10 10 7 — 1 tte le be- e Aus- schöne Teisen kannte Arma —+ * Drahtbericht unſe Einzelpreis 7 0 Pf. Beingspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM 83.—, in 2 2 Anzeigenpreiſe: 4 breite auſeren Geſchäftsſtellen abgebolt RM.50, durch die Poſt RM.— am elmer cnera 4 II 4 41 Colonelzeile; Freite Zeile. zuzüglich Zuſtelggebühr— Abholſtellen Waldhofſtraße 6, Für im enhelts⸗Anzeigen Kronprinzenſtraße 42. Schwetzingerſtraße 19/20 Meerfeldſtraße 18, beſondel 242 535 Erſcheinen von de Frledrichſtraße 4 Fe Hauptſtraße 68, W Oppauer Straße 8, Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-8. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Anzeigen Zionderen Plätzen und für 8e Luiſenſtraze. Erſcheinungsweiſe wöchentlich 1? mal Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm Adreſſe: Nemazeit Maunheim telephoniſch 2— Gerichtsſtand Mannheim. Morgen Ausgabe ————— Montag, 2. November 1031 142. Jahrgang Nr. 507 rüſtungspauſe hat begonnen Die Antworten auf den italienischen Vorſchlag eines Rüſtungsfeierjahres- Deutſchland ſtimmt zu Viele Antworten mit Vorbehalt Fast 24 Milliarden Auslandsberſchuldung Die Zuſtimmungs-Erklärungen Telegraphiſche Meldung. 1= Genf, 1. Nov. Am 1. November beginnt die Rüſtungspauſe, dle die Septemberverſammlung des Völkerbundes anf Grandis Antrag eines Rüſtungsfeierjahres, nuch eingehender tiſtungsausſchuß der Vollverſammlung beſchloſſen hal. Die Regierungen werden erſucht, bis zum 1, November 1931 zu erklären, ob ſie bereit ſeien, einen Rüſtungsſtillſtand für die Dauer eines Jahres anzunehmen. Bis zum 31. Oktober abends haben folgende Staa⸗ len dem Rüſtungsſtillſtand zu geſti mmt: Luxemburg, Aegypten, Rußland, Albanien, die Schweiz, Japan, Spanien, Lettland, Tſchechoſlowakei, Chile, Belgien, Holland, Neuſeeland, Auſtralien, Dänemark, Italien und die Vereinigten Staaten von Amerika. Faſt alle Regierungen weiſen in ihrer Antwortnote auf die Vorbehalte hin, unter denen ſie den Rüſtungsſtillſtand auneh⸗ nen; ſp erklären z. B. die Schweiz, Japan, Lettland, Belgien ausdrücklich, daß ihre Zuſtimmung nur für den Fall gelte, daß auch ihre Nachbarſtaaten ben Rüſtungsſtillſtand annähmen. Die deutſche Antwort Berlin, 1. Nov. Die deutſche Regierung hat am Samstag dem in ſeinet urſprünglichen Faſſung von Graudi herrüh⸗ zenden Völkerbundsvorſchlag eines Rüſtungsfeier⸗ lahres zugeſtimmt. Der Wortlaut der deutſchen Mole wird veröffentlicht, wenn ſie beim General⸗ ſelretarſat des Völkerbundes eingetroffen iſt, alſo im Laufe des Montag. Zu derſelben Friſt bürſte, wie wir annehmen möchten, auch ſonſt die beutſche Regierung Gelegenheit nehmen, ſich über ihre Gründe und Vorbehalte in äußern. Zwei von dieſen Gründen ſind mit Händen zu greifen: Deutſchland konnte bei der ge⸗ genwärtigen außenpolitiſchen Konſtellation einer An⸗ legung ſich nicht gut verſagen, die von Italien kam. Zum andern aber ging es nicht an, daß Deutſchland in einem Augenblick, wo nahezu alle anderen Mächte, Frankreich mit eingeſchloſſen, wenn auch mit noch ſo vielen Vorbehalten, dem Rüſtungs⸗ feerſahr zuſtimmten, allein die ſpröde Schöne ſpielte. Wir hätten damit der uns abgünſtigen Propaganda nur zu leichten und zu billigen Agitationsſtoff ge⸗ liefert. DlesBorkriegs vergangenheit bot und hietet in der Beziehung warnende Beiſpiele. Daß Deutſchland ſich weigerte, weil es ehrlicher war als die andern, die Friedensgeſte der vom zweiten Mkolaus angeregten Haager Konferenzen mitzu⸗ machen, hat uns zuerſt das giftige und vernichtende Etikett der Kriegslüſternheit angeheftet. Das hin⸗ dert nicht feſtzuſtellen, daß dieſe feierliche Zuſtim⸗ mung des abgerüſteten und dauernd unter der Kon⸗ trolle ſtehenden Deutſchlands zu dem Rüſtungsfeier⸗ lahr eine Phraſe ohne Inhalt iſt. Für das entmachtete Deutſchland ſind die zwölf Jahre ſeit dem Verſailler Diktat ohne⸗ hin ſamt und ſonders Feierjahr der Rüſtung : geweſen. f Auch das letzte Jahr noch, in dem wir die Ueber⸗ bleibſel der Küſtriner Befeſtigungen, die niemanden bedrohen und uns ſelber nicht ſchützen konnten, auf Frankreichs Geheiß niederreißen mußten. 5 Für die Staaten freilich, die aus ſouveräner achtvollkommenheit über Art und Ure⸗ lung uhrer Rüſtungen beſtimmen können, hat die dom Völkerbund befürwortete Rüſtungspaufe einen Sinn. Aber auch da iſt ihre praktiſche Bedeutung licht gergde überſchwenglich. In dem erläuternden Lericht des dritten Ausſchuſſes, der im September lleichzeitig mit der Entſchließung von der Völker⸗ kun verſammlung angenommen wurde, iſt aus⸗ rücklich feſtgeſtellt worden, daß die„normale erwirklichung der geſetzlichen Beſtimmungen über gie Heeresſtärke, die regelmäßige Ausbildung r Truppen, über die Erneuerung von Kriegs⸗ material und Befeſtigungen“ dem Grundſatz der üſtungspauſe nicht zuwider lauſen wür⸗ en. Bereitz begonnene oder bewilligte Kriegs⸗ ſchifſbauten 3. B. werden auch im Rüſtungsfeierjahr weiter geführt werden dürfen. Woraus folgt, daß „auch das Deutſche Reich ſeine paar Schiffsneubauten nicht zu unterbrechen haben wird, ſofern es ihm die anzlage einigermaßen geſtattet. a und bewegter Debatte im Ab⸗ res Berliner Büros Aus dem Stillhalteausſchuß Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin. 1. November. Der ſog.„Stillhalteausſchuß“ des Wirtſchaftsbei⸗ rats hat geſtern nach mehrſtündiger Sitzung ſeine Beratungen abgebrochen. Die Arbeiten dieſes Gre⸗ miums dürften ſich noch einige Tage hinziehen, da man vermutlich wird abwarten wollen, welche Ergebniſſe die Unterhaltung Laval Hoeſch bringt. Der Ausſchuß hat, wie ſich ja ohne weiteres ergibt, die Aufgabe, das Material für einen Zinszahlungs⸗ und Tilgungsplan bereitzuſtel⸗ len, der nach Ablauf des Stillhalteabkommens am J. März in Wirkung geſetzt werden könnte und der in den bevorſtehenden Beſprechungen mit Frankreich ja wohl noch eine ſehr erhebliche Rolle ſpielen wird. Es handelt ſich darum, die nach der Entwicklung un⸗ ſeres Außenhandels zu erwartenden Deviſen⸗ eingänge mit unſeren geſamten Verpflichtungen in Einklang zu bringen, da Barzahlungen an das Aus⸗ land naturgemäß an das Maß der eingehenden De⸗ viſen gebunden ſind. In dem Zuſammenhang iſt die Frage von Be⸗ deutung, wie groß die a Höhe der deutſchen Auslandsverſchuldung iſt, Nach den neueſten Berechnungen der maßgeben⸗ den Stellen beläuft ſie ſich, einſchließlich der aus⸗ ländiſchen Beteiligungen, insgeſamt auf rund 23 bis 24 Millarden. Die Bemühungen der Reichs⸗ regierung werden alſo dahin gehen, zu erreichen, daß die deutſchen Zahlungsverpflichtungen guf einen den vorhandenen Mitteln entſprechenden Modus feſtgeſetzt werden. Das iſt, wie man in der Wilhelm⸗ ſtraße mit Recht betont, das zunächſt dringlichſte Problem und deswegen hat man auch einen durch Bankſachverſtändige ergänzten beſonderen, Ausſchuß mit ſeiner Löſung betraut. 5 Es iſt, ſelbſtverſtändlich, daß die Bearbeitung der Neparationsfrage f nicht vernachläſſigt wird, wenn im Augenblick auch die Stillhalteangelegenheit noch im Vordergrund ſteht. Der deutſche Botſchafter v. Hoeſch, der auch zu den Beſprechungen des Ausſchuſſes hinzugezogen worden iſt, hatte im Lauf des Tages wiederholt Unterredungen mit dem Reichskanzler und dem Staatsſekretär v. Bülow. Zwiſchendurch hat Dr. Brüning auch den amerikaniſchen und eng⸗ liſchen Botſchafter empfangen, um ſie über die deutſchen Abſichten ins Bild zu ſetzen. Ein Mitglied der amerikaniſchen Botſchaft iſt noch am Samstag nach Waſhington abgereiſt, um über die Berliner Auffaſſung zu berichten. Die Aus⸗ ſprache Laval—Hoeſch wird, wie man hier annimmt, am Dienstag vor ſich gehen. Nach wie vor geht die Abſicht der Reichsregierung dahin, die Anrufung des Sachverſtändigenausſchuſſes bei der B. J. Z. möglichſt zu vermeiden und den baldigen Zuſammentritt einer inter⸗ nationalen Konferenz zu erreichen. Dabei gibt man ſich natürlich keiner Täuſchung darüber hin, daß bei den außerordent⸗ lichen Schwierigkeiten, die einer Geſamtlöſung des Reparationsproblems entgegenſtehen, noch mit mancherlei Verzögerungen zu rechnen ſein wird. Sollte es nicht gelingen, bis zum Juni mit Frank⸗ reich und den anderen Gläubigermächten zu einer Verſtändigung zu gelangen, ſo bliebe wohl nichts an⸗ deres übrig, als vorerſt eine Verlängerung des Hooverfeierjahres eintreten zu laſſen. Jedenfalls liegt mit der Rückkehr Lavals der Schwerpunkt der diplomatiſchen Verhandlungen mie der in Paris. Drahtbericht unſeres Berliner Büros e Berlin, 1. Nov. Wie uns erklärt wird, haben die Vertreter der Gewerkſchaften im Wirtſchaftsbeirat der Reichsregie⸗ rung ſich beim Reichskanzler Dr. Brüning darüber be ſich wert, daß kein Vertreter der Arbeitnehmerſchaft in den Unterausſchuß für das Stillhalteabkommen berufen wurde. Der Reichskanzler hat den Gewerkſchaften zugeſagt, daß er Sachverſtändige aus ihren Reihen auch zu dieſen Verhandlungen hinzuziehen werde. Im übrigen ſind ſich die Gewerkſchaftsvertreter dahin ſchlüſſig ge⸗ worden, innerhalb des Wirtſchaftsbeirates möglichſt gemeinſam aufzutreten. a Was Amerika erhofft Telegraphiſche Meldung = Genf, 1. November. Das Völkerbundsſekretariat hat die Note der Vereinigten Staaten über das Rüſtungsfeierjahr bereits veröffentlicht. Die Regierung der Ver⸗ einigten Staaten erklärt darin, daß ſie den Vor⸗ ſchlag eines Rüſtungsſtillſtandes vom 1. November 1931 ab annimmt unter dem Vorbehalt, daß eine ähnliche Entſcheidung auch von den anderen Hauptmächten getroffen werde. Sie betont, daß dadurch ihre Haltung auf der Abrüſtungskonfe⸗ renz in keiner Weiſe präjudiziert werde. Sie nehme als ſelbſtverſtändlich an, daß das vorgeſehene Rü⸗ ſtungsfeierſahr keine Anwendung finde auf laufende Bauten oder ſolche, über die vorher ſchon Bauverträge eingegangen worden ſind. Die Waſhingtoner Regierung gibt der Hoffnung Ausdruck, daß durch die Annahme des Rüſtungs⸗ feterjahres durch ſämtliche Staaten eine günſtige Atmoſphäre für die Abrüſtungskonferenz geſchaffen werde. Frankreichs Vorbehalt Telegraphiſche Meldung 5 Paris, 1. November. Das franzöſiſche Außenminiſterium hat dem Ge⸗ neralſekretär des Völkerbunds bekanntgegeben, daß Fränkreich, wenn der Rüſtungswaffenſtillſtand von den Frankreich benachbarten Ländern beobach⸗ tet werde, ebenfalls bereit ſei, ſich im Rah⸗ men der von der Völkerbundsverſammlung ange⸗ nommenen und unter den durch den Begleitbericht feſtgeſetzten Bedingungen anzuſchließen. a l Der Handelsvertrag mit der Schweiz Deutſches Entgegenkommen Telegraphiſche Meldung a Bern, 1. Nov. Die deutſche Geſandtſchaft hat heute dem eidgenöſſiſchen volkswirtſchaftlichen Departement zur Kenntnis gebracht, daß die deutſche Regierung be⸗ reit ſei, die für die Kündigung des ſchweizeriſch⸗ deutſchen Handelsvertrages beſtehende Friſt von drei Monaten auf zwei Monate herabzuſetzen, um ſo den Beweis zu geben, daß die deutſche Regie⸗ rung keine Möglichkeit unverſucht laſſen werde, einen Bruch zu vermeiden. Die Annahme des Vorſchlages durch die ſchweizeriſche Regierung würde geſtatten, die Verbandlungen im November fort- zuſetzen, ohne daß daburch der Ablauf einer etwaigen Kündigungsfriſt verſüäumt würde Der Bundesrat wird in dieſer Angelegenheit am Dienstag Beſchluß ſaſſen. 1 dert. 1 übertragen. Am das Präferenzſyſtem Telegraphiſche Meldung 1— Genf, 1. November Das Sonderkomitee des Europaaus⸗ ſchuſſes, das die Frage einer Ausdehnung des für Getreide ausnahmsweiſe zugelaſſenen Präfe⸗ renzſyſtems auf alle landwirtſchaftlichen Produkte zu prüfen hatte, hat geſtern ſeine zweitägigen Be⸗ ratungen abgeſchloſſen. 5 Nach den Verhandlungen im Europaausſchuß war von vornherein zu erwarten, daß die Er⸗ weiterung des Zollpräferenzſyſtems kaum Ausſicht auf Verwirklichung hat. Der Verlauf der geſtern abgeſchloſſenen erſten Beratun⸗ gen hat dieſe Annahme beſtätigt. Man hat beſon⸗ ders für Tabak, Roſinen und Weintrau⸗ bein eine Anwendung des Präferenzſyſtems gefor Im übrigen hat das Komitee beſchloſſen, die wei⸗ tere Prüfung der Frage dem Wirtſchaftskomitee des Völkerbundes, das im Januar zuſammentritt, zu Proteſt der Gewerkſchaftsvertreter Der Manoͤſchurei- Konflikt Telegraphiſche Meldung Nanking, 1. Nov. Die chineſiſche Nationalregierung hat ihren Genfer Vertreter angewieſen, dem General⸗ ſekretär des Völkerbundes die Antwort Chinas auf die japaniſchen Erklärungen vom 26. Oktober über die mandſchuriſche Frage zu überreichen. Zu der Erklärung Japans, ſeine Truppen aus der inneren Eiſenbahnzone aus Gründen der Si⸗ cherheit für die dortigen japaniſchen Bewohner nicht zurückziehen zu können, erklärt China, daß dieſe Ge⸗ fährdung der japaniſchen Bewohner allein durch die Gegenwart dieſer Truppen in der Mandſchurei erzeugt werde. Bezüglich der Enk⸗ ſchließung des Völkerbundsrats vom 22. Oktober, über die Verpflichtung Chinas, die Si⸗ cherheit des japaniſchen Lebens und Eigentums zu gewährleiſten, fordert die chineſiſche Regle⸗ rung den Völkerbund auf, einen 1 neutralen Vertreter zu beſtimmen, der den Vertretern Chinas beigeord⸗ net werden ſoll, um das von Japan geräumte Ge⸗ biet wieder zu übernehmen. China verſpricht, an allen Maßnahmen mitarbeiten zu wollen, die die japaniſche Sicherheit gewährleiſten. Die chineſiſche Regierung iſt der Anſicht, daß Ja⸗ pan die Aufrichtigkeit, ſeine Verpflichtungen zu er⸗ füllen, nur dadurch beweiſen könne, daß es auf Ge⸗ walt mittel verzichtet und Räumung der beſetzten Gebiete nicht von vorherigen Bedin⸗ gungen abhängig mache. Sie fügt hinzu, daß ſie die chineſiſchen Garantien durch ausreichende Maßnahmen wirkungsvoll geſtalten werde. China habe den gleichen Wunſch wie Japan, die gegen⸗ wärtige Spannung zu beendigen, aber es ſei zunächſt notwendig, die Entſchließung des Völkerbundes durchzuführen. Hernach werde die chineſiſche Re⸗ gierung die Einrichtung eines ſtändigen Rats für Verſtändigung und Schiedsgerichtsbarkeit anregen, Japaniſche Mißſtimmung gegen England — Paris, 1. Nov. Havas meldet aus Tokio, die Unzufriedenheit, die in japaniſchen Kreiſen infolge der Haltung der engliſchen Völkerbundsdelegation bei Erörterung des Konfliktes in der Mandſchuret hervorgerufen worden ſei, werde noch verſtärkt durch die Nachricht, daß der engliſche Geſandte in China, Sir Miles Lampſon, mit der Nanking⸗Regierung einen Vertrag über die Exterritorialitäts⸗ rechte abgeſchloſſen haben ſoll. Der Goloͤverkauf der Bank von England Telegraphiſche Meldung London, 1. November. Die Bank von England hat geſtern den angekün⸗ digten Verkauf von 15 Millionen Pfund Bar⸗ rengold durchgeführt. Dies iſt die größte Goldmenge, die jemals an einem ein⸗ a zigen Tage abgegeben wurde. Die Preſſe kommentiert die Angelegenheit nach wie vor in optimiſtiſchem Sinne. Ein konſervatives Abendblatt geht ſogar ſoweit, zu be⸗ dauern, daß die Bank nicht noch mehr Gold abgegeben hat, um den franzöſiſch⸗amerikaniſchen Kredit noch weiter zu verringern. 1 g Die Nachricht hat aber natürlich trotz dieſer op⸗ timiſtiſchen Kommentierung einen beklemmenden Eindruck an der Börſe gemacht. Der Pfundkurs iſt weiter zurückge⸗ gangen, und zwar von 3,867 Dollar bei Schluß der vorgeſtrigen Börſe auf 3,827, ferner von 98286 Franes auf 977 Franes und von 16% auf 16% Nn. Die Bewegung griff ſofort auf den Markt der Regierungswerte über. Kriegsanleihe ver⸗ lor 0,75 Prozent und ging auf 96,75 zurück. Auch alle anderen feſtverzinslichen Regierungswerte gingen zurück. Deutſche Anleihen lagen feſter und erholten ſich von ihren vorgeſtrigen Rückgängen. Es hat die City doch überraſcht, daß die Bank von England nicht in der Lage geweſen ſein ſollte, über mehr ausländiſche Deviſenbeſtände zu verfügen als über 5 Millionen Pfund. 5 Erdbeben in Ungarn — Budapeſt, 1. Nov. In Eſztergom wurde geſtern nachmittag.10 Uhr ein ſtärkeres Erd⸗ beben verſpürt, das einige Sekunden andauerte. 2. Seite/ Nummer 507 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe Montag, 2. November 1031 Sparmaßnahmen in Vayern Aufhebungen und Zuſammenlegungen München, 1. Nov. Die ſoeben erlaſſene zweite Notverordnung zum Vollzug des Staatshaushalts erhöht das Schul⸗ geld an den ſtaatlichen höheren Unterrichtsanſtal⸗ ten und ſieht eine Kürzung der Beamtenge⸗ hälter und Penſionen vor. Am bedeut⸗ ſamſten ſind die Beſtimmungen über weitere Ver⸗ einfachung und Verbilligung der Staatsverwaltung. Danach werden aufgehoben: Das Staatsminiſterium für Land⸗ wirtſchaft und Arbeit am 1. April 1932, das Oberlandesgericht Augsburg, die Lan d⸗ gerichte Fürth, Neuburg a. d. Donau und Straubing ebenfalls am 1. April 1932. Die Re⸗ gierungsbezirke von Niederbayern und der Ober⸗ pfalz werden mit dem Sitz der Kreisregierung in Regensburg am 1. April 1932 zuſammenge⸗ legt. Die Regierungsbezirke von Oberfranken und Mittelfranken werden am 1. Januar 1933 mit dem Sitz der Kreisregierung in Ansbach eben⸗ falls vereinigt. Weitere Zuſammenlegungen be⸗ treffen die landwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaf⸗ ten und die Landes verſicherungsanſtalten der vier genannten Kreiſe, wobei daran gedacht iſt, die bis⸗ herigen Kreisregierungsſitze Landshut und Bay⸗ reuth zum Sitz der ſozialen Verſicherungsanſtalten der vereinigten Kreiſe zu machen. Bis zum 1. April 1933 ſind weiterhin 24 Amts⸗ gerichte, 8 Bezirksämter, 3 Bauämter, 10 Meſſungsämter und 12 Forſtämter und Forſtamts⸗ außenſtellen aufzulöſen, die durch Verordnun⸗ gen des Geſamtminiſteriums beſtimmt werden. Klagges gegen Groener Um das Verbot des„Volksfreundes“ Berlin, 1. November Zwiſchen Braunſchweig und dem Reich herrſcht wieder eimal„Kriegszuſtand“. Groe⸗ net in ſeiner Eigenſchaft als Reichsinnenminiſter hat das vom braunſchweigiſchen Innenminiſter Klagges erlaſſene Verbot des ſozialdemokrati⸗ ſchen„Volksfreundes“ abgekürzt. Klagges hat gegen die Entſcheidung des Reichsinnenminiſters das Reichsgericht angerufen und dem braunſchweigiſchen„Volksfreund“ mitteilen laſſen, daß er verboten bleibe. Der„Vorwärts“ erklärt, der„Volksfreund“ würde trotzdem vom 1. Novem⸗ ber ab wieder erſcheinen und beſchwört Herrn Groe⸗ ner, die„Autorität der Reichsregierung gegen den Rechtsbruch zu wahren.