1 Bezugs unſeren 1 5 Aüglch Zuſtellgebühr.— Kronprinzen 80 Luiſenſtraße 1.— Erſcheinungsweiſe wöchentlich reiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— Abholſtellen: Waldhofſtraße 6, ſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 18, Je Friedrichſtraße 4, Fe Hauptſtraße 63, W Oppauer Straße 8, 1 12 mal. lannheimer. Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Y Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM.—.40 die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif.— Für das Erſcheinen von Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephontſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim, Mttag⸗Ausgabe Samstag, 22. Auguſt 1931 Ein Induſtrie⸗Appell an den Der Reichsverband der Deutſchen Induſtrie hat dem Reichskanzler ein ausführlich begründetes Sanierungsprogramm unterbreitet Politiſche Hochſpannung auch in England Matdonald befindet ſich mit ſeinem Sanierungsprogramm im ſchwerſten Kampf mit den Gewerkſchaſten Größte Eile tut not Berlin, 21. Auguſt. Der Reichsverband der Deutſchen In⸗ büſtrie verſendet ein Rundſchreiben, in dem es u. a. heißt: Wie Ihnen bekannt iſt, hat der Reichsverband der Deuiſchen Induſtrie in den letzten Jahren wiederholt eine grundſätzliche Stellungnahme zur Wirtſchafts⸗, ginanz⸗ und Sozialpolitik eingehend dargelegt, ins⸗ heſondere auch in unſern Denkſchriften vom Jahre 1025 und 1029, die umfaſſende poſitive Vorſchläge für de Wiederbelebung der deutſchen Wirtſchaft enthiel⸗ ten. Darüber hinaus haben wir regelmäßig zu den Erfordernſſſen, die ſich aus der jeweiligen wirtſchaft⸗ lichen und finanziellen Lage ergaben, der Regierung unſern Standpunkt mitgeteilt, und zwar ebenfalls in Verbindung mit poſitiven Vorſchlägen. In Ver⸗ ſolg der Beratungen von Präſidium und Vorſtand in der letzten Zeit und angeſichts der außerordentlich bebrohlichen Lage in der Induſtrie wie in den andern Mirtſchaftszweigen haben wir nunmehr noch einmal unſte wichtigſten Forderungen und Vorſchläge zu⸗ ſam mengeſtellt und ſie in der Form einer Aufzeichnung über die Stellungnahme des RD. zu der gegenwärtigen Finanz und Wirt⸗ ſchaftslage dem Reichskanzler geſtern ſchriftlich übermit⸗ telt. Wir haben den Reichskanzler dabei nachdrück⸗ lich darauf aufmerkſam gemacht, daß die ſorgen⸗ ſchwere, zum Teil verzweifelte Stimmung der deut⸗ ſchen Industrie ſo um ſich gegriffen hat, daß nur noch allerſchnellſte Maßnahmen die Voraus⸗ ſezungen für eine Beruhigung ſchafſen können, und daß die von uns gewünſchte poſitive Zuſammen⸗ arbeit von Induſtrie und Regierung nur dann mit Erfolg fortgeführt werden kann, wenn die notwen⸗ digen Maßnahmen auf den Gebieten der Wirt⸗ ſchafts⸗, Finanz und Sozialpolitik ſo ſchnell und umfaſſend durchgeführt wer⸗ den, daß eine weitere Verſchärfung der gegenwärtigen Lage abgewandt wird und ſtatt deſſen die unbedingt ekfouderlichen Grundlagen für eine Wiederbelebung der deutſchen Wirtſchaft geſchaffen werden. Wir haben die Aufzeichnung ebenfalls den in rage kommenden Miniſterien ſowie dem Reichsbankpräſidenten zur Kenntnis ge⸗ geben und werden ſie auch in geeigneter Weiſe allen Perſönlichkeiten an die Hand geben, die gegenwärtig die Wirtſchaftspolitik der Regierung maßgebend be⸗ einfluſſen. Wir bedauern ſehr, daß wir davon a b⸗ ſehen müſſen, den Wortlaut der Aufzeich⸗ nung bekanntzugeben. Aus dem Inhalt des Programms Wir teilen Ihnen jedoch zu Ihrer Unterrichtung kit, daß die Aufzeichnung alle die Forderungen in nachdrücklichſter Weiſe enthält, über deren ſchuellſte Erſtkllung in der geſamten deutſchen Induſtrie Ein⸗ müttigkeit beſteht und daß die Forderungen auch in Form aufgeſtellt ſind, die dem Ernſt der Lage entſpricht. Der Ausgangspunkt der ganzen Dar⸗ ſtellung iſt der zwingende Gedanke, daß Deutſchland aufden Weg der Selbſthilfe augewieſen i, und daß dieſer Weg gekennzeichnet iſt durch eine energiſche, ſofortige und umfaſſende Einſetzung aller in Dentſchland ſelbſt vorhandenen Kräfte. Mit elſerner Konſeguenz müſſen für Staat, Kapital und Arbeit alle notwendigen Schlußfolgerungen gezogen werden. Im Mittelpunkt des Selbſthilfeprogramms muß a organiſche Umgeſtaltung der Selbſtkoſten im 2 75 einer möglichſt weitgehenden Her⸗ rückung der Selbſtkoſten ſtehen. In der Aufzeichnung iſt im einzelnen dargeſtellt, mie dieſer Grundſatz auf folgende vier Hauptgebiete angewandt werden muß: Stenern und Abgaben an dieöfſent⸗ liche Hand, * Soziale Belaſtungen, Löhne und Gehälter, i 4 Verkehrstarifſe und Tariſe der ommnunalen Verſorgungsbetriebe. Ein weiterer beſonderer Abſchnitt befaßt ſich mit den Aufgaben einer richtigen und ein⸗ f wandfreien Kreditpolitik, lusbeſondere in der öffentlichen Hand, um eine Sen⸗ 35 der Rreditkoſten zu erreichen und im Rahmen ner pfleglichen Verwaltung des vorhandenen Kre⸗ Drahtung unſ. JZondoner Vertreters § London, 22. Aug. Die polttiſche Spannung in England iſt aufs höchſte geſtiegen. Während das Kabinett ſich noch immer von einer Sitzung auf die andere vertagt, um die Bekanntgabe des nationalen Sanierungs⸗ programms von Stunde zu Stunde aufzuſchieben, kurſieren in der Stadt die wildeſten Kriſen⸗ gerüchte. Aus der Tatſache, daß die Arbeiter⸗ regierung mit dem Sparprogramm bei den Gewerk⸗ ſchaften auf ſtarken Widerſtand geſtoßen iſt, wird vielfach geſchloſſen, ein Sturz des Kabinetts Macdonald ſtünde unmittelbar bevor. Beiſpielsweiſe meldet die„Datly Mail“ in ihrem fetteſten Druck, es ſeten bereits Koalitionsver⸗ handlungen zwiſchen Konſervativen und Liberalen im Gange und Baldwin, der heute aus Frankreich nach London zurückkehren wird, habe Lloyd George den Poſten des Schatz⸗ kanzlers angeboten, für den Fall, daß die Sozialiſten von der Regierung zurücktreten.. Es iſt jedoch nicht einzuſehen, warum Macdonald jetzt demiſſtonieren ſollte, es ſei denn aus Mangel an Zivilcourage. Was geſtern geſchehen iſt, um die Si⸗ tuation ſo unerwartet zuzuſpitzen, iſt folgendes: Der Generalrat der Gewerkſchaften, der ſehr ſtarken Einfluß auf die Regierung beſtitzt, lehnte die Zuſtimmung zu den wichtigſten Sparplänen des Kabinetts ab. Namentlich die Reform der Arbeitsloſenverſicherung und die Kür⸗ zung der Gehälter verſchiedener Beamten⸗ klaſſen ſtießen auf energiſchen Widerſpruch der Gewerkſchaftsführer. Der Rat vermied aber die Entſcheidung, indem er die ganze Frage dem am 7. September ſtattfindenden Gewerkſchafts⸗ kongreß zur Beratung überließ. Bis dahin kann die Regierung, kann Englond nicht warten. Maedonald ſtand vor der Wahl, ohne die Gewerkſchaften zu kun, was er für das Richtige hält oder zu demiſſionieren. Er hat die einzig mögliche Entſcheidung getroffen, nämlich zunächſt una b⸗ hängig von den Gewerkſchaften vorzugehen. Eine zeitlang ſchwankten einige Kabinettsmitglieder, die ihr ganzes Leben lang vor den Gewerkſchafts⸗ bonzen zu zittern gewillt waren, aber Maedonald hielt ſeine Mannſchaft zuſammen. Es wird vielleicht noch einige Rücktritte von weniger wichtigen Miniſtern geben, aber keinen Kabinettsſturz. Die Gewerkſchaftsführer, die wahrſcheinlich ge⸗ glaubt haben, die Regierung werde ſich aufs neue in Verhandlungen über den Sparplan ſelbſt einlaſſen, ſind offenſichtlich enttäuſcht und äußern ſich in ver⸗ ſchiebenen Preſſe⸗Interviews dahin, daß der größte Teil der Labourabgeordneten des Unterhauſes ſeine Orders vom Gewerkſchaftsrat nehmen und daß ſie alle dieſe Leute gegen die Regierung Macdonalds zur Abſtimmung führen würden. Ein Gewerkſchaftsführer ſpricht davon, daß ſich jetzt die Wege der gewerkſchaftlichen und der politiſchen Arbeiterbewegung Englands ſcheiden würden. Das iſt auf Deutſch geſagt heller Unſinn. Die Mitglieder der Gewerkſchaften haben, da es eine kommuniſtiſche Partei in England nicht gibt, gar keine Wahl, ihre Stimmen einer anderen Partei als der Labour Party zu geben. Bei den nächſten Parlamentswahlen iſt ein Um⸗ ſchwung ohnehin ſicher. Daß aber die Abgeordneten des Unterhauſes in ernſten Stunden nicht äußeren Drahtziehern, ſondern dem Appell der Regierung zu folgen pflegen, weiß man aus Erfahrung. Die ganze Aufregung ſcheint alſo nicht ſehr überzeugend. Inzwiſchen iſt jedoch mit allen dieſen Verhand⸗ lungen wertvolle Zeit verloren gegangen und es iſt, wie ſich Macdonald heute von der„Times“ ſagen laſſen muß,„abſolut notwendig, daß die ganze Welt darüber Gewißheit erhält, daß die ganze Aufregung nicht nur ein Scheingefecht geweſen iſt“, Die konſer⸗ vativen„Times“ überbieten ſich geradezu in ihrer Predigt an die ſozialiſtiſche Regierung: „Die erſte Aufgabe der Regierung iſt, zu regie⸗ ten. Die Miniſter ſollen einſehen, daß das ganze Volk nach Führung ſchreit und ſich danach ſehnt, Führer zu unterſtüttzen, die einen Ret⸗ tungsplan beſchützen und den Mut haben, ihn durchzuführen.“ Von allen Seiten ruft man nach ſofortiger Bekannt⸗ gabe der Sanierungsvorſchläge. In der City fand eine wichtige Zuſammenkunft leitender Ban⸗ kiers ſtatt, die einen neuen Appell an die Regie⸗ rung richteten, den Ernſt der engliſchen Finanzkriſe nicht zu unterſchätzen. Angeſichts der allgemeinen Neigung, die bittere Pille der Notmaßnahmen ſo ſchnell als möglich hinunterzuſchlucken, verſteht man nicht recht, warum die Regierung immer noch mehr Sitzungen und Konferenzen daran wenden will, um ſich mit allen intereſſierten Parteien und Gruppen zu einigen. Es iſt bekannt, daß die Konſervativen eine ſtärkere Anziehung der Sparſchraube ver⸗ langen und demgegenüber die neuen Steuern auf das geringſte Maß herabgeſetzt ſehen möchten. Man weiß aber auch, daß ſie angeſichts der Notlage der Staatsfinanzen nicht unbedingt auf ihren For⸗ derungen beſtehen würden. Die Liberalen ſind grundſätzlich mit allem einverſtanden, ſeitdem es klar geworden iſt, daß der vielbeſprochene zehnprozentige Finanz⸗ „ oll nicht zu den Sanierungsplänen der Regie⸗ rung gehören wird. Es iſt alſo nicht ganz unberechtigt, wenn man hofft, daß im Laufe des heutigen Tages die Geheim⸗ niſſe von Downingſtreet der wartenden Welt be⸗ kanntgegeben werden. n ——— ditvolumens erweiterte Kreditmöglichkeiten für die private Wirtſchaft zu ſchaffen. Im Zuſammenhang damit wird ſowohl die Kreditpolitik wie überhaupt die Finanzpolitik der Gemeinden einer ſcharfen Kritik unterzogen, und es werden poſitive Vorſchläge dafür gemacht, wie eine Sicherung dafür erreicht werden kann, daß ſich die bisherigen Fehler nicht wiederholen. Ein anberer poſttiver Vorſchlag erſtreckt ſich auf die Schaffung einer Möglichkeit für ver⸗ mehrte Aufträge an die Wirtſchaft. Selbſtverſtändlich enthält die Eingabe auch die nachdrückliche Forderung, alle Reſte der Zwangs⸗ wirtſchaft, insbeſondere auch die Zwangswirt⸗ ſchaft im Wohnungsweſen, endgültig zu beseitigen. Auf reparationspolitiſchem Gebiet wird ausgeführt, daß die Durchführung des Selbſt⸗ hilfeprogramms zugleich die Vorbedingung für eine erfolgverſprechende Reparationspolitik iſt und daß die Juangriffnahme der zu erwartenden neuen Reparationsregelung parallel mit der Selbſt⸗ hilſeaktion unverzüglich geſchehen muß. Abſchließend wird betont, daß es eine völlige Verdrehung der Tat⸗ ſachen iſt, wenn man von einem Verſagen der Pri⸗ vatwirlſche ft ſpricht. Nicht die Privatwirtſchaft hat verſagt, ſontern geſcheitert iſt ein Syſtem, das mit politiſchem Zwaug die Privat⸗ wirtſchaft künſtlich ihrer natürlichen Entwicklungs grundlagen beraubt hat. Dieſe grundſätzliche Einſtellung verpflichtet uns anderſeits, nicht nur beſtimmte Auswüchſe und Feh⸗ ler zuzugeben, die ſich bedauerlicherweiſe in der Pri⸗ vatwirtſchaft gezeigt haben, ſondern auch dafür einzu⸗ ſtehen, daß einer Wiederholung ſolcher Erſcheinungen vorgebeugt wird. Wirtſchaftsvertreter beim Kanzler Drahtbericht unſeres Berliner Büros ü: Berlin, 22. Aug. Der Kanzler hat geſtern im Rahmen der Ein⸗ zelbeſprechungen, die er ſchon ſeit einigen Tagen ab⸗ hält, um ſich über die Anſichten der verſchiedenen Wirtſchaftsgruppen zu orientieren, je einen Vertre⸗ ter der Haus beſitzer⸗ Vereinigung, der Han d⸗ werkskammern und des Einzelhandels empfangen. In der Unterhaltung wurde vor allem die Reform der Hauszinsſteuer erörtert und die damit zuſammenhängende Möglichkeit einer Sen⸗ kung der Mieten. Heute will man im Kabinettsrat ſich mit einem Vorſchlag des Reichsfinanzminiſteriums befaſſen, der eine Aenderung der Notverordnung über die Kapi⸗ talflucht anregt. Bei der Gelegenheit wird mau ſich, wie wir anzunehmen Grund haben, auch ernſt⸗ lich überlegen, ob es nicht an der Zeit ſei, die 100%42 Gebühr, die danernd weitere Proteſte des In⸗ und Auslandes auslöſt, wieder außer Kraft zu ſetzen. In politiſchen Kreiſen hält man es jedenfalls nicht für unwahrſcheinlich, daß ſich die Regierung ent⸗ gegen ihrer urſprünglichen Abſicht, die Verordnung bis Ende September gelten zu laſſen, nun doch zu einer früheren Aufhebung entſchließt. 142. Jahrgang— Nr. 385 Japan für Deutſchland Von Profeſſor Dr. Waldemar Oehlke Dem oſtaſiatiſchen Beobachter mag es vielleicht klarer als dem europäiſchen zum Bewußtſein gekom⸗ men ſein, welche politiſche Bedeutung dem fi⸗ nanziell ſo unbedeutenden Ergebnis der Pariſer und Londoner Tage zukommt, weil ſein Blick über Amerika und den Großen Ozean dort, über Rußland und Sibirien hier hinüberſchweifte. Das wirkte und wirkt befreiend. Schon nach Bekanntwerden des erſten Hoover- Planes bei der Lektüre der oſt⸗ aſtiatiſchen Preſſe, Frankreich zum erſten Mal ſo iſoliert wie Deutſchland im Weltkriege, genau ſo ſtark wie dieſes damals, Sieger aber nur Dank der vereinten Macht der andern, was dieſe ganz genau wiſſen, reich nur dank dem deutſchen Golde, das ihm wieder die andern verſchafft haben! Es tut wohl, das in den Zeitungen der andern, mehr oder min⸗ der verhüllt, zu erkennen. Und in dem Ringe, der ſich um die Bank von Frankreich und die von ihr be⸗ zahlte militäriſche Rüſtung leiſe zu ſchließen be⸗ ginnt, befinden ſich nicht nur die aufgerüttelten Au⸗ gelſachſen, ſondern auch die Japaner. Das letzte offizielle Anzeichen dafür kann nicht größer ſein als bei Briten und Amerikanern, an deren Maßnahmen zur Wiederherſtellung der deut⸗ ſchen Finanzen ſich zu beteiligen Japan verſprochen hat. Das Wichtige daran iſt das öffentliche völker⸗ pſychologiſche Moment. Nicht eine einzige oſt⸗ aſiatiſche Stimme hat ſich für die Fran⸗ zoſen hören laſſen. Dadurch überragt Japan für uns noch die Vereinigten Staaten, weil keine Mor⸗ gangruppe von dort aus die deutſchfreundliche Strö⸗ mung hemmen konnte. Auf die Dauer aber iſt keine Weltbank ſtark genug, gegen die Welt ſelber anzu⸗ rennen, und kein Rieſentank vermag den Geiſt der Gerechtigkeit niederzuknallen. Als Hoovers erſter Plan bekannt wurde, ſchrieb die„Nichi⸗Nichi“⸗Zeitung in Tokio:„Es iſt die höchſte Zeit, daß Deutſchland befreit wird von dem erniedrigenden Druck, den man dem Beſiegten auferlegt hat, zumal wenn dieſer Druck faſt die ganze Welt mit niederdrückt.“ Eine hübſche und klar ausgeſprochene Erkenntnis! Gewiß, Japans Anteil an dem Freijahr war von vorn⸗ herein unbedeutend, ſodaß es dem japaniſchen Mini⸗ ſter des Auswärtigen, Shidehara, leicht wurde, ſich ſofort in günſtigem Sinne dafür auszuſprechen. Darüber hinaus bildet Japan längſt mit Amerika handels⸗ und verkehrspolitiſch eine beſondere Welt⸗ einheit gegenüber den nicht pazifiſchen Großmächten. Aber der Ton macht die Muſik. Der franzöſiſche Siegerbegriff, hieß es in andern Zeitungen, ſet ein Anachronismus. So könne man die Welt zum mindeſten finanzpolitiſch nicht mehr ein⸗ teilen, wenn man nicht ſelber einmal wieder der Beſiegte ſein wolle. Die ſtärkſte Induſtrie ſei ſchwach, ſobald es keinen mehr gebe, der ihre Erzeugniſſe kaufen könne. Was Hoover tue, ſei erſt der Anfang vom Anfang. Das weitere werde die Zeit beſorgen, man brauche keinen Gläubiger zum Verzicht zu zwingen, wenn ihm deutlich werde, daß er andern⸗ falls auch das heimiſche, nicht ausgeliehene Kapital verlieren würde. Der amerikaniſche Handel ſei in den letzten Monaten wieder um 35 Prozent zurück⸗ gegangen und habe nur einmal, in dem büſteren November 1914, eine ſo minimale Ausfuhr gehabt. Der bittere Scherz tauchte auf, es könne ſonſt noch einmal zu einem Weltmoratorium kommen, außen⸗ wie innenpolitiſch. i Der oſtaſiatiſche Blick auf England ergänzte dieſes vielverſprechende Bild. Die Franzoſen wünſch⸗ ten ſich die Briten vor ihre eigene cäſariſche Politik zu ſpannen. Aber England wiſſe, was ihm dann ſel⸗ ber, und zumal bei einem deutſchen Bankerott, be⸗ vorſtehe. Der Brite fühle ſich nicht imſtande, das franzöſiſche Glück durch den eigenen Untergang voll⸗ ſtändig zu machen. Obenein ſei das eine franzöſiſche Selbſttäuſchung, denn kein Volk bliebe dann vom Untergang verſchont. Den materiellen und unmittelbar politiſchen Ge⸗ winn der bisherigen Hoover⸗Aktionen ſchätzt der Oſt⸗ aſiate ſehr gering ein, umſo höher aber den pſy⸗ cho lo giſchen. Bald werde der Rückſchlag auf den ſchwächlichen Anfang folgen. Dann werde in dem jetzt gewonnenen pfychiſchen Keim die Möglichkeit der Rettung ſich offenbaren. Immer näher würden die Völker einander kommen, nicht aus nationalem Ver⸗ ſtändnis, ſondern aus wirtſchaftspolitiſchem Lebens⸗ willen und innerem Zwange heraus. Auch nicht aus 2. Seite/ Nummer 385 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 22. Auguſt 1931 Liebe und Weisheit, lächelt der Oſtaſiate. Er bleibt ruhig und ſachlich angeſichts herzlichſter Begrüßungen und Empfänge. Er meint: ſie möchten einander ſchon gern umbringen, wenn es nur möglich wäre, ohne ſich ſelbſt dabei demſelben Schickſal auszuliefern. Immerhin beginne die Welt ſchon aufzuatmen, weil ſie an den Führern die erſte Einſicht merke. Ohne Deutſchland gebe es nach Geſchichte und Organiſation keine Welt⸗Wohlfahrt mehr. Komme wie in Japan Sympathie und Bewunderung hinzu: umſo beſſer für die Welt! Das genügt eigentlich. Solche politiſchen Impon⸗ derabilien wiegen ſchwerer als ein 177 Milliarden⸗ Kredit ſamt ſeiner Zinſenlaſt. Vielleicht wäre es zbeſſer, ein verblendetes Siegervolk einſtweilen ruhig für ſich vorwärts taumeln zu laſſen, mit den beſten Wünſchen für die Zukunft— doch das gehört nicht mehr direkt hierher. Japan glaubt, daß der Tiefpunkt erreicht ſei— ſo äußerte ſich zuletzt Watanabe, der erſte Sekretär der Handelskammer in Tokio. Andere rechnen dort mit der Reviſion des Verſailler Vertra⸗ ges ſchon im nächſten Febuar. So viel iſt klar: ein Volk, deſſen Untergang die andern Völker auch nur finanziell fürchten, braucht ihn ſeinerſeits nicht zu fürchten. Ein aufſehenerregender Austritt — München, 21. Aug. An die Reichsleitung der National⸗ ſoztaliſtiſchen Deutſchen Arbeiterpar⸗ tei iſt, wie der„Bayeriſche Kurier“ erfährt, heute folgender Brief des Herrn Dr. jur. Theobald Frei⸗ herr von Reck, Leutnant a.., Aſſeſſor, gegangen: München, 20. Auguſt 1931. An die Reichsleitung der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiterpartei, München, 5 Briennerſtraße 45 Einem Schritte des Generals Ritter von E p p folgend, bin ich im Jahre 1928 der NSDAP. als Mitglied beigetreten. Eine kurze Tätigkeit als juriſtiſcher Re⸗ ferxent bei der Reichsleitung der NSDAP. und der Oberſten SA.⸗Führung im Braunen Hauf hat indes genügt, mich von der geiſtigen und moraliſchen Unzulänglichkeit eines wildgewachſenen Führerhaufens zu überzeugen. Dieſe Männer, die ſich dem Aus⸗ lande würdelos anbiedern(Muſſolini⸗Deutſchſüd⸗ tirol, Rothermere und Hervé⸗Kriegsſchuldfrage), aber den eigenen Volksgenoſſen gegenüber die Ge⸗ waltmethoden eines Clemenceau anwenden, ſind weder willens noch fähig, eine Volksgemeinſchaft zu begründen und ein Reich von wahrhaft deutſchem Weſen zu errichten. Als deutſcher Frontſoldat, als bayriſcher Offizier muß ich insbeſondere ablehnen, weiter einer Füh⸗ rung zu folgen, die ſich ſo wenig ihrer Pflichten gegenüber der Nation und der Geſchichte bewußt iſt, daß ſie an maßgebendſter Stelle der Reichsleitung der NS Dal P. einen Mann duldet und fördert, der die Nopember⸗Revolte von 1918 verherrlicht und ein Hoch auf den„Miniſterpräſidenten“ Kurt Eisner aus⸗ gebracht hat. Eine ſolche Führung handelt treulos und verwirkt den Anſpruch auf Gefolgſchaft. Ich erkläre hiermit meinen Austritt aus der NSDAP. g 85 Dr. jur. Theobald Freiherr von Reck. *. 8 Man darf wohl annehmen, daß die Reichs leitung der NSDAP. ihre Antwort auf dieſen Brief öffent⸗ lich bekanntgeben wird. l Junkers⸗Maſchine zum Ozeanflug geſtartet Telegraphiſche Meldung 5 Berlin, 22. Auguſt. Die Junkersmaſchine, die Levine auf ſeinem Ozeauflug geflogen hat und von einem gewiſſen Willy Ro dy aufgekauft war, iſt heute morgen auf dem Tempelhofer Feld um.03 Uhr zum O ſt weſt⸗ Atlantikflug aufgeſtiegen. Die Maſchine hat Kurs auf Liſſabon über Lyon⸗Marſeilke. Der Flug⸗ zengführer iſt Chriſtian Johannſen, außerdem fliegen der Flugzeughalter, Willy Rody und ein Portugieſe mit.. Die Arbeitsmarktlage im Reich 4104000 Arbeitslose Telegraphiſche Meldung — Berlin, 21. Aug. Nach dem Bericht der Reichsanſtalt für die Zeit vom 1. bis 15. Auguſt hat das Abſinken des Beſchäf⸗ tigungsgrades, das in der zweiten Julihälfte einfetzte, in der erſten Auguſthälfte ein etwas raſcheres Tempo angenommen. Zwiſchen den beiden Stichtagen vom 15. Juli und 15. Auguſt iſt die Zahl der Arbeitsloſen um rund 148 000, in dem gleichen Zeitraum des Vor⸗ jahres um 129 000 geſtiegen. Auf die Zeit vom 1. bis 15. Auguſt 1931 entfallen auf die Zunahme rund 114000(im Vorjahre rund 80 000). Nach den Zäh⸗ lungen der Arbeitsämter war am 15. Auguſt eine Arbeitsloſenzahl von rund 4104390 erreicht. In dieſer Entwicklung dürften— neben der üblichen Verminderung in der Beſchäftigung der Landwirtſchaft— Auswirkungen der Kreditkriſe zur Geltung kommen. In der Arbeitsloſenverſicherung hat die Entwicklung nunmehr eine ſteigende Richtung an⸗ genommen. Die Zahl der Hauptunterſtützungs⸗ empfänger hat ſich um rund 20 000 auf rund 1225000 erhöht. Die Belaſtung der Kriſenfürſorge weiſt eine Zunahme um rund 29 000 auf. Am 15. Auguſt wurden rund 1056000 Empfänger der Kriſenunter⸗ ſtützung gezählt. Die einzelnen Landesarbeitsamtsbezirke wurden von der Zunahme der Arbeitsloſigkeit zwar in ver⸗ ſchiedenem Maße, doch ohne Zunahme betroffen. In der Landwirtſchaft iſt im allgemeinen die dies⸗ jährige Arbeitsmarktlage gekennzeichnet durch eine ſtarke Verwendung von Maſchinen und durch das leb⸗ hafte unmittelbare Angebot wandernder vielf eich be⸗ rufsfremder Arbeiter. Der Arbeitsmarkt des Steinko 0 len berg⸗ baus hat ſich weiterhin ungünſtig entwickelt. In den Braunkohlengebieten war die Lage unein⸗ heitlich. Die Zahl der Beſchäftigten im Baugewerbe hat überall abgenommen.