1 1 . Ne Friedrichſtraße 4, Bezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— zuzüglich Zuſtellgebühr.— Abholſtellen: Fe Hauptſtraße 68, —— ge Luiſenſtraße 1. Waldhofſtraße 6, Kronprinzenſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 13, W Oppauer Straße 8, Erſcheinungsweiſe wöchentlich 12 mal, eimer d Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM. Einzelpreis 10 Pf. die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif.— Für das Erſcheinen von Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephoniſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim. 40 Abend⸗Ausgabe Mittwoch, 18. Februar 1031 142. Jahrgang— Nr. 82 — Die letzte Karte des Königs Alfons Ein Kabinett der monarchiſtiſchen Konzentration Es kann nur ein Aebergangs⸗Kabinelt ſein Ein neues Berlin Telegraphiſche Meldung Madrid, 18. Febr. Mintiterpräfident Admiral Aznar Der neue Miniſterpräſident Admiral Aznar iſt bereits am erſten Tage der gegenwärtigen Kriſe dem König und Romanones für die Bildung eines monarchiſtiſchen Konzentrationskabi⸗ Retts empfohlen worden. Nachdem inzwiſchen die Verſuche mit den Führern der konſtitutionaliſtiſchen und republikaniſchen Gruppen geſcheitert ſind, hat ſich der König zu dieſem Schritt, den er noch am Sams⸗ tag auch gegenüber der ſonſt recht gleichgültigen ſpanfchen Oeffentlichkeit nicht verantworten zu kön⸗ nen glaubte, entſchloſſen. Der neue Miniſterpräſident, der vor der Diktatur Marineminiſter war, hat, ebenſo wie der jetzige Marineminiſter, Admiral Rivera, keine Be⸗ deutung als Politiker. Das liberale Element wird nur durch den neuen Außenminiſter, Graf Romanones, den langjährigen Führer des monarchiſtiſchen Flügels der Liberalen und Haupt⸗ urheber des Sturzes der Regierung des jetzt wieder als Kriegsminiſter zurückgekehrten Generals Berenguer, ſowie durch den Juſtizminiſter Al⸗ ucemas vertreten, der der letzte Miniſterpräſi⸗ dent vor der Diktatur Primo de Riveras wa. Als beſonders reaktionär ſind bekannt der Wirtſchaftsminiſter, Graf Bugallal und der Miniſter für öffentliche Arbeiten, La Ciervg, der es durch ſeine Energie erreichte, in einem der frü⸗ heren Kabinette als erſter Nichtmilitär das Kriegsminiſterium zu erhalten. Als Ver⸗ treter der von Cambo geführten Regionaliſten ge⸗ hört der Katalane Ventoſa, dem das Finanzmini⸗ ſterium übertragen wurde, dem Kabinett an. Wenn, woran kaum mehr zu zweifeln iſt, die end⸗ gültige Konſtituierung dieſes Kabinetts erfolgt, ſo muß man ſich darüber klar ſein, daß es nur eine Uebergangs kombination darſtellt, die keine Lebensfähigkeit beſitzt und allgemein als die letzte Karte des Königs betrachtet wird. Warum auch Sanchez Guerra verzichtete Telegraphiſche Meldung Paris, 18. Febr. Ueber die Gründe, die Sanchez Guerra beſtimmt haben, auf die Kabinettsbildung zu verzichten, macht der Sonderkorreſpondent des„Journal“ in Madrid folgende Angaben: Sanchez Guerra habe den König aufgefordert, ein Dokument zu unterzeichnen, durch das er ſich ver⸗ pflichtet hätte, Spanien wenigſtens für eine zeit⸗ lang zu verlaſſen, ſobald das Kabinett gebildet ſein würde. Der König habe geantwortet: Gut. Aber auch er wolle ſeine Vorſichtsmaßnahmen tref⸗ ſen. Er habe bei Uebernahme der Krone die Ver⸗ pflichtung auf ſich genommen, ſoweit das menſchen⸗ möglich ſei, die Ordnung und den inneren Frieden im Lande zu ſichern. Das ſei für ihn eine heilige Pflicht. Er frage alſo Sanchez Guerra, ob dieſer bereit ſei, im Austauſch gegen ſein Verſprechen, ins Ausland zu reiſen, eine feierliche Verpflichtung zu übernehmen, daß die von Sanchez Guerra in Aus⸗ ſicht genommene Miniſterkombination ohne irgend⸗ welchen Kampf vom Lande angenommen und daß die Ruhe nicht geſtört werde. Sanchez Guerra habe darauf nur ernſt antworten können, daß es unmöglich ſei, eine derartige Garantie zu übernehmen. Darauf ſei die Unterredung zwi⸗ ſchen dem König und Sanchez Guerra ſehr kühl be⸗ endet geweſen. Wie Paris urteilt Meldung des Wolffbüros Paris, 18. Febr. Der Außenpolitiker des„Echo de Paris“ ſchreibt, König Alfons XIII. verteidige ſeine Regierung ener⸗ giſch. Weder Sanchez Guerra noch Alvarez hätten ihn dazu. beſtimmen können, auf das Eingreifen in die öffentlichen Angelegenheiten zu verzichten, ſolange nicht die verfaſſunggebende Cortes ſich über die Re⸗ Hierungsform ausgeſprochen hätten. Der geſtrige Tag ſei dramatiſch geweſen. — Ein neuer Oberbürgermeiſter Die Reform der Gemeindeverwaltung Groß⸗Ber⸗ Lins wird ſeit Jahr und Tag verſchleppt. Sieht es einmal ſo aus, als ſeien die beteiligten Kreiſe— preußiſche Regierung, Stadtfraktionen, Landtags⸗ parteien— einig geworden, ſo iſt am nächſten Tage alles über den Haufen geworfen. Neue Vorſchläge tauchen auf. Gegenvorſchläge folgen. Keiner kennt ſich mehr aus. Die letzte überraſchende Wendung führte vorige Woche die Zentrumspartei her⸗ bei, indem ſie eine Novelle zum alten Selbſtverwal⸗ tungsgeſetz von Berlin einbrachte und damit die Reformwünſche des preußiſchen Innenminiſters Severing in den Papierkorb beförderte. Die Zentrumsnovelle, deren tragende Säule die Aufrechterhaltung der alten Magiſtratsverfaſſung bildet, wurde denn auch im Gemeindeausſchuß des preußiſchen Landtags zur Grundlage der Beratungen gemacht, und zwar— man beachte die merkwürdige Parteiengruppierung— mit den Stimmen des Zen⸗ trums, der Deutſchnationalen und der deutſchen Fraktion, gegen die Stimmen der Deutſchen Volks⸗ partei und der Sozialdemokraten. Bei ſolcher Ver⸗ teilung der Fronten wird nun auch in dieſer Woche weiter verhandelt. Ein Vertreter des Innenminiſte⸗ riums hat ſich eingefunden und die Mitarbeit an einer Vorlage, die„nicht mehr die Vorlage der Re⸗ gierung iſt“, in Ausſicht geſtellt. Sämtliche Parteien beſchloſſen, die Regierung zur Mitarbeit heranzu⸗ ziehen. Am Montag errang die Sozialdemokratie einen taktiſchen Vorteil: Zu der Beſtimmung des Zentrumsantrages, wonach zur Entlaſtung der Stadtverordnetenverſammlung ein aus ihrer Mitte gewählter Hauptausſchuß einzuſetzen iſt, wurde ein ſozialdemokratiſcher Antrag angenommen, der be⸗ ſagt, daß die Mitgliederzahl des Hauptausſchuſſes 45 betragen und der Leiter des Ausſchuſſes der Stadt⸗ verordnetenvorſteher ſein ſoll. Alfo nicht der Oberbürgermeiſter! Dieſer ſoll weder Sitz noch Stimme im Hauptausſchuß haben. Auf dieſen Streitpunkt wird im weiteren Ver⸗ lauf des Ringens um eine neue Verfaſſung für Ber⸗ lin außerordentlich viel ankommen. Berlin braucht nach Abſchluß der unglückſeligen Aera Böß einen Oberbürgermeiſter. Nicht irgend ſondern einen Retter, der den Karren aus dem Schlamm zieht. Der neue Mann muß kommunal⸗ politiſch erfahren, menſchlich über jeden Zweifel er⸗ haben, politiſch frei von jeder Parteibindung, kurz eine Führerperſönlichkeit erſten Ranges ſein. Er muß die Verantwortung tragen für die ſchwerſten Am Vormittag ſei der König geneigt geweſen, der Autorität der Wähler und des Parlaments nach⸗ zugeben. Am Nachmittag habe er ſich jedoch der Dik⸗ tatur zugewandt. Zwei Namen von Generalen ſeien bereits genannt worden. Sicherem Vernehmen nach wolle die aus London zurückgekehrte Königin Vietoria darauf beſtehen, daß der König Zu⸗ geſtändniſſe mache. Zweifellos ſpreche durch die Kö⸗ nigin von Spanien der engliſche Königshof, der ja auch mit den engliſchen Sozialiſten zuſammen⸗ arbeite. Leider bleibe von der einſt ſo großen Popula⸗ rität des Königs nicht mehr viel übrig. einen beliebigen, J Entſchlüſſe, vor denen die„Reichshauptſtadt“, wie ſie ſich ſelbſt ſo gerne nennen hört, jemals ſtand. Her⸗ kulesarbeiten ſind es, die des neuen Oberbürgermei⸗ ſters harren: Verringerung, Vereinfachung und Säu⸗ berung des Verwaltungsapparates, Erziehung der Bürgerſchaft und ihrer Vertreter zur poſitiven Mit⸗ arbeit. Soyiel haben ja die beteiligten politiſchen Grup⸗ pen nachgerade eingeſehen, daß es nicht damit getan iſt, dem kranken Bürgermeiſter, der mit bewun⸗ derungswürdiger Tatkraft in die Breſche geſprungen iſt(Scholtz), den Titel Oberbürgermeiſter und dem Syndikus, der den Kämmerer vertritt und Schlim⸗ mes verhütet hat, den Titel Bürgermeiſter zu geben. Zu ſolchem Schub, zu ſolchen Verlegenheitslöfungen iſt im jetzigen kritiſchen Zeitpunkt, der größte Umſicht und ſtärkſte Energien erfordert, gar keine Möglichkeit mehr. Das Angebot des Zirkusdirektors Stoſch⸗Sarraſani, man möge es doch mit ihm probieren, worüber ſoviel gewitzelt wird, hatte einen unfreiwillig tiefen Sinn: Nur ein Kerl mit Peitſche und Organiſationsgenie wird es ſchaffen! Der neue Mann, wie er auch hei⸗ ßen möge und wieviel Erfahrung und Können er auch mitbringt, wird nicht kommen, wenn man ihm nicht die Peitſche in die Hand drückt, die Peitſche per⸗ ſön licher Macht! Die aber iſt nur möglich durch eine vorhergehende Reform der Verfaſſung und Ver⸗ waltung Berlins an Haupt und Gliedern. ſtändlich, daß zahlreiche Mitglieder der Verwaltung, der Bezirksämter und der Bezirksverſammlungen, die durch eine Neuorbnung Amt oder Einfluß ver⸗ lieren, ſich gegen die Reform ſtemmen, natürlich hin⸗ ter den Kuliſſen auf dem Umweg über ihre Partei. Sie haben kein Intereſſe an einem neuen Kurs. Sie wollen keinen ſchärferen Wind. Dieſe heimlichen Hemmungen müſſen bei den jetzigen parlamentari⸗ ſchen Verhandlungen, die doch bereits nichts anderes, als geſetzgeberiſche Arbeit ſind, überwunden werden. Für den neuen Bürgermeiſter ein neues Amt! Und, nebenbei geſagt, fort mit der Einrichtung der unbeſoldeten Stadträte die, abgeſehen von wenigen rühmlichen Ausnahmen während der letzten Jahre faſt ausſchließlich Werkzeuge ihrer Parteien im Magiſtrat waren! Was ſich jetzt im auch ein Notgeſetz kann einen grundſtürzenden Um⸗ ſchwung bringen, wenn es mit ehrlichen Abſichten von mutigen Leuten zuſtande gebracht wird. Man ſollte im ganzen Reiche die Verhandlungen des Ge⸗ meindeausſchuſſes des preußiſchen Landtages auf⸗ merkſam verfolgen. SGegneralſtreikparole in Spanien? Meldung des Wolffbüros Paris, 18. Febr. Nach der Meldung eines Mittagsblattes aus Hendaye ſollen die Arbeiterorganiſationen im Ver⸗ lauf der vergangenen Nacht beſchloſſen haben, den ſofortigen Generalſtreik auszurufen, falls eine mo⸗ narchiſtiſche Regierung gebildet werden würde. Ent⸗ ſprechende Weiſungen ſeien an alle Verbände er⸗ gangen, die nur noch auf das Signal warteten, um die Arbeit einzuſtellen. Die vorausſichtliche zufſammenfetzung des Kabinetts Telegraphiſche Meldung Madrid, 18. Febr. Admiral Aznar, der bisherige Generaloberſt der Kriegsmarine, erklärte beim Verlaſſen des Schloſſes kurz nach 11 Uhr, er begebe ſich jetzt zu General Be⸗ renguer und werde hierauf mit verſchiedenen Per⸗ ſönlichkeiten telephoniſch Rückſprache nehmen. Er glaube, auf keine Schwierigkeiten zu ſtoßen. Am frühen Nachmittag werde er ſich mit den neuen Mi⸗ niſtern zur Leiſtung des Eides in das Schloß be⸗ geben. Das Kabinett wird wahrſcheinlich folgende Zuſammenſetzung haben: Miniſterpräſidentſchaft: Admiral Az nar; Auswärtiges: Graf Roman ones: Inneres: Marquis Hoyos, Senator und Bür⸗ germeiſter von Madrid; Juſtiz: Marquis Alhucemas; Oeffentliche Arbeiten: La Cier va; Armee: General Berenguer; Marine: Admiral Rivera; Arbeit: Herzog von Maura; Unterricht: Aſeon Marin; Finanzen: Ventoſo; Wirtſchaft: Graf Bugallal. Englands Vermittlung von Bulgarien s angenommen — Sofia, 18. Febr. Außenminiſter Burow hat dem engliſchen Geſandten mitgeteilt, daß die bulgariſche Regierung beſchloſſen habe, die Vermittlung des eng⸗ liſchen Außenminiſters Henderſon in dem zwi⸗ ſchen Bulgarien und Griechenland entſtandenen Kon⸗ flikt anzunehmen. Die Verluſtliſte der britiſchen Militär⸗Luftfahrt — London, 18. Febr.