— ind ist reischt ee relffer Oy Uhr IN erm. 69081 iſenring 5. ar. aut mbl. i. aut. H. ſt. u. hübſch. n möbltert. W Idhlatim. Zentralheiz, mit Mittag⸗ gabnſtig zu iet. 57978 iſtr. Nr. la möbl., ſep. ner zu vm. niſſoſtr. 19, kauchbar, uſpr. 506 34, 28060 alcparkl möbl. Zim. Balkon, ey. n⸗ u. Schlaf⸗ m. Zentr.⸗ 3, fl. Waſſ, erm. 8074 tfelsſtraße 8 Usicher, e kleine g. Auch Vermie: Tausch den sich „NMz“ e e Neue g, eine in hilft! — Erſcheinungsweiſe: Wöchentlich 7mal. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.50 Mk. und 30 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäfts Mk., durch die Poſt.80 Mk. einſchl. Poſtbef.⸗G bühr. g. Beſtellgeld. Abholſtellen: Waldhofſtr. 12, K ronprinz ſtraße 42, Schwetzinger Straße 44, Meerfeldſtraße 13, Ne Fiſcher⸗ ſtraße 1, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Straße 8. Se Luiſenſtraße 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. abgeholt Hierzu ſtellen en⸗ Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1,-6. 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Auguſt 1934 zu beſtätigen, welche ſich mit der mißbräuchlichen Ausdrucksweiſe befaßt, die ſich einige im Sagrgebiet erſcheinende Zeitungen beim Ableben des Herrn Reichspräſidenten, Generalfeldmarſchalls von Hindenburg, zu ſchulden kommen ließen. Die Regierungskommiſſion, welche in gleichem Maße wie die deutſche Regierung dieſe Exzeſſe mäiß billigt, hatte nicht verfehlt, ſich mit denſelben bereits vor Erhalt der Verbalnote zu beſchäftigen. Bei Eröterung der zu ergreifenden Maßregeln ſtellte ſie mit Bedauern feſt, daß keine Geſetzes⸗ beſtimmung zur Unterdrückung ſchimpflicher Ausdrücke gegen verſtorbene Staatsmänner vorhan⸗ den iſt. Dieſe Fälle unterliegen allein dem Urteil des Anſtandes und der öffentlichen Meinung. Somit ver⸗ mochte die Regierungskommiſſion nur die Ausdrucks⸗ weiſe, die anläßlich dieſes traurigen Ereigniſſes von einigen Zeitungen des Gebietes gebraucht wunde, ehenſo zu beklagen wie diejenige anderer Zeitun⸗ gen bei der Ermordung des öſterreichiſchen Bundeskanzlers. Was die gegen Seine Erzellenz, den Führer und Reichskanzler, gerichteten Schmä⸗ hungen anbelangt, hatte die Regierungskommiſ⸗ ſion bereits vor dem 14. Auguſt gegen zwei Zeitungen Sanktionen ergriffen, welche nach dem derzeitigen Stand ihrer Geſetzgebung zu⸗ läſſig erſchienen, eine Tatſache, die der Aufmerkſam⸗ keit der deutſchen Regierung entgangen ſein dürfte. Sie hatte ferner zu dieſem Zeitpunkt den Entwurf einer Verordnung vorbereitet, durch welche ſie in⸗ ſtand geſetzt werden ſoll, gegen Druckſchriften, welche ſich Ausfälle gegen Staatsoberhäupter zu ſchulden kommen laſſen, einzuſchreiten. Der Entwurf liegt zur Zeit den gewählten Vertretern der Bevölkerung zur Abgabe eines Gutachtens vor. Die Regierungskommiſſion hat damit im Voraus die Berechtigung der in oben genannter Note vor⸗ gebrachten Beſchwerden gegen die Exzeſſe einer un⸗ abhängigen Preſſe erkannt. Sie kann indeſſen nicht umhin, ihrem Erſtaunen darüber Aus⸗ ruck zu geben, daß die deutſche Regierung ſeit vielen Monaten, und trotz der unbeantwortet geblie⸗ benen Proteſte der Regierungskommiſſion, in einer geſetzlich der Kontrolle des Staates unterſtellten Preſſe einen heftigen Feldzug gegen die egierungskommiſſion, ihre Mitglieder und ihre Beamten duldet. Mehr noch: Angriffe oft ſchimpflicher Art— um dies feſtzuſtellen, genſigt ein Hinweis auf eine, von einem verant⸗ wortlichen Reichsminiſter an der Grenze des Saar⸗ gebietes gehaltene Rede— wurden faſt täglich durch die amtlichen deutſchen Rundfunkſender verbreitet. Da die Note der deutſchen Regierung der Preſſe mitgeteilt worden war, wird die Regierungskom⸗ miſſion dieſes Antwortſchreiben veröffentlichen, ſo⸗ bald es in den Beſitz der deutſchen Regierung ge⸗ langt ſein wird. Saarbrücken, 21. Auguſt 1934. 2 2. Das wichtigſte an dieſer Note ſcheint uns zu ſein, daß die Regierungskommiſſton die deutſchen Be⸗ ſchwerden als begründet anerkennt. Sie verſucht zwar, die Anerkenntnis dadurch abzuſchwächen, daß e ihrerſeits Beſchwerden über die Haltung der deut⸗ ſchen Preſſe und des deutſchen Rundfunks ihr ge⸗ genüber vorbringt. Dieſer Verſuch ſcheitert freilich völlig. Denn wenn die deutſche Preſſe die Haltung der Regierungskommiſſion einer zuweilen ſcharfen Kritik unterzogen hat, ſo haben dafür gewiſſe, von der Regierungskommiſſion geduldete Zuſtände im Snargebiet, die zu den letzten beiſpielloſen Exzeſſen einiger im Saargebiet erſcheinenden Blätter geführt haben, allen Anlaß gegeben. Achtung, badiſche Koblenzfahrer! Wichtige Mitteilung zur Saarkundgebung! Karlsruhe, 23. Auguſt. Der Sonderzug der bhadiſchen Teilnehmer zur Saarkundge⸗ Ang in Koblenz wird in Karlsruhe zuſam⸗ mengeſtellt. Der Sonderzug wird bereits am stagabend(nicht Sonntagfrüh, wie zuerſt mit⸗ geteilt wurde), und zwar um 21.48 Uhr Karlsruhe verlaſſen. Abfahrt in Bruchſal 22.21 Uhr, in Heidel⸗ berg 22.35 Uhr, und in Mannheim 23.21 Uhr. Der Fonderzng wird rund 1000 Teilnehmer nach 8 bringen. Er fährt rechtsrheiniſch und trifft 8 Uhr Sonntagfrüh in Ehrenbreitſtein ein. In Donnerstag, 23. Auguſt 1934 ie Die Jeſte Ehrenbreitſtein Der Schauplatz des Staatsaktes der Reichsregierung am kommenden Sonntag An die Saarländer im Reich Ein Aufruf zur Anmeloͤung für die Volksabſtimmung Meldung des DN B. — Berlin, 21. Auguſt. Die Regierungskommiſſion des Saargebietes hat am 8. Juli 1934 die Vorſchriften über die Aufſtel⸗ lung der Stimmliſten für die Volksabſtimmung im Saargebiet am 13. Januar 1935 erlaſſen. Weiterhin hat die Volksabſtimmungskommiſſion des Völker⸗ bundes am 20. Juli 1934 eine Bekanntmachung ver⸗ öffentlicht, die nähere Vorſchriften über die Abſtim⸗ mungsberechtigung und über die Anmeldung der Stimmberechtigten zur Aufnahme in die Stimmliſten enthält. Hiernach müſſen Stimmberechtigte, die außer⸗ halb des Saargebietes wohnen, einen beſonde⸗ ren Antrag auf Eintragung in die Stimm⸗ liſten ſtellen. Wer nicht in die Stimmliſten eingetra⸗ gen iſt, kann ſein Stimmrecht nicht ausüben. Es liegt daher im eigenen Intereſſe aller im Reich wohnenden Stimmberechtigten, dieſen Antrag mit tunlichſter Beſchleunigung einzureichen. Die An⸗ tragsfriſt läuft mit dem 31. Auguſt 1934 a b. Der Antrag, der an den„Gemeindeausſchuß“ des Bezirkes gerichtet iſt, in dem der Abſtimmungs⸗ berechtigte am 28. Juni 1919 die Einwohnereigen⸗ ſchaft hatte, muß folgende Angaben enthalten: 1. die Namen, Vornamen, das Geburtsdatum, den Geburtsort und den Beruf des Antragſtellers(im Falle einer Berufsänderung denjenigen, den er am 28. Juni 1919 ausübte), ſowie die Vornamen ſeines Vaters und ferner, falls es ſich um eine verheiratete Frau handelt, die Namen und Vornamen ihres Ehemannes lim Falle einer Veränderung des Fa⸗ milienſtandes nach dem 28. Juni 1919 den Familien⸗ namen, den ſie an dieſem Zeitpunkt trug); 2. die Gemeinde, in der er die Einwohnereigen⸗ ſchaft am 28. Juni 1919 hatte; i 3. den gewöhnlichen Aufenthalt zur Zeit des An⸗ rages; 4. die Anſchrift im Saargebiet, an die Mitteilun⸗ gen zu richten ſind. Die vorhandenen Beweisſtücke für die Ein⸗ wohnereigenſchaft im Saargebiet ſind dem Antrag beizufügen; befinden ſich ſolche Beweisſtücke nicht in den Händen des Antragſtellexs, ſo iſt in dem Antrag anzugeben, bei welcher Stelle des Saargebietes dieſe Unterlagen erhältlich ſind. Sämtliche Abſtimmungsberechtigten im Reich werden hiermit aufgefordert, ihren Antrag auf Ein⸗ tragung in die Stimmliſte bis ſpäteſtens zum 31. Auguſt 1934 an den zuſtändigen Gemeindeaus⸗ ſchuß im Saargebiet gelangen zu laſſen. Zur Auf⸗ klärung über alle bei der Anmeldung zu berückſich⸗ tigenden Geſichtspunkte ſtehen den Stimmberechtig⸗ ten die Saarmeldeſtellen ihres jetzigen Wohnorts(das Einwohnermeldeamt, in den Städten die zuſtändigen Polizeireviere) ſowie die Geſchäftsſtellen des Bundes der Saarvereine— in Berlin befindet ſich dieſe SW 11, Streſemannſtr. 42— zur Verfügung. Es wird jedem Abſtimmungsberech⸗ tigten dringend empfohlen, vor Abſendung ſeiner Anmeldung die vorgenannten Stellen zur Beratung in Anſpruch zu nehmen. geſchloſſenem Zuge marſchieren die badiſchen Teil⸗[großen Höhen⸗ und Rheinburgenbeleuchtung. Der nehmer von Ehrenbreitſtein nach Koblenz in ihr Stammquartier: Evangeliſcher Bürgerverein, Hin⸗ denburgſtraße. Die Rückfahrt des Sonderzuges am Sonntag ſpät abends erfolgt erſt nach Schluß der Zeitpunkt der Rückfahrt nach Baden wird den Teil⸗ nehmern in Koblenz noch mitgeteilt werden. An⸗ kunft in den obengenannten badiſchen Orten in den Morgenſtunden des Montag. Das Programm der Saartreue⸗Kundgebung Meldung des DNB. — Koblenz, 22. Auguſt. Für die große Saartreuekundgebung in Koblenz⸗ Oberehrenbreitſtein am Sonntag, den 26. Au ⸗ guſt, wird folgendes Programm bekanntgegeben: 12 bis 14.30 Uhr: Muſtk, ausgeführt von der 100 Mann ſtarken Kapelle des Freiwilligen Arbeits⸗ dienſtes unter Leitung des Muſikzugführers Schrumpf, und Männerchöre, ausgeführt von 2000 Sängern des Mittelrheiniſchen Sängerbundes unter Leitung von Gauchormeiſter Dr. Kolignon. 14.45 Uhr: Einmarſch der Fahnen. 15 Uhr: Beginn der Kundgebung; Männerchor:„Freiheit, die ich meine...“ Rede des Präſidenten des Bundes der Saarvereine, Gauleiter Simon; allgemeiner Ge⸗ ſang: Saarlied. Eintreffen der Reichstreueſtaffeln aus allen Grenzgauen, Ueberreichung kurzer Send⸗ botſchaften an den Führer, Sprechchor der Hitler⸗ jugend, Anſprache des Geſandten und bevollmächtig⸗ ten Miniſters in Oeſterreich, Herrn von Papen, Anſprache des Saarbevollmächtigten der Reichs⸗ regierung, Gauleiter Bürcke l. Männerchor:„Was iſt des Deutſchen Vaterland..“ Rede des Füh⸗ rer s, Deutſchlandlied; Horſt⸗Weſſel⸗Lied; Auf⸗ flug von 10 000 Brieftauben; Staffelflüge des Deut⸗ ſchen Luftſportverbandes; Marſchmuſik; Männerchor; Feuerwerk; Beleuchtung der Feſte Ehrenbreitſtein. Gottesdienſte am Tage der Saartreuekundgebung. Am Vormittag des 26. Auguſt finden für die Teilnehmer der Saartreue⸗Kundgebung auf dem Kundgebungs⸗ platz auf dem Ehrenbreitſtein evangeliſche und katho⸗ liſche Feldgottesdienſte ſtatt. 4 Tannenberg Perſönliche Erinnerungen von Hauptm. a. D. v. Gontard, Archivrat am Reichsarchiv Als wir bei Beginn des Krieges nach dem Oſten kamen, waren wir nicht erfreut. Es ſchien, daß wir eine Nebenaufgabe hätten, bei der nicht ſolche Lor⸗ beeren zu pflücken ſeien wie gegen den Erbfeind, die Franzoſen. Wir ahnten nicht, daß wir berufen waren, an einem der glänzendſten Siege, die die Welt⸗ geſchichte kennt, teilzunehmen: Tannenberg. Ueber den Marſchkolonnen des XVII. Armeekorps lag ſchwerer Druck, als ſie nach dem mit hervor⸗ ragendem Angriffsſchwung begonnenen, heißen, ver⸗ luſtreichen Schlachttage des 20. Auguſt bei Gumbin⸗ nen im eiligen Rückzuge nach Weſten waren. Wir hatten dem Gegner, der ruſſiſchen Niemen⸗Armee, das Kampffeld überlaſſen, hatten zumindeſt das Ge⸗ fühl, eine Schlappe, wenn nicht eine Niederlage er⸗ litten zu haben. Das J. Armeekorps, das J. Reſerve⸗ korps ſowie die 3. Reſerve⸗Diviſion, die außerdem an der Schlacht teilgenommen hatten, waren eben⸗ falls in vollem Rückzuge. Am 23. war Ruhetag vor der Front des ſieg⸗ reichen Gegners— trotzdem ungeſtört. Die Ruhe nach den anſtrengenden Tagen trug zur Hebung der Stimmung weſentlich bei. Vom 25., von dem Städtchen Friedland ab, wurde der Marſch nicht weiter nach Weſten, ſondern ſcharf nach Süden fort⸗ geſetzt. Eine ſtarke Hand hatte die Führung er⸗ griffen, ganz zweifellos— dafür hat die Truppe ein feines, untrügliches Gefühl. Es ging wieder an den Feind, wir hatten unſer Selbſtvertrauen wieder. Am Nachmittag des 23. Auguſt hatte General von Hindenburg in Marienburg die Führung der 8. Armee übernommen!— General v. Scholtz hatte mit ſeinem XX. Armee⸗ korps während der Schlacht bei Gumbinnen ſüdlich Allenſtein die rechte Flanke der 8. Armee gedeckt. Durch Reſerve⸗ und Landwehrtruppen auf 4% Di⸗ viſtonen gebracht, fiel ſeiner Gruppe jetzt die Auf⸗ gabe zu, den erſten Stoß der Narew⸗Armee, die, ſo⸗ weit man wußte, 5 Korps, 4 Kavpallerie⸗Diviſionen ſtark war, aufzufangen. Sie ſtand in einer Stellung weſtlich Gilgenburg und nördlich Neidenburg mit der Front nach Süden zur Abwehr bereit. Der Gegner hatte die oſtpreußiſche Grenze zwiſchen Sol⸗ dau und Ortelsburg bereits überſchritten. Der Ab⸗ transport der J. Armee von Inſterburg über Königsberg hatte bereits begonnen. Ihm wurde vom neuen Oberbefehlshaber die Aufgabe geſtellt, von Deutſch⸗Eylau aus gegen linke Flanke und Rücken der ruſſiſchen Armee vorzugehen. Aus den Feſtungen Thorn und Graudenz wurde der letzte Soldat, das letzte Geſchütz herausgeholt. Konnte man es wagen, die beiden noch vor der Niemen⸗ Armee befindlichen Korps, XVII. und J. Reſerve⸗ korps, ebenfalls zur Schlacht heranzuziehen? Im deutſchen Generalſtab hatte man ſchon im Frieden die Anſicht, daß die Ruſſen in ihren Operationen ſchwerfällig ſeien und nicht imſtande, günſtige Lagen raſch auszunutzen. Die ruſſiſche Njemen⸗Armee unter General Rennenkampf war nach der Schlacht bei Gumbinnen den abziehenden deutſchen Korps nur zögernd gefolgt, obgleich ſte einem erbeuteten ruſſiſchen Befehl zufolge angreifen ſollte. So ent⸗ wickelte ſich allmählich der kühne Plan, die Na re w⸗ Armee beiderſeits zu umfaſſen. Vor der Njemen⸗Armee blieb die ſtark erſchöpfte I. Kaval⸗ lerie⸗Diviſion als dünner Schleier allein zurück! In ſengender Auguſtſonne ſtrebten die Marſch⸗ kolonnen des XVII. Armeekorps eiligſt nach Süden. Wir wußten, bei Allenſtein ſteht das XX. Armeekorps in ſchwerem Kampf, das Geſchützfeuer war wie ein leiſes Brummen aus Südweſten hörbar. 70 Km. legten wir an dieſem 25. Auguſt zurück, in der Ge⸗ ſchichte wohl eine ſelten erreichte Leiſtung. Mancher Sieg iſt durch die Marſchleiſtung der Infanterie er⸗ rungen worden Unſere Straße kreuzten die Züge der nach Weſten fliehenden Einwohner, die einiges Hausgerät, Betten auf Leiterwagen davonführten; darauf Frauen mit Säuglingen, die Großmutter mit dem Kanarien⸗ vogel im Bauer— auch manch herzzereißendes Bild. Nervige oſtpreußiſche Stuten mit Fohlen bei Fuß im Geſchirr.— Die Truppe mußte vorwärts. Feld⸗ gendarmen wieſen die Flüchtlinge von der Straße. Willig folgten ſie unter Leitung des Ortsvorſtehers, ſeit Generationen an preußiſche Zucht gewöhnt— ein prächtiger Menſchenſchlag!