1 Kre⸗ erden zu direkt an jeben. uterhaus, handlung — * t e Bezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— Abholſtellen: Waloͤhofſtraße 6, Lronprinzenſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 18, W Oppauer Straße 8, Erſcheinungsweiſe wöchentlich 12 mal. zuzüglich Zuſtellgebühr. Je Friedrichſtraße 4, 8e Luiſenſtraße 1. Fe Hauptſtraße 6g, Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Einzelpreis 1 0.. Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM.—.40 die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. 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Lerroux beſchäf⸗ ligte ſich ausſchließlich mit der Einſtellung ſeiner Regierung zur Abrüſtungsfrage. Er ſchilderte die bereits durchgeführten Abrüſtungsmaßnahmen und betonte, daß die ſpaniſche Fin anznot weitere ſtarke Herabſetzung der Rüſtungsausgaben notwen⸗ dig macht.„Spanien hat“, ſo ſagte er,„auf die Träume und imperialiſtiſchen Ziele der zuſammengebrochenen Königsherr⸗ ſchaft Verzicht geleiſtet.“ Er brachte dann einen Antrag ein der an ſich nichts Neues iſt, aber bei der gegenwärtigen Lage der ſpaniſchen Republik legreiflich erſcheint. Dieſer Antrag geht dahin, daß der Völkerbund die Möglichkeiten einer Beein⸗ luſſung der Weltpreſſe prüfen ſollte, um die Verbreitung von falſchen, die Aufrechterhaltung des Friedens ſtörenden Meldungen zu verhindern. Das große Ereignis des heutigen Vormittags war die Rede des engliſchen Haupt- belegierten Lord Robert Cecil Das Hauptthema bildete viel weniger der Völker⸗ bund, als die Schilderung der verzweifelten Lage Europas, die Kritik der ſchweren Verſäumniſſe, die die Hauptſchuld an der kataſtrophalen Verſchlechte⸗ kung der europäiſchen Verhältniſſe nach ſich zogen Und schließlich der Appell an die Regierungen, ſich zu einer Tat aufzuraffen. Der Völkerbund lam heute fehr ſchlecht weg. Lord Robert Ceeil ſtellte ihn nicht in den Mittelpunkt ſeiner Ausführungen, ſondern ſchob ihn als zu vernach⸗ lüßſtgende Größe aus dem Bereich der Dinge. Der engliſche Delegierte lieferte eine Darlegung der leürdpäiſchen Tragödie“. Die verzögerten Ent⸗ ſchlüſſe der Regierungen brachten es ſoweit, daß man heute vor einer verzweifelten Lage ſich befinde. Nach einem Lande Europas ſtröme das ganze Hold, während die anderen ſich in einer mehr oder weniger ernſten Währungskriſe befinden. Deutſchland iſt das Zentrum der europäiſchen Kriſe. Auf dieſen Punkt müſſe die Haupt⸗ aufmerkſamkeit gerichtet werden. Alle An⸗ ſtrengungen müſſen dahin gehen, Deutſch⸗ lands Lage beſſer zu geſtalten und ihm Hilfe zuzuführen. In dieſer Richtung iſt bereits eine Reihe von An⸗ ſtengungen gemacht worden. In Baſel ſind die Ex⸗ perten und Sachverſtändigen zuſammen getreten und haben grundlegende Entſchließungen ausgearbeitet, bie zum Ausgangspunkt einer Sanierung Deutſch⸗ ds gemacht werden müßten. Die Herſtellung guter wirtſchaftlicher Beziehungen zwiſchen den europäiſchen Völkern, die Erleich⸗ terung des Handels und Wandels iſt eine Grundforderung meiner Regierung, ſo erklärte Lord Robert Cecil unter allgemeinem Beifall. Die Polktik internationalen Vertrauens vorzubereiten und zu befeſtigen iſt gleichfalls das Ziel Englands. Lord Robert Cecil betonte, daß zur Linderung der deutſchen Finanznot dringende Maßnah⸗ men erforderlich ſeien. Ein Zuſammenbruch mitſſe verhütet werden. Im Vordergrund ſtehe aber das Poſtulat des Ver⸗ krauens. Wie ſoll man zu praktiſchen Maßnahmen gelangen, wenn das Vertrauen zwiſchen den Part⸗ nern nicht genügend gekräftigt iſt? Die öffentliche einung befinde ſich noch immer unter einem ſurken Zweifel. Die Kreiſe, denen es möglich wäre, Kapitalien zur Verfügung zu ſtellen, halten ſich zu⸗ Das muß anders werden. Unter der Garantie der Regierungen muß endlich eine Aktion eingeleitet werden, um die kapitaliſtiſchen Kreiſe für die Unterſtützung der notleidenden Staaten unter günſtigen Bedingungen und den entſprechenden Garan⸗ tien zu gewinnen. Einen wichtigen Punkt bilde die Herabſetzung und Almähliche Beſeitigung der Fehlbeträge in den üͤdgets der verſchiedenen Staaten. Die politiſche age iſt ſehr ungünſtig, betonte Lord Cecil, auch die moſphäre iſt getrübt. Es finden zahlreiche Kund⸗ gebungen und Reden ſtatt, die Unruhe verbreiten. 1 75 iſt leichter als Demagogie, nichts gefährlicher e. Eine Probe aufs Genfer Exempel Schwere Schädigung Deutſchlanoͤs durch die neuen franzöſiſchen Einfuhrverbote Drahtbericht unſeres Berliner Büros 1 Berlin, 10. Sept. Die Verhandlungen wegen des franzöſiſchen Ein⸗ fuhrverbots für Wein und Holz dauern an. Der deutſche Weinexport nach Frankreich iſt, wie ſchon angedeutet, unbeträchtlich. Er belief ſich im Jahre 1930 auf 1415 Doppelzentner im Werte von 232000 Mark. Sehr erheblich dagegen iſt die deutſche Holzausfuhr nach Frankreich, die ſeit 1925 ſtändig gewachſen iſt. Sie betrug im Jahre 1930 allein an Bau⸗ und Nutzholz 3 429 000 Doppelzentner im Werte von 4 Millionen Mark und 63 000 Doppelzentner verarbeitetes Holz im gleichen Werte. Aus dieſen Ziffern geht deutlich hervor, daß das Einfuhrverbot Frankreichs und die damit verbundene Kontingentsſperre ſich gegen Deutſchland rich⸗ tet und nach deutſcher Auffaſſung nicht nur eine for⸗ melle Verletzung des deutſch⸗franzöſiſchen Handels. vertrages enthält, ſondern auch in ſcharfem Wider⸗ ſpruch ſteht zu dem in Genf aufgeſtellten Grund⸗ Es iſt kein Kunſtſtück, aufreizende Reben zu halten. Das Publikum ſtürzt ſich auf ſolche Senfationen. Aber wenn muß volle Erklä⸗ rungen abgegeben werden, ſo lenken ſie viel weniger das Intereſſe auf ſich. Als Vorausſetzung einer Politik des internationalen Vertrauens rückte Lord Robert Cecil das Ab⸗ rüſſungsproblem in den Vordergrund. Er betonte, daß die engliſche Regierung eine Ver⸗ zögerung im Zuſammentritt der inter⸗ nationalen Abrüſtungskonferenz nicht zugeben werde. Er ſchilderte die ungeheu⸗ ren Luftrüſtungen und wies bei dieſer Ge⸗ legenheit auf die in der letzten Zeit in Frank⸗ reich veranſtalteten Luftmanöver hin. Aus ver⸗ ſchiedenen engliſchen Zeitungen zitierte Lord Robert Cecil Schilderungen dieſer Luftmanöver und ge⸗ langte zu dem Schluß, daß jedes Volk, das auf dem Gebiete ſeiner Luftrüſtungen nicht mit Schritt hal⸗ ten könne, ſich in größter Gefahr fühle. Dieſe Erklärung Lord Robert Ceeils machte auf die franzöſiſche Delegation keinen ſichtbaren Eindruck, doch ein großer Teil der Verſammlung ap⸗ plaudierte lebhaft. Lord Robert Cecil erklärte hier⸗ auf im Namen ſeiner Regierung, daß er den Grandiſchen Vorſchlag, die Rüſtungen nicht zu ſteigern, ſolange die internationale Abrüſtungs⸗ konferenz dauere, mit Nachdruck unterſtütze. Auch dieſe Erklärung des engliſchen Hauptdelegier⸗ ten wurde mit ſtarkem Beifall aufgenommen. Dann erklärte Lord Robert Cecil, daß es ſich um keine unweſentliche Rüſtungseinſchränkung handeln dürfe, wenn man im nächſten Jahre in Genf mit Erfolg arbeiten wolle, ſondern um bedeutende Ab⸗ ſtriche auf allen Rüſtungsgebieten. Man müſſe mit dem Willen nach Genf kommen, eine Tat zu vollbringen. Eine Verſchleierung der Rüſtungen und eine Irreführung würden auf die öffentliche Meinung ſich ungünſtig auswirken und die großen ſatz der gegenſeitigen Rückſichtnahme. Frankreich beſchäftigt im Holzgewerbe 700 000 Ar⸗ beiter und Angeſtellte, Deutſchland deren rund eine Million. Von dieſen iſt zur Zeit die Hälfte ar⸗ beitslos. Weitere 100 000 würden ihre Beſchäftigung verlieren, wenn Frankreich das Verbot durchführt. Der Vorteil, den Frankreich ſich durch dieſen Schritt verſchaffen würde, ſtellt alſo eine außerordentlich ſchwerwiegende Schädigung des deutſchen Holzgewerbes dar. In unterrichteten Krei⸗ ſen glaubt man, daß das Verhalten Frankreichs auf die Abſicht hindeute, den deutſch⸗franzöſiſchen Han⸗ dels vertrag überhaupt zu kündigen. Badiſche Vorſtellungen in Berlin Karlsruhe, 10. Sept. Wie wir erfahren, hat die badiſche Regierung bei der Reichsregierung Vorſtel⸗ lungen wegen des Verbots erhoben, das von Frank⸗ reich gegen die Einfuhr von deutſchem Holz erlaſſen wurde, da für Baden die Auswirkungen dieſes Ver⸗ bots ganz beſonders ſchwerwiegend ſind. Erwartungen die man in die ſetze, vernichten. Abrüſtungskonferenz Am Schluß ſeiner Darlegungen erklärte Lord Robert Cecil, daß England in der Verſtändigung zwiſchen Frankreich und Deutſchland den Kernpunkt der europäiſchen Wiederaufbaupolitik erblicke. 25 v. H. der europäiſchen Gefahr würden beſeitigt werden, wenn es gelänge, zwiſchen Frankreich und Deutſchland eine Verſöhnung und Zuſammenarbeit auf politiſchem und wirtſchaftlichem Gebiet zu er⸗ reichen. Dieſe Erklärung erregte gewaltigen Bei⸗ fall der ganzen Verſammlung. Schließlich wies Lord Robert Ceeil die tendenziöſen Darſtel⸗ lungen zurück, denen zufolge England dem deutſch⸗ franzöſiſchen Verſtändigungsbeſtreben nicht volle Unterſtützung verleihe. England, ſo erklärte Lord Cecil, ſei ſich der großen Bedeutung der franzöſiſch⸗ deutſchen Verſtändigungspolitik bewußt und befinde ſich noch immer auf dem Boden von carnvo. Er ſprach die Hoffnung aus, daß in den nächſten Monaten der Heilungsprozeß, vorbereitet durch die franzöſiſch⸗deutſchen Verſtändigungsbekun⸗ dungen, ſeinen Anfang nehmen möge. Nach Lord Robert Ceeil ſprach der ſchweizeriſche Haupldelegierte Molla In ſeiner Rede behandelte er beſonders eingehend das Reparationsproblem und erklärte, daß das Hoo⸗ verjahr nicht ausreiche, um die gewaltigen Schwie⸗ rigkeiten zu beſeitigen. Vielmehr bedeuten die zwölf Monate eine Pauſe, die dazu benutzt werden ſollte, Lo⸗ um das Reparationsproblem aus der Welt zu ſchaffen. Reichsaußenminiſter Dr. Curtius wird erſt am Samstag ſeine Rede halten, Briand ſpricht Frei⸗ tag. Das ilalieniſche Nüſtungsmemorandum Telegraphiſche Meldung Genf, 10. Sept. Die italieniſche Regierung hat dem Völker⸗ bundsſekretariat die erbetenen Angaben über den Stand der italieniſchen Rüſtungen jetzt gleichfalls eingereicht. Wie verlautet, enthält das Memorandum der italieniſchen Regierung eine Anſpielung auf die Anregung eines Rüſtungsſtillſtandes wäh⸗ rend der Abrüſtungs konferenz, die bekannt⸗ lich der Außenminiſter Grandi in dieſen Tagen in der Völkerbundsverſammlung eingebracht hat. Ita⸗ lien hat nach den Angaben des Memorandums 280000 Mann unter den Fahnen und 1501 Kampfflugzeuge. Die Heeresausgaben ſollen in dem Memorandum mit ſechs Milltar⸗ den Lire angegeben ſein. Das Memorandum wird erſt in den nächſten Tagen veröffentlicht. Keine Kreditverhandlungen Bayerns mit Frankreich ö — München, 10. Sept. Ein Berliner Blatt hatte aus München gemeldet, daß dort am Freitag Ver⸗ handlungen über einen franzöſiſchen Kredit in Höhe von 25 Millionen Mark für den bayeriſchen Staat beginnen ſollten. Wie dazu von zuſtändiger Stelle mitgeteilt wird, iſt an dieſen Gerüchten kein wahres Wort. Frankreichs Bedingungen einer Kredithilfe für Oeſterreich Drahtung unſeres eigenen Vertreters Genf, 10. Sept. Nach einer mir von dem franzöſiſchen Finanzmini⸗ ſter Flandin heute mittag gemachten Mitteilung iſt es ausgeſchloſſen, daß Oeſterreich vor der dur ch⸗ greifenden Umſtellung ſeiner Kom⸗ munalpolitik und ſozialen Finanz⸗ gebarung eine Anleihe durch Frankreich erhalten könnte. Insbeſondere weiſt der Finanzminiſter auf die Verſchuldung der Länder und Städte ſowie auf den unter dem ſozialiſtiſchen Regime ein⸗ geführten Kollektipkontrakt hin, der Oeſterreich ſchwer belaſte. Solange eine durchgreifende Reform in Oeſterreich nicht durchgeführt werde, eine Reform, die zum Abbau der Soziallaſten führen müſſe, gäbe es keine Möglichkeit für eine Beteiligung Frankreichs au einer Anleihe für Oeſterreich. Der mexikaniſche Senat für Eintritt in den Völkerbund — Mexiko, 10. Sept. Der Senat beſchloß ein⸗ ſtimmig, bie Einladung des Völkerbundes zum Ein⸗ tritt in den Bund anzunehmen. 