knternommenen Nachtfahrt Abonnement: Badiſche Volkszeitung.) 70 Pfennig monatſich. Gringerlohn 28 Pig., monatlich, durch die Poß dez. tuel. Poſti aufſchlag M..4 pro Quaxtal; Einzel⸗Nummer 8 Plg. Iu ſera te: Die Golonel⸗Zelle.. 28 Pfg. Auswärtige Inſerate„„ 80„ Die Reklame⸗Zeile„1 Mart eeeee Geleſenſte und verbreitetſte Zeitung in Mannheim und Umgebung. Schluß der Inſeraten⸗Aunahme ſmn das Mittagsblatt Morgens 36 9 Uuhr, für das Abendblatt Nachmittags 8 Uhr. Werl Badiſche Neueſte Nachrichten Anabhängige Tageszeitung. Täglich 2 Husgaben (ausgenommen Sonntag) Eigene Kedaktionsbureaus in Berlin und Karlsruhe, (Mannheuner Volksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe: „GSeneral⸗Anzeige: Mannheim“, Telefon⸗Nummern: Otrektion u. Buchhaltung 1449 Druckeret⸗Burean(Au⸗ nahme v. Druckarbeiten 841 Redaktioon 877 Expedition und Verlags⸗ buchhandlung, 8 Nr. 583. Montag, 14. Dezember 1908. (Mittagblatt.) ee ————— ee Die hentige MWittagsausgabe umfaßt 16 Seiten. Celegramme. Kiderlen⸗Wächter. * Berlin, 13. Dez. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ ſchreibt: Gegen den kaiſerlichen Geſandten in Bukareſt, v. Kiderlen⸗ Wächter wurden in mehreren Blättern Angriffe gerichtet, die ſeine häuslichen Verhältniſſe betreffen. Wie wir erfahren, hat eine erneute Prüfung der Sache die Halt⸗ loſigkeit der Beſchuldigungen ergeben, Gegenüber der Behauptung, daß v. Kiderlen⸗Wächter nur auf kurze Zeit auf ſeinen Bukareſter Poſten zurückkehren werde, ſind wir in der Lage mitzuteilen, daß der Genannte zurzeit noch mit einigen beſonderen Arbeiten im Auswärtigen Amt beſchäftigt iſt, dann aber ſeinen Poſten in Bukareſt wieder übernehmen wird. Der Feldzugsplau des Kaiſers gegen due Buren. OLondon, 14. Dez. Von unſerem Londoner Bureau.] In der Janauarnummer des Londoner„Magazine“ kommt Mr. Wright wieder auf die Geſchichte des Feldzugsplans des deutſchen Kaiſers gegen die Buren zu ſprechen, den dieſer an die Kögigin Biktoria geſchickt habe. Wright teilt unter anderem folgendes mit: Er habe früher den Kaiſer gleichfalls für einen geborenen Journaliſten geholten, der nur ganz zufällig Monarch geworden ſei, eine Auffaſſung, die heute noch ſehr in England verbreitet iſt. Als er aber den Kaiſer perſönlich kennen lernte, habe er dieſe Anſicht geändert, da er erkannte, daß der Kaiſer der beſtunter⸗ richtete Mann der Welt ſei. Der Publitziſt erzählte weiter, daß er mit dem Kaiſer auf der Terraſſe des Schloſſes von Windſor über den Plan geſprochen habe, den dieſer gegen die Buren ent⸗ warf, der dem von Lord Roberts entworfenen, wie der Herrſcher ſägte, eine ſo großt Aehnlichkeit gehabt haben ſoll. Wright wen⸗ dete ſich an den Kaiſer mit der Frage, was die Leute in Deutſch⸗ land dazu ſagen würden. Sie würden ihn vielleicht abſetzen. Der Kaiſer antwortete lächelnd:„Das könnte ſchon geſchehen.“ Chamberlain. OLondon, 14. Dez.(Von unſerem Londoner Bureau.) Der Sekretär der Tarifkommiſſion erklärte geſtern abend, daß er bor einigen Tagen eine längere Unterredung mit dem ehe⸗ maligen Kolonialminiſter Chamberlain hatte und daß der Mini⸗ ſter ſich nunmehr beſſer befinde als je zubor. Er ſei von ſeiner Krankheit wieder völlig hergeſtellt. Die Kriſe auf dem Balkan. „ Konſtantinopel, 13. Dez. Die Pforte richtete am 10. Dezember eine Note an die ruſſiſche Botſchaft, in welcher ſie erklärte, dem in der Note an die Botſchaften vom B. Oktober gemachten Vorſchlage betreffend die Beurlaubung der mazedoniſchen Gendarmerie auf unbeſtimmte Zeit zuzu⸗ ſtimmen. Die Pforte behält ſich die Regelung der Entſchädig⸗ ung der zurückberufenen Offiziere vor und gjbt ihrer Be⸗ friedigung und ihrem Danke für die von den Offizieren ge⸗ leiſteten Dienſte Ausdruck. Die Dynamitexploſton in Unter⸗Obtspo. Colon, 13. Dez. Die Dynamitexploſion trug ſich in Unter⸗Obispo, an der Panamakanalſtrecke zu. Viele Leichname ſind unter den Trümmern begraben. * Colon, 13. Dez. Neuexen Meldungen zufolge wurden bei der Exploſton in Unter⸗Obispo 10 Perſonen getstet und 50 verletzt. Die meiſten Opfer ſind Spanier. Die Explo⸗ ſion wird auf eine zufällige Entzündung des Dynamits bor Be⸗ ginn der beabſichtigten Sprengarbeiten zurückgeführt. Infolge der Erſchütterung explodierten weitere Ladungen, im ganzen 27 Tonnen Dynamit. *** Wiesbaden, 18. Dez. Bei einer geſtern von hier aus wurde der Ballon„Mainz⸗ Wiesbaden“ im Nebel durch eine Boe auf die Erde gewor⸗ ſen, wobei beide Inſaſſen, Hauptmann Eberhard und Herr Krauſe aus Wiesbaden hinausgeſchleudert wurden. Beide blieben unverletz t. Der Ballon entflog in nordöſtlicher Rich⸗ tung. Dem Auffinder wird eine gute Belohnung zugeſichert. Meldungen ſind zu richten an Hauptmann Eberbard⸗Wieshaden. *Berlin, 13. Dez. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: In Deutſchoſtafrika ſind vom.—11. Dez. zwei weitere Ein⸗ geborene an Peſt erkrankt. * Berlin, 13. Dez. Gegen die Wirtſchafterin Heimann wurde in ihrem Geſchäftslokal in der Breiteſtraße heute bör⸗ mittag ein Raubmord verſucht. Der Täter, der Schleifer Weitland, wurde ergriffen. Engerer Ausſchuß der national⸗ liberalen Partei. IE Karlsruhe, 18. Dez. Die heutige Sitzung des engeren Ausſchuſſes, an der auch Vertreter der nationalliberalen Parteipreſſe teilnahmen, beſchäftigte ſich u. a. mit dem Fall Rödel und der Angelegen⸗ heit Lörach⸗Land. Die Sitzung war auf halb 12 Uhr in die „Vier Jahreszeiten“ einberufen worden. Nachdem die Ver⸗ ſammlung durch den Vorſitzenden des engeren Ausſchuſſes, Landgerichtsdirektor Obkircher, eröffnet worden war, über⸗ gab dieſer zu Punkt 1 der Tagesordnung: Beſprechung des Falles Rödel den Vorſitz dem Oberbürgermeiſter Dr. Gönner. Die in durchaus ruhiger und ſachlicher Weiſe geführte Ausſprache währte vier Stunden. Als einm ütige Meinung des engeren Ausſchuſſes zu der vorliegenden Frage ergab ſich: „Die Verſammlung verſicherte ihren Führer Dr. kircher ihres vollen Vertrauens u. billigte ſeine Ausführungen über den Fall Nödel. Der Generalerlaß des Oberſchulrats wurde allgemein in dem Sinne aufgefaßt, daß er nur eine War⸗ nung der Lehrer bezweckt habe. Gleichwohl wurde von verſchiedenen Seiten nicht verkannt, daß die Form des Er⸗ laſſes den Anſchein erwecken könne, als ob er in einer zu mißbilligenden Weiſe das Recht der Lehrer zur freien Mei⸗ nungsäußerung, auch wenn ſolche in angemeſſener Form er⸗ folge, beeinträchtigen wolle. Dabei gab die Verſammlung ihren Sympathien für die Erfüllung der berechtigten Wünſche des Lehrerſtandes, wie ſich für ſolche die natl. Fraktion auf dem letzten Landtag engagiert hat, von neuem Ausdruck.“ Eine Reſolution wurde nicht gefaßt. Hierauf übernahm Landgerichtsdirektor Obkircher wiederum den Vorſitz, um des Ablebens des Fabrikanten Dillenius⸗Pforzheim zu gedenken, der ſowohl Mitglied des engeren Ausſchuſſes wie des geſchäftsführenden Ausſchuſſes der nationalliberalen Par⸗ tei war. Die Verſammlung erhob ſich zum ehrenden Ge⸗ denken des Verſtorbenen von ihren Sitzen. Anſtelle Dillenius' wurde Profeſſor Lan g⸗Pforzheim in den geſchäftsführenden Ausſchuß der Partei gewählt. Bezüglich der Behandlung der Lörra cher Frage ergab ſich in allen Punkten volle Einmütigkeit des engeren Ausſchuſſes und einmütige, widerſpruchsloſe Zuſtimmung zu den Schritten der Parteileitung. Die Sitzung wurde halb 6 Uhr geſchloſſen. Die nächſte Sitzung des engeren Ausſchuſſes wird vorausſichtlich am 6. Januar ſtattfinden. Ob⸗ polſusche Uebersieht. Maunheim, 14. Dezember 1908. „Keine Ueberhaſtung im Flottenbau“ Unter dieſem Titel gibt Vizeadmiral a. D. Galſter in einem Berliner Blatte ſeine Meinung über die bei uns im Bau befindlichen neuen Linienſchiffe kund. Er hält dieſe „Dreadnoughts“, mit welchen ein Sprung im Verdrang von 13 000 auf 19 000 To. gemacht werde, für einen ganz neuen, ſehr abweichenden Typ. Ihm erſcheint eine Reihe von Un⸗ vollkommenheiten und ſelbft Fehlern, die die Kampfkraft herabſetzen, durchaus nicht ausgeſchloſſen, und ſo legt er nahe, eine Baupauſe von—1½ Jahren eintreten zu laſſen, um zunächſt Erprobungen mit den fertigen Schiffen dieſer Art(„Naſſau“⸗Klaſſe) vorzunehmen. Den Außergewöhnlich⸗ keiten in den techniſchen Verhältniſſen müſſe mit Umſicht Rech⸗ nung getragen werden; das Flottengeſetz dürfe ſchließlich nicht dazu zwingen, gegen die Vernunft zu handeln, uſw. In der„Kyffhäuſer Korreſpondenz“ ſchreibt zu dieſen Vorwürfen Kontreadmiral z. D. Stiege: Das ſind ſchwere Vorwürfe gegen die Marineverwaltung, welcher man unter⸗ ſtellt, daß ſie ſich und die Volksvertretung leichtfertig in dieſes „Dreadnought“⸗Abenteuer geſtürzt und hunderte von Mil lionen damit zu vergeuden im Begriffe ſteht. Es würde zu weit führen, die aufgeſtellten Behauptungen im einzelnen zu behandeln. Mit ſeiner einſeitigen Verherrlichung des Kleinkrieges zur See, den Vizeadmiral a. D Galſter auch diesmal preiſt, ſteht er bekanntlich in der deutſchen Marine allein. Auch der neuerdings aufgeſtellte Grundſatz,„eine kompakte Schlachtflotte ſei kein Kriegsmittel, um eine weit⸗ ausgedehnte Handelsſchiffahrt zu ſchützen“, bedarf nicht erſt der Widerlegung. Im höchſten Grade bedauerlich iſt, daß man es unternimmt, ohne Beweiſe zu geben, bloß weil nach rein perſönlicher Auffaſſung Unvollkommenheiten nicht aus⸗ geſchloſſen ſein ſollen, Vorwürfe gegen unſern Flottenbau zu erheben und Mißtrauen gegen unſere Seekriegsrüſtung zu verbreiten, Vorwürfe und Mißtrauen, welche bei der gegen⸗ wärtigen ſchwierigen politiſchen Lage doppelt verhängnisvoll wirken können. Das XX. Jahrhundert, das Organ der Reformkatholiken, hört mit dem 1. Januar 1909 auf zu erſcheinen. An der Spitze der Nummer 50 vom 12. Dezember finden wir folgende Mitteilung an die Leſer: Die Unagunſt der Verhältniſſe: die andauernde Gleich⸗ gültigkeit des Laienpublikums in rein geiſtigen und religiöſen Fragen und der bleierne Druck des ſeit dem Er⸗ ſcheinen der Enzyklika ungeſchminkt funktionierenden kirch⸗ lichen Machtſyſtems berauben uns der Garantien, die wir für den dauernden und erfolgreichen Fortbeſtand des„XX. Jahr⸗ hunderts“ nötig erachten. Insbeſondere iſt die Zahl tüchtiger und überzeugungstreuer Mitarbeiter ſo zuſammengeſchrumpft, daß die wenigen ſich außerſtande ſehen, für die Dauer die Zeit⸗ ſchrift ſowohl auf einer angemeſſenen literariſchen Höhe zu halten, als auch in wahrhaft fortſchrittlich⸗katholiſchem Sinne weiterzuflthren. Wir löſen darum nach reiflicher Erwägung den „Verlag des XX. Jahrhunderts“ auf und ſtellen vom 1. Januar 1909 an das Erſcheinen der Zeitſchrift ein. Selbſwerſtändlich wird durch dieſen Akt die fortſchrittliche Geſinnung und die fernere Tätigkeit unſerer treu gebliebenen Gelehrten und Mit⸗ arbeiter im Dienſte des fortſchrittlichen Katholi⸗ zismus nicht im geringſten berührt. Sie hoffen dadurch ledig⸗ 85 5 und Muße zu gewinnen, zu größeren, umfaſſenderen Tbeiten. Das Zentrum wird kriumphieren und triumphieren wird der Vatikan. Die brutale Gewalt hat wieder einmal über den freien Geiſt einen Sieg davongetragen, einen Augenblicksſieg, deun es iſt unmöglich, daß die Wahrheit auf die Dauer unterliege. Man kann ſie unterdrücken und knechten, aber nicht töten. Eines ſehen wir aus dem Vorgang deutlich, wie ſchwer der Geſinnungs⸗ druck des Ultramontanismus auf den gebildeten katho⸗ liſchen Laien laſtet. Sie ſind offenbar nicht nur lau, ſie ſind zu ſeige und furchtſam, ſich öffentlich zu den Anſchauungen des „XX. Jahrhundert“ über das Verhältnis von Religion und Kultur zu hekennen, die ſie im Herzen teilen. Man hböre nur einmal gebildete Katholiken über die Enchklika reden, aber ſie wagen es nicht, offen für ihre freieren Auffaffungen einzutreten und die Männer zu unterſtützen, die Führer auf neuen Wegen ſein wollen. Wir kommen noch auf die Sache zurück, ſobald die Zentrumspreſſe geſprochen hat. Aufrichtig bedauern wir, daß die führenden Männer der reformkatholiſchen Bewegung ihr Organ nicht halten konnten, es war gut geſchrieben, im Geiſte mutiger Wahrheitsliebe, feuriger Begeiſterung für eine gute Sache geleitet Vadiſche Politik. Engerer Ausſchuß der Freiſinnigen Partei⸗ Karlsruhe, 18. Dez.(Korreſpondenz.) Heute nachmittag fand zu gleicher Zeit wie die Sitzung des engeren Ausſchuſſes der nationalliberalen Partei die Sitzung des engeren Ausſchuſſes der Freiſinnigen Par⸗ tei Badens ſtatt, in welcher die Streitfrage wegen Lör vach⸗ Land zur Erörterung gelangte. Eine Einigung mit den Nationalliberalen hat bisher noch nicht ſtattgefunden. Die Tagung war ſtreng vertraulicher Natur Zum Fall Rödel. Bonndorf, 13. Dez.(Kotreſpondenz.) Geſtern abend nahm die Lehrerkonferenz Bonndorf zur Maßregelung des Hauptlehrers Rödel Stellung. Die Konferenz hielt den Bericht Rödels auf der Dortmunder Lehrerverſammlung wohl für richtig, aber nicht für vollſtän⸗ dig. Rödel hätte bezüglich des Lehrplans ſagen müſſen, daß in den angezogenen Punkten bereits Wandel geſchaffen werde und daß der Anfang hierzu bereits gemacht worden ſei. Die Reſolution der Mosbacher Konferenz war viel zu ſcharf und ſei wohl unter Einfluß Rödels entſtanden; eine derartigs Sprache ſei geradezu verwerflich. Auch die Reſo⸗ lution des Vorſtandes des Babiſchen Lehrerver⸗ eins ſei in dieſer Faſſung nicht annehmbar. Namentlich die Seite. General⸗Auzeiger.(Mittagblatt) Maunheim, 14. Dezeember Worte im Schlußſatze und„unerſchütterliches Ugung der Koufe dieſer Reſolution:„volle Sympathie“ Vertrauen“ zu Rödel kongten die Bil⸗ t finden. In der Reſolution der Bonndorfer Konforenz ik weiterhin zum Ausdruck, daß ſie auch ferneyhin treu zu ihrer Behörde halten werde; ſie werde zur Maßregelung Rödels erſt Stellung nehmen, wenn der Rekurs Rödels erledigt iſt. In der Ver⸗ ſammlung wurde dem Mißmut über die Stellung der Preſſe Ausdruck gegeben, der man das ganze Verhängnis in die Schuhe ſchiebt. Die Kriſe auf dem Valkan. Die Drientbahnangelegenheit. *Sofia, 13. Dez. Ueber den Stand der Orientbahn⸗ Angelegen heit ſind von hier aus in Verbindung mit dem Aufenthalt des Direktors der Deutſchen Bank, Helfferich, Nachrichten verbreitet worden, die offenbar den Anſchein er⸗ wecken ſollen, daß die Betriebsgeſellſchaft der Orientaliſchen Eiſenbahn jetzt verſuche, zu einer Einigung mit der bulgariſchen Regierung ohne Zu⸗ ziehung der Türkei zu kommen. Dieſe Nachrichten ſind un⸗ richtig. Die Betriebsgeſellſchaft iſt niemals von ihrem von Anfang eingenommenen Standpunkt, daß die Erledigung der Angelegenheit nur unter Zuſtimmung der Türkei möglich ſei, abgegangen. Inbezug auf die Beſprechungen des Direktors Helfferich mit hieſigen maßgebenden Perſönlichteilen iſt ſeſtzu⸗ ſtellen, daß Helfferich, einem Wunſche des Handelsminiſters Liaptſchew entſprechend, ſich auf ſeiner Reiſe von Koaſtau⸗ tinopel nach Berlin hier zwei Tage aufgehalten und die Ge⸗ legenheit benutzt hat, um ſich über die Stellung zu orientieren, zu welcher das bulgariſche Kabinett auf Grund der in Konſtan⸗ knopel ſtattgehabten Beſprechungen in der Orientfrage gelangt iſt. Seine Unterhaltungen mit Liaptſchew haben ergeben, daß die bulgariſche Regierung den Abſchluß eines definikiven Ver⸗ trages über die Orientbahn⸗Angelegenheit ablehnt, ſolange nicht die übrigen zwiſchen Bulgarien und der Türkei ſchwebenden Fragen politiſcher Natur geregelt ſind. Auch gegenüber der Anregung eines mit Zuſtimmung der Türkei abzuſchließenden Propiſoriums, welches der Betriebsgeſellſchaft bis zum In⸗ krafttreten der definitiven Einigung einen Erſatz für die ihr entgehenden Einnahmen ſichern ſoll, verhielt ſich Liaptſchew ab⸗ lehnend. Nach ſeinen Erklärungen iſt der Miniſterrat lediglich bereit, der Betriebsgeſellſchaft bei Unterzeichnung des defini⸗ tiven Vertrages die Zinſen auf die noch nicht feſtſtehende Ent⸗ ſchädigungsſumme, gerechnet vom Tage der Beſchlagnahme der Bahn, zu gewähren. Mit einer ſolchen Löſung, die alles bis zu einem durchaus ungewiſſen Termin in Schwebe läßt, kann ſich natürlich die Betriebsgeſellſchaft nicht zufrieden geben. Helfferich machte von dem Ergebnis ſeiner Beſprechungen mit Liaptſchew alsbald dem hieſigen türkiſchen Kommiſſar, ſowie den diplomatiſchen Vertretern Deutſchlands und Heſterreichs Mitteilung. Auf die Vorſtellungen der Letzteren hat der Miniſter des Aeußeren Paprikow neuerdings befriedigende Er⸗ klärungen in Ausſicht geſtellt. 