“ Ob ein ſolcher tatſächlich vorliegt, iſt aber zweifelhaft. Nach der Notvperord⸗ nung vom 28. März 1931 kann die oberſte Landes⸗ behörde gegen eine Entſcheidung des Reichsinnen⸗ miniſters den Senat des Reichsgerichtes anrufen. Solange die richterliche Inſtanz noch nicht geſprochen hat, bliebe das Verbot eines Blattes mithin in Kraft. Danach alſo wäre Herr Klagges formal im Recht, nur daß natürlich mit dem formalen Recht allein derlei Dinge nicht aus der Welt zu ſchaffen find. Das alles iſt höchſt unerfreulich. Haben wir wirklich keine anderen Sorg and „*** Vorunterſuchung wegen eines Ueberfalls auf Nationalſozialiſten Berlin, 31. Okt. Auf Antrag der Staatsanwalt⸗ ſchaft J iſt gegen den Erwerbsloſen Kurt Gerſing und drei Genoſſen die Vorunterſuchung wegen des Ueberfalls auf 3 Angehbrige der NSDAP in der Nacht vom 21. zum 22. Juli ds. Is. vor dem Hauſe Lauſttzer⸗Platz 17 eröffnet. Alle drei National⸗ ſoztaliſten erhielten Schüſſe. Der Nationalſozialiſt Hoffmann iſt an den Folgen dieſer Schußver⸗ letzungen geſtor ben. Gerſing wird des Mor des beſchuldigt, die drei Genoſſen des ſchweren Landfriedensbruches. Gerſing und ein An⸗ geſchuldigter gehören der Roten Hilfe, die beiden weiteren Angeſchuldigten kommuniſtiſchen Organt⸗ ſattonen an. * Zum Präſidenten des Reichsarchivs iſt mit Wirkung vom 1. November ab General von Haef⸗ ten ernannt wo en. Brüning und Hitler Werden ſie zuſammenkommen? Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 1. Nov. Die Auseinanderſetzung, ob eine Syntheſe Brüning— Hitler möglich ſei, wird mit Eifer fort⸗ geſponnen. In München hat der Zentrumsabgeordnete Prälat Dr. Schreiber erklärt, die Nationalſozialiſten müßten erſt einmal Garantien für eine regierungs⸗ fähige und ausgeglichene Politik der Zukunft über⸗ nehmen. Die Nationalſozialiſten wiederum ver⸗ langen, wie der Abgeordnete Stöhr gleichfalls in München ausgeführt hat, vom Zentrum, daß es ſich „aus den Keihen des gottesleugneriſchen Marxis⸗ mus“ befreie, damit es ſich der Liaiſon mit den Nationalſozialiſten würdig erweiſe. Schließlich iſt in dieſem Zuſammenhang noch ein Artikel Gregor Straſſers im„Völkiſchen Beobachter“ aufſchlußreich. Straſſer geht von den bekannten Darlegungen Habermanns im Organ des Deutſchnationalen Handlungsgehilfenverbandes aus und meint, daß es ſich hier um ein richtiggehendes Bündnisangebot handelt. Der Artikel ſei ein Be⸗ weis, daß auch Gewerkſchaftsführer heute erkennen, wohin die Dinge in Deutſchland ſich entwickeln und daß Hitler und mit ihm die Nationale Oppoſition in kurzer Zeit Deutſchlands Geſchicke lenken würden. Der„Deutſche“, das Organ der Chriſtlichen Gewerk⸗ ſchaften freilich hat den Eindruck, daß eher die Nationalſozialiſten es ſeien, die hier mit einem Bündnisangebot hervorträten. Und es ſucht den Nationalſozialiſten klar zu machen, daß die Chriſt⸗ lich⸗Nationalen Gewerkſchaften nicht daran dächten, ſich in den Dienſt einer beſtimmten Partei zu ſtellen, daß ſie mit anderen Worten ebenſowenig national⸗ ſozialiſtiſch zu werden wünſchen, wie etwa ſozial⸗ demokratiſch oder zentrümlich. Intereſſant an dieſer ganzen recht ausgedehnten Diskuſſion iſt einmal, daß die Nationalſozialiſten ſich, offenbar auf höhere An weiſung, eines auffallend manierlichen Tones be⸗ fleißigen und daß die Haltung des Zentrums um erhebliche Grade milder geworden iſt, als es noch während der letzten Reichstagszwiſchen⸗ ſpiele der Fall war. Aus den Kommentaren des Zentrums tönt nicht mehr das ſchroffe Nein, mit dem noch die Fraktion auf die Möglichkeit einer Zuſammenarbeit mit den Nationalſozialiſten rea⸗ gierte. Dennoch wäre es verfehlt, aus dieſem Wan⸗ del vorerſt weitergehende Schlüſſe zu ziehen: Es entſpricht der Taktik des Zentrums, ſich bei nahen⸗ den Entſcheidungen klüglich alle Türen offen z u halten. f Herr Hugenberg aber, wie hoch er auch in Harzburg die Fahne ſchwang, muß es zorn⸗ und gramerfüllt erleben, daß man ihn in der ganzen Diskuſſion überhaupt ausſchaltet. Kein Wunder, daß die ihm naheſtehende Preſſe darob in flammende Entrüſtung gerät. So proteſtiert die„Kreuzzeitung“ aufs ſchärfſte dagegen,„daß jetzt von nationalſozialiſtiſcher Seite Verſuche unter⸗ nommen werden, Anſprliche auf eine Vormacht⸗ ſtellung innerhalb der nationalen Front zu erheben, die in keiner Hinſicht gerechtfertigt ſind.“ Man ſieht: von der Harzburger Rütlibegeiſterung iſt nicht mehr viel übrig geblieben. Auflöſung des Handelsminiſteriums in Preußen? Drahtbericht unſeres Berliner Büros l fahrtsminiſterium erhalten bleiben ſoll. Berlin, 1. Nov. Aus einer Bemerkung des„Vorwärts“ iſt zu ſchließen, daß der zwar noch nicht ganz geneſene, aber immerhin in ſein Amt zurückgekehrte preußiſche Miniſterpräſtdent Braun ſich mit dem Gedanken trägt, die Zahl der preußiſchen Miniſterien zu ver⸗ ringern. Dr. Schreiber, ſo lieſt man da, würde endgültig preußiſcher Finanzminiſter werden. Dafür würde das preußiſche Handels miniſterium aufgelöſt und ſeine, wie man in Oeſterreich ſagen würde,„Agenden“ zwiſchen dem Wohlfahrts⸗ und dem Finanzminiſterium aufgeteilt werden. Die„Einſparung“ von Miniſterien iſt immer ſehr löblich, nur ſieht man nicht recht ein, warum, wenn das Handelsminiſterium ſchwindet, juſt das Wohl⸗ Kein ruſſiſches Moratorium 6 Berlin, 1. Nov. Zu Preſſeveröffentlichungen über die ruſſiſchen Zahlungsverpflichtungen teilt der Rußlandausſchuß der deutſchen Wirtſchaft, deſſen Geſchäftsführung ſich beim Reichsverband der Deutſchen Induſtrie befindet, mit, daß die über angebliche Moratoriumsverhand⸗ lungen verbreiteten Gerüchte jeder Grundlage ent⸗ behren und daß keine Grün de vorliegen, das bisherige Vertrauen zur ruſſiſchen Zahlungsfähigkeit anzuzweifeln. Wie wir hierzu erfahren, deckt ſich die Auffaſſung des Rußlandausſchuſſes mit der der zuſtändigen Stellen. d' Albert läßt ſich ſcheiden — Niga, 1. Nov. Der Komponiſt Eugen d' Albert, der ſich ſeit einiger Zeit hier aufhält, hat beim hie⸗ ſigen Bezirksgericht die Scheidung ſeiner Ehe be⸗ antragt. Der Regierungsanzeiger veröffentlicht eine Aufforderung an Frau Hilda d' Albert, deren Auf⸗ enthaltsort dem Antragſteller unbekannt iſt, ſich bis zum 24. Dezember 1931 beim Gericht einzufinden. Wenn wir uns recht erinnern, war dieſes Wohl⸗ fahrtsminiſterium, für das man den Wirkungskreis erſt mühſam zuſammenfechten mußte, geſchaffen worden, um dem Drang der Parlamente nach Mi⸗ niſterien ausreichend ſtillen zu können. Dieſes preu⸗ ßiſche Wohlfahrtsminiſterium hat eigentlich nie recht leben und nie ſterben können. Wo⸗ fern und wann es ſich überhaupt betätigte, leiſtete es Doppelarbeit. Solche nämlich, die auch ſchon vom Reichs arbeitsminiſterium geleiſtet wurde. Nach Schaffung des Reichswirtſchaftsminiſteriums gilt das Gleiche auch vom preußiſchen Handelsminiſterium. Dann ſollte man aber doch lieber gleich ganze Ar⸗ beit machen und ſtatt des einen zwei preußiſche Miniſterien„einſparen“. Wer entſcheidet übrigens über die Dinge endgültig und in letzter Inſtanz? Badiſche Politik Volt Evangeliſchen Volksdienſt Wie wir erfahren, iſt das Gerücht, daß ſich die drei Abgeordneten des Evangeliſchen Volksdienſtes mit den drei wirtſchaftsparteilichen Vertretern im Landtag zu einer Fraktionsgemeinſchaft zuſammen⸗ ſchließen würden, unzutreffend. In dem Wunſche, auch die kleinen Gruppen möchten in den Ausſchüſſen Sitz und Stimme erhalten, haben die Volksdienſtabgeordneten ſchon vor Landtagsſchluß beim Präſidenten angeregt, dem Beiſpiel Württem⸗ bergs folgend, die Geſchäftsordnung dahin abzuändern, daß ſich eine Gruppe lediglich zu dem Zweck der Erlangung einer Vertretung in den Ausſchüſſen einer Gruppe oder Fraktion an⸗ ſchließen kann. Dies würde in keiner Weiſe eine Bindung im Sinne einer feſten Arbeitsgemein⸗ ſchaft bedeuten. Die volksdienſtliche Gruppe behält ſich vor, einen entſprechenden Antrag bei Landtags⸗ beginn zu ſtellen. Sie würde erſt im Falle der An⸗ nahme in die Lage kommen, zu prüfen, mit welcher Gruppe oder Fraktion ſie eine loſe Verbindung ein⸗ gehen könnte. — ürẽ— Der Lübecker Prozeß Telegraphiſche Meldung = Lübeck, 1. November Die Vernehmung der Hebammenſchweſtern wurde fortgeſetzt. Die Schweſter Grammel fütterte ins, geſamt 29 Kinder, darunter befand ſich ein Kind aus tuberkuloſen Milieu, das die Fütterung bereits vor der offiziellen Einführung des BCG.⸗Verfahreng Anfang Januar erhielt. Dieſe Fütterung wurde mit Zuſtimmung des Vaters und auf Antrag der Tuber⸗ kuloſeſtelle vorgenommen. Das Kind iſt nicht er⸗ krankt. Im Laufe der Vernehmung ſagt die Schwe, ſter aus, daß der zweijährige Bruder des gefütter⸗ ten Säuglings nach der Fütterung den Löffel, mit dem das Präparat eingegeben wurde, einmal abge⸗ leckt habe und ſpäter daran erkrankt ſei. Profeſſor Tudwig Lange:„Wir haben doc von dem Präparat, das an das Kind Stak gegeben worden iſt, aus einer Ampulle ſelbſt ½ genommen“ — Zeugin:„Ja, aber das war wohl nicht ganz ſo⸗ viel.“— Profeſſor Lange:„Ich wollte auch nur hiermit feſtſtellen, daß dieſe Schweſter ſelbſt von dem Präparat eingenommen hat und damit bewei⸗ ſen wollen, daß das Mittel unſchädlich iſt. Dazu be⸗ merke ich, daß das Kirs Stak an der Fütterung nicht geſtorben iſt.“ Nach Vernehmung von weiteren 12 Hebammen⸗ ſchweſtern, die jedoch keine weiteren Auſſchlüſſe brachte, wurde die Verhandlung auf Mittwoch ver⸗ Letzte Meloͤungen Unter Spionageverdacht verhaftet * Kehl, 1. Nov. Unter dem Verdacht der Spionage wurden hier der Schuhmacher Richard Kuß maul und feine Ehefrau feſtgenommen. Die Verhaf⸗ tung erfolgte, nachdem ſchon vor einiger Zeit eine Frau Graßmann und ihr Sohn, der in Donaueſchin⸗ gen bei der Reichswehr ſteht, wegen des gleichen Verdachtes verhaftet worden waren. Ein weiterer Beteiligter, der Kaufmann Kirrmann, konnte nach Straßburg entkommen. Ob dieſe Angelegenheit mit dem Spionagefall des früheren Offenburger Polizeibeamten Karl Gerber zuſammenhängt, der ſchon längere Zeit wegen Spionageverdachtes zu⸗ gunſten Frankreichs in Unterſuchungshaft ſitzt, war nicht in Erfahrung zu bringen. Kündigung des Lohnabkommens in der Schuhinduſtrie N — Berlin, 1. Nov. Der Reichsverband der Deu, ſchen Schuhinduſtrie hat in ſeinem und im Namen der anderen am Reichstarifvertrag beteiligten Ar⸗ beitgeberverbände das geltende Lohnabkommen zum 30. November 1931 gekündigt. Von den Arbeit⸗ geberverbänden der Schuhinduſtrie wird eine Her⸗ abſetzung des Min deſtſtundenlohnes für einen männlichen Arbeiter über 21 Jahre in Orts⸗ klaſſe 1 von 90 auf 75 Pfg., im übrigen geſtaffelt nach den Beſtimmungen des Hauptvertrages und eine ent⸗ ſprechende Herabſetzung ſämtlicher tatſächlichen Zeit⸗ löhne und Akkordſätze im gleichen prozentualen Verhältnis begehrt. Todesfälle — Potsdam, 1. Nov. Generalmajor a. D. Frieb⸗ rich Wilhelm von Hahnke, der frühere Adfu⸗ tant des Kaiſers, iſt geſtern mittag verſtorben. General von Hahnke war ein Schwiegerſohn des Grafen von Schlieffen. — Hamburg 1. Nov. Henry B. Sloman, einer der bekannteſten Hamburger Kaufleute, iſt geſtern im 84. Lebensjahre verſchieden. Sloman war ein Vorkämpfer deutſcher Wirtſchaftsintereſſen in Chile. Seiner Initiative verdankt das Hoegerſche Chile⸗Haus in Hamburg ſeine Eutſtehung. Schwerer Verkehrsunfall — Monza, 1. Nov. Eine Straßenbahn ſtieß mit einem Laſtautomobil zuſammen, auf dem ſich 30 Rekruten befanden. Von den Soldaten, die ſich auf dem Wege nach Mailand befanden, wurden vier ſchwer und 21 leichter verletzt. Der Anprall war ſo heftig, daß der Kraftwagen auf die gegenüber⸗ liegende Straßenſeite geſchleudert worden war, FVCFCFCCCCCFCFFPbPPPPPPFPTPTPTPPVTVTVVTVbVTVTbVVTTVTVTVVTVTVTVTVTVTVTVTPwVwPwPwPwPwPwPwPVwVPVPVPVPVPVPVPVV————Vwwꝓwꝓꝓꝓꝓꝓ——œPꝓPꝓꝓPœ—PPPP——PPPP—PPVꝓV¶VVᷓ ¶ ↄ p——PP—PPP—PPPP——————PPPPP————PBP—VPVPSVPVV—VV—WW———————————————— Edwin Fiſcher ſpielt Beethoven im erſten Meiſter⸗Klavier⸗Abend Das begeiſterte Publikum, das den großen Saal der Harmonie füllte, gab ſich mit vier Beethoven⸗ Sonaten keineswegs zufrieden und verlangte noch ein inofſtztelles Zugaben⸗Konzert. Auch hier zeigte ſich der ſtrenge Stilwille Meiſter Fiſchers. Er ging in die vor⸗beethovenſche Zeit zurück und beſcherte eine Chaconne von Händel und die ganze Chroma⸗ tiſche Fantaſie(in Buſonis Bearbeitung) und Fuge von Bach. Offenbarte der Meiſterſpieler ſchon mit dieſer Wahl eine verblüffende Ausdauer, ſo ſetzte er andererſeits die im Programm innegehaltene Linie in glücklicher Weiſe fort. Schon in der loffi⸗ ziellen) Vortragsordnung hatte er auf ein mehr ſpie⸗ leriſch behandeltes Werk des frühen Beethoven je eine Songte aus der letzten Schaffenszeit folgen laſſen. Mit beſonderer Liebe vergrub er ſich in die Varlationenſätze, die die letzten Songten-dur und moll abſchließen. Und hier, in den verſonnenen, weltabgewandten Variationen über getragene Weiſen leuchtet der Zauber ſeines Spieles am reinſten auf, der Zauber, der nicht zuletzt auf der Inbrunſt beruht, mit der er Beethovens Melodien erfüllt. Es iſt kein weich⸗ liches Singen. Trotz aller Weichheit und Liebe, mit der Erwin Fiſcher Beethovens Linienführung nach⸗ zeichnet und mit ſeinem warmen Temperament er⸗ füllt, das ſich in anderen Sätzen oft ſtürmiſch ent⸗ ladet, bleibt ſein Fühlen immer männlich. Die Ener⸗ gie ſeines Weſens deückt ſich nicht nur in den Akzen⸗ ten, ſondern noch vielmehr in dem unerbittlichen Rhythmus aus, der ſich nicht die geringſte agogiſche Abweichung geſtattet. Vor allem ſteht man bei Edwin Fiſcher unter dem Bann einer ſtarken Perſönlich⸗ keit, die vollkommen vergeſſen läßt, daß techniſche Schwierigkeiten ſpielend überwunden werden. Höch⸗ ſtens erinnert ab und zu ein durch raffinierten Pedalgebrauch hervorgebrachtes diminuendo daran, daß während des Spielens auch klaviertechniſche Probleme gelöſt werden Mitunter wird ein beweg⸗ cktatz in auffallend raſchem Tempo geſpielt. Um 1 gelangt Fiſcher zu den getragenen Sätzen, politiſchen Gründen Wien beſtimmt wurde. in deren wunderbarer Nachſchöpfung er Zeit und Raum vergeſſen läßt, ſo ſehr, daß nur der neben dem Klavier aufgeſtellte Empfangsapparat uns an das 20. Jahrhundert mit ſeinen vielen techniſchen Errungenſchaften erinnert. Sonſt erfüllt nur Beet⸗ hovens Genius den Saal, heraufbeſchworen durch ſeinen meiſterlichen und in ſeiner Art unvergleich⸗ lichen Interpreten Edwin Fiſcher. Dr. Ch. „Der Kongreß tanzt“ Als Napoleon, der große Eroberer, geſtürzt war, blieb die ſchwere Aufgabe übrig, den europäiſchen Weltteil wieder neu einzurichten. Die Forderungen der ſtiegreichen Großmächte, die Wünſche der Mittel⸗ ſtaaten, die Bitten der kleinen und kleinſten Macht⸗ haber, perſönliche Anſprüche Ehrgeiziger, all das gab einen unentwirrbaren Knäuel von einander wider⸗ ſprechenden Intereſſen. Am eheſten ſchien eine Lö⸗ ſung auf einem allgemeinen Kongreß möglich, zu deſſen Austragungsort aus geographiſchen und So war dieſe fröhliche Stadt denn für einige Monate des Jahres 1815 Hauptſtadt Europas und erlebte eine glanzerfüllte, rauſchende Zeit. Wien und beſonders Hof und Adel legten für den Kongreß ſozuſagen Gala an. 20 000 Grenadiere wurden in der Stadt verſammelt, die Garden ver⸗ mehrt, alles neu eingekleidet, die beſten Tänzer und Tänzerinnen aus Paris verſchrieben, die beſten Schauſpieler aus Deutſchland. Der kaiſerliche Tiſch ſoll täglich 50 000 Gulden gekoſtet haben und die fünf Monate des Kongreſſes dem Kaiſer Franz 40 Mil⸗ lionen Franken. Freilich ſtand dieſe Verſchwendung in kraſſem Gegenſatz zum Elend der ärmeren Klaſ⸗ ſen, und auch der Bürgerſtand litt noch ſchwer unter den Folgen des Staatsbankerotts vom Jahre 1811, aber äußerlich verſchwanden dieſe dunklen Bilder völlig vor dem Glanze der Kaiſerſtadt. 5 5 Der Zuſtrom der Gäſte begann mit dem Septe ber 1814 wenn auch der Kongreß erſt im November eröffnet werden konnte. Aus Rußland kam Alexander, England war durch Caſtlereagh und ſpäter durch Wellington vertreten das be⸗ ſiegte Frankreich entſandte Talleyrand. Sehr zahlreich war natürlich die Schar deutſcher Fürſten und Staatsmänner, u. a. kam Preußens König, die Könige von Bayern und Württemberg und der Kanzler Fürſt Hardenberg, ſowie Wilhelm von Humboldt Neben den gekrönten Häuptern kam natürlich auch eine Menge Adliger, Gelehrter und Künſtler, Vergnügungsreiſender— und ſchließlich von zweifelhaften Exiſtenzen verſchiedener Art. Auf öſterreichiſcher Seite war Fürſt Metter⸗ nich wohl die bekannteſte Perſönlichkeit, der Mann, der den großen Korſen überliſtet und Oeſterreich eine glänzende Weltſtellung verſchafft hatte. Die vornehme Welt traf ſich außer bei Hofe in den Häuſern einiger Vornehmer, deren„Salons“ guf den Kongreß einen nicht geringen Einfluß aus⸗ übten. So manche wichtige Frage, die bei den offti⸗ ziellen Sitzungen nicht vorwärts kam, wurde in einer Fenſterniſche unter den Klängen eines Walzers, oder beim Deſſert in ungezwungenem Geſpräch gelöſt. Ein unſichtbares Netz um all die vornehmen und einflußreichen Kongreßgäſte wob die Polizei, welche durch ein unglaublich ausgebildetes Spionenweſen jeden bedeutenden Gaſt genau überwachte. In ihrem Dienſt ſtanden vor allem Kutſcher und Diener, aber auch ſehr hohe Perſönlichkeiten waren mit ihrem Syſtem verbunden. Kein durch die Poſt beförderter Brief war vor Eröffnung ſicher. Die Feſtlichkeiten jagten ſich durch Monate der⸗ geſtalt, daß auch geübte Geſellſchaftshelden ihnen nicht nachkommen konnten. Da gab es feierliche Ein⸗ holungen hoher Gäſte, Spazierfahrten und Feuer⸗ werke im Prater, ein Volksfeſt im Augarten, Empfänge in Schönbrunn und Bälle in endloſer Fülle. Die Muſtkſtadt Wien wartete natürlich mit großen Muſtkaufführungen auf, auch Beethoven wid⸗ mete dem Kongreß zwei Kantaten. Das luſtige Treiben des Kongreſſes wurde auf kurze Zeit durch den Tod des alten Fürſten von Ligne unterbrochen, deſſen witzige Ausſprüche damals beſonders bekannt waren, vor allem,„der Kongreß tanzt, aber er kommt nicht vorwärts“. Lignes Tod verſchaffte dem Kon⸗ greß das überaus ſeltene Bild des Leichenbegäng⸗ niſſes eines»ſterreichiſchen Marſchalls, das natürlich mit entſprechendem Pomp gefeiert wurde, Das war die Außenſeite des Kongreſſes, und ſo mancher Ver⸗ gnügungsreiſende, der ſich Wien und den Kongreß an⸗ ſah, mußte den Eindruck bekommen, als ob ganz Europa zuſammengekommen wäre, um ſich gut zu unterhalten. Aber unter der Oberfläche ſah es ganz anders aus. Oft genug ſaßen ſich die Diplomaten, die ſich abends in einer ausgeſuchten Geſellſchaft liebens⸗ würdig bekomplimentierten, tatgsüber als erbitterte Feinde am Konferenztiſch gegenüber. 