991 l Aale Ihle bildung. S458 3, 12 iche rhelt e uch t. B V 40 äftsſtelle 4405 —.— ſicherer u it. An⸗ G A 51 äftsſtelle 14405 u(0er) Witwe freund⸗ yr zw. at ngabe d. 0 U 1035 . 38805 1 ö — Bezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM. 3. Waldhofſtraße 6, zuzüglich Zuſtellgebühr.— Abholſtellen: Kronprinzenſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 13, Fe Hauptſtraße 63, Erſcheinungsweiſe Ne Friedrichſtraße 4, 8e Luiſenſtraße 1. wöchentlich 12 W Oppauer Straße 8, mal. eule Mannheimer Jeitun Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: K 1, 46.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm ⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif. Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephoniſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim. 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Mat nach Leipzig einzu⸗ berufenden Parteitag die bevorſtehenden neuen Not⸗ berordnungen Beklemmungen ſchüfen, einen ähn⸗ lichen Antrag ſtellen, und der würde ſelbſtver⸗ ſtändlich eine Mehrheit finden. Dann würde im Juni der Reichstag zu einer„kurzen, etwa einwöchi⸗ gen“ Tagung zuſammentreten. Dieſe„kurzen“ Tagungen kennt man. Sie ſollen immer nur ein paar Tage währen. Hinterher ver⸗ filzen ſich die Dinge und es gibt kein Ende. Einſtweilen indes neigen wir überhaupt nicht dazu, die Meldung ernſt zu nehmen. Sie gehört, viel oder wenig, doch wohl in die Kategorie jener Nachrichten, die die ohnehin reichlich vorhandene Nervoſität ſteigern und dem Kabinett Brüning das Leben noch ſchwerer machen ſollen. Drei, vier Mal am Tage, in allen Tag⸗ und Nachtausgaben, erzählt in Fett⸗ und Sperrdruck allein die Hugenbergpreſſe von den Schwierigkeiten, in denen die Regierung Brüning ſich befände. Gewiß: Dieſe Schwierigkeiten ſind vorhanden. Wir alle wiſſen, wußten auch vor der Vertagung des Reichstags, daß im Monat Mai eine 5 ihren Gefahrenzone allererſter Ordnung, auch ſchon im Kabinett ſelber, zu überwinden ſein würde. Daran hat ſich einſtweilen nichts ge⸗ ändert. Nichts zum Beſſeren, doch auch nichts zum Schlechteren. Gerade abſurd iſt es ſchon, wenn in dem Zu⸗ ſammenhang mit dem Sturz des Kabinetts Brü⸗ ning gedroht wird. Seltſam, wie ſchwer es den Literaten in ihrer Papierwelt eingeht, daß wir ſeit Jahr und Tag überhaupt nicht mehr in der Atmoſphäre des vorausſetzungsloſen Parlamentarismus leben. Die Lage im Reich iſt zu ernſt, als daß man ſie einfach der for⸗ malen Demokratie und ihren Mehrheitsbeſchlüſſen überlaſſen könnte. Niemand wird, wenn es wirk⸗ lich hart auf hart käme, das Kabinett Brüning zu ſtürzen wagen. Sollten aber in irgend einem Mo⸗ ment in der Tat die nichts als Verantwortungs⸗ loſen eine Mehrheit zuſammenbringen, ſo müßte man eben auf andere Mittel ſinnen, die Regierung im Amt zu halten, die nun mal die einzige bleibt, die zurzeit möglich iſt. Ungefähr auf der gleichen Ebene liegen, wenig⸗ ſtens zum Teil, die Gerüchte und Betrachtungen, die ſich mit der Präſidentſchaft Hin den burgs beſchäftigen. Die nationalſozialiſtiſche Reichstags⸗ fraktion hat bei ihrer Zuſammenkunft im braunen Haus zu München dem greiſen Reichspräſidenten den durchaus un maßgeblichen Rat gegeben, bon ſeinem Stuhl herabzuſteigen und es ihr z u überlaſſen(), ihm einen Nachfolger zu„be⸗ ſtim men“. 1 Der Rat iſt dreiſt und ungezogen, ſonſt nichts. Hindenburg bleibt auch nach oder trotz des national⸗ ſoztaliſtiſchen Mißtrauensvotums der Vertrauens- mann der weit überwiegenden Mehrheit der im Reich zuſammengeſchloſſenen Deutſchen. Am Sonn⸗ tag hat der volksparteiliche Abg. Dr. Schifferer angeregt, ein Geſetz zu ſchaffen, das Hindenburg zum Reichspräſidenten auf Lebenszeit macht. Auf plebiſzitärem Weg wäre einem ſolchen Geſetz die Mehrheit ſicher. Im Reichstag in ſeinem der⸗ maligen deſolaten Zuſtande iſt es dies leider nicht. Qualifizierte Mehrheiten, wie ſie für verfaſſungs⸗ ändernde Geſetze vorgeſchrieben ſind, laſſen ſich im Reichstag von 1930 nicht aufbringen. Alſo wird man wohl oder übel die Frage ſchon vertagen müſſen. Dieſes aber iſt gewiß: Wenn Hindenburg es über ſich gewinnt, im kommenden Jahre, wenn ſeine Amtszeit abläuft, noch einmal dem deutſchen Volke ſich zur Verfügung zu ſtellen, wird er gewählt. f Immerhin dürfte es ſich aber empfehlen, mit der immer näher rückenden Präsidentenwahl nicht nur 1 ſchwatzend und tratſchend, ſondern auch ſozuſagen meritoriſch in ernſthafter Vorbereitung ſich zu be⸗ ſchäftigen. Nach dieſer Richtung— wir haben dies ſchon wiederholt hier feſtgeſtellt— iſt im bürger⸗ lichen Lager ſo gut wie nichts geſchehen. Aus der Kabinettsſitzung Drahtbericht unſeres Berliner Büros ! Berlin, 29. April Das Reichs kabinett hat am Dienstag nach dreiſtündiger Sitzung ſeine Beratungen abge⸗ brochen, ohne, wie wir das von vornherein ange⸗ kündigt hatten, ſchon Beſchlüſſe zu faſſen. Es ſcheint aber nun doch gelungen zu ſein, in den Sonder⸗ beſprechungen zwiſchen den einzelnen Reſſorts und in den ſich anſchließenden Erörterungen im Kabinett ſelbſt die Einigungsformel zu finden und zwar dürfte man, ſoweit wir unterrichtet ſind, die innen⸗ wie außenpolitiſch delikate Frage der Butterzollerhöhnug einſtweilen vertagen und im übrigen den Wünſchen Herrn Schieles nachkommen. Auf dieſe Möglichkeit haben wir bereits hingewieſen. Im einzelnen werden alſo vor⸗ ausſichtlich der Schweine zoll erhöht und die Zwiſchenzölle für Schmalz und Speck beſeitigt werden. Gleichfalls werden der Haferzoll wie die Sätze für einige andere Futtermittel heraufgeſetzt, der Weizenzoll aber jeden⸗ falls nach dem vom Reichsernährungsminiſter vor⸗ geſchlagenen beſonderen wodurs procedendi für ein beſtimmtes Einzelkontingent ermäßigt werden. Man ſieht, daß bei einzelnen Teilen des Zoll⸗ programms bereits ein gewiſſer Ausgleich zwiſchen den urſprünglichen Forderungen des Reichsernährungsminiſters und denen, die Herr Stegerwald im Intereſſe der Konſumenten erhob, ſich erzielen ließ. Das zeigt ſich in der Hauptſache bei der vorgeſehenen Löſung für die Weizenzoll⸗ frage. Die Zollverteuerung für Schweinefleiſch, Schmalz und Speck hingegen wird ſich kaum auf die Lebensmittelpreiſe auswirken. Sie iſt lediglich mit Rückſicht auf die Grenzgebiete erfolgt. Zu einer neuen Sitzung hat das Kabinett ſich noch nicht verabredet. Das ſoll heute geſchehen. Man will noch die Rückkehr des Reichsfinanzminiſters Diet⸗ rich, der geſtern in Hamburg war, abwarten. Dann dürfte man entweder noch heute oder am Douners⸗ tag die endgültigen Beſchlüſſe faſſen. Die Senkung des Weizenzolls Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 29. April. Ueber die bevorſtehenden Zollentſcheidungen des Kabinetts weiß die„Voſſiſche Zeitung“ noch mitzutei⸗ len, daß der Weizenzoll wahrſcheinlich von 25 auf 16 Mark ermäßigt wird und zwar für eine Wei⸗ FCCFCFCCCPCCCCCCCCCCCCCCCTCTCTFCbCTCTVTbTVTPTGTVTVTCTVTVTVTVTbTCTVTVTVTVTVTVTVTTTWT1T1T—1VTTTWTW Der Münchner Veſchluß Telegraphiſche Meldung — Berlin, 29. April, Die nationalſozialiſtiſche Reichstagsfrak⸗ tion hat, wie die Blätter berichten, auf ihrer Sitzung in München eine Entſchließung gefaßt, in der ſie gegen die aufgrund der Notverordnung gegen National⸗ ſozialiſten getroffenen Maßnahmen Einſpruch erhebt. Am Schluß der Entſchließung wird an den Reithsprä⸗ ſidenten die Aufforderung gerichtet,„die Grundrechte der Verfaſſung gegen die Geſetzesbrüche der par⸗ lamentariſchen Mehrheitskvalition zu verteidigen“ oder, falls er dies nicht könne, zurückzutreten. Berliner Preſſeſtimmen Die„Germania“ übt ſchärfſte Kritik an dieſer Stellungnahme der Nationalſozialiſten und weiſt die Angriffe gegen den Reichspräſidenten entſchieden zu⸗ rück. Das Urteil des Volkes über dieſen Un⸗ geiſt werde einmal ſcharf und deutlich geſpro⸗ chen werden.. 7 Die Deutſche Allgemeine Zeitung“ ſchreibt, wenn irgend etwas dazu beitragen könne, den Nationalſozialiſten zahlloſe Sympathien zu verſcherzen und ihren Gegnern ein willkomme⸗ nes Stichwort zu liefern, dann ſei es der Kampf gegen Hindenburg und die For m, in der man dieſen Kampf führen zu können glaube. zenmenge, die„nicht viel über 500 000 Tonnen“ liegen dürfte. Um die Einfuhr des verbilligten Weizens auf dieſes Quantum beſchränken zu können, ſoll eine Zentraliſierung auf beſtimmte Plätze notwendig ſein, an denen eine Kontrolle der eingeführten Mengen leicht ſtattfinden kann. Da aus den ſüdoſteuropäiſchen Staaten im Augenblick ein Import nicht zu erwarten ſteht, denkt man daran, das verbilligte Weizenkontin⸗ gent nur über die Plätze Hamburg und Bremen eine führen zu laſſen. *. 1* Die Sanierung der Knappſchaft Wie der„Berliner Börſen⸗Courier“ erfahren haben will, ſind die Maßnahmen der Reichsregie⸗ rung zu einer endgültigen Sanierung der Knapp⸗ ſchaft, nachdem für den Mai noch einmal vorläufig ausgeholfen worden iſt, demnächſt zu erwarten. Sie ſollen in einer Notverordnung niedergelegt und baldmöglichſt vom Kabinett verabſchiedet werden. Parteiführer beim Kanzler Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 29. April. Der Kauzlerx hat am Dienstag an einer Vor⸗ ſtandsſitzung der Reichstagsfraktion des Zentrums teilgenommen und dort einen er⸗ ſchöpfenden Ueberblick über die politiſche Lage ge⸗ geben. Heute werden dann die Führer der ſo⸗ zialdemokratiſchen Reichstagsfraktion bei Dr. Brüning erſcheinen und außerdem Herr Ge⸗ reke von der Landvolkpartei. Damit dürfte die Informierung— denn das wird immer wieder feſtzuſtellen ſein, lediglich um Informierun⸗ gen durch den Kanzler, nicht aber um Beſprechun⸗ gen, um Rede und Gegenrede mit ihnen ging und geht es bei dieſen Empfängen— der politiſchen Parteien abgeſchloſſen ſein. Es ſei denn, daß die Wirtſchaftspartei noch darum nachſuchte, über den Stand der Dinge unterrichtet zu werden, welchem Wunſch billigerweiſe wohl entſprochen wer⸗ den müßte. Die Staatsparteti wird, wie wir hören, keine Delegation zum Kanzler entſenden, da ſie vom Reichsfinauzminiſter Dietrich, ihrem Vor⸗ ſitzenden, ſoweit es nötig ſcheint, über die wichtig⸗ ſten Ereigniſſe auf dem Laufenden gehalten wird. Die Deutſchnationalen ſchließlich haben bis⸗ her wenigſtens noch nicht das Bedürfnis erkennen laſſen, über den harten, aber unausweichlichen Weg zur Sanierung unſerer Finanzen und zur Ordnung des Reichsgefüges überhaupt, von dem das Kabinett gerade im Sommer eine beträchtliche Strecke zurück⸗ zulegen gedenkt, ſachlich unterrichtet zu werden. „Graf Zeppelins“ Nordpolfahrt Dr. Eckener in Paris s Der„Newyork Herald“ berichtet, daß. Dr Eckeners Pariſer Aufenthalt vor allem dem Abſchluß der Verhandlungen über die Finanzierung des Zeppelin⸗Nordpolfluges diene. Geldgeber ſei der amerikaniſche Zeitungskönig William Ran⸗ dolph Hearſt, der auch die Nordpol⸗Unterſeebvot⸗ fahrt von Hubert Wilkins finanziere und als Be⸗ dingung für die Geldhergabe an Dr. Eckener eine Begegnung zwiſchen Wilkins und Eckener am Nord⸗ pol gefordert habe. Dr. Eckener würde, obwohl eine ſolche Begegnung ſein Luftſchiff 600 Meilen von ſeiner eigentlichen Route abbringe, dieſe Bedingung annehmen. Nach der Begegnung mit Wilkins würde Dr. Eckener ſich an die geologiſche Erforſchnug des Franz Joſeph⸗Landes und des Nicolaus II.⸗Landes machen. ö Außerdem verhandele Dr. Eckener in Paris mit den franzöſiſchen Luftfahrtbehörden über die Schaf⸗ fung eines Pariſer Anlegehafens für den re⸗ gulären 1933 beginnenden Luftſchiffverkehr Europa Amerika. i r Die Expedition Torrans im Kongo ertrunken — Newyork, 29. April. Es wird befürchtet, daß Dr. Arthur Torran, der Führer der nach ihm be⸗ nannten mediziniſchen Forſchungsexpedition, im belgi⸗ ſchen Kongo ertrunken iſt. Nach einer Kabeldepeſche aus Buta, die bei einem Freunde des Arztes eintraf, iſt die ganze Expedition in den Fluten des Kongo zu⸗ grunde gegangen. Altimatum vor 10 Jahren Der Urſprung des Tributſyſtems Heute vor zehn Jahren, am 29. April 1921, be⸗ gann in London die denkwürdige Konferenz zu tagen, die Deutſchlands Wiedergutmachung s⸗ ſchuld auf 132 Milliarden Goldmark feſt⸗ ſetzte und jenes furchtbare Ultimatum auffſtellte, das man als den Urſprung des noch heute in Form des DVoungplans geltenden ungeheuerlichen Tributſyſtems bezeichnen kann. Die Londoner Aprilkonferenz des Jahres 1921 war nicht die erſte ihrer Art. Vorangegangen war im Januar eine Zuſammenkunft der alliierten Pre⸗ mierminiſter in Paris. Sie forderten von Deutſch⸗ land de Zahlung von 226 Milliarden Goldmark, auf 42 Jahre verteilt, ſowie jährlich 12 v. H. des Wertes ſeiner Ausfuhr. Der Wahnwitz dieſer Forderung er⸗ hellt aus der Tatſache, daß das geſamte deutſche Volksvermögen, Grund und Boden eingeſchloſſen, vor dem Kriege nur auf etwa 300 Milliarden geſchätzt wurde. Die erſte Londoner Konferenz, die am 1. März 1921 zuſammentrat, ſollte dann in Verhand⸗ lungen mit deutſchen Vertretern die Durchführung der Miniſterbeſchlüſſe ſicherſtellen. Sie konnte ſchon deshalb zu keinem guten Ende kommen, da Deutſch⸗ land mindeſtens für 24 Milliarden Goldmark jährlich hätte Waren ausführen müſſen, um den nötigen Ueberſchuß zur Bezahlung der Reparationsſchuld her⸗ anszuwirtſchaften. Der damalige deutſche Außen⸗ miniſter Dr. Simons machte deshalb ein Geſamt⸗ angebot von 30 Milliarden und für die nächſten 5 Jahre eine Zahlung von einer Milliarde Goldmark jährlich. Die Alliierten beſtanden indes auf der An⸗ nahme der Pariſer Beſchlüſſe und drohten mit Zwangsmaßnahmen für den Fall der Ablehnung: der Beſetzung von Düſſeldorf, Duisburg und Ruhrort, Errichtung einer Zollgrenze am Rhein, Einbehaltung eines Teils vom Gegenwert der deutſchen Einfuhr in die alliierten Länder. Unter dem brutalen Druck dieſer Drohung machten die deutſchen Vertreter ein letztes Angebot: Annahme der Pariſer Beſchlüſſe für fünf Jahre unter der Vorausſetzung, daß Oberſchle⸗ ſien deutſchbleibe und Deutſchland der Feſſeln entledigt werde, die ihm der Verſailler Vertrag be⸗ züglich ſeiner Handelsfreiheit auferlegte. Die Ant⸗ wort der Sieger war ein ſchroffes Nein. Die erſten Sanktionen traten in Kraft. Vier Tage vor dem feſtgelegten Termin fällte die berüchtigte Repara⸗ tionskomiſſion ihre Entſcheidung, wonach Deutſchland außer der belgiſchen Schuld an die Alliierten 132 Milliarden Goldmark als Kriegsentſchädigung zah⸗ len ſoll. Zwei Tage darauf trat jene eingangs er⸗ wähnte zweite Londoner Konferenz zuſammen, deren Beſchluß alſo das Londoner Ultimatum vom 5. Mat war, das die Annahme der Beſchlüſſe der Repko forderte und mit weiteren Beſetzungen für den Fall einer Ablehnung drohte Als jährliche Zahlungen wurden von Deutſchland zwei Milliarden Goldmark und 26. v. H. vom Werte ſeiner Ausfuhr gefordert und zwar innerhalb Monatsfriſt eine Milliarde in Gold, Deviſen oder Reichsſchatzwechſeln mit dem In⸗ doſſement deutſcher Großbanken zu zahlen. Deutſchland geriet damit in eine Kriſe ohne⸗ gleichen. Das Kabinett Fehrenbach trat zurück, Dr. Wirth, der heutige Reichsinnen⸗ miniſter, übernahm das Kanzleramt. In Ober⸗ ſchleſien wütete der Sturm der polniſchen Aufſtän⸗ diſchen. In Mitteldeutſchland und Hamburg, ſpäter auch in Bremen und Weſtfalen warfen die Kom⸗ muniſten die Brandfackel ins eigene Land. Feind⸗ liche Beſetzung weiteren deutſchen Landes drohte. Die Lage im Innern war troſtlos. Unter dem Druck aller jener Ereigniſſe gab das Kabinett Wirth ſchließlich ſeine Zuſtimmung zu dem Londoner Ulti⸗ matum. Die Erfüllungspolitik begann. Sollen wir weiter erzählen? Kein Roman, kein Theaterſtück iſt ſpannender als die Szenenfolge jener Tage. Die wirtſchaftlichen Sanktionen wurden zwar Ende September 1921 abgebaut, aber die Be⸗ ſetzung der drei Ruhrſtädte blieb. Das deutſche Stundungsgeſuch vom 14. Dezember führte zur Konferenz des Oberſten Rates in Cannes. Rathenau erlangt einen vorläufigen Zahlungs⸗ aufſchub unter der Bedingung, daß alle 10 Tage 31 Millionen Goldmark gezahlt werden. Die Entwick⸗ lung, die in friedlichere Bahnen einzumünden ſchien, wurde aber durch— Poincarés Ein⸗ greifen in der Pariſer Kammer jäh unter⸗ brochen. Briand wurde am 12. Januar 1922 ge⸗ 2. Seite/ Nummer 196 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 29. April 1931 ſtürzt, Poincaré beſtieg den Miniſterpräſidenten⸗ ſeſſel. Die franzöſiſchen Vertreter verließen Can⸗ nes. Was folgte Die Konferenz von Genua im April 1922! Poincaré brach ihr das Rückgrat. Rathenau rief dreimal den„Frieden“ aus. Zwei Monate ſpäter fiel er. Poincaré tobte weiter. Die Lawine der deutſchen Inflation rollte ab, und erſt die Markſtabiliſierung führte zu einer neuen(fünf⸗ ten) Londoner Konferenz, auf der der Dawesplan ausgeheckt wurde. Heute ſtehen wir unter dem PYoungplan, hinter dem doch im Grunde nichts anderes ſteckt, als jenes alte Ultimatum vor zehn Jahren. Ihm, jenem Ge⸗ waltakt des Sieger⸗-Uebermutes wird man den Re⸗ viſionskrieg erklären. —— Ruſſiſche Spionage in Frankreich Verhaftung des Hauptſpions? Drahtung unſeres Pariſer Vertreters 8 y Paris, 28. April. Wie die Abendblätter mitteilen, hat die Pariſer Polizei einen der gefürchtetſten Spione feſtgenom⸗ men. Der Verhaftete iſt 54 Jahre alt und heißt Albaret. Das Land, für deſſen Intereſſen der Spion gearbeitet hat, wird nicht genannt, doch kommt nur Rußland in