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November 1931 142. Jahrgang— Nr. 538 Die Nationalſozialiſten ſind nicht erſchienen, die Deutſchnationalen haben zwei Beobachter geſchickt Das Tintenfaß an goldener Halskette Drahtbericht unſeres Berliner Büros P Berlin, 19. Nov. In dem ſeit der Vertagung des Plenums ver⸗ ödeten Reichstagsgebäude geht es ſeit heute morgen wieder ein wenig lebhafter zu. Der Haushalts⸗ ausſchuß hat ſeine Beratungen aufgenommen, die bis kurz vor Weihnachten täglich und zwar in der Zeit von 10 bis 3 Uhr fortgeſetzt werden ſollen. Die Nationalſozialiſten halten an ihrem Beſchluß ſeſt, auch dieſe Sitzungen zu meiden, während die Deutſchnationalen durch zwei ihrer Frak⸗ tionsmitglieder vertreten waren. Die Eröffnungsberatung begann nicht gerade viel⸗ verſprechend mit einem Verſuch der Sozialdemo⸗ kraten, wie im Plenum, ſo nun auch im Ausſchuß, das alte Spiel mit den Agitationsanträgen aufzunehmen. Um der kommuniſtiſchen Konkurrenz zuborzukommen, verlangten die Sozialdemokraten nämlich eine erweiterte Winterbeihilfe vom Reich. Woher das Geld dazu genommen werden ſoll, haben ſie dabei wohlweislich anzugeben unterlaſſen. Dem von der Volkspartei geäußerten Wunſch nach einer Darſtellung der geſamten finanziellen Verhältniſſe wird die Regierung wohl in den näch⸗ ſten Tagen entſprechen. Eine Sitzung des Vorſtandes der Zentrums⸗ fraktion hatte keineswegs den bedeutungsvollen Charakter, die ihr in den Ankündigungen beigemeſſen worden war. Man hat ſich lediglich über die im Aus⸗ ſchuß zu behandelnden Fragen unterhalten, nicht aber mit der großen Politik ſich befaßt, zumal der Kanzler dürch die Beratungen im Wirtſchaftsbeirat am Erſcheinen verhindert war. Aus der Debatte Abg. Dr. Schreiber(.) zollte der Denkſchrift des Reichs ſparkommiſſars über das Aus⸗ wärtige Amt Lob, da ſie eine Fülle von inter⸗ eſſanten Vorſchlägen enthielt. Der Redner trat dann für eine noch innigere Verſchmelzung des kon⸗ ſulariſchen und diplomatiſchen Dienſtes ein. Es dürfe keine privilegierte Klaſſe für Diplomaten und keine minderberechtigte Klaſſe für Konſuln geben. Minfſterialdirektor Dr. Köſter vom Auswärtigen Amt wies an Hand ausführlicher Dar⸗ ſtellungen nach, welche großen Einſparungen bereits das Auswärtige Amt vorgenommen habe. Der Kurjerdienſt ſei ſtark eingeſchränkt worden, die Kanz⸗ keien nach Möglichkeit zuſammengelegt und für die Einſparungen am Konſulardienſt böten die beſte Aus⸗ kunft die neue Etatsvorlage für 1932. Abg. Dr. Schreiber(.) wies darauf hin, daß 8 vor dem Kriege keinen weſentlichen Ausgabepoſten für die Wahlkonſuln gegeben habe. Das hänge damit zuſammen, daß vor dem Kriege die Wahl⸗ konſuln durch Ordensehrung hätten befriedigt werden können. Es ſei nicht zu beſtreiten, daß die Wahlkonſuln oft Knopflochſchmerzen hätten. Was habe denn ein Wahlkonſul für ſeine manchmal ſehr anſtrengende Tätigkeit vom Deutſchen Reich zu er⸗ warten? Beſtenfalls bekomme er ein ſchönes Hand⸗ ſchreiben. Redner wünſche übrigens nicht, daß ſich Vorkommniſſe wiederholten, wie es einmal dem Miniſter Streſemann paſſiert ſei. Damals habe der Wahlkonſul eines allerdings ekotiſchen Staates zum Dank für ſeine Tätigkeit ein Tintenfaß aus der preußiſchen borzellanmanufaktur erhalten. Bei dem nächſten größeren Staats feſte erſchien der ſo Dekorterke mit einer großen goldenen Hals⸗ kette, an der das vom Deutſchen Reich geſchenkte Tintenfaß baumelte. Dieſe Tatſachen müſſe man realpolitiſch überdenken, wenn man über die Abſchaffung von Orden urteilen will. Nach weiterer Debatte wurde der Unterausſchuß⸗ hericht genehmigt und der Ausſchuß vertagte ſich auf Freitag. Metallſchiedsſpruch für verbindlich erklärt Berlin, 19. Nov. Der Schlichter für Berlin⸗ Brandenburg hat heute den Schiedsſpruch für die erliner Metallinduſtrie, den der Schlichtungsaus⸗ ſchuß kürzlich gefällt hatte, für verbindlich erklärt. Inſolgedeſſen bleiben die bisherigen Löhne er Berliner Mstallarbeiter bis zum 13. Dezember 8. Is, weiter beſtehen. Zu dieſem Zeitpunkt wer⸗ en neue Lohnverhandlungen nötig ſein. Der Krieg in der Mano ſchurei Die Schlacht bei Tſitſikar Telegraphiſche Meldung London, 19. Nov. Der„Times“⸗Korreſpondent in Tokio meldet: Nach Mitteilung des japaniſchen Kriegsminiſte⸗ riums hatten die Chineſen am Dienstag nachmittag eine großangelegte Offenſive vorbereitet. Der ge⸗ ſtrige japaniſche Angriff ſei ſomit nur eine Verteidi⸗ gung darauf geweſen.() Der Korreſpondent fügt hinzu, General Bonſchu habe zwar Weiſung ge⸗ habt, keine Offenſive zu unternehmen, aber die chineſiſchen Angriffe vom Dienstag hätten ihm Ge⸗ legenheit geboten, zu zeigen, daß der Angriff die beſte Verteidigung ſei.(!) Mit der Auf⸗ löſung der Streitkräfte des Generals Ma und der Beſetzung von Tſitſikar ſei die letzte organiſierte Autorität in der Mandſchurei, die Tſchanghüliang gegenüber loyal geblieben ſei, verſchwunden. Die Verluſte an Toten und Verwundeten Telegraphiſche Meldung — Tokio, 19. Nov. In den letzten Gefechten zwiſchen Chineſen und Japanern ſollen ſich die Verluſte der Japaner auf 300 Tode und Verwundete belaufen, die der Chineſen auf faſt 400 0. Matſchangſchens beſte Trup⸗ pen ſollen der Vernichtung entgangen ſein, weil ſie ſofort den Rückzug antraten, als ſie merkten, daß die Lage kritiſch wurde. In der Nordmandſchurei ſoll jetzt Ruhe herrſchen. Neue japaniſche Vorſchläge Telegraphiſche Meldung — London, 19. Nov. Der Korreſpondent der„Times“ meldet aus Tokio: Das japaniſche Außenminiſterium teilt mit, daß die japaniſchen Vertreter in Paris auf ihre eigene Verantwortung hin, wenn auch im Einvernehmen mit ihrer Regie⸗ rung dem Völkerbundsrat neue Kompromiß⸗ Vorſchläge unterbreiten werden.(2) Es wird vorgeſchlagen werden, die jetzigen Pariſer Verhand⸗ lungen zu vertagen und eine Entſcheidung auf⸗ zuſchieben, bis der Völkerbundsrat die Streit⸗ frage durch Entfſendung einer eigenen Kommiſſion nach der Mandſchurei und nach China unterſucht hat. Der Korreſpondent fügt hinzu: es wird anſchei⸗ nend vorgeſchlagen, daß die Unterſuchung ſich nicht nur auf die mandſchuriſche Lage, ſondern auf die Lage in ganz China erſtrecken ſoll. Japans Antwort an die Sowjetunion Telegraphiſche Meldung — Tokio, 19. Nov. In ihrer Antwort auf die Note der Sowjetregie⸗ rung erklärt die japaniſche Regierung, die Gerüchte, wonach die Sowjetunion China unter⸗ ſt ü tze, ſeien nicht von Japan ausgegangen, ſondern vermutlich von den Behörden von Heilungkiang aus⸗ geſprengt worden, um ihre Truppen zu ermutigen. Die Sowjetunion müſſe ſich alſo bei den Chineſen beklagen: wenn Moskäu wirklich eine Politik ſtrikter Neutralität einhalte. Japan hoffe, daß die Sowjetunion eine ebenſo peinlich neutrale Haltung einnehmen werde, wie ſie Japan während des chineſiſch⸗ruſſiſchen Konfliktes eingenommen habe. Es wache darüber, daß den ruſſiſchen Intereſſen kein Abbruch getan werde, und ſchlage vor, daß Rußland eine freundſchaftliche Erklärung abgebe, wonach es den Chineſen keine Waffen und Munition liefere. Die oſtchineſiſche Eiſenbahn die ſich an der Beförde⸗ rung chineſiſcher Truppen nach Tſitſikar und Angant⸗ ſchi beteiligt haben, müſſe ſich mit den Chineſen in die Verantwortung teilen, wenn es zu einem ernſt⸗ haften Kampfe zwiſchen Chineſen und Japanern komme. Die japaniſche Antwort iſt vor dem letzten Zu⸗ ſammenſtoß zwiſchen chineſiſchen und japaniſchen Truppen abgefaßt und erſt geſtern abgeſandt worden. Doulſchlands Haltung zum mandſchuriſchen Konflikt Telegraphiſche Meldung Berlin, 19. Nov. In der Darſtellung einiger Zeitungen über die Beſprechungen des Völkerbundsrates in Paris über den japaniſch⸗chineſiſchen Konflikt iſt die Stellung⸗ nahme des deutſchen Delegierten, Staatsſekretär von Bülow, in unzutreffender Form wiedergege⸗ ben worden, wenn behauptet wird Staatsſekretär von Bülow habe gemeinſam mit dem engliſchen Außenminiſter Simon den Artikel 15 der Völker⸗ bundsſatzung in die Debatte geworfen, wonach der Rat Entſcheidungen treffen könne, ohne daß die intereſſierten Mächte mitſtimmen, wird von zuſtändi⸗ ger Stelle darauf hingewieſen, daß Staatsſekretär von Bülow in keiner Weiſe in der behaupteten Form in die Debatte eingegriffen habe. Ebenſo unzutreffend iſt die Behauptung, Staatsſekretär von Bülow habe erklärt, Deutſchland beabſichtige, aus ſeiner bisherigen Zurückhal⸗ tung herauszutreten. In unterrichteten Kreiſen wird mit aller Entſchiedenheit betont, daß es völlig abwegig ſei, zu unterſtellen, Deutſchlands Haltung einer vollkommenſten Zurückhaltung und Neutralität zu den Ereigniſſen in der Mandſchurei ſolle geändert werden. Grandis Besprechungen in Maſhington Telegraphiſche Meldung London, 19. Nov. Der„Times“ ⸗Korreſpondent in Washington mel⸗ det: Anſcheinend iſt der italieniſche Außenminiſter Grandi nicht in der Lage geweſen, bei ſeiner Konferenz mit Hpover und Stimſon irgend etwas zu ſagen oder zu unternehmen, was die ſchwinden⸗ den Hoffnungen auf einen Erfolg bei der Ab⸗ rüſtungs konferenz wieder beleben könnte. Wahrſcheinlich iſt die Möglichkeit eines Mittelmeer⸗ Flotten⸗Paktes und die Rolle, die Artikel 19 der Völkerbundsſatzung(Reviſion von Verträgen) ſpie⸗ len könnte, erörtert worden mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß dieſe Fragen die Vereinigten Staa⸗ ten nicht direkt berühren. Es iſt aber klar, daß Hoover wahrſcheinlich in der einen oder der anderen Frage beſondere Erwartungen hegt. Zu der Erklä⸗ rung Stimſons über die Reparationen u n d Schulden bemerkt der Korreſpondent: Nach Bekanntgabe des Hoover⸗Moratoriums war im Auslande allgemein der Eindruck entſtanden, die Vereinigten Staaten hätten nunmehr den Zuſam⸗ menhang zwiſchen Reparationen und interalliierten Schulden anerkannt. Dieſe Auffaſſung war eine Quelle der Verlegenheit für die ameri⸗ kaniſche Regierung und rief Kritik und Op⸗ poſition hervor gegenüber dem Präſidenten Hoover. Es war gehofft worden, daß das Hoover⸗Laval⸗ Kommuniqué genügen werde, um dieſe Auslegung als falſch darzutun. Sollten aber noch irgendwelche Zweifel beſtanden haben, dann hat Staatsſekretär Stimſon ſie geſtern zerſtreut. — Die Sachlieferungen auf Reparationskonto Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 19. Nov. Ein Berliner Mittagsblatt verbreitet die Nachricht, daß Frankreich beabſichtige, Lieferungsauf⸗ träge auf Reparationskonto in Höhe von 81 Millionen R./ zu vergeben. Dieſe Mel⸗ dung kann ſchon um deswillen nicht zutreffen, weil für neue Aufträge gar keine Finanzierungs⸗ möglichkeiten beſtehen. Bei Inkrafttreten des Hoover⸗ jahres war allerdings noch bei der B. J. Z. ein Konto von 81 Millionen für Sachlieferungen vorhanden. Davon iſt jetzt ein kleiner Teil frei geworden, da die dafür zu leiſtenden Lieferungen auf Grund der alten Verträge nicht ausgeführt worden ſind. Dieſer frei gewordene Teil muß aber natürlich verwendet wer⸗ den, um die laufenden Aufträge zu bezahlen. Papier oder Gold? Von Profeſſor Guſtar Caſſel⸗Schweden Nicht alle Nationen ſuchen gegenwärtig noch unter allen Umſtänden an der Goldwährung feſtzuhalten. Eine ganze Reihe von Staaten hat ſich zur Papier⸗ währung bekannt, und zwar jeder Staat zu einer anderen, faſt alle aber ohne klaren Begriff von der Währungsſtabilität, die ſie doch alle herbeizuführen ſuchen. Die verſchiedenen Papier⸗ währungen ſtehen verbindungslos neben⸗ einander, die gegenſeitige Umrechnung iſt deshalb kaum vorausſehbaren Schwankungen unterworfen. Dieſe Lage iſt vor allem für den Welthandel auf die Dauer unhaltbar. Es entſteht alſo die Frage, ob es nicht möglich iſt, die einzelnen Papierwährungen zu einem einheitlichen Papier⸗ währungsſyſtem von hinreichender Stabilität zu⸗ ſammenzufaſſen. Bei der Diskuſſion dieſer Frage iſt man leicht be⸗ reit, das Papiergeld einfach als ſchlechtes Geld zu bezeichnen oder gar zu behaupten, eine reine Papierwährung oder gar ein Syſtem gegeneinander ausgewogener Papierwährungen ſei ein Unding. Wir ſtehen jedoch vor der klaren Tatſache, daß zahl⸗ reiche Länder, zum Teil auf hoher Stufe wirtſchaft⸗ licher Entwicklung, die Papierwährung angenommen haben. Das muß natürlich klar erkannt und vor⸗ urteilsfrei gewürdigt werden, wenn man bald mt der jetzigen Währungskriſe fertigwerden will Vor allem müſſen wir uns vor dem allerdings verbreiteten Glauben bewahren, eine allge⸗ meine Rückkehr zur Goldwährung ſei leicht und ohne beſondere Opfer zu bewerkſtelligen. Sollen die Welthandelsbeziehungen wieder auf Goloͤbaſis ge⸗ regelt werden, ſo ſind zunächſt mehrere weſentliche Vorbedingungen zu erfüllen, die im einzelnen ſorg⸗ fältiger Prüfung— am beſten ſofort und in inter⸗ nationalem Maßſtab— bedürfen. Nur die wichtig⸗ ſten ſollen hier genannt werden. Erſtens: Das Kriegsſchulden problem muß endgültig, und zwar nach den Geſetzen wirtſchaftlicher Vernunft gelöſt werden. Zweitens: Der Welthandel muß zu annähernd normalen Zuſtänden zurückgeführt werden, zu ſo normalen wenigſtens, daß der Zinſen⸗ und Til⸗ gungsdienſt von Auslandsanleihen in der Regel durch Warenexport gedeckt iſt. Drittens: Es müſſen Garantien dafür geſchaf⸗ fen werden, daß ſich die Kanäle des Währungsaus⸗ gleichs nicht verſtopfen, daß alſo die Goldbewegung nicht eingeengt wird und nicht zu Goldanſa m m⸗ lungen in irgend einem einzelnen Land führt, denn ſonſt müßte das Gold ſeine normale Funktion als Preisregulator auf dem Weltmarkt verlieren. Feſt ſteht ſchon jetzt, daß eine Wiederherſtellung des internationalen Goldſtan⸗ dards unmöglich iſt, wenn mit der Goldwährung weiterhin in derſelben Weiſe verfahren wird wie während der letzten Jahre. Viertens: Die Welt muß ſich zu einer einheit⸗ lichen Golderſparnispolitik entſchließen, unter Einſchluß einer energiſchen Beſchneldung der Goldvorräte für Währungszwecke. Ziel dieſer Polt⸗ tik muß es vor allem ſein, eine unnötige, ja eventuell verhängnisvolle Wertſteigerung des Gol⸗ des zu verhindern. Solange die genannten Bedingungen nicht erfüllt ſind, iſt eine allgemeine Rückkehr zum Gold⸗ Wertmaß nicht denkbar. Selbſt wenn ſie für ganz kurze Zeit möglich wäre, ſo bliebe ſie doch unnütz und gefährlich. Wachſende Goldknappheit müßte zu wei⸗ terer Deflation und zu einer untragbaren Verſchär⸗ fung der gegenwärtigen Wirtſchaftskriſe führen. Es iſt nahezu ſicher, daß kein Staat die Goldwährung beibehalten kann, wenn er ſte etwa ohne die erforder⸗ lichen Garantien wiederaufgenommen hat. Der in⸗ ternationale Goldſtandard würde alſo dem Welthan⸗ del nicht die Sicherheit bieten, die ihm allein Daſeins⸗ berechtigung verleihen könnte. Eine kurze Ueberlegung der hier umriſſenen ach⸗ lage zeigt, daß die Rückkehr zum Gold viel Zeit erfordert, mehrere Jahre bei noch ſo optimiſtiſcher Schätzung. Dabei iſt zu berückſichtigen, daß möglicher⸗ weiſe eine der unerläßlichen Vorausſetzungen un⸗ erfüllt bleibt und eine dauernde Rückkehr zum Gold⸗ ſtandard ſich infolgedeſſen als völlig undurchführbar erweiſt. Deshalb ſollten die in Frage kommenden Staaten ſich den nun einmal gegebenen Verhältniſſen anzupaſſen ſuchen, ohne auf die Löſung des Gold⸗ problems zu warten. Um aber dieſe Verhältniſſe ſo 1 2, Seite/ Nummer 538 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 19. November 1931 erträglich wie möglich zu geſtalten, iſt ſofortige Zu⸗ ſammenarbeit zunächſt der Länder mit Papierwäh⸗ rung dringend wünſchenswert; eine Zuſammenarbeit, zu der vor allem die Länder mit geſunder Wirtſchafts⸗ baſts berufen ſind. Das nächſtliegende Ziel für jedes dieſer Länder wäre es, die innere Kaufkraft ſeiner Währung in gewiſſen Grenzen zu ſtabiliſieren. Ver⸗ zicht auf Golddeckung iſt etwas grund⸗ ſätzlich anderes als Inflation! Die Tat⸗ ſache, daß ſich ein Staat von der Goldwährung ab⸗ wendet, bedeutet durchaus noch nicht, daß er damit die Inflation entfeſſelt oder den Binnenwert feiner Währung herabſetzt. Nein, er verweigert nur der Deflation die Gefolgſchaft, während ſie in den Gold⸗ währungsländern infolge des beſtändigen Ringens um Gold noch unumſchränkt herrſcht. Eine gemein⸗ ſame Erklärung der wichtigſten und geſündeſten Pa⸗ pierwährungsländer, daß dies und nur dies das Ziel ihrer Politik ſei, wäre bereits von großem Wert und könnte viel zerſtörtes Vertrauen wiederaufbauen. Vielleicht werden einige Papierwährungsſtaaten das Bedürfnis empfinden, vor