5 Oeſterreich⸗Ungarn und die Konferenz. Wien, 12. Dez. Die Lage zeigt jetzt entſchieden ein reundliches Geſicht, nachdem ſich Aehrenthal entſchloſſen hat, dem Standpunkte ſowohl Iswolskis als der Pforte enk⸗ gegen zu kommen in der Hoffnung, damit die Kabinette in Petersburg und Konſtantinopel ebenfalls zum Entgegenkommen zu beranlaſſen. Die letzte Antwortnote nach Petersburg enthält nach mir gemachten Andeutungen, die Zulaſfung der Erör⸗ lerung der Angliederung als Punkt des Konferenzprogramms, wenn porher in Verhandlungen von Kabinett zu Kabinett ſicher⸗ geſtellt iſt, daß die Tatſache der Angliederung an ſich unbe⸗ ſtritten bleiben wird. Bisher nahm Aehrenthal bekanntlich den Standpunkt ein, daß die Konferenz die Angliederung über⸗ aupt nicht erörtern, ſondern nur feſtſtellen ſollte. Es fragt ſich nun, ob Iswolski dieſes Entgegenkommen erwidern wird. Nach Aeußerungen der Petersburger und der engliſchen Preſſe cheint das der Fall zu ſein, auch deutet darauf die Tatſache, daß der öſterreichiſch⸗ungariſche Botſchafter in Petersburg Weihnachtsurlaub zum Beſuche ſeiner Familie in Mähren er⸗ beten und erhalten hat. Das Entgegenkommen gegen die Pforte beſteht darin, daß jetzt Markgraf Pallavicini Weiſung rhalten hat, die Verhandlungen mit der Pforte wiederaufzu⸗ nehmen, nachdem die Pforte ihren guten Willen gezeigt hat, den Bohkott, ſoweit es ihre Kräfte erlauben, einzudämmen und ſedenfalls durch öffentliche Erklärungen gegen die Teilnahme mklicher Organe an der Sperre einzuſchreiten. Durch dieſes erhalten der Pforte hat der Boykott gewiſſermaßen den amt⸗ lichen Anſtrich verloren und iſt Oeſterreich⸗Ungarn inſtand ge⸗ Theater, Runſt und Wiſſenſchaft. BVolkskonzert. Wir verweiſen auf das heutige Inſeral des uſikvereins, aus dem wir beſonders hervorheben, daß alle kreſerpierten Sitzplätze im Saale, Säulengang und Empore Einheitspreis von 50 Pf. abgegeben und Anmeldungen der lrbeiterverbände und Arbeitgeber, die bis zum 19. Dezember inlaufen, beſonders berückſichtigt werden. Philhaxmoniſcher Verein. Es dürfte von Intereſſe ſein, daß der Prim⸗Geiger des Klingler⸗Streichquartetts, Herr Harl Ningler, inſolge eines Vermächtniſſes, auf Lebzeiten der Be⸗ ſiter der Jvachimſchen Konzertgeige iſt. Die abbeſtellte Opernvorſtellung. In der Wiener Hofoper gar am Dienstag als Abendvorſtellung„Hoffmanns Er⸗ äöhlungen“ angeſetzt. In letzter Stunde wurde jedoch ein Repertofrewechſel vorgenommen und die„Bohsme“ gegeben. Die AUrſache lag nicht in der Erkrankung eines Mitwirkenden, ſondern n einem Bedenken abergläubiſcher Art. Im letzten Augenblick erinnerte man ſich nämlich daran, daß gerade am 8. Dezember 1881 das Ringtheater, der Vorgänger der Hoſ⸗ Oper, bei einer Aufführung von„Hoffmanns Erzählungen“ a b⸗ lebrannt ſei. Die Sache wurde dem Direktor vorgelegt, kurz entſchloſſen verfügte dieſer die Abſetzung von„Hoff⸗ uns Erzäblungen“ wegen„eingetretener Hinderniſſe“. *„%„˙ Konzerk des Singvereins. Im gutbeſetzten Muſenſaale gab am verfloſſenen Samstag 1e der älteſten Männergeſangvereine hieſiger Stadt, der gberein, welcher ſeit zwei Jahren unter der muſtkaliſchen ig des Herrn Pianiſten Hans Hautz ſteht, ſein dies⸗ 3 Konzert. Demſelben lag ein reichhaltiges Programm de, das vielleicht noch abwechslungsreicher und wirkſamer geſtaltet werden können, wenn die Vereinsleitung ſtatt des falls begrüßte. Herrn Adolf Petri aus Freiburg, berichten, der ſeine ſetzt, ihn als reine Kundgebung der unverantwortlichen Bevöl⸗ kerung zu betrachten, gegen welche die Pforte machtlos iſt und wofür Oeſterreich⸗Ungarn in einem ſpätern Zeitpunkte Schaden⸗ erſatz verlangen kann und wird. Aehrenthal hat ſomit, wie man hier ſagt, das ſeinige getan, um die Bahn frei zu machen, und man hofft, daß ſein Entgegenkommen nicht erfolglos bleiben wird. Als nicht unerhebliche Unterſtützung Aehrenthals kann betrachtet werden, daß geſtern, wie gemeldet, im Klub der öſterreichtſchen Induſtriellen eine Anſicht über die Sperre ge⸗ äußert worden iſt, die eine Abwendung von dem bisherigen erregten Verhalten der durch den kürkiſchen Boykott getroffenen Induſtrien bedeutet. Man wies darauf hin, daß die Ausfuhr nach der Türkei nur 120 Millionen beträgt, alſo in der Mil⸗ liardenausfuhr der Monarchie nur eine untergeordnete Rolle ſpielt. Eine dreiſtündige Rede Wackers in Wiesloch. Der Zentkrumsführer Wacker hat im Reden den Rekord ge⸗ brochen. In Wiesloch fand geſtern nachmittag im„Zähringer Hof“ eine Zentrumsverſammlung ſtatt, in welcher Wacker u unterbrochen drei volle Stunden ſprach, eine angeſichts des Alters des Geiſtlichen Rates ganz erſtaunliche Leiſtung. Der geräumige Saal war ſchon lange vor Beginn der Verſammlung überſüllt. Als wir um halb 3 Uhr im„Zähringer Hof“ ein⸗ trafen, konnten wir uns nur mit größter Mühe bis zum Preſſe⸗ tiſch vorkämpfen. Es werden rund 1000 Perſonen geweſen ſein, die in dem Saale zuſammengedrängt waren und bis weit auf dem Korridor hinaus Kopf an Kopf ſtanden. Hunderke mußten wieder umkehren, weil ſie nicht einmal bis zum Eingange vordtingen konnten. Als Wacker punkt 3 Uhr im Saale oder beſſer geſagt auf der Bühne erſchien, wo die Geiſtlichkeit ſaß, wurde er mit einem brauſenden Hoch und Händeklatſchen empfangen. Herr Oberpoſtaſſiſtent Stather eröffnete die Verſammlung und ſchlug zum Vorſitzenden den ſeitherigen Ab⸗ geordneten des Bezirks, Baron v. Mentzingen vor, der die Wahl mit Dankesworten annahm und die Verſammlung eben⸗ Dann ſtieg Geiſtl. Rat Wacker hinauf zum Podium zu ſeiner Monſtrerede, die wegen ihres Umfanges, viel mehr aber noch wegen ihres Inhalts berechtigtes Aufſehen erregen dürfte. Beſonders die einleitenden Ausführungen waren in ihrer pro⸗ grammatiſchen Art ſo wichtig, daß wir ſie möglichſt ausführlich wiedergeben möchten. Der Redner ſprach zunächſt ſeine Freude darüber aus, daß auch politiſche Gegner anweſend ſeien. Er könne ſich der Verſicherung des Herrn v. Mentzingen voll an⸗ ſchließen, daß es ſich nicht um den Kampf gegen Perſonen handle und daß alſo, wenn über eine beſtimmte Partei minder⸗ günſtiges geſprochen werden müſſe, der einzelne Zugehörige zu dieſer Partei Unrecht täte, wenn er dies gegen ihn gerichtet be⸗ trachten werde.(Zuſtimmung.) Wenn er ſich über die poli⸗ tiſche Lage ausſprechen ſolle, ſo glaube er von vornherein Alles ausſcheiden zu müſſen, was die politiſche Lage im Reiche angeht und wenn er ſich darauf beſchränke, die politiſche Lage im Großherzogtum Baden zu beſprechen, müſſe er ſich noch wei⸗ tere Beſchränkungen auferlegen. Mehr als es in vergangenen Zeiten, ſo fuhr Redner fork, der Fall war, treten die politiſchen Einzelfragen in dieſen Tagen zurück vor den mehr allge⸗ meinen Fragen. Wie ſind wir daran und wie werden wir daran ſein, mit den Faktoren, welche in beſonderer Weiſe Einfluß auszuüben haben auf den Gang der politiſchen Lage des Landes. Wie ſind wir daran oder wie werden wir daran ſein vor allem mit der Großherzoglichen Re⸗ gierung und mit der badiſchen Volksvertretung. Ein dritter Fattor, der Träger der Krone, ſcheidet natur⸗ gemäß aus den öffentlichen Erörterungen aus. Im allerengſten Zuſammenhang mit dieſen Fragen ſteht die nach dem Ausfall, nach den Ergebniſſen der kommenden Wahlen. Mit der Ank⸗ wort auf dieſe Frage iſt die Antwork auf die anderen wenigſtens zum Teil gegeben. So erklärt es ſich, daß mit dem allgemeinſten und größten Intereſſe ſchon jetzt an die kommenden Wahlen ge⸗ dacht und von den kommenden Wahlen geſprochen wird, wie auch von den Rüſtungen der einzelnen Parteien. Ein beſonderes Inereſſe hat die Landesverſammlung der natjonalliberalen Partei vor 5 Wochen in Mosbach hervorgerufen. Was dort geſprochen worden iſt, das fordert ſehr ſtark zur Kritik heraus. Aber man würde unpraktiſch handeln und die Sitnation nicht voll erfaſſen, wenn man nicht auch dem beſondere Aufmerkſamkeit ſchenken wollte, was nicht geſprochen worden iſt. Nicht geſprochen wurde über die Ger. Regierung. Es drängt ſich die Frage auf, ob man darin einen bloßen Zufall erblicken kann. Als Miniſter Schen⸗ kel, aus Geſundheitsrückſichten, wie damals behauptet wurde es wird ſich niemand verfehlt haben, wenn er die Behauptung nicht glaubte(Heiterkeit)— aus ſeinem Amt geſchieden war, und der jetzige Miniſter des Innern, v. Bodman ſein Amt ange⸗ treten hatte, da beeilte ſich der Hauptredner von Mosbach, öffent⸗ lich zu verſichern, daß Herr v. Bodman ein durch und durch libe⸗ raler Mann ſei und daß es ihm nicht einfalle, konſervaliv re⸗ gieren zu wollen. Das Zentrum, verſicherte er weiter, werde an dem neuen Miniſter keine größere Freude erleben, als dies unter der miniſteriellen Verwaltung des Herrn Schenkel der Fall war. Auch Herr v. Bodman ſei ein ſcharfer Gegner des Zentrums und werde es in ſeiner Verwaltungstätigkeit an den Tag legen. Man hat nie erfahren, ob und in welcher Weiſe ein Lob dem Redner vom Herrn Miniſter geſpendet worden iſt⸗ In Mosbach hat er geſchwiegen, obwohl ſicherlich ungleich mehr Anlaß zum Reden vorhanden war, als damals in der Verfamm⸗ lung der Mannheimer Jungliberalen am 24. April 1907. Er hat geſchwiegen von der Geſamtregierung und von dem Miniſter, den er ſo taktvoll in ſein neues Amt eingeführt hat.(Heiterkeit.] Zufall iſt dieſes Schweigen wohl ſo wenig als ein anderes Das eine wie das andere wird ſeine Erklärung in dem ſchon jetzt berühmt gewordenen Spruche finden, der ſeine erſte Illu⸗ ſtration in Lörrach⸗Land gefunden hat:„Ueber Taktik ſpriche man nicht!“ Es drängt ſich einem hier förmlich die Frage auf— und ſch ſtelle dieſe Frage nicht ohne Abſicht—: Haben vor Mosbach Unterredungen und Verabredungen ſtatige⸗ funden zwiſchen dem neuen Führer der nationallibheralen Partei und der politiſchen Abteilung der Großh. Regierung? es glaubt, daß ſolche Verabredungen und Unterredungen ſtattgefun⸗ 8 den haben, wird nicht in der Lage ſein, einen Zeugen— oder Tatſachenbeweis dafür erbringen zu können—. Es wird aber auch ſchwer ſein, überzeugend nachzuweiſen, daß er unrecht ur⸗ teilt. Die Großh. Regierung nimt eine ſchwere Verant⸗ wortung auf ſich, und ſie riskiert ſehr viel, wenn ſie die Aktion unterſtützt, die am 7. und 8. November in Mosbach eingeleitet worden iſt. Ich fühle mich nicht berufen, unſere Gr. Regierung zu warnen oder ihr zu raten. Ich will ihr auch nichts verſprechen und mit nichts ihr drohen. Allein es liegt auf der Hand, welche unabweisbaren Folgen es haben müßte, wenn ſie Unterſtützung leiſten wollte der in Mosbach eingeleite⸗ ten Aktion. Ein Eingreifen des Miniſteriums des Innern in den Wahlkampf von 1909 müßte unabweisbar ganz beſtimmte Folgen haben. Ein Sieg des Liberalismus im Jahre 1909 wäre in dieſem Falle auch ein Sieg der Gro ßh. Regierung. Aber die Früchte eines ſolchen Sieges müßte ſie teilen mit dem geſamten Liberalismus, nicht bloß mit den Nationalliberalen, ſondern— ich betone das ganz beſonders— auch mit der Sozialdemokratie. Iſt es ſchwer zu denken, daß der Geſamtliberalismus bis zur Sozialdemokratie ſiegreich aus dem Wahlkampf von 1909 hervorgehen könnte, ſo iſt es ab⸗ ſolut ausgeſchloſſen, daß der Liberalismus für ſich allein ſiegen könnte, auch mit Unterſtützung des Miniſteriums des Innern. Es iſt zwar noch nicht ſo lange her, daß wir das ſtolze Wort zu hören bekamen: aus eigener Kraft. Und als man's mit Heiterkeit aufgenommen hat, wurde wiederholt: Ja, aus eigener Kraft! Aber es hat gar nicht lange gedauert, bis derjenige, der es geſprochen hat, die ſpannend intereſſante Illuſtration dazu lieferte. Man war nicht wenig überraſcht, als er urplötzlich ſeinen Poſten verließ, um vollſtändig aus der politiſchen Oeffentlichkeit auszuſcheiden, mit Doppelpunkt: aus eigener Kraft!(Groze Heiterkeit.) Die natl. Partei Badens hat in früheren Zeiten außer⸗ ordentlich viel vermocht. Wie viel davon ihrer eigenen Kraft zu⸗ zuſchreiben war, hat niemals mit Sicherheit feſtgeſtellt werden können. Die Meinungen ſind auch jederzeit auseinandergegaugen. Heute aber kann eine Meinungsverſchiedenheit darüber abſolut nicht beſtehen, was die natl. Partei in Baden aus eigener Kraft nicht vermag.(Heiterk.) Aus eigener Kraft kann ſie uns den Be⸗ weis dafür erbringen, daß ſie ihrer Gegner ſich nicht mehr er⸗ wehren kann. Das weiß niemand beſſer als die Sozialdemo⸗ kratie.(Heit.) Sie weiß darum auch die von ihr geleiſtete Hilfe einzuſchätzen. Und wie niemand beſſer die Schwäche des Natio⸗ nalliberalismus kennen kann, als die Sozialdemokratie, ſo will niemand weniger ſie anerkennen, als gerode der neuerwählte Führer dieſer Partei. Das hat er gezeigt, da die von ihm ge⸗ führte Partei geſchlagen wurde. Wie wird er's erſt zeigen, wenn er als führender Sieger der natl. Partei aus einem Wahlkampfe hervorginge. Es kann deswegen keinem Zweifel unterliegen, daß die maßloſe Begehrlichkeit der Sozialdemokra⸗ tie und die Kammerdiktatur Obkirchers die natur⸗ notwendige Folge eines Wahlſieges im Jahre 1909, errungen von dem Geſamtliberalismus und der Sozialdemokratie, unterftützt von der Großh. Regierung, wären. Dieſe beiden Faktoren müßte die Großh. Regierung mit in Kauf nehmen. Die Regierung würde vor die Frage geſtellt, ob ſie in Anlehnung an Obkirchers Diktatur auf der einen und die maßlofe Begehrlichkeit der So⸗ Wer —̃— zweiten Vokal⸗ einen Inſtrumentalſoliſten zur Mitwirkung be⸗ rufen hätte. Die muſikaliſche Durchführung des Programms ließ er⸗ kennen, daß der Dirigent mit Fleiß und Hingabe gearbeitet hatte und ſeinen ſtattlichen Chor, welcher die Hauptſtärke im Baſſe aufzuweiſen hat, zu möglichſt ſchöner Tonentfaltung und wirkſamer Schattierung zu erziehen ſucht. Mit Max Zenger's„Hymne“ wurde der Abend würdig eröffnet. Darauf folgte Ludwig Thuilles, des früh verſtor⸗ benen Münchner Komponiſten muſtkaliſch wertvoller, aber nicht zu unterſchätzender Chor„Hinaus!“ Engelsberg naiv empfun⸗ denes„So viel Stern am Himmel ſteh'n“ wurde in hübſcher dynamiſcher Abſtufung dargeboten, und mit Franz Wagner's „Dorfreigen“ errang der Verein einen Da Capo⸗Erfolg. In Hegars Chorballade ſank der Chorton etwas, die Deutlichkeit der konmaleriſchen Figuren und die Textdeklamation ließ noch einige Wünſche offen; im ganzen hätte der Chor bei einer ſchwungvolleren Wiedergabe gewonnen. Sehr zart und duftig aber war das Pianiſſimo am Schluſſe. Recht gut gelangen die beiden Männerchöre im Volkston und mit Baldamus dank⸗ barem„Matroſenfrühling“ mit Baritonſolo und Klavierbeglei⸗ tung, der rein und tonſchön geſungen wurde, ſchloß das Kon⸗ zert wirkungsvoll ab. Als Soliſten hatte man Frau Hafgren⸗Waag vom hieſigen Hoftheater gewonnen. Sie erwies ſich in Liedern von Brahms, Hugo Wolf, Grieg, R. Strauß, Lill Erik Hafgren als die fein empfindende, ſicher geſtaltende Künſtlerin, als welche ſie bon ihrer Wirkſamkeit am Hoftheater her bekannt iſt. Eine allerliebſte Gabe aus ihrer Heimat„Dalpolska“, ein ſchwediſches Tanzlied, wurde ſtürmiſch Da⸗Capo verlangt. Lieder von Schubert, Brahms, Hugo Wolf und Rich. Strauß zwar rein und mit verſtändlicher Textbehandlung, im übrigen aber wenig erwärmend vortrug. Herr Hautz begleitete ſämt⸗ liche Solopiecen ſehr gewandt und feinfühlig, die Begleitung des Schlußchors hatte Herr Friedrich Kaltenborn über⸗ nommen. Das zahlreich erſchienene Publikum erwies ſich ſehr beifallsfreudig. ck. N*** Emil Vanderſtetten: Die blonde Komleſſe. Emil Vanderſtetten, das frühere Mitglied des Hof⸗ theaters, hatte ſeine literariſche Tätigkeit für die Bühne vor einigen Jahren mit einem Schaufpiel begonnen, in deſſen Mit⸗ telpunkt Schiller ſtand. Das Drama wurde damals am hieſ. Hoftheater aufgeführt, hatte aber zu wenig Erfolg, um ſich halten zu können oder gar weiter verbreitet zu werden. Vom hohen Kothurn iſt Vanderſtetten jetzt herabgeſtiegen, und ſtatt das Hoftheater war das Coloſſeum der Schauplatz der Erſtaufführung ſeines neueſten Werkes. Gleich wie damals griff auch jetzt Vanderſtetten zurück in die vergangene Zeit. Aus der Geſchichte Mannheims hat er einen geheimnisvollen Vorgang zu einem fünfaktigen Volksſchauſpiel umgeſtaltet. Es führt in die Zeit der Tyrannenwillkür und Herrenbrutali⸗ tät, die Menſchenleben nicht hoch einſchätzt und darum leicht⸗ fertig damit umgeht. Aus der chronique ſcandaleuſe, die auch der hieſige Hof hatte, wählte er den Vorwurf zu ſeinem Schauſpiel. Karl Theodor, der bekanntlich in ſeinem Ver⸗ hältnis zum weiblichen Geſchlecht ſehr dem laxen franzöſiſchen Brauche huldigte, läßt die Komteſſe Sophie von Tölzheim verfolgen, weil ſie ihm mit Angelo Bellioli, einem Porträt⸗ maler, durchgegangen iſt. In Weißenburg wird ſie aufge⸗ Niicht gleich Günſtiges läßt ſich leider über den Baritoniſten, griffen und nach Mannheim gebracht. Dorthin führt der zweite Akt. In ihm kommt es zu einer entſcheidenden Unker⸗ katürlich das nicht ausdrücklich geſagt. — 4— Mannheim, 14. Dezeuiber. 7277 General⸗Auzeiger.(Mittagblatt.) 8. Seite. zialdemokratie auf der anderen Seite glaubt, die Geſchäfte des Landes erledigen zu köunen. Sie bliebe auf ihre Miſſege an⸗ gewieſen. Andere Teilnehmer an den Arbeiten, die zu erledigen wären, um die Aufgaben zu löſen, ſtünden ihr nicht zur Ver⸗ fügung. Würden Liberalismus und Sozialdemokratie, unterſtüßt bon der Großh. Regierung, im Wahlkampf von 1909 geſchlagen, daun wäre dieſe Niederlage auch eine Nederlage der Gr. Regierung. Dann ſtünde natürlich die Gegenpartie als Sieger da, vor allem das Zentrum. Auch in ſo außerordent⸗ lich günſtiger Lage würde das Zentrum— und das ſage ich mit dem Gefühl ſtolzer Genugtnung— niemals überſehen und auch nicht unbeachtet laſſen, wer nach unſerer konſtitutiönellen Staats⸗ verfaſſung Miniſter zu berufen und zu entlaſſen hat. Aber etwas anderes würde die Volksvertretung nicht überſehen, weil es nicht überſehen werden dürfte, daß es nach derſelben konſti⸗ tutionellen Staatsverfaſſung ihrem freien Ermeſſen anheimge⸗ geben iſt, was ſie gewähren oder verſagen ſoll. Und wie in ſol⸗ cher Situation die parlamentariſche Vertretung des Zentrums einer unter allen Umſtänden geſchlagenen Regierung gegenüber ſich verhalten wird, braucht gar nicht erörtert zu werden, denn die Situation wäre ſo klar, ſo von ſelbſt gegeben, daß niemand eine Parole ausgeben müßte. Die parlamentariſche Vertretung dr Zentrumspartei könnte ſich dem Zwange gar nicht entziehen, Es könnte gegenüber der Regierung gar nichts anderes geſpro⸗ chen werden, als das eine Wort:„Es iſt vorbei und es bleibt vorbei!