91 — 8 2 l — * Bezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— Waldhofſtraße 6, ſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 13, de Frledrichſtraße 4, Fe Hauptſtraße 63, W Oppauer 1 5 5 mal. zuzüglich Zustellgebühr.— Abholſtellen: Kronprinzen 8e Luiſenſtraße 1.— Erſcheinungsweiſe wöchentlich eue Mannheimer s Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Abreſſe: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM.—.40 die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif.— Für das Erſcheinen von Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephoniſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim, Abend⸗Ausgabe der Kampf um den Volksentſtheid Telegraphiſche Meldung Berlin, 7. Auguſt. Der Reichspräſident läßt auf die ihm heute zuge⸗ gegangenen zahlreichen Anfragen mitteilen, daß die Anordnung der Veröffentlichung der geſtrigen Kundgebung der preußiſchen Staatsregierung ihm Veranlaſſung gegeben hat, die Reichsregierung um Vorſchläge zur Aenderung der Verordnung vom 17. Juli 1931 zur Bekämpfung politiſcher Aus⸗ ſchreitungen zu erſuchen. Die Reichsregierung wird unverzüglich ſolche Vorſchläge dem Reichspräſidenten unterbreiten. Ein Kommentar Drahtbericht unſeres Berliner Büros J Berlin, 7. Auguſt. Die preußiſche Regierung hat mit ihren Metho⸗ den des geiſtigen Zwanges abermals einen ſchweren Schiffbruch erlitten. Es zeigt ſich, daß man in Preußen ſehr übel beraten war, als man ſich der Preſſe⸗Notverordnung des Reichsprä⸗ denten bediente, um ſämtliche preußiſchen Blät⸗ tern zur Aufnahme eines Aufrufes gegen den Volks⸗ entſcheid zu veranlaffen. Der Reichspräſident hat dieſes Verfahren in der verurteilt. Seine Erklärung, Reichskabinett zur Aenderung dieſer Notperordnung auffordert, beſagt klipp und klar, daß er die Anwen⸗ dung dieſes Geſetzes durch die preußiſche Regierung als einen Mißbrauch empfindet. In der Tat läßt ſich nur feſtſtellen, daß auch in den Kreiſen, die den Volksentſcheid unter den gegenwärtigen Verhältniſſen und in der veränder⸗ ten Geſtalt, die er durch die Beteiligung der Kom⸗ munfiſten erhalten hat, verwarfen, die Veröffent⸗ lichung der preußiſchen Staatsregierung pein⸗ liches Befremden erregt hat. Es wäre noch verſtändlich geweſen, wenn ſich die preußiſche Regie⸗ rung darauf beſchränkt hätte, in einem knappen Appell auf die schädlichen wirtſchatlichen und die ver⸗ wirrenden politiſchen Folgen hingewieſen, die ein Sieg des Volksentſcheides nach ſich ziehen würde. Stattdeſſen hat ſie mit der Notverordnung den Ab⸗ Druckeines polemiſchen Leitartikels er⸗ i wungen. Dem Abwehrkampf gegen den Volks⸗ eniſcheid konnte kein ſchlimmerer Schlag verſetzt werden. Die preußiſche Regierung hat, wie leider ſchn ſo oft, das pfſychologiſche Finger⸗ ſpitzengefühl im Stich gelaſſen. Sie bat den Bogen überſpannt und damit nur erteicht, daß nun mancher den Gang zur Abſtim⸗ mungsurne antreten wird, der ſich ohne die Ent⸗ gleiſung der Herren Braun und Seve⸗ ring ihr ſerngehalten hätte. Das Reichskabinett ſieht ſich vor die Auf⸗ gabe geſtellt, dem Verlangen des Reichspräſidenten zu entſprechen und ihm Vorſchläge zur Aen de⸗ tung der Preſſenotverordnung zu unter⸗ breiten. Die preußiſche Regierung iſt von dem Schritt des Reichspräſidenten völlig überraſcht worden. Kahls Stellungnahme zum Volksentſcheios Drahtbericht unſeres Berliner Büros f J Berlin, 7. Auguſt. Die„Nationalliberale Correſpondenz“ meldet: Herr Geheimrat Dr. Kahl teilt uns auf unſere Anfrage mit, daß er mit ſeinem Telegramm an die „Kölniſche Zeitung“ lediglich ſeiner perſönlichen füt wdeugung Ausdruck geben wollte, aus dem Ge⸗ Ahl heraus, einer innerren Pflicht zu genü⸗ gen. Er hat aber nicht entfernt daran gedacht, den⸗ jenigen Freunden der Deutſchen Volkspartei, die nach refflichem Entſchluß die Beteiligung am Volks⸗ entſcheid für richtig halten, irgend wie eine Ver⸗ etzung vaterländiſcher Intereſſen zu unterſtellen. r Herrn Geheimrat Dr. Kahl kennt, der weiß ohne weiteres, Haß ihm ſolche Gedankengänge völlig fernliegen. Herr Geheimrat Dr. Kahl teilt uns ferner mit, daß er von dem Aufruf der preu⸗ ziſchen Staatsregierung mit größtem efremden Kenntnis genommen habe und daß er beſonders den Zwang verurteile, den zie der Preſſe gegenüber anwende, ümrein parteipolitiſche Verlautbarun⸗ gen zu verbreiten. unzweideutigſten Weiſe in der er das Freitag, 7. Auguſt 193 Braun hat den Bogen überſpannt Hindenburg wünſcht Aenderung der Preſſe⸗Notveroroͤnung wegen Mißbrauch durch die preußiſche Regierung Die deutſche Romreiſe Nakionalſozialiſtiſche deutſche Wanderburſchen verurſachen einen Zwiſchenfall Drahtung unſ. römiſchen Vertreters Rom, 7. Auguſt. Zur Ankunft der deutſchen Miniſter war der römiſche Hauptbahnhof in großem Umkreis abge⸗ ſperrt worden. Trotz der frühen Morgenſtunde ſtaute ſich eine zahlreiche Menſchenmenge, unter der ſich auch viele Mitglieder der deutſchen Kolonie und deutſche Romreiſende befanden, hinter dem Carra⸗ binieriekordon. Um 8 Uhr früh erſchien Muſſſo⸗ lin i, kurz darauf Außenminiſter Grandi auf dem Bahnſteig. Dort erwarteten außer den ita⸗ lieniſchen Behördenvertretern, dem italieniſchen Botſchafter in Berlin, dem Gouverneur von Rom und dem Perſonal der deutſchen Botſchaft beim Quirinal auch der deutſche Botſchafter beim Vatikan, Herr von Bergen, und ſein geiſtlicher Berater Monſignore Steinmann die deutſchen Miniſter. Dieſe bei ſolchen Anläſſen bisher nicht übliche Teilnahme der beim Vatikan akkreditierten Diploma⸗ ten iſt eine Folge der Lateranverträge. Punkt.15 Uhr rollte der aus mehreren Salon⸗ wagen bestehende Sonderzug des Regierungschefs in die Halle. Außer dem deutſchen Botſchafter hatte auch ein Vertreter des ftaltenſſchen Außen⸗ miniſteriums die deutſchen Miniſter von der Grenze bis Rom begleitet. Die Begrüßung zwiſchen den deutſchen und den italieniſchen Staats⸗ männern war ſehr herzlich. Als Brüning, Curtius, Muſſolini und Grandi die Empfangshalle verließen, erſcholl von allen Seiten lebhafter Beifall. Auch Hochrufe wurden laut. Dann begannen zunächſt die Filmleute und Photographen ihre Tätigkeit. In⸗ zwiſchen machten ſich auch einige mit Hakenkreuz⸗ binden ausgeſtattete Wanderburſchen, die unter der Menge ſtanden, durch den Ruf „Deutſchland erwache“ unliebſam bemerkbar. Auch der Ruf„Nieder mit dem Antifaſziſten Brüning“ war zu hören. Beide Ruheſtörer wurden von faſziſtiſchen Schwarzhemden ab⸗ geführt 5 Bei der Abfahrt wurden die nationalſozialiſtiſchen Rufe durch den nochmals einſetzenden ſehr lebhaften Beifall der Menge übertönt. Die deutſchen Miniſter begaben ſich in Begleitung Herrn von Schuberts ins Grandhotel. Um 10 Uhr wurden ſie Grandi im Palazzo Chigi empfangen, der ſie dann ſofort in den Palazzo Venetia zu Muſſolini be⸗ gleitete. Die Aussprache zwiſchen den deutſchen und italieniſchen Staatsmännern im Palazzo Vine⸗ tia, die kurz nach 1 Uhr begonnen hat, dauerte genau 1 Stunde 25 Minuten. Die deutſchen Miniſter begaben ſich darauf ins Grandhotel, wo ſodann der Beſuch von den Ita⸗ lienern erwidert wurde. Um 12,15 Uhr empfing der Reichskanzler und der deutſche Außenminiſter die deutſche Preſſe, wobei Brüning folgende Erklärung abgab: „Es iſt unſere Abſicht, die in Chequers begonne⸗ nen und ſpäter in Paris, London und Berlin fort⸗ geſetzten Ausſprachen durch die der römiſchen Zu⸗ ſammenkunft zu ergänzen. Beſonders im Zuſam⸗ menhang mit der allgemeinen ſchweren Lage Euro⸗ pas halten wir dieſe Ausſprachen zwiſchen den füh⸗ renden Staatsmännern für außerordentlich wichtig. Wir legen beſonderen Wert darauf, die Geſpräche die wir in London mit Grandi begonnen haben, hier in Gegenwart Muſſolinis fortzuſetzen, da Muſſolini bekanntlich ſeit Jahren für die euro⸗ päiſche Zuſammenarbeit eintritt. Wir hof⸗ fen, daß auch die römiſchen Beſprechungen dazu bei⸗ tragen werden, überall die Erkenntnis durchzuſetzen, daß wir in Europa nur durch gemeinſame Arbeit über den Berg kommen können.“ Reichsaußenminiſter Curtius ſprach dann ſeine und des Reichskanzlers aufrichtige Befriedi⸗ gung über den herzlichen Empfang aus, der den deutſchen Miniſtern durch die italteniſche Regierung und beſonders durch die römiſche Bevölkerung be⸗ reitet worden iſt. Brünings Programm für Rom Telegraphiſche Meldung — Rom, 7. Aug. Anläßlich der Ankunft des Reichskanzlers und des Reichsaußenminiſters in Rom hat Reichkanzler Dr. Brüning der„Agencia Stefani“ folgende Er⸗ klärung abgegeben: „Die Tatſache, daß mein Kollege Curtius und ich die Reiſe nach Rom in einer Zeit angetreten haben, in der Deutſchland unter Aufbietung aller Kraft um Sicherung ſeiner wirtſchaftlichen und politiſchen Exi⸗ ſtenz ringt, zeigt, wie ungemein wichtig uns der perſönliche und der vertrauensvolle Gedankenaustauſch mit den leitenden Män⸗ nern des heutigen Italiens, insbeſondere dem her⸗ vorragenden Chef der italieniſchen Regierung, er⸗ ſcheinen, und ich möchte ſchon hier meinen Dank dafür zum Ausdruck bringen, daß die Anſicht der italieni⸗ ſchen Regierung unſerem Wunſch nach dieſem per⸗ ſönlichen Gedankenaustauch in ſo beſonders freund⸗ licher und gaſtfreien Weiſe entgegengekommen iſt. Das deutſche Volk hat in ſeiner ſchweren wirt⸗ ſchaftlichen und politiſchen Lage die italien iſche Anteilnahme warm empfunden, die ſich in der ſofortigen und bedingungsloſen Annahme und praktiſchen Durchführung des Hoover⸗Gedan⸗ kens gezeigt hat Im Zuge der freundſchaftlichen internationalen Ausſprache, die in Chequers begon⸗ nen und ja bereits zu einem Zuſammentreffen mit dem Herrn Außenminiſter Grandi geführt haben, wollen wir ſowohl die Fragen beſprechen, die Deutſchland und Italien gemeinſam intereſſieren, als auch alle jene Probleme erörtern, die zu löſen ſind, um nicht Deutſchlaud allein, ſondern ganz Europa die Möglichkeit zu gemeinſamer friedlicher Arbeit, zu wirtſchaftlichem Gedeihen und zur Heilung der Wunden zu geben, die die ſchweren Ereigniſſe der letzten zwei Jahrzehnte hinterlaſſen haben, In dieſem Sinne hoffe ich auf einen glücklichen Verlauf der bevorſtehenden Ausſprache zwiſchen italieniſchen und deutſchen Staatsmännern.“ Pariſer Blätterſtimmen zur Romreiſe — Paris, 7. Aug. Zur Romreiſe der beiden deutſchen Miniſter „Oeuvre“, Dr. Brüning und Dr. Curtius ſeien nach Paris gekommen, um ſich auszuſprechen. Sie ſeien jetzt nach Rom gereiſt, auch um ſich auszuſpre⸗ chen. Das ſei ſehr ſchön. Als ſie nach Paris kamen, ſchien es, als ob England daran etwas Anſtoß nehme. Gerade als ob eine direkte Ausſprache zwi⸗ ſchen Deutſchland und Frankreich für England irgendwelche Gefahr in ſich ſchließe. Inzwiſchen habe man verſichert, daß dem nicht ſo ſei. Umſo beſſer. Möge man aber jetzt auf franzöſiſcher Seite nicht in denſelben Fehler verfallen. Die Deutſchen und die Italiener könnten ſich ausſprechen, ohne daß die Un⸗ terredung für Frankreich ein Grund zur Beunruhi⸗ gung ſei. „Ere Nouvelle“ ſchreibt, Muſſolini ſuche Deutſchland in ſein Kielwaſſer zu ziehen und ſpeku⸗ liere zu dieſem Zweck auf die Not des Reiches. Frag⸗ lich ſei, ob Dr. Brüning in dieſe Falle gehen werde. Das ſei übrigens zu bezweifeln. Sonſt würde man nicht mehr den wahren Sinn der Rundfunkrede Dr. Brünings begreifen, in der er doch die Notwen⸗ digkeit einer deutſch⸗franzöſiſchen Verſtändigung und einer europäiſchen Zuſammenarbeit zur wirtſchaft⸗ lichen Wiederherſtellung Deutſchlands, hervorgeho⸗ ben habe. Zu wünſchen ſei, daß die Romreiſe ledig⸗ lich dazu führe, die Illuſionen zu zerſtreuen und die ehrgeizigen Pläne Muſſolinis zunichte z u machen. „Peuple“ ſchreibt in Bezug auf die Möglichkeit, daß in Rom das Abrüſtungsproblem zur Sprache kommt, man habe die franzöſiſche Oeffent⸗ lichkeit hinters Licht geführt, als man ver⸗ ſuchte, ſie davon zu überzeugen, daß das Abrüſtungs⸗ problem nebenſächlich bleibe. Man habe die öffent⸗ liche Meinung in Frankreich nicht davon in Kenntnis geſetzt, daß die Theſe der franzöſiſchen Regierung in der Abrüſtungsfrage in den anderen Ländern die ſtärkſten Einwendungen und Beſorg⸗ niſſe hervorgerufen habe, von 142. Jahrgang— Nr. 362 Die Pariſer Preſſe zum Volksentſcheid Telegraphiſche Meldung Paris, 7. Auguſt. Zum Volksentſcheid in Preußen ſchreibt„Jour⸗ nal“, das charakteriſtiſche der Lage ſei die Haltung der Deutſchen Volkspartei. Es ſei die Par⸗ tei Streſemanns und der Locarnopolitik. Es ſei aber auch die Partei der Schwerinduſtrie. Die An⸗ hänger der Locarno⸗Politik ſeien für die Entſpan⸗ nung, die Großinduſtriellen aber würden einen neuen Bankerott auf Koſten der ausländiſchen Gläu⸗ biger und der Arbeiter nicht ungern ſehen. Das kennzeichne die zweideutige Einſtellung einer Partei, die es nicht wage, offen den Sieg der Unruheſtifter zu wünſchen, die ſie aber auch nicht entmutige. Es ſei ſchon ein Ergebnis, daß das Schickſal der Abſtim⸗ mung am Sonntag zweifelhaft ſei. Die Agitatoren würden durch die jetzige unglückliche Zeit und durch die einfache Frageſtellung, ob Preußen ein neues Parlament werden ſolle, begünſtigt, hätten aber die Aktion der Regierung und die Apathie der Maſſen und vor allem die Hoffnung gegen ſich, daß eine Bemühung zur Klugheit durch eine inter⸗ nationale Hilfeleiſtung belohnt werden, und unver⸗ meidlicherweiſe den Beginn zu großen Liquidations⸗ maßnahmen bilden würde. „Petit Pariſien“ beſchäftigt ſich mit dem Volksentſcheid in Zuſammenhang mit der Sitzung des Komitees der Bankſachverſtändigen in Baſel, Nachdem das Blatt vorausgeſagt habe, daß der Vor⸗ ſitzende der Chaſe⸗Bank, Wiggin, zum Vorſitzenden des Ausſchuſſes gewählt werden würde, und daß die Arbeiten damit beginnen würden, daß Dr. Karl Melchior aufgefordert werden würde ein Expoſßs über die Finanzlage Deutſchlands zu erſtatten, ſagt es: Nichts Entſcheidendes könne am Samstag in Baſel unternommen werden, ehe man klare Anzeichen für den Ausgang der Volksabſtimmung habe, da die finanzielle Wiederherſtellung des Reiches eng mit der Wiederherſtellung des Vertrauens verbunden ſei. So werde das Ergebnis der Abſtimmung einen beträchtlichen Einfluß auf die weiteren Arbeiten des Bankier⸗Ausſchuſſes haben. „La Republique“ erklärt, Preußen werde am 9. Auguſt nicht für oder gegen Frankreich, für oder gegen eine andere europäiſche Nation zu ſtim⸗ men haben, es habe für oder gegen ſich ſelbſt zu ſtimmen, für oder gegen den Wohlſtand Deutſch⸗ lands, für oder gegen ſeine eigene Zukunft. Verſöhnung zwiſchen Muſſolini und Papſt? Vertreters Drahtung unſ. römiſchen Rom, 7. Auguſt. Wie ich von einer im allgemeinen gut unterrich⸗ teten vatikaniſchen Perſönlichkeit erfahre, liegt eine neue Verſöhn ung zwiſchen Italien und dem Vatikan nunmehr in nicht allzuweiter Ferne. Dieſe Verſöhnung würde noch im Laufe des Auguſt durch einen Beſuch Muſſolinis beim Papſt ihre Beſtätigung finden. Obwohl dieſe Aufſehen erregende Nachricht mit allem Vorbehalt aufgenommen werden muß, ver⸗ dient ſie doch verzeichnet zu werden, da ſte durch einige in politiſchen Kreiſen Roms viel beſprochene Ereigniſſe der letzten Tage eine gewifſe Beſtätigung erfährt. Offenbar auf Befehl von oben hat die faſtziſtiſche Preſſe ſeit einigen Tagen ihre Polemik gegen den Heiligen Stuhl faſt vollkommen einge⸗ ſtellt. In dieſer Woche wurden weiterhin 3000 Jung⸗ führer der faſziſtiſchen Rekrutenſchule, die zur Zeit bei Rom in einem Zeltlager konzentriert ſind, zur Meſſe nach St. Peter geführt. Schließlich ſoll noch erwähnt werden, daß durch ein kürzlich veröffentlichtes Dekret die Bezüge der katholiſchen Stadtpfarrer erhöht worden ſind. Man darf wohl die Vermutung hinzufügen, daß die italieniſche Regierung, wie urſprünglich geplant, einen Ort außerhalb Roms für die Zuſammenkunft mit den deutſchen Miniſtern gewählt und dadurch einen Beſuch Brünings beim Vatikan vermieden hätte, wenn die Verſöhnungsverhandlungn nicht be⸗ reits ſehr weit fortgeſchritten wären. „Do&“ nach Para geſtartet — Natal, 7. Aug.„Do X“ iſt zum Weiterfluge nach Para geſtartet. Ein Kirchturm eingeſtürzt — München, 6. Aug. Während eines heftigen Sturmes verbunden mit einem ſchweren Gewitter, ſtürzte heute nachmittag der Turm der aus dem 16. Jahrhundert alten Heuhauſer Pfarrkirche ein. Die Trümmer fielen in den neben dem Kirchlein liegenden Friedhof. 2. Seite/ Nummer 362 ———— 15 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Freitag, 7. Auguſt 1991 Freie Jon 35. 565 Freie Devtſenwirtſchaft für den SNN PA Warenverkehr Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 7. Auguſt. NET„ en 7 4 291 92* ö Wie wir hören, ſchweben zur Zeit Verhandlungen, die darauf zielen, die Deviſenbeſchaffung für den Warenverk bald wie möglich freizugeben. Wahr⸗ ſcheinlich werden noch heute abend entſprechende Au⸗ ungen an die Landesfinanzämter ergehen. Es handelt ſich, wohlgemerkt, nur um die Frei⸗ gabe der Deviſenbeſchaffung für die Einfu 0 r. Daxin ſind ſelbſtverſtändlich auch die Lebensmittel einbegriffen. Staats bürgſchaft für die badiſchen 2 1 P Sparlaſſen — Karlsruhe, 7. Aug. Die badiſche Regierung hat durch Notgeſetz eine Bürgſchaft im Höchſtbetrage von 27 Millione n Reichsmark für die badiſchen S par⸗ kaſſen undihre Girozentrale übernommen, die dieſem einen Wechſelkredit in gleicher Höhe be der Akzept⸗ und Garantiebank in Berlin eröffnet. Die badiſchen Sparkaſſen ſind durch dieſen Ver⸗ trauensbeweis der Regierung in die Lage verſetzt, auch den weiteſtgehenden Anforderungen, die etwa nach Wiederaufnahme des uneingeſchränkten Zah⸗ lungsverkehrs an ſie herantreten könnten, zu ge⸗ nügen. Es iſt indeſſen mit Beſtimmtheit darauf zu rechnen, daß dieſer Kredit nur zu einem geringen Teil benötigt wird. 5 3 5—* 2 Zur Spaltung der Wirtſchaftspartei Drahtbericht unſeres Berliner Bü 1 8 ö Berlin, 7. Auguſt. Reichstagsfraktion und Parteivorſtand der Wirt⸗ ſchaftspartei ſind für kommenden Dienstag zu einer Sitzung im Reichstagsgebäude einberufen worden. Es iſt anzunehmen, daß man ſich in erſter Linie mit dem Austritt der ſächſiſchen Wahlkreisorganiſationen der Partei und mit der Gründung der Radikalen Mittelſtandspartei beſchäftigen wird. f Die Reichstagsfraktion des Chriſtlich⸗Sozialen Volks dienſtes iſt für den 17. Auguſt zu einer Sitzung einberufen worden. Shurmann zur Reparalionsfrage — Newyork, 7. Auguſt. Der frühere Botſchafter Shurma n, der mit dem Lloyddampfer„Europa“ aus Deutſchland zu⸗ rückgekehrt iſt, erklärte, die Welt habe nur noch 10 Monate zur Durchführungen der Maßnahmen, die den Zuſammenbruch Deutſchlands ver⸗ hindern könnten, der im Intereſſe keiner Nation Itege. Shurman ſprach die Ueberzeugung aus, daß die Reparationen nie mehr auf der al⸗ ten Grundlage zu leiſten ſein würden, ſon⸗ dern den wirtſchaftlichen Wirklichkeiten, vor allem der deutſchen Zahlungsfähigkeit angepaßt werden mißten. Dieſe Anpaſſung liege ebenſoſehr im In⸗ tereſſe anderer Nationen, wie im Intereſfe Deutſch⸗ lands. Deutſchland könne jedoch Reparationen nur damn zählen, wenn die Zollfüätze anderer Länder zu ſeinen Gunſten ſo weit herabgeſetzt würden, daß Deutſchland ein Ausfuhrüber⸗ ſchuß erzielen könne. Botſchafter Shurman betonte ſchließlich in dieſem Zuſammenhang zwiſchen Reparationen, Kriegs⸗ ſchulden und Abrüſtung, die bei der Behandlung der gegenwärtigen Lage Europas zuſammen zu berück⸗ ſichtigen ſeien. Ein Dorf zur Hälfte eingeäſchert — Neuſtadt a. d.., 6. Auguſt. In der Nacht zum Donnerstag brach in dem Dörfchen! Mühlbero hei Neuſtadt a. d. W. ein Großfeuer aus, dem von den acht Anweſen des Ortes vier zum Opfer fielen. Infolge