Frage. Albaret ſoll beſonders dar⸗ auf hingearbeitet haben, neue franzöſiſche Kriegs⸗ fabrikate, deren Geheimhaltung beſonders wichtig war, an ſich zu bringen. Mit der Verhaftung des geheimnisvollen Spions Albaret glaubt die Pariſer Polizei einen ſehr großen Erfolg erzielt und die ſowjetruſſiſche Spionagetätigkeit in Frankreich ſchwer getrof⸗ fen zu haben. Albaret war nach Angabe der fran⸗ zöſiſchen Geheimpolizei von der GPU. damit beauf⸗ tragt, Geheimagenten anzuwerben und den Dienſt zwiſchen der ruſſiſchen Spionagezentrale und ihren Agenten in Frankreich zu ſichern. Schon vor einem Jahr war Albaret, der in Wirklichkeit einen anderen Namen trug, den franzöſiſchen Abwehrbeamten durch ſeine Tätigkeit in Häfen und Militärſtationen aufgefallen. Jedesmal konnte er ſich der Verhaftung durch die Flucht entziehen. Im Zuſammenhang mit ſeiner nunmehr erfolg⸗ ten Verhaftung wurden in der kommuniſtiſchen Parteileitung in Marfeille Hausſuchungen vorgenommen und Dokumente beſchlagnahmt. Die Straßburger Spionage Affäre die man ſchon eingeſchlafen glaubte, macht wieder von neuem von ſich reden. In ſenſationeller Form veröffentlichen die Abendblätter Einzelheiten über das Verſchwinden eines Straßburger Poltzei⸗ beamten namens Wlading, der während des Krieges in deutſchen Dienſten ſtand, ſpäter aber für Frankreich optiert hatte. Dank ſeiner Tüchtigkeit ſoll es Wlading gelungen ſein, den Poſten eines Sonderkommiſſars zu erhalten, auf dem er Gelegen⸗ heit hatte, die Einzelheiten der franzöſiſchen Gegen⸗ ſpionage kennen zu lernen. Wlading iſt nun ſeit zwei Monaten auf geheimnisvolle Weiſe verſchwun⸗ den und ſoll wertvolles Aktenmaterial über die fran⸗ zöſtſchen Grenzbefeſtigungen, Chiffreſchlüſſel und Photographien einer Reihe von Spionageabwehr⸗ agenten mitgenommen haben.. Die franzöſiſchen Blätter folgern aus dieſen Vorgängen, daß das Verſchwinden zahlreicher franzöſiſchek Geheimagenten im Zuſam⸗ menhang mit der Tätigkeit Wladings ſtehe. Der Aufſtand auf Madeira Ultimatum an die Revolutionäre Telegraphiſche Meldung Liſſabon, 29. April. Der Maxineminiſter hat als Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Regierung, die mit der Unterdrückung der Revolte auf Madeira beauftragt ſind, ein Ulti⸗ matum an die Revolutionäre gerichtet, in dem er ſie auffordert, ſich bis 5 Uhr nachmittags zu ergeben. Sollten ſie dieſer Aufforderung nicht nachkommen, ſo würden die Streitkräfte des Heeres und der Marine nach Ablauf der Friſt die Operationen ohne weitere Vorankündigung eröffnen. der kommuniſtiſchen ſchaftsinſpektor bei der Franzöſiſche Spionage im Leunawerk 2222 Das Spionagenetz Verhaftung des Hauptſpions Wie am Montag bereits kurz berichtet, hat der Oberreichsanwalt die Unterſuchung in der vor einigen Monaten aufgedeckten Spionageaffäre bei den Leunawerken, die zur J. G. Farbeninduſtrie zählen, abgeſchloſſen und gegen den Händler Ernſt Friedrich Wilhelm Becker und ſeine Mitſchuldigen Anklage erhoben. Den neun Angeklagten wird Werk⸗ ſpionage und Verrat militäriſcher Geheimniſſe zu⸗ gunſten Frankreichs vorgeworfen. Ueber dieſe, mit Werkſpionage nicht in Zu⸗ ſammenhang ſtehende Spionageaffäre erfahren wir folgende intereſſante Einzelheiten: Der Hauptangeſchuldigte Becker, der im 40. Le⸗ bensjahr ſteht, wohnte in Weißenfels in un⸗ mittelbarer Nähe der Leunawerke und trat mit der franzöſiſchen Spionage⸗Zentrale, die ihren Sitz in Straßburg hat, in Verbindung. Er lernte einen Agenten der Spionage⸗Zeutrale kenuen, dem er das Anerbieten machte, gegen entſprechende Bezahlung wichtige Betriebsgeheimniſſe, deren Kenntnis für die franzöſiſche Induſtrie von beſonderem Intereſſe iſt, zu verſchaffen. Er überredete nun ſeine Frau, die als Aufwärterin bei den Leunawerken beſchäftigt war, verſchiedene Patentſchriften zu eutwenden, was dieſe auch tat. Die geſtohlenen Geheimpläne uſw. wurden von Becker ſofort jeweils nach Frank⸗ reich geſandt. Es gelang Becker auch, einen ge⸗ nauen Lage⸗Plan der Leunawerke mit wich⸗ tigen Einzelheiten zu erhalten, der ebenfalls für einige tauſend Mark nach Frankreich verſchachert wurde. Gemeinſam mit Becker arbeitete der Oekono⸗ mieverwalter Ammann, ein früherer Landwirt⸗ ſaarländiſchen Regierung, der gleichfalls zum Zwecke der Spionage bei den Leungwerken in Weißenfels ſich angeſiedelt hatte. Ammann veranlaßte ſeinen Verwandten, den Reichswehrſoldaten Vollrath, Gefreiter im 6. Reiterregiment in Demmin, ihm Dinge, die im In⸗ tereſſe der Landes verteidigung geheim gehalten wer⸗ den mußten, mitzuteilen; auch dieſe Informationen wupden ſofort dem franzöſiſchen Agenten gegen Be⸗ zahlung zugeleitet. Der Oberreichsanwalt verfügte, als er von dieſen Vorgängen Kenntnis erhielt, die ſofortige Verhaftung des Oekonomieverwalters Am⸗ mann. Diefer wollte ſeiner Verhaftung dadurch ent⸗ gehen, daß er in die Saale ſprang und ſie überſchwamm. Doch gelang es einem Poli⸗ zeibeamten, ihn im Waſſer zu erreichen und ſeſtzu⸗ nehmen. Auch Frau Becker und der Reichswehr⸗ ſoldat konnten verhaftet werden, während der Haupttäter Becker rechtzeitig entkam. Nach einiger Zeit konnte feſtgeſtellt werden, daß Becker ſich in das Saargebiet, wo er über gute Verbindungen verfügte, entkommen war. Später war er von den franzöſiſchen Behörden in einer gut bezahlten beamtenähnlichen Stellung untergebracht worden, ohne Zweifel als Dank für ſeine Dienſte, die er der franzöſiſchen Spionage⸗Zentrale geleiſtet hatte. Im Juni des vergangenen Jahres war Becker, wie noch in Erinnerung ſein dürfte, von Frankreich kommend, mit einem Perſonenkraftwagen zur Grenze des Saargebietes gefahren. Dabei er⸗ ſuchten ihn Beamte der Saarpolizei, ſich auszu⸗ weiſen. Als Becker eine ungenügende Legitimation vorwies, wurde er von den Grenzbeamten als verhaftet erklärt und kurze Zeit darauf, als man wußte, daß es ſich bei dem Feſtgenommenen um den gefährlichen Werk⸗ ſpion Becker handelte, den deutſchen Polizeibehör⸗ den an der deutſch⸗ſaarländiſchen Grenze ausge⸗ liefert. Dieſe Entſchloſſenheit, durch die ein ge⸗ fährlicher Induſtrieſpion der deutſchen Gerechtigkeit zugeführt werden konnte, hatte für die drei beteilig⸗ ten Polizeibeamten im Saargebiet bekanntlich ein ſehr böſes Nachſpiel. Die franzöſiſche Regierung, die ſofort von einer abſichtlichen„Entführung“ des Spiones ſprach, forderte Sühne für die angeblich unberechtigte Verhaftung, was zur Folge hatte, daß die drei Beamten ſich daun vor dem Gericht in Saarbrücken wegen Freiheitsberaubung zu verant⸗ worten hatten. Sie wurden zu je drei Monaten Gefängnis mit Bewährungsfriſt verurteilt; auf Be⸗ rufung des Staatsanwaltes wurde das erſte Urteil dadurch verſchärft, daß für die Strafe eine Bewäh⸗ rungsfriſt ausgeſchaltet wurde. Der Prozeß gegen die neun Angeklagten vor dem Reichsgericht in Leipzig findet vorausſichtlich im Juni ſtatt. Das Leunawerk zwiſchen Halle und Merſeburg —:.:. pp IæU Pw¹BEHBæꝶꝛꝓ̃ꝓꝓææꝛꝛ ße ñ p pppd dpd ñj. y p Badiſche Politik Aufhebung des Aniformverbols Amtlich wird bekanntgegeben: Nachdem eine wei tere Beruhigung im öffentlichen Leben eingetretez iſt, hat der Miniſter des Innern das Verbot, ſich in Uniform an öffentlichen Umzügen zu beteiligen, aufgehoben und den Polizeibehörden es überlaſſen, auf Grund der Beſtimmungen der Notverordnung des Reichspräſidenten vom 28. März 1931 im Ein⸗ zelfalle für Umzüge und Kundgebungen auf öffenk⸗ lichen Straßen und Plätzen die Anordnungen zu treffen, die ſie für geboten erachten. Oeffentliche Umzüge und Verſammlungen können demnach von den einzelnen Polizeibehörden unter den Vor⸗ ausſetzungen dieſer Verordnung verboten, einge⸗ ſchränkt und auch unter der Bedingung geſtattet werden, daß Angehörige politiſcher Verbände und Organiſationen nicht in einheitlicher Kleidung(Par- tei⸗Uniformen, Bundestracht) ſich hieran beteiligen, Das für das Land im ganzen ausgeſprochene Uniformverbot iſt damit in Fortfall gekommen, Der verſchobene Leichenwagen Drahtbericht unſeres Berliner Büros Paris, 29. April. Ein nicht alltäglicher Schadenserfſatz⸗ prozeß kam geſtern vor einem Pariſer Gericht zur Verhandlung. Ein Pariſer namens Saule hatte auf einer Reiſe durch Frankreich den Tod ſeiner Schwiegermutter zu beklagen. Die Beſtattungsfeier ſollte auf einem Pariſer Friedhof ſtattfinden und alles war aufs genaueſte vorbereitet. Die Trauer⸗ gäſte hatten ſich bereits verſammelt und man wartete nur noch auf das Eintreffen des Sarges, der in einem Sonderwaggon nach Paris befördert wurde. Schließlich riß den trauernden Angehörigen die Geduld und ſie verlangten von der Eiſenbahn, Nachforſchungen nach dem ausbleibenden Sarge vor⸗ zunehmen. Dabei ſtellte ſich heraus, daß der Waggon ver⸗ ſehentlich von einem Fernbahnhof auf die Pariſer Ringbahn übergeleitet worden war und vergeſſen und verlaſſen auf einer kleinen Vorort⸗ ſtation ſtan d. Mit ſtarker Verſpätung wurde der Waggon zu ſeinem Beſtimmungsort geleitet. Die Angehörigen, die die Trauergäſte ſtundenlang feſtgehalten hatten und dem Totengräber und ſon⸗ ſtigen Bedienſteten Extrazulagen gewähren mußten, ſtrengten gegen die Eiſenbahngeſellſchaft eine Scha⸗ denerſatzklage auf 25 000 Franken an. Daz Gericht hielt jedoch dieſe Forderung für übertrieben und ſprach den Hinterbliebenen eine Entſchädigung von 3000 Franken zu. 5 1 Letzte Meldungen Vom Blitz erſchlagen — Zülkenhagen(Kreis Neuſtettin), 29. April. Auf dem Heimwege von der Arbeit ſuchten der Ofenſetzer Richard Hermann und der Dachdecker Wieſe aus Zül⸗ kenhagen bei einem Gewitter unter einem Baum Schutz. Ein Blitzſtrahl fuhr jn den Baum und zur Erde nieder. Hermann wurde auf der Stelle getötet, ſein Begleiter Wieſe ſchwer verletzt, Deutſcher Luftballon in Polen notgelandet — Warſchan, 29. April. Auf dem Gebiet des Land⸗ gutes Swierzyn im Kreiſe Nieſeawa iſt geſtern ein deutſcher Luftballon mit 3 Inſaſſen notgelandet. Die Paſſagiere kamen unverletzt davon. Vertreter der Polizei⸗ und Militärbehörden ſind am Unfallort ein⸗ getroffen. Gefährlicher Dampferbrand —Liſſabon, 29. April. Der holländiſche Dampfer „Ares“ geriet im Hafen in Brand. Paſſagiere und Beſatzung wurden gerettet. Als der Brand ausbrach, wurden die Taue gekappt, um das Schiff von den im Hafen liegenden anderen Schiffen zu iſolieren. Der Brand hatte aber bereits auf einen portugieſſ⸗ ſchen Dampfer übergegriffen, doch kounte er hier ſchnell gelöſcht werden. Der holländiſche Dampfer wurde aus dem Hafen geſchleppt und st draußen geſunken. Berliner Brief Von Oscar Bie Die Frühjahrsausſtellung der Aka⸗ demie iſt eröffnet. Auch hier iſt man zu dem Prin⸗ zip übergegangen, die Sonderausſtellungen mehr zu bevorzugen, ſo wie es die Juryfreien in laufenden Serien mit den jungen Künſtlern verſuchen, während der Verein Berliner Künſtler zur Zeit noch bei der wenig ergiebigen Methode der Sammelausſtellung geblieben iſt. 5 In der Akademie hat der Stuttgarter Altherr den ganzen erſten Saal. Ob er dieſe Bedeutung ver⸗ dient, weiß ich nicht, jedenfalls iſt er ſo im Großen und Ganzen als ein ſehr ernſter Mann zu werten, dem ein ethiſcher Wille innewoßnt und der in einer dunklen und oft ſymboliſchen Malerei allerlei nach⸗ denkliche Motive unſerer Zeit herauszuholen ſich be⸗ ſtrebt. Göttliche Gerechtigkeit, Samariter, Durſtige und Gefangene, Böſewichter und Zweifler und Flüche — gern unter Benutzung fliegender Figuren, in ſoli⸗ dex Technik, ein wenig modern aufgelockert, aber doch etwas gehemmt und einſeitig. Max Beckmann hat auch einen Saal für ſich und entpuppt ſich ähnlich wie der neueſte Hofer als ein Verehrer der abſtrakten Malerei, die ihm nicht ſchwer war aus ſeinen früheren Viſionen und Phan⸗ taſien herauszubilden. Sogar ein Gewitter muß ſich dieſe Stiliſierung gefallen laſſen. Es iſt nicht alles auf dieſen Ton geſtimmt, manches hält in ſeiner My⸗ ſtik doch an der Realität feſt, und das Porträt findet trotz einiger Symboliſierung doch noch zur Erde zu⸗ rück. In jedem Falle iſt hier eine Kraft nach der Zu⸗ kunft hin am Werke wie bei Altherr nach der Vergan⸗ genheit. Jaeckel vereinigt einige ſeiner neuen Arbeiten, fältige Hochgebirge, Akte, die rote Tänzerin, die Frau mit dem ſpaniſchen Schawl, alles in ſeiner neuaka⸗ demiſchen Manier, kräftig und hell, ſtudiert und nüchtern. Slevogt zeigt in ſeinem Saal Porträts, darunter der gule Waſſermann, das etwas ängſtliche Bildnis von Hindenburg, ferner eine hübſche Gele⸗ genheitsarbeit. Die Auktion Huldſchinſky, endlich eine Anzahl von Landſchaften aus der Pfalz, ſehr munter, freudig und farbig. Der Bildhauer De Fiori zeigt kollektiv ſeine hübſchen und eleganten Dinge, als beſondere Spe⸗ zialität leicht getönte Frauenporträts, die alle ſüß und fein, unbeſchattet und lebensluſtig ſind. Wogegen der Bildhauer Marcks in ſeiner vielfältigen Kunſt immer noch mehr eine gebärende Anſchauung offen⸗ bart als eine fertige Technik, ſchwammige Formen, verinnerlichte Züge, Gefühl der Hand, keine Spur von Dekoration. 5 Neben dieſen Sonderausſtellungen ſind es noch ein paar, nicht allzuviel Werke, die den Blick bannen. Ein wundervolles heller gehaltenes Selbſtbildnis von Liebermann mit der Palette, auch ſein altes Motiv Mutter und Kind, alles viel diskreter und durchſichtiger als in der letzten Zeit. Von Philipp Franck drei ſehr locker hingeſetzte Damen in Unter⸗ haltung. Von Kaver Fuhr drei Studien, die ſeine ſchwarzweiße Manier doch zu ſehr feſtlegen. Von Otto Nagel ein großes, ſtarkes Proletarierbild. Von Max Oppeuheimenr ein geiſtreiches, dünnes Bild von Heinrich Mann und ein dickes von Jan⸗ nings. Pechſtein mit ein paar ſtarken Figurenbil⸗ dern in grüner Grundfarbe. Drei Damen von Purrmann, kräftiger als ſonſt. Und Plaſtik Käthe Kollwitz ausnahmsweiſe als Bildhauerin zweier unvollendeter, ſchwermütiger und großzügiger Figuren für einen deutſchen Sol⸗ datenfriedhof in Belgien. Bei Flechthehm iſt wieder einmal eine große Ausſtellung von Eduard Munch. Nicht etwa nur neueſte Arbeiten, ſondern Oelbilder, Aqua⸗ relle, Paſtelle, Zeichnungen und Graphik von 1896 an. Die Bilder wiederholten die bekannten Themen, die Landſchaften mit rotem Dach, das Mädchen auf dem Sofa, die Straßen mit den Leuten, die jungen Damen auf der Veranda, den Wald, die Pferde, die grabenden Männer, aber es gibt kaum ein Stück, das nicht durch die Kraft ſeines Anhiebs, das Raumgefühl in der Dispoſition und die echte Farbigkeit uns nicht wieder hinriſſe— die Trausparenz der Farben iſt ſogar in der letzten Zeit noch geſtiegen. Ein vollendeter Ge⸗ Uuß iſt die graphiſche Abteilung, eine faſt vollſtändige Ueberſicht ſeiner Lithographien, Holzſchnitte und Ra⸗ in der dierungen, jedes Blatt ein Meiſterwerk in der Be⸗ nutzung der Technik, in der Einſtellung zur Wirklich⸗ keit, in der Abſtraktion der Zeichnung, in der opti⸗ ſchen Anſchauung: die Art aller großen Künſtler, aus der Welt herauszuholen, was ſie wie zufällig reizt, Porträts, Tiere, Natur, Lokale, Leidenſchaften, hiſto⸗ riſche Erinnerungen, und aus all dieſen Kleinigkeiten ein Syſtem der Kunſt, der Menſchlichkeit, des tiefſten Ethos zu bilden, das den Vorzug hat, nicht abſichtlich zu ſein. 6 Im Weißen Saal des Schloſſes iſt eine weiße Por zellanausſtellung zu ſehen, die allgemein ſehr intereſſiert: Alt⸗ Meißen und Neu⸗ Meißen. Die wundervollen großen weiß⸗ glaſierten Tiere, die Kirchner und Kaendler für das Japaniſche Palais in Dresden geſchaffen haben, dieſe genialen, grotesken Naturalismen ſind neu ausgeformt worden und nun hier zu beſich⸗ tigen. Ebenſo der Ehrentempel Kaendlers, auch ganz weiß, 3 Meter hoch, deſſen Original nur noch in Bruchſtücken exiſtiert. Dazu wirkliche alte Ori⸗ ginale von Meißen, die Teller aus dem Serviee von Auguſt dem Starken, die hier auf dem originalen Tiſchtuch mit dem originalen Tafelſilber paradieren. Moderne Meißner Küſtler: Börner mit einem ſchönen, großen Frauenkopf in Steinzeug, Eſſer mit ſeinen Masken, Tiere, ein ganzer Reinecke Fuchs Tafelaufſatz. Und noch man⸗ ches von Scheurich, Gaul, Barlach, Marcks. Sehr ſchön. Verdis„Falſtaff“ in Berlin. Die von Klem⸗ perer ſchon lange vorbereitete Aufführung des „Falſtaff“ von Verdi fand bei Kroll einen ſtür⸗ miſchen Beifall, und beſonders Klemperer perſönlich, der doch hier eine ſehr große Gemeinde hat, wurde demonſtrativ bejubelt. Er führte übrigens ſel bſt die Regie, zuſammen mit der jungen Ruſſin Na⸗ taſcha Satz, der Regiſſeurin des Moskauer Kinder⸗ theaters. Die Aufführung war im ganzen recht leben⸗ dig, aber vielleicht hätte hier ein Schauſpielregiſſeur, wie kürzlich Gründgens bei„Figaros Hochzeit“, noch, wirkſamer gearbeitet, hätte mehr Bewegung in die Maſſen gebracht und den Shakeſpeareſchen Dialog witziger herausgeholt. Die Koſtüme, die man wählte, — genügten nicht allein als Stilfaktor. Sie waren eil bißchen grotest: Falſtaff als verſoffener Lord mit dem Monokel. Dann Miſter Ford als eleganter Stutzer, Fenton mit Pumphoſe, die Frauen in lau⸗ gen, zeitloſen Kleidern. Teo Otto malte die Delb⸗ rationen in viel zu ausführlicher Form, mit reizen den Details, aber oft ohne das rechte Gefühl für diese Muſik, zum Beiſpiel in der Parkſzene viel zu kitſchig mit einem großen Springbrunnen und ſehr gewöhn⸗ lichen Bogengängen. Man hätte äußerlich einfacher ſein müſſen, um das kammermuſikaliſche Genre dieſer Oper, das nun doch einmal nicht zu leugnen iſt, feine und geiſtreicher hervortreten zu laſſen. Klemperes ſelbſt iſt an dieſem Abend oft heftiger und leiden⸗ ſchaftlicher, als die Partitur von ihm fordert. Untel den Sängern iſt der Falſtaff von Kreun gut al gelegt, aber ein bißchen gleichförmig, dagegen del Ford des Domgraf⸗Faßbaender eine wü dervolle geſangliche Leiſtung. Der Wettbewerb der eugliſchen Amate: Theater. In der nächſten Woche werden fünf ene liſche Amateur⸗Theater an einer Londoner Bühne zum Wettbewerb um einen Theater⸗Pokal m0 mentreten. Die fünf auserwählten Theater⸗Geſel⸗ ſchaften ſind ſchon als beſte aus einem allaeee Wettbewerb hervorgegangen, an dem ſich 110 weniger als 500 Theater ⸗Vereinig unge beteiligt haben. * Adolf von Haßfeld,„Das glückhafte Schiffe ene (Deutſche Verlags⸗Anſtalt Stuttgart Berlin.] 