5 eee 11072 S e e- abs Gs G- ab. pott tten und Bad tei, tnkirchen ge Luiſenſtraße 1.— Bezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unseren Geſchäfts ſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— zuzüglich Zustellgebühr.— Abholſtellen: Waldhofſtraße 6, gtonprinzenſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 13, de Ftledrichſtraße 4, Fe Hauptſtraße 63, W Oppauer Straße 8, 8 Erſcheinungsweiſe wöchentlich 12 mal. Verlag, Redaktion und Mannheimer General-Anzeiger Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗ Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil Colonelzeile; im Reklameteil RM..— Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheit beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif.— Für das Erſcheit Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephoniſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim. breite Zeile. RM.—.40 die 82 mm die 79 mm breite Mttag⸗Ausgabe In Erwartung des Arteils drahtung unſ. eigenen Vertreters g Genf, 1. September Während ſich Litwinow in einer ſogenannten Geheimſitzung des Angleichungsausſchuſſes über ſeinen wirtſchaftlichen Nichtangriffs⸗ pakt verbreitete, fanden auf der Veranda des Völkerbundspalaſtes wichtige Beſprechungen über die Zollunionfrage ſtatt. Das Mitglied der öſterreichiſchen Delegation, der ſtändige Genfer Ver⸗ lreter, Miniſter Flügel, legte dem franzöſiſchen Diplomaten Maſſigli einen Leitartikel des offi⸗ zloſen Temps“ vor, in dem dieſes Blatt erklärt, daß ſich Oeſterreich gezwungen ſehe, auf die Zoll⸗ union mit Deutſchland zu verzichten. 9 Maſſigli erwiderte, es läge nicht in der Ab⸗ ſicht der franzöſiſchen Regierung, eine ſolche Preſſion auf Oeſterreich auszuüben. Doch ging aus den weiteren Darlegungen Maſſiglis hervor, daß man eine in diplomatiſche Form gekleidete Verzichtserklärung hinſichtlich der Anſchlußfrage zu verlangen beabſichtigt. Es fand ferner eine Beſprechung Dr. Schobers kit Reichsaußenminiſter Dr. Curtius über die lͤktiſche Behandlung der Zollunionfrage ſtatt und anſchließend daran wurden noch handelspolitiſche Angelegenheiten erörtert. Da man zur Stunde noch licht genau weiß, wann das Haager Urteil Her eintreffen wird, ſo iſt es auch nicht möglich, die kübgültigen Richtlinien für die Behandlung der Zoll⸗ mionfrage feſtzulegen. Vizekanzler Schober erklärte mir, daß eine Ver⸗ kichterklärung Oeſterreichs, wie ſie offenbar von fran⸗ ihſiſcher Seite beantragt werden ſoll, nicht trag⸗ har wäre. Der Vizekanzler ſagte mir: „Es iſt ausgeſchloſſen, daß irgendeine Aterreichiſche Regierung auf ein ſolches An⸗ Aunen Frankreichs eingehen könnte. Jede Preſſion Reer Art würde die ſchwerwiegendſten Folgen zei⸗ hen“ Dr. Schober betonte, daß das von Brian d iin April 1930 gegebene Verſprechen einer franzöſi⸗ hen Mitarbeit an der wirtſchaftlichen Wiederaufrich⸗ lung Oeſterreichs nicht erfüllt worden fei. Rankreich habe zwar des öfteren weitgehende Zu⸗ lägen gemacht, aber bisher keine Auſtalten getrof⸗ e ſie, wenn auch nur in beſcheidenſtem Maße, ein⸗ dulöſen. „Eellärung der Genfer öſterreichiſchen Delegation Telegraphiſche Meldung — Genf, 1. Sept. Die öſterreichiſche Delegation hat die Agende offtzielle Verlautbarung an die amtliche Nachrichtenſtelle in Wien abgegeben: Die in dem Leitartikel des„Temps“ vom 31. August gebrachte Unterſtellung, daß zwiſchen der zufſaſung der deutſchen und öſterreichiſchen Regie⸗ zung hinſichtlich der weiteren Behandlung der Zoll⸗ lonsfrage Differenzen beſtehen, iſt eine reine Erfin dun g. Die Darſtellung der Sachlage in em Artikel widerſpricht auch dem wiederholt von ker franzöſiſchen Regierung betonten Standpunkt, ie keine finanzielle Preſſion aus⸗ Reübt habe noch ausüben würde. Schon daraus geht fror, daß die franzöſiſche Regierung dem Artikel kernſteht. Mit ſolchen Brunnen vergiftungen 15 der Beruhigung, die das Ziel aller beteiligten zunlerungen iſt, ein ſchlechter Dienſt erwieſen. Dazu dt auch die Tonart des Artikels nicht bei, in welchem der„Temp.s“ die den Franzoſen eigene Alchkeit ſo vermiſſen läßt, daß er ſich zu groben an nalworten verſteigt. Es iſt zu hoffen, daß lier ler Entaleif ung das von allen Betei⸗ u angeſtrebte Ziel erreicht werden wird. Litwinows Nichtangriffspakt drahtung unſeres eigenen Vertreters Genf, 1. Sept. Litwinowſche Nichtangriffspaktplan irtſchaftlichem Gebiet iſt einem Re⸗ 57 sausſchuß zur Prüfung überwieſen worden. zunnüows Bemühungen, ſein Projekt im Anglei⸗ a erde zur Annahme zu bringen, ſchei⸗ Der auf W aktion ſümtli üämtlicher europäiſcher Staaten vertreter. infolge der grundſätzlichen Einwendungen a Genfer Ausſprache über die Eine Erklärung des franzöſiſchen Vertreters zur Zollunion und zur Anſchlußfrage Dienstag, J. September 193 Die Bekümpfung der Wirtſchaftsnot Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 1. Sept. Während das Wirtſchaftsprogramm noch im Wer⸗ den iſt, ſind die Mitglieder des Kabinetts bemüht, jeder in ſeinem Wirkungsbereich, die neuen Maß⸗ nahmen vorzubereiten, die zur Ueberwindung des kommenden ſchweren Winters notwendig erſcheinen. Der Kanzler hat auf der Stuttgarter Tagung des Zentrums über die Abſichten der Regierung einige Andeutungen gemacht, die freilich erſt auf indirektem Wege zur Kenntnis einer breiteren Oeffentlichkeit ge⸗ langten. Geſtern hat der Reichsarbeitsminiſter Ste⸗ gerwald vor den Vertretern der freien Gewerk⸗ ſchaften in Frankfurt a. M. ſich zum gleichen Thema geäußert, und heute wird auf einer ſtaatsparteilichen Verſammlung in Berlin der Reichsfinanzminiſter Dietrich die Probleme der nächſten Monate be⸗ handeln. Stegerwald hat mit anerkennenswerter Offenheit den, man kann ſchon ſagen, verzweifelten Stand der Arbeitsloſenverſicherung geſchildert und erklärt, man werde wahrſcheinlich Ende des Winters rund zwei Milliarden Mark für die Ar⸗ beitsloſenverſicherung aufzubringen haben. Dabei will uns dieſe Schätzung noch ziemlich niedrig erſcheinen, denn ſie ſetzt voraus, daß wir mit nicht viel mehr als fünf Millionen Arbeitsloſen zu rechnen hätten. Es kann aber ſehr leicht ſein, daß dieſe Ziffer beträchtlich überſchritten wird. ö Woher die neuen Milliardenſummen genom⸗ men werden ſollen, hat Stegerwald im einzelnen nicht verraten. Was er an praktiſchen Anregungen zur Bekämpfung der Erwerbsloſennot vorbrachte, war nicht eben über⸗ wältigend: Arbeitszeitverkürzungen, periodiſche Aus⸗ wechſlung von Belegſchaftsangehörigen mit Arbeits⸗ loſen, beſondere Betreuung der Jugendlichen, Ein⸗ richtung von Volksküchen und eine teilweiſe Naturalabgeltung. Das alles ſind nur Pal⸗ liativmittel. Soll man aus Stegerwalds Rede ent⸗ nehmen, daß die Regierung ſich noch immer nicht entſchließen kann, das Problem der Arbeitsloſenver⸗ ſicherung von Grund auf neu anzupacken? Durch ſeine geſchickte Darſtellung des Sachverhalts wollte der Arbeitsminiſter natürlich die Gewerk⸗ ſchaftsverſammlung mit mildem Nachdruck zur Mäßigung mahnen. Es läge auf der Hand, hat er u. a. eingeflochten, daß die Gewerkſchaften mehr wollten als die Regierung durchführen könnte. Leider ſcheint es, daß dieſer Appell an die Einſicht nicht die gewünſchte Wirkung erzielt hat. In der Antwort, die der Bundesvorſitzende Leipart dem Miniſter zuteil werden ließ, heißt es nämlich klipp und klar: Die Re⸗ gierung müſſe zwiſchen den Forderungen anderer Volks⸗ und Wirtſchaftskreiſe und denen der Gewerk⸗ ſchaften unterſcheiden. Denn die Gewerkſchaften hät⸗ ten es verſtanden, ihre Wünſche ſo zu bemeſſen, daß ſie auch durchführbar ſeien, ohne andere zu ſchädigen. Wenn man bedenkt, ein wie ſcharfer Druck gerade von Gewerkſchaftsſeite während der letzten Monate aufdie Regierung ausgeübt worden iſt, ſo kann man über dieſe Formulierung nur den Kopf ſchütteln. Jedenfalls geht aus ihr hervor, daß die Gewerkſchaf⸗ ten auch fürderhin nicht daran denken, von ihren bis⸗ herigen Methoden abzuweichen. Arbeit für 5 75 000 Berliner Bauarbeiter? — Berlin, 1. Sept. Vor einem eruſten Projekt, das eine Wiederankur⸗ belung der Wirtſchaft verſpreche, weiß die„Montags⸗ poſt“ zu berichten. Es ſoll nämlich die Berliner Bau⸗ wirtſchaft in Gang gebracht werden, wodurch die Ein⸗ ſtellung von 75000 zur Zeit erwerbsloſen Bauarbei⸗ tern ermöglicht würde. Das Projekt, das von Stadt⸗ baurat Martin Wagner ſtamme und das Ober⸗ bürgermeiſter Sahm einzelnen Magiſtratsmitglie⸗ dern bereits zur Begutachtung überreicht habe, ſieht dem genannten Blatt zufolge— u. a. folgende Maßnahmen der Stadt vor: Eine der bereits beſtehenden ſtädtiſchen Baugeſell⸗ ſchaften ſoll unter der Leitung eines Baukommiſſars ganz auf die Parzellierung und Bebauung ſtädtiſchen Vorſtadtbodens umgeſtellt werden. arbeitet Kleinwohnhäuſer aus, die in⸗ duſtriell in Serien hergeſtellt werden, und bei deren Anfertigung und Aufſtellung in erſter Linie arbeitsloſe Facharbeiter und Hilfsarbeiter be⸗ ſchäftigt werden ſollen. Bei der Städtiſchen Spar⸗ kaſſe wird ſofort eine Bauſparkaſſe gebildet. Grund und Boden wird an die Siedler ſolange billig in Pacht gegeben, bis der Kaufpreis durch Tilgungs⸗ raten beglichen iſt. Beſonderes Augenmerk wendet das Bauprogramm der Reparaturbedürf⸗ tigkeit vieler Berliner Häuſer zu. Das Programm regt einen Reparaturzwang an, wodurch allein reichlich 20000 Bauarbeiter Beſchäf⸗ tigung finden würden. Das Baukapital für dieſes Notſtandspro⸗ gramm ſoll nach dem Projekt des Stadtbaurats fol⸗ genden Quellen entnommen werden: Mittel aus der Erwerbsloſen⸗ und Wohlfahrtsunterſtützung; Kün⸗ digung von Hauszinsſteuer⸗Hypotheken bei ſolchen Hausbeſitzern, bei denen die Vorausſetzungen einer Bewilligung nicht mehr zutreffen; Erhöhung des Zinsſatzes der Hauszinsſteuerhypotheken bei allen Wohnbauten, die auf der Grundlage einer Miete von 9 Mark pro qm und darunter finanziert worden ſind, bis zu einem Mietsſatz von 9 bis 10 Mark pro qm; dem Eigenkapital von Bauluſtigen und dem Eigen⸗ kapital von Bauunternehmern. Das Bauprogramm verlangt Einſetzung eines Baukommiſſars, der freier, unbürokratiſch und zweckmäßig handeln könne. Preußijche Landtagseinberufung, doch lein Reichstag Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 1. Sept. Während die Einberufung des preußi⸗ ſchen Landtages in der nächſten Woche, über die heute der Aelteſtenrat entſcheiden wird, ſo gut w ie gewiß iſt, hält man es für ziemlich ausg. es ch lo ſ⸗ ſen, daß der Antrag der Kommuniſten auf Ein⸗ berufung des Reichstages eine Mehrheit finden wird. Es iſt vielmehr anzunehmen, daß wie in früheren Fällen ſo auch diesmal die Sozialdemo⸗ kraten gegen die Einberufung ſtimmen werden mit der Begründung, daß ein vorzeitiger Zuſammentritt des Reichstages vor dem vereinbarten Termin des 13. Oktober zwecklos ſei, weil die Regierung Zeit haben muß, um ihr Wirtſchaftsprogramm vorzubereiten. In dieſem Sinne werden die Führer der Sozial⸗ demokraten denn auch den Kanzler unterrichten. Außer den Sozialdemokraten empfängt Dr. Brü⸗ ning heute Nachmittag auch die Finanzminiſter der nord⸗ und mitteldeutſchen Länder unter Führung Thüringens. In dieſer Konferenz wird neben ande⸗ ren finanziellen Maßnahmen vor allen Dingen auch die Frage der Beamtengehälter beſprochen werden. Geſtern hat der Reichsfinanz⸗ miniſter den Vertretern der Beamtenſchaft erklärt, daß er eine allgemeine weitere Kürzung der Beamtengehälter nicht vorzunehmen, auch die Beamten nicht einſeitig zur Finanzierung der Arbeitsloſenfürſorge heranzuziehen gedenke. Es wurde den Delegierten der Beamtenſchaft aber gleichzeitig eröffnet, daß eine Herabſetzung der Höchſtpenſionen von 80 auf 75 Prozent, ferner eine Beförderungsſperre von zwei Jahren beabſichtigt ſe. Die Witwenbezüge ſollen indeß nicht gemindert werden. Die preußiſchen Maßnahmen Drahtbericht unſeres Berliner Büros . J Berlin, 1. Sept. Ueber den Inhalt des Sparprogramms, mit dem ſich das Preußenkabinett am Dienstag beſchäftigen wird, weiß der demokratiſche Zeitungsdienſt mit⸗ zuteilen, daß die Streichungen am Etat ſich auf ſämt⸗ liche Verwaltungszweige erſtrecken werden. Da⸗ gegen beabſichtigt die Regierung nicht, nach dem Muſter Bayerns und Badens die Gehälter der Beamten und Angeſtellten zu kürzen. Man plane vielmehr einen allgemeinen Abbau der Funktions⸗ zulagen für eine Reihe von Beſoldungsgruppen, weiter eine Einſtellungs⸗ und Beförderungsſperre und eine Verringerung der Beamtenſtellen. Bei dem Ausgabenabbau in den Gemeinden wird ſich die preußiſche Staatsregierung im weſentlichen an den Wirtſchaftsplan des Städtetags halten. Für die Gemeindebeämten iſt eine Sonderbehand⸗ vorgeſehen. Durch Richtlinien, die im Innenmini⸗ ſterium ausgearbeitet worden ſind, ſoll die Beſoldung der leitenden Kommunalbeamten(Oberbürger⸗ meiſter, Bürgermeiſter, Stadträte) nach oben und unten hin abgegrenzt werden. Das Kabinett glaubt, daß auch die neuen Maßnähmen nicht genügen wer⸗ den, um den Haushalt, der einen Jehlbetrag von mindeſten's 300 Millionen Mark auf⸗ weiſt, völlig auszugleichen. Die Geſellſchafk 142. Jahrgang— Nr. 401 Der Fall Moulin Von unſerem römiſchen Vertreter Am heutigen 1. September wird vor dem faſziſti⸗ ſchen„Sondergericht zum Schutze des Staates“ in Rom der Fall des belgiſchen Mittelſchul⸗ lehrers Moulin verhandelt werden. Von allen Fällen, die jemals dieſes Gericht beſchäftigt haben, hat dieſer vielleicht das größte Auſſehen erregt. Mehr noch als die großen Attentatsprozeſſe. Nicht weil die Beſchuldigungen, die man gegen Moulin erhebt, be⸗ ſonders ſchwer ſind. Sondern weil Moulin Aus⸗ länder iſt. Vor Moulin hat nur einmal eine Aus⸗ länderin vor dem Sondergericht geſtanden, und dieſe war durch Heirat Italienerin geworden; ihre Ver⸗ gehen waren gering und ſie wurde ſogar von dieſem ſtrengen Gericht freigeſprochen. Moulin iſt alſo der erſte Ausländer, der mit den ſtrengen italieniſchen „Geſetzen zum Schutze des Staates“, mit dem„Tri⸗ bunal der faſziſtiſchen Revolution“, in einen erſten Konflikt gerät. Leo Joſeph Moulin, der heute 27 Jahre zählt, wurde am 10. April dieſes Jahres verhaftet, als er Italien verlaſſen wollte. Seine Verhaftung blieb zu⸗ nächſt geheim. Erſt etwa zehn Tage ſpäter erfuhr man, daß er ſich in den Händen der Polizei befand, daß er der Konſpiration gegen den Faſzismus über⸗ führt ſei und daß er vor das Sondergericht geſtellt werden würde. Vor allem in Belgien machte dieſe Nachricht tiefen Eindruck, Es gab Demonſtrationen, bei denen die Fenſterſcheiben des italieniſchen Konſu⸗ lats in Scherben gingen. Die belgiſchen Studenten, die offenbar von der Geſinnung ihrer italieniſchen Kollegen keine Ahnung hatten, telegraphierten an den italieniſchen Studentenbund. Der Text dieſes reich⸗ lich naiven Telegramms verdient wiedergegeben zu werden: „Der Landesverband belgiſcher Studenten erſucht die Gruppe Univerſitaria Faſeiſta, ſofort Schritte zur Frei⸗ laſſung des in Mailand verhafteten und in Rom im Gefängnis befindlichen Profeſſors Léon Moulin zu un⸗ ternehmen. Wir vertrauen auf das Vorgehen der ita⸗ lieniſchen Studenten.“ Die Antwort der Italiener charakteriſtiſch: „Léon Moulin iſt nicht Student und hat geſtanden, gegen den italieniſchen Staat konſpiriert zu haben. Die italieniſchen Hochſchüler haben nicht die Gewohnheit, der Juſtiz ihres Landes, die gewiſſenhaften und unabhän⸗ gigen Männern anvertraut iſt, in den Arm zu fallen.“ war nicht weniger Aber nach einigen Tagen legte ſich die Erregung. Arpinati, Unterſtaatsſekretär für Juſtiz, gab in der italieniſchen Kammer Erklärungen ab, die eini⸗ gen Eindruck machten. Moulin hatte tatſäch lich mit den in Belgien lebenden„Fuoruſetti“ gegen Italien konſpiriert. Dann beſuchte der belgiſche Botſchafter Moulin im Gefängnis. Was er dort hörte, was er ſeiner Regierung von dieſen Geſprä⸗ chen berichtete, beſtätigte Arpinatis Anklagen. Am 28. April gab Hymanns in der belgiſchen Kammer Erklärungen ab, die ebenfalls beruhigend wirkten. Der Fall, der zu einem diplomatiſchen Fall erſter Ordnung hätte werden können, war damit beigelegt. Der ſehr ausführliche Bericht der Unterſuchungs⸗ kommiſſton, der jetzt veröffentlicht worden iſt, bringt gegenüber den Erklärungen Arpinatis nichts we⸗ ſentlich Neues. Außer Moulin ſind vier Italiener angeklagt; zwei andere Italiener, die urſprünglich auch vor dem Gericht erſcheinen ſollten, werden we⸗ gen Mangels an Bewefſen aus dem Gefängnis entlaſſen werden. Moulin wird beſchuldigt, für die Brüſſeler Antifaſziſten Briefe und Flugblät⸗ ter nach Italien gebracht zu haben. Sein Haupt⸗ auftraggeber war Baſſaneſt, jener Flieger, der ſei⸗ nerzeit antifaſziſtiſche Flugblätter über Mafjland ab⸗ warf und dann am Gotthard abſtürzte. Dieſer Baſ⸗ ſanneſi hat Moulin einen Koffer mit doppeltem Bo⸗ den zur Beförderung der Propagandaſchriften ge⸗ geben. Er hat ihm auch den Auftrag gegeben, in Italien Nachrichten aller Art u. a. ſtber die Lebens⸗ gewohnheiten Muſſolinis, zu ſammeln. Schließlich hat er ihn mit in Italien lebenden Antifaſziſten, insbeſondere mit Foſſati, in Verbindung gebracht. Mit dieſem Foſſati— er iſt unter den Angeklagten dieſes Prozeſſes am meiſten belaſtet— ſoll Baſſaneſi wiederholt über die Ausführung terroriſtiſcher Attentate, ja, über ein Attentat auf den Duce, ver⸗ handelt haben. Intereſſant iſt die juriſtiſche Seite dieſes Prozeſſes: er wird auf Grund von nicht mehr gül⸗ tigen Geſetzen verhandelt werden, und zwar des⸗ wegen, weil die Tat vor dem am 1. Juli erfolgten Inkraftreten des neuen italieniſchen Strafgeſetzes he⸗ gangen wurde. Das neue Strafgeſetz, das ja alle gegen politiſche Verbrechen angedrohten Strafen weſentlich verſchärft hat, iſt nicht nur an die Stelle des alten Strafgeſetzbuches getreten, ſondern hat auch das„Sondergeſetz zum Schutze des Staates“, das 1926 zugleich mit der Schaffung des Sondergerichtes erlaſſen wurde, erſetzt. Heute werden politiſche Ver⸗ brechen nach dem neuen Strafgeſetzbuch abgeurteilt, . 1 14 1 4 2. Seite/ Nummer 401 Dienstag, 1. September 1931 allerdings nicht von den Geſchworenen, ſondern eben vom S udergericht. Früher wurden ſie auf Grund des alten Strafgeſetzes abgeurteilt, deſſen Straf⸗ beſtimmungen aber durch das„Sondergeſetz“ außer⸗ ordentlich verſchärft wurden. Und nach dieſem Ver⸗ fahren wird auch Moulin und werden ſeine Mit⸗ angeklagten gerichtet werden. Sie ſind der Auf⸗ reigung zum Bürgerkrieg beſchuldigt. Das neue Strafgeſetzbuch ſieht dafür lebenslängliche Zuchthaus⸗ ſtrafe vor, wenn der Bürgerkrieg, zu dem der An⸗ geklagte den Anſtoß gegeben hat, tatſächlich ausbricht, ſogar die Todesſtrafe. Im alten Strafgeſetz iſt für das gleiche Verbrechen eine Strafe von höchſtens fünfzehn Jahren Gefängnis vorgeſehen, die— wie geſagt— durch das„Sondergeſetz“ ſehr verſchärft war. Es läßt ſich nicht ſagen, zu welchen Eutſchei⸗ dungen das Gericht auf Grund dieſer vielfältigen Beſtimmungen k wird. Die Todesſtrafe kommen kommt nicht in Betracht, es iſt faſt anzunehmen, daß keiner der Angeklagten lebenshänglich Zuchthaus er⸗ hält. Uebrigens iſt Moulin außerdem der Einfuhr revolutionärer Flugſchriften beſchuldigt, die auf Grund des neuen Polizeigeſetzes ebenfalls beſtraft wird. Der Prozeß dürfte kaum länger als einen Tag dauern. Die Angeklagten werden nicht, wie ſonſt faſt immer, vor dem Sondergericht von Offi⸗ zlalverteidigern, ſondern von Vertrauensanwälten verteidigt. Auch Moulins Advokat iſt Italiener, Profeſſor Gregoracci, von der Univerſität Rom. Die Zulaſſung eines belgiſchen Advokaten, die von manchen Seiten gefordert worden war, iſt auf Grund des italieniſchen Geſetzes nicht möglich geweſen. Wenn man heute, fünf Monate nach der Verhaf⸗ tung Moulins, dieſen ſeinen Fall einmal nüchtern Hetrachtet, ſo wundert man ſich eigentlich darüber, daß er ſeinerzeit ſo viel Staub aufgewirbelt hat und beinahe zu einer ganz großen politiſchen Affäre ge⸗ worden wäre. Gewiß, Moulin wird vor Richtern erſcheinen, die keine milden Strafen kennen. Ein revolutionäres, ein politiſches Tribunal wird ihn aburteilen. Aber das mußte er wiſſen, als er ſich mit den Antifaſziſten verbündete, als er als ihr Abgeſandter nach Italien kam. Aehnliches hat damals auch ein belgiſches Blatt,„l' Echo du ſoir“, geſchrieben. Und vielleicht iſt es nicht ſinnlos, ſeine Anſchauungen heute, unmittelbar vor Beginn des Prozeſſes, noch einmal wiederzugeben:„Moulin hat nicht das Recht, zu fordern, daß die Geſetzgebung eines Landes zu ſeinen Gunſten geändert werde. Ehe er ſich in dies Abenteuer geſtürzt hat, wußte er, was ihn erwartete. Und nun bleibt ihm nichts anderes übrig als die Verantwortung für ſeine Handlungen zu tragen.“ So aufrichtig, wie man auch wünſchen mag, daß den jungen Belgier kein allzuhartes Urteil treffe, wird man doch nicht leugnen können, daß der Stand⸗ punkt des belgiſchen Blattes gerechtfertigt war und gerechtfertigt iſt. Stahlhelmkonzil zu Konſtanz — Friedrichshafen, 1. Sept. Die Preſſeſtelle des Stahlhelms berichtet über eine am Samstag und Sonntag in Konſtanz abgehaltene Führertagung des Landesverbandes Baden⸗Württemberg. Sie wurde eingeleitet durch ein Frühſtück mit Dr. Gckener in Friedrichs⸗ hafen, Am Abend fand in Konſtanz eine Kundgebung ſtatt, bei der der erſte Bundesführer Franz Seldte D sprach, Das Ziel des Bundes ſei ein wehrhafter und ſtarker Staat, in dem ebenſo wie auf den Bergen der Schweiz die Freiheit wohne. Die Preſſeſtelle teilt noch mit:„Im Anſchluß an die mit toſendem Beifall aufgenommene Rede kreuzte das Luftſchiff„Graf Zeppelin“ über dem Konzil⸗ gebäude— wo die Kundgebung ſtattfand— um dann ſeine Fahrt nach Südamerika anzutreten. Es führt Stahlhelmpoſt und einen Kranz des Stahlhelms mit, den Dr. Eckener zu Ehren des Falkland⸗Geſchwaders über dem Südatlantik abwerfen wird.“ In den am Sonntag gehaltenen programmati⸗ chen Reden führte der Bundeskanzler, Major Wag⸗ mer, aus, der Stahlhelm ſei durch ſeinen Kampf ge⸗ gen den Bolſchewismus von Anbeginn an politiſch ge⸗ weſen, ſein Ideal aber ſei das ſtändiſchgegliederte, durch Wehrhaftigkeit umfriedete Reich. Generaldirektor Dr. Lübbert forderte zur Ge⸗ ſundung der deutſchen Wirtſchaft weitgehende Selbſt⸗ berſorgung, um mit den Deviſen, die durch Droſſelung der Einfuhr gewonnen würden, eine Bezahlung der privaten Schulden zu ermöglichen. Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Nolbero Drahtung unſ. Londoner Vertreters § London, 1. Sept. Die neue engliſche Regierung wird bei der Durch⸗ führung ihres rigoroſen Sparprogramms auf das Mittel der Notverordnung nicht verzt ch ⸗ ten können. Ein Verfaſſungsparagraph ſteht aller⸗ dings hierzulande zur Rechtfertigung dieſer Methode nicht zur Verfügung, aber das Unterhaus dürfte ein Ermächtigungsgeſetz bewilligen, das den⸗ ſelben Dienſt tut. Es iſt wichtig, daß die nationale Regierung das Eiſen ſchmiedet, ſolange es heiß iſt, denn die Mafjorität von etwa 50 Stimmen, auf die ſie bei der erſten Abſtimmung rechnet, könnte durch eine eiſige Influenzawelle erſchüttert werden. Es iſt ohnehin damit zu rechnen, daß von der Baſis, auf der die überparteiliche Regierung zunächſt ihre Arbeiten beginnt, bald Teile abbröckeln werden, ſobald man nämlich vom rein nationalen Programm auf ſt euert ech ni ſch e Einzelheiten kommt. Die rein finanzielle Seite des Regierungswech⸗ ſels lenkt immer noch das größte Intereſſe auf ſich. konung auch in En land In den letzten Tagen iſt, wie der Herald“ mitzuteilen weiß, bei der Bank von England ein Reſervefond von 100 Millionen Pfund Sterling in Dol⸗ larpapieren geſchaffen worden, um gegen eine etwaige Wiederholung der Währungskriſe vorzubeugen. Es handelt ſich dabei wohl um Auslandsaulagen von engliſchen Verſicherungsgeſellſchaften und In⸗ veſtmenttruſts. Die Mobiliſierung ſolcher Auslands⸗ anleihen iſt ſchon ſeit Wochen als Mittel zur Wäh⸗ rungsſtützung von vielen Seiten vorgeſchlagen wor⸗ den, und man kann wohl annehmen, daß die Ueber⸗ nahme dieſer Anleihe durch die Bank von England mit dem Kredit in Zuſammenhang ſteht, den die Regierung in den letzten Tagen in Paris und New⸗ York aufgenommen hat. Daß es möglich war, eine ſo große Ausgabe von Auslandspapieren in weni⸗ gen Tagen ohne jede öffentliche Aufforderung von Londoner Geſellſchaften gegen Staatspapiere einge⸗ tauſcht zu erhalten, zeigt, daß die engliſchen Reſer⸗ ven noch außerordentlich ſtark ſind. 775 55 „Daily Iimmy Thomas Tragödie § London, 1. Sept. Im Hintergrund der jüngſten engliſchen Regie⸗ rungskriſe ſpielt ſich eine Reihe von perſönlichen Tragödien ab. Nicht die geringſte unter ihnen erreichte geſtern ihren Höhepunkt, als der Kolonial⸗ miuiſter Thomas mit tränenüberſtrömtem Geſicht das Haus der Eiſenbahnergewerkſchaft verließ. „Iimmy Thomas“ hat ſeine Laufbahn als elf⸗ jähriger Heizerlehrling auf einer Lokomotive be⸗ gonnen und war 33 Jahre Funktionär des Eiſen⸗ bahnarbeiterverbandes, deſſen Generalſekretär er wurde. Jetzt hat die Gewerkſchaft von ihm verlangt, daß er aus der überparteilichen Regierung aus ⸗ treten ſoll, nachdem ſich die Labour Party bei⸗ nahe geſchloſſen gegen die Regierung geſtellt hat. Thomas wollte Macdonald nicht im Stiche laſſen und zog es vor, von ſeiner Stellung als Gewerkſchafts⸗ ſekretär zurückzutreten. Eine dramatiſche Sitzung folgte, in der Thomas in Tränen ausbrach. Kaum war er gegangen, als die Funktionäre beſchloſſen, ihm die Penſion zu entziehen. Er verliert alſo außer ſeinem Jahresgehalt von 23 000/ als 68jähriger Mann die Ausſicht auf Penſion und auch als Miniſter iſt er nicht penſionsberechtigt, da er noch nicht ünf Jahre im Amt iſt. Die nattonale Regierung iſt alſo für manchen ihrer Teilnehmer keine leichte Einrichtung. Der Vorfall zeigt deutlich die Schärfe der oppo⸗ ſitionellen Stimmung in der Arbeiter⸗ partei. Aber Jimmy Thomas, der ſtets mit einem Auge in die Oeffentlichkeit ſieht, wird nicht umſonſt ſein tränenbedecktes treuherziges Geſicht den warten⸗ den Journaliſten gezeigt haben. Seine Tränen wer⸗ den dazu beitragen, den Stimmungsumſchwung zu⸗ gunſten der exponierten Arbeiterführer im natio⸗ nalen Kabinett herbeizuführen, den Eingeweihte ſchon ſeit einigen Tagen erwartet haben. Damit iſt nicht geſagt, daß Maedonald und ſeine engeren Freunde ohne Schwierigkeiten den Weg in die Arbeiterpartei zurückfinden werden, wenn das gegenwärtige Regie⸗ rungsexperiment zu Ende geht. Aber die jetzige Feindſchaft, die zur Zeit die Haltung der Labour⸗ Inſtanzen charakteriſtert, dürfte ſchon recht bald einer gewiſſen Kompromißbereitſchaft Platz machen, ſo daß die jetzt als abtrünnig gebrandmark⸗ ten Führer nicht für alle Zeiten von ihrer früheren Gefolgſchaft abgeſchloſſen zu ſein brauchen. Der Gewerkſchaftskongreß in Frankfurt Meldung des Wolffbüros — Frankfurt a.., 1. Sept. Zu Beginn der Nachmittagsſitzung des Kongreſſes begann die Ausſprache über den Bericht des Bundes⸗ vorſtandes. In der ſehr lebhaften Diskuſſion wurden größtenteils die Anſichten und Forderungen des Bun⸗ desvorſtandes unterſtrichen. Darüber hinaus übte Reichstagsabgeordneter Schmidt, Vorfitzender des Deutſchen Landarbeiterverbandes, Kritik an der Po⸗ litik des Reichsernährungsminiſteriums.— Tho⸗ mas⸗Berlin(Baugewerkſchaftsbund) wandte ſich gegen den Abbau der Sozialpolitik und gegen den Reichsarbeitsminiſter. Der Reichsarbeitsminiſter, er⸗ klärte er, baue die Löhne ab, während Miniſter Schiele die Preiſe aufbaue. Ferner polemiſierte Tho⸗ mas dagegen, daß das Reichsarbeitsminiſterium die Löhne nicht für verbindlich erkläre, wenn ſie ſeiner Meinung nach zu hoch ſeien. Auf der anderen Seite wage man nicht, an die hohen Penſionen und an die Großverdiener heranzugehen. Schleticher⸗Berlin(Holzarbeiterverband) be⸗ tonte, daß durch die Politik des Reichsarbeitsminiſte⸗ riums die Tarifverträge jeden Sinn verloren hätten. Auch Huſemann⸗ Bochum(Bergarbeiterverband) wandte ſich lebhaft gegen die Politik des Reichs⸗ arbeitsminiſteriums. Die Arbeiter hätten, führte er U. a. aus, heute die Schäden der Kapitalfehlinveſtie⸗ rungen des Bergbaues zu tragen. Der Redner for⸗ derte von den Gewerkſchaften, die Gefahr für die Sozialverſicherung mit allen Mitteln abzuwenden.— Nachdem noch Frau Hanna⸗Berlin gegen die Nachtarbeit der Frau geſprochen hatte, wurde die weitere Ausſprache auf Dienstag vormittag vertagt. Zum Schluß berichtete die Mandatsprüfungskom⸗ miſſion über das Ergebnis ihrer Beratungen. Standortmeldung vom Zeppelin 8 — An Bord des„Graf Zeppelin, 1. Sept. Um 3 Uhr morgens Méz befand ſich das Luftſchiff auf ſechs Grad nördlicher Breite und 28 Grad weſt⸗ licher Länge. Die Fluggeſchwindigkeit betrug 108 Stundenkilometer. An Bord iſt alles wohlauf. Selbſtmord des Bankiers Molling — Berlin, 31. Aug. Der 54 Jahre alte bekannte Bankier Joſef Molling iſt heute mittag kurz vor 1 Uhr im Hauſe Rankeſtraße 1, wo er ein Lichtbad⸗ inſtitut aufgeſucht hatte, aus dem dritten Stock in den Hof geſprungen, wo er mit zerſchmet⸗ terten Gliedern tot liegen blieb. Oberleutnant Wendt von Gollnow N abtransportiert — Stettin, 1. Sept. Oberleutnant Wendt, der ſich ohne Erlaubnis aus der Strafanſtalt Gollnow ent⸗ fernt hatte, iſt zur weiteren Verbüßung ſeiner Fe⸗ ſtungsſtrafe nach Groß⸗Strehlitz in Schleſien ab⸗ transportiert worden. Meter tiefe Schlucht, die ſich längs der Straße hin⸗ oder weniger ſchweren Verletzungen in das Kran⸗ Vadiſche Politik Pfarrer Senn darf nicht reden Der Erzbiſchof von Freiburg hat nach einer Mi teilung des„Münſteriſchen Anzeigers“ Nen it⸗ bot für Pfarrer Senn erlaſſen, der in einer B ſtaltung des Vaterländiſchen Katholikenbundes. Münſter i. W. zu ſprechen beabſichtigte. 8 in * Pfarrer Senn in Sickingen Baden) hat unlängz in einer Broſchüre„K atholtzismus 11 Nationalſozialismus“ heftige Agri gegen das Zentrum und die Zentrumspreſſe ahbe c weshalb ihm von der nationalſozialiſtiſchen Preſſe in 5 Baden geradezu Triumphpforten errichtet 1 Wie nun der„Bad. Beob.“ mitteilt, hat ſich am geſtrigen Montag der Dibzeſanausſchuß der katho⸗ liſchen Vereine für die Erzdiüzeſe Freiburg in einer ſehr ſcharfen Entſchließung gegen Pfarrer Senn und ſeine Broſchüre ausgeſprochen und gleich⸗ zeitig zur Abwehr gegen derartige ſuche“ aufgefordert. Remmeles neuer Wirkungskreis in Mannheim Was man ſich ſeit Wochen erzählte, iſt nun offt ziell Tatſache: Der frühere badiſche Minister und Staatspräſident Adam Remmele iſt als Nachfolger des langjährigen Geſchäftsführers Heinrich Lintz nach Mannheim zurückgekehrt. Chefredakteur Hein⸗ rich Harpuder gibt, ehe er das Wirken des ſchel⸗ denden Geſchäftsführers und die Perſönlichkeit dez Nachfolgers auf der erſten und zweiten Seite der „Volksſtimme“ würdigt, den Wechſel mit folgenden Bemerkungen bekannt: „Am heutigen Tage vollzieht ſich im Betriebe unſerer„Volksſtimme“ und damit der Aktien⸗ druckerei ein bedeutſamer Wechſel: Der Gen. Hein⸗ rich Lintz, der bisherige Geſchäftsführer unſere; Verlages, tritt in den Ruheſtand, und an feiner! Stelle übernimmt der Gen. Adam Remmele die Geſchäftsführung.“ Wie wir der Schilderung der Wirkſamkeit des bisherigen Geſchäftsführers entnehmen, ſcheidet Herr Lintz in einem Augenblick aus ſeinem Amt, da ſich eben das 25. Jahr ſeiner Tätigkeit als Geſchüfts⸗ führer der„Volksſtimme“ zu runden anſchickte. Dr. Remmele ſ wird atteſtiert, daß er gern zur„Volks, ſtimme“, in der er zehn Jahre als kommunal poli⸗ tiſcher Redakteur und Vorgänger des Stadtrats Zimmermann tätig war, zurückkehre, nach dem„mi niſteriellen Intermezzo“ mit ungebrochener Kraft und gereifteren Erfahrungen. Schwerer Autobusunfall Drahtung unſeres Pariſer Vertreters Paris, 1. Sept. In der Nähe der ſpaniſchen Stadt Lugo ſchlug ein mit 50 Perſonen beſetzter Autobus in einer ſcharfen Kurve um und ſtürzte in eine B „Störungsver⸗ Sieben Reiſende waren auf der tot. Etwa 30 andere mußten mit mehr zog. Stelle kenhaus von Lugo befördert werden, wo acht von ihnen innerhalb weniger Stunden ſtarben. Unter den übrigen Schwerverletzten ſchweben noch fünf in Lebensgefahr. Alle Aerzte der Stadt waren an der Unfallſtelle, um die Opfer zu verſorgen. Zum Zeichen der Traueß ruhen in Lugo die Fabriken, und die Ge⸗ ſchäftsleute haben ihre Läden geſchlofſen. Die Ge⸗ bäude haben Halbmaſt geflaggt. Die Polizei beſchäf⸗ tigt ſich mit den Urſachen der Kataſtrophe, Vahr⸗ ſcheinlich wollte der Autoführer die ſehr ſchwie⸗ rige Kurve in zu ſchnellem Tempo durch, fahren. ö * Auch in der Pariſer Umgebung ereigneten ſich in den letzten Stunden vier ſchwere Autounfälle, bei denen fünf Perſonen ihr Leben einbüß⸗ ten und 19 zum größten Teil ſchwer ver, letzt wurden. Der Mann, der unter den Mond kam Groteske von Friedrich Raſche Der Mann, der unter den Mond kam, hieß Albis Querl. An ſeinem tragiſchen Ende trug er zweifet⸗ los allein die Schuld, keineswegs aber an ſeinem Namen. Er bemühte ſich auch, dieſe angeborene Lächerlichkeit durch eine würdevoll aufgereckte Hal⸗ tung ſeines kleinen und allenthalben abgerundeten Körpers nach Kräften wett zu machen. Sein Ge⸗ ſicht, durch einen Zwicker älteſter Konſtruktton und durch einen Bart, wie ihn ſchon die Aſſyrer liebten, einheitlich geziert, ſpiegelte genau acht Stunden am Dage den erhabenen Geiſt treueſter Pflichterfüllung. Von dieſem Bewußtſein entblößt, breitete ſich auf ihm, von den Tränenſäcken unter den Augen aus⸗ gehend, die ſatte Behäbigkeit des in ſich begründeten Pfahlbürgers aus. Im übrigen war Alois Querl Steuerbeamter, penſionsberechtigt und begierig, un⸗ verheiratet und auch ſonſt nicht vorbeſtraft. Den perſchiedenen Genüſſen des Daſeins gegenüber ver⸗ hielt er ſich je nachdem. Doppelkopf und Mogeln zog er jedenfalls einer Mozartarie vor, und ein 1 helles Bier war ihm lieber als das dunkle Buch eines Modernen. Wer hätte auf Grund dieſer Cha⸗ rakterdaten geglaubt, daß Alois Querl einer ſo be⸗ ſonderen Todesart gewürdigt werden könnte? Schön und blank rollte der Mond über die Dächer, als Alois den„Alten Fritzen“ verließ und mit auf⸗ gelockerten Knien ſich heimwärts bemühte. Donner⸗ welter, heute war er aber aufgekratzt! Zu guter Letzt i hatte es diesmal große Reden gegeben, und er, Alois Querl, dem mageren Oberlehrer Balduin Stenzel, der die neue Steuervorlage zu kritiſieren wagte, or⸗ dentlich die Meinung gebaßgeigt. Dabei fühlte ſich Albis geradezu als Inkarnation der gefährdeten Staatsidee. Donnernd warf er als letzten Beweis und Trumpf einige Einzelheiten aus den Steuer⸗ hinterziehungakten zwiſchen die Biergläſer. Das hatte gezogen. Und, einmal aufgedreht, war Alois nun immer noch im Schwung. Leider lief ihm auf ſeinem nächtlichen Wege niemand in die Quere, den er hätte als Gegner anſehen und mit dem Zorn ſeiner ganzen Begeiſterung anfallen können. Nur der ſtille Mond rollte unentwegt(ſchön rund und blank) über die Dächer. Vielleicht war es allein das unanfechtbar friedliche Daſein des himmliſchen Gegenſtandes, was auf Alois plötzlich wie eine Herausforderung wirkte, vielleicht erzürnte ihn dieſes gleichmäßig ſilberne Lächeln. Je⸗ denfalls wußte er aus ſeiner vermeſſenen Stimmung keinen anderen Ausweg, als den freundlich Leuchten⸗ den mit Gift und Galle anzuſpringen. „Feix nicht ſo, Du aufgeblaſener Pryotzlackl!“ brauſte Alois auf.„Bildſt Dir gar was ein auf Dein freches Käsgeſicht. Siehſt aus wie hingeſpuckt. Na⸗ türlich— egal nur bet Nacht! Iſt das ein Lebens⸗ wandel!“ Alſo vermaß ſich Alois den ewig Guten anzufre⸗ veln. In ſeinem von Bier durchdunſteten Gehirn tauchten einige Fetzen ſeiner Stammtiſchrede auf und gaben ſeinen frivolen Eingebungen eine neue Rich⸗ tung.„Und überhaupt, jawohl— wie vollgeſreſſen Du biſt, Lümmel, verdammter! Woher kommt's, he? Biſt auch Steuerhinterzieher? Dich werd' ich mal in dieſer Richtung anſchnüffeln. Wart nur— auf die Liſte mit Dir— vorgemerkt für morgen.“ Der freundlich Leuchtende ſchien von dieſer lächer⸗ lichen Anpöbelung keine Notiz zu nehmen, und Alvis Querl ſtand pruſtend auf dem Marktplatze ſtill. Die⸗ ſer Platz war bei Tage nachweisbar viereckig. Jetzt aber war er kreisrund wie ein Taifunrad. Und nun begann ſich das Schickſal des Alois Querl mit ſchwindelnder Geſchwindigkeit zu erfüllen! Mit einem Ruck kam der vormals Marktplatz, jetzt Taifunrad, ins Rotieren. Alois, zum Mittelpunkt dieſes Wirbels verdammt, ſpreizte mit letzter Geiſtes⸗ gegenwart die Beine, um der fatalen Bewegung zu trotzen. Was aber geſchah mit dem freundlich Leuch⸗ tenden? Der aus ſeiner Friedlichkeit aufgeſtörte und gröblich verläſterte Mond fiel aus der mattſchwar⸗ zen Raumunendlichkett in einer großen Spirale * herab, kam näher, wurde groß und noch größer im Sturz. Als dieſe zwei verſchiedenen Bewegungen im Bewußtſein Alois Querls zuſammenſtießen, er⸗ gaben ſie eine Interferenz, der er nicht gewachſen war. Hoffnungslos beſtürzt ſaß Alois plötzlich da. Raſend rotierte der Marktplatz rechts herum, und in links gedrehter Spirale taumelte der Rieſenmond auf ihn zu. Alois Entſetzen entlud ſich in einem letzten, furchtbaren Schrei.„Schweizerkäſe,“ brüllte er mit berſtendem Magen. Und dann kam der un⸗ glückliche Frevler unter das ſchwer beleidigte Geſtirn. Frau Martha Joſephine Wagenſeil, die früh auf⸗ ſtehende Milchbeſorgerin der Stadt, entdeckte als erſte in der Morgendämmerung des nächſten Tages den faſt bis zur Unkenntlichkeit entſtellten Leichnam. Da lag alſo der penſionsberechtigte Steuerbeamte Alois Querl, dünn gewalzt wie Nudelteig und an den Rändern ſchon leicht aufgebogen wie ein welkes Blatt. Er bedeckte jetzt— der Stadtgeometer Martin Kleinſchmidt berechnete es im Laufe des Vormittags — ein Areal von 42 Quadratmetern. Es war nötig, den Marktplatz für den geſamten Verkehr polizeilich zu ſperren. Ueber die geheimnisvolle Todesart Querls kamen die wildeſten Gerüchte in Schwang. Aber auch Pfarrer Nowack wußte über dieſen Punkt nichts Einleuchtendes bekzubringen. Am dritten Tage begrub man Alois Querl mit allen Ehren und ſogar Muſik. An ſeiner mehrfach zuſammengefalteten Leiche trauerte die geſamte Bürgerſchaft um ein leuchten⸗ des Beiſpiel treueſter Pflichterfüllung und zuver⸗ läſſiger Staatsgeſinnung. Was der Rundfunk bringt Alte und Neue Tänze. Das Nachmittagskonzert des Südfunks vom 3. September gibt ein Bild der geſchicht⸗ lichen Entwicklung der Tanzmuſik, beginnend mit dem 16. Jahrhundert und mit einem modernen Foxtrott ab⸗ ſchließend. Wenn in dem kleinen Rahmen auch nur die markanteſten Erſcheinungen der Tanzmuſik gebracht werden können, ſo erhält der Hörer doch in durchaus unterhalten⸗ der Form einen Ueberblick über die gebräuchlichſten Tanz⸗ formen. 1 8 5 8 8 Der engliſche Romanſchriftſteller Sir Ful Caine, der durch ſeine Schilderung der Inſel Man berühmt geworden iſt, ſtarb geſtern im Alter von 79 Jahren. Mit ihm geht einer der letztes großen Schriftſteller der viktorian“ ſchen Zeit dahin. Caine brachte ſeine eren Bücher heraus, als noch Dickens die literariſche Bühne beherrſchte. Seine Romane waren umfang; reich und voll von beſchaulichen Schilderungen. Jus geſamt haben ſeine Bücher, die in viele S überſetzt wurden, eine Auflage von mehr als Millionen erreicht. 5 758 3 Ein neuer Komet entdeckt. Nach Mitten 1 der Prager Sternwarte hat der Ane Rynes aus Saragoſſa kürzlich einen 8 fünfter Größe entdeckt, der dieſer Tage ſeine 1 Sonnenhöhe erreicht hat und in dieſem Zeitpun 1 elf Millionen Kilometer von der Erde e N wird. Seine Geſchwindigkeit wird ſich auf 10 meter in der Sekunde ſteigern. Die Annähen die Sonne iſt ein Grund dafür, daß die Beo tungsmöglichkeit ungünſtig beeinflußt wird; es 0 jedoch nicht ausgeſchloſſen, daß eine Entwicklune n 1 größerer Helligkeit erfolgt, ſo daß man den Lumen auch bei Tage wird beobachten können. Die 7 ſtigſte Zeit für die Beobachtung des Kometen wer 159 die letzten Tage des September ſein. Bis dahin 155 ſeine Entfernung von der Sonne bis auf eine 1 a nomiſche Einheit, d. i. die Entfernung der Erde der Sonne, anwachſen. N * Mit Pauken 155 Trompeten gegen Wildſche e f Die Gemeinden des Taunus, des Rheingaues ez, Hunsrück werden durch eine ſchwere e uit ſchweinplage geſchädigt. Das Schwarzwild 1 in ſolchen Maſſen auf, daß in einer Reihe von Gem ib den bereits die Feuerwehr aufgeboten e 5 um durch Schreckſchüſſe und Trompeten bla N die Tiere zu verſcheuchen, die vor allen, 1 Haferfelder verwüſten. Wie groß die wee ſind, zeigt die Tatſache, daß z. B. eine einzine 8 Gemeinde bis jetzt bereits einen Wildſchaden von Mark aufweist, wobei man berückſichtigen muß, die Schäden an den Kartoffeln noch bevorſtehen. 8 die v den ſtern ein. 2 den 6 zurüc Ferie Willk Bahn ſark Bahn in Er hatten Lohr man treffei kirch feld prächt der A dem! nächſt. Gad Sträu Kinde mer; Obe! ten zu komm ſchmüte Nat Erzähl nug be De Erholt ſehr gi Odenn wie be Tagen durch In ein terer! durchw Kolont eigenen Ferien lich nü der Ve Regent Gerne blieben gelebt licht, d verſcho Eltern tag an lianſtre heim u ſonenkt ſtabter * Mont größere 10000 5000 M 175 559, Nrn. 2 Am tionalt ſeſtgeſe Ae a ſagen n beſſeren Mittel nachbem darum, vielen zu dur eingere gegange wiede r Mit-. ever, Veran⸗ nlängſt und Agriſſe rhoben, reſſe in gurden, 7 katho⸗ n einer bfarrer in offi⸗ r Hein⸗ 8 ſchei⸗ eit des te der genden zetriebe Aktien⸗ 5 et n unſeres ſeiner e he die te. Dr, „Volks. nalpoli⸗ 1 7 tadtrats m„mi⸗ Kraſt ö 6 ö etets Sept. o ſchlug tobus eine 15 iße hin⸗ f der it mehr Kran⸗ ht von Unter b fünf allſtelle, en der ie Ge⸗ die Ge⸗ beſchäf⸗ Wahr⸗ 1 ch wie⸗ o durch⸗ eten ſich älle, bei n büß⸗ 1 vör⸗ — ir Holl el Man ter von etzten riani⸗ erſten erariſche umfang⸗ n. Jus; Sprachen als U eilungen ſtronom Fometen e grüßle itpunkle ent fein 50 Kilo⸗ rung un Beobach⸗ es itt lung z Kometen die gün⸗ werden ild tritt Gemein⸗ rden il blaſen ngen die digungen e kleine 19 8000 tuß, daß en. terer Art zu verzeichnen. Dienstag, 1. September 1931 Ferienkinder kehren zurück Nicht weniger als zwölf Ferienkolonien, die von dem Verein für Ferienkolonien in den Odenwald entſandt worden waren, trafen ge⸗ ſtern abend in drei Abteilungen im Hauptbahnhof ein. Wie ſtets bei ſolchen Anläſſen hatten ſich außer den Eltern zahlreiche Bekannte, vor allem aber die zurückgebliebenen Schulkameraden und Freunde der Ferienkinder, eingefunden, um ihnen ein freudiges Willkommen zu bereiten. Der Oſt⸗Ausgang des Bahnhofs war dicht umlagert, der Lindenhofſteg ſtark beſetzt. Die meiſten Eltern hatten ſich auf den Bahnſteig begeben, um möglichſt raſch ihre Kinder in Empfang nehmen zu können. Zur Begrüßung hatten ſich u. a. eingefunden Stadt⸗Oberſchulrat Lohrer, die Schulärztinnen Frl. Dr. Edel⸗ mann und Frl. Dr. Gottſchalk. Der erſte ein⸗ treffende Transport, der die Kolonien Neun⸗ kirchen, Waldhils bach, Gaiberg, Loben⸗ ſeld und Flins bach umfaßte, bot ein farben⸗ prächtiges Bild. War doch jedes einzelne Kind vor der Abreiſe mit einem großen Strauß Blumen aus dem Bauerngarten beſchenkt worden. Die mit dem nüchſten Zug ankommenden Kinder der Kolonie Gadernheim brachten ihre ſelbſtgeſuchten Sträuße aus Heidekraut und Tannengrün mit. Die Kinder aus den Kolonien Haag, Waldwim⸗ mersbach! und II, Strümpfelbrunn, Oberdtehlbach und Neckarkatzen bach hat⸗ len zum großen Teil Bretzeln mit auf den Weg be⸗ kommen, die ſie auf hübſch mit Zweigen ausge⸗ schmückte Stecken aufſpießten. Natürlich ging es gleich nach der Begrüßung ans Erzählen. Die Kinder konnten gar nicht ſchnell ge⸗ nug berichten, wie ſchön es geweſen war. Der Geſundheitszuſtand der zurückgekehrten Kinder iſt durchweg befriedigend. Erholt haben ſich alle, wie ja der Anblick beſtätigte, ſehr gut. Lediglich die braune Farbe fehlt, denn im Odenwald ließ ſich die Sonne gerade ſo wenig blicken wie bei uns. Erkrankungen kamen nur in den erſten Tagen in einzelnen Kolonien vor, konnten aber durch Eingreifen des Arztes raſch behoben werden. In einer Kolonie waren zwei Armbrüche leich⸗ Die Verpflegung war durchweg ausgezeichnet. Untergebracht waren die Kolonien in den Sälen von Gaſthäuſern, wobei die eigenen Einrichtungsgegenſtände des Vereins für Ferienkolonien Verwendung fanden. Außerordent⸗ lich nützlich erwieſen ſich verſchiedene Spiele, die her Verein beſitzt und die den Kindern über die Regentage hinweghalfen. 300 Kinder kamen zurück. Gerne wären die meiſten von ihnen noch länger ge⸗ blieben, denn man hatte ſich jetzt erſt richtig ein⸗ gelebt und hätte gerne noch manchen Plan verwirk⸗ licht, der durch das ſchlechte Wetter immer wieder herſchoben und ſchließlich aufgegeben wurde. Die Eltern ſind aber froh, ihre Kinder wieder um ſich zu haben. Manche Freudenträne wurde bei der Begrü⸗ zung vergoſſen, denn vier Wochen ſind doch eine lange Trennungszeit.* * * Mit dem Fahrrad ſchwer verunglückt. Wie nus aus Neuſtadt a. H. gemeldet wird, rannte am Sonn⸗ lag an der Kreuzung der Mußbacher⸗ und Maximi⸗ hanſtraße ein Elektrotechniker aus Mann⸗ heim mit dem Fahrrad dermaßen gegen einen Per⸗ ſonenkraftwagen, daß er ſchwerverletzt ins Neu⸗ ſtabter Krankenhaus verbracht werden mußte * Preußiſch⸗Süddeutſche Klaſſenlotterie. In der Montag⸗Vormittagsziehung wurden von gößeren Gewinnen ausgeloſt: 2 Gewinne zu je 10000 Mark auf die Nr. 59 764, 14 Gewinne zu je 5000 Mark auf die Nrn. 13, 1563, 1987, 55 708, 109 223, 14 559, 820 179, 12 Gewinne zu je 3000 Mark auf die Nrn. 27 742, 41 008, 42 352, 126 473, 195 619, 308 097; in der Nachmittagsziehung: 2 Gewinne zu je 0000 Mark auf die Nr. 91 658, 2 Gewinne zu je 5000 Mark auf die Nr. 28 037, 12 Gewinne zu je 3000 Mark auf die Nrn. 69 033, 72 532, 131090, 249 184, 204 196, 372 564.(Ohne Gewähr.) Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 401 Weihe des Kehler Pionier-Denkmals Kehl hatte einen großen Tag! Der Pioniertag am vergangenen Sonntag war ein Ereignis. 