“(Bravo.) In der einen oder anderen Weiſe müßte die politiſche Situa⸗ tion des Landes ſich geſtalten, wenn die Großh. Regierung oder das Miniſterium des Innern allein eingreifen wollte in den Wahlkampf von 1909, natürlich den Liberalismus unterſtützend. Würde die Großh. Regierung dieſen Wahlkampf einfach den Parteien überlaſſen, wie es nach dem mehrfach erwähnten konſtitutionellen Staatsverfaſſungsrecht ihre Obliegenheit iſt, dann wäre für uns die Situation einfacher und leichter. Es gäbe dann für ſie in keinem Fall einen Sieg und in keinem Fall eine Niederlage. Niemand wird es den Herren, welche zuſammen die Regierung bilden und niemand einem Mitgliede der Regierung zumuten, daß es der Regierung gleichgültig iſt, wohin der Sieg ſich neigt. Aber darüber hinaus gibt es verſchiedenes, des man von ihnen erwarten muß. Ob im Falle eines Sieges von Liberalismus und Sozialdemokratie mit Regierungsunterſtützung alle gegenwärtigen Miniſter vor einer Kammerdiktatur Obkircher Gnade finden würden, wird mindeſtens Zweifelhaft ſein. Es muß auch dahingeſtellt bleiben, oh die Großh. Megierung dann in der Lage wäre, mit einer Kammer die Staars⸗ Heſchäfbe zu erledigen, deren Mehrheit aus dem nach links gerichteben Liberalismus und der Sozialdemokratie beſteht. Allein man braucht in die Erörberung dieſer Frage nicht einzutreten, denn es iſt nicht denkbar,— für meine Perſon glaube ich nicht daran, daß die Großh. Regierung etwas anderes ſich holen würde als eine Niederlage, wenin ſie ſich auf die Seite des Liberalismus und der Sozialdemo⸗ kbertie im kommenden Wahlkampf ſtellen würde. Daß aber der ee und die Sozialdemtokratie im Jahre 1909 ſiegen könn⸗ kelt, iſt, wenn die Regierung ſie nicht unterſtützt auch für mich voll⸗ ſtändig crusgeſchloſſen iurd destvegen braucht auch nicht weiter er⸗ örtert zu werden, was die Situation der Regierung im Falle eines ſolchen Sieges wäre. Würden Liberalismus und Sozialdemokratie einne Niederlage erleiden, was das wahrſcheinliche iſt, dann hätten das Geſamtmmiſterium wie das Miniſterium des Inmnern eine ſehr einfache und ſehr leichte Situngtion vor ſich. Sie hätten dann weiter kichts zu tun, als der neuen Kamm und ihrer Zuſammenſetzung uach dem Ergel 1 len 9 ig zu tragen. Welche Haltung die Regierung ſelbſt oder das Miniſterium des Irmern in dem kommenden Waählkampfe ſich zu eigen machen wird, läßt ſich nerkürlich mit voller Sicherheit nicht ſagen. Ich möchte an⸗ nehmen, daß der Glaube in weften Kreiſen geteilt wird, daß ſie offen in den Wählkampf nicht eingreift und nicht eingreifen läßt. Ob das Miniſterium des Innern nicht in anderer Weiſe es tut, dabon wird niemand Gewähr leiſten können. Der nationalliberale Fichrer hat in der Karlsruher nationalliberalen Verſammlung vom 34. Nodember verſichert: Wir ſind der Meinung, daß die Regierung allen Anlaß hätte, auch den leiſeſten Schein zu vermei⸗ den, als ob ſie uns helfen wollte. Der Meinung ſind wir auch. (Heiterkeit.) Wenn die Nationalliberalen dieſe Meinung hätten und berwirklicht haben möchten, ſo wären wir in einem keineswegs un⸗ wichtigen Punkte vollſtändig einig. Obkircher ſagte weiter: Die Regierung wird auch wohl nicht anders können, als ihre Beamten anzuweiſen, daß ſie Angriffen gegenüber der Regierung entgegen⸗ treten, um der Wahrheit zu ihrem Rechte zu verhelfen. Das möchte ich ins Land hinaus geſagt haben: Da haben wir die Firma, unter welcher die Großh. Regierung nach dem neuen Führer der Nerkionalliberalen in den Wahlkampf eingreifen und eingreifen lerſſen ſoll. Nach ihm ſoll die Regierung damit antworten, daß ſie den Nationalliberalen die Wahlen machen hilft. Er hat Er gibt der Sache einen So ganz unverblümt es zu ſagen, wäre doch zu Gerade ſo macht er es auch mit dem, was die anderen Namen. gewagt geweſen. „Regierung zum Eingreifen in den Wahrkampf beranlaſſen ſoll. Er ſpricht von Angriffen gegen die Regierung und von der Aufreizung der Wählerſchaft gegen die Regierung. Was er damit meint kann redung zwiſchen der Komteſſe und dem Herzog, die damft endet, daß die Komteſſe ins Gefängnis geworfen wird, weil ſie dem Herzog die Wahrheit ins Geſicht ſagt und ihn gar durch einen Schlag beleidigt hat. Der nächſte Akt bringt die Hinrichtung im Schloß, die heimlich ſtattfindet, weil es an offen Gründen und einem rechtmäßigen Urteil fehlt. Sterbend übergibt ſie ihr Teſtament einem ihr bekannten Offizier, mit der Beſtimmung, es erſt 10 Jahre nach ihrem Tode zu öffnen. Der vierte Akt fällt dann ziemlich aus dem Zuſammenhang und iſt eigentlich nur Einleitung zum fünften. Hier beſuch der Intrigant des Stücks, ein Hofprediger, ſich das Teſtament anzueignen, was ihm aber nicht gelingt, ſodaß die Beſtim⸗ mung der Toten zur Ausführung kommt, wonach ſie den Offizier zu ihrem Erben eingeſetzt hat. Das Stück wurde mit Beifall aufgenommen, zumal die Aufführung ordentlich war. Von den Darſtellern ſeien genannt Roſa Sölch, die „blonde Komteſſe“, Friedrich Kerſebaum, der die Intriganten⸗ rolle hatte und Renkert, der Angelo des Stückes ***.** No diſche Kunſt. Einleitende Worte zur Matinee im Hoftheater am 13. Dezember von Intendant Dr. Karl Hagemann. Es iſt ein eigen Ding um die nordiſchen Menſchen, die ſo ſchön ſind, ſo ehern, ſo geruhig und ſchickſalsfroh— die ſo freund⸗ lich lächeln können: ſo freundlich und dabei doch ein wenig über⸗ legen, und die ſich den Grund dazu aus den kleinen Verſchroben⸗ heiten der anderen holen. Aus Verſchrobenheiten meiſt ſeeliſcher Natur. Das Leben iſt ſo wuchtig, ſo herb und ſich ſo immer gleich hier oben im Lande der Mitternachtsſonne. Zum Auf⸗ jubeln fehlt deshalb meiſt wirklich der Anlaß. Aber ſo ganz ernſt kann man doch unmöglich alles nehmen. Der ganz ernſte Menſch beht zugrunde, muß zugrunde geben. Augz das Leben verlangt nicht zweifelhaft ſein. Aber auch hier muß wieder geſagt werden: Das Kind mit dem rechten Namen nennen, das kann er nicht. (Heiterkeit.) Der Kampf— das möchte ich ins ganze Land hinausgerufen haben,— den wir 1909 und auch ſonſt in anderen Wahljahren aus⸗ fechten, iſt niemals ein Kampf gegen die Regierung, ſondern aus⸗ ſchließlich ein Kampf gegen Liberalismus und Sozialdemokratie.(Beifall.) Wir wehren uns aber nicht um Miniſterſtühle(Heiterkeit), ſondern um die Kammermandate, die wir beſitzen. Wir werden auch angreifen— und zwar gründlich und energiſch— die Kammerſitze, welche 8. Zt. im Beſitz des Liberalismus und der Sozial⸗ deomokratie ſind.(Beifall.) Von Angriffen gegen die Regie⸗ rung kann alſo in keinem Fall geſprochen werden, wenigſtens dann nicht, wenn man die Wahrheit reſpektieren will. Wir werden uns an diejenige Wählerſchaft wenden, die wir als zu uns gehörig be⸗ trachten, um ſie zu orientieren und anzueifern, daß ſie ihre gangze Kraft einſetzt, um Liberalismus und Sozial⸗ demokratie eine möglichſt ſchwere Niederlage zu bereiten.(Beifall.) Ich frage Sie, ob Sie etwas anderes von der Gegenſeite erwarten? Auch ſie werden alle ihre Kraft ein⸗ ſetzen, um uns, wenn möglich, eine möglichſt gründliche Niederlage zu bereiten.(Sehr richtig.) Aber wir reizen nicht auf. Wir ver⸗ hetzen auch nicht. Wir wollen ein ſcharfes Auge darauf haben, was da oder dort mehr im Stillen oder auch mehr in der Oeffentlichkeit bon den Beamten, die dem Miniſterium des Innern unterſtellt ſind, geſchieht. Wir brauchen das ſcharfe Auge nicht in den Bezirken ſchweifen zu laſſen, welche bombenſicher ſind für das Zentrum, ſondern in den Bezirken, welche hart umſtribten ſind, und wir erklären ſchon jetzt in der allergrößten Oeffentlichkeit: Wir ver⸗ wahren uns dagegen, wenn man unſeren Kampf gegen Liberalis⸗ mus und Sozialdemokratie zu einem Kampf gegen die Regierung ſtempeln wollte.(Beifall.) Wir berwahren uns von vornherein da⸗ gegen, falls man ein etwaiges Eingreifen einzelner Beamten in den Wahlkampf mit der angeblichen Notwendigkeit und Pflicht be⸗ ſchönigen will, Angriffe gegen die Regierung abzuwehren.(Beifall.) Nach dieſen ſehr intereſſanten allgemeinen politiſchen Erörter⸗ ungen kam der Redner mit der Breite, die ſeinen Kilometerartikeln eigen iſt, auf die gegenwärtige Parteikonſtellation zu ſprechen. Wir können dieſe Ausführungen, die übrigens nichts Neues brachten, bei der Länge der Wackerſchen Rede begreiflicher⸗ weiſe nur andeuten. Wacker meinte u.., wenn die Libevalen mit der Zukunft rechneben, dann hätten ſie nach rechts Anſchluß ſuchen müſſen. Die Konſervativen hätten ihr politiſches Todesurteil unterſchrieben, wenn ſie ſich mit dem Liberalismus verbündet hätten. Was den„kleinen Block“ anlangt, ſo hätten ſich Schwierigkeiten gezeigt, an die man offenbar nicht gedacht habe. In Mosbach der hellſte Jubel und jetzt nach 5 Wochen der größte Trubel.(Große Heiterkeit.) Wenn ſich Freiſinn und National⸗ liberalismus wieder zuſammenfinden ſollten, was ſehr zweifeb⸗ hafft ſei, ſo würden gegenſeitige Achtung und gegenſeitiges Ver⸗ trauen nicht zu den treibenden Kräften gehören. Das Zentrum befinde ſich in der angenehmen Lage, ruhig und ſorgenkos der Eritwicklung entgegenzuſehen. Der Großblockgenoſſe bereite noch mehr Sorgen. Er glaube nicht, daß es politiſche Männer gebe, die ſchwerer mit Sorgen belaſtet ſeien, als Obkircher und Kolb. So viel ſei ſicher, daß der Wille beſtehe, ſich wieder einander zu nähern. Die Aufgabe des Zentrums ſei, den Strom nach links einzu⸗ dämmen und dem Strom nach rechts freie Bahn zu ſchaffen. Mit beſonderem Gifer wandte ſich Wacker gegen den Vorwurf, daß das Zentrum mit der S emokratie paktiert habe. Damit treffe man ihn perſönlich ſehr e indlich. Man wolle glauben machen, Großherzog Friedrich II. ſei dem jetzigen Liberalismus gewogen. Glaube denn Jemand, daß Groß⸗ Friedrich I. mit einem energiſchen Ja geantwortet hätte, wenn es ſich bei der Entſcheidung für eine polttiſche Richtung um die jetzige Art von Liberalismus gehandelt hätte? Wenn Großherzog Friedrich II. ſage: Mit einem ſolchen Liberalismus kaum ich mich nicht befreunden, ſo würde er nicht den Weg berlaſſen, den ſeim berewigber Vater gegangen ſei. Dieſer Liberalismus ſoll nicht herrſchende Macht in Baden werden, ſage das Zentrum. So müßten aber auch alle konſervativben Männer in Baden antworten. Unmöglich wäre es nicht, daß die Radikalkur des Nationalliberalismus für die Konſerbakiven verſchiedenſter Richtung ſich als Lebenswecker erweiſe. Die Zahl derer ſei nicht klein, die eine Zenkrumsherrſchaft ebenſowenig wollten, wie den gegenwvär⸗ tigen Liberalismus. Aber wenn eine Zentrumsherrſchaft denkbar wäre, dann müßte ſie viel Unſegen ſtiften, wenn ſie an den Unſegen des Nationalliberalismus heranreichen wollte. Aber eine Zentrumsherrſchaft ſei undenkbar, weil eine ſolche Herrſchaft nicht beabſichtigt ſei. In Abwehr und Verteidigung verharre das Zentrum auch dann, wenn es zu dominierender Stellung gelangt ſei. Der Schluß der dreiſtündigen Rede bildete die Prokla⸗ mation der Unterſtützung der Konſervatiben ohne jede Gegenleiſtung. Für die katholiſchen Wähler in den Minderheitsbezirken wird es heißen: Laßt Euch nicht durch die religiöſe Trennung abhalten, der anderen Seite die Hand zu reichen. Es müſſe beim Zentrum eine ausgemachte Sache ſein. Was dem Liberalismus und der Sozialdemokratie nach den Tragödien ſeine Satirſpiele. Und da man auch wieder nicht gern ſentimentaliſch werden möchte, faßt man die Dinge eben bei ihrer Wahrheit, prüft ſie kalt und unerbittlich und fin⸗ det, daß ihr tatfächlicher Feingehalt den Aushängewerten nicht entſpricht. Man führt alles auf das Reinmenſchliche zurück und merkt, daß ſich bei dieſem Verfahren das meiſte unterwegs ver⸗ flüchtigt. Und was allenfalls übrig bleibt, ſind ein paar geſunde Inſtinkte und ein bißchen ſittliches Bewußtſein.. Das Ganze befriedigt alſo nicht, vielleicht befriedigk dann das Zergliedern, Zerlegen. Und ſo machen es hier denn die reifen Menſchen ebenſo wie die Kinder, die auch immer erſt gern wiſſen möchten. auf welche Weiſe das Spielzeug betrieben wird— wie ſich der Schwindel eigentlich erklärt. Denn Spielzeug iſt ja Schwindel. Und das Menſchenleben iſt ein Spiel, der einzelne Menſch, za das ganze Menſchengeſchlecht ein Spielball im Weltenablauf. Das heißt, man nimmt das Tun und Laſſen der Menſchen nicht als ſo oder ſo gegeben an und ürteilt nach dieſen Tatſachen ſo oder ſo. Man gibt den Einzelnen nicht leichten Kaufes frei, ſondern ſchickt ihn auf eine Beobachtungsſtation und verſucht hinter den ſeeliſchen Mechanismus zu kommen. Und auf dieſer Beobachtungsſtatiun ſtellt ſich dann eben manches heraus: Ko⸗ miſches meiſt, weil uns ja der Gegenſatz des Gewollt⸗Großen und des Tatſächlich⸗Kleinen komiſch erſcheint. Der Humor kommt alſo zu ſeinem Recht, der ſo ganz eigene nordiſche Humor— jener gelaſſene, tränenloſe, ein wenig reſignierende Humor, wie ihn Hanſum, Bförnſon, Söderberg, die Michagelis und Lagerlöf und viele andere pflegen. Man weiß es jetzt, daß ſich ülle in ihrem mehr oder weniger öffentlichen Leben zu irgend einer Er⸗ ſcheinung hinauf dekorieren— zu einer Erſcheinung, in der ſich beliebte menſchliche und geſellſchaftliche Marktwerte zu einer leidlich zuſamſtengefügten Ganzheit einigen. So geſellt ſich zu dem Humor die Ironie, die Schweſter des Humors. Und zwar gibt ſich die Ironie bei den Norden ſo leiſe, daß man ſich denken könnte: ein Hörer oder Leſer, deſſen Organe nicht auf ſo etwas eingeſtimmt ſind, würde ſie gar nicht ſpüren. Für den aber. der ſie merkt, iſt dieſe Ironie unerbittlich: im Grunde traurig, ver⸗ entriſſen werden könne, dürfe ihnen nicht verbleiben. Jeder Verluſt des Liberalismus und der Sozialdemokrakie bedeutet eine Stärkung der Zentrumspartei. Falle es dem Zentrum zu, ſo zähle es doppelt, falle es den Konſervatiben zu, ſo zähle es einfach. Als Wacker gegen 6 Uhr unter ſtürmiſchem Beifall geendet hatte, ſprach Herr Stather das Schlußwort, das nichts an⸗ deres als eine Proklamation des Barons von Me ntz ingen als Kandidat für den Wieslocher Bezirk war. Nach einem Hoch auf den Großherzog und Baden ging man auseinander. Aus Stadt und Land. s Mannheim, 11. Dezember 1908. * Rücktritt vom Amt. Wie die„Heidelb. Itg.“ hört, wird Herr Stadtpfarrer Dekan D. Hönig am 1. April 1909 von ſeinem Amt in den Ruheſtand übertreten. * Der geſtrige ſilberne Sonntag hatte wiederum ein leb⸗ haftes Getriebhe auf den Hauptverkehrsſtraßen der Stadt her⸗ vorgerufen. Die ſchon in unſerem Mannheimer Wochenbiid erwähnte geſchmackvolle Ausſchmückung der Kaufhäuſer und Läden übte eine große Anziehungskraft aus. So waren z. B. einige Ladenfenſter unter dem Kaufhauſe wie auch in der Breiten Straße und den Planken fortwährend von einer großen Schar von Schau⸗ und Kaufluſtigen umlagert. Mancher dürfte durch die hübſchen Sachen und Sächelchen verleitet, etwas tiefer in ſeinen Geldbeutel hineingegriffen haben, als er ptelleicht vor⸗ hatte. Tatfache iſt, daß die hieſigen Kaufleute ſich durch künſt⸗ leriſche Dekorierung ihrer Schaufenſter einander zu übertreffen ſuchen. Unwillkürlich bleibt der Blick des Paſſanten auf einer derartig geſchmackdollen Schaufenſterdekoration haften, man beſieht ſich die Sache und ſchließlich wird ſie auch gekauft, wenn es das Portemonnaie erlaubt. Der geſtrige Sonntag hatte auch einen lebhaften Zulauf von auswärts gehabk. Bekanntlich benützt die Landbevölkerung ſchon ſeit urdenkbarer Zeit den ſil⸗ bernen Sonntag zu ihren Einkäufen für den Weihnachtskiſch⸗ Wir zweifeln nicht daran, daß die hieſigen Ladeninhaber mit ihrem geſtrigen Umſatz ſehr zufrieden waren, denn in den meiſten Läden ſah es wie in einem Bienenhaus aus. Aller⸗ dings wird der Umſatz des Weihnachtsgeſchäftes durch die gegenwärtig ſich abſpielenden wirtſchaftlichen Kämpfe ſtark be⸗ einträchtigt. Die Gewerbehalle, ſowie der Weihnachtsmarkt waren geſtern ebenfalls ſtark frequentiert. * Mannheimer Altertums⸗Verein. Die Reihe der Winter⸗ vorträge eröffnete am 7. Dezember Herr Profeſſor Dr. Hcrrald Hofmann von hier mit einem Bericht über die Aus⸗ grabungen in und bei Numantia, der altiberiſchen Stadt am oberen Duero, welche ſich durch ihre heldenmütige Verteidigung gegen die Römer gleichen Ruhm erworben hat, wie Saragoſſa im der Neuzeit. Nach einem 20jährigen wechſelvollen Kampf, in dem die Römer biele Greueltaten begingen, aber auch viele Schlappen erlitten, waren die Numantiner allein noch unbeſiegt, und der erſte Feldherr Roms, Scipio Africanus d. J, der Eroberer Karthagos, mußte gerufen werden, um die Stadt zu begztwingen. Er beſiegte ſie aber trotz ſeiner ungeheuren Uebergahl(60 009 gegen 8000 Mann) nicht mit dem Schwert, ſondern mit Hacke und Spaten durch den Bau von 7 Kaſtellen, die durch eine ſtarke Eir⸗ cumbvallabionslinie unter ſich verbunden waren und alle Verbin⸗ dungen der Stadt mit der Außenſvelt abſperrten. Nach einigen Monaten zwang Hunger und Seuche die taßferen Verteidiger zur Ergebung(Auguſt 133 b. Ehr).