0 1 man wird man als eines der ſchönſten Bücher bezeich! 15 die uns vom Rhein gekommen ſind. Sein Thema Frage nach dem höchſten Glück der Erdenkinder, dae die andere alte Menſchheitsfroge nach dem Sinn den 8h Mit einer brennenden Wunde im Herzen beginnt der 0 ter zu erzählen, anfangs wie in einem Traum befang Sein junges Weib im friſchen Grabe, ſein Sohn in Da Wiege— es iſt alles noch ein unfaßbares ie kommt Freundesbeſuch. Ein Staatsmann, der 1750 eines Leben, eine groß gemeſſene Weite und das Schickſa 1070 ganzen Volkes überblickt. Bei ihrem Sommernocht⸗Geſprach 5 8 8 g Män⸗ im Garten über dem Rheintal, wird von den zwei Ma nern der Rätſelſinn des Daſeins aufgerollt: Wollen 11 Vollbringen und ſchickſalbildenden Begegnungen 1 Menſchen. Es iſt, als rede der Strom des Lebens m. bie ſelbſt im ſtillen. Ein neuer Tag bricht on, da eie Freunde treunen. Und mit der Kraft des Rheinſtkech trägt es den Dichter fort zu neuem Tagewerk. 3————— 2 22 K 2 — eo= n — 2 — 28020—.2 1931 bols ne weis gebretez ſich in teiligen, erlaſſen, 'ronung m Ein⸗ öffent⸗ igen zu ſentliche demnach n Vor⸗ Linge⸗ geſtattet de und 8(Par⸗ teiligen. orochene ten. gen Züros April. N rſatz⸗ zicht zur e hatte d ſeiner ugsfeier en und Trauer⸗ wartete Arges, efördert hörigen enbahn, ge vor⸗ on ver⸗ Paxriſer zeſſen Drort⸗ erde der denlang ud ſon⸗ mußten, Scha 1. Daz rtrieben ädigung ril. Auf fenſetzer us Zül⸗ Baum ind zur Stelle igt. indet s Land⸗ ern ein et. Die eter der ort ein⸗ hampfer re und 1s brach, den im n. Der gieſi⸗ konnte ändiſche und iſt —— ren ein rd mit eganter in lan⸗ e Deko⸗ reizen⸗ ür dieſe kitſchig ewöhn⸗ infacher e dieſer „feiner mperel leiden⸗ Unter gut al gen dei e wun⸗ mateur⸗ uf eng⸗ Bühne zuſam⸗ „Geſell⸗ meinen ) nicht ingen Roman. ſen Ro- fangen in der lis. De elt und il eines 1 1 Mittwoch, 29. April 1931 eee ee 3. Seite“ Nummer Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag ⸗Ausgabe erkehrs⸗Anfälle und ihre Verhütung Von Robert Allgeier, Polizei⸗Oberwachtmeiſter, Mannheim Die erſchreckende Zahl der Verkehrsunfälle läßt es angezeigt erſcheinen, auf das verkehrswidrige Verhalten einzelner Fahrzeugführer und Fußgänger hinzuweiſen. Bekanntlich ſteigert ſich beſonders der Fahrverkehr von Jahr zu Jahr. Es werden dadurch größere Anforderungen an die Fahrzeugführer ge⸗ ſtellt und die Fußgänger müſſen ſich mehr dem Fahrverkehr anpaſſen. Von Wichtigkeit iſt deshalb, in Erwägung zu ziehen, was die Urſachen der vielen Zuſammenſtöße und Verkehrsunfälle ſind und wie ſie verhütet baw. auf das Mindeſtmaß herunter⸗ gedrückt werden können. Die Unfälle ſind teils auf Unkenntnis der Verkehrsvorſchriften und größten⸗ teils auf ihre fahrläſſige Nichtbeachtung durch die Fahrzeugführer zurückzuführen. Auch tragen die Fußgänger durch ihr unvorſchriftsmäßiges Verhal⸗ ten viel zu den Unfällen bei. Je größer der Verkehr iſt, deſto mehr Unfälle werden ſich ereignen. Damit iſt jedoch nicht geſagt, daß gerade der ſtarke Verkehr dieſe Unfälle bedingt. Wer die Unfallſtatiſtik verfolgt hat, wird zu der Ueberzeugung gekommen ſein, daß gerade bei größe⸗ ren Veranſtaltungen, bei denen oft an den Verkehr die größten Anforderungen geſtellt wurden, verhält⸗ nismäßig die wenigſten Verkehrsunfälle zu verzeich⸗ nen waren. Dies iſt nur dadurch zu erklären, daß die Fahrzeugführer die größte Vorſicht walten ließen und die Fußgänger ſich dem Verkehr angepaßt haben. Gerade bei ſolchen Anläſſen kann man ſehen, daß nicht Unkenntnis der Vorſchriften die Urſache der guſammenſtöße iſt, ſondern daß die Haupturſache, wie bereits erwähnt, in der fahrläſſigen Außeracht⸗ laſſung dieſer Vorſchriften zu ſuchen iſt. Auf was hat der Fahrzeugführer zu achten, um Zuſammenſtöße und Unfälle zu vermeiden? Vor allem hat ſich der Führer eines Kraftfahr⸗ zeuges vor Antritt einer Fahrt zu vergewiſſern, daß das Jahrzeug ſich in einem Zuſtande befindet, das den Erſorderniſſen entſpricht: es muß verkehrs⸗ licher ſein. Wohl wird jedes Kraftfahrzeug, bevor es zum öffentlichen Verkehr zugelaſſen wird, be⸗ hördlicherſeits geprüft. Iſt jedoch das Fahrzeug längere Zeit in Betrieb, ſo bilden ſich Mängel her⸗ aus, durch die das Kraftfahrzeug nicht mehr ver⸗ kehrsſicher iſt. Dieſe Mängel können verſchiedenſter Art ſein. Hauptſächlich liegen ſie jedoch an der Steuerung und den Bremſen. Bei Kraft⸗ ſahrzeugunfällen wird von den Führern vielfach darauf abgehoben, daß Bremſe oder Steuerung ver⸗ ſagt hätte und darauf der Unfall zurückzuführen wäre. Die fachmänniſche Prüfung der Kraftfahr⸗ zeuge ergibt jedoch in den meiſten Fällen, daß es ſich bei einem ſolchen Unfall nicht um das plötzliche Verſagen der Steuerung oder Bremſe handelt, ſon⸗ dern daß dieſe ſchon längere Zeit nicht mehr in Ord⸗ nung waren. Das Fahrzeug hatte überhaupt nicht mehr den Erforderniſſen entſprochen. Durch eine kleine Reparatur wären ſchon manchem Führer Un⸗ annehmlichkeiten erſpart und manches Menſchenleben erhalten worden. Eine weitere Unfallsfolge iſt bei Kraftfahr⸗ zeugen das unvorſchriftsmäßige Fahren, insbeſondere zu ſchnelles Fahren, falſches Einbiegen au Straßenkreuzungen, Nichtabgabe von Warnungszeichen und unvorſchriftsmäßige Beleuch⸗ tung der Fahrzeuge bei Nachtzeit und bei ſtarkem Ne⸗ bel. Das ſchnelle Fahren iſt bei den Herrenfahrern oft auf Unkenntnis zurückzuführen. Sie ſind vielfach der Anſicht, daß ſie in geſchloſſenen Ortsteilen mit 30 Kilometer fahren dürfen, wie es die Verkehrsvor⸗ ſchrift auch vorſieht. Erſt bei der näheren Unter⸗ ſuchung nach einem Zuſammenſtoß wird der Führer zu der Erkenntnis kommen, daß in vielen Fällen die Beſtimmung der Fahrgeſchwindigkeit von 30 Kilo⸗ meter keine Anwendung findet, vielmehr der Kraft⸗ fahrzeugführer ſo langſam zu fahren hat, daß er das Fahrzeug auf kürzeſte Entfernung zum Stehen bringen kann. Der Begriff kürzeſte Entfernung iſt wiederum dehnbar. Es kommt im Einzelfalle auf die Geſchwindigkeit des Fahrzeugs an. Iſt die Fahrbahn frei und überſichtlich, darf ſchneller gefahren werden, jedoch innerhalb geſchloſſe⸗ ner Ortsteile nie mehr als 30 Kilometer, wenn nicht für einzelne Ortsteile etwas anderes beſtimmt iſt. Wenn die Fahrbahn nicht frei und unüber⸗ ſichtlich iſt, muß die Geſchwindigkeit evtl. bis auf Schrittgeſchwindigkeit verringert werden. Aus der Geſchwindigkeit ergibt ſich der Begriff kür⸗ zeſte Entfernung. Einem Fahrzeug, das freie Bahn hat und ſomit mit 30 Kilometer fahren darf, dem ſich aber plötzlich ein unvorhergeſehenes Hindernis in den Weg ſtellt, wird man als kürzeſte Entfernung eine längere Strecke zugute rechnen müſſen, als dem Fahrzeug, das nur in Schrittgeſchwindigkeit fährt. Viele Kraftfahrzeugführer machen, wenn ſie we⸗ gen zu ſchnellen Fahrens von irgend einer Seite zur Rede geſtellt werden, geltend, daß ſie ihren Wagen bei einer Geſchwindigkeit von 30 Kilometer auf etwa drei Meter zum Stehen bringen werden. Durch dieſe irrige Auffaſſung manches Kraftfahrzeug⸗ führers werden nur zu oft Unfälle hervorgeruſen. weil der Fahrer glaubt, daß er ſeinen Wagen auf dieſe Entfernung zum Stehen bringen kann, was jedoch nicht der Fall iſt. Stellt ſich einem Kraftfahr⸗ zeugführer ein Hindernis in den Weg, ſo braucht er eine gewiſſe Zeit, ſogenannte Reaktionszeit, um die Vorkehrungen zu treffen(Wegnehmen des Gaſes und Anziehen der Bremſen), dir erforderlich ſind, um ſeinen Wagen zum Stehen zu bringen. Wäh⸗ rend dieſer Zeit bewegt ſich der Wagen weiter und legt einige Meter zurück, bevor er in ſeiner Ge⸗ ſchwindigkeit beeinträchtigt wind. Es empfiehlt ſich deshalb für den Kraftfahrer, in einem belebten oder unüberſichtlichen Ortsteil immer ſo langſam zu fah⸗ ren, daß er tatſächlich ſein Fahrzeug auch auf kurze Entfernung zum Stehen bringen kann. Es kommt natürlich auch auf die Beſchaffenheit des Fahrzeugs an. Ein Kraftwagen mit einer Vier⸗ radbremſe hat eine größere Bremswirkung und kann ſomit auch früher zum Stehen gebracht werden. Beſonders vorſichtig und langſam iſt bei Befahren von Kreuzungen und Einbiegen in eine andere Straße zu fahren. In manchen Städten bedingen es die Straßenverhältniſſe, daß an manchen Kreu⸗ zungen nur in Schrittgeſchwindigkeit gefahren wer⸗ den darf. Die meiſten Unfälle ereignen ſich auch an Straßenkreuzungen, oder wo eine Nebenſtraße in eine andere Straße einmündet, weil die Fahrzeugführer dieſe Stellen faſt immer mit zu großer Geſchwindigkeit paſſieren. Das falſche Ein biegen in eine andere Straße iſt auch in vielen Fällen die Urſache von Unfällen. Wo die Kraftfahrzeugführer nicht durch das Vorhandenſein eines Verkehrsbeamten oder einer ſonſtigen Einrichtung(Verkehrsinſel) gezwun⸗ gen werden, richtig zu fahren, wird man in den meiſten Fällen beobachten können, daß nach links in kurzer Wendung, ſtatt in weitem Bogen eingebogen wird. Iſt es eine unüberſichtliche Wegeſtrecke und kommt durch dieſe Straße, in die eingebygen wird, ein Fahrzeug, ſüy iſt ein Zuſammenſtoß unvermeid⸗ lich. In ſolchen Fällen kommt noch dazu, daß oft kein Warnungsſignal gegeben wird. Wohl ſoll das übermäßige Signalgeben vermieden werden, um die Allgemeinheit durch die vielen Kraftfahr⸗ zeuge nicht zu ſehr zu beläſtigen. Bei unüberſicht⸗ lichen Straßenkreuzungen wird der Kraftfahrzeug⸗ führer das Signalgeben jedoch nicht umgehen kön⸗ nen, wenn er ſich gegen Zuſammenſtöße und Unfälle ſchützen will. Lieber einmal zuviel Signal geben, als durch das Unterlaſſen von Signal Menſchen auf das Spiel zu ſetzen. Das Nichtbeleuchten von Kraftfahrzeugen bei Nebel und unvorſchriftsmäßiges Beleuchten der Fahrzeuge zur Nachtzeit trägt viel zu Verkehrsunfällen bei. In Städten, in denen eine gute Straßenbeleuchtung vorhanden iſt, wird die mangelhafte Beleuchtung der Kraftfahrzeuge weniger zu Verkehrsunfällen führen, weil der Führer ein in die Fahrbahn treten⸗ des Hindernis durch die Straßenbeleuchtung eher ſehen kann. Auf der Landſtraße dagegen liegt der Grund der Verkehrsunfälle zur Nachtzeit in den meiſten Fällen in der mangelhaften und unvor⸗ ſchriftsmäßigen Beleuchtung der Fahrzeuge. Sehr viel wird geklagt, daß Kraftfahrzeugführer haupt⸗ ſächlich auf den Landſtraßen bei Begegnung mit andern Wegebenutzern nicht abblenden, wodurch der entgegenkommende Wegebenutzer durch die ſtark wirkenden Scheinwerfer gebleudet wird und die Fahrbahn nicht mehr überſehen kann. Das Nichtabblenden von Kraftfahrzeugen bei Begegnung mit andern Wegebeuutzern iſt eine Rückſichtsloſig⸗ keit. Wenn bei Begegnung von Kraftfahrzeugen, ein Zuſammenſtoß erfolgt, wird meiſtens von dem Kraftfahrzeugführer, der abgeblendet hatte, geltend gemacht, daß den Kraftfahrzeugführer, der nicht ab⸗ geblendet hatte, die Schuld an dem Zuſammenſtoß trifft. In manchen Fällen ſind ſolche Einwendungen berechtigt. In vielen Fällen trägt jedoch auch der ent⸗ gegenkommende Kraftfahrzeugführer, der ſeinen Wagen abgeblendet hat, an dem Zu⸗ ſammenſtoß ſchuld, weil dieſe Kraftfahrzeug⸗ führer oft mit ungemindeter Geſchwindigkeit weiterfahren, obwohl ſie die Fahrbahn nicht mehr überſehen können. Bei einer ſolchen Begegnung iſt der Kraftſahrzeug⸗ führer, der ſeinen Wagen abgeblendet hat, die Fahr⸗ bahn jedoch infolge Blendung des entgegenkommen⸗ den Fahrzeugs nicht mehr überſehen kann, ver⸗ pflichtet, ſeine Geſchwindigkeit zu verringern bezw. mit ſeinem Fahrzeug anzuhalten, bis er die Fahrbahn wieder überſehen kann. Ebenſo gefährlich iſt das Fahren mit Standlichtern. Dadurch kann der Kraftfahrzeugführer die Fahrbahn nur auf kurze Entfernung überblicken. Wenn er mit einer ſtarken Geſchwindigkeit fährt, kann er bei einem ihm in die Fahrbahn tretenden Hindernis ſein Fahrzeug nicht mehr zum Halten bringen, bevor er mit ſeinem Fahr⸗ zeug das Hindernis erreicht hat, und es erfolgt ein Zuſammenſtoß. (Schluß folgt) Lolterie der Mannheimer Notgemeinſchaft In wenigen Tagen wird mit dem Verkauf der Loſe für die Lotterie der Mannheimer Notgemein⸗ ſchaft begonnen. Wie bereits bekannt ſein dürfte, handelt es ſich um eine Waren lotterie. Zahlreiche Mannheimer und auswärtige Geſchäfte beteiligen ſich an der Lotterie in entgegenkommender Weiſe durch Spenden verſchiedenſter Art und fördern damit ganz weſentlich das Gelingen des Unternehmens. Es iſt für die Lotteriegewinner beſonders wertvoll und es wird die Zugkraft der Lotterie erhöhen, daß faſt ſämt⸗ liche Spenden in Form von Gutſcheinen gegeben worden ſind. Die Mannheimer Notgemeinſchaft dankt allen Spendern herzlich. Die Schwäne brüllen Ruhe herrſcht jetzt auf dem Schwanenweiher im Luiſenpark. Seitdem er in zwei Teile geteilt iſt, iſt dem Streit zwiſchen den Schwanenmännern und den am Brutgeſchäft unbeteiligten Schwänen die Spitze abgebrochen. Ungehindert können letztere in dem unteren Teile des Weihers der Nahrungsſuche nach⸗ gehen. Seit 8 bis 10 Tagen ſitzen die Schwanenweib⸗ chen auf den Eiern. In dem erſten Neſt ſind es 7, in dem zweitenb und in dem dritten 5 Eier. Den ſchlan⸗ ken Hals unter einen Flügel geſteckt, liegen die Schwäne unbeweglich und laſſen ſich durch nichts aus der Ruhe bringen. Nur einige Male am Tage ver⸗ laſſen ſie das Neſt für kurze Zeit, um ſich Futter zu ſuchen. 0 Ein Auto wird verſchenkt! An einen Beſucher der Ausſtellung frau und Handwerk“, die vom 2. bis in den Rhein⸗Neckar⸗Hallen ſtattfindet. Vere iſt bekauntlich der Mannheimer Hausfr und der Gewerbeverein und Handwe band e. V. Maunheim. Die einſchlägige Geſchäfts⸗ welt hat ſich mit Intereſſe hinter dieſe erſte Aus⸗ ſtellung in den Rhein⸗Neckar⸗Hallen geſtellt. Gilt es doch, einen geſchloſſenen Ueberblick über 0 der Hauswirt Hygiene, Ern gedacht. 5 e V. erungen auf dem Gebiete geben. Nicht nur an Kleidung, rung, Hauswirtſchaft und Wohnkultur iſt Auch Unterhaltung und ein gemütlicher Wirtſchafts⸗ betrieb ſind vorgeſehen. 5 Hochbetrieb in der Ausſtellungshalle Hochbetrieb herrſcht jetzt ſchon in ſäm Räumen der Rhein⸗Neckar⸗Hallen. In der großen Halle ſind hauptſächlich die Schreiner und Zimmer⸗ leute an der Arbeit, um Kojen bauen zur Unterbringung der einzelnen Schauſtände. Etwa 150 ſind bereits eingerichtet worden und ſchon faſt vollzählig beſetzt. Gemietet ſind ſämtliche Plätze, wie wir bereits mitteilten. Schloſſer und Inſtalla⸗ teure legen Anſchlußleitungen für Waſſer. Die Elektriker haben die ſchwierige Arbeit, Anſchlußmög⸗ lichkeiten für Licht⸗ und Kraftſtrom für die verſchie⸗ denſten Bedürfniſſe zu ſchaffen. Die Dekorateure perkleiden die Holzwände mit Leinen und Stoffen. Ganze Küchen mit Wandbekleidung geben bereits einen Vorgeſchmack des Weſens der Ausſtellung. Die einzelnen Handwerkszweige ſtellen getrennt aus und betonen vor allem ihre Verbundenheit mit der Hausfrau. Eine„Tankſtelle für Milch“ ſehr hübſch entworfen und ſicher eine gute Reklame für die Mannheimer Milchzentrale, 7250 * * Eine Nebenſtelle Waldhof des Fürſorgeamts wird Anfang Mai im Hauſe Sandſtraße 8 errichtet. Dieſe Nebenſtelle wird am 2. Mai in Betrieb genom⸗ men. Alle Anträge von in Waldhof wohnhaften Hilfsbedürftigen werden von dieſem Zeitpunkt ab nur noch bei dieſen Nebenſtellen angenommen. Zur Stel⸗ lung derartiger Anträge beſteht am 30. April und 1. Mai wegen der Umzugs⸗ und Einrichtungsarbei⸗ ten keine Möglichkeit. * Schnellverkehr mit Mannheim. Das Fern ſprechamt Hockenheim iſt ſeit einigen Tagen an den Mannheimer Schnellverkehr angeſchloſſen. Veranſtaltungen 3 Kantaten⸗Konzert des Bach⸗Chores der Ehriſtuskirche⸗ In dem dieſen Donnerstag abend, dem 30. April vom Bach⸗Chor veranſtalteten Kantaten⸗ Konzert kommen wertvolle und ſelten zu hörende Werke alter M zur erſten Aufführung in Mannheim. Die Vortraf beginnt mit einer 8 5 U 1 UI Trauerkantate„Wie liegt die Stadt ſo wüſte“ für Sopran⸗ und Baßſolo von Matthias Weckmann (16211674). M. Weckmann, ein geborener Thüringer und Schüler von Heinrich Schütz, wirkte zuletzt in Hamburg und führte dort eine Blütezeit der Kirchenmuſik herauf Von ſeinem ſchon mit 38 Jahren verſtorbenen Sohne Jakob Weckmann(16431681), Organiſt der Thomaskirche, Leiy kommt die Kantate über den 126. Pfalm„Wenn der Herr die Gefangenen zu Zion exlöſen wird“ für Chor, Soli, Orgel und Orcheſter zur Aufführung, ein Werk, deſſen ergreifende Tiefe des Ausdrucks an J. Brahms(Requiem) gemahnt. Beide Kantaten geben einen Einblick in die hoch⸗ entwickelte Kantatenkunſt der Zeit vor J. S. Boch. Bach ſelbſt iſt vertreten mit der Kantate„Der Friede ſei mit dir“ für Baß⸗Solo, Chorſopran, Solovioline und Orgel. Zwiſchen den Vokalwerken ſtehen an Orgelwerken: Präludium und Fuge K⸗dur von dem Weimarer Stadt⸗ organiſten und Bach⸗Zeitgenoſſen J. G. Walther und J. S. Bachs gewaltige-moll Toccata und Fuge. Mitwirkende ſind: Maria Gröppler⸗Weingart(Sopran), Ka⸗ tinka Neugebauer(Alt), Fritz Seeſried(Baß), Karl Meckler(Tenor), Mannheimer Vokal⸗ guartett, E. Baſtian(Orgelbegleitung), K. Back (Violine) und Mitglieder des Philharmoniſchen Orcheſters. Leitung und Orgelſoloz: Arno Landmann. Die Freunde der Kirchenmuſik ſeien auf die Veränſtaltung be⸗ ſonders hingewieſen.