* 4 * N Bezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— Waldhofſtraße 6, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 13, W Oppauer Straße 8, Erſcheinungsweiſe wöchentlich 12 mal. zuzüglich Zuſtellgebühr.— Kronprinzenſtraße 42, Ne Friedrichſtraße 4, Fe Hauptſtraße 63, 8e Luiſenſtraße 1.— Abholſtellen: zannheimer Zeil Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM.—.40 die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. Für im voraus zu bezahlende Familien⸗ u. Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe.— Rabatt nach Tarif.— Für das Erſcheinen von Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telephoniſche Aufträge keine Gewähr.— Gerichtsſtand Mannheim. Mittag⸗ Ausgabe Dienstag, 29. September 1931 142. Jahrgang— Nr. 449 Der Schlußtag des franzöſiſchen Miniſterbeſuthes Schaffung einer breiten Vaſis zur Zuſammenarbeit Gründung der deutſch⸗franzöſiſchen Kommiſſion Ein weiterer Schritt vorwärts Das amtliche Kommuniqué Ausſprache in Brüningslinden Drahtbericht unſeres Berliner Büros J Berlin, 29. Sept. In dem idylliſch gelegenen Schloß Brüning ⸗ lüimden an der Havel wurde am Montag die deutſch⸗franzöſiſche Ausſprache fortgeſetzt. Das Schloß gehört dem Major Rüdiger von Brüning, der jedoch in keinerlei verwandtſchaftlichen Bezie⸗ hungen zum Kanzler ſteht. Es iſt vor einiger Zeit dem Automobil⸗Club von Deutſchland als Klubheim zur Verfügung geſtellt worden. In Brüninglinden waren die Vorbereitungen für den Empfang der Gäſte in aller Stille getroffen worden. Das Schloß war durch ein ſtarkes Polizeiaufgebot hermetiſch von allen Seiten abgeſperrt. Die Vertreter der Preſſe und Kameraleute, ſowie zahlreiche Schauluſtige hatten das Nachſehen. Nach der Ankunft in Brüninglinden unternahm der Kanzler mit ſeinen Gäſten einen Spaziergang durch den Park mit ſeinem herrlichen Baumbeſtand. Ein plötzlich einſetzender ſtarker Regenguß nötigte die Herren aber zu ſchleunigem Rückzug in das Landhaus, wo dann das Mahl eingenommen wurde. Es war nur ein kleiner Kreis von Gäſten geladen, im ganzen 20 Perſonen, darunter Staatsſekretär Berthelot, Herr von Hoeſch, von Bülow und der fran⸗ zöſiſche Botſchafter. Nach dem Frühſtück hellte ſich das Wetter wieder auf, ſo daß man ſich zum Kaffee auf die Terraſſe begeben konnte, von der aus ſich ein herrlicher Rundblick auf die Havel bietet. Während der ganzen Zeit wurden eingehende Beſprechungen abgehalten. Der Kanzler, der bereits um halb 4 Uhr vor dem Sparkaſſenverband zu sprechen hatte, kehrte mit dem Miniſterpräſidenten Laval ſchon etwas früher zurück, während Briand und Dr. Cur⸗ tius einen Umweg über Potsdam machten. Einige Stunden ſpäter begannen in der Reichskanzlei erneute Verhandlungen. Man ſetzte ſich zuſammen, um das Schlußkommunigusé auszuarbeiten. Im Palais Prinz Leopold empfing derweil der Reichspreſſechef Zechlin die Vertreter der deutſchen und franzöſiſchen Preſſe, um ihnen ſo Gelegenheit zu einer intimeren Füh⸗ lungnahme zu geben. Die Pariſer Journa⸗ läſten, die mit dem train bleu nach Berlin gekom⸗ men waren, hatten ſich in großer Zahl eingefunden. In ſeiner kurzen Begrüßungsanſprache, die er auf Franzöſiſch hielt, äußerte Zechlin die Hoffnung, daß der Berliner Beſuch der franzöſiſchen Staats⸗ männer zu einer dauernden und gemeinſamen Zu⸗ ſammenarbeit führen möge. Er habe den Wunſch, daß die Herren der Pariſer Preſſe während ihres, wenn auch nur kurzen Aufenthaltes, die Situation in Deutſchland klar erkannt hätten, die gekennzeich⸗ net werde durch die Zahl von 4% Millionen Ar⸗ beitsloſen. Um ſechs Uhr war die Preſſe von den fran⸗ zöſiſchen Miniſtern zu einem Empfang in das Hotel Adlon geladen worden. Die Hoffnungen, die man allgemein auf dieſes Er⸗ eignis geſetzt hatte, von dem man glaubte, einen ge⸗ wiſſen repräſentativen Abſchluß des Berliner Be⸗ ſuches erwarten zu dürfen, wurden jedoch bitter ent⸗ täuſcht. Ueber eine Stunde mußten die 300 Jour⸗ naliſten auf Laval und Briand warten. Solange dauerte die Formulierung des Kommuni⸗ queés, mit dem die beiden Regierungen die Welt von dem Ergebnis ihrer zweitägigen Aus ſprache unterrichten wollten. Nur wenige hatten auf Stüh⸗ len Platz gefunden. Die meiſten— es waren neben den deutſchen auch die Vertreter der ausländiſchen Preſſe erſchienen und aus den gedämpften Unter⸗ haltungen drangen Laute faſt aller auf unſerem Erdteil heimiſchen Idiome an das lauſchende Ohr— hatten im Hintergrunde und an den Wänden ſich aufgeſtellt. Endlich kurz nach ſieben Uhr erſchien Herr Laval mit ſeiner Begleitung, gefolgt von einer Reihe franzöſiſcher Zeitungsleute, die ihm im Veſtibül erwartet hatten. Wenige Minuten ſpäter kam auch Briand, der mit lebhaftem Händeklatſchen be⸗ grüßt wurde. Der greiſe franzöſiſche Außenminiſter ſah friſcher und ſcheinbar auch froher aus als bei der Ankunft in Ber⸗ lin. Die Kameraleute ſtiegen auf Stühle und Tiſche, und fortwährend flammte Blitzlicht auf. Herr Laval erklärte den Horchenden, daß man nur noch auf Herrn Francois Poncet warten müſſe, entzündete ſich eine Zigarette und nahm ruhig und freundlich lächelnd Platz. Briand ſetzte ſich neben ſeinen Chef. Telegraphiſche Meldung — Berlin, 28. Sept. Der franzöſiſche Miniſterpräſident und der fran⸗ zöſiſche Außenminiſter ſind nach Berlin gekommen, um den Beſuch zu erwidern, den ihnen ſeinerzeit der Reichskanzler und der Reichsminiſter des Aus⸗ wärtigen in Paris abgeſtattet haben. Zugleich war es ihre Abſicht, ihre früheren Beſgrechungen zu einem Ergebnis zu führen. Die Vertreter der beiden Regierungen haben er⸗ neut ihrer Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß ihr Ziel die Pflege vertrauens⸗ voller Beziehungen zwiſchen den beiden Ländern iſt. Sie ſind der Anſicht, daß die Wirtſchaftskriſe unter der gegenwärtig die ganze Welt leidet, es ihnen zur gebieteriſchen Pflicht macht, vor allem auf wirtſchaft⸗ lichem Gebiete ihre Bemühungen zu vereinigen, um Löſungen zur Milderung der Not zu finden. Den deutſchen und franzöſiſchen Miniſtern ſcheint es geboten, ein beſonderes Organ zu ſchaffen, deſſen Arbeitsweiſe greifbare Ergebniſſe zu ge⸗ währleiſten verſpricht. Sie ſind dementſprechend übe reingekommen, 5 5 a eine gemiſchte deutſch⸗franzöſiſche Kom⸗ miſſion zu bilden, die aus Vertretern der beteiligten Zentralſtrellen unter Beteiligung von berufenen Vertretern der ver⸗ ſchiedenen Zweige der Wirtſchaft, wie auch der Arbeit⸗ nehmer, beſtehen ſoll. Die Leitung der Kommiſſion wird Mitgliedern beider Regierungen obliegen. Außerdem wird ein gemeinſames ſtändiges Gene⸗ ralſekretariat eingerichtet. Die Kommiſſion wird ihre Sitzungen je nach Bedarf in dem einen oder anderen Lande abhalten und ihre Arbeiten alsbald aufnehmen. Die Kommiſſion hat die Aufgabe, alle die beiden Völker berührenden Wirtſchaftsfragen zu prüfen, ohne dabei die Intereſſen anderer Länder und die Not⸗ wendigkeit internationaler Zuſammenarbeit aus dem Auge zu verlieren. Sie wird vor allem die Möglich⸗ keiten prüfen, die bereits beſtehenden Wirtſchaftsver⸗ einbarungen zu verſtärken und auszubauen und neue Vereinbarungen abzuſchließen, und zwar gegebenen⸗ falls in neuen Organiſationsformen. Sie wird den gegenwärtigen Stand des Handels verkehrs zwiſchen beiden Ländern unterſuchen, um die ſeit dem Inkrafttreten des Handelsvertrages von 1927 geſam⸗ melten Erfahrungen nutzbar zu machen. Sie wird weiter gemeinſam nach neuen Abſatzmöglich⸗ keiten ſuchen. Nach übereinſtimmender Anſicht iſt die Aufzählung nicht erſchöpfend. Die Vertreter der beiden Länder legen Wert darauf, klar zum Ausdruck zu bringen, daß ſich ihr Vorgehen nicht gegen die Wirtſchaft irgend eines anderen Landes richtet. Sie erklären, daß ſie es ab⸗ lehnen, die Löſung der der Kommiſſion zugewieſenen Fragen etwa in gemeinſamem Vorgehen auf dem Gebiete von Zollerhöhungen zu ſuchen. Sie werden ſich im Einklang mit den allgemeinen Beſtrebungen zur Bekämpfung der Wirtſchaftskriſe halten und werden die Mitarbeit anderer Völker in jedem Falle nachſuchen, wo die Sachlage dies erfordert. So könnte unter anderem die Durchführbarkeit internationaler Abmachungen über Schiffahrt und Luftverkehr geprüft werden. 1 Die Vertreter der deutſchen und der franzöſiſchen Regierung ſind überzeugt, daß ſie hiermit den Grundſtein zu einem Werk des Auf⸗ baues legen. Dieſes Werk ſoll der erſte Schritt zu einer Gemeinſchaftsarbeit ſein, die ein Gebot der Stunde iſt und an der mitzuwirken alle berufen ſind. C ybbbb0bGGbGçGé6é6é0Ä0WbGTbPbPbGbGb)bPbT'bu0'w pp ⁊ ß Endlich erſchien, elegant wie ſtets, im ſteifen Hut und Glacés, Francois Poncet. Er verlas das Kommuniqué im franzöſiſchen Text, ruhig, langſam und deutlich mit erhobener Stimme und lebhaft akklamiert den Schlußſatz, der von dem erſten gelungenen Schritt auf erfolg⸗ verheißen dem Wege ſpricht. Sprachs, ergriff ſeinen Hut, verbeugte ſich leicht gegen den Miniſter und entſchwand. Nun erhoben ſich auch Laval und Briand und bahnten ſich ihren Weg durch die Menge. Beide, auch Herr Briand, der ſonſt als Meiſter der freundlich ſchillernden und im Grunde nichtsſagenden Cauſerie der Genfer Mentalität gilt, hatten dem Kommuni⸗ qué nichts hinzuzufügen. Dieſe auffallende Zurückhaltung der franzöſiſchen Gäſte verſtimmte etwas, verwunderte auch, wie wir uns überzeugen konnten, die Herren des Auswärti⸗ gen Amtes, die zu den übrigen ſich eingefunden hatten. Im Vorraum des Saales war in aller Eile ein proviſoriſches Tonfilmatelier aufgebaut wor⸗ den. Laval und Briand wurden gebeten, vor den hellſtrahlenden Jupiterlampen ſich aufzuſtellen. Laval ſagte mit halblauter Stimme in das Mikro⸗ phon, daß er mit dem Ergebnis der Berliner Bera⸗ tungen ſehr zufrieden ſei. Dann zogen ſich die Herren in ihre Appartements zurück, um für das Bankett bei dem franzöſiſchen Botſchafter ſich zu rüſten. Man erwartet jetzt eine ſtarke Eniſpannung Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 29. Sept. Das Ergebnis der deutſch⸗franzöſiſchen Entrevue hat ſeinen Niederſchlag gefunden in dem Kommu⸗ niqueé, das am Montag abend von beiden Seiten gleichzeitig bekannt gegeben wurde. Nach eingehender Vorbereitung hat man, wie wir bereits angekündigt haben, ſich auf die Einſetzung eines deutſch⸗ franzöſiſchen Komitees geeinigt. Dieſes Komitee iſt ein Inſtrument der Regierung, deſſen Mitglieder aus der hohen Beamtenbürokrotie ent⸗ nommen werden ſollen. Außerdem aber wird man Sachverſtändige aus den Kreiſen der Wirtſchaft, der Finanzen und des ſozialen Lebens— gedacht iſt dabei wohl in erſter Linie an die Gewerkſchaften— hinzu⸗ ziehen. An der Spitze ſteht jeweils einer der Miniſter, ein deutſcher, wenn das Komitee in Berlin, ein franzöſiſcher, wenn es in Paris tagt. Es wird ferner ein Generalſekretariat gebildet, dem zwei Beamte beider Länder angehören ſollen. N Der Aufgabenkreis des Komitees iſt zunächſt nur in großen Umriſſen abgeſteckt worden. Es handelt ſich in erſter Linie um die Behandlung von Wirt⸗ ſchaftsfragen, die beide Länder angehen. Man will verſuchen, die wirtſchaftlichen Be⸗ ziehungen zu vertiefen und auszubauen und zwar nach der Richtung der Kartelle, der Handelsverträge und der Erſchließung wei⸗ terer Möglichkeiten gemeinſamer wirtſchaft⸗ licher Betätigung. 5 Es iſt Sorge dafür getragen worden, daß die Aktion nicht dazu führt, die beiden Länder durch Zollerhöhun⸗ gen gegen andere Staaten abzuſchließen. vielmehr an dem Genfer Grundſatz feſt, auf eine Er⸗ leichterung des Warenverkehrs hinzuwir⸗ ken und keinerlei Maßnahmen zu fördern, die auf einen Zollſchutz hinauslaufen könnten. Natürlich hat auch die Frage der finanziellen Verflechtungen in der Ausſprache eine Rolle geſpielt. Wieweit eine In⸗ veſtierung franzöſiſchen Kapitals etwa in Betracht kommt, bleibt zunächſt aber den Unter⸗ ſuchungen der Kommiſſion überlaſſen. 7 5 i Ueber Kolonialmandate iſt— wie ausdrück⸗ lich feſtgeſtellt ſei— nicht verhandelt worden. Da⸗ gegen hat man ſich über die Arbeits beſchaffung außerhalb Deutſchlands unterhalten und da⸗ bei auch das Problem der Kolonien berührt. Alles Weitere hängt nun davon ab, ob ſich die Arbeiten des Komitees fruchtbar geſtalten werden. Es wird ſeine Tätigkeit aufnehmen, ſobald die techniſchen Vorarbei⸗ ten beendet ſind, vorausſichtlich Mitte Oktober. Beſonderer Nachdruck wird darauf gelegt— wir haben auch das bereits angedeutet— daß dieſe Kooperation nicht etwa eine einſeitige deutſch⸗franzöſiſche Orientie⸗ rung gegen dritte Mächte bedeuten ſoll. Das Wirken des Komitees iſt gedacht im Rah⸗ men internationaler Zuſam menarbeit. Bei Fragen, die dritte Staaten intereſſieren, ſollen ſie unterrichtet und ihre Hilſe in Anſpruch ge⸗ nommen werden. i Man hält 4 7 8 2 Das vorläufige Fazit (Drahtbericht unſeres ſtändigen Vertreters in Paris, der ſich zur Zeit in Berlin befindet) fl. Berlin, 29. Sept. Die deutſch⸗franzöſiſche Konferenz geht zu Ende. Ihr offizielles Ergebnis liegt in einem Kommunſi⸗ qu vor, das der internationalen Preſſe in franzöſt⸗ ſcher Sprache mitgeteilt wurde. Weder Laval noch Briand lieferten zu dieſem Kommuniqus ein Kom⸗ mentar. Der Reichsaußenminiſter ging ebenſowenig in ſeinen Preſſeerklärungen über den Rahmen des gemeinſchaftlich abgefaßten Textes hinaus. So geht nun das Kommunigqus als Botſchaft einer wirtſchaft⸗ lichen„Neugründung“ unter deutſch⸗franzöſiſcher Aegide in die Welt hinaus. Es erinnert lebhaft an das berühmte Genfer Europamanifeſt, das Mitte des vorigen Jahres Hoffnungen erweckte, Hoffnungen, die leider ohne Erfüllung geblieben ſind. Was in Genf nicht erreicht werden konnte: die Zuſammen⸗ arbeit aller an der Kräftigung der europäiſchen Wirtſchaft, ſoll jetzt in der deutſch⸗franzöſiſchen Um⸗ grenzung ernſtlich verſucht werden. Die Ausſichten auf ein Gelingen dieſer großen und ausgebreiteten Aufgaben laſſen ſich als relativ günſtig bezeichnen, wenn man von der Vorausſetzung ausgeht, daß Rom nicht au einem Tage erbaut worden iſt. Freilich kann der Plan an und für ſich auf Originalität keinen beſon⸗ deren Anſpruch erheben. Weder die Charakteriſie⸗ rung des Aufgabenkreiſes, noch die gewählten Me⸗ thoden unterſcheiden ſich von traditionellen Vorbil⸗ dern, wie ſie bei der Ausarbeitung wirtſchafts⸗ und handelspolitiſcher Vereinbarungen zur Anwendung gelangen. Man könnte die Ausſchüſſe mit den Gen⸗ fer Spezialkomitees vergleichen, die zur Prüfung der in dem europäiſchen Studienausſchuß angenom⸗ menen Reſolution gedient haben. Die Heranziehung von verantwortlichen Regierungsmitgliedern beider Staaten, ſowie die Kontinuität, die man den Mitte Oktober einzuſetzenden Sonderausſchüſſen zugeſichert hat, bietet immerhin ein Unterpfand für nützliche und praktiſche Arbeit. Es handelt ſich, um mit La⸗ val zu ſprechen, um einen deutſch⸗franzöſiſchen Wohlfahrtsaus⸗ ſchuß, der nicht etwa eine Abſchließung gegen andere Staa⸗ ten erzweckt, ſondern ſyſtematiſch eine Angleichung an die außerhalb des deutſch⸗franzöſiſchen Wirtſchafts⸗ komplexes ſtehenden Länder erſtrebt. England, Italien, Rußland, die oſt⸗ und ſüdoſteuropäiſchen Staaten, Spanien, ſollen nicht vor vollendete Tat⸗ ſachen geſtellt werden. Der ominöſe Präzedenzfall der deutſch⸗öſterreichiſchen Zollunion wird— und auch dieſe Aeußerung ſtammt von einem franzöſiſchen Diplomaten— keine Wiederholung finden. Man denkt daran, auf der Januartagung des Europaaus⸗ ſchuſſes in Genf die deutſch⸗franzöſiſche Arbeits⸗ gemeinſchaft den Vertretern der übrigen Staaten zur Kenntnis zu bringen und bei dieſer Gelegenheit den Kontakt mit den intereſſierten Regierungen herzu⸗ ſtellen. Der Schwerpunkt des Kommuniqués liegt in dem Hinweis auf den deutſch⸗franzöſiſchen Handelsvertrag von 1927. Die Umgeſtaltung dieſe Vertrags ſucht Frankreich zu erreichen. Dem Kabinett Laval droht beim Wiederzuſammen⸗ tritt des Parlaments Mitte November ein ſchwerer Anſturm der Mittel⸗ und Rechtsgruppen, falls nicht bis dahin eine Verbeſſerung des Exports nach Deutſchland in die Wege geleitet worden iſt. Daraus ergibt ſich für Deutſchland die Möglich⸗ keit wichtiger Kompenſationen. Das Arbeitspro⸗ gramm in den Ausſchüſſen für Wirtſchaft, Kartelle, Verkehr und Organiſierung von Abſatzgebieten auf dem Kontinent und außerhalb Europas wurde nicht eng umſchrieben. Es beſitzt inſofern eine elaſtiſche Geſtaltung, als reparationspolitiſche und rein finan⸗ zielle Geſichtspunkte in den Kreis der Beratungen ge⸗ rückt werden können. Der Bericht der Bafler Finanz⸗ ſachverſtändigen, in dem die Dringlichkeit einer Klä⸗ rung der Kriegsſchuldenfrage den Regierungen vor Augen gehalten wird, bildet die wichtigſte Voraus⸗ ſetzung der wirtſchaftlichen und finanziellen Fragen. Auch das Kolonialproblem iſt in den Vorder⸗ grund gerückt worden. Verhandlungen über die Zuweiſung eines Mandats an Deutſchland liegen im Bereich der Möglichkeit. Daß ſich bei der Feſtlegung des Aufgabenkreiſes für die Wirtſchaftsausſchüſſe auch ein Meinungs⸗ austauſch über die endgültige Bereinigung der Reparationsfrage entwickelte, geben die Ver⸗ handlungsteilnehmer unumwunden zu. Lavals Reiſe nach Waſhington wird in der zweiten Oktober⸗ hälfte ſtattfinden. Der franzöſiſche Miniſterpräſident erörterte daher mit dem Reichskanzler die Sach⸗ räume. 