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Gerichtsſtand Mannheim. zu bezahlende 7 Ausgaben.50 RM. im Monat wöchentlich 4 30 Pfg. Trägerlohn Ausgabe B Samstag, 13. Juli 1934 145. Jahrgang— Nr. 316/317 Hitlers Abrechnung mit den Staatsfeinden Rückſichtsloſe Entlarvung der Röhm⸗Revolte — Berlin, 14. Juli. Die Krolloper, in der auch dieſe Sitzung ſtattfand, war von einer unſtberſehbaren Menſchenmenge umlagert. Im In⸗ nern hatte ſich ein großer Teil der Abgeordneten ſchon etwa eine Stunde vor Beginn eingefunden. Die Diplomaten der in Berlin vertretenen Mächte fänden ſich ebenfalls ſehr zeitig ein. Die Zuhörer⸗ plätze und die Preſſelogen waren bis auf den letz⸗ ten Platz beſetzt. Beim Klingelzeichen hat die Mehrzahl der Ab⸗ gevroͤneten bereits die Plätze eingenommen, auch die Regierungsplätze ſind faſt vollſtändig beſetzt. Wenige Minuten vor 8 Uhr erſcheint der Kanzler in Begleitung des Reichsaußenminiſters v. Neurath, des Reichsinnenminiſters Dr. Frick, des Stellver⸗ treters des Führers, Rudolf Heß. Das Haus erhob ſich von den Plätzen und empfing den Führer mit ſtitrmiſchen Heilrufen. Zugleich nahm der Reichs⸗ tagspräſtdent, Miniſterpräſident Hermann Göring, ſeinen Platz ein. Auf die Sekunde pünktlich erklärte er die Sitzung für eröffnet und gab dem Führer und Volkskanzler das Wort. Die Rede des Führers Meldung des DN B. Berlin, 14. Juli. Abgeordnete! Männer des Deutſchen Reichstages! Im Auftrage der Reichsregierung hat Sie der Reichstagspräſident Hermann Göring heute zuſam⸗ menberufen, um mir die Möglichkeit zu geben, vor dieſem berufenſten Forum der Nation das Volk über Vorgänge aufzuklären, die als eine ebenſo traurige wie warnende Erinnerung in unſerer Geſchichte für alle Zeiten fortleben mögen. Aus einer Summe ſach⸗ licher Urſachen und perſönlicher Schuld, aus menſch⸗ licher Unzulänglichkeit und meunſchlichen Defekten entſtand für unſer junges Reich eine Kriſe, die nur zu leicht von wahrhaft vernichtenden Folgen für eine abſehbare Zukunft hätte werden können. Ihre Ent⸗ ſtehung und Ueberwindung vor Ihnen und damit vor der Nation klarzulegen, iſt der Zweck meiner Aus⸗ führungen. Als mich am 30. Januar Generalfeldmarſchall und Reichspräſident von Hindenburg mit der Führung der neugebildeten deutſchen Regierung beauftragte, übernahm die nationalſozialiſtiſche Partei einen Staat, dex politiſch und wirtſchaftlich in vollem Ver⸗ fall begriffen war. Alle politiſchen Kräfte des über⸗ wundenen früheren Zuſtandes hatten an dieſem Ver⸗ fall ihren Anteil und damit ihre Schuld, ſeit der Ab⸗ dankung des Kaiſers und der deutſchen Fürſten war das deutſche Volk den Männern ausgeliefert, die als Repräſentanten unſerer vergangenen Parteienwelt dieſen Verfall entweder bewußt herbeigeführt oder ſchwächlich geduldet hatten. Angefangen bei den marxiſtiſchen Revolutionären, über das Zentrum hinweg bis zum bürgerlichen Nationalismus konn⸗ ten alle Parteien und ihre Führer die Fähigkeit, Deutſchland zu regieren, unter Beweis ſtellen. End⸗ loſe Koalitionen geſtatteten ihnen ſowohl ihre poli⸗ kiſchen Künſte wie ihr wirtſchaftliches Können zu er⸗ proben. Sie alle haben ſchmählich verſagt. Der 30. Januar war daher auch nicht der Akt der Uebernahme einer Regierung aus den Händen einer anderen Regierung, ſon⸗ dern die von der Nation erſehnte endgültige Liquidation eines unerträglichen Zuſtandes. Man blicke zurück in jene Zeit und laſſe an ſeinem Auge alle jene Erſcheinungen vorbeiziehen, die ſich als Kanzler des Reiches nacheinander ablöſten. In welchem Lande wurde die Waage der Vorſehung öfter bemüht und das Zuleichtbefunden häufiger feſtgeſtellt? Nein! Wir Nationalſozialiſten haben ein Recht, es uns zu verbitten, in dieſe Linie ein⸗ gereiht zu werden. Am 30. Januar 1933 iſt nicht zum ſoundſovielten Male eine neue Regierung ge⸗ bildet worden, ſondern ein neues Regiment hat ein altes und krankes Zeitalter beſeitigt. Dieſer geſchichtliche Akt der Liquidierung des hinter uns liegenden traurigſten Lebensabſchnittes unſerer Nation wurde vom deutſchen Volke ſelbſt legaliſiert. Wir haben nicht als wurzelloſe Anarchiſten eine Revolution gemacht, ſondern als Vollſtrecker des Willens der Nation das Regime einer Revolte beſeitigt. nicht darin geſehen, uns die Macht durch die Bafo⸗ nette zu ſichern, ſondern ſie im Herzen unſeres Vol⸗ kes zu finden und zu verankern. Wenn ich heute in einer beſtimmten ausländiſchen Zeitung leſe, daß ich zur Zeit von ſchweren Sorgen und zwar augenblicklich von wirtſchaftlichen Sorgen erfüllt ſei, ſo vermag ich dieſen Skribenten nur eine Antwort zu geben: Jawohl, aber Sorge quält mich nicht etwa heute, ſondern ſeit jeher. Wenn es früher die Sorge um unſer Volk war, die uns in dem ihm ſchuldlos aufge⸗ Und wir haben die Aufgabe zwungenen Krieg es verteidigen ließ, dann war es nach dem Zuſammenbruch die noch viel größere Sorge um die Zukunft, die uns zu Revolutionären machte. Und als wir nach 15jährigem Ringen endlich die Führung der Nation erhielten, da ließ uns dieſe quälende Sorge nicht nur nicht los, ſondern im Gegenteil, ſie nahm uns bloß noch ſtärker in ihre Arme. Was auch immer unſere Gegner im ein⸗ zelnen herumnörgeln mögen, ſelbſt ſie können nicht beſtreiten, daß wir vor den Problemen nicht kapi⸗ tuliert haben, ſondern, daß wir ſie ſtets mutig zu löſen verſuchten und in zahlloſen Fällen gelöſt haben. Das Ergebnis der 1½% Jahre nationalſozia⸗ liſtiſcher Regierung liegt eindeutig und klar vor uns. Es kann in ſeiner Bedeutung gar nicht gemeſſen werden durch Vergleiche mit den Zuſtän⸗ den, welche wir am 30. Januar 1933 vorfanden. Wir haben den Lauf des Schickſals nicht nur aufgehalten ſondern auf allen Gebieten zum Glück gewendet. Den Geiſt der Unbotmäßigkeit und des inner⸗ ſtaatlichen Aufruhrs haben wir in wenigen Monaten ausgerottet und beſeitigt. Unter voller Reſpektie⸗ rung des Weſens unſerer deutſchen Stämme haben wir die Gewalt des Reiches als den Ausdruck un⸗ ſeres gemeinſamen Lebenswillens geſtärkt und über alles erhoben. Das Deutſche Reich iſt heute kein geographiſcher Begriff mehr, ſondern eine politiſche Einheit. Wir haben die Entwicklung unſeres Volkes in Bahnen gelenkt, die noch vor zwei Jahren als unmöglich angeſehen wurden. Und ſo wie wir im Innern des Reiches die Einheit und damit des deut⸗ ſchen Volkes Zukunft feſt ſicherten, haben wir un⸗ entwegt die Rechte unſeres Volkes auch nach außen vertreten. Dem großen politiſchen Reinigungsprozeß der Nation folgte ein nicht minder großer wirtſchaft⸗ licher. Was in den nunmehr hinter uns liegenden 18 Monaten auf dieſem Gebiete geleiſtet wurde, er⸗ hält ſein Zeugnis durch die nicht fortzudiskutie⸗ rende Tatſache der viereinhalb Millionen Erwerbs loſen, die wir in knapp anderthalb Jahren einer nützlichen Produktion zuführten. So einfach dieſe Tatſache iſt, ſo groß waren und ſind die Sorgen, die im Kampf gegen die Erwerbs⸗ loſigkeit ihre Wurzel haben. Es iſt ein erbitterter Krieg, den wir ſeit 17 Jahren führen. Wir alle wiſſen, oͤaß es für eine wahrhaft beſorgte Staats⸗ führung eine Zeit ohne Sorge gar nicht geben kann. Stets ſind neue Probleme zu meiſtern, neue Fragen zu löſen, neue Aufgaben zu erfüllen. Indem wir 4½% Millionen Menſchen aus der Arbeitsloſigkeit be⸗ freiten und ihnen wieder einen anderen Lebens⸗ ſtandard ermöglichten, ſtärkten wir eine Konſum⸗ kraft, die damit auch in erhöhtem Maße fremde Roh⸗ ſtoffe verzehrt. Wir ſehen ſolche Schwierigkeiten und ich kann dem deutſchen Volke nur das eine ver⸗ ſichern: Wir werden ſie löfen. Wenn unſere Handelsbilanz durch die wirt⸗ ſchaftliche Sperrung ausländiſcher Märkte oder durch den politiſchen Boykott eine paſ⸗ ſive wird, werden wir dauk der Genialität unſerer Erfinder und Chemiker und durch unſere Tatkraft die Wege finden, uns vom Import jener Stoffe unabhängig zu machen, die wir ſelbſt zu erzeugen oder zu erſetzen in der Lage ſind. Alle dieſe Probleme werden wir mit 9 Entſchloſſenheit löſen, immer aus der Sorge heraus, unſerem Volk in ſeinem Daſeinskampf zu helfen. Ich muß es heute an dieſer Stelle bekennen, daß un⸗ ſere Arbeit vergeblich geweſen wäre, wenn nicht das deutſche Volk uns ſein Vertrauen und ſeine treue Mitarbeit in o großem Umfange geſchenkt haben würde. Es ſind die 41% Millionen Männer und Frauen aller Lebenslagen, die uns nicht nur äußerlich ihr Jawort gegeben haben, ſondern ſich in⸗ nerlich dem neuen Regiment verſchrieben. Millio⸗ nen von ihnen kämpfen auch heute in Deutſchland bitter und ſchwer um ihr kärgliches tägliches Brot, 7 das Notwendigſte zum Leben, Hunderttäuſende an⸗ . ö dere waren bereit, ihren Arbeitsplatz mit noch ärme⸗ ren Volksgenoſſen zu teilen. Und ſie alle leben den⸗ Huünderttauſende von Bergarbeitern verdienen kaum Einmütige Vertrauenskundgebung Der Reichstag jubelt dem Führer zu — Berlin, 13. Juli. Der Reichstag nahm nach der Kanzlerrede folgende von Reichstagspräſident Göring vorgeleſene Entſchließung Dr. Fricks und Genoſſen unter ſtürmiſchem Jubel an: „Der Reichstag billigt die Erklärung der Reichsregierung und dankt dem Reichskanzler für ſeine tatkräftige und entſchloſſene Rettung des Vaterlandes vor Bürgerkrieg und Chaos.“ noch in der Zuverſicht und im Glauben an den neuen Staat. Das Wort„Deutſche Volksgemeinſchaft“ hat gerade in den ärmſten Söhnen unſeres Volkes ſeine erhabenſte Verklärung gefunden, Millionen von Frauen lieben dieſen neuen Staat, opfern, arbeiten und beten für ihn. Dieſer poſitiven Welt des Deutſchtums, der Verkörperung der wirk⸗ lichen Werte unſeres Volkes ſteht freilich auch eine kleine negative gegenüber. Am Werk der deutſchen Geneſung und Erhebung nehmen keinen inneren Anteil: erſtens die kleine Schicht jener internatio⸗ nalen Volkszerſetzer, die als Apoſtel des weltan⸗ ſchaulichen, politiſchen und wirtſchaftlichen Kommu⸗ nismus planmäßig die Völker zerſetzen, die Oroͤ⸗ nung auflöſen und ſich bemühen, das Chaos herbei⸗ zuführen. Wir ſehen die Zeugniſſe des Wirkens die⸗ ſer internationalen Verſchwörung um uns. Landauf, landab laufen die Flammen des Aufruhrs über die Völker. Auch in Deutſchland verſuchen noch einzelne dieſer Narren und Verbrecher immer wieder ihre deſtruktive Tätigkeit auszuüben. Ihre Methode iſt ſtets dieſelbe. Indem ſie das Los der Gegenwart als unerträglich ſchildern, preiſen ſie das kommuni⸗ ſtiſche. Paradies der Zukunft und führen praktiſch damit doch nur einen Krieg für die Hölle. Die zweite Gruppe der Unzufriedenen beſteht in jenen politiſchen Führern, die durch den 30. Januar ihre Zukunft als erledigt empfin⸗ den, ohne ſich mit der Unwiderruflichkeit die⸗ ſer Tatſachen abfinden zu können. Je mehr die Zeit ihre eigene Unfähigkeit mit dem gnädigen Mantel des Vergeſſens verhüllt, um ſo mehr glauben ſie berechtigt zu ſein, ſich dem Volke langſam e 85 Erinnerung zu bringen. Der iſtiſe Staat kann durch ſie ernſtlich weder bedroht 119 5 irgendwie geſchädigt werden. Eine dritte Gruppe deſtruktiver Elemente ergibt ſich aus jenen Revolutionären, die im Jahre 1918 in ihrem früheren Verhältnis zum Staat er⸗ ſchüttert und entwurzelt worden ſind und damit über⸗ haupt jede innere Beziehung zu einer geregelten menſchlichen Geſellſchaftsordnung verloren haben. Es ſind Revolutionäre geworden, die der Re⸗ volution als Revolution huldigen und in ihr einen Dauerzuſtand ſehen möchten. Wir alle haben einſt unter der furchtbaren Tragik gelitten, daß wir als gehorſame und pflichtgetreue Soldaten plötzlich einer Revolte von Meuterern gegenüber⸗ ſtanden, die es fertig brachten, ſich in den Beſitz des Staates zu ſetzen. Jeder von uns war einſt erzogen worden in der Achtung der Geſetze und im Reſpekt vor der Autorität, im Gehorſam gegenüber den von ihr ausgehenden Befehlen und Anordnungen, in der inneren Ergebenheit gegenüber der Repräſentanz des Staates. Nun zwang uns die Revolution der Deſerteure und Meuterer die innere Loslöſung von dieſen Begriffen auf. Wir konnten den neuen Uſur⸗ patoren keine Achtung ſchenken, Ehre und Gewiſſen zwangen uns, ihnen den Gehorſam aufzuſagen, Liebe zur Nation und zum Vaterland verpflichteten uns, ſie zu bekriegen, die Amoral ihrer Geſetze löſchte in uns die Empfindung für die Notwendigkeit ihrer Be⸗ folgung und ſo ſind wir Revolutionäre g e⸗ worden. Allein auch als Revolutionäre hatten wir uns nicht losgelöſt von der Verpflichtung, die natür⸗ lichſten Geſetze des ſouveränen Rechtes unſeres Vol⸗ kes auch auf uns zu beziehen und ſie zu reſpektieren. Nicht den Willen und das Selbſtbeſtimmungs⸗ recht des deutſchen Volkes wollten wir vergewal⸗ tigen, ſondern nur die Vergewaltiger der Nation verjagen. Und als wir endlich, legitimiert durch das Vertrauen dieſes Volkes, die Konſequenzen aus unſerem 14jährigen Kampfe zogen, da geſchah es nicht, um in einem Chaos zügelloſe Inſtinkte aus⸗ toben zu laſſen, ſondern nur um eine neue und beſ⸗ ſere Oroͤnung zu begründen. Ich muß nun aber auch der vierten Gruppe ge⸗ denken, die manches Mal, vielleicht ſogar ungewollt, aber dennoch eine wahrhaft deſtruktive Tätigkeit aus⸗ übt. Es ſind dies jene Menſchen, die einer verhält⸗ nismäßig kleinen Geſellſchaftsſchicht angehören, im Nichtstun Zeit und Anlaß findet zur mündlichen Be⸗ richterſtattung über all das was geeignet iſt, eine ebenſo intereſſante wie wichtige Abwechſlung in ihr im übrigen vollſtändig belangloſes Leben zu bringen. Perſönlicher und politiſcher Tratſch wird hier begierig aufgefangen und noch begieriger weiter⸗ gegeben. Sie ſind aber gefährlich, weil ſie förmliche Bazillenträger ſind der Unruhe, der Unſicherheit, der Gerüchte, Behauptungen, der Lügen und Ver⸗ dächtigungen. Eines aber iſt klar: Die Arbeit des Wiederaufbaues unſeres Volkes und dadurch die Ar⸗ beit unſeres Volkes ſelbſt iſt nur möglich, wenn das deutſche Volk in innerer Ruhe, Ordnung und Diſziplin ſeiner Führung folgt und vor allem, wenn es ſeiner Führung vertraut. Wenn auch das nationalſozialiſtiſche Regime von Anfang an ſich mit dieſen verſchiedenen Gruppen abfinden mußte und auch abgefunden hat, ſo trat doch ſeit einigen Monaten eine Stim⸗ mung auf, die man endlich nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen konnte. Das erſt vereinzelte Geſchwätz von einer neuen Revolution, von einer neuen Umwälzung, von einem neuen Aufſtand wurde allmählich ſo intenſiv, daß nur eine leichtſinnige Staatsführung darüber hätte hinwegſehen können. Mitte März habe ich veran⸗ laßt, Vorbereitungen zu treffen für eine neue Propagandawelle. Sie ſollte das deutſche Volk gegen den Verſuch einer neuen Vergiftung immuniſieren. Gleichzeitig damit aber gab ich auch an einzelne der Parteidienſtſtellen den Befehl, den immer wieder auftauchenden Gerüchten einer neuen Revolution nachzugehen, und wenn möglich, die Quellen dieſer Gerüchte aufzufinden. Gegen meinen ausdrücklichen Befehl und ent⸗ gegen mir gegebenen Erklärungen durch den frü⸗ heren Stabschef Röhm war eine Auffüllung der SA in einem Umfange eingetreten, die die innere Homogenität dieſer einzigartigen Organiſation ge⸗ fährden mußte. Die nationalſozialiſtiſche welt⸗ anſchauliche Erziehung trat in den erwähnten Be⸗ reichen einzelner höherer SA⸗Dienſtſtellen mehr und mehr zurück. Das naturgegebene Verhältnis zwiſchen Par⸗ tei und Sg begann ſich langſam zu lockern. Die Beförderungen zu SA⸗Führern ließen bei Nachprüfung eine vollſtändig einſeitige Bewertung eines rein äußeren Könnens oder oft auch nur einer vermeintlichen intellektuel⸗ len Bewegung erkennen. Die große Zahl älteſter und treueſter SA⸗Mänuer trat immermehr bei Führerernennungen und Stel⸗ lenbeſetzungen zurück, während der in der Bewegung nicht ſonderlich hochgeachtete Jahrgang 1933 eine un⸗ verſtändliche Bevorzugung erfuhr. Das Auftre⸗ ten dieſer zum großen Teil mit der Bewegung überhaupt nicht verwachſenen einzelnen SA⸗Führer war ebenſo un nationalſozialiſtiſch wie manchesmal geradezu abſtoßen d, es konnte aber nicht überſehen werden, daß gerade in dieſen Krei⸗ ſen eine Quelle der Beunruhigung der Bewegung auch dadurch gefunden wurde, als ihr mangelnder praktiſcher Nationalſozialismus ſich in ſehr una n⸗ gebrachten neuen Revolutions forde⸗ rungen au verſchleiern verſuchte. Ich habe auf dieſe und eine Reihe weiterer Mißſtände den Stabs⸗ chef Röhm hingewieſen, ohne daß irgend eine fühl⸗ bare Abhilfe, ja auch nur ein erkenbares Eingehen auf meine Ausſtellungen eingetreten wäre. Stabschef Röhm verſuchte, alle dieſe Vorgänge in ihrer Wirklichkeit abzuſtreiten und erklärte ſie als verſteckte Angriffe gegen die SA. Er ſicherte mir perſönlich immer wieder Unterſuchung der Fälle und Entfernung der Schuldigen bzw. deren Maßregelung zu. Eine ſichtbare Wandlung trat nicht ein. Im Mat liefen bei einigen Partei⸗ und Staatsſtelle: zahlreiche Anklagen über Verſtöße höherer und mittlerer SA⸗Führer ein, die, akten⸗ mäßig belegt, nicht abgeſtritten werden konnten. Von verhetzenden Reden bis zu unerträglichen Aus⸗ ſchreitungen führte hier eine gerade Linie. Einige Verantwortliche wurden verhaftet. Ich habe früher ſtets betont, daß ein autoritäres Regiment beſonders hohe Verpflichtungen beſitzt. Wenn vom Volke gefordert wird, daß es einer Führung blind vertraut, muß dieſe Führung dieſes Vertrauen aber auch durch Leiſtung und beſonders gute Aufführung ſich verdienen. Fehler und Irrtümer mögen im einzelnen unter⸗ laufen, ſie ſind auszumerzen. Schlechte Aufführung, Trunkenheitsexzeſſe, Beläſtigung friedlicher, anſtän⸗ diger Menſchen aber ſind eines Führers unwürdig, nicht nationalſozialiſtiſch und im höchſten Maße ver⸗ abſcheuungswürdig. Ich habe daher auch ſtets gefor⸗ dert, daß an das Benehmen und die Aufführung nationalſozialiſtiſcher Führer höhere Anforderungen geſtellt werden als bei übrigen Volksgenoſſen. Ich erwarte, daß ein Führer, der ſich vergißt, ſtreu⸗ ger beſtraft wird als im gleichen Fall ein un⸗ bekannter Mann. Die Entſchloſſenheit der nationalſoziöliſtichen Staatsführung, ſolchen Exzeſſen einzelner unwürdi⸗ der Elemente, die Partei und SA nur'mit Sthande beladen, ein Ende gu bereiten, führte zt ſehr hef⸗ tigen Gegen wirkungen von ſeiten des 2. Seite/ Nummer 317 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 14. Juli 1934 Sta bSchefs. Erſte nationalſozialiſtiſche Kämpfer, die zum Teil faſt 15 Jahre lang für den Sieg der Bewegung gerungen hatten und nun als hohe Staatsbeamte an führenden Stellen unſeres Staa⸗ tes die Bewegung repräſentierten, wurden wegen ihres Vorgehens gegen ſolche unwürdigen Elemente zur Verantwortung gezogen, da Stabschef Röhm verſuchte, dieſe älteſten Streiter der Partei durch Ehrengerichte, die ſich zum Teil aus jüngſten Par⸗ teigenoſſen oder ſogar aus Nichtparteigenoſſen zu⸗ ſammenſetzten, maßregeln zu laſſen. Dieſe Ausein⸗ anderſetzungen führten zu ſehr ernſten Ausſprachen zwiſchen dem Stabschef und mir, in denen mir zum erſtenmal Zweifel in die Loyalität dieſes Mannes gufſtiegen. Es konnte von Monat Mai ab keinen Zweifel mehr geben, daß Stabschef Röhm ſich mit ehr⸗ geizigen Plänen beſchäftigte, die im Falle ihrer Verwirklichung nur zu ſchwerſten Erſchüttte⸗ rungen führen konnten. Stabschef Röhm begann ſich nicht nur innerlich, ſondern auch mit ſeinem geſamten äußeren Leben von der Partei zu entfernen. Alle die Grundſätze, durch die wir groß geworden waren, berloren ihre Geltung. Es war nicht nur furcht⸗ bar, daß er ſelbſt und ſein ihm zugetaner Kreis alle Geſetze von Anſtand und einfacher Haltung brachen, ſondern ſchlimmer noch, daß dieſes Gift ſich nunmehr in immer größeren Kreiſen auszubreiten begann. Das Schlimmſte aber war, daß ſich allmählich aus einer beſtimmten gemeinſamen Verau⸗ lagung heraus in der SA eine Sekte zu bilden begann, die den Kern einer Verſchwörung nicht nur gegen die normalen Auffaſſungen eines geſunden Volkes, ſondern auch gegen die ſtaatliche Sſcherheit abgab. Die im Monat Mai vorgenommenen fungen der Beförderungen in S A⸗Gebieten führten zur ſchrecklichen Erkenntnis, daß Menſchen ohne Rückſicht auf nationalſozia⸗ liſtiſche und SA⸗Verdienſte in SAStellungen beför⸗ dert worden waren, nur weil ſie zum Kreiſe dieſer beſonders Veranlagten gehörten. Allmählich ent⸗ wickelten ſich aus der Führung der SA drei Grup⸗ pen: eine kleine Gruppe von durch gleiche Veran⸗ lagung zuſammengehaltenen Elementen, die, zu jeder Handlung fähig, ſich blind in der Hand des Stabs⸗ chefs Röhm befanden. Es waren dies in erſter Linie die SA⸗Führer Ernſt aus Berlin, Heines in Schleſten, Hayn in Sachſen, Heydebreck in Pom⸗ mern. Neben dieſen ſtand eine zweite Gruppe von Führern der SA, die innerlich nicht zu dieſem Kreiſe gehörte, allein aus einfacher ſoldatiſcher Auf⸗ faſſung ſich dem Stabschef Röhm zum Gehorſam ver⸗ pflichtet fühlte. Und dieſen gegenüber ſtand eine dritte Gruppe von Führern, die aus ihrer inneren Abneigung und Ablehnung kein Hehl machte und daher zum Teil von verantwortlichen Poſten entfernt worden waren, zum anderen Teil bewußt beiſeite geſchoben und in vieler Beziehung außer Be⸗ tracht gelaſſen wurden. An der Spitze dieſer infolge ihrer grundſätzlichen Anſtändigkeit abgelehnten alten SA⸗Führer ſtand der heutige Stabschef Lutze, ſowie der Führer der SS Himmler. Durchprü⸗ einigen beſtimmten Ohne mich jemals davon zu verſtändigen und ohne daß ich es zunächſt auch nur ahnte, hat Stabschef Röhm durch Vermittlung eines durch und durch kor⸗ rupten Hochſtäplers, eines Herrn von., 7 die Beziehungen zu General Schleicher auf⸗ genommen. General Schleicher war der Mann, der dem inneren Wunſche des Stabschef Röhm den äußeren Ausdruck verlieh. Er war es, der konkret die Auffaſſung fixierte und vertrat, daß 1. das heutige deutſche Regiment unhaltbar ſei, daß 2. vor allem die Wehrmacht und ſämtliche nationale Verbände in einer Hand zuſammengefaßt werden müßten, daß 3. der dafür allein gegebene Mann nur Stabschef Röhm ſein könnte, daß 4. Herr von Papen entfernt werden müßte, und er bereit ſein würde, die Stelle eines Vizekanzlers einzunehmen. Daß weiter auch noch andere weſentliche Verände⸗ rungen des Reichskabinetts vorgenommen werden müßten. Wie immer in ſolchen Fällen begann nun⸗ mehr das Suchen nach den Männern für die neue Regierung, immer unter der Annahme, daß ich ſelbſt in meiner Stellung wenigſtens für zu⸗ nächſt belaſſen würde. Die Durchführung dieſer Vorſchläge des Gene⸗ rals von Schleicher mußte ſchon in Punkt 2) auf meinen nie zu überwindenden Widerſtand ſtoßen. Es wäre mir weder ſachlich noch menſchlich jemals möglich geweſen, meine Einwilligung zu einem Wecheel im Reichswehrminiſterium zu geben und die Neubeſetzung durch den Stabschef Röhm vorzu⸗ nehmen. Erſtens aus ſachlichen Gründen: Ich habe ſeit 14 Jahren unentwegt verſichert, daß die Kampforganſſationen der Partei poli⸗ tiſche Inſtitutionen ſind, die nichts zu tun haben mit dem Heere. Es wäre fachlich in meinen Augen eine Deſavouierung dieſer meiner Auffaſ⸗ ſung und l4jährigen Politik geweſen, an die Spitze des Heeres nun den Führer der SA zu berufen. Zweitens wäre es mir menſchlich unmöglich gewe⸗ ſen, jemals in dieſen Vorſchlag des Generals von Schleicher einzuwilligen. Als dieſe Abſichten mir be⸗ wußt wurden, war mein Bild über den inneren Wert des Stabschef Röhm ſchon derart, daß ich ihn vor meinem Gewiſſen und unter Ehre der Armee wegen erſt recht niemals hätte mehr für dieſe Stelle zulaſſen können. Vor allem aber: Die oberſte Spitze der Armee iſt der Generalſeldmarſchall und Reichspräſident. Ich habe als Kanzler in ſeine Hand meinen Eid abgelegt. Seine Per⸗ i ſon iſt für uns alle unantaſtbar⸗ Es wäre mir aber weiter eine zolche Handlung auch menſchlich unmöglich geweſen gegenüber dem Wehrminiſter des Reiches. Ich und wir alle ſind glücklich, in ihm einen Ehrenmann ſehen zu kön⸗ nen vom Scheitel bis zur Sohle. Er hat die Armee aus innerſtem Herzen verſöhnt mit den Revolu⸗ tionären von einſt und verbunden mit ihrer Staatsführung von heute. 5 Da der Stabschef Röhm ſelbſt unſicher war, ob Verſuche in der bezeichneten Richtung wohl bei mir auf Widerſtand ſtoßen würden, wurde der erſte Plan ſeſtgelegt zur Erzwingung dieſer Entwicklung. Die Vorbereitungen hierzu wurden umfangreich ge⸗ troffen. 