Befolgung der Stabi⸗ liſierungspolitik die Warenpreiſe etwas zu erhöhen, um Preiſe und Löhne in ein angemeſſenes Gleich⸗ gewicht zu bringen. In ſolchen Fällen muß von vorn⸗ herein beſtimmt werden, auf welchem Preisniveau die endgültige Stabiliſterung erfolgen ſoll, damit die Währung nicht als Spielball unbekannter Mächte, ſondern als beſtimmter Faktor einer be⸗ ſtimmten Politik erſcheint. Nehmen wir einmal an, daß ſich eine Reihe von Staaten in einem derartigen Stabiliſationsplan zu⸗ ſammenfindet— wie ließe ſich dann ein feſter inter⸗ nationaler Maßſtab für ihre Währung untereinander ſchaffen? Eine befriedigende Löſung dieſer Frage iſt offenſichtlich nur dann möglich, wenn England das Pfund endgültig ſtabiliſert. Sobald das geſchehen iſt, bedarf es nur des einfachen Ent⸗ ſchluſſes der beteiligten Staaten, den Londoner Kurs ihrer Währungen ſtabil zu halten. Praktiſch wäre damit nur eine Anknüpfung der internationialen Währungspolitik an die Vorkriegsgeſchichte des Goldſtandards erreicht: auch damals brauchten die Goldwährungsländer nur auf die Stabilität der Jon⸗ doner Deytſennotierungen zu achten. Es handelt ſich alſo um nichts Neues, um kein Experiment. Ueber⸗ nimmt England die Verantwortung für gleichblei⸗ bende Kaukraft des Pfund Sterling, dann darf man auf gutes Funktionieren des Papierwährungsſyſtems rechnen. Durch einen ſolchen Plan würde es den Papier⸗ währungsländern zweifellos ermöglicht werden, ein internationales Währungsſyſtem auf ſo geſunden Prinzipien aufzubauen, daß bald das geſchwundene Vertrauen wieder hergeſtellt und damit die Grund⸗ lage für eine neue Hochkonjunktur geſchaffen wäre. Der natürliche Gegenſtand eines völkerrechtlichen Abkommens der Papierwährungsländer wäre alſo zünächſt die Beſeitigung aller geſetzlichen Beſtim⸗ mungen über geſetzliche Deckungsgrenzen in den vertragſchließenden Staaten. Dieſe Maßnahme würde den Ländern nicht nur wertvolle Bewegungs⸗ freiheit verſchafſen, ſondern wäre unter allen Um⸗ ſtänden der erſte Schritt auch für die Rückkehr zum internationalen Goldſtandard, falls dieſe Rückkehr aus irgendwelchen Gründen wünſchenswert er⸗ ſcheint. Weiterhin würden die Papierwährungsländer durch Schaffung eines eigenen Währungsſyſtems ihre Stellung gegenüber den Goldwährungsländern enorm verſtärken. Sollen dann ſpäter Verhand⸗ lungen mit dieſen Ländern zwecks Rückkehr zum allgemeinen Goldſtandard aufgenommen werden, ſo könnten die Teilnehmer an dem Abkommen ihren Bedingungen weitgehenden Nachdruck verleihen; ſie brauchten keine Goldwährung zu akzeptieren, die dem Niveau ihrer eigenen Papierwährung nicht an⸗ gepaßt iſt“ Und ſchließlich— die von ihnen geſam⸗ melten Erfahrungen würden ſie zu einer klaren Beurteilung der Bedingungen befähigen, unter denen ein befriedigendes Funktionieren einer inter⸗ nationalen Goldwährung erwartet werden darf. Die aufgeworfenen Fragen ſind mehr als dringend, es darf wahrhaftig keine Zeit mehr verloxen gehen. Eine Konferenz der führenden Pa⸗ pierwährungsſtaaten müßte ſehr wohl imſtande ſe im, innerhalb kürzeſter Zeit den einzig gangbaren Weg einzu⸗ aus der ſchlagen. gegenwärtigen Währungskriſe Jer Fall Katzenellenbogen Läulerungsfeuer Ludwig Katzenellenbogen, der ehemalige General⸗ direktor der Schultheiß⸗Patzenhoferbrauerei, iſt, wie berichtet, verhaftet und nur nach Stellung einer Sicherheit von 100 000% wieder entlaſſen worden, wobei ihm der Paß entzogen und zweimal lägliche Meldung auf dem Polizeirevier auferlegt wurde. Mit dem Eingreifen des Gerichts tritt die Affäre Schultheiß⸗Patzenhofer erſt ſo richtig vor das Ram⸗ penlicht der Oeffentlichkeit und ſie reiht ſich in der Revue der deutſchen Kriſenſkandale den anderen Fällen: Nordwolle, Karſtadt, Wicking⸗Aktiengeſell⸗ ſchaft, Frankfurter Allgemeine uſw., würdig ein. Es iſt gewiß Pech, daß eine Wirtſchaftskriſe von unge⸗ kanntem Ausmaß geſchäftliche Verfehlungen ſcho⸗ nungslos aufdeckt, die ſonſt unbemerkt geblieben wären. Hätte ſich der Kurs der Schultheiß⸗Aktien nicht auf den zehnten Teil ſeines höchſten Wertes ge⸗ ſenkt, ſo wäre es der Geſellſchaft vielleicht möglich geweſen, die Verluſte aus den Aktienſpekulationen Katzenellenbogens ohne beſonderes öffentliches Auf⸗ ſehen zu decken. Wäre der Kurs etwa noch weiter geſtiegen, ſo gälte Herr Katzenellenbhogen heute im Kreiſe ſeiner Kollegen ſicherlich als Finanzgeuie. Aber dieſe Aeußerlichkeiten ändern nichts an dem inneren Gehalt der Dinge. Was unerlaubt iſt, ͤſt unerlaubt bei jeder Konjunktur. Die ſtrafrechtlich erfaßbaren Verbrechen ſind bei allen dieſen Finanzſkandalen eigentlich das am wenigſten Wichtige. Das Unterſuchungsverfahren gegen Katzenellenbogen und die vier anderen Direk⸗ toren erfolgt wegen Finanzverſchleierung und anderer handelsrechtlicher Verſtöße, die im Para⸗ graphen 314 des Handelsgeſetzbuches mit Gefängnis bis zu einem Jahr und zugleich mit Geldſtrafe bis zu 20 000 Mark bedroht ſind. Bei den Brüdern Sklarek geht es bekanntlich um ein„bißchen“ Be⸗ ſtechung, in anderen Fällen, wenn es hoch kommt, um„leichte“ Urkundenfälſchung. Aber was nicht be⸗ ſtraft werden kann und doch zum Himmel ſchreit, das iſt die Leichtfertigkeit, mit der frem⸗ des Gut vergeudet, bald grob veruntreut, bald nur verſpekuliert, wurde, und das iſt der Umſtand, daß dieſes fremde Gut nicht tigend einem anderen Großſchieber gehört, dem etwa ganz recht geſchieht, wenn es ihm abgejagt wird, ſondern daß es Beſitz und oft Notgroſchen war von Steuer⸗ zahlern, Aktionären und kleinen Sparern. Hier liegt das Weſentliche: Jeder von denen, die auf mehr oder minder kriminelle Weiſe die armen Leute, die ihnen Geld anvertrauten, um Millionen und Abermillionen ſchädigten, würde mit echter Entrüſtung auffahren, wenn man ihm nachſagte, er habe eine Brieftaſche mit 50 Mark geſtohlen. Das moraliſche Bewußtſein, das von einem ſimplen Diebſtahl aufs peinlichſte berührt wird, regt ſich nicht ſo ſtark auf bei dieſen neuarti⸗ gen und großzügigeren Formen des Entwendens. Jetzt erſt, auf den Trümmern der Zuſammenbrüche erkennt man: Rieſige Unternehmungen von außer⸗ ordentlicher Bedeutung nicht nur für ihre Aktio⸗ Zur Stillegung der Telegraphiſche Meldung — Berlin, 19. Nov. In der Sitzung des Handelsausſchuſſes des Preußiſchen Landtages vom 4. d. Mts. iſt bekanntlich ein Zentrumsantrag angenommen worden, wonach das Staatsminiſterium erſucht wird, die notwendi⸗ gen Mittel für die Wiederinbetriebſetzung der Wen⸗ zeslausgrube für den Fall zur Verfügung zu ſtellen, daß ſich das Reich an der Aufbringung der Mittel beteiligt. Was nun die Stellungnahme des Reichs anbe⸗ langt, ſo iſt bereits wiederholt erklärt worden, daß bei der ſchwierigen Lage der Reichsfinanzen die Fortführung des Betriebes mit Hilfe öffentlicher Mittel keinesfalls in Frage kommen kann. Die Hergabe der erforderlichen beträchtlichen Mittel würde aber auch ihren Zweck gar nicht er⸗ füllen können, da eine Rentabilität der Grube, ſelbſt im Falle des völligen Verzichts der Gläubiger näre, ihre Gläubiger und die vielen, die ihr Brot bei ihnen finden, ſondern weſentliche Glie⸗ der des deutſchen Wirtſchaftsapparates befanden ſich in den Händen von Konſtrukteuren mit verhäng⸗ nisvollen ſpekulativen Neigungen, die nicht nur zum eigenen Ruin, ſondern auch zu ſchweren Verluſten der Unternehmungen geführt haben. Nicht nur eigenes und fremdes Geld wurde verſpielt, ſondern darüber hinaus ein guter Beſtandteil des Vertrauensfonds der deutſchen Wirt⸗ ſchaft. Und der Schaden wurde jedesmal dadurch vergrößert, daß man ihn verſchwieg und vertuſchte, bis ſeine traurigen Folgen ein weiteres Verbergen unmöglich machten. Im Falle Katzenellenbogen hat ſich die Front der Verantwortung inſofern verbreitert, als die Ban⸗ ken in ihrer Eigenſchaft als Kreditgeber und Kon⸗ trollpoſten in den Aufſichtsräten das ihnen aunver⸗ traute Volksvermögen in den Zuſammenbruch mit⸗ riſſen. Neben dem Prozeß gegen Katzenellenbogen und Genoſſen läuft ja noch bei der Staatsanwalt⸗ ſchaft das Verfahren gegen die Vertreter der Danat⸗, der Commerz⸗ und der DD⸗Bank. Vielleicht ſtellt ſich heraus, daß die Verträge der Banken über die Aktienankäufe geſchäftlich einwandfrei waren, daß die Finanzleute an den Wert der gekauften Aktien glaubten und einen erlaubten Spekulationsgewinn miteinzuſtecken trachteten. Daß ſie ſich aber in den Aufſichtsräten keine Gewißheit über das Riſiko ver⸗ ſchafften, daß ſie, im beſten Falle, die Dinge trotz teilweiſer Kenntnis treiben ließen, zeigt bedenkliche Bereitwilligkeit und laxe Behandlung ihrer Pflichten. E Die Reichsregierung hat mit Recht ſchärſere aktienrechtliche Beſtimmungen geſchaffen. Eine rei⸗ nere und verantwortungsvolle Wirtſchaftsgeſinnung muß die eingeführten Reformen mit Leben erfüllen. Hoffentlich trägt der Prozeß Katzenellenbogen zu einem ſolchen Läuterungsfeuer bei. F. A. Veſchlagnahme bei Tilla Durieur Berlin, 19. Nov.(Drahtber. unſ. Berl. Büros.) Wie die„B..“ berichtet, haben die Steuerbehör⸗ den in den letzten Tagen alle erreichbaren Vermö⸗ gensſtücke von Tilla Durieux, der Gattin Katzenellenbogens, mit Beſchlag belegt. Sie verlangen von ihr die Nachzahlung von hohen Steuerſummen, die noch von Katzenellenbogen zu beanſpruchen ſeien. Geſtändnis des Kommuniſten Weißig in Neumünſter — Neumünſter, 19. Nov. Der Kommuniſt Weißig, der in dem dringenden Verdacht ſtand, am Abend des 10. November bei dem gemeldeten blutigen Zuſam⸗ menſtoß zwiſchen Kommuniſten und Nationalſozia⸗ liſten den SA. Mann Martens erſchoſſen und zwei weitere Nationalſozialiſten ſchwer ver⸗ letzt zu haben, hat nunmehr ein umfaſſendes Ge⸗ ſtändnis abgelegt und die Tat zugegeben. Wenzeslaus⸗Grube auf ihre Forderungen nicht zu erwarten iſt. Die Wiederinbetriebſetzung der Wenzeslausgrube würde außerdem die Freiſetzung von Arbeits⸗ kräften in ungefähr gleicher Zahl auf anderen niederſchleſiſchen Gruben, die inzwiſchen den Abſatz der Wenzeslausgrube aufge⸗ nommen haben, nach ſich ziehen. Es würde alſo für den Arbeitsmarkt keine merkliche Entlaſtung ein⸗ treten. Außerdem würden zuſätzlich die Koſten für die Erhaltung der Wenzeslausgrube zu tragen ſein. Schließlich kann die Gefahr von Kohlen⸗ ſäure⸗ Ausbrüchen auch bei Innehaltung der neuen bergpolizeilichen Vorſchriften keineswegs als beſeitigt angeſehen werden. Eine Erleichterung der durch die Stillegung ein⸗ getretenen Notlage der Belegſchaft wird nur durch andere Hilfsmaßnahmen herbeigeführt werden kön⸗ nen, die zum Teil bereits in die Wege geleitet ſind, zum Teil vorbereitet werden. ———— Treviranus muß vorſichtiger fein Drahtbericht unſeres Berliner Büro J Berlin, 19. Noy. Durch die Rede, die der Reichsverkehrsminiſter Treviranus vor der ſogenannten Dienstag⸗Ge⸗ ſellſchaft in Oppeln und zwar im Beiſein von Ange⸗ hörigen aller Parteien gehalten hat, iſt die Regierung natürlich in arge Verlegenheit gebracht worden. Herr Treviranus ſelbſt läßt erklären, daß ſeine Aus⸗ führungen„entſtellt und aus dem Zuſam⸗ menhang geriſſen“ wiedergegeben worden ſeien. Er betont weiter, daß die beſonders bean⸗ ſtandeten Stellen über die Rolle der Natio⸗ nalſozialiſten in der Außenpolitik und deren Bewertung durch die Regierung nicht in der eigentlichen Rede enthalten geweſen ſeien. Er habe dieſe Aeußerung vielmehr im Laufe der darauf fol⸗ genden Diskuſſion getan. Im übrigen beklagt ſich Herr Treviranus bitter darüber, daß die von ihm wiederholt erbetene Vertraulichkeit nicht gewahrt worden ſei. Der Schaden, den Herr Treviranus durch ſeine allzu große Offenherzigkeit wieder ein⸗ mal anrichtete, läßt ſich durch ſolche Erklärungen nicht beſeitigen. Als verantwortlicher Miniſter des Reichskabinetts muß ſich Herr Treviranus eben be⸗ wußt ſein, wieweit er, ohne gefährliche Erörterungen hervorzurufen, in ſeinen Aeußerungen gehen kann, Dieſe Vorſicht hat Herr Treviranus wiederholt und auch diesmal vermiſſen laſſen. Die Finanznot Preußens Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 19. Nov. Das preußiſche Staatsminiſterium hat nach dem „Berliner Tageblatt“ in ſeiner letzten Sitzung den Entwurf des Etats für 1932“ verabſchiedet. Noch Herr Höpker⸗Aſchoff hat angekündigt, daß der neue Haushaltsplan mit einem beträchtlichen Defizit, das kaum viel unter einer halben Milliarde liegen dürfte, abſchließen werde. Der Etat wird am 7. Dezember dem Staatsrat und am 17. dem Land⸗ tag vorgelegt werden, der noch vor den Weihnachts ferien die erſte Leſung erledigen will. 1 Letzte Meldungen Tagung der Schiffbautechniſchen Geſellſchaft — Berlin, 19. Nov. In der Techniſchen Hochſchule Berlin wurde heute die 32. Hauptverſammlung der Schiffbautechniſchen Geſellſchaft eröffnet. In der geſchäftlichen Sitzung machte der Vorſttzende, Ge⸗ heimer Regierungsrat Profeſſor Dr. ing. h. e, Schütte, unter ſtärkſtem Beifall die Mitteilung, daß Reichspräſident von Hindenburg in Wür⸗ digung der beſonders auf Schiffbau und Schiffahrt ſchwer laſtenden deutſchen Wirtſchaftskriſe die Ehren mitgliedſchaft der Schiffbautechniſchen Geſellſchaft angenommen hat. Keine neue Notverordnung über Gehalts⸗ kürzungen — Berlin, 19. Nov. In der Preſſe ſind in Zuſam⸗ menhang mit Berichten über Ausführungen des württembergiſchen Finanzminiſters Behauptun zen aufgetaucht, die Reichsregierung beabſichtige noch in dieſem Jahre eine neue Notverordnung, die eine 10prozentige Gehaltskürzung für die Beamten vor⸗ ſehe. Von unterrichteter Seite wird hierzu mitge⸗ teilt, daß den Regierungskreiſen von derartigen Abſichten nichts bekannt iſt Lohnherabſetzung in der ſüdbayriſchen Textilinduſtrie — Augsburg, 19. Nov. Der Arbeitgeberverband der ſüdbayriſchen Textilinduſtrie hat in einer hler abgehaltenen Sitzung beſchloſſen, ſich dem Vorgehen der Augsburger Veredelungsbetriebe, die bekannt⸗ lich ihrer Belegſchaft zum 21. November gekündigt haben, anzuſchließen. Es wurde beſchloſſen, den Ar⸗ beitern durch Anſchlag bekanntzugeben, daß ab b. Dezember nur noch zu Löhnen gearbeitet werden könne, die 16 v. H. unter den jetzigen liegen. Durch dieſe Maßnahme werden etwa 28 000 Tex⸗ tilarbeiter betroffen. Aus allerlei Winkeln der Welt * Beweis nach 250 Jahren. Im Jahre 1681 er⸗ ſchien der Bericht einer franzöſtſchen Reiſegeſell⸗ ſchaft, die auf Einladung des Königs Karl XI. Schweden beſucht hatte und nach ihrer Behauptung bis in die nördlichſten Teile des Landes vorgedrun⸗ gen war. Unter anderem wurde berichtet, auf einem Stein in der Nähe des Thorne⸗Sees ſei zur Er⸗ imnerung an den Beſuch ein lateiniſcher Vers ein⸗ gemeißelt worden. Da in dem Bericht ſehr viele phantaſtiſche Angaben enthalten waren, hielt man auch dieſe Behauptung für erfunden. Vor kurzem hat ſich aber herausgeſtellt, daß ſie auf Wahrheit be⸗ ruht. In Schwediſch⸗Lappland wurde in der Nähe des genannten Sees inmitten eines dichten Ge⸗ ſtrüpps von Zwergbirken ein großer Stein entdeckt, der eine völlig verwitterte lateiniſche Inſchrift trug. Die Entzifferung ergab, daß ſie aus dem Jahre 1681 ſtammte und außer einem lateiniſchen Hexa⸗ meter die Namen von drei Franzoſen enthielt, die cet jener Reiſe teilgenommen hatten. Es iſt alſo nunmehr nach 250 Jahren erwieſen, daß die fran⸗ zöſiſche Geſellſchaft damals tatſächlich bis in den Polarkreis vordrang. f f * Rußland verkauft Kunſtſchätze. Die Leitung des Hermitage ⸗Muſeums in Leningrad hat eine Reihe wertvoller Stücke nach London geſandt, wo ſie in der Kunſthandlung Sotheby zur Verſteigerung gekom⸗ men ſind. Es iſt nicht das erſte Mal, daß ruſſiſche Sammlungen ſich auf dieſe Weiſe Auslandsgut⸗ haben verſchaffen, aber die Preiſe, die in dieſen Verſteigerungen erzielt werden, ſind gewöhnlich ſehr mäßig. Es handelte ſich diesmal um antike Juwelen und Goldarbeiten, die nur für Muſeen in Frage kommen. Das intereſſanteſte Stück war eine kleine Sammlung von ſkythiſchem Schmuck, die an eine holländiſche Sammlung verkauft wurde. Insgeſamt zielte die ruſſiſche Sendung 2280 Pfund, eine Summe, die in gar keinem Verhältnis zu dem hiſto⸗ riſchen Wert der Arbeiten ſteht. „ 1 * Der Eheſtreit des Maharadſcha. Der Geheime Rat der engliſchen Krone, die höchſte engliſche Ge⸗ richtsinſtanz, beſchäftigt ſich gegenwärtig mit einer Klage der Auſtralierin Elſtie Thompſon, die als die Gemahlin des indiſchen Maharadſcha von Tikari den Namen Sita Devi führt. Die Auſtralierin war früher in Kapſtadt mit einem Amerikaner verheira⸗ tet. Die Ehe wurde aber geſchieden, um der Auſtra⸗ lierin die Möglichkeit zu geben, mit dem indiſchen Maharadſcha einen Bund fürs Leben einzugehen. Die romantiſche Ehe nahm aber nicht den erwarte⸗ ten Verlauf. Vielmehr trat in der letzten Zeit ein ſtarkes Zerwürfnis zwiſchen dem indiſchen Maha⸗ radſcha und ſeiner weißen Gemahlin ein. Sita Devi verließ den Maharadſcha und nahm nun die für dieſen Fall in Ausſicht geſtellte Abfindung in der Geſtalt einer jährlichen Rente von 20 000 Mark in Anſpruch. Der Maharadſcha weigert ſich indeſſen zu zahlen. Er behauptet, ſeine Ehe mit der Auſtralierin ſet gar nicht giltig geweſen, da die frühere Fräulein Thompſon nach Geſetz und Recht den Uebertritt zum Hinduglauben gar nicht hätte vollziehen können. Ferner ſei die Ehe mit dem Amerikaner auf Grund betrügeriſcher Angaben geſchieden worden. In den bisherigen Inſtanzen iſt der indiſche Maharadſcha zur Zahlung verurteilt worden. * Brotloſe Kunſt? Unſer Londoner Ver⸗ treter ſchreibt uns: Vor fünf Jahren war Noel Coward noch ein mäßig bekannter Schauſpieler; ſeit er ſein ſchriftſtelleriſches Talent entdeckt hat, iſt er ſchnell berühmt und reich geworden. Man erfährt erſtaunliche Dinge über das Einkommen, das dieſer zweiunddreißigjährige Künſtler aus ſeiner Tätigkeit als Autor, Komponiſt, Regiſſeur und Schauſpieler bezieht. Die Tantiemen für die acht Aufführungen ſeines Stückes„Cavalcade“ in der letzten Woche be⸗ kann beſtimmt damit rechnen, daß dieſes Stück noch ein Jahr vor vollen Häuſern weitergeſpielt wird. Dazu kommen Tantiemen aus verſchiedenen Auf⸗ führungen ſeiner Operette„Bitter⸗Sweet“ und der laufen ſich auf über ſechshundertfünfzig Pfund; er Komödie„Private lives“ in England, Amerika und * Europa. Rechnet man die Einkünfte aus Grammo⸗ phonplatten und die Tantiemen aus älteren Stücken hinzu, ſo wird man nicht fehlgehen, wenn man das Einkommen des jungen Mannes auf zwölfhundert Pfund wöchentlich— rund eine Mil⸗ lion Mark jährlich!