2. Seite/ Nummer 449 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 29. September 1931 lage. Ueber das Reparationsproblem und das Ab⸗ rüſtungsproblem wurde in der Ausſprache in Brüningslinden diskutiert. Der deutſche Standpunkt geht dahin, daß vorläufig keine Veranlaſſung für eine Beteiligung des Reichskanzlers an den fran⸗ zöſiſch⸗amerikaniſchen Beſprechungen vorliegt Nach Prüfung des Ergebniſſes dieſer Beſprechungen wäre zu erwägen, ob eine Waſhingtoner Reiſe des Reichskanzlers etwa Anfang Dezember zweckmäßig erſcheint. Da es ſich nach Mitteilungen aus franzö⸗ ſiſcher Quelle um die Vorbereitung einer Re⸗ paratlonskonferenz für Anfang des nächſten Jahres handelt, ſo erſcheint es mög⸗ lich, daß die deutſch⸗ amerikaniſchen Vorbeſprechun⸗ gen auch auf diplomatiſchem Wege vor ſich gehen werden. Es iſt alſo durchaus verfrüht, ſchon jetzt von einem Reiſeprojekt des Reichskanzlers zu ſprechen. N Ueber den Stand der Abrüſtungsfrage habe ich bereits geſtern berichtet, daß Laval mit ſeiner rechtsgerichteten Kammermehrheit rechnen muß. Der darüber bisher geführte deutſch⸗franzöſiſche Mei⸗ nungsaustauſch iſt zu keinem Ergebnis gelangt. Aus dem Ganzen läßt ſich erkennen, daß die Berliner Ausſprache zwiſchen den Staatsmäunern Frankreichs und Deutſch⸗ lands eine breite Arbeitsbaſis geſchaffen hat. Jetzt handelt es ſich um die Beſchleunigung der durchzuführenden Verhandlungen. Nur dann würde ſich die dringend benötigte Erleichterung einſtellen. Auf das Tempo der Verhandlungen in den Sonder⸗ ausſchüſſen kommt es vor allem an. Wenn die Zu⸗ ſammenſtellung der Kommitees in gewiſſen Perſonen⸗ fragen verſchleppt werden ſollte, ſo würde ſich ſehr raſch eine Enttäuſchung in der Oeffentlichkeit ein⸗ ſtellen. Es iſt zu hoffen, daß die Gerüchte über die Schwierigkeiten der Zuſammenſetzung der Komitees unbegründet ſind. Die franzöſiſchen Miniſter ſprachen gegenüber dem Reichskanzler und Reichsaußenminiſter ihren Dank für den ihnen gebotenen Aufenthalt in Berlin aus. Sie dankten namentlich für den ſchönen und ab⸗ wechſelungsreichen Montag, der Laval und Briand die ſowohl künſtleriſchen als auch landſchaftlichen Schönheiten vermittelte. Die Hoffnungen auf das Wirtſchaftskomitee Berlin, 29. Sept. Wie auf beiden Seiten verſichert wird, ſind die Aufgaben des Komitees mit dem Programm, wie es im der offiziöſen Auslaſſung skizziert wurde, keines⸗ wegs erſchöpft. Man hat abſichtlich vermieden, ſich auf ſtarre Richtlinien feſtzulegen, hat vielmehr den Wunſch, die ganze Organiſation möglichſt elaſtiſch zu geſtalten. Es müſſe nun, meint man, unter der Lei⸗ tung der Regierungen ſeinen Weg finden. Hüben wie drüben wird die Hoffnung gehegt, daß das am Montag aus der Taufe gehobene Wirtſchaftsorgan ſich nicht nur als Inſtrument zum Aufbau der wirt⸗ ſchaftlichen Beziehungen Deutſchlands und Frank⸗ reichs und darüber hinaus der internationalen Ko⸗ operation bewähre, ſondern daß es daneben vielleicht auch den Zweck erfüllen werde, das deutſch⸗franzöſiſche Verhältnis überhaupt zu verbeſſern und auf eine ueue Baſis zu ſtellen. In den Kreiſen der Reichsregierung glaubt man, aus alle dem erwarten zu dürfen, daß der Be⸗ uch der franzöſiſchen Miniſter eine ſtarke Entſpannung zwiſchen den bei⸗ den Völkern zur Folge haben werde. Es iſt bei den Berliner Beſprechungen der feſte Entſchluß gefaßt worden, auf dem jetzt eingeſchlagenen Wege fortzuſchreiten. Die Verhandlungen nach den Er⸗ klärungen, die in der Umgebung Brünings wie Lavals abgegeben werden, von der Ueberzeugung beherrſcht, daß engſte Zuſammenarbeit notwendig iſt, nicht nur im Intereſſe beider Länder, auch im Sinn einer Rettung Europas und darüber hinaus des Wiederaufbaus der Welt⸗ wirtſchaft. Wie auf das beſtimmteſte verlautet, ſoll dieſer Gedanke auch in der Ausſprache, die Laval und Briand mit dem Reichspräſiden⸗ ten hatten, beſonders ſtark unterſtrichen worden ſein. Mit beſonderer Befriedigung ſtellt man in der Wilhelmſtraße feſt, daß man ſich mit den Franzoſen vertrauensvoll und offiziös aus⸗ geſprochen habe. Die praktiſchen Fragen haben, wie das ja von vorn⸗ herein beabſichtigt war, natürlich im Vordergrund geſtanden. Daß man ſich aber nicht allein auf ſie be⸗ ſchränkt hat, verſteht ſich von ſelbſt. Man hat im Laufe der Geſpräche den Blick auch auf die Gel d⸗ und Währungskriſe gerichtet und politiſche Probleme geſtreift, die in den Intereſſenbereich bei⸗ der Länder fallen. Vereits wieder nach Paris unterwegs Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 29. Sept. Nur wenig Ruhe durften die franzöſiſchen Miniſter und ihre Begleitung in der letzten Nacht ſich gönnen, in der ſie in Berlin weilten. Bis weit nach Mitter⸗ nacht war man geſtern bei Franevis Poncet zu⸗ ſammengeblieben und gegen 7 Uhr begab man heute frith ſchon ſich zum Bahnhof. Die Straßen waren faſt berlaſſen. Auch vor dem Hotel Adlon verweilten, als die Autos der Franzoſen vor das Portal rollten, nur wenig Paſſanten, die auf ihrem Weg zur Arbeit innehielten. Auch die Zufahrtsſtraßen zum Bahnhof Friedrichſtraße waren faſt menſchenleer. Die Polizei, die wiederum in großer⸗ 1 Zahl aufgeboten worden war, hatte keine Arbeit. Kurz nach.15 Uhr fuhren die Autos von Kanzler und Außenminiſter, Lavals und Briands vor die große Eingangspforte des Bahnhofs Friedrichſtraße. Als die Miniſter ihren Wagen entſtiegen, wurden ſie von den wenig hier Harrenden mit Hüteſchwen⸗ ken begrüßt. Keine Rufe erſchollen. Die lebhaf⸗ ten Ovationen der Ankunft fehlten diesmal völlig. Nachdem die Miniſter einige Minuten den Photo⸗ graphen und Filmleuten ſich zur Schau geſtellt, be⸗ gaben ſie ſich bis zur Abfahrt des Zuges, man hatte noch faſt eine halbe Stunde Zeit, in die Empfangs⸗ Oben auf dem Bahnſteig war unterdeß der Platz, an dem der Wagen der Franzoſen halten ſollte, mit Stricken und einer Unzahl Schupos abgeſperrt worden. Präſident und Kommandeur der Berliner Schutzpolizei überzeugten ſich höchſt ſelbſt, ab alles in Ordnung ging. Auf dem Gleis, das den Abfahrts⸗ bahnſteig von dem Stadtbahnſteig trennt, war wieder der obligate, fenſterverhangene Zug aufgeſtellt, der— zu welchem Ende weiß niemand— allen Stadtbahn⸗ reiſenden den Blick verſperrte. Dann entwickelte ſich alles raſch und reibungslos. Um.45 Uhr rollte der-Zug nach Aachen in die Halle. Gerabe an der Treppe hielt der Salonwagen, der für die franzöſiſchen Miniſter und ihre Beglei⸗ tung in den Zug eingeſtellt worden war. Unterdeß erſchienen der Kanzler mit Laval und Cur⸗ tius mit Briand auf der Freitreppe. Ihnen folg⸗ ten Francois Poncet, Staatsſekretär von Bü⸗ Jo w, Staatsſekretär Pünder und eine Reihe von Herren des Außenamts und der Reichskanzlei. Der deutſche Botſchafter von Hoeſch hatte bereits vor⸗ her auf dem Bahnſteig ſich eingefunden. Einige wenige Abſchiedsworte wurden gewechſelt, die Mi⸗ niſter beſtiegen ihren Wagen, legten ihre Mäntel ab und zeigten ſich noch einmal am Fenſter und ehe die Photographen ihre Kameras eingeſtellt hatten, war das Signal zur Abfahrt gegeben worden und der Zug rollte unter lebhaftem Hüteſchwenken langſam aus der Halle Kanzler Rede auf der Sparkaſſen Sagung „Die Währung muß in Deutſchland unverſehrt erhalten bleiben!“ Telegraphiſche Meldung Berlin, 28. Sept. Der Deutſche Sparkaſſenverband hielt heute nach⸗ mittag zum Gedächtnis ſeiner vor 50 Jahren erfolg⸗ ten Gründung eine Feſtſitzung ab. In ihrem Rah⸗ men ergriff auch Reichskanzler Dr. Brüning das Wort. Er führte etwa folgendes aus: „Die Ueberzeugung von der entſcheidenden Be⸗ deutung der Einſtellung des geſamten Volkes auf äußerſte Beſchränkung der Bedürfniſſe, die ja die Vorausſetzung jeder Spartätigkeit iſt, veranlaßt mich in dieſen Tagen hochpolitiſcher Beſprechungen wenigſtens in kurzen Ausführungen zu den bren⸗ nenden Fragen der Gegenwart Stellung zu neh⸗ men. Wenn eine Standardwährung der Welt ins Wanken gerät, ſind die Folgen nicht abzuſehen. Sie greifen unmittelbar oder mittelbar in raſchem oder langſamerem Tempo in das Getriebe jeder einzelnen Volkswirtſchaft mit tiefen Wirkungen ein. Die Regierungen ſtehen vor ſchwerwiegenden Entſcheidungen, die möglicherweiſe die Wirtſchafts⸗ entwicklung auf Jahre hinaus feſtlegen können. Da gilt es eine klare Linie zu verfolgen, voreilige Beſchlüſſe zu vermeiden, die vielleicht in kurzer Friſt nicht aufrecht erhalten und durchgeführt wer⸗ den können. Denn nichts ſtört das öffentliche Leben mehr als eine Zickzacklinie der Politik. Die Währung muß in Deutſchland unverſehrt erhalten bleiben. Kein Volk, das wie das deutſche das furchtbare Er⸗ leben einer ſolchen Inflation über ſich ergehen laſ⸗ ſen mußte, wird es erneut ertragen können, wenn in den Zeiten größter Unſicherheit und Angſt er⸗ neut dem Vertrauen auf den Beſtand von Spar⸗ vermögen und Rücklagen ein Stoß verſetzt würde. Die Umſchichtung von Vermögen und Beſitz würde neues Elend und eine neue Welle übermäßigen Verbrauchs zur Folgen haben. Die Regierung wird darum im Verein; mit der Reichsbank alles tun, um die Währung in ihrem Beſtaud zu ſchützen. Jeder, der ſparen kann und will, ſoll gegen Entwertung ſeines Vermögens geſichert werden. Gewiß mögen manche Kreiſe von einer Ver⸗ wäſſerung der Währung neuen Impuls für das Wirt⸗ ſchaftsleben erwarten. Sie mögen in ihrer Auffaſ⸗ ſung durch Beobachtungen geſtärkt werden, die ſich an die Entwertung des engliſchen Pfundes anſchließen, wobei von vornherein freilich zu beachten iſt, daß ſolche Vorgänge bald als vorübergehend er⸗ kauntswerden. In Deutſchland aber liegen die Ver⸗ hältniſſe überhaupt anders als im britiſchen Reich, das materiell und ſeeliſch eine weſentlich ſtärkere Stellung hat. Dieſe Andeutungen mögen genügen. Wer ſich die Wirkungen einer zweiten Geldentwertung in Deutſch⸗ land vorſtellt ohne Voreingenommenheit und ohne beſondere Intereſſennahme, der wird erkennen, daß nur durch die Erhaltung der deutſchen Währung das Wirtſchaftsleben in ſeinen Bahnen gehalten werden kann. Ein armes Land muß billig ſein. Wenn es gelingt, Anſprüche und Preiſe in dieſer Richtung zu orientieren, dann werden auf ſolider Baſis Wirkungen erzielt, wie ſie durch eine Verſchlechterung des Währungs⸗ wertes uur vorübergehend möglich werden. Einer poſitinen Förderung der Kapital⸗ bildung durch die Steuerpolitik ſind leider unter den gegenwärtigen Verhältniſſen enge Grenzen gezogen. Die eingeleiteten Regierungsmaßnahmen laſſen 8 erkennen, daß eine jede dem Intereſſe der Sparer widerſprechende Verquickung zwiſchen den öffentlichen Finanzen und Sparkaſſen ausgeſchloſſen bleiben ſoll. Wenn von Zeit zu Zeit Gerüchte auftauchen, daß Sparguthaben beſchlagnahmt würden, völlig unbegründet. Nachdem der Kanzler dann auf die Bau kriſe, die Notwendigkeit und die Vorteile der Bankenaufſicht hingewieſen hatte, fuhr er fort: „Die Reichsregierung iſt ſich bewußt, daß gerade auf dem empfindlichen Gebiet der Kreditwirt⸗ ſchaft übereilte Maßnahmen Verwirrung und Schaden anrichten können. Die Grundlagen der Sparkaſſen haben ſich im allgemeinen als geſund er⸗ wieſen. Die Prüfung weiterer Schritte wird f vor allem darauf erſtrecken, ob die Sparkaſſen gegenüber ihren Garantiſe⸗ verbänden ſelbſtändiger zu machen ſind als bisher und ob ihre Liquidität verbeſſert wer⸗ der kann. Der rein privatwirtſchaftliche Standpunkt wird nicht mehr allein beſtimmend ſein dürfen für die Richtung, in die der Kapitalſtrom fließen muß. Dieſe Richtung darf nicht allein abhängen von der Rente, ſondern auch von den Erforderniſſen größter volkswirtſchaft⸗ licher Ergiebigkeit. So kommt aus wirtſchaftlichen und ſozialen Grün⸗ den der Kreditverſorgung der Mittel⸗ und Klein⸗ wirtſchaft große Bedeutung zu. Nach wie vor wer⸗ den die Sparkaſſen den Kleinkredit kurzfriſtiger und langfriſtiger Art beſonders pflegen müſſen. Der Löſung hart auch die gewaltige Aufgabe, die unheil⸗ voll angewachſene kurzfriſtige Verſchuldung der deutſchen Wirtſchaft gegenüber dem Aus. lande, aber auch im Inlande ſelbſt, ſo bei den Kom⸗ munen und der Landwirtſchaft auf ein normales Verhältnis zurückzuführen. Dringend und notwendig iſt ſchließlich auch die Abkehr von den geſteigerten Zinsſätzen bei allen Geldinſtituten. ſo ſind ſte Wenn die Zinſen in den letzten Monaten weitgehend zwangsläufig ſtiegen, ſo wird die Rückkehr auf das Niveau der Jahresmitte als eine erſte Etappe anzuſtreben ſein. von Banken, Sparkaſſen und Genoſſenſchaften auf die⸗ ſem Gebiet werden die Behörden unterſtützen. Die deutſche Wirtſchaft ſteht in einem Reini gungsprozeß großen Umfanges. Es wäre falſch und unmöglich, dieſen Prozeß aufzuhalten. Aber alles muß geſchehen, um Opfer und Koſten der Kriſe ſo ge⸗ ring wie möglich zu halten und um vorzuſorgen, daß nach ihrer Beendigung alle Mittel für den Auf bau aufgeſunder Grundlage vorhanden ſind. Im Kreditgeſchäft wird in Zukunft insbeſondere auch eine enge Zuſammenarbeit der privaten und öffentlichen Bankgruppen notwendig ſein. Die Zeit eines un⸗ geregelten Nebeneinanderarbeitens wird endgültig vorbei ſein. Die Erkenntnis von der unlöslichen Schickſalsgemeinſchaft aller Berufs ſtände undaller Schaffen den muß über die Not der Zeit hinaus Allgemeingut bleiben.“ Nach dem Kanzler Aachen auch Reichsminiſter Severing und Reichsbankpräſident Luther längere Ausführungen. Aus Raumgründen müſſen wir den Bericht darüber für unſer heutiges Abend⸗ blatt zurückſtellen. Dr. Eruſt Reichskommiſſar für das Bauk⸗ gewerbe — Berlin, 28. Sept. Der bisherige Miniſterial⸗ direktor im preußiſchen Miniſterium für Handel und Gewerbe, Dr. Ernſt, iſt zum Reichskommiſſar für das Bankgewerbe ernannt worden. eee eee eee e e e Richard Strauß hört ſeine Elektra“ Elly Doerrer in der Titelrolle Heute wird Richard Strauß als Dirigent des erſten Akademiekonzertes wieder vor das Maunheimer Publikum treten, das ihm ſtets eine beſondere Anhänglichkeit bewieſen hat. Geſtern abend weilte er im Nationaltheater, um die neue Mannheimer Inszenierung ſeiner„Elektra“ kennen zu lernen, die er in der nächſten Woche ſelbſt diri⸗ gieren wird. Strauß iſt der aufmerkſamſte und kritiſchſte Zu⸗ hörer ſeiner Opern. Die überlegene Ruhe ſeines Weſens gibt ihm den Abſtand des obfektiven Be⸗ trachters vom eigenen Werk. Als nach der Vorſtel⸗ lung ein ſtürmiſcher Beifall einſetzte, und der Mei⸗ ſter, der in der Bürgermeiſterloge Platz genommen hatte, von allen Seiten gerufen wurde, erſchien er alsbald im Kreiſe der Darſteller; der beſte Be⸗ weis, wie zufrieden er mit der Vorſtellung war, wie ſehr ihm der jugendfriſche Impuls, der daraus . ſprach, gefallen hatte. Als Strauß ſeiner„Salome“ die„Elektra“ fol⸗ gen ließ, ſchien durch die ungleich ſtärkere orcheſtrale Gewalt der Muſtk, die größere Strenge ihrer Motive der Singſtimme eine überaus ſchwere Aufgabe ge⸗ kigkeit der Wiedergabe, allein, was deren geſang⸗ lichen Teil betraf; von der ebenſo bedeutſamen Dar⸗ ſtellung ganz abgeſehen. Aber dieſe ganze Frage der geſanglichen Kräfte⸗ verteilung fand eine einfache Löſung in der muſika⸗ liſchen Einheitlichkeit des Werkes. War ſie in der iedergabe erreicht, dann mußte ſich alles von ſelbſt köſen. Man brauchte nur die Singſtimme zur Grundlage des Geſamtklanges zu nehmen, mußte vom Geſchehen der Bühne und nicht von den ſehr 0 usge ehen, und alles ergab ſich von ſelbſt. ebend. 1 olche ſtimmliche Subſtanzen gab es nur in be⸗ ſcheidener Anzahl. Die Sängerinnen mußten als Iſolden und Brünnhilden erprobt ſein, or man ihnen eine e. 5 stellt. Man ſtand vor einer vermeintlichen Schwie- zu ſteigernden Möglichkeiten des Orcheſters Nicht die ft, die Subſtanz der Miaſtinme war dann maß⸗ ſicherte wohl eine gewiſſe Erfahrung und Reife, kam aber der Unmittelbarkeit der Wiedergabe einer ſo ganz dem muſtkaliſchen Impuls erwachſenen Rolle nicht zuſtatten. Die jugendliche Friſche fehlte. Das iſt heute anders geworden. Es iſt einfach nicht wahr, daß es der gegenwärtigen Opernbühne an Stimmen in dieſen Bereichen gebreche. Es ſcheint vielmehr ein neuer Sängerginnentypus immer mehr die Bühnen zu erobern, der aufgeräumt hat mit der alten Herrlichkeit des in ſeiner Art durchaus ehrwürdigen, erfahrungsreichen, vielkundi⸗ gen Geſangſtils der Kammerſängerinnen. Die Ju⸗ gend kommt endlich einmal zu ihrem Recht, ſofern ſie die eigentliche Legitimation für die Geſtaltung auf der Bühne mitbringt: die ehrliche, gute, ernſte Leiſtung. *. Dieſem neuen Typus ſcheint auch Elly Doer⸗ rer, die Nachfolgerin von Gertrud Bindernagel, an⸗ zugehören. Ste ſang geſtern die Elektra zum erſten Mal. In einem Enſemble, das bereits eine völlig in ſich geſchloſſene Aufführung des neueinſtudierten Werks hinter ſich hatte; außerdem unter dem kriti⸗ ſchen Blick und dem unbeirrbaren Ohr des Meiſters. Das alles iſt bei dieſer Partie keine Kleinigkett. Da gibt es nichts, als einen Abend lang auf der Bühne zu ſtehen und ſich eine ſolche Geſtalt, die ſich nicht nur durch eine Reihe von Proben bewältigen läßt, Schritt für Schritt zu erkämpfen. Man ſpürte, wie ſich die junge Künſtlerin ihre Elektra in zähem Kampf eroberte. Die ergiebige Stimme behielt von Anfang bis zum Ende ihre Kraft und ihren Glanz. Wenn ſie ſich nach der Höhe zu noch mehr ausgleicht und ſich auch die Stärke des Orcheſters ihr noch etwas mehr anpaßt, wird die geſangliche Ausarbeitung der Rolle gewiß die aller⸗ beſten weiteren Erfolge haben. a 8 E 1 8 Darſtelleriſch war dieſe Elektra noch auf dem ege zur eigentlichen Ausgeſtaltung der Rolle. Auch ier ſpürte man, wie im Geſang, das Junge, Un⸗ verbrauchte, das ſich von ſelbſt vortaſtet und oft noch während der Vorſtellung(im Tanz Elektras) die eigene Gebärde zügelt, damit das Hineinwachſen in die Rolle organiſch wird. Elly Doerrer wollte das liebende Kind Agamemnons geben. Sie trat nicht mit der abgründigen Jronie ihrer Vorgängerin Das in— 8 5 8 ber ee e 55 wuchs nicht in einen mänadiſchen Rauſch, tieriſche Wiloͤheit hinein. Sie blieb mehr in der Nähe der klaſſiſchen Frauengeſtalten der Oper; dieſe Elektra erinnerte in ihrer Art faſt daran, daß ſie auch eine Schweſter Iphigeniens iſt. Richard Strauß, der ſtets die Jugend liebt, wo ſie etwas Gutes leiſtet, war von dieſer Elektra ſehr erbaut. Er hat das Glück, in dieſer Art von Sänge⸗ rinnen die Heraufkunft eines Bühnengeſchlechts zu ſehen, das ſich ſeiner Werke von der Seite des Menſchlichen, Geſunden, Unmittelbaren nähert. Er erkennt in einer ſolchen Leiſtung viel mehr als jeder andere das Kommende, das Verheißende einer jun⸗ gen Kraft, weil er in ſeiner klaſſiſchen Ruhe der Be⸗ trachtung, in der Unbeirrbarkeit ſeines Urteils ſich den Blick für das Weſentliche durch all die Jahre, in denen er kämpfte und in denen er jetzt erntet, erhalten hat. Man kann deshalb die neue, noch wachſende Elektra unſerer Oper zu dieſem Anwalt ihrer Leiſtung beglückwünſchen; ſie kann keinen beſſe⸗ ren finden. 5 1 i Die Vorſtellung unter der ſtarken muſikaliſchen Zuſammenfaſſung durch die Leitung Joſeph Roſen⸗ ſtocks, hinterließ, nicht zuletzt durch die Gegenwart des Meiſters und dank der hervorragenden, bis ins einzelne ſzeniſch und darſtelleriſch durchgearbeiteten Wiedergabe erneut einen ſtarken Eindruck. Der Beifall wurde zu einer ſchönen, herzlichen Ehrung für Richard Strauß, der immer wieder im Kreis der Ausführenden erſcheinen mußte. Or. K. Kunſtankäufe der Stadt München. Bei der herrſchenden Kunſtkriſe ſind die Erwerbungen, die die Stadt München aus der Kunſtausſtellung München 1931 getätigt hat, beſonders be⸗ achtenswert. Zu den Kunſtwerken, die in ſtädti⸗ ſchen Beſitz übergehen, gehören unter anderem Ge⸗ mälde von Scheinhammer, Strützel, Panizza, Pütt⸗ ner und Meiſenbach, Plaſtiken von Kirchner⸗Molden⸗ hauer und Fiſcher und eine Reihe graphiſcher Werke Insgeſamt ſind aus ſtädtiſchen Mittel über zwanzig Gemälde angekauft worden, ferner drei Plaſtiken und ſieben Radierungen. Mit dieſen Ankäufen, zu denen ſich die Städte in der heutigen Lage ſelten entſchließen, hat die Stadt München zur Belebung des Fuinſtmarktes ein eee Vorbild N 555. 4 2 1 in eine Allerlei Scherze Ein Londoner Geſchäftsmann hatte ein altes Auto, das er nicht loswerden konnte. Schließlich hängte er ein Plakat heraus: Wer will dieſes Auto für fünf Pfund mitnehmen? Am anderen Tage erſchien ein Mann und fragte: „Iſt das Angebot ernſthaft gemeint?