Steuer. ch zu. Tagen u auz⸗ ei der 1 1031 Aende⸗ ſtandes am 10. halt in r 1981 rte für wollen ſtſtelle, zaldhof otlſchen neinde⸗ Dienſt⸗ er 1081 in der er An⸗ ſtandes emp⸗ rungs⸗ er um⸗ rungen en zu⸗ er, wie r Wer⸗ Steuer⸗ mzamt, 8 beim rechts ⸗ Secken⸗ Mann⸗ 10 1. ſter. 3 4 ee gezugspreiſe: Durch Träger frei Haus monatlich RM..—, in unseren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..50, durch die Poſt RM..— Waldhofſtraße 6, gronprinzenſtraße 42, Schwetzingerſtraße 19/20, Meerfeldſtraße 13, 7 chen. Dagegen auzüglic Zuſtellgebühr. Abholſtellen: 10 Friebrichſtraße 4, Fe Hauptſtraße 63, W Oppauer Straße 8, Erſcheinungsweiſe wöchentlich 12 mal. 86 Luiſenſtraße.ñ— Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Pf. 8 Anzeigenpreiſe: Im Anzeigenteil RM.—.40 die 32 mm breite Colonelzeile; im Reklameteil RM..— die 79 mm breite Zeile. 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Herr Roſenberg, den man hier als Hitlers Kandida⸗ leu für das Auswärtige Amt k betrachtet, iſt be⸗ ſtrebt, mit führenden engliſchen Politikern Fühlung zu nehmen und ihre Stellungnahme zu den allgemei⸗ gen Pläuen der Nationalſozialiſten zu ſondieren. Er itt bereits mit einigen einflußreichen Bankiers zuſam⸗ mengekommen und hat auch Gelegenheit gehabt, mit könſervativen Abgeordneten des Unterhauſes zu ſpre⸗ haben ſich die Miniſter, die Herr Rosenberg ganz beſonders zu ſprechen wünſchte, nicht hereit erklärt, ihn zu empfangen. Namentlich Herr Baldwin findet es unvereinbar mit den Beziehun⸗ gen zu der gegenwärtigen deutſchen Regierung, daß er einen Emiſſär der Oppoſition empfängt. So hat Hitlers Botſchafter nur auf Umwegen den leitenden engliſchen Kreiſen die eigenartigen Gedankengänge zur Kenntnis bringen können, die er ſich zur Löſung der Reparations⸗ und Kreditfrage ausgedacht hat. Offenbar denkt er daran, den Engländern eine günſtigere Liquidation der kurzfriſtigen Kre⸗ dite zu verſprechen als ſie Frankreich zulaſſen will, wenn England als Gegenleiſtung ſich verpflichtet, den deutſchen Standpunkt in der Reparationsfrage zu unterſtützen. Es iſt zu hoffen, daß die engliſchen Kreiſe, aus benen dieſe Informationen über Hitlers erſte außenpoltitiſche Aktionspläne kommen, nur unvollſtändig unterrichtet ſind. Es wäre denn doch allzu kindlich, wenn die Partei, die nach der Führung der deutſchen Staatsgeſchäfte ſtrebt, glau⸗ ben ſollte, daß man heute noch England gegen „Frankreich ausſpielen kann. Zehn Jahre bilterer Erfahrungen haben Regierungen zu der Einſicht geführt, Verſuche immer zu unſerem eigenen Schaden ausgehen, weil England mit tau⸗ ſend Intereſſen ſeines Weltreiches an Frankreich wechſelnde deutſche daß ſolche gebunden iſt. Schwankungen der Volksſtimmung gegenüber Frankreich ändern daran nichts. Wenn die Nationalſozialiſten ſich wirklich in der Hoff⸗ nung wiegen, daß England für ein paar Silber⸗ linge und ſollte es auch für den ganzen reſtlichen Juhalt der beinahe leeren deutſchen Kaſſen ſein, ſeine vorſichtig ausgewogenen Bindungen an die ranzöſiſche Politik aufgeben werde, dann kann man nur wünſchen, daß ſich Herr Roſenberg ſehr lange und gründlich in England umſchaut. Sieht man don ſolchen Primanerplänen ab, ſo iſt ohne weiteres klar, wie ſich England zu einem Eintritt der Nationalſozialiſten in die Regierung ſtellen würde. Das einzig und allein maßgebende Moment iſt für England die Auswirkung auf die franzöſiſche Oeffent⸗ lichkeit. Gelingt es den deutſchen und franzöſiſchen Perſön⸗ lichkeiten, die zur Zeit eifrig an der Vorbereitung des Terrains arbeiten, den Chock in Frankreich ab⸗ zudämpfen, ſo wird auch England den Gleichmut be⸗ wahren. Das Hauptbedenken engliſcher Kreiſe gegen eine ganze oder teilweiſe Naziregierung iſt über⸗ haupt nicht politiſcher, ſondern adminiſtrativer Art. Man fürchtet die Wirkung des Eintritts unerfahre⸗ ner Leute in die Regierung. Wenn es gelingt, durch Koalition en dieſe Bedenken zum Teil zu zer⸗ treuen, beiſpielsweiſe durch Beibehaltung Brü⸗ nings, dann könnte man damit rechnen, daß Eng⸗ lund die Wendung zwar kühl, aber im ganzen ge⸗ laſen aufnimmt. Roſenbergs Gegenſpieler in Frankreich V Paris, 4. Dezember. Der bekannte Hetzapoſtel der franzöſiſchen Kam⸗ Mer, der Deputierte Franklin Bouillon, nahm heſtern auf einem Bankett der radikal⸗unioniſtiſchen öderation zu den wichtigſten außenpolitiſchen Pro⸗ blemen Stellung. Er zeichnete die drohenden Schwie⸗ ugkeiten Frankreichs und verlangte von der Regie⸗ rung, die Politik der Verneinung durch die Poli⸗ lik der Tat zu erſetzen. Zur Ueberwindung der Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 4. Dez. Das Reichskabinett hat ſeine Beratungen über das Wirtſchaftsprogramm am Nachmittag fortgeſetzt. Grundſätzlich hält der Kanzler daran feſt, daß die Notverordnung am Samstag fertig ge⸗ ſtellt werden ſoll. Aber auch, wenn das gelingt, dürfte die Unterzeichnung durch den Reichspräſiden⸗ ten vorausſichtlich erſt am Montag erfolgen, ſo daß die Veröffentlichung des ſehr umfangreichen Dekrets an dieſem Tage oder vielleicht auch erſt am Dienstag morgen zu erwarten iſt. Man rechnet indes mit der Möglichkeit, daß der Reichskanzler noch vorher Gelegenheit nehmen wird, die Beweggründe darzulegen, von denen ſich die Regierung bei ihren zahlreichen und ſehr ein⸗ ſchneidenden Maßnahmen zur Feſtigung des Haus⸗ halts und zur Sanierung der Wirtſchaft hat leiten laſſen. Reichsfinanzminiſter Dietrich, der ur⸗ ſprünglich am Samstag in Frankfurt a. M. vor einer ſtaatsparteilichen Verſammlung ſprechen wollte, hat dieſe Abſicht aufgeben müſſen, da ſeine Anweſen⸗ heit bei den ſehr wichtigen Schlußberatungen des Ka⸗ binetts erforderlich iſt. Wann die ſozialdemokratiſchen Führer die angekündigte Ausſprache mit dem Kanzler haben werden, ſteht noch dahin. Es iſt aber wahrſcheinlich, daß der Empfang noch vor dem Erlaß der Notver⸗ ordnung ſtattfindet, da die Regierung ſich offenbar gegen etwaige Ueberraſchungen von der ſozial⸗ demokratiſchen Seite her ſichern will. Die Behauptung, daß der frühere Miniſter von Batocki zum Reichskommiſſar für die Preis⸗ ſenkung auserſehen ſei, erweiſt ſich als unrichtig. Ebenſowenig iſt an eine Kandidatur des ehemaligen deutſchnationalen Reichstagsabg. und jetzigen Mit⸗ glieds der deutſch⸗franzöſiſchen Wirtſchaftskommiſſion, Lejeune⸗Jung, gedacht worden. Die neue Notverordnung wird, wie die „D. A..“ mitteilt, auch das von dem Reichs⸗ innenminiſter angekündigte Geſetz gegen die Staatsverleumder enthalten. Der Entwurf iſt in gemeinſamer Arbeit vom Reichs⸗ wehr⸗ und Reichsinnenminiſterium bereits fertig⸗ geſtellt worden. Zur Zeit iſt das Juſtizminiſterium noch mit der Prüfung der Frage beſchäftigt, ob der Entwurf nach den Beſtimmungen der Reichsverfaf⸗ ſung durch Notverordnung dekretiert werden kann. Das Geſetz ſoll die Lücke ausfüllen, die bei den Landesverratsparagraphen des alten Strafgeſetz⸗ buches offen geblieben iſt. Es wird ſich in erſter Linie gegen zwei Kategorien von ſtaatsſchädlichen Handlungen richten, nämlich gegen die bewußten Fälſchungen wie gegen die propagandiſtiſche Auswertung ver⸗ ratener Geheimniſſe. Bei der erſten Ka⸗ tegorie iſt vor allem an die zahlloſen, in der Haupt⸗ ſache gewiſſen pazifiſtiſchen Kreiſen entſtammenden bös willigen Erfindungen über deutſche geheime Rüſtungen gedacht. Die Vorkehrungen gegen die zweite Kategorie ſollen die heute übliche Praxis bekämpfen, irgnöwelche Tatſachen, die im Inland nicht verbreitet werden dürfen, an ein ausländi⸗ ſches Blatt zu liefern und ſie von dort unter Zitat nach Deutſchland zurücktelegraphieren zu laſſen. Die„Berliner Börſen Zeitung“ will wiſſen, daß der Plan der Wiedereinführung der Kapitalertrag⸗ ſteuer nach dem einhelligen Proteſt weiter und maß⸗ gebender Wirtſchaftskreiſe aufgegeben worden iſt. Die Reichsregierung beabſichtige vielmehr, eine Kom⸗ promißlöſung durchzuführen, die eine Zinskür⸗ zung und eine beſondere Zinsausgleichsſteuer der Schuldner vorſieht. Wir möchten auch dieſen Plan, der in kaum ver⸗ ſchleierter Form den alten Gedanken einer Zwangskonvertierung aufgreift, für höchſt bedenklich halten. Gegen die Wiedereinführung der Kapitalertrgsſteuer hat jetzt übrigens auch der Sondersausſchuß der Hypothekenbanken beim Zen⸗ tralverband des deutſchen Bank⸗ und Bankier⸗ gewerbes in einer Eingabe an die Reichsregierung proteſtiert. Lohnſenkung nicht ohne Preisſenkung — Berlin, 3. Dez. Das Kabinett hat im Laufe des Nachmittags und Abends die Beratungen über die Notverord⸗ nung fortgeſetzt.— In einer Betrachtung über zu erwartende wirtſchaftspolitiſche Maßnahmen führt die „Germania“ u. a. aus: „Die im Intereſſe der Abſatzfähigkeit der deutſchen Wirtſchaft notwendigen Preisſenkungen erfordern ſelbſtverſtändlich auch eine neue Senkung der Löhne. In den letzten Tagen iſt ſehr viel die Priorität der einen oder der anderen Maßnahme erörtert worden. Praktiſch geſehen ſind die Senkung der Preiſe und die Senkung der Löhne auf das allerengſte miteinander verknüpft. Das eine iſt ohne das andere nicht durch⸗ zuführen, ſodaß eine annähernde Gleichzeitigkeit der beiden Maßnahmen wohl kaum zu vermeiden iſt. Sachlich kommt es allerdings im höchſten Grade darauf an,— das wird auch für die Regierung der leitende Gedanke ſein— daß der Reallohn in ſeiner gegenwärtigen Höhe erhalten bleibt.“ FPPPCPCCCCCCCCCCCCTCCbTCbCbCbFbCbPbGbCbTbTbGTGTGTbTGTbTbTbTbTbTbTbTVTbTGTbTVTVTUTbVbTbVbVbVbVbVPVUVUVUVUVVVVVVVVVVVUUUUUVUVUuUuVuUuWWW1W1W1W1W1WT————————WWWWWWW Kriſe müſſe Frankreich wie im Jahre 1914 ſich wie⸗ der zur Politik der nationalen Union bekennen. Das allein würde Frankreich die Stimmung der Welt zurückgeben und die internationalen Friedens⸗ ſtörer und Unruheſtifter entmutigen. An Deutſch⸗ kamd erteilt Franklin Bouillon den Rat, ſich ſeiner Privatſchulden im Laufe der nächſten 10 oder 15 Jahren durch Schaffung einer Amortiſationskaſſe zu entledigen, die durch die Eingänge aus Zöllen und Tabakſteuermitteln zu garantieren wäre. Für den Fall, daß die Anhänger Hitlers in der Zukunft an die Regierung kämen und die vertraglichen deutſchen Verpflichtungen ver⸗ 5 letzten, ſchlägt Franklin Bouillon eine Handels⸗ allianz zwiſchen Frankreich, Amerika und England vor, um alle deutſchen Induſtrie⸗ produkte durch einen 100prozentigen Ein⸗ fuhrzoll in dieſen drei Ländern zu be⸗ laſten. Frankreichs Aufregung wegen Englands neuer zollpolitik Drahtung unſeres Parier Vertreters V Paris, 4. Dez. Nach einer erneuten Demar che, die der fran⸗ zöſiſche Botſchafter in London am Mitt⸗ woch beim engliſchen Außen miniſterium unternahm, um Aufklärung über die von der engli⸗ ſchen Regierung im Unterhaus vertretene neue Han⸗ dels politik zu unterhalten, iſt die Stimmung in den Pariſer Regierungskreiſen nicht gerade beſonders zuverſichtlich. Bekanntlich hatte Major Col ville, der engliſche Parlamentsſekretär, in der Abteilung für Überſeehandel, einem Unterhausmitglied auf An⸗ frage geantwortet, 5. daß die britiſche Regierung mit keiner frem⸗ den Macht ein Abkommen ſchließen würde, das die neue engliſche Zollſchutzgeſetzgebung gegen anormale Einfuhr beeinträchtigen könnte. In Paris liegen Meldungen aus London vor, daß man in der engliſchen Hauptſtadt nach den Erkla⸗ rungen Colvilles mit der Möglichkeit rechnete, die Franzoſen würden ihre Abſicht, mit England direkte Wirtſchaftsverhandlungen zu eröffnen, aufgeben. Auf franzöſiſcher Seite werden derartige engliſche Kombinationen energiſch zurückgewieſen. Man ſieht in ihnen i einen politiſchen Schachzug, um im Falle eines engliſch⸗franzöſiſchen Zollkrieges die Verantwortung auf Frankreich abzuwälzen. Ausdrücklich wird in Paris erklärt, daß die franzö⸗ ſiſchen Unterhändler unter Führung Elbels, des Direktors für Handelsverträge im Handelsminiſte⸗ rium, zur Abreiſe nach London bereit ſeien. Der Delegation gehören noch Vertreter verſchiedener anderer Miniſterien an. In gut unterrichteten Kreiſen verlautet, daß die Antwort der engliſchen Regierung auf die verſchie⸗ denen Demarchen des franzöſiſchen Botſchafters in London, de Fleuriot, geſtern durch den franzö⸗ ſiſchen Handelsattache in London nach Paris über⸗ bracht wurde. Der Attaché erſtattete noch in den ſpäten Nachmittagsſtunden dem franzöſiſchen Han⸗ delsminiſter Rollin ausführlich Bericht. Die zur Stunde in Paris herrſchende Auffaſſung über die Ausſichten der engliſch⸗franzöſiſchen Beſpre⸗ chungen laſſen ſich dahin zuſammenfaſſen, daß nach den letzten Unterhauserklärungen der engliſchen Re⸗ gierung kaum weſentliche Abänderungen der eng⸗ liſchen Zollbeſchlüſſe zu erhoffen ſind. Aufgabe der franzöſiſchen Delegierten ſoll vor allen Dingen ſein, den Engländern die ſtarken Rückwirkungen ihrer Maßnahmen auf Frankreich vor Augen zu führen und ſie auf die franzöſiſche Gegen⸗ aktion aufmerkſam zu machen. Ferner wird vorausſichtlich der geplante engliſche Generaltarif bei den Verhandlungen zur Sprache kommen. Am Donnerstag nachmittag fand unter dem Vorſitz des Handelsminiſters Rollin im Han⸗ delsminiſterium eine letzte Ausſprache ſtatt, um die Verhandlungsgegenſtände endgültig feſtzulegen. Die franzöſiſchen Fachblätter warnen die ein⸗ heimiſchen Induſtriekreiſe, zu große Hoffnungen auf die Wirkungen etwaiger franzöſi⸗ ſcher Gegenmaßnahmen zu ſetzen. So erklärt die „Journce induſtrielle“:„Andere Induſtrielle wür⸗ den die Auswirkungen der engliſchen Kampagne „Kauft engliſche Waren“ nur noch ſtärker zu ſpüren bekommen, ohne daß ihnen eine verſchärfte franzöſiſche Schutzzollgeſetzgebung weſentliche Vor⸗ teile brächte.“ Das franzöſiſche Handels min iſteriu m hat auf Anregung verſchiedener Wirtſchaftsverbände beſchloſſen, einen Propagandafel dzug für die franzöſiſche Produktion zu er⸗ öffnen. Prälat Kaas in Rom E Berlin, 4. Dezember. Wie das„Berliner Tageblatt“ behauptet, befindet ſich der Zeutrumsführer Prälat Dr. Kaas ſeit einigen Tagen in Rom. Wir hatten bereits vor längerer Zeit angekündigt, daß Dr. Kaas eine ſolche Reiſe plane, und die Vermutung liegt nahe, daß er bei der Gelegenheit mit dem Vatikan über die politiſchen Jolgen ſprechen wird, die ſich aus einer Beteiligung der Natfional⸗ ſozialiſten an der Reichsregierung er⸗ geben könnten. Beſtechungs Skandal im deutſchen Rußlandgeſchäft Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 4. Dezember. Ein höchſt eigenartiges Licht auf die Geſchäfts⸗ gebarung der ſowjetruſſiſchen Handels⸗ vertretung in Berlin bei den großen Indu⸗ ſtrieaufträgen wird durch eine Verhandlung gewor⸗ fen, die am Donnerstag vor einem Berliner Schöf⸗ fengericht ſtattfand. Der Kaufmann Sieberg, ein Schwager des weſtdeutſchen Induſtriellen Otto Wolff, war vom Finanzamt wegen Steuer⸗ hinter ziehung in eine Geldſtrafe von 270 000/ genommen worden und hatte dagegen Einſpruch ein⸗ gelegt. Vor Gericht behauptete Sieberg angeblich hinterzogenen Gelder der Eiſenhandels⸗ firma Otto Wolff, Köln, zu Beſtechungs⸗ z wecken im Rußlandgeſchäft gedient hätten. Er hätte als Prokuriſt der Firma den Auf⸗ trag erhalten, ſich bei der ſowjetruſſiſchen Handels⸗ vertretung um Aufträge zu bemühen. Das ſei unter einem Decknamen geſchehen, da Otto Wolff ſelbſt nicht für die Rußlandgeſchäfte zugelaſſen worden ſei⸗ Die Beamten der ruſſiſchen Handelsvertretung hätten die Zahlung von Proviſionen zur Vor⸗ bedingung gemacht und in der Tat ſeien ihnen daun auch über ein Amſterdamer Bankkonto erhebliche Summen zugeleitet worden. Sieberg nannte auch eine ganze Reihe von ruſſiſchen Beamten bei Namen, die ſich auf die Art hatten „ſpicken“ laſſen. Aehnlich ſeien auch andere Firmen mit den Ruſſen ins Geſchäft gekommen. Als dann die Beſtechungen aufgedeckt wurden, zitierte die Sowjetregierung die Schuldigen nach Mos ka u. Die aber leiſteten aus naheliegenden Gründen dem Befehl keine Folge. Das Gericht hat beſchloſſen, durch Ladung neuer Zeugen den Sachverhalt aufzuklären. Das wäre in der Tat ſehr erwünſcht. nun, daß die 2. Seite/ Nummer 563 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Freitag, 4. Dezember 1931 Erregte Sitzung 32— des Verliner Stadtparlaments Draßhtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 4. Dez. Die Berliner Stadtverordnetenverſammlung hat ſich geſtern wieder einmal auf der gewohnten Höhe der Situation gezeigt. Erſt wurde das bekannte Sparprog ramm des Magiſtrats, das auf den verſchiedenen Verwaltungsgebieten Abſtriche in Höhe von rund 24 Millionen Mark vorſieht, mit 96 Stimmen der Deutſchnationalen, Nationalſozia⸗ liſten und Kommuniſten in ſchöner Gemeinſamkeit gegen 91 Stimmen abgelehnt. Ppaktiſche Bedeutung hat dieſe Ablehnung natür⸗ lich nicht, da der Oberbürgermeiſter durch die Not⸗ verordnung berechtigt iſt, Erſparniſſe ohne die Zuſtimmung des Parlaments durchzuführen. Im⸗ merhin iſt das Votum ein Dokument für die poli⸗ tiſche„Einſicht“ der Berliner Stadtväter. Dem Vorſpiel entſprach der Ausgang. Man flog wieder einmal auf. Unter ohrenbetäubendem Lärm und Geſang kommuniſtiſcher Lieder wurde die Veranſtaltung geſchloſſen, nachdem ſie beſchlußun⸗ fähig geworden war. Die Kommumiſten hatten einen ihrer üblichen Agttationsanträge geſtellt, der den verheirateten Erwerbsloſen 50 Mark, den Le⸗ digen 30 Mark und weiter Gratiskohlen, Gratiskar⸗ toffeln und einiges andere zuſchanzen wollte. Herr Lange begründete den Antrag unter lebhafter An⸗ teilnahme der mit Kommuniſten dicht beſetzten Tri⸗ bü ne. Tribünenbeſuchern, die dieſes Spiel nicht mitmachen wollten, wurde bedeutet, daß man „draußen“ mit ihnen„abrechnen“ werde. Schließlich verließ die Rechte demonſtrativ den Saal, und als man zur Abſtimmung ſchreiten wollte, mußte Be⸗ ſchlußunfähigkeit feſtgeſtellt werden. Billigung der engliſchen Indienpolitit — London, 4. Dez. Das Unterhaus nahm geſtern abend den Antrag des Premierminiſters, die In⸗ dienpolitik der Regierung zu billigen, an. Ein Abänderungsantrag Churchills wurde mit 369 gegen 43 Stimmen abgelehnt. Dr. Geßler über Freiburg, 9. Dez. Vor einem Auditorium, das ſich in der Hauptſache aus Studenten der Univerſttät Freiburg zu⸗ ſammenſetzte, dem aber auch zahlreiche führende Perſönlichkeiten des Freiburger öffentlichen Lebens angehören, ſprach der ehemalige Reichswehrminiſter Dr. Geßler über die Reichsreform. Seinen Aus⸗ führungen kam insofern eine gewiſſe program⸗ matiſche Bedeutung zu, als Geßler bekannt⸗ lich Vorſitzender des von dem jetzigen Reichsbank⸗ präſidenten Dr. Luther ins Leben gerufenen Bun⸗ des zur Erneuerung des Reichs iſt. Der Redner beſchränkte ſich darauf, die überaus komplizierte und gefährliche Frage der Reichsreform in ihren hiſtoriſchen Bedingtheiten aufzuzeigen und gab lediglich in einem ganz kurzen Ausblick Gelegen⸗ heit, ſeine Anſicht, über das was kommen muß, ken⸗ nen zu lernen. Reichswehrminiſter a. D. Dr. Geßler wies darauf hin, wie 1648 im weſtfäliſchen Frieden der Grund zu unſern heutigen Sorgen auf dem Ge⸗ biete der Reichsreform durch die internationale Garantie der Souveränität der deutſchen Einzel⸗ ſtaaten gelegt worden ſei. Jeder Fortſchritt auf dem Gebiete der Reichs⸗ reform habe bisher einen Anſtoß von außen erhalten. Zur Stabiliſierung des Gleichgewichts in Deutſch⸗ land ſchuf Napoleon im erſten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts die drei ſüddeutſchen zentraliſtiſch or⸗ ganiſterten Staaten Baden, Württemberg und Bayern. Der Verſuch 1848, den Staat der deutſchen Nation aus dem Volke heraus zu begründen, ſchei⸗ terte. Das von Bismarck 1871 gegründete Reich Die Pläne des Herrn Elemer Hantos Dieſer ungariſche Politiker“ befindet ſich in Perlin, um für eine„Donauföderauion ohne Deulſchland“ Summung zu machen Drahtbericht unſeres Berliner Büros J Berlin, 4. Dez. Herr Elemer Hantons, ehedem Rechtsanwalt und Abgeordneter in Budapeſt, der, ſeit er ein kurzes Gaſtſpiel in der Karolyi⸗Regierung abſolvierte, als Staatsſekretär a. D. firmiert, iſt in Berlin eingetrof⸗ fen, um, wie er ſchon von Prag aus der„Voſſiſchen Zeitung“ mitteilen ließ, hier über„ſeine“ Pläne zum Zuſammenſchluß der Nachfolgeſtaaten zu verhandeln. Um auf dieſe Verhandlungen gebüh⸗ rend aufmerkſam zu machen, hat er dem Prager Mit⸗ arbeiter des Ullſteinblattes ein Interview gegeben, in dem der gewichtige Mann auseinanderſetzt, warum in dem Mitteleuropa, wie er und ſein großer Gönner Beneſch es ſich ausmalen, für Deutſchland kein Platz ſein darf. Nicht daß er Deutſchland überhaupt auszuſchließen gebächte, o nein:„Die Einbeziehung Deutſchlands in die mitteleuropäiſche Kooperation iſt von mir auf induſtriellem, agrariſchem und verkehrspoliti⸗ ſchem Gebiete vorgeſehen“. Allein, ſo fährt Herr Hantos fort, ſichtbar ohne ein Gefühl dafür, wie ko⸗ miſch er mit dieſem Imperatorenſtil wirkt:„Auf handelspolitiſchem Gebiete könnte ich das nicht tun.