1. Planmäßig ſollten die pſychologiſchen Vorausſetzungen für den Ausbruch einer zweiten Revolution geſchaffen werden. Zu dieſem Zwecke wurden durch SA⸗Propagandastellen ſelbſt in die SA die Behauptung hineinverbreitet, die Reichs⸗ Berlins Preſſe zur Kanzler-Nede Der„Lokalanzeiger“ erklärt, daß die ſee⸗ liſche Gewalt Hitlers über die Deutſchen nie größer war als in dieſer Stunde, daß das Geſchehene ihn der Nation nur noch ſtärker verbunden hat und daß ſie nie mehr und einmütiger ſeinem Stern ver⸗ traute und ſeinem Schickſal ſich verbunden fühlte. Die„Kreuzzeitung“ ſagt: Soviel iſt gewiß, daß die ungeheure Offenheit, mit der der Kanzler die Geſchichte der Revolte und ihrer Niederwerfung dargelegt hat, und andererſeits die unerſchütterliche Feſtigkeit, mit der der Führer die Zerſetzung der Revolution durch kleine Putſche von ſich gewieſen hat, das Gefühl für die Stabilität des neuen Rei⸗ ches im In⸗ und Auslande ganz außerordentlich ſteigern wird. Die gleiche Wirkung wird ſein er⸗ neutes Bekenntnis zu der Perſon des Generalfeld⸗ marſchalls und zu dem Bund vom 30. Januar 1933 haben. Sor 15 Der „Völkiſche Beobachter“ ſagt: Das junge Reich hat eine ernſte Stunde hinter ſich, es ſteht heute gefeſtigter als je, mag jenes Ausland ſagen, was es mag, das über ſchwere Prüfungen nur zu witzeln weiß und verſtändnislos dem großen Rin⸗ gen Deutſchlands gegenüberſteht. Für uns alle war der 13. Juli aber Verpflichtung, treuer als jemals unſere Aufgabe zu erfüllen, als Ganzes wieder gut zu machen, was Halbe und Faule am Führer ge⸗ ſündigt haben. Die„Deutſche Zeitung“ ſchreibt: Wir alle ſtanden in dieſer Stunde der Führerrede unter dem Eindruck eines Menſchen von einſamer Größe, der einer Verantwortung gerecht wurde, die jenſeits der Tagesgeſchehniſſe nur an der Forderung nach dem ewigen Beſtand der Nation gemeſſen werden kann. Die„Berliner Börſenzeitung“ bezeich⸗ net die Rede nicht nur als eine Tat der befreienden Aufklärung, ſondern darüber hinaus als eine Tat ſittlicher Erziehung. Das Blatt hofft, daß auch das Ausland der Rede die Beachtung ſchenkt, die die fanatiſche Wahrheitsliebe und die innere Anſtändig⸗ keit dieſes Rechenſchaftsberichtes verdienen. Die„Deutſche Allgemeine Zeitung“ betont, die Rede Adolf Hitlers hat die Würde des deutſchen Namens über alle Anwürfe erhoben, denen er in einer feindſeligen Welt, die uns nicht verſtehen will, ſeit 14 Tagen ausgeſetzt war. Die Welt wird ſich nicht mehr weigern, das Komplott ernſt zu nehmen, das ſchon den Mörder Hitlers gedungen hatte. Die„Germania“ meint, dieſe Offenbarung in⸗ nerſter Empfindungen und Entſcheidungen ſei mit keiner bisherigen Rede Hitlers vergleichbar. Man müſſe die Darlegungen Wort für Wort leſen und ihnen nachdenken, dann würden ſte nicht nur verſtan⸗ den werden, ſondern in die Herzen dringen, wohin ſie zielen. Wer wollte noch zweifeln, daß Hitler die Abrechnung am 30. Juni nach beſtem Wiſſen und Ge⸗ wiſſen zur Rettung Deutſchlands und nur zur Ret⸗ tung Deutſchlands vorgenommen hat. *. Die Uebertragung der Rede Die Rede wurde von folgenden ausländiſchen Rundfunkgeſellſchaften übernommen: National Bro⸗ adcaſting Company Neuyork mit über 80 angeſchloſ⸗ ſenen Sendern, Columbia Broadcaſting Syſtem Neuyork mit über 70 angeſchloſſenen Sendern, Ra⸗ dio Prieto S. A. Buenos Aires, ferner von den Sendern Montevideo, Rom und der Sendergruppe Turin, die ſich auf den Deutſchlandſender eingeſchal⸗ tet hatten. Des weiteren übertrugen die Führer⸗ rede alle däniſchen und ſchwediſchen Sender. Auch die Britiſh Broadeaſting Corporation London hat Teile der Rede übernommen. wehr beabſichtige eine Auflöſung der SA, und ſpäter wurde ergänzt, ich ſei leider für dieſen Plan auch perſönlich gewonnen worden. Eine ebenſo traurige wie niederträchtige Lüge! 2. Die SA müßte nunmehr dieſem An⸗ griff zu vorkommen und in einer zweiten Revolution die Elemente der Reaktion einerſeits und der Parteiwiderſtände andererſeits beſeitigen, die Staatsgewalt aber der Führung der S A ſelbſt anvertrauen. 3. Zu dieſem Zwecke ſollte die SA in kürzeſter Friſt alle notwendigen ſachlichen Vorbereitungen treffen. Es iſt dem Stabschef Röhm gelungen, unter Verſchleierungen— unter anderem der lügenhaften Angabe, ſoztale Hilfsmaßnahmen für die SA durchführen zu wollen— Millionen⸗ beträge dieſem Zwecke zuzuführen. 4. Um die entſcheidendſten Schläge rückſichtslos führen zu können, wurde die Bildung beſtimmter nur hierfür in Frage kommender eingeſchwo⸗ rener Terrorgruppen unter dem Titel „Stabs wachen“ gebildet. Während der alte SA⸗Mann ſich über ein Jahr⸗ zehrt für die Bewegung durchgehungert hatte wur⸗ den hier beſoldete Truppen gebildet, deren innerer Charakter und deren Zweckbeſtimmung durch nichts beſſer erhellt wird, als durch die geradezu furcht⸗ baren Strafliſten der darin geführten Elemente. Während die Mitglieder der inneren Sekte die eigentliche Aktion planmäßig vorbereiteten, wurden dem weit größeren Kreis der SA⸗Führer nur all⸗ gemeine Mitteilungen gemacht des Inhalts, daß eine zweite Revolution vor der Türe ſtünde, daß dieſe Revolution kein anderes Ziel beſitze, als mir ſelbſt die Handlungsfrei⸗ heit zurückzugeben, daß daher die neue und diesmal blutige Erhebung—„die Nacht der langen Meſſer“— wie man ſie grauenvoll bezeichnete meinem eigenen Sinn entſpräche. Die außenpolitiſche Vorbereitung der Aktion wurde Herrn von Detten übertragen. General von Schleicher nahm das außenpolitiſche Spiel teil⸗ weiſe perſönlich wahr, beziehungsweiſe ließ es durch ſeinen Kurier General von Bredow praktiſch betreiben. Gregor Straſſer wurde beigezogen. Anfang Juni ließ ich als letzten Verſuch Stabschef Röhm noch einmal kommen zu Liner nahezu fünf⸗ ſtündigen Ausſprache, die ſich bis Mitternacht hinzog. Ich teilte ihm mit, daß ich aus zahlloſen Gerüchten und aus zahlreichen Verſicherungen und Erklärungen alter treuer Parteigenoſſen und ſein Führer den Eindruck gewonnen hätten, daß von gewiſſenloſen Elementen eine nationalbolſchewiſtiſche Aktion vor⸗ bereitet würde, die über Deutſchland nur namen⸗ loſes Unglück bringen könnten. Ich verſicherte dem Stabschef Röhm, daß ich jeden Verſuch, in Deutſchland ein Chaos entſtehen zu laſſen, augen⸗ blicklich perſönlich abwenden würde und daß jeder, der den Staat angreift, von vornherein mich zu ſeinen Feinden zählen müſſe. Ich forderte die reſtloſe Ausmerzung dieſer Elemente der SA, um nicht die SA ſelbſt, Millionen anſtändige Partei⸗ genoſſen und Hunderttauſende alte Kämpfer durch einzelne minderwertige Subjekte um ihre Ehre bringen zu laſſen. Stabschef Röhm verließ dieſe Unterredung mit der Verſicherung, die Gerüchte ſeien teils un⸗ wahr, teils übertrieben, er werde im übrigen alles tun, um nunmehr nach dem Rechten zu . ſehen. Das Ergebnis der Unterredung aber war, daß Stabschef Röhm in der Erkenntnis, auf meine Per⸗ ſon bei ſeinem geplanten Unternehmen unter keinen Umſtänden zählen zu können, nunmehr die Beſeiti⸗ gung meiner Perſon ſelbſt vorzubereiten. Zu dieſem Zwecke wurde dem größeren Kreis der hinzugezoge⸗ nen SA⸗Führer erklärt, daß ich ſelbſt mit dem in Ausſicht genommenen Unternehmen wohl einver⸗ ſtanden ſei, aber perſönlich davon nichts wiſſen dürfe, bzw. den Wunſch hätte, zunächſt auf 24 oder 48 Stunden bei Ausbruch der Erhehung in Haft genommen zu werden, um ſo durch die voll⸗ zogenen Tatſachen der unangenehmen Belaſtung ent⸗ hoben zu ſein, die ſich im anderen Falle für mich außenpolitiſch ergeben müßte. Dieſe Erklärung er⸗ hält ihre letzte Illuſtration durch die Tatſache, daß unterdes vorſorglicherweiſe 85 bereits der Mann gedungen war, der meine ſpätere Beſeitigung durchzuführen hatte: Standartenführer Uhl geſtand, noch wenige Stun⸗ den vor ſeinem Tode, die Bereitwilligkeit zur Durch⸗ führung eines ſolchen Befehls. Der erſte Plan zum Umſturz baſierte auf dem Gedanken einer Beurlau⸗ bung der SA. In dieſer Zeit ſollten mangels greif⸗ barer Verbände unfaßbare Tumulte aus⸗ brechen nach Art der Zuſtände im Auguſt 1932, die mich zwingen müßten, den Stabschef, der allein in der Lage wäre, die Ordnung wiederherzuſtellen, zu rufen, um ihn mit der vollziehenden Gewalt zu be⸗ trauen. Nachdem ſich unterdes eindeutig ergeben hatte, daß mit einer ſolchen Bereitwilligkeit von mir wohl unter keinen Umſtänden gerechnet werden könnte, wurde dieſer Plan wieder verworfen und die direkte Aktion ins Auge gefaßt. Sie ſollte in Berlin ſchlagartig einſetzen mit einem Ueberfall auf die Regierungsgebäude, mit einer Verhaftung meiner Perſon, um dann die eigenen Aktionen als in meinem Auftrag ſtattfindende abrollen laſſen zu können. Sowohl Stabschef Röhm als auch Grup⸗ penführer Ernſt, Obergruppenführer Heines, Hayn und eine Reihe anderer haben vor Zeugen erklärt, daß zunächſt eine mehrtägige Auseinanderſetzung blutiger Axt mit den Kräften und Ueberreſten der Vergangenheit und den Widerſachern der Gegenwart ſtattfinden ſollte. Die Frage nach der wirtſchaftlichen Seite bei einer ſolchen Entwicklung wurde mit ge⸗ radezu wahnſinnigem Leichtſinn unter dem Hinweis abgetan, daß der blutige Terror die notwendigen Mittel ſo oder ſo ſchaffen würde. Was aus Deutſch⸗ land im Falle eines Sieges dieſer Leute geworden wäre, iſt ſchwerlich auszudenken. Die Größe der Gefahr wurde aber erſt recht erwieſen durch die Feſtſtellungen, die uun vom Ausland nach Deutſchlaud kamen. Engliſche und franzöſiſche Zeitungen begannen immer häufiger von einer bevorſtehenden Umwäl⸗ zung in Deutſchland zu reden und immer mehr Mit⸗ teilungen ließen erkennen, daß von den Verſchwö⸗ rern eine plaumäßige Bearbeitung des Auslandes im dem Sinne vorgenommen wurde, daß in Deutſch⸗ land die Revolution der eigentlichen Nationalſozia⸗ liſten vor der Tür ſtünde und das beſtehende Regi⸗ ment nicht mehr zu handeln fähig ſei. Ende Juni war ich entſchloſſen, dieſer unmöglichen Entwicklung ein Ende zu ſetzen, und zwar ehe noch das Blut von zehntauſend Unſchuldigen die Kataſtrophe beſiegeln würde. Ich entſchloß mich, Samstag, den 30. Juni, den Stabschef ſeines Amtes zu entheben, zunächſt in Verwahrung zu nehmen und eine Anzahl von SA⸗Führern, deren Verbrechen klar zutage lag, zu verhaften. Im Laufe des 29. Juni erhielt ich aber ſo be⸗ drohliche Nachrichten über letzte Vorbereitungen zur Aktion, daß ich mittags die Beſichtigung der Ar⸗ beitslager in Weſtfalen abbrechen mußte, um mich für alle Fälle bereitzuhalten. Um 1 Uhr nachts er⸗ hielt ich aus Berlin und München zwei bringendſte Alarmnachrichten. Nämlich erſtens, daß für Berlin um 4 Uhr nachmittags Alarm angeordnet wor⸗ den ſei, daß zum Transport der eigentlichen Stoß⸗ formationen die Requiſition von Laſtkraftwagen be⸗ ſohlen und bereits im Gange ſei und daß Schlag 5 Uhr die Aktion überfallsmäßig mit der Beſetzung der Regierungsgebäude ihren Anfang nehmen ſollte. Gruppenführer Ern ſt war zu dem Zweck auch nicht mehr nach Wiesſee gereiſt, ſondern zur perſönlichen Führung der Aktion in Berlin zurückgeblieben. Zweitens wurde in München die Alarmie⸗ rung der SA bereits für 9g Uhr abends an⸗ geordnet. Die SA⸗Formationen wurden nicht mehr nach Hauſe entlaſſen, ſondern in die Alarm⸗ quartiere gelegt. Unter dieſen Umſtänden konnte es für mich nur noch einen einzigen Entſchluß geben. Wenn über⸗ haupt das Unheil noch zu verhindern war, dann mußte blitzſchnell gehandelt werden. Nur ein rückſichtsloſes und blutiges Zugreifen war viel⸗ leicht noch in der Lage, die Ausbreitung der Revolte zu erſticken. 5 Und es konnte keine Frage ſein, daß beſſer 100 Meuterer, Verſchwörer und Konſpirato⸗ ren vernichtet wurden, als 10 000 unſchuldige SA⸗Männer auf der einen, 10 000 ebenſo un⸗ ſchudige auf der anderen Seite verbluten zu laſſen. Deun wenn die Aktion des Verbrechers Eruſt in Berlin erſt abzurollen begann, waren die Folgen ja unausdenkbar. Wie das Operieren mit meinem Namen gewirkt hatte, ergab ſich aus der beklemmen⸗ den Tatſache, daß es diefen Meuterern z. B. gelungen war, in Berlin unter Berufung auf mich, von nichts⸗ ahnenden Polizeioffizieren ſich für ihre Aktion vier —— Panzerwagen zu ſichern, und daß weiter ſchon vorher die Verſchwörer Heines und Hayn Po⸗ lizeioffiziere in Sachſen und Schleſien unſicher mach⸗ ten angeſichts ihrer Aufforderung, bei der kommen⸗ den Auseinanderſetzung zwiſchen der SA und den Hitlerfeinden zu entſcheiden. Es war mir endlich klar, daß dem Stabschef nur ein einziger Mann ent⸗ gegentreten konnte und entgegentreten mußte. Mir brach er die Treue und ich allein mußte ihn dafür zur Verantwortung ziehen! Um 1 Uhr nachts erhielt ich die letzten Alarm⸗ depeſchen, um 2 Uhr morgens flog ich nach München. Miniſterpräſident Göring hatte unterdes von mir ſchon vorher den Auftrag bekommen, im Falle der Aktion der Reinigung ſeinerſeits ſofort die analogen Maßnahmen in Berlin und Preußen zu treffen. Er hat mit eiſerner Fauſt den Angriff auf den natio⸗ nalſozialiſtiſchen Staat niedergeſchlagen, ehe er zur Entwicklung kam. Die Notwendigkeit dieſes blitz⸗ ſchnellen Handelns brachte es mit ſich, daß mir in die⸗ ſer entſcheidenden Stunde nur ganz wenige Menſchen zur Verfügung ſtanden. Im Beiſein des Miniſters Goebbels und des neuen Stabschefs wurde dann die Ihnen bekannte Aktion durchgeführt und in Mün⸗ chen abgeſchloſſen. Wenn ich noch wenige Tage vorher zur Nachſicht bereit geweſen war, daun konnte es in dieſer Stunde eine ſolche Rückſicht nicht mehr geben. Meutereien bricht man nach ewig gleichen eiſernen Geſetzen. Wenn mir jemand den Vorwurf euntgegenhält, weshalb wir nicht die ordentlichen Gerichte zur Aburteilung herangezogen hätten, dann kaun ich ihm nur ſagen: In dieſer Stunde war ich verantwortlich für das Schickfal der deutſchen Nation und damit war des deut⸗ ſchen Volkes oberſter Gerichtshof in dieſen 24 Stunden ich ſelbſt Ich habe den Befehl gegeben, die Hauptſchuldigen an dieſem Verrat zu erſchießen, und ich gab weiter den Befehl, die Geſchwüre unſerer inneren Brun⸗ nenvergiftung und der Vergiftung des Auslandes auszubrennen bis auf das rohe Fleiſch. Und ich gab weiter den Befehl, bei jedem Verſuch des Wider⸗ ſtandes der Meuterer gegen ihre Verhaftung dieſe ſofort mit der Waffe niederzumachen. Die Nation muß wiſſen, daß ihre Exiſtenz— und dieſe wird ga⸗ rantiert oͤurch ihre innere Oroͤnung und Sicherheit — von niemanden ungeſtraft bedroht wird! Und es ſoll jeder für alle Zukunft wiſſen, daß, wenn er die Hand zum Schlage gegen den Staat erhebt, der ſichere Tod ein Los iſt. Und jeder Nationalſozialiſt muß wiſſen, daß keine Stellung und kein Rang ihn ſeiner perſönlichen Verantwortung und damit ſeiner Strafe entzieht. Ich habe Tauſende unſerer früheren Gegner wegen ihrer Korruption verfolgt. Ich würde mir innere Vorwürfe machen, wenn ich gleiche Erſcheinungen bei uns nun dulden würde. Kein Volk und keine Staatsführung kann etwas dafür, wenn ſich Kreaturen, wie wir ſie in Deutſch⸗ land als Kutisker uſw. kannten, wie das franzö⸗ ſiſche Volk ſie in einem Staviſky kennengelernt hat und wie wir ſie heute wieder erlebten, auftauchen, um ſich an den Intereſſen einer Nation zu verſün⸗ digen. Allein jedes Volk iſt ſelbſt ſchuldig, wenn es nicht die Kraft findet, ſolche Schädlinge zu vernich⸗ Ein ausländiſcher Diplomat erklärte, daß die Zu⸗ ſammenkunft mit Schleicher und Röhm ſelbſtverſtänd⸗ lich ganz harmloſer Natur geweſen wäre. Ich habe mich darüber mit niemanden zu unterhalten. Die Auffaſſungen über das, was harmlos iſt und was nicht, werden ſich auf politiſchem Gebiet niemals decken. Wenn aber drei Hochverräter in Deutſchland mit einem auswärtigen Staatsmann eine Zuſammenkunft vereinbaren und durchfüh⸗ ren, die ſie ſelbſt als„dienſtlich“ bezeichnen, unter Fernhaltung des Perſonals durchfüh⸗ ren und mir durch ſtreugſten Befehl verheim⸗ lichen, dann laſſe ich ſolche Männer tot⸗ ſchießen, auch wenn es zutreffend ſein ſollte, daß bei einer vor mir ſo verborgenen Be⸗ ratung nur über Witterung, alte Münzen und dergleichen geſprochen worden ſein ſoll. Die Sühne für dieſe Verbrechen war eine ſchwere und harte, 19 höhere S A⸗Führer, 31 S A⸗ Führer und S A⸗ Angehörige wurden er⸗ ſchoſſen, ebenſo drei SS⸗Führer als Mitbetei⸗ ligte am Komplott, 13 SA⸗Führer und Zivilperſonen, die bei der Verhaftung Widerſtand verſuchten, muß⸗ ten ihr Leben laſſen. Drei endeten durch Selbſtmord. Fünf Nicht⸗SA⸗Angehörige, aber Parteigenoſſen, wurden wegen Beteiligung erſchoſſen. Endlich wur⸗ den noch erſchoſſen drei SS⸗Angehörige, die ſich eine ſchändliche Mißhandlung gegenüber Schutzhäftlingen zuſchulden kommen ließen. Um zu verhindern, daß die politiſche Leidenſchaft und Empörung an weiteren Belaſteten zur Lynch⸗ juſtiz greifen könnte, wurde, nachdem die Gefahr be⸗ ſeitit und die Revolte als niedereſchlagen gelten konnte, noch am Sonntag, den 1. Juli, der ſtreugſte Befehl gegeben, jede weitere Vergeltung zu unter⸗ laſſen. Es iſt damit ſeit Sonntag, den 1. Juli, nachts, der normale Zuſtand wieder hergeſtellt. Eine An⸗ zahl von Gewalttaten, die mit dieſer Aktion in kei⸗ nem Zuſammenhang ſtehen, werden den normalen Gerichten zur Aburteilung übergeben. Ich hoffe zu⸗ verſichtlich, daß, wenn mich das Schickſal zu irgend⸗ einer Stunde von meinem Platze abberufen würde, mein Nachfolger nicht anders handelt, und, falls auch dieſer den Platz räumen müßte, der Dritte hinter uns mit nicht minderer Entſchloſſenheit die Sicherheit von Volk und Nation wahrzunehmen bereit iſt. Wenn in den nun hinter uns liegenden zwei Wochen ein Teil der ausländiſchen Preſſe anſtelle jeder objektiven und gerechten Berichterſtattung die Welt mit unwahren und unrichtigen Behauptungen und Meldungen überſchwemmte, ſo hätte es in den meiſten Fällen nur eines kurzen Telephonanrufes an die zuſtändigen Stellen bedurft, um ſofort die Haltloſigkeit der meiſten dieſer Behauptungen auf⸗ zuklären. Wenn insbeſondere verbreitet wurde, es ſeien auch Mitglieder des Reichskabinetts unter den SSBB—————————————— Hauptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner(im Urlaub) (Stellvertreter: C. O. Eiſenbart) Verantwortlich für Politik: i. V. C. O. Eiſenbart⸗ 1 b. B. Willy Müller Feuilleton; Carl Onno Eiſenbart ⸗Lokalen Teil: i. B. C. W. Fennel Sport: Willy Müller ⸗Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil Curt Wilh. Fennel— Anzeigen und geſchäft⸗ liche n Jacob Faude, ſämtlich in Mannheim Herausgeber; Drucker und leger: Druckerei Dr, Haas, Neue Mannheimer Zeſtung⸗ Mannheim, R 1.—6 5 Schriftleitung in Berlin: De. Frig Fillies, W 86, Pittorlaſtrabe a4 Mittags⸗Ausgabe( 13 237 Ausgabe B 8 320 Geſamt⸗D.⸗A. Juni 1934 21.557 Jür unverlangte Beiträge kelne Gewähr Rückſendung nur bei Rückports Opf. weſe Die Min kabi! habt Tatf Meu M ã Nack deut Wen Blat Ner— hier zu Stel zur wan mein das groß liſtiſ Stu! N jung mein 3 2 blatt der über Oeſte abkon über am 1 Uebe Ham Linie N Die nur Flag wird Eige den B auch ſich f keitet ſcheid eee e eee W* nee „ r 7* 1 5 8 Opfern oder Verſchwörern, ſo wäre es unſchwer ge⸗ weſen, feſtzuſtellen, daß das Gegenteil der Fall war. Die Behauptung, daß Vizekanzler v. Papen, Miniſter Seldte oder andere Herren des Reichs⸗ kabinetts mit den Meuterern eine Verbindung ge⸗ habt hätten, wird am ſchärfſten widerlegt durch die Tatſache, daß eine der erſten Abſichten der Meuterer unter anderem der Mord an dieſen Männern war. Ebenſo ſind frei erfunden alle Nachrichten über eine Beteiligung irgendwelcher deutſcher Prinzen oder über deren Verfolgung. Wenn endlich in den letzten Tagen ein engliſches Blatt zu berichten weiß, daß ich nunmehr einen Nervenzuſammenbruch exlitten hätte, ſo wäre auch hier durch eine kleine Anfrage die Wahrheit ſofort zu erlangen geweſen. Ich muß aber an dieſer Stelle auch zugleich geſtehen, daß mein Vertrauen zur Bewegung und insbeſondere zur SS nie ge⸗ wankt hat. Und nun wurde auch das Vertrauen zu meiner SA mir wieder zurückgegeben. So treulos das Verhalten der kleinen Führergruppe war, ſo groß war die Treue dieſer beiden nationalſozia⸗ liſtiſchen Organiſationen in der entſcheidenden Stunde zu mir. Die SA hat in dieſen für ſie wie für mich ſchwerſten Tagen ihre innere Treue bewahrt. Sie hat damit zum drittenmal unter Beweis geſtellt, daß ſie mein iſt genau ſo, wie ich es jederzeit unter Beweis ſtellen werde, daß ich meinen SA⸗Männern gehöre. Als im März des vergangenen Jahres unſere junge Revolution durch Deutſchland brauſte, war es mein höchſtes Bemühen, ſo wenig als möglich Blut zu vergießen. Millionen meiner ehemaligen Gegner habe ich für den neuen Staat und namens der angeboten, Millionen von ihnen ſind ſeitdem zu uns geſtoßen und arbeiten am Neubau des Reiches ge⸗ treulich mit. Ich hoffe, daß es nicht mehr nötig ſein werde, dieſen Staat noch einmal mit der Waffe in der Hand verteidigen zu müſſen. Indem das Schick⸗ ſal uns dieſe Prüfung nun dennoch auferlegte, wol⸗ len wir uns aber alle geloben, umſo fanatiſcher feſt⸗ zuhalten, das, was mit ſoviel Blut unſerer beſten Männer erſt erkämpft und heute wieder durch Blut deutſcher Volksgenoſſen gehalten werden mußte. So wie ich vor 17 Jahren unſeren damaligen Gegnern oͤte Verſöhnung angeboten habe, ſo möchte ich auch all denen, die mitſchuldig waren an dieſer Wahnſinnshandlung, von fetzt ab ebenfalls das Vergeſſen anſagen. Mögen ſie alle in ſich gehen und in Erinnerung an dieſe traurige Not unſerer neuen deutſchen Geſchichte ſich mit aller Kraft der Wiedergutmachung widmen. Mögen ſie jetzt ſiche⸗ rer als früher die große Aufgabe erkennen, die uns bas Schickſal ſtellt und die nicht gelöſt wird durch Bürgerkrieg und Chaos, und mögen ſie ſich alle ver⸗ antwortlich fühlen für das koſtbarſte Gut, das es für das deutſche Volk geben kann: die innere Ordnung und den inneren und äußeren Frieden. So wie ich bereit bin, vor der Geſchichte die Verank⸗ wortung zu übernehmen für die 24 Stunden der bitterſten Entſchlüſſe meines Lebens, in denen mich das Schickſal wieder gelehrt hat, in banger Sorge mit jedem Gedanken das Teuerſte zu um⸗ krallen, was uns auf dieſer Welt gegeben iſt: das deutſche Volk und das Deutſche Reich! Reichstagspräſident Göring ſpricht Reichstagspräſtdent Göring nahm nach der Rede des Führers das Wort und führte etwa aus: Noch ſtehen wir unter dem gewaltigen Eindruck der Ausführungen unſeres Führers. Er bewies, daß es verſchiedene Kräfte geweſen ſind, negativ einge⸗ ſtellte, uneinig in ſich, die ſich aber doch in Geſchloſ⸗ ſenheit im Negativen fanden, den heutigen Staat und damit den Nationalſozialismus zu vernichten. Ich ſelber hatte Gelegenheit, noch einmal vor etwa zwei Monaten den Stabschef inſtändig, faſt auf den Knien gu bitten, dem Führer und dem deutſchen Volke nicht die Treue zu brechen. Mit lächelndem Darüber⸗ hinwegſehen war er in dieſer Stunde ſchon ent⸗ ſchloſſen, den Dolchſtoß zu führen. Ich habe aber auch er⸗ leben können die furchtbaren Stunden des Leidens des Führers darum, daß die Treue gebrochen wurde von einem Mann, dem er ſelbſt das Vorbild letzter Mannestreue vor uns allen gegeben hat.(Lebh. Bravo und Händeklatſchen.) Daß deutſche Volk aber weiß heute, daß es beruhigt leben und ruhig ſchaffen kann. Das deutſche Volk weiß, je größer die Not, deſto ſtärker immer der Führer. Nie war die Be⸗ geiſterung ſo ehrlich wie heute. Das hat vielleicht das Herz des letzten Deutſchen, der noch abſeits ſtand, gewonnen: Hier werden die Schuldigen gefaßt, nicht der Kleine wird gehängt, ſondern der Große kommt an das Schwert. Sie haben, ſo erklärte Göring zum Führer ge⸗ wendet, das Vertrauen, und von dem Vertrauen aus iſt es Ihnen möglich, das zu tun, was zum Aufbau Deutſchlands nötig iſt. Dieſes Vertrauen iſt aber auch die Plattform, auf der heute Deutſchland ſteht. Wer daran rüttelt und es zerſtören will, be⸗ geht mehr als Hoch⸗ und Landesverrat. Das iſt das gewaltigſte Verbrechen, und derjenige, der es begehrt, muß vernichtet werden. Wenn heute der Reichstag beſchließt: Der Reichs⸗ tag billigt die Erklärung der Reichsregierung und dankt dem Reichskanzler, ſo iſt das nur der Aus⸗ druck deſſen, was heute das ganze Volk erklären würde. Und wenn heute das Ausland glaubt, das Chaos breche über Deutſchland herein, ſo erwidert das deutſche Volk darauf mit dem einzigen Aufſchrei: Wir alle billigen immer das, was unſer Führer tut. (Brauſender Beifall.) Damit iſt die heutige Sitzung geſchloſſen. Begeiſterte Kundgebungen in den Straßen Auf der Fahrt vom Reichstag zur Reichskanzlei mußte der Führer ein Menſchenſpalier durchfahren, das oft 40 bis 50 Glieder tief war. Beſonders am Brandenburger Tor und auf dem Pariſer Platz hat⸗ ten ſich ungeheure Menſchenmengen geſtaut. Genau ſo belebt war aber auch das Straßenbild in der üb⸗ rigen Stadt noch bis tief in die Nachtſtunden hinein. Ueberall ſtanden die Menſchen beiſammen und be⸗ ſprachen die Rede, in den Lokalen war überall das einzige Geſprächsthema die Rede. FFFUFFFCCCVVCVVVTVTVVTCTVTVTVTVbVTVbVTVTbVTbTbVbVTVbVTVTVbVVTbVDVDVDVUVUVUVUVUVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVC Neues jtalieniſch⸗öſterreichiſches Wirtſchafts abkommen Schaffung einer öſterreichiſchen Handelsflotte — Wien, 13. Juli. Die Regierung veröffentlicht im Bundesgeſetz⸗ blatt den Wortlaut eines Uebereinkommens zwiſchen der italieniſchen und der öſterreichiſchen Regierung über die wirtſchaftlichen Beziehungen zwiſchen Oeſterreich und Italien ſowie ein weiteres Sonder⸗ abkommen zur Hebung des öſterreichiſchen Handels über den Hafen von Trieſt. Die Vereinbarung tritt am 15. Juli vorläufig in Kraft. In dem Text des Uebereinkommens zur Hebung des öſterreichiſchen Handels über den Hafen von Trieſt fällt in erſter Linie auf, daß man den Plan gefaßt hat, eine eigene öſterreichiſche Handelsflotte zu ſchaffen. Die Artikel 1 bis 4 des Abkommens beſchäftigen ſich nur mit der Behandlung der unter öſterreichiſcher Flagge fahrenden Schiffe im Trieſter Hafen. Trieſt wird für dieſe als Ausrüſtungshafen beſtimmt. Eigene Kaiplätze ſowie Kohlenbunkerſtationen wer⸗ den geſchaffen. Ausgelretene Beamte verlieren die Penſion Beim Neuaufbau des Reiches entſtehen mitunter auch Organiſationen und Inſtitutionen, bei denen ſich für Fachbeamte des Reiches neue Arbeitsmöglich⸗ keiten bieten. Der Reichsverkehrsminiſter hat jetzt, wie das Nö Z. meldet, feſtgeſtellt, daß Reichsbeamten, die den Reichsdienſt zu verlaſſen beabſichtigen, um bei einer anderen Verwaltung eine günſtigere Stel⸗ lung anzutreten, kein Sonderurlaub bewilligt wer⸗ den könne. Es müſſe ihnen vielmehr eröffnet werden, daß ſie n ür unter Verzicht auf Amt, Amts⸗ bezeichnung und Verſorgungsanſprüche von ihren Dienſtverpflichtungen entbunden werden könnten. Es beſtänden aber keine Bedenken, die Beamten bis zu drei Monaten, in beſonderen Fäl⸗ zen auch bis zu ſechs Monaten ohne Dienſtbezüge zu beurlauben, um ihnen Gelegenheit zu geben, die Eignung für die von ihnen angeſtrebte Stellung nachzuweiſen. Den Beamten nach ihrem Aus⸗ ſcheiden ein Rücktrittsrecht zuzuſichern, ſei nicht möglich, da in der Zwiſchenzeit ihre Stellen beſetzt worden ſind. ö Ihre Eignung für ihren urſprünglichen Dienſt ſei auch nach längerer Abweſenheit ſehr fraglich. Ein Eimer Waſſer für 10 Pfennige — Glückſtadt, 13. Juli. Infolge der anhaltenden Trockenheit ſind vier Quellen und Brunnen verſiegt, ſo daß an vielen Orten bereits fühl ⸗ barer Waſſermangel eingetreten iſt. Viele Fuhrwerke fahren mit Waſſertonnen von Krempe nach Glückſtadt und verkaufen das Trinkwaſſer für 10 Pfennige je Eimer. In Armſtedt iſt der Dorf⸗ teich vollkommen ausgetrocknet. Die Bauern ſind bereits dazu übergegangen, das Vieh einzuſtällen, da die ausgedörrten Weiden kein Futter mehr liefern. Weitere Mittel für Notſtanosarbeiten Meldung des DN. — Berlin, 11. Juli. In einem Rundſchreiben an die Landesarbeits⸗ ämter und Arbeitsämter teilt, wie das No meldet, der Präſident der Reichsanſtalt mit, daß die betei⸗ ligten Reichsminiſterien einer Erhöhung der Mittel für Notſtandsarbeiten zugeſtimmt haben. Mit der ſich daraus ergebenden Erhöhung der Kontingente iſt jedoch eine Erhöhung des Förderungs⸗ ſatzes je Tagewerk(höchſtens 2,50 Mark) nicht ver⸗ bunden. Eine Ausnahme, die dabei gemacht wird, ſoll in der Hauptſache der Bekämpfung der Arbeits⸗ loſigkeit in den Großſtädten dienen. Zwecks Unter⸗ bringung ſtädtiſcher Arbeitsloſer in Städten über 6000 Einwohnern bei auswärtigen Notſtandsarbeiten kann eine Grundförderung von 3 Mark gewährt werden, wenn mindeſtens zwei Drittel der Tage⸗ werke von den ſtädtiſchen Arbeitsloſen abgeleiſtet werden. Gleichzeitig hat der Präſident der Reichsanſtalt Grundſätze bekanntgegeben, die eine ſtrenge Prü⸗ fung der Wirtſchaftlichkeit und Zuſätzlichkeit der vor⸗ geſchlagenen Notſtandsmaßnahmen ſichern ſollen. In Zukunft dürfen Arbeiten nicht mehr anerkannt wer⸗ den, zu deren Vornahme die öffentlichen Körperſchaf⸗ ten verpflichtet ſind oder deren Durchführung aus eigener Kraft von ihnen verlangt werden kann. Moorbrand vor den Toren Hannovers — Hannover, 13. Juli. Das nordöſtlich von Han⸗ nover gelegene Altwarmbüchener Moor, das bereits in der vorigen Woche in Brand geraten war ſteht nunmehr in voller Ausdehnung in Flammen. Der Brand hatte ſich trotz der um⸗ fangreichen Löſch⸗ und Eindämmungsarbeiten wei⸗ tergefreſſen und hat die von den Hilfsmannſchaften ausgeworfenen Grenzgräben überſprungen. Da in⸗ folge des Waſſermangels ein Löſchen des Brandes nicht mehr möglich iſt, muß das Moor, das eine Ausdehnung von mehreren hundert Morgen hat, ſeinem Schickſal überlaſſen werden. Die einzige Rettung wären anhaltende ſtarke Niederſchläge, die das Löſchwerk vollbringen könnten, zu dem Men⸗ ſchenkraft nicht ausreicht. 