„Daily Herald“ äußert Be⸗ Uunruhigung wegen der hohen Zahl tödlicher Unfälle in der britiſchen Luftſtreitmacht. Im Jahre 1929 fan⸗ den 42 Mitglieder der Truppe den Tod, im Jahre 1930 65 und in den ſteben Wochen des laufenden Jahres umfaßt die Liſte bereits 28 Tote. Es iſt ja offenes Geheimnis und menſchlich ver⸗ preußiſchen Landtag geſtaltet, iſt ein Notgeſetz. Aber Das Ende der Reparationen Aus der Feder des früheren Reichsbankpräſi⸗ denten Schacht wird demnächſt ein Buch erſcheinen, das den Titel trägt:„Das Ende der Repara⸗ tionen“. Damit wird der Oeffentlichkeit die Frucht einer Tätigkeit überreicht, mit der Schacht ſeine Mußezeit nach ſeinem Rücktritt vom Amte des Reichsbankpräſidenten ausgefüllt hat. Er hat auch während ſeiner Amtszeit zuweilen das Wort er⸗ griffen und damit meiſtens ein ungewöhnliches Auf⸗ ſehen erregt. Von der Bürde des Amtes befreit, kann er jetzt offen und frei ſprechen und nach der Inhalts⸗ probe, die in dem„Berliner Lokal⸗Anzeiger“ ver⸗ öffentlicht iſt, ſcheint er in ſeinem Buche von dieſem Recht einen erfreulich ausgiebigen Gebrauch gemacht zu haben. Daß Schacht wie kein anderer berufen iſt, über das Thema der Repargtionen zu ſchreiben, wird ihm von keiner Seite beſtritten werden. Er hat als Vertreter Deutſchlands die Parifer Konferenz der Sachverſtändigen mitgemacht, die der Haager Kon⸗ ferenz der Staatsmänner vorausging. Er hat dann nach ſeinem Rücktritt eine Studienreiſe nach den Vereinigten Staaten unternommen und ſich gründlich über die amerikaniſche Auffaſſung unterrichtet. Man wird alſo geſpannt ſein dürfen, wie er den Titel ſeines Buches begründet. Schacht erzählt aus den Verhandlungen der Pa⸗ riſer Sachverſtändigen⸗Konferenz eine inter eſfante Ginzelheit. Der Vertreter Frank⸗ reichs wollte offenbar eine Frankreich günſtige Stim⸗ mung erzeugen, indem er von der moraliſchen deutſchen Reparationsverpflichtung ſprach. Schacht wies dieſen Verſuch ſofort zurück mit dem Hinweis, es könne ſich in dem Kreis von Sachverſtändigen doch wohl nur um wirtſchaftliche und nicht um mo⸗ raliſche Begründungen handeln. Auch in ſeinem Buch bewegt ſich Schacht, wie er betont, im weſent⸗ lichen in wirtſchaftlichen Gedankengängen. Hier weicht er aber den moraliſchen Geſichtspunkten nicht aus, ſondern er prüft vielmehr in der Vorbetrach⸗ tung, die der„Berliner Lokal⸗Anzeiger“ veröffent⸗ licht, ſehr eingehend die moraliſchen Verpflichtungen, die die Gläubigerſtaaten ihren Forderungen an Deutſchland zugrunde legen. Dabei kommt er zu dem Ergebnis, daß von einer moraliſchen Berechti⸗ gung der Reparationsforderungen nicht im minde⸗ ſten die Rede ſein kann, daß vielmehr hier wie in anderen Punkten des Verſailler Vertrages eine ſchreiende Ungerechtigkeit begangen worden iſt, die Deutſchland niemals als Recht anerkennen kann. Wenn Schacht den Nachweis führt, daß das Verſailler Diktat einen ſchnöden Bruch der Verſprechungen bedeutet, die Wilſon in den berühmten 14 Punkten gemacht hat, ſo macht er damit keine neue Entdeckung. Es iſt aber von denkbar größtem Werte, daß er ſich mit dem vollen Gewicht ſeines Namens und ſeiner Perſönlichkeit für dieſe Wahrheit einſetzt und damit den Reparationsforde⸗ rungen unſerer Gläubiger die moraliſche Grundlage abſpricht. Aber wichtiger iſt noch, daß er aus der Mißachtung, die in Verfailles den Forderungen Wilſons zuteil geworden iſt, eine weitreichende Kon⸗ ſequenz zieht. Er ſpricht nur eine allgemein aner⸗ kante geſchichtliche Wahrheit aus, wenn er feſtſtellt, daß das Eingreifen Amerikas in den Krieg ent⸗ ſcheidend für den Sieg der verbündeten Weſtmächte geweſen iſt. Daraus zieht er nun den Schluß, daß die Vereinigten Staaten auch für die Folgen verant⸗ wortlich bleiben, die aus der Entſcheidung erwachſen Dieſer Appell an das amerikaniſche Volk wird ſicher ein ſehr ſtarkes Echo haben. Schacht hätte ihn auch ſicher nicht an die Adreſſe der Vereinigten Staaten gerichtet, wenn ihm nicht auf ſeiner Reiſe in die Ver⸗ einigten Staaten zum Bewußtſein gekommen wäre, daß die amerikaniſche Volksſtimmung einer Repiſton des Verſailler Vertrages günſtig iſt. 5 Schacht weiß ſehr wohl, warum zunächſt einmal der Weltglaube erſchüttert werden muß, die Reparationsforderungen ſeien auf moraliſchen Verpflichtungen Deutſchlands aufgebaut. Solange dieſer Glaube beſteht wird es nicht gelingen, zu einer vernünftigen wirtſchaftlichen Regelung der Entſchä digungsfrage zu gelangen. Immer wieder werden die Gegner die angebliche moraliſche Seite der Re⸗ parationsfrage, hervorkehren, um aus Deutſchland Leiſtungen herauszuſchlagen, die wirtſchaftlich nicht zu begründen ſind. Dieſes Schauſpiel haben wir ja auch auf der Haager Konferenz wieder erlebt, wo⸗ ſelbſt die bis zum Höchſtmaß angeſpannten Zuge⸗ ſtändniſſe der finanziellen Sachverſtändigen noch 2. Seite/ Nummer 82 Neue Maunheimer Zeitung“ Abeud⸗Ausgaßbe Mittwoch, 18. Februar 1931 überſteigert worden ſind. Es iſt damals nicht ge⸗ lungen, die rein wirtſchaftliche Löſung zu finden, die der Pariſer Sachverſtändigenkonferenz vorſchwebe. Denn die Geiſter waren noch von den Vorſtellungen beherrſcht, die Schacht in ſeiner Vorbetrachtung mit ſeiner Brandmarkung des Verſailler Vertrages auf das Schärfſte bekämpft. In dem Kampf um die Reviſion der Haager Vereinbarungen wird deshalb das Buch des Reichsbankpräſidenten Schacht, ſoweit man nach der erſten Veröffentlichung urteilen kann, ein wertvoller Bundesgenoſſe ſein. ——— 2— 4 2 Grimmes Schädigung des VN. O. A. Drahtbericht unſeres Berliner Büros I Berlin, 18. Febr. In der Leitung des V. D. A. beziffert man den Schaden, den der bekannte Erlaß des Herrn Grimme, die Sa m m eltätigkeit für das Aus⸗ landsdeutſchtum in den Schulen ein zuſtellen, angerichtet hat, auf rund 700 000 Mark im Rech⸗ nungsjahre 1930 Das iſt faſt die Hälfte des Betra⸗ ges, der in den vorhergehenden Jahren durch die Schulen aufgebracht wurde. i Bei dieſer Gelegenheit ſei erwähnt, daß, wie wir aus beſter Kenntnis verſichern können, auch die Führer der deutſchen Soztaldemokratie in den abgetrennten Gebieten über das verſtändnisloſe Verhalten ihres preußiſchen Geſinnungsgenoſſen ſchlechthin ſich empört zeigen. Es iſt damit zu rech⸗ nen, daß auf deren Betreiben demnächſt die Leitung des Allgemeinen Deutſchen Gewerkſchaftsbundes mit dem von keiner Sachkenntnis getrübten Erlaß des preußiſchen Kultusminiſters ſich befaſſen wird. Amtliche Beſtellung von Wirtſchaftstreuhändern Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 18. Fehr. Die Verhandlungen über die amtliche Beſtellung von Wirtſchaftstreuhändern ſind ſoweit gefördert, daß mit der Bildung einer Zentralſtelle beim Deutſchen Induſtrie⸗ und Handelstag in nächſter Zeit gerechnet werden kann. Die Zentral⸗ ſtelle ſoll die Grundſätze über die Zulaſſung und Prüfung der Wirtſchaftstreuhänder aufſtellen. Die Prüfung ſelbſt ſoll durch Prüfungsſtellen erfolgen, von denen in Preußen zunächſt vier errichtet werden. Um eine Uebereinſtimmung und gleichmäßige Hand⸗ habung der Beſtimmungen für den neuen Berufs⸗ ſtand im ganzen Reich ſicherzuſtellen, ſollen durch Vermittlung der Reichsregierung unter den Ländern gleichlautende Verträge auf gegenſeitige Anerken⸗ nung der beſtellten Wirtſchaftstreuhänder abgeſchloſ⸗ ſen werden. 1— Brand eines deutſchen Dampfers Telegraphiſche Meldung — Riga, 18. Febr. Auf dem Bremer Dampfer„Leander“ ereignete ſich geſtern abend gegenüber der nordländiſchen Küſte, unweit Domesnaes, eine Benzinexploſion. In kurzer Zeit war das ganze Schiff in Flammen ge⸗ hüllt. Die 18köpfige Beſatzung vermochte in zwei Booten eine Eisbarriere an der Küſte zu erreichen, wo Fiſcher Hilfe leiſteten. Zwei Motorboote, die ſo⸗ gleich nach Ausbruch des Brandes zu dem einer Rie⸗ ſenfackel gleichenden Dampfer zu gelangen verſuch⸗ ten, konnten wegen des Eiſes nichts ausrichten. Zwei Schleppdampfer wollen verſuchen, das ausgebrannte Schiff in den Hafen zu bringen. — — Danzig, 18. Febr. Das kommuniſtiſche Organ in Danzig, die„Danziger Arbeiterzeitung“ in der zu Gewalttätigkeiten und Ungehorſam gegen die Geſetze aufgefordert wird, wurde beſchlagnahmt. Gegen die verantwortlichen Redakteure wurde ein Strafver⸗ fahren eingeleitet. Der Senat hat alle kommuniſti⸗ ſchen Verſammlungen unter freiem Himmel und alle kommuniſtiſchen Umzüge verboten. Die zwangsvarzellierungen in Polen Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 18. Febr. Das polniſche Agrarreformgeſetz vom Januar 1925, das für zehn Jahre Parzellierungen in Höhe von je 200 000 Hektar vorſieht, hat ſich immer mehr als ein Inſtrument erwieſen, das gegen den deutſchen Großgrundbeſitz ausgenutzt wird. Nach dem im Geſetz enthaltenen maßgebenden Be⸗ ſtimmungen ſoll der deutſche Grundbeſitz im gleichen Maße herangezogen werden wie der polniſche. Wie ſchwer gegen dieſen Grundſatz verſtoßen worden iſt, geht aus den Ziffern über die Parzellierung deut⸗ ſchen Beſttzes während der Jahre 1926—30 hervor. Danach ſind in Pommerellen zur zinsloſen Par⸗ zellierung gekommen: 1926 89 Prozent, 1927 78 Prozent, 1928 62 Prozent, 1929 95 Prozent, 193089 Prozent deutſchen Grundbeſitzes. Das ergibt einen Durchſchnitt von 84 Prozent. „Internationale Diskuſſion, die eine Zeitlang in Deutſch⸗ land über die Abſicht und die Arbeit einer„Inter⸗ nationale der Gottloſen“ eingeſetzt hatte, iſt vielfach wieder zurückgeebbt. Gerade in dieſen Tagen geben Ausführungen der„Roten Fahne“ Veranlaſſung, dieſer Frage erneut Aufmerkſamkeit zu ſchenken. Der eigentliche Vater des ganzen Vorgehens iſt der Sekretär der Gottloſen⸗Verbände in Moskau, Lukaſchewitſch. Bekanntlich hat man in Ruß⸗ land bisher ſchon eine ſehr eifrige antireligiöſe Pro⸗ paganda getrieben. Auch gibt es dort einen „Fünfjahresplan“, deſſen Ziel iſt, alle Kirchen der Sowjetunion bis zum 1. Januar 1934 zu ſchließen. Allein in Armee und Flotte ſind 1930 rund 10 000 antireligibſe Propagandiſten geſchickt worden. Das Ziel der Internationale ſoll zunächſt einmal darin beſtehen, die geſamte antireligiöſe Weltpropaganda in eine Hand zu bekommen. Von dort aus wird ein methodiſcher Feldzug gegen alle religiöſen Gemein⸗ ſchaften eingeleitet. Insbeſondere ſollen die Arbeits⸗ loſen, auch unter Hinweis auf die hohen Steuern, zum Kirchenaustritt bewegt werden, eine beſondere Propaganda iſt unter Kindern und Halbwüchſigen vorgeſehen. Zu dieſem Zweck ſollen Zellen in den Volks⸗ und Fortbildungsſchulen eingerichtet werden. Ein wöchentliches Organ in deutſcher, franzöſiſcher und engliſcher Sprache, Organiſation von Vor“ ſun⸗ gen, Bücher, Broſchüren, Filme und nicht zuletzt die Funkpropaganda durch den Moskauer Sender treten hinzu. 9 Die Aehnlich liegen die Dinge in Poſen. Dort wurde an deutſchem Beſitztum parzelliert 1926 96 Prozent, 1927 59 Prozent, 1928 51 Prozent, 1929 82 Prozent, 1930 61 Prozent. Die durchſchnittliche Heranziehung des deutſchen Grundbeſitzes beträgt hier 67 Prozent. Die unterſchiedliche Behandlung wird ganz deutlich, wenn man ſich vergegenwärtigt, daß in Pommerellen der deutſche Grundbeſitz 60 Prozent, der polniſche 40 Prozent, in Poſen umgekehrt der deutſche 40 Prozent und der polniſche 60 Prozent beträgt. Der neue Parzellierungsplan, der ſoeben erſchienen iſt, verrät die gleiche Tendenz. Er enthält allerdings nur die Verteilung der Parzellierungen auf die einzelnen Wojwodſchaften, wobei ſich ergibt, daß Pommerellen und Poſen beſonders ſtark herangezogen ſind. Wie der deutſche Grundbeſitz im Einzelnen be⸗ troffen iſt, wird ſich erſt erkennen laſſen, wenn die Namensliſte vorliegt, die demnächſt veröffentlicht werden wird. 5 der Gottlosen“ Als erſtes Ziel hat man ſich vorgenommen, den kommuniſtiſchen Einfluß in den bisher faſt meiſt ſo⸗ zialdemokratiſch geführten freidenkeriſchen Organiſationen durchzuſetzen. So iſt auch die Abſplitterung der Oppoſition auf dem Kon⸗ greß in Bodenbach in der Tſchechoſlowakei und die Gründung einer eigenen Organiſation im Mai 1930 zu verſtehen. Bei dieſer Gelegenheit wurde auch der Beſchluß gefaßt, die Gottloſenpropaganda in ganz Europa ſtärker vorwärts zu treiben. Man hofft, für die neue Organiſation den Namen„Internationale proletariſche Freidenker“ zu bekommen, denn man möchte aus vaterländiſchen Gründen möglichſt ver⸗ meiden, mit den deutſchen Geſetzen in Konflikt zu kommen. Sind dieſe Vorbereitungen durchgeführt, dann will man auf einem neuen Kongreß ebenfalls für die Arbeit in Europa einen Fünffahresplan aus⸗ arbeiten. Zunächſt iſt ähnlich wie für den 25. Febr. ein„Tag der Arbeitsloſen“, die Veranſtaltung eines „Tages der Freidenker“ geplant. Die Kommuniſten wollen etwa 20 bis 25 Millionen Freidenker in Europa zuſammenfaſſen und ſo neue Kräfte für ihre revolutionären Ziele gewinnen. Die Beſtrebungen können gar nicht ernſt genug genommen werden. Zum Beweis dafür führen wir die Zahl der Kirchenaustritte in den letzten Jahren in Berlin an. Es traten aus der Kirche aus im Jahre 1924 10 246, 1925 30 809, 1926 45 451, 1927 41801, 1928 52 182, 1929 57 640, oder in der Zeit von 1918 bis heute rund“ Million. Finnlands neuer Staatspräſident Svinhufvud Die Ameiſe als Gärlner Von G. J. Dotzauer⸗Wien Aus glänzendem Himmel fällt ein kleines ge⸗ ſlügeltes Inſekt. Es iſt ein Ameiſenweibchen, eine Ameiſenkönigin. Erſchöpft, mit zitternden Flügeln ſitzt ſie da, wie um ſich zu beſinnen.