des Waſſermangels konnten die er⸗ ſchlenenen Motorſpritzen nur wenig gegen das Feuer ausrichten, das ſich infolge des herrſchenden Gewitterſturmes keit ausdehnte. mit ungeheurer Schnellig⸗ Gedächtniskonzert fuͤr Coſima und Siegfried Wagner in Bayreuth Mitten in der Bayreuther Feſtſpielzeit des vori⸗ gen Jahres iſt Siegfried Wagner dahingegangen. An dem Tage, wo ſich ſein Heimgang zum erſten Male jährte, war im Feſtſpielhauſe ein Gedächtniskonzert für ihn und ſeine ihm wenige Monate voran⸗ gegangene Mutter angeſetzt, deſſen Ertrag der Richard Wagner ⸗Stipendienſtiftung zugute kommen ſoll. Für die Vortragsfolge war je ein Werk von Richard Wagner(Fauſt⸗Ouvertüre), Franz Lißzt (Orpheus) und Siegfried Wagner(Vorſpiel zur Oper „Die heilige Linde“) ſowie Beethovens Helden⸗ ſumphonie vorgeſehen. Leider mußte die Fauſt⸗Ouvertüre wegen des ſchon gemeldeten Zwiſchenfalles weggelaſſen werden. Töscanini weigerte ſich, das Werk zu lei⸗ ten, da er der Meinung war, es ſei noch nicht ſorg⸗ fältig genug eingeübt. Tatſache iſt allerdings, daß die erſte Probe zu dem Werke wegen der gehäuften Jeſtſpielarbeit erſt am Morgen des Konzertes ſtatt⸗ finden konnte! In der Hauptprobe ſelbſt ließ ſich Dascanini, mie auch ſchon berichtet, anſcheinend durch die ungewöhnlichen akuſtiſchen Verhältniſſe täuſchen. Da Toscanini am Abend nicht erſchien, begann Elmendorff mit einer einfühlſamen Darſtellung von Liſzts Orpheus, einer heute ſeltener geſpielten, gerade aber auch. von Richard Wagner ſehr geliebten Tondichtung: etwa einem orcheſtralen Gegenſtücke zu dem innigſten ſeiner für Klavier geträumten ſchonen Liebesträume. In deutſche Waldromantik verſetzt das Vorſpiel von Siegfried Wagners Oper„Die heilige Linde“, dem Elmendorff gleichfalls ein behut⸗ ſamer Anwalt war. Das herrliche Orcheſter trat an dem Abend, wo es die von ihm bisher immer vertretene dienende Rolle mit einer autokratiſchen vertauſchte, eigentlich zum erſten Male in dieſem Sommer künſtleriſch ſelb⸗ ſtändig und voll ins Licht. Unter Furtwänglers geistig überragender und doch ſo gefühlsſtarker Lei⸗ tung erſtand die Erbica in einer ganz großartigen Wiedergabe. Das Orcheſter— heute in allen Stim⸗ men von erleſenſter Güte— ging auf ſeine Art hin⸗ fungsvoll ein und paßte ſich ihr auch an Stellen, Raſſen bedingen. Die Ji diesjährige Ernte verspricht einen guten Ertrag. Ihre Verwertung ſtößt indeſſen auf Schwierigkeiten, da ſie Mittel erfordert, die in der Zeit der allgemeinen Geloknappheit nicht leicht zu beſchaffen ſind. Es müſſen dabei Mittel für zwei verſchiedene Zwecke zur Verfügung geſtellt werden. Einmal müſſen die Mühlen und muß der Getreide⸗ handel in den Stand geſetzt werden, den Ertrag der Ernte gegen bar abzunehmen, ſoweit er zum Verkauf geſtellt wird. Ferner aber muß es auch dem Land⸗ wirt ermöglicht werden, den Ertrag ſeiner Ernte zu halten, ſoweit er ihn nicht verkaufen will. Auch dieſer Notwendigkeit iſt Rechnung zu tragen. Denn es führt zu einer für den Landwirt ungünſtigen Preisbildung, wenn dex ganze Ernteertrag auf den Markt geworfen werden muß, weil der Erzeuger bares Geld nötig hat. Im Jnuntereſſe der Landwirt⸗ ſchaft liegt es, daß der Erzeuger auch in die Lage verſetzt wird, eine günſtigere Entwicklung der Preis⸗ bildung abzuwarten. Dieſe Möglichkeit beſteht aber nur dann, wenn der Landwirt gegen Lombardierung ſeiner Erntevorräte Geld erhalten kann. Die Gegen dieſen zweiten Teil der Ernteſinan⸗ zierung hat die Preußiſche Zentralgenoſſenſchaftskaſſe in einem Rundſchreiben Stellung genommen. Sie hat erklärt, daß ſie nicht in der Lage ſei, Mittel für eine Verzögerung der Ernteverwertung zur Verfügung zu ſtellen. Sie lehnt es ab, Erntevorräte mit den Mitteln ihrer Kaſſe zu beleihen und will damit darauf hinwirken, daß die Erntevorräte als⸗ bald realiſiert werden. Zur Begründung ihrer Hal⸗ tung weiſt ſie darauf hin, daß die Hoffnung auf eine etwaige Preisbeſſerung ſchon deshalb keine Rolle zu ſpielen vermöge, weil die hohe Zinſenlaſt jede Preis⸗ beſſerung wettmache. In dieſer Begründung mag ein berechtigter Kern ſtecken. Man wird aber trotzdem ver⸗ hüten müſſen, daß die Landwirtſchaft unter allen Umſtänden dem Zwang ausgeſetzt wird, ihre Ernte⸗ vorräte ſofort auf den Markt zu bringen. Der Ent⸗ ſchlußfreiheit des einzelnen kann unbedenklich ein gewiſſer Spielraum gelaſſen werden. Denn die Not der Landwirtſchaft ſorgt ſchon zur Genüge dafür, daß in ausreichendem Umfange Ware auf den Markt kommt. In den Verhandlungen, die in den letzten Tagen von dem Reichsernährungsminiſterium mit maßgebenden Finanzkreiſen geführt worden ſind, iſt denn auch die Grundlage für beide Teile der Erntefinanzierung geſchaffen worden. Das Rundſchreiben der Preußiſchen Zentralgenoſſen⸗ ſchaftskaſſe iſt vor dem Abſchluß der Verhandlungen verſchickt worden. Man nimmt im Reichsernäh⸗ rungsminiſterium an, daß die Leitung der Zentral⸗ genoſſenſchaftskaſſe ihre Auffaſſung inzwiſchen ge⸗ ändert hat.. Die eben erwähnten Verhandlungen haben zu dem Ergebnis geführt, daß die Reichsbank füt die Finanzierung der Ernte die nötigen Mittel zur Verfügung ſtellen wird. Die Wechſel, mit denen der Getreidehändler und der Mühlenbeſitzer die Ernte⸗ vorräte kauft, ſollen von der Reichsbank diskontiert werden, wenn ſich die Träger der Unterſchriften als zahlungsfähig erweiſen. Die Reichsbank glaubt, daß Hochſchule für Luftfahrtingenieure Drahtung unſ. Londoner Vertreters § London, 5. Auguſt. Im kommenden Winterſemeſter wird in Chelſea (London) die erſte europäiſche Hochſchule für Luftfahrtingenieure eröffnet werden. Sie will binnen drei Jahren 40 Schüler für admini⸗ ſtrative und Ingenieurpoſten in der Luftfahrt, letz⸗ tierung der Ernte ſie dieſes Verfahren im Falle der Erntefinanzierung weſentlich weitherziger handhaben kann, als es ſonſt bei Handelswechſeln in der letzten Zeit Brauch ge⸗ worden iſt. Bei der Induſtrie vollziehen ſich Pro⸗ duktion und Abſatz in kürzeren Perioden, ſodaß not⸗ gedrungen abgeſtoßene Lagervorräte raſch wieder erſetzt werden können. Bei der Landwirtſchaft da⸗ gegen handelt es ſich um die Jahresprodaktion, deren Verwertung man nicht in der gleichen Weiſe unter Druck ſetzen kann, ohne die Exiſtenzbedingun⸗ gen der Erzeuger zu gefährden. Deshalb ſollen ge⸗ rade in den gegenwärtigen Tagen der Geldknapp⸗ heit die Hinderniſſe möglichſt aus dem Wege ge⸗ räumt werden, die ſich einem Ankauf der Ernte⸗ vorräte gegen bares Geld entgegenſtellen. Man kann auch nicht ſagen, daß dieſe Hilfe zu ſpät kommt. Denn wenn der Landwirt, die Wechſel der Getreide⸗ händler oder der Mühlenbeſitzer in die Hand be⸗ kommt, ſo kann er ſie ſofort bei der Reichsbank diskontieren, oder aber der Handel und das Müh⸗ lengewerbe können ſich das bare Geld zum Ankauf von Erntevorräten unmittelbar gegen Einreichung von Wechſeln von der Reichsbank verſchaffen. Dieſes Verfahren der Geldbeſchaffung durch die Einreichung von Wechſeln hält ſich durchaus im Rahmen des üb⸗ lichen Reichsbankgeſchäftes. Es werden ihm diesmal nur im Hinblick auf die allgemeine Notlage möglichſt weite Grenzen gezogen. Auch für die andere Seite der Erntefinanzierung, die Lombardierung der Getreidevor⸗ räte hat die Reichsbank ihre Hilfe zugeſagt. In dem Rundſchreiben der Preußiſchen Zentralgenoſſen⸗ ſchaftskaſſe wird auf die Notwendigkeit hingewieſen, die finanziellen Vexrbindlichkeiten, die die Kredit⸗ nehmer der Genoſſenſchaften eingegangen ſind, durch ſchleunige Verwertung der Ernte einzulöſen. Mit anderen Worten: der Landwirt ſoll ſich die Mittel zur Rückzahlung eingefrorener Kredite dadurch ver⸗ ſchaffen, daß er ſchleunigſt ſeine Erntevorräte ab⸗ ſtößt. Nach den Beſchlüſſen, die inzwiſchen gefaßt worden ſind, iſt dieſes Zwangsverfahren nicht mehr nötig. Die Reichsbank iſt bereit, durch Beleihung der Erntevorräte die Mittel zur Verfügung zu ſtellen, mit denen die eingefrorenen Kredite„aufgetaut“ wer⸗ den können. Es handelt ſich dabei um einen Betrag von etwa 50 Millionen Mark, der für dieſe Zwecke zur Verfügung geſtellt werden kann. Es beſteht aber begründete Ausſicht, daß auch die Rentenbank⸗Kredit⸗ anſtalt und die Induſtriebank mit Geldmitteln ein⸗ ſpringen, ſodaß durch Lambardierung von Erntevor⸗ räten weitere Mittel für die Genoſſenſchaften wie auch für einzelne Landwirte flüſſig gemacht werden können. Die Erntefinanzierung kann alſo nach beiden Seiten als geſichert gelten. Es braucht nicht erſt betont zu werden, daß die Finanzierung der Landwirtſchaft ſchwere Opfer auferlegt. Denn das Diskontieren von Wechſeln iſt bei dem heutigen Diskontſatz eine koſtſpielige An⸗ gelegenheit und der Zinssatz für Lombardierungen iſt noch teurer“ Das bare Geld, das die Landwirt⸗ ſchaft für ihre Ernte in die Hand bekommt, muß alſo teuere genug bezahlt werden. Trotzdem ift es ein Erfolg, daß das Erntegeſchäft mit ausreichenden Mit⸗ teln finanziert werden kann. Die meiſten Landwirte werden wohl gezwungen ſein, ihre Vorräte möglichſt raſch gegen bares Geld umzutauſchen. Denn das Lagern der Vorräte iſt an ſich ſchon ein Riſiko und bei den unnatürlich hohen Zinsſätzen bietet es nur geringe Ausſicht auf ein günſtiges Geſchäft. . ³ĩ. TTT... ³·-Ü AA ten Endes für die Leitung von Flugplätzen auf Luft⸗ verkehrslinien ausbilden. Das Hauptgewicht iſt auf praktiſchen Unterricht gelegt, der mit grober Schmiedearbeit beginnt. Die Schüler werden nach einjähriger Vorbereitung zur Luftfahrtingenſeurſchule in Broocklands verſetzt und ſollen dort eine geſchloſſene Lebensgemeinſchaft bil⸗ den, wie ſie in den bekannten Kollegien der älteren Univerſitäten beſteht. wo er die üblichen Zeitmaße entweder etwas be⸗ ſchleunigt oder auch nur durch mäßige Rubati ver⸗ ändert, willig an. Wunderbar ſatt dieſer Streich⸗ körper, die Holzbläſer geradezu entmaterialiſiert, warm und ſamten der Klang der Blechblasinſtru⸗ mente. An den Geigenſoloſtellen der erſten beiden Werke des Abends zeichnete ſich Vrof. Edgar Wollgandt, der erſte Konzertmeiſter des Feſt⸗ ſpielorcheſters, durch den hohen Reiz ſeines Violin⸗ tones beſonders aus. Die Aufführung der Eroica wurde vom faſt ganz beſetzten Hauſe mit lautem Jubel aufgenommen. Furtwängler mußte immer und immer wieder an der Rampe erſcheinen; das ausgezeichnete Orcheſter konnte ſich— vom Dirigenten veranlaßt, ſich von ſeinen Plätzen zu erheben— nicht weniger als vier⸗ mal am Danke beteiligen. n. Die Ziele der Hirnforſchung Vor einiger Zeit iſt das Inſtitut für Hir n⸗ forſchung in Berlin⸗Buch für die For⸗ ſchungsarbeiten eröffnet worden. Die wiſſenſchaft⸗ lichen Vorbereitungen ſind ja ſchon vor längerer Zeit in dem Bucher Inſtitut getätigt worden, und es liegen auch bereits bemerkenswerte Ergebniſſe dieſer Arbeiten vor. In Wiſſen und Fortſchritt be⸗ richtet Dr. Lily Wagner darüber und umreißt die Ziele des Inſtitutes für Hirnforſchung wie folgt: Aufdeckung der architektoniſchen Gliederung des normalen menſchlichen Gehirns, die durch eine ent⸗ ſprechende Gliederung bei Tieren zu ergänzen iſt; Aufdeckung der beſonderen Architektonik bei Ausnahmemenſchen, bei Rechtsbrechern, Schwachſinnigen und Hirnkranken. Vergleiche zwiſchen Männern und Frauen ſollen den Einfluß des Geſchlechts auf die Gehirnentwicklung lehren. Studien an Gehirnen von Verwandten, beſonders von Zwillingen, ſollen zur Trennung der Erb⸗ und Umweltfaktoren führen. Studien an Raſſengehirnen ſollen endlich die Frage klären, wie weit es faßbare Raſſenhirndifferenzen gibt, und wie dieſe Art und Höhe der Kulturfähigkeit einzelner Endlich iſt zu prüfen, ob be⸗ ſtimmte Beziehungen zwiſchen Beſonderheiten des Gehirns und einer beſtim nachweisbar iſt. Dieſe anatomiſche Abteilung des Hirnforſchungs⸗ Inſtituts kann heute bereits auf manches wichtige Ergebnis blicken. Sie hat eine ſolche Mannigfaltig⸗ keit im Bau der Großhirnrinde aufgedeckt, daß dieſe Mannigfaltigkeit donen unſeres Seelenlebens durch⸗ aus an die Seite geſtellt werden kann. Auch in den übrigen Abteilungen, in der pſychologiſchen, phyſio⸗ logiſchen, chemiſchen, genetiſchen uff. wird der Nach⸗ weis erbracht, wie unſer ganzes Schickſal vom Ge⸗ hirn abhängt. Erſchreckend groß ſind die Mög⸗ lichkeiten der Abweichung vom normalen Durchſchnittsgehirn— erſchreckend, wenn man bedenkt, daß von einem Zuviel oder Zuwenig an Hirnſubſtanz, von der mangelnden Ausbildung beſtimmter Hirupartien, von Kleinheit oder ſonſtiger Beſchaffenheit der Windungen das ganze Leben und Geſchick eines Menſchen abhängen kann! 5 Dabei haben die am meiſten in die Augen ſpringenden Abweichungen, abnorme Größe oder Kleinheit, Schwere reſpektive Leichtigkeit des Gehirns verhältnismäßig die geringſten Folgen für die Schickſalsgeſtaltung. Die individuellen Schwankungen können hier, wie man ſeit langem weiß, ſehr groß ſein, ohne Auffälligkeiten im Verhalten der betref⸗ fenden Menſchen einſchließen zusmüſſen. Zwar finden wir verhältnismäßig häufig bei berühmten Männern große und ſchwere Gehirne, wie bei Kant, dem Phy⸗ ſiker Volta und Turgenjew— ja bef letzterem muß man ſchon von einer abnorm anmutenden Größe des Gehirns ſprechen— andererſeits aber kommen bei genfalen Menſchen auch häufig abnorm kleine Ge⸗ hirne vor, ſo daß ſich die alte Behauptung von der Abhängigkeit der Intelligenz von der Größe des Gehirns nur im großen, aber nicht in jedem Einzel⸗ fall, aufrechterhalten läßt.— 8 Das ſpezielle Ziel des Inſtituts für Hirnfor⸗ ſchung, das einſchließlich auf Förderung des Volks⸗ wohls eingeſtellt iſt, wird in der Höherzüchtung des geiſtigen Menſchen, in der Förderung ſotzial nütz⸗ licher und in der Hemmung ſchädlicher Eigenſchaften der einzelnen ſeeliſchen Perſönlichkeit und im Rah⸗ men dieſes Strebens in der Verhinderung ſonſt ſchickſalsmäßiger Entwicklungen zum Geiſteskranken mten Körperkonſtitution 3 7 Bernard Shaw er den Rätebund „Eine unverſchämte Harlekinade⸗ London, 6. Auguſt Bernard Shaw, der eine elftägige Rein nach dem Rätebund gemacht hat, hielt geſtern in einer Sommerſchule der Unabhängigen Arbeſter⸗ partei einen Vortrag, worin er ein begetſtertez Loblied auf den Rätebund ſang. Auf 0 chen Ton die Rede geſtimmt war, zeigen ſchon die Einleitungsworte: 8 Es ſei, meinte Shaw, für die Ruſſen außerordent, lich ſchwer zu begreifen, daß die Engländer ſo blöde ſeien, wie ſie es tatſächlich ſeien. Bei ſeiner Unterredung mit Stalin ſei die Rede auf die ruſſiſch⸗engliſchen Beziehungen gekom⸗ men. Er, Shaw, habe zu Stalin geſagt, er glaube nicht, daß Rußland in einer ernſten Gefahr ſei; aber zer müſſe Stalin raten, ſein Pulver trocken zu halten. Stalin habe geantwortet er könne ſich darauf verlaſſen, das tue er auch. f Zum Schluß feierte Shaw die Diktatur in höch⸗ ſten Tönen. Rußland, ſagte er, habe„kein Parla- ment oder irgendwelchen Unſinn dieſer Art“ Ohne die Diktatur werde England nicht auskommen können,. Eine Reihe Zeitungen widmen den Ausführun⸗ gen Shaws lange Leitaufſätze. Der Daily Herald, das Blatt der Arbeiter- partei, überſchreibt den ſeinen:„Shaw tritt über“ und wendet ſich beſonders gegen Shaws offene Ver⸗ höhnung der Demokratie. Die Demokratie fordere von ihren Dienern beſtimmte Eigenſchaften, die Shaw nicht mehr in der Lage ſei zu erkennen. Der konſervative Daily Telegraph bezeich⸗ net die Rede als eine unverſchämte Harle⸗ kinade, niemand, heißt es, wiſſe beſſer als Shaw ſelbſt, daß, wenn er ſich in dem ſozialiſtiſchen Parg⸗ dies niederließe und ſich auch nur einen Teil der Angriffe auf die Einrichtungen des Landes erlaubte, wie er es jetzt gegen England tue, ſelbſt die Shawſche Findigkeit nicht vor dem Rätegefäng⸗ nis und ſelbſt vor der aufmerkſamen GPU. bewah⸗ ren werde, deren Methoden er in ſeinem Katalog der ruſſiſchen Attraktionen ſonderbarerweiſe ausge⸗ laſſn habe. Shaw hat jedenfalls erreicht, daß er mal wieder im Mittelpunkt des Intereſſes ſteht. Aeberfall in einem Pfarrhaus Telegraphiſche Meldung — Aachen, 7. Auguſt. Die Schweſter des Oberpfarrers von St. Niko⸗ laus, Fräulein Fiſcher, die allein im Pfarrhaus in der Kleinen Kölner Straße anweſend war, wurde am Donnerstag nachmittag von einem jungen Bur⸗ ſchen überfallen. Sie erhielt mit dem Knauf ſeines Revolvers mehrere wuchtige Schläge über den Kopf, Dabei löſte ſich ein Schuß, der jedoch glücklicher weiſe nur in eine Tür drang. Der Täter flüchtete mit ſeinem Fahrrad und entkam. Fräulein Fiſchet erlitt Verletzungen, die jedoch nicht lebensgefährlich ſind.. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten auf eine Spur. Gegen 23 Uhr wollte die Kriminal polizei den inzwiſchen feſtgeſtellten Täter, einen ge⸗ wiſſen Heinrich Goerz, feſtnehmen. Als die Be⸗ amten klopften und riefen, fielen zwei Schüſſe, die die Beamten veranlaßten, mit Gewalt in das Zimmer einzudringen. Hier bot ſich ihnen ein ſchreckliches Bild. Goerz lag mit einem ſchweren Kopfſchuß in den letzten Zügen, während ſeine Frau, die ebenfalls einen Kopfſchuß hatte, noch lebte. Sie wurde nach dem Marienhoſpital gebracht, wo ſie heute morgen ſtar b. Ueber die Motive des Ueberfalls, wie des Mords und Selbſtmords fehlt noch jeder Anhaltspunkt. * Keine Krankenkaſſentagungen in dieſem Jahre, Der Reichs arbeitsminiſter hat ein Schreiben an die Spitzenverbände der Krankenkaſſen gerichtet, in dem er empfiehlt, angeſichts der gegenwärtigen Notlage Tagungen nach Möglichkeit nicht ſtattfinden zu laſſen. Der Reichsarbeitsminiſter bittet, in dieſem Sinne auch auf die Unterverbände und die ange⸗ ſchloſſenen Kaſſen einzuwirken,. oder zum Verbrecher erblickt. Vorausſetzung dieſet Ziele iſt die Erkennung der Leiſtungs⸗ und der Ver⸗ erbungstendenzen ſowie der Beeinfluſſungsmöglich⸗ keiten des einzelnen Menſchen. 6 Ein Mannheimer Bühnenautor. Das Werk eines jungen Mannheimer Schriftſtellers, Fran; Schmitt:„Die ſtärkſte Frau der Well wird in den Kammerſpielen in Freiburg i. Br. am Donnerstag, 13. uraufgeführt. Erſtmalig iſt der junge Dichter mit ſeinem Luſtſpiel:„Fahrendes Volk“ an den Sendern Frankfurt a. M. und Stutt⸗ gart erfolgreich zu Worte gekommen. Beide Werke ſind im Max Reichard Verlag erſchienen. Ein neuer Haydn⸗Fund. Profeſſor Otte Erich Deutſch hat in der Wiener National⸗ bibliothek ein mehr als 100 Jahre verſchollenes Originalwerk von Joſef Haydn aufgefunden. 