ſchwierige Aufgabe in folgender Abonnement: Gadiſche Volkszeitung.) 70 Pfennig monatlich. Bringerlohn 28 Pfg. monatlich, durch die Poſt bez. inel. Poſt⸗ aufſchlag M..42 pro Quartal. Einzel⸗Nummer 5 Pfg. E G, 2. In ſerate: Die Colonel⸗Zeile. 25 Pfg. Auswärtige Inſerate. 30„ Die Reklame⸗Zeile. 1 Mark der Stadt Mannheim und Umgebung. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Geleſenſte und verhreiteie Zeitung in Mannheim und Almgebung. Schluß der Inſeraten⸗Aunahme für das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Uhr, Eigene Nedaktions⸗Bureaus in Berlin und Karlsruhe. (Mannheimer* olksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Mannheim“, Telefon⸗Nummern: Direktionn. Buchhaltung 1449 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbeiten 841 Redaktion; 3677 Expedition und Verlags⸗ buchhandlung. 8 E 6, 2. Nr. 297. Montag, 1. Juli 1907. ANus Stadt und Land. »Mannheim, 1. Juli 1907. a en des Gymnaſinms direktors über das Verhältnis zwiſchen Denken und Sprechen. Referat von W. Schwarz, Inſtitutsvorſteher in Mannheim. Die Feſtſchrift zum 100jährigen Jubiläum des Großherzogl. Gymnaſtums zu Mannheim iſt von reichem und wertvollem In⸗ Halt. Sie enthält zwei bedeutſame Arbeiten, eine tiefer leuch⸗ zende philologiſch⸗philoſophiſche Abhandlung und eine intereſſante Ichulgeſchichtliche Darſtellung. 85 Die Abhandlung betrifft die„OHrundlinien zu einer Pſychologie des Wortes und Satzes“ von Direktor 5875 Keller; die ſchulgeſchichtliche Darſtellung handelt äber die Geſchichte der Anſtalt ſeit 1857“ von Profeſſor W. Caſpari. Letztere iſt in der Tagespreſſe bereits im Auszug wiedergegeben worden. Auf Wunſch der Redaktion des„Generalanzeigers“ erlaube ich mir, über erſtere zu berichten, wiewohl ich mir ſehr bewußt bin, daß eine berufenere Feder hier am Platze wäre. In ihrer Vorbemerkung legt die Kellerſche Abhandlung uns nahe, daß zu den aktuellen Fragen unſerer Zeit auch die Frage nach der Art, dem Grade und Maße der Beteiligung des ſeeliſchen Lebens ldes Bewußtſeins, der Vorſtellung, des Gefühls und Willens) am phyſiſchen Akt des Sprechens gehöre, ob die Vernunft— dieſes Wort im weiteren Sinne genommen die Urfache oder die Folge der Sprache ſei. Wir ſehen von den hier angeknüpften Unterſuchungen ab und bemerken nur, daß die Sprache vielfach als bloßer Ausdruck des von ihm unab⸗ bängigen Denkens aufgefaßt wurde, alſo als bloße Veräußer⸗ lichung eines inneren, eines ſeeliſchen Vorgangs, ein phyſiſches Geſchehen aufgrund pſychiſcher Funktionen. Hiermit wurde das Denken und Vorſtellen in allen Fällen als das Vorausgehende, das Sprechen als das Nachfolgende betrachtet. Auch Kant ſah noch das Sprechen als bloßen Ausdruck, als Mitteilung des Gedachten an, hielt alſo an dem autonomen Denken feſt. Durch Schopenhauer und Wilhelm von Humboldt wurde der Anteil, den die Sprache an unſerem Denken hat, in helleres „Licht geſtellt. Ein weiterer Schritt in dieſer Richtung, den Fritz Mauthner tat, führte dazu, Sprechen und Denken für identiſch n erklären. Endlich„urde die Vernunft als eine Folge⸗Er⸗ ſcheinung der Sprache aufgefaßt. Wundt, der ſich über die Beteiligung der Vorſtellung am Sprechen nicht ausgeſprochen hat, ſagt aber doch, daß beim Sprechen eines Satzes uns eine Geſamtvorſtellung vom Satze, ein Hauptgedanke vorſchwebe, daß aber die den einzelnen Worten zu Grunde liegende Vorſtellung kaum wachgerufen werde, d.., daß nur wenige Worte des Satzes mit gleichzeitiger Vorſtellung des Obiekts ausgeſprochen würden. Man beobachte ſich gefälligſt jelbſt beim Ausſprechen eines Satzes, und man wird finden, daß wir die Geſamtvorſtellung des Saßes im Bewußtſein haben, aber nicht die Vorſtellung aller Worte des Satzes und die die Die Anſchauungen J. Keller Zur Naſi⸗Komödie. (Von unſerem römiſchen Korreſpondenten.) A. M. Rom, 26. Juni. Die„Tribuna“ halte leider Recht, als ſie vor wenigen Tagen ſchrieb, in Jialien ſcheine man ſich ſowohl innerhalb wie außer⸗ Halb des Parlaments nur noch ausſchließlich für Herrn Naſi zu zntereſſieren. Naſi iſt heute der Held des Tages, wie es einſt Mnuſolino, der famoſe balabreſiſche Bandit, geweſen iſt. Wie iſt aber Herr Naſt zu dieſer Berühmtheit gekommen? Selbſtver⸗ ſkändlich doch nur auf krummen Wegen. Herr Naſt aus Trapani war nämlich in, den Jahren 1901 bis 1903 Unterrichtsminiſter. In dieſer Zeit machte er, wie das ein Miniſter tun muß, Dienſtreiſen und ſetzte ſie dem Staat dop⸗ pelt und dreifach aufs Konto. Wahrſcheinlich war er der Anſicht, daß es nicht mehr als recht und billig ſei, wenn der Staat die ellerdings unkontrollierbare Anſtrengung eines ſo lüchtigen Mi⸗ Riſters extra