— Es war ein herrlicher, ſonndurchglühter Tag, den die geflügelten Ameiſenprinzeßchen zu ihrem Hoch⸗ geitsfluge benützt hatten. Voll Jubel und Jugend⸗ lüſt tummelten ſie ſich im warmen Aether, bis die Ermattung ſie wieder zur Erde niederzwang. Vorbei iſt's nun mit Luſt und Tanz; es beginnt die Pflicht. Bedächtig beißt die Königin ſich die zarten Flügelchen fort und putzt ſich fein ſäuberlich die letzten Stümpfchen ab. Sie bedarf ihrer ja nicht mehr. Ihr Leben gehört von jetzt an nur dem Dunkel im Schoße der Erde; nie wieder kehrt ſie an das Licht zurück. Ihre Aufgabe iſt es nun, ihrer Ark zu dienen, indem ſie möglichſt viele Eier ablegt, um aus dieſen das arbeitende Jungvolk zu erziehen, ur emſigen Tätigkeit, zu unermüdlichem Schaffen, damit ein herrliches, ſtolzes Ameiſenreich erſtehe, dem ſie als Königin gebietet. Noch iſt ſie einſam, ganz auf ſich allein angewieſen. Doch ſie ſäumt nicht, an die Arbeit zu gehen. Eifrig gräbt ſie ſich in die lockere Erde ein, um den Eingang die ausgeworfene Erde wie einen Krater aufhäu⸗ fend. Mühſam ſchafft ſie Erdklümpchen auf Erd⸗ klümpchen, immer rückwärts herauskriechend, aus dem Erdſchachte, den ſie ſo eng anlegt, daß ſie ſich nicht einmal darin umdrehen kann. In geſchützter Tiefe aber macht ſie ſich eine geräumige Höhle, oft 18 bis 20 Zentimeter weit: ihr erſtes Brukneſt, Wohn⸗ und Kinderzimmer. Iſt ſte ſoweit, ſo wird zum Schutze des begonnenen Neſtes der Eingang mit kleinen Erdklümpchen vollſtändig verſchloſſen, ſo daß ſie ſich ſelbſt lebendig eingemauert hat. Sie bedarf der Außenwelt vorläufig nicht mehr. Wohl vorbereitet liegt in ihrem Munde eine kleine, ein halbes Millimeter meſſende Kugel, locker zuſammengedr aus Fäden eines kleinen Pilzes, gebleichten Blattreſten und anderem Gemüll. Dieſe wird nun von der Königin ausgeſpien und bildet die erſte Grundlage für einen Pilzgarten. Es bildet ſich eine weißliche bis graue lockere Maſſe, einem Schimmelüberzuge gleich, aus der bald die erſten Pilzköpfchen ſprießen, die Kohlrabi der Ameiſen. 1 Jalſchmeldung der Tante Voß Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 18. Febr. Wie die„Voſſiſche Zeitung“ behauptet, ſoll von mehreren Abgeordneten der deutſchnationalen Land⸗ tagsfraktion bei deren Vorſitzenden ein beſchleunig⸗ tes Ausſchlußverfahren gegen den Abg. Senatsprä⸗ ſident Dr. Deerberg, eingebracht worden ſein. Deerberg hat ſich im Hauptausſchuß im Anſchluß an die Rede des preußiſchen Juſtizminiſters gegen die „gefeſſelte Juſtiz“ gleichfalls abfällig über das Buch geäußert. In der deutſchnationalen Preſſe iſt bezeichnenderweiſe dieſe Erklärung unterſchlagen worden. Der deutſchnationale Landtagsabg. Steinhoff teilt jetzt der„D. A..“ in ſeiner Eigenſchaft als ge⸗ ſchäftsführendes Vorſtandsmitglied der Landtags⸗ fraktion und als Vorſitzender der deutſchnationalen i e mit, daß dieſe Meldung nicht zu⸗ rifft. — Der Feuerüberfall aus dem Dunkeln Drahtbericht unſeres Berliner Bürxoz Berlin, 18. Febr. Der ſchwere Feuerüberfall, der heute nacht auf das nationalſozialiſtiſche Verkehrslokal„Edelweiß“ in Röntgental, wie bereits gemeldet, verübt worden iſt, hat bisher ein Todesopfer gefordert. Ein Malermeiſter aus Pankow, der in Röntgental ein Grundſtück beſaß und der mit ſeinen Freunden nach der Rückkehr von einer Beerdigung im Cafe„Edel⸗ weiß“ geſeſſen hat, iſt heute nacht im Krankenhaus Bernau geſtorben. Er iſt von einem unbekannten Schützen, der von außen in das Lokal hineingefeuert hatte, in den Kopf ge⸗ troffen worden. Aber auch an dem Aufkommen des anderen Schwerverletzten wird gezweifelt Ihm iſt eine Kugel in den Mund gedrungen. Da von den ſechs abgefeuerten Patronen nur fünf Ku⸗ geln gefunden wurden, nimmt man an, daß er no einen zweiten Schuß erhalten hat. Er konnte heute nacht noch nicht operiert werden. Der zweite Freund des Malermeiſters iſt nur leicht am Arm verwundet worden und konnte heute morgen in ſeine Wohnung entlaſſen werden. Die drei Männer, auf die geſtern abend der Ueberfall aus dem Dunkeln verübt wurde, gehören keiner Partei an. Allerdings waren ſie mit dem ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaftsſekre⸗ tär Ar t, deſſen Einäſcherung geſtern im Moabiter Krematorium ſtattfand, nachbarlich befreundet ge⸗ weſen. Sie kamen von der Einäſcherung etwa um 8 Uhr abends nach Röntgental zurück, betraten um 40 Uhr das Kaffee„Edelweiß“ und ließen ſich an einem der Tiſche am Fenſter nieder. Die Vorhänge waren zugezogen. Um 410 Uhr fielen die ſechs Schüſſe, von denen drei die Schaufenſterſcheiben des Lokals durchſchlagen haben. Die übrigen ſtacken im Mauerwerk. Eine hat das Firmenſchild zer⸗ ſchmettert. Die Schüſſe ſind aus einer Armee⸗ piſtole 0,8 abgegeben worden. Ueber die mut⸗ maßliche Perſönlichkeit des Täters kann folgen⸗ des geſagt werden: Der Inhaber eines Kolonialwarengeſchäftes, das dem Kaffee ſchräg gegenüberliegt, hat um 97 Uhr von ſeiner Wohnung aus einen knienden Mann beobachtet, der von der Straße aus in das Lokal feuerte. Ein anderer Bewohner der Bucher⸗ ſtraße hat kurz vor der Tat zwei Radfahrer beobachtet, die von Buch her gekommen ſind und vor dem Kaffee„Edelweiß“ von ihren Rädern ſtiegen. Letzte Meldungen Landſtallmeiſter a. D. von Goetzen geſtorben — Berlin, 18. Febr. In ſeiner Wohnung iſt heute früh der langjährige Führer des deutſchen Rennſports und Vorſitzende des Union⸗Clubs, an den Folgen einer Grippe und Lungenentzündung im Alter von 77 Jahren geſtorben. 8 Von Goetzen war nach ſeiner Militärzeit bei den Ziethen⸗Huſaren Landſtallmeiſter in Neuſtadt g. d. Doſſe und Bebenbeck. Seit 1887 gehörte er dem Union⸗Club an, deſſen Vorſitz er von 1923 bis 1990 führte. Im Rennſport führte der Verſtorbene als Vorſitzender der oberſten Behörde für Vollblutzucht und Rennen noch bis zum Ende vorigen Jahres die Geſchüfte, und legte erſt kurz vor den letzten Wahlen ſein Amt aus Geſundheitsrückſichten nieder. i Vier Perſonen durch Kohlenoxydgas vergiftet — Bromberg, 18. Febr. Im Hauſe eines hieſigen Fleiſchermeiſters ereignete ſich ein ſchweres Unglück, Vier Dienſtmädchen, die vor dem Schlafengehen noch in einem eiſernen Ofen Feuer angemacht hatten wurden heute früh mit ſchweren Kohlenoxydgasver⸗ giftungen aufgefunden. Ene von ihnen iſt geſtor⸗ ben, die aneren ſchweben in Lebensgefahr. Indeſſen legt die Königin einige Eierchen, denen Larven entſchlüpfen. Sie werden von ihr mit andern zerbiſſenen Eiern gefüttert, wie auch ſie ſelbſt ſich zunächſt nur von ſolchen nährt. Nach etwa 40 Tagen ſchlüpfen die erſten jungen Arbeiterinnen hervor, die ſich nun von den indeſſen gereiften Pilzköpfchen nähren. Sie befreien ſich zu⸗ nächſt aus dem Gefängniſſe, indem ſie den von der Königin vermauerten Eingang wieder freilegen, und holen nun von der Außenwelt friſche Blätter und Blattreſte herbei. Die Neſtameiſen zerbeißen und zerkrümeln dieſe und ſchaffen damit neuen Humus für die Pilzanlage, die ſie mehr und mehr ver⸗ größern. Die Anlage wird rein und ſauber gehalten und mit flüſſigen Exkrementen gedüngt. Geſchlecht auf Geſchlecht reift heran, und Höhle entſteht neben Höhle, in jeder ein neuer Pilzgarten, indem die Pilzfäden, das Micelium, von einem in den andern Garten übertragen. Ja, ſelbſt an die Oberwelt wer⸗ den dieſe Gärten von den Ameiſen verlegt und dort unter Büſchen betreut wie unter der Erde. Und iſt eine ſolche Pilzanlage etwa nicht mehr ergiebig genug, ſo wird ſie fortgeräumt und eine Neu⸗Anlage geſchaffen. Treibt ſo, wie geſchildert, die Attä⸗Ameiſe Süd⸗ amerikas die Pilzgärtnerei für Ernährungszwecke, ſo züchtet auch z. B. die einheimiſche Holzameiſe in ihren Neſtern eine Pilzart; doch ſcheint dies mehr zum Schutze der Wände ihres Baues zu geſchehen, da ſie ihre Gänge nur in morſches Holz gräbt. Andere Ameiſenarten wieder, die im Ueber⸗ ſchwemmungsgebiete Amazonenſtromes auf Bäumen leben, legen ſich hängende Gärten von reich wuchernden Schlingpflanzen auf ihren Wohnbäumen an, indem ſie die Samen ſolcher eifrig in ihren Bau tragen und die zarten Wurzeln der keimenden Sämlinge ſorglich mit Erde umgeben. Mit fort⸗ ſchreitendem Wachstume ſchaffen ſie ihnen immer mehr Humus herbei und pflegen ſie ſo ſorgſam, daß ſie ſelbſt zur Zeit der Dürre, wenn die anderen Schmarotzerpflanzen der Bäume ſchon längſt abge⸗ ſtorben ſind, noch in ſchönſtem Purpur prangen. Die Ameiſen aber ſchützen dieſe Gäxten um ihre luftigen Neſtex in den hohen Kronen der Bäume vor Wind des und Wetter, vor näſſendem Regen und ſengender Sonne. Die Ameiſe alſo ein Gärtner?— Ja, und noch viel mehr: Weinkellerei. Sie treibt guch Ackerbau, Viehzucht und Theater und Muſik Um die Zukunft des Augsburger Stadttheaters. Nach Münchener Blättermeldungen ſind für die Be⸗ ſetzung des Intendantenpoſtens am Augs⸗ burger Stadttheater eine Reihe ernſter Bewerber nach Augsburg eingeladen worden. Am ausſichtsreichſten ſcheint zurzeit die Kandidatur des Osnabrücker In⸗ tendanten Erich Pabſt. Als Anwärter auf den Intendantenpoſten werden ferner genannt der Mün⸗ chener Kritiker Schöpf, der Verwaltungsdirektor des Gärtnerplatztheaters, Willi Werder, der Stutt⸗ garter Kapellmeiſter Droſt und der Koburger Ober⸗ ſpielleiter Sellner. Von den Kandidaten des Intendantenpoſtens am Augsburger Stadttheater wird eine Garantie für die Einhaltung eines Zu⸗ ſchuſſes von 500 000 Mark gefordert. Schauſpieler⸗Abbau. Nach den Errechnungen des Bühnen⸗Jahrbuchs hat ſich die Zahl der an⸗ geſtellten Bühnen mitglieder gegenüber dem Vorjahr nicht unerheblich verringert. Im Vorjahre waren 27 635 Schauſpieler beſchäftigt, wäh⸗ rend dieſe Zahl für dieſes Jahr auf 25 551 geſunken iſt. In dieſer Geſamtzahl ſind die Sänger von 1443 auf 1316, die Sängerinnen von 1148 auf 10418, die Schauſpieler von 2537 auf 2297, die Schauſpielerinnen von 1617 auf 1413 herabgeſetzt. Auch der techniſche Apparat iſt ſtark eingeſchränkt worden. Selbſt die Souffleure ſind abgebaut worden. Ihre Zahl hat ſich von 386 auf 346 vermindert. Die Wiener Staatsoper hält an der Gagen⸗ konvention feſt. Die neugefaßten Beſchlüſſe über die Gagenkonventionen, wonach kein höheres Honorar als 1000 Mark pro Abend gezahlt werden darf, wer⸗ den von der Wiener Staatsoper ſtreng innegehalten. Wie aus Wien gemeldet wird, hat die Oper dem ruf⸗ ſiſchen Sänger Fedor Schaljapin ſeine Honorar⸗ 000 Dollar für ein Gaſtſpiel nicht 2 20 forderung von bewilligt, ebenſo wie die Forderung des berühmten Benjamino Gigli von 2000 Dollar als keine Bewilligung fand. e Feldmarſchall Vork im Toufilm. Die Ufa be⸗ abſichtigt, einen Groß⸗Tonfilm„York“ herzuſtellen, der in den Mittelpunkt der Handlung die Konvention von Tauroggen ſtellt. Zur Verkörperung der Titel⸗ rolle des großen preußiſchen Feldmarſchall iſt Werner Krauß verpflichtet worden. authropologiſcher zu hoch ſche Muſik im Ausland. Das große A m⸗ Mozartfeſt, das von der Konzert⸗ und der Wagner⸗Ver⸗ Dent ſter da mer gebouw⸗Vereinigung einigung gemeinſam veranſtaltet wurde, einge⸗ leitet mit einem unter Leitung von Bruno Walter ſtehenden philharmoniſchen Konzert, konnte einen ſehr großen Erfolg verbuchen.— Hermann Abend⸗ roth veranſtaltet mit dem Kölner Kammerorcheſter ein Konzert in Luxemburg mit Werken von Händel, Bach und Mozart. O Statiſtik der Theater in Deutſchland und Oeſterreich. Eine Ueberſicht über die deutſchen Büß⸗ nen zeigt, daß gegenwärtig 287 Geſellſchaften in 920 Theater⸗Gebäuden ſpielen. Die Schweiz verfügt über 14 deutſche Theatergeſellſchaften, die ſtändig ſpielen, die Tſchechoſlovaket über 23, Polen über 2, Luxem⸗ burg, Eſtland, Litauen, Italien und Holland über je eine. Von den 287 deutſchen Theater⸗Unterneh⸗ mungen ſpielen 85 zehn bis zwölf Monate, während die anderen eine viel geringere Spielzeit aufweiſen, „ Urſachen der Linkshändigkeit. Gelegentlich Meſſungen an Zwillingen wurde gefunden, daß eine beſtimmte Abhängigkeit zwiſchen Linkshändigkeit und der Richtung, in welcher der Kopfwirbel wächſt, beſteht. In allen Fällen, in welchen ein rechtsdrehender, d. h. mit dem Uhrzeiger verlaufender Haarwirbel gefunden wurde, bonnte auch eine mehr oder weniger ausgeſprochene Rechts⸗ händigkeit der unterſuchten Perſon nachgewieſen werden. Hatte der Wirbel Linksdrehung, ſo war der Betreffende linkshändig. Im übrigen zeigte es ſich, daß die rechte Körperhälfte des einen Zwillings der rechten Seite des anderen mehr ähnelte als die eigene linke Körperhälfte derſelben Perſon. Neue Gräberfunde aus der Bronzezeit in Sachſen. Die von der Landesanſtalt für Vorge⸗ ſchichte in Halle durchgeführten Grabungen haben auf dem Obermöllerner Gräberfeld ein Erdflachgrab und elf Steinpackungsgräber freigelegt. Die Toten in Hockerlage mit vor der Bruſt gekreuzten Armen, waren mit dem Blick nach Oſten gelagert. Als Bei⸗ * 2 228— NReſt gaben fanden ſich Gefäße und Oeſennadeln, der Reſt einer Säbelnadel und eines Rings. Ein Armring mit verzierter Platte wurde gefunden. Nach dem Gutachten der Landesanſtalt gehören die Gräber ber früheſten Bronzezeit an und ſind etwa auf 2000 bis 1800 v. Chr. anzuſetzen. n — 2 — Rn 773272222200 ͤ ˙ · m A 5— Mittwoch, 18. Februar 1931 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 82 Eine Katzenſteuer? Alſo Dresden ſoll es tatſächlich fertig gebracht haben, eine— Katzenſteuer einzuführen. Ich kann es verſtehen, daß man den Hund, der doch im öffentlichen Leben in einem ganz anderen Verhält⸗ nis zum Menſchen ſteht als die Katze, beſteuert. Er nutzt den Bürgerſteig ab, er ſpringt in eine Grün⸗ fläche hinein, er geht mit in das Gaſthaus, er ſitzt auf dem Balkon und