(Näheres ſiehe Anzeige.) 4 Tabletten „Wozu das alles?“ Mehr als in irgend einem Zeitalter werden die Menſchen von den Gefühlen und Gedanken bewegt, 10 925 in der Frage zuſammen ballen:„Wozu das 5 2 2⁴ „Wozu bin ich hier? Wozu muß ich mehr als je arbeiten und ſorgen?“ Der Schlaf iſt nicht mehr tief und von Kummer und Sorgen beſchwert. Die guten Freunde ſcheinen ausgeſtorben zu ſein, oder ſie haben mit ſich ſelbſt ſo viel zu ſchaffen, daß ſie keine Zeit mehr haben für uns und unſere Ge⸗ danken. Wir ſehen das laute Treiben ringsum, die Unraſt, das Jagen nach Geld, um es für Scheinwerte aus⸗ geben zu können, wir fühlen die Not, den Hader, den Widerſinn unſerer Tage. Wozu das alles? Vergeſſen ſind Träume und Pläne unſerer Ju⸗ gend: Jene rauſchenden unwirklichen, bunten Ziele, nach denen wir ſtrebten; das zaubriſch ſchöne Leben, das wir zu führen gedachten, der Weg, den wir zur Höhe ſchreiten wollten. Auch wir Frauen haben die Kunſt verloren, den Siun des Lebens zu erfaſſen. Und dennoch könnte uus das Leben heute noch ſchön ſein, wie ein Gedicht. Es kommt nicht darauf an, daß dieſes Gedicht lang iſt, nur müßte es reizvoll und beſeelend ſein. Wir ſehen aber zu viel Niedriges, Graues, Fil⸗ ziges, Unbrauchbares; wir lernen zu viele Menſchen kennen, die ſich von der Not des Tages beugen laſ⸗ ſen, und die keinem Ziel, keinem Ideal mehr leben. „Menſchen, die keine Sehnſucht mehr kennen nach Farbe, Träumen und Liebe, die nicht mehr ver⸗ ſtehen, das Häßliche zu überſehen, und die vor allem eines verloren haben: Die Hoffnung auf beſſere Zeiten. Nur vereinzelt fällt unſer Blick auf Menſchen, die der lärmenden Umwelt keine Zugeſtändniſſe machen, die ihre Perſönlichkeit nicht gegen Flitter und billige erfolge eintanſchen, und die vor allem andere Göt⸗ ter haben, als das Geld! Ich frage nicht danach, wieviel Geld Du haſt, noch wie gut, wertvoll oder bedeutend Du biſt: Wenn Dein Leben nicht irgendwie und irgendwo Schönheit und Harmonie hatte, haſt Du wahrlich nicht gelebt. Wenn in dem Buch Deines Lebeus nirgends ein Gedicht, eine kleine Novelle, ein ſchönes Bild zu fin⸗ den iſt, lohnt es ſich nicht, die letzten Seiten zu leſen, und Du haſt Gottes Abſicht und den Zweck der Natur verkannt! Selbſt das Leben in der heutigen Form kann uns noch reich machen. Es gibt noch Vieles, das mehr als Geld oder rau⸗ ſchendes Glück bedeutet: Nach Zufriedenheit ſtreben Vom Leben lernen.. Uns ſelbſt beſſer kennen zu lernen.. Viel gute Bücher zu leſen.. Zu wagen, begreifen, alten Zielen abzuſagen und neue zu ver⸗ folgen, unbekümmert um Anſichten, Enttäuſchungen, Schmerzen oder Verluſte. Die Worte, die Thales von Milet vor über 2500 Jahren ſprach, haben heute noch Geltung: „Wer iſt glücklich: Wer Geſundheit, Zufriedenheit und Bildung in ſich vereinigt.“ Und jeder, ſelbſt in beſcheidenſten Grenzen, kann dieſes Ziel ſtrebend erreichen. Und ſelbſt ſchon auf dem Wege zu dieſem Ziel verlernt er ſchon die Frage der heutigen Zeit: „Wozu das alles?“ —— Wilhelm Schäfer ſpricht in Mannheim Das Sommer⸗Semeſter Volkshochſchule, be⸗ ginnt am Mittwoch, den M. A. der 6. Mai mit einem Vor⸗ trag des Dichters Wilhelm Schäfer über„Der deutſche Menſch“. Ein Rundfunk-Verſager Die Einweihung des Tübinger Univerſitäts⸗ Neubaues Eigentlich könnte man über die geſtern vormittag erfolgte Uebertragung des Feſtaktes anläßlich der Einweihung des Erweiterungsbaues der Tübinger Univerſität ſtillſchweigend hinweggehen, denn die Veranſtaltung muß als ein unbedingter Verſager bezeichnet werden, wenn man die nicht abzuweiſende Aktualität ausſchließt. Wenn wir dennoch darauf eingehen, ſo geſchieht das aus dem Grunde, weil Anfang Juni die Einweihungsfeierlichkeiten der Heidelberger Univerſität ebenfalls durch den Rundfunk verbreitet werden ſoll und weil dann unter allen Umſtäuden eine Wiederholung einer ſolch kläglichen Reportage vermieden werden muß. Was ſoll das für einen Sinn haben, wenn man den Sender einfach auf den Feſtſaal in Tübingen umſchaltet und der Reihe nach die einzelnen Reden des Bauherrn, des Vertreters der Unterrichtsverwaltung, des ſcheidenden Rektors und des neuen Rektors ſamt ſeiner Antrittsvor⸗ leſung überträgt? Außerdem hatte man den Be⸗ ginn der Sendung falſch angegeben, ſo daß diejeni⸗ gen Hörer, die zur feſtgeſetzten Zeit ihren Apparat einſchalteten, ſchon das einleitende Orgelſpiel und den Beginn der erſten Rede verpaßt hatten. Die An⸗ trittsvorleſung des neuen Rektors vermochte zu fef⸗ ſeln, während der Bericht des ſcheidenden Rektors kaum die Aufmerkſamkeit eines größeren Hörer⸗ kreiſes geweckt haben dürfte. Zu allem Unglück ließ man die beſchließenden Orgelklänge im Stim⸗ mengewirr der Feſtverſammlung untergehen. Die Mannheimer Beſprechungsſtelle, die ja die Uebertragung der Heidelberger Ein⸗ weihungsfeierlichkeiten zu übernehmen hat, wird da⸗ für ſorgen müſſen, daß von Heidelberg eine Repor⸗ tage über die Sender geht, die aber nicht die ge⸗ ringſte Aehnlichkeit mit der Tübinger Sache haben darf. Man wird ſich die Uebertragung des Feſtaktes und ſeiner Reden gefallen laſſen, wenn das ganze von anderen Darbietungen umrahmt wird. Viel⸗ leicht überlegt man einmal, ob man nicht den ganzen Tag für eine Heidelberger Sendung reſerpieren und ſomit einen kulturellen Querſchnitt geben will. Wie wäre es mit feſtlichen Darbietungen unter Mitwir⸗ kung von erſten Künſtlern und bedeutenden Köpfen der Wiſſenſchaft? Nachdem beabſichtigt iſt, die Heidel⸗ berger Einweihung über ſämtliche deutſche Sender gehen zu laſſen, muß man ſich unbedingt ſehr anſtrengen. Nach der techniſchen Seite hin dürften keiner⸗ lei Schwierigkeiten im Wege ſtehen und in künſt⸗ leriſcher Hinſicht hat die Mannheimer Sendeleitung ſchon öfters bewieſen, daß ſie ſehr wohl in der Lage iſt, ein Programm zuſammenzuſtellen, das über dem Durchſchnitt ſteht. Noch iſt genügend Zeit, die not⸗ wendigen Vorarbeiten zu treffen. Der Verſager von Tübingen ſollte zu denken geben! Das Nationaltheater teilt mit: Das Maimarkt⸗ Nachtkabarett, das am., 3. und 10. Mai je nach der Abendvorſtellung in Szene geht, läßt unter dem Titel: Mannheim ſtellt ſich vor von K 1 bis U in„,pano⸗ rama“ eine bunte Folge von heiteren Szenen und Stimmungsbildern, teils mit grotesken und meiſt mit lokalem Einſchlag vorüberziehen. Ohne Pauſe führt der Fremdenführer von Ehape in den Hafen, durch den Lutſenpark zum Stadion und wieder vom Muſen⸗ ſaal zum Flugplatz, von wo ein kurzer Rundflug Blicke auf Arabien, China, Auſtralien und Afrika werfen läßt. Unter Leitung von Alfred Lan ⸗ dory beteiligt ſich das geſamte Perſonal des Nationaltheaters an der Veranſtaltung⸗ Die Notlage der deutſchen Theater in der Tſchechoflowakei. Die Bürgermeiſter und die Ver⸗ treter der Städte Außig, Brüx, Eger, Franzensbad, Gablonz, Teplitz⸗Schönau, Karlsbad und Marienbad fordern jetzt für ihre Theater eine ausgiebige Er⸗ höhung der derzeit beſtehenden Bezirks⸗, Landes⸗ und Staatsſubventionen und vor allem eine Herabſetzung der weit über die Verhöltniſſe gehenden Steuern und Gebühren, um noch in der Lage zu ſein, einer zwangsläufigen Schließung der Theater zu begegnen. eee— 4. Seite/ Nummer 196 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 29. April 1981 Baupflege und Baupolizei Vom Arbeitgeber verband für das Ba u⸗ gewerbe von Mannheim⸗ Ludwigshafen am Rhein E. V. erhalten wir folgende beachtenswerte Zuſchrift: Die Behandlung der Frage„Baupflege und Baupolizei“ hat für uns als Arbeitgeberverband für das Baugewerbe ganz beſonderes Intereſſe. der konnten wir zu dem vor einem Kreis geladener Intereſſenten behandelten Thema keine Stellung neh⸗ 227 Lei⸗ men, weil wir dazu keine Einladung erhielten und ſind deshalb gezwungen, auf demſelben Wege, wie wir Kenntnis von der Behandlung dieſes Themas erhielten, alſo über die Preſſe, unſere Stellungnahme bekanntzugeben. In dem veröffentlichten Artikel hieß es u..: „Während früher unter Ausnützung jeder Mög⸗ lichkeit die Grundſtücksſpekulation und ⸗bebauung jene furchtbaren Mietskaſernen mit lichtloſen, engen Höfen ſchuf, hat man nunmehr erkannt, welche wich⸗ tigen Aufgaben die Bauordnung im Rahmen der Wohnungsreform zu löſen hat...“ Nachdem bis zum Kriegsausbruch der Wohnungs⸗ markt zu 90 v. H. von dem privaten Baugewerbe ver⸗ ſorgt wurde, können unter„Grundſtücksſpekulation und bebauung“, ganz allgemein betrachtet, nur die Unternehmer des Baugewerbes gemeint ſein. Dieſe hätten aber zunächſt in Anbetracht der tatſächlich gro⸗ zen Leiſtungen eine beſſere Bezeichnung verdient, da nur die wenigſten Baugeſchäfte ſich mit Grundſtücks⸗ ſpekulation beſchäftigten. Richtig iſt, daß ältere Häufer vorhanden ſind, die zu dicht überbaut ſind und die Luft⸗ und Lichtzufuhr zu wünſchen übrig läßt. Die Schuld dieſes Zuſtandes aber den Unternehmern des Baugewerbes zuzuſchrei⸗ ben, iſt abwegig und zwar aus dem Grunde, weil deren Wirkungsbereich in der Bauordnung begrenzt und dieſe nur die Bauprojekte ausgeführt haben, die von der Baubehörde genehmigt wurden. Wenn als⸗ dann im Rahmen der Bauordnung ein möglichſt reutables Bauprojekt angeſtrebt wurde, lag dies in dem Gebot der Selbſterhal⸗ tung. Weder der Bauunternehmer noch ſonſtige Bauherren hätten ihre Exiſtenz erhalten, wenn ſie nicht auf die beſtmöglichſte Aus nützung des Grundſtückes bedacht geweſen wären. Kommunale Chronik Der Bezirksrat Weinheim lehnt die Bier⸗ und Bürgerſtener ab 8 Weinheim, 28. April. Einen Aufſehen erweckenden Beſchluß faßte der Bezirksrat Weinheim, der unter Vorſitz des Landrates Dr. Pfaff zu einer außerordent⸗ lichen Sitzung zuſammentrat. Er lehnte die Einführung der Bier⸗ und Bürgerſteuer in den Landgemeinden Leutershaufen, Sulzbach, Lau⸗ denbach, Hohenſachſen, Oberflockenbach und Heddes⸗ heim a b, nachoͤem das Bezirksamt als ſolches den Gemeinden aufgrund der Notverordnung die Auf⸗ lage gemacht hatte, die Bürgerſteuer und die erhöhten Sätze der Bierſteuer einzuführen. Die Stellung⸗ nahme der einzelnen Gemeinden zu der Auflage war verſchieden., Während in einigen Gemeinden, wie Laudenbach, der Gemeinderat von ſich aus die Ein⸗ führung dieſer Steuerſätze ablehnte, wurde in andern Gemeinden der Beſchluß dem Bürgerausſchuß über⸗ laſſen, der meiſt ablehnend entſchied. Einzelne Ge⸗ meinden, wie Hemsbach, Rippenweier und Urſenbach, haben aber der Einführung der Bier⸗ und Bürgerſteuer zugeſtimmt. Die Voran⸗ ſchläge dieſer drei Gemeinden für 1931, bei denen die Bier⸗ und Bürgerſteuer bereits zugrunde gelegt war, lehnte der Bezirksrat Weinheim ebenfalls ab, um ſich nicht mit dem vorerwähnten Beſchluß in Widerſpruch zu ſetzen. Durch dieſen Beſchluß ſind namentlich meinden, die die Bier⸗ und Bürgerſteuer men haben, in eine rechtlich eigenartige Situation verſetzt. Landrat Dr. Pfaff hat ſowohl gegen den Beſchluß des Bezirksrates, bezüglich der Bier⸗ und Bürgerſteuer, als auch gegen die Ablehnung der Vor⸗ anſchläge der drei Gemeinden ſofort Rekurs beim Miniſterium des Innern eingelegt. ö ſolche Ge⸗ angenom⸗ Die Unternehmer des Baugewerbes haben damals ſchon erkannt, daß die Wohn verhältniſſe ver⸗ beſſerungs bedürftig ſind und folgten in der Ausführung den geſteigerten Anſprüchen der Woh⸗ nungsſuchenden. Wenn nun jetzt darauf hingewieſen wird, daß heute die Wohnungen ganz anders mit Luft und Licht verſehen ſind, ſo war dieſe Möglichkeit, ſolche Wohnungen zu ſchaffen, daß in der Bauplatzpreispolitik eine Wandlung eingetreten und dadurch die Bauplätze nur mit Vorderhäuſern bebaut zu werden brauchten und infolge des geringeren Kaufpreiſes oder als Erb⸗ baugelände auch nur mit ſolchen bebaut werden durf⸗ len. Hierin liegt ein weſentlicher Kernpunkt der Wandlung. Wenn dieſe Wandlung ſchon früher ge⸗ fördert worden wäre, würden die verpönten Seiten⸗ bauten heute nicht zu beklagen ſein. Wir haben eingangs bereits darauf hingewieſen, daß die wenigſten Baugeſchäfte ſich mit Grun d⸗ ſt ü cksſpekulation befaßt haben; es iſt daher die Frage berechtigt: Wer war denn eigentlich der Träger der Grundſtücksſpekulation? Tatſächlich war es doch ſo, daß die Stadt Mannheim ſich durchaus ebenbürtig an die Seite der Grundſtücks⸗ ſpekulation ſtellte. Während ihr das Gelände faſt ohne Vergütung zufiel, wurden die Bau⸗ plätze zur öffentlichen Verſteige rung aus⸗ geſchrieben und zwar jeweils nur in ſo geringer Anzahl, daß das Begehren nie gedeckt wurde und die Liebhaber gezwungen waren, im Verſteigerungs⸗ kampf für im Preiſe von 30 bis 40 Mk. veranſchlagte Bauplätze bis zu 120 Mk. je Am zu bezahlen. Unter dieſer Bodenpolitik erſtand die ganze öſt⸗ liche Stadterweiterung außerhalb des Ringes. Was blieb angeſichts dieſer teuren Bauplätze, die nicht ſel⸗ ten über 50 000 Mk. koſteten, weiter übrig, als dieſe rationell zu bebauen und beſtmöglichſt auszunützen. Herr Baudirektor G. A. Platz hat dieſe Wirtſchaſts⸗ geſetze in der Beſprechung unberückſichtigt gelaſſen. Wir halten es im Intereſſe des Standes des privaten Baugewerbes für unſere Pflicht, auf dieſe Tatſachen hinzuweiſen. Wäre es umgekehrt geweſen und Herr Baudirektor Platz hätte damals zu der„Grundſtücks⸗ ſpekulation und ⸗bebauung“ gehört, würde auch er nur nach dem Prinzip der Selbſterhaltung gehandelt haben. 5 Neckarhauſen, 28. April. In der jüngſten Ge⸗ meinderatsſitzung wurde beſchloſſen, für das Jahr 1931 als Hilfsmannſchaften der Feuer⸗ wehr die Jahrgänge 1907 bis 1911 heranzuziehen. Das Befreiungsgeld wurde auf 2 Mark feſtgeſetzt.— Die Anbringung des Drahtſchutzes an den Fenſtern des Volks⸗ und Schülerbades wurde Schloſſer Eduard Bühler zum Angebotspreiſe übertragen.— Das Straßengelände der Verlängerten Luiſen⸗, Schloß⸗ und Parallelſtraße zur Friedrich⸗Ebert⸗ Straße zwiſchen Moltke und Schloßſtraße wird an⸗ gekauft, ſobald die weſtliche Ortsſtraßenerweiterung pom Bezirksrat genehmigt iſt. Die fraglichen Straßen ſollen hergerichtet und die Angrenzer zu den Straßenkoſtenbeiträgen herangezogen werden.— Als Hausverwalter für die erſte Hälfte des 5. Ge⸗ meindedoppelhauſes wurde Philipp Siebig ſr. und für die zweite Hälfte Siebig Joſef beſtellt. 95 Reilingen, 20. April. Nachdem durch die Staatsbehörde auch eine Wiederholung der Ge⸗ meindeverordneten⸗ und Gemeinde⸗ ratswahlen angeordnet wurde, iſt Wahltermin auf 31. Mai anberaumt worden. Kleine Mitteilungen In Grünwettersbach(Amt Karlsruhe) wurden die von den Nationalſozialiſten mit Erfolg angefochtenen Novemberwahlen wiederholt. Dabei wurden gewählt in den Gemeinderat Soztaldemokraten drei(im Nov. drei), Ge⸗ meindebürgerverein, freie Bürgervereinigung und Freie Vereinigung je einer(je einer), in den Bürgerausſchuß Sozialdemokraten 17(17), Gemeindebürgerverein neun (neun), Bürgervereinigung vier(vier), Freie Vereinigung ſechs(ſechs). Eine Aenderung wurde durch die Neuwahl alſo nicht herbeigeführt, Der Gernsbacher Gemeindevoranſchlag für 1931/32 beziffert die Geſamtausgaben auf 615 407 Mark, die Geſamtetnnahmen auf 450 095 Mark, ſodaß rund 165 000 Mark durch Realſteuern zu decken ſind. Dieſe betragen bei dem Liegenſchaftsvermögen 108 Pfg., beim Betriebsvermö⸗ gen 43 Pfg., beim Gewerbeertrag bis zu 10 000 4 645 Pfg. und über 10 000 Mk. 806 Pfg. In Strittmatt(A. Waldshut) konnte Bürgermeiſter Adolf Kaiſer auf eine 30jährige Amtstätigkeit zurück⸗ blicken. Aus dieſem Grunde und wegen ſeiner Verdienſte um die Gemeinde wurde er zum Ehrenbürger ernant. nur dadurch gegeben, —————ö—— Entſcheidungsſpiel Sonntag in Worms Zwiſchen VfL Neu⸗Iſenburg und Phönix Ludwigs⸗ hafen Wir erfahren aus zuverläſſiger Quelle, daß der ent⸗ ſcheidende Kampf zur Ermittlung des Troſtrundenſiegers der Ab ng Nordweſt zwi n teu⸗Iſenburg und hafen om Rai in Worn te hätten es abgelehnt, dieſe e der laufenden Woche auszutragen. dritte ſüddeutſche Vertreterſtelle zwi⸗ eger der Troſtrunde Nord⸗ f inden und dem ſüd⸗ möglich ſein, ſeine Phönix Ludw ſoll. Beide 2 an einem T Das Endſpiel um die ſchen München 1860 und dem weſt kann alſo erſt am 10. deutſchen Verband wird es Vertreter für die Deutſche J rechtzeitig zu be⸗ nennen. Der 10. Mai ſoll j ich bereits die Vor⸗ runde zur Deutſchen Meiſterſchaft bringen. 