honoriere. Darum reiſte er auch mit ſeiner Familie und derjenigen ſeines Sekretärs in die Sommerfriſche und zwar in einem Jahre in die Schweiz und im anderen nach Sorrent. Die Regiecung mußte ſelbſtperſtändlich hierfür die Koſten tragen, denn da ein Miniſter immer„friſch“ ſein muß iſt die Sommer⸗ friſche für ihn doch nur eine Dienſtobliegenheit. Ein Miniſter Muß ferner Geſchenke machen und Herr Naſt hat dieſe Weiſe glänzend gelöſt. Er Prauchte z. B. eine Statuette, die der Verkäufer für 100 Lire ablaſſen wollte, Das iſt doch ſelbſtverſtändlich— meinte der bie⸗ der Miniſter oder ſein Vertreter— nur der Vorzugspreis für mich; ich werde Ihnen mit Dank dieſe Summe zahlen, aber auf die Rechnung müſſen ſie ſchon 150—170 Lire ſchreiben, denn dem Staate brauchen Sie nichts zu ſchenken. Eingedenk des evange⸗ liſchen Spruches, man ſolle die Perlen nicht den Säuen vor⸗ werfen, befolgte ihn Herr Naſi ganz genau bei ſeiner Verteilung der Geſchenke. Wenn z. B. ein Turn⸗ oder ſonſtiger Verein einen „Preis“ haben wollte, dann beſtellte er gleich auf einmal zwei Preiſe, den einen von geringem, den anderen dagegen von hohem Wert. Erſteren ſchickte er einfach an den Verein, der ihn ver⸗ langt hatte kam es doch den guten Leuten nur darauf an, irgend einen„Regierungspreis“ zu haben, den anderen aber behielt er für ſich als Andenken an den Verein wie an die Regierung. Auf dieſe Weiſe hat er ſeine Villa in Trapani mif elektriſchen Vorſtellung begleitenden Gefühle, die in kurzer richtiger Bezeich⸗ nung Begleitgefühle genannt werden. Der Verfaſſer der Abhandlung unterſucht nun in dem Ab⸗ ſchnitt Wort und Vorſtellung“ die verſchiedene Beteili⸗ gung der Vorſtellung am Wort und zeigt auch hierbei in an⸗ ſchaulicher Weiſe, wie bei vielen Worten, welche wir ſprechen, die Vorſtellung ganz zurücktritt oder nur ſchattenhaft vorüber⸗ gleitet ſamt den meiſt unbewußt mitſpielenden Begleitgefühlen. Die Gewohnheit, Worte für ſich allein ohne klare oder ohne jede Vorſtellung zu gebrauchen, datiert nach des Verfaſſers Unter⸗ ſuchungen ſchon aus den erſten Tagen unſeres Sprachvermögens. Die hierfür angeführten Beiſpiele ſtellen die Wahrheit dieſes Satzes ins hellſte Licht. 8 Inbetreff der Bekämpfung des ſogenannten pfychologiſchen Begriffes“ kann man dem Verfaſſer nur zuſtimmen. Das Wort iſt für das Kind eine Zuſammenfaſſung, ein Lautbild als Benennung einer beliebigen Anzahl ähnlicher Ob⸗ jekt e. Einen Begriff im Sinne der Logik, der aus Merk⸗ malen zuſammengeſeßzt iſt, gibt es für das Kind nicht. Von beſonderem Intereſſe dürfte für manchen Leſer das vom Verfaſſer über die Abſtrakta Bemerkte ſein. Er hält die Gat⸗ tungsbezeichnungen höherer Ordnungen, wie Vieh, Säungetier, Tier, lebendes Weſen für keine Abſtrakta, weil ihre wiſſenſchaft⸗ lichen Begriffe nicht vorſtellbar ſeien, ſondern für den natürlichen Menſchen nur Worte bildeten, mit denen man immer weitere Kreiſe konkreter Weſen bezeichne. Die eigentlichen Abſtrakta wür⸗ den auch durch Anwendung auf den einzelnen Fall nicht konkret. Der elementarſte Beſtandteil des Wortes Wahrheit ſei das Prädikat wahr des einzelnen Falles. Wenn ich ſage!„Die Ausſage iſt wahr“, ſo will ich ſagen:„Sie ſtimmt mit den Tatſachen, mit der Wirklichkeit überein.“ Nach Keller ſind die Abſtrakta Subſtantivierungen von Prädikaten und zwar von ſolchen, die der Welt wahrnehmbarer Dinge unter allen Um⸗ ſtänden entzogen ſind, die nur in unſerem Urteile exiſtieren. Laſſen wir aus Kellers 12 Sätzen über„Worte und Vor⸗ ſtellung“ noch einiges Weſentliche folgen: 1. Die Worte werden Elemente unſeres Denkens, unſeres Geiſteslebens. 2. Mit dem Sprechen lernt das Kind denken. Z. Am leichteſten ſtellt ſich die Vorſtellung ein, wenn von einem ganz beſtimmten Gegenſtand die Rede iſt, z. B. von unſerem Hund Bello. 4. Beim ſchnellen Spre⸗ chen iſt meiſtens keine Zeit, die Vorſtellungen und Begleitgefühle, die hervorgerufen werden, beſonders ins Auge zu faſſen. 5. Wie in vielen Dingen, beim Muſizieren, Rechnen, Gehen, Reiten, Schwimmen, den Handwerken, zahlreichen Verrichtungen des praktiſchen Lebens, ſo ſehen wir auch die Sprache auf Mechani⸗ ſierung, Veräußerlichung urſprünglich pfychiſcher Funktionen ausgehen. Es wird immer mehr mit Worten operiert, ohne die völlige lebendige bewußte Gegenwart der Vorſtellungen und Be⸗ gleitgefühle. Hierdurch wird die ſeeliſche Kraft, werden die pſychiſchen Funktionen gleichſam entlaſtet, um die Sprache und Geiſtesentwicklung zu höheren Stufen und höheren Leiſtungen zu befähigen. Der Satz:„Sprechen iſt Denken“ wird immer wahrer, wenn wahr noch der Steigerung fähig wäre⸗ Lampen, ge ruchloſen Kloſetts, Eisſchränken