— Am 256. traten wir ſüdlich Lautern gegen das ruf⸗ ſiſche VI. Korps ins Gefecht. General von Mar⸗ kenſen ließ ſeinen Truppen ſagen, wir müßten unſern Gegner heut unbedingt ſchlagen. Den gan⸗ zen Tag über lagen wir auf nur 300 Meter mit der in dichter Schonung eingeniſteten ruſſiſchen In⸗ fanterie im Feuerkampf. Gegen Abend machte ſich die Umfaſſung unſeres J. Reſervekorps von Weſten her fühlbar. Der Feind baute ab. Wir verfolgten in die Nacht hinein. Beim matten Schein in der Ferne brennender Gehöfte das Bild eiligſten Rück⸗ zuges: Verwundete am Wegrand, Wagen und 145. Jahrgang— Nr. 384/385 2. Seite/ Nummer 385 Neue Mannheimer Zeitung“ Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 23. Auguſt 1934 Protzen in den Graben geworfen, angeſchoſſene Pferde, Waffen und Ausrüſtungsſtücke. Mit Tages⸗ anbruch ging es weiter in Eilmärſchen nach Süden, um den geſchlagenen Gegner nicht zur Ruhe kom⸗ men zu laſſen. f Währenddeſſen hatten die Truppen des Generals von Scholtz nur mit Mühe ſich der feindlichen Ueber⸗ macht erwehren können, der linke Flügel mußte vor drohender Umfaſſung immer weiter nach Norden zu⸗ rückgebogen werden. Am 27. waren ruſſiſche Trup⸗ pen in Allenſtein eingerückt. Da machte der Stoß des 1. Armeekorps auf Usdau zunächſt Zuft. Das oſtpreußiſche Korps warf hier das ruſſiſche 1. Korps und Gardetruppen über den Haufen und nahm ſo der Mitte der Narew⸗Armee den Flankenſchutz; der Weg in ihren Rücken war offen. Nachdem beide Flügel dieſer Armee geſchlagen waren, wollte Hindenburg jetzt die Mitte, die ſich zu weit nach Norden vorgewagt hatte, durch konzentriſchen An⸗ griff erledigen, während das 1. Armeekorps die Ein⸗ kreiſung gegen Süden decken ſollte. Dieſes Korps erhielt am 28. nachm. Befehl, möglichſt bald Nei⸗ Hdenburg und mit Kavallerie Willenberg zu erreichen. Hier mußte es ſich mit den vorderſten Truppen des 17. Armeekorps die Hand reichen, die, den Kampf⸗ platz von Oſten abſchließend, das gleiche Marſchziel hatten. Trotz ernſter örtlicher Rückſchläge auf deut⸗ ſcher Seite ſchien auch die feindliche Mitte bereits ge⸗ ſchlagen zu ſein. Doch ſetzte der Gegner am 29. dem gemeinſamen Angriff der Gruppe Scholtz und des 1. Reſervekorps bei Hohenſtein den letzten verzwei⸗ felten Widerſtand entgegen. Die Reſte von 27 Korps, eine ungeordnete Maſſe, ſuchten nach Süd⸗ oſten zu entkommen. Doch der Ring war bereits ge⸗ geſchloſſen. Den auf weitem Raum bei der Straße Neiden⸗ burg—Willenberg auseinandergezogenen Abteilun⸗ gen des I. Armeekorps ergaben ſich die aufgelöſten Maſſen meiſt ſchon nach kurzem Widerſtand. An⸗ geſichts ſolch unermeßlicher Beute konnten ſie das Hochgefühl des Sieges ſo unmittelbar empfinden. Insgeſamt fielen 92000 Gefangene, 13 Ge⸗ nerale, 350 Geſchütze in deutſche Hand. Die im Volksmund verbreitete Darſtellung, daß Tau⸗ ſende von Ruſſen, in Sümpfe gedrängt, um⸗ gekommen ſeien, entſpricht nicht den Tatſachen. Wir beim XVII. Armeekorps waren nicht ſo glücklich; unſere Hoffnung, ſtarke Teile des Gegners abzufangen, erfüllte ſich nicht. Einen Eindruck von der Größe des Sieges erhielten wir jedoch, als nach Abſchluß der Schlacht Tauſende von Gefangenen in ſtundenlangem Zuge durch unſere Ruhequartiere zogen. Der mit ſeinem Stabe durch die Wälder fliehende ruſſiſche Armeeführer General Samſo⸗ mo w machte angeſichts der Kataſtrophe der ihm an⸗ vertrauten Armee unweit Willenberg ſeinem Leben ſelbſt ein Ende. „Rennenkampf brauchte nur anzutreten, und wir waren geſchlagen,“ dies Wort Ludendorffs zeigt die ganze Schwere, die auf dem Führer während der Schlacht laſtete. Es war kaum anzunehmen, daß Rennenkampf, nur etwa zwei Tagemärſche entfernt, der ſchwer kämpfenden Nachbararmee nicht zu Hilfe eilen würde. Auch die ſchweren Kriſen, die beſonders auf der unter General von Scholtz ſtehenden Kampf⸗ front eintraten, hatten dem Armeeführer ſorgen⸗ ſchwere Stunden bereitet. Darin liegt die außer⸗ ordentliche Kühnheit des Sieges, daß er errungen wurde trotz einer ſtarken, bereits erfolgreich gewe⸗ ſenen Armee im Rücken, und inſofern nimmt Tan⸗ nenberg unter den Vernichtungsſchlachten der Welt⸗ geſchichte eine beſondere Stellung ein. Insgeſamt 42 neue Kriegsſchiffe für USA.— Bauaufträge für 23 Schiffe bereits vergeben — Waſhington, 23. Aug. Die Marinebehör⸗ den haben wiederum Aufträge für 23 Kriegsſchiffe vergeben und außerdem Pläne für die Kiellegung von 19 Kriegsſchiffen im nächſten Haushaltsjahr vorbereitet. Die Bauaufträge umfaſſen einen Kreu⸗ zer non 10000 Tonnen mit Zzölligen Geſchützen, zwei gleich große Kreuzer mit 6zölligen Geſchützen, zwei Zerſtörerführer von je 1850 Tonnen, 11 Zer⸗ ſtörer von je 1500 Tonnen und 7 U⸗Boote von je 1300 Tonnen. Die Aufträge wurden an ſechs pri⸗ vate und ſieben Marinewerften vergeben. Beamten-Vereidigung auf den Führer Ein Geſetz der Reichsregierung, eine Anoroͤnung des Reichsinnenminiſters Meldung des DNB. — Berlin, 22. Auguſt. In Verfolg des Geſetzes über das Staatsober⸗ haupt des Deutſchen Reiches und der Volksabſtim⸗ mung vom 19. Auguſt, hat die Reichsregie⸗ rung das folgende Geſetz„über die Vereidi⸗ gung der Beamten und der Soldaten der Wehr⸗ macht“ beſchloſſen, das in Nr. 98 des Reichsgeſetz⸗ blattes 1 veröffentlicht iſt. 1. Der Dienſteid der öffentlichen Beamten lau⸗ tet:„Ich ſchwöre: Ich werde dem Führer des Deutſchen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, treu und gehorſam ſein, die Geſetze beachten und meine Amtspflichten gewiſſenhaft erfüllen, ſo wahr mir Gott helfe.“ 2. Der Dienſteid der Soldaten der Wehrmacht lautet:„Ich ſchwöre bei Gott dieſen heiligen Eid, daß ich dem Führer des Deutſchen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorſam leiſten, und als tapferer Soldat bereit ſein will, jederzeit für dieſen Eid mein Leben einzuſetzen.“ Die im Dienſt befindlichen Beamten ſind unverzüglich gemäß Ziffer 1 zu vereidigen. 5 Das Geſetz über die Vereidigung der Beamten und der Soldaten der Wehrmacht vom 1. Dezember 1933— Reichsgeſetzblatt 1 Seite 1 016— und die Verordnung vom 2. des gleichen Monats— Reichs⸗ geſetzblatt 1 Seite 1 017— werden aufgehoben. Auf Grund dieſes Geſetzes, nach dem alle öffent⸗ lichen Beamten auf die Perſon des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler zu vereidigen ſind, wie dies bei den Soldaten der Wehrmacht bereits ge⸗ ſchehen iſt, hat der Reichsminiſter des In⸗ nern ſämtliche Behörden angewieſen, die Vereidigung der im Dieuſt befindlichen Beamten unverzüglich vorzunehmen. —— Das Programm des Reichsparteitages Meldung des DN B. — Nürnberg, 23. Aug. Der Reichsparteitag beginnt am Dienstag, 4. Sep⸗ tember, mittags mit einem Empfang der Auslands⸗ preſſevertreter durch den Auslandspreſſechef der NSDaAp, Dr. Hanſſtaengl, in der Ehrenhalle des Germaniſchen Muſeums. Nachmittags empfängt der Reichspreſſechef Dr. Dietrich deutſche Preſſevertreter im Kulturvereinshaus. Am Abend wird der Par⸗ teitag oͤurch die Glocken ſämtlicher Kirchen Nürn⸗ bergs eingeläutet, worauf ein Empfang der Spitzen von Partei und Staat im Rathausſaal erfolgt. Hier wird der Führer eine Anſprache halten. Mittwoch, den 5. September, vormittags, findet die feierliche Eröffnung des Parteikongreſſes in der Luitpold⸗Halle ſtatt. Abends ſpricht der Füh⸗ rer auf der Kulturtagung der NSDAP im Apol⸗ lo⸗Theater. Donnerstag, 6. September, Appell des national⸗ ſozialiſtiſchen Arbeitsdienſtes auf der Zeppelin⸗ Wieſe. Es ſpricht der Führer. Am frühen Nachmittag erfolgt ein etwa zweiſtündiger Vorbei⸗ marſch des nationalſozialiſtiſchen Arbeitsdienſtes nas dem Führer am Adolf⸗Hitler⸗Platz. Am ſpäteren Nachmittag Fortſetzung des Parteikongreſſes. Freitag, den 7. September, vormittags, Fort⸗ ſetzung des Parteikongreſſes. Nachmittags Tagun⸗ gen der NS⸗Kriegsopferverſorgung im Kulturver⸗ einshaus und des Amtes für Volksgeſundheit im Katharinenbau. Abends 6 Uhr Appell der Politi⸗ tiſchen Leiter auf der Zeppelinwieſe im Stadion⸗ der Hauptkampfbahn des Stadions. 21 Uhr Ab⸗ Leiter durch gelände, Rede des Führers. Ab nahme des Fackelzuges der Politiſchen den Führer am Hauptbahnhof. Samstag, 8. September: Der Führer ſpricht um 10 Uhr vormittags zu 60 000 Hitlerjungen in Am gleichen Tage finden zahlreiche Sondertagungen ſtatt, auf denen u. a. Dr. Goebbels, Walter Darré, Rudolf Heß, Reichsminiſter Ruſt, Dr. Frank, Feder, Dr. Todt, Alfred Roſenberg, Schemm, Dr. Ley, Hierl, Neef ſprechen werden. Nachmittags um 5 Uhr fin⸗ det ein Volksfeſt im Stadiongelände ſtatt. Sonntag, 9. September, 8 Uhr: Appell der SA und Ss in der Luitpold⸗Arena mit einer Helden⸗ ehrung. Nach der Rede des Führers Weihe von 200 Feldzeichen. Anſchließend Marſch der SA und SS durch die Straßen und Vorbeimarſch vor dem Führer am Adolf⸗Hitler⸗Platz. Montag, 10. September: Vorführungen der ver⸗ ſchiedenſten Waffengattungen der deutſchen Wehr⸗ macht; 18 Uhr: Fortſetzung und Schluß des Partei⸗ kongreſſes. Es ſpricht der Führer. Die Beurlaubung für den Reichsparteitag — Berlin, 22. Auguſt. Der Reichsminiſter des Innern hat Anweiſung erteilt, daß den Beamten, Angeſtellten und Arbeitern fämtlicher Behör⸗ den zur Teilnahme an dem bevorſtehenden Reichs⸗ parteitag der NS DA p in Nürnberg auf Antrag der erforderliche Urlaub ohne Anrechnung auf den Er⸗ holungsurlaub und mit Fortbezahlung der Gehalts⸗ und Lohnbezüge erteilt werde. Furchtbare Buttat im Nauſch Zwei Tote, mehrere Schwerverletzte — Wien, 22. Auguſt. Am Mittwoch ereignete ſich in den Salzburger Bergen eine furchtbare Bluttat. Zwei Burſchen drangen in die St. Pöltener Hütte auf dem Felber⸗ tauern ein und ſchoſſen den Hüttenwirt Fritz Steinberger, der ſich ihnen entgegenſtellte, und das Vorſtandsmitglied der Sektion St. Pölten des Deutſchen und Oeſterreichiſchen Alpenvereins, Pirtl, nieder. Beide waren auf der Stelle tot. Die beiden Mörder eröffneten darauf auf die an weſenden Gäſte ein raſendes Piſtolenfeuer. Meh⸗ rere Touriſten, darunter ein Holländer, ſanken ſchwerverletzt zu Boden. Hierauf flüchteten die Ver⸗ brecher. Fünf Stunden nach der Tat konnten die beiden Täter, ein 17 jähriger und ein 23 jähriger Burſche aus der Steiermark, ver⸗ haftet werben. Sie ſind geſtändig und behaupten, die Tat im Rauſch begangen zu haben. Die Standgerichtsanzeige wurde bereits erſtattet. —— Dublin weiterhin ohne Zeitungen — Dublin, 23. Aug. Die ſtreikenden Drucker und Setzer von Dublin haben das von den Verlegern gemachte Angebot einer Lohnerhöhung von 4 Schil⸗ ling 6 Pence in der Woche abgelehnt. Dublin bleibt alſo bis auf weiteres ohne Zeitungen. Umſturzverſuch der kubaniſchen Armee vereitelt — Havanna, 23. Auguſt. Ein Umſturzverſuch der kubaniſchen Armee wurde durch die ſchnellen Maßnahmen des Präſidenten Battiſta vereitelt. Das Kriegsgericht urteilt die Beteiligten ab. Wie es heißt, wurden 12 Angehörige der Armee erſchoſſen, darunter ein Oberſtleutnant. — Jüdiſche Welllonferenz in Genf Fortſetzung des Boykotts gegen Deutſchlanz — Genf., 22. Aug. Seit Montag abend tagt in Genf die Dritte jim diſche Weltkonferenz. Es ſind etwa 100 Abgeord⸗ nete aus 26 Ländern anweſend. Der Vor ſitzende Goldmann ſchilderte in ſeiner Rede die Lage des Judentums in allen Ländern der Welt, wobei er ſich ausführlich mit Deutſchland befaßte und dem Dritten Reich den Kampf anſagte. Man werde mit Deutſchland kein Kompromiß ſchließen. Die deut⸗ ſchen Juden müßten in ihre vollen Rechte wieder eingeſetzt werden und gleichzeitig alle Rechte einer Minderheit erhalten. Der Boykott gegen Deutſchland werde fortgeſetzt wer⸗ den, bis dieſes Ziel erreicht ſei. Weiter⸗ hin erklärte Goldmann, daß die Lage des Juden⸗ tums auch in anderen Ländern beſonders in wirt⸗ ſchaftlicher Hinſicht, nicht befriedigend und zum Teil verzweifelt ſei. Auch in Oeſterreich zeigten ſich ſtarke antiſemitiſche Tendenzen. Die gleiche Erſcheinung müſſe in Süd⸗ und Zen⸗ tralamerika, beſonders in Argentinien und Mexiik o, feſtgeſtellt werden. Seelbſt en So w⸗ jetrußland werde die jüdiſche Sprache und Re⸗ ligion verfolgt. Außerdem ſeien die mittleren jü⸗ diſchen Klaſſen in Sowjetrußland wirtſchaftlich ver. nichtet. Im ganzen ergebe ſich ſo ein äußerſt dit⸗ ſteres Bild. Ueber den Boykott in den Vereinigten Staaten berichtete, dem„Journal des Nation“ zufolge, ein Vertreter der amerikaniſchen Juden. Er behauptete, daß an dieſem Kampfe außer vier Millionen amerikaniſcher Juden noch mehr als 20 Millionen Amerikaner(wenn man auch ihre Fami⸗ lienmitglieder mitzähle) teilnähmen. Der Kongreß nahm weiter jüdiſche Siegesberichte über den Boy⸗ kott deutſcher Waren in Frankreich, Belgien und Polen entgegen. In dem Bericht des„Journal des Nation“ über die Tagung heißt es, alle Redner waren einſtimmig der Auſicht, daß der Boykott mit vermehrter Stärke fort⸗ geſetzt werden müſſe bis zu dem Augenblick, „wo die deutſchen Juden in alle ihre bürger⸗ lichen Rechte wieder eingeſetzt ſeien.“ Am ſpäten Abend ſprach noch der Amerikaner M. Stephan Wiſe, der ſchon im vergangenen Jahr dur ſeine ſcharfen Angriffe gegen Deutſchland aufgefal⸗ len war. Auch die diesjährige Rede ſtrotzte von Angriffen gegen das neue Deutſchland. Wiſe wandte ſich vor allem gegen alle, die ein Kompromiß mit dem Hitler⸗Deutſchland ins Auge faßten. Aus ſei⸗ ner Rede ging aber gleichzeitig hervor, daß es auch in jüdiſchen Kreiſen viele Opportuniſten gibt, die kaum für einen Kampf bis zum Aeußerſten gewon⸗ nen werden können. Ueberhaupt läßt ſich nicht ver⸗ kennen, daß die Stimmung auf dem Kongreß trotz aller großen Worte gedrückt iſt, da die Hoffnungen auf einen wirklich durchſchlagenden Erfolg der jüdi⸗ ſchen Aktion nicht allzu groß zu ſein ſcheinen. 2 2* Bundeskanzler Schuſchnigg in Nizza — Paris, 23. Auguſt. Bundeskanzler Schuſchnigg hat Preſſevertretern gegenüber erklärt, er ſei nach Nizza gekommen, um ſich zu erholen. Er werde nur zwei Tage blei⸗ ben und mit keinem einzigen franzöſiſchen Staats⸗ mann zuſammentreffen. Er ſei aus ausgeſpro⸗ chen privaten Gründen nach Frankreich ge⸗ kommen und ſei nur von ſeinem Privatſekretär be⸗ gleitet. Der öſterreichiſche Bundeskanzler hat am Mittwoch einen kurzen Spaziergang in die Um⸗ gebung des Hotels gemacht und iſt in ſeine Wohn⸗ ſtätte zurückgekehrt, ohne irgendeine amtliche fran⸗ zöſiſche Perſönlichkeit geſehen zu haben. SSSS———————————=..—.—— 5 bal e Hans Alfred Meißner erantwortlich für Politik: Hans Alfred Meißner- Handelstell: 4. N. A, Schönfelder— Feuilleton,. B. Hans Ulfreb Reih ner- Lokalen Teil Richard Schönfelder Sport: i. V. C. W. Fennel„ Sudweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil Curt With. Fennel— Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerel Dr. Haas, Neue Mann⸗ 5 hbefmer Zeitung. Mannheim, f 1, 46 5 Schriftleitung in Berlin: Dr. Fritz Fillies, W 36, Viktoriaſtraße 46 Mittags⸗Ausgabe A 13 504 Ausgabe B 881, Geſamt⸗D.