lusführung billigst die f 40 beutlich hin. Die Empfehlungen des Koordinations⸗ Kusſchuſſes laſſen ſich dahin auslegen, daß ein Son⸗ derausſchuß gebildet werden ſoll, um neuerdings bas Zollunionprojekt auf ſeine Anwendbarkeit hin zu prüfen.“ In dieſem Sinn wird Dr. Schober ſprechen. Der Hebanke der Zollunion ſoll für den Augenblick„in ben Schrank gelegt werden“. Aber es iſt noch lange dicht geſagt, daß er endgültig beſeitigt iſt. Dieſe Hoffnungen Dr. Schobers dürften ſich kaum khälen. Mehr denn jemals iſt Frankreich ent⸗ ſchloſſen, vor Beginn der deutſch⸗franzöſiſchen Ver⸗ handlungen über ein großzügiges Wirtſchaftsprojekt den Zollunionplan zu torpedieren. 5 Reichsaußenminiſter Dr. Curtius wird ver⸗ ſuchen, in dieſelbe Kerbe zu ſchlagen wie Vizekanzler Dr. Schober. leber den Inhalt ſeiner Ausführungen hatte uns ber Reichsaußenminiſter bereits ſeit zwei Tagen lingere Mitteilungen gemacht. Es handelt ſich auch hier um Darlegungen wirtſchaftspolitiſcher Natur, in deren Rahmen die Rückſtellung des Zoll⸗ üntonplans Aufnahme finden ſoll. Der Auf⸗ kutſch der Franzoſen und der Staaten der kleinen ente gegen den Zollunionplan hat ſich im Laufe heutigen Vormittags merkbar organiſiert. Man droht von tſchechoflowakiſcher und ſüd⸗ llawiſcher Seite mit ſcharſen Kundgebungen, falls die Vertreter Deutſchlands und Frank⸗ zeichs ſich nicht eindeutig und klar über die Preisgabe des Zollunionplaus äußern ſollten. Die Erklärungen von Schober und Curtius nſeres eigenen Vertreters Slang Stbungssaal iſt voll beſetzt. Finanzminiſter 5 FHünglicher Stimme, die den ganzen vollbeſetzten ü 0 entwickelten Anregungen des aer Die Ergebniſſe der letzten Zeit haben je⸗ den Beweis geliefert, daß im Gegenſatz zu gucken Abſichten die Durchführung des Zollunion⸗ Hezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— zuzüglich Zuſtellgebühr. Abholſtellen: Waloͤhofſtraße 6, Atonprinzenſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 13, Je Friedrichſtraße 4, Fe Hauptſtraße 63, W Oppauer Straße 8, 8e Luiſenſtraße 1. Erſcheinungsweiſe wöchentlich 12 mal. matie nicht einen jener arbeiten. Er weiſt vielmehr auf die Zollunionidee ö draßtung 1 Einzelpreis 10 Pf. Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Maunheim Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM.—.40 die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif.— Für das Erſcheinen von Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephoniſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim. Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 3. September 1931 Der ofſtzielle Verzicht auf die dollunior 142. Jahrgang— Nr. 406 Schober und Curtius ſprachen heute in Genf ihren bedingungsloſen Verzicht auf eine deulſch⸗öſterreichiſche Zollunion aus Ein ſchwarzer Tag Drahtung unſeres eigenen Vertreters = Geuf, 3. Sept. Der erſte Akt der Zolluniontragödie ging heute bormittag im Europa⸗Ausſchuß vor ſich. Um 12 Uhr mittags begann die öffentliche Sitzung des Europa⸗ Ausſchuſſes. Der Zuſtrom von intereſſierten Politi⸗ kern und Preſſevertretern wächſt in einem Maße an, daß ſich die Diener der mit Eintrittskarten ver⸗ ſehenen Leute kaum mehr erwehren können. Es iſt inlereſſant, daß zahlreiche franzöſiſche linksſtehende Schriftſteller, an der Spitze Victor Marguerite an hieſem Tage das Genfer Schauſpiel miterleben wol⸗ len, Ihre Befürchtungen laſſen ſich dahin zuſam⸗ menfaſſen: Hoffentlich will die franzöſiſche Diplo⸗ berühmten Triumphe erringen, die zur Verſchlechterung der pſycho⸗ logiſchen Beziehungen zwiſchen den europäiſchen Völkern, namentlich zwiſchen Deutſchland, Frankreich und Oeſterreich, führen würden. Vizekanzler Dr. Schober bewegte ſich nervös zurch die Menſchenmenge und erzählte den Jour⸗ naliſten, wie er in der heutigen Sitzung über die kltppen hinweg kommen will. Seine Rede wird ſich, wie er ausdrücklich betonte, weder mit der Rechts⸗ lage noch mit irgendwelchen politiſchen Aſpekten befaſſen. Deutſchland und Oeſterreich geben den Zoll⸗ Amtonplan auf, d. h. ſie verpflichten ſich bis auf weiteres, nach dieſer Richtung keine Verhandlungen zu führen, weil ſich zu ſtarke Widerſtände ergeben haben.“ Bas ſoll aber in Zukunft geſchehen?“ Dieſe thethoriſche Frage ſtellte Vizekanzler Dr. Schober an die ihn ausfragenden franzöſiſchen und engliſchen Journaliſten. Der Koordinations⸗ husſchuß iſt nicht imſtande, praktiſche Vorſchläge aus⸗ e Einvernehmen mit der deutſchen Regierung en wir auf Grund der über den Gedanken der Europa⸗ uſſes und des Völkerbundes einen Plan aus⸗ die Herſtellung eines intimen Kontakts z bwiſchen Oſt und Weſt, aufmerkſam machen. In Drahtung unſeres eigenen Vertreters 2 Genf, 3. Sept. In den Mittagsſtunden ſpielten ſich auf der deut⸗ ſchen Delegation ſehr bewegte Telephongeſpräche zwiſchen Genf und Berlin ab. Wie ich zu wiſſen glaube, zeigten ſich Kanzler Brüni ug wie Staats⸗ ſekretär von Bülow mit dem von Dr. Curtius über die Zollnnion gemachten Erklärungen nicht einverſtanden. Sie wieſen auf die beklageus⸗ auf die öffentliche Meinung in Deutſchland hin. Nichtsdeſtoweniger iſt der von Dr. Curtius in Genf ausgearbeitete Text in der Form zur Verleſung ge⸗ langt, wie er hier feſtgeſtellt wurde. Große Genugtuung bei Flandin, Grandi ist„tief befriedigt Drahtung unſeres Pariſer Vertreter 8 = Genf, 3. Sept. Der franzöſiſche Finanzminiſter Flandin er⸗ klärte im Namen ſeiner Regierung folgendes: „Die Erklärungen Dr. Schobers und Dr. Curtius habe ich mit großer Genugtuung entgegen⸗ genommen und erkläre, daß meine Regierung mit dem Inhalt dieſer Erklärungen ſich einverſtanben zeigen wird. Die Vertreter Deutſchlands und Oeſterreichs haben ihren Entſchluß bekräftigt, das Grunde hat die öſterreichiſche Bundesregierung be⸗ ſchloſſen, im Intereſſe der vertrauensvollen Bezie⸗ hungen zwiſchen den Völkern das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Dieſer Beſchluß wird weſentlich zur Beruhigung über und zur Schaffung einer Stimmung beitragen, die es ermöglichen ſoll, konſtruktiv neue Gedanken zu unterſuchen.“ Im weiteren Teil ſeiner Rede behandelte Dr. Schober die Zollſenkungs⸗ und Präfe⸗ renzzollfrage. Er ſchloß mit dem Antrag, ein Unterkomité zur Ausarbeitung eines Statuts über die weſentlichen Elemente einer Zollunion einzu⸗ ſetzen. Reichsaußenminiſter Dr. Curtius befaßte ſich in allgemeinen Beſchreibungen mit den Ergebniſſen der im Koordinationsausſchuß über Wirtſchaft und Kreditweſen ausgearbeiteten Vor⸗ ſchläge. In die Mitte dieſer Betrachtungen ſtellt der Reichsaußenminiſter folgende Erklärung: „Die Empfehlungen des Wirtſchaftsausſchuſſes, der durch das Europa⸗Komité eingeſetzt wurde, berühren ſich eng mit dem Gedanken, aus denen der ihnen allen bekannte Plan der deutſchen und der öſter⸗ reichiſchen Regierung entſtanden iſt. Mir liegt des⸗ halb daran, einige Bemerkungen dazu zu machen, Bemerkungen, die unabhängig ſind von dem in den nächſten Tagen zu erwartenden Gutachten des ſtän⸗ digen internationalen Gerichtshofes in Haag, das ſich auf die rechtliche Seite der Angelegenheit bezieht. Die Abſicht der deutſchen und der öſterreichiſchen Regierung bei dem Projekt einer Zollunion zwi⸗ ſchen ihren Ländern iſt von vornherein dahin ge⸗ gangen, daß dieſer Plan der Ausgangspunkt für weitergehende Wirtſchaftsverträge ſein ſollte, an denen eine große Anzahl europäiſcher Mächte teil⸗ zunehmen hätte. Seitdem haben ſich die Ereigniſſe London im Zeichen Drahtung unſ. Londoner Vertreters § London, 3. Sept. Jeder Tag bringt jetzt neue Gäſte von Indien nach London. Obwohl die round table⸗Konferenz erſt Ende nächſter Woche beginnt, ſind zahl⸗ reiche Delegierte mit ihrem Gefolge von Sekretären, Dienern und Köchen eingetroffen. In den Hotels und Klubs, die von den Indern bevorzugt werden, hat ſich ein geiſtiges Zentrum gebildet, von dem aus das geſellſchaftliche Leben Londons neue Farbe und das geiſtige Leben neue Belebung erfährt. Es iſt noch zu früh, von den politiſchen Aufgaben der bevorſtehenden Konferenz zu ſchreiben, aber wir möchten mit aller Deutlichkeit auf die ungeahnte Wirkung dieſer und der vorigen Indienkonferenz, rojektes Widerſtände hervorrief. Aus dieſem Konflikt Brüning-Curtius? werten Auswirkungen dieſer bedenklichen Erklärung Zollunionprojekt nicht weiter zu verfolgen. Dadurch wird das Unbehagen beſeitigt, das infolge dieſes Plans in Europa entſtanden iſt und ſo werden gütn⸗ ſtigere Vorbedingungen für die weitere Zuſammen⸗ arbeit geſchaffen. Frankreich iſt bereit, alles zu tun, um ſo ſchnell wie möglich die Mittel für die mate⸗ rielle und politiſche Sicherung des Friedens in An⸗ wendung zu bringen. Dieſer Wunſch Frankreichs ſteht außer Diskuſſion, denn Briand iſt der Schöpfer des europäiſchen Studienausſchuſſes und hat dieſem Komitee die Aufgabe geſtellt, für die Rekonſtruktion des Kontinents zu wirken.“ f Flandin betonte, daß ſich Frankreich ener⸗ giſch für die Behebung der europäiſchen Wirtſchaftskriſe einſetzen werde. Schließlich gab Grandi, der italieniſche Außen⸗ miniſter, im Namen ſeiner Regierung folgende Er⸗ klärung ab: „Ueber die Kundgebungen der Vertreter Deutſch⸗ lands und Oeſterreichs tief befriedigt, ſpreche ich die Hoffnung aus, daß jetzt eine perſönliche Auf⸗ hellung und Beſſerung der europäiſchen Situation eintreten wird. Ein ſchweres Hindernis iſt über⸗ wunden worden. Ich glaube, daß nunmehr Oeſter⸗ reich und Deutſchland gemeinſchaftlich mit uns die praktiſchen Mittel zur Behebung der Wirtſchafts⸗ kriſis prüfen werden. Hierauf wurde die Vormittagsſitzung des euro⸗ päiſchen Studienausſchuſſes geſchloſſen und auf Nach⸗ mittag vertagt. VV überſtürzt, ſodaß ſich die urſprüngliche Sachlage völlig verändert hat:„Wir ſtehen hier in der euro⸗ päiſchen Studienkommiſſion vor Plänen von allgemeinerem Charakter. Wir wollen an der Verwirklichung dieſer Pläne aktiv mit allen Kräften mitarbeiten. In Erwartung eines fruchtbaren Ergebniſſes der Arbeiten der euro⸗ päiſchen Studienkommiſſion hat die deutſche Regie⸗ rung im Einvernehmen mit der öſterreichiſchen Re⸗ gierung nicht die Abſicht, das urſprünglich ins Auge gefaßte Projekt weiter zu verfolgen.“ An den vom Vizekanzler Schober gemachten Vor⸗ ſchlag über die Einſetzung eines Unterkomités zum Studium der Zollunionfrage ſchloß ſich außenminiſter Dr. Curtius nicht an. Guatemala verzichtet auf ſeinen Ratsſitz g Telegraphiſche Meldung — Genf, 3. Sept. Die Völkerbundsverſammlung wird auf ihrer bevorſtehenden Tagung außer den drei turnusmäßig ausſcheidenden nichtſtändigen Ratsmitgliedern auch Guatemala, das im letzten Jahre in den Rat gewählt worden iſt, zu erſetzen haben, da dieſer Staat— eine neue Erſcheinung in der Geſchichte des Völkerbundes— auf ſeinen Ratsſitz zu ver⸗ zichten gedenkt. Als Begründung wird ange⸗ geben, daß der gegenwärtige Vertreter Guatemalas, Geſandter Matos, aus perſönlichen Gründen in ſeine Heimat zurückkehrt und ſeine Regierung aus finanziellen Rückſichten ſich nicht in der Lage ſieht, einen Nachfolger zu benennen. 8 Wie verlautet, werden die ſüdamerikaniſchen Staaten Venezuela als Nachfolger Guatemalas ſchaften, die während des Aufenthaltes der Inder in ſich zweifellos in den nächſten Wochen verſtärken Europa haben die meiſten Menſchen von Indien nur im Völkerbundsrat vorſchlagen. der Indienkonferenz Ueberſetzungen geiſtiger Erzeugniſſe, ſowie durch gelegentliche Bekanntſchaften mit Studenten und politiſchen Agitatoren Kenntnis erhalten. Dies gilt im Grunde auch für die Mehrheit der Engländer. Das Eintreffen einer Reihe von hochgebilde⸗ ten Indern der führenden Stände hat Ge⸗ legenheit gegeben, das indiſche Leben von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Man hat ſchon während der vorigen Londoner Kon⸗ ferenz eingeſehen, daß man viele Anſichten ändern muß, die auf Grund der Bekanntſchaft mit ungebil⸗ deten Studenten oder korrupten Agitatoren ſich ge⸗ bildet haben. Der Einfluß der zahlreichen Freund⸗ London entſtanden ſind, iſt ſicherlich groß und wird Hierin liegt eine Hoffnung für das Gelingen der Reichs⸗ Geld regiert die Welt! 2 * Mannheim, 3. September. Wie furchtbar bitter und niederdrückend in der heutigen Zeit die Beſchäftigung mit der Politik iſt, hat der verantwortlich denkende politiſche Führer vielleicht nie ſchwerer empfunden, als in dieſem Augenblick, wo das völlige Fiasko der Zollunion aller Welt offenkundig wird, wo wir gleichzeitig von dem brutalen Siegesübermut der Franzoſen gehöhnt und gedemütigt werden und wir trotzdem, ſoweit wir unſere kühle Ueberlegung nicht mit dem jäh aufbrauſenden Gefühl durchgehen laſſen wollen, nicht um die Feſtſtellung herum⸗ kommen: Ohne eine Verſtändigung mit Frankreich geht es nicht. Wir müſſen, ob es uns paßt oder nicht paßt, oh es uns leicht fällt oder uns noch ſo große Ueberwindung koſtet, ob wir es für hoff⸗ nungswpoll oder für völlig ausſichtslos halten, wie bisher ſo auch in abſehbarer Zukunft daran feſt⸗ halten, unſere geſamte Außenpolitik auf das Ziel einer wirklichen Verſtän digung mit Frankreich abzuſtellen. Wie die Verhältniſſe nun leider Gottes einmal liegen, bleibt uns keine andere Wahl. Oder weiß jemand von den vielen Deutſchen, die dieſen zwangläufig gegebenen Kurs unſerer Außenpolitik ſo leidenſchaftlich bekämpfen, einen anderen, einen beſſeren Weg?.. Sollen wir uns vielleicht mit aller Kraft der Verzweiflung autf die Betonmauern an der franzöſiſchen Grenze ſtürzen und darauf warten, ob unter den möglichſt lauten und überzeugten Felbdgeſchrei„Siegreich wollen wir Frankreich ſchlagen“ dieſe einzig in der Welt daſtehenden Befeſtigungen ebenſo zuſammen⸗ ſtürzen wie einſtens unter dem Trompeten⸗ geſchmetter die Mauern von Jericho? Oder ſollen wir ſos ſchlau ſein, dieſer militäriſchen Offenſive zu⸗ nächſt eine diplomatiſche Offenſive voran⸗ gehen zu laſſen und irgend ein anderes großes Land in oder außerhalb Europas, das mächtiger iſt und mehr Waffen hat als wir, dafür zu gewinnen ſuchen, mit uns gemeinſam die Franzoſen ſo oder ſo zur Raiſon zu bringen? Vielleicht mit England, mit Rußland oder mit Italien zuſammend Müßte das einer geſchickten deutſchen Diplomatie nicht möglich ſein, zumal wir doch ſchon ſeit langer Zeit beobachten, wie ſtarke Differenzen zwiſchen den ehemaligen Alliierten und insbeſondere auch zwiſchen den beiden lateiniſchen Schweſtern beſtehen? Wer die Entwicklung der letzten Jahre nicht ver⸗ ſchlafen hat und dabei nicht nur die lärmvolle Ober⸗ fläche der Ereigniſſe geſehen hat, weiß, daß ſolche aus Verzweiflung geborenen Hoffnungen und Ent⸗ würfe nichts als Phantaſieprodukte un d Stammtäſchprojekte ſind. Wie könnte auch irgend ein anderes Land ſo unendlich töricht ſein, das eigene Schickſal auf Gedeih und Verderb mit dem unſerigen zu verbinden. Bei unſerer politiſchen Zerfahrenheit, unſer einzig in der Welt daſtehenden inneren Uneinigkeit, unſerer rieſengroßen Wirt⸗ ſchaftsnot und finanziellen Unſelbſtändigkeit kann man es wirklich keiner Großmacht verdenken, wenn. ſie uns zur Zeit überhaupt für nicht bündnis⸗ fähig hält. Schon aus dieſer ſich hieraus ergeben⸗ den Erwägung, müßten wir jetzt unſere äußerſten Kräfte daran ſetzen, uns innenpolitiſch und finanz⸗ politiſch ſo zu ſanieren und zu konſolidieren, daß wir wieder ein vollwertiges Mitglied im Konzert der Mächte werden. Oder ſollen wir vielleicht auf die Zuſammenarbeit mit den anderen Mächten Europas überhaupt ver⸗ zichten und ähnlich wie bisher Rußland auf längere Zeit für uns ganz allein zu leben verſuchen? Auch dieſer Vorſchlag wird, ſo abſurd er iſt, nicht ſelten gemacht. Für einen ernſthaften Politiker kann er jedoch nicht einen Augenblick in Frage kommen, Wir brauchen die Zuſammenarbeit mit den an⸗ deren Völkern, brauchen ſie lebens notwendi g, können ohne ſie nicht leben. Ja noch mehr, ſo bitter es iſt, wir ſind vielfach auch auf ihren guten Willen angewieſen. Das haben wir und hat alle Welt erſt kürzlich erfahren, als lich die Notwendigkeit eines ſogenannten Stillhaltekonſor⸗ tiums für unſere kurzfriſtige Auslandsverſchuldung ergab. Gewiß hat der Druck der weltwirtſchaftlichen Verflechtung und der Ausblick auf ein deutſches Mora⸗ torium einen zweifellos beträchtlichen 3 wang auf die Stillhaltebereitſchaft unſerer ausländiſchen Kre⸗ ditgeber ausgeübt, wenn ſie jedoch durchaus nicht engliſch⸗indiſchen Verſtändigung. gewollt hätten, ſo wären uns daraus zweifellos piel 2. Seite“ Nummer 406 Donnerstag, 3. September 1951 größere und unmittelbarere Gefahren erwachſen als jenen Ländern. Auch jetzt müſſen wir in unſerem dringendſten Lebensintereſſe alles vermeiden, was jene ausländiſchen Kreditgeber, die immer noch etwa 1 Milliardeys kurzfriſtiges Geld in Deutſchland ſtehen haben, vor den Kopf ſtoßen könnte. Planmäßig und zielbewußt müſſen wir viel⸗ mehr alles kun, um wieder zu geordneten Finanz⸗ und Wirkſchaftsverhältniſſen zurückzukommen und dadurch das Vertrauen unſerer ausländiſchen Gläu⸗ biger ſo zu kräfti ö franzöſiſchen Geldmacht nicht zu verderben. Und außerdem wünſchen gusnahmslos alle anderen Staaten, daß auch wir zu einer Verſtändigung mit Frankreich gelangen. Gerade in letzter Zeit iſt uns das wiederholt und ausdrücklich zu verſtehen gegeben worden. Alle dieſe Zuſammenhänge gilt es ſich vor Augen zu halten, wenn man heute das völlige Schei⸗ ten des ſeinerzeit mit ſo großem Elan begonnenen deutſch⸗öſterreichiſchen Ka m p fes umeine Zoll⸗ unfon zur Kenntnis nimmt. Was die meiſten von uns ſchon lange hatten kommen ſehen, iſt nun zu einer aller Welt offenkundigen Tatſache geworden. Da faſt ganz Europa gegen dieſe Zollunion war, nach⸗ dem ſie von Frankreich, ſeinen Vaſallenſtaaten und Italien vom wirtſchaftlichen auf das politiſche Geleis geſchoben war, konnten wir allein mit unſerem ſchwachen Freunde Oeſterreich unſeren Willen nicht durchſetzen. Dies umſo weniger, als Oeſterrei ch, deſſen Finanznot noch viel kataſtrophaler iſt als die Anſrige, unter allen Umſtänden darauf angewieſen war, von den Gegnern der Zollunion eine Anleihe zu erbitten, die wir ſelbſt ihm nicht gewähren konnten. Wenn Oeſterreich nicht ret⸗ tungslos untergehen wollte, ſo war es gezwungen, ſich mit ſeinem Geſuch um Hilfe an den Völkerbund und an Frankreich zu wenden, da England be⸗ kanntlich nicht noch einmal helfen konnte, ſondern in⸗ folge ſeiner eigenen Finanznot ſogar gezwungen war, die vor einigen Monaten an Oeſterreich gegebe⸗ nen Kredite im Betrage von 150 Millionen Schilling zu kündigen. Unter ſolchen Umſtänden iſt es müßig, jetzt nach Sündenböcken für das Fiasko der Zollunion zu ſuchen. Wie die Menſchen nun einmal ſind, werden zweifellos jetzt viele von denen, die ſeinerzeit dieſe „erfreuliche Initiative“ der deutſchen Außen⸗ polttik nicht laut genug begrüßen konnten, es heute im Hinblick auf den zuſtändigen Miniſter an den „Kreuzige ihn!