“ „Jawohl, mein Herr.“ „Na, ich glaube zwar beſtimmt, daß da ein Hake dabei iſt, aber immerhin— rücken Sie mal raus mit den fünf Pfund!“ 8 „Sie müſſen unbedingt mit dem Schnapstrinken aufhören. Wiſſen Sie denn nicht, daß jedes Glas Schnaps das Lebn um eine Woche verkürzt?“ „Ausgeſchloſſen, Herr Doktor, denn wenn das ſtimmte, müßte ich bereits vor hundert Jubren ge⸗ ſtorben ſein.“ f 8 „Liebling, ich habe über unſere Meinungsvetſchie⸗ denheiten nachgedacht und bin zu dem Schluß gekom · men, daß du recht hatteſt.“ „Tut mir leid, jetzt iſt es zu t. Ich habe meine Meinung inzwiſchen geändert. 5 „Ich hätte wirklich N daß ein Nachtlokal der allerletzte Ort iſt, wo meine Töchter hingehen. 2 „Iſt es ja meiſtens, 1 5 „Was haſt du gegen Ha Papa?“ „Er iſt ein dummer Kerl und außerdem heiratet ex dich nur, weil er autoverrückt iſt und weil du einen eleganten Wagen haſt.“ „Ausgeſchloſſen, Papa. Er hat mir extra ver⸗ ſichert, er würde mich auch heiraten, wenn ich keinen Wagen hätte.“ „Na, dann iſt er ja noch dümmer, als ich urſprüng⸗ lich dacht ich dachte.“ 5 Mein Schulfreund Hippe blieb wegen 0 0 ber i Leiſtungen im Latein ſitzen. Der Rektor wollte ihn nochmals prüfen. „Kannſt du wirklich ſo wenig, Hippe,“ fragte er, „daß du im Latein durchgefallen biſt? Wie heißt denn der„Hund“?“ f 3 Sippe: e Herſcher, Herr ner 18 i 7 5 Die Zuſammenarbeit der Gruppen 94 1 n e N „. 1 Freren E 2 1 ee e„ eee ae — S Nen eee N. d⸗ A ar Dienstag, 29. September 1931 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 449 Licht oder Ventil Geſtern abend hat die polizei mit der Durchführung der verſchärften Kontrolle der Fahrräder be⸗ gonnen. Die Beamten waren nicht mehr zu be⸗ wegen, die treuherzig vorgebrachte Verſicherung zu glauben, daß gerade eben noch die Lampe ſchein⸗ werferartig gebrannt habe, das Glas noch warm ſein müſſe und es überhaupt noch nicht dunkel ſei. Der Blick nach oben gilt der Feſtſtellung, wann die Sonne untergeht. Eine Stunde darauf iſt es dunkel im polizeilichen Sinne und da haben die Fahrzeuge Licht aufzuſtecken. Späteſtens, wenn die Straßen⸗ beleuchtung einſetzt. Dieſes Lichtgeſetz war von den Radfahrern in zunehmendem Maße nicht mehr beachtet worden. Mannheimer Verkehrs⸗ angekündigten Wenn die Dunkelheit hereinbrach, gab es ein Wett⸗ rennen auf den Straßen und für die Fußgänger wurde die Situation ungemütlich. Sonntags abends, wenn die Radwanderer heimkehrten, hatten die Autofahrer Mühe, die unbeleuchteten Räder auf der Landſtraße rechtzeitig zu erkennen, denn auch die Rückſtrahler ſind noch nicht Allgemeingut geworden. Die Polizei verſucht den in unbeleuchtetem Zu⸗ ſtand angetroffenen Pedaler dadurch von ſeiner Nach⸗ läſſigkeit zu heilen, daß ſie ihm einige Unbequemlich⸗ keiten aufhalſt. Er muß abſteigen und der Poliziſt lockert ein Ventil, vermutlich das am Hinterrad und nimmt es raus, während die Luft in ziſchender Wut den Schlauch verläßt. Das Rad wird in plattfüßigen Zuſtand verſetzt und der Radfahrer zum Fußgänger. Sein Name wird notiert und das Ventil mit dem Namen des Beſitzers von der Polizei aufbewahrt, bis es wieder abgeholt wird. Das öftere Vorſprechen bei der Ventilaufbewahrungsſtelle muß den Beamten auffallen und dem Radfahrer peinlich ſein. Die Polizei erhofft davon einen erzieheri⸗ ſchen Einfluß. 8 Mark Strafe auf der Stelle, wie es bisher war, iſt auch kein Vergnügen. Man wird abwarten müſſen, wie ſich dieſe Maß⸗ nahme auswirkt, die in der Durchführung wohl nicht ſo rigoros ausfallen wird, wie ſie ausſieht. Es wäre möglich, daß davon zwei Branchen etwas profitieren, die Kalender⸗ und die Fahrradteilbranche. Die Maſſe der Radfahrer muß ſich nun täglich vergewiſſern, wann die Sonne untergeht, denn eine Stunde darauf muß das Licht aufgeſteckt werden, damit das Ventil an ſeinem Platz verbleiben kann. Heute Dienstag z. B. geht die Sonne nach dem Kalender um 17.44 unter. Von 18.44 ab kann infolgedeſſen die Polizei die Beleuchtung verlangen, aber ſie wird ſich groß⸗ zügig nach dem Aufflammen der ſtädtiſchen Kan⸗ delaber richten. Es werden auch mehr Ventile ge⸗ braucht werden, denn der Gang zur Polizeiwache iſt nicht jedermanns Sache. Aber das hilft ja nichts, der Name ſteht dort auf dem Zettel an dem Ventil. O Guter Sammlungserfolg des Tierſchutzvereins Etwa 50—60 junge Sammler und Sammlerinnen waren am Sonntag unterwegs, um für die Winter⸗ arbeit des Tierſchutzvereins einen Teil der notwen⸗ digen Mittel durch Straßenſammlung aufzutreiben. Das Ergebnis iſt in Anbetracht der außerordentlich großen Not als erfreulich zu bezeichnen. Es ſind rund 600 Mark eingegangen, etwa die Hälfte von dem, was früher bei ſolcher Gelegenheit hereinkam. Geſammelt wurde nur in der Innenſtadt und im Vorort Neckarau. Dies dürfte wohl einſtweilen die letzte Straßen⸗ ſammlung geweſen ſein. So unumſtritten auch im⸗ mer der Zweck ſolcher Sammlungen iſt, ſo haben ſie doch in letzter Zeit eine Häufung erfahren, die zu einer Gebemübigkeit des Publikums geführt hat. Der allgemeinen Mildtätigkeit werden wohl andere Wege gezeigt werden müſſen, nicht zuletzt im In⸗ tereſſe des guten Zwecks.* Das Nationaltheater teilt mit: Es wird nochmals da⸗ rauf aufmerkſam gemacht, daß der Kartenverkauf für die Vorſtellungen des Nationalthea⸗ ters auch in den Mittagsſtunden, während die Kaſſe des Nationaltheaters geſchloſſen iſt, nicht unterbrochen wird. Karten ſind in dieſer Zeit(von 13 bis 15,30 Uhr) beim Pförtner des Nationaltheaters am Bithneneingang zu haben. Der Verkauf für die Nachtvorſtellung von„Intimitäten“ im Univerſum am Samstag beginnt am Mittwoch an den Verkaufsſtellen des Nationaltheaters ſowie an der Kaſſe des Univerſums.— Die erſte Wiederholung von Hamſuns Schauſpiel„Vom Teufel geholt“ erfolgt am Donnerstag. Am ſelben Tag wird im Pfalzbau Ludwigshafen im freien Verkauf bei Abgabe eines Teils der Karten an den Bühnenvolks⸗ bund„Die Entführung aus dem Serail“ ge⸗ geben. Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Hauptfeuerwache als ebungsobjelt- Exerzieren mit Löſch⸗ und Reitungsgeräten Lob und Tadel in der Kritik Die diesjährige Schlußübung des Stadt⸗ batafillous der Freiwilligen Feuer⸗ wehr(1. und 2. Kompagnie) wurde geſtern abend auf dem Hof der Hauptfeuerwache abgehalten. Als um 6 Uhr die Mannſchaften angetreten waren, konnte Kommandant Wolf dem mit Beigeordneten Dr. Zeiler und Baudirektor Volckmar als Ver⸗ treter der Stadtverwaltung erſchienenen Oberbür⸗ germeiſter Dr. Heimerich 9 Offiziere und 116 Mann melden. Unter den Ehrengäſten ſah man Landrat Dr. Guth⸗ Bender, Polizeidirektor Dr. Bader, Regierungsrat Dr. Heim, die Brand⸗ direktoren Tocü⸗ Ludwigshafen und Klingel⸗ Frankenthal, die Ehrenkommandanten Grether und Bäder, ferner die Kommandanten der Vor⸗ brts⸗ und Fabrikfeuerwehren, darunter Komman⸗ dant Knäbel als ſtellvertretenden Vorſitzenden des 9. badiſchen Feuerwehrkreiſes. Die Einzelübungen hatten das Schlauchlegen, das Anfahren der Motor⸗ ſpritzen und Auto⸗Leitern und die Handhabung der Hakenleitern zum Gegenſtand. Die Anwendung der Hakenleitern, die ſich auf die Höhe von drei Stock⸗ werken erſtreckte, fiel beſonders exakt aus. Bemer⸗ kenswert war das ruhige Arbeiten der einzelnen Gruppen. Man hörte kaum ein Kommandowort. Die Pfeifenſignale wurden raſch befolgt. Am Turm kamen Rettungsübungen mit dem Sprungtuch und dem Rettungsſack zur Durchführung. Während in das Sprungtuch vom zweiten und dritten Stockwerk lebensgroße Puppen abgeworfen wurden, vertraute man dem Rettungsſack, einem ſchlauchartigen Ge⸗ bilde, lebende Perſonen an; allerdings kam der Mann beim zweiten„Rutſch“ in unſanfte Berührung mit dem Pflaſter, ohne weiter Schaden zu nehmen. Die Dämmerung war ſchon hereingebrochen, als das Signal zum Großfeuer⸗Angriff, dem Höhepunkt der Uebung, ertönte. Branddirektor Mikus hatte dazu folgende Uebungsaufgabe aus⸗ gearbeitet: Die Hauptfeuerwache ſtellt ein großes Doppel⸗ miethaus mit zwei Aufgängen dar. In jedem Stock⸗ merk wohnen zwei Mietparteien. Im Speicher des Hauſes iſt durch unvorſichtigen Umgang mit offenem Licht ein Feuer ausgebrochen. Der Speicher iſt ein⸗ geteilt in Wäſchetrockenraum und Wirtſchaftsſpeicher, wo jeder Mieter eine Kammer hat. Das Feuer findet in dem Gerümpel reiche Nahrung und greift ſchnell um ſich. Die Decke zwiſchen dem Speicher und dem darunter liegenden Wohngeſchoß iſt teil⸗ weiſe als Holzbalkendecke ausgebildet, ſo daß das Wohngeſchoß zum Teil auch gefährdet wird. Flott und reibungslos wickelte ſich die Arbeit mit den verſchtedenen Löſchgeräten ab. Die große Auto⸗ Leiter wurde hochgedreht. Die Feuerwehrleute drangen in das Innere des Gebäudes ein. Etit Schweinwerfer erleuchtete die Angriffsſtelle, zu der mehrere Schlauchleitungen führten Auch dieſe Uebung, die trocken durchgeführt wurde, wickelte ſich in vollkommener Ruhe ab. Man hatte den Eindruck, daß unſere Freiwillige Feuerwehr auch im Ernſtfall mit gleichem Eifer und ebenſo zuverläſſig arbeiten wird, wovon ſie ja auch in den letzten Jahren mehr⸗ fach Proben ablegen konnte. Eine kleine Spritzübung mit allen Schlauchleitungen beſchloß die Uebung. Die Kritik ſchloß ſich an die Beſichtigung vor den Kommandan⸗ ten und Ehrengäſten. Zunächſt begutachtete Brand⸗ direktor Mikus die Durchführung Groß⸗ feuerangriffes, die im allgemeinen ſeine Zuſtimmung fand. Die große Leiter war wohl für das Rettungs⸗ manöver, nicht aber für die Löſcharbeiten richtig an⸗ geſetzt, wie auch nicht berückſichtigt war, daß ſich in jedem Geſchoß zwei Wohnungen befinden ſollten. Einige Male wurden auch Befehle nicht ſo aus⸗ geführt, wie ſie gegeben waren. Die Schlauchbehand⸗ lung ließ nichts zu wünſchen übrig. Die ſchulmäßi⸗ gen Uebungen fanden im großen und ganzen den Beifall des Leiters der Berufsfeuerwehr. des Beigeordneter Dr. Zeiler erinnerte daran, daß dies die erſte Hauptübung des Stadtbataillons ſeit dem Ableben Ferdinand Schlimms ſei. Wenn auch kleine Fehler vorgekom⸗ men ſeien, ſo verdiene es doch alle Anerkennung, daß die Leute mit voller Hingabe am Werk waren. Die Rettungsübungen mit Sprungtuch und Rettungs⸗ ſchlauch ſind noch zu vervollkommnen. Beſonders mit dem Rettungsſchlauch müſſe ſorgfältig gearbeitet wer⸗ den. Die Ausbildung an den Löſchgeräten laſſe kaum etwas zu wünſchen übrig, doch dürfe dabei die Ret⸗ tungsarbeit nicht vernachläſſigt werden. Schließlich gab Dr. Zeiler ſeiner Freude darüber Ausdruck, daß die Mannheimer Freiwillige Feuerwehr ſo gut mit jungem Nachwuchs verſehen und nicht überaltert ſei. Kommandant Wolf werde es ſich mit Hilfe der Hauptleute Gonizianer und Sprenger ange⸗ legen ſein laſſen, die Schlagfertigkeit der Freiwilligen Feuerwehr auf der Höhe zu halten und, wie ſein Vorgänger, die Zuſammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr pflegen. Von der Kritik iſt zu ſagen, daß ſie ſachgemäß und ohne Beſchönigung abgegeben wurde. Umſo wertvoller iſt ſie für die künftige Arbeit der Feuer⸗ wehr, der ja bei derartigen Gelegenheiten nicht damit gedient iſt, wenn ihre Leiſtungen in Bauſch und Bo⸗ gen gelobt und für gut befunden werden. In dieſem Sinne fand auch die Kritik die Zuſtimmung aller Be⸗ teiligten. Iſt es doch gerade der Tadel in der Kritik, der dazu Anlaß gibt, eine Verbeſſerung der Leiſtun⸗ gen anzuſtreben. Gegen 718 Uhr trat das Bataillon auf dem Hof der Feuerwehrwache an mit dem Spielmannszug der Freiw. Feuerwehr und der Kapelle Mohr an der Spitze. Mit klingendem Spiel, gefolgt von den Zaun⸗ güſten, die der Uebung mit Intereſſe zugeſehen hatten, begaben ſich die wackeren Wehrleute zum„Durlacher Hof“, um die Hauptübung in althergebrachter Weiſe zu beſchließen. Del. Eine neue Inſel Im Indiſchen Ozean iſt es keine Seltenheit, daß einmal ganz plötzlich irgendwo eine Juſel auftaucht, einige Zeit dableibt, vielleicht ſogar einen Vulkan be⸗ ſitzt und eines ſchönen Tages ebenſo ſpurlos wieder verſchwindet. Nun iſt es aber das Intereſſante, daß eine Inſel ganz in unſerer Nähe entſtanden iſt. Zwar nicht gerade ſo über Nacht und auch nicht im Waſſer, ſondern mitten auf der Straße. Sie liegt zwar„jen⸗ ſeits“, aber trotzdem iſt ihr Beſtehen für uns von großer Bedeutung, denn nicht gerade ſelten kommen wir doch auch auf die andere Seite— hinüber nach Ludwigshafen. Wy die Elektriſche den ſchwungvollen Bogen vom Pfalzbau weg nach rechts macht, iſt eine BVerkehrsinſel aufgebaut worden. Ein nettes langgeſtrecktes Inſelchen und ſchön ror⸗ weiß angemalt. Das erinnert ſo ſehr an den Rote⸗ Sand⸗Leuchtturm— oder nicht? Uebrigens, einen Leuchtturm hat das Inſelchen auch, aber leider keinen der leuchtet. An ihm ſind nur drei„Katzenaugen“ (wie ſie jeder Radfahrer jetzt haben muß) ſenkrecht untereinander angebracht, die das Licht eines Kraft⸗ wagens reflektieren, der auf den Leuchtturm und da⸗ mit auf die Inſel zufährt, Bei der Inſel⸗Gruppe am Heidelberger Schlacht⸗ hof und der Straßenbahnhalle ſteht übrigens auch ein Leuchtturm. Leider iſt er in ſeiner Konſtruktion gänzlich daneben geraten. Auf einem Pideſtahl in Mannshöhe hat man ganz einfach ein paar Glüh⸗ birnen unter Glas aufgehängt. Das Ganze leuchtet hell und grell in die Gegend, ohne für den Autofahrer den Gefahrenpunkt wirklich zu beleuchten. Guß⸗ eiſerne Leuchttürme, wie ſie in Mannheim benützt werden, ſind auf jeden Fall praktiſcher und ſehen beſ⸗ ſer aus. Aber es iſt zu fürchten, daß dieſes Modell in Heidelberg doch wieder hingeſtellt wird, wenn es auch mal von einem Kraftwagen mitgenommen wird. Lis * Ihren 90. Geburtstag feiert am 30. September Frau Sophie Lippert, eine Alt⸗Mannheimer Bürgerin. Frau Lippert, die ſeit 14 Jahren im Alters⸗Damenheim Lauren⸗ ttanum, Abteilung Kleinrentnerinnen, wohnt, erfreut ſich noch recht guter Geſundheit und großer geiſtiger Friſche. Die Greiſin iſt ob ihres unverwüſtlichen Humors bei allen Inſaſſinnen des Laurentianums beliebt. Ein weiterhin ſchöner Lebensabend möge ihr beſchieden ein. Wie wird das Oktoberwelter? Der Oktober galt ſeit Jahren als ſchöner, wens nicht ſchönſter Herbſtmonat. Der diesjährige wirs ſich gegen ſeine Vorgänger merklich zu ſeinen Un⸗ gunſten unterſcheiden. Zu Beginn Monats teils heiteres, teils trübes, tagsüber mildes Wetter, nachts ſchon ſehr kühl, ſtellenweiſe Reifbildung, Frühnebel. Knapp vor Beginn der 2. Dekade un⸗ günſtiges Wetter, reichlich Niederſchläge, windig, kühl, in höheren Lagen Schneefall. Vor Beginn der 3. Dekade Beſſerung, heiteres, tagsüber mildes Herbſtwetter, örtlich Regenſchauer. Zwiſchen 23. und 27. Oktober vorausſichtlich ſtärkere Erwärmung durch Zufluß ſüdlicher Luftmaſſen. Hierauf verän⸗ derlich, windig. Monatsende regneriſch, kühl, Nacht⸗ froſtgefahr. Schafflers Neuer Wetterkalender für 1932 iſt in ſeinem 8. Jahrgang erſchienen und zwar für Oeſter⸗ reich, Norditalien und Nopdjugoflawien, für Mittel⸗ und Süddeutſchland und das Küſtengebiet, für Weſtdeutſchland und die Rheinlande, für Oſt deutſch⸗ land, die Neumark und Polen, für die Schweiz in deutſcher, franzöſiſcher und italieniſcher Sprache im Kalenderverlag J. Schaffler, Graz. des a Die Frauen ſind ſo ſchwer zu organſſieren! So klagen manche, die ſich aus irgendeinem Grunde veranlaßt ſahen, unter Frauen für irgend⸗ eine Gemeinſchaft zu werben. Aber es zeigt ſich, daß die Anklage nicht allgemein berechtigt iſt. Einen ausgezeichneten Beweis für dieſe Behauptung bietet uns der Arbeitsbericht 19271930, den der Verband der weiblichen Handels⸗ und Büroangeſtellten e. V. zu ſeiner dies⸗ jährigen Hauptverſammlung vorgelegt hat. Er weiſt darin nach, daß er ſeit Ende 1926 bis Ende 1930 eine Zunahme von 25 699 Mitgliedern oder rund 39 v. H. zu verzeichnen hatte. Das kann nicht nur an der geſchickten Werbearbeit liegen. Es iſt, wie der Bericht ſagt:„Ein Beweis für das berechtigte Vertrauen, das die weiblichen Angeſtellten in ſtei⸗ gendem Maße in ihren Verband ſetzen.“ H Film⸗Rundſchau Morgenaufführung im Univerſum:„Der Weltkrieg“ In dem von der Ufa hergeſtellten Film„Der Welt⸗ krieg“ iſt verſucht worden, die letzten Friedenstage und die Kriegsereigniſſe ſo darzuſtellen, wie ſie waren. Der Film iſt zwar nicht gerade neu— er kam heraus, ehe dite Kriegsfilme die Einzelſchickſale oder beſtimmte Kampf⸗ abſchnitte behandelten, Mode wurden— vermag aber den⸗ noch erneut zu feſſeln und einen tiefen Eindruck zu hinter⸗ laſſen. Bilder, die Deutſchlands wirtſchaftliche Größe doku⸗ mentieren, leiten über zu Darſtellungen von Kampfhand⸗ lungen, die bis zum Uebergang zum Stellungskrieg reichen. Gut gelungene Trickaufnahmen erläutern den Vormarſch der Truppen. Ein großer Teil der Bilder ſind Original⸗ aufnahmen aus dem Weltkrieg, während der Reſt aus Er⸗ gänzungsaufnahmen beſteht, die mit großem Taktgefühl ein⸗ gefügt ſind.— In dem im Beiprogramm gezeigten Hin⸗ denburg⸗Film ſieht man den Lebensweg des Reichs, präſidenten. Naturgemäß nehmen die Bilder mit den Er⸗ eigniſſen der letzten Jahre einen breiteren Raum ein, da Filmaufnahmen von früheren Jahrzehnten nicht vorhanden ſind. Auch dieſem Film wurde, obgleich er wie der Welt⸗ kriegsfilm kein einheitliches Ganzes darſtellt, größtes In⸗ tereſſe entgegengebracht. Richard Strauß dirigiert das erſte Akademiekonzert. Heute, Dienstag, abend findet das erſte der diesjährigen 8 großen Akademiekonzerte ſtatt. Zu dieſem Konzert, das das 152. Konzertjahr der Muſikaliſchen Akademie des Nationaltheater⸗Orcheſters einleitet, wurde Dr. Richard St rauß verpflichtet, der neben zwei eigenen Werken (die Couperin Suite und Till Eulenſpiegel) eine der ſchönſten Sinfonien Mozarts, die Es⸗dur Sinfonie zur Aufführung bringen wird. Um die Freiburger Getränkeſteuer * Freiburg i. Br., 27. Sept. Die an der Nicht⸗ erhebung der Getränkeſteuer intereſſierten Vereinigungen der Gaſtwirte, der Hotelbeſitzer, der Konditoreien und der Fremdenheiminhaber wenden ſich in einem Aufruf an den Bürgerausſchuß und bieten ihm an, für den Fall, daß er auf die Ein⸗ führung der ſtädtiſchen 10prozentigen Getränkeſteuer verzichtet, ſechs Monate lang täglich 400 Arbeitslose oder Wohlfahrtsempfänger mit einer kräftigen, aus⸗ reichenden Mahlzeit zu ernähren. Dadurch ſoll der Fürſorgeetat entlaſtet werden, während auf der anderen Seite bei Einführung der Steuer mit einer Vermehrung der Arbeitsloſen im Gaſtwirtsgewerbe zu rechnen ſei. Okl-Verbrauchspröfer; er gibt lhnen die Möglichkeit, Ihren Oelyerbraueh zu kontrollieren und damit die Wirtschaftlichkeit der SFL Aüfooklk festzustellen. . Schwarz 397 l/. dige Frau?