Gadiſche Volkszeitung.) 70 Pfennig monatlich. Gringerlohn 28 Pfg. monatlich⸗ durch die Poßt bez. incl. Poſt⸗ Fuſſchtag M..4a pro Quartal. Emzel⸗Nummer 8 Pfg⸗ In ſera te: Mie Folonel⸗geile.. 28 Pfg. Wuiswärtige Inſerate 30„ Hie Neklame⸗Beile.. 1 Mark E 6, 2. .2 der Stadt Mannheim und Umgebung. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Stleſeuſte und verbreilelſte Zeitung in Maunheim und Amgebung. Schluß der Juſeraten⸗Annahme für das Mittagsblatt Morgens 9 uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 Uhr. zigene Redaktions⸗Bureaus in Berlin und Karlsruhe. (Mannheimer Volkablaut) alepramm-Abreſte 50 ourmal Maunheim“ Telefon⸗Nummern: Direftion u. Buchhaltung 1449 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbeiten 341 Redaktion 3377 Expedition und Verlags⸗ buchhandlung.„18 E G, 2. Dienstag, 1. Oktober 1907. (1. Mittagblatt.) Die heutige Mittagsausſbe umfaßt 16 Seiten. Die Badiſche Folitik ehen von dem ſchmerzlichen ſerluſte, der unſer Land hat und natürlich vor allgt im Vordergrund des Intereſſes ſteht, aus demallerletzten Tagen eine ihe von Ereigniſſen aufzuwiſen, die große Bedeu⸗ en und auch von recht erhblicher Tragweite ſind. bei einem Vorfalle anzufeigen, der— ſo ſchreibt Karlsruher Bureau— in Zuſammenhang ſteht Ableben des allverehrten Großherzogs Friedrich, tlaktloſe Verhalten des Abg. Geck, Vize“, nicht allein unter de Anhängern der bürger⸗ zien großes Befremden krvorrufen. Herr Geck nämlich, ſeinen Nama unter die Beileids⸗ 's Präſidiums der zwiten Kammer zu ſetzen, ten, das doch in offenem Mderſpruch ſteht zu dem er ſozialdemokratiſchen Landtagsfraktion,„ihr werde ſich in taktvoller Leiſe mit den repräſen⸗ Berpflichtungen des Kammrpräſidiums abfinden.“ ieſes doch ganz ſelbſtverſtädliche Verſprechen hin, die Nationalliberalen in Dezember 1905 dazu den Anſpruch der Sozialdmokratie auf den zwei⸗ äſidentenpoſten zu erfüllen. Man kann dem offiziel⸗ der badiſchen Nationallibeplen, der„Bad. Landes⸗ 5 Recht geben, wenn ſie de Handlungsweiſe Gecks ſo kleinliche wie nutzloſe Demonſtration“ nennt, er„ſich und ſeine Parteierniedrigt“ habe. Der der Sozialdemokraten auf die Vizepräſidentenſtelle en Kammer war ihrer(irke nach ein durchaus es wäre töricht gewesn, der Sozialdemokratie kitt ins Präſidtum zu weipen, ſolange ſie ſich nicht Pflichten des Präſidiums ſi Widerſpruch ſetzt oder Abſicht hat. Deun die Bſetzung des Präſidiums ſein das Spiegelbild derbei den Wahlen zu Tage Stärkeverhältniſſe der Pateien. Herr Geck ſcheint der geeignete Mann zu ſef, den Präſidentenpoſten ſe und Anſtand zu bekleidel. Das hat früher ſchon e widrige Szene im Landtige erwieſen, bei welcher wie ein Wahnſinniger gelärdete, das erweiſt die eit Gecks aus den letzten Fagen aufs neue. Der eralen Landtagsfraktion näre es wahrhaftig nicht en, wenn ſie beim Wiederziſammentritt des Land⸗ einem Erſatz für Herrn ßeck im Präſidium Um⸗ te. Leute vom Schlage roten Vize“ können die Repräſentanten einer Volksvertretung ſein. beralen Lager in Lörrach⸗Land iſt nun doch de eingezogen. Viel maß ja die augenblickliche gage dazu beigetragen haben. Denn wir halten die in Lörrach nur für einer Augenblickserfolg, der der Zweck erreicht— leicht wieder zerſchlagen kann, das Gegenteil wünſchen nöchten. Die Gegenſätze and laſſen ſich nicht übet Nacht überbrücken; die en von geſtern ſind ein Notſteg, über deſſen Er⸗ richtung wir nicht minder Freude empfinden wie die offiziellen Kreiſe der nationalliberalen Partei. Iſt doch auf dieſe Weiſe der Wahlkreis aufs neue dem Liberalismus geſichert, und dieſem auch weiterhin die Vorherrſchaft in der zweiten Kam⸗ mer. Eine Sonderkandidatur der Lörracher Freiſinnigen hätte leicht den Liberalismus um die Früchte der Einigung von 1905 betrügen können. Daß dem nicht ſo ward, iſt in erſter Linie der Karlsruher Leitung der freiſinnigen Landes⸗ partei zu danken; das ſoll hier unumwunden anerkannt werden. Hoffentlich gelingt es ihr auch, die Verhältniſſe in Lörrach⸗Land ſo zu konſolidieren, daß bei den Wahlen 1909 der alte Streit nicht wieder von neuem ausbricht. Die außerordentliche Vertreterverſammlung der badi⸗ ſchen Jungliberalen hat aus den bekannten Gründen nicht ſtattgefunden; ein Beſchluß wegen des Eintritts des badiſchen Landesverbandes in den Reichsverband konnte ſo⸗ mit nicht gefaßt werden. Aus der vom Vorſtand des Landes⸗ verbandes veröffentlichten Aufſtellung geht aber klar hervor, daß die überwältigende Mehrheit der badiſchen Jungliberalen den Anſchluß an den Reichsverband will. Noch vor zwei Jahren wäre das Reſultat einer Abſtimmung ein ganz anderes geweſen; heute ſehen wir ſelbſt Karlsruhe, das einſt ſo ſehr gegen den Reichsverband und die Altersgrenze vom Leder zog, auf der Seite des Reichsverbandes. Das iſt eine erfreuliche Wandlung, die gegenüber den Würzburger Beſchlüſſen mit beſonderer Genugtuung verzeichnet werden muß. Erſt im Reichsverbande, mit den Jungliberalen der übrigen Staaten zuſammen, läßt ſich eine großzügige, wirkſame und zwingende Politik treiben; der Reichsverband als Zuſammenfaſſung aller jungliberalen Elemente bildet erſt einen Faktor, mit welchem in der deutſchen Politik gerechnet werden muß. Das ſollten alle die Vereine nicht vergeſſen, die heute noch mehr aus vor⸗ gefaßten Meinungen heraus als aufgrund nüchterner Er⸗ wägungen Gegner des Eintrittes in den Reichsverband ſind. Mit dieſem geben die badiſchen Jungliberalen ihre Selbſt⸗ ſtändigkeit nicht auf; ſie büßen alſo nichts ein, gewinnen aber dafür an Anſehen und Macht im Reichsverband, wo ihre Stimmen mit denen der außerbadiſchen Jungliberalen vereint weit größeres Gewicht erlangen, als ſie in einem Landes⸗ verbande haben können. Das iſt ein ſo einfaches Rechen⸗ erempel, daß man es nicht erſt noch erklären ſollte! Oh. Aus der Partei. Die diesjährige ordentliche Hauptverſam m⸗ lung des Jungliberalen Vereins Mann⸗ heim findet Freitag, den 4. Oktober, abends 9 Uhr, im „Habereckl“, Q 4, ſtatt. Die Tagesordnung iſt folgende: 1. Geſchäftsbericht des Vorſitzenden; 2. Kaſſenbericht; 3. Be⸗ fund der Rechnungsprüfer; 4. Beratung der neuen Satzungen; 5. Wahl des Vorſtandes; 6. Wahl zweier Rechnungsprüfer. Nach Schluß der geſchäftlichen Verhandlungen wird über „Die Tagung des Reichsverbandes in Kaiſers⸗ lautern“ Bericht erſtattet werden. In anbetracht der reichlichen Tagesordnung wird um pünktliches Erſcheinen gebeten. 2 21 Frauenhände. Roman von Erich Fiieſen. Nachdruck verboten. (Fortſetzung.) timme verſagt faſt vor Wu. Erſchöpft ſinkt ſie in Mackay blickt immer entſetzter drein. Furie mit den haßentſtellſen Zügen, den geballten er ſchrillen, nervenerregenden Stimme ſeine ange⸗ ena? Oder hält bn uein börſer Traum in ſeinem ne ſieht plötzlich ein, daß ſie zu weit gegangen iſt. as!“ flötet ſie, ſich ihm ſchmeichelnd nähernd.„Mein Alterchen! Merkft Du denn nicht, daß Deine nur einen Scherz machte? Einen von den vielen die Du ſo ſehr liebſt?“ nt ihre ſammetweiche Wange an ſeine Backe, gewärtig ten Liebkoſung. ute nichts dergleichen. Thoſias Mackays Denken iſt llig, um ſofort die unangen hme Empfindung abzu⸗ das Gebaren ſeiner Irgz in ihm erregte. Seine fühlt ſich in dieſem Mozjent jaſt abgeſtoßen. zas zu erwidern, läßt er Diang drauflos ſchwatzen: ſuchen wolle, ihre Antipathit gegen jene Berbindung en; daß ſie Ruth alles Gute wünſche; daß ſie ſogar er aufſuchen wolle und ählliche ſchön gedrechſelte jedoch merkt, daß ſie für heute nichts bei Thomas eht ſie ein Schmollmündchen, ibt ihrem„Dickkopf von hen ſchäkernden Klaps und keippelt wieder aus dem Aergerlich mit ſich und der ganzen Welt fegt ſie in ihrem langen Schleppgewand durchs Haus, überall Schrecken verbrei⸗ tend. John, der Kammerdiener ihres Mannes, knickt zuſammen wie ein Taſchenmeſſer; Polly zittert am ganzen Leibe, und die übrige Dienerſchaft drückt ſich ſcheu in die Ecke bei ihrem Nahen. „Madame iſt ungnädig! Nehmt Euch in Acht!“ tur Ruth ſcheint unberührt von Digna Mackays Wut— ſie, die doch eigentlich die Veranlaſſung dazu war. Seit ihr Ent⸗ ſchluß feſtſteht, bereits in nächſter Zeit offen als Norbert Douglas' Gattin hervorzutreten, fühlt ſie ſich gewappnet gegen jede Bosheit. Gleichmütig ſitzt ſie unten im kleinen Empfangsſalon ihrer Gebieterin und kopiert eine Anzahl Briefe für ſie. Madame benutzt die Zeit, um in dem Zimmer ihrer Ge⸗ ſellſchafterin ein wenig herumzuſpionieren. Die Schubläden ſind alle unverſchloſſen. Mißtrauen iſt einer offenen Natur wie Ruth fremd. Madame zieht die aberſte Schublade auf. Ihr Blick fällt auf Nörberts Bild. Mit höhniſchem Lachen ſchiebt ſie es beiſeite. Eine Schreibmappe kommt zum Vorſchein. Madame öffnet ſie und erblickt ein offenes Kuvert mit einem Brief. Diskretion iſt nicht Madames Haupttugend. Madame nimmt deshalb den Brief aus dem Kuvert und lieſt Unterſchrift. „Ah, von der Mutter!“ Madame iſt lebhaft intereſſiert und beſchließt, mehr als nur Unterſchrift zu leſen 5 Nach einem verächklichen Blick auf das dünne Briefpapier und die ſchwerfällige, ungeüßte Handſchrift entziffert ſie mühſam die wenigen Zeilen. Doch ſcheint ſie befriedigt; denn, als die die ſie den Brief wieder in das Kuvert ſteckt, beides in die Schreibmappe zurücklegt und die Politische Uebersicht. Mannuheim, 1 Oktober 1907. Der Reichskanzler und der§ 175. Gegen den Schriftſteller Adolf Brandt iſt, wie die„Köln. Ztg.