“ micht fehlen laſſen. Wir für unſeren Teil haben beſſeres zu tun, als uns an dieſer höchſt negativen Beſchäftigung zu beteiligen. Letzten Endes kann hier nicht von Schuld geſprochen werden, ſon⸗ den nur von Schickſal, von dem Abſchluß eines Kapitels aus dem ſo unendlich ſchweren Daſeins⸗ kampf zweier militäriſch machtloſen und ausländi⸗ ſches Geld bedürftigen Länder. Und von einem neuen Beweis für die uns allen ja längſt bekannte Erfahrungstatſache: Gold regiert die Welt H. A. Meißner. Der beutſch-franzöſiſche Waren⸗ austauſch Telegraphiſche Meldung Paris, 3. Sept. Aus der Außenhandels⸗Statiſtik für die erſten ſieben Monate des Jahres 1991 ergibt ſich, daß aus Dentſchlaud nach Frankreich für 3818 000 000 Francs Waren eingeführt wur⸗ den, gegenüber 4 660 000 000 Francs im gleichen Zeit⸗ raum des Vorjahres. Die Ausfuhr aus Frauk⸗ reich nach Deutſchland betrug in den erſten ſieben Monaten des Jahres 1931 1 799 000 000 Franes gegenüber 2 567 0 000 Francs im gleichen Zeit⸗ raum des Vorjahres. Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Das preußisch Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 3. Sept. Das Sparprogramm der Preußen regierung, das geſtern im weſentlichen fertiggeſtellt wurde, ſieht Ab⸗ ſtriche an ſämtlichen Teiletats, namentlich aber auf kulturellem Gebiet, vor, weiter eine allgemeine Verminderung der Beamtenſtellen und Sperre für das Aufrücken in höhere Klaſſen, Kür⸗ zung der Funktionszulagen für beſtimmte Beamten⸗ gruppen, Kürzung der Wohlfahrtsaus⸗ gaben und die Einſtellung faſt jeglicher öffentlichen Bautätigkeit. Für die Beſoldung der Kommunalbeamten ſind neue Vorſchriften aufgeſtellt worden. Nach Angaben der„Voſſ. Ztg.“ werden die Städte in grö⸗ ßere Gruppen eingeteilt, ſo daß die Gehälter für Kommunalbeamte in kleinen Städten unter 2500 Einwohnern im Höchſtfall 3000 Mark, bis zu 10 000 Einwohnern 2,8 bis 5000 Mark und weiter aufſtei⸗ gend bei 50 000 bis 100 000 Einwohnern 8,4 bis 12 000, bei 100 000 bis 400 000 Einwohnern 15 bis 18 000 Nek. betragen ſollen. Städte, die darüber hinaus bis zu 1 Million zählen, dürfen das Gehalt des erſten Bür⸗ germeiſters zwiſchen 18 bis 24000 und das des zwei⸗ ten Bürgermeiſters zwiſchen 15 und 17000 Mark feſtſetzen. Für Berlin iſt eine Sonderregelung getroffen, die ſich an die Gehaltshöhe der preußiſchen Staatsminiſter anlehnt. Die Steueramneſtie Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 3. Sept. Der Reichsfinanzminiſter hat zu den Durchfüh⸗ rungsbeſtimmungen für die Steueramneſtie einen neuen Erlaß herausgegeben, in dem als Zweck die⸗ ſer Maßnahme der Wunſch der Regierung bezeichnet wird, den Steuerpflichtigen wieder den Weg zur Exploſion bei der Telegraphiſche Meldung Berlin, 3. Sept. In der Mittagsſtunde ent⸗ ſtand in einem Gebäude der Apparatefabrik Treptow der A..G. in Treptow eine ſtarke Exploſton, wo⸗ durch Wände und Dach des Gebäudes zerſtört wur⸗ den bezw. einſtürzten. Die Berliner Feuerwehr rückte mit drei Zügen aus. Dem Anſchein nach ſind Menſchenleben nicht zu beklagen. Nach bisher noch unbeſtätigten Gerüchten ſollen Sauerſtoffbehälter in die Luft geflogen ſein. Ergänzend wird gedrahtet: Die gemeldete Exploſion bei der A. E. G. in Treptow entſtand in der im fünften Stockwerk ge⸗ legenen Klempnerei eines Fabrikgebäudes. Da⸗ Sparprogramm „Steuerehrlichkeit“ zu weiſen. Daher ſollen die Finanzbehörden auch alles tun, um den reuigen Sündern ihren Schritt zu erleichtern und zwar, ein⸗ mal durch den Verzicht auf unnötige Nachforſchun⸗ gen und ſodann durch die Beſtimmung, daß die Anzeige ſtatt beim zuſtändigen Finanzamt auch bei einer anderen Behörde der Reichsfinanzverwal⸗ tung erſtattet werden kann. Die neuen Vorſchriften bedeuten auch inſofern eine Milderung, als die An⸗ zeigepflicht auf das Jahr 1928 und die folgenden Jahre beſchränkt bleibt. zahlungspflicht für die laufenden Steuern das Jahr 1930. Beilritt der holländiſchen Banken zuuen Stillhalteabkommen Telegraphiſche Meldung — Amſterdam, 3. Sept. Im Gebäude der Niederländiſchen Bank zu Amſterdam hat geſtern eine Konferenz von Vertre⸗ tern von ungefähr 30 namhaften holländiſchen Bank⸗ häuſern und Bankiers ſtattgefunden, bei der der Präſident der Niederländiſchen Bank, Viſſering, die Anweſenden aufforderte, die vom Stillhaltekomi⸗ tee für die Deutſchland gewährten Kredite in Baſel aufgeſtellten Bedingungen auch ihrerſeits an⸗ zunehmen. Er betonte hierbei, daß es im ureigen⸗ ſten Intereſſe der niederländiſchen Banken liege, ſich von der allgemeinen Stillhalteaktion nicht auszu⸗ ſchließen. Sie könnten hierbei die Gewißheit haben, daß die Niederländiſche Bank hinter ihnen ſtehen und ihnen über eventuell auftretende Schwierigkei⸗ ten hinweghelfen werde. Im Hinblick auf dieſe Erklärung beſchloſſen alle anweſenden Bankvertreter, mit Ausnahme eines Abgeſandten einer Bank, der ſich ſeine Entſcheidung nur für bis heute vorbehielt, dem Stillhalteabkommen bei⸗ zutreten. AGG. in Verlin bei wurden mehrere Rapid⸗Wände herausgeſchleu⸗ dert, von denen große Teile in die Spree fielen und andere das Dach der neben dem Fabrikgebäude lie⸗ genden Verſandhalle durchſchlugen. Außerdem iſt das halbe Dach des Fabrikgebäudes ſelbſt in die Luft geflogen. Wie bisher feſtſteht, ſoll eine Sauer⸗ ſtoff⸗Flaſche explodiert ſein. In den Räumen der Klempnerei wurden vier Perſonen ſchwer und acht leichter ver⸗ Jetzt. Sämtliche verunglückten Perſonen fanden im Urban⸗Krankenhaufſe Aufnahme. Die Feuerwehr konnte um 12/7 Uhr mittags wieder abrücken, da ein Brand nicht entſtanden war. Der Sachſchaden iſt ſehr erheblich. — Ruſſiſcher Dumping⸗Verſuch in Aegyplen? Telegraphiſche Meldung — London, 3. Sept. Der„Times“ ⸗Korreſpondent in Kairo berichtet, die ägyptiſche Regierung habe in Erfahrung gebracht, daß die Sowjetregierung, die bereits den Vemen und das perſiſche Küſtengebiet mit billigen Waren überſchwemmt habe, eine intenſive Campagne kommerzieller Durchdringung Aegyptens vorbereite. Dem Premierminiſter ſei nahegelegt worden, einen Sonderzoll auf ruſſiſche Waren zu le⸗ gen. In britiſchen Handelskreiſen wird auf den Schaden hingewieſen, den Lancaſhire durch den Ver⸗ kauf ruſſiſcher Baumwollwaren erlitten habe. Die ruſſiſche Regierung erwarte aber in Aegypten für ihre Waren eine Vorzugsbehandlung, weil ſis bisher 45.000 Ballen ägyptiſcher waren angekauft habe, während der von Lancafhire bedeutend geſunken ſei. Baumwoll⸗ Ankauf Ungewißheit über das Schickſal des„Nautilus“ — Oslo, 3. Sept. Nach einer Zeitungsmeldung aus Longyeartown auf Spitzbergen will die Schiffs⸗ leitung des norwegiſchen Kohlendampfers„In⸗ gertre“, der dort geſtern eingelaufen iſt, am 1. Sep⸗ tember nachts um 21.50 Uhr Signale aufgefangen haben, die ſie nicht zu entziffern vermochte, von denen ſie aber annimmt, daß ſie von dem Unterſeeboot „Nautilus“ ſtammen. Die Oeffentlichkeit in Nor⸗ wegen iſt über das Schickſal der„Nautilus“ ſtark be⸗ unruhigt. Die drahtloſe Station auf Bergen hatte bisher noch keinerlei Nachrichten empfangen. Ferner beſteht die Nach⸗ ——-„——0 VBadiſche Politik Notgeſetz über die Ausfallgarg nach Rußland ee Die Nr. 53 des Badiſchen Geſetz⸗ und Verorde nungsblattes vom 2. September 1931 enthält das bereits angekündigte Nytgeſetz über die Aenderung des Notgeſetzes vom 28. Juli 1931(Geſetz⸗ und Ver⸗ ordnungsblatt Seite 259) wegen Uebernahme emer Ausfallsgarantie des Landes Baden für Lieferungs⸗ geſchäfte nach der Union der Sozialiſtiſchen Sowj 5 Republiken. Das Staatsmtiniſterium verordnet darin auf Grund des 8 56 Abſ. 2 der Verfaſſung: „& 1 Abſ. 1 des Geſetzes wegen Uebernahme einer Ausfallsgarantie des Landes Baden für Lieferungs⸗ geſchäfte nach Rußland vom 17. März 1928(Geſetz⸗ und Verordnungsblatt Seite 61) in der Faſſung des Notgeſetzes vom 28. Juli 1931(Geſetz⸗ und Verord⸗ nungsblatt Seite 259) wird dahin geändert, daß die Worte„9 Millionen Rm.“ durch die Worte„12 Mil⸗ lionen Rm.“ erſetzt werden. Dieſes Geſetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.“ Weiter enthält das Blatt eine Verordnung zur Ausführung der Verordnung über die Schü d⸗ lings bekämpfung mit hochgiftigen Stoffen auf Grund des 8 18 der Verordnung des Reichsminiſters für Ernährung und Landwirtſchaſt und des Reichsminiſters des Innern zur Ausfüh⸗ rung der Verordnung über die Schädlingsbekämp⸗ fung mit hochgiftigen Stoffen, vom 5. März 1931. Beleidigung durch die Preſſe Vor dem Schöffengericht Karlsruhe hatte ſich der Hauptſchriftleiter des„Führer“, Dr. phil. Otto Wacker, wegen Beleidigung des katholiſchen Pfar⸗ rers Heckmann in Hamborn in einem Artikel unter der Ueberſchrift„Laßt euer Kind einſcharren“ zu verantworten. Die Beweisaufnahme ergah, daß die gegen den Geiſtlichen erhobenen Vorwürfe jeder Grundlage entbehren. Es kam ein Vergleich dahin zuſtande, daß der Strafantrag des Nebenklägers zurückgezogen wird, ſobald Dr. Wacker eine Geldbuße von 100 Mk. für einen wohltätigen Zweck zahlt und in einer öffentlichen Erklärung im „Badiſchen Beobachter“, im Völkiſchen Beobachter“ und im„Führer“ die Beleidigung als unwahr mit Bedauern zurücknimmt. Letzte Meldungen Mannheimer Flüchtling in Frankfurt verhaftet — Frankfurt a.., 3. Sept.(Eig. Bericht) Bei einer Reviſion von Logierwirtſchaften und Altſtadt⸗ kneipen fiel der Frankfurter Kriminalpolizei geſtern abend ein junger Burſche in die Hände, der ſich nicht genügend ausweiſen konnte. Er wurde vorläufig ſiſtiert, bei einer näheren Unterſuchung wurde ſeſt⸗ geſtellt, daß es ſich um den 16 Jahre alten Arbeiter Ernſt Firn bach handelt, der vor einiger Zeit in Mannheim eine Umterſchlagung begangen hak und flüchtig gegangen iſt. Infolgedeſſen hatte die Mannheimer Staatsanwaltſchaft einen Haftbefehl er⸗ laſſen. Außerdem intereſſiert aber auch die Straf⸗ vollzugsbehörde ſich für dieſen vielverſprechenden fungen Mann, da er wegen Unterſchlagung noch drei Monate Gefängnis abzuſitzen hat. Er iſt ſofort in Haft genommen worden. Ueberſchwemmungsgefahr in Nanking — Nauking, 3. Sept. Die Stadt Nanking wird durch die Ueberſchwemmung des Vangtſe⸗Fluſſes ſtark bedroht. Drei beſonders wichtige Deiche, die im Weſttore liegen, ſind von den Fluten weg⸗ geſchwemmt worden. Tauſende von Flüchtlingen hal⸗ ten ſich auf den berühmten Stadtmauern auf, Es ſind bereits Maßnahmen ergriffen worden, um das Ein⸗ dringen des Waſſers in die Stadt zu verhindern. Eiſenbahnfahrt vor hundert Jahren Was ein Teilnehmer berichtet In den Tagen des„Schienenzeppelins“, in denen die Fahrtgeſchwindigkeit auf den Schienen eine un⸗ geahnte Steigerung erfahren hat, iſt es ganz lehr⸗ reich, ſich einmal in die Zeit vor hundert Jahren, d. h. in die Anfänge des Eiſenbahnverkehrs zurück⸗ zuverſetzen. Man kann dann am beſten ermeſſen, welche Fortſchritte ſeit jener Zeit gemacht worden find. Es ſind faſt hundert Jahre her, daß die Eiſen⸗ bahn zwiſchen Berlin und Potsdam dem Verkehr übergeben wurde. Im Jahre 1839 wurde der Be⸗ trieb auf dieſer Strecke eröffnet. Am Tage fuhr man mit Hilfe der Lokomotive. Der letzte Zug aber, der um neun Uhr abends von Berlin abging, mußte auf die Dampfkraft verzichten. Man hielt es für gefährlich und für unſicher, zu ſo ſpäter Zeit noch mit der Lokomotive zu fahren und ſpannte deshalb Pferde vor den Zug. In Zehlendorf wurden die Pferde gewechſelt. Erſt nachdem der Verkehr die Probezeit überſtanden hatte, ließ man auch dem letzten Zug die Dampfkraft zugute kommen. Von der Langſamkeit des damaligen Eiſen⸗ bahnverkehrs kann man ſich nur ſchwer eine Vor⸗ stellung machen. Ein paar Jahre vor der Strecke Berlin Potsdam wurde die Strecke Leipzig Wurzen Dahlen dem Betrieb übergeben. Die erſte Fahrt auf dieſer 43 Kilometer langen Strecke dauerte von morgens ſieben bis gegen halb 10 Uhr. Die Rückfahrt nahm die Zeit von 410 bis 2 Uhr 5 nachmittags in Anſpruch. Ueber dieſe idylliſche Fahrt liegt der Bericht eines Teilnehmers vor, der uns von den damaligen Verkehrsverhältniſſen einen er⸗ götzlichen Eindruck vermittelt. Er lautet wie folgt: Wir fuhren im zweiten Wagenzuge um ſieben Uhr morgens von Leipzig ab und erreichten Wurzen ungefähr in dreiviertel Stunden. Hier ſollten die Lokomotiven neue Füllungen erhalten, was bei der des erſten Wagenzuges in einer halben Stunde be⸗ werkſtelligt wurde. Nachdem wir hierauf gewartet hatten, ſahen wir den erſten Wagenzug weiterfahren und den Anfang mit der Füllung unſerer Lokomotive achen. Hierzu war ebenfalls ungefähr eine balbe Stunde erforderlich und wir brachten auf dieſe Weiſe ähr eine Stunde in Wurzen zu, und zwar im gen, da wir nicht aussteigen durften, weil durch Ein⸗ und Ausſteigen zuviel Zeit verloren gehe. Nach dieſem Aufenthalt langten wir gegen 410 Uhr in Dahlen an. Um 710 Uhr läutete die Glocke wieder zur Rückfahrt. Nachdem alle Fahrgäſte ihre Plätze wieder eingenommen hatten und die Wagentüren ſorgfältig verſchloſſen waren, kam unſere Lokomotive, die bisher müßig dageſtanden, an unſere Seite und begann kaltes Waſſer einzunehmen, was— inbegrif⸗ fen mit der Zeit, die zur Entwicklung der Dämpfe von kaltem Waſſer nötig war— ungefähr dreiviertel Stunden dauerte.. Obgleich die Lokomotive, ſowie bei der Füllung in Wurzen, nicht vor dem Wagenzuge ſtand, ſondern auf der Seitenbahn, ſo war den Fahrgäſten doch auch diesmal nicht geſtattet, auszuſteigen. Wir verbrachten daher wieder ein Stündchen wartend im Wagen. Um 10% Uhr bewegte ſich der Zug endlich in mittelmäßi⸗ ger Schnelle bis Wurzen, wo die Lokomotive durch falſche Weichenſtellung in den Sand fuhr. Während des Herauswindens wurde uns erlaubt, die Wagen zu verlaſſen, und bei unſerer Rückkehr fanden wir eine andere Lokomotive, den„Columbus“, vorge⸗ ſpannt, der uns ungefähr in der Schnelle eines mäßi⸗ gen Schrittes bis zum Macherner Einſchnitt führte, dort aber ſeine Tätigkeit ganz einſtellte. Wir ruhten hier ein Viertelſtündchen und fuhren dann wieder langſam weiter, bis uns eine andere Lokomotive ent⸗ gegenkam, die uns raſch nach Leipzig führte, ſodaß wir um 1 Uhr nachmittags daſelbſt eintrafen.