“ Handelspolitiſch— das iſt Herrn Hantos in Wahr⸗ heit ſehr unmaßgebliche Meinung— könnten ſich nur ungefähr gleich große Gebiete mit ähnlichen wirtſchaftlichen Zielen erfolgreich zuſammenſchlie⸗ ßen. Unter dieſem Geſichtspunkt bin ich für den Zuſammenſchluß der Jahrhunderte hindurch ein ein⸗ heitliches Wirtſchaftsgebiet bildenden Nachfolge⸗ ſtaaten eingetreten. Die zahlreichen ſichtbaren und unſichtbaren Fäden des wirtſchaftlichen Lebens, die dieſe Staaten noch immer verbinden, bilden verheißungsvolle Grundlagen für die Neuaufrichtung eines einheitlichen Wirt⸗ ſchaftsgebietes auf der erweiterten Grundlage der ehemaligen Monarchie.“ die Reichsreform war ein Bundesſtaat mit ſtark zentraliſtiſchen Ten⸗ denzen durch die Hegemonie Preußens. Ver⸗ faſſung von Weimar brachte durch die Stabiliſierung der parlamentariſchen Regierungsform das Ge⸗ ſetz der Zahl und damit eine ſtark zentraliſtiſche Tendenz zur Geltung. Das Problem der Reichs⸗ reform blieb aber ungelöſt. Der Redner ſchilderte dann die eizelnen Beſtrebungen auf dem Gebiete der Reichsreform(Unitarismus, Föderalismus nord⸗ deutſcher Herkunft und Föderalismus ſüddeutſcher Prägung). Eine Reichsreform müſſe vor allem den Dualismus Preußen Reich aufheben, die Zwergländer verſchwinden laſſen und die Souveränität von Baden, Württemberg, Bayern und Sachſen garantieren. Die Möglichkeiten biete der Entwurf der Länderkonfe⸗ renz, wenn ihm eine Garantieklauſel der Reſervat⸗ rechte der ſüddeutſchen Länder eingefügt werde. Die Frage, waun die Reichsreform in Angriff zu nehmen ſei, beantwortete ex, der Redner, perſönlich dahin, daß der Freiherr vom Stein ſeine große Verwaltungsreform in der tiefſten Notzeit Preußens gegen die größten Widerſtände durch⸗ geführt habe. Die deutſche Lage iſt außerordentlich ernſt und wir wiſſen heute noch nicht, zu welchem Staate und Verwaltungsvereinfachungen wir im Frühjahr gezwungen ſein werden. Er der Redner, glaube nicht, daß die jetzt lebende Generation die ruhigen Zeiten vor dem Kriege wieder erleben werde. Auf ſie zu warten mit der Reichs⸗ reform ſei nicht möglich. Goethes Freund, der Scharfrichter! Von Max Bauer Es iſt eine unbeſtreitbare Tatſache: Gvethe, unſer unſterhlicher Heros, hatte einen aktiven Scharfrichter zum Freunde, an den er ſchrieb und mit dem er Ge⸗ ſchenke tauſchte, den er beſuchte, um mit ihm ſtunden⸗ lang zu plaudern, bei dem er ſpeiſte und trank. Und dieſer ganz vergeſſene Freund ſeiner Exzellenz des Herrn Staatsminiſters war Karl Huß, Scharfrichter von Eger in Böhmen. Goethe hatte mehrfach von Huß vernommen. Neben ſeinem Berufe übte der Nachrichter wie faſt alle ſeine Amtsbrüder eine ſtarke, wenn auch geheime ärztliche Praxis bei Menſchen und Tieren aus, die ihn weit umher bis über die Landesgrenzen führte. Er be⸗ nützte ſeine Fahrten, um ſeinem leidenſchaftlichen Sammlertrieb zu frönen und oft für ſeine ärztlichen Bemühungen ſtatt Geld Gegenſtände für ſeine Samm⸗ lung zu erbitten. Und dem regen Geiſt in dem armen Nachrichter ſagte gar vieles zu. Mineralien, aus⸗ geſtopfte Tiere, alte Waffen, Hausgerät, Münzen, Pflanzen, das er alles in einem ſtändig an Umfang zunehmenden Muſeum in der Scharfrichterei bei der alten Egerer Kaiſerburg vereinte. So wurde Huß durch ſeine Sammlung zur lokalen Berühmtheit, von den Gäſten der unfernen Kurorte als Kurioſität be⸗ ſtaunt. Zu ſeinen berühmteſten Beſuchern zählte Goethe. Auf ſeinen Reiſen in die böhmiſchen Bäder machte er gern bei Huß in Eger Station. Er erzählte darüber in ſeinen Tagebüchern. So im Auguſt 1806. Am 4. dieſes Monats war er in Eger angekommen, und ſchon am nächſten Tage führte ihn ſein Weg zu Huß. In ſeinen Tagebüchern heißt es darüber unter dem 5. Auguſt 1806:„Früh nach 7 Uhr ging der Wagen ab, Mad. Unzelmann(vom Berliner Nationaltheater, Kurgaſt in Franzensbad) abzuholen. Wir gingen zum Scharfrichter, Huß genannt, welcher eine ſchöne Münzenſammlung beſitzt.“ Auf den 13. Juli 1808 fällt ein zweiter Beſuch Goethes, diesmal von Franzens⸗ bad aus, ein dritter auf den 20. April 1820. Von da mehren ſich die Beſuche, und wieder zu Hauſe an⸗ gelangt, beeilt ſich Gvethe, Huß' Sammlung durch eine Möünzſendung zu vermehren, nicht ohne eine Gegen⸗ gabe in Mineralien zu erbitten, für die er nach Er⸗ Zehn Jahre des Glückes verbrachte nun Herr Hantos iſt nach Berlin gekommen, um, wie er in all ſeiner Harmloſigkeit verrät, zu verſuchen, „die maßgebenden Kreiſe“ davon zu überzeugen, daß es im Intereſſe Deutſchlands liege, dieſe Entwicklung zu fördern und„nicht durch Schlagwörter, wie Legi⸗ timismus, Donauföderation und Zumutung anderer imperaliſtiſcher Gedanken zu verhindern. „Zumutung imperaltſtiſcher Gedanken“ iſt ent⸗ ſchieden hübſch geſagt. Im übrigen wird Herr Elemer Hantos ſich in Berlin umſonſt bemühen. Man hat hier ein ziemlich klares Bild von Herrn Hantos in amtlichen Kreiſen, und man hat es im allgemeinen wohl auch in den Kreiſen der Wirt⸗ ſchaft. Auch von den geheimnisvollen Kräften, die Herrn Hantos Mitteleuropäiſches Inſtitut in Wien ſpeiſen und unterhalten, hat man doch wohl eine ziemlich eindeutige Vorſtellung. Selbſt die „Voſſiſche Zeitung“, obſchon ſie ſich bemüßigt fühlt, Herrn Hantos für ſeine Selbſtreklame ihre Spalten zu öffnen, rückt von ihm hörbar ab. Eine„Donau⸗ föderation ohne Deutſchland“, ſchreibt ſie,„iſt für uns nicht annehmbar.“ Paſſagierdampfer in Seenot 5 London, 4. Dez In dem ſchweren Sturm, der ſeit mehreren Tagen im Aermelkanal herrſcht, wurde geſtern der Paſſagierdampfer„Verſailles“, der von News, heavn nach Dippe mit Anſchluß nach Paris ver⸗ kehrt, kurz nach der Ausfahrt aus dem engliſchen Hafen ſchwer beſchädigt und trieb mit 29 Pafſa⸗ gieren an Bord faſtzehn Stunden ſteuer⸗ los im Meer umher. Das Steuer des Schiffes wurde ſo ſchwer beſchädigt, daß der große Dampfer die Maſchinen ſtoppen mußte. Die See war an der Unfallſtelle zu tief, um Anker zu werfen. Der Kapi⸗ tän mußte das Schiff ſtundenlang treiben laſſen, ehe er in die Nähe der Küſte kam, wo es geläng, den Anker auszuwerfen. Ein Rettungsboot und ein Hochſeefiſchdampfer verſuchten vergeblich an den Paſſagierdampfer heran⸗ zukommen. Schließlich gelang es in den Ahend⸗ ſtunden, ein Tau hinüberzuſchießen und die„Ver⸗ ſailles“ abzuſchleppen. Die Paſſagiere erlitten furcht⸗ bare Strapazen, blieben aber ſämtlich unverletzt. Die ungeheuren Sturzſeen, die die ganze Nacht den Dampfer umſpülten, haben aber rieſigen Sachſchaden verurſacht. 755 — Mexiko, 4. Dez. Nach hier eingetroffenen Nach; richten ſoll in der Republik El Salvador ein Auf⸗ ſtand ausgebrochen ſein. In den Straßen der Haupt⸗ ſtadt ſoll geſchoſſen werden. 5 Neue Sthtwierigkeit im chinoſijch-japaniſchen Gfreitfall — Paris, 4. Dez. „Petit Pariſten“ ſchildert den Stand der Verhand⸗ lungen zur Beilegung des chineſiſch⸗japaniſchen Streitfalles. Das Blatt ſchreibt: Die offiziellen, aus Tokio eintreffenden Nachrichten geſtatteten kaum, zu hoffen, daß man Ende der Woche die Frage bei⸗ gelegt haben werde. Nach dieſen Nachrichten habe die japaniſche Regierung beſchloſſen, den Entſchließungs⸗ entwurf grundſätzlich anzunehmen, machen aber Vor⸗ behalte wegen des§ 5, die einen Meinungsaus⸗ tauſch erforderlich machten. Die japaniſche Regierung unterſchreibe nicht den Satz des Entſchließungsentwurfes, in dem es heiße, daß der Studienausſchuß, wenn er einmal an Ort und Stelle angelangt ſei, an den Völ⸗ kerbundsrat Empfehlungen richten ſolle, falls er feſtſtelle, daß beide Parteien, oder eine von ihnen nicht vor ſeiner Ankunft die aufgrund der Ent⸗ ſchließung eingegangene Verpflichtung ausgeführt hätte. Den japaniſchen Anweiſungen, die geſtern abend eingetroffen ſeien, gehe ein Präambel voraus, in der die Zuſammenarbeit Japans mit dem Völkerbunds⸗ rat im Fernen Oſten eingehend behandelt wird. Dieſe Anweiſungen würden heute vormittag von Bot⸗ ſchafter Voshiſawa Briand zur Kenntnis ge⸗ bracht und heute nachmittag von den Ratsmitglie⸗ dern erörtert werden. Der Völkerbundsrat werde heute nachmittag wahrſcheinlich auch die Prüfung der äußerſt heiklen Frage, der Schaffung einer neutralen Zone in Tſchintſchau, wieder aufnehmen. Die unmittelbaren Verhandlungen von Nanking hierin ſeien geſcheitert. Neue unmittelbare Verhandlungen ſchienen von Peking zwiſchen General liaug und dem fapaniſchen Geſchäftsträger im Gange zu ſein. Man befürchte ernſtlichen chine⸗ ſiſchen Widerſtand in dieſer Frage, und die Geduld und der gute Wille des Völkerbundsrates würden erneut auf eine harte Probe geſtellt werden. Der chineſiſche Aufmarſch an der Peking⸗ Mukden⸗Bahn — Paris, 4. Dez. Das Völkerbundsſekretariat veröffentlicht eine Mitteilung des franzöſiſchen Be⸗ obachters in der Mandſchurei, in der die chine⸗ ſiſchen, öſtlich der Eiſenbahnlinie Peking—Mukden ſtehenden Streitkräfte mit 27600 Mann angegeben werden, von denen 16 00047 000 reguläre Truppen ſeien. Tſchangſhue⸗ Japan iſt mit Briand unzufrieden — London, 4. Dez. Der Korreſpondent der„Times“ in Tokio berich⸗ tet: Das Mißtrauen Japans vergrößert ſich, und die Regierung hat geſtern abend weitere Abänderungsanträge zu den Reſolutionsentwürfen nach Paris telegraphiert. Es wird erklärt, der ganze Ton der Erklärung Briands ſei anſtößig, weil er den Eindruck hervorrufe, daß den Chineſen Unrecht geſchehen iſt und daß die Japaner als An⸗ geklagte vor Gericht ſtehen. ö Letzte Meldungen Fünf Kinder beim Spielen tödlich verunglückt — London, 4. Dez. Bei Killaloe in der iriſchen Grafſchaft Clare ſtürzten geſtern ſechs Knaben beim Spielen in einen drei Meter tiefen Kanal. Fünf Knaben ertranken, während einer gerettet werden konnte. Baukenfuſion in U. S. A. — Newyork, 4. Dez. Die Direktoren der Maun⸗ facturers Truſt Co. und der Phatham Phenix Na⸗ tionalbank Truſt Co. haben die Fuſion beider Bankinſtitute beſchloſſen, deren Aktiven insgeſamt 550 Millionen Dollar und deren Depoſiten Über 400 Millionen Dollar betragen. 28 Dr. Bernhard Grund, bisher Präſident der Handelskammer Breslau, iſt als Nachfolger Franz von Mendelsſohns, der ſeine Aemter aus Geſundheitsrückſichten niederlegt, zum neuen Präſidenten der Berliner Induſtrie⸗ und 5 Handelskammer gewählt. halt„aufs Schönſte“ dankt. So zieht ſich der Verkehr mit Huß Jahre hindurch hin, und noch 1828 ſchließt Goethe einen Brief nach Eger an einen dortigen Freund:„Grüßen Sie Herrn Huß zum Schönſten und ſagen Sie mir etwas über ſein Behaben und ſeine Sammlung.“ Das war die Zeit, in der ſich Huß von ſeinem bis dahin ausgeübten Scharfrichterberuf zu⸗ rückzog. Huß, am 3. Januar 1761 als Sohn eines Scharf⸗ richters geboren, ſeit 1782 mit einer ehrſamen Egerer Bürgerstochter verheiratet, die des anrüchi⸗ gen Scharfrichters wegen mit allen ihren Angehöri⸗ gen gebrochen hatte, wollte nun ganz ſeinen Nei⸗ gungen leben. Fürſt Metternich auf Schloß Königs⸗ wart bei Marienbad erſtand von Huß, nachdem Eger den Ankauf der Sammlung abgelehnt hatte, dieſe gegen eine Leibrente für das alte Original, dem der Fürſt auch Amt und Titel als Kuſtos von Königs⸗ wart nebſt Wohnung im Schloſſe übertragen hatte. Huß dort als unermüdlicher Ordner und Wächter der von ihm zuſammengetragenen Schätze. Im Jahre 1824 war er Witwer geworden, und 14 Jahre ſpäter ſchloß er ſelbſt die Augen für immer. Das Häuschen in Eger, in dem er amtiert und ſeine Schätze aufgeſtellt hatte, wurde niedergeriſſen. Doch dort, wo es ſtand und wo Goethe als Gaſt weilte, legte die Stadt Eger ein großes Blumenbeet an, das noch heute von Goethes Freund, dem Scharfrichter, kündet. —— Maunheimer Künſtler auswärts. Bei der kürzlich am Königsberger Neuen Schauſpielhaus er⸗ folgten Erſtaufführung der„Reifeprüfung“ von Max Dreyer erzielte Franz Heim, der die Regie führte, einen bemerkenswerten Erfolg. Die Preſſe ſchreibt darüber:„Königsberger Allgemeine Zeitung“:„Franz Heim ſorgte für das nötige Tempo. Seine Regie bewährte ſich— der Beifall war ſofort ſehr ſtark und hielt ſich bis zum Schluß auf der an⸗ fänglichen Höhe...“„Oſtpreußiſche Zeitung“; „Alle Achtung vor Franz Heims Regie.. alles zeigt, daß der Mann Gabe hat, Initiative, Phantaſie.“— „Tageblatt“:„. hatte mit offenbarer Sorgfalt ge⸗ arbeitet und ging, erfreulich genug, dem Leben im Spiele nach.“ 5 2885 5:. 1 B 5 * 2 2 7 ſind. heimer mit Walter Friedmann, Piccolo mit Annemarie Schradiek, Der Spielplan des Nationaltheaters für die kommende Woche. Sonntag, 6. Dezember, nachmittags (Freie Volksbühne)„Die drei Musketiere“, Sonntag, 6. Dezember, abends, außer Miete„Hoffmanns Er⸗ zählungen“ Montag, 7. Dezember(Miete E. Sonder⸗ miete E)„Der Hauptmann von Köpenick“, Dienstag, 8, Dezember(Freie Volksbühne)„Tannhäuſer“, Mitt⸗ woch, 9. Dezember(Miete B)„Elektra“, Donnerstag, 10. Dezember(Miete A)„Nina“, Freitag, 11. Dezem⸗ ber(Miete E,. Sondermiete k)„Das dumme Englein“, Samstag, 12. Dezember, nachmittags„Das dumme Englein“, Samstag, 12. Dezember, abends(Miete C, Sondermiete C„Don Carlos“, Sonntag, 13. Dezem⸗ ber, nachmittags, 4. Vorſtellung für Erwerbsloſe „Nina“, Sonntag, 13. Dezember, abends(Miete), Sondermiete D) zum erſten Male„Das Herz“, Mon⸗ tag 14. Dezember(Miete)„Tartüff“. Im Neuen Theater: Freitag, 11. Dezember(Freie Volksbühne)„Don Pasquale“. Im Nibelun gen⸗ ſaal— Samstag, 5. Dezember, zum erſten Male „Im weißen Rößl“, Sonntag, 6. Dezember,„Im weißen Rößl“, Samstag, 12. Dezember„Im weißen Rößl“, Sonntag, 13. Dezember, nachmittags„Im weißen Rößl“, Sonntag, 13. Dezember, abends,„Im weißen Rößl“. Im Pfalz bau: Mittwoch, 9. De⸗ zember„Nina“, Donnersag, 10. Dezember„Don Pasquale“. Oeffentliche Generalprobe zum„Weißen Rößl“. Die Erſtaufführung des„Weißen Rößl“ am Samstag abend iſt bereits ausverkauft. Auch für Sonntag iſt der Jrößte Teil der Plätze ſchon ver⸗ kauft. Es wird darauf hingewieſen, daß zu der heute 20 Uhr ſtattfindenden öffentlichen General⸗ probe noch Karten für alle Platzarten zu haben Ralph Benatzky, der Komponiſt des „Weißen Rößl“ wird, wie er dem Intendanten mit⸗ geteilt hat, einer der nächſten Aufführungen per⸗ ſönlich anwohnen. Die Rößlwirtin iſt mit Sophie Karſt, der Oberkellner Leopold mit Walter Jooß, der Siedler mit Helmuth Neugebauer, Gieſeke mit Ernſt Langheinz, Ottilie mit Ellen Philips, Sülz⸗ Hinzelmann mit Hugo Votſin, das Klärchen mit Henny Liebler, der n a Kaiſer Franz Joſeph mit Wilhelm Kolmar beſetzt. Das Stück enthält noch eine große Zahl kleinerer Sprech⸗ rollen; ferner ſind ein großer Teil des Opernchors, das Ballett und zahlreiche Hilfskräfte beſchäftigt. 1 ſich noch mehr ſteigerte, Fingerübungen herabſanken. 85 zugefertigt. 1 Der Klavierabend Alice Landolt vermochte die hohen Erwartungen, die man der Pianiſtin entk⸗ gegenbrachte, nur in ſehr beſcheidenem Maße zu er⸗ füllen. Man ſtand vor der ſchwer zu beantwortenden Frage, wie ſich das, was am geſtrigen Abend ge⸗ boten wurde, mit dem Bild vereinbaren läßt, zu dem Berichte über frühere Konzerte zu berechtigen ſcheinen. Schon die chromatiſche Fantaſie und Fuge von Bach bedeutete eine ſchwere Enttäuſchung, die als in der Fantaſie von Schumann ſich ein auffallendes Nachlaſſen des Ge⸗ dächtniſſes bemerkbar machte. Um die umfangreichen Zyklen von Schumann konzertreif ſpielen zu kün⸗ nen, bedarf es einer ganz überlegenen Geſtaltungs⸗ kraft, wie ſie bei Alice Landolt am geſtrigen Abend nicht zeigen wollte. In ſolchen Fällen ſollte ein wenig Improviſations⸗Begabung über die ſchlimm⸗ ſten Augenblicke hinweghelfen. Auch in der Wald⸗ ſtein⸗Sonate gewann man den Eindruck, daß die Konzertgeberin, ihrer Kräfte nur teilweiſe mächtig Vieles, ſeeliſch vollkommen unintereſſiert ſpielte. wie Oktavengänge und die Reſte einer ſonſt reſpel⸗ tablen Paſſagentechnik verſanken in den Fluten eines plan⸗ und zielloſen Pedalgebrauches. Um die Vorliebe für Schumann zu dokumentieren, hätte u. E. der Vortrag eines ausgewählten Stückes aus 1 den Phantaſieſtücken, etwa der freuliche Abend hatte zur Folge, daß das ohnehin nicht ſehr zahlreiche Publikum vorzeitig den Sal verließ. Man fragt ſich nur, welcher Anlaß vorlag den Abend bis zu Ende durchzuführen, nachdem ſich der Eindruck von Stück zu Stück verſchlechterte, die Waldſtein⸗Sonate viele Ungenauigkeiten aufzuwei⸗ ſen hatte, und die Legenden von O Ehrung des Dichters Vierordt. Dem Dichter Heinrich Vierordt⸗Karlsruhe,„dem treuen Sohne der badiſchen Heimat und weltoffenen Wanderer hat die Philoſophiſche Fakultät der Univerſität He“ delberg Titel und Würde eines Doktors der Philoſophie, die er vor 50 Jahren empfing, aufs neue verliehen und das zum 4 eine Ehrenurkunde mit den wärmſten Glückwünsche „Grillen“ oder „Traumeswirren“ vollauf genügt. Der wenig ere Liſzt zu bloßen 1 e N erich⸗ ert itere irfen ſanze big, teſen An⸗ üickt ſchen beim ünf rettet Freitag, 4. Dezember 1931 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 563 J Wanderausſtellung der Deutschen Landwirkichafts⸗Geſellſchaft Mannheim 1932 Der imponierende Auftakt: Werbeverſammiung der Vertreter der ſüdweſtdeutſchen Landwirte Die Vorbereitungen für die vom 31. Mai bis J Juni 1932 in Mannheim ſtattfindende 38. Wan⸗ berausſtellung der Deutſchen Landwirt⸗ ſchafts⸗Geſellſchaft ſind in vollem Gange. Der Organiſationsplan liegt in großen Zügen ein für allemal feſt; er braucht ſich in Einzelheiten ledig⸗ lic den örtlichen Verhältniſſen anzupaſſen. Etwa 600 Vertreter der badiſchen, pfälziſchen und heſſiſchen Landwirtſchaft folgten geſtern nachmittag einer Ein⸗ ladung des Präſidiums der Deutſchen Landwirt⸗ ſchaſts⸗Geſellſchaft in den Vortragsſaal der Kunſt⸗ ſalle. Auf dem Podium hatten mit Dr. Graf Douglas, dem Präſidenten der Badiſchen Land⸗ wirtſchaftskammer und Vizepräſidenten der Deut⸗ ſchen Landwirtſchafts ⸗Geſellſchaft Miniſterialrat Klotz, der Vertreter des badiſchen Miniſteriums des Innern, Landeskommiſſär Dr. Scheffelmeler, Oberbürgermeiſter Dr. Heimerich, Hauptgeſchäfts⸗ führer Dr. Wieſe und Geſchäftsführer Mayer⸗ Schalburg Platz genommen. In den vorderſten Stühlreihen bemerkten wir Polizeidirektor Dr. Bader, Regierungsrat Dr. Heim, Landgerichts⸗ prüſtdent Dr. Wetzlar, Reichsbahnoberrat Kir ſch, Handwerkskammerpräſidenthdalmbacher, die Land⸗ ſagsabgg. Ewald, Dr. Wolfhard u. Frau Rigel, dle Bürgermeiſter Dr. Walli, Böttger u. Büch⸗ ner, die Stadträte Ludwig, Trumpfheller und Zimmermann, Generaldirektor Kellner, die Beigeordneten Elſäſſer, Dr. Zeiler und gizler, Baudirektor Volckmar, Direktor Schild, die Syndici der Handelskammer Dr. Ul m und Dr. Krieger, Handwerkskammerſyndikus Clermann, Frau Emma Kromer, die Vor⸗ ſtzende des Landesverbandes Baden im Reichsver⸗ band deutſcher Hausfrauenvereine, und Frau Bür⸗ germeiſter Walli, die Vorſitzende des Mannheimer Hausfrauenbundes. Oberbürgermeiſter Dr. Heimerich her den Vorſitz führte, eröffnete die Verſammlung mit folgenden Ausführungen: Es gereicht mir zur beſonderen Freude, die heutige von der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft in Mannheim veranſtaltete Verſammlung zu eröffnen. Die Verſammlung ſoll, wie Sie wiſſen, der Vorbe⸗ kreltung und der Propaganda für die 38. Wanderaus⸗ ſtellung der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft in Mannheim im nächſten Jahre dienen. Ich begrüße die zahlreich Erſchienenen, vor allem die Vertreter des badiſchen Staates, der Reichsbe⸗ hörden, die Vertreter der Behörden der bayeriſchen Pfalz, die Reichs⸗ und Landtagsabgordneten, die Ver⸗ lieter der Handelskammern und Handwerkskammern, der Arbeitgeber⸗ und Arbeitnehmerverbände, der Vereine, Verbände und Innungen. Vor allem be⸗ grüßen wir aber auch die Vertreter aus den land⸗ wirkſchaftlichen Gebieten des badiſchen, bayeriſchen und heſſiſchen Landes, die Bürgermeiſter, Landräte und den Kreisrats⸗Vorſitzenden, ferner die Vertreter der Preſſe und der Verkehrsvereine. Ich möchte bei dieſer Gelegenheit meiner beſon⸗ deren Freude darüber Ausdruck geben, daß ſich die Deutſche Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft entſchloſſen hat, 1 98. Wanderausſtellung in Mannheim abzuhalten, nn trotz der Ungunſt der Wirtſchaftslage geſonnen iſt, dieſen Entſchluß auch durchzuführen. Es iſt ſehr lange her, ſeitdem die Deutſche Landwirt⸗ ſchafts⸗Geſellſchaft das letzte Mal in dieſer Gegend ge⸗ weſen iſt. Im Jahre 1902 hat die Deutſche Landwirt⸗ ſchafts⸗Geſellſchaft ihre Ausſtellung auf dem Ge⸗ lände aufgebaut, das heute von dem oberen Teil der Auguſta⸗Anlage durchzogen wird. Leider hat ſich das damals gewählte Gelände, wie das Wetter, als wenig günſtig für die Ausſtellung erwieſen. In einem Be⸗ licht über die damalige Ausſtellung heißt es,„daß der Himmel in den frühen Morgenſtunden ſeine üble Aaune kundgetan und Waſſermaſſen herabgegoſſen hat, als wollte er Vieh und Menſch erſäufen. Das Ausſtellungsterrain war faſt unpaſſierbar geworden; in dem aufgeweichten Lehmboden, der ſtellenweiſe mit ſußtiefen Waſſerlachen bedeckt war, verſank man bei jedem Tritt bis über die Knöchel und trotz aller Ab⸗ llüßarbeiten war nur leidliche Paſſage mit Brettern und Balken herzuſtellen. Später nahm das Wetter einen ſintflutähnlichen Charakter an und verwandelte das ganze Ausſtellungsgelände in einen unergründlichen Moraſt. Es iſt kein Wunder, daß die Deutſche Landwirt⸗ ſhafts⸗Geſellſchaft nach ſolchen Erfahrungen keine ehr große Luſt zeigte, bald wieder nach Mannheim zu kommen, und daß man jetzt, um ähnlichem Mißgeſchick guszuweichen, auf die Auswahl eines geeigneten Ausſtellungsgeländes ganz beſonders großen Wert ge⸗ legt hat. Das eigentliche Mannheimer Ausſtellungs⸗ gelände mit ſeiner Ausſtellungshalle kam nicht in Frage, da ein großer Teil dieſes Geländes ſich noch in ſtemder Nutzung befindet und nur mit großen Koſten hätte freigemacht werden können. So wählte man enmalten Exerzierplatz, der einen ſandigen, für den Waſſerablauf ſehr geeigneten Untergrund leſttzt, ausreichend groß iſt und von den leitenden Ferſönlichkeiten der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Ge⸗ ſellſchaft als — Beſucher, idealer Platz bezeichnet wurde. Dort wird ſich die 38. Wanderaus⸗ ſtellung abſpielen. Es iſt kein ganz kleines Riſiko, in einer ſo un⸗ ſicheren Zeit eine ſo große Ausſtellung zu veranſtal⸗ ten. Die Deutſche Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft wagt es, fußend auf ihrer geſunden und kräftigen Tradi⸗ tion und in der Hoffnung, daß nach einer ſo langen Pauſe alle landwirtſchaftlich intereſſierten Kreiſe des badiſchen, heſſiſchen, bayeriſchen und ſicher auch würt⸗ tembergiſchen Gebiets der Ausſtellung und ihren Veranſtaltungen ein beſonderes Intereſſe entgegen⸗ bringen werden. Die Stadt Mannheim bringt nicht geringe Opfer für die Ausſtellung. Der Aufwand der Stadt von etwa 100 000% muß in Höhe von 37 400„ von der Straßenbahn gedeckt werden. Der Reſt von 62 600 4 iſt je zur Hälfte in die Voran⸗ ſchläge 1931 und 19332 einzuſtellen. Der Bürgeraus⸗ ſchuß hat in ſeiner Sitzung vom 5. Februar 1931 ge⸗ glaubt, dieſe Opfer mit Rückſicht darauf verantwor⸗ ten zu können, daß die Ausſtellung mancherlei Arbeit für das anſäſſige Gewerbe bringt und für die Aus⸗ ſtellungstage erfahrungsgemäß ein Rekordbeſuch zu erwarten iſt, der dem geſchäftlichen Leben zum Nutzen gereicht. Auch die immer mehr als notwendig er⸗ kannte größere Annäherung von Stadt und Land ſpielte bei dieſen Entſchlüſſen ein Rolle. Gerade hier in Mannheim haben wir mit dieſer Politik, Stadt und Land einander näher zu bringen, gute Erfah⸗ rungen gemacht. Ich brauche nur an die Einrichtung der Mannheimer Milchzentrale zu erinnern.