eich i. afen 2 n je d 10000 Ung hen dan Hentagz 1“ alle e PfdgeN de in def waere. ds 8 Uhr ö garten; Is 8 Uhr au: 1 D . — — 5— Proviſene ſchäſtsſtelle cha an M 4 A 4 n unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— am kelmet G eneral 11 el Eb zuzüglich Zuſtellgebühr.— Abholſtellen: Waldhofſtraße 6, Bezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, —. Kronprinzenſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/0, Meerfeldſtraße 18, Ne Friedrichſtraße 4, Se Luiſenſtraße 1. Fe Hauptſtraße 68, W Oppauer Straße 8, Erſcheinungsweiſe wöchentlich 12 mal. Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: K 1,—6.— Feruſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 7 0 Pf. Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM.—.40 die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif.— Für das Erſcheinen von Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephoniſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim Abend⸗ Ausgabe Deutſche Demarche in Paris Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin 9. Sept. Die franzöſiſche Regierung hat am 27. Auguſt zwei Einfuhrverbote erlaſſen, die gerade auch für Deutſchland von weſentlicher Bedeutung ſind: nämlich für Holz und Wein. Die Menge des Weins, den Deutſchland nach Frank⸗ reich exportiert, iſt nicht ſehr groß. Umſo beträcht⸗ licher aber iſt die deutſche Holzausfuhr nach Frank⸗ teich. Durch die Verbote werden vor allen Dingen die badiſchen Holzexporteure auf das Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 9. Sept. Das Siedlungsprogramm der Regierung, das am Montag zum erſten Mal im Kabinett beſprochen wurde, wird in der Oeffentlichkeit allgemein freund⸗ lich aufgenommen. Nur die kommuniſtiſcche Mittwoch, 9. September 1931 Franzöſiſches Einfuhrverbot für Holz und Verletzung des deutſch-franzöſiſchen Handelsvertrags und ſchwere Schädigung der deutſchen Wirtſchaft, beſonders des badiſchen Holzerports Das Siedlungsprojekt des Kabinelts Reichsarbeitsminiſter Stegerwald warnt vor gefühlsmäßiger Schwarzſeherei 142. Jahrgang— Nr. 416 Bein Arbeitsloſenkundgebungen in London Telegraphiſche Meldung London, 9. Sept. hier um Gebiete von 40, 60 und mehr Morgen han⸗ deln wird.“ Wie aus den bisherigen Angaben über die Einzel⸗ heiten des Siedlungsprogramms ſich entnehmen läßt, beabſichtigt die Regierung offenbar, die Haus zins⸗ ſteuer beſtehen zu laſſen. Die Beratungen über die Umgeſtaltung der Steuer ſind indes noch nicht Nicht nur vor dem Parlamentsgebäude, ſondern auch an verſchiedenen anderen Punkten Zentral⸗Londons, kam es geſtern abend zu Kund⸗ gebungen Arbeitsloſer, beſonders am Denkmal für die im Weltkrieg gefallenen engliſchen Soldaten. Hier ging berittene Polizei mehreremal vor, um die Demonſtranten zu zerſtreuen. Insgeſamt 5855 Des ſchwerſte geſchädigt, aber auch ſonſt hat der Vorgang in der deutſchen Forſt⸗ und Waldwirt⸗ ſchaft, die ohnehin ſchwer darniederliegt, große Be⸗ unruhigung hervorgerufen. Die beiden Verordnungen ſind am 4. September in Kraft getreten. Die deutſche Regierung hat ſofort die Aufmerkſamkeit der franzöſiſchen Stel⸗ len auf die überaus nachteiligen Folgen gelenkt, die das Vorgehen Frankreichs für Deutſchland haben würde. Urſprünglich war für das Jahr 1931 ein beſtimmtes Kontingent zugelaſſen worden. Dieſe Vergünſtigung iſt gleichfalls durch eine zuſätzliche Verordnung be⸗ ſeſtigt, und zwar mit der Begründung, daß dieſes Kontingent bereits durch die Einfuhr ſeit dem 1 Januar ausgeſchöpft ſei. Die deutſche Regierung ſteht auf dem Standpunkt, daß beide Einfuhrverbote dem deutſch⸗franzöſiſchen Handels ver⸗ trag widerſprächen. In der Tat kann kein Zweifel darüber beſtehen, daß es ſich hier um eine ganz rigoroſe Durchbrechung des Vertrags unter höchſt fadenſcheinigen Gründen handelt. Nach dem deutſch⸗franzöſiſchen Handelsabkommen iſt es erlaubt, Verbote zu erlaſſen,„ans lebens⸗ wichtigen Intereſſen in einer Zwangs⸗ lage und nur vorübergehend“. Die fran⸗ zöſiſche Regierung behauptet, daß beide Momente zutreffen. Das muß auf das entſchiedenſte beſtritten werden. Zugegeben, daß die Lage der in der Holz⸗ und Wein⸗ branche beſchäftigten Schichten der Bevölkerung nicht ehr günſtig iſt, ſo liegt doch noch kein Anlaß vor, ganz generell die Einfuhr zu ſperren. Würde Deutſchland dieſelben Argumente anwenden, ſo könnte es mit weit größerem Recht ſich dem I m⸗ bort faſtſämtlicher franzöſiſcher Waren widerſetzen, dun, um eins hervorzuheben: die Arbeitsloſigkeit iſt für Frankreich, das höchſtens 10000 Erwe rbsloſe zählt, kaum ſpürbar, während Deutſchland eine Rekordziffer von 4% Millionen aufweist. Die Konſtruktion des „lebenswichtigen Intereſſes““, deren ſich Frankreich bedient, iſt alſo im höchſten Grade anfechtbar. Die Verhandlungen zwiſchen Paris und Berlin in dieſer Angelegenheit gehen weiter. Man kann nicht eben behaupten, daß die franzöſiſchen Maßnahmen einen dielverſprechenden Auftakt für den Beſuch der Herren Laval und Briand bilden, der doch eine wirt⸗ schaftliche Annäherung herbeiführen ſoll. Franzoſen zum neueſten Zeppelinerfolg Drahtung unſeres Pariſer Vertreters Paris, 9. Sept. Der glänzende Flug des Zeppelinluftſchiffes nach Südamerika hat in Frankreich allgemeines Auf⸗ en erregt. Man rechnet jetzt ernſthaft mit der töglichkeit einer regelmäßigen deutſch⸗ſüd⸗ Imerikaniſchen Luftverbin dung. Die zeitungen befürchten eine ſchwere Gefährdung für den Dienſt der franzöſiſchen Luftdienſt⸗Ge⸗ ſellſchaft Aero Poſtale, die teils mit Flugzeugen, teils mit ſchnellen Aviſos den Poſtdienſt von Frankreich nach Südamerika vorſieht. Die franzöſiſchen Berech⸗ nungen fallen zu Gunſten des Zeppelins aus. Das Luftſchiff braucht für die Hinfahrt nach Südamerika nur 71 Stunden gegenüber einer Flug⸗ eförderungsdauer der franzöſiſchen Verbindung von 1 Stunden. Für die Rückfahrt ſei das Verhältnis mit 84 zu 161 Stunden noch ungünſtiger für Frank⸗ teich. Die franzöſiſchen Flugſachverſtändigen ver⸗ langen die ſofortige Erſetzung der ſchnellen Aviſos zwiſchen der afrikaniſchen Küſtenſtadt Dakar und ber ſüdamerikaniſchen Stadt Natal durch Wafſer⸗ lug ze ug e. Das könnte die Flugdauer der fran⸗ zöſiſchen Linie auf 35 Stunden herunterdrücken. „Welt am Abend“ findet bezeichnenderweiſe es un⸗ erhört, daß man den Erwerbsloſen zumute, ſich mit einem Holzhaus zu begnüngen, das„nur 2500/ Koſten“ verurſacht. Dem Einwand, der von ver⸗ ſchiedenen Seiten erhoben wird, daß die Durchfüh⸗ rung des Projektes auf die Dauer von mindeſtens einem Jahr keine Erſparniſſe, ſondern zufſätzliche Ausgaben verurſachen würde, hält man auf den mit der Ausarbeitung betrauten Stellen entgegen, daß durch den Wegfall der Unterſtützungsgelder die auf 250 Millionen/ bezifferten Koſten in etwa 3 7 bis 4 Jahren wieder eingeholt wären. Eine gewiſſe Schwierigkeit liegt natürlich in der Auswahl der Arbeitsloſen. Man wird da ſehr ſorgfältig ſieben müſſen, damit mau nicht mit Hilfe von Staatsgeldern der Konzentration radikaler Elemente vor den Toren der Skädte Vorſchub leiſtet Die Verpflanzung Arbeitsloſer an die Peripherie einzelner Städte bildet ja nur einen Teil des Plans. Der zweite Entwurf, der noch in den Vorarbeiten ſteckt, wird ſich mit der landwärtſchaftlichen bäuerlichen Siede⸗ lung beſchäftigen und natürlich auf ganz anderer Baſis aufgezogen ſein. Schon deshalb, weil es ſich Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 9. Sept. Bislang hat die Regierung es abgelehnt, den For⸗ derungen nach einer Kürzung der Großpenſionen zu entſprechen, mit der Begründung, daß es Sache des Reichstages ſei, einen ſchon vor Jahresfriſt vor⸗ gelegten Entwurf eines Penſionskürzungsgeſetzes zu verabſchieden. Wie nun der„Vorwärts“ wiſſen will,— und ſeine Kenntnis wird wohl auf die Be⸗ richte der ſozialdemokratiſchen Unterhändler in der geſtrigen Fraktionsſitzung zurückgehen— ſoll ſich die Regierung jetzt doch entſchloſſen haben, in die Penſivnsverhältniſſe einzugreifen und zwar durch eine neue Notverordnung, deren Veröffentlichung unmittelbar bevorſteht, In ihr wird verfügt werden, daß der 12000 Mark ü berſteigende Betrag nur dann voll ausgezahlt werden ſoll, wenn der Penſionär die Stelle, aus der ſich ſeine Penſion errechnet, länger als fünf Jahre bekleidet hat. Iſt das nicht der Fall, ſo erfolgt eine Kürzung dieſes Betrages um 50 v.., bei zwei Jahren um 40 v.., bei drei Jahren um 30 v.., bei vier Jahren um 20 v.., bei fünf Jahren um 10 v. H. Bisher beträgt die Höchſtgrenze bei 40 Dienſtjahren 80 v. H. des zu⸗ letzt bezogenen penſionsfähigen Dienſteinkommens. Paris, 9. Sept. Im„Excelſtor“ und gleichzeitig in der ſüd⸗ amerikaniſchen Zeitung„La Nacion“ meldet ſich der frühere Miniſterpräſident Poincaré nach längerem Schweigen wieder zu Wort. Poincars beſchäftigt ſich mit der deutſchen Wirtſchafts⸗ kriſe. Bezeichnenderweiſe findet dieſer Franzoſe, deſſen Lebenswerk auf die Niederringung Deutſch⸗ lands gerichtet war, auch heute kein Wort der Er⸗ munterung für die geplante deutſch⸗franzöſiſche Zuſammenarbeit. Poincarés Gedanken gelten der Kritik franzöſiſcher Fehler. Er erinnert an die jahrelang zurückliegenden Unterhaltungen mit dem früheren Reparationsagenten Parker Gil⸗ bert. Dieſer hätte ihm erklärt, für Deutſchland genüge es nicht allein, den Poungplan anzunehmen, ſondern es müßte ſich auch loyal für deſſen Durch⸗ führung inſtand ſetzen. Parker Gilbert hätte auf finanziellen Reformen und Haushaltsausgleich, ſo⸗ wie tiefgehenden Erſparniſſen und produktiven Steuern beſtanden und gleichzeitig die unüberlegten abgeſchloſſen. Ueber die Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit im kommenden Winter äußert ſich der Reichsarbeits⸗ miniſter Stegerwald in der„Voſſiſchen Zeitung“ auffallend zuverſichtlich. Die bisher genannten Zah⸗ len bezeichnet er als völlig willkürlich und warnt vor„gefühlsmäßiger Schwarzſeherei“. Die deutſche Wirtſchaft habe ſich als überraſchend widerſtandsfähig erwieſen: Die Arbeitsloſigkeit ſei bei uns vom März bis Juli trotz ſtarker Kreditver⸗ knappung geſunken, während in England und in Amerika ohne Kreditkriſe nicht nur kein Rückgang, ſondern zum Teil ſogar eine Vermehrung der Ar⸗ beitsloſigkeit eingetreten ſei. Stegerwald meint, daß wir ſelbſt bei erheb⸗ licher Zunahme der Arbeitsloſen nicht 3u verzweifeln brauchten. a Es gäbe noch eine Fülle von Möglichkeiten, um ſelbſt ſtarken Beanſpruchungen gewachſen zu ſein. In dieſem Zuſammenhang bekennt ſich der Miniſter ent⸗ ſchieden zu dem Gedanken derteilweiſen Natu⸗ ralunterſtützung, die nach ſeiner Auffaſſung allerdings nicht zentral und generell, ſondern je nach den örtlichen Verhältniſſen zu regeln iſt. Kürzung der Großpenſionen Dieſer Prozentſatz ſoll durch die neue Verordnung auf 75 v. H. herabgeſetzt werden. Eine entſprechende Veränderung der Durchſtaffelung vom 20. Dienſt⸗ jahre aufwärts iſt vorgeſehen. Praktiſch bedeutet das eine durchſchnittliche Kürzung der Penſionen um 6 v. H. Dabei muß berückſichtigt werden, daß die Penſionen durch die früheren Notverordnungen ſchon im gleichen Ausmaß gekürzt worden ſind wie die Gehälter der aktiven Beamten. Wie man in dieſem Zuſammenhang weiter erfährt, ſind der Sozialdemokratie auch ſonſt noch allerhand Zuſagen von der Regierung ge⸗ macht worden. So hat ſich der Kanzler bereit erklärt, durch eine Aen⸗ derung des Reichsverſorgungsgeſetzes die Anrech⸗ nung von Renten bei Kriegsbeſchädig⸗ ten, deren Beſoldung aus öffentlichen Mitteln er⸗ folgt, neu zu regeln. Die ſchematiſche Form der Kür⸗ zung ſoll inſofern durchbrochen werden, als der Fa⸗ milienſtand und die Schwere der Beſchädigung durch entſprechende Freigrenzen künftig berückſichtigt werden wird. Weiter iſt die Regierung in der Frage der Anrechnung von Renten für Kriegsbeſchädigte auf die Arbeitsloſenunterſtützung den Sozialdemo⸗ kraten entgegengekommen. Weitere Konzeſſionen hat die Regierung außerdem noch auf dem Verwaltungs⸗ wege in Ausſicht geſtellt. Pointaré hat„als alter Narr gegolten“ Drahtung unſeres Pariſer Vertreters] Ausgaben in der Militärverwaltung und in den öffentlichen Arbeiten kritiſiert. Während eines Ge⸗ ſprächs mit Poincaré habe Gilbert geſagt, die Si⸗ cherheitsfrage gehe ihn nichts an. Um die Repa⸗ rationen zu erhalten und die Durchführung des Poungplans zu erreichen, ſollten die Franzoſen aber mit der Rheinlandräumung warten, bis die deutſchen Finanzreformen durchgeführt wären. Hieran knüpft Poincaré die eigene Erklärung, daß er Parker Gilberts Anſichten ſtets geteilt und unter⸗ ſtützt hätte. Er, Poincaré, verſtehe nicht, wie ſich eine franzöſiſche Regierung finden konnte, die die Ratſchläge des Reparationsagenten vergaß. Er habe ſie den aufeinander folgenden Regierungen ſtets von neuem in Erinnerung gebracht.„Ich habe die Miniſter vor einer Räumung des Rheinlandes ohne Gegenleiſtungen und Garantien gewarnt“, ſchließt Poincaré ſeinen Zeitungsartikel, „aber ich habe anſcheinend als ein alter Narr gegolten, und man hat mir keinen Glauben den neun Perſonen wegen Behinderung Verkehrs verhaftet. Fünf von ihnen ſind außer⸗ dem tätlicher Angriffe auf die Polizei beſchuldigt, darunter eine Frau, die verſucht haben ſoll, einen berittenen Poliziſten aus dem Sattel zu reißen. Drei verletzte Perſonen wurden mit Sanitätswagen ins Krankenhaus gebracht. Englands„sacro egoismo“ Drahtung unſ. Londoner Vertreters § London, 9. Sept. Die Lähmung der engliſchen Außenpolitik durch die Finanzkriſe hat ſich bereits auf die Oeffentlich⸗ keit übertragen. Es iſt intereſſant zu ſehen, mit welcher Ruhe ſich die Blätter damit abfinden, daß England in den europäiſchen Beratungen zur Zeit nur eine ſchwache Stimme hat, Die „Times“ behandeln heute bereits die Eröffnung der Völkerbundsverſammlung wie eine Angelegen⸗ heit, die England nur von ferne intereſſiert.