5 Am 9. Juni 1815 wurde nun die Rieſenarbeit mit der feierlichen Unterzeichnung der Kongreßakte be⸗ ſchloſſen, in ihnen iſt der Grundſtein für das Europa des 19. Jahrhunderts gelegt, für Wien aber weit darüber hinaus eine Glanzzeit ohnegleichen ab⸗ geſchloſſen worden. ö *.** 5 Dieſe Glanzzeit mit ihren Feſten, Bällen und Empfängen ſpiegelt der Charell⸗Pommer⸗ Tonfilm der Ufa„Der Kongreß tanzt“, 3 der in der laufenden Woche auch im Mann: heimer Univerſum vorgeführt wird, im Ver⸗ lauf ſeiner Handlung in tänzeriſch⸗beſchwingten Bildern wider. Der Film iſt inzwiſchen vom Voelgerausſchuß als„künſtleriſch“ anerkannt worden, Allerſoelen Von Elly Wagner Die Luft durchſchwirrt ein welker Blätterregen, Der auf die Gräber ſinkt als gold'nes Tuch— Es liegt heut über allen Friedhofswegen Von weißer Aſternpracht ein herber Ruch. So traurig ſtimmt dies letzte Duftverſtrömen, Durchdrängt vom Odem der Vergänglichkeit Dies ewig neue Lied vom Abſchiednehmen, Von welker Schönheit, die dem Tod geweiht, Doch in dies Bild von bangem Todesahnen Miſcht tröſtend ſich der Kerzen Widerſchein, Als wollten die unzähligen Lichterfahnen Ein Gruß von dem Triumph des Lebens ſein, Als wollten ſie all denen, die uns fehlen, Hinunter leuchten in die Grabes nacht? Das iſt der tiefe Sinn von Allerſeelen, Daß überm Tod die ew'ge Liebe wacht! 1931 mher wurde te ins⸗ nd aus its vor ahrens rde mit Tuber⸗ icht er⸗ Schwe⸗ efütter⸗ el, mit L abge⸗ en doch jegeben nmen“, anz ſo⸗ 9% nur ſt von bewei⸗ dzu be⸗ tterung mmen⸗ ſchlüſſe ch ver⸗ donage maul Berhaf⸗ it eing ueſchin⸗ Ueichen heiterer konnte genheit burger gt, der es zu⸗ zt, war er Deuk⸗ Namen en Ar⸗ n zum Arbeit⸗ 2 e ⸗ es für Orts⸗ t nach ne ent⸗ n Zeit⸗ itualen Frieb⸗ ö ju⸗ torben. zn des man, tte, iſt an war ſen in gerſche n ſtieß uf dem en, die vurden all war nüber⸗ bar. — ganz zut zu 8 ganz ten, die lebens⸗ bitterke eit mit kte be⸗ r das n aber hen ab⸗ u und Schrecken des Krieges Montag, 2. November 1931 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 507 Die Lebenden gedenken der Toten Gedächtnisfeiern der militäriſchen Vereine und des Reichsbundes der Kriegsbeſchädigten auf dem Ehrenfriedhof Reichsbund der Kriegsbeſchädigten Schon in den frühen Morgenſtunden ſtrebten jauſende von Menſchen in ununterbrochenem Zuge zum Friedhof. Die Straßenbahn hatte Sonder⸗ wagen eingelegt, die ſtark in Anſpruch genommen wurden. Wer zu Fuß hinausging, machte einen angenehmen Spaziergang in wärmender Sonne. Um 10 Uhr vormittags wurde der Ehren⸗ riedhof a bg eſperrt, während am Haupteingang zum Neuen Friedhof ſich der Trauerzug zur Teil⸗ nahme an der Totengedächtnisfeier des Reichsbun⸗ des der Kriegsteilgehmer, Kriegsbeſchädigten und Kriegshinterbliebenen aufſtellte. Unter Vorantritt des Evangel. Stadtpoſaunenchors, der den Trauer⸗ marſch von Chopin ſpielte, bewegte ſich der in der Hauptſache von den Abteilungen des Reichsbanners gebildete Zug zum Ehrenfriedhof, um auf dem Platz vor dem Ehrenmal und auf den Wegen Auf⸗ ſtellung zu nehmen. Durch Abordnungen waren ver⸗ treten die Vereinigung republikaniſcher Studieren⸗ der, die Vereinigung ehem. Kriegsgefangener, der Buabd der hirnverletzten Krieger und der Bund er⸗ blindeter Krieger. Die Stadtverwaltung war durch Oberbürgermetſter Dr. Heimerich, Bügermeiſter Böttger und einige Stadträte vertreten. Die Ver⸗ eine des Arbeiter⸗Sängerkartells gruppierten ſich mit ihren Fahnen um das Denkmal, an dem zuvor ſchon Kränze des Reichsbundes, der Stadtverwal⸗ tung und des Roten Kreuzes niedergelegt worden waren. Nachdem der Stadtpoſaunenchor unter Leitung von Kapellmeiſter Jahn das Lied„Ueber den Ster⸗ n“ geſpielt und das Lied„Ueber allen Wipfeln iſt Ruh“, geſungen vom Arbeiterſängerkartell, ver⸗ klungen war, ergriff Landesrat Paul Gerlach⸗ Düſſeldorf das Wort zur Gedächtnisrede für die Ge⸗ ſallenen des Weltkrieges.„Wir richten, ſo führte der Redner aus, den Appell an die Verſammlung und an die Oeffentlichkeit, den der greiſe Reichspräſi⸗ dent vor einigen Jahren ausgeſprochen hat: Denkt immerfort an die Opfer des Weltkrieges!“ Die Völ⸗ kerverſöhnung müſſe verhindern, daß abermals die über Millionen Menſchen kämen. Weitere Kranzniederlegungen erfolgten für die Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener und für bas Reichsbanner. Dann erklang das ſchöne Brahmslied„In ſtiller Nacht“, das durch das von Hauptlehrer Schandt dirigierte Arbeiterſänger⸗ kartell zu ſtimmungsvollem Vortrag gelangte. Mit dem Lied vom guten Kameraden, während deſſen ſich die Häupter entblößten und die Fahnen ſenkten, fand die ſchlichte Feier ihren Ausklang. Die militäriſchen Vereine Am Nachmittag. Wieder umſäumen Tauſende den Ehrenfriedhof. Aus der Ferne ertönen die Marſchklänge der militäriſchen Vereine, die gemein⸗ ſam zur Totengedenkfeier kommen. In der Collini⸗ ſtraße war der Sammelplatz, von wo ein endloſer Zug über die Ebertbrücke den Weg zum Friedhof nahm. Zwei Muſtkkapellen zogen mit klingendem Spiel voraus, die Schützenkapelle Seezer mit den Spielleuten des Militärsvereins und die Stahl⸗ helmkapelle aus Halle mit dem Spielmanns⸗ zug der Mannheimer Stahlhelm Ortsgruppe. Zahl⸗ reiche Fußgänger gingen nebenher, ſodaß an man⸗ chen Stellen ein ſtarkes Gedränge entſtand. Auf dem Platz vor dem Ehrenmal hatten ſich in⸗ zwiſchen die Ehrengäſte eingefnuden, darunter Lan⸗ deskommiſſär Dr. Scheffelmeier, Bürgermei⸗ ſter Büchner und die Stadträte Ludwig und Schneider. Nachdem der Zug auf dem Ehren⸗ friedhof angekommen war, nahmen die Fahnen⸗ abordaungen im Halbkreis vor dem Denkmal Auf⸗ ſtellung. Man ſah die Fahnen und Standarten aller hieſigen Militär⸗ und Kriegervereine wie auch die der ſtudentiſchen Verbindungen. Bom Rhein ⸗Neckar⸗Militärgauver⸗ band hatte ſich die geſamte Vorſtandſchaft mit dem 1 Vorſitzeunden Dr. Hieke an der Spitze einge⸗ funden. Mit dem Trauermarſch von Chopin und unter dumpfem Trommelwirbel rückten die Formationen an, worauf, von der Schützenkapelle Seezer ge⸗ ſplelt, feierlich das„Deutſche Gebet“ von Hackenber⸗ ger erklang. Indeſſen hatte die aus drei Eindeckern heſtehende Staffel des Badiſch⸗Pfälziſchen Luft⸗ ſahrtvereins mehrere Schleifen über dem Platz gezogen. In wohlgezieltem Abwurf landete aus einem der ſchwarzbewimpelten Flugzeuge ein Kranz vor den Stufen des Ehrenmals, wie dies auch bei der Feier am Vormittag geſchehen war. Die kurze, aber markige und inhaltsreiche Gedächtnisrede hielt Stadtpfarrer Joeſt von der Johanniskirche(auf dem Lindenhof). Er ſprach von der Toten Vermächtnis, das uns Lebenden zu erfüllen geblieben iſt. Dieſe Gedenk⸗ feier ſei die Begegnung mit einer Vergangenheit, die nicht tot ſei, ſondern ſich immer wieder in Gegen⸗ wart verwandle. Wir haben geſehen, daß der Krieg eine brutale, blutige Tatſache iſt, aber er war noch mehr, denn da draußen iſt uns nicht nur Tod und Elend begegnet, wir haben auch die größte Liebe geſehen, die Liebe zum Vaterland, deren wir heute gedenken. Nun appellieren die Toten an uns Lebende: Beſinnt euch darauf, daß es eine letzte Stellung gibt, bis zu der ihr durchſtoßen müßt, die Stellung bei Gott, der von uns im Namen unſerer toten Kameraden fordert: Denke daran, daß du eine Seele haſt! Wilhelm Raabe's prophetiſches Wort ſei das letzte Wort unſerer toten Brüder an uns:„Die Generation, die nicht Gewalt hat, iſt hin“. Nun kommen die Geſchlechter, die müſſen. Gebe Gott, daß aus dem ſchweren Müſſen ein hei⸗ liges Muß geboren werde, der Wille zur Wahrheit, zum Geiſt, zum Volk. In einem überge⸗ ſchichtlichen Feld kämpfen die Toten weiter und wir kämpfen mit. Nach den eindringlichen Worten des Geiſtlichen, die von allen Zuhörern unter größter Stille ange⸗ hört wurden und weithin vernehmbar waren, ſtimmte die Stahlhelmkapelle das Lied vom guten Kameraden an, während ſich Fahnen, Standarten und Wimpel ſenkten. Unter den Klängen des Cho⸗ rals„Wie ſie ſo ſanft ruh'n“ erfolgten die Kranzniederlegungen. Zu den am Vormittag niedergelegten Kränzen ge⸗ ſellten ſich noch die des Rhein⸗Neckar⸗Militärgau⸗ verbandes, der Ortsgruppe Mannheim des Stahl⸗ helms, der Pfadfinder, der Studentenſchaft und des Badiſch⸗Pfälziſchen Luftfahrtvereins. Damit war die ſchlichte, aber ernſte und würdige Feier beendet. Auch am 110er Denkmal am Friedrichsring wurden mehrere Kränze niedergelegt, und zwar vom 110er Verein, vom Landesverband der 110er, vom Offiziersverein der 11ber, von den Reſerve 40ern, vom Rhein⸗Neckar⸗Milit.ärgauverband und vom Reichsbanner. Am Denkmal der 1870/1 Ge⸗ fallenen auf dem alten Frieoͤhof hat der Gauvor⸗ ſtand am Sonntag vormittag einen Kranz nieder⸗ gelegt. Trauerfeier im Stadtteil Waldhof Die Gedächtnisfeier für die Toten des Welt⸗ krieges wurde im Stadtteil Waldhof in wür⸗ diger Art begangen. Nach dem ſehr gut beſuchten Gottesdienſt in der evangeliſchen und der katholiſchen Kirche verſammelten ſich die Vereine auf dem Schul⸗ hofplatz. Unter Vorantritt der Muſikkapelle Stumpf formierten ſich die teilnehmenden Ver⸗ eine: Feuerwehr, Sanitäter, Krieger⸗ und Soldaten⸗ vereine, Geſangvereine und kirchlichen Vereine zum Abmarſch an den Denkmalsplatz, der mit Fahnen auf Halbmaſt und Lorbeerbäumchen flankiert war. Die Feier wurde eröffnet mit dem Niederländiſchen Dankgebet, dem der prächtige Chor„In ſtiller Nacht“ durch die vereinigten Geſangvereine unter Leitung von Chormeiſter Beck folgte. Andachtsvolle Stille herrſchte während der Gedächtnisrede von Kaplan Striegel. Nach einem weiteren Geſang⸗ und Muſikvortrag legte Direktor Gehring mit einer kurzen Anſprache einen Lorbeerkranz mit Schleife in den Stadtfarben nieder. Die Fahnen ſenkten ſich und die Muſikkapelle ſpielte das Lied vom guten Kameraden. Das„Sanktus“ der vereinigten Geſangvereine und ein Choral der Muſikkapelle ſchloſſen die erhebende Gedenkfeier für unſere Toten. Im Vorort Rheinau 5 fand auf dem Friedhof eine Gedenkfeier für die im Weltkrieg Gefallenen ſtatt. Die Gedächtnisrede hielt Hauptlehrer A. Dies bach, der für den Bund der Kriegsbeſchädigten ſprach. Der Sängerbund ſang die Lieder„Tod in Ehren“ und„O wie herb iſt das Scheiden“, dann ſpielte die Feuerwehrkapelle Brühl das Lied vom guten Kameraden. Viele Vereine mit Fahnen hatten ſich auf dem kleinen Friedhof ein⸗ gefunden, der die zahlreich Erſchienenen kaum zu faſſen vermochte. Allerheiligen— Reformationsfeſt Maſſenandrang auf dem Friedhof— Starker Beſuch der Reformationsgottesdienſte Wohl noch ſelten zeigte ſich das Wetter an Aller⸗ heiligen und am Reformationsfeſt von einer derart angenehmen Seite, wie geſtern. Vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend ſtrahlte die Sonne vom wolkenloſen Himmel und entwickelte eine dankbar begrüßte und angenehm empfundene Wärme. Der Sturm, der am Samstag noch zeitweiſe auflebte und empfindliche Kälte mitbrachte, hatte ſich vollkommen gelegt, ſo daß der Aufenthalt im Freien durch keinerlei widrige Zuſtände beeinträchtigt wurde. Der herrliche Spätherbſttag führte letzten Endes auch dazu, daß der Charakter des Allerheiligenfeſtes noch ſtärker in Erſcheinung trat als in früheren Jahren. Zwar widerſprach der blaue Himmel und die Sonne dem Grundton des Tages, der ſonſt äußer⸗ lich ſchon einen melancholiſchen Eindruck hervor⸗ zurufen pflegte. Dafür ſtrömten aber unüberſehbare Menſchenmaſſen an die Ruheſtätten ihrer Toten. Bereits am Samstag war der Neckardamm mit Menſchen ſtark belebt. Am Sonntag ſetzte dann der Zuſtrom ſo frühzeitig ein, daß die Feudenheimer Straßenbahnlinie ſtändig dicht beſetzt war. Dadurch, daß ſich das Hauptintereſſe auf den Friedhof konzentrierte, war der Verkehr nach den übrigen Ausflugsorten der näheren Umgebung nicht beſonders ſtark. Eine Ausnahme machte der Wald⸗ park und das Strandbad, die einen ganz anſehnlichen Beſuch aufzuweiſen hatten. Auf dem Rhein waren ſehr viele Paddelboote und auch Ruderboote zu ſehen. Der Straßenverkehr in der Innenſtadt war am Nachmittag ſchon recht lebhaft und verſtärkte ſich nachmentlich gegen Abend ſehr beträchtlich. Mit be⸗ ſonderem Eifer ſammelte die Jugend für den Reichs⸗ bund der Kriegsbeſchädigten. Die evangeliſche Kirche feierte geſtern das Reformationsfeſt in herkömmlicher Weiſe. Unverkennbar war an dieſem Feſttag das religiöſe Bedürfnis, denn die evangeliſchen Gotteshäuſer waren überfüllt. Die ſtarke Anteilnahme der Ge⸗ meinde erhöhte überall die feſtliche Stimmung. Der Andrang zu der geſtern abend im Nibelungenſaal ab⸗ gehaltenen Reformationsfeier war gleichfalls ſehr ſtark. Stahlhelm⸗Abend im Nibelungenſaal Konzert der Düſterberg⸗Kapelle Am Samstag abend ſtellte ſich mit einem großen, über 3, 4ſtündigen Konzert die Halleſche Stahlhelm⸗ kapelle, die Kapelle des zweiten Bundesführers Dü⸗ ſterberg, den Männheimer Stahlhelmern vor. Der Saal war gut beſetzt, als mit einem flotten Marſch das umfangreiche Programm eröffnet wurde. Der Führer der Mannheimer Ortsgruppe des Stahl⸗ helms, Herr Theo Haas, begrüßte die Mitglieder und Gäſte und gab bekannt, daß die Stahlhelm⸗ kapelle ſich an der Totenfeier auf dem Ehren⸗ friedhof beteiligen werde. Unter Leitung des ehem. kgl. bayeriſchen Muſik⸗ meiſters R. Seifert ſpielte die Kapelle, die größ⸗ tenteils aus ganz jungen Leuten beſteht, Ouvertüren, Charakterſtücke und Potpourris, zuguterletzt aber eine Reihe von Märſchen, in deren zündender Wie⸗ dergabe die beſondere Stärke der Mufikerſchar liegt. Wie üblich wurden die Fanfarenmärſche mit größtem Beifall aufgenommen, bieten ſie doch auch ein Schauſpiel fürs Auge; Heroldstrompeter und Keſſelpauker, mußten ſich zu einer Zugabe bequemen. Daß der junge Pauker auch ein ausgezeichneter Kylophonſpieler iſt, ſei nicht vergeſſen. Recht inter⸗ eſſant war das große chronologiſche Potpourri hiſto⸗ riſcher Märſche, das die Entwicklung der Militär⸗ muſik in fünf Jahrhunderten darſtellt. Unter der Mitwirkung des Spielmannszuges Mann⸗ heim unter Stabführung von Gautambour⸗ major Arnold ſpielte die Kapelle dann den Großen Zapfenſtreich, an den ſich das Deutſchland⸗ lied anſchloß. Das Konzert hat viele begeiſterte Freunde der Militärmuſtk zuſammengeführt, die ſich an dem ſchneidigen Spiel erfreuten und gerne mehr Märſche und weniger Könzertſtücke gehört hätten. * * Enthoben auf Antrag wurde Handelsrichter⸗ ſtellvertreter Direktor Günther Albrecht in Mannheim bei den Kammern für Handelsſachen beim Landgericht Mannheim. Hermann Rudolph 7 Vergangenen Freitag wurde Oberſt a. D. Her⸗ mann Rudolph, eine in unſerer Stadt bekannte und beliebte Perſönlichkeit, im 63. Lebensjahr zur großen Armee abberufen. Aus Wittlich, Regierungs⸗ bezirk Trier, ſtammend, beſuchte er dort das Gym⸗ naſium und trat dann nach beſtandenem Abitur beim .⸗R. Graf Werder(1. Rhein.) Nr. 30 als Fahnen⸗ junker ein. Bald wurde er Bataillons⸗ und Regi⸗ mentsadjutant, 1895 kam er zum 1. Unterelſäſſiſchen Infanterie⸗Regiment Nr. 132 nach Straßburg, wo er ſpäter Chef der 9. Kompagnie wurde. Anfang 1914 wurde er als Major zum Regiment Graf Barfuß (4. Weſtfäl.) Nr. 17 berufen. Die von ihm ausgebil⸗ dete 9. Kompagnie des Inf.⸗Regts. 132 hat ſich vor allem bei den Anfangshandlungen des Weltkrieges bei Mülhauſen und im Wald von Mandray ſo aus⸗ gezeichnet, daß der Führer ſchon damals das E. K. 1 erhielt. Es wurde ihm vom kommandierenden General unter Hinweis auf die vorzügliche Ausbil⸗ dung der Kompagnie durch ſeinen Vorgänger, den Major Rudolph, an die Bruſt geheftet. Rudolph, der bei Kriegsausbruch in Mörchingen (Lothr.) garniſonierte, wurde einige Zeit ſpäter nach Bonn zur Führung des Erſatzbataillons der 80. Juf.⸗ Brigade berufen. Aus dieſem Bataillon wurde ſpäter das Erſatz⸗Regiment 364 gebildet, in dem er als Bataillonskommandeur in der Schlacht in Lothringen kämpfte und zum erſten Male ſchwer verwundet wurde. Kaum geneſen, führte er ſein Bataillon weiter, das ſich vor allem in den Kämpfen im Prieſterwald und in denen zwiſchen Maas und Moſel auszeichnete. Hier wurde Rudolph zum zweiten Male verwundet. Später übernahm er die Führung des Inf.⸗Regts. 364, die er etwa zwei Jahre inne⸗ hatte, bis er zum Kommandeur des Reſ.⸗Inf.⸗Regts. 441 berufen wurde, das er in vielen heißen Kampf⸗ tagen an der Weſtfront führte. Seine Vorgeſetzten und Untergebenen ſchildern ihn als einen vorbild⸗ lichen Offizier von hoher militäriſcher Begabung, der ungemein energiſch, rückſichtslos gegen ſich ſelbſt, unermüdlich, unerſchrocken, ja faſt tollkühn ſich an der Spitze ſeiner Leute ins Gefecht ſtürzte. Er wurde Ritter des Hohenzollernſchen Hausordens und erhielt die höchſte preußiſche Kriegsauszeichnung, den Orden pour le mérite. Seine ritterliche, untadelige Geſinnung ſein fröhlich-rheiniſches Herz, ſeine gewin⸗ nende Liebenswürdigkeit und ſtete Hilfsbereitſchaft brachten ihm bei ſeinen Vorgeſetzten und Unter⸗ gebenen größte Zuneigung ein. Da Mörchingen zwei Tage nach Kriegsausbruch geräumt werden mußte, verlegte Rudolph ſeinen Wohnſitz nach Laubenheim. Zwei Jahre nach dem Krieg ſiedelte er als Perſonalchef der Rheiniſchen Elektrizitäts⸗Geſellſchaft nach Wannheim über. In dieſer Eigenſchaft war er drei Jahre tätig. Der Firma Carl Laſſen Nachf, war er bis zu ſeinem Tode im Außendienſt ein wertvoller Mitarbeiter. Im Deutſchen Offiztersbund verhalfen ihm ſeine gewin⸗ nenden Umgangsformen ebenfalls ſchnell zu führen⸗ der Stellung. Bis vor einem Jahre war er Vor⸗ ſitzender dieſer Offiziersvereinigung, die heute einem ihrer beſten Kameraden das letzte Geleite gibt. Rudolph wird im Gedächtnis Vieler fortleben als ein vorbildlicher Offizier und gütiger Menſch. Die Erfüllung des heißeſten Wunſches, den Wiederauf⸗ ſtteg des geliebten Vaterlandes noch zu erleben, iſt ihm verſagt geblieben. 