— Profeſſor Schulten⸗Er⸗ langen hat nun(in 4 Sommerkampagnen mit je 20—50 Arbei⸗ tern) die Befeſtigungen der Eingeborenen und der giömer auf⸗ gedeckt; in den Jahren 1906 und 1907 ſtand ihm der Vortragende al Mitarbeiter zur Seite. Dieſer wußte denn auch mit Wort unt Bild, eigenen Zeichnungen und Lichtbildern eine äußerſt genam und anſchauliche Vorſtellung den Zuhörern zu vermitteln um außerdem von der Gegend, einer untvirtlichen Hochenbene von 1000 Meter Meereshöhe, wie von den Bewohnern, ihrer unglaublichen Unkultur, aber auch ihrer unverdorbenen Ehrlichkeit, Freundlichkei und Arbeitſamkeit, ferner von den Entbehrungen, Strapazen und Unannehmlichzeiten, welchen ein zivilſſierter Euroßäer durch Sonnenbrand und ſcharfe Stürme, ſchlechte Unterkunft, unfiltrier⸗ tes Flußwaſſer und dürftige Koſt ausgeſetzt iſt, in ſehr intereſſanten Weiſe zu erzählen. Die wiſſenſchaftlichen Ergebniſſe der Grabung ſind bedeutend. Sie beſtätigen durchaus die Angaben des Gs⸗ ſchichtsſchreibers Appian. Sie zeigen uns die älteſten Beiſpiele römiſcher Befeſtigungsweiſe und in den Einzelfunden wichkige Arten römiſcher Tongefäße, Geräte und Waffen aus genau be⸗ ſtimmter Zeit, und ſie geben uns eigenartige Proben der ein⸗ heimiſchen iberiſchen Keramik.— Der Vorſitzende, Herr Mafor v. Seubert, ſprach dem Vortragenden in warmen Worben deſt Dank der zahlreichen aufmertſamen Zuhörerſchaft aus. *„Meine fünfte Reiſe um die Erde“, ſo betitelte ſich der Lichtbildervortrag des Weltreiſenden Joachim Herms⸗ Hamßburg im Deulſchnationalen Handlungsgehilfen⸗Ver⸗ — nichtend. Es handelt ſich in dieſem Falle ja nicht um die Ark troniſcher Lebenswertung, wie ſie unſeren romantiſchen Dichtern einſt willkommen war, die ſchließlich keinen anderen Zweck hatte, als den, das Daſein beſſer ertragen zu laſſen. Es iſt vielmehr die Ironie, die auf der untrüglichen Erkenntnis berußht, daß eben doch alles eitel iſt„daß das Leben zuletzt wertlos erſcheinen ſoll, damit der Menſch ohne Schmerz von ihm ſcheiden kann.“ Ich las vor kurzem eine ergreifende Geſchichte von Knud Hfortö, „Staub und Sterne“, deren Held Ivar Holt mit den Worten vom Leben ſcheidet:„Ich habe Jagd auf fallende Sterne gemacht und habe den Raum nach ihnen durchſtreift— jetzt ſehe ich die kalten ſchwarzen Steine, die auf der Erde verſtreut liegen. Ein Narr ſammle ſie auf. All mein Uebermut und meine Hoffnungs⸗ loſigkeit— das einzige, was wirklich in meinem Daſein war haben nun zuſammen das Fazit Null ergeben, vas die Bila der vollendeten Befriedigung iſt.“ ***** Das Weſen des Menſchen ſcheint auf dem widerſpruchsvollen Gegenſatz zweier innerer Gewalten zu ſtehen. Die Weltliteratur hat dieſe von einander grundverſchiedenen Phänomene geſtaltet: als Don Quichote und Sancho Panſa, als Fauft und Wagner⸗ Hier verzehrt ſich der Menſch nach höheren Möglichkeiten für ein unbegrenztes Ausleben ſeiner geiſtigen Energien— dort läßt er ſich's genügen an dem engbegrenzten Getriebe ſeiner in etwig gleichem Trott dahin ſchleichenden Tagesläufe mit dem reizloſen Kampf um das bischen Brot und Liebe. Dieſe beiden Arten von Lebensanſchauung und Lebensbetätigung trifft man nun bei den nordiſchen Völkern in Kunſt und Leben merkbarer nebeneinguder wie ſonſtpo in unſeren europäiſchen Kulturländern. Sie bekämp⸗ fen ſich hier noch, dieſe beiden ſo ganz berſchieden beranlagten Menſchentypen: ſie ringen um die Herrſchaft im menſchlichen We meinweſen und bilden damit den eigentlichen Gegenſtand der literariſchen Kunſt. Da finden wir den Träumer, den Phantaſten tanes Peer Gunt, einen Jabn Gabriel Borkmann und Ulri * 4. Sei e. General⸗Auzeiger. WMittagblatt.) — band. Trotz der verſchiedenen anderen Veranſtaltungen am Mittwoch war der Saal der„Kaiſerhütte“ gut beſetzt. Mit ge⸗ ſpannter Aufmerkſamkeit folgte man den überaus intereſſanten Ausführungen des Vortragenden. Der Vortragende führte uns von Hamburg aus nach London, der 5 Millionen⸗Stadt, dann nach der„Konigin der Veſten“, Gibraltar. Weiter ging die Reiſe nach Nom, Neapel und Algier, Athen, Konſtantinopel. Nachdem man die tropiſchen Schönheiten von Ceylon bewundert, wurde„das Reich der Mitte“ betreten. Ein chineſiſches Straßenbild zeigte, wie emſig die bezopften Söhne des Reiches der Mitte der Arbeit nachgehen. ähre tenrſenden f. Frau aus die Fortſchritte der europäiſchen Kultur in Japan. erregte das nächſte Bild, eine japaniſche Frau bei der Toilette, das der Weltreiſende ohne Erlaubnis knipſte. Es folgten nun andere Orte: San Franzisko, die wunderbaren Niagara⸗Fälle mit ihren eigenartigen Naturſchönheiten, das Kapitol von Waſhington und die Freiheitsſtatue am Eingange des Hafens bon Newhork. Einen Begriff von der Rieſenhaftigkeit dieſes Kunſttwerkes machte man ſich, als man hörte, daß der Zeigefinger der Hand 2 Meter lang iſt. Im Innerm der Statue führt eine Treppe bis zum Kopfe empor, in dem 8 Perſonen bequem Platz nehmen können. Ein nächſtes Bild zeigte eine Gruppe Wolk kratzer von ungeheuren Dimenſionen. Ueber Jamaica mit ſei herrlichen Naturgebilden führte die weitere Reiſe jetzt heimwärts. Di⸗ nördlichſte Stadt der Erde, Hammerfeſt, zeigt ein weiteres — Bild. Ferner ſchaute man das Nordkap, deſſen Aufnahme eine ſeltſame Stimmung umgibt. Als ſein ſchönſtes Bild bezeichnete Herr Joachim Harms eine Aufnahme der Mitternachtsſonne. Er beſchreibt in begeiſterten Worten die überwältigende Schönheit dieſes Vorgangs. Den Schluß der Weltreiſe bildete die Aus⸗ ſchiffung vor Le Havre, um den letzten Teil der Reiſe im Expbreß⸗ gug zarückzulegen. Der Vortragende ſchilderte auch das Leben der Paſſagiere auf dem Schiffe und der Schiffsbeſatzung. Noch einige Bilder von Paris, Köln und Bad Ems und der Vorkrag war beendet. Reicher Beffall lohnte die vortrefflichen Ausführungen des Herrn Harms. Ein jeder Zuhörer dürfte befriedigt den Saal bverlaſſen haben. D. *Der jüdiſche Diskuſſions⸗Verein veranſtaltet heute abend einen Vortragsabend mil Referaten über„Die Kulturaufgabe der füdiſchen Frauen“ und„Jüdiſcher Frauenbund zur Kultur⸗ arbeit in Paläſtina“. Es wird ausdrücklich darauf hingewieſen, daß der dieswöchentliche Vereinsabend im großen Saale der Lameploge G 4 ausnahmsweiſe ſtattfindet.— Nach dem Vor⸗ trage findet wie immer freie Diskuſſion ſtatt. Gäſte ſind dem Verein ſtets willlommen. Der Vallon„Zähringen“, der am Zamstag abend mit den Leutnant Pavel als Führer und Herrn Franz Nöther zu einer Nachtfahrt aufſtieg, iſt nach einem geſtern bei Herrn Geh. Kommertien⸗ rat Reiß eingetroffeneu Telegramm bereits am Samstag abend 8 Uhr bei Erbach wegen Schneeſturm glatt gelandet. 5* Der Raubmörder Filipſon hat im Gefängnis einem litau⸗ iſchen Geiſtlichen gegenüber eingeſtanden, daß er in der Abſicht gehandelt habe, die beiden Griesbacher Kurgäſte zu töten und zu berauben. Dle Differenzen in der Metallinduſtrie. Zu unſerer großen Genugtuung können wir heute mit⸗ keilen, daß die beſte Ausſicht auf Beilegung der Differenzen in der Metallinduſtrie beſteht. Herr Oberbürgermeiſter Martin hat in lobensworter Weiſe die Initiative ergriffen und am Samstag ſit den Vertretern der Arbeiterſchaft lange und eingehend Herhandelt. Daran ſchloſſen ſich am Samstag abend um 6 Ihr die kontradiktoriſchen Verhandlungen, bei denen Herr Oberbürgermeiſter Martin wieder den Vor⸗ ſitz führte. Den Verhandlungen wohnten weiter bei der Borſtand der Großh. Fabrikinſpektion, Herr Oberregierungs⸗ rat Dr. Bittmann, vom Metallinduſtriellenverband die drei Vorfitzenden, Herren Richard Ernſt(i. F. Gebr. Sulzer⸗ Ludwigshafen), Hermann Mohr und Karl Lanz, als Ver⸗ kreter des Strebelwerkes die Herren Direktor Krebs und Direktor Dreßler, vom Metallarbeiterverband die Herren Geſchäftsführer Schneider und Bezirksleiter Vorhöl⸗ er und Herr Geſchäftsführer Balzer von den Hirſch⸗ unckerſchen Gewerkvereinen und je zwei Arbeiter aus der ßerei und Werkſtätte des Strebelwerkes. Nach dem Er⸗ 1 85 der Verhandlungen darf man auf eine Verſtändigung en. Es wird Herrn Oberbürgermeiſter Martin hoch an⸗ grechnet werden, daß durch ſein tatkräftiges Eingreifen die ifferenzen, die von den ſchwerwiegendſten Folgen geweſen wären, wenn ſie die letzten Konſequenzen gezeigt hätten, ſo gut wie beigelegt worden ſind. Wie wir noch höven, wird die Arbeiterſchaft des krebelwerkes jedenfalls morgen nachmittag eine brtensgaard, den Tiſchler Engſtrand und das Beamtengelichter um Pfarrer Brand). Hier die Einſamkeit, höchſtens der Wunſch nach Zweiſamkeit mit einem gleichgeſinnten Andern, um fern un gllem Kärnertum in ſtrebendem Bemühen dem Weltgeiſt her zu kommen und Zwieſprache mit ihm zu halten— dort ein eichtfertiges Verzichten auf perſönliches Fühlen und Denken zu Unſten eines geregelten, an äußeren Erfolgen hoffentlich ein⸗ mal nicht ſo ganz armen Erdendaſeins, ein in möglichſt regel⸗ mäßigen Zeitläuften verſtattetes Untertauchen in der großen Menge ähnlich Geſinnter, um mit ihnen mehr animaliſch das zu Hewießen und auszukoſten, was Recht, Sitte und Konvention zu, genießen und auszukoſten erlaubt. Solveigs Lied, wie es Grieg dem Peer Gynt geſungen, und der Springtanz der norwegiſchen Bauern, wie ihn uns Björnſon beſchreibt, wachſen im Nord⸗ de auf demſelben Boden. Und Kunſt und Künſtler ſind es, ieſe Gegenſätze zu betonen oder zu vermitteln ſuchen, meiſt meiſt zu vermitteln. Vor allem ſind es die Dichter, die ſich durch um einen Ausgleich dieſer beiden Gewalten bemühen, ß ſie das Phantaſtiſche in die Realität hineinragen oder die ſtealität ſich zum Phantaſtiſchen hin auswetten laſſen. Wir enken da unter andecen an die Rattenmamſell in„Klein , an den fremden Mann in der„Frau vom Meer“, an Diakoniſſin in„Wenn wir Toten erwachen“ und an die rd in„Brand“— und auch die Wildente des alten Ekdal die weißen Pferde von Rosmersholm gehören hierher. Die diſchen Dichter verſuchen, auf dieſe Weiſe zu einer geſchloſſe⸗ Bewußtheit des Lebensphänomens zu gelangen und den des Daſeins ſo wenigſtens einigermaßen zu umfaſſen, ſie alles zum Natürlichen und Uebernatürlichen hin und zur ſeeliſchen Raſtloſigleit hin verfeinern. Sie len uns Mädchen vom Menſchen: vom Menſch und Natur vom Menſchen in der Natur. Sie erzählen und indem ſie hlen, eifern ſie: Weg von der Geſellſchaft mit ihrer klein⸗ ebundenheit von Mei ein und Dein, van Münſchen und Verſammlung abhalten, um zu dem neuſten Stande der An⸗ gelegenheit Stellung zu nehmen. 5 Sportliche Nundſchau. Automobilismus. .S. C. Eine Boykottierung der Pariſer Automobil⸗Ausſtellung, dem ſogen.„Sakvn“, beſchloſſen die namhafteſten franzöſiſchen Automobilfirmen und die deutſche Firma Mercedes. Die Häuſer unterbreiteten den Syndikatskammern und dem Automobilclub de France ein Manifeſt, mit der Aufforderung, im Jahre 1909 keinen „Salon“ mehr ins Leben zu rufen. Sie engagierten ſich eben⸗ falls bis zum 31. Mai 1910, keine Ausſtellung in den um Paris liegenden Departements zu beſchicken oder von ihren Vertretern beſchicken zu laſſen. Dieſe Boykottierung geht Hand in Hand mit der der Grand Prix, bei der zu ergänzen wäre, daß die Fiat⸗ Werke ſich dieſer Bewegung nicht angeſchloſſen hätten, folglich den Gvand Prix zu beſtreiten gedenken, falls er zuſtande kommt. *An der militäriſchen Laſtwagen⸗Prüfungsfahrt(Subven⸗ tivnsfahrt), die vom 9. bis 26. November ſtattfand, nahmen von der Firma Dürkopp uu. Co..⸗G., Bielefeld, zwei den militäri⸗ ſche de Laſtzüge verſchiedener Typen teil. 1 beſtand darin, daß in anderen durch Kardan dem vorgeſchriebenen Ge⸗ e. Beide Laſtwagen waren mit ht(4000 Kg. auf dem Maſchinenwagen und 2000 Kg. auf dem Anhänger) beladen. Die zurückgelegte Strecke führte zum größten Teil durch gebirgiges Gelände. Die oft beträchtlichen und langen Steigerungen namentlich im Erzgebirge, im Thüringer Wald und im Harz, wie auch die teilweiſe ſehr ſchlechten Straßenverhältniſſe wurden von beiden Laſtwagen ohne die geringſten Störungen glatt überwunden. Auch die verſchiedenen Temperatur⸗ und Wikterungs⸗ unterſchiede(Kälte bis 12 Grad, fußhoher Schnee, ſtrömender Regen etc.) hatten auf den guten, gleichmäßigen Gang der Fahr⸗ zeuge ſo gut wie gar keinen ſchädlichen Einfluß. Am 26. November trafen beide Laſtzüge, ohne unterwegs den geringſten Defekt gehabt zu haben, in Berlin wieder ein. Die Fahrt hat wieder bewieſen, daß die Dürkopp⸗Fabrikate allen an ſie geſtellten Anforderungen gewachſen ſind. Luftſchiffahrt. ..OC. Einen Bennettpreis für Flugmaſchinen ſtiftete ſocben Herr James Gordon Bennett, der Beſitzer des Newyork Herald, der einen ähnlichen Preis bereits in früheren Jahren für den Automobilſport und einen ſolchen für Ballonfahrlen ausgeſetzt hatte. Der Preis, der einen Wert von 10000 M. repräſentiert, iſt ein Wanderpreis und wurde der Feédération Asronautique Internationale in Verwahrung gegeben. Dieſer neueſte Bewerb beſteht in einer Diſtanzfahrt für Flugapparate über eine be⸗ ſtimmte Strecke im Zickzackflug, in grader Linie und in einem geſchloſſenen Circuit. Der Sieger muß dieſe drei Arten des Flugs ausführen können. Sollte es aber mehreren Konkurrenten gleich⸗ zeitig gelingen, ſo entſcheidet die Kürze der Fahrt über den Sieg. Alle exiſtierenden Syſteme von Flugapparaten ſind zuläſſig. Die Konkurrenz ſoll im nächſten Jahre zwiſchen dem erſten Mai und dem 15. Nobember ſtattfinden. Später ſoll der gewinnende Klub das Verfügungsrecht über das Datum und den Ort der Konkurrenz haben. Außerdem ſtiftete noch Herr Gordon Bennett drei Prämien von je 25000 Frs. für drei verſchiedene Leiſtungen auf aviatiſchem Gebiete. 1050 Aus dem Großherzogtum. P. Feudenheim, 14. Dez. Der 24jährige ledige Maurer Franz Schallmeier von hier. geriet geſtern Abend in der Linde in Wall⸗ ſtadt mit verſchiedenen Gäſten aus Wallſtadt in Streit, der ſpäter auf der ſpäter auf der Straße nach Feudenheim ausgetragen wurde. Bei dem Kampfe wurde von Schußwaffen Gebrauch gemacht. Schall⸗ meier erhielt einen Schuß in den rechten Oberarm und einen ins Geſicht. Die Kugel durchbohrte das Naſenbein und blieb im Backen⸗ knochen ſtecken. Nach Anlegung eines Notverbandes ſuchte der Ver⸗ letzte das Mannheimer Allgemeine Krankenhaus auf §8 Pforzheim, 14. Dez. Der Taglöhner Grimm aus Brötzin ge u wurde geſtern im Streit er ſtychen. Der Täter ift ein Italiener. Letzte Nachrichten und Telegramme. * Marburg, 13. Dez.(Priv.⸗Tel.) Geſtern abend be⸗ ſchloß eine ſtark beſuchte Studenten⸗Verſammlung den deutſchen Studenten in Prag eine Sympathieadreſſe zu überſenden. In der Verſamlung ſprachen unter anderen die Prof. Fiſcher und Heimann. * Köln, 13. Dez. Heute nachmittag brach auf bisher ungeklärte Weiſe in der Modellſchreinerei der Gasmotoren⸗ Fabrik Deutz Feuer aus, das ſchnell um ſich griff und das ganze Modellhaus einäſcherte. Der andere Betrieb iſt nicht geſtört. Nichtdürfen, von Mitleid und Abgunſt, weg von der Welt des genügſamen Berufsmenſchen, die den Einzelnen als Perſönlich⸗ keit ertötet— hin zur Natur, zur unberechenbaren, ungeregel⸗ ten, feſſelloſen, die die Perſönlichkeit erſtarken läßt. Weg von der nüchternen, durch eine gewiſſe Lebensſchlauheit getragenen Verſtandes⸗Auffaſſung, von der Zweck⸗ und Zielmäßigkeit des Untertanen⸗Daſeins, hin zu einer phantaſtevoll gehobenen Menſchheits⸗Anſchauung, zu freier Enffaltung der göttlichen Kräfte im Menſchen. *** Die Nordiſche Kunſt, vor allem die nordiſche Literatur ſtellt heute einen weſentlichen Faktor auch im Geiſtesleben des deutſchen Volkes dar. Noch bis vor dreißig Jahren etwa 2 e man in unſeren Landen ſo gut wie nichts von ſkandinapiſcher Kun ſtführung. Heute aber geht die begründete Anſicht ganz allgemein dahin, daß das Kulturmenſchheits⸗Gewiſſen augen⸗ blicklich am vornehmlichſten im Norden ſchlägt. Die in guten Ueberſetzungen bei uns verbreiteten zahlreichen Bücher aus den verſchiedenſten Gebieten literariſcher Kunſt laſſen darüber kei⸗ nen Zweifel. Und was uns an dieſen Büchern ſo ganz be⸗ ſonders intereſſiert, das iſt neben der national⸗künſtleriſchen Note vor allem die Kühnheit der Problemſtellung an ſich und die Aufrichtigkeit und Tiefgründigkeit der Darſtellung. Die vorausſetzungloſe Kunſt ſteht heute nicht allzu hoch im Kurs. Umſo mehr pflegen gut vorgetragene Behandlungen moderner Menſchheitsfragen die Leſer zu packen. Und die Nordländer ſind eben in erſter Linie ſtarke und ehrliche eediger: ein Stück vom Berſerker iſt noch in ihnen und ein Stück vom Skalden dazu. Das National⸗ und Sozialpädagogiſche und das Menſch⸗ lich⸗Erkenntnistheoretiſche ſteht ihnen im Vordergrunde, das rein Künſtleriſche tritt dagegen ein wenig zurück. Ihnen eignet vor allem ein ungemein ſtark entwickelte ethiſches Bewußt⸗ ſein— ein unerſchütterlicher Glaube an die weitere Durch⸗ bildung des rein Menſchlichen im Menſchen und der ſehnende Paris, 14. Dez. Der radikale Deputierte Arthemband kün⸗ digte an, er werde einen Geſetzentwurf einbringen, nach welchem die vor 2 Jahren beſchloſſene Erhöhung der Deputterten⸗Bezüge einem Referendum der Wählerſchaft unterzogen werden möge. *Stockholm, 13. Dez. Die deutſche Galeaſſe„Zwer Brüder“, mit einer Ladung Oelkuchen, unter Führung des Kapitäns Hoeppner, von Libau nach Danzig unterwegs, iſt durch Sturm vom Kurs abgetrieben und bor Sandham ge⸗ ſunken. Die aus vier Mann beſtehende Beſatzung wurde pon Sandhamer Lotſen gerettet. 