⸗ A. Juli 1934 21885 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bel Rückperſo Die Tragödie vom Nanga⸗Parbat Das Schickſal der deutſchen Bergſteiger am„Berg des Schreckens“ Von der deutſchen Himalaua⸗Expedition iſt dem Der Sturm war derartig ſtark, daß die Kocher nicht Drahtloſen Dienſt nunmehr ein ausführlicher Be⸗ richt zugegaugen über das Unglück am Nanga⸗ Parbat, das den deutſchen Bergſteigern Merkl, Wieland und Welzenbach ſowie ſechs Darfjeeling⸗ Trägern das Leben koſtete. Der Bericht lautet: Bis zum 6. Jult wurde der Angriff planmäßig gegen den Gipfel des Nanga⸗Parbat vorgetragen. Infolge der Anſtrengungen war ſchon an den vor⸗ hergehenden Tagen eine große Anzahl Darfeeling⸗ Hochträger kampfunfühig geworden und in die tiefe⸗ ren Lager zurückgekehrt. Durch dieſen Ausfall konnten die fünf Bergſteiger Aſchenbrenner, Merkl, Schneider, Welzenbach und Wieland nur mit elf Trägern zu den höchſten Lagern ſtarten. Bekanntlich ſind Aſchenbrenner und Schneider an dieſem Tag bis 7900 Meter Höhe vorgedrun⸗ gen. Sie waren an dieſer Stelle nur noch vier Stunden vom Hauptgipfel entfernt. Sie befanden ſich in beſter Form und warteten hier, wo urſprüng⸗ lich Lager 8 errichtet werden ſollte, auf die anderen. Die Träger gingen aber nicht ſo weit, ſo daß La⸗ ger 8 bereits in einer Höhe von 7600 Metern auf⸗ geſchlagen werden mußte. Aſchenbrenner und Schneider kehrten in dieſes Lager zurück. Das Wetter in der Höhe war bisher verhältnis mäßig gut. Die Spitzengruppe war meiſt über den Wolken. Nur an den Nachmittagen wurde der Grat eingenebelt. An dieſem 6. Juli ragte der Nanga⸗ Parbat wie eine Inſel über das gewaltige Wolken⸗ meer, das ſich aber nicht über 6800 Meter Höhe er⸗ hob. Die Bergſteiger waren guten Mutes und voll Zuverſicht, am nächſten Tag den Gipfel zu erreichen. Das Schickſal entſchied es anders. Es begann eine Tragödie am Berg, die in der Erfor⸗ ſchung des Himalaya und in der ganzen Geſchichte des Alpinismus ihresgleichen nicht hat. Jn dieſer Nacht ſetzte heftiger Sturm ein. Trotz dichteſter Verſchnürung der Zelte lag ſchließlich der Schneeſtaub zentimeterhoch auf den Schlaffäcken. Unter der Gewalt des Windes brachen die Zelt⸗ ſtäbe. Am Morgen war dichter Nebel, es ſchneite, und der Sturm raſte mit unheimlicher Wucht über die Hochfläche. Man konnte im Freien kaum atmen. brannten. Es war daher nicht möglich, Tee und Eſſen zu bereiten. Die zweite Nacht war noch ſchlimmer als die erſte. Wieder wurde ſie ſchlaflos verbracht. Der Sturm ſteigerte ſich von Stunde zu Stunde und wurde ſchließlich zum Orkan. Noch leiſtete zäher Wille Widerſtand gegen die entfeſſelten Elemente. Aber der Traum vom Sieg war ausgeträumt. Es galt jetzt, das Leben zu retten. Am Morgen des 8. Juli wurde der Rückzug be⸗ ſchloſſen. Aſchenbrenner und Schneider brachen mit 3 Trägern auf, um im tiefen Schnee zu ſpuren. Merkl, Welzenbach und Wieland folgten mit acht Trägern, von denen einer kurz nach Verlaſſen des Lagers ſtarb. Wahrſcheinlich infolge des dadurch entſtan⸗ denen Aufenthalts und eigener Erſchöpfung kam die Gruppe kaum vorwärts und war gezwungen, noch vor Erreichen des Lagers 7 ein Zwiſchenlager zu beziehen, wo wieder ein Träger ſtarb. Bei un⸗ vermindertem Sturm mußte die Nacht ohne Zelte verbracht werden. Schwere Erfrierungen waren die Folge. Am nächſten Tage, dem 9. Juli, ſtarb Wieland während des Abſtiegs; Merkl und Welzenbach erreichten Lager 7(7 100 Meter), wo ein Zelt ſtand. Vier Träger gingen weiter, aber nur drei von ihnen kamen ſpäter mit einem Ueber⸗ lebenden der Trägergruppe von Aſchenbrenner/ Schneider ins Lager 4. Willi Welzenbach ſtarb in Lager 7. Am 13. Juli ſchleppte ſich Merkl, der ſeit Tagen ohne Nahrung war, mit übermenſchlicher Anſtren⸗ gung in Begleitung der Träger Angtſering und Gays Lay nach Lager 6(6900 Meter), das entweder weg⸗ geweht oder vom Schnee begraben war. Deshalb mußten ſie in einer ſelbſtgegrabenen Schnee⸗ höhle Zuflucht ſuchen. Angtſerin ſchlug ſich am folgenden Tage mit erfrorenen Gliedern nach La⸗ ger 4 durch. Der treue Gay⸗Lay blieb bei Willi Merkl, ſeinem Bara Sahib, um mit ihm zu ſterben. Die Darjeeling⸗Leute haben die Sache der deut⸗ ſchen Bergſteiger zu ihrer eigenen gemacht und, furchtlos und kreu, ihr Leben dafür eingeſetzt. Sechs Todesopfer hat der Nanga⸗Parbat von ihnen gefordert. In unerbittlicher Größe und Grauſamkeit hat an dieſem„Berg des Schreckens“ das Schickſal gegen alles menſchliche Wollen und Können ſich entſchieden. Was auch die Ueberleben⸗ den zur Rettung der Gefährten unter Einſatz all ihrer Kräfte unternommen haben, es war vergeb⸗ lich. 8 Nicht vergeblich aber war das heldenhafte kühne Streben und Kämpfen der Kameroden und ihrer Träger. Es galt, ein hohes und ideales Ziel für Deutſchland zu erobern. Der Geiſt, der dieſe Män⸗ ner beſeelte, wird weiterleben und zu neuen Taten rufen. Konzerte des kommenden Winters in Mannheim Für den kommenden Winter ſind durch Verein⸗ barungen zwiſchen der Kreisleitung der NSDAP. und der Stadtverwaltung Mannheim für die nach⸗ ſtehend aufgeführten muſikaliſchen Veranſtaltungen die beigeſetzten Tage feſtgelegt worden: 1. Akademiekonzerte und Volksſymphoniekonzerte Die Konzerte der Muſtkaliſchen Abademie des Nationaltheaters werden wie im letzten Konzertwin⸗ ter jeweils an Dienstagen ſtattfinden. Ihnen gehen jeweils am Montag abend voraus die auf Veranlaſſung der Stadtverwaltung durchgeführten Volks⸗Symphoniekonzerte, die das gleiche Pro⸗ gramm und die gleichen Dirigenten und Soliſten aufweiſen, wie die Akademiekonzerte. Als Tage kom⸗ men in Betracht: Montag, der 8. und Dienstag, der 9. Oktober 1984 . 8*. Nov. 1934 1„ d„ 7„ 4. Dezember 1984 .„.„ 15„22. Januar 1935 78 5 7„12. März 1935 15„ 58„ 2. April 1935 2. Dratorien Für den 20. November iſt die Aufführung des Oratorſums„Der große Kalender“ von Her⸗ die Aufführung des„Requiem“ von Verdi durch — 3 mann Reutter und für Karfreitag(19. April 1935) gaben abgegolten. i das Nationaltheater⸗Orcheſter und den gemiſchten Chor des Lehrergeſangvereins Mannheim⸗Ludwigs⸗ hafen geplant. 8. Konzerte der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ In Ausſicht genommen ſind 6 ſolcher Konzerte, und zwar an folgenden Tagen: Mittwoch, den 19. oder Donnerstag, 20. Sept. 1994) Montag, den 1. Oktober 1984; Freitag, den 16. November 1934; Freitag, den 11. Januar 1935; Freitag, den 1. Februar 1935; Freitag, den 1. März 1935. 4. Kammermuſikabende. Die Kammermuſikabende werden im Winter 1934/35 durch die NS⸗Kulturgemeinde(Kampfbund für deutſche Kultur, Deutſche Bühne) veranſtaltet und zwar an folgenden Tagen: Dienstag, den 16. Oktober 1934; Dienstag, den 20. November 1934; Dienstag, den 11. Dezember 19384; Dienstag, den 15. Januar 1935; Dienstag, den 19. Februar 1985; Dienstag, den 26. März 1935. 5. Mozart⸗Woche. a In der zweiten Maiwoche 1935, im Anſchluß an die Rennwoche, wird vorausſichtlich eine Mozart⸗ woche ſtattfinden, die aus zwei Mozartabenden im Nationaltheater, einem Serenadenabend und einen Symphoniekonzert im Schloß beſtehen wird. Ort und Stunde der einzelnen Konzerte und ihre Vortragsfolge werden ſpäter bekanntgegeben wer⸗ den. * Das Honorar für Konzert⸗Soliſten. Die Sh⸗ liſtengagen⸗Konvention des Reichsverbandes für Konzertweſen, dem bekanntlich auch die Gemeinden als Konzertveranſtalter angehören, iſt für den kom? menden Konzertwinter unverändert geblieben. Na der„Allgemein. Muſikztg.“ bleibt die Höchſtgag 700 Mark, zuzüglich eines Zuſchlages bis zu hö ſtens 50 v.'. für die öffentliche Hauptprobe ſchließlich des Probeaufenthalts. Mit Honorar Probezuſchlag ſind alle Nebenvergütungen und A 1 905 Huter Gaule Bürcke leiter der Die 2 den ſich Der Blic mächtigte noch vor Hauptquc lebendige nicht ver Führer mag für tuung ge Arbeit u für Adol Wenn Geſolgsm betraut h der aus f ihr zutief die Saar. 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Joſef Bürckel empfing am Dienstag den Hauptſchrift⸗ leiter der Nationalſozialiſtiſchen Parteikorreſpondenz. Die Büroräume des Saarbevollmächtigten befin⸗ den ſich ſeit wenigen Tagen im Thüringen⸗Haus. Der Blick vom Büro des neubeſtellten Saarbevoll⸗ mächtigten fällt gerade auf den Kaiſerhof, in dem noch vor zwei Jahren ſich Adolf Hitlers Berliner Hauptquartier befand. In ſeiner Sprache, in ſeinem lebendigen Weſen kann Joſef Bürckel den Pfälzer nicht verleugnen. Er iſt ſeit 1925 als Gauleiter Führer der pfälziſchen Nationalſozialiſten, und es mag für ihn der 19. Auguſt eine beſondere Genug⸗ uung geweſen ſein, ein Lohn für die mühevolle Arbeit um die Gewinnung der Herzen der Pfälzer für Adolf Hitler und den Nationalſozialismus. Wenn Adolf Hitler den heute 3 jährigen treuen Gefolgsmann mit einer weiteren wichtigen Aufgabe betraut hat, ſo iſt hier ein Mann berufen worden, der aus ſeiner weſtdeutſchen Heimat geboren und mit ihr zutiefſt verwachſen iſt, der gleichen Stammes wie die Saarländer ſelbſt mit beſonderer Liebe ſich dem Dienſt ſeiner neuen Aufgabe widmet. Das Geſpräch beginnt mit einem Hinweis auf das prächtige Ergebnis der Volksabſtimmung in der Pfalz. Gauleiter Bürckel ſieht eines der weſentlichſten Merkmale des Erfolges in der Tatſache, daß die pfälziſche Arbeiterſchaft, eine Arbeiterſchaft, die ſich fanatiſch zu Adolf Hitler bekennt, ſchon vor elf Jah⸗ ten dem Separatismus die Fauſt gezeigt hat, und in her ebenſo wie bei den Pfälzer Kleinbauern der Nationalſozialismus ſchon ſeit Jahren Fuß faßte, und die ſich heute hundertprozentig Adolf Hitler verschreibt. Dazu iſt es in der Pfalz gelungen, den Frieden zwiſchen den beiden Konfeſ⸗ ſtonen und der Partei zu einer von beiden Seiten von beſtem Willen getragenen fruchtbaren Zuſammenarbeit zu geſtalten und die früheren poli⸗ liſch bedingten Reibungsflächen völlig auszuſchalten. „Die ſozialiſtiſche Selbſthilfe“ Gauleiter Bürckel berichtet dabei von der Sozia⸗ liſtiſchen Selbsthilfe, die er in der Pfalz von laufen⸗ den freiwilligen Beiträgen aufgebaut hat und die heute mit täglichen Einnahmen von 12⸗ bis 13000 Mark eine ganze Reihe ſozialiſtiſcher Maß⸗ nahmen durchführt. So werden Lohnzuſchläge für Arbeiter bezahlt, die in wirtſchaftlich beſonders ſchwachen Induſtriezweigen tätig ſind, es werden zu⸗ ſätzliche Mittel zur Arbeitsbeſchaffung den Gemein⸗ den zur Verfügung geſtellt, und tauſend andere Dinge mehr. So wurden in den letzten zwei Mona⸗ ten nahezu 1000 armen Volksgenoſſen Betten zur Verfügung geſtellt, ein großes Haus„Mutter und Kind“ den Müttern gegeben. Gegenwärtig werden an Stelle von Wohnbaracken 400 Ein⸗ familienhäuſer gebaut. Durch ſolche und andere Maßnahmen, die den Sinn haben, die Volks⸗ genoſſen immer mehr zuſammenzuführen, und durch eine ſtraffe ſchlichte Führung des Parteiapparates wurde das Vertrauen und die Liebe, die die Pfälzer Adolf Hitler entgegenbringen, vertieft und geſtärkt. Wir ſprachen bisher den Gauleiter Bürckel. Der intereſſante Einblick in ſein Arbeitsgebiet, in dem er bisher für Adolf Hitler, für Partei und Staat wirkte, leitet über zu den großen Aufgaben, die er als Saarbevollmächtigter jetzt vor ſich hat, und die Gedanken, die ihn dabei bewegen. „Eine innere Angelegenheit der Saarbewohner“ Joſef Bürckel umreißt dieſe Aufgabe in einem prägnanten Satz:„Meine Aufgabe als Saarbevoll⸗ mächtigter ergibt ſich aus den Zuſtändigkeiten des Reiches, die in den beſtehenden Verträgen und Ab⸗ machungen beim Völkerbund feſtgelegt ſind,“ und er fährt weiter fort:„Es beſteht ohnedies nicht der ge⸗ kingſte Zweifel darüber, daß die eigentliche Saar⸗ frage, das Bekenntnis der Saar zum Reich, ſchon deshalb eine innere Angelegenheit der Sgarhewohner ſelbſt iſt, weil dieſe es als Be⸗ leidigung auffaſſen müßten, wollte man ihnen bei ihrem Bekenntnis zu Deutſchland Hilfe von außen anbieten. Wenn heute oft im Zuſammenhang mit der Auf⸗ ſtellung von Polizeiorganen die Forderung nach zueutralen“ Saarländern zum Zwecke der polizei⸗ lichen Verwendung erhoben wird, ſo muß dabei be⸗ dacht werden, daß kein Menſch als„Neutraler“ ge⸗ boren wird, und ganz beſonders der Saarländer wird durch ſeine erſte Abſtimmung bezeugen, daß er als Kind einer deutſchen Mutter geboren wurde. „Wenn der Gau Pfalz am 19. Auguſt ſich mit einem 96prozentigen„Ja“ zum neuen Deutſch⸗ land bekannt hat, ſo ſehen die Saardeutſchen dieſes offene Bekenntnis ihrer Nachbarn und Stammes⸗ brüder als einen beſonders eindrucksvollen Beweis der Verlogenheit, mit der die ſeparatiſtiſchen Hetzer das Deutſchland Adolf Hitlers verleumden.“ Gauleiter Bürckel betont dabei, daß das Abſtim⸗ mungsergebnis der Pfalz auch deshalb bemerkens⸗ wert iſt, weil ſie durch ihr unmittelbares Angrenzen an das Saargebiet wahrhaftig nicht verſchont bleibt don all den Greuelmärchen und der Hetzpropoganda durch die Emigranten und Separatiſten, die dieſen Lügenfeldzug für ihren Entſcheidungskampf in ſtei⸗ gendem Maße organiſieren, verbreitet werden. „Und ebenſo wie der Pfälzer, ſo wird auch der Saarländer dieſen dunklen Elementen eine entſchei⸗ dende Abfuhr geben. Der deutſche Saarländer deuke nicht daran, am 13. Jannar das Saargebiet zu einem offiziellen Aſyl für alle die Leute zu erklären, die bei uns der Staatsanwalt ſucht.“ In bezug auf die Darſtellung, die in der ausländi⸗ ſchen Preſſe vielfach über die Saarfrage gegeben wer⸗ den, erklärt Pg. Bürckel, daß es zu empfehlen wäre, wenn ſich dieſe neutralen Beſucher des Saargebietes am Sonntag in Koblenz über den wahren eiſt und die unerſchütterliche Treue der übergroßen Mehrzahl der deutſchen Saarländer unterrichten würden, die ſich tagtäglich von einer verſchwindenden Minderheit beſudeln laſſen müſſen. Präſidialkanzlei Berlin, 22. Auguſt. Auf Anordnung des Führers und Reichskanzlers hat das bisherige n — r Botſchafter und Gefolge entſchwinden durch die nächſte Tür, die beiden Mäochen ſteigen die Treppe empor zum Frühſtückszimmer. Der Tiſch iſt ent⸗ zückend gedeckt. Was die Pariſer Küche an leichten Delikateſſen bietet, iſt in kleinen Schüſſeln hübſch arrangiert. Wohltemperierter Burgunder wartet auf die Gäſte. Unẽbeſchreibliche Zuſtände in einer Botſchaft Es dauert über eine halbe Stunde, bis der Bot⸗ ſchafter erſcheint. Sein fleiſchiges Geſicht iſt gerötet, und noch ehe er ſich niederläßt, explodiert der gewal⸗ tige Zorn, den er bei ſeinem Rundgang in ſich an⸗ geſammelt hatte.„Verzeihen Sie, Komteſſe“, bricht er los,„wenn ich in Ihrer Gegenwart meiner Em⸗ pörung über die Zuſtände Ausdruck gebe, die ich hier vorgefunden habe. Aber das iſt ja geradezu unbe⸗ ſchreiblich. Der Schmutz, die Verwüſtung und die Unordnung ſind fürchterlich. Unſere Paradezimmer ſehen aus, als ob jahrelang Soldaten drin gehauſt hätten! Alle Gardinen und Teppiche müſſen erneuert werden. Die koſtbaren Wandbeſpannungen ſind von zehnjährigem Schmutz ſo ſchwarz geworden, daß man ſte überhaupt nicht mehr brauchen kann. Möbel gibt es faſt keine. Es iſt eine Schande, daß gerade unſer Palais in Paris ſo ausſieht. Ich habe mir ſagen laſſen, daß alle anderen Botſchaften tadelloſe Häuſer haben, ſogar das arme Italien, das ſein Botſchafter⸗ palais einfach, aber gediegen und jedenfalls ſehr re⸗ präſentativ eingerichtet hat.“ Haſtig trinkt Iswolſky einen Schluck Wein. Sein Mündel Irina ſtreichelt ihm begütigend die Hand. „Lieber Onkel, es iſt wirklich nicht meine Schuld, daß es ſo ausſieht. Ich habe in den drei Tagen ge⸗ ſchafft, was nur zu ſchaffen ging. Aber es war un⸗ möglich, die zehnjährigen Sünden der Vergangen⸗ heit in dieſer kurzen Zeit wieder gutzumachen.“ „Ich weiß es, liebes Kind, und bin dir dankbar für deine Mühe. Aber ich ſehe voraus, daß wir noch Monate brauchen werden, um dieſen— er verſchluckt das Wort—„ſagen wir: unwürdigen Aufenthalt in einen einigermaßen repräſentablen Zuſtand zu ver⸗ ſetzen. Frau Nelidowa ſollte ſich ſchämen, mir das Gebäude in dieſem Zuſtand hinterlaſſen zu haben. Ich werde Möbel, Vorhänge, Teppiche anſchaffen müſſen, natürlich aus eigener Taſche, denn die Re⸗ gierung hat für ſolche Dinge kein Geld. Was das alles koſtet! Aber die Herren in Petersburg werden doch in die Taſche greifen müſſen, denn ſie kommen um einen Aufbau nicht herum. Die Kanzleiräume ſind gänz⸗ lich ungenügend. Es iſt unmöglich, in dieſem Wuſt von Papier, der auf engſtem Raum aufgeſtapelt iſt ſich durchzufinden. Ich werde dieſe Forderung auf das ſchärfſte vertreten.“ Ein politiſches Frühſtück Allmählich beruhigt ſich Iswolſky. Das Frühſtück behagt ihm. Er iſt ein feiner Genießer und weiß die Vorzüge der franzöſiſchen Küche zu ſchätzen. Im Verlauf des Mahles wird er beinahe aufgeräumt, „Ich weiß von Irina“ ſo wendet er ſich an vonne, „daß Sie ſich für Politik lebhaft intereſſieren. Ihr Vater iſt in der Politik nicht aktiv, nicht wahr?“ „Keineswegs. Vater iſt Royaliſt, hat aber keine Freude am parlamentariſchen Betrieb. Trotzdem verfolgt er die Ereigniſſe ſehr genau.“ „Aber wie jeder gute Franzoſe, wird er in der elſaß⸗lothringiſchen Frage ſeine klare und entſchie⸗ dene Meinung haben. Die Rückkehr des Elſaß zu Frankreich, das iſt die große Sache.“ Yvonne begnügt ſich den Botſchafter aus ihren blauen Augen anzuſtrahlen. Im übrigen ſchweigt ſie. der Petrowi Wee eee tsch IS wo Der 2 Iswolſky plaudert weiter.„So zornig ich auch auf Frau Nelidowa bin, ſo muß ich ihr doch beinahe verzeihen, um ihres Gatten willen. Er hat in ſeiner Botſchafterlaufbahn den glänzendſten Schachzug ge⸗ tan, als er kurzerhand mit einem Telegramm den Vertrag von Björkö vernichtete. Sie kennen die Ge⸗ ſchichte?“ „Nur unvollkommen.