1 75 55 2 Fußball im Kreis Süoͤheſſen Nur ganz wenige Spiele wurden am letzten Sonntag ausgetragen. Und dieſe Spiele hatten mehr oder weniger unter der ſchlechten Witterung zu leiden oder mußten vor⸗ zeitig beendet werden. Heppenheim iſt mit den Verbandsſpielen noch im Rückſtand, trotzdem der Meiſter ſchon um den Aufſtieg kämpft. Diesmal mußte die Elf das fällige Verbandsſpiel in Hochheim austragen und gewann 20. Olympia Lorſch mußte das erſte Aufſtiegs⸗ ſpiel beſtreiten. Beinahe wäre es verhängnisvoll ausge⸗ gangen. Ein Glück nur, daß der ſtarke Regen ein Weiter⸗ ſpielen unmöglich' machte, ſonſt wäre Lorſch beſtimmt um die Punkte gekommen. Trotz des Verſagens von Lorſch konnte der Gegner, Viktoria Walldorf, nicht überzeugen. Was die Elf auszeichnet iſt ein geſunder Schuß aber ſonſt auch nichts. Beim Stande von 211 für Walldorf brach der Schiedsrichter das Spiel ab. Ein Bombenſieg kommt aus Bürſtadt, wo der dortige VfR. die Pfungſtädter Germanen mit 811 beſiegte. Das Spiel Gernheim— Eberſtadi mußte nach einer halben Stunde Spielzeit wegen Regen beim Stande:0 ab⸗ gebrochen werden. Olympia Lampertheim empfing ſchon am Samstag abend die ſpielſtarke Sp. Vg. Sand ⸗ hofen. Obwohl die Gäſte reichlich Erſatz hatten, waren ſie ihrem Gegner jederzeit überlegen. Lampertheim zeigte einen gewaltigen Eifer. Auch dieſes Treffen mußte beim Stande von 31 für Sandhofen abgebrochen werden. ſtattfinden iel be⸗ Vfs. Lampertheim trat mit einer kombinierten Mannſchaft in Aben heim an und verlor dort 712.— S Pfiffligheim gewann gegen Hernsheim 32. Im Hockey ſiegt Heidelberg TG. 78 Heidelberg Schüler— Haileybury College :1(:1) In Heidelberg weilen in dieſen Tagen engliſche Schüler vom Haileyburg College. Die jungen Engländer erfüllen— wahrſcheinlich völlig unbewußt— eine Miſſion, indem ſie uns das Weſen des fungen Briten offenbaren. Sie ſind nicht nur talentierte Schauſpieler, die uns in dankenswerter Weiſe die engliſche Literatur näherzubrin⸗ gen wiſſen, ſie ſind auch ausgezeichnete Sportsleute, die bei uns trotz ihrer Hockeyniederlage den denkbar beſten Eindruck hinterlaſſen haben. Die Kunſt, in Ehren zu verlieren, iſt viel ſchwerer zu erlernen als es vielleicht den Anſchein hat. Dem Eng⸗ länder iſt ſie angeboren. Auch nicht eine Sekunde konnte man dieſen jungen engliſchen Sportleuten anmerken, daß ſie die Verlierenden woren; mit gleicher Aufopferung, mit gleicher Luſt am Spiel führten ſie den Kampf weiter, ſelbſt dann, als ſie bereits ſicher geſchlagen waren. Fair und auſopfernd, das war das Charakteriſtikum dieſes Hockeyſpieles, das ſo viele weit erfreulichere Mo⸗ mente bot als ſo mancher„Großkompf“., Beiderſetts zwei ſehr gute Verteidigungen, bei den Englä ren noch ein hervor⸗ ragender Torwart; dann bei der ſten ein ſehr guter Mittelläufer, während bei Heide der rechte Läufer der beſte Spieler dieſes Mannſche iles war., Der allzu kraſſe Unterſchied in den Leiſtungen der Angriffslinien entſchied das Treffen ſo klar zu Gunſten der er. Während die Gäſte in Halbrechts und Linksaußen zwei gute Kräfte hatten, die aber allzuſehr durch Einzelſpiel zum Erfolg zu kommen ſuchten, hatte Heidelberg ein ausgezeichnetes Innentrio, deſſen uneigennütziges Spiel beſondere Aner⸗ kennung verdient. Nach 10 Minuten ging Heidelberg durch den Halbrechten in Führung. Wenig ſpäter hatte der Halblinke der Gäſte den Ausgleich erzielt, Glänzende Kombinationen des Innen⸗ trios hatten durch Mittelſtürmer, Halblinks und Rechts⸗ außen drei weitere Treſſer für Heidelberg zur Folge. Die Platzherren blieben auch nach der Pauſe zumeiſt klar im Vorteil. Hier zeigte aber dex engliſche Torwart ganz aus⸗ gezeichnetes Können, ſo daß die Heidelberger Schüler nur noch zu einem Erfolg kommen konnten. H. E. Empfang der Deutſchland⸗Runofahrer Am Montag um 14.24 Uhr kamen die erſten 12 Fahrer der Deutſchland⸗Rundfahrt am Frankfurter Hauptbahnhof an. Es war die ſchweizer und italieniſche Mannſchaſt. Die Konſule der beiden Länder fanden herzliche Worte für die Landsleute. Zwei Stunden ſpäter empfing der Gau Mittelrhein die Holländer, Belgier und Luxemburger. Der holländiſche Konſul mahnte ſeine Fahrer zum tapferen Durchhalten, der Luxemburger ſprach vom großen Nikolaus Frantz, dem die Kameraden helfen ſollen, daß er die große „Tour“ gewinnt. In Frankfurt kamen gegen Abend die Franzoſen und deutſchen Fahrer an, die von Altmeiſter Dreſcher begrüßt wurden, Die Verpflegung der Fahrer wird übrigens der bekaunte Sechstagekoch Huber über⸗ nehmen, der die ganze Rundfahrt mitfährt. Daviskampf Deutſchland- Südafrika Der Spielplan Für den am Freitag, 1. Maj in Düſſeldorf beginnenden Davispokalkompf Deutſchland— Südafrika ergab die Aus⸗ loſung folgenden Spielplan: Freitag, 1. Mai: 14,15 Uhr: Dr. Buß— Kirby; anſchließend Nourney⸗Raymond Somstag 2. Mai: 14.30 Uhr. Dr. Deſſart/ Dr. Buß oder Dr. DeſſartNourney gegen Kirby Farguuharfon Sonntag, 3. Mai: 15.30 Uhr: Dr. Buß— Raymond: Nourney— Kirby. 5 Damit hat ſich alſo die Meldung beſtätigt, daß Dr. Land⸗ mann von der Teilnahme freiwillig zurückgetreten iſt. Die Vorrunde der Medenſpiele 1931 Zur Vorrunde der Medenſpiele 1931 hat der Deutſche Tennis⸗Bund die Zuſammenſetzung der Begegnungen wie folgt getroffen: Zone A: in Königsberg: Oſtpreußen Danzig; Sieger gegen Berliner Tennis ⸗ Verband: Zone B: in Duisburg⸗Raffelberg: Hamburg— Weſtfalen⸗ und Hannover— Rheinland: Zone E: in Leipzig: Thürfg⸗ gen— Schleſien und Sachſen— Rotweiß Berlin, Zone D: in Stuttgart: Heſſen— Bayern und Württem⸗ berg— Baden. Die Spiele werden am 24. und 25. Mai ausgetragen. M Roderich Menzel geht nach Berlin Der bekannte tſchechiſche Tennisſpieler Roderich Men zel wird in einiger Zeit von Prag nach Berlin ütber⸗ ſiedeln und dort in Zukunft für die Farben des Rot⸗Weſß⸗ Clubs ſpielen. Menzel iſt von Beruf Journaliſt und tritt in Berlin eine Stellung als Privatſekretär eines Ber⸗ liner Verlegers an. Olympia⸗Tagung in Bartelona Die Schluß⸗Sitzung Die letzte Sitzung des Executiv⸗Ausſchuſſes des Inter⸗ nationalen Olympiſchen Komitees, die am Montag in Bar⸗ celona ſtattfand, brachte keine Beſchlüſſe pon beſonderer Bedeutung. Der 40. Jahrestag der Wiedereinführung der Olympiſchen Spiele ſoll 1934 in Athen feſtlich gefeiert werden, während man für 1944 anläßlich des 50jährigen Beſtehens beſondere Veranſtaltungen in Lauſanne, dem Sitze des JOC., plant. Für die Olympiſchen Spiele 1940 hat ſich Kanada beworben. Was die Vergebung der Olym⸗ piſchen Spiele 1936 anbelangt, ſo herrſchte bei der Schluß⸗ ſitzung ſtarke Neigung für Berlin als Austragungsort, . Tiſchtennisklubkämpfe⸗ In letzter Zejt wurden wieder verſchiedene Klubkämpſe ausgetragen. K an der konnte gegen Stadt Kön 914 gewinnen.— Tanz ſchule Geisler mußte ſich Stadt Köln:12 beugen.— Kander beſiegte auch Rot⸗Weiß Mannheim 12:7. Bei den 2. Mann⸗ ſchaften unterlag Kander mit:10. Wieder ein Schachklub in Weinheim Der Schachklub Weinheim wurde nach mehrjährigem Stillſtande ſoeben neu ins Leben gerufen. 16 Herren ex⸗ klärten ſofſort ihren Beitritt. Als Klublokal wurde das Gaſthaus„zum Karlsberg“(Mühlbauer) beſtimmt. Gs wurde der Beitritt zur Arbeitsgemeinſchaft Mannheim⸗ Ludwigshafener Schachklubs beſchloſſen. Sageohaleicles Mittwoch, 29. April Nationältheater:„Der Hauptmann von Köpenick“, Märchen von Carl Zuckmayer, Miete B 31, Anfang 19,30 Uhr. Planetarium; 15 Uhr Beſichtigung; 17 Uhr Vorführung, Muſenſaal— Roſengarten: Gaſtſpiel der Pariſer Reyue „Le Chic de Paris“, 20,15 Uhr. 5 Libelle: Kabarett 20,30 Uhr. 5 Lichtſpiele: Alhambra:„Wenn die Soldaten — Gloria⸗Palaſt:„Das Geheimnis einer Frau“.— Palaſt⸗Theater:„Der Schrecken der Garniſon“,— — Univerſum:„3 Tage Liebe“.— Schauburg: „Der Tanzhuſar“.— Roxy ⸗ Theater:„Ex und ſeine Schweſter“.— Scala:„Dolly macht Karriere“,— Capitol:„Ein Mädel von der Reeperbahn“.— Lichtſpielhaus Müller:„Kaſernenzauber“. Sehenswürdigkeiten: Schloßmuſeum: Geöffnet täglich von 10—13 Uhr und 15—17 Uhr; Sonntags von 11—17 Uhr durchgehend. Sonderausſtellung:„Die Kurpfälziſche Savonnerie⸗Manu⸗ faktur.— Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeng⸗ haus: Sonntag vormittogs von 11 bis 13 Uhr und nachmittags von 15—17 Uhr; Dienstag 15—17 Uhr; Mittwoch 15—17 Uhr; Freitag 17—19 Uhr.— Städliſche Kunſthalle: Geöffnet von 10—13 und 15—17 Uhr: Sonntags von 111.30 und 15—17 Uhr. Ausſtellung:„Das Werk des Architekten Adolf Loos“. ieee eee Gelbe Raucher zähne „Nach langem 1 endlich das Richtige für meine Zähne. Nach drei maligem Gebrauch blendend weiße Zähne trotzdem diefelben durch vieles Rauchen braun und unſchön wirkten. Ich werde nichts anderes 4 gebrauchen, als Chlorodont.., Horſt Berg. Man verlange nu d echte Chlorodont Zahnpaſte, Tube 54 Pf. und 90 Pf. und weiſe ſeden Erſatz dafür zurück. u abe am 30. April I. und 2. Neri KAI SERS KAFF Fillalen: Mannheim, Bellstr, H 9, 1 G 3 Nr. 7. Ecke dungbuschstr. Mittelstr. 85 Q 2 Nr. 13 Marktstr. F 2, 1 Meerfeldstr. 19 KAlsSERS SCHr AER: 5 Orei ſcfeln ff. Schokolade à 100 (Schmelz, vollmiich, Milchnuss) EE-G Seckenheimerstr. 54 Schwetzingerstr 87 2 NUR NK. G, 20 ESCH? 22 ETZ T UEER IOO EIL EN Feudenheim, Hauptstr. 71 Neckarau, Friedrichstr. 14 Schwetzingen, Mannheimerstr. 18. 9 . * 4 1931 frika unenden die Aus⸗ 12 145 daymond. Dr. Buß uharſon. aymondz r. Land⸗ en iſt. 1931 Deutſche gen wie eußen— Berband; Beſtfalen Thürin⸗ Bexlin, ZJürttem⸗ 5. Mai Men n ütber⸗ ot⸗Weiß⸗ und tritt es Ber⸗ 5 Inter⸗ in Bar⸗ ſonderer ung der gefeiert jährigen ne, dem ele 1940 r Olym⸗ Schluß⸗ Wort. ibkämpſe ö Un 94 ßte ſich te auch Mann⸗ ˖· jährigem rren ex⸗ rde das mt. Es nnheim⸗ nur d eiſe ſeden Mittwoch, 29. April 193 e 2— r Aus Baden Sommertagszug in Bruchſal * Bruchſal, 28. April. Der Sommertagszug in Bruchſal findet am nächſten Sonntag, 3. Mai, ſtatt. Der ſchöne alte Brauch, in Bruchſal ſeit langem hei⸗ miſch, hat ſtets eine große Anziehungskraft aus⸗ geübt. Es iſt ein allgemeines Volksfeſt, an dem Jung und Alt teilnimmt. Die Erwachſenen haben ihre Freude an der vorüberziehenden fröhlichen Jugend; der Jugend aber bleibt eine liebe Erinne⸗ rung an dieſe ſchönen Tage der Kindheit. Der große Feſtzug beginnt um 2 Uhr nachmittags. Zwei Jahre genoſſenſchaftlicher Schlachtviehabſatz in Baden * Karlsruhe 28. April. Die im Juli 1928 in Karlsruhe errichtete Vieh⸗ perwertungszentrale hat in den letzten zwei Jahren Werbearbeit für den genoſſenſchaft⸗ lichen Schlachtviehabſatz im großen Umfange ge⸗ trieben. Zweck der Viehverwertungszentrale iſt es, den genoſſenſchaftlichen Schlachtviehabſatz in Baden zu organiſieren, ſowie auf den badiſchen Schlacht⸗ viehmärkten landwirtſchaftliche Vieh ver kaufs⸗ ſtellen einzurichten, die in der Lage ſind, das von der badiſchen Landwirtſchaft angelieferte Schlachtvieh auf den Märkten zu verwerten. In den letzten zwei Jahren ſind bereits 15 reine Viehverwertungsgenoſſenſchaften ins Leben gerufen worden. Eine Anzahl weiterer derartiger Genoſſen⸗ ſchaften ſind in Gründung begriffen. Auf den Schlachtviehmärkten Mannheim, Karlsruhe, Frei⸗ burg i. Br. und Pforzheim wurden landwirtſchaft⸗ liche Viehverkaufsſtellen eingerichtet. In den Mona⸗ ten Mai, Juni und Juli 1930 wurden von den Ver⸗ kaufsſtellen der Viehverwertungszentralen Karls⸗ ruhe etwa 9000 Schweine nach dem Ausland ausgeführt. Landesverein Badiſche Heimat * Freiburg i. Br., 28. April. Der Landesverein Badiſche Heimat wird ſeine nächſte Haupttagung in Kehl a. Rh. abhalten und im Zuſammenhang damit das Jahresheft Badiſche Heimat ausſchließlich ein⸗ ſtellen auf„Kehl und das Hanauerland“. Die Vor⸗ bereitungen ſind bereits beſtens im Gang, der ge⸗ naue Termin wird noch bekanntgegeben. * ., Walldorf, 28. April. Der Mäunergeſangverein Germania trifft gegenwärtig umfangreiche Vor⸗ bereitungen für das Feſt ſeines 40jährigen Jubi⸗ läums, das er am Sonntag, den 3. Mai in großer Aufmachung abhalten wird. Am Vorabend des Hauptfeſttages iſt ein großes Feſtbankett mit Konzertvorträgen des Jubelvereins unter Mitſyfr⸗ kung zahlreicher Soliſten und insgeſamt 180 Per⸗ ſonen. Am Sonntag nachmittag findet aldann die Fahnenweihe und das Konzertſingen ſtatt, woran 15 Vereine teilnehmen werden. n. Malſch, 28, April. Endlich konnte in dem aus Rauenberg ſtammenden und in der Nähe des Bahn⸗ hofes Rot⸗Malſch wohnenden Arbeiter Karl Saut⸗ ner ein raffinierter Dieb feſtgenommen werden. Dadurch wurden verſchiedene Diebſtähle in St. Leon, Mingolsheim und Langenbrücken aufgeklärt. Ein gutes Ergebnis hatte die ſofort vorgenommene Haus⸗ ſuchung, bei der man ſogar noch ein gebratenes Zicklein in der Pfanne beſchlagnahmen konnte. Außerdem fand man ein großes Lager Wäſche, bier Fahrräder, Ziegen, Haſen und Geflügel und verſchiedene Fäſſer Wein. S. iſt wegen Diebſtahls ſchon verſchiedentlich vorbeſtraft. * Auenheim(Kreis Offenburg), 28. April. Als der Landwirt Michel Riebs am Samstag um die Mittagsſtunde vom Felde heimfuhr und mit ſeinem Kuhfuhrwerk den Bahnübergang überqueren wollte, kam ein Kies zug der Lokalbahn. Der Hinter⸗ wagen des Fuhrwerks wurde von der Lokomotive erfaßt und mitgeriſſen. Zum Glück brach die Deichſel und riſſen die Stränge. Der Wagen wurde völlig demoliert. Riebs wurde herabgeſchleudert, kam aber mit geringfügigen Verletzungen davon. Das Kuh⸗ geſpann ergriff die Flucht, konnte aber bald ein⸗ gefangen werden. * Tiengen, 28. April. Der 10jährige Sohn des Gemeinderats Arzner, Hans, wollte beim Spie⸗ len am oberen Gutachſteg einen ins Waſſer gefalle⸗ nen Ball wieder holen. Dabei wurde der Knabe von den hochgehenden Fluten mitgeriſſen und ertrank. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. * Vöhrenbach im Schwarzwald, 28. April. Eine Frau von hier hatte die ſehr verbreitete Angewohn⸗ heit, Nähnadeln an den Schürzen latz zu Tägliche Berichte er Neuen Mannheimer Jeitung n Der Auftakt zum Schuble⸗Prozeß Betrug an Kriegshinterbliebenen S. Bruchſal, 28. April. N Im Rathausſaal zu Mingolsheim begann heute morgen halb 9 Uhr vor dem erweiterten Karls⸗ ruher Schöffengericht ein umfangreicher Be⸗ trugsprozeß. Den Vorſitz führt Amtsgerichtsdirektor Dr. Müller, die Anklage vertritt Staatsanwalt Nerz. Die Verteidigung Angeklagten hat Rechtsanwalt Dr. Pfeiffen berger übernommen. des Auf der Anklagebank ſitzt der kaum 23 Jahre alte Kaufmann Joſef Oswald Schuble aus Hardheim. Nach Vereidigung der beiden Schöffen verlieſt der Vorſitzende die Perſonalien und das bisherige Straf⸗ regiſter des jugendlichen Angeklagten, der ſchon aller⸗ lei auf dem Kerbholz hat. Außer kleineren Strafen wurde er im Auguſt 1929 vom Schöffengericht Heidel⸗ berg wegen fortgeſetzten Betrugs und Urkunden⸗ fälſchung zu einer Gefängnisſtrafe von 10 Monaten verurteilt. Die Anklage legt ihm zur Laſt, daß er in fortgeſetz⸗ ter Tat durch Vorſpiegelung falſcher Tatſachen andere geſchädigt habe. Er trat als Geſchäftsführer eine⸗ „Hilfsbundes der Kriegsbeſchädigten“ in öffentlichen Verſammlungen auf und verſprach den Kriegshinterbliebenen für ihre Rentenanſprüche ſiche⸗ ren Erfolg, ohne überhaupt die einzelnen Sachver⸗ halte genau zu prüfen. Das Vertrauen der Leute gewann er ſich durch die Behauptung, daß er be⸗ ſtimmte Fälle(18 an der Zahl) mit vollem Erfolg durchgefochten habe. Auf dieſe Weiſe beſtimmte er ſeine„Klienten,“ ihm zur Bearbeitung des Falles größere Beträge als „Koſtenvorſchuß“ zu zahlen. In 77 Fällen erſchwindelte er ſich die einzelnen Beträge durch die Angabe, ſie ſejen die„Koſten für die ärztliche Unter⸗ ſuchung“ des Profeſſors Dr. Förſter in Würzburg, zu dem der Angeklagte aber überhaupt keine Beziehun⸗ gen unterhielt. Für die einzelnen Unterſuchungen verlangte er nicht weniger als 25—30 Mark. Der auf dieſe Weiſe erhaltene Betrag beläuft ſich auf ins⸗ geſamt 2500 Mark. Außerdem werden ihm in 13 Fällen Betrugsverbrechen als„Rechtskonſulent“ zur Laſt gelegt. Der Angeklagte gibt nur den Oeſtringer Fall (Beleidigung des Bürgermeiſters) zu. In allen an⸗ deren Fällen leugnet er hartnäckig, ſich im Sinne der Anklage ſchuldig gemacht zu haben. Auf die im⸗ mer ſich wiederholenden Fragen des Vorſitzenden, wozu er ſich denn die Beträge hat„vorſchießen“ laſ⸗ ſen, gibt Schuble immer die gleiche Antwort:„Zur Bearbeitung des Falles.