50jähriges Dienſtjubiläum des Prinzen Leopold von Bahern München, 13. Deg. Anläßrich des 50jährigen Dienſtjubi⸗ läums des Prinzen Leopold fand heute nachemittag im Ballſaate der Reſideng die feierliche Ueberreichung des Ludwigsordens für 50⸗ jährige Dienſtzeit an den Prinzen Leopold durch den Perinzvegenten Lititpold ſtatt. Anveſend waren ſämtliche Printzen des Königl. Hauſes, Prinz Ernſt Auguft von Braunſchweig, Prinz Ernſt von Sachſen⸗Meiningen und die preußiſchen Generäle b. Bülotv und bon Beneckendorf, die Offiziersdeputationen derjenigen Regimenter, deren Inhaber Prinz Leopold iſt, der preußiſche Militärattachse und andere. Der Prinzregent hielt eine kurze Anſprache an ſeinen Sohn, in der er der ruhmvollen militäriſchen Laufbahn des Prinzen eLopold gedachte und deſſen Verdienſte um die baheriſche Armee würdigte. Der Prinzregent überreichte hierauf dem Prinzen Leo⸗ pold den Verdienſtorden für 50jährige Dienſtzeit. Prinz Leopold dankte dem Prinzregenten für die vielen Beweiſe der Gnade und für die heutigen Worte der Anerkennung.— Heute nachmittag fand im Hofballſaal der Reſidenz Galatafel au 91 Gedecken ſtatt. Während der Tafel erhob ſich der Prinz⸗ ent zu eine Toaſt auf den Prinzen Leopold. Dieſer in der 8855 rſchen Geſchiſtte ſei der Fall noch nicht dageweſen, daß der oberſte Kriegsherr ſeinen Sohn den Ludwigsorden habe überreichen können. Er erinnerte daran, daß in den nächſten Tagen 65 Jare vergangen ſeien, ſeit der Prinz⸗Regent zum Generalmayor er⸗ nannt worden ſei. Von jeher ſei der Prinzregent der Armee das Vorbild aller militäriſchen Tugenden geweſen. Prinz Luitpold ſchloß mit dem Wunſch, daß ein gnädiges Geſchick den Regenten noch viele Jahre ungeſchwächter Rüſtigkeit zum Segen Baperns verleihen möge. Während der Tafel trank der Regent noch dem Kriegsminiſter und dem preußiſchen kommandierenden Generälen zu. Präſident Caſtro in Europa. „Paris, 14. Dez. Mehrere Blätter kritiſteren den Laug- mut, welche die Regierung dem en Präſidenten Caſtro gegenüber an den Tag gelegt hat.„Gaulois“ ſchreibt: Man habe ſeinerzeit den Abbee Delſor ausgewieſen, aber Caſtro der alle Regeln des Völkerrechts mit Füßen trat, der den amt⸗ lichen Vertreter Frankreichs feſtnahm und ihn gewaltſam an Bord eines Schiffes bringen ließ, habe man eine gute Auf⸗ nahme bereitet.„Petite republique“ ſchreibt: Falls die Behaup⸗ tung Caſtros wahr iſt, daß der Unterdirektor des auswärtigen Amtes Gout ihn im Namen der Regierung begrüßte und don den zu ſeiner Sicherung getroffenen Maßnahmen Unterrichtet habe: dann wäre das Vorgehen der Regierung wahrlich unbe⸗ greiflich. Die Milde kann nicht ſoweit gehen, daß ſich ein Land wie Frankreich von einem Menſchen wie Caſtro verſöhnen laſſe. Wie in Parlamentskreiſen verlautet, beabfichtigt ein Mitglied der Kolonialgruppe in der nächſten Kammer⸗Sitzung an den Miniſter des Aeußern eine Anfrage betr. der Haltung der Re⸗ gierung gegenüber Caſtro, zu richten. Miniſter Pichon hat lich bereit erklärt, derartige Anfragen ſofort zu beantworten. Drahtnachrichten unſeres Londoner Bureaus. Lon don, 14. Dez. König Eduard hat ſich berets wieder 9 5 erholt, daß er heute Brighton verläßt und nach London zurück⸗ ehrt. ondon, 14. Dez. Der Kapftädte Korreſp. der„Morning Poſt“ meldet ſeinem Blatte, daß dort große Aufregung über die Nachricht herrſch, daß Deutſchland Portugal eine Anleihe von 1¼ Mill. Pfund bewilligt habe und daß die Delagvdabay mit Hafen als Sicherheit dafür gegeben worden ſei. Man mache Portugal bittere Vorwürfe darüber, daß es einer fremden Geſellſchaft eine gewiſſe Kontrolle über den Hfen gegeben habe, was ganz im Gegenſatz zu den fortgeſetzten Beteuerungen der freundſchaftlichen Beziehungen Por⸗ tugals zu Großbritannien ſtehe. Man führt aus, wenn irgend eine Kontrolle übr die Delagvabay nötig ſei, ſo dürfe das nur durch Eng⸗ land geſchehen. Die aſiatiſche Cholera in Eurvpa. OLondon, 14. Dez. Der Dampfer„Aſten“, der geſtern von Antwerpen in Humber eintraf, blieb auf der Höhe von Grimsley vor Anker liegen und ſtegnaliſterte, daß 2 Männer, 2 Frauen und 2 Kinder an einer myſteriöſen Krankheit geßorben ſeten. Das Schiff wurde nicht in den Hafen eingelaſſen. Man behauptet, daß es ſich um aſia⸗ tiſche Cholera handelt. Die Verſtorbenen ſind Ruſſen. Es befinden ſich neben der Beſatzung noch zahlreiche Paſſagiere an Bord. HH———fñ⁵ ͤͥ PPPr— ̃7² ů ũÄueierr Wunſch nach möglichſt engen und aufrichtigen ſeeliſchen Beziehungen der Kulturmenſchen zu⸗ und unteretnander. Sie wollen den breiten Fluß der Lebenslüge abgraben und das lägliche Daſein wieder mehr unter Wahrheit ſetzen. In einer Zeit, wo die Verflachung alles Perſönlichen zum Gemein⸗ nützigen hin den Menſchen als ſolchen ſtark entwertet, wo der berrſchende Staats⸗ und Geſellſchaftsbegriff eine Nivellierung der Einzelnen zu ſteuerzahlenden, parteimäßig beeinflußten und entſprechend handelnden Staatsbürgern geradezu bedingt, ſind uns im Norden Männer und Frauen erſtanden, die ſich bei ihren engen Beziehungen zu einer grandioſen Natur ihr Menſchheits⸗Bewußtſein noch ſo weit lebendig erhalten haben, daß ſie in den Zeiten allgemeiner kultureller Depreſſion ihre mahnende Stimme erheben zu müſſen glauben. Und dieſe Stimme tönt nicht nur ihren engeren Landleuten, ſondern allen Kulturmenſchen überhaupt. Die nordiſche Literatur iſt alſo nichts für furchtſame Leute. Ein gewiſſer Mut der Selbſtbeſichtigung und Selbſtprüfung gehört ſchon dazu. Man muß ſchon auf alles Mögliche gefaßt ſein, wenn man einen Ibſen, Björnſon, Lie, Strindberg, einen Geijerſtam, Hall⸗ ſtröm, Bang, Streuvels, Jacobſen, Jenſen, eine Lagerlöf, Michaelis, Skram in die Hand nimmt. Sie werden den Leſer ſicher nicht leichten Kaufes entlaſſen— nicht ohne dieſe oder jene empfindliche Stelle getroffen und nicht ohne ihm recht peinliche Wahrheiten geſagt zu haben. Wer aber vor ſolchen ſeeliſchen Aufrichtigkeiten nicht zurückſchreckt, findet ſtets ſeine Rechnung. Nicht zuletzt darum weil der große Reiz eben darin beſteht, daß die meift ſehr intereſſanten Probleme in immerhin recht bedeutender künſtleriſcher Einkleidung dar⸗ geboten werden. Die Norden haben keinen Goethe unter ihren Dichtern, keinen Beethoven unter ihren Muſikern und keinen Bismarck unter ihren Staatsmännern. Ihre führen⸗ den Geiſter vom Tage aber ſcheinen mir künſtleriſch begabter zu ſein, als die führenden Geiſter in anderen Kulturländern. ——ͤͤͤ—— Manuh m, 14. Dezember. 1 General⸗Anzeiger.(Mittagblatt.) Engerer Ausſchuß der Freiſinnigen Partei Badens. IKarlsruhe, 18. Dez. Aus der heutigen Sitzung 55 aue Ausſchuſſes der Freiſinigen Partei Badens erfahren ir noch: Die Sitzung beſchäftigte ſich auch mit dem Fall Rödel. Hier wurde einmütig das Vorgehen des Oberſchulrats miß⸗ billigt und die Stellungnahme Rödels verteidigt: Die Haltung der linksliberalen Preſſe im Falle Rödel fand die allſeitige Billigung der Verſammlung. 5 1255 8 Meſeritz⸗Bomſt. eſeritz,.Dez.(Reichstagserſatzw Graf Weſtarp(konf.) erhielt 11 506, 8 Probſt 6000 10 211 Stimmen. Graf Weſtarp iſt ſomit gewählt. Im Jahre 1907 ſiegte im erſten Wahlgang der damalige konſervative Kandidat v. Gersdorff mit 11388 Stimmen gegen 8427 polniſche, 1682 Zentrums⸗ und 102 ſozialdemokratiſche Stimmen. Bei der heutigen Erſatzwahl ſind Polen und Zentrum zuſammengegangen in der Hoffnung, den konſervativen Kandidaten zu ſchlagen, was ihnen jedoch nicht gelungen iſt. Die Affäre Steinheil. * Paris, 14. Dez. Mehrere Blätter melden, daß der Unterſuchungsrichter Andre die volle Ueberzeugung von der Schuld der Fran Steinheil gewonnen habe und beantragte, daß Frau Steinheil wegen Mitſchuld an dem Morde vor die Ge⸗ ſchworenen geſtellt werde. Berliner Drahtbericht. [Von unſerem Berliner Bureau.) Berlin, 14. Dez.(Von unſerem Berliner Bureau.) Präſident Caſteo wird am Dienstag in Berlin in der Klinik des Profeſſors James Israel erwartet. Berlin, 14. Dez.(Von unſerem Berliner Bureau.) Herr v. Kiderlen⸗Wächter gab, wie das„Berl. Tagebl.“ mitzuteilen weiß, heute die bereits vor 3 Jahren veröffentlichte Erklärung ab, daß er mit ſeiner Hausdame keine intimen Be⸗ ziehungen unterhalte. Berlin, 14. Dez.(Von unſerem Berliner Bureau.) Ein räuberiſcher Ueberfall auf 2 Frauen wurde am geſtrigen Sonntags vormittags 10 Uhr in einem Teegeſchäft in der Breiten Straße ausgeführt. Die Inhaberin des Geſchäfts und deren Wirtſchafterin wurden von einem 22jährigen Schlei⸗ fer Weitland, der die Ladenkaſſe berauben wollte, niederge⸗ ſchofſen. Der Täter entfloh, wurde aber in der Brüderſtraße eingeholt und verhaftet. Aufhebung des Standrechts in Prag. JBerlin, 14. Dez.(Von unſerem Berliner Bureau.) Aus Prag wird gemeldet: Der geſtrige Sonntag iſt ungeſtört verlaufen. Die Aufhebung des Standrechts und das Farben⸗ verbot wird mit Beſtimmtheit heute oder morgen erwartet. Die Regierung will nicht länger warten, weil ſie für die Ab⸗ ſtimmung über das Budget die Stimmen der bürgerlichen tſchechiſchen Abgeordneten braucht. Die Sammlung für die Opfer der Radbodkataſtrophe. Berlin, 14. Dez.(Von unſerem Berliner Bureau.) Aus Hamm wird berichtet: Am Sonnabend fand unter dem Vorſitz des Oberpräſidenten Freiherrn von der Recke eine Kon⸗ ferenz ſtatt, welche über die Verteilung der Spenden für die Hinterbliebenen der auf der Zeche Radbod Verunglückten beriet. Die Geſamtſumme der Sammlung wird auf 120 000 Mark geſchätzt. Davon ſollen zunächſt als Weihnachtsgabe 20 000 Mark durch eine engere Kommiſſion, dem auch 2 Mitglieder des Arbeiterausſchuſſes angehören, verteilt werden. Ueber die uiue der übrigen Gelder wurde ſpätere Beſchlußfaſſung vorbehalten. Es gibt in Skandinavien verhältnismäßig mehr gute Bücher, als in irgend einem andern Lande, und was vielleicht noch bemerkenswerter iſt: es gibt hier bedeutend weniger ſchlechte Bücher. Und ähnlich ſteht es mit der Muſik. Allerdings dürfen wir uns nicht verhehlen, daß die Mode augenblicklich die nordiſche Kunſt begünſtigt. Wie wenig ſich die Mode aber in dieſem Falle zu ſchämen braucht, mögen uns einige Proben nordiſcher Kunſt in Ton und Wort alſogleich beweiſen. 4. Matinee: Nordiſche Kunſt. Zum Eingang ſprach der Jntendant einiges über nordiſches Weſen, nordiſche Art und Kunſt, von ihrem Humor, der etwas Re⸗ ſigniertes ah ſich hat wie erkämpftes Glück und heitere Freude, die über Welterfahrung und Welterlebnis thront, von tiefernſtem Den⸗ ken und tiefſinnigem Empfinden. Ibſens Kunſt ſcheint ihm für das letztere wahrſter Ausdruck, ds Abbild jenes Ringens nach Erkenntnis von Weſenseinheit und innerſter Wahrheit, jener eigentümlichen Miſchung träumereicherPhantaſterei und nackter Realität Ihnen allen iſt der Zug eigen, die auf den Pfaden, die Ibſens Kunſt eröffnet, hinüberſchritten in die europäiſche Kultur, die Björnſon, Strindberg, Lie, Geiferſtam, Jeuſen und die andern. Die Mode hatte ſie be⸗ günſtigt— und leider hat die von je bei uns zu viel auch in Sachen der Kunſt; aber auch der abſolute Wert dieſer künſtleriſchen Schöpf⸗ ungen hatte die Beachtung verdient, die ihr wurde— erzeugt, weil das Zeitalter ſich darin ſelbſt wiederfand, weil dieſe Kunſt, die dem nüchternen Zeitalter neue Wege zu Gegenwartswerten wies, im Kern Wahrheitsfanatismus bedeutet, nach dem die Zeit lechzte, Eut⸗ ſchleierung der Menſchennatur, die unerbittlich die großen Lebens⸗ lügen entlarvte und geträumte Harmonien zerſtörte, und ſchließlich weil die in den Zeiten nervöſer Reizſamleit die urfriſche, faſt unbe⸗ rührten nationalen Volkstum erwachſene Art künſtleriſchen Schaffens wie Erlöſung aus eigener äſthetiſcher Hypertrophie dünkte. Schlicht und klar wie der ſilberglänzende, murmelnde Waldbach wirkten auch geſtern die Proben dieſer nordiſchen Kunſt. Wie die klingende, tönende Seele des Volkes die Lieder, träumeriſch und ſin⸗ nig, und doch voll urwüchſiger, bodenſtändiger Kraft die Poeſie. Jean Sibelius, der Vorkämpfer finniſcher Heimatkunde, ſtand am Aufaug der Reihe mit einem Stück ſeiner reifen und edleu Lyrik, das in der ſchwermütigen Art an Chopins Lithauiſches Lied ge⸗ mahnte. Jinding, der Norweger, durch ſeine Frühlingspoeſien uns längſt bekannt, folgt mit einer Lenzesweiſe voll verhaltenen Jubels, gleicharnie im Charakter Lill Erik Hafgren und Hug Alfoéen. Sie alle ſind mit tauſend zarten Faſern an das heimat'iche Volksherz ge⸗ kettet, ihre Kunſt erinnert an ihres großen Dichters Werte vom hei⸗ miſchen Sänger: dem heimatlichen Leben muß er lauſchen. ſein Lied muß des Volkes Träume klären und alle die Gedanken, die gären. In den Volksweiſen erreichte das heimatlich⸗ Volkstümliche be⸗ redeſten Ausdruck. Nur ſchön geſchwungene melodiſche Linien, ohne viel Nebenwerk, die Lieder im ganzen einfach, innig und klar, voll reichen inneren Lebens, nicht loszulöſen vom Heimatboden, dem ſie entſtammen, dem Land mit lieblichen Landſchaftsbildern, ragenden Rieſenhöhen. Auch ſchwer zu trennen von der heimatlichen Sprache. Daß Frau Hafgren⸗Wag ſie ſo ſang, erhöhte deshalb den an ſich großen Genuß. Denn was ſie gab, war edle, reife Kunſt, ſo vor⸗ nehmer, eindringender Art, wie man ſie auch im künſtleriſchen Leben nicht oft trifft. Ihr Vortrag, eine Grazie Atit ungeſuchter Na⸗ türlichkeit, volle techniſche Beherrſchung des wohllautenden Organs mit echt muſikaliſchr Darſtellung. Da Lill Erik Hafgren auch der Be⸗ gleitung charakteriſche Färbung zu verleihen wußte, ergaben ſich darum Leiſtungen, die bei den Hörern vollen und tiefen Wiederhall fanden. 2 805 8; Zwiſchen die Lieder waren einige 10 K. literariſche Gaben geſtreut, die Frl. Hummel und Guſtav rautſchold zur vollen Wirkung brachten. Von Jakobſen ein farbengeſättigtes poetiſches Stimmungsbild, wie man es gern am traulichen ra⸗ min genießt, einige aus der ſchwediſchen Oyrik, Stücke mit iräu⸗ meriſchem Sinnen, mit feinem und beſchaulichem Humor neben altehrwürdig mit anmutender Skaldenpoeſie, von dem Dänen Michaslis eine aus dem Leben abgelauſchte Skizze und ein Uolkswirtschaft. Landauer Aktienbrauerei„Zum Engliſchen Garten“. Der Aufſichtsrat ſchlägt der Generalverſammlung am 6. Januar eine Dividende von 3 Prozent(i. V. 5 Prozent) vor. Aktiengeſellſchaft für Maſchinenpapier⸗(Zellſtoff⸗) Fabrikation in Aſchaffenburg. Es unterliegt keinem Zweifel, ſo ſchreibt die Geſellſchaft, daß für die Papierinduſtrie das Geſchäftsſahr 1908 ein ſchlechtes war; davon konnte auch die Zellſtoffinduſtrie natur⸗ gemäß nicht unberührt bleiben. Dies vorausgeſchickt, können wir erklären, daß unſere Werke infolge der getroffenen Betriebs⸗ perbeſſerungen zufriedenſtellend gearbeitet haben und daß wir ein gegen das Vorjahr gebeſſertes Betriebsergebnis erwarten. In⸗ deſſen beſteht nicht die Abſicht, eine höhere Dividende als für das Jahr 1907 in Vorſchlag zu bringen li. V. wurden 8 Pro⸗ zent verteilt!. Metallwarenfabrik vorm. Max Dannhorn.⸗G. in Nürnberg. Bei der Geſellſchaft wird für 1908 unter dem üblichen Vorbehalt die Dividende in gleicher oder doch annähernd gleicher Höhe wie im Vorjahre(8 Prozent) erwartet. Verlängerung der Trägerhändlervereinigung. In der Mit⸗ gliederverſammlung der rheinſch⸗weſtfäliſchen Trägerhändlerver⸗ einigung wurde nunmehr die Verlängerung für die Dauer des Stahlwerksverbandes(bis 1912) beſchloſſen, nachdem vorher der Vertrag mit dem Stahlwerksverband unterzeichnet worden war. Maunheimer Marktbericht vom 14. Dez. Stroh p. Ztr. M. 2 20, Heu per Ztr. M..80, neues per Ztr. M..00, Kartoffeln per Ztr. M..20, beſſere M..00, neue Mk..00, Bohnen per Pfund •00 Pfg., Bohnen deutſche per Pfund 00⸗00 Pfg. Blumenkohl per Stück 40-60 Pfg., Spinat per Pfund 1500 Pig., Wirſing ver Stück, 10⸗12 Pfg., Rotkohl p. Stück 15-25 Pfg., Weißkohl p. Stück 25.40 Pfg. Weißkraut p. Zentner.00-00.00 Mk., Kohlrabi 3 Knollen 10⸗00 Pfg., Kopfſalat per Stück 15.0 Pfg., Endivienſalat per Stück 510 Pfg., Feldſalat p. Portion 10 Pfg., Sellerie p. Stück-10 Pfg., Zwiebeln per Pfd. 12.00 Pfg., rote Rüben v. Pfund 7⸗0 Pfg., weiße Rüben p. Stück 10 Pfg., gelbe Rüben per Pfund 5 Pfg., Carstten p. Büſchel 10 Pfg., Pflückerbſen per Pfund 00⸗00 Pfg., Meerettig per Stange 1880 Pfa., Gurken v. Stück 00.00 Pfg., zum Einmachen p. 000 Stück 00⸗0.00., Aepfel per Pfd. 7⸗15 Pfg., Birnen per Pfd. 12⸗25 Pfg., Kirſchen p. Pfund 00-00 Pfg., Heidelbeeren p. Pfd. 00⸗00 Pfg., Trauben p. Pfund 00⸗00 Pfg., Pfirſiſche per Pfund 00-00 Pfg., Aprikoſen per Pfund 00 Pfg., Erdbeeren per Pfund 00-00 Pfg., Nüſſe per Pfund 10-15 Pfg., Haſelnüſſe p. Pfund 45⸗00 Pfg., Eier p. 5 Stück 3550 Pfg. Butter p. Pfd..30-.40., Handkäſe 10 Stück 40⸗50 Pfg., Breſem per Pfd. 60-00 Pfg., Hecht per Pfd..20-.00., Varſch per Pfund 80-00 Pfg., Weißfiſche p. Pfd. 50⸗00 Pfg. Laberdan p. Pfg. 00 Pfg, Stockfiſche per Pfund 2500 Pfg., Haſe per Stück.80-.00 M. Reh pe fd. 65⸗00 Pfg., Hahn(ig.) per Stück.40-.00., Huhn(ig.) per Stück.40-.00., Feldhuhn per Stück.00-.00., Ente per Stüü! .50-.00., Tauben per Paar.00⸗0.00., Gans lebend per Stü! .20-.00., Gans geſchlachtet v. Pfund 80-90 Pfg., Aal.00⸗0.00., Zwetſchgen per Pfund 0⸗00 Pfg. Drahtnachrichten des Norddeutſchen Tloyd, Bremen. Den 9. Dezember: D. Prinz Eitel Friedrich in Suez. D. Seydlitz von Algier. D. Bülow in Nagaſaki. D. Ppeußen von Alexandrien. D. Schleswig von Marſeille. D. Barbaroſſa von Genua. D. Prinzeß Alice in Antwerpen. D. Königin Luiſe in Newhork. D. Prinz Heinrich von Gibraltar. D. Prinzeß Irene von Newhork. Den 10. Dezember: D. Roon in Adelaide. D. Kleiſt von Port⸗ Said. D. Therapia in Genua. D. Crefeld Dover paſſiert. Den 10. Dezember: Dampfer„Würzburg“, St. Vincent paſſiert; Dampfer„Barbaroſſa“ von Neapel; Dampfer„Derff⸗ linger“ in Penang; Dampfer„Frankfurt“ in Bliſſingen; Dampfer„Halle“ von Vliſſingen; Dampfer„Seydlitz“ Gibraltar paſſiert; Dampfer„Main“ von Baltimore; Dampfer„Nor⸗ derney“ von Villagarcia. Mitgeteilt durch Generalverkreter Hermann Malle⸗ brein, Hanſahaus, D 1. 