bellt. Kurzum: er iſt ein Hundebürger und dafür zahlt er ſeine Steuern. Mit der Katze iſt das aber ganz anders. Wer glaubt, daß die Katze ein Luxusobjekt iſt, das man verſteuert, wie der reiche Mann ſeinen Sechsſttzer, dem empfehle ich, eine Wohnung an der Peripherie der Stadt zu beziehen und alle Katzen der Um⸗ gebung abzuſchaffen. Ich glaube beſtimmt, daß das Mäuſefallenſtellen ihm ſein Daſein bald verleiden würde. Meinen Hund kann ich zu mir rufen, wenn ich es für nötig erachte. Bei einer Katze aber hört alles Pfeifen auf. Sie geht ihre eigenen Wege und iſt dabei ſo vielfältiger Gefahr ausgeſetzt, daß ein eben verſteuertes Tier in der folgenden Stunde ſchon von irgend einem gewiſſenloſen Individuum getötet oder ſo verſtümmelt ſein kann, daß man es töten laſſen muß. Wenn die Stadt Steuern für ein Objekt erheben will, dann müßte ſie auch für deſſen Sicherheit etwas tun können. Viele Katzen verlaſſen überhaupt nicht die Be⸗ hauſung des Beſitzers, fallen alſo den Mitmenſchen niemals läſtig. Und der Welt kann es doch egal ſein, ob auf meiner Ofenbank ein Kaktus ſteht oder ein Kätzchen ſitzt. Mit der Einführung einer Katzen⸗ ſteuer werden Tauſende und Abertauſende von armen Tieren auf die Straße geworfen; denn jeder kann ſagen: die Katze geht mich nichts an, die ſchlüpft nur in unſerem Haus da herum und gehört eigentlich in die Nachbarſchaft! Das Katzenelend, von dem das Tieraſyl jetzt ſchon ein allzu trauriges Zeugnis ablegen kann, würde ins Rieſenhafte ge⸗ ſteigert werden. Wenn das mit den Steuern ſo wei⸗ ler geht, dann muß der Terrariumbeſitzer Angſt haben, daß er eines Tages noch ſeine Schildkröte verſteuern muß. Es hat aber alles ſeine Grenzen. N N * * Ernannt wurde zum Regierungsrat Regierungs⸗ aſſeſſor Günther Sackſoffky beim Bezirksamt Mannheim. * Die Poſtbeamtinnen wollen Fräulein bleiben. Die Reichspoſt verwaltung hat die Streitfrage, ob die Beamtinnen mit Fräulein oder Frau bezeichnet wer⸗ den ſollen, zu löſen geſucht. Sie hat zu dieſem Zwecke unter den Beamtinnen eine Abſtimmung vornehmen laſſen. Im Bereiche der Oberpoſtdirektion Frankfurt haben ſich die Beamtinnen zu 75 Proz. für„Fräulein“ entſchieden. Nur die älteren Jahrgänge waren mit der Anrede„Frau“ einverſtanden. Die Jugend hat ſomit wieder einmal das Bewährte aus der alten Zeit dem Neuen vorgezogen.— Auf Anfrage wird uns mitgeteilt, daß von der Abſtimmung im Ober⸗ poſtdirektionsbezirk Karlsruhe in hieſigen Poſt⸗ beamtinnenkreiſen noch nichts bekannt iſt. Durch Sturz vom Motorrad lebensgefährlich verletzt. Beim Einbiegen vom Neckarauerübergang zum Rheinhäuſerplatz ſtieß geſtern nachmittag ein Lastkraftwagen mit einem 47 Jahre alten Motor⸗ radfahrer zuſammen, der einen Schädelbruch und innere Verletzungen davontrug. Der Ver⸗ unglückte wurde in lebensgefährlichem Zuſtande ins Allgemeine Krankenhaus verbracht. Es entſtand er⸗ heblicher Sachſchaden. * Submiſſions⸗Blüte. Auf das Verdingungsaus⸗ ſchreiben für die Kanaliſation im Eckgewann Feu⸗ denheim gingen 19 Angebote ein, die wir— weil teilweiſe ganz abſonderlich hier folgen laſſen. 6947, 2) 20 126 J, 3) 20 279 J, 4 24 824 /, 5) 25 076 J, 6) 25 102 /, 7) 25 801 J,, 8) 25 945 l, 25 988, 10) 26 381 l, 11) 26 748, 12) 26 860, 13) 28 264, 14) 29 196 J, 15) 30 093 /, 16) 34 414 ,, 17). 85 370%, 18) 39 617 J, 19) 44 356 l. Die Diffe⸗ renz zwiſchen dem niedrigſten und höchſten Angebot beträgt 37 409 J.— Wer hat richtig gerechnet? Mie verhalte ich mich bei Matſch⸗Weller? Eine mediziniſche Plauderei von Dr. C. Thomalla Als ich ein Schuljunge war, gab's jeden Winter Eisbahn. Soviel ich mich erinnere, ſind wir faſt jedes Jahr von Ende November bis in den Februar hinein Schlittſchuh gelaufen. Die Zeiten haben ſich nicht nur politiſch gewandelt; als Ausgleich dafür, daß alles andere ſtrenger und härter geworden iſt, ſind die Winter im letzten Jahrzehnt, mit der einen in aller Erinnerung gebliebenen Aus⸗ nachme, auffallend milde geweſen. Und es gibt viele Leute, die ſich im Hinblick auf ihren Kohlen⸗ vorrat ſogar darüber freuen, daß die Wintermonate nicht die für unſeren Breitengrad eigentlich zuſtän⸗ digen Kältegrade bringen. Ich weiß nicht, ob es vergleichende Statiſtiken darüber gibt, wieviele Erkältungen, Influenza und Rheumatismus damals gezählt wurden, wieviele heute. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, daß es vor zwanzig bis dreißig Jahren den Begriff der alljährlichen Grippeepidemie gab, der uns heute ſelbſtverſtändlich geworden iſt, und ich glaube be⸗ ſtimmt, daß die „milden“ Winter der letzten Zeit die Haupt⸗ ſchuld daran tragen. Denn„Matſch“,„Schlabber“⸗Wetter, Nebel,„mul⸗ mige Luft“ hatten wir nur während ein paar kurzer Uebergangswochen im Herbſt und Frühjahr. Heut⸗ zutage iſt es beinahe Dauerzuſtand vom Oktober bis April. Die Wetterkundigen ſind ſich über die Gründe dieſes Umſchwungs nicht einig; die Sternkundigen machen myſtiſche Konſtellationen der Geſtirne ver⸗ antwortlich, wir Leidtragenden mit Reißen, Huſten und Schnupfen müſſen uns halt mit dem Matſch⸗ wetter in möglichſt guter Laune abfinden und dafür ſorgen, daß es uns dieſe nicht gar zu ſehr verdirbt. Dazu gehört, daß wir das Trio ſeiner unvermeidbar erſcheinenden Folgen wenn irgend möglich von uns abhalten oder recht weitgehend mildern. Dieſe drei drohenden Geſpenſter ſind all die Zuſtände, die wir unter dem Sammenbegriff„Erkältung“ zuſammen⸗ aſſen, ſodann deren häufige Folgeerſcheinung „Grippe“, die freilich oft genug auch wie aus hei⸗ terem Himmel über uns hereinbricht, ſchließlich der „Rheumatismus“, von deſſen erſchreckender Ver⸗ breitung und Schwere die Berichte und Statiſtiken der Krankenkaſſen Zeugnis geben. Was aber tun, wenn's einen gepackt hat? Hüſteln, Nieſen, Kratzen im Hals, leichte Schluckbe⸗ ſchwerden künden die Erkältung; Froſtgefühl, all⸗ gemeine Abgeſchlagenheit, ſchwere Glieder, vielleicht ſchon erhöhte Temperatur melden die im Anzug be⸗ findliche Grippe; ein kräftiger, ſchrecklich ſchmerz⸗ hafter„Hexenſchuß“ oder taubes Gefühl, Behinde⸗ rung und Schmerz in den Gliedern ſind Vorläufer des hartnäckigen Rheumatismus. Nun, im erſten Beginn wird es wohl keinem ſchaden, aber manchem nützen, abends vor dem Schlafengehen tüchtig heiße Getränke, ſeien es nun Milch mit Selter, Zitrone oder ein ſteifer Grog, zu ſich zu nehmen; auch der gute alte„Bruſtthee“ tut immer noch ſeine Schuldigkeit. Feuchte Wickel um Bruſt und Hals, kunſtgerecht angelegt, ſind ausgezeichnete Hilfsmittel. Der von Profeſſor Bier empfohlene Tropfen Jod⸗ tinktur auf ein Glas Waſſer, ein typiſch homöopathi⸗ ſches Mittel, wird von vielen begeiſtert gelobt. Helfen dieſe Hausmittel aber nicht ſofort oder iſt die Erkältung ſchon zu einer richtigen Erkrankung ge⸗ worden, ſo ziehe man doch lieber ſchnell den Arzt zu und ſcheue ſich nicht, als überängſtlich zu gelten. Er wird irgend eines der harmloſen Salyeil⸗Prä⸗ parate verordnen, die nach alter Erfahrung die beſten Reſultate erzielen, er wird wenn möglich ſchon bei den leichten Anfängen des Rheumatismus mit den bewährten Rheumaſau⸗Einreibungen und etwas kräftiger Maſſage helfen, die ſofort Linderung brin⸗ gen und vielleicht das Uebel im Keime erſticken. Aber er wird, was der Laie nicht kann, Herz und Lungen, Rachenmandeln und Schleimhäute, Puls und Tem⸗ peratur und vor allem die geſamte Struktur des erkrankten Organismus prüfen und die richtigen Maßnahmen zur rechten Zeit anordnen. Man nehme lieber all dieſe unliebſamen Erſchei⸗ nungen der„Matſchwetter⸗Periode“ im erſten Be⸗ ginn ſofort ein wenig zu ernſt und ſei dann ange⸗ nehm enttäuſcht, wenn man nach der erſten durch⸗ ſchwitzten Nacht ohne Huſten und Grippe, nach der erſten Einreibung des Rheumamittels am nächſten Morgen ohne Hexenſchuß und Gliederſchmerzen auf⸗ wacht. Anderſeits ſei man gerade bei all dieſen „Bagatell“⸗Erkrankungen nicht ungeduldig und an falſcher Stelle forſch und eifrig. Schon mancher, der nach Grippe auch nur einen Tag gegen ärztliches Gebot zu früh aufſtand, hat es nachher wochenlang mit einem ſchweren Rückfall büßen müſſen. Man ſei ſich auch ſtets bewußt, daß man als Bazillenträger und Krankheitsherd anderen Gefahr bringt. Schließ⸗ lich bedenke man, daß aus einem„harmloſen“ Bronchialkatarrh eine lebenbedrohende Lungenentzündung werden kann. Schon manche Mandelentzündung und Grippe hatten ſchwere Nachkrankheiten im Gefolge. In dieſen Zeiten beſonders hochgradiger Empfänglich⸗ keit niſten ſich ſogar in unglücklichen Einzelfällen die erſten Anfänge tuberkulöſer Erkrankung ein. Man überlege, wie oft aus zu lange verſchleppten kleinen rheumatiſchen Beſchwerden hartnäckige, mit langem Krankenlager, Arbeitsunfähigkeit und dauernder Anfälligkeit verbundene Leiden entſtehen. So wollen wir alſo jeden froſtklaren Wintertag, auch wenn wir ein wenig mehr einheizen müſſen, dankbar begrüßen. Für die üblen Zeiten des winter⸗ lichen Tauwetters und die März⸗April⸗Periode des Matſchwetters ſoll man ſich aber mit guten Vor⸗ ſätzen und geeigneten Abwehrmaßnahmen wappnen! * 35 maskierte Erwachſene ließ die Polizei, obwohl ſie, wie in letzter Nummer bemerkt wurde, beide Augen zudrückte, nicht ihres Weges ziehen. Wir neh⸗ men an, daß die Masken vor allem wegen der Art ihrer Aufmachung ein polizeiliches Einſchreiten er⸗ forderlich machten. * Rekord in Ruheſtörungen. Wir können uns nicht erinnern, daß der Polizeibericht 50 Ruhe⸗ ſtörungen regiſtriert hat, die protokolliert werden mußten. In der vergangenen Nacht wurde dieſer Rekord erzielt. Daß man es ſich in Mannheim nicht angewöhnen kann, Rückſicht auf die Mitmenſchen zu nehmen, die in ihrer Nachtruhe nicht geſtört ſein wol⸗ len. Am Faſchingsdienstag iſt doch ſo hinreichend Gelegenheit, ſich zu unterhalten, daß der Heimweg ruhig zurückgelegt werden kann. * Seinen 60. Geburtstag feiert morgen Donnerstag Architekt Ludwig Vock, wohnhaft IL. 8, 2. Film⸗Rundſchau Lichtſpielhaus Müller:„Das Kabinett des Dr. Larifari“ Tauſend Worte Ulk verheißt uns dieſer Film, der eine Satire auf eine jener undurchſichtigen Filmgründungen iſt, die auf der Aktiv⸗Seite nicht mehr als den Poſten eines Generaldirektors aufzuweiſen haben. Die Handlung iſt aber nur der Rahmen, der den Spaßmachern Ma x Hanſen und Paul Morgan Gelegenheit gibt, einige lhrer Glanzleiſtungen vorzuführen. Die ganze Filmwelt wird ebenſo freundlich wie amüſant verullt, Tauber und Jannings mit ſeltenem Humor und höchſter Vollendung parodiert. Kammerſänger Jöken hat mit ſeinem ſtrah⸗ lenden Humor einige Einlagen zu ſingen, die Wein ⸗ traubs Syncopators und die Kapelle Pommery werden zu geſchickter, wirkungsvoller muſikaliſcher Unter⸗ malung benützt. Ein ſtummer Film der auf einer ganz anderen Linie liegt, ergänzt das Programm. Abermals ſtarke Neuſchneefälle im Schwarzwald Auf den ſehr ſchönen und ſonnenklar gewordenen Sonntag der Februarmitte, der die Schneeſtürme der Vorwoche überraſchend abſchloß, hatte der Schwars⸗ wald am Montag bereits einen erneuten Wetter⸗ ſturz, der zunächſt ſehr ſchnell neue Bewölkung, Sturm und anſchließend ausgiebigen Schnee⸗ fall zur Folge hatte. Die Schneefälle ſetzten bereits am frühen Nachmittag des Montag ein und dauerten dann nur mit einer kurzen Abendunterbrechung die ganze Nacht auf Dienstag hindurch an. Die größte Ergiebigkeit lag in den Nachtſtunden. 5 Die Neuſchneefälle, denen auf den Höhen eiſiger Sturm voranging, der den Pulverſchnee weithin trieb und auf den Straßen die Gefährte in dichte Schnee⸗ wolken hüllte, waren die Folgen eines plötzlichen Barometerſtur zes. Die Einleitung mit einer ſchweren blauen Wetterwand im Weſten kündigte be⸗ reits an, was kommen würde. Die Schneefälle des Abends und der Nacht hatten binnen kurzem eine neue Schicht von 20 bis 30 Zentimeter auf den alten Schnee gelegt, ſodaß ſich die Geſamtſchneehöhen aber⸗ mals erhöhten. Auch in Lagen von 700 Meter ſteht man an der Metergrenze und in den Ortſchaften reiht ſich Wall an Wall. Die Bahnſchlitten mußten durch⸗ weg wieder gefahren werden. Auf den Freiſtrecken waren wiederum Verwehungen zu verzeichnen, wenn auch nicht in dem Maß wie vergangene Woche. Ernſt⸗ liche Behinderungen ſind nicht aufgetreten. Der Froſt hat weiter angehalten. Auch die Ebene hatte wieder leichten Froſt. Im Schwarzwald waren in Mittel⸗ und Hochlagen Fröſte von 11 bis 13 Grad zu verzeichnen, während die freie Hochfläche der Baar wieder merklich tiefer meldete mit 16 und 17 Grad unter Null. Der Dienstag hatte nach dem Schneefall eine gewiſſe Milderung mit ſich gebracht. Die durchſchnittlichen Kältegrade lagen kei 8 bis 7 Grad. Die Schneehöhen, die ſich zwiſchen 60 em in Tieflagen, 100 em in Mittellagen und 250 em in Hochlagen bewegen, laſſen für den Winterſport die beſten Verhältniſſe zu, ſodaß mit Ski lange und präch⸗ tige Fahrten bis in die Täler gemacht werden kün⸗ nen. Auch die Rodelbahnen ſind gut, während dieſe enormen Schneemaſſen den Eisbahnen nicht hold ſind. O- Veranſtaltungen Das Faſchingsfeſt des Bühnen volksbundes Der Bühnen volksbund feierte in dieſem Jahre ſein Faſchingsfeſt ganz ſeiner inneren Verbundenheit ge⸗ mäß im Theater und mit dem Theater.