— Eine unverkennbare Verſchlechterung der Lage iſt auch in der metall⸗ verarbeitenden Induſtrie eingetreten.— Einzelne Zweige des Bekleidungsgewerbes hatten etwas beſſer zu tun. Ungünſtiger iſt das Bild in der Spinnſtoffinduſtrie. Der Lohnkonflikt der Gemeindearbeiter Berlin, 22. Auguſt. Die Verhandlungen im Reichsarbeitsminiſterium über die Herabſetzung der Gemeindearbeiterlöhne zogen ſich bis in die ſpäten Nachtſtunden hin, ohne vorläufig zu einem Ergebnis zu führen. In der neunten Abendſtunde unterbreitete der Vertreter des Reichsarbeitsminiſters, Miniſterialrat Mevens, einen neuen Vorſchlag, zu dem die Parteien bis 711 Uhr ſich erklären ſollten. Der Vorſchlag ſieht, wie der„Vorwärts“ mitteilt, einen Lohnabbau in zwei Etappen vor. Der Lohnabbau— in der Richtung ſcheint man den Gewerkſchaften und der Sozialdemokratie entgegen gekommen zu ſein— geht aber nicht ſo weit wie beim erſten Vorſchlag. Die Reichstarifkommiſſion der Gewerkſchaften lehnte je⸗ doch auch dieſen Vorſchlag und zwar, wie der„Vor⸗ wärts“ triumphierend feſtſtellt, einſtimmig ab. Die Verhandlungen wurden darauf weitergeführt. Der„Börſen⸗Courier“ meint, daß man die Be⸗ ratungen heute fortſetzen wird, da nach dem Stand der Dinge um Mitternacht kaum Ausſichten auf eine wirkliche Einigung beſtanden. Einberufung des Preußenparlaments? Telegraphiſche Meldung In Berliner politiſchen Kreiſen rechnet man ſtark mit der Möglichkeit, daß binnen kurzer Friſt der Preußiſche Landtag zuſammentreten wird. Die deutſchnationale und national⸗ ſozialiſtiſche Fraktion des Landesparlaments haben gemeinſam folgenden Antrag eingebracht: Nach Preſſemeldungen hat der preußiſche Finanz⸗ miniſter Höpker⸗Aſchoff dem Reichsminiſter des Innern einen Geſetzentwurf eingereicht, der in ſeinen Grundgedanken die Zerſchlagung Preußens bedeutet. Gleichzeitig iſt bekannt geworden, daß der Vorſchlag die Durchführung dieſes Geſetzentwurfes mit Hilfe des Art. 48 der Reichsverfaſſung vorſieht. Angeſichts der daraus erwachſenden Gefahr für die Exiſtenz Preußens beantragen wir die ſofortige Einberufung des Preußiſchen Landtages. Soweit die Vorgeſchichte. Es wird nun die Fräge viel diskutiert, ob der Landtag takſächlich zur Erörke⸗ rung dieſes Antrages und der durch ihn angeſchnitte⸗ nen Fragenkomplexe einberufen werden wird, bezw. ob er ohne weiteres einberufen werden muß. Nach der Verfaſſung muß der Landtag einberufen werden, wenn ein Fünftel der Landtagsmitglieder, alſo 90 Abgeordnete, es verlangen. Deutſchnationale und Nationalſozialiſten verfügen aber zuſammen nur über 72 Abgeordnetenſitze, ſodaß zur Er⸗ zwingung der Landtagseinberufung die Unterſtützung von Abgeordneten anderer Fraktionen erforderlich wäre. Dieſe Unterſtützung nun werden die Antrag⸗ ſteller, wie wir in informierten Kreiſen hören, durch die Kommuniſten erhalten, die allerdings eine formelle Entſcheidung noch nicht getroffen haben. Das liegt aber vorläufig einzig und allein daran, daß ihnen der deutſchnational⸗nationalſozialiſtiſche An⸗ trag durch den Präſidenten des Landstages noch nicht zugeleitet worden iſt. Die Kommuniſten werden ſich aber zweifellos dem Antrag anſchließen. Wie man weiter hört, wollen ſie ſich nicht nur die deutſch⸗ nationale Begründung zu ihrer eigenen machen, ſon⸗ Wenn der Briefkaſtenonkel auf Urlaub iſt In einer Familienzeitſchrift, die den„Briefkaſten“ beſonders pflegte, hatte der Herr, der den„Brief⸗ kaſtenonkel“ darſtellte, ſeinen wohlverdienten Urlaub angetreten. Der Redaktionsvolontär hatte die ehren⸗ volle Aufgabe, die zahlloſen Anfragen, die aus allen Wiſſensgebieten einlaufen, zu bearbeiten. Er übte ſein Amt gewiſſenhaft und hingebend aus. Frage:„Wie kann ich ein Huhn töten, ohne daß es Schmerzen empfindet?“ Antwort:„Wenn Sie das Huhn vor der Tötung durch einen Tierarzt nicht ſachgemäß k chloro⸗ formieren laſſen wollen, rate ich Ihnen, es durch einen Hypnotiſeur einſchläfern zu laſſen. Ein anderes Mittel iſt, daß Sie ſich nachts in den Hühnerſtall ſchleichen und dort plötzlich wie ein Fuchs zu bellen anfangen. Das Huhn wird dann vor Schreck ſterben. Am beſten aber wird es ſein, wenn Sie warten, bis entweder das Huhn oder Sie ſelbſt an Altersſchwäche ſterben werden.“ 0 Frage:„Ich lebe in dritter Ehe. Von meinen beiden erſten Männern bin ich geſchteden. Mein letziger Mann iſt leider arbeitslos. Kann ich unter dieſen Umſtänden vielleicht dennoch von meinen bei⸗ den erſten Männern Unterhalt verlangen, obwohl bei beiden Scheidungen, allerdings durch Ungerechtig⸗ keit der Urteile, ich der ſchuldige Teil war?“ Antwort:„Geſetzlich haben Sie keinen Au⸗ ſpruch auf Unterhalt. Menſchlich rate ich Ihnen, den beiden erſten Männern zu ſchreiben, daß Sie zu ihnen zurückkehren wollen. Um das zu verhindern, werden beide wohl zu jedem erdenklichen Opfer be⸗ reit ſein.“ ** Frage:„Mir hatte ſich ein Herr genähert, der mir auch die Ehe verſprochen hatte. Nun hat er ſich pier Wochen lang nicht mehr ſehen laſſen. Von an⸗ derer Seite erfahre ich, daß er mit einem andern Mädchen geht. Wie kann ich herausfinden, ob er mich och liebt?“ 5 Antwort:„Liebe iſt nicht immer das, was es zu ſein ſcheint. Die Tatſache, daß der junge Herr Sie vier Wochen lang nicht mehr aufgeſucht hat, läßt die Vermutung zu, daß ihm die andere, mit der er jetzt geht, wohl beſſer gefällt, als Sie. Indeſſen können Sie ihn ja auf die Probe ſtellen: Springen Sie vor ſeinen Augen in einen Fluß, See oder tiefen Teich. Je nach den örtlichen gegebenen Möglichkeiten. Springt er Ihnen nach, ſo liebt er Sie noch immer. Läßt er Sie ertrinken, ſo ſind Sie ihn für immer los.“ 1 Frage:„Ich bin ſeit dem Jahre 1912 mit einem Herrn verlobt, der mich wegen der wirtſchaftlichen Verhältniſſe immer noch nicht heiraten kann. Er arbeitet nicht gern und wartet auf beſſere Zeiten. Soll ich noch warten und glauben Sie, daß die Lage ſich beſſert?“ 0 Antwort:„Da es ſich um eine Vorkriegs⸗ verlobung handelt, alſo um eine Sache von Qualität, rate ich Ihnen, ſie auf keinen Fall aufzugeben.“ * Frage:„Wie kann man von einer Bank Geld geliehen bekommen?“ Antwort:„Wahrlich! Sie haben Recht! Wiel“ * Frage:„Ich bin 33 Jahre alt und romantiſch veranlagt. Indeſſen leide ich unter unreinem Teint, der anſcheinend auch die Wurzel meines Alleinſeins iſt. Was raten Sie mir?“ ö e Antwort:„Begießen Sie dieſe Wurzel täglich mit einer Miſchung von Vitriol und Benzin. Darauf zünden Sie die übergoſſenen Stellen leicht an. Neh⸗ men Sie aber nicht zu viel Benzin, ſonſt könnten mit der Wurzel auch Stamm und Aeſte beſchädigt wer⸗ den.“ * Ein techniſches Muſeum für Moskau. Nach dem Muſter des Deutſchen Muſeums in München ſoll jetzt in Moskau ein Muſeum geſchaffen werden, das in erſter Linie der Propaganda der Technik dient. Nach der von Stalin ausgegebenen Parole „Beherrſcht die Technik!“ hat Bucharin jetzt Vor⸗ ſchläge für das Muſeum unterbreitet, das die hiſto⸗ riſche Entwicklung der Technik aufzeigen ſoll. 2 dern ſie erwarten darüber hinaus, daß auch ihre eigenen, in der letzten Zeit eingebrachten Anträge politiſcher Art bei dieſer Gelegenheit miterörtert wer⸗ den können. Zunächſt wird alſo Präſident Bartels den anderen Fraktionen den Antrag der Deutſch⸗ nationalen und Nationalſozialiſten zur Stellung⸗ nahme zuleiten. Wenn er die nötige Unterſtützung findet, wird der Aelteſtenrat einberufen werden, um Zeitpunkt und Tagesordnung der Landtagsſitzung feſtzulegen. Man rechnet damit, daß dieſe Aelteſten⸗ ratsſitzung in der nächſten Woche ſtattfinden wird, ſodaß angenommen werden kann, daß der Preußiſche Landtag Ende Auguſt bereitsoder Anfaug September zu ſeiner Zwiſchentagung zuſammen⸗ treten wird. Dieſe Tagung wird nun, wenn nicht alle Anzeichen trügen, einen außerordentlich bewegten Verlauf nehmen. Insbeſondere werden die Parteien, die auch im Reiche in Oppoſition ſtehen, mit allen Mitteln den Verſuch machen, im Rahmen der Landtagsdiskuſſion auch Dinge zur erörtern, die die Reichspolftik betreffen.. g. Amundſens Flugzeug entdeckt? Telegraphiſche Meldung i — Leipzig, 21. Auguſt. Profeſſor Weickmann von der Leipziger Uni⸗ verſität ließ der Preſſe die Aufſehen erregende Mit⸗ teilung zugehen, daß er bei der Bearbeitung des wiſſenſchaftlichen Bildmaterials der Arktisexpedition des„Grafen Zeppelin“, die Prof. Moltſcha⸗ now⸗Leningrad über dem Südoſtgebiet von Nowaja Semlia gemacht hat, ein anſcheinend unbe⸗ ſchädigtes Flugzeug vom Flugboottyp feſtgeſtellt habe. Prof. Weickmann ſoll zuſammen mit Prof. Moltſchanow, der bei ihm zu Gaſt weilt, die Ange⸗ legenheit noch genauer nachprüfen. Es wird von den Forſchern nicht für unmöglich gehalten, daß es ſich um das Flugzeug Amundſens handelt. Berliner Theaterpläne Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 22. Aug. Unter dem Namen„Gemeinnützige Ver⸗ einigung Deutſches Volkstheater“ iſt geſtern in Berlin eine Vereinigung gegründet wor⸗ den, die ſich die Pflege des guten Schauſpiels, der Oper und der Operette zur Aufgabe ſetzt und vor⸗ ausſichtlich in der Krolloper außerordentlich billige Vorſtellungen veranſtalten wird. Zur Durchführung des Plans haben ſich der Gewerkſchaftsbund der An⸗ geſtellten, der Deutſche Bankbeamtenverein und Ver⸗ bände des Gewerkſchaftsrings mit noch einigen Organiſationen zuſammengetan, die dem Deutſchen Beamtenbund und dem Reichsbund der höheren Be⸗ amten angeſchloſſen ſind. Weitere Organiſationen, beſonders aus dem Mittelſtand, dürften ſchon in den nächſten Tagen hinzutreten. * Der Schauſpieler Eugen Klöpfe r, der ſchon ſeit längerer Zeit die Abſicht hat, eine eigene Bühne zu leiten, verhandelt wegen Uebernahme des T hea⸗ ters am Nollendorfplatz. Falls es zum Ab⸗ ſchluß kommt, würde Klöpfer bereits Mitte Septem⸗ ber ſein eigenes Theater eröffnen. aK Für die Neuaufführung von Offenbachs„Hoff⸗ manns Erzählungen“, die als erſte Premiere des großen Schauſpielhauſes unter der Regie Mar Reinhardts im Herbſt in Szene gehen werden, liegt, wie wir erfahren, folgender Plan einer teil⸗ weiſen Umgruppierung des Librettos vor: Reinhardt wird Hoffmanns Erzählungen, ein Werk im Stil des klaſſiſchen Singſpiels, als große romantiſ ch e Oper inſzenieren. Die Szenen in Luthers Keller, im urſprünglichen Textbuch als Rahmenhandlung an den Anfang und als Ende des ganzen Werkes ge⸗ ſetzt, werden für die Neuaufführung in die Geſamt⸗ handlung verwoben. Die drei Erzählungen Hoff⸗ manns werden in der Neueinſtudierung Reinhardts um eine vierte vermehrt, und zwar um die Don Juans, in der Hoffmann in der Loge der Oper 1 hat dieſem verfaſſungsändernden Geſetz 72 Spekulation auf die Vergeßlichkeſt Drahtbericht unſeres Berliner Bü rotz 5 Berlin, 22. Auguſt. Gegen den Reichsfinanzminiſter Dietrich wird immer wieder der Vorwurf erhoben, daß er bie Großpenſionäre ſchonen wolle. Wir haben bereits darauf hingewieſen, daß der Reichsfinang⸗ miniſter im Dezember vorigen Jahres ein Geſet über Kürzung von Verſorgungsbezügen vorgelegt hat. Auf den Wunſch des Haushaltsausſchuſſez wurde dieſer Entwurf durch eine Sondervorlage er⸗ gänzt, deſſen Hauptbeſtimmung dahin ging, daß mehr als 12000 Mark Penſion in keinem Fall gezahlt werden ſollte. Der Reichs rat . mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit zugeſtimmt. Anz den Verhandlungen des Reichstags ergab ſih aber dann, daß hier eine qualifizierte Mehrheſt nicht zu erreichen war und zwar aus dem ein⸗ fachen Grund, weil die Nationalſo zialiſten ſich gegen den Geſetzentwurf erklärten. Daß jet gerade von dieſer Seite die heftigſten Angriffe gegen den Reichsfinanzminiſter gerichtet werden, iſt eigen⸗ artig und zeigt, wie immer wieder mit Erfolg auf die Vergeßlichkeit des Publikums ſpe⸗ kultert wird. Die Finanznöle Hugenbergs Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 22. Aug,. Wie hoch ſind Hugenbergs Schulden? Auf dieſe Frage hat man bisher keine beſtimmte Antwort er⸗ halten. Das Organ des chriſtlich⸗ſozialen Volks, dienſtes, das als erſtes Hugenbergs Schickſalsverbu⸗ denheit mit der vom Staat ſanierten Danatbauk zahlenmäßig aufzeigen konnte, hat die Verbindlich, keiten des deutſchnationalen Führers auf 26 Mil⸗ lionen geſchätzt. Die neuerdings von einem Zür⸗ cher Blatt genannte Ziffer von 42 Millionen dürſte ſtark übertrieben ſein. Hugenberg hat bekanntlich dieſe Meldung dementieren laſſen, ſich allerdings wohlweislich gehütet, die authentiſche Zahl zu nen⸗ nen. Das chriſtliche Gewerkſchaftsorgan Der Deutſche“ behauptet, daß nach ſeiner Kenntnis die Verſchuldung Hugenbergs bei der Danatbank 16 Millionen, bei der Dresdner Bank 20 Mil⸗ lionen betrage. Die finanziellen Verhältniſſe det Deutſchnationalen Volkspartei, das wagt auch bie Hußgenberg ergebene Preſſe nicht abzuleugnen, ſin äußerſt prekär. Der ſozialdemokratiſche Preſſedienſt will ſogar wiſſen, daß ab 1. September Gehälter und n Löhne für die Parteibeamten nur zu einem Bruch⸗ teil ausgezahlt werden könnten. g Zur Frage des Nachtbackverboles Meldung des Wolffbüros Berlin, 21. Aug. Ein kombinierter Arbeitsausſchuß des vorläufigen Reichswirtſchaftsrates hat zur Frage der Auflocke⸗ rung oder Aufhebung des Nachtbackverbots gutachl⸗ lich Stellung genommen. Er war einſtimmig der Anſchauung, daß eine Aufhebung des Nachtbackver⸗ botes nur dann in Frage kommen könne, wenn dadurch eine weſentliche Verbilligung des Brotpreiſes herbeigeführt wird. Die Meinung darüber, ob ſolche weſentliche Preis, ermäßigung geſichert erſcheine, waren geteilt. Eine Mehrheit fand dagegen ein Antrag, in allen Bäckerei betrieben die Vorbereitungsarbeiten für das Brok⸗ und Brötchenherſtellen ſchon um drei Uhr morgens beginnen zu laſſen. Mit großer Mehr⸗ heit fand ein weiterer Antrag Annahme, das die Vertriebsſpeſen weſentlich erhöhende Verbot des Ausfahrens vor Beginn der Verkaufszeit aufzu⸗ heben. An dem Verbot des Verkaufes der Back ware vor? Uhr morgens wurde einmütig feſtgehalten, Anſchlag auf einen engliſchen Kommiſſar in Indien — Kalkutta, 21. Aug. Auf den engliſchen Kom⸗ miſſar in Dacca, Caſſels, wurde heute ein An⸗ ſchlag verübt. Ein Inder ſchoß auf den Kommiſſar und verletzte ihn leicht durch einen Beinſchuß. Der Täter iſt flüchtig. — ſitzt und ſich ſelbſt auf der Bühne sieht, Hier wird Reinhardt auf der Bühne ein ganzes dreh⸗ bares Opernhaus aufbauen. Ruſſiſche Ausbeutung deulſcher Schriftſteller Nur 15 Jahre Schutzfriſt Drahtbericht unſeres Berliner Bürg J Berlin, 22. Ang. Die deutſch⸗vuſſiſchen Verhandlungen zum Abſchluß eines Urheberrechtsvertrags ſind, wie kas „Berliner Tageblatt“ mitteilt, geſcheitert. Die Rus weigerten ſich, in der Frage der Schutzfriſt aue nehmbare Vorſchläge zu machen. Sie verlangten, daß beide Staaten nach der eigenen Geſetzgebung die Schutzfriſt gewähren ſollten. Das würde darauf hinauflaufen, daß deutſche Schriftſteller in Ruß; land nur 15 Jahre, umgekehrt aber ru e Schriftſteller in Deutſchland 30 Jahre geſchüh wären. 8 1 Man wird ſich auf deutſcher Seite überlege müſſen, ob es nicht an der Zeit iſt, gegen Somfet⸗ rußland auf dieſem Gebiete Ausnahmebe n mungen anzuwenden. Der gegenwärtige A iſt unhaltbar. Ohne jeden Gegen wert für die Beteiligten können deutſche Werke in Rußland n 1 gedruckt und vertrieben werden. Die 10 gehörigen der Sowjetunion dagegen ſind für ihr Arbeiten geſchützt, wenn ſie ihre Werke zuerſt n Deutſchland erſcheinen laſſen. O Deutschland ſagt die Wiener Kongreſſe ah Vom 1. bis 3. Oktober hätte die Deutſche Geſellſchn für Urologie in Wien ihre zehnte Tagung 15 halten ſollen. Infolge der ſchwierigen witer lichen Verhältniſſe wurde die Tagung auf den Ap 1932 verſchoben. f reits zwei andere Kongreſſe auf das nächſte verſchoben worden, nämlich der Kongreß 5010 ſchen Geſellſchaft für Verdauung s⸗ und Sto wechſelkrankheiten und der Kongreß l= Deutſchen Pharmakologiſchen Geſe 8 ſchaf t. 5 3 — Aus denſelben Gründen ſind he“ bez A heim und Perſt deutl eine Woch zwar dung Maß arbei tung beit! grup Landi der arbei gilt hand grun schl. herig ſchon bart weite komt den 6 62 werd ſich l Woõ zur aur hand Gebü . man aſſiſte * Vorn Aug og ſt. wird die aben anz⸗ eſetz elegt uſſes ex⸗ daß tem rat der Aus ſich rheit ein⸗ ſten jetzt egen gen⸗ auf pe⸗ ug. figen yocke⸗ zacht⸗ det kver⸗ venn dee s reis, Ein erei⸗ rht⸗ Uhr ſehr⸗ die des zu; Back; lten, 1 20 2 2. Auguſt 1931 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite Nummer 385 —— 16 863 Perſonen jehen Arbeitsloſenunterſtützung im Bezirk bezieh Mannheim Am 15. Auguſt wurden beim Arbeitsamt Mann⸗ 0 1 eim insgeſamt 36 426 Arbeitſuchende, 28 355 Männer 11 8071 Frauen, gezählt. Die Zunahme von 586 Perſonen gegenüber der Zählung vom 15. Juli zeigt Pers 0 beutlich die Verſchlechterung des Arbeitsmarkts, die eine Folge der wirtſchaftlichen Ereigniſſe der letzten Pochen iſt. Die abſinkende Beſchäftigungsziffer war 55 wieder ſaiſonbedingt, wie im Beklei⸗ zgewerbe, doch wurden diesmal in ſtärkerem war zum Teil dungsgel Naße die Metallinduſtrie(vor allem die Hilfs⸗ arbeiterſchaft) und, wie vorausgeſehen, das Nah⸗ tungs⸗ und Genußmittelgewerbe erfaßt. Ar⸗ Die heithuchenden verteilen ſich auf folgende Berufs⸗ gruppen: Landwirtſchaft Metallinduſtrie Lederinduſtrie und Verarbeitung Holzindustrie Nahrunas⸗ und Genußmittelgewerbe Hekleidungsgewerbe Baugewerbe Verkehrsgewerbe Gaf⸗ und Schonkwirtsgewerbe Hallsangeſtellte aller Art Ungelernte Arbeiter ufmänniſche Angeſtellte ktoufmänniſche Angef Techniſche Angeſtellte Alle anderen Berufsgruppen Von dieſen Arbeitſuchenden Männer Frauen 111 14 1 7296 220— 22 850 108 + 24 182⁵ 33 590 1987 + 57 407 428— 46 2066 5. 266 586 + 22 1482 22 L 4g — 1254! 