„Es fehlt an dem Vertrauen zu der Wirkſam⸗ keit der Genfer Vorgänge, ſchreibt das Blatt. Die Verſammlung tritt diesmal inmitten einer morali⸗ ſchen Depreſſion zuſammen, die beinahe ſo ſchwer iſt wie die wirtſchatfliche Depreſſion.“ Die„Times“ beklagen ferner das Fehlen jeglicher Führung, ohne ſich dabei zu erin⸗ nern, daß die Wandlungen in England zu dieſem Zuſtand ſtark beigetragen haben. Die wirtſchaftliche Kriſe, ſo ſchreibt das Blatt weiter, ſcheint die inter⸗ nationalen Staatsmänner betäubt zu haben, an⸗ ſtatt ſie zu erhöhter Tätigkeit anzuregen. Was Eug⸗ land angehe, ſo ſei es„aller Welt klar, daß es ſeine beſten Energien für die eigenen Angelegenheiten bewahren müſſe, ſo⸗ lange nicht das Budget in Ordnung und die Handelsbilanz auf den Weg der Ge⸗ ſun dung gebracht werde.“ Die Haltung, die in dieſem„Times“ ⸗Artikel zum Ausdruck kommt, iſt wohl eins der ſtärkſten Urteile für die Schwierigkeiten, denen man in Genf zur Zeit begegnet. Die zweite Indien⸗Konferenz Drahtung unſ. Londoner Vertreters § London, 9. Sept. Die zweite„round table“⸗Konferenz der engliſchen Parteien mit den Delegierten Indiens wurde geſtern eröffnet. Es fehlte der Prünk und die Feierlich⸗ keit der erſten Eröffnung im vorigen Jahre. Viel⸗ mehr begann man ſofort mit fachlichen Be⸗ ratungen, die ſich allerdings geſtern nur auf for⸗ melle Fragen bezogen. Aus der Reihe der Begrü⸗ ßungsanſprachen iſt nur zu erwähnen, daß der Mint⸗ ſterpräſident Macdonald betonte, der Regkerungs⸗ wechſel werde weder in der Zuſammenſetzung der engliſchen Delegation, noch in den Plänen und Wün⸗ ſchen Englands gegenüber Indien das geringſte än⸗ dern. Abgeſehen davon, daß Henderſon und der frühere Indienminiſter Benn jetzt als Vertreter der Oppo⸗ ſttion der Konferenz angehören, hat ſich in der Tat nichts geändert. Eine große Veränderung beſteht je⸗ doch darin, daß diesmal die Vertreter des Nationalkongreſſes aun den Be⸗ ratungen teilnehmen. Auf Gandhi richten ſich alle Augen und bis zu ſer⸗ nem Eintreffen am kommenden Samstag wird man nicht ſagen können, wie die Arbeiten der Konferenz verlaufen werden. Mit Rückſicht auf das Eintreffen Gandhis und einer Reihe von anderen Delegierten, die noch unterwegs ſind, iſt die geſtrige Sitzung auf den nächſten Montag vertagt worden. Dann werden die Arbeiten erſt wirklich beginnen, — Winbſor, 9. Sept. Ein Straßenbahnwagen, der zahlreiche Perſonen zu einer Sportveranſtaltung brachte, ſtürzte um und geriet in Brand. Die Feuer⸗ wehr und die Polizei hatten große Mühe, die Fahr⸗ gäſte, die unter den Trümmern lagen, zu befreien. 75 Perſonen wurden verletzt, darunter geſchenkt.“ mehrere ſchwer. ——. 3 Somfetparadies zu unterhalten. Platitüden und miß⸗ SGrbßen überpurzelten ſich. weſen, der deutſche Kapitalismus läge in Atome, zer⸗ riſſen am Boden. Zahlreich waren im Verlauf der Klausmann übertönt alles. elender Halunke.“ Frau Toni Langendorf ſekun⸗ präſident Dr. Waldeck muß Gehör verſchaffen. Abg. Berggötz Seine Rede war ein Appell an Vaterlandsliebe und Gemeinſchaftsgefühl. die im Intereſſe des Landes wünſchenswert ſei. eee pbvon 300 000 Mark am Etat des Landestheaters Karlsruhe ſtellte. Der Zeutrumsführer Dr. Schofer — bekanntlich nahm beglückt den Antrag entgegen. Aber am näch⸗ den Antrag ſtimmen. habe eine Hochkonjunktur der Bewilligung von ſtaatlichen Mitteln für alle möglichen Gebiete ge⸗ bracht. höhung der Beamtenbeſoldung als großen Fehler bezeichnet, der ſich bitter Augenblick ab, wo die Not den Staat zwinge, die 2. Seite/ Nummer 416 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Mittwoch, 9. September 1931 1 Die Aussprache im badiſe Erſte und zweite Garnitur Eigener Drahtbericht Z. Karlsruhe, 9. Sept. Als erſter Redner beſteigt heute vormittag der Abg. Lechleitner, der kommuniſtiſche Stadtrat aus Mannheim, die Volkskanzel, um das faſt leere Haus mit einem zweiſtündigen Kolleg über das verſtandene Zitate aus den Schriften marxiſtiſcher Wären ſie Bomben ge⸗ Rede die Zuſammenſtöße mit der marxiſtiſchen Bruderpartei. Einmal ruft der Kommuniſt Klaus⸗ mann:„Als elenden Verleumder bezeichne ich den Abg. Arnold.“ Großer Tumult bricht los, aber „Jawohl, Sie ſind ein diert dem Bankgenoſſen mit ſchriller Stimme. Vize⸗ dem Sowjetagitator Klausmann erhält einen Ord⸗ nuüngsruf, der Nationalſozialiſt Merk, ebenfalls ein begeiſterter Zwiſchenrufer, muß gerügt werden. Zur 1 Sache ſprach Herr Lechleitner nicht. Geſchloſſen wurde die erſte Garnitur durch den vom Evangeliſchen Volksdienſt. Er befürwortete die Binnen⸗ ſiedlung zur Verminderung und Seßhaftmachung der Arbeitsloſen, Reduzierung der Preisſpanne im Handel und Preisſenkung. Dann begründete er einen Antrag ſeiner Partei, die bei Gehaltsſenkung der im Staats⸗ und Gemeindedienſt Stehenden einen Modus wünſcht, der, eine Freigrenze von 2000% laſſend, die Abzüge von 4 bis 10 v. H. ſtaffelt. Ein⸗ dringlich erbat er Maßnahmen gegen die zunehmende moraliſche Verwilderung und ihre böſeſte Aus⸗ ö artung, die politiſche Roheit und Gehäſſigkeit. Die zweite Reoͤnergarnitur Die Gruppe dieſer Redner führte der Abg. Dr. Bauer. Bekanntlich iſt Dr. Bauer nach der Ne⸗ gierungserweiterung im Juni von der Deutſchen Volkspartei zu den Deutſchnationalen übergetreten. Er begründet dieſen Schritt da⸗ mit, daß er habe annehmen müſſen und dieſe Annahme habe ſich bewahrheitet— daß der Eintritt der Deutſchen Volkspartei in das Kabinett nicht die Aenderung des Syſtems zur Folge haben werde, Zu Dr. Mattes gewendet, ſchloß er dieſen Teil ſeiner Rede:„Ich hoffe nur, Herr Dr. Mattes, daß Sie micht das gleiche Schickſal erleiden wie andere libe⸗ rale Miniſter vor Ihnen.“. Die weiteren, durch Zurufe der Linken und des Zentrums häufig unterbrochenen Ausführungen gal⸗ ten den einzelnen Vorſchriften des Notgeſetzes. Es gab feſſelnde Einzelheiten aus der Praxis der ver⸗ gangenen Jahre, ſo, daß vor etwa ſechs Jahren die Delltſche Volkspartei einen Antrag auf Streichung in liebte er die Landesbühne nicht— ſten Tage teilte der badiſche Finanzminiſter Dr. Köh⸗ ler den Antragſtellern mit, ſeine Partei werde gegen Jene Zeit der Scheinblüte Schon 1927 habe er, Dr. Bauer, die Er⸗ rächen werde von dem Hat Ihre Frau Launen? Ehemänner antworten Der Arzt: „Wenn man die ſogenannte Launenhaftigkeit der Frau ohne verächtliche Ueberheblichkeit etwas näher 4 betrachtet, ſo wird man zu dem Ergebnis kommen, 45 daß es ſich in kraſſen Fällen um Hyſterie handelt, die unbedingt bekämpft und richtig kuriert werden muß, daß aber im übrigen Stimmungen gar nicht dieſe kleinen, ſchwankenden ernſt genommen werden ollen. Die ſeeltſche Verfaſſung der Frau ſteht und fällt mit ihrem körperlichen Wohlbefinden, ſie iſt on ihrem Körper und ihren Organen abſolut ab⸗ hängig, das ſollte man nicht vergeſſen. Nur launiſche Ungezogenheiten ſollte ſie ſich nicht erlauben, die ſind nicht zu entſchuldigen, weil ſie einem ſchlechten Charakter entſpringen.“ Ganz im Gegenſatz zu ihm ſagt 1 der Geſchäftsmanun: „Es iſt gut, daß ich einmal mein Herz ausſchütten kann. Das Thema betrifft mich ganz perſönlich, denn ich bin verheiratet und habe ſehr darunter zu leiden, daß meine Frau immer neue Launen hat. aum komme ich müde nach Haus und freue mich auf die Stunden der Ruhe und Entſpannung, die ich mit dem einzigen Menſchen, für den ich lebe und ar⸗ beite, verbringen kann, ſo ſtürmen hundert Fragen, undert Klagen auf mich ein. Es ſind dumme Klei⸗ keften, mit denen ich gequält werde, törichte Wünſche, deren Erfüllung ihr unentbehrlich und ichtig erſcheint. Bin ich nicht gleich einverſtanden, — leider bin ich oft ſo abgeſpannt und ermüdet, daß ch nachgebe,— fällt ſie aus den liebenswürdigen Bitten in eine ſchlimme Laune, und ich habe einige ge lang darunter zu leiden. Mit welcher Hart⸗ ckigkeit ſie ihre Rolle durchführt, unverſöhnlich, um zu ihrem Ziel zu gelangen, erſtaunt mich oft; mir wäre es um des lieben Friedens willen ſchon zu un⸗ equem.“ 8 Der Muſiker: „Sie fragen, wie ich darüber denke, ob eine Frau launiſch ſein darf oder nicht? Ich könnte nur Be⸗ obachtungen aus meiner Ehe mitteilen, denn um die Frauen habe ich mich ſonſt nie gekümmert, weil ich Frau kenne ich keine Launen, ſie iſt immer und gleichmäßig. Ich bin faſt den ganzen in in meinem Zimmer, ſptele oder kom⸗ ö g in Erzengel vor der Tür, 5 8 f 5 durch ſie von meiner Arbeit abgelenkt fühlte. An gewährten Vergünſtigungen zurückzunehmen. Dieſer Augenblick ſei nun da und habe die zu er⸗ wartende Flut bitterer Anklagen aller Betroffenen gebracht. Dennoch heißt Abg. Bauer das Notgeſetz gut als einzige Möglichkeit zu leidlicher Sanierung, wünſcht aber Rückſicht auf die Schichten der Gering⸗ beſoldeten und der Kriegsopfer bei den noch weiter zu treffenden Sparmaßnahmen. Für die Deutſchnationalen ſpricht Dr. Brühler. Ein weſentlicher Teil ſeiner Rede iſt mit Witz ge⸗ ſättigt, Polemik gegen den„Badiſchen Beobachter“, deſſen Auffaſſung und Behandlung außenpolitiſcher Fragen Dr. Brühler nicht gefallen will. Mit Baden hat das nichts zu tun, aber, was dann zu badiſchen Angelegenheiten zu ſagen bleibt, iſt böſe. Dr. Brüh⸗ ler zitiert den Totentanz der vorrevolutionären franzöſiſchen Finanzminiſter von Law bis Necker, eine intereſſante Parallele, wenn auch ein wenig ſchief.(Die ſehr feſſelnden Ausführungen des Red⸗ ners entfachten nicht nur im Saal eine lebhafte Un⸗ terhaltung von Gruppe zu Gruppe, ſondern auch auf der Preſſetribüne, auf der die Köpfe der einzig zu friedlichem Zuhören und haſtigen Schreiben Ver⸗ pflichtete immer heißen und die Stimmen ſo laut wurden, daß der wieder auf dem Präſidentenſitz thronende Herr Duffner um Ruhe bitten mußte.) Was Dr. Brühler zum Notgeſetz ſagte, war ſo ver⸗ ſpätet, wie faſt alle im Verlauf der Tagung vorge⸗ brachten Gegenargumente, und wenn Dr. Brühler zum Schluß eine neue Notverordnung forderte, die die Gehaltspolitik der Miniſter und Oberbürger⸗ eee eee 5— München, 8. Sept. In Paſing wurden heute nachmittag vier Perſonen, und zwar Frau Dr. Behn mit ihren beiden Söhnen im Alter von fünf und zwölf Jahren, und das Dienſtmädchen in ihrer Wohnung an der Rembrandt⸗Straße durch Gas vergiftet tot aufgefunden. Nach den Feſtſtellungen handelt es ſich um eine Verzweiflungstat der Frau Behn, die be⸗ reits in der vergangenen Nacht ausgeführt worden ſein dürfte. Die Frau lebte von ihrem Manne ge⸗ trennt, und die Ehe ſollte geſchieden werden. In einem Schreiben an ihren Anwalt hatte ſie die Ab⸗ ſicht mitgeteilt, aus dem Leben zu ſcheiden. Die Frau hatte einen Poſten als Platzanweiſerin in einem Kino inne. Drückende Notlage und die zerrütteten Familienverhältniſſe dürften der Grund zu der ſchrecklichen Tat ſein. Frau Dr. Behn wohnte früher in Gräfelfing und lebte ſeit einem halben Jahre von ihrem Manne, dem Kapitänleutnant a. D. Behn, getrennt, in Paſing in dürftigen Verhältniſſen. Sie ſchreckte vor keiner Erwerbsmöglichkeit zurück und griff auch herz⸗ haft zu, als ihr vor einiger Zeit der Poſten als Platz⸗ anweiſerin in einem Kino angeboten wurde. Dieſe Stellung veranlaßte die zu Beſuch in Paſing wei⸗ lende Mutter der Frau Behn, dieſe wieder in ihre Heimat nach Königsberg zurückzuholen. Wie die Frau trotz dieſer einigermaßen erträg⸗ lichen Exiſtenz zu dem furchtbaren Entſchluß kam, iſt nicht geklärt. Wahrſcheinlich fiel die ſehr ſenſible Frau einem Nervenrückſchlag zum Opfer. Außer allem Zweifel ſteht auch, daß das Dienſtmädchen mit ihrer Herrin freiwillig in den Tod ge⸗ gangen iſt. Die grauſige Tat wurde erſt heute mittag auf⸗ gedeckt. Mitbewohner des Hauſes hatten zwar ſchon am Vormittag Gasgeruch wahrgenommen, legten dieſem Umſtand aber keine große Bedeutung bei. Später wurde dann die Polizei verſtändigt und die daß niemand hereinkommt und mich ſtört. Alle un⸗ angenehmen Verhandlungen und Laufereien nimmt ſie mir ab, und doch iſt ſie immer luſtig und guter Dinge. Wie ſie das macht? Ich glaube, daß es in ihrer Natur liegt, und daß andere Frauen auch ſo ſein könnten,— wenn ſie nur wollten!“ Unter den Antworten der Männer befand ſich eine beſonders ſcharf fordernde. Sie enthüllte als Ver⸗ faſſer natürlich eine Frau ſelbſt: „Eigentlich ſollte ich den Mund halten, da die Rundfrage nur an Männer gerichtet war, aber ich möchte gerne etwas dazu ſchreiben. Alſo meiner Meinung nach ſind launiſche Frauen durch nichts zu entſchuldigen! Ste laſſen ſich einfach gehen, und ſo bequem iſt das Leben denn doch nicht, daß man ſich auch in ſeeliſcher Beziehung hinlümmeln darf, wie gewiſſe Leute das in großen Klubſeſſeln tun. Es iſt nichts weiter als unmanierlich, zeugt von mangeln⸗ der Selbſterztehung, und tut außerdem noch den An⸗ gehörigen weh. Genau ſo wie der Mann im Beruf, ſollte ſich die Frau in der Familie beherrſchen ler⸗ nen. Wenn ſie Kinder hat, ſind Launen im höchſten Grade gefährlich, da ſie dann ihre Autorität und den erzieheriſchen Lebensaufbau der Jugend untergraben. Sie muß ſich zuſammennehmen können, auch wenn es ihr ſchlecht geht, um den andern ein Vorbild und ein Halt zu ſein!