(Als ſich bei der Erwähnung der Milchzentrale Widerſpruch im Saale bemerkbar machte, rief der Redner ver⸗ ſtändnisinnige Heiterkeit mit dem Zuſatz hervor: Oder ſind Sie mit den Preiſen, die bezahlt werden, nicht zufrieden.) Die Veranſtalter der 38. landwirtſchaftlichen Wan⸗ derausſtellung und die Beſucher dieſer Ausſtellung können gewiß ſein, daß ſie von der Stadt Mannheim und ihrer Bevölkerung auf das herzlichſte aufgenom⸗ men ſein werden. Wir wollen auch mit allem Nach⸗ druck dafür Sorge tragen, daß die Beſucher der Aus⸗ ſtellung weder bei der Beherbergung und Verpfle⸗ gung noch bei ihren Einkäufen über unangemeſ⸗ ſene Preiſe zu klagen haben werden, denn alle Kreiſe der Mannheimer Bevölkerung haben das größte Intereſſe daran, daß die Beſucher der Ausſtel⸗ lung in jeder Weiſe zufriedengeſtellt ſind. Ich möchte meine Ausführungen mit dem Wunſche ſchließen, daß die Wanderausſtellung der Deutſchen Landwirt⸗ ſchafts⸗Geſellſchaft in Mannheim im Jahre 1932 auf das Beſte gelingen und gerade in der gegenwärtigen ſchickſalsſchweren Zeit dazu beitragen möge, die Beziehungen z wiſchen Stadt und Land enger zu ge⸗ ſtalten und ein vertieftes gegenſeitiges Verſtändnis zu wecken.(Lebhafter Befall.) Dr. Graf Douglas dankte in ſeiner Eigenſchaft als Vizepräſtdent der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft Oberbürger⸗ meiſter Dr. Heimerich und der Stadt Mannheim für die ausgezeichnete Vorbereitung der 38. Wanderaus⸗ ſtellung. In einer Zeit wie der heutigen müſſe man mit Optimismus an das Werk, von dem man über⸗ zeugt ſei, daß es gelingen werde, gehen. Die Ver⸗ ſammlung ſei ja auch ein Beweis dafür, daß das Intereſſe für die Wanderausſtellung in allen Kreiſen der Stadt Mannheim ſehr rege ſei. Dafür danke er allen Anweſenden namens der Deutſchen Landwirt⸗ ſchafts⸗Geſellſchaft.(Lebhafter Beifall.) Miniſterialrat Klotz⸗Karlsruhe führte aus, er habe den ehrenvollen Auftrag, der Verſammlung den Gruß der badiſchen Staatsregie⸗ rung zu übermitteln. Der beſondere Gruß gelte der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft. Das badiſche Land und mit ihm die badiſche Regierung rechneten es ſich zur Ehre an, daß die Wahl des Ausſtellungs⸗ ortes für das nächſte Jahr auf eine Stadt des Lan⸗ des Baden gefallen ſei. Die badiſche Staatsregierung ſet ſich durchaus bewußt, daß dieſe Wahl aus be⸗ ſonderem Grunde auf die Stadt Mannheim gefallen ſei, denn ſie ſei bekanntlich die Rivalin der Landes⸗ hauptſtadt Karlsruhe und, wie man mit großem Recht ſage, als bedeutendere Staoͤt anzuſehen. Man beneide ſie nicht um dieſen ſelbſt gewählten Ruhm, denn man erkenne ohne weiteres in Karlsruhe an, daß Mannheim als Metropole des Handels größere Bedeutung habe als die übrigen Städte Badens. Dieſe Metropole des Handels füge ſich im nächſten Jahre in den Rahmen einer Veranſtaltung einer urproduktiven Kraft, einer Veranſtaltung der Land⸗ wirtſchaft, ein. Es ſei zweifellos ein großes Stück Energie, das hier entfaltet werde in der Form einer Ausſtellung der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Geſell⸗ ſchaft, trotz aller Nöte des Einzelnen und der Ge⸗ ſamtheit. Das Wort Not verpflichte ihn, hier namens der badiſchen Staatsregierung zu ſagen, daß vielleicht manches nicht ſo ausfallen könne, wie es ihr eigener Wille geweſen wäre. Man wiſſe, daß die Not auch an die Türe des Staates pocht, die Finanzen nur mit Mühe in Ordnung gehalten werden könnten, die Mittel des Staates beſchränkt ſeien, weil die Mittel des Einzelnen beſchränkt ſeien. Aber die badiſche Staatsregierung werde es als vornehme Pflicht be⸗ trachten, alles zu tun, was irgendwie in ihren Kräf⸗ ten ſtehe, um der Ausſtellung zu einem vollen Erfolg zu verhelfen. In dieſem Sinne bitte er die Grüße der badiſchen Staatsregierung aufzufaſſen als Wün⸗ ſche zu einem glücklichen Vollbringen der großen Tat im nächſten Jahre.(Lebhafter Beifall.) Als Oberbürgermeiſter Dr. Heimerich den bei⸗ den Rednern gedankt hatte, ergriff Oekonomierat Dr. Wieſe, Hauptgeſchäftsführer der Deutſchen Landwirtſchafts⸗Geſellſchaft zu Berlin, das Wort zu einem Vortrag über„Die Deutſche Lan dwirt⸗ ſchafts⸗Geſellſchaft und ihre Wander⸗ ausſtellungen“, von dem wir das weſentlichſte noch wiedergeben werden. Was iſt im nächſten Jahr in Mannheim geplant? Wie Major a. D. Mayer⸗Schalburg, Ge⸗ ſchäftsführer der Schauleitung der Deutſchen Land⸗ wirtſchafts⸗Geſellſchaft, hierauf anhand eines auf⸗ gehängten farbigen Planes darlegte, liegt die Auf⸗ teilung des Ausſtellungsgeländes der nächſtjährigen Wanderausſtellung be⸗ reits feſt. Der Reöner wird am 1. März 1932 mit einem kleinen Stab von Beamten der D. L. G. ſeine Zelte hier aufſchlagen. In des Wortes eigentlichſter Bedeutung, denn eine Zelt⸗ und Hallenſtadt von recht bedeutendem Umfang, etwa 100 Morgen groß, ſoll hier erſtehen. Dieſe Stadt wird neben den hunderten von Stallungen und langen Ausſtellungs⸗ hallen alles aufweiſen, was einem geſchloſſenen Gemeinweſen gebührt, als da ſind: Verwal⸗ tungsgebäude, Wirtſchafts⸗, Verkehrs- und Wohl⸗ fahrtseinrichtungen, befeſtigte Straßen, Waſſerver⸗ ſorgung, Entwäſſerung, Kraft⸗ und Lichtanſchlüſſe und anderes mehr. Das Ausſtellungsterrain, der frühere Exerzier⸗ platz zwiſchen der Neckarſtadt und Käfertal, iſt hierzu ganz hervorragend geeignet. Er hat die erforderliche Größe von 28 ha und liegt in verkehrstechniſcher Be⸗ ziehung ſehr günſtig. Da die Direktion der Straßen⸗ bahn am Platze eine Endͤſchleife einlegen wird, kann eine ſo dichte Zugfolge angeordnet werden, daß der an den Haupttagen zu erwartende Zuſtrom von rund 100000 Perſonen bewältigt werden kann. Die Bahnlinien von Heidelberg und Dürkheim ſollen bis zu dieſer Schleife durchlaufen. Für die die mit Kraftwagen und Kraft⸗ rädern kommen, wird von der Stadt ein Park⸗ platz unmittelbar neben der Ausſtellung zwiſchen der Eiſenlohr⸗ und Traumannſtraße eingerichtet, der etwa 800 Wagen aufnehmen kann. Die Ausſtellungstiere können an der anderen Seite des Platzes an einem Ausziehgleis des Bahnhofes Käfertal ausgeladen werden, nachdem hier eine 200 Meter lange Vieh⸗ rampe für dieſen Zweck geſchaffen iſt. Das tote Schaugut, das in einem Umfang von etwa 500 Eiſenbahnwagen zu erwarten iſt, kann gleichfalls nahe am Platz, auf Bahnhof Käfertal, abgefertigt werden. Auf dieſem Bahnhof enden auch die von Norden kom⸗ menden Perſonenſonderzüge, ſodaß die Be⸗ ſucher den Platz bequem zu Fuß erreichen können. Neben dieſer guten Verkehrslage hat der Ausſtel⸗ lungsplatz noch den beſonderen Vorzug, daß er bei faſt quadratiſcher Form ebenen und waſſerdurchläſſiggen Boden aufweiſt, ſodaß auch bei ſehr naſſem Wetter eine Wiederholung der reichlich„bodenloſen Zuſtände“, wie wir ſie bei der letzten Mannheimer D. L..⸗Schau 1902 leider erleben mußten, nicht zu befürchten iſt. Die Ausſtellung beginnt am Dienstag, 31. Mai, und endet am Sonntag, 5. Juni Die Tore werden um 8 Uhr morgens geöffnet und pünktlich um 8 Uhr abends geſchloſſen, da mit dieſer ernſten Fachausſtellung grundſätzlich keinerlei Vergnügungen oder Abendunterhaltungen ver⸗ bunden ſind, denn Menſch und Tiere bedürfen der nächtlichen Ruhe für die Arbeit des nächſten Tages. Die oft nicht recht verſtandene Beſchränkung dieſer großen Veranſtaltung auf eine nur ſechstägige Dauer hat ihren guten Grund. Einmal können die hochwertigen Zuchttiere aus dem ganzen Reich nicht länger ohne Schaden ihren heimatlichen Stäl⸗ len entzogen werden, da dieſe Spitzenleiſtungen der Tierzucht ja nicht zum Verkauf, ſondern nur zum Wettbewerb zuſammengezogen werden. Ferner iſt es aber ein Hauptzweck der Schau, alle führen ⸗ den Perſön lichkeiten der Landwirt⸗ ſchaft, der einſchlägigen In duſtrie und Wiſſenſchaft einmal im Jahre zu gemeinſamer Betrachtung und Arbeit und zu gegenſeitigem Ge⸗ dankenaustauſch an Hand des Objektes zu vereini⸗ gen. Dieſer Zweck würde verfehlt werden, wenn bei längerer Ausſtellungsdauer dieſe Männer aneinam der vorübergehen. So ſind es nur ſechs kurze Tage, aber ſechs Tage gedrängter Arbeit und größter Lebensintenſität, die keine Zeit für Feſte und Muße laſſen. Bei der Erläuterung des Arrangements der Ausſtellung wies der Redner zunächſt darauf hin, daß die Zu⸗ fahrt zum Haupteingang an der Oſtſeite über die Kronprinzenſtraße erfolgt. Auf der gegenüber⸗ liegenden Seite iſt der Platz durch den Ulmenweg begrenzt, wogegen die ſeitlichen Grenzen einmal durch die Polizeikaſernen bzw. den Polizeiſportplatz und auf der anderen Seite durch das bereits er⸗ wähnte Ausziehgleis des Bahnhofs Käfertal ge⸗ bildet werden. Am Haupteingang liegen die zahlreichen Verwaltungsgebäude, die mit etwa 20 Geſchäftszimmern der inneren Verwaltung und der Abfertigung der Mitglieder dienen. Hier ſind auch das Poſtamt, das Verkehrsbüro, ein Bankhaus, die Wachen der Polizei, der Feuer⸗ wehr und des Sanitätskommandos angeordnet. Ein zweiter Eingang am Ulmenweg dient nur als Wirt⸗ ſchaftseingang und für Zwecke der Spedition. In der Abteilung 1„Tiere“ rechnet die DL. G. in allen Gruppen mit einer Be⸗ ſchickung, die einen guten Ueberblick über den Stand der geſamten deutſchen Tierzucht geben wird. In der Abteilung 2„Fandwirtſchaftliche Erzeug⸗ niſſe“ wird die Maſſe des Ausſtellungsgutes in der großen„Erzeugnishalle“ vereinigt, die einen vollſtändigen Ueberblick über die Gebiete der Pflan⸗ zen⸗ und Saatzucht, der Futter⸗ und Düngemittel und aller Hilfsmittel der Landwirtſchaft gibt. Auch die wiſſenſchaftlichen Darſtellungen auf dem Gebiete der Landeskultur, des Vereins⸗ und Unterrichtsweſens ſind hier vereint. Beſondere Ab⸗ teilungen ſind den Landesprodukten vorbehalten, die im Ausſtellungsgau Baden eine hervorragende Rolle ſpielen: Obſt und Gemüſe, Tabak⸗ und Weinbau, Es iſt ferner beabſichtigt, im„Haus der Milch“ das Molkereigewerbe mit der Induſtrie milchwirtſchaft⸗ licher Geräte zuſammenzufaſſen und in einer„Mol⸗ kereikoſthalle“ an die Beſucher Koſtproben der von den Ausſtellungstieren gewonnenen Milch ab⸗ zugeben. Rund 1000 Butterproben und faſt ebenſoviel Käſſe⸗ und Milchproben werden be⸗ ſonders das Herz der Hausfrauen erfreuen. Eine ganz beſondere Bereicherung erfährt die Ausſtellung aus dem Gebiet der Landeskultur durch die von der Badiſchen Landwirtſchaftskammer geplante Sonderſchau die einen lückenloſen Ueberblick über das weitver⸗ zweigte Arbeitsfeld dieſer Stelle geben wird. Neben dem großen Gebäude der Kammerausſtellung werden die ſtets beſonders ſchönen und ſtattlichen Bauten der Deutſchen Dünger⸗In duſtrie den Platz be⸗ herrſchen, in denen dem Landwirt Wert und Anwen⸗ dung der einzelnen Pflanzennährſtoffe vor Augen geführt werden. Auch der hohe Bau des landwirtſchaft⸗ lichen Rundfunks iſt in den letzten Jahren zu einem Wahrzeichen der Ausſtellung geworden und wird auch im nächſten Jahr hunderttauſenden von Landwirten zeigen, wie der Rundfunk neben ſeinen großen kulturellen Aufgaben auch durch Markt⸗ berichte, Wettermeldungen, Fachvorträge uſw. zum unentbehrlichen Freund und Helfer des Bauern und ſeiner Familie geworden iſt. Etwa die Hälfte des Platzes wird alljährlich durch Abteilung 3: die Ausſtellung und Vorführung von Maſchinen und Geräten aller Art in Anſpruch genommen. Obgleich jedes Gerät, das nicht unmittelbar der Landwirtſchaft dient, von der Schau ausgeſchloſſen bleibt, nahm der faſt lücken toſe Aufmarſch der Landmaſchinen⸗Induſtrie auch in die⸗ ſem Sommer auf der Ausſtellung in Hannover eine Standfläche von 70000 am ein. Es iſt zu hoffen, daß auch im kommenden Jahr in Mannheim, dem Sitz einer weltberühmten Landmaſchinen⸗Induſtrie, trotz aller Nöte der Zeit eine großzügige lehrreiche Maſchinenausſtellung zuſtandekommen wird. Das lehrreiche Gebiet der Unfallverhütung beim Betrieb von Maſchinen und beim Bau wird alljährlich in gemeinnütziger Form vom Verband der deutſchen landwirtſchaftlichen Berufsgenoſſen⸗ ſchaften Kaſſel praktiſch zur Anſchauung gebracht. In einem Muſterwirtſchaftsgebäu de wer⸗ den die muſtergültig geſchützten Maſchinen und Ge⸗ räte und eine vorſchriftsmäßige elektriſche Anlage gezeigt und es wird hierbei beſonderer Wert auf zweckmäßige Anlage und Ausſtattung der Stallbauten gelegt. Das weitverzweigte Gebiet der Anwendung der Elektrizität im landwirtſchatflichen Betrieb ſoll in einer Sonderſchau zur Darſtellung ge⸗ bracht werden. Für den Aufbau der Ausſtellung unterhält die D. L. G. nur in ganz geringem Umfang eigene Beſtände. Die einzelnen Bauten, Ställe, Hal⸗ len, Tribünen uſw. werden in einfachſter Form aus neuem Holz und Zeltdächern ohne jeden Anſtrich her⸗ geſtellt und alljährlich neu ausgeſchrieben. Auch die Was soll ich schenken! Preise im Werte von M. 500. winken ungeren letern für die richtige Beantwortung dieser frage im Weihnachts-Preisausschreiben der NM Z. Die Bekanntgabe des Preisausschreibenß erfolgt morgen in der Abendautgabe 4. Seite/ Nummer 563 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Freitag, 4. Dezember 1031 Aufträge für Spedition, Dekoration und Maler⸗ arbeiten, für den Ausbau einer Kraftleitung und das Verlegen der Waſſerleitung werden von Fall zu Fall erteilt. Die D. L. G. hält bei Anwerbung der Arbeits⸗ kräfte die engſte Fühlung mit dem Arbeitsamt und hofft, daß die Ausſtellung auch für die Arbeits⸗ loſen der Stadt eine fühlbare Entlaſtung bringt. Da die Ausſtellungen der letzten Jahre in ſechs Tagen ſtets etwa 300 000, in einzelnen Fällen ſogar über 500 000 Beſucher aufwieſen, muß für das leibliche Wohl dieſes Fremdenzuſtromes in ausreichendem Maße Vorſorge getroffen werden. Neben einer großen Weinwirt ſchaft des Di⸗ rektors Weil vom Palaſt⸗Hotel iſt der Betrieb von drei Bierwirtſchaften den hieſigen Brau⸗ ereien angeboten. Ein Ausſtellungska ffee und eine Kantine werden dieſe Anlagen ergänzen. Die Beſucher werden außerdem in den zahlreichen Kyſthallen der D. L. G. für Wein, Milch, Obſt und Obſt⸗ weine Gelegenheit zur Einnahme einer Erfriſchung haben. Die Preiſe in dieſen Betrieben ſind vorher vereinbart und der Zeit entſprechend in engen Gren⸗ zen gehalten. Einen Brennpunkt des Ausſtellungslebeus bildet ſtets der „Große Ring“ ber faſt dauernd von Tauſenden umlagert wird. Iſt doch hier das Beſte zu ſehen, was Deutſchland in bezug auf Pferde⸗ und Rinderzucht aufzuweiſen hat. Hier werden nach Beendigung des Richtverfahrens täglich von 10—1 Uhr die preisgekrönten Tiere und die geſchloſſenen Sammlun⸗ gen der Zuchtverbände zur Vorführung ge⸗ langen. An allen ſechs Tagen wird nachmittags von 4 bis 7 Uhr ein großangelegtes Reit und Fahrturnier zur Durchführung gelangen, bei dem an den erſten vier Nachmittagen die großen Turnierſtälle aus dem ganzen Reich zur Geltung kommen, während die beiden letzten Tage den Wettkämpfen und Reiterſpielen der ländlichen Reitervereine vorbehalten ſind. Auch geſchloſſene Sammlungen der ausgeſtell⸗ ten Pferde kommen hierbei zur Vorführung. Man hofft, daß auch die Kavallerieſchule Han⸗ noper, wie ſtets in den letzten Jahren, mit ihrem ausgezeichneten Material und ihren durch die Siege in Rom und Amerika in aller Welt bekanntgewor⸗ denen Offizieren zur Stelle ſein wird. Die Vorführungen werden in ſehr willkommener Weiſe durch die a Jugendturnſpiele ergänzt, in denen der Landjugendausſchuß des Deutſchen Reichsausſchuſſes für Leibesübungen ein Beiſpiel dafür bietet, wie auf dem Lande ohne Ge⸗ räte und beſondere Koſten Spiel und Turnen ge⸗ pflegt werden kann und muß. Auch iſt zu hoffen, daß es den dankenswerten Bemühungen der Landwirt⸗ ſchaftskammer gelingen wird, ein Trachtenfeſt mit Umzug und Volkstänzen zuſtande zu bringen und auf dieſe Weiſe den Beſuchern aus Nah und Fern ein ſchönes farbenfrohes Bild der bodenſtän⸗ digen Trachten aus Baden und den Nachbargebieten gehöten wird. 5 Der Redner ſchloß ſeine ebenfalls mit großer Spannung verfolgten und mit dem lebhafteſten Bei⸗ fall aufgenommenen Ausführungen mit der Bitte um freundliche und rege Mitarbeit an der großen ge⸗ meinnützigen Sache, die von allen Beteiligten erheb⸗ liche Opfer fordere und für die D. L. G. ein gewaltiges Riſiko bedeute. Die Ausſtellung ſet aber gerade in der Zeit der höchſten Wirtſchaftskriſe not⸗ wendig, weil die deutſche Landwirtſchaft nur durch Selbſthilfe aus ihrer verzweifelten Notlage heraus⸗ kommen könne und weil nur das praktiſche Bei⸗ ſpiel auf den Landmann richtung⸗ und wegweiſend wirke. Man dürfe nicht in einen paſſiven, alle Lebensgeiſter lähmenden Peſſimis mus verfallen, ſondern müſſe ſich daran erinnern, daß Deutſchland ſchon ſchlimmere Zeiten überſtanden hat. Es müſſe mur der Mut zur Tat erhalten bleiben. Nampen⸗ und Gleisbau im Schloßgarten Der Damm aufgeſchüttet— Der verlegte Schloß gartenweg demnächſt für Fußgänger freigegeben— Arbeiten an der Rheinpromenade und der Lindenhofüberführung Während der Stahlkörper der neuen Rheinbrücke ſtörungslos aufgeſetzt wird, ſchreiten auch die Ar⸗ beiten an den beiderſeitigen Zufahrts ram pen planmäßig fort. Auf der Ludwigshafener Seite, wo man zuerſt mit dem Bau begann, ſind die Erdarbei⸗ ten bis auf die demnächſt zu erweiternde Unterfüh⸗ rung im Zug der Mundenheimerſtraße(beim Pfalz⸗ bau) im weſentlichen vollendet. Auch auf dem Mannheimer Stromufer wandelt ſich die Sand⸗ und Steinwüſte des Schloßgartens unter der Leitung des Reichsbahnrats Leiner ⸗ Heidelberg und des hieſigen Oberbaudirektors Elſäſſer mehr und mehr in ein Bild der Ordnung. Manch ſchöner alter Baum fiel zwar dem Moloch Verkehr zum Opfer, aber im Frühjahr wird es hier doch wieder überall grünen und blühen. Schon über⸗ zieht eine Humusdecke den neuen Damm der Straße und der Hauptbahn. Bis Ende nächſter Woche wer⸗ den die Erdarbeiten in der Hauptſache voll⸗ endet ſein. In die verbreiterte Straße, die ſich durch Verkürzung der Eiſenbahn⸗ und Straßenbahn⸗ linte auszeichnen ſoll, iſt die neue Gleisbrücke bereits eingelegt. Sie darf ſich rühmen, der längſte pfeilerloſe Durchlaß weit und breit zu ſein. Ihre Blechträger⸗Vollwand fügt ſich gedrungen und wuch⸗ tig in die ſchwerlagernden Erdmaſſen des Damms. Die Pfeiler der alten Brücke, die für moderne Augen faſt ſpieleriſch⸗zierlich anmuten, müſſen in Bälde dem Fortſchritt weichen. Man freut ſich über das Dröhnen der Niethämmer, bürgt es doch dafür, daß auch dieſe Sperre ſich bald auftun wird. Kurz vor Weihnachten dürfte der verlegte Schloßgartenweg vorläufig wenigſtens für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Dieſer neue Schloßgartenweg zieht ſich in ſanftem Gefäll unter der neuen Hafenbahnbrücke hindurch. Er wußte ſeinen Charakter als vornehmer Pro⸗ menadenweg zu wahren. Dafür ſorgt die hüb⸗ ſche Schwingung und Einfaſſung der Straße wie auch die Geſtaltung der Hafenbahn⸗Unterführung, die mit ihrer dreifachen Oeffnung für Wagen⸗ und Fuß⸗ gänger und mit dem ſchnittigen Profil der Hoch⸗ und Querſtützen wie ein Portalbau ſchier feierlich anmutet. Vor der Rheinbrücke ragt das öſtliche Wider⸗ lager an der Hafenbahnunterführung ſchon voll⸗ endet in die Höhe. Am weſtlichen Teil gegen die Rheinpromenade zu ſind unerwartete Gründungs⸗ ſchwierigkeiten eingetreten; ſie dürften bis Ende Ja⸗ nuar bewältigt ſein. Auch an der Lindenhofüberfüh⸗ rung wird es lebendig. Hier bricht man die alte Stützmauer längs der Auffahrt vom Schloßgarten⸗ weg zum Viadukt ab und rückt ſie näher an die Straße heran, um Raum für die zu verlegenden Bahngleiſe zu gewinnen. Auch der Jean⸗Becker⸗ weg muß verlegt werden.