5000 alte Schwarzkragen— gering geſchätzt— hatten aus allen Teilen Badens ihre ehemalige Garniſonsſtadt aufgeſucht. Am Samstag nachmittag fand die Tagung des Landesverbandes unter dem Vorſitz des Landesvorſitzenden Bieder⸗ manns⸗ Karlsruhe ſtatt. Schriftführer Stabdler⸗ Karlsruhe erſtattete den Geſchäftsbericht, der feſt⸗ ſtellte, daß der Verband ſich in einer erfreulichen Ent⸗ wicklung befindet. Die finanzielle Lage iſt befrie⸗ digend. Stadtbaumeiſter Schäfer⸗Kehl berichtete Photo: Emil jahraus, Hehl a. Rh. über das Denkmal, ſeine Geſchichte und ſeine Koſten (etwa 13000 Mk.). An den Reichspräſidenten wurde ein Begrüßungstelegramm geſandt. Der 42. Pionier⸗ tag im nächſten Jahre ſoll im Oberland abgehalten werden. In Betracht kommen Donaueſchingen und Konſtanz. Die Entſcheidung bleibt dem Vorſtand überlaſſen. 5 Für den Begrüßungsabend reichten die Säle nicht aus. Es mußte in drei ver⸗ ſchiedenen Räumen getagt werden. Dadurch ent⸗ ſtanden Unzuträglichkeiten, die aber bei der Be⸗ geiſterung der alten Pioniere, wieder in der ehe⸗ maligen Garniſon zu ſein, gerne in Kauf genommen wurden. Da die Stadthalle die Feſtteilnehmer bei weitem nicht aufnehmen konnte, mußte ein im Turn⸗ hallenhof errichtetes großes Zelt, das mit der Stadt⸗ halle durch Lautſprecher verbunden war, in Anſpruch genommen werden. Die Feſtrede hielt Oberſtleut⸗ nant a. D. Hinze, der letzte Kriegskommandeur des Bataillons 14. Umrahmt war die Veranſtaltung durch Geſangsvorträge und Muſikdarbietungen, die ſtürmiſchen Beifall hervorriefen. Sonntag vormittags brachte ein weiterer Extra⸗ zug von Mannheim neue Feſtteilnehmer. In ge⸗ ſchloſſenem Zuge unter Vorantritt der Hanauer ging es zum Kaſernenhof, wo ein Feldgottesdienſt ſtattfand. Dekan Stengel und Vikar Schem⸗ mel hielten die Feſtanſprachen. Um 11 Uhr fand die feierliche Enthüllung des Ehrenmals ſtatt. Eine rieſige Menſchenmenge umſäumte den Roſengarten, wo das impoſante Denkmal Auffſtellung gefunden hat. Vor dem Denkmal war eine Ehren⸗ wache in den verſchiedenen Uniformen der badiſchen Pioniere aufgeſtellt. Zuerſt ein Regiments⸗Zimmer⸗ meiſter aus den Kriegen Napoleons J. mit langem Zopf unter der Blechmütze und einem wallenden Bart, die Axt in der Hand. Dann ein Pionier aus der Zeit nach den Freiheitskriegen mit dem Raupenhelm und das„.“ darauf, ein Pionier von 1853 mit den kapmeſinroten Streifen des General⸗ ſtabs und einem Haarbuſch auf der Pickelhaube mit dem badiſchen Greif. Zuletzt ein Pionier in der Friedensuniform von 1914. Es war ergreifend, als auf das Kommando„Bataillonsfahne marſch“ die alte Pionierfahne, von zwei Offizieren mit ge⸗ zogenem Degen geleitet, über den Platz kam und ſich dem Denkmal gegenüber aufſtellte. Der Weiheakt begann mit dem Beethovenſchen Opferlied„Die Flamme lodert“. Der letzte Friedenskommandeur des Batail⸗ lons, Oberſt a. D. Eggeling, hielt die Weihe⸗ rede, die in den Herzen der alten Pioniere ſtarken Wider⸗ hall fand. Unter dem Klang des Liedes„Ich hatt' einen Kameraden“, dem Geläute ſämtlicher Glocken und Böllerſchüſſen fiel die Hülle. Der Landesvor⸗ ſitzende der badiſchen Pioniere, Herr Emil Bieder⸗ mann, übergab das Denkmal der Stadt Kehl. Bürgermeiſter Dr. Luthmer übernahm es in den Schutz der Stadt. Er bat die Anweſenden, mit ihm für Deutſchlands Wohl, wie einſt die ausziehenden Pioniere im Jahre 1914, zuſammenzuſtehen, und ließ das Deutſchlandlied anſtimmen. Hunderte von Krän⸗ zen wurden niedergelegt, u. a. von Oberſtleutnant Hinze im Namen der früheren Großherzogin Hilda und von dem Vorſitzenden des Verbandes ehemali⸗ ger 11ber, Sitz Mannheim, gleichzeitig im Namen der KW. 1 110er Offiziers⸗Vereinigung. Auch der Bund und der Offiziersverein des der ehemaligen Garni⸗ ſon Kehl benachbarteſten Infanterie⸗Regiments, des 1. Unter⸗Elſäſſiſchen.⸗R. 132, früher Straßburg, ließen Kränze niederlegen. Der Möllendorfer Ar⸗ meemarſch beendete die Feier. Um 3 Uhr nachmittags ging ein impoſanter Feſtzug durch die Straßen. In dem aus fünf Zügen be⸗ ſtehenden Zug, der von einem Beritt Hanauer Rei⸗ ter und fünf Muſikkapellen angeführt wurde, be⸗ wegten ſich 26 Pioniervereine, 3 Waffenvereine und die Kehler Kriegervereine. Aus der Stadt Mann⸗ heim folgten /über 100 alte Schwarzkragen dem Rufe der ehemaligen Garniſon. Die Reichswehr war durch eine Abordnung des 13..⸗W.⸗Kompagnie des 14.(Bad.) Inft.⸗Regts. vertreten. Auch ein Abge⸗ ſandter des Wehrkreiskommandos war erſchienen Alle Feſtteilnehmer werden noch lange an die herzerfriſchenden Stunden zurückdenken. Ein„Hoh⸗ Ruck“ für Kehl, für Baden und für Deutſchland. Edith Heinemann verabſchiedet ſich So ſchön haben wir uns an den blonden Wuſchelkopf ge⸗ wöhnt. Nun zieht Edith Heinemann von dannen. Der geſtrige Abſchiedsabend zeigte noch einmal die Be⸗ liebtheit der Künſtlerin, die mit ihrer kleinen Kapelle einige Monate das Kaffee Belbe mit guter Muſik verſorgte. Noch einmal hörte man das Quartett mit klaſſiſcher und moderner Muſik, lauſchte den Viokinſoll und den Geſangseinlagen der ſympathiſchen Künſtlerin. Bald glich das Podium einem Blumenladen. Eine Rieſenſchachtel deckte für eine zeitlang Frl. Heinemanns Bedarf an Pralinen. Heute ſiedelt ſie nach Karlsruhe über, wo ſie mit neuer Beſetzung ans Kaffee Odeon verpflichtet iſt. Ein neues Soliſten⸗ Quartett hält heute ſeinen Einzug ins Belbe, aber Edith Heinemann darf bald wieder kommen, denn ſie hat es verſtanden, für jeden Geſchmack das Richtige zu bringen. * 25jähriges Dienſtjubilänm. Der Regiſtrator Joſef Nied kann heute auf eine jährige Tätigkeit bei der Großhandels⸗ und Lagereiberufsgenoſſenſchaft, Sektion 7, zurückblicken. Vorſtandſchaft, Direktion und Kollegen haben den ſtets pflichtgetreuen Beamten entſprechend geehrt. Wenig erfreuliche Zuſtände Das Ballſpiel im Strandbad, das bei ges ringem Beſuch in den letzten Tagen ſtillſchweigend auch außerhalb des Spielplatzes geduldet wurde, führt wieder zu Unerträglichkeiten. Die Beläſtigun⸗ gen der Badegäſte waren am Sonntag ſo ſtark, daß das Aufſichtsperſonal eingreifen und die Ballſpiele auf den ihnen zugetelten Platz verweiſen mußte. Nicht immer wollten ſich die übereifrigen Sportler den Anordnungen fügen. Nur zu oft mußte mit Weg⸗ nahme des Balles gedroht werden, ehe ein Erfolg der Warnung zu verzeichnen war. Es wird auch in Zu⸗ kunft nichts anderes übrig bleiben, als rückſichtslos durchzugreifen, damit endlich einmal Ordnung herrſcht und die Proteſte der beläſtigten Badegäſte verſtummen. Es iſt durchaus begreiflich, wenn jemand darüber empört iſt, wenn ein naſſer Ball auf ſeinem hellen Sonntagsanzug landet. Noch ſchlimmer erging es einer Dame, deren helles Sommerkleid über und über mit Schlammſpritzern bedeckt wurde. Die Urſache war ein Medizinball, der ſeinem Werfer ausglitt und in eine von dem Hochwaſſer zurückgelaſſene Pfütze fiel. Die mit Recht empörte Dame wollte zuerſt Straf⸗ anzeige ſtellen, ließ ſich aber ſchließlich noch auf einen Vergleich ein, da die Miſſetäter ſich bereit erklärten, die Koſten für die Reinigung des Kleides zu tragen. Wir haben nur zwei herausgegriffen. Die Bade⸗ wärter können auch nicht überall ſein. Es muß durch⸗ aus anerkannt werden, daß ſie unermüdlich für Ord⸗ nung beſorgt waren und es an Zurechtweiſungen nicht fehlen ließen. Wenn das Spiel, nachdem ſie ſich weg⸗ gewendet hatten, von vielen fortgeſetzt wurde, ſo war das eine Ungehörigkeit, für die die Aufſichtsperſonen nicht verantwortlich gemacht werden können. Nur die Einſicht des Badepublikums und die tätige Mitarbeit aller vernünftig Denkenden kann in dieſem Falle Ordnung ſchaffen. Wenn die Ermahnungen und Ver⸗ warnungen nichts mehr nützen, dann wird nichts an⸗ deres übrig bleiben, als ſchärfere Saiten aufzuziehen. und den Sündern nicht nur die Bälle abzunehmen, ſondern ſie auch zu beſtrafen. 25 Einwanderung nach Mexiko Es wird immer wieder der Verſuch gemacht, die Einwanderungsbeſtimmungen einzelner Länder 31 umgehen. Faſt ausnahmslos gelangen die, die frem⸗ des Land ohne das erforderliche Viſum betreten, in die größten Schwierigkeiten. So iſt es möglich, mit einem für ſechs Monate gültigen Touriſtenpaß au⸗ ſtandslos nach Mexiko zu gelangen. Allerdings muß der betreffende Touriſt beim Betreten des Landes eins Summe von 500 Mark hinterlegen. Es iſt aber ſtreng unterſagt, daß der Touriſt ſich irgendwelcher Arbeit oder ſonſt einer Erwerbstätigkeit widmet. Wie der Evangeliſche Hauptverein, Bera⸗ tungsſtelle für Aus wanderer, Berlin, Oranienburgerſtraße 14, erfährt, werden Zuwider⸗ handlungen mit hohen Geldſtrafen und ſofortiger Landesverweiſung geahndet. Grundſätzlich wird von der mexikaniſchen Regierung kein Touriſtenpaß in eines dauernde Aufenthaltserlaubnis verwandelt. Auch Geſchäftsreiſende können mit einem Touriſten⸗ paß ihren Arbeiten nicht nachgehen, ſondern ſie be⸗ nötigen eine beſondere Einreiſeerlaubnis. Da in letzter Zeit wiederholt Fälle vorgekommen ſind, daß Einwanderer die Beſtimmungen zu umgehen ſuchten und daun die Folgen tragen mußten, iſt dringend jedem Auswanderungswilligen zu empfehlen, ſich vor der Verwirklichung ſeines Auswanderüngsplaues mit einer Auswandererberatungsſtells in Verbin⸗ dung zu ſetzen. Der genannte Verein erteilt die Aus⸗ künfte koſtenlos. b 28 * Staudkonzert am Friedrichsplatz. Für das nächſte, bei gutem Wetter ſtattfindende Abendkon zert in Zeit von 20 Uhr bis 22 Uhr unter Leitung von Kapell⸗ meiſter Fr. Seezer jr. iſt nachſtehendes Programm vor⸗ geſehen: Marſch des heſſ. Kretsregiments Landgraf(Krauſe); Ouverture zu„Die Zigeunerin“(Balfe); Walzer„Tout Paris“(Wald teufel); Spaniſche Patrouille(Deshayes]; Tirol in Lied und Tanz(Fetras); Ungariſche Luſtſpiel⸗ der Ouverture(Keler⸗Bela); Eſpanna⸗Walzer(Waldteufel); Ortentaliſcher Tanz GVollſtedt); Skizzen aus Rußland (Fetras). Leuchtfontäne! d Optimismus Zum Beginn der neuen Spielzeit des Auf unſere Bitte überſendet uns der Intendant des Nationaltheaters den folgenden Vorausblick auf die beginnende Spielzeit. Am Samstag, den 5. September, öffnet das Na⸗ llonaltheater ſeine Pforten für die neue Spielzeit. Nach allen Auſpizien ein ſchwerer Winter, dem wir entgegen gehen. Die wirtſchaftliche Not jedes ein⸗ zelnen, die diktatoriſchen Sparparolen der Behörden, die politiſche und geiſtige Verwirrung der Zeit ſind ein ſchlechter Boden für unſere Sache und für ihr Geſchäft. Wir ſind uns deſſen wohl bewußt. Und doch—wir gehen mit Mut und voll Hoff⸗ nung an die Arbeit, denn wir ſind ge⸗ rüſtet Der letzte Winter brachte den unbeſtreitbaren Er⸗ ole ſtarker Zuſtimmung weiteſter Kreiſe der Heffentlichkeit, des Publikums und der Preſſe zu den Zeiſtungen des Nationaltheaters, mit der wir, beſon⸗ ders gegen Ende der Spielzeit, eine ſtarke Brücke zur beginnenden gebaut zu haben glauben. Bet der Zuſtimmung allein iſts nicht geblieben. Wir haben 195 wirtſchaftlich ſchlechteren Zeiten auch erheblich lärkeren Zuſpruch im Beſuch und damit größere Elnnahmen zu verzeichnen, als in den Jahren vor⸗ 15 und wir gehen trotz ſtärkſter Inanſpruchnahme 780 Betriebs ohne die geringſte Ueberſchreitung des ketleſebten Ausgabeetats ins neue Jahr hinein. eine Selbſtverſtändlichkeit, wie die Wirtſchaftler 1 werden, wenn man bedenkt, daß in früheren, 1 Jahren dem Intendanten trotz größerer ittel jede beliebige Ueberſchreitung großzügig zachbewilligt wurde. Keine Selbſtverſtändlichkeit auch drum, weil wir einen Winter mit außergewöhnlich nielen Krankheits⸗ und Unglücksfällen im Perſonal zu durchſteuern und mit weniger Kräften und ge⸗ ungeren Mitteln als in früheren Jahren verloreu⸗ degangenes Intereſſe und Vertrauen zum Theater uiederzugewinnen hatten. * der Aktivität Nationaltheaters— Von Herbert Maiſch Unter dieſem Willen: Intereſſe und Ver⸗ trauen der theaterliebenden— um nicht zu ſagen theaterverltebten— Mannheimer wieder zu gewin⸗ nen, ſtand das letzte Jahr. Wir haben es verſucht durch eine innere Verjüngung, durch den Geiſt und die Qualität der Aufführungen auf der einen Seite, durch eine Verlebendigung des Betriebs, ein Suchen nach der Ausnutzung jeder theatraliſchen Möglichkeit auf der anderen. Daß dies möglich war, verdanken wir einem einſichtsvollen Mitgehen und einer aufopfernden Mitarbeit des geſamten Perſo⸗ nals, für das vor aller Oeffentlichkeit Dank zu ſagen mir eine dringende Pflicht iſt. Wenn wir ſagen durften, daß wir gerüſtet in den ſchweren Winter zu gehen glauben, ſo ſind es zunächſt dieſe moraliſchen und wirtſchaftlichen Grundlagen, die wir damit meinen. Wir wol⸗ len auf ihnen weiterbauen. Wir ſind der feſten Ueberzeugung, daß„Stillhalten“ und„Niveau⸗ ſenkung“ Begriffe ſind, die auch in heutiger Zeit für das Theater, wie für jede künſtleriſche Betätigung, nicht in Frage kommen dürfen, wenn wir nicht beſſer gleich kapitulieren wollen. Fortſchreiten auf dem begonnenen Wege, muß die Parole der neuen Spielzeit ſein. Gerade weil unſere Lage noch ſchwerer geworden iſt. So iſt auch — mit den gleichen Etatmttteln wie im letzten Jahre — ein Perſonalaufbau erfolgt, der die ent⸗ ſtandenen Lücken wieder ſchließt, un⸗ vermißbare, im letzten Jahre fehlende Fächer wiederbringt und die in den wohl⸗ verdienten Ruheſtand getretenen älte⸗ ren Mitglieder durch jüngere erſetzt. 18 junge friſche Kräfte, aus vielen ausgewählt, von guten Theatern kommend, treten zu den be⸗ währten wieder verpflichteten Mitgliedern und ſollen mit ihnen ein noch engeres lückenloſes Enſemble bilden, als es das letztjährige war. Eine völlige Reorganiſation hat das Bal⸗ lett erfahren. Außer der neuen Meiſterin ſind drei neue junge auch ſoliſtiſch zu verwendende Kräfte in das kleine Tanzenſemble eingeſtellt und daneben ein Tanz⸗Studio von 20 jungen Damen und 10 jungen Herren errichtet, die aus über 200 hieſigen und auswärtigen Tanzbegeiſterten und tänzeriſch Intendant Herbert Maisch Begabten ausgewählt wurden und zu dem ſpäter noch ein Bewegungschor tritt. Dieſe jungen Menſchen, die hier unentgeltlich eine fachkundige rhythmiſch⸗gymnaſtiſche und hühnentänzeriſche Aus⸗ bildung nach allen Richtungen erhalten und dafür zu gleicher Verwendung dem Theater zur Ver⸗ fügung ſtehen, bilden eine neue Verjüngung und Belebung des Enſembles. Künſtleriſche Enſemblearbeit, Ar⸗ beitskameradſchaft und menſchliche Not⸗ gemeinſchaft ſind unſer Ziel im kom⸗ menden Jahr nach innen und nach außen. Wir wollen es, in Fortſetzung der Arbeit des letzten Jahres, in guten Vorſtellungen aus dem Reſervoir des ſchon im Juni angekündigten Spielplans ſuchen, zu dem noch weſentliche Neuerſcheinungen in der Richtung unſeres Programms treten werden. Wir werden auch wieder verſuchen, unſer Spielfeld, da wo wir es für nötig halten, über den Rahmen des Nationaltheaters hinaus auszudehnen, obwohl hier⸗ gegen, wie die Unterbindung weiterer Vorſtellungen im Schloß gezeigt hat, Kräfte am Werk ſind. Wir brauchen zu unſerm Wollen das Publikum. Nur mit ihm kann es ein Vollbrin⸗ gen werden. Wir rechnen damit, daß es uns auch in Zeiten der Not Gefolgſchaft leiſten wird, ja daß es gerade in Zeiten der wirtſchaftlichen Not auf das Theater als eine Stätte geiſtiger Sammlung und geiſtiger Auseinander⸗ ſetzung als eine Stätte un beſchwerten Si ch⸗ vergeſſens und geſteigerter Lebens freude nicht verzichten will. Die Preiſe ſind geſenkt. Wir rechnen Publikum. auf das Verteilung des Förderer⸗Preiſes des Deut⸗ ſchen Künſtlerbundes. Aus der von Kunſtfreunden zur Verfügung geſtellten Summe von 7000 Mark gelangte jetzt der ſogenannte Förderer⸗Preis der Deutſchen Künſtlerbund⸗Ausſtellung zur Verteilung. Die Preiſe wurden folgenden Künſtlern zuerkannt: Max Kaus, Berlin, Pol Kaſſel, Wehlen bei Dresden, Joſef Scharl, München, Arnold Bode, Berlin, Kurt Radtke, Berlin, Kurt Roe ſch, Berlin, Max Neumann, Berlin, Clemens Wie ⸗ ſchebrink, Berlin. Im Folkwang⸗Muſeum in Eſſen wird eine Ausſtellung der preisgekrön⸗ ten Werke veranſtaltet. 4. Seite/ Nummer 401 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag ⸗Ausgabe koße folge Mannheimer Hunde züch ler Jubiläums ⸗Raſſehunde⸗Ausſtellung in Heidelberg Trotz der Schwere der Zeit iſt es dem Verein der Hundefreunde Heidelbe rig und Um⸗ gebung gelungen, die aus Anlaß ſeines 40 j a h rigen Beſtehens veranſtaltete Jubiläums⸗ Ra ſtſehunde⸗Ausſtellung, der eine Ba⸗ diſche Verbands ⸗Ausſtellung angegliedert war, mit vollem Erfolg zur Durchführung zu bringen. Etwa 400 Wauwaus gaben ſich im ehe⸗ maligen Marſtall ein Stelldichein. Für die Preis⸗ richter war es keine leichte Aufgabe, über das ihnen zur Prüfung vorgeführte erſtklaſſige Raſſematerial zu richten. Auch die Mannheimer Kynolo gen hatten die Ausſtellung wieder reichlich beſchickt und kpunten mit ihrem edlen Material große Erfolge er⸗ zielen. Großen Beifall ſand die im Anſchluß an die Wertung abgehaltene Polizeihunde⸗Vor⸗ führung. Auszeichuung Mannheimer Beſitzer und Züchter: Deutſche Spitz(Mannheimer Spitz): Herr Sator erhielt das Prädikat„Vorzüglich“ und den 1. Preis in der offenen Klaſſe, Kriminalſekretär Miller„Vorzüglich“ und den 2. Preis. Deutſche Schäferhunde: „Vorzüglich“ und 3. Preis erzielte in der Alters⸗ klaſſe Herr Grübel(aus der Zucht des Herrn Lederer ⸗ Mannheim),„Vorzüglich“ und 1. Preis Herr Pribel(aus der Zucht des Herrn Porſtein⸗ Mannheim),„Sehr gut“ Herr Hummel(aus der Das Prädikat 7 ͤ dd ⁊ f Jliegende Katzen im Maunheimer Tierpark Käfertaler Wald Die Leitung des Mannheimer Tierparkes im Käfertaler Wald hat es ſich zur Hauptaufgabe ge⸗ macht, die einheimiſche Tierwelt der Bevölkerung zu⸗ gänglich zu machen. Der Tierpark beherbergt ſaſt alle in unſerer Heimat vorkommenden Eulen. Zur Zeit werden gezeigt: Uhu, Schleiereule, Waldohreule, Waldkauz und Steinkauz.„Fliegende Katzen“ iſt die richtige Bezeichnung für dieſe nächtlichen Raubritter. Leiſten ſie doch durch das Vertilgen zahlxeicher Mäuſe und ſchädlichen Inuſekten aller Art der Land⸗ und Jorſtwirtſchaft ſehr großen Nutzen. Im Tierpark bewohnen die Eulen eine geräumige Voliere, in der Tannendickicht und die Nachbildung alter Mauerreſte ihren Lebensgewohnheiten vollkom⸗ men Rechnung tragen. Am Tage ſitzen ſie verträumt auf Zweigen oder Steinen, hin und wieder mit halb⸗ geſchloſſenen Augen, ab und zu leiſe Laute von ſich gebend. Kaum aber hat ſich die Dämmerung ein⸗ geſtellt, beginnt in dem Eulengehege ein reges Leben. Gleich großen Federnknäueln pluſtern ſich die Vögel Auf, den Kopf hin und her bewegend, bis ſie mit einem kühnen Luftſprung zu ihrem Futternapf hinunterfliegen. Mit Gejohle wird das„Souper“ verzehrt, Der Wärter macht ihnen leichte Arbeit. Fein⸗ gewiegt, mit Federn oder Haaren vermiſcht, erhalten ſie ihr ſtets friſches Futterfleiſch. Wer aber glaubt, daß die Eulen nur bei Nacht lebendig ſind und den leben langen Tag verſchlafen, der irrt ſich gewaltig. Am eſtillen Vormittagen, wenn der Tierpark von Be⸗ ſuchern wenig bevölkert iſt, kann man des öfteren die Käuze in der Sonne„baden“ ſehen. Behaglich auf dem Boden liegend, fühlen ſie ſich ſehr wohl. Ueber⸗ haupt ſind Eulen in der Gefangenſchaft ſehr zutrau⸗ lich. Alle Eulen ſtehen bei uns unter ſtrengſtem Naturſchutz. Es iſt daher die Bitte berechtigt, ihnen größte Schonung angedeihen zu laſſen. Unter keinen Umſtänden dürfte es vorkommen, daß dieſe harm⸗ loſen und nützlichen Vögel von Schießwütigen ſinn⸗ los heruntergeknallt werden. M. Film⸗Rundſchau Roxy:„Maha“ Der noch immer anhaltende Mangel an Tonfilmen hat ſeine angenehme Seite. Er veranlaßt die wiederholte Vor⸗ führung älterer Filme, die wir vielleicht ſchon kennen, die aber trotzdem völlig neu und überraſchend wirken. Dies trifft in beſonderer Weiſe auf einen Kulturfilm zu, den gegenwärtig das„Roxy“ zeigt:„Maha“. Er gibt ein ein⸗ drucksvolles Bild der ſeltſamen Wunderwelt der Großen Sundainſeln im Indiſchen Archipel, ſoweit er der Riederländiſchen Kolonialherrſchaft unterſteht. Die in Üüppigſter Fruchtbarkeit ſich entfaltende Landſchaft und die öft ſo rätſelhaft vollkommene Schönheit der in ihr wurzeln⸗ den Menſchen wecken im Zuſchauer bewunderndes Erſtau⸗ nen, gleich wie die höchſt eindrucksvollen Bilder der zer⸗ störenden Kräfte und Leidenſchaften in Menſch und Natur: Wir ſehen den Unterſee⸗Vulkan Krakatau in voller Tätig⸗ keit und ſehen die grauſamen Hahnenkämpfe und Stier⸗ rennen Von uralter kultiſcher Ueberlieferung erzählen die Bilder der großartigen Tempeltänze und Beſtattungs⸗ ritualien. Man muß einen heftigen Sprung tun, um ſich nach die⸗ ſem Bildſtreifen noch an dem dann folgenden Harry Viedtke⸗Film amüſieren zu können:„Blaue Jungen von der Marine“. Bruchſal, 30. Aug. Geſtern nacht verſtarb im Alter von 82 Jahren der weit über Bruchſal hinaus bekannte Seniorchef der Firma Karl Gabriel. Er war Feldzugsteilnehmer von 1870/71 und hat ſich durch beſondere Tapferkeit im 70er Kriege das Eiſerne Kreuz erworben. Zucht des Herrn Laib⸗ Mannheim),„Note ſehr gut“ Herr Streicher ⸗Neckarau. Neufundländer: Herr Büchner ⸗Maunn⸗ heim erhielt das Prädikat„Vorzüglich“ und den 1. Preis und errang gleichzeitig den Siegertitel in der Siegerklaſſe. Deutſch⸗Kurzhaar: Aus der Zucht des Herrn Seidler erhielten 3 Hunde das Prädikat „Vorzüglich“ mit erſten Preiſen. Seine Zuchtgruppe in dieſer Kategorie ſtand an erſter Stelle, Foxterrier: Beſitzer Burg meier errang in offener Klaſſe Note„Vorzüglich“ und den 1. Preis; Züchter Heiß in Jugendklaſſe„Vorzüglich“ und 1. Preis. Pinſcher⸗Schnauzer: Züchter Schips für Rieſenſchnauzer Prädikat„Sehr gut“, Herr Weber für 2 Hunde je Prädikat„Vorzüglich“ u.„Sehr gut“. Pekingeſen und Japan ⸗Chin: Die be⸗ kannte Züchterin in dieſer favoriſierten Raſſe, Frau Maſius, erhielt mit 1 Hund in Jugendklaſſe das Prädikat„Vorzüglich“ und 1. Preis, mit 1 Hund in der offenen Khaſſe die Note„Vorzüglich“ und den 2. Preis. Schottiſche Terrier: Der im Beſttze des Herrn Dr. Steinmig Ludwigshafen ſtehende Scotch laus der Zucht von Stenger ⸗ Mannheim) errang das Prädikat„Vorzüglich“ und 1. Preis. Wäö. Kommunale Chronik Schwetzingen, 31. Aug. Die ſtimmfähigen Ge⸗ meindebürger u. die im Bürgergenuß ſtehenden Bür⸗ gerswitwen haben im Jahre 1927 ihre Zuſtimmung gegeben, daß der Wieſenalmend⸗Natural⸗ genuß nach Durchführung der Folgeeinrichtungen auf die Dauer von vier Jahren gegen eine jährliche Abfindung von 20% für ein Almendlos abgelöſt wird. Das Wieſengelände wurde mit dem Motor⸗ pflug der Bad. Landwirtſchaftskammer umgebrochen und von der Gemeinde in den erſten drei Jahren mit Hafer und im letzten Jahre mit Kartoffeln eingebaut. Der Gemeinderat hat beſchloſſen, das Gelände auf weitere vier Jahre(alſo bis Spätjahr 1935) in gemeindlicher Regie zu bewirtſchaften. Ueber dieſen Beſchluß hatten die Bürger und Bürgerswitwen geſtern nachmittag abzuſtimmen. Von 1146 Stimm⸗ berechtigten ſind 471 erſchienen. Davon haben 50 mit „ja“ und 421 mit„nein“ geſtimmt. Dieſe 421 Gegner wollen erreichen, daß das ganze Umbruch⸗ gelände wieder mit Gras eingeſät wird, weil die Schwetzinger Landwirtſchaft auf das Gras⸗ bezw. Heuerträgnis der Wieſen unbedingt angewieſen iſt. Da durch dieſe Abſtimmung eine gültige Entſcheidung für oder gegen den Gemeinderatsbeſchluß nicht zu⸗ ſtande kam, hat eine neue Abſtimmungstagfahrt ſtatt⸗ zufinden, wobei das Fernbleiben der Stimmberechtig⸗ ten als Abſtimmung mit„ja“ gilt. 2 Heddesheim, 31. Aug. Aus der jüngſten Ge⸗ meinderatsſitzung iſt zu berichten: Von dem Erlaß des Miniſters des Innern in Karlsruhe vom 27. Juli über Zuſchläge für Steuerrückſtände und von der Verordnung des Reichspräſidenten über Steuer⸗ rückſtände vom 20. Juli wurde Kenntnis genommen und beſchloſſen, den bisherigen Zinsſatz mit 10% im Jahr für verſpätete Zahlungen bei der Ge ſneinde⸗ kaſſe bis auf weiteres beizubehalten.