“ Kennzeichnend für die gauze Perſon des Ange⸗ klagten iſt die Mitteilung des Vorſitzenden, Schuble habe ſich im Gefängnis als Maler und Dichter ausgegeben. Später habe es ſich aber herausgeſtellt, daß er die Bilder abgepauſt und die Gedichte abgeſchrieben habe. Dies charakteriſierte die ganze Unwahrhaftigkeit des Angeklagten. Die Zeugenvernehmung ergab, daß Sch. in einem Falle ſogar Kriegshinterbliebene um nicht weniger als 470 Mark prellen konnte. Allen Zeugenausſagen konnte man entnehmen, daß Schuble nach dem gleichen Schema vorging. Insgeſamt wurden am erſten Verhandlungstag 5 Zeugen vernommen. Die Verhandlung wurde um 7 Uhr auf heute Mittwoch vertagt, wo in der Zeugenvernehmung fortgefahren wird. 25 Der Zarenrittmeiſter als Vankbetrüger O. Sch. Frankfurt, 29. April. Wir berichteten vor einigen Tagen von einem dreiſten Betrugsverſuch in Köln, wo ein Ausländer den Verſuch machte, eine Bank um 1600 Dollar zu prellen. Er wollte das Geld ins Hotel geſchickt haben, und beabſichtigte durch einen zweiten Ausgang zu verſchwinden. Der gleiche Trick iſt nun in Wiesbaden verſucht worden. Ob es ſich dabei um den Kölner Täter handelt, muß erſt die Unter⸗ ſuchung ergeben Pawel von Marakoff war früher Rittmeiſter in der ruſſiſchen Armee. Er hat nach dem Zuſammen⸗ bruch ein unſtetes Leben geführt, und iſt in Holland, Oeſterreich und Italien mehrfach wegen Betrüge⸗ reien und Fälſchungen vorbeſtraft worden. Am Montag erſchien nun in einem Wiesbadener Hotel Herr Marakoff, ſchrieb ſich als Fabrikbeſitzer Tor⸗ wier aus Stockholm ein und hatte zwei Zimmer ge⸗ mietet, die nebeneinanderlagen. Seinen Hut und ſeinen Mantel hatte er in ein Kaffee in der Nähe des Hotels gebracht. Auf der Bank zeigte er eine Anzahl Pakete mit Schweizer Banknoten, die er gegen amerikaniſche Dollars umzutauſchen beabſichligte, verlangte aber, daß das Geſchäft im Hotel abgeſchloſſen werden ſollte, Gewarnt durch Zeitungsnotizen ſchöpfte die Bank Verdacht, ging ſcheinbar auf die Sache ein, in⸗ formierte jedoch die Kriminalpolizei, die denn auch prompt im Hotel erſchien, und Herrn Torwier recte Marakoff feſtnahm. Bei genauerer Prüfung der vorgezeigten Bank⸗ noten wurde feſtgeſtellt, daß Herr Marakoff lauter Falſifikate mit ſich führte. Nach anfänglichem Leug⸗ nen gab er den Betrugsverſuch zu, und wurde in Unterſuchungshaft genommen. FFFPPbPbPbCbCbCbCbCbCbCbCbCbCTCbCbTCTFTGTbTbCTbTVTVTVTFTCTDTbTbTVTVTFTVDCbVDVbDVbVDVFUFUVUDCVUVUDUDVUVDVDVPVUVUDVDVDVVCVUVCVVoVCVVLUVVVVVVVVVVVVVXVÄWWWWWÄW+Ä+G*WÄWWVTV——————WWWAW—— Schwetzinger Spargelmarkt 95 Schwetzingen, 29. April. Die Eröffnung diesjährigen Spargelmarktes iſt offiziell auf den 1. Mai feſtgeſetzt worden. Infolge des ungün⸗ ſtigen Aprilwetters, vor allem durch den Mangel an Sonnenſchein, iſt in dieſem Jahre das Wachstum der Spargel— im Vergleich zu normalen Jahren um mindeſtens 10 Tage zurückgeblieben. Der Aus⸗ fall iſt für die Erzeuger und auch für das Schwetzin⸗ ger Wirtsgewerbe ſehr erheblich. In den letzten Tagen ſind die erſten Spargel angeboten worden. Die Mengen ſind jedoch noch ſo gering, daß es ſich kaum lohnt, dieſes kleine Angebot auf den Markt zu bringen. In einem hieſigen Hotel wurden etwa 25 Pfund Friſchſpargel verarbeitet. Ein Händler verſandte als erſte Kollektion einen halben Zentner. Es handelt ſich jedoch durchweg um kleine Einzel⸗ poſten, die geſammelt wurden. Die Preiſe ſind ſehr unterſchiedlich und in keiner Weiſe maßgeblich für die marktmäßige Preisentwicklung. des Baumfrevel in der Trunkenheit * Rettigheim(Kreis Heidelberg), 28. April. Auf dem nächtlichen Heimwege von Malſch knickten zwei hieſige angetrunkene junge Leute auf mehreren Grundſtücken 15 junge Obſtbäume ab und demolierten außerdem eine Anzahl von Weinberg⸗ ſtöcken! Ein Polizeihund verfolgte die Spur bis zum Ein Erdbeben * Heidelberg, 28. April. Ein ziemlich heftiges Erdbeben wurde geſtern abend vom Seis⸗ mograph der Königſtuhlſternwarte regiſtriert. Der erſte Einſatz erfolgte 17,56,37 Uhr, die langen Wellen kamen 18,07 Uhr. Die Herdentfernung beträgt etwa 3000 Kilometer. Wieder gefunden * Bruchſal, 28. April. Die kürzlich von einem Kraftfahrer auf der Strecke Durlach—Bruchſal mit etwa 3300 Mark Inhalt verlorene Akten⸗ mappe wurde zwiſchen Durlach und Weingarten gefunden, und dem Verlierer wieder zugeſtellt. * I. Hockenheim, 28. April. Letzter Tage ſtarb hier Johann Ludwig Altenberger im Alter von 85 Jahren, einer der älteſten Bürger der Stadt. A. war einer der wenigen hier lebenden Veteranen von 1870/71 und ein Mitbegründer des hieſigen Militär- und Kriegervereins, zu deſſen Aufſchwung er viel beigetragen hat. zeg⸗ Hohenſachſen, 28. April, Als ſich der Land⸗ wirt Jakob Reibold auf der Heimfahrt vom Felde befand, ſcheute plötzlich ſein Pferd, wodurch der in den 70er Jahren ſtehende Mann vom Wagen ge⸗ ſchleudert wurde. Mit mehreren Verletzungen am Kopfe blieb er bewußtlos am Boden liegen, wo er 142. Jahrgang 5 W Aus der Falz * Bad Dürkheim, 28. April. Im Alter von 63 Jahren ſtarb hier der einzige und letzte Kupfer⸗ ſchmied am Ort, Karl Schranz. * Bad Dürkheim, 27. April. Am heutigen Tage feiert Obervermeſſungsrat Frank ſeinen 75. Ge⸗ burtstag. Er weilte über 40 Jahre in Dürk⸗ heim. 37 Jahre davon als Leiter des Vermeſſungs⸗ amtes. Er ſchuf das Dürkheimer Heimatmuſeum und förderte den Wiederaufbau und den Ausbau der Sammlungen. Neben vielen anderen Ehrenämtern, die er bekleidet, iſt er auch Mitglied im Vorſtand der Pollichia und des Altertums vereins. * Neuſtadt a. d.., 28. April. Eine große Anzahl von Liebhabern und noch mehr von Schauluſtigen hatte ſich zu der Automeſſe, die mit 145 Fahr⸗ zeugen beſchickt war, eingefunden, mit ihr war ein Freiballon⸗Außfſtieg des Badiſch⸗Pfälziſchen Luftfahrtvereins verbunden. Um.30 Uhr er⸗ hob ſich der Ballon, in deſſen Korb der Führer Fritz Schneider⸗ Mannheim und 3 weitere Perſonen ſich befanden, unter dem Jubel der Bevölkerung faſt ſenkrecht in die Höhe und trieb dann in der Richtung Dürkheim ab, wo er jedoch nach Mannheim ab⸗ lenkte. Von dort beförderte ihn eine andere Wind⸗ richtung wieder zurück. In der Nähe von Franken⸗ thal ſetzte ein ſchwerer Gewitterſturm ein, ſo⸗ daß der Ballon zwiſchen Gönnheim und Friedels⸗ heim etwas verfrüht niederging. Der Automobilklub Neuſtadt hatte eine Verfolgung veranſtaltet, an der ſich etwa 40 Automobile beteiligten. Unter den fünf zuerſt am Ballon angekommenen Fahrern befand ſich Herr Franz Islinger⸗ Mannheim als erſter. * Zweibrücken, 28. April. Bei einer polizeilichen Kontrolle in den hieſigen Bäckerläden wurden nahezu 50 Laibe Brot mit Mindergewicht bis zu 150 Gramm fſeſtgeſtellt. Das Brot wurde beſchlagnahmt. Gegen die Schuldigen wird Straf⸗ anzeige erſtattet. Die Kontrollen werden in be⸗ ſtimmten Zeiträumen wiederholt. Nleine Mitteilungen zeg⸗ Mörlenbach i.., 28. April. Bei Steinſpren⸗ gungen im hieſigen Gemeindewald zur Herſtellung eines Weges, fand der Arbeiter Fräß ein 12 Kreu⸗ zer⸗Geldſtück der Stadt Hanau vom Jahre 1675, in einer Felsſpalte. Nach weiterem Suchen kam zunächſt ein Dukaten der Stadt Frankfurt vom Jahre 1623 und ein ganzer Krug voll Silbermünzen zum Vorſchein. Unter den Münzen befanden ſich ſolche mit dem Bilde Ludwig XIV. und Philipp des Groß⸗ müligen mit dem Mainzer Wappen. Die Gelbdſtücke ſind alle gut erhalten und ſtammen aus dem 17. Jahr⸗ hundert. Der hieſige Bürgermeiſter hat die Stücke in Verwahrung genommen. * Mörsbach bei Homburg, 27. April. Ein Groß⸗ feuer entſtand in der Wirtſchaft von Karl Stephan, das in der Scheune ausbrach und mit unheimlicher Schnelligkeit auf die Stallungen und das Wirts⸗ gebäude übergriff. In kurzer Zeit war das Ganze ein einziges Feuermeer, aus dem nur mit Mühe das Vieh und einiges Mobiliar gerettet werden konnte. Die meiſten Möbel und die geſamten Ernte⸗ erträgniſſe ſind vernüchtet, ferner eine in der Scheune ſtehende faſt neue Dreſchmaſchine und 20 Zentner Frucht, die zum Abholen bereit ſtanden. Der Beſitzer lag zur Zeit der Brandkataſtrophe im Zweibrücker Krankenhaus. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat April Baſel .850,82 1,000 58 I. Schuſterinſe! 1,48 1,40 700.63 181] Mannheim 9,743.81.77 8,87 Kehl.92..85 2,98 3, 018,18] Jagſtfeſd.38439 4,8,4.83 Maxau.70.64.65.77 4,81 Heilbronn 1381,43.40 1 80 Mannheim 3813,71.59 8,71 3,91] Plochingen 0,700.84 0,58 ,0,80 Kaub 274/2764.54 5 5 ö Köln.85.78 2,59 2,57 2,80 Mannheim, R 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung erfolgt nur bel Rückporto *—— Geſchäftliche Mitteilungen * Man weiß es nicht immer gleich, wo man ſeine täg⸗ lichen„kleinen“ Einkäufe machen ſoll, aber man er ⸗ innert ſich: Kaffee, Tee, Kakao, Schokoladen, Keks, Bonbons und alle Kolonialworen, ſowie beſondere Spe⸗ ziolitäten eigenen Fabrikats führt in beſter Qualität zu stecken. Am Samstag nun drang ihr eine Nähnadel Bette eines der Beiden. Er ſieht ſeiner Verhaftung ſpäter aufgefunden wurde. Das Pferd kam mit dem 1 Fe die N 1 von Kai ſe r 8 tief in die Brust und mußte operativ entfernt noch entgegen, während ſein Kamerad am Orte Wagen der über 3 Meter hohen Böſchung zu nahe nenen 995 95 W werden. feſtgenommen und abgeführt werden konnte. und ſtürzte mit ſamt dem Wagen hinunter. Beachten Sie das heutige Inſerat! S7² Eine qros 5,-11 Heidelbergerstr. 1 f 5e Leis fun heim- 1 1, 8 Breitestr. 5 HANDELS- Mittwoch, 29. April 1931 der Neuen Mannheimer Zeitung IRTSCHAFTS-Z AAC NG Mittag-Ausgabe Nr. 196 Badiſche Beamtenbank eGmbs. Die 9. o.., in der 152 Mitglieder genehmigte die Regularien. Nach der zur Vorlage gebrach⸗ ten Bilanz war es trotz der allgemeinen Wirtſchaftskriſe und der für die Beamtenſchaft ſich daraus ergebenden Be⸗ laſtungen und verloren gegangenen Kaufkraft gelungen, den erfreulich guten Stand der Bank zu halten. Die Mit⸗ gliederzahl erhöhte ſich um rund 1000 auf 58 541. Die G eſamtbilanzzahl von 39,7 Millionen ſei etwas niedriger als i.., trotzdem ſich der Geſchäftsumfang nor⸗ mal erweitert hat. In der Hauptſache wird dies auf die Verminderung der monatlichen Gehaltsüberweiſungen von bisher nahezu 18 Millionen infolge des Notopfers um rund 7 Million zurückgeführt. Dementſprechend weiſe auch der Geſamtumſatz von 1991 Milliarden gegenüber dem Vorjahr keine Steigerung auf. Hervorzuheben ſei, daß die geringverzinslichen Termin⸗ gelder zugunſten einer größeren Anlage in Wertpapieren vermindert und die nicht ſehr hohen Dividendenwerte wei⸗ terhin verringert worden ſind. Die Sparguthaben der Mitglieder hätten ſich erhöht und betragen jetzt 14% Millionen. Die hohe Liquidität ſei nahezu unverändert. Die zu den Beamtenbanken im Reiche und zur Preußen⸗ kaſſe aufgenommenen Beziehungen hätten ſich in ſteigendem Maße als förderlich erwieſen. Der Verwaltung wurde un⸗ eingeſchränkt Entlaſtung erteilt. Der nach den üblichen Abſchreibungen verbliebene Reingewinn von rund 190 400/ entſpreche demfeni⸗ gen des Vorfahres und ſei unter Berückſichtigung der den Mitgliedern laufend zukommenden Vorteile als angemeſſen zu bezeichnen. Er geſtattet eine Stärkung der offenen Re⸗ ſerven um 100 000 /, die Gewinnbeteiligun g der Mitglieder in Höhe von 4 v. H.(insgeſamt 60 500%) und ferner die Zuweiſung eines Betrages von 7000„ zum An⸗ geſtelltenpenſionsfonds. Der Vortrag auf neue Rechnung beläuft ſich dann auf 22 900 /. Die Zuſammenſetzung des Auſfſichtsrats erfuhr keine Aenderung. Die ſatzungsmäßig ausſcheidenden Herren wur⸗ den in Anerkennung ihrer Verdienſte einſtimmig wieder⸗ gewählt. vertreten waren, AGG. für Seilinduſtrie vorm. Ferdinand Wolff Mannheim-Neckarau f Dividendenlos Der geſtrigen Bilanzſitzung des AR. der AG. für Seil⸗ induſtrie vormals Ferdinand Wolff lag die Gewinn⸗ und Verluſtrechnung per 1930 vor, die mit einem Gewinn⸗ betrag von 30 141(i. V. 122 338)“ abſchließt. Es ſoll der GV. am 27. Juni vorgeſchlagen werden, den Betrag vor⸗ zutragen(i. V. nach 6 v. H. Dividende und Vortrag von 28 345). * Sübdeutſche Bremſen Ach. in München.— Weitere Umſatzſteigerung. Die Geſellſchaft konnte 1980 den Umſatz wieder um 40 v. H. ſteigern. Der Reingewinn von 8206(4107)/ wird der Reſerve überwieſen. Das Ask. von 10 Mill./ bleibt wiederum dividendenlos. Der Bruttoüberſchuß betrug 1/12(0,71) Mill. /. Nach Abzug von 0,683(0,51) Mill./ Unkoſten und Zinſen und 0,48 (0,1) Mill./ Abſchreibungen auf Anlagen verbleibt der genannte Gewinn. Die Bilanz weiſt u. a. Debitoren mit 1,19(1,7), Warenvorräte mit 2,19(2,65) Mill., anderer⸗ ſeits Kreditoren mit 1,46(2,67) Mill./ aus. Effekten und Beteiligungen verminderten ſich von 3,24 auf 2,94 Mill. /. In Zuſammenarbeit mit den Motorenwerken Mannheim ſei der Umſatz in Kleindieſelmotoren geſtiegen. Mit einem leichten Fahrzeugdieſelmotor ſei man heraus⸗ gekommen. * Deutſche Linoleum. Laut„B. B..“ haben die Abſchluß⸗ Vorbeſprechungen bei der Deutſche Linoleum⸗ Werke A G. in Bietigheim bereits begonnen. Die Dividendenentſcheidung wird in der Bilanzſitzung am 30. April fallen. Bekanntlich erwartet man—6 v. H. * Tubize⸗Gewinuergebnis. Die Bilanz der Fabri⸗ que de Soſe Artifteielle de Tubize weiſt für das abgelaufene Geſchäftsjahr 1930 ein Gewinnergebnis von 1048 000 Franken gegen 9 491000 Franken im Vor⸗ jahre aus. Aus der Außenhandels⸗Statiſtik „ 4 6, Mill. Rm. Ausfuhrüberſchuß in Lederſchuhen im erſten Vierteljahr 1931 85 Unter dem Einfluß der erhöhten Schuhzölle entwickelte ſich der deutſche Schuhaußenhandel auch im neuen Jahre günſtig. Der Anteil der Einfuhr ausländiſcher Lederſchuhe geht weiter zurück, während der deutſche Schuhexport eine Zunahme aufzuweiſen hat. Im Jahre 1930 betrug der Ausfuhrüberſchuß(in 1000 Paar) 3 064,1. Er ſtellte ſich im Jannar 1931 auf 215,6, im Februar auf 128,2 und im März auf 414,7. Wertmäßig hat ſich in den Nachkriegs⸗ jahren der Schuhaußenhandel Deutſchlands folgender⸗ maßen entwickelt: Einfuhr: Ausfuhr: in Mill. 1913(Gegenwartswert) 15, 1924 1926 1927 1928 1929 1930 Januar 1931 Februar 1931 März 1931 Aus dieſen Ziffern geht hervor, daß die Einfuhr aus⸗ ländiſcher Lederſchuhe im laufenden Jahre vorausſichtlich noch niedriger als im vorigen Jahre werden wird, wäh⸗ rend der Export ſich annähernd auf der vorjährigen Höhe hält. Im März iſt die Einfuhr von Lederſchuhen allein gegenüber dem Vormonat um 81 v. H. zurückgegangen, während die Ausfuhr eine Steigerung um 44 v. H. auf⸗ zuweiſen hatte. 1 Die Einfuhr von Apfelſinen und Mandarinen Im Jahre 1930 auffallend ſtark erhöhter Import Wie ſtark die Einfuhr einzelner Südfruchtgruppen in der Handelsbilanz zu Buch ſchlägt, zeigt die folgende Auf⸗ ſtellung über die Einfuhr von Apefſinen und Mandarinen in den letzten Jahren ſowie in den letzten beiden Vor⸗ kriegsfahren. Die Einfuhr betrug: in Mill. /: in 1000 Dz.: 214— 24,10— 57,28 2087, 1912. 1913. 1925„ 1926 8 57,44 1901, 4 68,92 2101, „ 89,43 96,8 1 84,02 4,9 5 103,61 Im Vergleich zur Vorkriegszeit iſt übrigens nicht nur der Apfelſinenkonſum, ſondern auch der Konſum einer Reihe anderer Südfrüchte erheblich gewachſen. Die Ein⸗ fuhrziffern des Jahres 1930 ſind die höchſten der Nach⸗ kriegszeit. Die auffallend ſtarke Steigerung der Apfel⸗ ſineneinfuhr von 1929 zu 1980 iſt möglicherweiſe darauf zurückzuführen, daß die heimiſche Aepfelernte ſchlecht ausgefallen iſt und der Konſum dadurch in erhühtem Maße zu Apfelſinen übergegangen iſt. 5 1927 1928 1929 1930 * Der Ertrag der Kolonialwarenzölle Der Kaffeezoll weitaus an der Spitze Nach den Feſtſtellungen des Statiſtiſchen Reichsamts hat das Reichs im Jahre 1930 folgende Beträge aus Zöllen auf ſogenannte Kolonſalwaren leinſchließlich Südfrüchte) ver⸗ einnahmt: Zollertrag in Mill. Rm. in vß, der geſamten Zolleinnahmen S Kaffee Tee Kakao Gewürze Südfrüchte Der finanzielle Ertrag der Zölle auf Südfrüchte iſt alſo keineswegs beſonders groß. Er deckt nur 1,3 v. H. der ge⸗ ſamten Zolleinnahmen. Der Geſamtwert der verzollten Südfrüchteeinfuhr hat 1930 rund 183 Mill. betragen. Daraus errechnet ſich eine durchſchnittliche Zollbelaſtung der Südfrüchteeinfuhr von etwa 9 v. H. Demgegenüber deckte der Kaffeezoll beinahe den fünften Teil der geſamten Zollein nahmen. Da der Wert der Kaffeeeinſuhr 204 Millionen/ betrug, der Kaffeezoll jedoch eine n Werlſchaffende oder unterſtützende Arbeitsloſenhilfe? Das Inſtitut für Konjunkturforſchung befaßt ſich im neueſten Wochenbericht mit den Koſten der Ar⸗ beitsloſigkeit. Angeſichts der Beſtrebungen um eine Reform in der Verſorgung der Arbeitsloſen kommt dieſer Unterſuchung erhöhte Bedeutung zu. In allen Ländern, in denen zum erſten Male die Ar⸗ beitsloſigkeit als Maſſenerſcheinung auftritt(ſo auch jetzt in den Vereinigten Staaten), gibt man zunächſt der wert⸗ ſchaffenden Arbeitsloſenfürſorge den Vorzug. Auch in Deutſchland kam während der Kriſe des Jahres 1926 der wertſchaffenden Erwerbsloſenfürſorge noch eine unver⸗ gleichlich größere Bedeutung zu als heute. Gegenwärtig ſpielt die produktive Arbeitsloſenfürſorge gegenüber der Arbeitsloſenunterſtützung kaum noch eine Rolle. Denn die Durchführung der wertſchaffenden Arbeitsloſenfürſorge iſt weſentlich koſtſpieliger als die Arbeitsloſenunterſtützung. Sie ſcheitert deshalb, ſobald die Arbeitsloſigkeit größeren Umfang annimmt und längere Zeit anhält, an der Finanzierungsfrage. Daß 1926 und 1927 verhältnismäßig viele Arbeiter in der wertſchaffenden Arbeitsloſenfürſorge beſchäftigt werden konnten, hat zu einem beträchtlichen Teil ſeinen Grund darin, daß die Gemeinden notgedrungen während der Kriegs⸗ und Inflationszeit Inveſtitionen weitgehend zu⸗ rückſtellen mußten. Es iſt nicht unwahrſcheinlich, daß die damals durchgeführten Maßnahmen den Aufſchwung von 1927 gefördert haben. Außerdem ſtanden die großen Ueber⸗ ſchüſſe in den öffentlichen Haushaltungen aus den Jahren 1924 und 1925 als Reſerven zur Verfügung. In den guten Jahren 19271929 haben es jedoch die öffentlichen Körper⸗ ſchaften verſäumt, planmäßig Konjunkturpolitik zu treiben und ähnliche Reſerven als Steuermittel bereitzuſtellen. Deshalb ging die wertſchaffende Arbeitsloſenfürſorge in der gegenwärtigen Depreſſion ſo ſehr an Bedeutung zu⸗ rück, daß im laufenden Rechnungsjahr nicht einmal die Hälfte deſſen aufgewendet werden dürfte, was in 1926 und 1927 für ſie ausgegeben wurde. Je mehr die Arbeitsloſigkeit zur Maſſenerſcheinung. und zum Dauerzuſtand wurde, umſo mehr offenbarte ſich die Unmöglichkeit, die Unterſtützung der Arbeitsloſen in der gleichen Weiſe auf dem Verſicherungsgedanken aufzu⸗ bauen, wie die übrigen Zweige der Sozialverſicherung. Das Reich blieb von der Notwendigkeit weiterer Zuſchiſſe nicht verſchont. Es ſtellte ſich nämlich als unmöglich her⸗ gus, daß die Reichsanſtalt für Arbeitsvermittlung und Ar⸗ beitsloſenverſicherung in Jahren beſſerer Konjunktur die ihr vom Reich in der Depreſſionsperiode zur Verfügung geſtellten Mittel zurückzahlen kann. So mußten die bis Ende März 1930 auf 623 Mill.