80 Kommuniſten vom Reichsgericht verurteilt — Leipzig, 13. Juli. In dem Hochverratsverfah⸗ ren gegen die 80 Kommuniſten aus Anna⸗ berg i. Erzgebirge und Umgebung hat der 4. Straf⸗ ſenat des Reichsgerichts das Urteil verkündet. Es deckt ſich im weſentlichen mit den vom Oberreichs⸗ anwalt geſtellten Strafanträgen, wenn die verhäng⸗ ten Strafen zum Teil auch etwas unter den bean⸗ tragten ſtehen. Die Angeklagten wurden wegen Vor⸗ bereitung des Hochverrats allein oder in Tateinheit mit anderen Straftaten, wie verbotener Waffenbeſtitz, Waffenbeſchaffung, Sprengſtoffbeſitz, ſowie Spreng⸗ ſtoffdiebſtahl, zu Strafen verurteilt, die ſich zwiſchen drei Jahren ſechs Monaten Zuchthaus und ſechs Monaten Gefängnis bewegen. Keiner der 80 Angeklagten wurde freigeſprochen. Ovi Singt. N ana- eche 5 esendtez 9 Orient ne uur deutſehes Lan e eee 3 e f— 3 W e 5 N. 0 e 5 N N 0 5 U„N Eine„Salem“ ist 80 65 gut wie die andere! So haben wir's von jeher gehalten, und dabei bleiben wir, dem Raucher zur frohen Gewißheit. Deshalb hat ja die „Salem“ überall ihre treuen Freunde. SATIEM ZIGAREIIREN S 1 1 38 e 1 ace ee 4. Sekte/ Nummer 317 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 14. Juli 1934 Die Stadtseite Maunheim, den 14. Juli. Anſammlung vor dem Milchladen Wer am Sonntag morgen ſo gegen achte durch die Straßen geht— er ſei nun Heimkehrer oder Ausflügler— der wird vor den ſchönen reinlichen Läden, die uns mit Milch beliefern, kleine Anſamm⸗ lungen von Hausfrauen und Dienſtmädchen finden; aber Zufriedenheit und Ruhe iſt nicht die Gemüts⸗ ſtimmung, die ihnen eigen iſt. Vielmehr waltet hier ein heftiges Meckern und Kritiſieren unerwünſchter Zuſtände vor, mit denen abzufinden die Frauen ſich in keiner Weiſe bewogen fühlen. Die eine ſchimpft recht und ſchlecht, und hier wäre ein Erbgut der Re⸗ aktion, das mit Stumpf und Stiel ausgerottet ge⸗ höre. Die andere iſt mehr diplomatiſcher Natur und läßt durchblicken, daß ſie wohl über wunderbare Ver⸗ bindungen verfüge, bei denen ein Wörtchen, ein Te⸗ lephongeſprächlein mit der linken Hand genüge, um vorerwähnten Mißſtand abzuſtellen. Munter plätſchert das Bächlein der Unterhaltung fort, die eine„hot Kinner daheem, wo mittem Rad nimwer wolle nach Neiſtadt.“ Andere ſprechen von Heidelberg und Odenwald, oder ganz ſchlicht Strand⸗ bad. Aber alle wollen ſie doch weg, ehe die große Sonnenhitze kommt, und darum erboſen ſie ſich mit Recht, daß ſie ſo lange auf die Milch warten müſſen. Im Innern des Ladens aber hört man Klirren von Flaſchen und Klappern von Kannen, nur die Dür bleibt zu; denn ſo will es das Geſetz. Kommt aber ein männliches Weſen in die Nähe, ſo rücken die ſolidariſchen Frauen zuſammen, und feindſelige Blicke begegnen ihm; denn es wird in ihm ein Kon⸗ trolleur, ein Häſcher und Strafzettelverteiler ver⸗ mutet. Still alſo ward es in der Runde, als wir anrückten und Mißachtung ſtrömte aus, als man uns maß von oben bis unten, vom fehlenden Schlips bis zu den leider noch ungeputzten Schuhen. Schnell zogen wir die Flaſche aus der Hintertaſche, um damit unſere Harmloſigkeit zu bezeugen. Aber erſt bei An⸗ kunft von Leberechts Mädchen, der trefflichen Tru⸗ del, wurden wir anerkannt und in die Schar der Ge⸗ noſſen aufgenommen. Punkt acht machte der Milch⸗ mann auf, zuckte bedauernd die Achſeln, und bei viel händebewegender Abneigungsbezeugung ging die Milchverteilung ihren Gang. Eine Drama, ein Volksauflauf, eine Maſſen⸗ entrüſtung mit Schädigung von Nervenkraft ſpielt ſich hier jeden Sonntag morgen vor dem Laden ab. Eine Beſtimmung beſagt, daß Sonntags die Milchläden nur von—10 Uhr geöffnet werden dürfen. Sicher⸗ lich eine weiſe Beſtimmung für die meiſte Zeit des Jahres. Im Sommer aber wollen die Leute ins Grüne, ein Zug und ein Großkraftwagen warret, kleine Kinder wollen friſche Milch, Großpapa will Kakao wegen des Herzens, und die liebe Jugend will ſogar Sahne in den Kaffee. Milch iſt aber eine ver⸗ derbliche Ware und nicht jedermann hat einen Eis⸗ ſchrank. Alſo kauft man erſt am Morgen. Sorgen⸗ volles Warten überall im Milchmann⸗Bezirk. Die Milch muß bei; denn man will doch vor der Hitze ſchoͤn im Grünen ſein. N Sy liegen die Dnge. Der Milchmann würde gerne, aber täte er, ſo ereilte ihn das Geſchick. Und alſo bitten wir im Namen von vielen wackeren Hausfrauen, den Sommer über die Milch⸗ läden etwas früher aufmachen zu laſſen. Denn das Milchtrinken ſoll dochseigentlich zum Beſten der Volksgeſundheit gefördert werden. Hier iſt die Gelegenheit. Dr. Hr. Achtung, Arlauber! Eine billige Fahrt nach Danzig wird geboten Man ſchreibt uns: Die Reichsbetriebsge⸗ meinſchaft 8„Druck“ hat dieſes Jahr vom 9. bis 13. Auguſt im deutſchen Danzig ein Reichs⸗ treffen. Aus dieſem Anlaß gehen aus allen Tei⸗ len Deutſchlands Sonderzüge nach Danzig. Aber nicht nur für die Angehörigen der Reichsbetriebs⸗ gemeinſchaft 8„Druck“, ſondern alle deutſchen Volks⸗ genoſſen können ſich daran beteiligen. Der Fahr⸗ preis beträgt von Mannheim ab 37,50 Mk. einſchließ⸗ lich Verpflegung. Anmeldungen oder nähere Auskunft hierüber er⸗ teilt die Reichsbetriebsgemeinſchaft 8„Druck“ Mann⸗ heim, Haus der Deutſchen Arbeit, P 4, 4/5, Zimmer 26—28, der Kreisbetriebsgemeinſchaftswalter Karl Großhans. Jeder Teilnehmer erhält eine gedruckte Teilneh⸗ merkarte, ausgeſtellt mit ſämtlichen Angaben der Veranſtaltungen, Quartier und Verpflegung ſowie den entſprechenden Verpflegungsſcheinen für Früh⸗ ſtück, Mittageſſen, Abendeſſen für 4 Tage, nebſt Straßenbahnfahrten, Vorortbahnen, Eintrittskarten für Ausſtellung und Freifahrkarte zu der Dampfer⸗ fahrt nach Zoppot, ſowie Dampferrundfahrt. Hilfe für notleidende Altveteranen- Witwen Wie Frl. Trippmacher⸗ Ladenburg, die ſich ſeit Jahren für das Los der Alt⸗Veteranenwitwen an allen Reichsſtellen einſetzte, dafür, daß man den alten Frauen den monatlichen Ehrenſold des Mannes weitergewähren möchte, vom Reichsarbeitsminiſte⸗ rium erfährt, gibt es doch Hilfe für die Not⸗ leidenden unter den alten Frauen. In der Antwort heißt es:„Wie ich Ihnen unter dem 12. September 1927 mitgeteilt habe, ſind die Ver⸗ ſorgungsämter in der Lage, den Veteranenwit⸗ wen bei beſonderen Notſtänden auf Antrag im Unterſtützungswege zu helfen.“ Für manche alte Frau iſt das ein Weg zur Hilfe. * Im Silberkranz. Am 15. Juli können Schnei⸗ dermeiſter Wilhelm Berndt und Frau Eltiſabeth geb. Ritz, E 3, 13, das Feſt der ſilbernen Hochzeit begehen. In der Familie Berndt wird ſeit 25 Jah⸗ ren die„Neue Mannheimer Zeitung“ eleſen. 5* Sonderzug nach Oberſtein⸗Idar fällt aus. Wie uns die Reichsbahndirektion Ludwigshafen mitteilt, fällt der für den 15. Juli nach Oberſtein⸗Idar ge⸗ plante Sonderzug wegen ungenügender Beteiligung aus. Es iſt beabſichtigt, den Son⸗ derzug im Herbſt durchzuführen. Fahrkarten wer⸗ den bei den Vorverkaufsſtellen, bei denen ſie gekauft wurden, zurückgenommen. Im Zeichen der Führerrede Aeberall erklangen die Lautſprecher— Ganz Mannheim hörte mit Spannung und Erwartung zugleich lagen über dem deutſchen Volk. Zum erſtenmal ſprach nach dem für Deutſchlands Geſchick ſo bedeutungsvollen 30. Juni der Kanzler nicht nur zu den Volksvertretern im Reichstag, ſondern auch zur ganzen Nation. In richtiger Erkenntnis der Bedeutung der Rede ſtellte man ſich überall auf die Uebertragung aus dem Reichstag ein. Die Of chſtſſpiellhäuſer ließen ihre Kundſchaft wiſſen, daß die Vorſtellung um acht Uhr unterbrochen und die Rede des Füh⸗ rers übertragen würde, ſo daß kein Grund vorhan⸗ den war, dem Kino fernzubleiben. Selbſt das Na⸗ tionaltheater richtete ſeine Vorſtellung im Mu⸗ ſenſaal ſo ein, daß während der Uebertragung eine Pauſe eingelegt und die Rede übernommen werden konnte. Daß in etwa ſechs Groß ga ſtſtätten, ſechs Großkaffeehäuſern, ſowie in 600 Wirt⸗ ſchaften und Kaffees dafür Sorge getragen war, daß die Gäſte mühelos den Worten des Führers ſol⸗ gen konnten, war ebenſo eine Selbſtverſtändlichkeit, wie die Empfangsverſtärkung in den 110 Radioge⸗ ſchäften, die ihre Lautſprecher ausnahmslos auf die Straße gerichtet hatten. In den Betrieben mit Nachtſchicht brauchten die Arbeiter auch nicht ent⸗ ſagen, denn überall ſchuf man eine Abhör möglichkeit. Die Aufſtellung von Großlautſprechern auf öffentlichen Plitzen hatte in letzter Stunde einen noch weit größeren Umfang angonom⸗ men, als am Donnerstag zu erwärten war. Da ſich noch mehrere Firmen ehrenamtlich in den Dienſt der Sache geſtellt hatten, konnten außer auf den ſchon genannten ſieben Plätzen Paradeplatz, Meß⸗ platz, Uhlandſchulplatz, Roſengarten, Arbeitsamt, Jo⸗ hanniskirche Lindenhof und Marktplatz Neckarau noch weitere Uebertragungsanlagen auf folgenden Plät⸗ zen inſtalltert werden: Marktplatz durch Radio⸗ Nagel, Schloßplatz durch Telefunken, Bismarckplatz durch Radio⸗Lehmann, Gockelsmarkt durch Rhein⸗ elektra, Kirchgartenſchule Neckarau durch Radio⸗ Kinzler, Marktplatz Neckarſtadt durch Brown, Boveri & Co.— hier waren ſogar Bänke für die älteren Leute aufgeſtellt!— und Roggenplatz Waldhof durch Wallenſtätter& Co. Von den 23 000 Nadioapparaten, die in Mann⸗ heim angemeldet ſind, war wohl kaum einer ab⸗ geſchaltet, als ſich kurz vor 8 Uhr der Anſager meldete und wenige Minuten darauf der Führer ſprach. Langſam flaute der Straßenverkehr ab, um ſchließ⸗ lich faſt ganz zum Erliegen zu kommen. Auf den Plätzen ſammelten ſich die Volksgenoſſen, die ſich unterwegs befanden oder die keine Gelegenheit hat⸗ ten, zu Hauſe oder bei Bekannten die Sendung ab⸗ zuhören. In den Gaſtſtätten ſaß man nicht weniger gebannt um den Lautſprecher als zu Hauſe, wo man vielfach noch Freunde, Bekannte und Nachbarn ein⸗ geladen hatte. Vielfach war man auch der Aufforde⸗ rung nachgekommen, den Lautſprecher unter die Fenſter zu ſtellen, ſo daß es in Verbindung mit den pon den Großlautſprechern ausgehenden Tonwellen wohl kaum eine Stelle gegeben haben dürfte, an der nicht die Rede des Führers zu hören war. Intereſſant war, feſtzuſtellen, wie die Leute immer mehr in den Bann der Rede gezogen wurden und wie ſchließlich außer den Straßenbahnen und weni⸗ gen Kraftwagen ſich überhaupt nichts mehr auf der Straße bewegte, weil jeder einzelne ſtill auf einer Stelle verharrte, um ſich nichts entgehen zu laſſen. Jedes einzelne Geräuſch wurde als Störung emp⸗ funden, und auf den an den Hauptverkehrsſtraßen gelegenen Uebertragungsplätzen war man über die Straßenbahnführer erboſt, die ihre Strecke abführen. Es muß aber auch lobend anerkannt werden, daß zahlreiche Wagenführer die Geſchwindigkeit etwas herabſetzteu, wenn ſie an den Plätzen vorbeifuhren. Aber keiner fuhr ſo langſam wie der Führer des Wagens 127 von der Linie 1, der jedesmal geradezu lautlos im Schneckentempo dahinſchlich, ſobald er in den Bereich eines Uebertragungsplatzes kam. Lautloſe Stille herrſchte überall, als der Führer im einzelnen über das Komplott der Verſchwörer ſprach. Man fühlte, daß manchem ein leichtes Grauen überkam, als er hörte, was von verbrecheriſchen Leuten angezettelt worden war und wenn man im Zuſammenhang damit darüber nach⸗ dachte, was geworden wäre, wenn der Führer nicht ſo ſchnell hätte zugreifen können. Als dann der Führer geendet hatte, ſtimmte man hier und da mit in den Jubel ein, der im Reichstag losbrach. Die Spannung war gelockert, und ſangſam ſetzte der Straßenverkehr wieder ein, der aber erſt in vollem Umfang wieder flutete, als die Uebertragung der Reichstagsſitzung wirklich zu Ende und das Horſt⸗ Weſſel⸗Lied verklungen war. Das abendliche Leben nahm langſam wieder ſeine gewohnten Formen an. Man ſtand auf den Straßen noch in Gruppen beiſammen, blieb am Stammtiſch ſitzen oder verweilte noch zu Hauſe im engeren Kreiſe, um ſeine Gedanken auszutauſchen. Es wird wohl niemand gegeben haben, der fühlte, daß es jetzt Schluß ſein wird mit den Märchen, die in den letzten beiden Wochen von gewiſſenloſen Volksfeinden erzählt wurden. Die Atmoſphäre iſt durch das Wort des Führers gereinigt und unſere Pflicht iſt es, mit noch größerer Freude und mit noch ſtärkerem Einſatz unſere Arbeit für das Volk und für unſer geliebes Deutſchland zu erfüllen. Mit welcher Einmütigkeit man die Führerrede verfolgte, geht auch aus dem Bericht der Funk⸗ ſchutzſtelle hervor, die mit ihren Leuten in der Hauptpoſt in Bereitſchaft lag. Im ganzen waren fünf Alarme über Störungen eingekommen, von denen ſich zwei Störungen als vom eigenen Empfangs⸗ gerät ausgehend herausſtellten, während in den drei übrigen Fällen die Störung verſchwunden war, als man der Urſache nachgehen wollte. Am einen 6 Ahr-Ladenſchluß Wie wird ſich der Mannheimer Einzelhandel dazu ftellen? Von der Deutſchen Augeſtellten⸗ ſchaft, Unterbezirk Baden, erhalten wir die nachſtehend veröffentlichte Zuſchrift, die ſich mit der Frage eines Früh⸗Laden⸗ ſchluſſes beim Einzelhandel befaßt, der Geſchäftsinhaber und Angeſtelltenſchaft in einen beſſeren Genuß ihres freien Abends kommen ließe. Die älteren Semeſter unter uns erinnern ſich noch der„guten alten Zeiten“, da die Einzelhandels⸗ geſchäfte vom früheſten Morgen bis hinein in die ſinkende Nacht geöffnet waren. Welches Wehgeſchrei erhob ſich dann ſpäter um jede Stunde früheren Ladenſchluſſes! Jedesmal fürchteten die Geſchäfts⸗ inhaber, ſie würden geſchäftlich zugrunde gehen. Aber weder der 8⸗Uhr⸗ noch der 7⸗-Uhr⸗Ladenſchluß führten zum Bankerott des Einzelhandels. Warum auch? Die Käuferſchaft gewöhnte ſich daran und der Bedarf des Käufers iſt ja nicht davon abhängig, wie lange ein Geſchäft geöffnet iſt. a Der 7⸗-Uhr⸗Ladenſchluß blieb. Wohl verſuchten Einzelhändler immer wieder, für beſtimmte Tage und Zeiten beſondere Regelungen herbeizuführen. Andererſeits bemühten ſich die Angeſtelltenverbände um einen früheren Ladenſchluß. Mit dem Durch⸗ bruch der nationalſozialiſtiſchen Weltanſchauung er⸗ hielten dieſe Beſtrebungen ein neues geiſtiges Fun⸗ dament. Die NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ machte ſich insbeſondere auch die Ausgeſtaltung des Feierabends aller werktätigen Maſſen zur Auf⸗ gabe. Aber auch beim Einzelhändler regte ſich der Wunſch und die Sehnſucht, auch mal„noch einige Stunden in der Sonne, und ſei es auch nur die Abendſonne, zu verbringen.“ So ſetzten verſchiedentlich im Reich gemein⸗ ſame Beſtrebungen von Einzelhändler und Augeſtelltenſchaft ein, auf Grund freiwilliger Uebereinkunft einen früheren Ladenſchluß für beſtimmte Orte und Bezirke zu vereinbaren. Es konnte z. B. Ende des vorigen Jahres aus Oſtpreußen berichtet werden, daß es in 17 Städ⸗ ten durch freiwillige Uebereinkunft gelungen iſt, den Ladenſchluß auf 6 bezw. 6% Uhr feſtzuſetzen. Aehn⸗ liche Mitteilungen kamen aus anderen Bezirken des Reiches. Kürzlich beſchloß der Einzelhandel von Groß⸗ Stuttgart leinſchließlich Warenhäuſer, Einheitspreisgeſchäfte uſw.), für die Tage Montag bis Freitag die Läden um 6 Uhr, am Samstag um 5 Uhr zu ſchließen; die Ladenöffnung wurde für Montag auf 10 Uhr feſtgeſetzt, für die anderen Tage bleibt es bei der bisherigen Regelung. Auch in Leip⸗ zig iſt man bemüht, wenigſtens am Samstag den 5⸗Uhr⸗Ladenſchluß durchzuführen. Gegen dieſe Vereinbarungen wendet ſich eine No⸗ tiz in den Preſſe⸗Mitteilungen der Hauptgemein⸗ ſchaft des Deutſchen Einzelhandels. Es wird in dieſer darauf hingewieſen, daß es nach dem geltenden Recht nicht möglich ſei,„durch Beſchlüſſe von Organiſationen oder Anordnungen der Polizei oder ſonſtiger Stellen den einzelnen Geſchäftsinhaber das geſamte Geld für ſich. Er will es in zu zwingen, ſeinen Betrieb bereits vor 7 Uhr zu ſchließen“. Hierzu ſei bemerkt, daß die geſetzlichen Beſtimmungen, wie auch in der Notiz der Haupt⸗ gemeinſchaft ſelbſt erwähnt, nur vorſchreiben, daß Verkaufsſtellen von 7 Uhr abends bis 7 Uhr mor⸗ gens mit Ausnahme der Apotheken für den geſchäft⸗ lichen Verkehr geſchloſſen ſein müſſen. Damit iſt aber keineswegs vom Geſetzgeber zum Ausdruck ge⸗ bracht, daß ein früherer Ladenſchluß als 7 Uhr oder eine andere Verkaufszeit, als nur von 7 Uhr mor⸗ gens bis 7 Uhr abends verboten iſt. Die Ortspolizei⸗ behörde hat allerdings nicht die Befugnis, einfach von ſich aus einen früheren Ladenſchluß vorzuſchrei⸗ ben. Aber wenn alle Beteiligten, Einzelhändler aller Branchen wie auch die Augeſtellten überein⸗ Zum„Tag der Deutſchen Roſe Am 14. und 15. Juli. „Roſe rot, Roſe weiß, dein denk ich alle Stund“, ſo ſang Hermann Löns, der große Heidedichter. Er wußte um das Geheimnis der Roſe, um das Geheim⸗ nis der Schönen, der ſich Opfernden. Am Tag der Deutſchen Roſe werden wir alle unbewußt an die deutſche Mutter erinnert, an das deutſche Kind und nichts ſoll uns davon abhalten, unſer Opfer zu bringen in Treue zur deutſchen Mutter, in Treue zu unſerem großen Führer und unſerem Vaterland. Die deutſche Roſe gleicht der deutſchen Mutter, in Liebe ſelbſtlos ſich opfernd. Für die deutſche Mutter wollen wir eintreten am Tag der Deutſchen Roſe, fördernd die Mütterſchulung, helfend Mutter und Kind. Gleichzeitig wollen wir aber auch den vielen hilfs⸗ bedürftigen deutſchen Erwerbsgartenbauern helfen, und darum trägt jeder heute und morgen die deutſche Roſe. Volksgenoſſen, rechter Kampf war noch immer auch mit rechtem Opfermut verknüpft. Kampf für die deutſche Mutter dürfen wir nicht auf⸗ geben, denn ſie lebt ausſchließlich ihrer großen Le⸗ bensaufgabe und opfert ſich reſtlos um die Erhal⸗ tung unſeres deutſchen Volkes. Darum gilt der„Tag der Deutſchen Roſe“ der deutſchen Mutter. kommen, den Ladenſchluß früher als 19 Uhr feſtſtzuſetzen, ſo ſteht das auf keinen Fall im Widerſpruch zu den geſetzlichen Beſtimmungen. Aber ganz abgeſehen hiervon möchten wir einmal zum Ausdruck bringen, daß, wenn draußen die Män⸗ ner der Praxis in freiwilliger Vereinba⸗ rung nach gewiß ſehr reiflicher Ueberlegung ſich dazu entſchließen, den 6 Uhr⸗ bezw. 67 Uhr⸗Laden⸗ ſchluß einzuführen, keine Veranlaſſung beſteht, päpſt⸗ licher als der Papſt zu ſein. Wir zweifeln nicht, daß die bisher getroffenen Vereinbarungen Wegweiſer und Schrittmacher einer Regelung ſind, die dem Meuſchen im Einzelhandel, ſei er Geſchäftsinhaber oder Angeſtellter, durch frühe⸗ ren Ladenſchluß die Möglichkeit gibt, genau ſo wie alle anderen Volksſchichten den Feierabend würdig zu begehen und auszugeſtalten. Die Käuferſchicht an einen früheren Laden⸗ ſchluß zu gewöhnen, iſt eine Erziehungs⸗ aufgabe, die bald ohne weiteres ihre Regelung finden dürfte. Eine Verminderung des Bedarfs tritt durch einen früheren Ladenſchluß nicht ein. Weſentlich iſt, daß auch der Menſch im Einzelhandel zu ſeinem Recht kommt. i Der Heiratsluſtige und das Sparkaſſenbuch Vor dem Mannheimer Schöffengericht Der jugendliche Karl Z. aus Hockenheim hatte eine Braut, die er auch heiraten wollte. Aber das Mädchen ſagte nicht unbedingt ja, ſondern erklärte vorſichtigerweiſe:„Ja gern, mein Schatz, aber erſt wenn Du Geld haſt.“ Daran fehlte es dem Schatz nun ſehr ausgiebig. Er nahm ſich dieſe Frage ſehr zu Herzen, aber die Abhilfe war nicht einwand⸗ frei. Er nahm ſein Sparkaſſenbuch, das auch Ebbe anzeigte und erhöhte den darin angezeigten Beſtand von 0,31 Mark auf 531 Mark. Die Braut war von dieſer Vermögenslage entzückt, und der junge Mann fühlte ſich nun verpflichtet, ihr einige Geſchenke zu machen. Mit dem wirklichen Spar⸗ kaſſengeld hätte er höchſtens auf dem Jahrmarkt ein⸗ kaufen können. Er lieh ſich alſo Geld und verſprach dem Geldgeber, ihm dafür einen Anzug anzufertigen. Den Stoff dazu kaufte er bei einer Firma ein, wo⸗ bei er auch mit dem aufgewerteten Sparkaſſenbuch und einer Kreditbürgſchaft ſeiner gänzlich pfandloſen Mutter operierte. i Der ſchon wegen Betrugs vorbeſtrafte Angeklagte erhielt für ſeine Taten 7 Monate Gefängnis, die er auch ſofort annahm. Gannerei mit 10 v. H. Proviſion Der hoffnungsvolle Jüngling Arthur Z. aus Alt⸗ lußheim hatte mehr Herz als ſein Freund. Dieſer hatte zwar das Sparkaſſenbuch ſeines kranken Va⸗ ters entwendet, aber nicht das Herz, Geld auf der Sparkaſſe abzuheben. übernahm Arthur mit Vergnügen und gegen eine eine Gewinnbeteilgung von 10 v. H. Anfang Ja⸗ nuar hob er zunächſt 40 Mark ab mit dem Spar⸗ kaſſenbuch und unterzeichnete mit dem Namen des Sohnes des Sparkaſſenbuchinhabers. 5 Mark ſteckte er für ſeine Bemühungen ein. Das zweite Mal hob er wiederum 40 Mark ab, behielt aber diesmal einer Dieſen„Freundſchaftsdienſt“ Wirtſchaft beim Spielautomaten durchgebracht haben, was aber reichlich unwahrſcheinlich klingt. Dann aber landete er ſeinen größten Coup, er hob 100 Mk. ab und bei der Verausgabung eines kleinen Teiles dieſes Geldes fiel er auf und wurde feſtgenommen. Er war geſtändig, zumal ihm nichts anderes übrig blieb. Er bekam wegen Perſonenhehlerei, Urkunden⸗ fälſchung und Unterſchlagung 4 Monate Gefängnis, die er gleich annahm. Er wird in Zukunft bei der⸗ lei„Freundſchaftsdienſten“ vorſichtig ſein. Die Arlaubsreiſe in die Pfalz Der jährige Angeklagte aus München kam auf eine merkwürdige Idee, ſich Geld für eine Ver⸗ gnügungsfahrt in die Rheinpfalz zu ver⸗ ſchaffen. Bei aller Anerkennung der Verſuche, ſeine Heimat kennen zu lernen, muß das doch mit eigenem Geld geſchehen. Der Jüngling aus dem rechtsrhei⸗ niſchen Bayern war früher bei der Münchener Ver⸗ tretung einer Mannheimer Firma beſchäftigt, aber wegen einer Schwarzfahrt mit dem Kraftwagen des Chefs entlaſſen worden. Sein Drang in die Ferne war erheblich größer als ſein Geldbeſtand. Er ſchrieb eines Tages im Mai einen Brief an die Mannheimer Firma, worin er ankündigte, daß ein Arbeiter der Münchener Niederlaſſung ſich auf einer Urlaubsreiſe in die Rheinpfalz befinde und in Mannheim vor⸗ ſprechen werde. Darum möge man ihm 40 Mark übergeben und damit das Konto der Münchener Nie⸗ derlaſſung belaſten. Unterſchrieben war der Brief vom Inhaber der Münchener Vertretung, alſo ge⸗ fälſcht. Als der Angeklagte bei der Mannheimer Firma wegen der 40 Mark vorſprach, wurde er als Schwindler erkannt und feſtgenommen. Er gab ſeinen Streich zu und bekam 2 Monate Gefängnis, die durch ſeine gleich hohe Unterſuchungs⸗ haft abgegolten ſind. Er wurde in Freiheit geſetzt. Hoffentlich genügt ihm dieſer Denkzettel auf lange Zeit hinaus. 0 5 Den * * * etwa ſchen dem unte berg Dieſ Ufer rafſe zur wür fand ſitzer zurü ßen und eine älteſt Aus die figſte tier, zahn man gear! erkan Lanz Reſte einen Inge Mer ampe durch Ange kehre klärt ei 8 konn müfſ kehrs der e Die griffe Verk ehem Karr ſes 2 Leute ſteht. zwar über Pfen iſt. 2 über auf Auß⸗ rin grün und fährl wegs überl telter ſeine werde die E wird, Men kann werd 6. N . 