“ 4. Seite/ Nummer 449 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 29. September 1931 Der Aeberfall auf den Mannheimer Geldbriefträger vor dem Erweiterten Schöffengericht Mannheim Vorſitzender Amtsgerichtsdirektor Dr. Schwere Zuchthausſtrafen Am 19. Mai durcheilte Mannheim die Nachricht, daß in der Seckenheimerſtraße ein Geldbriefträger überfallen und beraubt worden iſt. Die Tat konnte bald aufgeklärt werden. In Frage kamen drei Täter, die Kunſtſchüler Camille Schwarz(21 Jahre), Adolf Karl Heck(23 Jahre) und der 22 Jahre alte Zimmer⸗ mann Erich Guſtav Kaſper, vor dem erweiterten Schöffengericht Mannheim zu verantworten hatten. Die Verhandlung fand im Schwurgerichtsſaal ſtatt. Heck wurde bereits am 21. Mat verhaftet, Schwarz am 18. Mai und Kaſper am 13. Juni, nachdem er von Holland ausgeliefert worden war. Nach dem Vorbild des Briefträgermörders Rein von Berlin beſchloſſen die drei Angeklagten anfangs Mai 1931 einen Geldbriefträger zu über⸗ fallen und zwar der geringeren Entdeckungsgefahr wegen in Mannheim. Der Plan wurde in Karls⸗ ruhe genau feſtgelegt. Am 8. Mai fuhr Kaſper nach Mannheim, um dort ein Zimmer zu mieten. durch das Mißtrauen einer Frau in einem Fall nicht zum Erfolg kam, ein Zimmer in der Seckenheimer⸗ ſtraße. Er gab ſich als Student aus Hamburg aus. Am 9. Mai kamen Schwarz und Heck auch nach Mann⸗ heim. Heck brachte in ſeiner Aktentaſche einen ge⸗ füllten Sandſack und Schnüre zum feſ⸗ ſeln mit. In der Wohnung ſtellte Kaſper den Schwarz als ſeinen Bruder und Heck als ſeinen Freund vor. Als die beiden Kinder der Frau in die Schule ge⸗ gangen waren, packte Kaſper die Frau, die er in ſein Zimmer gerufen hatte, am Hals; Schwarz ſchlug ſie mit einem Sandſack auf den Kopf und warf ſie auf das Bett. Hierauf feſſelten ſie die wehrloſe Frau mit Schnüren an Händen und Füßen und erklärten ihr, daß ſie einen Geldbriefträger berauben wollten. Wenn ſie ſchreie, werde ſie kalt gemacht. Der Geldbriefträger ſollte durch eine Geldanweiſung über 2 Mark in die Wohnung gelockt werden. Die R echnung der Angeklagten war richtig. Um 9 Uhr erſchien der 59 Jahre alte Geldbrief⸗ Iraäger Gehrig. Kaſper ließ ihn in die Woh⸗ nung eintreten. Kaum war der Briefträger im Gang, als ihm Kaſper mit einem harten Gegenſtand auch ſchon ins Geſicht und auf den Kopf ſchlug. Schwarz kam herbet und ſchlug Gehrig mit dem Sandſack auf den Kopf. Alle drei zerrten ihn in das Zimmer, wo ſie ihn weiter mißhandelten. Er wurde auf das Bett geworfen und gleichfalls ge⸗ feſſelt. Heck entnahm der Geldtaſche 3000 /, die er in ein mitgebrachtes Säckchen ſteckte. Sie drohten, Gehrig totzuſchlagen, wenn er nicht ruhig ſei. Die Frau wurde dann, nachdem ſie aus dem Bett ge⸗ rutſcht war, an einen Stuhl gefeſſelt. Die Räuber fuhren nach der Tat mit einem Auto nach Heidel⸗ berg. In Karlsruhe wurde die Beute gleichmäßtg verteilt, jeder erhielt 1000 Mark. Die überfallene Frau trug Feſſelſtriemen an den Händen und Füßen davon, Gehrig hatte Schlagwun⸗ den auf dem Kopf, ferner Kratzwunden und einen Bluterguß am linken Auge, ſowie einen Bruch des linken Naſenbeins. Bei der Verhaftung konnten noch beſchlagnahmt werden bei Kaſper 400/ und 47,35 holländiſche Gulden, bei Heck 430„ und bei Für das übrige Geld hatten ſich die Räuber Kleider, Wäſche uſw. angeſchafft. Die Vernehmung der Angeklagten brachte kaum neue Momente. Zuerſt wurde Kaſper vernommen. Kaſper iſt ein kräftiger Burſche, der ziemlich verſchloſſen ausſieht. Seine Ausſagen ſind wohl klar aber ziemlich ſtockend. Nach recht abenteuerlichem Leben landete er in Karlsruhe als Modellſteher, wo er die beiden Kunſtſchüler in der Kunſtſchule kennen lernte. Er ſtammt aus ärmlichen Kley, die ſich am Montag! dann doch um Hilfe. Mit Illenau. einem Hochſchulausweis mietete er ſich, nachdem er nirgends Ruhe. nicht der richtige war, meinte Heck: ſchnitten, wurde ſie auf ihre Bitte gelockert. Beiſitzer Amtsgerichtsrat Dr Verhältniſſen und hatte eine freudloſe Jugend.„Wir wollten nur betäuben, nicht verletzen“ ſagte Kaſper immer wieder. Kaſper ſollte der Frau den Mund zuhalten, Schwarz ſollte ſie betäuben. Ueber das Zuſammentreffen mit dem Geldbriefträger führte er aus:„Ich ſtellte mich vor ihm hin, faſte ihn an und ſagte: Wir wollen nur Ihr Geld und nicht Ihr Le⸗ ben, ſchreien Sie nicht“. Der Briefträger rief aber Schwarz kam hinzu und ſchlug mit dem Sandſack auf den Brie f träger ein. Im Zimmer wurde er dann gefe asset, In einem Briefe aus Holland ſchrieb Kaſper an ſeine Freunde:„Bagatelle ahnt alles! Leicht SOS.“ Ba⸗ gatelle war ein weiterer Karlsruher Freund. Mit „leicht SOS“ wollte Kaſper auf die„leichte“ Gefahr hinweiſen, die ihnen drohe. Der Kunſtſchüler Schwarz macht einen frechen Eindruck, der gern erzählt, denn er geht recht aus⸗ führlich auf die ganzen Vorgänge ein. Mit 18 Jah⸗ ren kaufte er ſich für 1200/ Anzüge und kam dann einige Monate nach der Heil⸗ und Pflegeanſtalt Sein Leben war ſonſt unſtet, er hatte Schwarz will nur mitgemacht haben, um nicht die Rolle des Aeungſtlichen zu ſpielen und als Feigling dazuſtehen. Seiner Braut hat Schwarz von dem in Ausſicht genommenen Raub Mitteilung gemacht. Heck, als Dritter im Bunde, ſieht elegant aber auch recht arrogant aus. Auch er holt weit aus und unterſtreicht ſeine Ausführungen durch Geſten der rechten Hand. Nervös greift er von Zeit zu Zeit nach ſeiner Hornbrille und ſeiner Stirne. Als ein Briefträger, der kurz nach 8 Uhr das Haus betrat, „Ich hatte eine unerhörte Freude, daß die Sache jetzt nicht gemacht werde.“ Bei der Ausführung der Tat ſagte ich mir: „Es ſieht zu dumm aus, wenn ich dabei ſtehe und tue gar nichts, deshalb wollte ich beim Feſſeln helfen.“ Die Zeugeneinvernahme wurde mit den Ausſagen des Lehrers der beiden Kunſtſchüler Prof. Scholz⸗Karlsruhe eröffnet. Die⸗ ſer bezeichnete Schwarz als außerordentlich begabt und von großer Phantaſie. Heck hätte aufgrund ſeiner ganzen Veranlagung ſein Zeichenlehrerexamen ohne weiteres beſtanden. Frau., die bei dem Ueberfall gefeſſelt und ge⸗ ſchlagen wurde, iſt jetzt ſehr nervenleidend. Ihre Darſtellung und Ausſagen ſind klar. Kaſper hielt ihr den Mund zu und Schwarz ſchlug mit einem Sandſack auf ſie ein, dann wurde ſie gefeſſelt auf das Bett geworfen. Als die Feſſeln zu ſtark ein⸗ Kaſper ſagte zu der Frau:„Bei allem was Sie ſehen und hören, ſchreien Sie nicht, ſonſt mache ich Sie kalt“. Hetk und Schwarz hatten ſich Tücher; vor das Geéſicht gebunden. Kaſper hatte eine Friſier⸗ haübe auf. Heck ſeifte ſein Geſicht noch mit Raſter⸗ „ſriſe ein, zog Handſchuhe an und verwiſchte Finger⸗ ſpuren an den Möbeln. Kaſper ſagte:„Schreien Sie nicht, wir legen Ihnen 100/ in den Küchenſchrank.“ Die Schilderung des weiteren Verlaufs des Ueber⸗ falls ſtimmt mit der Darſtellung der Angeklagten im allgemeinen überein. Schwarz legte der Frau eine Schnur um den Hals, die er mit der Handfeſſelung ſo verband, daß ſich die Frau bei Befreiungsverſuchen ſelbſt den Hals zugezogen hätte. Kaſper drohte noch: „Wenn wir verraten werden, werden wir erwiſcht; wir kommen wieder heraus, dann wehe Ihnen“. Die Frau hält Heck nur für einen Mitläufer, der ſich während der e der Tat ziemlich paſſiv verhielt. Der Gelöbrieſträger Gehrig, der hierauf ver⸗ nommen wurde, macht trotz ſeiner 59 Jahre einen verhältnismäßig friſchen und kräftigen Eindruck. Er iſt ſeit 24 Jahren als Geldbriefträger tätig, es iſt ihm in der ganzen Zeit nichts zugeſtoßen. Gleich . Petters, Vertreter der Anklage 1. Staatsanwalt Dr. Frey. beim Betreten des Ganges ſagte Kaſper, der ihn als Sohn der Wohnungsinhaberin empfing:„Geld her oder es koſtet das Leben! Als Gehrig um Hilfe rief, nachdem er einige Schläge erhalten hatte, ſagte Kaſper:„Seien Sie ruhig, es paſſiert Ihnen nichts. Wir machen es nicht wie die Berliner.“ Dem Geld⸗ briefträger, der durch den Ueberfall und die Miß⸗ handlung mit Atemnot zu kämpfen hatte, öffnete Kaſper den Rockkragen, gab ihm Waſſer zu trinken und legte ein naſſes Tuch auf die Wunden, da Gehrig ſtark blutete. Die ſonſtige Darſtellung des Briefträgers deckt ſich mit den Angaben der An⸗ geklagten. Nachdem ſich die Räuber entfernt hatten, gelang es Gehrig ſich aus dem Bett zu rollen und nach der Türe zu kriechen, die aber verſchloſſen war. Nach großen Anſtrengungen konnte Gehrig ſein Taſchenmeſſer faſſen, mit dem ihm dann Frau ., die loſer gefeſſelt war, die Feſſeln durchſchneiden konnte. Die Hilferufe wurden auf der Straße gehört und die beiden Eingeſperrten befreit. In der Zwi⸗ ſchenzeit hatten die Räuber einen großen Vor⸗ ſprung erlangt. Med.⸗Rat R. Götzmann bezeichnete Schwarz als einen erblich belaſteten Pſychopathen, der nicht ganz vollwertig ſei. Heck habe ein ſehr labiles Ner⸗ venſyſtem, ſei aber ebenſo wie Kaſper voll für ſeine Tat verantwortlich. 1. Staatsanwalt Dr. Frey ging ausführlich auf die abſcheuliche Tat der Angeklagten ein. Man müſſe alle drei gleimäßig beſtrafen. Die Preſſe, die von Kaſper als Urheberin der Tat bezeichnet wurde, habe gerade in dieſem Falle ſehr viel zur Auf⸗ klärung beigetragen. Er beantragte für alle wegen Raubs die Mindeſtſtrafe von 5 Jahren Zuchthaus und wegen Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Nötigung folgende Geſamt⸗ ſtrafen: für Kaſper 5 Jahre? Monate, Zucht⸗ haus, für Schwarz 5 Jahre 7 Monate Zuchthaus und für Heck 5 Jahre 1 Monat Zuchthaus. Die Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Ullrich für 1 Schneider⸗ Karlsruhe für Schwarz und Dr. Weindel für Heck traten für mildere Strafen ein. Nach halbſtündige Beratung verkündete das Ge⸗ richt folgendes Urteil Der Zimmermann E. G. Kaſper wird wegen Raubs, Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Nöti⸗ gung zu einer Geſamtſtrafe von 5 Jahren 1 Monat Zuchthaus, der Kunſtſchüler C. Schwarz zu einer Geſamtſtrafe von 5 Jah⸗ ren 1 Monat Zuchthaus und der Kunſtſchüler A. K. Heck zu einer Geſamtgefängnisſtrafe von 3 Jahren 7 Monaten verurteilt. Allen Angeklagten werden 4 Monate Unterſuchungshaft angerechnet. . Der Vorſitzende betonte in der Urteilsbegründung, daß man auf die hohe Zuchthausſtrafe erkannt habe, um die ſchreckliche Tat entſprechend zu fühnen und um abzuſchrecken. Man müſſe die Geldbriefträger vor Ueberfällen ſchützen. Der Berliner Ueberfall der Ge⸗ ſchwiſter Rein dürfe nicht Schule machen. Bei der Verkündigung des Urteils ging ein hörbares Erſtau⸗ nen durch die Zuhörer. Die Strafe erſcheint auf den erſten Augenblick hoch, wenn man aber bedenkt, daß zwei Menſchen nur durch einen glücklichen Umſtand mit dem Leben davon kamen, iſt die Mindeſtſtrafe, die hier ausgeſprochen wurde, durchaus am Platze. Der Ueberfall in der Seckenheimerſtraße ſchloß vor Gericht mit einer Tragödie der drei jungen, entgleiſten Menſchen a b. Die Renommierſucht des abenteuerluſtigen Kaſper zog den romantiſch und exzentriſch veranlagten Kunſtſchüler Schwarz mit in dieſes Verbrechen hinein. Bei dem leicht lenkbaren Heck war die Ueberredung zur Teilnahme nicht ſchwer. Die beiden Kunſtſchüler hatten keine finanziellen Sor⸗ — gen, da ſie von ihren Eltern, wenn auch mit knappen, 7„ ſo doch mit ausreichenden Geldmitteln verſorgt wur⸗ 1 den. Der ärmſte Teufel war Kaſper, der immer in Not war und auf einen Ausweg ſann, endlich einmal zu Geldmitteln zu kommen, um ſich im Ausland eine neue Exiſtenz aufbauen zu können. Wie wenig ſich die Burſchen der Tragweite ihrer Tat be⸗ wußt waren, geht aus einer Aeußerung des An⸗ geklagten Heck hervor, der bei der Vernehmung vor dem Staatsanwalt um Freilaſſung bat, damit er ſein Studium zu Ende führen könne. Er wolle ganz gern in den Ferien ſeine Strafe abbüßen. Bis zum Schluß hatten ſie den Ernſt der Lage noch nicht erfaßt. Das Schlußwort der Angeklagten konnte wieder etwas verſöhnlich ſtimmen, da alle drei ehrliche Reue zeigten. Beſonders Kaſper wies nochmals auf ſeine freudloſe Jugend hin: Er ſchloß:„Ich hoffe, daß bei mir noch nicht alles verloren iſt, denn in einer rauhen Schale kann doch noch ein guter Kern ſtecken. Ich will für meine Tat büßen.“ Es wäre zu hoffen, daß bei allen der gute Kern zur Entwicklung kommt, denn ſonſt iſt die Ausſicht, die man dieſen drei entgleiſten jungen Menſchen für die Zukunft geben muß trübe. Kommunale Chronik Die Lampertheimer Bürgermeiſterfrage * Lampertheim, 26. Sept. Die Deutſche Volkspartei hat an den Heſſiſchen Landtag eine große Anfrage gerichtet, pertheimer Bürgermeiſterfrage beſchäf⸗ — 1— tigt. Es iſt darin zum Ausdruck gebracht, daß im Mai vom Gemeinderat die Anſtellung eines Be⸗ rufsbürgermeiſters beſchloſſen worden ſei und— ob⸗ wohl die Amtszeit des derzeitigen Bürgermeiſters bereits im Juni abgelaufen war— erſt Mitte Sep⸗ 5 tember die Entſcheidung des Miniſteriums ergangen ſei. Es wird angefragt, ob die Regierung bereit ſei, in eine ſofortige Nachprüfung der Angelegenheit ein⸗ zutreten und, falls die Frage verneint wird, was die Regierung zu tun gedenkt, um die von der Wirt⸗ ſchaftskriſe ſchwer heimgeſuchte Arbeitergemeinde durch einen auf geſetzmäßige Weiſe gewählten Bür⸗ germeiſter in der Verwaltung ſicherzuſtellen. Das Miniſterium hat die Ablehnung des Berufsbürger⸗ meiſters in erſter Linie damit begründet, daß der Beſchluß nur mit einer Stimme Mehrheit gefaßt wurde. * O Schwetzingen, 28. Sept. Aus der füngſten G e⸗ meinderatsſitzung iſt zu berichten: Die Be⸗ ſchaffung von Ausrüſtungsgegenſtänden für die Freiwillige Feuerwehr wurde genehmigt.— Das ſtädtiſche Schwimmbad wurde mit ſofortiger Wirkung geſchloſſen.— Der Gemeinderat ſtimmte zu, daß bei der vorgeſehenen Juſtandſetzung des Kreis wegs Nr. 10(Teil der Hebel⸗ und Kronenſtraße) an Stelle eines Walzaſphaltbelags zu weſentlich vermindertem Koſtenaufwand eine Teermakadam⸗Decke auf die Fahrbahn aufgebracht wird. Gleichzeitig hat auch bei der geplanten Inſtandſetzung der Gehwege an Stelle des Plattenbelags eine Teermakadam⸗Decke zu treten.— Die Beſtrebungen, eine Einſtellung des Betriebes der Kraftpoſtlinie Mann⸗ heim⸗ Schwetzingen zu verhindern, wer⸗ den unterſtützt.— Ein Antrag auf Ermäßigung des 15 Jagdpachtzinſes wurde erneut abgelehnt. 0 Ketſch, 28. Sept. Da die hieſigen Metzger trotz der ſehr niederen Viehpreiſe eine Preisſenkung für Fleiſch in letzter Zeit nicht vorgenommen haben und das Schlachtypieh zum größten Teil von auswärts beziehen, ſodaß die hieſigen Landwirte faſt keinen Viehabſatz haben, will die Gemeindeverwaltung der Frage der Errichtung eines öffentlichen Schlachthauſes näher treten.— Beim zweiten Verpachtungstermin des Jagdͤbezirks[gegen Brühl erhielt der bisherige Pächter Joſef Eder von Brühl zu ſeinem Angebot von jährlich 460 Mk, den Zuſchlag. G5 Reilingen, 28. Sept. Der Gemeinderat hat, da er in drei Verſteigerungsterminen zu den Angeboten infolge ihrer geringen Höhe den Zuſchlag nicht erteilen konnte, die hieſige Gemein dejagd aus freier Hand an die bisherigen Pächter Bernhard und Georg Seitz aus Hockenheim zum Preis von 1350/ vergeben. . p fTVTTVTVTVTTTTVTTTTTf„„„!..............————hr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!..... x. Frau Brigitte und der Einbrecher Einer wahren Begebenheit nacherzählt Eigentlich war Frau Brigitte nie ſehr furchtſam geweſen; aber diesmal war ihr etwas widerfahren, was ihr vor Angſt die Kehle zuſchnürte. Es kam ſo unerwartet, ſo plötzlich, dabei ſo geheimnisvoll und ſonderbar, daß ſie unwillkürlich noch ein wenig zitterte, als ſie ihrem Mann das nächtliche Aben⸗ teuer erzählte. Frau Brigittens Gatte war nämlich auf einer Längeren Reiſe, als ſich die Sache ereignete. Es war ein Abend wie viele andere. Sie hatte ſich durch die Abweſenheit ihres Mannes an das Alleinſein ge⸗ wöhnt; außerdem ſtand ſeine Rückkunft in nicht all⸗ zu langer Zeit bevor. Zum Abend hatte ſie Gäſte gebeten; ihren Schwager und ein befreundetes Ehepaar. Es waren liebe, vertraute Menſchen, deren Gegenwart ſie er⸗ freute. Außerdem konnte Lisbeth, das neue Mädchen, bei dieſer Gelegenheit zeigen, wie ſie einen ſolchen Abendtiſch zu bewältigen verſtand; Frau Brigitte war ſtets für die praktiſche Probe aufs Exempel. Sie hatte einfach geſagt, Lisbeth ſolle etwas Gutes für den Abendtiſch richten.„Vielleicht Krebſe, gnä⸗ „Ja, das iſt eine gute Idee.“ Der Abend verlief überaus anregend. Man ſprach mancherlei, und da das Eſſen ausgezeichnet mundete, war die Stimmung ſehr vergnügt. Lis⸗ beth ſchien ihre Sache ſehr gut gemacht zu haben, Frau Brigitte war zufrieden. Nur wenn ſie dem Mädchen einen anerkennenden Blick zuwerfen wollte, ſchien es ihr, als ob auf Lisbeths Geſicht ſich eine ſeltſame Verſtörtheit bemerkbar machte. Sie kam nicht recht dazu, ſie zu fragen warum. Die Stunden rückten vor. Man unterhielt und bald hatte Frau Brigitte die eigentümliche Ver⸗ ſtörtheit Lisbeths wieder vergeſſen. Sie ſagte ihr, s es immer ſpäter wurde, daß ſie nach oben ſchla⸗ gehen könne, hörte ſie dann noch eine Weile in Küche hantieren. Schließlich wurde es draußen Erſt ſpät gingen die Gäſte. Als man auf den gen Korridor hinaustrat, fiel das Mondlicht in 8 Schein 8 das ee 8 8 ch ſehr gut; allerlei Themen wurden angeſchnitten, „Iſt es Dir nicht unheimlich bei dieſem Mondlicht ſo allein in der Wohnung?“ meinte die Freundin. „Ach nein, wo denkſt Du hin!“ antwortete Frau Brigitte, wenigſtens in ihren Worten von ihrem Mute feſt überzeugt, während in ihrem Herzen ganz leiſe eine gewiſſe Bangigkeit auftauchte.— Die Gäſte waren gegangen; Frau Brigitte wollte ſich zur Ruhe legen. Sie ſchaute noch einmal hinaus auf den Korridor das Mondlicht war ſchon ein wenig auf dem Boden weitergekrochen. Gegen ihre ſonſtige Gewohnheit ſchob ſie den Riegel der Schlafzimmertüre vor. Als junges Mäd⸗ chen hatte ſie immer noch einmal unters Bett ge⸗ ſchaut, bevor ſie ſich niederlegte. Das waren natür⸗ lich Albernheiten. Und wenn ſie ſich jetzt noch ein⸗ mal bückte, ſo nur, weil der Teppich vor dem Bett ein wenig verrutſcht war; denn Frau Brigitte war für das Ordentliche. Das ſollte auch Lisbeth ſchon lernen. Wie ſon⸗ derbar deren Miene doch heute abend geweſen war! Eigentlich gewagt, ſo einen fremden Menſchen in der Abweſenheit des Mannes ins Haus zu nehmen; aber ſie hatte ihre Sache doch ganz gut gemacht Frau Brigitte ſaß ſchon wieder am Tiſch und bat zuzugreifen; merkwürdig, wie gefüllt die Schüſſel war... Und auf einmal hob ſich der Deckel, als ob die Krebſe wieder lebendig 1 wären.. Aber der Deckel fiel wieder zu: knack! In dieſem Augenblick icgae Fran Brigitte. Wie ſeltſam man doch träumen konnte! Knack! Die⸗ ſes Gfrerſt aus dem Traum klang ihr noch im Ohr. — Aber was war denn das: Knack,„ knack, knack. Ganz deutlich war es immer noch zu hören. Nein, das konnte keine Täuſchung ſein! Sie hörte es nur zu gut, dieſes Geräuſch; es kam dort von der Türe, draußen wurde mit einem harten Gegenſtand leiſe, regelmäßig dagegen gepocht. cke 13 knack, — Frau Brigitte war wie gelähmt. Kein Zweifel, ein Einbrecher war 8 Sie war noch nie einer ſolchen Lage gegenüber geſtunden. Was war zu tun? Sollte ſie rufen, ſchreien? Sie könnte es gar nicht. Ihre augenblick⸗ liche Erregung wurde nicht viel geringer, als ihr ein⸗ fiel, daß ſie ja wie eine 9 35 ie Türe verriegelt hatte. 