5 daß zur Linderung der deutſchen Finanzuot dringende Maßnahmen erforderlich ſeien Ein Bismarck-Zitat Gedanken zum Genfer Geſchehen Von Staatsſekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben Die diesjährige Völkerbundsverſammlung enthält für Deutſchland ihre entſcheidende Note durch die Haager Entſcheidung über den mißglückten Verſuch zu einer deutſch⸗öſterreichiſchen Zollunion und ihre Behandlung in Genf. Kein Zweifel, die deutſche Politik hat eine Niederlage erlitten, und Frankreich hat ſeinen Willen durchgeſetzt. Letzten Endes hat es ſich trotz Einkleidung in Probleme des internationalen Rechts und der Wirtſchaft um eine reine macht⸗ politiſche Entſcheidung des„Siegers“ gehandelt, die zuungunſten des Schwächeren und Schlechtvorberei⸗ teten ausgefallen iſt. Auch wenn die deutſche Politik allen Anlaß hat, nicht jede Frage in erſter Linie zu einem deutſch⸗franzöſiſchen Duell werden zu laſſen, ſcheint es aus der ganzen Weltlage heraus nun ein⸗ mal Schickſal zu werden, daß nichts, was irgendwie auf der deutſchen Zukunftslinie liegt, ohne eine ſchwierige und unerfreuliche deutſch⸗franzöſiſche Aus⸗ einanderſetzung geſchehen kann. Ja, in der Tat, das deutſch⸗franzöſiſche Problem beherrſcht wieder einmal in voller Schwere und Wucht die Stunde, und eine internationale Diskuſſion über Außenpolitik oder Weltwirtſchaft iſt völlig nutzlos, wenn man nicht zu ihm Stellung nimmt. Um die beiden Pfeiler der„wachſenden Einſicht in internationale Gebundenheiten“ und der„Erkennt⸗ nis des deutſch⸗franzöſiſchen Problems als Kern⸗ problem jeder möglichen Beſſerung der Lage“ dreht ſich im weſentlichen heute die innerdeutſche Diskuf⸗ ſton über die außenpolitiſche Zukunft. Die einen lehnen grundſätzlich jeden neuen Verſuch einer Aus⸗ einanderſetzung mit Frankreich ab, ſchalten ſich aus dem Einfluß auf die wirklichen Geſchehniſſe aus und leben in ihrer Gedankenwelt in einem tatſächlich in dieſer Welt leider nicht vorhandenen Wunſchveich. Unter den anderen verzichtet der eine flugs auf den Bau von Panzerkreuzern, der andere predigt fried⸗ liches Abfinden mit Polen, vom formellen Verzicht auf den Anſchluß Oeſterreichs oder auch tatkräftigen Eintreten für die deutſchen Minderheiten gar nicht zu reden. Solche unangenehmen Dinge könnten an⸗ geblich die Erlangung neuer Kredite und die„Wirt⸗ ſchaft“ ſtören. Das in der jetzigen Einſtellung brei⸗ teſten Kreiſe der Arbeitnehmerorganiſativnen Be⸗ denklichſte liegt meines Erachtens aber darin, daß dieſe in Verkennung der deutſchen wirtſchaftlichen Möglichkeiten und Notwendigkeiten dem„Kapftalis⸗ mus“ im eigenen Vaterlande den bitterſten Kampf anſagen, jedoch mit Schweigen oder doch nur ſehr mildem Tadel darüber hinweggehen, daß es keinen „Kapitalismus“ auf der ganzen Erde gibt, der ſich ſo hemmungslos in den Dienſt egoiſtiſcher nationaler Außenpolitik und dabei in erſter Linie der Nieder⸗ haltung Deutſchlands ſtellt, als der franzöſiſche! Faßt man einmal alles zuſammen, was deutſcher⸗ ſeits in einer neuen Auseinanderſetzung mit Frank⸗ reich nach Anſicht derer, die täglich zur„Verſtän⸗ digung“ drängen, zu„konzedieren“ wäre, dann ſtößt man ſehr bald auf das neueſte Schlagwort vom „politiſchen Moratorium“. Es nahm feinen Urſprung von der Reiſe der deutſchen Miniſter nach Paris. Der franzöſiſche Miniſterpräſident verſuchte durch Vorweis eines längeren Wunſchkatalogs(Oſt⸗ grenzen, Panzerkreuzerbau, Verhältnis zu Oeſter⸗ reich, Stahlhelmparaden) Erklärungen deutſcherſeits dafür zu bekommen, daß alle dieſe Fragen in einer für Frankreich befriedigenden Formulierung weiter behandelt würden, und daß dann ſo wie einſt unter der„Heiligen Allianz“ oder dem„Drei⸗Kaiſer⸗Bünd⸗ nis“ eine ganze Weile„Ruhe in Europa“ herr⸗ ſchen möge. Als Gegenleiſtung wollten dann eytl. die franzöſiſchen Politiker einer finanziellen Hilfeleiſtung an Deutſchland zuſtimmen. Bekanntlich hat der deutſche Reichskanzler damals dieſe unſere Lage und die Notwendigkeiten unſerer Zukunft völlig verken⸗ nenden Forderungen abgelehnt, und die Londoner Verhandlungen nahmen einen ganz anderen Verlauf, als die auf ihr Gold pochenden franzöſiſchen Miniſter gehofft hatten. Die Baſeler Beratungen und die Be⸗ richte der Sachverſtändigen ſchloſſen ſich an, und zeit⸗ weilig ſteht im ſchnellen Ablauf der Geſchehniſſe heute wieder einmal der Gedanke im Vordergrund, es miüſſe die Behandlung wirtſchaftlicher und finanzieller Probleme der politiſchen Auseinanderſetzung noran⸗ gehen. So ſoll dem Vernehmen nach im Anſchluß au die wie üblich reichlich unbeſtimmten und ſehr ſkeptiſch 1 . 1 5—— 115 * * Die vier Sinfoniekonzerte 2. Seite/ Nummer 418 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 10. September 1931 Zu beurteilenden Reſolutionen der Genfer wirtſchaft⸗ lichen Kommiſſionen ja gerade noch in dieſem Monat September die deutſch⸗franzöſiſche Miniſterzuſammen⸗ kunft poſitive und konkrete Vorſchläge für eine ſolche vertiefte wirtſchaftliche Zuſammenarbeit auf inter⸗ nationaler Baſis ergeben. In dem uns ſeit 1919 nun wirklich bekannten Kreislauf der Dinge iſt jedoch 100 gegen 1 zu wetten, daß ſich ſehr bald ſeitens der Franzoſen wiederum die politiſche Forderung zur Diskuſſion über finanzielle und wirtſchaftliche Dinge hinzugeſellen wird. Was kann aber Deutſchland noch geben, nachdem es durch Friedensdiktat, durch Völker⸗ bundspakt, durch Locarno, Kelloggpakt und Schieds⸗ verträge ſchon ſoviel gegeben hat, daß ihm zum Geben nun wirklich nichts mehr bleibt, will es nicht auf ſeine politiſche Zukunft als freier und gleich⸗ berechtigter Staat verzichten? Das iſt die Kernfrage im Kernproblem deutſch⸗ franzöſiſcher„Verſtändigung“, die nun von England, von Amerika, von Italien uns ſo dringend angeraten wird. Muß trotz ſtärkſter Täuſchungen und Enttäu⸗ ſchungen tatſächlich der Verſuch gemacht werden, die unausbleiblichen weiteren Auseinanderſetzungen über Verlängerung des Hoover⸗Feierjahres und all der vielen damit zuſammenhängenden finanziellen Fragen damit für Frankreich annehmbarer zu machen, daß ein neuer Akt internationaler Politik erfolgt, der micht nur in den beiden beteiligten Ländern, ſondern der ganzen Weltmeinung das deutſch⸗franzöſiſche politiſche Verhältnis verbeſſert und damit die Vor⸗ ausſetzung der Rückkehr des internationalen Ver⸗ trauens ſchafft, das ſeit einiger Zeit ſo ſehr gefehlt hat? Die Zeichen der Zeit weiſen auf eine poſitive Beantwortung dieſer Frage hin! Hier ſetzt die augenfällige Parallele unſerer heutigen Lage zu den Verhältniſſen 1923, 1924 und 1925 ein. Damals folgte dem Dawesplan Locarno und der Eintritt in den Völkerbund. Wiederum muß jetzt zwangsläufig eine Neuregelung der Kriegsſchulden und der weltwirtſchaftlichen Zuſam⸗ menarbeit erfolgen. Ein ungeheueres Lehrgeld mußte gezahlt werden, damit im Chaos der Welt⸗ wirtſchaft die Gläubigerländer von ihren ungerechten, unſinnigen und phantaſtiſchen Forderungen end⸗ gültig herunterkommen und— geſtehen wir es nur — damit wir ſelbſt zu den Grundſätzen der Wahr⸗ heit, der Klarheit, der Sparſamkeit in unſerem eigenen Hauſe zurückkehren! Zur Parallele nun der große Unterſchied: Da es anders als 1924 und 1925 heute kaum noch irgendwelche Reſerven gibt und weil nun endlich ſo gehandelt werden muß, daß der rechte Weg einge⸗ ſchlagen wird, muß einmal die wirtſchaftliche Rege⸗ lung eine grundſätzlich andere und beſſere werden, als vor ſieben Jahren. Und auf dem politiſchen Gebiet wäre jeder neue Pakt, jede neue Abmachung, ſei es direkt zwiſchen Deutſchland und Frankreich, ſei es in breiteſter internationaler Form, zwecklos, wenn nicht Deutſchland einen Mindeſtzuſtand ſeines unab⸗ hängigen nationalen Lebens erhält, bei dem eine durch die Erfahrungen von 1925 bis heute belehrte und geläuterte Mehrheit freiwillig nicht nur ein neues Papier unterſchreibt, ſondern ſich tatkräftig hinter die Durchführung ſeiner Grundſätze ſtellt. Dieſe zum Gelingen jeder neuen politiſchen Ab⸗ machung unbedingt notwendige Freiwilligkeit iſt nach meiner Auffaſſung in unſerer heutigen Lage unſer größtes Atout, das einzige, was wir ſelbſt allein in unſerer Hand halten und deſſen Wert wir nach eigenem Gutdünken einſetzen können, wenn wir den Zeitpunkt für gekommen erachten. So richtig einſt im Grundſatz die Locarnopolitik war, ſo zweifellos iſt Deutſchland in ihrer Durch⸗ führung nicht nur durch Frankreich getäuſcht worden. Wenn es ſich jetzt und demnächſt um eine erträgliche finanzielle internationale Neuregelung und als ihren Beſtandteil um einen neuen Akt internatio⸗ naler Politik handeln wird, dann ſollen wir uns in dieſen Tagen nationaler Demütigung und vater⸗ ländiſcher Sorge fragen, mit welchen Methoden und mit welchen Zielſetzungen allein wir die kommen⸗ den ſchickſalsſchweren Auseinanderſetzungen beſtehen können. Machen wir uns doch in einer großen breiten Front deutſcher Menſchen einmal innerlich von Tagesgerede, von Parteigeſchwätz und durchſichtiger Stimmungsmache frei, denken wir an die bitteren Der Konzertwinter kommt Ausſchuß für Volksmuſikpflege Die Veranſtaltungen des Ausſchuſſes für Volks⸗ muſikpflege mit ihren im guten Sinne volkstümlichen Programmen und ihren mäßigen Abonnementsprei⸗ ſen werden im bevorſtehenden Winter dem Kultur⸗ und Muſikbedürfnis all' derer Rechnung tragen, die ſich Einſchränkungen auferlegen müſſen. Das Ge⸗ ſamtprogramm für die üblichen ſechs Kon⸗ zer te iſt in großen Zügen nunmehr feſtgelegt. Als Leiter der Konzerte erſcheinen Joſef Roſenſtock, Dr. Ernſt Cremer, Joſef Krips, Max Sinz⸗ heimer, Fritz Schmidt und Franz v. Hößlin. des Nationaltheater⸗ orcheſters, zu denen Karl Eberts die einführenden Worte ſprechen wird, bringen, wie ſchon mitgeteilt, als Darbietungen der Soliſten eine Reihe ſelten zu hörender Inſtrumentalkonzerte: Im erſten Kon⸗ zert, das Joſef Roſenſtock mit den Haydn⸗Variatiynen von Brahms einleitet und mit Beethovens fünfter Sinfonie beſchließt, am 9. Nopember Max Bruchs „ſchottiſche Fantaſie“ für Violine(Adalbert Nauber) und Harfe(Joh. Stegmann). Im zweiten Konzert am 14. Dezember mit Beethovens achter Sin⸗ fonie und einem Orcheſterwerk von H. H. Wetzler unter Leitung von Dr. Cremer erſcheint das ſin⸗ foniſche Konzert von J. Roſenſtock(am Flügel der Komponiſt). Julius Frank bläſt am dritten Abend das Waldhornkonzert von Franz Strauß, dem Vater Meiſter Richards; im übrigen dirigiert bei die⸗ ſer Veranſtaltung am 22. Februar Joſef Krips die zweite Sinfonie von Brahms, die Sinfonie Köchel 543 von Mozart und den Strauß⸗Walzer„Roſen aus dem Süden“. Für das vierte Sinfoniekonzert am 25. April iſt unter Franz von Hößlins Leitung Haydns„Mili⸗ ktärxſinfonie“ und des gleichen Meiſters Oboenkon⸗ zent(Otto Cramer) vorgeſehen, der zweite Teil, bei dem noch eine Geſangsſoliſtin mitwirkt, ſoll Werke von Liſzt und Wagner bringen. Für die beiden weiteren Konzerte, die im März und Anfang April ſtattfinden, ſind die Termine noch nicht genau beſtimmt. Fritz Schmidt bringt mit ſeinem a cappella-Chor weltliche Chöre und Arnold Mendelsſohns„großes Vaterunſer“ zur Aufführung. Telegraphiſche Meldung Berlin, 10. Sept. Nachdem die Reichsbank, die Deutſche Gold⸗ diskontbank und das deutſche Bankenkomitee das Stillhalteabkommen unterzeichnet haben, kann da⸗ mit gerechnet werden, daß es in einigen Tagen in Kraft tritt. Die Reichsregierung iſt durch eine Ver⸗ ordnung des Reichspräſidenten ermäch⸗ tigt worden, die Maßnahmen zu treffen, um die Durchführung des Abkommens ſicherzuſtellen. In der Verordnung des Reichspräſidenten zur Sicherſtellung der Durchführung des Stillhalte⸗ abkommens vom 9. September 1931 wird auf Grund des Artikels 48 Abſ. 2 der Reichsverfaſſung verord⸗ net, daß die Reichsregierung zu den Maßnahmen ermächtigt iſt, die erforderlich ſind, die Durchfüh⸗ rung des unter Mitwirkung der Reichsbank von inländiſchen Schuldnern und ausländiſchen Bank⸗ gläubigern getroffenen Stillhalteabkommens ſicherzu⸗ ſtellen. Die Reichsregierung kann Ausnahmen von der Verpflichtung zur Entrichtung der Wechſelſteuer oder einer Landesſtempelſteuer zulaſſen.— An⸗ ſprüche auf Entſchädigung entſtehen aus den Maß⸗ nahmen der Reichsregierung nicht. Telegraphiſche Meldung — Berlin, 9. Sept. Unter der Ueberſchrift„Um der Freiheit willen löſt den Landtag auf“ war am 5. April in der Zeit⸗ ſchrift„Der Stahlhelm“ ein Artikel des Bundeskanz⸗ lers des Stahlhelms, Major a. D. Wagner, er⸗ ſchtenen. Der preußiſche Miniſterpräſident hatte gegen den Verfaſſer und gegen den verantwortlichen Redakteur Kleinau Strafantrag wegen ſchwerer Beleidigung des preußiſchen Staats miniſteriums ge⸗ ſtellt. Inkriminiert waren beſonders die Sätze: „Die marxiſtiſche preußiſche Staats⸗ regierung wird ſtets im Banne ſogenannter Ver⸗ ſtändigungspolitik ein ſicherer Verbündeter Frankreichs und damit Polens ſein“. An anderer Stelle hieß es,„ſie wird ſtets in ihrem Haß gegen jede ſtolze Regung der Na⸗ tion Volk und Reich zu entmachten ſuchen“. Das Schöffengericht Berlin Mitte verhandelte daher heute gegen Major Wagner und Redakteur Kleinau wegen Beleidigung. Die Angeklagten ſowie der Verteidiger, Rechtsanwalt Everling, führten aus, daß der beanſtandete Artikel keinerlei Beleidigung, ſondern nur ſcharfe ſachliche Angriffe und Vorwürfe gegenüber einer Regierung enthalte, die ſich um Verſtändigungspolitik bemühe, und dabei überſehe, wie ſchwer dem Deutſchen Reich damit ge⸗ ſchadet werde. 0 Der preußiſche Innenminiſter Severing habe ſelbſt einmal geäußert:„Wir wollen Franzoſen⸗, Engländer⸗ und Polenfreunde ſein, weil wir Freunde des deutſchen Volkes ind.