„Viktoria uns ihr Huſar“ ſprang, ſang, tanzte und jauchzte über die Bithne. Mizzi Seibold und Walter Friedman u, Helmuth Neugebauer und Sophie Karſt, Walter Joos und Nora Landerich— die drei glücklichen Brautpaare— regierten mit berauſchendem Tempo Bühne und Parkett. Immer wieder mußten die Schauſpieler ihre Szenen wiederholen und am Schluß brauſte ein Beifall durchs Theater, wie wir ihn lange nicht erlebten. Könnte eine Beſucherorganiſation beſſer als auf dieſe Art Faſt⸗ nacht feiern?* ** ( Volkshochſchule. Am Donnerstag, den 19. Februar findet im großen Saal der Harmonie(D 2, 6) planmäßig das angekündigte Dreigeſpräch über Beratung“ zwiſchen Arzt, Fürſorgerin und Berufsberater ſtatt. Die Geſprächspartner ſind: Profeſſor Dr. Albert Fraen kel, Univerſität Heidelberg, leitender Arzt des Tuberkuloſe⸗ Krankenhauſes Rohrbach und des Mittelſtand⸗Sanatoriums Speyerer Hof, Schweſter Elſe Springer, Fürſorgeriu bei der Familienfürſorge, und Berufsberater beim Arbeits⸗ amt Wilhelm Biſchoff. n Stenographiekurſe. Wie aus dem Anzeigenteil er⸗ ſichtlich iſt, eröffnet der Badiſche Lehrer ver band für deutſche Einheitskurzſchrift(Reichs⸗ kurzſchrift) e. V. Mannheim am kommenden Donnerstag und am Freitag im Gymnaſium bei der Kunſthalle neue Anſängerkurſe für Damen und Herren. (Weiteres Anzeige im Mittagsblakt.) schmerzlindernd * αππ˙ απτ] fr’ w; e e und belebend bei Rheuma Ischias, 85 15 Kopf⸗, Nerven⸗ und S Genen halen- 5 int und Fapcndellt, ſchmerzen, Ermüdung u. Strapazen de e 0 85 Apotheten un 575 ger 2 Karmelitergeſſt *—* . — 2* 4+ FARBEN FABRIK MAN NMEA ROMAN VON HENR. ZEOKENM DORF O NAOHDRUCK VERBOTEN ö 27 Gina war ein ſeltener Gaſt geworden. Bewahre, daß ſie von Vinzenz zu ſehr in Anſpruch genommen worden wäre— er vernachläſſigte ſie reichlich im ſiche⸗ ken Bewußtſein, ſie mit einem gnädigen Lächeln, einem freundlichen Wort um den Finger wickeln zu können aber ſeit ſie ſich durch ihren Verrat Lenore gegen⸗ über ins Unrecht geſetzt hatte, ließ ſie ſich bitten, kam nicht mehr ohne beſondere Einladung. Lenore war völlig ahnungslos. Mißtrauen war ihr fremd, und ſie war zehnmal eher geneigt, ſich ſelbſt und ihrer trüben Stimmung die Schuld am Fernbleiben der Freundin zuzuſchreiben. Sie war eine durchaus treue Natur, nicht aus einer beſonderen, ſittlichen Anſchauung, ſondern weil ſte einfach gar nicht anders konnte. So wie manche Frauen auch dem ungelieb⸗ leſten Mann mit kampfloſer Selbſtverſtändlichkeit die Treue wahren, weil in der Stufenleiter ihrer Gefühle der Begriff Untreue überhaupt fehlt. Von ihrem vertrauensſeligen Mund wurde Gina erſt unter⸗ richtet, wie weit die Dinge ſchon gediehen waren. Weder Vinzenz noch ſeine Mutter, die in kluger Be⸗ rechnung der urteilsloſen Altjüngferlichkeit Ginas den Hof machte und von dieſer in kühnen, nächtlich ausgeſponnenen Träumen ſchon als Schwiegermutter betrachtet wurde, hatten ſie ſo weit ins Vertrauen gezogen. Leuore, wieder in die tiefſten Höllen der Ungewißheit geſtürzt und von allen Aengſten vor einer Entfremdung des Sohnes geſchüttelt, brauchte ein geduldiges Ohr, in das ſie die überbrodelnde Qual des Herzens gießen durfte. „Keine Nacht mehr ſchlafen,“ ſagte ſie,„keine Nacht. Sage, Gina, kannſt du dir denn vorſtellen, daß Vitali einer ſolchen Tat fähig geweſen wäre? Er hat vielleicht mit dem Gedanken geſpielt, weil er mir ſo gern etwas Gutes getan hätte, aber um Gottes willen, einen ſolchen Gedanken kann man doch nicht ausführen.“ Gina ſchlug die Augen nieder. „Ich glaube nicht, daß er es getan hat“, antwortete ſie gedrückt.„Und was wollt ihr jetzt tun?“ „Lutz will dieſes Mädchen aufſuchen und die Tochter. Er will Klarheit, wie wenn es etwas klareres geben könnte, als was einem das Herz ſagt. Es hat ſich alles gegen mich verſchworen.“ Sie ſchlug die Hände vors Geſicht.„Gott, Gott im Himmel, wenn Herbert das wüße. Meinen Jungen wollen ſie mir nehmen.“ „Fährſt du mit?“ „Weiß ich denn, was ich tun ſoll?“ Lutz hatte tatſächlich beſchloſſen, nach Eſſen und nach Charlottenburg zu fahren. Der Aufruhr des Blutes hatte ſich ausgetobt, der Rückſchlag war eine erfrorene Ruhe. Weichheit, die ſich ſeiner zu be⸗ mächtigen drohte, ſchob er von ſich. Daß er morgens Klaus nicht abholen konnte, hinterließ ein leeres Ge⸗ fühl. Die Stunden mit dem Freund waren ſehr in ſein Leben verwoben, und wenn er jetzt in der Nähe der ſtillen Straße, in der Klaus wohnte, vorüberfuhr, gab er dem Wagen doppelte Geſchwindigkeit. Ueber⸗ winden. Ein Abend ohne Hilde war graue Einſam⸗ keit. Hinunterſchlucken. Er arbeitete mit der ver⸗ bohrten Beſeſſenheit eines Menſchen, der dem eige⸗ nen Herzen zu entfliehen ſucht. Man brauchte einen klaren Kopf, alle Schärfe des Verſtandes, Entſchluß⸗ kraft, die kein Zögern kannte. Entweder man glaubte an ſich, oder man mußte alles ſtehen und liegen laſſen, bedingungslos die weiße Fahne hiſſen. Und das eben war das Unaus⸗ denkbare. Lutz fühlte mit Erſchauern, daß es für ihn keine Zwiſchenlöſung gab, keinen Mittelweg. Er war nicht der Menſch, der ſich ergeben und abfinden konnte. Er mußte kämpfen, ſolange ein Funken Kraft in ihm war, aus innerſter Notwendigkeit. Einen Gefangenen würde man aus ihm nicht machen können. Er erinnerte ſich lächelnd, daß ſein Oberſt im Krieg einmal eine Anſprache gehalten hatte, in der die Wendung„Sieg oder Tod“ vor⸗ gekommen war. Was für ein theatraliſches Schlag⸗ wort. Aber es mußte wohl Menſchen geben, erkannte er ſich ſelbſt, für die dieſes Schlagwort unabänder⸗ liches Geſetz war. Jedes Wort das Trendelenburg geſprochen hatte, die Beweiskraft jeden Umſtandes mußte erneuter Prüfung unterzogen werden. Es war alles mit beſtechender Folgerichtigkeit aneinan⸗ dergereiht. Gab es jedoch nicht Zufälligkeiten, die ſcheinbare Zuſammenhänge ſchufen? Hatte man nicht ſchon Unſchuldige eingekerkert, zu Tode verurteilt, weil ſolche Zufälle ihr verwirrendes Spiel trieben. Da war vieles, das zweifache Deutung zuließ. Wer durfte die Behauptung wagen, daß ſeine Deutung die einzig richtige ſei? Die Maſchen des Netzes waren ungleich, wenn eine zerriß, war das ganze Geſpinſt zum Teufel. Das ſchien auch Lutz zweifellos, daß Vitali alles vorbereitet hatte, um einen Austauſch der Kinder vorzubereiten. Vier Fünftel aller Ver⸗ dachtsmomente beſtanden nur aus dieſen Vorberei⸗ tungen. Ob das letzte Fünftel jeder Belaſtungsprobe ſtandhielt, ob der Tauſch wirklich vorgenommen war? Der Gegenbeweis mußte den Faden nicht, wie es Trendelenburg getan hatte, am Anfang, ſondern am Ende ergreifen. Lutz beſprach alles mit Doktor Benting, der auch ſein Rechtsanwalt war. Der wiegte zwar bedenklich den Kopf und riet zu einem Vergleich, Prozeſſe ſeien immer unſicher, ein magerer Vergleich und ſo weiter— man kannte das, immerhin fand auch er es richtig, die Beweiskette auf ſchwache Stellen hin abzuklopfen, es konnte bei Verhandlung von Nutzen ſein. Er füllte einen Bogen mit kritzelnden Bemerkungen. Benting war ein kleiner, behäbiger Herr zwiſchen einem unordentlichen Haufen Akten mit einer blank polierten Billardkugel als Schädel, aus dem zwei gutmütig liſtige Aeuglein blinzelten. Ein unermüdlicher Verhandler, der nie Nerven und Humor verlor und nicht ganz ſo harmlos war, wie der Eindruck, den er machte. „Sie kennen ja meine Taktik, Herr von Teltzſch, ich habe für Ihren Herrn Vater manchen Strauß ausgefochten. Mürbe machen. Wenn man ſo vier, fünf Stunden verhandelt, meinetwegen auch ſechs oder acht, und dem Gegner vor Müdigkeit die Naſe in den Weſtenausſchnitt fällt, dann iſt er meiſt ver⸗ gleichsbereit. Aber Sie müſſen ſich ebenfalls ein biß⸗ chen müde rennen. Sie entſchuldigen ſchon, Sie ſind noch ſehr fung, da muß man ſich erſt die Hörner ablaufen. Ob es in der Liebe ſtimmt, weiß ich nicht mehr ſo genau, in Prozeſſen ſtimmt es ſicher.“ „Nein, Herr Doktor, hier liegt die Sache ein biß⸗ chen anders. Diesmal geht es um Tod und Leben.“ „Aaber, ich bitte Sie, Tod und Leben! Ums Geld gehts, Verehrteſter, reden wir deutſch miteinander.“ „Es hat keinen Zweck, das zu erklären. Es jiſt ja auch für Sie gleichgültig.“ „Na, ſchön, ſollen Sie recht haben. Kämpfen Sie in Gottes Namen um Tod und Leben, ich werde in⸗ zwiſchen ums Geld kämpfen.“ Die Abteile des D⸗Zuges dampften in der Auguſthitze. In der dritten Klaſſe ſah man viel Hemdärmel und Hoſenträger, in der zweiten und erſten fächelte man ſich mit dem Taſchentuch und netzte ſich mit Kölniſch Waſſer. Die Räder ſtampften über blanke, glühend heiße Schienen, die der ſchwe⸗ ren Lokomotive aufblinkend voranliefen. Lutz und Lenore ſaßen in den beiden Fenſter⸗ plätzen, ihren Gedanken verfallen. Die Frau in Schwarz mit mild ergrauendem Scheitel, geſchloſſe⸗ nen Augen, war ſchlaff zuſammengeſunken, angſt⸗ gerüttelt vor etwas Furchtbarem, das ſie mit ge⸗ heimnisvoller Macht anzog, das ſie nicht auszuden⸗ ken wagte, und das doch zum hundertſten Male vor⸗ dringlich im immer gleichen Bild greifbarer Deut⸗ lichkeit erſchien: Lutz zwiſchen ihr und der anderen Frau, mit der ſie kämpfen mußte um den Beſitz des Sohnes, um ihren Jungen, den ſie genährt, dem ſie mit der Milch ihrer zärtlichen Bruſt Herzblut und Liebeswärme in den kleinen, heftig ſaugenden Mund geflößt hatte, und der in grauenvoller Verwirrung des Lebens einem anderen Leib entſproſſen ſein ſollte. So deutlich war dieſes Bild ihres Kampfes, daß ſie ſich nach der Kehle fuhr, als rühre die ſchnürende, atemhindernde Enge im Hals von einem feindſeligen Griff, den ſie abwehren müßte. Und nur das Geſicht ihrer Gegnerin verſchwand in der ſchwü⸗ len Hitze ihrer Vorſtellungen zu fließend wandel⸗ baren Zügen, die einmal der alten Frau Teltzſch, einmal Trendelenburg glichen, dann wieder Vitalis fratzenhaft verſchobene Maske annahmen und in un⸗ deutlich blaſſe Erinnerung an einen längſt vergef⸗ ſenen Mädchenkopf übergingen. Aber dieſer Mäd⸗ chenkopf war furchtbarer als alle anderen Geſichter, denn ſie ſah von ihm keine Augen, keine Naſe, ſon⸗ dern nur einen rund und ſchwarz klaffenden Mund, dem der wilde, erſchütternde Schrei der gebärenden Frau entquoll. Lenore betete lautlos und ſchnell den Namen Gottes in ſich hinein, nichts als den Namen Gottes, der barmherzig ſein müßte, wenn er ein Ohr hatte für die Schmerzen der Menſchen, die ſein Werk und ſein Ebenbild waren. (Fortſetzung folgt) 4. Seite/ Nummer 82 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Mittwoch, 18. Februar 1931 Von der Lage der Tabakinduftrie * Aus dem Kraichgau, 17. Febr. Das Zuſammentreffen verſchiedener Faktoren hat die Tabakinduſtrie zu Beginn des neuen Jahres in eine Kriſts hineintreiben laſſen, deren Ende vorläufig noch nicht abzuſehen iſt. Im Mittelpunkt der ver⸗ hängnisvollen Einflüſſe ſtand die Tabakzollerhöhung, die aber zunächſt für das Weihnachtsgeſchäft, das an und für ſich immer lebhaft geſtaltet iſt, ſich ſtark be⸗ lebend auswirkte und die Betriebstätigkeit forcierte Denn die Verbraucherſchar und der Handel ſtrebten darnach, ſich noch zu mäßigen Preiſen einzudecken. Nach Weihnachten iſt denn auch prompt die Umkehr erfolgt und der Ausſchlag der auch in normalen Zeiten toten Saiſon ſo ſtark in Erſcheinung getreten, daß ein Großteill der Betriebe die Nachfrage aus den uufgeſtapelten Vorräten oder durch eine beſchränkte Betriebsführung decken konnte, während der Haupt⸗ teil ſeine Pforten geſchloſſen hielt oder noch hält. Man darf auch nicht verkennen, daß der Konſum durch die ungeheure Arbeitsloſigkeit wie durch die reduzierten Einkommen einer Belaſtungsprobe ausgeſetzt iſt und mit aller Wahrſcheinlichkeit durch dieſe Zeitverhältniſſe erheblich betroffen wird. Das erſchwert natürlich ungeheuer die Rückkehr zu normalen Betriebsführungen. Es erklärt ſich hieraus die vorſichtige Geſchäftsgebarung der Tabak⸗ induſtrie, die ihre Geſchäfte und Werke zunächſt ab⸗ wartend ſtillegte und jetzt langſam hier und dort zu beſchränkten Betriebs aufnahmen ſchreitet. Dabei iſt deutlich zu erkennen, daß die großen Be⸗ triebe(mit Filialen) durch ihre weitverbreiteteren Beziehungen und Verbindungen gegenüber den klei⸗ neren Betrieben ein Uebergewicht haben und ſich eher wieder in den Produktionsprozeß einſchalten können. Immerhin iſt das, was bis jetzt als(beſchränkte) Betriebsaufnahme gemeldet wurde, kein Kennzeichen einer durchgreifenden Beſſerung. Erſt wenn der ſteigende Konſum es erforderlich macht, wer⸗ den die Betriebe wieder zur vollen Belegſchaft oder zur Wiederaufnahme der Tätigkeit zurückkehren, wobei es immerhin wahrſcheinlich iſt, daß der eine oder andere Betrieb dabei auf der Strecke