“ hört, wegen Beleidigung des Reichskanzlers Fürſten Bülow, die Strafverfolgung eingeleitet worden. Es handelt ſich um eine Flugſchrift, die anſcheinend die Inker⸗ eſſen der Homoſexuellen verteidigen ſoll und in der dem Reiechs⸗ kanzler vorgeworfen wird, daß er ſich des Vergehens gegen Para⸗ groph 175 ſchuldig gemacht habe Man konnte zunächſt darüber im Zweifel ſein, ob dieſes Flugblatt, von dem in richtiger Wer⸗ tung ſeines Charakters keine größere Zeitung Notiz genommen hat, nicht am beſten durch das Schweigen der Vevachtung geſtraft werde. Der Reichskanzler iſt bekanntlich allen Beleidigungspro⸗ zeſſen abgeneigt, und wenn er in dieſem Falbe von einer Regel abgewichen iſt, die er ſich ſonſt zur Richtſchnur gemacht hat, ſo iſt das einzia und allein aus dem Grunde geſchehen, weil er glaubte, aus Rückſichten der öffentlichen Reinlichkeit derartige Beſchuldigungen gegen den höchſten Beamten des Reiches nicht hingehen laſſen zu dürfen, am wenigſten in einer Zeit, wo Ver⸗ dächtigungen unter Zugrundelegung des Paragraph 175 leider an der Tagesordnung ſind. A. C. Internationale Streikſtatiſtik. Im Monat Auguſt zeigte die Streikbewegung nicht nur die übliche Ermattung gegenüber dem Juli, ſondern ſie war in den wichtigerxen Induſtrieländern ſogar merklich ſchwächer als im Voriahre. Die Streikneigung iſt überhaupt im ganzen laufenden Jahre weit geringer als 1906, obgleich dieſer Jahr gegen 1905 ſchon ziemlich merklich abſtich. Es gibt im laufenden Jahre weder ſo große Streiks vie im Jahre 1905 noch ſind ſie ſo zahlreich wie im Jahre 1906. Auch im Auguſt wurden meiſt klei⸗ nere Streiks hegonnen. Höchſtens England macht eine Ausnahme, ſowohl was den Umfang der einzelnen Streils als was ihre Dauer betrifft. Obwohl hier die Streikbewegung der Zahl und dem Unzzange der Streiks nach in Auguſt hinter dem Vorjahre zurück⸗ blieb, war ſie an dem Verluüſt an Arbeitstagen gemeſſen, doch intenſiver als 1906. Während im Auguſt 27 Streiks mit 8416 Beteiligten begonnen wurden gegen 28 mit 8791 in dem Parallel⸗ menat 1906, betrug die Zahl der durch Streiks verlorenen Ar⸗ beilstage 185 400 gegen 109 100 im Vergleichsmonat 1906. Ein Streik verdient ſowohl wegen ſeines Umfanges als wegen ſeinez ät beſondere Erwähnung: Am 6. Auguſt legten 3000 Hu; 1 Mancheſter die Arbeit nieder, um die Anerkennung Organiſation zu erzwingen. Nach galägigem Kampfe in die Ausſtändigen die Arbeit wieder guf, hatten aber nur inen ſehr geringen Erfolg zu verzeichnen. Von den einzelnen Gewerben wird ſonſt nur der Bergbau eine etwas lebhaftere Streilbewegung aufzuweiſen koben, es wurden hier 10 Streiks mit annähernd 4000 Beteiligten begomnen. Im allgemeinen ſchloſſen die Streitigkeiten im Auguſt mehr zugunſten der Arbeiter als der Arbeitgeber, ſehr zahlreich waren allerdings auch die Fälle, in denen durch Vergleich der Konflikt beigelegt wurde. In Frankreich wich das Gepräge der Streikbewegung wenig von dem im Vormonat ab. Nur ein bedeutender Streik ſpielte ſich ab. Nachdem erſt vor nicht langer Zeit ein Hafenarbeiterſtreik aufgehoben wurde, führten Streitigkeiten im Hafen von Graville ſchön wieder von neuem zum Ausſtand. Rund 13000 Hafen⸗ C7CCCCCCCFCCCCCCFCFCFPCFCFCbCCCGCbCbCCCbCTCVCTbTbTbPVTCTVTVTGTVTGTòCT(T⅛TéT'TéTbv'TébvbbvbTbvbb Schublade zumacht, funkeln ihre Augen wie die eines Raubtieres, und ihre Lippen umſpielt ein grauſamer Zug. „Unſerer lieben Ada geht es immer ſchlechter,“ memoriert ſie vor ſich hin.„Jeden Tag wird der kleine Engel ſchwächer, und ihr Gedächtnis nimmt immer mehr ab.“ Madame denkt einige Augenblicke nach „Immer mehr?“ philoſophiert ſie.„Dieſe Ada muß alſo von jeher krank und gedächtnisſchwach geweſen ſein! Hm, hm Auf dieſer Schlußfolgerung baut Diana Mackays erfinde⸗ riſches Hirn einen neuen Plan auf. Als Madame ſich gleich darauf wieder hinunter nach ihren Gemächern begibt, ſind ihre Wangen vor Eifer gerötet und ihre Lippen rillern eine flotte Operettenmelodie. 85 Bewundernd folgen der tänzelnden eleganten Geſtalt d Blicke der ganzen Dienerſchaft. „Wie ſchön Madame ausſieht! Sie muß eine große Freude gehabt haben!“ An demſelben Nachmittag hält vol dem Houſe Nr. 225 in der Kanalſtraße ein hochelegante Equipage mit Kutſcher und Diener in golvgeſtickter blauer Lioree, Große, neugierige Augen, weikaufgeriſſene Mäuler, verwun⸗ derte Ausrufe ringsum. Der Diener ſpringt herunter und öffnet den Wagenſchlag. Eine wunderzierliche Dame in taubengrauem, enganſchlie⸗ ßendenn Seidenleid ſtrahlend und glitzernd von Brillanten, ſtolze Reiherfedern herabnickend bom weißen Rembrandthut, 885 hüpft graziös herab und ſchreitet hocherhobenen Hauptes, gefolgt von dem Diener, zwiſchen zwei Reihen gaffender straßenkinder, hinein ins Haus. 5 Das parfümierte Spitzen ſaſchentuch vor Naſe Nd Mund halten, klettert ſie zwei Treppen hinauf, die kleinen Schilder an den einzelnen Türen muſternd⸗ Endlich— am Ziel Mannheim, 1) Oktober. VV arbeiter traten am 27. Auguſt in den Ausfland⸗ Außer dieſem ſind dann noch einige Bauarbeiterſtreiks zu nennen, die teils in Paris, teils in der Provinz eingeleitet wurden. Gleichfalls einen Hafenarbeiterſtreik hatte Belgten im Auguſt aufzuweiſen, in Ant⸗ bperpen legten 15000 Hafenarbeiter die Arbeit nieder, weil die beim erſten Streik zugeſagte Lohnerhöhung vieder rückgängig gemacht worden war. In den Sereinigten Stagten von Amerfka konzentrierte ſich die Lebhaftigkeit der Streiks⸗ wegung auf den großen Telegraphiſtenſtreik, der am 10. Auguſt von 1600 Tele⸗ graphiſten inſzeniert wurde. 155 General⸗Anzeiger.(Mittagblatt.)———. Mit Befremden iſt wohl allenthalben, vielleicht ſogar in manchen;] iſt nicht bekannt, da Schfffe unte⸗ er Heitedenedanden Acbellerkrelſen bemerkt beedce bab, mr en Waffenfgmugge e een deutſcher Flagge eileidskundgebungen des Präſidiums der 2. Kammer an äßlich Die deuteer 15 23 des Hinſcheidens unſeres Großherzogs Friedrich der Name des zwvei⸗ mier Sactehe an dd 20 Bl nct id Sralteen er ene ee eine deß ſehee une die an widerſprechen rezen den ci der be nat.⸗lib. Fraktion der 2. Kammer ſich entſchloß, dem Anſpruch der 10 00 ausnahmsweiſe Barar 5 5 e daß der Sozialdemokraten auf einen Sitz im Präſidium zur Erfüllung zu geſtellt iö 9 er Maßnahme ausdrü verhelfen, tat ſie dies erſt, nachdem die Sozialdemokraten in aller ſpaniſch gſchiffr e en der den franz ſiſch Form erklärt hatten,„daß ihr Vertreter ſich mit den repräſentativen ame geit. ie er ſch gewährenden Befugnis 0 Verpflichtungen“ eines Mitglieds des Kammerpräſidiums in takt⸗ ſprderlich 5 n e he Regi voller Weiſe abfinden werde.“ Dieſe Erklärung konnte zunächſt Joroerlich, daß in Fäſen, wo ſich dacht des 2 Deutsehes Reſch. —(Die Lage der oſtpreußiſchen Landwirt⸗ ſchaft). Der„Konſervativen Korreſpondenz“ zufolge beauf⸗ tragte Miniſterpräſident Fürſt Bülſo w unmittelbar, nachdem ihm die ungünſtige Lage bekannt geworden war, in der ſich die oſlpreußiſche Landwirtſchaft hauptſächlich infolge der ſchlechten Witterungsverhältniſſe in dieſem Sommer, befindet, das Staats⸗ miniſterium, eine eingehende Unterſuchung über die obwaltenden Verhältniſſe und über die Abhilfemittel anzuſtellen. 5—(Das Reichsvereinsgeſetz, Wie das„Berliner Tgbl.“ von gut unterrichteter Seite hört, findet ſich in dem Entwurfe eines Reichsvereins⸗ und Verſammlungsgeſetzes, den der Staatsſekretär des Innern v. Bethmann⸗Hollweg in der kommenden Seſſion dem Reichstage vorlegen wird, eine ein⸗ ſchränkende Klauſel, daß die Verſammlungen, in denen in fremder Sprache verhandelt wird, einer ſchärferen polizeilichen Kontrolle unterliegen ſollen. Bei ſolchen fremd⸗ ſprachigen Verſammlungen wird künftig nicht nur die Anmel⸗ dung, ſondern die ausdrückliche Genehmigung ſeitens der Orts⸗ polizeibehörde gefordert werden. der Reichslanzler) wird nur ganz kurze Zeit in Flottbeck bleiben, da er einem vorgusſichtlich noch in dieſer Woche in Berlin ſtattfindenden Miniſterrat beizuwohnen gaedenkt. Von Berlin aus begibt er ſich zur Beiſetzung des Großherzogs von Baden nack Karlsruhe und geht dann, bevor er in Berlin die regelmäßigen Geſchäfte übernimmt, vorausſichtlich noch auf einige Tage nach Flottbeck. —(Der Prinzregent von Bayenn) empfing geſtern Mittag die Präſidien der beiden Kammern des Landtages in Audienz. Hierauf fand im Reſidenzſchloß Tafel ſtatt, an welcher außer den genannten Präſidenten ſämtliche Miniſter, ſowie die in München weilenden Staatsräte teilnahmen. Während des Mahles der Prinzregent auf das Gedeihen der Arbeiten des Land⸗ tages. Ausſand. Italien.(Der König) empfing heute die abeſſy⸗ niſche Geſandtſchaft, die einen Brief Meneliks überreichte und gab darauf zu Ehren der Mitglieder derſeſben ein Frühſtück, vobei er ihnen Ordensauszeichnungen verlleh. Rußfland.(Veſchwichtigungspolitit.) Die Peters⸗ rger Telegraphen⸗Agentur erklärt die auswärts verbreitete Mel⸗ dung von einer Meuterei auf den Schiffen der Schwarzen Mee re 8 flotte und der Ermordung bon ſechs Offigteren für ollſtändig erfunden. Badiſche Politit. Der Arbeitsausſchuß der am 0. Juli in Konſtanz fründeten Vereinigung zur Förderung der Schäffbar⸗ machung des Rheins bis zum Bodenſee tagte am 22. September in Waldshut. Einen Hauptgegenſtand der Tagesordnung bildete die Organiſation der Vereinigung. Es wurde ferner beſchloſſen, ſich mit einer Eingabe an die badiſche Regierung zu wenden, in welcher die dringende Forderung Ausdruck kommt, daß bei Erſtellung der Waſſerkraft⸗ anlage in Laufenburg die einzubauenden Schiffſchleuſen eine Größe erhalten, welche die Durchſchleuſung von 600 Tonnen geſtattet Da bei dem in Augſt zu errichtenden Waſſerkraft⸗ die zuerſt vorgeſehene Schleuſe von 8,5 Meter Breite 36 Meter Länge zufolge Vorſtellungen des Vereins für ahrt auf dem Oberrhein nunmehr eine Breite von Meter und eine Länge von 67 Meter erhalten ſoll, iſt zu hoffen, daß es den Bemühungen der neuen Vereinigung ſelingen wird, auch bei der Waſſerkraftanlage in Laufenburg en Bau einer genügend großen Schiffahrtsſchleuſe von ſtens der gleichen Ausdehnung, wie ſie in Augſt zu⸗ den iſt, zu erwirken. Der Fall Geck, er in unſerem heutigen Leitartikel ſchon gewürdigt worden hrt in der nationalliberalen„Bad. Landesztg.“ fol⸗ nd ch genügen. Denn ſie verſprach eine Sicherung gegen jede takt⸗ loſe Handlungsweiſe eines ſozialdemokratiſchen Präſidial⸗Mit⸗ glieds und es kam ſchließlich darauf an und nicht etwa auf beding⸗ ungsloſe Teilnahme an irgend einer rein hofzeremoniellen Ver⸗ anſtaltung. Darüber aber, daß der Abg. Geck in dem vorliegenden Falle ſich nicht„in taktvoller Weiſe“ benommen hat, dürfte nir⸗ gendwo ein Zweifel beſtehen. Ohne Wimperzucken ſchwören die ſozialdemokratiſchen Abgeordneten den Eid, der ihnen verfaſſungs⸗ gemäß erſt den Eintritt in die Kammer ermöglicht. Sie ſchwören Treue dem Großherzog. Und nun hält der Abg. Geck es mit ſeiner ſozialdemokratiſchen Genoſſenwürde nicht einmal für vexreinbar, eine rein menſchliche Ehrenſchuld abzutragen gegenüber einem Für⸗ ſten, an deſſen Bahre das ganze Land trauernd ſteht, der beklagt wird wie ein heimgegangener Vater vom ganzen Volk, dem ſelbſt die ſozialdemokratiſchen Blätter des Landes die Anerkennung ſeines gerechten Wollens und ſeiner menſchlichen Größe nicht haben ver⸗ ſagen können. Dabei mußte es in dieſem Falle ganz gleichgültig ſein, ob in dem Text der Beileidskundgebungen Wendungen vor⸗ kamen, die einem ſozialdemokratiſchen Ohr mißliebig klingen. Hier galt nicht die Form: in der Sache mußle Herz und Takt gezeigt wer⸗ den. Und da hat nun der Abg. Geck völlig verſagt. Er hat ſich ſo, das darf kühnlich behauptet werden, mit der überwältigenden Mehrheit des badiſchen Volkes, und mit einem gewiß recht großen Bruchteil auch der 100 0g0 ſozialdem. Wähler in Widerſpruch geſetzt, das Verſprechen, ſich„in taktvoller Weiſe mit ſeinen reépräſentativen Pflichten abzufinden“, gebrochen, und ſich ſelbſt mit dieſer ebenſo kleinlichen wie nutzloſen Demonſtration erniedrigt; ſich und ſeine Partoi. Wir glauben verpflichtet zu ſein, den Fall Geck recht energiſch zu unterſtreichen. Für den Augenblick ſind wir geſpannt, wie die ſozialdemokratiſche Preſſe des Landes ſich mit dieſer geſinnungstüchtigen Taktloſigkeit abfinden wird. Uns zeigt ſie aufs neue, was es mit der beſchönigenden Be⸗ hauptung auf ſich hat, die badiſche Sozialdemokratie ſei ſo viel bürgerlicher gewiſſermaßen als die Bebelſche und deshalb könnten bürgerliche Parteien ihr ſchon freundlich einmal die Hand reichen. In entſcheidenden Fragen iſt die badiſche Sozialdemokratie genau ſo geſinnungstüchtig, genau ſo in Totfeindſchaft zur bürgerlichen Geſellſchaft und