7/8. Märchen aus dem reichen nordiſchen Schatze, den jüngſt Björn⸗ ſon wieder lebendig machte. Den Beſchluß machte Griegs poeſie ⸗ durchtränkte Romanze für zwei Klaviere op. 51. Frau Haf⸗ gren⸗Waag trug ſie zuſammen mit ihrem Bruder vor, in nach⸗ empfundener, phantaſievoller Weiſe, die die Vertraulichkeit mit der ſchwediſchen Art erzeugt. Der ſzeniſche, Rahmen war einfach und doch von zwingen⸗ der Größe. Denn nach hinten zu blickte man über den Altan auf eine norwegiſche Landſchaft, die die liebliche Anmut der freundlichen nordiſchen Täler mit den lichtumglänzten, rieſenhaft ſtrebenden Höhen derband— ein Landſchaftsbild aus Ibſens Brand, geheimnisvoll hinüberleitend zu den erhabenen Höhen künſtleriſcher Betrachtung und äußerer Ausdruck einer Weihe⸗ ſtunde edlen Genuſſes. Or. H. *** Großh. Bad. Hof⸗ und Nationaltheater in Mannpeim. Ein deutſches Weihnachtsſpiel. Schon kurz habe ich auf die Aufführung des deutſchen Weih⸗ nachtsſpiels von Otto Falkenberg, die am Samskag ſtarkfand, hin⸗ get ieſen, und auf den tiefen künſtleriſchen Eindruck, den ſie hervor⸗ rief. Falckenderg hat das Weihnachtsſpiel aus altem deutſchen Dichtungsgut zu neuem Leben geweckt. Er hat der Buchausgabe ein Vorwort geſchrieben, deſſen weſentlichſte Teile wir wiedergaben. So kennt der Leſer Sinn und Abſicht des Spiels. Und wir dürfen ſagen, die Abſicht wird erreicht. Uralte deutſche Dichtkunſt ſteigt bor uns auf, tief, innig, derb, humorvoll nach gefſundem Bauern⸗ geſchmack. Wir ſehen, wie germaniſcher Geiſt die Jeſus⸗Geſchichte in ſeine Welt überſetzte, in ſeine Welt, in der Gemüt und kraft⸗ voller Frohſinn gleichermaßen herrſchten. Das iſt nicht mehr ein Geſchehnis aus fernen Zeiten und fernen Landen, das iſt Erlebnis, Dichtung gewordenes Erlebnis deutſcher Vergangenheit, die kindlich fromm, reflektionslos⸗naiv und gut und kreuherzig war. Da kommen die Hirten, die unverfälſchten bayeriſchen Dialekt ſprechen — zwei heißen Veichtl und Lenzei— und bringen dem Jeſus⸗ knaben ihre ſchlichten Gaben dar und einer weiß nichts Beſſeres zu geben, als ein Schnadahüpferl und einen Schuhplattler, ſo wie in der alten deutſchen Legende der Gaukler unſerer lieben Frau, der vor der Muttergottes tanzt und geigt. Da iſt der König Herodes, den derber altdeutſcher Volkshumor ſich zu einer poſſenhaften Ge⸗ ſtalt mitleidslos und aus Chriſtusliebe ſchadenfroh umbildet, das Gewiſſen wird perſonifizert, die Teufel quälen den Herodes in Ge⸗ ſtalt heftiger Magenſchmerzen und das Volk lacht breit und behag⸗ lich über dieſe Komödie des Wüterichs, man ſieht förmlich dieſes köſtliche Bild mittelalterlicher Kultur. Ein Sprecher führt jede Soene ein, er bittet, recht brav und ſtill zu ſein, erzählt, was vor⸗ gehen ſoll und reflektiert naib und unſer Herz rührend über die letzte Szene. In loſer Form wird die Geburt Ehriſti dramatiſiert, wir begleiten Maria und Joſef auf der Fahrt nach Bethlehem und geleiten ſie weiter auf die Flucht nach Aegypten, die Verkündigung, die Anbetung der Hirten, der drei Könige, das alles wird dramati⸗ ſiert, ganz ſchlicht, einfältig, in einer Sprache, die ſo rührend, innig und gut wirkt, wie der feuchtſchimmernde, reine Augenaufſchlag eines blauäugigen frommen Kindes. Ich erwähnte ſchon, daß Dr Hagemann aus dleſen Szenen leuchtende, farbenſchöne Bilder ſchuf, die das wundervolle kompo⸗ ſttoriſche Geſchick, den feinen Sinn des Malers für farbige Wirk⸗ ungen verrieten. Man glaubte of, der Intendant habe ſich an be⸗ ſtimmte Vorlagen aus der Renaiſſancezeit gehalten. Die Maria 8 5. Seite. Waſſerſtandsnachrichten im Monat Dezember. Pegelſtationen Datum: vom Rhein 9 10. 11. 12. 13. 14. Bemerkungen Kouſtaunß 22.7 274 770 Waldshuut.45 150 1,53 55 Hüningen“). 0,85 0,84 0,90.25 1,15 1,85 Abds. 6 Uhr .52.50 1,50 1,65 1,69 1,64] N. 6 Uhr Lauterburg. 22,54 2,48 2,52 Abds. 6 Uhr Maxau 6,13 3,11 3,11 8,20 3,41.44 2 Uhr Germersheim 236 2,38 2,34-P. 12 Uhr Maunheim 11,84 1,83.81 1,85 2,11 2,22 Morg. 7 Uhr Mainz J0,12 0,14 0,12.-P. 12 Uhr Bingen 0,82 0,82 0,84 10 Uhr Kaubb. J,96 0,04 0,95 0,94 2 Uhr Koblenz. 1I.,22 1,19 1,20 10 Uhr Hölnn J0,88 0,81 0,78 0,81 0,97 2 Uhr Ruhrort 0,04 0,08 0,12 6 Uhr vom Neckar: Mausheim 1,93 1,92.89 1,98 2,15 1,93] V. 7 Uhr Heilbronn 0,80 0,27 0,36 0,35 0,41 0,85 V. Uhr 7 „) Oſtwind, bedeckt, + 4 C. ———ñ— Witterungsbeobachtung der meteorologiſchen Station Maunheim. 1 8 2 3„ 8 8——— Datum Zeit 5 53 3 8 20 3 3 8 S 8 mm—55 2*— 5 18. Dez. Morg.%747/,0 5,0 SSW'ᷣ 2 3,6 13.„ Mittg. 2751,8 6,4 SSWᷣẽ2 13.„ Abds. 9752,5 5,6 SSW4 14. Dez. Morg. 78753,0 6,8 SSW'ᷣ 2 0,1 Höchſte Temperatur den 13 Dezember + 8,5 Tiefſte vom 13./14. Dezember—.0, * Mutmaßliches Wetter am 14. und 15. Dez. Bei vorherr⸗ ſchend nordweſtlichen bis nördlichen Winden ſteht am Montag und Dienstag naßkaltes und zu Schneefällen geneigtes Wette⸗ in Ausſicht. DDDDDrrrrßxßx=ßxßxßxYx———————— Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldendaum, für Kunſt und Feuilleton: Georg Chriſtmann: für Lokales, Provinzielles u. Gerichtszeitung: Rich. Schönfelder; für Volkswirtſchaft und den übrigen redakt. Teil: Franz Kircher; für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Fritz Joos. Drud und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Juchdruckerez⸗ G. m. b..: Direktor: Eruſt Müller. Wir machen unſere Leſer darauf aufmerkſam, daß die Berlinet Schirm⸗Induſtrie, Max Lichtenſtein, D 3, 8, Planken, einen großen Räumungs⸗Verkauf in Schirmen veranſtaltet und iſt dieſes eine günſtige Gelegenheit für paſſende Weihnachtsgeſchenke. 83400 Hof-Möbelfabrik I. J. Petef Ausstellungsräume und Bureaux HANNHEIH O 7, 10 Heidelbergerstr — Musterzimmer, Einzelmöbel, Tepplohe, Bronzen eto.— reeee.— in der Szene der Verkündigung wie an der Krippe wirkte in dem weißen Gewand mit dem blauen Ueberwpurf wie eine italieniſche Madonna. Wunderbar abgetönt gegen einander waren die lichten Farben der Gewänder der Engel, zarte weiße, blaue, roſa Farben Prächtig und reich zogen die Könige aus dem Morgenlande gar ſtattlich und friedlich daher, rührend in ihrer großen Einfalt war die Anbetung der Hirten und der Bauern, das Auftreten des Königs Herodes gab Gelegenheit zu einer derbkomiſchen Szene, die vielleicht im erſten Augenblicke befremdete, ganz ſicher aber dem Geſchmag jener Zeit nachempfunden war, aus der das deutſche Weihnachtsſpief ſtammt. Man denkt an die fratzenhaften Darſtellungen alter Holz, ſchnitte. Godeck verſtand ſich ausgezeichnet auf dieſen Herodes Fräulein Hummel war eine Maria, die durch die edle Schönhei der Züge wie durch die keuſche Reinheit des Wortes und des ver⸗ klärten Blickes gleichermaßen, tief und innig wirkte, eine tief⸗ beſeelte, im holdeſten Mutterglück ſelige Frau. Die Muſik Stavenhagens bewegt ſich in einfachen Linien. Das wäre an ſich, dem Charakter des Stückes entſprechend, zu rechl⸗ fertigen. Aber auch die Einfachheit hat ihre Grenzen, und was Stavenhagen hier als Bühnenmuſik komponierte, ſteht doch in zu derbem Mißverhältnis zu ſeinem künſtleriſchen Rufe. Die Muſil iſt vollkommen phyſiognomielos, ohne jeden perſönlichen Ausdruck ohne ſelbſt die Stimmung merklich zu vertiefen. Mit dem letzteren allein wäre das Urkeil geſprochen. Unter den Ausführenden ſchien auch wenig Intereſſe vorhanden. Frl. Terry ſang ſtellenveiſe ſehr engels⸗unrein, Voiſin und außerdem der Chor wurden der Sache eher gerecht. Die Inſtrumentalmuſik machte durchaus nicht den Eindruck, als komme ſie aus dem Himmel. Bei einer Wieder⸗ holung wäre eine größere Sorgfalt auf den muſikaliſchen Teil wol angebracht. **** Volkskonzert zu Einheitspreiſen. Das geſtern im Muſenſaal des Roſengartens ſtatlgefun⸗ pnlog jnd zpcue zvar usleacsfogucd ne saaeucggnlog 3u20 doch hätten wir noch einen ſtärkeren Andrang erwartet. Wahr⸗ ſcheinlich trug die Nähe der Weihnachtszeit die Schuld, daß die Frequenz etwas zu wünſchen übrig ließ. Hoffentlich findet das nächſte Konzert ein noch zahlreicheres Publikum, was umſo mehr zu wünſchen wäre, als in dieſen Konzerten wirklich hervor⸗ ragend ſchöne Muſik dem Volke zu äußerſt billigem Preiſe ge⸗ boten wird. Das Konzert wurde von dem hieſigen Hoftheater⸗ Orcheſter ausgeführt unter Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters Leopold Reichwein. Das Programm enthielt folgende Nummern: Joſ. Haydn: Symphonie G⸗dur(genannt Symphonie militaire, W. A. Mozart: Fünf kleine Stücke, Ludwig don Beethoven: Ouperture Leonore Nr. 3. Das Hoftheater⸗Orcheſter ſpielte mit Luſt und Liebe und das Publikum erfreute ſich ſicht⸗ lich in hohem Maße an dem Genuſſe der edlen Muſik. Das Kon⸗ zert nahm nur eine Stunde in Anſpruch. Nach unſerer Meinung war dieſe Dauer etwas zu kurz und dürfte es ſich empfehlen, die nächſten Konzerte ſo auszudehnen, daß ſie mindeſtens 1½ Stunden währen. Auch erſcheint es uns nützlich und für die dankenswerte neue Einrichtung förderlich, wenn das Programm eiwas reichhaltiger wird durch Einfügung von Inſtrumental⸗ oder Vokal⸗Soli. Auf alle Fälle muß der Stadtverwaltung Anerkennung ausgeſprochen werden für das volksfreundliche Unternehmen, welches geeignet iſt, ſozial verſöhnend zu wirken. M. 6. Seite. Einladung Zur Verſammlung des Bürgerausſchuſſes wurde Tag⸗ fahrt auf Dienstag, den 15. Dezember 1908, machmittags 3 Uhr in den großen Rathausſaal, Litera FI, 5 dahier anberaumt. Die Tagesordnung enthält folgende Gegen⸗ ſtande⸗ 1. Errichtung eines Grabdenkmals für denef Ober⸗ hürgermeiſters Dr. Beck. 2. Das Amt des Gemeinderichters und des Schieds⸗ manns. 3. Dienſtverhältniſſe der Reviſionsſekretäre Gehring und Friedlin. 4. Dienſtperhältniſſe des Sparkaſſenkontrolleurs Georg Schwöbel. Erwerbung und Verpachtung von Grundſtüſcken. „Ankauf von Straßengelände im Stadtteil Käfertal. Herſtellung von Straßen im Gebiet der 29. Sand⸗ gewann im Stadtteil Käfertal. Bewwilligung von Nachtragskrediten für bauliche Um⸗ ternehmungen u. A. 9. Errichtung eines Anbaues an die Verwaltungs⸗ gebäude der ſtädt. Waſſer⸗Gas⸗ und Elektrizitäts⸗ werke in K 7, 1 und 2, hier die Betwilligung eines Umbau des Kaufhauſes. Herſtellung eines Giebelabſchluſſes am alten Gym⸗ naſium an der Bismarckſtraße. Venwendung des alten Gymnaſiumsgebäudes für die Handelshachſchule. Einrichtung weiterer Räume in der früheren Dra⸗ gomerkaſerne für Krankenhauszwecke. „Beſchaffung von Einrichtungen für das ſtädtiſche Leihamt. Die Herven Mitglieder des Bürgerausſchuſſes wer⸗ den zu der bezeichmeten Verſammlung ergebenſt einge⸗ Laden. Zu Ziffer 1, 5 und 7 der Tagesordnung ſind am Dage der Sitzung und zwar ſchon von vormittags ab Pläne im Sitzungsſaale ausgehängt. Zu Ziffer 1 wird außerdem ein Gipsmodell im Sitzungsſaale Aufftellung fünden. Mannheim, den 1. Dezember 1908. Der Stadtrat: Martin. Einladung gzur Ernenerungswahl in den Stiftungsrat der Gallenberg⸗Stiftung Die Dienſtzeit der Stiftungsvatsmitglieder, Herren Lenel Viktor, Kommergienrat, Löb Ludwig, Kaufmann, aſt abgelaufen, und es hat deshalb für deſelben eine Er⸗ neuerungwahl auf eine ſechsjährige Amtsdauer ſtattzu⸗ zuden. Die Wahl erfolgt nach§ 21 des Stiftungsgeſetzes durch den Bürgerausſchurß mittels geheimer Abſti und zwar aufgrund der folgenden vom Stiftungsrat und Stadt⸗ rat gemeinſchaftlich aufgeſtellten und vom Großh. Bezirks⸗ amt genehmigten Vorſchlagsliſte, welche folgende Namen enthält: 32011 Klemann. N. 1. Lenel Viktor, Kommerzienrat, * 2. Löb Ludwig, Kaufmann, 3. Fulda Wilhelm, Kaufmann, 4. Grohe Dr. Oskar, Landgerichtsrat, 5. Küllmer Heinrich, Privatmann, 6. Mayer Emil, Fabrikant, Zur Vornahme der Wahl haben wir Tagfahrt auf Dienstag, den 15. Dezember 1908, nachmittags von 294—3¼½ Uhr in das Rathaus Litera F 1, 5, 2. Stock, Zimmer Nr. 16 an⸗ bevgumt, wozu die Mitglieder des Bürgerausſchuſſes unter Zuſtelleng eines Wahlzettels ergebenſt eingeladen werden. Die Stimmzettel müſſen von weißem Papier und dür⸗ fen mit beinem Kennzeichen verſehen ſein; ſie ſollem bei der Wechl von ein bis ſechs Perſonen ein Oktawolatt, ſomit 85 von tmehr als ſechs Perſonen ein Quartblatt, ſomit ½ des Akkenbogens von 88 zu 42 Zentimeter groß und von mittelſtarkem Schreibpapier ſein und ſind außerhalb des Wahllokals mit dem Namen derjenigen, welchen der Wähler ſeine Stimme geben wwill, handſchriftlich oder im Wege der Vervielfärtigung zu verſehen. Mannßeim, den 27. Nobenber 1908. Der Stadtrat: Marctin. 820ʃ2 Klemann. Befanntmachung. Die Vergebung der Schaubudenmeß⸗ plätze für das Jahr 1909 betr. Nr. 50577 I. Für die Maimeſſe und eventuell auch für die Herbſtmeſſe 1909 ſind ſämtliche Plätze auf der Schaubuden⸗ meſſe im Wege öffentlichen Ausſchreibens zu vergeben. Angebote hierauf wollen verſchloſſen und mit der Be⸗ eichnung„Schaubudenmeßlätze“ verſehen bis längſtens Mittwoch, den 30. Dezember l. Js., vorm. 9 Ühr ſauf Zimmer Nr. 6 des alten Rathauſes pier eingereicht werden, woſelbſt auch an Werktagen in der Zeit von 10—12 Ußhr vorm nähere Auskunft erteilt wird. 32030 Die Ver e von dem Meß⸗ nſpektor une ezogen werden. Mann den 26. Dezember 1908. Bürgermeiſteramt: Ritter. Vergebung. Die Ausführung der Blechnerarbeiten für die Kohlen⸗ erg des ſtädt. Ekektrizitätswerkes im Indnſtriehafen ſol Submiſſton 8 werden. Die Unterlagen zur Vergebung können in uuſerem en K 7, Zimmer Nr. 11 während der Dienſtſtunden u—12 und—6 Uhr eingeſehen reſp. bezogen werden. ſe Unteruehmer, welche ähnliche Arbeiten ausgeführt hbeu und hierüber Nachweiſe können, wollen— bis ſpäteſtens ch, den 16.„ vormittags 11 Uhr, Mit entſprechender Aufſchrift bei uns, Zimmer mreichen den 8. 1908. Direktion der ſtädt. Waſſer⸗, Gas⸗ und Elektrizitäts⸗ werke: Schieß. 1 9 General⸗Anzeiger.