— ſchätzt. Dabei ſind die Film⸗ rechte für ſeine Stücke und zahlreiche andere Ein⸗ nahmequellen nicht einmal mitgerechnet. Noel Co⸗ ward dürfte heute der beſtßezahlte Autor Englands ſein, obwohl es einige andere gibt, die ſeinen Re⸗ kord beinahe erreichen. Wer kann noch ſagen, daß die Schriftſtellerei eine brotloſe Kunſt ſei? * Das Verſchwinden der„Menſchendroſchke“. In dem Straßenleben des fernen Oſtens ſpielte in frü⸗ heren Zeiten die Rikſcha eine beherrſchende Rolle. Ueberall ſah man den zweirädrigen Wagen, der von einem Kuli im Laufſchritt gezogen wurde. Die Rik⸗ ſcha war die Droſchke des fernen Oſtens. In den letzten Jahren iſt ſie durch die Konkurrenz des Auto⸗ mobils, der Straßenbahn und des Omnibuſſes mehr und mehr verdrängt worden. Ein uraltes Verkehrs⸗ mittel, für das man ſie vielfach gehalten hat, iſt ſie niemals geweſen. Vielmehr hut ſie ſich erſt um die Mitte des vorigen Jahrhunderts aus der in Europa bekannten Sänfte entwickelt. Ein amerikaniſcher Miſſionar ſoll der erſte geweſen ſein, der in Japan eine Rikſcha anfertigen ließ. Von dort hat ſich dieſe „Menſchendroſchke“ dann über den ganzen fernen Oſten verbreitet.— Von einem Geſichtspunkt aus iſt es nicht zu bedauern, wenn die Rikſcha dem techniſchen Fortſchritt Platz machen muß. Die Kulis, die dieſe Droſchke ziehen, haben eine äußerſt anſtrengende Ar⸗ beit zu leiſten. Sie ſind meiſtens nach fünf bis ſechs Jahren ſo entkräftet, daß ſie dahinſiechen oder wegen Arbeitsunfähigkeit betteln gehen müſſen. Dabei ſind ſie die am geringſten bezahlten Arbeiter. Gegen⸗ wärtig ſtehen ſie noch in einem verzweifelten Ext⸗ ſtenzkampf. Sie müſſen ein ſchnelleres Tempo ein⸗ halten und ſich mit einer noch geringeren Bezahlung zufrieden geben. Daß ſie in dieſem Kampf in abſeh⸗ barer Zeit unteretegen werden, iſt nicht zu bezweifeln. . 1 — * Geheimniſſe des Zellen⸗Wachstums. Im pflan⸗ zenbiologiſchen Inſtitut der Maſaryk⸗Univerſttät in Brünn ſind zurzeit bemerkenswerte Forſchungen über das Wachstumsgeheimnis der Zelle im Gange, So gelang es dem Leiter der Anſtalt, Profeſſor Dr. Ulehla, bei Verſuchen auf dem Gebiete der Züch⸗ tung des Pflanzengewebes das hundert Jahre alte und längſt nicht mehr wachtumsſähige Gewebe eines Rieſenkaktus zu neuer Zellenteilung zu brin⸗ gen, es in den Zuſtand neuer Jugend zu verſetzen und die in ihm abgeſtorbene Wachstumsfähigleit wieder zu wecken. Wie Profeſſor Ulehla einem In⸗ terviewer mitteilte, werden die l auf die Enträtſelung des geheimnisvollen Geſetzez der Wucherung der Krebszellen ausgedehnt, und man hofft von den Reſultaten dieſer Beobachtungen das Problem der Krebserkrankungen auch des Menſchen von einer ganz unerwarteten Seite be⸗ leuchten zu können. Ein anderer Forſcher des Ju⸗ ſtitutes, Dr. Moravek, iſt mit Verſuchen beſchäſtigt, die Lebensdauer der Tumoren zu verlängern oder zu verkürzen und ſo die Vorbedingungen zu ver⸗ folgen, unter denen ihre Lebensfähigkeit ſich ändert Die Pflanzenverſuche ſind auch bereits auf Tiere übertragen worden. * Kann der Wurm hören? Wie die Natur- geſchichte lehrt, beſitzt der Wurm keine Ohren, kann alſo auch nicht in dem gewöhnlichen Sinne 05 Wortes hören. Es iſt aber wiſſenſchaftlich feſtzeſtell, daß jeder Laut ſich mit Hilfe der Tonwellen au dem Nervenſyſtem des Wurmes mitteilt, ſomit von dem Wurm vernommen wird. * Aerztliche Hilfe in der Inſektenwelt. Die 116 die Feſtgefügtheit ihres Staatsweſens bekanut Ameiſen ſind auch imſtande, ſich zur Erhaltung va Leben und Geſundheit ihrer Artgenoſſen e lungsmethoden zu bedienen, die den menſchluhe Hilfsmitteln der Heilkunde ähnlich ſind. So iſt 11 1 dings beobachtet worden, daß Ameiſen bei Unfällen ihrer Kameraden die gebrochenen Gliedmaßen in eins Art Gipsverband legen. 0 5 Forſchungen auh 1 1 — — Donnerstag, 19. November 1931 — Präſident Dr. Gugelmeier 25 Jahre in leitender Stellung im Kommunal⸗ bezw. Sparkaſſendienſt Vor kurzem waren es 25 Jahre, ſeit der Präſi⸗ dent des Badiſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverbandes, Dr. Erwin Gugelmeier, ſein Amt als Bürger⸗ meiſter der Stadt Lörrach angetreten hat. Von 19061927 ſtand Dr. Gugelmeier zunächſt als Bür⸗ germeiſter und ſpäter als Oberbürgermeiſter un⸗ unterbrochen an der Spitze dieſer Stadt, deren Ge⸗ ſchicke er in muſtergültiger und umſichtiger Weiſe auch in den ſchweren Jahren der Kriegs- und Nach⸗ kriegszeit geleitet hat. Als ſichtbares Zeichen der Dankbarkeit für dieſe aufopfernde Tätigkeit hat ihm der Stadtrat Lörrach bei ſeinem Weggang das Ehrenbürgerrecht verliehen. Im Jahre 1927 iſt Dr. Gugelmeier dem an ihn ergangenen Ruf, die Präſidentenſchaft des Badiſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverbandes zu übernehmen, ge⸗ folgt. Als ein Mann von großem politiſchem und wirtſchaftlichem Weitblick hat er auch in ſeinem neuen Wirkungskreiſe eine rege Tätigkeit zur För⸗ derung des Sparkaſſenweſens und damit zum Wohle der Allgemeinheit entfaltet. Sein gewinnendes We⸗ ſen und ſeine große Sachkenntnis ließen ihn raſch in den Vordergrund der deutſchen Sparkaſſenbewe⸗ gung treten. Beſonders ſeit dem Ausbruch der Pirtſchaftskriſe im Sommer ds. Is. ſind außer⸗ ordentliche Anforderungen an ſeine Arbeitskraft ge⸗ ſtellt worden. In ungebeugter Friſche und Geſundheit ſteht Dr. Gugelmeier als 52jähriger inmitten ſeiner vielſeiti⸗ gen, dem Gemeinwohl dienenden Arbeit als Spar⸗ laſſenführer: Die zahlreichen Erfolge, die ſein kom⸗ munalpolitiſches und ſparkaſſenwirtſchaftliches Schaf⸗ ſen aufzuweiſen hat, ſind unvergängliche Markſteine eines im kleinen wie im großen ganz der Sorge um das Wohl des Volkes gewidmeten Lebens. In ſeiner heſcheidenen Art hat er den Tag, an dem er auf eine Wjährige Tätigkeit in leitender Stellung im öffent⸗ lichen Dienſte zurückblicken konnte, ſtillſchweigend vorübergehen laſſen. Bei der Bedeutung dieſes Mannes für das deutſche Sparkaſſenweſen, nicht zu⸗ letzt auch für die badiſche Wirtſchaft, für die er ſich in ſeinem Hauptamte und bei jeder ſich ſonſt bietenden Gelegenheit mit Tatkraft und Erfolg einſetzt, wäre es jedoch unbillig, dieſes Ereignis nicht gebührend zu beachten. Die uneingeſchränkte allgemeine Anerken⸗ nung ſeiner verdienſtvollen Tätigkeit, die wir heute rückblickend auf die letzten 25 Jahre feſtſtellen dürfen, wird ihm ſicherlich der ſchönſte Lohn für die aufge⸗ wendete Mühe und Arbeit ſein. * * Aus dem Stadtteil Wallſtadt. Der Brief ⸗ lauben verein„Luftpoſt“ Wallſtaddt hielt am Sonntag ſeine gutbeſuchte Jahres ⸗Ausſtel⸗ lung ab. Ausgeſtellt waren nur Sieger von 1931, die die Strecke von 100 bis über 1000 Km. zurück⸗ legten. Die meiſten Ehrenpreiſe(zehn) erhielt Herr Michael Klein. Neue Mannheimer Zeitung/ Abend ⸗Ausgabe Die rechtliche Organiſation der Wiriſchaft Prof. Geiler in der Mannheimer Volkshochſchule 5 Man braucht nicht der Anſicht ſein, daß das ge⸗ ſamte Recht eine Auswirkung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe iſt. Daß aber die Rechtsformen und die beſondere Ausprägung der Rechtsnormen abhängig ſind von dem Wirtſchaftsſyſtem, das zu regeln ſie be⸗ ſtimmt ſind, iſt eine Tatſache. Daher iſt es ein Verdienſt der Volkshochſchule, daß ſie zur D der Geſtaltungskräfte der Darlegung rechtlichen Organiſation der Wirtſchaft einen ſo ausgezeichneten Kenner der die Wirtſchaft beherrſchenden Rechtsverhältniſſe berief wie Prof. Ai Mannheim. Er gab in ſeinen 1 rungen zunächſt ein Bild des äußeren Auf⸗ daus im öffentlichen Recht, wo neben den Reichs⸗ und Landesbehörden die den Rätegedanken verwirklichenden Organiſationen von Wirtſchafts⸗ räten und Betriebsräten beſtehen, deren Einrichtung zwar noch unvollkommen iſt, deren Grundgedanke ſich aber im ganzen bewährt hat. Daneben beſtehen als öffentlich⸗rechtliche Organiſationen die Inter⸗ eſſen vertretungen der Handels⸗ uſw. Kammern und Selbſtverwaltungskörper wie Arbeitsloſenverſiche⸗ rung, Reichsbank, Kohle⸗ und Kaliſyndikate u. a. 5 rivatrechtliche Organiſationen ſind einerſeits die Spitzenverbände der Arbeitgeber, andrerſeits die Gewerkſchaften verſchiedener Art, obwohl gerade dieſe teilweiſe öffentliche Befugniſſe haben. Die Gliederung der Wirtſchaft kennt privat⸗ und verbandswirtſchaftliche Unternehmungen, zu denen heute in großer Zahl noch gemiſcht⸗wirtſchaftliche treten. Die Gruppierung läßt ſich auch nach dem Zweck oder nach des Stufen der Unternehmungen vor⸗ nehmen. Unter den höheren Verbandsbildungen haben beſondere Bedeutung einerſeits die Genoſſen⸗ ſchaften, deren Betätigung unkapitaliſtiſch und nach dem Verbrauch organiſiert iſt, andrerſeits die Kar⸗ telle und Konzerne, die unter Wahrung oder Aufgabe der Selbſtändigkeit des einzelnen Unternehmens der Machtentfaltung und der Marktbeherrſchung dienen. Das Gefüge der heutigen Wirtſchaft iſt alſo ganz und gar uneinheitlich, gebunden und un⸗ gebunden, individualiſtiſch und überindividualiſtiſch. Man ſcheint eine Art Wirtſchaftsver⸗ fafſung zu erſtreben, wo die Energie des Unternehmers fich zuſammenfindet mit der Eingliederung des Arbeitneh⸗ mers. Von dem Ideal der freien ungebundenen Wirtſchaft hat man ſich im Laufe der Entwicklung entfernt infolge der Kollektivierung der Unter⸗ nehmen und Arbeitsverhältniſſe, die zu einer Ver⸗ ringerung der ſelbſtändigen Exiſtenzen und zu einer Vermaſſung der Menſchen führte. Es zeigt ſich das Beſtreben zu einer Objektivierung oder Verſachlichung der Unternehmen, welche den Wettbewerb durch Planwirtſchaft, das Gewinn⸗ ſtreben durch das allgemeine volkswirtſchaftliche Intereſſe erſetzt. Die unkapitaliſtiſche Wirt⸗ ſchaft gewinnt immer mehr Bedeutung, der Staat macht von ſeinem Einfluß durch Zoll, Steuer, Monopole u. ä. immer mehr Gebrauch. Die Hem⸗ mung des freien Kräfteſpiels, die ſich von ſelbſt auf⸗ drängte, war eine Vorbedingung für den ſtaatlichen Eingriff. So ſteht heute der Kapitalismus vor der Schickſalsfrage: aus der Beherr⸗ ſchung der Dinge iſt eine Beherrſchung durch die Dinge geworden. Eine Rückkehr zu dem freien Wettbewerb ſcheint nach der Auffaſſung Redners auch ideenmäßig undurchführbar, durch Wirklichkeit der Rationaliſierung und Kollek⸗ tivierung ſind wir davon abgerückt. Aber auch eine Vollkollektivierung, wie ſie in Rußland angeſtrebt war, iſt für uns ſchon phyſiſch nicht er⸗ träglich. Möglich iſt bei veränderter Grundform eine wieder freiere Ge⸗ ſtaltung. Dazu muß zunächſt die beſtehende Ver⸗ des die „Aach Dir und anderen Freude gib zur Winternothilfe!“ teilungskriſe, die ſich bei Ware, Geld und Arbeits⸗ kräften zeigt, überwunden werden. Die Haupt⸗ gegenſätze, die gelöſt werden müſſen, ſind: Aus⸗ gleich zwiſchen der ſittlichen Schätzung der Arbeits⸗ kraft und ihrer Abhängigkeit von Angebot und Nach⸗ frage; Ausgleich zwiſchen nationaler und Weltwirt⸗ ſchaft, da gerade für Deutſchland Autarkie eine Utopie, wirtſchaftliche Unabhängigkeit eine Unmöglichkeit iſt; zuletzt noch Ausgleich zwiſchen der Privatwirtſchaft und Volkswirtſchaft oder Markt⸗ und Verbrauchswirtſchaft, wo ſtets die Gemeinſchaft über dem Einzelnen ſtehen muß, ohne Sonderbehandlung zu ſchaffen. Dieſe Aufgaben zu löſen iſt das Werk der„ökonomiſchen Erziehung der Nation“, iſt aber auch Vorausſetzung der Erhaltung der abendländiſchen Kultur. Was Prof. Dr. Geiler ausführte, zeugte von einer überragenden und eindringenden Kenntnis des Stoffes, von einer ſeltenen Vertiefung in die Be⸗ ziehungen zwiſchen Rechtsſyſtem und Wirtſchafts⸗ form, von einem an Vergangenheit und Gegenwart geſchulten Blick für das Notwendige. Die Art der Darſtellung ſelbſt mar mit ihrer ſo flüſſig vorgetra⸗ genen Fülle von Begriffen und Gedanken ein Genuß für den vorgebildeten Hörer oder Fachmann. Für eine Volkshochſchule allerdings hätte man ſich eine mehr auf den zweiten Teil zugeſchnittene und hier dann ausführlichere und allgemeinverſtändlichere Darſtellung wünſchen können. Doch auch ſo durfte der Reoͤner freundlichen Beifall entgegennehmen. 5 3. Seite/ Nummer 538 ani sde Schbliöder Do ſecht'r als, der Mann hot Glück, Un denkt halt an die Zeit zurück Wu der noch klee un nix hot ghadd, Als wie ſei harti Lagerſchtatt. Is der im Wohlſchtand awwer jetz, Do hört'r glei des neidiſch Gſchwätz: Der Mann hot ewe Glück un wie! Der Mann war fleißig ſecht'r nie. N W. F. * Zäune in Brand geraten. Die Berufsfeuerwehr wurde in der vergangenen Nacht um 11.07 Uhr tele⸗ phoniſch nach Fruchtbahnhofſtraße 7 gerufen. Durch Aufbewahren von glühender Aſche in einem hölzernen Müllkaſten war ein Lager zaun in Brand geraten. Das Feuer wurde mit einer Schlauchleitung gelöſcht. Um 12.34 Uhr mußte wieder ein Löſchzug ausrücken. Fratrellſtraße—10 war ver⸗ mutlich durch Wegwerfen eines brennenden Gegen⸗ ſtandes ebenfalls ein Bretter zaun in Brand ge⸗ raten. Auch hier genügte eine Schlauchleitung zum Löſchen. * 37 Kraftfahrzeuge beanſtandet. Bei einer geſtern vorgenommenen Kontrolle der Kraftſahr⸗ zeuge mußten 9 Fahrzeuge wegen ſchlechter Be⸗ reifung, 12 wegen unzureichender Kennzeichen und 16 wegen übermäßig ſchnellem Fahren beanſtandet werden. In 8 Fällen führten die Kraſtfahrzeugführer ihre Papiere nicht bei ſich. Zurückgegeben der —— .. 3 — A.(zu., der im Dunkeln ohne zu grüßen an ihm vorbeigegangen iſt):„Na, Sie haben mich wohl für nen Laternenpfahl gehalten?“ .:„Nee, mein Lieber, dazu ſind Sie mir oben nicht hell genug!“ Sein Syſtem „Ihr Schirm, Herr Profeſſor.— Es regnet in Strömen!“ „Nein, junger Freund, das iſt mein Syſtem. Ich habe immer einen Schirm zu Hauſe und einen hier. Würde ich dieſen mitnehmen, dann hätte ich hier keinen und zu Hauſe zwei.“ O sehen die Blatter der mace⸗ donischen Iabak Pflanze aus. Natur liche Grösse) Die zierlichen MNOUL Blättchen sind besonders wertvoll, denn sie sammeln auf Keinem Raum mehr Aroma an, als die übrigen Blätter auf ihrer grossen Fläche. Bei den Mischungen von OVERSIOLZ und NENKLAU haben wir ijett einen erheblichen eil der grossen Blätter durch kleine MAX OUT Blättchen er- Setzt. Wir haben dadurch den Aroma- Gehalt erhöht und darüber hinaus die Bekõmmlichkeit noch gesteigert. OVERS TOI 5 PF RAV ENR TAU 6 PF in MHaroulillischung 4 4 6 0 119 0 1 * 2 — N N e A 1 7 17 10 a ahh N N 0 7 10 7 5 0 0 10ÿõů 03 N 0 e,— 7 211 2 in—— 2 7. 4 7 2 2 . 2 2 7 ee, 2 2 2 . e, 75 I bet, * e, eee, e 1 2 M e 0 9 41 775 1 — 7 27 . —— 4 7 , . 