—0— (CC õwãã VdddddGdddGßG/ͥÿͥõ n d Die Wanderausſtellung Hannover 1931 im Film Die Verſammlung, die über die Bedeutung der nächſtjährigen Wanderausſtellung in geradezu vor⸗ bildlicher Weiſe Aufſchluß gab, wurde mit der Vor⸗ führung des Filmes abgeſchloſſen, der auf der dies⸗ jährigen Ausſtellung in Hannvver aufgenommen worden iſt. Die Bilder, die auf der weißen Wand erſchienen, bildeten die denkbar lebendigſte Illuſtra⸗ tion der Ausführungen des Schauleiters. Mit be⸗ rechtigter Spannung dürfen auch wir der Ausſtellung, der bedeutendſten Veranſtaltung des Jahres 1992, entgegenſehen, die uns einen enormen Fremden⸗ zufluß bringen wird. Sch. Die verlängerte Weihnachtsmeſſe Die Beſucherzahl des geſtrigen Ausſtellungs⸗ tages blieb mit 2100 Perſonen hinter den Ziffern der Vortage zurück. Immerhin kann der Beſuch als ſehr gut bezeichnet werden, zumal wiederum noch mehrere Schulklaſſen hinzugerechnet werden müſ⸗ ſen. Die Ausſtellerx ſind trotz der etwas geringeren Beſucherzahl ſehr zufrieden, denn es wurden ganz anſtändige Umſätze erzielt. Deutlich war zu er⸗ kennen, daß ſich viele Intereſſenten eingefunden hatten, die in Ruhe kaufen wollten. An Gelegen⸗ heit, ohne Ueberſtürzung ſich zu informieren und ſeine Wahl zu treffen, fehlte es nicht. Die Stim⸗ mung der Ausſteller war geſtern abend ſehr gut, denn ſie verſprechen ſich von den drei weiteren Ver⸗ kaufstagen noch einige Erfolge. Nach dem großen Erfolg, den der geſtrige Kin⸗ der⸗Nachmittag erzielte, iſt eine Wieder⸗ holung am Samstag in Ausſicht genommen. Näheres wird noch bekannt gegeben. * * Zur Ruhe geſetzt auf Anſuchen wurde Verwal⸗ tungsinſpektor Auguſt Wittenauer beim Bezirks⸗ amt Mannheim. * Ernennung. Zum Amtsvorſteher des hieſigen Poſtamts 2 und Bahnpoſtamts 27 wurde zum 1. Dez. Poſtrat Trey von der Oberpoſtdirektion Bremen ernannt unter gleichzeitiger Beförderung zum Ober⸗ poſtdirektor. Er iſt Amtsnachfolger des 7 Oberpoſt⸗ direktors Stoehr. 7 * Im Pfalzbau⸗Kafſee Ludwigshafen findet am morgi⸗ gen Samstag nachmittags und abends eine große Niko ⸗ (Weiteres Anzeige.) lausfeſier ſtatt. Der rälſelhafte Tod des Doktor Fabritius Skizze von Marg. Graf⸗Weilheim Dem Amtsarzt einer mitteldeutſchen Kleinſtadt, Doktor Lambert Fabrieius, wird an einem licht⸗ blauen Frühlingstage auf Wunſch des Richters ein Stebzehnjähriger zugeführt, deſſen Verantwortlich⸗ keit er für eine friſch aufgedeckte Straftat feſtſtellen ſoll. Der Arzt erkundet vorſichtig taſtend das halb verängſtigte, halb in trotziger Abwehr erſtarrte Ge⸗ müt des Knaben Stefan und kann keinerlei bedenk⸗ liche Mängel des Geiſtes oder der Seele finden. Auf Grund ſeines Gutachtens wird der jugendliche Sünder zwar verurteilt, erhält aber eine langjährige Bewährungsfriſt zugemeſſen. Doktor Fabricius, der die eigene Kinderloſigkeit zuweilen ſchmerzlich als Mangel empfindet, nimmt ſich des geweckten, auffallend wohlgeſchaffenen Knaben väterlich an und bringt ihn ſchließlich ſogar, der Warnung Wohlmeinender zum Trotz, in ſeinem Hauſe unter. Stefan, dankbar, fleißig und geſchickt zu aller Arbeit, verſteht es ſehr bald, ſich die mütter⸗ liche Zuneigung der ſtillen, ja zuzeiten ein wenig ſchwermütigen Hausfrau zu erringen, und hält pein⸗ lich genau ſein gegebenes Wort, mit keinem ſeiner früheren Gefährten weiter Freundſchaft zu pflegen. Am 22. Dezember desſelben Jahres an einem Sonntage, werden Doktor Lambert Fabrieius und ſeine Ehefrau von der Köchin im Schlafzimmer der Wohnung ermordet aufgefunden, beide durch Herz⸗ ſchuß getötet. Die Flurtür iſt ordnungsgemäß ver⸗ ſchloſſen, Kaſten und Schubladen ſind unberührt. Freien Zugang zur Wohnung hat außer der alten Köchin, die über jedem Verdacht ſteht, nur Stefan, der junge Pflegeſohn. Bet ſeiner Rückkehr von der Eisbahn wird er ſofort in polizeilichen Gewahrſam gebracht und ſtreng verhört. Er zeigt ſich jedoch in hohem Maße beſtürzt und beteuert unter Tränen ſeine vollkom⸗ mene Ahnungsloſigkeit. Aber kann er nicht ein ge⸗ ſchickter Schauſpieler unechter Gefühle ſein? Iſt es aber denkbar, daß ſich der kräftige und gewandte Doktor Fabricius ohne Widerſtand überrumpeln ließ? Denn das Zimmer weiſt keinerlei Spuren eines Kampfes auf, und der Tote ruht ſo ſanft über ſeine Frau hingeſunken, als neige er ſich nur eben lauſchend über eine Schlafende. Unerklärlich iſt ferner, warum der verſtändige Junge ſich eine freundlich und geſicherte Zukunft um einer verbrecheriſchen Augenblickslaune willen zerſtört haben ſollte. Aber das Vorurteil beſteht nun einmal, tauſend ſchlimmen Meinungen und üblen Andeutungen den Weg bereitend. Die gerichtliche Unterſuchung der Toten ergibt die überraſchende Tatſache, daß die Frau des Dok⸗ tor Fabricius ſich unzweifelhaft ſelbſt entleibt hat, während ihn ſelbſt etwa drei Stunden ſpäter eine Kugel von fremder Hand aus großer Nähe getrof⸗ fen haben muß. Die beiden verhängnisvollen Schüſſe ſind offenbar aus der zierlichen Piſtole ab⸗ gefeuert worden die neben den Toten auf dem Bodenteppich gefunden wurde— die alte Köchin entſinnt ſich nicht, dieſe Waffe jemals zuvor im Hauſe geſehen zu haben. Bis zum Tage der Gerichtsverhandlung hat ſich der Fall Fabricius verwirrt anſtatt enträtſelt. Der verdächtige Stefan, der apathiſch und verſtört jede weitere Ausſage verweigert, zuckt nur jedesmal erſchrocken auf, wenn der Vorſitzende unvermittelt das Wort an ihn richtet. Seine Stumpfheit gilt den Herren als übles Verſtocktſein, ſeine faſſungsloſe Trauer als Verſchlagenheit. Es ſteht ſchlecht, ſehr ſchlecht um Stefan. Aber nur ſolange, bis der queck⸗ ſilbrige blonde Pflichtverteidiger zum erſten Mal ums Wort bittet. Dan wendet ſich die Sache mit eir em Schlage. Denn der junge Anwalt ſagt:„Meine hohen Her⸗ ren! Sie haben die Weisheit der Bücher, das ſach⸗ verſtändige Urteil der Aerzte für ſich— dies iſt ge⸗ wiß ein unentbehrliches Rüſtzeug. Ich aber beſitze meine lebendige Phantaſie, und die iſt oftmals ein noch weit wertvollerer Behelf. Meine hohen Herren! Ich habe in dieſer Nacht keinen Schlaf gefunden, denn mein Herz verriet mir, daß wir im Begriff ſtanden, einen Schuldloſen zu verdammen. Das Opfer dieſer Nacht hat ſich gelohnt: ich weiß fetzt, wer den 5 Grad Wärme zeigte heute früh das Thermometer an, nachdem es geſtern früh unter Null ſtand und auch den ganzen Tag über nicht viel darüber hinausgekommen war. Der Einbruch wärmerer Luſtmaſſen dürfte in den Abendſtunden erfolgt ſein, denn wider Erwarten fetzte nach 8 Uhr ein ziemlich ſtarker Regen ein, der an einigen Stellen in den Außenbezirken zu. Glätte führte, die durch den kalten Boden hervorgerufen wurde. Die in der Nacht ſtändig ſteigende Temperatur verſchonte uns vor Glatteis. Die Winterſportler und beſonders die Jugend, die ganz beſtimmt mit Schnee⸗ fall gerechnet hatten— nach der Kälte der letzten Tage war dieſe Annahme voll berechtigt— machten recht lange Geſichter, als der Regen herabklatſchte, ſtatt daß ein Flockenwirbel einſetzte. Die Enttäuſchung war groß, zumal die Tatſache, daß in den Bergen Schnee⸗ fall herrſcht, keinen Troſt bieten konnte. Veranſtaltungen Planetarium. Am Montag, dem 7. Dezember, ſpricht abends Prof. Dr. Feurſtein im vierten E x peri⸗ mentalvortrag über die Natur des Lichtes und den Aufbau der Materie über„Die Eigenſchaften der Lichtwellen“.— Der Lichtbildervortrag der Dienstag⸗ Reihe behandelt das Thema„Die kleinen Planeten“.. * Palaſthotel Mannheimer Hof findet am kommenden Samstag ein Tanzturn ier um die Mannheimer Meiſterſchaft mit Geſellſchaftsball ſtatt. Die Geſamt⸗ leltung der Veranſtaltung liegt in den Händen des bekann⸗ ten Tonzlehrers Hans Guth. Wie wir erfahren, haben bereits zahlreiche Mannheimer Amateurpaare zu dieſem Turnier gemeldet. Ebenſb liegen Meldungen bekannter auswärtiger Turnierpagre vor, ſo daß die Veranſtaltung ſicherlich von gutem Erfolg begleitet ſein wird. Das Tur⸗ nier findet auf der neuen vergrößerten Tanzfläche ſtatt.— Der nach dem Turnier ſtattfindende große Geſell⸗ ſchaſts ball wird ſicherlich ebenfalls mit gutem Zuſpruch zu rechnen haben, ſo daß es ſich empfiehlt, ſchon rechtzeitig Tiſchbeſtellungen vorzunehmen.(Weiteres Anzeige.) Wir hörten Mannheimer Darbietung Ueber„Muſikanten humor“ ſprach von der Mannheimer Sendeſtelle aus Friedrich Baſer, Hei⸗ delberg, der davon ausging, daß ſich unter Soldaten und Muſikanten die beſten Witzbolde befänden. Die beſten, allerdings zum großen Teil ſchon bekannten Anekdoten über Haydn, Beethoven, Heinrich Grünfeld, Hans von Bülow, Max Reger, Klaiber, Mahler, Rubinſtein, Schal⸗ japin u. a. hatte der Vortragende ausgewählt, um damit eine recht kurzweilige halbe Stunde auszufüllen. —— Weihnachten bei Schmoller Rate, rate, was iſt dase Iſt kein Fuchs und iſt kein Haß Ja, da ſtehen bei Schmoller die Kinder in Sch 25 25 haren in Lichthof und auf den Treppen, um ſich beim P reis. rätſelraten der Märchenbilder den erſten Preis zu verdienen. Und wenn es nicht der erſte det iſt und auch keiner von den ſonſtigen Hauptpreiſen, nlel⸗ leicht reichts zu einem Troſtpreis. Und wenn gar nichtz gewonnen wird, ſo war ſchon die Vorfreude bei Jung und Alt groß; das ſieht man an den vielen, vielen Stimm- zetteln, die die Kinder abgeben. Aber gleichzeitig läuft noch ein zweiter Wettbewerb für die Großen und zwar war es eine Aufgabe, die dem P erſonal ge⸗ ſtellt war. Wer die ſchönſte Dekoration zum Feſt herausbrachte, ſoll eine Prämie erhalten. Was ſicht man da für hübſche Dinge; wieviel Liebe und Mühe wer⸗ den in der Freizeit für dieſe Aufgabe aufgewendet! Bel den Kakteen war es leicht; ſchmücken dieſe ja ſich selbst und die reizenden Kakteentiſche und ⸗Geſteſte in Schleifla Schwieriger war es ſchon bei Haushaltartikeln oder bei Betten. War bei den erſten der Aufbau und die Anordnung der Maſſe von Gegenſtänden als Anreiz gegeben, ſo mußte die Verkäuferin der Bettenabteilung ſchon ein bißchen Erfin⸗ dungsgabe walten laſſen. Und ſiehe, da lacht ein ſilbernes Häuschen, mit Daunenſchneeflocken uns entgegen, das Häuschen der Frau Holle. Wandern wir weiter zu Porzellan, Glas und Galanteriewaren, ſo iſt hier die weihnachtliche Ausſchmückung mit Tannengrün und bunten ſeidenen Bändern bewerkſtelligt. Ein hübſcher Tiſch, mit„Alt⸗ Schönwald“⸗Porzellan gedeckt, ladet zu längerem Verwei⸗ len, aber es gilt noch zu vieles zu ſehen. Vor der Koufektionsabteilung finden wir ein großes Knuſperhäuschen für Leckermäulchen. Beſonders wirkungsvoll iſt in dieſer Abteilung das Arrangement der Geſellſchaftskleider. Zum guten Kleid gehört der gute Hut, zum Schul⸗ oder Sportmädel die Baskenmütze. Beides wird in der Putzabteilung in reicher Auswahl vorgeführt. Die große Auswahl an ge⸗ diegenem, ſchönem Schuhwerk und auch in warmen Schuhen ermöglicht es, dank mäßiger Preiſe, gut angezogen zu erſcheinen. Das Entzücken, das ole Baby⸗Abteilung hervorruft, iſt ſicher berechtigt.„Totkaufen könnte ich mich da“, ſagt ein junges Frauchen neben mir. Es gibt aber auch wirklich einfach wonnige Sächelchen an Mänteln, Kleidchen und Wäſche. Eine niedliche Neuheit für fleißige Hände findet ſich bei den Taſchentücher n. Ein Kar⸗ ton, enthaltend zwei Taſchentücher zum umhäkeln. Im Deckel dieſes Kartons befinden ſich die Häkelnadel, das nötige Häkelgarn und zwei Häkelmüſterchen. Welche Farbenfreude am Einkaufstiſch der Tiſchwäſche! db. Die bunte Decke aus bedrucktem Cretonne ober aus ber herrlich ſchimmernden Kunſtſeide hat immer mehr Freunde gewonnen. Die entzückenden Kerzen mit ihren elektrisch beleuchteten Farbenſchirmchen hüllen alles in ein traulich warmes Licht und bringen eine ſehr vornehme Farben⸗ wirkung. Kommt man zu den Süßigkeiten, da leuchtet es magiſch rot; die Zuckertüten und ihr Gegenſtück, die Rute, die Lebkuchenherzchen und Schokoladekringel— alles iſt in dieſes warme Rot getaucht. Selbſt die Warenausgaben wetteifern in der Ausſchmückung ihrer Regale. Am Büchertiſch überraſcht die Vielſeitigkett und— die Preiswürdigkeit, Die Spielzengausſtellung wurde ſchon lobend erwähnt. In erſter Linie ſoll dieſe kleine Zuſammenſtellung, die keinen Anſpruch auf Voll ſtändigkeit erhebt, zeigen, was alles zu haben iſt. Wem das Ausſuchen der Weihnachtsgeſchenke ein bißchen ſchwer fällt, der ſtudiere in aller Ruhe zu Hauſe die Anzeigen⸗ beilage von Schmoller in dieſer Nummer. Er kann ſich alles bequem notieren und dann kanns losgehen. Glückauf zum Kauf! W. eee Ein großer Prozentſatz aller Krankheiten iſt nur eine Folge von Stuhlverſtopfung. Früher bekämpfte man die Symptome, heute bekämpft man die Urſache. Womit? Mit Lain, dieſem einzig⸗ artigen, wohlſchmeckenden Konfekt, das alt und jung, groß und klein, gern nimmt und das in ſeiner Wirkung wunderbar, ohne irgendwelche ſchädigende Nebenerſcheinungen iſt. Lain hilft nicht nur ein⸗ mal, es regelt immer. Eine Doſe Laxin für/ 1,50 reicht 24 mal. Doktor Lambert Fabricius erſchoſſen hat— es war niemand anders als ſeine tote Frau!“ Und unter atemloſer Spannung der Zuhörer, unter dem glückſeligen Schluchzen Stefans erläuterte der Verteidiger auf das Genaueſte, wie der Schuß ſich aus der Piſtole gelöſt haben mag, als Doktor Fabrieus ſich beſtürzt über die Selbſtmörderin neigte, um die Waffe aus ihrer erkalteten Hand zu nehmen. Dieſe Löſung erſcheint glaubhaft, nach Anſicht der Sachverſtändigen ſogar höchſt wahrſcheinlich— nach einer kurzen Beratung ſpricht das Gericht Stefan einmütig von Schuld und Strafe frei. Aus alten Anzeigen Die„Münchner Neueſten Nachrichten“ haben in ihren alten Jahrgängen geblättert und dabei den Anzeigenteil auf unfreiwilligen Humor Unterſucht. Aus der überreichen Fülle, die ſich dabei ergab, ſeieet folgende Ergötzlichkeiten feſtgehalten: Brautfriſuren und Schleierſtecken und elegant, auch im Abonnement. Weißnäherin ſucht Ladenarbeit ins Haus, kann auch zugeſchnitten werden. g billig Ein Schreiner hilft auf Georgi ausziehen, übernimmt auch Meubel zum Polieren. Daſelbſt ſucht auch eine Frau Waſch⸗ und Putzplätze und läßt ſich zum Ausziehen verwenden. Eine Makkaroninudelmaſchine iſt mit Kundſchaft billig zu verkaufen um den Preis von 160 fl. Eine geſchickte Kleider macherin mit Ne⸗ benzimmer billig abzulöſen wegen Abreiſe, kann ſogleich bezogen werden. Zu erfragen beim Huber⸗ wirth. Zu verkaufen Familiengrab im Süd⸗ lichen Friedhof, ein Schneiderbügelofen und anderes. Junger Hoſenmacher auf Wochen geſucht. Kutſche iſt zu verkaufen; man kann acht Tage darin fahren, ohne geſchmiert zu werden. Elegantes weißes Brautkleid, nur einmal ge⸗ tragen, billig zu verkaufen. Ein Kutſcher ſucht einen Platz, ſe lbſt Buchenholzaſche zu verkaufen. auch iſt da⸗ 5 Ankeruhr im Bette vergeſſen ſucht bis 1. Auguſt eine Stelle in einem Gaſt⸗ oder Kaffee⸗ haus und läßt ſich zu allem verwenden. Zu verkaufen großer Hausaltar und Nachfſtuhl. Ein junges, ſolides Mädchen Ein freiſtehender Abtritt iſt zu ver, kaufen. Auch wird daſelbſt ein kräftiger Schreinerlehrling aufgenommen. Eine Frau, für ſich allein, wünſcht eine Haus⸗ hälterin⸗Stelle, ſte geht auch zur Gendarmerie. Eine alte Frau verlor Möbeltrümme, Abzugeben Lilienſtraße bei N. N. Ein Pelzrock mit Biſambeſatz und ſchwarzem Lammfutter an einen mittelgroßen Herrn zu verkaufen; auch ein Kinderwäger! und Wiege. 1 Ich erkläre den anonymen Briefſchreiber ſür ſo lange als ein ehrloſes Subjekt, bis derſelbe mir perſönlich gegenübertritt. Uebrigens iſt aus der Schreibweiſe ſchon zu erſehen, welchem Tierreiche derſelbe angehört. Antonie E. l Ein Reiſender, Tiroler, hatte heute eine und findet das Gaſthaus nicht mehr; erbittet um die Adreſſe im Gaſthaus zum Stachus. Literatur „ grig Zingel, das die Belt den Deutschen vegan Leipzig 1931. Koehler u. Amelang, GmbH., Gr. lebene Seiten. Dies volkstümlich und anſchaulich gelt und Buch umfaßt alle Gebiete der Wiſſenſchaft und Techni end in jedem haben Deutſche grundlegend oder bahnbre 1 gewirkt. Es iſt naheliegend, daß Zingel den 80 6 Siegesweg des Grafen Jeppelin an die Spitze des N 5 en geſtellt hat, iſt doch der Name Zeppelin im innerſten Aſt wie in den Hauptſtädten der Welt die Verkörperung 12 ragender deutſcher Leiſtung. Das deuktſche Volk ſo een; auch ſeine anderen großen Meiſter darüber nicbt verg 15 Robert Koch und Juſtus v. Liebig, Otto von Geric e, Jeſeph Fraunhofer, Gutenberg und Senefelder, die lu, thals und die vielen bedeutenden Erfinder, die das bone weſen, das Beleuchtungsweſen, Telegraphie, Telephon Telefunken gefördert haben, ſowie den Drgan een Weltpoſtvereins, Heinrich v. Stephan. Zu ihnen geſe 0 35 die croßen deutſchen Künſtler Dürer und Bach, e Beethoven, ſie alle zeichnet Zingel in ihrem zähen Nager ihrem ausdauernden Kampf um das Ziel, in ea 1 gleichlichen Opferwilligkeik im Dienſte ihres Volke der Menſchheitskultur. b K „— — 2. A. EZB g der te die Erfin⸗ ernes das und btliche denen „Alt⸗ erwei⸗ ilchen. daß Kleid el ble u g in in ge⸗ armen zogen bis iffee⸗ ſtuhl. ver⸗ tiger aus⸗ nel. 4 5 . 