— Das Geſuch des Georg Reichle III. um Erteilung der Genehmi⸗ gung zur pachtweiſen Uebernahme der Wirtſchaft „zur Eiche“ wird an das Bezirksamt, da Einſprachen während der Aushängefriſt nicht einkamen, befür⸗ wortend weitergeleitet.— Der Farrenwärterdienſt wurde dem Bewerber Leonhard Luley übertragen.— Die vorgelegte Almendverteilung auf Ableben des Landwirts Mich. Fleck wurde genehmigt.— Feld⸗ hüter Hecker im Ortsteil Muckenſturm wird im Hinblick auf die Vollendung ſeines 65. Lebensjahres am 29. Auguſt mit Wirkung vom 1. September pen⸗ ſioniert. Die Feldhüterſtelle ſoll vorerſt nicht mehr beſetzt werden.— Die Abtretung der Gemeindejagd im Ortsteil Muckenſturm von dem Jagdpächter Hein⸗ rich Beck, Mannheim auf Landwirt Georg Gaßner im Ortsteil Muckenſturm wurde genehmigt.— Die 32 Neuwaldgrundſtücke werden alsbald auf die Dauer von 6 Jahren neu verpachtet.— Die Schäffertloſe werden wieder auf die Dauer von einem Jahr ver⸗ pachtet und ſind im Jahre 1932 mit Hackfrucht einzu⸗ bauen.— Die Ausführung der Waſſerleitungsar⸗ beiten wurden Schloſſermeiſter Moos und Spengler⸗ meiſter Bach hier übertragen. N S. Bruchſal, 31. Aug. Die vom Kreisſchulamt beantragte Einführung des obligatoriſchen Handfertigkeitsunterrichts in den fünf oberen Klaſſen der Volksſchule wurde in Ueberein⸗ ſtimmung mit dem Schulausſchuß mit Rückſicht auf die Finanzlage der Stadt abgelehnt, ebenſo die Ein⸗ richtung der Zentralheizung für die Turnhalle am Friedrichsplatz.— Als Nachfolger für Stadtſchulrat Karl Höfler auf der Direktorſtelle der hieſigen Volks⸗ und Fortbildungsſchule ſchlägt der Stadtrat in Uebereinſtimmung mit dem Schulausſchuß den dienſtälteſten Rektor Peter Kiefer vor. Diese Grundsätze bringen uns fortgesetzte Umsatzsteigerung und geben Ihnen die beste Gewähr, den größten Gegenwert in Ware zu erhalten. Deulſche Leichtathleten in Luzern Schöne deutſche Erfolge bei ſchlechtem Wetter Das internationale Leichtathletik⸗Sportfeſt in Luzern, an dem ſich der größte Teil der erfolgreichen deutſchen Ländermanuſchaft, die am Samstag in Bern gegen die Schweizer gewann, beteiligte, ſtand unter keinem guten Stern. Es regnete den ganzen Tag in Strömen, wodurch die Bahnverhältniſſe ſehr ſchlecht waren. Die Organi⸗ ſation der Veranſtaltung war jedoch ſehr gut, die Kon⸗ kurrenzen wickelten ſich ſehr ſchnell und reibungslos ab und trotz der ſchlechten Bahnverhältniſſe gab es eine Reihe von ausgezeichneten Leiſtungen. Der beſte deutſche Ver⸗ treter war der Zehnkampfmeiſter Sievert, der im Ku⸗ gelſtoßen, Speerwerfen und Diskuswerfen ſiegte und in der letzteren Konkurrenz ſeine Länderkampf⸗Letſtung mit 43,26 Meter verbeſſerte. Auch der Frankfurter Sprinter Eldracher war in guter Form und gewann die 100 Meter auf der ſchweren Bahn in 10,8 Sekunden. Helber⸗ Stuttgart war beſſer disponiert als in Beru und gewann die 3000 Meter in der für die Bahnverhältniſſe ganz aus⸗ gezeichneten Zeit von 907,6. In der 4 mal 100 Meter⸗ Staffel wurden die Deutſchen, die ſich allerdings mit Barth, Dürr, Maerten und Eldracher, alſo mit zweiter Garnitur vertreten ließen. Geerling ging nicht an den Start und Eldracher beſtritt nur die 100 Meter. Von den Deutſchen ſchied daun noch der Heidelberger Din kler im Speer⸗ werfen aus, warf aber außer Konkurrenz mit 54 Meter beſſer als der Zweite im Wettkampf. Von den Schweizern ſchnitt der Hürdenläufer Maegli am beſten ab. Er gewann die 110 Meter auf der auf⸗ geweichten Bahn in 15,7 Sekunden. Barth kam hier in 16,1 ein und wurde disqualifiziert. Der Schweizer Hoch⸗ ſprung⸗Rekordmann Rieſen ſchied im Vorkampf mit 1,65 Meter aus. i Die wichtigſten Ergebniſſe 100 Meter: 1. Eldracher⸗Frankfurt 10,8; 2. Vogel⸗ Schweiz 11,0; 3. Mährlein⸗Frankfurt 11,1. 200 Meter: 1. Vogel⸗Schweiz 22,7; 2. Mährlein und Maerten(beide Frankfurt) 23,6; 400 Meter: 1. Nehb⸗Raſtatt 52,0; 2. R. Maier⸗Bern 52,1. 1000 Meter: 1. Fink⸗Stuttgart:40, 2. Abel⸗Neckarau 240,4; 3. Urech⸗Baſel:42,1. 3000 Meter: 1. Helber⸗Stuttgart 907,6; 2. Wehrli⸗Schweiz 920,2; 8. Kraft⸗Leipzig 922,2. 4 mal 100 Meter: 1. Schweiz(Vogel, Rooſt, Maegli, Dr. Strebi) 44,1; 2. Deutſchland(Barth, Dürr, Maerten, Eldracher) 44,9. Olympiſche Staffel: 1. Deutſchland(Stepp, Nehb, Eldracher, Jonas) 328,4; 2. Schweiz 331,5. Weitſprung: 1. Dürr⸗Stuttgart 6,50; 2. Keller⸗Bern 6,42; 3. Barth⸗Stuttgart 6,16 Meter. Hoch⸗ ſprung: 1. Haag⸗Göppingen 1,80 Meter; 2. Fliſter⸗Stutt⸗ gart 1,65 Meter; 3. Center⸗Luzern 1,65 Meter. Stabhoch⸗ ſprung: 1. Reeg⸗Rüſſelsheim 3,60 Meter; 2. Huber⸗Stutt⸗ gart und Brodbeck⸗Bern 3,50 Meter. Kugelſtoßen: 1. Sie⸗ vert⸗Eimsbüttel 14,55 Meter; 2. Kulzer⸗München 13,35 Meter; 3. Dr. Zeli⸗Lauſanne 12,82 Meter. Diskuswerfen: 1. Sievert⸗Eimsbüttel 43,26 Meter; 2. Buchgeiſter⸗Freiburg 37,88 Meter; 3. Huber⸗Stuttgart 34,88. Speerwerfen: 1. Sievert⸗Eimsbüttel 55,22 Meter; 2. Schuhmacher⸗Baſel 51,94 Meter; 3. Barth⸗Stuttgart 51,14 Meter. Glanzleiſtungen in Stockholm Im Leichtathletikländerkampf ſchlägt Finnland Schweden 104:76 Das bedeutendſte Ereignis der nordiſchen Staaten bil⸗ dete der am Samstag und Sonntag im Stockholmer Sta⸗ dion ausgetragene Leichtathletik⸗Länderkampf zwiſchen Schweden und Finnland. Bei idealem Wetter hatten ſich an beiden Tagen zahlreiche Zuſchauer eingefunden, die Zeugen wirklicher Glanzleiſtungen wurden. Die 20 000 Zuſchauer am Sonntag wurden allerdings von ihren Landsleuten enttäuſcht, denn die Finnen erhöhten ihren Punktvorſprung vom erſten Tage ganz erheblich und ſieg⸗ ten im Geſamtergebnis überlegen mit 104:76 Punkten. Von den 17 Konkurrenzen holten ſich die Finnen 12 Siege und zahlreiche zweite Plätze. Trotz alledem wa⸗ ren die Leiſtungen der Schweden nicht ſchlecht. Es gab ſogar zwei neue Landesrekorde, und zwar im Stabhoch⸗ ſprung durch den Beſieger des deutſchen Meiſters Wege⸗ ner Lindblad, der 4,13 Meter erreichte, und durch Svenſſon im Dreiſprung mit 15,13 Meter. Die finni⸗ ſche Sportlerfamilie Järvinen war mit vier Brüdern ver⸗ treten, von denen Kalle Järvinen im Kugelſtoßen mit 15,40 Meter eine ganz hervorragende Leiſtung vollbrachte. Der Zehnkampfweltrekordmann Achilles Järvinen ſtiegte im 200 Meter⸗Laufen in 22:2 Sek. und über 400 Meter in 49,2 Sek. wurde er Zweiter hinter dem Sieger Strandvall⸗ Finnland, der 49 Sek. benötigte. Der Weltrekordmann im Speerwerfen Matti Järvinen wurde mit einem Wurf von 66,16 Meter ebenfalls nur Zweiter, jedoch blieb auch hier der Sieg mit 68,30 Meter durch Penttilä⸗Finnland auf finniſcher Seite. Der unver⸗ wüſtliche Paolo Nurmi kam im 10 000 Meter⸗Lauf ſeiner eigenen Weltrekordleiſtung mit 30:50 6 Min. recht nahe. Ueber 1500 Meter blieben alle vier Teilnehmer unter 4 Min. Sieger wurde Purje in:53,6, der damit der gegebene Gegner für den franzöſiſchen Weltrekordmann Ladoumegue iſt. Handball in der Deulſchen Turnerſchaft Turnerbund Viernheim— T. V. Mannheim v. 1846 :25(13:1) Der Tbd. Viernheim hatte den TV. Mannheim v. 1846 mit 3 Mannſchaften zu Freundſchaftsſpielen verpflichtet. Im Spiel der erſten Mannſchaft mußten die Viernheimer die kataſtrophale Niederlage von 2514 entgegennehmen. Das Spiel nahm dadurch nicht etwa einen einſeitigen Charakter, ſondern war bis zur letzten Minute ſehr ſpannend. Die Vierunhetmer geſtalteten das Spiel jeder Zeit oſſen und ver⸗ ſuchten bis zum Schluß das Reſultat zu verbeſſern. Vorbild⸗ lich dabei war die faire Art in der ſie den Kampf durch⸗ führten. Die Mannheimer waren in ganz ausgezeichneter Verfaſſung und hätten in dieſer Form keinen Gegner zu fürchten gebraucht. In vorbildlicher Form befand ſich der Sturm, der es jeder Zeit fertig brachte durch ſein vorzüg⸗ liches Zuſammenſpiel Tore aus freien Stellungen zu er⸗ zielen. Beſonders der Halblinke Hoffmann war ſehr un⸗ eigennützig und muß in dieſem Spiel als eigentlicher An⸗ griffsführer betrachtet werden. Aber auch die Hintermann⸗ ſchaft war auf dem Poſten und ließ durch die Strafwürfe die erzielten Gegentore zu. Aeuhßerste Preisstellung mit Hochhaltung der Qualität war für uns stets das höchste Geschäftsprinzip. Gleich nach Beginn verſtehen es die eifrigen Viern⸗ heimer durch einen Strafwurf zum Führungstor zu kom⸗ men. Es ſollte aber auch das einzige in der erſten Halb⸗ zeit bleiben, denn nunmehr ſetzte ſich die Kombinatſons⸗ maſchine der 1846er durch und kommt zu 13 Erfolgen. Die zweite Halbzeit beginnt wieder mit einem Straſwurſtor der Viernheimer. Dann kommen die Mannheimer in gleich⸗ mäßigen Abſtänden zu weiteren Toren und beim Stand von 2514 beendet der gute Schiedsrichter Klug(Tg. Ofſters⸗ heim) das faire Treffen. Weitere Ergebniſſe: Tbö. Viernheim 2.— TV Maunheim 3.:9; Tbd. Viernheim 1. Igd.— TV Mannheim Jad. comb.:7. Tbd. Germania— Tec Ludwigshafen 875 Der Tbd. Germania, der nach langer Zeit erſtmalig wie⸗ der mit einer Handballmannſchaft auf den Plan trat konnte ſein erſtes Treffen gleich mit obigem Reſultat ſieg ſtalten. 80 85 1 Am den Aufſtieg zur Kreisliga im Ringen St. u. R. Kl. Lampertheim— Sportverein 1910 Heidelberg 10:9 Zur Ermittlung des zweiten aufſteigenden Vereins in die Kreisliga trafen ſich am Samstag abend im Rheingold⸗ ſaal in Lampertheim zum Vorkampf die beiden Anwärter Stemm⸗ und Ringklub Lampertheim und Sportperein Hel⸗ delberg. Heidelberg war mit der kompletten Mannſchaft zur Stelle, während bei Lampertheim Hahl und Moos vermißt wurden. Immerhin waren die Lampertheimer, die mit der Aufſtellung von Abel im Weltergewicht keinen Fehlgriff gemacht haben, noch kampfſtark genug, um den Sieg, wenn auch äußerſt knapp, an ſich reißen zu können. Ob aber das erzielte Reſultat für den Enderſolg ausreichen wird, er⸗ ſcheint ſehr fraglich, zumal kaum anzunehmen iſt, daß ſich Heidelberg die günſtigen Ausſichten beim Rückkampf ver⸗ ſcherzt. Die Kämpfe in den einzelnen Gewichtsklaſſen wur⸗ den naturgemäß ſehr ſcharf und mit allen erlaubten Mit⸗ teln geführt. Abel⸗Lampertheim brachte es überraſchende⸗ Weiſe fertig, den Bezirksmeiſter Rebſcher⸗Heidelberg nach Punkten zu beſiegen. Drees⸗Spp 06 Mannheim als Kampf⸗ richter hatte keinen leichten Stand, wurde aber ſtets ſeiner Aufgabe gerecht. Die Ergebniſſe: 5 Bantamgewicht: Redzig⸗ Heidelberg— Kark⸗Lampertheim Redzig überrumpelte ſeinen Gegner durch Armzug uns ſiegte durch Eindrücken der Brücke ſchon in 34 Sekunden. Federgewicht: Hartmann⸗Lamperthenim— Lauth ⸗Heidel⸗ berg. Hartmann ſetzte dem ungeſtüm angreifenden Heidel⸗ berger heftigen Widerſtand entgegen, mußte ſich aber dann in 15,07 Minuten, wo er einen Halbnelſon ſeines Gegners nicht zu parieren vermochte, endgültig geſchlagen bekennen, Leichtgewicht: Jakob⸗Lampertheim— Diſch⸗ Heidelberg. Ja⸗ kob ſicherte ſich durch zwei Hüftſchwünge nach Ablauf der vollen Ringzeit den Punktſieg, Weltergewicht: Abel⸗Lam⸗ pertheim— Rebſcher⸗ Heidelberg. Abel, der ſeinen Gegner in die Brücke brachte, dieſe aber nicht eindrücken konnte, wurd Punktſieger. Mittelgewicht: Gunkel⸗Lampertheim Wagner⸗Heidelberg. Der routinierte Lampertheimer ließ ſeinen Gegner zu keiner Gegenaktion kommen und gab dieſem durch Aufreißer nach 1,06 Minuten das Nachſehen. Halbſchwergewicht: Steffan⸗Lampertheim— Hamburger⸗ Heidelberg. Steffan warf ſich ſelbſt und verſchuldete ſy ſeine Niederlage in 5 Minuten. Schwergewicht: Hilsheimer⸗Lam⸗ pertheim— Benz⸗ Heidelberg. Hilsheimer machte kurzen Prozeß und legte ſeinen Gegner durch Armzug in einer Minute auf die Schultern. 5 Herbſtregalta in Gießen Die Beſetzung, die die Gießener Hepbſt⸗Regatta gefunden hatte, war überraſchend ſtark, ſodaß es faſt in ſämtlichen Konkurrenzen äußerſt ſpannende Rennen gab. Eine recht gute Leiſtung gab es im Großen Achter, wo ſich der Bonner R der Mainz⸗Kaſteler Rc erſt nach tapferem Widerſtand geſchlagen gab. Die Organiſation der Regatta klappte aus⸗ gezeichnet, ebenſo waren die Waſſerverhältniſſe der 1800 Meter langen Strecke befriedigend. Die Ergebniſſe: Herbſt⸗Achter: 1. Frankfurter Germania 5725; Eſſen 580,8; 3. Neuwieder RG 581,8. Anfänger⸗Vierer: 1. Mainzer Ruderverein 552,8 2 Neuwieder RG 555,8; 3. Siegburger RV 5559. Junior⸗Vierer: 1. Saarbrücker Undine:00, Weilburg und Saar⸗Saarbrücken aufgegeben. Lahn⸗Achter: 1. Gießener RG:21; ſport Gießen 5131,4. Lahn⸗Einer: 1. Joedt⸗Gießener Wetzlarer RC:20. Jungmaun⸗Vierer: 1. Undine⸗Saarbrücken 6783, 2. Ru⸗ derſport Gießen:40. a Damen⸗Vierer: 1. Offenbacher RV:04 2. Ruderſport Gießen 409. Ermunterungs⸗Vierer: 1. Weſtfalen Münſter 5155/7 2. Waſſerſport Oberhauſen 609. 4 Großer Achter: 1. Mainz⸗Kaſtel 514,2. Bonner Rö 5725 Lahn⸗Fungmann⸗Vierer: 1. Gießener RG 5537 2. Ruber⸗ ſport Gießen:08. Herbſt⸗Vierer, erſtes Rennen: 1. Gießener RG 5247,27 2. Bonner RG:47,4; 3. Wetzlarer RC ohne Zeit. 5 Herbſt⸗Vierer, zweites Rennen: 1. Frankfurter Germans :51,8; 2. Mainzer RW:55. Erſter Lahn⸗Vierer: 1. Gießener RH:50; 2. Weilbur⸗ ger RV:03. 2. RV 2. Verein Ruder⸗ RG 615,2, 2. Leitz⸗ Jung mann⸗Achter: Mainzer RV 52185 2. Neuwieder RG:28. Jungmann⸗Einer: 1. Altmann⸗Neuwieder Rh 61847 3. Henn⸗Gießener Haſſia:54. Zmeiter Vierer: 1. Mainz ⸗Kaſtel:48; Münſter:59; 3. Ruderriege Eſſen 515,8. Alt⸗Herren⸗Rierer: 1. Germania Frankfurt 6114¼% 2 Mülheimer Rc 614,8. 5 Staatspräſtdenten⸗Vierer: Mainz⸗Kaſtel erhält den Preis zugeſprochen. Germania gewinnt den Frankfurter Stadtachter In Frankfurt wurde am Sonntag das traditionelle Stadtachter⸗Rudern ausgetragen. Aus dem Rennen ginn die Frankfurter Rudergeſellſchaft Germania mit einet halben Länge Vorſprung vor dem Frankfurter Rudervereln als Steger hervor. Als drittes Boot kam, zwei weitere Längen zrurück, die Rudergeſellſchaft Sachſenhauſen ein. 2. Weſtfalen, J acke Sam feie Pfal, aben rat ſerva Bede übrig freud der Al Ehr nen telle wurd träge von der e Vater e Da zuerſt die B ſich j der( witten ſtunde anrich läſſig genau gewit. Mi Krem; reißen Stadt entſtat Du Die 7 dem „Wald wurde ſtändi; gebrac verſchl dünen chelbac zwiſche beerſut Methan alle ve fernt. jungen Beſtoh 1 8 junger warf, meinde an die ſie noc * und O macher Jeue rend ‚. Schaden Schwei Selbſtel Frage. * Bt als ver Bick a in eine nachtete gefunde vereins Braut, erſchöpf letzun 4 i Fehr Fischer das Rif 30 15 Re en hi Anthl * Ue ner B 90 U en ſich dab an p. lähmt i tand if wie⸗ unte h ge⸗ 0 8 n gold⸗ ärter Hei⸗ t zut rmißt it der Igriff wenn r das „ er⸗ 5 ſic ver⸗ wur⸗ Mit⸗ ende⸗ nach ampf⸗ ſeiner heim. und inden. eidel⸗ eidel⸗ dann gners nnen. Ja⸗ if det Lam⸗ ſegner onnte, im— ließ d gab ſehen. urger⸗ ſeine Lam⸗ urzen einer 5 5 unden lichen recht onner rſtand aus⸗ 1800 . R ilburg tuder⸗ mania ilbur⸗ vieder 347 N. falen, Preis ter onelle ging einer verein jeitere ein. al 0 tand iſt ſehr ernſt. Dienstag, 1. September 1931 — Mlederſehensfeier der ehemaligen Kreisatkerbauſthlor * Kaiſerslautern, 30. Aug. Die ehemaligen Schüler der Kreis⸗ ackerbauſchu le der Jahrgänge 1882/92 trafen ſich Samstag und Sonntag zu einer Wiederſehens⸗ feier, zu der die„Ehemaligen“ aus der ganzen Pfalz herbeigeeilt waren. Auf einem Begrüßungs⸗ abend am Samstag wurden ſte von Landesökonomie⸗ rat Maktil herzlich bewillkommnet, worauf Kon⸗ ſervator Zink einen geſchichtlichen Vortrag über die Bedeutung des Ackerbaues in der Pfalz hielt. Im übrigen diente die Feier ſo recht der Wiederſehens⸗ freude der vor 40 und mehr Jahren zuſammen auf der Schulbank Geſeſſenen. Am Sonntag vormittag wurde zunächſt an der Ihrentafel in der Anſtalt der Gefalle⸗ nen des Weltkrieges gedacht, worauf die offi⸗ geelle Wiederſehensfeier ihren Anfang nahm. Sie wurde eingeleitet mit Harmonium⸗ und Gedichtvor⸗ rägen, worauf Landesökonomierat Mattil eine von Vaterlandsliebe durchglühte Anſprache hielt, in der er das hohe Lied der Treue zu Scholle, Volk und Vaterland ſang. Ein Vortrag von Oberſtudien⸗ Aus Baden Wolkenbruch über dem Murgtal en. Murgtal, 31. Aug. Das Unwetter, das ſich am Sonntag nachmittag zuerſt über dem Oostale entlud, ſtieß danach über die Badener Berge vor und ſchweres Gewölk ballte ſich jenſeits des Merkurberges, Staufenberges und der Eberſteinburg zuſammen. Eine mächtige Ge⸗ witterfront erreichte um die fünfte Nachmittags⸗ ſtunde Gaggenau, wo ein Wolkenbruch große Waſſerſchäden anrichtete. Unaufhörlich zuckten Blitze und unab⸗ läſſig krachte der Donner. Rings um die Stadt Gag⸗ genau entlud ſich eines der ſchwerſten Sommer⸗ gewitter. Zweimal ſchlug der Blitz ein. Mitten durch Gaggenau fließt der harmloſe Krempelbach, der im Nu zu einem förmlichen reißenden Gebirgsſtrom wurde. Bei der evangel. Stabtkirche und in mehreren nachbarlichen Straßen entſtanden Ueberſchwemmungen und Dutzende von Kellern liefen bis zu halben Meter voll Waſſer. Die Feuerwehr hatte bis in die Nacht hinein mit dem Kellerauspumpen zu tun. Die Badegäſte im „Waldſeebad“, die von dem Unwetter überraſcht wurden, mußten mit Kraftwagen aus dem voll⸗ ſtändig überfluteten Tal nach der Stadt gebracht werden. Viele Straßen ſind ausgewaſchen, verſchlammt und bodenlos geworden. Hohe Sand⸗ dünen wurden angeſchwemmt. Auch der kleine Mi⸗ chelbach im Michelbachtal führt wieder Hochwaſſer. einem An Blutvergiftung geſtorben * Marlen, 31. Aug. Der 12 Jahre alte Sohn der Familie Auguſt Scheer im Nebenort Gold⸗ ſcheuer zog ſich eine kleine Wunde am Knie zu, die nicht beachtet wurde. Jetzt iſt der Knabe an einer Blutvergiftung geſtorben. Geſtohlenes Motorrad im Walbdesdickicht * Heidelberg, 1. Sept. Im Dickicht des Waldes zischen Zollſtock und Weißer Stein fanden Brom⸗ heerſucher durch einen Zufall ein in Doſſenheim dem Mechaniker Bickel geſtohlenes Motorrad. Faſt alle verwendbaren Teile waren aus dem Motor ent⸗ ſernt. Ein beſtimmter Verdacht richtet ſich auf einen zungen Mann, der ſich ab und zu in der Werkſtatt des Beſtohlenen zu ſchaffen machte. Tragiſcher Tod * Heiligenzell(A. Lahr), 31. Aug. Als ein hieſiger zunger Mann aus einem Graben Steine zur Seite warf, wurde die 14 Jahre alte Tochter des Ge⸗ meinderechners Gambert von einem der Steine an die Schläfe getroffen und ſo ſchwer verletzt, daß ſie noch in der Nacht geſtorben iſt. Todesſturz vom Fahrrad * Oberſchopfheim(A. Lahr), 31. Aug. Die 12 Jahre alte Tochter Paula des Landwirts Wilhelm Aöderer II., die auf der Landſtraße mit ihrem Fahrrad zu Fall kam, zog ſich einen Schädelbruch zu, dem ſie bald darauf erlag. Schadenfeuer * Meßkirch, 1. Sept. In dem faſt neuen Wohn⸗ und Oekonomiegebäude des Landwirts und Schuh⸗ kachers Anton Schwanz in Rohrdorf brach Feuer aus, dem die Scheune zum Opfer fiel, wäh⸗ zend das Wohnhaus gerettet werden konnte. Der Schaden beläuft ſich auf ca. 5000 bis 6000 Mk. Drei Schweine verbrannten. Als Brandurſache kommt Selbſtentzündung von ſchlecht eingebrachtem Heu in Frage. Die Bugginger Liebestragödie Buggingen, 31. Aug. Das ſeit über einer Woche vermißt gemeldete Liebespaar Engler⸗ wick aus Buggingen, das in der Nacht zum Freitag n einem Gaſthof in Maria⸗Stein bei Baſel über⸗ lachtete, wurde in einem nahe gelegenen Walde auf⸗ gefunden. Der 29 Jahre alte Rechner des Kredit⸗ gereins Buggingen hatte ſich erſchoſſen. Seine Araut, die 21 Jahre alte Olga Bick, wurde in völlig kſchöpftem Zuſtande mit ſchweren Schuß ver⸗ bungen aufgefunden. * * Wertheim, 1. Sept. Beim Spielen fiel ein d Jchre altes Kind in die hochgehende Tauber. Jicher Seelig und Sattlermeiſter Hodapp gelang es, das Kind zu retten. 8 Baden⸗Baden, 30. Aug. Ende dieſer Woche weilte tine Reiſegeſellſchaft von 20 italieniſchen Aer z⸗ 1 hier, die ſich auf einer Studieureiſe lurch eine Mahl deutſcher Bäder befindet. Ueberlingen, 31. Aug. Der 22 Jahre alte Tur⸗ et Braunwarth von hier ſtürzte in Mühl⸗ loſen bei einem Schauturnen vom Reck und zog 15 dabei eine Rückgratverletzung mit Bluterguß zu. Man verbrachte den jungen Mann, der völlig ge⸗ lihmt it, ins Ueberlinger Krankenhaus. Sein Zu⸗ Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 8 Seite“ Nummer 401 wicklung der Kreisackerbauſchule der reges Intereſſe und ungeteilten Beifall. ſammelten faßten folgende Ent ſchließung: W Pfalz verſa Ja gegenüber der pfälz melt, drängt es die ehe der Kr den ernſte Wunſch verbinden, es mö llen in ihren dunkbar b näßen Ausbau der A Pfa n Ste Schule mit der e tungen, die in den en t beſonderen derniſſen der Pfalz begründet ſind. eingeweiht. dinand Burkhard vom Pferdefuhrwerk des Paul Winter erfaßt und zu Boden geſchleudert. Den ſchwe⸗ ren Kopfverletzungen iſt das Kind kurze Zeit darauf erlegen. gab es dieſer Tage großes Halloh unter den etwa 50 Schülern einer Klaſſe. ſeinen Ranzen auspackte, fand er, daß eine Maus ihr Neſt in dem Ranzen eingerichtet und 6 Mäus⸗ lein das Leben geſchenkt hatte. ſtürzte ſich in der Wittmannſtraße eine Frau aus dem Fenſter ihrer im zweiten Stock gelegenen Woh⸗ nung auf die Straße, wo ſie mit einem ſchweren Schädelbruch tot liegen blieb. * Ellwangen(Wttg.), 30. Aug. Eine auf dem Dachboden eines Hauſes Neresheim) ſtätte erwies ſich als ein modern eingerichteter Be⸗ trieb mit allen notwendigen Maſchinen und Werk⸗ zeugen. Es wurden bisher 500 Stück Fünfzigpfennig⸗ ſtücke beſchlagnahmt. Aus der Pfalz Einweihung eines Lönsdenkmals * Speyer, 31. Aug. Nachdem der Gau 21 des Aquarienvereins⸗Verbandes(Pfalz) anläßlich des 10. Todestages bereits im Jahre 1924 dem Dichter Her⸗ mann Löns ein Denkmal geſetzt hat, enthüllte ge⸗ ſtern der Aquarien⸗ und Terrarienverein Speyer mit einer ſchlichten Gedenkfeier in der Freilandanlage Schlange eine Hermann Löns ⸗ Bu ſte, die von Mitgliedern des Vereins geſchaffen wurde. Neuregelung der Tafeltraubenernte nd. Weiſenheim a.., 30. Aug. Der diesjährige Tafeltraubenſchnitt iſt zur Belebung des Tafeltraubenhandels neu geregelt worden. Das Be⸗ zirksamt hat den Schnitt von Tafeltrauben mit einer beſonderen Zuſchrift eindringlichſt empfohlen. Dieſem Wunſche ſtimmte die Gemeinde zu. Um eine ergiebige Tafeltraubenernte zu ſichern, ſind die Weinbergbeſttzer von der Anmeldepflicht und der Beſchaffung eines Er⸗ laubnisſcheines befreit worden. Lediglich um Schä⸗ digungen der nachbarlichen Weinberge vorzubeugen, wurden verſchärfte Ueberwachungsmaßnahmen an⸗ geordnet. Gedenkſtein für Oberforſtmeiſter Graf * Freinsheim, 1. Sept. Eine ſchlichte Grabmal⸗ ſtätte für den im vorigen Jahr verſtorbenen Ober⸗ forſtmeiſter Graf iſt in der Nähe der Lindemanns⸗ ruh jetzt vollendet worden. Als Gedenkſtein iſt ein Sandſteinfindling verwendet worden. Eine von Bildhauer Lind geſchaffene Bron z eplakette zeigt das Porträt des Verſtorbenen. Schadenfeuer in der Pfälziſchen Verlagsanſtalt “ Nenſtadt a. d.., 31. Aug. Heute vormittag ent⸗ ſtand auf dem Speicher des Wohnhauſes der Pfälzi⸗ ſchen Verlagsanſtalt(Pfälziſcher Kurier) an der Kel⸗ lereiſtraße ein Brand, der zunächſt mit Handfeuer⸗ löſchern bekämpft wurde. Dabei zog ſich der Schloſſer Zimmermann aus Haßloch eine Rauchvergiftung zu. Zwei Aerzte, die gerufen wurden, machten Wie⸗ derbelebungsverſuche, die von Erfolg waren. Zim⸗ mermann wurde ins Neuſtadter Krankenhaus ver⸗ bracht. Unterdeſſen wurde die Feuerwehr alarmiert, die ſofort mit der Motorſpritze und mechaniſchen Lei⸗ tern erſchien und den Brand in kurzer Zeit bewäl⸗ tigte. Die unter dem Brandherd liegende Wohnung hat durch Waſſer ſehr gelitten. Großes Schadenfeuer * Niedermoſchel, 1. Sept. Bei Landwirt Adam Diehl brach am Sonntag abend Feuer aus, das die noch faſt neue Scheuer mit den Erntevorräten vernichtete. Diehl iſt zum Teil verſichert. Der Kom⸗ mandant der Obermoſcheler Feuerwehr brach bei den Löſcharbeiten einen Fuß. Er kam gerade vom Feuer⸗ wehrtag von Winnweiler und trat ſofort in Tätig⸗ keit. Tot aufgefunden * Eiſenberg, 1. Sept. Die 38 Jahre alte Tochter des Schreinermeiſters Schäffer wurde am Sams⸗ tag von ihrem Vater tot in der Badewanne aufgefunden. Allem Anſchein nach dürfte es ſich um einen Unglücksfall handeln. N * Höhmühlbach, 31. Aug. Am Sonntag nachmit⸗ tag wurde unter zahlreicher Anteilnahme der an⸗ ſäſſigen Bevölkerung und der der umliegenden Ort⸗ ſchaften das von dem Bildhauer Jauſel⸗Kaiſers⸗ lautern geſchaffene Kriegerdenkmal feierlich Auch die Regierung war bei dem Weiheakt vertreten. Die Feſtanſprache hielt Stadt⸗ ſchulrat Keller⸗Pirmaſens. . Hauenſtein, I. Sept. Am Samstag wurde an einem Feldweg das 2 jährige Söhnchen des Fer⸗ Die Schuldfrage iſt noch nicht geklärt. Kleine Nachrichten sw. Worms, 30. Aug. In der Nibelungenſchule Als ein 6jähriger Schüler * Darmſtadt, 30. Aug. Am Samstag morgen in Schloßberg(OA. ausgehobene Falſchgeldwerk⸗ In Vorbereitung waren Fünf⸗ direktor Hensler über die Entſtehung und Ent⸗ fand Die Ver⸗ „Zu einer Wiederſehensfeier heute in Kaiſerslautern hemoligen Schüler der gänge 1881⸗82 bis 1890⸗91 aus der gonzen Pfalz, bayeriſchen Staatsregierung und der n Kreisregierung ſowie dem pfälziſchen Kreis⸗ sbauernkammer der Pfalz ihre un⸗ verbrüchliche Treue zur Schule zu bekunden und domit talt nicht er⸗ : vom Mutterland Bayern räum⸗ bedarf dringend einer eigenen ge ⸗ Berechtigung der und dementſprechend mit allen tech⸗ Erfor⸗ Dieſem Bedürfnis Rechnung zu tragen, iſt eine nicht hoch genug einzu⸗ ſchätzende Aufgabe, die Anſpruch auf ernſte Beachtung hat.