5 4 e 5 0 0 ee 0 . 22 fl . 22 IN. 4600 N45 5 e 79 752 5 , 0 5 7 4. Seite/ Nummer 538 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 19. November 1981 Dank der Brockenverwertungsſtelle Die Sammlung iſt beendet Von der Leitung der Brocken verwer⸗ tungsſtelle werden wir um Aufnahme folgender Dankſagung erſucht: Als wir vor Jahresfriſt die erſte große Brocken⸗ ſammlung in die Wege leiteten, ſtellten wir unſeren Werberuf an die Bevölkerung unter das Wort des großen Philantropen Carlyle:„Unendlich iſt die Hilfe, die der Menſch dem Menſchen gewähren kann.“ Heute ſtehen wir am Ende der zweiten, in weit größerem Ausmaß veranſtalteten Brocken⸗ ſammlung und wir können ſagen: Unendlich war die Hilfe, die der Menſch dem tenſchen gewährt hat. Unendlich groß iſt deshalb auch unſer Dank. Wir können ſie nicht alle beim Namen nennen, die vielen, vielen Frauen und Männer, die ihr Entbehrliches hergegeben. In welchem Stadtbezirk unſere Wagen auch auf der Sammelreiſe waren, immer kamen ſie vollgepackt zurück. Das Ausladen war für uns tag⸗ täglich eine Quelle neuer Freude. Aus dieſer Quelle ſchöpften wir auch den Mut, das zu erbitten, was uns fehlte zum Ausbau unſerer Lagerräume. Da mußten die Holzfirmen Latten und Bretter be⸗ willigen für Regale und Geſtelle. Weder bei Luſchka u. Wagemann, Huth, Michel u. Dürr, Pfeil, Notti, noch bei Gerwig baten wir umſonſt. Hirſch u. Schuſter gab Nägel und Stifte in Mengen, die Os⸗ ramgeſellſchaft ſchenkte uns Lampen, Johann Schrei⸗ ber, die Sunlicht⸗Geſellſchaft und der Konſumverein eine große Zahl leerer Kiſten für das Kinder⸗ wäſchelager. Das Gaswerk bewilligte eine Anzahl Rohre zum Aufhängen von Röcken und Mänteln. Druckpapier für die Flugzettel ſtifteten die Südd. EC VVVVVVVVVVVCCTCTCVTVVTVTVTVTVTVTVTVTVTVVVTTTTTTTTTWTW Stiller Markt Die allgemeine Geſchäftslage des heutigen Haupt⸗ marktes wies gegenüber der Vorwoche keine Ver⸗ änderung auf. Die Händler ſind bereit, die ohnehin ſehr niedrigen Preiſe noch etwas zu ſenken, um da⸗ durch das lahme Geſchäft etwas flotter zu geſtalten, ein Entgegenkommen, das nicht unterſchätzt werden ſollte. Der Gemüſemarkt brachte ein ſtarkes Angebot von Blumenkohl. Für 15 Pfg. konnte man ein Exemplar erſtehen, das für eine mehrköpfige Familie ausreicht. Nicht weniger billig und gut reihten ſich dieſem Angebot Roſenkohl (15 Pfg. das Pfund), Endivien⸗, Feld⸗ und Kopfſalat, Spinat und Schwarzwurzeln an. Auf dem Obſt⸗ markt waren Trauben in der Preisſpanne von 1860 Pfg. zu haben. Aepfel und Birnen, Manda⸗ rinen(30 Pfg.), Kaſtanien und Nüſſe vervollkomm⸗ neten die Auswahl. Auffallend wirkte wieder die außerordentlich reiche Beſchickung des Wildmarktes. An den Etierſtänden war ein Anziehen der Preiſe feſt⸗ zuſtellen. Dagegen wurde hier Kochbutter zu.30% das Pfund verkauft. Papier⸗Manufaktur, Cramer u. Schmidt und Louis Böhm. Und als die Räume in E 5, 15 nicht mehr ausreichten, half die„Neue Mannheimer Zeitung“ uns aus der Not und ſtellte ihr altes Geſchäfts⸗ haus, das ſo beſonders günſtig für uns liegt, zur Verfügung. Außer den an dieſer Stelle ſchon ge⸗ nannten Fuhrunternehmern hat Herr Ofenloch in Neckarau ein Geſpann geſtellt. Das Volkshaus in Neckarau verpflegte unſere Sammler, während ſie in Neckarau auf der Fahrt waren. Auf dem Wald⸗ hof bekamen ſie ihr Mittageſſen bei Bopp u. Reu⸗ ther. Wenn wir nun noch die ſtädtiſche Feuerwehr erwähnen, die uns zur„Nachleſe“ ein Auto über⸗ ließ, ſo haben wir hoffentlich niemand vergeſſen. Nirgends eine Fehlbitte, nirgends eine Abſage, überall das größte Entgegenkommen. Wir danken allen Genannten auf das herzlichſte. Wir danken vor allem auch der Preſſe, die unſere vielen Hinweiſe und Notizen willig aufgenommen und veröffentlicht hat. Unſer herzlichſter Dank ge⸗ bührt aber der Bevölkerung, beſonders den Hausfrauen, die keine Mühe geſcheut haben, Schränke und Schubladen, Speicher und Keller zu durchſuchen. Ohne ihre große Hilfsbereitſchaft könn⸗ ten wir dieſe Zeilen nicht ſchreiben. Sie laſſen es uns hoffentlich nicht entgelten, wenn wir auch wirk⸗ lich an einer Türe zum dritten Mal Einlaß begehrten, nachdem zweimal nicht geöffnet wurde. Wir ſind auch jetzt noch ſelbſtverſtändlich jederzeit bereit, abzuholen, was uns zugedacht iſt. Möchte unſer Dank allen Mannheimern und Mannheimerinnen, die unſer Werk unterſtützt haben, eine Genugtuung ſein und der Segen, den ſie geſtiftet, ihr ſchönſter Lohn. Hering 25; Goldbarſch 50; Seehecht 80; Stockfiſche 40—50; Hahn, geſchlachtet, Stück 160—350; Huhn, geſchlachtet, Stück 250—600; Enten, geſchlachtet, Stück 400-800; Tauben, ge⸗ ſchlachtet, Stück 80100; Gänſe, geſchlachtet, Stück 8001700; Gänſe, geſchlachtet, 150—160; Rindfleiſch 70—75; Kuhfleiſch 48—60; Kalbfleiſch 80—90; Schweinefleiſch 75—80. Vorausſage für Freitag, 20. November: Fortdauer des beſtehenden Witterungscharakters Wetter⸗Nachrichten der Vadiſchen Landeswelterwarte Karlsruhe Beobachtungen der Landeswetterſtellen.36 Uhr vormittags See 3 8 232 Wind höh. 1 1 S8=„„ o deu v. un s 8% 8 micht] Stärke Wertheim 151— 2 5 4 itil— beiter Königsſtuhl 563 767,3—3 8—3 mäßig wolkig Karlsruhe 1207670 1 0 leicht wolkig Bad ⸗Bad 218 75,8 1 6 9 ſleicht Nebel Villingen 712768,8—2 4—2 N leicht wolkig Bad Dürrh.] 701[— 3 4 5 80 leicht wolkig St. Blaſien 790— 3 49 ſtill— heiter Badenweil. 4227659 1 5 0 NO leicht wolkig deldbg. Hof 1275 639.9 1—2 5 fſtill— beiter Die Wetterlage hat ſich für unſere Gebiete auch bis heute nicht nennenswert geändert. Der Vorſtoß einer atlantiſchen Zyklone hat die Zufuhr kalter Luft aus dem Oſten verſtärkt, während heute in der Höhe Be⸗ wölkung aus Südweſten aufgezogen iſt. Nachts tra⸗ ten auch in tiefen Lagen Strahlungsfröſte auf. Da das nordoſteuropäiſche Hochdruckgebiet nur lang⸗ ſam von andrängenden atlantiſchen Depreſſionen zu⸗ rückweicht, ſteht auch morgen kaum eine Aenderung unſeres Wetters bevor. Stuitgarter Sechstagerennen Nach 115 Stunden— Vier Paare in der Spitzengruppe Am Dienstagabend gab es vor 4000 Zuſchauer in der Stuttgarter Stadthalle nach einigen ruhigen Stunden im Anſchluß an die Abendwertung wieder einige heſtige Jag⸗ den, die wiederholt das Bild der Spitzengruppe änderten. Ehmer⸗Kroſchel konnten vorübergehend zur Spitze auflau⸗ fen, aber bald gelang es Richli⸗Buſchenhagen, eine Runde zu gewinnen. Das deutſch⸗ſchweizeriſche Paar lag damit allein in Führung, jedoch nur für kurze Zeit, denn ſpäter konnten auch Charlier⸗Deneef und Rauſch⸗Hürtgen eine Runde gutmachen und damit war der alte Zuſtand wieder⸗ hergeſtellt. Eine Strofrunde für Richli⸗Buſchenhagen warf die Führenden auch nur vorübergehend zurück, denn das verlorene Terrain wurde bald wieder zurückgewonnen. Im weiteren Verlauf der Nacht glückte es donn dem gut ein⸗ gefahrenen Berliner Paar Ehmer⸗Kroſchel erneut, durch Rundengewinn mit in die Spitzengruppe zu kommen. Funda⸗Skupinſki, Peix⸗Dayen und Kilian⸗Pützfeld holten ſich gleichfalls einen Rundengewinn. Der Mittwoch nachmittag brachte keine Ereig⸗ niſſe. Die Halle wor zwar— in der Hauptſache allerdings mit Jugendlichen— faſt bis auf den letzten Platz gefüllt, aber die Fahrer zeigten keine Aktionsluſt. Nachmittags 5 Uhr, alſo nach 115 Stunden, waren 222,190 Km. zurück⸗ elegt. 9 Der Stand des Rennens: 1. Richli⸗Buſchenhagen 343.; 2. Charlier⸗Deneef 252.; 3. Ehmer⸗Kroſchel 75.; 4. Rauſch⸗Hürtgen 66 P.— Zwei Runden zurück: 5. Peix⸗ Dayen 142.; 6. Funda⸗Skupinſki 97 P.— Drei Runden zurück: 7. Gilgen⸗Bühler 180.; 8. Kilian⸗Pützfeld 173.; 9. Tonani⸗Merlo 109 P.— Neun Runden zurück: 10. Alten⸗ burger⸗Dumm 82 P. Hertha Wunder ſchwimmt Weltrekord Im Rahmen des Sächſiſchen Kreis⸗Schwimmfeſtes in Plauen unternahm Hertha Wunder⸗Leipzig einen Welt⸗ rekordverſuch im 200 Yards⸗Bruſtſchwimmen. Unter offi⸗ zieller Kontrolle legte die Meiſterſchwimmerin die Strecke in:57,1 Min. zurück und unterbot damit die beſtehende Beſtleiſtung der Olympiaſiegerin Hilde Schrader um 7/10 Sekunden. Zwar wurde die ſeither beſtehende Zeit bereits am 16. Auguſt 1931 bei den engliſchen Empireſpielen in Kanada von der Engländerin Wolſtenholme mit:54,2 Min. be⸗ trächtlich unterboten, doch iſt dieſe Rekordzeit bisher nicht anerkannt worden. Deutſcher Weltrekord im Gewichtheben Bei einem Clubkampf in Stuttgart ſtellte der Stutt⸗ garter Federgewichtler Schäſer im beidarmigen Stoßen mit 240,4 Pfund einen neuen Weltrekord auf. Die alte Welthöchſtleiſtung wurde ſeit 1926 von dem Oeſterreicher Stadler mit 240 Pfund gehalten. Deutſcher Rekordmann war der Frankfurter Mühlberger mit 235 Pfund. Die neue Welthöchſtleiſtung ſtellt abermals die großen Fort⸗ ſchritte, die die deutſche Schwerathletik in den leten Jahren gemacht hat, unter Beweis. Vor Los Angeles Die drei beſten Finnen Seit 1924, als Nurmi in Paris drei Goldmedaillen ge⸗ wann, haben die Finnen kein ſo gutes Jahr gehabt wie in dieſer Saiſon. Durch neue Talente wie Lehtinen und Virtanen iſt es ihnen geglückt, ihre Monvpolſtellung in den langen Strecken nicht nur zu erhalten, ſondern noch zu ſtärken. In den Mittelſtrecken ſind Purje und Larva noch immer Weltklaſſe und im Speerwerſen hat Suomi nicht weniger als 22 Mann aufzuweiſen, die den Würſſpieß jen⸗ ſeits der 60 Meter⸗Grenze ſchleuderten. Zwei Hochſpringer übertrafen den Rekord Paſemanns(192,3), drei Wurf⸗ athleten kamen im Hammerwerſen über 50 Meter. Das ſind Ziffern, mit denen die deutſche Leichtathletik nicht Schritt halten kann. Dazu kommt die prächtige Hürden⸗ leiſtung von Sjöſtedt mit 14,4 Sekunden. Nur auf den kurzen Strecken, die ja gerade die Stärke der deutſchen Leichtathletik ſind, will es nicht vorwärts gehen. Infolge des Mangels an Sprintern ſind die Finnen auch nicht in der Lage, in Los Angeles die beiden Staffeln zu beſetzen. In allen anderen Uebungen aber ſind ſie gut gerüſtet und dem Gefühl nach die ſtärkſte Leichtathletik⸗ nation in Europa. was um ſo bewundernswerter iſt, wenn man bedenkt, daß Finnland nur fünf Millionen Ein⸗ wohner hat. Nachſtehend die drei Beſten in den einzelnen Uebungen: 100 Meter: Virtanenlo 10,7; Sjöſtedt 10,8; Strandvall 10,8 Sek.— 200 Meter: Strandvall 22,1; Achilles Järvinen 22,2; Vainio 22,6.— 400 Meter: Strand vall 49; A. Järvinen 49,2; Tolamo 50,1.— 800 Meter: Larva:53,8; Pohjola :55,9; Lethinen 1256,3.— 1500 Meter: Purje 355,6; Larva 32753,5; Lehtinen:55,6.— 5000 Meter: Lethinen 14:81, Iſe⸗Hollo 14:30,3; Virtanen 14:40,8.— 10 0000 m: Nurmi 30:50,6; Iſo⸗Hollo 30:51,4; Loukola 31:55,6.— 110 m —— Hürden: 400 Meter Hürben: Vilén 54,3: Mattila 54,0; Mäkinen 56 Sjöſtedt 14,4; Vilen 15,3; A. Järvinen 15,6.— Hochſprung: Dahlmann 1,94 Meter; Reinikkg 1925 To⸗ lamo 1,88 Meter.— Stabhochſprung: Lindroth 4,0g Meter Winter 3,90 Meter; Salo 3,80 Meter.— Weitſprung: Ah 7,19 Meter; Tolamo 7,18 Meter; Sjöman 7,14 Meter, Dreiſprung: Esko Järvinen 14,90 Meter; Mäkinen 14.75 Meter; Winter 14,65 Meter.— Diskuswerfen: Kivf 48,40 Meter; Kotkas 45,83 Meter; Kenttä 45,60 Meter.— Kugel, ſtoßen: Kalle Järvinen 15,55 Meter; Wahlſtedt 15,28 Meter Vaalamo 14,62 Meter.— Speerwerfen: Penttilaä 69 80 Meter; Matti Järvinen 68,43 Meter; Nummi 66,80 Meter Hammerwerfen: Porhölä 53,82 Meter; Erikſſon 50,76 Meter; Koutonen 50,27 Meter. 7 * 100⸗Mark⸗Zuſchuß zum Skiurlaub! Das gibts wirk lich! Das Skikursbuch 1931/32 der Berg ver⸗ lags ⸗Skikurſe enthält heuer einen luſtigen„Such⸗ rätfel⸗Wettbewerb“, wonach jeder Leſer des hübſchen Bü leins einen Zuſchuß von 100.—/ zu ſeinem Winterurlaub gewinnen kann. Weniger Glückliche können immer noch 50.— 1(als 2. Preis] oder ſchließlich als Troſtpreis einen Frei⸗Tag im Werte von je.—„ ergattern. Wo der he⸗ neidenswerte Glückspilz dann ſeinen Gewinn umſetzen kann, wird ihm mit den in dem Skikursbuch ausgeſchrie⸗ benen 264 Skikurſen an 32 der ſchönſten Winterſportplätze der Alpen verlockend vor Augen geführt. Verlockend auch für den, der vielleicht keinen Preis erzielt, aber durch die Billigkeit und vorbildliche Organiſation der Bergverlags⸗ Skikurſe gegenüber allen anderen Winterurlaubsplätzen immer noch am beſten wegkommt, wenn er ſich zu einem Bergverlags⸗Skikurs meldet. Es iſt für jeden alles da, für alle Anſprüche, alle Höhenlagen, alle Gegenden und auch für alle Geldbörſen! Das Skikursbuch 1981/82, das ſo freundlich auffordert,„trotzdem“ zum Skilaufen mitk⸗ zukommen, ſollte ſich wirklich jeder vom Bergverlag Rudolf Rother, München 19, Bergverlagshaus, kommen laſſen. Neue Kalender Wander⸗Heil! Mit dieſem von Sorgen und Erden⸗ ſchwere befreienden Jubelruf begrüßt der eben erſchienene Limpert⸗Wanderkalender 1932“ ſeine Freunde Wie deuten wir dieſen Ruf? Hinaus aus dumpfen Groß⸗ ſtadtmauern, hir Bedrückten und Verhärmten! Hinaus in die ſchöne Gotteswelt, ihr zünftigen Wandervögel, ihr Na⸗ kurfreunde, ihr Wandersleute groß und klein! Ein gar fröhlich Wandern iſt es, mit Singen und Klingen, durch Blütenzauber und Waldesgrün, durch Dörferglück und Kleinſtadtwinkel, mit Aufſtieg zu freien Bergeshöhen und 1 Raſt in wohnlicher Hütte oder Jugendher⸗ erge. „Kinderland, du Zauberland!“ Das war eine Freude, als im Vorjahre die Kleinen und Kleinſten des„Deut chen Kinder ⸗Bildkalenders“ erſtmalig in Haus und Familie einzogen! Man darf ſagen, daß ſelten ein künſtleriſcher Wochen⸗ Abreißkalender ſo dankbar be⸗ grüßt und freudig aufgenommen worden iſt wie gerade dieſer. Und nun ſind ſie alle wieder da und bitten um Ein⸗ laß: Heinerle und Weinerle, Sonnenſcheinchen und Sauſewind, Plappermäulchen und Angſthäschen, Daumen⸗ lutſcherchen und der kleine Gernegroß. Sie gucken uns ſchelmiſch an und wollen mit uns ſtrampeln und tollen, lachen und weinen, ſpielen und ſingen, krauchen und tanzen. Hier möchte ein herzhafter Schrei dem Vater Sorgen und Grillen vertreiben. Dort ſell Großmütterchen wieder jung werden in der Sorgloſigkeit drolliger Einfälle, Und das Köſtlichſte iſt das Mutterglück in heimlicher Zwie⸗ ſprache— am Bettchen ihres Lieblings— zu ſtiller Abend⸗ ſtunde.„Kinderland, du Zauberland!“ Mit dieſem Lelt⸗ wort zieht der„Deutſche Kinder⸗Bildkalender“ zum zweiten Male hinaus in die Heimſtätten der deutſchen Familie, Geſchäftliche Mitteilungen * Es wird in heutiger Zeit ſo viel mit äußerlichen Mitteln verſucht, ein ſchönes friſches Ausſehen zu erzielen, ohne zu überlegen, daß ſchöne friſche Wangen durch Puder oder Schminke erzeugt, nur ein vorübergehender Erfolg ſind. Friſch, ſchön und roſig von Natur aus werden kann man, wenn das Blut durch den Gebrauch von Leciferrin verbeſſert wird; der Geſichtsausdruck wird anmutiger, das Geſicht friſch, die Lippen roſa, kurz und gut der Betreffende macht einen friſchen, gefunden Ein⸗ druck. Zu haben in den Apotheken und Drogerien. Bags —. HHH..——— 00 119“ 1929 b 5 Wb. Köhler, Minden 10 Er hört Schritte. Oh— Schritte einer Frau Du mußt jetzt ſehr krank ſein— damit du hier bleibſt — redete er ſich ſelbſt zu, und lehnte ſich mit gequälter Verzerrung im Geſicht und ſchlaff hängenden Glie⸗ dern in eine Fenſterniſche, die Augen halb geſchloſſen, ſchwer atmend „Nun, Kamerad?“ fragte eine ſüße dunkle Stimme. Er blickte auf: O Weib! O Wunder der Welt! Wie ſchön ſie iſt! Das dunkle Haar in einen mattglänzen⸗ den Scheitel gefügt, zwei ſchwarze große Augen im lieblichen Oval des Geſichts, eine feine gebogene Naſe und einen verlockend knoſpenden Mund— zwei lu⸗ ſtige Grübchen lächelten in den Wangen mit——— weiße, weiche, kleine Hände— die Spitzen der Brüſte preßten ſich leicht hingeſchwungen gegen das enge Schweſternkleid, und die Linie der Hüften glitt nieder wie eine Melodie. i Lutz lächelte beglückt ſie an. Alle Schmerzen waren bei dem Anblick verflogen. „Ich möchte hierbleiben—“ ſagte er. „Ja— wer ſchickt Sie?“ Er lauſchte der Stimme—— erſt nach und nach begriff er, ſie hat gefragt, und rekonſtruierte die 7 2 nach dem melodiſchen Schall, den er allein ge⸗ „Ich— ich— ja— ich ſollte mir nur eine Brille holen, aber—“ 1 „Ach ſo von vorne kommen Sie?“ „Ja, Höhe 304.“ „Und was wollen Sie hier? Sie ſchon?“ 5 1 „Mir wurde ſo übel— ich glaubte, ich ſei ſchwer Die Brille haben krank— aber ich bin wohl nur feige—“ „Aber Kamerad.“ Sie nahm ſeine Hand und lte den Puls. f g O Weib! O Wunder! Schweſter“— flüſterte er. 4 „Der Puls iſt aufgeregt— Sie können nicht mehr? Ich glaube es. Aber der Arzt wird es nicht glauben. Und ſo ein guter hübſcher Junge ſoll ſich nicht bla⸗ mieren. Von wo kommen Sie?