3 5 N i öffnete:„Was für ein„Er“ Sie blieb wie gebannt, halb liegend, halb ſitzend; die Furcht macht den Menſchen leicht und ſchwer zu⸗ gleich. Das Schreckhafte wurde zum Unheimlichen; denn das knackende Geräuſch wiederholte ſich mit der Re⸗ gelmäßigkeit eines Uhrwerks; etwas von der Un⸗ erbittlichkeit des Geiſterhaften, Geſpenſtiſchen lag darin. So vergingen ein paar Minuten, die Frau Bri⸗ gitten wie eine Ewigkeit vorkamen; das Geräuſch klang zuweilen wie von einem Hammer, dann wieder wie von einer kleinen Säge. Allmählich konnte Frau Brigitte unterſcheiden, daß es nicht etwa von der Höhe des Türſchloſſes, ſondern vom Fußboden kam. Mit einem Mal hörte es auf. Es war, als ob ſich auf dem Gang draußen irgendetwas entfernte; dann wurde es wieder ſtill. Wo war er mit einem Mal, der Einbrecher? Frau Brigittes Furcht hatte ſich noch nicht gelegt. Aber die Morgendämmerung, die allmählich einſetzte, beruhigte ſie ein wenig. Sie machte kein Licht, faßte ſich aber ein Herz, ſtand auf und horchte an der Tür. Dann zog ſie ihren Schlafrock an und verkroch ſich ins anſtoßende Babezimmer, deſſen Tür ſie verſchloß. Dort mußte ſie auf dem einen Stuhl ein⸗ geſchlafen ſein; denn als ſie erwachte, zeigte die weiße Uhr em Badezimmer die achte Morgenſtunde. Behutſam öffnete ſie die Tür zum Schlafzimmer; alles war unverändert. Von der Straße drangen die vertrauten Tagesgeräuſche durchs angelehnte Fenſter herauf. Lisbeth mußte ſchon unten ſein. Frau Brigitte klingelte. Das Mädchen kam an die Tür, klopfte. „Lisbeth, ſind Sie?“ „Jawohl, gnädige Frau.“ „Iſt draußen alles in Ordnung?“ „„ jaja, gnädige Frau...“ ganz überzeugend. 5 „Um Gottes willen, iſt heute nacht etwas paſſiert?“ „Das nicht, gnädige Frau, aber „Was iſt? Waren Sie heute nacht an meiner Tür?“ „Sof an der Tür war er auch“, klang es von tan ßen herein. Frau Brigitte war Jans höchſte geſpannt. Sie war da?“ In ihrer Stimme miſchten ſich Zorn und Furcht. 5 0 Das klang nicht „Ach gnädige Frau,“ kam es erſt ſtockend, dann beherzter aus heute nacht ſchon ſagen, aber ich traute mich nicht“ „Heraus mit der Sprache, haben Sie jemanden hereingelaſſen?“ „Das nicht, gnädige Frau, nein, nein, aber den einen von den Krebſen muß ich beim Zurichten vor dem Kochen herausgelaſſen haben. Ich habe ſie imme. wieder und wieder gezählt; ich habe doch zwölf geholt und dann waren es nur elf. Aber ich konnte nicht wiſſen, wo der Zwölfte hingeraten war; vielleicht war 8 er unter einen Schrank gekrochen und hat ſich dann heute nacht was zu freſſen geſucht. So iſt er ſicher an Ihre Tür gekommen. ich ihn vor der Küche im Gang erwiſcht. Jetzt ſoll er es büßen, was er gemacht hat! Ich war ja geſtern abend ſo aufgeregt und wollte doch nichts ſagen Frau Brigittens Züge hatten ſich während dieſer Worte zuſehends aufgehellt. Das alſo war ihr Ein⸗ brecher geweſen und ſein gefährliches Inſtrument, das ein ſo unheimliches Geräuſch verurſacht hatte, entpuppte ſich jetzt als die Scheren eines ausgeriſſe⸗ nen Krebſes, der auf nächtlichen Raub ausgegangen war! „Aber Lisbeth, das hätten Sie mir geſtern abend ſchon ſagen können!“ Dieſe Worte klangen gar nicht mehr böſe, und Frau Brigitte ſetzte hinzu:„Und jetzt tun Sie dem armen Tier auch nichts zu leide. Ich werde Ihnen noch ſagen, was wir damit anfangen.“ — 3— 1—.——— Als kurz darauf Frau Brigittens Mann zurück⸗ kehrte, fand er in ſeiner Wohnung zu ſeinem Er⸗ ſtaunen ein Aquarium vor, in dem ſich, fachmänniſch untergebracht, ein Flußkrebs herumbewegte. „Was iſt den das, Brigitte? Davon haſt Du mir ja gar nichts geſchrieben!“ „Ja, mein lieber Theodor,“ ſagte Frau Brigitte geheimnisvoll,„das muß ich Dir ausführlich er⸗ zählen. Das iſt doch die Sache mit dem Einbrecher..“ Sie begann ihre Schreckensnacht im einzelnen zu berichten. Und jeder empfindſame Leſer wird nach⸗ fühlen können, daß Frau Brigitte dabei noch ein wenig zitterte; denn ſte war eine feinfühlige Frau, die es dem tapferen Krebs durch eine lebenslängliche Pflege lohnte, daß er ſich ale der e 1 brecher entpuppt hatte. i die ſich mit der Lam⸗ 50 Wacht Lisbeths Mund,„ich wollte es Ihnen Aber gleich heut morgen habe dien 8 * ein zur daß denn als! N e Pert D Nadf Vösg 0 des? druck Grün die und Vere wurd ſprad des? zutag „Aur Hum komi reiche 1 3 Aus Baden Jubiläumsfeſt des Radfahrvereins 1906 Ilvesheim * Ilvesheim, 28. Sept. Der hieſige„Radfahrver⸗ ein 1906“ feierte am Samstag abend im„Gaſthaus zur Roſe““ ſein 25jähriges Jubiläum. Man ſah, daß der Radlerſport doch noch viele Anhänger beſitzt, denn der Feſtſaal zeigte eine beängſtigende Fülle, als der Vorſitzende Johann Grönlein die er⸗ ſchienenen Gäſte begrüßte. Alsbald überbrachten die Vertreter der Ilvesheimer Vereine dem feſtgebenden Radfahrverein die herzlichſten Glückwünſche. Herr Vögele betonte in ſeiner Feſtrede den Werdegang des Vereins von der Gründung 1906 bis heute. Ein⸗ druck machte die Ehrung der im Weltkrieg gefallenen Gründungsmitglieder. Vier Gründungsmitglieder, die Herren Joh. Grönlein, Gg. Metzler, Jak. Vögele und Joſ. Kreutzer derem unermüdlichen Eifer der Verein beſonders ſein heutiges Anſehen verdankt, wurden gefeiert und jeder mit einer Ehrentafel be⸗ Pacht. Als Vertreter der deutſchen Radfahr⸗Union ſprach Herr Hohennadel für die Bedeutung des Radfahrens und deſſen geringe Würdigung heut⸗ zutage. Die beiden Geſangvereine„Germania“ und „Aurelia“ ſangen ernſte und heitere Lieder. Der Humoriſt Steffen aus Seckenheim brachte allerlei komiſche Vorträge. Alle Darbietungen fanden reichen Beifall. Selbſtmord * Edingen, 29. Sept. Geſtern nachmittag zwiſchen g und 4 Uhr machte der ledige 22 Jahre alte Schrei⸗ ner Lorenz Rotacker ſeinem Leben durch Er⸗ hängen im Schuppen des Fährmanns Friedrich Kraus ein Ende. Rotacker war ein ruhiger, anſtän⸗ diger junger Mann. Seine Tat iſt daher unver⸗ ſtändlich. Obwohl er arbeitslos war, half er doch dem Fährmann und war immer ein aufgeweckter Burſche. Vermißte als Leiche geborgen Heidelberg, 28. Sept. Die Leiche der ſeit zehn Tagen vermißten Landwirtstochter Grete Zimmer⸗ mann aus dem Stadtteil Wieblingen wurde geſtern beim Schwabenheimer Hof aus dem Neckar gelän⸗ det. Es dürfte alſo feſtſtehen, daß ſie bei einem epi⸗ leptiſchen Anfall ins Waſſer geſtürzt oder gegangen iſt. Plötzlicher Tod Heidelberg, 28. Sept. Am Samstag abend brach im Stadtteil Wieblingen der 66jährige penſionierte Bahnbeamte Lorenz Riegler bei der Feldarbeit plötzlich kot zuſammen. Er war an einem Herz ſchlag geſtorben. Schlecht belohnte Ehrlichkeit * Höpfingen(Amt Buchen), 28. Sept. Ein frem⸗ der Zwetſchgenhändler verlor auf dem Wege zu den Ziegelwerken ſeine Briefmappe mit über 1000 Mark. Ein ihm gender Arbeiter fand die Mappe und lieferte ſie ſamt Geldſcheinen prompt ab. Mit einem Dankeſchön ſetzte ſich der Verlierer wieder aufs Rad und fuhr davon. * Schadenfeuer * Oberhauſen(Amt Bruchſal), 28. Sept. Im Treppenhaus des Gaſthauſes„Zum Engel“ brach er aus, das in aufgeſtapelten Papiervorräten teiche Nahrung fand. Die Feuerwehr konnte den Brand bald löſchen. Der Gebäudeſchaden beträgt etwa 1000 Mk. Die Urſache des Brandes iſt bis jetzt nicht bekannt. Beginn 905 Weinleſe im Oberland * Freiburg i. Br., 28. Sept. In verſchiedenen Orten des oberen Breisgaues und des Kaiſerſtuhl⸗ gebietes wird mit dem offiziellen Herbſt zu Anfang der mächſten Woche begonnen werden. Einbrecher bei der Verfolgung angeſchoſſen * Radolfzell, 28. Sept. In der Nacht auf Sams⸗ tag verübte der 38 Jahre alte in Dornbirn geborene Hilfsarbeiter Joſef Haslwanter in einer hieſi⸗ gen Metzgerei einen Einbruch. Er wurde von zwei Polizeibeamten überraſcht; als dieſe ihn feſt⸗ nehmen wollten, ergriff Haslwanter die Flucht. Einer der Polizeibeamten gab einen Schuß auf den Flüchtigen ab, durch den dieſer ſchwer vexletzt wurde. An den Aufkommen des Einbrechers wird gezweifelt. Feu Lr erbeutete in der Metzgerei nur.50 Mark. Hasl⸗ 9 40 Awanter, der erſt vor kurzem aus dem Innsbrucker 5 Gefängnis entlaſſen worden war, wird von verſchie⸗ geſucht. denen deutſchen Behörden wegen ſtrafbarer Delikte Tägliche Berichte der Neuen Mannheimer Feitung Gegenwartsfragen der Tabakpflanzer Tagung des Landesverbandes bayeriſcher Tabakbauvereine : Kandel, 28. Sept. Am Sonntag nachmittag end hier die auch aus dem rechtsrheiniſchen Bayern gut beſuchte Herbſt⸗ tagung des Landesverbandes bayeriſcher Tabakbau⸗ vereine ſtatt, die vom 1. Vorſitzenden, Oberregie⸗ rungsrat Wagner ⸗Neuſtadt a.., geleitet wurde. Die Kreisregierung und mehrere Bezirksämter, fer⸗ ner die Kreibauernkammern von Mittel⸗ und Unter⸗ franken, der Badiſche Tabakbauverband hatten Ver⸗ treter entſandt. Für den Deutſchen Tabakbau⸗Ver⸗ band war deſſen Geſchäftsführer Dr. Meisner er⸗ ſchienen, Hauptgegenſtand der Tagung war das Referat des Landesſachverſtändigen für Tabakbau, Landesökono⸗ mierat Hoffmann Speyer, über den Verkauf der Tabakernte 1931. Der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag führte zunächſt in die Schwierigkeiten, die für den bayeriſchen Tabakbau durch die Abänderung der Ver⸗ ſchnittmaße des Tabaks herbeigeführt wurden. Der Vortragende ſtellte feſt, daß der Jahresverbrauch an Tabak trotz der Einkommensminderung im kommen⸗ den Jahre wahrſcheinlich nicht zurückgehen werde, da man neuerdings wiederum den ſteuerbegünſtigten Feinſchnitt herausbringen werde. Für die Tabakpreis sbildung 1931 werde die der⸗ zeitige Regelung der Tabakbeſteuerung, insbeſondere die Beſtimmung hinſichtlich des ſteuerbegünſtigten Feinſchnitts, maßgebend ſein. Die Tabakbeſteuerung habe ſeit der Ernte 1930 einige einſchneidende Aen⸗ derungen erfahren. Der Verarbeitungszuſchuß für Zigarrentabake ſei aufgehoben worden. Im April 1931 ſei die Vorſchrift für die Herſtellung des ſteuer⸗ begünſtigten Feinſchnitts dahin abgeändert worden, daß anſtelle des„ Millimeter⸗Schnitts der Milli⸗ meter⸗Schnitt als zuläſſige Mindeſtbreite angeordnet wurde. Gleichzeitig wurde wieder eine Mindeſtbanderole für ſteuerbegünſtigten Feinſchnitt eingeführt, die 10 Mark je Kilogramm betrug. Durch die Vergrö⸗ ßerung der Schnittbreite ſei eine empfindliche Schmälerung der ſeitherigen Qualität des ſteuerbegünſtigten Feinſchnitts eingetreten. Tabakbau und Tabakinduſtrie hätten hiergegen ſofort Euſpruch erhoben, der jedoch er⸗ folglos blieb. Erſt die ſich herausſtellende Ver⸗ brauchsminderung habe nunmehr eine neuerliche Prüfungadieſer Frage beim Reichsfinanzminiſterium zur Folge gehabt. Nach dem Ergebnis einer perſönlichen Rückſprache des Berichterſtatters in Berlin hat er in Erfahrung gebracht, daß mit der Wiedereinführung der frühe⸗ ren Feinſchnittbreite am 1. Oktober 1931 zu rech⸗ nen ſei, allerdings unter gleichzeitiger Erhöhung der Banderole von 35 auf 38 Prozent. Die Wie⸗ dereinführung der alten Schnittbreite würde das hauptſächlichſte Hindernis für die Verwertung der 1931er Ernte aus dem Wege räumen. Landesökonomierat Hoffmann gab weiter bekannt, in jener Beſprechung in Berlin habe man ſich auch eingehend über die Finanzierung der diesjährigen Tabakernte unterhalten. Man ſchätzt, daß die Geſamttabakernte Deutſchlands in dieſem Jahre 500 000 Zentner betragen wird. Geld ſei in den Kreiſen des Tabak⸗ handels für etwa die Hälfte der genannten Menge vorhanden, ſodaß für den Reſt Kredite benötigt werden. Vom Reichsernährungsminiſterium ſei zu⸗ geſichert worden, daß Mittel zur Zinsverbilligung zur Verfügung geſtellt werden, und zwar ſoll ſie für Han⸗ del und Induſtrie 4 Prozent, für die Selbſtvergärung 6 Prozent betragen. Die Kredite allerdings muß ſich die Induſtrie durch die Banken ſelbſt beſchaffen. Zur Ermöglichung dieſer Verbilligung ſtellt das Reichs⸗ miniſterium für Ernährung und Landwirtſchaft 330 000 Mark zur Verfügung. Die Zinsverbilligun⸗ 330 000 Mark zur Verfügung. Die Zins verbilligung wird aber nur dann gewährt, wenn die Käufe mit den Tabakbauern bis ſpäteſtns 15. Januar 1932 ab⸗ geſchloſſen ſind. Hinſichtlich der Preisbildung des diesjährigen Tabaks führte der Redner aus, wage man anzunehmen, daß ſich die Preiſe der diesjährigen Ernte um den Mittel⸗ preis von 60 Mark je Zentner bewegen werden. Zum Schluß ſeiner Ausführungen wies der Vortragende darauf hin, daß der deutſche Tabakbau z. Zt. rund 16 Prozent des inländiſchen ebe verbrauchs liefere. Es ſtehe aber ſo viel Sand⸗ 3 VON 7 2 8 boden in für den Qualitätsbau geeigneten Lagen zu Gebote, daß mit Leichtigkeit 33 Proz. des Ver⸗ brauchs im Inland gedeckt werden könnten. Bis die Leiſtung ſich dieſen Anteil errungen habe, würden noch Jahre vergehen; raſch könne aber das Ziel er⸗ reicht werden, wenn das Reich einen Mitverarbei⸗ tungszwang in Höhe von 33 Proz. anordnen würde. Landwirtſchaftsrat Klemm Speyer berichtete über die Beobachtungen und Erfahrungen im pfäl⸗ ziſchen Tabakbau, die anläßlich der diesjährigen Tabakfelöbegehung gemacht wurden. Die Beſich⸗ tigung erſtreckte ſich auf 65 Orte, von denen 21 dem Schneidegutgebiet und 44 dem Zigarrengutgebiet an⸗ gehören. In dieſen Orten beſtehen nach dem heu⸗ tigen Stande 182 Tabakbauvereine. Es wurde ſeſt⸗ geſtellt, daß ſich die Pflanzer mit beſonderem Eifer den Frühpflanzungen durch Anzucht von Tabakſetzlingen in Warmbeeten gewidmet haben. Die Warmbeetfläche der Pfalz iſt von 1300 Quadratmeter im Jahre 1927 auf 3000 in der Gegen⸗ wart geſtiegen. Das würde gemeinhin bedeuten, daß in dieſem Jahre der letzte Pfälzer Qualitätstabak⸗Pflanzer zur Einrichtung der Warmbeetpflanzenzucht über⸗ gegangen ſein wird. Die Tabakbeſtände werden gut be⸗ urteilt. Die Entwicklung zeigt ausgeglichene und lückenloſe Felder. Die Sortenfrage iſt noch nicht allgemein gelöſt, wenn auch das Streben nach ein⸗ heitlicher Saat unverkennbar iſt. Dennoch zeigen Sandblatt und Mittelgut aus dem Schneidegutgebiet ſchöne, helle Farbe, Sandblatt aus dem Zigarren⸗ gutgebiet gute Glimmfähigkeit, günſtiges Rippen⸗ verhältnis und feines Blatt. Im Verlaufe der Verſammlung wurden vier be⸗ währten Mitgliedern des Verbandes die Denk⸗ münze überreicht. Es ſind dies die Herren Oeko⸗ nomierat Nachtrab in Neuß(Mittelfranken), Bür⸗ germeiſter Martin Georg in Breitenlohn(Mittel⸗ franken), Friedrich Becker, Haßloch, und Bürger⸗ meiſter Stegmüller, Oftersheim. Beſchloſſen wurde weiter, die nächſte Frühjahrsverſammlung in einem noch zu beſtimmenden Ort Mittelfrankens abzuhal⸗ ten. Die nächſtjährige Hauptverſammlung findet in Neuſtadt a. H. ſtatt. Einſtimmig angenommen wurde zum Schluß der Verſammlung folgende Entſchließung: „Durch die Verfügung des Reichsfinanzmini⸗ ſteriums vom 27. April 1981 wurde die Mindeſt⸗ ſchnittbreite für ſteuerbegünſtigten Feinſchnitt von Millimeter auf 1 Millimeter erhöht und dadurch der Abſatz der Fabrikate vollſtändig unterbunden. Die nach den vorliegenden Meldungen angedeutete Wiederzulaſſung der früheren Schnittbreite für ſteuerbegünſtigten Feinſchnitt hätte bereits vor Mo⸗ naten verfügt werden ſollen, damals ſchon, als zu Tage getreten war, daß die Fabrikate mit der Schnittbreite von 1 Millimeter allgemeine Ablehnung finden. Dieſe unentſchuldbaren Vorgänge haben dem Tabakban ſchwerſten Schaden Dem Reichsfinanzminiſterium kann des⸗ wegen nur ſchärfſte Mißbilligung aus⸗ geſprochen werden. Es wird mit aller Beſtimmtheit erwartet, daß in Zukunft die Schnittbreite un⸗ berührt bleibt. Ebenſo verwerflich erſcheint die Ver⸗ knüpfung einer neuerlichen Banderolenerhöhung mit der Wiederzulaſſung der alten Feinſchnittbreite, Man erblickt darin eine Fortſetzung des Verfahrens, den Inlandstabak mit dem Auslandstabak an die Wand zu drücken, was gegenüber dem ſonſtigen Standpunkt der Reichsregierung hinſichtlich der Bevorzugung der Inlandserzeugung wie Hohn und Spott anmutet. Die Forderung auf Zurückſetzung der Banderole, ſo⸗ bald die unausbleibliche Folge von deren Erhöhung offenſichtlich wird, bleibt vorbehalten. Der Ver! nimmt befriedigt Kenntnis von der zugeſicherten Zinsverbilligung für Kredite, die zur Fi⸗ nanzierung der Ernte 1931 aufgenommen werden, wenn er auch für wünſchenswert erachtet hätte, daß die Zinsverbilligung für drei Vierteljahre ſtatt nur für ein halbes Jahr ausgeſprochen würde.“ * * Baden⸗Baden, 28. Sept. Unter dem Vorſitz des Präſtdenten Rinman⸗Göteborg haben ſich mehrere hundert Vertreter aus 28 verſchiedenen Nationen zur 66. Generalverſammlung des Internationalen Trans⸗ port⸗Verſicherungsverbandes eingefunden, darunter auch Vertreter aus den Vereinigten Staaten, Argen⸗ tinien und der Türkei. zugefügt. 142. Jahrgang/ Nummer 449 Aus der Ffalx Bon politiſchen Gegnern überfallen * Oggersheim, 28. Sept. In der Nacht auf Sams⸗ tag wurde auf den 26 Jahre alten Karl Harter d, Ludwigshafen, in der Mannheimer Straße außer⸗ halb des Ortes ein Ueberfall verübt. Harterd iſt Anhänger der Nationalſozialiſten und betätigte ſich am Freitag wiederum politiſch in Oggersheim. Auf dem Heimweg wurde er vermutlich von Anders⸗ denkenden überfallen und ſchwer mißhandelt. Er mußte, am Kopfe empfindlich verletzt, mit einem Sanitätswagen in ſeine Behauſung transportiert werden. Da die Täter noch unbekannt ſind, hat die Polizei eine Unterſuchung eingelettet. Schwerer Sturz vom Motorrad * Grünſtadt, 29. Sept. Außerhalb des Ortes, am Bahnübergang bei den Chamottewerken iſt ein Motorradfahrer, ein Chauffeur aus Oggersheim in voller Fahrt von ſeinem Fahrzeug abgeſtürzt. Der Fahrer hatte beim Ueberqueren des Gleiſes infolge der eingetretenen Erſchüttevung die Herrſchaft ver⸗ loren. Er ſtürzte dabei und überſchlug ſich mehrmals. Das herrenlos gewordene Motorrad fuhr noch eine Strecke weiter, bis es in den Stra⸗ ßengraben geriet. Der Fahrer trug am Kopfe, hauptſächlich im Geſicht, ſehr empfindliche Ver⸗ letzungen davon und mußte in bewußtloſem Zu⸗ ſtand mit dem Sanitätswagen abtransportiert werden. Die Schifferſtadter Bluttat * Schifferſtadt, 28. Sept. Zu der ſchweren Blut⸗ tat, bei der der jährige Erwerbsloſe Wilhelm Maurer erſchlagen wurde, wird uns noch mitgeteilt: Die tödlich verlaufene Keilerei hatte ihren Urſprung darin, daß ſich einer der Brüder Maurer am Tage vorher beleidigend über eine Frau der Schwäger Sattel und Keßler äußerte. Ob⸗ wohl Sattel, der 28 Jahre alt und Vater von fünf Kindern iſt, bei dem tätlichen Angriff an ſich unbeteiligt war, ließ er ſich dann zur Mithilfe hinreißen. Seinem bedrohten Schwager Keller Bei⸗ ſtand leiſtend, ergriff er eine Hacke und ſchlug ſo wuchtig auf Wilhelm Maurer ein, daß dieſem die hintere Schädeldecke geſpalten wurde und derſelbe ſofort zuſammenbrach. Sattel wird ſich wegen vor⸗ ſätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu ver⸗ antworten haben. Ein Kind totgefahren * Weidenthal(Amt Neuſtadt), 28. Sept. Am Sonn⸗ tag wurde der 6 Jahre alte Sohn Fridolin des Ar⸗ beiters Philipp Heintz von einem Perſonenauto überfahren und ſo ſchwer verletzt, daß er in ſeiner elterlichen Wohnung ſtar b. Der Knabe wollte einem anderen Auto ausweichen und lief direkt in das Fahrzeug hinein. Ein Meſſerſtecher verurteilt :: Herxheim bei Landau, 29. Sept. Der Tagner Adolf Lick, der ſeinen Freund J. Müller im Ver⸗ laufe eines Streites mit allerlei Schlagwerkzeugen ſtark verletzte und ihm auch einen Meſſerſtich in den Unterleib beibrachte, erhielt in der außerordentlichen Sitzung des Schöffengerichts Landau zwei Jahre Gefängnis. Der Haftbefehl bleibt aufrecht erhal⸗ ten. Der Verurteilte will Berufung einlegen. Folgen der Trunkenheit * Kaiſerslautern, 29. Sept. Der arbeitsloſe Mo⸗ dellſchreiner Robert Gläſer von hier iſt in der Nacht zum Montag im Bahnhof Einſiedlerhof ver⸗ unglückt. Er hatte die Kirchweih in Einſiedlerhof beſucht und wollte mit dem Triebwagen wieder zu⸗ rückfahren. Der Wagen war jedoch ſchon fort. Glä⸗ ſer folgte ſeinem Freunde die Treppe hinunter und ſtürzte infolge ſeiner Trunkenheit ſo ſchwer auf der Treppe, daß er eine ſchwere Kopfverletzung erlitt. Etſenbahner nahmen ſich ſeiner an und beförderten ihn in den Hauptbahnhof Kaiſerslautern, von wo der Bewußtloſe zum Städtiſchen Krankenhaus ge⸗ bracht wurde. Großer Lebens mitteldiebſtahl * Kaiſerslautern, 28. Sept. Geſtern nachmittag wurde in das Lager einer hieſigen Lebensmittel⸗ handlung in der Zollamtſtraße eingebrochen und Waren im Werte von über tauſend Marl ge⸗ ſtohlen. In der Hauptſache handelt es ſich um Rauchmaterialtien und Lebensmittel. Die Diebe wurden entdeckt, konnten aber unerkannt flüchten, wobei ſie einen Teil der Beute im Stich laſſen mußten. 