1 handelt ſich um„Zwölf deutſche Tänze“ ür Orcheſter, die Haydn im Jahre 1792 für die erſte Redoute der„Wiener Penſionsgeſellſchaft bildender Künſtler“ geſchrieben hat. Die für kleines Orcheſter (ohne Bratſchen) angelegten Tänze erſcheinen z. 8. in einer Neuausgabe. Die Preisverteilung auf der Bauausſtellung. Bei dem dieſer Tage erfolgten Abſchluß der Dent⸗ ſchen Bauausſtellung in Berlin gelangten auch die vom Reich, der Stadt Berlin und Preußen geſtiſteten dreihundert Ehrenpreiſe zur Verteilung. Die Preiſe wurden nach drei Gruppierungen verteilt und zwar für das Bauwerk und die Wohnung unſeret Zeit, das neue Bauen und den ländlichen Siedlung⸗ bau. Von den Preiſen hatte die Stadt Berlin hun⸗ dert zur Verfügung geſtellt, das Preußiſche Volks wirtſchaftsminiſterſum hundert, das Reichsarbells⸗ miniſterium fünfzig, und ebenfalls fünfzig das Preu⸗ ßiſche Landwirtſchaftsminiſterium. Unter den Preisträgern für Bauwerk und Wohnung unſerer Zeit war die Kollektivausſtellung des Bundes Deut⸗ ſcher Architekten, Profeſſor Gropius, die Staal liche Porzelan manufaktur und der Architekt Mies van der Rohe vertreten. Ehrenpreiſe der Stadt Berlin erhielten in derſelben Gruppe da Bauhaus Deſſau und die Lohelandwerk! ſtätten und unter anderen auch die Städtiſche Kunſtgewerbeſchule in Frankfurt eg. M 0 N höre nün trie! ſpar Spa run 0 Gel! von ſchon wier weiſ ihre Sor habe über flati weg; auf Zur rend ſchro keit die bei ſind Wat Mit nur Ka die hänt denn eini von ſche Eis: 92 8 ſchaf Prit Geſt Um! dieſe Hitz das unte liche Kun vier Schi hieſt das nuß drei den wir! waſſ 2 beſo peri Ein der ganz ſpen den mit 2 fis kur heim die e ges platz labe: ziehe Elen ſchick und all d Die von verfe Die genſt N platz Nork leber geſar rahn Aben Schn ſeine und dung merf ſchloſ 4 und und * Aben der wage nicht werd 4 an 8 J alten voran daß eine im g den 0 — 2 2 8 8 n — Freitag, 7. Auguſt 1931 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend ⸗Ausgabe 5 2411 3. Seite/ Nummer 362 — Das Geld gehört zur Sparkaſſe f nicht in den Sparſtrumpf! In Kai ſerslautern hatte eine hochbetagte Witwe ihre Erſparniſſe von Mk. 1200 auf Anraten von Verwandten zu Hauſe liegen laſſen. Dieſer Tage wurde ihr nun das ganze Geld von Ein⸗ brechern geſtohlen. Die Geſchädigte und ihre Verwandten, die ſie ſo ſchlecht beraten haben, ge⸗ hören zu den Kleinmütigen, die ſich durch unver⸗ nünftiges Gerede anderer Leute oder durch über⸗ triebene Aengſtlichkeit dazu bringen ließen, die Er⸗ ſparniſſe lieber zu Hauſe aufzubewahren, als ſie der Sparkaſſe zur ſicheren und zinsbringenden Verwah⸗ rung zu überlaſſen. Es iſt dies ein lehrreiches Beiſpiel, wie man in Geldſachen nicht handeln ſoll! Die Aufbewahrung von Bargeld im Sparſtrumpf, in der Truhe uſw. iſt ſchon manchem zum Verhängnis geworden. Um wieviel klüger handeln doch die— und erfreulicher⸗ weiſe ſind ſie in der überwiegenden Mehrzahl—, die ihre Gelder zur Sparkaſſe tragen und ſich dann keine Sorgen um die Sicherheit zu machen brauchen. Sie haben auch mit dazu beigetragen, daß wir raſcheſtens über die Zahlungsmittelkriſe, die ja mit einer In⸗ flationsgefahr nicht das geringſte zu tun hat, hin⸗ weggekommen ſind. Niemand hat einen Pfennig des auf der Sparkaſſe verbliebenen Geldes eingebüßt! gur Abhebung des Notwendigen war auch wäh⸗ zend der Dauer der den Zahlungsverkehr ein⸗ ſchränkenden Notverordnungen jederzeit die Möglich⸗ keit gegeben. Geſchädigt konnte nur werden, wer wie dle Witwe, von der oben berichtet wurde, ſein Geld hei ſich ſicherer glaubte, als bei der Sparkaſſe. Waſſer und Eis eſen heißen Tagen die Sehnſucht unſeres Wathens und Träumens. Ein großer Teil unſerer Mitmenſchen lebt nur noch im Waſſer und zieht ſich nur noch zum Schlafen in ſeine Penaten zurück. Im Kaffee hat der Eisbecher den Kaffee abgelöſt und die kühlende Limonade das Bier. Unſer ganzes Heil hängt von den Eisfabriken und dem Waſſerwerk ab, denn nur ſie ſind imſtande, das tägliche Leben uns einigermaßen erträglich zu geſtalten. Täglich werden von der Eisfabrik Bender und den Pfälzi⸗ ſchen Eiswerken, denen hauptſächlich die hieſige Eisverſorgung obliegt, 6000 Zentner Stangeneis mit 92 Fuhrwerken und 14 Laſtkraftwagen an die Kund⸗ ſchaft verteilt. Davon geht der geringſte Teil an Privatkundſchaft, der Hauptteil an Brauereien und Geſchäftsleute. Die Verſorgung geſchieht in einem Umkreis von 30 bis 35 Kilometer. Zur Sicherſtellung dieſes reſpektablen Eisquantums in übernormalen Hitzetagen ſind im Mannheimer Lager 20 000 bis 25 000 Zentner Eis ſtets vorrätig, das in einem Keller lagert, der ſtändig auf 5 Grad unter Null gehalten wird. Um aber auch den täg⸗ lichen Anforderungen genügen zu können und der Kundſchaft gerecht zu werden, arbeiten Tag und Nacht vier Kompreſſoren mit 500 Pferdekräften in drei Schichten. Zur Herſtellung des Eiſes wird nur das hieſtge einwandfreie Leitungswaſſer verwandt, ſo doß das Eis ohne Bedenken jedem Nahrungs- und Ge⸗ nußmittel zugeſetzt werden kann. Außerdem ſtehen drei Pumpen zur Verfügung, die bei Hochbetrieb für den nötigen Waſſerbedarf ſorgen. Auch dieſes Waſſer wird entkeimt und gereinigt, ſo daß es dem Leitungs⸗ waſſer gleichwertig iſt. Aber auch das Waſſerwerk iſt um unſer Wohl beſorgt und ſpendet, was es kann. Bei der Hitze⸗ periode im Mai wurden in den drei letzten Tagen rund 78 000 ebm Waſſer täglich abgegeben. Ein ganz reſpektables Quantum, das auf den Kopf der Bevölkerung rund 250 Liter ergibt. Da das ver⸗ gangene Jahr dem heurigen noch etwas voraus war, ſpendete man rund 295 Liter je Tag und Kopf. In den Haupthitze⸗Monaten Juli u. Auguſt rechnet man mit einer täglichen Waſſerabgabe von 98 000 cbm. Sommerfeſt der Angelfiſcher Das traditionelle Sommerfeſt mit Preis⸗ ſiſchen des Angelfiſcher⸗Vereins„Mer⸗ kur“ e. V. Mannheim iſt nicht nur ein Mann⸗ heimer Volksbegriff geworden. Es iſt vielmehr für nie ein Feſttag, die ſich einmal im Jahre gegen billi⸗ ges Geld an den friſch gefangenen und auf dem Feſt⸗ platz lecker zubereiteten Rhein⸗ und Neckarfiſchen laben wollen. Schon in der Frühe des Feſttages ziehen die 300 Mitglieder des Vereins hinaus an ihr Element, um im friedlichen Wettkampf, auf ihr Ge⸗ ſchick und ihre Geräte und nicht zuletzt auf Fortuna und ihren Schutzpatron Petrus bauend, dem Waſſer all die ſilbernen und goldenen Schätze zu entreißen. Die gefangenen Fiſche, nach Qualität und Quantität don einem ſtreng amtierenden Preisgericht gewertet, verfallen reſtlos der Fiſchbäckerei auf dem Feſtplatz. Die Sieger des Preisfiſchens erhalten praktiſche Ge⸗ genſtände. Nachmittags entwickelt ſich auf dem weiten Sport⸗ platz der„Freien Athletik⸗Vereinigung Mannheim⸗ Nord“(nahe der Uhlandſchule) ein reges Volksfeſt⸗ leben, das durch reiche Darbietungen muſikaliſcher, geſanglicher, turneriſcher und athletiſcher Art um⸗ rahmt wird. Ein Brillantfeuerwerk beſchließt den Abend. Trotz großer Bedenken im Hinblick auf die Schwere der Zeit hat der Vorſtand dem Drängen ſeiner Freunde, Anhänger und Gönner nachgegeben und auch für dieſes Jahr, das zudem das 20. Grün⸗ dungsjahr des Vereins iſt, die Abhaltung des Som⸗ merſeſtes am kommenden Sonntag, 9. Auguſt be⸗ ſchloſſen. 5 ſind in di * * Poſtdienſt am Verfaſſungstag. Briefzuſtellung unh Schalterdienſt ſind wie an Sonntagen. Paket⸗ und Geldzuſtellung fallen aus. * Lichtkontrolle. Bei einer in den geſtrigen Abendſtunden vorgenommenen Lichtkontrolle der Kraftfahrzeuge mußten 25 Perſonenkraft⸗ wagen, 3 Lieferkraftwagen und 6 Motorräder wegen nicht vorſchriftsmäßiger Beleuchtung beanſtandet werden. 5 * Schwer mißhandelt. Geſtern nachmittag wurde an der Ecke Riedfeld⸗ und Alphornſtraße ein b Jahre alter Taglöhner von einem 22 Jahre alten und einem 32 Jahre alten Taglöhner nach daausgegangenem Wortwechſel derart mißhandelt, aß er bewußtlos liegen blieb. Der Verletzte, der eine Gehirnerſchütterung davontrug, fand Aufnahme im Krankenhaus. Die beiden Täter wurden feſt⸗ genommen, Anwelter am Mittelrhein ct. Bacharach, a. Rh., 6. Aug. Nachdem das Gewitter am Mittwoch abend am Mittelrhein gut vorübergegangen war, ſetzte heute nachmittag gegen 2 Uhr ein ſchweres Unwetter ein, das ſich bis gegen 3 Uhr hinzog. In Verbindung mit einem ſtarken Regen ging ein längere Zeit anhal⸗ tender Hagelſchlag nieder, der die Straßen und Plätze ſtellenweiſe wie vom Schnee bedeckt erſcheinen ließ. Das künſtliche Flöz in der„Wolfshöhle“ führte ungeheure Waſſermaſſen, die den Münzenbach ſchnell zu einem Gießbach auſchwellen ließen. Ob der Hagel Schaden in den Weinbergen und Obſt⸗ anlagen angerichtet hat, iſt bis zur Stunde noch nicht feſtgeſtellt. In anderen Diſtrikten der Bacharacher Gemarkung gingen ſtarke Un wetterflöze nie⸗ der, die die Weinberge z. T. geradezu aus⸗ wuſchen, z. B. an der„Leimbach“ im Weinberg des Beſitzers Bohn. Dort liegen etwa—6 Eiſenbahn⸗ wagenladungen Weinbergserde in hohem Hügel über der Koblenzer Provinzial⸗Landſtraße bis zum Eiſen⸗ bahngeländer hin. Im„Nack“ ging infolge des Regens ein Felskoloß nieder, der die Landſtraße bis über die halbe Breite mit Geröll überſäte und beim Sturz 38 Telephonleitungen zerriß, ſodaß die Drähte in wirren Bündeln an den Leitungsmaſten hingen. Die Arbeiten zur Beſeitigung dieſer Störungen ſind alsbald aufgenommen worden. Während es ſich hier um etwa drei Eiſenbahnwagenladungen Schutt han⸗ delt, wodurch der Autoverkehr an dieſer Stelle ſehr behindert wird, liegen mindeſtens vier Eiſenbahn⸗ wagenladungen im Diſtrikt„Bill“, wo gleichfalls ein Flöz auf die Landſtraße niederging und ſie zur Hälfte verſchüttete. Auch hier handelt es ſich wie im erſten Fall um wertvollen Weinbergsboden. Im Henſch⸗ häuſer Weg ſind drei Weinbergsmauern eingeſtürzt. Auch der Ortsteil Borbach in Steeg ſtand teilweiſe unter ſehr ſtarkem Flözwaſſer. Wolkenbruch mit Hagelſchlag sw. Darmſtadt, 6. Auguſt. In der Nacht zum Donnerstag ging über unſerer Gegend ein furchtbares Unwetter nieder, das etwa drei Stunden tobte. Wolkenbruchartiger Regen und ſtellenweiſe ſchwerer Hagelſchlag gingen nieder. Die Obſtbäume wurden von dem Wetter ſchwer heimgeſucht. In Maſſen lag das Obſt heute früh am Boden und das Getreide wurde, ſo⸗ weit es noch nicht eingebracht werden könnte, zu⸗ ſammengeſchlagen.— Die Vorſtellung des Zirkus Gleich— der den letzten Tag in Darmſtadt gaſtierte — war durch das Verſagen des Lichtes zeitweiſe ge⸗ hemmt. Vielfach kam— beſonders auch in Lokali⸗ täten— die Petroleumlampe wieder zur Geltung. Durch das Unwetter fuhren drei Händler von hier, die auf dem Heimwege von Mainz mit einem Auto voll Kartoffeln waren, zwiſchen Mainz und Groß⸗Gerau gegen einen Baum. Ein Perſonenauto Mietpreisſenkung Von der Vereinigung Neu⸗Hausbeſſtz in Mannheim wird uns geſchrieben: Die Mietervereinigung Mannheim hat am 22. Juli an den Stadtrat in Mannheim das dringende Erſuchen gerichtet, die hohen Neu baumieten herabzuſetzen und vom Staate zu verlangen, daß er hierfür entſprechende Mittel aus der Ge⸗ bäudeſonderſteuer zur Verfügung ſtelle. Das Er⸗ ſuchen wird hinreichend begründet durch den Hin⸗ weis auf das verminderte Einkommen der vielen Arbeitnehmer und deren Unfähigkeit zur weiteren Zahlung der Neubaumieten. In dem Antrage der Mietervereinigung vermißt man leider auch einen Hinweis auf die bisherigen zu hohen Hypothekenzinſen und die abſolute Notwendigkeit der Senkung zur Verbilligung der Mieten. Die Vereinigung Neu⸗Hausbeſitz in Mannheim, auch die Arbeitsgemeinſchaft Neu⸗Hausbeſitz in Hei⸗ delberg und Schwetzingen, iſt ſeit ihrer Gründung Mitte Februar 1931 ebenfalls beſtrebt, dem Ver⸗ langen der Neubaumieter auf Senkung der Mieten zu entſprechen und hat dieſerhalb die maßgebenden ſtaatlichen und kommunalen Behörden gebeten, ent⸗ ſprechende Mittel zur Mietpreisſenkung bereitzuſtel⸗ len oder hinſichtlich der Zinfen und Tilgung der Baudarlehen dem Neu⸗Hausbeſitz Erleichterungen zu brachte die ſchwer verletzten Verunglückten in der Nacht ins Krankenhaus Groß⸗Gerau, von wo ſie heute früh durch die freiw. Sanitätswache ins Herz⸗ Jeſuhoſpital überführt wurden. Schäden im Rhein-Nahe-Gebiet dt. Bingen a. Rh., 6. Auguſt. Die weiter eingegangenen Meldungen aus dem Rhein⸗Nahegebiet laſſen erkennen, daß das Unwetter am Mittwoch abend doch verſchiedentlich beträchtliche Schäden angerichtet hat. Am meiſten mitgenommen wurde das untere Nahegebiet und der vor⸗ dere Hunsrück. In den meiſten Orten fanden die von der Höhe kommenden Waſſerfluten nicht ſchnell genug Abflußmöglichkeit und überſchwemmten ſo Straßen und drangen in Häuſer, Ställe und Kel⸗ ler ein. Darunter hatten zu leiden Münſter⸗Sarms⸗ heim lallerdings in geringerem Maße), Bad Kreuz⸗ nach, Weinsheim, wo in einem Hauſe die Bewohner ſogar in das obere Stockwerk flüchten mußten und das Vieh in den Stallungen teilweiſe bis an die Bruſt im Waſſer ſtand, ferner in Rüdesheim, Strom⸗ berg, Gutenberg, wo beſonders viele Häuſer Waſſer hatten, und in Schweppenhauſen. Auch hier wurden mehrere Wohnhäuſer heimgeſucht. So ſtand das Waſſr in einem Haus kniehoch. Selbſt die älteſten Leute können ſich eines ſolch ſchweren Unwetters kaum erinnern. In manchen Gemarkungen wurden Fruchthaufen fortgeſchwemmt. Groß iſt natürlich der Schaden durch das Abflözen des Bodens. Der ſtarke Hagelſchlag in Verbindung mit dem Sturm hat ferner an den Obſtbäumen beträcht⸗ lichen Schaden angerichtet. Inwieweit Schaden an den Rebſtöcken und Trauben entſtanden iſt, läßt ſich gegenwärtig noch nicht ſagen. Man darf aber an⸗ nehmen, da die Trauben durch das dichte, kräftige Laub geſchützt ſind, keine größeren Verletzungen der Beeren entſtanden ſind. Im rheinheſſiſchen Nahegebiet hat das Wetter weniger ſtark getobt. In der Binger und Büdes⸗ heimer Gemarkung iſt bei dem wolkenbruchartigen Regen Flözſchaden entſtanden. Beſonders ſchwer wurde ein Jungfeld der Weinbaudomäne mitgenom⸗ men. Zwiſchen Bingen und Büdesheim waren an einer Stelle die Straßenbahnſchienen der Binger Nebenbahnen in Höhe von etwa 15 em mit Schlamm und Sand, aus einem Weinberg herrührend, über⸗ zogen.— In Wonsheim ſchlug der Blitz in den Turm der eangeliſchen Kirche. Es war ein kalter Schlag, doch wurde das Turmdach ſtark be⸗ ſchädigt. Auf der rechten Rheinſeite ging das Wetter glimpflicher vorüber. Ein Ausläufer ſcheint ſtärker das Gebiet um Lorch getroffen zu haben und zwar war es hier der ſtarke Regen, der bei Lorch große Geröllmaſſen aus den Weinbergen zu Tal führte und damit die Gleiſe der Strecke Wiesbaden—Nieder⸗ lahnſtein bedeckte, ſodaß der Zugverkehr nur mit größter Vorſicht bzw. durch Einrichtung eines ein⸗ gleiſigen Betriebes aufrecht erhalten werden konnte. -Hypothekenzinſen b gewähren. Die verſchiedenen Eingaben an dieſe Stellen ſind leider noch nicht über die wohlwollende Erwägung hinausgekommen. Beſonders bedauerlich iſt die Tatſache, daß ein Geſuch der Vereinigung Neu⸗Hausbeſitz an die Di⸗ rektion der Städt. Sparkaſſe vom 11. März wegen Verbilligung der Zinſen der 1. Hypothek nur mit einer bedeutungsloſen Zwiſchennachricht be⸗ antwortet wurde. Ein zweites Geſuch vom 17. Juli blieb, als man von einer Abſicht der Sparkaſſe zur Zinserhöhung hörte, unbeantwortet. Dieſes zweite Geſuch enthielt die Bitte, im Hinblick auf die von Mieterſeite verlangte Senkung der Mieten doch von einer Zinserhöhung der 1. Hypothek abſehen zu wollen. Nach den neueſten Gerüchten iſt trotzdem eine Erhöhung der Zinſen für 1. Hypotheken um 2 v. H. erfolgt, eine enorme Steigerung! Dieſer Beſchluß der Städt. Sparkaſſe iſt im In⸗ tereſſe der Allgemeinheit tief bedauerlich, weil da⸗ durch dem Verlangen der Mieter auf Sen⸗ kung des Mietzinſes nicht Rechnung getragen wer⸗ den kann und die Lage vieler Neuhausbeſitzer ſich infolge ihrer finanziell ſchwachen Poſition noch kata⸗ ſtrophaler geſtaltet. Es wäre erſte Pflicht der maß⸗ gebenden Behörden, ſich endlich der Frage des Neu⸗ Hausbeſitzes und der Neubau⸗Mieter anzunehmen und dieſe zu einer für die Betroffenen befriedigen⸗ den Löſung zu führen.* Sondergaſtſpiel Jazz⸗Matz im Flugplatz⸗Caſino Trotz der ſchlechten wirtſchaftlichen Lage hat die Wirt⸗ ſchaftsleitung des Flugplatz⸗Caſino keine Koſten geſcheut, um den Gäſten etwas außerordentliches zu bieten. Das erſte Gaſtſpiel des Funkorcheſters Jazz Matz wies einen Beſuch von etwa 500 Perſonen auf. Bei den Aus⸗ loſungen von Freiflugſcheinen wurde allgemein bedauert, daß es zu wenig waren. Wie wir heute ſchon nerſichern können, wird die Wirtſchaftsleltung den vielen Wünſchen Rechnung tragend in Kürze den Geſellſchaftstanzabend wie⸗ derholen. A * Sportabend im Rennwieſengarten. Der Verein für Körperpflege von 1886 veranſtaltet am Samstag im Garten des Rennwieſenreſtaurants einen Sportabend. Das reich⸗ haltige Programm bringt rhythmiſche Uebungen mit dem Rundgewicht, einen Ringerreigen, eine Demonſtration des vlympiſchen Dreikampfes im Gewichtheben, Kunſtjonglie⸗ ren und Kunſtradfahren. Reinfrank⸗ Bft 86. der ſechsfache deutſche Meiſter und Europameiſter im Mittel⸗ gewicht, Kieſer⸗Spg 84 Mannheim, der füdweſtdeutſche Meiſter im Halbſchwergewicht, und Haier⸗R Tus Mannheim, der Bundesmeiſter des Reichsbahn⸗Turn⸗ und Sportbundes im Schwergewicht, werden im Gewichtheben mit ihren Höchſtleiſtungen aufwarten. Die Rundgewichts⸗ riege des Vfct 86 wird mit ihrem Auftreten unter Beweis ſtellen, daß ſie des fünfmaligen deutſchen Meiſtertitels würdig iſt. Im Boxring werden Kremer und Knuß⸗ mann vom Rustg Lampertheim, Allgeier⸗SpVg 84 Mannheim, Bahr, Schmitt und Schwarz vom Vfct 8 Zeugnis ihres auten Könnens ablegen und intereſſante Kämpfe liefern. Mon darf mit Recht gute Leiſtungen auf allen Gebieten des Sportobends erwarten. Beſchäftigungsverbot für die Gemeinden * Kaiſerslautern, 5. Aug. Das Arbeitsamt Kai⸗ ſerslautern hat an die Gemeinden ſeines Bezirks ein Rundſchreiben ergehen laſſen, wonach das Beſchäf⸗ tigen von Arbeitsloſen un d Ausge⸗ ſteuerten durch die Gemeinden zur Erlangung eines Anſpruchs auf Arbeitsloſenverſicherung ver⸗ hoten iſt. Kommunale Chronik Auch Ettlingen gegen das badiſche Notgeſetz * Ettlingen, 5. Aug. Der Ettlinger Ge⸗ meinderat hat beſchloſſen, ſichdem vom Badiſchen Städteverband eingeleiteten Vorgehen der anderen Städte gegen das Notgeſetz der badiſchen Regierung vom 9. Juli 1931 anzuſchließen und Klage beim Staatsgerichtshof auf Feſtſtellung der Rechtsungül⸗ tigkeit des Notgeſetzes zu erheben, ferner den Antrag auf Aufhebung des Notgeſetzes beim Reichspräſiden⸗ ten zu ſtellen und Beſchwerde bei der Reichsregie⸗ rung mit demſelben Ziele einzulegen. Zur Durch⸗ führung dieſer Maßnahmen wird der Oberbürger⸗ meiſter der Landeshauptſtadt Karlsruhe bevoll⸗ mächtigt. Kleine Mitteilungen Der Bürgerousſchuß Schonach hat den Vor⸗ anſchla mit 25 gegen 21 Stimmen abgelehnt. Dem Voranſchlag der Kurverwaltung ſtimmte er dagegen mit 34 gegen 12 Stimmen zu. Im Schopfheimer Bürgerausſchuß wurde der Dienſtvertrag des am 30. Juni neugewählten Bürger⸗ meiſters Dr. Kefer, Badenweiler, behandelt. Der Ver⸗ trag ſieht einen Gehalt von 9000, vor, das ſich durch Wohnungsgeld, Aufwandsentſchädigung und Kinderzulagen auf 11 400, erhöht. Die Stadtkoſſe trägt den geſamten, an die Fürſorge zu bezahlenden Betrag von 1940, da⸗ gegen gehen 1000 J, die der Bürgermeiſter ols Vorſitzen⸗ der der Sparkaſſe Schopfheim erhält, ſowie ähnliche Ein⸗ nahmen aus Amtshandlungen u. dergl. an die Stadtkaſſe. Das Gehalt ſelbſt verringert ſich durch die Abzüge aus den Notverordnungen um 17 bis 18 v. H. In der nament⸗ lichen Abſtimmung traten 35 Gemeindeverordnete für und 24 gegen die Annahme des Vertrages ein, der ſomit eine Mehrheit gefunden hot und angenommen iſt. 5 4 5 Schöffengericht Mannheim Triebhaft veranlagt Ein durch Vererbung unglücklich belaſteter Menſch iſt die 28 Jahre alte M. A. aus Viernheim, die vor dem Schöffengericht wegen Betrug und Dieb⸗ ſtahl ſteht. Mit ihrer Ehe beginnt ihr Unglück. Schläge und Beſchimpfungen gab es häufiger als har⸗ moniſches Zuſammenleben. Endlich reißt ſie ſich vom ihrer Häuslichkeit los. Ihr Mann leitete die Schei⸗ dung ein. Trotzdem kommen dieſe beiden Menſchen nicht auseinander. Den eingeklagten Unterhaltslohn von wöchentlich 25 Mark holt der Mann wieder voll⸗ ſtändig bei ihr ab. Sie gibt ihm das Geld, unter⸗ ſtützt ihn mit Lebensmitteln, wäſcht ihm ſogar noch die Wäſche. Und woher nimmt ſie Alles? Sie ſtiehlt! Stiehlt für den Mann, von dem ſie zwei Kinder hat. Den Herrſchaften, bei denen ſie bedienſtet iſt, nimmt ſie Geld aus Brief⸗ und Handtaſchen, Schmuck und ſonſtige Wertgegenſtände. In Geſchäften macht ſie die bekannten kleinen Manöver. Sie tätigt Einkäufe gegen Ratenzahlungen und verſetzt am gleichen Tage die Gegenſtände im Leihhaus. Als alles zuſammen⸗ bricht, machte ſie den dümmſten und zugleich gemein⸗ ſten Streich. Auf die Anzeige ihres letzten Dienſt⸗ herrn, der ſie des Diebſtahls von—400 Mark be⸗ zichtigt, läßt ſie durch ein Anwaltsbüro mit Klage wegen übler Nachrede drohen. Ihr früherer Brot⸗ herr ſoll nicht nur alles zurücknehmen, ſondern auch noch eine Buße zahlen. Und ſie hatte die Diebſtähle doch begangen! Dieſer Streich wurde ihr übel ver⸗ merkt. Vor dem Richter ſucht ſie dieſe Handlung mit ihrer Verzweiflung zu begründen. Medizinalrat Dr. Götzmann hält die Angeklagte für einen trieb⸗ haften, hemmungsloſen Menſchen mit vererbtem geiſtigen Defekt. Staatsanwalt Jäger verkennt in ſeinem Plädoyer nicht die eigentlichen Motive, die die Angeklagte zu den Taten trieb. In ſeinem An⸗ trag von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis billigte er ihr weitgehendſte Berückſichtigung zu. Rechtsanwalt Dr. Weindel bittet nochmals um Milde und erhebliche Herabſetzung der beantragten Strafe. Das Schöffen⸗ gericht erkennt unter dem Vorſitz von Amtsgerichts⸗ rat Dr. Petters auf 7 Monate. Die Angeklagte bricht nach der Verkündung laut weinend zuſammen. Zuchthausſtrafen für ungetreue Sparkaſſen⸗ beamte * Offenburg, 6. Aug. Vor dem hieſigen Schöf⸗ fengericht hatten ſich geſtern die beiden Beamten der Städtiſchen Sparkaſſe G. und G. wegen Amts⸗ unterſchlagung, Betrugs und Urkundenfälſchung zu verantworten. Die Angeklagten wurden zu Zucht⸗ hausſtrafen verurteilt, und zwar der eine, der die Anregungen zu den Verfehlungen gegeben hat, zu 1 Jahr 9 Monaten Zuchthaus und 1000/ Geldoͤſtrafe, im Erſatzfalle zu weiteren 20 Tagen Zucht⸗ haus, der andere zu 1 Jahr 4 Monaten Zucht⸗ haus und 500/ Geldſtrafe und im Erſatzfall zu 10 Tagen Zuchthaus. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihnen auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt. Die Angeklagten waren geſtändig, daß ſie ſeit den Jahren 1924⸗25 Gelder im Geſamtbetrage von 38 253 Mark veruntreut haben. In dem Urteil wurde feſt⸗ geſtellt, daß beide bewußt und gewollt zuſammen gearbeitet haben. 8. Auguſt: Zeitweiſe wolkig, kühler und ſtrichweiſe Regen bei weſtlichen Winden Wetlter⸗Nachrichten der Vadiſchen Landeswelterwarte Karlsruhe Beobachtungen der Landeswetterſtellen.36 Uhr vormittags See. Luft⸗ 2 a i See 3 SE E 2 Wind Höh. dri Ss e Wetter u. inn A Ss 8 Richt. Starte Wertheim 151— 19 21 15 SW. leicht halbbedeckt Königsſtuhl] 563 757,5 15 14 16 NW leicht Nebel Karlsruhe 120 758,1 19 29 18 SW leicht bebeckt Bad.⸗Bad 21375950 117 2 17 SW leicht bedeckt Villingen 712 759,9 15 14 14 8 leicht Regen Bad. Dürrh. 701[— 1423 11 S leicht Regen St. Blaſien 780— 14 28 18 ſtill— Regen Badenweil.] 422 760,0 18 285 15 SW, leicht bebeckt Feldbg. Hof 1275 636. 7 18 9 S, friſch Regen Ueber Skandinavien iſt eine breite Rinne tiefen Luftdrucks entſtanden, die ſich weit nach Süden über Deutſchland bis zum Mittelmeer erſtreckt. Die Wetterlage hat ſich damit grundlegend geändert, ſo daß die Hitze⸗ und Gewitterperiode der letzten Tage nunmehr beendet iſt. Ueber Eng⸗ land ſind kühlere maritime Luftmaſſen nach dem Feſt⸗ lande vorgedrungen und haben bereits Südweſt⸗ deutſchland erfaßt. Da die Luftzufuhr aus Nordweſten anhalten wird, ſteht kühleres und un beſtän⸗ diges Wetter bevor. Reiſewetter Nordſee: 16—17 Grad, trüb und Regen, geſtern veränderlich. Oſtſee: 19 Grad, heiter, geſtern Gewitter. Harz und Thüringerwald: 15—18 Grad, wolkig, geſtern ſchwül. Rhein⸗ und Weſergebiet: 16—18 Grad, wolkig, ge⸗ ſtern zeitweiſe heiter, Gewitter und ſchwül⸗ Fichtelgebirge, Erzgebirge u. Sudeten: 1720 Grad, heiter, geſtern ſehr warm, meiſt heiter. Alpen: 15 Grad, meiſt Regen(Zugſpitze Gewitter), geſtern mehrfach Gewitter und ſchwül. Flugwetter Das Wetter iſt jetzt wieder weſtlich orientiert und hat unbeſtändigen Charakter angenommen. Die Höhenwinde kommen einheitlich mit—10 Metern pro Sekunde aus Weſt und ſind böig. Die untere Wolkengrenze liegt in 500—1000 Meter Höhe. Waſſertemperaturen(heute früh 8 Uhr): Rhein(in Mannheim) 20 Grad Rhein(bei Rappenwörth) 21 Bodenſee(bei Konſtanz) 1 g „Ich möchte Ihnen mit⸗ teilen, daß wir ſchon Über Immer weiße Zähne 15 Jahre die Jahnpaſte 77 ͤ Chlorodont benutzen. Noch nie hat ſie uns enttäuscht! Wir hatten immer Weite Zähne und einen angenehmen Geſchmack im Munde, umſoſſehr⸗ da weir ſchon längere Zeit das Chlorodont⸗Mundwaſſer benutzen. Auch benutzt die ganze Familie nur Chlorodont⸗Zahnbürſten.“ gez. C Chudoba, Fr.....— Man verlange nur die echte Chlorodont⸗ Zabhnpaſte. Tube 54 Pf. u. 90 Pf., und weiſe jeden Erſatz dafür zurück, 5 ſchule bedarf dringend der Erweiterung. Sie ſich deſſen, gnädiges Fräulein. lern zum bildhaften Ste ein— ich laſſe das Bild nachher holen.“ 4. Seite/ Nummer 362 Neue Mannheimer Zeitung/ Abeud⸗Ausgabe Aus Vaden Ein Badener bei der Arktis⸗Expedition * Karlsruhe, 6. Aug. Wii erſt nachträglich bekannt wird, hat an der Arktis⸗Forſchungsfahrt des Luft⸗ ſchiffes„Graf Zeppelin“ auch ein gebürtiger Badener, Univerſitätsprofeſſor Dr. Auguſt Karolus⸗Leipzig (gebürtig aus Reihen im Kraichgau), teilgenommen. Prof. Karolus hat ſich als Gelehrter und Forſcher auf dem Gebiete der Fernbildübertragung einen Namen gemacht. Für 100 000/ Hochwaſſerſchäden in Baden⸗Baden * Baden ⸗Baden, 6. Aug. Der durch die Hoch⸗ waſſerkataſtrophe in der Nacht zum Montag entſtan⸗ dene Schaden wird nach einer vorläufigen Schätzung des Stadtbauamtes auf rund 50—60 000% geſchätzt. Der Schaden des Hochwäſſers vor mehreren Wochen beziffert ſich auf etwa 40 000 /, ſodaß in kurzer Zeit ein Geſamthochwaſſerſchaden von rund 100 000, entſtanden iſt. Soweit bis jetzt feſtgeſtellt werden konnte, haben die Hochwaſſer am ſchlimmſten an den Bach⸗ und Flußläufen gewütet. Die Wie⸗ derherſtellungsarbeiten der aufgeriſſenen Straßen⸗ decken und der verwüſteten Waſſerläufe dürften mehrere Wochen in Anſpruch nehmen. Autounglück * Baden⸗Baden, 6. Aug. Geſtern abend iſt das Kleinauto des Friſeurs Eſſig aus Oos in voller Fahrt gegen den die Straße überquerenden Gruben⸗ zug des Baden⸗Badener Kieswerkes gefahren. Der Anprall war ſo ſtark, daß das Auto völlig zertrüm⸗ mert wurde. Beide Inſaſſen, der Beſitzer und ein 21jähriger Sohn des Adler⸗Wirtes Ibach, wurden auf die Straße geſchleudert, wo ſie ſchwer ver⸗ Letzt liegen blieben, Im Kurort tödlich verunglückt * Achern, 6. Aug. In Bad Kiſſingen, wo er zur Erholung weitte, iſt Gemeinderat Huber, der dem Zentrum angehörte, auf der Treppe ſeines Hotels infolge eines Schwindelanfalls vornüber abgeſtürzt, wobei er ſich einen ſchweren Schädelbruch zuzog. Er ſtarh, ohne das Bewußtſein wiedererlangt zu haben. * K. Neckargemünd, 6. Aug. Unter dem Vorſitze von Gerichtsaſſeſſor Schmitt fand die Ziehung der Neckargemünder Gewerbelotterie im Bürgerauſchußſgale ſtatt. Der erſte Hauptgewinn im Werte von 500, fiel auf das Los 9622, ein weiterer Hauptgewinn im Werte von 400/ auf Nr. 8957, ein Gewinn im Werte von 200/ auf 6316 und zwei Ge⸗ Winne im Werte von je 100/ auf die Nrn. 15 020 ubnd 7601. Die Gewine ſind Sachgewinne. L. Lützelſachſen, 4. Aug. Einer der älteſten Ein⸗ wohner der Gemeinde, Maurermeiſter Valentin Lochbühler, konnte hier in großer geiſtiger und körperlicher Rüſtigkeit ſeinen 80. Geburtstag begehen. Seit 35 Jahren iſt der Jubilar im Stif⸗ tungsrat der kathol, Pfarrei Hohenſachſen. L. Roth, 5. Aug. Die hieſige Kleinkinder⸗ Durch den Beitritt zu einer ſüddeutſchen Bauſparkaſſe konnte der hieſige Vinzentiusverein 15—16 000% als Bauzuſchuß erhalten. Es ſoll zunächſt ein An⸗ hau an das alte Kinderſchulhaus im Rohbau herge⸗ ſtellt werden. Für den Innenausbau erwartet man ſpäter einen Zuſchuß der Gemeinde, die ſich bis jetzt dem Projekt gegenüber noch ablehnend verhält. * Lahr, 4. Aug. An der ſcharfen Kurve der Land⸗ ſtraße Frieſenheim— Offenburg beim Ortsausgang von Oberſchopfheim, unmittelbar vor dem Gaſt haus zum„Engel“, ſtieß am vergangenen Sonntag abend der 24 Jahre alte Mechaniker Eruſt Ringwald aus Kenzingen auf einem Motorrad mit an der Straßenbordſeite ſtehenden Radfahrern zuſammen. Riugwald kam dabei zu Fall und erlitt einen ſchweren Schädelbruch. Der Verunglückte wurde in das Bezirkskrankenhaus Lahr verbracht, wo er am Montag nachmittag verſtar b. Einer der Radfahrer hat ebenfalls ernſtliche Kopfverletzungen davongetragen. Der Villeneinbruch des Malers Heckendorf * Potsdam, 6. Aug. Donnerstag vormittag begann vor dem Er⸗ weiterten Schöffengericht in Potsdam der Prozeß gegen den Maler Franz Hecken dorf und deſſen Bruder Walter. Seit dem 9. Juli befin⸗ den ſich die Angeklagten in Unterſuchungshaft. Wäh⸗ rend Franz Heckendorf unbeſtraft iſt, hat Walter Heckendorf bereits viele Vorſtrafen, vor allem auch wegen ſchweren Diebſtahls hinter ſich. Die Anklage, die durch Staatsanwaltſchaftsaſſeſſor Bringmann vertreten wird, wirft beiden Angeklag⸗ ten gemeinſamen Diebſtahl in der Villa Dr. Jeidels in Wannſee, ferner Walter Heckendorf gemeinſamen Diebſtahl in der Villa von Dr. Göritz⸗ Geltow, Franz Heckendorf Hehlerei, außerdem noch beiden Brüdern gemeinſame Hehlerei vor. Während Franz Heckendorf die Akademie in Berlin bezog und in München und Paris weiter ſtudierte, wandte ſich Walter Heckendorf dem Handel zu. Sein Jahres⸗ einkommen bezeichnete Franz Heckendorf mit 12000 bis 15000 Mark. Walter Heckendorf hatte dagegen ein ſehr geringes Einkommen und kam dadurch auf die ſchieſe Ebene. Als den Angeklagten der Diebſtahl in der Villa in Wannſee vorgehalten wurde, bei dem eine wertvolle Bronzeſtatue abhanden kam, ent⸗ ſchuldigte ſich Walter Heckendorf damit, er habe von der Statue einen Abguß herſtellen wollen und die Abſicht gehabt, ſie wieder zurückzubringen. Der Kunſthändler Dr. Krüger gab Franz Heckendorf dann noch weitere Aufträge auf wertvolle Teppiche, Gemälde(Rembrandt, Liebermann). Franz Hecken⸗ dorf ſetzte ſich deswegen mit ſeinem Bruder Walter in Verbindung, will aber nicht gewußt haben, daß die dann beſchafften Sachen aus Diebſtählen ſtamm⸗ ten. Es kam dann ein weiterer Einbruch bei einem gewiſſen Dr. Hahn in Wannſee zur Erörterung. Das Gericht verurteilte Franz Heckendorf wegen Unterſchlagung und Untreue zu vier Mo⸗ naten Gefängnis und einer Bewährungsfriſt von drei Jahren. Der Haftbeſehl wurde aufgehoben. Walter Heckendorf erhielt wegen Unterſchla⸗ gung in einem Fall und Hehlerei in zwei Fällen ein Jahr ſechs Monate Gefängnis. Der Haftbefehl bleibt aufrechterhalten. Großfeuer in Durlach * Durlach, 7. Aug, Donnerstag nacht brach in der Werkſtätte und im Büro des ehemaligen Schen⸗ kelſchen Anweſens ein Brand aus, der das Ge⸗ bäude vollſtändig in Aſche legte. Der geſamte Ma⸗ terialbeſtand wurde ein Raub der Flammen und mit ihm zwei Autos. Der Schaden beträgt etwa 22 000 Mark. Das Selbſtanſchlußamt Karlsruhe genehmigt * Karlsruhe, 4. Auguſt. Die langjährigen Be⸗ mſthungen des jetzt aus ſeinem Amt geſchiedenen Oberpoſtpräſidenten Lämmlein um die Errichtung eines neuen Fernſprechgebäudes in Karlsruhe haben jetzt zu einem Erfolg geführt durch die grundſätzliche Zuſtimmung des Reichspoſtminiſters. Zwecks Ein⸗ richtung des Selbſtanſchlußbetriebes und eines größe⸗ ren Fernamtes, ferner eines neuen Verſtärkeramtes iſt geplant, auf dem poſteigenen Grundſtück in der Herrenſtraße einen vierſtöckigen Neubau zu errichten. Für dieſen Neubau ſind ſchon erhebliche Vorarbeiten geleiſtet. Nachdem die Baufinanzierung von einem privaten Unternehmen ſichergeſtellt ſein ſein, kann man damit rechnen, daß ſpäteſtens im Herbſt 1932 mit den Bauarbeiten begonnen wird. Der Neubau wird dann vorausſichtlich im Winter 1983 fertiggeſtellt werden können, ſo daß mit der In be⸗ triebnahme des Selbſtanſchlußamtes ſowie des neuen Fernamtes gegen Ende des Jahres 1934 zu rechnen iſt. * * Edingen, 6. Aug. Die Landwirtſchaft iſt noch ſehr eifrig beſchäftigt, die Ernte heimzubringen. Trotz des anhaltenden Regens der letzten Wochen fällt der Ertrag doch noch ziemlich gut aus. Auch der Tabak ſteht in dieſem Jahr außergewöhnlich gut und kann vorausſichtlich etwas früher als ſonſt geerntet werden, vorausgeſetzt, daß nicht noch im letzten Moment von einer höheren Gepalt Schaden angerichtet wird. Der Landwirtſchaft iſt gerade in dieſem Notjahr ein guter Ernteertrag zu gönnen, ſind doch Steuern und Abgaben kaum mehr aufzu⸗ bringen. L. Hohenſachſen, 4. Aug. Auf dem Wege nach Großſachſen verlor an einer abſchüſſigen Stelle der Straße die gjährige Eliſabeth Becker die Herrſchaft über ihr Fahrrad, kam zu Fall und trug ſo ſchwere Verletzungen davon, daß ſie im Heidelberger Krankenhaus ſofort operiert werden mußte. J. Oeſtringen, 4. Auguſt. Im Alter von beinahe 90 Jahren iſt hier Frau Berta Greulich geb. Schmitt, die Witwe des früheren langjährigen Bür⸗ germetſters, geſtorben. * Aus der Pfalz Nach ſchwieriger Fahndung identifiziert * Ludwigshafen, 6. Aug. Beim Frankenthaler Kanal wurde, wie berichtet, am 14. Juni eine unbe⸗ kannte männliche Leiche aus dem Rhein ge⸗ ländet. Nach einer ſchwierigen Fahndung gelang es jetzt der Rheinpoltzet, den Unbekannten zu identi⸗ fizteren. Es handelt ſich um den aus Dielsdorf in der Schweiz ſtammenden Konditor Walther Bach⸗ mann, der ſich zuletzt auf Reiſe befand. Zum Autounglück bei Grünſtabt * Grüunſtadt, 7. Aug. In Ergänzung unſerer Mit⸗ teilung iſt zu melden, daß es ſich bei den Inſaſſen des verunglückten Autos um die Familie Neu⸗ maier aus Karlsruhe(Kaiſerſtraße) handelt. Neu⸗ maier befand ſich als Vertreter auf einer Geſchäfts⸗ tour. Preßluftfüllung ſpreungt ein Autorad— Ein Knabe tödlich verletzt * Kaiſerslautern, 6. Aug. Auf dem Wittelsbacher Platz wollte anläßlich des heutigen Wochenmarktes der Chauffeur de Händlers Heinrich Koob II aus Fußgönheim einen Radreifen des Laſtkraftwagens mit Preßluft aufſpumpen. Da an der Preßluftfhaſche kein Manometer war, wurde der Reifen anſcheinend iübberfüllt und plötzlich exploſionsartig auseinander geriſſen. Die herausgeſchleuderten Gummi⸗ und Eiſenteile trafen den in der Nähe ſtehenden 10 Jahre alten Erwin Gaß aus Biſſersheim derart ſchwer, daß er tot zu Boden fiel. * * Neuſtadt a.., 6. Aug. Am Samtag abend erſchoß ſich der in der Rathausſtraße wohnende Bauhilfsarbeiter Joſeph Geiger. Die Urſache dürfte in ehelichen Auseinanderſetzungen und wirt⸗ ſchaftlicher Notlage zu ſuchen ſein. * Hauenſtein, 4. Aguft. Viele hieſige Schuh⸗ fabriken, die bislang voll und nur mäßig ver⸗ kürzt arbeiteten, ſahen ſich neuerdings in Anbetracht der fortſchreitenden Verſchlechterung der Arbeits⸗ marktlage gezwungen, wöchentlich—4 Tage zu ar⸗ beiten. Weitere Einſchränkungen ſtehen bevor. * Dirmſtein, 6. Aug. Der Landwirt Joſef Strack hatte Beſuch aus Amerika erhalten, worüber er ſich in ſeiner Freude über das Wiederſehen der⸗ art aufregte, daß er einen tödlichen Schlag⸗ an fahl erlitt. * Sippersfeld, 6. Auguſt. Der 27 Jahre alte ver⸗ heiratete Landwirt Friedrich Täffner II hat ſich am Dienstag in ſeiner Scheune erhängt. Wirt⸗ ſchaftliche Sorgen ſollen der Grund zur Tat ſein. Freitag, 7. Auguſt 1931 r Kleine Nachrichten Drei Opfer des Mains * Frankfurt a.., 6. Aug. In der Alten Brücke angelte Mittwoch nachmitta jährige Arbeiter Schuler, als epileptiſchen Anfall erlitt, und ertrank. * Offenbach a.., 6. Aug. Gegenüber der Bad anſtalt im Induſtriehafen fiel der 29jährige Ott Haſenzahl angeblich infolge von Krämpfen in 175 Main. Er ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht 15 den konnte. 8 * Stockſtadt a.., 6. Aug. Beim Main an der heſſiſch⸗bayeriſchen Grenze Mittwoch nachmittag der Rahor aus Zellhauſen. Nähe der ttag der 4, .gals er plötzlich einen Schuler fiel in den Majin Baden im 3 ertrank 18jährige Bäckergeſele Beim Spiel mit der Puppenküche verbrannt * Lohr a.., 6. Aug. In Sondelbach bei Loht ſpielte die vierjährige Anni Strobel zuſamm mit ihrer Freundin mit ihrer Puppenküche, deſen Herd ſie dabei mit Spiritus übergoß und anzündete Das Feuer griff die dünnen Kleider der kleinen Strobel, die ſofort einer Flammenſäule glich, Das Kind erlitt ſo ſchwere Brandwunden, daß es nat kurzer Zeit verſtar b. Auch das mitſpielende g die Tochter des Arbeiters Ruf, trug ſchwere Brand. wunden davon. Todesſturz in die Tenne. * Sobernheim(Nahe), 6. Aug. Der 58 Jahre alte Landwirt Jakob Heß, der von ſeiner Scheune in die Tenne ſtürzte, blieb mit einem Schädelbruch tot liegen. Um ihn trauern neben der Witwe ſechs Kinder. Große Hochwaſſerſchäden * Vaihingen, 7. Aug. Ueber den W olkenbruch am Dienstag vormittag wird berichtet, daß in Kleinglattbach das Waſſer bis zu einem Meter in den Kellern ſtand. In den Textilwerken am Reichsbahnhof drang das Waſſer in den Webſaal ein, ſo daß der Betrieb geſchloſſen werden mußte. In Horrheim überflutete das Waſſer die ganze Ge⸗ gend, alles mit ſich reißend, was ihm im Wege lag, Es erreichte eine Höhe bis zu 17 Meter ſtellenweiſe ſogar 2 Meter. Die Ställe mußten geräumt wer⸗ den. Die Keller ſtanden völlig unter Waſſer. Der darin gelagerte Wein iſt zum größten Teil vernich⸗ tet. In den Weinbergen wurde das Erdreich auf⸗ gewühlt. . Chefredakteur: Kurt Fiſcher Verantwortlich für Politik: H. A Meißner Feuilleton: Dr. Stefan Kayſer Kommunalpolitik u. Lokales Richard Schönfelder„Spon u. Vermiſchtes: i. V: Kurt Ehmer- Handelsteil: Kurt Ehmer ⸗Gerſch u. alles übrige: i..: Richard Schönfelder„ Anzeigen u, geſchaſſl. Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim„Herausgeber Drucker u. Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. mbh, Mannheim, R 1,—8 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung erfolgt nur bel f Rückporto NM Zz VEREINS- KALENDER Sonntag, 9. August Odenwaldklub E..: Wanderung nach Speyer..30 Uhr ab Altrip(Halteſtelle der Straßenbahn). Rückfahrt 18.30 Uhr mit fahrplan⸗ mäßigem Köln ⸗Düſſeldorfer Dampfer, 19.45 Uhr An⸗ kunft in Mannheim. Ermäßigter Fahrpreis im Vor⸗ verkauf 80 3. Fahrkartenausgabe an den Klubabenden im Kaufmannsheim, O 1. 10—11. Donnerstag, 13. August Badiſch⸗Pfälziſcher Luftfahrtverein, Mannheim: Treffpunkt jeden Donnerstag abend im Palaſthotel Monnheimer Hof, Klublokal in den Kellerräumen neben der Weihenſtephanſtube.— Motorflugſchule jeben Abend ab 5 Uhr auf dem Flugplatz. — Nachdruck verboten.— —.———;—:..—. !!... ͤ d e ERRECOHTSSCHU TZ VERLAG O. MISTER, WER DAU/ SA. 20 Sein Geſicht nahm einen bedauernden Ausdruck an. Dann ſagte er mit überraſchender Herzlichkeit: „Ihr Verlöbnis hat reinſte Frucht getragen. Freuen Dies Bild iſt wirklch ein großer Wurf. Sie dürfen es nicht be⸗ halten.“ „Wie meinen Sie das? Ihr Verſprechen, Herr Wollermann!“ „Ich denke daran, und ich rede auch gar nicht von verkaufen, aber Sie werden mir geſtatten, das Bild auszuftellen.“ „Sie wollen es ausſtellen? In Ihrem Schau⸗ feuſter. Unter den Linden? Unmöglich! Nachdem was ich Ihnen eben geſagt habe.“ „Wenn es um große Dinge geht, hat das Per⸗ ſönliche zurückzutreten. Ueberwinden Sie ſich und verſchieben Sie nicht auf ſpäter, was Sie heute tun können. Später hätte es nur den halben Wert. Das Volk will ſeine Helden ſehen, nicht nur im Film und in illuſtrierten Blättern, ſondern auch in von Künſt⸗ Ausdruck gebrachter Geſtalt. Wenn ich das Gemälde heute ausſtelle, ſo wird das ein Ereignis für Tauſende ſein. Uebernächſte Woche ſind die Ausſcheidungskämpfe, überlegen Sie, welche Bedeutung es hat, wenn gerade jetzt ſein Bild vor aller Augen ſteht.