“ „Von Mirmidon⸗le⸗Grand.“ „Müſſen Sie noch heute zurück?“ „Ich will hierbleiben, Schweſter—“ Sie lächelte:„Das geht nicht. Aber ich habe jetzt drei Stunden frei. Und da werde ich Sie begleiten.“ 54 Sie nahm ſeinen Arm und zog ihn durch den ihren. „Stützen Sie ſich, als wenn Sie ſchwer krank wären — wenn Sie wollen—“ „Schweſter—“ Lutz ſann: Gott, ich danke dir für dieſe beglückende Begegnung! O ſüßes Himmels⸗ geſicht! So zogen ſie aus der Stadt heraus. Offiziere, die zum Tennis auf den großen Sportplatz gingen, Mannſchaften mit dem Fußball oder mit Schwimm⸗ hoſen, Schauſpieler und Schauſpielerinnen in Zivil aus dem Fronttheater begegneten ihnen, mancher grüßte die Schweſter und ſah verwundert auf ihren ortsfremden Begleiter. 5 „Na, Schweſter Carola, heut nicht zum Tennis?“ fragte ein vorübergehender Offizier in weißen ſcharf 8 Hoſen und mit blauem Waſchhemd ge⸗ leidet. g i „Nein, nein—“ winkte ſie ab.„Stützen Sie ſich kränker—“ flüſterte ſie Lutz zu. Er ſpürte durch das dünne Waſchkleid den zarten Zauber ihrer Haut, tief hinein ſchmiegte ſich die ſonſt nur mit Waffen und harter Erde und rohen Sol⸗ datendingen in Berührung kommende Hand. Jetzt wanderten ſie ſchon die Landſtraße entlang. „Ich weiß einen ſtillen Waldweg— der nicht ſehr abſeits führt— hier links herum am Zaun entlang— da iſt ſchon der Wald—“ „Schweſter Carola—“ „Wie heißen Sie denn?“ „Lutz Lindolf.“ „Dreihundertdreizehn—“ las ſie auf ſeiner Achſel⸗ klappe.„Hohe Hausnummer—“ Sie lachten. „Hier, das wollen wir aufknabbern“, und ſie zog aus der Bluſenöffnung eine Tafel Schokolade. „Oh— ich habe nichts— ich lauf zurück in die Stadt—“ 5 „Dummer Junge—“ „Ich bin kein Junge—“ „Was denn, mein Junge—2“ „Ich fühle mich durch die Front tauſend Jahre alt— aber das verſtehen Sie nicht—“ „Sie ſehen aber ganz jung aus— ja, Lutz—“ „Dann haben Sie mich wieder jung gemacht—“ Sie lächelte. Er ſtreichelte ihre weiße Hand und ſchmiegte ſich leicht an ihre Schulter. Schweſter Carola dachte: Wie komme ich dazu, mit dem wildfremden Frontſoldaten wegzulaufen? Ich muß es— ja, es iſt gut, wenn ich es tue,— er atmet Reines, Gutes aus— vielleicht iſt er übermorgen tot, — Ich liebe ihn vielleicht— aber wir werden uns nie wiederſehen— ſoll auch nicht ſein.— Er iſt ja fünf Jahre jünger als ich— wie verliebt der Junge iſt! Ach— Leben, rätſelhaftes— Carola, du ſollſt dich doch bald verloben? Ach, was— Heut iſt Heut! Ich muß ihm gut ſein—— Lutz betete das jung und ſchön blühende Weib ne⸗ ben ſich an. Er hatte keine Zeitezu fragen. Er ließ nur ſein liebendes Blut fluten und fluten, plötzlich ſtand er ſtill, riß ſie an ſich und küßte ſie. „Ach—“ ſagte ſie, ein wenig außer Atem nach dem heftigen Kuß.„Hat's geſchmeckt?“ „Sie ſind mir nicht böſe?“ Sie ſchüttelte den Kopf. „Jetzt wollen wir aber die Schokolade eſſen— ſie wird ſonſt ganz zermatſcht—“ Lutz hätte ſchreien mögen vor Glück. Eines der Schokoladenſtücke, die ſie ihm gab, hob er ſich verſtoh⸗ len auf. i O Maientag! O aufgeflammte Liebe in der Bruſt! Der Wald nahm ſie in ſein dämmerdunkles Grün. Schweſter Carola ſah nach der Uhr. „Nicht nach der Zeit ſehen—“ bettelte er.„Und wenn die Welt untergeht—“. Er streichelte ſie über die Wange, die Hand glitt ab und blieb bebend auf ihrer Schulter liegen. 1 „Wir wollen uns ins Grün ſetzen—“ Groß traf ihn ihr Blick. Er war voll Liebe. „Carola—!“ jubelte Lutz.„Wie hab ich das ver⸗ dient? Du kennſt mich doch gar nicht?!“ „Wer kennt das, was glücklich macht?“ fragte ihre Stimme leiſe. Und ſie nahm ſeinen Kopf in den Schoß und küßte das heiße gute Jungengeſicht. i „Carola— ſind wir verlobt—?“ „Was ſollen die alltäglichen Worte. Liebe im Krieg iſt zwiſchen uns—“ „Liebe im Krieg—— das iſt das Schönſte, was es gibt, ſo urplötzlich— ſo donnerfelſenſprengend— blumenſtill nach dem Eiſenregen— ach du“ Und wieder lächelte Carola:„Küſſe nur.“ 3 Er ſprang auf.„Ich will dich fürs Leben, du biſt beſſer als alle, Carola—“ Sie ſchüttelte den Kopf. „Quatſch nicht— heut bin ich dein—“ „Und morgen?“ „Sollen wir an morgen denken?“ „Nein! Nein!! Neinl!!“ 0. Und wieder lag er an ihrer Bruſt und ſie küßte ſeine treuen leuchtenden Augen. a „Dann werde ich fort ſein— ich habe nur eine Vertretung hier—“ „Carola— ich komme wieder—“ ſchreiben— hier meine Adreſſe—“ Er kritzelte ſie auf die Hülle der Schokoladentafel, Sie ſteckte ſie in ihren Bluſenausſchnitt. 5 Heiß küßte ſie ihn:„Werd ruhig kühn, mein Junge.“ Er ſpürte nur noch: Fallen Roſen auf uns? Auß überirdiſchem Licht? „Du mußt mir „Nun bringe ich dich noch ein Stückchen Wegs wei⸗ ter, bis wir wieder auf die Straße kommen— „Wir wollen immer in dieſem Wald unſerer Liebe bleiben—“ „Dann wird ja alles Alltag—“ „Nie—“ Die dunklen Augen ſtrömten noch einmal alle Liebe aus, die ein aufgetanes Frauenherz zu geben vermag. 5 „Nun komm— 5 Langſam, ganz langſam ſchritten ſie den ſtillen Waldweg dahin. 8 „Ich möchte dir auch ſchreiben—“ „Wozu?“(Fortſetzung folgt) derung lichen eine Grund an la dieſe erung überge werder Fab r einſtwe pacht den b gebote wie P Bislar materi nicht e * 0 Mann! in Ma Revi Der er erſte Nac heutig baſi ring u Newys wurde die mi die let Oſtfra⸗ geſucht liuſſigt. haupte papier nliuctiert 1 1⸗ 5 1 * November 1931 — Der Enoͤkampf um Doerr& Reinhart Gläubiger wollen den Betrieb übernehmen und au die Firma verpachten (J Worms, 19. Nov.(Eig. Dr.) Der nun über zwei Jahre dauernde Kampf um die Erhaltung der Leder ⸗ werke Doerr u. R ein hart, Worms, der beſon⸗ bers nach dem Eintritt der Konkurrenzgruppe als Mehr⸗ heit übiger ſcharf rt„ it e ei En d⸗ ſtad i 0 haben faſt alle Gläubiger, die zuſammen mit 96,5 ſämtlicher Forderungen noch eine Reſtſchuld in Höh 8,08 Mill./ beanſpruchen, wobei von den Geſamtverbindl i von 1331 Mill. Mark bereits 36 v 9 8 neben Adler u. Oppenheimer Al. Cor Freudenberg jetzt auch die früher einhart ſtehende Dresdner Bank mit! en und das Hankhaus Brants S H. For⸗ derungen der Firma nhar lichen Ablehnung des bekannten Schweizer Angebots ſe einen neuen Vorſchlag unterbreitet. In f Grundzügen ſieht er vor, daß ſämtliche Wer anlagen und Fabrikbetriebe derr u. Reinhart an Gläubiger unter Verzie auf alle fpvor⸗ berungen übereignet werden, deren Beſitz übergehen. Ueber das Innenr a 0 Gläubiger werden wohl beſondere Verei getroffen. Der 1 Fabrikbetrieb ſoll ſodann an D einſtweilen auf die Dauer von pachtet werden, wodurch die den bleibt. Ein Rückkaufsrecht geboten. Verhandlunge wie Pachtſumme, R Bislang wurde ſe materieller Widerſtand nicht entgegengeſetzt. verr u. Reinhart fünf Jahren per- illegung ver mie ⸗ allerdi icht mehr heiten, n ö noch. rma Doerr u. Reinhart ein dieſen Vergleichs vorſchlag der F gegen ens ens Eine neue Reviſions⸗ und Trenuhandgeſellſchaft in Mannheim. Mit einem AK. von 50 000/ wurde geſtern in Mannheim die Fides, Aktiengeſellſchaft für Reviſions⸗ und Treuhandweſen, gegründet, Der erſte Vorſtand beſteht aus Direktor Binger, der erſte AR. aus Dr. Richard Ganß Mannheim(Schnell⸗ preſſenfabrik Frankenthal), Fabrikant Dr. Hans Karl Goldmann ⸗Oſthofen, Syndikus Dr. Lehmann⸗ Mannheim, Oberjuſtizrat i. R. Oskar Mayer ⸗Mann⸗ heim und Direktor Konſul Otto Volker, vom Hauſe Schwabenland G. m. b.., Mannheim. 5 (J um die Rückzahlung des 6 Millionen Dollar⸗Kredits der Bau⸗ und Bodeubank. Berlin, 19. Nov.(Eig. Dr.) Pie erinnerlich, hatte die Deutſche Bau⸗ und Bodenbauk AG. Berlin im Auguſt vor. J. einen einjährigen Valuta⸗ kredit von 6 Millionen Dollar bei dem Bankhaus A. G Becker u. Co. in Newyork⸗ Chicago aufgenommen. Der Kredit war zu verſchiedenen Terminen im Auguſt d. J. fällig. Er iſt um ein Vierteljahr verlängert worden. Die Slelle für Deviſenbewirtſchaftung kann jetzt die Geueh⸗ migung zum Erwerb der zur Rückzahlung des Kredits er⸗ l* forderlichen Dollarbeträge nicht erteilen. Zurzeit ſchweben 1 . mit der Reichsbank Verhandlungen darüber, welche Dollar⸗ heträge die Reichsbank für die Rückzahlung des Kredits zur Verfügung ſtellen kann. Feitun Deutſchlands Zwang zur Ausfuhr Betrachtungen der Berliner Handels⸗Geſellſchaft Die Berliner Handels⸗Geſellſchaft unterſucht in ihrem neueſten Wochenbericht die deutſche 8 Wi etſchafts lage. Das Inſtitut kommt dabei zu ſolgendem Re In die künf⸗ tige deutſche Wirtſchaftsgeſtaltung hat zweifellos die Pfundentwertun 9 Beurteilungsfaktor hineingebracht, zwar einmal wegen der weitgehenden Auswirkungen, die eine Verſchlechterung 1. delsbilanz für die D ö 1: einen neuen und e zeitigen n auch wegen der Strukturvers nderungen, denen Induſtrien je nach dem Gral Anteils am Außen⸗ handel unterworfen ſind. 31 t die von manchen Ländern angekündigten Schutz en den Außenhandel der Weltwirtſchaftsländer we Voreindeckungen zu⸗ nächſt noch auf einem höheren u beſtehen, die Reaktion wird aber mit ziemlicher t folgen. Die dringendſten Zeiterforderniſſe erlauben es auch nicht, das Problem„Inlandsmarkt— Außen handel“ in einer für Deutſchland not! igen Weiſe zu behandeln, weil das Streben nach ein gſamen Befeſtigung der Währungsgrundlage zwangs g zur Ausnutzung aller im Export ſich bietenden Chancen zwingt. Ein weiteres Be⸗ urteilungsmoment für die deutſche Wi bildet die Preis bewegung auf den Waren märkten. Während auf dem Gebiete der Fertigerzeugniſſe die Pfund⸗ entwertung vielfach zu einem weiteren Druck auf die Preiſe geführt und in den konkurrierenden Ländern zu einer Fort⸗ ſetzung deflationiſtiſcher Maßnahmen Veranlaſſung gegeben hat, bringen die allerdingzs zum Teil wieder etwas korri⸗ gierten Preisbewegungen auf wichtigen Rohſtoffgebieten neue Möglichkeiten der Preisentwicklung. Es wäre durch⸗ aus denkbar und wünſchenswert, daß die ſtarke Preis⸗ ſchere zwiſchen Rohſtoffen und Fertigfabri⸗ katen, die eine der wich ten Urſachen der Kaufkraft⸗ erſtarrung darſtellt, a ſe doppelten Einflüſſe ſich all⸗ m h wieder zu ießen begi Soweit die gegen⸗ ſeitige Anpaſſung auf nat chen ren beruht und im Einklang mit den herrſchenden Marktverhältniſſen ſteht, wird ſie zur Bereinigung der Weltwirtſchaft beitragen kön⸗ nen. In Deutſchland haben ſich die geſchil⸗ derten Kräfte komplexe bis jetzt noch nicht fühlbar ausgewirkt. Beim Getreide ſind daran die Schutzzölle ſchuld, da durch ſie die Wechſelbeziehung zwi⸗ ſchen den deutſchen und den ausländiſchen Getreidepreiſen ſehr gering iſt. 5 Wie ſchnell ſich die Erkenntnis gewiſſer Preisbewegungen in einer durch frühere Vorgänge empfindſam gewordenen Bevölkerung durchſetzt, zeigt die geſtiegene Nach ⸗ frage nach Silberwaren. Der Erwerb von Silber⸗ gegenſtänden in Deutſchland zeigt, daß anlagebereite Mittel Spezialwerte im Freiverkehr erneut beſeſligt Börſenwiederbeginn anfangs Dezember? E Berlin, 19. Nov.(Eig. Dr.) Nach ber geſtrigen Fetertagsunterbrechung ſetzte der heutige Telephonverkehr etwa auf letzter Kurs⸗ ais ein. Das Geſchäft war allerdings zunächſt ſehr ge⸗ ring und wurde durch den ſchwachen Verlauf der geſtrigen Mwyorker Börſe etwas geſtört. Die politiſche Entwicklung Wurde als ungeklärt angeſehen. Mit Intereſſe verfolgt man die militäriſchen Vorgänge in der Mandſchurei und beſprach lie letzten Notverordnungen der Regterung hinſichtlich der Oftfragen und der ſtärkeren Kontrolle der Exportdeviſen. Hauptſächlich hatte wohl dieſes energiſche Durchgreifen der Reichsbank die neue Befeſtigun g der Kurſe zur Folge. Der Höch ſtſt and vom Dienstag wurde meist wieder erreicht, von Spezialwerten ſogar um 1 bis 2 p. H. überſchritten. Als beſonders feſt ſind Sie⸗ mens, auf neue Auslandsaufträge, und die übrigen Elektro⸗ wekte mit internationalen Beziehungen zu nennen, aber guch Deſſauer Gas lagen bemerkenswert feſt. Von Bank⸗ aktien blieben Reichsbank und Berliner Handelsgeſellſchaft geſucht, die übrigen Werte dieſes Marktes waren vernach⸗ läſſigt, Montanpapiere konnten ihre letzten Kurſe gut be⸗ haupten, Kunſtſeidenwerte waren leicht gebeſſert, auch Kali⸗ papiere eher gefragt. Der Markt der feſtverzinslichen Werte war wenig verändert, Sproz. Goldpfandbriefe waren auf letzter Baſis eher angeboten, dagegen erhielt ſich für die deutſchen Anleihen etwas Intereſſe. Ueber die Wiedereröffnung der Börſe läßt ſich Neues noch nicht berichten. Es ſeien zwar gewiſſe Hoffnun⸗ gen dafür vorhanden, daß anfangs Dezember der guiliche Börſenverkehr wieder aufgenommen werden könne. Die Vorbereitungen hierfür könnten bis dahin vielleicht beendet ſein, aber die Reichsbank halte vorläufig noch an ihrer ablehnenden Hltung feſt, ſodaß man das Reſultat der Beratungen der Regierungsſtellen, die ſich augenblicklich lebhaft mit der Frage der Wiedereröffnung der Börſe be⸗ ſchäftigen, abwarten müſſe. Die Tendenz blieb auch in den Mittagsſtunden recht freundlich, größere Kursveränderungen traten aber nicht mehr ein. Pfandbriefe neigten eher weiter zur Siwäche. Am Geldmarkte ſtellte ſich der Satz für Tagesgeld unverändert auf 8% bis 10 v.., Monatsgeld nannte man mit 9 bis 11 v.., Warenwechſel mit 9 v. H. nurka und der Privatdiskont blieb 8 v. H. Am Deviſen⸗ narkte erfuhren die meiſten Deviſen eine Abſchwächung. galro und London notierten je 11 Pfg., Amſterdam verloren 15g, Danzig and Reykjavik gaben um je 10 Pfg. nach, 15 5 um 5 Pfg., Oslo um 90 Pfg., Stockholm um 150 Pfgl uch Spanien neigte international zur Schwäche und holſerte gegen die Reichsmark 58 Pfg. niedriger. Amſterdam ſchwächer f Ai Amſterdam, 19. Nov.(Eig. Dr.) 8 A m ſt erdamer Börſe war auf die Rückgänge 16 den amerikoniſchen Effekten⸗ und Getreidemärkten 1 5 8 Do die Aufnahmeluſt nur ſehr gering wor, 1 115 Lie herauskommende Ware nur zu niedrigeren Kur⸗ . nterkunft finden. Younganleihe tendierte ebenfalls ſchwächer, dagegen waren Aku gut behauptet. 1 holländiſchen Getreidemärkte waren bei 98 ich gehaupteten Preifen ruhig, es zeigte ſich anfongs unge Nachfrage, die aber nicht ganz befriedigt werden konnte, da die Hündler nur geringe Abgabeneigung zeigten, Depiſenmarkt ruhig 5 ben ktnter nationalen Deuiſen märkten üngenete das engliſche Pfund heute vollkommen unver⸗ Mitte zu geſtern, nämlich 3,776 gegen den Dollar, gegen 70h, ſchwächte es ſich aber wieder leicht ab, und ging auf mit 1 Gegen Paris war es mit 967%, gegen Zürich work 40. gegen Amſterdam mit 9,39 und gegen die Reichs⸗ and mit 156 etwas leichter. Der Dol lar war unver⸗ 2 9 die R eichs mark behauptete ſich, in Amſterdam mit 07 ſie 59,15, in Zürich 122,20, in Paris nannte mon ſie Schu etwas feſter. Die däniſche Krone, zu deren 905 geſtern eine Geſetzesvorlage im däniſchen Reichs⸗ tend angenommen wurde, tendierte heute ſchwächer, wäh⸗ en ſich die anderen Nord Deviſen ziemlich behaup⸗ Duen n den ſüdamerikoniſchen Depiſen war n oe Kleinigkeit ſchwächer, während Rio unverän⸗ f London ohne Unternehmungsluſt If London, 19. Nov.(Eig. Dr.) 8 heutige Londoner Börſe eröffnete bei ruhigem ſchäft ohne ausgeſprochene Tendenz. Britiſche Staats⸗ papiere lagen ſtetig, einiges Intereſſe zeigte ſich für Müh⸗ lenaktin. Die Stimmung in der Londoner City iſt im all⸗ gemeinen ziemlich deprimiert und es fehlt auf allen Märkten an Unternehmungsluſt. Die Geldmarkt⸗Situation dürfte vielleicht dazu beigetra⸗ gen haben, den Finanzkreiſen klar zu machen, daß die vor der Aufhebung des Goldſtandard erlittenen großen Gold⸗ verluſte das Kreditvolumens erheblich verkleinert haben. Der November zeichnet ſich zwar gewöhnlich durch beſondere Geldͤverſteifung, infolge der Vorbereitungen für die Zah⸗ lung der Kriegsanleihe aus. Das Beſtreben der offiziellen Finanzpolitik ſcheint aber weiter auf Knapphaltung der kurzfriſtigen Kredite gerichtet zu ſein. Es herrſchte auch heute wieder rege Nachfrage nach Tagesgeld und es würde nich erſtaunlich ſein, wenn ſich oer Markt, wie ſchon geſtern, an das Zentralnoteninſtitut um Unterſtützung wenden müßte. Die Banken haben im übrigen nach län⸗ gerer Zeit die Gepflogenheiten ihrer Kreditkündigungen für Wochenbilanzierungen wieder aufgenommen. In London ſchweben augenblicklich Verhandlungen bezüglich der Pro⸗ longation gewiſſer ausländiſcher Schatzwechſel, es handelt ſich dabei in der Hauptſache um die ungariſche, chileniſche und Hamburger Emmiſſion. Aus der Baumwollinduſtrie von Lanca⸗ ſhire wird ein Nachlaſſen des Geſchäftes ge⸗ meldet und es iſt fraglich, ob die Wiederinbetriebſetzung von Fabriken auf die Dauer gerechtfertigt ſein wird. Mit Indien kamen, trotz anhaltender Nachfrage, nur kleine Ab⸗ ſchlüſſe zuſtande, der chineſiſche Markt iſt ruhiger, das Ge⸗ ſchäft mit Perſien, Java und Singapore iſt unregelmäßig. Das Kunſtſeidegeſchäft iſt ebenfalls ruhiger, der Abſatz nach dem Auslande iſt zurückgegangen, doch bleibt der Auf⸗ tragseingang vom heimiſchen Handel weiter gut. Am Londoner Metallmarkte ging der Goldpreis auf 109 Schill. 