„ angewachſenen Darlehen reſtlos niedergeſchlagen werden. Die Beitragseinnahmen und Zuſchüſſe der Erwerbsloſenfürſorge und der Arbetts⸗ loſenverſicherung ſind aus nachſtehender Tabelle erſichtlich: Beitrags- Zuſchüſſe von Reich Auf 100 Rm Beitrags⸗ einnahmen Ländern u Gemeinden einnahmen treffen in Millionen Reichsmark Rm. Zuſchüſſe 183,3 36,3 649,7 272,6 396,3 729,4 Aber nicht nur die hohe Zahl der Arbeitsloſen, ſondern auch die lange Dauer ihrer Ausſchaltung aus dem Pro⸗ duktionsprozeß hat den Verſicherungsrahmen der Erwerbs⸗ loſenfürſorge geſprengt. Man ſchuf 1926 die Kriſenfür⸗ ſorge für die Ausgeſteuerten und kehrte damit zur Unter⸗ ſtützung aus allgemeinen Deckungsmitteln der öffentlichen Verwaltung teilweiſe zurück. Der Unterſtützungsaufwand für die Arbeitsloſen in den letzten 4 Jahren geht aus nachſtehender Ueberſicht hervor: Insgeſamt Erw. u. Arbeits⸗ Kriſen⸗ (in Mill. Rm.) loſenverſicherung fürſorge 814819 622 147-152 102²0 819 121 1929 1424—1444 1118 161 145—165 1930 2361 1651 340 rd. 370 Trotz der Einführung der Arbeitsloſenverſicherung bleibt nach wie vor der Haushalt der öffentlichen Verwaltung durch die Erwerbsloſenfürſorge auf das ſchwerſte belaſtet. Dies erſieht man beſonders deutlich, wenn man die Aus⸗ gaben des Reichs, der Länder, Gemeinden und Gemeinde⸗ verbände für die Erwerbsloſen mit ihrem geſamten Finanz⸗ bedarf vergleicht. In 1925/26 betrug dieſer Finanzbedarf 14,46 Mrd.„ und die Ausgaben für Erwerbsloſe rd. 480 Mill./ oder 3,8 v. H. 1926/7 ſchnellte der Anteil der Ausgaben bei 17,2 Mrd.„ Finanzbedarf und 1,33 Mrd.. Zuſchüſſe für die Arbeitsloſen auf 7,7 v. H. in die Höhe. 1927/28 und 1928/9, in den beiden beſſeren Konjunktur⸗ jahren, ſchwankte der Anteil zwiſchen 4, und 4,8 v.., 1929/30 erhöhte er ſich auf 5,2 bis 5,5 v. H. und bei einem Finanzbedarf von 21,55 Mrd. 1 für 1930/31 und Ausgaben von 12501300 Mill./ für Arbeitsloſenunterſtützung dürfte die Belaſtungsziffer rd. 6 v. H. erxeichen. Die Zugänge von Unterſtützten in der Arbeitsloſenver⸗ ſicherung dürften in der nächſten Zeit, abgeſehen von der ſaiſonmäßigen Entlaſtung, wohl abnehmen. Denn die kriſenhafte Produktionseinengung ſcheint offenbar zu einem gewiſſen Abſchluß zu kommen. Da allein ſchon infolge der beſchränkten Unterſtützungsdauer nach wie vor beträchtliche Abgänge aus der Arbeitsloſenverſicherung zu erwarten Wohlfahrtspflege der Gemeinden rd. 45 192 rd. 80 1928 ſind, muß eine Geſamtentlaſtung der Reichsanſtalt eintreten. Ob ſich freilich die Entwicklung in 1931 in jenem Rahmen halten wird, den die Reichsanſtalt vorgeſehen hat, iſt noch nicht als ganz ſicher zu betrachten. Dieſer Voranſchlag, dem ein Monatsdurchſchnitt von 1,75 Millionen Hauptunter⸗ ſtützungsempfängern und der gegenwärtige Beitragsſatz zu⸗ grunde gelegt ſind, hat ſeine beſondere Bedeutung deswegen, weil von ſeiner Verwirklichung die völlige Loslöſung der Arbeitsloſenverſicherung aus dem Reichshaushalt abhängt. * Standard Zahn AG. Konſtanz. Die Geſellſchaft, die künſtliche Zähne herſtellt(AK, 400 600) ſchließt 1930 mit 27 395/ Verluſt(i. V. noch 8 v. H. Dividende aus 83 507 Mark Gewinn). Der Bruttogewinn ging auf 315 772 4 (592 192) zurück, während ſich die Unkoſten nur auf 280 043 Mark(325 632) ermäßigten und ſich die Steuern noch er⸗ höhten auf 90 132/(63 053). Aus der Bilanz(in): Waren und Außenſtände 322 352(426 249); andererſeits Kreditoren 343 949(261 719). * Bereinigte Kapſelfabriken Nackenheim⸗Beyerbach Nachf. AG.— Dividendenlos. Der GV. am 19 Mat wird für 1930 ein dividendenloſer Abſchluß vorgelegt werden, nachdem noch i. V. 8 v. H. Dividende auf 600 000% AK gezahl: wurden. a 5 Geſamteinnahme von 230 Mill./ erbrachte, ſo läßt ſich daraus eine Zollbelaſtung der Kaffeeeinfuhr in Höhe von nicht weniger als 80 v. H. errechnen. Der ſtarke Rückgang der Rohtaffeepreiſe— bei unverändert hohen Zollſätzen— hat dazu geführt, daß die prozentuale Zollbelaſtung derart geſtiegen iſt. Die Bewag Verhandlungen —* Am Montagnachmittag haben bei Oberbürgermeiſter Dr. Sahm erneute Beſprechungen über d Bewag⸗Geſchäft mit den Verhandlungsbeauftragten des Be nkonſorttums un⸗ ter Führung des Staats zrats Geheimrat Dr. Koeb⸗ ner von der Preußiſchen atsbank ſtattgefunden. Der Oberbürgermeiſter und die übrigen Vertreter des Muogi⸗ ſtrats legten in eingehender Weiſe noch einmal die ſtädtiſche Auffaſſung dar und wieſen hierbei beſonders auf die von dem Stadtverordnetenausſchuß eingenommene Haltung hin. Die Verhandlungen wurden vertagt, um dem Konſortium Gelegenheit zu geben, mit den Konſorten die bei den Be⸗ ſpechungen aufgetauchten neuen Geſichtspunkte, die eine Verbeſſerung der bisher der Stadt unterbreiteten Vor⸗ ſchläge beabſichtigen, durchzuſprechen. Eine neue Beſpre⸗ chung iſt für Mittwoch nachmittag in Ausſicht genommen. * Electrobel⸗HV.— Heftige Kritik. Die HV. der Electro⸗ Holdinggeſellſchaft Compagnie Geénsrale'Entrepriſes et Induſtrielles(Electrobel), die über den Jahresabſchluß zu beſchließen hatte, nahm einen erregten Verlauf. Von einer Reihe von Aktionären wurde die Geſchäftsführung und die Dividendenpolitik der Geſellſchaft heftig kritiſiert. Schwere Vorwürfe wurden gegen gewiſſe Immobiltiengeſchäfte er⸗ hoben. Nach einer langen und heftigen zwetſtündigen Aus⸗ jprache wurde ſchließlich der Abſchluß genehmigt und der Verwaltung mit 453 148 gegen 596 Stimmen Entlaſtung erteilt. Die Dividende beträgt wie im Vorjahr 112,50 fr. * Neckarwerke AG., Eßlingen— Weiterer Rückgang des Stromabſatzes. Die HV. genehmigte 7 v. H. Dividende. Der Stromabſatz iſt in den Monaten Januar und Februar des laufenden Jahres weiter zurückgegangen. Trotzdem wurde der Voranſchlag übertroffen. * Union Minière du Haut⸗Katanga.— Dividendenkür⸗ zung. Der Verwaltungsrat ſetzte die für das Jahr 1930 zu verteilende Dividende wie folgt feſt: für die Stamm⸗ und Dividendenaktien roh je 240 fr.(i. V. roh 300 fr.) und für die Vorzugsaktien außer der feſten Dividende von rein 30 fr. eine Zuſatzdividende von roh 140,80 fr.(gegen zu⸗ ſammen rein 176,08 fr. i..). HV. am 13. Juli. * Hartwig u. Vogel AG., Dresden.— Wieder 4 v. H. Der Rohgewinn iſt auf 3 233 909(3 167 638)/ geſtie⸗ gen. Unkoſten konnten auf 2 058 864(2 190 916)„/ vermin⸗ dert werden, dagegen wurden Abſchreibungen auf 865 763 778 745)„erhöht. Einſchl. 30 816(132 793)„% Gewinnvor⸗ trag ſteht ein Reingewinn von 340 097/(330 816 zur Verfügung, aus dem wieder 4 v. H. Dividende auf 7% Mill./ Kapital verteilt werden ſollen. Zum Vor⸗ trag verbleiben 40 097 /. Die Bilanz verzeichnet Gläubiger einſchl. Bankſchulden mit 3 042 138(4 284 394) /, Akzepte mit 323 800(308 312) //, andererſeits Schuldner einſchl. Bankguthaben mit 2161 164(2 275 168) /, Kaſſe, Wechſel und Schecks mit 85 146(67 652)„/ und Vorräte mit 2259 056 (2 813094) l. Stöhr Kammgarn Wieder 5 v. H. Dividende Dos Geſchäftsjahr 1930 erbrachte bei der Kam m⸗ garnſpinnerei Stöhr u. Co. A G. einen Brutto⸗ gewinn von 2,78 gegen 2,71 Mill. /. Nach Abſchreibungen von 1,19 gegen 1,49 Mill. /, wofür 0,7 gegen 1,0 Mill.% dem Werkerneuerungsſonds entnommen wurden, werden wieder 5 vi H. StA.⸗Dividende gezahlt. Infolge des etwa zoproz. Roßſtaff⸗Preisgbſchlages, ent⸗ . 2 ſtanden Konfunkturverluſte. Hinzu kam der ſtarke Konkur⸗ renzkampf infolge des ungenügenden Zollſchutzes, Der Be⸗ richt betont, daß 1930 10 Mill. Kilo weißes Kammgarn, die in Deutſchland ſelbſt hergeſtellt werden könnten, ein⸗ geführt wurden, gegenüber 4 Mill. Kilo im Jahre 1931. Während die Beteiligung am Amſterdamer Wollſyndikat um 400 000 Gulden erhöht wurde, iſt die Beteiligung an der Seidenweberei Frowein u. Co., Elberfeld abgegeben wor⸗ den. Dementſprechend verzeichnet die Bilanz jetzt Beteili⸗ gungen mit 16,5 gegen 16,4 Mill. Beſtände erſcheinen mit 4,9 gegen 8,8 Mill., Forderungen mit 9,2 gegen 12,6 Mill. Mark, andererſeits Verbindlichkeiten in Höhe von 7,3 gegen 14,6 Mill.. Angeſichts der nicht unbedeutenden Aufwärtsbewegung der Wollpreiſe nach der oͤreijährigen Baiſſeperiode ſei die Kundſchaft aus der Reſerve herausgegangen und habe Auf⸗ träge in größerem Umfange erteilt, die allerdings im Preiſe unbefriedigt ſeien, dem Unternehmen jedoch für die nächſten Monate hinreichend Beſchäftigung geben. Gebrüder Jahr AG. in Pirmaſens 100 jähriges Beſtehen Die Gebr. Fahr AG., ſeit 1905 in der Form einer Ach. geführt, konnte im abgelaufenen Jahre auf ihr hundert, jähriges Beſtehen zurückblicken. Der Geſchäfts, gang in dem am 31. Dezember 1930 beendeten GZ. ſtand unter dem Druck der un günſtigen allgemeinen Wirt⸗ ſchaftslage und der beſonders ſchwierigen Verhältniſſe hei der Hauptabnehmerin des Betriebes, der Schuhin⸗ duſtriſe. Die Rohwarenpreiſe gingen mit geringen Un⸗ terbrechungen fortwährend zurück, noch raſcher aber ſanken die Preiſe für das Fertigfabrikat. Unter dieſen Umſtänden wird das erzielte Ergebnis als noch befriedigend bezeichnet. Der Umſatz habe ſich gegen das Vorjahr un⸗ gefähr auf der gleichen Höhe gehalten, mengenmäßig ſei ſogar eine kleine Zunahme zu verzeichnen. Der Fabrikationsgewinn ſtieg von 239 658 auf 645 961 /. Der Rohertrag ſtellt ſich einſchl 37 635/ Vor⸗ trag auf 688 830,(1929 trat ein neuer Verluſt von 529 290 Mark hinzu, ſodaß ſich der Geſamtverluſt auf 1,15 Mill. ſtellte, zu deſſen Tilgung bekanntlich 1929 das AK. 512 zu⸗ ſammengelegt wurde, wobei ein Umſtellungsüberſchuß von 3,32 Mill./ erzielt wurde). Fabrikationsunkoſten bean⸗ ſpruchten 157 934(212 970) /, Handlungsunkoſten 203 031 (219 889), für Abſchreibungen werden 83 298(84 81). verwandt und außerdem 80 278(44 174)„ an Verluſten auf Außenſtänden verbucht. 1930 entſtand ſonach wieder ein Verluſt von 10 834 /, um den ſich der Gewinnvortrag auf 26 801/ vermindert, der auf neue Rechnung vorgetragen werden ſoll. Aus der Bilanz(in Mill.): Ländereien unv. 0,21, Fabrikgebäude 0,37(0,40), Häuſer 0,095(0,10), Maſchinen und Einrichtungen 0,33(0,40), Vorräte 0,79(.97), Bankgut⸗ Effekten 0,017(0,11), dagegen bei unv. 2,216 AK und 0,22 haben 0,32(—), Schuldner 0,81(0,20), Wechſel 0,29(0,40%, geſetzl. Rücklage 0,12 Spezialrücklage ſowie 0,15 Delkredere (alles unv.), Gläubiger 0,41(1,13), Rembourſe 0,092(—), Bilanzſumme 3,24(3,87). * Konrad Hornſchuh Ac. in Unterurbach. Bei dieſen mit 2,5 Millionen/ AK. arbeitenden Baumwollſpinnereien und ⸗webereien ergibt ſich für 1930 nach 274 576/ Abſchrei⸗ bungen einſchl. 50 412, Vortrag aus 1929 121 350/ Rein⸗ gewinn, deſſen Verwendung nicht bekannt iſt. Aus der Bilanz(in): Schuldner 1524 582, Effekten 230 000, Vor⸗ räte 1 250 042; andererſeits geſetzl. Reſerve 250 000, Rück⸗ lagen 668 254, Gläubiger 1008 641. * Zur Zahlungseinſtellung des Einkaufshauſes Adolf Kahn, Berlin. Zu unſerer Mitteilung über die Zahlungs⸗ ſchwierigkeiten des Adolf Kahn⸗Konzern, Berlin wird uns von der hieſigen Firma„Debege“ Deutſche Bekleſ⸗ dunges⸗Geſellſchaft mbH., Mannheim O 2, 2, gemeldet, daß nach Anweiſung des mit den Vorarbeiten für die Sanierung beauftragten Ausſchuſſes die zu dem Konzern gehörenden Verkaufshäuſer unverändert weitergeführt werden. * Färberei Printz AG. Karlsruhe. Nach 7330(22 516) Abſchreibungen ergibt ſich für 1930 ein Verluſt von 13 264(i. V. 27 631/ Gewinn). Aus der Bilanz(in 0: Debitoren 67 145(127 381), Vorräte 47 107(35 676) Ak. 55 000, Reſerve 47 000, Kreditoren 35 907(47 400). * Gebrüder Buhl, Papierfabriken AG., Ettlingen. Das Geſchäftsjahr 1930/31(31..) ergibt nach ſchon jetzt vor⸗ liegender Bilanz 690(1886)/ Reingewinn nach 68 000 (48 200)/ Abſchreibungen und 46 000(120 000)/ außer⸗ ordentlichen Abſchreibungen. Aus der Bilanz(in 0: Debitoren 267 454(300 251), Vorräte 151 705(212 290; andererſeits AK. 400 000, Kreditoren, Wechſel und Rück⸗ ſtellungen in einer Summe 702 790(682 511), Erneuerungs⸗ fonds 463 544(349 544). Mitteilungen aus dem Geſchäfts⸗ bericht wurden ſchon verbreitet. * AG. Papyroliuwerk u. Couvertfabrik in Konſtanz. — Inſolvenz. Ueber das Vermögen dieſer Aktiengeſell⸗ ſchaft(AK. 100 000%), die noch 1929 mit 9693/ Rein⸗ gewinn abſchloß, woraus wie i. V. acht Prozent Dividende verteilt wurden, wurde ſoeben das Vergleichsverfahren eröffnet. Bücherreviſor K. Bordt in Konſtanz iſt Ver⸗ trauensperſon. Der erſte Vergleichstermin findet am 19. Mai ſtatt. Ein Status iſt noch nicht bekannt. N Aktieninder Der vom Stat. Reichsamt errechnete Aktienindex(1924 bis 1926 gleich 100) ſtellt ſich für die Woche vom 20, bis 25. April 1931 auf 91,5 gegenüber 93,2 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerinduſtrie auf 87(89,2), Gruppe verarbeitende Induſtrie auf 81,(682, und Gruppe Handel und Verkehr auf 112,8(114,9). PPPFPFPPPbPPFPPPCVCCbCbCbCTFbTbCbVCPCVbVTVbTͥÿͥFUͥoUVTVTVTVVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVDbVDVVPDPPUPUDVDUDUVUUVwVV˖œV˖œVVœwV————VVV—VVVVVVVVV(VVVwww——————w— Weinverſteigerung Deidesheim * Deidesheim, 29. April. Das von Buhlſche Weingut F. P. Buhl⸗ Deidesheim und W. Schellhorn⸗Wallbillich Forſt, im Verband Deutſcher Natur⸗ wein⸗Verſteigerer, verſteigerte geſtern 9350 Flaſchen 1928er und 42 810 Flaſchen 1929er Flaſchenweine aus erſten Reb⸗ lagen der Gemarkungen Deidesheim, Forſt, Königsbach, Ruppertsberg und Wachenheim, größtenteils raſſige Ries⸗ linggewächſe, Gewürztraminer und Riesling Ausleſe. Dieſe Verſteigerung des v. Buhlſchen Weingutes, eines der größten weinbautreibenden Qualitätsweingutes der Rheinpfalz, war ſehr gut beſucht. Das Ausgebot 1928er Weine wurde zufriedenſtellend bewertet. Beſonders die Endnummern und zwar„1928er Forſter Ungeheuer Ries⸗ ling Ausleſe“ fanden ausnahmsweiſe gute Preiſe. Bei den ſchönen raſſigen Rieslinggewächſen des 1929er Jahr⸗ gangs war das Geſchäft von Anfang an lebhafter. Ader nach und nach flauten die Gebote etwas ab. Trotzdem zeigte der Verſteigerer großes Entgegenkommen und ließ den Zuſchlag erteilen. Dieſe Weine hätten eine weit höhere Bewertung verdient. Es wurden zwei Nummern zurück⸗ genommen, weil die Eigentaxe bei weitem nicht erreicht wurde. Um die Endnummern der 1929er Gewächſe er⸗ folgte dann wieder ein großer Wettbewerb. 5 1928er Flaſchen weine: Königsbacher Idig Rsk. 1,70; Deidesheimer Rennpfad Rsl. 1,50; Dei. Kieſelberg Rsl. 1,40; Dei. Rennpfad Rsl. 150; Dei. Grain Rsl. 1,60; Forſter Fleckinger Rsl. 1,60; Dei. Kränzler Rsl. 1,50; Dei. Leinhöhle Rsl. 1,90; Fo. Ungeheuer Rsl. 1,90; Fo. Elſter Rol. 2,30; Fo. Kirchenſtück Rsl, 4,00; Fo. Ungeheuer Rsl. Ausleſe 12,60.— 1929er Flaſchen weine: Fo. Pech⸗ ſtein Rsl. 1,90; Wachenheimer Luginsland Rsl. 1,80; Dei. Rennpfad Rsl. 2,50, 2,10; Dei. Mäushöhle Rsl. 2,00; Dei. Weinbach Rsl. 2,10; Fo. Longenböhl Rsl. 2,30; Dei. Kieſel⸗ berg Rsl. 2,20, 2,00, 2,30; Dei. Kränzler Rsl. 2,00) Kö. Rolandsberg Rsl. 1,90; Dei. Mühl und Geheu Rsl. 3,30; Dei. Lautershöhle Rsl. 2,30; Fo. Fleckinger Rsl. 2,20; Dei. Vogelgeſang Rsl. 2,20; Fo. Langenmorgen 2,30, 2,10 Jo. Kirchenſtück Rsl. 2,70, 2,50, 2,80, 2,90, 3,00; Fo. Elſter Rsl. 2,40; Fo. Ungeheuer Rsl. 2,50, 2,40; Dei. Leinhöhle Rsl. 2,40, 3,00, 2,90 Ruppertsberger Hohehurg Gewürztram. 2,90, 3,00; Fo. Ungeheuer Gewürztram. 3,70, 4,00; Dei. Grain Rsl. 2,40, 2,30; Fo. Kranich Rsl. 2,70, 2,40 zur. Dei. Dopp Sl. 2,70; Dei. Kränzler Rsl. 2,70 zur.; Fo. Ziegler Rel. Fo. Ungeheuer Rsl. Ausleſe 4,00; Fo. Freunsdſtück Rsl. Ausleſe 4,20; Dei. Leinhöhle Rsl. Ausleſe 4,00; Fo. Freundſtück Rsl. Ausl. 6,20; Fo. Ungeheuer Rsl. Ausl. 8,00. Schlacht- und Nutzviehmärkte * Schlachtviehmarkt Pforzheim vom 27. April. Aufgetrie⸗ ben waren 456 Tiere und zwar: 4 Ochſen, 7 Kühe, 45 Rin⸗ der, 17 Farren, 16 Kälber, 367 Schweine. Marktverlauf: Großvieh langſam, Schweine mäßig belebt. Ueberſtand: 6 Stück Großvieh, 12 Schweine. Preiſe für ein Pfund Lebend⸗ gewicht: Ochſen a 47— 49, b 42—45, Farren a 41, b und e 39—37; Kühe a 35, b und c 30—20 Rinder a 49—51, b 44 bis 47; Kälber b 65—68, c 58—63; Schweine 4648. * Schweinemarkt Bühl vom 27. April. Aufgefahren 367 Ferkel, 30 Läuferſchweine. Verkauft wurden 350 Ferkel und 20 Läuferſchweine. Der niederſte Preis für Ferkel war 15 Mark, der mittlere Preis 30“, der höchſte Preis 45% für Läuferſchweine war der niederſte Preis 50 J, der mitt⸗ lere Preis 60 /, der höchſte Preis 75& das Paar. * Schlachtviehmarkt Freiburg vom 27. April. Auftrſeb und Preiſe je 50 Kg. Lebendgewicht: 16 Ochſen und 32 Rin⸗ der a 45—47, b 42—44, e 40—42; 18 Farren b 8739 41 Kühe b 30— 82, c 2 30, 5 2024; 125 Kälber b 66—68, 6264, d 5860, 500 Schweine b 40—43, c 43—45, 0 4648 20 Schafe b 4650. Tendenz: Großvieh ſchleppend, Kälber mittelmäßig, Schweine langſom. Ueberſtände: Bei Großvieh und Schweine.. * Schweinemarkt Meckesheim vom 27. April. Zufuhr und Preiſe je Paar: 32 Milchſchweine bis 6 Wochen 90 40 Läufer bis 9 Wochen 30—40. Nächſter Markt 4. Ma, * Vom Haufmarkt. Berlin, 28. April. Die Hanf⸗ märkte waren in der Berichtswoche bei lebhaftem Geſchäf weiter rege. Die Saat iſt in Unteritalien auf der ſtark verkleineren Anbaufläche befriedigend aufgegangen, wäß⸗ rend ſie in Oberitalien durch die ungünſtige Witterung ſtark beeinträchtigt wurde. Deviſenmarkt Im heutigen Frühverkehr notieren Pfunde gegen New. Hork. 4,8643 J Schweiz.. 