“ „Sie verwirren mich. Was würde man dazu ſagen? Taktloſigkeit“ „Fürchten Sie den Klatſch kleiner Geiſter? Takt⸗ los? Wem gegenüber wäre es denn taktlos? Willigen Er Ich kann doch nicht Es wäre eine grobe hielt ihr offen die Rechte hin. Zögernd legte ſie die ihre hinein.„Sie tragen die Verantwortung.“ „Für alles, was daraus entſtehen kann“, erwiderte er zufrieden lachend.„Wir werden einen ſchweren goldenen Rahmen nehmen.“ Er hatte es auf einmal ſehr eilig und verab⸗ ſchiedete ſich. Kaum eine halbe Stunde ſpäter er⸗ ſchienen zwei Angeſtellte der Firma und holten das Bild. Als ſie es hinunter trugen, war es Ria, als verlöre ſie den Geliebten zum zweiten Male. *** Gerd Teſſara war wieder hergeſtellt. Er trat ſogar ſchon wieder auf. Doch vom Sport wollte er nichts mehr wiſſen. Eine kleine Schwäche war zurück⸗ geblieben. Vielleicht hätte ſie ſich durch neues Trai⸗ ning überwinden laſſen, aber er verſuchte es gar nicht mehr. Es war aus! Er empfand einſtweilen einen e gegen alles, was mit Sport zuſammen⸗ hing. Didring war untröſtlich. Aber Teſſara hatte doch einen Troſt für ihn, indem er ihm einen Scheck ſandte, der ſich ſehen laſſen konnte. Und Fanny? Mit Fanny war eine völlige Wand⸗ lung vorgegangen. Die Kataſtrophe hatte ihr Inner⸗ ſtes aufgewühlt. Ihr übertriebener Ehrgeiz für den Ruhm des Bruders war verflogen. Sie war glücklich, daß er mit dem Leben davongekommen war. Auch ihr Empfinden für Falk hatte ſich geändert. Sie war ſich darüber klar geworden, daß ſte ihn nie erringen würde. Ste hatte verſpielt und mußte ab⸗ treten. Es galt nur noch, ſich einen guten Abgang zu ſichern. Die Fahrt nach Hollywood war“ beſchloſſene Sache. Vor ihrer Ausreiſe gaben die Geſchwiſter Teſſara ein großes Feſt. Hunderte von Einladungskarten wurden verſandt, nicht nur an perſönliche Bekannte; es war beinahe eine öffentliche Angelegenheit. Gerds Bühnengenoſſen waren faſt vollzählig da. Filmgrößen waren erſchienen, Künſtler und Wiſſen⸗ ſchaftler. Auch die Sportwelt war vertreten. Eine glänzende Veranſtaltung: Feſtmahl, Baſar, Theater, Tanz, Jahrmarktstrubel durch ein Gewirr von Sälen. Fanny war die Königin eines Sektzeltes. Gerd tanzte auf der Bühne einen grotesken Abſchiedstanz. Ein Modeeinakter ging über die Bretter. Film⸗ ſzenen flimmerten. Mehrere Orcheſter ſpielten. Falk irrte durch das Gewühl. Er hate den Tiſch verlaſſen, an dem er mit Bekannten ſas Es war ihm geweſen, als ſei in der Menge Rias Geſicht auf⸗ getaucht. Aber er mußte ſich getäuſcht haben: Er fand ſie nicht. Plötzlich ſtand Lilly Lambsdorff vor ihm und hielt ihn lachend an:„Auch da, Herr Doktor? Ste machen ja Geſchichten, alle Zeitungen ſind voll von Ihnen. Brillante Reklame!“ „Was heißt Reklame! Ich bin kein Berufsſportler. Wann ſind Ste denn zurückgekommen?“ „Vom Piz Nair? Vorgeſtern.— Ich war tatſäch⸗ lich auf dem Piz Nair. Mit Führung, aber ohne Herrn Kolokrotropos.“ Sie ſah ſich um.„Wo ſteckt er denn? Er iſt näm⸗ lich auch hier, müſſen Sie wiſſen. Hängt an mir wie eine Klette. Kommen Sie doch mit, Herr Doktor, mein Vater wird ſich freuen.“ Falk folgte höflich. Der Bankdirektor ſaß allein in einer Ecke. Werner fand, daß er ſchlecht ausſah Er erkundigte ſich teilnahmsvoll nach ſeinem Er⸗ gehen. „Danke, mäßig, Herr Doktor!“ „Sie hätten damals mit mir nach dem Süden gehen ſollen.“ „Das hätte ich wahrhaftig tun ſollen. Dann wäre ich vielleicht heut noch ein reicher Mann.“ Falk ſah ihn fragend an.„Papa hat Verluſte ge⸗ habt,“ flüſterte Lilly. „Guten Tag, Herr Doktor!“ ſagte eine Stimme hinter ihm. Falk wandte ſich um. Der Grieche! Lambsdorffs Mienen belebten ſich.„Nehmen Sie Platz, meine Herren.“ Die beiden Männer ſetzten ſich und auch Lilly ließ ſich an dem kleinen runden Tiſch nieder. Falk konnte von ſeinem Stuhl aus den ganzen Saal überblicken. Seine Augen gingen ſuchend hin und her.— Wenn er ſich vorhin nicht getäuſcht hätte, wenn Ria doch hier war? ö Er beteiligte ſich unaufmerkſam an der Unter⸗ haltung. Lilly verſuchte mit ihm zu flirrten, er be⸗ merkte es kaum. Das aber fiel ihm auf, daß der Bankdirektor Kolokrotropos mit großer Zuvor⸗ kommenheit behandelte und ihm Schmeicheleien über ſein Vaterland ſagte. Iſt Lambsdorff ſchwachſinnig geworden, dachte er, daß er dem jungen Mann zu Gefallen redet, als hätte er einen Truſtmagnaten vor ſich? Oder ſteckte in dem Griechen mehr, als es den Anſchein hat? Es ſteckte allerdings etwas ganz Beſonderes nicht in, ſondern hinter Kolokrotropos: Eine drei⸗ ſtellige Millionenziffer. Er war der Sohn eines ber reichſten Männer ſeines Landes. f Lambsdorff ſah in ihm ſeinen Retter: Den millio⸗ nenſchweren Schwiegerſohn. Er zürnte der Tochter, daß ſie ſein Werben nicht ernſt nahm. Lilly verſuchte eben einen neuen Angriff auf Falk, Dieſer aber ſchaute wie gebannt über die Tiſche. Aergerlich folgte ſie ſeinem Blick. Ria Hillroth! Sie kam von zwei Herren begleitet, aus dem Theaterſaal und verſchwand zwiſchen den Zelten. „Sie entſchuldigen,“ ſagte Falk zu Lambsdorff, er⸗ hob ſich und eilte davon. Lilly war ebenſo verdutzt wie empört. Der Zorn trieb ihr das Blut in die Wangen. Plötzlich rief ſie mitten in die Unterhaltung der Herren:„Ich möchte tanzen, Herr Kolokrotropos.— Du erlaubſt, Papa? „Aber natürlich.“ Sie nickte dem Vater zu. Papachen.“ Er ſah ſie verwundert an. Ihre Stimme hatte ſeltſam warm geklungen. Im Saal war eben kein Tanz. der Nachbarſäle klang Jazzmuſik. ging ſie mit dem Griechen hinüber.. Sie glitten dahin. Willig wie nie ließ ſich Lilly von ihm führen. 5 Er fühlte es.„Lilly! Möchten Sie ſo mit mit durchs Leben tanzen?“ „Ja!“ hauchte ſie. 5 Sie tanzten den Tanz wie in einem Rauſch zu Ende. Dann gingen ſie mit flammenden Geſichtern zu Lambsdorff zurück. Der ſah mit froher Ahnung in ihre glänzenden Augen.„Lilg „Ja, Papa, wir haben uns eben verlobt.“ Er ſtreckte ihnen die Hände entgegen, lachend, „Bleib hier ſitzen, Aber aus einem Arm in Arm huſtend, ſich verſchluckend.„Kinder!“ Er umarmte e Gerettet! „Sekt!— Sekt!“ An den Nachbartiſchen horchte man auf. Nach wenigen Minuten wußte es der ganze daß ſich Lilly Lambsdorff verlobt hatte. **. Falk ſchob ſich durch die Menge, die ſich zwischen den Baſarbuden und Zelten drängte. Er hielt nach Ria Ausſchau, ſpähte in alle Winkel. deckte ſie nirgends. Fortſetzung folgt.) Saal, kind, Aber er ent⸗ ö Iſt reichen Bergei und ih lichen Deutſe rade b Alb die geſtalt findet bes S ſuchen! Echaß tritt, zwiſche geben das ki ſtigen lüſten, b Aufbli ihren dem h dem 10 Fried Ein ſtaura und 1 Auffül! reizen Kunſtf vorrat guarti Gelege haben. In und 0 . nach ö agen 7 Ihren aus d hinauf nige 6 Talkef friedli einige ein B kurzer Berge die A! Schl. Wi chen! Stand hier zu lä gebun ziele fen 5 Waſſe Neuff Tübin ſtolzer Wer kenne a. Verun Alb und L lung, kunft und 1 1 „Po Ausrei reiſe⸗ G verordi größere Aug u Auswa Gbe Reise befreit der ſie glere, Beſuch Kotego dein. der De hafen ſtrecken den, u führun giere, gen, zi dlichte land a über 1 erwähn Häſen ſofort 1 1 telle lan⸗ An⸗ Bor⸗ den otel oben 8 — — 2 Freitag, 7. August 1931 Die Neulinge und Münfinger Alb Iſt die ſchwäbiſche Alb mit ihren abwechſlungs⸗ en Landſchaftsbildern, den ſteilen Felsgruppen, en, Hügeln und Tälern, ihren Buchenwäldern und ihren Weiden, den zahlreichen Burgen, lieb⸗ ichen Dörfern und aufſtrebenden Städten unſtreitig Deutſchlands ſchönſtes Wandergebirge, ſo bietet ge⸗ zade das Gebiet der Reutlinger⸗ und Münſinger Alb die günſtigſte Gelegenheit, die einzigartigen, viel⸗ geſtaltigen Reize der Alb kennen zu lernen. Hier indet der Wanderer zu allen Jahreszeiten ſo viel Schönen und Sehenswerten und der Erholungs⸗ chende ſo manches herrliche Ruheplätzchen. Wo die az aus den ſteilabfallenden Albbergen hervor⸗ tritt, breitet ſich Reutlingen im weiten Tal zwiſchen Achalm und Georgenberg, ſchützend um⸗ geben von einem Kranz ſtolzer Berge. Reich pulſiert das kulturelle und wirtſchaftliche Leben in der ein⸗ ſtigen freien Reichsſtadt. Wen ſollte es nicht ge⸗ lüſten, die hiſtoriſch do bedeutungsvolle, in ſtolzem 7 Aufblühen ſtehende Stadt kennen Zu lernen, mit ihren Toren, Brunnen und Kirchen, insbeſondere dem herrlichen gotiſchen Bau der Marienkirche aus dem 18. Jahrhundert und mit den Denkmälern von jebrich Liſt und Hermann Kurz. Eine große Zahl guter Hotels, Gaſthöfe und Re⸗ ſtaurants bieten den Gäſten beſte Verpflegung und Unterkunft. Die allſonntäglich ſtattfindenden Aufführungen von Wagners„Lohengrin“ in dem reizend gelegenen Naturtheater bilden für den Kunſtfreund ein beſonders lohnendes Ziel. In her⸗ porragender Weiſe eignet ſich Reutlingen als Stand⸗ quartier, um von hier aus in reichlichſtem Maße Gelegenheit zu lohnendſten Albwanderungen zu haben. In kurzer Folge führen Straßenbahn, Autolinien und Eiſenbahn die Fremden und Wanderluſtigen nach Eningen, dem gewerbereichen Pfullin⸗ gen und nach Gönningen, ſchön gelegenen Orten mit beſtens empfohlenen Gaſtſtätten, von wo aus die ſchönſten Ausflüge angetreten werden, und hinauf auf die Hochfläche der Alb. Durch das anmu⸗ lige Echaztal geht es nach dem maleriſch in tiefem Talkeſſel liegenden Honau. Allzuſehr lockt das friedliche, als Luftkurort bekannte Dörfchen mit einigen guten Gaſthöfen zum Aufenthalt, bei dem ein Beſuch der Olgahöhle nicht vergeſſen wird. In kurzer Zeit windet ſich die Zahnradbahn am ſteilen Bergesabhang hinan auf die Höhe der Alb, indes die Augen ſich am Glanzpunkt dieſer Gegend, am Schloß Lichtenſtein ergötzen. Wieder bietet ſich in dem freundlichen Albſtädt⸗ chen Münſingen dem Wanderer ein günſtiges Standquartier und gut geführte Gaſthöfe laden hier und in Auingen den Erholungsſuchenden zu längerem Aufenthalt ein. In der näheren Um⸗ gebung Reutlingens locken als lohnendſte Ausflugs⸗ ziele das reizende Städtchen Urach mit ſeiner al⸗ ten Burgfeſte Hohenurach und dem toſenden WMaſſerfall, die mächtige Burgruine des Hohen⸗ Neuffen, das am ſteilen Neckarufer ſich aufbauende Tübingen, Schwabens Univerſitätsſtadt, und die auf ſtolzer Bergeshöhe thronende Burg Hohenzollern. Wer es ſich zur lohnenden Aufgabe macht, die Alb kennen zu lernen, dem werden Aufenthalt und Wan⸗ derungen im Gebiet der Reutlinger und Münſinger Alb ſo manches unerwartet Schöne, Intereſſante und Lehrreiche zugleich bieten, und er wird Erho⸗ lung, Kräftigung und neue Geſundheit finden. Aus⸗ kunft und Führer durch Verkehrsverein Reutlingen und Umgebung. reiche Fr Auslandsreiſegebühr Die Woermann⸗Linie und Deutſche Oſt⸗Afrika⸗Linie kitten um Veröffentlichung des nachſtehenden Abſotzes über die Ausreiſegebühr von 100 J, ſoweit dieſe Verordnung die Reiſenden der beiden Linien angeht. „Paſſagiere, die zum Zwecke der Auswanderung ihre Auskeiſe nach Afrika antreten, können von der Auslands⸗ reiſe⸗Hebühr gemäߧ 3, Abſotz 2 der Durchführungs⸗ verordnung befreit werden, wenn eine Beſcheinigung einer ſößeren Auswanderer⸗Beratungsſtelle vorliegt, wonach der Auswanderer dieſer Stelle gegenüber die Abſicht zur Auswanderung gloubhaft gemacht hat. Ebenſo könnew guf Grund des gleichen Paragraphen Reif ende noch Afrika von der Auslandsreiſe⸗Gebühr befreit werden, ſoweit ſie einen Vertrag vorlegen können, der ſie zur Arbeitsaufnahme im Ausland verpflichtet. Paſſa⸗ lere, die ihren Wohnſitz in Afrika haben und nur zum Heſuch in Deutſchland weilten, dürften ebenfalls unter dieſe Kotegorie fallen und von der Zahlung der 100„befreit Alen, Wos den Ferienreiſen⸗Verkehr mit den Dampfern der Deutſchen Afriko⸗Linien nach und von den Mittelmeer⸗ een angeht, ſo haben auch die Reiſenden für dieſen Teil⸗ eckenverkehr Anſpruch, von der Gebühr befreit zu wer⸗ ben, und zwar auf Grund des 8 9, Abſotz 6 der Durch⸗ führungs⸗Verordnung. Dieſer Abſatz beſagt, daß Paſſa⸗ lere, die ihre Reiſe in Deutſchland beginnen und beendi⸗ gen, zu der Zahlung des Betrages von 100/ nicht ver⸗ 11 80 ſind, ſofern ſich der einzelne Aufenthalt im Aus⸗ 55 1 der benutzten Verkehrsmittel nicht 1 70 5 Stunden erſtreckt.»In dieſem Zuſammenhang ſei Hf nt, daß die Ferienreiſenden, die in ausländiſchen gaſen ſich an Bord unſerer Dampfer einſchiffen wollen, nach Ankunft des Schiffes an Bord Wohnung nehmen wünen, um auf alle Fälle einen längeren Aufenthalt on zand zu vermeiden. . noch beſonders darauf hingepieſen, daß Afriko⸗ ie Abäte 2 alen de, ſoweit ſie, wie oben erwähnt, unter kalen, ſich 1115 6 des 83 der Durchfügrungs⸗Veroronung Lerbindun 8 der zuständigen Paß⸗Polizei⸗Behörde in ef den belt en müſſen und bei dieſer unter Hinweis Lezahlung. Paragraphen, durch den ſie von der der En r 5 11 befreit ſind, den Vermerk:„von befreit⸗ kung der Auslanödsreiſegebühr i für ihren Paß beantragen. „ annheimer Zeitung r Von Urach zum Lichtenſtein Am glühheißen Sommertag fielen wir ſchnaufend und ſehr höhendurſtig im vertrauten Reutlingen ein. Alte Kirchenpracht überſtrahlt ſein heimeliges Stadtbild, ſeine ſtillen Winkel, Laubengaſſen und Brunnenplätze. In den mooſigen Mauergärtlein hängt der Holunder Rieſenſträuße aus; längſt blühen die Linden, über jeden Weg ſtreicht Roſenduft: der Sommer ſchafft aus dem warm geborgenen Talgrund im Albvorland einen üppig blühenden Garten. Hoch und blau ſteht, als Schattenmauer, die Alb vor Reut⸗ lingens Toren. Wer ihre Sommerſchönheit kennt, wer nur einmal echte Albluft trank aus meilenweiten Wäldern, kräutereichen Hochflächen, wer die Höhlen⸗ welt dieſes zerklüfteten Felſenwalles beſtaunte und dann wieder auf einzigartiger„Randwanderung“ von Plateau zu Plateau ſtreifte— der gehört der Alb für allezeit! Gegen 900 Kilometer Wanderwege hat der Schwäbiſche Albverein geſchaffen. Deutſch⸗ lands größter Mittelgebirgsverein, und da die Alb glücklicherweiſe noch nicht kreuz und quer von Bahnen und Kraftpoſten befahren wird, ſo gedeiht hier noch als köſtliche Albblüte das ungeſtörte Wan⸗ dern, Schweifen, geruhſames Weilen. Wir haben den Frühzug nach Urach erwiſcht, Stadt Gberhards im Barte, des„reichſten Fürſten“, deſſen Stammſchloß noch heute neben der koſtbaren gotiſchen Amanduskirche ſteht und manche Erinne⸗ rung an den alten Rauſchebart bewahrt hat, alte Wappentafeln, Malereien, Schnitzwerk im Goldenen und Weißen Saal. Eine landſchaftliche Beſonderheit iſt das bei Urach mündende, ſchluchtreiche Seeburgtal mit der ſchönſten Tuffſteinhöhle der Alb voll ſelt⸗ ſamer Stalaktite und vollendeter kriſtalliniſcher Bil⸗ dungen. In Seeburg läßt es ſich ſommerlang wun⸗ dervoll haufen, wenn einem Urach ſchon zu ſehr„er⸗ ſchloſſen“ ſcheint! In jedem Jahr mit ungerader Zahl feiert Urach im Juli ſein uraltes Volksfeſt des„Schäfer laufs“. Eine wahre Albfreude ſind Aufſtieg und Randwanderung zum Lichtenſte in. Niemals ſind die Buchenmeere um den Uracher Keſſel lichter und heiterer als am friſchen Frühſom⸗ mermorgen, wenn die ganze Welt Sang und Klang ſcheint. Wie ein Ewigkeitswerk tauchen die gewalti⸗ gen Ruinen von Hohen⸗Urach vor uns auf. Hohe Torbogen, Wehrgänge, Mauerkranz der berühmten Trutzfeſte aus dem 11. Jahrhundert. Die weite Baſtivon(702 Meter) blickt übers Urachtal, das her⸗ andrängende Waldgebirg bis zu Stuttgarts Türmen. Die Waldeinſamkeit hat hier eine melodiſche Stimme, den Uracher Waſſerfall. Ein ſilberner Schaumſturz von hoher Steilſtufe der mächtig auf⸗ gemauerten Wand. Von allen Seiten ſtrudeln die Quellen ins felſige Becken, quirlen in Kaskaden zu Tal. Beim Uracher Waſſerfall fängt dann das Klet⸗ tern an. Man erobert zunächſt die Rutſchenfelſen, dann die Gipfel der Hohen Warte(820 Meter), deren Umſchau zu den ſchönſten in Schwaben zählt. Die charakteriſtiſchen Formen der Alb, ihre blendend weißen Kalkriffe, Dolomitennadeln, Türme, Zacken⸗ mauern, zeigen ſich hier in bunten Gruppierungen, und fern im Süden grenzt die Alpenkette mit ſilber⸗ ner Kontur den Horizont. Hier oben beginnt die wechſelvolle Plateauwanderung zum Echaztale hinüber, über wellige Hochflächen, Wald⸗ und Weide⸗ land, blühende Steppe. Verſteckte Dörfer, einſame Höfe, Burgruinen ſtöbert man auf, und immer wie⸗ der zweigen Pfade ſeitab zu ſeltſamen Felsgeſtalten. an ſteilen Rändern: Gelber, grüner Fels, Sonnen⸗ fels und viele andere. Die Tagesſtunden fliegen vorbei wie die Zitronenfalter— dann kommt die Senſation, wenn die Rieſenſpalte des Echaz⸗ tales vor uns aufgeriſſen wird und man vom lot⸗ rechten Abſturz, dreihundert Meter tiefer, die ganze Talfurche mit einem Blick umfaßt. In bunten Farb⸗ tupfen die Gärten von Unterhauſen, Oberhauſen, das herrlich umgrünte Honau. Am jenſeitigen Rand der Kluft ein phau⸗ taſtiſches Gebilde, hingehert aus dem Märchenbuch der Natur: Lichtenſtein! „Aus einem tiefen, grünen Tal ſteigt auf ein Fels gleich wie im Strahl“.... Burg Lichtenſtein, deren keckes Bild in aller Welt bekannt iſt, hat der Sänger Burg Lichtenstein des Lichtenſtein, Wilhelm Hauff, nie geſehen, denn erſt mehrere Tage nach ſeinem Tode gab die„Ro⸗ mantiſche Sage“ Veranlaſſung zum Burgbau. Manches hat ſich ſeit Hauffs Zeiten hier geändert. Von der reizenden Talſtation Honau führt zur „Eroberung“ des Lichtenſtein die einzige Bergbahn der Alb aufs Traiffelbergplateau, wo im Traiffel⸗ berghaus eine ideale Gaſtſtätte für Albwanderer ent⸗ ſtanden iſt. Von hier umgeht man auf faſt alpin wirkender Felſenſtraße die tiefe Dobelſchlucht und wandert ins vielhundertjährige Wald⸗ und Park⸗ reich, das den Lichtenſtein grün und ſchattenkühl um⸗ rauſcht. Hier hat Hauff das originellſte aller Denk⸗ mäler gefunden: auf frei aus der Tiefe aufſchießen⸗ der Felsnadel ſteht die Bronzebüſte des Dichters, das jugendſchöne Antlitz zum Lichtenſtein gewendet. Wundervolle Fernſichten eröffnen ſich vom Schloß und Forſthaus, und nicht weit liegen die geheimnis⸗ vollen„Nebelhöhlen“, wo die Geiſter vom Lichten⸗ ſtein hauſen Johanna Silling- Wiesner. PPP ATVTVFFTFTFTFTFPFPFPFPFPTPPPPVPCͥõꝙ VVP—PPFVV—VPPFÿ»/UIñUUUwUwwwVwwwwwVwTwTwTwwTwVTVbVTwTbVTbwbVTbVbUbUbVbVbVbVbPVFPFPPPVFVFV——wVw————VTVTwVwVwVTVwVwVTVVwVw Aus Bädern und Kurorten Der Beſuch im Schwarzwald In dieſen Tagen jährte es ſich zum fünfzigſten Male, daß in Freudenſtodt der erſte offizielle Kurgaſt erſchien. Der Kurort im württembergiſchen Schwarzwald hat in einem halben Jahrhundert einen glänzenden Auf⸗ ſchwung genommen. Freudenſtadt zählt heute zu den be⸗ deutendſten Höhenkurorten in Deutſchland. Die weit aus⸗ gedehnten Tannenwälder, oͤurchzogen von einem Netz gut⸗ gepflegter Spazierwege, ziehen jedes Johr mehr Fremde, auch aus dem Auslande, an. Trotz der Wirtſchaftslage weilten in den letzten Tagen 2100 Kurgäſte in Freuden⸗ ſtadt, genau ſo viel wie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Bemerkenswert iſt, daß an dem denkwürdigen Montag, an dem die Kriſe in Deutſchland offen zum Ausbruch kam, in Freudenſtadt 108 Reiſende mehr ankamen als abgingen, am Tage darauf waren es genau 100 mehr Ankommende als Abreiſende. Seitdem iſt erfreulicherweiſe das Verhältnis von Ankommenden zu Ab⸗ reiſenden faſt an jedem Tage wie:1 geblieben, ſo daß der Kurort ſtets mehr Ankommende als Abreiſende hat. Unter den Fremden befinden ſich zur Zeit über 300 Aus⸗ länder, vor allem Engländer, Nordamerikoner und Hol⸗ länder. Auch andere Kurorte des Schwarzwaldes melden neuer⸗ dings eine günſtige Frequenzentwicklung, insbeſondere ous dem Ausland. Badenweiler z. B. iſt gut beſetzt, Triberg den wirtſchaftlichen Verhältniſſen entſprechend. Baden Baden, deſſen Saiſon⸗Höhepunkt erſt im Auguſt erreicht iſt, hat zur Zeit zahlreiche Ausländer unter ſeinen Kurgäſten. U. g. iſt auch der Präſident der Neder⸗ landſche Bank, Dr. G. Viſſering, zur Kur dort eingetroffen. Herrenalb, nördl. Schwarzwald Die Veranſtaltungen der Kurverwaltung zeugen von vollem Kurbetrieb. Für Anfong Auguſt ſind wieder die Herrenalber Trachtentage als eine Beſonderheit des Kurortes vorgeſehen. Die Vorſtellungen des Landes⸗ kurtheaters Wildbad, gute Kino⸗ und Tanzabende wechſeln mit den regelmäßigen Kurkonzerten unter neuer Leitung von Kapellmeiſter Fried König⸗Wiesbaden ab. Im herrlichen, neuerbauten Freiſchwimmbad herrſcht buntes Treiben. Ein moderner Ausflugswagen der Reichspoſt ermöglicht in angenehmer Weiſe den Beſuch der Weltbäder Baden⸗Baden und Wildbad und vermittelt unvergeßliche Eindrücke der ſchönſten Londſchaften des nördl. Schwarzwaldes., Trotz der ſchweren Zeit der Gegen⸗ wart hält ſich die Zohl der ankommenden und anweſenden Kurfremden annähernd auf der Höhe des Vorjahres. Der abgekämpfte, verbrauchte Menſch braucht eben Ausſpan nung, zur Zeit mehr als je, die er nirgends beſſer als inmitten der rauſchenden Hochwälder finden kann. Auguſtprogramm in Wildbad im Schwarzwald Den Reigen der beſonderen Veranſtaltungen eröffnet das Tanzturnier um die Sommermeiſterſchoft von Süddeutſchland, das am Samstag, den 1. Auguſt von abends 9 Uhr ab im großen Kurſaal ausgetragen wird. Am 2. Auguſt nachmittags Tanzturnierſchau, am., 10., 17., 24. und 31. abends Sinfoniekonzert, 7. Experimentalvortrag Fredo Marvelli, 8. letzte große Enzanlagen⸗ beleuchtung der Kurzeit 1931, am., 15., 22. Kurhaus⸗ ball, 11., 18. und 25. Filmabende, 14. und 21. Vortrags⸗ abende, 20. kleine Enzpromenodebeleuchtung, 28. Bunter Abend des Landeskurtheaters. Im übrigen täglich mehrere Kurkonzerte und jeden Abend Vorſtellung im Landeskur⸗ theater. Jeden Mittwoch Tanzabend im Kurſaal. 