“ Alſo eine glatte Verurteilung! Ja, die Frauen ſind hart und unerbittlich, wenn es um die Schwä⸗ chen und kleinen Fehler der Geſchlechtsgenoſſinnen geht. Am mildeſten zeigte ſich wohl der Wiſſenſchaftler: Die Frau ſoll ruhig ein wenig launiſch ſein, oder wetterwendiſch, und bei dieſem Wort haben wir ſchon einen Teil des Geheimniſſes ergründet! Mit der Wetterwende, dem Witterungswechſel, dem plötz⸗ lichen Umſchlagen der kalten Windſtröme in warme, mit all dem hängt die Stimmung der Frau zuſam⸗ men. Sie iſt mit dem Naturgeſchehen eng verbun⸗ den, Von Mond und Sonne, Wolken und Tempera⸗ tur beeinflußt, wird ihr Allgemeinzuſtand gut oder ſchlecht, wird die„Wetterwendiſche“ zufrieden oder bedrückt ſein. Wie leicht ſind daraus ihre Launen zu erklären, wie leicht ihr wechſelndes Ausſehen, das bald eine blühende, bald eine verbrauchte Maske dar⸗ ſtellt! Oder hat noch niemand bemerkt, wie verſchie⸗ den eine Frau ſogar an aufeinanderfolgenden Tagen ausſehen kann? Mit großer Geduld wird man ihr helfen, damit ſie über dieſe unſichtbaren Belaſtun⸗ gen der Außenwelt hinwegkommt und ſich ihre gute Laune von ſelbſt erhält.“ g Familientragödie Vier Porſonen durch Gas vergiftet zen Landtag meiſter redigiere, ſo kann man ihm antworten, daß er wohl kaum lange darauf wird warten müſſen. Dann nimmt Finanzminiſter Dr. Mattes das Wort, um Anfragen zu beantworten und Schief⸗ heiten der Beweisführung zu berichtigen. Bemer⸗ kenswert iſt ſeine Mitteilung, daß die badiſchen Schul⸗ laſten ſeit 1913 von 14,8 Milltonen auf 66,5 Millionen im Jahre 1929 geſtiegen ſind. Er bittet, die Gründe dieſer Steigerung in der Politik der früheren Kul⸗ tusminiſter zu ſuchen. Nochmals erhebt ſich auf der Rechten ein Sturm, als er ihr, deren Redner ſo aus⸗ giebig den Freiherrn vom Stein zitierten, empfahl, zu bedenken, daß dieſer große Deutſche ihren politi⸗ ſchen Väter als Jakobiner gegolten hatte. Um ½2 Uhr wird die Sitzung geſchloſſen und be⸗ ginnt wieder um 5 3 Regierung und Spargutachten Die Univerſitäten In der Regierungserklärung hat die badiſche Re⸗ gierung zu den Vorſchlägen des Spargutachtens in großen Zügen bereits Stellung genommen. Sie legt jetzt dem Landtag eine eingehende Begründung ihrer Stellungnahme vor, aus der u. a. hervorgeht: Hinſichblich der Immatrikulationsgebühren, der allgemeinen Studiengebühren und der Kolleggelder ſchließt ſich Baden dem preußiſchen Vorgang an. Die Einrichtung einheitlicher Verwaltungen Tür mit Gewalt geöffnet. Den Eintretenden bot ſich ein erſchütternder Anblick. Frau Behn lag auf einer Matratze auf dem Fußboden, in jedem Ar m eines ihrer Kinder, das Dienſtmädchen lag auf der Ottomane. Alle vier waren tot. Außerdem fand man einen Brief des Dienſtmädchens an eine Freundin und daneben einen Nachlaß aus der Familiengeſchichte. Völlig zerrüttete FJamilienverhältniſſe Hamm, 9. Sept. Nach voraufgegangenem Streit mit ſeinem Sohne Ottomar verſuchte der Invalide Ludwig Jezierſki in Oſterfulierich vor einigen Tagen ſein Wohnhaus in Brand zu ſtecken und ſelbſt den Tod in den Flammen zu ſuchen. Es gelang jedoch, Jezierſki vom Selbſtmorde zurückzuhalten. Aus einer Aeußerung Ottomar Jezierſkis wäh⸗ rend des Streites mit ſeinem Vater ging hervor, daß in der Familie Jezierſki bisher unbekannte Straftaten begangen worden ſein müſſen. Die poli⸗ zeiliche Unterſuchung ergab, daß zwiſchen Ottomar J. und ſeiner verheirateten Schweſter, Frau Beck, ſeit langen Jahren unerlaubte Beziehungen beſtan⸗ den haben, aus denen zwei Kinder entſprungen ſind. Das zweite Kind iſt nun kurz nach der Geburt von der Mutter umgebracht worden; ſeine Leiche konnte jetzt gefunden werden. Auf Drängen Lud⸗ wig J. hatte ſein Schwiegerſohn Joſef Koeberle aus Altenbeege die Vaterſchaft für das erſte Kind, den jetzt fünffährigen Rudolf übernommen gegen Zu⸗ ſicherung eines Erbteils. Desgleichen hat der In⸗ valide Ludwig J. eingeſtanden, mit einer anderen auswärts wohnenden Tochter ebenfalls in un⸗ erlaubten Beziehungen geſtanden zu haben. Ludwig und Ottomar., Frau Beck und Koeberle wurden dem Unterſuchungsrichter vorgeführt. Die Akademie⸗Konzerte 1931-32 ſtanden im Mittelpunkt einer eingehenden Beſpre⸗ chung zwiſchen dem Vorſtand des Nationaltheater⸗ Orcheſters als Veranſtalter und Vertretern der Preſſe. Es galt vor allem, Rechenſchaft abzulegen über die Richtlinien, die bei der diesjährigen Pro⸗ grammgeſtaltung maßgebend waren und maßgebend ſein mußten. Wie der Vorſtand, Herr Sander, ausführte, ſtand die Vorſtandſchaft vor der nicht leichten Aufgabe, angeſichts der ſich immer bedroh⸗ licher zuſpitzenden wirtſchaftlichen Lage, die eine ver⸗ minderte Teilnahme des Publikums in Rechnung zu ſtellen gebietet, eine eventuelle Herabſetzung der Preiſe ins Auge zu faſſen, die ihrerſeits eine Her⸗ anziehung durchſchnittlich guter ſoliſtiſcher Beſetzung zur unabweislichen Folge gehabt hätte. Die Vorſtandſchaft zog es aber, obwohl die Aka⸗ demie⸗Konzerte ſich keiner wie immer gearteten Subvention erfreuen und vom Orcheſter auf eigene Rechnung veranſtaltet werden, vor, mit Rückſicht auf den traditionellen hohen Stand der Konzerte und den verwöhnten Geſchmack des Publi⸗ lums, unter Beibehaltung der bisherigen Preiſe das Programm auf ſeinem bisher innegehaltenen hoch ⸗ künſtleriſchen Niveau aufzubauen. Es werden alſo nach wie vor durchwegs Spitzenleiſtungen geboten und es iſt der Vorſtandſchaft gelungen, wie ſie mit berechtigtem Stolze hervorheben konnte, Di⸗ rigenten und Soliſten allererſten Ranges von anerkannter Bedeutung zur Leitung, bzw. Mit⸗ wirkung zu gewinnen. — Für das erſte Konzert am 29. September hat Dr. Richard Strauß zugeſagt. Eine nachhaltige Freude bedeutete die Verpflichtung Furtwäng⸗ lers(2. Konzert). Fernerhin haben bindende Zu⸗ ſagen gegeben Erich Kleiber, Felix Lederer, Hermann Abendroth, und auch Generalmuſik⸗ direktor Roſenſtock hat ſich bereit erklärt, als Gaſtdirigent in zwei Konzerten mitzuwirken. Dem verwöhnten Muſikliebhaber wird Rechnung getra⸗ gen durch die ſoliſtiſche Mitwirkung anerkannter Größen wie Maria Jvogün, Prof. Fritz Kreis ⸗ ler, Sergei Prokofiew, einer führenden Per⸗ ſönlichkeit des ruſſiſchen Muſiklebens, ferner der jugendlichen Chriſtia Koleſſa, der Schweſter der erfolgreichen Pianiſtin Lubka Koleſſa. Chriſtia Koleſſa, eine Meiſterin am Cello, wird in ihrer Art vielfach als Seitenſtück zu Hehudi Menuhin be⸗ trachtet. i für die Kliniken iſt beim Ausſcheiden der derzeitigen Verwaltungsvorſteher ſowohl in Heidelberg wie auch in Freiburg ins Auge gefaßt. Unmöglich ic die Zuſammenlegung der Kaſſenverwaltungen des Hochſchulen mit den am Dienſtſitze befindlichen Do⸗ mänenkaſſen. Bet den Univerſitäten wird dagegen die bisher beſtehende Trennung zwiſchen Univerſt⸗ tätskaſſe und Sekretariat aufgehoben; ſie werden zu einer Dienſtſtelle vereinigt. Die Aufhebung einer ganzen Univerſität oder der Techniſchen Hochſchule und die Aufhebung einer Fakultät oder einer Abteilung wird abgelehnt. Dagegen wird die Frage der Aufhebung oder Zuſammenlegung ein⸗ zelner Enrichtungen geprüft. An ſachlichem Aufwand kann bei keiner der drei Hochſchulen geſpart werden. Im Gegenteil manche unſerer Univerſitätsinſtitute ſind im Ver⸗ hältnis zu den Anforderungen die an ſie geſtellt werden, unbedingt zu gering dotiert. wendungen von privater Seite der Induſtrie und der Notgemeinſchaft der deutſchen Wiſſenſchaft iſt es bisher gelungen, ſie auf der Höhe zu halten. An der Techniſchen Hochſchule ſind Maſchinen, Apparate und Einrichtungen im Werte von über zwei Millio⸗ nen Mark vorhanden, die dem Staate vonſeiten der Induſtrie geſchenkt worden ſind. Die Regierung weiſt darauf hin, daß die Berufung nur jüngerer Dozenten keine allgemeine Forderung ſein dürfe. Sie teilt mit, daß die Freiburger kliniſchen Direktoren ſich bereit erklärt haben, 25 bis 33 v. H. ihrer jeweiligen Gewerb⸗ ertragsſteuerſchuldigkeit als Beitrag zugunſten der Univerſitätskaſſe zu leiſten, Mit den kliniſchen Direktoren in Heidelberg wird im ſelben Sinne verhandelt, ebenſo mit allen übrigen Profeſſoren. Gegenüber dem Stand vom 1. April 1928 iſt durch den Wegfall von Lehraufträgen eine Erſparnis von 16000 Mark erzielt worden. Die Zahl und Ver⸗ gütung der Lehraufträge wird auch weiterhin ver⸗ ringert werden. Solange in anderen Hochſchullän⸗ dern Kolleggeldgarantien zugeſagt werden, kann Ba⸗ den ſich nicht ganz ausſchließen. Die Kolleg⸗ geld einnahmen der Hochſchulprofeſſoren ſollen einem geſtaffelten Abzugs verfahren unterworfen werden nach dem Vorbild Preußens. Die ſeitens der Sparkommiſſion errechnete Summe von 800 000 Mark an Kolleggeldern der Profeſſoren wird mit 405 000 Mark richtiggeſtellt. Das Emeritierungsalter von 68 auf 70 Jahre zu erhöhen, erſcheint nicht wünſchenswert. We⸗ gen Einſparung von Lehrſtühlen ſind die Verhand⸗ lungen mit den drei Hochſchulen noch nicht zum Ab⸗ ſchluß gekommen. Beim Freiwerden von Ordinaria⸗ ten wird die Frage der Verſetzung in allen Fällen geprüft. Die Herabſetzung der Aſſiſtentenbezüge iſt mit Wirkung vom 1. September 1931 durchgeführt. Die hierdurch eintretende Ausgabenſenkung wird auf jährlich 100 000 Mark für alle drei Hochſchulen geſchätzt. a Letzte Meloͤungen Ein Eiſenbahn⸗Poſtwagen ausgebrannt — Frankfurt a.., 9. Sept. Im Perſonenzug Frankfurt Leipzig brannte vergangene Nacht in der Nähe der Station Flieden bei Ful da ein Packwagen, der als Paketwagen der Poſt mit⸗ lief, vollſtändig aus. Sämtliche Pakete wurden durch das Feuer vernichtet. Die Poſt konnte bisher noch nicht feſtſtellen, wieviel Pakete ſich in dem ausgebrannten Wagen befanden. Tod des Artiſten Sylveſter Schäffer — Starnberg, 9. Sept. Der Senor der Artiſten⸗ familie Schäffer, Sylveſter Schäffer Vater, ſtarb im Alter von 72 Jahren. Er erlangte ſeine Bedeu⸗ tung als Gründer der ſogenannten ikariſchen Spiele Schäffer war Athlet, Jongleur, Muſikvirtuoſe, Akrobat und Kunſtſchütze. Trotz der geſpannten wirtſchaftlichen Lage iſt wei⸗ teſten Kreiſen des Publikums die Möglichkeit geboten, Abonnent der Akademie⸗Konzerte zu bedeutend er⸗ mäßigten Preiſen zu werden, indem zum er⸗ ſtenmale halbe Abonnementskarten ausgegeben werden. Es können alſo Dauerkarten für das 1, 3, 5. und 7. Konzert als Serte 1 erworben werden. Der Abonnent der 1. Serie hat in ſeinem Zyklus Durch Zu⸗ Gelegenheit, ſich an den Kunſtleiſtungen folgender Dirigenten, bezw. Soliſten zu erfreuen: Dr. Rich. Strauß, Lederer⸗Prokofiew, Roſenſtock⸗ Kreisler und Abendroth⸗Koleſſa. Das Abonnement der Serie 2 umfaßt das.,., 6. und 8. Konzert un⸗ ter Leitung, bezw. Mitwirkung von Furtwäng⸗ ler, Roſenſtock⸗Jvogün, Kleiber und die Aufführung von Beethovens IN. Symphonie im Schlußkonzert. Auch die Ausleſe der aufzuführenden Werke iſt mit denkbar größter Sorgfalt getroffen und berück⸗ ſichtigt neben den Klaſſikern auch die Moderne, wobei Sergei Prokofiew ſein letztentſtandenes Konzert in Mannheim im Rahmen der Akademie⸗Konzerte ſelbſt ſpielen wird. Es darf mithin wohl die Hoffnung ausgeſprochen werden, daß das Publikum durch re⸗ gen Beſuch ſeinerſeits mithilft, die Akademie⸗Kon⸗ zerte, die einen Glanzpunkt des Mannheimer Kon⸗ zertlebens darſtellen, nicht nur für dieſes Konzert⸗ jahr, ſondern trotz der ſchwierigen Zeitläufte auch für dite Zukunft ſicherzuſtellen. ö 5 Ein Städtebund⸗Theater für die Lauſitz. Das Gubener Stadttheater, das bisher die Operette und das Schauſpiel pflegte, ſoll in der kommenden Spielzeit auf eine neue Grundlage geſtellt werden. Das Theater wird in Zukunft nur noch als Sprechbühne beſtehen. Durch ſtändige Gaſt⸗ ſpiele in Grünberg und Forſt in der Niederlauſitz ſoll die Baſis des Gubener Stadttheaters erwei⸗ tert werden. 5 Eröffnung eines Lenau⸗Muſeums. In der heute zum rumäniſchen Banat gehörenden Gemeinde Lenauheim, dem Geburtsort des Dichters Niko⸗ laus Lenau, wurde dieſer Tage in dem Geburtshauſe des Dichters in feierlicher Weiſe das Lenau⸗Muſeum eröffnet. Das Muſeum umfaßt eine Bibliothek von Lenaus Werken und eine in Erſtausgaben enthaltene Lenau⸗Literatur ſowie eine Manufkriptſammlung, Bildniſſe und zahlreiche Erinnerungsgegenſtände. Zur Ausgeſtaltung des Muſeums hat insbeſondere die Stadt Wien wertvolle Erinnerungsſtücke bei⸗ 5 geſteuert. 