146 8919 1987 154 2798 1905 + 91 947 7 + 24 1200 743 + 159 entfielen 22 167 Männer und 6399 Frauen auf den Stadtbezirk, wäh⸗ tend die Landgemeinden und männlichen ein 1672 Angebot weiblichen Arbeitſuchenden von 6188 nachwieſen. Arbeitsloſenunterſtützung be⸗ zogen 8363 Perſonen und Kriſenunterſtützung 500, alſo insgeſamt 16863 Männer und Frauen mit 19300 Zuſchlagsberechtigten. gahnbe handlung bei den Krankenkaſſen Die Gebühr wird herabgeſetzt Am 10. Auguſt verhandelten die Spitzenverbände ber Zahnärzte und der Krankenkaſſen im Reichs⸗ arbeitsminiſterium über die Herabſetzung der Ver⸗ gülungen für die zahnärztliche Tätigkeit. Die Ver⸗ handlungen führten * zu einer Vereinbarung, auf⸗ grund deren die Zahnärzte den Krankenkaſſen A b⸗ ſchläge gewähren, die je nach der Höhe der bis⸗ herigen Koſten 10—15 Prozent ſchon bisher weitergehende Ermäßigungen hart worden ſind, verbleibt es dabei. betragen. Soweit verein⸗ Es wurde weiter feſtgelegt, daß während der Dauer des Ab⸗ kommens Zahnärzte, die im Vertragsverhältnis zu den Kaſſen ſtehen, nur aus einem wichtigen Grunde 626 BGB.) von der Kaſſentätigkeit ausgeſchloſſen werden können. Ferner werden die Kaſſenverbände ſich bei ihren Mitgliedern dafür einſetzen, daß dort, wo Kaſſenkliniken beſtehen, die Verſicherten nicht zur ausſchließlichen Benutzung dieſer Kliniken ge⸗ zwungen werden. Am 12. Auguſt führten die Ver⸗ handlungen zu einer entſprechenden Senkung der Gebühren der Zahntechniker. * Ernannt wurde Juſtizpraktikant Eugen Hyf⸗ ahn beim Amtsgericht Mannheim zum Juſtiz⸗ aſſiſtenten. Das Standesamt Mannheim ⸗Stadt iſt wegen Vornahme von Reinigungsarbeiten am Montag, 24. Auguſt geſchloſſen. * Warnung vor einem Betrüger. In letzter Zeit verübte der Schriftſteller Friedrich Max Enger dus Krefeld in Baden Unterſtützungs⸗ und Dar⸗ lehensbetrügereien. Er legt ſich den Titel Dr. phil. hei, ſpricht hauptſächlich bei Profeſſoren und Geiſt⸗ lichen vor, denen er ein gefälſchtes, aber geſchickt ab⸗ geaßtes Empfehlungsſchreiben vorlegt. In einzel⸗ nen Fällen bittet er um Fahrgeld. Bei weiterem Auftreten erſucht das Landespolizei⸗ amt, ſeine Feſtnahme zu veranlaſſen. Enger iſt taub. Blühender Apfelbaum. Dieſes Naturwunder können Ausflügler gegenwärtig im Garten der Wald⸗ ſcheuke auf dem Heiligenberg bei Heidelberg beobach⸗ ten. Es würde in dieſer ganz verdrehten Zeit auch licht mehr in Erſtaunen verſetzen, wenn die Früchte dieser Blüten noch reifen würden. Am das badiſche Notgeſetz Klage bei dem Staatsgerichtshof Beſchwerde bei der Reichsregierung Vom Badiſchen Städteverband und Badiſchen Städtebund wird uns geſchrieben: Wie aus verſchiedenen Stadtrats⸗ und Gemeinde⸗ ratsbeſchlüſſen bereits bekannt geworden iſt, hat eine Reihe von Städten das Badiſche Notgeſetz in ſeinen die Gemeinden berührenden Beſtimmungen im Wege der Klage bei dem Staatsgerichtshof ſowie durch eine Beſchwerde bei dem Herrn Reichs⸗ präſidenten und bei der Reichsregierung ange⸗ fochten. Die Städte ſahen ſich zu dieſen außer⸗ gewöhnlichen Schritten durch die kataſtrophale Fi⸗ nanzlage gezwungen, in die ſie durch die Politik des Reichs und des Landes während des letzten Jahr⸗ zehntes geraten ſind. Immer wieder wurden den Gemeinden neue große Laſten aufgebürdet, ohne daß gleichzeitig auch entſprechende höhere Einnahmen er⸗ ſchloſſen worden wären. Das Badiſche Notgeſetz hat dieſe Entwicklung fortgeſetzt und den Fehlbetrag des Staatshaushalts in Höhe von 6,73 Millionen Mark auf die Gemeinden abgewälzt und damit die Fehl⸗ beträge der Gemeindeetats vergrößert. Schon bisher waren zahlreiche Gemeinden nicht in der Lage, ihren Haushalt für das Rechnungsjahr 1931 mit den ihnen verblie⸗ benen Einnahmequellen durch ordentliche Gemeindebeſchlüſſe auszugleichen. Da ſich die Gemeindekollegien einer weiteren Steuer⸗ erhöhung widerſetzten, mußte die zum Ausgleiche er⸗ forderliche Vervielfachung der Bier⸗ und Bürger⸗ ſteuer— der einzigen, den Gemeinden verbliebenen beweglichen Einnahmefaktoren— in vielen Fällen durch die Staatsaufſichtsbehörde zwangsweiſe fort⸗ geſetzt werden. In der Zwiſchenzeit hat ſich die F i⸗ nanzlage der Gemeinden durch die allge⸗ meine Wirtſchaftskriſe und die hieraus folgende weitere Minderung der Einnahmen(aus Steuern, Gebühren und Werkstarifen) ſowie vor allem auch durch die zunehmende Steigerung der Fürſorgelaſten noch mehr verſchärft. Während man für den Sommer dieſes Jahres einen gewiſſen Rückgang dieſer Aufwendungen erwartete, ſind die Fürſorge⸗ ausgaben durch die Verſchlechterung der Wirtſchafts⸗ lage nun im Gegenteil noch weiter angeſtiegen. Die ſaiſonmäßige Verminderung der Zahl der Arbeits⸗ loſen hat ſich nur bei den Hauptunterſtützungs⸗ empfängern der Reichsanſtalt für Arbeitsvermitt⸗ lung und Arbeitsloſenverſicherung bemerkbar ge⸗ macht, während die Zahl der Wohlfahrtserwerbsloſen die den Ge⸗ meinden zur Laſt fallen, ſich noch erhöht hat. Zu alledem ſind durch die Reichsnotverordnung vom 5. Juni 1931 die Leiſtungen der Arbeitsloſenverſiche⸗ rung ſowohl hinſichtlich des unterſtützten Perſonen⸗ kreiſes wie auch hinſichtlich der Höhe und der Dauer der Unterſtützung erheblich vermindert worden, wo⸗ durch eine weitere Steigerung des Fürſorgeaufwan⸗ des eingetreten iſt. Durch dieſe Entwicklung und die hierdurch notwendig gewordene Ueber ſchrei tung der Fürſorgeetats ſind in faſt allen Städten bereits heute erhebliche neue Fehl⸗ heträge entſtanden. Da die Gemeinden ſchon in den letzten Jahren gezwungen waren, zur Beſtrei⸗ tung der Fürſorgelaſten ſchärfſte und tief eingreifende Sparmaßnahmen durchzuführen, können die zur Ab⸗ deckung dieſer neuen Fehlbeträge erforderlichen Mittel heute durch weitere Einſparungen an anderen Stellen nicht mehr gewonnen werden. Demgegenüber fehlt bei dem Lande ſowohl in der Wohlfahrts⸗ pflege wie in jedem anderen Verwaltungszweige eine Ausgabenſteigerung, die ſich mit dem kataſtrophalen Anwachſen der kommunalen Für⸗ ſorgelaſten auch nur annähernd vergleichen ließe. Auf die dringenden Vorſtellungen der Städte konnte ſich ſchließlich auch die Reichsregierung der Notwendigkeit nicht weiter verſchließen, daß den Ge⸗ meinden eine wenigſtens teilweiſe Erleichterung ihrer untragbar gewordenen Fürſorgelaſten gewährt werden müſſe. 5 8 Dieſe Hilfsaktion des Reiches wird aber durch das Badiſche Notgeſetz vom 9. Juli 1931 und die Mehrbelaſtung der Gemeinden praktiſch be⸗ deutungslos gemacht. Die Badiſche Regierung hat ihr Sanierungspro⸗ gramm unter das Motto„Keine Erhöhung der Landesſteuern“ geſtellt. Dafür ſehen ſich nun die Gemeinden vor der Notwendigkeit, das auf ſie abgewälzte Landesdefizit durch eine weitere An⸗ ſpannung der Gemeindeſteuern zu decken und damit das Odium dieſer neuen Belaſtung vor der Bevölkerung zu tragen. Nachdem die Voranſchläge der Gemeinden für das Rechnungsjahr 1931 nur unter größter Anſtrengung verabſchiedet werden konnten und in vielen Fällen durch die Staatsauf⸗ ſichtsbehörde ausgeglichen werden mußten, wird nun in ſämtliche 1500 Gemeinden des Landes und in ihre Haushalte erneut Unordnung durch die Regierung von oben hineingetragen. Da eine Stei⸗ gerung der Realſteuern geſetzlich verboten und eine ſolche der Tarife praktiſch unmöglich iſt, verbleibt nur eine weitere Erhöhung der beſonders ſcharf umkämpften Notverordnungsſteuern mit all ihren unerträglichen Auswirkungen auf die Zuſammenarbeit der Gemeindeverwaltung und Bür⸗ gerſchaft. Es iſt nicht vorſtellbar, daß ſich die zuſtändigen Stellen der Badiſchen Regierung dieſer Auswirkun⸗ gen ihrer Maßnahmen auf die Gemeinden nicht voll bewußt waren, waren ſie dies aber, ſo bedeutet ihr Vorgehen einen ſchweren Schlag gegen die kommunale Selbſt⸗ verwaltung. Können die Gemeinden die erneuten Schwierigkeiten nicht meiſtern, ſo werden die Stimmen über das Verſagen der Gemeindekörperſchaften ſofort wieder laut werden. Man wird daraus dann die Notwen⸗ digkeit weiterer Maßnahmen in der Richtung einer Einengung und ſchließlich gänzlichen Vernichtung der kommunalen Selbſtverwaltung herleiten. Es iſt da⸗ her nicht etwa auf das Bedürfnis nach Durchſetzung des formalen Rechtsſtandpunktes zurückzuführen, ſondern es ſtellt einen Akt der Notwehr dar, wenn die Städte älle ihnen verfaſſungsmäßig zur Verfügung ſtehenden Mittel zur Verteidigung ihres Eigenlebens ergriffen und das Vorgehen der Badi⸗ ſchen Regierung insbeſondere auch durch eine Klage vor dem Staatsgerichtshof angefochten haben. Sie ſahen ſich zu dieſen außergewöhnlichen Schritten durch die Sorge und Verantwortung um den Fort⸗ beſtand der kommunalen Selbſtverwaltung gezwun⸗ gen. Die Städte vertreten das ihnen in Artikel 127 der Reichsverfaſſung garantierte Recht, ihre Ange⸗ legenheiten ſelbſt zu verwalten. Die Ausübung die⸗ ſes Rechtes wird ihnen durch Maßnahmen, wie ſie die Badiſche Regierung in dem Notgeſetz vom 9. Juli 1931 zur Sanierung des Staatshaushalts für erforderlich und zweckmäßig hielt, praktiſch unmög⸗ lich gemacht. Die Städte tragen vor der Zukunft die Verantwortung, nichts unterlaſſen zu haben, was geeignet war, die fortſchreitende Auflockerung und ſchließliche Zerſtöbrung der kommunalen Selbſtver⸗ waltung zu verhindern. * Preußiſch⸗Süddeutſche Klaſſenlotterie. Die geſtrige Vormittags ziehung brachte 2 Ge⸗ winne zu je 25000 Mk auf die Nr. 382 191, 2 Gewinne zu je 10000 Mk. auf die Nr. 108 471, 6 Gewinne zu je 5000 Mik. auf die Nru. 109 704, 220 696, 263 90g, 6 Gewinne zu je 3000 Mk. auf die Nrn. 78 317, 130 822, 180889. In der Nachmittags ziehung wurden ausgeloſt; 4 Gewinne zu je 10 000 Mk. auf die Nrn. 256 404, 274 163, 6 Gewinne zu je 5000 Mk. auf die Nrn. 109 256, 388 452, 398 513, 28 Gewinne zu je 3000 Mark auf die Nrn. 10 178, 13 605, 46 384, 71 958, 84 141, 117 161, 220 619, 221330, 249 068, 263 644, 314 285, 359 869, 362 989, 371441.(Ohne Gewähr.) Figuren auf dem Bauzaun In Berlin und auch in anderen Städten kenm man die Verſchönerung von Bauzäunen ſchon längſt. Man hat eingeſehen, daß ein roher Bretterzaun oder ein ſolcher mit verſchiedenen Reklameanprei⸗ ſungen wenig ſchön ſich ausnimmt, beſonders dann, wenn er mitten in der Stadt errichtet werden muß. Daher hat man zu dem Mittel gegriffen, dieſe Bau⸗ zäune mit luſtigen Figuren zu ſch mü ck en. die einesteils der Reklame dienen können, in der Hauptſache aber die Aufgabe haben, die Nüchtern⸗ heit des Bauplatzes aufzuheben und den Paſſanten einen erheiternden Anblick zu bieten. In Mannheim hat man den Bretterzaun in der Breiteſtraße in S 1, der zur Durchführung eines Ladenumbaues notwendig geworden iſt, in entſprechender Weiſe bemalt. Nun haben wir einen luſtigen Bauzaun, der durch ſeine Figuren den Aerger vergeſſen läßt, der ſich bei der notwendigen Umgehung ſolcher Bau⸗ ſtellen gar zu gerne einzuſtellen pflegt. Die Figuren und die Schrift ſind ſo groß, daß ſie bequem von der gegenüberliegenden Straßenſeite aus betrachtet werden können.* Moderniſierte nächtliche Schienenarbeit Es iſt ein beſonderes Vergnügen der Nachtbumm⸗ ler, auf dem Heimweg an irgend einer Stelle, wo Straßen⸗ oder Straßenbahnarbeiter an ihrer ſicher nicht leichten Arbeit ſind, ſtehen zu bleiben und feſt⸗ zuſtellen, was denn da mit Schleifapparaten und Schweißmaſchinen geſchafft wird. Von weither ſieht man ſchon die grünleuchtende grelle Flamme. In der Nähe mahnen Schilder:„Nicht in das Licht ſchauen. Es iſt gefährlich für die Augen!“ Die Schienen werden durch ein elektriſches Ver⸗ fahren ausgebeſſert. In den Bogen werden die Rillen tiefer ausgefahren, als auf der geraden Strecke. Deshalb fährt die Straßenbahn an einer ſolchen Stelle ſozuſagen durch ein Loch und dies rüttelt die Fahrgäſte durcheinander. Ein anderes neues Verfahren wird auch an un⸗ ebenen Stellen und den Stoßſtellen der Schienen an⸗ gewandt, um die erforderliche Glätte wieder herzu⸗ ſtellen. Auch dieſe Arbeit geſchieht nur nachts. Früher benützte man ausſchließlich einen Hobel, der durch zwei Mann hin⸗ und hergezogen wurde und eine immenſe Arbeitskraft verbrauchte. Das heutige Verfahren iſt moderner und leiſtet bei weniger Kraftaufwand ein Vielfaches. Man verwendet eine Schmiergelſcheibe, die an einer elektriſchen Dreh⸗ ſpindel über die unebene Stelle gleitet. Dabei gibt es einen weithin leuchtenden Feuerſtrahl, der ſich aus der Ferne wie in Sternenregen ausnimmt. Dieſes neue Verfahren iſt zwar etwas geräuſch⸗ voller als das alte, arbeitet aber ſchneller und exak⸗ ter.* * * Ein idylliſches Bild bot ſich heute morgen zwi⸗ ſchen Krankenhaus und Leſſingſchule auf dem Neckak. Ein ſchöner Schwan, umringt von Möven, ſchwamm auf dem Fluß. Der Schwan dürfte vom Kutzer⸗ weiher aus einen Ausflug unternommen haben. * Laßt kein Fallobſt umkommen. In den letzten Tagen wurde durch das Unwetter viel Obſt von den. Bäumen geriſſen, ſodaß die Mahnung: Verwertet das Fallobſt, laßt in dieſen ſchweren Zeitverhältnif⸗ ſen nichts umkommen, angebracht iſt. Marmelade oder Apfelmus iſt ein vorzügliches, an Nährwerten reicher Brotbelag. Heiß und Kalt unmittelbar àus einer Wasserleitung durch Benũtzung der neuen Schnellwesser-Efhitzer Votfühtrung und Beratung: Werbestelle der Städt. Wasser-, Gas- und Elektrizitäts- werke Mannheim K 7 und Stadtbüro flathausbogen 21 Münchner Vilder Ai München, Auguſt 1931. Die Ferienreiſenden, die wegen der Hundert⸗ Mark⸗Ge bühr eine Fahrt ins Ausland ſcheuen und das bayeriſche Alpenvorland dafür umſo mehr be⸗ ſuchen, machen ſich in München in erfreulichem Aus⸗ maß bemerkbar. Die Fremdenautos, die berühmten Bierhallen in de r Neuhauſer⸗ und Kaufingerſtraße 8 voll. Auch die Opernfeſtſpiele im Prinzregenten⸗ und Reſidenztheater, die anfangs einen bedenklich ſchwachen Beſuch aufwieſen, übten in ihrem Verlauf ſhre alte Anziehungskr aft, vor allem auf die Auslän⸗ der, aus. Wenn dagegen die Schiller⸗, Shakeſpeare⸗ und Hebbelaufführungen des Staatsſchauſpiels vor manchen leeren Reihen vonſtatten gehen, ſo liegt das wohl daran, daß das geſprochene Wort eben nicht ſo international verſtändlich wirkt wie die Muſik Wag⸗ lets oder Mozarts. Neben dem Ernſt der aus⸗ Erde d un: Das„Deutſche Theater“, das am 0“ der letzten Faſchingsſaiſon eine ſchwere Kriſe lrchmachte ſteht wieder in voller Blüte Das„Weiße gelaſſene Frohſt Rößl“ in Charellſ anhal cher Inszenierung lockt ſeit Juli mit lendem Erfolg Einheimiſche und Fremde an. und wer Jus hat, ſich über die Vorſtellung hinaus u den„Salzkammergut“ und„Sigismund“ ⸗Schla⸗ gern in die S. 10 Sphäre jazzbetonter Sentimentalität egen zu laſſen, der beſuche den„Pavillon Gruß“, o Faſchingsluft mitten im Sommer weht. München hat fedoch eine beſondere Attraktion für ie lauen Sommernächte: die Serenaden im illuminierten Brunnenhof der Reſidenz. Mit künſtleriſchem Feinſinn hat nan den älteſten Reſidenzhof, eine Schöpfung ſchwe⸗ 1 norbiſcher Renaiſſance, dazu auserſehen, leicht ſhwehender, zart koſender Musik von Haydn, Mozart, „Schubert einen feſtlichen Rahmen zu Die Saal⸗ und Zimmerfluchten, die den Hof ell erleuchtet; über das Podium, auf von L ieren, ergießt ſich milder Schein Laternen. Auf den Turm fällt fahles Schein⸗ eethoven, geben. lankieren, ſind h volk Streicher muſtz werfer ode licht, wenn ein Bläſerchor zu ſpielen beginnt die eine lyriſch weiche Stimme zu ſingen anhebt. In Abgeſchiedenheit des Raums dringt kein Lärm; nur von Viertelſtunde zu Viertelſtunde ſendet die nahe Theatinerkirche dumpfen Glockenſchlag Kammermuſik der Klaſſik und der Romantik: in ihrem Zeichen finden ſich zu nächtlicher Stunde Hun⸗ derte von Menſchen. Sie ſitzen, ſtehen oder kauern am Boden, über ſich den Himmel mit Wolken oder Sternen; manchmal lugt der Mond über den Firſt des Daches. Niemand denkt an Kitſch, verlogene Sen⸗ timentalttät; man ſpürt, wie innerlich berechtigt ſich Muſik und Architektur im Dunkel der Nacht zur Ein⸗ heit ſchließen. Und das Arrangement der Veranſtal⸗ ter, Gruppierung der Künſtler und Verteilung des Lichts, hebt Verborgenes, erweckt Stummes zu deut⸗ licher Sprache. Eine zeitloſe Geborgenheit umfängt die Sinne des Menſchen. Er kann ihr nicht entrinnen, am wenigſten in München, wo Barock und Romantik, Epochen der Sinnenfreude und einer ſehnſüchtigen Verſunkenheit, immer noch ein entſcheidendes Geſicht wahren. Die Fahrten der blauen, ſchmucken Fremden⸗ autos, die in dieſen Monaten das Stadtbild beſtim⸗ men, ſind um eine neue Sehenswürdigkeit reicher ge⸗ worden: um das Trümmerfeld des Glaspalaſtes, deſſen roſtige Eiſenhalden immer mehr zuſammen⸗ ſchrumpfen und vor dem eine große Tafel auf die Erſatzausſtellung im Deutſchen Muſeum hinweiſt, wo Münchens künſtleriſche Vitalität einen neuen Auf⸗ ſchwung dokumentiert. Inzwiſchen ſind die durch den Brand entſtandenen Schäden, ſoweit ſie ſich auf die verſicherten Leihgaben beziehen, beinahe voll⸗ ſtändig geregelt worden. Ueber eine Million Mark wird an die Eigentümer dieſer Bilder ausbezahlt. Ohne weſentliche Reibereien gehen die Auseinander⸗ ſetzungen mit der Deutſchen Verſicherungsgeſellſchaft Agrippina und Bleichröder& Co, die wiederum hundertprozentig bei Ellis und Buckler in London rückverſichert ſind, vor ſich. Meiſt handelt es ſich um die Romantikerbilder, die aus Muſeums⸗ oder Pri⸗ vatbeſitz entliehen wurden. Ueberbewertungen ſeitens der Beſitzer ſind eine Seltenheit. Das berühmte Koch⸗Bild freilich.„Die Cascatellen von Tivoli“, würde von den Sachverſtändigen um 15 000 Mark geringer als urſprünglich eingeſchätzt. Den Rekord⸗ preis erzielte Moritz von Schwinds„Ritter Kurts Brautfahrt“: der Badiſchen Kunſthalle wur⸗ den 41000 Mark dafür aus bezahlt. Im Zuge der retroſpektiven Kunſtausſtellungen, die 1931 München und Bayern insgeſamt auszeich⸗ nen, erweckt zurzeit die Burgkmair⸗Ausſtellung, die von Augsburg in die Alte Pinakothek gebracht wurde, größte Anteilnahme. Die deutſche Renaiſ⸗ ſance, immer eine problematiſche Epoche deutſcher Kunſtgeſchichte, verkörpert ſich in Burgkmairs Le⸗ benswerk, das beinahe lückenlos gezeigt werden kann, in einer ſinnfälligen Weiſe. Die konſtruktive italieniſche Raumgeſtaltung, die füdliche Freude an leuchtender Farbe, das niederländiſche kiebevolle Ein⸗ gehen aufs Detail die echt deutſche Verſenkung in die Legenden der Heiligen, der zarte melancholiſche Schimmer, der dabei die Geſtalten und Geſchehniſſe umgibt— dies alles bringt uns Burgkmair, der Augsburger Meiſter, dem allerdings die letzte geiſtige Kraft eines Dürer und Grünewald mangelt, in ſymphatiſche Nähe. Noch ein weiteres Kulturprojekt verdient es, daß die Aufmerkſamkeit der deutſchen Oeffentlichkeit darauf gelenkt werde. Unter Führung von Direktor Falckenberg, der den Münchner Kammerſpielen ein vorbildlicher Leiter iſt, ſteht die Gründung einer Deutſchen Schauſpiel⸗ und Filmſchule kurz bevor. Eine ſolche Kombination beſteht bis jetzt in Deutſchland noch nirgends. Eine für alle Schüler gemeinſame Grundausbildung, die bewährte Kräfte des deutſchen Theater⸗ und Filmlebens übernehmen werden, ſoll der Spezialiſierung vorausgehen. Das neue Unternehmen, deſſen äußere Baſis ein Verein bilden wird, in deſſen Verwaltungsrat auch der Staat einen Vertreter entſendet, hat umſomehr Ausſicht auf Erfolg, als ſowohl vom Theater wie vom Film her die Möglichkeit beſteht, den Schülern über das Theoretiſche hinaus praktiſche Uebung auf dem Theater wie im Tonfilmateller zu gewähr⸗ leiſten. Denn wenn auch der Verkauf des von Kommer⸗ zienrat Kraus repräſentierten Emelka⸗Aktienpaketes an ein franzöſiſch⸗ſchweizeriſches Konſortium erfolgt iſt, ſo iſt doch anzunehmen, daß in Geiſelgaſteig bei München weiterhin unter deutſcher Führung und in deutſche Sprache Tonfilme gedreht werden. Als Produktionschef iſt der Regiſſeur Karl Grune in Ausſicht genommen, der bereits die aufnahmetechniſchen und darſtelleriſchen Möglich⸗ keiten der neuen Emelka⸗Produktion ſtudiert. Von politiſchen oder Tendenzftlmen ſoll in Zukunft grundſätzlich abgeſehen werden. Grune will einen bis zwei Filme in jedem Jahr ſelbſt herſtellen: im übrigen würden Regiſſeure aus Berlin verpflichtet. Die Münchner Theater gäben beſtes Darſteller⸗ material ab; die techniſchen Vorausſetzungen der Geiſelgaſteiger Ateliers ſind nach ausländiſchem Urteil ausgezeichnet.— Die Generalverſammlung, die Ende Auguſt ſtattfindet, wird endgültige Klar⸗ heit über den Weiterbeſtand der Münchner Film⸗ produktion bringen. Hoffentlich in einem für Mün⸗ chen durchaus poſitivem Sinn. N B. R Mannheimer Nationaltheater. Intendant Maiſch hat die neue Komödie„Rina“ von Brund Frank zur Aufführung erworben. Das in Filmkxeiſen ſpielende Stück wird in Mannheim bereits in den erſten Wochen der neuen Spielzeit zur Ex ſt auf ⸗ führung kommen. Die 70jährige Emma Calvé. In dieſen Ta⸗ gen hat eine der berühmteſten Sängerinnen der Welt, Emma Calvé, ihren 70. Geburtstag gefeiert, Wer ſie zu ihrer Blütezeit in ihrer Glanzrolle der Carmen im Metropolitan Opera Houſe zu Newyork geſehen hat, wird ſich noch lebhaft des Eindrucks er⸗ innern, den die temperamentvolle Franzöſin für immer hinterließ. Eine ſolche Leiſtung iſt einmalig. Daß ſie eine große Künſtlerin war bewies Frau Calys dadurch, daß ſie von der Bühne ſchied, als ſie auf der Höhe ihres Ruhmes und ihres Könnens ſtand und nicht in den Fehler ſo mancher Bühnen⸗ größen verfiel, über die Zeit ihres Ruhmes hinaus vor der Oeffentlichkeit zu bleiben. Seitdem hat ſie als Lehrerin zahlreichen Schülerinnen ihre Kunſt gelehrt und damit weitere Erfolge errungen. Sie erinnert lebhaft an Lilli Lehmann, der als Wagner⸗ ſängerin eine ähnliche Laufbahn beſchieden war und die ebenfalls noch viele Jahre nach ihrem Scheiden von der Bühne nur in Konzerten auftrat und der aufſtrebenden Generation als vorbildliche Lehrerin die Grundlagen ihrer Kunſt vermittelte. 2 4. Seite/ Nummer 385 —— Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 22. Auguſt 19 1 25 Jahre ſtüädtiſches Anterſuchungsamt Das im Jahre 1906 ins Leben gerufene Unter⸗ ſuchungsamt der Stadt Mannheim iſt eine jener Be⸗ hörden, die faſt im Verborgenen arbeiten und doch mit ſegensreichem Wirken der Allgemeinheit dienen. In den verfloſſenen 25 Jahren ſtand Direktor Dr. A. Cantzler an der Spitze des Juſtituts, mit dem er das Jubiläum feiern kann. Seine Tätigkeit iſt eng verknüpft mit den Erfolgen des Unterſuchungs⸗ amts, deſſen Arbeiten ſich vornehmlich auf das Gebiet der Lebensmittelkontrolle erſtrecken. Wie umfang⸗ teich ſein Aufgabenfeld iſt, ergibt ſich daraus, daß im Jahre 1930 im ganzen 14896 Unterſuchun⸗ gen(1929: 16 601) auszuführen waren. Fünf Polizeibeamte in Zivil, ſogenannte „Lebensmitteloffizianten“, befaſſen ſich mit dem An⸗ kauf von Waren und mit der Probenentnahme. Sechs Außenbeamte der Mannheimer Milchzentrale machen Stichproben von der Milch, die täglich(80—100 000 Liter) dem Verbrauch in Mannheim zugeführt wird. Der Milchprüfung allein dient ein großer Raum im ſtädt. Unterſuchungsamt in der Kurfürſtenſchule. Die Milch wird darauf geprüft, ob ſie abgerahmt iſt oder nicht, welchen Waſſerzuſatz ſie hat, wie hoch der Fett⸗ gehalt iſt, ob ſie Bakterien und Verunreinigungen enthält. Bei Beanſtandungen wird der Außenbeamte benachrichtigt, der Bezirkstierarzt beſucht den Stall und raſch wird Abhilfe geſchaffen. Nicht nur die Milch, ſondern jede Art von Lebens⸗ mitteln unterliegt der Kontrolle des Unterſuchungs⸗ amts. Wenn ein Nahrungsmittel nachgemacht, ver⸗ fälſcht oder verdorben iſt, kann jedermann die amt⸗ liche Unterſuchung beantragen. Mit Hilfe geeigneter chemiſcher Reagenzien kann der Außenbeamte z. B. Hefe und Käſe auf einen Stärkemehlzuſatz, Wurſt⸗ waren auf Farbſtoff und Eſſigſorten auf ihren Ge⸗ halt an Eſſigſäure prüfen. Manchmal werden auch Backwaren gewogen und zu leicht befunden. Damit kommen wir zur phyſikaliſchen Unterſuchung, die natürlich auch, wo ſie angebracht iſt, zur Anwen⸗ dung kommt, ſo bei der Durchleuchtung von Eiern. Verfälſchter Honig, der vor mehreren Jahren noch häufig angetroffen wurde, iſt aus dem Handel ver⸗ ſchwunden. Beſondere Aufmerkſamkeit wird den auf den Wochenmärkten und in den Ladengeſchäften zum Verkauf gelangenden Obſt⸗, Gemüſe⸗ und Pilz⸗ ſorten gewidmet. Waſſer und Luft werden kaum böswillig ver⸗ unreinigt, doch iſt auch hier das Unterſuchungsamt auf dem Poſten. Das Mannheimer Leitungswaſſer, das der Kontrolle des Amtes unterliegt, konnte vom chemiſchen und baktertologiſchen Standpunkt aus als gutes Trink⸗ und Gebrauchswaſſer angeſprochen werden. Im vergangenen Jahr wurden die vom Miniſterium des Innern vorgeſchriebenen Rhein⸗ und Neckarwaſſerunterſuchungen weiter ausgedehnt, indem oberhalb Rheinau an der Mannheimer Ge⸗ markungsgrenze die erſte Probe Rheinwaſſer ge⸗ zogen wurde. Das Waſſer des Rheins iſt im weſent⸗ lichen in der Mitte des Stromes von Rheinau bis Worms chemiſch⸗ und bakteriologiſch wenig verändert. Die dem Rhein von beiden Seiten zugeführten be⸗ trächtlichen Abwaſſermengen werden von ihm ſchnell und vollſtändig verarbeitet. Als vor zwei Jahren die Beanſtandungen über die ſchlechte Luft in Mannheim ſich mehrten, wurde auf Veranlaſſung der Polizeidirektion die Luft geprüft, indem ſie durch größere Behälter geſaugt und filtriert wurde; die Rückſtände wurden genau unterſucht. In den Laboratorien des ſtädt. Unterſuchungsamts ſind neben dem Leiter fünf wiſſenſchaftlich gebildete Beamte(Stadtchemiker), ein Laboratoriumsaſſiſtent, zwei Volontär⸗Laborantinnen, drei Kanzleibeamte, ein Milchkontrolleur und ein Bierpreſſionskontrolleur tätig. Hiek wird nicht in Büros mit Schreibtiſchen und vielen Aktenſchränken gearbeitet, ſondern zwiſchen Retorten und Apparaten, Waagen und Mikroskopen. Der jährlich erſcheinende Tätigkeitsbericht läßt die Vielfältigkeit und Menge der zu bewältigenden Un⸗ terſuchungen erkennen, die von amtswegen und im Auftrag Privater vorgenommen werden— zum Schutze des Publikums.