bleibt. Die gegenwärtige Lage iſt alſo reichlich kompli⸗ ziert und eine Prognoſe nur ſchwer zu ſtellen, wenn auch eine allzu leichte Zuverſicht beſtimmt nicht am Platze iſt. Die Unternehmer ſind bemüht, den Rück⸗ ſchlag abzubremſen und womöglich wieder auszu⸗ gleichen. Das geſchieht einerſeits durch betriebs⸗ techniſche Maßnahmen, andererſeits durch Senkung der Produktionskoſten. Bereits hat, um letzteres zu erreichen, der Reichsverband deutſcher Zigarrenhe⸗ ſteller den beiden Tabakarbeiterverbänden die Kün⸗ digung ſämtlicher Lohnabkommen, des Reichstarifver⸗ trages und der Bezirkstarifverträge ausgeſprochen. Das Schlagwort vom Lohnabbau hat alſo auch in die Tabakinduſtrie übergegriffen. Weitere Unterschlagung von Kirchengeldern aufgedetkt :: Frankfurt a.., 18. Febr. Die genaue Nachprüfung der Kirchenſteuerbücher der Frankfurter evangeliſchen Landeskirche, die durch die rieſigen Unterſchlagungen des Kaufmanns Fried⸗ rich Nagel in den Jahren 1924 bis 1929 veranlaßt wurde, hat ergeben, daß Nagel auch im Jahre 1930 weitere Kirchenſteuerbeträge unterſchlagen hat, ſodaß ſich die Summe des unterſchlagenen Betrages von 136 700 Mk. noch weſentlich erhöht. Die Vereinigte Stadtſynode der Evangeliſchen Landeskirche Frankfurt trat am Dienstag abend zu einer außerordentlichen Tagung zuſammen, um einen Bericht über die Unterſchlagungen des Kaufmanns Nagel, des bisherigen Vorſitzenden des Kirchenſteuer⸗ ausſchuſſes, entgegen zu nehmen. Die Verſammlung, die außerordentlich ſtark beſucht war, nahm mit gro⸗ ßer Erregung Kenntnis von weiteren Unterſchlagun⸗ gen Nagels im Jahre 1930, die die Nachprüfungen der Bücher jetzt ergeben haben. Hierauf teilte der Vorſitzende der Synode, Oberlandesgerichtsrat Pfitz⸗ ner, mit, daß er ſein Amt als Vorſitzender nieder⸗ lege. Die Unterſuchung im Falle Nagel habe zwar ergeben, daß den Geſamtvorſtand der Stadtſynode keinerlei Schuld treffe, ſondern daß vielmehr die Or⸗ ganiſation der Kirche, die zu ſparſam und vertrauens⸗ ſelig aufgezogen geweſen ſei, die Verfehlungen Nagels ermöglicht habe. Trotzdem könne er aus prinzipiellen Gründen ſein Amt nicht weiter ausüben. In der Ausſprache wurde dem ſeitherigen Vorſtand zum Teil eine Schuld zugeſprochen, teil⸗ weiſe wurde die Vertrauensſeligkeit zur Amtsfüh⸗ rung Nagels bedauert. Im übrigen unterzog die Verſammlung das Verhalten Nagels keinerlei Kritik, da ſich dieſer demnächſt vor ſeinen Richtern ſelbſt zu verantworten haben werde. Zum Ausgleich der Schäden wurde anheimgeſtellt, der geſchädigten Kirche mit einem freiwilligen außerordentlichen Opfer zur Seite zu treten. Verlangt wurde eine vollſtändige Neuorganiſation der kirchlichen Verwaltung und eine Trennung von Kaſſe und Buch⸗ haltung. Schließlich wurde ein Antrag einſtimmig angenom⸗ men, demzufolge eine hauptamtliche Kraft mit der Erledigung des geſamten Steuer⸗ und Finanzweſens der Vereinigten Stadtſynode betraut wird. Zum neuen Vorſitzenden wurde der Stadtkaſſen⸗ direktor Blum gewählt und der weitere Vorſtand im übrigen in ſeiner bisherigen Zuſammenſetzung be⸗ laſſen. Aus Baden Ehrung des Bürgermeiſters gg. Nußloch, 17. Febr. Anläßlich der Wiederwahl von Bürgermeiſter Bauſt brachten am Freitag Abend die Geſangvereine Sängerbund und Sängereinheit und der evangeliſche Kirchenchor dem Bürgermeiſter in Anweſenheit einer großen Menſchenmenge ein ſchönes Geſangsſtän d⸗ chen dar. Für den Kirchenchor und die Sän⸗ gereinheit ſprach Ratſchreiber Heinrich Sickmül⸗ ler und für den Sängerbund Kaufmann Karl Siegel die Glückwünſche der Vereinsmitglieder Aus. Verbandstag der badiſchen Friſeure * Raſtatt, 17. Febr. Der Landesverband badiſcher Friſeurmeiſter hält am., 8. und 9. Juni hier ſeinen 24. Verbandstag ab, wozu auch Gäſte aus den benachbarten Ländern erwartet werden. Mit der Tagung wird eine Fachausſtellung und ein großes Preisfriſieren für Meiſter und Gehilfen verbunden ſein. Naſender Autofahrer * Singen, 17. Febr. Ein Perſonenkraftwagen aus Binningen fuhr einem hieſigen, von einem Fahrlehr⸗ meiſter geſteuerten Wagen im 60⸗Kilometer⸗Tempo mit ſolcher Wucht in die Flanke, daß der Singener Wagen etwa acht Meter weit geſchleudert wurde. Der Fahrlehrmeiſter wurde mit ſchweren aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Kranken⸗ Haus eingeliefert, ebenſo ſein Fahrſchüler, der leich⸗ tere Verletzungen erlitt. * sch. Schriesheim, 17. Febr. Die hieſige freiwillige Feuerwehr hielt dieſer Tage ihre diesjährige Generalverſammlung ab. Nach Erſtattung des Kaſ⸗ ſen⸗ und Rechenſchaftsberichts durch den Kaſſier wurde dieſem Entlaſtung erteilt. Bei der Wahl zum Verwaltungsrat wurden die ſeitherigen Mitglieder einſtimmig wiedergewählt. Als Nachfolger des im letzten Jahr verſtorbenen Obmannes Georg Rother⸗ mel wurde deſſen Bruder, Ludwig Rothermel, ge⸗ wählt. * Schriesheim, 17. Febr. verließ Pfarrer Kamm nach 14jähriger hieſiger Wirkſamkeit unſeren Ort. Eine zahlreiche Gemeinde nahm, da er gebeten hatte, von ſonſtigen öffentlichen Veranſtaltungen Abſtand zu nehmen, im Gotteshaus von dem ſcheidenden Geiſtlichen Abſchied. Er hat ſich einen kleineren und ſtilleren Wirkungskreis geſucht und iſt nach Sindolsheim, Amt Adelsheim, über⸗ geſiedelt, wo wie wir hören, eine dankbare Gemeinde längſt auf die Beſetzung ihrer Pfarrei wartet und ihm In den letzten Tagen einen herzlichen Willkomm bereitet. NSL SUppEN — 1 N 2 keler Aus der Pfalz Neue Hauptſtraße von Rheinheſſen nach der Vorderpfalz :: Lampsheim, 17. Febr. Im Bezirksamt in Frankenthal wurden die Pläne in Angriff genommen, die den Bau einer Straße zwiſchen Gerolsheim und Lambsheim vorſehen. Die beteiligten Gemeinden haben die zum Bau dieſer Straße benötigten Gelände bereits erworben. Das Projekt, das auf 180—200 000 Mark veranſchlagt iſt, wird von den einzelnen Gemeinden finanziert. Auch der Bezirk hat eine größere Summe zugeſichert. Da ein Teil als Notſtandsarbeit durchgeführt werden ſoll, wird auch die produktive Erwerbsloſenfürſorge den Bau unterſtützen. Man rechnet damit, daß mit dem Bau dieſer 8 Kilometer langen Strecke ſchon in den nächſten Monaten begonnen wird. In dieſem Jahre ſoll auch noch die Straße von Dirmſtein bis Offſtein, die zur Zeit nur bis zur heſſiſchen Grenze führt, fertiggeſtellt werden, wenn von den heſſiſchen Kreiſen und Gemeinden die benötigten Mittel bei⸗ geſchafft ſind. Vor allem iſt die Zuckerfabrik in Offſtein an dem Projekt ſtark intereſſiert, da eine große Verkehrsſtraße von Mainz über Alzey, Off⸗ ſtein, Dirmſtein, Ger lsheim, Lambsheim, Schiffer⸗ ſtadt und Speyer damit fertiggeſtellt würde, die zur Entlaſtung der jetzigen Hauptverkehrsſtraße über Worms und Fudwigshafen führt. Pp. Aus Heſſen Ermittelte Bankſchwindler :: Wiesbaden, 18. Febr. Durch eine franzöſiſche Bankſchwindlerbande wurden vor etwa vier Wochen — wie damals gemeldet— verſchiedene Bankhäuſer Süd⸗ und Weſtdeutſchlands um etwa 80 bis 85 000 Mark geſchädigt. Die Feſtſtellung der Perſonalien der Gauner wurde dadurch erleichtert, daß der Wies⸗ badener Kriminalkommiſſar von Lock die Telephon⸗ nummer in Paris feſtſtellte, mit der die Schwindler geſprochen hatten. Er hat auch die Chauffeure ermit⸗ telt, die die beiden Betrüger, die ein Wiesbadener Bankinſtitut mit einem falſchen Avisſchreiben um 13000 Mark ſchädigten, von Wiesbaden nach Koblenz gefahren hatten. Auf Grund dieſer Ermittlungen konnte jetzt die Pariſer Kriminalpolizei einen ge⸗ wiſſen Pierre Voncenſini feſtnehmen, der auch der Mannheimer Tat verdächtig iſt. Außerdem wurden in Nizza ein ehemaliger und ein noch be⸗ ſchäftigter Bankbeamter verhaftet, gegen die der drin⸗ gende Verdacht beſteht, die falſchen Avisſchreiben an⸗ gefertigt zu haben. ———ͤ—— . 3 Im Verliner Sportpalaſt Schönrath verſagt— Neuſel der„kommende Mann“ Die Berufsboxkämpfe f Dienstagabend ſtanden im Berliner Sportpalaſt am unter einem recht unglücklichen Stern. Nachdem im Hauptkampf bereits der Deutſche Schwergewichtsmeiſter Hein Müller durch ſeinen Vor⸗ gänger Hans Schönrath erſetzt werden mußte, blieb am Dienstag auch der Gegner, der Franzoſe Gardebois, aus. Er war angeblich in Paris auf dem Wege zum Zuge einem Unfall zum Opfer gefallen. So trat denn Hans Schönrath vor kaum halb beſetztem Hauſe gegen deu in letzter Stunde herbeigeholten, ſchon etwas bejahr⸗ ten Dänen Sören Peterſen an. Der Kampf gab Veranlaſſung, daß ſich die ohnehin ſchon vorhandene Un⸗ luſt des Publikums zu lauten Mißfallensäußerungen ſtei⸗ gerte. Der Krefelder Schönrath gab nämlich eine geradezu jämmerliche Vorſtellung, er verlor über acht Runden ſang⸗ und klanglos nach Punkten. Hatte man einen ſchnellen Sieg des Deutſchen erwartet, ſo wurde man be⸗ reits nach wenigen Minuten eines anderen belehrt. Schön⸗ rath befand ſich in einer mehr als unglücklichen Verfaſ⸗ ſung. Peterſen leitete den Kampf mit flotten Angriſſen ein und brachte ſeinem Gegner ſchon mit den erſten Schlägen eine ſtark blutende Naſenverletzung bei, die den Deutſchen zwar während des ganzen Kampfes ſtark be⸗ hinderte, aber ſeine glatte Punktniederlage allein nicht entſchuldigen kann. Mit einem ſchrillen Preifkonzert und lauten Tumulten des Publikums wurde das traurige Schauſpiel beendet. Im Einleitungskompf des Abends hatten ſich die Ban⸗ tamgewichtler Schäfer⸗Dortmund und Hinz ⸗Barmen nach ſechs Runden mit einem Unentſchieden getrennt. Das ſchönſte Gefecht des Tages gab es im Leichtgewicht zwiſchen dem Kölner Franz Dübbers und dem holländiſchen Meiſter Bob van Klaveren. Der Holländer war phyſiſch im Vorteil, aber Dübbers verſtand es ausgezeich⸗ net, dieſes Manko durch ſeine größere Ringerfahrung aus⸗ zugleichen und er erreichte auch nach acht Runden ein gerechtes Unentſchieden. Der faſt ſchon verunglückte Abend wurde durch einen beherzten Fight zwiſchen den Schwergewichtlern Neuſel⸗ Bochum und Rudi Wagener ⸗Duisburg gerettet. Mit Ausnahme der erſten Runde, in der Wagener eine ſchnelle Entſcheidung ſuchte und Neuſel ſich auf dem Rückzug be⸗ fand, gingen alle übrigen Runden klar an den Bochumer, der ſo trotz eines Gewichtsnachteiles von 20 Pfund einen verdienten und ſehr ſchönen Punktſieg errang. Im abſchließenden Kampf der faſt drei Stunden wäh⸗ renden Veranſtaltung gab der Bonner Adolf Heuſer (154,4 Pfd.) ſein Berli Debut. Der Rheinländer traf 2 84 auf den guten franzöſiſchen Schwergewichtler Maurice Bougquillon(16 Heuſer lieferte einen hervor⸗ ragenden Kampf, vermochte aber ſeinen tapferen Gegner trotz ſchwerer Treffer nicht entſcheidend zu ſchlagen. Der Franzoſe war oft in Nöten und unterlag auch hoch nach Punkten, ging aber nicht einmal zu Boden. In Hamburg fiel Ernſt Piſtulla aus dem Ring Bei den Berufsboxkämpfen in Hamburg nahm am Dienstag abend der Hauptkampf zwiſchen dem Deutſchen Halbſchwergewichtsmeiſter Er uſt Piſtulla und dem fronzöſiſchen Schwergewichtsmeiſter Maurice Gri⸗ ſelle einen unglücklichen Ausgang. Die Paarung war an ſich ſchon unglücklich, denn der Franzoſe wog 25 Pfund Vorteil. Daun hatte ſich der Franzoſe eingerich den ſchweren Schlägen des Deutſchen geſch an rechnete bereits mit einem Unentſchieden, als in der achten Runde bei einem ſchweren Zweimal Vor⸗Enitäuſchungen Schlagaustauſch an den Seilen Piſtulla durch die Seile ins Publikum ſtürzte. Der Deutſche verletzte ſich dabei am Kopf und mußte in den Ring zurückgetragen werden. Da er aber den Kampf in der vorgeſchriebenen Zeit nicht ſort⸗ ſetzen konnte, wurde der Franzoſe unter dem ſtürmiſch eäußerten Proteſt des Publikums zum Sieger erklärt. In einem zweiten Schwergewichtstreffen trennten ſi Scholz ⸗ Breslau und Hinzmann⸗Berlin mit einem Unentſchieden. Europäiſche Läufer in A. S. A. geſchlagen Die europäiſche Läuferelite, die augenblicklich während der amerikaniſchen Hallenſaiſon durch die Franzoſen Ssra Martin, Keller und dem Schweizer Dr. Paul Martin ver⸗ treten iſt, konnte ſich bisher noch nicht recht durchſetzen. In Boſton abſolvierte Keller ſeinen zweiten Start und wurde im 1000⸗Yards⸗Laufen von dem auch in Deutſchland bekannten Bullvinkle in:17,2 knapp geſchlagen. Im Newyorker Madiſon Square Garden ſtarteten Séra und Paul Martin in einem Halbmeilenrennen und auch hier langte es den Europäern nur zu Plätzen. Der amerika⸗ niſche Meiſter Ruſſel Chapman ſiegte in:52,8 überlegen mit 10 Vards Vorſprung vor Séra Martin, Dr. P. Mar⸗ tin belegte erſt den fünften Platz. Erfolge Mannheimer Fechter Die Mannſchaft der DH. Fechtergruppe in der Fechter⸗ ſchaft Mannheim weilte am 15. Febr. in Kaiſers lau⸗ tern beim Turnverein 61, um dort einen Kampf im Florett auszutragen. Unter der Leitung des Kreisfecht⸗ wartes Iſſelhard⸗ Ludwigshafen nahmen die Kämpfe einen ſpannenden und intereſſanten Verlauf. Eine zahl⸗ reiche Zuſchauermenge verfolgte mit Intereſſe die einzelnen Kämpfe, bei denen zum erſtenmale eine Dame als Kampf⸗ richter mitwirkte. Nach der Begrüßung