“ Die Wiederſehensfeier fand mit einer Beſichti⸗ gung eines großen landwirtſchaftlichen Betriebes der Nordpfalz ihren Abſchluß. markſtücke. Was sich Nehimen Sie zum Au fwaschen, 1 68/31 6 Nactfarbeitf f Hir wenige Hennige leistet inen Neno! wenn Sie die Wäsche abends vor dem Waschtag in kalfer Henkolösung ein- weichen, ist ihr am nächsfen Morgen der Schmufz so sehr entzogen, daß einfaches kurzes Kochen in kalf bereifefer Persil-Lauge genügt, sie schneeweiß und fadellos zu machen. Alles mühselige Vor waschen und Einbürsten fällt fort. Durch Henko haben Sie halbe Arbeit und halbe Ausgaben und dennoch tadellos gepflegfe Wäsche! Viel schneller wird die Wäsche rein, weichst Du sie erst in Henko ein. 2 seit über 50 Jah u 8 gut sein! Splllen und Reinigen Henfels O ren bewährt hat, m 77 e 2 — N AND Dienstag, I. September 1931 ELS- udn der Neuen! 10,81 Milliarden RM. Sparkaſſeneinlagen Berlin, 1. Sept. Ende Juli 1931 beliefen ſich die Spar⸗ kaſſeneinlagen bei den deutſchen Sparkaſſen auf 10 805,99 Millionen gegen 11 073,61 Millionen„ Ende Juni 1991. Der Berichtsmonat weiſt mithin eine Abnahme u m 95 M il lionen d gegenüber einer Abnahme um 152,18 Millionen im Juni auf. Im einzelnen betrugen die Ein zahlun gen ins⸗ geſamt 434,54(Juni 529,82), davon aus Aufwertung 5,18 (6,84) und aus Zinsgutſchriften 10,18(7,82) Millionen/ und die Auszahlungen 702,16(682,00) Millionen J. 5 Die Scheck-, Giro⸗, Kontokorrent⸗ und Depoſiteneinlagen ſtellten ſich Ende Jult auf 1270,13 Millionen gegen 1858,78 Millionen Ende Juni. g Die Statiſtik der Spareinlagen bei den deutſchen Spar⸗ kaſſen im Juli ergibt einen Rückgang von rund 268 Mil⸗ ionen„= 2,4 v. H. des Beſtandes zu Beginn des Be⸗ richtsmonats. Der Rückgang geht vor allem auf ver⸗ ringerte Einzahlungen zurück(419 gegen 515 im Vormonat und 626 Millionen/ im Juli 1980), wen i ger auf die Steigerung der Auszahlung, die ſich zwar auf dem erhöhten Niveau des Vormonats halten konnte(702 gegen 682 im Juni und 535 Millionen im Juli 1930), aber nicht weſentlich geſtiegen ſei. Bemerkenswert iſt demnach vor allem, daß trotz der Bertrauenskriſe erhebliche Einzahlungen hor genommen wurden. Insgeſamt iſt der Rückgang nicht ſo ſtark, wie hier und da zunächſt angenommen wurde. Die preußiſchen Sparkaſſen im Juli 1931 Das mit Spannung erwartete Ergebnis der preußiſchen Sporkaſſenſtatiſtik für den Kriſenmonat Juli liegt nunmehr vor. Insgeſamt gingen die Spareinlogen in Preußen um 180,9 Mill.„ zurück. Laut Sparkaſſenzeitung ſind die Auszahlungen gegenüber dem Vormonat mit 456,9 Mill. gegen 542,4 Mill.„4 zurückgegangen. Immerhin haben ſte ſich auf dem durch die Wirtſchaftskriſe und die politiſchen Beunruhigungen verurſachten anormalen hohen Stand des Juni gehalten, betrugen ſie doch im Juli des Vorjohrs nur 361,5 Mill. I. gegen führte im Berichtsmonat das geſtörte Vertrauen zur Bankenſicherheit und Währung zu Überaus niedrigen Einzahlungen; ſie betrugen im Juli nur 274,9 Mill.„ gegen 349,1 Mill. I im Vormonat und 411,7 Mill.„ im Juli 1930. Immerhin ſind alſo auch im Kriſenmonat rund 350 Mill.„ zu oͤen Sparkaſſen ge⸗ bracht worden, d. h. nur 75 Mill. weniger als im Vor⸗ monat. 100, d. h. 7,2 v. H. der berichtenden Kaſſen hatten einen Einzahlungsüberſchuß im Juli aufzuweiſen. Berlin mit einem Einlagerückgang von 5,1 v. H. des Monats⸗ f beſtandes war beſonders ſtark betroffen. Gegenüber chſtſtand der Spareinlagen von 6788,6 Mill. 4 Ende haben die preußiſchen Sparkaſſen alſo in den beiden letzten Monaten insgeſamt 283,3 Mill.„ gleich 4,2 v. H. verloren, ein Ergebnis, das in Anbetracht der ſtarken poli⸗ tiſchen und wirtſchaftlichen Beunruhigung der letzten Zeit als erträglich anzuſprechen iſt. Die Girvein lagen haben im Berichtsmonot um 44,3 Mill. gegen 35,1 Mill. im Vormonat abgenommen. * Anfechtungsklage gegen GV.⸗Beſchlüſſe der Dresdener Bank. Berlin, 1. Sept.(Eig. Dr.) Rechtsanwalt Dr. Friedmann ⸗Berlin wird— dem„Tag“ zufolge— die Nichtigketts⸗ und Anfechtungsklage gegen die Hauptverſammlungsbeſchlüſſe der Dresdener Bank ſtel⸗ len. Er will ſeine Klage auf zivil⸗ und ſtaatsrechtliche Ein⸗ wände ſtützen. Die Verſchmelzung Leipziger Verein— Barmenia Zuſtimmung des Reichsaufſichtsamts Das Reichsaufſichtsamt für Privatverſicherung hat die Verſchmelzung des Leipziger Vereins für Krankenverſiche⸗ rung der Beamten und freien Berufe a.., Leipzig, mit der Barmenia Verſicherungsbank für Mittelſtand und Be⸗ amte, VA., Wuppertal⸗Barmen, genehmigt. Die neuen Unternehmen werden von nun an Leipziger Ver⸗ ein—- Barmenia Krankenverſicherung für Beamte, freie Berufe und Mittelſtand a. G. und Leipziger Verein— Barmenia Lebens⸗ verſicherung auf Gegenſeitigkeit firmieren. Der Senat hat bei der Genehmigung des Verſchmelzungs⸗ vertrages ſeiner Uebereugung Ausdruck verliehen, daß die Vereinigung der Geſellſchaften dau beitragen werde, die Verhältniſſe auf dem Gebiet der privaten Kranken⸗ verſicherung im Intereſſe der Verſicherten ſowohl als auch im Intereſſe der beiden Geſellſchaften zu konſoltdieren und zu feſtigen. Dem Zuſammenſchluß liegt nicht irgend⸗ ein finanzielles Anlehnungsbedürfuts eines der beteiligten Unternehmen zugrunde. Die einzelnen Verſicherungs⸗ vertragsverhältniſſe der Mitglieder beider Vereine werden durch den Zuſammenſchluß nicht berührt. * Bank für elektriſche Unternehmungen, Zürich 10 gegen 12 v. H, Dividende Der Verwaltungsrat der Bank für elektriſche Unterneh⸗ mungen in Zürich hat den Abſchluß für das Geſchäftsjahr 1030/1 genehmigt. Nach vollſtändigen Abſchreibungen ein⸗ ſchließlich der Speſen für die neue Obligationsanleihe er⸗ gibt ſich einſchließlich des vorjährigen Saldovortrages von 468 600 Schw. Fr. ein Aktivſaldo von 9 928 157(9 837 61) Schw. Ir. Im Hinblick auf die allgemeine Lage ſchlägt der um die Aufrechterhaltung der Sozialverſicherung Schon vor der allgemeinen Finanzkriſe iſt die deutſche Sozialverſicherung in einen ſchweren Kriſenzuſtand ge⸗ treten. Es drängt ſich die Frage auf, ob es überhaupt noch möglich iſt, die Sozialverſicherung bei der ſchnellen Entwicklung, die die Dinge durch die Erſchütterung des geſamten Finanzweſens erfahren haben, aufrecht zu erhal⸗ ten. Es liegt auf der Hand, daß die von der Wirtſchaft einſchließlich der Zuſchüſſe des Reichs für das Jahr 1930 aufge wandten Summen von etwa 7,5 bis 8 Milliarden/ gegenüber einer Geſamtziffer von etwa 2 Milliarden„I im Jahre 1913 fürderhin nicht mehr aufgebracht werden können. Nicht zum wenig⸗ ſten haben dieſe gewaltigen Summen zum Einſchrumpfungs⸗ prozeß der Wirtſchaft beigetragen und ſie belaſteten in gleich ſchwerer Weiſe den Arbeitgeber wie den Arbeit⸗ nehmer. Denn dieſe Summen bedingen eine anteilmäßige Be⸗ laſtung des Verſichertenlohns für den Arbeitgeber und Arbeitnehmer von durchſchnittlich 19 v.., wobei die auf Grund der Notverordnung vom Juli 1930 von der Kran⸗ lenverſicherung erfolgten Beitragsherabſetzungen bereits berückſichtigt ſind. Es ſind verſchiedene Gründe, die zu der einſten finanziellen Lage der ſozialen Verſiche⸗ rungszweige geführt haben. Den ſonſt in jedem Wirt⸗ ſchaftsbetrieb geltenden Grundſatz, die Ausgaben nach den Einnahmen zu richten, hat man in der deutſchen Sozial⸗ verſicherung zu ihrem Schaden im letzten Jahrzehnt nicht berückſichtigt. Die Geſetzgebung hat die Lei⸗ ſt ungen aus politiſchen Erwägungen fort⸗ geſetzt geſteigert, ohne ſich über die Auswirkungen derſelben, insbeſondere darüber, wie dieſe Leiſtungen ge⸗ deckt werden ſollen, die notwendigen Gedanken zu machen. Gewiß wäre es aus rein menſchlichen Gründen erſtrebens⸗ wert, die ſozialen Bedürfniſſe ſo weit als möglich zu er⸗ füllen. Doch finden dieſe Wünſche ihre unerbittliche Grenze in den wirtſchaftlichen Möglichkeiten. Daß man an dieſer Tatſache in den vergangenen Jahren achtlos vor übergegangen iſt, iſt einer der Hauptgründe, die die Not der ſozialen Verſicherungs⸗ zweige herbeigeführt hat. Hätte man den notwendigen Ausgleich rein ſachlich gefunden, anſtatt ſich von partei⸗ pylitiſchen Erwägungen treiben zu laſſen, ſo wäre der Notſtand, in dem ſich die Sozialverſicherung heute befindet, wenigſtens nicht in dieſem ſtarken Ausmaß eingetreten. Es kann hierbei nicht genug betont werden, daß die jetzige finanzielle Lage der Sozialver⸗ ſicher ung nicht überwiegend in der allge⸗ meinen wirtſchaftlichen Depreſſion ihren Grund hat, wenn auch die Wirtſchaftskriſe und die hierdurch bedungene Zunahme der Arbeitsloſen ſich un⸗ günſtig auf die Finanzen der Verſicherungsträger aus⸗ wirken mußte. Die jetzige Situation hätte auch ohne die Wirtſchafts⸗ kriſe ſpäter einmal eintreten müſſen; ſie iſt durch die allgemeine wirtſchaftliche Entwicklung nur be⸗ ſchleunigt worden. Vielen mag die Gefährdung der So⸗ ztalverſicherung zunächſt noch unverſtändlich ſein, weil man weiß, daß das Vermögen der ſozialen Verſicherungs⸗ träger Ende des Jahres 1930 etwa 4,6 Milliarden betragen hat. Und doch wird von Fachleuten, wie„Deutſche Wirt⸗ ſchaftsbriefe in Nr. 27 ſchreiben, das Defizit der deutſchen Sozialverſicherung zurzeit auf 20 Milliarden 4 beziffert, eine erſchreckende Zahl, die ein ſchnelles Eingreifen erforderlich macht, wenn man den Gedanken der Sozialverſicherung überhaupt noch aufrecht erhalten will. Darum wird es in Zukunft gehen und nicht etwa um die Frage, ob die So⸗ zialverſicherung in ihrem bisherigen Umfang fortbeſtehen ſoll. Das früher beliebte Mittel, durch Erhöhung der Bei⸗ träge einen Ausgleich herbeizuführen, ſchaltet bei der all⸗ gemeinen Wirtſchaftslage und der hohen Belaſtung des Lohns mit Beiträgen vollkommen aus. Es kann daher eine Sanierung der Sozialverſicherung nur herbei⸗ geführt werden durch eine Reform, die ſoweit geht, daß ſie mit den erforderlichen großen Erſparniſ⸗ ſen gleichzeitig Leiſtungseinſchränkungen bringt, die aber doch geſtatten, wenigſtens den Kern der ſozialen Verſicherungsgeſetze aufrecht zu erhalten. Das wird unumgänglich notwendig ſein, wenn es den einzelnen auch manchmal hart treffen mag. Das ſchli memſte wäre, wenn aus Scheu vor der Verantwortung nur halbe Maßnahmen getroffen würden, weil ſie letzten Endes zu einem vollkommenen Zuſammenbruch führen müßten, der dann nicht mehr aufgehalten werden könnte. Verwaltungsrat der GV die Verteilung von 12 auf 10 v. H. reduzierten Dividende vor. Auf neue Rech⸗ nung werden 2 056 000(468 600) Schw. Fr. vorgetragen. * Sachſenwerk Licht⸗ und Kraft AG., Niederſedlitz. Die ſohr ſtark beſuchte HV genehmigte wieder Erwarten ohne jede Ausſprache den Abſchluß für 1930, wonach der Verluſt von 1,66 Mill./ vorgetragen wird. Trotzdem erhalten die Stammaktionäre auf Grund der Dividendengaran⸗ tie der AG eine 7proz. Dividende. Der Vorſtand erklärte, daß es ihm unmöglich ſei, bei der gegenwärtigen Wirt⸗ ſchaftslage und dem ſtark geſunkenen Beſchäftigungsgrad alle drei Fabriken des Unternehmens weiter zu beſchäftigen. Es ſei beabſichtigt, das Pögewerk in Chemnitz bis zur Wiederkehr beſſerer Zeiten ſtillzulegen. Die Herſtellung in. den beiden Werken Niederſedlitz und Radeberg werde man, entgegen anderslautenden Meldungen, unbe⸗ dingt weiterführen. Die beabſichtigten Veränderungen des Herſtellungsprogramm hätten den Zweck, beſſere wirtſchaft⸗ liche Ergebniſſe zu erzielen. Wie wir noch erfahren, iſt auch die Mitteilung, daß die Rundfunkfabrikation zugunſten der Ac aufgegeben werden ſolle, unrichtig. * Stillegung der Schaerer⸗Werke Karlsruhe. Der Karlsruher Induſtrie droht ein neuer ſchwerer Schlag. Die Firma Schaerer⸗Werk, die ſich mit der Herſtel⸗ lung von Speztalwerkzeugmaſchinen befaßt und deren Ruf weit über die Grenzen des badiſchen Landes geht, hat bei dem Landeskommiſſär den Stillegungsantrag ge⸗ ſtellt und die Genehmigung zur Entlaſſung von 41 Ange⸗ ſtellten nach dem 9. September 1931 erhalten. Schon jetzt wurde nach längerer Kurzarbeit am 15. Auguſt 12 Ange⸗ ſtellten, darunter allein 1 Otechniſchen Angeſtellten, ihre Stellung gekündigt und den übrigen Angeſtellten zum näch⸗ ſten Kündigungstermin die Auflöſung ihres Arbeitsver⸗ hältniſſes angekündigt. Die Belegſchaft der Arbeiter, die durchſchnittlich bei normalen Arbeitsverhältniſſen die Zahl von 250 überſtieg, iſt bereits auf 100 Arbeiter reduziert worden. Oelbohrungen in Südbaden In der Vorſtandsſitzung der ſtaatlichen Kaliwerke Buggingen wurde beſchloſſen, in nächſter Zeit auf der Sohle der 800⸗Meter⸗Schächte mit den Boh⸗ rungen nach Oel zu beginnen. Gefördert wurde dieſes Vorhaben durch die Erfolge. die der Burbach⸗Konzern, zu dem Buggingen gehört, mit ſeinen Bohrungen in Volken⸗ roda hatte. Zwar ſind, wie mitgeteilt wird, die geologi⸗ ſchen Verhältniſſe in Südbaden anders als in Thüringen, doch ſcheint man Anhaltspunkte dafür zu haben, daß auch die Bohrungen in Buggingen ergiebig ſein werden. * Wintershall findet Erdöl. Der Wintershall⸗Konzern, der im Frühjahr d. J. von der Anton Raky Tiefbohrungen Ne Berliner gandelsgeſellſchaft zur Eröffnung der Vörſe Effektenmärkte als Regenerator der Geſamtwirtſchaft Dem neueſten Wochen⸗Berichte der Berliner Handels⸗ Geſ. kommt deshalb eine beſondere Bedeutung zu, weil er am Vorabend der Wiedereröffnung der Börſe zur Ver⸗ öffentlichung gelangt. Wie nicht anders zu erwarten, nimmt er zu allen mit dieſem Ereignis im Zuſammenhang ſtehen⸗ den Problemen Stellung und ſpricht die Hoffnung aus, daß die Wiederingangſetzung des Effektenverkehrs ſich reibungs⸗ los vollziehen werde. Den Ausführungen des Inſtitutes entnehmen wir folgendes: Rach mehr als ſiebenwöchiger Unterbrechung wird das Effektengeſchäft am 3. September in Deutſchland wieder aufgenommen. Um zu vermeiden, daß in der erſten Zeit der Markt vor Aufgaben geſtellt werden könnte, denen er nicht gewachſen iſt, ſind an verſchiedenen Stellen Sichernn⸗ gen eingebaut worden. Die Beſprechungen zwiſchen den hauptſächlichſten Emiſſionsſtellen für feſtverzinsliche Werte wegen eines gewiſſen einheitlichen Vorgehens bei den Kurs⸗ feſtſtellungen haben anſcheinend zu einem Ergebnis ge⸗ führt. Die wichtigſte Frage bleibt natürlich die Beſchaffung der Mittel, mit denen ſtarke Kursabſchläge zu verhindern wären. Dieſer Aufgabe ſoll eine Lombardbank dienen, an der die einzelnen Hypothekenbanken je nach ihrer Größe quotenmäßig beteiligt ſind. Das Inſtitut verſchafft ſich die Mittel durch die Inanſpruchnahme von Lombardkredit, evtl. auch durch Wechſelkredtt bei der Reichsbank. Die Aufgabe der Lombardbank beſteht alſo darin, Beleihungsmöglich⸗ keiten dort zu ſchaffen, wo ſich die Realiſierung von feſtver⸗ zinslichen Werten durch Verkauf nicht angängig erweiſt. Für die öffentlich rechtlichen Kreditanſtalten wird in ent⸗ ſprechender Weiſe durch die Deutſche Landes⸗Bankenzentrale A. ⸗G. eine Rückgriffsmöglichkeit geſchaffen. Berückſichtigt man den geſamten Umlauf an Pfandbriefen und Kommunalobligationen, der zur Zeit ca. 12 Mrd. 1 beträgt, ſo iſt indeſſen ohne Weiteres erſichtlich, daß es ſich bei beiden Organiſationen nur um eine vorübergehende Hilfe für den Rentenmarkt handeln kann. Wird deshalb der Einfluß dieſer Organiſationen auf die Kursgeſtaltung vermutlich geringer ſein, als gewiſſe Kreiſe hoffen erwar⸗ ten zu können, ſo ſcheint doch wichtiger als eine Interven⸗ tion die Erziehung einer gewiſſen Kurswahrheit zu ſein. Der Vorſitzende des Berliner Börſen⸗Vorſtandes hat die Notwendigkeit einer Wiederherſtellung der tatſächlichen Marktlage, d. h. einer dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage entſprechenden Kursbildung betont und dabei auf die Tatſache hingewieſen, daß ein niedriger Kursſtand bei zunehmender Geldflüſſigkeit eher geeignet iſt, neue Käufer⸗ ſchichten zu Interventionen anzuregen, als wenn das Kurs⸗ bild durch künſtliche Einflüſſe verfälſcht werden würde. So bedauerlich es iſt, daß durch die Kriſe die jahrelange Stabi⸗ lität der führenden feſtverzinslichen Effektengruppen eine Unterbrechung erfahren hat, ſo verdient doch die Tatſache Erwähnung, daß in den Jahren 1925/26 nach einem recht fühlbaren Einbruch auf dem Rentenmarkt gerade die niedrige Ausgangsbaſis einen kräftigen Anreiz für die Ueberleitung kurzfriſtig gebundenen Kapitals in lang⸗ friſtige Anlagen ausübte. Es ſtellte ſich damals eine bemer⸗ kenswerte ſchnelle Korrektur der Kursausſchläge ein. Man darf bei der Beurteilung des Kapitalmarktes auch nicht un⸗ berückſichtigt laſſen, daß die Emiſſionstätigkeit ſich ſchon ſeit vielen Monaten in engſtem Rahmen bewegt, während die Neubildung von Kapital, wenn auch in verlangſamtem Um⸗ fange, immerhin weitergegangen iſt. Die Auffaſſung, daß da und dort anlagebereites Kapital zur Verfügung ſteht, dürfte nicht unbegründet ſein. Die für die Regelung des Börſenverkehrs verantwort⸗ lichen Stellen ſind ſich durchaus bewußt, daß das Maß der Hilfeleiſtung in mancher Hinſicht hinter dem zurückbleiben muß, was für die Aufrechterhaltung des Kreditapparates an anderen Stellen getan worden iſt. Es liegt nicht im Weſen der Börſen, ſich in ſchweren Zeiten auf außerhalb der eige⸗ nen Organiſation liegende Kräfte zu ſtützen, trotzdem zeigt die Geſchichte der Kreditkriſen, daß es faſt immer die Re⸗ generationskräfte der Effektenmärkte waren, von denen die Geſamterholung der Wirtſchaft auszugehen pflegte. Ohne die Schwierigkeiten zu verkennen, die dem Aufſtieg der deut⸗ ſchen Wirtſchaft noch im Wege ſtehen, darf man doch hoffen, daß dieſe tieferen Zuſammenhänge klar genug erkannt wer⸗ den, um eine reibungsloſe Ingangſetzung des Börſenver⸗ kehrs zu gewährleiſten. AGG. im Hannoverſchen Oelgebiet für etwa 1,50 Mill. ¼ Mutungsgelände erworben und auch einige Bohrungen gemeinſam mit Raky niedergebracht hat, iſt vor kurzem mit den Bohrungen Aue 1 und Aſtra 13 ſehr gut fündig geworden. Bei beiden Bohrungen fließt das Oel ohne Pumptätigkeit frei aus. Die fündigen Bohrungen gehören der Gewerkſchaft Nienhagen, an der Wintershall und Raky mit je 50 v. H. beteiligt ſind. Des weiteren wird jetzt be⸗ kannt, daß Wintershall an der Wiederherſtellung des ſtill⸗ gelegten Kaliſchachtes der früher zum Sauer⸗Konzern ge⸗ hörenden Gewerkſchaft Hohenfels arbeiten läßt, um vom Schacht aus Bohrungen nach Erdöl vornehmen zu laſſen, die ja nicht allzu koſtſpielig ſind. Mittag-Ausgabe Nr. 401 Diskontſenkung heute Wie aus Berlin gemeldet wird, iſt der Zentralausſchuß der Reichsbank für heute nachmittag 4 Uhr einberuſen worden, um über eine neue Ermäßigung des Dis kontſates — wahrſcheinlich auf 8 v. H. und des Lombardſatzes auf 10 v. H. zu beſchließen, die alſo erwartungsgemäß noch vor der Wiedereröffnung der Börſe in Kraft treten würbe⸗ * Bekanntmachung des Berliner Börſenvorſtanbes. Der Börſenvorſtand macht bekannt, daß für R e ichs mark⸗ darlehen, deren Fälligkeit nach§ 7 der Bekanntmachung des Börſenvorſtandes vom 19. Auguſt 1931 hin 91 7 geſchoben worden iſt, für die Zeit nach dem 31. Auguſt 1931 10 v. H. jährliche Zinſen zu zahlen ſind. 8 Vergleichsverfahren und Konkur im Handelskammerbezirk Manne Eröffnete Vergleichsverfahren: Firma Autohandelz⸗ geſellſchaft mb. in Mannheim, Rheinhäuſer⸗ ſtraße 27.(Vertrauensperſon: RA. Dr. Bachert in Mann⸗ heim.) Aufgehobene Vergleichs⸗Verfahren(nach Beſtätigung des Vergleichs): Philipp Ebert g, Schuhandlung in Weinheim. Firma Heſſel u. Co., Elektrizitätsgeſell⸗ ſchaft mbH. in Mannheim, Bismarcksplatz 15). 5 Eröffnete Konkursverfahren: Firma Ju ng buſch⸗ garage GmbH. in Mannheim, D 3, 7.