“ „Seit 1904 hat Kaiſer Wilhelm verſucht, den Zaren für einen Bund der Kontinentalmächte gegen Eng⸗ land zu gewinnen. Er hat alles getan, um in meinem erhabenen Monarchen das Gefühl des Mißtrauens gegen England zu erwecken. Ein Bündnis zwiſchen Deutſchland und Rußland ſollte der Anfang der Neu⸗ orientierung ſein. Frankreich würde dann gezwun⸗ gen ſein, dem Vertrag beizutreten. Mein erhabener Herrſcher hat ſich geweigert, auf dieſen Plan ein⸗ zugehen. Jedenfalls ſollte der Vertrag vor der Un⸗ terzeichnung auch Frankreich unterbreitet werden. Das wiederum ſuchte der Kaiſer mit allen Mitteln zu verhindern. Brieflich und telegraphiſch hat er Kaiſer Nikolaus bearbeitet, ſchriftlich ſeine Zuſtim⸗ mung zu geben. Aber dieſer iſt feſt geblieben und hat auch ſorgfältig vermieden, dem deutſchen Kaiſer perſönlich zu begegnen. Er wußte nur zu ſehr, daß er dem Ungeſtüm Wilhelms II. und ſeiner feurigen Beredſamkeit kaum ſtandhalten werde. Der„Ueberfall“ von Björk Schließlich arrangierte Kaiſer Wilhelm einen förmlichen Ueberfall. Am 23. Juli 1905 wurden wir durch die Meldung überraſcht, daß der Kaiſer an Bord der„Hohenzollern“ auf der Reede von Björkö auf⸗ getaucht ſei, wo die Zarenjacht„Polarſtern“ ankerte. Es war ein klug eingefädelter Streich. Der Zar war nur in Begleitung ſeiner Familie und ſeines perſönlichen Gefolges. Drei Tage blieb Wilhelm II. an Bord. Unmittelbar vor ſeiner Abfahrt, nach einem Frühſtück, das an Bord der„Hohenzollern“ ſtattfand, hatte er den Zaren ſoweit, daß er den Ver⸗ trag unterzeichnete. Es war ein Bündnisvertrag für den Fall eines Angriffs einer dritten Macht auf einen der vertragſchließenden Teile. Eine Beitritts⸗ klauſel ließ die Möglichkeit offen, daß Frankreich ſich dem Vertrag anſchließen könne. Für mich beſteht kein Zweifel, daß mein Herrſcher der überwältigen⸗ den Beredſamkeit Kaiſer Wilhelms und ſeiner ge⸗ waltſamen Art des Vorgehens unterlegen iſt. Es war der Streich eines Hypnotiſeurs, eine klug ge⸗ ſtellte Falle, eine Erpreſſung, eine Vergewaltigung. Sie ſtimmen mir zu, Komteſſe?“ Yvonne ſagte ernſt:„Soviel ich weiß, arbeitet die Diplomatie mit allen Mitteln, wenn ſie ein Ziel er⸗ reichen will. Das dürfte zu allen Zeiten und in allen Ländern ſo geweſen ſein.“ „Zugegeben, aber beachten Sie folgenden Um⸗ ſtand: Nachdem der Kaiſer beinahe mit Gewalt den Vertrag von unſerem Zaren extrahiert hatte, beſtand er darauf, daß er von dem verantwortlichen Mini⸗ ſter gegengezeichnet werde. Er hatte ſich zu dieſem Zweck Herrn von Tſchirſchky aus dem Auswärtigen Amt mitgenommen, der als Stellvertreter des deut⸗ ſchen Staatsſekretärs des Auswärtigen gelten konnte. Auf unſerer Seite war kein Würdenträger von glei⸗ chem Rang vorhanden, mit Ausnahme des Admirals Birilew, des Marineminiſters, der zufällig an Bord des„Polarſterns“ weilte. Der alte Seemann, der in Dingen der Außenpolitik gänzlich unerfahren war, wurde im letzten Augenblick herangerufen und zö⸗ gerte nicht, ſeine Unterſchrift unter ein Dokument zu ſetzen, das den Namenszug des Zaren trug. Ja, einer der Herren des Geſolges hat mir ſogar erzählt, daß, als der Admiral ſeinen Namen ſchrieb, Kaiſer Wilhelm ſeine Hand auf den oberen Teil des Doku⸗ (Funkmeldung der NM) — London, 22. Auguſt. Zu dem Ergebnis der Zuſammenkunft zwiſchen Muſſolini und Bundeskanzler Schuſchnigg ſchreibt „Daily Herald“, in Florenz ſei etwas geſchaffen worden, was große Aehnlichkeit mit einem ita⸗ lieniſchen Protektorat über Oeſterreich habe. Italien verpflichte ſich nicht nur, Oeſterreich gegen einen Angriff von außen her beizu⸗ ſtehen, ſondern auch alle Mittel anzuwenden, um den Sturz der jetzigen Diktatur in Oeſterreich mit friedlichen Mitteln oder mit Gewalt zu verhindern. Falls die Regierung Schuſchnigg von ciner ſolchen Gefahr bedroht werde, dann verpflichte ſich Italien, zu ihrer Unter⸗ ſtützung italieniſche Truppen über die Grenze zu ſchicken. Um den Schein zu wahren, würden dieſe Truppen offiziell unter öſterreichiſchen Befehl geſtellt werden. Es verlaute, daß dieſe Vereinbarung in einem for⸗ mell unterſchriebenen Pakt enthalten ſei. Die öſter⸗ reichiſche Regierung werde mit einem Wort im In⸗ nern wie nach außen hin völlig abhängig von der italieniſchen Unterſtützung ſein. Sie werde zu einer Vaſallen regierung, deren Innen⸗ und Außen⸗ politik von Rom kontrolliert werde. Der Sonderkorreſpondent der„Times“ in Florenz erklärt: Das ungewöhnlich lange, klare und kraft⸗ voll formulierte Kommuniqué über die Beſprechun⸗ gen zwiſchen Muſſolini und Schuſchnigg erklärt nicht nur poſitiv die Richtlinien, auf Grund deren die Be⸗ ziehungen zwiſchen beiden Ländern entwickelt wer⸗ den ſollen, ſondern es beſeitigt auch mehrere von gewiſſen Botſchaften in Rom in Umlauf geſetzte Ge⸗ rüchte. Die Bezugnahme auf die Erhaltung der Italieniſches Protektorat über Oeſterreich? Ruhe im Donaubecken kläre für den Augen⸗ blick die vielen Gerüchte über die Wiedereinſetzung der Habsburger und ebenſo gewiſſe diplomatiſche Be⸗ richte, in denen behauptet wurde, Italien habe ge⸗ wiſſe Botſchaften darüber ſondiert, ob der Abſchluß eines regelrechten Militärbündniſſes mit Oeſterreich wünſchenswert wäre, ein Bündnis, das Italien notfalls das Recht gebe, in Oeſterreich eine militäriſche Aktion zu unternehmen. Ein anderer Bericht, ſo behauptet die„Times“, ſei in gewiſſen deutſchen Kreiſen im Umlauf geweſen, wonach die Zuſammenkunft ein Prüfſtein für den italieni⸗ ſchen Wunſch bilden würde, die„zerriſſenen Fäden der Freundſchaft mit Deutſchland“ wieder anzu⸗ knüpfen. Der ganze Ton des Kommuniqués, beſon⸗ ders aber die Bezugnahme auf die völlige innere Autonomie Oeſterreichs zeige, daß Muſſolin:! und Schuſchnigg gemeinſam Deutſchland vor einer„Einmiſchung in innere öſterreichiſche Angelegenheiten“ warn⸗ ten. Der entſchloſſene Wille, die Politik von Dr. Dollfuß in dieſer Beziehung fort⸗ zuſetzen, ſei unverändert geblieben oder noch ſtärker geworden. Ebenſo ſei der Hinweis auf das europäiſche Inter⸗ eſſe am öſterreichiſchen Problem ein neuer Wink an Deutſchland, daß es es nicht nur mit Italien und Oeſterreich zu tun haben würde(). Die Worte„auf kulturellem Gebiet“ würden von maßgebender Seite mit größerem Tou⸗ riſtenverkehr, Austauſch von Studenten und Profeſ⸗ ſoren und anderen intellektuellen und pädagogiſchen Fragen in Zuſammenhang gebracht. Was das poſt⸗ tive Ergebnis der Beſprechungen angehe, ſo ſei, meint die„Times“, mit einer ernſtlichen Bemühung zu rechnen, das durch die römiſchen Protokolle zwi⸗ ſchen Italien, Oeſterreich und Ungarn geſchaffene Syſtem auf die Kleine Entente und auch auf Deutſchland auszudehnen, falls letzteres„den 12 58 DD mentes legte. Graf Lamsdorff hat ihn ſpäter gefragt, wie er dazu gekommen ſei, ſeine Unterſchrift zu lei⸗ ſten, und Birilew hat ganz treuherzig erklärt, daß er jederzeit das gleiche tun würde, denn es ſei ſeine Pflicht als Seeoffizier, jedem Beſehl ſeines oberſten Kriegsherrn zu gehorchen. Das iſt die Geſchichte des Vertrags von Björkö.“ Nelidows Genieſtreich „Aber der Vertrag iſt ſpäter annulliert worden d“ fragt Yvonne intereſſiert. „Ja, und das iſt die Geſchichte, bei der Nelibow jene entſcheidende Rolle ſpielt, für die ich ihm dauk⸗ bar bin und um deretwillen ich ihm beinahe ver⸗ zeihen kann, in welchem Zuſtand er mir das Bor⸗ ſchaftsgebäude überlaſſen hat. Kaiſer Nikolaus be⸗ kam unmittelbar nach der Abreiſe Wilhelms die ſchwerſten Bedenken, doch ließ er vierzehn Tage ver⸗ ſtreichen, ehe er dem Grafen Lamsdorff von dem Vertragsabſchluß Mitteilung machte. Dieſem fiel es leicht, den Zaren zu überzeugen, daß er in eine Falle gegangen ſei, und er erhielt freie Hand, um den Vertrag zu annullieren. Er ſchrieb an unſeren Botſchafter Nelidow in Paris, ob es möglich ſet, die franzöſiſche Regierung über den Vertrag von Biör⸗ kö zu ſondieren. Ohne überhaupt beim Pariſer Außenamt anzufragen, telegraphierte Nelidow ſchlagfertig zurück, daß Frankreich, das mit den Feſt⸗ ſetzungen des Frankfurter Friedens nie einverſtau⸗ den geweſen ſei und gerade jetzt die Entente Cor⸗ diale mit England abgeſchloſſen habe, niemals einem ſolchen Vertrag zuſtimmen werde. Darauf⸗ hin erhielt der deutſche Kaiſer vom Zaren einen Brief, worin formell mitgeteilt wurde, daß die Zu⸗ ſtimmung Frankreichs zu dem Vertrag nicht zu er⸗ reichen ſei und daß ſeine Wirkſamkeit deswegen ſo⸗ lange ſuspendiert werden müſſe, bis eine vollkommene Einigung zwiſchen den drei Mächten erzielt würde. Wie ſich Kaiſer Wilhelm dazu geſtellt hat, mag uner⸗ örtert bleiben. Jedenfalls ſehen Sie aus dieſer kur⸗ zen Geſchichte, daß Rußland ſich ſtets als ein treuer und zuverläſſiger Freund Frankreichs erwieſen hat.“ „Ich danke Ihnen ſehr, Exzellenz, für dieſe aus⸗ gezeichnete Lektion in höherer Diplomatie, die ich ſoeben erhalten habe.“ Yyonne ſpricht ganz ohne Ironie. Sie hat die wunderbare Gabe, ſelbſt den überraſchendſten Situationen gewachſen zu ſein. Ein Vormittag, der mit Hausputzfragen beginnt und dann in die verwickelten Sphären der Geheimpolitik ein⸗ führt, iſt ſicher nicht alltäglich. Aber das Gleichge⸗ wicht der reizenden Komteſſe iſt keineswegs geſtört. Herzlich verabſchiedet ſie ſich von ihrer Freundin Irina und vom Botſchafter. Neuffen erfährt eine Neuigkeit Als ſie durch den Vorſaal geht, wird gerade Herr von Neuffen von einem Herrn der Botſchaft mit vielen Komplimenten zur Tür geleitet. Der junge Mann hat im Auftrag ſeines Botſchafters einen kur⸗ zen informellen Beſuch abgeſtattet, um Herrn Is⸗ wolſky ſagen zu laſſen, daß man ihm zu ſeinem Ein⸗ zug in ſeinen neuen Wirkungskreis alles Gute wünſche. Die liebenswürdige Geſte iſt mit ruſſiſcher Höflichkeit entgegengenommen worden. vonne weiß nicht, ob Neuffen ſie bemerkt hat. Sie geht auf der Straße hinter ihm her, aber tach einigen Schritten dreht er kurz um und begrüßt ſie. Sie lacht. „In der Tat, Sie haben Ihre Augen überall.“ „Das iſt mein Beruf. Ich wette, Sie haben Irina bei ihren häuslichen Vorbereitungen für den Empfang des Onkels geholfen.“ (Fortſetzung folgt.) Ein Aufruf Seloͤtes an den NS Der Bundesführer des NS⸗Deutſcher Front⸗ kämpferbundes(Stahlhelm), Reichsarbeitsminiſter Franz Seldte, erläßt an die Mitglieder des Bundes folgenden Aufruf: Kameraden! Am 19. Auguſt habt Ihr Euch mit der überwältigenden Mehrheit des deutſchen Vol⸗ kes geſchloſſen und einſatzbereit zu unſerem und des Reiches Führer Adolf Hitler bekannt. Dieſes Be⸗ kenntnis war der erſte Dienſt nach dem von mir für den Bund angeordneten Sommerurlaub; er ſoll auch für unſre weitere Arbeit richtungweiſend ſein. In treuer und ehrlich erwiderter Kameradſchaft mit den anderen Gliederungen der großen national⸗ ſozialiſtiſchen Bewegung wollen wir, erhoben durch den ſtarken Zuſammenklang des Willens von Füh⸗ rer und Volk, mit friſchen Kräften ans Werk gehen, und mitarbeitend am Aufbau des nationalſozialiſti⸗ ſchen Staates, die Aufgaben anpacken, die uns der Führer ſtellt. Hirtſiefer amneſtiert — Eſſen, 22. Auguſt. In Auswirkung des Straf⸗ freiheitsgeſetzes ſind auch die Angeklagten des Hirt⸗ ſiefer⸗Prozeſſes, der im Dezember 1933 vor der Straf⸗ kammer in Bochum ſtattfand, amneſtiert worden. Hirtſiefer wurde damals wegen paſſiver Beſtechung zu ſechs Monaten Gefängnis und 900 Mark Geld⸗ ſtrafe verurteilt, während drei Mitangeklagte Wegen Untreue bzw. Beihilfe mit Gefängnisſtrafen bis zu zwei Monaten und mit Gelodͤſtrafen von 500 bis 1000 Mark belegt worden waren. Zuſicherungen des Herrn von Papen entſprechend“ handele.. 1 2 8 Das unschädliche Naturprodukt NE DA Früchte würfel zur Verhütung der Darmträgheit wirkt mild und zuverlässig 55 In Apotheken. Drogerien und Relormhäusern zu haben: 5 Donnerstag, 23. Auguſt 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 5 Nummer 985 — Mannheim, den 23. Auguſt. Nächtliches Gewitter in der Ferne Drückende Schwüle lagerte geſtern wieder über der Stadt und legte ſich lähmend auf die Glieder. Vergeblich wartete man auf einen erfriſchenden Ge⸗ witterregen, den man ſich beſonders am Nachmit⸗ tag gewünſcht hätte, als der Wärmemeſſer 29 Grad im Schatten anzeigte. Im Laufe der Nacht ballten ſich Gewitter zuſammen, die jedoch nicht unſer Stadt⸗ gebiet erreichten. Lediglich einige Ausläufer gingen über Mannheim hinweg und brachten leichten Regen. Beim Morgengrauen donnerte es noch kräftig in der Ferne. Als gegen ſechs Uhr erneut Regen einſetzte, glaubte man ſchon, daß die Gewit⸗ tertätigkeit zunehmen werde. Gleich darauf hellte es jedoch auf, ſo daß die Sonne ſich wieder an die Arbeit machen konnte. Durch den Regen iſt eine merkliche Abkühlung eingetreten. Queckſilber ging im Laufe der Nacht bis auf 19 Grad zurück. Das Friedrichsfelder Allerlei Durch die außergewöhnliche Hitze im Juli konnte dieſes Jahr die Ernte um 14 Tage früher nach Hauſe gebracht werden. Der Körnerertrag iſt recht gut ausgefaelln. Auch die ſpäteren Kartoffelſorten laſſen auf eine gute Ernte ſchließen, ſo daß, zuſam⸗ men mit einer ertragreichen Obſternte, die Kammern und Fäſſer der Bauern vollauf gefüllt ſind. Ueber⸗ lieferungsgemäß veranſtaltete a der Eiſenbahnerverein Friedrichsfeld auch dieſes Jahr wieder einen Fami⸗ lienausflug ins badiſche Land. Diesmal gings mit dem Sonderzug nach Gernsbach im Murgtal. Da der Verein auch Nichtmitgliedern die Beteiligung an der Fahrt geſtattete, reichten im Zug die Plätze kaum aus, um allen Teilnehmern Sitzgelegenheit zu geben. Frohe Stimmung herrſchte überall, als der Zug unter den Klängen der mitfahrenden Kapelle den Bahnhof verließ. Im feſtlich geſchmückten Gernsbach war feierlicher Empfang durch den Bürgermeiſter des Murgtalſtädtchens. Die zur Ver⸗ fütgung ſtehende Zeit wurde reichlich ausgenutzt, um die ſchöne Gegend des nördlichen Schwarzwaldes kennen zu lernen. Auch Baden⸗Baden, die deutſche Bäderſtadt von Weltruf, war das Ziel vieler Teil⸗ nehmer. Der Militärkriegerbund hielt ſeine halbjährliche Generalverſammlung ab. Nach den Begrüßungsworten des Vorſitzenden Hopog verlas L. Benz den Geſchäftsbericht, Kaſ⸗ ſter Krieger den Bericht über den Kaſſenſtand. Dabei war erfreulich zu hören, daß jetzt ſchon eine recht namhafte Summe für das zu errichtende Kriegerdenkmal gebucht werden kann. Das Denkmal ſoll in ungefähr zwei Jahren errichtet werden. Gauführer Moſer aus Schwetzingen hielt einen lehrreichen Vortrag über wichtige Fragen des Aufbaues des Verbandes. Mit dem Deutſchland⸗ und dem Horſt⸗Weſſel⸗Lied war der offizielle Teil der Verſammlung zu Ende. Flotte Marſchmuſik der Kapelle Jamutty und alte Soldatenlieder ſorgten für den gemütlichen Abend. Im„Hirſchen“ hielt der Fußballklub Germania ſeine Generalverſammlung ab. Der Vorſitzende G. Kahrmann begrüßte die zahlreich erſchienenen Mitglieder. Er bezeichnete das verfloſſene Jahr als ein Jahr des Aufbaues und des Erfolges und ſprach aus dieſem Grunde allen Mitgliedern ſeinen Dank aus. Für langjährige Mitgliedſchaft konnte den Herren Alfred Dehouſt, Oskar Dehouſt und Hermann Kahrmann die ſilberne Vereins⸗ at del überreicht werden. Der Kaſſenbericht fiel zur Zufriedenheit aller aus. Die Berichte der Sport⸗ warte zeugten davon, daß im Verein fleißig und ge⸗ wiſſenhaft gearbeitet wurde. Mit nur kleinen Ver⸗ änderungen wurde die ſeitherige Vorſt an d⸗ ſchaft wieder gewählt. Mit einem„Sieg⸗ Heil!“ auf den Reichskanzler und auf den Führer des Deutſchen Sportes wurde die Verſammlung ge⸗ ſchloſſen. Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feierten: Der Schuhmachermeiſter Karl Blech mit ſeiner Ehefrau Maria geb. Brunner. Andreas Zipp, der frühere Wirt zum„Ratskeller“, und ſeine Frau Ida, geb. Lavenube; Ludwig Henrich und ſeiine Frau Elſe, geb. Manſchott, ſowie der Direktor der Ful⸗ 8 Friedrichsfeld, Karl Münz und ſeine rau. Verleihung des Ehrenkreuzes Mehrfache Anfragen geben dem Reichsminiſte⸗ rium des Innern zu folgender Klarſtellung Veran⸗ laſſung: Nach der eindeutigen Faſſung der Stiftungsur⸗ kunde des Reichspräſidenten Generalfeldmarſchalls von Hindenburg iſt das Ehrenkreuz— von den Kriegerhinterbliebenen abgeſehen— nur für Kriegs⸗ teilnehmer, d. h. für ſolche Reichsdeutſchen beſtimmt, die im Weltkriege auf deutſcher Seite oder auf ſeiten der Verbündeten Kriegsdienſte geleiſtet haben. Kriegsdienſte hat nach der dazu von mir erlaſſenen Durchführungs verordnung derjenige Reichsdeutſche geleiſtet, der im Weltkriege zur Wehrmacht einge⸗ zogen war. Hiernach können, um nur die hauptſäch⸗ lich in Frage kommenden Perſonenkreiſe zu erwäh⸗ nen, weder die Zivilinternierten noch die Hilfsdienſt⸗ pflichtigen bei der Verleihung des Ehrenkreuzes be⸗ rückſichtigt werden. * Zum zweitenmal in Blüte ſteht ein Apfelbaum auf dem Baumſtück von Heim am Ilvesheimer Weg. An einem Rebſtock bei Michael Spatz in der Dia⸗ koniſſenſtraße in Feudenheim kann man ebenfalls neben reifen Trauben die zweite Blüte beobach⸗ ten. In Nemeie Neue Volkswohnungen im Bau Wie Pilze nach einem warmen Sommerregen ſind draußen in Neueichwald im Käfertaler Wald die Siedlungshäuschen aus dem Boden ge⸗ ſchoſſen. Viele fleißige Hände haben ſich gerührt und in Gemeinſchaftsarbeit iſt eine kleine Waldſtadt er⸗ ſtanden, die für viele eine Befreiung von der Not der letzten Jahre bedeutet. Nach harten Wochen der Arbeit, die für die meiſten ungewohnt war, kommt jetzt die Krönung: es kann eingezogen wer⸗ den. Das Ziel iſt erreicht! 76 Häuſer ſind ſchon bezogen, bis zum 1. Sep⸗ tember werden 150 Häuſer bewohnt ſein und bis zum 1. Oktober können auch dee letzten der 222 Familien einziehen. 2 Wagen aller Art rollen über den Waldhof und durch die Gartenſtadt nach der Neueichwaldſiedlung. Betten, Schränke und Kaſten ſind hoch aufgetürmt und mit Seilen geſichert. Die Gemeinſchafts⸗ arbeit, die beim Bau die Vorausſetzung für die Erſtellung der Siedlung geweſen iſt, tritt auch jetzt wieder in Erſcheinung. Man läßt den Nachbarn nicht allein ſich beim Einzug abmühen, ſondern greift tüchtig zu, wo es gerade notwendig iſt. Schon ſpannen ſich Gardinen an den Fenſtern der Häus⸗ chen und die Hausfrauen ſind eifrig damit beſchäf⸗ tigt, die Wohnungen herzurichten. Die eingezogenen Siedler ſind überaus glücklich, endlich auf eigenem Boden und im eigenen Haus zu wohnen. Wenn zwar auch das Haus noch nicht ganz Eigentum iſt, ſo darf man es doch ruhig ſo bezeichnen. Denn die 222 Häuſer dieſes Teils der Neueichwaldſiedlung ſind keine Miethäuſer, ſondern gehen in Eigentum der Siedler über. Im erſten Jahr nach dem Einzug iſt vom 1. Januar ab nur die Pacht zu zahlen, die monatlich zwei bis drei Mark beträgt. Im zweiten, dritten und vierten Jahr ſind außer der Pacht noch 3 v. H. Zinſen aus dem durchſchnittlich 1600 Mark betragenden Bauaufwand als wird eingezogen — Vorwärts durch eigene Kraft zu entrichten. Vom fünften Jahr ab kommen zu der Pacht, die man als Erbbauzinſen bezeichnen kann, 4 v. H. Zinſen aus dem Bauaufwand und eine Tilgung von 3 v. H. Die Höchſtbelaſtung wird etwa 18 Mark betragen. Dieſer Betrag iſt als gering zu bezeichnen, denn die Häuſer ent⸗ halten im Erdgeſchoß neben einem Vorplatz eine geräumige Küche und zwei Schlafräume. Der etwa 20 Geviertmeter große Schlafraum im Obergeſchoß iſt ſo gebaut, daß ſehr bequem vier Betten untergebracht werden können und außerdem noch reichlich Platz iſt, um Schränke und dergleichen aufzuſtellen. Für beſonders kinderreiche Familien hat man 22 Häuſer mit vier Schlafräumen erſtellt. Zu jedem Haus gehören Stallungen und ſonſtiger Zubehör, wie auch das Gartenge⸗ lände nicht fehlt. Dadurch, daß man frühzeitig mit der Bepflanzung des Gartengeländes begonnen hat, kann jetzt ſchon geerntet werden. Als eine große Annehmlichkeit wird es empfun⸗ den, daß mit dem Fortſchreiten Ser Bauarbeiten auch das Elektrizitätswerk ſich rechtzeitig eingeſchaltet hat und für die erforderlichen 2 ſchlüſſe beſorgt war. So ſtehen in den Straßenzügen die Lichtmaſten und in den bezugsfertig gewordenen Häuſern brennen ſchon die Lampen. Auf Gas⸗ und Waſſeranſchluß werden die Siedler zun äcchſſt verzichten müſſen, da die Verlegung dieſer Leitungen einen zu hohen Aufwand erfordern würde. Das mit den Brunnen geförderte Waſſer iſt genau ſo einwandfrei, wie unſer Leitungswaſſer, denn es wird ja aus dem gleichen Boden herauf⸗ gepumpt. Die durch die Siedlung führenden Straßen haben auch ſchon ihre Namen bekommen. Begrenzt wird die Siedlung durch die„Waldpforte“ in der Verlängerung des Zugangs an der Gartenſtadt, im Norden von der Straße„Am Herrſchaftswald“ und auf der dritten Seite— die Siedlung iſt bekanntlich im Dreieck angelegt— von der Karlſternſtraße. Die einzige Querſtraße trägt den Namen„Märker Stadtrundfahrten in Mannheim Eine begrüßenswerte Neueinrichtung des Verkehrsvereins Zahlreiche deutſche Großſtädte haben ſchon längſt Stadtrundfahrten eingeführt und damit ſehr günſtige Erfahrungen gemacht. Man kann ja auch nur das Stadtgebiet in einer verſchwindend kurzen Zeit einigermaßen kennenlernen, wenn man den Kraftwagen in Anſpruch nimmt. Wie war es bisher in Mannheim? Wenn Fremde hier ankamen und den Wunſch äußerten, eine Beſichtigungsfahrt unter⸗ nehmen zu wollen, mietete der Verkehrsverein einen kleineren oder größeren Kraftwagen und ließ unter Beigabe eines ortskundigen Führers die Fahrt aus⸗ führen. Allzu weit kam man aber auch hierbei nicht. Der Fremde lernte Mannheim nur unzulänglich kennen. Das ſoll nunmehr anders werden. Herr Bött⸗ cher, der rührige neue geſchäftsführende Direktor des Verkehrsvereins, hat in ſein Aufgabengebiet Stadtrundfahrten aufgenommen, die Mannheim in einer möglichſt umfaſſenden Weiſe von der vorteilhafteſten Seite zeigen. Da unſere Stadt zu den Gemeinweſen gehört, die im Verhältnis zur Einwohnerzahl einen außer⸗ gewöhnlich großen Flächen raum beſitzen, war es nicht leicht, die Fahrt zuſammenzuſtellen. Man will den Fremden recht viel zeigen, ohne zu viel dafür zu verlangen. Eine dieſer Tage mit der Preſſe unter⸗ nommene Probefahrt bedurfte keiner großen Aende⸗ rung. In etwa zwei Stunden erhält der Teilneh⸗ mer einen Ueberblick, der einen bleibenden Eindruck hinterläßt. Man wollte urſprünglich.50 Mark nehmen. Die Ausgeſtaltung der Fahrt machte aber einen Preis von 2 Mark notwendig. Wenn man hört, daß in Heidelberg eine Stadtrundfahrt 3 Mark koſtet und daß ſie bedeutend kürzer als die Mann⸗ heimer iſt, ſo wird man den Preis als nicht zu hoch anſehen. Bereits am kommenden Samstag ſoll die erſte Fahrt vor ſich gehen. Verpflichtet hierzu iſt die Omnibus⸗Verkehrs⸗ geſellſchaft, die einen ihrer Großkraftwagen in Dienſt ſtellt, Vom Paradeplatz ſtrebt der Wagen zu⸗ nächſt durch die Breite Straße dem Schloß zu, deſſen Oſtfront umfahren wird. Iſt die Lindenhofüber⸗ führung paſſiert, ſo wendet ſich der Wagen durch die Rennershofſtraße dem Rhein zu, auf den ſich am Rheinpark ein beſonders packender Ausblick bietet. Wir können begreifen, daß der Fremde begeiſtert iſt, wenn er von hier aus das Bild mit der Dop⸗ pelrheinbrücke im Hintergrund in ſich aufnimm“. Nach einem kurzen Stück Stephanienpromenade wendet ſich der Wagen der Emil⸗Heckel⸗Straße zu. Durch die Meerwieſenſtraße geht es dann am Pfalz⸗ platz vorbei, um nach Paſſieren der Speyerer und Neckarauer Straße dem Neckarauer Uebergang zu⸗ zuſtreben. Am Schlachthof vorbei wird ein Blick auf die Mädchen-Berufsſchule geworfen. Uns ſchon ſind wir in der Auguſta⸗Anlage und an den Ausſtellungshallen. Das Grün des Luiſenparkes grüßt. Nach der ſtillen Villenſtraße„Am oberen Luiſenpark“ lenkt das ehe⸗ malige Lanzpalais alle Blicke auf ſich, weil es in Größe und Stil in ganz Deutſchland keinen Konkur⸗ renten beſitzt. Nach Paſſieren der Otto⸗Beck⸗Straße biegt der Wagen wieder in die Auguſta⸗Anlage ein. Nach Umrunden des Friedrichsplatzes zeigt ſich die Vorderfront der Kunſthalle. Am Parkhotel vorbei fällt der Roſengarten, der zu der gleichen Zeit wie die Kunſthalle entſtanden iſt, in das Blickfeld. Einige Augenblicke ſpäter haben wir die Chriſtuskirche vor uns. Durch die Werderſtraße geht es am Luiſen⸗ park entlang und am Tennisplatz vorbei über die Adolf⸗Hitler⸗Brücke. Wir ſind im Gebiet nördlich des Neckars. An den Kaſernen wird zur Käfertaler Straße abgebogen. Die Bäckerweg⸗Siedlung zeigt, wie in den letzten Jahren moderne Wohnſiedlungen angelegt wurden. 5 Käfertal, der erſte Vorort, iſt erreicht. In der Wormſer Straße wird nach der Randſiedlung abgebogen, die in ihrer gewaltigen Ausdehnung zeigt, daß auch in Mannheim der Drang zur Scholle in imponierender Weiſe in die Tat umgeſetzt wurde. Durch die Lampertheimer Straße iſt ſchnell der Karl⸗ ſtern erreicht. Der Käfertaler Wald hat die Ausflügler aufgenommen. Nach einigen Minuten ſchimmern die roten Ziegel⸗ dächer der Siedlung Neu⸗Eichwald durch das Grün. An der Waldſchule vorbei biegt der Wagen in die Gartenſtadt ein, die ſich in ihrer abwechſlungsreichen Geſtaltung von der Siedlung der Kinderreichen bis zum älteſten Viertel zeigt. Und ſchon ſind wir nach Paſſieren der Altrheinſtraße am Altrhein, der den Blick weithin nach Weſten ſchweifen läßt. Das indu⸗ ſtrielle Mannheim entwickelt hier die impoſanteſten Bilder. An der Luzenbergſchule wird in die Dif⸗ fené⸗Straße eingebogen. Nach Paſſieren der Dif⸗ fené⸗Brücke läuft der Wagen hurtig durch die Frie⸗ ſenheimer Straße, in der ſich zu beiden Seiten Fabrik an Fabrik reiht. Nach Paſſieren der Hindenburg⸗Brücke und des Luiſenringes wird in die Straße zwiſchen UU 1 und 2 eingebogen. An der Ecke von R 1 wendet ſich der Wagen dem Marktplatz zu, um zwiſchen G1 und 2 die Planken zu erreichen. An Börſe und Zeughausplatz vorbei wer⸗ den Nationaltheater und Jeſuitenkirche ge⸗ bührend gewürdigt. Und ſchon iſt man am Schloß, das ſich in ſeiner ganzen Ausdehnung zeigt. An der Oſtſeite vorbei ſtrebt der Wagen der Rheinbrücke zu. Nach Um⸗ runden des Pfalzbaues zeigt ſich der Rhein zum zweiten male dem erſtaunten Auge. Am Friedrichs⸗ park vorbei iſt wiederholt Gelegenheit geboten, die gewaltigen Ausmaße des Schloſſes zu bewundern. Im Schloßhof endet die Fahrt. Da ſie um 10 Uhr beginnt, iſt noch Gelegenheit zum Beſuch des Schloß⸗ muſeums gegeben. Die Stadtrundfahrten werden ſich nach un⸗ ſerer Ueberzeugung ſchnell einführen, da ſie auch bei den Einheimiſchen große Beachtung finden werden. Wieviel Mannheimer kennen das ganze Stadtgebiet? Hier iſt in zwei Stunden Gelegenheit geboten, den größten Teil auf bequeme Weiſe ken⸗ nen zu lernen. Ein ſtadtkundiger Führer gibt die notwendigen Erläuterungen mit einigen Sätzen, die das weſentlichſte ſagen. Jeder Mannheimer einmal im Jahre Teil⸗ nehmer einer Stadtrundfahrt! Wenn dieſe Loſung befolgt wird, iſt die neue Ein⸗ richtung, für die man dem Verkehrsverein aufrich⸗ tig dankbar ſein muß, geſichert. Der Einheimiſche wird für eine derartige Fahrt ganz beſonders zu gewinnen ſein, wenn er Beſuch bekommt. Wir kön⸗ nen uns nichts lehrreicheres denken, als einen Aus⸗ flug durch unſer Stadtgebiet, bei dem auch der Ein⸗ geſeſſene die ſtärkſten Eindrücke empfängt. Mit be⸗ rechtigtem Stolz darf er ſeinen Beſuch davon über⸗ zeugen, daß Mannheim nicht eine langweilige, rußige Fabrikſtadt iſt; eine Voreingenommenheit, die auswärts leider immer noch nicht ausgerottet werden konnte. Jeder Fremde muß die Ueberzeu⸗ gung in ſich aufnehmen, daß Mannheim zu den Städten gehört, die es nicht verdienen, links liegen gelaſſen zu werden. Dieſe Ueberzeugung hervorzu⸗ rufen, dazu iſt eine Stadtrundfahrt in hervorragen⸗ dem Maße geeignet. Der Einheimiſche iſt dazu be⸗ rufen, das falſche Bild, das man ſich auswärts immer noch von Mannheim macht, völlig zu zerſtören. Er kann dazu beitragen, wenn er dafür ſorgt, daß vom kommenden Samstag ab mindeſtens ein Großkraft⸗ wagen völlig beſetzt iſt. Sch. . 2 2 r N Querſchlag“, während die Längswege Baumnamen be. kommen haben: Hainbuchenweg, Föhrenweg, Eichen weg und Ahornweg. Volkswohnungen werden erſtellt Am Ende der Siedlung gegen den Wald zu iſt ein weiterer Bauabſchnitt begonnen worden dem eine beſondere Bedeutung zukommt. Was der Führer von den Berliner Wohnlauben geſagt hat. die unbedingt verſchwinden müſſen, iſt für Mannheim mit der Inangriffnahme dieſes Teils der Siedlung ſchon in die Tat umgeſetzt. In den dort er⸗ ſtellten Häuſern ſollen die Bewohner von Bg⸗ racken und Lauben untergebracht werden, Gedacht iſt vor allem an die Bewohner der Spelzen⸗ gärten, die nach und nach dieſes„Wohn“ gebiet zu räumen haben. Die Häuſer am Nordrand der Neu⸗ eichwaldſiedlung werden unter anderen Voraus⸗ ſetzungen erſtellt, als die erſten 222 Häuſer der Sied⸗ lung. Dieſe Volkswohnungen können nur gemietet werden unb ſind nicht als Eigentum zu er⸗ werben. Allerdings erfolgt der Bau auch in Gemein ſchaftsarbeit, ſo daß jeder Mieter einer Volks⸗ wohnung mitſchaffen muß, um überhaupt zu einem Siedlungshaus zu kommen. Es iſt eine Freude, zu ſehen, mit welcher Be⸗ geiſterung die Leute an der Arbeit ſind. Sind ſie doch froh, endlich wieder einmal ihre Arme rü ren zu dürfen, nachdem ſie jahrelang das drück Los der Arbeitsloſigkeit empfinden mußten. Wiſſen ſie doch auch, daß ſie nichts umſonſt tun. Aus allen Stadtgebieten kommen die Leute zuſammen, um ſich ihre zukünftige Heimſtätte zu ſchaffen und ſelbſt vom Pfingſtberg müſſen einige Männer all⸗ täglich den weiten Weg zur Arbeitsſtelle machen, Wie bei allen ſolchen Siedlungen führt ein Fach⸗ mann die Oberaufſicht und zeigt den Leu⸗ ten, die durchweg keine Bauhandwerker ſind, was ſie zu machen haben. Andererſeits gibt es auch wieder Baracken⸗ bewohner, die ſich in ihrem Schmutz und in der lichtloſen und draugvollen Enge wohl fühlen. Sie wollen aus ihren Elendsquartieren nicht frei⸗ willig heraus, und es ſcheint, daß manche, vorwie⸗ gend jüngere Leute, die Arbeit ſcheuen. Er⸗ freulicherweiſe gibt es aber gerade genug Baracken⸗ bewohner, die gerne andere Verhältniſſe wünſchen, und die ſich freiwillig für dieſe Siedlung melden, Wenn erſt die große Umſiedlung von den Baracken zur geſunden Waldwohnung erfolgt iſt, dann wird man auch Mittel und Wege finden, um die Trä⸗ gen aus ihren Löchern herauszuholen. Wie weit die Trägheit bei manchen Barackenbewohnern ſchon um ſich gegriffen hat, zeigt die Tatſache, daß ſie das vielfach zu ihren Baracken gehörende Land nicht be⸗ baut haben. Die Häuſer für die Volkswohnungen werden alg zweiſtöckige vollausgebaute Doppelhäuſer errichtet, ſo daß in einem Doppelhaus vier Fam! lien unter den gleichen Bedingungen untergebracht werden können. Die Häuſer werden je fünf ſo ange⸗ oroͤnet, daß ſie das Ende der Längswege and ſo den Abſchluß der Durchgangsſtraßen durch die Eichwald⸗ ſiedlung bilden. Entſprechend dieſer Anlage ſind die fünf Häuſer zu einem Wohnhof zuſammen⸗ gefaßt, der den Namen des Zugangsweges führt: Hainbuchenhof, Föhrenhof, Eſchenhof, Ahornhof und ſchließlich am Oſtzipfel noch der Akazienhof. Von allen vier Familien eines Doppelwohnhau⸗ ſes hat jede Familie ihren eigenen Hauseingang, ſo daß die f. Einen gemeinſamen Eingang haben jeweils zel Familien zum Keller, wie auch für je zwei Fam Sonſt iſt aber lien ein Brunnen vorhanden iſt. alles räumlich getrennt, und zwar nicht nur die Stallungen und die Waſchküchen, die zu jedem Haus gehören, ſondern auch die Dunggruben. Die Woh⸗ nungen beſtehen aus Wohnküche, Eltern⸗ ſchlafzimmer Küche und großes Schlafzimmer ſind je etwas übel 13 Geviertmeter groß, während das kleinere Zimmer eine Fläche von 9,75 Geviertmeter aufzuweiſen hal, Insgeſamt ſtehen rund 40 Geviertmeter nutzbar Wohnfläche für jede Wohnung zur Verfügung. Das dazugehörige Gartengelände iſt etwa 400 Ge⸗ viertmeter groß. Von den Küchenfenſtern aus it das eigene Grundſtück vollſtändig zu überblicken. 