(Mittagblait.) Mannheim, 14. Dezember. Bekanntmachung. Nr. 6780. Die Stüdtiſche Sparkaſſe Maunheim wird nut Wirkung vom 1. Jauuar 1909 in ihrem Geſchäfts⸗ betriebe den Scheckverkehr mit tagweiſer Verzinſung allgemein zur Einführung bringen und ihren Einlegern auf Wunſch zugänglich machen. Der Scheck iſt eine Antveiſung auf das Guthaben, das eine Perfon bei einem Geldinſtitute(Sparkaſſe, Bank und dergl.) beſitzt. Die Vorteile des Scheckverkehrs ſind dahlreiche, und die Pflege und Ausbveitung desſelben iſt iurt Intereſſe der Allgemeinheit wie des Einzelnen ſehr wünſchenswert. Durch Zahlung mittelſt Schecks anſtelle der Zahlung durch Bargeld wird die notwendige Be⸗ ſchränkung des Umlaufs von Barmitteln erreicht und da⸗ mit dem Gemeinwohl ein mützlicher Dienſt erwieſen. Jeder Eingelne aber, der ſich des Schecks als Zahlungsmittel bedient, verſchafft ſich hiedurch ſelbſt erſichtliche nennens⸗ werte Vorteile. Es ſollte niemand unterlaſſen, die Gelder, die er heute, wenn auch nur vorübergehend, zinsſos in ſeiner Kaſſe liegen hat, nutzbringend zu machen, ein Jeder, deſſen Verhältniſſe dies angängig erſcheinen laſſen, ſollte ſich eshalb einen Schecktonto einrichten; er macht Zinſen, während ihm das zu Hauſe aufbewahrte Geld keine Zinſen bringt. Er iſt koiner Verluſtgefahr durch Diielbſt Brand u. ſ. w. ausg; bt, er vermeidet auch alle Gefe hren, die der Verkehr mit Bargeld ungbänderlich in Geſtalt von Irrtümer, Verwechslungen, Zut Azahlungen, und nicht zuletzt, von Veruntreuungen mit ch bringt. Die meiſten notwendigen Zahlungen laſſen ſich einfacher, ſicherer und bequender durch Schecks als daurch bares Geld Hewerkſtell⸗ igen, ſo insbeſond Begleichung von Rechnungen für Lie ferungen, Arbeiten und Leiſgungen aller Art, die Be⸗ zahlung von Miet⸗ und Kapitalzinſen, Steuern u. ſ. w. Aber die Barerhebun Yder Zahlungen mittelſt Schecks ſollte, weun dieſer ſeinen Zweck wirklich erfüllen ſoll, tunlichſt unterbleiben. Jeder Scheck ſollte auf einen 3zu eröffnenden Konto wieder gutgeſchrieben werden, von welchem ſodann wiederum Abhebungen und Zahlungen mittelſt Schecks nach Bedarf vollzogen werden können. Es iſt ein Irrtum zu glauben, daß der Scheckverkehr nur für bermöglichere Leute ſich eignen, daft er Koſten verurſache, oder daß er etwa umſtändlich ſei. Jeder, der ſich eimen Scheckkonto einrichten läßt, wird die daraus reſultierenden Vorteile bald empfinden. Die Städt. Sparzaſſe gibt auf Wunſch vom 1. Januar k. Is. an für den Scheckverkehr eingerichtete beſondere Sparbücher(fogen. Scheckkontobücher) aus, durch deren Benützung ihren Einlegern die Verfügung über ihre Gut⸗ haben mittelſt Schecks ermöglicht werden ſoll. Jeder ſeil⸗ herige Einleger kann ſich ein Guthaben auf ein ſolches Schecktontobuch überſchreiben Jaſſen, wie auch jeder neu⸗ zugehende Einleger ſich wahlweiſe ſtatt eines gewöhnlichen Sparbuchs in ſeitheriger Form ein ſogen. Scheckkontobuch verabfolgem laſſen kann. Abhebungen auf dieſe beſondere Sparbücher(Scheckkontobücher) können nur mittelſt Schecks vollzogen werden. Um den Schecverkehr und den Verkehr mit der Kaſſe tunlichſt zu erleichtern, wären dieſe Scheckkontobücher nur für die Bareinzahlungen oder Gut⸗ ſchriften von Ueberweiſungen vorzulegen; über die Ver⸗ fügungen mittelſt Schecks macht dagegen der Kontoinhaber ſeloſt die erforderlichen Eintragungen. Aus dem Um⸗ ſchlag des Scheckkontobuchs und dem mit dieſem gleichfalls verabfolgt werdenden Scheckbuch mit den erforderlichen Scheckformitlaren, ergabem ſich die erforderlichen Vorſchrif⸗ ten und Anleitungen über das im Scheckverkehr mit der Sparkaſſe einzuhaltende Verfahren. Mit der Verabfolg⸗ ung des Scheckbuchs hat der Kontoinhaber ſeine Unter⸗ ſchrift auf dem Konto bei der Städt. Sparkaſſe eigen⸗ händig zu deponjeren. Will er einen Dritten sur Ver⸗ fügung oder Mitverfügung über ſein Guthaben ermächti⸗ gen, ſo hätte auch dieſer ſeine Unterſchrift gleichfalls zu deponieren. Dem Kontoinhaber iſt das Recht eingeräumt, jeder⸗ zeit ſein Scheckkontobuch mit dem bei der Städt. Sparkaſſe geführten Konto zu vergleichen; mindeſtens einmal im Jahre hätte der Kontoinhaber ſein Kontobuch zwecks Feſt⸗ dem Konto bei der Sparkeaſſe einzureichen. Alle Guthaben auf Scherklonti werden wie alle übri⸗ gen Sparguthaben ktagweiſe, alſo in der Art verzimſt, daß die Zinsvergütung ſchon mit dem auif den Tag des Vollgugs der Einlage folgenden Werktag beginnt, während ſie für die abzuhebenden Beträge erſt mit dem der Rück⸗ zahlung vorhergehenden Tage aufhört. Die Zinsſätze ſtellen ſich zurzeit: für Guthaben bis einſchließlich M. 1000.— auf 8½0%, 7 7 5*„ 5000.—„ 7 1* 17„ 15000.— 1 30%. Die Städt. Sparkaſſe iſt bereit, iwer den Gegenſtand ſchviftlich oder mündlich jede gewünſchte weitere Auskunft zu geben und richtet an ihre Einleger, insbefondere ſolche mit höheren Guthaben und größerem Kaſſenverkehr das Erſuchen, von der im Intereſſe der Giuilegerſchaft ge⸗ troffenen Einrichtung recht lebhaften Gebrauch zu machen. Anmeldungen für den Scheckverbehr können ſchon jetzt mündlich oder ſchriftlich erfolgen. Die Umſchreibung von Guthaben auf jetzt vorhandene Sparbücher auf ſog. Scheck⸗ kantobücher und die Ausfolgung der letzteren kann ſchon vom 15. Dezember l. J. ab geſchehen, wenn auf das Spar⸗ buch bis Schluß des Monats Dezember keine Einlagen und Rückzahlungen ſtattzufinden haben. 4 Mannheim, 25. November 1908. Städtiſche Sparkaſſe: Schmelcher. 32000 * Als Weihnachtsgeſchenk iſt zu empfehlen und durch ſämtliche Buchhandlungen zu beziehen: 31992 Das im Auftrag des Stadtrats herausgegebene Jubiläumswerk Maunheim in Verzanzenheit und Gegeuwart. Drei Bände, reich illuſtriert, in Origmalleinenband, — Ladenpreis von 30 Mk. auf 15 Mk. herabgeſetzt.—— Band I u. II: Geſchichte Mannheims von den erſten Anfängen bis zur Begründung des tſchen Reichs, be⸗ arbeitet von Profeſſor Dr. Friedrich Walter. Band III: Mannheim ſeit der Gründung des Reichs 1871—1907, dargeſtellt vom ſtatiſtiſchen Ant. Tesirinker sparen nur del Gebraueh sines guten Toss Haushalt-Tee Nessmer's Tee Rochfeine, sehr erxgieb. Qnalilat erprobte Mlsehungen. ver Pid. Ak 2. Prsbepskete zu 88, 60, 80 u. 100 Pg. e die —*¹ lo, 8881 5 Nebiſions⸗Bramleuſtele. Die Stelle eines Reviſions⸗ ſekretärs mit Ausſicht auf etatmäßige Anſtellung in Abteilung C des ſtädtiſchen Gehaltstarifs(Höchſtgehalt M. 4300) und auf Vorrücken in höher dotierte Stellen iſt alsbald zu beſetzen. Bewerber aus der Zahl der Amtsrevidenten und Finanzaſſiſtenten wollen ihre Meldungen mit ausführ⸗ lichem Lebenslauf unter An⸗ gabe des verlaugten An⸗ fangsgehalts binnen 2 Wo⸗ chen anher einreichen. Manunheim, 5. Dez. 1908. Der Oberbürgermeiſter: Martinu. 32039 Bekanntmachung. Die Feſtſtellung der Bau⸗ und Straßen⸗ fluchten in der Fra⸗ trelſtraße betr. Nr. 35977 V. Der Stadtrat der Hauptſtadt Mannheim hat die Feſtſtellung der Bau⸗ und Straßenfluchten in der Fratrelſtr. auf den Grund⸗ ſtücken Lgb. Nr. 390 c u. 4 hier beantragt. 32037 Wir bringen dies zur öffentlichen Kenntnis mit der Aufforderung, etwaige Einwendungen bei dem Be⸗ sirksamte oder dem Stadt⸗ rat binnen 14 Tagen vom Ablauf des Tages an vorzu⸗ bringen, an welchem das dieſe Bekauntmachung ent⸗ haltende Amtsverkündig⸗ ungsblatt ausgegeben wurde, widrigenfalls alle nicht auf privatrechtlichen Titeln be⸗ ruhenden Einwendungen als verſäumt gelten. Die Beſchreibungen und Pläne liegen während der Einſprechsfriſt auf den Kanz⸗ leien des Bezirksamts Zimmer Nr. 38— und des Stadtrats zur Einſicht offen. Mannheim, 25. Nov. 1908. Großh. Bezirksamt, Abt. V: gez. Roth. Nr. 50549 J. Dies wird mit dem Anfügen zur allgemei⸗ nen Kenntnis gebracht, daß der Plan vom 12. Dezember 1908 ab, während 14 Tagen im Kaufhaus dahier, 3. Stock, Turmbau zur Einſicht offen liegt. Maunheim, 9. Dez. 1908. Bürgermeiſteramt: Dr. Finter. Bekanutmachung. Nr. 47934. Beim diesſeiti⸗ gen Amte iſt die Stelle einer Bernfsarmenpflegerin zu beſetzen. Geeignete Be⸗ werberinnen im Alter von etwa 24 bis 35 Jahren mit guter Schulbildung u. deut⸗ licher Handſchrift wollen ihre ſelbſt geſchriebenen Geſuche unter Angabe des Lebens⸗ laufes und der Gehaltsan⸗ ſprüche innerhalb 10 Tagen auher einreichen. Auskunft über die Dienſtpflichten der Berufsarmenpflegerin wird im diesſeitigen Bureau Kaufhaus 3. Stock, Zimmer Nr. 107, vormittags zwiſchen 11 und 12 Uhr— erteilt. Maunheim, 9. Dez. 1908. Armen⸗Kommiſſion: v. Hollander. 32040 Köbele. Vergebung van Auffüllungsarbeiten. Nr. 17459 J. Zur Herſtellung der Straßen bei der Wil⸗ helm Wundtſchule im Stadt⸗ teil Neckarau, nämlich Teil⸗ ſtrecken der Angel⸗, Damm⸗ Wilhelm Wundt⸗ und Bel⸗ fortſtraße ſoll die Lieferung und profilmäßige Einbau⸗ ung von ca. 15 500 obm Füllboden im öffentlichen Angebotsverfahren vergeben werden. 32036 Die Zeichnungen und Be⸗ dingungen liegen auf dem Tiefbauamt, Lit. I. 2 9, zur Einſicht auf und können An⸗ gebotsformulare u. Maſſen⸗ verzeichniſſe gegen Erſtat⸗ tung der Vervielfältigungs⸗ koſten von dort bezogen werden. Angebote ſind verſtegelt und mit entſprechender Auf⸗ ſchrift verſehen dem Tief⸗ bauamt bis zum Montag, 4. Jannar 1909, vormittags 11 Uhr, einzuliefern, woſelöſt die Er⸗ öffnung der eingelaufenen Angebote in Gegenwark der etwa erſchienenen Bieter ſtattfinden wird. Nach Eröffnung der Ver⸗ dingungsverhandlung ein⸗ gehende Angebote werden nicht mehr angenommen. Zuſchlagsfriſt: 8 Wochen. Mannheim, 10. Dez. 1908. Städt. Tiefbauamt: Eiſenlohr. Siddentſch⸗Deſerrrichiſch⸗ Uugariſcherbiſenbahnverband. Ab 1. Januar 1909 wird die Station Soos der k. k. öſterr. Staatsbahnen in den Ausnahmetarif Nr. 33 Abt. II und III in gleichem Um⸗ fang und mit den gleichen Frachtſätzen einbezogen, wie ſolche z. ZSt. im Verkehr mit Wildſtein beſtehen. 83859 Karlsruhe, 14. Dez. 1908. Ohocoladen— Greulich, Gl, 3. Bekauntmachung. Nr. 7275. Wir ſuchen auf Anfang Jan. 2 in Bureau⸗ arbeiten gewandte Perſonen mit ſchöner Handſchrift zur Aushilfeleiſtung auf einige Monate, und ſehen ſelbſtge⸗ ſchriebenen Bewerbungsge⸗ ſuchen mit Angabe der per⸗ ſönlichen Verhältniſſe und der Gehaltsanſprüche ent⸗ gegen. 32041 Mannheim, 11. Dez. 1908. Städtiſche Sparkaſſe: Schmelcher. Fergchungpon Alaſcttnnagen Nr. 17395 J. Die Lieferung und Montage der Maſſen⸗ kloſettanlagen für das K ö5⸗ Schulhaus ſoll öffentlich ver⸗ geben werden. 32042 Die Zeichnungen und Be⸗ dingungen liegen auf dem Tiefbauamt, Lit. J. 2, 9 zur Einſicht auf und können Angebotsſormulare u. Maſ⸗ ſenverzeichniſſe gegen Erſtat⸗ tung der Vervielfältigungs⸗ koſten von dort bezogen werden. Zeichnungen werden nach auswärts nicht ver⸗ ſandt. Angebote ſind verſiegelt und mit entſprechender Auf⸗ ſchrift verſehen dem Tief⸗ bauamt bis zum Moutag, 4. Jaunar 1909, vormittags 11 Uhr, einzuliefern, woſelbſt die Er⸗ öffnung der einlaufenen An⸗ gebote in Gegenwart der etwa erſchienenen Bieter ſtattfinden wird. Nach Eröffuung der Ver⸗ dingungsverhandlung ein⸗ gehende Angebote werden nicht mehr angenommen. Zuſchlagsfriſt: 6 Wochen. Maunheim, 9. Dez. 1908. Städt. Tiefbauamt: Eiſenlohr. Bekanntmachuug. Bei der Abteilung Stra⸗ ßenbau des Tiefbauamtes iſt alsbald die Stelle eines Angenieurs neu zu beſetzen. 32035 Bewerber mit mehrjähri⸗ ger, erfolgreicher praktiſcher Tätigkeit im ſtädt. Straßen⸗ bau, welche umfaſſende Er⸗ fahrung in den damit zu⸗ ſammenhängenden Verwal⸗ tungsgeſchäften nachweiſen können, erhalten den Vor⸗ zug. Geſuche wollen unter An⸗ gabe der Gehaltsanſprüche und Beifügung eines Le⸗ bensklaufes ſamt Zeugnisab⸗ ſchriften bis zum 2. Januar 1909 bei unterzeichnetem Amte eingereicht werden. Mannheim, 9. Dez. 1908. 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Dezember aus⸗ fallen. Wegen Nachholung der ausgefallenen Vorleſung wird das Erforderliche von Herrn Dr. Altmann im Kol⸗ leg mitgeteilt werden. 32038 Mannheim, 11. Dez. 1908. Der Studiendirektor: Profeſſor Dr. Schott Aufforderung. Etwaige Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Nachlaſſe des Schreiner⸗ meiſters Georg Kreußel dahier B 2, 6, wollen um⸗ gehend bei mir angegeben werden. 88799 Der RNachlaßpfleger: Woerner, Gr. Notar. Nraal. asenpereil Zur Chanuka⸗Beſchenkung unſerer Pfleglinge am 22. Dez. erhielten wir bis heute: durch Frau Darmſtädter: von N. N. 10., A. D. 10., J. D. 10., W. D. 5 M, J. D. 5., V. D. 5., C. M. 5., L. B. 5., B B. 10., durch Frau Dreyfuß von: von D. K. 5., B..s., J. H. 10., E. N. 5., H..⸗G. 3 M. und Bücher, E. D. 10 M, E. D. 5., A. K. 4 M. und Bücher, T. G. 3., R. H. 3., B A. 10., L. O. 5., L. N. 5., E. W. Thee; durch Frau Gieſer von: P. G. 20., H. J 20., F. L. 20., J. W. 10., B. G. 5., M. O. 5 M. durch Frau Hirſch von: L. B. 10., B. 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AMaf Sleicher Höhe! Roman von Hans von Hekethuſen. (Nachdruck verboten.] 45 Wortſetzung), Das alles geſchah unglaublich ſchnell. Die Generalin be⸗ fand ſich faſt ebnſo raſch auf der Treppe, wie ſie gekommen war. Die Generalin ſchluchzte und raſte, aber es half nichts. Sie mußte ſich dem Willen der Männer fügen.— Auf Ilka hatte dieſe Begegnung eine unvorhergeſehene Wir⸗ kung gehabt. Hardeeg fürchtete, als er jetzt zu ihr zurückeilte, er werde ſie aufgevegt und aufs peinlichſte berührt finden. Sie wandte ihm das Geſicht voll zu, als er eintrat, und ſah ihn ſo liebevoll an, daß es ihm heiß zu Sinne wurde. Als er ſich zu ihr auf die Chaiſelongue ſetzte und nach einem Worte ſuchte, was er ihr jetzt zum Auslöſchen des unangenehmen Ein⸗ druckes ſagen könnte, faßte ſie plötzlich nach ſeiner Hand. „Joſeph“, ſagte ſie leiſe, und dabei lächelte ſie,„geh' nicht wieder ſort, Du ſiehſt, es geht nicht mehr ohne Dich.“ Jetzt hinderte ſie es nicht, daß er ihre zitternden Lippen Mit der ſeligen Gewißhei,t ſie nun endlich ganz zu befitzen, zam auch die alte Lebensfreudigkeit bald wieder über ihn. „Schatzel, ſchwer haſt's mir gemacht, bitter ſchwer, aber 8 war gewiß gut ſo. Ein halb's Jahr haſt mich ringen laſſen! Ein Feldzug wär ein Kinderſpiel dagegen!“ Sie lächelte und ſtrich über ſeine hohe Stirn. „Und der Herr Profeſſor? Haſt alles mit ihm klarge⸗ ſtellt, die Gefundheit und die Zukunft?“ fragte er ſchalkhaft. „Ja,“ antwortete ſie, und ihr blaſſes Geſicht färbte ſich. „Und welches Rezept hat er Dir verſchrieben?“ „Dich mit aller, aller Kraft zu lieben.“ „Schau, ſchau,“ meinte er, und ſeine Blicke ſenkten ſich tieſer in die ihrigen.„War's nötig erſt, dies noch extra zu ver⸗ ſchreiben?“„„„ Da legte ſie ihre Arme hingebend um ſeinen Hals. Sie 80g ihn zu ſich herab und fliſterte:„Nicht weiterfragen, bitte, Hitte. Aber nun hilf mir, daß ich geſund⸗werde, Jyſeph! r: eeee eeeeeee.— —— Er nickte und ſtrich ſanft über ihr ſchönes Haar. Ich habe viel gelernt in dieſen Wochen, Ilka. Auch das eine, wie ein ganzes Mannesleben an einen einzigen Glücksfaden gebunden ſein kann, an dem ſein Herz hängt. Wenn ich dich ver⸗ loren hätte, mit der Gewiſſenspein und Seelennot, ich wäre ein ſchrecklicher Menſch geworden. Hart und unduldſam andern nicht zur Freude, und mir ſelber zur Laſt. Schlägt's fehl und kommen die zwei, die für einander beſtimmt ſind, nimmer zueinander, ſo gibt's ein Elend. Und dieſes wäre mein Los geworden, ohne dich. Ich hätt's nicht gemacht wie der Graf Baumbach, der arme Kerl. Ich wäre eben auf andere Weiſe zerbrochen. Aber ich habe Hochachtung vor dem Manne, der in ſeinem Gefühl„ganz“ ſein wollte oder„nichts“. Man ſoll nicht richten über ſo arme Seelen und meinen, daß ſie den Boden unter den Füßen ver⸗ loren haben. Es gehört ſehr viel Mut und ſehr viel Größe da⸗ zu, ſo zu ſterben. Das verſteht vielleicht nur der, der ähnliche Gedanken einmal in ſeinem Leben hat denken müſſen.“ „Aber Joſeph,“ ſagte ſie liebevoll und erſchrocken. Inzwiſchen war Franzel an der Tür erſchienen. Er ſah vollſtändig troſtlos aus, blickte weder rechts noch links und warf ſich wie gebrochen in einen Stuhl. Hardegg und Illa ſahen ſich fragend an: Was mochte er nur haben, daß er in dieſem Augenblicke ſo gar keinen Sinn für ſie beide zeigte, es nicht einmal bemerkte, daß hier inzwiſchen das Glück wirklich eingekehrt war? —— 6⁵ĩð—.... ĩ è ͥ VcVVDVT————T̃ m⏑ͤ;n. jede andere! Ein Menſch, wie ich, würde ohne ſie verhungern, Aber an einer Zuneigung wie die der Generalin kann man ſich den Magen verderben. Ich habe dir vieles abzubitten, Joſeph, was deine einſtige Beurteilung der Frauen anbetrifft. Ich glaube, wir haben die Rollen getauſcht: Du haſt gelernt, eine Frau zu bewundern, jetzt fange ich an, die Frauen zu verachten.“ „Oho!“ rief Hardegg beluſtigt.„Franzel, das leiden wir micht!“ Ilka winkte ihn zu ſich heran.„Nein, Franzel! Mein Joſeph und ich legen auf Sie jetzt mehr Beſchlag denn fe⸗ Selbſt die Willensfreiheit werden wir Ihnen in Ihrem eigenen Hauſe zu Ihrem Heile beſchneiden.“ Wie glücklich war er, daß ſie ihn mit ſeinem Namen naunte⸗ „Wenn wir verheiratet ſind, dann werden Sie uns den Ge⸗ fallen tun und mit Bill eine Reiſe antreten. Im heißen Klima ſollen ſie ſchnell geſunden, und wenn Bill bei Ihnen iſt, brauchen wir uns nicht um Sie zu ſorgen. Es wird auch gar nicht ein⸗ mal einen Kampf koſten, Bill wird das gern tun, er weiß mich ja nun geborgen!“ Ein liebevoller, warmer Blick ging zu Hardegg hin Schalkhaft fuhr ſie fort:„Bill hat ein großes Talent, ſeinen Schutzbefohlenen die unerquicklichen Menſchen fern zu halten. Bei mir hat er darin Uebung bekommen. Er wird auch in dieſem Sinne für Sie ſorgen. Eine Begegnung mit der Gene⸗ ralin brauchen Sie nicht mehr zu befürchten.“— „Zu gar nichts bin ich zu gebrauchen,“ ſtöhnte Franzel. „Nicht einmal ſolch ein Geſchöpf getraue ich mich an die Luft zu ſetzen. Nein, daß ſo etwas in meinem Hauſe paſſieren konnte!“ „Aber Franzel, biſt du mit den Gedanken noch immer bei der garſtigen Perſon? Schau mal, wir zwei haben ſie ſchon wieder vergeſſen. Wir haben für ſolch Menſchenmaterial jetzt keine Zeit.“ Franzel hob die geſenkten Augenlider. Allmählich ſtieg eine große reine Freude in ſeinem guten Geſicht auf, als er freudig ſagte:„Nun kann ich auch wieder geſund werden, denn die Seelenangſt um eguch beide, ob ihr endlich den Weg zu einander finden würdet, hat meine Nerven vollſtändig mürbe gemacht.— Joſeph, ich habe oft darüber nachgedacht, was die Zuneigung unter den Menſchen bedeutet; jetzt, in den letzten Monaten, mußte ich ſo viel darüber hin und her grübeln. Zuneigung im engen und allumfaſſenden Sinne iſt eine Lebenskoſt, ſo gut wie b er mich angeſchaut.“ Das war ein glücklicher, ſchöner Tag, der ſo ſonderbar be⸗ gann. Bill und Seraphine nahmen innigen Antceil an dieſet 85 Freude. Bill war es dabei ſehr ernſt zumute. Es war ihm nicht möglich, etwas zu ſagen, als Hardegg ihm die Hand ſchüttelte, aber den Blick aus ſeinen Augen hat Hardegg nie vergeſſen. Er ſagte ſpäter zu Ilka: „Weißt du, was ich in Bills Geſicht trotz aller Freud' ge⸗ leſen hab'?“ „Nun?“ fragte ſie verwundert. „Es mag ungefähr ſo geheißen haben: ſie weinen muß, an der du ſchuld biſt, die räche ich! Das und vergiß es nie“. So hab ich dieſen Blick verſtanden! hätt dem lieben Menſchen um den Hals fallen mögen, ſo krotzig „Eine jede 7 (Schluß folgt.) S. Seite. General⸗Anzeiger.(Mittagblatt.) Mannheim, 14. 