“ Lehren der Nachkriegspolitik und lernen wir aus ihnen. Schlagen wir in zeitgemäßer Erinnerung auch einmal wieder Bismarcks„Gedanken und Erinne⸗ rungen“ auf und leſen wir im 3. Kapitel des erſten Bandes am Abſchluß ſeiner Stellungnahme über die „ von Olmütz im Jahre 1850 die folgenden Sätze: „Der Grundirrtum der damaligen preußiſchen Politik war der, daß man glaubte, Erfolge, die nur durch Kampf oder durch Bereitſchaft dazu gewonnen werden konnten, würden ſich durch publiziſtiſche, par⸗ lamentariſch oder diplomatiſche Heucheleien in der Geſtalt erreichen laſſen, daß ſie als unſere tugend⸗ Lohn boratoriſcher Be⸗ aufge⸗ haften Beſcheidenheit zum tätigung unſerer„deutſchen Geſinnung“ In der anderen Sonderveranſtaltung werden durch einen großen Inſtrumentalkörper unter Max Sinz⸗ heimer„Schlacht⸗ und Spielmuſiken“ zu Gehör gebracht werden, u. a. Teile aus Händels „Feuerwerksmuſik“ und von Beethoven„Welling⸗ tons Sieg oder die Seeſchlacht bei Vittoria“. Für dieſes Konzert wurde Kammerſänger Schuſter, der bekannte Hans Sachs⸗Darſteller, als Soliſt ver⸗ pflichtet. Der Notwendigkeit einer Einſchrän⸗ kung der muſikaliſchen Veranſtaltungen in Mann⸗ heim Rechnung tragend, wird von der Durchführung der ſogenannten„Studienabende“ im kommenden Winter zunächſt Abſtand genommen, dagegen ſoll kei genügender Beteiligung ein Kurſus„allgemeine Muſiklehre für Rundfunkhörer“ mit Vor⸗ trägen von Karl Eberts und mit muſikaliſchen Er⸗ läuterungen durchgeführt werden. Das Produktionsprogramm der neuen Emelka⸗ Filmgeſellſchaft. Die neu fundierte Emelka⸗Produk⸗ tions⸗Firma gibt jetzt ihre Pläne bekannt, wonach für die kommende Spielzeit mit der Herſtellung von 18 bis 22 Filmen gerechnet wird. Für die Produk⸗ tion ſollen in erſter Linie Münchener Schau⸗ ſpieler beſonders herangezogen werden. Die Filme werden in der Hauptſache auch in den Mün⸗ chener Film⸗Ateliers geͤreht werden. Es iſt ge⸗ plant, nicht nur deutſchſprachliche Tonfilme herzu⸗ ſtellen, ſondern im Rahmen der deutſch⸗franzöſiſchen Gemeinſchaftsproduktion auch die franzöſiſchen Ver⸗ ſionen. Ein beſonderer Raum ſoll in der Produk⸗ tion auch der Herſtellung großer Kultur ⸗Filme gewidmet ſein. Im übrigen ſind im Programm neben Luſtſpiel⸗ und Operettenfilmen auch Filme, die ſich mit den Zeitproblemen beſchäftigen, ohne einer einſeitigen Tendenz zu dienen, vorgeſehen. Der Oppelner Piaſtenturm ſteht ſchief. Der hiſtoriſche Piaſtenturm in Oppeln droht ſich zur Seite zu neigen. Es iſt feſtgeſtellt worden, daß ſich der Turm in den letzten Tagen täglich um zwei Millimeter ge⸗ neigt hat. Durch dieſe eingetretene Neigung iſt das Fundament in Mitleidenſchaft gezogen worden. Eine Gutachterkommiſſion hat den Schaden bereits beſich⸗ tigt. Es ſoll, wie aus Oppeln mitgeteilt wird, ver⸗ ſucht werden, das Fundament des Turmes an jener Stelle, an der ſich das Erdreich zu ſenken beginnt, mit Zement auszugießen. f Die Durchführung des Stillhalte⸗Abkommens Die Verordnung iſt am 9. September 1931 in „Kraft getreten. Bis das unter Mitwirkung der Reichsbank von inländiſchen Schuldnern und ausländiſchen Bank⸗ gläubigern getroffene Stillhalteabkommen rechts⸗ wirkſam wird, darf einer ausländiſchen Bank von einem Schuldner, der ſeinen Wohnſitz, Sitz oder Ort der Leitung im Deutſchen Reich(mit Ausnahme des Saargebietes) hat, eine Sicherheit nur mit Zuſtimmung der Reichsbank beſtellt wer⸗ den. Eine ohne Zuſtimmung der Reichsbank vor⸗ genommene Beſtellung einer Sicherheit iſt nichtig. Dieſe Verordnung tritt am 10. September 1931 in Kraft. Die zweite Verordnung zur Durchführung der Verordnung des Reichspräſidenten über die Schaf⸗ „ ſung einer Wirtſchaftsgarantie vom 9. Sep⸗ tember 1931 beſtimmt: Der im 8 3 der Durchführungsverordnung vom 8. Juli 1931 genannte Ausſchuß kann ſeine Zuſtim⸗ mung in Anſehung ſolcher Kreditgeſchäfte, zu deren Abſchluß die deutſche Golddiskontbank nach dem Stillhalteabkommen deutſcher Schuldner und aus⸗ ländiſcher Bankgläubiger verpflichtet iſt, allgemein erteilen. Dieſe Verordnung tritt mit Wirkung vom 7. September 1931 in Kraft. Der Kampf zwischen Stahlhelm und Preußenregierung Eine Veleidigungsklage des preußiſchen Miniſterpräſidenten Demgegenüber betonte Oberſtaatsanwalt Köh⸗ ler, ſchon das Reichsgericht habe in ſeinem Beſchluß über die Beſchlagnahme dieſer Nummer des Stalhelms ausgeführt, daß jene Aeußerungen die denkbar ſchwerſten Vorwürfe ſeien, die einer Staatsregierung überhaupt gemacht werden könnten. Es werde der Regierung des größten Landes der Vorwurf des Landes verrates und des undeutſchen Handelns gemacht. Daher ſei eine hohe Strafe als Sühne erforderlich.— Der Oberſtaatsanwalt beantragte gegen Major Wagner 1000 Mark und gegen Redakteur Kleinau 400 Mark Geldſtrafe. Das Schöffengericht Berlin Mitte unter Vorſitz von Amtsgerichtsrat Unger verurteilte die Ange⸗ klagten wegen gemeinſchaftlicher Belei⸗ digung durch die Preſſe, und zwar Wag⸗ ner zu 800 Mark und Kleinau zu 400 Mk. Geldſtrafe. a Dem preußiſchen Staatsminiſterium wurde Publi⸗ kationsbefugnis im„Stahlhelm“,„Vorwärts“ und „Berliner Lokalanzeiger“ erteilt. In der Begründung des Urteils führte der Vorſitzende aus, das Gericht erkenne an, daß die An⸗ geklagten aus vaterländiſchen Motiven gehandelt haben mögen und daß ſie das Beſte gewollt hätten. Aber ſte ſeien in einer Zeit, in der das Staatsgefühl zu zerbrechen dröhe, und allge⸗ meine Unruhe herrſche, weit über das Ziel ſachlicher werden mußten. zwungen erſchienen. Man nannte das ſpäter„mora⸗ liſche“ Eroberungen; es war die Hoffnung, daß andere für uns tun würden, was wir ſelbſt nicht wagten.“ Wir brauchen in der Anwendung auſ unſere Tage nur unter„Kampf“ den Entſchluß des deutſchen Volkes zu verſtehen, auch unter ſtarken An⸗ ſtrengungen und Einſchränkungen im eignen Hauſe Ordnung und Sauberkeit wiederherzuſtellen, im Ringen nach außen nichts zu unterſchreiben, was Verzichte auf nationale Freiheit und Größe ent⸗ hält und die 1850er⸗Formel von der„deutſchen Ge⸗ ſinnung“ durch die 1931 ſo beliebte Formel der„in⸗ ternationalen europäiſchen Geſinnung“ zu erſetzen, dann iſt klar gekennzeichnet, wo in Deutſchland heute die größte Gefahr für eine lichtere Zukunft liegt! Allerlei Scherze Ein amerikaniſcher Landarzt hatte ſeinen Freund zu einer Spazierfahrt in ſeinem Auto abgeholt. Als ſie durch das Dorf fuhren, bemerkte der Freund ängſtlich:„Paß auf, wir haben bereits eine Stunden⸗ geſchwindigkeit von 100 Kilometer erreicht.“—„Mach Dir deshalb keine Sorgen“, beruhigte der Arzt den Freund.„Ich habe vorſorglicherweiſe den Dorfpoli⸗ ziſten wegen Rheumatismus ins Bett geſteckt.“ 5* „Was koſten heute die Eier?“—„50 Cents das Dutzend und 30 Cents für ein Dutzend angeſchlagene.“ „Schön, ſchlagen Sie mir ein Dutzend an.“ * „Biſt Du mit Bob verlobt?“ fragte die Freundin die ſtrahlende Braut.„Ja, ich habe ihm verſprochen, ihn zu heiraten, ſobald er ein Vermögen gemacht hat.“ „Ja, meine Liebe, das iſt doch keine Verlobung— das iſt eine Option!“ Geſchieht ihm ganz recht.„Ich höre, Fritz Müller wird ſich nächſte Woche verheiraten.“„Auch gut! Ich habe den Menſchen nie leiden können.“ 1 10 Wie ſoll man das wiſſen.„Ich habe nie das Vergnagen gehabt, Ihre Frau Gemahlin kennen zu lernen. Iſt ſie nicht blond?“„Ich weiß nicht recht. Sie iſt heute Nachmittag in den Schönheits⸗ ſalon gegangen.“ b Kommende Uraufführungen an weſtdeutſchen Bühnen. Trotz der Theaterkriſe, mit der gerade die Bühnen der weſtdeutſchen Städte ſchwer zu kämpfen haben, weiſt ihr Programm eine Reihe bemerkens⸗ werter Uraufführungen auf. So kündigt das Frankfurter Schauſpielhaus die Uraufführung des Dramas„Der Zaddik“ von dem ſoeben verſtor⸗ benen Dichter Arthur Sakheim an, ferner die Ur⸗ aufführung von Martin Flanvins„Strafgeſetzbuch“, von„Sieh Neapel und ſtirb“ von E. L. Rice und Simon Gantillons„Ewiger Aufbruch“.— Das Stadttheater in Mainz hat Werfels„Goldmacher Tauſend“ und Rehfiſchs„Sprung über Sieben“ zur Uraufführung erworben.— Das Stadttheater Ha⸗ gen beſorgt die Uraufführung des Marinedramas Kritik hinausgegangen, ſodaß harte Strafen verhängt — Rücktritt des Flottenchefs — Berlin 10. Sepl Der Flottenchef der deutſchen Reichsmarine, Vi admiral Oldekop, ſcheidet mit dem 30. September ds. Js. aus der Reichsmarine aus. Dizeadmiral Oldekop Oldekops Werdegang Iwan Oldekop wurde am 8. Febr. 1878 zu Grünhorſt in Schleswig⸗Holſtein geboren. Sein Vater war dort Gutsbeſitzer. Am 2. 4. 1895 trat O. als Seekadett in die Marine ein. Nach den üblichen Ausbildungskommandos wurde er hauptſächlich in der Torpedowaffe verwendet. Später wurde er zum Adͤmiralſtab der Marine nach Berlin verſetzt, dann wurde er Navigationsoffizier auf den Panzerkreuzern „Blücher“, und„Moltke“ und erhielt im Jahre 191 ein Kommando zum Reichsmarineamt. Im Kriege war er Erſter Offizier des Panzerkreuzers„Hinden⸗ burg“ und Admiralsſtabsoffizier beim IV. Ge⸗ ſchwader. Nach dem Zuſammenbruch wurde er zum Chef des Stabes der Flotte unter Admiral v. Reuter ernannt, an deren Verſenkung in Scapa Flom er tätigen Anteil hatte. Die neue Reichsmarine ſah O. als Chef der Flot⸗ tenabteilung in der Admiralität, als Kommandant des Linienſchiffes„Hannover“ und als Befehlshaber der leichten Seeſtreitkräfte der Oſtſee. Am 1. 10. 1920 erfolgte ſeine Verſetzung zum Reichswehrminiſterium als Chef des Allgemeinen Marineamtes. Am 1. 1 1928 wurde O. unter Beförderung zum Vizeadmiral zum Flottenchef und zugleich zum Führer der Linien⸗ ſchiffsdiviſion ernannt. g Mit der Neugliederung der Reichsmarine in Kampfeinheiten— Großkampfſchiffe und Aufklä⸗ rungsſtreitkräfte— im Januar 1930 wurde O. zu, deren Oberbefehlshaber ernannt und von der Füh⸗ rung der bisherigen Linienſchiffs⸗Diviſion entbunden, Letzte Meldungen Keine Treibſtoff⸗Monopolpläne — Berlin, 10. Sept. Von zuſtändiger Stelle wer⸗ den die Behauptungen, die Reichsregierung beſchäf⸗ tige ſich mit Plänen, ein Treibſtoff⸗Monopol einzu⸗ führen, als unzutreffend bezeichnet. f Die amerikaniſchen Kapitalanlagen im Ausland — Waſhington, 10. Sept. Nach einer neuen Zuſammenſtellung des Handelsdepartements werden die amerikaniſchen Kapitalanlagen im Aus⸗ lande für Ende 1930 auf rund 15 Milliarden Dollar gegen nur eine halbe Milliarde im Jahre 1912, beziffert. Mehr als je eine Milliarde ſind in Kanada, Deutſchland, Kuba und Argen tinien angelegt. * * Die badiſchen Kreiſe haben in einer Denkſchriſt an den Landtag Stellung zum Spargutachten genom; men. Sie lehnen die Bildung von Amtskörper⸗ ſchaften ab. „-Boot 116“ von Forreſter⸗Lerbs.— Das National⸗ theater in Mannheim hat ſich für den Opern⸗ ſpielplan die Uraufführung von Goldſchmidts„Der gewaltige Hahnrei“(Nach Crommelynck) geſichert und hat Lampels Oberſchleſiendrama„Vaterland“ in den Spielplan für das Schauſpiel aufgenommen, — Die Städtiſchen Bühnen Eſſen ſehen im Pro⸗ gramm die Opernaufführungen von Falla„Kurzes Leben“,„Angelique“ von Ibert und den„Armen Matroſen“ von Milhaud vor. e Ein neues Tonleiterſyſtem. Ueber einen Vor⸗ trag des früheren Profeſſor des Moskauer Konſer⸗ vatoriums Jaſſer in Paris, der eine neue Ton⸗ leiter konſtruiert hat, wird berichtet, daß Jaſſer im Gegenſatz zu den vielen Theoretikern, die bis jetzt immer wieder verſucht haben, eine neue und kom⸗ plizierte Tonleiter mittels einer rein mechaniſchen Einteilung der Halbtöne in Viertel⸗ und Achteltön zu ſchaffen, eine ſupra⸗diatoniſche Skala auf organ ſcher Grundlage aufbaut. Er leitet ſie von den be reits früher exiſtierenden Tonleitern ab. Die fünf tönige Tonleiter betrachtet Jaſſer als ein vollkom⸗ men in ſich abgeſchloſſenes Klangſyſtem und u als eine noch in Entwicklung begriffene Tonleiter Er verſucht zu beweiſen, daß man nur auf diese Art die ganze neue Muſik von Debuſſy, Seriabin bis zu den atonalen und polytonalen Forſchungen von Schönberg und ſeiner Schule erklären un theoretiſch vereinigen könnte. * Muſchkoten. Erlebniſſe eines Frontſoldaten von 70% Kleemann, Phönix⸗Verlag Carl Siwinna, Berlin 8 11. Dos vorliegende Buch unterſcheidet ſich inſefern von den meiſten bisher erſchienenen Kriegsromanen, als i nicht ungewöhnliche Einzelſchickfale in dichteriſcher Geſtal tung bringt, ſondern die durchaus nicht ungewöhnli ell aber eben deshalb allen ehemoligen Frontkämpfern gez meinſamen alltäglichen Erlebniſſe eines„Mu ſch o ent von der Zeit ſeiner Ausbildung bis zum Friedens ſchüuß ſchildert. Jeder, der im„Hickſten Schlamaſſel“ ſelber 2 geſteckt hat, und jeder, der ſich mit mehr oder wenige Humor in die dem bisherigen Zivilleben ſo gonz entgegen geſetzte„Fommißatmoſphäre“ hineingefunden bal wird bei dieſer oder jener Szene des Buches und in 925 ſer oder jener der redend eingeführten Perſonen ſich 197 85 wiedererkennen. Das Buch iſt mehr als eine bloße Schilbe rung des typiſchen Frontkämpferlebens: 3 gleich das wahre Antlitz des Krieges wie en ſich dem unkomplizierten Gehirn des Frontſoldaten ein; prägte. Gben deshalb wirkt es erſchütternd, und eh deshalb beſitzt es dokumentariſchen Wert. g de 8 es zeigt zu, Et Al i ang en S N20 i als K gezeit durch. norr dr Hl Paar 0 S mol! friede Der vun Zei! weil globh N Kam Wie Den bliwt die verdi alten 1878 zu . Sein trat O. üblichen chlich in er zum tzt, dann kreuzern hre 1912 t Kriege „Hinden⸗ V. Ge⸗ Chef des ernannt, low er er Flot⸗ mandant hlshaber 10. 1926 riſterium Am 1. 1. eadmiral Linien⸗ trine in Aufklä⸗ de O. zu er Füh⸗ bunden, 1 elle wer⸗ beſchäf⸗ einzu⸗ im er neuen ments im Aus⸗ iarden m Jahre liarde Argen enkſchriſt genom; Skörper⸗ —— ſtational⸗ Opern⸗ dts„Der geſichert dterland“ nommen, im Pro⸗ „Kurzes „Armen ten Vor⸗ Konſer⸗ eue Ton⸗ gaſſer in bis jetzt ind kom⸗ haniſchen lchteltöne F organ den be⸗ die füns⸗ vollkom- nd nicht Tonleiter, auf diese Seriabin rſchungen ren un wenige entgegen nden hat, id in die; ſich ſelbet e Schilde⸗ eigt zu; 8 wie es aten Enz ind ebe 1 1 Donnerstag, 10. September 1931 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend ⸗Ausgabe Nummer 418 — ä— 3. Seite/ Erlebniſſe vum Feierwehrfeſcht Als friherer Feierwehrsmann un Offiſier hab s mir nit nemme loſſe, die Hauptprob am Roſegarde auzugugge. Wie ich am Waſſerturm war, wollt mich en Schubo nit vorloſſe, weil ich kee Kaad'hat hab. No ich war nit verlege un hab e alt's Bild, wo ich als Hauptmann fodografiert bin, dem Herrn Schubo gezeigt. Bumm!— hott'r Honnehr gemacht un mich zurchgeloßt! Die Prob— deß muß ich ſaache— war norr e Muſchter— mit eem Wort: neuzeitlich uff zr Höh! Alles wie am Schnierle gezoche un dorch e Paar Lautſchprecher gut verſtändlich gemacht. Iwer 20 Schlauchleidunge hawe geleeche. Do kanns alſo mol ruhich richtich brenne. Ich bin nochher ganz zu⸗ ſriede heem gange. Am Mittag hab' ich mer de Feſchtzug angeguggt. Der hot mer aach'falle. Ich hab grad wiſawie zun dene 11 Kreispräſidente gſchdanne, am geichhausblazz, denn do wars am ſcheenſchde, weil do der Feierwehrparademarſch ge⸗ globbt is worre. Herrgodd, kenne die alte Wehrleut noch marſchiere. Es war en Schtaad, des azuſehe. Nochdem hab ich mir'ſacht: Jetzt geſcht ach in de Friedrichspark. Do trifſſcht gewiß viele alte Kamerade. E Billet for 30 Penning un ich war drin. Wie ich die Weg entlang geloffe bin, bin ich vor'm Denkmal vum alte Großherzog ſtehe ge⸗ kliwwe. Als ich'm ins'ſicht guck, ſinn mer grad die Träne in die Aache kumme, weil mer an alle gerdienſchtvolle Kamerade gedenkt hot, nor unſern alten Förderer un Prodegdor der badiſchen Feier⸗ wehr hat mer vergeſſe! Nittemol ſei Gſicht hott mer abgwäſche ach bin heem un hab's meiner Fraa verzählt. Die hot dann was gſacht, was ich nicht weiter ſaache will —gwwer Recht hot'ſe'habt. Dann hawwe mer „Menſch, ärgere Dich nit“ gſchbielt, ſinn bei Zeit ins Bett un hawwe den Radio eingſchalt. Do hot'r grad' gſchbielt:„Deutſchland, Deutſchland, über alles.