3 5 Aus Baden Zehnjahresfeier der Badiſchen Lichtſpiele * Karlsruhe, 3. Dez. Die Bedeutung und Wertſchätzung der Badiſchen Lichtſpiele für Schule und Volksbildung wurde am Sonntag beſonders unterſtrichen durch den ſtarken Beſuch des Feſtaktes, der zum 10jährigen Arbeits⸗ jubiläum im Städt. Konzerthaus ſtattfand. Vertreter der Regierung, Stadtverwaltung und der Kirchen⸗ behörden nebſt einer großen Zahl von Organiſatto⸗ nen waren anweſend. Nach der Lortzingſchen Feſt⸗ buvertüre, geſpielt vom Hausorcheſter unter Leitung des Kapellmeiſters Braun, hieß Geſchäftsführer Lichtenberger die Gäſte willkommen. Er warf einen Rückblick auf die erfolgreiche Tätigkeit der Geſellſchaft, die bis zum letzten Dorfe unſeres Landes vorgedrungen iſt und großen Segen geſtiftet hat. An 750 Orten wurden im Jahre 1930 Kultur⸗ und Lehr⸗ fülmen vorgeführt; 1931 werden es nicht weniger ſein. Daß die Badiſchen Lichtſpiele keine Konkurrenz für die Kinos darſtellen, kommt zum Ausdruck in einem letzter Tage abgeſchloſſenen Vertrag mit der Ver⸗ einigung der badiſchen Lichtſpieltheaterbeſitzer Dar⸗ nach werden ſämtliche Kinos zur Vorführung von Kultur⸗ und Lehrfilmen zur Verfügung ſtehen. Die Badiſchen Lichtſpiele haben ſich auch in den Dienſt der Winternothilfe geſtellt. Der Präſident der Internationalen Lehrfilm⸗ kammer(Sitz Baſel), Dr. Günther⸗Berlin, hielt einen Vortrag über„Film und Bildungsarbeit“, wo⸗ rauf als herrlichſter Kulturfilm des Jahres„Die blaue Adria“ über die Leinwand zog. Während deſſen ſpielte das Hausorcheſter und Gerhard Manko erfreute als Violin⸗Soliſt. Neunköpfige Diebes⸗ und Hehlergeſellſchaft vor Gericht Karlsruhe, 3. Dez. Vor dem Schöffengericht ſtand eine neunköpfige Diebes⸗ und Hehlergeſellſchaft, der zur Laſt gelegt war, in Karlsruhe, Bruchſal, Baden⸗Baden, Raſtatt und Durlach rund 30 Fahr⸗ Füder geſtohlen bzw. unter Verwendung gefälſchter Belege gehandelt zu haben. Das Gericht verurteilte die Angeklagten wie folgt: Der Kaufmann Fr. Beck⸗ mann aus Gladbeck erhielt wegen Rückfallsdiebſtahls und ſchwerer Urkundenfälſchung ein Jahr ſechs Monate Gefängnis, der Hilfsarbeiter Alfred Böffert von hier wegen Diebſtahls und einfacher Hehlerei ein Jahr einen Monat Gefängnis, der Maler Kurt Hermann wegen Rückfallsdiebſtahls ſechs Mo⸗ nate Gefängnis. Fünf weitere Angeklagten erhielten wegen Diebſtahls bzw. Urkundenfälſchung zwei Mo⸗ nate Gefängnis. Der ledige Bäcker Walter Erwin Vogel von hier wurde wegen gewerbsmäßiger Heh⸗ lerei und Urkundenfälſchung zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Raubmord am Hüninger Kanal? Müllheim, 4. Dez. Kaum 50 Meter von der Einmündung des Hüninger Kanals in den Rhein fanden Schiffer einen Filzhut, einen Stock und eine goldumrandete Brille. Die beigerufene Gendar⸗ merie ſtellte feſt, daß an der Fundſtelle das Gras zerſtampft war, weiter wurden Spuren eines schweren Falles feſtgeſtellt und eine Blutlache ent⸗ deckt. Die gefundenen Gegenſtände gehören dem im Ruheſtand lebenden 67jährigen Arbeiter Emil Meyer, der in Riehen wohnhaft iſt. Er hatte zu Beginn dieſer Woche ſein Ruhegehalt bezogen, dann in Hüningen ein Glas Wein getrunken und gegen 10 Uhr abends in Geſellſchaft eines jungen Mannes das Lokal verlaſſen. Seitdem iſt Meyer verſchwun⸗ den. In der Wirtſchaft hatte er ſein Geld, etwa 250 Schweizer und 50 franzöſiſche Franken, gezeigt. Der junge Mann, namens Bacher, der ſich auch durch einige Redewendungen verdächtig gemacht hat, t verhaftet worden. N seh, Schriesheim, 3. Dez. Der überfüllte Saal bei Anlaß der Winterveranſtaltung des hieſigen Tbd. Jahn“ in der„Roſe“, bewies erneut die große Be⸗ llebtheit des Vereins in unſerer Gemeinde Nach einem flotten Eröffnungsmarſch, begrüßte der erſte Vorſitzende, Hauptlehrer Heinrich Mack, die Er⸗ ſchienenen, Anſchließend ſprach die Turnerin Liesbeth Gruber einen von Vereinspreſſewart Hermann Schumann verfaßten Prolog. Unter der bewähr⸗ ten Leitung von Oberturnwart, Hack, folgten nun die turneriſchen Vorführungen, wobei die Muſter⸗ kiegs des Vereins am Reck und Barren hervor⸗ ragende Leiſtungen zeigte. Die Damenabteilung führte unter Leitung von Frauenturnwart Ullrich exakt ausgeführten Keulenübungen vor. Einen Höhe⸗ punkt des Abends bildete die Aufführung des Volks⸗ ſückes in 3 Akten von Albert Finck⸗Karlsruhe:„In der Heimat iſt es ſchön“, deren Leitung in den Hän⸗ u von Preſſewart Hermann Schumann lag. Die reichhaltige Gabenverloſung rief viel Freude hervor. W tun 8 zum Frankfurter Gift-Diebſtahl O. Sch. Frankfurt a.., 4. Dez. Wie im geſtrigen Abendblatt kurz gemeldet, gelang es vor einigen Tagen einem Polizeibeamten in Frankfurt a.., zwei junge Giftdiebe feſtzu⸗ nehmen. Hierzu drahtet unſer O. Sch.⸗Mitarbeiter die nachſtehenden intereſſanten Einzelheiten: Ein Schutzpoliziſt vom IV. Revier ſtellte in der Nacht vom Samstag zum Sonntag zwei verdächtige Burſchen, die flüchteten. Er gab einige Schreck⸗ ſchüſſe ab, verfolgte den einen der Täter mit einer Autotaxe, nahm ihn feſt, und erfuhr dadurch den Namen des Komplizen, der noch in der gleichen Nacht verhaftet werden konnte. Vor der Polizei erklärten die Beiden, Söhne achtbarer Eltern zu ſein, die in ein Grammophongeſchäft einbrachen, nur zu dem Zwecke, ſich Geld für den Sonntag zu verſchaffen. Es ſei dies ihr erſter Einbruch ge⸗ weſen, bei dem ſie gleich erwiſcht wurden. Die Kriminalpolizei ſtellte feſt, daß es ſich um den 17jährigen Schloſſerlehrling Friedrich R. und den 19jährigen Schloſſer Wolfgang Sch. handelte, die tat⸗ ſächlich aus guter Familie ſtammen. Eine Durch⸗ ſuchung der Wohnung brachte ein überraſchendes Er⸗ gebnis. Die Kriminalpolizei fuhr einen ganzen Wagen voll Diebesgut ab, und die Diebesgut⸗Aus⸗ ſtellung auf der Polizei macht einen höchſt bedenk⸗ lichen Eindruck. Ein großer Tirch enthält 2— 300 Glasflaſchen und andere Behältniſſe mit ſchwerſten Giften, wie Luminal, Strychnin, Veronal, Zyan⸗ kali, Pikrinſäure, Phosphorſäure, Kokain, ein halbes Dutzend Schußwaffen, einen ganzen Tiſch beſtes Einbrecherwerkzeug, dann teuere Photoappa⸗ rate, Schuhe, Kleidungsſtücke, Koffergrammophone, Platten und vieles andere mehr. Warum haben die Burſchen geſtohlen? Die Frage iſt ſehr ſchnell beantwortet. Sie hatten beide, trotz ihrer Jugend weitgehende Beziehungen zu Dirnen, für die ſie, da ſie Geld nicht beſaßen, „anſchaffen mußten“. Sie wollen ſich aber auch beide ſeit dem zwölften Jahre mit chemiſchen Verſuchen be⸗ ſchäftigt haben. Da die Beſchaffung der Chemikalien auf geſetzlichem Wege auf Schwierigkeiten ſtieß, brachen ſie mit Nachſchlüſſeln in Schulen ein, wo ſte die Chemiezimmer plünderten. In einem Zimmer des Kaiſer⸗Friedrich⸗Gymnaſium wurden ſie vom Schulpedell überraſcht, ſie überwältigten ihn durch Vorhalten von Revolvern und konnten flüchten. Fünf Jahre Eine bedeutende Winterſport⸗ und Ausflugsbahn des Schwarzwaldes feierte am 1. Dezember die 5. Wiederkehr ihrer Betriebseröffnung. Am 1. Dezember 1926 wurde, von den Induſtrie⸗ und Handelskreiſen und den Bewohnern der durch ſie erſchloſſenen Gegend ebenſo lebhaft begrüßt wie von den am Fremden⸗ verkehr intereſſterten Kreiſen, die Dreiſeenbahn er⸗ öffnet. Ihren Namen hat die Bahn von den drei Schwarzwaldſeen Titiſee, Windgfällweiher und Schluchſee, die ſie auf ihrem etwa 20 Km. langem Lauf berührt. Die Bahn zweigt von der Höllentalbahn am Ort Titiſee in großem Bogen über Oſt und Süd nach Südweſten ab, eilt am ſüdöſtlichen Ufer des Titiſees vorbei bis zu den Feldberghängen hinauf, zur Station Bärental— Feldberg, die mit einer Höhe von 967 Meter ü. d. M. die höchſte Reichsbahnſtation des Deutſchen Reiches darſtellt. Hinter Bärental wendet ſich die Bahn in über 90 Grad Richtungsänderung nach Süden und zieht über das ſogenannte„Rote Meer“, eine eigenartige wildromantiſche Schwarzwaldlandſchaft, an Altglas⸗ hütten⸗Falkau vorbei und in ſanftem Bogen an den öſtlichen Ufern des Windgfällweihers entlang in ſtetiger Steigung an Aha vorüber bis zum langge⸗ ſtreckten Schluchſee und dem gleichnamigen Ort, um am ſüdlichen Ende des Schluchſees, am Bahnhof See⸗ brugg, in einer Höhe von 932 Meter ü. d.., zu endigen. Die Bahnlinie hat große Bedeutung für die Ju⸗ duſtrie der dortigen Gegend, insbeſondere für die Holzabfuhr und den Ausbau des Schluchſee⸗ Kraftwerkes. Nicht minder groß aber iſt die Rolle, die ſie als Zu⸗ bringerin des Fremdenverkehrs für die obengenann⸗ ten Kurorte und Winterſportplätze, vor allem aber auch für die Jahreskurorte St. Blaſien und Höchenſchwand und den Feldberg, ſpielt. Der Skiläufer iſt einer der begeiſtertſten Ver⸗ ehrer der Dreiſeenbahn, bringt ſie ihn doch mit ſei⸗ Häufig genug gingen ſie während der Schulzeit frech in die Schulen und holten ſich die Chemikalien aus den meiſt offenen Schränken. Einige ganz beſonders ſchwere Fälle Um ſich ein großes Quantum Gift zu verſchaffen, brachen ſie in das Pharmazeutiſche Inſtitut der Frankfurter Univerſität ein. Das heißt, ſie gingen einſach, während die Studenten im Hörſaal waren, in den Giftraum. Nachdem ſie ihn mit einem Nach⸗ ſchlüſſel geöffnet hatten, wurden ſie vom Hausver⸗ walter harmlos gefragt, ob ſie auf den Profeſſor warteten, und gebeten, den Raum zu verlaſſen, da ei geſchloſſen werden müſſe. Dabei verloren ſie ſogar eine Anzahl Gifte. Das Pharmazeutiſche Inſtitut hatte anfänglich von dem Diebſtahl ſchwerſter Gifte überhaupt nichts gemerkt. In der Kronprinzenſtraße wurde ein Einbruch in ein Waffengeſchäft verſucht, in der Neuen Mainzerſtraße einer verüht. Typiſch für die Frechheit der Burſchen iſt ein Ein⸗ bruch in einem Sprechapparategeſchäft, das bei dem Lehrherrn der zwei jugendlichen Gauner einen Kunſtſchlüſſel in Arbeit gab. Sie ſtellten ein Dupli⸗ kat davon her, und brachen nachts ein. Zahlloſe Platten und Apparate waren die Beute, die die Kriminalpolizei auf dem Frankfurter Hauptbahnhof ſicher ſtellen konnte. Während die Burſchen im Laden einpackten, brüllte auf der Straße ein Mann in den Laden: „Feierabend!“ Er glaubte, das Perſonal ſei über die Zeit beſchäftigt. Am 13. September holten ſie aus einer Photo⸗ handlung für 1500/ teuerſte Photoapparate heraus, die in die Hände der Dirnen zum größten Teil wanderten. Durch einen Einbruch in ein Kaufhaus auf der Kaiſerſtraße verſorgten ſie ſich und ihre Freundinnen mit Kleidern, Schuhen und Wäſcheſtücken. Bisher ſind ihnen 18 Ein⸗ brüche nachgewieſen worden. Sie hatten ſtets ſcharfgeladene Schußwaffen bei ſich. Unter Tags arbeiteten ſie, wie brave Bürgerſöhne, die ſie der Herkunft nach auch ſind. Nachts brachen ſie ein. In einer Schule ließen ſie auch das Dienſt⸗ ſjegel mitgehen. Die Giftphiolen waren in alte Zigarrenkiſten verpackt. Es iſt mehr als onherbar, daß die Eltern von den Diebesfahrten der Zwei nichts merkten und auch von dem ungeheuren Gift⸗ depot ihrer Sprößlinge keine Kenntnis bekamen Dreiſeenbahn nen Brettern lebenſo wie den Rodelſportler mit ſei⸗ nem Schlitten) in kurzer Fahrt für billiges Geld in eine ideale Skilauf⸗Landſchaft. Beſonders der Bahnhof Bärental⸗Feloͤberg ent⸗ läßt allwinters aus den gemütlichen Wagen der Dreiſeenbahn unüberſehbare Scharen von Skiläufern, die unmittelbar nach Verlaſſen des Bahnhofs ſchon die Bretter anſchnallen und hinaus in die ſchwei⸗ gende Winterpracht eilen können. Für den Beſuch des Feldoͤbergmaſſivs gibt die Schluchſeebahn mit ihren Stationen Bärental⸗Feld⸗ berg, Altglashütten⸗Falkau, Schluchſee und Seebrugg vielſeitige Kombinationen für Skiwanderungen in dem intereſſanten Gebiet, das ſich um den höchſten Gipfel des Schwarzwaldes ausbreitet. Die Drei⸗ ſeenbahn iſt deshalb zu einem Lieblingsverkehrsweg für den Winterſportler aber auch für den Wanderer und Ausflügler der übrigen Jahreszeiten geworden. Ganz überraſchend ſtieg die Verkehrsentwicklung auf der neuen Bahn ſeit ihrer Eröffnung an, ſo daß mehrfache betriebliche und bauliche Erweiterungen notwendig wurden. bv. N Stuttgart hat über 400 000 Einwohner rdy. Stuttgart, 2. Dez. Seit dem 1. November gehört Stuttgart zu den deutſchen Städten mit mehr als 400000 Einwohnern. Bei der letzten Volks⸗ zählung im Jahre 1925 wurden noch 341967 Ein⸗ wohner gezählt. Die folgenden Jahre brachten ſtarken Zuzug nach Stuttgart. Ferner war in allen Jahren ein Geburtenüberſchuß vorhanden. Stuttgart iſt eine der ganz wenigen deutſchen Großſtädte, in denen die Bevölkerung bis heute noch nicht abgenommen, ſondern im Gegenteil noch zugenommen hat. Seit 1925 betrug der Geburten⸗ überſchuß 6687 und der Wanderungsgewinn(Mehr⸗ zuzug) 29,530, Eingemeindungen brachten 22875 Ein⸗ wohner. 142. Jahrgang/ Nummer 563 Aus der Malz Kreisausſchußſitzung des Pfälziſchen Kreislehrervereins * Bad Dürkheim, 2. Dez. Die im hieſigen Parkhotel abgehaltene Sitzung des Kreisausſchuſſes wurde vom 2. Vorſitzenden, Oberlehrer A. Fuchs ⸗ Frankenthal, geleitet. Das erſte Referat hielt der Vorſitzende der ſchulpolitiſchen Hauptſtelle des Bayeriſchen Lehrervereins, Weiß ⸗ Nürnberg, der die ſchulpolitiſche Lage der Gegenwart behandelte. Wie ſich die ſchulpolitiſchen Belange in dem Geſamtproblem der Politik ſehen, war der Kern ſeiner Ausführungen. Ueber die Beamtenfrage ſprach Oberlehrer Mang ⸗Kaiſerslautern, indem er zum Schluß mit einem warmen Appell für Beibehaltung der„Pfäl⸗ ziſchen Lehrerzeitung“ eintrat. Bezirksſchulrat Leiſt⸗ Zweibrücken ſchilderte den Stand der neuen Fibel, die ſich den Richtlinien des Miniſteriums anpaſſe, nach denen im erſten Drittel des erſten Schuljahres ohne Buch der Schreibleſeunterricht zu betreiben ſei. Obwohl Beſtrebungen im Gange ſeien, auch dieſes Lernbuch konfeſſtonell zu geſtalten, könne doch mit⸗ geteilt werden, daß dieſer Standpunkt endgültig auf⸗ gegeben worden ſei. Hinſichtlich der Vereinsarbeit machte der Vor⸗ ſitzende Mitteilung von der Erkrankung des 1. Vor⸗ ſitzenden und davon, daß die nächſte Kreisausſchuß⸗ ſitzung im Frühjahr in Speyer, die Mitglieder- verſammlung vorausſichtlich in Zweibrücken ſtattfindet. Mit letzterer Veranſtaltung iſt das 25⸗ jährige Vorſitzenden⸗Jubiläum der beiden Vorſttzen⸗ den Krebs und Fuchs verbunden. Nach reichlich ſechsſtündiger Dauer konnte der Vorſitzende die an⸗ regend verlaufene Verſammlung ſchließen. Das neue Arbeitsamt in Landau * Landau, 2. Dez. Bei einer Preſſebeſichtigung des neuen Arbeitsamtes machte Direktor Schmitt Ausführungen über den Umfang und Aufgabenkreis. Durch die Errichtung der Reichsanſtalt wurden im Jahre 1928 die Arbeitsämter Landau und Germers⸗ heim zuſammengelegt, ſo daß nunmehr der Umfang des Gebietes des Arbeitsamtes Landau die Stadt Landau, die Bezirksämter Bergzabern, Germers⸗ heim und Landau, alſo die ganze Südpfalz umfaßt. Das Amt ſelbſt gliedert ſich in das Hauptamt Lan⸗ dau, die Nebenſtellen Germersheim und Annweiler und die Hilfsſtellen Bergzabern, Kandel und Eden⸗ koben. Hierzu kommen noch 32 gemeindliche Melde⸗ ſtellen. Erneut vor Gericht * Alnuweiler, 4. Dez. Der vor einigen Wochen wegen Amtsunterſchlagung zu vier Monaten Gefäng⸗ nis verurteilte Stadtoberſekretär Otto Acker von hier hatte ſich erneut vor dem Schöffengericht Landau zu verantworten, und zwar wegen eines Sittlichkeits⸗ verbrechens, das er an einem noch nicht 14jährigen Schüler, dem er Stunden erteilte, begangen hat. Das Gericht hob die für die erſte Verurteilung be⸗ willigte Bewährungsfriſt auf, zog die neuerliche Straftat mit dem früheren Urteil zuſammen und ſprach eine Gefängnisſtrafe von zehn Monaten aus. dy. Mainz, 3. Dez. Der zwiſchen dem Mainzer Hauptbahnhof und dem Bahnhof Mainz⸗Süd lie⸗ gende, rund 1200 m lange Eiſen bahntun nel wird auf einer Strecke von etwa 300 m zwiſchen dem Gautor und dem Windmühlenberg freigelegt. Die Ausführung dieſer Arbeit wird der Reichsbahn ſowohl in betrieblicher als auch wirtſchaftlicher Hin⸗ ſicht ganz erhebliche Vorteile bringen. Infolge un⸗ zureichender Entlüftung mußten die Gleiſe im Tun⸗ nel alle vier Jahre erneuert werden, während ſte ſonſt auf freier Strecker unter gleicher Belaſtung eine Liegedauer von 20 Jahren erreichen. Der Ab⸗ bruch des Tunnelgewölbes geſchieht in Tetlabſchnit⸗ ten unter Verwendung eines eiſernen Schutzgerüſtes, das vorher im Tunnel eingebaut und feweils nach dem Stand der Abbrucharbeiten verſchoben wird. Mit den durch die Freilegung gewonnenen 330 000 Kubikmeter Erdmaſſen ſoll am Fort Hechtsheim ein ſpäter als Rodelberg dienender Hügel aufgeſchüttet werden. Die Arbeiten ſollen im Frühjahr 1932 be⸗ gonnen und in der Hauptſache bis Ende 1932 fertig werden. Es werden rund 300 Arbeiter auf ein Jahr Beſchäftigung finden. Beil Kopfſchmerzen, nervöſen, rheumatiſchen und gichtiſchen Schmerzen haben ſich Togal⸗Tabletten hervorragend bewährt. 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Einzahlung Wie die K. 3. meldet, iſt geſtern die Dis kont⸗Com⸗ pagnie gegründet worden bzw. kann als gegründet gelten. Die Gründung als AG wird am Samstag offiziell vorgenommen. Die tung wird Reichsbanldirektor Hoppe übernehmen. er Verwaltungsapparat ſoll mög⸗ lichſt klein gehalten werden. Der ungefähre Rahmen iſt ſchon bekonnt: 50 Mill.„ Kapital, darauf eine Einzahlung von 25 v. H. Die Deutſche Golddiskontbank, die Tochter⸗ geſellſchaft der Reichsbank, übernimmt 26 Mill./ Aktien. Die Geſchäftsräume werden aber außerhalb der Reichsbank ſein. Das reſtliche Kapital wird von der Verkehrs⸗ kreditbank, der Bank für Induſtrieobli⸗ gotionen und in der Hauptſache ſonſt von den Groß⸗ banken übernommen. Der Kreis der Beteiligten iſt etwas enger gezogen als urſprünglich beabſichtigt war. Die Akzept⸗ und Garanttebank wird nicht beteiligt ſein, da dieſes Inſtitut, mit einer Sonderaufgabe aus der Zeit der Zohlungskriſe betrout(Stützungsaktion), nicht in den nor⸗ malen Geſchäftskreis gepaßt hätte. Natürlich iſt auch das Reich nicht beteiligt, da die Diskont⸗Compagnie ledig⸗ lich den normolen Geldausgleich dienen und eine Vermitt⸗ lungsſtelle für kurzfriſtigen Anlage⸗ und Geldͤbedarf ſein ſoll. Uebrigens ſcheint auch die Rentenbank⸗Kreditanſtalt nicht dabei zu ſein. Hoffentlich aber die Provinz, denn ein Ziel der Gründung iſt doch von Anfang an Verbeſſe⸗ rung des Geldausgleichs zwiſchen Berlin und der Provinz, in erſter'nie allerdings zeitlicher Gel daus⸗ gleich, alſo Gelobeſchaffung durch Hereinnahme von käg⸗ lichem Geld zwiſchen Ultimo und Rückgriff auf die Reichs⸗ bank zum Ultimo durch Wechſellombard. Das Urteil über die Möglichkeiten des neuen Inſtituts iſt nicht einheitlich. Auf der andern Seite weiſt man darauf hin, daß gegenwärtig der Satz für Tagesgeld noch über dem Bankdiskont liegt und iſt im Zweifel, ob innerhalb des noch angeſpannten Gefüges des Geldmorktes eine Diskontbank viel Raum finde. Man iſt on andern Stellen der Meinung daß ſie gerade deshalb eine den Geldausgleich und die Geldentſpannung fördernde Aufgabe haben wird. Die Geldanſpannung iſt tatſächlich zum Teil auf die Unſicherheit der allgemeinen Lage, die Unſicherheit des Geldverkehrs und die Unſicherheit zwiſchen den Geldinſtituten zurückzuführen. Der Akzeptaus⸗ tauſch iſt gelähmt. Man glaubt, dadurch, daß man die gemeinſam gegründete und geſicherte Diskont⸗Compagnie möglichſt raſch in die unſichern Geldbeziehungen einreihe, einen Teil der Spannungen löſen zu können und dem Morkt und damit der Wirtſchaft eine Erleich⸗ terung bieten zu können. In dem verhältnismäßig guten Abſatz an Reichsſchatzwechſeln könnte man dafür einen Beweis ſehen, daß Bedürfnis für liguide und chere Anlage beſteht. Dieſe ſoll die Diskont⸗Compagnie bieten. Allzu viel allerdings darf man ſich u. E. von der Gründung nicht verſprechen. L D * Bankinſolvenz in Fulda. Das ſeit 1902 beſtehende Bank⸗ und Wechſelgeſchäft Gebr. Kaß mann, Fulda, hat geſtern ſeine Schalter geſchloſſen. Die Inſol⸗ venz iſt auf ſtarke Abhebungen zurückzuführen, die auf Grund von Verluſt⸗Gerüchten in den letzten Tagen einge⸗ ſetzt hatten. Der Status ſoll mit 75 000„ aktiv ſein. Stillegunasantrag der Ja. Henſchel K Sohn A.., Kaſſel Die Firma Henſchel u. Sohn, AG., Kaſſel, hat geſtern folgenden Antrag an den Regierungspräſidenten in Kaſſel geſtellt:„Unter Bezugnahme auf die wiederholten und ein⸗ gehenden Darlegungen der wirtſchaftlichen Verhältniſſe unſeres Unternehmens zeigen wir hiermit dem Herrn Re⸗ giexungspräſidenten an, daß wir nach Ablauf der vierwöchi⸗ gen geſetzlichen Sperrfriſt von heute ab gerechnet, unſeren Geſamtbetrieb am 31. Dezember ſti[legen werden. Der Arbeiter⸗ und Angeſtelltenrat iſt von dieſer Maßnahme untexrichtet. Wir ſehen uns zu dieſem bedauerlichen Schritt leider veranlaßt, weil die geringe Zahl der vorhandenen Aufträge ein wirtſchaftliches Arbeiten zurzeit nicht ermöglicht. Wir bleiben in Arbeitsgemeinſchaft und bemühen uns, eine Wie⸗ deraufnahme des Betriebes durchzuführen, ſobald die Ge⸗ ſtehungskoſten und ſonſtigen Laſten auf ein Maß gekommen ſind, welches ein tragbares Verhältnis zu den erreichbaren Aufträgen ergibt.“ Die Leitung des Unternehmens gibt dem WTB.⸗Handels⸗ dienſt auf Anfrage bekannt, man hoffe im Intereſſe der Ar⸗ beiter⸗ und Beamtenſchaft, daß die allgemeine wirtſchaft⸗ liche Entwicklung doch eine baldige Wiedereröffnung des Be⸗ triebes zuläßt. Erſatzteillieferung und Reparaturen erfah⸗ ren keine Unterbrechung. * Neue Sanierung bei Bamag? Wie ſchon früher ge⸗ ſchätzt wurde, wird die Bamag⸗ Me guin Ac. in Berlin mit einem erheblichen Verlu ſt abſchließen (i. V. 0,11 Mill. 1 Reingewinn). Die Bilanzſitzung findet am 9. d. M. ſtatt. Laut BT. beſteht die Wahrſcheinlichkeit, daß die Geſellſchaft, die gegen Ende des Jahres 1927 durch eine Zuſammenlegung des Aktienkapitals von 16 auf 5,3 Mill.& und Wiedererhöhung auf 12 Mill.