1 * ben. 1 berſtä 1 Proze In Zöger Geſich betrach holt e Glästt „It lleber — Mittwoch, 9. September 1931 Neue Mannheimer Zei tung/ Abend⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 416 5 Die neue Rheinbrücke Wann iſt ſie betriebsfertig? Die Frage, wann die neue Rheinbrücke in Betrieb genommen wird, rückt mit den merklich fortſchreiten⸗ den Bauarbeiten immer mehr in den Vordergrund des Intereſſes der Oeffentlichkeit. Wie wir von fach⸗ und ſachkundiger Seite hören, iſt der eigentliche Brückenbau bis zum Sommer nächſten Jah⸗ res ſoweit durchgeführt, daß die neue Brücke für den Eiſenbahnverkehr eröffnet werden kann. Die zur Zeit in der Ausführung befindlichen mittleren Brük⸗ kenpfeiler ſind vorausſichtlich bis Dezember fertig⸗ geſtellt. Nach der Inbetriebnahme der zweigleiſig projektierten Eiſenbahnbrücke wird dann der Umbau der jetzigen Eiſenbahnbrücke zur Straßenbrücke not⸗ wendig. Man rechnet damit, daß dieſe Arbeiten im Herbſt 1932 ebenfalls vollendet ſind und die völ⸗ lige Inbetriebnahme eines ungehemmten Ueber⸗ fahrtsverkehrs Ende 1932 erfolgen kann. Das Deulſche Sängerbundesfeſt wird nicht verſchoben Ein Wiener Blatt brachte die Nachricht, daß man in Frankfurt die Erwägung anſtelle, ob das Deut⸗ ſche Sänger bundesfeſt 1932 nicht verſcho⸗ ben werden ſollte. Die Leitung des Deutſchen Sängerbundes teilt demgegenüber mit, daß dieſe Meldung unbegründet iſt. Die Vorbereitungen nehmen vielmehr ihren ungeſtörten Fortgang. Die deutſchen Sänger laſſen den Mut nicht ſinken und werden den Beweis liefern, daß ſie die Spannkraft beſitzen, auch in den Zeiten wirtſchaftlicher und po⸗ litiſcher Not ihren Idealen treu zu bleiben. Darum werden ſie an ihrem ſchon jetzt in allen Grundlinien vorbereiteten Geſangs⸗ und Muſikfeſt in Frankfurt unentwegt feſthalten. Frühling im Rundfunk? Während man mit Bedacht einen Brikett im Ofen nachlegt und mit der beſſeren Hälfte Bera⸗ tungen darüber pflegt, ob man nicht beſſer den Wintermantel aus dem Schrank hervorholen ſoll, um der herbſtlichen Kühle beſſer entgegentreten 3u können, läßt man den Wetterbericht des Rundfunks über ſich ergehen. Man hört nur mit halbem Ohre hin, denn die Durchſage am Abend iſt doch nur eine Wiederholung der bereits während des Tages mehrmals gegebenen Wettermeldungen. Plötzlich horcht man aber doch auf, als man bei der Borausſage hört„Fortdauer des ſchönen Früh⸗ fahrswetters“. Ein Blick der Verſtändigung— es wurde tatſächlich von Frühjahrswetter geſpro⸗ chen. Ein zweiter Blick auf den Kalender: 8. Sept, Um allen Mißverſtändniſſen vorzubeugen, wieder⸗ holt der Sprecher ſeine Anſage„Fortdauer des ſchönen Frühjahrswetters“. Somit kann kein Zweifel darüber herrſchen, daß beim Rundfunk der Frühling einge⸗ zogen iſt. Frühling mitten im Herbſt. Warum auch nicht? Blühen doch im Herbſt auch die Kaſta⸗ nienbäume, wenn es ihnen einfällt. Warum ſoll der Rundfunk nicht auch Frühjahrsſprößlinge im Herbſt hervorbringen. Freuen würde uns dies ungemein, wenn einmal die ſommerliche Dürre der Pro⸗ grammgeſtaltung überwunden wäre. Ein Verſehen der Wetterdienſtſtelle iſt in dieſem Falle ausge⸗ ſchloſen, den der Tex lautet„Fortdauer des ſchönen Frühherbſtwetters“. Oder ſollte nur der An⸗ ſager Frühlingsſehnſucht bekommen haben?* * * Kraftfahrzeugkontrolle. Bei einer geſtern ſtatt⸗ gefundenen Kraftfahrzeugkontrolle wurden 47 Kraft⸗ fahrzeuge beanſtandet. Die Finanzlage der Straßenbahn Der Zeutral verband der Arbeitnehmer öffentlicher Betriebe und Verwaltungen nimmt hierzu Die chriſtlich⸗nationalen Arbeitnehmer der öffent⸗ lichen Betriebe nahmen, ſo wird uns geſchrieben, am Donnerstag abend in einer Straßen bahner⸗ Verſammlung im Bernhardushof, an der auch Stadtrat Kuhn teilnahm, Stellung zu den finau⸗ ziellen Nöten der Stadt, insbeſondere aber zu der Lage der Straßen bahn und der ſt ä dti⸗ ſchen Werke. Die Referenten gaben in kurzen einleitenden Vorträgen einen Ueberblick über die Vorkriegswirt⸗ ſchaft der Städte und kritiſterten mit Recht die Schul⸗ denwirtſchaft, die einzelne Städte getrieben haben. Die Inflation hat dieſe Städte von ihren Schulden zu 90 v. H. befreit, denn die Aufwertung erfolgt in der Regel nur zu 12% v. H. Nach Abwälzung der alten Schulden auf die Schultern der Allgemeinheit haben die Städte wieder in erheblichem Maße neue Schulden gemacht. Aus den lebenswichtigen ſtädtiſchen Betrieben (Gas⸗, Waſſer⸗ und Elektrizitätswerke und Straßenbahnen) wurden durch überhöhte Tarife gewaltige Beträge herausgeholt, damit die Städte zwar ſehr angenehme, aber nicht unbedingt notwendige Einrichtungen ſchaffen konn⸗ ten, die ſich ein reiches Volk leiſten kann, auf die aber ein Volk nach verlorenem Krieg und Inflation ver⸗ zichten muß. Der Verwaltungsapparat der Städte iſt vielfach aufgebläht und überſetzt. Um die Ausgaben beſtrei⸗ ten zu können, haben die Städte kurzfriſtige Anleihen in Höhe von etwa 1,5 Milliarden 4 aufgenommen, die nicht nur ſchwere Belaſtungen, ſondern auch große Gefahren für die in Betracht kommenden Stadtgemeinden in ſich ſchließen. Die Stadt Mannheim hat dieſe kurzfriſtige Verſchuldung dank der Finanzpolitik des früheren Mannheimer Oberbürgermeiſter Dr. Kutzer, der durch ſeine Fondspolitik die Mittel geſchaffen hat, die die Stadt in Stand ſetzte, im letzten Jahre die vordringlichſten Aufgaben zu erfüllen, verhüten können. Allerdings hat dieſe Fondspolitik der Wirtſchaft Mittel abge⸗ zapft, die ſie in ihrem harten Ringen ſelbſt notwen⸗ dig hätte gebrauchen können. Jetzt ſoll geſpart werden, aber am falſchen Ende. Der Herr Oberbürgermeiſter hat in einer Preſſe⸗ beſprechung erklärt, daß er von ſeinem Recht Ge⸗ brauch gemacht und 55 bis 60 Angeſtellten, darunter 50 Straßenbahnern, zum 1. Oktober gekündigt habe. Da dieſe jungen Straßenbahner ein monatliches Nettoeinkommen von 139 bis 166 Mk. haben, iſt dieſe Sparmaßnahme falſch. Nicht von unten, ſondern von oben fegen verſtändige Menſchen die Treppe. Ins⸗ geſamt wird 1 v. H. der von der Stadt Mannheim (bei 5000) Beſchäftigten von der Kündigung betroffen. Ein Gemeinweſen, das nicht in der Lage ite gt ſeiner Arbeitnehmer in Zeiten der Not durchzuhalten, hat keine Exiſtenzberechtigung mehr. Für Mannheim iſt zwar unbeſtritten, daß die Rentabilitätderſtädtiſchen Werkeſtark zurückgegangen iſt. Ein Hauptgrund des Konſum⸗Rückgangs iſt neben der großen Arbeitsloſig⸗ keit die Preisſteigerung für die Produkte der ſtä dtiſchen Werke, die vom Publikum als Mißbrauch der Monppolſtellung der Stadt gewertet wird. Vielleicht iſt der Preisabbau der Theaterplätze ein Anzeichen für den allgemeinen Preisabbau der Stadt, obwohl wir gewünſcht hätten, daß lebensnotwen⸗ digere Produkte, wie Gas, Elektrizität und Waſſer, dem Preisabbau beim Theater vorangegangen wären. Stellung Eine Konſumſteigerung kann nur durch Verbilligung der Erzeugniſſe und Waren erreicht werden. Das größte Schmerzenskind der Stadt Mann⸗ heim iſt zur Zeit die Straßenbahn. Angeblich vergrößert ſich das im Voranſchlag angenommene Defizit von Woche zu Woche. Die Straßenbahner wünſchen ſelbſt einen rentablen Straßenbahnbetrieb. Nachdem aber in der letzten Zeit der Herr General- direktor entgegen ſeinem früher entſchieden vertre⸗ tenen Standpunkt:„die Wagen müſſen rollen und dürfen nicht in den Depots ſtehen“, dauernde Ver⸗ ſchlechterungen der Wagenfolge(bei unberechtigt hohen Fahrpreiſen) eingeführt hat, iſt eine Beſſerung nicht zu erwarten. Warum werden z. B. nicht Fahrſcheinhefte mit 10 Faheſcheinen für 2 oder 3 Teilſtrecken ohne Umſteigeberechtigung zum Preiſe von 1 Mark ausgegeben? Die Einzelfahrſcheine könnten dann unverändert be⸗ laſſen werden, weil der nur gelegentlich die Sträßen⸗ bahn benutzende Fahrgaſt etwas mehr zahlen kann Die Straßenbahn würde beſtimmt unter den Ein⸗ heimiſchen und Kurzſtreckenfahrern zahlreiche neue Kunden gewinnen. Haben die leitenden Männer ſo wenig Mut, einen Verſuch zu wagen? Das bisherige Syſtem der Straßenbahn, ſchlechte Wagenfolge und überhöhte Preiſe, gewinnt nicht neue Kunden, ſondern vertreibt die alten Fahrgäſte. Von der ſo oft geprieſenen Opferwilligkeit der ge⸗ ſamten Beamtenſchaft der Stadt Mannheim und der Gemeindearbeiter darf ohne weiteres vorausgeſetzt werden, daß jeder dieſer Arbeitnehmer nötigenfalls monatlich eine Feierſchicht mit Lohnverzicht auf ſich nimmt, ehe er ſeine Arbeitsbrüder der Ar⸗ beitsloſigkeit überantwortet. Dies würden 5000 Feierſchichten im Monat mit der entſprechenden Min⸗ derausgabe für die Stadt bedeuten. Wenn dann der Herr Oberbürgermeiſter, die Bürgermeiſter, Gene⸗ raldirektoren und Direktoren in dieſer Opferwilligkeit nicht zurückſtehen, würde die Not wirklich ge⸗ meinſchaftlich getragen und leichter über⸗ wunden.* Raoͤfahrer verunglückt Geſtern nachmittag ſtieß an der Kreuzung Käfer⸗ taler⸗ und Garniſonſtraße ein 45 Jahre alter Ra d⸗ fahrer mit einem 41 Jahre alten Leichtkraft⸗ radfahrer zuſammen, wobei der Radfahrer die Herrſchaft über ſein Rad verlor, von dem Kotflügel eines Frankfurter Autos erfaßt und zu Boden ge⸗ ſchleudert wurde. Der Autofahrer wollte dem Rad⸗ fahrer im letzten Moment noch ausweichen und fuhr dabei auf den Randſtein. Vier Perſonen konnten noch rechtzeitg wegſpringen. Wenig menſchenfreundlich benahm ſich eine im Auto zufällig vorbeifahrende Dame, die, als ſie an der Unfallſtelle anhielt, von Augenzeugen aufgefor⸗ dert wurde, den Verunglückten nach dem Kranken⸗ haus zu transportieren. Die Antwort war, daß ſie ihren Wagen in Bewegung jetzte und davonfuhr. Soweit die Mitteilungen eines Augenzeugen. Der Polizeibericht teilt ergänzend mit, daß ſich der Ra d⸗ fahrer im Geſicht, an der rechten Schulter und an der linken Hand verletzte. * * Prachtexemplare von Pfirſichen konnte Herr Franz Lederle in ſeinem Garten in der Garten⸗ ſtadt Waldhof ernten, von denen die drei uns vorge⸗ zeigten 200 bis 225 Gramm das Stück wiegen. Veranſtaltungen * Galvano⸗Therapie im„Dienſt der Geſundheit und im Kampf gegen die Kranheit“ lautet ein intereſſanter Vor⸗ trag, der von Lichtbildern begleitet wird, die Heilmethode der Gegenwart und Zukunft behandelt und am Freitag nach⸗ mittags und abends im großen Saal der Caſino⸗Geſellſchaft ſtattfindet. Der Redner iſt der durch ſeine Vorträge in allen Großſtädten beſtbekannte Arzt Dr. med. Wanſch el. Groß iſt das Heer derer, die durch den im Vortrag gezeich⸗ neten Weg das höchſte Gut, die Geſundheit, erlangt haben. Geſtützt auf unzählige Zeugniſſe und Gutachten bedeute Aerzte, Kliniken und Sanatorien, ferner auf das trauen der über 30 Jahre bewährten Therapie, dürfte es nicht ſchwer ſein, das Vertrauen zu dieſer Naturhei iſe. die in intereſſanten und feſſelnden Lichtbildern demonſtriert wird, zu erwerben und dadurch neue Lebensfreude zu fin⸗ den.(Weiteres Anzeige.) Um den Ilvesheimer Etat * Ilveshim, 8. Sept. auch die Gemeinde Ilvesheim Zwangsetat abfinden muß. Der vom Bezirks⸗ amt Mannheim zurückgeſandte Voranſchlag lag geſtern abend dem Gemeinderat nochmals zur Annahme vor, wurde aber erneut abgelehnt, da man die darin enthaltenen Steuererhöhungen und die Neueinführung der Getränkeſteuer ab 1. Oktober nicht in Kauf nehmen wollte. Der Bezirksrat wird in einer Sitzung am 17. September den Zwangsetat einſetzen müſſen. Gerichtszeitung Ein feiner„Patenkanwalt“ Mannheimer Schöffengericht Vorſitzender: Amtsgerichtsrat Schmitt, Vertreter der Anklage: 1. Staatsanwalt Dr. Gerard Nunmehr ſteht feſt, daß ſich mit einem Der 42 Jahre alte Techniker J. St. war Inhaber eines Patentbüros und vermittelte Patente, was ihm aber ſpäter vom Bezirksamt unterſagt wurde. Auf eine Anzeige hin meldete ſich ein Obſthändler aus Freinsheim, deſſen Sohn eine Erfindung ge⸗ macht hatte, durch die Autos vor Diebſtahl geſichert werden ſollten. Aus den unfertigen Skizzierungen zog St. ſofort Schlüſſe und ſtellte ein Gutachten aus, daß die Erfindung, die er noch gar nicht kannte, Zukunft habe. In dieſem Gutachten gab er ſich als Patentanwalt aus. Der Obſthändler erhielt auf dieſes Gutachten hin vom bayeriſchen Innenmini⸗ ſterium 50 Mark, die er ſofort dem St. zur Ein⸗ reichung der Erfindung an das Reichspatentamt gab. Im ganzen erhielt St. rund 220 Mark. Die Erfin⸗ dung wurde auch eingereicht, aber vom Reichspatent⸗ amt zurückgegeben, da einmal die Gebühren nicht be⸗ zahlt waren und dann Erfindungen ähnlicher Art ſchon reichlich vorhanden ſind. Die Koſten, die ſich der Erfinder gemacht hatte, waren alſo umſonſt ge⸗ weſen. St., gegen den ſchon im April verhandelt werden sollte, wurde aus der Haft vorgeführt, da er ſ. Zt. zur Verhandlung nicht erſchienen war. Er gibt lediglich zu, daß er ſich gegen das Patent⸗ geſetz verſtoßen habe, den Erfinder habe ex aber nicht betrogen, da er ja für den„Koſtenvorſchuß“ gear⸗ beitet habe. Wenn aus dem Patent nichts geworden ſei, ſo liege das an der mangelhaften Vorbereitung der Erfindung. Als Patentanwalt habe er ſich nur auf Wunſch des Erfinders in dem Gutachten aus⸗ gegeben. Die Zeugenausſagen erbrachten den Be⸗ weis, daß St. von vornherein auf Betrug ausging. Schon die ganze Abfaſſung des Gutachtens iſt ſo ein⸗ fältig, daß es unverſtändlich iſt, wie man darauf hereinfallen konnte. Der 1. Staatsanwalt Dr. Gerard beantragte 1 Jahr Gefängnis und wegen der gemeinen Hand⸗ lungsweiſe 3 Jahre Ehrverluſt. Das Gericht verur⸗ teilte St. zu 7 Monaten Gefängnis abzüglich 2 Wochen Unterſuchungshaft. KUMMERN SIE SICH UM ROMAN VON WILHELM SCHEIDER (Nachdruck verboten) 23 Schöll lacht.„Detektivbureau, was?“ „Nein, nein, Herr Schöll... nichts derartiges!“ „Aber Sie wollen doch an der Sache verdienen, Herr! Ich ſchätze nur Leute, die Geld von mir for⸗ rn, wenn ſie für mich arbeiten... Bitte.. wollen Sie eintreten!“ Man durchſchreitet eine kleine Diele, betritt das üro. „Wir müſſen hier Platz nehmen. Mein Privat⸗ büro iſt augenblicklich von der Polizei geſperrt wor⸗ den. Wird erſt heute abend nach vorgenommener Unterſuchung freigegeben.“ Man nimmt irgendwo Platz. „Was fordern Sie für Ihre Dienſte?“ Schöll. „Ich werde Ihnen morgen einen kleinen Vertrag zuſchicken“, antwortet Rauch. 8 „Unſinn. Will Ihnen einen Vorſchlag machen. Ich biete Ihnen den zehnten Teil des Wertes. Es han⸗ delt ſich um Juwelen, die ich auf fünfzig Tausend einſchätze.“ Rauch lächelt zahm.„Die Zeitungen nennen die doppelte Summe. Ich bin überzeugt, daß ſie noch höher iſt.