1 Pence per Unce herauf, Silber war noch unüberſichtlich, Kupfer tendierte weiter ſchwach und verlor ca. 2 Pfund per Tonne. Am Liverpooler Getreide⸗ markt zogen die Weizenpreiſe zunächſt an, ſie ſchwächten ſich aber ſpäter bis 36 Pence ab. Am Liverpooler Bau m⸗ wollmarkt gingen die Preiſe anfangs bis zu drei Punkten zurück, doch ergaben ſich ſpäter Verluſte bis zu 8 Punkten. Berliner Devisen Olskontsätze: Reichsbank 8, Lombard 10 v. f. e— 5 Amtlich in Rm. Dis- 17. Nopember 19. November Parſtat lee, e e e uenos⸗Aires 1Peſo 09 102 1 1 Kae kes ul—.766.774 38.768.774 4,786 Japan. I en 6,75.068.072.068.072.069 Kairo.„ lägypt. Pid.— 16.34 16,38 16,23 16,27 21.91 Türkei. Itürt PfdDb. 2 0—.——.——.— 2180 London... Sterl. 6 15,94 15.98 15.83 15.87 20,393 New Hork. 1 Dollar 4.209].217 4,209 4,217 4,1790 Rio de Janeiro Millr.—.259 0,261.261.288 0, Uruguay. 1 Goldpeſo—.8.872.88.872.421 Holland. 100 Gulden 3 169,23 169 57 169,18 169.52 169,4 Athen 100 Drachmen 12— 5..1 5, 5, Brüſſel 100-500 PF 2½ 58.55 58.67 58.40 58.81 58,355 Bukareſt.. 100 Lei 9¼ 2,527 2,583.517 2528—.— Ungarn.. 100 Pengö 10 73,28 78,42 78,28 7342—.— Danzig 100 Gulden 6 82,12 62.28 82,02 82,18 81,555 Helſingfors 100 ß M 8 8,21.23.21.29 10.512 Ftalien... 100 Lire 7 21,69 21.73 21.71 71,75. 22,025 ee benen 7½% 747 74% 747.47 7. owno„ 100 ftronen 5 1 0 8905 2905 575 1105 n. 100 Kr. 91 5 N 5 5 Abſeden 100 ede 7 14,39 14,41 14,39 14,41 17,485 Oslo.„100 Kr. 6 87,81 87.99 86.91 709 111.74 Paris,„100 Fr. 2 16.52 16.58 16,49 16,58 16, Prag 100 Kr. 6½ 12,459 12.488 12.468 12.488 12,88 Schweiz.. 100 Fr. 2 82.07 62,23 81,92 2,08 51 Sofia... 100 Lewa 8.057 8, 3057 3. 3,01 Spanien. 100 Peſeren 6½ 38,44 86.52 86 35,94 69,57 Stockholm.. 100 ftr. 88,56 83.74 86.91.09 112,05 Eſtland.. 100 Eſtim.— 112.70 119,01 112.79 113,01—.— Wien„100 Schilling 10 l 56.94[ 59.06 58,9459, 56,79 * Der Wochenausweis der Nederlandſche Bank in Amſier⸗ dam. Der Edelmetallvorrat der Nederlandſche Bank in Amſterdam iſt in der letzten Berichtswoche erneut geſtiegen, und zwar um rd. 8 Mill. hfl. auf rd. 900, Mill. hfl. Die übrigen Poſten auf der Aktivſeite haben nur geringe Aen⸗ derungen erfahren mit Ausnahme des inländiſchen Wechſel⸗ portefeuilles, das um rund 14 auf 118,7 Mill. hfl. zurück⸗ gegangen iſt. Auf der Paſſivſeite iſt der Banknotenumlauf um rd. 21 auf 1 037,5 Mill. hfl. geſunken, während der Poſten laufende Rechnungen um 11 auf 216,5 Mill. hfl. ge⸗ ſtiegen iſt. Die Deckung der Banknoten durch Gold beträgt nunmehr 84 v. H. gegenüber 8177 v.., die Deckung durch Gold und Silber 86,8 v. H. gegenüber 84,3 v. H. in der Vorwoche. zweifellos vorhanden ſind, und daß man nichts un ver⸗ ſucht laſſen darf, um das Vertrauen zu den Kreditverhältniſſen zu ſtärken. Im allgemei⸗ nen hat der Beſchäftigungsrückgang der deutſchen Induſtrie im erwarteten Umfange angehalten, und die Arbeitsloſigkeit iſt am wenigſten in den Berufsgruppen geſtiegen, die dem letzten Verbrauch dienen. ſind die unteren Grenzen der Verbrauchskurve bereits weitgehend erkennbar. Hier Di genehmigt.(Eig. Dr. ab. HV. dieſer, der Gillette Safety Racor taheſtehenden Raſierklingenfabrik genehmigte einſtimmig die Auflöſung der Geſellſchaft zum Zwecke der Umwandlung in eine G. m. b. H. und erteilte der Beteiligungsbilanz ihre Zuſtimmung, die einen Kapitalſaldo von 6,5 Mill./ aufweiſt 227 U. e Aktie. Wie der Vorſitzende noch mitteilte, hält man, da der größte Teil der Aktien in wenig feſten Händen iſt, für die Geſellſchaft die Form der G. m. b. H. wegen verſchiede⸗ ner hiermit im Zuſammenhang ſtehender Verwaltungs-, Unkoſten⸗ und Steuererſparniſſe für zweckmäßiger als die der AG. Ueber dieſe Frage wurde bereits im Februar d. J. verhandelt, ſo daß man von einer Einwirkung der bekannten Notverordnung in dieſer Hinſicht nicht ſprechen kann. Umwandlung der Roth⸗Büchner AG. in eine.m. b. H. 1 E 1 Co. Neuer Vergleichsvorſchlag Schuhfabrik S. Weil u. Söhne, Raſtatt.(Eig. Dr.) Der letzte Vergleichsvorſchlag, der unter Beteiligung der Großgläubiger die Umwandlung der Firma in eine Akttengeſellſchaft vorſah, blieb bekannt⸗ lich erſolglos. Der Gläubigerausſchuß empfiehlt jetzt einen neuen Vergleich, wobei erreicht iſt, daß die Inhaber der Grundſchuldbriefe, die Hypothekengläubiger und die Banken auf Forderungen über 1,5 Mill.„ verzichten. Sie erklärten ſich mit einer quotenmäßigen Auszahlung von rund 175 000/ einverſtanden, wodurch die Ausſichten für die übrigen Gläubiger mit Forderungen von rund 2 Mill. Mark ſich beſſern. Es beſteht die Wahrſcheinlichkeit, die Aktiven mit Ausnahme der mit 1,24 Mill./ belaſteten Grundſtücke und des Zubehörs zu einem Preis von 450 000„ zu veräußern, und zwar an eine bisher nicht genannte A. G. Forderungen bis zu 100/ werden drei Monate nach dem erfolgten Vergleich voll bezahlt, ſolche bis zu 2500 4 mit 30 v.., während die übrigen im Verhältnis zu ihren Forderungen mit je weils 5 v. H. aus der Verwertung der genannten Akti⸗ ven befriedigt werden ſollen und unter dieſen Um⸗ ſtänden wird für die ungeſicherten Gläubiger eine QOuote von 15 v. H. errechnet, während im Konkursfall dieſe eine Quote nicht in Frage kommt. Bei der Zahlungseinſtellung war die Ueberſchuldung mit 1,5 Mill.„ beziffert worden. * Cberbacher Stoeß⸗Beirteb ſtillgelegt. Eberbach, 18. Nov. Die neuerbaute chemiſche Fabrik der Fa. Stoeß u. Co. mußte auf abſehbare Zeit ihren Betrieb ſchließen, da die Gelatineinduſtrie unter ganz beſonders ſchwerer Ab⸗ ſatzſtockung zu leiden hat. Das europäiſche Porzellanabkommen Paris, 19. Nov. Die ſeit einigen Wochen geführten Verhandlung 5 ſchen der deutſchen, franzöſiſchen und der tſchechoſlowakiſchen hatten bekanntlich am 13. November liche Einigung zur Folge. Ein deutſch⸗fr Abkommen konnte am 16. November und ein zwiſchen Frankreich und der Tſchechoflowakei vember paraphiert werden. Die Verſtändigung entf dem Geiſte der internationalen Abmachungen. Auf zöſiſcher Seite betont man beſonders, daß es un durch die umfangreiche Einfuhr ſchwer franzöſiſchen Porzellaninduſtrie ö ſein wird, die ausländiſche Konkurrenz in normaler Weiſe zu ertragen. Die Verkaufs⸗ preiſe für ausländiſches Porzellan ſind Abrede worfen, können revidiert werden und tragen glei den Intereſſen der Verbraucher Rechnung. Das franzöſiſche Abkommen wird in Form eines Zuſaßg⸗ protokolls dem deutſch⸗franzöſiſchen Hanu⸗ delsvertrag beigefügt werden. Dazu muß allerdings die franzöſiſche Kammer ihr Votum abgeben. Gelegentlich der kürzlich eingeleiteten Beſprechungen zwiſchen den deutſchen und franzöſiſchen Mitgliedern der Wirtſchaftskommiſſion war darauf hingewieſen worden, daß eine internationale Kommiſſion ſich für eine Milderung der durch den geltenden deutſchen Handelsver⸗ trag für einige Induſtriezweige ſich ergebenden Unſtimmig⸗ keiten einſetzen ſoll. Seinerzeit wurde ſchon betont, deß die günſtig verlaufenden Porzellanverhandlungen einen glücklichen Auftakt der Kommiſſionsarbeiten klar⸗ ſtellten. en Porzellan⸗Induſtrie grundſäg⸗ eine am 18 O Der Abſchluß der Nordſee Deutſche Hochſeefiſcherei, Bremen⸗Cuxhaven AG.(Eig. Dr.) Die Geſellſchaſt, die be⸗ kanntlich aus 1930⸗31 nur 84 000% Reingewinn nach Ab⸗ ſchreibungen von 4,25 gegen 1,45 Mill.„ i. V. vortr während im Vorjahr noch 14 v. H. Dividende verteilt wi den, berichtet, daß der Schiffspark nach den im Bericht jahr angegliederten Hochſeefiſchereiunternehmungen 0 nunmehr aus 170 Dampfern und oͤrei Schleppern zuſam⸗ menſetzt. Die Vergrößerung der Flotte erfolgte, um Reſeolmäßigkeit und Güte der Entladungen und damit el größere Gleichmäßigkeit in der Preisgeſtoltung zu er⸗ reichen. Durch maßgebliche Beteiligung an der Bremen und Vegeſacker⸗Fiſchereigeſell⸗ ſchaft und der Leerer Heringsfiſcherei A G wurde die Hälfte des deutſchen Tretbnetzes der Heringsfiſchereiflotte beim Nordſee⸗ konzern vereinigt. Die Abſicht, die Verpflichtungen durch eine langfriſtige Anleihe zu konſolidieren, ſcheiterte an den Schwierigkeiten im Hochſommer, ſo daß hen⸗ tigten Mittel als Bankſchulden in der Bilanz heinen. * Ein ſterbender Induſtriezweig in der Pfalg. Ram ⸗ berg, 18. Nov. In ihrem verzweifelten Exiſtenzkampf wendet ſich neuerdings wieder die geſamte Ram berger faſt 200 Der mit der Induſtrie auf das innigſte ver⸗ knüpfte Bürſtenhandel macht die gleiche Leidenszeit durch, hauptſächlich bedingt durch den Verluſt des elſaß⸗lothringi⸗ ſchen Abſatzgebiets. kürzt. Der verhältnismäßig kleine Ort zählt Erwerbsloſe. Befeſtigter Prooͤuktenmarkt Bei ſchleppendem Geſchäftsgang anziehende Preiſe/ Knappes Inlandsaugebot Berliner Produktenbörſe v. 19. Nov.(Eig. Dr.) Nach der geſtrigen Verkehrsunterbrechung kam das Geſchäft am Produktenmarkte heute nur ſchleppend in Gang. Die neue Verordnung über die Oſthilfe war der Gegenſtand lebhafter Erörterungen, wobei man ſich über die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen noch keines- wegs im klaren iſt. Gegenüber dem Vormittagsverkehr war die Stimmung des amtlichen Marktes merk⸗ lich feſter, die an den ausländiſchen Märkten inzwiſchen eingetretenen Preisverſchiebungen blieben faſt völlig ohne Eindruck. Das Inlandsangebot von Weizen und beſonders Roggen war weiterhin ziemlich knapp und die Forderungen waren erhöht. Die Gebote der Mühlen, die nach wie vor knapp verſorgt ſind, lauteten für Weizen etwa 1 /, für Roggen bis zu 2/ höher, dagegen nahm der Handel auf dem erhöhten Preisniveau nur vorſichtig Anſchaffungen vor. Der Lieferungsmarkt folgte der Preisbewegung des Promptgeſchäftes. Der Abſatz von Weizen⸗ und Roggen mehlen läßt noch keine nennens⸗ werte Belebung erkennen, die Forderungen für Roggen⸗ mehle waren feſter gehalten. Am Hafer markte ſtimulierte die geplante Bewilligung von Einfuhrſcheinen für Haferfabrikate, von der man ſich eine Entlaſtung des Marktes verſpricht. Der Lieferungsmarkt war auf Deckun⸗ gen und Meinungskäufe bis 3,5/ befeſtigt. Ger ſte zu gedrückten Preiſen etwas gefragt, das Geſchäft bleibt aber ruhig. Weizen⸗ und Roggen exportſcheine lagen ruhig, aber ſtetig. Amtlich notiert wurden: Weizen, märk. prompt ab Station neue Ernte 75—76 Kg. 225—28; vereinzelt Schmacht⸗ korn und Auswuchs über Notiz; Futterweizen 70—71 Kg. 211213; Sommerweizen 228—31 feſter; Roggen prompt neue Ernte 72—73 Kg. 199—201 feſt; Braugerſte 166175; Futter⸗ und Induſtriegerſte 162—165 ſtetig; Hafer prompt 147152 feſt; Weizenmehl prompt 28,50— 32,50 beh. Rog⸗ genmehl 70proz, prompt 27,15— 29,50 feſter; feinere Marken über Notiz; Weizenkleie 10,50—11; beh. Roggenkleie 10,50 bis 11 beh.; Viktorigerbſen 24—30; Kleine Speiſeerbſen 25 bis 28; Futtererbſen 17—20; Peluſchken 17—19; Ackerbohnen 16,5018; Wicken 1720; Lupinen, blaue 11— 12,50; Lu⸗ pinen, gelbe 18—15; Leinkuchen Baſis 37 v. H. 13,601,900; Erdnußkuchen Baſis 50 v. H. ab Hamburg 13,20—13,60; Erd⸗ nußkuchenmehl Baſis 50 v. H. ab Hamburg 13,10— 13,30; Trockenſchnitzel 6,10—6,20; Extrahiertes Sojabohnenſchrot 46 v. H. ab Hamburg 11,80; oͤto. ab Stettin 12,40, Speiſekar⸗ toffeln, weiße 1,30—1,40; rote 1,40—1,60; Odenwälder, blaue 1,60—1,80; andere, gelbfleiſchig 1,70—2; Fabrikkartoffeln in Pfg.—8; allgemeine Tendenz feſter.— Handelsrechtliches Lieferungsgeſchäft: Weizen Dez. 240—241; März 250 Rog⸗ gen Dez. 209210; März 215—217; Hafer Dez. 163 63,50; März 172,50—78. Karlsruher Produktenbörſe * Karlsruhe, 18. Nov. Mehlund Futtermittel: Der Markt iſt leicht befeſtigt; die Umſätze laſſen immer noch zu wünſchen übrig. Allgemein wird nicht über den aus⸗ geſprochenen Bedarf gekauft. Südd. Weizen neue Ernte 25— 26, füdd. Roggen 23— 23,50; Sommergerſte 18,50—19,75; Futter⸗ und Induſtriegerſte 17,50—18,25; Deutſcher Haſer 16,50—19; Weizenmehl Spez. 0 Nov.⸗Jan. 35,25; Austauſch⸗ mehl 37,25; Roggenmehl 60proz. 31,50— 32,50; Weizenboll⸗ mehl(Futtermehl) 10,50—11; Weizenkleie fein prompt 9 bis 9,50; öto. grob 9,50—10; Biertreber 1313,50; Trocken⸗ ſchnitzel loſe 6,25—6,50; Malzkeime 11,50—12,50; Erdnuß⸗ kuchen 13,75—14; Kokoskuchen 13,25; Sojoſchrot ſüdd. 12,25 bis 12,50; Leinkuchenmehl 15,50—16; Seſamkuchen ohne An⸗ gebot, Speiſekartoffel gelb⸗ und weißfleiſchig ſüdd. 6,50—7 Mark.— Rauhfuttermittel: Loſes Wieſenheu 5,50—6; Luzerne 5,75—6,25; Stroh drahtgepreßt 4,50—5 l. Alles per 100 Kilo. „ Mannheimer Produktenbörſe vom 19. Nov.(Eigen⸗ berchti). Der heutige Priduktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung bei faſt unverändertem Preisniveau, Malzkeime und Biertreber knapp und feſt. Notiert wurden für die 100 Kilo netto, waggonfrei Mannheim: Inl. Weizen 24,50 bis 25; inl. Roggen 22,5022, 75; inl. Hafer 1718507 Som⸗ mergerſte 18,50— 19,50; Futtergerſte 18; Biertreber 13,50; Erdnußkuchen 14; Sofaſchrot 12,50; Trockenſchnitzel 6,25 bis 6,50 Malzkeime 11,5012; Weizenmehl ſüdd. neue Mah⸗ lung 85,25; dto. mit Auslandweizen 37,25; Weizenbrotmehl 27,25— 29,25; Roggenmehl 60proz. 30,50 31,50; Weizen⸗ futtermehl 1010,50; Weizenkleie feine 9; Roggenkleie 10 bis 10,50; Grünkern 4050, * Rotterdamer Getreidkurſe vom 19. Nov.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen lin Hfl. per 100 Kg.) Nop. 5,05; Jan. 5,05; März 5,207 Mat 5,0; Mats(in Hfl. p. Laſt 2000 Kg.) Nov. 78 Jon. 79%; März 83%; Mai 827. a * Liverpooler Getreidekurſe vom 19. Nov.(Eig. Dr.) Anfang: Weizen(100 lb.) Tendenz ſtetig; Dez. 5,54 (5,5%); März 5,10%(5,9%); Moi 6,0%(6,08); Mehl unv. — Mitte: ſtetig; Dez. 5,56(5,57% März 5,9%(5,020 Mai 6,06(6,096); Mehl unv. 5 * Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 19. Nov.(Eig. Dr.) Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 31,50; Nov.⸗Dez. 31,50; Melaſfe⸗Weißzucker 1,50; Melaſſe⸗Rohzucker 1,20 bis 1,35, Tendenz ruhig; Wetter heiter, kalt. * Nürnberger Hopfenbericht vom 18. Nov. 30 Ballen Zu⸗ fuhr, 60 Ballen Umſatz. Preiſet Hallertauer 3545, Gebirgshopfen 38, Spalter 60, Tettnanger 55 ,.— Ten⸗ denz feſt. L. Sandblattverwiegung. St. Leon, 16. Nov. Während das Sandblattgut der freien Tabakpflanzer ſchon vor einiger Zeit verwogen wurde, nahm die Organiſation des Tabakzuſammenſchluſſes fetzt die Verwiegung vor, wo⸗ bei die Firma Brinkmann⸗Bremen als Aufkäuferin auf⸗ trat. Beim freien Verkauf wurden Preiſe von 50—65 erzielt, der Tabakzuſammenſchluß erhielt 6870/ und bei beſonders ſchöner Qualität entſprechende Prozente. Der Qualitätstabakbauverein wird am kemmenden Montag ſeine Sandblätter verwiegen, wobei es ſich um ein Gewicht von 120 Zentner handelt. Der Grundpreis wurde beim Verkauf auf 69,25„ mit der Aufkauffirma Hirſch⸗Mann⸗ heim vereinbart., wozu noch Zu⸗ und Abſchläge bis zu 20 v. H. kommen können. Im allgemeinen iſt das Gut ſehr gut geraten, feinblättrig und aromatiſch. Das verhagelte Sandblatt ging mit 30—34/ ab, aber der Hauptteil des verhagelten Tabakes wird erſt verkauft. * Bremer Baumwolle vom 19. Nov.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Middl.(Schluß) 7,48. * Siverpooler Baumwollkurſe vom 19. Nov.(Eig. Dr.) Amerik. Univ. Stand. Middl. Anfang: Dez.(31)— Jan.(32) 451—52; März 454—55; Mai 460—61; Juli 464 bis 465; Okt. 472; Tagesimport 1900; Tendenz ſtetig.— Mitte: Dez.(81) 451; Jan.(82) 449; März 452, Mo 457; Juli 402; Okt. 470; Nov. 474; Dez. 476; Jan.(33) 482; März 488; Loco 483; Tendenz ruhig. * Viehmarkt in Mannheim vom 19. Nov. Zufuhr ins⸗ geſamt 1218 Stück. Im einzelnen wurden zugefahren und erlöſt für 50 Kg. Lebendgewicht in I: 144 Kälber, b) 42 bis 45; e) 3538; ö) 28—94. 8 Schafe 22—24; 69 Schweine, nicht notiert. 997 Ferkel und Läufer, Ferkel bis 1 Wochen 57; über 4 Wochen—12; Läufer 14—19. Marktverlauf: Mit Kälbern ruhig, langſam geräumt, mit Ferkeln und Läufern mittel.. Berliner Meiallbörse vom 19. November 1931 r!... 7K Kupfer Blei i bez. Brief Geld J bez. Brief] Geld bez Brief] Geld Januar.]—.] 57.—] 84.—[2 2150—— 27 21.5 Februar“—.— 57 54.50—.— 23.— 2180—.