“ So der zeitgenöſſiſche Bericht aus den erſten Kind⸗ heitstagen der Eiſenbahn. Nach ihm zu ſchließen, müßte ein„Bummelzug“ nach unſeren heutigen Be⸗ griffen den damals lebenden Menſchen wie ein wah⸗ res Wunder der Geſchwindigkeit erſchtenen ſein. Das neue Verkehrsmittel entwickelte ſich überhaupt erſt langſam zu den Formen, die es heute aufweiſt. Einen Tunnel von 1600 Meter Länge verſah man in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit acht Luftſchächten, weil man fürchtete, die Fahrgäſte könn⸗ ten ſonſt erſticken. Die Geleiſe wagte man zuerſt nur in gerader Richtung zu legen. In der Kurve, ſo fürchtete man, müſſe der Zug aus den Geleiſen ſprin⸗ gen. Die Wagen hatten noch um das Jahr 1840 das Ausſehen von Kutſchen. Der Schaffner ſaß auf einem Bock, Der bekannte Volkswirtſchaftslehrer Fried⸗ rich Liſt, der für die Entwicklung des Eiſenbahn⸗ verkehrs in Deutſchland ſehr viel getan hat, malte ſich einen Eiſenbahnzug in ſeiner Phantaſie wie folgt aus: „Auf der Lokomotive eine Fahne. Der Lokomotive folgen die Kohlenwagen, in welchen die Kohle, wie ein Poſtpaket zuſammengebunden, liegt. Dann kommt ein zweiſtöckiger Omnibus, auf den Seiten offen. Dem Omnibus folgen Kaleſchen mit Rädern, in wel⸗ chen die Paſſagiere mit Sonnen⸗ und Regenſchirmen ſitzen.“ 6 Die Entwicklung ſchlug eine ganz andere Richtung ein. Aber vor hundert Jahren war es ſelbſt hochbe⸗ gabten Männern ſchwer, in ihren Gedanken den Uebergang von dem gewohnten Verkehrsmittel, der Kaleſche und der Kutſche, zu dem Eiſenbahnzug zu finden. Einen„Schienenzeppelin“ hat ſicher niemand von ihnen vorausgeſehen. Zehn Jahre Volks⸗Singakademie mit Arnold Schattſchneider. Dem Andenken an das J0jährige Wirken ihres unvergeßlichen Führers Profeſſor Ar⸗ nold Schattſchneider hat die Volksſingakademie Mannheim ein Buch gewidmet, das ſehr wohl ge⸗ eignet iſt, die Erinnerung an die Glanzzeit der Sing⸗ akademie feſtzuhalten und auch den Fernſtehenden ein Bild der feſſelnden Perſönlichkeit des ſeltenen Chor⸗ erziehers zu vermitteln. Entrollen die Programme eine vollſtändige und umfaſſende Ueberſicht über die Mannheimer Wirkſamkeit des unermüdlichen Diri⸗ genten, ſo ergänzt ſich der Eindruck an Hand der Preſſeſtimmen, die ſich begeiſtert über die Erfolge der Volksſingakademie bei ihren Gaſtkonzerten in Köln, Karlsruhe und Heidelberg äußern. Schattſchneider hat auch wiederholt und ſehr glücklich zur Feder ge⸗ griffen und zwar nicht nur, um Einführungen in die von ihm aufgeführten Werke zu geben, ſondern auch um grundlegende Fragen der Chorpflege zu beleuch⸗ ten. Vollends geben die eingeſtreuten Blätter der Erinnerung, die ſeine Mitarbeiter in der Volksſing⸗ akademie aufgezeichnet haben, einen Begriff der in⸗ tenſiven, weit über die Probenarbeit hinausgehenden Tätigkeit, die Prof. Schattſchneider als Organiſator entfaltete. Wenn wir erfahren, daß er von jeglichem rein muſikaliſchen Drill entfernt— den er an anderer Stelle ſelbſt mit treffenden Worten geißelte— nicht nur den Fragen der Tonbildung und der Ausſprache ſein Augenmerk zuwendete, ſondern darüber hinaus ſeine Belehrungen auf biographiſche Daten über Dichter und Muſiker ausdehnte, daß er ſeine Proben durch unverſieglichen Humor zu verſchönen wußte, wenn die Proben bei ihm eine Feierſtunde für alle — Sangesbrüder und Sangesſchweſtern bedeuteten, die ſie über die Sorgen des Alltags weit hinaushoben, ſo formt ſich vor unſeren Augen das Bild einer Perſön⸗ lichkeit von ungewöhnlichem Format. Nicht nur dem vielſeitigen Künſtler, der Chorerzieher, Chor⸗ und Orcheſter⸗Dirigent in einer Perſon war, ſondern noch viel mehr dem ſonnigen, liebenswerten Men⸗ ſchen gelten die Blätter der Erinnerung, der ſich längſt in den Herzen aller, die ihm näher zu treten das Glück hatten, ein Denkmal geſetzt hat, und bie ihn— vielleicht die glücklichſte Bezeichnung ſeines Weſens— als„Sing vater“ verehrten und liebten. Mannheimer Künſtler auswärts. Frau Elſe Wagner, die bekannte Lauten⸗ und Konzert⸗Sän⸗ gerin, wird am 4. September in den Kammer ſälen, Berlin, gaſtieren und eigene Pfälzer Dich⸗ tungen und Lieder zum Vortrag bringen.— Die ein⸗ heimiſche Altiſtin Selma Weil⸗Elk wurde vom Frankfurter Rundfunk eingeladen, am 8. September d. Is. in einem Orcheſterkonzert mitzuwirken, Sie wird Arien von Händel und Bruch zum Vortrag bringen. Außerdem wurde ſie für ein Sinfoniekon⸗ zert in Frankfurt a. M. und für die Mannheimer Veranſtaltung„Neue Chormuſik 1931“ als Solistin verpflichtet. Geh. Oberbaurat Dr. Engeſſer geſtorben, Ju 83. Lebensjahr iſt in Karlsruhe Geh. Oberbaurat Prof. Dr. Friedrich Engeſſer geſtorben. Ge; boren in Weinheim a. B. am 12. Februar 1808 ſtudierte er von 18651869 am damaligen Polptechni⸗ kum in Karlsruhe Ingenieurwiſſenſchaft und 15 als ſolcher an die Oberdirektion des Waſſer⸗ un Straßenbauamtes. Von 18701874 wurde Engeſſer zur Generaldirektion der Staatseiſenbahnen verſetzt wo er bis 1874 tätig war. Im Jahre 1900 wur Engeſſer zum Oberbaurat und zehn Jahre 505 zum Geh. Oberbaurat ernannt. Neben verſchie nen anderen Ehrungen verlieh ihm die Techn Hochſchule Braunſchweig die Würde eines Or, 75 ehrenhalber. 1915 trat er in den Ruheſtand. Jahre 1928 wurde ihm von der Karlsruher Te, niſchen Hochſchule die Würde eines Ehrensenator, verliehen. Der Verſtorbene galt als einer der hen vorragendſten Statiker der Welt, immer wird in Zeitſchriften aller Nationen au Arbeiten Bezug genommen. 5 und deine 3 8 rü viel Früc zu u Griff der E Preis Halte man Spali Pfirſt Wenn 18 un Rohke ſpeiſe waren Pfunk amm! Für 3 20 Pfg zwiſcht oder niſſe d man p dagege Pfund Auf Gladis Vom gende“ mittelt: bis 10 bis 50; ben 10. bis 10; Kopfſale Tomate Meerret ken Sti Schnittl Trauber nen 5— butter 140, He Breſem ſiſche 60 Hahn g Enten g Gänſe Ninoͤflei Schwein mittag! lad ein ſpänner der Str verkehr wurde j Hindern ſeltigt. Be mit dieſ teren gi ſrauen neueſte wieder Am 29. ſchwar graue D HGeldben ſchiedene eigneten ſchwarzl. Mark J — 1931 nie Verord⸗ jält das nderung nd Ver⸗ te einer erungs⸗ Sowfet⸗ ordnet faſſung; ne einer erungs⸗ (Geſetz⸗ ung des Verord⸗ daß die 12 Mil⸗ ritt am ing zur ch d⸗ tigen ing des irtſchaſt Ausfüh- hekämp⸗ rz 1031. 2 ſich der Otto ˖ Pfar⸗ Artikel harren“ ah, daß rwürfe am ein rag des Wacker tätigen ung im achter“ hr mit rhaftet .) Bei tſtadt⸗ geſtern ch nicht rläuftg de feſt⸗ beiter Zeit in gangen atte die fehl er⸗ Straf⸗ henden och drei rt in 8 wird Fluſſes weg⸗ en hal⸗ 5s ſind s Ein⸗ rn. eh en, bie hen, ſo erſön⸗ tr dem = und ndern Men⸗ er ſich treten ud die ſeines jebten. 1 Elſe tSän⸗ mer⸗ Dich⸗ je ein⸗ vom ember Sie ortrag iekon⸗ eimer oliſtin Donnerstag, 3. September 1931 —— Obſtſegen auf dem Markt In dieſem Jahr iſt die Aufforderung:„Eßt Früchte“ mehr denn je begründet. Es ſollten noch viel mehr Käufer die Reifezeit aller einheimiſchen Früchte ausnutzen, um ſich einer Obſtkur zu unterziehen. Denn die Möglichkeit iſt ſo kurz. Griff man zu den Trauben die trotz der Ungnade her Sonne ſehr ſüß geworden ſind, ſo war heute der Preis von 30 Pfg. für das Pfund wirklich verlockend. batte man jedoch eine andere Neigung, ſo konnte man ſich entweder zu den ſchönſten Exemplaren der Spalierbirne(zu 13—20 Pfg. das Pfund) oder zu den Pfirſichen(zu 20—40 Pfg. das Pfund) entſchließen. Wenn man zu dieſer Ausleſe noch die Zwetſchgen zu 18 und die Aepfel zu 12 Pfg. hinzufügt, ſo hat der Rohkoſtler reiche Auswahl. Serviert man als Vor⸗ ſpeiſe Tomaten(die für 10 Pfg. das Pfund zu haben waren) und als Nachtiſch die Nüſſe(40 Pfg. das Pfund), ſo verdient ſich die Hausfrau für dieſe Zu⸗ jammenſtellung ein ganz beſonderes Lob. Aber auch die Gemüſeliebhaber werden reichlich bedacht. Für 3 Pfund Rot- oder Weißkraut zahlte man nur 20 Pfg. und hatte für den gleichen Preis die Auswahl zwiſchen einem ſchönen Blumenkohl, einer Salatgurke ober einem Pfund Spinat. Die kleineren Bedürf⸗ hiſſe der Küche, wie Zwiebeln und Roterüben, erhielt man pfundweiſe für 10 Pfg. Weniger gefragt waren dagegen Bohnen, die den Preis von 28 Pfg. für das Pfund hielten. Auf dem Blumenmarkt prangten Dahlien, . Gladiolen und Aſtern in allen Farben. Städtiſchen Büro für Preisſtatiſtik wurden fol⸗ gende Verbraucherpreiſe für ein Pfund in Pfennigen er⸗ Mittelt: Kartoffeln 3,5—5, Salatkartoffeln 15; Wirſing 8 10% Weißkraut—10; Rotkraut—12; Blumenkohl 10 5 50, Karotten Bſchl.—7; Gelbe Rüben 8; Rote Rü⸗ ben 10—12; Spinat 15—20; Mangold—12; Zwiebeln 7 bis 10 Grüne Bohnen 20—30; Grüne Erbſen 28—30; bpfſolat—12, Endivienſolat—10; Oberkohlraben—8; Radieschen—5; Rettich Stück—10; Meerrettich 20—40; Schlangengurken 1030; Einmachgur⸗ len Stück 1,3—1,5; Suppengrünes—5; Peterſilie 46; Schnittlauch—5; Lauch—8; Aepfel—30; Birnen 325; Vom 1 0 Tomaten 10—1 Tkauben 2535, Pfirſiche 10—50; Zwetſchgen 18—22; Zitro⸗ gen—10; Bananen—12; Süßrahmbutter 160180; Lon d⸗ butter 190150; Weißer Käſe 40—50; Eier—13; Aale 44% Hechte 160; Barben 100; Karpfen 120; Schleien 160; Hreſem 80—100, Backfiſche 50—60; Kabeljau 50—60, Schell⸗ iche 60; Goldbarſch 50; Seehecht 80; Grüne Hering 25; Hohn geſchl. Stück 200—500; Huhn geſchl. Stück 250500, Enten geſchl. Stück 400800; Tauben geſchl. Stück 80100; Hänſe geſchl. Stück 9001700; Gänſe geſchl. 150160; Rindfleiſch 100? Kuhfleiſch Kalbfleiſch 100—110, Schweinefleiſch 100. N * Zum Fünften Wohlfahrtsverband, über den wir in Nr. 398 berichteten, gehört ſeit einigen Monaten auch die„Soziale Krankenanſtalt Speye⸗ ter⸗Hof Heidelberg. * Halbſtündige Verkehrsſtörung. Geſtern vor⸗ kittag brach vor der K 1⸗Anlage das rechte Hinter⸗ tad eines mit Kalkſteinen ſchwer beladenen Zwei⸗ ſhännerfuhrwerks, ſodaß der Wagen auf die Gleiſe her Straßenbahn zu liegen kam. Der Straßenbahn⸗ herkehr war dadurch von.50 bis.20 Uhr geſtört, würde jedoch durch Umſteigen aufrecht erhalten. Das Hindernis wurde durch die ſtädtiſche Straßenbahn be⸗ elligt. Perſonen kamen nicht zu Schaden. Vor Taſchendieben wird gewarnt! Ein Plakat mit dieſer Aufſchrift ſollte an Markttagen an meh⸗ leren gut ſichtbaren Stellen hängen, damit die Haus⸗ stauen mehr acht auf ihre Geldbörſen geben. Die heueſte Liſte der unaufgeklärten Diebſtähle enthält wieder zwei Fälle von bedeutenden Geldverluſten. Am 2p. Aug, wurde auf dem Marktplatz eine ſchwarze Ein kaufstaſche, enthaltend eine graue Damenhandtaſche mit 100 Mark, einen braunen Helöbeutel mit 50 Mark, einen Schlüſſelbund und ver⸗ ðbdiedene Notizbücher, entwendet. Am gleichen Tage kihneten ſich LDangfinger auf dem Marktplatz einen ſchwarzledernen Geldbeutel mit drei Fächern und 25 Mark Inhalt an. 803 4 Höbscher Trotteurschuh, tebbrgun mit Kombinof. N Tode Erinnerungen vom Schulhaus L 1 Immer kleiner wird das Häuflein jener alten Lehrerveteranen, die, heute im Ruheſtand lebend, ein Stück Geſchichte der badiſchen Volksſchule ver⸗ körpern. Auch Auguſt Göller zählte zu dieſen Männern. Im Jahre 1863 trat er in den Schuldienſt, du einer Zeit, als badiſche Volksſchulgeſetz, unter dem er jahrzehntelang arbeitete, noch nicht in Kraft war. Ein Idealiſt, war Göller von ſeiner Jugend bis ins Alter. Wie oft erzählte er mir, wie er als kaum 1g jähriger junger Lehrer in dem da⸗ mals kleinen Dörfchen Wöſch ba ch bei Durlach unter mißlichen Verhältniſſen arbeiten mußte; wie er aber ſich freute, wenn an den Werktagsabenden, vornehmlich aber am Sonntag, die Burſchen und Mädchen in Reihen ſingend durch die Dorfgaſſen zogen und ihm, dem muſikbegabten jungen Men⸗ ſchen, damit, ohne daß ſie es wußten, eine große Freude bereiteten. Niemand ſammelte damals die Lieder des Volkes. Während die Alten auf den Bän⸗ ken vor ihren Häuſern faßen, zogen die Jungen ſingend oͤurch die Gaſſen, ſo wie es die Alten früher auch getan. Und dann gab's oft einen Ruhepunkt, draußen am Ende des Dorfes, wo ſich der junge das Lehrer zu den Singenden geſellte und ſich das und jenes Lied nochmals erbat. Man muß ſich überlegen: die Jugend von ehemals war nicht die Jugend von ſpäter und gar von heute. Dieſe erſten Eindrücke in dem damals weltfrem⸗ den Dörſchen blieben in dem Gedächtnis des Lehrers lange haften. Wer aber in dem Dorfe erinnert ſich noch heute des einſtigen jungen Lehrers? Wohl nie⸗ mand. Später warf ihn das Schickſal nach Mann⸗ heim, bald nach dem ſiegreichen Kriege, im Jahr 1875. Klein war die Schar ſeiner Arbeitsgenoſſen. Die Schulhäuſer in R 2 und L 1 nahmen damals alle Kinder der Stadt auf. Lange, lange Jahre amtete nun Göller in dem alten Kloſterſchulhaus in IL 1, wo er in der anſtoßenden Kloſterkirche heute das Lokal des Kunſtvereins— zu den Fr ühgottesdienſten auch die Orgel ſchlug. Als mit der Induſtrialiſie⸗ rung der Stadt die häuslichen Verhältniſſe ſo vieler Arbeiterfamilien ſich änderten und viele Kinder beim Nachhauſekommen von der Schule auch die auf Arbeit gegangene Mutter nicht vorfanden, war Göller mit einer der erſten, die die Hortarbeit aufnahmen. In dieſem abendlichen Zuſammenſein mit den Jun⸗ gen ſuchte er die Stunden zu frohen und glücklichen zu machen. Wie viele der Spaziergänger im Schloß⸗ garten oder im Neckarauer Wald, wie damals der Waldͤpark noch hieß, erfreuten ſich an den Liedern der jungen Schar, wenn ſie zur ſchönen Jahreszeit hinauszog in die friſche Luft. Im Winter wurde im Schulzimmer gebaſtelt. Göller trieb keinen eigent⸗ lichen Handarbeitsunterricht nach Vorſchrift oder nach der Mode, nein, aus Kiſten und Brettern und Stäben und Hölzern des Waldes zimmerte er mit den Jun⸗ gen einfache Geſchenke für die Geſchwiſter zuſammen. Ohne Krippe an Weihnachten ging keiner nach Hauſe. In dieſer Arbeit mit der Jugend wurde er ſelbſt wie⸗ 5 jung. Oft vergaß er über dieſer Mitarbeit die eit. i Wer ihn ſo ſehen konnte, ihn beobachtete, der konnte davon auch ſein Urteil über ſeine Arbeit in der Schule ableiten und über die Behandlung ſei⸗ ner Kinder. Vielleicht dürfen bei dieſer Gelegenheit einige Namen ſeiner Mitarbeiter genannt werden, mit denen er lange Jahre im Schulhaus L 1 wirkte. Ich beginne mit der Peſta⸗ lozzinatur des alten Oberlehrers Iſchler, bei dem ſo viele Mannheimer Bürgerstöchter in die Schule gingen. Wer den ruhigen, beſcheidenen, dabei ſehr beleſenen Mann in ſeiner ſchwarzen Kleidung ſah, das Haar lang getragen nach dem Vorbild Peſta⸗ lozzis, der erkannte in ihm den liebevollen Freund der Kinder, den treuen Berater ſo mancher Familien und den ſtets bereiten Helfer in der Not. Unser Schlager! Original Goodyear Welt Herrenschuh in braun oder schw. echt Boxk., sowie lack 3. Seite — 4* Spaziergang 91 Der Kiefernwald birgn über den Boden gebreitet. Eühendes Einen Stock über ihm ſahen wir den alten 1 mit 1 nackten Stätaft ſtehen 108 Rappert, noch in ſeinem Alter friſch jugendlich, Kronen. Kein Baum gleicht dem A. eee mit Humor begabt und ein treuer Freund des Lie⸗ große tiefe Stille iſt in dem Wald. Nin N e des. Von„ſeiner“ Liedertafel, bei der er bis Spaztergängern begegnet man. Ein pan ins hohe Alter aktiv war, brachte er immer frohen Mut ins Haus. Dürfen wir den alten Ka m m nergeſſen, und drüben auf der Knabenſeite Karl Haußer, dem das badiſche Handwerk ſo viel verdankt? Haußers ganze Kraft gehörte ja zum Schluß überhaupt nur noch der Handwerkskammer, die in dieſem Mann einen unermüdlichen Förderer ihrer Sache hatte. Heute ſieht ſich alles ſo ſchön an, dieſe Innungen und Verbände, daß aber Haußer das„Eiſen erſt ſchmieden“, d. h. die Handwerks⸗ kammer auf dem flachen Lande erſt aufrütteln und für die Sache gewinnen mußte und Woche für Woche an Samstagen und Sonntagen draußen vom See bis zum Main— rednueriſch tätig war, hat man baumloſen Strecken. Wenn immer noch ſchöneres ſuchen. und ſieht ſie greifbar nahe, ſo pflückt hat. ganz vergeſſen. Da waren noch die Hauptlehrer feinen Ton hätte, was für ein Beck, Popp, dann die hohe, ſtramme Geſtalt den Wald! Molitors, des ſpäteren Kommandanten der Glöckchen und wir hören es nicht. Feuerwehr, und der Veteran von 1870/71, Oberlehrer Georg Hoffmann. Selbſt die bürokratiſche Strenge der Sickingerſchen Aera vermochte den alten Krieger nicht nevrös zu machen, der in den Pauſen im Hofe im Kreiſe der Kollegen ſeinen Apfel, eige⸗ nes Gewächs, ſchälte und aß, immer guter Laune war und mit dem alten Schmoll vom Kaiſerring gute Nachbarſchaft hielt. So ſtrenge er mit feinen Achtkläßler⸗Buben war und ſein mußte— ein ſo gutes Herz beſaß er für ſie. Es war in dem Jubiläumsjahr der Stadt— oder zu anderer Zeit— als die Volksſchule Maunheim die beſten Sänger unter den Buben und Mädchen der ganzen Stadt zu einem Säugerchor vereinigte und mit 1000 Buben und 1000 Mädchen im Nibelun⸗ genſaal jene große Aufführung beſtritt, die das An⸗ ſehen der Schule und der Stadt weit über die Gren⸗ zen des Landes hinaustrug. Da hatte das L⸗Schul⸗ Streifen Sonnenlicht fällt durch die Glocken purpurn leuchten. Blaue Scabioſen wiegen ſich verſchwindet eilig im Gebüſch. eine Weile am Lönslied ein: denken...