“ Do hawwe mer noch unſer Großherzogs⸗ bild an der Wand bedracht'... unn dann ſinn mer ruhig eingſchloofe. En alter Mannemer Feierwehr⸗ mann, der immer noch ehrt, was recht is un nix vergißt. Vorſicht beim Steigenlaſſen von Drachen Die Zeit des Steigenlaſſens von Drachen iſt wie⸗ der da. Es dürfte deswegen nicht unangebracht ſein, auf die Gefahren hinzuweiſen, die unter Umſtänden dieſes Spiel für den Betreffenden haben kann. Vor allem muß dringend davor gewarnt werden, dieſes Spiel in der Nähe von Freileitungen, be⸗ ſonders von Hochſpannungsleitungen, die durch an ben Maſten angebrachte rote Zickzackpfeile erkenntlich ind, zu treiben. Schon das Verfangen von Halte⸗ ſchnüren, ganz beſonders bei feuchtem Wetter, kann zu ſturz⸗ oder Erdſchlüſſen und hiermit verbunden zu Leitungsſtörungen führen. Schlimmer iſt jedoch hoch die Gefahr, durch den elektriſchen Strom ſchwe⸗ ten Geſundheitsſtörungen, ja ſelbſt dem Tode aus⸗ geſetzt zu ſein. Beiſpiele hierfür ließen ſich zur Ge⸗ güge anführen. Die Kinder ſollen deshalb beſon⸗ bers durch die Eltern und Lehrer davor gewarnt werden, in der Nähe von Hochſpannungsleitungen Drachen aufſteigen zu laſſen oder gar hängengeblie⸗ bene Drachen herunterholen zu wollen und herunter⸗ hängende Schnüre oder gar Leitungsdrähte zu be⸗ rühren. N * Durch Sturz vom Motorrad ſchwer verletzt. Auf der Steubenſtraße ſtieß geſtern abend ein Jahre alter Motorradfahrer mit einem Jahre alten Motorradfahrer zuſammen. — Heide Fahrer ſtürzten zu Boden. Der Erſtgenannte trug dabei ſchwere innere Hals verletzun⸗ gen davon und mußte ins Heinrich⸗Lanzkranken⸗ haus überführt werden. Der 26 Jahre alte Motor⸗ 9 ein Maſchinenſchloſſer, wurde nur leicht letzt. Den erſten Schneefällen, die am Wochen⸗ ende über die höchſten Erhebungen des Schwarz⸗ waldes niedergingen, iſt jetzt weitere ſtarke A b⸗ kühlung gefolgt, die in der Nacht zum Dienstag zu den erſten allgemeinen Herbſtfröſten in vielen Teilen des Schwarzwaldes geführt hat. Zugleich iſt ein durchgreifender Witte⸗ rungsumſchwung eingetreten. Nach langer Regenzeit iſt die Wolkendecke aufgelöſt worden. Hei⸗ terer, lichter Herbſthimmel breitet ſich jetzt allerwärts aus. Tagsüber herrſcht eine kräftige Sonnenein⸗ ſtrahlung, während die Nächte infolge der Wärme⸗ ausſtrahlung bei ſternhellem Firmament geworden ſind. Die niedrigſten Temperaturen wurden bis⸗ her auf der Hochfläche der Bar beobachtet, die immer ſchon zu Herbſtbeginn bei wolkenloſen Nächten die relativ tiefſten Temperaturwerte aufzu⸗ weiſen pflegt. In dem Gebiet zwiſchen Bad Dürr⸗ heim, Marbach, Villingen und Donaueſchingen wur⸗ den Dienstag früh bis zu—4 Grad Kälte gemeſſen. In anderen Schwarzwaldtälern ging das Thermo⸗ meter durchweg auf 0 bis—1GGrad zurück, während es in den Höhenlagen eher etwas gelinder war. In ſehr kühl zrſte Herbſifröſte im Schwarzwald den Frühſtunden lag Nebel über den Gefilden, ſo⸗ daß es zu verbreiteten Reifbildungen kam. Gräſer und Holzlatten waren vielfach mit einem weißen Ueberzug beſchlagen, der erſt in den Vormittagsſtunden langſam wegſchmolz. G 8 lich wiederholen ſich derartige Herbſterſcheinungen einige Tage; ſie geben aber zugleich die Gewähr des Beſtandes der Schönwetterperiode, die man ſo lange Zeit entbehrte. Namentlich für die Reben kommt jetzt Sonne mit Frühnebel ſehr gelegen. In Winzer⸗ kreiſen begrüßt man ganz beſonders dieſen für die Ausreife der Trauben noch rechtzeitigen Witterungs⸗ umſchlag. Hätte das kalte Regenwetter nur noch wenige Tage länger gedauert, ſo wären die Hoffnun⸗ gen auf einen guten Weinherbſt zerſchlagen worden. Die Hochwaſſergefahr zum Wochenende, von der aus verſchiedenen Schwarzwaldbezirken berichtet wurde, iſt durch das eingetretene trockene Wetter be⸗ ſeitigt. Auf den Höhen des Schwarzwaldes über 1000 Meter rechnet man in den kommenden Tagen mit beſonders klarer Sicht und Alpenausblicken, die namentlich von den Gipfeln und Kämmen des Südſchwarzwaldes im Frühherbſt bei einſetzendem Oſtwinde ſo ausgezeichnet zu ſein pflegen, daß ſich ſchon deshalb Wanderfahrten als lohnend erweiſen. Cu. n N= Herbſtlicher Markt Die Sonne macht keinen Sommer mehr. Das merkt die Hausfrau beſonders auf dem Markt, auf dem es zu„herbſteln“ anfängt. Schon beim Einkauf für das Frühſtück findet man Lücken. Tomaten und Rettiche laſſen an Qualität und in der Auswahl zu wünſchen übrig. Die Preiſe ziehen immer mehr an; ein ſicheres Zeichen des baldigen Ausbleibens. Ge⸗ nau wie beim Frühſtückseinkauf erging es heute der Hausfrau beim Eindecken für die Hauptmahlzeit. Ihr erſter Blick fiel zuerſt auf Berge von Blumenkohl. Der Spottpreis von 20—50 Pfg. für die ſchönſten Exemplare ſuchte einen entſprechenden Abſatz zu erzielen. Eine gleichſtarke Zufuhr erhielt der Markt durch Endivienſalat. Er hat erfreulicherweiſe durch die Regenperiode nicht ſo ſehr gelitten wie der Kopf⸗ ſalat. Hielt die Hausfrau weiter Umſchau, ſo ent⸗ deckte ſie neben dem Kohl die ſchönſten Rot⸗ und Weißkrautköpfe und Wirſing. Aber damit kann ſie ſich ja noch den ganzen Winter über verſorgen. Zu den Bohnen hat man auch kein rechtes Vertrauen mehr. Bei dem Preis von 20—25 Pfg. für das Pfund be⸗ ſteht noch die Gefahr, daß ſie hart und zäh ſind. Ebenſo vorſichtig geht die Hausfrau an den Kauf der Salatgurken. Die Möglichkeit des Bitterwerdens bei der Zubereitung iſt auch hier nicht ausgeſchloſſen. Was bleibt ihr da noch auf dem Gemüſemarkt? Viel⸗ leicht noch ein Pfund Pfifferlinge? Sie koſteten heute nur 30 Pfg. das Pfund. Oder die letzten Erbſen für 20 Pfg. das Pfund? Nimmt man noch ein paar Ka⸗ rotten, Kohlrabis und Spinat, ſo hat man in dieſer Zuſammenſtellung die letzten Sommergemüſe⸗. Nach dieſen Feſtſtellungen ſuchte ſich die Haus⸗ frau auf dem Obſtmarkt ſchadlos zu halten. Für den Nachtiſch empfehlen ſich Trauben(20—25 Pfg. das Pfund), Pfirſiche(20 bis 35 Pfg.), Birnen(von 15—25 Pfg.) und Aepfel von 12 Pfg. an. Beim Ausſuchen entdeckte ſie die erſten Quitten(20 Pfg. das Pfund). Zwetſch⸗ gen koſteten nur noch 15 Pfg. Daneben leuchteten aus Holzkiſten Brombeeren zu 35 Pfg. und Preißel⸗ beeren zu 45 Pfg. das Pfund. Noch ein Neuling hat ſich eingeſtellt: Der Kürbis wird pfundweiſe zu 10 Pfg. ausgewogen. Durch den Aufgang der Jagd kommt nun auch der bisher etwas vernachläſſigte Geflügel⸗ markt zur Geltung. Freut ſich doch mancher Haus⸗ herr auf ein gut zubereitetes Feldhuhn zum Preiſe von 1,20/ das Stück an. Auch auf dem Fiſch⸗ markt, ſpeziell an den Bottichen, zieht die Kauf⸗ kraft merklich an. Der Blumenmarkt bot weiter durch ſeine bunten Dahlien, Gladiolen und Aſtern ein ſchönes Bild. Vom Städtiſchen Büro für Preisſtatiſtik wurden fol⸗ gende Verbraucherpreiſe für ein Pfund in Pfennigen er⸗ mittelt: Kartoffeln 3,5—5; Salatkartoffeln 15; Wirſing 710; Weißkraut—8; Rotkraut 810; Blumenkohl 10 bis 40; Karotten Bſchl.—7; Gelbe Rüben—10; Rote Rüben —10; Spinat 18—20; Mangold—10; Zwiebeln-10; Grüne Bohnen 20-30; Grüne Erbſen 30, Kopſſalot 10 bis 12; Endivienſalat—10; Oberkohlraben—0; Rhabar⸗ ber 5; Tomaten 12—15; Radieschen—6, Rettich, Stück —10; Meerrettich 20—40; Schlangengurken—35; Ein⸗ machgurken Stück 1,4—2; Suppengrünes—5 Peterſilie —6, Schnittlauch—5; Lauch—7, Aepfel 1020; Birnen 925; Trauben 18—35; Pfirſiche 15—40; Zwetſchgen 15—18; Zitronen—10; Bananen Stück—12; Süßrahmbutter 160—180; Landbutter 130150; Weißer Käſe 40—50; Eier 714; Aale 140; Hechte 160; Barben 100, Karpfen 120; Schleien 160; Breſem 80—100; Kabeljau 60—70; Schell⸗ fiſche 60; Golöbarſch 50; Seelachs 50, Seehecht 80; Grüne Hering 25, Hahn geſchl. Stück 200500; Huhn geſchl. Stück 250500; Enten geſchl. Stück 400800; Tauben geſchl. Stück 80—100; Gänſe geſchl. Stück 9001700; Gänſe geſchl. 150 bis 1607 Rindfleiſch 100; Kuhfleiſch 80; Kalbfleiſch 100—110; Schweinefleiſch 100. Geben Sie mir bitte was zu eſſen! Mit dieſen Worten fleht ein Bettler Frau X. um eine Gabe an. Frau., die ſehr weichherzig iſt, geht in die Küche, um dort eine Kleinigkeit zu holen, denkt aber nicht daran, die Wohnungstür zu⸗ zumachen. Kurze Zeit darauf kommt ſie mit der verſprochenen Gabe zurück, aber, o Schreck, der „arme Mann“ iſt nicht mehr da. Mit ihm iſt auch der Mantel von Frau K. verſchwunden. Der Aerger iſt umſo größer, weil Frau X. den Mantel erſt einige Tage vorher gekauft hatte. Einige Tage ſpäter lag des Rätſels Löſung im Briefkaſten— ein Pfand⸗ hauszettel für den Mantel von Frau!! Die⸗ ſer Gaunerſtreich, der ſich vor kurzem im Zentrum der Stadt ereignete, reiht ſich ein in die Reihe der Warnungen:„Traue keinem Fremden!!“* * Freiburg i. Br., 10. Sept. Am Dienstag abend wurde im Walde„Bodlesau“ die Leiche eines hieſi⸗ gen Rechtsanwalts aufgefunden. Es liegt Selbſtmord durch Erſchießen in einem Anfall von Schwermut vor. Vorausſage für Freitag, 11. Seplember: Vielfach heiter und trocken, ſehr kühl bei nord⸗ öſtlichen Winden. 1 Wotter⸗Nachrichten der Badiſchen Londeswelterwarte Karlsruhe Beobachtungen der Landeswetterſtellen.36 Uhr vormittags — Wetter e Wertheim 151]— 6 18 5 Königsſtuhl] 568 762,4 9 12 8 Karlsruhe 120 762,3 9 17 7 Bad ⸗Bad 213 761,9 10 17 6 Villingen 7127640 4 16 5 Bad Dürrb. 10 1 16 0 St. Blaſien 780— 4 17 3 Badenweil. 4227622 9 16 7 Feldbg. def 12788883 6 1 Das heitere Hochdruckwetter dauerte auch geſtern unverändert an. Heute morgen iſt über dem ganzen Lande Bewölkung aufgezogen, die von einer Rück⸗ ſeitenſtörung der ſeit geſtern rückläufigen finniſchen Zyklone weit nach Südweſten vorgetrieben worden iſt und nun aus nordweſtlicher Richtung über die in den unterſten Schichten herrſchende Oſtſtrömung zieht. Erneuter Druckanſtieg im Rücken der finni⸗ ſchen Zyklone wird den hohen Druck über Mittel⸗ europa verſtärken. Reiſewetter Nordſee: 11 bis 12 Grad, friſcher Nordweſt, wolkig mit Regenſchauern. Geſtern: mäßig kühl, ver⸗ änderlich. Oſtſee: 9 bis 11 Grad, ſtarker Weſt, wolkig mit Re⸗ genſchauern. Geſtern: kühl und veränderlich. Harz und Thüringer Wald: 4 bis 7 Grad, leichter Weſt, örtliche Frühnebel, ſonſt meiſt heiter. Geſtern: kühl und wechſelnd bewölkt. Rhein⸗ und Weſergebiet: 7 bis 9 Grad, leichter Nord, wolkig, ſtrichweiſe Fußnebel. Geſtern: ſehr kühle Nacht, tagsüber meiſt heiter und mäßig warm. Alpen: 4 bis 7 Grad, leichte öſtliche Winde. Geſtern: heiter und nur mäßig warm. Flugwetter Wie geſtern ſteht auch heute noch die norddeutſche Tiefebene unter einer erneut aufgefriſchten Weſt⸗ Nordweſtſtrömung, die in 2000 Meter Höhe Stur⸗ mesſtärke erreicht. Die Wolkenhöhe iſt enklang der Oſtſeeküſte gering letwa 500 Meter), nimmt jedoch nach dem Landesinnern raſch zu. Die Sicht iſt gut. Die mitteldeutſchen Gebirge haben am Boden ge⸗ ringe, in der Höhe nur mäßige Winde bei mitt⸗ leren Wolkenhöhen(1000 bis 1500 Meter) und mäßiger Sicht. Ueber Süddeutſchland liegt eine nur ſtrichweiſe tieferreichende Bewölkung; die Sicht iſt, von einigen nebel⸗ und dunſterfüllten Niederungen abgeſehen, gut. Eine etwa 2500 Meter mächtige Oſt⸗ windſchicht von geringer Geſchwindigkeit wird in der Höhe von friſchen Weſt⸗Südweſtwinden überweht. Waſſertemperaturen(heute früh 8 Uhr): Rhein(in Mannheim) 13,5 Grad Rhein(bei Rappenwörth) 15 75 Bodenſee(bei Konſtanz) 14* 20 Pfennig Morgen neu Zu beziehen in unserer Geschäftsstelle.,.6, den Nebenstellen Waldhofstr. 6, Schwetzingerstr. 20, Meer- feldstr. 18, Kronprinzenstr. 42, Neckarau Friedrichstr. 4 Waldhof Oppauerstr. 8 und durch unsere Trägerinnen KUMMERN SIE SICH UN OMAN VON WILHELM SCHEI DER (Nachdruck verboten) 24 Ehriſtian Eduard atmet tief auf.„Was hält der Kommiſſar von der Sache, Herr Schöll?“ „Ach, ſpricht von Hypnbſe, von Suggeſtion. Ich glaube nicht an den Schwindel. Bin doch ein willens⸗ ſtarker Menſch. Nein, das hat der Mann anders an⸗ gefaßt..“ „Dann irren Sie ſich, Herr Schöll...“ „Nun kommen Sie auch mit Hypnoſe, nicht wahr? Gräßlicher Unſinn. Aber ſchließlich iſt es ja gleich⸗ gültig, wie er es gemacht hat. Wenn Sie den Mann kennen, wie Sie mir vorhin erzählten, dann werden Sie es vielleicht wiſſen... Aber ſeinen Namen kennen Sie nicht“ Rauch lächelt„Kann Ihnen heute noch nichts berrgten. Nur das eine möchte ich Ihnen ſagen: der 0 5 führt bereits ſeine zweite Sache in Berlin „Was Sie nicht“ „„Ja. Sie haben doch ſicher von der Holtfreter⸗ Sache geleſen. Das war der erſte Fall.“ „Aber Herr Rauch! Iſt doch eine ganz andere Geſchichte!⸗ „Nein, die Parallelen ſind zu deutlich. Dort der Alerandrit, hier die Katzenaugen. Jedesmal ſind Fachleute durch Vorlegung ſeltener Steine betäubt worden 7 Rauch erhebt ſich:„Darf ich morgen früh noch ein⸗ 1 zu Ihnen ins Bureau kommen? Ich muß eine eine Unterſuchung anſtellen.