5 HAND Dienstag. 29. September 1931 ALS- un der Neuen Mannheimer Zeitung Mittag- Ausgabe Nr. 449 Preußiſche Schatzanweiſungen Während der letzten . äh Wochen iſt verſchiedentlich von angeblichen Schwierigkeiten bei der Einlöſung Preußiſcher Schatzanweiſungen in der Zeit der Banken⸗ kriſe geſprochen worden. Der Amtliche Preußtſche Preſſe⸗ bienſt ſtellt dem gegenüber feſt: „Der Preußiſche Staat hat wie ſtets, ſo auch in der Kriſenzeit die unverzinslichen Preußiſchen Schatzanwei⸗ fungen eingelöſt. Wenn während jener Zeit einigen Mit⸗ gliedern der Sparkaſſen⸗Organiſation die beabſichtigte Ver⸗ minderung ihrer Beſtände an derartigen Wertpapieren nicht vorbehaltlos zugeſtanden werden konnte, ſo deshalb, weil die für die Sparkaſſen gültigen miniſteriellen Vor⸗ ſchriften oder ſonſt maßgebenden geſetzlichen Beſtimmungen entgegenſtanden. Der Notlage des Einzelfalles wurde dadurch Rechnung getragen, daß den Sparkaſſen weitgehende Unterſtützung gewährt wurde. Welche Bedeu⸗ tung gerade die Schatzanweiſungen für die Sparkaſſen in ber Kriſenzeit hatten, geht aus der Tatſache hervor, daß den Sparkaſſen im Monat Juli von der Staatsbank durch Einlöſung, Rediskontierung und Lombardierung unver⸗ zinslicher Preußiſcher Schatzanweiſungen 60 Mill. 4 ge⸗ zahlt worden ſind. Bemerkenswert iſt dabei, daß in dieſem Betrag nur 50 Mill. fällige Schatzanweiſungen enthal⸗ ten waren, darüber hinaus alſo noch 10 Mill./ vorzeitig auf ſpätere Fälligkeiten zur Verfügung geſtellt wurden. Von Anfang Juni bis Mitte Auguſt hat die Sparkaſſen⸗ organiſation von der Staatsbank durch Einlöſung, Redis⸗ kontierung und Lombardierung von Schatzanweiſungen insgeſamt 130 Mill./ erhalten.“ Schlimme Auswirkungen der Pfunsdkriſe Das in franzöſiſchen Händen befindliche Eiſenwerk St. Ingbert(A Dt) hat ſeit Monaten ſchwer zu kämpfen, um den Betrieb noch aufrecht zu erhalten, da die Aufträge ausblieben. Viele Arbeiter mußten entlaſſen wer⸗ den, andere mußten bis zu zehn und mehr Schichten im Monat feiern. Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich dieſer Tage die Nachricht durch die Stadt, daß das Werk einen roßen Auftrag, 3000 Tonnen Teerbandeiſen für Japan, hereinbekommen habe, der innerhalb zwei Mo⸗ Raten ausgeführt werden müſſe. Alle Vorbereitungen zur Ausführung waren getroffen, eine größere Anzahl Arbeiter neu eingeſtellt, da kam die Nachricht, daß infolge der eng⸗ liſchen Pfundkriſe der Auftrag annulliert worden ſei. Geſtern mußten die neueingeſtellten Arbeiter deshalb wieder entlaſſen werden. So wirken ſich die Vorgänge im internationalen Wirtſchaftsleben bis in die kleinſten Orte aus. „ Kapitaltrausaktion bei der Schuellpreſſenfabrik AG. Heidelberg. Wie das„Heidelb. Tagebl.“ erfährt, beabſich⸗ tigt die Bankengruppe, die ſchon an der Konſolidierung des Richard⸗Kahn⸗ Konzerns maßgebend beteiligt wor, auch an der Heidelberger Schnellpreſſenfabrik AG. Intereſſe zu nehmen. Die Transattion iſt noch im Gange. * Saar⸗Handelsbank AG., Saarbrücken.— Weiter ver⸗ minderter Gewinnvortrag. Das Geſchäftsjahr 1930 ſchließt mit einem Rohgewinn von 996 048(i. V. 1 276 307) Fr., wozu noch der Gewinnvortrag vom Vorjahre mit 54 533 (256 268) Fr. hinzukommt, ſodaß nach Abzug von Unkoſten und Abſchreibungen ein Reingewinn von 28132 54583) Fr. verbleibt, der weiter vorgetragen wird. In der Bilanz betragen Verbindlichkeiten 18,97(17,76) Mill. Fr., Kaſſe und Reichsbankguthaben ſowie Noſtroguthaben bei Banken 2,6(3,02) Mill. Fr. Debitoren in laufender Rechnung werden mit 18,98(17,64) Mill. Fr. ausgewieſen, wovon 15,13(13,75) Mill. Fr. gedeckt ſind. Eigene Effekten wepden mit 0,89(0,95) Mill. Fr. ausgewieſen. Immobilien und Mobilien ſind bis auf 1 Fr. abgeſchrieben. * Norddeutſche Waggonfabrik AG., Bremen⸗Haſtedt. Die GV. genehmigte den Abſchluß zum 30. 9. 30., der einſchließ⸗ lich des Verluſtvortrages von 0,53 Mill. 4 einen Ge⸗ ſamtperluſt von 1,26 Mill./ ausweiſt. Die Ge⸗ fellſchaft hat bekonntlich Ende 1929 den Waggonbau ſtill⸗ gelegt, inzwiſchen iſt auch die Abteilung Dreſchmaſchinen von Bremen verlegt worden. Die Zuſammenlegung des Ag. von 2, Mill. 4 auf 0,88 Mill. 4 wurde einſtimmig beſchloſſen. Bayeriſche Hypotheken⸗ und Wechſelbank.— Weitere Ausſchüttungen auf Papiermarkpfandbriefe und ⸗Obliga⸗ tionen. Die Bayeriſche Hypotheken⸗ und Wechſelbank teilt mit, daß ſie mit Zuſtimmung ihrer ſtaatlichen Aufſichts⸗ behörde, des bayeriſchen Staatsminiſterlums, auf ihre früheren Papiermarkpfandbriefe und»obligationen laus⸗ ſchließlich der Kommunalſchuldverſchreibungen) zum 1. Jan. 1032 eine weitere Teilausſchüttung vornehmen wird und zwar in Höhe von 1 v. H. des der Aufwertung zu Grunde zu legenden Goldmarkbetrages. Monatsbilanzen Die Zahl der Monatsbilanzen veröffentlichenden Kredit⸗ banken iſt für den Auguſt unverändert geblieben. Bankfeiertage und weiterhin die Stillhaltungen und Deviſenverordnungen haben im Monat Auguſt den Kredi⸗ toxenſchwund bei den Banken im großen und ganzen zum Stillſtand gebracht. Immerhin haben die Berliner Groß⸗ banken auch im Auguſt noch insgeſamt einen Abfluß fremder Gelder in der Höhe von 107 Mill. 4 erfahren. Hierorn entfallen allein 66 Mill./ auf die ſeitens der Kundſchaft bei Dritten benutzten Kredite, alſo die Rem⸗ Paurskrebite. Das mag im weſentlichen zuſammenhängen mit ber erheblichen Einſchrumpfung des deutſchen Außenhaudels, beweiſt aber auch die außerordentliche Zurückhaltung, die das Ausland gegenüber Deutſchland übt, da es ſelbſt ein Intereſſe daran haben ſollte, daß der Warenaustauſch mit Deutſchland von der Kreditſeite keine Einbuße erleidet. Im übrigen drückt der Rückgang der ſremden Gelder bie letzten Zuckungen der Kriſentage aus. Der Friſt nach entfällt nämlich diesmal der überwiegende Teil des Rü ck⸗ ganges auf Kredite, die nach mehr als 3 Monaten fällig ſind. Bei dieſen beträgt der Rückgang 33 Mill. I. Es handelt ſich hier alſo um Gelder, die ſchon vor Akutwerden der Kriſe, vielleicht im Zuſammenhang mit den Gerüchten, gekündigt worden ſind. Täglich fällige Kredite gingen um 8 und über 7 Tage hinaus bis zu 3 Monaten fällige nur um eine Million 1 zurück. Hauptbeteiligte an den Zurückziehungen ſind diesmal bie beutſchen Banken, Sparkaſſen uſw. Faſt die Geſamtſumme der Zurückziehungen entfällt auf die beiden Banken, die im Vordergrund der Erörterung ſtanden, und zwar wurden der Danat⸗ Hank 65 und der Dresdner Bank 56 Mill. 1 entzogen. Die DD⸗Bank verlor 10 Mill. J, die übrigen Banken haben dagegen geringe Zuflüſſe zu verzeichnen. Am ſtärkſten waren dieſe bei der Be liner Handels⸗ geſellſchaft mit 12 Mill.. Intereſſant iſt die Entwicklung bei den einzelnen Ban⸗ ken in bezug auf die Flälligkeitstermine unter Ausſchal⸗ kung der Rembourskredite. Von den Fälligkeiten inner⸗ halb 7 Tagen verlor die Danat⸗Bank nicht weniger als 138 Mill.„/, die Dresdner Bank 26 Mill.„, dagegen nah⸗ men dieſe bei der Commerz⸗Bank um 57 Mill./ zu, bei der Reichskreditgeſellſchaft um 39 Mill.„ und bei der Berliner Handelsgeſellſchaft um 62 Mill. 4. Es ſind alſo augenblicklich doch erhebliche 0 8 Umdispoſttionen bei den Großbanken vorgenommen worden. Teilweiſe umgekehrt war die Be⸗ wegung bei den bis zu 3 Monaten fälligen Krediten. Dieſe haben bei der DD⸗Bank um 68 Mill., bei der Danat⸗ Bank um 40 Mill./ zugenommen. Sie gingen bei allen anderen Banken zurück, relativ am ſtärkſten bei der Ber⸗ liner Handelsgeſellſchaft um 39 Mill. 4.. Auch in bezug auf die längerfriſtigen Kredite macht die Dangt Bank eine Ausnahme, ſie iſt die einzige, bei ber nderen Banken Rückgänge auſweiſen. Einen Abbau chrer * Dem Berliner Börſenvorſtand lag bei ſeiner geſtrigen Sitzung ein Erlaß des preußiſchen Miniſters für Handel und Gewerbe vom 28. September 1931 vor, in dem dieſer im Einvernehmen mit der Reichsregierung und dem Reichsbankpräſidenten es aus dringenden allgemeinen Zutereſſen für notwendig erklärt, die Börſenverſammlungen bis auf weiteres aus⸗ fallen zu laſſen, und den Börſenvorſtand erſucht, einen entſprechenden Be⸗ ſchluß herbeizuführen. Der Börſenvorſtand hat dieſem Erſuchen mit der fol⸗ genden Bekanntmachung entſprochen, in dem Bericht an den Miniſter aber dem dringenden Wunſche Ausdruck ge⸗ geben, daß den Bedürfniſſen der Wirtſchaft nach baldiger Fortſetzung des amtlichen Börſenverkehrs Rechnung getragen wird und daß Files geſchieht, um auf eine ſchleunige Beſeiti⸗ gung der jetzt der Abhaltung von Börſenverſammlungen etwas entgegenſtehenden Gründe hinzuwirken. „Die Börſenverſammlungen der Abteilung Wextpapier⸗ börſe fallen vom 29. September 1931 ab bis auf weiteres aus. Die Börſenräume werden deshalb für die Beſucher der Abteilung Wertpapierbörſe vorläufig geſchloſſen gehalten. i Die Feſtſtellung der Deviſenkurſe erfolgt in der Reichs⸗ bank.“ Frankfurter⸗ und Münchener Vörſe ebenfalls weiter geſchloſſen Der Frankfurter Börſenvorſtand hat ſich dem Beſchluß des Berliner Börſenvorſtandes, die Börſenräume bis auf weiteres zu ſchließen, angeſchloſſen. Die gleiche Nachricht liegt uns auch von München vor. Die DDDBank beſchäftigt ſich in ihrem neueſten Wirt⸗ ſchaftsbericht mit den Rückwirkungen der engliſchen Währungskriſe auf die deutſche Ausfuhr und mit den wirtſchaftlichen Aufgaben, die ſich hieraus für Deutſch⸗ land ergeben. Die Entwicklung in England habe erneut bewieſen, daß durch kurzfriſtige gusländiſche Finanzhilfe ein Ausbruch der Kriſe nicht zu verhindern ſei. Zunächſt laſſe ſich noch nicht überſehen, welche weittragenden Wir⸗ kungen über die Grenzen Englands hinaus eine dauernde Entwertung des Pfundes nach ſich ziehen werde. Bei dem Abſchluß des Stillhalteablommens ſei für Deutſchland beſonders beöeutſam, daß die Verſtändigung mit den Auslandsgläubigern zierung für den worden wäre. bleibe für Deutſchland die Aufrechterhaltung des Exports und der aktiven Handelsbilanz. Die Entwertung des Pfundes bringe der engliſchen Induſtrie in ſehr fühlborer Weiſe eine Verbilligung der Produktionskoſten. Weitere Folgen einer dauernden Pfundentwertung entſtünden für den deutſchen Export daraus, daß langfriſtige Lieferungs⸗ verträge mit dem Auslande auf Pfundbaſis abgeſchloſſen ſeien und daß überhaupt das deutſche Exportgeſchäft ſich bisher in weitem Umfange auf Grundlage der engliſchen Währung vollzogen habe. Hierzu komme noch die valuta⸗ riſche Verminderung der Kaufkraft Englands und ſeiner Dominien für fremde Erzeugniſſe. bieſe ſtiegen und zwar um rund 8 Mill., während alle Für Deutſchland bleibe der ſtarke deutſcher Banken Akzepte, die insgeſamt um 33 Mill. zurückgingen, haben am ſtärkſten wieder die Dresdner Bank mit 14 Mill. 4 und die Danat⸗Bank mit 12 Mill.„ vorgenommen. Zu erwähnen iſt noch, daß auch bei den Rembours⸗ krediten die Danat⸗Bank eine Sonderſtellung einnimmt; ſie ſind hier um 20 Mill./ geſtiegen, bei allen anderen Banken dagegen mit Ausnahme der Berliner Handels⸗ geſellſchaft, bei der ſie faſt unverändert blieben, zurück⸗ gedangen und zwar am erheblichſten bei der DD⸗Bank mit 66 Mill. 4. Es war allerdings die Danat⸗Bank, die in den vorher⸗ gehenden Monaten am ſtärkſten von Rembourskündigungen betroffen worden war. Die erhebliche Inanſpruchnahme der Reichsbank durch Rebiskontierungen im vorigen Monat, die eine Steigerung der eigenen Indoſſamentsverbindlich⸗ keiten um 444 Mill./ gebracht hatte, iſt jetzt wieder ge⸗ wichen. Sie ſind um 410 Mill.„ zurückgegangen. Auf der Aktiyſeſte zeigt ſich eine ſtarke Verſchiebung zu Gunſten der Wechſelbeſtände, die bei allen Großbanken um 220 Mill.& geſtiegen ſind. Hiervon eutfallen allein 118 Mill.„I auf die D..⸗Bank und 59 Mill./ auf die Commerz⸗ und Privat⸗Bank. Die ſtarke Steigerung bei der D..⸗Bank iſt allerdings darauf zurück⸗ zuführen, daß ſie zwecks Verwendung ihrer flüſſigen Mittel 88 Mill.„ Schatzwechſel vom Reich übernommen hat. Die erſtklaſſigen Flüſſigkeiten ſind entſprechend zurückgegangen und zwar die Kaſſenbeſtände um 42 Mill.„1, die Guthaben bei Notenbanken um 75 Mill. I. Auch Noſtroguthaben ſind wohl zum Ausgleich gegen 32 Mill.. Die ſtärkſte Einbuße haben die Vorſchüſſe er⸗ litten, die um 132 Mill.„ zurückgegangen ſind, wovon allein 124 Mill.„/ auf Rembourskredite entfallen. Der Druck ſeitens der Banken auf die Debitoren ſcheint immer noch nicht beſonders ſtark geweſen zu ſein. Debitoren gin⸗ gen um nur 52 Mill.„ zurück, welcher Rückgang ſich ziem⸗ lich gleichmäßig auf alle Banken verteilt. In Verbindung mit der Steigerung der Wechſelbeſtände darf man anneh⸗ men, daß es ſich hier ſogar nur um Umwandlungen von Kontokorrents in Wechſelkredite handelt. In der Summe der Bilanzziffern weiſen die Danat⸗Bank und Dresdner Bank Rückgänge von 77 bzw. 70 Mill.„ auf. Auch bei der D..⸗Bank iſt die Bilanzziffer um 17 Mill.„ geſunken, bei den übrigen drei Banken iſt ſie geſtiegen. Bei der Golddiskontbank ſind die fremden Gel⸗ der um 61 Mill.„ geſtiegen und entſprechend der Wechſel⸗ beſtand um 61 Mill. 4. Die Staats⸗ und Landesbanken weiſen einen Kreditorenrückgang um 107 Mill. 4 auf und auf der anderen Seite bei den laufenden Debitoren einen ſolchen um 146 Mill. /. Auch hier iſt der Wechſelbeſtand ſtark geſtiegen und zwar um 154 Mill.„. Bei den Giro zentralen iſt der Rückgang der Kreditoren mit 466 Mill. außerordentlich erheblich. Er hängt zuſammen mit den Abhebungen von den Sparkaſſen. Die Girozentralen muß⸗ ten ſich infolgedeſſen durch Akzepte Luft ſchaffen, was darin zum Ausdruck kommt, daß die Akzeptſchulden von W auf 385 Mill. A ſtiegen. 5 in einer Form erfolgt ſei, die die Möglichkeit der Finau⸗ deutſchen Außenhandel erhalte, die bei Ergreifung anderer Maßnahmen wahrſcheinlich gefährdet Eine der oͤringlichſten Aufgaben der nächſten Zukunft Kredite im Ausland weiter zurückgegangen und zwar um Kein Vörſenverkehr Die Wertpapierbörſe bis auf weiteres geſchloſſen Die Frage der Wiederaufnahme des Börſenverkehrs in Wien Die Mitglieder der Börſenkammer in Wien traten geſtern zu einer Beſprechung über die Börſenlage zuſam⸗ men und gelangten zu dem Ergebnis, daß die wirtſchaft⸗ liche Situation der Wiener Börſe— es beſtehen an dieſer keine unerledigten Geſchäfte— und die des Wiener Finanzmarktes überhaupt ſchon jetzt die Wiederauf⸗ nahme des Börſenverkehrs geſtatten würden. Es wurde der feſten Hoffnung Ausdruck gegeben, daß in Kürze die Verhältniſſe im Auslande und die politiſche Lage Oeſterreichs ſoweit geklärt ſein werden, daß auch von die⸗ ſer Seite aus keine Bedenken mehr beſtehen werden, die Boörſe wieder in ihre ſo wichtige Funktion einzuſetzen. Erhöhung des Lombardſatzes in Holland * Amſterbam, 29. Sept. Die Niederländiſche Bank hat außer der bereits gemeldeten Diskontſatzerhöhung auch den Lombardſatz heraufgeſetzt, und zwar von 2,5 auf 4 v. H. Ferner wurde der Warenbeleihungsſatz und der Zinsfuß für Tagesgeld in laufender Rechnung von 2,5 auf 4 v. H. erhöht. Der Streit um die Pfundklauſel * Amſterdam, 29. Sept. Die Vereinigung der holländi⸗ ſchen Exporteure hat geſtern den Beſchluß gefaßt, ihren engliſchen Abnehmern mitzuteilen, daß ſie ſich mit einer Bezahlung ihrer Lieferungen nach England zum gegen⸗ wärtigen Pfundkurs nicht zufrieden geben können. Sie ſtänden vielmehr auf dem Standpunkt, daß die laufenden Kontrakte noch zum Goldkurs abge⸗ ſchloſſen ſeten, ſo daß auch die Bezahlung auf dieſem Stande erfpigen müſſe, wie er vor der Suspendierung der Goldwährung in England geweſen ſet. Finnland behält die Goldwährung bei O Helſingfors, 28. Sept. Der Leiter der Finniſchen Staatsbank, Ryti, erklärte nach ſeiner Rückkehr von der Konferenz der Notenbanken der ſkandinaviſchen Länder in Stockholm, daß Finnland die Goldwährung be i⸗ behalten und nicht dem Beiſpiel Schwedens und Nor⸗ wegens folgen werde. Die Finniſche Staatsbank ſei voll⸗ kommen Herr der Lage. Die BDD⸗Bank zur Wirtſchaſtslage Zwang zur Ausfuhr beſtehen. Er werde zuſoammen mit der erzwungenen Ein⸗ schränkung der Ausfuhr die deutſche Handelsbilanz auch für kommenden Monate hochaktiv machen. Nach der Berechnung des Inſtituts für Konjunkturſor⸗ ſchung würde für 1931 die deutſche Zahlungsbilanz mit einem Aktivſaldo von annähernd 2 Milliarden/ ab⸗ ſchließen. Dieſer werde aber praktiſch erheblich vermindert durch eine fortlaufende Abtragung der Aus lkand 8. ſchulden, die immer noch in Geſtalt der Rückziehung ausländiſcher Markguthaben, des Verkaufs deutſcher Effek⸗ ten aus fremden Beſitz und auch der normalen Amortiſa⸗ tions⸗Fälligkeiten weitergehe. Allein der Saldo der regu⸗ lären Zins⸗ und Tilgungs⸗Laſten werde für 1931 auf etwa 1 Milliarde„ berechnet. Da dieſen Zahlungen keine neu gewährten Auslandskredite gegenüberſtänden, müßten die für ſie erforderlichen Deviſen völlig aus dem Aktivſeldo der Handelsbilanz aufgebracht werden. Die Reichsbank halte mit Recht eine ausreichende Notenmenge in Umlauf, auch wenn an den Terminen erhöhter Bargeldanſprüche de Deckung weniger als 40 