142. Jahrgang/ Nr. 362 Ein Idyll im nördlichen Schwarzwald Das Pfarrdorf Ottenhöfen Von H. v. Boſenſtein Aus der behäbigen Lieblichkeit des vorderen Achertales tragen uns Bimmelbähnle oder Kraft⸗ wagen tief hinein ins Land der Wälder und Berge. Kuliſſengleich öffnen ſich vor uns immer wieder die ſtattlichen Hügel der Hornisgrinde⸗Trabanten, ſchlie⸗ ßen ſich zuſammen, bilden zuletzt einen weitausholen⸗ den Kreis. Er ſchafft die Talmulde Ottenhöfens. Dieſes lichte, räumlich großzügige Pfarrdorf, ſelbſt eine ſchmucke Augenweide, iſt einer der weſentlichſten Stützpunkte im Gebiet der 1164 Meter hohen Hornisgrinde, eines der höchſten Schwarz⸗ waldberge. Am vergnüglich plaudernden Bach, der jungen Acher mit all ihrem Gewirr bemooſter Steine, ſich hinziehend, ſchickt es doch einige ſeiner Höfe und Gaſtſtätten recht unternehmend an den grünen Hängen und Halden ringsum empor. Weite iſt hier in dieſem völlig induſtriefreien Dorfe mit ſeinen ca. 2000 Einwohnern, und der Duft der Wie⸗ ſen, Wälder und Waſſer erfüllt alle Räume. Ottenhöfen iſt für heutige Begriffe ſehr preiswert — 5 bis 6 Mark Penſion—, die Gaſtſtätten ſind gut, ſauber, allen gerechten Anforderungen genügend, oft darüber hinaus. Bei all den Naturſchönheiten rings⸗ um iſt für die Wanderunluſtigen noch eigens ein hübſcher, im vergangenen Jahre meu errichteter Kur⸗ park inmitten des Dorfes vorhanden. Sein eigent⸗ liches Alter ſieht man dem Ort nicht mehr an, denn die von ihrem Burgherrn Ott von Boſenſtein im 15. Jahrhundert erbauten Höfe(Otten⸗Höfe) ſind verſchwunden gleich dem im Bauernkriege zerſtörten feſten Schloß, das ſüdöſtlich auf beſcheidenem Hügel ſtand. Seine Ruine wurde in der merkantilen erſten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Abbruch verſteigert — aber eine waſſerfallumbrauſte Höhle im nahen Gottſchlägtal berichtet noch heute von alter Schuld und Not. Doch nicht dieſe Felsſchlucht allein lockt den Wau⸗ derer zu bewundernder Schau. Nicht allzu fern ſtürzen bei den Kloſterruinen Allerheiligens die Waſ⸗ ſer der Büttenſchroffen über mehr als 90 Meter in die Tiefe, führt der Weg ins Reuch⸗ tal mit ſeiner Romantik und ſeinen Heilquellen. Wir klettern auf all die Berge ringsum mit ihren ſo ganz ſchwarzwaldechten Forſten. Felſenmeere breiten ihre ſteinernen Wellen, ganze Felder lichter Glocken⸗ blumen blühen; aus Brombeergeſtrüpp und dick⸗ beerigem Heidelbeerkraut ſteigt ſchön und giftig der rötlich geſprenkelte Fingerhut. Die baumverlaſſene Hornisgrinde dehnt ihren langen, ſchlanken Rücken, an Felswand und Wald glitzert das dunkle Auge des Mummelſees. Ruheſtein⸗Wolfs brunnen all die Hochmoorſeen um den berühmteſten Bruder am Grin den hang— als höchſtgelegene Ruine des Gebirges das Brigittenſchloß. Wander- Vorschläge Tages wanderung Auerbach, Fürſtenlager, Schloß Schönberg, Dorf Schönberg, Knoden, Seidenbuch, Schlierbach, Ellen⸗ bach, Fürth Bei der Hauptbahn Wanderkarte Nr. 9, Auerbach oder Fürth 2,20 /, bei der O. E. G. 2,10 l. Hauptbahnhof ab:.35,.53, Auerbach an:.59,.20, O. C..⸗Bahnhof, Neckarſtadt ab:.30,.55, Weinheim⸗ Brücke an:.11,.30, Hauptbahnhof ab:.26,.38. Vom Bahnhof öſtlich nach Auerbach. Gegenüber des Gaſthauſes zur Krone Wegweiſertafel. Mit den Neben⸗ linien 9, weißem ſrekrechten auf rotem wagrechten Strich und 11 rotblauem Strich am Bach aufwärts und rechts durch eine ſchöne Allee zum Fürſten lager,„ Stunde, einſtens Fürſtenſitz. Auf dem nicht markierten Hauptweg durch das Fürſtenlager, hier auf Pfad kurz rechts mit rok⸗ blauem Strich allein aufwärts zur Straße nach Schön⸗ berg(Wegweiſer). Durch Feld, mit ſchönem Blick auf Schloß und Kirche Schönberg, abwärts zum Schloß Schönberg, 7 Stunde. Schöner, gutgepflegter Schloß⸗ garten, mit ſeltenen Gewächſen. Auch ſchöner Blick auf die hochgelegene Kirche, ſowie auf Schönberg und das Lautertal. Das Schloß wurde im 13. Jahrhundert erbaut und 1504 von Wilhelm II. von Heſſen zerſtört, aber empfehlenswert wegen der prächtigen Ausſicht und wegen des dahinter liegenden fürſtlichen Frieoͤhofs. Hinunter nach Schönberg mit gleichem Wegzeichen. Die Ortsſtraße links, dann rechts über die Brücke. Bald im Wald und durch einen Hohlweg hinauf zur nahen Höhe. Schöne Höhenwanderung. Nach Verlaſſen des Waldes Zu⸗ ſammentreffen mit der Hauptlinie 1, roter Strich. Rechts ſchöner Blick ins Gronauertal und auf Gronau, links ins Lautertal. Nach einiger Zeit zieht die Nebenlinie rechts ab. Mit rotem Strich in öſtlicher Richtung auf luftiger Höhe hin, mit abwechſelnd ſchönem Ausblick und Rückblick. Wieder ſchöner Wald bis kurz vor Knoden, 2 St. von Schönberg. Hier Uebergang auf die Nebenlinie 9, weißem ſenkrechten auf rotem wagrechten Strich. In gleicher Rich⸗ tung durch den Ort bis zu einem Wegweiſer. Hler rechts geſchwenkt und direkt ſüölich, abermals ſchöner Hochwald. Links um den Krehberg herum, nach Seiden buch, „ Stunde. Von da mit der Hauptlinie 12, gelbes Dreieck abermals rechts geſchwenkt. Durch Feld und Wald ſteil berg ab. Nach Austritt aus dem Walde einzig ſchöner Blick auf Lindenfels und Schlierbach. Zuletzt an einem Bach und an Wieſen entlang, nach Schlierbach,% St. Schlierbach ein ſchöner Ort am Füße der Lützelröder Höhe. Sehenswert das Schild an der Wirtſchaft zum Rö⸗ miſchen Kaiſer, ein Geſchenk des ehemaligen kurpfälziſchen Forſtmeiſters Wrede. Die Wirtsleute beſitzen noch verſchie⸗ dene Raritäten aus der kurpfälziſchen Zeit, Ohne Weg⸗ zeichen das ſchöne Schlierbachkäal direkt ſüdlich abwärts. Balb rechts, bald links des ziemlich wilden Baches, der ein ſchönes Wieſental bewäſſert. Rechts örüben der Weiler Eulsbach. Nach 40 Minuten Ellen bach. Das lang⸗ geſtreckte Ellenbach, wieder ein ſchöner Ort mit vielen, ſehenswerten Fachwerkhäuſern und ſonſtigen großen Bauernhäuſer. Bei den letzten Häuſern rechts über den Bach und das Wieſental vor nach Fürth,, Stunde. Fürth ab: 19.00, 20.32, Mannheim an: 20.39, 22.17, Wein⸗ heim an: 19.42, 21.23, Brücke ab: 19.50, 21.40, Neckarſtadt an: 20.28, 22.18. F. Sch. E I spESsSsART 11 Das aufblühende Reilbau für Herz, Befäffg, Rheuma, Magen, Darm und beher in reizender Lage, mit vorzüglich mildem Klima und drei an Kohlensäure überreichen radioaktiven Sprudeln. Abgestufte Bäderkuren, Trink- und Inhalationskuren. Direkter Versand der Martinusquelle zu Haustrinkkuren. Reiseweg: Von Wächtersbach OD-Zugstation der direkten Strecke Berlin Frankfurt a..) in 15 Minuten. Verlangen Sie kostenlosen Prospekt durch die KRurdirektion.[ Kurverwaltung. Kuthaus⸗Hotel Das führende Haus in Regie der 6. Seite/ Nummer 362 Neue Mannheimer Zei * Fünf 1. Tag: Rinntal, Hermersbergerhof, Eſchkopf, Elmſtein 8 Km.) Markierung t und dann an⸗ haaſmühle ver⸗ Zeichen, das genkommen⸗ en wir om des Welll entlang, arkierung weite nd. Bald en, wir blei links auch den Bach verlaſſend, am latz mit Ruhebänken, vorbei, aufwärts Hermersbergerhof. 1 b ht wir ein Gaſt⸗ ersbergerhof, ſchon von Waldver⸗ aus 10 t, an deren h Stelle haus fi ſehen weither ſie ein pfeln der htbaren 28 Meter hohen, vom Pfälzer errichteten Luitpoldturm. ſchattigem Waldwege gelangen wir in 1 dem ſchön geformten Turm, der aus Bur⸗ erwerk erbaut iſt und im Er ſchoß eine Unter⸗ enthält. Dieſer höchſte Bergturm der Südpfalz, 0 Meter hohen Weißenberg gelegen, erſchließt Ausſicht über den Pfälzer Wald. Nörd⸗ Auf ſchönem 20 Minuten tshe auf dem eine wunderbare lich vom Turme leitet ein Pfad zum Holländer Klotz, n von alten Huteichen umrahmten Raſenplatz mit Aus auf das ausgedehnte herrliche Waldgebiet. Von da man auf guten Waldwegen mit dem Zeichen Kreuz beim„Badiſch Loch“ auf die Hochſtraße, die von Leimen nach Johanneskreuz zieht. Links der Straße befinden ſich noch Jahre 1793, worauf eine in Stein hinweiſt. Vom„Badiſch Loch“ wandern wir auf der Hochſtraße rechts ab und gelangen mit dem Zeichen blaues Kreuz und grünes Kreuz zum Schwarzſohler Jagdhaus. Das grüne Kreuz bringt uns durch ſchönen Wald zur Capitains Hütte. Kurz darnach verlaſſen wir die Hochſtraße und folgen dem roten Kreuz, das uns auf be⸗ guemem Waldwege zum Eſchkopf begleitet. Der Wald⸗ berg Eſchkopf(610 Meter), der ſich zwiſchen Johanneskreuz und Taubenſuhl erhebt, trägt auf ſeinem Gipfel den 20 Meter hohen achteckigen Ludwigstur m. Von der Zinne des Turmes iſt der ganze Pfälzerwald dem Blicke fret enthüllt, und ſicher gehört die Ausſicht vom Eſchkopf⸗ turm zu den eindrucksvollſten der ganzen Pfalz. Vom Eſchkopf folgen wir dem gelb⸗roten Strich, der uns abwärts, bei den„Drei Steinen“ die Fahrſtraße alzwand erung überquerend, auf ſchmalem Waldwege weiter führt zur Mitteleiche. Mehrere Wegkreuzungen. Mit der letzten Bezeichnung an einigen Ruhebänken vorüber, über den Mollberg. Von hier zeitweiſe ziemlich ſteil abwärts, mit herrlichem Blick auf Burg und Ort Elmſtein. 2. Tag: Elmſtein, Helmbach, Frankeneck, Lambrecht (21 Km.) 5 Am nächſten Morgen folgen wir dem Kreuz, das uns parallel zur Bahn auf Landſtraße nach dem nahen Weiler Appenthal bringt. Mitten im Ort finden wir die Ruine einer gotiſchen Kapelle, die nur noch aus einem altersgrauen, dachloſen Turm beſteht. Das aus dem 16. Jahrhundert übrig gebliebene Gemäuer, deſ⸗ ſen Fenſteröffnungen ſpätgotiſche Formen aufweiſen, iſt Eigentum des Pfälzer Verſchönerungsvereins. Nachdem wir Appenthal hinter uns haben, verlaſſen wir die Land⸗ ſtraße, überqueren den Speyerbach und die Bahnlinie und benützen den ſchönen ſchattigen Waldweg, der parallel zur Bahn läuft. Das gelbe Kreuz bringt uns nach der Helm⸗ bacher Mühle und an der gleichnamigen Bahnſtation Zeichen gelbes vorüber. Nachdem der Weg einen Bogen beſchrieben hat, gelangen wir zum Forſthaus Breitenſtein und zu der gleichfalls im Walde gelegenen Bahnſtation. Die Namen rühren von der auf einem Bergvorſprung gelegenen Burg Breitenſtein her, deren unbedeutende Reſte von der Station aus zu ſehen ſind. Gut erhalten iſt nur noch die Schildmauer. Am Waldrande weiter gelangen wir mit gelben Kreuz an der Ruine Spangenberg vorüber nach Erfenſtein. Oberhalb von Erfenſtein finden wir die gleichnamige Burgruine. Die der Erfen⸗ ſtein gegenüberltegende Burg Spangenberg wurde durch den Biſchof von Speyer erbaut; zerſtört wurde ſie im 30jährigen Kriege. Im Tal, in nächſter Nähe der zwei Burgen, ſteht das Erfenſteiner Forſthaus. Das vorgenannte Wegzeichen bringt uns weiter auf dem am Berghange hinziehenden Waldwege, mit Blick auf die Station Eſthal; der Ort ſelbſt liegt 1½ Stunden entfernt, ſpäter auf die Station Frankeneck; am Schießhaus vorbei, über die Kuh⸗ brücke nach Lambrecht. 3. Tag: Lambrecht, Lambertskreuz, Wachenheim(28 Km.) Am dritten Tage folgen wir wiederum dem gelben Kreuz. Dieſes Wegzeichen führt uns durch Lambrecht, bald über die Bahnanlagen und in einem herrlichen Wieſentale bequem aufwärts, dem eutgegenkommenden Lahrbache entlang. Unterwegs teilt ſich die Markierung, wir folgen der rechts im Walde bald im Zickzack auf⸗ wärts führenden. Oben auf einem etwas breiterem Wege W 1 2 roi 7 2 tung/ Abend⸗Ausgabe Freitag, 7. Auguſt 1991 5 h hinzukommenden Wegbezeichnung blau⸗weißer J bringt. Schutzhütte. Das letztgenannte Zeichen gel mit der noc Scheibe zum Lambertskreuz. In der Nähe ſteht die vom Pfälzer Waldverein errichtete Schutzhütte, in der Sonn⸗ und Feiertags Wirtſchaftsbetrieb herrſcht. Von hier mit gelbem Strich links ab, kommt man nach 5 Minu⸗ ten am Naden brunnen vorüber und gelangt nach einer weiteren Viertelſtunde zu den„Sieben Wegen“. Von da bringt uns der Wegweiſer an einer halbzer⸗ fallenen Schutzhütte und an der nebenſtehenden mehrhun⸗ dertjährigen Friedrichsbuche vorbei zum Fried⸗ richs⸗ oder Siegfriedsbrunnen. Vom Brun⸗ nen zu den„Sieben Wegen“ zurück und mit blauem Strich aufwärts zu dem von hier aus ſichtbaren Drachenfel⸗ ſen(573 Meter). Vom Drachenfels etwas zurück bis auf die Markierung gelb⸗roter Strich, dieſer folgt man links ab, im Tal über die Fahrſtraße und auf der anderen Seite auf ſteinigem Waldwege aufwärts zum Jag d⸗ ſte in. Hier links ab durch Nadelholzwald, taucht bald die Forſthausruine„Kehr dich an nichts“ auf. Weiter mit der vorgenannten Markierung kommt man bald zu dem öſtlich vom Forſthaus liegenden Wartturme „Murr mir nit viel“, von dem man prachtvolle Ausſicht hat. Der gelb⸗rote Strich führt bald an der„Dicken Eiche“ vorbei, über den Bretter Kopf zu der Schutzhütte „Drei Eichen“. Von hier begleitet uns eine grüne Scheibe auf weißem Viereck durch das herrliche Poppental. Wenn die Markierung aufwärts führt, verlaſſen wir dieſe und folgen dem ſich durch das Tal ſchlängelnden Bächlein, das uns nach Wachenheim, dem aus dem Mittelalter ſtammenden Städtchen bringt. 4. Tag: Wachenheim, Heidenlöchter, Eckkopf, Deides⸗ heim(25 Km.) Der vierte Tag führt durch dieſen bekannten Weinort, und gelber Strich bringt uns aufwärts, mit Blick auf die auf einer Anhöhe dicht bei der Stadt gelegenen male⸗ riſchen Ruine, der Wachten⸗ oder auch Geiers burg ge⸗ nannt. Dem gelben Strich folgen wir weiter, kurz dar⸗ auf am Anfange des Waldes kreuzt das Zeichen weiß⸗roter Strich, dem wir links ab folgen, teils am Hange des Ber⸗ ges, teils durch Wald am Hinterbrunnen vorüber zu den auf dem Kirchenberge liegenden Heiden⸗ löchern. Die Kuppe des Kirchenberges iſt von einem ſteinernen Bergwall umzogen, deſſen Innenraum die Hei⸗ denlöcher einnehmen. Es ſind dies die Ueberreſte einer vorgeſchichtlichen Anſiedlung oder einer Fliehburg. Von den Heidenlöchern bringt uns das Zeichen„H“ (weſtl.) auf den Eckkopf, einem 516 Meter hohen be⸗ waldeten Berg, von dem ſich prächtiger Rund⸗ und Fern⸗ blick bietet. Roter Kegel begleitet uns in ca. 1½ Stunden zum Forſthaus Rotſteig. Weißem Strich folgen wir links abwärts, in etwa 10 Minuten ſtoßen wir auf blau⸗gelben Strich, der uns links ab um den Zimmer⸗ und Horenberg herum zu dem am vorderen Langenberg liegenden Bergſattel„Weißen Stich“(472 Meter) uns am Grimmeiſen brunnen vorbei romantiſche Martental, ſpäter Mühltal gen Ende des Tales bietet ſich von dem Deidest durch 5 annt. esheimer Wein. turm eine prachtvolle Ausſicht. Neben dem bisheri Wegzeichen bringt uns der rote Strich durch Weinen nach Deidesheim. Wetuberge In Deidesheim, dieſem alten aus dem ach Jahrhundert ſtammenden Städtchen bekommen 10 achten ſchiedene Sehenswürdigkeiten zu ſehen. ir ver⸗ So z. den Jahren von 1462 bis 1478 erbaute S bie i die innen und außen alte Kunſtwerke aufmweiſt. Stadthaus mit ſeiner Doppelfreitreppe hat Gepräge. In der Deichelgaſſe bildet die zung eine Sehenswürdigkeit. hat noch altez Feigen⸗Anpflan⸗ 5. Tag: Deidesheim, Klauſe, Weinbiet Neuſtadt(26 Km.) Am fünften Tage bringt uns der rot zum Weinturm und am Rande des Kaſtani des Weiß⸗roter Strich, der hinzukommt, begleite il. Ende eines kleinen Hochtales, Klauſe genannt ficht 5 Wallfahrtskapelle mit den 14 Leiden 11 im prächtigen Hochwald von Edelkaſtanken. Der 99 rote Strich beſchreibt bald einen Bogen, geht dan 9 55 Zickzack, wiederum einen großen Bogen beſchreibend 1 er uns zur Schwarztrauber mühle. Von 90 0 gen wir dem rot⸗weißen Strich durch das idylliſche 90 bachtal dem entgegenkommenden Mußbache entlang bis 15 ehemaligen Benjen⸗Mühle. Hier benützen 5 5 975 vom Pfälzer Waldhaus kommende Zeichen 96h10 Strich, das links aufwärts uns in ca. 1½ Stunden 221 Weinbiet, 554 Meter, führt. 2 5 Die Kuppe des Weinbiets iſt mit Nadelholz bewachſen teils auch mit Felsblöcken bedeckt, zwiſchen denen ſich der Weg zu dem auf der Höhe ſtehenden Turm hinwindet Von der Plattform hat man herrlichen Blick über die Rhen ebene gegen Taunus, Odenwald, Schwarzwald bis 0 zum Murgtal und im Norden und Weſten bis zum Di nersberg und Hunsrück. Neben dem Turme befindet ſich eine vom Pfälzer Waldverein errichtete Schutzhütte. Vom Weinbiet folgen wir dem Wegweiſer„Zur Wolf burg“ mit dem Zeichen blaue Scheibe auf bequemen Fußwege am Kamme des Berges hin. Aufragende Fels⸗ gruppen bieten unterwegs mehrmals günſtige Ausſichts⸗ punkte, ſo der Bergſtein und weiter unten nahe ber Walfsburg der Hohfels; beide ſind abgeplattet und mit Schutzgeländer verſehen. a Die Wolfsburg(280 Meter), die bald erreicht iſt, wurde im 15. Jahrhundert vom Kurfürſten der Pfalz zum Schutz ſeiner Stadt Neuſtadt errichtet. Sie fiel dem Dreißig⸗ jährigen Kriege zum Opfer. Bei der Ruine finden wir ein Schutzhäuschen und dabei eine Ausſichtsterraſſe mt Ruhebänken. Blaue Scheibe bringt uns auf dem näcchſten Wege an einem ſchönen Brunnen vorüber nach Neu ſta bt „Wolfsburg, e Strich wieder r Inh Pension Parkhaus Zink Nahe Allee u. Kuranlagen, Zentr.-Heizung, flieg. Wass, Pens.-Pr. Mk..50 bis 10.—. Ab.: J. M. Goetz Prosp. 8 7 A Baden-Baden „Hotel Augustabad“ Gut bürgl. Familienhotel mit Wein⸗ u. Bier⸗ reſtaurant, nächſt den Kur⸗ u. Badeanſtalten. Altbekannt für vorzügliche Küche und Keller. Zimmer ohne Penſ. v. 2/ an, mit Penſ. v. 7 an. Garage. Tel. 871. Beſitzer: A. Degler. Dörr Sriwt-Sensiom! 2 Ballrechien-Hülheim aden Land. Staubfreie, ruh. Lage a..⸗Walde, Nähe Bad Krozingen. Neu einger. Zimmer mit Lauben. Gutbürgerl. Küche, auch Friſchkoſt, eig. Obſt⸗ Wein, Milch. Penſion.50—4 l/. R. Kind. . Bernet Gasthaus u. 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Diefer Aus⸗ ſchuß wird die weitern Maßnahmen zur Wiederaufrichtung der Landesbank in die Wege leiten. Den Vorſitz im Aus⸗ ſchuß hat Staatsfinanzrat Weltzten. 5 a .—— 25 5 Abſchluß der Schröder-Sanierung Die Verhandlungen über die Sanierung der J. F. (Schröder Bank Ka., Bremen, ſind nunmehr endgültig zum Abſchluß gekommen. Der Treuhänder ſteht noch mit der Reichsbank in Beſprechungen, die die Beſchaffung der itotwendigen Mittel zur Wiederöffnun g der (Schalter unter Bereitſtellung der dazu erforderlichen Unterlagen zum Ziel haben. Man hofft noch heute mit der Bekanntgabe des geſamten Sanierun gs programms an die Oeffentlichkeit treten zu können. Die Wiederauf⸗ nahme des Zahlungsverkehrs dürfte ſpäteſte n 8 am Montag erfolgen. * Volksbank Neuſtadt a. d. H. In der geſtrigen HV. der Neuſtadter Volksbank, Neuſtadt o. d.., gab Bank⸗ direktor Komm.