1 Elektriſches Licht wird wie bei den übrigen Siebh⸗ lungshäuſern von Neueichwald gelegt. Die Miete beträgt im Monat zwanzig Mark, doch werden jedem Mieter für ſeine beim Bau geleiſtete Arbeit 600 Mark gutge⸗ ſchrieben, die nach und nach an der Miete abgezogen werden, Daher ſind zunächſt nur 12 Mark Miete im Monat zu zahlen, ſo daß nach 6½ Jahren die Ar beitsleiſtung abgegolten iſt. Wie Leute hier unterkommen, geht daraus hervor, daß ſie in den Barackenwohnungen auch 8 bis 12 Mark Miete zu zahlen haben, ohne dieſe guten Wohnver⸗ hältniſſe zu beſitzen. In Neueichwald haben ſie Ga ten, Stall und Keller noch dabei und was die Haußl⸗ ſache iſt, eine anſtändige Wohnung. Vorgeſehen ſind für die Neueichwaldſtedlung die etwa 22 Hektar umfaßt, fünf Höfe mit je fünf Doppelhäuſern, ſo daß hier hundert Familien unter⸗ kommen können. 7 In Neueichwald II wird auch gearbeitet Das 18 Hektar große Walodͤſtück zwiſchen Karl. 1 ſternſtraße und Langer Schlag iſt ebenfalls jetzt ernſthaft in Angriff genommen worden, ſo daß aut hier bald Häuſer aus dem Boden wachſen werden. Geplant ſind in dieſer Siedlung, in die von Neueich⸗ wald J die Straßen„Märker Querſchlag“ und„Am Herrſchaftsweg“ herüberführen, 250 Wohnungen in Doppelhäuſern. Da man grundſützlich einen etwa fünfzig Meter breiten Baumgürtel nicht abholzte, werden die Beſucher des Käfertaler Walbes auf den von Waldhof und Käfertal nach dem Karl ſtern führenden Straßen nicht die Waldblicke zu en behren brauchen. Nach wie vor führen die Straß ſtändig durch Wald, während zwiſchen den Bäume die Dächer der Siedlungshäuſer mit ihrem frische Rot herüberleuchten. f 5 Reibungspunkte verkleinert werden. und Kinderſchlaf zimmer, günſtig die , Die Geſ Die Floridsdor tig ſeltener Kilo Haſel! ten einer hatte. Die ben Teil fa perſtändige Ausſagen d aber einwa Firma erk! anzutreten. wurde ins Minuten ve handlungsſe Hand der! große Men geſtellt. 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Auguſt 1934 — Die Zuhörer einer Gerichtsverhandlung in Floridsdorf waren unlängſt Zeugen einer wahrhaf⸗ ig ſeltenen Szene. Der Rechtsſtreit ging um 1200 gilo Haſelnüſſe, die eine Großhandlung in Früch⸗ einer bekannten Schokoladenfabrik geliefert ten N. 2 i Die Nüſſe ſollen angeblich zum überwiegen⸗ hatte. den Teil faul und unverwertbar geweſen ſein. Sach⸗ perſtändige des Geſundheitsamtes beſtätigten die Ausſagen der K lägerfirma. Tatſächlich ſoll die Ware aber einwandfrei geweſen ſein und die beklagte Firma erklärte ſich bereit, den Wahrheitsbeweis anzutreten. Ein Sack der beanſtandeten Haſelnüſſe wurde ins Gerichtsgebäude gebracht und in wenigen Minuten verwandelte ſich der Nebenraum des Ver⸗ handlungsſaales in eine regelrechte Konditorei. An Hand der Haſelnüſſe und anderen Zutaten wurden große Mengen Kuchen, Torten und Pralinen her⸗ geſtellt. Als alles fertig war, trug ein junger Mann in Konditorkleidung auf einem Tablett nach und nach alle die Herrlichkeiten in den Gerichtsſaal, wo er Vorſitzende, der Staatsanwalt und der Bei⸗ ſitzer ebenſo wie die Anwälte beider Parteien Koſt⸗ proben vornahmen. Das Ganze muß den Herren gut gemundet haben, denn ihr Urteil bedeutete ein Lob für den Konditor und gleichzeitig eine Aner⸗ kennung der einwandfreien Beſchaffenheit der übel⸗ heleumdeten Haſelnüſſe. Natürlich wurde die Klage kostenpflichtig abgewieſen. Sonderbar berührte die Tatſache, daß der Geſundheits⸗Sachverſtändige, der erſt ein abfälliges Urteil ſprach, gar nicht zu einer nochmaligen Begutachtung kam, denn er erkrankte, weil er den Süßigkeiten in zu großen Mengen zu⸗ geſprochen hatte. 4 — Wie der Preſſechef des Reichsjugendführers mitteilt, ſtammt die Bezeichnung Pimpf für die klei⸗ gen Jungen in der Hitler⸗Jugend nicht aus der na⸗ lionalſozialiſtiſchen Bewegung. Die Bezeichnung „Pimpf“ wurde ſchon ſeit einigen Jahren vor allem in der bündiſchen Jugendbewegung gebraucht, und iſt von ehemals bündiſchen Führern in das Jung⸗ volk hineingetragen worden. Das Wort„Pimpf“ iſt aus dem italieniſchen Wort„Ibimbi“ entſtanden. Es bedeutet„kleiner Bubi“ oder„kleiner Junge“. Wie der Preſſechef des Reichsjugendführers mitteilt, iſt es unerwünſcht, daß dieſer Ausdruck, der doch heigentlich die Jungen etwas herablaſſend behandelt, allgemein wird. Amtlich wird der Ausdruck„Pimpf“ in keiner Weiſe gebraucht. In allen amtlichen Mit⸗ seilungen wird nie von„Pimpf“, ſondern von Jung⸗ Hitler⸗Jungen geſprochen. Bei der Bezeichnung„Der Hitlerfunge Quex“ kann Wie ſcheußlich aber wäre es, wenn jemand ſchriebe„Der Pimpf Quex“. * — In der Gegend des 11000 Einwohner beſitzen⸗ den türkiſchen Städtchens Panderma an der Südküſte des Marmarameeres— ſo berichten die Zeitungen in Konſtantinopel— iſt es zu einer„Luftſchlacht“ zwi⸗ ſchen Störchen und Adlern gekommen. Adler über⸗ fielen ſeit einigen Tagen die Storchneſter, raubten ſie aus und töteten die jungen Störche. Darauf ſchloſſen ſich die Störche zur Abwehr zuſammen. Aus der weſtlichen Türkei riefen ſie ihre Stammesge⸗ noſſen zur Hilfe zuſammen und griffen die Adler an. Es entſtand ein mehrere Stunden währender Luft⸗ kampf, bei dem ſchließlich etwa 300 Störche gegen 100 Adler kämpften. Es war— wiederum nach türkiſchen Zeitungsmeldungen— ein aufregendes Schauſpiel, zu ſehen, wie die großen Vögel gleich von Menſchen gelenkten Fluggeſchwadern„kriegsmäßig“ manöv⸗ rierten und ein„Flugzeug“ nach dem anderen, zu Tode getroffen, in die Tiefe ſtürzte. Den Endſieg kengen die Störche davon, die die Adler in die Flucht schlugen. Es wurden etwa 50 tote Störche und 20 tote Adler gezählt; die ſicherlich hohe Zahl der Verwunde⸗ en läßt ſich bloß ſchätzen. Wie Leutnant von der Linde mit drei Mann ein belgisches Fort eroberte Berichtet von Oberſt Reinhard, Führer des Reichskriegerbundes„Kyffhäuſer“ Bei Kriegsausbruch ſtand Oberſt Reinhard— heute der Führer der größten deutſchen Front⸗ ſoldatenorganiſation, des Reichskriegerbundes „Kyffhäuſer“— als Bataillonskommandeur beim 5. Garderegiment. Hier nahm er am 23. Aug u ſt 1914 am heldenmütigen Sturm auf Namur teil. In einem Geſpräch berichtete er uns von ſeinen Erlebniſſen bei jener Schlacht. Wir liegen auf Vorpoſten bei Longpré. Am 22. Auguſt, 2 Uhr nachts, bringt mir eine Ordonnanz die Befehle für den nächſten Tag: zur Deckung der gegen Namur vorziehenden ſchweren Artillerie ſollen wir die Wälder nördlich der Maas und weſtlich von Bas⸗ Oha von Franktireurbanden ſäubern. Um 7 Uhr morgens brechen wir auf— es iſt eine regelrechte Treibjagd! Abwechſelnd treiben zwei Kompanien, während zwei andere auf Flanke und Front ſtehen und alles feſtnehmen, was angetroffen wird. Gegen 2 Uhr nachmittags kommt Befehl, uns zum näheren Herangehen an Namur bei der Ka⸗ pelle St. Joſeph aufzuſtellen. Und von dort aus beginnt um.30 Uhr der An⸗ griff! Die erſte Nacht vorm Feind. Artilleriefeuer vom Fort de Maizeret begrüßt uns— doch die Granaten explodieren zur Freude der Truppe nur ſelten und richten keinen Schaden an. So erreichen wir ohne Verluſte um.30 Uhr das Dorf Veézen, ſechs Kilometer trennen uns noch von der äußeren Front. Wir richten uns zur Verteidi⸗ gung ein. Gleichzeitig wird ein reger Streifendienſt einge⸗ 1 5 um die feindliche Front zu erkunden. Es ge⸗ ſind. lingt, die vorderſte Infanterielinie des Feindes und ihre Befeſtigung genau feſtzulegen. Unſer Vizefeld⸗ webel Himmel kann ſich bis an den Wald von Hu⸗ beumont vorpirſchen und ſtellt feſt, daß der Gegner im Grunde zwiſchen Marſch les Dames und Neu⸗ moulin ſich gründlich verſchanzt und tiefe Stauun⸗ gen angelegt hat, die mit Stacheldraht durchzogen Dies iſt unſere erſte Nacht, die wir in nächſter Nähe des Feindes verbringen. Jeder von uns iſt gepackt von dem ſtolzen Gefühl, am Vorabend der erſten entſcheidenden Schlacht zu ſtehen, in der wir zu beweiſen haben werden, daß wir kämpfen kön⸗ nen. Doch nur vereinzelt fallen Schüſſe, ſchon däm⸗ mert der Morgen. Angriff! Da ſetzt um 6 Uhr jäh heftiges Artilleriefeuer ein! Es gilt unſerem Nachbarregiment, den Garde⸗ grenadieren, die zwiſchen Ville⸗en⸗Wartet und la Haie du Lout liegen. Zu gleicher Stunde geht das 10. belgiſche Linienregiment zur Umfaſſung auf die von uns beſetzt gehaltene Ferme Montigeny vor. Unſeren Weiſungen gemäß hatten wir vorläufig an dieſem Kampfe noch nicht teilnehmen ſollen. Jetzt aber iſt unſer Nachbarregiment bedroht; Oberſt von Hülſen erkennt die Gefahr und damit die Notwen⸗ digkeit, einzugreifen. Er befiehlt mir, die Ferme Montigeny, die von einer Feldwache unſeres Batail⸗ lons beſetzt iſt, gegen den feindlichen Angriff zu halten. Dieſe Ferme lag auf einer etwa 500 Meter brei⸗ ten Bergnaſe, ihr gegenüber ſah man die ſteilen Höhen von Wartet. Auf dieſen Höhen tauchen jetzt breite und ſtarke belgiſche Schützenlinien auf. Sie beginnen, in das Tal zwiſchen Wartet und Monti⸗ geny herabzuſteigen. Nun wird es auch bei uns lebendig! Die 5. Kom⸗ pagnie hatte die Ferme beſetzt, die 7. die Bergnaſe; dazwiſchen ſtand der Maſchinengewehrzug des Leut⸗ nants von Leyſer. Von der Feldwache aus beobachte ich den Gegner, während mein Kampfgefährte Te⸗ ſchen die Befehle nach hinten bringt. Und nun rük⸗ ken von dort her im Sturmſchritt die 5. und 7. Kom⸗ pagnie an.„Nun haltet ordentlich drauf!“ rufe ich ihnen zu, als ſie mich erreichen. „Das werden wir tun, Herr Major!“ rufen ſie, und mit ſtolzem Hurra geht es vorwärts gegen den Feind!. Das erſte Heldengrab. .45 Uhr eröffnet die 5. Kompanie das Feuer auf den Feind, der auf halber Berghöhe hält; wenige Sekunden darauf eginnt auch die 7. zu ſchießen. Die Belgier ſtutzen, dann erwidern ſie, über das Knie ſchießend, unſer Feuer. Wir aber ſchießen liegend und gut eingeniſtet— bei der günſtigen Schußentfernung von 6700 Me⸗ tern rollt bald ein getroffener Belgier nach dem an⸗ deren hinab ins Tal. Und als gegen 6 Uhr dann auch noch das Feuer meines Maſchinengewehrzuges über die belgiſchen Reihen ſchlägt, wendet ſich der Feind zu wilder Flucht und verſchwindet, Torniſter und Waffen wegwerfend, hinter den Höhen von War⸗ tl Der erſte Kampf iſt beſtanden; ſein glücklicher Ausgang veranlaßt mich zur Bitte an die eben auf dem Kampfplatz erſchienenen Vorgeſetzten, mit mei⸗ nem Bataillon nun weiter vorgehen und von War⸗ tet Beſitz nehmen zu können. Mit den beiden vorderen Kompanien trete ich an, gehe mit meinem Stabe in der Mitte und laſſe alles andere folgen. So erſteigen wir den Berg von Wartet und erreichen ungehindert das Dorf an der Kirche. Dort kommt es bei der Durchſuchung zu einem kurzen Kampf mit Belgiern, die ſich verſteckt gehal⸗ ten hatten, dann ziehen wir durch das leere Dorf. Einzelne Häuſer ſind eingeſtürzt, Waffen und Be⸗ kleidungsſtücke liegen verſtreut auf der Straße, alles ſcheint geflohen... da ſchlägt uns ein feindlicher Kugelregen entgegen! Der belgiſche Bataillonskommandeur hat ſich mit dem Reſt ſeiner Zeute am Ausgang des Dorfes ver⸗ ſchanzt; tapfer und heldenmütig kämpfen ſie gegen unſere Uebermacht, bis ihr Führer, von mehreren Kugeln durchbohrt, fällt Gemeinſam mit unſeren zwei gefallenen Kamera⸗ den und über hundert toten Belgiern beſtatteten wir ihn am nächſten Tage auf dem Kirchhof von Wartet — es war das erſte Heldengrab, das wir errichteten. So wurde Namur erobert. Wartet iſt in unſerem Beſitz; es wird zur Ver⸗ teidigung eingerichtet. Bald bringen Patrouillen die Meldung, daß beim Feinde außerordentliche Unruhe herrſcht— ein Gegenſtoß iſt zu vermuten. So wird alles zum Empfang eines gegneriſchen Angriffes vorbereitet. Doch die Nacht verläuft ruhig. Auch am nächſtenn Morgen wagt der Feind keinen Angriff auf die von uns beſetzten Höhenzüge. So treten wir am 23. Au⸗ guſt, nachmittags.30 Uhr, zum entſcheidenden Vor⸗ ſtoß auf Namur an. Auf der ganzen Linie weicht der Feind zurück, ohne noch ernſthaft Widerſtand zu bieten. Gegen 7 Uhr abends erreichen wir die Sambrebrücke unter⸗ halb der Zitadelle von Namur. Dann rücken wir in die Stadt ein. f Während die Nacht herniederſinkt, ſchieben wir unſere Sicherungen vor; auch Barrikaden werden oͤurch unſere Leute errichtet, doch weder Einwohner noch feindliche Truppen ſtören uns. In den frühen Morgenſtunden des 24. Auguſt ſtehen wir auf dem Marktplatz von Namur, und dort erhalte ich vom Oberſten den Befehl, die Zitadelle zu nehmen. Weithin ſichtbar weht dort noch die belgiſche Flagge. Zwar ſcheinen die Befeſtigungen ſchon ge⸗ räumt, doch ich erinnere mich der furchtbaren Erfah⸗ rungen bei der Einnahme von Toul im Feldzug ROMAN vod FPAUI os KAR HeckER 30 Daß die Firma Kuypers& Cie. als Familien⸗ gründung weiter beſtehen bleiben könne, erſcheint ühnen ausgeſchloſſen. Percy bekennt freimütig, daß feine kaufmänniſchen Kenntniſſe nicht entfernt aus⸗ reichen, um in die oberſte Leitung eintreten zu kön⸗ ben. Der bisherige Generalverwalter rät zur Um⸗ wandlung in eine Aktiengeſellſchaft; Justizrat Nid⸗ ders dagegen würde die Form einer G. m. b. bevorzugen. Die Geſchäfte, die hier zu erledigen ſind, wachſen H. 5 12 Mark He Wohn ver⸗ en ſie Gar⸗ die Haußt⸗ ſiedlung l. mit je fünf lien unter⸗ nuch ſchen gear,] ichwebenden Geſchäfte ſoll er ſelbſt noch zu Ende tfalls jetzt o daß aut en werden. n Neueich und„Am nungen rundſätzlich ler Waldes gar nicht zu denken. Helma mittlerweile aber doch über den Kopf. Sie ſpricht telephoniſch mit Onkel Nidders und bittet ihn, herzukommen und ihnen beizuſtehen. Aber an ſolche Reiſe iſt in ſeinem augenblicklichen Zustand Gleich nach Helmas Abfahrt f bat ſich ſein gichtiſches Leiden wieder in verſtärktem Maße eingestellt, und das Herz macht ihm zu ſchaf⸗ en wie nie zuvor. Er rät ihr alſo dringend, ſich 0 in dieſen wichtigen Transaktionen lieber einer geren juriſtiſchen Kraft zu bedienen, nennt ihr ach einen als hochintelligent und verläßlich geprie⸗ ſenen Amſterdamer Advokaten. Nun beratſchlagt ſie mit Percy. Eine Reihe der ühren; es macht ihm ja auch ſichtlich Freude, ſich kauſmänniſch zu betätigen. Aber die langwierige wandlung der Firma in eine G. m. b.., die lſammenſtellung des neuen Direktoriums aus den lteſten und bewährteſten Kräften des Hauſes muß len rächt einmal mit dem von Nidders empfoh⸗ gen Juriſten durchgeſprochen werden. Eine Kon⸗ tenz mit Mijnheer van Gorkum wird alſo ſogleich here Für alle ſonſtigen Angelegenheiten hat erey ſchon ſeit einer Woche Vollmacht: der Bank gegenuber um den Wiesbadener Architekten mit denten verſehen zu können, und dem Haus⸗ noch nicht voll begreifen. genüber, mit dem er kurz vor dem Ab⸗ Helmas hübſcher Hotelſalon mit der Ausſicht über das hier ſehr breite Amſtelbecken iſt im Ver⸗ lauf weniger Tage ein richtiges Büro geworden. Sie hat ſich ſogar eine Sekretärin nehmen müſſen, um die ſtark anſchwellende Korreſpondenz zu be⸗ wältigen. Zu ihrer nicht geringen Ueberraſchung bekommt ſie da aus Berlin eine Vorladung; ſie ſoll erneut als Zeugin vernommen werden. Dieſe Vorladung hat eine wahre Irrfahrt durchgemacht. Sie iſt von der Penſion Reitmeyer aus nach Genua gegangen, wo ſie aber erſt nach der Weiterfahrt des„Lepanto“ eintraf, ging wieder nach Berlin zurück und wurde, offenbar nach Fühlungnahme mit Frau von Schei⸗ degg, die vor einiger Zeit einen Gruß von ihr aus Wiesbaden bekommen hatte, an Helmas dortige Ho⸗ teladreſſe weitergeleitet. Auf dem Umweg über Runnswick gelangt ſie nun endlich in ihre Hände. „Haben ſie ihn entdeckt?“ fragte Helma, plötzlich wieder von großer Angſt um Dr. Neumann gepackt. Sie hat ihn längſt aller Gefahr entronnen geglaubt. Mit Percy darüber zu ſprechen, hat ſie die ganze Zeit über vermieden. Nicht einmal die deutſchen Zeitungen wollte ſie in ſeiner Gegenwart leſen; denn ſie iſt Perey gegenüber nie das Gefühl einer Schuld losgeworden. Seine liebenswürdige Art hat ihr über die gewiſſe Beſchämung hinweggeholfen: daß ſie im Begriff geweſen war, ihr Herz an einen Mann zu hängen, den ein ſolches Verbrechen zur Flucht zwang Sie kann das alles ja heute Sie hat den Klang ſeiner Stimme, den ruhigen Ernſt ſeines Blickes nicht aus dem Gedächtnis verloren; aber ſie bemüht ſich faſt ängſtlich, den Eindruck, den ihr Erſchrecken und ihre Sorge um den Flüchtling auf Perey ausüben muß⸗ ten, möglichſt raſch zu verwiſchen. Denn ſie will ihn doch nicht kränken. Nun geht es Hals über Kopf. Sie wird in der Mittagsſtunde mit dem Flugzeug nach Berlin ſtar⸗ ten; dann landet ſie um 17 Uhr im Tempelhofer Flughafen. Perey ſoll ſich inzwiſchen mit dem Kri⸗ minalkommiſſar Nittball telephoniſch in Verbindung ſetzen und ihn von ihrer Ankunft in Berlin be⸗ nachrichtigen. 