“ ſaniert wurde, eine neue Zuſammenlegung des Aktienkapi⸗ kals im Rahmen der Notverordnung über Kapitalherab⸗ ſetzungen beantragen wird. * Zahlungsſchwierigkeiten der Papierfabrir Joh. Sutter A. Schopfheim(Baden), 3. Dez. Die Papierfabrik Johann Sutter A G iſt in Schwierigkeiten geraten und hat ihre Zahlungen eingeſtellt. Verhand⸗ lungen ſind im Gange, um den Betrieb, der ungefähr 90 bis 100 Arbeiter und Arbeiterinnen beſchäftigt, aufrecht zu erhalten. Das Unternehmen wurde im Frühjohre 1930 nach eineinhalbjähriger Stillegung von einer neuen Aktio⸗ wärgruppe wieder in Betrieb genommen, nachdem die tech⸗ niſche Einrichtung mit großem Aufwand moderniſtert wor⸗ den war. Es beſtand auch Ausſicht das Unternehmen wirt⸗ ſchaftlich zu führen, bis die ſcharfe Wirtſchaftskriſe Schwie⸗ rigkeiten verurfachte. Mittag-Ausgabe Nr. 563 Abbau Auslandskredite und deutſcher Lebenshaltung⸗Abbau der Kreditverteilung Aus der Verwirrung, in die die deutſche Wirtſchaft durch eine Reihe von Gründen, mit am meiſten durch die Reparationen und ihre Folgen ſowie die Kreditabzehung des Auslands gebracht worden iſt, kann natürlicherweiſe eine neue Ordnung erſt nach und nach wieder⸗ hergeſtellt werden. Darüber kann allerdings kein Zweifel beſtehen, daß in ganz weſentlichen Punkten an die abgeriſſene frühere Linie nicht wieder angeknüpft wer⸗ den kann, ſondern daß auf ganz neuer und veränderter Grundlage wieder aufgebaut werden muß. Es genügt, darauf hinzuweiſen, daß die Jahre 1924 bis einſchließlich 1929 durch den entſcheidenden Umſtand charak⸗ teriſiert waren, daß über 5,7 Milliarden echte Letſtungen der deutſchen Volkswirtſchaft für 10,5 Milli⸗ arden Reparationen und Zinſen hinaus außer deu reſt⸗ lichen für die Schuldverpflichtungen erforderlichen 4,8 Milli⸗ arden noch 11, Milliarden„ zur Hebung der deutſchen Lebenshaltung geborgt wurden(nach der Zahlungs⸗ bilanz errechnet). Seitdem iſt aber die deutſche Nettover⸗ ſchuldung nicht nur nicht vermehrt worden, d. h. die ſeit⸗ dem gemachten Schuldenzahlungen mußten ganz aus echten deutſchen Leiſtungen beſtritten werden, ſonderna es iſt bis heute auch bereits eine mit 2,6 Milliarden/ anzunehmende Verringerung der deutſchen Nettoverſchuldung an das Auß⸗ land eingetreten. Das heißt alſo, daß ein Teil der in jenen Jahren erfolgten künſtlichen Aufblähun g der deutſchen Wirtſchaft und damit auch der deutſchen Lebens⸗ haltung endgültig bereits wieder rückgä ngig ge⸗ macht worden iſt; die gleiche Entwicklung bleibt aber noch im Gange.. Es iſt alſo eine endgültige Schrumpfung im deutſchen Volkswirtſchaftskörper eingetreten, und ſie ſetzt ſich zunächſt noch mit der weiteren Rückgabe der geborgten Gelder fort; die deutſche Geſamtlebenshaltung wird alſo vorläufig noch weiter herabgedrückt. Jetzt ſehen wir in aller Klarheit den gauz engen Zuſammenhang zwiſchen der Hereinnahme von Auslandsgeldern und der Erhöhung des deutſchen Einkommenſtandes, d. h. wir können ſozuſagen auf den Pfennig genau nachrechnen, in welcher Höhe bisher das deutſche Volk auf Koſten des Auslands, nicht aufgrund ſeiner eigenen Leiſtung, gelebt hat. Die Folge iſt unter vielen anderen, daß die ganze Organiſation der Wirtſchaft in einen en⸗ geren Rahmen hineingeſtellt werden muß. Da die Geſamtmenge des zu verwaltenden und verteilen⸗ den Kapitals ganz erheblich kleiner geworden iſt, muß notwendigerweiſe auch der Verteilun gs appa⸗ rat, das ganze Bankweſen, eine ſehr erhebliche Einſchrän⸗ kung erfahren. Die ungeheure Ausdehnung des Banken⸗ apparats in der Inflationszett iſt beim privaten Bank⸗ weſen allerdings ſchon zu einem erheblichen Teile rück⸗ gängig gemacht worden. Beſtanden 1913 1800 Privatbank⸗ firmen mit 4 300 Niederlaffungen, ſo betrug ihre Zahl 1925 immer noch 2 500 bzw. 6 000, Anfang 1930 waren davon 500 Banken mit 700 Niederlaſſungen in Wegfall gekommen. In⸗ zwiſchen hat ſich die Zahl weiterhin ſehr ſtark verringert, zumal ſeit den Ereigniſſen des Sommers. Anders liegen die Verhältniſſe bei den 6 ffentlichen Banken. Ihre größte Ausdehnung fällt überhaupt in die Nachinflationszeit und hatte eine ſolche Veränderung des Verhältniſſes in der Kreditgewährung der privaten unb öffentlichen Bänken zur Folge, daß die letzteren den größeren Anteil der geſamten Kreditvermittlung, die kurz⸗ friſtigen Kredite ausgenommen, haben. Während nun für die Arbeitsmöglichkeit der privaten Banken ſchließlich der Ertrag entſcheidend iſt und mit der geſchwundenen Rentabilität auch die Zahl der Privatbanken ſich ſtark ge⸗ lockert hat, rollzieht ſich der Ausleſeprozeß bei den öffent⸗ lichen Banken ſehr viel langſamer, da ſie einen Rückhalt in den verſchiedenartigſten Intereſſen, letzten Endes aber in der allgemeinen Kapitalkraft haben. ODeffentli ch ⸗ rechtliche Banken gibt nes ja faſt für jeden Zweck; wie jedes deutſche Land ſeine Staatsbank haben wollte, ſo beanſpruchte faſt jede Stadt ihr ſtädtiſches Inſti⸗ tut, jede öſſentlich⸗rechtliche Organiſation das ihrige. Ge⸗ rade dadurch kam es zu einer völligen Unordnung im Bank⸗ weſen, zu der ſo ſehr beklagten Planloſigkeit. Die der Abneigung gegen das öffentliche Bankweſen ſicher⸗ lich nicht verdächtige„Frankfurter Zeitung“ drückt ſich in einer Sonderarbeit über den Nachkriegs kapitalismus fol⸗ gendermaßen aus: „Der augenblickliche Zuſtand des öffentlichen Bank⸗ weſens iſt vor allem dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Kreditorganiſationen und Kredit⸗ inſtituten, die ihre Entſtehung ganz verſchiedenartigen und z. T. vorübergehenden und zufälligen Umſtänden verdanken, nebeneinander beſtehen, ohne daß eine klare Zielſetzung über die Geſichtspunkte, nach denen ſich nun die Kapitalleitung zu vollziehen hätte, erkennbar gewor⸗ den wäre. Ginge es in dieſem Stile weiter und blieben auch die indirekten Eingriffe des Staates in die Kapital⸗ lenkung beſtehen, ſo wäre tatſächlich der größte Teil unſerer Kapitalverwendung desorgani⸗ ſtert, denn ſo verdienſtvoll beiſpielsweiſe die Kapital⸗ ſammeltätigkeit der Sparkaſſenorganiſation geweſen iſt, ſo Acuidationskurje dürfen nicht veröffentlicht werden! Berliner Freiverkehr im Verlaufe erholt A Berlin, 3. Dez. Die im Berliner Freiverkehr gegen getretene Abſchwächung an den Aktienmärkten ter wieder einer Erholung Platz, zahl der Werte ihr Vormittagsniveau konnte. Einiges Intereſſe machte ſich für Montanpapiere und beſonders für Rhein. Braunkohlen geltend. Am An⸗ lagemarkt blieb die Stimmung dagegen ziemlich ſchwach. Relativ widerſtandsfähig lagen nur Reichsbahn⸗ vorzugsaktien, Reichs ſchuldbuchforderungen und Induſtrie⸗ obligationen. Bei der Altbeſitzanleihe wies man darauf hin, daß jetzt ſchon die Efſektivverzinſung des Papiers höher iſt, als der augenblickliche Tageskurs. Am Gel d⸗ markt war Tagesgeld in ſich etwas leichter, der Satz blieb jedoch mit 8,75 bis 10 v. H. unverändert. Privat⸗ diskonte waren heute eher noch mehr angeboten als in den letzten Tagen, der Satz blieb aber trotzdem unverändert. Der Börſenvorſtand gibt bekannt, daß eine Veröffentlichung der Liquidationskurſe, zu denen die Prolongation der ſchwebenden. Termin⸗ geſchäfte vom 10. Dez. auf den 31. Dez. 1931 zu erfolgen hat, nicht ſtatthaft iſt. Nach Auffaſſung der zuſtan⸗ digen Staatsbehörden ſteht einer Veröffentlichung dieſer Kurſe das Kursveröffentlichungsverbot vom 3. Oktober 1931 entgegen. Inſolgedeſſen kann der Börſenvorſtand Prolongalionskurſe nur von Fall zu Fall auf Anfrage bei Nachmeis eines Intereſſes mitteilen. Die Mitglieder des Liquidationsvereins werden von der Liquidätionskaſſe Auskunft über die Kurſe erhalten. Das individuelle Aus⸗ kunfts recht des Bankiers gegenüber dem Kunden wird, wie (Eig. Dr.) Mittag ein⸗ machte ſpa⸗ ſo daß die Mehr⸗ wieder erreichen bekaunt, durch das Kursveröffentlichungsverbot nicht be⸗ rührt. Ein ſeltſamer, unbegreiflicher Beſchluß der Be⸗ hörde, der weder praktiſch noch klug iſt. Starke Schwankungen der Pfundnotiz Die Grundſtimmung an der Londoner Börſe war, da das Geſchäft infolge der dauernden Schwankung des Pfundes ſtark beeinträchtigt wurde, ſehr unſicher. Britiſche Staatspapiere konnten ihre anfängliche Erholung nicht be⸗ haupten.— An der Pariſer Börſe ergaben ſich auf Ab⸗ gaben der Baiſſiers allgemein Kursabſchläge, die zum Teil ſogar größeres Ausmaß annahmen.— Die Brüſſeler Börſe war nach ſchwächerem Beginn ſpäter widerſtandsfähi⸗ ger, das Geſchäft war zum Teil recht lebhaft.— Auch im Verlaufe konnte ſich an der Amſterdamer Börſe keine Erholung durchſetzen, Pounganleihe und Dawesanleihe waren aber gut behauptet.— Die Tendenz der Wiener Börſe war heute wiederum feſt, obwohl die höchſten Tages⸗ kurſe ſich zum Schluß nicht behaupten konnten, waren doch verſchiedentlich mehrprozentige Kursſteigerungen feſtzu⸗ ſtellen.— Die Abwärtsbewegung an der Newyorker Börſe ſetzte ſich heute weiter fort, das Intereſſe der Speku⸗ latton konzentrierte ſich auf Eiſenbahnaktien. An den internationalendeviſen märkten war das Pfund am Nachmittag weiter heftigen Schwan kun gen unterworfen, doch hielten ſich die Umſätze in ziemlich engen Rahmen. Gegen den Dollar ſtellte es ſich, nachdem es vorübergehend wieder auf 3 39 angezogen hatte, auf 3,37%, gegen den Gulden auf 836, gegen Paris auf 8674, gegen Zürich auf 17,42 u. gegen die Reichsmark auf 14,244. Der Dollar war nach vorübergehender Befeſtigung wie⸗ der etwas leichter, die Reichsmark gab ebenfalls im Kurſe nach, in Amſterdam ſtellte ſie ſich auf 58 65 und in Zürich auf 121.75. In Newyork nannte man ſie 23,75, die Norddeviſen waren wieder etwas ſchwächer, die Süd⸗ amerikaner tendierten dagegen eher etwas feſter. 8* unerträglich iſt es, daß es bei der beſonderen Kapital⸗ lenkung durch die Sparkaſſen und ihre Girozentralen nicht ſein Bewenden hat, ſondern daß daneben noch zahl⸗ reiche andere Inſtitutionen in die Kapitallenkung ein⸗ greifen ohne ein leitendes Prinzip, wie es im privaten Bankgewerbe der Grundſatz der Rentabilität darſtellt, ja ohne auch nur den geringſten Verſuch, die verſchiedenen öffentlichen Intereſſen, die unter beſtimmten Umſtänden eine Abweichung von jenem Grundſatz rechtfertigen können, gegenſeitig abzuwägen.“ Nachdem die Zahl der privaten Banken ſich freiwillig oder gezwungen verringert hat, ſoll nun auch bei den gro⸗ ßen Akttenbanken eine ſehr weitgehende Zuſammenfaſſung erfolgen. Wenn die Pläue zur Durchführung kämen, würden ſtatt der früheren fünf Großbanken nur noch zwei beſtehen, aber dieſe beiden würden in ihren eigent⸗ lichen Geſchäftsausmaßen bei weitem nicht an die fünf trotz des Zuſammenſchluſſes herankommen. Es wird auch ganz unerläßlich ſein, daß in dem Durchein⸗ ander und Nebeneinander der öffentlichen Banken etwas mohr Ordnung geſchaffen wird, notfalls mit einigem Nachdruck. Wie ſehr gerade von öffentlicher Seite aus an der Verwüſtung des Kapitalmarktes mit⸗ gearbeitet worden iſt, hat kaum jemand deutlicher geſagt als die Sparkaſſenorganiſation ſelbſt, die bittere Erfahrun⸗ gen mit vielen Städten bei dem Bemühen um eine ge⸗ ordnete und kontrollierte Beanſpruchung des Kapitalmark⸗ tes machen mußte. Die Bedeutung der öffent⸗ lichen Hands im Kreditweſen iſt nicht mehr zu verkennen. das gilt nicht nur für die Kreditver⸗ miitlung, ſondern auch für die Verſchuldung. So ſteht ſie auch bei den Auslandsanleihen an erſter Stelle; ſind doch 64 Prozent derſelben von öffentlichen Körperſchaften und Unternehmungen, 11 Prozent vom ländlichen und ſtädtiſchen Grundbeſitz und nur 25 Prozent von der unduſtrie aufgenommen. Eine Orönung des Kreditweſens kann daher nicht etwa auf das private Baukſyſtem beſchränkt bleiben; die ſchwerere Arbeit wird überhaupt erſt die volkswirt⸗ ſchaftlich zweckmäßigſte Eingliederung des öffentlichen Bankweſens in den Geſamtapparat der Kreditverteilung ſein, und da ganz augenſcheinlich die Höhe der verteilbaren Kreditmenge ſtark verringert worden iſt, wird auch im öffentlichen Bankapparat eine erhebliche Einſchränkung nicht vermieden werden können. * Hanfunion AG., Schopfheim.— Verluſtabſchluß. Das zum Blumenſtein⸗Konzern gehörige Unternehmen ver⸗ öffentlicht erſt jetzt ſeinen Abſchluß für 1930. Die Erträg⸗ niſſe erfuhren einen weiteren Rückgang auf 513 254(659 870) Mark. Die Unkoſten ſtellten ſich demgegenüber auf 595 710 (663 059). ſodaß ein Ver buſt von 47 456/ entſtand, der ſich Abzug des vorgetragenen Vorjahrsgewinnes von 80 732/ auf 16 724/ vermindert. In der Bilanz er⸗ ſcheinen(in): Anlagevermögen 2 339 448(2 415 750), Be⸗ triebsvermögen 3 238 087(3 705 124), darunter Forderungen 2877 262(2 418 404) und Warenbeſtände 744 816(1172 586) Das Anleihedisagio wird mit 315 000(836 000) ausgewieſen. Auf der Paffivſeite figurleren neben 3 Mill.% Ake. die zehnprozentige Reſerve, beide unv., Schulden mit 273 485 (413 536), Akzepte ſtark verringert 47 796(343 500). Die engliche Anleihe iſt jetzt mit 2287 978(2 369 106) bewertet, Avale betragen 837 080. Neubeſitz⸗Anleiheprozeß, Bürgerbräu Ludwigshafen 10 gegen 12 v. H. Dividende Der vorliegende Geſchäftsbericht bezeichnet ebenſo wie andere Unternehmungen der Branche die Serie der letzten Bierſteuererhöhungen als abſoluten Fehl, ſchlag für den Fiskus und als außerordentlich wirtſchaftsſchädlich für die Brauinduſtrie, weil zu der Ab⸗ ſatzkriſe als Folge der ſinkenden Kaufkraft der Bevölkerun die Untergrabung der Wettbewerbsfähigkeit durch Ueber⸗ beſteuerung des Bieres ſich geſellte. Der Mindererlös für Bier und Nebenprodukte konnte nicht durch ungefähr gleich⸗ hohe Verminderung der Generalunkoſten ausgeglichen wer⸗ den. Nach der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung auf 30. Sept. 1931 brachten Bier und Nebenprodukte nur 1,997 gegen 2,696 Mill./ i.., während Generalunkoſten.75(26) Mill./ erforderten. Einſchl. 34 590(31587)„4 Vortrag ermäßigt ſich der Reingewinn von 303 690/ auf 246 661„ nach 37 190(60 000)„ Abſchreibungen. Der G. am 16. Dez. wird vorgeſchlagen, auf das AK. von 1 Mill. Mark St. A. 10(12) v. H. und auf die 5000% VA. wieder 8 v. H. Dividende auszuſchütten. Dem Delkredere⸗ und Dispoſitionsfonds ſollen 90 000(i. V. 50 000„ und außerdem 60 000/ an die Spezialrücklage) zugeführt wer⸗ den, ſodaß nach 29 700(38 700)„ Tantiemen und Grati⸗ fikationen ein Neuvortrag von 26 561, verbleibt. Das Immobilienkonto ſteht mit 975 000(960 000), Maſchinen mit 66 500/(unv.) zu Buch, Vorräte ſind mit 484 950(534 676)„ bewertet und an Debitoren einſchließl, Bankguthaben waren 1 498 148(1 509 319)/ vorhanden, denen gegenüber bei unv. 100 500„ o. Rücklage 300 000 (240 000)„ Spezialrücklage und 400 000(350 000) 4 Del⸗ krederekonto neben 178 236(189 121)„ Hypotheken, Kredi⸗ toren einſchl. Bierſteuer und Kautionen mit 613 367 (921 087 14) ausgewieſen werden. 5 l Die künftige Entwicklung laſſe ſich in keiner Weiſe überſehen, doch beſtänden zurzeit Anzeichen eines weiteren gewaltigen Abſatzrückganges an Bier, dem trotz der Rücklagen mit Sorgen entgegengeſehen werde. Paulaner⸗, Salvator⸗ und Thomasbräu A. Dividendenkürzung Der Bierabſatz im abgelaufenen Geſchäftsjahr iſt, wie bei der Ueberſteuerung des Bieres nicht anders zu erwarten war, erheblich zurückgegangen. Im laufenden Geſchäfts⸗ jahr macht ſich ein weiterer ſtarker Rückgang bemerkbar, Dieſe Umſtände veranlaßten die Verwaltung, der auf den 16. Dez. einberufenen GV. eine Kürzung der Diyldende auf 8 v. H.(12 und 3 v. H. Bonus) und größere Zuwei⸗ ſungen auf die Reſerve zwecks innerer Stärkung des Un⸗ ternehmens vorzuſchlagen. Der Jahresüberſchuß einſchl. Vortrages beträgt nach Abzug von 564 784 4 (596 841%) Abſchreibungen und nach Vornahme einer be⸗ ſonderen Zuweiſung von 200 000%(i. V. 0) auf die Del⸗ kredere-Referve 1005 735(1 544 048) /. Hieraus ſollen als Kriſenrücklage 200 000 4 der Spezialreſerve zugewieſen und 150 000/ zu einer außerordentlichen Abſchreibung auf ge⸗ kaufte Brauereien verwendet werden. * Erweiterung der Kodak⸗AG, Berlin.— Erwerb des Kamerawerkes Dr. Nagel Stuttgart. Wie die Kodak Ach, Berlin, mitteilt, hat ſie das Kamerawerk Dr. Aug u ſt Nagel in Stuttgort⸗Wangen käuflich erworben. Das vor einigen Jahren von Dr. Auguſt Nagel, vordem Konſtrukteur der Zeiß Ikon AG, Dresden, gegründete Stuttgorter Werk wird von der Kodak⸗Geſellſchaft als Zweiabetrieb für Kamerabau unter dem Namen Kodak Ach, Dr. Nagel⸗Werk weitergeführt. * Neubeſitz⸗Klage gegen das Reich in erſter Junſtanz ab⸗ gewieſen. In dem geſtrigen Verkündigungstermin in dem Anleihe wegen der Trennung zwiſchen Alt⸗ und Neubeſttz gegen das Reich vor dem Landgericht— der erſten Inſtanz angeſtrengt hatte, wurde die Klage wegen Unzuläſſigkeit des Rechtsweges abgewkeſen. Die 193er Weine klären ſich Günſtige Entwicklung im Faß Die Pfälzer Spitzen weine ſollen die 19 80er übertreffen ö Ruhiger Ein⸗ kauf in allen Weingebieten/ Beimiſchungszwang für kleine deutſche Weine vorgeſchlagen/ Weiter rück⸗ gängige Preistendenz. Das Urteil über die 1931er Weine im Faß beginnt ſich, wie dieſe ſelbſt, zu klären. Es zeigt ſich, daß die Spätleſe des Okt. und Nov. ſich zu Spitzen weinen entwickeln, die z. B. in der Pfalz ſogar diejenigen von 1930 übertreffen ſollen, eine Auffaſſung, die ſelbſt von ſehr kritiſchen Wein⸗ fachleuten geteilt wird. Es war möglich, ganz hervor⸗ ragende Trockenbeerenausleſen zu machen, die erſtaunlich hohe Moſtgewichte ergaben. Aber auch ganz allgemein iſt der Ausbau der Jungweine beſſer als 1930. Wenn in einigen Wochen bei den frühzeitig geernteten Weinen der erſte Abſtich erfolgt, dürfte ſich ergeben, daß auch dieſe Weine dem 1930er mindeſtens gleichwertig ſind. Im Weineinkauf iſt es im allgemeinen ſehr ruhig ge⸗ worden und ortsweiſe ſind die Pr Ee n o ch weiter gefallen. Wie die hohe Bierſteuer beim Bierkonſum, ſo macht ſich der Aufſchlag auf die Getränke auch beim Weinverbrauch in einem rückgängigen Umſatz bemerkbar. Wo eine Getränkeſteuer nicht zur Erhebung kommt, wird der Konſumrückgang mit den allgemein ſchlechten Verhält⸗ niſſen begründet. 5 In der badiſchen Ortenau haben die Wein⸗ produzenten meiſtens ihre Keller noch voll. Die an den zweiten Ablaß ſich anſchließenden Wein verſtei⸗ gerungen werden erſt zu erweiſen haben, ob dadurch etwas mehr Leben ins Weingeſchäft kommt. Bei letzten Umſätzen bewegten ſich die Preiſe für Ortenauer Weiß⸗ weine zwiſchen 40—50/ je 100 Liter. In der oberen Markgrafſchaft werden ſtatt 30— 35 4 im Herbſt nur noch 26-30„ je Hl. bezahlt; Kaiſerſtuhl⸗ Weine erzielten, weil dort die Beſtände an neuen Weinen etwas mehr gelichtet ſind, je nach Qualitäts⸗Lage 27-30, Bickenſohler Ruländer brachte 50—55 im Taubertal nannte man Rotweine mit 35—40, Weiß⸗ weine mit 45—50 4 je 100 Liter. Die württembergiſchen Weinproduzenten konn⸗ ten einen großen Teil ihrer 1931er Ernte freihändig und durch Verſteigerungen ſchon als Süßmoſt abſetzen. Einige Poſten Amerikaner⸗Weine wurden zuletzt in Lauffen a. N. mit 35/ der Eimer(800 Liter) gewandelt, ſodaß der Liter auf etwa 12 Pfg. zu ſtehen kommt. Beſſere Weiß⸗ und Rot⸗Gewächſe erzielten dagegen etwa 120—170 4 je Eimer. Die naturreinen Franken weine haben auf der mit dem Münchner Oktoberfeſt verbunden geweſenen Werbe⸗ ſchau gute Erfolge erzielt, leiden aber trotzdem unter Ab⸗ ſatznot. Auf einer Ausſchußſitzung des Fränkiſchen Wein⸗ bauvereins in Würzburg wurde zur Behebung dieſer Ab⸗ ſatznot ein Beimiſchungszwang kleiner deutſcher Weine zur Herſtellung von Wermuth⸗Weinen, ſowie die verſtärkte Heranziehung zur Branntwein⸗ und Weineſſig⸗ Bereitung empfohlen. Die weitere Entwicklung der neuen Frankenweine befriedigt durchaus, aber die gegenwärtigen Umſätze ſind gegenüber früheren Jahren(um die gleiche Jahreszeit) erheblich kleiner. Kanfintereſſe beſteht haupt⸗ ſächlich nur für geringe 1930er Konſumweine, wofür je nach Lage 50—65, je Hl. bezahlt werden. Für 1931er find die Preiſe etwas zurſſckgedangen. So wurden, je nach Lage, 25— 32/ für geringe Lagen(Main⸗Stockheimer, Retzbacher) bis 3348/ für beſſere Lagen(Sommeracher, Nordheimer, Kitzinger) erzielt. In der Pfalz haben die beiden erſten Verſteigerungen bei gutem Beſuch recht befriedigende Ergebniſſe gebracht, das freihändige Geſchäft liegt ſedach ſehr ruhig. An der Oberhaardt konnte man allerdinas ſeit Martini eine leichte Belebung feſtſtellen. die inzwiſchen angehalten hat. 1931er Weißweine wurden in Hainfeld, Gdesheim, Eden⸗ koben und Rßodt mit 190—210 ,, 1931er Naturweine in Wenher mit 240— 250, Hie 1931er Beraweine der dortigen Winzergenoſſenſchoft mit 260270, je 1000 Liter bewertet. An der Mittel haardt bezahlte man für die 1000 Ltr etwa 450550, an der Unter ßaardt etwa 90 bis 30 J für beſſere Lagen wurden bis 700 /, für Rotweine 9040/ gefordert Der neue Rotwein iſt namentlich an der Unterbaardt einigermaßen gefragt, doch halten die Beſiter megen der niedri⸗en Gehnte zurück In Rheinheſſen wurden bezahrt für Mettenßeimer und Bechtheimer 1930er Natur⸗Weißweine 540550, desgl. verb. 450—480; für Alsheimer 1930er verb. 440 bis 540, desgl. naturrein 560-630“, für 1929er, natur. 520—900„ je 1200 Liter. Am Mittelrhein fanden nur wenig Kaufabſchlüſſe ſtatt. 