“ Herr Rauch“, antwortet Schöll,„ich bitte Sie, mich mit den Methoden der Polizei zu verſchonen. Dabei kommt nie etwas heraus. Sie müſſen ſchwe⸗ zeres Geſchütz vorfahren laſſen. Bitte, nehmen Sie uch einen Wodka. Und dann überſchlafen Sie ſich die Sache. Merkwürdig, ich habe Vertrauen zu Ihnen ..aber man kann ſich auch täuſchen. zu dieſem großen Guſtaav hatte ich ja auch Vertrauen. Merk⸗ würdig, ich habe mich immer ſelbſt als Menſchen⸗ kenner bezeichnet.. und ausgerechnet mir muß das paſſieren. Nun, meinetwegen kommen Sie morgen zu mir ins Bureau.“ XII. Fenſterglas Um ſieben Uhr klingelt bei Rauch das auf dem Nachttiſch ſtehende Telephon. Er fühlt ſich zerſchlagen und greift voller Wut zum Hörer. Durch eine Ritze des blauen Vorhangs ſtielt ſich ein gelber Sonnenſtrahl. Chriſtian Eduard erkennt ſofort die Stimme ſei⸗ ner Sekretärin. Sie bittet ihn mit gleichmütiger Stimme, ſofort aufzuſtehen, den Tennisdreß anzu⸗ legen und zum Sportplatz hinüberzukommen. „Sind Sie des Teufels, Fräulein Sooſter?“ „Aber Herr Rauch. Es iſt ſo ein wundervoller Morgen. Ich bin ſeit ſechs Uhr wach, fühle mich vollkommen ausgeſchlafen. Und plötzlich fällt mir ein, daß Sie mir erzählten, wie leidenſchaftlich Sie Tennis ſpielen.“ Chriſtian Eduard kommt langſam zu Verſtand. „Tennis ſpielen? Zu dieſer Stunde?“ „Was iſt ſchon dabei!? Ich kenne eine ganze Reihe Leute, die von ſechs bis ſieben Tennis ſpielen. Um dann ins Geſchäft zu fahren.“ Rauch antwortet nicht ſofort, ſondern läßt ſeine Gedanken wandern. Merkwürdig, dieſes ſeltſame kleine Fräulein beginnt ſich mit ihrem Willen in ſein Gehirn einzuhaken. Und doch. des müßte nett ſein, jetzt in der herrlichen Morgenfriſche über den Platz hinzujagen. Er iſt in dieſem Sommer noch nicht ein einziges Mal dazu gekommen. Immer Ar⸗ beit, nichts als Arbeit und Aerger. Endlich antwortet er, ſeine Stimme klingt mür⸗ riſch. Dabei freut er ſich über den Einfall:„In einer halben Stunde bin ich drüben.“ Als Rauch ihr mit dem Schläger gegenüber ſteht, reißt er die Augen auf. Donnerwetter, famoſes Mi⸗ del! Sie weiß natürlich, wie gut ihr der Dreß ſteht, denkt er, deshalb hat ſie mich verlockt. Hanbſchlag wie zwiſchen Kameraden. Los, der erſte Ball fliegt. Agnes entpuppt ſich als große Könnerin. Er da⸗ gegen iſt, wie man bald merkt, ohne Training. Sie iſt ihm weit überlegen. Er ſieht ſie dahinfliegen, ihr Lauf iſt graziös, ſie ſchleicht wie eine Katze, ſchlägt wie ein Löwe. Auf jeden Fall will ſie Chriſtian Eduard davon überzeugen, daß ſte etwas kann. Rauch gerät in ſanfte Begeiſterung. Nie ſah er ein beſſeres Profil, ſelten eine beſſere Figur, ein ſo gutes Können, eine gleiche Geſchmeidigkeit. Das Reſultat iſt für Chriſtian Eduard vernich⸗ tend. Trotzdem verläßt er den Platz mit hellen Au⸗ gen, lachend und in famoſer Laune. Sie verſpricht, um neun Uhr bei ihm zu ſein. „Wir müſſen aber zuſammen frühſtücken, Fräu⸗ lein Sooſter.“ Rauch überholt auf der Treppe ſeines Hauſes ein trippelndes Männchen, einen Weißbart, der ein klei⸗ nes Paket unter dem Arm trägt. Als Rauch ſeine Tür aufſchließt, ſteht das Männchen hinter ihm, reißt die Mütze herunter. Erſtaunt wendet „Wollen Sie zu mir?“ Der Alte grinſt.„Entſchuldigen Sie vielmals, ich möchte Ihnen nur Ihre Schuhe zurückbringen. Ich habe hier geſtern ein Paar Schuhe abgeholt. S' war aber ein Irrtum, müſſen Sie wiſſen, Herr..“ Dabei zieht er Rauchs gelbe Schuhe heraus.„Das ſind doch Ihre Schuhe, nicht wahr?“ „Was ſoll das heißen: ein Irrtum! klären Sie mir das näher,“ ſtammelt Eduard verwirrt. Der Alte grinſt immer noch.„Tja, da hat geſtern Herr von Oldmer bei mich angerufen. Die Schuhe, die ich ihm angefertigt habe, ſind ihm zu eng. Ich ſoll mal mit'nem Leiſten reinfahren. Na, der Herr wohnt in das Nebenhaus. Ich hab' mich geirrt. Ich bin ein alter Mann. Und als ich die Schuhe nach Hauſe brachte, da a Rauch ſieht den Alten ſcharf an.„Hm, ich finde das recht komiſch. Warum haben Sie die Schuhe nicht ſofort wieder zurückgetragen?“ „Tja, wiſſen Sie, Herr, ich bin n alter Mann, ſtebenundſiebzig, müſſen Sie wiſſen. Und außerdem hab' ich mir gedacht, wie ich mir die ſchönen Schuhe beguckt habe, daß es ſicher nicht Ihre einzigen ſind und daß Sie die wohl malen Tag entbehren können.“ ſich Ehriſtian Eduard herum. Bitte, er⸗ Chriſtian „Sie ſind ein großartiger Philoſoph“, antwortete Rauch.„Geſtatten Sie, daß ich Sie in Ihre Werk⸗ ſtatt hinunterbegleite? Ich möchte mich davon über⸗ zeugen, ob auch alles ſtimmt, was Sie mir da er⸗ zählen, Iſt es weit von hier?“ „Ne, ungefähr fünf Minuten, Herr. Aber ich bitte wirklich um Entſchuldigung. War natürlich ne große Dummheit.“ Der Alte iſt jetzt ein wenig beſtürzt. Doch unten auf der Straße huſcht plötzlich ein ſonniges Leuchten über ſein einfältiges Geſicht.„Ach, der Herr will ſich wohl von mir ein Paar Schuhe machen laſſen?“ Chriſtian Eduard lacht. Aber bald muß er ſich überzeugen, daß es ſich tatſächlich um die altertüm⸗ liche Werkſtatt eines ehrbaren Meiſters handelt. Trotzdem dringt er in den Mann ein, will ihn aus⸗ fragen. Der Alte muß doch unbedingt einen Auftrag gehabt haben. Endlich ſieht er ein, daß dieſer einfäl⸗ tige Mann, der an der gleichen Stelle ſeit fünfzig Jahren ſein Geſchäft betreibt, kaum von Krogger ge⸗ ſchickt worden ſein kann. Nein, dieſen Gedanken muß man ganz einfach aufgeben. Als Rauch wieder in der heißen Frühſonne ſteht, iſt er enttäuſcht, maßlos enttäuſcht. Das Gefühl eines großen Katzenjammers überkommt ihn. In ſeinem Arbeitszimmer angelangt, wirft er ſich in einen Seſſel. Schlimme Minuten fallen über ihn her. Hat es nicht den Anſchein, als ob das mühſam aufgerichtete Gerüſt ſeiner Kombinationen irgendwie angeſägt worden ſei? Endlich erſcheint Agnes. Sofort berichtet er. Was er erlebt hat, hat auch ſie natürlich nicht er⸗ wartet. Nein, eine Kataſtrophe.. Heine Ehrenret⸗ tung Kroggers Nach dem Frühſtück ſpricht man den ganzen Kom⸗ plex gründlichſt durch. Was bleibt von all den Tat⸗ ſachen, die gegen Krogger ſprechen? Da iſt zuerſt einmal das ſeltſame Verhältnis zu ſeinem Diener Olaf. Aber gibt es dafür keinerlei Erklärungen? Vielleicht kannte Krogger den Men⸗ ſchen ſchon ſeit ſeiner Kindheit.. vielleicht waren die beiden gemeinſam aufgewachſen.. was bleibt? Ein Nichts ein Windſtoß. Ja, wenn man in Krogger und Olaf die beiden Kanadier aus dem Holtfreter⸗Laden erkennen würde? Aber das erſcheint unmöglich.(Fortſetzung folgt) cee 2 e e e cee 69% Grtr. M. abg.—.——,— Deutſche⸗Disconto 68.— 65.— 5 a f d 85 Nb. M. Don.—.——.— 5 Effekten Bank 76,— 76.— Serde Sed e dene Aufhebung der Notverordnung über die Veröffentlichung nicht amtlich feſtgeſtellter Wertpapierkurſe 2 Berlin, 10. Sept.(Eig. Dr.) Um das Aufkommen ſog, ſchwarzer Börſen zu erſchweren und eine Be⸗ unruhigung der Bevölkerung durch Veröffentlichung von nicht kontrollter⸗en Kurſen zu vermeiden, war die Ver⸗ öffentlichung von Kurſen, die nicht an der Börſe amtlich feſtgeſtellt wurden, ſeit der Schließung der Börſe durch Notverordnungen verboten. Nachdem die Börſen wieder et ſind und auch der Effektenhandel im freien Ver⸗ kehr wieder zugelaſſen werden ſoll, iſt die Notwendigkeit für das Veröffentluchungsverbot weggefallen. Die Auf⸗ hebung der fraglichen Notverordnungen iſt heute erfolgt. Es bleibt indes auch nach der Aufhebung dieſer Notver⸗ ordnungen die Beſtimm ung des 8 13 der Verordung über die Deviſenbewirtſchaftung vom 1. Auguſt in Kraft, nach der als inländiſche Kurſe ausländiſcher Zahlungsmittel nur die amtlichen Notierungen der Berliner Böpſe veröffentlicht werden dürfen. Zur Lage bei der Darmſtäbter Volksbank.(Eig. Dr.) Die Leitung der Volksbank teilt mit: Trotz größter An⸗ ſtengungen iſt es nicht gelungen, den Status am Mittwoch fertigzuſtellen. Die endgültigen Ziffern, ſowie die Vor⸗ ſchläge und Anträge der Verwaltung nebſt Erläuterungen werden morgen bekanntgegeben. Die Verhandlun gen mit den Zentralkreditinſtituten wegen Bereit⸗ ſtellung der notwendigen flüſſigen Mittel ſind noch immer wicht zum Abſchluß gekommen. Es ſteht aber zu hoffen, daß eine Entſcheidung erzielt wird. 8 O Südweſtdeutſche Luftverkehrs AG., Frankfurt a. M. (Eig. Dr.) Aus dem nunmehr vorliegenden Bericht geht hervor, daß im abgelaufenen Geſchäftsjahr 15 871(14 750) Perſonen und 371(275) To. Gepäck und Fracht und 74,5 (40) To. Poſtgut befördert wurden, woraus erſichtlich iſt, daß der Verkehr eine ſteigende Tendenz zeigt. Durch Ver⸗ kürzung des Luftfahrtetats der Stadt Frankfurt a.., die die Geſellſchaft bekanntlich gemeinſam mit dem Bezirks- verband Wiesbaden 1924 gründete, mußte das Programm um 5 auf 15 Strecken gekürzt werden. Ab Frühjahr 1931 waren nur neun Strecken in Betrieb. An Strecken⸗ ſubventionen vereinnahmte die Geſellſchoft 184000(225 000) Mark, wozu noch ein Verwaltungszuſchuß von 50 700 (41 200)„ kommt. Eine Eigenmächtigkett des Flugver⸗ kehrs werde auch in abſehbarer Zeit nicht zu erreichen fein. Eingenommen wurden aus Zubringerdienſt 60 000 (62 000) /, aus Schulbetrieb 24000(11000)/ und Strek⸗ keneinnahmen 21600(33 200) J. Dagegen erforderten Ver⸗ woltungskoſten 84 000(92 000) 4, Zubringerdienſt 62 000 (70 000)/ und Schulbetrieb 24 000(13 000) /. Die Bi⸗ lanz zeigt(in Mill.%): AK. 1,5, Gläubiger 0,124, an⸗ dererſeits Barguthaben 0,129, Wertpapiere 0,194, Schuldner 0,153, Beteiligungen 1,04 und Sachwerte 0,109. O Sigurdwerke bleiben in Kaſſel.(Eig. Dr.) Die im Zuſammenhang mit dem Aufkauf der Firma Stuken⸗ brock in Einbeck durch die Sigurdwerke, Kaſſel aufgetauch⸗ ten Verſionen von einer Verlegung der Sigurdwerke nach Einbeck erweiſen ſich als unbegründet. Vielmehr wird nach einer Verſtändigung zwiſchen der Stadtverwaltung und den Sigurdwerken der Stukenbrockbetrieb nach Kaſſel verlegt, wodurch für etwa 130 Arbelter und Angeſtellte eine neue Arbeitsmöglichkeit geſchaffen wird. Die Be⸗ triebserweiterung wird wahrſcheinlich bis zum 15. Oktober durchgeführt ſein. * Ac. Georg Egeſtorffs Salzwerke und Chemiſche n Hannover.— Wenig günſtige Ausſichten. Im Zuſammenhang mit der Intereſſennahme der Kali⸗Chemie AG. an dem Unternehmen ſind im Laufe d. J. große Ver⸗ änderungen ſowohl in den kauſmänniſchen als auch in den techniſchen Betrieben vorgenommen worden. Die Haupt⸗ verwaltung in Hannover wurde nach dem Ausſcheiden der beiden bisherigen Vorſtandsmitglieder nach Berlin verlegt, ebenſo wurden einige chemiſche Betriebe vollkom⸗ men ſtill⸗ bzw. zuſammengelegt. Die Erſparniſſe, die hieraus erzielt werden, dürften aber wenigſtens für die nächſten Jahre für die Moderniſierung der chemiſchen Fabriken und der Solzbetriebe mehr als aufgezehrt wer⸗ den, da die Anlagen zum Teil veraltet ſind und die Ver⸗ beſſerungen erhebliche Mittel beanſpruchen. Nachdem be⸗ reits für das Geſchäftsjahr 1930 die Dividendenzahlung hat ausfallen müſſen, haben ſich die Verhältniſſe in 1931 weiter verſchlechert, beſonders wos die chemiſchen Betriebe anbelangt. Unter dieſen Umſtänden Hürfte auch für 1931 on eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung nicht zu denken ſein. O Schweizeriſch⸗Argentiniſche Hypothekenbank. Zürich. — Dipvidendenherabſetzung.(Eig. Dr). Die Geſellſchaft, die ein AK. von 10 Mill. Fr. und Obligationen in Höhe von 40 Mill. Fr. auſweiſt, ſieht ſich infolge der Kriſe, insbeſondere auf Grund argentiniſchen Währungsrückgangs veranlaßt, ihre Dividende von 10 auf 6 v. H. herabzu⸗ ſetzen. Ein großer Baumwollverkaufsplan Hpovers. Wa⸗ ſhington, 10. Sept.(Cig Dr.) Präſident Hoover arbeitet zuſommen mit dem Bundesreſerveamt und dem Farmamt einen großangelegten Baumwollverkaufsplan aus, der insbeſondere den deutſchen, franzöſiſchen und polniſchen Verhältniſſen angepaßt ſein ſoll. Hoover hofft, den drei Ländern 1 Million Ballen Baumwolle auf der Grundlage eines Kredits über 6 oder 9 Mo⸗ nate verkaufen zu können. Die Kredite müßten ſichergeſtellt werden, ſo daß die Bundesreſervebank die Diskontierung übernehmen könnte. Die Transaktion ſoll den Charakter eines reinen Privatgeſchäftes tragen, wes⸗ halb auch die weitgehendſte Heranziehung der Privatbanken 2 8 —— Weitere Jortſchritte durch Aufnahme des variablen Handels Abwicklung der Termingeſchäfte an der Frankfurter Börſe O(Eig. Dr.) Der Börſenvorſtand zu Frankfurt a. M. hat in einer Bekanntmachung für die Abwicklung der Ter⸗ mingeſchäfte an der Frankfurter Börſe ei Regelung ge⸗ troffen, wonach die Prolongation vom 15. Sept. bis zum 23. Sept. verlängert wird. Am 238. Sept. findet in der gleichen Art wie am 31. Aug. Direktengagements werden dann prolongiert. Der Frankfurter Börſenvorſtand hat ſich den in der Bekanntmachung des Berliner Börſenvorſtandes aufge⸗ ſtellten Richtlinien für die Feſtſetzung der neuen Prolon⸗ gationskurſe nicht angeſchloſſen. Er will zunächſt die wetere Kursentwicklung abwarten und den neuen Prolon⸗ gationskurſen wenn irgend möglich die Tageskurſe zu⸗ grunde legen. Für die Regelung der Unterſchiedsbeträge ſind Beſtimmungen geplant, die gegenüber den in Berlin feſtgelegten Fälligkeitsterminen auf keinen Fall eine Er⸗ ſchwerung bedeuten ſollen. eine Teilabwicklung ſtatt. erneut bis zum 9 Okt. Maunheim: Rentenmarkt gut behauptet Heute wurden erſtmalig wieder ſeit Eröffnung der Börſe fortlaufende Kurſe feſtgeſtellt und man glaubt hier⸗ mit die frühere Beweglichkeit z. T. wieder hergeſtellt zu haben. Zu Beginn lagen die Kurſe gegen geſtern durchweg abgeſchwächt. Farben waren 2 und Rheag ſogar 2 v. H. niedriger. Zellſt. Waldhof 50 nach 51 v. H. Hingegen konnten Dt. Lino ſich um 27 v. H. befeſtigen. Auch Dedi noch den Abſchwächungen der letzten Tage um 1 v. H. höher. Der Rentenmarkt liegt gut behauptet, teilweiſe nochmals um Kleinigkeiten feſter für Goldpfandbriefe. Frankfurt unſicher Der erſte Tag der Wiedereinführung der variablen No⸗ tierungen brachte der Effektenbörſe ſtärkere Unſicherheit, deren Haupturſache in der ſchwächeren Verfaſſung der Reichsmark im Ausland und in den Kursrückgängen an den ausländiſchen Börſen zu ſuchen war. Zum Teil iſt in dem Nachgeben der Kurſe am hieſigen Platze auch eine Reok⸗ tionserſcheinung gegenüber der außerordentlichen Feſtigkeit an den vorangegangenen Tagen zu erblicken. Eine gewiſſe Verſtimmung ging davon aus, daß die Termin⸗ engagements immer noch nicht abgewickelt ſind. Am Aktien⸗ markt ſcheint ſich die Käuferſchicht etwas größere Zurückhal⸗ tung aufzuerlegen, denn die Nachfrage hat eine Abnahme erfahren. Vereinzelt hatte es den Anſchein, als ob wie⸗ derum Exekutions material auf den Markt drückte. Die Kursgeſtaltung war indeſſen recht unregel⸗ mäßig, doch überwogen kleine Kursabſchwächungen. Es er⸗ öffneten am Chemiemarkt J. G. Farben 1½, Deutſche Erdöl und Th. Goldſchmidt um Bruchteile eines Prozentes niedri⸗ ger. Stark gefragt waren, ſcheinbhar im Zuſammenhang mit der geſtrigen Verwaltungserklärung, die Deutſche Gold⸗ und Silberſcheideanſtalt, die zunächſt mit Plus⸗Plus⸗Zei⸗ chen erſchienen und ca.