5 e Samstag, 14. Jult 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe — 24 1 Seite Nummer 317 — Eine ergebnisreiche Ausgrabung, die eine etwa 18 000 Jahre alte Siedlung des Eiszeitmen⸗ ſchen der Magdaleénienzeit freigelegt hat, iſt von dem germaniſchen Muſeum der Univerſität Jena unter Leitung von Dr. Neumann auf dem Sand⸗ berg bei Oelknitz im Saaletal durchgeführt worden. Dieſe Siedlung, die ſich 25 Meter über dem rechten Ufer der Saale auf einer zwiſcheneiszeitlichen Ter⸗ raſſe erhebt, wird von Neumann in den„Beiträgen zur Geologie Thüringens“ in ihrer Bedeutung ge⸗ würdigt. Ueber die Schicht der Magdaleénienkultur fanden ſich Brandgräber aus der ſogenannten Lau⸗ ſitzer Kultur der Bronzezeit, die bis etwa 1200 v. Chr. zurückreicht. Der Eiszeitmenſch hatte um einen gro⸗ ßen Brandherd, der freigelegt wurde, Werkzeuge und Tierknochen angehäuft; ſie lagen in der Nähe eines Amboſſes und der Steinplatten, die über dem älteſten Mittelpunkt des Herdes angebracht waren. Aus den ſtark zerſetzten Tierknochen ließ ſich noch die damals lebende Tierwelt feſtſtellen. Das häu⸗ figſte Tier war das Pferd, daneben fand man Renn⸗ tier, Fuchs und Bär, vom Mammut einige Stoß⸗ zahnreſte. An bearbeiteten Gegenſtänden ſammelte man gegen 100 000 Stück, von denen etwa 1000 gut gearbeitete Werkzeuge waren. Als Knochengeräte erkannte man eine Nadelſpitze, einen Pfriem, drei Lanzenſpitzen und einen Kommandoſtab. Alle diede Reſte ſtammen von Pferdejägern, die hier während einer unbeſtimmten Zeit gehauſt hatten. * — Vor einem Gericht in Croydon hatte ſich der Ingenieur George Longfield⸗Beaſley aus der Stadt Merton wegen Nichtbeachtung einer Verkehrs⸗ ampel zu verantworten. Die Verhandlung erregte durch den Umſtand beſonderes Aufſehen, daß der Angeklagte kein anderer als der Erfinder der Ver⸗ kehrsampeln ſelbſt iſt. Zu ſeiner Entſchuldigung er⸗ klärte er, daß die Ampel, deretwegen er angeklagt ei, zu hoch gehangen habe, ſo daß er ſie nicht ſehen konnte. Der Richter fragte ihn, was denn geſchehen müſſe, damit in Zukunft die Nichtbeachtung der Ver⸗ kehrsſtignale verhindert werden kann. Darauf hatte der erfolgreiche Erfinder leider nur ein Achſelzucken. Die engliſchen Zeitungen haben dieſen Fall aufge⸗ griffen, um von neuem eine Campagne gegen die Verkehrsampeln zu beginnen. * — Primo Carnera, der italieniſche Boxrieſe und ehemalige Weltmeiſter, der in einer beiſpielloſen Karriere ein Millionenvermögen verdiente, hat die⸗ ſes Vermögen in ganz kurzer Zeit wieder unter die Leute gebracht, ſo daß er jetzt beinahe mittellos da⸗ ſteht. Die Madiſon⸗Square⸗Geſellſchaft hat ihm zwar vor ſeinem letzten Kampf eine Summe von über 300 000 Mark überwiefen, jedoch darf er keinen Pfennig von ſeinem Konto abheben, da es gepfändet iſt. Der Boxer ſoll angeblich ſeinem Manager Soreſi über 300 000 Mark ſchulden. Die Klage des Boxers auf Freigabe ſeines Kontos iſt noch nicht entſchieden. Außer ſeinem Manager klagt auch noch die Kellne⸗ Tin Terſini auf ſeine größere Summe mit der Be⸗ gründung, Carnera habe ihr die Ehe verſprochen und ſie dann verlaſſen. — Gewöhnlich hält man das Dynamit für den ge⸗ fährlichſten Sprengſtoff. Das ſtimmt aber keines⸗ wegs, ſondern das Benzin iſt dem Dynamit erheblich überlegen. Gewiß entzündet ſich Dynamit unvermit⸗ telter. Der Vorzug des Benzins liegt darin, daß ſeine Sprengkraft leicht in motoriſche Kraft umgeſetzt werden kaun. Neuere Verſuche haben ergeben, daß die Sprengkraft, die dabei durch den Benzin erzielt wird, das Zehnfache beträgt, was mit der gleichen Menge Dynamit erreicht werden könnte. Außerdem kann mit Benzin„haushälteriſcher“ umgegangen werden. Verliner Brief Ferien— Blick nach Dresden— An der Grenze— Starhemberg beim Beinfleiſch— Berliner im Kaffee Sacher— Die letzte Wiener Freud Berlin, im Juli. Einmal braucht der Berliner Chroniſt kein Ber⸗ liner zu ſein. Ein bißchen Dienſt führt weg von Berlin und ſieht gleichzeitig wie ein bißchen Ferien aus. Leb' wohl. Berlin! Erſte Station iſt Dresden. Samstag abend ſchwimmem wir im Strom von Tauſenden zum gro⸗ ßen Volksfeſt der Dresdner, der Vogel wieſe. Rieſige Zeltſtadt der Schießbuden, Karuſſells, Dreh⸗ orgeln, Achterbahnen. Eine Wolke von Würſtelduft liegt über dem Gelände, zwanzigtauſend Sachſen auf einmal genießen Freude durch Krach. Es ging das Gerücht, auch die alte Tradition der Vogelwieſe ſolle nach den Geſichtspunkten der neuen Zeit um⸗ geformt werden. Noch iſt nichts davon zu bemerken. Ein beſcheidener Verſuch eines politiſchen Kabaretts iſt zu verzeichnen, aber durch die Unzulänglichkeit des Raumes verhindert, ſich ganz durchzuſetzen. Die landsmannſchaftliche Note wird lediglich von eini⸗ gen bayeriſchen Großgaſtſtätten unterſtrichen, die „Bratwurſtglöcklein“ und ähnlich heißen. Das Volk entſchließt ſich am liebſten für die primitivſten Ge⸗ nüſſe. Das ſind die Luftſchaukeln, die ſchwankenden Karuſſells und die bergauf, bergab ſauſenden Achter⸗ bahnen, die irgendwie die Illuſion des Gefährlichen, den Schauer des Schwindels erwecken. Zum andern find die„Geiſterhäuſer“ beliebt geworden. Man ſpaziert oder rollt auf kleinen Karren durch dunkle Hallen, in denen es geſpenſtert, in denen kalte Hände nach dem Beſucher langen, daß die Frauen aufſchrecken und wollüſtig den Kitzel einer vorge⸗ täuſchten Gefahr ſpüren. Viele, viele Groſchen wer⸗ den hier umgeſetzt. Solch rieſiges Volksfeſt von acht⸗ tägiger Dauer wirkt ſicher auch arbeitsbeſchaffend. Die Münchner wiſſen ſchon, was ſie an ihrer ähn⸗ lichen Oktoberwieſe haben. In Berlin ſoll ja jetzt etwas Aehnliches auf dem Tempelhofer Felde ge⸗ ſchaffen werden. f Aus dem Menſchendunſt der Vogelwieſe wandre ich um die Mitternacht durch die ſtillen Gaſſen des alten Dresden. Wie ſchön iſt der Neumarkt, von hohen Bürgerhäuſern treu umſtanden, das gewal⸗ tige Maſſiv der Frauenkirche im öſtlichen Winkel, das das Barockgeplänkel des nahen Schloſſes ewig zu überragen ſcheint⸗ Cellistmoncl Vea clit Itauseinstu⁊ Die Trümmer eines Hauſes in dem hamburgichen Walddorf Volksdorf, das, wie berichtet, durch eine Gasentzündung völlig zerſtört wurde. geborgen. 1 7 5 Aus den Trümmern wurden drei Tote und fünf Verletzte Das Unglück war dadurch entſtanden, daß einer der ums Leben gekommenen Haus⸗ bewohner in ſelbſtmörderiſcher Abſicht die Gasleitung im Keller gebffnet hatte. Cæesclilacſit 1936 Ein japanischer Zukunftsroman macht Aufsehen in Amerika Amerikaniſche Blätter berichten in ausführlichen Auszügen über einen Zukunftsroman, den ein frühe⸗ rer japaniſcher Marineoffizier namens Kyoſuke Fukunaga geſchrieben hat und in dem er einen Seekrieg zwiſchon Japan und den Ver⸗ einigten Staaten ſchildert. Die Handlung des Buches iſt in das Jahr 1936 verlegt; der Zweck des Buchs, in dem eine eingehende Sachkenntnis des Verfaſſers über alle marinetechniſchen Dinge ſich widerſpiegelt, iſt, für eine ſtärkere Rüſtung Japans, beſonders auf dem Gebiet des Luftweſens, Stim⸗ mung zu machen. Das Buch iſt trotz umfangreicher Geenmaßnahmen der amerikaniſchen Zollbehörden in vielen Exem⸗ plaren nach den Vereinigten Staaten gelangt und hat dort naturgemäß erhebliches Aufſehen hervor⸗ gerufen. Der Inhalt des Buches iſt, kurz zuſammengefaßt, folgender: Im Jahre 1936 verſenkt zwiſchen Schanghai und Hankau bei den Wuſung⸗Forts mitten im Frie⸗ den der Kommandant eines japaniſchen Zerſtörers, Maki, durch zwei Torpedos das Flaggſchiff„Houſton“ vom amerikaniſchen China⸗Geſchwader. 400 ameri⸗ kaniſche Seeſoldaten kommen dabei um. Dieſer Vor⸗ fall führt angeblich zum Ausbruch des Krie⸗ ges zwiſchen Japan und den Vereinigten Staaten. Die Forderung der Vereinigten Staaten auf ſtrenge Beſtrafung Makis war zwar erfüllt worden; das Marine⸗Gericht hatte Maki zum Tode verur⸗ teilt, doch hatten die mit der Exekution beauftrag⸗ ten Soldaten dreimal abſichtlich daneben ge⸗ ſicchoſſen, ſo daß Maki am Leben blieb. Er hatte ſich offen zu ſeiner Tat bekannt mit der Begründung, Japan ſei durch den Ausgang der Flottenkonferenz von 1935 ſchwer benachteiligt worden, denn ſeit dem Abbruch dieſer Konferenz ſei Amerika an die Durch⸗ Am andern Morgen fahren wir durch das ro⸗ mantiſche Elbetal über die Grenze. In Tetſchen⸗Bodenbach langer Aufenthalt. Der deutſche Zollbeamte prüft ſtreng die Gelder, die wir bei uns haben. Nur fünfzig Mark in Silber darf man mitführen. Reichsbanknoten ſind von der Ausfuhr ausgeſchloſſen. Mein Nachbar im Zug hat nur zehn Mark bei ſich. „Wo reifen Sie hin?“ „Nach Wien.“ Er hat die Erlaubnis ſeines heimat⸗ lichen Polizeiamtes im Paß, daß er die öſterrei⸗ chiſche Grenze überſchreiten darf, ohne die übliche 1000 Mark⸗Erlaubnisgebühr zu zahlen, weil er ge⸗ ſchäftliche Gründe mit ſeiner Reiſe verbindet, was ihm wiederum erſt von ſeiner heimatlichen Handels⸗ kammer beſtätigt werden mußte. „Aber wovon wollen Sie denn in Wien von zehn Mark leben?“ „Ich bin dort von Geſchäftsfreunden eingeladen“. „Haben Sie wirklich nicht mehr Geld bei ſich? Haben Sie keine inneren Taſchen in der Weſte? Auch nicht in der Hoſe?“ Der Beamte ſieht ihn ſcharf an. Er hat auch ein Büchlein bei ſich, in dem die Na⸗ men der den Behörden als verdächtig bekannten Deviſenſünder ſtehen. Mein Nachbar hat Glück, ein Name ſteht nicht darin. Nun darf er paſſieren. Aber man ſieht es ihm an, wie froh er iſt, daß die Prü⸗ fung endlich vorbei iſt. e Aber ſie iſt garnicht vorbei. Gleich kommen die Beamten der Tſchechoſflowakei und prü⸗ fen Aktentaſchen, Manteltaſchen, Koffer, ob wir deutſche Zeitungen bei uns führen. Wo es der Fall iſt, werden ſie konfisziert. Endlich rollte der Zug weiter durch das natur⸗ geſegnete Böhmerland. Aber es machte dies⸗ mal nicht wie in anderen Jahren den Eindruck überwältigender Fruchtbarkeit. Die große Dürre liegt ſchwer auf der Ebene. 5 In Pardubitz können wir uns am Bahnhof nichts kaufen, die Frau am Bahnhofsbüffett ſagt, ſie könne die deutſche Mark nicht wechſeln. Aber das war die einzige Stelle, wo man in der Tſchechoſlowakei oder in Oeſterreich deutſches Silbergeld nicht nehmen wollte. An der öſterreichiſchen Grenze werden wir noch einmal auf deutſche Zeitungen unterſucht. Von Zeit zu Zeit ſteht ein Poſten mit Karabiner am Bahndamm. Dann gleiten wir über den breiten Lauf der Donau, da hinten hebt ſich vom Abendrot der ſanfte Heurigenhügel des Kobenzl ab, wir ſind in Wien. Und wirklich ſagt am Wiener Oſtbahn⸗ hof ein Kutſcher zu uns:„Ein Fiaker, Herr Baron?“ führung eines gigantiſchen, auf fünf Jahre berech⸗ neten Viermilliarden⸗Bauprogramms für ſeine Flotte gegangen. Japan müſſe daher ſchon jetzt kämpfen. Der Verfaſſer des Buchs läßt bei Kriegsbeginn auf amerikaniſcher Seite eine Revolte der bei der Flotte tätigen Neger ausbrechen, die u. a. zur Zerſtörung der Schleuſen des Panama ⸗Kanals und zur Exploſion des Flaggſchiffs„Oklahoma“ mit gleichzeitigem Verluſt der tauſendköpfigen Beſatzung führt. Zur ſelben Zeit wird bei San Franzisko das Marineluftſchiff„Macon“ von Japanern vernichtet. Die Kriegshandlungen beginnen mit der Beſchießung des japaniſchen Seehafens Manazuri durch ein amerikaniſches, ferngelenktes Un⸗ terſeeboot, wobei ein Zug zum Entgleiſen ge⸗ bracht wird, in dem ſich der japaniſche Generalſtab für Manila befindet. Die amerikaniſche Flotte iſt inzwiſchen in ihrer Operationsbaſis Pearl Harbour auf den Hawai⸗Inſe Un eingetroffen, gegen die Ben japaniſcher Unterſeeboote wirkungslos blei⸗ en. Die große Seeſchlacht kommt 800 Meilen weſtlich von den Hawai im Weſten vorgelagerten Midway⸗Inſeln zum Austrag und endet mit einem völligen Sieg der Japa⸗ ner. Zu dem Sieg tragen in erſter Linie die über⸗ legenen japaniſchen Luftſtreitkräfte bei. Die japaniſche Vorhut kommt von Südweſten her aus der Richtung der Marſchall⸗Inſeln. Das Gros der ja⸗ paniſchen Streitkr.fte unter Admiral Nagand kommt von Weſten her. Beim erſten Anprall werden ſechs von den acht japaniſchen zum Angriff eingeſetzten Schiffen verſenkt, aber der Verluſt iſt nicht um⸗ ſonſt— ſie haben ihrerſeits zwei amerikaniſche Ein paar Tage Wien. Iſt ſie nicht verödet, die alte Märchenſtadt? In den Läden der Kärtner⸗ ſtraße wenig Käufer, im„Grandhotel“ viele Zimmer frei. Aber gleich am Mittag ſehen wir hier den eigentlichen Herrſcher Oeſterreichs, den Fürſten Starhemberg, ein„Beinfleiſch“ eſſen. Ein ſchlanker, junger Mann. In ſein Auto iſt eine Magazin⸗Piſtole eingebaut. Immer ſteht einer daneben, dem man meterweit den Detektiv anſteht. Er äugt ſcharf ſtraßauf, ſtraßab, ehe ſein Fürſt in den Wagen ſteigt. Dr. Dollfuß ſehen wir nicht. Von ihm erzählt man ſich, daß er nicht ins Bundes⸗ kanzleramt einziehe, er wolle weiter in ſeiner Privatwohnung wohnen. Da wohnt er im erſten Stock— im Parterre unter ihm wohnt die Jeritza, in der Etage über ihm die beiden Klavierhumoriſten Lilly und Emmy Schwarz, die auch von deutſchen Kabaretts herkommen. Der Reichsdeutſche in Wien iſt im Augen⸗ blick von ſeiner Heimat vollſtändig iſoliert. Nicht ein einziges deutſches Blatt kommt herein. Die öſterreichiſchen Blätter bringen die Nachrichten aus Deutſchland zumeiſt in entſtellter Form— im⸗ mer nach ein paar Tagen müſſen ſie zugeben, daß dieſe oder jene Meldung falſch war. Die Regierung bemüht ſich, den Schein der Objektivität zu wahren. Hetzeriſche Flugblätter gegen Deutſchland ſind ver⸗ boten. Ein beſonders gehäſſiges, das in dieſen Tagen kurſierte, wanderte nur heimlich von Hand zu Hand. Im„Kaffee Sacher“ ſieht man Dutzende von Geſichtern, die man früher in Berlin in den Theater⸗ kanzleien ſah. Ein ehedem in Berlin zu Millionen gekommener und daun wieder verarmter Theater⸗ direktor arbeitet als Verſicherungsagent. Regiſſeure, Operettenproduzenten ſitzen hier ſtundenlang. Im Hotel Imperial ſitzt eine deutſche Filmexpedition, die mit deutſchem, öſterreichiſchem und tſchechiſchem Gelde einen Film herſtellt, in dem deutſche, öſterreichiſche und tſchechiſche Künſtler gemeinſam auftreten, deren einwandfreie ariſche Herkunft erwieſen iſt Aus Deutſch⸗ land iſt Hans Rühmann dabei, der ſein keckes Näschen in die milde Wiener Luft ſteckt, und die blonde Charlott Daudert, die Oſtpreußin, die jüngſte Entdeckung Berlins, die der Anny Ondra ſo ähnlich ſieht. Die Tſchechen werden von der ſchönen Jarmila Novotna vertreten, die eine von den wenigen iſt, die den Typus der großen Dame dar⸗ ſtellen kann. Die Oeſterreicher ſtellen die Muſik zu dieſem Film in der Perſon Franz Lehars, deſſen Frasquita“ den Stoff geliefert hat. Das wirtſchaftliche Leben Wiens iſt ein grauen⸗ volles Stagnieren. Es wird nur erleichtert durch die Anſpruchsloſigkeit der Wiener. Es ſieht noch immer Flugzeug⸗Mutterſchiffe und zwei Kreuzer vernichtet. Gleichzeitig werden die Luftſtreitkräfte eingeſetszt, 150 Flugzeuge auf japaniſcher, 126 auf amerikaniſcher Seite. Bei den Amerikanern ſind ſchon 25 Flugzeuge infolge des Untergangs der zwei Flugzeug⸗Mutter⸗ ſchiffe außer Gefecht. Während die japaniſchen Flieger zum Angriff ge⸗ gen die amerikaniſchen Flugzeug⸗Mutterſchiffe vor⸗ gehen, kommen die Japaner bereits unter das Feuer der amerikaniſchen Schlachtſchiffe, deren Geſchütze eine Reichweite von 26 Meilen haben. Widerſtrebend befolgen die japaniſchen Seeoffiziere den Befehl ihres Admirals, aus der Feuerlinie aus zuwei⸗ chen, aber inzwiſchen tun die japaniſchen Bomben⸗ werfer ihre Schuldigkeit. Ihre Ueberlegenheit entſcheidet die Schlacht. Da faſt kein amerikaniſcher Flieger mehr in der Luft iſt, geht die japaniſche Flotte, ge⸗ ſchützt durch einen undurchdringlichen Schleier von Rauch und Nebel, zum Angriff vor. Ihr Feuer wird aus der Luft von ihren eigenen Flie⸗ gern geleitet und verurſacht in der amerikaniſchen Flotte große Verluſte. Die Japaner ſelbſt wechſeln fortwährend ihre Stellung hinter dem Rauchſchleier und entziehen ſich ſo dem Feuer der Amerikaner. Drei große amerikaniſche Schlachtkreuzer ſind bereits geſunken, da ſtellen die Japaner das Feuer ein. Der Admiral fordert die Uebergabe.(1) 117 amerikaniſche Schiffe ſind noch übriggeblieben, auf denen nach einer Viertelſtunde die weiße Fahne weht.() Bewacht von der ſiegreichen japaniſchen Flotte werden die erober⸗ ten Schiffe nach Tokio gebracht. Hawai geht in den Beſitz der Japaner über. Die Aktualität dieſes Kriegsbuchs iſt gerade jetzt, wo die Flotten konferenz, die über das Ver⸗ hältnis zwiſchen den Seerüſtungen Japans und der Vereinigten Staaten entſcheiden ſoll, beſonders groß, iſt doch im gegenwärtigen Augenblick die Richtung innerhalb der japaniſchen Politit, die ſich für neue große Flotten rüſt ungen und für eine Er⸗ gänzung dieſer Rüſtungen durch eine Verdopplung des japaniſchen Flugzeugbeſtandes einſetzt, in unauf⸗ haltſamem Vormarſch. Auf der anderen Seite läßt ſich Aehnliches auch von den entſprechenden Faktoren in den Vereinigten Staaten ſagen. Hoffentlich bleibt es trotzdem bei dem Roman vom Krieg und kommt nicht zur Verwirklichung dieſes Zukunftsromans! — In Kanada wird gegenwärtig mit Hochdruck an der Fertigſtellung der Vorbedingungen für die Errichtung des größten Luftpoſtdienſtes der Welt ge⸗ arbeitet. Der Dienſt ſoll die Beſtellung von Brie⸗ fen von London nach Montreal und Neuyork in drei⸗ einhalb Tagen bewerkſtelligen und eine erhebliche Beſchleunigung der Poſtbeförderung nach dem Fer⸗ nen Oſten ermöglichen. Sachverſtändige erklären, das Projekt ſei das größte, das jemals in der Ge⸗ ſchichte der Luftpoſt in Angriff genommen worden iſt. Die kanadiſchen Behörden glauben, den Betrieb ſchon im kommenden Frühjahr eröffnen zu können. Die Poſtſäcke, die von Dampfern über den Atlantik gebracht werden, ſollen von Flugzeugen an der Süd⸗ oſtküſte Neufundlands übernommen werden. Das kann allerdings nur in der warmen Jahreszeit ge⸗ ſchehen. Im Winter wird die Uebergabe der Poſt⸗ ſäcke in Halifax, Novo Scotia erfolgen, was aller⸗ dings eine Verzögerung um einen halben Tag be⸗ deutet. Die Arbeiten an den 130 Flughäfen, die über die etwa 4500 Kilometer lange Strecke quer über Kanada vom Atlantik zum Pazifik den Poſtflug⸗ zeugen jederzeit Landungsmöglichkeiten bieten ſollen, ſtehen vor ihrem Abſchluß. Seit vielen Monaten haben 6000 Arbeiter die Plätze in den großen Wäl⸗ dern ausgerodet und die Landeflächen geebnet. Die Ausrüſtung der Fluglinie mit den modernſten Ma⸗ ſchinen ſoll nach den Verſicherungen der Behörden ihresgleichen in der Welt ſuchen. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß die Kette der Flug⸗ häfen über Kanada nicht nur den friedlichen Zwecken der Poſtbeförderung dient. Zweifellos kommt ihr auch ein erheblicher ſtrategiſcher Wert zu. Wilhelm v. Scholz, der in Konſtanz lebende Dichter, Verfaſſer einer Reihe wertvoller epiſcher und dramatiſcher Werke, begeht am 15. Juli ſeinen 60. Geburtstag. Wilhelm v. Scholz iſt Mitglied der Dichterakademie. ſo aus, als ob der„Schwarze“ im Kaffeehaus ſie alle ernährt. Und wenn ſie einmal etwas Freude brau⸗ chen, fährt man zum Heurigen. Man nimmt ſich das Eſſen mit, trinkt ſpottbilligen Wein und kehrt voller Seligkeit von Nußdorf oder Sievering heim. Abends iſt trotz der Hitze das„Deutſche Volks⸗ theater“ geſteckt voll. Man ſpielt zum hundertſten Male„Das kleine Café“. Das iſt eine Romanze von einem kleinen Wiener Kaffeehauskellner, der plötzlich Millionär wird und deſſen einzige Sehnſucht nur die Mehlſpeis iſt, die er in einem Kuplet herzlich beſingt: „A Mehlſpeis und am Kaiſerſchmarrn, Das kitzelt ſo beim Runterfahrn! Das iſt noch die einzige, übrig gebliebene, letzte Wiener Freud.“ Dieſe letzte Zeile ſpricht Bände. Sie enthüllt, wo⸗ hin die Nervenverwirrung Europas auch das alte glänzende Wien gebracht hat. Noch ſtehen die Paläſte und Schlöſſer des kaiſerlichen Wien. Aber ſie ſind Maske ohne Inhalt. Die Schönheit Wiens konnte nur von der Macht erhaut werden. Gine neue Wie⸗ ner Kunſt gibt es nicht, weil es keine ſtaatliche Macht gibt, die den Künſtlern hier Mäzen ſein könnte. Der Berliner Bär, Alan 6. Seite/ Nummer 317 Aus Baden Gerichtliches Nachſpiel des Pforzheimer Eiſenbahnunglücks * Pforzheim, 14. Juli. Am kommenden Diens⸗ tag, 17. Juli, ſoll das furchtbare Eiſenbahnunglück, das ſich hier vor zwei Monaten ereignete, ſeine Sühne finden. Zwei Angeklagte, nämlich der Ran⸗ gierer Eugen Augenſtein aus Brötzingen und der Lokomotivführer Hermann Brand aus Pforzheim, werden ſich wegen fahrläſſiger Eiſenbahntransport⸗ gefährdung in Tateinheit mit fahrläſſiger Tötung und fahrläſſiger Körperverletzung vor der Großen Strafkammer zu verantworten haben. In den letzten Tagen konnten zahlreiche bei dem Unglück verletzte Perſonen aus dem ſtädt. Kranken⸗ haus entlaſſen werden. Es befinden ſich heute noch 15 Verletzte im Krankenhaus, denen es aber den Umſtänden entſprechend gut gut. Regiſtermarkſchiebung und Zuckerſchmuggel * Lörrach, 13. Juli. Vor dem Lörracher Gericht Hatte ſich heute der Kaufmann Emil Stift aus Her⸗ bede an der Ruhr zu verantworten. Er hatte nach und nach für 4960 Regiſter mark gekauft, da⸗ von 1750 Mark in Deutſchland verbraucht und den Reſt nach der Schweiz verſchoben. Stift wurde wegen fortgeſetzten Vergehens gegen das De⸗ viſengeſetz zu einer Gefängnisſtrafe von zwei Mo⸗ naten und zu 2500 Mark Geldſtrafe verurteilt. Weiter wurde gegen Jakob Bühler aus Denz⸗ lingen, ein vielfach vorbeſtrafter Zuckerſchmugg⸗ Jer, verhandelt. Er hatte am 8. April über den Tüllinger Berg einige Säcke Zucker geſchmuggelt. Bei der damals entſtandenen Schießerei zwiſchen Zollbeamten und der Bande konnte letztere entwei⸗ chen. Bühler wurde bei einem neuerlichen Schmug⸗ gelverſuch gefaßt. Er hat nach und nach 10 Zentner Zucker über die Grenze nach Deutſchland geſchmug⸗ gelt. Bühler wurde zu 1 Jahr und einem Monat Gefängnis verurteilt, ferner zu 2500 Mark Geld⸗ ſtrafe und zu einer Werterſatzſtrafe von 200 Mark. Ein Perſonenwagen, mit dem er die Schmuggel⸗ fahrt machte, ſowie ſein Fahrrad wurden eingezogen. Karlsruhe, 13. Juli. Zur feierlichen Er⸗ öffnung des verbreiterten Rheinſtichkanals zm Karlsruher Hafengebiet hat auch der Reichs ⸗ verkehrsminiſter ſein Erſcheinen zugeſagt. d- Heddesheim, 12. Juli. Aus der letzten Ge⸗ meinde ratsſitzung: Das in der Unterdorf⸗ ſtraße gelegene Anweſen der Bezirksſparkaſſe Wein⸗ heim wurde geſchätzt. Zur Erſtellung einer Sicker⸗ grube wurde der Ankauf von 20 qm Gelände geneh⸗ migt. Weiter wurde ein Beitrag für das Jahr 1934 für den Landesverband für Mütter⸗, Säuglings⸗ und Kleinkinderfürſorge genehmigt. Der Errichtung einer Verkaufsſtelle von Uhren, Goldwaren, uſw. von J. Wolf, Seckenheim, wurde entſprochen. Der Wach⸗ und Schließgeſellſchaft Mannheim wurde zur Ausübung ihrer Tätigkeit die Konzeſſion erteilt. Ad. Reinhard wurde zum Bürgerrecht zugelaſſen. * Odenheim, 12. Juli. Im Zeichen der Arbeits⸗ beſchaffung werden von der Gemeindeverwaltung zur Zeit Arbeiten ausgeführt, die die Beachtung weiterer Kreiſe verdienen. So iſt man zur Zeit daran dem Aeußeren des Rathauſes, nachdem die Wiederinſtandſetzung im Innern vorausgegan⸗ gen iſt, ein würdiges Ausſehen zu verleihen. Die g einheimiſchen Kunſtmaler Gebrüder Hemberger verſehen die Front kunſtvoll mit zeitgemäßem Schmuck.— Ein Wunſch vieler ging mit der Fertig⸗ ſtellung der Fahrſtraße, die nach dem hiſtoriſchen Siegfriedsbrunnen führt, in Erfüllung. Die denk⸗ würdige Stätte iſt nunmehr leicht mit dem Auto erreichbar. Als weitere Arbeitsbeſchaffung auf lange Sicht iſt die Feldbereinigung und ein damit verbun⸗ dener Straßenbau nach Oeſtringen in Ausſicht ge⸗ nommen. — u I b. Buchen i. Odenwald, im Juli. Um die„Kornhexe“ zu bannen, wird beim erſten Senſenhieb ein frommes Gebet geſprochen, wobei die erſten Aehren kreuzweiſe geſchnitten werden. Wird die erſte Kornfuhre in die Scheune gebracht, ſo wer⸗ den in den vier Ecken der Scheune etliche Garben kreuzweiſe übereinander gelegt. Dadurch wird die Ernte vor den Dämonen geſchützt. Uralt iſt im Frankenland wie überall in Deutſch⸗ land der Glaube an die Kornhexe, an das Dengel⸗ männle und an den„Bilwißſchnitter“. Letzterer er⸗ ſcheint den Landleuten gern, wenn ſie abends durchs Kornfeld heimwärts gehen. Seine Haare fliegen im Wind; er iſt in weißes Linnen gekleidet. Nachts wälzt er ſich durch die Felder und richtet großen Schaden an. Wenn Sturm und Regen das Korn zu Boden gepeitſcht haben, tat das nach altem Volks⸗ glauben die Kornhexe oder der Bilwißſchnitter. Wenn man dieſen Dämon bemerkt, ſo muß man ihm ein mit drei Kreuzen gezeichnetes Taſchenmeſſer ent⸗ gegenwerfen; ebenſo kann man ihn durch verkohlte Reſte des Oſter⸗ oder Johannisfeuers vom Felde vertreiben. Dabei müſſen dieſe Kohlenreſte in drei Ecken des Kornfelds geſteckt werden: aus dem vier ten entweicht der böſe Geiſt. An Himmelfahrt oder Johanni ſchreitet der Bilwißſchnitter barfuß durch die Felder; an der großen Zehe des rechten Fußes iſt eine Sichel befeſtigt, die ſchmale Streifen aus dem Kornfeld mäht. Oft reitet er auf einem Bock durch 15000 Hitlerjungen bei den Feſtſpielen * Heidelberg, 14. Juli. Die Hitlerjugend iſt an den Reichsfeſtſpielen vom 15. Juli bis 15. Auguſt in ganz hervorragender Weiſe beteiligt. Die Gebiete Baden und Württemberg werden mit reichhaltigem und vielſeitigem Programm aufwarten und weſent⸗ lich zur Ausgeſtaltung dieſes großen Kulturereig⸗ niſſes beitragen. 15000 Hitlerjungen kommen zu den Feſtſpielen nach Heidelberg. Den Höhepunkt des Programms bildet die Aufführung„Deutſche Paſſion“ von Richard Euringer auf dem Heiligenberg. In zahlreichen Veranſtaltungen wird die Hitlerjugend ihr Können zeigen. Volkslieder, Volkstänze, Laien⸗ und Chorſpiele werden einen Einblick in die Volkstumsarbeit der HJ geben. Was gibt es Neues in Lampertheim? Ab Lampertheim, 12. Juli. Die Gemeinde Lam⸗ pertheim iſt nun in die glückliche Lage verſetzt, ihre Dankesſchuld an ihre auf dem Felde der Ehre ge⸗ fallenen Söhne durch die Weihe eines Ehren⸗ mals abzuſtatten. Es wurde ein Monument er⸗ richtet, daß der Gemeinde alle Ehre macht. In idyl⸗ liſcher Umgebung des alten im Naturſchmuck pran⸗ genden Friedhofs, wurde ein großes Terrain für dieſen Zweck entſprechend hergerichtet. Eine Rieſen⸗ fläche wurde mit Gras eingefät, im Viereck wird dieſer Komplex von einer Roſenanlage, die in vol⸗ ler Blüte ſteht, umgeben. Auf der Oſtſeite der herr⸗ lichen Anlage erhebt ſich in würdigem Aufbau ein aus Muſchelkalk beſtehendes Denkmal, das zwei Felögraue vor etwa 5 Meter hohen Säulen dar⸗ ſtellt, dazwiſchen in etwa 4 Meter Länge befindet ſich eine 17 Meter hohe Verbindungswand, in deren Mitte ſich plaſtiſch das Hoheitszeichen der NS DA p erhebt, darunter die Inſchrift:„Unſeren im Welt⸗ kriege gefallenen Helden— Sie ſtarben im Glau⸗ ben an Deutſchland!