1939er Weine wurden mit etwa 460570/ genannt, je 1000 Liter; im Rheingan bewertete man das Stück(1200 Liter) mit 560700% Neudorf erzielte 590, für die 1200 Liter 1931er. An der Nahe wurden für 1930er Gewächſe 400530 4 je 1200 Liter gefordert; an der Moſel, Sgar und Ru wer liegt das Einkaufsgeſchäft äußerſt ſtill. Für 1080er Moſelweine hörte man, je nach Lage, etwa 900 bis 750„ bei kleinſten Umſätzen für das Fuder(960 Liter) nennen. Weinverſteigerung Baſſermann-Jordan * Deidesheim, 4. Dez. Im Saale des Winzervereins hielt geſtern Geheimer Rat Dr. v. Baſſer mann: Jordan(E. A. Jordan) zu Deidesheim, Weingut in Deidesheim, Forſt und Ruppertsberg eine Verſteigerung naturreiner Weine ab, bei welcher 37 455 Liter 1900er Weißweine aus den beſſeren und beſten Rehlagen obi⸗ ger Gemarkungen zum Ausgebot kamen. Bei ſehr Nur Beſuch erfolgten die Gebote raſch, der Zuſchlag war kulan und bereits in 2 Stunden waren 39 Nummern aus⸗ geboten. Die Anfangsnummern waren in der Qualität ſaſt gleich, doch ſteigerte ſich dieſe bis zu den feinſten Deides⸗ heimer und Forſter Edelgewächſen. Um die End num? mern ſetzte ein großer Wettbewerb ein. Nicht weniger als 18 Intereſſenten wollten etwas von dem bekennten „1990er Forſter Jeſuitengarten Riesling Ausleſe“ haben, was ein Beiſpiel dafür iſt, daß immer noch Spitzenweine auch jüngerer Jahrgänge Abſatz finden. Die Preiſe dürfen der Zeitlage entſprechend noch als gut angeſprochen Ver 1000 8 den erlöſt: 1930 er Weißweine; Für 1000 Liter wurden erlöſt: er 9: Forſter Linſenſtück 600; Fo. Ungeheuer Rsl. 660, 800; Nu. Gafspöhl 560, 659, Fo. Alſer 680 Ru. Spieß 650, 600 Fo. Pfeiffer 620; Ru. Hofſtück 670; Ru. Mondelacker 680; Ru. Hoheburg 660, 600; Ru. Quelle 660; Fo. Muſenhang 570 Dei. Gehen Rsl. 600; Ru. Kreuz 550, 590, ö 00; 1 85 Reiterpfad 640; Fo. Bechſtein Rsl. 710; Dei. Grain 9515 680, 870: Fo. Knoblauch Gewürztraminer 700, 780; 1 Hüttenwingert Rsl. 770; Fo. Knoblauch Gewürztramſe 780; Dei. Kieſelberg Rsl. 820, 830; Fo. Jeſuitengorten 005 870, Jo. Ziegler Rsl. 870, Dei. Forſterſtraße Rsl. 100 Dei, Kalkofen Rsl. 880; Dei. Mortenweg Gewürztrom. Fo. Kirchenſtück Rsl. 1230; Ruppertsberger Spieß 850; 9915 Kieſelberg Rsl. Ausl. 1710; Fo. Jeſuſftengarten Rsl. Ausl, 2700 1. * Vom Jutemarkt. Berlin, 2. Dez. Rohfute⸗ markt: Ruhig. Firſts koſten: Nou Bez Verſchſſine Eſtr..10½— je To., Dez⸗Jan-⸗Verſchiffung Air 2. To. Fabrikatemarkt in Dundee. Wenig Geſchäft. Deu i⸗ ſcher Markt: Der Markt iſt ſtiller geworden. bügt * Londoner Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträg am 3. Dezember für eine Unze Feingold 122 ſh 3 0 geuc 86,7975, für ein Gramm Feingold demnach 47,1051 Peue gleich 2,79060 l. a TSCHAFTS-Z EITUNG den ein Inhaber von Neubeſitz⸗ . Frachtenmarkt Duisburg ⸗Muhrort- 3. Dez. Die Nachfrage nach Kahnraum war an der heutigen Börſe für Reiſen bergwärts nicht beſonders lebhaft. Es wurde zuerſt 1% und.20„ Baſis Mannheim bezahlt. Später konnten durch Zurückhalten 10 Pfg. je Tonne mehr erzielt werden und zwar.10—.30/ je Tonne. Beide Frachtſätze wurden auch notiert. Das Talgeſchäft war äußerſt ſtill. Talfrachten erfuhren mit 80.85 Pfg. je Tonne einſchl. Schleppen nach Rotterdam und.30.45( ie Tonne nach Antwerpen⸗Gent keine Aenderung. Der e Big: ſchlepplohn notierte mit 1/ nach Mannheim. Der Tal⸗ ſchlepplohn beträgt 10 Pfg. je Tonne für größere beladene Kähne ab hier nach Rotterdam. 8 0 f 1 e gehn Grad Kälte im Oſtſchwarzwald weil die Oſtwinde nachgelaſſen hatten und eine faſt völlig ruhige Luft eingetreten war. Freitag, 4. Dezember 1931 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 7. Seite Nummer 563 ——— Feldberg Temperaturumkehr Auf die Schneefälle, die im Schwarzwald über das Hohenende niedergingen und zwiſchendurch wieder don Aufhellungen unterbrochen waxen, hat ſich uner⸗ wartet ſchnell unter dem Einfluß des Hochdruckgebie⸗ les am Montag eine völli ige Aufheiterung im Gebirge ergeben, die ein ra pi ides Abſinken der Tem⸗ peraturen 1 nach ſich zog. Lagen, die 24 Stunden zuvor noch eben unter dem Nullpunkt ſich befanden, zerzeichneten tags darauf ſechs bis ſieben Grad Kälte. In den exponierten öſtlichen Teilen des Schwarz⸗ woldes, vor allem auf der anſchließenden Hochebene der Baar, wurden als Tiefſtmeſſung ſogar zehn Grad (Bad Dürrheim) erreicht. Villingen brachte es auf fünf Grad Kälte, ebenſo auch die Hochtäler im Ge⸗ lirgsinnern, wie Triberg und St. Blaſien, mit je⸗ weils fünf Grad unter Null. Tief ſanken die Tem⸗ peraturen auch in den Randgebieten, wo Baden⸗ Baden auf ſechs Grad kam. Badenweiler war milder mit minus zwei Grad. In der Ebene wurden eben⸗ falls zwei Grad gemeſſen. Die Morgentemperaturen lagen dann vor allem auf der Baar erheblich milder, Immerhin hatten auch die ſämtlichen Stationen morgens ein bis fünf Grad Kälte, die in erſter Linie durch die plötzliche ungehinderte Nachtausſtrahlung gerurſacht war. Eine Ausnahme bildeten allein der Feloͤberg und die Gipfelregionen. Da herrſchte bereits deutliche Tempe eraturumkehr, ſo⸗ daß tatſächlich die höchſten Lagen des Lan⸗ des wieder die 114196 fte n waren. Während bie Baar mit minus zehn auftrat, hatte der Feldberg in der Nacht auf Dienstag nur ein Grad Kälte. Mor⸗ gens ſtand am Feldberg das Thermometer ſogar bei Null, damit am höchſten unter allen Stationen. Bei der Windſtille wird infolge der Einſtrahlung die milde Luft im Hochſchwarzwald wohl ſich noch aus⸗ breiten, während die Kaltluft, die aus Oſten zuge⸗ führt war, in die Tiefen abgeſunken iſt und ſich dort ſeſtgeſetzt hat. Die Nachtfröſte werden demgemäß noch erhebliche Werte erreichen, ſoweit tiefe und mitt⸗ lere Lagen und exponierte Flächen in Frage kommen. Die Hochlagen weiſen typiſch ſonnig mildes Wetter auf, deſſen Charakter unter Umſtänden auf keinen allzu langen Beſtand dieſes Wetters ſchließen läßt, sofern ſich nicht das kontinentale Hoch als ſtabil er⸗ weiſen ſollte. Noch keine Skilauf ⸗Schneedecke! Die Schneefälle, die über Wochenende im Schwarz⸗ wald bis auf rund 900 Meter gefallen waren, ſind nur leichter Natur geweſen und reichen nicht für einen Skilauf aus. Es genügt wohl der Hinweis, daß ſebbſt ber Feldberg nur eine Schneehöhe von 5 Zenti⸗ meter meldet. ſehr So der Wunſch ſein kann, über den Schnee zu gleiten, man ſoll ehrlich ſein und ſich ſelber ſagen, daß von einem ſchönen Gleiten noch — 0e licht bie Rede ſein kann. Hotels in Not Gelegentlich der Tagung des Schwarzwälder Gaſthofbeſitzer in Frei⸗ burg berichtete, ſo wird uns geschehe der Vor⸗ ſitzende des Landesverbandes der badiſchen Hotel⸗ induſtrie, Fritz Gabler, Heidelberg, über die Bemühungen des Verbandes, die kataſtrophale Lage der Hotels zu beſſern und gutgeleitete Betriebe wie⸗ der exiſtenzfähig zu machen. Nach ſeinen Ausführungen ſind die Preisſen⸗ kungen ſchon unter den Selbſtkoſten lie⸗ gend und haben die Einnahmen⸗Umſätze des Jah⸗ res 1931 im allgemeinen mit 35—60 Prozent gegen⸗ über 1930 einen Tiefſtand erreicht, der nur noch ein Bruchteil des inveſtierten Kapitalvermögens dar⸗ ſtellt. Ein de noch unter 20 Pro⸗ zent iſt leider keine Seltenheit, d. h. bei einer Steuerwertbaſis von z. B. Mark 100 000.— aus der die Realſteuern errechnet ſind, werden Umſätze von nur 15 000—20 000/ getätigt. Und ſo wachſen die Kapitalkoſten, das ſind die Kapitalzinſen, und die Realſteuern ins Ungeheuerliche. Die Umſatzbelaſtung an Zinſen beträgt heute zumeiſt zwiſchen 15—35 Prozent, die der Real⸗ ſteuern den 15—25 Prozent Das iſt gleichbedeutend bruch, aber auch Gläubiger ſelbſt. In Kaſſel hat die Zwangsverſteigerung eines großen Hotels mit, 900 000 Hypothekenbelaſtung ein Höchſtgebot von/ 212 000 erbracht. Bei Sai⸗ ſonhotels iſt die Lage noch ſchlimmer. In einem badiſchen Kurort wurde bei der Zwangsverſteige⸗ rung eines größeren Hotels überhaupt kein Gebot abgegeben. Sparkaſſe und Hypothekenbank ließen ihre Forderungen fahren. Wie wertzerſtörend ſind deshalb Zwangsverſteigerungen, wie ſie heute noch von Finanzämtern und Stadtrentämtern durch⸗ geführt werden! Ebenſo kurzſichtig, die Bonität des eigenen Kapitals zerſtörend, ſind die übertrie⸗ benen Zinſen forderungen der Real⸗ kreditinſtitute. Die Girozentralen erhöhen den Zins für Hypothekendarlehen von 10 auf 11 Prozent in einer Zeit des kataſtrophalſten Rückganges der Einnahmen, der Verkaufspreiſe und der ſonſtigen Werte an immobilem und mobilen Kapital. Neu⸗ beleihungen der Hypothekenbanken erfolgen bei heu⸗ tigem Pfandͤbriefkurs mit einer Barauszahlung von weniger als 60 Prozent. All das führt doch ſchließlich zur Gefährdung des eigenen Leihkapitals, da der beſtgeleitetſte Betrieb einer ſolch überhöhten Umſatzbelaſtung aus Kapitalzinſen einfach erliegen muß, der bei dem Zuſammenbruch aller anderen Werte nicht allein wertbeſtändig bleiben kann. Der Vorwurf von Kapitalfehlleitungen kann da⸗ bei den Hotels nur inſoweit gemacht werden, als Städte oder Induſtrie⸗ und Bankengruppen nach mit mit dem baldigem Zuſammen⸗ Kapitalverluſt für die Vereins dem Kriege Hotelneubauten ausgeführt haben, aber fach durchwegs ohne Beteiligung von Fachleuten. Das Hotelgewerbe ſelbſt beſchränkt ſich auf Aus⸗ und Einbauten und Moderniſierung der Altbetriebe, die nach den Verſäumniſſen der Kriegszeit und angeſichts des hemmungsloſen Wettbewerbs des Auslandes und der abſoluten Freizügigkeit des Fremdenver⸗ kehrs dringlich waren. Wenn hierzu die Herein⸗ nahme von Fremdͤkapital nötig war, ſo nur mangels innerer Kapitalbildung der Hotelbetriebe, die ſeit Jahren mit einem unzureichenden Preisſtande und überhöhten Betriebsunkoſten arbeiten. Wir müſſen deshalb im Intereſſe der Erhaltung der Leiſtungs⸗ fähigkeit der badiſchen Hotelbetriebe, der Kapital⸗ und Steuergläubiger dieſer Hotels ſelber und im all⸗ gemeinen Intereſſe des Fremdenverkehrs fordern, daß nicht erſt beim gerichtlichen Vergleichsverfahren notgedrungen und dann zumeiſt zu ſpät Steuer⸗ und Zinsſenkungen erfolgen, ſondern daß präventive Maßnahmen ergriffen werden, die wir erblicken 1. in der zeitigen Anpaſſung der Real⸗ ſteuern an den Ertrag der Hotels, und daß neben den Einheitswerten auch die Grundͤer⸗ mögenswerte dem Ertragswert angepaßt werden, 2. daß Zwangsvollſtrecku 1 aus Zins⸗ und Steuerrückſtände unter⸗ bleiben, wenn der Betrieb ſonſt 11 5 geleitet iſt und wieder exiſtenzfähig gemacht werden kann, und daß 3. zur Intakterhaltung des eigenen Leihkapitals die Realkreditinſtitute Entgegenkommen in einer Ermäßigung der Zinſen zeigen und damit dem Schrumpfprozeß der Betriebseinnahmen und des Betriebskapitals und den Preisſenkungen Rech⸗ nung tragen. Engadin-Expreß Anſchluß von Frankfurt ab über Mannheim nach Chur Vom 13. Dezember bis zum 9. März 1932 wird wieder zwiſchen Berlin—Frankfurt— Chur der ſogen. „Engadin⸗Expreß“ verkehren, der wegen ſeiner modernen roten Mitropawagen den Namen„Bor⸗ deauxroter Zug“ erhalten hat. Der Zug 1 5 bis Frankfurt als FD⸗Zug und ab Frankfurt als ge wöhnlicher Schnellzug. Fahrplan: ab Berlin, Anh. Bhf. 16.22, ab Frankfurt a. M. 23.41, ab Mann⸗ heim.04 Uhr(nur im Schlafwagen, ſonſt 1. 15 Uhr), an Chur.37, an Lugano 11.54; zurück ab Lugano 17.43, ab Chur 19.29, ab Frankfurt a. M..50, an Berlin 13.43 Uhr. Wie in den Vorjahren erhält der„Bordeauxrote Zug“ auch wieder K urs wagen von und nach Holland: vom 13. Dezember bis 9. März einen ab Amſterdam 13.20, an Interlaken 10.055 vom 18. Dezember bis 23. Januar Kurswagen—3. Klaſſs Amſterdam⸗ 75 7 und Den Haag—Baſel; vom 24. Januar bis 9. März Schlafwagen Amſterdam—Chus und Den Haag Ch ur. rdv. Freitag, 4. Dezember Nationaltheater:„Die Entführung aus dem Serail“, Kom. Oper von Mozart, Miete F 12, Sondermiete F 5, An⸗ fang 20 Uhr. 5 Freier Bund— Städtiſche Kunſthalle: Lichthilder⸗Vortra Dr. Lilli Jiſchel, Karlsruhe, abe Veamang un von Malerei, 90.15 Übr, Abteilung L 2 Planetarium: 15 und 16 Uhr Beſi gen. Rhein⸗Neckarhallen: Weihnachts verkaufsmeſſe, 10 bis 19 Uhr. Palaſthotel: Tanztee 20.30 Uhr. Kaffee Schleuer J 1, 6: Künſtlerkonzert ab 20 Uhr. Pavillon Kaiſer: Geſellſchaftstanz und Kabaretteinlagen ob 20.30 Uhr. Pfalzbau⸗Kaffee: 5⸗Uhr⸗Tee: Lichtſpiele: Aniverſum: geöffnet von 20 Konzert und Tanz. „Arm wie eine Kirchenmaus“, Alhambra:„Der brave Sünder“.— Schau⸗ burg:„Dienſt iſt Dienſt“.— Rox 15 T 85 eater: „Mitternachtsliebe“.— Gloria⸗Pal af t:„Die große Attraltion“.— Scala⸗Theate r„Bomben auf Monte Carlo“.— Palaſt⸗ Theater:„Das Gkel“, — Capitol:„Frauen in Gefahr“. Sehens würdigkeiten: Geöffnet von—13 und von 15—19 Uhr. Geöffnet täglich von 10—13 Uhr und 14—16 Uhr; Sonntags von 11—17 Uhr.— Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: Geöffnet von 15—17 Uhr.— Städtiſche Knuſthalle: Werktags(mit Aus⸗ nahme Montags) geöffnet von 10—13 und 14—16 Uhr; Sonntags von 11—16 Uhr durchgehend.— Sternwarte am Friedrichspark: Ausſichtsturm mit umfaſſendem Rundblick, geöffnet von—12 und von 14—16 Uhr. Schloßbücherei: Städt. Schloßmuſenm: Geſchäftliche Mitteilungen * 100 Jahre J. F. Schreiber. Die 100jährige Geſchichte der Firma J. F. Schreiber, Verlag und Graphiſche 11 anſtalt in Eßlingen a. N. und München baut ſich auf der Arbeit dreier Generationen einer Familie auf, die gleich⸗ zeitig Leiter des Unternehmens waren reſp. es in der dritten noch ſind. Anläßlich des Jubiläums iſt eine druck⸗ techniſch und kulturhiſtoriſch intereſſante Feſtſchrift er⸗ 1 die an Sammler von ſchönen Drucken vom Ver⸗ lag J. Schreiber gegen Voreinſendung von 1,20 4 ab⸗ gegeben 1 ſoweit es die beſchränkte Anzahl zuläßt. * * Ein entzückendes Weihnachtsgeſchenk. ſtilgerechtes Tee-Porzellan, das man gegen Einſendung von leeren„Teekanne“⸗Teepackungen erhält. Für alle und beſonders für die, die noch nicht die entſprechende Anzahl leerer Umhüllungen geſammelt haben, gibt es jetzt einen Es iſt zartes, Weihnachts⸗ Gutſchein, den die Teekanne GmbH., Abt. Wert⸗ reklame, Dresden-⸗A. 24, Schließfach 10, bei einfacher Adreſſenaufgabe zuſendet. Mit ſeiner Hilfe kann man das wunderhübſche, feine Porzellan, das mit ſeiner eigen⸗ artigen und doch neutralen Farbe auf jeden Teetiſch paßt, ohne Extrakoſten als Weihnachtsgabe erhalten. 282 Schlafwagen Aist e F nterlaken, Achnaig ges dis wellmarte faben Sie Stoff“ geb. Grieser Siaii besonderer Anzeige Nach längerem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, verschied heute unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin u. 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Und wir fügen hinzu: eines der größten, künſtleriſch und geſchichtlich bedeutungsvollſten Denk⸗ mäler, die Europa beſitzt und das es nun in ſeiner Arſprünglichen Geſtalt zurückerhalten ſoll. Die Hagia Sophia iſt mit der Geſchichte der ſchick⸗ falsreichen Stadt am Bosporus aufs engſte verwach⸗ ſen. Als Konſtantin Byzanz zur Hauptſtadt des römiſchen Reiches erhob, war es ſeine erſte Tat, der Religion des neuen Gottes einen Tempel zu bauen. Das war die Hagia Sophia. Es iſt ſehr be⸗ zeichnend für die Miſchung der Religionen, die unter Konſtantin herrſchte, daß der Kaiſer Hunderte von heidniſchen Götterſtatuen, die er in Alt⸗Griechenland und beſonders in Athen geraubt hatte, in dieſem chriſtlichen Tempel aufſtellen ließ. So ſind ſie leider der Nachwelt verloren gegangen; denn unter ſeinem Sohn Arkadius iſt die Hagia Sophia vollkommen niedergebrannt und die Statuen ſind vernichtet wor⸗ den. Erſt Juſtinian, der letzte römiſche Kaiſer, der noch einmal die ganze mediterrane Welt unter ſeinem Szepter vereinigte, hat die Hagia Sophia wiederaufgebaut. In der Geſtalt, in der ſie auf uns gekommen iſt. Ungeheure Mittel wurden auf dieſen Bau verwandt, ſodaß die Staatskaſſen zeitweiſe voll⸗ kommen erſchöpft waren. Die Baumeiſter waren zwei Griechen: Anthemius von Tralles und Iſidorus von Milet. Ihr Werk beweiſt uns, daß der Formenſinn und das Farbgefühl der Griechen in ihnen noch leben⸗ dig waren und daß ſie es mit dem Gefühl für den runden Raum, das ihnen aus der eigentlich römiſchen Architektur gekommen iſt, kraftvoll zu verbinden wußten. Aus jener Zeit, einer der beſten der byzan⸗ tiniſchen Kunſt, ſtammt der größte Teil der Moſaiken, deren Freilegung Kemal Paſcha jetzt erlaubt hat. Wie denn überhaupt die Zeit Juſtinians ein Höhepunkt im Leben der griechiſchen Nation geweſen iſt. Denn dieſer Kaiſer hat ſich und dem Hellenentum einen großen Traum erfüllt: die griechiſche Weltherrſchaft. Entgegen dem Rat ſei⸗ ner klugen, aber nüchtern denkenden Gemahlin Theodora hatte Juſtinian noch einmal das weſtrömt⸗ ſche Reich unter ſein Szepter gebeugt, hatte noch ein⸗ mal den größten Teil der Länder, die das Imperum romanum gebildet, in ſeiner Hand vereinigt. Es iſt dies das einzige Mal geweſen, daß die geiſtige Welt⸗ herrſchaft, die die Griechen unter Alexander dem Großen angetreten hatten, eine politiſche wurde; daß von den Säulen des Herkules bis zum Toten Meer, vom Rhein bis zum Nil, griechiſch die Sprache der herrſchenden Raſſe geweſen iſt. Damals zeigte das Imperum romanum der Welt ein griechiſches Ge⸗ ſicht, gleichzeitig aber entſtand innerhalb diefes Im⸗ perum ein griechiſcher Nationalſtaat mit vollkommen eigener Geſtalt: das byzantiniſche Kaiſerreich. Ju⸗ ſtinſan gab ihm in der abſoluten Monarchie nach orientaliſchem Muſter eine neue politiſche Form. Und innerhalb dieſer Form entſtand, eben⸗ falls durch Berührung mit dem Orient, vielleicht auch im Gegenſatz zu dem noch immer heidniſchen Grie⸗ chenland, jene Kunſt, die wir byzantiniſch nennen: die Kuppel, das Sinnbild eines allumfaſſenden Himmels, überwölbt die Kirchen; Stilgefühl und Farbenphan⸗ taſte der Hellenen, öſtliche Askeſe, die auf den Wirk⸗ lichkeitswahn der Tiefenmaleret verzichtet, ſchreibt die muſiviſchen Symbolgeſtalten des bartloſen grie⸗ chiſchen Chriſtus und ſeiner Heiligen auf den Gold⸗ grund des prächtigſten Orients. Das größte Denkmal dieſer Zeit und dieſer Kunſt iſt die Hagia Sophia. Und zugleich eine der heilig⸗ ſten Kirchen der Chriſtenheit. Als die Türken ſie in eine Moſchee verwandelten, hat die Nachricht davon die Welt tief erſchüttert. Es war auch künſtleriſch ein großes Unglück. Die Osmanen haben die goldenen Moſaiken mit einer dichten Kalkſchicht zugedeckt, ihre großen, grünen, runden Schilde, mit Koranſprüchen bemalt, unter den Kuppeln aufgehängt. Immerhin ſind die Moſaiken durch den Kalkbezug gegen Gefahren geſchützt worden. Das ließ ſich in der Mitte des vorigen Jahrhun⸗ derts feſtſtellen, als man plötzlich entdeckte, daß die Kirche baufällig ſei. Reſtaurationsarbeiten wurden vorgenommen. Und dabei wurde für einige Wochen die Kalkſchicht von den Moſaiken entfernt und man ſah, daß ſie vorzüglich erhalten waren. Ein deutſcher Gelehrter konnte Aufnahmen von ihnen machen. Seine Veröffentlichung iſt leider ſehr unvollkommen. „Karlsruhe nimmt 0 Kreuzer 1 Peterich Jetzt wird Luigi Marangoni, der ſchon die Moſe der M kirche von Venedig reſtauriert hat, die lungsarbeiten leiten. Man nimmt an, daß dieſe nicht ſehr ſchwierig ſein werden. Denn als die Moſaiken zum zweiten Male verdeckt wurden, hat man unter die Kalkſchicht Leinewand gezogen, ſodaß es jetzt ziemlich leicht ſein dürfte, die Bilder freizulegen. Natürlich muß, wenn erſt die Heiligen der chriſt⸗ lichen Mythologie wieder aus der Kuppel hernieder⸗ blicken, der mohammedaniſche Gottesdienſt in der Hagia Sophia aufgehoben werden. Man wird wohl ein Muſeum aus der Kirche machen, denn Kemal Paſcha legt keinen Wert auf Moſcheen. Allerdings auch nicht auf Kirchen. Und deswegen wird der gol⸗ dene Halbmond, den die Türken auf der Kuppel an⸗ gebracht haben, bleiben: zum Zeichen, daß der Traum aller Völker der öſtlichen Chriſtenheit das Kreuz noch einmal auf der Hagia * — ein Traum bleiben ſoll. Sophia zu ſehen, ember 1981 —— Der wandernde Berg bei Flöha Ablragung durch die Reichsbahn Im Flöhatal in Sachſen gefährdet ein„wandernder Berg“, im Volksmund„die Rutſche“ genannt, ſeit längerer Zeit die)sbahnlinie Reichenbach: Dresden. Im Fr ahr 1931 entſchloß ſich die Reichsbahn, den gefährlichen g abzutragen. Ueber die geologiſchen Urſachen, Wandern Berges hervorriefen, und die großzügigen Arbeiten der Reichsbahn zur Beſeitigung drohenden Ge⸗ fahr wurde gelegentlich einer chtigung, zu welcher der neue Präſident der ahndirektton Dresden, Dr. Domſch, eingeladen hatte, eingehend berichtet. die das des Beim Bau der Linie Dresden- Chemnitz wurde unterhalb des Bahnhofs Falkenau ein Berg auf 220 Meter Länge angeſchnitten und in ſeinem Gleichgewicht geſtört, deſſen nach der Bahn zu gelege⸗ ner Hang eine höchſt ungünſtige Schichtung aufweiſt. Das Gleis ſelbſt liegt im Schiefer, der an dem einen Ende der„Rutſche“ nahezu in Gleishöhe ausläuft, der aber nach dem anderen Ende zu größere Höhe aufweiſt. Auf dieſem Schiefer liegt in unregelmäßi⸗ Die Herren Japans Der japaniſche Generalſtab bei einem Manöver Die Ereigniſſe der letzten Tage, in denen die japaniſche Beſatzungsarmee in der Mandſchurei neue Vorſtöße nach Norden und Süden begann, haben gezeigt, daß das japaniſche Militär eine Macht beſitzt, die weit größer iſt als die der Regierung. Während ſich die japaniſchen Unterhändler um eine Einigung mit Ching bemühen, ſcheint der Generalſtab entſchloſſen zu ſein, den Krieg fortzuſetzen. Löwenſchlacht im Zoo Im Pariſer Zoologiſchen Garten er⸗ eignete ſich vor einigen Tagen vor den Augen einer tauſendköpfigen Beſuchermenge eine richtige Löwen⸗ ſchlacht. Der Löwe Hans, der ſich durch ſeine blutrünſtige Geſinnung beſonders auszeichnete und vor einigen Monaten zwei Löwenbabys mit der Tatze erſchlagen hatte, überfiel plötzlich ſeine „Mitgefangenen“ und biß ſeinem Rivalen, dem Löwen„Hair“ den Schweif ab. Wütend vor Schmerz ſtürzte ſich Hair auf ſeinen Feind und ver⸗ ſetzte ihm blutige Wunden. Die Wächter brachten Gummiſchläuche mit eiskaltem Waſſer. Aber auch die kalte Duſch konnte die wildgewordenen Beſtien nicht beruhigen. Die Schlacht dauerte bis zum ſpäten Abend. Erſt nachdem Schreckſchüſſe abgegeben wor⸗ den waren, verſteckten ſich die Löwen in ihren Höhlen. Am Tage darauf mußte Hair operiert wer⸗ den. Um den„Patienten“ zu feſſeln, ſind alle Wäch⸗ ter des zbologiſchen Gartens mobil gemacht worden. Mit großer Mühe gelang es, den Löwen umzu⸗ werfen und an den Tatzen mit Stricken feſtzubin⸗ den. Darauf betrat der Tierchirurg mit zwei Gehil⸗ fen die Höhle. Uum den König der Wüſte„einzu⸗ ſchläfern“, mußte eine wahrhafte Löwendoſis Chloro⸗ form durch eine Maske auf die Schnauze der Beſtie gegoſſen werden. Endlich verfiel der Löwe in be⸗ wußtloſen Zuſtand. Der Chirurg ſchlug Zeſchickt mit Abſchied von Deutſchland Die Ausfahrt aus Kiel Der deutſche Kreuzer„Karlsruhe“ hat von Kiel aus ſeine Weltreiſe angetreten, die ihn für ein Jahr von Deutſchland fortführen ſoll. einem Meſſer den Reſt des Löwenſchweifes ab, nähte die Wunde zu und legte einen Verband an. Der Löwe erwachte nach einigen Stunden, wagte es aber nicht, ſeine Höhle zu verlaſſen und ſich ſeinen Kameraden zu zeigen. Wahrſcheinlich genierte er ſich, ſeine Verunſtaltung bei Tageslicht zu zeigen. Hair koſtete 5000 Mark. Sachverſtändige behaupten, daß das ſchwetfloſe Tier nicht einmal ein Drittel dieſer Summe wert ſei. Wußten Sie ſchon? Die jetzige mittlere Lebensdauer des Menſchen beträgt, natürlich bei den hygieniſch fortgeſchritte⸗ nen Völkern nahezu 40 Jahre, vor hundert Jahren betrug ſie aber nur 30 Jahre, vor vierhundert Jah⸗ ren ſogar nur 18 bis 20 Jahre. 