—6 v. H. höher taxiert wurden. Von Elektroaktien ſeien beſonders Schuckert erwähnt, die auf Angebot 4% v. H. einbüßten. Im übrigen blieben hier die Kurſe ziemlich gehalten. Einen ſtarken Auftrieb erhielten Chade, die 11% gewannen. Intereſſe erhielt ſich weiterhin am Markt der Schiffahrtsaktien, wo Hapag 2 und Nordd. Lloyd 1½ v. H. anzogen. Recht feſt lagen ferner noch Zell⸗ ſtoff Aſchaffenburg mit plus 3 v. H. und von Kaliaktien Salzdetfurth mit plus 21 v. H. An den übrigen Markt⸗ gebieten überwogen meiſt kleine Abſchwächungen bis zu 1% v. H. Von Bankaktien kamen zunächſt nur Reichsbank mit minus 2½ v. H. zur Notiz, während die übrigen Bank⸗ aktien nur zu Einheitskurſen notiert werden und daher eine Bewertungsgrundlage bisher nicht zu erlangen war. Berlin weitere Verſteifung des Geldmarktes Der Börſenverkehr hatte durch die Aufnahme des variablen Handels heute weitere Fortſchritte gemacht; es haben ſich aber die ſchon in den letzten Tagen auftauchen⸗ den Befürchtungen zum Teil beſtätigt, daß die Spekula⸗ tion dieſe Freiheit zu Entlaſt ungen ihrer Engage⸗ ments benutzen würde. Auch das äußere Bild der Börſe erfuhr durch die Wiedereinführung variabler Notierungen eine Veränderung. Es wurden wieder Gel⸗ und Brief⸗ kurſe gerufen, ſo daß es äußerlich etwas lebhafter zu ſein ſchien, andererſeits drängten ſich aber nicht, wie in der letzten Woche, alle Orders auf den einen Kaſſakurs zuſammen, wodurch das Geſchäft als ſolches weſenklich ruhiger wurde. Die erſten variablen Kurſe lagen gegen geſtern unein⸗ heitlich und unter den vormittags genannten Taxen. Im allgemeinen gingen die Abweichungen nicht über—1,5 v. H. hinaus, nur Kalitwerte, Dt. Linoleum, Holzmann und Mittelſtahl waren bis zu 3 v. H. gebeſſert, auch Schiff⸗ fahrtsaktten waren gefragt, Chade ſogar plus⸗plus, wäh⸗ rend Reichsbankanteile heute erſtmalig 1,75 v. H. verloren und auch Reag, Deſſ. und Schleſ. Gas und Farben—9 v. H. ſchwächer lagen. Bemberg, die anfangs mit minus⸗ minus⸗Zeichen erſchienen, notierten ſogar 4,75 v. H. nied⸗ riger, Harpener waren ebenfalls minus⸗minus, doch kam 374; Jan.(32) 376; März 383—84; Mat 302; Fuli 398; des Börſenverkehrs — Wieder Geld⸗ und Briefkurſe gerufen lich als einzige ehemalige Terminpapiere nicht zur fort⸗ laufenden Notiz zugelaſſen ſind, ſcheinen auch heute weiter im Angebot zu liegen. Anleihen behauptet, Pfandbriefe waren weſentlich ruhiger als geſtern, ſcheinen ſich kurs⸗ mäßig aber auch behaupten zu können. Der Geldmarkt erfuhr eine weitere Verſteifung, Tagesgeld ſtellte ſich auf etwa 9 v.., Monatsgeld auf etwa 8,5—10 v.., Warenwechſel auf etwa 10 v. H. Berliner Devisen iskontsätze: Reichsbank 8, Lombard 10 v. fl. Amtlich in R für 9. September[ 10. September Varität] Disk G. B. 8. B. M 0% volland 100 Gulde 189,68 170 00 189,88 170,17 168,422 then. 10 Drachmen 5,45.46 5,42] 5,462] 5,4458 rüſſel 100 B. 500 u 58,57] 58.69 88.54 59.66 58,355 2½ Danzig 100 Gulden 81.75 81.91 91,75 81.91 81,555 6 delſingfors 100 910,592 10,612 10,59 10,61] 10.512 6 Italien„100 Lire 22,02 22.06 22.02 22,06] 22,025 5½½% Südſlavien 10 Ding.428 7,442 7,482.446].355 7½ gopenhagen 100 Ar. 112.51 112.73 112.52 112,74 112,06 3% Liſſabon 100 Estudo 16,4 18,58 185,84 18,58 17.07 ½ Sslo 00 Kr. 112,51 112.7 112.51 112.73 111,744 Baris.. 100 Jr 16.50 16.54 16.50 16,54 16,445 2 Drag 100 Kr.] 12.468 12.488 12.488] 12.488 12,364 Schweiz.. 00 Fr. 88.05 57,1[5208 62.22 80,518 2 Sofſa. 900 dea].957.063 3457 3,068] 377 8575 Spanien 100 Peſeſen 3761 37,69 37.71 37.70 68,57 6% Stockholm 100 Kr 112,62 112.84 112.62 112,84 112,054 Wien. 00 Schiuing] 59.188.289 59,17 59,29 59.78 10 Ungarn 100 812500[ 73,43 75,5) 73,43 73,57 72,898 Duenos⸗Aires 1Peſo 1173].177 1169] 1,173] 1,786 6 Tanada Han. Donar 4,189.197 4,186 4,194 4,176— Japan. en.079.068.079].083 17886 5. Kairo. tägypt. Bid 20,85 20,99 20,35 20,99 20,91— Türkei“ türk. Pfd..——. 2 3 2˙130 London„ lengl. Pfd.] 20,485 20.495 20,488 20,495] 20,393 4% New Jork 1 Dollar.209 4,217 4,204,217 4,1780 1% Rio de Janeiro!willr 90.258 0,260 0,258 0,260 0,503— Uruguay 1Goldyeſo 1,886 1892.888.802.421 5 Befeſtigung an der Produktenbörſe In Roggen außerordentlich knappes Inlands⸗ angebot Berliner Produktenbörſe v. 10. Sept.(Eig. Dr.) Nach ruhigem Vormittagsverkehr ſetzte ſich bei nicht ganz einheitlicher Preisgeſtaltung an der Produktenbörſe wieder eine Befeſtigung durch, die bei Roggen vor allem ihren Grund in dem außerordentlich knappen In⸗ landsangebot und der allgemein guten Nachfrage der Mühlen hat. Die Roggenpreiſe zogen um etwa 3„ an, auch der Lieferungsmarkt eröffnete 1 bis 2/ höher. Das Weizenangebot iſt dagegen nicht knapp, die Mühlen bekunden, infolge der Unſicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung, auch nur vorſichtige Nachfrage. Ausgehend vom Lieferungsmarkte, an dem die Septemberſicht infolge der fehlenden Andienungen um 2/ anzog, machte ſich aber doch eine Befeſtigung geltend, von der allerdings die einzelnen Liefermonate nicht gleichmäßig profitieren konnten. Wetzen⸗ und Roggenmehle haben in der Pro⸗ vinz lebhafteres Geſchäft als am hieſigen Platze. Die Preiſe waren nur für Roggenmehle höher gehalten. Hafer liegt bet mäßigem Angebot und einiger Konſumnachfrage ſtetig. Das Geſchäft in Gerſte hat keine Belebung erfahren. * Mannheimer Produktenbörſe vom 10. Sept.(Eigen⸗ bericht.“ Am heutigen Produktenmarkt iſt inländiſches Brotgekreide weiter befeſtigt, Futtermittel ruhiger, Mehl unverändert. Für die 100 Kilo netto waggonfrei Mann⸗ heim wurde in/ bezahlt: Inl. Weizen 24,7525, inl. Roggen 21,25 21,50; inl. Hafer 17,50—18,50; Sommergerſte 17,50—19,50; Futtergerſte 17—18; Biertreber 10,50—11; Eroͤnußkuchen 12, 12,50; Soyaſchrot 12,25—12,50; Trok⸗ kenſchnitzel 5,25—5,75; Malzkeime—10; Weizenmehl ſüdd. alte Mahlung 39,75 per Sept.; dte, neue Mahlung 35,25 per Sept.⸗Noy.; dto. mit Auslandsweizen 37,75 per Hälfte Sept.⸗Nov.; Wetzenbrotmehl ſüdd. 29,75; Roggenmehl 690⸗ proz. 8,75—30,50; Weizenfuttermehl 13,50—14; Weizenkleie feine 1010,50; Roggenkleie 10,50; Grünkern 40—50. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 10. Sept.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen(in Hfl. p. 100 Kg.) Sept. 3,60; Nov. 3,67%; Jon. 3,77; März 9,95.— Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kg.) Sept. 67; Nov. 6697; Jan. 68; März 711. * Liverpooler Getreidekurſe vom 10. Sept.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen(100 lb.) Tendenz ruhig; Okt. 3,87 (8,8); Dez. 3,10%(3,1096): März 4,11(4,1760; Mai 4,32 (4,36); Mehl unv.— Mitte: ſtetig; Okt. 3,84; Dez. 3,10%; März 4,186; Mai 4,3; Mehl unv. * Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 10. Sept.(Eig. Dr.) Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 32,50; Sept. 32,50; Tendenz ruhig. * Bremer Baumwolle vom 10. Sept.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Middl.(Schluß) 7,90. * Liverpooler Baumwollkurſe vom 10. Sept.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Middl. Anfang: Okt. 369; Dez. Okt.(82) 407; Loco 300; Tendenz ſtetig.— Mitte: Okt. 367; Dez. 372; Jan.(32) 374; März 382; Mai 390; ri 3806; Okt. 404; Dez. 409; Jan.(33) 411; März 418; Loco Nürnberger Hopfenmarkt Dem Nürnberger Hopfenmarkte waren an den erſten drei Tagen der laufenden Woche insgeſamt 180 Ballen zugefah⸗ ren, die teilweiſe aus Tettnang und teilweiſe aus der Hallertau ſtammten und in jeder Beziehung als befriedigend bezeichnet werden mußten. Die Nachfrage hielt ſich in allerengſten Grenzen und es fanden insgeſamt 100 Ballen Abnahme. Da ſich vor allem die Brauinduſtrie infolge dez ſtark zurückgegangenen Bierkonſums ſehr zurückhält und dieſe Zurückhaltung ſich naturnotwendigerweiſe auch auf den Handel ausdehnt, ſo fehlt augenblicklich dem Ge⸗ ſchäft jede Anregung. Die Preiſe haben ſich bis jetzt noch nicht geändert; Hallertauer wurden mit 45 bis 60% und Tettnanger meiſt mit 50 bis 65/ bezahlt. Einzelne Ballen mittlere Gebirgshopfen erzielten 35. Die Stimmung iſt zur Zeit ſehr ruhig. * Obſt⸗ und Gemüſegroßmarkt Weinheim vom 9. Sept Erlöſt wurden: Birnen—10 und—4 Aepfel—7 und —4; Zwetſchgen 10—12; Pfirſiche 16—20, 12—15 und 6 bis 11: Nüſſe 16—24; Stangenbohnen 12—18; Quitten 68 Tomaten—8; Anfuhr gut; Nachfrage gut.: Weiſenheimer Obſtgroßmarkt vom 10. September Es notierten: Zwetſchen—13, Pfirſiche—12, Aepfel —8, Birnen—9, Trauben—12, Tomaten 3 Pf. Anfuhr 420 Zentner, Abſatz und Nachfrage waren gut. a * Freinsheimer Obſtgroßmarkt vom 10. Sept. Es notter⸗ ten: Pfirſiche—12; Birnen—11; Aepfel—6; Zwetſchgen —10; Tomaten—4; Trauben blau 10—11; dito. weiß 18. Anlieferung 340 Zentner, Abſatz ſchleppend. * Noch keine Kaufluſt am Portugieſermarkt. Edenkoben, 10. Sept. Trotz der ollgemeinen Leſe und der billigen Preiſe iſt an der Oberhaardt noch keine größere Kauf betätigung des Handels feſtzuſtellen. Den Geboten des Handels mit 6 4 für die Hotte von 40 Litern ſtehen die feſten Forderungen der Winzer, die für dieſe Menge 8, verlangen, gegenüber. Am Mittwoch wurde Portugieſer⸗ moſt nur in kleineren Mengen zum Preiſe zwiſchen 6 643 7 abgeſetzt. In Erwartung günſtigerer Preiſe hält der Hondel mit dem Kauf offenſichtlich noch zurück. * Mannheimer Viehmarkt vom 10. Sept.(Eigenbericht] Es wurden zugeführt und für 50 Kilo Lebendgewicht de⸗ zahlt(in): 144 Kälber b 52— 55; c 46—50; d 40—45/ 16 Schafe b 30—34; 190 Schweine nicht notiert; 894 Ferkel und Läufer, Ferkel bis 4 Wochen—10, dto. über 4 Wochen 12—16; Läufer 1620; 1 Ziege; Zufuhr insgeſamt 123 Stück. Marktverlauf: Kälber ruhig, geringer Ueberſtand, Ferkel und Läufer mittelmäßig. * Mainzer Schlachtviehmarkt vom 9. Sept. Auf dem Mainzer Schlachtyiehmarkt waren aufgetrieben: 34 Ochfen, 11 Bullen, 457 Kühe oder Färſen, 244 Kälber, 975 Schweine, Die Preiſe pro 50 Kg. Lebendgewicht notierten für: Ochsen 44—47 und 3438; Bullen 30—32; Kühe a 3486, b 2800, c 20—25; Färſen 43—47; Kälber 40—53 und 3840 Schweine 59—60 und 55—58. Marktverlauf: Bei Großvieh und Kälber mäßig belebt, bei Schweinen ruhig, Fetk⸗ ſchweine geſucht. Markt geräumt bis auf Schweine. Berlmer Metallbörse vom 10. Sepfember 1931 Blei U Zink [Brief Geld bez. Brief] Geld Kupfer bez. Brief Geld bez. Januar. 22,50 21,—.— 24,2250 Februar 22.50 21,—.— 24,50 22 März 22,50 21,50— 2425 28 April 22,50 21.50—.— 2475 28 Mai 22.50 22,.— 25.50 24. Juni 22,50 21,50—.— 26.28 Juli 22.50 21,50—.— 26.— 28 Auguſt 22.2522,[, 26,50 253 Sept. 21,5029, 22,21, Oktober g 1 21.50 20,21 50 22,.— 21, Nov. 0 50 80 50—.— 22, 2b 2 1 Dezemb. 60 75 60,75 60.50]-— 22.— 21, 1—.— 23,50 22 * Tendenz: Kupfer ſtetig, Blei und Zink luſtlos. Berliner Metall⸗Notierungen vom 10. Sept.(Eig. Dr.) Ekektrolytlupfek(wirebars) 72,50/ für 100 fig. Raffindgkupfer loco 62— 63,50; Standardkupſer loco 59/8 bis 59,75; Standard⸗Blei 19—21; Original⸗Hütten⸗Alumt⸗ nium 98—99proz. in Blöcken 170; Drahtbarren 174; Banka⸗, Stroits⸗, Auſtralzinn(in p. engl. To.) 120; Reinnickel 98—99proz. 350; Antimon Regulus 49—51; Silber i. Barr. ca. 1000 fein per Kg. 38,7540, 75. Londoner Mefallbörse vom 10. Sepiember 1931 Metalle in E pro To. Silber Unze 6(137/40 fein ſtand.), Platin Unze 9g ſtupfer, Standard 30,75] Zinn, Standart 115,1 Aluminium Monate 31,50 3 Monate 117,5] Antimon 2 Settl. Preis 30.75 Settl. Preis 115,0] Queckſilber 8 Elektrolyt 84550 Banka 119.7] Platin 8 5 beſt ſelecied 32,25 Straits 116,7] Wolframerz 2 ſtrong ſheets—.— Blei, ausländ. 10.85 Nickel 5 El'wirebars 3550 Zink gewöhnlich 10.85 Weißblech E Tendenz: Kupfer, Blei und Zink ſtetig; Zinn feſt⸗ Weitere Kupferpreisermäßigung.(Eig. Dr.) Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, entbehren die Ge⸗ rüchte über einen möglichen Zerfall des internakib⸗ nalen Kupferkartells jeglicher Grundlage, wenn auch in den letzten Wochen die Spannung am Kupfermarkt ſtarke For⸗ men angenommen hat. Der Zuſammenhalt des internatie⸗ nalen Kupferkartells wird uns als unverändert feſt und geſichert bezeichnet und man brauche von dieſer Seite keinerlei Befürchtungen für die weitere Entwicklung zu hegen. Nachdem bereits geſtern im Freihandel Kupfer be⸗ deutend billiger als der Kartellpreis auf dem freien Markt angeboten wurde, hat das internationale Kupfer⸗ kartell den Kartellpreis cif. Nordfeehäfen von 8,0 auf 7 geplant ſei. eine Notiz zunächſt nicht zuſtande. Bankaktien, die bekannt⸗ J 380; Tendenz ruhig. Dollarcents pro lb. mit Wirkung ab heute herabgeſetzt, — 2 7 Aktlen und Auslandsenleſhen in Prozenten 9. 