“ * haus in ſeinem Oberlehrer einen energiſchen För⸗ leicht, der Perſonenkraftwagen ſchwer beſchädigt. Letz⸗ derer der Sache. Es ſtellte einen gut geſchulten terer mußte abgeſchleppt werden. Der Führer des Chor als Teil des Ganzen. Als bei den Haupt⸗ Perſonenkraftwagens erlitt einen leichten Nerven⸗ proben in einem der Zimmer im zweiten Stock gegen den Schloßplatz heraus das in vierſtimmigem Chor geſungene Lied erklang„Die Schlacht iſt aus!“— da liefen dem treuen Veteranen die Träuen über die Wangen. Er führte mich an das Fenſter und zeigte mir die Hunderte von Menſchen, die drunten dem herrlichen Geſang zuhörten. So hatte ſich das Schulhaus L 1 in den Dienſt der großen Sache geſtellt. All die genannten ehemali⸗ gen Lehrer des Hauſes hatten teil an dem großen Erfolge dieſer Veranſtaltung. Das.⸗Schulhaus hat Tradition. Ich meine damit die Familie Herr⸗ mann als Schuldiener, heute Hausmeiſter ge⸗ nannt. Großvater, Vater und, wenn ich nicht irre, heute der Sohn, verſehen in drei Generationen das Amt des Hausverwalters. Der alte Herrmann, der Vater, darf nicht vergeſſen werden, wenn wir des Lehrerveteranen Göller gedenken. Ein Lehrer, der vom Morgen bis zum Abend jeden Tag mit eigenen und fremden Schülern in einem Schulzimmer zu⸗ hauſe ſein muß, bildet nicht immer das Entzücken eines Hausmeiſters. Aber Herrmann war, wir wol⸗ len die Sache beim rechten Namen nennen— ein Original, einer der Vertreter des Mannheimer Humors, bekannt mit der ganzen Oberſtadt, voll Treue und Zuverläſſigkeit. Beſcheiden wie Auguſt Göller immer war ſollte auch ſein Begräbnis ſein. Zu ſpät haben's viele er⸗ fahren, ſonſt hätten ſie es ſich nicht nehmen laſſen, der Beſtattung beizuwohnen. Ein paar Worte der Erinnerung an die Stätte und an den Kreis, mit dem er ſo lange Jahre gearbeitet, aber durften nicht fehlen. ſchock, reſt aus und fiel zu Boden. Bekannten verbracht. Schmuckſachen⸗Diebſtahl. der Name Lina Sattler. * Neuſtadt a. d.., 2. Sept. 1. Juli in Penſion mehr Stadtrat Schmelcher der Neuſtadter G. m. b. H. beſchäftigt, ſparen. Nummer 406 8—— nde Heide Rheinauer Wald wie ein zartfarbiger Teppich köſtliches ſuchen lautlos und emſig Brombeeren. Es iſt reizvoll, den Wald planlos zu durchſtreifen Ueberall blüht das Heidekraut, auf den kleinen Hügeln, am Weg und auf weiten man pflücken zu einem Strauß, kann man kein Ende finden; denn es gibt ſo unendlich viel. ſchöne Blüten locken von weitem. zarten Blüten, von denen man ſchon ſo viele ge⸗ Wenn jede dieſer zierlichen lila Glocken einen Vielleicht läuten auch dieſe Millionen Ein Haſe macht am Wegrand ein Männchen und ſind die Schnaken, die gerne bereit ſind, dem Spaziergänger Geſellſchaft zu leiſten, wenn er ſich Boden ausſtrecken will, herben Duft des Heidekrauts tief einzuatmen. Ein Lied geht durch den Wald. „Ueber die Heide geht * Mit der Oc zuſammengeſtoßen. Geſtern nach⸗ mittag ſtieß ein 41 Jahre alter Kaufmann aus Pfungſtadt bei einer Fahrt mit ſeinem Perſonenkraft⸗ wagen durch die Ladenburgerſtraße in Käfertal beim Bahnübergang der OE mit einem Güterzug der OEch zuſammen. Der Triebwagen des Zuges wurde * Werft keine Obſtreſte auf die Straße! Friedrichsbrücke rutſchte geſtern nachmittag eine 68 Jahre alte Wit we auf dem Gehweg auf einem Obſt⸗ Durch den Sturz erlitt ſte einen Schwindelanfall und blutete ſtark aus der Naſe. Die Verunglückte wurde von einem hinzukom⸗ menden Polizeibeamten zu in der Nähe wohnende Am 29. Aug. wurden aus einem Hauſe der Charlottenſtraße entwendet: ein guterhaltener rotbrauner Vulkanfiberkoffer, 50 zu 35 Zentimeter, 1 Schmuckkäſtchen aus Weißmetall, oval, 10 zu 16 Zentimeter, eine Goldbroſche mit Stein und zwei dunkelroten Granaten, eine Halskette mit Gra⸗ natperlen, eine Halskette mit grünen Perlen, ein gol⸗ dener Damenring mit kleinem Stein, ein Doubls⸗ ring mit einem Schwan, ein Photoapparat, Marke Zeiß⸗Ikon, braunes Lederfutteral, auf der Innenſeite gegangenen Hauck, Vorſteher des hieſigen Tiefbauamts, iſt nun⸗ als Nachfolger Vorſchlag gebracht worden. Schmelcher, Vorſitzender der nationalſozialiſtiſchen Stadtratsfraktion iſt bei Waſſer⸗ und Abwaſſer⸗Reinigung ſollte aber demnächſt baut werden. Stadtbaurat Glückert hatte urſprüng⸗ lich die Abſicht, den freigewordenen Poſten einzu⸗ —— 2 Feheimnis: Heidekraut anfängt, es zu Man möchte Ein paar beſonders Steht man davor ſind es die gleichen Läuten ginge durch Ein ſchmaler die Bäume und läßt im ſanften Wind. Viel zutraulicher um den Es kann nur ein mein Ge⸗ Annina. An der An Stelle des am Bauamtmanns in abge⸗ Herren-Halbschuhe, Schurz, elne besondere 85 Leistün?sgs 6⁵⁵ Herrenstlefel, schwarz, echt Boxcelf mt Doppel. 85 Sohle Lederspangenschuhe, Schyy/atz, sttapszlerföhlg, Block-Abs et: Lackspangenschuhe, gute Vererbeſtung, Block- 3⁴⁵ Absst?? 4 Spöngenschuh, elegant ombinlett, mod. Form, 85 L. WM. Absstzg Herrenstlefel, schwerz, kräftiges Eindboxleder 2 * 255656545 Klnderspangenschuhe, in hellferbig und braun 1⁵ ledet-gelseschuhe 1⁵ o fur Damen und Hefen. 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Zwei Tage ſpäter ſtieg er in der Schlierbacherland⸗ ſtraße in ein offenes Fenſter ein. Dabei beſtand die Beute aus einer goldenen Damenuhr, einem Füllblei und etwas Geld. In der gleichen Nacht begab er ſich auf den Wolfsbrunnenweg, ſtieg über eine hohe Gartenmauer, drückte in einer Villa wieder ein Fen⸗ ſter ein und begab ſich dann nach innen, nachdem er zuvor die Schuhe zur Vermeidung von Geräuſchen ausgezogen hatte. Zuerſt fand er ein Fahrrad, das er nach außen ſtellte, dann ging er wieder nach innen. Dann ereilte ihn ſein Geſchick in Geſtalt eines muti⸗ gen Nachtwächters, der ihm einen Revolver vor die Naſe hielt. Die Folge war, daß Schlegel ſich wegen ſchwe⸗ ren Diebſtahls im wiederholten Rück⸗ fall zu verantworten hatte. Seine erſte Vorſtrafe erhielt er 1920 in Mannheim. Damals war er 24 Jahre alt. Von den folgenden elf Jahren war er kaum eineinhalb Jahre in der Freiheit. Die letz⸗ ten Strafen wurden gegen ihn in Ravensburg und in Offenburg mit vier bzw. drei Jahren Zuchthaus ausgeſprochen. Die beiden Strafen ergaben die Ge⸗ ſamtſtrafe von ſechs Jahren, von denen er jetzt noch 15 Monate zu verbüßen hat. Der Angeklagte räumte ſeine Taten ein. In ſei⸗ ner Not habe er ſich nur Lebensmittel zu verſchaffen geſucht. Im übrigen betrachtet er ſich als ein Opfer der Juſtiz. In der Beweisaufnahme wurde feſt⸗ geſtellt, daß Schlegel bei ſeinen Einbrüchen ſtets Fenſterſcheiben eindrückt, aber für ihn iſt es eine Ironie, daß er noch nie eine große Beute fand. Der Staatsanwalt bezeichnete den Angeklagten als einen unverbeſſerlichen Gewohnheits verbrecher. Un⸗ ter Verſagung mildernder Umſtände müſſe auf drei Jahre Zuchthaus erkannt werden. Rechtsanwalt Dr. Horn plädierte als Offizialverteidiger für die Ge⸗ währung mildernder Umſtände. a Das Schöffengericht ſah in Schlegel keinen gefähr⸗ lichen Schwerverbrecher, aber einen Schwächling, der nie die Kraft aufbringen wird, ſich ehrlich durchs Leben zu bewezen. Das Urteil lautete auf zwei Jahre und einen Monat Zuchthaus und auf fünf Jahre Ehrverluſt. Von der Unterſuchungshaft wurde ein Monat angerechnet. Mit der Reſtſtrafe hat jetzt Schlegel über drei Jahre abzumachen. Nach deren Verlauf wird er wieder rückfällig werden, wenn er nicht inzwiſchen in lebenslängliche Sicherungsver⸗ mahrung genommen wird, wie es der Strafgeſetzent⸗ wurf vorſteht. Vier Körbe Pfirſiche und ein Fahrrad! Der 19 Jahre alte Taglöhner Helmut Stern⸗ berger aus Rot, hier wohnhaft, muß ſchon heute als aſozial und unverbeſſerlich bezeichnet werden. Mit 15 Jahren verübte er nicht weniger als 16 Ein⸗ Hrüche, darunter ſehr ſchwere. Das Jugendgericht heſtrafte ihn mit einem Jahr Gefängnis. 1929, zwei Jahre ſpäter, mußte er wieder wegen Diebſtahls mit 15 Monaten Gefängnis beſtraft werden. Der erſt 19jährige hat beide Strafen verbüßt. Sie machten keinen Eindruck auf ihn, ebenſowenig der Aufenthalt in drei Erziehungsanſtalten, aus denen er jeweils als unerziehbar entlaſſen wurde. In der Nacht zum 15. Juli wurde Sternberger, als die zweite Morgenſtunde angebrochen war, von einem Wachtmeiſter geſtellt, als er in der Weſtſtadt ein Damenfahrrad ſchob, auf dem ſich drei Körbe Pfirſiche befanden. Das Obſt, gab er an, habe er von ſeiner Tante erhalten, während das Rad ihm bzw. ſeinem Bruder gehöre. Der Beamte, der ſich ſeine Perſonalien notiert hatte, ließ ihn laufen. An der Stadthalle ſtellte Sternberger das Rad und die Pfirſiche weg, als er eine Polizei⸗Radpatrouille an⸗ fahren ſah. Dem erſten Beamten waren im Dunkel einige Geſtalten zu Geſicht gekommen, die er plötzlich nicht mehr ſah. Die Pfirſiche und das Rad waren aus einem umfriedeten Garten in der Nähe der Römerbrücke geſtohlen worden. Sternberger wurde in Unterſuchungshaft genom⸗ men. Vor Gericht gab er die ſechſte Darſtellung über die Pfirſiche, das Rad und ihre Herkunft. Er will es gefunden haben. Der lange Aufenthalt in den Er⸗ ztehungsanſtalten und im Gefängnis verſchaffte ihm die Routine, ſich aus den gefährlichſten Situationen ganz verſchlagen herauszureden. Seine wahrſchein⸗ lichen Mittäter gab er nicht an. Trotz eingehender Beweisaufnahme konnte der Angeklagte des ſchwe⸗ ren Diebſtahls im Rückfall nicht überführt werden. Nach einem Gutachten iſt Sternberger ſchwachſinnig und außerordentlich leicht verführbar. Unter Be⸗ LN Aus Baden Heidelberg ohne elektriſchen Strom Kr. Heidelberg, 3. Sept. Heute morgen gegen 6 Uhr ſchlug der Blitz in einen Transformator des Städt. Elektrizitätswerks ein, ſo daß in der ganzen Stadt das elektriſche Licht verſagte. Die Feuerwehr wurde ſofort alarmiert, da der Transformator in Brand geraten war. Die Stra⸗ ßenbahn hatte eine faſt zweiſtündige völlige Ver⸗ kehrsſtockung und mußte, um die werktätige Bevölkerung an ihre Arbeitsſtätte zu bringen, Autobuſſe in Tätigkeit ſetzen. Der erſchrockene Einbrecher eg. Doſſenheim, 3. Sept. Hier ertappte eine Frau im Wohnzimmer ihres Hauſes einen Dieb, der ge⸗ rade dabei war, ſich die in einer Kommode vorgefun⸗ denen 170/ anzueignen. Als er der Frau anſichtig wurde, erſchrak er derart, daß er das Geld fallen ließ, zum Fenſter hinausſprang und flüchtig ging. Trotz ſofortiger Verfolgung konnte er nicht gefaßt werden. Wohnhaus und Synagoge eingeäſchert * Grünsfeld(Amt Tauberbiſchofsheim), 3. Sept. Am Montag früh um 4 Uhr ertönte hier Feueralarm und weckte die Einwohner aus ihrem Schlafe. Es ſtand der Dachſtuhl des Spenglermeiſters Joſef Hu⸗ band in Flammen. Dadurch, daß das ganze Viertel aus eng aneinander gebauten Häuſern be⸗ ſteht, war die Gefahr beſonders groß. Das Wohnhaus des Huband brannte völlig nieder. Dabei wurde auch die im Hauſe untergebrachte Synagoge, die erſt vor einem Jahre renopfert und ſehr ſchön eingerichtet worden war, ein Raub der Flammen. Als Brand⸗ urſache wird Brandſtiftung vermutet. * * Schwetzingen, 2. Sept. Die Reichsbahnverwal⸗ tung hat für den Umbau des Schwetzinger Bahn⸗ hofs Mittel bereitgeſtellt und die Arbeiten kürzlich ausgeſchrieben. Es iſt bezeichnend, daß aus ganz Deutſchland Offerten eingelaufen ſind. Bei der ge⸗ ſtrigen Eröffnung der Angebote wurde feſtgeſtellt, daß insgeſamt 150— 160 Offerten vorlagen. Am Aeußeren des Bahnhofsgebäudes wird nichts verän⸗ dert. Der Umbau betrifft ausſchließlich die Innen⸗ räume. * Karlsruhe, 3. Sept. Als hier in einer Wirt⸗ ſchaft in der Altſtadt die Kellnerin von einem Gaſt die Bezahlung ſeiner Zeche verlangte, ſchlug dieſer der Kellnerin mit einem Bierglas auf den Kopf, ſodaß ſie eine klaffende Wunde davontrug. Die Polizei nahm den Täter in Gewahrſam. rückſichtigung dieſer Tatſache wurde er wegen Heh⸗ lerei zu fünf Monaten Gefängnis ver⸗ urteilt. Er wird immer eine Gefahr für die Allge⸗ meinheit bleiben, ſobald er in der Freiheit iſt. Urkunde— um Oſterhaſen— gefälſcht Ein 23 Jahre alter Kaufmann aus Lampert⸗ heim, Vater von drei Kindern, betrieb dort bis vor kurzem ein Lebensmittelgeſchäft. Er hatte im März d. Is. für 192 Mark Oſterhaſen beſtellt, die ihm aber erſt geliefert wurden, als er eine Bürgſchaft ſeines Schwiegervaters vorlegte. Dieſe hatte er ſelbſt ge⸗ ſchrieben— und auch unterſchrieben. Die Firma fragte in Lampertheim telephoniſch an, ob die Bürg⸗ ſchaftsurkunde echt ſei. Der Schwiegerſohn beſtätigte — als Schwiegervater— die Echtheit der Urkunde. Wegen ſchwerer Urkundenfälſchung angeklagt, gab der junge Kaufmann und mehrfache Familienvater ſeine Tat zu. Im April hatte er ſeine erſte Strafe wegen Betrugs mit 200 Mark Geldſtrafe erhalten. Er will krank und in Not geweſen ſein. Für ſein dreiſtes Vorgehen beantragte der Staatsanwalt zwei Monate Gefängnis, auf die das Ge⸗ richt auch erkannte. Man gewährte Strafaufſchub auf Wohlverhalten. r Aus der Pfalz Familienſtreit mit Hammer und Beil * Ludwigshafen, 3. Sept. Geſtern abend kurz nach 9 Uhr gerieten in der Bremerſtraße ein penſio⸗ nierter Maſchinenführer und ſein 22 Jahre alter Sohn mit den beiden anderen Söhnen und dem Schwiegerſohn in Streit, wobei mit einem Holz⸗ beil, einem Hammer und einem Stock zuge⸗ ſchlagen wurde. Der Vater erhielt einen Schlag mit dem Handbeil auf den Kopf, ſo daß eine—8 Ztm. lange Wunde entſtand. Er mußte ins Kran⸗ kenhaus gebracht werden. Einer der Söhne erhielt einen Schlag mit dem Hammer auf den Kopf, ein dritter trug eine ſtark blutende Verletzung auf der Stirne davon. Die Urſache waren Mietsſtreitigkeiten. Sperrung der Rheinbrücke bei Speyer * Speyer, 3. Sept. Heute nahmen auf der badi⸗ ſchen Seite die Inſtandſetzungsarbeiten der Zufahr⸗ ten auf beiden Seiten der Flutbrücke bei Lußhof ihren Anfang. Sie werden bis Donnerstag, 7. Sep⸗ tember dauern. Während dieſer Zeit iſt die Rhein⸗ brücke für den geſamten Fuhrwerks⸗ und Kraft⸗ wagenverkehr geſperrt. Von Fußgängern und Rad⸗ fahrern kann die Brücke begangen werden. Juwelenbetrüger Levy in Pirmaſens verhaftet * Pirmaſens, 3. Sept. Einen guten Fang hat geſtern abend die hieſige Kriminalpolizei gemacht. Sie nahm den Kaufmann Ludwig Levy aus Saar⸗ brücken feſt, in deſſen Beſitz Juwelen im Werte von 4— 50 000/ gefunden wurden. Man ſtellte die Juwelen ſicher, da man mit der Möglichkeit rechnet, daß ſie aus dem durch Levy in Idar⸗Oberſtein ver⸗ übten Juwelenbetrug herrühren. Levy hat dieſe Juwelen unverzollt über die deutſch⸗franzöſiſche Grenze gebracht, gab jedoch bei ſeiner Vernehmung an, daß er ſie in Paris gekauft habe. Tödlicher Sturz vom Motorrad * Kaiſerslautern, 3. Sept. Auf der Straße Kaiſerslautern—Stelzenberg ereignete ſich geſtern abend ein tödliches Motorradunglück. Ein junger Mann fuhr dort an einer Stelle, wo die Straße verbreitert wird, auf einen Schotterhaufen und kam mit dein Motorrad zu Fall. Während er ſelbſt mit leichteren Verletzungen davonkam, erlitt ſein Sozius⸗ fahrer, der in den öher Jahren ſtehende Maurer⸗ meiſter Karl Buſch von Stelzenberg, ſo ſchwere Schädelverletzungen, daß er nach der Verbringung ins Städtiſche Krankenhaus Kaiſerslautern ge⸗ ſtorben iſt. Eine Gerichtskommiſſion nahm noch in der Nacht den Tatbeſtand auf. September 1931 FT Beim Paddeln ertrunken * Mainz, 3. Sept. Am Dienstag kenterte a einer Ausflugsfahrt von Wiesbaden nach Majin; ein Pabdelboot bei der Eiſenbahnbrücke. Im Boot be fand ſich ein junges Paar aus Wiesbaden. Als 75 Mann die ſich noch am Rande des Bootes anklam. mernde Begleiterin retten wollte, wurde das Boot von den Wellen erfaßt und in den Strom abgedrückt ſo daß die Frau, trotzdem auch von anderer Seite Hilfsmaßnahmen eingeleitet wurden, den Wellen nicht mehr entriſſen werden konnte und ertrun⸗ ken iſt. —.. 