v. H. betrage. Entſcheidend ſei, daß die Verminderung der Deckungsbeſtände, die zur Unterſchreitung der geſetzlichen Mindeſtdeckung führte, nicht durch eine chroniſche Paſſivität der Zahlungs⸗ bilanz verurſacht wurde und umgekehrt nicht die Unter⸗ ſchreitung der Deckung durch einen künſtlich vermehrten Notenumlauf. Deutſchland könne ſich den internationalen Tendenzen der Preisbildung nicht entziehen. Ebenſo wie andere Länder müſſe man verſuchen, jede Möglichkeit der Koſtenſenkung auszunutzen und von unerwünſchten und ungeſunden Preis⸗ und Koſtenbindungen loszukommen, alſo die Reviſion des Preisgebäudes aus der Wirtſchaft heraus fortzuſetzen. Die DD⸗Bank tritt zum Schluß für eine Bekämpfung der Deflation ein, die das Wirtſchaftsleben zur Erſtarrung bringe. Eine Entfaltung der Kapitalbildungskräfte laſſe ſich nicht durch Währungs⸗ und Kredit⸗Experimente herbeiführen. Der Ge⸗ danke, daß die deutſche Wirtſchaft durch kreditpolitiſche Kunſtgriffe angekurbelt werden könnte, ſei eine Illuſion. Die Ueberlegung, daß eine künſtliche Kreditausweitung einfuhrſteigernd und ausfuhrdroſſelnd wirke, ſollte allein genügen, um zu erkennen, daß ein derartiger Weg, zum minbeſten in einer Zeit völlig ungangbar ſei, in der alles darauf ankomme, einen hohen Ueberſchuß der Handels⸗ bilonz zu erzielen. Die Aufgabe der dentſchen Banken beſtehe in Anbetracht der Wirtſchaftsſtockung im weſent⸗ lichen darin, trotz der Minderung der Kreditoren die be⸗ rechtigten Kreditwünſche ihrer Kundſchaft zu erfüllen und zugleich die eigene Liquidität ausreichend zu ſichern. Be⸗ züglich der Notverorbnung über die Baukenkontrolle wird erklärt, daß die Elaſtizität des deutſchen Kreditſyſtems ſchweren Schaden erleiden müßte, wenn der Verſuch gemacht würde, ſie durch planwirtſchaftliche Grundſätze ſtatt durch individualwirtſchaftliche Initiative zu ſichern. Die neuen däniſchen Finanzmaßnahmen Herabſetzung des Deckungsverhältniſſes in Dänemark * Kopenhagen, 29. Sept. Wie in politiſchen Kreiſen verlautet, wird die Regierung heute auf Erſuchen der Nationalbank eine Geſetzesvorlage einbringen, durch welche die Goldeinlöſungspflicht der Bank auf⸗ gehoben und ein Valutaausſchuß zur Kontrolle des Deviſenhandels eingeführt wird. Durch ein königliches Dekret wird das Deckungsverhältnis der Bank von 50 auf 33 v. H. herabgeſetzt. Im Laufe des geſtrigen Tages und abends iſt eine Reihe von Verhandlungen zwiſchen der Regierung und der Nationalbank und der Regierung und den Parteiführern geführt worden. Um 22 Uhr trat die Regierung erneut wit den Parteiführern in Verhand⸗ lungen ein, die vermutlich ein abſchließendes Ergebnis haben werden. * Um Mitternacht gab Miniſterpräſident Stauning folgende Erklärung über die im Laufe des Tages geführ⸗ ten Valutaverhandlungen ab: Nachdem die Reichsbanken Schweden und Norwegen am Sonntag hatten, die Pflicht der Einlöſung der Geldſcheine mit Güls aufzuheben, war es einleuchtend, daß Dänemark ſeine Valutapolitik nicht in der Richtung fortſetzen könnte, die in den erſten Tagen nach den Ereigniſſen in London einzu⸗ ſchlagen war. Die Nationalbank hatte im Laufe des Mon⸗ tags eine Reihe von Verhandlungen und richtete Montag nachmittag ein Erſuchen an die Regierung, von der Pflicht der Goldeinlöſlung befreit zu werden, Die Regierung hat beſchloſſen vorzuſchlagen, daß dem Wunſche der Nationalbank durch ein beſonderes Geſetz en⸗ ſprochen wird und hierüber eine Mitteilung an die e der Parteien gegeben, worauf über die Einzelheiten mi Vertretern der Nationalbank verhandelt wurde, u. a. auch über die vom Miniſterium geſtellten Bedingungen, die von der Bank erfüllt werden ſollen. Die vorerwähnte Geſetzes⸗ vorlage dürfte Dienstag früh 9 Uhr eingebracht werden. Nach den letzten Verhandlungen mit den Parteiführern erklärte Miniſterpräſident Stauning, daß dieſe ſich mit den geplanten Valutamaßnahmen einverſtanden erklärt hätten, Die vorzulegende Geſetzesvorlage wird eine Beſtimmung und die Regierungen von über die Aufhebung der Goldeinlöſungspflicht bis ein⸗ ſchließlich 30. November in Uebereinſtimmung mit den von Schweden getroffenen Maßnahmen enthalten. Dez weiteren wird darin eine Beſtimmung enthalten ſein, be⸗ treffend die Einſetzung eines Reichstagsausſchuſſes von pier Mitgliedern zur Kontrolle des Valutahandels. Durch eine königliche Verordnung wird es möglich ſein, dem Wunſche der Nationalbank auf Herabſetzung des Deckungs⸗ verhältniſſes von 50 auf 33 v. H. entgegen zu kommen, ſchen Verſchiffungshäfen. Die Londoner Ereigniſſe begin⸗ nen ſich jetzt auch in den rumäniſchen Verſchiffungshäfen auszuwirken. Faſt alle Silos ſind überfüllt, da die ver⸗ fügbaren Schiffsräume dem forcierten Export nicht ge⸗ wochſen ſind und ſeit einigen Tagen infolge des Kurs⸗ ſturzes des engliſchen Pfundes, auf deſſen Baſis die Ge⸗ treideverkäufe getätigt worden waren, keine Geſchäfte ab⸗ geſchloſſen worden. Die Händlervereinigungen haben ſich um Abhilfevorſchläge an die Regierung und die Nationgl⸗ bank gewandt. Sonſt wird die Lage ruhig beurteilt. * Fünf Provinzbanken in SA. geſchloſſen. Geſtern haben fünf Provinzbanken ihre Schalter geſchloſſen. In Philadelphia hat die Northern Central Truſt Company, die fünf Zweigſtellen unterhält und über rd. 3 Millionen Dollar Depoſiten verfügt, ihre Zahlungen eingeſtellt, ſer⸗ ner die Niles Truſt Company in Niles(Ohio) mit Depo⸗ ſiten von 2,4 Millionen Dollar, die Glaßboro Title Truſt Company in Glaßboro(New Jerſey), die Firſt National Bank in Fortmill(Südkarolina) und die City Centra Bank Truſt Company in San Antonio(Texas). 8 Eine Erkärung von Jvar Kreuger Der ſchwediſche Zündholzinduſtrielle Zvar Kreuger hat während ſeines Beſuches in Paris dem Vertreter der Agenge Economique et Finauciere eine Erklärung gegeben Auf die Frage, ob Kreuger u. Toll die Gelegenheit be⸗ nutzen wollen, um ihre participating Debentures zu dem gegenwärtig ſehr niedrigen Kurſe zurückzukaufen, antwor⸗ tete Ivar Kreuger, daß die Geſellſchaft der Aktienbört und auf dieſem Wege auch den amerikaniſchen Debentures⸗ Beſitzern verſprochen hat, die Debentures nicht zu einem Kurſe unter 500 Prozent des Nennwertes zu⸗ rückzukaufen, was alſo auch für die europäiſchen Deben⸗ tures⸗Beſitzer gilt. Auf die Frage, ob ein möglicher Kursfall der ſchwedi⸗ ſchen Krone die Zinſen der europäiſchen Debentures⸗ Beſitzer beeinfluſſen könnte, erinnerte Jvar Kreuger da⸗ ran, daß den amerikaniſchen Debentures⸗Beſitzern die Auszahlung der Zinſen auch in Dollar zum Parſ⸗ Kurſe der ſchwediſchen Krone garantiert iſt.. Dieſe Garantie gilt faktiſch auch für die euxopäiſchen Debentures⸗Beſitzer, da ſie das Recht haben, die ſchwebdi⸗ ſchen Zertifikate gegen amerikaniſche auszutauſchen. Um dieſen Umweg zu vermeiden, hat die Kreuger u. Toll⸗ Geſellſchaft beſchloſſen, auch den europäiſchen Debentuxres⸗ Beſitzern die gleiche Garantie zu geben, wie den ameri⸗ kaniſchen, daß ſie nämlich die Zinſen auf die participating Debentures auch in Dollar zum Pari⸗Kurſe der Krone ausgezahlt erhalten können, falls die ſchwediſche Krone einen Kursfall erleiden ſollte. Waren und Märkte Zur franzöſiſchen Holzeinfuhrſperre Der Verein von Holzintereſſenten Südweſtdeutſchlands (Sitz Freiburg) vertritt die Wahrnehmung der durch die rigo⸗ roſe franzöſiſche Holzeinfuhrſperre ganz außerordentlich ſchwer in Mitleidenſchaft gezogenen Belange der Holz ⸗ wirtſchoft des ſüsweſtdeutſchen Grenzgebietes. Er hat die Schritte, die er zur Abwehr der aus den Auswirkungen der franzöſiſchen Maßnahme für die Sägewerke und ſon⸗ ſtigen Holzbearbeitungsbetrieben der Grenzlonde unver⸗ züglich unternommen hatte, durch perſönliche Vorſtellungen bei den maßgeblichen Inſtanzen der Reichsregierung weiter verſtärkt. Die Bemühungen erfuhren erſt in den letzten Tagen wieder die beſondere Unterſtützung der Badiſchen Staats⸗ regierung, durch gemeinſame Verhandlungen in Berlin. Eine Abordnung, beſtehend aus Vertretern dieſer Regie⸗ rung und der Badiſchen Staatsforſtverwoltung, gleichzeitig auch der ſonſt intereſſierten Waldbeſitzer, des Holzinter⸗ eſſentenvereins und ſeines Berliner Spitzen verbandes, er⸗ örterten ſowohl im Auswärtigen Amt, als auch in dem zuſtändigen Reichminiſterium für Ernährung und Land⸗ wirtſchaft die erforderlichen Schutzmaßnahmen. Die Reichsregierung, die bereits gegen die franzßſiſche Moßnahme, als mit dem deutſch⸗franzöſiſchen Handelsver⸗ trag nicht in Einklang ſtehen, Einſpruch erhoben hat, wird es an nichts ſehlen laſſen, um tragbore Zuſtände für den Heutſch⸗franzöſiſchen Holz⸗Handelsverkehr wieder herzuſtellen. Insbeſondere wird verſucht werden, der Sperr⸗ maäßnahme die größte Härte durch Einwirkung der nach⸗ träglichen Einfuhrzulaſſung für an der Grenze feſtgehol⸗ tene Holzſendungen und durch die Schaffung der Möglich⸗ keit zur Abwicklung der bei Erlaß des Dekretes beretts ſeſt cbgeſchloſſenen Lieferungs verträge zu nehmen. Darüber hinaus wird eine gerechte und den tatſächlichen Verhältniſſen entſprechende Feſtſetzung der deutſchen Kon⸗ tingentmengen angeſtrebt. Die weitere Entwicklung fol, wie wir hören, ſich vorausſichtlich in Zuſammenhang mit den bekanntlich geplonten deutſch⸗froanzöſiſchen Wirtſchafts⸗ verhandlungen, bei denen dann auch die Sachverſtändigen der Holzwirtſchaft unmittelbar zu Worte kommen werden, vollziehen. tiche—2; Kohlrabi—4; Anfuhr und Abſatz gut. * Schifferſtadter Gemüſeanktion v. 28. 9. Aepfel Birnen —12; Pfirſiche 10; Quitten 10; Nüſſe 15; W 1 1,10 bis 1,25; Rotkohl—2,5 und 1; Wirſing 1,52% tten 4 2; Spinat 10—16; Erbſen 1022; Bohnen 1922 Zwiebel! 3,5; Tomaten—10 und—4; Rosenkohl 20 und 16417; Blumenkohl 28—36, 15—22 und—7; Kopfſellerie 16—17, 12—14 und—5; Kopfſalat—6; Endivienſalot—8; Ret⸗ Frachtenmarkt Duisburg⸗Ruhrort- 28. Sept Die Nachfrage nach Kahnraum war heute wieder ſehr gering. Die Talfrachten notierten unverändert mit 60 bis 75 Pfg. nach Rotterdam ab hier bezw. ab Kanal und.10% bis.25/ nach Antwerpen⸗Gent einſchl. Schleppen. Die Bergfracht wurde mit 60 Pfg. ab hier Baſis Mannheim notiert. Der Bergſchlepplohn iſt nach wie vor 90 Pfg. bis 1„ nach Mannheim. Der Talſchlepplohn beträgt 6½ Pfg. für größere beladene Kähne ab hier nach Rotterdam. * Berliner Metall⸗Notierungen vom 28. Sept.(Eig. Dr.] Elektrolytkupfer(wirebars) 75,75% für 100 Kg. Raffinadekupfer, lveo 61,50—63,50; Standardkupfer, loco 5859,50; Standard⸗Blei 21,50— 23,50; Original⸗Hütten⸗ Aluminium 98.—99proßz. in Blöcken 170; desgl. in Walz⸗ oder Drahtbarren 174; Banka⸗, Straits, Auſtralzinn en E p. engl. To.) 233; Reinnickel 98—99proz. 350; Antimon⸗ 0 46—48; Silber i. Borr. ca. 1000 fein per Kg. — „Verminderung des Vorſtandes bei der Gutehoffnungs⸗ hütte Ach. Oberhauſen. Wie die Verwaltung der Geh mitteilt, werden in Würdigung der äußerſt ſchwierigen Lage der geſamten Schwerinduſtrie bei der Gutehoſſnungs⸗ 1 hütte teils auf eigenen Antrag, teils in freundſchaſtlicher Verſtändigung drei Mitglieder des Vorſtandes und eine größere Anzahl von höheren und oberen Beamten aus der Verwaltung und den Betrieben in den Ruheſtand treten. Soweit das Ausſcheiden dieſer Herren nicht ſchon in den letzten Wochen erfolgte, wird bieſes zum 1. Oktober 1931 doͤer im Laufe des nächſten Jahres geſchehen. a * Auswirkung der Londoner Ereigniſſe auf die rumänf⸗ f abend beſchloſßez 5 ang Me * * 19 — men mark reiſen nder welche auf⸗ le des gliches 50 auf Tages biſchen terung r trat rhand⸗ gebnis ning ſeführ⸗ n von J bloßen Gold ſeine te, die einzu⸗ erden. dem tz ent⸗ Leite n mi 1. auch ie von ſetzes⸗ den. ührern tit den hätten. nmung ein⸗ it den Des in, be⸗ 8 von Durch dem kungs⸗ mmen. emäni⸗ begin⸗ Shäfen e ver⸗ ht ge⸗ Kurs⸗ ie Ge⸗ te ab⸗ en ſich tional⸗ zeſtern . npaun, lionen t, fer⸗ Depo⸗ Truſt tional entral Jex uger er det geben. eit be⸗ u dem ntwor⸗ nbörfe 1 4 tures-⸗- einem 8 zu⸗ Deben⸗ hwedi⸗ tures⸗ er da⸗ n die a ri⸗ äiſchen hwedi⸗ Um Toll⸗ tures⸗ ameri⸗ pating Krone Krone tungs⸗ G09 8 erigen ungs⸗ klicher eine is der kreten. n den 1931 Dienstag, 29. September 1931 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 449 Ein ganz Schlauer * Mainz, 28. Sept. Der vorbeſtrafte 44jährige Landwirt Karl Weber 2 aus Grolsheim hatte bei der Staatsanwaltſchaft einen Vollziehungs⸗ beamten beſchuldigt, einen Betrag von Mark 50.— unterſchlagen und weiterhin Hausfriedensbruch ver⸗ übt zu haben. Als die Staatsanwaltſchaft die Sache nachprüfte, ſtellte ſich heraus, daß der Landwirt Weber eine Quittung des Vollziehungsbeamten aus dem Jahre 1929 in 1930 umgefälſcht hatte. Nun wurde der Landwirt wegen ſchwerer Urkunden⸗ fälſchung und Betrugsverſuchs angeklagt, während die Anzeige gegen den Vollziehungsbeamten als grundlos abgewieſen wurde. Das Bezirksſchöffen⸗ gericht hatte den„ganz Schlauen“ zu ſechs Wochen Gefängnis verurteilt und ihm bei Zahlung von einer Geldbuße von 100 Mark eine fünfjährige Be⸗ währungsfriſt zugebilligt. Gegen dieſes Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt, die geſtern von der Großen Strafkammer koſtenfällig abgewieſen wurde. Selbſtmord wegen verſchmähter Liebe * St. Ingbert, 28. Sept. Am Samstag wurde im Hochwald zwiſchen St. Ingbert und Schnappach unweit des Rothellſchachtes die Leiche eines zunächſt unbekannten Mannes im Alter von 25 Jahren aufgefunden. Der ganze Kör⸗ per wies ſchwere Brandwunden auf, die Kleidung war faſt vollſtändig verkohlt. Etwa vier Meter von der Leiche entfernt lagen zwei leere Oelkannen mit der Aufſchrift„Mobilöl“, wie ſolche Kannen im Kraft⸗ wagenbetrieb Verwendung finden, des weiteren zwei angebrannte Streichhölzer und eine gefüllte Streich⸗ holzſchachtel. Alle Anzeichen ſprachen dafür, daß der Mann den Verbrennungstod durch Verwendung von Benzin geſtorben war. Vorgefundene Spuren ange⸗ kohlten Laubes ließen erkennen, daß er von der Stelle der Inbrandſetzung bis zur Fundſtelle breun⸗ nend noch etwa 12 Meter zurückgelegt hat. Durch angeſtellte Erhebungen konnte der unbekannte Tote als der arbeitslos geweſene Schloſſer Robert Neu⸗ rohr aus Friedrichstal einwandfrei feſtgeſtellt wer⸗ den. Einem übermittelten Abſchiedsbrief zu⸗ folge, in dem der Mann dieſe fürchterliche Art des Freitodes ſogar mitteilte, hat verſchmähte Liebe den Unglücklichen in den Tod getrieben. * * Billigheim, 29. Sept. Der Gemeinderat ſprach ſich mit 7 gegen 3 Stimmen gegen die Abhaltung des diesjährigen Purzelmarktes aus, ſtellte es jedoch dem Purzelmarktverein anheim, das Purzelfeſt am „Dienstag nach Gallus abzuhalten, falls die Finan⸗ zierung ohne Gemeindezuſchuß möglich iſt. Vom Michnelistag zum Oktober 25 Der heutige Michaelistag leitet vom September hinüber in den Oktober, vom Spätſommer hinüber in den Herbſt. Ueber die kahlen Stoppeln weht ſchon ein ſehr kühles Lüftchen. Reif und Schnee haben ſich ſchon angezeigt. Früh ſchon färbt ſich der Wald, ehe noch der„Altweiberſommer“ über Land fliegt. In dieſer Zeit der Wende zwiſchen Sommer und Herbſt hielten unſere Vorfahren die Thinge ab, die Volks⸗ verſammlungen, in denen Recht und Urteil geſpro⸗ chen und alle Streitigkeiten der vergangenen Mo⸗ nate beigelegt wurden. Als Abſchluß der Sommer⸗ und Erntezeit ſpielte der Michaelistag im Wirtſchaftsjahre des Land⸗ mannes eine gewiſſe Rolle.„Faſtnacht wird der Pflug aus dem Stalle gezogen, Michaelis wieder in den Stall“, lautet ein altes Bauernſprichwort, d. h. die Saat muß im Boden liegen; Arbeit mit dem Pfluge gibts deswegen noch genug und Arbeit im Felde erſt recht, trotz der kürzer gewordenen Tage. Aber zur Bewältigung dieſer noch vorzunehmenden Erntearbeit bedarf es nicht mehr ſo vieler Hände. Darum konnte am Michaelistag ein Teil der Ar⸗ beitskräfte ſein Bündel ſchnüren und anderswo Stellung ſuchen. Darum ward Michaeli der Bün⸗ delis tag genannt. Als Lostag für die kommenden Monate wird der Michaelistag genau beobachtet und dement⸗ ſprechend ſind auch die Bauernſprüche. Einen können wir in dieſem Jahr ſtreichen. Er heißt: Sind Zugvögel nach Michaelis noch hier, Haben bis Weihnachten lind Wetter wir. Sie ſind fortgezogen. Zwar tummelten ſich vor zwei Wochen noch einige Schwalben über dem Waſſer, aber der Mangel an Inſekten trieb ſie als die letzten nach Süden. Nun tritt der Oktober in ſein Recht, der Monat, in dem der Landmann ſchon manchmal ſeine dicken Fäuſtlinge zur Arbeit heranholt. Oktoberhimmel ohne Sterne Hat warme Oefen gerne. * Iſt recht rauh der Haſe, Dann frierſt du bald an die Naſe. dr Halten die Krähen Konvivium, Dann ſieh nach Feuerholz dich um. * Scharren die Mäuſe tief ſich ein, Wird's ein harter Winter ſein. Durch Oktobermücken Laß dich nicht berücken. 1. Als hervorragende Lostage im Oktober gelten der Gallustag und der Tag Simon Judä. Auf Sankt Gall— bleibt die Kuh im Stall. * Am heiligen Gallus Der Apfel in den Sack muß. . Auf Sankt Galles Soll daheim ſein alles. * Sankt Gallen— läßt den Schnee fallen. age Wenn zu uns Simon und Judas(28. Okt.) wandeln, Wollen ſie mit dem Winter handeln. de Wenn Simon Judä ſchaut, Pflanze Bäume, ſchneide Kraut. Um Simon Judä hebt die Peitſchen auf, ſucht die Handſchuhe hervor! Da ſind die Felder leer gemacht; deshalb: An Sankt Simon und Judä Die Feldhüter aus der Bude. 8. Der verräteriſche Fingeraboruck Zwei Jahre Zuchthaus für einen Einbruch Ein ſchwerer Junge iſt der 29 Jahre alte Schloſſer Wilhelm Karl Bunge aus Bitterfeld. Schon mit 14 Jahren wurde er wegen Diebſtahls beſtraft, bis jetzt zehn Mal. Während er in Leipzig wegen eines Ladendiebſtahls in Unterſuchungshaft ſaß, wurde er von der Staatsanwaltſchaft Heidelberg wegen eines Einbruches in Wieblingen, der in der Nacht zum 19. Oktober ausgeführt worden war, aus⸗ geſchrieben. Die einzige Spur fand ſich an einer Keksſchachtel. Für dieſe Spur wurde dann das Landespolizeiamt Karlsruhe intereſſtert, das dann aus Sachſen die Mitteilung erhielt, daß der Finger⸗ abdruck von Bunge ſtammt. Bunge beſtritt am 1. Juli vor dem Einzelrichter in Heidelberg den Dieh⸗ ſtahl, obwohl Polizeirat Riedinger⸗Karlsruhe in ſeinem Gutachten zu dem unbedingten Schluß kam, daß Bunge der Täter beſtimmt geweſen ſei. Der Einzelrichter beſtrafte Bunge wegen ſchweren Dieb⸗ ſtahls im wiederholten Rückfall zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverluſt. Der Verurteilte legte Berufung ein und machte geltend, daß er früher einmal von ſich einen Fingerabdruck genommen und davon Kliſchees hergeſtellt habe. Eines dieſer Kliſchees könne vielleicht in anbere Hände gekommen und zum Zwecke der Irreführung verwendet worden ſein. Er fand dafür keinen Glau⸗ ben. Der in der Daktyloſkopie gut bewanderte Bunge vermochte auch mit weiteren Einwänden nicht durchzudringen. Der Staatsanwalt ſah in ihm einen ſchweren Jungen, der keine Milde verdiene. Das Gericht hielt ſchon eine zweijährige Zuchthausſtrafe für eine ausreichende Sühne und erkannte ſo. Die Ehrenrechte wurden für die gleiche Dauer aber⸗ kannt. Bunge hat ſich jetzt noch vor mehreren Ge⸗ richten wegen ähnlicher Dinge zu verantworten. * * Wiesloch, 28. Sept. Das bad. Unterrichtsmini⸗ ſterium hat auf Grund des Spargutachtens den Abbau der beiden Oberklaſſen der Ober⸗ realſchule Wiesloch verfügt. Damit hört die Oberrealſchule Wiesloch nach kaum zweifährigem Beſtehen auf, Vollanſtalt zu ſein. ages halecicles Dienstag, 29. September Nationaltheater:„Scherz, Satire, Jronie und tiefere Be⸗ deutung“, Luſtſpiel von Chr. Dietrich Grabbe, für den Bühnenvolksbund, Anfang 20 Uhr. Planetarium: 15 und 16 Uhr Beſichtigungen. Muſikaliſche Akademie: Erſtes Konzert mit Dr. Richard Strauß als Gaſtdirigent, im Muſenſaal, 20 Uhr. Pavillon Kaiſer: Geſellſchaftstonz und Kabaretteinlagen ab 20.30 Uhr. Palaſthotel: Tanztee 20.30 Uhr. Flugplatzkaſino: Tanztee ab 16 Uhr und abends. Pfalzban⸗Kaffee: Tanztee ab 17 Uhr, Konzert und Tanz ab 20 Uhr. Autobusausflug zur Pfälzer Weinleſe 14 Uhr, ab Parade⸗ platz. Adlers Motorboot⸗Fahrten: Tägliche Hofenrundfahrten, vorm. 10 Uhr, nachmittags 15 und 17 Uhr ob Landeplatz Friedrichsbrücke. Lichtſpiele: Glorio⸗Palaſt:„Die luſtigen Weiber von Wien“.