10. 1 9. 20. 2 510. 9. J. ahlb., Liſt& Co. 11.— 10 50 Lahmeyer& Co. 75,— 79,.— Segall Strumpf—— Kurszettel der Neuen Mannheimer Zeitung. deten. ut h. Se, 0 e Alen. e 8 J. 1059 1055 geber debe e a e Se l 8 ff Mannheimer Effektenbörse 9. 10 9. 10. 9 10. 9. 10. Accumulatoren. 101.5 1000 Fate 18 17 e———.— Sinner.-G. 250 4550 Nürnberg. Verein 3—— Cement Heldelbg. 44,.— Mez Söhne. Ver. Chem. Ind. 40.— 40,25 Au. 49.— 49.— elten uill.——.— 24.50 gingner⸗ werke e Stoehr Kammg.— 2— g. 10. 9. 10. Oeſt⸗ Ereb.⸗Anſt— Fferftadt Miag, Mühlb.—.——— Ver, deutſch. Oelf. 60.— 60.— 1 Deligſen—— Ford Motoren.,—Lindeis Eismaſch. 100,0 102,5 Stoewer Nähm..—, 60% Bad. St.⸗A. 21 61.— 61.—.-G. f. Seilind. 25.— 25.— Pfälz. Opp.⸗Okl.—.——— Chade 8% Bad. K. G. 30 80,.— 80,.— Brown, Boveri. 32,.— 92.— 7% Bad tom. Gd— m, Daimler⸗Benz. 17.— 15.— Reichsbank 55% Jihafen Stadt———,— Deutſche Linol.. 39,50 48,.— Rhein. Hyp.⸗Bk. 95,— 00 36.— 86,.— Enzinger Union 49.— 45 80 5 5 Moenus St.⸗A. 19.——.— amotte Annw. Chemiſche Albert 320.5 5 100 Ch. Brockhues Pf. Nähm. Rayſ.——.65 Rein. Gebh& Sch. 60,.— 60,.— 3%„ Gold———.— J. G. Farben.. 1090 107,0 Sudd. Boben⸗C.———— Daimler... 14.78 15,15 Roeder, Gebr. D.——— ii. Wiener Bankver..—.— Dt. Atlant.⸗...,— ee. Rütgerswerke 25,85 26,835 6 d% Farben d. 28 7g.— 78,— 10d Grkr. M. BA. 1000 100.0 Württ. Notendk. 107,5 107,5 D. Gold⸗u. S. Anſt. 94.— 1000 15%„ PA. 120,0 120,0 Dt. Linoleum. 40.— 40,50. Bin cge dn. 94.— 97.— 5 Allianz 1400 It. Verlag... 10.0 110.0 Semen da 555 lz. th. B. 94.— 94. r 93 5. 19,50 Schramr 5—.——.— 1 8 85 9 3 7 9 1180 Mannh. Verſ.⸗G—.——.— 1 8 88—.— 29.— Steine 5 79.50 7 ige. 65.— 66,.— C. H. Knorr J 4 j—.——.— Seilinduſt. Wolff 25,.— 28, . Konſerven Braun—.——.—. 2 Süd. guter 81.50 73,.— Durlacher Hof..—— Pfälz. Mühlenw.. Transport- Aktien Gichbaum JLudwigsh. A. Br.—.——.— Portl. Zem. Heid. 41,.— 43.— Eilchbaum⸗Werger 70.— 70,.— Südd. Zucker Verein dtſch. Oelf. 65,.— 65,.— Bad. Aſſekuranz 55,.— 57,.— Wayß& Frentag—— Mannh. Verſich. 18,.— 18.— Zellſtoff W Frankfurter Börse 4½% Rhein. Lig. 79,75—.— Gelſenk. Festverzinsliche Werte 4½% Pfälz. Lig. 78,75 85.25 e 1380 77905 85,50 86,35 Kali Salzdetfur 1. 2 71,25%„ Meining. L 78, 80,25 Kali Weſteregeln 92, 94.50 Goldſchmidt Th. 21.50 50 5% Bad. Kohlen—— 13,50 75% Reichsanl..—.— 89,80 4%„ Südbo Lig 27—.— Ablsſungſch. II. 43.28 48,2 ½ be Br.. B. Lig 76,8—— Flöcner. ohne D. Wekib. Gold)———.— 5 D. Schaganw. 28—.——— Bank-Aktien 0 14..80 1,60 ö . Allg. D. Eredit idelbg. 28 ,—. Badiſche Bank—— e Abeinſtahl 750% Heidelpg eee Lans Beende! 8 i ellus Bergbau. il. 49,.— 50,25 5 S 8— B u. Laurahütte—.——. eee 40%% Daft Schaß. 20. 1 5 Barmer Bankver. 64,— 69,50 Ber. Stahlwerke 8% Grkr. Mh. 23—.——.— Bayr. Hup. u. Wb. 94.— 92.— genen ah 2———— Lom. u. Privatb. 63.— 66.— inqustrie-Alctlen 9% Ludwigs9. 26 72.— 72, 8% Mh. Gb. 26—.——.— 0** 8* Darmſt. u. Nat.—.— 75.— D. Ueberſee⸗Bank———.— .—— 722— Sresdner Bant 38.— 89.— * Fabel 8 799 31,50 34,10 Enzinger⸗ 1 9 7———.— älz. Preßhefe.—.—„Ah. Elektr..„G. 74.— 71,50 Heidelb. Straßb.. Eßlinger Maſch.———.— 5 Elo——.—Khbeinmützlenw..—.———Nordd. Lloyd. 84,35 86,75 Ettling. Svinn..——.— . 1 80.— 80,— Oeſter.⸗U. St.⸗B.—.—. albhof 51.— 50. Montan-Aktlen Eſchwell. Bergw———.— Feinmech. Jetter—— 24,50 6% Reichsanl 27 150 710 Bergw.—— 44,— Felt. Guilleaume 49.— 47.— Ilſe Bgb. St. A.—.— 129,0 Franfurter Gas———— Dich. Koleſgſch k.50 Mannesm. Röhr. 40,50 Otavi⸗Minen Phonic Bergbau 28,75 28.— Hanfwerk. Jüſſen 35,— 34,50 59¾ Roggenrenb.30.85 89.— 90.— A. E. G. 60,50 61,50 Lechwerke.. 65.— 400 ⸗Fr.⸗Los 90, 90. Aſchaff. Buntv.———,— Ludwigsh. Walz.: 4½% Ung. Str. 13 85. 90,— Frankf. Bank. 74.— 73,50 Bd. Maſch. Durl. 110,0 110,0 8„ 81 680,— Frkfrt. Hyp.⸗Bk.—— 88.— Brem.⸗Beſig. Oel—.——,— Mainkraſtwerke—— 57.2% Ung, Gold 5 d= Metallg. Frankf. 40, 39. 4%„ Kronent, eininger dto.,———— Brown Boveri Emag Frankl.———— Tricot. Beſigheim———— „G. Farben. 109,0 1077 Festverzinsliche Werte 5& Schleich.—— 62,50 lee Bonded 8— 10 6% Goldanleighe——. 47.— 47,75 1———— obne Ablöſgrecht örtf. Pok. 4 Wit., e, D. Schuzgeblete. 140.50 33,50 34,75 Gritzner M. Durl. Ne 42,.— Grün& Bilfinger 140,0 139,5 50% Prß. Kaltanl.—.— 12.85. Haid& Neu. 19.— 19.— 5% Roggenwert. 148 718 ilpert Armatur.—.—. 290.— Hirsch gurf. r M. 97 80.— 8e andſch. Mog..—— 1„ ochtief.⸗G. 51 5% Mexikaner 8,—.— 4%„ Goldrenke—.— 18.5 Erl e deen 1 Junghans... 4%„conv. Rente.0 045 4½%„ Silb.⸗R. 0,85 0,78 20,25 ee—— armin g. St.= Kamim. Raiſersl..80 19,8„% zwen München—.— 128,0 Karſtadt Rud. 15,85 18.85 öͤfferh. Bindg. 122,0 126,0 Klein, Sch. E Beck. 1 70 1 40 Trend..5 0 8 2%%% Bagd.⸗Eiſ. 8 5 8——— Konſerven Braun 20,— 20.— 40% 8 1 N 2— 21 11 Kraus& Co. Lock.—. 40%„ unif. Anl..50 4%„Zollobl. 1911 2,.— 2, Berliner Börse 2JReichsbant 119,7 Ver. Ultramarin—.—. Allg. Elektr.⸗G. 60.— 6180 Ver. Zellſt. Berl.—, Vogtl. Maſch. St..—— Alſen Port...—— 65.— Gebhard Textil.—.——.— Lüdenſcheid Met.———.— Südd. Immobil.—— 9 0— Ammendorf Pap.—.——.[G& Co. Voigt L Häffner———.— Anhalt. Kohlenw.—.— 39,78 Gelen Ver wr. 44,50 44.50 ellſt. 35.— 88.— Germ. Portld.⸗Z.———.— Volth. Seil. u. K.—.—. Aſchaffog. Augsb. N. Wayß& Freytag 7,25 7,25 W. ei 85 8—.— Bachmann gade—— Balke Maſchinen—.——.—Girmes& Co Zellſtoff A „ Memel aſch.. Gerresheim. Glas—.——.— 5 a 1— 635 Geſ. f. elektr. Unt. 97,— 68,.— Mansfelder Akt. 18— 11.— Tietz Lon zard 4049 100 5„ Zucker 82,— 61 2— Magirus.⸗G.———.— 8 3 N 5 1 40,— 41,5 Thörl's ver. Oele 24, 910 Markt⸗ u. Kühlh. 78,.— 80.— Trans⸗Radio Maſch. Buckau⸗W. 51,— 58 t N— 3„ in.⸗ 20,50 20.75 Varziner Papier 84.— 89— Baſt Nürnberg—.—— d„—.— maſchin untern. 2050 20s Varg 5 ſchſles 8 59 Baver Motorenw 30.— 30.— Geldſchmdt Th. 28— 23.— Meg eech id— 110,0 Veithwerke. 1425 15 D. Dtſch. Nickelw. 88.— 85, f Bayr. Spiegelglas Dor de Grigner Maſch. 22.— 22.— 8 5 9 Waldhof 50.50 40,80 Herne Ec 78— 805 Gebr. Großen.. a1 625 1705. Hue er. 8 ergmann 49.— 30.— 1 i r———.— 1 8 7 12— Ufa(Freiverk.)-— 0 5 Grüns bilhnger—„Merkur Wollw.—.— 78,.— P. Sch gf. B. 8. 12,25 12, Gruschwitz Textil—— 35.— Mez Raſtatter Wagg.———— Berlin Gubener, 140,0 140,0 Guano-Werke.—.— Miag⸗Mühlen.—.——, B Stahl. v. d. Zyp. 78, Söhne.—.——.— Ver. Stahlwerke. 29,80 2065 Berl. Karls. Ind. 25.— 25.— Mi oſa Di— Ver, Hitrama rn, Berliner Maſchb. 21.25 21.— Mix& Geneſt 65.— 65.— N. 20.50 21.— Braunk. u. Brikett 102.0 102,0 Hacethal 38,— 35.50 Mübheim Peg 40,50 44,50 Vogtland. Masch 20— Been Delf.—.— 81.—[Halleſche Maſch... 5 Voigt& Haeffner 4% Anat. Ser. Bremer Won ef. 8 Daum d Ege... Flederlenſ. Kohle 5288 58 5 2505 N 80,— 78,.— Hann. M. Egeſt.—.——.— Niederlauſ. Kohle 75,25 78.— 3 4% AnatSerei! 13.10 189 Drown, Bon. C. DO. De Harkort StPr...—.— Nordd. Eiswerke———— Wanderer Werke 92.— 957 87955 Nat Ran 10.28 Duderus Eiſenw. 27.50 27.— Parvener, Vergb. 44— 41.— f Weſteregelnallkal 5 50. A Transport-Aktlen 3 Ghemie dee Schantungbahn.—.——,— Chem Heyden Allg. Lok. u. Str. 69,.— 69,— Chem. Albert...= Hirſch Kupfer Südd. Eiſenbahn 68,50 61,— Chem. Brockhues 19.— 1 5 Hapag 91,75 30,35 Daimler Motoren 18.— 15.50 H. Südamerlka. 85,— 84,50 Deſſauer Gas. 38.— 81,75 Hanſa Diſchiff.—. 64.50 Dtſch.⸗Atlant⸗T. Nordd. Lloyd 34.15 36,25 Deutſche Erdöl Deutſ Bank- Aktien Otſche. if 18 5 Bank f. el. Werte 89.— 90,— Deuiſche Bao. 39.78 4, Bank f. Brauere. 80,.— 80.— Barmer Bankver 2 4 1 Berl. Handelsgef. 67.— 67— Dortm. Actienbr.———.— Karſtadt Com. u. Priptbk. 64.— 68.— Dortm. Unionbr.—— n Klöcknerwerke Darmſt. u..⸗B. 78.— 76.— Dredd. Schnellpr. 20.— 29.— F. H. Knorr fa 1 1 Dt. Aſiatiſche Bk.—.——— Dynamit Frust Deiche Dlseone 65.—.6 Dyckerhoff& Wid—— Dtſch.Ueberſee Bk, Dresdner Bauk Merninge po? Deſterr. Er d Gebr. Körting Elkit, Licht u. .50 Enzinger Union 1170 Eſchw. Bergwerk Hedwigshütte Charlott. Waſſer 61.— 61.50 Heilmann f 29.50 28, Hilpert Maſch. Ach f. Vertehrw. 3378 85,.— Them. Gelfenk 38.— 89.— Hindrich s KAuff. 28,.— 23.50 09,78 8975„ 1 5 0 Ef Leder 65.—. Phönix Bergbau 29.— 28.25 ſe 5 57.— 85,50 Jiſe Bergbau 1295 129,5 hein. Möbelſtoff——.. 42.50 4175 M. Jüdel& Co. 78,25 78.— Rhein. 8. lt.. Freiverkehrs-Kulse e Kabelw. 20.— 21 75 Gebr. Junghans———— Nees 1 50. 5 41,50 Kahla Porzellan—.——.— Rü 1„ 29.— 28. 39,75 41. Chemie 8— Kücforch. Ferd 28.50 Kaliwk. Aſchersl. 84,.— 84.— [Elektr. Lieferung. 68.— 70.50 Kötitzer Kunſtled. 46.— 47,.— Schöfferhof Brau—-—— . 75.— 78,65 Krauß& Cie., Lok.——.— Schubert Salzer 87,.— 8 45.— 25.50 Kronprinz Met.—.———Schuckert& Kyffhäuſer Hütte 40,50 40,.— Schultheiß Weſtf. Eiſen„ 14.— 14.— Dberſch. E. Bed. e e. Wicking⸗Cement 14. 15 Oberſchl. Roksw. 41,15 40,25 Wilke Dampfkeſſel—— Odenw Hartſtein———.— Wiſſener Metall— 85 Orenſt.& Koppel 24.— 24.— Üſtoff Verein Zeno Waldhof 51.— 405 Oeſt, St.⸗Eiſenb.———.— Concord. Spin 22,— 22,— Hoeſch Eſſen. 32,— 88.— 5 „ Conti Gummi 29,50 28,50 Hoßhenlohe-Werke..— Rathgeber Wagg. 51,.— 50.— Deutſch⸗Oſtafeika 20,5 1500 Baltimore Ohio.., Conti Linoleum 81.— 38.50 Phil. Holzmann 41.50 52.— heinfeldengtraft—— 112.0 Neu⸗Gulnen 1. 1550 Canada Adliefer. 20.— 20,75 Huͤtſchenreuther—.——.— Rhein. Braunk. 127,0 125,2 Otavl Minen„18445 0 Rhein. Chamotte———.— Schantun g Rhein. Elektrizit, 74,50 71,75 50,.——— Rlebeck Montan———.— Petersb. J. Habk.—.— Roſtger Zucker 28.25 31.— Ruſſenbafk 0 Rütgerswerke. 28.— 27.— Heutſche Petrol,?, 16.— 18.— —.— 38,75 Sachſenwerk.= 45,.— Adler Kai. 25. 24.— Sarottt:: Dante; Schief Elett, Gas„. Hochfreanenz— 1009 Hugo Schneider 24,— 27 Krügershall eckarſulm Fahrz ..—.— Salzdetfurth... 158,0 154,0— Dürener Metall 80.— 88.— Kollmar s Jourd. Salden. 61.80 8. Burbach Kol Lo, 70 8, em—.— 98.— 95,75 Wieturshal Kali- SSN 1 88 desgl. in Walz⸗ oder Carl Lindſtröm.—.— 200,0 Stolberger Zinkh. 25,— 2 Lingel Schuhfabr.—.——.—Stralſ. Spiekkart. rer W In Zuſe in Verft Hochte für Weit Demühur un Sau gen Wa 1 bchränk ktettet 5000 M g Bran Flöſtent genom: Ir. La hachte u Lreblich le im! Fund zw en fande 418 — rſten dreh zugefah⸗ aus der riedigend ſich in 0 Ballen folge des ückhält deiſe aut dem Ge⸗ jetzt noh 0 und ne Ballen timmung 9. Sept, 7 und ind 6 bis ten-8; eptember. Aepfel f. Anfuhr 8 notier⸗ wetſchgen weiß 18. denkoben, billigen re Kauf⸗ oten dez tehen die nge 8 rtugieſer⸗ hen 6 bis hält der nbericht wicht be⸗ 045, 16 4 Ferkel 4 Wochen amt 1245 eberſtand, Auf dem 4 Ochſen, Schweine, 5 Ochſen ig, Jett⸗ 1e. 1 1931 — ink rief] Geld beo 59,28 n⸗Alumi⸗ alz⸗ oder „(in& Antimon⸗ per Kg. . 1 ö 4 — benilienhilfe wurden weitere 107(131) Wöchnerin⸗ 0 1 3 11 5 3 porrenfabrik Kippenberg hier ſchon über 8 Monate ſügelegt iſt hat nun die Firma Muth die Arbeits⸗ alt auf 1 5 gen worden iſt. ihne Greiſin erhängt aufgefunden— Die Tochter lotbara Erhardt geb. Schmidt, iſt vorgeſtern in rer Wohnung e rhängt * 1 Verfolg der eingeleiteten Unterſuchung iſt die gerkſtatt des Flaſchnermeiſters Dold erte aus noch unbekannter Urſache ein auto⸗ eher Schweißapparat. Dold kam mit verſeng⸗ n haaren davon, während ſein Sohn durch den Aaftöruck aus der Werkſtatt geſchleudert wurde und Feuußtlos liegen blieb. Glücklicherweiſe kam er bald Te zu ſich und hat ſonſt keinen Schaden er⸗ lten, gend brach in dem Oekonomiegebäude des Land⸗ nils und Viehhändlers Werner Schmid Feuer s bas ſich ſehr raſch auch auf das angebaute Wohn⸗ das ausbreitete. Bei dem ſtarken Wind, der zeit⸗ kilig um Sturme ausartete, beſtand große Gefahr i Peiterverbreitung des Feuers. Den vereinten demühungen der Ortsfeuerwehr un Sauldorf und Meßkirch gelang es trotz zeitwei⸗ lbſtentzündung von ſchlecht eingebrachtem Oehmd benommen. mung in zwei verſchiedenen Familien feſtge⸗ ö a a donnerstag, 10. September 1931 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Aus Vaden Aus der Tabakinduſtrie 5 Nalſch bei Wiesloch, 10. Sept. Nachdem die 40 Wochenſtunden herabgeſetzt. Eine Filiale Nenzingen bei Bruchſal muß die Firma infolge gehten Geſchäftsganges aufgeben. Oberweichenwärter vom Zug überfahren Gengenbach, 10. Sept. Geſtern früh wurde Ober⸗ ſchenwärter Schmidt von hier auf dem Bahnhof gengenbach tot aufgefunden. Man vermutet, daß er an Laternenanzünden vom Güterzug überfah⸗ verhaftet 5 egelshurſt, 10. Sept. Die 72 Jahre alte Witwe aufgefunden worden. in Zuſammenhang mit mancherlei Gerüchten und ſochter der Frau verhaftet worden. 1 Exploſion 1 Pahlwies(Amt Stockach), 10. Sept. In der explo- Selbſtentzündung von Hen Rast(Amt Meßkirch), 9. Sept. Am Samstag und der Wehren hen Waſſermangels, das Feuer auf ſeinen Herd zu Aſchränken. Faſt nur das lebende Inventar konnte gleltet werden. Der Fahrnisſchaden beläuft ſich auf 5000 Mark, der Gebäudeſchaden auf 25 000 Mark. Ii Brandurſache wird mit großer Wahrſcheinlichkeit * I Ladenburg, 10. Sept. Der Monat Auguſt lachte unter den älteren Leuten ein Anſteigen der gerblichkeit. Das Standesamt regiſtriert 7 Sterbe⸗ le im Alter von 58—89 Jahren. Geburten gab es und zwar 1 Knabe und 2 Mädchen, Eheſchließun⸗ zen fanden zwei ſtatt, im Vormonat keine. N Heidelberg, 8. Sept. Die Allgemeine Orts⸗ llenkenkaſſe für den Amtsbezirk Heidelberg ſihlte am 1. 9. 31. 