u. ſ. w. ausgeſtattet. Und da dieſe Gegenſtände aus den Geldern für die„Erhaltung antiker Kunſtdenkmäler“ beſtritten worden waren, war es auch nicht mehr als billig, daß ihr Transport bis Trapani gleichfalls dem Staate auf die Rechnung geſetzt worden iſt. Wer kennt nicht die italieniſchen Straßenbettler? Noch viel zahlreicher ſind die geheimen Bettler, die ohne Unterlaß auf der Schwelle eines Miniſteriums liegen. Naſi hatte piele ſolcher Freunde. Um ſie zu unterſtützen, wurden ſie einſach als Elemen⸗ tarlehrer hingeſtellt und ſo wurde das Geld, das die ſo miſerabel bezahlten Volksbildner erhalten ſollten, an die ſchlimmſte Wahl⸗ kanaille verteilt. Der Sekretär Naſis beging ſogar die nieder⸗ trächtige Frechheit, daß er ſeine Maitreſſe, eine Hebamme, als Lehrerin figprieren ließ, um ſie mit Staatsgeldern zu bezahlen! Reichte der Lehrer⸗Unterſtützungsfonds nicht mehr aus, dann griff man zur„Kaſſe für Landwirtſchaftlichen Unterricht“, ſo daß die Unterſuchungskommiſſion dieſe als die„Kuh“ bezeichnete, die im Notfalle für jeden gemelkt wurde! Mit welcher Dreiſtig⸗ keit Naſi gewirtſchaftet hat, geht daraus hervor, daß er einen Beamten, der ſich weigerte, dem Sohne des Miniſters„Droſchken⸗ geld“ zu geben, nach Aegypten verſetzen ließ. Und als er das Miniſterium verließ, ſprach er zum General⸗Verwalter:„Wehe Ihnen, wenn etwas über meine Verwaltung an die Oeffentlich⸗ keit dringt...“ Ein gutes Gewiſſen hatte er alſo dem Anſcheine nach nicht. Das iſt alſo der Mann, mit dem ſich jetzt ſo intenſiv die Oeffentlichkeit beſchäftigt. Seit 1904 hatte ſich die Kammer ent⸗ ſchließen müſſen, ihn vor den Richter zu ziehen. Eine Kommiſſion von fünf Mitgliedern wurde damals ernannt und dieſe beſchloß, Naſi dem ordentlichen gewöhnlichen Richter auszuliefern, da ſeine Vergehen gemerner und nicht politiſcher Natur ſeien. Dieſer Be⸗ ſchluß wurde von der Kammer gebilligt und der Staatsanwalt erließ einen Haftbefehl gegen Naſi und ſeinen Sekretär. Beide flüchteten ins Ausland, wo man ſie ungeſchoren ließ, und über drei Jahre lang überlegte die italieiſche Juſtiz hin und her, ob nicht Naſi doch noch vor den Senat als oberſten Gerichtshof ge⸗ hört! Endlich vor 14 Tagen erklärte ſich der, Kaſſationshof un⸗ zuftändig, einen Miniſter wegen Vergehen, die er im Amte be⸗ gangen hat, abzuurteilen. Hiermit wurde der erlaſſene Haftbefehl wieder hinfällig, Naſi kehrte ungeſtört nach Rom zurück und die Kammer mußte ſich nochmals mit ſeiner Angelegenbeit be⸗ faſſen.„„„ (2. Mittagblatt.) Wenn auch der Verfaſſer der Abhandlung in der Betrachtung „Die Geſamtvorſtellung und der Satz“ darlegt, daß dem Ganzen einer Mitteilung eine rein pſychiſche Funktion borausgeht, eine Wahrnehmung, Beobachtung, eine Verbindung oder Beziehung von Gedanken aufeinander, ſo ſtellt er doch feſt, daß erſt das Wort, dieſes gefeſtigte Zeichen, zu dem Denken oder den pſychiſchen Funktionen alles das hinzubringt, was es ldas Denken) nicht entbehren kann, um ſich zur Erkenntnis der Welt, zur Wiſſenſchaft und zur geiſtigen Unterwerfung der Welt zu erheben. Wir hätten aus der ideenreichen Abhandlung noch manchen wichtigen und intereſſanten Punkt herauszuheben, aber wir müſſen uns beſcheiden. Was iſt der„Gedanke“ ohne Worte Wo ihn der Bildhauer in Marmor, der Maler in Farben, der Muſiker in Tönen darſtellt, muß doch ſchließlich das Wort den Gedanken und ſeine Darſtellung zur eigentlichen Erkenntnis brin⸗ gen. Beim Muſiker iſt das Seeliſche mehr auf Seiten des Ge⸗ fühls; daher trifft der Dichter, der die Muſik und die Liebe in nahe Verbindung bringt, das Richtige in den Verſen: Süße Liede denkk in Tönen;: Denn Gedanken ſteh'n zu ferne. Nur in Tönen mag ſie gerne Alles, was ſie will, verſchönen.“ Gegenüber dem natürlichen Zuge der Sprache, ſich zum Zwecke der Entlaſtung der pfychiſchen Funktionen gleichſam zu mechaniſieren, geht ein entgegengeſeßter Zug, auf welchen Keller auch hinweiſt, nämlich die beim Volke und bei den Dichtern ge⸗ übte Tendenz, Anſchauung zu bieten, in Bildern zu denken, Vor⸗ ſtellungen zu erwecken. Dringt man doch auch in der neueren Zeit vielfach auf Erfriſchung und Verjüngung des Vorſtellungs⸗ kebens durch Erforſchung der Urbedeutung der Worte, durch Zurückgehen und Hervorheben der urſprünglichen naturfriſchen Vorſtellung, die dem Worte zugrunde liegt. Auch die neuerdings lebhaft betriebene Erforſchung der Volksdialekte und die Reg⸗ ſamkeit auf dem Gebiete der Dialektdichtung dienen der Er⸗ friſchung des Vorſtellungslebens und der vielfach intereſſanten Heleuchtung der Volksausdrücke und der betreffenden Vorſtellun⸗ gen. Aber auch die ſchönſten Verſe der Dichter, die reichſte Aus⸗ beute aus dem Jungbrunnen der Sprache müſſen ſpäter beim Leſen und Hören wieder mehr oder weniger dem Loſe der Me⸗ chaniſierung verfallen. Das iſt einmal das allgemeine Geſetz, Aber beide Tendenzen der Sprache, die auf Mechaniſier⸗ ung ausgehende wie die auf Anſchauungen, Bilder und Vorſtellungen zielende ſcheinen in ihrer Wechſelwirkung das eigentlichſte und innerſte Leben der Sprache zu fördern. So begegnen wir auch hier dem großen Weltgeſetze, nach welchem ſich das Leben und Werden in Gegenſätzen vollziehs. Wenn Goethe, nachdem er Venedig geſehen und eine friſche Anſchauung davon erworben hatte, ausrief:„Nun iſt auch Ve⸗ nedig kein Wortſchall mehr für mich, den Feind der Wortſchälle“, ſo ſprach hauptſächlich der Dichter aus ihm, der das Wort nur in der innigſten Verknüpfung mit der Vorſtellung der Anſchau⸗ ung ſprechen und hören wollte. Wiß ſchließen das Referat teilweiſe mit den eigenen Schluß⸗ worten des Verfaſſers in ſeiner Abhandlung.„Denken iſt mit Jeder Menſch, der nicht voreingenommen war, hatte den Eindruck gewonnen, daß man abſichtlich die Angelegenheit ſo lange hinausgeſchoben habe, um Gras darüber wachſen zu laſſen, ſtafi ſollte gerettet werden, ſo nahm man allgemein an. An Verteidigern und Parteigängern fehlte es ihm in der Tat nicht. Seine beſte Verteidigung war wohl die Drohung, er werde be⸗ weiſen, daß ſeine Vorgänger im Miniſterium es nicht beſſer als er gemacht hätten. Wolle man keinen großen politiſchen Skandal heraufbeſchwören, dann möge man ihn in Ruhe laſſen. Dazu kam, daß die Abgeordneten Siziliens und Süd⸗ italiens für Naſi offen oder geheim Partei ergriffen, Nach den Begriffen der Süditaliener hatte er eben nichts beſonderes ver⸗ brochen, handelt doch dieſer Teil Italiens in jedem Verwaltungs⸗ zweig noch meiſtens nach den beiden Leitſätzen:„Wer den Weih⸗ wedel in der Hand hat, ſegnet ſich zuerſt damit, und wer an der Krippe ſitzt, der frißt daraus.“ Darum ſaßh jeder brave Süd⸗ italiener in Naſi nur einen Sündenbock, den die phariſäiſchen Norditaliener mit den Sünden des Südens beladen und in die Wüſte ſtoßen wollten. So wurde Naſi zum Nationalheld des Südens geſtempelt. Eine Naſi⸗Hymne wurde gedichtet und komponiert. Zu ſeinen Ehren illuminierte Trapani, ſein Wahl⸗ kreis. Sein Bild figurierte in den Schauläden zwiſchen Blumen und der Gemeinderat des genannten Trapani ernannte den Ge⸗ neral⸗Staatsanwalt des Kaſſationshofes, der für die Unzuſtändig⸗ keit des gewöhnlichen Richters eingetreten war, zum Ehrenbürger der Stadt und gab ſeinen Namen der Straße, die zum Gericht führt Unter ſolchen Umſtänden hätte jeder glauben müfſen, Naſi werde am Ende doch noch ſtraflos ausgehen, um ſo mehr, als die Abgeordneten das erſte Mal, als die Angelegenheit wieder vor ihr Forum gebracht wurde, derart haufenweiſe den Sgal ver⸗ ließen, daß das Haus beſchlußunfähig wurde!l Die Scham über eine ſolche Feigheit hat vielleicht zur Geſundung der Lage beige⸗ tragen. Die Kommer hat nämlich endlich eine neue Fünfer Kom⸗ miſſion ernannt. mit dem Auftrag, ihr weue Verſchläge in der Aegelegenheit Naſi zu machen. In wenigen Tagen haben ſich die Fünfmänner dahin geeignigt, der Kammer den Vorſchlaß zn machen, Naſt dem Senat als oberſten Gerichtshof auszuliefern. Am Freitag wird ſich die Kammer zu dieſem Vorſchlag Jußern müſſen. Hofentlich nimmt ſie ihn an und wird auch der Seuat alsdann ſeine Schuldigkeit tun, damit es nicht heiße: Kleine Diebe hängt man, aber die großen läßt man laufen.“ 7 5 2. Seile. General⸗Anzeiger.(Mittagblatt.) Mannheim, 1. Juli. Sprechen nicht abſolut identiſch, es geht eine autonome Denk⸗ fanktion dem Sprechen voraus: aber dieſe Funktion wäre zu ewiger Impotenz, Unfruchtbarkeit und Entwickelungsloſigkeit ver⸗ urteilt wie beim Tier“, wenn das Wort nicht wäce. Erſt das Wort macht geiſtig lebendig, kulturfähig, vernünftig; das Wort verbindet die Jahrtauſende der Geſchichte miteinander; auf dem Grunde des Wortes iſt alles große Menſchliche, Religion, Ethik, Wiſſenſchaft aufgebaut. Nachdem ich mein Referat geſchloſſen, benutze ich die dargebo⸗ tene Gelegenheit, um des Jubiläums unſeres Gymnaſiums und des Umſtandes zu gedenken, daß die beſprochene Abhandlung ein weſent⸗ licher Teil der Feſtſchrift zum hundertjährigen Jubiläum genannter Anſtalt iſt. Da ſteigen denn aufs neue Gedanken und Gefühle in der Seele auf. Die Gedanken überfliegen die verſchiedenen Stadien der Entwickekrung unſeres Gymnaſiums, wie der humaniſtiſchen Bildung und Erziebung überhaupt; ſie richten ſich da vor allem auf die neugeitliche geſetzliche Feſtlegung des Unterrichts, ſeines Stoffes, Maßes, Ganges und Zieles an den humaniß en Gymnaſien, den Realguymnaſien, Reformſchulen, Oberrealſchuen und Realſchulen. Die oberſte Schulbehörde hat den genannten Anſtalten feſte Wege gewieſen und ſie den verſchiedenen Lebensrichtungen, Lebens⸗ berufen, praktiſchen wie neuzeitlichen Bedürfniſſen anzupaſſen ge⸗ ſucht. Da mögen und können nun Eltern und Schüler wählen. Auch hier heißts in vielen Fällen:„Die Wahl, die Qual.