—el hohe Strafen im Lambsheimer Sprengſtoffprozeß 2: Frankenthal, 21. Auguſt, Unter großem Andrang des Publikums fand vor dem hieſigen Schöffengericht die Verhandlung ſtatt gegen die vier Angeklagten Jakob Euler, Philipp Ehſcheid, Stephan Maas und Wilhelm Gimbel, alle aus Lambsheim, wegen des Sprengſtoffdiebſtahls aus der Bauhütte des Kulturbauamts. Vor dem Gerichtsgebäude hatte ſich eine größere Menſchenmenge angeſammelt. Polizei und Gendarmerie ſorgten für Aufrechterhaltung der Ordnung. Alle Perſonen, die den Gerichtsſaal be⸗ traten, wurden auf Waffen unterſucht. Zwiſchenfälle haben ſich nicht ereignet. 5 Die Angeklagten, die ſich ſeit Mitte Mai in Unter⸗ ſuchungshaft befinden, legten ein volles Geſtändnis ab. Danach entwendeten ſie in der Nacht auf 13. Mai aus der Bauhütte des Kulturbauamts 50 Kg. Spreng⸗ ſtoff, die zu Sprengarbeiten im ſog.„Bruch“(Bezirk Dürkheim) vorgeſehen waren, 200 Sprengkapſeln und 24 Bund Zündſchnur und ließen außerdem noch zehn Flaſchen Bier mitgehen. Die Tat hatten ſie vor⸗ her verabredet. Euler und Ehſcheid füllten in der Hütte, nachdem ſie dieſe aufgebrochen, den Spreng⸗ ſtoff in einen Sack, während Maas und Gimbel Wache ſtanden. Nach der Tat brachten ſie alles in die Wohnung Eulers. Der Diebſtahl wurde noch in der gleichen Nacht entdeckt und der Sprengſtoff bei Euler von der Gendarmerie beſchlagnahmt. Die 200 Spreng⸗ kapſeln waren jedoch verſchwunden und konnten bis heute nicht aufgefunden werden. Keiner der An⸗ geklagten will wiſſen, wo ſie hingekommen ſind. Die Angeklagten blieben auf ihrer früheren Behauptung beſtehen, daß ſie den Sprengſtoff zum Zwecke des Fiſchens entwendeten. Trotz umfangreicher Erhebun⸗ gen konnte auch kein Beweis erbracht werden, daß die Angeklagten Terrorakte unternehmen wollten. Nach beendeter Zeugenvernehmung beantragte der Staatsanwalt gegen die Angeklagten wegen eines Verbrechens des ſchweren Diebſtahls in Tateinheit mit einem Verbrechen gegen das Sprengſtoffgeſetz folgende Strafen: Euler und Maas, weil rückfällig, je fünf Jahre Zuchthaus, gegen Gimbel und Ehſcheid je vier Jahre Zuchthaus und für ſämtliche Aberken⸗ nung der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre. Der Verteidiger wandte ſich gegen den drakoniſchen Strafantrag des Stgatsanwaltes, da in der Ver⸗ handlung nicht der geringſte Beweis erbracht worden ſei, daß die Angeklagten terroriſtiſche Akte geplant hätten. Er beantragte bedeutend mildere Strafen. Nach einſtündiger Beratung verkündete das Ge⸗ richt folgendes Urteil: Die Angeklagten werden verurteilt, und zwar Euler zu zwei Jahren ſechs Monaten Gefängnis, Ehſcheid zu zwei Jahren Gefängnis, Maas zu einem Jahr ſechs Monaten, Gimbel zu einem Jahr Gefängnis. Auf die Strafen werden bei jedem der vier Angeklagten je drei Wochen Unter⸗ ſuchungshaft angerechnet. Der Haftbefehl bleibt auf⸗ recht erhalten. Die Angeklagten Maas und Gimbel nahmen das Urteil ſofort an, während Euler und Ehſcheid ſich ihre Erklärung vorbehielten. Kerwe in Sandhofen und Neckarau Die Bewohner von Sandhofen und Neckarau, die ſtändig in der Innenſtadt und in den Vorſtädten ein⸗ kaufen und einkehren, haben wenigſtens einmal im Jahre Anſpruch auf Gegenbeſuch. Welche Tage wären hierzu geeigneter, als der kommende Kerwe⸗Sonntag und Montag. Mag dem Himmel noch ſo weinerlich zumute ſein, die Elektriſche befördert die Kerwegäſte bis in die beiden Vororte hinein, ſo daß nicht zu befürchten iſt, daß die Feſttagskleider notleiden. Privatleute und Gaſtſtätten ſind wie immer gerüſtet. Wer keine großen Anſprüche ſtellt, kann ſich ſelbſt bei geringen Aufwendungen einige ſorgenfreie Stun⸗ den verſchaffen. In Sandhof en haben ſich auf dem Platz beim alten Kriegerdenkmal wieder Karuſſells, Schau⸗, Schieß⸗ und Zuckerbuden eingefunden. Hoffentlich macht Petrus ein einigermaßen freundliches Geſicht, damit auch die Meßleute, die die wirtſchaftliche Not⸗ lage beſonders zu ſpüren bekommen, nicht unbefrie⸗ digt von dannen ziehen. Wer zu den erſten Kerwe⸗ gäſten gehören will, iſt ſchon heute abend herzlich willkommen. Im übrigen verweiſen wir auf den Anzeigenteil. ö * Das Feſt der ſilbernen Hochzeit begeht am morgigen Sonntag Herr Julius Ohneſorg mit ſeiner Gattin Charlotte geb. Wetzel. Gemeinderat proteſtiert gegen Zwangsſteuern * Maudach, 21. Aug. Nachdem der Gemeinderat die Einführung der neuen Gemeindeſteuern wieder⸗ holt abgelehnt hat, hat nun die Aufſichtsbehörde die erhöhte Bierſteuer und die Bürgerſteuer d wangsweiſe eingeführt. Der Gemeinde⸗ rat beſchloß einſtimmig hiergegen Beſchwerde zum Verwaltungsgericht in München und bei der Regierung der Pfalz zu erheben, da der Voranſchlag der Gemeinde für 1931/32 vollſtändig abgeglichen ſei und der Gemeinderat die durch das Bezirksamt Lud⸗ wigshafen getroffenen Maßnahmen als einen unzu⸗ läſſigen Eingriff in das gemeindliche Verwaltungs⸗ recht betrachtet. N*. n Der Bürgerausſchuß Unteröwis heim be⸗ faßte ſich zum dritten Male mit der Beratung des Ge⸗ mein devoranſchlages für das Rechnungsjahr 98032. Auch dieſes Mal wurde der Etat mit faſt allen timmen abgelehnt, da die Einführung der Bier⸗ und rſteuer als untragbar empfunden wurde. N. Veranſtaltungen Erſter Jungtier⸗Preisflug Am vergangenen Sonntag fand der erſte diesjährige Jungtier⸗Preisflug ab Schwäbiſch Hall ſtatt. Die Anfangsſtrecke war gering, um die Tiere nicht zu überanſtrengen. Bei günſtiger Witterung wurden die Tauben.15 zum Fluge freigegeben. Die erſten trafen .53 Uhr in ihren heimatlchien Schlägen ein. Die erſten Preisträger waren: 1 1. Troppmann Paul, RB.„Luftpoſt“ Wallſtadt, mann Fritz, RV.„Luftpoſt“ Wallſtadt, 4. Schäfer, RV.„Windiſch Eck“ Feudenheim, 5. Uhrig Wilhelm, RV.„Tempo“ Feudenheim, 6. Kern Anton, RV.„Luft⸗ poſt“ Wallſtadt, 7. Kern Anton, RV.„Luftpoſt“ Wall⸗ ſtadt, 8. Oſtheimer Emil, RV„Gut fflug“ Feuden⸗ heim, 9. Trapp Gebr..„Luftpoſt“ Wallſtadt, 10. Henninger Chr. RW„Luftpoſt“ Wallſtadt, 11. Müller Heinrich, RV.„Windiſch Eck“ Feudenheim, 12. Reibol d Philipp, RV. auen er Feudenheim. Von der Reiſegeſell⸗ ſchaft, deren Tauben erſt eine halbe Stunde ſpäter ſtarteten, wurden Sieger: 1. Schertel, Michael, 2. Boxheimer, Johann, 3. Gebrüder Gliebfried, ſämtlich von Feudenheim. Der nächſte Flug findet am kommenden Sonntag ab Crailsheim ſtatt, a Schwarzwaldfahrt im Autobus Die Mannheimer Omnibus⸗Verkehrs⸗Geſellſchaft hat ſich trotz der Ungunſt der Witterung entſchloſſen, die Sch war z⸗ waldfahrt, die ſich am Verfaſſungstag einer ſehr großen Beteiligung erfreute, am morgigen Sonntag zu wieder⸗ holen. Der Weg iſt der gleiche: Abfahrt um 7 Uhr vom Paradeplatz nach Baden⸗Baden empor zur Bühler Höhe am Kurhaus Sand vorbei über Plättig und Herrenwies an der Schwarzenbach⸗Talſpere vorüber hinunter nach Raumünzach durchs Murgtal über Gernsbach nach Herrenalb. Durchs Albtal wird dann die Heimfahrt angetreten. Wir brauchen die Stationen nur zu nennen, um allen Schwarzwaldfreun⸗ den die Fülle von Naturſchönheiten zu vergegenwärtigen mit denen dieſe Tagestour entzückt. Da die Fahrt in den waſſerdichten Allwetterwagen unternommen wird, braucht niemand vor der Unbeſtändigkeit der Witterung zurückzuſchrecken. Der Fahrpreis iſt auch diesmal unge⸗ wöhnlich niedrig. Wer ſich noch anmelden will, erhält die gewünſchte Auskunft durch die Anzeige im Donnerstag⸗ Mittagblatt. 5 a .* * Naturalienkabinett im Schloß. Vom morgigen Sonn⸗ tag ab iſt das Naturalienkabinett wieder un entgelt⸗ Lich geöffnet Mittwochs von—5 Uhr und Sonntags von 11—1 und von—5 Uhr. Eingang im Torbogen der Front⸗ ſeite des rechten Schloßflügels. * Sommerabend im Friedrichspark. Jedermann iſt Ge⸗ legenheit geboten, am heutigen Abend dem Geſellſchaftstanz beizuwohnen und das führende Mannheimer Tanzorcheſter 5 Ja 5 ö Matz zu hören.(Weiteres Anzeige.) werden mußte. Meter⸗Lauff: Bis 120 Pfund Körpergewicht: 1. Pforzheim; 2. O. 2. Uhrig Wilhelm, RV.„Tempo“ Feudenheim, 3. Boh r⸗ Wolkenflug ſiegt im Fürſtenberg⸗Rennen vor Sichel Der Tag des Fürſtenberg⸗Rennens am Freitag übte nicht die frühere Anziehungskraft auf die Maſſen aus. Das Wetter war trübe und regneriſch, wodurch ſich auch der ſchwache Beſuch erklärt. Durch die vielen Regenfälle der letzten Tage war das Geläuf ſehr tief geworden. Die drei erſten Rennen brachten die erwarteten Favori⸗ tenſiege. Im Schwarzwald⸗Rennen gewann Janus unter Otto Schmidt ſehr ſicher. Hier kam die Graditzerin Symetrie abgeſchlagen als Vierte ein. In dem mit einem Ehrenpreis und 13 700/ ausgeſtatteten Fürſtenberg⸗Ren⸗ nen zeigte ſich Wolkenflug unter E. Grabſch als ein Pferd wirklicher Klaſſe. Ueberraſchend gut zog ſich in dieſem Rennen der Franzoſe Kitchen Garden aus der Affäre, der noch als Dritter einlaufen konnte. Sonſt machte ſich nur noch Vichy bemerkbar. Nach dem Start übernahm Viaduct das Kommanda vor Wolkenflug, Sichel, Agathon, Vichy, Miſſouri und Kitchen Garden. In der Gegenſeite führte Viaduct vor Wolkenflug, der aber Ende der Seite von dem plötzlich vorſtoßenden Kitchen Garden überholt wurde. Ohne weſentliche Aenderung ging es dann in die Grade, wo in der Mitte Wolkenflug und außen Sichel vorſtießen. Viabuct gab ſchnell klein bei und fiel zurück. Wolkenflug gewann ſehr ſicher mit ſechs Längen gegen Sichel in der recht guten Zeit von 226,5. Boginn der Internationalen Baden⸗Badener Wothe 1. Eröffnungsrennen. 4200 4, 1400 Meter. 1. E. G Butzkes Tarquin ius Superbus(E. Grabſch; 2. Mentha; 3. Nero. Tot.: 18:10; Pl.: 14, 39:10. Ferner. Conkurent, Bravo, Meermädchen 8 2. Schwarzwald⸗Rennen. Für Zweijährige. 4200 1000 Meter. 1. A u. E. v Weinbergs Tann s(d. Schi 2. Alemannia; 3. Gryllos. Tot.: 21:10; Pl: 16, 99210 Ferner: Symetrie, Sextus, Gala. 85 3. Preis von Karlsruhe. Ausgleich III. 3500% 1900 Meter. 1. Stall Nymphenburgs Radetz ki(Haynes); 2. Felek; 3. Franziskus. Tot. 21:10, Pl. 14, 25, 39 10 Ferner: Negro, Wallia, Lachteufel, Apache, Helmut, Nonne Isländer, Gratulator. 5 8 4. Fürſtenberg⸗Rennen. Für Dreiährige. Ehrenpr. und 13 700 4, 2100 Meter. 1. Frhr. S. A. v. Oppenheims Wolkenflug(E. Grabſch); 2. Sichel; g. Kitchen Garden Tot.: 40:10; Pl.: 12, 11, 20:10. Ferner: Agathon, Viaduet Vichy, Miſſouri 2 5. Fremersberg⸗Ausgleich. Ausgleich II. 5500 1, 1800 Meter. 1. A. u. C. v. Weinbergs Palfrey(O. Schmidt) 2. Anskar; 3. Feldjäger. Tot.: 83:10 Pl. 31, 4 25 Ferner: Virulin, Meiſterpolier, Jungmanne, Fandem, Oſtade, Szerenes, Pamphlet, Os ram 5 6. Wellgunde⸗Jagdrennen. Verkaufsrennen. 3500, 8400 Meter. 1. A. Weber⸗Nonnenhofs Beltana(P. Krabhes!; 2. Lakai; 3. Raphael. Tot. 39:10; Pl. 16, 15710. Ferner: Sieſta, Gulbrand, Ordinaria, Riviera, Lareine, Tell. CCC—. ͤðꝛ60a——— Kreisjugenoͤmeiſterſchaften von Baden-Pfalz Der 4. DASV⸗Kreis, Baden⸗Pfalz, veranſtaltete am Sonntag in Urloffen ſeine diesjährigen Jugendmeiſter⸗ ſchaften im Gewichtheben, Ringen, Raſenkraftſport und in der Leichtathletik, wobei auch die Jugend⸗Mannſchaftsmet⸗ ſter im Gewichtheben und Ringen unter den drei Bezirks⸗ meiſtern von Oberbaden, Mittelbaden und Unterbaden⸗ Pfalz ermittelt wurden. Der mit den Vorbereitungen be⸗ auftragte Kraftſportverein Viktoria Urloffen hatte ſich die erdenklichſte Mühe gegeben, um dieſen Wettbewerb zu einem muſtergültigen Sportfeſt der Jugend werden zu laſſen. Wenn auch die abgegebenen 250 Meldungen nicht die Höhe der Nennungen vom vorigen Jahre erreichten und der Oberrheingau in dieſer Hinſicht gänzlich ausfiel, ſo konnte man immerhin mit dem Ergebnis noch zufrie⸗ den ſein, zumal auch die Vereine unter den derzeit wirt⸗ ſchaftlichen Verhältniſſen ſchwer zu kämpfen haben. Leider war der Wettergott der Veranſtaltung recht ungünſtig ge⸗ ſinnt, ſo daß ein Teil der Kämpfe in Turnhallen beſtritten Durchweg ließ ſich aber eine Verbeſſerung der Leiſtungen gegenüber den Vorjahren feſtſtellen. VBfed Schifferſtadt und VfK Oftersheim konnten einige beachtens⸗ werte Erfolge erringen. Jugend⸗Mannſchaftsmeiſter im Ringen wurde der oberbadiſche Meiſter St. Georgen, der durch ſeine Erfolge über Schifferſtadt und Brötzingen dieſe auf den 2 bzw. 3. Platz verdrängte. Im Gewichtheben fiel der Titel an Lahr, während ſich Pforzheim mit dem zwei⸗ ten Platz begnügen mußte. Die Ergebniſſe: Jugendklaſſe, Dreikampf(Weitſprung 5 951 5 8 1 A. Leſt⸗ Ueber 120 Pfund F. Kling⸗Bohlsbach. Marzluff⸗Marlen. Köpergewicht: 1. H. Huck⸗Altenheim; 2. Hammerwerfen, bis 120 Pfund Körpergewicht: 1. E. Zeh⸗ Weingarten; 2. R. Stöckel⸗Urloffen. Ueber 120 Pfund Kör⸗ pergewicht: 1. H. Huck⸗Altenheim; 2. E. Faber⸗Korlsruhe. Steinſtoßen, bis 120 Pfund Körpergewicht: 1. W. Zeh⸗ Weingarten; 2. H. Baumſtark⸗Offenburg. Ueber 120 Pfund Altenheim. Gewichtwerfen, bis 120 Pfund Körpergewicht: 1. W. Zeh⸗Weingarten; 2. L. Latt⸗Bohlsbach. Ueber 120 Pfund Körpergewicht: 1. H. Huck⸗Altenheim; 2. E. Faber⸗ Korlsruhe. Gewichtheben, Bantamgewicht: 1. E. Knodel⸗Bruchſal; 2. H. König⸗Inſpringen. Federgewicht: 1. W. Barth⸗Karls⸗ ruhe; 2. E. Goldſchmidt⸗Pforzheim Leichtgewicht: 1. M Rank⸗Freiburg; 2. J. Duttenhöfer⸗Bruchſal. Mittelgewicht: 1. K. Weber⸗Ottenheim; 2. A. Föll⸗Appenweier. Halbſchwer⸗ gewicht: 1. F. Bürkel⸗Urlofſen; 2. W Bauer⸗Ludwigshofen a. Rh. Schwergewicht: 1. K. Schmieder⸗Lohr; 2.& Huck⸗ Bruchſal. 5 Ringen, Bantamgewicht: 1. F. Kleinheinz⸗Dillſtein; 2. K. Klein⸗Bruchſal. Federgewicht: 1. Kolb⸗Schifſerſtadt; 2. Kleöber⸗Weingarten. Leichtgewicht: 1. A. Walz⸗Urloffen; 2. W. Arnold⸗Oftersheim. Weltergewicht: 1. E. Hölzle⸗Zell i..; 2. H. Klittich⸗Brötzingen. Mittelgewicht: 1. A. Föll⸗ Appenweier; 2. F. Blomeier⸗ Ludwigshafen a. Rh. Halb⸗ ſchwergewicht: 1. H. Auer⸗Oftersheimf 2. J. Kaiſer⸗Kuhbach. Schwergewicht: 1. Ph. Werner⸗Oftersheim: 2. G. Komp⸗ Schifferſtadt. Leichte Schülerklaſſe: 1 A. Kron⸗Urloffen; 2. E. Reeb⸗Schifferſtadt. Schwere Schülerklaſſe: 1. E. Schnei⸗ der⸗Urloffen; 2 F. Seſter⸗Appenweier. 5 Mannſchafts⸗Meiſterſchaft im Ringen: Schifferſtabt— Brötzingen 15:6; St. Georgen— Brötzingen 1516 St. Geor⸗ gen— Schifferſtadt 14:5. Im Gewichtheben: ASV Lahr 2185 Pfund; 1. An Pforzheim zweiter und ASV Obrigheim dritter Sieger. Tauziehen: 1. TuspV Bohlsbach; 2. Vik⸗ torio Urloffen. 4 mal 75 Meter⸗Staffel: 1. TuSpw Bohls⸗ bach; 2. Sp Brötzingen. K. G. Heidelbergs erſter Sieg Den erſten Sieg auf der Schweizerreiſe holte ſich Ni⸗ kar Heidelberg gegen den Schwimmelub Baſel mit 44:24 Punkten. Aus den Ergebniſſen: Waſſerball: Heidelberg— Boſel 370; 5 mal 50 Meter Freiſtilſtaffel: 1. Heidelberg:99,2; Baſel:10,8; 200 Meter Bruſt: 1. Heinzmonn⸗ Heidelberg:14; 2. Kohler⸗Heidelberg 31142; 40 Meter Tauchen: 1. Wyß(Old Boys Baſel) 28,7(außer Konkurrenz); Springen: 1. Schmid⸗Baſel 94,8.; 100 Me⸗ ter Freiſtil: 1. Diebold⸗ Heidelberg:05,43; 100 Meter Rücken: 1. Dr. Frank⸗ Heidelberg 119,8; 4 mal 50 Meter Bruſt: 1. Nikar Heidelberg 241,2; 2. Baſel:53,3; 3 mal 50 Meter Lagenſtaffel: 1. Heidelberg:50,5; 2. Baſel:24, 8. Hertha Wunder ſchwamm Rekorde Anläßlich einer Veranſtaltung des SV Poſeidon Leipzig im dortigen Carolabad unternohm die bekannte Rekord⸗ ſchwimmerin Hertha Wunder einen Angriff auf den Weltrekord über 500 Meter Bruſt. Es gelang ihr unter offizieller Kontrolle, die bisherige Welthöchſt⸗ leiſtung der Engländerin Wolſtenholme von 835,2 auf 8182 zu drücken und gleichzeitig über 400 Meter Bruſt mit:45,09 den deutſchen Rekord Hilde Schroders(62468) um über eine halbe Sekunde zu unterbieten. Neuer Schwerathletik⸗Weltrekord Mühlbergers Rekord verbeſſert Einen neuen Weltrekord im beidarmigen Reißen der Federgewichtsklaſſe ſtellte der Wiener Fronz Janiſch auf. Mit einer Leiſtung von 94 Kg. verbeſſerte er den bisherigen Weltrekord von Mühlberger⸗Mannheim um ein Kilo. Olympiſche Spiele für 22 Dollar Das Organiſations⸗Komitee für die vom 30. Juli bis 14. Auguſt 1932 in Los Angeles ſtattfindenden Spiele hat bereits jetzt Dauereintrittskarten für fämtliche ſportlichen Veranſtaltungen, während der Dauer der Spiele gültig, herausgegeben. Dieſe. Abonnements, die überall zu einem Sitzplatz berechtigen, koſten 22 Dollars, alſo etwa 90. Wenn man bexrückſichtigt. daß man ſich dafür 27 verſchiedene Veranſtaltungen anſehen kann, ſo iſt der Preis eigentlich nicht zu hoch. Kinder koſten die Hälfte, wird gleichzeitig hinzugefügt. Leider iſt aber die Ueberfahrt ein wenig teurer. 5 Gordon-Vennelfliegen erſt 1932 Mit deutſcher Beteiligung Der von Amerika zu verteidigende Gordon⸗Bennet⸗ Pokol im Wettfliegen der Freiballons ſollte beſtimmungz⸗ gemäß wiederum im Herbſt dieſes Jahres erneut über amerikaniſchem Boden ausgetragen werden. Wie der ame⸗ rikaniſche Verband dem Deutſchen Luftfahrt⸗Verband nug⸗ mehr auf Anfrage mitteilt, iſt es recht zweifelhaft gewor⸗ den, ob die Austragung noch in dieſem Johre erfolgt. Die Finanzierung der Veranſtaltung bereitet erhebliche Schwie⸗ rigkeiten, denn bisher konnten die nötigen Mittel noch nicht aufgetrieben werden, ſo daß auch über den Termin und den Austragungsort noch keine Beſchlüſſe gefaßt wer⸗ den konnten. Nach Mitteilungen der Amerikaner iſt daher mit einer Verlegung der Prüfung auf das Johr 1992 zu rechnen. In ‚ieſem Folle würde die Konkurrenz im Raß⸗ men der 10. Olympiſchen Spiele in Los Angeles zur Durch⸗ führung kommen. Deutſcherſeits ſind in dieſem Jahre ganz beſonders ſorg⸗ fältige Vorbereitungen getroffen worden, um die Troyßie wieder einmol nach Deutſchland bringen zu können. S0 wurde ein beſonderer Freiballon konſtruiert, der die Eigen⸗ ſchaft haben ſoll, bedeutend ſchneller vorwärts zu kommen als die bisher gebräuchlichen Ballons. der Eſſener Leimkugel auserſehen. Frankfurter Amateurrennen In einem Halbſtunden⸗Punktefahren, das am Mittwoch auf der Fronkfurter Stodionbahn ausgetragen wurde, hole der Deutſche Meiſter Oeſterreich ſtändige ſchorfe Angriffe des Feldes abzuwehren, er konnte aber trotzdem mit 19.200 Km. und 19 Punkten gegen Roth mit 12, Göttmann mit 10 und Reiländer(alle Frankfurt a..) mit 8 Punkten überlegen gewinnen. Die Hälfte des Feldes blieb auf der Sageobalencles Samstag, 22. Auguſt Planetarium: 15 und 16 Uhr Beſichtigungen. Friedrichspark: Jazz⸗Matz⸗Geſellſchaftstanz, 20 Uhr. aldparkreſtauration„Stern“: Tonz ab 20 Uhr. Pavillon Kaiſer: Geſellſchaftstanz und Kabaretteinlogen ab 20.30 Uhr. Flugplaßzkaſino: Tanztee ab 16 Uhr und abends. Pfalzbau⸗Kaffee: Tanztee ab 17 Uhr, Konzert und Tanz ab 20 Uhr. Autobusausflüge: Abfahrt 14 uhr ab Poradeplatz nach: Bod Dürkheim— Iſenochtal— Johanniskreuz— Elm ſteiner Tal— Neuſtadt a. H.— Mannheim. Adlers Motorbobt⸗Fahrten: Tägliche Hofenrundfahrten, vorm. 10 Uhr, nachmittags 15 und 17 Uhr ab Landeplatz Fried richsbrücke. Lichtſpiele: Alhambra:„Schön iſt die Welt, wenn ou mich liebſt“.— Royy⸗ Theater:„Student ſein, wenn die Veilchen blühen“.— Univer⸗ ſum:„Im Geheimdienſt“.— Capitol:„Schachmatk Palaſt⸗Theater:„Dolly macht Karriere“,— Scala⸗Theoter:„Eine Freundin ſo goldig wie Du“.— Gloria⸗Palaſt:„Das Land des Lächelns, — Schauburg:„Stürmiſch die Nacht“, Sehenswürdigkeiten: Städt. Schloßmuſeum: Geöffnet täglich von 10—13 Uhr und 15—17 Uhr; Sonntags von 11—17 Uhr durchgehend Sonderausſtellung:„Die Mode und ihr Spottbild von 1700 bis 1850“.— Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeng⸗ hans: Sonntag vormittags von 11—13 Uhr und nachmittagz von 15—17 Uhr; Dienstags 15—17 Uhr; Mittwochs 15—17 Uhr; Freitags 17—19 Uhr.— Städtiſche Kunſthalle: Geb net von 10—18 Uhr und 15—1? Uhr. Ausſtellung:„Neues von Geſtern“. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Auguſt 20. K. Rhein-gegel 18. 19 20. 21. 25 IMeckar-Pegel 18. Baſel..78 1,701 68.080.50 Schuterinſel.49.38 2 32 2.0 l wangen. 54770 155 e daran..93.77 5,728.78 5,88 ronn 18 8808, Mannheim..87.24 5,25 5,1 5,05 Ploching en. N 0,50 068 Caub..52 8,81 4,10 4,12 4,02 Köln 3,27.47.92.37•4 Waſſerwärme des Rheines: 17,0 Grab rr; Chefredakteur: Kurt Fiſcher t Verantwortlich für Politik: F. A. Meißner Feuilleton: i. B. 1 Fiſcher Kommunalpolitik u. Lokales Richard Schönfelder Sp u. Vermiſchtes: i..) Kurt Ehmer— Handelsteil: Kurt Ehmer Gen l. u. alles übrige: i..: Richard Schönfelder- Anzeigen u. dach Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheid- Herausgeber, Drucker u. Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. mb. h Mannheim, R 1.