(Konkursver⸗ walter: RA. Dr. Arthur Deutſch in Mannheim)— Aufgehobene Konkurs⸗Verfahren: Firma Mandel u. Go Gmb. in Mannheim N 1, 2. Bauunternehmer Philo Schubert in Mannheim, Obere Clignetſtraße 14. Der Leipziger Meſſe-Montag * Leipzig, 81. Aug. Der Verkehr in allen Meſſe⸗ häuſern der Altſtadt und auf dem techniſchen Gelände am Völkerſchlacht⸗Denkmal hält gut an. Bei der großen Dauer dieſer Herbſtmeſſe beginnt das in allen Branchen, be⸗ ſonders an praktiſchen Neuheiten intereſſierte Ausland nach einer allgemeinen Orientierung am Sonntag jetzt mit ſeinen Beſtellungen, die im weſentlichen 5 eſſer ausfallen, als erwartet wurde. Auf der Texytil⸗ meſſe hält das Intereſſe der Herbſt⸗ und Winterwaren an. Schwächer iſt der Geſchäftsgang in der Porzellgg⸗ induſtrie und in ber keramiſchen Branche, wenn auch praktiſche und gefällige Neuheiten Intereſſe finden. Die Glasinduſtrie erklärt ſich vom Eingang der Beſtellun⸗ gen durchaus befriedigt. Das Geſchäft in der Spiel⸗ wareninduſtrie konzentriert ſich ausſchließlich auf preiswerte Neuheiten und bereits gut eingeführte gangbare Muſter. * Jubexziffer der Großhandelspreiſe vom 28. Aug. 1981. Die vom Stat. Reichsamt für den 28. Aug. berechnete In⸗ dexztffer der Großhandelspreiſe iſt mit 110,0 gegenüber der Vorwoche um 0,7 v. H. geſunken. An dieſem Rüch⸗ gang ſind die Indexziffern für alle Hauptgruppen betelligt, Agrarſtoffe 108,3(— 1,5 v..), Kolonialwaren 9045 ( 0,9 v..), induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren 1017 — 0,2 v..), induſtrielle Fertigwaren 185,4(— 0,2 v.). Die Ingangſetzung des Lagerſcheinweſens Berlin, 91. Auguſt. Für die Ingangſetzung des Lagerſcheinweſens, die im Rahmen der Maßnahmen zur Bewegung und Finanzierung der Getreideernte vorgeſehen iſt, ſind nunmehr die Dur ch⸗ führungsbeſtimmungen erlaſſen worden, nachdem die Verhandlungen mit der Deutſchen Getreidehandelsgeſell⸗ ſchaft wegen der Handhabung der Einlagerung und mit den Banken wegen der Finanzierung der Lagerſcheine getroffen worden ſind. Für die Durchführung des Lagergeſchäfts der Deutſchen Getreidehandelsgeſellſchaft hat der Reichsminiſter für Er⸗ nährung und Landwirtſchaft eine ausführliche Lager⸗ ordnung ſowie genaue Vorſchriften über Form und In⸗ halt der von der D. G. H. G. auszugebenden Lagerſcheine erlaſſen. Die Lagerordnung ſieht ſowohl die Einzellagerung als auch die Sammellagerung vor. Auf Sammellager wird nur Getreide derſelben Art und Güte genommen werden; was darunter zu verſtehen iſt, ergibt ſich aus den Richt⸗ linien zur Lagerordnung, die ſich an den vom Reichswirt⸗ ſchaftsrat gebilligten Entwurf über geſetzliche Handels⸗ klaſſen anlehnen. Bei der Ausarbeitung der Lagerordnung iſt vor allen Dingen darauf Bedacht genommen worden, daß ſowohl für die Einlagerer als auch für die Stelle, welche die Lagerſcheine finanziert, die Gewähr gegeben iſt, daß das eingelagerte Getreide pfleglich behandelt und, abgeſehen von dem natürlichen Schwund, in ſeinem Beſtand erhalten bleibt. Für oͤte Einlagerung wird ſich die Deutſche Ge⸗ treidehandelsgeſellſchaft in weitgehendſter De⸗ zentraliſation der vorhandenen Lagermöglichkeiten der Genoſſenſchaften, der Mühlen und der gewerblichen Lagerhalter bedienen. Von der Aufſtellung eines Lager⸗ tarifs mußte mit Rückſicht auf die Verſchiedenheiten der Lagermöglichkeiten, deren ſich die Deutſche Getreidehandels⸗ geſellſchaft bedienen wird, Abſtand genommen werden, doch wird die Deutſche Getreidehandelsgeſellſchaft dahin wirken, daß die Lagerkoſten auf ein möglichſt geringes Maß herabgedrückt werden. Für die Finanzierung der Lagerſcheine ſind ausreichende Möglichkeiten geſchaffen worden, und zwar ſind im Einvernehmen mit der Reichsbank, der Rentenbank⸗ Kreditanſtalt und anderen führenden Banken zwei Wege vereinbart worden, je nachdem die landwirtſchaftlichen Ge⸗ noſſenſchaften, der Handel und die Mühlen einlagern oder der Landwirt ſelbſt die Einlagerung vornimmt. Lagert der Landwirt auf den Lagern der Deutſchen Getreidehandels⸗ geſellſchaft ein, ſo kann er den Lagerſchein bei ſeiner zu⸗ ſtändigen Reichsbankanſtalt unmittelbar, d. h. ohne zu⸗ ſätzliche Hingabe eines Wechſels beleihen laſſen. Sofern Handel, Mühlen oder Genoſſenſchaften einlagern, iſt die Möglichkeit geſchaffen worden, daß eine von der Bankver⸗ bindung des Einlagerers girierte Tratte des Einlagerers, die die Zentrale der Getreidekreditbanken akzeptiert, von einem dieſerhalb unter Führung der Rentenbank⸗Kredit⸗ anſtalt gebildeten Bankenkonſortium unter Rückhalt einer Reichsbank in Höhe von 50 v. H. des Getreide wer⸗ tes diskontiert wird. Die Deutſche Rentenbank⸗Kreditanſtalt, welche dabei die Lagerſcheine als Treuhänder in Verwahrung nimmt, wird dieſe Wechſel mit einem Stempel verſehen, aus dem her⸗ vorgeht, daß ſich für den Wechſel bei ihr ein Lagerſchein in Verwahrung befindet. Die in dieſer Weiſe herbeigeführte Beleihung des Lagerſcheins iſt beſtimmungsgemäß auf 50 v. H. des Getreidewertes beſchränkt. Da der Lagerſchein einen über dieſen Beleihungswert erheblich hinausgehenden Mehrwert verkörpert, bietet ſich der Weg, daß die den Lager⸗ ſchein empfangende Bankverbindung gleichzei⸗ tig einen zuſätzlichen Kredit von ſich aus gewährt, für den ſie durch den Gang des Lagerſcheins geſichert iſt. In gleicher Weiſe könnte ſich für den den Lager⸗ ſchein unmittelbar lombardierenden Landwirt die Mög⸗ lichkeit ergeben, den Empfangsſchein über die Lombardie⸗ rung ſeines Lagerſcheins bei ſeiner Bankverbindung zu hinterlegen und dabei einen über über die Lombardgrenze hinausgehenden Mehrwert kreditmäßig auszunutzen. Um trotz des hoben Lombard⸗ und Diskontſatzes den Zins in erträglichen Grenzen zu halten, ſind Reichs⸗ mittel zur Verfügung geſtellt worden, um in beiden Fällen den Reichsbank⸗, Lombard⸗ und Diskontſatz von dem jetzigen Stand auf 4 v. H. ermäßigen zu können. Schlacht- und Nutzviehmärkte * Viehmarkt. Karlsruhe, 31. Aug. Es waren zu⸗ geführt und wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht ge⸗ handelt: 27 Ochſen: at) 41-45, as) 39—41, b) 8859, b2) 3638, c) 34—86, d) 33—34; 69 Bullen: a) 3637, b) 3834, c) 32—33, d) 2932; 29 Kühe: a) 25—34, 5) 17 bis 25, c) 15—17; 157 Färſen: a) 4248, b) 3440 114 Köl⸗ ber: a)—, b) 54—56, c) 51—54, d) 4751, e) 8540, 1857 Schweine: a) 5759, b) 59—61, e) 5961, d) 59.01, e) 55—59, Sauen 47—51. Tendenz: Rinder und Schweine erheblicher Ueberſtand; Kälber langſam, geräumt. * Viehmarkt. Frankfurt, 31. Aug. Es waren zu⸗ geführt und wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht ge⸗ handelt: 352 Ochſen: al) 42—46, a2) 37—41, 51) 3236; 240 Bullen: a) 3386, b) 2732; 488 Kühe: a) 38—80, b) 29—92, c) 24—28; 430 Färſen: a) 42—46, b) 37—4ʃ, c) 3286; 581 Kälber: a)—, b) 5856, c) 48—52, 5) 41—47 97 Schafe; 4627 Schweine: a) 5760, b)— c) 5760, 8) 50 bis 60, e) 5057 /. Tendenz: Rinder ſchleppend, geringer Ueberſtand; Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine ruhig, geräumt, Fettſchweine über Notiz.. * Bergzaberner Schweinemarkt Auftrieb 865 Milch⸗ ſchweine. Preis pro Paar 20—45/ bei äußerſt ſchleppen⸗ dem Geſchäftsgang. Es verblieb Ueberſtand. Nächſter Markt 14. September. * Obſtgroßmarkt Kleinbockenheim vom 31. August. An⸗ fuhr 350 Zentner. Zwetſchgen 10—12,5; Aepfel—10, Bir⸗ nen—12. e gut. * Obſt⸗ und Gemüſegroßmarkt Weinheim vom 91. Aug. Erlöſt wurden: Birnen—10 und 24, Aepfel 47 und —4 Zwetſchgen 1214; Pfirſiche 1620, 12—15 und.1 Nüſfe 282; Stangenbohnen 15—18; Domaten 79 An⸗ fuhr gut; Nachfrage gut. a 5 Shifferſtadter g Gemüſeauktion vom 31. Aug. Bei ſtarker Anfuhr und gutem Abſatz koſteten: Zwetſchgen 10, Birnen—7, Weißkohl 1½—2, Rothkohl 12% Wirſing 175—2, Karotten%, Zwiebeln 3¼½—4, Spinat—10, Erbſen 12—13, Buſchbohnen—12, Stangenbohnen 1619, Tomaten 1. Sorte 712, 2. Sorte 5, Blumenkohl 1. Sorte 2538, 2. Sorte 16—22, 8. Sorte—11, Kopfſalat—4, Endivien ſalat 18, Kvpffellerie-90, Kohlrabi 178, Rettich 1 bis 3, Schlangengurken—9, Salatgurken—2, Elulege⸗ gurken 55—100 pro 100. 5 e Obſtgroßmarkt Meckenheim vom 31. Anguſ Aut 68 Zentner. Birnen—9; Aepfel—8; Folläpfel 2% Pfir⸗ ſiche 10; Zwetſchgen—12; Nüſſe 35; Tomaten—7 en 8; Rotkraut 3,5; Wirſing 3. Abſatz ſchleppend. * Neuſtadter Obſigroßmarkt vom 21. Ang. Auf den heutigen Obſtgroßmarkt wurden folgende Preiſe bezahlt Aepfel—10, Birnen—16, Mirabellen 1218, Nüſſe 6 Pfirſiche 1025, Trauben 1820, Bohnen 18, alles pro Pfd. Anfuhr mittelmäßig, Handel gut. Mannheimer Produktenbörſe vom 31. Auguſt Amtliche Notierung per 100 Kilo waggonfrei Mannheim Weizen, inländiſchre 24,—24, 18] Wieſenheu. 40 ausländiſcher 2 Rot leech.504,60 Roggen, inländiſcher 21,25/1,75 Inzernkleehen.90/80 ausländiſcher— Preßſtroh, Rogg, Weiz.—.20 fer, inl. alter. 19,2529.— Hafer Ger..9060 Hafer, inl. neuer 18,—/18,.— 1 Rogg, Welz. 206000 ausländiſcher— afer, Gerſte. Gerſte, Sommer, inl. 17,.—19.— Weizenmehl, Spezlal 0 Ausſtichware üb. Notiz mit Sack lalte Mahl.) pfälziſche /, Auguſt ausländiſche— Weizenmehl, Spezial 0 uttergerſte. 17/18. mit Sack(neue.) 1 175 ais, auf Bezugſchein—.— Auguſt/ November 5 Spal Saatmals 9—— 8 gl N 30 byaſchrot„ ilfte Sept.⸗Nov.. N Biertreber. 10.50/11.— Roggenmehl 60% m. S. 5 1 Trockenſchnitzel.— Welzenkleie mit Sack. 7 Erdnußkuchen 12.25 * Tendenz: ſtetig. Frachtenmarkt Duisburg⸗Auhrort- 31. Aug. Die Nachfrage nach Kahnraum war auch an der den e Börſe wieder äußerſt gering. Die Talfracht erfuhr mi 6075 Pfg. nach Rotterdam und.10—.25/ nach An pen⸗Gent inkl. Schleppen keine Aenderung. Das Berg geſchäft war ebenfalls fehr ſtill. Die Frachten ſind unvel, ändert. Der Bergſchlepplohn notierte mit 80 Pfg. bis 5 7 nach Mannheim. Der Talſchlepplohn beträgt 0 Pfg. größere beladene Kähne ab hier nach Rotterdam. ING 4 komm Wage Weg Tor! wird war gegeb kennt geſtell er am der g Althä Hanti Zweif Erklä ſagte Vorſit das ſe auch! laſſen. De geklag Kidig! mache und p die vo Jufo durch die Schi einſchl. Juhrwe Fußgän . Str. G Haft bie a lil. In 1 Eingang an folge derfallet J für am b) für g am 2 Beginn Milörin sſchuß rufen ſatzes 8 auf ch vor e. Der ark⸗ chung dus luguſt 7 1 bels änſer⸗ Wann⸗ igung ng in geſell⸗ u ſch⸗ rsver⸗ 10 . Co. Lipp Meſſe⸗ de am roßen u, be⸗ land zt mit ſſer ztil⸗ waren [la g⸗ t auch Die tellun⸗ piel⸗ ch auf igbare . 1991. e In⸗ über Rück⸗ teiligt. 1 04,6 1011 v..). en zu⸗ cht ge⸗ 3889, 3637, 5) 17 4 Käl⸗ —40; 5961, weine en zu⸗ ht ge⸗ —36; 3380, 41, 0 147; d) 56 ringer weine Milch⸗ eppen⸗ ächſter Erbſen maten 538, ivien⸗ ch 16 nlege⸗ lnfuhr Pfir⸗ ohnen tf dem allt ſſe 85, 9 Pfd. Aug. utigen r mit itwer⸗ Berg⸗ inver⸗ 3 1 4 . für 7 Altpapier, etwa 14 Zeutner, heraus. September 1931 Vor dem Einzelrichter Auch ein Abbau Wenn eine Fabrik ſtillgelegt wird, dann kann man die darin befindlichen Dinge holen, ſchließlich auch das ganze Gebäude verſchwinden laſſen. Es iſt„herren⸗ loſes Gut“. Dieſe Meinung vertritt der Kaufmann A, D. von Mannheim⸗Neckarau. Am 13. Juli fährt ein Wagen eines Mannheimer Althändlers vor die zwei Jahren ſtillgelegten Siegerin⸗Goldmann⸗ Werke. D. ſteigt durch ein Fenſter ein und reicht das Andern Tages kommt ein Mannheimer Alteiſenhändler mit ſeinem Wagen. D. nimmt wieder den ſehr ungewöhnlichen Weg durch das Fenſter in die Fabrik und öffnet das Tor von innen. Der Wagen fährt in die Halle. Hier wird alles vorhandene Eiſen aufgeladen. Zum Schluß, es in einer Wäſche hingeht, weil n werden auch die ſechs großen gebrauchsfertigen Halle⸗Heizöfen ver⸗ schrottet und aufgeladen, insgeſamt ein Wert von Mark. Ganz naiv tut der bis jetzt noch nicht vorbeſtrafte klagte vor dem Einzelrichter Dr. Schmitz. Erſt war es ein Portier Schreck, der ihm die Erlaubnis gegeben haben ſoll, die Sachen zu holen. Dieſer aber kennt ihn gar nicht, iſt auch in den Unionwerken au⸗ geſtellt. In der Verhandlung war es ein Nitſche, den er am Gebäude getroffen haben will. Offenbar iſt es der große diesmal 45 Jahre alte Unbekannte. Die Althändler waren durch das ſelbſtbewußte ſichere Hantieren des Angeklagten in der Halle gar nicht im Zweifel, daß er zu der Räumung berechtigt ſei. Zur Erklärung des ſonderbaren Einganges in die Fabrik jagte er ihnen, der Portier ſei eben nicht da. Der Vorſitzende ſagt ihm mit Recht auf ſeine Bemerkung, das ſei doch alles herrenloſes Gut, ſo könne er denn guch unangefochten eine ganze Fabri berſchwinden laſſen. Der Staatsanwalt ſieht in dem Verfahren des An⸗ geklagten eine wirklich große Unverfrorenheit. Ver⸗ Kidiger Dr. Simon verzichtete auf das Zueigen⸗ machen der unglaubhaften Märchen des Angeklagten und plädierte lediglich für eine mildere Strafe als die von dem Staatsanwalt beantragten fünf Monate. Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Man ſolle ihm Bewährungsfriſt geben, da er etzt wieder Arbeit erhalten kann. Das Gericht ging über den Antrag des Staatsanwaltes hinaus und ver⸗ urteilte den Angeklagten einer Gefängnis⸗ ſtrafe. Strafaufſchub iſt noch nicht bewilligt. Er wurde aber auf freien Fuß geſetzt. 3u von 6 Monate Amtsunterſchlagung eines Zugführers 5 Vor dem Erweiterten Schöffengericht Kaiſerslautern hatte ſich ein Reichs bahn⸗ d ugführer wegen Amtsunterſ chlagung und Beſeitigung von Urkund en zu ver⸗ antworten. Die Anklage legte dem Beamten zur Laſt, während der letzten Jahre fortgeſetzt Stoffe, die er in amtlicher Eigenſchaft in Gewahr hatte, an ſich genom⸗ men, für ſich verwendet und in Verbindung damit die amtlichen Urkunden über dieſe Sachen beſeitigt zu haben. Der Angeklagte beſtritt die ihm zur Laſt ge⸗ legten Verbrechen, der Staatsanwalt glaubte aber gulf Grund der Beweisaufnahme und der Sachverſtändi⸗ gengutachten ihn überführt und beantragte ein Jahr acht Monate Zuchthaus. Der Verteidiger plädierte auf Freiſprechung. Das Gericht hielt den Ange⸗ ſchuldigten für überführt, zumal feſtgeſtellt worden war, daß in den von ihm geführten Zügen in den letzten Jahren nicht weniger als neun mal ſolche Diebſtähle vorgekommen worden waren und ver⸗ urteilte ihn zu einer Zuchthausſtrafe von 1 Jahr 4 Monaten und 300 Mark Geldſtrafe erſatzweiſe weiteren zehn Tagen Zuchthaus. Ferner wurde Haftbefehl erlaſſen. * S Beide zu ſchnell gefahren. Am 17. März ſtießen die Kaufleute Fritz Sander und Friedrich Seitz an der Kreuzung Woll⸗ und Bruchwieſenſtraße in Ludwigshafen mit ihren Autos zuſammen, wobei Sander durch Glasſplitter verletzt wurde. Seitz er⸗ litt eine ſchwere Gehirnerſchütterung, an der er acht Tage bewußtlos im Krankenhaus lag und erſt nach ſechs Wochen entlaſſen werden konnte. Beide hatten ſich wegen fahrläſſiger Körperverletzung vor dem Schöffengericht Ludwigshafen zu verantworten. Einer ſchob die Schuld auf den anderen. Das Gericht verurteilte jeden der Ange⸗ klagten zu 30/ Geloſtrafe, da ſie zu raſch gefahren 1955 und die Fahrbahn nicht genügend beobachtet hätten. Ein Rabenvater. Wegen grauſamer Mißhand⸗ lung ſeines eigenen Kindes hatte ſich der 22jährige Metzger und Kraftwagenführer Heinrich Ringle zu verantworten. Das Pirmaſenſer Gericht verhängte gegen den unmenſchlichen Vater eine Gefängnis⸗ ſtvafſe von zwei Monaten und ordnete Haft⸗ fortdauer an. § Drei Monate Gefängnis für SA⸗Führer. Das Amtsgericht Singen verurteilte den SA⸗ Führer der Singener Nationalſozialiſten, Kaufmann Walter Beeſe, wegen Verſtoßes gegen die Notver⸗ gen zu drei Monaten Gefängnis. Die SA Singen hatte unter Führung von Beeſe einen Marſch nach Gailingen unternommen und dabei das Kampflied gegen Bürgermeiſter Dr. Kaufmann ge⸗ ſungen. § Zu lebenslänglicher Zuchthausſtrafe begnadigt. Von zuſtändiger Seite wird gemeldet: Durch rechts⸗ kräftiges Urteil des Schwurgerichts Ravensburg vom 20. Dezember 1930 iſt der Landwirt und Brau⸗ meiſter Alfons Wiedemann von Urlau; Ge⸗ meinde Herlazhofen OA. Leutkirch, wegen Mords zum Tode verurteilt worden. Wiedemann hat am Palmſonntag, 24. März 1929 ſeine 26 Jahre alte ſchlafende Ehefrau Maria, geb. Gebhard, im ehe⸗ lichen Schlafzimmer im Bett durch einen Schuß in die rechte Schläfe getötet. Der Staatspräſident hat im Wege der Gnade die Todesſtrafe in lebens⸗ längliche Zuchthausſtrafe umgewandelt. vagesbaleucles Dienstag, 1. September Planetarium: 15 und 16 Uhr Beſichtigung. Pavillon Kaiſer: Geſellſchaftstanz und Kabaretteinlagen ab 20.30 Uhr. Flugplatzkaſino: Tanztee ab 16 Uhr und abends. Pfalzbau⸗Kaffee: Tanztee ab 17 Uhr, Konzert und Tanz ob 20 Uhr. Autobnsausflüge: Abfahrt 14 Uhr ab Paradeplatz nach: Mannheim— Bad Dürkheim— Iſenachtal— Lambrech⸗ ter Tal— Neuſtadt a. d. H.— Mannheim. Köln⸗Düſſeldorfer Rheinfahrten: 14.30 Uhr Mannheim A— Germersheim und zurück. Rheiniſche Perſonen⸗Schiffahrt(Enderle u. Tröbliger): Mittwoch: Fahrt nach Speyer, nachm. 8 Uhr. Adlers Motorboot⸗Fahrten: Tägliche Hafenrundfahrten, vorm. 10 Uhr, nachmittags 15 und 17 Uhr ab Landeplatz Friedrichsbrücke. a u burg: H= Lichtſpiele: Alhambra:„“. „Der Zinker“.— Univerſum: ſprung“.— Paloſt⸗Theater Capitol:„Feuertronspo— „Danton“. Glo a Roxy ⸗Sheater:, aue g Sehenswürdigkeiten: Städt. Schloßmuſeum: Geöffnet täglich von 10—13 Uhr 15—17 Uhr; Sonntags von 11—17 Uhr ch Nur un durchg geöffnet.— Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im haus: Sonntag vormittags von 11—13 Uhr und nachmi von 15—17 Uhr; Dienstags 15—17 Uhr; Mitt: Uhr; Freitags 17—19 Uhr.— Städtiſche Kunſthalle: net von 10—13 Uhr und 15—17 Uhr. Ausſtellung:„ von Geſtern“. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Auguſt Rhein⸗Pegel 27. 28. 29. 31. 1. I Neckar⸗Pegel Baſel 7.80 5 8 Schuſterinſel 57 2,57.48 0 a Kehl 558 85 Jag 5 1,7. Maxau 065,99 Heilbronn.8⸗ Mannheim. 575,38 Plochingen. 0,6 Caub 9 4,38 4,28 Köln 214,57 4,87 S— Chefredakteur: Kurt Fiſcher Verantwortlich für Politik: H. A. Meißner- Feuilleton: Kayſer- Kommunalpolitik u. Lokales: Richard Schönfeld u. Vermiſchtes: Willy Müller- Handelstell: Kurt Ehr G u. alles übrige: Franz Kircher- Anzeigen u. geſchäftl. Mitteilunge Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim- Herausgeber. I Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, R 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung etfolgt nur bei Rückporto Geſchäftliche Mitteilungen Ein Wunſch vieler der in Erfüllung ging Heute beleben die„Miele“ ⸗Motorfahrräber mit„Sachs“ Motor weſentlich das Straßenbild Wer ſich für die Kon⸗ ſtruktionseinzelheiten intereſſiert, der ſieht bold, daß alle Vorausſetzungen für ſicheres und beguemes Fahren und lange Haltbarkeit erfüllt ſind. Die Baollonbersifung gibt im Verein mit der vollkommenen Vordergaßelfederung und der ſoliden Rahmenkonſtruktion dem Rode die er⸗ Slaſtisität Der Motor bedeutet mit ſeinem Gewicht von co. 8 Ki gramm kaum eine Belaſtung; er hat ein Zweigaunggetriebe nebſt Leerlauf ſowie Lamellenkupplung, leiſtet 1 Ps und verbraucht auf 100 Kilometer etwa 2 Liter Benzin. Die Soztusbraut kann ſich auf das„Miele“⸗Damenrad mit Hilfsmotor ſchwingen. Gerade den Damen wird fetzt zum erſten Male ein erſtklaſſig⸗motoriſiertes Fohrrod ge⸗ boten. Die Höchſtgeſchwindigkeit iſt 30 Kilometer in der Stunde. Im Gebirge nimmt das Rad bequem Steigungen bis zu 18 Prozent. S832 Vater. Bruder, Schwager und Onkel Friedrich ies Oberzugschafiner Mannheim, 31. August 1931 Kepplerstr. 33 2 Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Ries geb. Preis Schmerzerfüllt geben wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nach- richt, daß mein lieber Gatte, unser guter durch Unglücksfall von uns gerissen wurde. mit Kindern Fritz, Creiel u. Marie Kochschule des Frauenvereins Mannhelm, L 3, 7 Gründliches Erlernen der bürgerlichen u. feinen, sowie der vegetarischen Küche und des Backens in 2monatlichen Kursen. Unterrichtszeit von 8½ bis 1 Uhr. Preis des Kurses Mk. 75.—. Sprechstunden täg- lich zur Anmeldung v. 11—12 Uhr. Aus- wärtige Schülerinnen können als Pen“ sionäre im Hause wohnen. 855 Ab 13. September Abendkurse. 7 8 amenkockkurs us beginnt am 7. 9. Anmeldung erbeten K. Stader mann vorm. A. Bossert Telephon 40794 ö Kaiserring 38 — N 75 Von cler Reise zurück Dr. Fritz Kauffmann Arzt für innete Krankheiten Statt. Die Beerdigung findet Mittwoch, vorm. 1 Uhr von der Leichenhalle des Hauptfriedhofes aus * 2 7. 76 Tel. 55 5 0 Von der Reise zurück Dr. Gg. Wertheimer Fächarzt für Haut- Harn- und Gsschlechtskranch. Licht- und Röntgenbehandlung Tel. 31882 0 7. 8 Iodes-Anzeige Großvater, Schwiegervater, Herr Jakob Barmiiller entschlafen ist. Mannheim, den 1. September 1931. Verwandten, Freundenu Bekannten die traurige Nachrieht, daß mein lieber Gatte, unser guter Vater, am 31. August 1931 im Alter von 74 Jahren sanft Die trauernden Hinterbliebenen. Zuruck N Carl Meyer staatl. gepr. Dentist Maria Meyer- Domdey Dentistin 5100 Ovomaltine enthält Malz, Milch, Ei und Kakao und die nötigen Nährsalze in konzen- trierter und leicht ver- daulicher Form. Aus 1000 kg Rohstoffen werden nur 312 kg Ovomaltine gewonnen. N Gontardplatz 7 Tel. 275 94 8 Jetzt auch eine Dose Ovomaltine zu M..25 Wer seine Anschaffungen von Woche zu Woche machen muss, kann seinen Ovomaltine-Bedarf für den ganzen Monat nicht auf einmal decken. Ovomaltine bringt daher jetzt auch eine 125-g. Dose zum Preise von M. 1,25. Das wird allen denjenigen willkommen sein, die bisher— wenn auch ungern— auf Ovomaltine verzichteten, weil es ihnen zuviel War, eine Pfund- oder Halbpfunddose zu kaufen. Mit dieser neuen Packung wird sich Ovomaltine, diese Körper- und Nervennahrung, nun auch in den breitesten Volksschichten Freunde werben. Wer Ovomaltine zum Frühstück nimmt, gibt seinem Körper alles, Was er braucht: Brennstoffe für die Körperarbeit, Lecithin zum Schutz der Nerven, Vitamine, die frisch und jung erhalten, Phosphor und Nährsalze für neuen Aufbau. Und wer Ovomaltine regelmässig nimmt, der merkt bald: Ovomaltine ist wie ein Mitarbeiter, der ihm beim Arbeiten und Denken hilft. Oyomaltine ist sehr einfach zu bereiten. Man löst 2 bis 3 Kaffeelöffel davon in trinkwarmer Milch und zuckert nach Belieben. Auch in Kaffee oder Tee wird Ovomaltine gern genommen. Originaldosen: 300 g zu M. 4,48, 250 g zu M. 2,40, 125 g 2 U M. 1,25, in allen Apotheken und Drogerien. Hilft n Kostenlos erhelten Sie eine Probe, wenn Sie Ihre Adresse einsenden en: Dr. A. Wander G. m. b.., Abteilung L 63, Osthofen(Rheinhessen) In 3 Tagen 4 tember nachmittags 2 Uhr statt, Die Feuerbestattung findet am Mittwoch, den 2. Sep- ouene füne Nidhtrauder 8 Zurüek ö Auskunft koſtenlos! Sanitas⸗Depot Halle 1 8 8 5 a. S. 483 K 148 F. 2 0 Woerer Frauenarzt Theresien krankenhaus N . Leidende erh. koſtenl. Schrift z. Behandlung Hornbergers Heilſt. 75 Schwetzingen. B3097 Amtliche gekanntmachüngen Erne d b de Netzrie del Luhe e e kunnlolge Erneuerung der Fahrbahnabdeckung ch die deutſche Reichsbahn⸗Geſellſchaft wird Iimtl. Veräffantlchungen der Stadt Mannneim Verſteigerung des Obſterträgniſſes in Neckarau am Mittwoch, den 2. Septbr.,.30 Uhr gegen Barzahlung. Zuſammenkunft in der Caſterfeldſtraße am Bahnwarthäuschen. 198 Hochbauamt, Abt. Garten verwaltung Von der Reise zurück! Zahnarzt Dr. Blattmann 5 1 N Tel. 45601 27 2 esc serücke bei Lußhof— Speyer vom 3. bis guſchl. 7 September ds. Is. für den geſamten Morgen früh auf der Freibank Kuhfleiſch 37 Fuhewerk⸗ und Kraftwagenverkehr geſperrt. Anfang Nr. 700. ien und Radfahrer können die 9 geben. 1 Für die Umleitung kommen die Rheinbrücke 3 Rianabeim Ludwigshafen die Schiffsfähre Rhein⸗ 10 Fra 5 die Schiffsbrücke bei Germersheim Zu 5 g verſteigern: 81 widerhandlungen werden gemäß§ 121 Sa big mit Geld bis zu 60./ oder mit is zu 14 Tagen beſtraft. Mannheim, den 29. Auguſt 1931 Badiſches Bezirksamt, Abtlg. v il. eröenthchungan der ötadt Mausein 9 Verſteigerung. In unſerem Verſteigerungslokal— O 5. 1, ae gegenüber dem Schulgebäude— findet berſaltenden Tagen die öffentliche Verſteigerung 10 allener Pfänder gegen Barzahlung ſtatt: ür Gold, Silber, Uhren, Fahrräder u. dergl. ur gleider, ann Mittwoch, den 9. September 1931; 1 Weißzeug, Betten, Stiefel u. dgl. Beg Donnerstag, den 10. September 1931. Wien jeweils 14 Uhr(Lokalöffnung 137 Uhr). ringen von Kindern nicht geſtattet. 