33 245(33 840 am 1. Auguſt) Mit⸗ leber, Hiervon waren 17 192(17 201) männlichen, og(16 639) weiblichen Geſchlechts. Pflichtver⸗ ſherl waren 15001 Männer und 12 920 Frauen. An üheitsunfähigen Kranken waren am Stich⸗ 0 2 Männer und 564 Frauen gemeldet. Frei⸗ Allg waren verſichert 2191 Männer und 3133 Rauen, darunter krank 40, bzw. 88. Von 178(163) Nahnerinnen gehören 123 den pflichtverſicherten, 55 eh freiwilligen Mitgliedern an. Auf Grund der A unterſtützt. Vom Arbeitsamt waren am 1. Sept. I männliche und 1003 weibliche Erwerbs loſe gemeldet. brickingen(Amt Ueberlingen), 10. Sept. Hier zwei leichte Fälle von ſpinaler Kin der⸗ l worden. Der Bezirksarzt hat die Schließung I Volksſchule und der Kinderſchule angeordnet. Aus der Pfalz Gedenkſtein für Oberbürgermeiſter Dr. Weiß —— Ludwigshafen, 10. Sept. Zu Ehren des verſtorbenen Oberbürgermeiſters Dr. Weiß wird die GAG.(Gemeinnützige Aktiengeſellſchaft für Woh⸗ nungsbau) vor ihrer Chriſtian Weiß⸗Siedlung einen Gedenkſtein inmitten einer gärtneriſchen An⸗ lage aufſtellen. Die Uebergabe in die Obhut der Stadt findet am Sonntag vormittag 11 Uhr mit einer kleinen Feier ſtatt. Diebesbande verhaftet * Neuſtadt a. d.., 10. Sept. In letzter Zeit wurden in Neuſtadt und Umgebung zahlreiche Ein⸗ brüche verübt. In vergangener Nacht iſt es nun der Gendarmerie Neuſtadt unter Hinzuziehung der Gen⸗ darmeriebeamten aus den Nachbargemeinden ge⸗ lungen, in Hambach, als die Diebe erneut einen Einbruch bei dem Winzer Weidner verübten, die Einbrecherbande feſtzunehmen. Um die Diebe irre zu führen, hatte man das Licht in Hambach aus⸗ geſchaltet. In dem Augenblick, als man wußte, daß ſie in dem Hauſe den Diebſtahl verübten, wurde das Licht wieder eingeſchaltet. Die Diebe wehrten ſich dadurch, daß ſie Schüſſe abgaben, worauf von der Gendarmerie ebenfalls geſchoſſen wurde. Alls Mannheimer Gerichtsſälen Vor dem Einzelrichter Der 50 Jahre alte Kaufmann P. L. aus Düſſel⸗ dorf kam nach Ludwigshafen um ſeine Geſchäfte zu erledigen. Er erledigte dieſe und im Anſchluß daran ſtieg die übliche Weinreiſe ins gelobte Pfälzer Land. Am 1. September landete er abends um 7 Uhr vollſtändg betrunken in ſeinem Gaſthof. Er weiß heute nur noch, daß er eigentlich nach Frank⸗ furt weiterreiſen wollte, aber ſeine Gedanken nicht mehr in die Tat hatte umſetzen können. Vielleicht hilft mir ein Spaziergang im Freien, dachte er ſich und trollte mit ſeinem umnebelten Kopf ziellos auf der Straße herum. Und dann——— Ja dann muß wohl vieles dazwiſchenliegen, was wohl immer unaufgeklärt bleibt. Eines weiß man jedoch. Dieſer biedere Rheinländer wurde voll des Pfälzer Weins auf einem Fahrrad liegend in einem Geh⸗ weg aufgefunden und mit dem Sanitätsauto auf die Wache gebracht. Nun kam der 2. Teil. Wie kam er zu dem Rad, das am Tag zuvor als geſtohlen gemeldet worden war. Der Angeklagte weiß es nicht. Er ſuchte ver⸗ gebens in ſeinem alkoholvergifteten Hirn und konnte nur die Erinnerung herauskramen, daß ein Rad⸗ fahrer ihn angefahren habe. Aber der Vorſitzende, Gerichtsaſſeſſor Dr. Schmidt, war fkeptiſch:„Sie wollen mir wirklich glauben machen, daß dieſer un⸗ bekannte Radfahrer Ihnen ſein Rad als Ruhekiſſen unterſchob?“ Doch der Angeklagte gibt das Rennen noch nicht auf.„Herr Präſident, ich weiß nicht, ob Ste ſchon einmal einen Rauſch gehabt haben, wendet er treuherzig ein.„Man glaubt doch ſelbſt im ſchlimmſten Zuſtand, daß man noch nüchtern iſt! Vielleicht werden Ste das wiſſen?“ Dieſe ſchöne Beweisführung hat aber leider einen Haken. Da iſt natürlich ein Zeuge, der den betrun⸗ kenen Rheinländer beobachtete, wie er vergebens verſuchte, das Rad zu beſteigen, und zuletzt mit ihm umfiel. So fand ihn dann der Zeuge und ließ ihn mit dem Sanitätswagen holen. Und nun ſpricht das Gericht eine Gefängnisſtrafe von 4 Wochen aus, weil es von dem Diebſtahl des Angeklagten überzeugt war. Darauf erfolgte die ſo⸗ fortige Annahme des Urteils durch den Ange⸗ klagten. Schnell war die Heiterkeit verflogen, mit der man den Ausſagen des Angeklagten gefolgt war. Man fragte ſich aber:„Woher hatte er nur das Rad?“ Amtliche Bekanntmachungen Handelsregiſtereinträge an, September 1931: f Stürmer, Mannheim. Barbara Maria unler geborene Stürmer, Ehefrau des In⸗ leurs Johann Baptiſt Demmler, Mannhelm, lt, iſt als perſönlich haftende Geſellſchaf⸗ Külg in die Geſellſchaft eingetreten. Dieſelbe iſt Au gemeinſam mit einem der Geſellſchafter deen Stürmer, junior, Felix Joſef Stürmer 50 Dr, Heinrich Stürmer zur Vertretung ber ſelchaft befugt. ace⸗Michels& Lengfelder, Mannheim. Die ehe Handelsgeſellſchaft hat am 1. Januar 1928 amen. Wilhelm Fucke⸗Michels, Architekt, anheim, Ludwig Lengfelder, Architekt, Auer⸗ alebeſenf, ſind perſönlich haftende t cler, 9 Auch Schänzel, Mannheim. Die Geſell⸗ if aufgelöſt. Das Geſchäft mit der Firma 0 8 den bisherigen Geſellſchafter Kaufmann ushün el in Mannheim über. ant eller& Co., Mannheim. Die Ge⸗ haft iſt aufgelöſt. Die Firma iſt erloschen. . Koch, Mannheim. Die Geſell⸗ 5 iſt aufgelöſt und das. ſamt der Non den Geſellſchafter etzgermeiſter 15 alländer, Mannheim, übergegangen, der ler der bisherigen Firma weiterführt. für elektriſche Unternehmungen glich& Co., Mannheim. Die Firma iſt er⸗ ien. „ Antsgericht F. G. 4 Maunheim chwestern-Kleider ehürzen und Häubchen Adam Ammann, Qu 3, 1 Verlalhaus für Berufskleidung. 26 Werden sachgemäß ent- staubt, gereinigt, repariert; außerdem mit Eulan(mot- tenecht) behandelt bei 181: ſeppich- Schramm Erste Spezialwerkstätte für fleinigung und Reparaturen ANN HEIN Tel. 304 78 9 3, 11 re Tennis Braune 8 chnür. gonz bees tschuß Schnürschuhe Schwarz inabo Schwarze 8 besonders kröft. Stlefel 85e 285 48 . Stoge 270/55 S0 8 5 Angutus, 3 In ſeſcher 9 7 5 2 2 Hanoball⸗Aufkakt der Turner Die badiſche Meiſterklaſſe am Start Nachdem die meiſten Verbände, auch manche kreiſe und Gaue, bereits in die Run denſpiel Handball eingetreten ſind, folgt am ko enden Sonn⸗ tag auch die Badiſche Turnerſchaft mit ihrer Meiſterklaſſe. Damit iſt der offizielle Auftakt im Handball für die Kreis⸗ und Gaurunden, welche die näch⸗ ſten Monate die Spielerſchar der Turner beſchäftigen, gegeben. In welch ſtarkem Maße das vielſeitige Arbeitsprogramm der Turnvereine, auch das der Badiſchen Turnerſchaft, durch die Kampf⸗ und Turnſpiele der verſ den⸗ ſten Art beeinflußt wird, beweiſt die ſtete Zunahme der Spielbewegung in der D. T. Die letzte Er⸗ hebung vom Januar 1931 verzeichnet in 8830 Turnvereinen 88 898 Spielmannſchaften. Darunter befinden ſich annähernd 13 000 Handballmannſchaften, mit welcher Zahl die Deutſche Turnerſchaft in dieſer Spiel⸗ art an der Spitze aller Verbände ſteht. Mit 584 Han d⸗ ballmannſchaften iſt der X.(Badiſche) Turm⸗ kreis nicht nur zahlenmäßig an achtunggebietender Stelle zu finden; auch die Spielſtärke der führenden badiſchen Turnermannſchaften iſt allgemein anerkannt und wieder⸗ holt bewieſen zum Ausdruck gekommen. 34 Mannſchaften in der Meiſterklaſſe ſtellen in 6 Gruppen die Spitzen vertretung der Badiſchen Turnerſchaft dar. Das Schwergewicht liegt nach der Erweiterung um eine Gruppe und nach der Neu⸗ einteilung im vergangenen Jahr, im Norden des Landes, in den beiden dichten und ſpielſtarken Gauverbänden, im Badiſchen Neckar⸗ und Mannheimer Tur n⸗ gau. Insbeſondere der Mannheimer Turngau iſt es, der ſtark in der vergangenen Spielzeit in den Vorder⸗ grund getreten iſt. Sicher verdienterweiſe, nach dem Ab⸗ ſchneiden der Mannſchaften dieſer Meiſterklaſſenvereine zu urteilen. Unſer bevorzugtes Intereſſe gilt naturgemäß dieſen beiden Gruppen, in denen die bekannten Turn⸗ vereine Mannheims und der Umgebung wie nachſtehend zuſammengefaßt ſind: Gruppe 1(Rheintal): Tg. Oftersheim, Tagde. Ketſch, TV. 46 Mannheim, Tgde. Heidelberg als Aufſteigender TV. Hockenheim. Gruppe II(Noröbaden): TV. 62 Weinheim— der vor⸗ jährige Kreismeiſter—, Jahn Weinheim, Tgde. Ziegel⸗ hauſen, Jahn Nußloch, Pol. Heidelberg, ferner als Neu⸗ ling TV. Rot. 5 Die Gruppe III umfaßt das Pfinz⸗Enztal, Gruppe IV die mittelbadiſchen Vereine mit Karlsruhe und Offenburg als äußerſte Punkte, Gruppe. die Schwarzwaldvereine und Gruppe VI den Oberrhein mit zwei Konſtanzer und zwei Lörracher Vereinen als Gerippe. Die Ausſichten des Mannheimer Turngaues ſind in Gruppe J wiederum die denkbar beſten. Unter den 6 Vereinen befinden ſich fünf Mannſchaften des Gaues, unter denen der eine Vertreter des Bad. Neckargaues, die Tgde. Heidelberg, in dieſer Gruppe einen ſchweren Stand haben dürfte. War im vergangenen Mei⸗ ſterſchaftsjahr der Gruppenſieg ſchon heiß umſtritten, ſo wird man auch für die bevorſtehenden Treffen kaum einer der Mannſchaften eine Vorzugsſtellung einräumen können. Neben der Tg. Oftersheim iſt in dieſem Jahre der Turnverein 1846 in guter Verfaſſung und Zuſam⸗ menſetzung, ſo daß die 1846er wohl ein gewichtiges Wort mitſprechen werden. Ob Turngemeinde Ketſch und die Tg. Rheinau wiederum die alte Schlagkraft aufweiſen, muß den erſten Spielen überlaſſen ſein. Das gleiche gilt für die Tgde. Heidelberg. Ein unbeſchriebenes Blatt in der Meiſterklaſſe iſt der vorjährige Gaumeiſter der Auf⸗ ſtiegsklaſſe, der TV. Hockenhejm. Da nur 6 Mann⸗ ſchaften an der Runde beteiligt ſind, kommt faſt jedem Treffen beſondere Bedeutung zu. Der nächſte Sonntag führt zuſammen: Tg. Rheinau— TV. 1846, Tgde. Ketſch— Tg. Oftersheim, Tgde. Heidel⸗ berg— TV. Hockenheim. Am wahrſcheinlichſten ſollte auf eigenem Platze ein Erfolg der Heidelberger ſein. Eine harte und in ihrem Urn⸗ 8 e i m Tg. Rheinau, und Ausgang ungewiſſe Begegnung bringt das Spiel in Ketſch, ebenſo wie das auf der Rheinau. Gleichzeitig beginnen auch die Spiele der unteren und Jugensmannſchaften dieſer Vereine. Die Gauklaſſen folgen eine Woche ſpäter. In der Nachbargruppe II ſtehen zur Erledigung die Spiele: Tagde. Ziegelhauſen— Jahn Weinheim, Pol Heidelberg— TV. Rot. G. An⸗ kannte deutſche Schwimmrekorde Vom Deutſchen Schwimm⸗Verband wurden jetzt nach⸗ ſtehende Höchſtleiſtungen offiziell als neue deutſche Rekorde anerkannt: 400 Meter⸗Bruſtſchwimmen für Damen: in:45,9 Min. aufgeſtellt von Hertha Wunder⸗Poſeidon Leipzig am 20. Auguſt in Leipzig. 500 Meter⸗Bruſtſchwimmen für Damen: aufgeſtellt von Hertha Wunder⸗Poſeibon *. in:32 Min. Leipzig am Age kaleten. Auswen/ 20. Auguſt in Leipzig. an die A zur Anerkennung geleitet worden. 800 Meter⸗Crawlſchwimmen für Damen: i aufgeſtellt von Dora Schönemann ⸗Blar am 12. Auguſt. 1000 Meter⸗Crawlſchwimmen für Damen: in 17:0 aufgeſtellt von Dora Schöne mann ⸗Blauweiß am 12. Auguſt. 400 Meter⸗Bruſtſchwimmen für Damen: in aufgeſtellt von Hertha Wunder Poſeidon L 3. September in Leipzig. Bergmaier für Albrecht N 9 D 142,4 Min. pzig am Wien Neue Aenderung der Länderelf für In der Heutſchen 9 er St 1 reitet, iſt w ten. Der für den Rechtsaußenpo dorfer Albrecht iſt verletzt und ha liches Atteſt eingereicht. Für ihn wird je el Münchener Bayernſpieler Bergmaier am rechten Flü⸗ gel ſpielen. Was hören wir? Freitag, 11. Seplember : Frankfurt: Frühkonzert auf Schallplatten. 5: Langenberg: Morgenkonzert. : Südfunk: Schallplattenkonzert. : München: Mittagskonzert. 35: Südfunk: Volkstümliches Konzert auf Schallplatten. 5: Langenberg: Mittagskonzert. : Heilsberg: Unterhaltungsmuſik. 5: München: Stunde der Frau. .50: Langenber Kinderſtunde. 20: München: Schrammelterzett. : Heilsberg: Unterhaltungskonzert. 50: München: Meiſterwerke ſüddeutſch. Plaſtik. Vor Frankfurt: Nachmittagskonzert. Schubert, R Haas uſw. 17.00: Langenberg: Veſperkonzert. 17.20: München: Unterhaltungskonzert. Maſſenet, J. Strauß. Kappey uſw. : Langenberg: Prof. Rheinpfalz. Bord des Lloyddampſers Bremen : Langenberg: An bei Eröffnung der Noroͤſchleuſe in Bremerhaven. Dr. Gert Buchheit: In der 18.40: Frankfurt: Das Schlichtungsweſen. Vortrag 18.40: Südfunk: Vortrag: Der Muſikſalon Kaſtner— Bourſault. Eine Pflegeſtätte der deutſchen Muſik in Paris in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Heilsberg: Was ſagt uns ein Bildnis Langenberg: H. Müller⸗Krefeld: Deutſcher ein wertvolles Nahrungsmittel. Südfunk: Unterhaltungs⸗Konzert. Veroͤt, Friedemann uſw. Heilsberg:„Kirche und Abrüſtung“. Die Konferenz des Weltbundes für internationale Freundſchafts⸗ arbeit der Kirchen in Cambridge. 20.00: Langenberg: Klaſſiſches Lied und Ballade. 20.00: München:„Richardis“. Romantiſche Oper in drei Akten von H. W. von Waltershauſen. : Wien: Unterhaltungskonzert. : Südfunk: Von den Dynamiden bis zu J. S. Bach. Eine muſikaliſche Plauderei von Hans Reimann. 5: Heilsberg: Programm⸗Muſik. Abendkonzert. 45: Wien: Abendkonzert: Brown, Dorſey, Stothart uſw. 35: Südfunk: Tanzmuſik. Aus dem Ausland: : Beromünſter: Konzert. : Straßburg: Bunte Muſik. : Rom, Neapel: Orcheſterkonzert. 18.50: 19.30: 19.45: 20.00: Honig, Menbelsſohn, : Straßburg: Opern⸗ und Operetten muſik. 18.30: Prag: Deutſche Sendung. Das Habſteiner Moor, ein Naturſchutzgebiet, 19.00: Straßburg: Leichte Muſik. 20: Mailand: Konzert. : Beromünſter: Kontrabaßſoli mit Klavierbegleitung. 30: Straßburg: Militärkonzert. 30: Beromünſter: Liederkonzert. 5: Sottens: Volkstümliches Orcheſterkonzert. — Chefredakteur: Kurt Fiſcher Verantwortlich für Politik: H. A Meißner- Feuilleton: Dr. Stefan Kayſer Kommunalpolitik u. Lokales: Richard Schönfelder Sport u. Vermiſchtes: Willy Müller- Handelsteil: i. V. Franz Kircher ⸗ Gericht u. alles übrige! Franz Kircher ⸗ Anzeigen u. geſchäftl. Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim- Herausgeber Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, R 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung erfolgt nur bei Rückporto eee Nummer 418 Neue Gestern verschied im unsere herzensgute Schwieger Die Iodes-Anzeige Alter Trau Marg. Maier geb. Baum Mannheim(Tattersallstr.), Elise Maier und Minder von nahezu 72 jahren mutter und Großmutter den 10. 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