8 * * Zur Ruhe geſetzt wurde Hafenmeiſter Johann Ball in Mannheim. * Fahrſtühle für kranke Leute. Wer ſchenkt dem Mannheimer Hilfswerk gebrauchte aber noch gut erhaltene Fahrſtühle für ältere, kranke Leute? Es iſt bedauerlich, die Bittſteller abweiſen zu müſſen, aber Neuanſchaffungen ſind unmöglich wegen der großen Koſten. Die Hilfsbereitſchaft der Mann⸗ heimer Bevölkerung hat noch nie verſagt; möchte ſte auch dieſe Bitte erfüllen können, handelt es ſich 995 um beſonders bedauernswerte alte und kranke zeute. * Unglücksfall beim Spielen. Am Samstag nach⸗ mittag ſpielten mehrere Kinder mit dem Rollwagen der am Neckarauer Uebergang angelegten Feldbahn. Dabei wurde ein 9 Jahre alter Knabe aus der Viehhofſtraße überfahren. Er erlitt einen rech⸗ ten Unterſchenkelbruch und mußte mit dem Sanitäts⸗ wagen ins Krankenhaus gebracht werden. Veranſtaltungen Das b. Akademiekonzert am Dienstag, 3. November, verſpricht beſonders anziehungsvoll zu werden. Serge Pro.kofieff, der bekannte ruſſiſche Komponiſt, wird ſelbſt als Soliſt am Flügel ſein 3. Klavierkonzert erſt⸗ malig in Mannheim ſpielen und eines ſeiner heſten Werke, die„klaſſiſche Sinſonie“ vom Dirigentenpult aus leiten.— Zu Beginn des Konzertes wird Generalmuſik⸗ direktor Lederer ein Konzert für doppelchörtiges Orche⸗ ſter von Händel zu Gehör bringen. Den Beſchluß des Konzertes bildet Dvoraks bekannte ſinfoniſche Dichtung „Aus der neuen Welt“. * Stenographiekurſe. Am nächſten Dienstag abenbs halb 8 Uhr eröffnet der Bad. Lehrerverband für deutſche Einheitskurzſchrift E. V. Mannheim, Meßplatz 2, im Gym⸗ naſium bei der Kunſthalle einen neuen Anfängerkurs in Reichskurzſchrift. Näheres ſiehe Anzeige. VIELE WEGE. Unsere erste Grefllel stung UlsSTER-PALETOTS aus reinwollenen, modernsten molligen Diagonals u. Fischgräts, auf K Seide ganz 6* gefüttert, bezahlten Is TER-PATETOTS Selbstverständlich aus reiner Wolle in einer Verarbeitung wie sie sonst nur für Modellstücke Anwendung fand. 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Statt dem mit Kampf⸗ geiſt geladenen Gegner mit den gleichen Mitteln gegenüber⸗ zutreten, verſuchte man es mit Technik und„Spielen“ den Gegner zu bezwingen. Erſt als Kirchheim mit:0 in Vor⸗ teil war, erwachte der Kampfeswillen der Ludwigshafener. Zu dieſem Zeitpunkt war das Spiel aber ſchon halb ver⸗ loren, denn Dattinger war infolge einer Verletzung nicht mehr im Spiel, Beck kam als Invalide auf Rechtsaußen auch nicht mehr voll in Frage und auch Schmoll war infolge eines Zuſammenpralls nicht mehr im Vollbeſitz ſeines Kön⸗ nens. Kirchheims Schlußangriff richtete ſich alſo nur gegen 8 Phönixler, die aber auch ſonſt nicht mehr als voll gelten konnten. Schönheiten beſaß das Spiel nicht. Es war ein Punkte⸗ kampf im wahrſten Sinne des Wortes mit allen Begleit⸗ erſcheinungen, die dem Fußballſport nicht zur Zierde ge⸗ reichen. Da iſt zunächſt die Kirchheimer Elf ſelbſt. Schon der Beginn des Spiels zeigte eindeutig, daß die Elf unter allen Umſtänden ein günſtiges Reſultat erzielen möchte. Man begann das Spiel mit einer kaum zu über⸗ bietenden Härte, ſodaß es zunächſt nur ſo Strafſtöße für Phönix hagelte. Die 2 mal 45 Minuten blieben Kampf, wenn man ſich auch zeitweiſe etwas beruhigte Rüppelhafte Bemerkungen einiger Kirchheimer Spieler blieben leider ungeahndet. Auch außerhalb des Spielfeldes machte ſich das Verhalten des Kirchheimer Nachwuchſes wenig ſchön be⸗ merkbar, ſportlicher Anſtand ſcheint hier ein fremder Be⸗ griff zu ſein. Kirchheims Spiel zeigte im Feldſpiel nicht ſelten recht gute Anſätze, hatte aber zu ſtark den Kampf⸗ charakter, der ſelbſt vor der Geſundheit des Spielers nicht Halt machte. Der beſte Mannſchaftsteil war die Läuferreihe, die ein wirkſames Zerſtörungsſpiel abſolvierte und in dem Mittelläufer Renſch einen Mann mit einem ganz reſpek⸗ tablen Können beſaß. Das Schlußtrio war wuchtig und entſchloſſen, der Sturm aber trotz den 2 Toren unfertig, unbeholfen und techniſch wenig überzeugend. Wären hier Stürmer mit wirklichem Können geſtanden, die Niederlage der Gäſte wäre den Torchancen entſprechend klarer ausge⸗ fallen. Phönix hatte zunächſt den Fehler begangen, mit Technik und Kombination der Gegner, den man anſcheinend auch unterſchätzt hatte, beſiegen zu wollen. Auch die kleinen Ausmaße des Platzes lagen dem Phönixſturm nicht. Man ſah wohl Technik und Kombination, aber keine abgefeilte und mit Wucht vorgetragenen Angriffe und kaum einen geſunden Schuß. Daß Weber für ſolche Kämpfe kein Stür⸗ mer iſt, bewies er unzählige male, denn er war entſchieden zu langſam und zu weich. Als man das Spiel mit mehr Wucht zur Entſcheidung bringen wollte, wurde zuerſt Dat⸗ tinger und dann Berk verletzt, ſodaß der Sturm auf drei Mann reduziert war. Zu ſpät nahm man Degen und Gun⸗ ner, die für ſolche Kämpfe im Angriff weit praktiſcher ge⸗ weſen wären, nach vorn. Die Läuferreihe war techniſch auf der Höhe, dem Kampfgeiſt der Gegner und den forſchen Angriffen des Gegners war ſie aber nicht ſelten unterlegen. In der Verteidigung mangelte es am gegenſeitigen Ver⸗ ſtändnis, ſo daß dem Gegner manche Chance blieb. Beide waren nervös und ſptelten zu überhaſtet, ſodaß von hinten kaum ein Aufbau zu regiſtrieren war. Als Schiedsrichter amtierte Göttel⸗Kaiſerslautern. Er war peinlich genau und energiſch. Warum er zu keinem Platzverweis des Kirchheimer Mittelſtürmers ſchritt, bleibt immerhin rätſelhaft, denn gerade dieſer Spieler zeigte ſich unzählige Mal von einer Seite, die mit ſportlichem An⸗ ſtand nicht das geringſte zu tun hat. Schon der Beginn des Spiels ließ auf ſo allerhand ſchließen. 5 Minuten hagelte es geradezu Die erſten 5 Strafſtöße gegen Kirchheim, das die Parole„Kampf“ aus⸗ gegeben zu haben ſchien. Hörnle vergibt die erſte Chance. Auf der Gegenſeite zeigte ſich die Phönirdeckung nervös, ſo daß Kirchheim etwas drängen konnte. Nach 20 Minuten wird das Spiel der Gäſte etwas beſſer, Kirchheim blieb aber nach wie vor trotz der Unbeholfenheit des Angriffs gefährlich, da man auf der Phönixſeite das Schießen gänz⸗ lich vergeſſen hatte. Ein ſicheres Tor für Kirchheim rettete Klett gerade noch auf der Linie. Nach der Pauſe hat Auth zwei klare Chancen, die aber ſeine Unfähigkeit als Stür⸗ mer unter Beweis ſtellen. Dattinger ſcheidet verletzt aus und auch Beck bekommt etwas ab, ſo daß er bis zum Schluß nur noch Statiſt iſt. Die 33. Minute bringt Kirch⸗ heim durch den Rechtsaußen die Führung, die 2 Minuten ſpäter durch Hörnle wieder aufgeholt wird. Schmoll hum⸗ pelt nun ebenfalls nach einem Zuſammenprall verletzt auf dem Spielfeld herum. Trotz Gußner und Degen kann ſich der dezimterte Phönirſturm nicht mehr durchſetzen. Der Generalangriff der Kirchheimer bringt durch den Rechts⸗ außen den Siegestreffer, der den Torchancen nach ver⸗ dient, dem gezeigten Können nach aber unverdient iſt. c Kirchheim: G. Gottfried; Windiſch, Kirchgeßner; Rehm, Renſch, Mater; Vogel, Lipp, H. Gottfried, K. Gott⸗ fried, Auth. Phönix Ludwigshafen: Zettl; Neumüller, Klett; Degen, Gußner, Schmoll; Dattinger, Weber, Berk, Hörnle, Linde⸗ mann. Bywg. os Mannheim Sp. Vg. Sandhofen:0 In der Mittellage der Tabelle wird es harte Plazie⸗ rungskämpfe abſetzen, was der obige, im wörtlichſten Sinne ſcharfe„Strauß“ vorahnen läßt. Die ununterbro⸗ chene Punktejagd reißt an den Nerven der Mannſchaften und wenn noch Spielleiter hinzukommen, die den fanati⸗ ſchen Chorus außerhalb der Platzſchranken wecken, iſt die Sache ungenießbar. Geſtern z. B. war der wirkliche Sport⸗ freund froh, als die eineinhalb Stunden abgeſpielt waren und man möchte im Intereſſe der Vereine, Mannſchaften, wie der Sportſache ſelbſt nur wünſchen, daß Vorkommniſſe wie die geſtrigen vom Fußballfeld verſchwinden. Die Hin⸗ ausſtellung Wittemanns 2 von Sandhofen, auf handgreif⸗ liches Vorgehen hin, war beſtimmt am Platze, ſein Ver⸗ halten aufs ſchärfſte zu verurteilen— aber wer die pſycho⸗ logiſchen Umſtände, die offenbare Gereiztheit infolge von wiederholten Fehlentſcheidungen und wohl auch Beleidi⸗ gung in Betracht zieht, kann nur bedauern, daß im Hexen⸗ keſſel des Punktekampfes auch ſonſt durchaus einwandfreie Spieler die Herrſchaft über ſich verlieren. Die neuerliche Schwächung Sandhofens durch dieſe Hinausſtellung zeigt aber wieder, welche Folgen ein unbeherrſchtes Verhalten für Verein und Mannſchaft haben kann. Aus dieſem Grunde allein ſchon ſollten Ohrſeigenexzeſſe eben einfach nicht vorkommen. Im übrigen kann das ſehlgeſchlagene Bemühen der beiden Mannſchaften um Tore und Steg als den Leiſtungen entſprechend bezeichnet werden. Mit Aus⸗ nahme einiger Spielphaſen der zweiten Hälfte war der Kampf wenig intereſſank. Es fehlten Zug und Schwung, woran die Ebenbürtigkeit beider Gegner im Guten wie im Schlechten den Hauptanteil haben mag. Sandhofen lag offenbar das Ausmaß des Platzes nicht, die körperlich ſchwerere Mannſchaft war ſichtlich beengt. Mannheim 08 bringt immer noch keinen wirklich Prauchbaren Angriff auf die Beine. Den neu eingeſetzten Flügeln fehlt bei noch annehmbarem Feldſpiel die eigene Initiative zum Schuß. Flörſch hot an Sicherheit gegen früher weſentlich nachgelaſſen, Teufel 2 iſt kein gefährlicher Mittelmann und die vereinzelten Aktionen und Schüſſe Theobalds reichen zum Durchſchlag des Ganzen nicht aus. Der beſte Mann der Läuferreihe bleibt Weſtermann, nur im allgemeinen zu defenſiv; Schalk fiel nicht auf und Herm konn bei nicht ſchlechter Leiſtung Langenberger nicht erſetzen. Nicht ganz ſo ſicher als ſonſt ſchien Pabſt, aber das Tor⸗ deckungstrio war immerhin der beſte und geſchloſſenſte Mannſchaftsteil. Lindenhofs Unausgeglichenheit iſt zurzeit das Hemmnis für ſtärkere Erfolge. Trotzdem war die Mannſchaft wendiger und flüſſiger im Spiel ols der Geg⸗ ner, was mit der leichteren Beſchafſenheit der Elf und den gewohnten Platzverhältniſſen zuſammenhing. Sandhofen hatte ſeinen federzeit ruhigſten Mann im Mittelläufer Bafer. Er iſt und bleibt der derzeitige Halt Seine Außenläuſer ſtützen ihn gut. Im Hintertrio dasſelbe Bild wie bei 08. Auch hier Wittemann 3 nicht ſo abſolut ſicher wie ſonſt und wie Pabſt auf der anderen Seite mit⸗ unter ſtark vom Glück begünſtigt. Häten die beiden An⸗ griffsreihen nicht verſogt, von ſich aus wären beide Tor⸗ hüter geſchlagen worden. Auch bei Sandhoſen haperte es beſonders auf den Flügeln mit dem Schuß. Dörr in der Mitte ſchafft mehr mit Draufgängertum als mit Kopf und Ruhe. Taktiſch ſalſch war die Spielweiſe vor Halbzeit, in der die rechte Seite einſeitig beſchäftigt wurde, es fehlte ſaſt jeder Wechſel. Beſtimmt wäre hier mit einer wechſel⸗ polleren Spielweiſe der Erfolg zuſtande gekommen. Sehr gut hielt ſich die Mannſchaft nuch Ausſcheiden von Witte⸗ mann 2, da die zehn Mann lange Zeit das Spiel in der Hand hielten. Schiedsrichter Maul ⸗Völklingen, in Mannheim ſeither unbekannt, gab die Sache zettweiſe aus der Hand und wurde dann von den Ereigniſſen und auch den Zu⸗ ſchauern getrieben. Mannigfache Fehlentſcheidungen und zeitweilige Dispute im Feld ſeſtigten keinesfalls das Ver⸗ trauen zu ihm. Jedenfalls verwiſchten die kritiſchen Pe⸗ rioden die ſonſt nicht ſchlechte Geſamtleiſtung vollkommen. Ueber das Spiel ſelbſt kann man ſich kurz faſſen. Be⸗ ſtimmt brachte es ſchon in der erſten Hälfte nicht die Leiſtung Sandhofens, die man mit Recht auf Grund der letzten Er⸗ gebniſſe erwartet hatte. Weiter oben wurde das Weſentliche bereits geſagt. Erſt nach 20 Minuten ſteigen die erſten Schüſſe. So ſchießt Theobald auf guten Kurzpaß von Synock Wittemann 3 ſcharf in die Hände, auf der andern Seite Barth an den Pfoſten. Wittemann 3 hat Glück, daß er dicht vor dem leeren Netz den Ball verliert, ſein geiſtes⸗ gegenwärtiges Nachſetzen rettet die Lage. Dann plactert Theobald überraſchend und knapp neben den Pfoſten. Bei einem offenſichtlichen Hände Weſtermanns im Strafraum, entſcheidet Maul Strafſtoß von der 16 Meter⸗Linte. Auch Pabſt hat Glück, als ihn ein hoher Ball in vorgeſchobener Stellung überraſcht. Nach Seitenwechſel wird die Sache lebhafter. Es hagelt Strafſtöße nach beiden Seiten und ſchließlich wird Witte⸗ mann 2 wegen Tätlichkeit hinausgeſtellt. Sandhofen hat das Spiel mit 10 Mann lange Zeit in der Hand und erſt gegen Ende wird 08 wieder gefährlich, das Spiel verteilter. Die Punkteteilung war alles in allem das Entſprechende. August Müg1e. ſoviel Kraft wie Gewandtheit. Oben rechts: Ein Fuß, ballett“. Unten links: Hockey. Unten rechts: Viele Köpfe und nur ein Gedanke: Das Rugbyleder Die modernen Kampfſpiele wie Rugby, Fußball und Hockey erſordern von den Spielern eben⸗ Oft heißt es mit voller Energie den Ball an ſich zu reißen, um damit den entſcheidenden Vorſtoß auf das feindliche Tor zu unternehmen. oft heißt es auch, faſt ohne Kraftanſtrengung mit einer eleganten Wendung dem Gegner den Ball ſortzuſplelen und ihn mit akrobatiſcher Gewandtheit durch die feindlichen Reihen hin⸗ durchzubringen bis zum letzten energiſchen Einſchuß 5 Stand der Tabelle Vereine Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punk Sportverein Waldhof 11 9 1 1 43:8 19:8 V. f. L. Neckarau 12 8 3 13 273 19¹5 V. f. R. Mannheim 12 7 2 8 2918 16.8 Phönix Ludwigshafen 12 6 3 83 30.2 1519 Sp. Vg Mundenheim 12 5 2 5 23.21 12.12 Amicitſa Viernheim 11 4 2 5 20518 10.12 Spielvg. Sandhofen. 12 3 3 6 1316-15 1008 Mannheim 12 2 5 5 11.20:15 .⸗V. Sandhauſen 12 2 2 8 11:44:18 F. G. Kirchheim 12 1 1 10 12:43.21 Weitere Ergebniſſe Verbandsſpiele in Süddeutſchlaud ASV Nürnberg— eee Bayern Hof— Spielvg. Weiden:1; 1. FC Bayreuth Würzburger Kickers:0; e Schweinsfurt— Bf Fürth :1 FV Würzburg— FC Nürnberg 221. Nordbayern: Südbayern: :0; München Wacker München München:2. Württemberg: Germania Brötzingen— VfR Heilbronn :1; FE Pforzheim— FW Zuffenhauſen 378; Stuttgarter Kickers— Sportſrde. Eßlingen:35 SW Feuerbach— 115 Birkenfeld:0; Union Böckingen— BfB Stuttgart 9590 Baden; Karlsruher FV— VfB Karlsruhe 1727 burger FC— Fe Villingen 311; SC Freiburg— 86 Rheinfelden:1) FC Mühlburg— F Raſtatt 121, Schramberg— Phönix Karlsruhe 221. 1 Main: Eintracht Frankfurt— Spog. Griesheim gig; FE 93 Hanau— Rot⸗Weiß Frankfurt 155; Germania Bieber— Union Niederrad:2; Bfs Neu⸗Iſenburg— Offenbacher Kickers:2; FSV Heuſenſtamm— 888 Frankfurt:5. Heſſen: SW Wiesbaden— Viktoria Walldorf:0; Ale⸗ mannia Worms— Kaſtel 06:1: FS 05 Mainz— Olym⸗ pia Lorſch:1; FC Langen— Wormatia Worms 12:1; Vii⸗ torta Urberach— SW 98 Darmſtadt:2. Bayern München 1860— FC 21: a— Teutonia München Straubing:2; SSV Ulm Jahn Regensburg— De Saar: VfR Pirmaſens— Fa Pirmaſens:1; Sagr gz Saarbrücken— SW 05 Saarbrücken:1; F Saarbrücken gegen 1. FC Idar:2; FC Kaiſerslautern— Sportſ rde. Saarbrücken:0; Weſtmark Trier— Boruſſia Neun⸗ kirchen 074. Sp. Vg. Mundenheim V. f. R.:2 Bei herrlichſtem Wetter hatte der Mundenheimer Platz wieder einen recht guten Beſuch aufzuweiſen, zumal der Vſg einen äußerſt zahlreichen Anhang mitgebracht hatte. Das Spiel erfüllte zwar nicht alle Erwartungen, wurde aber im allgemeinen ſchnell und temperamentvoll durchge⸗ führt. Mundenheim kämpfte wie noch immer auf eigenem Platz mit größter Hingabe, aber mau fragte ſich vergebens, warum man mitunter doch reichlich hart„einſtieg“, obwohl bei dieſem Treffen doch wirklich nichts auf dem Spiel ſtand. Der Sieg der Raſenſpieler iſt als verdeent anzu⸗ ſehen, denn außer der beſſeren Technik verfügten die Gäſte auch über die körperlich beſſer durchgebildeten Leute, ſodaß die weit leichteren, dafür aber umſo wendigeren Mann⸗ heimer doch meiſt im Vorteil blieben. Die Gäſte hatten ihre Elf wieder einmal neu formiert. Hoßfelder ſtand in der Verteidigung, Eberle und Willier waren als Außenläufer tätig, während man Krieger und Schmitt 2 in den Sturm eingeſtellt hatte. Dieſe Umgrup⸗ pierung und Neueinſtellung bewährte ſich, denn der Zu⸗ ſammenhang war weit beſſer geworden, wenn auch die Lei⸗ ſtungen des Angriffs recht unterſchiedlich waren. Dagegen waren Läufereihe und Hintermannſchaf äußerſt zuver⸗ läſſig, ſodaß alle Anſtrengungen der Platzherren vergeblich blieben. Mundenheim hatte gegen Neckarau eine weitaus beſſere Leiſtung geboten. Zunächſt war die Geſamtleiſtung zwar recht gut, aber als Erfolge ausblieben, fiel die Elf mehr und mehr auseinander. Tiator war im Sturm der beſte Spieler, dagegen blieb Gürſter ſchwächer als ſonſt. Von Deuſchel ſind nur noch ſeine Strafſtöße gefährlich, ſonſt iſt dieſer Spieler jetzt doch zu langſam. Läuferreihe und Verteidigung ſchlugen ſich recht gut, wurden aber nach dem erſten Treffer reichlich nervös. Lauer im Tor hielt ganz ausgezeichnet, an den beiden Toren trifft ihn keine Schuld, zumal er bei dem zweiten Erſolg von einem eigenen Spieler behindert wurde. Das Spiel beginnt mit wechſelnden Angriffen. muß alsbald einen Lauer plazieren Schuß von Lechleiter zur erſten Ecke wehren. Dann verſchießt Schmitt 2 ganz knagg aus guter Poſition. Mundenheim kann ſich zunächſt nur im Feld gut behaupten, ohne aber richtig gefährlich werden zu können. Lauer muß ſchon wieder einen Schuß von Lechleiter wehren. Nach der 2. VfR⸗Ecke bringt ein Strafſtoß von Deuſchel die erſte Gefahr für das Gäſtetor, doch reicht es nur zur 1. Ecke, die zur 2. abgewehrt wird. Gleich darauf ſauſt ein Bombenſtrafſtoß von Deuſchel knapp am Pfoſten vorbei. Die Gäſte kommen bis zur Pauſe zu insgeſamt 5 Ecken, doch bleiben beiderſeits Tore verſagt. Nach dem Wechſel liegt Mundenheim kurze Zelt gut im Angriff. Betſch fängt die 3. Ecke ſicher ab, dann ſchſeßt wieder Schmitt 2 auf der Gegenſeite knapp am Tor vorbel. Nach 9 Minuten gehen die Gäſte in Führung. Im Anſchluß an die 6. Ecke ſchießt Kamenzien ſcharf aufs Tor, der Ball wird zwar abgewehrt, doch Schmidt iſt ſofort zur Stelle und lenkt ein, 011. Die Gäſte bleiben weiterhin im An⸗ griff; nach der 7. Ecke muß Kamenzien vorübergehend verletzt, vom Platz gehen; Willier geht Mittelläuſer und Schmitt 2 in die Läuferreihe zurück. Mundenheim kommt zur 4. Ecke, die Gäſte gleich darauf zu ihrer achten, die zu⸗ gleich die entſcheidende Wendung bringt; Lauer will den Ball abfangen, wird aber von einem eigenen Spieler be⸗ drängt und ſchlägt den Ball ſelbſt ins Tor,:2 nach 32 Min, Gleich darauf hätte die ungemein nervöſe Verteidigung der Platzherren ein zweites Selbſttor verſchuldet, doch ſteßt noch ein Verteidiger im leeren Tor und verſperrt dem Ball den Weg. Das Treffen ſtand unter der Leitung von Uhrig⸗ Bürgel, der bei einem energiſcheren Auſtreten vielleicht beſſer gefallen hätte. Mundenheim: Lauer, Oſter, Diefenbach, Dillenbug, Butſch, Hick, Tiator, Gürſter, Samstag, Denſchel, Minrath, BfR: Betſch, Fleiſchmann, Hoßfelder, Willier, Kamen⸗ zien. Eberle, Langenbein, Krieger, Lechleiter, Schmitt, Löſch. H. B. F. V. Sandhauſen— V. f. L. Neckarau:2 Vor über 2000 Zuſchauern wurde von beiden Mann⸗ ſchaften ein zeitweiſe übermäßig hartes Spiel vorgeführt. Neckarau kämpfte um den Anſchluß an die Tabellenfüh⸗ rung. Sandhauſen wehrte ſich verzweifelt gegen den dro⸗ henden Abſtieg, Tatſachen, die natürlich nicht dazu beizu⸗ tragen vermochten, die Spieler zu der notwendigen Rück⸗ ſichtnahme auf den Gegner zu veranlaſſen. Schiedsrichter Unverſehrt⸗ Pforzheim hatte ſomit ein ſchweres Amt, deſſen er ſich aber mit Umſicht und Korrektheit entledigte. Bedanerlicherweiſe gab es ſogar einen Platzverweis, Köh⸗ ler 2 von Sandhauſen mußte wegen groben Faulſpiels kurz nor Spielende vom Platz. Während der Pauſe ſoll ſich ein Sandhauſener Spleler gegen einen Neckarauer tät⸗ lich vergangen haben. Unverſehrt nahm den Tatbeſtand auf und wird die Anzeige an die Behörde erſtatten. Sein . ̃ ᷣ!... ppkéb'bbkéékbébébébébkbkbébkbékbku..'