55 5 0 Vorausſage für 4. Seplember: Unbeſtändig, zeitweiſe Regenſchauer und kühler hei friſchen weſtlichen Winden. Im Gebirge Wolkennebel, Wotter⸗Nachrichten der Badischen Landeswetterwarte Karlsruhe Beobachtungen der Landeswetterſtellen.36 Uhr vormit tügs See. Luft⸗ WI 7 See. druck Wind in I 0 50 Wetter nicht, Stärke AA Nebel bedeckt bedeckt bedeckt wolkig wolkig wolkig ſchwach bedeckt ſtark wolkig Wertheim Königsſtuhl Karlsruhe Bad. ⸗Bad Billingen leicht Vad Dürrh. leicht St. Blaſien i— Badenweil. Feldbg. Hof 12750634. leicht leicht leicht leicht Die über England herangezogene Zyklone hat unz erneut Verſchlechterung gebracht. Schon heute nacht traten in Mittelbaden Gewitter auf, nachdem geſtern allgemein heiteres und wolkenloſes Wetter geherrſcht hatte. Die Zyklone liegt bereits über Skandinavien, eine zweite folgt ihr bei Irland. Daz Wetter wird daher regneriſch bleibe n; außer⸗ dem iſt mit etwas Abkühlung zu rechnen. Reiſewetter In Weſtdeutſchland iſt es wieder regnerisch ge⸗ worden. Der Oſten hat noch heiteres und wolken⸗ loſes Wetter mit Frühtemperaturen bis zu 20 Grad, doch wird auch hier bald Regen einſetzen. Flugwetter Im Rheingebiet und in Süddeutſchland iſt er⸗ neut Verſchlechterung eingetreten, die ſich im Laufe des heutigen Tages auch auf das übrige Deutſch⸗ land ausdehnen wird. Die Höhenwinde kommen mit 5 bis 10 Sekundenmeter einheitlich aus Süid⸗ weſten. Die Sicht reicht außerhalb der Regengebiete 10 bis 20 Kilometer. Waſſertemperaturen(heute früh 8 Uhr); Rhein lin Mannheim) 16,5 Grad Rhein(bei Rappenwörth) 18 5 Bodenſee(bei Konſtanz) 18 7 8—————— Chefredakteur: Kurt Fiſcher 0 Verantwortlich für Politik: H. A. Meißner- Feuilleton: Dr. Stefan Kayſer Kommunalpolitik u. Lokales: Richard Schönfelder Spott u. Vermiſchtes: Willy Müller- Handelsteil: Kurt Ehmer— Gericht u. alles übrige: Franz Kircher- Anzeigen u. geſchäftl. Mittellungel Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b. H, Mannheim, N 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung erfolgt nur bel Rückporto Dt xxx ʒ x Geſchäftliche Mitteilungen Die ſchöne ſommerbraune Hout können Sie ſich no länger erhalten! Eine merkwürdige Erſcheinung iſt die intenſive Nachwirkung der Sportereme Mouſon, die ſelbſt noch lange Zeit nach erfolgtem Luft⸗ und Sonnenbad eine kupferbraune, ſatte, abgeglichene Hauttönung hervor⸗ ruft. Wenn die Haut anfängt wieder blaß zu werden, können Sie durch die eigenartige Wirkung der Spork⸗ creme Mouſon ein erneutes Nachdunkeln erreichen. Alſo Sportereme Mouſon nicht nur während Luft⸗ und Sonnen⸗ bädern, ſondern auch noch Tage und Wochen ſpäter on⸗ wenden. BI. ROMAN VON WILHELM SCHEIůDER (Nachdruck verboten) 18 Die Jagd tobt über den Luna⸗Park hinaus. Plötzlich fliegt die Nebelkrähe fünfzig Kilometer. Rauchs Herz puckert gegen die Rippen. Sechzig hält „Anton“ durch... dann iſt Schluß. Doch könnte ſolche Jagerei leicht dem Maſchinchen zum Verhäng⸗ nis werden.„Anton“ ſtöhnt und klappert, es iſt ein Elend 5 Immer geradeaus, hinein in den Grunewald. Ein⸗ mal muß Rauch den Wagen herumreißen, um einer ſchwarzen Katze auszubiegen. Schwarze Katze.. ein ſchlechtes Zeichen.. es wird etwas paſſieren etwas gräßliches..„Anton“ iſt kein Rennpferdchen.. die Limouſine hält gleichmäßig das Sechzig⸗Kilometer⸗ Tempo. Plötzlich verlangſamt die Nebelkrähe das Tempo, rollt mit dreißig aus, biegt im großen Bogen links ein, hinein in den Grunewald. Rauch vergrößert den Abſtand. Es handelt ſich um eine ſtille, vornehme Villenſtraße. Hier liegt Schlößchen an Schlößchen, alle erſt in den letzten Jahren gebaut. Alle in dem ſachlichen Stil unſerer Epoche. g Die Limouſine rollt rechts am Bürgerſteig aus. Rauch hält leidlichen Abſtand. Es gelingt ihm, ſeinen Anton“ hinter einen dort wartenden Wagen zu chieben.. EChriſtian Eduard ſieht die Nebelkrähe den Wagen verlaſſen. Der Alte klappt den Kühler hoch, beſchäf⸗ ſich mit dem Motor. Dann ſchreitet er auf das aus zu. i f uch wartet einige Minuten im Wagen, überlegt, u kun iſt. Dem Hauſe kann er ſich nicht nähern. leicht ſteht die Nebelkrähe am Jenſter. Damit 2 Aus der Ferne kann er die Bauart der großen Villa gut erkennen. Sie unterſcheidet ſich im Stil von den nüchternen Schlöſſern der Gegenwart. Sie iſt hell, hat die großen Schwingungen des Barocks und iſt ſicher älter, als alle anderen Häuſer in dieſer Straße. Rauch errechnet die Nummer des Hauſes, macht Notizen. Plötzlich ſieht er den Chauffeur des vor ihm haltenden Wagens über die Straße gehen. Er hält ihn an, reicht ihm eine Zigarre. Der Burſche läßt mit ſich reden. Das Haus iſt ihm nicht bekannt, aber feſtzuſtellen, wem es gehört, das kann kein Kunſtſtück ſein. Rauch reicht ihm ein Geldſtück. Der Chauffeur verſchwindet im Hauſe, vor dem der Wagen ſteht. Er lebt in gu⸗ tem Einvernehmen mit den Dienſtboten und wird das Gewünſchte ſchon erfahren. Nach einigen Minuten erſcheint er von neuem. „Da wohnt ein Bildhauer“, ſagt er,„is in Schwede. Aber wie er heißt, das kann ich Ihnen nicht ſagen.“ „Rauch fühlte eine Sekunde lang ſeinen Herzſchlag ausſetzen. Ein ſchwediſcher Bildhauer? Unmöglich. Er dankt, fährt zurück zur Chauſſee. Dort ſieht er eine Konditorei. Sofort faßt er den Entſchluß, ein Telephonbuch aufzutreiben. Er iſt ſehr nervös, als er in dieſem Buch blättert. Vor einigen Tagen ſchon hat er die Adreſſe Jens Kroggers auf einem Block notiert. Aber dieſer Block liegt auf dem Schreibtiſch. Richtig.. dort.. Jens Krogger. die Adreſſe ſtimmt. Die Nebelkrähe macht alſo Herrn Krogger einen Beſuch, hängt irgendwie mit dieſem Manne zuſammen. Dieſe Erkenntnis wuchtet wie ein Hammerſchlag. Nächſtes Gedankenglied: Jens Krogger hat mir die Nebelkrähe auf den Hals geſchickt. um mich auszu⸗ horchen. Er weiß alſo, daß ich gegen ihn arbeite. Jens Krogger iſt verdächtig.. iſt außerordentlich verdächtig. Rauch hat endlich ſeinen Gegner erkannt. fühlt aber auch, wie ſtark dieſer Gegner iſt. Chriſtian Eduard geht an den Apparat und ruft Agnes Sooſter an.„Hören Sie, Fräulein Sovyſter, wir haben es geſchafft...“ Er „Das iſt fein. Aber wollen Sie mir nicht lieber die Sache mündlich erzählen? Können Sie nicht rückkommen? Wo ſtecken Sie augenblicklich, Herr Rauch?“ „Im Grunewald, gleich hinter Halenſee.“ „Ach bitte, kommen Siel Ich brenne, Ihnen etwas Neues zu berichten. Eine große Ueberraſchung Am Telephon kann ich es nicht ſagen.“ „Gut, ich komme.. vielleicht in einer halben Stunde. augenblicklich bin ich hier unabkömmlich. Wird ja auch nicht fortlaufen, die Neuigkeit.“ Als Rauch mit ſeinem„Anton“ in die einſame Al⸗ lee zurückkehrt, iſt die Nebelkrähe ſchon davongeflogen. Chriſtian Eduard flucht und entſchließt ſich ſofort zur Rückkehr. In der Wohnung läuft ihm Agnes entgegen. Auch Frau Matuſcheit erſcheint auf dem Korridor. Agnes wendet ſich der würdigen Dame zu:„Er⸗ zählen Sie doch Herrn Rauch, wo Sie den Zettel ge⸗ funden haben.“ „Na, auf der Dielengarderobe.“ Rauch nimmt von Agnes einen ſchmalen Streifen weißen Schreibmaſchinenpapiers entgegen. Er Iteſt folgendes: 5 „Kümmern Sie ſich um Jens Krogger!“ Ehriſtian Eduard erſtarrt zur Salzſäule. Matuſcheit berichtet ungefragt zum zweiten Male über ihren Fund:„Und wat ſoll ich Sie ſagen: da liegt der Zettel auf die Garderobe, kaum daß die olle Krähe weg is. „Wie nennen Sie dieſen Herrn, Frau Matu⸗ ſcheit?“ ö 5 „Ick ſage Krähe, Herr Rauch, n bller Penner is er Rauch macht den Verſuch eines Lächelns.„Gut, Frau Matuſcheit. Geſehen haben Sie es nicht, daß er den Zettel dort hingelegt hat?“ „Nee 5 „Nun, dann wird es vielleicht auch jemand anders geweſen ſein. Uebrigens iſt dieſer Zettel nicht ſehr wichtig, Frau Matuſcheit. Hat ſich wohl jemand einen Scherz machen wollen. Und jetzt bitte das Frühſtück. Wir ſind hungrig wie ein Wolf, nicht wahr, Fräulein Sooſter?“ Als Rauch mit Agnes allein iſt, fragt ſie erregt: „Nun, habe ich recht gehabt?“ Rauch atmet tief auf:„Jawohl, Sie hatten wie⸗ der einmal ſchärfere Augen als ich. Frau Nur iſt mir nicht ganz klar, warum die Nebelkrähe vor Jens Krogger warnt. Uebrigens hängt auch Borg mit dem alten Mann zuſammen. Wir haben ja jetzt einen zweiten Zettel.“ g Als er ihr von ſeiner Verfolgung erzählt, iſt ie lange Zeit hindurch ſehr nachdenklich. Endlich ſagt ſie:„Krogger muß erfahren haben, daß wir gegen ihn arbeiten. Deshalb unternimmt er die erſten Schritte gegen uns. Vielleicht will er uns davor warnen, daß wir mit ihm anbändeln. Nach dieſer Geſchichte halte ich den Bildhauer für den Komplizen Borgs. Ich telephonierte übrigens in Ihrer Abweſenheit mit der Klinik. Borg let immer noch ohne Bewußtſein. Man weiß nicht, ob man ihn am Leben erhalten kann. 5 „Mein Gott, Fräulein Sooſter! Haben Sie von hier aus telephoniert? Nannten Sie vielleicht gal Ihren Namen?“ 5 Agnes lacht laut auf:„Ich werde mich hüten Zum Poſtamt ging ich hinüber, nannte mich Gerda Sch, ning und behauptete eine Freundin Borgs zu ſein. „Und die Auskunft hat man Ihnen gegeben? war ſicher ein Beamter am Apparat.“. 110 Rauch lacht beluſtigt auf:„Da wird man jetzt al eine Gerda Schöning ſuchen. Gerda Schöning a verdächtig. Cherchez la femme! ſagt der Kommiſſar. Na, de können lange ſuchen.“ 1 „Aber wir beiden, wir werden es ſchaffen“ meint Agnes und ihre Augen leuchten. ger lhre P Stunde Appell Heſtimn ten falſ duch de boten. den Ba Tat ni Der um die er noch Ggegenül vorgeno! Peiches keilung lierunge Eine heute no zu wiſſen el offiz ppricht. wohl aue Marktes niſche: Spekulat Die ei in durch die Toren tritt und ten von Plätze. 2 teils ver zurückzufn boten w werden d ſchon vor 5. B. eine J. G. F. ten Mar Kurs lag dem K KFursabſch. keilweiſe ttetrun bes Ange Verhältnif Wöcchläge Als er duch mit Verten kr Lein. Am N ler And Kurſe län j jedoch Zwar ließ meiden, do lezlen Frt Nandbrief ebener E nit 72 v. auf 78 v. lichten f Fbicen, I. TDtauaktien bardt und Jabuſtrien a def end i Ab Preßh ant Sie orm n e Frankf Fssberzins 1 15 Reich sanl. 0 „Aber ſicher werden wir es ſchaffen, obgleich wil 3 es mit drei außerordentlichen Feinden zu tun haben.“ habe da eine Idee, eine blendende Idee, wie it 5 wenn Sie heute nachmittag Jens Krogger einen 15„ formalen Beſuch abſtatten? Das kann doch 19 ſchaden. Er ſoll merken, daß wir uns ae 5 ſchüchtern laſſen... was halten Sie von Idee?“ a 4% wird Rauch reibt ſich die Hände.„Großartig, wir 5 ö macht. Müſſen es aber gründlich überlege 10 wollen mal ne Zigarette rauchen.. bitte h . Fräulein Sooſter.. halt, da kommen 5 Eier mit Schinken.“. a FGortſetzung folgt.) „Wiſſen Sie was?“ unterbricht ihn Agnes, 1 110 — —— 2 5 * * Ab. 5 Donners. September 1931 l Ruhige Der heutige erſte Börſentag nach ſiebenwöchiger Unterbrechun ruhig verlaufen— Starker Beſuch— Kursfeſtſetzungen— Abſchläge von 25 bis 30 v. 8 l 15 Zeitraubende N heimer Zeitung H. gegenüber der letzten Börſe be Privatdiskont halbamtlich 773— Ruhiger Deviſenverkehr Letzte Berliner Vorbereitungen Berlin, 3. Sept.(Eig. Dr.) Heute iſt der große Tag gekommen, an dem die hre Pforten wieder geöffnet hat. In letzter Stunde hat der Berliner Börſenvorſtand nochmals einen Appell an die Beſucher gerichtet und wieder einmal an die Heſtimmungen erinnert, die ſeiner Zeit über das Verbrei⸗ ten ſalſcher Gerüchte erlaſſen wurden und hat vorläufig auch den außerbörslichen Freiverkehr am Telephon ver⸗ boten. An dieſes Verbot hat man ſich heute vormittag bei den Banken ſehr ſtrikt gehalten, ſodaß in der Tat nicht einmal Kurstaxen zu hören waren. Der Börſenvorſtand arbeitete heute morgen fieberhaft, um die letzten techniſchen Richtlinien feſtzulegen. So will er noch beſtimmen, bei welchen Kurs abf ch lägen * iber den Kurſen vom 11. Juli) Stri chnotizen nommen werden müſſen und ſofort den Börſen des ches telegraphiſch über das Ausmaß der Abſchläge Mit⸗ ig zu machen, um eine gewiſſe Einheitlichkeit der No⸗ llerungen in ganz Deutſchland zu ermöglichen. Eine offizielle Privatdis kontnoti 3 dürfte für heute noch nicht zu erwarten ſein. Dagegen iſt es intereſſant zu wiſſen, daß Paris heute die Mark erſtmalig wieder mit Tag offiziell notiert hat, was etwa der Berliner Parität ent⸗ ſpricht. Man iſt ſich aber wohl darüber klar, daß heute und hohl auch noch in den nächſten Tagen die Tendenz des Marktes mehr vom Angebot und Nachfrage, alſo der te ch ⸗ Aſchen Momente abhäng i g ſein wird, daß die Spekulation alſo ſo gut wie ausgeſchaltet iſt. Die Wiedereröffnung Die eigentliche Wiedereröffnung der Börſe vollzog ſich i burchaus ruhigen Formen. Als um ½12 Uhr hie Toren geöffnet wurden, warteten ſchon viele auf Ein⸗ lüllt und die Börſenſäle füllten ſich ſehr ſchnell und Scha⸗ ten von Börſenbeſuchern begaben ſich an ihre gewohnten Nlätze. Auch die Leiter der Bankinſtitute waren größten⸗ lells vertreten. Auffallend war die Ruhe, die darauf zurückzuführen iſt, daß jeglicher Vorbörfenverkehr ver⸗ loten war und insbeſondere keine Kurſe ausgerufen werden durften. Die Spannung wuchs, doch hörte man ſcon vor Beginn der offiziellen Notierung um 12.15 Uhr, daß teilweiſe recht erhebliches Angebot in Aktien vorliegen ſolle. Die Feſtſetzung der einzelnen Kurſe nahm natür⸗ lich ſehr viel Zeit in Anſpruch. So bedurfte es . eines Zeitraums von 25 Minuten, bis der Kurs von „ G. Farben, wo ein Angebot von mehreren Millio⸗ ten Mark vorgelegen haben ſoll, zuſtande kam. Dieſer urs lag mit 98 v. H. etwas über 25 v. H. unter dem Kurs vom 11. Juli. Aehnlich waren die Kürsabſchläge auch bei den anderen Induſtriepapieren bei kellweſſe außerordentlich weitge henden Repar⸗ tlerungen. Für einzelne Papiere wurden nur 10 v. H. les Angebots abgenommen. Etwas günſtiger lagen die Verhältniſſe bei Bankenwerte, doch mußten auch dieſe ſich Aöſchläge von 25 v. H. und mehr gefallen laſſen. Als erſtes Papier wurde Ilſe mit 115 nach 142, aber auch mit Brief notiert, und auch bei den meiſten übrigen Betten krat eine Briefbezeichnung in irgend einer Form ein. Am Rentenmarkt herrſchte außerordentlich ſt a r⸗ ker Andrang. Auch hier nahm die Feſtſetzung der kurse längere Zeit in Anſpruch. Augenſcheinlich haben ſch jedoch die Schutzmaßnahmen hier recht erheblich bewährt. Zar ließen ſich auch hier Briefrepartierungen nicht ver⸗ mien, doch bewegten ſich die Kurſe etwa auf Baſis des lichten Freiverkehrs. Von den Berliner Hypothekengold⸗ hlandbriefen wurden die achter Emiſſionen mit 82 v.., die ſehener Emiſſtonen mit 76 v. H. und die 6proz. Emiſſionen nit 72 5. H. feſtgeſetzt. Die sproz. Kommunal ſtellten ſich ef 70 v. H. und die 7 und 6proz auf 71 v. H. ür Tagesgeld nannte man einen Satz von etwa 99,., während für Monatsgeld, Warenwechſel zuverläſſi⸗ e überhaupt noch nicht zu hören war. Am Deviſen⸗ zarkte war die Tendenz ſehr ruhig, nennenswerte Ver⸗ änderungen waren nicht zu verzeichen. „Der Kaſſamarkt tendierte irregulär, da Käufer⸗ Aten faſt völlig fehlten. Zahlreiche Kurſe waren ge⸗ kuchen, meiſt wurden Repartierungen zwiſchen 10 und . H. vorgenommen. Stärkere Abſchläge hatten von Itauaktien Dortmunder Ritter, Düſſeldorf Dietrich, Engel⸗ unt und Schöfferhof(ea. minus 25 bis 30 v..) Von den Jubuſtrieaktien verloren Braunſchweiger Kohle 35 v.., Börſe Lindes ., Stettiner Elektrizitätswerke 24 v. H. von Papieren b zu 20 v. H. gelangte erſtmalig wieder 0 Notiz. Tagesgeld im Spitzen⸗ h wurde mit ca 9 v. H. 4 10 v. H. Reichs zog ſich ſehr lange hin und ein Han⸗ del zu den amtlichen Kurſen nach der Feſtſetzung war kaum feſtzuſtellen. Das Mannheimer Kursniveau . Das Angebot in Mannheim hatte teilweiſe nicht ſo große maße erreicht, wie man urſprünglich ange⸗ nommen hatte. Die Kurſe, für jedes Papier nur eine amtliche Kaſſandtiz, kamen unter Aufſicht des Börſenvor⸗ ſtandes zuſtande. Die A b ſch wi chungen bei den füh⸗ renden Induſtriewerken betrugen durchſchnittli ch 20 bis 30 v. H. Viele Notizen wurden überhaupt aus⸗ geſetzt. Am Rentenmarkt wurden teilweiſe Repartierun⸗ gen vorgenommen. Das neue Kursniveau in Frankfurt O Frankfurt, 3. Sept.