— 2280 21470 März. 68,.— 57.80 88 80—.— 28,50 22.28—— 2350 22. April.. 58.— 88.85— 24, 22.50—— 2422. ai 64.— 58,50 89.—.— 24.2523. 25 2 Juni.—.— 38. 88.0—— 24.50.——— 25,5023 75 uli...50 57. 24.5023.— 26.— 24. Auguſt. 58,50 57.80 24,80 28, 26.— 24 Sept.. 59,78 59.75 59.25—.— 24.50 23,80—,— 26,50 28 50 Oklober—.— 59,75 59,25—.— 25.— 23,50 26,50 26. Nou.... 88 8 22,50 21.— 21. 1 20.50 Dezemb.]—.— 55,.— 54.— 21 50 22,5041 210 21 * Tendenz: Kupfer flau; Blei luſtlos; Zink ſchwach. * Berliner Metall⸗Notierungen vom 10. Nov.(Eig. Dr.) Amtlich: Elektrolyttupfer(wirebars) prompt 69,25%, für 100 Kg.; Raffinadekupfer loco 5759; Standardkupfer loco 6062; Standord⸗Blet per Nov. 20,50—22,50 Origi⸗ nal⸗Hütten⸗Aluminium 98—99proz. in Blöcken 170 Jesgl. in Walz⸗ oder Drahtbarren 174; Banka⸗, Stroits⸗, Auſtral⸗ zinn 224; Reinnickel 98—99proz. 350; Antimon⸗Regulus 51—53; Silber in Barren co. 1000 fein per Kg. 42,5046% Londoner Meiallbörse vom 19. November 1931 Metalle in C pro To. Silber Unze E(137/170 fein ſtand.), Platin Unze g Rupfer, Standard 36,25 Zinn, Standart 131,1 Aluminium—.— 3 Monate 33,85 3 Monate 133,2 Antimon—.— Settl. Preis 33 25 Settl. Preis 131.2 Queckſilber 17.50 Elektrolyt 39,50 Banka 143 2 Platin—.— beſt ſelecied 35.2 Straits 164.5 Wolframerz— ſtrong ſheets—. Blei, ausländ. 1485 Nickel— El'wirebars 41 50] Zinf gewöhnlich 13 75 ißblech—.— Tendenz: Kupfer flauf Zinn, Zink und Blei willig, — 7 ͤͥͤͥͤ ³¹k¹¹⁵Üee e FPCCCCCCCTCCCCT0CTCCTCTCT0TCT0CT0T——VDZw eee, ann SN r ö Y N 8 N A J Y J Y 8 VN r 55 N 8 s ass S r * J; Y N Exdrückt der Tonfil⸗ Die nachſtehende Antwort auf die im Titel die⸗ ſes Aufſatzes geſtellte Frage iſt durchaus ö ſie ſei hier nur als typiſch für einen den Vertreter der Tonfilmkunſt wie Schriftleitung. Einem Schauſpieler, der ſich der Sprech⸗ bühne mit der ganzen Leidenſchaft ſeines Wollens und ſeiner Fähigkeiten gewidmet hat, fällt es furcht⸗ bar ſchwer, die Frage„Erdrückt der Tonfilm die Sprechbühne?“ mit einem uneingeſchränkten Ja zu beantworten. Eine andere Antwort iſt aber nicht möglich, wenn man täglich mit eigenen Augen die unaufhaltſame Höherentwicklung der Filmtechnik vor Augen hat. Ich ſah vor nicht langer Zeit einmal einen plaſtiſchen Film. Saß in einem Vorführraum und erblickte nichts als eine endloſe Wüſte. Un⸗ beſchreiblich der Eindruck der unendlichen Weite der gewellten Sandfläche, die er vermittelte. Man glaubte weltenweit zu ſehen. Und dann gab es in unermeßlicher Ferne einen Punkt, der ſich bewegte, größer und größer wurde. Näher und näher kam. Bald erkannte man Pferde und Reiter. Flinke Heine Wüſtenpferde und Männer mit wehenden weißen Mänteln. Araber. Raſch kamen ſie näher. Unheimlich. Man bekam Angſtgefühle. Flucht⸗ antriebe. Lächerlich, man ſaß hier doch in einem Vorführraum, und alles war nur Bild. Aber das vergaß man. Schneller als ſich's erzählen läßt, brauſten die Pferde mit den ſchreienden Reitern wie die wilde Jagd heran. Und. und plötzlich hielten ſie an. Man hatte das Gefühl: Im letzten Augenblick. Noch einen Schritt weiter, und Du wäreſt von den Hufen dieſer wilden Geſellſchaft zer⸗ trampelt. Atemraubend. Kurz: Wirklichkeit. Und nun ſtelle man ſich vor, daß dieſe ganze Ge⸗ ſchichte in echten Naturfarben abgewickelt wird! Es iſt doch nur eine Frage des Geldes und vermutlich nur noch kurzer Zeit, bis wir ſoweit ſind. Dann haben wir Tonfilm mit wirklichen Menſchen. Sprechbühne mit aller Bühnentechnik unendlich überlegener Möglichkeit zur eindrucksvoll⸗ ſten Vermittlung jeder Illuſion auf einem Biloſtrei⸗ fen! Kann man angeſichts ſolcher nahen Entwick⸗ lungsmöglichkeiten dann der Sprechbühne noch Zu⸗ kunftsausſichten zuteilen? Gewiß nicht! Vielleicht gibt es dann eine verbeſſerte Möglichkeit für eine erſtklaſſige Schauſpielertruppe in irgend einer Haupt⸗ ſtadt. Sagen wir Berlin oder London oder Newyork. Die ſtudiert ein Werk größter Zugkraft ein. Das braucht nicht etwas ganz Neues zu ſein Kann, ſollte auch etwas Klaſſiſches, literariſch ganz Bedeutendes ſein. Das ſpielt ſie in der Weltſtadt. Der Ruf da⸗ von erfüllt das Land. Dann kann ſich dieſes Sprech⸗ theater auf die Reiſe machen und Wochen und Tage in den großen und weniger großen Städten des Landes ſpielen, die ſich im Augenblick noch ein Thea⸗ ter leiſten können. Im Augenblick noch. Unnötig, eine Zeile über die Not der ſtädtiſchen Bühnen hier einzuſchalten. Wir alle wiſſen, welchen Verzweif⸗ lungskampf ſie um ihr Beſtehen führen. Iſt das ein Wunder? Wenn jemand für achtzig Pfennig in der kleinſten Stadt unſeres Landes heute einen Werner Kraus, um nur einen Namen zu nennen, als Mork ſehen kann, wird er dann noch zu bewegen ſein, das Mehrfache für einen Platz im Theater anzulegen? So ſtark iſt der Lokalpatrio⸗ tismus nicht. Jedermann kauft ſich für ſein Geld Überall das Beſte, was zu haben iſt. Und Beſſeres als einen bedeutenden Schauſpieler, Mann oder Weib, im Tonfilm kann er ſich im Theater ſeiner Stadt gewiß nicht kaufen. Aber es iſt gar nicht allein die Filmtechnik, die der Sprechbühne das Publikum nimmt. Für die einſe Der Feldmarſchall 1 Werner Kraus als Feldmarſchall Nork von Wartenburg in dem neuen Ufa⸗Tonfilm Die Geſtalt des preußiſchen Feldmarſchalls York, der durch den Abſchluß der Konvention von Tau⸗ roggen den Anſtoß zur Erhebung Preußens gegen das napoleoniſche Joch gab, bildet den Mittelpunkt des neuen Uſa⸗Films„York“, in dem der berühmte Berliner Schauſpieler Werner Kraus die Titelrolle verkörpert. er Neuen Mannheimer Zeitung die Bühne? Weshalb ſoll nicht eines Tages der Klaſſiker des Tonfilms da ſein, der die Technik ſpielend be⸗ herrſcht, wie Goethe die Technik des alten Theaters meiſterte, als er den„Fauſt“ ſchuf? Weshalb ſoll es nicht einen Dichter des Tonfilms geben, dem die ganze Technik der neuen Zeit eben auch nur noch ein Mittel iſt, um ſeine Gedanken, ewige und mit⸗ reißende Gedanken durch den Tonfilm, ſeine Tech⸗ nik und ſeine Menſchen, auszudrücken? Was an künſtleriſchem, dichteriſchem Können ſich Von Emil Jannings Sprechbühne wächſt ga! blikum nicht mehr auf Handlungsgehilfe ſeinen„Fauſt“ Jahre damit. Nahnm ihn in ſeii Begleiter mit ſich. zen nach dem Theater. E dem Olymp und belebte barkeit für ſchauſpieleri künſtler und brachte manchmal eine Stimmung, bei der es Ging So s mit heißem Her⸗ ch ſeinen Platz auf ſtürmiſchen Dank⸗ zen den Bühnen⸗ das Parkett in alle Steifheit vergaß. Dieſes Publikum iſt für die heutige Sprechbühne ganz der Sprechbühne verſagt, wird eines Tages dem einfach nicht mehr da. Es iſt auf den Sportplätzen. Tonfilm zufließen und nie wieder Sprechbühne Ihr fehlt noch jemand. Der Dichter! Ich machen. Auch von dieſer Seite her wird ſie aus⸗ gedörrt. Ich erkläre mich rückſchrittlich und wage zu be⸗ haupten, daß in unſerer Zeit der Sport zu ſtark be⸗ tont wird. Ich glaube aber, daß darin irgend wann, vielleicht ſogar bald, ein Rückſchlag eintritt und daß dann das höhere Niveau, das wir auch im Tonfilm ſuchen, die Jugend wieder dem Theater zuführt. Dieſes Theater wird dann eben der durch Plaſtik und Naturfarben zur höchſten Leiſtungsfähigkeit ent⸗ wickelte Tonfilm ſein. Schriftſteller⸗ glaube nicht, daß die heranwachſend q Nachwuchs in der generation, der litera Schöpfung klaſſiſcher Bühnenkunſt aus Mangel an Begabung verſagt. Mir ſcheint es eher, als ob ſie literariſch verbildet wäre und die neue Theatertech⸗ nik, die Technik des Tonfilms noch nicht beherrſcht. Sie fühlt ſich zerriſſen von einer literariſchen Ver⸗ gangenheit, die ſie ſchätzt, aber nicht mehr ganz ver⸗ ſteht, und einer Technik, deren Bedeulung ſie be⸗ greift, die ſie aber noch nicht zu beherrſchen weiß. Rerl, die Heldin des Paramount⸗Tonfilms„Tabu“ ex Film gelangt demnächſt im Mannheimer„Univerſum“⸗Theater zur Aufführung.) EN D Aus der Filmwelt Nachdem in Deutſchland die Militärſchwankfilme langſam aus der Mode kommen, will der bekannte Regiſſeur Lau Lauritzen einen Soldaten ⸗ ſchwank mit Pat und Patachon drehen, um die beiden däniſchen Komiker wieder einmal kräftig herausſtellen zu können. * Der engliſche Kriminal⸗Schriftſteller Edgar Wallace ſiſt für 3“ Monate nach Hollywood zu einem Rekordhonorar man ſpricht von 16000 Mark pro Woche— verpflichtet worden. zug⸗ 5 In Amerika wird mit beſonderem Intereſſe die Nachricht aufgenommen, nach der ſich der bekannte Um der Weltſprache Eſperanto weitere Ver⸗ Automobilinduſtrielle Henry Ford ſehr ſtark für breitung zu ſichern, iſt die Herſtellung eines die Finanzierung von Tonfilmen religiöſen Eſperanto⸗Films geplant, dem dann noch Einſchlags intereſſieren ſoll. In Anbetracht der Aus⸗ weitere folgen ſollen. Die Verfechter dieſes Ge⸗ dehnung, die in Amerika die religiöſen Sekten ge⸗ dankens glauben damit alle Schwierigkeiten des nommen haben, erſcheint dieſes Intereſſe durchaus die Internationalität verſtändlich. wieder herſtellen zu können. Vorausſetzung müßte 8* dann allerdings ſein, daß jeder Kinobeſucher„Der Ball“, ein auch in Mannheim mit großem Eſperanto ſpricht. So lange das nicht der Fall iſt, Erfolg gezeigter Film mit Lucie Mannheim und werden die Eſperanto⸗Filme keine größere Bedeu⸗ Reinhold Schünzel lag dem Film⸗Ausſchuß zur Be⸗ tung erlangen, da die Abſatzmöglichkeit eines Filmes urteilung ſeiner künſtleriſchen Qualität vor. Ob⸗ in den meiſten Fällen doch von der Verbreitung der gleich es ſich bei dieſem Film um ein künſtleriſches Tonfilms überwinden und Sprache, in der er gedreht wurde, abhängig iſt. Spitzenwerk handelt, wurde ihm das Prädikat *„künſtleriſch wertvoll“ verſagt! Auf einer Phyſiker⸗ und Mathematiker⸗. tagung in Bad Elſter befaßte man ſich vor kurzem mit techniſchen Tonfilmfragen und brachte vor etwa 300 Zuhörern ein intereſſantes Experiment zur Durchführung. Hinter einem Vorhang ſpielte man Muſtkbruchſtücke abwechſelnd auf Original⸗ inſtrumenten und ſchließlich in Tonfilm⸗ wiedergabe. Von den 300 Zuhörern konnten nur drei die richtige Folge angeben. Nach Afrika iſt wieder eine deutſche Filmexpe⸗ dition unterwegs, um im Kongogebiet einen Tonfilm von den Menſchenaffen zu drehen. Außerdem ſoll verſucht werden, die im Kongo leben⸗ den und in Europa noch nie geſehenen ſchwarzen Zwerge zu filmen. Wenn es ſich ermöglichen läßt, will die Willy Zietz⸗Afrikaexpedition eine Neger⸗ zwergenfamilie nach Europa bringen. Regieſitzung zur Verfilmung des Romanes„Friedemann Bach“ Links der Regiſſeur Cſerepy, der Schöpfer des Friderieus⸗ Films, in der Mitte Prof. Max von Schillings, der berühmte Komponiſt, der die muſikaliſche Leitung des Films übernommen hat, rechts der Dichter Arnolt Bronnen, der das Drehbuch verfaßt. 142. Jahrgang/ Als beſondere Anerkennung für die Förderung des Schneeſchuhſports durch die Schneeſchuh⸗ und Bergfilme hat der Deutſche Skiverband Luz Trenker das goldene Förderabzeichen des DSW verliehen.. 1 Douglas Fairbanks und Mary Pich⸗ ford tragen ſich mit der Abſicht, im braſilianiſchen Urwald an den Quellen des Amazonenſtroms einen Film zu drehen. Die Expedition ſoll mit zwei Waſſerflugzeugen durchgeführt werden. * Der Regiſſeur des geſchichtlichen Tonfilms„Ellſg⸗ beth von Oeſterreich“ Adolf Trotz plant nach dem Erfolg den er mit dieſem Film erzielen konnte, einen zweiten hiſtoriſchen Film, der das Schickſal Raſpy⸗ tins behandeln ſoll. * Aus einem Abbauprodukt der Stärke ſoll es einem engliſchen Chemiker gelungen ſein, eine plg⸗ ſtiſche Subſtanz herzuſtellen, die das Ausgangspro⸗ dukt für einen unver brennbaren Film geben wird. Begreiflicherweiſe intereſſiert ſich die Film⸗ Induſtrie ſehr ſtark für dieſe Erfindung, zumal die Herſtellungskoſten außerordentlich gering ſein ſollen, * Die Wochenſchauabteilung der Bundes⸗ vereinigung der ruſſiſchen Filminduſtrie hat ſich einen Filmzug aus Pullmannwagen zuſammen⸗ geſtellt, um Aufnahmen in verſchiedenen Teilen Rußlands für die Wochenſchau zu drehen. Die Ufa beſitzt jetzt in Amerika bereits ſechs eigene Theater und zwar in Newyork, Chieagb, Eineinatti, Philadelphia, Baltimore und Newark, In dieſen Lichtſpielhäuſern kommen ausſchließlich Ufa⸗Filme zur Vorführung. „ 8 2 Reri Von Guſti Schidlof N Wie berichtet wird, iſt die Heldin des Murnan⸗ Tonfilms„Tabu“, deſſen Mannheimer Erft aufführung im„Univerſum“⸗ Theater in Kürze ſtattfindet, in Newyork eingetroffen, um in der nächſten Ziegfield⸗Revue aufzutreten. Kleines Südſeemädchen, was haſt du getan? Deine Tage waren Glück und Sonne. Das Meer, blau und endlos, breitete ſich vor deinen glänzenden Augen aus. Alles war hell und ohne Schwere. Du wandeſt dir Blumen ins Haar. Wenn dich die Luſt trieb, wurdeſt du zur Nixe, und dein ſchlanker feſteß, Mädchenkörper tauchte ſelig in den befreundelen Ozean. kleine Reri, du warſt die Schönſte auf jener fers nen Inſel, deren melodiſcher Name Bo ra⸗ Borg in winzigen Buchſtaben auf den bunten Landkgeteg des Stillen Ozeans eingedruckt iſt. Ein ſtecknadel⸗ großer Punkt auf den Landkarten iſt deine Heimal, Hier wußteſt du nichts von Eiſenbahnen und Autos, Steuern und Arbeitsloſigkeit, von Theatern und Kinos. Du hatteſt beim Miſſionar ein wenig ſchreiben und leſen gelernt, und du konnteſt dich auch fransöſiſch verſtändigen, denn der ſtecknadelgroße Punkt auf del Landkarten unterſteht franzöſiſcher Oberhoheit. Was kümmerte es dich? Du wohnteſt im Paradies, Arbeit 1 war Spiel, Liebe war kummerlos, Schlaf und Eſſeu, Tanz und Muſtk— dein Leben war überreich. Bis eines Tages Fremde auf die Inſel Bora⸗ Bora kamen. Deine Freunde und du erwieſen ihnen Gaſtfreundſchaft. Nach und nach erfuhret ihr, was ſie zu euch geführt hatte. Sie waren nach Tahiti gekom⸗ men, um einen Film zu drehen, und nun fuhren ſie nn ihrer Jacht ſeit Monaten auf dem Meere herum, leb ten an den verſchiedenen Inſeln an und ſuchten nach Schauſpielern für dieſen Film. Sie hießen Mur na und Flaherty. Du wußteſt nicht, was Film iſt. Du wußteſt nch, was Schauspieler ſind. Wozu auch? Ihr erzähle euch vielleicht manchmal von einer Märchenſtadt, die Papeete heißt, auf der großen Inſel Tahlti liegt und in der man wunderbare und ſeltſame Dinge ſehen könne. Aber du empfandeſt kein Verlangen, dieſe Stadt zu ſehen. Du hätteſt zweieinhalb Tage mit 5 Schiff fahren müſſen, um nach Papeete zu 1 das in Wirklichkeit ein Städtchen von dee Einwohnern iſt und mit einer Ziviliſation geſegne, die dir glücklicherweiſe fremd war. 1 Es kam ein großer Tag in deinem Leben. Die fremden Männer ſuchten unter euch Mädchen. ſchönſte aus. Du, kleine Reri, wurdeſt die Schü l! heitskönigin von Bora⸗Bo ra, und ſiher⸗ lich warſt du ſtolz über dieſe Ehre. Dann lernteſt 13 was Filmen heißt und daß es eine Kamera gibt, u der du lächeln und weinen, tanzen und leiden mußte Einer deiner Spielgefährten, Matahi, ſchön und 0 wie ein junger Gott, wurde dein Geliebter für du Spiel, das die fremden Männer ſich ausgedacht gan und in dem auch viele deiner anderen Freunde mf ſpielten. Die Männer blieben ein Jahr bei euch. 5 Als ſie mit ihrer Arbeit fertig waren, wußten 1 daß ſie einen Film gedreht hatten, der eine aa ephonie der Schönheit geworden war. Die 1 Männer verließen eure Inſel. Sie waren ſicher, 15 du dieſen Film niemals ſehen würdeſt, daß dein 1 les, unbewußtes und einfaches Daſein ſeinen glei mäßigen Gang weitergehen würde. Sie glaubten, 5 du, die Heldin des Films„Tabu“, ſchnell de geſſen würdeſt, was geweſen war und was du di leicht kaum begriffen hatteſt.. lies Es iſt anders gekommen. Du haſt dein ſe 0 Eiland verlaſſen und bist fortgereiſt, weit fort i fremdes Land, in eine Stadt mit himmelhohen, 5 1 ſern, wo es Theater, Kino, Hunger, Sorge, 1 75 gibt. Du wirſt vor vielen Fremden kanzen und 10 gen, ſie werden dir zujubeln, dich verwöhnen und de unglücklich machen. 8 Verantwortlich: Dr. Stef a n Kayſer dh 2 i Kleines Südſeemädchen, was haſt du getan? 