.'..'....'.'.'..!.........—————————————————— Der Kampf um den Ball Kraft oder Aumut. Oben links: Ein vereitelter Ballraub beim Rugby. Damenzweikampf beim Aber ebenſo Verdienſt iſt es, daß das Treffen trotzdem in erträglichem Rahmen zu Ende geführt werden konnte. Das Spiel ſelbſt brachte bald nach Beginn die erſten Strafſtöße, die ſich gleichmäßig auf beide Kontrahenten verteilten. Die Neckarauer Verteidigung, die ohne den geſperrten Broſe antrat, hielt ſich überraſchend gut und lieferte ein ausgezeichnetes Spiel. Schon wenige Minn⸗ ten nach Spielbeginn konnte Benner einen famoſen An⸗ griff des geſamten Sturmes mit dem verdienten Füh⸗ rungstreffer abſchließen, ebenſo berechtigt war aber auch der Ausgleich für Sandhauſen, den kurze Zeit ſpäter der Halblinke Schmitt herſtellen konnte. Die erſte Spielhälfte brachte keiner Mannſchaft eine ausgeſprochene Ueber⸗ legenheit, wenn auch die techniſche Ueberlegenheit der Leute um Zeilfelder nicht zu überſehen war. Nach dem Wechſel entbrannte der Kampf um Sleg und Punkte mit verſtärkter Heftigkeit. In der. Minute etwa gelang den Gäſten der entſcheidende Treffer. Zeil felder, der wieder einmal mehr die treibende Kraft im Sturme Neckaraus war, nutzte einen Deckungsſehler de gegneriſchen Verteidigung raffiniert aus und ſandte zum 2˙1 ein. Weitere Angriffe ſcheiterten jedoch an der Ver⸗ teldigung der Platzbeſitzer, bei der ſich beſonders der Tor, wächter als ein Klaſſeſpieler erwies. Drei Minuten vor Schluß drohte noch einmal eine Punkteteilung, als den Sunohauſenern ein Elfmeter zugeſprochen wurde. Neckar aus Torhüter konnte jedoch in glänzender Manſer diese Gefahr bannen, den Eckball beſeitigte die maſſierte Neckar⸗ auer Verteidigung. Alle Anſtrengungen Sandhauſenz um eine Reſultatverbeſſerung blieben erfolglos, die bu Köhlers Platzverweis geſchwächte Elf konnte trotz einiger Chancen nichts Zählbares mehr erreichen. Bei Sandhauſen gefiel, wie bereits erwähnt, der 17 9 mann in erſter Linie. Die Verteidigung war ſehr eit und ſicher, der rechte Back übertraf ſeinen Nebenmann. Der Mittelläufer fiel ziemlich aus, im Sturm waren telſtürmer und Halbrechts nicht auf ſonſtiger Höhe. Auch Neckarau hatte in der Tordeckung den beſten Mannſchaftsteil. Mittelläufer Lauer lieferte ein über, ragendes Spiel, neben ihm gefiel noch der rechte Ae Im Sturm war Zeilfelder die treibende Kraft; ſeiner Ju tiattve iſt auch der knappe Sieg zu danken. 120 Die unliebſamen Vorfälle während der Pauſe dürſte noch ein Nachſpiel für die Beteiligten haben. Deutſche Ringer in Schweden Das erſte internationale Ringkampf⸗Turnier im Frei holmer Zirkus wurde nach zweitägiger Dauer am 2 tagabend beendet. Die beiden Süddeutſchen Fusch nen Schulze ſetzten ſich zwar in den Ausſcheidunde zungen erfolgreich durch, unterlagen aber in den Entſchei dem beſſeren Können der Schweden. Der Bantamgaff 91 Fiſcher wurde nach zwei Punktſiegen über Ota zer und E Johaunſſon von dem Schieden Tenge nach Punkten beſiegt und wurde zweiter Prei bon Schulze legte im Federgewicht von Carlſſan ier nach einer Minute auf beide Schultern und war an 5 E. Bergſtröm nach Punkten erfolgreich. Im 1290 um den zweften Plez verlor er gegen Samue 9 0 :28 Minuten entſcheidend und wurde nur dritter 140 Klaſſe. Der Endſieg fiel an den Eu ropam Thu veſon. Fußballkampf Schottland Wales 32 In Vrexham wurde am Samstag der Fuß ba 5 kampf zwiſchen Wales und Schottland ausge kagge ht Schotten, die bereits bei der Pauſe mit.1 in 8 lagen, kamen dabel zu einem verdienten:2⸗Sieg. 4 reiz 03 Oft rascher bei 03 antrat, vielleic einiger ſchoß h Neben wendie Abe In in geſproc ſaͤrker etfolgl Nat gleich. Pfalz, Auch geſchla 07 aeg Rünchen Ulm— Ded eilhronn ittgarter — 8 678. eim 910) ermania burg— 88 110; Ale⸗ —Olym⸗ 1) Vik⸗ Saar 95 rbrücken portfroe. Neun⸗ Lauer eiter zur nd knapp ächſt nur ) werden chuß von ngt ein Gäſtetor, irt wird. zel knapp Bauſe zu erſagt. Zeit gut in ſchießt r vorbel. Anſchluß der Ball tr Stelle im An⸗ zergehend uſer und n kommt „ die zu⸗ will den ieler be⸗ 82 Min, gung der doch ſteht dem Ball n Uhrig⸗ vielleicht Uenburg, Minrath, Kamen⸗ ſchmitt 3, H. B. räglichem e erſten trahenten ohne den gut und je Minn⸗ oſen An⸗ ten Füh⸗ ber auch päter det pielhälſte e Ueber⸗ der Leute uten vor als den Neckar⸗ tier dieſe e Neckar⸗ üſens un te durch b einiger der Tor⸗ ehr eiftig henmann. ren Mit⸗ he. n heſten in über⸗ e Läufer. iner Ju e dürften en im Stock⸗ am Frei cher und skämpfen ſeidungen gewichller afſſot Montag, 2. November 1931 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen ⸗Ausgabe 5. Seite/ Nummer 507 —— Handball im Rheinbezirk Ein Spieltag ohne Aeberraſchungen bs Ludwigshafen— JV. Oftersheim:2(:1) Oftersteim, das am Sonntag Me. in Mannheim über⸗ zaſchend 64 geſchlagen hatte, war bei ſchönſtem Herbſtwetter bei 08 Dudwigshafen zu Gaſt. Die Elf, die nicht komplett antrat, enttäuſchte ſehr. In keinem Mannſchaftsteil— glelleicht mit Ausnahme der Läuferreihe— wurden auch nur einigermaßen genügende Leiſtungen geboten. Den Vogel ſchoß hierbei der Sturm ab, dem aber auch garnichts gelang. Neben Zuſammenarbeit ließen die Gäſte vor allem den not⸗ wendigen Kampfgeiſt und Eifer fehlen. Aber auch Ludwigshafen, das beim Wechſel ſchon zu in Front lag, verſtand ſich nicht in allen Rethen. Aus⸗ geſprochen ſchwach war die Hintermannſchaft, die bei einem faͤrkeren Gegner beſtimmt Schiffbruch gelitten hätte. Sehr gut war der Sturm, der, ſo lange er Luſt dazu hatte, ſich immer burchzuſetzen verſtand. Der Unparteiiſche, Münch⸗ katls ruhe, der ſchon das Vorſpiel 52 für 08 nur mit Mühe unter Dach gebracht hatte, war auch diesmal völlig ungenü⸗ 2 8 b. der Spielverlauf, der durch Dumke, Wörz und Spathler 5 Tote vor der Pauſe für 03 brachte, war nach dem Wechſel wenig intereſſant. Der Gaſt konnte dem einen Tor Acker⸗ manns durch Minkel ein zweites hinzufügen. 0g kam durch Dumke ebenfalls nur zu einem Erfolg, ſodaß die Spieler ſch beim Stande:2 trennten. Pfalz Ludwigshafen— 07 Mannheim 31(:0) Neuoſtheim zog auch beim Rückſpiel in Ludwigshafen gegen Pfalz mit:1 Toren den kürzeren und konnte ſo ſei⸗ gen Tabellenſtand nicht verbeſſern, während Pfalz ſeinen Mittelplatz in der Tabelle behaupten konnte. Das Spiel, das in Offenbacher aus Mainz einen aufmerkſamen Leiter hatte, ſah zunächſt verteiltes Spiel mit leichter tech⸗ nischer Ueberlegenheit der Pfälzer. In der 15. Minute kann Schilling einen Strafwurf verwandeln und damit ſeinem Verein die Führung verſchaffen. Die Bemühungen beider Maunſchaften um weitere Erfolge bleiben bis zur Pauſe erfolglos. Nach der Pauſe gelingt den Gäſten ſchon bald der Aus⸗ gleich Erneut beginnt der Kampf um die Führung, den Pfalz, das beſſer kombiniert, für ſich entſcheidet. Der Mittel⸗ kürmer kann Weigold zum zweiten Male das Nachſehen geben und Schilling kann noch auf:1 erhöhen, dann iſt Schluß. Sp Waldhof— 08 Mannheim 1511(:1) Auf dem Waldhof war Schützenfeſt. Der Leidtragende war os Lindenhof. Schützenkönſg wurde Spengler mit 7 Treffern, dle ihm aber nur ermöglicht wurden durch das gule Zuſammenarbeiten ſeiner Angriffsreihe, die den Hegner einfach überſpielte. Lindenhof hatte vier Mann 91 0 ur Stelle hätte aber auch komplett vor den etwa 190 uſchauern dem Platzverein nicht gefährlich werden können. Den Torreigen begann Herzog, dem Spengler folgte. Kühlwein kann dann das Ehrentor für 08 erzielen. Weiß und Keller erreichen dann mit Spengler bis Halbzeit eine :1 Führung, Das Spiel geht nach der Pauſe mit der⸗ ſelben Waldhofüberlegenheit weiter und als Neumann aus Mainz das Schlußzeichen gibt hat der Sieger die Plustore auf 15 erhöht ohne eine weitere Belaſtung ſeiner Minus⸗ ſeite zuzulaſſen. Polizei Mannheim— Phönix 6238(:0) 1 Den Leuten von der Uhlandſchule hatte man für dleſes Sptel einige Chancen gegeben, da die Leiſtungskurve der Poliziſten nach den letzten Spielen gemeſſen nach unten zeigte, während Phönix ſeine Spielſtärke vergrößert hatte. Aber in dieſem Spiel hatte Phönix bald nicht mehr viel zu beſtellen; dabei kam der Gaſt nur durch zwei ſchwache Lei⸗ ſtungen des Hüters der Polizei zu zwei ſeiner Gegentore. Poltzei hat Anſpiel, kreibt aber Ueberkombinatſon. Nach⸗ dem Stemper an die Latte geworfen hat, wirft Becker zu 911 ein. Stemper und Schuch werfen dann an die Latte. Ein 13⸗Meter⸗Wurf für Phönix ereilt das gleiche Schickfal. Müller und Becker können in kurzen Abſtänden aus vollem Lauf auf:0 erhöhen, wobei beim letzten Tor der Un⸗ parteiiſche zu früh abgepfifſen hatte. Nach der Pauſe hilft Stemper eine mißglückte Fuß⸗ abwehr von Klingel zu:1. Dann vergeben Schuch und Belzer frei vor dem Tore. Nun wirft Höfling zur Ab⸗ wechſlung an die Latte. Bleicher kann wieder auf Fehler von Klingel auf:2 ſtellen. Polizei wird nun energiſcher und Müller und Bachert ſtellen mit 2 Toren die alte Differenz wiederher. Stemper kann nun einen Strafwurf verwandeln und Becker macht nach überlegter Abgabe mit einem 6. Tor den Abſchluß. FV Frankenthal— VfR. 52(:5) 8 Die Raſenſpieler haben mit dieſem Sieg eine gefähr⸗ liche Klippe glücklich umſchifft und auch als einzigſter Gaſt⸗ verein am Sonntag auf fremdem Platz einen Sieg errun⸗ gen. Das Spiel, dem der Mainzer L6ffler als guter Unparteiiſcher vorſtand, nahm einen intereſſanten und wechſelvollen Verlauf. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel bringt die 10. Minute durch Sornberger für Vfßt die Führung. Der gleiche Spieler verſchießt dann gleich dar⸗ auf. Hoffmann erhöht im Alleingang und Fiſcher ſtellt nach Kombination auf:0. Hoffmann kann auch das vierte Tor einwerfen dann kommt ein Rückſchlag. Windecker ſchlägt Reinhold nach Deckungsfehler zum erſten Male. Eine Strafwurfabgabe an Schimmelburg verwandelt dieſer prompt. Windecker und Martin verringern noch vor der Pauſe den Gäſtevorſprung auf 518. Der Beginn der zweiten Hälfte ſieht Müller in guter Abwehr. Martin verwandelt bald einen Strafwurf zu 514, der fk Vorſprung iſt von 4 auf 1 Tor zuſammenge⸗ ſchrumpft. Hoffmann, der in guter Verfaſſung iſt, wagt einen Alleingang der erfolgreich abſchließt. Morgen ver⸗ wandelt einen Strafwurf zu 714 für Mannheim. Fiſcher verſchießt nun einen 13 Meter erzielt aber kurz darauf ein achtes Tor, das Löffler wegen Uebertretens anulliert. Ein Alleingang von Nockel führt zum fünften Frankenthaler Tor und bringt den Endſtand mit:5 für den Gaſt. Zu erwähnen iſt noch, daß die Raſenſpieler ſeit langer Zeit erſt nach wieder mit Schönberger antraten der ſich jedoch der Pauſe wirkungsvoll zur Geltung brachte. dwei Mannheimer Hockey ⸗Siege Zwei ſchöne Siege der Mannheimer Vereine war das Reſultat der beiden geſtrigen Hockeywettkämpfe. Während der Turnverein 1846 auf eigenem Platze Mühe hatte, die fark verbeſſerte Mannſchaft des Hockeyklubs Kreuznach 221 Meberzuringen, holte ſich die MT hin Ludwigshafen einen ohen 510 Steg, der allerdings erſt in der letzten Viertel⸗ funde ſſchergeſtellt wurde und dem Spielverlauf nach, zu hoch ausfiel. i Ludwigshafen— MG Mannheim 918(:1) Auch am Sonntag blieb die 1. Mannſchaft der Mech un⸗ beſchlagen, jedoch hatte die Elf ſehr zu kämpfen, um die Metraſchend guten Ludwigshafener zu ſchlagen. Der Tü war gegen die letzten Spiele nicht wieder zu erkennen und lieferte eine durchaus gleichwertige Partie. Erſt mit dem 2 Tore der Mi fiel die Mannſchaft auseinander, wäh⸗ zend dei den moraliſch geſtärkten Mannheimern erſt jetzt das nötige Zuſammenſpiel und Verſtändnis wieder kam. In der 1. Halbzeit ſpielt die Mrc̃ unter aller Form. Sämtliche Mannſchaftsteile, einſchließlich der Verteidigung 8 lud ſehr schwach, ſodaß der Tc die beſten Chancen hat, berels hier das Spiel entſcheidend zu beeinflußen. Außer einem Schuß an die Latte erreichen die Ludwashafener Stürmer jedoch nichts und gegen Ende der 1. Hälfte wird Mannheim beſſer. Günthner erzielt kurz vor der Pauſe das 1. Tor für die Mi, ſodaß mit bl die Seiten ge⸗ wechſelt werden. Auch nach Wiederbeginn ſieht es lange uicht nach einem hohen Siege der MS aus, da der Tec wlederhult drängt, ohne aber die jetzt ſicherere Mannheimer Hintermannſchaft überwinden zu können. Erſt eine Vier⸗ lelſtunde vor Schluß kommt der Umſchwung. Eine Flanke von rechts lenkt Günthner gerade noch aus einem Gedränge heraus ins Tor, womit der Endſieg der MT geſichert iſt. Die Stürmer werden jetzt ſicherer, ſpielen beſſer zuſammen und bereits 4 Minuten ſpäter erzielt der Rechtsaußen Beck einen wunderbaren Schuß den 3. Treffer für die Nich. Vom Anſpiel geht der Gäſteſturm ſofort wieder ih und nochmals iſt es Beck, der einſchießen kann. Kurz vor Schluß erzielt Brückmann nach ſchönem Durchſpiel das Tor, wodurch das Endrefultat hergestellt iſt.— Weber und Baumann(TV 1840) leiteten von einigen Fehlenk⸗ ſcheibungen abgeſehen, korrekt. 55 1 1816 Mannheim— Sc Kreuznach 271(:0) Auch der 2 Mannheimer Vertreter hatte ſchwere Arbeit 10 leſſten, ehe er gegen den Kreuznacher Hockey⸗Club zu euem knappen Stege kam. Die Gäſte ſtellten eine über⸗ J kaſchend ſpielſtarke Mannſchaft ins Feld, die im Felde volkommen gleichwertig war und ſich erſt mit dem Schluß⸗ Alf geschlagen bekannte. Nur in der Läuferreihe waren g dem E glatt unterlegen, obwohl hier Morgenroth nicht eſonders gefallen konnte. Scheitel und vor allem Lutz 8 hier jedoch ſehr erfolgrelch. Auch die Hintermann⸗ holt der Turner ſchlug ſich ſehr gut. Metz batte einen onders guten Tag und war kaum zu ſchlagen. Sal⸗ neun und Seidel ſchoſſen wieder die Tore für den Platz⸗ beſtzer. überragten auch an ſpieleriſchen Qualitäten ihre Nebenſpieler. Die Gäſte hatten in dem Verteidiger Haas dien beſten Mann. Mik Abſtand folgten fein Partner Allsdos, der linke Läufer Grunewald und im Sturm der Mittelſtürmer Keller und ſein rechter Nebenmann J Scherhag. Nach ausgeglichenem Feldſpiel kann der Turnperein bis 15 Pauſe zwei Tore vorlegen, Ia die Stürmer die beraus⸗ ſcch beiteten Chancen beſſer zu verwerten verſtehen. Seidel 0 einen Bombenſchuß zwiſchen die Latten und Salmon 4 pielt blendend die geſamte Hintermannſchaft der Gäſte uch in der zweiten Halbzeit iſt das Spiel vollkommen Zuceglichen. urch den Halblinken Scharb, der eine ſchöne alben, on Heller einſchießt, kann Kreuznach ein Tor 5 holen, dann iſt die TB. Hintermannſchaft fedoch nicht Rr zu ſchlagen. Trotzdem die Gäſte in den letzten zehn 0 880 beängſtigend drängen, gelingt es dem Turn⸗ dein, weitere Tore zu verhindern und damit den knappen 0 zu halten. Allerdings ſteht der Sieg e mit dem Alo! ſicher, denn die Ueberlegenheit der Kreuznather er die gegen Ende wieder nachlaſſende Mannheimer arbeſllcdaft war ziemlich ſtark und nur der ausgezeichnet eitenden Hintermannſchaft iſt es zuzuſchreiben, daß die * dete acher Mannſchaft nicht noch zum Ausgleich kam. be er waren als Schiedsrichter nur zwei erren der 0 en Vereine geſtellt, die keine genügenden Leiſtungen r arum wurden keine neutralen Leiter, wie in den den Spielen herangezoen? Schwimm ⸗Rekorde in Magdeburg Ausgezeichnete Leiſtungen, darunter zwei neue oͤeutſche Rekorde gab es am erſten Tage des Inter⸗ nationalen Hellas⸗Feſtes im Magdeburger Wilhelmsbad. Auf der ſchmalen, aber vorſchriſtsmäßigen Hallenbahn im⸗ ponierte beſonders der Deutſche Meiſter Deiters⸗ Köln, der trotz ſeines verbeſſerungsbedürftigen Stils im 400 Meter⸗Krawlſchwimmenden vom Altmeiſter Heinrich, Leipzig mit 5,07 Minuten gehaltenen deutſchen Rekord um 3 Sekunden auf 5,04 Minuten verbeſſerte. Die zweite deutſche Höchſtletſtung ſtellte der Berliner Meiſter it⸗ tenberg auf der 100 Meter⸗Bruſt⸗Strecke mit 1,1454 Minuten auf und blieb damit 1,6 Sekunden unter der bisherigen Beſtleiſtung von Rademacher⸗Magdeburg. Einen aufregenden Kampf lieferten ſich über die kurze 100 Meter⸗Krawlſtrecke der Ungar Szekelz und der Kölner Maas. Erſt im Endſpurt ſiegte Szekelg knapp in der ausgezeichneten Zeit von 1,01 Minuten. Daß erſte Spiel der Vorſchlußrunde um die Deutſche Waſſerballmeiſterſchaft wurde von dem Titelverteidiger Hellas⸗Magdeburg knapp mit:3(312) über Bayern 907 Nürnberg gewonnen. Handb SV. 1846 ſiegt knapp Wenn in der Gruppe l auch das Treffen TB Hocken⸗ heim— Tg. Rheinau zum Austrag gekommen wäre, hätten ſämtliche Vereine die Vorrunde hinter ſich, ſo aber bleibt dieſes Spiel im Rückſtand, da es in letzter Minute wegen der Totengedächtnisfeier in Hockenheim abgeſagt worden iſt. Im anderen Spiel ſah der 1848er Platz im Luiſenpark ein hartes Punktetreffen, bei einem wechſelvollen Verlauf, das die Platzmannſchaft mit torreichem Ergebnis knapp für ſich entſcheiden konnte. Dadurch behalten die 1840er weiter An⸗ ſchluß nach oben, wogegen Oftersheim ſtark zu rückgefallen iſt. Nach dem heutigen Stand wobei allerdings berückſichtigt werden muß, daß zu der Wertung des Spieles Rheinau Oftersheim noch die Spielleitung Stellung zu nehmen hat und daß ferner der Einſpruch der 1848er wegen des Spieles gegen Hockenehim läuft, ergibt ſich folgende Tabelle: Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte TV Hockenheim 4 3 0 13:9 7 Tade. Ketſch. 