—8 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung erfolgt nut bel Rückporto Geſchäftliche Mitteilungen Eine Erleichterung der Hauswirtſchaft bewirken ge Schnellwaſſererhitzer die anſtelle des Kaltwaſſerhahnf e 9 gebracht, mit einer kleinen Gasleitung verbunden, belierg lang und beliebig heißes Waſſer liefern. Jede Kal wafee zapfſtelle kann dadurch ohne nennenswerte Inſtallan one koſten zu einer Zapfſtelle für kaltes und heißes 1 90 umgewandelt werden. Da die Apparate ca. 8 v. 5.. in dem Gas enthaltenen Wärme an das Waſſer abgabe ift dieſe Warmwaſſerbereitung weſentlich billiger als Herſtellung auf dem Gasherd. Die Apparate, die zwwiſche 50 4 und 60 4 koſten, können gegen Zahlung in 20 e lichen Raten, die mit der Gas und Stromrechnung ſammen erhoben werden, durch die einſchlägigen Gesche, und Inſtallateure bezogen werden.(Näheres ſiehe 16 zeige.) 5 0* 5 * Tanzmeiſter Stündebeek, welcher auch in dieſem Sommer im Nordſeebad Borkum größte Erfolge erzielte 3 ſeine Tonzvorführungen und Tanzarragements ren allabendlich wahre Beifallsſtürme hervor—, kehrt Ai September von einer Studienreiſe aus Englond und 1 lin zurück und eröffnet am 1. September die neue iel richtsſaiſon. Näheres aus dem Inſeratenteil erſch Als Führer wor * lehr eignet heime alte, Voror wagen guerte Georg ðꝙjelbſt wegle, bremſt mit al Lokalb lick k der Z gerufe ſtellen, Aukol. feiner lich an daß er noch 6 Joſef fortige wehr 1 vorräte mit de brannt gerette Fahrni die he Roos erleidet Die * rotz ſt ſpieler erſte L N und getrage And bis keinen 9 den gef niel vo Brenne 2 Hotel z ſcher H. N zell⸗Sta tut her porgeno tätte angehör worden i, daß einem oberſtes währen; getroffe offenbar lieben d ſchnalle Ton, de daneben iges, k bite, ef Shpwert größere ung au Ithwert, Len ſind, een 52 burden gen Kul Oſten n d Len ſta! Scheu berbeve Lehr ſic Aus Baden Tödliche Unglücksfälle Karlsruhe, 21. Auguſt. Ein ſchwerer Ver⸗ lehrsunfall mit tödlichem Ausgang er⸗ eignete ſich am Donnerstag abend auf der Durmers⸗ eimerſtraße gegenüber den Baracken. Der 59 Jahre alle, verheiratete Gerber Martin Beck aus dem Vorort Daxlanden befand ſich mit ſeinem Hand⸗ wagen auf dem Heimweg. Als er die Straße über⸗ guerte, wurde er vom Perſonenauto des Kaufmanns Georg Kraft aus Baden⸗Baden, der den Wagen Ffelbſt ſteuerte und ſich in Richtung Grünwinkel be⸗ 4 wegte, in vollem Tempo angefahren. Der Kraftfahrer bremſte ſeinen Wagen ſofort ſtark ab, wodurch Beck mit aller Wucht in hohem Bogen auf die Schienen der Lokalbahn geſchleudert wurde. Im gleichen Augen⸗ lick kam ein Zug der Lokalbahn heran, doch konnte der Zugführer noch rechtzeitig bremſen. Der herbei⸗ gerufene Arzt konnte nur noch den Tod Becks feſt⸗ ſellen, Nach den polizeilichen Ermittlungen ſoll den Autolenker die Hauptſchuld treffen, zumal er, nach einer eigenen Angabe, den Mann mit dem Hand⸗ wagen ſchon aus ziemlicher Entfernung beobachtet hatte, Das Auto wurde polizeilich ſichergeſtellt, der Autolenker vorläufig verhaftet. * Wenkheim, 21. Aug. Der betagte Landwirt Martin Landeck ſtürzte vom Heuboden ſo unglück⸗ lich auf die Tenne, daß er den ſchweren inneren Verletzungen nach wenigen Stunden erlag. * Konſtanz, 21. Aug. Im Dettinger Wald bei Konstanz wurde der Waldarbeiter Anton Bin der von einem ſtürzenden Baum ſo ſchwer getroffen, daß er mit ſchweren Verletzungen ins Konſtanzer Krankenhaus überführt werden mußte. Dort iſt er noch am gleichen Tage geſtorben. K Großfener Buchen, 21. Aug. Geſtern mittag brach in der Hollerbacherſtraße unmittelbar neben dem Rathaus C in der Scheune des Wagnermeiſters und Landwirts goſef Grasberger Feuer aus, das trotz ſo⸗ ſortiger Bekämpfung durch die Freiwillige Feuer⸗ wehr raſend weitergriff. Die mit Heu⸗ und Ernte⸗ bokräten reich gefüllte Scheune, die Wagnerwerkſtätte lit den Holzvorräten und das angebaute Wohnhaus brannten nieder. Eine große Dreſchmaſchine konnte gekettet werden. Im übrigen ſind faſt ſämtliche Fahrniſſe mitverbrannt. Schaden gelitten hat auch die benachbarte Scheune des Landwirts Heinrich Roos. Grasberger, der nur gering verſichert iſt, erleidet großen Schaden. Die erſte Bridge⸗Meiſterſchaft in Baden⸗Baden * Haden⸗Baden, 20. Aug. Die Kurdirektion hat ktotz schlechter Zeiten das große Volk der Bridge⸗ ſpieler zu einer Meiſterſchaft aufgerufen. Die eiſte Bridge⸗Meiſterſchaft in Deutſchland wird am A und 30. Aug. in den Sälen des Kurhauſes aus⸗ getragen werden. Hunderte von lokalen Turnieren fh bis jetzt abgehalten worden, denn jede Stadt hat kinen oder mehrere Bridgezirkel. Ehrenpreiſe wur⸗ hen geſtiſtet von Frau Sielcken⸗Schwarz, Frau Ha⸗ niel von Levetzow, Antiquar Albrecht, den Herren Adtenner und den Hotels Bellevue, Golfhotel, Bad⸗ 1 1 15 Hirſch, Waldhotel, Selighof und Europäi⸗ of. Gräberfunde in Güttingen „Radolfzell, 21. Auguſt. An der Straße Radolf⸗ fel tahringen wurden vom Urgeſchichtlichen Inſti⸗ 0 der Univerſität Freiburg Ausgrabungen rommen, die zur Aufdeckung von vier Gra b⸗ kätten führten. Der Friedhof, dem dieſe Gräber augehören, dürfte etwa 500 bis 700 n. Chr. angelegt dozen ſein. Die Lage der Gräber läßt den Schluß zu, baß es ſich um einen Sippenfriedhof handelt. In 175 Grab wurden fünf Skelette gefunden, deren ſheltes in einer Tiefe von nur 90 Zentimeter lag, helrofſen wurde. Die Leichenbeiſetzungen erfolgten ener ſarglos. In einem weiteren Grab lagen halle aus Bronce und eine Anzahl Perlen aus Ton, darunter auch eine aus Bernſtein. In dem N biet kurzes Hieb⸗ oder Stichſchwert, eine Lanzen⸗ . lite ein Gürtelſchloß und kleine Beſchläge vom ufere Ringe entdeckt, die offenbar auf die Klei⸗ Hidwert an dem noch Reſte der Holzſcheide feſtzuſtel⸗ „ ſud, wurde gefunden. Nunmehr ſind bei Güttin⸗ . zahlreiche wertvolle Gegenſtände der damali⸗ * Kultur gefunden. Die Skelette liegen alle von 8 L. Oſtersheim, 17. Aug. Im Alter von 40 Jah⸗ ear“ hier Maurermeiſter und Gemeinderat Gg. auh pereine und als Hauptmann der Freiw. Feuer⸗ ſich allgemeiner Wertſchätzung erfreute. acer Gum ö 2 wohnhaft Stadmühlgaſſe 24, aul in dielen Tagen mit ſeiner 74jährigen Gattin lab did urs i. Br., 21. Aug. Geſtern nachmittag 110 Donaueſchingen Freiburg überfahren. Sie * ſofort tot. während das unterſte in 160 Zentimeter Tiefe an⸗ leben dem Skelett Meſſer, Fingerring und Gürtel⸗ haneben liegen den Kriegergrab wurde ein einſchnei⸗ lertgehänge gefunden. Weiter wurden zwei ö fn aufgenäht waren. Auch ein ſchönes Lang⸗ 1 den 52 Gräber freigelegt worden. Dabei Dien nach Weſten. K beesnermann, der als Vorſtand des hieſigen Ge⸗ Weinheim, 21. Aug. Der sajährige Invalide Alg geb. Wetzel die dlamantene Hochzeit. ich eine Frau bei Littenweiler von dem Eil⸗ Ein Belrüger großen Formats verhaftet Die Opfer, meiſtens Witwen, um ihr ganzes Vermögen gebracht A. R. Karlsruhe, 21. Aug. Wie bereits gemeldet, gelang es mit Hilfe eines von der hieſigen Staatsanwaltſchaft gegen den 42 Jahre alten ehemaligen Landwirt Johann Eſchbach aus Säckingen erlaſſenen Steckbrief, den ſeit Mitte Juli flüchtig Gegangenen in Zürich zu ver⸗ haften und in Unterſuchungshaft abzuführen. Damit iſt es der Polizei gelungen, einen Betrüger großen Formats unſchädlich zu machen. Ueber die mit großer Unverfrorenheit begangenen Hoch⸗ ſtapeleien werden nachſtehende Details bekannt: Eſchbach war ſeit nunmehr einem Jahr mit einer Witwe, bei der er als Junggeſelle wohnte, und von der er wußte, daß ſie 11000 Mark Barvermögen hatte, verheiratet. Er wohnte in Karlsruhe in der Scheffelſtraße 55. Als er von auswärts zuzog, be⸗ gann er, die Not der Zeit erkennend, mit verhältnis⸗ mäßig kleinen Mitteln in der Leopoldſtraße Nr. 18 ein Treuhandbüro zu eröffnen. Mit geſchickt abgefaßten Anzeigen in den Tages⸗ zeitungen, in denen er ſich anbot, Gelder in jeder Höhe zu beſchaffen, gelang es ihm in ganz kurzer Zeit, einen größeren Kundenkreis zu erwerben, ins⸗ beſondere durch ſeine Angabe, daß er im Ausland ein ganz bedeutendes Vermögen beſitze. Beſonders in⸗ folge ſeiner geheuchelten Frömmigkeit hatte er in ganz Baden bald in den geiſtlichen Kreiſen leichtes Spiel, trotz mancher Bedenken Gelder in jeder Höhe zu erlangen. Bei ſeinen Kirchgängen und Wall⸗ fahrten gab er als Opfer nie unter 50 bis 70 Mark. Da er bald heraus hatte, daß unter dieſer Maske ein großes Geſchäft zu machen ſei, gab er Darlehen an in Not geratene Menſchen. Bald vergrößerte ſich ſein Kundenkreis derart, daß er in knapp fünf Monaten im Beſitz von drei Autos und der dazu ge⸗ hörenden Ausſtattung, wie Pelzmäntel uſw., war. Wie er zu Geld kam, ſei an einigen Beiſpielen ge⸗ zeigt: Seine Aungeſtellten waren die erſten Opfer. Sie wurden nur unter der Bedingung eingeſtellt, daß ſte Barkautionen ſtellten. Es gelang ihm, hon drei Angeſtellten 3000, 5000 und 10000/ zu er⸗ halten. Einem Herrn von., der Tiefbauunterneh⸗ mungen ausführte, gab er vor, die Arbeiten zu finunzieren und lockte ihm ſo 55000% heraus. Eine Karlsruher Frau Oberamtsrichter gab ihm als Be⸗ triebseinlage Wechſel und Bargeld in Höhe von 17000., Ein Schloſſermeiſter in der Oſtſtadt, der 3000% ſuchte, um ein Geſchäft für 6000/ kaufen zu können, erlitt zum Glück dadurch keinen Verluſt, daß er ſein Konto bei der hieſigen Viehmarktbank in Höhe von 3000/ in dem Augenblick ſperren ließ, als der Betrüger perſönlich auf der Bank erſchien und das Geld als Sicherheit für die zu beſchaffenden reſtlichen 3000% abheben wollte. Eine beſſer ge⸗ ſtellte Dame aus Karlsruhe gab ihm zu treuen Hän⸗ den die runde Summe von 35 000 /, weil er ihr das Verſprechen gab, daß ſie in kurzer Zeit für je 1000/ einhundert Mark vergütet erhalte und ſie ſo im Laufe von drei Monaten 3500/ verdienen würde. Sein Spezialgebiet war die Erlangung von Grundſchuldbriefen, für die er Gelder beſchaffen ſollte. Er gab den Leu⸗ ten eine Quittung über den Grundbrief. Das Geld beſchaffte er auch je nach Höhe des Grundbriefbetra⸗ ges, behielt es aber für ſich, oder gab einen Teil den in Not geratenen Leuten, die dem Gauner von kirch⸗ lichen Organiſationen namhaft gemacht worden waren. In dieſen Kreiſen ſchöpfte man nicht den geringſten Verdacht, daß man es mit einem„Wolf im Schafspelz“ zu tun hatte. Mit in die Affäre hin⸗ eingezogen iſt ein Herr Dr. B. aus Karlsruhe, der Mitinhaber des Treuhandbüros war und vielfach Unterſchriften leiſtete. Inwieweit er ſich als Helfer bei den Betrügereien des Hochſtaplers Eſchbach ſtraf⸗ bar gemacht hat, wird die nähere Unterſuchung er⸗ geben. Eſchbach unternahm ſehr ausgedehnte Reiſen in Begleitung ſeiner Frau, die angeblich von den Hochſtapeleien ihres Mannes nichts gewußt haben ſoll. Als der Betrüger nach der Schweiz geflüchtet war, wo er angeblich ein größeres Geſchäft zum Ab⸗ ſchluß bringen wollte— es handelte ſich nach ſeinen Angaben um ein Objekt von 130 000 /, das aber durch die inzwiſchen erlaſſenen Notverordnungen ſich zerſchlug— wollte er dieſe Gelder den in Karlsruhe immer mehr drängenden Kunden auszahlen, doch war er dort ſchon auf die Mildtätigkeit von geiſt⸗ licher Seite, der Eſchbach in glaubhafter Weiſe „momentane Geldknappheit“ heuchelte, angewieſen. Ob er nun tatſächlich reſtlos die erſchwindelten Gel⸗ der, deren vorläufige Höhe auf nahezu 385 000/ angegeben wird, verbraucht hat, oder ob ein Teil davon noch gerettet werden kann, ſteht noch dahin. Jedenfalls hat ſeine Ehefrau noch nicht einmal ſo viel Mittel, um ihren Lebensunterhalt zu friſten, und iſt auf die Unterſtützung des Fürſorgeamtes angewieſen. Bei ſeiner Verhaftung in Zürich war er ſehr arrogant. Als er jedoch in die Zelle abgeführt wor⸗ den war, gab er ſich derart faſſungsſos, daß er ein Geſtändnis ablegte. Nebenbei ſei loch er⸗ wähnt, daß ſämtliche Angeſtellten ſeit drei Molaten kein Gehalt mehr erhielten und die Möbeleinrich⸗ tung ſchon vor drei Wochen verſteigert worden iſt. Schließlich ſei noch erwähnt, daß Eſchbach bereits norbeſtraft und auch einige Zeit in der Irrenanſtalt bei Achern untergebracht war. Als alteingeſeſſene Treuhänder vor dem unreellen Geſchäftsgebahren des Hochſtaplers rechtzeitig warnten, beſaß der Gau⸗ ner die Unverſchämtheit, durch Anzeige bekannt zu geben, daß er die Verbreiter der geſchäftsſchädigen⸗ den Gerüchte unnachſichtlich dem Staatsanwalt über⸗ liefern werde. Er ſei in der Hauptſache nicht Geldnehmer, ſonbern in der Hauptſache Geldgeber, was ihm dann immer mehr Zulauf brachte. Nach⸗ dem nun alles zuſammengebrochen iſt, hat ſich die mit 35 000 Mark Hereingefallene, die mühelos ihr Ver⸗ mögen vergrößern wollte, nach der Verhaftung Eſch⸗ bachs dahin geäußert, daß ſie ſich damit abgefunden habe, daß ihr Vermögen reſtlos verloren ſei. Sie werde aber der Schande wegen keine Anzeige er⸗ ſtatten, um nicht als Zeugin vor Gericht erſcheinen zu müſſen. Franz Blaſer, der König der Eiſenbahnräuber Frankfurter Kripo macht eine vierköpfige Räuberbande unſchädlich Auf dem Kurfürſtenplatz in Frankfurt⸗Weſt kam es am Donnerstag abend zu einer kleinen Senſation. Zwei Kriminalbeamte ſtürzten ſich mit lautem Ruf „Hände hoch! Kriminalpolizei!“ auf einen fungen Mann, der zuerſt Widerſtand leiſten wollte, ſich aber ſchließlich willenlos feſſeln und abführen ließ. Die Frankfurter Kriminalpolizei hatte einen guten Griff getan. Seit mehreren Wochen ſuchte ſie den 26jährigen Arbeiter Franz Blaſer, der ihr nun endlich ins Garn gegangen war. Blaſer iſt trotz ſeiner Jugend ein gefährlicher Burſche, der bereits mehrere Vorſtrafen in ſeinem Strafregiſter auſweiſt. Er galt als Anführer einer Eiſenbahnräuberbande, von der drei Mitglieder bereits hinter Schloß und Riegel ſitzen, während es ihm bisher gelang, ſich der goldenen Freiheit zu erfreuen. In den letzten Monaten wurden in Frankfurt und Umgebung ſtändig Güterwagen der Reichsbahn beraubt. Im Juni gelang der Bande ein ganz großer Coup. Auf dem Frankfurter Güterbahnhof wurde ein Wagen erbrochen und Güter im Werte von vielen tauſend Mark geraubt. Es handelte ſich um meh⸗ rere Zentner Leder, Tabakwaren, Chemikalien, Wäſche, Kleidungsſtücke uſw. Die Eiſenbahnkriminal⸗ polizei in Verbindung mit der ſtaatlichen Kriminal⸗ polizei nahm die Spuren auf, ohne jedoch zuerſt Er⸗ folg zu haben. Endlich erfuhr die Kriminalpolizei jedoch, daß in einer weſtlichen Siedlung, die größten⸗ teils von(teilweiſe arbeitsloſen) Arbeitern bewohnt wird, größere Warenmengen lagern ſollten, deren Herkunft nicht gerade zweifelhaft ſein könne. Die Polizei brach mit einem größeren Aufgebot ein, nahm drei Mitglieder der Bande feſt und fand Städt. Sparkalſe Mannheim Hauptstelle A J,-5 und 58 Unter Bürgschaft der Stact Hannhelm in dem bezeichneten Hauſe ein großes Waren⸗ lager, das ausſchließlich aus Diebſtählen her⸗ rühren mußte. Als die Diebesbeute unter Aſſiſtenz der Schupo auf Laſtautos verladen wurde, ſam⸗ melten ſich bald Tauſende auf den Straßen an, die dieſe intereſſante Tätigkeit verfolgten und ſeltſamer⸗ weiſe nicht, wie ſonſt in Frankfurt üblich, gegen die Polizei Stellung nahm, ſondern ſich anſcheinend freuten, daß hier ausgeräumt wurde. Belaſtend für die Täter war ein Holzregal, worin die geſtohlenen Waren teilweiſe ſortiert aufbewahrt wurden. Das Regal, aus Kiſtenholz zuſammengezimmert, ließ noch teilweiſe die Signierungen der als geſtohlen gemel⸗ deten Kolis erkennen. Die ganze Geſellſchaft kam hinter Schloß und Riegel. Nur der eigentliche An⸗ führer der Bande, der obengenannte Blaſer, fehlte noch. Nach mancherlei Enttäuſchungen und vieler Mühe iſt er nun ebenfalls verhaftet worden. O. Sch. Der Paſſagier auf der D⸗Zugachſe * Kaufbeuren, 20. Aug. In der hieſigen Station entdeckte ein Zugſchaffner einen blinden Paſſa⸗ gier unter einem Wagen des kurz vor 1 Uhr nachts abgehenden D⸗Zuges Warſchau— Breslau München —Genf. Wie aus dem Paß des„Schwarzfahren⸗ den“ zu entnehmen iſt, handelte es ſich um einen 18⸗ jährigen, aus Galiziſch⸗Polen gebürtigen Burſchen.“ Er war in Warſchau unter den D⸗Zugwagen ge⸗ krochen und hatte die Fahrt bis Kaufbeuren in der ungemütlichen Lage unter dem Wagen mitgemacht. Sein Reiſeztel war, wie er einem Dolmetſcher er⸗ klärte, Genf. Der Feſtgenommene wurde nach Mün⸗ chen abtransportiert. 4 Wir empfehſen hiermit unseren Einlegem dlese Sper-Eintichtungen zu feger Benützung 25 Zöählstellen n een Stadtteilen und Votorten Selbständige Zweigstelle im Stadtteil Rheinau, bänischer risch 12 ummer 385 3 Aus der Falz Rangierlokomotive ſtößt auf einen Perſonenzug * Ludwigshafen, 21. Aug. Die Reichsbahndirek⸗ tion Ludwigshafen teilt mit: Am Freitag, 21. Auguſt, gegen 13 Uhr, fuhr beim Rangieren im Bahnhof Biebermühle eine Lokomotive, die vom Schluß des Perſonenzuges 469 Pirmaſens⸗Kaiſerslautern Wagen abholen ſollte, heftig auf den haltenden Zug auf. Durch den Anprall wurden 13 Reiſende unerheblich verletzt. Eine Reiſende mußte in das Kranken⸗ haus Kaiſerslautern überführt werden. Die Urſache iſt noch nicht geklärt. Lebensgefährlich verletzt * Dannſtadt, 21. Aug. Mittwoch abend wollte der 20 Jahre alte Tagner Hermann Klehr vog hier ſein Flobertgewehr hervorholen. Dabei entlud ſich das Gewehr, die Kugel, oͤrang Klehr in den Bauch und blieb in der Leber ſtecken. Der Schwerverletzte wurde ſofort in das Sankt⸗Marienkrankenhaus Lud⸗ wigshafen a. Rh. gebracht. Die Operation ergab lebensgefährliche innere Verletzungen. Kartoffelkrebsſeuche in der Weſtpfalz :: Landſtuhl, 21. Aug. In der Weſtpfalz wur⸗ den neuerdings Krebsherde entdeckt, die nach Mit⸗ teilung der Land wirtſchaftsſtelle für den einheimiſchen Kartoffelbau eine außerordentlich große Gefahr be⸗ deuten. Der Kartoffelkrebs richtet nicht nur großen wirtſchaftlichen Schaden an, ſondern beeinträchtigt auch den Verkauf ſehr nachteilig. Durch den Anhau nichtkrebsfeſter Kartoffel iſt der Kartoffelkrebs in den letzten Jahren beſonders auch in der Weſtpfalz ſehr ſtark aufgetreten. Seine Bekämpfung wird jetzt mit aller Schärfe durchgeführt, um einer weiteren Ausdehnung vorzubeugen. Als wichtigſte Bekämp⸗ fungsmaßnahme wird eine Umſtellung auf den Au⸗ bau von krebsfeſten Kartoffeln angeſtrebt. Dieſe ſind: die weichfleiſchige Frühkartoffel„Kaiſerkrone“ und die gelbfleiſchige„P. S. G. Maibutter“, die ſpätere Speiſekartoffel gelbfleiſchige„Böhms Ackerſegen“, die ſtärkereiche Wirtſchaftskartoffel, weißfleiſchige, rot⸗ ſchalige mittelſpäte„P. S. G. Sickingen“ und weiß⸗ fleiſchige weißſchalige mittelſpäte„Parnaſſia“, Um ſolche krebsſichere Saatkartoffeln in ausreichendem Maße zu gewinnen und um eine raſchere Umſtellung des Anbaues zu erzielen, werden mehrere Saat⸗ bauſtellen errichtet, die den Bezug der Saat⸗ kartoffeln erleichtern und verbilligen helfen. NMleine Mitteiſungen Autymobiliſt überfährt ein Kind und erliegt einen Herzſchlag * Darmſtadt, 21. Aug. Heute morgen ereignete ſich in Eberſtadt bei Darmſtadt ein folgeuſchwerer Autounfall. Der Seniorchef des Darmſtadter Seiden⸗ hauſes Volz, Franz Grießinger, der ſeinen Wa⸗ gen ſelbſt ſteuert, überfuhr ein Schulmädchen aus Arheiligen namens Trautmann, das anſcheinend einen ſchweren Schädelbruch erlitten hat. Grießinger erlitt bei dem Unfall infolge des Schrek⸗ kens einen Herzſchlag, dem er ſofort erlag. Das dadurch führerlos gewordene Auto rannte gegen eine Litfaßſäule, wo es vollkommen zerſchellte. Per⸗ ſonen, die dem Unfall beigewohnt hatten, veranlaßten einen vorüberfahrenden Autofahrer, das Kind nach dem ſtädtiſchen Krankenhaus nach Darmſtadt mitzu⸗ nehmen. N Der Fall Latum 5 dt. Bingen a. Rh., 21. Aug. Im Fall Lacum nehmen die Unterſuchungen ihren Fortgang. Es ſollen noch mehrere Perſonen als Mitwiſſer in den Wechſelangelegenheiten und den Schwindeleien mit den Grundſchuldbriefen verwickelt ſein. Intereſſant iſt, wie Heinz von Lacum es fer⸗ Heinz von Lacum tig brachte, ſich einen Grundſchuldbrief mehr⸗ mals beleihen zu laſſen. Er ging zum Ge⸗ richt und gab an, daß ihm die Papiere abhanden ge⸗ kommen ſeien. Dieſe wurden in den Amtsblättern dann ausgeboten. Wenn nach einem Vierteljahr ſich niemand meldete, erhielt Heinz von Lacum neue Urkunden ausgeſtellt, die er ſich dann wiederum be⸗ leihen ließ, während die erſte Urkunde in irgendeinem Treſor einer Bank als Sicherheit ruhte. ſich brachte, zumal ſeitens der Roggenmühlen habe. Bankguthaben meldet werden könnten. Samstag, 22. August 1931 ANDELS- v r Neuen Mannheimer Zeitung IAFrTSs-Z EITUNG“ . 