“. Vor dieſem Aufbau befindet ſich ein wuchtiger Sarkophag mit einem großen Kreuz. Links und rechts des Ganzen befinden ſich Terraſſen. Die gärtneriſch ſtimmungsvoll gewählte Anlage um dieſes Denkmal läßt das ganze zu einer fiunreichen Harmonie werden. Am Sonntag, den 15. Juli ſoll das Ehrenmal ſeine Enthüllung er⸗ fahren. Am Vormittag werden in beiden Kirchen Gottesdienſte ſtattfinden. Der Nachmittag bringt die eigentliche Weihe, zu der ein auswärtiger Red⸗ 3 die Korn- ger zu bannen 5 8 Aralte Erntebräuche im Frankenland die Felder. Der Bock iſt das Symbol der Urkraft. Wer den Bilwißſchnitter anruft, muß im gleichen Jahre noch ſterben. Ein Feſttag iſt der letzte Erntetag. Der letzte Erntewagen wurde früher mit Blumen geſchmückt; Kinder ſaßen mit bunten Blumenſträußen auf dem Wagen. Ehrwürdig ſind die Aehren der letzten Garbe. Man ſteckt gern einen Büſchel davon an die Scheune oder hinter das Kruzifix der Wohnſtube. Blitze werden dadurch vom Hauſe abgewandt. In Rinſch⸗ heim bei Buchen wird das Erntedankfeſt in Verbin⸗ dung mit dem„Hippolitstag“(13. Auguſt) gefeiert. Bauernburſchen reiten hoch zu Roß der Hippolits⸗ prozeſſion voran. Mit Dankgebeten zu Gott, aber auch mit fröh⸗ lichen Gelagen, wird das Erntedankfeſt gefeiert. Iſt die Ernte beendigt, ſo wird beizeiten der gün⸗ ſtigſte Zeitpunkt für die neue Ausſaat erkunndigt. Drei Kornähren werden in die Erde gelegt: die erſte vor Sonnenaufgang, die zweite um Mittag, die dritte nach Sonnenuntergang. Die am beſten keimende Aehre zeigt an, ob frühe, mittlere oder ſpäte Saat zu raten ſei. Die letzte Garbe ließ man einſt, mit Blumen geſchmückt, längere Zeit auf dem Felde ſtehen: als Ernteopfer. Sie wurde umtanzt; ein altes vergeſſenes Lied wurde dabei geſugen. Die Erntebräuche ſind uraltes germaniſches Erb⸗ dut. Sie zeugen von der tiefen Verbundenheit des bäuerlichen Menſchen mit den ewigen Mächten. ner erſcheint. Ein der tiefen Bedeutung der Ver⸗ anſtaltung angepaßtes Programm wurde vom Denkmalsausſchuß ausgearbeitet. Eine Feſtſchrift, die geſchichtliche Beiträge aus enthält, wird für dieſen Tag herausgegeben. * Bensheim, 13. Juli. Ein aus der Richtung Ritterplatz kommender Perſonenkraftwagen fuhr am Mittwoch abend in großer Geſchwindigkeit in die Kurve zwiſchen Kreisamt und Bahnhofsplatz und wich zu ſehr von der rechten Fahrbahn ab. Er erfaßte dabei zwei Kinder, einen Knaben und ein etwas älteres Mädchen, die beide ſchwer verletzt wurden. Lebensgefahr ſoll jedoch, wie im Hoſpital feſtgeſtellt wurde, nicht beſtehen. Der auf der gerade ein Bulldogg anfuhr. erſten Unfall unſicher gewordene Wagenlenker rannte mit der Zugmaſchine ſo ſtark zuſammen, daß dieſe ſtark beſchädigt wurde. Die Polizei nahm ſich der Sache an. berufener Feder Wagenführer, ein Herr Frank Schaldle aus Franken⸗ tahl, fuhr dann auf die linke Seite der Fahrbahn, Der durch den E Samstag, 14. Juli 1934 Aus der Pfalz Gibt es eine Rekord-Weinernte? nd. Neuſtadt, 14. Juli. Die Frage, ob es heuer eine Rekord⸗Weinernte geben wird, ſcheint ſich in der ganzen Vegetation der Weinbergan tagen abſolut zu bejahen. Ein erfahrener Winzer ſagt uns, daß faſt alle Weinberge dieſes Jahr einen beſonders ſchönen Traubenbehang aufweiſen. Bei Normalreben treffe man einen Behang von durch⸗ ſchnittlich 10 Trauben an. In Forſter Lagen ſind Ve⸗ hänge von 25 Trauben heuer anzutreffen und auch keine Seltenheit. Der Durchſchnittsbehang der Reb⸗ ſtöcke wird allgemein auf 20 geſchätzt. Dazu zeigen ſich die Behänge auch außerordentlich beerenreich. Die Behänge ſtehen alle in vorzüglicher Entwick⸗ lung. Zudem erwartet man dieſes Jahr auch Ta⸗ feltrauben von ausgezeichneter Güte⸗ Eine Rekordernte ſteht bei weiterem günſtigen Wit⸗ terungseinfluß ohne Zweifel in Ausſicht. * Ludwigshafen a. Rh., 14. Juli. Durch einen Beſchluß des Reichskabinetts über die Vereinheit⸗ lichung des Geſundheitsweſens wird auch in der Stadt Ludwigshafen ein Staatliches Geſundheitsamt eingerichtet; ſein Leiter iſt ein ſtaatlicher Amtsarzt. Das Geſundheitsamt iſt zuſtändig für die Stadt Ludwigshafen. * Speyer, 14. Juli. Ein junger Mann aus Speyer wurde beim Schwimmen von einem Krampf befallen und war am Untergehen. Auf ſeine Hilfe⸗ rufe eilte Gretl Ambos, die während der letzten acht Tage bereits zwei Menſchenleben vom Tode des Ertrinkens rettete, herbei und brachte den ſonſt ret⸗ tungslos Verlorenen ſicher an Land. * Pirmaſens, 12. Juli. Im Jahre 1929 war ein gewiſſer Franz Nagel von hier vom Amtsgericht Bergzabern wegen Betrugs zu zwei Mona⸗ ten Gefängnis verurteilt worden. Nagel zog es jedoch vor, über die Grenze zu fliehen und hielt ſich ſeitdem in Frankreich auf. Als er dieſer Tage zurückkehrte, wurde er ſofort verhaftet und zur Strafverbüßung ins Gefängnis eingeliefert. * Viernheim, 12. Juli. Hier wurden in den letz⸗ ten Tagen in mehreren Fällen falſche Zwei⸗ markſtücke feſtgeſtellt. Die Falſchſtücke ſind ſehr deutlich geprägt, ſind in der Farbe etwas heller und etwas leichter als die echten Zweimarkſtücke. Als Ausgabejahr iſt 1926 Serie F angegeben. Es beſteht die Vermutung, daß das Falſchgeld von Auswärtigen hier in den Verkehr gebracht wurde und zwar da⸗ durch, daß ſie in den Geſchäften eine Kleinigkeit kauf⸗ ten und das falſche Zweimarkſtück in Zahlung gaben. * Karlsruhe, 13. Juli. Die Arbeitsſchlacht in Südweſtdeutſchland ſtand im Juni im Zeichen des neuen Geſetzes zur Regelung des Arbeitseinſatzes in Stadt und Land, das den Kampf gegen die Arbeitsloſigkeit in den Großſtädten und die Behebung des Landarbeiter⸗ mangels zum Ziele hat. In Durchführung des Ge⸗ ſetzes wurde eine Anzahl der aus öffentlichen Mit⸗ teln finanzierten Notſtandsarbeiten hauptſächlich in Bezirken mit geringerer Arbeitsloſigkeit planmäßig vorübergehend eingeſtellt, was einen Rückgang der Zahl der beſchäftigten Notſtandsarbeiter um rund 13000 Mann zur Folge hatte. In einigen Arbeitsamtsbezirken iſt daher die Zahl der Arbeits⸗ loſen gegen den Vormonat etwas geſtiegen, in den größeren Städten aber, in Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg, Ulm und Heil⸗ bronn ſowie in anderen induſtriellen Bezirken konn⸗ ten die Arbeitsloſenzahlen weiter geſenkt werden, ſo daß im Geſamtbezirk Südweſtdeutſchland im ee eee Ein erfreuliches Zeichen Die Kurve der Arbeitsloſigkeit ſinkt weiter ganzen nochmals eine Abnahme der Arbeitsloſen⸗ zahl um 2560 Perſonen zu verzeichnen war. Von den Berufsgruppen wieſen neben Baugewerbe, das Ende Juni eine um rund 1800 Mann größere Ar⸗ beitsloſenzahl aufweiſt als Ende Mai, nur die Gruppe der ungelernten Arbeiter, die Forſtwirt⸗ ſchaft und das Bekleidungsgewerbe leicht zuneh⸗ mende Zahlen auf. Die übrigen Berufsgruppen zeigten weiterhin abnehmende Arbeitsloſenzahlen. Die Geſamtzahl der Arbeitsloſen am 20. Juni be⸗ trug noch 116 426 Perſonen. Auf die Arbeitsämter in Württemberg und Hohenzollern kamen 27 963 Ur- beitsloſe, auf die Arbeitsämter in Baden 88 468. Der Stand der Hauptunterſtützungsempfänger war am 30. Jumi: in der verſicherungsmäßigen Arbeits⸗ loſenunterſtützung 12086 Perſonen, in der Krtiſen⸗ fürſorge 40879 Perſonen. Die Geſamtzahl der Hauptunterſtützungsempfänger betrug: 52 965 Per⸗ ſonen, davon kamen auf Württemberg und Hohen⸗ zollern 11758 und auf Baden 41207 Perſonen. NSDAP-Miffeilungen Aus Hartelatmutlichen Bekanntmachungen entnommen PO. Strohmarkt. Alle Parteigenoſſen, ebenſo alle Jungens und Mädels vom Jungvolk, HJ und Bo M, die im Beſitze einer Fotokamera ſind, melden ſich bis ſpäteſtens heute Samstag, 14. Jult, beim Ortsgruppen⸗Bildwart Steinmetz N 4, 10. Friedrichspark. Sämtliche Teilnehmer des Marſch⸗ blocks IV treten am Sonntag, 15. Juli, vormittags 7 Uhr, am Zeughausplatz zum Ausmarſch an. Liederbücher ſind mitzubringen. 8 Gef. 1/1/171 tritt am Sonnta Uhr auf dem Zeughausplatz an. und Sportgeräte, Verpflegung. Denutſches Jungvolk ungbann 1/171. Der Werbeſeldzug für die Volks⸗ 13 95 iſt bis 1. Auguſt verlängert worden. Jeder Fähn⸗ leinpreſſewart iſt verpflichtet, für ſie zu werben und ſeine Erxſolge dem Jungbannpreſſewart mitzuteilen. Jungbaun 11171. Dienstag, 17. Juli, 20.90 Uhr treffen ſich alle e im Haus der Jugend, u einer wichtigen Beſprechung. 15 Jungbann 1f171. Montag, 16. Juli, 19.80 Uhr haben ſämtliche Preſſe⸗ und Bildwarte im Haus der Jugend zu erſcheinen. Gute Artikel und Bilder ſind mitzubringen. Bd M Bom und Bd. Untergau Mannheim. Sonntag, 22. Juli, treten ſämtliche Schar⸗, Gruppen⸗ und Ringſport⸗ warkinnen im Sport um 8,45 Uhr om Stadion Mannheim „15. Juli, worm..50 itzubringen iſt: Sport ſich ſofort an die Gruppenführerin(Büro im Heim)zwi⸗ ſchen 1718 Uhr. Gruppe Neckarſtadt⸗Oſt. Alle Mädel der 3 Mädelſchaften von T. Elliſſen treten heute, Samstag, 14. Juli 19 Uhr an der Ühlandſchule an. Untergan Mannheim. Sämtliche Gruppen⸗, Schar⸗ und Schaftsfüchrerinnen der Gruppen Schwetzingerſtadt, Oſtſtadt, Neckarau und Sandhofen kommen am Montag, 16. Juli, 20 Uhr zum Schulungskurs in die Reißvilla. Sümtliche Preſſereferentinnen des BdMJ treten am Sonntag 15. Juli, pünktlich 10 Uhr vorm. an bei Lotti Langer, Mönchwörthſtraße 14. 8 NSBO Oſtſtadt. Dienstag, 17. Juli, 20.30 Uhr, findet eine Sitzung ſämtlicher Amtswalter und Betriebszellenobleute, ſowie deren Mitarbeiter, ſtatt. Ort: Gloriäſäle(Neben⸗ zimmer), Seckenheimer⸗Straße 11a. Friedrichspark. Sämtliche uniformierten Amtswalter treten am Sonntag, 15. Jult, vormittags 7 Uhr, auf dem Zeughausplatz an. DA Deutſches Eck. Alle Einzelmitglieder der DA, die mit ihren Beiträgen inoch rückſtändig ſind, werden nochmals er⸗ ſucht, ſolche bis ſpäteſtens Donnerstag, 19. Juli, bei der Ortsgruppe einzuzahlen, andernfalls ſie als neue Mit⸗ glieder ab Juli 1934 geführt werden und ſomit ihre bis⸗ herigen Beitragsleiſtungen keine Wertung haben. Deutſche Angeſtelltenſchaft— Fachgruppe Banken und Chemie. Mitgliederverſammlung am Montag, 16. Juli, 20.15 Uhr, im Saale des Deutſchen Hauſes, C 1, 10. Refe⸗ rate: Pg. Griesbach„Unſere zukünftige Arbeit in der DA“, Pg. Körbel, Sportreferent des Sportamtes Mann⸗ heim⸗Ludwigshafen der NSG„Kraft durch Freude“ über n. 5 Feudenheim. Alle Mädels unter 16 Jahren, für die ein Erholungsaufenthalt in Froge kommen könnte, wenden Berufsgemeinſchaft der Techniker, Ortsgruppe Maun⸗ heim. Die durch Rundſchreiben angekündigten Vorträge der Herren Farny und Ibielſy von den MWM ſind ins Win⸗ terprogramm übernommen. Die neuen Termine für dieſe Vorträge werden noch bekanntgegeben. Betr. Betriebswarteperſammlung. Dienstag, 17. Juli, 20.30 Uhr, findet in C 1, 10, auf der Geſchäftsſtelle der DA, Jugendſaal, eine Beſprechung ſämtlicher Be⸗ triebswarte der Berufsgemeinſchaft der Techniker, Orts⸗ gruppe Mannheim ſtatt. Kraft durch Freude Achtung! Betriebszellenobleute! Die Programme für die Jahresſportkurſe ſind eingetroffen und müſſen unver⸗ züglich bei der Ns⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“, L 4, 15, Zimmer 3, abgeholt werden. BNS DJ Achtung Diplompolkswirte! Diplom kaufleute! Dreſ. rer. pol.! Der Reichsjuriſtenführer Dr. Frank hat ver⸗ fügt, daß die Reichsgruppe Referendare im BNS” zur Reichsgruppe Jungjuriſten erweitert wird. Zu den Jung⸗ juriſten gehören jetzt: 1. Gerichtsreferendare, 2. Regie⸗ rungsreferendare, 3. Wirtſchaftsrechtler(Diplomvolkswirte, Dreſ. rer. pol. und Diplomkaufleute mit Examen 1931 und ſpäter), 4. Rechtspflegernachwuchs. Der Reichsjuriſtenfüh⸗ rer hat eine endgültige Aufnahmeſperre für den BNS Dey ab 1. Auguſt 1934 angeordnet. Umgehende Meldung iſt daher dringend notwendig. Alle innerhalb des Landͤgerichtsbezirks Mannheim wohnhaften oder beſchüftigten jungen Wirtſchaftsrechtler (Ziffer) melden ſich auf der Geſchäftsſtelle der Mann⸗ heimer Bezirksgruppe, Referendare, Amtsgericht, Zim⸗ „Zweck und Ziele des Sportamtes“. mer 320, bis ſpäteſtens 25. Juli 1934, möglichſt persönlich, nur Auswärtige ſchriftlich. 5 a 0 Samstag, 14. Juli Roſengarten:„Zähmung der Widerſpenſtigen“, Luſtſpiel von Shakeſpeare, Miete H, 20 Uhr. D 3, 15, ehemalige Diskonto⸗Geſellſchaft: Deutſche Kolonial⸗ Ausſtellung 1934. Geöffnet von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr. Friedrichspark: Kreisleitung der NSDaAp. Deutſcher Abend, 20 Uthr. Ballhaus: 20.80 Uhr Konzert der Vereine ehemaliger Mflitärmuſiker von Mannheim⸗Ludwigshafen. Leitung: Obermuſikmeiſter a. D. Vollmer. Roſarium. Neuoſtheim, Harrlachweg: Geöffnet v. 16-20 Uhr. Köln⸗Düſſeldorfer⸗Rheinfahrten: 13.90 Uhr Worms Oppenheim— Nierſtein— Mainz und zurück, ſowie Wochenendfahrt in den Rheingau. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Maxdorf— Bad Dürkheim— Lindemannsruhe— Peterskopf— Leiſtadt— Kallſtadt— Freinsheim— Weiſenheim a. S. — Mannheim.: Kleinkunſtbühne Libelle: 10 Uhr Tanzkabarett. Pfalabau⸗Kaffee: 16 und 20 Uhr Kabarett und Tanz. Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof, Kaffee Vaterland. Kaffee Odeon: Konzert(Verlängerung). Lichtſpiele: Univerſum:„Das verlorene Tol. Alhambra:„Zu Straßburg 1 der Schang“.— Roxy:„Ein Lied geht um die S chau⸗ burg:„Ich bin Suſonne“.— Pala ſt und Gloria: „Nachtfalter“. Capitol:„Die Freundin eines großen Mannes“.. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Sonderausſtellu aiſerdome om Mittelrhein“. Geöffnet von 10 bis 13 1 15 bis 17 Uhr.. Ingendbücherei R 7, 46; Geöſſnet von 18 bis 10 Ur. 1 . 9 4 2 ſchri den ſtan⸗ nur inte: ſond hole 2 Aus reko häuf anſte einz. Mei es a im 4 getr. En 2 ſterſt Lond dene land aus auch vorb zelte Teil deſtle fizien geber ten heit ausl. M rende Freit hinte: erſt i erſten jeder Verlt Anſtr Berli gefall⸗ ſo be Charl pers. einige de Le de S im B — no Abſch⸗ der wurd 1 egen Gegne furt terinn des 2 folgen pflicht ann 2 Kere e Kn ed 7 euerer e 6 Samstag, 14. Juli 1984 Neue Mannheimer Zeitung J Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 317 Internationale Leichtathletik⸗Amſchau Der Maßſtab, an dem die Leiſtungen und die Fort⸗ ſchritte der Leichtathletik im eigenen Lande gemeſſen wer⸗ den müſſen, iſt der Maßſtab des internationalen Leiſtungs⸗ ſtandes. Wollen wir an die Spitze, ſo müſſen wir nicht nur die Fortſchritte machen, die auch im Durchſchnitt der internationalen ſportlichen Entwicklung feſtzuſtellen ſind, ſondern größere; denn es gilt ja die anderen zu über⸗ holen. Wie verläuft alſo die leichtathletiſche Entwicklung im Ausland? Nachdem erſt vor wenigen Tagen neue Welt⸗ rekordleiſtungen aus Amerika gemeldet worden waren, häufen ſich jetzt auch in Europa die leichtathletiſchen Ver⸗ anſtaltungen, deren Ergebniſſe den Leiſtungsſtand in den einzelnen europäiſchen Ländern widerſpiegeln— ſei es in Meiſterſchaften, Länderkämpfen u. a. Darüber hinaus iſt es auch intereſſant, die Vorbereitungen zu beobachten, die im Hinblick auf kommende große Ereigniſſe hier oder dort getroffen werden. Englands Meiſterſchaften im Dienſt der Olympia⸗ Vorbereitungen Die international ausgeſchriebenen Leichtathletik⸗Mei⸗ ſterſchaften von England, die am Freitag und Samstag im Londoner White City⸗Stadion ausgetragen werden und zu denen rund 50 Auslandsmeldungen aus Frankreich, Hol⸗ land, Finnland, Polen, Ungarn, Japan— bekanntlich auch aus Deutſchland— abgegeben worden ſind, werden, wenn auch nur mittelbar, im Dienſt der engliſchen Olympia⸗ vorbereitung ſtehen, in deren Rahmen bisher nur verein⸗ zelte Maßnahmen bekannt ſind. Für die inländiſchen Teilnehmer der Meiſterſchaften ſind zu erreichende Min⸗ deſtleiſtungen vorgeſchrieben, die erſt für den Start quali⸗ ftzieren. Werden ſie nicht erreicht, ſo werden die abge⸗ gebenen Meldungen nicht angenommen. Die Meiſterſchaf⸗ ten und ihre Ergebniſſe werden eine ſehr gute Gelegen⸗ heit geben, das Können der beſten Briten mit dem der ausländiſchen Expeditionen zu meſſen. Achtung, Frankreich! Die Leichtathletik⸗Meiſterſchaften von Frankreich haben eine Reihe von Ergebniſſen gebracht, die den Fortſchritt der franzöſiſchen Leichtathletik nachdrücklich demonſtrieren. Der Held der Meiſterſchaften war der junge Student Boiſ⸗ ſet, der die 400⸗Meter⸗Meiſterſchaft gegen Skawinſky, Robert Paul, Guillez und andere in der neuen Rekordzeit 47,6 Sekunden gewann! Er verbeſſerte damit den bisherigen Rekord gleich um 0,6 Sekunden. Dabei liefen Skawinſky 48, Paul 48,6, Ducos und Guillez je 49. Ueber 800 Meter erreichten gleich vier Läufer:55 oder beſſere Zeiten, nämlich Morell:54,2, Petit:54,63, Henry :54,83, Faure:55! Sehr gut war auch der 1500 ⸗ Meter⸗Sieg von Goix mit:54,83. 100 Meter in 10,8 liefen R. Paul, Ragot, Dondelinger, 110 Meter Hür⸗ den in 15,2 Bernard und Sempé. Der Leiſtungshöhe, die beſonders von 400 bis 1500 Meter erreicht wurde, ent⸗ ſprachen allerdings die erzielten Sprungergebniſſe nicht ganz, und in den Wurf⸗ und Stoßübungen iſt lediglich Roels Diskuswurf mit 47,25 Meter als erhebliche Lei⸗ ſtung zu vermerken. Ein Kugelſtoßſieg von nur 15,19 Meter und Speerwürfe ſogar nur unter 60 Meter zählen heute international nicht mehr. Immerhin iſt im Geſamt⸗ ergebnis der Meiſterſchaften ein Fortſchritt feſtzuſtellen, der den franzöſtſchen Leichtathleten ſtärkere Beachtung ſichert— und der übrigens auch noch in zwei neuen Staf⸗ felrekorden zum Austrag kam. Nicht ſchlecht für Belgien! Gleichzeitig hat auch Belgien ſeine Leichtathletik⸗Mei⸗ ſterſchaften in Brüſſel ausgetragen, wobei es für das kleine Land ganz anſehnliche Reſultate gab. Hervorzu⸗ heben ſind der 800⸗Meter⸗Sieg von Geeraert mit 1288,4, die 5000 Meter von Marechal mit 15:19. Doppelſieger wurde Deprinte über 100 Meter mit 11 und über 200 Me⸗ ter mit 22,5 Sekunden. Spitzenleiſtungen aus Italien Italien, das Land der erſten Leichtathletik⸗Europamei⸗ ſterſchaften, hat ſeine„Zonen“⸗Meiſterſchaften zum Aus⸗ trag gebracht. Dabei läßt ſich feſtſtellen— einige der be⸗ kannteſten Leichtathleten waren allerdings nicht am Start —, daß die bisher repräſentativen Internationalen das Feld beherrſchten. Mit überragenden Leiſtungen konnten „neue Namen“ nicht aufwarten. Die beſte Leiſtung der Zonenmeiſterſchaften war der 400⸗Meter⸗ Hürdenlauf des früheren Weltrekordinhabers Facelli mit 52,4 Sekunden— der Weltrekord wurde jüngſt von Hardin auf 51,8 gebracht. Sonſt ſind zu erwähnen: 100 Meter Mariani 10,8, Di Blas 11,1. 400 Meter Tavernari 49,3. Stabhochſprung Inno⸗ centi 3,83 Meter. Kugelſtoßen Bononeini 13,95 Meter. International überragend ſind dieſe Leiſtungen— die an verſchiedenen Orten aufgeſtellt worden ſind— mit der er⸗ wähnten einen Ausnahme natürlich nicht. Ungarns Front wird breiter! Bemerkenswerte Fortſchritte hat in jüngſter Zeit die ungariſche Leichtathletik gemacht. So hat auch der Länder⸗ kampf gegen Oeſterreich, der der ungariſchen Mannſchaft gewiß nicht das letzte abforderte ler wurde von den Un⸗ garn mit 787½: 50 P. gewonnen), gezeigt, daß die Ungarn nicht nur über vereinzelte Spitzenkönner ver⸗ fügen, ſondern daran ſind, eine in den verſchiedenen Uebungsarten ſtarke Mannſchaft heranzubilden. Wenn allerdings über 400 Meter Barſi und über 800 Meter Zabo noch immer die beſten Leute ſind, ſo ſcheint hier die Nach⸗ wuchsfrage noch nicht befriedigend gelöſt. Ueber aus⸗ gezeichnete Könner verfügen die Ungarn in Sir(100 Me⸗ ter), dem Hochſpringer Bodoſi, den Werfern. Stellen die Ungarn auch nicht erſte europäiſche Spitzenklaſſe dar, ſo ſind ſie doch— bei der Größe des Landes und der Sport⸗ bewegung— gut aufgekommen. :48,8 in Gefahr? Die Meldung von dem neuen 1500⸗Meter⸗Weltrekord des Amerikaners Bonthron hat in Europa beſonders einen intereſſiert— das iſt der Olympiaſieger und bis⸗ herige Rekordinhaber Beccali⸗Italien. Wird er reſignie⸗ ren oder wird er verſuchen, Bonthron zu überbieten? Eine amerikaniſche Leichtathletik⸗Expedition, der Bonthron angehört, wird im Rahmen ihrer Europareiſe am 22. Juli in Stockholm ſtarten, und Beccali iſt ein⸗ geladen worden, an dieſem Sportfeſt, bei dem er alſo mit Bonthron zuſammentreffen würde, teilzunehmen. Wie be⸗ kannt wird, hat Beccali auch dieſe Abſicht. Zur Zett unterzieht er ſich in Mailand einem gewiſſenhaften Trati⸗ ning, und es heißt, daß er in allerbeſter Form iſt. So könnte das ſenſationelle Zuſammentreffen Bonthron— Beccali den noch ſo jungen Rekord von:48,8— günſtige äußere Umſtände vorausgeſetzt— in Gefahr bringen. Die zehnte Strecke der„Tour de Frante Neuer Sieg von Le Greves— Geyer wieder auf dem 7. Platz Mit der von Digne nach Nizza über 150 Kilometer füh⸗ renden 10. Strecke haben die„Tour⸗de⸗Fronce⸗Fahrer⸗ am Freitag den erſten ſchwierigen Teil dieſer Rieſenfahrt hinter ſich gebracht. Die Hauptſchwierigkeiten liegen zwar erſt in der Fahrt durch die Pyrenäen, aber auch auf dieſen erſten Etappen haben die Fahrer Großes geleiſtet und in jeder Mannſchaft ſind bereits mehr oder weniger große Verluſte zu verzeichnen. Den ſchier übermenſchlichen Anſtrengungen ſind auch bereits drei deutſche Fahrer, der Berliner Nietſchke und die Gebrüder Wolke, zum Opfer gefollen, aber unter den Ausgeſchiedenen befinden ſich auch ſo bekannte„Tour⸗de⸗Fronce⸗Kämpen“ wie der Franzoſe Charles Peliſſier und die Belgier Hardiqueſt und Sche⸗ pers. Auf der zehnten Strecke am Freitag waren noch einige beträchtliche Steigungen zu überwinden, ſo der Col de Leques, der Col de Luenes(1054 Meter) und der Col de Sarenen(1170 Meter). Die Fahrer gaben diesmal— im Bewußtſein des nahen Ruhetages(Samstag in Nizza) — noch einmal das Letzte her und ſo geſtaltete ſich dieſer Abſchnitt zu einem harten Kampf. Trotzdem gab es wie⸗ der eine Maſſenankunft von 20 Fahrern. Spurtſieger wurde einmal mehr der Franzoſe Le Greves in 458.26 vor ſeinen Landsleuten Lapebie und Louviot, dem Belgter Verwaecke, Vietto⸗Frankreich und Büchi⸗Schweiz. 14 wei⸗ tere Fahrer, darunter der hervorragende Schweinfurter Geyer, zur Zeit die Hauptſtütze unſerer Mannſchaft, wurden gemeinſam auf den ſtebenten Rang geſetzt. Von den übrigen Deutſchen placierte ſich Riſch als., Buſe kam als 7. ein, Kutſchbach wurde 34. und Stöpel, der abermals unter unzähligen Reifenſchäden zu leiden hatte, erreichte ſogar nur den 36. Rang. In der Einzelwertung liegt der Franzoſe A. Magne weiterhin klar in Front. Martano und der erſte Einzelfahrer Morelli folgen auf den nächſten Plätzen. Der Schweinfurter Geyer hat als beſter deutſcher Fohrer auf dieſer Etappe ſeinen 11. Platz behauptet. Die Länder⸗ wertung ſieht Frankreich ebenſo überlegen an der, Spitze vor der gemiſchten Mannſchaft Schweiz⸗Spanien, Italien, Deutſchland und Belgien. Die Ergebniſſe, 10. Strecke, Digne— Nizza, 156 Km.: I. Je Greves:58:20; 2. Lapebie; 3. Louviot; 4. Ver⸗ waecke; 5. Vietto; 6. Büchi; 7. weiter 14 Fahrer, dorunter der Schweinfurter Geyer(gleiche Zeit); 23. Riſch:00:55: 27, Bufe 5104251; 34. Kutſchbach:05:40; 36. Stöpel(gleiche Zeit). Einzelwertung: 1. A. Magne 68:21:85, 2. Martano 68727748 3. Morelli 68:51:00; 4. Verwaecke 68:53:25; 11. Geyer 69:05:50. 5 Länderwertung: 1. Frankreich 20:19:92; 2. Schweiz⸗ Spanien 207:88:00; 3. Italien 27:43:59; 4. Deutſch⸗ land 28:44:11; 5. Belgien 210:40:00. Erſter Golfländerkampf oer Damen Deutſchland— Holland Zum erſtenmal wird den deutſchen Golferinnen Ge⸗ legenheit gegeben, ihr Können an internativnal erprobten Gegnerinnen zu meſſen. Am 12. Auguſt findet in Frank⸗ furt o. M. die Begegnung der repräſentativen Vertre⸗ terinnen von Deutſchland und Holland ſtatt. Der Führer des Deutſchen Golf⸗Verbandes, Karl Henkell, hat ſolgende deutſche Spielerinnen für dos Ländertreffen ver⸗ Ilichtet: Frau L. Herbſt⸗Köln, Frau Mita Kribben⸗ Wannſee, Frl. Hilde Mund ⸗ Hamburg, Frau Erika Sellſchopp⸗ Hamburg, Frau Fänn Schniewind⸗ Elberfeld, Frau Lydis Wallraf⸗Reincke⸗ Hamburg und Frau Nora Zahn ⸗ Wiesbaden. Es handelt ſich in jedem Fall um die ſpielſtärkſten Vertreterinnen Deutſch⸗ lands, Hollands Spielerinnen ſind noch nicht bekannt. Deutſche Kann-Meiſterſchaften 1934 Die diesjährigen deutſchen Kaunn⸗Meiſterſchaften werben am 12. Auguſt in Hamburg auf der Außen⸗Alſter ausgetra⸗ gen. Die Wettbewerbe ſind zugleich Kampfſpiel⸗Meiſter⸗ ſchaften, da in Nürnberg die Waſſerverhältniſſe eine Aus⸗ tragung in der Stadt der Kampfſpiele nicht zulaſſen. Die Ausſchreibung enthält 18 Rennen für Kanadier und Kajaks. Die Titelverteidiger der Hauptwettbewerbe ſind: Derau⸗ Eſſen(Einer ⸗Kanadtier)), Fürus—Bachmann⸗Hamburg (Zweier⸗Kanadier), Cämmerer⸗Hamburg(Einer⸗Kajak)) Wevers—Schneider⸗Köln(Zweier⸗Kajak). Für die Vorſchlußrunde um den Kampfſpiel⸗Fußball⸗ Pokal wurden jetzt die Paarungen feſtgelegt. Am 25. Juli begegnen ſich die Gaue Süd weſt und Niederrhein, am Tage darauf ſpielen Bayern und Nordmar k. Die Sieger beſtreiten am 29. Juli das Endſpiel. Alle drei Spiele finden in der Hauptkampfbahn des Nürnberger Stadions ſtatt. 1117 Turner und Turnerinnen wurden aus den ſechzehn Gauen der D für die Turnwettbewerbe bei den Deutſchen Kampfſpielen gemeldet. Am ſtürkſten iſt der Gau Südweſt mit 147 Meldungen vertreten, aus Bayern kommen 140 Nennungen und von den übrigen Gauen iſt Württemberg noch mit mehr als 100 Meldungen vertreten. Dr. Kleinſchroth kam bei den holländiſchen Tennis⸗ meiſterſchaften in Noordwijk durch einen Sieg über den Holländer Heynen mit:5,:2,:3 eine Runde weiter. Aus dem deutſchen Schachleben Deutſche Mannſchaftsmeiſterſchaft Erſtmalig in dieſem Jahr veranſtaltet der Großdeutſche Schachbund Manunſchafts kämpfe feiner einzelnen Landesverbände, bei denen es um die deutſche Meiſterſchaft geht. Die 18 teilnehmenden Verbände wurden in Gruppen eingeteilt, die vom 15. bis 20. Juni in Salzuflen, Swine⸗ münde und Wiesbaden die Vorkämpfe austrugen. Es ſtanden ſich jeweils Achtermannſchaften gegenüber, und zwor hatte jeder Verbond 3 Wettkämpfe auszufechten gegen 3 andere Verbände ſeiner Gruppe(ein Rundenturnier— jeder der jeweiligen 6 Verbände ſpielt mit den anderen 5— ließ ſich leider wegen des Mehraufwandes an Zeit und Koſten nicht durchführen, ſo daß man es bei 3 Kämp⸗ fen für jede Mannſchaft bewenden ließ]. Die beiden Lan⸗ desverbände, die ſich in ihrer Gruppe die beiden erſten Plätze erkämpften, werden im Auguſt vorausſichtlich in Wiesbaden zum Entſcheidungskampf um die deutſche Mannſchoftsmeiſterſchaft antreten. In Wiesbaden trafen ſich die Mannſchaften Baden, Bayern, Mittelrhein, Saar, Schwaben und Thüringen. Die Pfalz, die urſprünglich zuſammen mit Thüringen eine kombinierte Mannſchaft aufſtellen ſollte, hatte in letzter Minute abgeſagt. In der 1. Runde er⸗ litt Baden eine etwas zu hoch ausgefallene:5⸗Niederlage gegen Bayern(Einzelergebniſſe, Baden zuerſt genannt: Huſſong 0— Hahn, Rutz ½— Zeuner, Eiſinger 0— Zollner, Lauterbach 7— Michel, Th. Weißinger 1— Geb⸗ hardt, Barnſteoͤt 0— Kohler, Schmaus 1— Schwiedernoch, Kunitzky 0— Buſch). In der 2. Runde errang Baden ein kampfloſes:0 gegen Thüringen, da die thürin⸗ giſche Mannſchaft zu ſpät eintraf und alle Verſuche, dus Treffen nachzuholen, ſcheiterten. Der Endſtand Thüringens lehrt indeſſen, daß Baden ſowieſo nicht viel Punkte ab⸗ gegeben hätte. Bayern mußte ſich mit einem knappen 4% gegen Schwaben begnügen(für Bayern ſiegten Hahn, Zeuner, Michel und Schwiedernoch, Kohler ſchlich⸗ tete); der Kampf ſtand bis kurz vor Schluß ſogar günſtig für Schwaben. Die 3. Runde ſah alle 6 Mannſchaften gleichzeitig im Kampf. Baden ſicherte ſich mit:2 gegen die Saar(Huſſong 2— Schneider, Rutz 1— Möhler, Eiſinger 1— Meyer, Lauterbach 1— Bernd, Weißinger 1 — Zimmermann, Barnſtedt 1— Kleiſt, Schmaus 5— Jacob, Kunitzky 0— Brück) auf den 1. Platz. Bayern blieb oͤurch ein 6 1% gegen Mittelrhein Lichtauf. Schwaben beſiegte die Thüringer mit 5½:%½4. In der 4. Runde kam Mittelrhein zu einem über⸗ raſchend hohen Sieg von•1 gegen Thüringen, wäh⸗ rend Schwaben gegen Saar nur ein mageres Unenk⸗ ſchieden von:4 erreichte. Die letzte(.) Runde ſah Mittelrhein knapp mit 47:3 gegen Saar erfolg⸗ von reich. Dos Ergebnis iſt alſo 1. Baden 17,2, Bayern 16 Punkte. Dieſe beidenn zweifellos auch ſpielſtärkſten Verbände der Wiesbadener Gruppe kommen demnach in die Entſcheidung. Es folgen.