5 2 19.53 6 T B. 1846 0 1 22:20 6 3 1147 3 2 10:18 3 TG. Rheinau 4 TG. Ofters 14 1340 2 TG. Oftersheim 5 S8 3 5 2 Tade. Heidelberg 5 2 1 15 TV 1846— Tg Oftersheim:3(:1) Beide Mannſchaften waren teils durch Krankheit, teils durch Sperrung von Leuten mit Erſatz anzutreten ge⸗ zhungen, Dadurch kam es auch, daß auf beiden Seiten an⸗ fangs ſehr vorſichtig und verhalten geſpielt wurde. Bald nach Beginn kann Oftersheim einen Strafwurf glänzend abwehren. Beide Torwächter hatten reichlich Arbeit, wobei Kautzmann im 1846er Tor weit ſchwierigere Bälle zu halten bekam und erneut ſeine gute Klaſſe unter Beweis ſtellen konnte. Mannheim läßt im Zuſammenſpiel viel zu wünſchen übrig. Beſonders in der Sturmlinie wird zu eng kombiniert wodurch ſich keine Erfolge einſtellen können. Weit gefälliger ſpielt Oftersheim. Die Gäſte haben mehr vom Spiel, begehen jedoch den Fehler, dasſelbe zu ſehr auf den Mittelläufer einzuſtellen. Becker und ſpäter Ba a⸗ der brechen die Spannung und verhelfen den 1846ern zu einer:0 Führung. Einen Deckungsfehler nützt Ofters⸗ heims Mittelläufer Hartmann geſchickt aus und ver⸗ beſſert zum Halbzeitſtand 211. Die zweite Hälfte ſieht vorerſt Mannheim im Vorteil, insbeſondere werden die Außenſtürmer beſſer ausgenützt, wodurch das Spiel auseinandergezogen wird. Stalf und Etchin erzielen zwei weitere Tore ſodaß das Spiel 411 ſteht. Oftersheim jedoch gibt ſich noch nicht geſchlagen und all der Turner über Tg. Oftersheim holt nach einem Durchbruch und durch ein Kombinattonstor auf:3 auf. Kühnle ⸗Raſtatt war als Schiedsrichter ſehr gut. Ihm iſt es zu danken, daß das harte Treſſen im Rahmen des Erlaubten blieb. Vollkommen unnbtig war die Aufregung der Oftersheimer Mannſchaft nach Spiel⸗ ſchluß. 1846 8.— Tg Oftersheim 2.:2, TV Sandhofen 2. Ju⸗ gend— TW 1846 1. Jugend. Sandhofen nicht angetreten. TV 46 2. Jugend— TV Seckenheim 2. Jugend 25:1. TV 1846 3. Jugend— Germania Neulußheim 1. Jugend 972. In der Gruppe 2 der Badiſchen Meiſterklaſſe nahmen die Spiele den erwarteten Verlauf, wenn man von dem Ergebnis Jahn Weinheim— TV Rot:4 Abſtand nehmen will. In dieſem Spiel mußte der Neuling ſeine erſte, wenn auch nur knappe Niederlage einſtecken. Im Spiel Polizei Heidelberg— 62 Weinheim 224 hat ſich der Kreismeiſter auch weiterhin ſeine Ausſichten gewahrt während Tade Ziegelhauſen gegen Jahn Nußloch 914 gewann. Die Aufſtiegsklaſſe im Mannheimer Turngau Tagde Käfertal— Tbd Viernheim 12:2(:); T Sandhofen— TW Seckenheim:7(:); Tod Hocken⸗ heim— Jahn Neckarau:2(:1) Die Nordgruppe in der Auffſtiegsklaſſe ſah wieder⸗ um zwei klare Stege der beiden Tabellenführer Käfertal und Seckenheim. Auf eigenem Platze behauptete ſich die Tgde Käfertal in jederzeit überlegener Weiſe über den Tbo Viernheim, während der TV Seckenheim auf dem Platze der einſt ſo ſpielſtarken Sandhöfer Turner gleich⸗ falls zu einem klaren Erfolge kommen konnte. Dadurch ändert ſich an der Lage in dieſer Gruppe nichts, es führen weiterhin mit gleicher Punktzahl und großem Vorſprung die Tgde Käfertal gemeinſam mit dem TW Seckenheim. Die Südgruppe hatte nur das eine Treffen, das den Tbd Hockenheim nach längerer Pauſe wieder auf dem Plan ſah. Unter dieſen Umſtänden iſt das unentſchiedene Ergebnis gegen Jahn⸗Neckarau als ein Erfolg der Hocken⸗ heimer Mannſchaft zu bezeichnen. Weitere Ergebniſſe: Tgoe Ketſch— TV Sins⸗ heim:2(Privatſpiel); 2. Mannſchaften:3; Tgde Käfer⸗ tal 2. Jugend— Jahn Neckarau 2. Jugend 28(Privat⸗ ſpiel); TV Sandhofen 2.— TV Seckenheim 2.:1; Jugend⸗ mannſchaften 32. Hockey-Lokalkammpf in Heidelberg H. C. Heidelberg Tg. 78 Heidelberg:1(:0) Dieſes Unentſchieden entſpricht wohl am beſten den Eindrücken, die dieſer erſte große Heidelberger Lokalkampf der neuen Saiſon vermittelte. Die Gäſte hatten nämlich die entſchieden beſſeren Torgelegenheiten, während die Platzherren das vielleicht doch etwas reifere Spiel zelgten. Man darf ſich freuen, daß die 78er wieder ihre alte Schlagkraft erlangt haben, was nicht zuletzt darauf zurück⸗ zuführen iſt, daß man auf die altbewährten Spieler zu⸗ rückgegriffen hat, wodurch die Elf an Einheitlichkeit ganz weſentlich gewonnen hat. In dieſer Aufſtellung hätten die 78er in ihren bisherigen Begegnungen beſtimmt beſſer ab⸗ geſchnitten. Beim Hech klappte es dagegen im Sturm gar nicht, Baier war abſolut kein Sturmführer und auch Vogt zeigte nur ſchwache Leiſtungen, ſo daß Baudendiſtel. der einzige blieb, der wirklich gutes Können verrtet, ob⸗ wohl er durch eine alte Verletzung in ſeinen Handlungen beeinträchtigt wurde. Unter dieſem ziemlichen Ausfall des Sturmes hatte natürlich die geſamte Elf nicht unweſentlich zu leiden. Dennoch boten die übrigen Mannſchaftsteile ſehr gute Lei⸗ ſtungen. Berbner im Tor erledigte ſeine allerdings nur geringen Aufgaben ſehr ſicher. In der Verteidigung über⸗ ragte Dr. Zapp, doch war auch Haußmann recht zuverläſ⸗ ſig. Peter war der ganz überragende Mann in der Läu⸗ Waſſerball⸗Blitzturnier in Mannheim Karlsruher SW Turnierſieger vor Nikar Heidelberg und Neptun Karlsruhe Beim herrlichſten Herbſtwetter waren nur wenig Zu⸗ ſchauer dem Ruf des Schwimmvereins Mannheim zum Beſuch eines erſtmals in Mannheim zum Austrag gelan⸗ genden Blitzturniers gefolgt. Vielleicht iſt die Ur⸗ ſache in dem ungünſtigen Beſuch auch im„Allerheiligen⸗ Feſt“ zu ſuchen. Nach einigen Begrüßungsworten des erſten Vorſitzen⸗ den begann das mit großer Spannung erwartete Treffen, wobei die Waſſerballanhänger voll und ganz auf ihre Rechnung kamen. Es wurde in allen Splelen hartnäckig, jedoch vorwiegend fair geſpielt, was der ganzen Ver⸗ anſtaltung ein angenehmes Gepräge gab. Die Herren L. Langohr Ludwigshafen und Belz⸗Frankfurt a. M. zeigten ſich ihrer Aufgabe als Schiedsrichter in jeder Weiſe gewachſen. Was die Kämpfe ſelbſt anlangt, ſo hat der Steger Karlsruher Schwimmverein verdient gewonnen, nachdem die einzelnen Gegner ſich nicht immer notwendige Spiel⸗ felder zuſchulben kommen ließen. Der Veranſtalter war in gewiſſer Hinſicht von einer Pechſträhne inſofern ver⸗ folgt, als die ſchußfreudigen Stürmer im Eifer des Gefech⸗ tes entweder zu hoch oder zu knapp gegen die Latte ſchoſ⸗ ſen. Die Karlsruher Mannſchaften zeigten ſich ſchwimmeriſch etwas überlegen und ſind gut aufeinander eingeſpielt. Nikar Heidelberg hat eine ſchwimme⸗ riſch ebenfalls ſehr freudige, techniſch zum Teil gut aus⸗ gebildete Sieben ins Treffen geführt, die bet intenſiver Betreuung zu ſchönen Hoffnungen berechtigt. Bebauert wurde allgemein das Fehlen der Waſſerball⸗ mannſchaften vom Poſtſport⸗ und Polizeiſport⸗Verein, ſo daß ſich in der eingeſchobenen A⸗Klaſſe lediglich der Turnverein 1846 mit der zweiten Mannſchaft des Veranſtalters begegnete. Für die Aufſtellung der Poltzei⸗ männſchaft war es zu ſpät, während die Poſtſportleitung eine Anzahl ihrer bewährten Kräfte disqualiftziert haben ſull. Schade, doch ſportliche Diſziplin muß gehalten werden. Nikar Heidelberg— Neptun Karlsruhe:0(:0) Nikar iſt zuerſt am Ball, wird von Karlsruhe bald darauf bedrängt, kann aber klären. Bulling⸗Karlsruhe wird herausgeſtellt, doch erweiſt ſich der Heidelberger Sturm das ganze Spiel hindurch nicht als ſchußkräftig ge⸗ nug. Nach Halbzeit iſt Karlsruhe zuerſt am Ball, doch werden Fernſchüſſe von Alexander und Falk durch den Heidelberger Torwüchter abgefangen. Heidelberg ver⸗ ſchießt einige ſichere Sachen. Bei Abpfiff ſteht es 010. SW Mannheim— Karlsruher Schwimmv. 921 1021 Das ſchönſte Spiel des Tages; fair und flott. Nach wechſelſeitigem Spiel, wobei Lichd! und Helferich einfge ſchöne Sachen verfehlen, kann Lehnert⸗Karlsruhe in der 3. Minute das erſte und letzte Tor des Spieles durch Täuſchung Stempfels im Mannheimer Tor erztelen. Auch in der zweiten Halbzeit werden von den Mannheimern einige ganz ſichere Sachen verſchoſſen. S Mannheim— Nikar Heidelberg:8(:0) Mannheim iſt zuerſt am Ball und kann bereits in der 50. Sekunde durch W. Lichdi mit:0 in Führung gehen. Vogt⸗Heidelberg wird inzwiſchen herausgeſtellt, doch gelingt es zu keinem zählbaren Erfolg zu kommen. Diebold kann bald ausgleichen und Wyrott ſtellt auf 21 für Heidelberg. Mit einem Strafwurf Bergmanns iſt das Schickſal der ſich wieder oft verſchießenden Mannheimer beſiegelt, Neptun⸗ Karlsruhe— Karlsruher Schwimm⸗Verein :2(:1) Das große Treffen der N Ortsrivalen! Das Spiel iſt außerordentlich lebendig und der Schiedsrichter muß gehörig auſpaſſen. Die Spieler ſpielen vielfach laut rufend, aufgeregt. Es muß oft gepfiffen werden. Hiegler⸗ KS kann in der erſten Halbzeit den Führungstreffer an⸗ bringen. Nach Halbzeit ſtellt Kühle⸗Neptun durch Straf⸗ wurf bald auf:1, und Lehnert⸗K S kann mit ſeinem Bom⸗ benwurf kurz vor Schlußpfiff für KS das ſiegbringende Tor placieren. Neptun⸗Karlsruhe— S Mannheim:0(:0) Ein ziemlich ausgeglichenes Spiel, in dem die Mann⸗ heimer wieder in der Hitze des Gefechtes einige nette Sachen verſchießen. Das Spiel wogt hin und her, ohne daß es einer Partei gelingt, zählbare Erfolge zu erzielen. In der zweiten Spielhälfte wird Bulling⸗Neptun im Strafraum fonl angegangen, ſodaß der ihm gegebene Strafwurf ſeiner Mannſchaft den Sieg bringt. 5 a Karlsruher SB— Nikar Heidelberg 110(:0) Ein flottes, temperamentvolles Spiel um die Entſchei⸗ dung. Die Torwächter bekommen viel Arbeit und zeigen ſich von ihrer beſten Seite. Es werden von Nikar einige ganz ſichere Sachen verſchoſſen, von Wyrott ſogar ein ihm gegebener Strafwurf. Kurz vor Schluß gelingt es einem Karlsruher in raffiniertem Spiel für ſeine Farben ein Tor unhaltbar einzuſenden, womit der KS Turnierſieger wird. Beteiligte Maunſchaften: Schwimmverein Neptun ⸗ Karlsruhe: Diehl, Wunſch, Alexander, Daub, Falk, Bulling, Kühle. 5 Taclszaber Schwimmverein von 1899: Holl, Hiegler, Meyer, Brehm, Köpf, Lehnert, Ueber. Lchwimmvekein Nickar⸗ Heidelberg: Weißhrod, Schmiöt, Diebold, Wyrsott. ſWimmverein Mannheim: Stempfel, A. Lichti, Staudt, W. ffath, W Lichti, Helfrich. Turnverein 1846 Maunheim: Engel, Ederle, Roth, Vö⸗ gele, Ehrlich, Becker, Belz. Ergebniſſe: 1 195 Heidelberg gegen Neptun Karlsruhe 00(Halb⸗ zeit 01:). Schwimmverein Mannheim gegen Karlsruher SV:1 (Halbzelt 071). SV Mannheim gegen Nikar Heidelberg 113(:). Neptun Karlsruhe gegen KSW 112(:). SBM gegen Neptun Karlsruhe 071(:). KS gegen Nikar Heidelberg 170(00). AsKlaſſe: TB 1840 gegen SVM 2. Mannſchaft 111(01). Turnierſieger: 1. Karlsruher Schwimmverein, Schmuch, Bergmann— 2. Neptun Karlsruhe, Nikar Heidelberg, 3. Schwimm⸗ verein Mannheim. ferreihe, dagegen hatte Klotz Mühe, den rechten Flügel zu halten. Beide Flügelſtürmer wurden zu ſelten bedient und blieben wie die meiſten Leute des Angriffs recht ſchwach. Die Gäſte warteten mit einer überraſchend guten Ge⸗ ſamtleiſtung auf. Die Elf hat an Einheitlichkeit weſentlich gewonnen und zeigte ein gefälliges und produktives Spiel, nur daß die zahlreichen und zum Teil klaren Chancen nicht verwertet werden konnten. Loonen im Tor war ſehr ſicher. In der Verteidigung war Heuſer wieder in aller⸗ beſter Form, Alger unterſtützte ihn recht gut. In der Läuferreihe gab es gleichfalls ſehr gute Leiſtungen zu ſehen, nur fehlt dem Zuſpiel noch die unbedingte Genauig⸗ keit und auch der Wechſel im Spielaufbau. Die Angriffs⸗ reihe hat durch die Wiederhereinnahme von Mayer 1 und Volkert ſtark gewonnen, wenn auch Volkert erſt in der zweiten Halbzeit gut in Schwung kam. Das Verſtändnis iſt in dieſer Fünſerlinie ſchon wieder recht gut, nur ver⸗ hinderte eine ſtarke Nervoſität ein Ausnützen der Chancen. Das bei herrlichſtem Herbſtwetter durchgeführte Treſſen litt zunächſt unter einer begreiflichen Nervoſttät beider Mannſchaften. Die Gäſte haben die erſte große Chance, doch ſchießt Both freiſtehend knapp am Tor vorbei. Beider⸗ ſeits bleibt je eine Strafecke unverwertet. Die Gäſte haben auch für die Folge außer einer Strafecke die beſſeren Tor⸗ gelegenheiten. Erſt gegen Schluß der erſten Halbzeit wer⸗ den die Platzherren beſſer. Loonen muß den erſten Schuß von Baudendiſtel halten. Bei leichter Ueberlegenheit der Platzherren geht die erſte Halbzeit torlos zu Ende. Nach dem Wechſel haben Baier und Vogt die Plätze ge⸗ tauſcht. Vorübergehend wird das Zuſammenſpiel im Sturm der Platzherren beſſer. Eine Straſecke bleibt un⸗ verwertet, aber erſt nach 12 Minuten kann Baudendiſtel durch eine prächtige Einzelleiſtung den Führungstreffer erzielen. Aber ſchon 2 Minuten ſpäter kommen die 7er zum Ausgleich; eine ſcharfe Flanke von Volkert gelangt bis zum Rechtsaußen Vogel, der mit ſcharſem Schuß ein⸗ ſchießt. Die Platzherren bleiben für die Folge in Front, ohne ſich aber erfolgreich durchſetzen zu können, zumal bie Gäſte ſtets ihre Läuferreihe zur Abwehr bereit halten. Die ſchnellen Vorſtöße der Gäſte ſind zwar ſeltener, dafür aber umſo gefährlicher. Berbner kann bei einem Alleingang von Voth im letzten Moment retten. Es bleibt bei dem Unentſchleden.— Das äußerſt ſpannende und erfreulicher⸗ weiſe auch recht faire Treffen wurde von Baumann(Bft Mannheim) und Bayer(TGS 78 Heidelberg) vorbilblich ge⸗ leitet. * 0 —— Hockeykampf Verlin— Frankfurt:2 Berlins Hockeymannſchaft weilte am Sonntag in Frank⸗ furt und ſtellte erneut ihre derzeitige Ueberlegenheit über Frankfurt durch einen verdienten:2(:2) Sieg unter Be⸗ weis. Der beſte Mannſchaftsteil war wieder Scherbarthß⸗ Mehlitz. Scherbarth ſchoß allein 4 Tore, während Mehlltz für den erſten Treffer gleich nach Beginn des Kampfes zeichnete. Frankfurt kam durch von der Heide und einem durch ein im Gedränge erzielten Tor zu ſeinem Erfolg. Tilden und Hunter in Verlin geſchlagen Die Wettkämpfe ber Tilden⸗Tennis⸗Company in der Berliner Tennishalle hatten auch am zweiten Tage eine große Zuſchauermenge angelockt. Trotz des Sechstage⸗ Rennens war die weite Halle faſt bis auf den letzten Platz gefüllt und nahezu 3500 Zuſchauer verfolgten intereſſiert die Wettkämpfe unter den Tiefſtrahlern. Der Höhepunkt der Veranſtaltung war der kaum erwartete Sieg des deut⸗ ſchen Paares Najuch⸗Nüßlein im Doppel über Tilden⸗Hunter mit:0,:3. Wenn auch beide Ame⸗ rikaner ſtark abgekämpft waren, ſo überraſchten auf der anderen Seite die Friſche und Angriffsluſt der beiden Deutſchen, die in wenigen Minuten und ohne Spielverluſt den erſten Satz an ſich geriſſen hatten. Ermuntert durch dieſen grandioſen Erfolg, gab Nüßlein auch im zweiten Satz die Führung nicht ab und blieben unter großem Jubel der Zuſchauer ſiegreich. In den Einzelkämpfen ſchlug Tilden den Tſchechen Carel Kozeluh nach Gegenwehr einmal mehr 614, 69, :6 und Hunter beſiegte den Iren A. Burke in einem Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung Für underlangte Beiträge keine Gewähr— Rückſendung erfolgt unt bei Rückporto 6. Seite/ Nummer 507 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe Montag, 2. November 1091 Spiele der Kreisliga Kreis Anterbaden Weinheim— Käfertal:0 1913 Mannheim— Friedrichsfeld:6 Neckarhauſen— Fendenheim 13 Altrip— Neckarſtadt:1 Heddesheim— Phönix 90:1 7 Mannheim— Edingen:0 TV 46 Mannheim ſpielfrei Ein Sonntag ohne Ueberraſchungen. Wein heim ſetzte ſeinen Siegeszug fort und ſchlug Käfertal trotz tapferer Gegenwehr 210. Friedrichsfeld gewann gegen 1913 Maun⸗ heim überlegen 61 und hielt ſo den Anſchluß an Wein⸗ heim aufrecht. 1913 ſcheint heute ſchon ſicher dem Abſtieg verfallen zu ſein. Feudenheim ſchlug Neckarhauſen zu Hauſe 3˙1 und liegt jetzt mit Käfertal und Altrip punktgleich auf dem 3. Platz. Altrip ſtegte auf eigenem Platze Neckarſtadt. Phöntx. Heddesheim mußte durch eine:1⸗Niederlage die Punkte an Phönix Mannheim abgeben, der langſam aufkommt. Phönix liegt an 6. Stelle. 07 Mannheim befiegte Edingen:0. Edingen iſt wieder näher an die Abſtiegszone herangerückt. knapp:1 gegen Neckarſtadt liegt jetzt 2 Punkte hinter Vereine Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte Weinheim 12 1— 1 37:18 22.2 Friedrichsfeld. 12 10 5 1 36:9 211: Feuden heim 12 8— 4 37:14 16:8 1 8— 4 27:21 186.18 V 12 8— 5 30:25 16.8 Phönix Mannheim 12 6 2 4 2416 110 Neckarſtade 12 5 2 8 26:31 12:12 07 Mannheim 12 4 3 5 23:26 11 13 Heddesheim 12 4 1 7 24.26:15 Neckarhauſen. 12 3— 9 21:27.18 Edingen 11 2 1 8 18•86 517 T. ⸗V. 1848 11— 3 8 15 41 310 1913 Mannheim 12 1 15 10 1144.21 Kreis Neckar Abteilung Hockenheim— Rohrbach:7. Plankſtadt— Neulußheim:0. Eppelheim— Wiesloch 48. 05 Heidelberg— Schwetzingen:5. Union Heidelberg ſpielfrei. Auch in bleſer Abtetlung konnten die Meiſterſchafts⸗ anwärter ihre Poſittonen behaupten. Der Tabellenführer Rohrbach fertigte die Hocken heimer Elf auf eigenem Gelände:7 ab.— Eine Ueberraſchung bedeutet das:0, das Neulußheim gegen den Tabellenzweiten Plank⸗ ſtad t herauszuholen vermochte. Da aber Unlon Hei⸗ belberg ſpielfrei war, liegen die Plankſtädter mit einem Punkte Vorſprung an zweiter Stelle der Tabelle.— Eppelheim landete gegen Wiesloch einen knappen :8⸗Sieg, durch den die Eppelheimer ihren Tabellenſtand verbeſſern und Anſchluß zur Spitzengruppe finden konnten. — Unerwartet hoch iſt auch die:0⸗Nieberlage des 1. FV. Heidelberg in Schwetzingen. Faſt ausſichtslos liegen die Heidelberger am Tabellenende. Abteilung II Eberbach— Eſchelbronn:1. Durch dieſen Steg iſt Eberbach mit Eppingen punktgleich geworden und werden ſich dieſe beiden Mannſchaften um die Meiſterſchaft im Entſcheidungskampf gegenüberſtehen. Kreis Vorderpfalz ASV Ludwigshafen— TW Frieſenheim:1 Kickers Frankenthal— J Frankenthal:2 Arminia Rheingönheim— Hochfeld:0 04 Ludwigshafen— Pfalz Ludwigshafen 422 1914 Oppau— VfR Oggersheim:0 Der Vorderpfalzkreis brachte am Sonntag recht inter⸗ eſſante Lokalkämpfſe. So konnte der TV Frieſenheim ſeinem Lokalgegner ASV Ludwigshafen ein Unentſchieden :1 abtrotzen. Auch in Frankenthal gab es zwiſchen Kickers und FV keinen Stieg. Beide Mannſchaften trennten ſich :2. Arminia Rheingönheim dagegen vermochte nach har⸗ tem Spiel ſeinen Nachbarn aus der Gartenſtadt Hochfeld, nachdem man mit:0 die Seiten gewechſelt hatte, letzten Endes doch noch mit:0 beſiegen. 04 Ludwigshafen behielt gegen Pfalz Ludwigshaſen infolge beſſerer Geſamtleiſtung mit:2 die Oberhand. Bei dieſem Spiel fielen allerdings nicht weniger als 3 Tore durch Elfmeter. 