3 6 Mittag-Ausgabe Nr. 383 Deutſcher Produktenverkehr weiter ohne Fühlung mit den Auslandsmärkten Mannheim, 20. Auguſt. Die Tendenz am internationalen Getreide⸗ markt war in der letzten Woche eher etwas ru higer, da die amtlichen Schätzungen über die Ausſichten für die Sommerweizenernte in Kanada günſtiger lauten. In den Vereinigten Staaten Nordamerikas lautet die Schätzung hinſichtlich der Winterweizenernte ebenfalls beſſer. Die ſichtbaren Weizenvorräte in den U. S. A. und Kanada ſind weiter angeſchwollen. Aus den La⸗ Plataſtaaten liegen Berichte über Niederſchläge vor, die auf die wachſen⸗ den Pflanzen günſtig wirkten. Aus A u ſtralien wird gemeldet, daß das Wetter für die Ausſaat und das Keimen der Pflanzen im allgemeinen günſtig geweſen ſei. Nur aus den Staaten Neu⸗Südwales und Victoria ſoll die Aus ſaat durch Regenfälle verzögert worden ſein. In dieſen beiden Staaten rechnet man in dieſem Jahre mit einer Vermin⸗ derung der Anbaufläche. Dagegen ſollen die jungen Pflan⸗ gen in Weſt⸗ und Süd⸗Auſtralien geſund und kräftig ſein. Unter dem Einfluß dieſer Nachrichten blieben die Meldun⸗ gen vom Kontinent über ungünſtige Erntewetter⸗Verhält⸗ niſſe ohne nachhaltige Wirkung. Die deutſchen Märkte verkehrten aufgrund der Maßnahmen der Regierung und der ungünſtigen Wetter⸗ verhältniſſe, wodurch die Erntearbeiten verzögert werden, in feſter Haltung. Zur Förderung der Bewegung der Weizenernte wird die Ausfuhr bis zum 31. Dezember ds. Is. gegen Erteilung von Ausfuhrſcheinen ermöglicht, 1 die zum Reimport 9 berechtigen. Die Beimahlungsquote für Inlandsweizen iſt zu einem Zollſatz von 2/ je 100 Kg. für das ganze Jahr auf 97 v. H. feſtgeſetzt worden, doch iſt vorgeſehen, daß Austauſchweizen bis zu 27 v. H. im Rah⸗ men dieſer Vermahlungsquote verwendet werden kann. Für die Erleichterung der Ernte⸗Finanzierung werden Borſchußkredite gewährt; dadurch iſt das Angebot aus erſter Hand ganz weſentlich zurückhaltender geworden. Wie beim Weizen, ſio fehlten auch beim Roggen die Zufuhren, ſo daß das Geſchäft ſtärker zuſammen⸗ geſchrumpft iſt. Hinzu kommt, daß durch die in dieſer Woche niedergegangenen wolkenbruchartigen Regenfälle aus bielen Gegenden Deutſchlands un günſtige Ernte⸗ nachrichten einliefen. So wird aus der Pfalz, Baden und Rheinheſſen, wie auch aus Mitteldeutſchland gemeldet, baß das noch auf dem Felde liegende Getreide beginnt ſchwarz zu werden und zu faulen. Die Weizennachfrage für die Ausfuhr hat ebenfalls eine Belebung erfahren. Alle dieſe Meldungen wirkten befeſtigend. Man zahlte vorwiegend zu Deckungszwecken, wegen nicht rechtzeitig erfolgter Lieferung, für 70/77 Kg. ſchweren mit⸗ teldeutſchen Weizen 25,90—26 und per Auguſt⸗Lleferung. uhne Nachfriſt, 25,40 25,50% Frachtparität Mannheim, Kaſſa bei Ankunft. Aus Pommern, Mecklenburg, Holſtein liegen Weizenangebote, bei einem Naturalgewicht von 76/77 Kg. per Auguſt— erſte Hälfte September— zu 24,90 bis 25 und per Auguſt⸗September⸗Verſchiffung zu 24,70 bis 24,80„ ecif Mannheim, Kaſſe gegen Rhein⸗Dokumente, vor. Hier disponibler Inlandsweizen wurde heute an der Börſe amtlich mit 25,75 bis 26,25 waggonfret Mannheim, notiert. Das Angebot in Roggen, per ſofort lieferbar, iſt außerordentlich klein, was eine Steigerung der Preiſe mit N eine etwas lebhaftere Nachfrage ſich zeigte. Norddeutſcher Roggen, 72/79 Kg. ſchwer, rheinſchwimmend, war heute zu 20.05 bis 0,0% eif Mannheim, Kaſſe gegen Konneſſemente, offe⸗ kiert. Für Lieferungsware per September verlangte man 19,519,700„ eif Mannheim. In Mannheim grelfbarer Julandsroggen ſtellte ſich auf 21,75—22/ frei Waggon Mannheim. Hafer— noch zu mindeſtens 70 v. H. auf dem Felde ſtehend, lag feſt, da er bei der in den letzten 14 Tagen herr⸗ ſchenden ungünſtigen Witterung, zumeiſt Regenwetter, in ganz erheblichem Maße gelitten haben ſoll. Die Eigen⸗ tümer von Hafer alter Ernte ſind daher mit dem Verkauf ihrer Ware ſehr zurückhaltend. Ebenſo verhalten ſich die Landwirte abwartend, die bereits ihren Hafer aus neuer Ernte unter günſtigen Verhältniſſen nach Hauſe bringen konnten. Neuer Inlandshafer wurde in Anbetracht der vBerſchiedenartigen Beſchaffenheiten heute in Mannheim mit 1647,50 und alter Hafer mit 18,50— 19,50% waggonfrei Mannheim notiert. Am Gerſten markte iſt immer noch keine Belebung des Geſchäftes zu verſpüren. Die Forderungen der Ver⸗ käufer und die Gebote der Käufer gehen immer noch zu weit auseinander und da die Brauer⸗ und Mälzereien im Einkauf ſich die größte Zurückhaltung auferlegten, ſo ſind die Umſätze bis jetzt noch klein. Für Brauware bewegten ſich die Forderungen, je nach Qualität, zwiſchen 1820% und für Induſtriegerſte zwiſchen 1718,50/ franko und cif Mannheim. Futtermittel. Die Forderungen ſind in Ueber⸗ einſtimmung mit der Feſtigkeit am Getreidemarkte etwas erhöht, obwohl die Konſumnachfrage keine weſentliche Be⸗ lebung erkennen läßt. Man verlangte für Weizenbollmehl (Futtermehl) 13,85—14 /, für feine Weizenkleie 9,85—10, dto. grobe 10,45—10,50, Biertreber 10,25—10,75, Malzkeime 9,25—40,75, Erdnußkuchen 12,25—12,50, Kokoskuchen 13.65 bis 13,75, Leinkuchenmehl 14,50—14,75, Soyaſchrot, ſüd⸗ deutſches Fabrikat 12.25 12,50 und für Trockenſchnitzel 66,25„ waggonfrei Mannheim. Im Mehl geſchäft verhielt ſich der Konſum immer noch zurückhaltend. In Auswirkung der Regterungsmaßnahmen, wonach die Vermahlungsquote für Inlandsweizen, wie be⸗ kannt, ab 15. ds. Mts. auf 97 v. H. feſtgeſetzt iſt, hat die ſüddeutſche Mühlenvereinigung eine neue Notierungsweiſe vorgenommen. Die heutigen Notizen ſtellten ſich für ſüd⸗ deutſches Weizenmehl, Spezial Null, alte Mahlung, per Auguſt auf 40,50, für neue Mahlung(97 v..) Auguſt 36,50, dto. September⸗November 36 und für ſüddeutſches Weizen⸗ mehl mit Austauſchweizen per September⸗November auf 39„ waggonfrei Mühle. Für Roggenmehl zeigte ſich eine beſſere Nachfrage und die heutige Notiz für 0 bis 60proz. bahnfrei Mühle. Hopfen. Die Preiſe am Nürnberger Hauptmarkte ſind bei kleiner Zufuhr weiter gedrückt. Für Hallertauer wurden 12—415, für Tettnanger 1719 4 per Zentner er⸗ zielt. In neuen diesjährigen Hopfen ſind die erſten Ballen Hallertauer und Tettnanger angefahren worden. Obwohl die Hopfen von guter Farbe und Qualität ſind, zeigte ſich nur wenig Kaufintereſſe.— Durch die ungünſtigen Wetter⸗ verhältniſſe haben ſich die Ausſichten für die Hopfenernte weſentlich verſchlechtert, und da vorausfichtlich ein Geſetz über den Verwendungszweck von Inlandshopfen nicht zu erwarten iſt, ſo dürften die Preiſe keine Erhöhung erfahren und dies wird zur Folge haben, daß, wie bereits im letzten Jahr, zahlreiche Hopfengärten wegen der ſchlechten Hopfen⸗ preiſe nicht abgeerntet werden. Tabak hatte auch in dieſer Woche ruhigen Markt. Die Sandblatternte in den Schneidegut⸗Gebieten iſt bereits ein⸗ gebracht; die Intereſſenten ſind aber im Einkauf ſehr zu⸗ rückhaltend, weil der Verkauf von Zigarren, wie auch von Rauchtabak infolge der Geldknappheit und der Verordnung über ſteuerbegünſtigten Feinſchnitt kleiner geworden iſt. Aus vielen Gegenden liegen Meldungen vor, die beſagen, daß die noch auf dem Felde ſtehenden Tabake unter der Ein⸗ wirkung der in den letzten acht Tagen niedergegangenen ſtarken Gewitterregen, ernſte Schäden aufweiſen. Metallpreisindez Die Preisindexziffer der„Metallwirtſchaft, Metallwiſſen⸗ ſchaft, Metalltechnik“ ſtellte ſich am 19. Auguſt 1981 auf 63,2 gegen 63,2 am 12. Auguſt 1931(Durchſcheitt 1909-13 gleich 100), blieb alſo unverändert. Für die einzelnen Metalle wurden folgende Einzelinderziffern errechnet: Kupfer 55,8 66,0), Blei 71(71,0), Zink 472(45,7), Zinn 61/5(62,8, a 118,1(118,1), Nickel 107,7(107,7), Antimon 12 7. 5 * Gründung eines rumäniſchen Bankenſyndikats. Buka⸗ reſt, 20. Auguſt. Das Bankenſyndilat, das von den rumä⸗ nuiſchen Großbanken gegründet und mit einem Kapital von einer Milltorde Lei ausgeſtattet wurde, hat ſeine Tätig⸗ keit heute aufgenommen, Auf Veranlaſſung der Rumäni⸗ ſchen Nationalbank ſind in ihm die fünf größten Finanz⸗ inſtitute des Landes, nämlich die Banco Roma nasca, die Banca de Credit Roman, die Bauca Mol⸗ da vo, das Bankhaus Marmoroſch, Blank u. Co. und das Bankhaus Chriſſoveloni, vertreten. Dieſer Umſtand hat in Hinſicht auf die Hilfsmittel, welche von§ieſen Häufern zuſammen mit der Nationalbank zur Verfügung geſtellt werden können, in den führenden Wirt⸗ ſchaftskreiſen großen Optimismus gusgelöſt. Man erwar⸗ tet, daß das Syndikat, das gegründet wurde, um den Markt zu ſtützen und das Wirtſchafts⸗ und Handelsleben anzu⸗ kurbeln, ſeine Aufgabe voll erfüllen und den rumäntiſchen Markt ſehr raſch wieder beleben wird. Gläubigerverſammlung der Nordwolle Um das Schickſal der Werke O Bremen, 21. Aug.(Eig. Dr.) Im Fortgang der geſtrigen Gläubigerverſammlung führte der Konkursverwalter noch aus, daß es bet den Akzeptverpflichtungen für die Konkursmaſſe darauf ankomme, die Werke von einer wechſelmäßigen Verpflichtung freizumachen, damit ſie nicht ihrerſeits in Konkurs geraten würden. Die Beziehungen zur Doga ſind für die Nordwolle ſehr ver luſtreich ge⸗ worden. Die Verluſte ſteigerten ſich noch dadurch, daß die Toga— trotz der eingeräumten Vorzugspreiſe— ihrerſeits noch mit erheblichen Verluſten abſchloß, für die die Nord⸗ wolle aus ihren Bürgſchaften aufzukommen hatte. Vor Beendigung des Berichts des Konkursverwalters gab im weiteren Verlauf der Verſammlung zunächſt das Vorſtandsmitglied der Warentreuhand⸗AG. Berlin, Direk⸗ tor Schwoon, einige. Erläuterungen zur Bilanz, die gleichzeitig den Gläubigern durch Projektion auf eine Leinwandfläche ſichtbar gemacht wurde. Er hob zunächſt hervor, daß es ſchwierig ſei, ein einigermaßen zuverläſſiges Bild zu gewinnen. da zahlreiche Finanzbuchun⸗ gen vorhanden ſeien, die zum Teil jeder geſchäftlichen Warenvorgänge entbehrten. Hinſichtlich der. des Verwaltungsgebäudes, das ſtatt mit faſt 12 Mill. nur mit 4,08 Mill.„ eingeſetzt iſt, bemerkte er, daß die Allianz Leben in dieſer Höhe eine erſte Hypothek beſitze und da⸗ gegen bereits die Verwaltung des Gebäudes übernommen Bei Werken und ſonſtigem Grundbeſitz ſeien erheb⸗ liche Abſtriche vorgenommen worden. Die Werke ſelbſt ſeien nur mit 1„ eingeſetzt. Auf der andern Seite wur⸗ den aber auch die erheblichen Koſten für Werkserhaltun nicht berückſichtigt(allein für Lohnzahlungen wöchentli etwa 370 000„). Beim Wechſelbeſtand ſeien nur reine Kundenwechſel und keine Finanzwechſel aufgenom⸗ men. Die Abſchreibungen gegen Wechſel ſeien bei der Ge⸗ ſamtabſchreibung auf die Debitoren mitberückſichtigt. Beim handle es ſich größtenteils um Sperrkonten. Von den Schul dn eſrn entfallen 11,5 Mill.„ auf Warenſchuldner und 1,1 Mill./ auf Guthaben bei Tochtergeſellſchaften. Die Bankver⸗ pflichtungen ſetzten ſich zuſommen aus 121 Mill. Forderungen inländiſcher und 41 Mill.„ ausländiſcher Banken. Direktor Schwoon warnte davor, die Eröffnungs⸗ bilauz als endgültig zu betrachten und irgend⸗ welche Quotenberechnungen vorzunehmen. Es ſeien immer noch zahlreiche Verſchiebungen möglich, da Hblslang noch nicht endgültig feſtzuſtellen ſei, wie weit noch Forderungen von Ultra Mare gegen die Nordwolle ange⸗ a Dieſe feſtzuſtellen, iſt beſonders ſchwierig, da es ſich um Konten unter den verſchiedenſten Decknamen handelt und bei den bei der Nordwolle in letz⸗ ter Zeit gebräuchlichen Buchungsmethoden in den Büchern r Verwaltung keine entſprechenden Aufzeichnungen zu den ſind. N — Staatshilfe nicht zu erwarten Im Anſchluß fuhr der Konkursverwalter Dr. Heine⸗ mann in der Verleſung ſeiner Ausführungen und ſeines gelegentlich jedoch zu wenig in die Tiefe gehenden Berichts fort. Recht intereſſant war die Mitteilung des Konkurs⸗ verwalters, daß über die Schröderbank auch der Bremer Staat der Nordwolle 3 Mill. 4 zur Verfügung geſtellt hat, ohne daß das allerdings nach außen in Erſcheinung trat. Zu den in Berlin am 18. Auguſt gepflogenen Beratun⸗ gen der in⸗ und ausländiſchen Banken, ob und wie aus dem Zuſammenbruch der Nord⸗ wolle ein neues Unternehmen wieder aufgebaut werden könne, führte der Konkursverwalter u. a. aus, daß der Wert des in die neue Geſellſchaft einzubringenden Warenlagers ſich noch nicht feſtſtellen laſſe. Die Höhe des Aktien⸗ kapitals als der neu zu gründenden Geſellſchaft ſtehe ebenfalls noch nicht feſt, ebenſo in welcher Höhe der neuen Geſellſchaft ein neuerlicher Kredit gewährt werden könne. Zu betonen jedoch ſei ausdrücklich, um von vornherein allen Mißverſtändniſſen vorzubeugen, daß neben den vom Konkursverwalter als rentabilitätswürdig zu erachtenden Werken, die mit einbezogen werden ſollen, jeder ſich durch Barzeichnung von Aktien an dieſer Neu⸗ gründung beteiligen könne. Erforderlich für das Gelingen der Gründung einer neuen Geſellſchaft ſei eine Verſtändigung mit dem Reich, den Ländern und Gemeinden über ſteuer⸗ liche Erleichterungen für die neue Geſellſchaft, um das neue Unternehmen nicht mit neuen untragbaren Ausgaben zu belaſten. Nach dieſer Richtung hin ſei be⸗ reits mit den Ländern Sachſen, Thüringen und Oldenburg Fühlung genommen worden. Die beiden erſteren hätten ſich bereits in ablehnendem Sinne ge⸗ äußert; von Oldenburg ſtünde die endgültige Antwort noch aus. Es ſei ſelbſtverſtändlich, daß heute in der Gläubi⸗ gerverſammlung darüber noch keinerlei Beſchlüſſe gefaßt werden könnten, ob das Projekt durchgeführt werden könne oder nicht, da noch erſt die Ergebniſſe der Verhandlungen abgewartet werden müßten. Die Entſcheidung werde einer ſpäteren Gläubigerverſammlung vorbehalten bleiben. Des weiteren hat ſich der Konkursverwalter, um Mittel für die Verwaltung der Werke in einem neuen Unterneh⸗ men oder ſonſt zu gewinnen, an die zzahlungs fähige Kundſchaft und an befreundete Firmen ge⸗ wandt und hat dieſe für die Neugründung zu intereſſieren verſucht. Dieſe Bemühungen ſind teilweiſe bisher ſchon von Erfolg geweſen und werden auch weiterhin fortgeſetzt. Für zwei nicht zur eigentlichen Branche gehörende Werke meldeten ſich bereits Intereſſenten. So iſt es bereits gelungen, das Werk Meyer Sans boeuf in Em⸗ mendingen, das ichen Bindeſchnüre und Seide Ausmahlung ſtellte ſich, je nach Fabrikat, auf 29,50—32 ,, * Deutſche Ultraphon., Berlin.— Liqnidationsver⸗ gleich gebilligt. Der Gläubigerausſchuß hat in einer Aus⸗ ſchußſitzung einſtimmig die von der Verwaltung getroffenen Maßnahmen, insbeſondere die Einreichung eines Ligui⸗ datlonsvergleichsvorſchlags, gebilligt. Die Verwaltung machte ſodann Vorſchläge über die Durch⸗ führung der Liquidation, die trotz des Liquidationsantrages die Erhaltung und ſachgemäße Ausnutzung der Aktiven er⸗ möglichen. Die Schallplattenmarken ſollen der Geſellſchaft erhalten und die Kunöſchaft reibungslos weiter beliefert werden. Verhandlungen wegen Ausnutzung und Erwei⸗ terung des Repertoires mit intereſſterten Kreiſen ſind im Gange; ſie würden es ermöglichen, in regelmäßiger Folge monatliche Neuerſcheinungen herauszubringen. Im übrigen hat die Verwaltung inzwiſchen durch Verhandlungen mit einer Anzahl von Auslandvertretern und durch Auflöſung von Kommiſſtonslägern eine Erleichterung der Geſamtlage herbeigeführt.. * Wurzener Kunſtmühlenwerke und Biskuitfabrik vor⸗ mals F. Krietzſch.— Umſatzſteigerung. Die HV. geneh⸗ migte den Abſchluß für 1930⸗31, wonach der Santerungs⸗ gewinn von 2,6 Mill.„ zur Deckung des Betriebsverluſtes und zum größten Teil für Abſchreibungen und Rückſtellun⸗ gen verwandt wird. Als mit Hilfe der Kreditgeber der Wiederaufbau des Unternehmens in die Wege geleitet wor⸗ den war, ließ es ſich noch nicht überſehen, ob die Sa⸗ nierung gelingen werde. Heute iſt dieſe Frage zu be⸗ jahren. Die Umſätze konnten von Monat zu Monat ge⸗ ſteigert werden. Allerdings iſt die weitere Entwicklung von der allgemeinen Lage abhängig. * Induſtrie und Schenker⸗Vertrag. Der Reichsverband der deutſchen Induſtrie hat ſich gleichfalls an den Reichs⸗ verkehrsminiſter gewandt mit der Bitte, ihm den Bahn⸗ ſpeditionsvertrag(Schenker⸗Vertrag) in ſeiner jetzigen Faſſung zuzuſtellen, da der Reichsverband erſt dann eine endgültige Stellung nehmen könne. Die Verhandlungen bei der Reichsbahn⸗ Hauptverwaltung, an denen der Reichs⸗ verband beteiligt war, haben im einzelnen nicht erkennen laſſen, in welchen Punkten der Vertrag tatſächlich eine Aenderung erfahren hat und ob den Bedenken der Wirt⸗ ſchaftskreiſe überall Rechnung getragen iſt. Ablpitcklungs probleme der deutſchen Auslandsberſchulbun Schwere Auswirkungen der Stillhaltung— Die Auf⸗ gaben der Deviſenpolitik a Der ſog. Layton Bericht iſt ein Dokument von höchſter Bedeutung. Allerdings iſt er kein eigentlicher Vertrag zwiſchen Deutſchland und den Auslandsgläubi⸗ gern zum Zwecke einer ſechsmonatigen Stillehaltung, ſon⸗ dern eigentlich nur eine Empfehlung und ein Bericht an die in Wirklichkeit vertagte, unter dem Vorſitze des eng⸗ liſchen Miniſterpräſidenten ſtehende Londoner Konferenz. Die eigentlichen Rechtshandlungen müſſen alſo erſt noch vollzogen werden. Aber allgemein geſehen bedeutet der Bericht das tatſächliche Zuüſtandekommen der Stillehaltung. Von den ungeheuren Schwierigkeiten der Still⸗ halteverhandlungen macht ſich der Laie kaum eine Vorſtellung. 8 Es handelte ſich ja nicht nur um eine ganze Anzahl von Ländern mit verſchiehenen Intereſſen, ſondern um Tau⸗ ſende von Kreditgebern mit ſehr unterſchiedlicher Dringlichkeit bezüglich des Wiedererhalts des ausgeliehe⸗ nen Geldes. Man darf ja nicht überſehen, daß auch ſehr viele Auslandsgläubiger das ausgelie⸗ hene Geld benötigen, und in welchem Maße deren eigene geſchäftliche Berechnungen geſtört werden, ergibt ſich daraus, daß weit mehr als die 1 aller kurzfriſtigen Kredite Ende Juli fällig waren. Aber die weitaus größere Schwierigkeit lag in der verſchiedenen Art der einzelnen Kre dent en von denen Mitte Juli 4,3 Mil⸗ ltiarden 4 auf in Deviſen gegebene Barkredite, 2,4 Mil⸗ liarden auf Warenkredite und 739 Mill. auf in Markform gegebene Kredite entfielen. Die letzteren haben noch in letzter Stunde das Ergebnis der Verhandlungen in Frage geſtellt, dann aber zu einem Uebereinkommen geführt, das die Reichsbank in der nächſten Zeit neu belaſten wird. Deutſchland hat eine. von einem halben Jahr für die Regelung von Verbindlichkeiten in Höhe von—7 Milliarden& erhalten. Es bedarf keines beſonderen Hin⸗ weiſes, daß nach Ablauf dieſer Friſt die Abdeckung dieſer Milliarden einfach unmöglich ſein wird. Die Verhandlungen werden alſo notwendigerweiſe mit all ihren Schwierigkeiten wiederaufgenommen werden müſſen. Bis dahin muß aber Deutſchland einen Teil der Kreölte abdecken und zwar nor allem Markkredite. Deutſchland hat zugeſtehen müſſen, daß 25 v. H. dieſer Scheckguthaben ſofort zurückgezogen werden können, ſodann je weitere 15 v. H. von Monat zu Monat. Zweifellos wird von dieſer Möglichkeit Gebrauch herſtellt, abzuſto ßen. Ueber die Abſtoßung des Eiſen werkes Delmenhorſt, das im weſentlichen den Guß für die Konzernwerke beſorgt hatte, wird noch verhandelt. Auch die Weſer druckerei Bremen konnte abgeſtoßen werden. Die Deleſpa G. m. b. H. arbeitet im allgemeinen rentabel und ſcheint ſich mit eige⸗ nen Mitteln halten zu können. Auch Biſchoff u. Ro⸗ datz, eine Strickerei in Hamburg, wird ſich zu⸗ nächſt vorausſichtlich halten können, wenn es gelingt, ihr den nötigen Kredit für die Lagerhaltung zu ſichern. Bei der Wollkämmerei Wilhelmsburg liegen Aufträge von dritter Seite vor, die dem Werk noch Beſchäftigung für längere Zeit ſichern.. Nach faſt zweiſtündiger im ganzen lauer Ausſprache, die nur von einem deutſchen und einem bolländiſchen Ver⸗ treter lebhafter und der Sache dienlicher geführt wurde, wurde zur Wahl des Konkursverwalters geſchritten, die die einſtimmige Wiederwahl des AR. Dr. Heinemann ergab. Die Bank⸗ Gläubiger, die die unbedingte Majorität der vertretenen Stimmen beſaßen, erklärten ſich mit der Wiederwahl einverſtanden. Für den aus dem Gläubigerausſchuß ausſcheidenden Direktor Jung(Bre⸗ mer Wollkämmerei Blumenthal) wurde Dr. Kaufmann, Hamburg gewählt. Auf Vorſchlag aus der Verſammlung wurden in den bisher achtköpftigen Gläubigerausſchuß hin⸗ zugewählt Dr. Popper, Amſterdam und Wollhändler Feltgen, Krefeld(Vereinigung des Wollhandels). Ge⸗ gen den Vorſchlag. Direktor Knoche, Leipzig, in den Gläubigerausſchuß zu wählen, ſtimmte die Majorität der Bankengläubiger. 8 Als Hinterlegungsſtellen für eingehende Gelder wurden die Bremer Bank, die Danat⸗Bank, die DD⸗Bank und die Commerz⸗ und Privatbank beſtimmt. Der Konkursverwalter iſt gehalten, mindeſtens alle zwei Monate im Konkursgericht über die Entwicklung des Ver⸗ fahrens Bericht zu erſtatten. 5 In der Verſammlung vertraten die verſchtedenen Banken folgende Forderungen: Danatbank 36,5, Dresdner Bank 24,9, Commerzbank 10,8, Bremer Hanſobank 17,2, DD⸗Bank 8,8, J. F. Schroeder 5,32, de Bary Amſterdam 2,8, Defrbrück u. Schickler 2,5 und M. M. Warburg zuſammen mit einer ausländiſchen Bank 2,4 8 9 4 5 Die Zukunft der Toga Fortführung des Hauptteils der Betriebe geſichert Die Verhond lungen zwiſchen Toga⸗Verwaltung und Konkursverwoltung Norddeutſche Wolle ſind ſo weit ge⸗ diehen, daß die Fortführung des Hauptteils der Toga⸗ betriebe geſichert erſcheint. Das noch immer als rentabel anzuſehende Geraer Stammwerk(früher Ernſt Fr. Weiß⸗ log AG.) ſcheint die Zeit der ſchärfſten Betriebseinſchrän⸗ kung bereits überwunden zu haben. Von der nächſten Woche an ſoll wieder Vollarbeit eingeführt werden. Die ſtorke Verkürzung der Arbeitszeit war im weſentlichen auf die knappe Rohſtoffverſorgung infolge mangelnder Be⸗ triebsmittel zurückzuführen. Die dem Wei flog⸗Betrieb an⸗ gegliederte Färberei⸗ und Appreturanſtalt vorm. Schütze u. Leube wird, wie der DD hört, gleichfalls erhalten bleiben. Unbeſtimmt iſt dagegen noch dos Schickſal der Kammgarnweberei Wwe. Focke u. Comp. in Gero. keit nichts zu tun haben. 2 lultali Nürnberger Hopfenmarkt e 8. Nitruberg, 21. Aug.(Eigenberich 11 In der heute ſchließenden Berichtswoche wurben dem Gbrltusk Nürnberger Hopfenmarkte nochmals 50 Ballen letztjährige 125 Ernte zugefahren. Umgeſetzt wurden in 1990er Hopfen 171 811 im Verlaufe der Woche insgeſamt 120 Ballen. Ez handelt chers ſich hauptſächlich um Hallertauer mittel bis gutmittel 5 Afeden, noch mit 10—12, vereinzelt mit 15„ für prima begchl i wurden. les Die Pflücke der neuen Hopfen hat im Tettnanger Land 9 wie in der Hallertau bereits begonnen, doch waren lauch Zufuhren in neuen Hopfen zum Nürnberger Marie in led dieſer Woche noch ſchwach und beliefen ſich im ganzen aui 11155 8 25 Ballen. Es waren vornehmlich Tettnanger Frühhopfer Schweil von denen die erſten Ballen zu 50 4 und weitere kleinen Diakoniſſ Pöſtchen, je nach Beſchaffenheit, mit 50 bis 85% verkau 75 wurden, Auch die erſten Umſätze in 1931er Hallertauer ene die als Anfangshopfen allerdings nur von mittlerer Vt kues ſchaffenheit waren, kamen mit Preiſen von 45 bis 50 J be per Ztr. zuſtande. Die Tendenz iſt noch ruhig, doch zeig gemeinde ſich ſchon etwos mehr Intereſſe für die neue Ware, Von Fheinau: amtlichen Notierungen wurde in dieſer Woche abgeſehen, Hg Das andauernd naſſe Wetter hat in vielen Anlagen Ehrifte ziemlich geſchadet; es breitet ſich die Peronoſporg und die goltesd Doldenbräune mehr und mehr aus. Wenn ſich die er 5 1 nicht beſſern, werden viele Hopfen ungepf die Na eiben. 