—4. Mittelrhein, Schwaben je 13, Sgar 9,5 und Thüringen 3,5 Punkte. „In Salzuflen ſtanden ſich die Mannſchaſten von Köln, Niederelbien, Niederrhein, Niederſachſen, Weſer⸗ Ems und Weſtfalen gegenüber. In der 1. Runde ſiegte Niederrhein mit 6,5:1,5 gegen Weſer⸗Em s. In der 2. Runde blieben die Niederrheiner mit 573 über Niederſachſen erfolgreich, während Köln einen Sieg von 5,5:2,5 gegen Weſer⸗Ems herausholte. Die 3. Runde brachte mit der Niederlage von Nieder⸗ rhein gegen Niederelbien in Höhe von 2,5:5,5 eine wichtige Vorentſcheidung. Niederfachſen ſiegte 5,5:2,5 gegen Köln, Weſer⸗Ems und Weſtfalen trennten ſich unentſchieden:4. In der 4. Runde vergab Nie⸗ derſachſen ſeine letzten Ausſichten durch eine 315⸗Nie⸗ derlage gegen Weſtfalen. Niederelbien ferligte Köln überlegen mit 6,5:1,5 ab. Auch in der 5. Runde buchte Niederelbien einen Sieg von 6,511,5 und zwar gegen Weſtfalen. Damit war der Stand gegeben: 1. Niederelbien 18,5; 2. Niederrhein 14 Zähler. Die beiden Endſpielteilnehmer. Der Sieger Niederelbien kämpfte in der Aufſtellung Reinhardt, Heinicke, Brinck⸗ mann, Dr. Taube, Rodatz, v. Hennig, Schneider und Hirſch. Es folgen 3. Niederſachſen 11,5; 4. Weſtfalen 10,57 5. Köln 9,5; 6. Weſer⸗Ems 8 Zähler. In Swinemünde hießen die Gegner: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg⸗Pommern, Oſtdeutſchland, Saa⸗ leſchachbund und Sachſen. Die 1. Runde brachte Ber⸗ lin einen 711⸗Erfolg gegen Sa ch ſe n. In der 2. Runde war Berlin gar mit 7,5:0,5 gegen Branden bur g er⸗ folgreich. Sachſen fertigte Oſtoeutſchland 612 ab. In der 3. Runde ſiegte Berlin„nur“ 651,5 gegen Saale, Sachſen blieb:3 über Mecklenburg ⸗ Pommern erfolgreich und Oſtdeu tſchland ſchlug mit demſelben Ergebnis die Brandenburger. Die 4 Runde brachte den einzigen Sieg Branden bur 6 8 und zwar mit 6,5:1,5 gegen Mecklen bur g⸗Pom⸗ mern. Saale blieb mit 4,5:3,5 gegen Oſtdeutſch⸗ land Sieger. In der 5. Runde gewann Saale 513 gegen Mecklenburg Pommern. Ueberlegener Erſter mit 21 Punkten wurde alſo Berlin(Richter, Sämiſch, Rellſtab, Schlage, John. Kuhlmann, Kunerth, Ullrich) vor 2. Sachſen mit 12 Punkten. Beide nehmen am Endkampf teil. Es folgen 3. Saale mit 11; 4. Oſtdeutſchland mit 10,5 5. Brandenburg mit 10; 6. Mecklenburg⸗Pommern mit 7,5 Punkten. W. L. Training zum Großen Preis von Deutſchland Volle Beſetzung auf dem Nürburg ⸗Ring Zum letzten Gelingen eines Motorrennens gehört un⸗ bedingt gutes Wetter. Es hat daher in der Eifel nicht wenig beſorgte Geſichter gegeben, als Freitag früh ein kräftiges Gewitter niederging; ſoll doch nach altem Volks⸗ ſpruch der Sonntag das gleiche Wetter bringen wie der Freitag. Doch bald hat der Regen aufgehört und gegen Mittag liegt der Nürburg⸗Ring in ſtrahlendem Sonnen⸗ ſchein. Wirkliche Kenner der Witterungsverhältniſſe wol⸗ len für den Tag des Großen Autopreiſes von Deutſchland ſehr optimiſtiſche Vorausſagen geben. Der Trainingsbetrieb ſetzt am Freitag ſchon ſehr früh ein. Als Erſter erſcheint Kohlrauſch um 4 Uhr und dreht einige Runden auf Auto⸗Union. Um 9 Uhr erſcheint Kohlrauſch abermals, diesmal zuſammen mit ſei⸗ nen neuen Markengefährten Sebaſtian und Burggaller. Doch noch fällt keine Entſcheidung, wer nun eigentlich die drei„P“ führt. Feſt ſtehen zwar Stuck und Momberger, dagegen harrt der dritte Wagen immer noch ſeines Mei⸗ ſters. Auch Mercedes befindet ſich noch in Verlegen⸗ heit, v. Brauchitſch hat noch keinen Vertreter gefunden. Die beſten Ausſichten ſcheint Geyer zu haben. Carac⸗ cio a jagt ſeinen weißen Mercedes in prachtvoller Tech⸗ nik über den Kurs, eine ſeiner ſchnellen Runden bringt eine Zeit, die nahe am Rekord liegt. Ihm ebenbürtig iſt Fagioli. Sehr aufmerkſam wird das Training der Ausländer verfolgt, die nunmehr alle an Ort und Stelle eingetroffen ſind und auch bereits das Training aufnehmen. Ganz be⸗ ſonderes Augenmerk richtet ſich auf die Alfa Romeo, deren Geſchwindigkeiten im Großen Preis von Frankreich die Ueberraſchung gebildet haben. Die Leute der Seuderia Ferrari laſſen ſich aber diesmal nicht in die Karten ſehen, ſie geben ſich noch nicht voll aus; die langen Bera⸗ tungen an der Boxe, die genauen Vorbereitungen zu jedem Start laſſen aber vermuten, daß die Italiener gewillt ſind, nach dem Grand Prix in Paris auch den auf dem Nürburg⸗ Ring an ſich zu bringen. Varzi, Chiron und Moll trainieren ohne Unterlaß. Molls mit jeder Runde zu⸗ nehmende Sicherheit auf dem ihm bisher fremden Kurs tritt deutlich zu Tage. Chiron und Varzi brillteren als Kurventechniker. Nuvolari ſcheint mit ſeinem Maſe⸗ ratt noch nicht reſtlos zufrieden zu ſein. Er taucht nur für kurze Zeit auf der Bahn auf, um dann wieder bei den In⸗ genieuren und Monteuren zu halten. Noch ſchlimmer daran ſind Hartmann ⸗Budapeſt und Hamilton. Der Un⸗ gar baut ſtändig an ſeinem Bugatti, auch der Brite iſt noch im Begriff, ſeinen Maſerati rennreif zu machen. Der Samstag bringt um 14 Uhr die letzten Trainings⸗ möglichkeiten vor dem großen Kampf. Zu dieſem Zeitpunkt werden Mercedes-Benz und Auto⸗Union ihre Dispoſitio⸗ nen über die Beſetzung ihrer Fahrzeuge getroffen haben. 2 Mae s, on, 8 A N Gründung eines Turnvereins in Ilvesheim In Ilvesheim regte ſich ſchon eine geraume Zeit der Wunſch nach einem Turnverein. Jetzt endlich ſcheint diefer Gedanke Tatſoche werden zu wollen. Unter den In ter⸗ eſſenten fand eine Beſprechung ſtatt. Hierzu waren auch je ein Vertreter der beiden Turnvereine des benachbarten Seckenheim zugegen, die ihre Unterſtützung zur Förde⸗ rung des Gedankens der Deutſchen Turnerſchaft in Ilves⸗ heim zuſicherten. Es kam zur Bildung einer vorläufigen Kommiſſion, die die erſten Schritte und Arbeit zur Grundlage des Vorhabens unternehmen ſoll. Zu gleicher Zeit werden die Intereſſenten an die Einwohnerſchaft Ilpesheims werbend herantreten. Wenn dann die Vor⸗ arbeiten ſo weit gediehen ſind und das Einverſtändnis der zuſtändigen Behörden eingeholt iſt, wirs die Gründungs⸗ verſammlung einberufen werden. Hierzu ergeht noch be⸗ ſondere Einlaoͤung, welcher zahlreiche Folge zu leiſten die Einwohnerſchaft von Ilvesheim heute ſchon gebeten wird. Nr. 28 Silbendersrütſel. 5 blit— deln— deln— ge— ge— gei— gen— gen zan per hin 10 Nn d 2* 8 . laubs— le— le— ne— ne— ra— ſa— ſchäf— ſin— ſtau— ſtes— ta— ta— te— te— ten— ten Unſere Ratſelecke Kreuzworträtſel Bedeutun der einzelnen Wörter a] von R 8 rechts: 1 große eisbedeckte Inſel, 6 Zeitabſchnitt, 8 helles Feuer, 10 8— 11 Stadt in Armenien, 14 Grabſäule, 15 des, 17 europäfſcher Staat, 19 Haustier, 20 ſagen⸗ hafte Gründerin Karthagos, 21 Gewäſſer, 22 Don Juans Diener; von oben nach unten: 2 1 3 Teil des rs, 4 Regel, 5 Kurort im Isergebirge, 7 griechiſcher enheld, aui dt N 10 lettiſche Landſchaft, 12 grie ae Göttin, 13„ ſcher Be e 16 Lebensabſchnitt, 17 Schluß 18 Gewürzpflanze.. a die Schlußwörter in den dichte ur— ver— ver— wan— wei— win— ze— ze. Vorſtehende Silben ergeben, richtig aneinander⸗ eilen des folgenden 3, in dem ſich immer die erſten und dritten, und die zweiten und vierten Zeilen reimen.— Jeder Stri entſpricht einer Silbe. 8 9 Rätſelraten!— Geldverdienen! 15 den ſchönſten lagt uns mal die——— Helfen will ich euch und——, Wie man dieſes Übel——. Wer nicht aufgelegt zu—— Deprimert und 9 a Soll ein gutes Rätſel——: Lieber Leſer! Tu's und—— Ungemach wird ſchnell———, Man vergißt 0 die——— Und die Preiſe, die uns——, Wecken ungeahnte—.—. Darum ratet, trotz der——, Wer gewinnen will, muß—— Und die beſten——— Werden ſich in Geld Gefährlich. Du trittſt auf Eins, wo du auch ſeiſt, 9 Wald und Garten, wie am Meer; iſt zum Hausbau, wie du weißt, Ganz unentbehrlich von jeher.. 2 d ein t und So Faß ſelbſt 1515 kanaft bu Peſſ res tun?“ Im Meer, vom er kaum bedeckt 5 A fe ee au f 1 ſchreckt, inszwei. 4 ſee gehn; Zum Geleit! Jetzt, o 971 gib Obacht! Ergreiſe die Shanee beim 0 Schopfe Schütze 90 Müdigkeit vor, da dir der Eins fou entgeht. Zeigen Kollſt du dein Können und dreivier mit deut licher Handſchrift, Was du erraten haſt, auf eine Poſtkarte gleich. Ob zwei Neugier, zwei Ehrgeiz, zwei Liebe zum Denen und Raten W 1 aber tu's! Glaub' mir, der Eins we Wenn zwei allen den vielen, den Tauſenden, du daum erwählt wirſt, 5 Wenn du 11 eivier erhülſt, daß du den Eins der errangſt———, 28 a Drei des Entzückens entquillt deinen jubeln⸗ en Lippen, Und du ſegneſt den Tag, da du das Ganze gelöſt. Auflöſungen aus voriger Nummer: Kreuzworträtſel: a) 1 Zinnowitz, 6 Lido, 7 Lein, 9 Nonne, 13 Weſer, 15 Erker, 17 Nil, 18 Laura, 21 Kappe, 24 Otter, 26 Leib, 27 Sieb, 28 Ruebezahl;— b) 1 Ziege, 2 Norne, 3 Omen, 4 Iller, 5 Zille, 8 Ewald, 10 Ornat, in Nelke, 12 Trier, 14 Sau, 16 Kap, 19 Adler, 20 Robbe, 2 Aroſa, 23 Pudel, 25 Tube. Silben versrätſel: Lebenskunſt. Wer wollte nicht im Sommer mal verreiſen?/ Wer ſehnt ſich nicht nach Wald und grüner 2 7 Wer wollte nicht aus alt⸗ ewohnten Gleiſen Einmal hinaus in Freih it und atur?/ Ein jeder will's, doch wer wird's ee können/ In unſrer Zeit der wirtſchaftlichen Not?/ dabei iſt es manchem ſehr zu gönnen,/ Daß er vergißt den 1 ums liebe Brot./ Doch wer's nicht kann, ſoll darum n 75 verzagen,/ Wenn andre Leute an die Nord⸗ Mit Kind und Kegel zieht an heißen Tagen/ Er an den Wannſee, denn da iſt's auch ſchön./ Und langt es ſelbſt bei ſchönſtem Sommerwetter/ Nicht mal zu ſolcher Wannſeeexkurſion,/ So trinkt er mit der Baſe und dem Vetter/ Sein Täßchen Kaffee froh auf dem Balkon Sommerliebe: Strandkorb. 1. ri 7 o gehe Nene Ver⸗ ung, Za e. e Han 1 man Kohlen an mit Zangen; die gezährlichen Gee ſind mit Vorſicht anzufungen. Samstag, 14. Juli 1934 Schluchseewerk AG. Freiburg Die Geſellſchaft legt ihren Bericht für das. das 5. der Geſellſchaft, vor. Der b 0 Werkes wurde am 1. Juli 1933 aufgenommen. Die in der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung für 1939 ausgewieſenen Beträge für die Aufwendungen und Erträge beziehen ſich daher nur auf das zweite Halbjahr 1933. In der Zeit vom 1. Jult 1933 bis Jahresſchluß wurden insgeſamt 58 276 351 kWh. erzeugt. Der Bruttoertrag ſtellte ſich auf 1863 909 A. Löhne und Gehälter beanſpruchten 99 387, ſoziale Abgaben 5477, Zuweiſung zum Tilgungsfonds 35 000, an den Abſchreibungs⸗ und Erneuerungsfonds 168 983, an den Unterſtützungsfonds 14 000, Abſchreibungen auf Inventar 25 420, dto. auf Diſagio der Schweizerfran⸗ kenanleihe 95 000 J, ſonſtige Abſchreibungen 11 000., Anlagen und ſonſtige 834 486 /, Beſitzſteuern 86014 /, alle ſonſtigen Aufwendungen 186 139 /. Danach ergibt ſich ein Reingewinn von 303 000 /, aus dem erſtmals 4 v. H. Dividende p. r. t. für ein halbes Jahr verteilt wird. 22 150% gehen an die Reſerve, 85 000„ werden vor⸗ getragen. Zur Bilanz iſt u. a. zu bemerken, daß das in der vorherigen Vermögensaufſtellung auf der Aktipſeite auf⸗ geführte Konto„Im Bau befindliche Anlagen“ aufgehoben wurde, dafür erſcheint diesmal das Konto Betriebsanlagen mit 67 799 264(i. V. im Bau befindliche Anlagen 66 381 987%). Die Schweizerfrankenanleihe von 35 Mill. Scr. ermäßigt ſich um eine Tilgungsrate von 549 000 Ser., Baudarlehen von Aktionären haben ſich bis zur Beendi⸗ gung der Bauarbeiten auf 28 610 092/ erhöht(i. V. 25 900 867). Die ſonſtigen Baudarlehen in Höhe von 2 601 307„(i. V. wohl„ſonſtige Gläubiger“ 2 628 029) betrifft das vom Landesarbeitsamt für Südweſtdeutſchland zur Ausführung von Notſtandsarbeiten beim Bau des Schluchſeewerkes gegebene Darlehen. Die GV. am 11. Juli erledigte die Regularien. * Deutſche Glasverſicherungs⸗Ach, Köln. Die Deutſche Glasverſicherungs⸗Ach hat im Jahre 1939 einen Gewinn von 142 610(297 849)/ erzielt. Forderungen an die Ak⸗ tionäre für noch nicht eingezahltes An werden in der Bilanz mit 0,75(unv.) Mill./ aufgeführt. Hypotheken und Grundſchuldforderungen ſtehen mit 0,30(0,25), Gut⸗ haben bei Banken mit 0,27(0,29), Wertpapiere mit 0,18 (0,23) Mill.„ zu Buch. Dagegen beträgt das Act 10 (unv.), der Reſervefönds 0,12(0,09) Mill. J. Prämien⸗ überträge werden mit 0,44(0,43) und die Schadensreſerve mit 0,15(0,14) Mill./ ausgewieſen. 60 v. H. Umſatzſteigerung bei der Eſchebach⸗Werke Ah in Radeberg. Berlin, 14. Juli.(Eig. Dr.) In der HV der Geſellſchaft, die den Abſchluß für 1983 genehmigte, teilte die Verwaltung mit, daß die Belebung in faſt allen Abteilungen angehalten habe. Der Umſatz im erſten Halb⸗ jahr 1934 betrage nahezu 60 v.., über dem des gleichen Vorjahreszeitraumes. * Gewinnabſchluß der Oberſtein⸗Idarer Elektrizitäts⸗ Ach, Idar⸗Oberſtein. Die Geſellſchaft hat in dem am 80. Juni 1933 beendeten Geſchäftsjahr einen Gewinn von 65 588% erzielt. Im Vorjahr war u. a. zur Deckung des Verluſtes von 349 880/ das AK von 3,30 auf 2,0 Mill. Mark herabgeſetzt worden. In der Bilanz des Unter⸗ nehmens, deſſen Aktienmehrheit ſich im Beſitz des RWef— Warenforderungen mit 0,15 und andererſeits Wertberich⸗ tigungspoſten mit 2,96, Verbindlichkeiten gegenüber ab⸗ hängigen und Köonzerngeſellſchaften mit 1,50 Mill. I. Ein Vergleich mit vorjährigen Bilanzziſſern iſt wegen anderer Bilanzierung nicht möglich. * Schultheiß⸗Patzenhofer Brauerei⸗Ach, Berlin.— Nord⸗ hefe⸗Beteiligung reſtlos abgeſtoßen. Die Geſellſchaft hat im März d. J. im Zuge ihres Programms, die weſens⸗ fremden Beteiligungen abzuſtoßen, ihre Beteiligung an der Norddeutſche Hefe⸗Induſtrie Ach, Berlin, verkauft bzw. in Option gegeben. Die Verwaltung der Schultheiß⸗ Patzenhofſer Brauerei⸗AG, Berlin, teilt mit, daß das Op⸗ tionsrecht nunmehr ausgeübt worden iſt, ſo daß damit der geſamte Beſitz der Geſellſchaft an Norddeutſche Hefe⸗Aktien abgeſtoßen iſt. Käufer des Aktienpakets iſt eine Gruppe, die von dem Bankhaus Joſef Friſch, Stuttgart, und der Sſtddeutſche Treuhand⸗Geſellſchaft Ac), München, geführt wird. Es iſt beabſichtigt, die Aktien zu gegebener Zeit an der Berliner Börſe einzuführen. Deuische Baum wollspinnerei und Weberei im Monai Juni Im Monat Juni hat die gute Beſchäftigung in der Baumwollſpinnerei angehalten, der Abruf auf laufende Kontrakte blieb unverändert lebhaft. Bei den Baumwoll⸗ webereien hat die ſchon in früheren Monaten gemeldete ſtarke Beſchäftigung angeholten. Die Nachfrage war außer⸗ ordentlich lebhaft und überſtieg zum Teil die durch den normalen Bedarf gegebenen Grenzen. Es wurden vielſoch große Abſchlüſſe unter dem Vorbehalt genügender Deviſen⸗ zuteilung bis zum Jahresende getätigt. Die Rohweberei Hürfte bis weit ins vierte Qnartal ausverkauft ſein. Da⸗ gegen liegen die Verhältniſſe bei buntgewebten Artikeln und ausgerüſteten Geweben ſehr verſchieden. Die Aus⸗ Jands konkurrenz machte ſich auf dem inländiſchen Markt wieder weniger bemerkbar, andererſeits ſind auch die Aus⸗ fuhrmöglichkeiten der deutſchen Baumwollweberei immer ungünſtiger geworden. der Neuen Mannheimer Zeitung HANp LS o WIR TSCHAFITS-zZHTrU NG Mittag-Ausgabe Nr. 317 Süddeufschland schneidef Sommergersſe Steigende Exporischeinpreise/ Reichliches Welzenangeboi am Oberrhein Der Roggenschnifi schreiſei voran Mannheim, 12. Juli. Da Ameriko ſeine Offerten in Chicago um 5,50 und Kanada die ſeinen in Winnipeg um 6,50 Dollorcents er⸗ höhte, ſind auch die hierhergelegten Cif⸗Offerten in Gulden von geſtern guf heute auf 25—30 Guldencents, per 100 Kg. geſtiegen. Auch für Plata⸗Weizen wurden vorübergehend etwas höhere Notierungen genannt. Der Oberrhein bot jedoch gegenüber dieſen erhöhten Preiſen ein vollſtändig ruhiges Bild. Nachdem zu Ende der Vorwoche noch einige kleine Partien Manitoba⸗Weizen hierher gehandelt worden waren, ging dieſe Woche faſt vollſtändig ohne größere Ab⸗ ſchlüſſe vorüber. Gefordert wurden für die 100 Kg. Ma⸗ nitoba 1, hard, Atlantic, 5,35—5, 42 hfl.(vorher noch 5,10 hfl.), cif Mannheim; ferner eif Rotterdam für Ma⸗ nitoba 1, Atlantic, nach etwa 5,00 auf Juli⸗Abladung 5,20 bis 5, hfl., für Manitoba 1, hard, Pacific, ſeeſchwimmend, 5,2, für Manitoba 1, Pacific, ſeeſchwimmend, 4,75 hfl. Die Forderungen für Amber Durum 1, Canada Weſtern, Juli⸗Abladung, ſtellten ſich auf 5,5 hfl., eif Rotterdam, nachdem am Mittwochabend mit etwa 5,15 hfl. anzukommen war. Von argentiniſchem Weizen koſteten 80 Kg. ſchwerer Bahia Blanca⸗Weizen 3,60, Baruſſo 3,55 und Roſafs gleich⸗ falls 3,55 hfl., ſeeſchwimmend oder Juli⸗Abladung, cif Rotterdam. Export⸗Scheine hatten feſte Haltung; die Forde⸗ rungen dafür ſind von Mittwoch ab faſt ſprunghaft ge⸗ ſtiegen. Heute nonnte man Weizen⸗Exportſcheine per Juli mit 191—191,50 4 bez. Das Angebot in dieſen Scheinen iſt ſehr klein geworden. Deutſcher Weizen wurde ebenfalls nur in klei⸗ nen Poſten umgeſetzt. Aus den ſchleſiſchen und bayeriſchen Notſtandsgebieten lagen zahlreiche! vor. Schle⸗ ſiſcher Weizen, 778 Kilo Hektoliter⸗Gewicht, koſtete ſee⸗ ſchwimmend— dieſe Ware geht über Stettin nach Rotter⸗ dam und rheinaufwärts nach Mannheim 21, eif Mannheim, per Juli⸗Abladung 20,90 /, eif Mannheim. Für bayeriſch⸗fränkiſchen Weizen aus dem Notſtoandsgebiet, 76—77 Kilo Hektoliter⸗Gewicht, lag Angebot waggonfrei Mannheim mit 21,10/ vor. Für mitteldeutſchen Sachſen⸗ Sgale⸗Pommern⸗Weizen, 77— 78 Kilo, ſtellten ſich die For⸗ derungen unterſchieolich. Sachſen⸗Sagale⸗Weizen wurde per Juli mit 21,20/ zuzüglich 2,00/ Abaabegebühr, an⸗ geboten. Pommern⸗Meckl.⸗Holſt.⸗Weizen koſtete per Juli .,10 J, mittelotſch.⸗Sochſen⸗Saale⸗Weizen per Juli 21,15 Mark, Pomm.⸗Weizen per Juli ebenfalls 21,15 J, zuzüg⸗ lich RfG⸗Abgabe, eif Mannheim, Kaſſa Ankunft. Roggen wurde je nach Gegend in alten Beſtänden zu verſchiedenen Preiſen offeriert. Für rheinſchwimmen⸗ den Roggen, 78—74 Kilo, wurden 17,95, ceif Monnheim, Kaſſa Ankunft, gefordert, für desgl. loko Mannheim ſtell⸗ ten ſich die Forderungen auf 18,15 4. In benachbarten Bezirken ſoll die Rſch bereits mit 17,70 4 direkt an die Mühlen verkauft hoben. Eine nennenswerte Aufnohme⸗ neigung für Roggen war nicht ſeſtzuſtellen. Der Roggen⸗ ſchnitt in Süddeutſchland hat ſchon erhebliche Fortſchritte gemacht. Roggen ⸗ Scheine haben von der Feſtigkeit der„ profitiert und koſteten jetzt 128 bis 128,50 l. Am Hafermarkt iſt hier Angebot von irgend wel⸗ chem Umfang nicht eingegangen. Abchlüſſe wurden infolge⸗ deſſen gleichfalls nicht bekannt. Die für nordoͤdeutſchen Ha⸗ fer in Betracht kommenden Preiſe laſſen hier keine Rech⸗ nung. Am Gerſten markt dürfte eine nennenswerte Um⸗ ſatztätigkeit erſt nach Bekanntwerden der neuen Ausfüh⸗ rungsbeſtimmungen des Getreidegrundgeſetzes erfolgen. Es wurde wieder neue ſüddeutſche Wintergerſte bemuſtert, aber irgend welche größeren Abſchlüſſe ſind nicht erfolgt. Die vorgezeigte Ware erweiſt ſich als ſehr ſchön in der Farbe und dünnſchalig. Sie iſt aber größtenteils als not⸗ reif zu bezeichnen. Für 61—62 Kg. neue norddeutſche Wintergerſte(Induſtriegerſte) lagen Angebote zu 18,25, eif Mannheim, Kaſſa gegen Dokumente, vor. Zweizeilige ſüddeutſche Wintergerſte wurde ab Bayern zu etwa 18,50 20,50 4, per 100 Kg., franko badiſcher Station, angeboten. In Baden und in der Pfalz hat nunmehr auch der Schnitt von Sommergerſte k bereits eingeſetzt. Für Mais zeigte ſich einige Nachfrage auf der Baſis von 19,65 /, Juli⸗Lieferung, die 100 Kg., mit Sack, franko Mannheim. Im Cif⸗Geſchäft wurde gelber Plata⸗Mais mit 3,25 hfl., eif Rotterdam, bzw. 3,60 hfl., eif Oberrhein, Kaſſa bei Ankunft, angeboten. Die Lage am Mehlmarkt war durch ruhiges Be⸗ darfsgeſchäft gekennzeichnet. Eine Belebung dieſes Morkt⸗ gebietes war ſeit Wochenfriſt nicht zu verzeichnen. weil Käufer wie Verkäufer die Neuregelung für das Getreide neuer Ernte abwarten. Es ſind deshalb auch ſelbſt für Roggenmehl zur Zeit kaum Intereſſenten am Markte. Die jetzigen Feſtpreiſe für Roggen haben nur bis zum 15. Juli Geltung. Am Futtermittelmarkt wirkte ſich gleichfalls der Umſtand aus, daß neben Getreide und Mehl auch die Müllereiabfollprodukte im neuen Erntejahr in den Kreis der Fürſorge der Reichsregierung mit einbezogen werden. Für Kleien und Futtermehle beſtond gute Nachfrage und die Forderungen der erſten Hand haben ſich erhöht. Sie lauteten für feine Weizenkleie auf 11,75 für grobe auf 12,25 und für Weizenfuttermehl auf 13—13,25 2 per 100 Kg Fitr ölchaltige Futtermittel iſt das erſthändige Die deuische Maschinenindusirie im Juni Vom Verein Deutſcher Maſchinenbau⸗Anſtalten, dem Spitzenverband der deutſchen Maſchineninduſtrie, wird dem D mitgeteilt: Der Geſamtwert der im Juni vorliegen- den Aufträge liegt über den Auftragseingangswerten in den erſten Monaten dieſes Jahres, ſo daß ex auch im Juni die Neueinſtellung mehrerer tauſend Arbeitsloſer er⸗ möglichte bei gleichzeitiger Erhöhung der Arbeitszeit in den Werkſtätten. Der Beſchäftigungsgrad des Maſchinen⸗ baues ſtieg auf 58 v. H. der Normalbeſchäftigung. Ein Rückblick auf das nun abgelaufene erſte Halbjahr 1934 zeigt eine Zunahme des Wertes der eingegangenen Ge⸗ . gegenüber dem erſten Halbjahr 1933 um etwa v. H. — Die deuische Roheisengewinnung im Juni Die Roheiſengewinnung im deutſchen Zollgebiet betrug im Juni bei 30 Arbeitstagen 717 721 To. gegen 737 215 To. im Mai(31 Arbeitstageſ. Arbeitstäglich wurden 23 924 (23781) To. erblaſen. Auf Süddeutſchland entſiel eine Ge⸗ winnung von 21314(21.964) To. gegenüber 18 069 To. im Juni 1939 bei ebenfalls 30 Arbeitstagen. 5 Im erſten Halbjahr 1934 betrug die Roheiſengewinnung im deutſchen Zollgebiet 3 895 636 To. gegen 2381 142 To. im leichen Zeitraum 1933. Arbeitstäglich wurden im Durch⸗ ſchuftt im 1. Vierteljahr 21 523 To. erblaſen gegen 18 155 i.., d. h. 63,6 v. H. mehr. Im Juni 1934 waren von 148(Juni d. V. 157) vorhan⸗ denen Hochöfen 66(44) in Betrieb und 20(37) gedämpft. 1 5 Der Nuhrkohlenabsaß im Juni Nach Mitteilung des Rheiniſch⸗Weſtfäliſchen Kohleu⸗ Syndikats belief ſich der Geſamtabſatz für Rechnung des Syndikats von den Ruhrzechen nach den vorläufigen Er⸗ mittlungen im Juni auf arbeitstäglich 188 000 To. gegen 108 000 To. im Vormonat; die Geſamtabſatzmenge des Be⸗ richtsmonats war etwas höher als die des Vormonats, in dem die Zahl der Arbeitstage niedriger war.— Die Ver⸗ 155 minderung iſt bedingt durch den jahreszeitlichen Rückgang des Abſatzes im unbeſtrittenen Gebiet, der von arbeits⸗ täglich 105 000 To. im Mai auf 94 000 To. im Juni ſank. Der Abſatz in das beſtrittene Gebiet konnte ſich gut be⸗ haupten; gegen arbeitstäglich 93 000 To. im Mai ſtellte er ſich auf 94000 To, im Juni.. Einſchließlich der Aachener Zechen belief ſich der Geſamt⸗ abſatz für Rechnung des Syndikats im Juni auf arbeits⸗ täglich 205000 T. gegen 215 000 To. im Vormonat.— Die Lagerbeſtände auf den Zechen des Ruhrreviers haben ſich im ganzen kaum verändert, die Beſtände an Kohle haben im Juni etwas zugenommen, während ſich die Koksbeſtände etwas verringert haben. 8 Ins fiſuſ für Deuischewirischaflspropaganda Der Landesbezirk X des Inſtituts für Deutſche Wirt⸗ ſchaftspropaganda e.., der die Bezirke Baden, Pfalz und Württemberg umfaßt, veranſtaltete im erſten Halbjahr 1934 insgeſamt neun Braune Meſſen— Deutſche Wochen. Da⸗ von entfielen vier auf Baden(Pforzheim, Mannheim, Heidelberg und Freiburg), fünf auf Württemberg(Heiden⸗ heim, Reutlingen, Stuttgart, Schwäb. Gmünd, Geislingen), Beſucht wurden dieſe Meſſen von rd. 260 000 Perſonen. Ziffernmäßig ſteht Mannheim mit der Beſucher⸗ zahl an der Spitze, relativ war dieſe in Reutlingen am größten, denn dort überſtieg die Zahl der Beſucher die der Einwohner um rd. 8000. Die Braunen Meſſen waren von 1438 Ausſtellern beſchickt, wovon den größten Teil die örtlichen Wirtſchaftskretſe ſtellten. Firmen, die außerhalb des Landesbezirks liegen, haben nur einen verſchwindend insgeſ. 80 000& erteilt, die Landesdienſtſtelle für 24 300 4. insgeſamt 80 000/ erteilt, die Landesſtelle für 24 300 L. Die Anzahl der von den Meſſeleitungen benötigten Tage⸗ werke betrug rd. 6500, die der dadurch beſchäftigten Per⸗ ſonen etwa 400. Die Ausſteller benötigten rd. 35 000 Tage⸗ werke mit 2200 Perſonen. Der Umſatz der neun Meſſen beträgt nach ſorgfältigen Erhebungen über 1 Mill. 4. Be⸗ ſonders günſtig ſchnitt hierbei die Automobilinduſtrie ab. Man darf daher aus dem Ergebnis den Schluß ziehen, daß die Braunen Meſſen— Deutſchen Wochen ihre Aufgabe, abſatzförernd und arbeitsbeſchaffend zu wirken, erfüllt haben. Am 1. Oktober 1934 wird das Inſtitut für Deutſche Wirtſchaftspropaganda neuorganiſiert werden. Statt der bisherigen 10 Landesbezirke werden nur noch 4 Landesbe⸗ zirke gebildet. Der bisherige Landesbezirk X wird unter Leitung des Landesbeauftragten Robert Rützler Landes⸗ bezirk II, umfaſſend die Gebiete Baden, Pfalz, Rheinpro⸗ vinz, Heſſen⸗Darmſtadt, Heſſen⸗Naſſau, Weſtfalen und ſpä⸗ terhin das Saargebiet. 