ihrer geſchicht⸗ lich gewordenen Staatsordnung, wie die Bebelſche. Wir möchten daher die ſogen. Taktloſigkeit des Herrn Geck weit weniger als einen perſönlichen Mangel an Lebensart deuten, die Quelle iſt das demokratiſche Staatsdogma des Sozialis⸗ mus, das ſolche Taktloſigkeiten befiehlt. Wir denken, der Fall Geck wird aufklärend und luftreinigend wirken. Pfälziſche Politik. Frankenthal, 30. Sept. In hieſiger Stadt hat ſich am Samstag Abend eine Ortsgruppe des Antiultra⸗ montanen Reichsverbandes gebildet. Unter den Mit⸗ gliedern befinden ſich Angehörige der verſchiedenſten Berufsklaſſen. Der Begründung ging eine vertrauliche Beſprechung in der Schuff⸗ ſchen Wirtſchaft voraus. Die Vorgänge in Marokko. * London, 30. Sept. Das Reuterſche Bureau meldet aus Caſablanca vom 29. September: Muley Hafid iſt im Be⸗ griff, die Umgegend von Marrakeſch zu verlaſſen und mit 25 00⁰ Mann und 25 Kanonen guf Rabat zu marſchieren; er wird ſich unterwegs mit der Mahalla ſeines Heerführers Mulay Raſchid vereinigen. Waffenſchmuggel und Durchſuchungsrecht in marokkaniſchen Gewäſſern. Frankreich und Spanien haben auf die kaum beſtreitbare Tatſache hingewieſen, daß die marokkaniſche Regierung nicht im⸗ ſtande iſt, die ihr durch die Akte von Algeciras zugewieſene Ver⸗ hinderung des Waffenſchmuggels durch fremde Handelsſchiffe tatſächlich durchzuführen. Die beiden Mächte wünſchen deshalb, daß franzöſiſche und ſpaniſche Kriegsſchiffe damit betraut wer⸗ den, die al'o danach das Recht haben würden, verdächtige Schiffe, gleichviel welcher Flagge, anzuhalten und in den nächſten marok⸗ kaniſchen Hafen zu führen, um die genane Unterſuchung vorzu⸗ nehmen. Da ausdrücklich geſagt iſt, daß die Feſthaltung und die Unterſuchung auf die Dampfer der in regelmäßiger Fahrt Marokko umlaufenden Linien nicht angewendet werden ſoll, wer⸗ den deutſche Intereſſen kaum berührt. Es handelt ſich weſentlich nur um kleine Dampfer und Segler, unter denen die deutſche Großherzogs hat am 2 Handelskammern die als Vorort des Badiſchn Handelstages folgende Bei ergehen laſſen: An G ßherzog Friedrich II., an di zogin Luiſe von Badenſan Der Tod des Hroßherzogs von Telegramme ler badiſchen Handelskammer Anläßlich des Ablßens Seiner Königlichen September 1907 namens de⸗ ndelskammer für den Kreis vo den Prinzen Max von Be Seiner Königl. Hoheſ dem Gro ßherzog Frie db Baden, Karlsruhe. Eure Könſache Hoheit bitten wir, guädigſt geſtatten, daß auch wir, di des Handels und nduſtrie Badens, an der B geliebten Großherzogſ⸗Eurer Königlichen Hoheit ters unſere aufricht tiefempfundene Teilnahm an dem unetſetzlichen Jerluft, der dem Großherzogl wie dem ganzen Lank ja ganz Deutſchland auferl. Nach einem reicc und hochgeſegneten Leben Kllzufrüh für Sein Hnes Haus, allzufrüh für d Deutſcher die in Seiſen Lande und weit darüber geliebt haben und zuhehm aufſchauten als dem deutſchen Fürſten undehdannes, iſt Großherzog Fr uns genommen. In dieſen ernſteſ Tagen einer großen und tie geloben wir niemals„ bergeſſen der hohen Verdienſte berzog Friedrich ſich rworben hat um die Einigung ſchen Stämme zum euen Reich, ſtets eingedenk hohen Pflicht des Dakes für die unabläſſige Sorg Land, deſſen Blühen nd Gedeihen Er durch mehr g bes Jahrhundert unrmüdlich ein hochſinniger M Förderer war. Eurer Königliche Hoheit aber bitten wir an des Heimgegangenen das Gelöbnis der Treue zum Herrſcherhauſe erneuen zu dürfen. Eurer Königl. Hoheil tiefergebenſte Badiſche Han zin deren Namen Die Handelskatmer für den Kreis Mannhe es.] Lenel. .] Dr. Emminghaus den 28. Septembe 1907 8 Ihrer Königl. Hoheit er Großherzogin bon 1% Karlsruhe. Königlick doheit! Unter dem Traue fäute der Glocken des ga dränat es uns Eurer iniglichen Hoheit, der ſchw Gattin unſeres gelieb Fund ganz Deutſchland z riſſenen Landesfürſten, tieſſte Teilnahme auszuſg Mit allen Badenerz ſtehen die Vertreter des Hch der Induſtrie des Lanbez, die Großherzog Friedrie auf das Blühen und Gedeihen unſeres Landes gericht zu fördern unermüdlich beſtrebt war, tieferſchüttert Bahre des edelſten Fürſten und Menſchen, des m Vorbildes des deutſcher Volkes. Mögen Eure Köngliche Hoheit in dem unſäg das mit dem Verluſt des beſten Lebensgefährten S hat. Troſt finden in den großen Liebe und Treue, di Badener Volk ſeinem geliebten Landesfürſten im entgegengetragen hat 1 im Tode immerdar bewahk Eurer Königl. Hoheit hefergebenſte Badiſchen Hand in deren Namen Handelskammer für den Kreis Mannheir Gez.] Lenel. (eez.] Dr. Emminghaus. den 28. September 1807. 5 Seiner Großherzogl. Loßeſt dem Prinzen Mapi von Baden, Karlsruhe. Eure Grofherzogliche Hoheit wollen uns geſtatten, Namens der Handelskamme aus Anlaß des tiefſchmerzlichen Verluſtes, den das end. ührliche Darſtellung Die Dame zieht die Glocke. Eine einfach getleibete Frau mit verhärmten Zügen öffnet. „Ich möchte Frau Morton ſprechen. Iſt ſie zu Hauſe?“ Leichte Röte ſteigt in die fahlen Wangen der Frau. Ich bin Frau Morton.“ Ah—!“ Wie impulſiv ſtreckt die Dame beide Hände aus. veue ich mich, meine liebe Frau Morton] Mein Name ſſt. Flagge in jenen Gegenden nur ſehr ſelten vertreten iſt. Auch liche Haus und mit ilm unſer ganzes Land durch 99 ã ðvbbbb eeeeeeeeeeeee eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee 55 er Plötzlſch zuckt Diang Mackay zuſammen. Was iſt das! welch merkwürdige Töned Gortſetzung folgt.) Aus der Geſellſchaft vot Elſe Rema. Die ehemalige Kronßrinzeſſin von Sachſen, jetzi Signora Toſelli, geborene Erzherzogin von Oeſterreich dene Gräfin Montignoſo, pie ihre diverſen Titel im Akt hat die Hoffnung, daß da Drama ihres Lebens guf ein beſchränkt bleiben würde, vernichtet. Nachdem der Vor —— Cheater. Runſt ung Iicſenſchant. Frankfurter Opernhaus.(Spielplan.) Dienstag, 1. Okt.:„Tief⸗ Mackay.“ land“.— Mittwoch, 2. Okt.:„Der fliegende Holländer“.— 1155 Ste Okt.:„N— Sams 5. Okt.:„Die,§ as wie Freude huſcht über die eingefallenen Züge der V e 0 einem Trauerſpiel gefallen, das in den Annalen der W ren Frau.„Samſon und Dalila“.— Montag, 7. Okt.:„Die luſtige Witwe“ kaum ſeinesgleichen findt, bietet die Frau, die bert „Bitte. wollen Sie nicht eintreten?... Hier— ins Hinter⸗ Brund Panl. Der Kaſſer verlieh durch Erlaß vom 25. Sept. Sachſens Krone zu trager, in ihrer Verehelichung eine mmer!.. Vorn iſ' Ada.“ dem Profeſſor Brund Paul aus Anlaß der großen Berliner Kunſt⸗ des mit der än Senſationsdichter ſich Ehr a? Wer iſt das?“ ſragt Diana Mackav mit gutgeſpielter ausſtellung die goldene Medaille für Kunſtt Rirte die ee hegrundet, daß die Siandm ſ erung, indem ſie auf einem Rohrſtuhl Platz nimmt und Benedig als„italieniſches Vayreuth.“ Man ſchreibk uns aus einem Zweiakter nicht degtügt, man ben r geſpannt ſeiß u Morton ihr lächelndes Antklitz zuwendet,. Venedig: Im nüchſten Jahre ſoll ſich zum erſten Mal ein Plan 87275 noch und 15 M naſte Tochter. Mein lieber, kleiner Engel.“ verwirklichen, der ſchon ſeit längerem, in der Lagunenſtadt mnd hat ſich Keurungen 87 5 5 75 18* ird8 Joni 3* 211* 8 1 11 88 8 e herab. wird: Im„Fenice“⸗Theater ſollen alljährlich im Herbſt nach dem Hofe als Spußtente außchgeicnet. Möglſch daß ſhr 5—* 5 Vorbilde von Bayreuth eine Reihe von Feſtaufführungen veran⸗. 0 „ 5 Oper s dem klaſſiſchen italieniſchenals Gattin Toſelli's nock ſehr zuſtatten kommt. Ganz gute Ruth erzählte mir ſo oft von Ihnen, ſtaltet werden, in denen Opern aus dem klaſſiſchen italieniſchen von den übrigen Begleitumſtänden dieſer Ehe, berührt Repertoire mit modernen italieniſchen Opern und großen Sinfonie⸗ 1 Bet 1 ſer E beri abwechſeln. Der Vertrag zwiſchen den Beſitzern des des Waen e unſompathiſch. da die iunge DTheaters und Tito Ricordi, von dem die Initiative ausgeht, ſoll] ganze Jahre melk 3 ee werfen in den nächſten Tagen zum Abſchluß gelangen. Man rechnet darauf, 0 e 55 Le daß der Fremdenzuſtrom, der in den letzten Jahren gerade in den 8 8 1270 lich 55 8 5 inton Herbſtmonaten ſtändig gewachſen iſt und Venedig zu einem Sammel⸗ 38 55 Auung 95 Diane 85 Poi 15 0 ſich punkt der vornehmen Geſellſchaft gemacht hat, auch ein genügendes 25 man die für die f 805 e Publikum für eine derartige Veranſtaltung liefern wird. Die 1 war in erſten Feſtſpiele ſollen im Auguſt 1908 eröffnet werden und bis 5 5 apo 125 8 abgef ſie 8 9 85 70 8 58 Ende September dauern. Zunächſt wird ein feſter Kontrakt für Seitenſprünge des Gemchls aber der Alte ch Ihnen eine Taſſe Tee be⸗ dref Jahre abgeſchloſſen. 1903 werden vier klaſſiſchg italieniſche⸗[bbei dieſem jüngſten Ehepꝛare iſt denn doch gar zu bedez 6P Opern in jeder Woche einmal zur Aufführung gelangd die Sin⸗ überſehen werden 3u könen. die Tür etwas hinter fonie⸗Konzerte werden an den Sonntagen veranſtaltet. Leiter 5„„ 5italieniſchen Bayreuth“ wird Arturo Toscanini ſein, und 1 aſt 0 0 apitel ch elen un; die Solopartien ſollen die berühmteſten Geſangskünſtler, darun⸗ alles, was ſich ſonſt im Zannkreis von Höfen und Geſeh „gewonnen werden. Ein beſonders ſtarkes Orcheſter]geben hat, muß vor dem Schauſpiel verblaſſen, das in italieniſchen Opernorcheſtern zuſammengeſetzt.! Inſzenjerung erlebte. Dle engliſchen Ariſtokratim * Ibre liebe Angeſichts des ſenſchionellen Ereigniſſes dieſer jüng mählung fält es faſt ſchter, ſich andern Kapiteln zuzuwe Mänfherm, 1. Okloscer. 2 „eneral-Anzeiger!(Mittagvlat) —— 0 5 — 805 8. Seite. 5 ſcheiden Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs erlitten hat die innigſte, tiefempfundene Teilnahme zum Ausdruck zu, bringen. Eurer Großherzoglichen Hoheit ergebenſte den Kreis Mannheim. Autwerttelegramm an die Zweite Kammer. Das Telegramm des Großherzogs lautet: Mainau, den 30. September 1907. An Oberbürgermeiſter Wilckens, Heidelberg. Den beiden Präſidenten und den Sekretären der Zweiten Rammer des Landtages 1905/06, die mir in ſo freundlicher Weiſe bei dem Tode meines innigſtgeliebten Vaters, des Großherzogs Friedrich, ihre treue Teilnahme und den Aus⸗ druck ſo werter Geſi igen entgegengebracht haben, ſage ich meinen cufrichtigen und herzlichen Dank. Friedrich, Großherz Friedrich ergebenſt Handelskammer für An Oberbürgermeiſter Welckens, Heidelberg. Ihre Königlichen Hoheiten beauftragen mich, dem Präſi⸗ dium und der Sekretären der Zweiten Kammer des Land⸗ tages Höchſtderen tiefempfundenen Dank auszuſprechen für die wohltuenden Worte der Teilnahme an ſchwerſtem Leid. von Eckermann, Kammerherr. Amneſtie. rlsruhe, Als nächſten Re⸗ gierungshandlungen des Großherzogs Friedrich II. wird ein allgemeiner Amneſtieerlaß angekündigt. Eine Erinnerung. Ein Leſer ſchreibt uns:„Am 28. September 1883, alſo vor 24 Jahren wurde das Germanig⸗Denkmal auf dem Niederwald eingeweiht: bei dieſer großen Feier war unſer unvergeßlicher Großherzog auch zugegen. Es würde mich ſehr freuen, auch dieſen Tag, der mit dem Todestage zuſammentrifft, in die Erin⸗ nerungen an die großen Taten, die der Dahingeſchiedene hat helfen vollbringen, einzuflechten. Ueber Großherzog Friedrich II. ſchreibt der Kerlsruher Korreſpondenk der„Straßb. Poſt“: Nach ſeiner im Jahre 1902 erfolgten Ueberſiedelung nach Karlsruhe widmete ſich der Erbgroßherzog in unermüblicher Weiſe den Intereſſen feiner Heimat, während die Erbgroßher⸗ zogin an der Förderung der Aufgaben des Badiſchen Frauen⸗ vereins wie der Wohlfahrtspflege überhaupt teilnahm. Der Erb⸗ großherzog wohnte fortan Sitzungen der Miniſterien bei und ließ ſich von den Miniſtern in die igkeit der Regierung ein⸗ führen. Täglich fuhr er vor den Miniſterien vor, intereſſierte ſich für alles, auch für die kleinſten Dinge und verbrachte ſtets längere Zeit bei dem leider ſo früh verſtorbenen Finanzminiſter Buchenberger teils auf deſſen Arbeitszimmer, teils auch in deſſen Wohnung. Alle Beamten, die mit dem Erbgroßherzog in Be⸗ rührung kamen, rühmen deſſen Begabung, Pflichttreue und Ge⸗ rechtigkeitsſinn. Sie fanden in ihm einen modern denken⸗ den Fürſten, der mit einemguten Tropfen ſoztalen Oels geſalbt iſt. Der neue Großherzog iſt in ſeinem Charakter, ſeinem Denken und Fühlen ſeinem unvergeßlichen Vater äußerſt ähnlich. Die gleiche Leutſeligkeit zeichnet ihn aus und bei der ſorgfältigen Erziehung, die er ſeitens beider Elternteile genoß, darf man ſagen, daß die Führung des Landes die gleiche bleiben wirb. Bis zum letzten Tag iſt der Erbgroß⸗ herzog ſeinen Eltern mit kindlicher Ehrfurcht begegnet, immer hat er ſich als Sahn gefühlt und das ſchöne Verhältnis zu den Eltern iſt niemals getrübt worden. 