5 „Aber neune ihm lieber das Hotel Unter den Linden, in dem ich abſteige! Sonſt kommt er wo⸗ möglich aufs Tempelhofer Feld, und dann glauben die Zollbeamten und die Flugplatzpoliziſten, die ihn doch gewiß kennen, ich würde verhaftet.“ Er lacht gezwungen und ſucht ſie zu tröſten:„Wir werden beide die Einſamkeit ſchmerzlich empfinden. 1 Aber in die Penſion Reitmeyer willſt du doch auch nicht mehr?“ „Unmöglich. Ich würde in der Nacht immer mit Dina reden müſſen. Und es wäre mir doch peinlich, Frau Lucy Schlentzig zu begegnen.“ Es verdrießt ihn ſehr, daß ſie den Namen wie⸗ der erwähnt.„Helma—!“ ſagt er warnend.„Ueber⸗ haupt: Sie wird doch keinesfalls mehr dort woh⸗ nen, wo Frau von Scheidegg doch immer ſo ſtrerg betont.. Vergiß die dumme Geſchichte endlich! Ich habe dir doch auch längſt vergeben“ Da ſtampft ſie nun aber auf, zum erſtenmal zor⸗ nig, und bricht faſt in Weinen aus.„Du darfſt das nicht vergleichen, Perey! Nein, ich dulde das nicht!“ „Du biſt überreizt, Helma; ſteckſt ſchon im Reiſe⸗ fieber. Ich wollte dir nicht wehe tun.“ Sie verſöhnen ſich zwar wieder; aber ein Schat⸗ ten liegt nun doch über ihrer Trennung. Percy fährt im Hotelwagen bis zur Keizers⸗ gracht mit, wo Helma in den zum Flugplatz führen⸗ den Zubringerautobus einſteigt. Bis zum Flug⸗ feld ſelbſt ſie zu begleiten, iſt ihm unmöglich; denn um 13 Uhr, pünktlich, hat er auf der Bank die ent⸗ ſcheidende Ausſprache mit dem Hauskäufer. Aus dem Autobus winkt Helma ihm noch ein⸗ mal zu. Er iſt ſehr eruſt und blaß, und jetzt tut es ihr leid, daß ſie ſich in ihrem Unmut ſo hat hin⸗ reißen laſſen.„Auf Wiederſehen!“ ruft ſie dabei, recht hell und zuverſtchtlich, um ſeine trühe Miene aufzuklären. Er zieht ſtumm den Hut. Sein ſchöner Kopf, ſeine ſchlanke, elegante Geſtalt fallen auf. Auch die zum Flug nach Deutſchland mit im Wagen ſitzenden Damen ſcheinen ihn mit Wohlgefallen zu betrachten. „Auf Wiederſehen!“ Diesmal formt ſie den Ab⸗ ſchiedsgruß nur mit den Lippen; denn inzwiſchen iſt die Autobustür ins Schloß gefallen.— Auf dem Flugplatz in Hannover, wo das Flug⸗ zeug zwiſchenlandet, kauft Helma ein paar Berliner Zeitungen. Der Raubmord in der Penſion R. am Kurfürſtendamm ſcheint noch immer ein lebhaft er⸗ örtertes Thema. Aber ſichtbare Fortſchritte in der Unterſuchung werden nicht mitgeteilt. Die Preſſe⸗ ſtelle ſcheint ihre Informationen, aus Beſorgnis vor Verdunkelung, nur äußerſt ſparſam und vorſich⸗ tig auszugeben. Immerhin wirkt auf Helma die Nachricht, daß die arme Elli Rejewſki nun von neuem in Haft genommen worden iſt, außerordentlich überraſchend. 5 5 5 In großer Unruhe ſitzt Helma die Flugſtunden bis Berlin ab. Daß die Rejewſki schuldig ist, er⸗ 1870, bei der die Deutſchen ſchwere Verluſte erlitten, weil der Feind beim Einrücken unſerer Truppen Minen in die Luz ſeine Befeſtigungen durch ie i ſprengte. So laſſe ich die Truppen am Fuße des Berges halten und ſteige, nur begleitet vom Zuge des Leutnants von Neefe, zur Zitadelle empor. Einen belgiſchen Stadtpoliziſten habe ich zur Führung mitgenommen, in der Nähe des Pulver⸗ magazins bekommt er es mit der Angſt zu tun und läuft uns davon! Nur mit vorgehaltenem Revolver können wir ihn zur Erfüllung ſeiner Pflicht zwin⸗ gen. Dann betreten wir die Zitadelle, deren Tore weit offen ſtehen. Auch hier ſind vom Feinde nur⸗ mehr auf der Flucht zurückgelaſſene Waffen und Bekleidungsſtücke zu ſehen. Gegen.30 Uhr holen wir die belgiſche Fahne herunter. Als das ſchwarz⸗weiß⸗rote Banner auf den Türmen der eroberten Zitadelle emporſteigt, klingt vom Tale der Maas der Geſang meines Ba⸗ taillons zu uns herauf:„Deutſchland, Deutſchland über alles...!“ Das Heldenſtück des Leutnants von der Linde So war es uns gelungen, in Namur einzudrin⸗ gen und den feindlichen Widerſtand zu erſchüttern. Nachdem der Kern der Befeſtigungen in unſerem Beſitz war, galt es, von hier aus die umliegenden Forts zu ſäubern. Drohend ragten hinter einem prächtigen Hoch⸗ wald die Befeſtigungen des Forts Mallonne. Ich ließ den Wald von Patrouillen durchſtreifen, kein Feind war zu ſehen. Auch das Fort ſchoß nicht mehr. Hatte der Feind auch hier kampflos auf jeden Widerſtand verzichtet? Oder war das eine Falle? Zur näheren Erkundung beauftragte ich den Leutnant von der Linde, feſtzuſtellen, ob das Fort Mallonne noch beſetzt ſei. Von der Linde, der aus einer alten Potsdamer Familie ſtammte, war einer der jüngſten Offiziere des Truppenteils. Friſch und launig wie immer, machte er ſich an die Ausführung des Auftrages. Er erreicht das Feſtungsgelände, bekommt nur wenig Feuer, das nach Erwiderung völlig ſchweigt. Daraufhin beſchießt Linde die Wälle— nichts regt ſich drüben. Der Feind ſcheint alſo tatſächlich gewichen. Doch der junge Leutnant will ſeiner Sache ganz ſicher ſein. Dem Gefreiten und den zwei Mann, die ihn begleiten, befiehlt er, vor dem Eingang des To⸗ res zu warten, dann betritt er ſelher den Kehlgang. Kein Schuß, kein Geräuſch, niemand zu ſehen. Schon glaubt Linde, allein im vom Feinde verlaſſe⸗ nen Fort zu ſein, da ſpringt ihm plötzlich der kom⸗ mandierende Belgier entgegen: „Hände hoch!“ Gelaſſen hebt Linde ſeinen Revolver und erwi⸗ dert:„Sie auch!“ Und der Belgier läßt tatſächlich ſeine Waffe fal⸗ len, hebt die Arme und ergibt ſich. Daraufhin er⸗ klärt ihm Linde, daß er ein ganzes Bataillon und die Diviſion bei ſich habe, dahinter käme die Armee, jeder Widerſtand des Forts ſei alſo zwecklos. Vor dieſer Uebermacht kapitulierte der Kommandant. Er übergab dem Leutnant das Fort mit 15 Offizieren, 10 Mann, 18 ſchweren Geſchützen, dazu die geſamte Munition und große Heeresbeſtände. „Niemals— ſo erzählte mir der Leutnant v. d. Linde— niemals werde ich das Geſicht des Kom⸗ mandanten vergeſſen, als er und ſeine Offiziere das Fort verließen und an deſſen Tor nun von der „Diviſion“ in Geſtalt meines Gefreiten und ſeiner Streife von zwei Mann in Empfang genommen wurden.“(Mitgeteilt von Peter Engelmann.) — Der Panama⸗Kanal beging den 20. Jahrestag ſeiner Eröffnung für den Schiffsverkehr zwiſchen dem Atlantiſchen und dem Stillen Ozean. Mehr als 80 000 Fahrzeuge haben ihn während dieſer Zeit in beiden Richtungen durchfahren. Unter den erſten engliſchen Schiffen, die vom Weſten her in den Ka⸗ nal nach ſeiner Eröffnung am 15. Auguſt 1914 ein⸗ fuhren, waren die Fahrzeuge, die die auſtraliſchen und neuſeeländiſchen Truppen nach den europäiſchen Schlachtfeldern brachten. iſt. ſcheint ihr ausgeſchloſſen. Grauſam iſt für ſie die Vorſtellung, daß eine Unſchuldige nun wiederum der Freiheit beraubt bleibt. Es wird jetzt alſo ihre kategoriſche Pflicht, für die Freilaſſung der Vielge⸗ prüften einzutreten. Aber wenn ſie der Aermſten beiſtehen will, muß ſie all das zu Protokoll geben, was Neumann belaſtet. Und davor graut es ihr * Im Hotel Unter den Linden, kaum daß ſie ihr Zimmer betreten hat, wird ſie von Kriminalkom⸗ miſſar Nittball angerufen.„Ich darf Sie wohl im Hotel aufſuchen, gnädiges Fräulein?“ „Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie möglicht raſch hierherkommen, Herr Nittball. Ich las unter ⸗ wegs in der Zeitung von der Verhaftung der ar, men Elli Rejewſki „Es ſind inzwiſchen neue Nachrichten hierherge⸗ langt, die Sie wohl noch ſtärker intereſſieren wer⸗ den, gnädiges Fräulein. In zehn Minuten bin ich dort.“ Ein gepflegter Herr, der wie ein Offizier in Zivil ausſieht, wird eingelaſſen. Helma hat nur das Wichtigſte ausgepackt. Sie läßt Tee kommen. Nittball nimmt eine Taſſe und eine Zigarette an. Er hat einen äußerſt liebenswürdigen Ton. Aber Helma fühlt natürlich heraus, daß jede ſeiner über⸗ aus geſchickt geſtellten Fragen von Bedeutung für die Fortſchritte der Unterſuchung iſt.. „Was Sie über die Rejewſki auszuſagen wußten, mein gnädiges Fräulein, das iſt mir ja bekannt. Darüber brauchen wir uns heute gar nicht zu unter⸗ halten. Der Einbruchsdiebſtahl wird ihr übrigens nicht mehr zugeſchoben. Lediglich die Betäubung die ſich hernach als ſo äußerſt hilfreich für den Ein⸗ brecher erwies. Aber es wäre mir jetzt von viel größerem Intereſſe, von Ihnen noch ein paar An⸗ gaben über Ihren damaligen Penſionsnachbar Dok⸗ tor Neumann zu erhalten. Er hat die Frühfahrs⸗ reiſe des„Levanto“ mitgemacht; Sie waren ja ſelbſt an Bord, nicht wahr? Nun, und während das Schiff die Fahrt von Meſſina nach Catanig zurück⸗ legte und die deutſchen Touriſten den Landausflug über Taormina machten, iſt Dr. Neumann plötz, lich abhanden gekommen. Wir werden auch Herrn Balthaſar Prinz über ihn hören, der ihm ja von Taormina aus eine Strecke weit im Auto gefolgt Aber zunächſt kommt mir's darauf an, von Ihnen zu erfahren: Trifft es zu, daß Doktor Neu⸗ mann ſeine Abſicht, auf Sizilien die Reiſe zu unter⸗ brechen, Ihnen ſchon vorher mitgeteilt hat?? , een, ẽ ß ö Nummer 385 Aus Baden 8 Veränderungen im badiſchen Anterrichtsweſen * Karlsruhe, 23. Aug. Verſetzt An⸗ ſuchen: Direktor Hermann Lang vom Gymnaſium auf Tauberbiſchofsheim als ſtum Mannheim. der Oberrealſchule Profeſſor an das Gymna⸗ Direktor Dr. Erwin Schell von wetzingen als Profeſſor an das Gymna Zurruhegeſetzt auf Anſuchen unter Anerkennung des nationalen Opfer⸗ ſinns: Rektor Friedrich Langenberger in Raſtatt. Oberlehrer Fridolin Kern in Mühlenbach. Zurruhe⸗ geſetzt auf Anſuchen gemäß Artikel 53 84 der Haus⸗ haltsnotverordnung vom 9. Oktober 1931: Studien⸗ rat Auguſt Wehrle an der Goldſchmiedeſchule in Pforzheim. Studienrat Auguſt Gebhardt an der Raſtatt. Handelsſchule in Segelflugzeugtaufe in Grünsfeld g. Grünsfeld, 22. Aug. Am letzten Sonntag konnten die Segelflieger des Städtchens Grünsfeld, die ſich in aufopfernder Ar⸗ beit ſelbſt eine Maſchine Typ„Zögling“ gebaut hat, die Taufe des Flugzeuges vornehmen. Aus die⸗ ſem feſtlichen Anlaß waren ſchon in der Frühe Fliegerkameraden aus Lauda, Tauberbiſchofsheim, Wertheim, Hardheim und ſogar aus Würzburg er⸗ ſchienen, um ſich geſchloſſen an dem Feſtgottesdierſt zu beteiligen. Stadtpfarrer Englert, der ſich ſchon ſehr um die Grünsfelder Fliegerei verdien! gemacht hat, taufte das Segelflugzeug auf den Na⸗ men„von Rieneck“ und ſprach den Wunſch aus, daß die heutige Jugend an Opferſinn und Treue jenem in der Geſchichte des Städtchens hochbedeutſamen Graſengeſchlecht von Rieneck gleichen möge. Am Nachmittag wurden auf dem günſtigen Fluggelände mit dem neuen und einem Hardheimer Segelflug⸗ zeug Schauflüge ausgeführt, die eine große An⸗ zahl von Zuſchauern aus der Umgebung anlockten. Trotz geringer Windſtärke konnte den vielen Zu⸗ ſchauern ein Bild der Beſonderheit und des hohen erzieheriſchen Wertes des deutſchen Flugſportes vermittelt werden. An einem der nächſten Sonntage werden auch Laudaer Segelflieger ihr erſtes Flug: zeug taufen.. Auch Mingolsheim feierte das Rochusfeſt * Mingolsheim, 21. Aug. in den Mauern des ſchönen Kraichgaudorfes das traditionelle Jeſt des hl. Rochus ge⸗ feiert. Dieſes Feſt wurde eingeſetzt zu Ehren die⸗ ſes Heiligen aus Dankbarkeit für die Rettung Min⸗ golsheims von der Peſt durch die Fürbitte des hl. Rochus und er hat ſich in wenig veränderter Form bis zum heutigen Tage erhalten. Das Feſt geſtaltel ſich ſtets zu einer frohen Wiederſehensfeier der fern ihres Geburtsortes wohnenden Mingolsheimer. Auch aus den umliegenden Ortſchaften des ganzen Bruhrains und Kraichgaues kommt alljährlich ein zahlreicher Zuſtrom Auswärtiger, wobei in früherer Zeit jeder Beſucher ſeinen daheimgebliebenen Ange⸗ hörigen ein kleines Geſchenk, den ſogenannten „Rochusknopf“, mitbrachte. Zum Andenken an den hl. Rochus iſt im Jahre 1890 die ſchöne gotiſche Ro⸗ chuskapelle an der Bahnhofsſtraße erbaut worden. Am Sonntag morgen ehrte man den Heiligen durch einen feierlichen Gottesdienſt mit anſchließender Prozeſſion in althergebrachter, traditioneller Weiſe. * Ladenburg, 22. Aug. Die älteſte Ein woh⸗ nerin, Frau Barbara Müller, die Witwe des verſtorbenen Scharfrichters Müller, iſt im 91. Le⸗ bensjahr geſtorben. as Weinheim, N. Aug. Die offiziellen Arbeiten zur Braunen Woche neigen ſich ihrem Ende zu. In⸗ zwiſchen iſt auch das umfangreiche Veranſtaltungs⸗ programm bekannt geworden. Am Samstagmittag um 4 Uhr wird die Ausſtellung eröffnet. Am Sonn⸗ tag finden Reitturniere, Motorracdgeſchicklich⸗ keitsfahrten ſowie turneriſche Vorführungen auf dem Badeniaplatz ſtatt. Jeder kommende Tag bringt neue und genußreiche Abwechſlung im Pro⸗ gramm. Auch am Konzert und Tanz ſoll es nicht fehlen. So wird die Weinheimer Braune Woche beſtimmt dazu beitragen, den Fremdenverkehr nach Weinheims Mauern während der Zeit der Ausſtel⸗ lung erheblich zu ſteigern. Ir Doſſenheim, 24. Aug. Zum Rektor der hie⸗ ſigen Volksſchule wurde Hauptlehrer Elberth, der tber 12 Jahre in Hardheim im Erftal wirkte, er⸗ nannt. Der neue Rektor hat ſich in ſeinem bisheri⸗ gen Wirkungskreis ſowohl als Pädagoge als auch als Menſch allgemeine Achtung erworben. Durch ſein bedingungsloſes Eintreten für die NS DA vor der Machtübernahme und als Ortsgruppenführer hat er ſich um die deutſche Erneuerung große Ver⸗ dienſte erworben. * Altlußheim. 28. Auguſt. Ein zugereiſter Mann, der ſich im Beſitz einer mit acht Schuß geladenen und entſicherten Piſtole und eines Dolches befand, wurde in Haft genommen und zur Klärung der An⸗ gelegenheit nach Mannheim ins Unterſuchungsge⸗ fängnis eingeliefert. Ir Lauda, 24. Aug. Der Stadtrat hat beſchloſſen, mit einem Koſtenaufoand von 50 000 Mark das Schlachthaus umzubauen und mit moder⸗ nen Maſchinen ausſtatten zu laſſen. Ir Tauberbiſchofsheim, 24. Aug. Viertägige Herbſtmeſſe. Den langjährigen Bemühungen des Stadtrates iſt es nunmehr gelungen, die Genehmi⸗ gung für eine viertägige Herbſtmeſſe zu erhalten. Die Meſſe findet um den 11. November ſtatt. Als Meßplatz für den Jahrmarkt wurde der große Platz am ſtädtiſchen Schwimmbad, als Platz für die ver⸗ Am Sonntag wurde Neue Mannheimer Zeitung/ Mi wiſchen Lichtentaler Allee und Iffezheim Zweiter Sommerbrief aus Baden-Baden A. II. Baden-Baden, Mitte Auguſt. Sommerliches Baden-Baden— ſchon Worten allein iſt ein Funkeln Farbe und Duft. Muſik und Frohmut junger und alter Herzen. Noch einmal ſo glitzernd überſprüht die Oos die ſpieleriſchen Wehre, ſatter wie ſonſt iſt das Laub der Lichtentaler Allee. Im hellen Schein leuchten die weißen Villen aus den dunklen Wald⸗ hängen, den anmutigen Abgeſandten der hochragen⸗ den Bergkönige, über deren Ernſt in ſolcher Zeit der Zauber eines leiſen Lächelns liegt: Die Men⸗ ſchenkinder lockend, daß ſte hinaufſteigen in die grüne Einſamkeit, wo nicht weniger als in dem wonnigen Tal„des Lebens Pulſe ſchlagen friſchlebendig.