32 Fele Auslöſung der Pfandſcheine vom Monat „ Serar 1631 kann nur noch bis Montag, der September erfolgen. Städt. Leihamt. Zwangs⸗Verſteigerung Mittwoch, den 2. Septbr. 1931, nachm. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, Q 6, 2, gegen bare. öbel aller Art, Karuſſellrahmen, 1 Photo⸗Apparat, 2 Radio⸗Geräte, 1 Badewanne, Bett⸗ u. Kiſſenbezüge, 1 Regulator u. a. Heizmann, Gerichtsvollzieher. FCCCCCCCCCCCCCC Auf Wunsch in 20 monatl. Raten uber Gaswerk durch eig. Anfertigung von Drahtgestelle und Lampenschirme äußerst billige Preise. Lampen- Jager, D 3, Zurück Frida Haeffner-Gräf staatl. gepr. Dentistin Serilen-Tage durch günstigen Groß-Einkauf! Von unseren diesjährigen Kaffee- Importen N Sölle Il 5. Tel. 1 23682 im Vollſtreckungswege öffentlich 12004 520 Pelzwaren! Mäntel und Jacken Fellarien nach Maß, Skunkse, Füchse, Besäize usw. in nur solider Kürschnerausführung zu den billigsten Preisen. Umefbeſtungen, Repefetuf. blillgst M. Geng, Waldhofstr. 40 Solis/ p. in allen g 72 9 Tapeten/ Linoleum 8 Teppiche Am Markt Tel. 517 17 Haltestelle 3, 3, 7 Linoleum Vorlagen ganzer Räume, ſowie Repartauren unt Ga⸗ rantie bei billigſt. Be⸗ rechnung.* 23 Wilh. Oeder Schwarz⸗ waldſtr. 21. Tel. 33701 12012 Neu-Installation Reparaturen Autofahrten Sofie]! p. Roe 23 Pie. Rolle 40 pis. Serie Il p. Rolle 800 Pfg. Rolle 80 pig. 5 A. Schürec F2.9 0 bringen wir wieder 5 unt der auserlesensfensorien ohne Zwischengewinn 1 zum verkauf. Brasil-Raffee 150 rsitig, fen pfund.00 been dertafe 225 kräftig, sehr fein Pfunf Folumbia-Planlagen- f Mischung aromafisch rern g Pfund aualemala-Mischung 5 sehr kräffig, würziges 3 Aroma pPfund.75 5 Caxatas-Naffee 5 hochedel, würzig, feurig Pid..00 250 15 3 pro km, bei grö⸗ ßeren Fahrten nach Vereinbarung. 182 Qu 5. 3 bei Streib. Ole gute 100 Volt.— NAdio-Pilz Sehr auten B32 99 Mittag- U. Apendtsch Prinz⸗Wilhelmſtr III., rechts. Pfôff mode 120 Volt.40 Hannheim 7, 7. Ber Kaffee kommt täglich frisen aus unserer Brennerelanlage. Würfelzucker Kleln Demine Pfl. 38 pg. 11700 8. Seite/ Nummer 401 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 1. September 1981 Frau Rockefeller kauft ein In den Kuxusgeſchäften der Fünften Avenue Korſett ausgibt Es iſt in letzter Zeit ſtill geworden um die ameri⸗ kaniſchen Dollarmillionäre und ihre Familien. Viele haben ihr gar Vermögen oder wenigſtens einen beträchtlichen Teil eingebüßt und müſſen ſich ein⸗ ſchränken, andere, die ihr Geld behalten haben, lieben 8 nicht, wenn man von ihnen ſpricht. Umſo inter⸗ eſſanter iſt es, einmal feſtzuſtellen, was heute eine Dame, die es ſich leiſten kann, alſo eine Angehörige jener Schiaht der„Oberen Zehntauſend“, ausgibt, wenn ſie ihre Einkäufe vornimmt. Wohin begibt ſich beiſpielsweiſſe ein weibliches Mitglied der Familie Rockefeller oder Morgan, der Gould oder Vander⸗ bilt, wenn es Strümpfe, Kleider, Schuhe oder Schmuck einkaufen will? Wie in allen großen Städten der Welt gibt es auch in Newyork ein beſtimmtes Viertel, in dem ſich die Luxusgeſchäfte aneinanderreihen. Dieſes Viertel gruppiert ſich um die Fünfte Avenue, dort liegt das „Paradies der Damen“, und wer es ſich leiſten kann, die phantaſtiſchen Preiſe zu erlegen, die dort verlangt werden, darf dieſe mit erleſenem, oft etwas bizarrem Geſchmack ausgeſtatteten Räume betreten. Will nun eine Dollarprinzeſſin oder eine Filmdiva Strümpfe kaufen, ſo geht ſie zu Peck& Peck. Natürlich fällt es er Käuferin nicht ein, die billigſten Strümpfe zu kau⸗ fen, die„wur“ 100 Mark koſten. Man wählt ſchon lie⸗ ber eine mittlere Preislage von 800 Mark, wenn man es ſich nicht leiſten kann, eine Kopie jenes berühmten Strumpfpaares zu kaufen, für das Mary Pickford, als ſte noch auf der Höhe ihres Ruhmes ſtand, ohne mit der Wimper zu zucken 2000 Mark erlegte. Die mo⸗ derne Dane braucht aber heutzutage auch ein Korſett mindeſtens ein Mieder. Bei Madame Binner, wo ſogar die Gattin des jungen Rockefeller kauft, gibt es ſchon ein Korſett für 400 Mark. Wenn mar aber— wie eine bekannte Schauſpielerin— Wert darauf legt, koſtbare Spitzen am Körper zu haben, oder wenn man ſogar, wie die berühmte Schauspielerin Ruſſell, Wert darauf legt, den Rand dieſes Korſetts mit Diamanten beſetzen zu laſſen, dann muß man ſchun mindeſtens 16000 Mark ausgeben. Das hat Miß Muſſell auch getan, und ſie hat dafür geſorgt, daß die Welt es er⸗ fuhr. Schuhe dürfen die Angehörigen der oberſten Ge⸗ ſellſchaftsſchicht nur bei Delman kaufen, wo ein Paar Straßenſchuhe, die nach etwas ausſehen ſollen, etwa 120 Mark koſtet. Aber es iſt keine Sel⸗ tenheit, daß ſich Millionärinnen oder exzentriſche Filmdiven Schuhe anfertigen laſſen, deren Abſätze mit Brillanten verziert ſind, und die etwa 5000 Mark koſten. Ein Kapttel für ſich ſind natürlich die Pelzmäntel, die die elegante Dame beſitzen muß. Erſt vor einigen Tagen fuhr vor einem eleganten Pelzgeſchäft eine alte Dame vor, die einen ſchönen Mantel kaufen wollte. Man legte ihr einen Zobel⸗ 8 „Zu Fuß über den Kanal Der Oeſterreicher Karl Nameſtnik auf den Waſſerſkiern In 8 Stunden und 50 Minuten hat der öſter⸗ reichiſche Sportler Karl Nameſtnik den Kanal von Kap Gris Nez bis Dover auf Waſſerſkiern über⸗ quert. Er iſt der erſte Menſch, der über den Kanal „zu Fuß gelaufen“ iſt Deutſcher Dampfer — Wer bezahlt 4000 Mark für ein Paar Schuhe? beginnt gewiſſermaßen Mary Pickfords Strümpfe koſteten 2000 Mark— Eine Schauſpielerin, die 16000 Mark für ihr mantel vor, der die Kleinigkeit von 200 000 Mark koſtete. Die Dame ließ ſich den Preis nennen, nickte nur mit dem Kopf, ſchrieb einen Scheck über die ge⸗ wünſchte Summe aus und verließ darauf mit dem Pelz das Lokal. Selbſtverſtändlich gibt es eine Reihe von Geſchäf⸗ ten, die ausſchließlich dem Verkauf von Hüten dienen. In einem der belannteſten, wo man die neueſten Pariſer Modelle genau zu derſelben Zeit bewundern kann, wenn ſie in Paris auftauchen, gibt es ſchon Hüte für 160 Mark. Mit Kleidern iſt es allerdings ſchwieriger. Man kann zwar in großen Salons ſchon Abendroben für 1000 Mark erſtehen, aber die Dame, die wirklich elegant ſein will, gibt doch mindeſtens 3000 Mark für ein Abendkleid aus, das bisweilen nur zweimal getragen wird. Allerdings kaufen die Film⸗ ſchauſpielerinnen teurer. Sie ſind meiſt Kundinnen eines beſtimmten Salons, der als beſonders„chic“ gilt, und wenn ein neues Modell aus Paris eintrifft, eine Auktion. Norma Tal⸗ madge will ſich nicht von der Griffith ſchlagen laſſen, andere Kolleginnen kommen hinzu, und es findet ge⸗ wiſſermaßen eine Auktion ſtatt, bei der der Meiſtbie⸗ tenden der Zuſchlag erteilt, alſo das Modell verkauft wird. Tiefer muß man ſchon in den Beutel greifen, wenn man eine vollſtändige Ausſtattung anſchaffen Wo die Königinnen von Belgien und Rumänien kauften will. Die Angehörige einer bekannten Millionärs⸗ familie heiratete kürzlich und beſtellte ihr vollſtän⸗ diges Trouſſeau bei einer bekannten Firma. Aus Reklamegründen bekam ſie die geſamte Ausſtattung zu einem„niedrigen“ Preis; man berechnete ihr nur 200 000 Mark. Das iſt nicht viel, wenn man bedenkt, daß das einfachſte Nachtkleid, das aus den Ateliers dieſes Hauſes kommt, mindeſtens 800 Mark koſtet. Wenn aber nun prominente Perſönlichkeiten Be⸗ kannte in Europa beſuchen wollen, wollen ſie nicht ohne Geſchenk erſcheinen. Dafür gibt es wieder be⸗ ſondere Geſchäfte, in denen man kleine Andenken ausſuchen kann. Es kommt nicht selten vor, daß ein bekannter Millionär dort ein Angebinde, ein Gaſt⸗ geſchenk kauft, das etwa 500 000 Mark koſtet. Aber auch prominente Europäer, die nach Newyork kom⸗ men, kaufen dort Andenken ein. Die Königin Eliſa⸗ beth von Belgien und die Königin Maria von Rumä⸗ nien tätigten dort bei ihrem Aufenthalt ihre Ein⸗ käufe. Wenn ein bekannter Ariſtokrat aber in die Verlegenheit gerät, ſeine Juwelen veräußern zu müſſen, wendet er ſich ebenfalls an dieſes Haus, denn er weiß, daß er dort gute Preiſe erhält. Dort hat Fürſt Juſſupoff Juwelen verkauft, und auch andere bekannte Ariſtokraten haben ähnliche Transaktionen vorgenommen. Do XII auf der Fahrt über die Alpen Eine gelungene Aufnahme von dem Rieſenflug zeug über den Bergkuppen Das ungeheure Flugſchiff Do XII, das die Dornierwerke im Auftrage Italiens gebaut haben, trat ſeine erſte Fahrt von Althenrhein über die Alpen an, um in dem italieniſchen Hafen Spezia zu landen Schnepfen als Branoͤſtifter Von unſerem römiſchen.⸗Korreſpondenten erhiel⸗ ten wir folgende Zuſchrift: Faſt drei Monate hat es es in Italien nicht geregnet. In Sardinien ſollen es gar vier Monate ſein. Der Boden iſt von klaffenden Sprüngen zerriſſen, die Felder ſind ausgedörrt wie noch nie. Auch das Korn hat furchtbar unter der Hitze gelitten. Kein Wunder, daß in dieſen Tagen durch Selbſtentzündung entſtandene Feld⸗ und Waldbrände häufig ſind. In einzelnen Gegenden haben ſie viele Hektar Korn vernichtet. Dieſe Feldbrände haben ſich zwei Sarden zunutze gemacht, die das alte ſardiſche Geſetz der Blutrache umgehen wollten. Mozzo und Ptludu hätten eigentlich an einem Bauern aus der Gegend von Caglieri, mit dem ihre Familien im Blutzwiſt lagen, Blutrache nehmen müſſen. Das alte Geſetz ſchien ihnen zu ſtreng, ſie waren offenbar zu feige, es zu erfüllen. Und doch wollten ſie auf Rache nicht verzichten. Und ſo beſchloſſen ſie, die Felder ihres Feindes anzuzünden. In dieſem glühenden Sommer lag ja die Vermutung ſo nahe, daß Selbſt⸗ entzündung die Urſache ſei. Aber ſie hatten nicht einmal dazu den Mut. Sie fürchteten ſich vor den reltete 85 Schiffbrüchige Die Schiffbrüchigen werden im Rettungsboot des Dampfers„General Oſorio“ geborgen. Im Kreis: Kapitän Ahlers, der Führer des„General Oſorio“. Bel der Inſel San Sebaſtian gelang es kürzlich dem auf der Heimfahrt von Argentinien be⸗ findlichen deutſchen. Dampfer„General Oſorio“ die Paſſagiere und die Beſatzung des amerika⸗ niſchen Dampfers„Weſtern World“ zu retten, der bei furchtbarem Sturme geſtrandet war. Carabinieri und vor den Polizeihunden. Und des⸗ wegen kamen ſie auf den Einfall, die Felder ihres Feindes nicht ſelbſt in Brand zu ſtecken, ſondern das Feuer durch Tiere legen zu laſſen. Und zwar durch Schnepfen, die ſte zu dieſem Zweck gefangen hatten. Sie hingen den Tieren mit Benzin getränkte Stroh⸗ büſchel an die Füße, zündeten dieſe Büſchel an und ließen die Schnepfen fliegen. Und zwar in unmittel⸗ barer Nähe der Felder, die ihrem Gegner gehörten. Die Tiere hielten es nicht lange in der Luft aus und fielen zur Erde. Mitten ins reife Korn. Und ſo entſtand ein Feldbrand, der nicht nur die Ernte von Mozzos und Piludus Feind vernichtete, ſondern alle Felder ringsherum. Es entſtand ein Schaden von über einer Million Lire. Aber ein Hirtenjunge hatte die armen Feuervögel fliegen ſehen, hatte auch beob⸗ achtet, von wo ſie aufgeflogen waren, und ſo kam dieſe Brandſtiftung dennoch an den Tag. Die Cara⸗ binieri haben die beiden Männer verhaftet. Sie werden ihnen geſagt haben, daß die ſardiſche Blut⸗ rache vor dem Geſetz zwar ebenſo verboten iſt wie die Brandſtiftung, daß ſie aber vor den Menſchen doch als ein weniger ehrenrühriges Verbrechen gilt. An der Trümmerſtätte eines Pilgerzuges nach Lourdes Eine Wohltäterin feierte hren 70. Geburtstag Gräfin von der Schulenburg die Vorſitzende der Vereinigung evangeliſch⸗ſozioler Frauenſchulen und des Verbandes der evangeliſchen Wohlfahrts gerinnen Deutſchlands, feierte am 31. Auguſt ihren 70. Geburtstag. Gräfin Schulenburg, die auch Gründerin und Leiterin der ſozialen Frauenſchule der Inneren Miſſion in Ber⸗ lin iſt, hat ſich um Fürſorge und Wohlfahrt aufs höchſte verdient gemocht. 45 Das„Tintenfaß Napoleons!“ Die Sammelwut der Amerikaner, beſonders von Gegenſtänden von hiſtoriſchem Wert, iſt allgemein bekannt. Dies haben die Franzoſen beim Verkauf der ſogenannten Kriegsandenken auf den Schlachtfeldern glänzend auszunutzen verſtanden. Aber auch ein Antiqui⸗ tätenhändler in der Rue de'Opéra zu Paris hat aus dieſer Manie Kapital zu ſchlagen gewußt. Eine ältere Amerikanerin ſuchte ſeinen Laden auf und durchſtöberte ihn nach Gegenſtänden mit hiſtoriſchen Erinnerungen. Schließlich gefiel ihr ein altes, an ſich ganz wertloſes Tintenfaß, von dem der Anti⸗ quar gleich eine lange Geſchichte zu erzählen hatte. Es ſei das Tintenfaß Napoleons geweſen, der es bis zu ſeinem Tode in St. Helena benutzt habe, um an ſeinem Tagebuch zu ſchreiben. Ex bekräftigte ſeine Erzählung noch damit, daß er das Tintenfaß von einem Nachkommen des Grafen Bertrand er⸗ worben habe, der Napoleon bis zu ſeinem Tode treu geblieben war. Entzückt von allen dieſen Re⸗ miniſcenzen bewilligte die Amerikanerin gern den geforderten Preis von 50 Dollars und ging begei⸗ ſtert mit ihrer Reliquie davon. Kurze Zeit darauf betrat wieder ein amerikaniſcher Käufer den Laden, und nach den gemachten Erfahrungen pries der La⸗ denbeſitzer auch dieſem ein„Tintenfaß Napoleons“ an mit denſelben Erzählungen, ſogar mit faſt den⸗ ſelben Worten. Als er mit ſeiner Rede fertig war, ſah er plötzlich zu ſeinem nicht geringen Schrecken, die erſte Käuferin neben ſich ſtehen. Sie hatte ein Paketchen liegen gelaſſen, war zurückgekommen und hatte die ganze Erzählung zum zweiten Male mit angehört. Er befand ſich in der denkbar größten Verlegenheit und Beſtürzung. Aber da rettete ihn ein Wunder. Die Amerikanerin ging auf ihn zu und flüſterte ihm ins Ohr:„Bitte verkaufen Sie mir auch dieſes Tintenfaß. Denn, wenn Napoleon zwei Tintenfäſſer auf St. Helena gehabt hat, möchte ich ſie alle beide beſitzen.“ Deutſcher Grönlanoöforſcher verſchollen Dr. Krüger der bekannte deutſche Geologe, iſt von ſeiner Grön⸗ landreiſe, die er 1929 angetreten hatte, nicht zurück⸗ gekehrt und gilt jetzt als verſchollen. Krüger war Aſſiſtent am Geologiſchen Inſtitut der Techniſchen Hochſchule Darmſtadt. Schon 1926 hatte er eine Forſchungsreiſe nach Grönland unternommen, bei der er als erſter Europäer die weſtgrönländiſche Halbinſel Nugſak durchquerte. Ein Blick auf die Unglücksſtelle Bei Nalliers in Südfrankreich entgleiſte ein Perſonenzug, der mit Pilgern nach Lourdes voll beſetzt war. Obwohl mehrere Wagen vollſtändig zertrümmert wurden, kamen alle Paſſagiere wie durch ein Wunder ohne ernſthafte Verletzungen davon Ani 160 Mittwoe Sonderp: Alegelha Neckar kan Kinder j Heidelbe! ür jeden n ſucht d. Al d. Rund 13 05 ſo ung. 3 Org B Tel. 287 3 Zum raf an Priv geſ. Ang an die f 5 N. Arene, Hertz gute In branch Arg. 1 vgren, 2 ils ei I Aresse nin de, (dieses 5 Dienstag, 1. September 1981 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 9. Seite/ Nummer 401 — 2 U f N f 1 * 1 10 Schöne 3 Zimm.⸗Wohn. Seckenheimerſtr. 17, IV Gut möbl. Zimmer 2990 5 d HI 41 mit Küche, Bad, all. r. freundl. Manſarde, 3 ae 12 91 2 Al 11 Zubehör. in ſchöner el.., wöch. 4,80 z. v. S 6, 19, 8. ürgeſch. 28 f„ 5 ſonnig. Lage ausw., anzuſ. 4112,—8.. 5 2 . Ein beachtenswertes Enn Fülm, ger bis zum lekrten Meter den Beschauer in Atem hält in ea 1 1 5 8. Manſardenzimmer weiß Heuie lefzier rag! Doppelpro gramm! Walkers bester betektt)- foam als fonfüm ab 1. 9. 2107 Gemütl. Park.⸗Zimmer ern 94. Ein spannendes, interessantes, packendes Drama ist der Tempo Spannung Numer 5 5 5 Adam Nenn 9 gut möbl., ſof. zu v Seckenheimerſtr. 17, 1 1 8 N 2 Neckargerach a. N. + 5, 11 4251 4 Dr ks 2209 erste Ffitz Lang-Jonfilm 5 in dem entzückenden 197„11. Dr. ks. 20 rech- und Tonfilm 5[Werr Schlaf l 1 5 Großes Zimmer und Perrn⸗ u. kl. Schlaf⸗ Frdl. weiß möbl. Front⸗ 7 G6 N 0 Küche zu vermieten. zimmer m, voll. Penſ. Zimmer per 1. 9. S8. 18 10 0 Jon 9 Beſchlagnahmfrei. Pr. 100 4 2. 10, 1 ſpät. z.., evtl. Pa 89 9 f Käfertal, Rüdesheimer⸗ 2925 Seckenheimerſtr, Je, 8 1 f ſtroße! 933207 1 Tr., links. 402 Ein 5 Erlebnis für Alle! 2 1 ſtraße 24, III. 8 8 Baßegefs he, 4 Tr., links. 20 ö echnisch meisterhaft! Großes helles 4193 But möbl. Zimmer. 45 ö Hervorragend in Regie und Dar- a 7 5 a, beſſ. Herrn b. Dame E 3 Nr 5. III. 33288 1 3 1(Korvettenkapitän) 17 5 Wübl. eytl fift verm. 3272 Freundl. möbl. Zim. Hauptdarsteller: mit 9 75 Badb. zu herm. Tatterſallſtr. 29, part. zu vermieten. Peter Lore— Gustat Gründgens Ellen Wamann— Theodor Loos Dazu ein ausgewähltes Beiprogramm: Harry Liedike— Maria Paudler Erilz Kampers. Dazu: Zauberhafte Bilder ferner Welten in Ein geheimnisvoller Helfer der Polizeh) D 7 Nr. 17. 1 Treppe Schön möbliertes Balkon-Zimmer ſof. zu verm. 1252 K 2, 38, 2 Tr. rechts 8 717 .3 Zimmer- Wohnung (auch Teilwohnung) —„Prominente im Käfig“ Hauptdarsteller: Fr. Rasp-Llssy Arna— paul Hörbiger Emelka-Ton woche— Naturiim. Beginn: F 3. 1, 2 Treppen: Gut möbl. Zimmer ſofort Bad, Manſ., Friedrichsring, Oſtſtadt, 2 Perf., pünktl. Zahler. Angeb unter B B 18 an Ste Geſchäftsſtelle dieſes Blattes.* 103 A „NIA Ausser de m: Nur g Tage Dienstag 5 Nur 8 Tage 38.10.45.20 Uhr. 8308 Krakatau Auf den Inseln der 1000 Wunder. der berüchtigte Vulkan in voller Tätigkeit. oina Gralla in dem entzückenden Lustspiel „Fräulein Lausdub“. repariert IEA zu vermieten.* 250 .13.4. SOG Gut möbliertes Zimmer gut möbl. Zimmer m. 2 Bett., per ſof. zu vermieten.* 261 -2 gulf mb. mmer Naas Beginn:.00,.30,.00 Uhr Beginn;.00,.30,.00 Uhr ſofort ober ter zu] fur 2 Nagchen in beter Wohnlage in Mann- L 15, 2 8 7 8 5 925 t tent ig beim von gebild. Ehepaar ab 4. September 0 N— geſucht. Angebote unter Wilm 74470 mit Preis an die Geſchäftsſtelle ds. Bl. 79 1 immer U. Küche Ruh. Mieter, Zahler ſucht pünktl. mige Mittwoch— Donnerstag 8 5 1 0 j ö 5— K 3, 28, zwei Tr. rechts j oder 161 Heufe Ietzter Tag Märhmane r spera i-4 Zimmerwohnung 71 A 10 Greia Garbo 2 Schaufenster in beſt. Geſchäftslage mit Woh⸗ c 0 4, J5, 2 Treppen: 1 1 11„Ammer d. Kuche in ih hönst 3 nung, zu ca. 2000/ zu verkaufen. Tagesumſatz 125. Gut möbl. Wohn⸗ u. chäftsſtelle. 206 ſucht ein kinderloſes F 825 120 Mik. B. Weber, Immobilien, 8 0. 1. 205 gg. Anſrach uren Schtafzim.(Schreibt, e 95 Ebepaar(feſtbef. Be⸗ 2. 4138 el..] ſof. bill. zu vm. Beamter ſucht geräu⸗ amter) auf 1. Oktober. ſchäftsſtelle. 5 526 0 2248 Zit erfr. i. ö. Geſchäfksſt. Hierzu das große Tonfilm-Lustspiel Walzer im Schlafeoupe Kinder jeweils die Hälfte. Abfahrt Worms.00, Druckerei br. Haas, 0. mn. b. H. f 1,-6 Möbel-Gelegenheilzkaufe jeder Art, mod. Zimmer. Küchen u. Einzelmöbel zur Beſichtig. u. Preisabgabe ausgeſtellt. 251 9 Heute biet. wir Ihn. Schune habe ich einen Poſten Schön möhl. Zimmer per ſof. zu vermiet. G 3. 15. bei Gerhardt 3 Zimmer- Wohnun mit Bad auf 1. Okt. 2 Zimmer und Küche Versleigerungshalle N 4, 20. in Zahlung nehmen P 2, 6, bei Braun. mer und e. mit Fritz Schulz, Lucie Englisch 9 9 5 müſſen u. verk ſolch. 7259 kann in Tauſch ge⸗ f— Gebrauchtes 5 zu jedem annehmbar. geben werden Aug. ö 2 1 „ Schlafzimmer Preis. Waldhoffer 432 Schön mühl. Zimmer e 15 Voraugskarten geſten Aotorrad J. 0 echt nußbaumpoliert. 1 Tr. rechts. 3292 i e 15 551 8 5 Mäntel, mod. Jet 88 5 5 N Die Nachfrage nach 5 n 5 Suche 28 fertige Kragen, Jett Das große Tonbeiprogramm 1 1 und führer⸗ diefen Zimmern iſt N 3, 18 a, Braun. 3 inner 1 Küche 10 200 Rabatt g.* ſcheinfrei zu verkauf. ganz gewaltig, weil 1 7 1 8 Reparaturen und 111 1 1 0 f 5 z Zim.. g 5 a Rulmbacher Bräustübl, NA, 17 für 100 Mark. 4122 alle Verlobte immer Sinne, eg Gnt 1 5 e t kann evtl m. 2 Zim. Umarbeitungen ſehr D zWZI Nai Moe nz Er 2. 5 Alphornſtr. 10. part. mehr erkennen, daß ganzer. Zim.(Inlaid, post ſof, o. fp. preis w. Wohnung getauſcht preiswert. Dede der Betty Pettersen— 7 Akte An alle Biertrinker Mannheims 2 ein derartiges Nuß⸗ gemuſtert) qm.80. zu vermieten.* 280 werden. Angeb. unt. PEL AHAUS Zündapp- baumzimmer für die Teppiche, Läufer uns u 2, 15 bei Schäfer. P K 51 an die Ge⸗ N U Weg mit den teueren Bieren! beutice. Wanſcgaftſe] Farkiewären m klein,—. cäfteſtell Schär 4 u. Fotorrad woas es aht denn. Feten aug biz n ant mib aenmelz in. 7 u 3. 4 1 Ab heute das berühmte Silber Export Bell⸗ was es aibt. denn.] Schneider, I 3. Nr. 2. mit Badbenütz. ſof. 3 Zimmer 8 Wohnung 1 7 5. 3 5 5 ſteuerfrei, mit el. Licht Verarbeitung dieſer zu vermiet. Bingert, 5 . Anite Maria Einſtieg heim in ganz hervorragender Güte, vorzügl. u. Horn, für 450„ Schlafzim. iſt derart. Moderner 5104 Heinrich ⸗Lanzſtr. 44. ingl. m. Badez. Zentr. N l 1„Friedrichsbrücke bad. und Pfälzer Weine. Prima Küche zu Kaſſe zu verk. B3280 daß ſie noch fahr⸗ Kind 9801 Neckarſt.⸗Oft od Lin⸗ 1 160 Perſonen faſſend mit Reſtauraut ole billigem Preiſe. Jacob Friedrich, N 4, 17 2 8 E Z 41 zehntel. ihre Dienſte I erWäagen denhof, geſ. Preis⸗. Uttwoch: Worms-Rheindürkheim und zurück. 5 8 5 e e fle. an tun. Auch für uns iſt zu verkauf.„ 20.—. cho öh 7 angebote unt. F O a4 8 Sonderpreis nur 90/ Donnerstag: Heidelberg- g die Geſchäftsſtelle. es ſchwer genügend] Lieb, Walböhofſtr. 18a 8 on möbl. Timmer an die Geſchäftsſtelle f Hlegelhausen und zurück durch den ſehenswerten D. 7 in bester Ausführung v. dieſen Zimmern f m. el. Licht, ſof. bill.] dieſes Blattes. 175 islich 10 Necarkanal u. Schleuſen. Sonderpreis nur Mk..— 5„ liefert billigst die hereinzubekommen. Größere Anzahl 228 zu vermieten. 287 h See -3 Ummer- Schuhe und gebr. Möbel. 0 Heidelberg.45 Uhr. Reiss, Telefon 51448. ein derartiges kompk. bole Alen i 8 i. Zimmer, Betten mit Schön möbl. ſep. Zim⸗ 5 Starkand, P 2, 5 m. Beiwagen zu 0 Einlaneh z. Preiſe J ion mer, Nähe Friedrichs⸗ Wohnung 8522 Tel. 389 68 75 5 ehen 9 66 von., 185.— gegen bn ee i. verm.] bis 1185 September, . 2 5 9 f. Kaſſe an. Das Zim. abzugeb. Näh. Rhein. K 3, 14, Kaufmann, eventl. mit kleiner — EBEN Laugſtraße 6. hat 1 großen 2türig. dammſtr 19, Hinterh.“ am Ring, 1 Treppe. Werbſtätte geſucht. 8¹ staunen 5 Arbeiter 7 3 7 Garderobeſchrank, 2 248 Adreſſe in der Ge⸗ über meine billigen g 1 1 ſolid u. fleißig ſucht Beiwazen-La rosserle Bettſtellen mit Pa⸗ ſchäftsſtelle. 2273 Polſterwaren. Woll⸗ 15 N dauernde od. vorüber 8 tentröſten und dret⸗ ö 0 2 8 3 Stock: 5 matratzen,.⸗Leln., gehende Beſchäftigung(Aluminium) zu ver⸗ teiliger Matratze, 1 5 88„ 1 Limmerwonnung Drell 20 ,. avarte Näher. Bürgermeiſter kaufen. N Waſchkomm. m. echt. Zu kaufen geſucht: Separates möbliertes Waldhof oder Luzen. md, Deſſins 22.50, Führende Aktien- Gesellschaft der Branche Moos in Heddesheim. B 4, 14. Hof links. Marmor u. Spiegel, 1 Dampfkeſſel. 0 am, ZIMMER berg, per 1. 10. gef. 35 J, Kapofmatratzen sucht zum sofortigen Antritt tüchtigen Rei- Telephonanſchluß La⸗ 2 Nachttiſche m. echt.—10 Atm. 1 Dampf- Jof. zu verm. 26(Miete nicht über 40 8 e 9 1 senden für den Bezirk Mannheim-Ludwigs- e 8 Herre. l. Uamen- fad e 1 1 8 5 Plank. gegenüb. Börſe. 1 Ang 05 Dian ee, hafen mit Sitz in Mannheim oder Ludwigs- faſt neu, Ball.⸗Reifen, Schlafz⸗ kaufen, ſoll⸗ Annoncen⸗Mayer, 1215 1 1 ſchäftsſtelle 8 175 Chaiſelonaue 98. hafen zum Verkauf von eingeführten Spe- Ffaulein billig zu verk. Bösss ten Sſe ds, unbedingt Stuttgart. 