““ a Schöll läßt ſich nicht aus der Ruhe bringen.„Sie können mir Glauben ſchenken, Herr!“ Rauch zückt einen Füllfederhalter, ein Blatt Pa⸗ bier. Die Feder eilt, ein kleiner Vertrag wird auf⸗ geſetzt. Schöll ſoll ſich verpflichten, die wiedergefun⸗ denen Juwelen einem gerichtlich vereidigten Sach⸗ berſtändigen zu übergeben. Vom Einſtandspreis zehn rozent. Im Schölls Seele bohrt ein Wurm. Nach langem ögern— er ſtudiert während dieſer Zeit Rauchs Geſichtszüge und zwar wie ein Kenner, der ein Bild betrachtet— entſchließt er ſich zu unterzeichnen. Dann holt er aus einem Schrank Wodka, bietet Rauch ein läschen an. „Ich muß Ihnen geſtehen“, ſagt er dann,„daß ich eber mit einem tüchtigen Detektiv arbeite, als mit fragt der Polizei. Sie gefallen mir. Ich habe Vertrauen zu Ihnen, ich ſage es Ihnen offen. In Rußland habe ich mit der Polizei ſehr ſchlechte Erfahrungen gemacht. Und hier in Deutſchland verſtehe ich vom Polizeiweſen allzuwenig. Sie können verſichert ſein, daß ich die Sache unter Umgehung der Behörden bearbeiten möchte.“ Schöll ſpricht das harte Deutſch der Ruſſen, aller⸗ dings auch mit der großen Gewandtheit des flawi⸗ ſchen Menſchen. „Ihr Bureauperſonal haben Sie fortgeſchickt, Herr Schöll?“ „Ja, die Leute gingen vor einer Viertelſtunde.“ „Sind die Reporter noch nicht bei Ihnen geweſen?“ „Habe die Türklingel abgeſtellt.“ In dieſem Augenblich hört man, wie die Tür von vielen Fäuſten bearbeitet wird. „Die können lange klopfen. Es ſtört mich nicht.“ Rauch fühlt ſich geborgen. Wie gut, daß er den hinteren Eingang gefunden hat „Wollen Sie mir bitte den Hergang der Tat genau ſchildern?“ „Den haben Sie doch in den Zeitungen geleſen...“ „Trotzdem brauche ich Ihre Schilderung, Herr Schöll.“ „Ich denke, Sie haben ſchon eine Spur?“ „Natürlich habe ich eine Spur. Trbtzdem brauche ich aus einem beſtimmten Grunde Ihre Schilde⸗ rung.“ Schöll lächelt:„Alſo: Sie ſollen alles erfahren, da⸗ mit Sie im Bilde ſind: Ich kam, wie immer, um zehn Uhr ins Geſchäft. Ich diktierte meiner Stenotypiſtin einen Brief, als mir eine Geſchäftskarte hereingebracht wird. Es war die Karte von Guſtav van Bruß aus Amſterdam. Nun, das iſt eine große Kanone, müſſen Sie wiſſen. In früheren Jahren hatte ich dem Manne ſogar einmal etwas verkauft, aber perſönlich geſehen hatte ich ihn nicht. Nicht einmal auf der Börſe in Amſterdam. Na, was ſoll ich Ihnen ſagen: als die Karte von Guſtav van Bruß auf meinem Tiſch liegt, bin ich natürlich ganz aus dem Häuschen... Dieſer große Mann iſt dafür bekannt, daß er exzellente Sachen anbietet, im⸗ mer etwas ganz beſonderes. Und nun kommt er ſel⸗ ber zu mir. Das iſt für mich eine große Ehre. Dazu kam noch, daß in meiner Brieftaſche ſo allerhand Sa⸗ chen lagen, die ich ihm vielleicht andrehen konnte.“ Schöll unterbricht ſich, greift zum zweiten Mal zur Flaſche.„Auch ein Schlückchen, Herr Rauch?“ Rauch verzichtet. Dann fährt Schöll in ſeiner Erzählung fort. „Ich ſchicke natürlich ſofort das Mädchen hinaus, laſſe bitten. Und denken Sie: genau ſo hatte ich mir den Bruß vorgeſtellt, ganz genau ſo. Ein alter ein⸗ facher Mann mit geſtutztem weißen Schnurrbart. Alter, viel zu weiter Anzug. Unauffällig... der alte Typus des Juwelenhändlers. Als er ſo vor mir ſitzt, ſehe ich ſeine durchgeſcheuerten Aermel. Und.. Sie mögen mir glauben oder nicht dieſe Aermel wiegten mich in Sicherheit. Wäre der Kerl elegant geweſen, ich hätte Mißtrauen entgegenge⸗ bracht. Alſo: ich ſpreche ganz nett holländiſch. Er weigert ſich höflich. Er ſei hier in Deutſchland und wolle mit ſeinen Geſchäftsfreunden deutſch ſprechen.“ Rauch unterbricht den Redefluß:„Können Sie mir den Mann nicht näher beſchreiben, Herr Schöll? Hatte er eine ſtarke Naſe?“ „Unmöglich. Ich ſah nur den weißen geſtutzten Bart und den ſchäbigen Anzug. Der Mann war ſo unglaublich unauffällig. Alſo hören Sie: er ſprach kein ſchlechtes Deutſch, aber mit dem deutlichen Ak⸗ zent eines Holländers. Gleich kam er damit heraus, daß er mir was anbieten wolle. Er hätte von mir gehört, daß ich Spezialiſt für Kurioſa ſei und daß ich Beziehungen zu indiſchen Fürſten unterhalte. Das ſtimmt, müſſen Sie wiſſen. Ich bin in den letzten Jahren verſchiedentlich in Indien geweſen. Habe den Leuten Sachen beſorgt... Und wie Guſtaav van Bruß ſo ſpricht, entdecke ich zum erſten Male ſeine Augen.. ja, ſie waren etwas ſtarr, muß ich ſa⸗ gen.. aber beſchreiben kann ich ſte eigentlich nicht. Wenn ich zum Beiſpiel die Farbe angeben ſollte, käme ich in Schwierigkeiten. Aber ſtarr waren ſie ſtarr und tot.. und plötzlich fühlte ich mich beengt .. wie ſoll ich es beſchreiben... wiſſen Sie: viel⸗ leicht war es auch die Erregung über dieſen Beſuch. Es war zu viel für mich: der große Guſtaav van Bruß war perſönlich zu mir gekommen ja, in dieſem Augenblick zog der Mann aus der Seiten⸗ taſche ſeines Jacketts ein kleines Päckchen heraus. Wiſſen Sie, wir haben häufig dieſe Paketchen bei uns, wenn wir Kundſchaft beſuchen... wir großen Händler ſind immer ſo unvernünftig. Sollen wir uns vielleicht Detektive halten? Solange wir uns unauffällig kleiden, unauffällig wohnen. ſolange küm⸗ mert ſich kein Menſch um uns. Und außerdem ſind die Herren Spitzbuben davon überzeugt, daß wir ſtets genügend geſichert ſind. Wie geſagt: Die Un⸗ auffälligkeit und die durchgewetzten Aermel ſind un⸗ ſere beſte Waffe. Schöll nimmt einen dritten Wodka zu ſich. „Das Päckchen war nett verſchnürt. Umſtändlich holte der große Guſtaav van Bruß ein Taſchenmeſſer hervor, löſte das Band. Zuerſt braunes Packpapier, dann Seidenpapier. Und dann kam ein Schächtelchen zum Vorſchein. Nun, ich muß ſagen: dieſe Prozedur dauerte einige Minuten. Ich zitterte vor Neu⸗ gierde... Da kam Bruß aus Amſterdam und legte mir Kurioſa vor.“ Schöll lacht grell auf, zeigt gelbe Zahnſtümpfe. „Dieſe Ehre.. ich verging vor lauter Demut. Mißtrauen? Keine Spur. Nur Erwartung, zit⸗ ternde Erwartung. Als er das Schächtelchen auf⸗ klappte, blickte mir dieſer Teufelskerl in die Augen. Er grinſte leicht. Ich hatte ſofort ein Schwindel⸗ gefühl. Und dann.. ja, dann kullerten die beiden Steinchen in ſeine Hand hinein. Ei der Teufel: es waren die ſchönſten Katzenaugen der Welt. Nicht die gewöhnlichen Katzenaugen, nein, Katzenaugen Chryſoberillen, weich und glänzend mit dieſem un⸗ glaublichen Schimmer, der jeden Maharadſcha in Raſerei verſetzt. Wiſſen Sie: in Europa kennt man dieſe Dingerchen kaum. Aber in Indien. Weder in Antwerpen, noch in London, noch in Berlin iſt ein Preis dafür zu erzielen. Dieſer Menſch kannte natürlich meine Beziehungen ja, was nun eigent⸗ lich weiter paſſierte, weiß ich nicht. Entweder die ſchönen Steine oder der Mann haben mich überwäl⸗ tigt. Vielleicht ließ er mich den Hauch einer Flüſſig⸗ keit einatmen.. ich weiß es nicht. jedenfalls 8 ſchlief ich ein... es war toll.. wie lange ich ge⸗ ſchlafen habe, kann ich nicht ſagen. Meine Steno⸗ typiſtin weckte mich. Der Mann war fortgegangen, hatte mein Privatkontor über das Büro verlaſſen. Ganz ruhig mit leichtem Gruß. Kein Menſch hatte eigentlich darauf geachtet. Der Mann war ſo ent⸗ ſetzlich unauffällig. Mein weiblicher Lehrling hatte ihn über den Hof gehen ſehen. Es war wohl nur ein Zufall, denke ich. Die Kleine ſteht immer am Fenſter und blickt hinunter. Iſt eine Schlafmütze. Alſo: die Stenotypiſtin ließ einige Minuten verſtreichen. Dann klopfte ſie an meine Tür, wünſchte, daß das Diktat fortgeſetzt würde. Sie fand mich ſchlafend vor. Nach⸗ dem ſie den Buchhalter gerufen hatte, weckten mich dieſe beiden Menſchen. Es ſoll ſchwierig geweſen ſein. Ich fühlte mich entſetzlich benommen, müſſen Sie wiſſen. Den Beſucher hatte ich ganz vergeſſen. Plötzlich fiel er mir ein. Ich fühlte mich wie ange⸗ donnert. ſage ich Ihnen. Griff dann ſofort nach meiner Brieftaſche. Sie war fort. Stürzte hinunter auf die Straße. Nichts zu ſehen. Unten iſt ein Milch⸗ laden. Man hatte nichts bemerkt, kein Auto, nichts. Kein Menſch hatte dieſen Teufelskerl geſehen. Er war ja auch viel zu unauffällig. Iſt das nicht ent⸗ ſetzlich?“(Fortſetzung folgt) .— 69 mungen ſoſt normal beſchäftigt. trägnis aus 93 D r Neuen Me E annhei I mer r Zeitung 2 2 Normale Entlaſtung der Reichsbank Verringerung der geſamten Kapitalsaulage um etwa 170 Millionen Mark— Zunahme der Beſtände au Gold und Deviſen um 48,6 Millionen Mark Ueberſchreitung der 40proz. Deckung Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Sept. 1031 Hat ſich in der verfloſſenen Bankwoche die geſamte Kapi⸗ kalanlage der Bank in Wechſeln und Schecks, Lom⸗ bards und Effekten um 170,2 Millionen auf 3279,8 Mill. ¼ verringert. Im einzelnen haben die Beſtände an Handels⸗ wechſeln und Schecks um 79,6 Millionen auf 3021, Mill. J, die Lombardbeſtände um Mill. auf 151,4 Mill., und die Beſtände an Reichsſchatzwechſeln um 34,3 Mill. ¼ auf 4,1 Millionen abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbank⸗ ſcheinen zuſammen ſind 101,4 Mill./ in die Kaſſen Her Reichsbank zurückgefloſſen, und zwar hat ſich der Um⸗ lauf an Reichsbanknoten um 91,8 Mill. auf 4292,1 Mill. J, der an Rentenbankſcheinen um 9,6 auf 410,4 Mill./ ver⸗ Tingert. Dementſprechend haben ſich die Beſtände der Reichsbank an Rentenbankſcheinen auf 17,2 Mill.% erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 434,1 Mill. eine Abnahme um 745 Mill. J. Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen De⸗ viſen haben ſich um 48,6 Mill.„ auf 1771,0 Milli o⸗ nen erhöht. Im einzelnen haben die Goldbeſtände um 4, Mill.„ auf 1370,5 Mill. und die Beſtände an deckungs⸗ fähigen Deviſen um 44,2 auf 400,4 Mill.„/ zugenommen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungs⸗ fähige Deviſen beträgt 41,3 v.., gegen 39,9 v. H. in der Vorwoche. Zum amerikaniſchen Welzenverkauf Nach Mannheim jetzt auch Proteſt des Hamburger Getreidehandels (Eig. Dr.) Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börſe richtet ein Telegramm an den Reichs⸗ kanzler und an die zuſtändigen Miniſterien, in dem zu den ſchwebenden Verhandlungen zwiſchen Berlin und dem Harm⸗Bogrd wegen Ankauf von 500 000 Tonnen Weizen Stellung genommen wird. Der Verein bittet dvingend, dieſe Unierhandlungen ſoſort abzubrechen, weil das deutſche Anſehen im Ausland ſchwer geſchädigt und die internationalen Handelsbeziehungen ernſtlich ge⸗ fährdet würden. Ein derartiger Ankauf ſchädige den Handel und bringe ungeeignete Qualitäten nach Deutſchland. Gegen dieſen neuen Eingriff in die freie Wirtſchaft müſſe energiſch Proteſt erhoben werden, da das Projekt nur eine Verſchleu derung deut⸗ chen Varmögens bedeute. Auch die Hamburger Großhandelsmühlen haben beim Reichskanzler Proteſt gegen den Ankauf amerikaniſchen Weizens eingelegt. J Vor dem endgültigen Abſchluß der Stillhaltung der amerikaniſchen Banken. Newyork, 9. Sept.(Eig. Dr.) Das Stillhalteabkommen mit den amerikaniſchen Ban⸗ ken iſt ſo gut wie abgeſchloſſen. Nur noch von zwei Pacifie⸗Banken ſtehen die Antworten aus. Noch am Mitt⸗ woch dürfte die Reichsbauk von der Annahme des Ab⸗ kommens telegraphiſch verſtändigt werden. Das Bankenkonſortium zur Finanzierung von Ruß⸗ landgeſchäften.(Eig. Dr.) Zum Abſchluß des neuen Ruſſen⸗ kredits von 150 Mill.„ des ſogenannten Ifagokonſorttums wird noch mitgeteilt, daß das Konſortium ſich folgender⸗ maßen zuſammenſetzt: Debibank, Adca, Gebr. Arnhold, Bar⸗ mer Bankverein, Bayeriſche Hypotheken⸗ und Wechſelbank, Bahyeriſche Staatsbank, Commerz⸗ und Privatbank, Danat⸗ bank, Dresdner Bank, Simon Hirſchland⸗Eſſen, A. Levy⸗ Köln, Oppenheim jun. und Co., Köln, Preußiſche Staats⸗ bank, Reichskreditgeſellſchaft, Sächſiſche Staatsbank, Thit⸗ ringiſche Staatsbank und M. M. Warburg u. Co., Hamburg. Die Danatbank betont hierbei noch, daß ſie in gleicher Weiſe und im gleichen Ausmaß wie bei den früheren Ruſſenkon⸗ ſorxtien auch bei der Finanzierung der jetzt in Frage kom⸗ menden Ruſſengeſchäfte mitwirkt. D Deuiſche Linoleumwerke As., Stuttgart.— Betriebs⸗ einſchränkung.(Eig. Dr.) Im Werke Bietigheim wird in⸗ ſolge Betriebseinſchränkung künftig nur an fünf Tagen in der Woche georbeitet. O Deutſche Gold⸗ und Silberſcheideanſtalt, rankſurt a. M.— Eine Verwaltungserklärung.(Eig. 8 Die Verwaltung teilt uns in Berichtigung anderer An⸗ aben ſolgeudes mit: Das Erträgnis des Ende Septem⸗ 5 ablaufenden Geſchäftsjahres dürfte, ſoweit man dos jetzt überſehen kann, wieder befriedigend ſein. Die Edel⸗ mekallbetriebe waren trotz vorübergehender Hem⸗ Einige Produkte leiden unter der andauernden Neuerrichtung und Ausdehnung von neuen Fabrikationen im In⸗ und Außlond. Das Er⸗ den Beteiligungen war nicht ſchlechter als Leider war es noch nicht möglich, die Un⸗ 0 ahr. im Vorjah ern. Mit Rückſicht koſten nennenswert zu verringe auf die allgemeine Lage hat man einſtweilen davon ab⸗ geſehen, den Perſonalbeſtand zu verkleinern. Arbeitszeit⸗ verkürzungen haben nur in geringem Umkang ſtattgefun⸗ den. Auch die Einkommensverkürzungen bewegen ſich in engen Grenzen. der fübbeulſchen Ußkrie wird vom 9. September zirk bie Fünftage⸗ am Mittwoch, dem tech⸗ ruht, Die gleiche Maß⸗ ren, niſch günſtigſten Tage, nahme haben auch die badiſchen und pfälziſchen Brauereien getrof 5 ſoll ſie hauptſächlich in Bayern und 2 durchgeführt werden. Man erſtrebt dadurch die notwendige Herbeiführung der Un⸗ koſtenſen kung, da im chnitt ſowohl bei den ſüddeutſchen als bei den über dem Braufahr 1929/30 err v. H. zu verz en iſt. Ledig ſtellte ſich nach ben Hauptangaben ſatzrückgang mit nur 25 v. H. gi 5 Erträgnis der zumeiſt jetzt ablaufenden G kann jedoch nicht unmittelbar nach dem Abſatzrückgang gemeſſen werden, da es zellen Stärke des einzel wird. Immer muß bei den ten für 1930/1 durchweg mit ausſichten gerechnet werden. OWerkzeugmaſchinenfabrik Gildemeiſter u. Co.., Bielefeld. Wieder dividendenlos.