1914 Oppau ſchlug den VfR Oggersheim:0. Dieſes Spiel fand zum erſten⸗ mal auf dem neuen Platz der Oppauer ſtatt. Oggersheim erwies ſich als zäher Gegner. Die 3 Tore fielen erſt in der zweiten Halbzeit. Kreis Südpfalz Fuß ballgeſ. Mutterſtadt— Vfe Neuſtadt:3 In der Südpfalz fand nur ein Spiel ſtatt und zwar endete dieſes Treſſen mit:0 zu Gunſten Neuſtadts. Der Sieg der Neuſtädter wurde durch allzu weites Aufrücken der Mutterſtädter Vertetdigung ermöglicht und fiel erſt in der zweiten Hälfte. Kreis Kaiſerslautern Otterberg— VfR Kaiſerslautern:2. Hochſpeyer— SC Kaiſerslautern 710. Die Ueberraſchung im Kreis Kaiſerslautern bildet ohne Zweifel das unentſchiedene Ergebnis zwiſchen Otterverg und VfR Katiſerslautern mit:2, wodurch der Tabellen⸗ führer VfR feinen erſten Punkt verlor. Der Ausgleichs⸗ treffer für Otterberg fiel erſt in den letzten Minuten. Eine ausgezeichnete Leiſtung vollbrachte Hochſpeyer gegen den See Kaiſerslautern mit:0. Bis zur Halbzeit war Hochſpeyer bereits mit:0 in Führung. Pfalz Kakſerslautern gegen Kindsbach mußte ausfallen, da Kindsbach zum Spiel nicht angetreten war. Kreis Pirmaſens 95 Pirmaſens— Contwig 570. Pfalz Pirmaſens— Rodalben 522. Münchweiler— Thaleiſchweiler 10:0. Der Kreis Pirmaſens brachte recht intereſſante Spiele. In Pirmaſens ſelbſt ſtand ſich der o5 Pirmaſens und Cont⸗ wig gegenüber. Den Kampf führte 05 bis zur Hälfte in⸗ folge ſehr guten Spieles bereits mit:0. Durch hartnäcki⸗ gen Widerſtand der Contwiger gelang es ihm in der zweiten Hälfte nur mehr ein Tor zu erzielen. Aber das:0⸗Ergeb⸗ nis ſpricht ſchon für die Ueberlegenheit der oder. Einen wechſelvollen Verlauf nahm die Begegnung zwiſchen Pfalz Pirmaſens und Rodalben. Man rechnete in der erſten Hälfte faſt mit einem Sieg Robalbens, denn die Gäſte lagen bereits mit:0 in Führung. Nach dem Wechſel konnte Pirmaſens durch hervorragende Leiſtungen der geſamten Mannſchaft den:2⸗Sieg an ſich reißen. Den größten Torerfolg hatte der Sc Münchweiler, der ſeine Gäſte aus Thaleiſchweiler in feber Halbzeit mit 5 Toren beglückte und mit 10:0 als Sleger hervorging. Außerordentlicher Bundestag des BDR in Erfurt Der großen Bedeutung entſprechenb, hatte die außer⸗ ordentliche Hauptverſammlung des Bundes Deutſcher Rad⸗ fahrer am Sonntag in Erfurt eine ſtarke Beteiligung aus allen Gauen des Reiches erfahren. Vertreten waren von 0 Gauen 56 mit insgeſamt 33 327 Stimmen. Der Vormit⸗ tag war mit Verleſung der Berichte des Borſtandes und ber Naſſenprüfer ausgefüllt. Der Einſpruch der Rheinländer gegen die Anſetzung der Hauptverſammlung in Erfurt wurde vom 2. Vorſitzenden, Eggert⸗Berlin, ber für ben er⸗ lrankten 1. Vorſitzenden Moshagen⸗Berlin die Sitzung lei⸗ tete, zurückgewieſen. Der nächſte Bundestag im Jahre 1932 findet in Dort ⸗ mund ſtatt. Der Jahresbericht des Vorſtandes ging ſehr gründlich auf die Urſachen der heutigen Notlage des Bundes ein. Vor allem ſei der vor 5 Jahren verlorene Prozeß wegen der Bundeszeitung ſchuld an der mißlichen Finanz⸗ lage des Bundez. Aus dem Bericht der Kaſſenprüfer ging hervor, daß das Geſchäftsjahr mit einem Verluſt von 57300 Mark abſchließt. Dem Vorſtand wird daraufhin Entlaſtung erteilt. Das mit einem Defizit von 12 000 Mk. abſchließende „Feſt der Heimat“ in Köln, hatte eine Reihe von Prozeſſen zur Folge. Der Vorſtand erklärte, daß der Bund als Ver⸗ anſtalter nicht in Frage komme. Aus dem Bericht des Sport⸗ ausſchuſſes verdient beſonders erwähnt zu werden, daß auch 19382 die Deutſche Meiſterſchaft für Amateure aufgeſtellt wer⸗ den ſoll. Der Ausſchreibung von Matertalpreiſen ſteht der Bund ſympathiſch gegenſüber. Der Fall Sawall⸗Möller wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Deutſchen und Weltmeiſterſchaft führte zu ſchweren Vorwürfen gegen den Beiſitzer Ste⸗ vens⸗ Köln, der jedenfalls provoziert hätte. Stevens er⸗ klärte, daß er ſeine Behauptung aufrecht erhalten werde. Trotz der Anſicht von Eggert, daß die Deutſchen Meiſter⸗ ſchaften reell verlaufen ſind, gibt der Vorſtand bekannt, daß auf Grund der Preſſeartikel in den nächſten Tagen eine neue Sitzung wegen dieſer Angelegenheit abgehalten werden ſoll. 1 Pferdeſport Strausberg(1. November) 1. Phyllis⸗Jagdrennen. 2200&. 3800 Meter: 1. Ritt⸗ mſtr. E. Scholtz Zarentind(Hauſer); 2. Rote Nelke; 8. Faſeiſt. Ferner: Rotenſtein, Pedrillo, Schäferburg, Meer⸗ mädchen. Toto: 27:10, Pl.: 12, 14, 14:10. 2. Fritz Fromm Jagdreunen Für Dreifährige. 2200. 5000 Meter: 1. Graf C. A. Wuthenaus Oceanus(Ahr); 71. E. S. Fürſtenbergs Aſtoria(H. Müſchen); 3. König⸗ ſonne; 4. Unſug. Ferner: Renkmeiſter, Parzenländer, Diedrich, Idee, Reichenbach, Taſſilo, Cyklop, Rialto, Wohl⸗ auf, Simſon, Mormone, Unſug, Antontus, Eilflug, Kar⸗ pathe, Fahrt, Tauber, Dragoner. Toto: 85, 37:10, Pl.: 18, 19, 18, 39:10. 3. Sichel⸗Flachrennen. Für e 2200 4. 1250 Meter: 1. Geſt. Prauſts Terror(A. Murphy); 2. Pom⸗ mernländer; 3. Island; 4. Fella. Ferner: Lotta, Neutra, Strategie, Collie, Pandora, Widmung, Coblenz. Toto: 44:10, Pl.: 16, 34, 24, 16:10. 4. Gulliver⸗Jagdrennen. Ehrpr. u. 2200 4. 4000 Meter: 1. Frhr. v. Reitzenſteins Barſuß(E. Buſchke); 2. Mar⸗ konlus; g. Rechberg. Ferner: Nebelhexe, Inſtructor. Toto: 38:10, Pl.: 18, 16:10. 5. Parſifal⸗Jagdreunen. 2200. 9400 Meter: 1. Kriegs Mika(J. Unterholzuer); 2. Meermäödchen; g. rumpf⸗ könig. Ferner: Eminenz. Toto: 14:10. Pl.: 10, 11210. 6. Lupus⸗Ausgleich. Ausgleich g. 2200 4, 1800 Meter: 1. N. Kalffs Iſola(G. Streit]; 2. Sleſta; 3. Comteſſa IJſola. rner: Matador, Ledon, Signora, Auch einer, Anker, natus. Toto: 40:10, Pl.: 18, 24, 35:10. 7. Oleander⸗Flachrennen. 2200 4. 2400 Meter: 1. Geſt. Blumbergs Donatello(Vinzenz); 2. Atman; 3. Berenice. Ferner: Meiſterſtück, Frohwalt, Wotan, Blankenſtein, Hykſos, Sternkunde. Toto: 31:10, Pl.: 17, 22, 24:10. * Horſt⸗Emſcher(1. November) 1. Preis der Eſche. 2000., 2000 Meter. 1. A. Morawez' ſenburg(H. Morawez), 2. Daland, 3. Loſung. Ferner.: ietator, Laertes, Halde, Gaukelei, Peloria, Corax, Cor⸗ delia. Tot. 40:10, Pl. 22, 42, 35:10. 2. Allerheiligen⸗Rennen. 1000 l. 2400 Meter. 1. M. Her⸗ dings Erich(Klarmann), 2. Bodenbalz, 8. Clauswalde, 4. Heuernte. Ferner.: Monorch, Augapfel, Rabenſteiner, 3 Spliſtin, Liebeszauber, Flink, Frivole, Negunde, ederich, Flaggenlied, Patina, Seiltrommel. Tot. 152:10, Pl. 80, 22, 43, 61:10. 3. Montana⸗Jagdrennen. Ausgleich 8. 2000&. 3000 m. 1. J. Hechingers Wildlocke(Michaelis), 2. Grießwart, 8. Ahnenfürſt. 55.: Mah Jong, Ilia, Lauſcher, Seeroſe. Tot. 42:10, Pl. 18, 30, 27:10. 4. Martini⸗Ausgleich. Ausgleich 2. 2500&. 2000 Meter. 1. P. Schneiders Audi(A. Neumann), 2. Hermine, 8. Fan⸗ taſta. Ferner.: Gebt Feuer, Hegemeiſter, Fine, Eremit. Tot. 20:10, Pl. 13, 16, 18:10. 5. Horſter Prüfungspreis. Ehrpr. und 8500 4. 1000 m. 1. Stall Folkenbergs Leutvogt(J. Pinter), 2. Kemerabd⸗ ſchaft, 3. Numa, 4. Stober. Ferner.: Leibwache, Eilwerk, Ontario. Tot. 175:10, Pl. 23, 20, 14, 19:10. 6. Weſtfalia Jagdrennen. Jagd rennen. 2000 KA. 8700 28. 1. Dr. 9 Claſſens Nicolet(5. er Nane 2. Mailoter, 8. Segur. Ferner.: Utomaro, Froher Mut, Liberius, Rhenus, Grenzſchutz. Tot. 81:10, Pl. 15, 28, 22:10. 7. Barbara⸗Ausgleich. Ausgleich 2. 2000 4. 1800 Meter. 1. Frl. E. Buſſards Vinguliſt, 2. Regent, 3. Babette. Ferner liefen: Chevalier, Saufeder, Roſenrot, Tarzan, Gold und F c Geo, Porta Nigra. Tot. 145: 10, Pl. 32, 28, 17:10. Nugby Groß kampf in geibtiberg 2 Heidelberger RE Sc Neuenheim 12:5— T Heidelberg- Vallſpielklub Heidelberg 15:3 Der Stand der Verbandsſpiele, die ſich bisher dank der günſtigen Witterung programmäßig entwickelt haben, ſo daß der weitere Verlauf nach dem vorgeſehenen Termin⸗ Kalender auch weiterhin eingehalten werden dürfte, iſt nach dem heutigen Sonntag folgender: Ruderklub 3 Spiele, 6 Punkte; Rudergeſellſchaft 3 Spiele, 4 Punkte; Sportklub Neuenheim 3 Spiele, 4 Punkte; Turnverein 3 Spiele, 2 Punkte; Ballſpielklub 3 Spiele, 0 Punkte. Zu Beginn der Spiele war die Rudergeſellſchaft nicht in der beſten Verfaſſung. Mit etwas geſchwächter Mannſchaft verlor ſie gleich ihr erſtes Spiel gegen einen gutvorbereiteten Geg⸗ ner, Sportklub Neuenheim, während ſie die beiden anderen Spiele über Turnverei u. HBC zu überlegenen Siegen geſtalten konnte. Ruderklub erzielte in den bisherigen Spielen drei eindrucksvolle Siege und führt die Tabelle an. Nach dem heutigen Siege über den ſtarken Gegner, Sportklub Neuenheim, liegt es im Bereich des Möglichen, in 3 Wochen, im Spiel gegen die Rudergeſellſchaft, die Spitze weiterhin zu halten. Die beiden letzteren Gegner dürften in die engere Wahl der Meiſterſchaft kommen, wenn nicht, was nicht ausgeſchloſſen iſt, der Sportklub eine Ueberraſchung bringt. Turnverein hat ſich gegen voriges Jahr in bezug auf Spielkultur bedeutend verbeſſert. Der Sturm iſt ſehr eifrig. Das Syſtem iſt aver zu durchſichtig und dem Spiel der Einzelnen fehlt es an Varianten. Hin⸗ zu kommt blinder Eifer der Hintermannſchaft und Mangel an Ueberblick im Sturm, der übrigens viel zu wenig das Handſpiel pflegt. HBc kam durch die Auswechſlung ver⸗ ſchiedener Spieler der älteren Generation etwas zu ſpät n Fahrt. Der ſonſt eifrigen Mannſchaft fehlt der große Stratege. Ruderklub, Rudergeſellſchaft, Sportklub Neuen⸗ heim dürften in den noch ausſtehenden Kämpfen eine wichtige Rolle ſpielen, d. h. wenn ſie kämpferiſch gut auf⸗ gelegt ſind. Theoretiſch iſt es noch möglich, daß oben⸗ genannte Vereine am Ende der Spiele punktgleich werden. Bei ſchönem Herbſtwetter und einwandfreien Boden⸗ verhältniſſen entwickelte ſich ſofort ein ſchneller, harter Kampf, dem es anfänglich durch die Nervoſität beider Mannſchaften an Spannung fehlte. Es war ein Spiel um die Punkte, keineswegs ein Klaſſekampf, aber auch nicht ausartend, obleich ein.⸗Spieler einen Platzverweis ent⸗ gegennehmen mußte. Die unnötige Härte in dem heutigen Spiel untergräbt die Feinheiten des Rugbyſpieles, hinter⸗ läßt keinen guten Eindruck bei den Zuſchauern und er⸗ ſchwert außerdem das Amt des Schiedsrichters. Dte Ruder⸗ klub⸗Fünſzehn ſplelte heute beſſer wie an den letzten Sonntagen, ihr Spiel war gepflegter, aber nicht immer rationell genug. Die Hintermannſchaft zeigte ſchöne Paſ⸗ fings, manchmal unſicher im Fangen, ſie hat durch die Wie⸗ berteilnahme von Rapp bedeutend an Stoßkraftegewonnen Lors war heute ohne Tadel, Botzong war ſehr ſchnell in ſeinen Aktionen; ſeine Tritte brachten immer gewiſſe Vor⸗ teile. Die Stürmer waren ſehr eifrig bei der Sache und hinterließen einen guten Eindruck. Sportklub hat durth den Abgang von Vogel nicht mehr den inneren Zuſammen⸗ hang. Die Läuferangriffe waren nicht wuchtig genug und das Zuſpiel zeitweiſe äußerſt mangelhaft. Bender alg Schlußſpieler konnte reſtlos gefallen. Der Spielverlauf war vor der Pauſe ziemlich ausgeglichen. N. drängte aufänglich etwas mehr, wurde jedoch durch raumbringende Tritte ins eigene Lager verwieſen, wo die Ruderer mit einigen gefährlichen Dreiviertelläufen aufwarteten. In der 15. Minute fiel der erſte Verſuch durch Löſch, der einen Paßball abfing und nach glänzendem Laufe die Linie paſ⸗ ſierte. Der Erhöhungstritt gelang. Ein Straftritt, von Botzong getreten, bringt nichts ein, der Ball geht vor den Stangen nieder. Kurz vor der Pauſe gelingt es Pferß⸗ dorf im Nachſetzen einen Verſuch zu erzielen, dem ein weiterer von Botzong folgt. Nach Wiederantritt ſtießen hie N. Stürmer forſch vor. Eine wahre Belagerung des Ru, derklubs⸗Lagers ſetzt ein. Vor der Heidelberger Mal⸗ linie entſpann ſich ein lebhaftes Stürmer⸗Scharmützel, das mit einem Hand auf H. endete. Durch Tritte ſchafften ſich die Ruderer, die ſchwere Abwehrarbeit verrichten müſſen, immer wieder Luft. Allmählich fand ſich dann Ruderklub immer beſſer und errang in regelmäßigen Abſtänden zwel weitere Verſuche in glänzendem Stile. Am kommenden Sonntag hat die Rudergeſell⸗ ſchaft den Sportverein 1878 Hannover, einen der älteſten Rugbyvereine, zu Gaſt. Wir kommen noch auf dieſes bedeutende Treffen zurück. We, Heidelberger TV.— Heidelberger Ballſpielelub 15:3(:8) Der Heidelberger Turnverein ſiegte auf eigenem plaßz nach ſchönem fairen Treffen. Der Ballſpielelub übernahm durch einen Straftreſſer von Wolf:0 die Führung. Scech⸗ ter erzielte dann einen Verſuch für die Turner, dem eln Straftreſſer von Ziegler folgte. Halbzeit 618. In ber zweiten Spielhälfte brach der Stürmer Burrer durch und lief entſchloſſen ein. Auch Ziegler konnte noch⸗ mals nach Handſpiel erfolgreich ſein und ſpäter einen zwel⸗ ten Straftreffer anbringen. Damit war der Sieg 15: ſichergeſtellt. Der Ballſptelelub hatte ſich am Anfang ſehr ausgegeben. Die Turner erhielten die meiſten Bälle aus dem Gedränge und konnten ſie mit Erfolg verwerten. Das erſte Sechstagerennen der Salſon Jagoͤreicher Beginn der Berliner„Sechstage“ Die europäiſche Saiſon der Sechstagerennen wurde am Freitagabend mit dem 26. Berliner Sechstagerennen ein⸗ geleitet. Wie ſchon bei den voraufgegangenen Hallen⸗Ver⸗ anſtaltungen in Berlin, Dortmund, Köln und Stuttgart, ſo zeigte es ſich auch hier, daß die ſchwere Wirtſchaftskriſe dem Erfolg dieſer Veranſtaltungen keinen weſentlichen Abbruch tut. Als die bekannte Filmdiva Renate Müller um 10 Uhr abends den Startſchuß für das 145⸗Stundenrennen abgab, waren die Ränge des Berliner Sportpalaſtes mit 6000 Zuſchauern gut gefüllt und im weiteren Verlauf der Nacht wurde der Beſuch ſogar noch ſtärker. Die einlelten⸗ den Rennen hatten in der anfänglich ſchlecht geheizten Halle nur wenig Intereſſe erweckt. Das Malfahren holte ſich der Hannoveraner Bernhard vor den Berlinern Dorn, Kuhn und Balke. Im 100 Runden⸗Punktefahren ſiegte der Weſt⸗ deutſche Schenk mit Rundenvorſprung vor Bruno Wolke, Wiſſel, Schimming und dem Italiener Piano. Ein Maun⸗ ſchafts⸗Verfolgungsrennen holten ſich Koch(Frankfurt)/ Uſſat nach 21 Runden gegen Feder /R. Huſchke. Bel der Vorſtellung der Fahrer wurde neben dem Berliner Liebling Oskar Tietz der Oeſterreicher Max Bulla, der Held der dies⸗ jährigen„Tour be France“ beſonders ſtürmiſch begrüßt. Die erſte Stunde des langen Rennens, in der 41 Km. zurückgelegt wurden, verlief ziemlich monoton. Aber ſchon während ber erſten Wertung ſetzten die Jagden ein, die zunächſt der Mannſchaft Schön/ Göbel einen Rundengewinn einbrachten. Die Belgier Charlier/ Deneef rückten aber gleich zu den Führenden auf. Nun riſſen die Vorſtöße bis gegen 8 Uhr nachts nicht mehr ab. Es gab eine Reihe von wirklich mitreißenden Jagden, bei denen das Feld völlig durchelnandergewirbelt wurde. Am erfolgreich⸗ ſten waren die Mannſchaften Charlier/ Deneef, Kroll/ Mai⸗ dorn und Funda/ Maczinſki. Dieſe drei Paare lagen auch morgens um 6 Uhr allein in Front. Starke Mannſchaſten wie Schön/ Göbel, Bulla Miethe, Rauſch/ Hürtgen, Linart/ Piemonteſi und Wamſt/ Marcillae waren drei und mehr Runden zurückgefallen, jedoch legten ſich dieſe Mannſchaften durchweg noch eine gewiſſe Reſerve auf. Nach Aufhebung ber Neutraliſation am Samstagmittag gab der neun Runden zurück an letzter Stelle liegende 1 auf; ſein Partner R. Wolke blieb als Erſagmann im ennen. Die Nachmittagsſtunden des Samstags verlie⸗ fen ziemlich ruhig. Die Fahrer ſchonten ſich ſichtlich für die bevorſtehenden Ereigniſſe. Nach 18 Stunden, Samstag nachmittag 4 Uhr, waren 455 Km. zurückgelegt. Günſtige Entwicklung des deutſchen Luftiports Tagung des Luftfahrt-Berbandes Der Deutſche Luftfahrt⸗Berband hielt in Berlin unter Leitung ſeines 1. Vorſitzenden, Staatsminiſters a. D. Do ⸗ minleus, eine Vorſtandsſitzung ab, an der ſich mit Ober⸗ bürgermeiſter Farres⸗ Duisburg faſt alle Vorſtandsmit⸗ glieder und die Vertreter der Landesgruppen des Verban⸗ des beteiligten. Die Vorſtandsſitzung war einberufen worden zur Be⸗ ſprechung der Maßnahmen, die ſich aus der veränderten Wirtſchaftslage und der daraus folgenden angeſpannten Finanzlage des Luftſportes und ſeiner Zentralorganiſation, des Deutſchen Luftfahrt⸗Verbandes, ergeben haben. Es wurden weitgehende Sparmaßnahmen genehmigt, die ſich aber vorwiegend auf die Verwaltung beziehen, während die praktiſche Förderung des Luftſportes möglichſt unberührt bleiben ſoll. Der Deutſche Luftfahrt⸗Verband erhofft davon, daß es gelingt, trotz der Schwere der Zeit ſeine Haupt⸗ aufgabe: Förderung des praktiſchen Luft⸗ portes, auch in Zukunft erfüllen zu können. Die Vorſtandsſitzung beſchloß weiterhin, die Segel ⸗ flug⸗Unfallverſicherung im Intereſſe aller Aus⸗ führenden auch in Zukunft als Pflichtverſicherung fort⸗ zuführen. Wenn irgend möglich, ſollen im nächſten Jahre Mittel bereitgeſtellt werden, um die Verſicherung zu ver⸗ billigen. Aus den Berichten der Sportausſchüſſe für Segel⸗ flug, Freiballon⸗ und Motorflug ergab ſich, daß ez im Deut⸗ ſchen Luftfahrt⸗Berband ſowie in den Landesgruppen und Vereinen nur vorwärts gegangen iſt. Es dürſte ſich für das Jahr 1981 ein Zuwachs von etwa 300 bis 400 Se gel⸗ und Gleitflug zeugen ergeben. Es darf da⸗ bei darauf hingewieſen werden, daß ſich der Segelflug ⸗ zeugpark im Des, der die Zahl von 1000 weit über⸗ ſchritten hat, nicht nur quantitativ, ſondern auch vor allem qualitativ gehoben hat. Von der Einführung des Schlepp⸗ ſtarts durch Auto oder Flugzeug wird ein weiterer gewal⸗ tiger Aufſchwung der Segelflugbewegung erwartet. Die Zahl neuer Uebungsgelände, neuer, ſehr gut ausgeſtatteter Heime für die Segelfliegerjugend uſw. iſt in raſchem An⸗ wachſen. Auch für den Freiballon⸗ und Motorflugſport, die von der Wirtſchaftslage noch viel abhängiger ſind, kann eine gute Vorwärtsentwicklung feſtgeſtellt werden. Beſonders erwähnt ſei der Bau des Freiballons„Deutſchland“, den der De für die Teilnahme an der Gordon⸗Bennett⸗Fahrt be⸗ ſtimmt hat und eigens zu dieſem Zwecke erbauen ließ. Die⸗ ſer Wettbewerb, der in dieſem Jahre abgeſagt wurde, ſoll im Jahre 1992 nachgeholt und vielleicht anſtatt in den Ver⸗ einigten Staaten ſogar in Europa ausgetragen werden. Nach Abſchluß des Vertrages mit der Deut⸗ ſchen Turnerſchaft über ein Zuſammengehen der beiden großen Verbände auf flugſportlichem Gebiet, ſind Verhandlungen mit der Deutſchen Jugendkraft angeknüpft worden, in der ſich ſchon einige Segelfluggeup⸗ pen gebildet haben. Mit dem Abſchluß der Vereinbarungen mit dem Spitzenverband der katholiſchen Jugendſportver⸗ eine kann bald gerechnet werden. Den Mitgliedern wurde die nunmehr fertiggeſtellte DSV⸗Luftverkehrskarte vor⸗ gelegt. Ferner konnte über den guten Erfolg des Deutſchen Zuverläſſigkeitsfluges 1931 Bericht erſtattet werden. Mit großem Beifall wurde die ſich ſehr günſtig entwickelnde Ver⸗ bindung zwiſchen AD Ac und De aufgenommen. Sowohl bezüglich der Ausbildung von ADAC⸗Mitgliedern auf DeW⸗Flugſchulen als auch der Zuſammenarbeit bei Flag ⸗ tagen wurden ſehr gute Ergebniſſe erzielt. Angeſichts der ſchwierigen und unſicheren Wirtſchaftslage wurde von der Abhaltung des Deutſchen Luftfahrertages 1982 Abſtand genommen. Man beſchloß, dafür eine Vor ſtandsſitzung nach Berlin einzuberufen. g 8 ö Der Staud des Rennens: 1. Charlier/ Deneef 48 Punkte 2. Kroll/ Maldorn 25.; 3. Funda/ Maczinſki 20 Punkte. Eine Runde zurck: 4. Petri/ Manthey 32 Punkte 5. Buſchenhagen /Richli 25 p.