⸗Rat Saul einen Bericht über die Wirt⸗ Auf die Verhältniſſe bei der Volksbank Neu⸗ ſtadt eingehend konnte er an Hand der vorliegenden Zahlen nachweiſen, doß die Entwicklung der Genofſen⸗ 95 aft in den erſten ſechs Momaten des laufenden Jahres trotz der Ungunſt der Verhältniſſe gute Fort⸗ chrätte gemacht hat. Der Stand der Bilanzſumme mit 5 528 897/ iſt gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 1930 annähernd der gleiche geblieben, zeigt aber gegenüber dem Stand vom 30. Juni letzten Jahres einen Fortſchritt. Der Kreis der Sparer hat ſich erweitert, ſo daß die Ein⸗ lagen auf 3 112 828 anwachſen konnten. Die Mitglieder⸗ zahl iſt von 2076 auf 2124 geſtiegen. Die Zahlungsbereit⸗ ſchaft der Volksbank iſt unverändert günſtig, Halbjahres verluſt der Magdeburger Bergwerks-A. Das erſte Semeſter 1931 hat wiederum mit einem Ver⸗ luſt abgeſchloſſen, nachdem aus den Vorfahren ein Geſamt⸗ perluſt von 2,3 Mill.„ übernommen worden iſt. Infolge Her ſtarken Einſchränkung des Syndikats, kann ein Vor⸗ teil aus den in den letzten Jahren vorgenommenen durch⸗ greifenden Moderniſierungen der geſamten Anlagen ſo gut wie nicht erreicht worden. Die Frage, unter welchen Um⸗ ſtänden die Geſellſchaft dem neuen Ruhrkohlenſyndikat bei⸗ tritt, iſt durch Schiedsſpruch dahin entſchieden worden, daß die Zeche eine Zuſatzquote von 125000 Tonnen erhält, wo⸗ durch die Geſamtbeteiligung im Syndikat auf 1025 000 Tonnen anſteigt. Die Verwaltung hält gegenüber der außerordentlich ſtark geſtiegenen Leiſtungsfähigkeit der Zeche den Beteiligungszuwachs für viel zu gering, um die Geſellſchaft zur Rentabilität bringen zu können, ſchon deshalb, weil der Quotenzuwachs einer ſtarken Einſchrän⸗ kung mitunterliegt. 7 72 33 Keine Waggonaufträge in Sicht Kaſſel, 7. Auguſt.(Eig. Dr.) Der Generaldirektor der Reichsbahngeſellſchaft, Dr. Dorpmüller, hat auf eine Eingabe des Kaſſeler Oberbürgermei⸗ ſters Dr. Stadler, im Intereſſe der Beſchaffung von Arbeit der Lokomotivpfirmen Henſchel u. Sohn ſowie der heiden großen Waggonfabriken in Kaſſel und Niederzwehren bei Kaſſel, Aufträge zu übertragen, geantwortet, daß die Reichsbahngeſellſchaft in abſehbarer Zeit nicht in den Lage ſei, zuſätz liche Be ſte lu m⸗ gen auf Lokomotiven oder auf Eiſenbahnwagen zu ver⸗ gebe n, da die Reichsbahnfinanzen dies unter gar keinen Unſtänden geſtatten. 8 i * Duro AG., Berlin— Kapitalerhöhung. Die der Koks⸗ u. Chemiſche Fabriken Ah naheſtehende Geſellſchaft, die die Herſtellung der Nitrozelluloſelacke in Zuſommen⸗ arbeit mit dem amerikaniſchen Dupont de Nemours⸗ Konzern betreibt, beontragt in einer ab. HV. am 1. Sep⸗ tember eine Erhöhung des Grundkapitals von bisher 15 Mill.„ um einen Betrag von 500 000/ durch Ausgabe neuer Stammaktien. Deutſche Luft-Hanſa AG., Verlin Steigerung im Perſonenverkehr Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, hat die Rationaliſtierung des Streckennetzes bei der Deutſchen Luft⸗Hanſa weitere Fortſchritte gemacht. Im Jahre 1931 werden nur 59 Strecken geflogen gegenüber 65 im Vorjahr und 72 im Jahre 1929. Der Anteil am Ge⸗ ſamtſtreckennetz beträgt für das laufende Jahr für die Linien bis 300 Km. 28,8 v.., von 300700 Km. 45,8 v. H. und über 700 Km. 25,4 v. H. Die bisher vorliegenden Er⸗ gebniſſe der erſten 4 Monate des Geſchäftsjahres 1931 geſtatten allerdings noch keinen Geſamtüberblick, da die Monate Juli bis September ausſchlaggebend für das Ge⸗ ſamterträgnis ſind. Von Januar bis Mai iſt auf Grund der Tarifſenkung, der günſtigen Witterung und nicht zu⸗ letzt infolge des wachſenden Vertrauens des reiſenden Publikums zur Sicherheit des Flugzeuges die Zahl der zahlenden Paſſagiere um 32,4 v. H. gegenüber der Ver⸗ gleichszeit des Vorjahres geſtiegen. Die Einnahmen hier⸗ aus haben ſich um 12,5 v. H. erhöht. Die Frachteinnahmen weiſen einen Zuwachs von 1,4 v.., die Einnahmen aus Poſtbeförderung von etwa 7 v. H. auf. Im Perſonen⸗ verkehr iſt im Juli gegenüber Juli 1930 ein leichter Rückgang, von Mitte des Monats ab eine—3proz. Stei⸗ gerung zu beobachten geweſen. Die Finanzkriſe hat ſich naturgemäß auch bei der Luft⸗Hanſa fühlbar gemacht, namentlich im Auslandsverkehr(durch die Ausreiſegebühr von 100%). Im Luftpoſt⸗ und Zeitungsdienſt ſind dagegen Spitzenleiſtungen zu verzeichnen. Der Frachtverkehr iſt im Berichtsmonat um—10. v. H. gegenüber Juli 1930 geſtiegen. Abend- Ausgabe Nr. 362 Am 17. Auguſt Wiedereröffnung der Vörſe? Offizieller Verkehr, Freiverkehr oder privater Effektenhandel? Einer offiziöſen Meldung iſt zu entnehmen, daß ſich die Reichsregierung u. a. auch mit der Frage der Wieder⸗ aufnahme des Börſenverkehrs beſchäftigt. Man hofft, nach völliger Beſeitigung der Zahlungsſchwierigkeiten den Ver⸗ ſuch zur Ingangſetzung des Effektenhandels wagen zu kön⸗ nen und nennt hierfür als Datum den 17. Auguſt. Nach⸗ dem der Zahlungsverkehr zur allgemeinen Ueberraſchung ſich verhältnismäßig ſchnell eingeſpielt hat, liegt es nahe, auch die andern durch die Kreditkriſe in Unordnung ge⸗ brachten Faktoren wieder in das normale Bett zu leiten. Hierher gehört in erſter Linie das Börſengeſchäft, das man auf die Dauer als Sammelbecken des Kapitals nicht ent⸗ behren kann. Ueber eins muß man ſich aber klar ſein: eine etwaige neue Schließung würde unüberſehbare Konſe⸗ quenzen nach ſich ziehen. Deswegen bleibt der Schritt nach allen Richtungen hin reichlich zu überlegen, damit nicht über einen neuen Börſenkrach das ganze Wirtſchaftsgefüge wieder aus den Fugen geht. Waß ſpricht für und was gegen die Eröffnung der deut⸗ ſchen Börſen? Abgeſehen von der Notwendigkeit, den Bankiers und Maklern wieder Arbeit und Verdienſt zu eröffnen, muß ein Ventil für das Entlaſtungsbedürfnis der Kundſchaft und der einzelnen feſtliegenden Realkredit⸗ inſtitute geſchaffen werden. Da die Banken mit dem Debitorenabbau ernſt gemacht haben und hierbei in erſter Linie die Effektenbeſitzer daran glauben müſſen, iſt es notwendig, einen breiten Markt für die Aufnahme des Materials zu ſchaffen. Daneben empfiehlt ſich die Oeff⸗ nung der Börſen auch im Intereſſe des deutſchen Kredits. Das Ausland iſt an der deutſchen Wirtſchaft immer noch mit einem Betrage von 16—17 Mrd./ beteiligt und ein jeder möchte eine Bewertungsgrundlage haben, die ſich nur durch Feſtſetzung amtlicher Kurſe finden läßt. Bisher befürchtete man, daß ſich bei Wiederingangſetzung der Börſen ein großes Auslandsangebot in Aktien und feſt⸗ verzinslichen Papieren zeigen wird, das bei dem geſchwäch⸗ ten Organismus nur zu außerordentlich ungünſtigen Kur⸗ ſen Unterkunft finden dürfte. Nachdem Deutſchland aber ein Moratorium für Auslandsforderungen erklärt hat, iſt die Gefahr gebannt; denn der ausländiſche Beſitzer deut⸗ ſcher Wertpapiere wird ſich zehnmal die Frage vorlegen, ob er ſein Material mit Verluſt abſtoßen ſoll, um dafür von dem hohen Diskont, der vielleicht nur kurze Zeit be⸗ ſtehen bleibt, zu profitieren. Auf der anderen Seite laſſen ſich eine ganze Anzahl von Bedenken anführen, die gegen eine allzu ſchnelle O ffnung der Börſenſäle ſprechen. Zur Stunde fehlt ſaſt jede Be⸗ wertungsgrundlage. Die Wunden, die der deutſchen Wirt⸗ ſchaft durch den Kapitalentzug des Auslandes und die „Bankſfeiertage“ geſchlagen worden ſind, ſchmerzen ſehr, und es wird mehrerer Jahre bedürfen, bis ſie wieder ver⸗ narbt ſind. Welche Kurſe ſind unter dieſen Umſtänden angemeſſen? Erinnert ſei nur an die Lage der Groß⸗ banken, um zu, zeigen, wie ſchwer es fällt, einen rich⸗ tigen Maßſtab für den Wert von Aktien zu ſinden. An⸗ ders liegen naturgemäß die Verhältniſſe bei den feſtver⸗ zinslichen Papieren, aber hier fällt das ſtarke Ent⸗ laſtungsbedürfnis der Sparkaſſen uſw. erſchwerend ins Gewicht. Der Umlauf an Pfandbriefen aller Art erreichte Ende Junj d. Ndie Höhe von 42,5 Mrd.„, Dazu kom⸗ men noch die Reichs⸗, die Länder⸗ und die Städteanleihen. Der Geſamtumlauf diefer Schuldtitel dürfte nicht weit unter 17 Mrö., bleiben. Rechnet man hierzu noch die Induſtrie⸗Obligattonen, ſo kommt man zu einem End⸗ reſultat von 18 Mrö. I. Sollten dieſe 18 Mrd.„ in Bewegung kommen, ſo müß⸗ ten alle Dämme berſten. Nach menſchlichem Ermeſſen dſt aber hiermit nicht zu rechnen, weil der Schaden, den der Einzelne dabei erleidet, viel zu groß wäre. So undurch⸗ ſichtig das Zinsproblem in Deutſchland auch iſt, faſt ge⸗ winnt man den Eindruck, daß bei den heutigen Kurſen, die man im Auslande für deutſche Effekten nennt(J. G. Far⸗ ben 93½ v.., Wintershall 70 v.., Poung⸗Anleihe 45 v. ., 7proz. Conti Gummi Oblig. 78 v.., 7proz. Ver. Stahl⸗ Oblig. 45 v..,%proz. Sächſ. Werke⸗Oblig. 50 v.), das deutſche Publikum eher zu Käufen ſchreiten würde. Denn die Chancen, an den Papieren, namentlich an den Renten, etwas zu verdienen, ſind gewiß nicht klein. Von beſonderer Bedeutung für die Wiederherſtellung eines normalen Börſenverkehrs iſt die Frage, ob man die Börſenſäle ſofort offiziell öffnet ooͤer ob man einen Ueber⸗ gang ſchafft— etwa nach dem Muſter des Jahres 1914—, um amtliche Notierungen vorzubereiten. Da ſich der amt⸗ liche Verkehr, wie ſchon oben angedeutet,„verſuchsweiſe“ nicht verwirklichen läßt, ſo wäre es zweckmäßig, ein Zwi⸗ ſchenſtadtum zu ſchaffen, damit man auch die Gewähr dafür hat, daß die Börſe funktioniert. Der augenblickliche Zu⸗ ſtand, der dem Bankier erlaubt, ſeinem Kunden Material nach Gutdünken abzunehmen, iſt unerträglich; mit dem Börſen⸗Ehrengericht dieſem Zuſtande beikommen zu wol⸗ len, heißt den Kopf in den Sand ſtecken. Denn bei dem Fehlen jeglicher Bewertungsgrundlage kann man dem Käu⸗ fer von Effekten noch nicht einmal einen Vorwurf daraus machen, wenn er für Wertpapiere nur einen Kurs zahlt, der ihn vor jedem Riſiko ſichert. Da iſt es ſchon beſſer, die⸗ ſelben Wege zu beſchreiten, die man im Auguſt 1914 gegan⸗ gen iſt, d. h. die Intereſſenten handelten in den Börſen⸗ ſälen„im freien Verkehr“. Freilich erlaubt das heutige Kursniveau keine Kursſchnitte, wie ſie zu Kriegsbeginn an der Tagesordnung waren. Zu den natürlichen Verluſten der Effektenbeſitzer brauchen keine küpſtlichen hinzuzutre⸗ Die Gefahren des amerikanischen Kupfer⸗Kreditangebotes Die Jutereſſenten der Metallwirtſchaft werden zu dem Kupfer⸗Kreditangebot der amerikaniſchen Anaconda Copper Mining Co. endgültig erſt Stellung nehmen, wenn die Ein⸗ zelheiten des amerikaniſchen Vorſchlags vorliegen und die Stellungnahme der Reichsregierung zu dieſem Vorſchlag bekannt ſein wird. Schon jetzt wird aber darauf hin⸗ gewieſen, daß der Vorſchlag des amerikaniſchen Kupfer⸗ konzerns vom Standpunkt der Intereſſen der deutſchen Wirtſchaft auf das Sorgfältigſte geprüft werden muß, und es werden die Gefahren für die deutſche Wirtſchaft nicht verkannt, die ſich möglicherweiſe aus der Annahme des Angebots ergeben würden. Es verlautet, daß das ameri⸗ käniſche Angebot davon ausgehen ſoll, daß den deutſchen Kupferverbrauchern Kredite bis zu 3 Jahren eingeräumt werden ſollen. Vorausgeſetzt, daß die Kupfer verarbeitende Induſtrie in den vollen Genuß dieſer Kreditfriſt gelangen wülrde, würde ſich das Kreditabkommen naturgemäß für die Intereſſen der verarbeitenden Werke außerordentlich gün⸗ ſtig auswirken. Andererſeits wäre aber zu befürchten, daß ein Teil der deutſchen Kupferhütten zum Erliegen kommen, und daß durch den direkten Abſchluß der amerikaniſchen Intereſſenten mit den deutſchen verarbeitenden Werken ſchwere Schädigungen der Intereſſen des Metallhandels eintreten würden. Die Einengung der Abſatzverhältniſſe der Kupferhütten müßte zu umfangreichen Arbeiterentlaſ⸗ ſungen bei dieſen Betrieben führen. i Die Bedeutung des amerikaniſchen Angebots wird man erſt in vollem Umfange ermeſſen können, wenn über die Preisfrage Klarheit herrſchen wird. Es iſt anzunehmen, daß über den Preis erſt verhandelt werden wird, wenn der Präſtdent des Verwaltungsrats der Aangconda Copper Mining Co., John D. Ryan, in Deutſchland eingetroffen, ſein wird. In Kreiſen der verarbeitenden Induſtrie ver⸗ tritt man die Anſicht, daß vorausſichtlich das gegenwärtige Preisniveau noch nicht den tiefſten Stand der künftigen Preisentwicklung darſtellen dürfte, ſondern daß der Kartell⸗ Exportpreis von 8 Cts. je lb. noch weitere Senkungen er⸗ fahren wird. Die amerikaniſchen Kupferbeſtände ſtellen ſich nach dem letzten Ausweis bereits auf mehr als 400.000 Tonnen. Die monatliche Erzeugung beträgt etwa 100 000 Tonnen, von denen im Durchſchnitt etwa 40 000 To. unver⸗ kauft bleiben. Obwohl die Hütten bei einem Exportpreis von 8 Cts. noch verhältnismäßig gut verdienen, iſt doch zu berückſichtigen, daß der Verdienſt zum großen Teil durch die Verluſte bei der Lagerware(Zinſen und Preisriſiko) aufgezehrt werden. Für die amerikaniſchen Hütten würde es demnach eine weſentliche Erlichterung bedeuten, wenn ſie monatlich etwa 10 000 To. Kupfer gegen beſondere Kre⸗ diterleichterungen nach Deutſchland abſetzen würden. Praktiſch würde dies bedeuten, daß die deutſche Kupfer verarbeitende Induſtrie den amerikaniſchen Hütten für die⸗ ſen Teil der Ueberproduktion bis zu einem gewiſſen Grade das Lagerriſiko abnehmen würde. Hierzu beſteht aber nach Anſicht deutſcher Intereſſenten keine Veranlaſſung, da die deutſche Wirtſchaft bei der ſeit Monaten aktiven Handels⸗ bilanz durchaus in der Lage iſt, die von ihr benötigten Rohſtoffe mit angemeſſenen Kreditfriſten zu beſchaffen. Bis⸗ her gewähren die amerikaniſchen Kupferhütten der deut⸗ ſchen verarbeitenden Induſtrie nur in den ſeltenſten Fäl⸗ len, und zwar bei beſonders leiſtungsfähigen Unterneh⸗ mungen, einen Akzeptkredit von 3 Monaten. Die metſten Werke müſſen ihre Kupferkäufe durch Inanſpruchnahme ausländiſcher Rembourskredite oder Kaſſe gegen Dokumente regulieren ten. Die einſchlägigen Probleme laſſen ſich jedoch ſehr leicht löſen, wenn hierzu auch eine Notverordnung, die das Börſengeſetz ändert, erforderlich iſt. Man beſtimme, daß für alle Werte nur ein Einheitskurs feſtgeſetzt werden darf, und zwar mit Hilfe der vereideten Makler. Zu dieſem Kurſe muß mit den Kunden abgerechnet werden. Damit ſcheidet man Schwankungen innerhalb einer Börſe und alle damit zuſammenhängenden Mißhelligkeiten aus.— Sollte die Politik keinen Strich durch die Rechnung machen, dann iſt es nach den in den letzten Wochen gemachten Erfahrun⸗ gen am beſten, man eröffnet in der zweiten Hälfte des Auguſt die Börſen und verfährt nach dem Satz: Friſch ge⸗ wagt, iſt halb gewonnen! Jede Aoberſtürzung unangebracht O Berlin, 7. Auguſt.(Eig. eine Wiedereröffnung der Börſen plaidieren ſich in. darüber klar, daß Doch iſt man gebracht wär weſentliche eröffnung ſein. wie die Verhältniſſe ſollen, da hier z wäre die Schaf dürfte. jede Voraus ſetzung weifellos fung mit einem ſtarken rechnen ſein wird. Der Bedarf an feſtverzinsli beträgt bekanntlich 15 Milliardn. Ein weiteres normaler Lombar lichkeiten für Privatbankiers tion der Lombardkaſſe dem Kreditbedarf Dr.) Die Stimmen, d mehre den zuſtändigen Kreiſen der Ueberſtür zung e. Abgeſehen von den zu berein Internas der Börſen dürfte das abſolute 9 werden des Stillhalte⸗Konſortin erf 5 m für die ie für u ſch. Börſe Unan⸗ uigenden elt eine 8 5 5 Wieder Ferner muß man ſich darüber klar w 0 am Rentenmarkt erden, ſtabiliſiert werden It die zeit für einen Diskontabbau ſchon reif? Die reibungsloſe Wiederan nahme des Zahlungsver⸗ kehrs hot naturgemäß bei den Banken, die größte Vorſorge getroffen hatten, erhebliche Mittel freigeſetzt, die jetzt nach einer Anlage drängen. Mit der Wiederaufnahme des Pri⸗ votdiskontmarktes iſt daher ſehr bald zu rechnen. Die Disziplin des Publikums hat ſelbſt die kühnſten Erwar⸗ tungen übertroffen. Der Notenumlauf der Reichsbank, der am 31. Juli 4454 Mill./ betrug. und ſich am 1. Aug. auf 4578 Mill./ ſtellte, war am 3. 8. auf 4552 Mill. 1 und am 4. 8. auf 4434 Mill./ zurückgegangen. Damit liegt er zurzeit um 20 Mill./ unter dem Stande des letzten Ultimos. Wenn man berückſichtigt, daß die Reichsbank 2 Milliarden/ Zahlungsmittel porat hielt und man ſich ernſtlich mit der Frage beſchäftigte, im Notfalle alte Ren⸗ tenmarkſcheine in den Verkehr zu ſetzen, dann kann man am beſten den Irrtum erkennen, in dem ſich die Reichs⸗ bank bei Beurteilung der Lage befand. Angeſichts der günſtigen Entwicklung wagen ſich auch bereits Hoffnungen auf Ermäßigung des Reichsbankdiskontſatzes hervor. So notwendig auch ein Abbau der überhöhten Bankrate iſt, ſolltee in öͤieſem Punkte doch äußerſte Vorſicht geübt wer⸗ den und der Rückbildungsprozeß nur ganz allmählich er⸗ folgen. * Die Situation am Geldmarkt Die erheblichen Geldrückflüſſe erhöhen Nachfrage nach Anlagematerial (Berlin, 7. Aug.(Eig. Dr.) Die erheblichen Geld⸗ rückflüſſe haben auch die Nachfrage nach Anlage⸗ materſal weſentlich erhöht. Die Reichsbank, die kürz⸗ lich einen Betrag Reichsſchatzwechſel zu 15 v. H. zur Ver⸗ fügung ſtellte, hat ſich bereit erklärt, aus ihrem eigenen Portefeuille zur Befriedigung der ſtarken Nachfrage Be⸗ träge zu einem Satz von allerdings nur 8 v. H. abzugeben. Am Geldmarkt hört man zur Zeit einen Satz von 10—12 v.., während ffür Geld gegen Lombardunterlagen infolge der ſehlenden Bewertungsmöglichkeit kaum Sätze zu hören ſind. In der nächſten Woche dürfte die halb⸗ offiziöſe Privatdiskontnotiz wieder aufgenommen werden. 4 Weitere Deviſenzuflüſſe bei der Reichsbank Berlin, 7. Aug.(Eig. Dr.) Reichsbank, die in den beiden letzten Ultimoausweiſen einen Deviſenzugang von 122 Mill. 4 auswies, hat nach unſeren Informationen im laufenden Monat ein weiteres Plus von etwa 80 Mill./ zu verzeichnen. * „O Wiederaufnahme der Poſtüberweiſungen nach dem Saargebiel und dem Ausland. Berlin, 7. Aug(Eig. Dr.) Der Poſtüberwefſungsverkehr nach dem Saaärgebiet und dem Ausland wird ab 8. Aug. von wieder aufgenommen. Jeder Abſender kann nur his 3000 5 Für höhere Beträge bedarf ng der Dyiſenbewirtſchaf⸗ in einem Monat es einer ſchriftlichen Genehmigu tungsſtelle. ausführen. den Poſtſcheckä Angebot zu chen Werten Moment dmög⸗ da die Inſtitu⸗ kaum genügen mern * Deviſennebenſtelle auch für Ludwigshafen. Eben wie in Mannheim erhält auch Ludwigshafen eine für die ganze Pfalz maßgebende Nebenſtelle.— Bei der für M heim erreichten Sonderregelung iſt die Raum⸗ und ſonalfrage noch nicht geklärt; bis dahin ann Pet⸗ werden die An träge noch in Karlsruhe behandelt. Es wir aber angenom⸗* men, daß ab Montag die Abfertigung direkt in Mannheim erfolgt. Die Kapitalerhöhung bei der Dresdner Bank Zwecks Beſchlußfaſſung über die Erhöhung des Grund, kapitals im Zuſammenhang mit der Reichshilſe für das Inſtitut, wird jetzt eine außerordentliche Hauptverfamn⸗ Auguſt nach Dresden einberufen. Nach der Tagesordnung wird zunächſt über die Erhöhung dez Grundkapitals von bisher 100 auf bis zu nom. 400 Mill. Mark durch Ausgabe von bis zu 300 Mill.