(Eig..) Nach unſe⸗ ren Informationen wird das Unternehmen für das ſchäftsjahr 1930-31( derum ohne Divi⸗ dende bleiben. Die Ergebniſſe des verfloſſenen Ge⸗ ſchäftsjahres ſind naturgemäß von dem allgemeinen Kon⸗ junkturrückſchlag beeinträchtigt werden. Ein gewiſſer Aus⸗ gleich ſei im Export, insbeſondere im Rußlanögeſchäft, gelungen. noch weſentlich von der finan⸗ n Unternehmens beeinflußt Brauerei⸗Aktien verminderten Dividenden⸗ Ge⸗ 3 Zunehmende Arbeitsloſigkeit im Reich In Ergänzung unſerer Mitteilungen auf der erſten Seite des heutigen lattes der NM. über die langſam anſteigende Arbeitsloſigkeit tragen wir noch fol⸗ gendes nach: Die Arbeitsloſigkeit hat ſeit dem ſommerlichen T punkt nicht ſtärker zugenommen als während der gleie Entwicklungsperiode des Vorjahres; doch iſt dabei zu achten, daß der Ausgangspunkt in dieſem Jahre erheblich höher liegt. Die Zahl der Wohlſahrtserwerbsloſen belief ſich Ende Jult auf rund 1063 000. Die Landwirtſchaft bot in einzel Teilen 8 Reiches dem Arbeitsmarkt noch eine Entlaſt Im Steinkohlenbergbau hat ſich die Arbeitsma lage weiter verſchlechtert. Der Beſchäftigungsgrad in der Braunkohleninduſtrie war bezirksweiſe günſtiger. Die Schwierigkeiten im Baugewerbe haben zum Teil auch infolge des ungünſtigen Wetters noch weiter zugenommen. Die Beſchäftigung in der Metallindu⸗ ſtriſe hat ſich im allgemeinen weiter verſchlechtert. Die Zahl der Arbeitsſuchenden im Spinnſtoffgewerbe ſtieg in allen Bezirken an. Ungünſtig war die Entwicklung — mit Ausnahme von Süddeutſchlaud— in der Baumwollinduſtrie. Im Bekleidungsgewerbe war leilweiſe ein nicht unerheblicher Bedarf für die Konfektion, in den meiſten Bezirken auch eine gewiſſe Belebung in der Schuhinduſtrie zu verzeichnen. Im Nahrungs⸗ mittelgewerbe machte ſich vereinzelt ſchon der Be⸗ darf für das Weihnachtsgeſchäft bemerkbar. Der Arbeits⸗ markt des Verkehrsgewerbes neigte zur Verſchlech⸗ terung, Mehrere Bezirke melden beſonders umfangreiche Entlaſſungen und Kündigungen von Angeſtellten. Durch Nublikums⸗Intereſſe überwiegend Kursſteigerungen Licuidations- und Golopfanöbrieſe weiter ſeft Mannheim feſt Die Befeſtigung des Kursniveaus am Aktienmarkt machte an der heutigen Börſe weiter kräftige Fortſchritte. bei lebhafter Nachfrage nach den führenden Werten dieſes Marktes, während Nebenwerte vernachläſſigt blieben. Farben ſtiegen auf 109, Weſteregeln auf 92, dagegen Wald⸗ hof unverändert 51. Bankaktien waren wieder vernach⸗ läſſigt, Dedibank gaben auf 65 v. H. nach. Am Verf rungsmarkt gingen Aſſekuranz mit 55 um. Vom Renten⸗ werten waren Pfandbriefe weiter gefragt und höher. Der Sproz. Typ erreichte den Kurs von 90 v. H. Frankfurt in einzelnen Werten größere Lebhaftigkeit Die heutige Effektenbörſe ſetzte trotz ſchwacher Aus⸗ landsmeldungen wiederum in feſter Haltung ein. Das Geſchäft erreichte in einzelnen Werten größere Lebhaftig⸗ keit. Anregende Momente bildeten u. a. der Reichsbank⸗ ausweis, der günſtiger beurteilt wird. Der Umſtand, daß die Arbeitsloſenziffer eine geringere Zunahme als im Vormonat aufweiſt, bildete einen Grund für die weltere Befeſtigung. Am Bankaktienmarkt herrſchte weiter An⸗ gebot vor; DD⸗Bank wurden 4 v. H. niedriger nottert. Von Kaliaktien gewannen Salzdetfurth 6 v.., Aſchers⸗ leben 5 v. H. Am Markt der Elektropapiere gewannen Licht und Kraft 2,25 v.., AEch. ½ v. H. Geffürel hatten eine Kursſteigerung von 4 v. H. aufzuweiſen. Erwäh⸗ nenswert ſind ferner die Kurserhöhungen von Aku(plus 4,5 v..), von Vereinigten Stahlwerken(plus 2,75 v..). und von Deutſchen Erdöl, die um% v. H. höher zur Notig kamen. J. G. Farben ſind noch nicht zur Notie⸗ rung gelangt, doch hört man gegenüber dem geſtrigen Kurſe eine—8 v. H. höhere Schätzung. Am Schiff⸗ fahrtsmarkt wurden Norddeutſcher Lloyd 1,25 v. H. höher gehandelt. Am Rentenmarkt gingen Neubeſitzanleihen und von Promptwerten Anatolier um je 0,10 v. H. zurück. Ge⸗ ſucht blieben weiterhin feſtverzinsliche Werte. Liquiba⸗ tionspfandbriefe erfreuten ſich weiter bei anziehenden Kurſen reger Beachtung. Auch Goldpfandbriefe tendierten weiter feſt. Berlin lebhaft Nach einem fehr ruhigen Vormittagsverkehr war die Stimmung an der Börſe vor Feſtſetzung der amtlichen No⸗ tierungen mehrfachen Schwankungen unlerworfen. Als ver⸗ ſtimmende Momente wurden die ſchwachen Auslandsbörſen, Amſterdam und London, nur Zürich war weiter erholt, und das anhaltende Angebot am Bankaktienmarkte genannt. Hauſſegünſtige Momente waren dagegen die ziemlich opti⸗ miſtiſch klingenden Ausführungen Stegerwalds, die Ver⸗ lautbarungen über die Abſichten des Reichskabinetts, eine Pflichtreviſton für die großen Aktiengeſellſchaften durch Notverordnung zu verfügen und ein als normal an⸗ zuſprechender Reichsbankausweis. Beſonders aber bewirkten die rein techniſchen Momente und das anhaltende Intereſſe des Publikums überwiegend Kursſteigerungen, die bei Papieren wie Reichsbank, Ber⸗ ger, Chade, Dt. Atlanten, Gelſenkirchen, Salzdetfurth und Siemens bis zu 7 v. H. betrugen, bei zahlreichen Werten wie Schiffahrtsaktien, Farben, Rheinſtahl, zunächſt über⸗ haupt nur Plus⸗Plus⸗Zeichen zur Folge hatten. Umgekehrt waxen aber auch Kursverluſte bis zu 4 v. H. vereinzelt feſt⸗ zuſtellen. Dedibank⸗ und Commerzbank⸗Aktien verloren er⸗ neut 4 v. H. Handelsanteile minus 3 v.., Adea notierten 97 v. H. unter geſtern mit Briefrepartierung. Am Pfand⸗ briefmarkte hielt die Nachfrage an, hauptſächlich allerdings in kleinen Poſten und für 8er Emiſſionen, die durchſchnitt⸗ lich—3 v. H. gewannen. Stadtanleihen uneinheitlich, Induſtrieobligationen dagegen gefragt. Am Depiſenmarkte konnten ſich Pfunde und Spanien befeſtigen. Der Geldmarkt war wenig verändert; Tagesgeld nannte man mit ca. 8% v. H. Am reinen Kaſſamarkt überwogen auch heute Kurs⸗ gewinne, verſchiedentlich kamen aber auch noch Wieder⸗ notierungen auf ermäßigter Baſis gegen die letzten Juli⸗ Kurſe zuſtande. Privatdiskontmarkt blieb unver⸗ ändert. Größeres Geſchäft entwickelte ſich heute in Reichs⸗ Der ſchuldbuchforderungen, die auch auf erhöhter Baſis noch repartiert werden mußten. Beſonders zu erwähnen ſind heute wieder Farbenbonds, die abermals 5,75 v. H. ge⸗ wannen. Im Großverkehr entwickelte ſich heute ſchon ver⸗ ſchiedentlich ein vartſabler Handel, doch ſchien die Tendenz allgemein etwas ruhiger zu werden. Wieder notiert wur⸗ den heute Stöhr 24 v. H. unter letzter Notiz, Muag 8,5 v. H. unter letzter Notiz und elektr. Lieferungen 28 v. H. unter der Notiz vom 11. Juli. Jetzt ſind es vom ehe⸗ maligen Terminmarkt nur noch ganz wenige Papiere, die noch keine Wiedernotiz haben. 1 Am Deviſenmarkt nannte man London⸗Newyork 4,8690, Paris 123,952, Madrid 54,75, Schweiz 24,29%, Holland 12,0596. Berliner Devisen lskontsdtza: Ralchshank 8, Lombard 10 v, K. Amtlich in R⸗M für 8. September 9. September Varität ö Dist F. B. G. N. M 570 Holland, 100 Gulde 169,64 169,98 109,68 170 00 168,43 2 Athen 100 Drachm en 5,45 5,48 5,4.46 5,445 8 Brüſſel 100-50% P 58,80 39,72 58.57[58,69 38,355 2½ Danzig 100 Gulden 81,75 51,51 81,75 81,91[681,585 6 Helſingſors 100 FM 10,586 10.806 10,592 10,812 10,512 6 Italien.. 100 Lire 22.022,06 22,02 22.06 22,025 8½ Südflavien 100 Dina; 7,42.442].428.442.355 7½ Kopenhagen, 100 Kr. 112.50 112,72 112,51 112.73 112,06 3 Liſſabon 100 Estudo 18,58 18,57 18,54 18,58 17,48 7½ Oslo.. 100 Kr. 112.80 J 112.72 112,51 112.73 111,744 Paris... 100 Fr 16,50 16,54 16.50 16.54 16,445 2 Prag.. 100 Kr.] 12.469 12.489] 12.488] 12.488] 12,884 Schweiz.. 100 Fr.] 52.06 88,22 62.05[ 88,21 80,515 2 Sofia... 100 Lewo] 3,054].060].057] 3,063.017 87 Spanien 100Peſeien 37.12 87.20 97 61 37.89 69,57 68½ Stockholm: 100 fr. 112,61 112,83 112,82 112.84 112,054 Wien„100 Schilling] 58,18 39,2 59.17 59.29 59,79 J 10 Ungarn 10012500 73,43 78,57 78,48 73,57 72,89 9 Buenos⸗Aires 1Peſo] 1,173] 15177] 1,178].177 1,788 6 Kanada tan. Douar 4,191] 4,199.189.197 4,178— Japan.. ien] 3,080].084.079.033] 1,986 5. Raird.. 1ägypt. fd 20,95 20,99.95 20,99 20,91— Türkei.. türk. Pfd.—.——.——.—* 2130— London„ lengl. Pfd. 20,455 20,495] 20,455 20.495 20,898 4% Rew Hork. 1 Dollar 4,208 4,217.00 4,217 4,1780 ¼ Rio de Janeiro 1millr.] 0,256 0,258.258 0,260.508— Uruguan. 1Goldpeſo.868.872.888.892 3,421 1— Schwacher Grundton am Probuktenmarkt Durch die Verhandlung mit Amerika fand das Offertenmaterial nur wenig Unterkunft Berliner Produktenbörſe v. 9. d 2 Sept.(Eig. Dr.) Wenn auch die niedrigſten Notierungen des Vormit⸗ tagsverkehrs an der Börſe wieder überſchritten wurden 1 2 2* 1 1 u ſo hat ſich der ſchwächere Grundton am Produktenmarkte och erhalten. Bei der Zurückhaltung der Mühlen, die einerſeits durch das ſchleppende Weizenmehlgeſchäft, ande⸗ rerſeits durch die Unſicherheit bezüglich der Verhandlun⸗ gen mit dem amerikaniſchen Federal⸗Fram⸗Board bedingt i ſt, fand das herauskommende Offertenmaterial nur ſchwer Unterkunft, zumal es ſich in der Hauptſache um geringere Qualitäten handelt. 1 auten die Gebote etwa 2. Für prompten Weizen niedriger, auch für Roggen, der keineswegs reichlich angeboten iſt, waren geſtrige Preiſe nicht durchzuholen. ſetzten Weizen und Roggen—1,5/ ſchwächer ein. Am Lieferungsmarkte Wei⸗ zenmehl hat trotz weiterer Preiskonzeſſtonen der Müh⸗ len ſchleppenden Abſatz, kaum veränderten Preiſen ziemlich normal. Hafer liegt bei ausreichendem Angebot etwa Okt. B befeſtif Amtl 225,5 1 Dezember nicht notiert matter; 1d J matter; Hafer 135—44; Okt. 146,50—48, i ch notiert Roggen 17 186188; März N Futter⸗ und Induſtriegerſte 15200 55 das Roggenmehlgeſchäft wur Dez 25.7527 Dez. 225,0— 2, 3 175 186, iſt bei ſtetig, Gerſte weiter ruhig. den: Weizen 212214, 25: März 225,50—27½5 n. Oktober 186,50—188 G 50—188 ruhig; 7 Braugerſte 7 Dez. 146—48,50 G; März 149 G feſt; Weizenmehl 26—32,50 ruhig; Roggen⸗ mehl—60proz. 24,10 ruhig; Roggenkleie 9, Leinkuchen 50proz. 13,6080; Erdn ſchnitzel 6,7080; Erdnußmehl 11,80; Soyaexptracttonsſchrot 11,90) allgemeine Tendenz ſchwankend. Weizen 235; Roggen 212,50; Sommergerſte für Brauzwecke 8 Weizenmehl ſüdd. Spez. 0 Sondermahlung 34,75 35,50; Weizenmehl 26,75 ruhig; Weizenkleie 11,50—1189 309,90 ruhig; Viktorigerbſen 22 dnußkuchen 11,70; T O Frankfurter Produktenbörſe vom 9. Sept.(Eig. Dr.) 0 Hafer 40; ttederrhein. Spez. 0 39,25 bis 35,25; Roggenmehl 2 inl. dto. Roggenkleie 9,50— 9,25; ruhig. * Rotterdamer Geireidekurſe vom 9. Sept.(Eig. Weizen(in Hfl. p. 100 Kg.) Sept. 3 3,70, März : Weizen(100 17517750; 9,2 30,7 5 alles f 3,92½. 000 Kg.) Sept. 6774, Nov. 6757; Jan 69; Mär * Liverpooler Getreidekurſe vom 9. Sept. Uh.) dto. Sondermahlung 34,75 0,75; Weizenkleie 9,6090; ür die 100 Kg. Tendenz Dr.) a 557 Noy. (in Hfl. p. Laſt 274. (Eig. ruhig; Okt. 38 — Me 1s Tendenz 2) Dez. 3,10%(4,10%); März 4,1%(4,1 Moi 2(4,376); Mehl unv.— Milte: ruhig; Okt. 9816, Dez. 3,106; März 4,198; Mai 4,32; Mehl unv. Univ. Amerik. Univ. Stand. Middl. Anfang: —, Jan.(382) 983; März 373, Inli 391; Tag Tendenz ruhig.— Mitte: Okt. 959; März 367; Mai 375: Juli 381; Jan.(33) 397; März 404; Loco 364; Ab Nürnberger Hopfen bericht vom Zufuhr, 20 Ballen Hallertauer 40—55 Aepfel 39. * Magdeburger Zuckerterminbörſe vom 9. Sept.(Eig. 5 Stond. Tendenz .) Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 32,50 Sept.— 3 ruhig. 5 * Bremer Baumwolle vom 9. Sept.(Eig. Dr.) Amerik. Middl.(Schluß) 7705. * Liverpooler Baumwollekurſe vom 9. Sept.(Eig. Dr.) 2 55, Umſatz, Tettnanger 60 J. Te Okt. 351, Dez. simport 1890, 52 Dez. 357, Jon.(39 Okt. 389 Dez. 395, Tendenz ruhig. 8. Sept. 20 Ballen ſehr ruhig. Preiſe: denz . Freinsheimer Obſtgroßmarkt vom 9. Sept. Es wur⸗ den folgende Preiſe erzielt: Pfirſiche—12, Birnen 912, Zwetſchen 8— 13,5, Tomaten 3,5—5, Trauben rot 811, Trauben weiß 14, Bohnen 12. Anfuhr 750 Ztr. Abſatz und Nachfrage gut.— Die Vorleſe des Rotl⸗ herbſtes ſindet am kommenden Freitag und Samstag ſtatt. Der allgemeine Rotherbſt beginnt Mittwoch, 16. Sept. Berliner Meiallbörse vom 9. Sepfember 1931 Kupfer Blei Zink bez.[Brief Geld bez. Brief] Geld bez. Brief] Geld Januar 50.75 51.25 60,75, 22,21, 29,80 22, Februar]—.— 682.— 61.——.— 22.— 21,50—.— 28,50 22.80 März.. ,. 62 50 61.50—— 22,221.50]—— 24 29, April—.— 63.— 62.——.— 22,25 21.80 ,.— 2450 283,0 Mai 63,— 62.50—.— 22, 21,75—— 25.— 75 Juni 68.80 62.75—— 22,.—21——.— 285,80 24.50 Juli 69,75 69,50—.— 22.— 21,28—— 20. 28, Auguſt 64,50 64,— 2180 21,75 2159—,28.— 28,5 Sept. 60 50 60.——.— 21,— 19,50—— 22, 50 Oktober—. 60,50 60.25, 21.50 20,— 21.50 21,5 21,50 Nov.„00 50 60 75 80 59—.— 21550 20,751— 22,80 21.80 Dezemb. 60 50 61, 60.75]—.— 21.75 20,75—,— 28, 22 Flektrolytkupfer prompt. 