“ So viel ſteht aber feſt, und die Lehrer erfahren es noch mehr als die Eltern, daß gar mancher Schüler wenig geneigt und geeigenſchaftet iſt, das Kapitol und die Akropolis zu erſtürmen, wie auch wieder auf der andern, der realiſtiſchen Seite, die völlige freudige Hingabe an die mathematiſchen und naturwiſſenſchaftlichen Fächer und das Streben nach fließender mündlicher und ſchriftlicher Beherrſchung der neueren Sprachen noch lange nicht jedes Schülers Sache iſt. Nun, hier gedenkt man des Apoſtelwortes:„Mancherlei Gaben(im dem Sinne von Begabung genommen), aber ein Geiſt.“ Dieſer Geiſt iſt die Hauptſache, und dieſe iſt, daß auf den einzelnen höheren Anſtalten die Schüler mit den verſchiedenen Fähigkeiten an den mannigfachen Lehrgegenſtänden echt pädagogiſch gebildet werden, nicht blos der Intellekt der Schüler, ſondern auch ihr Gemüt, Herz und Wille die richtige Klärung, Leitung, Anregung, Stärk⸗ ung erhalten,„Ohne Licht keine Wärme und ohne Wärme kein Licht,“ rief ſchon am Anfange des vorigen Jahrhunderts der edle, auch pädagogiſch tief blickende Freiherr v. Weſſenberg den Leh⸗ rern zu. Und ſo ſei denn unſerem Gymnaſium der Wunſch ausgeſprochen, es fort und fort eine Bildungsſtätte ſein möge, die Licht und Wärme den Seelen und Herzen ihrer Schüler in reichem Maße zuführt und in ihrer Weiſe ſegensvoll wirkt bis in die fernſten Zeiten! Große Uebung der freiwilligen Sanitäts⸗ Kolonnen. Auf dem Rennplatze entwickelte ſich am geſtrigen Sonntag Morgen ein reichbewegtes Leben und Treiben, wie man es wohl ſelten zu ſehen bekommt. Der Badiſche Landesverein vom Roten Kreuz, deſſen Protektor bekanntlich unſer Landesfürſt iſt, hatte für die freiwillige Sanitätskolonne Mannheim mit den olonnen der nächſten Umgebung Mannheims und den Kolonnen wigsbafen, Frankenthal, Speyer, Heidelberg, Karlsruhe, Schwetzingen, Weinheim, Raſtatt und Pforzheim eine große ebung ausgeſchrieben, die von den Sanitätern auch noch anderer 'er nicht genannter Städte zahlreich beſucht war. Die Vor⸗ tungen für die Uebung waren ſeitens des hieſigen Männer⸗ ins unter deſſen rührigem erſten Vorſitzenden Herrn Kommerzienrat und Generalkonſul Reiß auf das Beſte ffen und der Rennplatz des Badiſchen Rennvereins, welcher für dieſen Zweck ganz beſonders eignet, für die Uebung zur Berfügung geſtellt worden. Eine große Anzahl hervorragender Perſönlichkeiten, ſowie n zahlreiches Publikum hatten ſich eingefunden, um dem in⸗ zeſſanten Schauſpiel beizuwohnen. Unter den erſteren be⸗ merkten wir von Berlin: den Stellvertreter des kaiſerl. Mi⸗ tärinpekteurs der freiwilligen Krankenpflege General der Inf. n Perthes Exz., den Stellvertreter des Vorſitzenden des entralkomitees der deutſchen Landesvereine vom Roten Kreuz General der Infanterie v. Viebahn Exz., die Mitglieder des des Bayeriſchen Landeshilfsvereins vom Roten enz Generalleutnant z. D. von Landmann und Oberſtlt. D. del Movo von München, den Vorſitzenden des Kreis⸗ msſchuſſes der Pfalz Regierungspräſident von Neuffer, den Borſitzenden des Kreisausſchuſſes für Kolonnenangelegenheiten Sberlt. a. D. Velten und Miniſterialdirektor Conrad, ämtliche aus Speyer. Mit der Vertretung unſeres roßherzogs war der Großh. Landeskommiſſär, Geh. Ober⸗ regierungsrat Pfiſterer betraut, während die Frau Groß⸗ ogin durch Schloßhauptmann von Stabel vertreten“ ſerner waxen anweſend: der Vorſitzende des Geſamtvor⸗ 8 des badiſchen Landesvereins vom Roten Kreuz General⸗ freiwilligen Krankenpflege Miniſterialdirektor Dr. Glockner, außerdem Geh. Rat Müller, Miniſterialrat Arnsperger, Polizeidirektor Dr. Seidenadel, Medizinalrak Ziegler und Dr. Gutſch, ſämtliche von Karlsruhe. Von hieſigen her⸗ enden Perſönlichkeiten bemerkten wir u. a, Geh, Regier⸗ rat Lang, Oberbürgermeiſter Dr. Beck, Oberſt v. Win⸗ d, Gendarmeriemajor Faller, Oberamtmann Levin⸗ Major a. D. Seubert, Stadtſchulrat Dr. Sſckinger, m Direktor der Pfalzbahnen Geh. Rat v. Lavale und dezirksamtmann Matheus, Ludwigshafen, außerdem die Vor⸗ ſtandsdamen des hieſigen Frauenvereins, ſowie eine Anzahl in der Krankenpflege ausgebildeter junger Damen aus Mannheim und eine größere Anzahl Schweſtern vom Kreuz. zie Oberleitung der Uebung war dem Kolonnenführer der willigen Sanitätskolonne Mannheim, Herrn Hauptmann a. Groos übertragen, während die ärztliche Oberleitung Heer Stabsarzt a. D. Dr. Wegerle übernommen hatte. Zu Beginn der Uebung nahmen die einzelnen Kolonnen vor er Tribüne des Rennplatzes zunächſt Paradeaufſtelleung und wurde dann die Front von den Ehrengäſten und den mit der Lei⸗ tung betrauten Herren abgeſchritten, dann folgte ein Parade⸗ morſch der Stamm⸗Mannſchaft. Hierauf nahm die Uebung ſo⸗ rt ihren Anfang. Derſelben lag der Gedanke zu Grunde, daß ährend der Mobilmachung ſich ein größerer Eiſenbahnunfall Militärtransportes bei der oberen Neckarbrücke ereignet. 