durch den Oberturnwart des Ty. 61 Kaiſerslautern traten ſich die Fechter gegenüber. Mann⸗ heim führte die erſten zwei Runden klar. Die letzten drei Runden ſah die Kaiſerslauterer des öfteren ſiegreich. Das Endreſultat lautete jedoch Mannheim 15 Siege 93 erh. Tref⸗ fer, Kaiſerslautern 10 Siege 105 erh. Treffer. Der Kreis⸗ fechtwart ſowie der Vertreter des Tv. 61 Kaiſerslautern be⸗ glückwünſchten die Mannheimer zu ihrem Erfolg und über⸗ reichten den Mannheimern als Erinnerung an dieſes Tref⸗ ſen einen ſchönen Linoleumſchnitt mit dem Wunſche den Rückkampf bald in Mannheim austragen zu können. n= Briefkaſten Wir bitten, für den Briefkaſten beſtimmte Einſendungen auf dem Umſchlag als ſolche kenntlich zu machen. Münd⸗ liche Auskünfte können nicht gegeben werden. Beantwor⸗ tung juriſtiſcher, mediziniſcher und Auf wertungs⸗ fragen iſt ausgeſchloſſen. Jeder Anfrage iſt die Bezugs⸗ quittung beizufügen. Anfragen ohne Namensnennung werden nicht berückſichtigt. J. Ho. In dieſem Falle wird die Penſtion nicht weiter bezahlt. J. B. Beide Wimpfen ſind heſſiſch. D. S. Lindenhof. Es gibt hierüber verſchiedene Fach⸗ Zeitſchriften. Die genauen Adreſſen können Sie auf unſerer Schriftleitung einſehen. M. R. Mey. Ob bei dieſer abzuſehen iſt, läßt ſich nicht ſagen, da man nicht weiß, ob ſpäter für eine ſolche Sammlung Intereſſe beſteht. Schriesheim g. d. B. Ein Anſpruch beſteht nach dieſer langen Zeit nicht mehr. Durch eine gütliche Einigung müßte Ihre Frau ſchon eine gewiſſe Entſchädigung heraus⸗ holen können. Vorausſage für Donnerstag, 19. Februar Fortdauer des wechſelnd bewölkten Wetters. Zeit⸗ weiſe Schneefall, in tiefen Lagen Temperaturen um Null, Gebirge mäßiger Froſt. ** Wetter⸗Nachrichten der Badiſchen Landeswelterwarte Karlsruhe Beobachtungen der Landeswetterſtellen.36 Uhr vormittags r————— See. Luft⸗ S Wind Db. f s 8 ene „„n A S micht Stürke Wertheim 151— 6 421 ſtill— bedeckt Köntigsſtuhl] 568 749,7—2 0—3 8 leicht[Schneefall Karlsruhe 120 750,4 1 5 3 S8 5 bedeckt Bad. ⸗Bad 218 751.2 1 5 ſtil. 5 Villingen 712 758,3 27 0 7. ö leicht Nebel St. Blaſten 780— 8 0 8. 1 dalbbedeckt Badenweil. 422 750,4—2 5—3 ſtiil“! wolkenlos Zeldbg. Hof 1275 621.7- 9 7—9 SW,, ſſchwach Nebel Bad. Dürrh. 701— 5 4—8 80 leicht 4 Die von der Nordſee herangezogene Zyklone iſt in ſüdlicher Richtung weitergewandert und lag heute früh über Südfrankreich. Ueber Weſtdeutſchland be⸗ findet ſich noch ein Teiltief, das von Südoſten vor⸗ geſtoßen iſt und unſer Gebiet vorübergehend wieder in den Bereich weſtlicher Winde gebracht hat. Heute nacht iſt es dabei zu verbreiteten Schneefällen ge⸗ kommen. Im Norden Europas iſt ein Hochdruckrücken ent⸗ ſtanden, der dieſe bei Rußland und dem Nordatlantik liegenden Hochdruckgebiete verbindet. Nach Auf⸗ füllung der über dem Feſtland ausgebreiteten Zyklone wird der hohe Druck allmählich von Norden her ſeinen Einfluß bei uns durchſetzen. Vorerſt ſtehen jedoch noch weitere Schneefälle bevor. Millionen Hausfrauen kaufen 2 Donnerstag, 19. Februar 15.20: Frankfurt, Mühlacker: Jugendſtunde. 15.45: Mit nchen: Vortrag. 16.30: Frankfurt, Mühlacker, München: Konzert. 17.30: München: Leſeſtunde. 18.05: Frankfurt: Zeitfragen. 18.15: Mühlacker: Vortrag: Frau Rath Gyethe. 18.25: Frankfurt: Vorleſung. 18.50: Frankfurt, Mühlacker: Vortrag. 19.30: Breslau, Königs wſt.: Heitere Abend muſtk; München: Zitherkonzert; Mailand, Tu⸗ in, Stockholm: Konzert. 19.45: Berlin: Frau Aja; Hamburg: Alice⸗Ehlers⸗ Terzett; Heilsberg: Orcheſterkonzert; Bel⸗ rad: Oper; Budapeſt: Ungariſche Lieder; ukareſt, Wien: Sinfoniekonzert; London 1: Orgelkonzert; London 2: Orcheſterkonzert. 20.10: Nrankfurt, Mühlacker: Armin Knab⸗ Stunde; Köln: Abend mit Robert Koppel; Mün⸗ 2 Shakeſpeare„Der Kuufmann von Venedig“ 20.30: Kattowitz, London 1, Straßburg: Kon⸗ zert; Mailand, Turin: Sinfoniekonzert. 5 d ventry: Militärkonzert. : Hamburg: Sinfonie des Waldes; Löwen; Rom: Konzert; Budapeſt: Klavierkonzert. : Berlin, Heilsberg: Querſchnitt durch eine Stadt: Greifswald; Breslau: Oper„Die Ent⸗ führung aus dem Serail“; Frankfurt, Mühl⸗ acker, Königswſt.: Hörſpiel„Der Wunder⸗ Foktor“. 21.30: Zondon 1: Kammermuſtk. 22.00: Bud apeſt: Konzert; London 2: Tanzmuſik. 22.30: Berlin: Tanzmuſik; Hamburg: Konzert. 22.45: Breslau: Unterhaltungs⸗ und Tanzmuſik; Frankfurt, Mühlacker: Tanzmuſtk. rr ² ˙ AAA( 3 Kurt Fiſcher Verantwortlich für Politik: H. A. Meißner Feuilleton: Dr. Stefan Kayſer- Kommunalpolitik u. Lokales: Richard Schönfelder Spon u. Vermischtes: Willy Müller- Handelsteſl: Kurt Ehmer- Geiicht und alles übrige: Franz Kircher— Anzeigen und geſchäftſiche Mik teilungen: Jakob Faude, fämtlich in Mannheim— Herausgeber, Drucker u. Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b. H. Mannheim. R 1.—6 5 Für unperlangte Beiträge keine Gewähr— Rücksendung erfolgt mur bei 5 Rückporto Geſchäftliche Mitteilungen * Wilde Reifeprüfung am Gym naſium Mannheim. In der Zeit vom 9. bis 14. Februar fand für Privatſchüler und die Schüler der Mannheimer Höheren Privat⸗Lehr⸗ anſtalten die wilde Reifeprüfung ſtatt. Es meldeten ſich 11 Schüler zur Prüfung, von denen nur die ſämtlichen vier Mace Weil sie wissen, daß sie gut sind. vom Inſtitut Schwarz, Mannheim, M 3. 10, gemeldeten Schüler die Prüfung beſtanden. S488 I- Suppen, .„. Achten Sie beim kinkauf quf den Nomen MAS und die typische gelb- fle Fockung. Sammlung ein Erfolg Aus Rundfunk⸗Programmen . — 5 S S FN 4 1 1 Mittwoch, 18. Februar 1931 der Neuen Mannheimer Zeitung HANDELS- WIRTSCHAFT-ZETTUNG 8 einſchließt, ungefähr genüber dem Januar 1930 ſei ein Aus⸗ fall von 10 v. H. des Umſatzes zu verzeichnen. Die Ein⸗ kaufspreiſe für Schuhwaren haben, wie der Verband wei⸗ ler berichtet, noch etwas nachgegeben. Es wird vielfach angenommen, daß der Tie f ſt an d der Preiſe nunmehr erreicht ſei. Das Ergebnis der Inventur ⸗Aus⸗ ver küufe habe im allgemeinen befriedigt, jedoch ſel die Lagerräumung durchweg zu Verluſtpreiſen erfolgt. Kölner Handelsbank AG., Köln— Vorausſichtlich von 8. auf 7 v. H. ermäßigte Dividende. Das Inſtitut(AK. 600 000%) wird für das Geſchäftsfahr 1930 voraus ſichtlich eine von 8 v. H. i. V. auf 7 v. H. ermäßigte Dividende berteilen. Die hierüber endgültig entſcheidende Sitzung des Aufſichtsrats findet erſt in 2 bis 3 Monaten ſtatt. * Stuttgarter Bank ecmbe., Stuttgart— Dividenden⸗ rebuktion. Die Bank hat ſich auch im vergangenen Jahr günſtig entwickelt. Die Bilanzſumme erhöhte ſich auf 22 Mill.„(i. V. 20,9 Mill.), die Zahl der Konten ſtieg auf 18 228. Die Verwendung des Reingewinns von 280 704(i, V. 260 960)„ wird der HV. wie folgt vorgeſchla⸗ gen: In Anpaſſung an das allgemein ermäßigte Zins⸗ Uvean ſowie in Uebereinſtimmung mit den übrigen größeren Kreditgenoſſenſchaften Deutſchlands eine Divi⸗ dende von 8(9) v. H. zu verteilen, dem Reſervefonds 100 000(80 000)„ zu überweiſen und den Betrag von 96 596„ vorzutragen. * Schleswig⸗Holſteiniſche Bauk, Huſum— 9(12) v. H. Dividende. Der AR. beſchloß, der GV. am 21. März„bei vorſichtiger Bewertung der Aktiven“ die Verteilung einer Dividende von 9(i. V. 12) v. H. vorzuſchlagen. * Liguidationskaſſe in Hamburg AG., Hamburg— Nur 5 p. H. Dividende. Der AR. beſchloß, der GV. am 18. März die Verteilung einer Dividende von 5 v. H.(7 v..) für das Geſchäftsjahr 1930 vorzuſchlagen. Voigt u. Häfner AG., Frankfurt a. M.(Eig. Dr.) Im Zuſammenhang mit der Umgruppierung der Lüden⸗ ſcheider Metallgruppe werden auch mehrfach neue Kom⸗ bino klonen um Voigt u. Häfner als aktuell bezeichnet. Neuerdings verloutet, daß das Bankhaus Ephraim Meyer u. Sohn mit einer Induſtrie⸗ gruppe zwecks deren Intereſſennahme an ſeinen Elektro⸗ betetligungen(Lüdenſcheider Gruppe und Voigt u. Häfner) verhandele, wobei die Neugründung einer Geſellſchaft unter Beteiligung des neuen Intereſſenten zwecks Zu⸗ ſammenfaſſung der Gumbelſchen Elektrobeteiligungen vor⸗ der Gumbelſchen Intereſſen an dem Lüdenſchei⸗ 7 geſehen ſei. Tatſoche iſt jedenfalls, daß eine Verſchmelzung der Konzern und der Voigt u. Häfner AG., Frankfurt a.., die vor zwei Jahren verhindert wurde, auch heute noch nicht zur Diskuſſion ſteht. Vielmehr werden von dem anderen Gegenſpieler bei Voigt u. Häfner, der Dedi⸗ bank ihrerſeits, Kombinationen verſucht, wobei unbeſtätigt die AG. und Siemens oder auch Bergmann genannt wurden. Uebrigens dementiert die AG. ihrer⸗ ſeits eine Intereſſennahme. Es liegen aber offenbar von beiden Großaktionärgruppen von Voigt u. Häfner nach getrennter und verſchiedener Richtung Pläne zur Verwer⸗ kung des Voigt u. Häfner⸗Beſchluſſes vor, deren Realiſa⸗ tionen abzuwarten bleiben. O Umgründung der Rhein. Telephongeſellſchaft, Düſſel⸗ dorf.(Eig. Dr.) Die bisherige„Rhein. Telephongeſell⸗ ſchaft mb..“ in Düſſeldorf iſt unter völliger Uebernahme ſämtlicher Aktiven und des größten Teiles der Paſſiven in eine AG. mit einem Grundkapital von 700 000„/ umgewandelt worden. Die Firma der neuen Geſellſchaft lautet„Rhein. Telephongeſellſchaft AG.“. Zweck des Unternehmens ſind Herſtellung und Vertrieb von Apparaturen, die in das Gebiet der anfallenden Elektro⸗ technik fallen. ( Oberbayer. Ueberlandzentrale A.., München.(Eig. Dr.) Die o..⸗V. dieſer Geſellſchaft, die der Lud w. Loewe.G. in Berlin naheſteht, genehmigte den Ab⸗ ſchluß mit wieder 7 v. H. Dividende auf die Stamm⸗ und wieder 6 v. H. auf die Vorzugsaktien. * Wieder 7 v. H. Dividende der Aſea‚. Die Allge⸗ meine Schwediſche Elektrizitätsgeſell⸗ ſchoft[Aſe a) weiſt für 1930 einen Reingewinn von 5,7(45) Millionen Kronen nach Abſchreibungen von 19(2,45) Kronen und Rückſtellung für Steuern von 1 0 5 Kronen. Die Dividende beträgt unverändert 7 v. H. Rhein. Metallwaren⸗ u. Maſchinenfabrik, Düſſeldorf. (Eig. Dr.) In den Vorſtand des Unternehmens iſt om . — 15. ös. M. Geh. Regierungsrat Max Wefſſig eingetre⸗ ten. Infolge des dadurch notwendigen Umzuges nach Düſſeldorf hat Geh.⸗Rat Weſſig ſeinen Austritt aus dem AR. der beiden in Berlin domizilierenden Geſellſchaften e Kreditverein AG. und Textilfinanzierung AG. erklärt. * 7 p. H. Dividende beim Eiſenwerk Wülfel, Hannover. Der AR. beſchloß, der GV. am 27. März die Verteilung einer Dividende von 7 v. H.(i. V. 10 v. H. und 2 v. H. Bonus) vorzuſchlagen. Luxemburgiſche Prinz Heinrich⸗Bahn. Wie verlautet, wird die Geſellſchaft für das Geſchäftsjahr 1930 wiederum eine Dividende von 35 v. H. gleich 175 Franken pro Aktie verteilen. * Glas⸗ und Spiegel⸗Mannfactur AG. in Gelſenkirchen⸗ Schaſke.— Voraus ſichtlich uur 10 v. H. gegen 16 v. H. Divibende. Der GB. am 13. April wird vorausſichtlich die Verteilung einer Dividende von 10 v. H. gegen 16 v. H. i. V. vorgeſchlagen werden. Die endgültig eutſcheidende AR.⸗Sitzung hat aber noch nicht ſtattgefunden. FIndeſſen handelt es ſich bei dieſem Vorſchlag nur um einen Beſchluß des Finanzausſchuſſes der Geſellſchaft. OJ. Elsbach u. Co. AG. in Herſort— Starke Divi⸗ dendenkürzung wahrſcheinlich.(Eig. Dr.) Nach unſeren Informationen hatte das Unternehmen im abgelaufenen Geſchäftsfahr unter der Un gunſt der wirtſchaft⸗ lichen Verhältniſſen, die beſonders in der Tex tilinduſtrie ſchärfſte Forman annahm, zu lei⸗ den. Wenn die erſte Hälfte des Geſchäftsjahres noch ein eingermaßen befriedigendes Ergebnis brachte, ſetzte dem⸗ gegenüber im zweiten Halbjahr ein die geſamte Baum⸗ wolle verabeitende Induſtrie erfaſſender Abſatzrückgang ein, der bis Jahresſchluß anhielt. Die Kundſchaft übte in Anbetracht der Ungewißheit der kommenden Ent⸗ wicklung größte Zurückhaltung und deckte nur den dringendſten Bedarf. Infolgedeſſen waren Be⸗ triebseinſchränkungen unumgänglich, ſo daß ein Teil der Belegſchaft entloͤſſen werden mußte. Unter dieſen Umſtänden iſt naturgemäß auch das finanzfelle Ergebnis ſtark beeinträchtigt worden. Zur Zeit ſind die Bilanz⸗ arbeiten noch in vollem Gange, ſo daß genaue Zahlen nicht zu erhalten waren. Jedoch iſt mit der Möglichkeit einer ſtarken Dividendenre duktion, wenn nicht mit einem Ausfakl zu rechnen, nachdem noch i. V. das Ac. von 2 Mill. 1 mit 6 v. H. verzinſt worden iſt. (O Pirelli Italiana.— Wieder 12 v. H. Dividende.