2 Friedrich J. und die Reichslande. Bei den intimen Beziehungen die zwiſchen Elſaß⸗Lothringen ud Baden als Nachbarländer er aroßen Beliebtheit, ja Begeiſterung, mit welcher das elſäſ⸗ Volk, insheſondere die Einwohner der Stadt Straßburg em Großherzog Friedrich von Baden hingen, nief die Nach⸗ richt von deſſen Hinſcheiden im ganzen Land tiefe Teilnahme Der Großherzog war, ſchon bevor Straßburg deutſch uuin Str ug ein gern geſehener Gaſt. Wähend der Belagerung war Sept. eine der er es hauptſächlich, der beim Bombardement auf die Schonung des Münſters den größten Wert legte; auch aben ihm viele Einwohner ihren Auszug während der Ein⸗ chließung der Feſte zu verdanken. Nach der Einnahme der Stadt lag dem badiſchen Fürſten der baldige Wiederaufbau der gerſtörten Häuſer, öffentlichen Gebäude und Kirchen, wie über⸗ haupt die Erneuerung und Verſchönerung von Straßburg ſo ſehr un dieſelbe eine Stadt ſeines eigenen Landes nis zum Für⸗ ſpekteur der 5. Armeein elkorps angehren, fü von jeher beſtanden haben, bei Verſtorbene, dem„Schwäb. Merkur“ zufolge, jederzeit der Ent⸗ wicklung der Straßburger Faiſer⸗Wilhelms⸗Unierſität zuge⸗ wandt. Die Leitung der Univerſität hat nach Eintreffen der Trauerkunde auch ſofort Beileidstelegramme an die Großher⸗ zogin⸗Witwe und den nunmehrigen Großherzog gerichtet, in wel⸗ chen betont wird, daß die Undberſität dem ruhmreichen, vater⸗ ländiſchen Wirken des Heimgegangenen ihr Beſteyen verdanke. widmen dem Hingegange⸗ ütſchtums im Reichsland Nekrologe. Die Blätter aller Parteigruppierunge nen, der ſich um das Erſtarken des unſchätzbare Verdienſte erwarb, tiefempfundene **** Konſtanz, 30. Sept. Die ſchweizeriſche Ge⸗ meinde Emmishofen hat der Konſtanzer Stadtverwaltung folgende Kundgebung zugeſchickt?„Empfangen Sie von Herzen die inni und aufrichtigſte Teilnahme unſerer ganzen Gemeinde an dem ſchweren Verlufte Ihres edeln unbergeßlichen Landes⸗ fürſten.“ * Bremen, 30. Sept. Der Senat ſandte anläßlich des Ablebens des Großherzogs von Baden folgendes Telegramm an den jetzigen Großherzog: „Eure Königliche Hoheit bittet der Senat, den Ausdruck ſchmerzvollſter Teilnahme entgegenzunehmen, von der der Se⸗ nat und der geſamte bremiſche Freiſtaat erfüllt iſt, durch das Ableben Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Friedrich von Baden, des allverehrten Herrſchers, den mit ſeinem ganzen Lande das ganze deutſche Vaterland als Mitbegründer des neuen Deutſchen Reiches betrauert.“ Das Antworttelegramm lautete: „Für die ſo warme Teilnahme, von der der Senat und der geſamte bremiſche Freiſtaat durch das Ableben des Großher⸗ iedrich, meines innigſt geliebten Vaters, erfüllt ſind, ſage ich tiefgerührt herzlichſten Dank. Frie drich, Großherzog.“ Nus Stadt und Land. * Maunheim, 1. Oktober 1907, Aus der Stadtratsſitzung vom 26. September 1907. U (Schluß.) Uebertragen wird: a) die Ausführung der Maſſenkloſett⸗ anlage in der Schillerſchule dem Spenglermeiſter A. Bärenklau hier; bp) die Lieferung von etwa 358 Kbm. Bahnſchotter zum Ausbau der Gleiſe im Induſtriehafen der Firma Gebr. Leferenz in Heidelberg; e) die Ausführung der Iſolierung der über die 2. Neckarbrücke führenden Gas⸗ und W̃ ſſerleitungen den Mannheimer Iſolier⸗ werken und Korkſteinfabrik; d) die Lieferung der Beleuchtungsein⸗ richtung mit Ausnahme der Deckenkronen für 12 Motorwagen der Firma Siemens⸗Schuckert⸗Werke in Berlin, die Lieferung von 24 Deckenkronen der Firma Frankl u. Kirchner hier; e) die Ausführung von Schreinerarbeiten für die Abork⸗ und Badanlage im Werk⸗ ſtättengebäude der Pumpſtation im Käfertaler⸗Wald an Schreiner⸗ meiſter Michgel Kurz hier. Die infolge Ablebens der Induſtrielehrerin Johanna Bernauer freigewordene Stelle wird der Hilfslehrerin Roſa Müller über⸗ tragen. 5 Das Volksſchulrektorat wird zur Anſchaffung der für die Hum⸗ boldt⸗ und Schillerſchule erforderlichen Lehrmittel ermächtigt. Dankſagungen für die anläßlich ihrer hieſigen Tagungen von der Stadtgemeinde geleiſteten Darbietungen ſind eingelaufen von: 1. dem Anwaltsverein Mannheim, 2. dem Verein Badiſcher Tier⸗ ärgte, 3. dem Badiſchen Landesverein für Bienenzucht; ebenſo dankt der„Feuerio“, Große Karnevalgeſellſchaft, für die ihm aus Anlaß ſeines Volksfeſtes ſtädtiſcherſeits gewährte Unterſtützung. Einladungen liegen vor zu: 1. dem vom 5. bis 9. Oktober hier ſtattfindenden Kongreſſe Deutſcher Pomologen und Obſtzüchter und Hauptverſammlung des Deutſchen Pomologenvereins; 2. der vom 28. bis 30. September in der Kaiſerhütte ſtattfindenden Jubiläums⸗ Kaninchen⸗ und Geflügelzucht⸗Vereins⸗Ausſtellung. Von dem Geſchäftsbericht des ſtädtiſchen Unterſuchungsamtes für das 2. Vierteljahr 1907 wird Kenntnis genommen. Bei Gr. Staatsanwaltſchaft wird Strafantrag geſtellt: a) gegen den Fabrikarbeiter Michgel Mika in Friedrichsfeld wegen Sachbeſchädigung, verübt im Notarreſt der Poligeiwache des 4. Reviers; b) gegen den Schmied Friedrich Walter hier wegen Beleidigung eines Beamten des Arbeitsnachweisbureaus. * Beileidstelegramm. Als Antwort auf ein Beileidstele⸗ gramm des Vereins zur Verbeſſerung des Dienſtbotenweſens iſt nachſtehende Antwort am 30. September eingetroffen: Herrn Pfarrer Ahles, Vorſteher des Vereins für Verbeſſerung des Dienſtbotenweſens. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin Luiſe, Höchſt⸗ welche ſich noch außerſtande fühlt, ſelbſt zu anworten, haben mich beauftregt, dem Perein zur Verbeſſerung des Dienſt⸗ botenweſens in treuer Erinnerung alter Beziehung für den Ausdruck innigen Beileids bei dem ſchmerzlichen Verluſt, eN n ene 2 nardi“ welcher Allerhöchſtdieſelde und das ganze Großlhrzogliche Haus getroffen hat, Höchſtihren allerherzlichſten 0 ſagen. helius. * Die Vereidigung der Truppen der hieſigen Garniſon auſ den neuen Landesherrn fand geſtern nachmittag ſtatt. Um 3 Uhr wurden die Fahnen durch eine Kompagnie mit der Regiments⸗ müſik u. den Spielleuten in der Kommandantur abgeholt u. nach den neuen Kaſernen derbracht, woſelbſt dann um 5 Uhr die 15 1 durch Herrn Oberſt von Winterfeld vorgenommen wurde. * Ausgeſtellt. Die Mainau(Prof. Gagg) naturgetreues Gemälde in einer Seemuſchel iſt zur Zeit im Schaufenſter des Uhrmachers K. Schroff, Breiteſtraße, U 1. 7, ausgeſtellt. Prüfung der Rechtspraktikanten. Die nächſte Frühjahrs⸗ prüfung der Rechtspraktikanten(zweite juriſtiſche Staatsprüfung) wird gegen Mitte Januar kommenden Jahres beginnen. Die An⸗ meldungen zu dieſer Prüfung ſind im Laufe des Monats Oktober in der vorgeſchriebenen Form beim Juſtizminiſterium einzureichen Falſche Reichskaſſenſcheine. Seit dem Monat Juli d. J. ſi in den verſchiedenen Städten Deutſchlands falſche Reichskaſſen⸗ ſcheine von 1882 über 20 M. verbreitet worden, deren Verfertiger und Verbreiter bisher nicht ermittelt werden konnten Die Scheine ſind auf lithographiſchem Wege hergeſtellt und leicht an dem dunk⸗ leren Druck— namentlich auf der Rückſeite— als Falſchſtücke zu erkennen. Die Reichsſchuldenverwaltung Berlin ſichert demjenigen, welcher einen Verfertiger oder wiſſentlichen Verbreiter dieſer Falſchſtücke zuerſt ermittelt und der Polizei⸗ oder Gerichtsbehörde dergeſtalt nachweiſt, daß der Verbrecher zur Unterſuchung gezogen werden kann, eine Belohnung von 1000 M. zu. * Jubiläum. Am 1. Oktober ſind es 25 Jahre ſeikdem Herr Johann Menges im Hauſe Jacob Retwitzer, Zigarren fabriken, Mannheim, als Buchhalter tätig iſt. Aus dieſem Anla wurden dem Jubilar vielſeitige Ehrungen zuteil und auch ſeitens der Firmeninhaber wurde Herr Menges in Anerkennung ſeit langjährigen Tätigkeit in reichlichem Maße bedacht. * Egiſſenſchaftliche Ballonfahrten. Am Donnerstag, d 3. Oktober, finden in den Morgenſtunden internationale wiſſen⸗ ſchaftliche Ballonaufſtiege ſtatt. Es ſteigen Drachen bemann oder unbemannte Ballons in den meiſten Hauptſtädien Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Inſtri gemäß den Ballon und die Inſtrumente ſorgfältig birgt un die angegebene Adreſſe ſofort telegraphiſch Nachricht ſendet. * Der Verein für Volksbildung verſchickt ſoeben einen ſichklichen Vortragskalender für das Winterhalb 1907/08. Daraus entnehmen wir, daß im ganzen 29 vorgeſehen ſind, wovon 21von jedermann unentgeltlich beſuch können, während für den bereits am letzten Miktwoch begon achtſtündigen Lehrgang über„Die Weltanſchauungen der Denker der Neuzeit bis Kant“ von Mitgliedern oder ſolche angeſchloſſenen Vereine, ſowie Schülern 1 Mark zu bezahl Wie der äußerſt gute Beſuch des erſten Vortrags betwies, wer die Veranſtaltungen des Vereins immer mehr gewürdigt. 8 Füßen des beliebten Heidelberger Gelehrten Dr. Elſe ſaßen mindeſtens 250 andächtig lauſchende Hörer aus alle den und der ſeither fortgeſetzte Bezug neuer Karten iſt ſicher die Empfehrung der Anweſenden zurückzuführen. Um noch w te Kreiſen den Beſuch der übrigen ſieben Vorträge zu ermögl wird der Verein am Eingang des Rathausſaales noch Karten kaufen. Ebenſo werden dort an die Hörer Vortragskalen Programme unentgeltlich abgegeben, desgleichen am Zeitu beim Waſſerturm. Der nächſte Vortrag findet Mittwo⸗ 2. Oktober, abends 8¼ Uhr ſtatt. 