(Eig. Dr.) Nach der ſiebenwöchigen Unterbrechung brachte die Frankfurter Börſe auf Grund der bekannten Ereigniſſe in der Zwiſchenzeit erwartungsgemäß ein vollkommen ver⸗ ündertes und ſeit dem 13. Juli naturgemäß ſtark ermäßig⸗ tes Kursniveau. Eine Freizügigkeit im Börſenverkehr, wie ſie zuletzt beſtand, fehlte ſchon inſofern, als lediglich amtliche Notierungen der Kaſſakurſe ſeſtgelegt werden. Ein Ausrufen und ein Handeln anderer Kurſe unter⸗ bleibt. Es ſind in Frankfurt a. M. fünf Börſenkommiſ⸗ ſare vom Börſenvorſtand ernannt, mit deren Hilfe die Kursfeſtſetzungen erfolgten. Dabei dürften wohl Richt⸗ linien für Kursabſchläge vorliegen, die für die einzelnen Marktwerte verſchieden ſind. So werden die unvermeid⸗ lichen Kursrückgänge gegenüber den amtlichen Feſtſetzun⸗ gen nom 11. Juli in noch einigermaßen erträglichen Gren⸗ zen gehalten. Sehr zu beachten war der Markt für feſt ver zins ⸗ liche Werte. Die Verhältniſſe am Aktienmarkt waren teilweiſe ſehr bedingt durch vorliegende Zwangsexeku⸗ tionen. In Fronkfurt fanden größere Umfätze am Faorben⸗ markt ſtatt. Durchweg betrugen Lie Kursrückgänge 10—25 v. H. und vereinzelt auch ziemlich darüber hinaus. Für ſeſtverzinsliche Werte ſind die Kursabſchläge 1015 v. H. Am Bankenmarkt verloren Deutſche Bonk 25, Danat 24, Barmer Bank 14, Commerzbank 28 v. H. JG. Farben nutierten 29,5 niedriger, am Elektromorkte Schuckert und Ac 26, Siemens 39 ſchwächer, Scheideanſtalt 24, Metall⸗ geſellſchaft 15 v. H. niedriger. Am Zellſtoffmarkt Waldhof 18, Aſchaffenburger bei ratio⸗ nierter Annahme 14,5 v. H. unter der letzten Notiz. Von Bauwerten Holzmann rationtiert 20 v. H. ſchwächer, Wauß u. Freytag geſtrichen. Am Pfandbriefmarkt waren die Rationierungen ſehr verſchieden. Es ſind aber durchweg Kursabſchläge von 12 bis 16 v. H. zu verzeichnen. Ueber⸗ wiegend wurde hier voll abgenommen und voll ausgeglichen. Tagesgeld 7, Monatsgeld 8 v. H. für erſte Adreſſen. Berliner Devisen Dlskontsätze: Reichsbank 8, Lombard 10 v. f. Amtlich in Re M für] 2. September[ 3. Septemder Paritüt Disk. 7 1790) J 109,56 170 02 16.48.25 olland 100 Gulden 169,78 5 09, g 5 Ahen 100 Drachmen 5,5 5,46 5,45.46 5,448 9 Brüſſel 1003-50 fp 58,64 58.76 58.61 58,73 58,358 2½ Danzig„100 Gulden 81,80] 81,98 81,79 81,95 81,555 8 Helſingfors 100 8M 10,59 10,61 10,59 10,61 10.5126 Italien... 100 Lire] 22,08 22,07 22,02 22.06 22,025 5 ½ Südſlavien 100 Dinar 7,413 7,427.413 7,427].355 7½ Kopenhagen 100 Kr. 112.54 112,76 112,54 112,78 112,06 3½ Liſſabon, 100 Eskudo 18,58 18,57 19,58 18,57 17,498 7½% Oslo. 100 Kr. 112.54 112.76 112,54 112,76 111,744 Paris... 100 Fr. 16,50 16,54 16.501654 16,448 2 Prag.. 100 Kr.] 12.468] 12.488 12,468 12.488] 12,384 Schweiz... 100 Fr. 61,95 82,11 81.96 62,12 80,515 2 Sofia.. 100 Lewa].047.058.082 3,0580 3017 87% Spanien. 100 Peſeien 37,56 37.64 37.86 37,74 69,576 ½ Stockholm. 100 ftr. 112.68 112,85 112,63 112.95 112,05 4 Wien 100 Schilling] 59,15 39,27 59,13 59.25 38,79 10 Ungarn 100-12500 K[ 78,48 78,57 73,48 73,57 72,899 Buenos⸗Aires, 1Peſo.173 1,177 1,185.189 1,786 6 Kanada tan. Boſſar 4,191 4,109 4,104,199 4178 Japan„ ien 2078].082.078.0892] 1,986 5. Kairo. lägypt. Ufd 20,96 21,00 20.96 21,00 20,91— Türkei. türk. Pfd.—.— 5 3 2 2189— London„lengl. Pfd. 20,461 20,801 20,461 20,501] 20,8934 ½ Rem Vork. 1 Dollar 4,209 4,217 4208417 4,1780 17 Rio de Janeiro 1Millr. 0,258 0,258.254 0,256 0,5038— Uruguay. 1 Goldpeſo] 1858 1.852[ 1,846 J 1,852] 3,421 (Eig. Dr.) Das zi Konkursverfahren tiengeſell gen eröffnet. Gläubigerverſammlung auf * Londoner Goldpreis. Goldpreis gemäß der Verordnung t und der Gmb Berlin, 2. Sept. Verkaufsaufträge überwiegend i weitgehenden Brief⸗Repartierungen Um hat das der Ak⸗ richt Schwe 5 V das K der Verein. Eiſenhandlun⸗ Für beide Geſellſchaften wurde die erſte Oktober einberufen. Der Londoner ir Durchführung des Geſetzes über wertbeſtändige Hypotheken beträgt vom 2. Sept. ab für eine Unze Gramm Feingold demnach gold 84 ſh, 108 d, für ein 415 pence. —— N. S.. Abſchluß Die NS U⸗ Automobil AG., Hei 1b ronn in die bekanntlich das Heilbronner Werk der Neckarſulmer Fahr⸗ zeugwerke durch die Erwerberin, oͤie Fia* W er e in Turin, eingebracht wurde, verzeichnet für 1930, ihr zweites „ 5 5 5„ e Geſchäftsjahr, ein etwas beſſeres Ergebnis. Der Rohüberſchuß erhöhte ſich auf 513 324 /, Handlungsunkoſten „Steuern und ſoziale Laſten 152 843% 840), Abſchreibungen 56 479(66 837) Mark. Es verbleibt danach noch ein kleiner Rein⸗ gewinn von 5128/(i. V. Verluſt 2264). In der Bil a niz erſcheinen bei 2 Mill./ Aktienkapital die lau⸗ fenden Verbindlichkeiten weſentlich vermindert, näml. Gläu⸗ biger und Akzepte auf 1,7(4,64) und Bankſchulden auf 0,02 (0,26) Mill. J. Auf der andern Seite ſind die Warenvor⸗ räte ſtark vermindert worden, nämlich auf 1,56(3,79), Schuldner und flüſſige Mittel auf 1,26(2,14) Mill. J. erforderten 298 872 (t. V. zuſammen 37 Getreidemarkt etwas erholt Grundtendenz ſtetiger/ Weizen⸗Inlandsangebot zurückhaltender/ Haferaugebot wieder knapper Berliner Produktenbörſe v. 3. Sept.(Eig. Dr.) Wenn auch eine gewiſſe Unſicherheit unverkennbar blieb, ſo zeigte die heutige Produktenbörſe nach den Rückgängen der letzten Tage doch im allgemeinen ein ſtetigeres Ausſehen. Das Inlandsangebot von Wei⸗ gen war zurückhaltender und bei der ſchwachen Verforgung der Mühlen genügte eine leichte Belebung der Nachfrage, um Preisſteigerungen um —8/ herbeizu⸗ führen. Im handelsrechtlichen Lieferungsgeſchäft vermochten ſich allerdings die—3/½/ feſteren Anfangsnotierungen nicht zu behaupten, ſondern es kam bald wieder zu Ab⸗ bröckelungen. Roggen, der von der Abſchwächung der letzten Zeit weniger in Mitleidenſchaft gezogen war, lag heute ſtetig. Im Effektiv⸗ und Lieferungsgeſchäft hielten ſich Angebot und Nachfrage etwa die Wage, nur die Dezem⸗ ber⸗Sicht eröffnete 1½%„ feſter. Weizenmehl war zu geſtrigen Preiſen offeriert, das Geſchäft hat ſich kaum be⸗ leben können, Roggenmehl hatte laufenden Konſum⸗ abſatz bei ſtetigen Preiſen. die erneut aber nicht immer ganz durchzuholen. wieder knapper, ſtetig. Amtlich notiert wi Sept. 220— 220,50; Okt. 219 gen 166—170; Sept. 181 Futter⸗ 181,50—83 feſter; rden: 20, Dez. 220—21,50 feſt; Rog⸗ 0; Okt. 180,50—82,50; Dez. und Induſtriegerſte 152161 Das Haferangebot war höheren Forderungen waren Gerſte ruhig aber Weizen 205—207; etwas ſchwächer; Hafer 130139; Sept. 142 u. G; Okt. 14344, Dez. 144,50— 45,50 feſter; Weizenmehl 25,50— 92,25 ſtetig; Roggenmehl 0—60proz. kleie 11,50—12 behauptet; prompt 23,5026; Weizen⸗ Roggenkleie 9,75—10,25 etwas matter; Viktorigerbſen 22—91: Leinkuchen 18,7090; Trok⸗ kenſchnitzel 6,8 6,90; Erönu ſchrot 12,60; Speiſekartoffeln bis 1,60; gelbfleiſch..601,80; *. ßkuchen 12,10; Soyaextractions⸗ weiße 1,40—1,50; rote 1,50 allgemeine Tendenz feſter. * Berliner Roggen⸗Börſenpreis. Berlin, 2. Sept. Der durchſchnittliche Berliner Börſen⸗Roggenpreis für 1000 Kg. betrug in der Woche vom 17. 8. bis 22. 8. 1931 ab märki⸗ ſcher Station 168,5 l. 85 * Mannheimer Produktenbörſe vom 3. Sept.(Eigen⸗ bericht.) Am Produktenmarkt iſt die Lage ruhiger bei kleineren Abſchwächungen ſtill. Angeboten wurden für Brotgetreide und ſtarken Reöͤktionen der Mehlpreiſe. Futtermittel unverändert für die 100 Kilo netto, waggonfrei Mannheim: Inl. Weizen 23,75— 24; inl. Rog⸗ gen 2121,50; inl. Hafer 1920; Sommergerſte 1719,50; Futtergerſte 17—18; Biertreber 10,50—11,25; Erönußkuchen 12,25; Soyaſchrot 12,25; Trockenſchnitzel 63 Malzkeime 9 bis 10; Weizenmehl ſüd d. oͤto. 35 per Aug.⸗Nov. neue weizen 37,50 Hälfte Sept.⸗Nov.; 30 per Auguſt alte Mohlung Mahlung; d to. mit Auslands⸗ Weizenbrotmehl 29: Rog⸗ genmehl 60proz. 2090; Weizenfuttermehl 14; Weizenkleie feine 9,7510; Roggenkleie 10,75; Grünkern 4050. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 3. Sept.(Eig. Dr.) 3,55, Jan. 367% März 3,90.— Mats(in Hf 2000 Kg.) Sept. 68; Nov. 694, Jan. 70,1; Mär Anfang: Weizen(in Hfl. p. 100 Kg.) Sept. 3,45; Nov. fl. p. Laſt 3 737%. ' Viverpoobler Getreidekurſe vom 3. Sept.(Eig. Dr.) Weizen(100, lb.) Tendenz ruhig; Okt. 3,8,(3,87% Dez. 9,10%(3,106); März 4,1(4,1% Mitte: ruhig; Okt. 3,8 Dez. 3,10%; März 4,156 Mai 4,36; Mehl unv. unyv.— Mai 4,8%¼(4,3); Mehl * Magdeburger Zuckerterminbörſe vom g. Sept.(Eig. Dr.) Tendenz ruhig, eine Preisnotiz kam nicht zuſtande. N. * Freinsheimer Obſigroßmarkt vom 3. Sepk. Auf dem heutigen Obſtgroßmarkt notierten: Pfirſiche 13; Birnen 4 bis 15; Aepfel—8; Zwetſchgen 10—12,5; Tomaten 610; Trauben—14; Bohnen—12. Anfuhr 750 Zentner, Abſatz gut. * Weiſenheimer Obfigroßmarkt vom 3. Sept. notierten bei gutem Abſatz: —12; Aepfel—9: Bkrnen Heute Zwetſchgen 13—14; Pfirſiche 710; Tomaten—8; Trau⸗ ben 13—15; Anfuhr 425 Zentner. Sept. 650 61.5—— 22. 21. * Dürkheimer Obſtgroßmarkt vom 2. Sept. Auf dem heutigen Obſtgroßmarkt notierten: Birnen—13 und 38; Pfirſiche—16; Zwetſchgen 12—17; Aepfel 412; Tomaten —9; Trauben 12—15; Bohnen 15—18. Anfuhr 425 Zenk⸗ ner; Abſatz flott. 5 * Nürnberger Hopfenmarkt vom 2. Sept.(Eigenbericht. Das Geſchäft in Hopfen neuer Ernte bewegt ſich vorerſt noch in recht engen Grenzen. Vor allem zeigt der Handel im allgemeinen noch wenig Intereſſe, auf die ſtarke Zurückhaltung der Brauinduſtrie zurückzuführen iſt. An den erſten drei Tagen der laufenden Woche wurden dem Markte 150 Ballen zugefahren. Die Zufuhren ſtammten zum größten Teil aus Württemberg und aus der Holle⸗ dau. Nur einige Ballen kamen aus dem Hersbrucker Gebirge. Umgeſetzt wurden insgeſamt 80 Ballen und zwor Hallertauer von gutmittel bis prima zu 50 bis 60, dann Tettnanger von 60—65 /. Einzelne Ballen mittlere Gebirgshopfen erbrachten und ein Probeballen mitt⸗ lere Badiſche 50 J. Das Geſchäft iſt noch ziemlich un⸗ entwickelt, die Tendenz ruhig. d * Bremer Baumwolle vom 3. Sept.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Middl.(Schluß) 7,84. i * Liverpooler Baumwollkurſe vom 3. Sept.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stond. Middl. Anfang: Okt. 352; Dez. —: Jan.(32) 362; März—, Mai 379980 Juli— Tagesimport 11700; Tendenz ruhig.— Mitte: Okt. 362: Dez. 367; Jan.(92) 371; März 379; Mai 388; Juli 394; Okt. 403; Dez. 409; Jan.(33) 411; März 418; Loco 878, Tendenz ſtetig. *. * Viehmarkt Mannheim vom 3. Sept. Es wurden zu⸗ geführt und 50 Kilogramm Lebendgewicht verkauft: 165 Kälber 6) 52—56; c) 4852; 5 43—48; 7 Schafe 5) 30—34; 92 Schweine nicht notiert; 1114 Ferkel und Läu⸗ fer bis 4 Wochen—12; über vier Wochen 12—16; Läufer 17—20; Zufuhr insgeſamt 1378 Stück. Marktverlauf: Mit Kälbern mittel, geräumt, mit Ferkeln und Läufern ruhig. * Neuſtadter Viehmarkt vom 2. Sept. Zum geſtrigen Viehmarkt waren aufgetrieben: 268 Stück Großvieh, 59 Kälber. Marktverlauft befriedigend. Berliner Mefallbörse vom 3. Sepfember 1931 Kupfer Blei 1 bez. Brief Geld bez. Brief] Geld] bez.[Brief] Geld Na 64,.— 64.689,75— 28,7725 Februar]—.— 62,75 64,25 23.— 23,.— 22,50 März.. 65.75 64,78—.— 28,28 22,80 April.—.— 68,25 65,25—.— 23,50 22.75 Mai 66,75 86,—.— 23,5023, unt. 66,50 66.50 6,28—— 28,50 22.75 Au„„28.252275 uguſt 6759 87 28.— 22,— 22,75 —.— 2 ö 8 8 22,— 22.50 22,78 22,50 Nov..—.— 8875 62.50—.— 22,50 21,500— 24,25 23, Dezemb.. 68,75 68.50—.— 23.— 22, 28,50 23,50 l* Tendenz: Kupfer kaum behauptet, Blei und Zink tetig. * Berliner Metall⸗Notierungen vom 3. Sept.(Eig. Dr.] Amtlich: Elektrolytkupfer(wirebors) prompt 74,50/ für 100 Kg.; Raffinadekupfer, loc 66—67; Stan⸗ dardkupfer, loco 61,50 62,50; Standard⸗Blei per Sept. 20—22; Original⸗Hütten⸗Aluminium 98—99proz. in Blök⸗ ken; 1707 desgl. in Wolz⸗ oder Drahtbarren 174; Banka⸗ Straits⸗, Auſtralzinn(in& p. engl. To.) 123,50) Rein⸗ nickel 98—99proz. 350; Antimon⸗Regulus 49—51; Silber in Borren ca. 1000 fein per Kg. 38—40. Londoner Meſallbörse vom 3. Sepfember 1931 Metalle in E pro To. Silber Unze 6(187/40 fein ſtand.), Platin Unze Rupfer, Standard 92,59 Zinn, Skandart 117,5] Aluminium—.— Monate 38,5 8 Monate 120,1] Antimon 3 Settl. Preis 32,50 Settl. Preis 117.5] Queckſilder—.— Elektrolyt 80,50 Banka 128.2 Platin—.— deſt ſelected 33,25 Straits 119.2 Wolframerz—.— ſtrong ſheets—.— Blei, ausländ. 11.25 Nickel—.— El'wirebars 36,50 Zink gewöhnlich 11,15 Weißblech—— Tendenz: Kupfer, Zinn und Zink willig. kurszettel der Neuen Mannheimer 2 Hannheimer Eftektenbörse i 1 5 11. 8. cd te n 1.-G. f. Seilind. 20.— 25.— Aer an 80,——.— Brown, Boveri 0 5 abt———.— Daimler⸗Benz. 22,.— 20.— i % Ur did 2——— deutſche Line.. 57.— 88.80 Reichsbank „ Gold.——.— Enzinger Union—— 45.— 1055 Gold 68.——.— Gebr. e ee ee ſaparbendd. 28 85,— 72,— J. G. Farben.. 125,0 99,50 Aich dank 1240, 10% Grkr. M. Bl. 1100 1000 A epoth, B. 1180—— 18„„ Bal. 1300 1200 7 Opvoth. Bk. 1200—.— *. Su, Dise.—.— 75.— Karlsr. Räh. Haid—— * C. H. Knorr 142,0—.— dla def 000 80— Pfalz Muhlenw.———.— Oeſt. Cred.⸗Anſt.-. 1 Rhein. Hyp.⸗Br. 1200 Südd. Boden⸗C. 128.0 80.— Dt. Atlant.⸗T. Wiener Bankver..65.05 D. Gold⸗ u. S. Anſt. 114,0 90.— Mürtt. Notenbk. 117,0 107,5 Dt. Linoleum. 38,— 88,25 Allianz Mannh. Verſ.⸗G.—.——.— Konserven Braun 26.——— Transport-Aktien 1 Chemiſche Albert 37,50—— 5. Brockhues.—— Pf. Nähm. Kayfſ.——— Dt. Verlag.. 134.0—.— 2000—.— Dürrwerke.. 37,50—,— Schramm Lack... Emag Frankf. E Union Eßlinger Maſch. Ettling. Spinn. it Aktlen und Ausfandsenleihen in Prozenten El ung bel Stücke-Netlerungen in Merk je Stück 5 5 55 11. 8. Nürnberg. Verein—.——.— Cement Heidelbg. 50.— 40.— ez Söhne 71 . Ered.⸗Anſt. Ka rſtabt 83,——.— Miag, Mührb. 38.— 22,— Pfälz. Hyp.⸗Bk.. 116,0—.—Chade———[Moenus St.⸗A.———. .„ e eee Daimtter denz. 70.——.— Rpeder, Gebr. D.—— Rütgerswerke—— 25,.— Dresd. Schnellpr. 29.——.— Schnellpr. 5 21.— 5 a Widm.———.— Schuckert, Nrbg. 115,0— i Seilinduſt. Wolff———.— Südd. Zucker—.— 69.— Tricot, Beſigheim—— Der. Chem. Ind. 48,.— 40,.— Wayß& Freytag 21,.——— W. Wolß g 5 Bach Bal Zellſtoff Aſchffbg. 52,18 36,.— „ Waldhof 39,.— 41. Ufa(Freiverk.), 76.— Raſtakter Wagg. 20.——.— Industrie-Aktien N. 8. ee„120,0 115,0 1 e——— e Maſchinen—.—.. 1 1—.— Gef. f. elektr. Unt. 99,.——— 21188 5 ö 0 Zaber Matern 2 5 88.— Girmes& Co. Maximil.⸗Hütte 2235 1 Memel———.— Bahr Spiegelglas 35,— 29.— ergmann Flekt. 68,50 50.— Berlin Gubener, 170,0 145,0 Berl. Karls. Ind. 37.——.— 11. 8. 27.80 11. ahlb., Liſt E Cp.-—.— Farbenind A. J. 93,0 98,.— Laurahſttte.. 29.50—.— Siemens KHalske—— 103,0 eldmühlecßapier—.—. elten& Guill.. 49.— 48,— Lingner⸗Werke BEB 3 eee 8 7 100 5 4 f ne auc Je.. e eh Helen Jord Motoren——— Jindess Eismaſch. 1250 100,0 Stoewer Mähm.. 189,7 27.80 Ver. Ultramarin———— Allg. Elektr.⸗G. 85,— 23.— Ver. Zelſt. Berl. 1270—.— Alſen Portl.⸗Z. 80.— 50.— 5 Maſch. St.———.—Ammendorf Pap. 30,28—.— Voigt L Häffner n.—.— Anhalt. Kohlenw. 47.50 59.— Volth. Seil. u. K. 26,50—.Aſchaff Augsb. N. A—.——.— & Co. eint. 89 55 88.— Gelſenk Vergr. 88.— 35.— f Mes 5248 80 Gen bort 2850 2,— Magnus nec.. 10 Goedhardt Gebr.—.——— ittau 22,— 20 a 5 880 80.— Coldſchuadt Th. aa.. Sittau 22 20,—, P. Disch. Nice.———.— e 1 Guano-Werke 15 39,75 39˙50 Gritzner Maſch. 29,80 25,.— Gebr. Großmann Grün& Bilfinger 192,8 140 0 Mez Sühne Gruschwitz Textil 42.— 38.— Miag⸗Mühlen kurz——— Portl. Zem. Heid. 51.— 40.— 4 Vage Borns. 85— 70.— Alb. Eletie Rech. 37.— 70.—, Heſter. al. Sed. Rheinmühlenw..———.— 80 bhſekuranz 59,— 58,.— Wayß K Freytag 20.——.— Nen.. i Hach. 288 20.— Zenftoff Waldgof 59.55 42.50 Gachenk. Vero. Ilſe Bgb. St. A. frenkrurter Börse F ö 4½% Rhein. Lig. . aul hsſehe werte 4% 1 Lig. 0 80—— ½% Südbo Lig 10 3 77.75—.50 4ů⁊5„„Nlelning.“ Gunngſch, I 49,0 4— 4½ 0% Pr.. B. Lig Kali Aſchersleben Kali Salzdetfurth Kali Weſteregeln Klöckner Mannesm. Röhr. 44.— A der ohne.60—— bb.(Gold)—— Otavi⸗Minen 0 Seien, 23———— Sank-Aktien hig, 4, 8 Allg. D. Credit 84.— 68,.— 9. edeldg. 26 81——adiſche Bank Phönix Bergbau Barmer Bankver. 97,75 74.— n oh 25——— Com. u. Privatb. 100,0 72, . 798 2 5 füb geſwö. 197 5 i 5 K. St. be m. 88g 67.— Darmſt. u. Nat. 1002 78,.— Löwen München M. Don,.—— Deutſche⸗Disconto 1000 75.— Schöfferh. Bindg. . 5 Efferen Bank 58,— 80— Schwarz Storch. eden gd.... Ueberſee⸗Bank 100,0—.— Wergerr „ad K. G. 35 80.—— Dresdner Bank fazer 25 97.— 86. Südd. Zucker 104.0 90. 5 Pere in dtſch. Delf. 65,— 88.— Montan- Aktien „ wt 1 Rheinſtahl 4 Bön d 20 84,50 8 Salzw. Heilbr. Tellus Bergbau. 2 Bk u. Laurahütte 85 5 75 5 Sk ah. 2—— Bayr. Hyp. u. Wh. 1155 108,0 Ber. Stahlwerke. Industrie-Aktien 9 00,50.50 Frankf, Bank. 84, 78.— Bd. Maſch. Durl. „... 98.— 77.— 1 99 v. Bk. 120,0 1020 Brem.⸗Beſtg. Oel e e 89,50—.— Meininger bto.—— Brown Boveri J. G. Farben 9%„ Bonds 28 Feinmech. Jetter Felt. Guilleaume Frankfurter Gas Frkf. Pok.& Wit. —[Goldſchmidt Th. Gritzner M. Durl. Grün ck Bilfinger Haid& Neu Hanfwerk. Füſſen Hilpert Armatur. Hirſch Kupf. u. M. Hochtief.⸗G. 5 Holzmann, Phil. a Inag Erlangen. Junghans St, A. Kamm. Kaiſersl. Karſtadt Rudd. Klein, Sch.& Beck. Knorr, Heilbr. Konferven Braun 25 Kraus& Co. Lock. Lechwerkee Ludwigsh. Walz, Mainkraftwerke Metallg. Frankf. —.———% Goldanleihe D%% Reichsanl. 27 —.———Dtſch. Ablöſgſch. 1 84,50—.— 1617 1400% Bab. Kohl 5 5% Bad. Kohlen 6% Grkr. Mh. K. 5% Prß. Kalianl⸗ 51.