1. Es iſt wiſſenſchaftlich feſtgeſtellt, daß Tabakrauch auf das Wachstum der Bakterien und mikroſkopiſchen Keime hemmend einwirkt. Deshalb leiden auch Raucher weit weniger an Zahnſchmerzen, wenn ſie ihre Zähne ſorgfältig reinhalten, und ſie haben auch im allgemeinen beſſere Zähne als Nichtraucher. * Der japaniſche Zahnarzt reißt die Zähne ſeiner Patienten mit den Fingern heraus, ohne ein Inſtru⸗ ment zu Hilfe zu nehmen. Drahtloſe Telefonie Ein Reflektor, mit dem der Richteffekt der Ultrakurzwellen erzielt wird. Der geniale italieniſche Erfinder Marconi hat neuerdings wichtige Verſuche gemacht, einen drahtloſen Telephonverkehr zwiſchen Santa Margherita im Golf von Genna nach Neapel mit Hilfe von Ultrakurzwellen von 50 Zentimeter Länge herzuſtellen, ger Lagerung eine ſchwache, aber ſehr tonhaltigg Schicht von Sandſtein der Steinkohlenzeit, und über dieſer in der großen Mächtigkeit von etwa 12 Meter feſter, aber ſehr zerklüfteter, bankartiger Porphyrtuff der ſich aus einem Aſcheregen gebildet hat, der elnſt bei einem vulkaniſchen Ausbruch hierher getragen wurde. Jede dieſer drei Schichten trägt zu den im Rutſchgebiet eingetretenen Vorkommniſſen bei. Die im Rutſchgebiet zu beobachtenden Bewegungen ſind doppelter Art: einmal iſt zu beobachten das Abrnt⸗ ſchen der Porphyrauflage, die in ſchiefer Richtung zum Gleiſe erfolgt, und dann die Gleitbewegung in der Schieferunterlage ſelbſt ſenkrecht zum Gleiſe. Nach dem Winter 1928/29 zeigten ſich im Hang auffallende neue Rißbildungen. Aus dieſem Grunde wurde der ganze Hang durch Meſ⸗ fungen unterſucht, wobei feſtgeſtellt wurde, daß innerhalb Jahres Bewegungen im Tuff bis eines zu 1,50 Meter und in der Schieferunterlage bis 80 Zentimeter nach dem Gleiſe ſich ergaben. Dieſe Bewegungen veranlaßten die Reichsbahn. direktion, ein neues Gutachten der Deutſchen Forſchungs⸗Geſellſchaft für Boden mechanik in Berlin einzuholen, das zu ernſten Maßnahmen riet. Die Verwaltung entſchloß ſich, trotz der ſehr hohen Koſten, zu dem Radikalmittel der Abtragung. Ihr wurde dieſer Entſchluß dadurch erleichtert, daß ſie die Maſſen zur Schüttung des Planums des ſehr notwendigen künftigen Abſtell⸗ bahnhofes Chemnitz in Chemnitz⸗Furth, von deſſen Schaffung das Funktionieren des Haupt⸗ bahnhofes Chemnitz in hohem Maße abhängig jſt, verwenden konnte. Die Geſamtmenge der nunmehr zu entfernenden Maſſen beträgt etwa 250 090 Kubik⸗ meter. Die Koſten und zwar einſchließlich der eige⸗ nen Betriebskoſten erreichen die Höhe von 1 Mil⸗ lionen. Die ſchnelle Gewinnung dieſer Mengen— allein q 5 gegen 15000 Sprengungen waren nötig— mußte weitgehend mechaniſiert werden. Infolge⸗ deſſen wurden allmählich nicht weniger als 4 Bagger eingeſetzt, die ſich zur Ueberwindung des 50 Meter betragenden Höhenunterſchiedes zum Teil gegen⸗ ſeitig zureichen mußten. Die Förderung drängt ſich zuſammen auf ein halbes Jahr. Die Förderung von rund 250000 Kubikmeter gewachſenen felſigen Maſ⸗ ſen in dieſer kurzen Zeit iſt eine der größten Förderleiſtungen der Reichsbahn, die mittels Arbeitszügen in der Nachkriegszeit bewältigt wor⸗ den iſt. Es mußte ein beſonderer Bahnhof mit 2,2 Km. Gleis und unter teilweiſer Anwendung der ſehr ſtarken Steigung von:30 im Rutſchgebiet mit hohen Koſten neu geſchaffen und an den Bahnhof Falkenau angeſchloſſen werden. Man erreichte, daß innerhalb 24 Stunden der Arbeitszugsverkehr auf 18 Züge(9 beladene, 9 Leerzüge) gebracht werden konnte. Dieſe Züge ſind 90 Achſen ſtark und haben das zuläſſige Höchſtgewicht von 1200 Tonnen. Ihre Geſamtzahl wird etwa 1600 betragen.— Die Ge⸗ winnungsarbeiten in der Rutſche ſelbſt können nun⸗ mehr in abſehbarer Zeit zu Ende geführt werden. Schon jetzt aber ſind die Abtragungen ſo weit ge⸗ diehen daß die Gefahr für die Dresden⸗Werdauer Linie gebannt iſt. 5 Der wandernde Berg in Falkenau hat wenig⸗ ſtens ein Gutes gebracht, nämlich, daß das Bau⸗ objekt des Abſtellbahnhofes in Chemnitz⸗Furth, das, wie bemerkt, für die Chemnitzer Eiſenbahnanlagen und insbeſondere für das Funktionieren des Chem⸗ nitzer Hauptbahnhofes von größter Bedeutung itt, ganz weſentlich gefördert werden konnte, und daß zweitens Hunderte von Arbeitsloſen auf Monate Arbeit gefunden haben. Ohne den wandernden Berg bei Falkenau hätte bei der allge⸗ meinen Wirtſchaftslage ſicher in abſehbarer Zeit hierfür nichts Weſentliches geſchehen können, * Cosmus Flam:„Das letzte Kleinod. Der Weg des Kunſthändlers Vincenz Joſua Born. Bergſtadtverlag, Breslau. Flams neues Werk enthält die Aufzeichnung des in Prag geborenen, von Wien nach Berlin gekommenen Kunſthändlers Vincenz Joſua Born. Das Buch ſchildert das Auf und Ab eines bewegten kurzen Schickſalsweges in dem Born den Rauſch der Großſtadt, den Rauſch der Lei⸗ denſchaft, den Rauſch des Geldes und Ruhmes und die bittere Neige erlebt. Auch Leid und Freunoſchaft, wahre Liebe und Tod, Verzweiflung und der Weg zur Selbſt⸗ vernichtung bis zur Gnade trifft uns in Born ganz un mittelbar. Dieſes in der Form wundervolle Buch wird wie der erſte Roman von Flam überall ſtarken Widerhall Chefredakteur: Kurt Fiſcher Verantwortlich für Politik H. A. Meißner Feuilleton eee Kayſer⸗⸗ Kommunalpolitik und Lokales: Rſchard Schönfe 75 Südweſtdeulſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil Franz Kirch Sport und Vermiſchtes: Willy Müller Handelsteil: Ku 1 0 Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ee Mannheim„ Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Di Ha Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim F 1, 48 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr ⸗Rückſendung nur bel Rückports mit Altrakurzwellen Marconi überwacht die erſten Verſuche am Sender. 9 2 Itigs über teter ctuff einſt agen im Die ſind rut. tung ig in e. Hang Aus Meſ⸗ daß bis 8 80 ahn⸗ chen en. nſten ic titel durch des ell⸗ th, lupt⸗ g iſt, mehr ubik⸗ eige⸗ Mil⸗ ein olge⸗ Ager deter gen⸗ ſich von Maf⸗ ten tels wor⸗ mit der niit hof daß auf rden aben nun⸗ rden. ge⸗ auer nig⸗ Bau⸗ das, agen hem⸗ N iſt, daß auf den lge⸗ Zeit des rlag⸗ des enen dert 6, in Lei⸗ Hie ſahre elbſt⸗ un⸗ wird rhall Spiel durch, nachdem das Tg. Rheinau Oſtersheim iſt Fuße. Sie wird ihre eine Treffen Ketſch zuſammen. Tabellenführer Tgde. Hockenheim Ueber Heide itere Tgde. 8 D auf Weiteres geſperrt. 2 abermal 3. Platz Spiel Handball der Turner Die Gruppe der Meiſterklaſſe führt nur ein folgt alſo auf Treffen. Oftershei m ausfällt; denn Mannſchaft der Tg. nach den Vorfällen am letzten Sonntag bis Strafe Wirkung ſicher nicht verfehlen. Das führt Tgade. Heidelberg— D einzige Niet dem Tgde. Hockenheim— erfolgte ſogar auf eigenem 8 berg. Heidelberger vorſehen müſſen, zumal der TV chungen dürfte ihren guten N iger Sieg über Ketſch würde in der Tabelle beloh mit wird In der zweiten Begeg⸗ Stadion, ſich Aufmerkſamkeit ittel⸗ Spiele gew. unentſch verl. Tore Punkte Tgde, Ketſch. 5 0 0 1 2113 10 e 0 2 3 7 Hockenheim 3 3 75 1 16˙12 7 ATzgde. Heidelberg? 3 0 2 Th, Oftersheim. 7. 2 0 5 19•20 4 TG. Mheinau 5 1 1 3 12˙10 9 kommenden Sonntages zungen herbeizuführen. chen Mannſchaften. Turnerſchaft zu ſichern. niſſe zu verzeichnen ſind. Erledigung: Gruppe 2: Jab beldelberg— Jahr Me Karlsruhe. Grup T Schutterwald. Mit 5 Spielen hat Sonntag beinahe vollen N zwei Treffen und * Germania die 8 War manche Veränderung bringen. weniger Entweder ſchtslos plazierte Mannſchaften zuſammen, oder aber es ſandelt ſich um Begegnungen der Tabellenerſten mit ſol⸗ Lediglich in der Gruppe 5 hat es der Turnverein Lahr in der Hand, auf eigenem Platze gegen den Turnverein Schutterwald ſich den Gruppenſieg und damit die Teilnahme an den Endſpielen der Badiſchen Obwohl der Spielplan nicht dazu angetan iſt, Ueberraſchungen zu bringen, ſo iſt es doch nicht ausgeſchloſſen, daß da oder dort unerwartete Ergeb⸗ Es ſtehen folgende Treffen zur + 9 T V Wichtig iſt Mannheim angetan, treffen * Die orei Spiele der Gruppe 2 dürften Spiel de. Heidelberg— Tgde. Ketſch. jn Weinheim— 62 Weinheim; Polizei Nußloch. Handball im Mannheimer Turngau Aufſtiegsklaſſe Betrieb. In der Gruppe 1 ſind . 5 5 Sandhofen T 46 II, Tboͤ. Viernheim— Tgoe. Käfertal. am uch in den übrigen Gruppen ſind die Paarungen des 0 0 Entſchei⸗ bereits aus- TV Brötzingen— Tbd. Durlach; TV Dur⸗ 5: TV Meißenheim— TV Sulz; TV Lahr— nächſten gegen in der Tabelle vor allem das Germania Neulußheim, insheſondere den Tabellenführer Neulußheim, der im Falle eines Sieges klar in Front Zu dem legt. Außerdem treffen T Schwetzingen— —— g. Seite/ Nummer 563 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe N 0 Jahn Neckarau und Altlußheim. Die tel, auf, in welchem V Brühl gegenübertreten. Tb d. Hockenheim A* Kela ſſe wartet nur mit einem ſich Aufwärts Neckarau— G N N + piel auf, Kunſtturnwettkämpfe der Badiſchen Turner 3 nächſten. Samstag und Sonntag ſind die badiſchen Geräteturner wiederum an einigen Mannſchaftskämpfen be⸗ teiligt. Der bedeutenoſte ge n der Schweiz vor ſich, wo die Kunſtturnervereinigung des Pforzheimer Gaues mit derfſenigen des Canton Thur⸗Gau zufammentr Man wird geſpannt ſein, wie die Pforzheimer abſchneiden wer⸗ den, insbeſondere wird dieſer Wetkkampf und ſein Ergeb⸗ nis einen intereſſanten Vergleich geben, mit den Leiſtungen, lche die Sch Turner des Cantons Aarau vor rzem beim Länderkampf in Landau zeigten. nd empfängt die erſte Riege der Turn⸗ zu einem Wettkampf die gut geſch 1846 Mannheim. 63 en ſich noch mehr vorgenommen, denn ſie 0 am Tage darauf in Frankfurt⸗ Niederrad an einem Gerätewettkampf zwiſchen Tg Nieder⸗ rad, Tgde Oberlahnſtein und Tgde Heidelberg beteilögt. Lichtbildervortrag im Turnverein 1846 Im Rahmen ſeiner Vortragsreihe führt der Turnverein 1846 am kommenden Samstog einen weiteren Lichtbilder⸗ Vortrag vor, in welchem Herr Dr. Henning über„Ski⸗ ſahrten in den Walliſer⸗Alpen“ ſprechen wird. Tag der Jugend im Turnverein 1846 Die männlichen und weiblichen Jugendabteilungen, ſo⸗ wie die älteren Jahrgänge der Schülerinnen und Schüler des Vereins veranſtalten am nächſten Sonntag nachmittag im großen Saale des Vereinshauſes einen Jugendnach⸗ mittag. Die weiblichen Abteilungen wollen dabei ge⸗ wiſſermaßen in einer öffentlichen Turnſtunde Einblick in ihre Arbeit und Betätigungen geben. Die männlichen Abteilungen dagegen haben einige zwangloſe Wettkämpfe in ihrem Programm vorgefſehen. 8 Des Rätſels Löſung Deutſche Waſſerballmeiſterſchaft endgültig in Berlin Wie wir von gut orientierter Seite erfahren, hat es ſich e 3 7 7 2 2 2 2 er 1 74 184 8 Ettlingen Werl doß die Intereſſengemeinſchaft occgen an Jabn Sffendnig; Tode. ger iner Schwimmvereine lediglich durch das Verſehen Senen s— Karksruber TB 26; Polizel Karls kuh— eines ihrer Funktionäre es unterlaſſen hatte, den Verband f 8 8 5 ee ruhe von ihren Verhandlungen mit den Finaliſten der Deut⸗ ſchen Waſſerball⸗Meiſterſchaft Hellas Magdeburg und Wei⸗ ßenſee 96 in Kenntnis zu ſetzen. Infolgedeſſen hat der Waſſerball⸗Ausſchuß des Deutſchen Schwimm⸗Verbandes nicht die Abſicht, die Vorbereitungen für den Berliner Endkampf zu ſtören. Er hat nunmehr ſeine Zuſtimmung zu der Durchführung der Endrunde am 13. Dezember in Berlin gegeben, obwohl die Verhandlungen mit dem Schwimmkreis Sachſen, dos Endſpiel noch im Laufe des Dezembers mit finanzieller Unterſtützung eines Zeitungs⸗ Verlages in Leipzig zu veranſtalten, kurz vor dem erfolg⸗ reichen Abſchluß ſtanden Die amtliche Bekanntmachung m Endſpiel um die deutſche Waſſerball⸗Meiſter⸗ ſchaft erläßt der Deutſche Schwimm⸗Verband folgende amt⸗ liche Bekanntmachung:„Die Endrunde um die Deutſche Waſſerball⸗Meiſterſchaft zwiſchen Hellas Magdeburg und Weißenſee 96 Berlin findet unwiderruflich am 13. Dezem⸗ ber 1931 im Wellenbad Lunapark Berlin ſtatt. Einer noch⸗ igen Verlegung wird der Verband keinesfalls mehr zuſtimmen. Mit der Durchführung der beiden Spiele der Endrunde, die dem Kreis 1 Berlin übertragen iſt, wurde die Intereſſen⸗Gemeinſchaft der Berliner Schwimmvereine beauftragt. Als Schiedsrichter für die beiden Spiele iſt rbert Heinrich⸗Leipzig beſtellt worden, Der Verbands⸗ oherballausſchuß wird durch den Verbanis⸗Schwimmwart Walther Binner⸗Breslau vertreten. Kölner Sechslagerennen Vor dem Abſchluß— Schön⸗Göbel in Favoriten⸗ ſtellung— Handgemenge zwiſchen den Fahrern In der letzten Nacht des 4. Kölner Sechstagerennens kamen wieder 6000 Perſenen zur Rheinland holle. Das Rennen war im Anſchluß an die Abendwertung ſehr leb⸗ hüft. Es gab zunächſt eine Reihe von ernſthaften Vor⸗ ſtößen, die aber deshalb zu keinem Ergebnis führten, weil das Feld den Ausreißern ſtets energiſch nachſetzte. In einem unbewachten Moment konnten dann aber die über⸗ raſchend vorſtoßenden Rieger⸗Tietz eine Runde gewinnen. f ön⸗Göbel zu einem großen allein führenden Hürtgen⸗Miethe auf, bis dahin ſondern konnte ſich ſogar dank ſeiner größeren Punktezahl an die Spitze des Feldes ſetzen. Der Reſt der Nacht verlief donn, abgeſehen von einigen belongloſen kampfloſen Run⸗ dengewinnen und einigen Prämientämpfen ohne beſondere Ereignihe. Kurz vor 6 Uhr Donnerstagmorgen kam es aber auf der zu den Bahn noch zu einem wenig ſchönen Zwiſchenfall. Als Frankenſtein zu einer Ueberrundung der ſchwächeren Paare ſchritt, zog er ſich den Unmut ſeiner Kollegen zu, die das Rennen bereits ſtillſchweigend neutraliſiert hatten. Fran⸗ kenſtein wurde ſehr unſanft abgeſtoppt. Aus Wut hierüber warf er dem ankommenden Feld ſein Rad in den Weg. Schorn wurde dadurch am Kopf verletzt und ſtürzte. Es kam nun auf der Bahn zu einem wilden Handgemenge und die Schutzpolizei mußte den Streit beenden. Der verletzte Schorn erlitt einen Wutanfall und mußte in ſeine Kabine getragen werden. Kurz darauf trat das Renngericht zufſammen, worauf ſich die Fahrer allmählich wieder beruhigten. Derartige Zwiſchenfälle ſind natürlich mit dorauf zurückzuführen, daß die Nervenkraft der Fahrer durch die Strapazen des Rennens ſehr angegriffen wird. Am letzten Nachmittag blieb das Rennen wieder ruhig. Schön⸗Göbel und Hürtgen⸗Miethe verſuchten einigemale erfolglos, ihre Poſition zu verbeſſern. Hürtgen hatte ein⸗ mal bereits einen ſchönen Vorſtoß, aber Miethe löſte zu ſchlecht ab. Nach 139 Stunden, Donnerstagnachmittag 5 Uhr (6391 Km.) war der Stand des Rennens wie folgt: 1. Schön⸗Göbel 215.; 2. Hürtgen⸗Miethe 81 P.— Eine Runde zurück: 3. Rieger⸗Tietz 266.; 4. Pijnenburg⸗Bulla 229.; 5. Oſzmella⸗Braſpenning 149 P.— Zwei Runden zurück: 6. Frankenſtein⸗Buſchenhagen 365.; 7. Schorn⸗ Bühler 131 P.— Drei Runden zurück: Damm⸗Dumm 107 P.— Vier Runden zurück: 9. Duray⸗Martin 150.; 10. Zims⸗Perelger 82 Punkte. Deutſcher Ski-Verband und Olympia 1932 Schluß mit den Legendenbildungen über die Zuſammenhänge Alsbold nach dem Beſchluß des Deutſchen Skiverbandes auf ſeiner Hauptoerſammlung Mitte September in Stutt⸗ ſchicken, ſetzten alle möglichen„Berichte“ und„Kritiken“ tber dieſen Beſchluß ein, für den man die denkbar weit⸗ liegendſten und ſogar niedrige Motive„erkennen“ zu wollen vorgab. Das mag kein Wunder ſein, denn ſo wie heute. wo viele unkontrolliert und unkontrollterbar über größte Skiwettläufe„berichten“, ohne dabei geweſen zu ſein, über Veranſtaltungen geſchrieben wird, ſo ſind guch die Motive nicht mehr ſicher vor dem„ſichtenden Griffel“. Auch eine Art Pſychoanalyſe. 1 Das Unkraut dieſer Geheimnisſucherei hinſichtlich der Gründe, die den Deutſchen Skiverband für ſeinen Beſchluß bewogen haben könnten, hat nun lange genug g vuchert und war teilweiſe gewaltig ins Kraut geſchoſſen, doch der Kern fehlte. Nun wird wohl endlich mit all dem törichten Gerede über Nebenumſtände und dies und jenes auf⸗ geräumt ſein, wie uns von ſkiſportlich viſterter Seite ge⸗ ſchrieben wird, denn der Deutſche Skiverband hat nunmehr die Reihe jener internatienglen Wettläufe feſtgeſetzt, die er beſuchen wird. Und darunter iſt die Olympia 1932 nicht enthalten, wiewohl mancher„Kritiker“ wohl meinen mochte, daß ſeine Meinung irgendwie jenen Stuttgarter Beſchluß noch ändern könne. Davon war natürlich keine Rede, denn der Vorſtand des Deutſchen Skiverbandes und ſein Sportausſchuß werden ſich hüten, wider einen klaren Willen des Verbandes zu handeln. War doch gerade die Eigenent⸗ ſcheidung in Jahren zuvor die Quelle der Unzufriedenheit unter den Landesverbänden geworden, die ſich, und mit Recht, ausgeſchaltet fühlten. Dazu war ſelten ein Ver⸗ bandsbeſchluß ſo eindeutig und einſtimmig wie dieſer, der laut dem Antrag des Landesverbandes Ski⸗ Elub Schwarzwald, der als Gründerverband des Deutſchen Skiverbandes ſein ganzes Gewicht in die Waag⸗ ſchale legte; daß nämlich angeſichts der bitteren Not im deutſchen Volk eine Beſchickung der Weltolympiade unter⸗ bleiben ſolle. Der Grund für dieſen Antrag und ſeine An⸗ nahme iſt lapidar, für den, der ihn verſtehen will und für den, der ſich zu der Meinung freigerungen haben könnte, daß dieſe Mammutſportkonkurrenzen zu einem leider großen Teil ſich über den reinen Sportzweck hinaus aus⸗ gewachſen hoben und daß hier ſchon teilweiſe materiell und ideell unfruchtbare Hypertrophie mit einem im Kern guten Gedanken getrieben wird. Und gerade darum ſollte man gewiſſe Vergangenheiten ruhen laſſen und die Kritik ſollte „zur Sache“ gerufen werden. Der Deutſche Skiverband weiß in neuer Führung, was er tun kann und was er tun darf. Darum gibt er ganz klar und einfach ſeine Auslandsbeteiligungen im kommen⸗ den Winter bekannt. Das ſind im ganzen vier, darunter ſolche, die nur kurze Reiſen und daher wenig Koſten machen. International im Ausland werden die deutſchen Skiläufer antreten: 1. vom 4. bis 6. Februar am Slalom⸗ und Abfahrtsrennen des Internationalen Skiverbandes in Cortina, 2. anſchließend vom 6. bis 8. Februar an der Oeſterreichiſchen Skimeiſterſchaft in Marigzell, 3. vom 22. bis 24. Februar bei den Meiſterſchaften des Hauptverbhan⸗ des deutſcher Winterſportvereine in der Tſchechoſlowaket in Joſefthal und 4. noch an der jugoflawiſchen Skimeiſter⸗ schaft. Wiro Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Dezember 2—— 4. IMectar⸗Begel 1 2. 8. 4. —— Rhein⸗Pegel 28. Baſel 6 9,05 0,1 Mannheim Schuſter inſel 0,47.8 Kehl. 201.9 Jagſtfeld. Maxau.880•5 Heilbronn 5 Mannheim. 2312,28 Plochingen. Caub..551,58 Köln„„.34 1,40 Beilagen⸗Hinweis Dieſe Ausgabe enthält eine Weihnachts⸗Beiloge der Firma Hermann Schmoller u. 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