— Roxy⸗ Theater:„Salto Mortole“.— Univerſum:„Die Schlacht von Bademünde“.— Schauburg:„Wir ſchalten um auf Hollywodd“. Palaſt⸗ Theater:„Nie wieder Liebe“.— Scala⸗ Theater:„Kaiſerliebchen“. Alhambra: „Douaumont“.— Capitol:„Der Zinker“. Sehens würdigkeiten: Städt. Schloßmuſenm: Geöffnet täglich von 10—18 Uhr und 15—17 Uhr; 1 von 11—17 Uhr. Ausſtellung: „Deutſche Dichter als Maler und Zeichner“. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeng⸗ hans: Sonntag vormittags von 11—13 Uhr und nachmittags von 15—17 Uhr; Dienstags 15—17 Uhr; Mittwochs 18—17 Uhr; Freitags 17—19 Uhr.— Städtiſche Kunſthalle: Geöff⸗ net von 10—18 Uhr und 15—17 Uhr. D Carl Halter Mannheim, Berlin, den 28. Sept. 1931 Karl Ladenburgstr. 3 In tiefer Trauer: Hans Halter Dr. Herbert Halter Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, meinen innigstgeliebten Mann, unseren herzens- guten Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Herrn Direkior des Verein deuischer Oelfabriken infolge eines Herzschlages im Alter von 64 Jahren unerwartet zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Maria Halter geb. Schilling Kerl Scheurer i LUlse Scheurer geb. Weisser Verrnehlfe NMeorhelrn, 20. Sepfernber 1031 Von der Reise zuruck! Lotte Wolff Kosmet. Spezlalistin Mollstraße 32, b. Seelberg el. 42337 2 FFF von der Leichenhalle aus statt Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3% Uhr 201 . faber Abellande-VO NINA Mittwoch, 30. Sept., 20 Uhr 13074 im Nibelungensaal des Städt. Rosengarten 8 Redner: P. J. G. Balzereit, Magdeburg Wie und wodurch ist die Not der Erde Jodes-Anzeige Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Heinrich Eiermann heute früh nach kurzem schwerem Leiden Sanft entschlafen ist. Mannheim(B 1,), den 28. September 1931. Familie Wolf und Menschheit entstanden? 1 70 add werden? 1 0. 8 Me und fon nem kommt die Hllfe? Kommen Sie] Hören Sie den Bibelforscher vortrag! Bitte nicht rauchen! Eintritt frei! Internationale Bibelforscher-Vereinigung. Die natürliche Form der Büste tritt in Er- scheinung durch die Einwirkung des den Leib zurückhaltenden Feuerbestattung: Mittwoch, den 30. Septbr. 1931 nachmittags ½4 Uhr. mice Fetanntmachungen Die Bekämpfung der Maul⸗ und Klanenſeuche. Die am 27. Auguſt 1931 bezüglich der Rind⸗ viehbeſtände der Landwirte Karl und Theodor Treiber in Scharhof angeordneten Sperrmaß⸗ nahmen werden hiermit aufgehoben. 8 Mannheim, den 26. September 1931. Bad. Bezirksamt— Abt. IV. Ant. Toröftentichungen der Stadt Maunneim Obſtverſteigerung auf der Reißinſel gegen . Zwangsver steigerung Dienstag 29. Septbr. 1931, nachm..00 Uhr werde ich im hieſigen Pfandlokal, bare im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: Hobelbänke, 1 Piano, Schreibmaſchine, ver⸗ ſchiedene Möbel u. a. Mannheim. 28. 9. 31 &berest- Forseſeite ö Allein-Verkauf für Mannheim: Norsetten uns Kein Denninger 0 2 Qu 6, 2. Zahlung am Mittwoch, den 30. September, 9 Uhr, gegen Guggolz. Gerichts⸗ e Zuſammenkunft beim Eingang zur vollzieher. 7119 p 2, 1. Reißinſel am n 20 3 Hochbauamt, Abt. arten verwaltung. Nichtraucher Morgen früh auf der Freibank Kuhſieiſg, a e ee Aue —— kunft koſtenl. Saui⸗ Zwangs versteigerung 276 B. tas⸗Depot. Halle a. S. V4 Spiel- u. Werkstube Mittwoch, den 30. Septbr. 1931, nachm. 2 Uhr werde ich im hieſigen Pfandlokal Qu 6. 2 gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: Ladentheken bete 4 5 Partie Samen, 1 Nähmaſchine, Bettbezüge, 1 Pelzmantel mit Oppoſumkragen, 1 Standuhr. 1 Klavier.— Ferner nachm. 3 Uhr, Sandgewann 73: 1 Wohn⸗ aus; nachm. 4 Uhr, Sandgewann 64: 1 Wohn⸗ 1 Ferner hieran anſchließend Maunheimer⸗ ſtraße 94: 1 Kaſſenſchrank, verſchied. Büromöbel, 1 Rohölmotor, Geleiſe, Drahtſeile und Verſchied. 18 100 Heizmann, Gerichts vollzieher. Dlissee Rücke 2 Mk. an Sohmale Plissee Meter 20 plg. an Stoffknüpfe g Hohlsaum und Kanten Meter 25 Pig. 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Annähernd 700 Zuſchauer füllten den im neuen Brauhaus und ſpendeten ſtarken Beifall, als die beiden repräſentativen Ländermannſchaften ein⸗ zogen und im Ring Aufſtellung nahmen. Den Kampf⸗ ſtaffeln, in ſondere aber den Saarländern wurde durch den Vorf en K vom Vfk Schifferſtadt, Bürger⸗ meiſter Iſſelhardt hifferſtadt und durch den Vertreter der Kreisleitung von Baden⸗Pfalz eine herzliche Be⸗ grüßung ei wobei die Mannſchaftsführer Blumen⸗ gebinde en und mit dem Sportruf ihre Freude über den her; Empfang zum Ausdruck brachten. Die b pfä che Mannſchaft konnte ihre Erfolgs⸗ ſerie mit neuen glänzenden Sieg fortſetzen. Die Saarlandmannſchaft, welche im Juni dieſes Jahres in elbexbach eine ſchwere Niederlage von:13 hinnehmen „wurde nunmehr auch beim Rückkampf mit dem Re⸗ ot von:11 Punkten hoch geſchlagen, obwohl auch dieſes Treffen von der badiſch⸗pfälziſchen Vertretung nicht in ſtärkſter Beſetzung beſtritten wurde. Der Verlauf der Kämpfe, die ein gigantiſches Ringen um den Sieg brachten, ſtellte alle Beſucher vollauf zufrie⸗ den. Die badiſch⸗pfälziſche Staffel erwies ſich bis auf das Schwergewicht und Fliegengewicht an Technik und Durch⸗ ſchlagskraft der Gäſtemannſchaft überlegen. Von der Härte der Treffen zeugt am beſten der Umſtand, daß nicht weniger wie fünf der acht Kämpfe durch k. o. oder Aufgabe ent⸗ ſchieden wurden. Prächtige Leiſtungen ſah man von Lu tz, der nach längerer Pauſe erſtmals wieder kämpfte, von Bahr und Hanoſchuh, alle drei vom Vfͤ 86 Mann⸗ heim. Aber auch Kahrman n⸗Germania Karlsruhe und Tröbliger⸗Vſck Schifferſtadt zeigten eine blendende Arbeit, während Wagner 1⸗Pfch Schifferſtadt und Kopf⸗ Germania Karlsruhe nicht zu überzeugen vermochten. Auf der Gege eite war es vor allem der deutſche Schwer⸗ gewichtsmeiſter Lei s⸗ Mittelbexbach, der ſein fabelhaftes Können leider nur zu kurz demonſtrierte, da ſein gewiß nicht ſchlechter Gegner Fehr bereits nach dem zweiten Schlagwechſel k. o. auf den Planken lag. Sehr gut ge⸗ fallen konnte auch Simon⸗ Neunkirchen, während man bei Kannengießer ⸗Neunkirchen deſſen unheimliche Härte im Geben und Nehmen bewundern mußte. 5 Der Länderkampf war vom Vfek Schifferſtadt muſter⸗ gültig vorbereitet, jedoch der Ring konnte in keiner Weiſe genügen und es war bei dem ungeheueren Temperament der Kämpfer nicht verwunderlich, wenn der Ring zweimal zuſammenfiel. Die Kreisboxwarte Ulmrich⸗ Mannheim und Buß⸗Neunkirchen amtierten als Ringrichter, während Dreſſel und Crezelti für Baden⸗Pfalz und Port und Win⸗ ſtel für Saarland als Punktrichter fungierten. Die Ergebniſſe: Fliegengewicht: Kopf⸗Baden⸗Pfalz— Simon ⸗Saarland. Simon ſchlug weniger, aber um ſo härter als ſein Gegner, der zwar ſtändig angriff, aber auch viel verfehlte. Dennoch hätte Kopf, den man ſchon beſſer geſehen hat, den Punkt⸗ ſieg verdient, zumal er die 1. und 3. Runde klar führte. Man gab aber ein für Simon ſchmeichelhaftes Unentſchie⸗ den.— Bantamgewicht: Tröbliger⸗Baden⸗Pfalz Ar⸗ weiler⸗Saarland. Tröbliger trieb ſeinen meiſtens wild um ſich ſchlagenden Gegner vor ſich her und ſetzte dieſem durch präziſe Treſſer mit der Diſtanz ſchwer zu. Arweiler er⸗ reichte völlig erſchöpft das Ende und überließ Tröbliger einen haushohen Punktſieg.— Federgewicht: Wagner 1⸗ Baden⸗Pfalz— Kannengießer⸗Saarland. In faſt ununter⸗ brochenem Schlagwechſel gingen beide über die Runden. Man vermißte auf beiden Seiten die Deckung. Wagner mußte mehrmals Boden und war ſtark erſchüttert. ſieger Kannengießer. Leichtgewicht: Lutz⸗Baden⸗ Pfalz— Straff darland. Lutz zeigte wieder ſein her⸗ vorragend 8 T Gegner, de t 25 — Hell⸗Saarland o. geſchützt wurde. 28 * tuches en⸗Pfalz er ch⸗ Saarlä e nich zu beſtellen; nach einigen wu tigen S die ung verrieten, gab er bereits in r den au htsloſen Kampf auf. Mittel⸗ gewicht: mann⸗Baden⸗Pfalz— Krauß ⸗ Saarland. Aehnlich erging es hier Krauß, der ebenfalls ſchwer ge⸗ troffen in der 1. Runde den Kampf aufgab.— Halbſchwer⸗ gewicht: Handſchuh⸗Baden⸗Pfalz— Schaan ⸗ Saarland. tecken und des Ringrichters Schaan mußte von Beginn an harte Treff mußte noch in der 1. Runde das„Aus“ über ſich ergehen laſſen. Sieger Handſchuh durch k. o.— Schwergewicht: Fehr⸗Baden⸗Pfalz Leis⸗Saarland. Fehr wehrte ſich anfänglich ſehr tapfer der ſchnellen und wuchtigen Angriffe des Deutſchen Meiſters, mußte dann aber in un⸗ gedeckter Poſition einen harten Kinnhaken einſtecken, der ihn über die Zeit zu Boden legte. Sieger Leis in der 1. Rund durch k. o. In einem Einlagekampf ſiegte Wag⸗ ner 2⸗Schifferſtadbt über Gräske⸗BfK 86 Mannheim nach heftigem agwechſel in der 3. Runde durch deſſen Auf⸗ gabe. Gräßke war weit unter ſeiner ſonſtigen Form. L. O. Rugby-Großkämpfe in Heidelberg Rudergeſellſchaft Turnverein 1846 19:8 Ballſpielklub— Rugbyklub:23 Um den am beteiligten Spielern Ge⸗ legenheit zu geben, auch dem zweiten Verbandstreffen beizuwohnen, hatte man in richtiger Erkenntnis, das erſtere Spiel bereits auf.30 Uhr feſtgeſetzt, obwohl es dem intereſſierenden Publikum eine doppelte Belaſtung an Eintrittsgeld, das erfreulicher Weiſe eine Verbilligung erfahren hat, bringt. Vom ſportlichen Standpunkt aus iſt dieſer Schritt der Zuſamenlegung von Spielen, ſofern ſich die Plätze der beteiligten Vereine in unmittelbarer Nähe befinden, zu begrüßen. Dieſe Art der Zuſammen⸗ legung von Spielen dürfte bei Austragung derſelben dͤtiesſeits und jenſetts des Neckars nicht immer ausführ⸗ bar ſein, weshalb man ſich auf Doppelſpiele auf irgend einem Spielfelde, wobei ſtärkere und ſchwächere Gegner engagiert ſind, einigen ſollte, die das gleiche, wenn nicht günſtigere finanzielle Ergebnis erhoffen. Nachdem die RH am vergangenen Sonntag gegen Neuenheim unterlag, war man auf den Ausgang des heutigen Treffens äußerſt geſpannt. Diesmal präſentierte ſich die RGH⸗Fünfzehn in beſſerer Verfaſſung, wie am vorigen Sonntag. Man konnte ſo recht beobachten, was Können im Verein mit unbeugſamem Willen und Zähig⸗ keit vermag. Das Spiel wurde von Anfang bis Ende, mit einigen Unterbrechungen, ſehr flott, offen und vollkommen kameradſchaftlich durchgeführt. Auch rein techniſch konnte man, obwohl der Turnverein ſtark enttäuſchte, mit dem Gebotenen zufrieden ſein. Technik und Taktik ſiegte hier iber einen Gegner, der bei ſachgemäßer Anleitung noch beſſere Leiſtungen zu bringen vermag. Der ſonſt immer gute Sturm der Turner ließ die Geſchloſſenheit vermiſſen, erſten Kampf Der glyzerinhaltige Kaloderma- Rasierschaum trocknet nicht ein, auch wenn Sie sich noch so langsam und vor- gichtig rasieren müssen. 585 85 N 8 e Myzerinhaltiger Schaum er Veicht das Barthaar rascher N als Wasser und Seife allein. rec tre e e eee ee ee eee e ee eee e ee N e ee d ee eee Glyzerin neutralisiert die Seife und macht ihre Wir⸗ kung besonders mild. 7 FE 2 CCC ES VIEC T Au IIZ ERIN Hue. Unsere Caruntie vergütet vollen Ladenpreis auauglich Portospesen, wenn Raloderma · Rasierseife niclit Ihre Erwartungen übertrifft. Frugen Sie Ihren Lieferanten! K A R 1 5 N U H abzugeben. papier warenbandlung (ſeit 30 Jahren beſtehend) weg. Erkrankung des Inhabers gegen ſehr mäßige Entſchädig. Erleichterte Zahlung nach Ver⸗ einbarung. 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Auch das nachfolgende Verbandsſpiel ſah den Rugby⸗ Amititia in Los Angeles Der Deutſche Ruderverband ſoll, wie uns mitgeteiß wird, beſchloſſen haben, Amicitia Maunheim az deutſche Vertretung für die Olympiſchen Spiele 1932 nach Los Angeles zu entſenden. Wir begrüßen dieſen Beſchluß, da damit wirklich der beſte deutſche Achter, der ſeit Jahren aun der Spitze der europäiſchen Nuberer ſteht, nach Amerika entſandt wird. Erſtes Süddeutſches Jugend⸗ Hockeyturnier des BfR Heilbronn 7 klub in Front. Trotz Abwanderung einiger guter Spieler 5 8 5 b wie Bender, Müller, Leins, Meyer, Schaller uſw. hat der Unter Beteiligung der beſten Jugendmannuchaften Süd⸗ 5 2 E 1 Auch 7 ſiegte[ deutſchlands wurde das zweitägige Turnier zu einem Technik in Verbindung mit Routine über einen Gegner, 3 2 5 8„ Der, Nic He ffr . 5 2 5 1 13 Erf en Veranſtalter. Der VfR Heilbron der wohl von dem beſten Willen beſeelt iſt, ein ſchönes vollen Erfolg für den Beranſtal 1 8 155 255 offenes Spiel vorzuführen, es aber an der nötigen Ge⸗ hat gezeigt, wie man ein ſolches Treffen ohne ee eee ſchloſſenheit und ſyſtemvollen Aktionen fehlen läßt. Rugby⸗ Koſten aufziehen kann, und man darf heute ſchon ſagen, zen güchte bis dn, 00 Verſuche, 580 denen ze. daß dieſes Turnier wohl zu einer dauernden Einrichtung 2 5 Treſfer höht rden. HB lan i 5 3 2 2 K zerſuche zum Treffer erhöht wurden gelang die wird. Die Spiele begannen am Samstag nach⸗ Verwandlung eines Straftrittes Dank beſſerer Zuſammen⸗ arbeit der Klubleute und mit nur 14 Leuten ſpielend, konn⸗ ten dieſelben bis zum Schluſſe noch weitere 10 Punkte er⸗ ringen. Für das am kommenden Sonntag ſtattfindende Main⸗ werden mittag auf den zwei Plätzen des VfR Heilbronn und wur⸗ den Sonntag programmgemäße zu Ende geführt. Samstags fand unter dem Vorſitz des Jugend⸗Obmannes des deutſchen Hockey⸗Bundes, Dr. Lauer ⸗ Heidelberg, Neckar⸗Spiel, das in Heidelberg zum Austrag ge⸗ i 5 5 5 5 2 5 longt, wurde folgende Mannſchaft aufgeſtellt: Bender eine Jugendleiter⸗Beſprechung ſtatt, an die ſich ein Be⸗ Neuenheim, Botzong Rugbyklub, Vogel., Kamm, 10. grüßungsabend reihte, wobei die Jungens durch ein im⸗ ſtere 5 ae 9 80 br 8 MCl Sch 2 HBC N 2 8 3 5 terer Rudergeſ., Plersdorf⸗Loos Re, Schworz., proviſiertes Kabarett zeigten, daß ſie auch auf dem Gebiet Pfiſterer., Mayer RCl., Ziegler⸗Bernhard Turnver⸗ 1 5 Wüſt N. We. ein, Edelmaier, Pfeil, W Hotkenerſolg des VfR Mangßeim Sc 80 Frankfurt— BfR Mannheim 222(:0) Nach einigen Jahren Pauſe ſtanden ſich am Sonntag in Frankfurt erſtmals wieder FC 80 und der VfR Mannheim mit ihren erſten Herrenmannſchaften gegenüber. Die Frankfurter, die ſeit vielen Jahren zu den unbedingt führenden Vereinen Süddeutſchlands zählen, waren bis auf Theo Haag mit ſtärkſter Mannſchaft angetreten. Die Begegnung brachte beiderſeits ſehr gute Leiſtungen und wurde zu einem wirklich ſchönen Spiel Die Frankfurter fanden ſich ſogleich gut zuſammen und konnten bei ſonſt ungewohnter Unſicherheit der Mannheimer Verteidigung zu einer ganzen Reihe guter Chancen kommen und auch durch Euler in Führung gehen. Die Platzherren waren auch nach Wechſel ſofort wieder ſtark im Angriff, zumal die Gäſteverteibigung ihre Bälle zu lange hielt. Nach 10 Minuten waren die 8her im Anſchluß an eine Strafecke zum zweiten Male erfolgreich. Jetzt fanden ſich aber die Raſenſpieler immer beſſer zuſammen, ſodaß Frankfurt zeit⸗ weiſe ſtark zurückgedrängt wurde. Eine Vorlage von Heiler verwandelt Ehriſtophel zum erſten Gegentreffer. Dann beendet Heiler einen Alleingang mit ſcharfem Latten⸗ ſchuß; Chriſtophel iſt ſofort zur Stelle und kann den Aus⸗ gleich erztelen. Bis Schluß haben die Gäſte noch mehr vom Spiel ohne aber nochmals erfolgreich ſein zu können. Frankfurt bot eine ſehr gute Leiſtung. Henke im Tor rettete wiederholt ganz ausgezeichnet. In der Verteidi⸗ gung überragte Kohmann;; Hamburger zeigte in der Läu⸗ ferreihe gute Ueberſicht, wenn er auch Theo Haag nicht ganz erſetzen konnte. Die Mannheimer gefielen in Frankfurt außerordentlich gut. Die Elf zeigte vor allem nach der Pauſe ſehr gute Leiſtungen und fand ſich nach einer Um⸗ ſtellung im Sturm ausgezeichnet zuſammen. Schwach blieb lediglich der Rechtsaußen, dem man die längere Ruhepauſe ſichtlich anmerkte. Im Spiel der 1b⸗Mannſchaften ſiegte Frankfurt mit:2 Toren nach gleichfalls recht intereſſantem und wechſelvollem Spiel. b. ufe Mittelſtraße 24, III Kauf- Gesuche unter P 2 89 an die Geſchäftsſtelle d. Bl. der Unterhaltung auf der Höhe ſind. Von den hieſigen Klubs nahmen an dem Turnier VfR und TVM 1846 teil. Die weitaus beſte Leiſtung zeigte der Nachwuchs des Hockey⸗Club Heidelberg, deſſen Mannſchafts⸗ ſpiel von keinem der Gegner erreicht wurde. An zweiter Stelle ſind zuſammen VfR Heilbronn und§c⸗Ludwigs⸗ hafen zu nennen; bei dem Spiel unſerer Stadtnachbarn bemerkte man eine gute Stürmerleiſtung. Die Ergebniſſe: VB Stuttgart— TV Pforzheim:1, Vfk Mannheim gegen Kickers Stuttgart:2, PSV Stuttgart— RC Pforz⸗ heim:0, Tßc Ludwigshafen— Ré Pforzheim:0, T 1846 Mannheim—TW Pforzheim:0, VfR Heilbronn— VfR Mannheim:0, TG Heidelberg— PSV Stuttgart 20, Jahn⸗München— VfR Heilbronn:4, TV 1846— K Stuttgart:2, HE Heidelberg— JG Frankfurt:2, Tec Ludwigshafen— VfB Stuttgart:1, SC Stuttgart— To Heidelberg 210, AB Bruchſal— PSV Stuttgart 20, Kickers Würzburg— Kickers Stuttgart:2, TB Bruchſal— KSV Stuttgart 31, HC Heidelberg— VfR Heilbronn 50. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat September — Rhein⸗Pegel 24. 25. 26 28. 20.[Neckar⸗Pegel 25. 26. 28 28. ſel 1 20 1,151 06/0.970.9 1 Schaft tafel 180.70 1511.0 5 Mannheim 440400 99051 Kehl.25 3,20.14 3,05 3,0 Jagſtfeld...374.281.89%5 Maxau.01,.90.90 4, 77.4 70J Heilbronn.. 3,88.83320 Mannheim..10.10 4,01.80.72] Plochingen.. 0,60, Caub 2788.85 2,882.89.52 ö 0 Köln.85.77.78.62.58 0 Chefredakteur: Kurt Fiſcher Merantwortlich für Politik: H. A. Meißner- Feuilleton: Dr. Stefan Kayſer Kommunalpolitik u. Lokales: Richard Schönfelder Sport u. Bermiſchtess Willy Müller- Handelskeil: i. V. Franz Kircher— Gericht u. alles übrige: Franz Kircher⸗ Anzeigen u. geſchäftl. Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim- Herausgeber Drucker und Berleger: Druckerei Dr. Haas. 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