— 5% Roggenwert. 125,0.— 5% Roggenrentb 5% Mexikaner 4½0% Oeſt. Schatz. 4%„ Goldrente 4%„ Kronen 4%„conv. Rente 10,10—— 4½%„ BSilb.⸗R. 97— 88.— 4%„ Pap. K. 87.— 65.— 142.0 125,0 .——— 4% Türk. Ad. Anl. 8 44%„ e %%„ 1 4%„ unif. Anl. 2— 8— 49%, Jollopl. 111 dre, e, 00 Fr.⸗ os 4½%½ Ung. Str. 13 47ů 0 14 64. 4% Ang. Goldr. 54,— 38,.— 4%„ Kronen. ahne Ablöſgrecht 4 D. Schutzgebiete 5% Landſch. Rog.— a 6 E Schleich. 72. Serliner Börse 1225 72,.— erzinsliche Werte] 4½% Anat. Ser. Fest. 27% dafs ft 270 5% Teh⸗ Nat. Rafl. Transport-Aktien Schantungbahn Ach f. Verkehrw. 43, Allg. Lok. u. Str. 90, Sübd, Eiſenbahn Deſt. St.⸗Eiſend. Baltimore Ohio. Canada Abliefer. anſa Diſchiff ordd. Lloyd o b Sülbanerika 88, Sank- Aktien Bank f. el. Werte Bank f. Brauere. Barmer Bankver Berl. Handelsgeſ. Com. u. Privtbk. Darmſt, u..⸗B. Dt. Aſiatiſche Bk. Deutſche Disconto Dtſch. Ueberſee Bk. „Dresdner Bank Meininger Hypbk. Oeſterr. Ereditbk. Reichsbank 9—.— Berliner Maſchb. 3 1 Braunk. 1. Brie 110.0 100,0 Bremer Bremer Wolle 115,0—.— Brown, Bop.& C. 56,.— 40.— Charlott. Waſſer 73.50 60,.— Chemiesaſel 8850—.— 8 em. Heyden 45, 30,.— 5 5 elſenk.. 33, Chem. Brockhues Concord. Spinn 5 Conti-Gummt. Conti Linoleum deſch Eiſen Daimler Motoren 22.— 20.— Deſſauer Gas 104.6—.— Dtſch.⸗Atlant⸗T. 70. 9 09 Eiſenbb eutſch. Eiſen 5 5 Deutſche Linol.. 52.75 88,— Dresd. Schnellpr. Dynamit Truſt a Oelf. 47,50—.— Hackethal l. ulkan n. Halleſche Maſch. 79.75. ammerſ. Spinn. 105,0—.— . Rhein. Mö 62,50 Deutsche Erdöl 35 7 80— Ilſe Bergbau 142,0 715.0 bend Aae Deutſche Kabelw. 37.— e MN. Jüdel& Go. 23„„ „ 62.— Gebr. Junghans—.— 28.— Rlebeck l 146,0 87,— Petersb. J. Habk.— 85 Fall bars len 20.25 ——— i Chemie Dortm. Actienbr. Kaliwt⸗ Aſcherst Dortm. Unipnbr. 29.——— Farſtabt Dürener Metall 7.. 1 23 5 ——— Kollmar& gourb. 27— e Schleſ glekt Gas———— Diamond „110.0 24 81 1 8. 1. Lahmener& Co. 1020—.— Segal Strumpf 1420. Leipziger Riebeck———.— Sinner A. W. 72,50 65,.— Stoehr Kammg,—— Carl Lindſtröm. 285.0—.— Stolberger Zinkh.— Lingel Schuhfabr. 41.— 30,— Stralf. Spielkart. 101,5—.— Lüdenſcheid Met. 48.——,— Südd. Immobil.—— 90. „ Zucker„ 36,.— 2000 Mannesmann. 23,— 30,—, Thörbs ver, Oele—— 25.— Gerresheim. Glas 58.—— Mansfelder Alk.—— 19.— Tleth, Leonhard. 7— 88.— Markte u. Kühlh. 68.——.— Trans⸗Radio„ 123.0 100.0 Maſch. Buckau-⸗W.—.——.— Maſchin.⸗Untern. Varziner Papier 39.— 28.— „ Veithwerke. „„ Mech. Web. Lind. 35.25 B. Glanzſt. Elbf. 88.— 89 1 ——. Schuhf. B. EW. 1 3 De e 19 e e 37 1.Stahl. v. d. Zyp. 113,2 26.— Mimoſa.....—— Ver. Ultramarin, 128,0 1130 Mix c Geneſt. 85.——— Vogel Telegraph. 28.—— Milhlheim Berg. 59,50—— Vogtländ. Maſch. 28,.— 22,75 241.6 232,0 Voigt& Haeffner—— 36, Niederlauſ. Kohle 99,.——.— „ ann. M. Egeſt. 19,.— 19.50 a———.—[Wanderer We 5 e Buderus Eiſenw. 36,15 22,— Harkort St⸗ 155„ Nord. Eiswerke. 25 s Harpener Bergb. .„60.25-. eilmann 5 Weſteregelnellkal 1150 7 54.— 40— Mic iſen 175 845 8„ E, 28.— Wicking⸗Cement 35 Heese e e, e e Oden w. Hartſtein„ Wiſſener Metall 56,50—.— Drenſt.& Koppel 84,——.— 5* 124,0 105 0 Phönix Bergbau 88,50—.— 5 5 s em. Albert 18.—.— e a. 3 dane 32.——.— .— Hirſch Kupfer — Hoeſc e Leder 78, 8 5 Jah. W. 5 42.50—.— ohenlohe-Werke—— 3 Phil. Holzmann 65,.— 45.— Neue Hutschenreuther. Rhein. Braunk. 89,— 115,0 Stavi Minen Zellſtoff Waldhof 59,68—.— Deutſch⸗Oſtafrika 50.— 40,.— Rathgeber Wagg.——. 5 0 5 8 Rhehnfeldengraf:—— 100 Leu Gafen:„ Mhein. Chamotte 33.—— Schantungg...—.— 13. Rhein. Elektrizit. 175 70,.— Rhein.⸗W. Ralk.——Freiverkehrs-Kurse 92.80 52.— Rheinſta 22 Roſttzer Zucker.—— 25,— Ruſſenbank—.55 Rückforth. Ferd.—.——.— —Rütgerswerke.. 25, Deutſche Petrol. 58,.—. 50 15.— Sachſenwerk 5 40%.— Sanideffurth...—— 135,0 Adler Kal 1—.— Sarotti. 36, Burbach Kalt. * Dyckerhoff r Wide Hugo Schneſder.———.— Hochfrequenz.65 rütgershall 127,0—— Gebr. Körting———.— Neckarſulm Fahrz—— Elektr. Lieferung. 94.——.— Kötitzer Kunſtled. 58,50 47— Schöfferhof Brau.—.——— Elktr. Licht u. K. 106 0 75.— Krauß& Eie. Lok, 51.— 132.0 Schubert& Salzer—— 90, Enzinger Union, 38,50 45,.— Kronprinz Met. 25,——— Schuckert& Co.———= Ufa⸗Füm 77.——.— Eſchw. Bergwerk 2110—.— Kyffhäuſer Hütte———.— Schultheiß.—.— 90, Wietnrshall Kalt Donnerstag, 3 September 1931 2 Beilage der Neuen Mannheime 2 22222 ³˙ A r Zeitung Siu e Milasbeitesiu MAαονuls Hargliesi l ghedita Saifall die Frau in der Politik „Ich ſcheue mich nicht, den politiſchen Einfluß der Frau zu erweitern“, erklärte Muſſolini gelegentlich. „Mancher Bangemacher fürchtet, daß der zunehmende Einfluß der Frau eine Weltkataſtrophe herbeiführen wird. Das beſtreite ich.“ Tatſächlich hat der Duce einer Frau einen bedeutſamen Einfluß in der faſchiſtiſchen Politik eingeräumt: Margherita Sarfatti. Sie iſt mit ihm durch dick und dünn gegangen, hat mit ihm und anderen Faſchiſten in Mailand ſeinerzeit gehungert, gedarbt, gekämpft und ſeinen Aufſtieg zum Diktator miterlebt.„Fa Sar⸗ fat ti“, wie ſie die Italiener allgemein nennen, wohnt auch heute noch in der Nähe der Villa Torlonia, der Reſidenz Muſſolinis, am Ende der alleeartigen Via Normentang. Sie kennt den Duce. Sie ſchrieb den „Duce“, die erſte Biographie Muſſolinis. Er weiß ſte zu würdigen. Spanien wählt eine Miß Republik Auch in der ſpaniſchen Republik werden Schön⸗ heitsköniginnen noch gewählt. Allerdings erhalten ſie keine Krone, ſondern eine Jakobinermütze und den Ehrentitel„Miß Republik“, damit alle Er⸗ innerungen an den Monarchismus vermieden wer⸗ den. Die neuerwählte Miß Republik(Mitte) bringt ein Hoch auf den ſpaniſchen Wein aus. Margherita Sarfatti iſt der unverfälſchte Typ der Venezianerin: blond, ſchmales, raſſiges Geſicht, blau- grüne Augen, ſtattliche Figur, wie ſie Tiepolo, Tizian und Veroneſe in ihren Meiſterſchöpfungen verherrlichten. Sie hat das beſtrickende Lächeln der Italienerin und ihre melodiöſe Sprache. Tempe⸗ rament, warme Menſchlichkeit und Hilfsbereitſchaft trieben ſie, die verwöhnte Tochter einer reichen vene⸗ ztaniſchen Familie, dem Sozialismus in die Arme. Heute glaubt ſie wie Muſſolini, daß nur der Faſchis⸗ mus die Menſchheit aus der Sackgaſſe ſozialer Un⸗ gerechtigkeiten herausführen kann, in die alle Kul⸗ turvölker durch den Vernichtungskampf zwiſchen Ar⸗ beit und Kapital geraten ſind, Vor allem ihr Einfühlungsvermögen und Finger⸗ ſpitzengefühl in politiſchen und ſozialen Fragen unſerer Zeit hat Muſſolini ſtets an ihr geſchätzt, ob⸗ wohl er im allgemeinen der Frau keine politiſche Führerſtellung im Leben einer Nation einräumt. „Jedes Pferd kann Intelligenz zeigen, aber nur eine Frau beſitzt Intuition. Aber dieſe Intuition macht ſie meiſtens verdächtig in der Politik und als Poli⸗ tikerin.“ Das ſind Muſſolinis eigene Worte. Wenn Ausnahmen eine Regel beſtätigen, dann iſt Marghe⸗ rita Sarfatti in der Tat eine beſonders rühmliche von ihnen. Er hält bekanntlich nicht viel vom Wahl⸗ recht der Frauen wie überhaupt nicht vom Wählen. Für ihn hängt der Lauf der Geſchichte unſeres Jahr⸗ hunderts nicht davon ab, wie Frauen und Männer wählen, ſondern davon, was ſie an großen Leiſtun⸗ gen zuſtande bringen. Und wenn Muſſolini gelegent⸗ lich ſeine langjährige Mitarbeiterin Sarfatti als „Frau mit ausgeprägtem politiſchen Sinn“ bezeich⸗ net hat, ſo zählt dieſes Lob zweifellos doppelt. Und eine Erweiterung des politiſchen Einfluſſes der Frau ſoll in der kleinſten Zelle des Staates, der Familie, angeſtrebt werden: verſtändnisvolle Kameradin des Mannes und zuchtvolle, verantwortungsbewußte Mutter ſoll die Faſchiſtin ſein, dann wird ſie auch eine gute Staatsbürgerin ſein. Jegliche Art unge⸗ ſunder Frauenemanzipation lehnt der Faſchismus ſtrikt ab. Margherita Sarfatti war einſt Sozialiſtin, die im marxiſtiſchen Fahrwaſſer ſchwamm, und Frauenrechtlerin— ſie iſt heute eine glühende Patriotin und glückliche Mutter. Bewundernswert ſicher ſteht dieſe Frau und Mutter noch heute im Brennpunkt des politiſchen Lebens ihres Heimatlandes. Unaufhörlich ſchrillt der Fernſprecher in ihrem Arbeitszimmer. Politiker, Journaliſten, Künſtler, Sozialbeamte gehen bei ihr ein und aus, wollen Rat und Hilfe. Hinter den Ku⸗ liſſen faſchiſtiſcher Politik arbeiten— nur für den Eingeweihten ſichtbar— ihre ſchlanken, feingliedri⸗ gen weißen Hände nicht ſelten mit ungeahntem Er⸗ Von Dr. Erich Kortner folg. Eine in ſich geſchloſſene Frauenperſönlichkeit entwirrt in klarer Zielſtrebigkeit manche verwickel⸗ ten Fäden eines überſteigerten männlichen Intel⸗ lekts. Ihre Ratſchläge und Maßnahmen überraſchen durch Takt und praktiſchen„Mutterwitz“. Gern erzählt Signora Sarfatti Erlebniſſe aus den bitteren Kindheitsjahren des Faſchismus. Wie ſie in Mailand als Frau eines marxiſtiſchen Advokaten Kunſtkritiken ſchreibt, um ihre Kinder vor dem Ver⸗ hungern zu bewahren. Wie ſie dort unter den Re⸗ dakteuren des„Avanti“ einen jungen Brauſekopf mit hochfliegenden Plänen kennen lernt: Benito Muſſolini.„Ich ſchrieb Artikel für ſeine Zeitung und kam ſo in engere perſönliche Berührung mit einem Manne, von dem ich ſchon damals feſt über⸗ zeugt war, er würde es noch weit im Leben brin⸗ gen“, bekennt ſie heute. Wer ſeine flammenden Arti⸗ kel las, ihn reden hörte und ſeine unerhörte Ar⸗ beitskraft kannte, mußte wiſſen, hier bahnte ſich ein großer, genialer Menſch im Schweiße ſeines Ange⸗ ſichts den ihm vom Schickſal vorgezeichneten Weg. Als der Weltkrieg ausbrach und Muſſolini als Sol⸗ dat an die Front ging, da war es Margherita Sar⸗ fatti, die das faſchiſtiſche Geiſteswerk Muſſolinis ge⸗ treulich verwaltete. Nedies Aaleitefelcd Frau H. Boehmer, Leiterin der hauswirt⸗ ſchoftlichen Beratungsſtelle Hei baude, Berlin, äußerte ſich auf eine Umfrage über neue Berufs⸗ möglichkeiten folgendermaßen: Es gibt einen Küchendienſt, bei dem die Arbeiten in Küche und Haushalt in einzelne Gebiete zerlegt ſind, die von Spezialiſten erledigt werden, und zwar in beſter Weiſe und denkbar kurzer Zeit, aber leider nicht bei uns, ſondern... in dem glücklicheren Amerika. Wir ſind ein zu armes Land, das ſich einen Dienſt durch beſonders geſchulte Kräfte nicht leiſten kann. In großen Haushaltungen werden ſämtliche Arbei⸗ ten durch eigenes Perſonal erledigt. Bei den klei⸗ neren Haushaltungen kommt es beſonders in Frage, wenn die Hausfrau krank iſt. Aber da gibt es noch andere Hilfen, die mehr der finanziellen Leiſtungsfähigkeit angepaßt ſind. Zwar haben auch wir hier verſucht, dieſen„Dienſt“ einzurichten, er iſt aber immer an den Koſten geſcheitert. Wollte ſich 3. B. eine Firma niederlaſſen, die halbfertige Spei⸗ ſen vorrätig hält, für Berufstätige, ſo müßte ſte ein teures Lokal in verkehrsreicher Gegend unter⸗ halten oder einen Autopark, um ſofort auf telepho⸗ niſchen Anruf lieferfähig zu ſein. Wir haben dafür eine andere Hilfe für den Haushalt ausgebildet: die Beratung. Sobald eine Frau ſich einen Haushaltungsgegenſtand kaufen will, beraten wir ſie für den richtigen Einkauf. Kommt ſie mit ihrem bereits gekauften Apparat nicht zurecht, wird ſie von einer unſerer ausgebilde⸗ ten Damen in der Handhabung desſelben unter⸗ wieſen. Wenn es erforderlich iſt, ſchicken wir eine ſachkundige Haushaltsberaterin in die Wohnung der Dame. Daneben gibt es bei uns noch eine Menge Be⸗ rufe, die ſich aus dem Beruf der gelegentlichen Hilfe für die Hausfrau entwickelt haben oder erſt entwickeln. Da iſt zunächſt die Umzugs berate⸗ rin. Gegen ein geringes Honorar ſorgt ſie für ein ſachgemäßes Verpacken der Möbel und Haushal⸗ tungsgegenſtände. Nach erfolgter Ueberſiedlung in die neue Wohnung übernimmt ſie das Aufſtellen und das Dekorieren der Wohnung, wobei es darauf Am„Popolo'Italia“, der erſten Zeitung des Faſchismus, wirkte ſie eifrig mit. Im Jahre 1919 gründete ſie mit Muſſolini zuſammen eine neue po⸗ litiſche Zeitſchrift, die„Gerarchia“, die ſie noch heute redigiert. Und wie waren ihnen die italieniſchen Kommuniſten auf den Ferſen!„Schlagt die Faſchi⸗ ſten, wo Ihr ſie trefft.“ Dieſe Mordhetze der Intifa forderte ſchon damals ihre Opfer. Die Faſchiſten aber behaupteten ſich. Sie wuchſen am Widerſtand und mit ihren Zielen.„Unſere politiſchen Ideale ermutigten uns immer wieder zur Aufnahme eines ungleichen Kampfes, in dem uns lange Zeit die nötigſten Mittel und Mitarbeiter fehlten, aber wir ſchafften es doch noch“, erzählt„la Sarfatti“ jetzt voller Stolz.„Es waren bange, ſchickſalsſchwere Nächte, als wir mit dem Faſchiſtenmarſch auf Rom alles auf eine Karte geſetzt hatten und in der Re⸗ daktion des„Popolo'Jtalia“ geſpannt auf das Er⸗ gebnis warteten.“ Muſſolini aber hat ſeine treuen Mitkämpfer in den Tagen größter Not und Be⸗ drängnis nicht vergeſſen, Und Margherita Sarfatti insbeſondere gilt ſein Dank. Sie hat ihm zur Zeit ſeines Aufſtiegs manche kleinen zeit⸗ raubenden Hinderniſſe ſelbſtlos aus dem Wege ge⸗ räumt. ta. die Sach. ankommt, mit den vorhandenen Mitteln, evtl. unter geringem Zukauf des Fehlenden, die neue Wohnung zweckmäßig, zeitgemäß und vor allem wohnlich und geſchmackvoll einzurichten. Zu dieſer Tä⸗ tigkeit gehört ein praktiſcher Blick, etwas handwerk⸗ liche Fähigkeiten, Energie und künſtleriſche Veran⸗ lagung. Es iſt ein Beruf, der jedenfalls, wenn er erſt bekannter wird, noch Arbeit für manche intelli⸗ gente und tatkräftige Frau bietet. Ein anderer Beruf, der erſt noch entſtehen wird, iſt die Diät⸗Beraterin. Eine ſolche Beraterin muß nicht nur gut und billig kochen können, ſondern auch mediziniſche Erfahrungen beſitzen, um genau über die Diät für die verſchiedenſten Krankheiten Beſcheid zu wiſſen. Eine ſolche Dame hat die Haus⸗ frau zu unterweiſen, wie ſie das Eſſen für die kranken Familienmitglieder bereiten muß. Gerade die ſteigende Erkenntnis von der Wichtigkeit der Ernährungslehre wird den Vertreterinnen dieſes Berufes weites Arbeitsfeld eröffnen. Schließlich gehört in dieſe Reihe der kommenden Hausdienſt⸗Berufe die Einkaufsberaterin, die allerdings mehr in den mittleren und größeren Städten in Frage kommt. Sie hat hier den Orts⸗ unkundigen, beſonders den auswärtigen Beſucheen und denen vom Lande bei ihren Einkäufen an die Hand zu gehen. Dazu gehört neben ausgezeichneter Kenntnis aller Geſchäfte auch die Fähigkeit des Umganges mit Menſchen. So bilden ſich dauernd aus dem Haushalts⸗Dienſt, dem Küchenſervice, der Amerikaner, neue Berufe. Als Einzelberufe ernähren ſie heute ſchon ihren Mann oder beſſer geſagt ihre Frau, denn es werden in der Hauptſache ja Frauen ſein, die ſolche Berufe ausfüllen. Als organiſierte Unternehmen werden ſie ſich bei uns in Deutſchland nicht durchſetzen können, wenigſtens vorläufig noch nicht. Wir ſind zu arm, höchſtens daß das eine oder andere Teilgebiet der Haushaltsarbeit durch eine Organiſation bereits er⸗ ledigt wird, wie das Fenſterputzen, Aber trotzdem iſt es um ſo erfreulicher, daß ſich für Arbeitswillige neue Arbeitspläne finden, die ſich auch in der heu⸗ tigen Zeit der allgemeinen Wirtſchaftskriſe noch rentieren. Der Klub der Lebensretterinnen Die Lebensretterinnen begeben ſich mit dem Rettungsgerät an den Strand In Sydney(Auſtralien) gibt es einen Klub der Lebensretterinnen, der aus den beſten Schwimmerinnen der Stadt beſteht, und als freiwilliger Rettungsdienſt am Strand vor der Stadt in allen vorkommenden Fällen die erſte Hilfe bringt. Unſer Bild zeigt die Lebensretterinnen bei einer Uebung. Moclegeꝛdclile Ueber die Herbſtkollektionen wird piel ge⸗ munkelt und geflüſtert. Anſcheinend wird es viel Neues geben. Die reizvolle Mode der Chaſſeurs 10 Poſtillonhüte dürfte die Wandlung der ſtrengen Linien bringen. Die frechen, ſchmeichelnden Feder hütchen verlangen naturgemäß andere Kleider gls die geraden Canotiers. Die Röcke für die Straße werden ſicher etwas länger werden, und ganz Mutige er⸗ klären, die Zeit der Turnüre ſei angebrochen. Die Mode diktiert und wir folgen. Das ſteht man ſchon an den unzähligen ſchiefen Chaſſeurs, die Unſere Straßen beglücken. Wir ſagen„ja“, wir finden ez ſchön, wir machen mit. Auf Umwegen und mit Mie wegen der Geldknappheit— aber doch. Jetzt, bei den uns auferzwungenen Sparſamkeit, iſt es beſonderz wichtig, über eventuelle Modegeſetze orientiert zu ſein, weil jeder Schritt auf modiſchem Neuland klug durchdacht ſein muß, ſoll er uns zu einer handlichen und zweckmäßigen Garderobe führen, und nicht zu ſchnell vorübergehenden Kapricen. Wir müſſen uns mit unſeren A us gaben einrichten und wollen früh genug wiſſen, ob wir