„ ab 1. August 1931 Fdividendenberechtigten und aktien Beſchluß zu faſſen ſein, die mit in Höhe von 7 v. ö. lung auf den 29. bevorrechtigter und einziehbaren Vorzugs⸗ nachzahlbarer Dividende ſowie mit Vorzugsrecht am Liquidationserlös ausgeſtattet ſind. Im Zuſammenhang hiermit ſtehen verſchiedene Satzungs⸗ änderungen, daneben Aenderungen über die Gewinn yerſel⸗ lungsbeſtimmungen, ſchließlich ſollen Aufſichtsratswahlen vorgenommen werden. (Siehe auch Anzeige.) Dresdner Bank bleibt ſelbſtändig Alle Verſtonen, bie über die künftige Perſonalgeſtaltung in Auſſichtsrat und Vorſtand der Dresdner Bank verbreitet werden, ſind als leere Gerüchte zu bezeichnen. Unzutreffend iſt insbeſondete die Annahme, daß eine andere Bank damit beauftragt wer⸗ den wird, in die Geſchicke der Dresdner Bank einzugreifen, Die Dresdner Bank wird als ſelbſtändiges Kuſti⸗ tut wie bisher, nur mit weſentlich verbreiteter Kapftal⸗ privatwirtſchaft⸗ lichen Grundſätzen geleitet werden. O Berlin, 7. Auguſt. baſis, fortbeſtehen und nach (Eig. Dr.) * Zur Inſolvenz der Bankfirma Weiller u. Söhne, Frankfurt a. M Fran kfurt a.., 7. Aug.(Eig. De Die Prüfung der Bankfirma Weiller u. Söhne in Frank⸗ furt a. Main ergab bisher 500 000 1 Paſſiven, denen 200 000/ Aktiven gegenüberſtehen. Die Maſſengugte irh etwa 40 v. H. betragen und dürfte durch Zuſchüſſe bon privater Seite edtl. eine Erhöhung um 10 v. H. erfahteg Produktenmarkt befeſtigt In Erwartung der neuen agrarpolitiſchen Regierungsmaßnahmen/ Erſthändiges Brot⸗ getreideangebot nicht im Markte Berliner Produktenbörſe v. 7. Aug.(Eig. Dr.) Bereits im heutigen Vormittags verkehr hatte ſich am Produktenmarkte eine recht feſte Stimung geltend gemacht. Im Hinblick auf die geplanten Regie⸗ rungsmaßnahmen auf agrarpolitiſchem Gebiete hat ſich das erſthändige Angebot von Brotgetreide völlig zurückgezogen, während die Deckungsnach⸗ frage etwas mehr in Erſcheinung trat, ſodaß die Gebote für Weizen bis 3 /, für Roggen etwa 4/ höher als am geſtrigen Börſenſchluß lauteten. Die Umſatz⸗ tätigkeit hielt ſich allerdings mangels entſprechenden Offer⸗ tenmaterials in engen Grenzen. Im handelsrechtlichen Lieferungsgeſchäft finden bekanntlich heute und morgens offizielle Notierungen nicht ſtat. Im Frei⸗ verkehr nannte man für Weizen bis 3 /, für Roggen bis 5% und für Hafer bis 2½/ höhere Preiſe. Im Börſen verlauf zeigte ſich auf dieſem Niveau ver⸗ ein zelt wieder Angebot. Weizenmehl hatte bei wenig veränderten Preiſen ruhiges Geſchäft. Roggenmehl war in billigeren Provinzfabrikaten etwas beachtet und auch im Preiſe gebeſſert. Hafer neuer Ernte lag im An⸗ ſchluß an die Allgemeintendenz bei zemlch ausreichendem Angebot etwas feſter, Alt⸗Hafer dagegen angeſichts des Presunterſchiedes vernachläſſigt. Für Wintergerſte beſtand weiterhin Deckungsbegehr. Für Sommergerſte waren Forderungen und Gebote ſchwer in Einklang zu bringen. Amtlich notiert wurden: Weizen prompt, neue Ernte 186—188 feſter; Roggen prompt, neue Ernte 147—148 feſter; Futter⸗ und Induſtriegerſte 140156; neue Wintergerſte — feſter; Hafer prompt 199—144 ſtetig; Weizenmehl prompt 2534,50 ruhig; Roggenmehl—60proz. 2224,50 feſter; Weizenkleie 10—10,25 ſtill; Roggenkleie 9,25—9,50 ſtill Raps 140—150; Viktoriaerbſen 26—31; Futtererbſen 19—21; Leinkuchen 13,20—13,50; Trockenſchnitzel 77,40; Sofaextractionsſchrot e allg. Tendenz feſter. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 7. Auguſt.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen(in Hfl. p. 100 Kg.) Sept. 3,77%; Nov. 3,75; Jon. 3,82; März 4,— Mais(in Hfl. p. Laſt 2000 Kg.) Sept. 6854; Nov. 70%; Jan. 78. März 75,4. * Liverpooler Getreidekurſe vom 7. Anguſt.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen(100 lb.) Tendenz ruhig: Okt. 3,874 (8,872); Dez. 4,1072(3,10); März 4,0%(4,0]; Mehl unv. — Mitte: ruhig; Okt. 3,898; Dez. 3,1096, März 4,078; Mehl unv. * Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 7. Auguſt.(Eig. Dr.) Gemahl. Mehlis per Auguſt 32,70; Tendenz ruhig; Wetter unbeſtändig. * Bremer Baumwolle vom 7. Auguſt.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Middl.(Schluß) 9,14. 5 * Liverppoler Baumwollkurſe vom 7. Auguſt.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Middl. Anfang: Okt. 425; Dez. : Jan.(32) 437; März 445; Mai 453; Juli 459; Tages⸗ import 22 100: Tendenz ruhig und behauptet.— Mitte: Okt. 492; Dez. 430; Jan.(32) 494; März 442; Mai 450) Juli 450; Okt. 465; Jan.(33)—; März 474; Mai 481; Loco 429; Tendenz ruhig. Preußiſche Erntevorſchätzung Anfang Auguſt Nach Mitteilung des Preußiſchen Stattiſtiſchen Landes⸗ amtes hat das Regenwetter in der zweiten und dritten Juliwoche die Ernteerträge nicht weſentlich beeinflußt. Auf Grund der zweiten Erntevorſchätzung der amtlichen Saaten⸗ ſtandberichterſtatter zu Anfang Auguſt wird, wie das be⸗ reits zu Anfang Juli feſtgeſtellt worden iſt, weiterhin mit einer mittleren Getreideernte gerechnet. Der Frühkortoffel⸗ ertrag iſt geringer als im Vorjahe. Winterweizen: Schät⸗ zung am 1. 8. 31: 3,27 Mill. To. Ernteertrag 1930: 2/02 Mill. To.( 13,9 v..). Sommerweizen: 0,39— 0,28 Mill. To.( 67 v..). Winterroggen: 5,32— 5,66 Mill. To.(— 6,0 v..). Sommerroggen: 0,06— 0,05 Mill. To. ( 18,8 v..). Wintergerſte: 0,36— 0,34 Mill. To.(6,5 „ * 18 v..). Sommergerſte: 1,36— 1,25 Mill. To.(I 8, v. Hh Hafer: 4,53— 3,83 Mill. To.( 18,1 8.). Frühkartof den Jahren 1926—30 bzw. von v..) in den Jahren 190913. * .27 2,27 * Erhöhung der Butterpreiſe um 5/ pro Zeutner. Del ſtarke Friſchmilchverzehr und der geſteigerte Eigenbek⸗ brauch der Land wirtſchaft hat die Butterzufuhren zu den Großſtädten merklich verringert. beſchränkt iſt(jeder Importfirma ſind nur 10 000 für den Bezug von Butter und Schmalz zugebilligt wo und im Ausland eine regere Kauluſt herrſ Dach auch die Einfußt deutſchen Inlandspreiſe um 5 1 per Zentner an. rden cht, zogen dit * 7 * Freinsheimer Obftgroßmarkt 7. Auguſt. Auf dem heu⸗ tigen Obſtgroßmarkt notierten: Pfirſiche bis 16 und—7: Aepfel—15; Mirabellen 14— 1228; Birnen 8 21; Zweiſch⸗ gen 713,5; Bühler Zwetſchgen—13,5; Tomaten 610, Reineclauden—11; Bohnen-8; Gurken 2 Mark die, Zentner. Anfuhr 640 Zentner, Abſatz und Nachfrage gut * Weiſenheimer Obſtgroßmarkt vom 7. Auguſt. notierten bei gutem Abſatz: Bühler Zwetſchgen 10-1 Aepfel 10—16, Birnen 12—18, Pfirſiche 255, Aprikosen 30—42, Tomaten 810, Bohnen—8, Mirabellen 1418 Ontario 14, Gurken per 100 Stück 40 Pfg. Anſuhr 780 Zit Zerliner Devisen Olskontsatze: Reichsbank 15, Lombard 20 v. f. 5 ———̃ñ— er Amtlich in R⸗M für —— 1 6. Auguſt Holland. 100 Gulden Athen, 100 Drachmen Brüſſel 100-50 pf Danzig 100 Gulden elſingfors 100 f. talien.. 100 Lire üdſlavien 100 Dinar Kopenhagen 100 Kr. Liſſabon 100 Estudo Oslo 100 Kr. Paris.. 100 Jr. rag... 100 Kr. chweiz... 100 Fr. Softa.„. 100 Lewa Spanien 100Peſeten Stockholm. 100 Kr. Wien 100 Schilling Ungarn 1000-12500. Buenos⸗Aires 1Peſo Kanada ikan. Dollar 13 3 1100 alro.. Iägypt. Pfd Türkei.. 1 türk. Pfd. London„ lengl. Pfd. New Pork„1 Dollar Rio de Janeiro 1Millr⸗ Uruguav. 1Goldpeſo Londoner Meiallbörse vom 7. Metalle in G pro To. Silber Unze E(187/10 fein ſtand), Platin ung 5 Kupfer, Standard 5 Zinn, Standart N onate„ Settl. Preis 32,50 Elektrolyt 85,— deſt ſelecied 33,75 ſtrong ſheets—. El'wirebars 36 50 Monate Settl. Preis Banka Straits Blei, ausländ. Zink gewöhnlich 4 110,5 113,1 110.5 115,5 112.0 12.80 11.85 „ 7. Auguſt Parität 0 Disk, M Augusi 1931 Aluminium Antimon Queckſilber Platin Wolframerz Nickel Weißblech 7 Heute K 90 4 20,— Freitag, 7. Auguſt 1981 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 9. Seite/ Nummer 362 Verbandsſpiele im Rhein⸗ bezirk ihren Anfang. Die Pauſe, die man den Spielern zur Erholung gegeben hatte, war nur von kurzer Dauer. Gerode die kurz vor der Fußballſperre ſich jagenden Pri⸗ palſpiele dürften mehr geſchadet als genützt haben. Die kommenden Verbandsſpiele weroͤen wieder große Anfor⸗ berungen an alle Vereine ſtellen. Mehr denn je tragen zie Spiele den Charakter von Exiſtenzkämpfen. Nur noch ute Spiele werden Zuſchauer anlocken. Vielleicht trägt 5 die Verbilligung des Eintrittspreiſes etwas zur He⸗ bung des Beſuches bei. Die neu aufgeſtiegenen Vereine Amleltia Viernheim und§ V Sandhauſen werden in der erſten Klaſſe keinen leichten Stand haben, Am 9. Auguſt nehmen die Beginn der Verbandsſpiele im Rheinbezirk Weinheim auf eigen. Jen genem Platz. annheim hat gegen die ausgezeichneten Heddes⸗ heimer keine Siegesausſichten. 0 Ln 5 Edingen den Platzſieg vom letzten Jahr wieder⸗ richs ele bei ſich. Die größere Erfahr Fried⸗ richs feld dürfte wohl Waden e Mannheim trifft im erſten Spiel auf T W486 Man n⸗ heim. 7 Verbandsſpiele bei richtig verwerten können, iſt der A spiel — 11 ſt de usgang des Spieles Wie im vergangenen ſollte Neckarhauſen zu Hauſe gewinnen. 1913 Feudenheim wird Der Neuling 07 Mannheim ſieht Fried⸗ den Ausſchlag geben. Phönix Wenn die Turner die Erfahrungen der ver⸗ ihrer guten Veranlagung ſich zu behaupten. 8 Am 9. Aug uſt ſpielen in der Bezirksliga: Phönix Ludwigshafen— Amicitia Viernheim s Maunheim— Sp.⸗Vg. Mundenheim Bis Neckarau— Sp.⸗Bg. Sandhofen 5 Sandhauſen— SW Waldhof 56 Kirchheim— Bfßi lam 11. Anguſt) Es iſt ſehr ſchwer bei den erſten Verbandsſpielen Borausſagen zu treffen. F C Phönix Ludwigs ⸗ haſen darf g 1 ſeicht nehmen, wenn er keine Ueberraſchung erleben will. Viernheim iſt eine äußerſt raſche und ehrgetzige Mannſchaft, die in letzter Zeit bei verſchiedenen Spielen gegen Bezirksligavereine gezeigt hat, daß ſie ihre Vorteile auszunutzen verſteht. Normalerweiſe iſt ein Sieg von Ihbönix zu erwarten. Das Spiel 8 Mannheim gegen Sp⸗Bg. Mundenheim iſt ziemlich offen. O8 Mann⸗ beim erzielte im letzten Jahr auf eigenem Platze ein Un⸗ tniſchteden(:), verlor aber in Mundenheim ſehr deut⸗ ich 14. 6 f Neckarau empfängt Sandhofen. Neckarau, 58 gegen Schluß der Verbandsſpiele wieder aufkam dürfte den Neuling Amicitia Viernheim nicht Auch die lechniſche Prüfung beſtanden! Internationale Alpenfahrt Bern, 6. Auguſt. Den ganzen Tag über dauerte die techniſche Schluß⸗ prüfung der Internationalen Alpenfahrt, bis die 44 ans Berner Endziel gelangten Wagen von den beiden techniſchen Kommiſſaren: Brüderlin für den A. C. der Schweiz, Ita⸗ liens und Frankreichs und Sportſekretär Dienemann für den Automobilclub von Deutſchland und dem Oeſterreichi⸗ ſchen A. C. nachgeprüft worden waren. Der Zuſtand der Alpenfahrt⸗Wagen war erſtaunlich gut. Nur wenige Wa⸗ gen erhielten wegen der Abnützung der Bremsvorrichtun⸗ gen, Verſagen der elektriſchen Leitung. Kotflügelbeſchädi⸗ gungen uſw. einen Strafpunkt. Die ſiegreichen Wanderer⸗ Wagen wurden als tadellos befunden. Die Fahrer Grau⸗ müller(Dresden), der nunmehr zum ſechſten Male Alpen⸗ fahrt⸗Sieger wurde, Bau und Hinterleitner haben den Wanderer⸗Werken die höchſte Ausgeichnung, den Goldenen Alpenpokal, nunmehr endgültig gewonnen. Der Fehler heimSport, Deſiderius von Bitzu auf Auſtro⸗Daimler: ſämtliche ſtrafpunktfrei. Als Zweite erhalten den Silbernen Gletſcher⸗Pokal: Dr. Kunheim(Berlin) auf Auſtro⸗Daimler(11 Straf⸗ punkte), Dr. Sprenger van Eyk auf Ford 11 Strafpunkte, — die Gletſcher⸗Medaille erhält W. Sintenis(Berlin) auf Ford mit 16 Strafpunkten. Gruppe II von 1100 cem.— 3 Liter: 1. Preis und Ge⸗ winner des Goldenen Gletſcher⸗pokals: Graf Spiegel⸗Die⸗ ſenberg auf Auſtro⸗Daimler, P. Schoeller auf Auſtro⸗ Daimler, H. E. Symons auf Clement⸗Talbot, Scholten auf Lancia, Adorno auf O. M.(ſtrafpunktfrei). 2. Preis: R. Foligno auf Alfa Romeo, 1 Strafpunkt. 3. Preis: L. Peter auf Fiat, 5 Strafpunkte. Gruppe III:(Wagen bis 1100 cem.): Gewinner des Gol⸗ denen Gletſcher⸗pokals: H. Butenuth, C. Pollich, Frau Roehrs, ſämtlich auf Hanomag, mit 4 Strafpunkten. Slegfried Doerschlag. Deutſche Tennis ⸗Meiſterſchaften Die Vorſchlußrunden erreicht— Der Donnerstag Die anhaltende Hitze war am Donnerstag auch in Ham⸗ burg wieder ſo ſtark, daß die Spiele um die Deutſchen Tennismeiſterſchaften erſt am Nachmittag vor nur 2000 Zu⸗ ſchauern fortgeſetzt werden konnten. In den Einzelſpielen ſind aber dennoch bereits die Vorſchlußrunden erreicht worden. Im Herren ⸗ Einzel ſtehen der Argentinier Boyd, der Spanier„Bubi“ Maier, ſowie der Deutſchböhme Roderich Menzel unter den„letzten Vier“, während die beiden Deutſchen Dr. Deſſart und Jaenecke noch um den Eintritt in die Vorſchlußrunde kämpfen müſſen. Der Sie⸗ ger dieſes Treffens kommt im Demifinale gegen den Argentinier Boyd, während auf der anderen Seite Mater auf Roderich Menzel trifft. In den Viertelfinals ſiegte Boyd über den Tſchechen Siba mit:4,:8,:2, Maier fertigte den Tſchechen Malecek leicht mit 873,:1,:0 ab. Schwerer hatte es Roderich Menzel, der den japaniſchen Davispokalſpieler H. Satoh nach vier Sätzen mit 218, 678, :1,:4 bezwang. Im Achtenfinal kam der junge Berliner Jaenecke zu einem neuen ſchönen Erfolg, er ſchlug den letzten im Wettbewerb liegenden Engländer, Sharpe, nach Cilly Außem erhält die Plakette des Reichs⸗ präſidenten Hamburg, 6 Auguſt. Anläßlich der internationales Tennismeiſterſchaften für Deutſchland in Hamburg wurds am Donnerstag der deutſchen Weltmeiſterin Cilly Außem durch den Senator de Chapeaurouge die Plakette des Reichspräſid enten überreicht. Was hören wir? Samstag, 8. Auguſt .00: Frankfurt: Schallplatten. .05: Langenberg: Morgenkonzert. .30: Heilsberg: Turnſtunde für die Hausfrau. 10.00: Südfunk: Schallplatten. 12.05: Frankfurt: Schallplattenkonzert(Sullivom, Kern, Hammerſtien uſw.). : Südfunk: Mendelsſohn⸗Konzert. : Südfunk: Sinfoniekonzert. : Langenberg: Konzert(Strauß, Fucik, Lehar). : Südfunk: Tanzmuſik. 14.25: München: Von fremden Ländern und Meuſchen. 15.15: Frankfurt: Stunde der Jugend. : Südfunk: Stunde der Jugend: Die deutſche Reichs⸗ verfaſſung. : München: Konzert(Adam, D' Albert uſw.). : Südfunk: Schallplatten. rankfurt, Südfunk: Aus Hamburg: Internationols Tennismeiſterſchaften. 17.15: Frankfurt, Südſunk: Wagner⸗Konzert. 17.50 nchen: Zwiegeſpräch: Blumen. 18.50: München: Konzertſtunde. 19.45: Frankfurt, Südfunk: Dichter orbeiten an der Zeit⸗ eſchichte. 20.00 Seen era Ferientag in Badebüttel(Luſtiger Abend). 20.05: Heilsberg: Konzert(Strauß, Lehar, Millöcker, Ned⸗ bal). 20.05: München: Bunter Abend mit Robert Koppel. 20.15: Frankfurt, Südfunk: Claire Woldoff am Mikrophon. 20.30: Wien: Hörſpiel„Das Wappen von Hamburg“. 20.45: Frankfurt, Südfunk: Comedian Harmoniſts ſingen. 21.10: Heilsberg: Kabarett„Berliner Panoptikum“. 22.30: Langenberg: Nachtmuftk. 18 Sieger zu erwarten ſein. Der Liganeuling FB San d⸗ der Streckenbemeſſu 8 Iibi 8 7 5 2 8 8 5 30 1 näg dein erſtes Spiel in der Bezirksliga gegen anſtalter 1 h e e Margebez⸗ n e e e e ee ,, und. den Meier SB Waldhof aus. Sandhauſen hat bier B Al. 5 Damen erreichte Irmgard Roſt(Köln) nach einem:3, 22.35: Frankfurt, Südfwnk: Tang muſtk. n Me 5 enz Alpenſieger im Einzelwettbewerb wird. Das Alpen⸗ 6811 Si 22.45 ünchen: Zigen tk das keine Siegesausſichten. fahrtergebnis 5 2 1 eg über Freifrau v. Rezuicek die Vorſchlußrunde, n: Zigeunermuſik. mike En Mannheim muß am 11. Auguſt(Verfaſſungs- bpericht einen, auf das wir noch in einem kritiſchen Schluß⸗ wo ſie auf die Siegerin des Treffens Kraßwinkel⸗Hammer 24.00: Langenberg: Meiſter des Jasz. Naß ag nach Kirchheim. Trotz des Platzvorteils von Kirch⸗ ericht eingehen werden, lautet nunmehr wie folgt: trifft. In der anderen Hälfte kam die Engländerin Miß Aus dem Ausland des zem müßte ſich das beſſere Können von Bfzi erfolgreich Internationalen Alpenpokal: Mannſchafts⸗ Heeley zu einem ſchwer erkämpften:6, 826, 61 Sieg über Nil. durchsetzen. wertung: Sieger: Wanderer⸗Mannſchaft mit den Fahrern Aenne Peitz. Miß Heeley kommt 11 5 Demifinale gegen 15.15: Straßburg:. 1 1 Die Spiele der Kreisliga ſchaft in e e e enn, die mien. de air wen nend e an gez: 30 . B. 5 5 F. N.— Team verluſt gegen die hoffnungsvolle Marieloniſe Horn(Wies⸗ 17.30: Nom: Soliſtenkonzert. 5 mi 1— 1 a W A 1 des 5170 baden):8, 816,:2 gewonnen hatte. 18.00: Straßburg: Opern- und Operettenmuſtk. In Neckarhauſen— Weinheim 1110. penp Gruppe:(Wagen bis Im Laufe des Donnerstagnachmittags mußten die Spiele 18.30: Prag: Deutſche Sendung: Gegenwartsdichtung. 185. Hebbesheim— 1913 Maunheim 2 0 Spr Mannſchaft Praga⸗Piecolo: Fahrer erhalten in Hamburg wegen eines ſchweren Gewitters für längere 19.05: Prag: Weinberger Quartett reis Fendenheim— Edingen urch Spruch der Fahrtleitung den Internationalen Alpen⸗ Zeit unterbrochen werden. Bis zu dieſer Zeit waren in 19.45: Straßburg Regutem von Fours. len Fri pokal(mit 80 Strafpunkten). II. Riley⸗Mannſchaft, nur den Doppelſpielen noch ſolgende Ergebniſſe zuſtande ge⸗ 29.00: Deromünſter: Unterholtungskonzert. 7 Mannheim Friebrichfeld zwei Wagen am Ziel, 167 Straſpunkte: Goldene Medaille 2 5 8 555 lie auf 5 20.00: Daventry: Promenadenkonzert mit Geſangseinlagen. „: kommen: Herren⸗ Doppel: Dr. Deſſart⸗Nourney— 20.00: Oslo: Unterhaltungskonzert. Phönix Mannheim— T 46 Mannheim Altrip ſpielfrei des Alpenpokals. Gletſcherpokal: Höchſtauszeichnung für Einzel⸗ Haberl⸗Bolzano:4,:1,:6, 610; Brugnon⸗Bernard 0: Straßburg: ttenabend. Sertorio⸗Gaslini:2, 618,:6; Maier⸗Artens— Avory⸗ e 21.00: Nom: Oper„Fauſt“ von Gounod. die und Küſertal empfängt den Neuling Neckarſtadt und fahrer: Gruppe L(Wagen über 3 Liter): Healen auf In- David 618, 678,:23. Gemiſchtes Doppel: Horn⸗ 22.00: Kopenhagen: Gemiſchter Abend. 1 muß das Spiel gewinnen. Necarhauſen ſpielt gegen l vieta⸗Sport, W. Delmar auf Mercedes⸗Benz, Typ Mann⸗ Zappa— Jebrzejowſka⸗Frenz 676, 977. 22.00: Mailand: Tanzmuſik. dere wer⸗. fen. ſt i⸗ 10 Dreseiner Bank. t. Danlasagung Außerordentliche Generaversammlung. 2 evorzugie 15 a eben deen gelegten Manner anderer ebene 8 f ge 12g 12 6. Ee f. fe 3 Dr. plötzliche Ableben meines geliebten Mannes, unseres lieben unver- im Bankgebände Dresden Johannſtraße 8, ſtattfinden wird eingeladen. 15 geßlichen Vaters und Schwiegervaters, Herrn im 8 5 90. 75. enen 5 8 Wi 5 1. Beſchlußfaſſung über die Erhöhung des Grundkapitals von bisher 8 N 5 5 Michael Merkel. nom, Reichsmark 100 000 000. 3 nom. Reichsmark 400 000 000. für alle Möbelkäufet, die besonderen reh 8 5 durch Ausgabe von bis zu nom. Reichsmark 300 000 000.— auf den che A 11 01 180 Bauunſ 5 5 Inhaber lautenden, ab 1. Auguſt 1931 dividendenberechtigten und Wert auf eine reiche Auswahl, gedſegene e f ernehmer einztehbaren Vorzugsaktien mit in Höbe von 770 bevorrechtigter und Guelitsten, schöne Formen und noch erlitten haben, erhielten wir 30 viele Beweise der aufrichtigen An- nachzahlbarer Dividende ſowie mit Vorzugsrecht am gatauidattons⸗ 5 teinahme, sowie zahlreiche Kranz: und Blumenspenden, daß wir 1 8 11 e 12 0„ der Aktionäre. niedrigste Tiefstandspreise 1 eſtſetzung der Be ngsmoba 5 5 5 5 Wege unserem Dank Ausdruck zu geben vermögen. 2. Beſchlußfafſung über dle e des Geſellſchaftsvertrages aus legen, ist und bleibt das bekannte 5 uch danken wir dem Militärverein Mannheim für die dem Ver- Anlaß der Kapitalerhöhung, und zwar: storbenen erwiesene letzte Ehre. des 8 4: Höhe und 1 des 1 55 Grundkapitals nach Möbelhaus i Durchführung der Kapitalserhöhung, 00 22555 1 gag J id: anbersdelige Hafen saktlen, 2 rio Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: des J 19: anderweitige Feſtſetzung der Vergütungen für den Auf⸗ Fr K 94 2 7 77 n tanz, Vergütungen, Herabſetzung des zen ha 7 erl. Anteils am Reingewinn), 100 br 3 rina el des 5 28: Aenderung der 5577555, b om n 0 irg der(Dividende auf Vorzugs⸗ un ammaktien, Au rats⸗ 5 1 1. f Bismarckplatz 15-17 7128 9. des§ 27: Einfügung von Beſtimmungen über die 1 des 5 N Liquidationserlöſes im Falle der Auflöſung der Geſellſchaft. . 3. Wahlen zum Aufſichtsrat. 8 N 5 Det Jeber i iſt zur e der e ve 1 K E U f 2 ben echtigt. 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