73,75] Antimon Regulus 49, 51. Orig. Hüttenaluminium 170,— Silber in Barren leg. 39,50/ 40,80 dito. Walz⸗Drahtbarren, 174. Hüttenzinn 99 vp. Rein Nickel, 98/99 v f. * Tend ſchwächer. Londoner Meiallbörse vom 9. Sepiember 1931 Metalle in E pro To. Silber Unze g(187½́0 fein ſtand.), Platin Unze 9 ſkupfer, Standard 3 Monate Settl. Preis Elektrolyt beſt ſeleci ſtrong ſhe El'wireba enz: Kupfer 850. Gold Plati Preis flau, Freiverkehr 10 gr. 17 n dio, I rk. e(ohne Edelmetalle) pro 100 Kg. Blei abgeſchwächt, Zink 30,65] Zinn, Standart 113,8] Aluminium 270 31,85 Monate 116,5 Antimon* 83.65 Settl. Preis 114.0] Queckſilber N 34,50 Banka 110 7] Platin 3 ed 32,50 Straits 115.7] Wolframerz N ets—,— Blei, ausländ. 10.65 Nickel 9 rs 85 50 Zink gewöhnlich 10,75 Weißblech— Tendenz: Kupfer flau, Zinn, Blei und Zink willig. g N 8 2 2 I. 8 Aktien und Auslandsentelhen in Prozenten 8. 9. 5 8. 0. 8 f lb., Liſt& Co. 13— 11. 1 der Neuen Mannheimer Zeitung deten, i. bee ie Ste, i dub Alt Fart .. ndustrie-Aktien Jelpenle J. G. 102,5 109,0 . ldmühlepPapier 68.— 69.— l 8. 9. 8 8. 9. Accumulatoren 100,0 101,5 285 E Guill, 47. Mannhelmer Efektenbörse Nürnberg. Verein———.— Cement Heidelbg. Mez Söhne.. Ber. Chem. Ind. Aku... 48,— 49.— Jord Mooren 5 1 N Deſt. Cred.⸗Anſt.—— 7 arſtadt Miag, Mühlb.. dr= Ver. deutſch. Oelf. Alfeld Deligſen—— 5 5 8. 0. 18 33 Pfülz. Hyp.⸗Bf., 98,.——.— Chade Moenus St.⸗A.—.— 19,— Ver. Ultramarin Allg. Elektr.⸗G.. 61.— 60.— %% Bad, StA. 21 62,— 61.—.-G. f. Seilind. 9 5 8 Cha motte Annw. Ver, Zellſt. Berl. Alſen Port. Z.. Gebhard Textil.—— % Bad. f. G. 30—.— 80,.— Brown, Boveri. 38,„ 5 Chemiſche Albert Pf. Nähm. Kayſ. 3,50—— Pogll. Maſch. St. Ammendorf Pap. 59,50—.— Gehe& Co 3 7% Bad Lom Gd 70,.——.— Daimler⸗Benz.. 29.— 17 Reichsbank... 1155 120,5 Ch. Brockhues 5 5. Voigt& Häffner Anhalt. Kohl 37.—.— f wan. 40 5 8 5 2 8 30 95.— Ch. Brockhue 9 a nhalt. Kohlenw. 37,„—Gelſenk. Bergwk. 40,— 44,50 0 ea—— 8 i. 8 0 8 Rhein. Hyp.⸗Bk. 97,50 95, hien, Pedß K Sch 60.— Bolth. Seil. u. K. Ale g. 1 87 34.65 35,.— Germ. Portld.⸗Z.—— 8 Ausl.⸗Abl— 86,— Enzinger Union 40 4. 1 8 S A N.—.——.— Gerresheim. Glas———— 9. 805 a J. G. Farben. 102,5 109,0 Sudd. Boden⸗C.———— Daimler... 14.75 14,75 Roeder, Gebr. B. e ae 5. 5 e 64.— 67.— 8 0, eee ee Wiener Bankver..— 8,— Dt. Arlant.⸗T...—Rütgerswerke 23,75 25,85 Wayß& Freytag 8, 7,28 eſ. f. elektr. Unt. 64,— 67, 8% erden. 25 76,— 78.— 10. Grkt. M. Bu. 1009 109.0 Württ. Notenbk. 10/5 1078. 77 750 7— o n— 1 ee wer e. 140 1000 1000 Ste egg., 248 Scene Fer,. De genpoff lafthe. 8825 Ses Halen daten 22 50— Goa G 8 7 Ffalt Hrpoth.. 8855 9 855 Haid u. Neu. e. Mann. Verf..———.— 5.———.— Schuckert, Nrbg. 78.25 79.50 1 Bayr. Spiegelglas——. 8 22.— 8 oth. Bk.. Dürrwerke. 8— Waldhof 50,50 50,50 8 5 ſch.. 22.— 22, Ah. Hppoth,. 25.0 0 Af 1112 25 hof 50,. 5 0 Bach Bu dige, 69.— 6s.— f. g den Braun 1250 1205 Dockerh. L aidn.——. Sand. Zar 15 81750 Dersau let 40. 49. Jeb Großen 0 W N onſerven Braun——. 8„ 8 ergmann Ele. 79.— Grün& Bilfinger 140.0 ,. Durlacher Hof—.——.— Pfälz. Mühlenw.. Transport- Aktien Ufa(Freiverk.)—.—. a Gruſchwig Tell 36.50—— Eichbaum.——.— 5 Emag Frankf.' D—— Kricot. Beſigheim 15,——.— Raſtatter Wagg.———— Berlin Gubener 1400 140,0 Guano- Werke.. e e e ee bes. V r ede e wer ner e e e a e e 5 deter d.8. 528 28 eine e Serliner Börse Braun. rtr 98— 1030, agehar. 2— 88.— [Südd. Zucker 89. 80.— Oeſter.⸗U. Sten. n Br.⸗Beſigh. Delf. 36,——,— Halleſche Maſch.—.—. . Berein dtſch. Oelf. 65,.— 65,.— Faber& Schlelch. 82,50—.— 1 ö 5 Bremer Bulkan———— Hammers Spinn. 71.——.— Bad, Assekuranz 55.— 35.— Wayß& Freytag—.— 81— Montan- Aktien 565 5 0. 102,0 108.0 Festverzinsliche Werte 1—— 13.10 Bremet Wole 29.— 80.—. 5 Eger Mannz. Verſich. 18,.— 18.— Zeluſtoff Walbhof 52,— 51, 9%„ Vonds 28 76,50 82,—, l 111—— 13.50 Brown, Bog Kc. 51 e. Harkort St Pr..— 0 Eſchweil. Bergw———.— Feinmech. Jetter 29.50—.— 9 5 Ma 7150 71.80 5% eh Nat bak.. Südeuls Eſſencd. 28,50 2,80 Ferrene Jergb... F f ter Börse Gelſenk, Bergw. 39.78 1 5 Guilleaume 47,25 49,.— Biſch abstaſch IC a Sa.50 5 ran Ur Ilſe Bgb. St. A. 181.0—.— Felt Boe 52 3 ohne Ablöſgrecht 9850 250 Frans pofk Aktien Feder waſſer 59,.— 61.— Heilmann.. 14, 4. . 5 4½ 0% Rhein. Sig, 77.28 79,5 one de ete..20.40 A l Festverzinsliche Werte%% ele 910. 82.— 78,75 Kali Aſchersleben 17770 8 e. Schantungbahn—.——.— 7 5 Gade 4 5— 28.50 e e 2 1 Ie Weicgant, 945——„ Salt Wester geln 9189 92 Lade dar 2 7175% Hare on———— ig ee 8 Ten Ane: Fu durfer 100,0 9575 —.— 8„ 5 5 275 7 1 5„K. 288 N K 7.— Hi 8 85 Apt, 40 di e ds Planner deze ab 4 80 Geiz öffnet 1400 140 8 beg. Balkan.—— Oe See Glen.. e ebnen Enn 289 5. doeſe Kere 8 8 . ohne.50 3,40 g 8 8 8 N 5 Conti- Gummi 71,50 78,50 Hohenlohe⸗Werke—— D. Werte. Gold)——— 5 Otavi⸗Minen. 12,— 12.85 Haid& Neu 19.— 19.5% Roggenwert. 7,10 715 Baltimore Ohio.———.— Conti Linoleum 28,— 31.— Phil. Holzmann 44,50 4,50 8 1 255 5 Bank- Aktien Phönix Bergbau 27.— 28.75 Vance Füſſen 83,.— 35,.— 5% Roggenrentb 6,.—.80 N 32— 2275 a 5 dutſchenreuther 5 40%„„ dee den Aug, D. Credit 57,28 54,80 ilpert Armatur. r. Hapag eme. den a Daimler Motoren 15, 18.— idelbg. 26———.— Jadiſche Bank.—.——.— Aheinſtahl.. 4278 49. Pirsch Rupf.⸗u. M. 99,25 89,80% Landſch. Rog.—.——.— F. Südamerika. 84,—Deſſauer Gas. 681,75 83.— 5 e dg. 4—— 7 eee e 0% Wee e 8 Fare Fier. e Sent e e e e 65, 1850 5825 e ff., d 5 5 K g 5 8 1 5 947 5 i Inag Erlangen 40%„ Kronen 9—— Sank-Aktien Diſche. Steinzeug 54,— 88.— 87% Gel. Mö. 23———— Bayr. Hop u. Wo. 8— 8. 15 hans St, A.. 4%„ convetente 9,95 930 Deulſch. Eiſenhdl. 18.50 19.. 908 m 55.24.. Fom. u. Privatb. 68,— 64, industrie-Aktien 9 4½%„ Sild.⸗R. 0,75 0, 0 3 7 2 755 Deutsche Einol 50 39,75„ 5 C 8—— Bank f. Drauere. 77.59 80,.— Lali Chemte.. 58% R. A 55 6 Henninger K. St. 8 0 5 51255 8 e. Bankver 1 3 Dorin Ae 8 5 7 8 8 5 15—.——.—„ 1—— FVarſtadt Ruud. 15, erl. Handelsgeſ. 9 8. Farſtadt 16.„ . urn u. Nen 388 8 Scher. ie, 1240 122.0 Kein Sch.& Bec, 54 64 4% Türt,Ad. Anl.—— 1590 Cent. u. Prioibk, 68.— 84.— Jerm. Unienbr..„.— Klöanerwerſe 28.— 34— 65% Err. M. abg.———.— Deutſche. Disconto.— 68.— 5 8. e 2 8 5— Dresd. Schnellpr. 20,— 20.— C. 5. e % Grkr. M. abg.—,. 0 76,— Schwartz Storch:—— d Knorr, Hellbr. 8 04%„ Bagd.⸗Eif! 175 2, Darmſt u..⸗B. 76,15 78, 0 S.. Knorr. 2 8% Rö t Dan.———. D Eſſetten Ban.— 7— Merge——— Lonferven Braun 20.— 20.— 4 145.— Dürener Metall 68.— 88, Kollmar eourd. 24.— 25, n a ger. eee e, e Kraus ck Eo. Lock,. 4% unf. Anl..50.50 Dt. Aſiatiſche Be.—.——.— Dynamit Pruſt..— 88575 5 8 8 Dresdner Bank 41,— 38. ö 40% Zollobl. 1911 175 2. Deutſche Disconto 80.— 68.— Dyckerhoff e WIid... 9 Her 28.9 89.— A. E. G. 60,28 80,50 Sechwerkee 80% 400 ⸗Fr.⸗Los 5,75 5,75 Diſch.Ueberſee Bt. 50.— 42.50 Gebr. Körting ö 9 90.— 8 Aſchaff. Buntp. 110,0—.— Ludwigsh. Walz.. 4½% Ung. Str. 13 12,— 12, Dresduer Bank. 41.— 38.— Elektr. 1—— 68.— Kötitzer Kunſtled. 46,.— 46. N. 1 8 1 4½,„ 14 1425 14.40] Meiningechypbk.—.— 92,.— Elktr. Licht u. K. 73,50 75.— Krauß& Ste. Lok.—— 8⁵ rankf. Bank 74.— 74. Bd. Maſch. Dur. 5 F 2 5 geehy 1 derfe Sup. ct. 98—— Irem.⸗Beſig. Oel 40,75 utraſtwerke—— 4% Ung, Go 1240 Deſterr. Ereditbk.— Enzinger Unſon 45 45.— Kronprinz het.. e Meininger dio.( Grown Lobe e aug, Frankf. 40.— 10,%„ Kronen, 40 04 Reichsbank 180 119 Eſchw. Bergwert 17. Kyſſhäufer Hütte 40.— 40 50 Jahmeyer& Co. Laurahütte Leipziger Riebeck Lingner⸗Werke Linde's Eismaſch. Carl Lindſtröm Lingel Schuhfabr. Lüdenſcheld Met. Magirus.⸗G. Mannesmann Mansfelder Akt. Markt⸗ u. Kühlh. Maſch. Buckau⸗W. Maſchin.⸗Untern. Maximil⸗ Hütte Mech. Web. Lind. 5„ Zittau Merkur Wollw. Mez Söhne Miag⸗Mühlen Mi oſa Mix& Geneſt Mühlheim Berg. Niederlauſ. Kohle Nordd. Eiswerke Oberſchl. E. Bed. Oberſchl. Koksw. Odenw Hartſtein Orenſt.& Koppel Phönix Bergbau Rathgeber Wagg. ztheinfeldenſkraft Rhein. Braunk. Rhein. Chamotte Rhein. Elektrizit. Ahein. Möbelſtoff Rhein.⸗W. Kalk. Rheinſtahhl Riebeck Montan Roſitzer Zucker Rückforth. Ferd. Rütgerswerke Sachſenwerk Salzdetfurth Sarotti: Schleſ. Elekt. Gas Hugo Schneider Schöfferhof Brau Schubert& Salzer 8. 9. 75.50 75. .— Siemens Segall Strumpf alske 1 —.—. Sinner.⸗G. 88,.— 5 99.50 1000 ———.— Stolberger Zinkh. —— Stralſ. Spielkart.— Stoehr Kammg. Stoewer Nähm. 7 5—Südd. Immobil.— 5„ Zucker 80,— 62, 20.— 40,— Tpörrs ber. Oele 892 8— —.— 13,— Tietz, Leonhard 59,25 615 78.— 78,.— Trans⸗Radio 1025 1060 49,50 51.— „ 20,500 Varziner Papier. 105 3 1 8 1 8 3 D= J. Tiſch. Nickehw. 60.— 80 18.— 16,25 B. Glanzſt. 15 88,— 88, V. Harz. Portl. Z.. 72 —.———. Schuͤhf. B. K. 12. 1350 . Ber Stahlwerke. 25 8 Stahl. v. d. 3p. 7 8 —.——— Ver. Ültramarln, 110 2050 85.— 65,— Vogel Telegraph, 1980 4080 98,.— 40,50 Vogtländ. Maſch.—.——.— Voigt& Haeffne n 73,.— 75,25 3 ————[Wanderer Werke 12 8 WeſteregelnAlkal. 92,.— 155 Weſtf. Eiſen 7 e e Vicking⸗Cement 12— 1 41.— 41,15 Wilke Dampfkeſſel 5 2——[Wiſſener Metall 28.— 24.— 5 Zellſtoff Verein— 26.15 29,—, Jellſtoff Waldhof 51.— 51, 1.— Deutsch- Oſtafrita 30 224 1000—— Neu⸗Guſne 1880 125 124,0 120 Olav Minen 12.80 154 74.50 74,50 Schan tung Freiverkehrs-Kurse — petersb J. Habk—— 2 81.— 28,25 Ruſſenbank—. 81. 29.— 24.50 25,— Deutſche Petrol—— 2 3750 5180 Burbach Rekt——— 3 ende e „.— Hochfrequenz N 27 24% Frigershal. 88.— 87.— Schucert& Co. 7775 7d. Schultheiß l Ufa um 3 1 een l Neckarfulm. Fahrz. zer Emu weſe und in A ausb Frei ſtalt *. mobi licher Trip Sch! aus tödlit Regr gen d — — — — — + — ſchrot 7 Dr.) wecke ez. 0 mehl 84,75 9,50: ndenz wur⸗ 312, auben ) Ztr. Ro i⸗ mstag Sept. iSi! r Seite/ Nummer 416 Neue Mannheimer Zei Mittwoch, 9. September 1931 Slrafantrag im Karlsruher Billel⸗Proze * Karlsruhe, g. Sept. Am Dienstag wurde im Billet⸗Prozeß mit der Zeugenvernehmung fortgefahren. Das Intereſſe für die Schwurgerichtsverhandlung hielt auch ten Tage unvermindert ſtark an. abermals ſtark polizeilich geſichert. Zeuge, Polizeibeamter um zwei⸗ Der Saal war Der b nter Weiß, der am Pfingſtmontag keinen Dienſt hatte, bekundete, er habe beobachtet, wie die Kommuniſten Angehörige der NS DA beläſtigten. Er habe auf der Kaiſer⸗ ſtraße den Ruf gehört:„Es muß Blut flie⸗ ßen!“. Als Mitwirkende bei der Schlägerei habe er Haas und Eckſtein geſehen, die er heute auch wiedererkenne. Ein weiterer Zeuge, der ſelbſt als Motorrad⸗ fahrer Schläge auf den Rücken erhielt, erkannte Schmalbach als den Mann wieder, der auf Billet eingeſchlagen hat. Nach einer zweiſtündigen Mittag⸗ pauſe wurde gegen halb vier Uhr mit der Beweis⸗ aufnahme fortgefahren, die aber nicht viel Neues über den eigentlichen Hergang der Tat erbrachte. Auf Antrag des Rechtsanwalts Clauſen beſchloß das Ge⸗ icht die Vernehmung des Zeugen Hein. Aus Baden Schwerer Verkehrsunfall * Durlach, 8. ereignete ſich in Sept. Ein ſchwerer Verkehrsunfall Durlach bei der Straßenbahnhalte⸗ ſtelle Bahnhof. Ein aus Karlsruhe kommender Motorradfahrer geriet beim Ueberholen eines an⸗ deren Fahrzeuges auf die linke Seite der Fahrbahn und ſtieß mit einem ihm entgegenkommenden Kraft⸗ dreirad zuſammen. Der Motorradfahrer wurde auf die Straße geſchleudert, wo er mit ſchweeen Verletz⸗ ungen liegen blieb. Sein Soziusfahrer kam mit 2 75 e N auf Schallplotten leichten Verletzungen davon. Beide wurden ins 06: Sangenberg: Morgenkonzert. 5 5 1 5 1 5 10.00: Südfunk: Schallplattenkonzert. Städtiſche Krankenhaus Durlach eingeliefert. Die 12.05: o Fahrzeuge mußten abgeſchleppt werden. 12.30: München: Mittagskonzert. 1137 Aae i oͤtrigiert(Schallplatten). 13.05: Langenberg: Mittagskonzert. Vom Zug überfahren 13.30: Heilsberg: Mittags konzert. Ettlingen, 9. Sept. Geſtern früh wurde die Ehe. 16.90. Se ee rau des im Ruheſtand befindlichen Oberverwal⸗.43. e eee. kungsſekretärs Ganzen müller auf dem Bahn⸗ 15.50 Langenberg: Kinderſtunde. gleis beim Uebergang an der Bulacherſtraße in 1 Nat. e 1. F Orte 30: uchen: Promenadekonzert. ſchwerverletztem Zuſtand aufgefunden. Offenbar hat 17.00: Langenberg: Veſperkonzert. Basgue, Dreyer, Profes ſich die Frau in einem Anfall geiſtiger Umnachtung uſw. geſtern früh vor den Zug geworfen, wodurch ſie ver⸗ 17.00: Südfunk: Nachmittags konzert. mutlich auf die Seite geſchleudert wurde. Da ſie einen 17.55: München: Konzertſtunde. gefährlichen Schädelbruch erlitt, wurde ſie ins hieſige Spital verbracht. Die Verletzungen ſind lebens⸗ fährlich. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. trag. e 5 f. 19.05: Frankfurt: Der pluroliſtiſche Parteienſtaat. Vor⸗ 5 9 3 1 trag. Feſtnahme des Brandſtifters in Hauingen 19.30: Heilsberg: Was iſt Intelligenz? Vortrag. N 1 0 Der S f 5 n 19.35: München: Militärmuſik. «Sreiburg. Br. 9. Sept. Der Schreiner un: 19.40: Wien: Volkstümliches Konzert. J. Strauß, Ziehrer, zer aus Lörrach, der aus der Nervenheilanſtalt Emmendingen geflüchtet war und aus Rache im An⸗ weſen ſeines Bruders in Hauingen einen Revolver und 100 Mark ſtahl und das Anweſen ſeines Bruders in Brand zu ſetzen verſuchte, wobei zwei Zimmer ausbrannten, konnte in der Nacht zum Montag in 21.80: rankfurt: uten eren Peiſe f 1. 9 er Emmendinger An 22.00: Wien: Abendkonzert. Kollo, Meiſel, er uſw. Freiburg FFF 5 2 22.25: Frankfurt: Internationale Olympiavorbereitungen. ſtalt wieder zugeführt werden. * „ 1 b 12.40: Beromünſter: Konzert. Kaiſerslautern, 7. Sept. Wie die Deutſche Auto⸗ 17.00: Straßburg: Bunte Muſik. Mobilſchutzgeſellſchaft mitteilt, will ſie wegen des töd⸗ 17.00: 1. 