8 * Antwortſcheine für das Ausland. Um im Verkehr anderen Ländern die Vorausfrankierung von Antwortbrief⸗ ermöglichen, werden vom 1. Oktober ab Ant w ortſche das Ausland zum Verkaufspreiſe von 25 Pfg. ausgegeben, die im Oberpoſtdirektionsbezirk Karlsruhe Poſtämtern in Baden⸗Baden 1, Bruchſal 1, Heidelberg 1 Karlsruhe 1, Mannheim 1, Pforzheim 1, 2 und 4, Raſtatt 1 Weinheim zum Verkauf geſtellt werden. Poſtanſtalt i, bei Antwortſcheine nicht vorrätig gehalten werden, vermitt Bezug unentgeltlich. Die Einrichtung iſt ſo gedacht, daß welcher einem anderen die Zahlung des Portos für einen brief erſparen will, einen Antwortſchein kauft und den im Briefe überſendet. Der Empfänger des Antwortſche dieſen bei einer Poſtanſtalt vorzulegen und erhält von ihr Werte von 25 Cenkimes entſprechendes Landespoſtwertzeich bon anderen Poſtverwaltungen ausgegebenen Ankwortf ei den von allen Poſtanſtalten des Reichspoſtgebiets gege im Werke von 20 Pfg. für jeden Antwortſchein umgetau Länder des Weltpoſtvereins an dem Verfahren te an den Poſtſchaltern erfragt werden. * Saalbau⸗Apollo⸗Theater. Infolge der einge destrauer werden die beiden Etabliſſements erſt den 3. Oktober wieder geöffnet und zwar gaſtiert das Berliner Schauſpiel⸗Enſemble, Direktion E. Wal der Detektiv⸗Komödie„Sherlock Holmes“ in 4 nand Bonn, während das Apollo⸗Theater die n. einem erſtklaſſigen Spezialitäten⸗Programm, größte Verwandlungskünſtler der Gegenwart„A röffnet„ finniger veranlagt, als die adeligen Damen anderer Staaten. Daß Ladies Inhaberinnen von bea-rooms und Modemagazinen ſind, iſt eine bekannte Tatſache, weniger bekannt dürfte es ſein, daß die hochgeborenen Damen nicht vor dem Beruf einer„Amateurkonfek⸗ u. Dieſe Bezeichnung dürfte einiges Befrem⸗ 1 Deutſchen kennen ſie nicht, da wir über Ver⸗ slang nicht verfügten. In Ariſtokratie eine bedeu⸗ u machen. ur Repräſentanz beſitzen und ſſe von reklamebedürftigen Lieferanten ihre rauchen nur dafür zu ſorgen, daß ſie in den Zeitungen exwähnt Für perſönliche Empfehlungen im Freundeskreis beziehen jell veranlagten Damen noch extra Prozenke. Neuer⸗ der guten zurüick. Lords Ec⸗ ie ind ſchrecken unternehmungsluſtige engliſche Damen ſchaft auch nicht vor dem Beruf einer Detektivin In einigen Wochen wird man die Vermählung des Le keon, eines Sohnes Lord Cromers, mit Lady Ruby Elliot, de⸗ ten Tochter des Vizekönigs von Indien, Lord Minto, feiern. im Bräutigam weiß man nur wenig zu erzählen, dafür aber deſto nehr von der Braut, die ein ſehr ſchönes Mädchen von intereſſau⸗ l von Braganza und chen Heiratskandidaten, ein kann, ſelbſt als Kronpri erriſſene Land zu ziehen Kronprinz d Geſchlecht von ſeinem„alten Herrn“ geerbt haben ſoll, beeilt man ſich um ſo mehr, den jungen Mann unter die Haube zu bringen. Für die pekuniäre Exiſtenz des hohen Paares wäre ja bereits aus⸗ giebig geſorgt, es fragt ſich nur, welche Prinzeſſin geneigt oder geeignet ſein dürfte, den Umzug nach Portugal zu bewerkſtelligen. Auswahl ſteht dem jungen Kronprinzen zu Gebote. Eine gauee Menge öſterreichiſcher Erzherzoginnen, darunter die jüngſte Schtve⸗ ſter der Signora Toſelli kämen in Frage. Agnes Maria Thereſe bon Toskana ſteht in ihrem 16. Lebensjahre, doch dürften ihre Heiratschancen nach Lage der Verhältniſſe am geringſten ſein. Im Hauſe des Prinzen Ludwig von Bayern gibt es auch drei heirats⸗ fähige Prinzeſſinnen, in Montenegro iſt man gleichfalls noch mit Töchtern begabt und ganz im Geheimen wird von einer hohen⸗ zollernſchen Prinzeſſin gemunkelt, einem Patenkind der Kaiſerin Auguſte Viktoria, die in erſter Linie dazu berufen ſein ſoll, die Krone Portugals zu tragen. Am Strande des däniſchen Oreſund, in dem „Hoidore“ ſind im Moment zwei erlauchte Schweſtern vereint, di gemeinſchaftliche Beſitzerinnen des idylliſch gelegenen Landſchlöß⸗ chens ſind, das außer den Räumen für die Dienerſchaft nicht mehr wie 17 Räume umfaßt. Die Königin von England und die Kai⸗ ſerin⸗Witwe von Rußland haben ſich hier angekauft, um fern von höfiſcher Repräſentation in friedlicher Ruhe ihren Reminiszenzen und der Erholung zu leben. weißen Schloß wann der Beſitzer es je benutzen wird. — Anekdolen Feuilleton über Groß Frank ieren 9. und ein Glas ſelbſtgebrannt die und ſeine Begleiter ließen f Für König Eduard ſteht ein ſtilvoll eingerichtetes Billardzimmer bereit, doch iſt es noch fraglich, ob und 85 den. wenn man ein angebot „'bruchts nit, r G wie ihm der Großherz ren von den Mannheimern erz e Großherzog habe ſie beim Beſu Schützen⸗ oder Sängerfeſt ſo entzückt, von ihnen beim Feſtbankett mit Brüderſchaft trinken wollte. Die wohl nur den Sieg der großherzoglichen Liebe die„Mannemer“ illuſtrieren, die zuvor gegen ziemlich„rabiat“ geweſen waren. des unteren Schwarzwaldes und dab einem der großen einſamen Bauern ſcheidenen Imbiß zu ſich zu nehmen u zu unterhalten, So kam er einmal auch a Kepplertal; deſſen Inhaber der„S dem Beſten auf, das er hatte: Rirſch und das freute den Sur⸗Klemens ſe! ging. wollte er das Genoſſene bezahle⸗ nahm keine Bezahlung an. Da ſag „Nun, wenn Ihr kein Geld Geſchenk machen und Euch Herr Großherzog, a durchus nit!“ Seither Echrdeft kebrte 8 General · einzeiger. Mittagblatt) Herr Otto Bohnſack, Kellner im Parkhotel, erſucht uns feſt⸗ zuſtellen, daß in dem Artikel„Weinpantſcherei vor dem Schöffengericht“ genannt zwurde. Selbiger ſerviert in einem hieſigen Hotel dem Perſonal das Eſſen und hat das Geſchirr zu reinigen. Weyn er nun auch vorübergehend in einer ſpaniſchen Weinſtube Kellner geweſen ſein ſoll, nebenbei auch Küfer iſt, ſo finde ich es, ſo ſchreibt Herr Bohnſack, im Intereſſe unſeres Standes noch lange nicht für recht, dieſe Perſon in der Heffentlichkeit Kellner zu nennen. * Gedenket der Hausratſammelſtelle beim Umzug! Bei jedem Umzug gibt es Dinge, für die weder in der alten, noch in der neuen Wohnung ein Plaßtz ſich findet. Laßt dieſe Unge⸗ zählten nicht ein nutzlos Leben in der Manſarde führen; in der Hausratſammelſtelle wird alles verwertet. Zerbrochene Möbel werden liebepoll geflickt, ehe ſie einem zweiten Beſitzer dienen; Kleidungsſtücke jeglicher Art, beſonders auch Stiefel, ſind höchſt degehrte Kaufobjekte. Eine Poſtkarte, adreſſiert an die Hausrat⸗ M 3, veranlaßt, daß alles Entbehrliche abgeholt wird, Eeine Weinpantſcherei vor dem Schöffengerichte. Die Ver⸗ Hhandlung gegen den der Weinpantſcherei beſchuldigten Wein⸗ häudler Fr. de PL. Madrenas wurde am Samstag, vormittag 9 Uhr fortgeſetzt Als Dolmetſch fungierte heute der Sekretär des hieſigen ſpaniſchen Konſulats, Friedel, der fließend ſpaniſch ſpricht und verſteht. Als Sachverſtändiger war auf Antrag der Verteidigung noch geladen und erſchienen Dr. Grünhut⸗Wies⸗ baden, Dozent und Abteilungsvorſteher in dem Chemiſchen La⸗ boratorium von Profeſſor Dr. Freſenius⸗Wiesbaden, ferner hatte die Staatsanwaltſchaft noch einen Zungenſachverſtändigen, Weinwirt Lokowitz von hier beſtellt. Nach weiterer Einvernahme eines Zeugen werden die Sachverſtändigen vernommen. Kauf⸗ mann Ziegler hat die Bücher des Angeklagten unter Hinzu⸗ ziehung eines Dolmetſch geprüft, es war jedoch nicht möglich, aus der Menge des Bezugs bezw. aus dem Kaſſabuch und den Abſatz es Weines ein„Verlängerung“ des Weines im Sinne der An⸗ klage feſtzuſtellen. Der Vorſtand des ſtädt. Unterſuchungsamts hat bei der Vornahme der Kellerkontrolle, die er noch am ſelben Nachmittage gusführte, als Frau Bubeck guf dem Unterſuchungs⸗ amt erſchien, bemerkt, daß die vorgeſchriebene Tafel, das Ver⸗ zeichnis der Weine im Keller fehlte. Eine Feſtſtellung einer Fälſchung konnte nur erfolgen durch die vergleichende Analyſe, d. h. der im Keller liegende als gut befundene Wein konnte ihm nur als Unterlage dienen bei der analytiſchen Prüfung des als verwäſſert befundenen in der Wirtſchaft zum Ausſchank ge⸗ kommenen Weines. Einen Südwein könne man bis zum 20 Pro⸗ ent Waſſer zuſetzen, ohne daß eine Wäſſerung feſtzuſtellen ſei. Der Alkoholgehalt des im Keller liegenden Weines betrug 10,74 zent, bei 40 Prozen! Waſſerzuſatz mußte derſelbe betragen 34 Prozent, genau die in der Analyſe gefundene Zahl, die als ßerſt niedrig bezeichnet werden müſſe. Genau ſo reduzierte ſich ei 40 Prozent Waſſerzuſatz der Aſchengehalt von 0,319 auf 0,88. Dasſelbe Ergebnis zeigten bei dem angegebenen Waſſer⸗ volumen die Extdaktſtoffe. Bei allen drei vorgenannten Unter⸗ ſuchungen des Gerippes des Weines ergab ſich alſo bezüglich des Waſſerzuſatzes genau das gleiche Reſultat. Der Gutachter kommt demnach zum ſicheren Schluß: Der Bubeckſche Wein war zuſammengeſetzt aus 60 Teilen Wein und 40 Teilen Waſſer, der don dem Offlzianten im Hauptgeſchäft erhobene aus 64 Teilen Wein und 36 Teilen Waſſer, der in der Filiale erhobene aus 83 zeilen Wein und 17 Teilen Waſſer. Der von der Verteidigung ſtellte Chemiker Dr. Max Lepi bekämpft die Aufſtellungen es Kollegen, bei der Beurteilung des Waſſerzuſatzes bei aus⸗ ndiſchen Weinen laſſe die Wiſſenſchaft arg im Stich. Außer Ampurdan hat er den Valenciawein einer Unterſuchung worfen, die beide aus einer Provinz ſtammen. Gerade in em Gebiete gäbe es Weine, die einen Alkoholgehalt von nur 5 Prozent aufweiſen, ungefähr die Ziffer, welche ſein Kollege dem angeblich verfälſchten Wein gefunden habe. Der Sach⸗ erſtändige iſt deshalb der Anſicht, daß Herrn Dr. Cantzler tat⸗ ich Valeneiawein verabreicht worden ſei, bei dem er tatſäch⸗ ächlich einen bedeutend niedrigeren Alkoholgehalt gefunden hahe, an könne alſo keineswegs mit Sicherheit behaupten, der Wein gefälſcht, es ſei wohl möglich, daß der Angeklagte gerade dieſe chwachen Weine bezogen habe. Demgegenüber weiſt der erſte achverſtändige darauf hin, daß der Angeklagte doch ſehr un⸗ ionell und unverſtändig handeln würde, einen alkohol⸗ und raktarmen Wein aus Spanien zu beziehen, den man nicht ver⸗ ſchneiden könne, ein Wein mit 7 Prozent Alkoholgehalt könnte g cht in gutem Zuſtande in Deutſchland ankommen. Zur des Weines braucht der Zungenpröbler Lokowitz nur Minuten, um ſein Urteil zu fällen, daß der Kellerwein in nung, der in den Wirtſchaften entnommene Wein ſtark mit verdünnt iſt. Der Sachverſtändige Dr. Grünhut be⸗ t ebenfalls die Analyſe des Vorſtandes vom Städtiſchen ſungsamt inbezug auf die Nichtberückſichtigung des Mi⸗ gehaltes in der ſtädtiſchen Waſſerleitung, die jedoch nicht 0 10 laggebend ſei für die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der nalyſe. Er kommt zum Schluß, daß, wenn wirklich eine Fäl⸗ ˖ orliege, der Wein nicht bloß gewäſſert, ſondern auch ge⸗ ein müſſe, ſollten die Ziffern des Herrn Dr. Cantzler igkeit haben. lles recht ſchön, wenn Ihr nur nicht immer ſo läſterlich jürdet!“ Da guckte ihn der Förſter ganz verwundert an platzte er heraus:„Ja, Himmelsherrgottſakerment, berzog, ja fluch i denn?