das rote Abendkleid färben laſſen ſollen, um es g Schwarz mit neuem Stoff zu einem ſchicken Nac mittagsanzug zu verarbeiten, ob das glatte Wollkleh Jallſchirmpilotin und Hochſtaplerin Baronin Alice von Krahnefeld⸗Schönberger, die Tochter der wegen ihrer Betrügereien berüch⸗ tigten Baronin Roſi Schönberger, iſt jetzt in Athen aufgetaucht, wo ſie umfangreiche Kreditſchwindeleien beging. Die 35jährige Hochſtaplerin führte ſich hei der Athener Geſellſchaft als Kunſtfliegerin ein und führte einige Fallſchirmabſprünge aus, die von der Preſſe ſehr gefeiert wurden, mit den Revers vom Frühling zu verlängern iſt, oh das Marengokoſtüm weiter in Mode ſein wird, ode ob man es anſtatt es aufzubügeln und friſch zu. füttern, bis zum März hängen läßt, ob der klein Fuchs noch zum Trotteur getragen wird, oder oh man ihn als Kragen auf den alten Mantel ſetzt. Wit denken darüber nach, ob wir uns auf die neue Mobe⸗ farbe einlaſſen ſollen, oder ob es praktiſcher und trotz dem ſchick iſt, wenn wir uns endgültig auf einen eill⸗ zigen Ton einſtellten— zum Beiſpiel auf Schwarz mit Weiß oder bunten Touchs, oder auf Dunkel braun, weil es zu jeder Tageszeit und allen Gelegen heiten elegant und wirkungsvoll iſt— oder auf Platingrau, weil alles dazu paßt? Das käme mancher Beziehung billiger. Wir müſſen vieles geſchickt ändern un mit dem Farbtopf neu erſcheinen laſſen und khan nicht mehr zu jedem Enſemble die erſehnten aſſorlien, ten Kleinigkeiten erſchwingen— da iſt es wohl daß Gegebene, von Anfang an einen führenden Grundton zu wählen und auf dieſe Weiſe Schirme, Mäntel, Taſchen und Chiffontuch, Schuhe und Hüte zu allen durcheinander zu tragen. Wir müſſen für jeden vor⸗ kommenden Fall nur einen Anzug haben, zu dem die Komplettierungen für die übrigen Kleider, haben wir alles in einem Ton, auch paſſen. Die Angelegel⸗ heit iſt dann wirklich nicht ſo ſchlimm— die Verell⸗ fachung des Verfahrens läßt ſich aber nur erreichen, wenn der geſamte Staat auf eine oder, bei beſſeren Verhältniſſen— zwei Farben abgeſtimmt iſt. 5 Gute Qualitäten ſind bei Neuanſchaffungen in Gebrauch nur vorteilhaft. Ein erſtklaſſiges Kiel macht mehr Eindruck als vier billige„Fetzen An iſt es dankbar, den Stoff ſehr reichlich einzukaufen damit für Aenderungen in der nächſten e nügend Material vorhanden iſt. Charlotte Ii * Jutuition bei Mann und Fran. Als wichtigßer Unterſchied in der Pſychologie der wee immer behauptet worden, daß der Mann an de giſcher Denkkraft die Frau 1 Frau dagegen den Mann durch größe e en ſtinktſicherheit und gefühlsmäßiges Aue (Intuition) überlegen ſei. Um dieſe Aue ihre Richtigkeit hin zu prüfen, hat der 1 Pſychologe C. M. Valentine methodiſche l. er ſuchungen angeſtellt. Nach dem„Kosmos 1 15 15 Schulkinder, deren Charaktere durch lange Beo 110 tung genau bekannt waren, von münnkeche weiblichen Studenten der Pſychologie begehe Dieſe Prüfungen hatten das überraſchende 1 1 daß die rein gefühlsmäßig gefällten Urtei fender weiblichen Studenten durchaus nicht e 5 waren als die der männlichen Studenten; 1 5 905 zeigte ſich ſogar, daß die intuitiven e ee männlichen Studenten noch häufiger das trafen als die der weiblichen. Verantwortlich: Dr. Stefan Kayſer Die wegen d Sie hab' haben be erheblich in ganz etſten H ſark au Die Neck ein Elfn Alriper! kommen, Ausgleic ſagt, ſins Der Er brach Dieſer S die Man Mann ſp dem erw zwar au gerügt d it durch verluſt. den 8. Pl Die S lich wied der alte das kom! zwei auft tate erzie unteren keiſten. Wenn gegen 19 Käfertale heim he nicht übe von, daß ſuitb Mü acaber noch — Rohren, zu neuer . 6860, 8 1 rice — rd viel ge⸗ d es vie ſſeurs und ſtrengen en Feder⸗ der als hie e werden tutige er⸗ en. ſieht man die unſen finden ez mit Mühe, tzt, bei der beſonderz 'entiert z Hand klug handlichen d nicht zu — 8gaben n, ob wit um es in ken Nach. Wollkleih re lerin rn iſt, ob bird, oder friſch zu N — Donnerstag, 3. September 1931 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 406 Die Spiele des vergangenen Sonntags: Altrip— Neckarhauſen:2 Weinheim— Feudenheim:1 Friedrichsfeld— Heddesheim:4 Neckarſtadt— Phönix 413 1913— Käfertal:2 TV. 1846— Sp. Vag. 07:8 Edingen frei Die Altriper haben ihr Spiel gegen Neckarhauſen pegen ber Platzſperre in Neckarhauſen austragen müſſen. 4 Die Altriper en bereits nach 20 Minuten 310 geführt und ließen dann haben erwartungsgemäß:2 gewonnen. gaben in ganz großer Fahrt. Ausgleich zu. 8 8 bal, ind die Neckarhauſer doch nicht. Der Kampf in Weinheim war wie erwartet ſchön. Feudenheimer. Fieſer Steg iſt umſomehr verdient, wenn man bedenkt, daß ile Mannſchaft einen großen Teil des Spieles nur mit 10 Nann ſpielen konnte. In Friedrichsfeld kam es zu 5 Der Sieg Immerhin genügt dies zu den zwei wichtigen Punkten. Friedrichsfeld t durch dieſen Sieg noch der einzige Verein ohne Punkt⸗ hekluſt. Heddesheim aber iſt in der Tabelle vom 6. auf Er brachte den verdienten Sieg der en erwarteten Sieg der Platzherren. zwar auch durch einen Elfmeter ſichergeſtellt. den ö, Platz zurückgefallen. Die Senſation des vergangenen Sonntags mußte natür⸗ lich wieder der alte Mannheimer Phönix bringen. zer alte Veteran gegen den Neuling Punkte laſſen würde, Neckarſtadt hat nun in zwei aufeinander folgenden Spielen Siege und gute Reſul⸗ b Vereine der der Favorit nicht mehr zas kommt beſtimmt unerwartet. Weiteren Punktverluſt ſich ate erzielt. gegen unteren Tabellenhälfte kaun keiſten. Wenn auch erwartet, gegen 1918 ganz hervorragend gehalten. Käfertaler iſt z. Zt. ſehr gut. heim hat es auch gegen einen etwas nicht über ein Unentſchieden gebracht. aheblich nach. Der Sturm der Pfälzer war in dieſer Zeit 15 Die Mannſchaft hat ſich in der aten Hälfte, in der ſie ihren Sieg ſichergeſtellt hatte zu lark ausgegeben und fiel nach Halbzeit merklich zurück. Die Neckarhauſer Mannſchaft kam dann ſtark auf und nur ein Elfmeter für Altrip, beim Stande von:2, ſicherte den Altripern den Sieg endgültig. Wäre dieſer Elfer nicht ge⸗ bömmen, dann trauen wir dem Elan der Neckarhauſer den Ganz ſo ſchlecht wie der Tabellenſtand es ſo haben ſich die Käfertaler Die Poſition der Die Sp. Vgg. 07 Mau n⸗ leichteren Gegner Das zeugt doch da⸗ bon, daß die Mannſchaft nicht allzuviel zu beſtellen hat. Sie Die unterbadiſche Kreisliga Friedrichsfeld allein noch ungeſchlagen das Spiel ſchlagen. Phönix wurde ſtadt dazu, trauen! Daß In Feudenheim wird Leute vom Ueberrhein ſein, die Tur ſie noch nicht vergeſſen haben, Friedrichsfeld Neckarhauſen feiern können. wird dieſes Jahr zum erſten Mal ſein Debut geben. Altrip. Die Edinger Mannf in keiner Phaſe des Spieles 9 Phönix— Weinheim 07— 1913 Heddesheim Feudenheim— 1846 Friedrichsfeld— Neckarhauſen Altrip— Käfertal ſpielfrei. Das einzige Spiel von ganz beſonderer Bedeutung iſt Mannheimer An die Weinheimer gerne zurück. Weinheimer dem Mannheimer P Sie waren einen Strich machten. Wenn der Mannheimer Phönix nicht einen ſeiner beſten Tage hat, dann wird am Sonntag ſein endgültig beſiegelt werden. ſchlechten Abſchneiden Sieg zuzutrauen. wird auch eine Vorentſcheidung fallen. eine des Tabellenendes. läßt, der wird wohl ſchluß an die Mittel den endgültig drei letzten bleiben. Chancen auf den Sieg haben. ſchmückt mit neuen Lorbeeren auf das Heddesheim und will unter Beweis ſtellen, daß er mit Recht Phönix geſchlagen hat. heim allen Anlaß geben, den Neulin Man neigt trotz Edingen auf dem Im vergangenen diejenigen, durch ſein Wir ne Auf dem Wer als ſchwer zu ſchaff De Das Das daß wird auch Wir glauben Die Ergebniſſe: 100 Meter: 1. Jonath 10.6 Sek.; Sek.; 3. Noeller⸗Köln 49.6 S ſulcd Mühe haben, ſich in der Kreiliga zu halten. Ob das aber noch gelingt, das iſt fraglich. Der Tabelleuſtand: Vereine Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte Hamburg erlitt tt fand 5 1 113 989 5„ ſendenheiNMam— 5 5 a Aanhe m 4 3— 1 115 62 breite geſchlagen. ! 3— 1 10˙5 62 Altrip 8 2— 1 9˙7 4ů2 8 Ihönix Mannheim 2—.— 2 5 5 25 Min. e ee England 184.4 Min.; %%%- iti e, Neckarhauſen 4 1— 3 8¹¹0 26 „ Nann heim 4— 1 3 715 117 Mal); 119 Mannheim 4— 1 3 e Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Elisabeth Seib Wwe. geb. Schwelckeri Mannheim(Gheindammstraße 42), den 2. September 1931. 3 ist heute, wenige Tage vor Vollendung ihres 91. Lebensjahres nach Die trauernden Angehörigen: Familie Georg Iäflner Die Beerdigung findet am Samstag, den 8. September, nachmittags 728 Uhr von der Friedhofkapelle àus statt. Am kommenden Sonntag ſpielen: —Neckarſtadt denken die Phönixleute nur un⸗ Jahre hönix ein Schnippchen ge⸗ Phönixplatz. ſchon haben die furt 15.3 Sek.; 2. Pollmann⸗Düſſeldorf 15.3 Sek. Bruſtbr. zurück; Wegener⸗Berlin 15.4 Sek. 4 mal 100 Meter: 1. Deutſche Staffel(Nöller, Kremer, Borchmeyer, Jonath) 41.9 Sek.; 2. Komb. Staffel Duisburg/ Düſſeldorf 42.2 Sek.; 3. England 42.7 Sek.— Deutſche Staffel:(1500, 800, 400, 200, 100 Meter): 1. Duisburg 99:51.2 Min.; 2. DSc Düſſeldorf:55.2 Min.; 3. Düſſeldorf 99:57.1 Min. Kugelſtoßen: 1. Hirſchfeld 15.49 Mtr.; 2. Schneider⸗Rüſſels⸗ heim 14.15 Meter.— Diskuswerfen: 1. Hirſchfeld 45.19 Me⸗ ter; 2. Hoffmeiſter 44.20 Meter. Speerwerfen: 1. Hoff⸗ meiſter 57.18 Meter; 2. Haußels⸗Solingen 52.17 Meter. Vier⸗Klubkampf auf dem...⸗Platz um den Wanderpreis des.. R. Mannheim Vor„Rund um Mannheim“ gehen Mannheims Leicht⸗ athleten am kommenden ag(5. September) auf dem BfR⸗Platz noch einmal die Aſchenbahn. In einem Vier⸗Klubkampf tr i ſich die Beſten der Vereine MTG, Bfe Neckarau, Phönix⸗Mannheim und B Mann⸗ heim. Die Oberleitung haben Gruppenſportwart Niſt und Kreisſportwart Kehl übernommen. Der erſtmalige Start von Neumann(MTG) Hürfte beſonders inter⸗ eſſieren. Auch die Mitwirkung des ſüddeutſchen Meiſters Abel(Bf Neckargu) gibt der Veranſtaltung beſondere Bedeutung. Daneben ſehen wir u. a. Heß(VfR), Bro d (Meg), die Gebrüder Abel(Bf Neckarau] und Phönix weilen in ſehr anmutigem Dreivierteltakt, ans Ohr ſchlagen. Die Darſtellung verſucht ebenfalls dem Wieneriſchen Rechnung zu tragen; ſo hat man die Wienerin Liane Haid mit der Hauptrolle betraut, der ſie durch ihre feine, diskrete Art ſehr anſprechend gerecht wird. Nur dürfte ſie ihre Gewänder etwas mehr in Einklang mit dem ſympathiſchen Weſen ihres Spiels bringen. Ihre Partner ſind Jvan Petrovpich, deſſen vorzügliche Er⸗ ſcheinung auch hier wieder zur darſtelleriſchen Bereiche⸗ rung des Films beiträgt, und Georg Alexander, der ſeine charmanten Schwerenöter hier um eine neue Partie vermehrt. Das Publikum begleitet ſeine Auf⸗ tritte mit wachſendem Entzücken. Otto Wallburgs drollige Art und Ludwig Stöſſels Charakterkomik tragen ebenfalls viel zur Laune des Ganzen bei, das techniſch außerordentlich fleißig gearbeitet iſt, in der Ausſtattung an nichts ſpart und im Tempo wie in den Einzelheiten den Erfolg rechtfertigt, der durch die Stim⸗ mung im Publikum hinreichend charakteriſiert iſt. Was hören wir? Freitag, 4. September 1931: 8 der Phönixler dazu, Neuoſt heimer gruppe zu bekommen. des letztſonntäglichen Erfolges von Neckar⸗ den erfahreneren Heddesheimern den Sieg zuzu⸗ es eine leichte Sache für die einen leichten Sieg über chaft iſt ihrem Gegner wohl ewachſen. Abend⸗Sportfeſt in Düſſeloorf Der Sc 99 Düſſeldorf führte am Mittwoch abend ein von 5000 Zuſchauern beſuchtes durch, bei dem auch ein Teil internationales Sportfeſt der engliſchen Nationalmann⸗ ſchaft an den Start ging. Die Engländer kamen auf ihren Spezialſtrecken, über 800, 1500 und 3000 Meter, zu Erfol⸗ gen, in den übrigen Wettbewerben Ueber 100 Meter konnte Jonath(Bochum) an Körnig(Sc) Revanche für die Niederlage nehmen, die er vor kurzem in Körnig führte bei 70 Meter noch um einen Meter, wurde dann aber im Endſpurt um Hand⸗ ek.— 800 Meter: 1. Hampſon⸗ 2. Lefebre⸗Düſſeldorf 1156.4 Min.; 3. Scrimſhey⸗England:58.8 Min. 2. Altenhove⸗Eſſen:15.6 Min.— 3000 Meter⸗Vorgabe: 1. Burns⸗England:46.4 Min. 2. Kollmann⸗Düſſeldorf 8146.4 Min.(140 Meter Vor⸗ gabe).— 110 Meter Hürden: 1. Welſcher⸗Eintracht Frank⸗ 4 dem Mannheimer Meiſterſchaftstraum die en Schickſal wohl igen trotz des bisherigen dieſem einen Platze Es treffen ſich Ver⸗ Beſiegter den Platz ver⸗ en haben, nochmals An⸗ Er wird unter 07 dürfte etwas mehr r Liganeuling geht ge⸗ heiße Gelände nach wird aber auch Heddes⸗ g nicht leicht zu nehmen. ner zu bezwingen, wenn im vorigen Jahr. Der Altriper Sturm auf heimiſchem Boden Mannheims ſtärkſte Kämpfer. Film⸗Nundſchau Alhambra:„Opernreboute“ Dieſes hübſche Filmluſtſpiel hätte faſt zur reizenden Komödie werden können, wenn die Herſteller gegenüber 13.05 dem Publikumsgeſchmack etwas rückſichtsloſer geweſen Bayer uſw.). Weber uſw.). .00: Frankfurt: Schallplatten. .05: Langenberg: Morgenkonzert(Haydn, Brohms, 10.00: Südfunk: Schallplatten. 12.05: Frankfurt: Konzert(Schubert, Weber, uſw.)], anſchl. „Die Favoritin“ von Donizetti. : München: Muſik zur Entſpannung. 5: Südfunk: Alte Tanzmuſik. : Langenberg: Mittagskonzert(Sonntag, Waldteufel, wären. Aber die Stürme der Heiterkeit, die gewiſſe 13.30: München: Inſtrumental⸗Soli. Augenblicke in dieſem Film hervorrufen, beweiſen, worauf 13.45: Südfunk:„Don Juan“, von R. Strauß. es vor allem ankam. Dieſe Abſicht iſt vollkommen er⸗ 14.30: Südfunk: Engliſch für Anfänger. reicht: das Publikum zeigt ſich ſo vergnügt wie ſchon lange 120 Segge d 5 5 ri 3 iſt in dieſ f f i Film⸗.50: Langen: Kinderſtunde. 1010 Und das iſt in dieſen Zeiten kein geringer Film 16.20: München: Konzertſtunde(Debuſſy, Rameau wf) . 16.30: Heilsberg: Unterhaltungskonzert. 17.00: Frankfurt, Südfunk: Aus Wiesboden: Konzert, anſchl. Tanzmuſik. 5 17.00: München: Unterhaltungskonzert(Grieg, Roſſini, Waldteufel uſw.). 5: Heilsberg: Tanzabend. 19.30: München: Sinfoniekonzert. 19.35: Wien: Neuzeitliche Muſik. : Königswuſterhauſen: Ernſte Balladen. 5: Langenberg: Die Welt im Buch. : München: Vortrag„Rund um den Bodenſee“, : Sütdfunk, Frankfurt: Diskontpolitiſche Frogen. r 19.45: Südfunk, Frankfurt: Peter Bach ſingt zur Laute. an ein Schüenfeſt in 20.00: Langenberg: Abendkonzert(Auber, nn Puc⸗ wurden ſie geſchlagen. 2. Hanlon⸗England 49.4 — 1500 Meter: 1. Har⸗ (vom dort erſcheinenden Herrin— läßt vertraute Klänge, zu⸗ eini uſw.). Wien: Tiroler Jodler. : München: tungsſtunde. brochene Krug“. Liane Haid und Georg Alexander überträger“. Die Wiener Opernredoute, der tanzfeſtliche Höhepunkt des Altwiener Geſellſchaftslebens, bildet die Hauptepiſode des Films. Die Zuxrichtung dieſer Szenen hat wirklich: Straßburg: Opernmuſtk. : Frankfurt: Caruſo⸗Konzert. : Südfunk: Schwäbiſcher Schwonk⸗Abend. 5: Südfunk, Frankfurt: Konzert : Südfunk, Frankfurt: Tanzmuſik. Aus Mannheim : Aerztevortrag„Tiere als Paraſiten und Kraukheits⸗ : Wien: Mendelsſohn⸗Bartholdy⸗Stunde. Die neueſten Schlager und Unterhal⸗ : Hamburg, Königswuſterhauſen: Luſtſpiel„Der zer⸗ Aus dem Ausland : Beromünſter: Frouenſtunde. unſchl. Konzert. etwas von der Wiener Eleganz, wie man ſie ſich ins 17.30: Rom: Orcheſterkonzert. Heutige überſetzt vorſtellen muß.(Selbſt wenn dieſes 18.00: Straßburg: Operetteumuſik. Wieneriſche„Heut“ in Wirklichkeit ganz anders ausſieht.) 18.45: Budapeſt: Zigeunermuſtk. Auch die Geſtalten des Films ſind z. T. nach Wiener 29 905 Savenzrge Bean rem alkanzert⸗ Luſtſpielart ſtiliſtert und das anklingende Fledermaus⸗ 30h: Daventry: Jeethovenabend. 1. 5 a 20.00: Stockholm: Finniſche Klavierlyrik. Motiv von der Zofe, die auf den Ball geht— diesmal 20.10; Sottens: Oper„Margarethe“ allerdings mit Wiſſen der, ebenfalls ganz im geheimen 21.00: Mailand: Wemtſchtes Konzert. 5 Daventry: ſik. vom 2. September 1931: Mannheimer Miniſter a. D. Joſef Fuld Geſellſchaft deſſen Witwe Magdalene Mannheim übergegangen, ſamt Firma, jedoch ohne ging von Kaufmann Friedrich Müßig in Mann⸗ heim auf deſſen Ehefrau J Dem Friedrich Müßig in Mannheim iſt Prokura erteilt. Kurt Gütle, Mannheim. Inhaber iſt Kurt Gütle, Kaufmann, Mannheim. Bad. Amtsgericht F. in Mannheim über. Amtliche DD Handelsregiſtereinträge Aktiendruckerei, Heinrich Lintz iſt nicht m f Dr. h. c. Adam Remmele in Mannheim iſt zum Vorſtand beſtellt. tung, Mannheim. Fritz Hirſch iſt nicht mehr Ge⸗ ſchäftsführer. A. Strauß, Mannheim. Firma iſt von Kaufmann Ernſt Dreher auf herigen Firma weiterführt. Fr. Müßig& Co., Mannheim. Das Geſchäft Billige Lebensmittel Tilsiter ohue Rinde.. Plundblock O. 68 1 Kokosfett u Tah.. 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