1* iß vom Roten Kreuz tritt von ſeinem Depot am ennplatz aus in Tätigkeit. Die freiwillige Sanitätskolonne Mannheim rückte alsbald nach dem Eiſenbahndamm vor, wo die zahlreichen Verwundeten, marliert durch Soldaten des hieſigen Regiments, lagen, gefolgt 55 Sanitätskolonnen Speyer, Frankenthal und Heidelberg ebenſo von den leichteren Krankenwagen, beſtehend aus zwei hergerichteten Benziſchen Automobilen und einer er Wagen. Die Berunglückten wurden zunächſt ge⸗ 5 ee das Anlegen von Notvperbänden durch anit s für bekundeten. Hierauf wurden die Ver⸗ wundeten auf die Wagen verladen und nach dem Hauptverbands⸗ platz überfährt.— Die Kolonnen Karlsruhe, Raſtatt und Mann⸗ heim hatten mittlerweile mit Zuhilfenahme der primitivſten Mittel Notunterkunftszelte errichtet, während die Krankenpflege⸗ rinnen des Frauenvereins vom Roten Kreuz(Mannheim] die Einrichtung des Notlazaretts unter den Tribünen übernommen hatten; auch eine ſogen. Döcker'ſche Baracke war durch die Ko⸗ lonne Speyer aufgeſtellt worden, welche in ihrer inneren Aus⸗ ſtattung einen recht guten Eindruck machte. Die Verwundeten wurden dann den einzelnen Lazaretten zugewieſen und in ärzt⸗ liche Behandlung genommen. Der dritte Teil der Uebung und wohl der ſchwierigſte, bildete dann der Abtransport der Verwundeten nach den Hilfslazarett⸗ ſchiffen auf dem Neckar, nach dem Straßenbahnhilfszug und nach dem Staatsbahnhilfszug am Schlachthofe. Hierzu wurden wieder die Wagen verwendet, doch ſahen wir auch eine finnreiche Vor⸗ richtung, mittels welcher zwei Fahrräder zu einem Fahrzeug zu⸗ ſammengekuppelt werden können und welches ſich dann zum Trans⸗ port von Verwundeten ganz vorzüglich eignet. An den beiden Neckarſchiffen mußten die Verwundeten erſt den hohen Damm hinauf und auf der anderen Seite hinabgetragen werden, was an die phyſiſchen Kräfte der Mannſchaft große Anforderungen ſtellte, dann wurden die Verletzten mittels Schiffskrahn langſam in die Höhe gehoben und ebenſo vorſichtig in den vorher zu Lagarett⸗ zwecken eingerichteten Schiffsraum hinabgelaſſen. Die Straßen⸗ bahndirektion hatte mehrere offene und gedeckte Wagen zur Ver⸗ fügung geſtellt, welche vorher durch die Sanitäter zum Verwun⸗ deten⸗Transport äußerſt praktiſch hergerichtet wurden; auch hier ging das Verladen glatt von ſtatten; ähnlich war es bei demStaats⸗ bahnhilfszug am Schlachthofgleiſe. An der Uebung beteiligten ſich 11 Kolonnen mit 14 Aerzten und etwa 380 aktive Mannſchaften; die Geſamtzahl der Sanitäter inkluſive der Hilfsmannſchaft dürfte ſich auf etwa 800 Perſonen ſtellen, unter denſelben befand ſich auch eine Abteilung aus Ober⸗ kirch, welche mit ihren roten Weſten einen guten Eindruck machten. Die Uebung währte bis 1 Uhr und wurde leider in ihrem letzten Teile durch Regen etwas geſtört, doch tat dies dem Eifer der Mann⸗ ſchaft und der Führung, mit welcher ſie ſich ihrer Aufgabe unter⸗ zogen, keinerlei Abbruch. Die ganze Uebung legte ſprechendes Zeug⸗ nis dafür ab, daß auf dem Gebiete des Männerhilfsweſens in den letzten Jahren große Fortſchritte zu verzeichnen ſind, wie ſie im Kriegsjahre 1870 nicht vorhanden waren, aber trotzdem haben jene Männer ihre Schuldigkeit vollauf getan. Heute wendet man ſchon im Frieden alles auf, um tüchtige Kolonnen heranzubilden, die ihrer Aufgabe gewachſen ſind und davon gab uns der letzte Sonntag einen vollgiltigen Beweis. Die erſten Männer unſeres Volkes bringen dieſen Beſtrebungen ihre Sympathie entgegen und ſo wird es nicht fehlen, daß unſer Vaterland wie auf militärtiſchem, ſo auch auf dem Gebiete des Sanitätsweſens die führende Stelle einnimmt, *** Auf der Tribüne des Rennplatzes waren eine Anzahl Zeich⸗ nungen von Automobil⸗Krankenwagen ausgeſtellt. Durch die venom⸗ mierte Firma Benz ſollen zwei ſolcher Wagen ausgeführt werden, wovon der eine für Mannheim, der andere für Karlsruhe be⸗ ſtimmt iſt; derartige Wagen laſſen ſich ganz ausgezeichnet im Ge⸗ kände verwenden, davon konnten wir uns geſtern überzeugen, denn die für dieſen Zweck hergerichteten Benz'ſchen Automobile liefen in dem Graſe der Rennbahn ſehr flott. K. A. Jaliqums-AüsstelIüge 2 Gnosse GRTrenaau AussTreltude INreRNATIOoNRALE Rudsr-ddd Wrs. Programm. Montag, 1. Juli. Pavillon in den Sondergärten: —6 Uhr nachm.: Kapelle des 4. Württ. Füſilier⸗Regiments Nr. 122„Paiſer Franz FJoſef von Oeſterreich⸗Ungarn“ Heilbronn. (Mufikdir.: H. Eſchrich.) Rondellplatz vor der Auguſta⸗Anlage: —11 Uhr abends: Kapelle des 4. Württ. Füſilier⸗Regiments Nr. 122„Paiſer Franz Joſef von Oeſterreich⸗Ungarn“ Heilbronn, (Muſikdir.: H. Gſchrich.) Beleuchtung: 9½%—10½ Uhr: Konturenbeleuchtung des Waſſerturms und Scheinwerfer. 