25,23] Stockholm. 18444 Paris 124,45 Holland. 12.09 Madrid 1950 Brüſſel„ 34.95 Oslo 1383, 16 Dollar geg. Rm. 4, Mailand 92.88 Kopenhagen 18.16 ¼] Pfunde„„ 0 Der Güterverkehr auf den deutſchen Vinnenwaſſerſtraßen im Februar 1931 Wie der Zeitſchrift„Wirtſchaft und Statiſtik“ zu enk nehmen iſt, zeigt der Güterverkehr der wichtigeren deut⸗ ſchen Binnenhäfen im Februar 1931 gegenüber dem Januar einen beträchtlichen Rückgang, und zwar in der Ankunft um 1,4 Mill. To.(34 v..) und im Abe gang um 1,2 Mill. To.(26 v..). Der Rückgang war weit ſtärker, als im Februar ſaiſonmäßig zu erwarten ſtand. Die Haupturſache hierfür iſt in der ungünſtigen Wirtſchaftslage und beſonders in der Stillegung von gez chen zu ſuchen. Der Rückgang betraf alle Waſſerſtraßel, am ſtärkſten jedoch das Rheingebiet. Den Ausſchlag gaben dabei in der Ankunft die Erze, deren Empfang gegenüber dem Vormonat um insgeſamt 40 v. H. ſank und im Ab⸗ gang die Kohle, deren Verſand bei Duisburg⸗Ruhrort 11 35 v. H. zurückging. Frachtenmarkt Duisburg⸗Ruhrort- 28. Apr Dos Geſchäft an der heutigen Börſe war wieder Jh ſtill. Es konnten nur einige Kähne für Verladung dem hier nach Rotterdam eingeteilt werden. Kanalreiſen wu 0 nicht vergeben. Die Fracht ab Kanal nach Rotterdam 10 moch mit 70 Pfg. ber Tonne notiert. Die Frachten en den übrigen Stationen, ſowie auch die Tal⸗ und Be ſchlepplöhne erfuhren keine Aenderung. Wirtwoch, 29. April 1931 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 196 * Frumpkvof aul n 13 L 14, 9* —8 damenstrümpfe — von 25 an a Herrensocken Spo N von 20 J an 2 .* bardine, in a Kinderstrumpfe esd Mantel Kemmgam ant Knicke er A8 von 25 J an N 5 für Frühling anzug, reine Scher 8 dert, Kindersöckchen e en e O 9e. 9 O0 Wolle, 1 5 1 von 15 J an auch in Plau ommer 7¹ 0 5 EN zweireihig globe 5. tan 22 1. Wir Strandsöckchen A RI. 49. iſſe bei von 28 3 an 185 n Kniestrümpfe dard 1 S ſanken von 45 J an ſtände 5 3 5 8 1 6 8 konnten wir unseren Kunden nicht gerecht werden. ihr un⸗ 5 2 5 8 umäßig N 0 Wir haben deshalb die Volksbekleidungstage um acht 85 1 achweislich die 22 2 2 8 en 1 1 5 b betrag Tage verlängert. 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NI i 0 5— 8 J. N„ r den Die Feuerbestattung findet am Donnerstag, den 30, April 1931, richtung nach Neuoſtheim wird ab Donnerstag, 1 a nachm. 34 Uhr statt. den 30. dſs. Mis. mit Betriebsbeginn bis vor 120% Man bittet von. Abstand zu nehmen. bie Einmündung der Richard⸗Wagnerſtraße in Rück⸗ die Seckenheimerlandſtraße verſchoben. In der 1 1 rungs⸗ Richtung nach der Stadt bleibt die Halteſtelle Holmer 25 10 Ul U 5 Dol UI chan am alten Plaue 5 und alle die gesund bleiben wollen, 5 essen nur uſtanz. J 725 a lutz Kreuznacher Hat Aeformbrote Rein⸗ 3 66 5 dende Unser lieber Kollege, Herr Commerz- und Privat-Benk U. Zwiebäcke Marke„Mrd 3 f f N Sie enthalten die mineralischen Basen a W Artlauir Domsgen Hamburg— Serlin 188 1 e 0 Jeilquellen, daher erhöhte gesundheit- 5 Bilanz, abgeschlossen am 31. Dezember 1930 liche Wirkung ist infolge eines Unfalles unerwartet rasch aus Stets trisch in den bekannten Verkaufs- unserer Mitte gerissen worden. Aktiva RN Pf. e verlange„ 1 Veber 35 Jahre hat er seine wertvolle Kraft Kasse, fremde Geldsomen und 3 5 5 2 in den Dienst der Ingenieurschule Mannheim ge- löllige Zins- und Dividenden- 5 ie auf Stellt. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund. scheine (82,7 3 155 f ber Schüle 1 15 Quthaben bei Noton· und Ab- „ 4 0 Name mit unserer Schule stets ver. Sees e ef n we, 20 485 950 01 Geſd⸗ eg 1 5 f 1 Scks. echsel und unver- „ 15„„ liche Schatzanwei 361 933 360 42 a annheim, den 28. Apri. ee bei Banken 15. 5 Die D bes 3 lern. 148627 918 08 All 300. 1000 Harl 1 4 1 1e 5 15 2 und e gegen 887 50 55 5 e 1115 See geg. i i örsengängige Wertpapiere. 5 v. Hausbe urz⸗] gu Sicherheit ge⸗ uftrieb N 1 Vorschüsse 80 rerfrachtete friſtiggeſucht. An⸗ ſu cht. Angeb. unter 2 Rin⸗ oder eingelagerte Waren 265 192 814 99 geboke e* 95 R 1 1 die 905 397 4¹ Eigene Wertpapiere 1 7 10 an die Geſchſt. 4505] ſchäftsſtelle. 4 8 68, c. Konsortialbeteiligungen 1 Aue W 70 bei 10061 678 27 1 1 1 1 1 15 anderen Banken u. 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Wie dem auch ſei: Als der weltberühmte Eddie Guerin dieſer Tage wieder einmal in der An⸗ klagebank des Londoner Polizeigerichtes ſtand, wurde aus den Akten verleſen, daß er von Beruf Journaliſt ſei. Damit hat es ſeine beſondere Bewandtnis. Vor 20 Jahren erregte ein Buch, das unter dem Namen Guerins erſchien und angeblich ſeine Lebensgeſchichte enthielt, in England und Amerika ungeheures Auf ſehen. Das Buch enthielt eine aufregende Schilderung der Flucht Guerins aus der berüchtigten franzöſiſchen Strafkolonie auf der Teufelsinſel. Bei Nacht und Nebel, ſo hieß es, ſei Guerin mit zwei anderen Sträflingen in einem kleinen Ruderboot entkommen. Nach zweitägigem Herumirren auf dem Meere hätten die beiden Weggenoſſen, halbtot vor Hunger und Durſt, die Rückkehr antreten wollen, Guerin habe ſie aber mit Gewalt gezwungen, noch zwei Tage und zwei Nächte weiterzurudern, bis ſie tatfächlich auf holländiſchem Gebiet und damit in Sicherheit waren. Nach einer anderen Leſeart ſoll Guerin auf jener Irrfahrt mit einem der beiden Sträflinge den dritten überwältigt, getötet und ſchließlich— aufgegeſſen haben. Auf dieſe Schilde⸗ rung, die ſeiner Zeit gewaltigen Widerhall fand, geht wohl Guerins Anſpruch zurück, ſich als Journaliſt zu bezeichnen. Die Wahrheit iſt, daß er ſeine angebliche Lebens⸗ beichte gar nicht ſelbſt verfaßt hat. Ein auſtraliſcher Journaliſt hat dies für ihn beſorgt, und es iſt höchſt zweifelhaft, ob er dazu von Guerin mehr als ein paar dürftige Angaben erhalten hat. Denn dieſer Abenteurer, der genug Intereſſantes aus ſeinem Leben zu beichten hätte, hat gerade jene Flucht von der Teufelsinſel, die ihn berühmt gemacht hat, nie erlebt. Er iſt überhaupt niemals auf der Teufels⸗ inſel geweſen. Immerhin war er ganz in der Nähe, nämlich in der Strafkolonie Maroni, auf dem Feſtlande von franzöſiſch Guiana. Von hier aus entkam er im Jahre 1905 mit einem anderen Sträfling zuſammen, über den Fluß in holländiſches Gebiet. Von ſeiner lebenslänglichen Zuchthausſtrafe verbüßte er auf dieſe Weiſe nur fünf Jahre. Aber ihm genügte das offenbar, denn er hatte auch damals ſchon eine lange Reihe von Frei⸗ heitsſtrafen hinter ſich. Der 71jährige, ungebeugte, ſorgfältig gekleidete Mann, der dieſer Tage wegen 2 Hochzeit im Hauſe Hohenlohe Langenburg Das Brautpaar, Erbprinz Gottfried von Hohen⸗ lohe⸗ Langenburg und Prinzeſſin Margaxete von Griechenland.— Die Hochzeit fand auf Schloß Langenburg bei Mergentheim ſtatt. ihrem Schlupfloch in der Sonne, Von unſerem Londoner Vertreter einer Scheckfälſchung zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, hat ſchon im Jahre 1887 ſeine erſte Bekanntſchaft mit den exkluſiven Hotels Seiner Britanniſchen Majeſtät gemacht. Damals erhielt er nur, drei Monate für verſuchten Taſchendiebſtahl. Aber ſchon Jahre ſpäter verurteilte ihn ein franzöſiſches Gericht in Lyons wegen eines ähnlichen Vergehens zu Gefängnis. Um die Jahrhundertwende verließ er als Vier⸗ gigjähriger die Gefangenſchaft der dritten Republik und begab ſich nach Amerika. Schon damals war zwei das franzöſtſche Auslieferungsverlangen für Guerin abgelehnt worden war, ging dieſer eines Abends auf dem Ruſſel Square ſpazieren, als ſeine alte Freundin aus Chikago, zuſam⸗ men mit einem amerikaniſchen Verbrecher namens Charlie Smith in einer Droſchke vorbeifuhr und ſechs Schüſſe auf ihn abgab. Guerin wurde nur leicht verwundet, ſeine beiden ungetreuen Freunde aber verhaftet und zu langen Zuchthausſtrafen verurteilt. Es war einer jener Die kataſtrophalen Aeberſchwemmungen in Wilna e 9 Die Straße iſt in einen Fluß verwandelt Die Ueberſchwemmungen in Wilna haben ein kataſtrophales Ausmaß angenommen. Straßen und Plätze ſtehen tief unter Waſſer, an 2000 Menſchen ſind obdachlos. Chikago das Mekka der internationalen Ver⸗ brecher, und dorthin lockten Guerin neue Abenteuer. In der Unterwelt von Chikago fand er eine würdige Gefährtin in der berüchtigten Erpreſſerin, die unter dem Namen„Chikago May“ noch bis zu ihrem Tode vor zwei Jahren den Polizeibehörden heftige Beſchwerden verurſachte. Mit ihr kehrte er 1901 wieder nach Paris zurück, wo die beiden einen Ein⸗ bruch in den Kaſſeu raum der American Expreß Company verübten. Dabei fielen ihnen eine halbe Million Franken in die Hände, aber Guerin wurde kurz darauf verhaftet und auf Lebenszeit nach Guiana deportiert. Nach ſeiner abenteuerlichen Flucht zog es ihn wieder in die neue Welt, und er tauchte 1905 abermals in Chi⸗ kago auf. Seine Freundin May war ihm aber nicht treu geblieben; ſie zeigte ihn bei der amerika⸗ niſchen Polizej an. Vergeblich drohte Guerin, die Frau entweder zu erſchießen oder ihr die Augen mit Vitriol auszubrennen. Es wäre beinahe umgekehrt gekommen. Nachdem in einer der denkwürdigſten juriſtiſchen Schlachten der engliſchen Rechtsgeſchichte Keine Prämien für Gewiß, die Kreuzotter(Vipera berus) iſt kein Lieb⸗ ling der Menſchen. Der tückiſche Ausdruck im Auge mit ſchiefſtehender Pupille und feuerroter Iris, das boshafte und unzugängliche Weſen und ihre Giftig⸗ keit haben die Kreuzotter verhaßt gemacht. Schon beim Nennen ihres Namens werden die Geſichter der Hörer unwillig, ſtellen ſich bei vielen Menſchen Schauer ein. Und für die meiſten iſt jede Schlange eine Kreuzotter! Dabei wiſſen ſie kaum mehr von ihr zu ſagen, als daß ſie die einzige Giftſchlange Deutſch⸗ lands iſt. Wie Wenige ſind doch unterrichtet, daß die Kreuzottern ganz verſchiedene Färbung auf⸗ weiſen, daß die Namen gebende Zeichnung niemals ein wirkliches Kreuz iſt, ſondern V- oder dachförmig oder halbbogenförmig. Als wahres Kainszeichen aber trägt die, Otter auf dem Rücken ein tiefbraunes bis ſchwarzes Zickzackband. Ihre Bewegungen ſind am Tage ſchwerfällig, ſie klettert ſchlecht, verſucht aber zu ſchwimmen, liegt ſtundenlang träge vor his deren letzte Strahlen ſie an die Nahrungsſuche gemahnen. Wehe dann den Feldmäuſen, Maulwürfen und Spitzmäu⸗ ſen. Wenige Minuten nach dem ſicher zielenden töd⸗ lichen Biß werden ſie dem Magen einverleibt. Das Die deulſchen Gerätemeiſterſchaften in Eſſen Aufmarſch der Turner zu den Meiſterſchaftskämpfen Fälle, in denen die engliſchen Gerichte ein Exempel ſtaſtuieren wollten, um den Import des waffen⸗ tragenden Verbrechertyps aus Amerika zu unter⸗ binden. Seitdem hat Eddie Guerin kein Glück mehr ge⸗ habt. Immer wieder wurde er bei verſuchten Ta⸗ ſchendiebſtählen oder nächtlichen Einbrüchen in Hotelzimmer ertappt und hinter Schloß und Riegel geſteckt. Erſt vor wenigen Monaten iſt er nach einer längeren Inanſpruchnahme der ſtaatlichen Gaſt⸗ freundſchaft in Freiheit geſetzt worden. Da er mit ſeinen größeren Heldentaten ſeit langem Pech hatte, wandte er ſich dem ergiebigen Feld des Buchmachens bei Windhundrennen zu. Hier unterlief ihm das kleine Verſehen, das ihm jetzt wieder einmal eine dreijährige Anſtellung als Verfertiger von königlich engliſchen Poſtſäcken eingetragen hat. Mit dieſer friedlichen Beſchäftigung wird der berühmte Eddie, der ſich zwar nicht gerade als Journaliſt, aber doch als Objekt der Reportage um die Preſſe aller Länder recht verdient gemacht hat, ſeinen Lebensabend ver⸗ bringen. Kreuzottern mehr! vergeſſen ihre im blinden Wahn befangenen Verfol⸗ ger immer, daß die Kreuzotter als Mäuſevertilger ungemein nützlich iſt. Ganze Kolonien nimmt ſie aus. Aber die abſtoßende Wut und die Art ihrer Nahrungsaufnahme macht ſie immer erneut verhaßt. Dabei iſt die viel beſchriebene Gefährlichkeit der Otter halb eſo ſchlim m. Springen kann ſie überhaupt nicht. Und hat man ſie durch raſchen ge⸗ ſchickten Griff am Schwanze gepackt und ſie etwas ſchüttelnd ſchnell hochgehoben, ſo erreicht ſie die Hand nicht mehr. Jeder Verſuch kann durch weiteres leichtes Schütteln im Keime erſtickt werden. Für ihre kurzen Giftzähne iſt jeder halbwegs feſte Schuh ein undurchdringliches Hindernis. Die Verfolgung der Kreuzotter hatte in den letzten Jahren dank ſoge⸗ nannter Fangprämien Formen angenommen, die erſchreckende Auswüchſe zeitigten. Dr. Hecht vom Berliner Muſeum für Naturkunde war im vorigen Herbſt z. B. auch in Bad Orb, wo ihm die Gelegen⸗ heit geboten wurde, die Eingänge an Reptilien durchzuſehen. Er konnte dabei feſtſtellen, daß unter einem Tageseingang von 202 Reptilien(für ſie wur⸗ den 202 Mark Prämie bezahlt) ſich 160 Blindſchlei⸗ chen, 24 Glattnattern und nur 18 Kreuzottern befan⸗ den. Auf Grund ſeines Gutachtens ſtellte die Stadt⸗ verwaltung die Zahlung der Prämie ein. An einem anderen Zähltage waren drei Kreuzottern mit Jungtieren neben 11 Glattnattern und über Embrionen und Jungtiere abgeliefert worden. Dem gegenüber iſt feſtzuſtellen, daß die Zahl der Todesfälle durch Kreuzotterbiſſe in Preußen in gar keinem Verhältnis zu der Zahl der Unfälle im Ver⸗ kehrsweſen oder in der Wirtſchaft ſteht. Im Durch⸗ ſchnitt kann man in Preußen alle drei bis vier Jahre mit einem Todesfall durch Kreuzotterbiß rechnen. Allein in Berlin aber verzeichnet man täg⸗ lich einen Toten und drei Schwerverletzte durch Verkehrsunfälle. Angeſichts deſſen iſt es erfreulich, daß dank der Bemühungen von Dr. Hecht und Prof Moſer vom Reichsminiſterium des Innern die Verordnung über Gewährung von Prämien über gefangene und getötete Kreuzottern in ga 1. z Deutſchland aufgehoben wurde. Der inter⸗ eſſante Erlaß hat folgenden Wortlaut:„Der Ver⸗ ſuch, die Kreuzotter durch Gewährung von Prämien für ihre Vernichtung zu bekämpfen, hat nicht nur nicht den gewünſchte Erfolg gehabt, ſondern 3. T. erheb⸗ liche Mißſtände veranlaßt. Ich erſuche daher, die Zahlung der durch die Runderlaſſe vom 12. 8. 1926 und 14. 11. 1927 ausgeſetzten Prämien für Vertik⸗ gung der Kreuzottern einzuſtellen...“ Miniſterigl⸗ blatt Nr. 47; 12. 11. 1930, 8. 1021. Die Kreuzotter kann ſich jetzt alſo, weun der Frühling ſie aus ihren Schlupfwinkeln lockt, etwas unbeſorgter ſonnen. Und das iſt recht. Man ſollte trotz des unſympathiſchen Weſens doch ihren großen Nutzen als Mäuſevertilger anerkennen. Das Nachſpiel von Greina Green In der ſchottiſchen Zufluchtsſtätte für Heirats⸗ luſtige, Gretna Green, iſt kürzlich in der geſchicht⸗ lich bekannten Schmiede wieder einmal eine roma⸗ tiſche Ehe geſchloſſen worden, die dann allerdings ein unerwartetes Nachſpiel hatte. Ein junger 20jähriger Londoner, Charles Pechey, ließ ſich von dem Schmied von Gretna Green mit der Toch⸗ ter des Admirals Wemyß trauen. Er hatte in London keinen Trauſchein erhalten, weil ſein Va⸗ ter ihm unter Berufung auf die Minderjährigkeit des Sohnes die Erlaubnis geſperrt hatte. Darauf beſchloß das Paar, ſich in Gretna Green trauen zu laſſen, Sie langten dort im Automobil an, wurden getraut und fuhren wieder davon. Ihre Abſicht ging dahin, ſofort die Hochzeitsreiſe anzutreten. Sie hatten dieſe Rechnung aber ohne den Admiral den Schwiegervater des jungen Mannes gemacht, Admiral Wemyß war dem jungen Paar auf die Spur gekommen und hatte ſich an einer Biegung des Weges aufgeſtellt, den die Neuvermählten bei ihrer Rückfahrt von Gretna Green paſſieren müßten. Mls das Auto ſich mit dem jungen Paare näherte, ſtellte er ſich auf die Mitte des Weges und zwang den Schwiegerſohn, Halt zu machen. Dann nahm er die Tochter aus dem Wagen, ließ ſie in ſein eigenes Automobil einſteigen und fuhr mit ihr nach London davon. Dem jungen Ehemann blieb nichts anderes übrig, als ſeine Fahrt allein fortzuſetzen. Angeſichts ſeiner Minderjährigkeit gilt die in Gretna Green geſchloſſene Ehe als ungültig. Ein Opfer der Wiſſenſchaft Prof. Dr. Guido Holzknecht, der berühmte Wiener Röntgenologe, iſt fetzt ein Opfer ſeines gefährlichen Berufs geworden. Beim Experimentieren mit Röntgenſtrahlen zog er ſich ſo ſchwere Verbrennungen zu, daß ein Amputieren der rechten Hand nötig war. 30 Fahre Schwebebahn Dresden-Loſchwitz Vor 30 Jahren, am 6. Mal 1901, wurde die erſte Bergſchwebebahn der Welt von Dresden nach Loſchwitz in Betrieb genommen. 1931 a 3 Mittwoch, 29. April 1931 5 a it Stadt⸗ 3— 8 55 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ansgabe 9. Seite/ Nummer 196 eine— 5 8— nit 1 2. 9 e, 225 5 . 555* 80 4 U 8 9 ö ahl der 8 4 2 4 4 2 9 in gar 8 5 n Ver⸗ 125 9 ANNVONDRA Nur noch einige Tage NMausermemluft NMulissenduft Nentraener Durch⸗ VLASTA BURIAN f 5 8 a le Amüsierfil 0 5 vier f 8 Eine Fülle urkomischer Szenen in dem Amüsierfülm g 7 85 Alsche De Schaan“ in 252 in der falsche Feldmarschall“) in: in dem Militärschwank onnenschoin IU äg⸗ 4 2 muß Wenn e Ilanz sar cle Veni: Nahrung reulich, 5 8 0 3 i. ö Eine Ehe- Komödie in 24 Stunden ö 71 8 55 3 N mit den Prominenten: Oskar Karlweis/ Greil scham den Kocpet gegen infe en N ub mit charlotte Ander reti rhelmer/ Ernst Verebes u. a. krankhenten. Scott's Emulsion diem, er Theimer Ernst Verebes 8 8 N zur Vorbeugung gegen Grippe, Keuch ganz aul Meidemann Außerdem für Sensationslüsterne: 5 5 ine 55 husten, Lungenleiden. 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