1 Am Saazer Markte ſind die Vorräte an 19906 1 Hopfen ganz vom Syndikat aufgenommen worden Die Helfabt Qualität des friſchgepflückten Hopfens iſt ſehr gut, aber esd das Geſchäft hot ſich noch nicht entwickelt. Während die 5 erſten Probeballen 250 bis 300 Kronen per Ztr. erzielten e werden jetzt nur noch 150 bis 250 Kronen bezahlt— dee Stroßburger Markt war in dieſer Woche vollkommez gefchäftslos.— In Brüſſel ſehr ruhige Marktſtimmüßz Notierungen für neue Ernte 235 bis 250 Francs. Zuv. 1 kim. ä Aird Ba: Eicherſt.) ſührunge gemacht werden, und die daraus für die Reichsbank en., ſtehende Belaſtung wird für ſofort auf etwa 100 Mill, g Ver ſuck Verlaufe auf 200—00 Mill. geſchätzt, unter Umſtänoe dieuſt? noch auf mehr. lultons Daraus ergibt ſich ohne weiteres, daß eine weſtere 1255 wesentliche Lockerung der Deyiſenbewirtſchaftung Its ſowie der geſamten auf die Hereinholung von De⸗ lacht t viſen gerichteten Wirtſchaftspolitik vorerſt nicht er⸗ 5 wartet werden kann. Herber Allerdings hat ſich die Reichsbank vorbehalten, im Fal Verd. einer unmittelbaren Währungsgefährdung nach dem zug der erſten 25 v. H. die weiteren Monatsraten von v. H. zu verhindern. Im übrigen ſind in den ganzen, einbarungen die von Ländern und Gemelnder en unmittelbar im Ausland aufgenommenen Schul, den nicht enthalten; ſie werden auf etwa 355 Ml. geſchätzt. Allerdings ſind dieſe Schuldner durch die De⸗ viſennotverordnung geſchützt, da bei Zurückforderung dieſtt Kredite die Reichsbank die Hergabe von Deviſen verwel⸗ gern kann und jedenfalls auch wird. Aber das wird ber⸗ mutlich ein unmittelbares Vorgehen der Gläubiger geges ihre Schuldner zur Folge haben, wie dies auch in ſeh zahlreichen anderen Fällen zu erwarten iſt, vor allem Berſuche, ſich an im Ausland befindlichen deulſche. Guthaben ſchadlos zu halten. Uebrigens haben die deutſchen Banken bereilz etwa 520 Mill. 4 Ang en Auslands forderungen aufrechnen müfſen d. h. dieſe halbe Milliarde deutſche Auslandsforderunget Harlen v mußten dem Ausland geopfert werden. Da aber zur Ahe zu kaufen wicklung des Außenhandels auch deutſche Ohh unt. K haben im Ausland unterhalten werden müſſen, werde N ſich die Banken um die Wiederbeſchaffung von folchen ke Jud mühen; das heißt aber, daß dieſe Beträge dann an der deutſchen Deviſenbilanz fehlen werden. zn kaufer Deutſchland wird weiterhin mit aller gute Geſe Mitteln um die Beſchaffung von Deyiſen an die G beſorgt ſein müſſen, in erſter Linie mit Hilſe de Außenhandels, alſo durch Ausfuhrüberſchüſſt Das erkennt auch der Layton⸗Bericht an. Die 0 Entwicklung geht ja in dieſer Richtung: im erſten Halbiah 1951 betrug der Ausfuhrüberſchuß 923 Mill. im Juli bet, 3 doppelte er ſich von 140 Mill. im Juni auf 289 Mill. 19 den Schätzungen des Stat. Reichsamts dürfte Deutſchlan in der Lage ſein, die Einfuhr in den letzten ſechz Monaten dieſes Jahres auf 2,5 Milliarden(alſo durch⸗ ſchnittlich monatlich etwa 400 Mill. gegen 588 Mill. im Zul und 600 Mill. in den beiden vorhergehenden Monaten drücken, andererſeits die 5 Ausfuhr auf faft das Doppelte, nämlich 4 Mil, lfarden zu bringen. Der ungeheure Druck der Verhältniſſe zwingt jedenfall Deutſchland in dieſe Richtung, und es iſt durchaus gerech⸗ fertigt, wenn der„ davon eine e rn ſtliche Störung des Welthandels befürchte eln andererſeits kann Deutſchland nicht beliebig die Einfuht droſſeln, wie das heute ſo populär erſcheint; die Gegen⸗ 5 maßnahmen des Ausland ſind beſtimmt zu er warten. Wie ſie ergriffen werden, beweiſt ein neues Bel, ſpiel aus Ftaltien, das ja beſonders unter der Behn derung der Süöfrüchteeinfuhr leidet. Italien hat nämlich die Einfuhr von Radiogeräten verbotel. Dieſe Maßnahme richtet ſich alſo äußerlich gegen die ganze lie Büro Welt, in Wirklichkeit aber in erſter Linie gegen mer Po Deutſchland, weil gerade die Einfuhr deutſcher Rabl apparate beſonders 92 5 war. Solche Vergeltungsmaßnahmen ohne San der Handelsverträge ſind an der Tagesordnung und 5 werden noch häufiger werden. Die Rückwirkungen auf die deutſche Wirtſchaft müſſeg naturgemäß ſehr ernſt ſein. g Schon die Andeutung all dieſer Zuſammenhänge maag zeigen, daß die weitere Etappe auf dem Wege der Ab⸗ wicklung der deutſchen Auslands ſchul bes ſehr mühſam ſein wird. Dieſes Problem iſt ſo rieſengrß daß dahinter vieles andere, was dem Einzelnen wichg erſcheinen mag, verſchwindet. 5 An allen Ecken und Enden werden ſich die Folgen der„Stillhaltung“ zeigen, die ja in Wirklichkeit eine tatſächliche, wenn auch verlan ſamte Abwicklung der Auslandsforderungen iſt. Auch nah, einem halben Jahr wird ſie ſich fortſetzen müſſen, und al- Pläne und Programme, die die Aufrechterhaltung d gegenwärtigen Standes der Auslandskredite oder ſogar hi U. Neubeſchaffung von Auslandskapital zur Vorausſezüg haben, ſind Phantaſten. Mit unerbittliche Strenge wird die„Stillhaltung“ gegen alle 3“ derſtände ſchließlich die Folgerung aus der Aae erzwingen, daß Deutſchland ſehr viel ärmer vor dem Kriege geworden iſt. 80 Es erſcheint notwendig, auf eine Einzelheit des Lauten Berichts hinzuweiſen, um einer falſchen Meinungsbilbnnt vorzubeugen. Die in der Preſſe veröffentlichten e 3 beſagen nämlich, daß in den erſten ſieben Monaten 9 0 N Jahres 2,0 Milliarden kurzfriſtige Kredite i 1 worden ſeien; dazu kämen noch etwa 3,5 Milliarden zue 1 der Abſtoßung deutſcher Wertpapiere durch das Aus 1 f und durch deutſchen Erwerb von lang⸗ und kurfeteg, Auslandsanlagen, d. h. Kapitalflucht. Dieſe Darſte lung iſt fal ſch. Nach dem Wortlaut des Layton⸗Berichts i die geſamten Abzüge aus Deutſchland ſeit Jahres“ beginn einſchließlich Kapitalflucht 9,5 Milliarden. Es iſt leider zu befürchten, daß die allgemeine were dieſer falſchen Wiedergabe eine agitatoriſche 1 Ku⸗ in dem Sinne zur Folge haben wird, als betrage 1. a pitalflucht im Laufe dieſer Monate allein mehrere chin llarden. Ueber die Höhe der Kapitalflucht ſind i a phantaſtiſche Vorſtellungen verbreitet, die mit der Wi —* Lamstag, 6 7. Seite Nummer! — bottesbienſt- Ordnung Evangeliſche Gemeinde Sonntag, den 28. Auguſt 1931. Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe St. Peter- und Paulskirche Feudenheim:.30 91. Beichte; 7 und.15 hl. Kommunion;.30 Kommunion⸗Singmeſſe⸗ .30 Hauptgottesdienſt; 11 Schülergottesdienſt; 2 Veſper. Pfarrkuratie St. Peter: 7 Frühmeſſe: ſchule. Mittwoch abend 8 Bibel⸗ u. Gebetſtunde. Donners⸗ tag mittag 4 Frauenmiſſionsverein; 8 Jugendverein. Südd. Vereinigung für Evangeliſativn und Gemeinſchafts⸗ pflege(Landeskirchl. Gemeinſchaft), Lindenhofſtraße 34. Sonntag abend 8 Evangeliſationsverſammlung.— Mon⸗ tag abend 8 Frauenſtunde.— Mittwoch abend 8 Bibel⸗ e Wochengottesdienſt. Trinitatiskirche: Mittwoch vorm. 7 Morgenandacht. Vereinigte evangeliſche Gemeinſchaften Evangl. Verein für innere Miſſion A.., Stamitzſtraße 15 (Inſpektor Stöckle): Sonntag 8 Verſammlung. Donners⸗ 6 Beichtgelegenheit; 7 Fr 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt mit Predigt; 11.00 Singmeſſe mit Predigt;.30 Veſper. 85 .30 Früh⸗ 5 0 are! Virar Mit: 0 Nas! E N: 0 5 5 Allaliskirche. F 10 90 Predigt, tag.15 Bibelſtunde.— K 2. 10(Stadtmiſſionar Keidel): ſtunde.— Jugendbund für E.., a) jg. Männer: Diens⸗ Liebfrauenkirche: Von 6 an Beichtgelegenheit;.90 1 Hlkar Mill; 11.15 Kinde gottes ſt, Vikar Schumacher. Sonnntag 8 Verſammlung. Dienstag 8 C. V. j.., tag abend.15; b) junge Mädchen: Sonntag nachm. 4 und meſſe; 8 Singmeſſe:.90 Predigt und Amt; 11 Singmeſſe unlordienkirche: 10 Predigt, Kirchenrat Maler: 11 Kinder⸗ Donnerstag.15 Bibelſtunde.— Schwetzingerſtraße 90 Donnerstag abend 8.— Neckarſtadt, Holzbauerſtraße 7: mit Predigt; 2,30 Andacht zur hl. Familie. richt oltesdienſt, Vikar Schölch, 6 Predigt, Vikar Dr. Barner.(Stadtmiſſionar Olpp): Donnerstag.15 Bibelſtunde.— Donnerstag nachm. 3 Frauenſtunde. 5 Kath. Bürgerſpital:.30 Singmeſſe. 5 kek: 8 Predigt, Vikar Dr. Barner; 10 Predigt, Neckarau, Fiſcherſtraße Nr. 31(Stadtmiſſionar Welk): Blaukreuzverein Mannheim J. Meerfeldſtr. 44. Sonntag Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe u. Beicht⸗ u den lt. Dr. Hoff; 11.15 Kindergottesdienſt, Pfr. Dr. Hoff. Sonntag 3 Uhr Verſammlung. Dienstag.15 Bibel⸗ vorm. 11 Hoffnungsbund Gärtnerſtr. 17; abends 8 Blau⸗ 5 gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 teiger] ge, Otheim: 40 Predigt, Vikar Dr. Barner; 11 Kinder⸗ ſtunde. Rheinau, Dänisch. Fiſch: Sonntag 3 Verſamm⸗ kreuzverſammlung Gärtnerſtr. 17. Meerfeldſtr. 44, Hth. Predigt und Amt; 11.00 Kindergottesdienſt; abends.80 Hopfen ollebdienſt, Vikar Dr. Barner. 3 lung. Mittwoch.15. Bibelſtunde.— Belleuſtraße 52: Montag abend 8 Bibel⸗ u. Gebetſtunde. Mittwoch mittag 4 Andacht zur hl. Familie.. möelk gechenskirche:.50 Predigt, Vikar Schweikhart; 10.45 Kin⸗ Singe 8 Verſammlung. Freitag.15 Bibelſtunde.— Hoffnungsbund für Kinder; abds. 8 Blaukreuzverſamm⸗ St. Bonifalinskirche: 6 Frühmeſſe und Beichtgelegenheit; 0 betgottesdienſt, Vikar Schweikhart. 5 Pfingſtberg, Herrenſand 42: Donnerstag alle 14 Tage.15 lung. Samstag abend 8 Jungmännerkreis. 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt mit bezahlt banniskirche: 10 Predigt, Pfarrer Joeſt, 11.15 Kinder⸗ See— Sandhofen, Kinderſchule: Sonntag.00 Die Heilsarmee, O 1. 15. Sonntag vorm..30 Heiligungs. Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm..30 Andacht 1 wöttesdienſt, Pfarrer Joeſt. Sandhofen Verſammlung;.00 Luzenberg Verſammlung. verſammlung; Sonntag u. Mittwoch 8 Heilsverſammlg.; zur hl. Familie. 10 Predigt, Pfarrverwalter Lic. Mülhaupt; Dienstag.15 Waldhof, Mittwoch.15 Sandhofen, Frei⸗ Freitag 8 Heiligungs⸗Verſammlung. Sonntagsſchulen: St. Paul:.15 und 11 Singmeſſe mit Predigt. f 45 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe; 15 00 1 0 gulherkirche: 5 Sonntag 11 u..30: Mittwoch 5: Donnerst. 4 Liebesbund. Pfarrei Mannheim Neckarau: r Land 1115 Kindergottesdienſt, Pfarrverwalter Lic. Mülhaupt. tag,.00 Luzenberg Bibelſtunde.— Feudenheim, untere en dit klauchthonkirche: 10 Predigt, Vikar Hoeniger; 11 Kinder⸗ e Sonntag 8 und Dienstag 8 Bibelſtunde.— Methodiſten⸗ Gemeinde.30 Amt; 11 Singmeſſe mit Predigt; 2 Andacht. te jn bollesdienſt,. 2 a 5 Nulertal, Gemeindehaus: Sonntag 8 Verſammlung.— Eben⸗Ezer⸗Kapelle, Augartenſtr. 26. Sonntag vorm..30 St. Franziskuskirche Waldhof: 6 Beichte; 7 Kommunion⸗ en auf es Städt. Krankenhaus:.30 abends Predigt, Vikar Junge Veranſtaltungen(Sonntagsſchulen, C. V. j.., Predigtgottesdienſt, Thema: Eine zeſtgemäße Mahnung, meſſe mit Frühpredigt;.15 Amt u. Predigt in b. Kapelle hopfen, Schweikhart. 0 Predigt, pf 2 5 ee ſind bei jeder Station zu erfahren. Prediger K. Hirtz; 11 Sonntagsſchule; abends 8 Jugend⸗ der Spiegelfabrik;.30 Predigt u. Amt; 11 Singmeſſe u. leine Naloniſſenhaus: 1930 redigt, ee ee Landeskirchliche Gemeinſchaft„Bethesda ⸗ Heim“, L 11. 4. bund.— Mittwoch abend 8 Bibel⸗ und Gebetſtunde, Be⸗ Homilie in der Kapelle der Spiegelfabrik; 2 Veſper;.30 endenheim:.30 Predigtgottesdienſt, Pfarrer Mutſchler. Sonntag 10 Kinderſtunde; 4 Jugendverein; abends.00 trachtung des Philipperbriefes. 5 Sonntagsabendandacht mit Segen. Gemiſchte Verſammlung, Herr Pfarrer Becker. Dienstag St. Laurentiuskirche Käfertal:.30 Beichte u. Austeilung der hl. Kommunion;.15 Kommunion; 9 Predigt u. Amt; erkaußß 1 5 40 5 esdienſt, Vi N 85 1 8 5 Fiertal: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Reich; 11.15 Kinder⸗ Katholiſche Gemeinde tauern sdienſt, Vikar Reich. abend 8 Mä rſtunde i 8 0 e b llesdienſt, Vikar. 5. ännerſtunde. Mittwoch abend 8 Gebetſtunde. S er Be, ſuhävski ckarau: 10 Predigt, P 7 5 Freit 8 G F. Sonntag, den 23. Auguſt 1931. S„ 775 50 4 Merledienſ, F 5 Oſterſeaße Jh, s Evangeliſations Vortrag Pfingſtberg, Obere Pfarrei(Jeſuftenkirchef: 5 Früßmeſſe von.00 an„%. See b gel indehaus Speyererſtr. 28:.30 Predigt, Pfr. Maurer: Verein für Jugendpflege„Haus Salem“ n 5 Beichtgelegenheit: 6 hl. Meſſe;.45 hl. Meſſe;.30 Sing⸗ St. Bartholomäuspfarrkirche Sandhofen:.90 Beichte. 70 15 3 690 Predigt, Pfarrer Vath. Sonntag 2 Sonntagsſchule; 3 nun meſſe;.30 Singmeſſe;.30 Hauptgottesdienſt mit Predigt Fest 5100 en 0 died u e 85 l ottesdienſt Birar Schi in fi 2 5: 8 und Amt; 11 hl. Meſſe mit Predigt; nachm..30 Veſper. Predigt und Kommunion: redigt und Amt;.30 An⸗ 0 en:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Schmidt; 11.00 ein für junge Mädchen; 8.5— 85 g. l gt: nachm..90 Veſp 5 effiaften Drelfaktiakei n e ſur Knaben, Vikar Schmidt; 11.90 Kinder⸗ Dienstag 8 5 8 8 St. Sebaſtianuskirche(Untere Pfarrei): 6 Frühmeſſe und dacht zur allerheiligſten Dreifaltigkeit lagen lebdienſt, Vikar Schmidt. Almenhof, Streuberſtr. 46 Mit 8 g. Beginn der Beichtgelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe; St. Antoninuskirche Rheinau:.30 hl. Beichte;.30 Früh⸗ 0 diz bealein.80 Hauptgottesdienſt, Vikar Ebding; 12.30 Donnerstag 5 nenn 8 Blanes duerſamtln JJJJJ%%%%%%%%. J e Vt Aunbergottesdienſt, Vikar Ebding; 1 Chriſtenlehre für Baptiſten⸗Gemeinde Mannheim Max eee Hffentlicher Bed aun e bung der f Len ben pflückt e Mädchen, Vikar Ebding..= 8 f 5 5„ 2* ph Straße 12. öffentlicher Bedrängnis. heimer Station):.30 Spendung der hl. Kommunion, da⸗ gates Weldbof:.30 Hauptgottesdienſt, Pfr. Clor⸗ machn 2 255.50 Gotzesdtenſt: 11 Sonntagsſchule.] Neues Thereſien Krankenhaus:.15 bl. Meſſe; 8 Sing⸗ nach Beichtgelegenheit; 8,15 nochmals Spendung der hl. 10 der kann; 10.45 ee. Clormann. Gebetſtunde n nd 5 Heilig⸗Geiſt irg Frühmeſſe; von 6 an Beichtgelegen n, Dit 1.30 Hauptgottesdienſt, Pfr. rx: 10.45 Ki. 0 5 5 9 5 N 8 f i 8 5 2. 1 i S irche , abkt 9 Flarrer Marx. ars; 105 Kinder„ U 3. 23. Sonntag.30 und 4 heit; 7 hl. Meſſe, 8 Deutſche Singmeſſe mit Predigt;.30 Ali⸗Katholiſche Gemeinde(Schloßkirche) d die 5 ſt, Prediger Sautter; 10.45 Sonntags- Amt mit Predigt; 11 hl. Meſſe;.30 Veſper. Sonntag vormittag 10 Deutſches Amt mit Predigt. zielten————————.— 5 0 — Det— 5 n mme 44 2 1 N 5 5 85 8 3 N 8 7 80 8 3 r Offene Stellen[ Vermietungen 5 5 1 Auverlässige Stenotypistin Zu vermieten: Krank Sol 17 4 lt. Untern. a. Platze geſucht,(Verlan immer- 2 U utereſſeneiniage A Dausend en 2 Zimmer Wohnungen 2 f. 50 54 1 Eichert] Eintritt ſofort. Dauerſt. Genaue Aus⸗ in Käfertal, Neckarſtadt⸗Oſt und Waldhof, 1 5 Theungen unt, L Il 35 an die Geſchſt. 48884 3 Zimmer-Wohnungen zu R. 70— 83 ö 0 ö 1 uk ent 8 5 n. 1 5— m Erlenhof, Neckarſtadt⸗Oſt, ſowie in der Oſt⸗. il, in Ber ſucht Reben⸗Ver⸗ 5 i 5 5 ſtändtz dient? Die Organi⸗ Stellen desuche ſtabt Getztere Wohnung zu R. 135.—), Die Apotheke der Natux liefert beſte, natürlichſte Mittel, e eee vorzubeugen und e 55 Kung 4 Zimmer-Wohnungen 21 H. 108— 116 auch ee 0 f zu beſeitigen, ſogar bei veralteten Leiden, wo völlige e nur gerbandez). Rund⸗ 72707 5 f 2 7 N N wer möglich, wenigſtens Linderung zu ſchaffen und lebensverlängernd zu wirken. ere 0 7 V. Ge⸗ 2 5 5 ing eden Thüringerin 11 Erlenhof und Zl. 160 175 Darum zuriick Zur Naſfur! de⸗ lugt lücht, redegew. in allen Hausarb. be⸗„an der Rich.⸗Wagnerſtr. etzt. mit Zentralhekz.) Dies ſollte die Parole eines jeden Menſchen ſein, der ſeine Geſundheit liebt, denn nur er⸗ gate Wecker n. wandert, ſucht Stella. Fepſſer kinen Laden hei der Kunststraße. durch die Natur kann der Natur geholfen werden. kberiunen, geg, at. Angeb. unter L 0 37 Gemeinnützige Baugeſellſchaft Mannheim Eir 1 Dflan-ROh aAflKku e ee weng an die Geschäftsstelle m. b.., N 2. 3. 11440 D 2 8 + un B vom, 912, nachm. dſs. Blattes. 48896 5 5 mit Philippsburger Herberle-Pflenzen-Rohsäffen n Ver.-5 Uhr im Büro d 2 Zimmer 5 Wohnun 2 bietet hierzu beſte Gelegenheit. Unſere Herbaria⸗Gemüſe⸗ und Heilpflanzen Rohfſäfte ſind wirkliche nder ernsleitg 9 9 9* alen Bt 7 1 a dr f 15 den friſchen e 5 auf Fh 11 Veiter wodurch 5 ul⸗ 8. R. E 3, 3. 1 Tr.,;. 5 771 1 73 wertvollen Vitamine, Nährſalze und ſonſtigen eilſtoffe der friſchen Pflanzen voll erhalten bleiben und daher viel heilkrä tiger als ab⸗ . Tel 27 88. 5 6186 Mädchen Mäberes Wale rae Aus dun der b 4 gekochte u. mit Alkohol extrahierte Säfte u. Extrakte ſind. Wir ſtellen alle bekannten Heilpflanzen⸗ u. Gemüſe⸗Rohſäfte her, unter anderen: 1 f 5 75900 v. Lande, 18 J. alt, mann, zwiſchen—6 Uhr. 11 492 Birkensaft: Wirkt blutreinigend, ſtark harntreibend, ſcheidet die Löwenzahnsaft: Iſt bekannt als ein ſehr wirkſames Frühjahrs⸗ i 05 elenung ſucht auf 1. 9. Stelle l Harnſäure durch den Urin aus, daher vorzüglich bei Harnſäure⸗ Blutreinigungsmittel und leiſtet ferner gute Dienſte bei Leber⸗ 1 bsderobe ſof zu kl. Jam Anged. 0. 6 0 4 9 Rheuma, Ischias, Gelenkſchwellungen, Nieren⸗ leiden, Gelbſucht und Gallenleiden. Originalflaſche.75 R. gegen gel, Adr. in d. Geſch,! u M F 12 an d. Geſch Immer Un UC 2 B ben und daraus 9 ae Orig ⸗Fl..75 R. Meerrettiehsaft: Wird mit Erfolg bei allen Harnſäurekrank⸗ u ſehe 5—: 5 Nabkesend be den. nen 92 7 Ae heiten(Gicht, Rheuma, Ischias uſw.) angewendet, auch bei Dia⸗ m n 5. Schei 957.„beſitzt hohen Eiſen⸗ u. ſonſtigen Nährſalzgehalt, leiſtet betes( kheit) ſeh fehlens t. 8 Immobilien ff ù T!.,, bp, 8 8 8 5 r 27„ if n auf chemiſchem Wege hergeſtellten Eiſenpräparaten vor⸗ ö 5 an die Hecht dieſes Blattes.*8842 1 0 Originalflaſche.75 R 1 Salbeisaft: Verhindert übermäßige cen 5 1 reits 5 1 a An Enzlansaft: Seit altersher als Hausmittel bei Magenleiden, und Schleim, iſt daher gegen die ſchmächenden Nachtſchwelße egen Grundstück 1 Zimmer Inne Küche Appetitloſigkeit, Verdauungsſchwäche zur Verbeſſerung der ſehr wirkſam, ferner bei Katarrhen, Influenza, Halsentzün⸗ en, 5 5 f i 5 Magenſäfte, Unterſtützung der Magenkätigkeit, Stärkung der dungen, lockerem Zahnfleiſch. Originalflaſche.75.. rungen Aten oder Acker, in Mannheim od. Umgebung ſofbrt zu vermieten. Näheres: f Nerven, als Blutreinigungsmittel und Mittel gegen Bleich⸗ Schafgarbensaft: Ausgezeichnete Wirkung auf das Blutgefäß⸗ F Ab kaufen geſucht. Angebote mit Preis u. Lage 8881 de des e, Pd 18, 2 Treppen. ſucht, Blutarmut und Würmer. Originalflaſche.— R. Syſtem, bringt bei Arterienverkalkung, Blutandrang zum Kopf „Gus, An, K p 1g an die Geſchäftsſt. dſs. Bl. 877. Waldh ſſt 8,1 Tr. 2 Schön hel 1 Huflattigsaft: Iſt ein uraltes Mittel zur Reinigung der At⸗ und Herz ſowie bei Begleiterſcheinungen der Wechſeljahre der 1 g 2 Ech e 2 75 8050 2 Tum. on fr.. 9 5 ſchleimlöſend, auswurffördernd. Als Mittel Frau und auch bei Hämorrhoiden e 4 1275 en ke Such f 1 Sehr ge 9 0 4 gegen Bruſt⸗ und Lungenleiden, Huſten und Verſchleimungen a riginalflaſche.75 R. an bet a cWonnnaus lt l. Läden immer a 55 8 8 e vorzüglich geeignet. 5 Flasche.75 N. Zinnkrautsaft: Führt dem Körper die zur Verkalkung und 11 1 liebſten Seckenheimerſtr. od. ſonſt. el. Licht 128 2 776 Jobanniskrautsatt: Beruhigt und kräftigt das ganze Nerven⸗ Vernarbung tuberkulbſer Krankheitsherde erforderlichen pflanz⸗ ien 17 8 1 1 8 Erbitte Angeb unt. L 0 164] levtl.) Zim.) Diele, zu vermieten, Her⸗ ſyſtem, gibt geſunden Schlaf und beſeitigt Neryoſität, nervöſe lichen Kalkfalze und Kieſelſäure zu, daher bei tuberk. Lungen⸗ e d eſchäftsſtelle dieſes Blattes. 11 652 Bad. Küche. Speiſek. richtungskoſten müff Kopfſchmerzen, Krämpfe, Unruhe und e 15 leiden ſehr wirkſam, auch bei Blaſen⸗ und eee 17 üſſt. 1 ˖ I 5 Terkaſſe etc zu verm. übernommen werden. e Wee ee ch 9 0 Thboner. Bi 5. Setzt den Blutd i i i ezei Mi 1 f at fon ausfell II Wirkl. ſchöne, ſonnig. 7 9 8 0 5 Knoblauchsaff: ee e e e e eee g e 1 ee mit 5 Zimmer, 3 e 5 Nieren-, Blaſen⸗, Gallen⸗ und Leberleiden, Gicht, Rheuma und Diabetes(Zuckerkrankheit). Flaſche.— RJ. Kur 10 Fl. 18.— R. A. g 8 1 12 85 8 8. W d. 2 2 4 112 9 2 2 4 1 14k E 1 5 1125 lung 6000 5 5. 8 Bad u. all. Zub., ev. f a derbaria⸗Gemüſe⸗ und Heilpflanzen⸗Rohſäfte ſind in allen einſchlägigen Geſchäften erhältlich und können aber, wenn nicht vorrätig, auch ſechs 4 Karch, Immobilien⸗Büro in Feuden heim, m. Etagenh., preisw. Kunststrasse von uns direkt bezogen werden. Spezial⸗Broſchüre koſtenlos.— Man verlange ausdrücklich Her baria⸗ Säfte! 1 bee. Fe det n bene„ enen ER BARIA-EKNNUTER PARADIES, Philippsb 581 Gad a rm.— n m en) fl 15 2 Aufeld. u, Angelſtr.[ Zimmer e* P= Urg 8. 0 2 en) 5 Eee Nr. 180.(-8 Min. Erhältlich in den meisten Drogerien. In Mannheim bestimmt: Storshen-Drogerle, H 1. 16, Schloß-Drogerie, L. 10, 6 il. 1 ee v. Halteſt. Friedrichſtr.).1. Okt. z vermieten Ludwig& Schüttheim, O 4, 3 u. Friedrichspl. 19, Drogerie A. Jaeger, Mittelstraße 117, Medizinal-Drogerle Kallmann, D 1. 13 Per 1. September, nur Bahnhofsnähe Bg3096 N 2. 8, 3 Trepp. 570 8 Man beachte bitte die Schaufenster dieser Firmen un un 2 4 enfalls B Habe ſchöne geräum., a 5 5... 1190. Uroraume beſchlagnahmefreie Elegant möblierte 0 em 5 3 7 9 8 b a E 3 Zimmer-Wohnung 2 Zimmer Wonnung i Miet. 2 infu an dle Geſchäftsſtelle di e. mit eingerichtet. Bad. m. Küche zu vermiet. 5 8 ö 5 gen,. 8855 in Feudenheim, zu Prechtek, Waldparkſtr 15 eee. Jehr Schön bl. Zim. Am Waſſerturm! 48878 zu en vermieten. 18780 Nr. 19. part. B8191 of. lig a verm..„i. Qu 7. 17 b. 2 Trepp.: eue Möhere Privatschule mit Schüler- und Töchterhelm. g Bei⸗ Gesucht 5 5 K 2. 18, 1 Treppe lks. m. Schreibt. u. Chaiſe⸗ 9 Handelskurse v.-Z Ahr. Dauer, Ubungskont. Behin⸗ 2 reſſe 755 B90 74 longue per 1. 9/81 zu Sonn ſchön möbl. Jim. Mandelssehule Reaischuie bis Gbersekundareſie. 7 Gute Ver- ant. J. Eberts. Scharn⸗ 1 gol leer Zimmer 5 Win P 1 7 8 Tr p. 1. 9. zu vm. eptl. Calw drt Schmarawald eee e 1501(ere immer 0 horſtſtraße Nr. 27. 