19%—11 Uhr abends: Leuchtfontäne. Sonder⸗Ausſtellungen: Liebhaber⸗Ausſtellung von Pflanzen, Aquarien und Terrgrien (bis 10. Juli). Wochen⸗Ausſtellung(bis 3. Juli). Eintrittspreiſe. Bei Tage 1., nach 7 Uhr abends 50 Pfg., Kinder 50 Pfg. **** Die neue Woche (30, Juni bis 7. Juli] wird noch durchleuchtet von dem Schimmer des Roſenfeſtes. Immer wieder verlangt das Publikum in den Roſenſgal zu kommen, der infolgedeſſen für 20 Pfennig gezeigt wird und in dem vorausſichtlich in dieſer Woche noch die eine oder andere Roſen⸗Veranſtaltung ſtattfindet. An Stelle der Italiener, die ſich am 30. Juni verabſchieden, ſpielen die In⸗ fanterie⸗Kapellen aus Heilbronn, Ulm und Worms neben der Mannheimer Grenadierkapelle und für Sonntag iſt die Hannover'ſche Dragoner⸗Muſik des Rats.„König von Ru⸗ mänien“ engagiert, Am Samstag, den 6. Juli beginnt wieder eine neue Wochen⸗Ausſtellung. Große Beleuchtungstage ſind, wie gewöhnlich der Sonntag und Dienstag und am Freitag, 7. Juli, wird ein ſehr intereſſantes Jeuerwerk gbgebrannt. Kongreſſe im Jubiläumsjahr. Der Verband der bad. Arbeitsnachweiſe hält am Samstag, den 6. Juli l.., vorm. 9½ Uhr, im hieſigen Bürgerausſchußſaal ſeinen diesjährigen Verbandstag mit folgender Tagesordnung ab: 1. Geſchäftsbericht, Referent der Verbandsvorſitzende; 2. Die Fürſorge für wandernde Arbeits⸗ loſe, Referent derſelbe; 3. Die gewerbsmäßige Geſindevermietung und Stellenvermittlung, Referent Verwalter Lauer⸗Freiburg; 4. Ausſprache über die Arbeitsnachweisſtatiſtik. * Berliehen wurde dem Ober⸗Poſtaſſiſtenten Rudolf Kohl in Bruchſal den Titel Poſtſekretär. angabe nach Großbritannien und Irland bis zum Höchſtpetrage von 8000 Mark(ſtatt bisher 2400 Mark) verſandt werden. zmannſchaften, wobei die Lente ein glänzendes Zeug⸗ wenden. Gefängnisſtrafe von 2 Monaten verurteilt. zum Heile und zum Segen ſeiner Söhne, die berufen ſind, für das Vaterland in den Kampf zu ziehen. abzuſenden. * Poſtaliſches. Vom 1. Juli ab können Poſtpakete mit Wert⸗ Auſgefundenes Geld. Es wurde cufgefunden: Xin 18. Juni Vauf dem Bahnhof in Waldkirch der Betrag von 10 Mark; ari A. 1 Juni im Zug 306 eine Geldbörſe mit 2 Mark 78 Pfennig, abge⸗ liefert in Jöhlingen. 8 * Ferienkolonien. Mit den nahenden Sommerferien drängen auch die vorbereitenden Arbeiten des Vereins für die dies⸗ jährige Entſendung, welche in etwa 4 Wochen vor ſich gehen ſoll. Wie alljährlich finden ſich unter den Koloniſten wieder recht piele, deren Eltern nicht in der Lage ſind, die vorgeſchriebe⸗ nen Kleidungsſtücke zu beſchaffen. Wir richten deshalb auch dieſes Jahr wieder an unſere Mitbürger das freundliche Erſuchen, aus dem Kleiderbeſtande ihrer Kinder ſolche Kleidungs⸗ ſtücke, die abgängig werden, aber noch brauchbar ſind, wie Schuhe, Pantoffeln, Strümpfe, Knaben⸗ und Mädchenkleider, Hemden, Hüte, Schirme und dergleichen lauch Bücher werden gerne ent⸗ gegengenommen), dem Verein gütigſt zur Verfügung ſtellen zu wollen. Ebenſo haben uns ſchon hieſige Geſchäftshäuſer aus den Reſtbeſtänden ihrer Lager in durchaus wirkſamer Weiſe unter⸗ ſtützt. Das Alter unſerer Pfleglinge bewegt ſich zwiſchen 10 und 14 Jahren. Die uns zuzuweiſenden Effekten wollen auf dem Rektorat(Friedrichsſchule(U 2] oder bei dem Schuldiener Bau⸗ mann im R 2⸗Schulhaus abgegeben werden. Auch läßt das Volksſchulrektorat gerne Gaben durch die Schuldiner im Hauſe abholen. Den Gönnern unſerer Pflegebefohlenen unſeren beſten Dank vorweg! * Aus dem Schöffengericht. Syſtematiſchen Diebſtahl be⸗ trieb die Köchin Marie Link aus Mudau in der Zeit von April 1903 bis zum Jahre 1907 bei ihren zahlreichen Herrſchaften, die ſie während dieſer Zeit hatte. Die geſtohlenen Gegenſtände be⸗ laufen ſich auf Mark 223.50. Alle möglichen Dinge befinden ſich unter denſelben. Das ungetreue Mädchen wird zu einer Ge⸗ fängnisſtrafe von 2 Monaten und 1 Woche Gefängnis abzüglich 1 Monat der Unterſuchungshaft verurteilt.