390 e 195 5 5 5. S6 1 9 5 51 2 5. 4 zialfabrikaten an Bäckermeister. 9252 e 1 einmal 2 Mot. 3 PS. ät zu verm. 4492 1 Zimmer und Küche Afar„ Handschriſtliche ausführliche Angebote mit 22., mit bh, Schul⸗ Prima Sandes We 81 0 Kechßan ke D 3 Nr. 11. 2 Trepp. zum 15. 9. od. 1. 10. 6405 Angabe des Alters, der Gehaltsansprüche bild, in all. Büroarb, f 5 Lindenhof Bellen ſtr. 2 geſucht. 4180 Lutſenringt G 7 Nr. 26. 1 geſucht Karte vor⸗ ſelbſtändig, 164 pF Pönl- H. Bamen-Ra 0 j Luiſenring handen. Angeb. unter und Branchekenntnissen unter Beifügung 1 5 ottbillig abend, 5 e Ang. an Neuſer, Eichels⸗ 2 Trepp. Schön mbl. F 0 55 die Ge⸗ 1 in abzug. 2292 r 1 37 2 g. Be⸗ eines Tiehtbildes erbeten unter M N 44 sucht Stellung ieren, Waldboftr. 7. Gröner Haring merſtrabe 5. bin ich u. Telepbon, Akten Auel Ul 2 an Ala Haasenstein& Vogler, Mannheim. Angeb. u. E K 42 an VVV 5 Gebr., jedoch gut erh. bent. ſof, zu ver⸗ 6 ö öh 7 5 5 5 5— die Geſchäftsſtelle. ante, Hes ne Nas Ju ether. gleitzeſche, Ig ölafmmer 8 is 7 El mon. Ciel: ohne Elektr., kompl. 5 ee eee rel 5 5. Schwetzin 1 lack. 1 pol. Bett. 2 Onnessan aum von berufst. Dame 9. Garantiert keine e f 1 ße 184 Maſchydl„Küchentiſche. 1 Kom⸗ aus nur gutem Hauſe D 7 Nr. 24. b. Knörzer zu mieten geſucht. Negerkraufe nur bis b 5 ſtraße 1 holg. mode. Waſcht. lack. bill. zu kauf. geſ. 200 Schön möbl, Zimmer Ausf. Preisang. unt. 20. Sept. 1031. 75 8 E F I 6 8 0 2 C 1 8 E 1— 52 1 Vertiko. poliert. 1 Angeb. u. P 8 59 an] mit Küchenben., auch pg. d 57 an die Ge⸗] Damenſalon König, 8 K 2 Schuhſchr. 1 Flur die Geſchäftsſtelle. an 2 D. od. Hrn ſof, ſchäftsſtelle. 279 6 7, 84. 1 welche bereits eine Reiſe⸗ 50 Jahre, mit a 5 5 Fahrräder„ 1 85 zir vermieten. 5188 gkeit ausgeübt und Privatkundſchaft be⸗ Referenzen, lange Jahre in leitender Stellung faßrikr 5 ühle. berſee⸗;— 5 l 2 5 i gaben ai günkiige Gekegenbeit geboten in Überſee, ſucht per 1. Jauuar 1932 ee en bee e Homode Herrn un d lee. 1 i eine gu b f zu ſchaffen. 2 e ett 5 7 3 3 18 5 1 Eihacbeltung brſolg e e. leitende Stellung 2 Sine. 228 billig zu verkaufen. 1 Schreibtiſch. 1 Kon⸗ el Licht u. Telephon. in guter Wohnlage, in welchem ſekt ca. nach Bewährung Anſtellung mit feſt. Gehalt. in ſolider Gmb. H. oder A. G. unter Übernahme 5 1580 bhandl Hes r. ferenztiſch mit Seſſel, fließ. Waſſ. ſof. 40 AU 20 Jahren Lebensmittelgeſchäft mit Bedingung Einwandfreier Ruf und größerer Beteiligung. Seriöſe Angeb. erbeten Jarre dgroß hau dung 5 14 Tiſchlampen, zu 1 8 5 guten Erfolg betrieben wird, und auf Vergangenheit 5 unter OB 77 an die Geſchäftsſtelle. 3250 Neues Schlaf e Dialen Anlur U Hllg kaufen geſucht. Ang. Luiſenring Nr. 5. 1. Oktober Laden u. Wohnung beziehbar iſt, bei Rur ſtrebſame Herren, nicht zu jung, denen in arte nen b ö mit Preis und näher; 5 öl. 5,15 10 000 Mk. Anzablg, prelsw. zu perkanſen. Ahtlac daran liegt, vorwärts zu Tanten 5 1 3 1 1 591 afrik.! Schleiflack, neu, zu 25 Angaben u. P W 173 Ungeſtört, aut möbl. Angebote nur von Selbſtkäufern erpünſcht. Au: 190 eine angeſehene, erſte Geſellſchaft ver⸗ uche Vertre ing unz Röſte ſehr billig A. 30, Friſtertollette an die Pelcht. 442 e 1100 gebote unter E X 123 an die Geſchäftsſt. 88 keten können, wollen ausführliche Bewer⸗ 91 beſchr. arbeitsfr. kfm. erran en 1240 Schleifl., Kakteentiſche 1 N 5 8 b b geg ge aeg Jen Beeler eee F dee, f. e Föpel fen ee, Ian e Pin. M 1848 durch Rudolf Moſſe. Mannheim. arbeitet. Angebote unter F G 48 an die Ge⸗ 2 1„ kauft lauf, gea. Kaſſe 5 elnes III Aim! 1e Alls e e cchäftsſtelle dſs. Blattes. 207 Fiaz f pakel! 8 von Privat. 1105 u. 1 möbliertes Zimmer ——. aaa e 2 M E 0 Geſch. ſowie 1 5 1. 5 mit Garten, in Mannheim oder Vorort, gegen 1 Fur 1 bei uns tätig gewesenes 5 0 7 10 e 2198 ſofortige Auszahlung zu kaufen geſucht. Vertreier auch! 19 treues Persona. 0 Aabeimmer 1 Batterie Empfänger, Waren-Regal und O 7. 25. 3 Treppen. Angeb. unter P I 155 an die Geſchäftsſtelle die⸗ 1 1 Buckhalferin N 1 Netz⸗Empfänger, N ſes Blattes erbeten. 11 922 0 l 1 Netz⸗ Anode, Mittelpunkt der Stadt. a Ale eld Sauntagsvoß sucht noch einige 1 füng. Stenelgaiskin te Sr r Seeger blasschrank Schön mörl Zimmer Rd relsegewandte erren mit gutem Leu⸗ Ang. En 9 8 N ſchwerſte Qual.⸗Arbeit billig abzugeben. 4233 8 91 geſucht el.., Schreibtiſch, Rund bei hoher Proviſton/ und Tages ſpeſen. 5 2 5 werden 6389 Hans Krotz R 7, 10. f fen Chaiſel., m. Penſion At Ausweis vorzuſtellen heute zwiſchen suchen wir anderweitige Stellung. Tel. 21604. Angeb. unt. P 2 175 preisw. zu vm. 195 9 Uhr 200 Angebote unter P 171 an die Ge, Ausver Kauit an die Geſchäftsſtelle E 2 Nr. 2. 1 Treppe. Behr A a Wa en 6/20 98 Geschäftsstelle C 1, 3 chältsstelle dieses Blattes. 12002 da die Modelle nicht dieſes Blattes. 6429„Aga-Wag Ehrliche Putzfrau Mädchen aus beſſer. Hauſe ſucht Stellung als Büfellamängerin mehr angefert werd. Die Zimmer ſind um die Hälfte ihres früh. Preiſes herabgeſetzt. Gustav Grünfeld 2 Lademiegale 4 Schaukaſt., 1 Fenſter⸗ wand, Packleine f. Ta⸗ peziere, u. Altpapier flabun 8 2, J, 2 Tr. reohts Gut möbliert. Zimm. ſofort zu verm. 194 Sep. möbl. Zimmer zu Dilltg zu verkaufen, Anzuſehen bei Kalmag/ A. W. S. Industriestr. 2 gegenüber Elektr. Werk 12006 ür jeden Tag geſucht. 174] Bin 20 Jahre alt 5 war 51 40 in Wirtſchafts⸗ Ei e 889 5 9 dc 3, 5/7. Laden. betrieb tätig. Angeb. u. F H 49 an die Geſchſt. neider, H 3 Nr. 2. engliſch⸗ deutſch und 6 wöchentl. zu vm. 55 1 P 5. 5/* 914 u 4. 17 Q 4. 1 6 1 deutſch⸗ engl. neuere D 4 2 85 16. III. fd T lerreerörneh dernen ere fer oe e e een, e e— igen ig 80% eee 8 0 das ſchon in beſſ Haus ring Nr. 34 bei Weil Prometheus, 10 Röhr. 25. e ter 7 H 8 I. 2 bebaal möbl. Zim..S. U. Ponny 190% Schönes 195 d. Allgem. Verband in Weinſtube geſucht. ged. hat u. ſelbſt. alle l 1 Speiſezimmer Fr. Riethelmer, I 3. 3.% an 51 1 et 50% e Gar. u verkaufen,* 219 ö „Rundfunkhörer EB. Zu erfragen im der Häusl. Arb. verr., Existenz. 6425 1 Herruzimmer n dte ſchſt. 964 Tel., gr. Schreibt. Schanzenſtr. 9a, Hof. Wohnhaus gegen ſofortige Bezah⸗ Attgſtelle 92213 ſucht Stelle a 1. 10. in Monatl. Einkommen k Schlafzimmer Nähmaſchine, Pfaff u. ev. ſof. abzugeb. Beſt. 2 Silz T a im⸗ S Dude zn melden im Geſchäftsſtelle. 1 kl. Hh. G. Zeugn. v. R. 500.—, ſpottbillig Beleuchtungs körper Singer, Zentralſchiff, Haus. Friedrichs ring 6 i. Mannheim⸗Secken⸗ d de E 5, 55 f Daus. ben d. Jah, abzugeb. m. Kunden- Fücheneineichtung ſehr gut erh., billig 98 d 90 91 Nr. 34 1 Tr 1211 Kabriolett oder offen heim mit zweit mal Tel. 28788. 6419 87 75 flotte 5 i.., ſtamm. Erforderl. ca. Eisſchrank Bis? zu verkaufen. 258 6 11 34. 5 u. Allwettervers, u,, 5 8 1579 75 785 5 200 rsſtraße Nr. 7. 1 8 1. 1275 Bad k 3, 2, Hinterhaus. 1 ee ee T 5. 5 2. Etage, links. 1 1 Küche. Bad. Manſ. u. 8 5 10 icht. 1 b Zi 7 85 ie ö 159 einhaus Büchler Lud⸗ Junges fleißiges 156 O. Struwe. Wer⸗ verſch. Kleinmöbel. Gebrauchte S434 Angeb. unt. P R 58 1 e Angeb mit Aua 9, Garten, zu vermiet., auf I Nartoffoln wigshafen, Bismarck⸗ Ma 1 5 1 5 6. 6425 5 5 5 an die Geſchſt. 3281 m. el. 15 f. zu v. Baufahres u. des Fa oder zu verkaufen. 5 Privat Verkäuf ſtraße 44. Tel. 60589. En Faſt neues Achloib maschinen 3 7 brikalg unter Auge Gefl. Zuschrift unter ate Verkäufer 4 fucht Stelle in nur N 2 ebra 0 5 des alleräußerſt. Bar⸗ B T1 35 an die Ge⸗ geſ. Angeb. 30 Bedienung mit guter 8 3 PIANO— billigſt Berka 9 es alleräußerſt. en a bees dernde ſeſork gef. fe te n he, rene, Nihat Speisge-Ammer Galen e, g 4 glb enes fleikbrelt but möbl. mmer vreiſes. f 15.45 an ſchteſtele 287 an die Geſchäftsſtelle. — Adreſſe in der Ge⸗ ſchäftsſt. d. Bl. 5278 Angehende jung ere Blattes 188 —— Straße Nr. 27. lein mädchen auf 15. 9. b. 1. 10. Ia. Zeugniſſe vorhanden. die Geſchäftsſt. 7229 Dipl.⸗Schreibt., Küch.⸗ Schr., Waſchk., Roßh.⸗ Matr., Chaiſel. Lad. Schöner, 5. Stock. 1 umſtändehalber zum halb. Erſtehungspreis abzugeben. Adreſſe in ſchäftsſtelle. 6401 lasherd m. Tien UJZ, 18, 1 Treppe. ca. 1,2 1,50, u. Reiß⸗ 775 u. Feilen jeder eſp. Eingang, zu mieten. R 6 Nr. 6a, 1 Treppe ver⸗ * 176 dite Geſchäftsſtelle. * er Fleißiges 6900] Fuſch. nun Uns an Theke Dezim.⸗Wagge, d. Geſch. d. Bl. 2282 5„ Toilet. Art zu kauf, geſucht. f ee 23 75 eee 8 5 188 die Geſchäftsſtelle. Aa. Schr, Packt, Bet, 8 1201 eee Angeb. mit Preis er⸗ N 4. 4. 9 Treppen links en r Henan 55 ae dvanchegundtg in i 2 R 6. 4, Laden. 3900 Ladeneinrichtung ſehr bill zu verk. 5220 beten u. b 7 169 an aut möbliertes Zim⸗ 7 175 15 55 eugniſſe 5 1 n ars. u Calanteste. 10 ö WI two Lorgzingſtr. 9, 4. Ster die Geſchäftsſt. 24 mer ſofort zu ver⸗ eizuf 925 f 15„ iebererlangung alen undlcliot alte. Ein gut erhalt. Kinder⸗ komplett für Kondi⸗. 8 0 207 e 15 ewähr übernehmen. % veise, ge ait guten Zeugniſſen, Anf. 40, ſucht Stelle wagen zu verk., hell- torei und Kaffee ge- Gebr. Bett m. Patentr. 5. f Aaresse 24. ſelbſtändig 15 che u. in frauenl. Haushalt, 2 5 18 b 2 eignet, billig ſof. zu Zither ſowie Gas⸗ gebraucht, für einzelne G 7, 10, 1 Treppe links 1 59 uangeimmn Betten er Ceschäftsst. Hausarbeit ſof geſucht, auch als Pflegerin. 5„„„ verkaufen. Ang. unt. bügeleiſen Räume, ſowie größere ſchön möbl. Zimmer annheimer General⸗Anzeiger lieses Faul, Richard⸗Wagner⸗ Zuſchr. u. E L 52 an Auguſta⸗Aulage 7, bei p i 170 an die Ge⸗ zu verkaufen. 201] Poſten kauft 225 in gutem Haus billigſt e K 0 Schneider, H 3 Nr. 2. zu vermieten. 205 8 b 8 05 10. Seite Nummer 401 Nene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 1. September 1091 2 Wirtschaft mit möblierter 3 Zimmerwohnung zu vermieten. Angebote unter 5 8 168 an die Welches dieſes Blattes erbeten. DA Nr. I u. 2 Broßer Eckladen mit 5 Schaufenstern ein Kleiner Laden mit Nebenraum ferner ſchöne Büroräume, im 3. St., m. heizung, zu vermieten. Näheres E. Bau mau u Zentral⸗ B3269 M 2, 9. Tel. 225 04 Laden in beſter Lage Linden hofs, mit ſchönem Nebenraum preiswert zu vermieten. B3265 Angeb. unter D 8 9 an die Geſchäftsſtelle. Lameystraße 5. Sonlerrain 2Büroräume. dll. Ateler zu verm. Näheres G. Dolleschall, Tele phon 403 14. 3214 3, 3 lihe Manplat) Groß. 99 nach d. Straße gelegen, l Lager, Verkaufsraum etc., per ſof. zu vermiet. Bg274 Groß& Baumann. M 2. 9, Telephon 225 04. Grohe Morzelst,, A, parterre (früher Wirtſchaft: 3 Räume mit Küche, als Lager etc., evtl. auch alls Wohnung, zu ver⸗ mieten. B3275 h Groß& Baumann, JI 2, 9, Telephon 225 04. A m We(Ring) 3221 schöne ö oder 7 Zimmer- Mohn hochparterre, od. 4 ſehr ſchöne Räume, 1 Tr. hoch, zu vermieten. 7, 15, Telephon 239 61 * 2. —— 8 eingerichtet. Bad, Diele, Manſarde, Zentralheizung in 9 Lage Lin⸗ denhof, per 1. 10. bill. zu vermieten. Näheres: Teſephon ft. 207 11 f 2, 9 schöne 5- Wong mit 9 u. Zubehör per 1. Oktober zu ver- mieten. Näheres Jacob Uhl(Laden) Tel. 315 13 283 Jungbusohstrage 7, Hochpatt. 9 Zimmer mit Kammer und Küche . Magazin zu vermieten. B3270 Groß& Baumann, M 2, 9, Telephon 225 04. Bahnhofsnähe! Sehöne 5 Zimmer- Mohnung mit Zubehör, per 1. Oktbr. zu vermieten. Näheres: Heinrich⸗Lanzſtraße Nr. 14. 2 Treppen, Telephon Nr. 406 28. 11998 Donnersbergstu, 10, partense herrſchaftliche 5 Zimmerwohnung. mit 8878205 eizung, zu verm. Anzuſehen—7 Uhr B327 Näheres E. Baumann. M. 2, 9, Tel. 225 04 Dfoge Mrzesstrage 4 Zſtöckiges Rückgebände mit Keller, ca. 240 am Nutzfläche, zu Fabe.⸗Zwecken oder Lager, preis⸗ wert zu vermieten. B3276 Groß& Baumann, M 2, 9, Telephon 225 04. Fahrlachstraße Nr. 18 d u vermieten: Souterrain: Ca. 70 qm Lager⸗ bezw. Werk⸗ ſtattraum Parterre: 2 Zimmer; B3278 1. Stock: 1 Zimmer; 2. Stock: 2 Zimmer u. Küche, beſchlagnahmefrei. Näheres E. Baumann. M 2, 9, Tel. 228 04 l. Mina Mann O 3, 1 gr. Wohndiele, a Heizung u. reichlich Zubehör, zu vermieten. Der zentralen Lage 5 5 beſonders 153 Aerzte uſw. geeignet. 11904 0 3, 1, 1 Treppe, Teleph. 322 46. Preiswerte 11876 7 Timmer-Wohnung am Luiſenring, per 1. Oktbr. zu vermieten. Näh. 10. 7 f Mod.! Anmerpannann per 1. Oktbr. zu vermieten. Näheres B3271 Groß& Baumann, M 2, 9, Telephon 225 04. 4 Zimmer- Wohnung 1 Tr. hoch, im Zentrum der Stadt, neu her⸗ gerichtet, ſofort zu vermieten. Ebenſo Zimmer Wohnung 1 Tr. hoch, Nähe Planken, auch f. Büro geeign., ſofort zu vermieten Angebote unter P R 167 an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes erbeten. 190 flichard-Wagnerstr. 16, 2 Tr..: Sohöne 4 Zimmer- Wohnung mit Diele, Bad, Manſarde uſw. zum 1. Oktbr. zu vermieten.(12 000) Telephon 444 65. J Ummer u. Hude Bad, Speiſekam. u. 6 Mtr. langer Balkon, Zum 1. Oktober zu vermieten. 264 Jakob, Rheintalbahnſtr. 17 Beſchlagnahmefreie 58291 —— Schöne, sonnige 3 Zimmer-Wohnung mit kleiner Küche, nebſt Balkon, in Neuoſtheim ſof. zu vermieten; evtl. iſt das gauze Haus beſtehend aus: 5 Zimmern, Küche, Bad, Waſchküche, Bügelzimmer, Keller und großem Garten, erbaut 1924, zu vermieten oder zu verkaufen. B3218 Karl Ladenburgstrate Nr. 37. Käfertal Siedlung der Gartenheim⸗Baugenoſſen⸗ ſchaft der Angeſtellten und Beamten 3 Wohnungen von je 3 Zimmer, Küche, Bad und Gartenanteil, ſehr geräumig, günstig ner 1. Okthr. zu vermieten Läfertal, Näheres: Neſkenstrage 18. Elegantes Herren- u. Schlafzim. vollkommen neu eingerichtet, am Tennis platz—Luiſenpark, mit Bad, ev. Teleph., 8 oder 4 Zimmer-Wohnung mit Zarage im Seitenbau, 1 Treppe hoch, preiswert zu ver⸗ Max Schuſter Mollſtraße 13, Teleph. 412 13. mieten. Meerfeldſtraße 44. Telephon 202 28. nur an ſolventen Mieter abzugeben.* 289 Adreſſe in der Geſchäftsſtelle diefes Blattes. wurde 15 N Kolsde 1 Jesse 1 e 1 Nittwoc n Vinder. Nueln, Auslagen! „ ec un Wr un genzen fleuse— 5 ch mmer Kinder iag! 1 Etage für Cafs od. Büro, ſep. Aufgang, 9 Räume, 275.5 qm, zu vermieten. 6397 Näheres A. Speer, Eebbelkerz, 505 2586. i Laden mit Nebenraum Nähe Hauptbahnhof, ſofort zu vermieten. Angeb. unt. D X 14 an die Geſchſt. B3268 3 Laden, P 3. 6 beſte Lage, 1 Schau⸗ fenſter u. 2 Nebenr. preisw.zu vermieten. Näh. P 7. 15, 2 Tr. B3220 Un zu vermieten. Prinz Wilhelmſtr. 15 Hinterhs., 4 Räume, 120 qm, Zentralheiz. Näheres A. 8 Heidelberg. Tel. 2586 b un ds r Kaufbelrie Versorg n Lebheſe Bud unseres olks i ſur quie Queliiäten 8 Büro e niedrigen NoFR-Preise! sein Geld den größten mit möbl. Wartezim. Ur 1 d t. n. Die ungewöhnlich Kreſt bewiesen— Wer f ise und Quolitsten Zu Nübkres 95 33 r mre Ueberzeugungs 5 praudu nur unsere Prei 441 in. Gegenwert neben. barage 1 1 Schwarzwaldſtraße vergleichen billig zu verm. 176 Telephon Nr. ele Werkstätte 283 41. nur 10 und einen 203 d als 3 Die Bilder Sin kuce e 2 5 unre photographie pfg · paßbilder Aufnehmen em Etſrischungsteum. auch als Lager zu vermiet. Licht. Kraft, Toreinf. vorh. 200 Qu 7, 5, 1 Treppe. Werkſtätte a. als Lager Toreinf. b. ſof. z. v. B3185 K 2, 18, 1 Tr. l. Schöne 5.-Wohng. m. Diele, einger. Bad u. ſonſtig. Zubehör, 1 Treppe, in ruhigſter, ſchönſt. Lage Schwet⸗ neben J 2* 55 N zingens, auf 1. Ortbr. zu verm. Anzufragen: Boxheimer, Grenzhof, Poſt Friedrichsfeld. 6407 Parterre-Wohnung Prinz Wilhelmſtr. 19 6 Zimmer, Bad, Küche div. Zubeh., Zentral⸗ heiz. u. Warmwaſſer⸗ anlage, 210 am, zu vermieten. 6395 Näheres A. Speer. Heidelberg, Tel. 2586. Dheinanhafen Dänischer Ilsdh Nr. 29/31 3 Zimmer, Küche u. Bad, im 3. Stock; 1 Zimmer und Küche im 5. S E. Baumann, M 2, 9, tock, zu vermieten. B3272 Telephon 225 04 Herrſchaftliche, geräumige. gut ausgeſtattete 3 Timmewohnung in Neubau mit Bad, Zubehör u. Etagenheizung Obere Clignetſtraße 14 zu vermieten. 268 Näheres in III. Stock daſelbſt lobe sghöge anmer Modaupe Lindenhof, Nähe des Rheins ſofort zu vermieten. Angebote unt. P Y 174 an die Geſchäftsſt. 293 algerchesoal. 2 Zimmer und Küche, mit Zentralheizg. frei) für R. 45.— monatl. Anzuſehen—7 Uhr. J Cuulenal (beſchl.⸗ zu vermieten. B3277 Näheres E. Baumann. M 2, 9. Tel. 225 04 Laden mit Wohnung, in b. Lage d. Stadt ſof. zu vermieten. 2205 Näheres M. Weiſang, U 3. 19. Max⸗Joſefſtraße. Geräumige* 177 Aner- Wohnung mit Bad. auf 1. Okt. zu vermieten. Näheres S 3. 6a, Laden Seckenheim! Schöne 3 Zim.⸗Woh⸗ nung, Küche u. Bad, Gartenanteil, beſchl.⸗ frei, zum Preis von Mk. 56.—(Neubau) ſofort zu vermieten. Georg Röſer, Secken⸗ heim, Tel. Nr. 471 83. 6415 2 Zimmer und Küche ſofort zu verm. 221 Näheres G 7. 12. pt. Feudenheim! S ch ö ne 2 Zimmerwonnungen von 45—65 Mark zu vermieten. 186 Näh.: Hauptſtraße 56. 2 Zimmer- Wohnung m. Küche, Bad. Spei⸗ ſe⸗ u. Beſenkamm. in guter Lage Neckarſt., Neubau, Nähe Fried⸗ reichsbrücke zu verm. Angeb. unt. F J 50 an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. 6403 Sehr ſchöne B3295 2 Zimmer⸗Wohnung auf 1. Okt. zu verm. Anzufehen 10—1 Uhr Näheres K 2 Nr. 1 Bäckerei 2 Ammer- Wohnung m. Küche, Bad. Balk. Eten auf 1 10. zu v. Feudenheim. 1245 Ilvesheimerſtr. 7g. II. Schöne ſonnige 173 2 Zimmer- Wohnung m. Bad, in at. Hauſe 3. Stock, per ſof, oder ſpäter zu vermieten. Feudenheim Schwanenſtr. 8g, pt. 1 Zimmer und Küche an jung. Ehepaar ſof. zu vermieten. 6417 Zu erfragen H 5. 18. parterre. Gr. leer. Part.⸗Zimm. a. Lag. od. Unterſtell⸗ raum abzugeben. 575 Ahreſſe in der Geſch. Leeres Zimmer ſofort zu verm. 156 Gartenfeldſtr. 59, III. I. Leeres Zimm. od einf. möbliert. mit 2 Bett. zu vermieten. Preis 16 Mark. Seckenh.⸗ Anl. Nr. 50. Weber. B38 228˙ Schöneg leeres Zimm. an einz. Perſon oder zum Möbellagern im Neubau, 5. Stock. p. ſof. zu verm. J 15.— Henſtr 14. 4. St., r. * 276 Leeres Manſ.⸗Zimmer el.., Zimmerofen, ſowie gut mbl. Zimmer preisw. zu om. 181 Lenauſtr. 16, 4. St. l. Am Bahnhof. Schön möbl Zimmer ſofort zu vm. B3261 IL 13. 6. 4. Stock. Möbliertes Zimmer 1 7 Nr. ze. 2 We 2227 Schön möpl. Zimmer m. el. L. ſof. zu vm. In gut. ruhig Hauſe L Acön mäbl. Immer m. Diplomatenſchreibt. u. Telephonben, an beſſeren Herrn zu vermieten.*7 O8. 4. 1 Treppe hoch 2 aut möblierte Ummer m. Bad, Klavierben., ebendaſ. Manſarde, leer zu vermiet. 93 S 4. 23. 4. Stock r. Möbl. Zimmer m. 1 od. 2 Bett., zu vermiet. Q 7, 24. 3. Stock. B3244 1 4. 13. 9. Et. R. but möhl. Zimmer zu vermieten. Bg3254 Schön möbl. Schlaf⸗ m. Herrnzimmer, zentr. Lage, 1. 9. zu verm. Näh. N 7. 2a. 1 Tr. B3247 Gut möbliert. Zimm. el. Licht, zu vermiet. G6. 4. 1 Tr., rechts. 3212 Parkring 1 h, hochpt. Behagl. möbl. Zimm. preiswert zu vermiet. B3260 Ziegler. but möbl. Zimmer an ſol, Hru. p. 1. 9. z. verm. R 8. 5, 1 Tr. B3259 Tatterſallſtr. 22. 1 Tr. N. Hptbhf. u. Waſſert. beſſ. möbliert. Zimmer an ſoliden Herrn zu vermieten. B3242 but möhl. Zimmer ſep. Eing. ſof, zu vm. 1 2. 6. Lat, 2. Türe l. Nupnrechtstr. b bags Gut möbliert. Zimm. auf 1. September zu vermieten.*92 Möbliertes Zimmer ſofort billig zu ver⸗ mieten.*108 L. Heckmann. O 2, 6. Schön. ſaub Zimmer 2 Bett., bill. zu vm. Neckarvorlandſtr. 13, 1 Treppe, Nähe K 5⸗ Schule, Luiſenring. * 114 Möbl. Zimmer, el.., Schreibtiſch ſofort zu vermieten. B3264 L 4 Nr. 8. inf. möbl. Ammer in gut. Hauſe, Nähe Fezugspre unseren G mzüglich gtonprinz de Friede 99 Luiſen — Abend 2 —— Nu Rupprechtſtr. 15, pt. l. Wafſerturm 5 ae. beute 3281 Qu 7 Nr. 83. g. des Völk zul N 5 über der Möbliertes Zimmer ere W au 5 ſofort zu vermieten. ZI M 8 Egellſtraße Nr. G0 50 Nähe Neckarbrücke 1 error rechts. 3202 vermieten. 2217 Frankreit A 3 Nr. 8. 1 Treppe. U 4. 13. 1 Tr. l. lung am but möbl. Zimmer Sone an mößl der mi vor e Nähe Bahnhof und nach Ein mit el. Licht. an ruh. Waſſert., zu vermiet ſoltd. Herrn zu vm. I. 10. 6. 1 Treppe. jezt, daß B3279— nere * 5 1 18 Eleg. möbl. 6371 Fill. möbl. Ammer ins u 9 f mit voller Peuf, ſos. rdentlick Waln- u. Seflefein. reren e e eee ee e Wilhelmftr. 17. III. 2 Die S 10„ e t 284 par mit T 6. 98. bei Schwind. Sch 50 heiten ſei Möbl. Zimmer m. 1 55 15 1 oder anderem oder 2 Betten billig Penſion zu Jermiet. e zu vermieten. B3285 f 1 Nr. 10. 2 Trey Mirtſchaf! J 1 bl Iimme Breiteſtraße.* 285 Deutſck fl. f 0 8 5 N Lameyſtr. Nr. 9, 3 Tr., ſndet Mi 2b. m; Penſ. zu om. Nähe Waſſerturm, gt. E 2 Nr, 45, 3. Stock möbliert. immer al B3286 Herrn zu vermieten, Dei f Tel.⸗Benütz. Boh brolles Zimmer mit el. Licht, leer od. 10 5 Ar. 16, fing 55 möbliert zu vermiet. 1 Tr., ſep. Eing. el, Die de * 37 T 3, 3, II. I. Licht, ſchön möbliert 5 ä Zimm. an ſol. Herten haben ſich Gut möbl. Zimmer zu vermieten. B98 en gewa zu vermieten. E7, 15— 3 Tr. rechts. 43 Einf, We ſchen Schi mit Waſſer, L. u mali Gut möbliert. Zimmer Kochg., an fung. Ehe⸗ algen m. Klavier⸗ u. Kü⸗ paar fof, zu vermiel unter Ru chenben. bei alleinſt. Johann, b Mühe err Dame ſof. zu verm. Nr. 3. 4. Stock. 24. f 8 n 4. 24. bei Weiſe. a ſhen Sta — 2 Nähe e 211 ſtüher vt Gut möbliert Zimmer Gn ul en Sire, en ge zu e 1 a. beſſ. Herrn zu 11 8 kingert mit Klavierben. 3 d 2. 12. 3 Treppen. Kepplerſtr. 41. 1 Tr. l. 4 zomerelle Gut möbliertes Zimmer Rückgang Planken an beff. Herrn zu ve. Droſelun, 5 mieten. 157 ten it D 3, 11 geg. Börſe, 2 Tr. Pflügersgrundſtraße 10, it. 8 helles Zimmer 15 3. Skock rechts. Kinder üro, evtl. mit möbl. len beſt Wohn⸗ u. Schlafz. o. m ö 170 f Autbrgen ff.de, In Zentrum! u polen zu vermieten. 191 Eleg möbl. Zimmer virtſchaftl 5 preiswert 11 verm. 0 555 Schön 2 9 90 e. L. P 1 Nr. 7a. 4. Stock. f Petiti nächſt. Nähe Bahnhof,—— zuſammen Schloß, Rheinbr., in.] L 14. 2. 2 Tr. Bahnhe. Hauſe p ſof. an Hrn. Groß. ſchön möbliert. od. Dame zu verm. Wohnſchlafzimmer m. 8 L. 8, 3. 3 Tr. links. 6 12 2 Bett., che 8 * 230 of. preisw. zu derm. 168 5 Drahtu Au Bahnhof! 5.. Schur möbl. gin, an Einf. Mäbl. Auer 3 berufst. Dame od H. mit fließ. Waſſer i. 1 15 ſof, zu vm. Kl. Mer⸗ Kochgelegenh. ſof, t bezügli zelſtr. 10, part. rechts verm. B 9. 1a. bevorſtehet 15 5 1467 Einigung f 71834 iertes Aöatur de Zimmer An. unte, Pe m. 2 B. u. voll feen f m i e f 100 iniſterpr preisw. zu vermieten. 5 ll. vermie S min A 2. 3 a, 3 Treppen. l 5 Nr. 8. g. Stock. 155 9 . 9 Gut möbl. Zim. m. el. L. öbl. Zimm. 5 u. Heizg. ſof. zu ver⸗ 1 1 Babunbe ſof, zu ſünner, mieten. Tennisplatz e 2215 einer um E Binding. Tatterſall⸗ kann 3 ſtraße 2, III. Der lähe Bahnhof. ente Sehr aut möbl. Zim. n 1 Trepe Folkerbun mit Schreibt. zu vm. E r. bl. Zinner wel, L 14 Nr 2 1 Trevve. Ser mol. Auen Neher ſü 7151 ſofort an Frä las treter zu vermieten. livig. 7 Großes möbl. Zimmer Gig Ar vin Sten. S, monte Ae J 3. au en“ err, A ee been Möbl. Part. ⸗Zimmer de Zimn ſen m. Schreibt., Chaiſel. 2 50. 2785 u. el. L. ſof, zu vm. entr., a L 6 Nr. 14, part 1. u Sarkratec 8 Deutſch * 995 F. Schirm. 4 5 1971 8 2 Trepp., re Draht 8 aut i fl 1 7 aimmer. el. L. mit 2 ne od. 1 Bett mit voller but 1 55 5 Herren In der h e 2 105 30 4710 nird über r. Seide ung⸗ 1 ae ene, l Lu b er. 9. 2 5 ähe Luiſenrg. 23 in f but möbl. Zimmer cauptur Möbliertes Zimmer t el. Beleuchtung iſtun ſed. Eig. 1 Tr. of, mit een 1 zu vermieten. 5231 zu rlacher, B pt. ie wir E 2 Nr. 7. I. Durlacher. B 4 aſahren, 22 2 157 Lu but möbl. Ammer but mäll. dur, Z un hat zu vermieten. 4230 mit el. L. u. Se 2 fun irgen J 6. 10. 2 Trepp., bei 400 ſofort.1 IV. gend Gerber, Nähe Luiſenr.] 1294 N3 10 Gerne erü ehren,