8 5 5 25 Der alte Landesbezirk X und der neugeſtaltete Landes⸗ bezirk II haben bereits die Vorbereitungen für die Durch⸗ führung von Braunen Meſſen— Deutſchen Wochen im zweiten Halbjahr 1984 ſowie für das Jahr 1935 getroffen. Angebot klein, Umſätze erfolgten zu Richtpreiſen. Bier⸗ treber und Malzkeime, ebenſo Heu, lagen ſehr feſt. Malz⸗ keime konnten ihre amtliche Notiz von bisher 13,50 bis 14,00 auf 14,00 15,00„ und Biertreber, mit Sack, die ihre von 15,00—15,50 auf 15,50— 16,00 J, je 100 Kg., frei Mann⸗ heim, verbeſſern. Georg Haller Verbindliche Dreschsäße in Baden für die Ernie 1934 Die Landesbauernſchaft Baden teilt mit: Für das Erntejahr 1934/35 gelten folgende Mindeſtpreiſe: Hallendreſch: Klaſſe 1 mit Binder, Gebläſe, Trommeldurchmeſſer von 20 Zoll an aufwärts 25 Pfg. für 1 Minute, Klaſſe II mit Binder, Gebläſe, Trommeldurch⸗ meſſer unter 20 bis 18 Zoll abwärts 20 Pfg. für 1 Minute, Klaſſe III ohne Binder, Trommeldurchmeſſer unter 20—47 Zoll 15 Pfg. Obige Sätze verſtehen ſich einſchl. Bindegarn und drei Mann Bedienung. Verpflegung der Bedienungsmann⸗ ſchaft iſt Sache des Dreſchmaſchinenbeſitzers. Scheunendreſch: Klaſſe J Trommeldurchmeſſer von 20 Zoll aufwärts.50/ für 1 Dreſchſtunde, Klaſſe UI Trommeldurchmeſſer unter 20—18 Zoll abwärts.50, für 1 Dreſchſtunde, Klaſſe III Trommeldurchmeſſer unter 18 Zoll 6/ für 1 Dreſchſtunde. Obige Sätze verſtehen ſich ohne Brennſtoff, jedoch ein⸗ ſchließlich aller Abgaben für drei Mann Bedienung. Die Verpflegung der Bedienung hat durch den Bauern zu er⸗ folgen. Bei Maſchinenbedienung durch Motor und Trak⸗ tor erhöhen ſich obige Preiſe unter gleichen Bedingungen für Klaſſe 1 Trommeldurchmeſſer wie vorſtehend 10 I, Klaſſe II 9 J, Klaſſe III.50 l. Dieſe Preiſe ſind maßgebend für alle Lohndreſcher. Dreſchgenoſſenſchaften dürfen für Nichtgenoſſen die Lohn⸗ dreſcherei nicht ausüben, ſofern im Umkreis von 15 Km. ein Lohndreſcher anſäſſig iſt. Ich erkläre hiermit die vor⸗ ſtehenden Sätze für verbindlich. 225 Jahre Johann Maria Farina gegenüber dem Jü⸗ lichs⸗Platz. Mitte Juli dieſes Johres begeht die älteſte beſtehende Kölniſch⸗Waſſer⸗Fabrik„Johann Mario Farina gegenüber dem„Jülichs⸗Platz“, die 1709 in Köln am Rhein gegründet wurde, das 225jährige Jubiläum als Familien⸗ unternehmen. Eine Seltenheit liegt darin, daß in dieſer Firma während des 18. Jahrhunderts zeitweiſe ſechs ver⸗ ſchiedene Geſchäftszweige vereinigt waren, und zwar ein offenes Ladengeſchäft, ein Speditionsgeſchäſt, ein Kommiſ⸗ ſionsgeſchäft, ein Wechſelgeſchäft, eine Schokoladenfabrik und eine Kölniſch⸗Waſſer⸗Fabrik. Letztere hat bis etwa 1800 alls anderen Geſchäftszweige nach und nach verdrängt. Reger Gewerbefleiß haben aus kleinſten Anfängen einen Betrieb çeſchaſſen, deſſen Erzeugniſſe in der ganzen Welt bekannt ſind. Zum Vertrieb ihrer Artikel im Auslande unterhält die Firmo„Forina gegenüber“ in den wichtigſten Ländern der Welt Abfüllſtationen. Frankfurfer Abendbörse freundlich Zwar war die Umſatztätigkeit an der Abendbörſe ſehr klein, und nur auf wenige Spezialpapiere beſchränkt, doch herrſchte in Erwartung der heutigen Regierungserklärung eine durchaus zuverſichtliche und freundliche Stimmung. Hier und da erfolgten ſeitens der Kuliſſe kleine Meinungs⸗ käufe, zumal auch von der Kundſchaft in zwar nur kleinem Umfange Kauforders vorlagen. Beachtet waren einige Montanwerte, daneben Farbeninduſtrie. Renten lagen wei⸗ ter ſehr ſtill, außer Kommunalumſchuldung, in denen zum Mittagsſchlußkurs noch beachtliche Umſätze getätigt wurden. Sonſt nannte man die letzten Kurſe gut behauptet. Im Verlaufe waren nennenswerte Umſätze und auch Kuürs veränderungen nicht mehr zu verzeichnen. Die zuver⸗ ſichtliche Haltung hielt an. Die Börſe ſchloß in freundlicher Tendenz und die Schlußkurſe lagen vielſach 74% v. H. über denen von Berlin. Am Rentenmarkt konnten ſich Alt⸗ beſitzanleihe nicht ganz behaupten. Von fremden Werten blieben Schweizer Bundesbahnanleihen auf dem ſtark er⸗ höhten Niveau von heute mittag gut gehalten. 4proz. 175,75, 3,5proz. 165. An der Nachbörſe gelten Farben 149% bis 150%, Altbeſitz 95,25 Brief. U. a. notierten: Altbeſitz 95, 5, Commerz 58,25, DD⸗Bank 62,50, Dresdner 65,25, Reichs⸗ bank 155, Rhein. Hyp. 107,5, Gelſenkirchen 60, Harpener 106, Mannesmann 65, Laurahütte 184,5, Elektr. Licht u. Kraft 109, Rhein. Elektr. Mannheim 101,5. —— OSondererlaß der Deviſenbewirtſchaſtungsſtelle. Ber⸗ lin, 14. Juli.(Eig. Dr.) Die Reichsſtelle für Deviſen⸗ bewirtſchaftung hat angeordnet, daß nunmehr Einzohkungen auf die Sonderkonten auch dann genehmigt werden können, wenn im gleichen Monat noch keine Bezahlungen auf Grund der Deviſenkontingente geleiſtet worden ſind. Rückſicht dorauf, daß für den Warenbezug aus Ländern, mit deren Notenbanken die Reichsbank ein Verrechnungs⸗ abkommen abgeſchloſſen hat, Deviſen nicht in Anſpruch ge⸗ nommen wurden, iſt weiterhin angeordnet, daß u Zah⸗ lungen nach dieſen Ländern die allgemeinen Deviſen⸗ geneßmigungen bis zu 50 v. H. des Grundbetrages aus⸗ genntt werden dürfen. * Armaturen⸗ und Maſchinenfabrik Ac vorm. J. A. Hilpert, Nürnberg. Die HV genehmigte den Abſchluß für 9 und beſchloß, den Jahresverluſt zuzüglich des Verluft⸗ vortrags von 88 414/ mit insgeſamt 205 932/ auf neue Rechnung zu übernehmen. An Stelle des aus dem AR aus Geſundheitsrückſichten ausgeſchiedenen Kommerzienrat Max Scheyer⸗Nürnberg wurde Reinhold Frhr. v. Ot ⸗ dingshauſen⸗ Nürnberg gewählt. Der Auftragsein⸗ gong hat in den erſten Monaten des laufenden Geſchäfts⸗ jahres eine weſentliche Steigerung erfahren Vermeidung von Härten für Mehlhändler. Frank⸗ furt a.., 13. Juli.(Eig. Dr.) Nach Mitteilung des Vorſtandes der Wirtſchaftlichen Vereinigung der Roggen⸗ und Weizenmühlen und des Beauftragten des Reichswirt⸗ ſchaftsminiſters bei der W. V. kann bis zur Inkraftſetzung des Bäckerſchlußſcheins das Zahlungsziel, das nach dem Reichsmühlenſchlußſchein nur 14 Tage beträgt, auf 40 Tage ausgedehnt werden, jedoch ſind dann für die über 14 Tage hinausgehende Zeit Zinſen zum Selbſtkoſtenpreis, minde⸗ ſtens aber 1 v. H. über Reichsbankdiskont zu berechnen. Dieſe Regelung wird dadurch veranlaßt, daß in einzelnen Fällen große Härten für Mehlhändler durch das verzögerte Inkrafttreten des Bäckerſchlußſcheins entſtehen können. 7 Waren und Märkfe * Wormſer Getreidegroßmarkt vom 13. Juli. Amtlich notierten: Weizen Feſtpreisgebiet 10 20,70, excel. Abgehe für Rich, Roggen Feſtpreisgeßtet 8 17%% exll. Rich Beides ohne Angebot. Haier ohne Angebot; Gerſte o.., in neuer Ernte liegen Muſter vor, ohne a finden. Weizen⸗ und Ro ſenmehle Fra gen. Weizenf er⸗ und ⸗nachmehle 12,75—17; R futter⸗- und ⸗nachmehle 13,7517; Weizens leie grob 12, f 11,60; Roggenkleie 12,50—13; Biertreber 1717,50; Malz⸗ keime 1516,50; Kohlreps Feſtpreis 80; Erdnußkuchen 17,80; Sojaſchrot Feſtypreis 16,0 ab Mannheim; Trockenſchnitzel o..; Kartoffeln weiße und rote 6,20; Luzernheu loſe 6,00, gebündelt 6,20; Wieſenheu loſe 5,50(Heu per 50 Kilo); Stroh, Roggen⸗Weizen⸗Gerſte⸗Heſer bindſadengepreßt und drahtgepreßt 2,0% 4. Stimmung ſtetig. * Obſtgroßmärkte. Lambsheim: Geſchüft rege, ſtarke Nachfrage, großer Umſatz, flotter Abſatz. Aepfel 7 bis 17; Birnen 12—13; Pfloumen 15—18; Zwetſchgen 14 bis 18; Aprikoſen 20—25; Johannisbeeren—9; Stachel⸗ beeren—12; Bohnen 10—13; Gurken 10— 12, Zwiebeln 5 1 je Ztr.— Max orf: Anfuhr ca. 300 Ztr. Abſatz und Nachfrage ſehr gut. Erbſen 14; Bohnen 10—12; Weiß⸗ kraut—6; Wirſing 12—13; Karotten—5; Gurken pro 100 Stück 140—150, pro Ztr.—10; Tomaten 18—20; Blumenkohl 1. S. 14—18, 2. S.—8; Rettich—3; Salot —7 Pfg.— Ellerſtadt: Kirſchen 15—17; Johannis⸗ beeren 10—11; Pfirſiche 14—24; Mirabellen 15—20; Pflau⸗ men 10—14; Zwetſchgen 16—20; Aepfel—14; Bohnen 10—12 Pfg. * Obſtmärkte. Bühl t..: Heidelbeeren 22—24; Jo⸗ hannisbeeren 8; Himbeeren 25—27; Stachelbeeren 12—14; Pfirſiche 18—25; Flotto 20—22; Pflaumen 18—23; Birnen —20; Aepfel 10—20 Pfg. Oberkirch: Kirſchen—12; Pflaumen 15—24; Zwetſchgen 20—24; Aepfel—18; Birnen 10—18; Pfirſiche 1880; Johannisbeeren 11—12; Heidel⸗ beeren 20—22; Himbeeren 22—26; Bohnen 12—18; Gurken pro Stück 20 Pfg. Weinheim: Anfuhr 700 Ztr. Nach⸗ frage gut. Pfirſiche 1. S. 17—23, 2. S. 11—16; Birnen 1. S. 13—15, 2. S.—12; Aepfel—16; Pflaumen 1118; Zwetſchgen 19—23; Spillinge 14—18; Mirabellen 10—18; Stachelbeeren—11; Aprikeſen 23—30; Türkiſche Kirſchen 10—13; Sauerkirſchen—12; Johannisbeeren 10—12; Boh⸗ nen 10—17; Reineclauden—12 Pfg. Neuſtadt a. d..: Bei ſehr großer Nachfrage geringe Anfuhr. Aepfel 10 bis 16; Aprikoſen 18—26; Birnen—16; Heidelbeeren Johannisbeeren 10—12; Stachelbeeren—11; Kirſchen 9 bis 14; Mirabellen 18—23; Pfirſiche 10—22; Pflaumen 10—16; Bohnen 16 Pfg.— Handſchuhs heim: Sehr gute Nachfrage in Pflaumen und Kirſchen, Bohnen im Preiſe gefallen. Kirſchen—14; Himbeeren 22—24, Johan⸗ nisbeeren 10—13; Stachelbeeren 10—15; Aprikoſen 2228; Pfirſiche 16—26 und 1015; Pflaumen 13—19; Spillinge 15 bis 20; Birnen 13—18 und—12; Mirabellen 16-21; türk. Kirſchen 14—16, Aepfel 10—44 und—9; Reineclauden 15 bis 18; Lützelſ. Zwetſchgen 20—22; Tomaten 1719; Buſch⸗ bohnen 10—12; Stangenbohnen 14—17; Blumenkohl 15; Kopfſalat—6 Endivienſalat—6; Gurken 20—25 Pfg. Weiſenheim am Sand: Anfuhr 370 Ztr. Johan⸗ nisbeeren—11; Stachelbeeren—15; Pfirſiche 1023; Aprikoſen 15—25; Aepfel 12—17; Birnen 10—14; Zwetſchgen 15.22; Pflaumen 12—16; Bohnen 14—16 Pfg. Ferkelmarkt. Bruchſal: Aufuhr 105 Milch⸗ ſchweine, 57 Läufer. Preiſe je Paar Milchſchweine 1623 Läufer 30—45, Verkauft 70 Milchſchweine, 40 Läufer.— Wiesloch: Zufuhr 82 Milchſchweine und 48 Läufer. Milchſchweine je Paar 20—25, Läufer 28—45 /. Verkauft wurden 90 Stück.— Frankenthal: Zufuhr 21 Stück. Preis je Stück—40 l. N Uebersee-Gefreide-Noſierungen Neuyork, 18. Juli.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per 257 Buſhel, Lokopreiſe) Weizen roter Sommer⸗Winter Nr. 2 90767 dto. hard 9958; Roggen Nr. 2 fob Neuyork 67; Gerſte Malting 65,75; dito. Feeding 70,5; Mehl und Fracht unv. Chikago, 18. Juli.(Eig. Dr.) Schluß lin Cents per Buſhel, Terminpreiſe) Weizen(feſt) per Juli 9698; Sept. 97%, Dez. 997; Mais(feſt) Juli 5976; Sept. 605 Dez. 61,75, Hafer(ſtetig) Juli 44,50; Sept. 45%) Dez. 48, Rog⸗ gen(feſt! Juli 69,75, Sept. 70,50; Dez. 72,25.— Loko⸗ preiſe: Weizen roter Winter⸗Sommer Nr. 2 97; dito. hard 97; dto. gemiſchter 95; Mais gelber Nr. 2 62; dty. weißer 657 Hafer weißer Nr. 2 47, Gerſte Malting unverändert. Winnipeg, 13. Juli.(Eig. Dr.) Schluß(Tendenz feſt) Weizen per Juli 81,50; Okt. 8396; Dez. 846, Hafer per Juli 39,25; Okt. 38,75; Dez. 3858; Roggen per Juli 587; Okt. 5976; Dez. 69,75; Gerſte per Juli 4575, Okt. 4076 Dez. 476 Leinſaat per Juli 161,50; Okt. 165; Dez. 164,25. Buenos Aires, 13. Jult.(Eig. Dr.) Schluß(in Pa⸗ pierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Auguſt 6,09; Sept. 6,21; Okt. 6,30; Mais per Auguſt 5,40; Sept. 5,45; Okt. 5,54, per Auguſt 4,55; Leinſaat(ruhig) Auguſt 13,74; pt. 13,83; Okt. 13,90. 5 Roſario, 13. Juli.(Eig. Dr.) Schluß(in Papierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Auguſt 6,10; Sept. 6,15; Mais per Auguſt 5,20; Sept. 5,25; Leinſaat per Auguſt 13,50; Sept. 13,65.— Rotterdam, 13. Juli.(Eig. Dr.) Schluß: Weizen i J. per 100 Kilo) Juli 3,25; Sept. 3,37%; Nov. 47,50; 2000 Kilo) Juli (85) 68,25. ch unß lin Schilling 5 57,50. Mais lin Hfl. per L Liverpool,(Eig. Dr.) und Pence) Weizen(100 lb.) Tendenz ruhig; Juli 4,10%; Okt. 5,14; Dez. 5,38; März 5,46.— Mais(100 lb.) Tendenz ſtetig; Juli, Auguſt je 18,7%; Sept. 18,10%; alles bez. und verk. Amerikanische Schmalz- und Schweinemärkie Neuyork, 13. Juli.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per 100 lb.) Schmalz prima Weſtern loko 780; dito. middle Weſtern 765—775, Tolg unverändert. Chikago, 13. Juli.(Eig. Dr.) Schluß lin Cents per 100 lb.) Tendenz ſtetig; Schmalz per Juli 702,50 G; Sept. 721 G; Okt. 740; Dez. 760, Bauchſpeck(tr. geſ.] per Juli 1000, Sept. 1015; Schmalz loko 705, leichte Schweine 410 bis 465; ſchwere Schweine 485505; Schweinezufuhr in Chikagr 18 000, im Weſten 69 000. Geld- und Devisenmarkf Zürich, 13. Jul Gchluß amflick) onstenin. 249 paris 20.24 ¼J Spanien 41.95 Prag 12,750 Büker“ 305 London 15,7% Helau! 207.95— Narstau 58.— ff. ano. 2 Reuyort 306./ Berlin 117.70 Budapes—.— Hagl. bed“ 1 Belgien 71.67% ien off. K. 72,90 Feſgrag.—[ Kcnatspeld— laſſen 26.33— Foſſa. I Atben 292.— JMonatsgeld“ 2 Paris, 13. Jul(Schluß amſlith). London 76,87— Spanien 207.25] Kopenbagen 340,50] Wien 85 Neuyork 15.15/ alien 130,05] Hoſtand d Berlin 579,.— delglen 354.25 schwelz 494,— Stodckom 395.75 Varschen 287,50 Amsterdam, 3. Juli Cchluß amtlich). bein 56,58 gehen 445.50 f 90 3787½ J ran 61276 kendo 743.75 dci: 48.10 Kogesbsgen.20 bſſſatar. 715 Neuyork 147% elien 12.67— Stocchom 38.32 ½ Tägl. Geſd 5 paris 978.75 J Modrid 20.20— J Wien—.— II Monatgg. 1 London, 3. Juli Gchluß amtlich) deu, 08%1 J Ropenbagen 22.89— J Moskau 808. Schaub! 1/4½ Hontresl 498.50 Slocckoſwß 19.40— fumzsen 305.— Fekchzma 1/22 Acnsferlen 148 25 Pslo 19,90 ½] Konstantin. 625— au-fraſen 125 ½ beffs 76.35— lisssbon 110 ½¼ f Aden 530,.— Mero 181 Brüssel 21.57 lelsingfors 226.75 J Wien 4955 Monterices 19.75 Hallen 58.89— prag 121%] Marschen 26.69 Vafparzis s Berlin 18.13¾ J Budspes f 25.25 guenos Ares 26,37 Buenos Schwei: 15.40— zelgres 221.— io de J. 412.0 auf Loneed 26.— en 36.84— ee 420,— borgen 17808 Sites 100.0 Neuyork, 13. Ju(Schlus amtlich). Jankakzeple eln 88,37. hn 1908. Seäbem. 28.00—(3019) luder g. 503.7%] Budapes! 29.85 Brüssel 23.35 eto. Fre 16 2 60-l.-W. 502.% Prag 415,75 Redrid 13.68 Jegl. bed 1 Paris 659.% belgraz.20— Hon! 10152 bieten. cer 32.80— flefschau 18.91— fig. Pap pesd 88.59 ner. Itelien.57% Oslo 25.33— ficdeſaneito.52 Gi. öchsl. 1 Hollaeng 67.76— Kopenhagen 22.52— Japan 29.91 Silber. Hamburger Mefallnoſierungen vom 13. Juli 1934 Ru pfer] Banea- u. rals-Iinn brief Geld Arief] Celd Abezahli brief] beld bezahlt Januar 42,251.50.„ Hittenrchzu n. 20,75 020,25 februar 48,252,285 Telnsilber(HA. p. 1g) 42.50 39,50 4— keingeld(N. p. gr... 2,840 2,790 Ali-Platig(Abfslle) Ufrtapr.(Fal. p. gr.). 3,—.80 Techn. reines Plefin Detallpr,(A. p. gr...75 8,75 Loco es Otioder 40 5089.25.—,— 308.0305.—.— Anfmon ſegulds chines.( 10.) 40.— 29, lotemb. 41.. 40.—.— 808,0 305,0,— Juecksiſber( per Flasche 85 11.8 Vetemd. 41,5040. 75—.— 808, 080,0. Woltramerz dines.(in 9.—.— 42.— * Pforzheimer Edelmetallkurſe vom 14. Juli.(Mit⸗ geteilt von der Deutſchen Bank und Disconto⸗Geſellſchaft Filiale Pforzheim]: Platin techniſch rein 4,00 je Gramm; dito, 4 v. H. Palladium 3,95 je Gramm, Sto. 4 v. H. Kupfer 3,85 je Gr.; Feingold 2840 je Kilo; Feinſitber 42,20—44 ie Kilo: je nach Abnahme von 50 Kilo baw.—9 Kilo. * Leinöl⸗Notierungen vom 13. Juli. London: Lein⸗ ſaat Pl. per Juli⸗Auguſt 10,50; Ito. Klk. 111¾ö 16; Lein⸗ ſgatöl loko 21.75, Auguſt 20,75, Sept.⸗Dez. 21 Baumwollöl ägypt. 12.50; Baumw.⸗St. ägypt. per Juli 4. york: Terp. 49,50. Savannah: Terp. 44,50. Frachienmarki Duisburg-Ruhrori/ 13. Juli Das Geſchäft an der heutigen Börſe war gegen geſt ö 5 0 geſtern unverändert. Die Frachten und Schlepplö i b ſich guf dem geſirigen Stand. e Neu⸗ 5 S. Trinita 10 He dienſt Neckars Kinde Konkort 11.15 dienſt Chriſtu, 10 Ha ö dienſt, Neu⸗Oft ö Chriſt ö Dienſt, Frieden phaun Haupt dienſt, Lutherk Kinde Gemein Melauch 11.15 Gemein Neues Hch.⸗Lan Feuden 10.45 Friedri⸗ J g 10.30 ſinger Matthä: Gänge Gemein Vikar 5 Samstag, 14. Juli 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Goltesdienſt-Dröonung Evangeliſche Gemeinde Sonntag, den 15. Juli 1934(7. nach Trinitatis) Trinitatiskirche:.30 Frühgottesdienſt, Vikar Schumacher; 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Köllt; 11.15 Kindergottes⸗ dienſt, Vikar Werner. Neckarſpitze: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Schumacher; 11 Kindergottesdienſt, Vikar Schumacher. Konkordienkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Dörſam; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Dörſam; 6 Abendgottes⸗ dienſt, Vikar Höfer. 1* Chriſtuskirche: 8 Frühgottesdienſt, Pfarrvikar Staubitz; 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Mayer; 11.15 Kindergottes⸗ dienſt, Pfarrer Mayer. Neu⸗Oftheim: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrvikar Staubitz; 11 Chriſtenlehre, Pfarrvikar Staubitz; 11.30 Kindergottes⸗ dienſt, Pfarrvikar Staubitz. Friedenskirche:.30 Gottesdienſt, Pfarrer Bach. Johanniskirche:.30 Frühgottesdienſt, Vikar Wibel; Hauptgottesdienſt, Pfarrer Joeſt; dienſt, Vikar Wibel.. Lutherkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Walter; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Höfer. Gemeindehaus Eggenſtr. 6: 9 Gottesdienſt, Vikar Höfer. Melauchthonkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfr. Rothenhöfer; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Wallenwein. Gemeindehaus Zellerſtr.: 9 Gottesdienſt, Vikar Wallenwein. Neues Städt. Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Pfr. Haas. Hch.⸗Lanz⸗Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Pfr. Emlein. Feudenheim:.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Kammerer; 10.45 Kindergottesdienſt, Vikar Oeſt. 10.00 11.15 Kindergottes⸗ Hriedrichsfeld:.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Schönthal; 4 1. 10.30 Kindergottesdienſt, Pfarrer Schönthal; 1 Chriſten⸗ lehre, Pfarrer Schönthal; abends 8 Bibelſtunde. Käfertal: Gottesdienſt von jetzt an, bis der Kirchenumbau vollendet iſt, im Gemeindehaus:.30 Frühgottesdienſt, Vikar Schleſinger; 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Schle⸗ ſinger;.30 Chriſtenlehre für Mädchen, Vikar Schleſinger. Matthäuskirche Neckarau:.45 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Gänger; 10.45 Kindergottesdienſt, Pfarrer Gänger. Gemeindehaus Speyerer Straße 28:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Müller; 10.30 Kindergottesdienſt, Vikar Müller. Rheinau: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Henninger; 11 Uhr Kindergottesdienſt. 5 5 Pfingſtberg: 9 Hauptgottesdienſt, Vikar Henninger; 10 Uhr Kindergottesdienſt, Vikar Henninger. Sandhofen:.30 Kindergottesdienſt, Vikar Jungmann; .30 Hauptgottesdienſt, Vikar Jungmann. Seckenheim:.30 Feſtgottesdienſt, Vikar Enderle; 12.30 Kindergottesdienſt, Vikar Enderle; 1 Chriſtenlehre für Knaben und Mädchen, Vikar Enderle. Pauluskirche Waldhof:.30 Hauptgyttesdienſt, Pfr. Clor⸗ mann: 11.15 Kindergottesdienſt, Pfarrer Clormann. Wallſtabt:.30 Uhr Hauptgottesdienſt, Pfarrer Münzel; 10.80 Chriſtenlehre, Pfr. Münzel; 11 Kindergottesdienſt, Pfarrer Münzel. Wochengottesdienſte: Trinitatiskirche: Dienstag abend 8 Andacht, Pfr. Speck.— Mittwoch vorm. 7 Morgenandacht. Konkordienkirche: Donnerstag abend 8 Uhr Andacht, Vikar renner. 5 ziebenskirche⸗ Montag bis Samstag.20 Morgenandacht. Johanniskirche: Donnerstag abd. 8 Andacht, Vikar Wibel. eudenheim: Donnerstag.15 Morgenandacht. atthäuskirche Neckarau: Mittwoch 7 Schülergottesdienſt, Pfarrer Fehn. ö 18 * Rheinan: Donnerstag 8 Abendgottesdienſt im Gemeindehs. Pauluskirche Waldhof: Mittwoch abend.30 Andacht im Konfirmandenſaal, Pfarrer Clormann. Evang.⸗luth. Gemeinde (Diakoniſſenhauskapelle, F 7. 29): Sonntag morgen 8 Uhr Predigt, Pfarrer Fritze. Vereinigte evangeliſche Gemeinſchaften Evaugl. Verein für innere Miſſion, Stamitzſtraße Nr. 15 (Inſp. Stöckle): Sonntag.00 und Donnerstag.15 Ver⸗ sammlung.— Schwetzingerſtraße 90: Sonntag.00 und Dienstag.15 Verſammlung.— K 2. 10(Stadtmiſſionar Keidel): Sonntag 8 und Donnerstag.15 Verſammlung. Freitag 8 Bibelſtunde für Männer und junge Männer.— Neckarau, Fiſcherſtraße 31(Stadtmiſſionar Welk): Sonn⸗ tag.00 und Dienstag.15 Verſammlung.— Rheinau, Däniſcher Tiſch: Sonntag 3 u. Mittwoch.15 Verſamm⸗ lung.— Lindenhof, Bellenſtr. 52: Sonntag 8 u. Freitag .15 Verſammlg.— Seckenheim, Kinderſchule: Donners⸗ tag 8 Verſammlung.— Sandhofen, Kinderſchule: Sonn⸗ tag.00 und Mittwoch.15 Verſammlung.— Waldhof: Freitag 8 Verſammlung.— Feudenheim, untere Kinder⸗ ſchule: Sonntag.00 und Dienstag.00 Verſammlung.— Käfertal, Gemeindehaus: Sonntag.00 Verſammlung. Landeskirchliche Gemeinſchaft„Bethesda Heim, L II. 4. Sonntag 10 Kinderſtunde; 4 Jugendverein; abends.15 Evangeliſationsvortrag. Montag abend.15 Evangeli⸗ ſationsvortrag Käfertal ⸗ Süd, Dürkheimer Straße 32. Dienstag abend.15 Männerſtunde, zugleich.15 Evan⸗ geliſationsvortrag Schillerſchule Almenhof. Mittwoch abend.15 Gebetſtunde, zugl..30 Evangeliſations vortrag Scharhof⸗Sandhofen(Schulſaal). Donnerstag 4 Frauen⸗ bibelſtunde; abends.15 Evangeliſationsvortrag Pfingſt⸗ berg, Oſterſtr. 30. Freitag abend.15 Evangeliſations⸗ vortrag Neckarau, Kirchgartenſchule. Landeskirchliche Gemeinſchaft„Haus Salem“, K 4 Nr. 10. Sonntag 2 Sonntagsſchule; 4 Jugendbund EC.; 8 Evan⸗ eltſationsvortrag; 2 Kinderſtunde; 3 Verſammlung in Käfertal, Sonnenſchein 25. Dienstag 8 Gebetſtunde; 8 Evangeliſation Almenhof, Streuberſtr. 46. Mittwoch 6 Kinderbund; 8 Jugendbund EC.; 8 Männerbibelſtunde; 8 Verſammlung An den Kaſernen 12. Donnerstag 4 Uhr . 8 Blaukreuzverſammlg.; 8 Freundeskreis. reitag 8 Verſammlung in Sandhofen bei Niebel, 297. Landeskirchl. e Jugendbund für entſchiedenes Ehriſtentum, Lindenhofſtr. 34. Sonntag 8 Evangeliſation (Pfarrer Rupp). Montag 8 Frauenſtunde. Mittwoch 8 Bibelbeſprechung. Samskag.15 Männerbibelſtunde.— 5 für E.., a) junge Männer: Freitag.15; ) Jungfrauen: Sonntag 4 u. Donnerstag 8. Samstag nachm..30 Bibelkreis für Knaben von—14 Jahren.— Neckarſtadt, Uhlandſtr. 41,.: Donnerstag 8 Bibelſtunde, Evangeliſche Freikirchen Methodiſten⸗ Gemeinde, Eben⸗Ezer⸗Kapelle, Augartenſtr. 26. Sonntag vorm..45 Predigt, Prediger F. W. Müller; 1 Sonntagsſchule; abends.30 Predigt, Prediger F. W. Müller. Montag 8 Jugendgottesdienſt. Mittwoch 8 Uhr Bibel⸗ und Gebetsverſammlung. Ev. Gemeinde gläubig⸗getaufter Chriſten(Baptiſten] Mann⸗ heim, Max⸗Joſeph⸗Straße 12. Sonntag vorm..30 Uhr Gottesdienſt, Pred. Würfel; 11 Sonntagsſchule; abds. 8 Verſammlung, Pred. Würfel. Montag abend 8 Bibel⸗ beſprechung im Jungmädchenkreis. Mittwoch abend 8 Bibel⸗ und Gebetſtunde.. Evangeliſche Gemeinſchaft, Mannheim, U 3. 23. Sonntag vorm..30 Miſſionsfeſt mit anſchl. hl. Abendmahl, Diſtr.⸗ Superint. L. Maier; 10.45 Sonntagsſchule; abends.30 Predigt mit hl. Abendmahl, Diſtri⸗Superint. L. Maier. Montag nachm. 3 Knabenſtunde. Mittwoch abend 8 Gebet⸗ ſtunde. Donnerstag nachm..30 Frauenmiſſionsverein. Samstag nachm..30 Mädchenſtunde. 2 Blaukreuzverein Mannheim 1, Meerfeldſtraße 44, Hths.: Montag abd. 8 Bibel⸗ u. Gebetſtunde. Mittwoch nachm. 4 Hoffnungsbund; abends 8 Blaukreuzſtunde. Donnerstag nachm. 3 Frauenſtunde. Die Heilsarmee, O 1. 15. verſammlg.; nachm. 5 Frei⸗Gottesdienſt am Stephani ufer; 8 Heilsverſ. im Saal. Mittwoch abend 7 Frei⸗ gottesdienſt am Marktplatz. Donnerstag abend 8 Frei⸗ gottesdienſt am Stephanienufer. Freitag abend 8 Heili⸗ Sonntag vorm..30 Heirigungs⸗ Mittwoch abend 8 Bibelſtunde. Samstag vorm. 9 Sabbat⸗ ſchule; 10 Predigt; nachm. 3 Kindergottesdienſt. Kirche Feſu Chriſti, der Heiligen der letzten Tage Sonntagsſchule(f. Kinder u. Erwachſene) vorm. 10.3012: 19: Predigtverſammlung. Mittwoch 19.30 Fortbildungs⸗ verein, Mannheim, L 4. 4, 2. Stock Neu⸗Apoſtoliſche Kirche Maunheim⸗Stadt, Kirche Ecke Langerötter⸗ u. Moſelſtraße. Sonntag vorm..30 u. nachm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abd. 8 Gottesdienſt.— Mhm.⸗Sandhofen, Zwerchgaſſe 16: Sonntag vorm..30 u. nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottesdienſt.— Mannh.⸗Neckarau, Gießenſtr. 1: Sonntag nachm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abend.45 Neudorfſtr. 68: Gottesdienſt.— Mannh.⸗Friedrichsfeld, Sonntag nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottes⸗ dienſt.— Mannheim ⸗Seckenheim, Kloppenheimerſtr. 37: Gottesdienſt. Die Chriſtengemeinſchaft, L 2, 11 Bewegung zur religißſen Erneuerung. Sonntag vorm. 10 Menſchenweihehandlung mit Predigt; 11.15 Sonntagsfeier für Kinder. Mittwoch vorm. 9 Uhr Menſchenweihehandlung; abends.15 Schlußabend mit Anſprachen und Muſik. Katholiſche Gemeinde Sonntag, den 15. Juli(8. Sonntag nach Pfingſten) Für Ausflügler Gottesdienſt an Sonn⸗ und Feiertagen um 5 Uhr in der Jeſuitenkirche Obere Pfarrei(Jeſuitenkirche): 5 Frühmeſſe; von 6 an Beichtgelegenheit; 6 hl. Meſſe;.45 hl. Meſſe;.90 Sing⸗ meſſe mit Pred.;.90 Kindergottesdienſt m. Pred.;.80 Hauptgottesdienſt mit Predigt u. Amt; 11 hl. Meſſe mit Predigt; nachm..30 Herz⸗Jeſu⸗Bruderſchaft mit Segen; .80 Predigt u. Aloiſtusandacht mit Prozeſſion u. Segen. St. Sebaſtianuskirche— Untere Pfarrei: Feier des ſilber⸗ nen Prieſterfubiläums des hochw. Herrn Stadtpfarrer Bahr; 6 Frühmeſſe; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe(6, 7 u. 8 gemeinſame Kommunion für alle Stände);.15 feierliche Einholung des Jubilars, Feſtpredigt durch Hochw. Herrn Prälaten Bauer und levit. Secundicamt; 11.15 Kinder⸗ gottesdienſt mit Predigt; nachm. 3 feierliche Veſper. Heilig⸗Geiſt⸗ Kirche: 6 Beichte, hl. Meſſe; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt u. Amt; 11 Sing⸗ meſſe mit Predigt; 2 Chriſtenlehre für die Mädchen;.30 Herz⸗Mariä⸗Andacht mit Segen. Herz⸗Jeſu⸗Kirche Neckarſtadt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe und Beicht⸗ gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 3 9. Seite/ Nummer 317 Amt; 11 Kindergottesdienſt mit Predigt; 12 Chriſtenlehre für Jünglinge; abends.30 Herz⸗Jeſu⸗ Andacht mit Segen. Liebfrauen⸗Pfarrei: Von 6 an Beichtgelegenheit;.30 Früh⸗ meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt und Sing⸗ meſſe; 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm. 2 der Mädchen;.30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht. Kath. Bürgerſpital:.30 Singmeſſe mit Predigt; Gymnaſiumsgattesdienſt. St. Jpſeph, Lindenhof: 6 Beichtgelegenheit, hl. Meſſe;.00 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt; 9 Kindergottesdienſt; 10 Predigt u. Amt; 11 Chriſtenlehre für Mädchen; 11.30 Singmeſſe mit Predigt; abends 7 Muttergottesandacht. St. Bonifatiuskirche: 6 Frühmeſſe und Beich egenheit, 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; 2 Chriſtenlehre für Mädchen;.30 Herz⸗Mariä⸗Bruderſchaft. St. Peter: 6 Beichtgelegenheit; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt mit Pred 11 Singmeſſe mit Predigt, anſd iſtenlehre für Mädchen; Herz⸗Jeſu⸗A it Ausſetzung und gen. St. Jakobus ⸗ Pfarrei Neckarau: 6 und.45 hl. Meſſen: 8 Singmeſſe mit Predigt; 9 Chriſtenlehre für Mädchen; .30 Hochamt mit Predigt; 11 Singmeſſe, mit Predigt; abends 8 Herz⸗Mariä⸗Andacht mit Segen. St. Franziskuskirche Waldhof: 6 Beichte; 7 Kommunion⸗ meſſe mit Frühpredigt; 8 Predigt und Singmeſſe in der Waldkapelle;.15 Amt und Predigt in der Kapelle der Spiegelfabrik;.30 Predigt und Amt; 11 Singmeſſe und Homilie in der Kapelle der Spiegelfabrik; 11 Schüler⸗ gottesdienſt mit Predigt u. Singmeſſe;.30 Chriſtenlehre für Jungfrauen und Veſper; abends.30 Schluß der Aloiſiusandacht mit Segen. St. Peter und Paul, Feudenheim:.30 hl. Beichte; Kommunionmeſſe;.30 Kommunion ⸗Singmeſſe;.30 Hauptgottesdienſt; 11 Schülergottesdienſt; 2 Zweite An⸗ dacht zur allerſeligſten Jungfrau Märia und Jubiläums⸗ Predigt ur 10 Uhr .80 ablaßgebete.. St. Laurentiuskirche Käfertal: Feſt des 25jährig. Prieſter⸗ jubiläums des H. H. Stadtpfarrexs Fahrmeier; 6 Uhr hl. Meſſe;.15 Frühmeſſe mit Anſprache; h feierliche Ab⸗ holung des Jubilars im Kath. Pfarrhaus, anſchl. Feſt⸗ preödfgt u. levitiert. Hochamt; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt; nachm. 