“ ſondern im obern Schwarzwalde, ſien, als der Großherzog einmal ihr als Witwenſitz zugewieſen war. Hier lebte ſie Jahre und die große Zuneigung, welche Großherzog ſeine junge Gemahlin zu ihr hegten, übertrug ſich der Zeuge Ribera nicht Kellner iſt, wie er Die Analpſe des Herrn Dr. Canßler England auf Beſuch befindet, zum Ehrendoktor. laſſe den Schluß zu. daß der Wein einen Zuſatz von Waſſer und Zucker erhalten habe, es laſſe ſich jedoch keine Ueberzeugung daraus gewinnen, daß die Proben aus dem von ihm angegebenen Original ſtammen. Der Amtsanpwalt kommt in ſeinem zirka zaſtündigen Plaidoher zu dem Anfrage auf Verurteilung des Angeklagten nicht unter 2 Monaten Gefängnis und 1000 Mark Geldſtrafe, ſowie ſpfortige Verhaftung des Angeklagten wegen Fluchtverdachts. Der Verteidiger des Angeklagten ſprach faſt eine Stunde, er zerpflückt die Ausführungen des Amtsanwalts wie jene des Belaſtungszeugen und des Sachverſtändigen und beantragt ſchließlich die Freiſprechung des Angeklagten von der Anklage der Weinfälſchung und nur die Erkennung einer Ord⸗ nungsſtrafe wegen Nichtführung des Verzeichniſſes. Um halb 7 Uhr verkündete der Gerichtshof das Urteil: Gegen den Ange⸗ klagten wird auf eine Gefängnisſtrafe von 1 Monat und 300 M. Geldſtrafe wegen Weinfälſchung erkannt, außerdem werden 5 M. Geldſtrafe ausgeſprochen wegen Nichtführung des Verzeichniſſes über die im Keller lagernden Weine[F 17 des Weingeſetzesſ. In ſeiner Begründung führte der Vorſitzende all' die belaſtenden Momente ins Feld, die den Angeklagten trotz ſeines hartnäckigen Leugnens als überführt erſcheinen ließen, Strafmildernd kam inbetracht, daß der Angeklagte in Deutſchland noch nicht vorbe⸗ ſtraft iſt, ſtraferſchwerend, daß er die Pautſcherei gewerbsmäßig betrieb und dabei mit beſonderer Raffiniertheit verfuhr, indem er erſt kurz bor dem Verkaufe die betrügeriſchen Manipulationen vornahm und ſo die Kontrolle äußerſt erſchwerte. Der Antrag auf Erlaſſung eines Haftbefehls wurde abgelehnt, da der An⸗ geklagte 2000 M. Kaution geſtellt hat. Wo iſt der Wach⸗ und Schließmann? Spielende Kinder fan⸗ den geſtern Abend 6 Uhr auf dem Bauterrain an der Schul⸗, Jäger⸗ und Jahnſtraße in Ludwigshafen in einem Loche in einer Papp⸗ ſchachtel die ganzen Zivilkleidungsſtücke eines Mannes, Hoſe, Weſte, Joppe, Hut, ein Paar Schuhe und 2 Taſchentücher. Heute früh 6 Uhr wurde durch einen Tagner an der Preßhefenfabrik eine Pel⸗ lerine, Ledertaſche mit Schlüſſelbund, Seitengewehr u. eine Laterne aufgefunden. Dieſe gehören einem Wach⸗ und Schließmann, der ſeit heute früh abgängig iſt. Die Uhr trägt die Nummer 595, ein Notizbuch die NRummer 27. Man vermutet, daß beide Funde im engem Zuſammenhang ſtehen. Der Wach⸗ und Schließmann, dem dieſe Uniformſtücke gehören, iſt der 38 Jahre alte, verheiratete Jakob Kärcher, wohnhaft Königſtraße 31 in Mundenheim, Er iſt ſeit heute früh abgängig. Die Wach⸗ und Schließgeſellſchaft gibt dem Manne das Zeugnis eines zuverläſſigen Beamten. „Ein tötlicher Radfahrer⸗Unfall ereignete ſich, wie ſchon kurz gemeldet, geſtern Vormittag GEcke der Hohenecken⸗ und Rheingön⸗ heimerſtraße in Mundenheim. Der 37 Jahre alte verhefratete Vor⸗ arbeiter Jakob Jung kam von ſeiner Wohnung in der Hohenecken⸗ ſtraße gefahren, um in die mit dieſer Straße einen ſpitzen Winkel bildende Rheingönheimerſtraße einzubiegen. Jung verſuchte unglück⸗ licherweiſe an der eben an der Ecke vorüberfahrenden Glektriſchen vor der Kopfſeite vorbeizufahren, wurde aber bon dem Vorderteil des Wagens erfaßt und zur Seite geſchleudert. Jung erlitt bei dem Sturze einen Schädelbruch und wurde ſchwer verletzt in ſeine Woh⸗ nung verbracht. Er ſtarb um 9 Uhr vormittags, ohne wieder das Bewußtſein erlangt zu haben. *Mutmaßliches Wetter am 2. und 3. Okt. Je eine Depreſ⸗ ſion von 755 mm bedeckt die pyrenäiſche Halbinſel mit Südveſt⸗ frankreich und dem Atlantiſchen Ozean. Nordweſtlich von Groß⸗ britannien, über ganz Mittel⸗ und Südrußland, ſowie über Rumä⸗ nien liegt noch das Maximum mit 765 mimn. Ueber dem deutſchen Reich iſt mit Ausnahme von Weſt⸗ und Oſtvreußen das Baro⸗ meter unter Mittel zurückgegangen. Ueber Italien und faſt ganz Oeſterreich⸗Ungarn, ſowie Weſt⸗ und Oſtpreußen ſteht das Baro⸗ meter auf 761—764 mm, Bei vorherrſchend ſüdlichen bis öſtlichen Winden und ſehr warmer Temperatur iſt für Mittwoch und Don⸗ nerstag morgens mehrſach nebliges, tagsüber aber trockenes und heiteres Wetter bei nur ſchwacher Gewitterneigung zu erwarten. Polizeibericht vom 1. Oktober. Selbſtmord. Aus noch unbekannter Urſache hat ſich in vergangener Nacht der 38 Jahre alte verheiratete Tünchermeiſter Albrecht Albert in ſeiner Wohnung, Amerikanerſtraße 39, hier, erhängt. 5 Körperverletbungen, teils mittelſt Meſſer verübt, gelangten zur Anzeige. 5 Von noch unbekannten Tätern wurden hier entwendet: a) am 30. September gus einem Garten in der Meerfeld⸗ ſtraße, 2 Stallhaſen(belgiſche Rieſen): b) am gleichen Tage abds. 6% Uhr vor dem Hauſe R 1, 14b, ein Fahrrad mit der hieſigen Polizei⸗Nr. 17 639. Um ſachdienliche Mitteilungen an die Schutzmannſchaft wird erſucht. Verhaftet wurden 12 Perſonen wegen verſchiedener ſtrafbarer Handlungen, darunter eine getrennt lebende Friſeuſe, welche geſtern Nacht einem ledigen Taglöhner im Hauſe H 4, 8 drei Meſſerſtiche verſctzte, ferner ein vom Amtsgericht Selb wegen Sachbeſchädigung ausgeſchriebener Dreher von Selbd. ——————————————— Es war anfangs der 90er Jahre, als das auf der Mainau befindliche Großherzogspaar die Kaiſerin auf dem Schloſſe Arenen⸗ berg am Bodenſee beſuchte. Damals äußerte die Kaiſerin zu dem Großherzog:„Erinnern Sie ſich noch, was Sie mir im Jahr 1867 im Trocadero zu Paris ſagten, daß bei Ausbruch eines Krieges mit Frankreich ganz Deutſchland zuſammenſtehen würde?“—„Wozu dieſe Erinnerungen, Majeſtät!“ erwiderte der Großherzog.— „Nein, nein,“ bemerkte die Kaiſerin ſchnell, hätten wir Ihnen da⸗ mals gefolgt, wie ganz anders wäre es heute.“ — Ein Schmied als Ehrendoktor. Die Univerſität Leeds er⸗ nannte den amerikaniſchen Pfarrer Roberk Collyer, der ſich in Der Gelehrte iſt in England geboren, 84 Jahre alt und hat einen merkwürdigen Lebenslauf hinter ſich. Der junge Collyer wurde Grobſchmied, ſtudierte jedoch, während er am Blaſebalg arbeitete, alle Bücher, deren er habhaft werden konnte. Aus dem Grobſchmied wurde durch Selbſtunterricht ein angeſehener Tierarzt und ſpäter ein Theologe, der, als er im Jahre 1859 nach den Vereinigten Staaten auswanderte, zum Pfarrer einer Gemeinde gewählt wurde. Der vielſeitige Mann hatte hervorragende Freunde, wie Emerſon, Longfellow und Hawthorne, die alle vor ihm in das Grab geſtiegen ſind. Noch als Pfarrer blieb er ſeinem erſten Berufe als Schmied treu. Der Ehrendoktor erwähnte in ſeiner Dankesrede, daß die Bücher ſeine Begleiter und Freunde ge⸗ worden ſeien, die er faſt ſo hoch ſchätze, wie ſeine menſchlichen Freunde. — Die Zigarette von Sedan. Eine franzöſiſche Fachzeit⸗ ſchrift der Geſchichtswiſſenſchaft hat kürzlich die Frage aufgewor⸗ ſen, ob es wahr ſei, daß Napoleon 3. während der Schlacht von Sedan geraucht und ob er auch am Tage nach der Schlacht bei der Fahrt zur Zuſammenkunft mit ſeinem Beſieger, dem Könige Wilhelm von Preußen, die Zigarette in der Hand gehalten habe? Man hat verſucht, aus den Zeugniſſen derer, die den Kaiſer in jenem für ihn und Frankreich ſo verhängnisvollen Tage ſahen, uverläſſiges darüber feſtzuſtellen; doch dieſe Zeugniſſe wider⸗ prechen ſich, wie die meiſten Ze * aniffe über diſsriſche Borgünge,! Zur Schulgartenfrage. Unſere Jubiläumsaus hat in gilen Bepölkerung ein lebhaftes für Gatlenr Aweckt. In der Lehrerſchaft Mannheims wurd Froge der zukünftigen Geſtaltung d hulgärten in Fluß ge⸗ bracht. Herr Oberlehrer Lauer von hier hielt in der Freien Lehrerkonferenz im Laufe der Woche einen recht intereſſanten Vortrag über dieſes Thema, ausgeſtattet mit reichem Material über die Schulgarteneinrichtungen anderer deutſchen Städte. Einige Gedanken daraus, welche weitere Kreiſe intereſſieren dürften ſeien hier wiedergegeben: Die Heranbildung der Fugend zu leiblich und geiſtig ge⸗ ſunden und tüchtigen Menſchen begegnet in den N nſchenan⸗ häufungen der modernen Städte viel mehr Hinderniſſe als auf dem Lande Insbeſondere nachteilig wirkt die Ent remdung der Jugend von der Natur. Gärten, Wieſen und Felder weichen allmählich immer weiter dor der unerſättlichen Ueberbauung zurück. Die Folge dieſer Abgeſchloſſenheit von der Natur iſt eine Armut an Vorſtellungen über Naturgegenſtände, die dem Lehren⸗ den in jeder Stunde entgegentritt, und ein Mangel an Uebung im Beobachten, der die Bildung richtiger Vuſſtellungen über Naturerſcheinungen außerordentlich erſchwert. Es wore durch⸗ aus verfehlt, wenn man den Geiſt der Stadtkiader ausſchließlich und einſeitig an den Kulturerrungenſchaften d den wollte, wie ſie die modernen Städte in übergroßer Zahl bieten; es wäre für die Gemütsbildung von großem Nachteil, wenn man den Kindern die Schönheiten der Natur 519ß dem Worte nach bekannt mächen und ihnen keine Gelegenheit bieken würde, ſie nachzufühlen und zu erleben. Die wirkungsvollſten Mittel, die hier in Beſracht kom⸗ men, ſind Schülerwanderungen und Schulgärꝛen. Sie ſollen dem Kind ein Bild der umgebenden Natur vermitteln, ſie mit. der Heimat bertraut machen und dem naturgeſchichtlichen Unter⸗ richt die unerläßlichen Anſchguangsgrundlagen(iefern. Während die Einführung der Klaſſenausflüge u. Schülerwanderungen ver⸗ hältnismäßig wenig Schwierigkeiten begegnet, ſtellen ſich der deitgemäßen Löſung der Schulgartenfrage mehr Hinder⸗ niſſe entgegen. Seit den Sber Jahren beſitzen wir zwar einen Schulgarten, einen ſogenanaten Zentralſchulgarten, der aber, an der Peripherie der Stadt gelegen, und nicht nach pädagogiſchen Grundſätzen ausgeſtaltet und geleitet, dem Bedürfnis der heutigen Zeit und der Stellung und Bedeutung des naturgeſchichtlichen Unterrichtes nicht mehr entſpricht. Sein Haupzweck iſt die Liefe⸗ rung des nötigen Pflanzenmaterials für den botaniſchen Unter⸗ richt. deſſen Herbeiſchaffung ſich ſehr ſchwierig geſtaltet.(Man denke nur an die Entfernung Waldhof— Schulgarten am Renn⸗ platz!) Aber die Herbeiſchaffung des Pflanzenmaterials iſt noch nicht einmal das ausſchlaggebende Moment Man verlangt heute von einem Schulgarten mehr. Es iſt von vornherein klar, daß der Schulgarten bei der weiten Entfernung von den meiſten Schichten der Zeln aller Art dürch ſie die Schulen innerhalb des geordneten Unterrichtsbetriebes entweder gar nicht oder nur ganz ſelten beſucht werden kann. für den Schüler nicht etwa ie tote Pflanze und deren Beſchrei⸗ bung die Hauptſache; das Kind muß die Pflarze kennen lernen als lebenden Organismus; es muß ſie betrachten in Wachstum und Entwicklung, in ih Verhältnis zur Umgebung und zur Bodenart, mit einem Worte: Die bioblogiſchen Momente müſſen im Vordergrund ſtehen, wie das auch der neue Unterrichtsplan für badiſche Volksſchulen betont. Dieſes Problem aber kann nur gelöſt werden, wenn die einzelnen Schulabteflungen in un⸗ mittelbarer Nähe kleine botaniſche Anlagen, ſog. Schul⸗ gärtchen erhalten, bei welchen eine derartige Unterrichtserteilung möglich iſt. Wir denken aber dabei nicht an große und koſt⸗ ſpielige Gärten, unter Umſtänden genügt ſchon ein kleines Stück⸗ chen Land von geringer Bodenfläche; durch den Umſtand, daß die Beſtellung und Leitung des Gärtchens einem lachkundigen Lehrer des Schulhauſes übertragen erden kann, ſtellen ſich auch die Unterhaltungskoſten nicht hoch. 8 Bei dem Verlangen nach zeitgemäßen Schulgärten wandeln wir hier in Mannheim keine neuen Bahnen;: andere deutſche Städte wie Karlsruhe, Freiburg, Berlin, Königsberg, Breslau, München, Wiesbaden und Dresden haben die Schulgärten einem zeitgemäßen Stande näher gebracht. M hen iſt in dieſer Be⸗ ziehung geradezu vorbildlich. In allen Schulhöſen ſind Anlagen für lebende Pflanzen zu Unterrichtszwecken vorbanden, in denen 5 man die wichtigſten Feld⸗, Gebirgs⸗, Wald⸗ Sumpf⸗ Arznei⸗ und Giftpflanzen findet; außerdem beſitzt es einen großen Zen⸗ trellſchulgarten an der Iſar von 9500 Adrm.: in 12 Schulhöfen ſind alpine Gruppen angelegt, Haushaltungsſchulen haben ihre beſonderen Beete für Küchenpflanzen. Sobann beſitzen die Münchener Volksſchulen an lebendem Unterrichtsmaterial etema 50 Terarien, 60 Aquarien, 30 Aquaterarien, 30 Vogelkäfige mit lebenden Tieren und Vögeln und 4 Teiche im Freien. Und Mannheim?