— Einen gemeinen Charakter verriet die Handlungsweiſe des Tapeziers Paul Gutekunſt aus Freudenſtadt. Auf das Sparkaſſenbuch, das er der Dienſtmagd Marie Pfau überbringen ſollte, erhob er bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe hier in drei Fällen den Betrag von 70 Mark. Das Schöffengericht ſpricht gegen den Angeklagten eine Gefängnisſtrafe von 4 Wochen aus.— In der Wirtſchaft zur Weibertreu erhielt der Taglöhner Julius Bark von Feuden⸗ heim von dem Bäcker Hermann Dillberger hier den Betrag von M. 44.90 zur Ablieferung an Delikateſſenhändler Knab hier. Er hielt es aber für vorteilhafter, das Geld für ſich zu ver⸗ Er wird wegen dieſer ungetreuen Handlung zu einer Aus dem Großherzogtum. Weinheim, 29. Juni. Das altrenommierte Hotel „Vier Jahreszeiten“ wurde von Herrn Konditor Philipp Krautinger hier um 125 000 Mark erworben. * Bruchſal, 29. Juni. In der geſtern Nachmittag ſtatt⸗ gehabten Bürgerausſchußfitzung handelte es ſich um die Gehaltsverhältniſſe des Oberbürgermeiſters. Die auf grund der Verhandlungen mit Herrn Stritt ausgearbei⸗ tete ſtadträtliche Vorlage ging dahin, das Gehalt auf 10 000., neben 1500 M. Wohnungsgeld, feſtzuſetzen und bei Berechnung des Anſpruchs auf Penſion bezw. Hinterbliebenenverſorgung(nach Maß⸗ gabe des Beamtengeſetzes) das Geſamteinkommen zugrunde zu legen. Herr Schmider ſprach für den von ihm und den Herren Stoll und Iſenmann eingebrachten Antrag, wonach das Wohnungs⸗ geld von 1500 nicht als penſionsberechtigt gelten ſollte. Nach länge⸗ rer Debatte wurde zur Abſtimmung geſchritten. Die Feſtſetung des Geſamteinkommens auf 11 500 M. wurde einſtimmig 0 i genehmigt und der Antrag Schmider in namentlicher Abſtimmung mit 65 gegen 24 Stimmen abgelehnt, mithin Abſatz 1 der Vorlage gemäß dem Antrag des Stadtrats zum Beſchluß erhoben. Die beiden an⸗ der Vorlage wurden unbeanſtandet einſtimmig gut⸗ geheißen. 1 Ge. Bruchfal, 29. Juni. Der Buchhalter einer hieſigen Fabrik iſt nach Unterſchlagung von 2600., die er auf der Reichsbank zu erheben hatte, flüchtig geworden. oe, Karlsruhe, 29. Juni. Nach dem vorläufigen Ergeb⸗ nis der Berufs⸗ und Betriebszählung wurden am 12. Juni ds. Is. in hieſiger Stadt 119 712 ortsanweſende Per⸗ ſonen gezählt Die Bevölkerung hat ſich ſeit der letzten Volks⸗ zählung um 1,44 Proz. vermehrt.— Infolge des ſtets ſich meh⸗ renden Andranges zur höheren Mädchenſchule(mit Gymmaſial⸗ Abteilung) muß die Errichtung einer zweiten höheren Mädchenſchule dahier ins Auge gefaßt werden.— Die Nie⸗ derbronner Krankenſchweſtern hieſiger Stadt blicken am 1. Juli ds. Is. auf eine 50jährige treue und aufopferungs⸗ volle Tätigkeit, die den Kranken aller Konfeſſionen gewidmet war, zurück, Sonntag, den 30. Juni vormittags ½10 Uhr findet in der St. Stefanskirche ein Feſtgottesdienſt ſtatt. Der Stadtrat beſchloß, ein Glückwunſch⸗ und Danktelegramm an die Schweſtern * Bretten, 29. Juni. Das Auftreten von Wild⸗ ſchweinen wird von Flehingen und Kürnbach gemeldet. Die Tiere ſollen dort namentlich in den Kartoffel⸗ feldern ſchon großen Schaden angerichtet haben. oc. Pforzheim, 29, Juni. Die Erhebungen der Krimi⸗ nalpolizei in einer Goldſchnipflergeſchichte führten zur Verhaftung von 8 Perſonen, 3 bon ihnen kommen als Hehler in Betracht. Es handelt ſich um eine Wertſumme von mehreren tauſend Mark. 8 * Waldshut, 29. Juni. Die Bäckermeiſter von Tiengen beſchloſſen die Erhöhung der: Brotpreiſe ab 1. Juli. Pfalz, Heſſen und umgebung. »Oggersheim, 29. Junl. Ein gräßliches Ungläg ereignete ſich Donnerstag vormittag in der Maſchinenfabrik von Paul Schütze u. Co. dahier. Dem 35 Fahre alten Tagner Karl Adam wurde durch einen ſtürzenden Keſſel ein Bein vollſtändig gerſchmettert und an dem anderen Bein die Ferſe glatt ab⸗ gedrückt. Das zerſchmetterte Bein mußte ſofort amputiert werden. Der Verunglückte, ein braver Arbeiter, iſt erſt ſeit Kurgem in ge⸗ manntem Etabliſſement beſchäftigt. „Gölktheim, 29. Juni. Ein ſchreckliches unglüg kam Donnerstag durch das unſelige Spielen mit dem vor, Die beiden Schwäger Heinrich Worſter und Jakob Ottſte gingen am Nachmittag in die Wohnung des Schuhmachers 8 Müller, woſelbſt Ottſtadt ein dort hängendes Flobert von der nahm und ſich damit zu ſchaffen machte. Da krachte plötzlich Schuß und ſchwer verletzt brach Worſter zuſammen. D volle Schrotladung hatte ihn in die Seite getroffen. Trotzdem vaſch ärztliche Hilfe geleiſtet wurde, konnte er doch nicht dem Leben erhalten bleiben; infolge innerlicher Verletzungen ſtarb Worſter geſtern Morgen. Der erſt 36jährige Mann hinterläßt Frau e in mißlichen Verhältniſſen. Der unglückliche Schütze wurd verhaftet. beſteh ſteis mit Ausſchluß der M 8* — 2: 3 N. 98 7 8 18l s 3383 Einige Beispiele der hervorragenden Vorteile die wWir während des Sonderverkaufs bieten. 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