5 Jubiläumsfeier der Pfarrgemeinde in der Pfarrkirche. St. Antoninskirche Rheinau: 6 hl. Beichte; 7 Frühmeſſe; 9 Amt mit Predigt; 10.15—11 Chriſtenlehre; 11 Schüler⸗ gottesdienſt mit Predigt; abends 8 Andacht mit Segen. St. Bartholomäuskirche Sandhofen:.30 Beichtgelegenheit; 7 Frühmeſſe; 9 Hauptgottesdienſt m. Pred. u. Singmeſſe; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt u. Singmeſſe; abends 8 Uhr Aloiſtusandacht mit Segen. St. Aegidinskirche Seckenheim: 7 Frühmeſſe;.30 Kinder⸗ gottesdienſt;.40 Hauptgottesdienſt; 8 Jubtläumsandacht. St. Thereſia v. Kinde Jeſu Pfingſtberg: 67.90 Beichte; .30 Frühmeſſe, Predigt;.90 Amt mit Predigt, Chriſten⸗ lehre,.30 Andacht; 3 Predigt und Andacht zu Ehren der hl. Thereſta vom Kinde Jeſu;.30 Sonntagabendandacht mit Segen. St. Paul, Almenhof: 7 liturg. Meſſe;.30—.90 Beichte: .30 Singmeſſe mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; 3 Corports⸗Chriſti⸗Bruderſchaftsandacht. St. Bonifatinskirche Friedrichsfeld:.30 Beichtgelegenheit; 7 hl. Kommunion;.30 Frühmeſſe;.80 Predigt, Amt, Chriſtenlehre; abends.30 Veſper. Pfarrkuratie St. Nikolaus: 6 Beichtgelegenheit; 7 Früh⸗ meſſe;.30 Kindergottesdienſt mit Predigt; 10 Haupt⸗ ottesdienſt mit Predigt, anſchließend Chriſtenlehre für Mädchen; abends 8 Andacht zur Gewinnung des Jubi⸗ läums⸗Ablaſſes. Neues Thereſien⸗Krankenhans Mannheim:.90 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt. Alt⸗Katholiſche Gemeinde(Schloßkirche) Sonntag vorm..30 Uhr hl. Meſſe in deutſcher Sprache mit Predigt. g Jeuergefahr lauert im Schwarzwald Ein behördlicher Feldzug gegen Malöbrände 3* Freiburg, 12. Juli. Die andauernde Trockenheit und Dürve, die zu einer ungewöhnlich leichten Entzündbarkeit des Reiſtigs in den Wäldern führt, hat die Forſtbehörden verſchiedener Schwarzwälder Forſtbezirke veran⸗ laßt, verſtärkte Streifen in den Waldungen durchzuführen, um den Ausbruch etwaiger Wald⸗ brände ſofort feſtſtellen und gegebenenfalls eindäm⸗ men zu können. Im erſten Julidrittel wurde eine ganze Reihe kleinerer und größerer Wald⸗„ Flur⸗ und Böſchungsbrände in den Schwarzwaldforſten durch das Jagoͤhütperſonal unterdrückt, ehe größerer Scha⸗ den entſtehen konnte. In mehreren Fällen bildete auch der Funkenflug von Lokomotiven die unmittel⸗ bare Urſache von Damm⸗ u. Grasbränden, die an den „ ſchwarze Narben hinterlaffen habenn wurde vielerorts die Land⸗ und Bergbevölkerung an die ſtrikteſte Einhaltung der feuerpolizeilichen Vorſchriften erinnert. Es wird darauf hingewieſen, daß von den Dachkaminen mit Holz, Reiſig und an⸗ deſtens eine Entfernung von einem halben Meter eingehalten werden und der Zugang zu den Kaminen jederzeit freigehalten werden muß. Holz und an⸗ dere Brennſtoffe müſſen ebenfalls mindeſtens 50 em von jeglichen Feuerſtätten entfernt ſein, außerdem müſſen die Türen in den Scheidegiebeln der Wohn⸗ und Oekonomiegebäude ſtets geſchloſſen gehalten werden. f 8 eee. Neues aus Eoingen s. Edingen, 11. Juli. Der Waſſerverſorgungsverband„Neckargruppe“, dem die Gemeinden Neckarhauſen, Edingen, Mann⸗ heim für den Stadtteil Friedrichsfeld und Heidelberg für den Stadtteil Wieblingen angehören, hielt dieſer Tage in Neckarhauſen ſeine diesjährige Ver⸗ bandsausſchußſitzung ab. Den Vorſitz führte Bürgermeiſter Müller, Edingen, der neben den or⸗ dentlichen Mitgliedern auch den Herrn Landeskom⸗ miſſar Dr. Scheffelmeier als Vertreter der Staats⸗ aufſichtsbehörde und Herrn Reg.⸗Baurat Benſtz vom Kulturbauamt Heidelberg als Vertreter der techn. Behörde begrüßen durfte. In einem kurzen Rück⸗ Sauer die Entwicklung des Verbandes, der nun⸗ mehr 26 Jahre beſteht, deſſen Werke und Verhältniſſe auf. Die Vermögensverhältniſſe ſind gut; der Ver⸗ band iſt heute völlig ſchuldenfrei und verfügt über drei neuzeitlich eingerichtete Waſſerverſorgungsanla⸗ gen. Der Landeskommiſſar daukte für die Staatsauf⸗ ſichtsbehörde allen Mitarbeitern am Verband für die ſparſame und muſtergültige Wirtſchaftsführung, die es ermöglicht, den beteiligten Gemeinden verhältnis⸗ mäßig billiges Waſſer abzugeben. Eine anſchließend ſtattgefundene Beſichtigung der Werke zeigte den Teilnehmern, daß Maſchinenmeiſter Hummel als Be⸗ 1 der Werke ſeinen Betrieb in voller Ordnung hat. g 5* 2 Chriſtenlehre abends.30 Böſchungen der Eiſenbahnen vielfach verkohlte, Durch öffentliche Bekanntmachungen deren Brennſtoffen, ſowie mit Heu und Stroh min⸗ blick zeigte der Verbandsſchriftführer Ratſchreiber * Karlsruhe, 12. Juli. Der badiſche Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſter hat zur Linderung der Futternot in den Gemeinden, die von der Trockenheit beſonders ſtark betroffen worden ſind, weitere Mittel bereitgeſtellt, die in Form von Fracht ver billigungszuſchüſſen beim Bezug von Heu, Stroh und Streuerſatzmitteln gegeben werden ſollen. Anträge auf Gewährung ſol⸗ cher Zuſchüſſe wollen unter Vorlage der Frachtbriefe durch die Bürgermeiſterämter an das Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſterium, Abteilung für Landwirtſchaft und Domänen, eingereicht werden. Vorausſetzung für die Gewährung eines Zuſchuſſes iſt, daß es ſich um den Bezug von mindeſtens einer Waggonladung handelt und daß durch die Bürgermeiſter im Ein⸗ vernehmen mit den Ortsbauernführern beſcheinigt wird, daß das bezogene Heu oder Stroh und die Streumittel in eigenem Betrieb Verwendung finden und daß dieſe Betriebe durch die Trockenheit in be⸗ ſonderem Maße gelitten haben. Wettertarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetterwarte 1— Hlelſeg,„ fr e, B. el. G, J0 Ur 2 D 1 75. N 2 dame. — 2 2 1 5 5, 2. 2 Swomemos G ener. O na dedecgt& omi, e dedeem egen Schnee o dubem e nebel K gewtigr wings ue. O ze telchter os mässiger Sogssqw²ů¶ẽüx; Stormtzcher dordwesz die pfene egen mit dem enge. Ole dei den Stauonen stenengen aß ten geden die Temperatur an Ole t ialeg verbinden orte mu geheim aud Rerresmiveau umgereenneten tundruch Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle Frank⸗ furt a. M. vom 14. Juli. Die urſprüngliche kon⸗ tinentale Tiefdruckrinne hat ſich verbreitert, ſo daß jetzt faſt ganz Europa von einer Tiefoͤruckzone über⸗ deckt iſt. Sie zeigt zahlreiche Einzelſtörungen, die auch bei uns Anlaß zu einzelnen, teilweiſe gewittri⸗ gen Niederſchlägen geben werden. Vorausſage für Sonntag, 15. Juli Vielfach aufheiternd, doch immer noch Neigung zu einzelnen gewittrigen Niederſchlägen, bei ſüdlichen bis weſtlichen Winden ziemlich ſchwül. Höchſttemperatur in Mannheim am 13. Juli + 22,5 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 14. Juli 4 15,6 Grad; heute früh ½8 Uhr 17,3 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh 8 Uhr bis heute früh 78 Uhr 4 Millimeter gleich 4,1 Liter je Geviertmeter. In den Rhein bädern wurden geſtern nach⸗ mittag 4 Uhr 4 21,5 Grad Waſſer⸗ und 22 Grad Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 9 Uhr 21,5 Grad Waſſer⸗ und. 18 Grad Luftwärme. 13. 2,44 14. Necar-Begel II. 12. 13. 14. —— 2,40 N Brelſach.. 1,59 1,58.57 1,48 1,40 Mannheim. 2662,63 2,60 2,60 Kehl...70 208.70.65 2,65 Jagſtfeld———— Maxau 4,07.00 40 5 Doch 3 Mannheim,.80 2,77 2,70 2,712,690 Ple PFF 2 5 5 1 1458.510184 Meder hein eee eee Köln. 1,26 1 22 1,13].10 1,04 5 ö HEA TER 15. Juli bis 28. Juli im Neuen Theater im Rosengarten Sonntag, den 15. Inli. Beginn der Operetten⸗Spielzeit. Außer Miete. Zum erſten Male:„Derfflinger“, Operette von Walter Kollo.(Eintauſch von Gutſcheinen aufgehoben.) Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr Montag, den 16. Juli. Außer Miete:„D erfflinger“, Operette von Walter Kollo.(Eintauſch von Gutſcheinen aufgehoben.) Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr Dienstag, den 17. Juli. Außer Miete:„Derfflinger“, Operette von Walter Kollo.(Eintauſch von Gutſcheinen aufgehoben.) Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr Mittwoch, den 18. Juli. Außer Miete:„Derfflinger“, Operette von Walter Kollo.(Eintauſch von Gutſcheinen aufgehoben.) Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr Donnerstag, 19. Juli. Außer Miete:„Derfflinger“, Operette von Walter Kollo.(Eintauſch von Gutſcheinen aufgehoben.) Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr Freitag, den 20. Juli. Für die Deutſche Bühne— Orts⸗ gruppe Mannheim— Abt. 21—24, 31—33, 52—54, 61 bis 63, 130135, 153155, 232, 344—347, 349, 354—368, 391 SHEN⸗S bis 393, Gruppe D Nr. 201— 900 und Gruppe E Nr. 366 bis 430, 461—500:„Derfflinger“, Operette von Walter Kollo. Anfang 20.00, Ende etwa 22.90 Uhr Samstag, den 21. Juli. Außer Miete:„Derfflinger“, Operette von Walter Kollo.(Eintauſch von Gutſcheinen aufgehoben.) Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr Sonntag, den 22. Juli. Außer Miete:„Derfflinger“, Operette von Walter Kollo.(Eintauſch von Gutſcheinen aufgehoben.) Anfang 20.00, Ende etwa 22.80 Uhr Montag, den 23. Juli. Für die Deutſche Bühne— Orts⸗ gruppe Maunheim— Abt. 34—35, 49—51, 76—79, 127 bis 129, 176—181, 276280, 309, 381—388, Gruppe D Nr. 301 IEIL PI bis 400 und Gruppe E Nr. 66— 130, 161200:„Derff⸗ linger“, Operette von Walter Kollo. Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr In Ludwigshafen: Im a- Balast— Pfalzbau Sonntag, den 15. Juli. Vormittags: Szenen Auf⸗ führung der Opernſchule der ſtädt. Hochſchule für Muſik und Theater, Mannheim. Anfang 11.00, Ende etwa 13.00 Uhr Welle uelitlies am Haiserring in schönster Page ala Korffan KilscHFESrane Cafe, Vaterland Aannheimer Grogwäscherei KARL KRATZ ER 8 Weib wascherei, Gardinenspannexei, n.65 HANDEL. Ludwigshafen. Industrie-Wäscherei(Putztücherreinig.) Das Konditorel-Kattee F Ludwigstr. 10 s ſufen 8le durch Telefon At 53002. Mid sofort abgenoit Allerfeinste Mannheims 1 Prachtvoller Vorgarten 1 Brstkl. Bis- Spezialitäten und Bis-Getränke — , Hö e, Es, ge, Bec EM MANNNA . 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In der Hauptverhandlung bei der am Montag be⸗ ginnenden Schwurgerichtstagung ſteht bekannt⸗ lich nicht nur der vermeintliche Mörder, Willi Baumann aus Ludwigshafen, ſondern auch der verheiratete 40 Jahre alte Arbeiter Jak. Scheuer⸗ mann aus Maudach wegen Verbrechen des Mor⸗ des und ſchweren Raubes, ferner der 26 Jahre alte verheiratete Zimmermann Arthur Münzer aus Ludwigshafen wegen begünſtigender Beihilfe und Perſonenhehlerei unter Anklage. Alle drei Ange⸗ klagte befinden ſich bereits ſeit dem 9. April im Frankenthaler Landgerichtsgefängnis in Unterſu⸗ chungshaft. Baumann, Scheuermann und Münzer haben häu⸗ fig bei nächtlichen Diebereien zuſammen gearbeitet. Baumann, der eine ganze Reihe von Diebſtählen auf dem Gewiſſen hat, unternahm nichts, ohne ſich erſt mit ſeinen Komplizen vorher beſprochen zu haben. So ſteht auch die Staatsanwaltſchaft laut Anklage den Doppelmord als eine mit Ueberlegung ausge⸗ führte und in genauer Verabredung vorbereitete Tat an, die Scheuermann auf Grund des während der Unterſuchung gewonnenen Belaſtungsmaterials drin⸗ gend mitbeſchuldigt und Münzer dann überführt, daß er Baumann nach Ausführung des beſtialen Verbre⸗ cheus wiſſentlich Beiſtand leiſtete, um ihn der Beſtra⸗ fung zu entziehen. Der Hergang des ſchweren Raubes und Doppel⸗ mordes im Hauſe Amberger wurde bereits früher klar dargeſtellt. Mit Baumann ſoll ſich damals ledig⸗ lich auch Scheuermann ſchon morgens in der Frühe in die Scheune geſchlichen haben. Das Handbeil, welches zur Tötung der Frau Amberger und ihrer jährigen Tochter Maria benützt worden iſt, fanden die Täter unter der Feuſterniſche im Schlafzimmer der Ehegatten, in das ſie durchs Fenſter vom Hofe her eingeſtiegen waren. In der Scheune hatte man ſich aber auch mit einem Stück Sperrholz bewaffnet. Im Schlafzimmer wurde dann gleich die Kommode durchſtöbert. Auf das dabei entſtandene Geräuſch ſtellten ſich ihnen die beiden Frauen entgegen, denen man dann mit dem Handbeil brutal die Schädel⸗ decke zertrümmerte, ſo daß ſie ſtöhnend und blutüberſtrömt zuſammenbrachen. Während die be⸗ ſinnungslos am Boden lagen, wurden dann das ganze Schlafzimmer und die Küche nach Geld durch⸗ ſucht. Erbeutet wurden aber nur insgeſamt etwa 30 Reichsmark. Frau Amberger ſtarb an ihren ſchweren Ver⸗ letzungen bereits ſchon mittags um 12? Uhr, und ihre Tochter am nächſten Morgen gegen halb 7 Uhr im Krankenhaus. Obwohl Baumann unumwunden die Tat ſchon bald nach ſeiner Verhaftung durch die Rheinpolizei Ludwigshafen eingeſt anden hat, verwickelte er ſich aber in bezug auf die Beteiligung zweiter und drit⸗ ter Perſonen ſtändig in Widerſprüche. Scheuermann ſteht jedenfalls mit ihm unter einer Decke. Baumann gab ſogar zu, daß ein zweiter an der Mordtat betei⸗ Noch ein Dritter wegen Begünſtigung angeklagt ligt war. Er nannte ſpäter als Mittäter den Scheuer⸗ mann. Dieſe Ausſage wurde von ihm aber in der Folgezeit widerrufen. Scheuermann ſtellt darum Abrede. Er war aber bis ſtande, ſein Alibi über jene ſchreckenvolle Mordnacht nachzuweiſen. Scheuermann gilt dem Gericht geen über als Mittäter überführt. Er ſelbſt war als Bür⸗ ger von Maudach von Kartoffelkäufen her im Hauſe der Familie Amberger bekannt. Gerade deshalb dürften ſie die beiden Frauen als gefährliches Hin⸗ dernis ſofort aus dem Wege geräumt haben. Bau⸗ mann hat ſich auch wiederholt geäußert: „Wenn einer dazu komme, erhalte er eine auf den Tappſchädel und damit ſei die Sache er⸗ ledigt.“ Baumann und Scheuermann verkehrten früher häufig mit Münzer, der ſich ja auch an verſchiedenen anderen Diebereien beteiligt hat. Münzer iſt meiſt Mitwiſſer des angekartet geweſenen Maudacher Ver⸗ brechens. Noch am Vorabend der Mordtat hat ihn Baumann in ſeiner Wohnung aufgeſucht und mit⸗ jede Beteiligung in jetzt noch nicht im⸗ geteilt,„daß er heute nach Maudach gehe, um zu gucken, was dort zu holen ſei. Er wolle durch das Stallfenſter einſchlüpfen und ſich in der Scheune ver⸗ ſtecken, bis der Bauer fort ſei. Wenn er was erwiſche teile er es mit ihm und komme morgen wieder“. Münzer war mit dieſem Vorhaben offenſichtlich ein⸗ verſtanden, denn er hat Baumann auch zu erkennen gegeben, daß er, weil er unterkunftslos war, nach der Tat bei ihm Zuflucht ſuchen und Schutz finden könne. Baumann beſchaffte ſich nach der Flucht zuerſt eine neue Hoſe und ſtellte ſich mittags zwiſchen 12 und 1 Uhr im Hauſe Münzer ein. Münzer befragte Bau⸗ mann ſofort:„Na hat die Sach geklappt in Mau⸗ dach?“ Baumann wechſelte dann im Schlafzimmer ſeine Hoſe und zog ſich einen von Münzer geliehenen Rock Aus. Die mit Blut beſudelte Hoſe verbrannte Mün⸗ zer in ſeiner Behauſung. Der Polizei gegenüber hat Münzer lange Zeit die Begünſtigung beſtritten. Zu dieſem Geſtändnis be⸗ quemte er ſich erſt ſpäter, als er durch die Ausſagen von Baumann überführt war. Der Prozeß vor dem Schwurgericht wird mehrere Tage dauern, da die Vernehmung der drei Ange⸗ klagten nicht ganz einfach ſein dürfte. Zu der Haupt⸗ verhandlung erſcheinen etwa 20 Zeugen, darunter meiſt Sicherheits⸗ und Kriminalbeamte und ferner drei Sachverſtändige. 55338 Die Richter des Volksgerichtshofes ernannt Meldung des DNB. — Berlin, 13. Juli. Amtlich wird mitgeteilt: Der Herr Reichskanzler hat auf Vorſchlag des Hen Reichsminiſters der Juſtiz gemäß Artikel III 8 2 des Geſetzes für Aen⸗ derung von Vorſchriften des Strafrechts und des Strafverfahrens vom 24. April 1934(Reichsgeſetz⸗ blatt J Seite 341) auf die Dauer von fünf Jahren zu Mitgliedern des Volksgerichtshofes ernannt: 1. Senatspräſident beim Kammergericht Dr. Rehn, Berlin; 2. Senatspräſident Wilhelm Bruner, München; 3. Senatspräſident Eduard Springmann, Düßf⸗ ſeldorf⸗Wuppertal; 4. Landg.⸗Direktor Erik Schauweck 5. Landg.⸗Direkt. Dr. Friedr. Scha a d, Düſſeldorf; 6. Landgerichtsdirektor Dr. Johs. Merten, Kiel; 7. Amtsgerichtsrat Dr. Georg Zieger, Altona; 8. Landg.⸗Direktor Dr. Alfred K 55 1 5 München; 9. Landg.⸗Direkt. Emil W. Hartmann, Dresden; 10. Landgerichtsdirektor Paul Lämm be, Stuttgart; 11. Landgerichtsrat Ludwig Luger, Karlsruhe; 12. Landg.⸗Dir. Dr. Günter Löhmann, Hamburg; 13. Oberſt Bu ſch, Kommandeur des Infant.⸗Rgts. Nr. 9, Potsdam; 14. Oberſtleutnant Reinecke im Reichswehr⸗Mini⸗ 1 0 15. Fregattenkapitän Foerſter im Reichsw.⸗Miniſt,, 16. Koxvettenkapit, Rollmann im Reichsw.⸗Min.; 17. Dr. Her zlieb im Reichswehrminiſterium; 8. Fliegerkommodore Chriſtianſen; 19. Fliegerkommodore Fel my; 20. Fliegerkommodore Wen ninger 21. Fliegerkommodore Stumpff; 22. Fliegerkommodore Wimmer; 23. Obergruppenführer Staatsrat v. Jagow; 24. Gruppenführer Freiherr v. Eberſtein; 25. Gruppenführer Meyer ⸗Qua de; Fritz ex, Breslau: 26. Gruppenf. Staatsſekretär Hofmann, München: 7. Gruppenführ. Hauptmann a. D. Weiß, Berlin; 28. Regierungsrat Klitzing, Schwerin⸗Mecklen⸗ burg, Gauleitung; i 29. Landesbauernführer Bredow, M. d.., Man⸗ ſchnow⸗Oderbruch; 30. Kreisleiter Worch, Karlsruhe 31. Flugleiter Hartmann, Deſſau; 32. Juſtizinſpektor Angermann, Breslau, Gau⸗ leitung. Brauer und Mälzer, Ferner hat der Herr Reichsminiſter der Juſtiz gemäß 8 2 der Verordnung über den Volksgerichts⸗ hof vom 12. Juni 1934(Reichsgeſetzblatt 1 S. 492) den Senatspräſidenten beim Kammergericht Dr. Fritz Rehn zum Präſidenten des Volksgerichtshofes und Vorſitzenden eines Senats und die Senats⸗ präſtdenten Wilhelm Bruner und Eduard Spring⸗ mann zu Vorſitzenden eines Senats des Volks⸗ gerichtshofes ernannt. Polizei bericht vom 13. Juli Durch Entzündung von Blitzlichtpulver erlitt in vergangener Nacht ein Photograph, der auf dem Hauptbahnhof von einem mit erholungsbedürftigen Kindern aus Freiburg hier angekommenen Sonder⸗ zug Aufnahmen machen wollte, erhebliche Brand⸗ wunden am linken Arm. Der Verletzte wurde mit dem Sanitätskraftwagen in das Allg. Krankenhaus gebracht. Er wollte ſich das Leben nehmen: In der Abſicht, ſich das Leben zu nehmen, öffnete in vergangener Nacht ein in der Neckärſtadt⸗Oſt wohnender Maun in der Küche den Gashahn. Der Lebensmüde wurde mit dem Sanitätskraftwagen in das Allg. Kranken⸗ haus gebracht. Lebensgefahr beſteht nicht. Der Grund zur Tat iſt noch unbekannt. Aus politiſchen Gründen wurden im Laufe des geſtrigen Tages 2 Perſonen feſtgenommen. Filmrundſchau Alhambra:„Zu Straßburg auf der Schanz“ Stimmungsvoller Auftakt zu dieſem prächtigen volks⸗ und heimatverbundenen Film ſind die„Co⸗ median Harmoniſts“, deren blendend geſchulte Stimmen alte deutſche Volkslieder mit ihren ſchwer⸗ mütigen und ſehnſuchtsvollen Klängen meiſterhaft zu Gehör bringen, ſchon dadurch im voraus die rich⸗ tige Stimmung ſchaffend für dieſen mitreißenden und packenden Film aus napoleoniſcher Zeit, wo franzöſiſche Werber durch deutſche Lande zogen, um junges deutſches Blut für Frankreichs Armeen zu werben. Aus enttäuſchter Liebe läßt ſich der junge Bauer in Verzweiflungsſtimmung anwerben, doch ſchon bald bereut er ſeine vorſchnelle Handlungs⸗ weiſe und verbirgt ſich vor den Häſchern, bis ſein jüngerer Bruder für ihn einſpringt. Auf der Schanze zu Straßburg in ſtiller Nacht Poſten ſtehend, über⸗ kommt dieſen die Sehnſucht nach der Heimat, er deſertiert, 1159 ergriffen und wird wegen Fahnen⸗ flucht erſchoſſen. Die Hilfe ſeines Bruders kommt um Minuten zu ſpät. Dieſe einfache und klare e wird durch die konzentrierte Form der Darſtellung und die Kunſt erſtklaſſiger Schauſpielkräfte zu einem wirk⸗ lichen Erlebnis. Szenen voll dramatiſcher Höhe⸗ punkte wechſeln ab mit Bildern von wuchtiger Größe und atembeklemmender Spaunung aus den Höhen⸗ regionen der gigantiſchen Bergwelt, und trotz der ſommerlichen Schwüle, bei der man im allgemeinen leichte Koſt vorzieht, läßt man ſich willig in den feſſelnden und packenden Bann der von blutvollem Leben durchpulſten dramatiſchen Geſchehniſſe ziehen. Ganz groß in Mimik, Sprache und Darſtellung Carl de Vogt, den wir ſeit langer Zeit wieder einmal ſehen, als junger Bauer, nicht minder gut aber Hans Stüwe, Urſula Grabley, E. v. Winterſtein, A. v. Palen, Margarete Kupfer und alle anderen, die ſich zu einer wohl⸗ abgerundeten, mit Spannung geladenen Enſemble⸗ leiſtung vereinigen. Ein wirklich guter Film. 5 Ein harmloſes Luſtſpielchen„Reiſe ins Glück“, herrlich photographierte Bilder aus dem Lande der Mitternachtsſonne und die hochaktuelle Wochenſchau gehen voraus.— Was hören wir? Samstag, 14. Juli Reichsſender Stutigart .55: Frühkonzert(Schallpl.).— 10.10: Heitere Balladen und Lieder.— 10.30: Schallplatten.— 12.00: Anſichtspoſk⸗ karten aus e(Schallpl.).— 13.20: Mittagskon⸗ zert.— 14.30: H J⸗Funk.— 15.10: Morſen.— 15.30: Blu⸗ menſt unde.— 16.00: Nachmittagskonzert.— 18.00: Stimme der Grenze.— 18.20: Tanzmuſik.— 19.00: Wander⸗ und Marſchlieder(Schallpl.).— 20.05: Sagarländiſche Umſchau. — 20.15: Muſikaliſches Feuerwerk.— 22.00: Allerlei Tänze (Schallpl.).— 23.00: Unterhaltungsmuſik.—.30: Nacht⸗ muſik. Reichsſender Frankfurt 10.10: Schulfunk.— 14.30: Fröhliches Wochenend(Schall⸗ platten).— 15.40: Quer durch die Wirtſchaft.— 16.00: Nachmittagskonzert.— 19.00: Feier des Sommers. 20.15: Klaſſiſcher Opernabend.— 22.00: Kleine Unterhal⸗ tung.— 22.35: Funkbericht zum Nürburgrennen. Reichsſender München .45: Schallplatten.—.25: Frühkonzert.— 11.00: Der Brunholdis⸗Stuhl bei Bad Dürkheim.— 12.00: Schall⸗ platten.— 13.25: Schrammeltriv.— 14.20: Jugendfunk. 14.45: Schach.— 15.15: Kleine Heiterkeiten.— 16.00: Veſperkonzert.— 17.30: Zum Tag der deutſchen Roſe.— 17.50: Hausmuſikſtunde.— 18.10: HJ⸗Funk.— 18.302 Schlüſſelgewalt.— 19.00: Alles in Ordnung. Bauernluſt⸗ ſpiel. Reichsfſender Köln 16.00: Nachmittagskonzert.— 17.15: HI ſingt und muſiziert. — 18.00: Graue Bohnen mit Speck. Hörfolge.— 19.00: Tanzmufik.— 20.15: Klaſſiſcher Opernabend.— 22.20: Tanzmuſik. 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Juni 1934 in Artikel 1(Firmenname) ge⸗ ändert worden. Die Firma iſt ge⸗ ändert in:„Hanſa Aktiengeſell⸗ ſchaft“, die Zweigniederlaſſung Mannheim lautet künftig:„Hanſa Aktiengeſellſchaft, Zweigniederlaſ⸗ ſung Mannheim“. Heinrich Telkamp, Möbelfabrik und Haus für Inneneinrichtungen Geſellſchaft mit beſchränkter Haf⸗ tung, Zweigniederlaſſung Mann⸗ heim in Mannheim mit dem Hauptſitz in Heidelberg. Der Ge⸗ ſellſchaftsvertrag iſt am 1 Septbr. 1933 feſtgeſtellt und am 23. Novbr. 1933 und 29. Juni 1934 geändert worden. Gegenſtand des Unter⸗ nehmens iſt: Ein⸗ und Verkauf von Möbeln und Inneneinrichtun⸗ gen, deren Herſtellung und Bear⸗ beitung, der Erwerb von Geſchäf⸗ ten gleicher Art u. die Beteiligung an ſolchen. Das Stammkapital be⸗ trägt 100 000 R. //. Philipp Tel⸗ Fabrikant, Heinrich Tel⸗ kamp, Kfm., und Carl Erdmann, Kfm., alle in Heidelberg, ſind Ge⸗ ſchäftsführer. Die Geſellſchaft wird, wenn mehrere Geſchäftsführer be⸗ ſtellt ſind, durch zwei Geſchäfts⸗ führer gemeinſam oder durch einen Geſchäftsführer gemeinſam mit einem Prokuriſten vertreten. Der Geſchäftsführer Philipp Telkamp iſt ſelbſtändig vertretungsberechtigt. Dem Kaufmann Georg Vogt in Heidelberg iſt Prokura derart er⸗ teilt, daß er die Geſellſchaft gemein⸗ ſam mit einem Geſchäftsführer ver⸗ tritt. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Die Geſellſchafter Philipp Telkamp und Heinrich Tel⸗ kamp bringen das Geſchäft mit der änderung des Geſellſchaftsvertrags Firma Heinrich Telkamp mit Ak⸗ lragung der Rede des Erſetzung 9 5§ 17 Abſatz 1 a 1 Stammeinlage werden f 82% eine neue eſtimmung un-die Anteile der Genannten ver⸗ Führers in der 25 änderung und Neufaſfung des§ 21 rechnet. Geſchäſtslokal: O 3. 1. [Abſatz 2. Auf die eingereichte Ur-„Italia“ Deutſche Erzeugniſſe nach den Verfahren der Italieni⸗ ſchen Tabak⸗Regie Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Durch Geſellſchafterbeſchluß vom 7. Juli/ 29. Juni 1934 wurde der Gesell aftsvertrag geändert in 81 Firma), Streichung der Beſtim⸗ mungen über den Verwaltungsrat, Zuſatz zu§ 3(Gegenſtand des Unternehmens) Gleichzeitig wurde das Stammkapital in erleichterter Form auf 20 000 R./ herabgeſetzt und zu 8 5 ein entſprechender Zu⸗ ſatz beſchloſſen. Die Firma iſt ge⸗ ändert in: Bornhauſen& Co. mit ſchränkter Haftung. Gegenſtand des Unternehmens iſt ferner: Erwer⸗ bung und Fortführung des bisher vom Geſellſchafter Ludwig Born⸗ hauſen unter der Firma Born⸗ hauſen& Co. in Mannheim be⸗ triebenen Geſchäfts. Marquis Dr. Tedaldi di Tavasca iſt nicht mehr Geſchäftsführer. Samt& Seide Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Kaufmann Adolf Braun iſt nicht mehr Geſchäftsführer. Eckrich& Schwarz, Mannheim. Die Geſellſchaft iſt aufgelöſt. Das Geſchäft iſt mit Aktiven und Paſ⸗ ſiven und ſamt der Firma über⸗ gegangen auf den ſeitherigen Ge⸗ ſellſchafter Ernſt Schwarz, Kauf⸗ mann in Mannheim, der es als Einzelfirma weiterführt. Zu Ge⸗ ſamtprokuriſten ſind beſtellt: Ri⸗ chard Eckrich und Imanuel Haſpel, beide Kaufleute in Mannheim. Die Einzelprokura von Richard Eckrich iſt erloſchen. Gebrüder Weil, Mannheim. Seligmann Weil iſt durch Tod aus der Geſellſchaft ausgeſchieden. In die fortbeſtehende Geſellſchaft iſt mit Wirkung. vom 1. April 1934 der Kaufmann Moritz Löb in Mannheim als perſönlich haftender Geſellſchafter eingetreten. Die Pro⸗ kura von Moritz Löb iſt erloſchen. Gebr. Schwabenland in Liqui⸗ dation, Mannheim. Die Liqui⸗ dation iſt beendet, die Firma er⸗ loſchen. Bornhauſen& Co., Mannheim. Die Firma iſt 8 70 Amtsgericht F. G. 3b Mannheim. 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