— Mannheims Einwohnerſchaft weiß genau, daß eine geſunde, günſtige Enlwicklung ſeiner werdenden Großſtadt nur auf den kräftigen Schultern einer guten Bolksſchule und Volksbildung möglich iſt. 5 5 Von dieſer Anſchauung durchdrungen, hat die Stadt Mann⸗ heim nie gezögert, ihre Schulen mit dem beſten Lehr⸗ und Lern⸗ Nun iſt aber die ſo weit zurückliegen. Das intereſſanteſte an der Streitfrage iſt eigentlich die Tatſache, daß ſie überhaupt aufgeworfen und mit ſoviel Ernſt behandelt werden konnte, zumal von Fran⸗ zoſen. Denn in Frankreich verbindet doch wohl niemand mit dem Gedanken an die Zigarette auch nur die leiſeſte frivole Vorſtellung. Die meiſten Franzoſen ſind ja, wie man auf gut deutſch ſagt,„Kettenraucher“ von Zigaretten, und ſelbſt in den heiligen Hallen der franzöſiſchen Staatseinrichtungen, z. B. auf den Poſt⸗ und Telegravhenämtern, würde man vergeblich nach dem bei uns in Deutſchland üblichen barſchen Befehle„Rauchen verhoten!“ ſuchen. Wäre es alſo wirklich, wie einige zu meinen ſcheinen, etwas Unwürdiges, ſeiner Lage nicht Angemeſſenes ge⸗ weſen, wenn Napoleon 3. in den Stunden vor und nach der Ka⸗ taſtrophe von Sedan ſich durch ein paar Züge ſeiner geliebten Zigarette erfriſcht hätte? Es würde um ſo grauſamer ſein, dies zu behaupten, als man ja weiß, welche kaum erträglichen Qualen dem Kaiſer ſein ſchweres körperliches Leiden gleichzeftig bereitete. Doch wie geſagt die Franzoſen verlangen Klarheit über die„Zi⸗ garette von Sedan“] Jetzt hat ſich auch ein Arzt, anſcheinend ein alter Militärarzt, mit einer bemerkenswerten Aeußerung zum Worte gemeldet. Er ſagt, auf Napoleon habe das Rauchen, wie auf viele, den Einfluß geübt, die Transpiration herabzu⸗ ſetzen. Es ſei eine bekannte Tatſache, daß der Kaiſer 11 Jahre vor Sedan, während der Schlacht bei Magenta, bis zu dem Augenblicke, da das Eintreffen Mae Mahons den Sieg ſeines Heeres entſchied vor Spannung und Beſorgnis ſeinen Gaume derart trocken gefühlt habe, daß er bis zum Abend der Zigarette entſagen mußte, die er ſonſt den ganzen Tag über im M winkel hatte. Der ſachverſtändige Doktor fügt hinzu: kann hieraus den Schluß ziehen, daß die entſetzliche Situation, in der ſich der Kaiſer bei Sedan befand, ihn außerſtand geſetzt haben muß, auch nur eine einzige Zigarette zu rauchen, ſelbſt wenn er ſich eine ſolche aus Zerſtreuung angeſteckt haben 5. Seite. General⸗Anzeiger.(Mittagblatt.) Mannheim, 1. Oktober. 2 — material auszuſtatten. Mögen die leitenden Kreiſe auch die Schulgartenfrage einer baldigen und glücklichen Löſung entgegen⸗ führen! Die Teilnehmer der Konferenz waren, wie es ſich in der anſchließenden Diskuſſion zeigte, einmütig der Anſicht, daß der beſtehende Zentralſchulgarien den heutigen Bedürfniſſen der Schule nicht mehr genügt, daß als Ergänzung zu dieſem Schul⸗ garten kleine Gärtchen in unmittelbarer Nähe der Schulhäuſer zu erſtreben ſeien, und daß unſere Schule mit lebendem Unter⸗ richtsmaterial(Aquarien, Texarien etc.) ausgeſtaltet werden ſollten. t⁊. Nus dem Grossherzogfum. 2 Ladenburg, 1. Oktober. Die hieſige landwirtſchaft⸗ liche Winterſchule wird Montag, den 4. Nopember, vormittags 10 Uhr eröffnet. Am Unterricht können junge Leute vom 15. Lebensjahre an teilnehmen und iſt der Beſuch der Schule nicht nur für Landwirte, ſondern auch für Gewerbetreibende zu emp⸗ fehlen. Der Unterricht befaßt ſich in erſter Reihe damit, die in der Volksſchule erworbenen Kenntniſſe zu erweitern Den Schü⸗ lern wird neben dem landwirtſchaftlichen und naturkundlichen Unterricht Anleitung im Geſchäftsaufſatz, im praktiſchen Rechnen, Feldmeſſen und in der Buchführung gegeben. Würdigen, weni⸗ ger bemittelten Schülern ſtehen Stipendien und Reiſegelder aus Kreismitteln in Ausſicht. Die Zöglinge können von dem Beſuch der Fortbildungsſchule befreit werden. Der ſeitherige gute Be⸗ ſuch der Schule beweiſt, daß bei unſeren Landwirten die Einſicht immer mehr durchdringt, wie notwendig der Beſuch einer land⸗ wirtſchaftlichen Fachſchule für unſere Bauernſöhne iſt, wenn ſie den geſteigerten Anforderungen unſerer heutigen Zeit genügen wollen. Die Unterrichtszeit dauert von Anfang November bis Mitte März. Faſt allen Schülern, die nicht zu entfernt wohnen, iſt die Möglichkeit geboten, täglich zu Fuß oder mittelſt Schüler⸗ karte per Bahn nach Hauſe zu gelangen. Koſt und Wohnung hier ſtellen ſich monatlich auf etwa 45 M. Mittageſſen allein iſt für 40 bis 50 Pf. zu erhalten. Das Schulgeld beträgt für die Schüler des erſten Kurſes 10 Mk.; die Schüler des zweiten Kurſes ſind vom Schulgeld befreit. Hoffen wir, daß die Anſtalt auch im kommenden Winter ſich, wie bisher, eines recht zahlreichen Be⸗ ſuches zu erfreuen hat. Neulußheim, 29. Sept. Am Samstag nachmittag er⸗ eignete ſich hier ein ſchwerer Unfall. Der 20 Jahre alte Knecht Jakob Engelhorn, bei den Ziegeleibeſitzern Gebrüder Hoffmann in Stellung, erhielt von einem Pferde einen Schlag ins Geſicht, wodurch die Kinnlade zermalmt wurde. Der Verunglückte mußte in die Klinik nach Heidelberg verbracht werden. * Bruchſal, 29. Sept. Der frühece Bürgermeiſter Haas von Kappelrodeck, der durch Unterſchlagungen bei der Kappeler Vorſchußbank großes Unheil ſtiftete, iſt hier im Zuchthauſe geſtorben. 5 oe. Offenburg, 29. Sept. Der Verband ſelbſtän⸗ diger Kaufleute und Gewerbetreibender hielt dahier ſeine Tagung ab. Gegen die Errichtung von Handlungs⸗ gehilfenkammern wurden gewichtige Bedenken erhoben und die Frage der Schaffung eines Reichskaufmannsgerichts verneint. oc. Dinglingen, 29. Sept. Der 17jährige Unteroffizier⸗ ſchüler Henn aus Freiburg wurde vorletzte Nacht auf dem Wege von der Wirtſchaft„zum Löwen“ zur Bahn von drei Männern über⸗ falken, niedergeſchlagen und des Betrages von 10 Mark ſotpie ſeiner Uhr beraubt. Von den Tätern fehlt jede Spur. 8 oe. Konſtanz, 29. Sept. Der Hauptlehrer Dionys Kling⸗ Ler, welcher ſich an einer Reihe Schülerinnen vergangen hatte, wurde von der Strafkammer zu 2 Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverluſt verurteilt.— Die Bäckerinnung erhöhte die Brotpreiſe um 2 Pfg. pro Kilo. Pfalz. Heſſen ung Umgebung. Dürkheim, 30. Sept. In der Cordierſchen Papier⸗ fabrik im Jägertal ereignete ſich am Samstag abend ein Un⸗ glücksfall. Die 14 Jahre alte Babette Bechtel, welche ihrem Bruder das Abendeſſen brachte, machte ſich trotz der Warnung 2 ihres Bruders an der Welle der Rollmaſchine zu ſchaffen. Plötz⸗ lich wurde die Schürze des Mädchens von der ſchnell rotierenden Welle erfaßt und das Mädchen ſelbſt einige Male um die Welle geſchleudert. Mit vollſtändig ſkalpierter Kopfhaut wurde die Verunglückte herausgezogen.— Ein Siebmacher erſchlug hier am Samstag nachmittag ſein eigenes Kind, ſteckte es in einen Sack und warf es in die Iſenach. Spielende Kinder ſahen den Vorfall, erzählten es Neiter und ſo erfuhr es die Polizei. Sofort wurde die Unterſuchung eingeleitet. Die Leiche des Kindes wurde geländet und der Mörder verhaftet. Von Tag zu Tag. — Im Rauſch ſtüzte in Herne ein Bergmann aus ſeinem im 4. Stock gelegenen Schlafzimmer auf den Hof, wo er beſin⸗ nungslos mit zerſchmetterten Gliedern liegen blieb. Der Tod trat auf der Stelle ein. — Petroleumexploſion. tenſcheid Petroleum in eine brennende Küchenlampe gießen wollte, explodierte dieſe und ſetzte die Kleider der Frau in Brand. Der Zuſtand der Frau iſt beſorgniserregend. — Gefährliche Spielerei. In Gallſchnetz bei Chemnitz ſchoſſen Kinder auf dem Felde nach Mäuſen mit einer mit Zwicken geladenen Piſtole. Hierbei wurde der 18jährige Knabe Lochmann ins Bein getroffen. Da die an⸗ ſcheinend ungefährliche Verletzung keine Beachtung fand, trat. Blutvergiftung ein, welcher der Knabe erlag. Ertrunken iſt geſtern in Döbeln bei Chemnitz ein fünfjähriger Knabe beim Spielen in einem Mühlbach. Als eine Ghefrau in Wat⸗ Ein neuer erfolgreicher Aufſtieg Zeppelius. Friedrichshafen, 30. Sept. Graf Zeppelin unter⸗ nahm heute eine längere Fahrt, mit der er ſeine bisherigen Erfolge weit üb ertraf. Gegen Mittag ſtieg er auf und ging gegen einen friſchen Wind von—6 Meter, der zu Zeiten noch zulegte, in nördlicher Richtung über Land davon. Er über⸗ auerte Rapensburg und Weingarten in einer Hohe von etwa 400 Meter und kehrte dann an den Bodenſee zu rück, um ihn von Lindau aus zu umfahren. Eine eingehende Prüfung des Höhenſteuerapparates ließ ihn bald bis zu 400 Meter ſteigen, bald in etwa 20 Meter Höhe oder ſogar direkt auf den Gondeln ber den See fahren. Trotz dieſer das Flugvermögen ſtark an⸗ eifenden Experimente hatte er nach ſiebenſtündiger Fahrt noch ſopiel Auftrieb daß er dann wie am Donnerstag eine Auswechs⸗ ung von Paſſagieren vornehmen konnte. An Stelle von Prof. kgeſell und Fregattenkapitän Miſchke beſtiegen Major Heſſe on Großen Generalſtab und der Meteorologe Stollberg die zendeln und die Fahrt wurde eine Stunde lang weiter fortge⸗ ihrt, bis die Nacht ein Halt gebot. Beim Landen war immer och wird allerdings die„Rekordleiſtung“ des Zeppelinſchen Fahrzeugs noch etwas hinausſchieben. Das Aus⸗ und Einbringen des Luft⸗ ſchiffes geſchieht bei der neuen Halle in ſehr leichter Weiſe. Zum Tode des Großherzogs von Baden. (Von unſerem Sch.⸗Spezial⸗Berichterſtatter.) Die Aufbahrung der Leiche. *Von der Mainau, 1. Okt. Geſtern nachmittag um 6 Uhr wurde die Leiche des ver⸗ blichenen Landesfürſten in feierlicher Weiſe vom Sterbezimmer in die Schloßkapelle überführt. Vom linken Schloßflügel bis zum Portal der Schloßkapelle bildeten die Bewohner der Mainau und Einwohner aus den nächſten Ortſchaften Spalier. Die Orgel ſpielte, die Glocken läuteten, als ſich der Kondukt unter Vorantritt des Oberhofpredigers D. Helbing nach der Kirche bewegte. Acht Lakaſen trugen den mit einem ſchwarzen Bahrtuch bedeckten ſchwarzen Eichenſarg, hinter dem zunächſt die Großherzogin Luiſe zwiſchen dem Großherzog Friedrich und dem Kronprinzen von Schweden ſchritt. Der Landesherr trug die Uniform ſeines Infanterieregiments No. 113, der Kronprinz von Schweden die Uniform des preußiſchen Garde⸗ regiments No. 3. Es folgten ſodann die übrigen Mitglieder der großherzoglichen Familie und die Damen und Herren des Hofſtaates. Nachdem der Sarg aufgebahrt war, hielt Ober⸗ hofprediger D. Helbing eine tief ergreifende Anſprache, der er das Bibelwort:„Wir haben hier keine bleibende Stätte“ zu Grunde legte. Unter den Klängen der Orgel begaben ſich die hohen Herrſchaften wieder in das Schloß zurück. Bei der Ueber⸗ führung der Leiche nach Karlsruhe werden die Lokomotiven derjenigen Züge, die dem Sonderzug begegnen, Trauer⸗ dekoration tragen. *** Ek* Mainau, 30. Sept. Am Katafalk auf dem Dampfer „Kaiſer Wilhelm“ wird der preußiſche Geſandte von Eiſen⸗ decher im Namen des Kaiſers und der Kaiſerin einen Kranz niederlegen. 