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Erſt die Ver⸗ kündigung einer öſterreichiſchen Verfaſſung 1849 einigte die Führer dahin, daß jetzt nur noch Preußen als Haupt des erträumten deut⸗ ſchen Staates in Betracht kommen könne. Nun kam aber die ſchwie⸗ rigſte Frage. Die Perſonenfrage, und daran ſcheiterten die kühnen Pläne. Friedrich Wilhelm IV. von Preußen war ſo vom Gottes⸗ gnadentum durchdrungen, daß er jeden Verſuch, das Volk zur Mit⸗ regierung heranzuziehen, als revolutionär betrachtete. Und dieſer myſtiſch angelegte Mann ſollte aus den Händen des Volkes die deutſche Kaiſerkrone annehmen? Das war von bornherein ausge⸗ ſchloſſen; und daran ſcheiterte die Bewegung von 1848. Die Leſer können aus dieſer gedrängten Wiedergabe der Hauptpunkte erſehen, wie der gewandte Redner alle die Tatſachen ins rechte Licht rückt, un, zu zeigen, daß alles einfach ſo kommen mußte, wie es kam. Kein Wunder, daß am Schluſſe allſeitiges Händeklatſchen und Bravorufe ertönte., 5 — 7 5 8 Mannheim, 14.„Dezember. 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Dez. Einer furchtbaren Gefahr entgingen zahlreiche Arbeiter, die an dem für das neue Waſſer⸗ werk beſtimmten 18 Meter hohen Waſſerturm zur Zeit beſchäftigt ſind. Als die Leute ſich der Bauſtelle näherten, türzte der ganze Turm plötzlich unter donnerartigem Getöſe ein. Der Unfall wird auf einen Konſtruktionsfehler zurückgeführt. *Gaggenau, 10. Dez. Mittwoch abend geriet auf dem hieſigen Bahnhofe ein von der Süddeutſchen Automobilfabrik repariertes kaiſerliches Poſtautomobil, welches nach Hamburg geſchafft werden ſollte, und auf dem Eiſenbahnwagen bereits derladen war, in Brand und wurde ein Raub der Flammen. Die Enbftehungsurſache iſt noch nicht aufgeklärt. * Wieden(A. Schönau), 12. Dez. Freitag früh brach im Gaſt⸗ und Kurhaus„Wiedener Eck“ auf bis jetzt un⸗ aufgeklärte Weiſe Feuer aus, welchem das geſamte Gaſthaus zum Opfer fiel. Infolge des dichten Nebels wurde die Feuers⸗ brunſt unten im Dorf nicht geſehen. Es wird lt.„B. Brandſtiftung vermutet. B. Konſt awz, 10. Dez. Der ſtädt. Armenduchhalter Ro m⸗ hach wurde ſeit einem Tage verwißtt. Geſtern ſchrieb em nun ſeiner Frau aus Altnau(Schweiz), ſie möge für ihm beten, da er Selbſtmord begehen werde!— Grund zur Flucht ſind Un⸗ 000 ſeiner 5 Kaſſe. ͤ Differenzem von 2 Mark ermitte Heute mwittag nun dac de e e buch bei der ſtädt. Behörde em Pfalz, Heſſen und Umgebung. Neuſtadt a.., 10. Dez. Eine ſchlimme Verwechs⸗ kung paſſierte hier dem verheirateten Küfer Karl Kircher. K. wollte in der Nacht ſeinen Durſt ſtillen, ergriff jedoch aus Ver⸗ ſehen ein mit ſcharfer Lauge gefülltes Gefäß und trank einen Haascnslöin A VWöpler, ur cer Teſteste Ainöncen Erpefltion faunieim. P 2 1 Annoncen-Annahme zu Originalpreisen für alle Zeitungen der Welt. —**—...——;7— Arzt ſofort Gegenmittel an, worauf ſich heftiges Erbrechen ein⸗ ſtellte. Trotzdem hat Kircher ſo ſchwere Brandwunden erlitten, daß er in abſehbarer Zeit nur flüſſige Speiſen genießen kann und bis zu ſeiner Geneſung Wochen vergehen dürften. Gerichtszeitung. VFrankenthal, 9. Dez. Gine empfindliche aber wohl⸗ verdiente Stvafe wurde in der heute ſtattgehabten Sitzung der hie⸗ ſigen Striof kammer dem cue Mannßefim ſhcmmmnendem 18 Jahre alten Tagner Robert Raufcher von Ludwigshafen zudiktiert. Rauſcher ſtellte, als er ſich am Abend des 18. Oktobder. im der Automatenhalle in Ludwigshafen befand, einer dewm Aus⸗ gang zuſtrebenden jungen Fram ein Bein, ſodaß ſie nicht weiter konnte. Die Aufforderung, ſie paſſie ven zu laſſen, beantwortete der Rohling damit, daß er der Frau einen Schlag in das Geſicht ver⸗ ſetzte. Als es aus Anlaß dieſer Handlungsweiſe zu einer Rauferei zam und der 34 Jahre alte Kellner Albitz aus Mannheim Ruhe ſtiften wollte, verſetzte ihm der Angeklagte ziwei Meſſerſtiche in den Rücken, ſodaß er längere Zeit im Spital zubringen mußte und borausfichtlich lebenslänglich arbeitsbeſchränkt bleiben wird. Das Gericht ahndet die bodenlos rohen Handlungem mit 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis. Der Vertreter der Staalsanpalt⸗ ſchaft hatte 4 Jahre Gefängnis beanbragt.— Wegen einer Zänkerei, die zwiſchen drei Frauen am Abend des 10. Oktober in einem Hauſe in Hemshof⸗Ludſdigshafen entſtanden war, drangen der 31 Jahre alte Fabrikarbeiter Sebaſtian Gckell und der 37 Jahre alte Fabrikarbeiter Johann Keller, beide von Ludwigshafen, deren Frauen am Streite beteiligt waren, umter gewaltſamer Zertrümmerung dev Tür in die Wohnung des im gleichen Hauſe wohmenden Arbeiters Grün, deſſen Frau ebenfalls am Streit be⸗ teiligt war, ein, warfen Grim auf das Bett und fügten ihm ſchwere Müßhandlungem zu. Gckel verſetzte ihm allein 6 wuchtige Meſſer⸗ ſtiche in die linze Bruſtſeite, ſodaß er gefährbiche Verletzumgen da⸗ bomtrug und es Wunder nehmen, muß, daß er ſich noch am Leben befindet. Das Gericht erzennt gegen Gckel auf 4 Jahre, gegen Keller auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis. Der Staats⸗ anmwalt hatte 5 Jahre 10 Monate begw. 2 Jahre 6 Monate Ge⸗ fängnis beantragt * Ma inz, 10. Dezbr. Das 21jährige Dienſtmädchen Anna Gertrude Scheuer und deren Mutter, die 44jähr. Ehefrau des Schuhmachers Peter Scheuer, in Hollenich(Huns⸗ rück) wohnhaft, ſind angeklagt, in gemeinſchaftlicher Aus⸗ führung das am 21. September hier in der Entbindungs⸗ Landwirt in Wonsheim bedienftek. 2. m 31. Auguſt verließ ſie ihre Stelle, um hier in der Hebammenlehranſtalt ihre Entbindung abzuwarten. Am 21. September kam ſie mit einem Kinde nieder. Sie teilte ihren Eltern die Entbindung mit, und am 1. Oktober kam ihre Mutter hierher. Gegen 12 Uhr mittags verließen die Beiden mit dem Kind die An⸗ ſtalt und begaben ſich dem Rhein entlang nach der Anlage. Unterwegs faßten ſie auf Anregung der Großmutter des Kindes den Entſchluß, das Kleine auszuſetzen. Die numenſch⸗ liche Großmutter legte hierauf am Hechtsheimer Weg an dem großen Kinderſpielplatz das Kind ins Gebüſch und deckte es mit Laub zu. Die Mutter und Großmutter begaben ſich hierauf ohne jede Aufregung nach Wonsheim, wo die Anng Scheuer in ihrer Stellung blieb, während ihre Mutter nach Hollenich zurückkehrte. Auf Befragen der Dienſtherrſchaft erklärten Beide, daß das Kind in Mainz geſtorben ſei. Am 2. Oktober gegen abend fanden ſpielende Kinder das Kleine im Laub verſterkt. Die Kinder machten auf den Fund Paſ⸗ ſanten aufmerkſam, worauf ein Arbeiter das noch lebende Kind ins Rochushoſpital brachte, wo es in der folgenden Nacht ſtarb. Die beiden Angeklagten wurden aus der Unter⸗ ſuchungshaft vorgeführt und nahmen weinend auf der An⸗ klagebank Platz. Auf Befragen erklärte die Anna Scheuer, daß ſie mit der Ausſetzung des Kindes nicht einverſtanden geweſen ſei, aber ihre Mutter habe erklärt, das ſei ſchon öfters vorgekommen. Es wurde hierauf die Mutter vernom⸗ men, die weinend erklärte, ſie habe nicht gewußt, wo ſie das Kind unterbringen ſollte. Eine Frau in Wonsheim habe vorher zu ihrer Tochter geſagt, ſie könne das Kind nicht brauchen, und da auch ſie, die Großmutter, keine Neigung für das Kind gehabt, ſei ſie auf den Gedanken der Ausſetzung gekommen. Kreisarzt Medizinalrat Dr. Balſer, der die Sek⸗ tion der Leiche vorgenommen hat, gab folgendes Gutachten ab:„Der Tod des Kindes iſt eingetreten durch die gewaltſame Verſtopfung des Schlunds und eines Teiles des Kehlkopfes, durch die Gewalteinwirkung gegen den Kopf und das Gehirn und mit Rückſicht auf die Kältewirkung während der Nacht auf 2. Oktober.“ Wie das Kind zu den erheblichen Verlet⸗ zungen am Kopfe gekommen, konnte durch die Unterſuchung b 38-nicht feſtgeſtellt werden. Die Tochter wurde vom Schwur⸗ ra Schluck daraus. Gegen die ſofort ſich einſtellenden anſtalt geborene Kind, emen Knaben, in der Anlage hier gericht zu 1½% Jahren Gefängnis, die Mutter zu 4 kergen im Schlund und Magen gandte der herheigeholte a uscgekettz t zu haben. Die Anna Scheuer twar beizeinem!InRr d. BrchfH aus verurteilt. J7n77bͥͤͤ ³·˙·mA ˙/ Maunheim 14. Dezember. General⸗Anzeiger.(Mittagblatt. DIILILLIIIIILIT 8 Trrunantr Selten grosse Auswahl SeShrHrte bilLläige Zug- und 2 Schlafzimmer-Ampeln für stehend und hängendes Gasglüblicht von Mk. 18.— an in jeder Preislage Wilh. Printz 0 3, 3. Telephon 768 Moderne 7859 ücherschränke eiche gew. mit Messing- verglasung . 108.— AIſteis& Mendle ITLLLEEIII R 1. 1 Damenkleicderstoffe. Glatte und Fantasie-Gewebe in jeder Preislage——————— ur Lleider, Lostüme, Röcke und Plusen. 01, 18 Benrg EinHener D 71 Tel, 2184.— Hitgl. des Allg. Rabatt-Sparvsreins.— Gegr. 1869. Jchwarze Seidenstoffe Farbige Feitenstoffe U. Ausstener-Geschäft Marktplatz empfehlen in grosser Auswah! AAHHnAAAAEl ee Zu Weihnachtsgeſchenken Telephon 3998. Ein⸗H. 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Der Unterfextigte bittet hiermit auch in dieſem Jahr⸗ mit freundlichen Spenden ihm an die Hand zu gehen, damit den armen, alten und verwaiſten Leuten ſeiner Gemeinde eine kleine Weihnachtsfreude bereitet werden kann— und damit nicht viele Kinder der armen Ar⸗ beiterbevölkerung, aus der ſein Pfarrſprengel faſt aus⸗ ſchließlich beſteht, am Feſte, wo alles ſich beſchenkt und mit Gaben der Liebe erfreut, leer ausgehen und deshalb traurig und verbittert ſein müſſen. Auch Naturalien, ab. gelegte Kleider, Schuhe, Wäſche, Spielſachen etc. ſind herzlich willkommen! Ueber alle Gaben wird ſeinerzeit! öffentlich quittiert. 83326 Für die Untere Pfarrei der Lutherkirche(Neckarſtadt): Paul Klein, Stadtpfarrer, Däammſtraße 39. Abends Danksagung. Für die zahlreichen Beweſte herzlicher Teilnahme bei dem Hinſcheiden meiner nun in Gott ruhenden Gattin 83885 Frau Johanna Rupp ſowie für die vielen Kranz⸗ u. Blumenſpenden ſage allen innigſten Dank. Insbeſondere aber danke ich Herrn Stadtpfarrer v. Schhepffer für die tvoſtreichen Worte am Grabe, dem Verein Mannheimer Wirte, den Geſangverein Erholung und den Stammtiſch gäſten ſowie all den Vielen, die ſie zur letzten Ruhe⸗ ſtätte geleiteten. Der tieftrauernde Gatte: Wilnelm Rupp, Wirt. Mannheim, den 14. Dezember 1908. ab Buntes Feuflleton. — Ein Wunderknabe auf dem Turf. Alle engliſchen Blätter ſprechen gegenwärtig von einem 15 Jahre alten nach Beendigung Stelle der erfolgreichſten Jockeis ſteht. Frank Wootton. Oktober, ſeine Reitlizenz Jugend ſchon„Kunſtgriffe“ im Reiten bedrängte und ſon Engländer mit dem Ausdruck ke an de 65 de. baß Dienſtag, den 18. dfs früh Wellſſeiſch m. Sanerkraut Wozu freundl. emladet Adam M2, 6, Runstetrasse, am Furadeplats. —— Charlottenſtr. 6, „ Juiſenpark, Sreleg as, Wurſtſuppe und Hausgemachte Würſte. B. Heller Witw. Weihnachts Acſisel. Vordegscſiluss inSpitsen, Sticfereien und Festous 2 1⁸ 2 8 0 5¹⁸ 6 80 ntit Spitaen, Stickerei, Vestous od. 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Beerdigung von der Leichenhalle aus Dienstäg, I5. Dezbr. nachmittags ½4 Uhr. Von Kranzspenden und Kondolenzbesuchen bittet man gütigst sehen zu wollen. übrigen Gäſte des Königs weiter boneinander geſetzt werden, 175 es in der Geſellſchaft gut erzogener Leute der Fall zu ſein pflegt. — Die blonde Dame von Cambridge. Die Studenken von Cambridge, die ſonſt in dem Rufe ſtehen, daß ſie ziemlich nüch⸗ terne, aber ernſte Geſellen ſind, lieben doch zuweilen einen kräf⸗ tigen Scherz. Und ſie ſchrecken nicht davor zurück, ſelbſt den akademiſchen Behörden eine Komödie aufzuführen. Kürzlich führten ſie einen zum Sultan von Sanſibar ausſtaffierten Kameraden ihren Vorgeſetzten zu. Und der Mummenſchanz gelang ſo gut, daß der maskierke Herrſcher mit allen Ehren und Würden empfangen wurde. Nun aber haben ſie einen neuen Streich vollführt, von dem gegenwärtig ganz Cambridge ſpricht. Es iſt eine„hochweiſe“ Beſtimmung der alma mater, daß die Studenten keine Loge im Theater mielen dürfen, ſie müßten denn von einer Dame begleitet ſein, die ihr: Verwandte iſt. Im Cambridge⸗Theaker wurde nun„Die luſtige Witwe“ gegeben. Das war nakürlich für die Studenten ein fröhlicher Anlaß, um einen loſen Streich auszuführen. Eines Abends wurde die Aufmerkſamkeit des Publikums im Theater nicht nur von der luſtigen Witwe in Anſpruch genommen. Aller Auzen bewunderten eine entzückend ſchöne Dame, die in ihrer Loge don drei Studenten umgeben war. Die Herren bemühten ſich ſehr um ihre„Verwandte“, ſie reichten ihr Schokolade, ſie fächelten ihr Kühlung zu, wenn es im Hauſe allzu warm wurde, und ſie ſchienen glücklich, wenn ſie von der Dame ein Lächeln erhaſchten. Die ſchöne Freude trug eine ſehr elegante Atlastoflette und fiel beſonders durch ihre reichen blonden Haare auf. Manch ſehn⸗ ſüichtiger und neidiſcher Blick wurde von den Studenten des Parketts nach der Loge hinauf geworfen. Noch am nächſten Morgen bildete die ſchöne Unbekannte den Gegenſtand des Ge⸗ ſpräches. Und ſchließlich ſtellte ſich heraus, daß die Unbekannte gar keine Unbekannte war. Sie war nichk einmal eine Dame geweſen, ſondern nur ein fröhlicher Bruder Studio. Die jungen Leute hakten ſich den Schwank ein gut Stück Geld koſten laſſen, denn die Toilette war von einem berühmten Weſtend⸗Schneider hergeſtellt worden. Für die blonde Lockenfriſur hatte man den berühmten Maaden tler Clarkſon aus London geworben. Kurz die erſten Meiſter 15 die Schöne hergerichtek. Natürlich hatten die Herren vor Theaterbeginn mit der„Couſias“ diniert, ſie hatten ſich mit ihr ſogar photographieren laſſen. Die Behörden ſind noch ratlos über dieſen fr.—öhlichen Slreich. Sie hüten ſich aber, durch zu große Strenge gegen die witigen Jünglinge einer wohlverdienten Lächerlichkeft anheimzufallen. — Ein wunderbares Naturſchanſpiel, deſſen Urſachen noch nicht ergründet ſind, bietet gegenwärtig das Städtchen Noma im innern Queensland. Der Ort liegt an der großen Weſt⸗ bahn und iſt etwa 480 Kilometer von der Hauptſtadt Brisbare entfernt; er führt ſeinen ſtolzen Namen nach Lady Roma Die⸗ len] mankine, der Gattin des frühern Gouberneurs 83878 Bowen. Der t des Staates wäre ohne die zahlreichen arteſz —— verm Näheres F. Imbach, S,. 5 Heidelberg, Weberſer. 16. 6j85 Neubau, gegenüber der Börſe, „der Bö 2 Treppen, fun . und 4. St., ſchöne 5⸗Zim.⸗ 0 3 10 it Zuh. Wohnungen m. Küche, Speiſe⸗ immer mit Zuß aun SFuuls ſofor! oder ſpäter zu vermisten bammer, und Näheres varterre. 63892 Manſarde, per ſofort zu ver⸗ 551 7 „ Zimmer, Kuche un mieten. 9438 0 Zubehör per 1. April zu vm à 4. Stock, 8 Zim⸗ Näheres K Barth, 2. 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Vor einigen Tagen nun geriet plötzlich das dem Haupkbohrloch entſtrömende Gas beim Austritt aus der Bohrz⸗ röhre in Brand, und eine 80 Fuß hohe Flammenſäule ſtieg in die Luft, und zwar mit einem Gebrüll, als ſei ein mächtiger Schmelzofen in voller Tätigkeit— hören. Der Mini den Geologen'Ameron nach Noma, um die Urſachen der Er⸗ ſcheinung feſtzuſtellen. Man hoffte ſehr ſtark eine ergiebige Petroleumquelle zu finden.(An dieſem koſtbaren Oel iſt Auſtralien noch immer ſehr arm; Neufüdwales allein hat einige Fundorte, die im letzten Jahre 32 000 Tonnen im Werte von 1 Million Mark lieferten.) Jene Hoffnung erwies ſich als trügeriſch, denn die das Bohrgeſtänge aus dem Bereiche der Flammen zu entfernen, iſt bis jetz mißlungen. Beſonders bei Nacht bietel die lodernde Glut eine großartigen Anblick. 2** N* — Ein bedenkliches Miktel zur Ekleich⸗ terung der wirtſchaftlichen Depreſfion. Caſſel, 11. Dez. Wegen vorſätzlicher Brandſtiftung hatten ſich vor dem hieſigen Schwurgericht die Arbeiter Andree und Triller zu verantworten, die im Auguſt d. J. die Weberei in Eſchwege, bei der ſie in Arbeit ſtanden, in Brand geſteckt hatten. Den Angeklagten war eine Aeußerung eines der In⸗ haber der Weberei zur Kenntnis gelangt, daß er noch einmal 90 000 M. ins Geſchäft geſteckt habe; wenn dies Geld ver⸗ braucht und eine Beſſerung des Geſchäftsganges nicht einge⸗ 65781⁰ 4 Zimmer u. Küche zu v 67870 — die Boh⸗⸗ 2,— DVon Mittwoch bis Freltag Gratis-Ausgabe unserer beſiebten Zeppelin-L. 40 Meilen weit war es zu⸗ ſter für Bergbau in Brisbane ſandte ſoſort Flamme iſt vollig rauchlos. Der Verſuch, treten ſei, müſſe der Betrieb eingeſtellt werden. Als die Fabrik nun gar noch„Kantenware“ herſtellte und Vorräte aufſtapelte, fürchteten die Angeklagten, entlaſſen und arbeits⸗ los zu werden. Da ſie andererſeits damit rechnen zu können glaubten, im Falle eines Stillſtandes der Fabrik infolge höherer Gewalt von ihrem Verbande Arbeitsloſenunter⸗ ſtützung zu erhalten, faßten ſie den Plan die Fabrik in Brand zu ſtecken, und führten dieſen Plan tatſächlich auch nach reich⸗ lichem Genuß von Alkohol aus In der Verhandlung waren beide Angeklagte geſtändig. Mit Rückſicht hierauf, und da beide bisher noch unbeſtraft ſeien und andererſeits die„böſe wirtſchaftliche Kriſis“ die Angeklagten zu ihrem Abhilfe⸗ mittel veranlaßt habe, beantragte ſelbſt der Staatsanwalt die Zubilligung mildernder Umſtände Die Geſchworenen — 7 billigten den Angeklagken dieſe tatſächlich auch zu, befahten aber im übrigen die Schuldfrage auf vorfätzliche Brand⸗ lüftung, worauf die Angeklagten vom Gericht zu zwei Jahren angnis uftschiffe bei jedem Einkauf. Mannheim, 14. Delenber. 5 General⸗Ankeider ee 2„„„% 15. 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