75 —.. ̃—.vwbe;p ̃7˖˙•ẽ˙•¾‚ fi schwer heiler — 4 pla⸗ pro⸗ eben ilm⸗ die len. des⸗ t ſich nen⸗ len ſechs Agb, hark. ßlich rnau⸗ 5 f ſt⸗ er in m in teer, nden Du Luſt eſteß, ten fers ora zeten adel⸗ mal, utos, und ben öſiſch den Was beit Fſſen, zora⸗ hnen 8 ſie kom⸗ ſie in leg⸗ nach nan nlcht, hltet „„die und ſehen diese dem igen, ſſend guet, Die die ön⸗ icher⸗ ſt d, „bor tet fink g das atten mit⸗ n ſie, Sym mden daß hel leich⸗ 1 daß vek⸗ viel⸗ liges n ein Hä 'oheit 0 iin 0 dich — N Donnerstag, 19. November 1931 . Aus Baden Staatliche Perſonal veränderungen Kraft Geſetzestrittin den dauernden Ruheſtand: Rektor Otto Falk in Weinheim; Oberlehrer Karl Glatt in Müllheim und Haupt⸗ lehrer Max Roſt in Kehl. Wieder eine Bahnſchranke durchrannt * Waghäuſel, 19. Nov. Ein Motorradfahrer aus Kirrlach durchfuhr vorgeſtern nachmittag in ſchärfſtem Tempo die Bahnſchranke in dem Augenblick, als ge⸗ nde ein Güterzug die Strecke paſſtert hatte. Durch den heftigen Anprall ſchnellte die Schranke in le Höhe. Dem an der Kurbel ſtehenden Bahnwärter Hoffmann drang der D rehh eb el ind den Leib. Der ſcwerverletzte Beamte wurde ins Karlsruher Kran⸗ kenhaus verbracht. Der Motorradfahrer kam mit heiler Haut davon. Ein Einbrecher auf dem Heuſchober entdeckt * Unterharmersbach, 18. Nov. Am Dienstag wurde bei Wacker zum„Grünen Hof“ ein Ein⸗ brecher erwiſcht, der während des Dreſchens in der Wirtſchaft und in der Wohnung Geld und Nah⸗ kungsmittel geſtohlen hatte. Der Verbrecher, ſeinem Ausſehen nach ein beſſerer Mann im Alter von 92 Jahren, der aus der Gegend von Mannheim ſtammen will, wurde verhaftet. 2 4 de Großer Genoſſenſchaftsprozeß * Freiburg i. Br., 19. Nov. Die Vorgänge, die zum Konkurs der Spar⸗ und Darlehenskaſſe Lehen⸗ Betzenhauſen geführt haben, werden ihre ſtrafgericht⸗ liche Erledigung vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Freiburg finden. Der Prozeß der mindeſtens eine Woche in Anſpruch nehmen wird, wird vorausſichtlich Anfang nächſten Jahres zur Durchführung kommen. * U Hemsbach(bei Weinheim), 19. Noy. In einer zur Zeit hier ſchwebenden Strafunterſuchung wegen Abtreibung ſind Verhaftungen erfolgt. Dieſe Angelegenheit, in die mehrere Perſonen verwickelt ſind, erregt hier großes Aufſehen. Heidelberg, 19. Nov. Rektor Prof. Dr. Erd⸗ mannsdörfer hat die Deutſche Studentenſchaft ge⸗ beten, von einem ihm zur Rektoratsübernahme geplanten Fackelzug in Anbetracht der ſchweren wirtſchaftlichen Zeitlage Abſtand zu nehmen. Die orporationen werden dafür bei der feierlichen Rek⸗ oratsübergabe chargieren. * Malſch bei Wiesloch, 19. Nov. Auf einem hier am letzten Sonntag abgehaltenen Tanzvergnügen ſpielte ein junger Mann aus Karlsruhe mit dem Revolver. Dabei entlud ſich die Waffe und eine Kugel drang in das Bein eines neben ihm ſitzenden Mährigen Mädchens aus Mingolsheim. Die Kugel durchſchlug den Knochen und drang noch in das andere Bein ein. Karlsruhe, 19. Nov. Der Hauptgewinn der , Freiburger Münſterbau⸗Geldlotterie von 5000 Mk. fiel auf die Nummer 59 726 und wurde durch das bekannte Lotteriegeſchäft Eberhard Fetzer, Neue Mannheimer Ze itung/ 2 7. Seite/ Nummer 538 Gemeinderatsſitzu Y Schwetzingen, 18. Nov. Aus der jüngſten Gemeinderats ſi tzung iſt zu berichten: Zum Ausgleich des im Nachtrag zum H aus haltsplan für das Rechnungsjahr 1931 er⸗ mittelten, durch Einſparungen nicht mehr ausg baren Fehlbetrags iſt Erhöhun g der Bürger⸗ einer Get ränkeſteuer vom 1. 12. 1931 ab in Höhe von 10 v. O. des Kleinhandelspreiſes unumgänglich Der Gemeinderat ſtimmte dem vorgelegten Hau haltsnachtrag in ſeinen einzelnen Poſitionen zu mit der Einſchränkung, daß er die darin vorgeſehene Er⸗ höhung der Bürgerſteuer und die Getränkeſteuer a b⸗ lehnt. Gegen die auf Grund der Beſtimmungen der Badiſchen Haushaltsnotverordnung vom 9. 10.31 hier⸗ nach erforderlich gewordenen Anordnungen erhob der Gemeinderat Einſpruch Weiter nahm der Gemeinderat Kenntnis der Mitteilung des Bezirksamts Mannheim über Herabſetzung der Richt⸗ und Einkom⸗ mensſätze für die Armenfürſorge(einſchl. Wohlfahrtsunterſtützungsempfänger) durch den Lan⸗ deskommiffär in Me eim. Wegen der Höhe der Richtſätze ſoll durch e Sonderkommiſſion des Ge⸗ meinderats beim Landeskommiſſär Vorſtellung er⸗ hoben werden. Ferner werden die Mitteilungen des Bezirksfürſorgeverbandes Mannheim⸗Land über Neufeſtſetzung der Richt⸗ und Einkommensſätze für die gehobene Fürſorge, des Bezirksfürſorgeverbau Mannheim⸗Land über Zuweiſung einer Reichshilfe von § Frankenthal, 19. Nov. Die an Landfriedensbruch grenzenden ſchweren Zuſammenſtöße, die ſich am 30. November 1930 in Edigheim ereigneten, kommen am morgigen Frei⸗ tag vor dem Großen Schöffengericht zur Verhand⸗ lung. Am Abend des betreffenden Tages waren eine Anzahl Nationalſozialiſten in einem Laſtauto von Dirmſtein, wo ſie an einer Verſammlung teilgenom⸗ men hatten, über Frankenthal nach Ludwigs⸗ hafen zurückgefahren. In Edigheim hielten ſie an, um einige Parteigenoſſen, die dort wohnten, abzu⸗ ſetzen. Hierbei kam es infolge von Zurufen aus den Reihen der Umſtehenden zu einem Zuſammenſtoß. Der vermeintliche Rufer wurde verfolgt. Zwiſchen ihm und ſeinen Verfolgern kam es dann zum Hand⸗ gemenge. Aus den in der Nähe liegenden Wirtſchaf⸗ ten und Häuſern kamen Leute hinzu. Es gab eine große Schlägerei, wobei zwei Nationalſozialiſten ſchwer verletzt ins Krankenhaus verbracht wer⸗ den mußten. Einer von ihnen ſoll in die Wirtſchaft Koch verſchleppt worden ſein. Die Nationalſozialiſten begaben ſich in dieſe Wirtſchaft, um ihren Kameraden herauszuholen. Die Wirtſchaft war jedoch verſchloſſen. Der angeblich Verſchleppte war vollſtändig bewußt⸗ los geſchlagen. Er wurde auf das Auto geladen und mitgenommen, Nachdem das Auto weggefahren war, richtete ſich die Wut der Menge gegen die noch auf der Straße Karlsruhe i.., verkauft. ſtehenden Edigheimer Nationalſozialiſten, die verfolgt ig in Schwehingen zur Erleichterung der Wohlfahrtslaſten und des Mi⸗ Innern über Zuweiſung einer Beihilfe aus dem Gemeindeausgleichsſtock zur Erleichterung der Wohlfahrtslaſten entgegengenommen.— Wegen verbilligter Abgabe von Braunkohlen⸗ briketts an in ſtädtiſcher Fürſorge ſtehende Bedürftige ſoll mit dem Ortshandel Vereinbarung getroffen werden.— Einem Antrag auf pachtweiſe Ueberlaſſung eines öffentlichen Platzes als Privatparkplatz konnte nicht entſprochen werden. Auf Martini 1931 pachtfrei gewordene ſtadteigene Grundſtücke wurden an die ſeitherigen Pächter zu der bisherigen Bedingungen und Pachtpreiſen auf wei⸗ tere neun Jahre verpachtet. Auf den gleichen Zeit⸗ punkt pachtfrei gewordene Allmendgrundſtücke(Schäl⸗ zig) wurden im Wege öffentlicher Verſteigerung ver⸗ geben.— Dem Wahlvorſchlag zur Neuwahl des Vor⸗ ſtandes der Badiſchen Vereinigung zur Bekämp⸗ fung der Schnakenplage wurde zugeſtimmt.— Für die Tanzveranſtaltungen aus der Kirchweihe wurde die Vergnügungsſteuer pauſchal feſtgeſetzt.— Es wurde feſtgeſtellt, daß on Stelle des wegen Weg⸗ zugs aus dem Bürgerausſchuß ausgeſchiedenen Ge⸗ meindeverordneten Georg Schellhammer und an Stelle des aus der Sozialdemokratiſchen Partei aus⸗ geſchiedenen Gemeindeverordoͤneten Jakob Schäfer als Erſatzmänner die der gleichen Vorſchlagsliſte(No. 2, Sozialdemokratiſche Partei) angehörenden nächſten Bewerber, Kupferſchmied Georg Dinkel und Haupt⸗ lehrer Heinrich Mosbacher, nachrücken. niſters des Die Edͤigheimer Zuſammenſtöße vor Gericht und mißhandelt wurden. Gleich darauf waren von Frankenthal in zwei Autos eine große Anzahl Na⸗ tionalſozialiſten eingetroffen, um ſich ihrer Kamera⸗ den anzunehmen. Sie ſtiegen vor der Wirtſchaft Fen⸗ zel aus und ſchickten die Autos zurück. Inzwiſchen hatte ſich eine große Menſchenmenge angeſammelt. In der Wirtſchaft kam es dann zu einer Schlägerei mit dem Erfolg, daß drei Nationalſozialiſten ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Polizei und Gendarmerie waren gleich zur Stelle, konnten aber gegen die Maſſe nicht viel ausrichten, ſo daß Schutzpolizei eingeſetzt werden mußte. In der Nacht wurde verſtärkter Patrouillendienſt ein⸗ gerichtet. Am nächſten und übernächſten Tag kam es zu Demonſtrationen, die aber zerſtreut wurden. Wegen dieſes Vorfalles haben ſich jetzt 16 An⸗ geklagte wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten. Die Verhandlung, zu der 35 Zeu⸗ gen geladen ſind, findet im großen Sitzungsſaal des Landgerichts ſtatt, weil die Räume des Amtsgerichts nicht ausreichen. Die Sitzung dürfte ſich über zwei Tage erſtrecken. * St. Ingbert, 18. Nov. Die 32jährige Ehefrau Eltſabeth Schaller von hier hatte einen ſogen. Pickel im Geſicht, den ſie öffnete. Dadurch trat eine ſtarke Blutvergiftung ein, die in ganz kurzer Zeit den Tod der Frau zur Folge hatte. Was hören wir? Freitag, 20. November Fraukfurt .15: Frühkonzert auf Schallplatten.— 12.05: Schall⸗ plattenkonzert.— 17.05: Konzert.— 18.40: Hegel. Zum 100. Todestag. Prof. Dr. Steinbüchel.— Weiteres Programm ſiehe Südfunk. Heilsberg .30: Turnſtunde für die Hausfrau.— 12.00: Blas muſik. 15.45: Kinderfunk.— 19. Trinklieder.— 20.00: Nächtliche Abenteuer. Hörſpiel.— 20.45: Langenberg .05: Morgenkonzert auf Schallplatten. 13.05: Ope⸗ rettenmuſik.— 15.50: Kinderſtunde.— 17.00: Veſperkonzert. — 20.00: Luſtiger Abend.— 22.05: Nachtmuſik.— 23.00: Konzert.. München 12.30: Unterhaltungskonzert.— 13.25: Unterhaltungs⸗ konzert.— 15.05: Stunde der Frau.— 16.20: Liederſtunde. — 16.50: Die Geſchichte oͤer neuzeitlichen Voltsſchule. G. Fikenſcher.— 17.20: Veſperkonzert.— 18.50: Gedanken zur Berufswahl. Der Einäugige.— 19.50: Sinſoniekorzert. 21.45: Gitarren⸗Muſik. Südfunk 10.00: Schallplattenkonzert.— 12.35: Anton Rubinſtein. — 13.30: Die Oper von heute abend. Anſchließend Marſch⸗ muſik.— 18.40: Was die Tropenheilkunde der deutſchen Forſchung verdankt.— 19.05: Geh. Rat Prof. Dr. van Val⸗ ker: Der Verſailler Vertrag und der Geiſt des Völker⸗ rechts.— 19.45: Sixt und Betting. Ein Muſtikerſchickſal aus der Goethe-Zeit.— 20.45: Deutſche Humoriſten. Adalbert v. Chamiſſo.— 21.30: Lebende Wiener Komponiſten. 22.50: Tanzmuſik.— 23.15: Sonaten⸗Stunde. Wien 11.30: Mittagskonzert.— 12.40: Jaſcha Heifetz. Schall⸗ platten.— 13.10: Bauernmuſik.— 15.25: Kinderſtunde.— 16.20: Frauenſtunde.— 17.00: Konzertſtunde. 19.402 Die Oba⸗Innviertler.— 20.35: Unterhaltungskonzert.— 22.20: Abendkonzert. Aus dem Ausland Beromünſter: 12.40: Konzert.— 20.00: Es Hochzytsäſſe uf em Land und allerlei drum ume. Volkstümliche Stunde. — 20.50: Im Dreiviertel⸗Takt.— 21.20: Ruſſiſche Muſik. Mailand: 19.20: Buntes Konzert.— 22.15: Kammer⸗ muſik. Prag: Deutſche Sendung: Kleiſt in Böhmen. Zu ſeinem 120. Todestag. Rom: 17.30: Konzert. Sottens: Alte und moderne Muſik für Klavier. Straßburg: 18.00 und 19.00: 20.45: Schallplattenkonzert. Flöte und Inſtrumentalkonzert. NMeckels Nudio- Abteilung O 3. 70(Kunststtssse) bilngt modefnste Aadliogerdife: Telefunken, Slemens, Saba, Sachsenwefk, Hende Fachmänn Bedlenung- Elgene Reperetutwerkstötte Nen veilenge kostenlosen Verttetetbesuch 8 Chefredakteur: K. Fiſcher Verantwortlich für Politik: H. A. Meißner ⸗ Feuilleton: Dr. Stefan Kayſer Kommunalpolitik und Lokales: Rſchard Schönfelder Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil: Franz Kir cher Sport und Vermiſchtes: Willy Müller- Handelsteil: Kurt Ehmer Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlſch in Mannheim- Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim R 1,—6 Für unverlangte Beitrüge keine Gewähr-Rückſendung nur bet Rückporto Amtliche Bekanntmachungen Biehzählung am 1. Dezember 1931. Am 1. Dezember[fd. J. findet eine Zählung der Beſtände an Rindvieh, Schafen, Schweinen und Ziegen etc. ſtatt. Wir machen darauf aufmerkſam, daß die Be⸗ ſther zur Auskunftserteilung verpflichtet find. Del vorſätzlicher oder fahrläſſiger Verletzung der * Auskunftspflicht iſt empfindliche Beſtrafung an⸗ ebroht; auch können vorſätzlich verſchwiegene Tiere im Urteil für den Staat verfallen erklärt werden. 9 Mannheim, den 14. November 191. Bad. Bezirksamt— Abt. IV. Die Gewährung von Entſchädigungen bel Seuchenverluſten. Wir machen darauf aufmerkſam, daß Pferde⸗ beſtzer, die bei Seuchenverluſten im Laufe des nächten Jahres eine höhere Entſchädigung als Reichsmark beanſpruchen wollen, ihre Fferde im Auſchluß an die am 1. 12. 1991 ſtatt⸗ liudende Viehzählung bei dem Bezirksamt, in beſſen Dienſtbezirk die Pferde eingeſtellt ſind, aumelden müſſen. Pferde, die im Laufe des Jahres eingeſtellt werden, ſind binnen 14 Tagen nach der Einſtellung anzumelden. Die Anmeldung iſt ſchriftlich in doppelter den gung einzureſchen. Sie hat zu enthalten: . und Wohnort des Pferdebeſitzers, Alter, Rare, Farbe, Abzeichen, Größe, Raſſe, Ge⸗ auchsart und Wert des Pferdes, ſowie das alum der Anmeldung. annheim, den 14. November 1931. Bad. Bezirksamt— Abt. IV. Die Bekämpfung der Maul⸗ und Klauenſeuche. diä Gehöft des Landwirts Johann Höhl in 91 ußheim, Ludwigſtraße 4, iſt die Maul⸗ und alenſeuche ausgebrochen. Die Ludwigſtraße zwiſchen Schul- und Peter⸗ aße bildet einen Sperrbezirk. 5915 Gemeinde Altlußheim iſt Beobachtungs⸗ All den Umkreis von 15 km vom Seuchenort 0 1 80 entfernt(8 168 der Ausführungs⸗ i zum Reichsviehſeuchengeſetz) fallen che Gemeinden in dieſer Umgebung. 9 kannheim, den 18. November 1931. Bad. Bezirksamt— Abt. IV. Die Bekämpfung der Maul⸗ und Klauenſeuche. 1 15 Gehöft des Landwirts Adolf Bachmayer 001 ersheim, Mannheimerſtraße 32, iſt die 85 und Klauenſeuche ausgebrochen. perrbezirk iſt das Gehöft. eobachtungsgebtet die Gemeinde Oftersheim. 9 Umkreis von 15 km vom Seuchenort vrch heim entfernt(8 168 der Ausführungs⸗ milie a zum Reichsviehſeuchengeſetz) fallen che Gemeinden in dieſer Umgebung. kannhei m, den 18. November 1931. — n SBazirksamt— Abl. IV. 4 Die Bekämpfung der Maul⸗ und Klauenſeuche. daganeböft des Landwirts Jakob Keller II 1 arhauſen, Friedrich⸗Ebertſtraße 225. iſt 2 5 und Klauenſeuche ausgebrochen. Be begeht bildet einen Sperrbezirk. 1 0 achtungsgebiet iſt die Gemeinde Neckar⸗ u den Umkreis von 15 km vom Seuchenort N deen entfernt(§ 168 der Ausführungs⸗ inline zum Reichs viehſeuchengeſetzl fallen iche Gemeinden in dieſer Umgebung, annheim, den 18. November 1981. Bad. Bezircsamt— Abt. IV. in die 9 eine Par ie Zigarren, Haudelsregiſtereinträge vom 18. November 1931: Süddeutſcher Verſichertenſchutz, Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Karl Frei iſt nicht mehr Geſchäftsführer. Gebr. Haldy, Kohlenhandelsgeſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim, Zweignieder⸗ laſſung, Hauptſitz: Frankfurt a. M. Die Einzel⸗ prokura des Kaufmanns Wilhelm Emmermann in Frankfurt a. M. iſt in eine Geſamtprokura umgewandelt derart, daß er die Geſellſchaft ge⸗ meinſchaftlich mit einem Geſchäftsführer oder mit einem anderen Prokuriſten zu vertreten berechtigt iſt. Der§ 5 des Geſellſchaftsvertrags wurde durch Geſellſchafterbeſchluß vom 21. Auguſt 1931 abgeändert und neugefaßt wie folgt: Der Kaufmann Wilhelm Schürmann, der Kaufmann Fritz Kleynmans, der Kaufmann Emil Strom⸗ menger, ſämtliche in Duisburg ⸗ Ruhrort, und der Kaufmann Julius Gottlieb in Frankfurt a. Main ſind Geſchäftsführer der Geſellſchaft. Jeder von ihnen iſt befugt, die Geſellſchaft ge⸗ meinſchaftlich mit einem anderen Geſchäſtsführer oder gemeinſchaftlich mit einem Prokuriſten zu auf Friedel Paulſen, ledig in Mannheim⸗Feu⸗ denheim übergegangen, die es unter der bis⸗ herigen Firma weiterführt. Max Paulſen, Kauf⸗ mann in Mannheim iſt als Prokuriſt beſtellt. Rheiniſche Treuhand ⸗Geſellſchaft Aktien⸗ geſellſchaft, Mannheim. Die Prokura des Dr. Hermann Schulz iſt erloſchen. Moritz Steiner jr., Mannheim, Die Firma Reviſions⸗ und Treuhand⸗ iſt erloſchen. Rudolf Stober, geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Das Stammkapital iſt gemäß dem Beſchluſſe der Geſellſchafterverſammlung vom 17. November 1931 um 45 000.“ erhöht worden und beträgt jetzt 50 000 R. J. Der Geſellſchaftsvertrag iſt durch Beſchluß der Geſellſchafterverſammlung vom 17. November 1931 geändert in den 88 4 (Zuſatz, entſprechend der Kapitalerhöhung), 5, durch Streichung von Abſatz 3, ferner durch Streichung des 8 6 und Umnumerierung der nächſtfolgenden Beſtimmungen auf eine je um eins verminderte Ziffer, in 88 7, 8, 10, 11— früher 8, 9, 11 und 12— gleichfalls geändert und ſchließlich durch einen neuen§ 12 ergänzt, alles entſprechend der eingereichten Niederſchrift, auf welche Bezug genommen wird. Diplom⸗ Kaufmann Bruno Rappmann in Mannheim iſt 9 zum weiteren Geſchäftsführer beſtellt. Hut⸗Weber& Cie., Geſellſchaft mit beſchränk⸗ ter Haftung, Mannheim. Rudolf Knecht iſt nicht mehr Geſchäftsführer. 103/04 Bad. Amtsgericht F. G. 4 Mannheim. Zwangs- Versteigerung Freitag, den 20. 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