(Eig. Dr.) Die Pirelli Italiana, die Hauptgeſellſchaft der großen italieniſchen Gummifirma, will, wie die D. A. Z. hört, eine Dividende von 12 v. H. wie i. V. verteilen. * Nürnberger Hopfenbericht vom 17. Febr. Keine Zu⸗ fuhr, 10 Ballen Umſatz, Tendenz ruhig. Hallertauer und Spalter Hopfen 50 l. Effektenmärkte nach ſchwather Eröffnung erholt Schwache Auslandsbörſen bewirken verſtärkte Abgabeneigung/ Im Verlaufe auf Interven⸗ tionen der Banken Deckungskäufe der Kuliſſe/ Späterhin auch Käufe der ausländiſchen Arbitrage/ Schluß freundlich und bis 3% v. H. gebeſſert Mannheim unregelmäßig Schwache Auslandsbörſen und niedrige Schätzungen von Kali⸗Dividenden veranlaßten die Börſe zur Zurück⸗ haltung, ſodaß zu Beginn des Verkehrs niedrigere Kurſe für Induſtrieaktien zu hören waren. Im Verlauf trat dann eine leichte Erholung ein. Farben notierten 135, Waldhof 93,5, Weſteregeln 138. Am Bankenmarkt zogen Dedibank auf 107 an. Verſicherungsaktien blieben vernachläſſigt. Am Rentenmarkt war Neubeſitz auf 595 erholt. Frankfurt ſchwächer, im Verlaufe etwas gebeſſert Infolge des ſehr ſchwachen Schluſſes der geſtrigen New⸗ horker Börſe war bereits an der Vorbörſe eine ſchwächere Tendenz zu bemerken und die Kurſe lagen mehrprozentig unter dem Niveau der geſtrigen Abendbörſe. Zu Beginn der offiziellen Börſe ver⸗ ſtärkte ſich die Abgabeneigung, da von außen her keine Aufträge vorgelegen haben und auch die Divi⸗ dendenreduktion der Kaliwerke Wintershall verſtimmte, zumal man dieſe Reduktion mit einer eventuellen Er⸗ mäßigung bei den anderen Kaligruppen verbindet. Das Geſchäft war ſehr gering und gegenüber der geſtrigen Abendbörſe ergaben ſich überwiegend Kursrückgänge von —%½ v. H. Stärker obgeſchwächt waren Deutſche Lino⸗ leum mit minus 8, Conti⸗ Gummi mit minus 4 und Karſtadt mit minus 3 v. H. Von Anleihen Deutſche gut behauptet. Im Verlaufe konnte ſich das Kursniveau auf kleine Deckungen der Kuliſſe und einige In⸗ terventionstätigkeit der Banken um bis zu 1½ v. H. heben. Das Geſchäft blieb jedoch unverändert ſehr gering, da Aufträge von außen her nach wie vor fehlten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 v. H. weiter leicht. 5 Berlin matter Die gegen Schluß der geſtrigen Börſe aufgetauchte Be⸗ fürchtung, daß von der Annahme der Veteranenbill eine Verſtimmung von Newyork ausgehen könnte, be⸗ ſtätigte ſich inzwiſchen. Auch die übrigen Aus lands⸗ börſen lagen daraufhin ſchwächer, was alles nicht ohne Einfluß auf die Stimmung des hieſigen Marktes blieb. So war die Tendenz ſchon im Vormittags verkehr ſchwächer, zumal auch ſonſt diverſe ungünſtige Momente vor⸗ lagen. Die weiteren Arbeiterentlaſſungen im Ruhrbergdau, innenpolitiſche Schwierigkeiten, vor allem die weiteren Di⸗ videndenbefürchtungen löſten Abgabeneigung aus. Die Spekulation hatte von geſtern übrig und ſtellte eben⸗ falls ihre Poſitionen glatt. Beſonderes Angebot hatten Kaliaktien, ſodaß an dieſem Markte Verluſte bis zu 6 v. H. eintraten, Wintershall AG. gingen im Freiverkehr ſogar bis zu 10 v. H. niedriger um. An den übrigen Märkten hielten ſich die Rückgänge im—2proz. Rahmen. An⸗ leihen kaum verändert, Pfandbriefe ſehr ſtill und meiſt gehalten, Reichsſchuldbuchforderungen nach ſchwä⸗ cherem Beginn erholt. Der Geldmarkt zeigte eine ge⸗ ringfügige Erleichterung, Tagesgeld 4% bis 674 v.., die übrigen Sätze unverändert. Im Verlaufe blieb die Stimmung zunächſt zurückhaltend, die Kursentwicklung zeigte keine einheitliche Richtung; ſpäter traten aber, an⸗ geblich auf Käufe der Hamburger Arbitrage, kleine Er⸗ holungen ein, ſo daß das Anfangsnivean häufig bis zu 1 v. H. überſchritten werden konnte. Am Kaſſamarkt war die Tendenz uneinheitlich, doch beſtand Neigung zu Realiſationen. Am Privatdis⸗ kontmarkt blieben die Sätze unverändert, doch machte ſich der Ultimo ſchon ſtark bemerkbar. Bei der Reichsbank wurden wieder größere Poſten, beſonders aus der Provinz, direkt gehandelt. Die Stimmung an den übrigen Märkten blieb bis zum Schluß freundlich. Für führende Papiere betrugen die Beſſerungen bis zu 3½ v. H. Am Elektromarkt regten Käufe, die angeblich für Schweizer Rechnung vorgenommen wurden, die Spekulation zu kleinen Neuengagements an. Kaliaktien konnten ſich nur ge⸗ ringfügig erholen. Chade hatten eine Steigerung um 7, zur Folge. Für deutſche Anleihen beſtand etwas ſtärkeres Intereſſe. Deviſen gegen Reichsmark blieben ſchwächer, der Dollar notierte.2075 nach.2090. London iſt wieder feſter,.8580 nach.8570, Schweiz ebenfalls höher, 19.29%½ nach 19.29, Holland unverändert 40.12 ¼, Paris feſter, 392 nach 39176, alles Newyorker Uſance. Spanien ſchwankend gegen 49 bis 49,60 gegen London. Swapfätze Dollar gegen Reichsmark unverändert, auf einen Monat 30 Stellen und auf oͤrei Monate 90 Stellen. Berliner Devisen Diskontsätze: Reichsbank 5, Lombard 8, Privat 4% v. H. — Amtlich in RM für] 17. Jebruar] 18. Februar Parität] Dist. 160,70 169 04 160,57 169.01 168.4829 5 3 1 1 f„4 5 155 ick Drocden].345 5,458 8444s].458 544 0 Brüſſel 100 B. 50% P 88.54 89,88 88,59 36,55 88,355 2% Danzig 100 Gulden 81,8 81.7786 6178. 81,555 5 Helſingfors 100 10,579] 10.599 10.578 10,598] 10.512 6 talienn 100Lfre 22.005] 22,045 22,00 22.04 22,025 5½ Südſſavien 100 Dina 7400 7,41 75402] 7,416].355 5 Kopenhagen 100 Kr. 112.31 112,68 112,40 112.52 112,06 8% Liſſabon. 100 Esſudo 18, 18,8 18,64 18,88 17,48 7½ Oslo 100 fr. 112.39. 11281 112,42 112.64 111744 Paris 100 16,471] 16,511] 16.37 16.51 16,448 2 Prag 00 K. 12.445 12.465 12.446] 12.4680 12,88 4 Schweiz.. 100 Fr. 81.00] 61,25, 81,105 81,265 89,515 3 Sofia. 100 Lewe 3,046] 3,052 8..052] 3,017 9 Spanien 100Peſeien 41,96 41,94 4216 32,24 69,57 8 Stockholm. 100 flr 12 05 11917 11905 119 17 119 55 5 81 100 Schilli 95„ 9.„„ 0 1008-12500 73,36 73,50 73,36] 78,50 72,89 8½ Buends⸗Aires 1Peſo] 1340].344] 1,844].348 1,788 7 Kanada kan. Tollar] 4,203 4,11.202.210 4,176— Japan Iden 2,082] 2..079.033] 1,986 5. Kairo. 1gypt- Pd 20,935] 20,975] 20,93 20,97 29,91— Türkei! für d 2190 London„ lengl. Pfd. 20.42 20,48 20,321 20.461 20,398 2 New Jork„1 Dollar 8,20 418 4040 3120 4170 3 Rio de Janeiro 1Millr 9,364 0,368.864.366.503 7 Uruguay. 1 Goldpeſo!.897 1.903 l 2907.918 J 3,4121 2 Abend- Ausgabe Nr. 82 Lebhaftes Weizenmehlgeſchäft Stetige Metalle Berliner Produktenbörſe v. 18. Febr.(Eig. Dr.) An der Produktenbörſe ſetzte ſich heute die Weizen⸗ befeſtigung kräftig fort. Die Landwirtſchaft war mit Angebot äußerſt zurückhaltend, ſodaß die Mühlen bei ihren Bedarfskäufen 2 bis 3 1 höhere Preiſe als geſtern anlegen mußten, und auch auf dieſem Preis⸗ niveau überwog die Nachfrage. Das Haupthauſſemoment war in dem ſeit geſtern wieder lebhafteren Wei⸗ zenmehlabſatz zu höheren Preiſen gegeben. Am Lieferungsmarkte lagen die Anfangsnotierungen 2 bis 29%/ über geſtrigem Schluß, ſpäter trat allerdings eine Beruhigung ein. Der Roggen markt konnte von der Befeſtigung der Weizenpreiſe kaum profitieren, das Inlandsangebot war zwar nicht dringlich, die Nach⸗ frage hielt ſich aber auch in mäßigen Grenzen. Im Gegen⸗ ſatz zu Weizenmehl war das Roggenmehlgeſchäft weiterhin außerordentlich ſchleppend, ſo daß die Mühlen nur vorſichtig Rohmaterial aufnahmen, Preiſe im Prompt⸗ und Liefe⸗ rungsgeſchäft lediglich behauptet. Hafer bei ausreichen⸗ dem Angebot in unveränderter Marktlage. Gerſte ruhig. Amtlich notiert wurden: Weizen feſt 271—73; März 286,50—85; Mai 294,50—92,50; Juli 297—96,50.; Roggen ſtetig 154—56; März 174,50: Mai 182,50; Juli 185; Gerſte ruhig, Braugerſte 204—13; Futter⸗ und Induſtriegerſte 190 bis 204; Hafer ſtetig 137—44; März 152—51; Mai 159,75 bis; Juli 166,75; Weizenmehl feſt 31.508,25; Roggen⸗ mehl ruhig 23,10—6,10; Weizenkleie ſtill 1111,25; Roggen⸗ kleie ſtill 9,60—10,10; Kleine Speiſeerbſen 22—24; Futter⸗ erbſen 19—21; Peluſchken 21—24; Ackerbohnen 17—19 Wicken 18—21; Lupinen, blaue 13—15,50; Lupinen, gelbe 21—24; Seradella, neue 52—57; Rapskuchen 9— 9,75; Lein⸗ kuchen 15—; Trockenſchnitzel 6,60—80; Sojagextractions⸗ ſchrot 13,50—13,70; allg. Tendenz uneinheitlich. O Frankfurter Produktenbörſe vom 18. Febr.(Eig. Dr.) Weizen 2884— 285; Roggen 182,50; Sommergerſte für Brauzwecke 210— 212,50; Hafer(inländ.) 157,50— 162,50 Weizenmehl ſüdd. Spezial 0 42,25— 43,25;§to. niederrhein. 42—43; Roggenmehl 26—27; Weizenkleie 9,90—10; Roggen⸗ kleie 9,50; alles für die 100 Kg.; Tendenz: Weizen etwas feſter, ſonſt ruhig. b * Rotterdamer Getreidekurſe vom 18. Febr.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen(in Hfl. p. 100 Kg.) März 497 Mai 5,07%; Juli 5,127; Sept. 5,15. Mais(in Hf. p. Laſt 2000 Kg.) März 867; Mai 87; Juli 864; Sept. 87. * Liverpooler Getreidekurſe vom 18. Febr.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen(100 bb.) Tendenz feſt; März— (4,54); Mat—(4,51); Juli 4,7(4,7); Okt.—(4,9); Mehl unv.— Mitte: ſtetig; März 4,6%; Mai 4,6767 Juli 4,74; Okt. 4,7%; Mehl unv. ck * Magdeburger Zuckerterminbörſe vom 18. Febr.(Eig. Dr.) Febr. 6,50 B 6,40 G: März 6,60 B 6,50 G; April 6,65 B 6,60 G: Mai 6,70 B 6,05 G; Aug. 7,10 B 7,05 G⸗ Okt. 7,30 B 7,25 G; Nov. 7,35 B 7,30 G; Dez. 7,40 B 7,35 G; Tendenz ruhig.— Gemahl. Mehlis per Febr. 26 März—, Tendenz ruhig. * Bremer Baumwolle vom 18. Febr.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Midol.(Schluß) 12.11. * Liverpooler Baumwollkurſe vom 18. Febr.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Miödͤdl. Anfang: Jan. 631; März 587; Mai 597; Juli 608; Okt. 620; Tagesimport 10 200; Tendenz ruhig.— Mitte: Jan. 633; März 589; Mai 599; Juli 610; Okt. 622; März(32) 642; Mai(82) 048, Juli (82) 654; Okt.(32) 661; Jan(33) 670; Loco 605; Tendenz gut behauptet. Berliner Mefallbörse vom 18. Februar 1931 . Kupfer Blei U Zink bez. Brief Geld dez. Brief] Geld bez. Januar.]-. 89. 88.75.— 27,25 26,75-. Februar]—.—87.— 8625127 26. rz 68.— 86,50 88,——. 27.—28,— 28.25 April—— 87,25] 88,.——.— 286,78 26,281—— Mai—.— 87 50 87.251—.— 27.— 26.50 25,75 Juni—.—88,.— 37.25—.— 27,25 26,50— Juli—.— 88.50 88,——— 27.25 26,50 Auguſt 89 50 38.75 88,25—.— 27.25 26,50—.— Sept. 89.— 88.— 88.50—.— 27.— 26,50 Oktober.—.— 89,388.75—.— 27,25 26,80 27 25 Nov.-. 89— 38,751—.— 27. 26.504—.— Dezemb.] 89, 88 751-- 27.25 26.50 Elektrolytkupfer prompt. 96,50[ Antimon Regulus Orig. Hüttenaluminſum 170,.—[ Silber in Barren k. dto. Walz⸗Drahtbarren. 174,.—] Gold Freiverkehr 10 gr. üttenzinn 99 d. Platin dio. 1 gr 3,— f 5. ein Nickel, 98/99 vH.. 380.—] Preiſe(ohne Edelmetalle) pro 100 Kg. Londoner Meiallbörse vom 18. Februar 1931 Metalle in& pro To. Silber Unze F.(18710 fein ſtand), Platin Unze Kupfer, Standard] 45,65 Zinn, Standart 120,4 Aluminium—.— 3 Monate 45 50 Monate 121,8 Antimon—.— Settl. Preis 45,65 Settl. Preis 120,5 Queckſilber 22,85 Elektrolyt 49,25 Banka 125 0 Platin—.— beſt ſelec ed 47,25 Straits 124.0 Wolframerz 1642.5 ſtrong ſheets]—— Blei, ausländ. 18,50 Nickel ö—.— El'wirebars 48.75 Zink gewöhnlich] 12.15 Weißblech 4—.— i 5 2 70 Aktien und Auslandsanlelnen in Prozenten 12 16. 17. 17. 18. 27 1 Ad f N je Stück Bremer Wolle 127.0 126 Hirſchderg Leder 92.— 82.— Schudert& Salzer 140,5 137.7] Weſteregeln elke 140.5 136.2 Urszette Er Sten Rn Simmer eitung del Stücke-Notierungen in Mark je Stöck e 472 1 5 ate 5 44— 4725 8 15* da. 120,7 118.5 m Gen 1 67.50 2 17. 18 17 18 5 uderus Eiſenw. 47.— 47.—Hohenlohe-Werke 44.— 42.25 Schultbeid... 170,2 169.7 Wicking⸗Cement 5 58.75 Mannheimer Effektenbörse Sibi Geng 2 380 8730 Lonſerven Braun 33.25 84.50 Schuß. Berneis 3 2 75 Cbartott. Waſſer 89.75 69,75 bei 2911 3 2 Segau S 15 Sia 5 1 13 17. 18. Böbnic Serabas 55,50 84.00 Kraus k Go. zock 68. 68. Seſlindut. Wolf 7 75 75 Chen, Herden. 40 4080 e eee eee e ee eb Bad,. 21 J. J8.—.-G. f. Selling.. het Südd. Zuter 1230 1200 4%„ f an. e Chem Kalſenk. 4485 42.75 Nlſe Bergen 50 Sint g. 10 11. Delf. Ae one hd 2e 80 85.50 Srown, Bever Je. 8.— Selen Felde...——.— eßweree da—— 4 ee ee n dee en der., f gie K e 1120 420 Se een en Stadt 88. 84. Daimier⸗Ben.. 25. Tellus gergbau 40.— 46. ig. Was. Triest Seſtgbeim 32,— 38. 4e, 480k eg 840.45(Cdem. Breczues 3280 23.— Gebe Junghans 32, 32.80 Stoewer Nahm d...— Senſtofſ Perein. 42— 4205 Möm Dold 48.80 48.50] Deutſche Line.. 105.0 102.5 8 u. Laurahütte 31.25 31.25— 970 Str 13——— Concord. Spinn 31.— 32.— 5 Stolberger Zinft. 44,— 44.— Zellstoff Waldgof 86,50 95. 1 59% Gold 88.— 88,.— Enzinger Union 88,— 88.— 1„ 25 mainkraftwerke... Ber. hem. Ind. 63.— 88.— 4½% Ung. Str. 18„— Conti Cabutſch 111,2 1100 Kahl U Südd. 2350 23. iſch⸗Sſtafrika 59,— 59. Gold 71.— 11.— Gebr.„5õ Ber. Stahlwerke 58,.— 57.— Metallg. Frankf. 69.50 69,— Ber. deutſch. 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Oels—.— 48.50 Frelverkehrs-K . hypo. 8. 133.9 138.0 5 g 5 Löwen uche en Deuz 5 0 e 111———.— Deutſche Erdöl 66.— 63,35 Kollmar& Jourd. 24.50 24.50 Tietz, Leonhard 113.8 113.5 4789 8d d 1055 070 Lerter Nd, Galb e 5 103 0 102% Wotdr Obere—.— Bollh S 5% ed Abt Mall.—.——.— Diſch. Gußftahl:. e. Kölsch Wal. 24 24.— Frens⸗Radio. 123.7 128.5 Petersb. g. Oak. 0425.425 Hank u. Dise. 106.5 107.0 Karlsr. Näh. Hald 22.— 22, Schwa orch. 10 f ö F 4 5 Deutſche Kabelw. 51,50 49 25 Gebr. Körting—— 29.— Rußſenbane.30.80 ü IC. 5. Knorr.. 1840 1540 Werger. 1100 110,0, Rabm Kar. t- Akti Diſche. Steinzeug 119,0 1177 Stier Kunſtfed. 76.80 74.—„ Aaade bet 1030 100] Mauth. Sum.. Adler Klee.. i. 9325. 2 Deus ho 350 36. Sean e l 9475 6475 Bechert ter 8 82. Demſche Meret. 00.— 00.— 1 5 1 e eee e„ 2„ 2 2—.— 2— 8—** ü. 0 1 3 e eu„Eiſen 1— ronprin 8 5 5— 4 3„ 2* 3„„ a.— Pfälz. 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