5 0 1 1. Schön möbl. Herren⸗ u 8 48852„2 Bett., Bad, Tel. 294 83 f 2 W Gegründet 1908 13. Oktober/ Prospekte durch Direktor æugel . mit Kochgel, in gut. mupt. 8 8832 zt l 3 5 f Schlafzimmer m. Bad 7 f 10 eee 0 Sanne, nge,. Senkenteim. ek an on Ag. are an Dane ob. Heeres Ain, m. Küchen, Frl. möbl. Zimmer— Rabe. 2 2 Schöne B3092 M N 19 an die Geſch. errn zu vermieten. benützg. zu vermiet. el.., ſof, zu vermiet N 5 5 i 78895 HBeethovenſtraße Nr. 5 Neckarau Angel.6, 14/15. 1 ee öhm! erase dane luce J Timmer Monnung 5 park. rechts. 105 ſtraße 70a. III. 280% 44067 1— 10 100 5 gt. Hauſe freun.] Bad u. Gartenanteil, 2 mbl. Zimmer(Wohn⸗ glei 5 f Für dle selbst- fen J. Zimmer-3 Lunmerwohnung iengen. za 0 mr e Sale her Herrn, Abl der, amen mf fell. möbl. Zimmer- er an bern. 8 betätigte m Zentrum oder Bah zu vermieten. Näher. Damen od. Che m. Kochgelegenh. ſof zu IM. Mohl. imme] mer zu verm. 8886 78 2 d 9 E Ik müſſen HZubeh. hochpart., bofsnähe Angeb 11911 in der Geſchäftsſtelle.“ Küchenben zu 0 verm. D 6,.? Tr. zu vermieten. 58838 1 0.„„ 5 1 5 1 Frie⸗ Preis unter L. N 36 3 7 lüche 88609 G 5. 10. Laden bei Strobel. B3089 8 8 5 übe Luiſeurg. bam in allen vorkommenden kaufmänn. Ar⸗ 33 ele. an die Geſchäftsſtelle ö ö 1 5 3 eiten, ſucht ſich mit 28757 PAN Ab⸗. 0 dss. Blattes. 28895 ee Aude Na kr n möbliert. 1 B3090 7 Nähe Friedrichshr.! Mk 15 9000 15 0 aut Jonnige 2 5 mit Gartengn teil, in 1 A. but möhl. Zimmer Schön mbl. ſep. Zim⸗. Kauf oder Mlete graz i Jut möhl Zimmer em lien ba gf el. L. Bad u. Tel.⸗ m. el..„ an. 8 mer zu vm. K 3. 14, au ſolidem Unternehmen aktiv zu beteiligen. neu und gesplelt. vichtig Unmer-Mohnung 5 5 ſpäter für 40 Benützg. ſof, zu vm. berufst, Dame od. H. an ſoliden Herrn zu Kaufmann. 1 Tr. Ring Evtl. Vertrauensſtellung oder guter Reiſe⸗ 5 1 1 b. 1. 9. zu mieten od. 1 855 5 1 Rheinſtr. 4. 3. Stock evtl. mit Penſ., per 1. vermieten. B31144 18885 poſten gegen Kaution. Eigener Wagen vor⸗ 1 ECR EL. 4 ugeb. unter K 3 7 555 1 5 mite 5 535 85 28725 9. zu v. P 2, 1. III. r. A 3. 9. 2. Stock. Feli ib 7 handen. Zuſchriften unter K G 5 an die 51 0 an die Geſchäftsz ugeb. unter 5 N. ö Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. aAnolager i ne dene an die Geſchaftoſtele fetsan, Bahnhofstr 3 Nabe Bahghoft Oſtſtadt-Waſſerturm! Sauber möbl. 8862 en moni. Eimer N eee eee O 2, 10, Kunstett. 1 Blattes. 58751] öſs. Blattes erbeten.— Gnt möbl. Zimmer Sehr aut möbl. 1 0 papferre-Zimmer 2 1 5 i a 1 2288—.— 3 Schreißt mer mit Zentralh., a. ö 2 2 1 77 N 232 9 nach Vermiet 3 ba 5 gt ale N 83 195 Schreibt. auf berufstät 3 8. of zu verm. Mar Waldparkſtr. 18, I. I. Kauf-Gesuche f 8 Da me 48857 5. Simetungen ab iefstTabe. 86 k 12.15. 2 Trepven, Dame au ven wer. Joſeſßraße Id. rechts Fü möhl. 2 75 f 85 es hele Zimmer als 0(Neubau): Schöne 2—derſtr. 12. b. Bernauer t Möhl. Zimmer.-Pelzmantel Sucht Priyatlehrer aan Dar 6 mac e a 6. J möbſfertes Zimmer 15 Frog. leres Zimmer] z var e 4 8 6. J. St 4, e 1995 E. 1. Se Oder Geschäftslokal mieten. f 5 612¹ b 8 5 e e 2 5 Kochgelegenh., el. Amauf. 5 6 Abr ab. 1 rn. 9275 Gr. 45 Kauft Krehs, 1 7. 1 Pe unc e Bi- Liagen en Rn 2 1 Ant Wager f 1 an 2. räul, 5d 8 Waſſerturm, beſſ möl. N 28853 01 5 1 un 1 e, e Seis ſchäſtsſtelle. 888 3 5. 5—— Sher fofor Zimmer an ſol. Herrn 15. 1 Treppe. 3 f reis unt dt an. i 3 i g. 11 fr pez 00 ft f i Schöne 2 Zim.⸗Wohng.. N 75 vermieten. B2974 5 5 but Möll. Zimmer die Geſchäftsſt. 8469 f ö—— 1 Seht geeigneter Laden erb, es] mit Ver. Gärtnerſttatze Ne, 29. Gut möbliertes Zimmer ſof. od. 1. Septhr. zu Tn 790 . be deut zwischen Markte u Paradeplag, ante. Bode visäpis, bei Mendel. 8773 Hut möbl. Zimmer Stetten, r ee, Füllofen f Stellungsuchende beklagen sich bei 155 L ben bi 10 gun dermieten. Angebote aun 909 1 Akan i reibt ff(eindenbeff 8 78864 1 Rr. 18/20. gut erhalten kauft uns immer wieder darüber, daß sie 10 e Geſchäftsſtelle dſs. Bl.—50 1 8 175 15 5 5 Schön möbl. Zimmer e. 15 8 8 Gehrig. Zielſtraße 5. die Anlagen zu ihren Bewerbungen dieſes 0 0 fl* Miete 60 Mk., des⸗ mit 2 Bet 2 boldtſtr 9, part. lks. gut Mühl 2 U 5 o 1 lei 5 let etten ſof. zu 7 Ohl. Limmer Hübſch möbl. Zimmer 0 1 15 e 0 1 0 Timmer-Wonnung 90 Me. Age 9 8 2877 3 Treyp.. mit 2 Betten per ſof 5 8 gut. Penſ. zu Automarkt 1 Zeugnisse, Phokographien 5 kepp. hoch, mit Di a' M5 179 an die Geſch. 5 Nächſt Nähe Bahnhof zu vermieten. 78867„ zu v. Häusgen. 1 r g. Zubehör, e ene e 6179 Beſſ. Schlafſtelle. wöchtl Schloß—Rheinbr. in gt. K 3. 28. 2 Tr. rechts Friedrichsring Nr. 2 a Tausghe 4 pö-Opel lebenslauf 0. f 9 auch enten bof—Wafferturm, per 1. 10. 31, evtl. Sch ö 5„ m. Frühſtück, zu Hauſe ſchön mbl. Zim. g Möbliertes Zimmer gegen Motorrad erst sehr spat und trotz beigefügten ft eg ber zu vermieten. Zu erfragen bei 7 0 6. 900 om. D 4. 14, 3. St. mit el. L. v 1 0 an Pyffl. möhl. Zimmer mit 2 Beit zu verm. fecker,„ Rheinvilen puckportos olt überh 5 5 — A ugckenberger, Heinrich⸗Lanzſtraße 43.„ srichtete 8 28765 77205 95 1 52 5 5 1 Mittelſtr 20. 2 Tr.., ſtraße 12. 48818 e aupt nicht zurück- 4 U 6. 3 Zimmer 2 Wohnung 5 L. 8. 3 nks. el. Licht, bill, zu vm. am Meßplaß. 28898 e erhalten. Diese Urkunden sind für die .5 f 18, in feinem ruh, Hause 5 5 72 1 8 8 6, 7 f. 2 Trepp.: n W 1 Müller. ſföblerle 70 Geldverkehr 5 1 wertvoll und oft unersetz. n. 8 ö eck. Forſterſtr 10, fur erz 5 ell. frbl. Zimmer an 7 Ine N lich.— Wir bitten des 25 Zimmer Iarsel. Kii he beim Staatsbahnhof Gut„möbl. Zimmer berufst. ſol. Mieter lin) mit 1 5 2 19 05 T 1 Beamten⸗Darlehen ohne i b Stell Saal 0 uk 5. 2. und 4. Stock, zu vermieten. 557 1 Au 5 2 e e zu verg, H 3. 7, I. Schubert. U 6. 26. 8 5 e Rückgabe Mil- 5 5 11 6906 IMMER 3 5—— 70 erartiger Unterlagen zu veranlassen. nehin part., m. Nebenraum but möhl. Zimmer 4 f 5 f T 2. 22. 3. Stock: k. 100. , keunq! Ammer Iain önnen S e een en u e o gut mäll. Zimmer Frül. möbl. Zimmer r 51. ener e, e, de Sicher n Neue Mannheimer zeilung Aduſchließ. Y 8 N. Großmarkt, Fried⸗ 8 zu vermieten. 48831 an Herrn preiswert Eing., el.., Heiz,.] hoh. Zins geſucht Offerten Vermittlung. 8 Näheres e Keller ſofort beziehbar. richspark. Zu erfr. in wert zu vermieten. U 5 16 1 7 zu Hermieten 8878 Kochgel. ſof. zu vm. Angeb u. M D 10 an 608 10, 3. Stock, zw.—4 Uhr. 88921! der Geſchäftsſt. 61631 8095 T 6. 2. part. Uisenring 5 5. Lniſenring 45. 3 Tr. 6183 Teleph. 295 70 die Geſchäftsſt. 58865 Nummer 385 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag,? 22. 1 1991 Renate Das Liebeslied) Begtun: Wo.00..00, 80.15..25. Letzte spieltage 1 Müller die reizvolle„Privatsekretärin“ Gustav Erblch er 3 Lump“ ir „Schön 0 1 ſſal 1 ſiobsk 2 Ein Tonfilm voll Sonne, Blumen, Sehnsucht und Liebe Großes Belprogramm! .00..25 Uhr .25. n .325 Uhr Vora Montag, abend Fritz-Lan Kirchweih in Fandhofen Am 23. und 24. Augusti Premiere des ersten Ein grandioses Werk a. d. Geschichte d. Verbrechen 24. August 1931 8.30 Uhr -Ton- Filmes Folgende Gaststätten empfehlen sich: Peter Wittner Jakob Umstätter Adam Schnell Philipp Kress Maichle Lokal„Zur Sonne“ „Lokal „Lokal„Zum Feldschlössel““ „Lokal„um goldnen Hirsch“ „Lokal„Zum Gambrinus“ 11692 Al IAU 185 ee sse Ie eee IAA 11 se Nur noch heute und morgen! Aus dem Seemannsleben: Schmugglerschiff Seepellzel- Der Kampf mit den Elementen in Bild und Ton: Stüfmison die Macht Außerdem: „kin rolex Genlleman“ Wild-West im Rassenkampf Vorzugskarten gelten! Beginn: Wo.00.80.00 80.00.25.00.0 Flutlenk sein, wenn die Veilchen binn. Die afrikanische Landschaft in ihrer Wildheit, N 88 RO 1 i 0 Letzte Spieltage! Franz Baumann der bekannte und beliebte Rundfunk Tenor singt in: m ö 771 ag (Sag ja i ihrer exotischen Schönheit und ihrem zauberhaften Reiz: PORI Im Bann des Urwalds, Wo. 3,00,.30,.00 Uhr S0..00,.28, J, 00,.25 Uhr Beginn: Lerni modern 15— Ianzen! Tanzschule. Das Institut von internationalem Ruf N 7. 8 Tel. 23006 Neue Kurse beginnen am 1. und 15. Sept. Einzelunterricht jederzeit. Einſtieg Anita Maria Sbetas bruce durch den ſehenswerten Neckarkanal bis Hei⸗ delberg⸗Ziegelhauſen. Sonntag, 23. Auguſt Abf..45. Hin u. zurück nur M..20. Mitt⸗ woch 26. Aug. Worms. Sonderpreis nur 80 Pfg. Abfahrt 2 Uhr. Kinder die Hälfte. Reiss, Telephon 514 48 Kirchweih in Neckarau.& Gasthaus„Zum Prinz Friedrich“ Neckarau, Fischerstraße 19. Tel. 486 78. Halte meine Lokalitäten über die Kirchweihe Jam Sonntag, 28. u. Montag 24. August auf das beste empfohlen. Reine Pfälzer Weine. Prima Bler aus der Bierbrauerei Durlacher Ab heute wie alljährlich, selbstgekelterten sSugenapfelmost im Ausschank und Verkauf über die Straße. Täglich frisch Gasthaus Hack 11682 Seckenheimerstr. 56 HEUTE LANGE NACHT WuübfsSTRDncen- B 5. 8856 Tpark Cats Haallass Heidelberg Samstag abend 8 Uhr EGesellschaftstanz Feng im Schloß Naturalienkabinett aner Fuge Unentgeltlieh geöffnet: Mittwochs 3— 3 Uhr —1 und-3 Uhr AS HoLUNGS-REISEN kann heute nicht jeder machen VoLL-LEI FERIEN. soll aber jeder sein. mit„Scheœnenbergers“ Kur- und U naturreines Pflanzenblut ohne chemischen Zusatz. — STUN GSEFAHIG Machen Sie gu H AUs⸗ t e und b N* Reformhaus Urania, Heinrich 5 Qu 3, 20 Reformhaus Albers& Cie., Reformhaus Neckarstadt Paul Gansler, Kleiststraße 10 Reformhaus Walter, Feudenheim, 1 121 Bei Nervosität u. Schlaflosigkeit: Johanniskrautsaft 0 Bei Magen- und Darmstörungen: Wermut. u. Enziansalt 1 Bei Arterien verkalkung. hohem Blutdruck: Knoblauchsatt N. Bei Lungenschwäche: Zinnkraut-, Spitzwegerich-, nul.** Iattich- und Möhrensaft Bei Zuckerkrankheit: Bohnensaft erhältlich: E 2 Heute Samstag abend Spielt Mannheim's führendes Funk- Tanzorchester 1 zum Gesellschafts- Tanz im FRIEDRICHSPARR Führerscheine für ſämtliche Klaſſen, mäßige Preiſe, erſt⸗ klaſſige Ausbildung. Jungbuſch⸗Großgarage Walter Schwenger J 6, 13/17, Tel. 330 55 u. 529 00. S479 friedrichtpart Sonntag 2 Konzerte 2 Für den Umbau des Aufnahmegebäudes in Schwetzingen ſollen die Maurer⸗ und Beton⸗, Zimmer⸗ Verputz⸗, In⸗ ſtallations⸗, Platten-, Schreiner⸗, Schloſſer⸗, Tapezier⸗ Maler⸗ und Tüncherarbeiten, ſowie kettbodenbelag vergeben werden. Pläne u. Be⸗ dingnisheft können auf dem Geſchäftszimmer Trägerlieferung u. Par⸗ Valentin Schenkel David Neu Friedrich Scherb. Jakob Rut: Johann Kirsch(Janz) Peter Schäfer Jakob Schmelzer. J. Roth „Lokal Lokal Lokal Lokal „Zum Wiener Hofs „um Waldhorn““ „Zum Prinz Max“ „um Pfälzer Nef“ „um Durlacher Hof““ „ur Relechspost““ z Deutsches Haus“ „Lokal„zu den vier Jahreszeiten“ Lokal Bahnhofs wirtschaft Lokal of. ess Alle Sorten Geflügel zu Tagespreisen. Reelle Preise. Wilhelm Geörg u. Frau. Sonntags 11 der Bahnmeiſterei Schwetzingen eingeſehen werden. Daſelbſt auch „Zur Traube“ (neu renoviert) Neckarauersiraße 37 gegenüber der Feuerwache ll Dalbergstr. 3 Kaffee Weller das Familienkaffee der Weststadt Im Ausschank hervorragender Abgabe der Angebots⸗ vordrucke, ſoweit Vorrat reicht. Angebote ſind verſchloſſen, poſtfrei mit entſprechender Auf⸗ ſchrift bis zum Eröff⸗ nungstermin am 1. September 1931, 10 Uhr (Luisenring) Joh. Tobias Schenkel Lokal„um Rebstock“! Ia. warme und kalte Küche ee Wein- 4½% Lite Pfennig bei unterzeichnet Dienſt⸗ g e an 1 mu n Kirchweihspezialitäten Wild und Geflügel Der weiteste Weg lohnt sich aa e akob klerbel Fokal rum sehutzenne Ia. naturreine Weine.— Bürgerbräu. a 3 Mannheim, 14. 8. 1981. Georg Gaa(Tanz) Lokal„Zum Adler“ Es ladet öff., ein 8914 deden Samstag Palzelstundeterlängerung Reichsbahnbetriebsamt a i August Kuhm u. Famille. Maunheim 2. 6075 Verkaufe„ 7 ö 5 1 Revisionen Vonder Reise zuruck Sellene Gelegennelt! 1 Soflafzimmer Bes g Hochelegantes, wenig gebrauchtes 18841 felt 1 8 5 Hr. Hebungen Dr. med. A. Schneider iertotlette, m. r. Mahagoni-Sdialziimmer. Sen e ele Steuerberatung Rach. Wagners. 37 el. 45505 kompl. mit Röſten, umſtändehalber zu ſpottbillig. gantes Modell, aus d. Preiſe abzugeben. I 7. 15, 1 Treppe links. Jahre 1929, ſchwere 8 9192 1 i 55 82 N 9 8 arbeit. Wir geben das Colol eat ue Cu Hul ee 0 An Amtliche Bekanntmachungen IMassenschrank, Theke 1 Handwagen, 1 Dezimalwaage, flegale Angebote unter L. G 30 an billig zu verkaufen. die Geſchäftsſtelle dieſes unter dem Verkaufs⸗ preis ab. Wer ein ge⸗ diegenes Schlafzim⸗ mer von bleih. Wert zu ſchätzen weiß. nütze la. Geschäft zu verkauf. Branche⸗ kenntniſſe nicht erf. RM. 1200.— Kapital geſichert. Angeb. unt. L U 44 a. d. Geſchſt. 8850 Mahagoni preiswert zu verkaufen. 8805 Schmidt⸗Eiſener Waldparkdamm Z. IV Motorrad(DKW) führerſch.⸗r. ſof. bill. zu verkauf. Kienzler. heim Ziethenſtr. 36 B 3123 Motorrad* 8847 modern, aut erh., Ia. Mot., ca. 850 cem, Pr. Mk. 180. Käfertgler⸗ ſtraße 29, Ritter. Wegen Wegzug zu verkaufen:*8775 Speisezimmer kompl., dunkel eiche, Perser, 3 mal 4 m Standuhr, Steplamme, Bronze Junk. gasbadeofen Blattes. 8820 die außerordentlich 5 günſtige Gelegenheit. Schlafzimmer in eh i de beim Friedrichspark 85 RM koſtet nach⸗(kein Laden). S472 ſtehend, kompl. Zim⸗ 10 5 Es iſt natürlich! Neue eichene nicht leicht, für 85.— f ein kon. Sin mer, Söffafzimmer wenn es auch ge⸗ von R. 350.— an, braucht iſt, heraus⸗ Neue Küchen von R/. zubekommen. vor all. 205.— an. 5847 Eßzimmer. Eiche und Nußb. f. R. 480.— Schreibtiſche R. 85.— Herrnzimmertiſche 45, aber, weil wir Ihnen ein Zimmer liefern wollen, das von uns nochmals nachgeſehen wird, u. Ihnen noch Schreibtiſchſeſſel 15, viele Jahre Dienſte Standuhr 120. tun wird, ganz be⸗ Kaſſenſchrank 60 ſonders, wenn es wie Faſt neue Eis⸗ das fetzige aus 1 2⸗ schränke 4 70 Waſchtiſch m Marmor u. Spiegel R/ 45.— Nachttiſch.—. Tiſch R..— u. v, andere mehr zu verkaufen Versteigerungs- und * Veimittungsdöro m. b. l. i. 1, Grünes Haus 5847 tür. echt nußbaumpol. Schrank beſteht. 2 echt nußbaumpol, ſchweren Bettſtellen. 2 Nachtt., in der Farbe genau dazu paſſend, 1 Waſch⸗ tiſch, ebenſo dazu paſſ. u. 2 Stühlen. Braut⸗ paare wollen ſich ein⸗ mal überlegen, ob es nicht beſſer iſt, ein 5 Schlafzim, 1 RMk. Wohimu 85.— gegen Kaſſe zu kaufen, als ſich in Apparal ein Abſchlaasgeſchäft mit Zubehör, tadellos. einzulaſſen. das ſie gut, billia zu ver ⸗ dann viell. nicht er- kaufen.* 8790 füllen können. Be. Ruf Lenauſtr. 16. ſichtigen 9 einmal* ganz unverbindl. ds. 5 N 6 Zimmer. S254 2 LI. Er Landes. Manuheim⸗ Lindenhof. Bellenſtr. 2 (Alte Oelfabrik) fabrikneu, werden zu Spottpreiſen direkt an Privat abgegeben. faſt neu. Waldpark⸗ direkt hint. Hauptbhſ. K 3. 2 interhans ſtraße 3, IV. rechts. Durchgehend geöffnet eee von—7 Uhr 5688 BGelegenſteltskauf! Mehrere Schlafzim⸗ mer, ſchwere Quali⸗ tät, in Birke, kaukaſ Nußbaum u. Mahas goni, hochgl. pol, weit unter d. Selbſtkoſten⸗ prels zu verkaufen. Grünfeld Uu 4. 7 6143 1 einfach. groß. Bitfett m. Kredenz u. Bücher⸗ ſchrank, 1 Vertiko bil⸗ lig zu derk. Secken⸗ .- U. Dam.-Fahrrad ganz neu, ſehr billig, gut erh. 25 u. 28. E. Meiſel, 80 25 255 III Farina Continental, faſt neu, Ratio 4 Röhr. Netzgerät m. Lautſpr. billigſt zu vk. Waldparkſtr. 37. II. I. 3106 Nansen bag ate heimerſtr. 36 parterre 6181 billig abzugeb 8870 mit Etui. zu. Gehr. G 2. 22. 1878 g. 8 8 Dackel! 85 ſchön gelb. Dis,.⸗ u. Knabenrad 12 J. a. Dackel bill. billig abzugeb. 8899 N A. Ritter, Schwetzingerſtr. 134, Geibelſtr 21. b. der Maſchinenhandlung Uhlandſchule. 86690 ddr adelboot 4 Mann heim, M5, 7 Telephon 296 10/296 11 1 Verkäufe Nähmaschine verſenkbar, wie neu, ſpottbill zu verkauf. Victoria. H 3, 2. *8745 Nußbaum polierten Kleiderschrank ſehr billig abzugeben. M. Lauber. F 3, 7. * 8895 2⸗Sitz., in gut. Zu⸗ ſtand, für 40 Mk. zu verkaufen.* 8785 Heinrich⸗Lanzſtraße Nr. 37/39, I. rechts Näumungs-Ausverzaut Ia. Kammgarn⸗Auzüge Kein Stück über 45, 18889 Lutz. P 2, 2. Schuhe habe ich einen Poſten in Zahlung nehmen müſſen u. verk., ſolche zu jedem annehmbar. Preis. Waldhofſtr. 132 1 Tr. rechts. 9110 Trennwand mit Tür u. Verglaſg. 8 m lg. u. 1 el. Stromzähler b. zu verk. 3. 18. Hof 28815 Gut erhaltener Kinder⸗ Kaſtenwagen, in hell⸗ beige, billig zu verk. b. Egner. Friedrichs⸗ felderſtr. 58. Hinths. *8801 Kinderwagen z. Sitzen u. Liegen, aus at. Hauſe preis⸗ 8 zu verkf. 48853 Zu erfr in der Geſch Tucht-Nerze zu verkaufen. 8740 Edelpelztierzucht Rahn. Käfertal Bäckerweg 32. Sesumdſieit Exfrisaſmung coll Innen der Genuß eines Mineral · wassers bringen. Es ist aber durcaus nicht gleichgültig. welches Mineralwasser man krint und jedes let auc nicht jedem betommlich. Fuhren Sie in Ihrem Haushalt und verlangen Sie in den Oaststatten au- Helters- Sprudel Augusta Victoria SFelzer brunnen groß farben Oer kostlich vollmundige, anhaltend frische Ceschimack und der hohe ge- cundeitliqie Wert werden aud Sie æu einem Freunde dieser Brunnen macten Zu bestehen durch A. BALL HE, Mannheim, 8 6, I, Fernspreclier 229 1¹ NLHELMMUMLLER, Mannheim, 4, 25, Fernspr. 21636, 27⁰ PETER XINNIUS, Gmb. H, Haun eim, Perbindu, SEaπν 45 fer b, Bkernspr. S0, 96 1. 267 97 sowie duch alle Mineralwasser: amd lungen am Flatze Telephon Nr. 516 98. Hämorrheiden tonnen nachweisbar in kurzer Zeit ohne Operatlon dauernd geheilt werden. Aerzt! Sprechſt. in Mannheim Rheinhäuſferſtr. 18 Tr, jeden Montag u. Donnerstag, von bis mund von 2 dis 5 Uhr. V312 Handelsregiſtereinträge vom 20. Auguſt 1931: Bingert& Co. Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Der Geſellſchaftsvertrag iſt am 21. Juli 1931 feſtgeſtellt. Gegenſtand des für Hoch⸗, Tief⸗ und Eiſenbetonbau, ſowie die Fortführung der bisher von der Geſellſchafterin Frau Sofie Bingert Witwe unter der Firma Bingert& Co. betriebenen Gerüſtbau⸗ und Ver⸗ leihanſtalt. Das Stammkapital beträgt 20 000 RL. Dr. Auguſt Schaub in Mannheim iſt Geſchäfts⸗ führer. Kaufmann Auguſt Herrmann in Lud⸗ wigshafen a. Rh. iſt zum Einzelprokuriſten be⸗ ſtellt. Der Ingenieur Karl Englert in Mann⸗ heim und der Maurermeiſter und Ingenieur Joſef Jünger in Mannheim ſind zu Geſamt⸗ prokuriſten ſo beſtellt, daß jeder von ihnen in Gemeinſchaft mit einem andern Prokuriſten zur Zeichnung der Firma berechtigt iſt. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Die Geſellſchaf⸗ terin Firma Chriſtoph Herrmann& Sohn Geſell⸗ ſchaft mit beſchränkter Haftung in Mannheim bringt in Anrechnung auf ihre Stammeinlage folgende Sachwerte in die Geſellſchaft ein: 11000 Stgm. Gerüſtleitern im Werte von 11000 Reichsmark, 2000 Gerüſtdielen im Werte von 3000 R. 4, 1200 Abdecker im Werte von 360., 2200 Kreuz⸗ und Rückenſtreben im Werte von 480.J, ſowie weiter zum Gerüſtbau erforder⸗ liche Fenſterrohre, Schrauben und ſonſtige Gerät⸗ ſchaften im Werte von 160..— Die öffent⸗ lichen Bekanntmachungen der Geſellſchaft finden ſtatt im Deutſchen Reichsanzeiger. Geſchäfts⸗ lokal: Tatterſallſtraße 37. 90 Bad. Amtsgericht F. G. 4 Mannheim. Tafel. Silber- Bestecke Massiv, 800 gest. desgl. mit stärkster 100 Fein-Silberauflage, allergünstig- ste Preise 2. B. compl. 72 tell. Garnitur Mk. 115. mit 100er Feinsilber-Auflage. Modernste Künstlerentw.in schwerer vornehmster Ausführung. 50 Jahre Garantie auf jedes Stück. Langfristig. Raten- zählungen ohne jede Anzahlung direkt an Private. Katalog und höchste Re- ferenzen sofort kostenlos. 817 Noellers& Co., Fabr. feinster Bestecke, Sol In gen Neue Wein- u. Mostfässer aus bestem deutschen Eiebhenholz her- gestellt. garanttert fülldicht und sofort gebrauchsfertig. Er. 300 2⁰⁰ 75 100 150 5⁰ REA..30.— 11.50 14.— 18.— 828— mit Türchen zum Reinigen Ri. 2./ 50 mehr Standen sum Masten Speslalſässer für Süß most Fa f fa brik Hessental(Württbg.) 31.— der Unternehmens iſt der Betrieb eines Geſchäftes Als Einlage Herr Oberspielleſter Georg Hennecka Charakter- und Heldenbariton am Thüringer Landestheater Altenbutg Eintritt 30 Pfg. Abonn. 10 Pig. Inn * — Weinberg, p54 Samstag und Sonntag Ronzesl Preiswerte Küche 0 11698 K E LTE REI Empfehle meine modern eingerichtete Kelterel zur gefl. Benützung.— Schnellſte Bedienung.— Täglich friſch gekelterten süßen Apfelmozt, Hnfelmühie Emil Riannert H 3, 9 32855 Telephon 31585 Kinderstieiel Handarbeit 20/22.98, 18/19 15 Spangenschuhe, hell u. 50 95 mass. Verarb.. 23/26.50, Gr. 22 1 Kräftiger Rindbox-Spangen- schuh, schwarz u. braun, Quali- tätsware 31/35.95, 27/30 Rindbox- Schnürschuhe, weiß ged., Kernsohlen, 31/35.50, 27/30 5 1 e e e kräftig u. strapazierfäh,, 31/35.95, 27/80 .90 Wichsleder- Stiefel, holzgenag.•50 das Beste 31/35.30, 27030 0. Turnschuhe, Pantoffeln, Sanlalen und die vielen anderen Artikel spot billig nur im Schuhhaus 640 550 ö e See trale 39 Il furbkenlichun ler Jad Men Der Lernmittelbedarf für das II. Schulßalk⸗ jahr 1931/32 ſoll vergeben werden, und zun Schreib⸗ und Zeichenmaterialien und Maler für den Mädchenhandarbeits ⸗ Unterricht. Ver⸗ gebungstermin: Montag, den 7. September we vormittags 11 Uhr. Angebotsvordrucke und dingungen ſowie nähere Auskunft ſind 1 ſtädt. Materialamt, Mannheim, I.9, erhälllic Mannheim, den 21. Auguſt 1081. Die Pfänder vom Monat Februar 108, und zwar Lit. A Nr. 28 752 bis 31 440 Lit. B Nr. 56 844 bis 61 800 Lit. G Nr. 39 416 bis 42 470 müſſen bis ſpäteſtens Ende Auguſt 1931 ausgelöſt werden, andernfalls ſie Anfang September 1951 verſteigert werden. 92 Il. Iagüverpachtung! Am Donnerstag, den g. September 1 vormittags 10 Uhr, findet nochmals die 1 pachtung(II. Termin) der Gemeindefagd 115 den bereits bei der J. Ausſchreibung angefüht 1 Bedingungen ſtatt. Im Falle einer weiteren 7 gebnisloſigkeit findet am Donnerstag, den Sept. 1931 um die gleiche Zeit ein III. ſtatt. Wir laden zu dieſer Verſteigerung rungsliebhaber ergebenſt ein. Reilingen, den 20. Auguſt 1931. Gemeinderat: gez. Eichhorn. 5 8 Druckerei Dr. Haas, G. m. b. H. e f l. Steige, 11685 2 Ausfüntung bllligst dle 0 in bester liefert 2 Termin ö 5 2