5 werde am Montag, den 7. Oktober kurz vor Beginn der Bei⸗ ſetzungsfeierlichkeiten in Karlsruhe eintreffen und gedenke nachmittags wieder abzureiſen. Ebenſo werde der Reichs⸗ kanzler vorausſichtlich an den Beiſetzungsfeierlichkeiten teil⸗ nehmen. * London, 30. Sept. Der König beauftragte den Herzog von Connaught mit ſeiner Vertretung bei der Leichen⸗ feier für den Großherzog von Baden. Der Herzog beabſichtigte, heute aus Wien wieder in London einzutreffen, änderte aber ſeine Reiſeroute nunmehr entſprechend. ethte Vachrichten und Telegramme. *Paris, Okt. Der deatſche Luftſchiffer Clouth iſt heute abend 6 Uhr nach Paris zurückgekehrt. Er berichtete, daß die beiden Luftſchiffer Faure und Blanchet, von denen man ohne Nachricht geblieben war, einige Kilometer von ihm entfernt gelandet ſeien. * Paris, 80. Sept. Der deutſche Luftſchiffer Elouth landete um 7 Uhr früh in Esquerdes(Departement Pas de Calais), nachdem er 204 Kilometer zurückgelegt hatte. Von den geſtern im Tuileriengarten aufgeſtiegenen 19 Ballonen, die um den Großen Preis des franzöſiſchen Aeroklubs ſtartelen, wurden jetzt 15 als gelandet gemeldet. * Pari3, 30. Sept.(Meldung der Agence Hapas.) Das Miniſterium des Innern erhielt keinerlei Beſtätigung darüber, daß in Marſeille Peſtfälle feſtgeſtellt ſeten Die Nach⸗ richt wird für unzutreffend gehaten. Nach Mitteilungen, die an das Miniſterium des Innern gelangt ſind, wurden heute früh aus Oran nur vier Peſtperdächtige Erkrankungen gemeldet. In einem einzigen Falle wurde Peſt feſtgeſtellt, während die drei übrigen Fälle zweifelhafter Nakur ſind. * Montpellier, 1. Okt. Präſident Falliers beſuchte die von der Ueberſchwem mung heimgeſuchten Orte, wo er Montpellier zurück, von wwo er morgen nach Coupillon abreiſt. Geſtern vormittag nahm der Präſident an einem Frühſtlick teil im Rathauſe von Servic, bei welchem er erklärte, die Regierung der Republik trage die Worte„Zuſammengehörigkeit aller Fran⸗ zoſen“ nicht auf den Lippen, ſondern im Herzen und werde ſich an ſämtlicher Vertreter der Gegend, ohne Unterſchied ihrer politiſchen Anſchauung, wenden. Zur Arbeiterbewegung. * Sonneberg, 1. Oktober. Die Thüringer Porzel⸗ lanfabrikanten beſchloſſen, vom 1. Oktober ab keine kon⸗ traktbrüchigen Arbeiter und Arbeiterinnen mehr einzuſtellen. Zu⸗ widerhandelnde zahlen 1000 Mark Konventionalſtrafe. * Rolterdam, 1. Okt. Der Hafenarbeiterſtreik nahm am 30. September dadurch eine größere Ausdehnung an, daß die 600—700 Dockarbeiter einer Firma, die ſonſt Erzſchiffe entlöſchen, ſich weigerten, auf Getreideſchüfen zu arbeiten und in den Streik eintraten. Demzufolge muß nun auch die Arbeit auf vielen Erz⸗ und Kohlendampfern ruhen. Auf den Getreideſchiffen arbeiten aus Antwerpen. Die Peſt. 55 *Marſeille, 1. Oktober. Das italieniſche Schiff Ar⸗ minia, auf welchem die Peſt konſtatiert wurde, verließ Beiruth am 25. Auguſt und lief am 17. September in Marſeille ein. Ein Mann der Beſatzung iſt am 16. September an Peſt ge⸗ ſtorben, mehrere andere ſind von ihr befallen. Alle Kranken wurden alshald nach dem Lazarett von Frioul geſchafft. Alle Paſſagiere ſind frei von Peſt. Während der Vernichtung der Ratten und det Desinfektion des Schiffes, ſowie der Ladung ſter Tage an dem Horizontalſteuer vorgenommen werden ſoll, * Harlsruhe, 30. Sept. Hier verlautet, der Kaiſer troſtreiche Worte an die Bevölkerung richtete und kehrte dann nach außer den früher angeworbenen 400 Ausländern auch 48 Deutſche Grundmann, Verlin, Friedrichſtr. 207, 10 000 Gratisp und iſt ausſchließlich auf das Lazarett von Frioul beſchränkt. Alle Paſſagiere, die ſich an Bord befanden, ſind ſeit acht Tagen mit Geſundheitsatteſten entlaſſen. 55 Die Vorgäßde in Marokko. 5 * Paris, 1. Okt. Aus Larraſch wird unter dei 28. September gemeldet: Am Freitag wurde in der Moſchee ein Brief des Sultans verleſen, in welchem mitgeteilt wird, Abdul Aſis ſei in Rabat unter Kanonendonner eingezogen. Berliner Drahtbericht. [Von unſerem enener Nyreau.) Berlin, 1. Okt. Staatsſekretär von Poſa⸗ dowesky weilt zurzeit in Grenoble, während ſeine Gemahlin ſich bei ihrer Tochter in Florenz aufhällt. Graf und Gräfin gedenken noch längere Zeit im Ausland zu verweilen, J Berlin 1. Okt. Leopold Wölflang, de Bruder der Frau Toſelli, beabſichtigt, ſein Haus in de Schweiz zu verkaufen und in Deutſchland ſtändigen Aufenthalt zu nehmen. Hau und Lindenau. Berlin, 1. Okt. Im Auguſt dieſes Jahres hei Verhaftung des Freiherrn von Lindenau meldete der Reiſende Brumm bei der Polizei und erklärte, er hätt am 6. November vorigen Jahres einen Mann mit einem wahrſcheinlich falſchen ſchwarzen Bart und einen älteren Herr mit grauem Bart zuſammen in Oos nach Baden⸗Baden um ſteigen ſehen. Als er abends von Appenweier zurückkehrte, ſei in Oos dieſer eine der beiden Männer in den Zug ei geſtiegen, diesmal aber ohne Bart. Wenige Minuten ſpäter ſei auch der Mann mit dem grauen Bart wieder aufgetauch und der bartloſe habe ihm dann aus einer Brieftaſche Papier⸗ geld gegeben. Der Mann mit dem grauen Bart ſei dann in Raſtatt ausgeſtiegen. Der Zeuge meint, daß dies Hau und von Lindenau geweſen ſei. ——ͤ— Büchertiſch. Rurze Anzeigen eingegangener Bücher. Ausführlichere Beſprechungen nach Auswahl vorbebalten, freun 15 * Das literariſche Echo. Halbmonatsſchrift für Literatu Berlin W. 35), Zweites September⸗Heft. Paul Bekker: Dichter (Herausgeber: Dr. Joſef Ettlinger. Verlag: Egon Fleiſche komponiſten.— Guſtav Falke: Wilhelm Holzamer.— A Ende: Amerika und ſeine Erzähler.— Wilhelm Holzamer: ke und Halblyriker.— Albert Geiger: Der Weg zur Form.— Otto Knapp: Die modernen Pregiöſen.— Echo der Zeitungen und 8 t ſchriften.— Echo des Auslands.— Kurze Anzeigen.— Nachrichten — Zuſchriften.— Der Büſchermarkt. Waſſerſtandsnachrichten im Monal Septbr. Pegelſtationen Datum: vom Rhein: 8 2 28. 29. 30.1. Konſtanz 66,% Ws Maldshuut 200 1½5.85 Hüningen) 144 1,42 89 31 6.88 Mehl 201 199 19 18 eeh Lanterburgg 36.82 3,28.15 Maxaun. 3,29 3,22 67 8,09 3,0 2,8 Germersheim 2,90 2,86 2,72[.E. Maunheim 2,46 2,42 2,39 2,36 2,29 2,28h Mainz VFVVFTTTTVVTTTTCTC Aingsgsgss.05 N 1,27 1,24 1,28 1,20. 1,18 1,100 HKoblenz 1,4 ,40 5 1788 Nünnn 8 o d ds Ruhrort 9,80 0,26 0,11 vom Neckar: Maunheim 2,45 2,42.39 ½86 2,29 2,2 Heilbronn 0,18.10 6,29.J8 634.19 Verantwortlich: Für Politik: Dr. Fritz Goldenbaum: für Kunſt, Feuilleton u. Vermiſchtes: i..; Dr. F. Golbenba für Lokales, Provinzielles u. Gerichtszeſtung: Rich. Schönfel für Volkswirtſchaft u, den übrigen redaktionellen Teil: K für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Franz Ki Druck und Verlag der Dr. H. Haas'ſchen Buchdruck G. m. b..: Direktor: Ernſt Müller. 55 eeeer eee SARG Bitterquelle, sejt 40 Jahren bewähr Lassen Sie sich nichis MINDOER aufdrängen, und verlangen Sie de mit NMamenszug SAXLEHN Khe Holſchaft für Ahenmattsmus⸗At Wie uns mitgeteilt wird, berſendet die Fir rühmlichſt bekannten antirheumatiſchen Blutr ſollte daher kein Leidender dieſe günſtige Geleg laſſen und wollen ſich alle diejenigen, welche an Gicht, Iſchias, dervenſchmerzen, Blaſen und Nien die an hartnäckiger Verſtopfung, Hämorrhoiden nach dem Kopfe leiden, ſofort an obige Firma w General⸗ Mit: Preisen Jaeken-Costume kurze und lange Formen Vebergangs-Paletots uni u. gemustert, jede moderne Farbenstellung Wir hatten Gelegenheit einen Paletots hervorragend billi in den Verkauf: 4 2 el jſer. 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Die Berichte der Preſſe über meinen Prozeß haben vorausſichtlich die Aufmerkſamkeit des hieſigen Publi⸗ kums erregt. Ich bitte, da ich gegen das Urteil Berufung eingelegt habe, die definitive Meinung über mich bis zum Austrag des Prozeſſes in zweiter Inſtanz verſchieben zu wollen. 74076 Unterdeſſen verſichere ich auf das nachdrücklichſte, daß in meinen Lokalen Q 5, 12 und 8. Querstr. 4 ausſchließlich veine ſpauiſche Weine geführt werden und zum Ausſchauk gelangen. F. de P. Madrenas. J58 Erholungsurlaub für kaufmännische und technische Angestellte. Von Jahr zůu Jahr steigt die Anzahl der Geschäfts- inhaber, die ihrem Personal jährlich einen Sommerurlaub gewähren. Unzweifelhaft kommt eine solche sommer- liche Erholung der Angestellten nicht nur diesen selbst, sondern auch dem Prinzipal wWesentlich zu gute. An Körper und Geist gestärkt und erkrischt kehren die An- gestellten an die Arbeit zurück und widmen sich ihr mit neuer Kraft, grösserer Freudigkeit und wärmerem Interesse. Wir rlonhten daher auch in diesem lahre an alle Prin- zipale das höfl. Ersuchen, ihren Angestellten Sommerur⸗ aub zu bewillligen, Auf der von uns errichteten Auskunftsstells für Land⸗ aufenthat( Mannheim, B 6, 4, 3. St.)— geöffnet jeden Montag Abend von—8 Uur— sind geeignete Adressen für billige Unterkunft zu erfragen.“) Manubeim, Ludwigshafen a. Rh., Verelin zur Erwirkung von Sommerurlaub und Beschaffung geelgneten Landaufenthalts für kaufmännische b. F0 Whe Angestellte. ) Es sei auf die soeben erschienene, in relehhaltiger und ÜUbersichtiieherer weise ausgestattete Neu-Ausgabe unseres Nachschlagebuches Über empfehlenswerte Unter- kunktsstellen, Wwelehes zum Preise von 20 Pfennig bei obiger im Mai 1907. Aiusmaſilsendungen. 73928 Nr. 120149J. pflichtigen Kinder wird Altſtadt am Montag, am Mittwoch, Freitag, zweiter Stock Großh. Herrn werden. waſchenem Körper und mit Die geimpften Kindern der vom Impfarzte bei der Nachſchau gebracht werden. Dr. V. Bekanntmachung. Die unentgeltliche Impfung der imp'⸗ in dieſem Jahre in Mannheim 23., 30, September, 7. Oktober, den 25. September, 2. Oktober, am g, den 27. September, 4. Oktober jeweils nachmittags von—4 Uhr, im Impflokal I Aus einem Hauſe, in welchem wie Scharlach, Maſern, Diphterie, typhus, roſenartige Entzündungen herrſchen, dürfen Impflinge nicht zum Termine gebracht Die Kinder müſſen zum Impftermine mit reinen Kleidern erſcheinen müſſen bei Strafvermeiden zu Impfung beſtimmten Zeit zur Kinder, welche in dieſem Jahre 1907 ſchon wurden, werden in dieſer Spätfahrsimpfung nicht Mannheim, den 28. Auguſt 1907. Großzh. Bezirksamt Abt. III: Die Impfung betr. , 13, (über dem Arbeitsnachweisbureau) durch denn Bezirksaſſiſtenzarzt Dr. Nitka vorgenommen. anſteckende Krankheiten Croup, Keuchhuſten, Fleck⸗ oder die natürlichen Pocken rein ge⸗ geimpft geimpft. 11147 Pfaff. Frachtbriefe Dr. B. 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