— Zwei Runden ze; rück: 6. Thierbach/ Siegel 88.; 7. Tietz/ Broccardo. g. — Drei Runden zurück: 8. Schon/ Göbel 82 6.— Bier Runden zurück: 9. Bulla/ Miethe 34 Punklez 10. Rauſch/ Hürtgen 16.; 11. Ehmer/ Kroſchel 14 Punkte. Sechs Runden zurück: 12. Linart/Piemonteſſe 7 9. — Sleben Runden zurück: 13. Wambſt/ Mareilla 4 Punkte. Anhalteube Jagden auch in ber zweiten Nacht Wie üblich, war der Berliner Sportpalaſt in der Nacht zum Sonntag faſt ausverkauft. Die Beſucher kamen anz der Spannung kaum heraus, denn bis in die Morgenſtun⸗ den wurde mit kurzen Pauſen um Rundengewinn gekämpſt und der Stand des Rennens wechſelte ununterbrochen, Der Sonntagnachmittag brachte neue Jagden. Während der 200 Uhr⸗Wertung, die von Richlt, Kröſchel, Göbel, Wambff, Kroll und Manthey gewonnen wurde, blieb das Feld noch ruhig. * und der Stand iſt folgender: 1. Paar: Schön/ Göbel 08 Pl — Eine Runde zurück: 2. Kroll/ Matdorn 64 Punktez 8. Tietz/ OHroccardo 41 P.— Zwei Runden gur 4. Funda/ Maczinfki 42 ß.— Drei Runden zurck 5. Bulla/ Miethe 69.; 6. Thierbach/ Siegel 68.; 7. Pet Manthey 61 P.— Vier Runden zurück: 8. Charlier Deneef 77.; 9. Richli/ Vuſchenhagen 84 Punkte.— 5 Runben zurück: 10. Rauſch/ Hürtgen 85 P.— Steben Runden zurück: 11. Ehmer/ Kröſchel 80 P.— Neun Runden zurück: 12. Wambſt/ Wolke 25 P.— l Runden zurück: 13. Linari /pPiemonteſi 42 Punkte. eee weten Fahreshaupperſammlung des Ludwigshafener R. B. von 1878 Der Ludwigsbafener RV zielt am 31. Oktober in fel; nem Bootshaus ſeine gut beſuchte Generalverſammlung ab, um den Rechenſchaftobericht des Vorſtandes entgegen⸗ zunehmen. Wir entnehmen dem Jahresbericht die erſten⸗ liche Tatſacht, daß, was ſchließlich die Hauptſache it die Finanzen in geordnetem Zuſtande ſind. Daß ſich bie Not unſerer Zeit in der Mitgliederbewegung auch beim LRW auswirkte, iſt eine ganz normale Erſcheinung, ſo daß der Rückgang der Mitgliederzahl nichts außergewöhnliche iſt. gedenſalls kann ſich der Ludwigshafener RV noch immer auf 601 Anhänger ſtützen, was bei der heutſgen Zeit immerhin etwas bedeuten will. Innerhalb des Vor⸗ ſtandes haben ſich keinerlei Veränderungen ergeben, dg die ſeitherigen Führer erneut in ihren Aemtern beſtätigt wur⸗ den. Durch den Tod verlor der TRW. 7 alte Mitglieber, während neuerdings 15 Mitglieder in die Reihe der gu bilare eingetreten ſind. Die Geſamtzahl derjenigen, die 25 Jahre und länger dem Lubwigshafener RW angehhren, hat ſich damit auf 97 erhöht. Der Ruderbetrieb war fehr ſtark, wurden doch von 123 Ruderern mit 21 Booten 2632 Fahrten und 15 207 Kilometer zurückgelegt. Den Kilometerpreis erhiel⸗ ten bei den Rennruderern Hans Gelbert mit 344, bei ben Tourenruderern Staudinger mit 165 und bei den Schülern Kauffmann 1 mit 72 ausgeführten Fahrten. Auf den Re gatten des Jahres blieb der LR lamal ſiegreich und er reicht damit eine Geſamtſiegeszahl von 255, worunter 8 deutſche Meiſterſchaften und 1 Olympiaſteg zu finden ſind. Ausſtellung der Amititia-Preiſe Ab Montag abens ſind für wenige Tage bei der Finne Engelborn u. Sturm in den engen Planken dſe in diele Jahre von den Rennmannſchaften des Mannhelmer der Amiettia errungenen Siegestrophäen ausgeſtellt, um breiten Oeſſentlichkeit Gelegenheit zu geben einen Lin⸗ 1 5 91 e recht eil rucks⸗ und geſchmackvoll getroffen iſt, zeigt wonnenen Preiſe, aus denen beſonders der endgültig het, gegangene Stander des Hamburger Senats, ſowie die eben 1 falls hier bleibenden Berliner Preiſe, wie„Großer, Veel von Berlin“ und„Jublläumspreis“ ins Auge fallen. Neuer Sieg von Cilly Außem Auf ihrer Sportreiſe durch Südamerika hatte deutſche Tennissmeiſterin Cilly Außem einen neuen E. folg zu verzeichnen. In Buends Aires fertigte die Kölnerin ihre Gegnerin Mac Kinnon leicht:2,:0 ab. Nach 42 Stunden waren 1018,320 Km. zurllagelet Am Vorſitz ſamn Krei Rücktr ten H ſorder! De Er wi derten Der D Entwie ſteulich Monat erhebl! augenb loſig leige bezirk 1 beblich zähle Arbeit; für de ſich au beits lo Vierte! Ges Oeffen die Fe um die men Zweife bens erfreu! vom habe. handel Janua des Le eine 195 v. Vermi auf ein freien ö 1 Artike 7 1 iche! Uebe führte gelung Kraftf⸗ wicklur bentun zur A gen ül und ſt Reichs! einhalt PVerk Bin d 2 ———— 1031 lub ewonnen. ſchnell in iſſe Vor⸗ ache und hat durch iſammen⸗ enug und ider alz 'elverlauf drängte bringende derer mit ten. In der einen zinie paſ⸗ tritt, von t vor den es Pfers⸗ dem ein teßen bie des Ru⸗ ger Mal⸗ ützel, das afften ſich n müſſen, tuderklub iden zwel geſell⸗ er, einen noch auf We, elelub nem Plaz übernahm g. Scech⸗ dem eln er Burrer inte noch⸗ nen zwel⸗ Sieg 1578 gegeben. Gedränge 1 5 Punkte zunkte.— Punkte den zu⸗ rdo N g. 82.— Punkte; Punkte.— eſte 17., Marella tacht der Nacht men anz rgenſtun⸗ gekämpft chen. Der d der.80 Wambſt, Feld noch rückgelegt 1 68 Pil.) 4 Punkte zur! zurück! 7. Petr/ Charller 85 S leben Neun — El. unkte. 1878 er in fel; ammlung entgegen⸗ le erſteu⸗ itſache it, 5 ſich bie uch beim ig, ſo daß vöhnliches RV noch heutigen des Vor⸗ en, da die tigt wur⸗ ütglieder, der Ju⸗ ligen, die ngehb ren, wurden yrten und is erhlel⸗ „ bei den Schülern den Re⸗ ) und er⸗ worunter u finden iſe er Firma in dieſem jatte die 92,8 aud G 2,8 euen Ek⸗ Kölnetis Montag, 2. November 1931 —— Am Montag, 26. Oktober, fand unter dem Vorſitz von Präſident Lenel eine Vollver⸗ ſammlung der Handelskammer für den Kreis Mannheim ſtatt. Für den durch den Rücktritt von Direktor Günther Albrecht erledig⸗ en Handelsrichterpoſten wurden die er⸗ ſorderlichen Vorſchlagswahlen vorgenommen. Der Vorſitzende berichtete über die Eutwick⸗ lung der wirtſchaftlichen Lage. er wies auf den in ſeiner Tendenz wenig verän⸗ herten Konjunkturablauf der letzten Wochen hin. Der Deflationsprozeß habe ſich fortgeſetzt. Auch die Entwicklung unſerer Außenhandelsbilanz— ſo er⸗ ſreulich ſie an ſich, insbeſondere im Abſchluß für den Monat September, ſei— zeige aufs deutlichſte die erhebliche Schrumpfung, der die geſamte Wirtſchaft augenblicklich unterworfen iſt. Die Arbeits⸗ lofigkeit, der Spiegel der fortſchreitenden Kriſe, lege im Reich, in Baden und im Handelskammer⸗ bezirk Mannheim gegenüber dem Vorjahre eine er⸗ hebliche Zunahme. Die badiſche Arbeitsloſenſtatiſtik zähle nach den letzten Feſtſtellungen rund 146 000 Arbeitsloſe, davon 71 700 Unterſtützte. Die Zahlen für den Handelskammerbezirk Mannheim würden ſch auf 44 200 bzw. 20 400 belaufen. Von den Ar⸗ beltsloſen in Baden entfielen alſo zur Zeit ein Piertel auf den Handelskammerbezirk Mannheim. Gegenüber den zahlreichen Angriffen in der Oeffentlichkeit ſet von weittragendſter Bedeutung die Feſtſtellung, daß die Wirtſchaft alles getan habe, um die von der Regierung betriebene und im Rah⸗ nen der geſamten Wirtſchaftspolitik auch ohne Zweifel notwendige Herabſetzung der Le⸗ benshaltungskoſten durchzuführen. Es ſei erfreulich, daß man für dieſen Nachweis amtliche, dom Statiſtiſchen Reichsamt feſtgeſtellte Zahlen babe, Vergleiche man nämlich die Ziffern des Groß⸗ handelsindex vom Januar 1929 mit denen vom Januar 1931 und ebenſo die entſprechenden Zahlen des Lebenshaltungsindex, ſo ergebe ſich bei erſterem eine Verminderung von 21,8 v.., bei letzterem von 195 v. H, Von großem Intereſſe ſei dabei, daß die Perminderung in erſter Linie zurückzuführen ſei auf einen Preisnachlaß der Produkte, die von der reien Wirtſchaft verwaltet würden. Leider könne man die gleiche Feſtſtellung nicht treffen für die Artikel, die in der Verwaltung der öffent⸗ lichen Hand ſtehen. Ueber die Neuordnung des Kraftwagenverkehrs führte Dr. Linden folgendes aus: Die neue Re⸗ gelung wende ſich im Gegenſatz zu dem bisherigen Kraftfahrliniengeſetz mit größerer Sorgfalt der Ab⸗ wicklung des Güterverkehrs zu. Von größter Be⸗ beutung ſei es, daß die Kraftfahrzeughalter künftig zur Ausübung des Güterverkehrs auf Entfernun⸗ gen über 50 Kilometer der Genehmigung bedürfen und ſie bei ihren Transporten die in dem neuen Reichskraftwagentarif vorgeſchriebenen Frachtſätze einhalten müſſen. Weſentlich ſei zwar, daß der Verksverkehr auch künftig von jeder Bindung frei bleibe, immerhin aber bedeute .—.—.— nahme von Kinderſpeiſungen eintragen. LichrsPISTnK USER MAN NTAEI Nur noch heute und morgen! Orkanartige Lachsalven entfesselt täglich die beste und gelungenste MIIIt AT- Operette RESERVE HAT RUH mit dem Lustspiel-Darsteller- Ensemble Fr. Kampers-P. Hörbiger- Luele Englisch-H. Flscher- Köppe.a. Buntes Bel programm: Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 307 Vollverſammlung der Handelskammer für den Kreis Mannheim die zwangsweiſe Verteuerung des gewerb⸗ lichen Kraftwagenverkehrs wie auch die Aufhebung ſämtlicher K⸗Tarife der Reichsbahn eine Erhöhung der Transportkoſten, wenn auch die bei der Reichsbahn ab 1. November ein⸗ tretende Tarifſenkung einen gewiſſen Ausgleich biete. Ueber die tatſächliche Auswirkung der Neuordnung laſſe ſich darüber hinaus noch wenig ſagen. Ins⸗ beſondere müſſe mit Aufmerkſamkeit die Tarifpolitik der Reichsbahn beobachtet werden, wie ſie ſich, durch die Tarifſenkung auf eine andere Baſis geſtellt, nach der Neuregelung des Kraftwagenverkehrs dieſem gegenüber verhalte. Dr. Krieger erſtattete Bericht über die ge⸗ plante Aenderung der Vergleichsordnung, die in Zuſammenarbeit mit Oeſterreich durch die Ver⸗ öffentlichung einer gemeinſamen„Deutſch⸗Oeſterrei⸗ chiſchen Ausgleichsoroͤnung“ durchgeführt werden ſoll. Der Entwurf liege zur Zeit vor. Beachtlich ſei im Rahmen dieſer beabſichtigten Neuregelung vor allem die Umſtellung der Tätigkeit des Gerichtes, die ſich heute in verhältnismäßig engem Rahmen bewege, während künftig dem Richter ſowohl in der Einlei⸗ tung als auch in der Durchführung, ferner in der be⸗ abſichtigten Einführung des Nachverfahrens größere Vollmacht in die Hand gegeben werde. Der faſt all⸗ gemein verlangten Erhöhung der Mindeſtqudte werde Rechnung getragen. Die Quote ſoll künftig 40 v.., Die Hausſammlung des Hilfswerks beginnt Nach den notwendigen Vorbereitungen wird die große Hausſammlung des Maunheimer Hilfswerks, das Kernſtück der Sammeltätigkeit, durch das möglichſt alle Einzelſammlungen der cari⸗ tativen und ſonſtigen Hilfsorganiſationen erſetzt werden ſollen, am heutigen Montag einſetzen. Sie wird ſich ſo vollziehen: N Etwa 200 Sammler ſind ſtändig unterwegs. Jedem iſt ein beſtimmter Bezirk zugetellt. In dieſem Be⸗ ztrk wird er die, die periodiſche Beiträge leiſten wol⸗ len, alle 14 Tage bzw. alle 4 Wochen je nach Wunſch wieder beſuchen. Jeder Sammler hat eine mit dem Stempel des Mannheimer Hilfswerks und Namens⸗ unterſchrift verſehene Ausweiskarte, die er unaufgefordert vorzeigen muß. Die Samm⸗ ler nehmen geſpendete Geldbeträge, ſofern dieſe nicht bargeldlos zugeſagt werden, ſofort entgegen. Es iſt jedoch nötig und das Publikum wird dringend gebeten, dies zu be⸗ achten—, daß jeder Spender mit einem Tintenſtift, den der Sammler bei ſich trägt, Namen, Wohnung und den Betrag der von ihm gezeichneten Spende, auch jeder wiederholten, in die Spendenliſte ſelbſt einträgt, die der Sammler für jedes Haus mit ſich tragen muß. Man kann ſich auch in eine Spendenliſte von Lebensmitteln und anderen Naturalien, von Fuhrleiſtungen und für die Ueber⸗ Wer an 1 NS iin, 1 Professor .80 Uhr. .30,.00. —— Heute letztmals a STIUERRIE (Einsame Menschen) Eine dramatische Begebenheit aus dem westlichen Canada mit LUPRVELEZ. Im zweiten Film WAN MOS JUK IN der vielumschwärmte Frauenliebling in dem Stummfilm DER PRAESIDENT Vorzugskarten gelten. laſſen wollte 5 11 et Persönlich spricht morgen DIBNSTAd, 3. November. abends.30 Uhr iel AMUHbWITs 6 1 der tuissenschaftl. BPeſter der„ Zeppelin- Arktis-Bpedition“ über das weitgeschichtl. 5 Dokument Die Afklisfahrt des„Cfaf Zeppelin Einmaliger Vortrag mit Lichtbildern. ber einaige autmentisdie Beridit über diese 285 arhitische Großtat. bei einem Ziel von über 12 Monaten 50 v. H. betra⸗ gen. Von Bedeutung ſeien ferner die Beſtimmungen über die Durchführung der gegenſeitigen Verträge, die Einſetzung der Vertrauensperſon, den Liquida⸗ tionsvergleich uſw. Dr. Krieger erwähnte in dieſem Zuſammenhang, daß von der Kammer die Beſtrebungen, eine geſetz⸗ liche Regelung in dem Sinne herbeizuführen, daß künftig bei der Ablehnung von Konkurs⸗ anträgen mangels Maſſe von dem Schuld⸗ ner der Offenbarungseid verlangt werden könne, unterſtützt würden. Einer Einladung des Mitgliedes der Kammer, Dr. Bernhard Bilfinger, folgend, beſichtigten die Mitglieder der Kammer am Dienstag, 27. Oktober, den Stand der Arbeiten an der Rheinbrücke. Film⸗Nundſchau Univerſum:„Inſtinkt und Verſtand“ Dieſer monumentale Tierfilm bringt in der eindring⸗ lichſten und verſtändlichſten Weiſe von der Welt Einzelhei⸗ ten über das große Problem, ob Tiere nur Inſtinkt haben oder ob es auch ſolche mit echtem Verſtand gibt, bzw. ſolche, denen— wie zweifelsohne dem Menſchen— beides zur Verfügung ſteht. Einzigartige, ſeltene und koſtbare Film⸗ aufnahmen aus allen Reichen und Kreiſen der tieriſchen Welt, die in jahrelanger Arbeit mit einem großen Stab von Spezial⸗Operateuren und mit dem Aufwand aller nur er⸗ denklichen kinotechniſchen Hilfsmittel in allen Weltteilen hergeſtellt worden ſind, hat die Kulturfilm⸗Abtetlung der Ufa unter der Lettung eines ſo bewährten und erfahrenen Filmpädagogen wie Prof. Dr. Felix Lampe und unter Mitwirkung von namhaften Biologen zu einem groß⸗ angelegten Tierfilm von ganz neuem Charakter vereinigt. Der Film wäre als Lehrfilm für alle Schulen hervorragend geeignet. einer anderen zum Mannheimer Hilfswerk gehörigen Sammlung beteiligt iſt(3. B. an der des Arbeit⸗ geberkartells oder des Einzelhandels) wolle ſeinen Namen gleichwohl eintragen und die andere Teil⸗ nahme vermerken. Es wird die beſtimmte Hoffnung und die drin⸗ gende Bitte ausgeſprochen, daß jeder, der noch Ar⸗ beit und Verdienſt hat, ſein Schexflein zur Linderung der allgemeinen Not beiträgt. Da das Mannheimer Hilfswerk den Zweck hat, den Sammelertrag auf ein Höchſtmaß zu bringen, indem es die vielen ſonſt ſo dankenswerten Einzelſammlungen mit Zuſtimmung der beteiligten Verbände ausſchaltet oder beſſer geſagt in ſich begreift. wird jeder, der monatlich mindeſtens 1 Mark ſpendet, eine Mit⸗ gliedskarte des Mannheimer Hilfswerks er⸗ halten. Der Mindeſtſatz von monatlich 1 Mark iſt als der Betrag gedacht, von dem angenommen wird, daß ihn der größte Teil derer, die noch eine ſtänn⸗ dige Beſchäftigung haben, entbehren kann. Von denen, die höhere Einkommen haben, werden na⸗ türlich entſprechend höhere Beträge erwartet. Man wolle den Sammlern freundlich entgegenkommen; ſie haben keine leichte Aufgabe und ſind größtenteils ſelbſt ſtellenlos. Es wäre ungerecht, wenn der, dem das Hilfswerk nicht gefällt, ſeinen Mißmut darüber und über die Not der Zeit an den Sammlern 1 8 en 8200 Meute zum letzten Male cle Cdomedlan Harmonlsts Gassenhauer Beginn:.30,.00,.15 Sageohaleucles Montag, 2. November Nationaltheater:„Don Giovanni“, Oper von Mozart, Miete B 9, Sondermiete E. 3, Anfang 19.90 Uhr. Gewerkſchaftsbund der Angeſtellten: N 7, 8: Vortrag von Stadtrat Braun über„Die Verſorgungsbetriebe der Stadt Mannheim“, 20.15 Uhr. Kunſtansſtellung im Ballhaus: Gemälde⸗Ausſtellung des Münchner Künſtlerbundes„Ring“. Geöffnet von 10 bis 18 Uhr. Kaffee Schleuer J 1, 8: Künſtlerkonzert, 20 Uhr. Pavillon Kaiſer: Geſellſchaftstanz und Kabaretteinlagen al 20.30 Ubr. Palaſthotel: Tanztee 20.80 Uhr. Flungplatzkaſino: Tanztee ab 16 Uhr und abends. Antobusansflug zur Pfälzer Weinleſe, 14 Uhr ab Parade⸗ platz. Adlers Motorboot⸗Fahrten: Tägliche Hafenrundſahrten, vorm. 10 Uhr, nachmittags 15 und 17 Uhr ab Landeplatz Friedrichsbrücke. Lichtſpiele: Gloria⸗Palaſt:„Sie heißt Morie“. Palaſt⸗Thegter:„Die Dame und ihr Friſeur“. Alhambra:„Reſerve hat Ruh“.— Scala⸗ Theater:„Menſchen im Käfig“.— Univer⸗ ſum:„Hirſekorn greift ein“.— Roxy ⸗ Theater: „24 Stunden aus dem Leben einer Frau“.— Capitol: „Eliſabeth von Oeſterreich“.— Schauburg:„Stürme“, Was hören wir? Montag, den 2. November 1931: .05: Langenberg: Morgenkonzert auf Schallplatten. .20: Frankfurt: Frithtonzert auf Schallplatten. 12.05: Frankfurt: Schallplattenkonzert. 12.30: München: Unterhaltungskonzert. 12.35: Südfunk: Zu Allerſeelen. 18.05: Köln: Mittagslonzert. 18.05: Heilsberg: Schallplattenkonzert. 13.10: Nasen Vaſa Prihoda geigt. 18.30: München: Unterhaltungs konzert. 15.50: Köln: Kinderſtunde. 16.20: München: Unbekannte Lieder bekannter Meiſter. 16.45: 287 erg: Konzert. 17.00: Köln: Beſperkonzert. 17.00: Wien: Orcheſterkonzert. 17.05: Südfunk: Nachmittags konzert. 17.20: München: Beſperkonzert. 18.40: Frankfurt: Die bürgerliche Kriſe in Deutſchland von enſeits der Grenze geſehen. 19.80: München: Konzert. 19.45: Frankfurt: Zitherkonzert. 20.00: Köln: Collegium muſicum. Düſſeldorſer Kammer⸗ orcheſter.. 20.18: Frankfurt: Eine Viertelſtunde Lyrik. 20.15: Wien: Das gemeinſame Soldatengrab 20.25: Wien: Arien und Lieder. 20.40: Frankfurt: Ruſſiſche Muſik. f 21.00: Heilsberg: Komponiſtenſtunde Kurt Thomas. .30: München: Muſik am Hofe Max Emanuels. 28.00: Köln: Zwei Sonaten. Aus Maunheim 10.00—11.00: Aus der Chriſtuskirche: Orgelkonzert, aus⸗ geführt von Kirchenmuſttölrektor Arno Land man n. Die Uebertragung wird eingeleitet durch das Glockengeläute der Chriſtuskirche. Aus dem Ausland: 19.40: Beromünſter: Konzert. Volkstümliche Muſik. 18.00: Straßburg: Inſtrumentalkonzert. 18.28: Prag: Deutſche Sendung: Muſtkaliſche Zeitgeſchichte, 19.00: Straßburg: Inſtrumentalkonzert. 20.00: Beromünster: Allerſeelen⸗Konzert. : Konzert. 8 f entolkonzert. 20.15: Ser ee ert der Kathedrale in Freiburg. 21.00: Beromüuſter: i 5 en n 5 Mb Ab heufe Monlag bis einschl. Donnersiag! 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