8 17 gung Mi be 0 18.00: Straßburg: Opern⸗ un perettenmuſik. e Wmnmoch abend 1 8 18.30: Prag: Deutſche Sendung. Neue Bücher, Landwirt⸗ Telppſtadter Straße(Rote Hohl) vorgehen. Schlackenhaufen, auf den der Motorradfahrer aus Stelzenberg auffuhr, ſodaß der Soziusfahrer 20.00: Kopenhagen: Volkstümliches Sinfoniekonzert. FTT 8 1 20.20: 8: Italieniſ Meiſter des Ziergeſangs kblich abſtürzte, ſei nicht beleuchtet geweſen. Die 29.20: Hezom ger ntalleniſche Meiſter des Ziergeſang Regreßanſprüche des Fahrers wird die Geſellſchaft ge⸗ 20.90: Straßburg: Kammermuſik. gen das zuſtändige Forſtamt vertreten. Rom⸗Neapel: Sinfoniekonzert. Druckwaſſer die Kellerräume des Waren⸗ 18.20: 18.30: 20.00: 20.30 20.50: 19.15: 21.00: Der Strafantrag des Staatsanwalts Im weiteren Verlauf des Prozeſſes kam am heutigen Vormittag der mediziniſche Sachverſtändige in ſeinem Gutachten zu dem Ergebnis, daß der Schädelbruch des Billet nicht vom Sturz vom Mo⸗ torrad, ſondern von einem heftigen Schlag auf den Kopf herrühre. Nach Vernehmung zweier weiterer von der Ver⸗ teidigung beſtellten Zeugen gelangt 1. Staatsanwalt Dr. Gſchenauer auf Grund der Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung, daß ſich die Angeklagten Haas, Linder, Schmalbach und Eckſtein des ſchweren und der Angeklagte Dietz des einfachen Landfrie⸗ dens bruchs ſchuldig gemacht haben. Gegen Haas und Linder lautete der Strafantrag unter Ver⸗ ſagung mildernder Umſtände auf je ſechs, gegen Schmalbach und Eckſtein auf je vier Jahre Zuchthaus, gegen Dietz auf ein Jahr Ge⸗ fängnis.— Es folgten dann die Plädoyers der Verteidigung. Das Urteil tſt heute nachmittag zu erwarten. 2: Ludwigshafen a. Rh., 9. Sept. 5 Seit heute früh arbeiten zwei Löſchzüge der ſtädtiſchen Berufsfeuer⸗ wehr ununterbrochen am Warenhaus Tietz. In⸗ folge des geſtiegenen Rheinwaſſerſtandes hatte hauſes unter Waſſer geſetzt. Erſt um 10 Uhr konnte ein Löſchzug das Arbeitsfeld verlaſſen. Was hören wir? Donnerstag, 10. September Langenberg: Deutſche Hochſchulen Studentenleben im Ausland. München: München die Stadt der Bergſteiger, Vor⸗ und deutſches Verdi uſw. Langenberg: Offenbach, Rhode uſw. Frankfurt: Die Geſchichte von Aucaſſin und Nico⸗ lette. München: Doppelſelbſtmord. Bauernpoſſe von Lud⸗ wig Anzengruber. Abend muſik. Großmann, Aus dem Ausland ſchaftsfunk. Mailand: Konzert. Wiener Spiel gute tung/ Abend⸗Ausgabe Eiche Sandhofen A. Bg. 96 Oberſtein:9 Die Meiſterringer Rupp und Bräun trennen ſich unentſchieden Krönung aller 9 und Stemmklub Die igen Veranſtaltungen des Ring⸗ Sandhofen, der ſich durch chentlich durch rten, wohlgelungenen Kampf⸗ ſeit lor eine Sonderſtellung im Mann⸗ er den Vereinen des Rhein⸗Neckar⸗Gaues r d Freundſchaftstreffen am S 5 he ſeine wö ffen hat, abend gegen die 1 herliga ringende Mannſchaft der Athleten Vereinigung 1896 Oberſtein, die in Bräun, dem Europameiſter von 1925 Mailand und mehrmaligem Deutſchem Meiſter einen Ringer von Extraklaſſe beſitzt. Da Intereſſe an der Veranſtaltung, hei der das Zuſamentrefſen von Bräun mit Rupp, dem Europameiſter von 1926 Riga und mehrfachen deutſchen Meiſter und Vertreter in Länderkämpfen, den Höhepunkt bildete, war derart groß, daß der Saal zur Reichspoſt bereits vor Beginn der Kämpfe wegen Ueberfüllung ge⸗ ſperrt werden mußte. Es fällt ziemlich ſchwer, einen der Kämpfe beſonders hervorzuheben, denn alle ſtanden ſie tech⸗ niſch auf hoher Stufe und waren ungemein ſpannend und temperamentvoll. Dennoch muß man aber der Begegnung Rupp mit Bräun, der ſich in dieſem Jahre erſtmals den deutſchen Meiſtertitel im Halbſchwergewicht holte, die Palme zuerkennen. Rupp bewies dabei, obgleich er durch ſeinen Unfall längere Zeit ausſetzen mußte und inſolge⸗ deſſen noch nicht im Vollbeſitz ſeiner Leiſtungsfähigleit iſt, daß er ſich auf dem beſten Wege befindet, ſeine frühere hervorragende Form wieder zurückzugewinnen. In keiner Phaſe des verblſſen geführten Kampfes konnte ſich Bräun einen Vorteil verſchaffen, dagegen gelang Rupp ein An⸗ griff, der einen Punktſieg für beſſere Arbeit gerechtfertigt hätte. Kampfrichter Ren ner⸗ Mannheim gab aber ent⸗ gegen den Wettkampfbeſtimmungen ein Unentſchied en. Den Auftakt der Veranſtaltung bildete die Anſprache des 1. Vorſitzenden Lttters ſen., der die Gäſte und ganz beſonders Bräun und ſeine Mannſchaft herzlichſt begrüßte. Nach dem Einlagekampf, bei dem Sandhofens Gaumeiſter in der Altersklaſſe, Weber, überraſchend den Kreis⸗ meiſter in dieſer Klaſſe, Dölki ng Sp 06 Mannheim, durch Halbnelſon in 3,02 Minuten beſiegte, begann der Mannſchaftskampf. Kleparz präſentierte ſich in glänzender Form und erzielte einen hohen Puntkſtieg über Weiß ⸗Oberſtein, der ſich als ein techniſch guter Ringer entpuppte. Im Kampfe gegen Klein⸗Oberſtein mußte Metz⸗ Sandhofen ſich knapp nach Punkten geſchlagen bekennen. An Technik und Taktik waren ſich beide Gegner ebenbürtig. Der in letzter Zeit ſehr erfolgreiche Leichtgewichtler Wehe ⸗Sand⸗ ofen ſetzte ſeine Siegesſerie fort und bezwang ſeinen Segner Juchem ⸗Oberſtein nach prächtigem Kampfe durch Hüftſchwung. Im Treffen gegen Fetzer ⸗Oberſtein hatte Sommer⸗ Sandhofen oft genug Gelegenheit zum Sieg; er verſtand aber keine guszunützen und wurde nach 11,40 Minuten durch Ueberſtürzer gelegt. Seit langer Zeit mußte der Mittelgewichtler Emering ⸗Sandhofen eine Niederlage hinnehmen. Der Sieg ſeines ausgezeichneten Gegners Loch⸗Oberſtein war eine ſehr ſchöne ſportliche Leiſtung. Imponierend die Leiſtung von Litters⸗ Sandhofen. Mit wuchtigen Angriffen, unaufhörlich das Tempo verſchärfend, kämpfte er um den Ausgleich und oͤte Ehren ſeines Vereins und legte ſeinen Gegner Hä⸗ ringer⸗ Oberſtein unter toſendem Beifall der Zuſchauer auf die Schultern. Die Ergebniſſe: Bantamgewicht: Kleparz⸗Sandhofen— Weiß⸗Oberſtein. Punktſieger Kleparz. Federgewicht: Metz⸗Sandhoſen— Klein⸗Oberſtein. Punktſieger Klein. Leichtgewicht: Wehe⸗ Sandhofen— Juchem⸗Oberſtein. Sieger Wehe durch Hüftſchwung in 3,35 Minuten. Weltergewicht: Sommer⸗ Sandhofen— Fetzer⸗Oberſtein. Sieger Fetzer durch Ueber⸗ ſtürzer in 11,0 Minuten. Mittelgewicht: Emering⸗Sand⸗ hofen— Loch⸗Oberſtein. Steger Loch durch Hüftſchwung in 45 Sekunden. Halbſchwergewicht: Rupp⸗Sandhofen— Bräun⸗Oberſtein. Der Kampfrichter entſchied nach der vollen Ringzeit von 20 Minuten unentſchieden. Schwer⸗ ewicht: Litters⸗Sondhofen— Häringer⸗Oberſtein. Sieger Litters durch Armſchulterörehgriff in 2,45 Minuten. K. C. Oeſterreichs Aufgebot Für das Länderſpiel gegen Deutſchland Auf Grund der Spiele des Sonntags haben die Oeſter⸗ reicher nun auch ihre Mannſchaft für den am kommenden Sonntag im neuen Wiener Stadion ſtattfindenden Fuß⸗ ball⸗Länderkampf gegen Deutſchland nominiert. Es iſt inter⸗ eſſanterweiſe die gleiche Mannſchaft, die am Pfingſtſonntag in Berlin die deutſche Mannſchaft mit 620 überfuhr. Daß die Oeſterreicher genau auf die gleichen Spieler zurück⸗ greifen, zeigt, daß ſie von der Mannſchaft auch für das Leiſtungen erhoffen. Auch das für vorgeſehenen Nationalmannſchaft und einem St team, das gegen Agram zu ſpielen hat, iſt abgeſagt 1 wird aber auch die öſterreichiſche Mannſch folgenden Aufſtellung noch nicht endgülti iſt ſie wie folgt: Hiden(WA) Rainer Blum (beide Vienna) Mock Smiſtik Gall (Auſtria)(Rapid)(Auſtria) Ziſcher Gſchweidel Sindelax Schall Vogl (Wacker)(Vienna)(Auſtria)(beide Admira) Schwedens nächſtjährige Länderſpiele Gegen Deutſchland in Nürnberg In der ſchwediſchen Univerſitätsſt 1 Spielausſchuß des Schwediſchen Fußballbui Sitzung zuſammen, auf der man ſich in der Haup der Feſtlegung der kommenden Länderſptele beſchäftigte. Alleröͤings müſſen die Termine noch vom Vorſtand geneh⸗ migt werden. Die im Sommer nächſten Jahres geplante Begegnung mit Deutſchland wird vorar tlich in Nürn⸗ berg anläßlich der dorten Guſtav⸗Adolf⸗Feſtſpiele vor ſich gehen. Zur Hauptſache ſpielen die Schweden aber in ihrer Hauptſtadt Stockholm, und zwar am 12 Juni gegen Bel⸗ gien, am 1. Juli gegen Norwegen, am 15. Juli gegen Oeſterreich und weiterhin an einem noch nicht feſtſtehenden Termin gegen die Tſchechoflowakei. Am 19. Junt fahren die Schweden nach Kopenhagen, wo ſie gegen Dänemark ſpielen und am 43. Nov. treten ſie in der Schweiz an. r Donnerstag, 10. Seplember: Im weſentlichen Fortdauer des beſtehenden früh⸗ herbſtlichen Wetters. Welter⸗Nachrichten der Badiſchen Landeswelterwarte Karlsruhe Beobachtungen der Landes wetterſtellen.86 Uhr vormittags Vorausſage fü —————— See. Luft⸗ Wind höh. 7 70— Wetter 5 2 E Nicht. Stärke Wertheim 1511—[513 4 tin— MNMebet a 563762,8 812 180 ſkeicht heiter Karlsruhe 120 762,9 616 5 ſtil— heiter Bad Bad 218 782,8 6 16 8 fſtell— Nebel Billingen 112 764,4 3 14 2 N leicht bedeckt Vad Bürnb. 701 1 15—1 ſtill— heiter St. Blaſten 780— 44 16 1 0 leicht heiter Badenwell. 422 768 6 18 5 NO leicht heiter Feldbg. Hof 1275686,0 3 7 1 8 ſchwach halbbedeckt Durch kräftige Einſtrahlung erreichten geſtern die tiefen und mittleren Lagen Badens einheitlich Höchſttemperaturen von 16 Grad, während die nächt⸗ liche Ausſtrahlung meiſt Tiefwerte der Temperatur von 3 bis 5 Grad brachte. Auf der Baar kam es zu leichteu Nachtfröſten. Der hohe Druck iſt heute etwas verflacht. Er liegt jedoch als breiter Rücken quer über Mittel⸗ europa und verbindet die nordoſtatlantiſche Autt⸗ zyklone mit dem Schwarzen Meer⸗Hoch. Das trockene Frühherbſtwetter wird bis auf weiteres anhalten. * Waſſertemperauren„heue füh 8 Uhr): Rhein lin Mannheim) 18,5 Grad Rhein(bei Rappenwörth) 15 0 Bodenſee(bei Konſtanz! 14 5 ——— Chefredakteur: Kurt Fiſcher Verantwortlich für Politik: H. A Meißner Feuilleton: Dr. Stefan Kay ſer Kommunalpolltit u. Lokales: Richard Schönfelder Sport u. Vermiſchtess Willy Müller Handelsteil: l. B. Franz Kircher Gericht u. alles übrige Franz Kircher ⸗ Anzeigen u. geſchäftl Mitteilungen: Jakob Faude, fämtlich in Mannheim Herausgeber Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas. Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim. R 1.—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung erfolgt nur bei Rückporto sagen wir allen in großem Schmerze Grabe besonderen Dank gesagt. Mannheim- Neckarau, de Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem großen Verluste, der uns durch den Heimgang meines unvergeßlichen Gatten, unseres guten Vaters betroffen hat, innigen Dank. Den Schwestern vom Theresien krankenhaus, den kath., Schwestern von Mheim- Neckarau sei für die aufopfernde Pflege, der Direktion mit der Kollegenschaft des Innen- und Außendienstes der Oeffentl. Lebens-Vers.-Anstalt Baden, dem Militärverein M heim. Neckarau, sowie der freiw. Sanitätskolonne Mheim-Neckarau für ihre trostreichen Worte am n 9. September 1931. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Theresia Steinberr Mannheim, den Mein lieber Gatte, unser treuer Vater, Herr Otto Eschmann Wurde uns gestern nacht nach kurzer, aber sehr schwerer Krankheit durch den Tod entrissen. 9. September 1931. In tiefer Trauer: Käſhe Eschmann geb. Lorch Rufh Eschmann Paul Eschmann Theo Eschmann 122¹⁰ Die Einàscherung findet am Freitag, den. September, 3 Uhr im hiesigen Krematorium statt. Beileidsbesuche dankend verbeten nachmittags Sohneidermeisterin m. 1. Referenz., empf. ſich in u. auß. dem Hauſe zu mäß. Preis. Anfr. u. A 2 54 an die Geſchſt. oder durch Tel. 216 66.* 1573 Am Samstag, den 5. September, ist meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter Frau Lina Sie veri geb. Gerbel von langem, schweren Leiden erlöst worden. Dr. H. Sievert und Kinder. N 2. Die Einäscherung hat in aller Stille stattgefunden. Aintl. Veräfenbichungen Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien betr. ſchule beginnt wieder am Montag, den 14. Sep⸗ tember 1931 zur ſtundenplanmäßigen Zeit. for Saut Mannheim Der Unterricht der Volks⸗ u. Fortbildungs⸗ 63 Trauerkleidung erhalten Sie bei Anruf Nr. 27851 sofort für jade Figur in allen Preislagen zur Auswahl Neu- Anfertigung 3 in Wengen Stunden welche das Herrenwäſche⸗Zuſchneiden u. Schnitt⸗ muſterzeichnen erlernen wollen, erhalten in kurz. Zuſchneidemeiſter, zu jeder Tageszeit. Angeb. unter K W 51 an die Geſchäftsſt. d. Bl. Weignäherinnen eit gewiſſenhafte Ausbildung von Herrenwäſche⸗ 1567 Fischer- Niegel Berufs-Mäntel Adam Ammann, Ju 3, 1. Tel. 33 789 Tür Damen und Herren 11810 Speslalhaus für Berufskleidung. Machrul. Aufs tiefste erschüttert betrauern wir den Heimgang unseres Prokuristen, des Herrn Otio Eschmann der im Alter von nur 49 Jahren uns entrissen wurde. Er war ein Vorbild treuester Pflichterfüllung, hoch geachtet von Allen, die ihn kannten. Aufrichtiges biederes Wesen, großes Wissen, gepaart rnit vornehmstem Charakter, zeichneten ihn aus liebtheit. und sicherten ihm allgemeinste Be- Sein Andenken halten wir in hohen Ehren! Mannheim, 8. September 1931. Stern& Wolff 6. Seite/ Nummer 416 5 Neue Mannheimer Zeitung Abend⸗ Ausgabe Mit woch,. September 1931 Automatenbetrieb im 9 r 2 ö 5 Billig 7 Niaxim, B 2, 4 endlich n Bein 8 im ele keiſeomnibus; Reiſeda 2 22 belegte Brötchen— Gabelbissen— 20 Pfg. ieweils Montags, den 1 1 Seh Se 2 7 Sellheimer Export-Bier Lire 5 idelberg Bismaraärlag 0— 2 über Frankfur 5 5 18 D aeute Verlängerung! a Tage A 5 f 3 e 5 5 e über Leipzig—Bayr 2 2. 3 Heuie 3 1 Fahre e e Halbronn pelt, o obo f 0 0 f ö nnein atlel, K 4, 7 0 0 preis eil aller Rundfahrten nur 48. A Mm 5 ereits 5 Fahrten zur größten Zu bl 5 d8 01 0 l. Oefen Lange Nacht ausgeführt. Glänz. 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