“ Baden⸗Baden ſpürt das neue Leben. Wie für die von ihres Leibes Gebreſten Heilung Suchenden die Neuein richtungen des Friedrichs bades dieſen ſtolzen Bau zur modernſten aller Bäderanlagen machen, ſo hat die Spielbank in dieſem erſten Jahre ihres Wiederbeſtehens nicht weniger den Be⸗ weis ihrer Bedeutung für das Baden⸗Badener Kur⸗ leben gebracht. Denn das kann nun einmal nicht auf dieſe internationale Anziehungskraft verzichten, will es im neuen Reich den Glanz alter Tage wie⸗ der heraufſteigen ſehen. Und wenn in der nächſten Woche— in gleicher Erkenntnis der alten Tradi⸗ tion der Bäderſtaödt— der Internationale Renn⸗ klub auf dem Iffezheimer Raſen wieder zum offenen Wettkampf raſſiger Pferde und kühner Rei⸗ ter, angeſichts des heimlichen Wettkampfes ſchöner Frauen, auffordert, dann ſoll man auch hier die Ur⸗ ſprünge dieſes großen Wettbewerbs nicht vergeſſen. War es doch niemand anders als der weitſchauende König der Baden⸗Badener Spielbank, Gduard Benazet, der einſt, auch gegen die Klaſſe der deutſchen Exkluſiven, dieſe Rennen begründete und damit zum Weltruhm Baden⸗Badens nicht wenig beitrug. Damals war das, wo der Iffezheimer Rennplatz gleichſam das Foyer der europäiſchen Staatsleiter war, wo Gortſchakow und Bismarck, Humbert von Italien(in jenen Tagen noch Kron⸗ prinz) und Napoleons III. Stiefbruder Graf Morny, ſelbſt ein glückbegünſtigter Rennſieger, ſich hier im heiteren Genuß der Stunde begegneten und Bis⸗ marck galant der Schönheit der jungen Fürſtin Obolinska huldigte, wie er ſelbſt frohmütig in ſeinen Briefen mitteilt. Alle Veranſtaltungen drängen in dieſen Sommer⸗ tagen in die freie Natur. Auch die Freiluft⸗ in dieſen und Glänzen. Iſt Bühne im Merkurwald kam damit wieder zur Geltung. Walter Erich Schäffers Schauſpiel „Der 18. Oktober“ erſtand in dieſer Fels⸗ und Waldumgebung, wie geſchaffen für Lagerſzenen am lodernden Feuer, für Soldaten⸗Aufmärſche, Gefechts⸗ ſzenen und heranſprengende Pferde, zu einer ganz neuen Wirkung von lebendigſtem Eindruck. Karl Heyſer, der Spielleiter, gab mit dieſer Inſzenie⸗ rung gleich ein Meiſterſtück. Schon das Zuſammen⸗ ziehen zu einem einzigen wilden Nachtgeſchehen, unter Fortfall der Aktpauſen, brachte ein atemloſes Tempo in das Ganze. All dies Ringen der deutſchen Seele um höchſte Mannes⸗ und Volkswerte kam hier naturverbunden dem Zuſchauer faſt unheimlich nahe. Um ſo mehr, als auch die einzelnen Rollen prägnanten Ausdruck fanden. Hier iſt wirklich ein⸗ mal ein Stück, das für die Naturbühne prädeſtiniert erſcheint. Wenn jetzt Baden⸗Baden ſich rüſtet, die„Große ſchiedenen Viehmärkte die Wörthwieſe gewählt, wo mit den Vorarbeiten zur Errichtung einer Viehhalle bereits begonnen wurde. * Pforzheim, 22. Auguſt. In der Nacht zum Sonntag raſte im benachbarten Enzberg der le⸗ dige 20jährige Kaufmann Richard Kuſterer aus Mühlacker in voller Fahrt mit ſeinem Kraftrad gegen einen Perſonenkraftwagen und wurde durch die Windſchutzſcheibe geſchleudert. Der Kraftfahrer wurde im ganzen Geſicht und an Hän⸗ den und Füßen ſchwer verletzt. U. a. wird er ſich mit dem Verluſt ſeiner Naſe abfinden müſſen. Die Schuld an dem Unglück trifft ihn ſelbſt. Von den vier Inſaſſen des Kraftwagens wurde niemand ver⸗ letzt. * Hainſtadt, 22. Aug. Der 36 Jahre alte Sohn des Schreiners Elter, der 1923 mit einem Bruder nach Braſilien ausgewandert war, iſt nach einer hier eingegangenen Nachricht in einer braſiliani⸗ ſchen Fabrik wo er als Ingenieur tätig war, bei einer Exploſion ums Leben gekommen. NSDAP-Miffeilungen Aus baeteletitlichen Bekanntmachungen erensmmen PO Schwetzingervorſtadbt. Achtung, Reichsparteitag 19341 Bei der Ortsgruppe Schwetzingervorſtadt, Geſchäftsſtelle Bahnhofsplatz 7, werden noch eine größere Anzahl Mel⸗ dungen von Pg.(Zivil⸗Teilnehmern) angenommen. Die Liſte für Marſchteilnehmer und Parteigenoſſinnen iſt ab⸗ geſchloſſen. Humboldt. Heute, Donnerstag, 19 Uhr, Sitzung der politiſchen Leiter. Torniſter und Zeltbahn mitbringen. Heute, 20 Uhr, Appell der Teilnehmer am Reichspartei⸗ tag im Heim. Verpflegungs⸗ und Fahrtkoſten von.60 ſind ſofort an die Kaſſe zu zahlen. Strohmarkt. Sämtliche Marſchblockteilnehmer am Reichsparteitag in Nürnberg treten Freitag, den 24. Auguſt, 20 Uhr, vor dem Ortsgruppenheim im Dienſt⸗ anzug an. NS⸗Frauenſchaft Humboldt. Heute, Donnerstag, 14 Uhr, kommen die Zellenleiterinnen in die Hildaſchule. Rr Woche“ mit einer ganzen Reihe feſtlicher Veranſtal⸗ tungen zu begehen, ſo wird einer fehlen, den man bis vor kurzem noch mit der liebenswürdigen Weis⸗ heit des Alters an aller geſellſchaftlichen und künſt⸗ leriſchen Buntheit des blühenden Lebens teilnehmen ſah. Im Alter von 93 Jahren hat(wie bereits kurz berichtet. Die Schriftl.] Ex z. Karl von Eiſen⸗ decher, ehemals preußiſcher Geſandter und Vizeadmiral, dem Tode den ſchuldigen Tribut zahlen müſſen. Wie ging er einſt mit offe⸗ nen Sinnen durch das Leben, hielt ſich jung mit den Jungen. Unter vier preußiſchen Königen diente der am 23. Juni 18414 in Oldenburg Geborene dem Ruhme Preußens und Deutſchlands, ſeit er 1857 in die kleine preußiſche Marine eintrat. 1875 ging der damalige Korvettenkapitän v. Eiſendecher als Mi⸗ niſterreſident und Geſandter in das Preußen des Oſtens, das eben erwachte Japan, wo er über ſieben Jahre die Intereſſen des neuen deutſchen Kaiſerreiches vertrat, bis ihn 1882 Bis⸗ marck als Geſandten nach Waſhington ſchickte, Ruhi⸗ gere Jahre ſolgten, als er 1884 den in der Haupt⸗ ſache mehr repräſentativen Poſten des preußiſchen Geſandten in Karlsruhe übernahm, obwohl es auch da bei dem temperamentvollen Vorgehen Kaiſer Wil⸗ helms II. oft mancherlei Unſtimmigkeiten zu glätten gab. Der junge Kaiſer ſelbſt fand an der frohen Le⸗ bensauffaſſung v. Eiſendechers ſeine Freude, rief ihn oft in ſeine Nähe, verlieh ihm den Titel eines Vize⸗ admirals à la suite, und gab dem Welterfahrenen, der in Waſhington eine gute Erinnerung hinterlaſſen hatte, dem Prinzen Heinrich von Preußen auf deſſen Amerikafahrt 1902 zur Seite. 35 Jahre verblieb er auf ſeinem Karlsruher Poſten, der großherzoglichen Familie, aber auch der ganzen Karlsruher Bevölkerung treu verbunden, bis ihn der Umſturz zum Rücktritt nötigte und er 1919 nach Baden-Baden überſiedelte. Als wir im Winter 1914 an dem an manchen unterhaltenden Ueberraſchungen reichen Ball teilnahmen, den Exz. von Eiſendecher und ſeine kunſtſinnige Gatin im großen Karlsruher Muſeumsſaal veranſtalteten, ahnte keiner, auch der an dieſem Abend beſonders frohgemute, ſonſt ſo ernſte Großherzog nicht, daß es das letztemal ſein ſollte, daß die kgl. preußiſche Ge⸗ ſandtſchaft mit einer feſtlichen Veranſtaltung an die Oeffentlichkeit trat. Aber ſeine ſchier unverwüſtliche Lebenskraft ließ Eiſendecher auch in Baden⸗Baden noch 15 Jahre, die bis faſt in die letzte Zeit von ſei⸗ ner Friſche zeugten. Der neunzigjährige Kavalier nahm noch am Tennisſpiel teil und bis kurz vor ſeinem Tode konnte man den alten Herrn in den Frühſtunden hinter ſeiner Villa Gartenarbeiten verrichten und Holz hacken ſehen. Seinem Plaudern zuzuhören, in dem er ſich von erſtaunlichem Gedächt⸗ nis zeigte, war ein Genuß. Alte Zeiten und berühmte Perſönlichkeiten wurden wieder lebendig, wenn er, ein wenig den Schalk im Nacken, von ihnen erzählte. Seine deutſche Geſinnung hielt ihm den Glauben an Deutſchland lebendig, für deſſen An⸗ ſehen in der Welt er in jungen Jahren ſelbſt ſo tat⸗ kräftig gewirkt. Daß er dabei für die Schwächen der wilhelminiſchen Zeit nicht blind war, weiß ich aus manchem Geſpräch während ſeiner Karlsruher Zeit. Das Leben da draußen hatte ihm früh die Augen geöffnet. Als er ſie jetzt zum letzten Schlum⸗ mer ſchloß, konnte er das beruhigt tun. Tags zuvor hatte das deutſche Volk zukunftsfroh den Führer des neuen Reiches erkoren. DA und NSBO N Ortsgruppe Städt. Betriebe und Verwaltungen. Sämt⸗ liche Zellen⸗ und Blockwarte haben Freitag, 24. Aug., 19.30 Uhr, im Lokal„Hohenſtaufen“, Qu 8, Nr.—3, zu erſcheinen. NS⸗Hago An alle Ortsamtsleitungen der NS⸗Hago! Wir be⸗ nötigen ſofort Namen und Wohnungen aller derfjeni⸗ en Amtswalter der NS⸗Hago⸗Ortsamtsleitungen, die am diesjährigen Parteitag in Nürnberg teilnehmen. Wir bitten um beſchleunigte Meldung an die Kreisamtsleitung der NS⸗Hago. Deutſches Eck. Sämtliche Amtswalter(Zellen⸗ und Blockwarte) erſcheinen Freitag, 24. Auguſt, 20 Uhr, im „Haus der Deutſchen Arbeit“. NS Lindenhof. Das Geſchäftszimmer befindet ſich ab 22. Auguſt, in der Lindenhofſchule, Zimmer 14. Eingang nur Eichelsheimerſtraße. Sprechſtunden: Dienstogs, Mittwochs und Donnerstags von—12 und 15—17 Uhr; für beſondere Fälle auch außerhalb dieſer Zeit. Deutſche Angeſtelltenſchaft Berufsgemeinſchaft der weibl. Angeſtellten. Heute, Donnerstag, 20 Uhr, in N 4, 17, Mitarbeiterinnen⸗Be⸗ ſprechungen. BNS D Entſprechend einer Anordnung des Reichsjuriſtenſührers finden in den Monaten Auguſt und September keine Verſammlungen der Bezirke des BNS ſtatt. Der Bezirksobmann: gez. Dr. Bannesberger. NSVolkswohlfahrt Kreisamt. In der Zeit vom 13. bis 21. Oktober werden für einen achttägigen Ferienaufenhalt von Saarmännern noch einige Freiquartiere benötigt. Ts muß Ehrenſache eines jeden Mannheimers ſein dieſen bedrängten Volksgenoſſen von der Saar den Aufenthalt in Mannheim ſo angenehm und lichtvoll als möglich zusgeſtalten, da uns dieſe Saar⸗ länder im täglichen Kampf um ihr Deutſchtum trotz Drang⸗ fal und Verfolgung ihre unentwegte Treue immer und im⸗ mer wieder neu bekunden. Und da ſoll es nicht möglich ſein, in einer Stadt wie Mannheim noch einige Freiquartiere zu bekommen?“ Treue um Treue. Wir bitten daher alle Volks⸗ genoſſen, unſeren Ortsgruppen in ihrem Beſtreben, dieſe Freiquartiere zu beſchaffen, tatkräftig unterſtützen zu wollen. Gegebenenfalls melde man die Freiquartiere für Saarur⸗ lauber bis ſpäteſtens 3. September 1934 unſerer für den betr. Stadtteil zuſtändigen Ortsgruppe. ö 1934 8 25 Donnerstag,? Aus der Pfalz Die Oſtertalbahn wird gebaut * Kuſel, 22. Aug. Der Bau der Oſtertalbahn i geſichert. Bayern und das Reich haben die Drittel anteile von je 500 000 Mk. übernommen, ſo daß die erſten Bauarbeiten noch in dieſem Jahre begonnen werden ſollen. Bei den Bahnarbeitern in Oberkirchen wird dem kommenden Anſchluß bereits Rechnung ge⸗ tragen. Mit dem Bau der Bahn wird das Oſtertal⸗ zogen. ————— * Ludwigshafen a. Rh., 22. Aug. Wie der Schrift führer des Pfſälzerwald⸗Vereins e. B. mitteilt, ist die Reichsbahndirektion Ludwigshafen bereit, dem An⸗ ſuchen des PfWVV. entſprechend, in dem am 7. Ol tober d. J. beginnenden Winterfahrplan raſchfah rende Verwaltungsſonderzüge mit Fahrpreisermäßigung an Sonn⸗ und Feiertagen nach Neuſtadt und Bad Dürkheim verkehren zu laſſen. Die beantragte Fahr, preisermäßigung von 1 RM. von Ludwigshafen naß Neuſtadt oder Bad Dürkheim und zurück würde eine Ermäßigung von 60 p. H. entſprechen. Die Reichs bahndirektion iſt bereit, unter Darlegung der beſon⸗ deren Verhältniſſe im Grenzgebiet bei der Haupt verwaltung in Berlin den Antrag zu ſtellen, für die beabſichtigten Verwaltungsſonderzüge nach Neuſtah und Bad Dürkheim den Fahrpreis gleichmäßig au 1 Mk. feſtſetzen zu dürſen. * Bad Dürkheim, 22. Aug. Der pfälziſche Schachkongreß, der vom 30. Auguſt bis 2. Sep tember in Bad Dürkheim ſtattfinden ſollte, mußt umſtändehalber verſchoben werden. Er finde nunmehr beſtimmt in der Zeit vom 20. bis 23. Sez⸗ tember ſtatt. ä—— Wettertarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetterwarte 885 Flite,—— e S. Augug f 8 9 255 endlich in das Verkehrsnetz der Reichsbahn einbe⸗ a 0 Marsch e, E Nene 22 en= Oveneeos O gener. o nam dedecai & Schnee& Sraudem Hebel K Geier. Owiagzülle. telenter o massiger Sbosdqwest zormtzeder dle pleue ſe gen mit dem winde. ole de den Stauones stehendes 4% ten geden die Temperatur an- ple k Imen verdindes orte auf Heeresniveau umgerechneten cüftaruch Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle Frankfurt a. M. vom 3. Auguſt. Begünſtigt dur weitere kräftige Sonneneinſtrahlung bei gleichzel tiger Zufuhr tropiſch⸗maritimer Luft herrſchte an Mittwoch in Deutſchland warm⸗ſchwüles Wetter, wo bei vielfach Temperaturen von mehr als 30 Grad er reicht wurden. Damit einhergehender Luftdruckſal desen 8 hat eine gleichförmige und flache Luftdruckverteiſun dingt. der überwiegend erhalten. Vorausſage für Freitag, 24. August Heiter bis wolkig, ſchwache Neigung zu leihen gewittrigen Störungen, bei ſüdlichen bis weſtliche Winden immer noch recht warm. Höchſttemperatur in Mannheim am 2. Aut 1 28, Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zun 0 5 9 + 18,2 Grad; heute früh 748 Uhr +. 150 rad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern fei 8 Uhr bis heute früh 48 Uhr 0,4 Millimeter gleih 0,4 Liter je Geviertmeter. i 5 In den Rhein bädern wurden geſtern nach mittag 4 Uhr 7 20 Grad Waſſer⸗ und. 27 Gd Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 9 Uhr 1721 Grad Waſſer⸗ und + 18 Grad Luftwärme. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat August Im weſentlichen bleibt aber auch weiterſſl freundliche Witterungscharalſes Rhein⸗Pegel 19. 20. 21. 22. 28. Neckar⸗Pegel 20. 21. 2. 25 Ryeinfelden 2,87 2,70.71 2,65 2,58 Brea. 25042,00.90 1,86.80 e Kehl... 3,15 3,02 2,08 2,88 2,80 Jagſtfeld Maxau 4765 4,53.45 4,30 4,30 Heilbronn 15 Mannheim!.59 3,50.36,3.28 3,17 Hiebe ein 5 Kaub 220222 72575105 Diedesheim. A 751 1 50.8875.63 geſchaffen, die örtlich ſchwache Gewitterneigung 7 Die gu und Polen ihren Aus lin- Warf⸗ der er ſte o len a wertung i gewertet. haben di 20 Fahrer: zulegen. der an: Deutſch Düſſeldorf Oberbeck⸗K horn⸗Schm Langmann feld⸗Dortn Polen: ſchau; Ki czynſki⸗N Piotrowſk! ſchan; Mo Warſchau; linſki⸗War Die St auf, abgeſ⸗ zugleich lä bereits die Boden we schlechten ſchon gewö Da es ſich bewerben handelt, w ßen Könn auf Warſed bekannt ſi Obwohl di nen wir die zuglei einem de Der S in Berlin 3 Stunde Die erf Warſcha einen ſel Fahrt ſetzt die 110 5 penziel, ar von 374 S Erſt nachd ten, traf 4 fünfköpfige ler⸗Bielefe Krückl⸗Mü Fuhrmann nächſten P fanden ſich ſportfreun — Polen. bondes am kranz niet ſtellung. ten Hunde bis Frie Start erfol ſich die 32 Die de Tempo vo Küſtrin, d wird, die? ſie wußter waren mi ſtehen laſſ Hauswald von 4½ 8 herankomr der Spitz bröckelten Zwölf det paſſiert, g gegen Schl gutgemach durch Def Magenkrä — — Von U. U * au r ebaut ertalbahn it die Drüttel⸗ „ ſo daß die 1e begonnen Oberkirchen Rechnung ge⸗ das Oſtertal⸗ sbahn eint be⸗ der Schrißt⸗ itteilt, iſt die it, dem An⸗ mam 7. Of, raſchfah rende sermäßigung idt und Bad itragte Fahr gshafen naß würde ein Die Reich ig der beſon⸗ der Haupt ellen, für bie ach Neuſtah ichmäßig au pfälziſche bis 2. Sep⸗ ſollte, mußt Er finde bis 23. Sep 5 — 158 cht —— Wetterwarte ——— Darel- se — em anegeg tile. Ons der ben nenden 4a. tene ait g jenſtſtelle in ünſtigt burg Donnerstag, 28. Auguſt 1934 Freue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Nummer 385 Radfernfahrt Verlin-Warſchau Zum erſten Male Deutſchlands Straßenfahrer gegen Polen Die guten ſportlichen Beziehungen zwiſchen Deutſchland und Polen finden jetzt auch auf dem Gebiete des Radſports ihren Ausdruck. In Form einer Fünf⸗Etappenfahrt Ber⸗ lin-Warſchau wird in den Tagen vom 2.—2 6. Aug u ſt der er ſt e Radländer kampf Deutſchland gegen Polen ausgetragen. Die ſechs beſten Fahrer der Geſamt⸗ wertung in jeder Mannſchaft werden für den Länderkampf gewertet. In den fünf Etappen Berlin— Schneidemühl(249 Km.) Schneidemühl— Poſen(103 Km.) Poſen— Kaliſch(174 Km.) Kaliſch— Lodz(114,9 Km.) Lodz— Warſchau(142,8 Km.) haben die beiden Mannſchaften, die in Stärke von je 20 Fahrern antreten, ohne jeden Ruhetag 783,7 Km. zurück⸗ zulegen. Mit folgenden Mannſchaften treten beide Län⸗ der an: Deutſchland: Krückl⸗München; Weiß⸗Berlin; Wierz⸗ Düſſeldorf; Löber⸗Frankfurt a..; Scheller⸗ Bielefeld; Oberbeck⸗Hagen; Kranzer⸗Nürnberg; Balzer⸗Berlin; Schell⸗ Schweinfurt; Hauswald ⸗ Chemnitz, Böhm Berlin; Langmann ⸗Schweinfurt; Schultenjohann⸗Dortmund; Hup⸗ feld⸗Dortmund; Figay⸗Dortmund; Fuhrmann⸗Breslau. Polen: Ignaczak⸗Warſchau; Igo⸗Warſchau; Kapiak⸗War⸗ ſchau; Kielbas⸗Warſchau; Komornicki⸗Warſchau; Konop⸗ czynſki⸗Warſchau; Korſak/ Zalewſki⸗Warſchau; Korwin/ Piotrowſki⸗Warſchau; Lipinſki⸗Warſchau; Michalak⸗War⸗ schau; Moczulſki⸗Warſchau; Olecki⸗Warſchau; Starzynſki⸗ Warſchau; Urbanik⸗Warſchau; Waſilewſki⸗Warſchau; Zie⸗ Unſki⸗Warſchau. Die Strecke weiſt keine ſonderlichen Schwierigkeiten auf, abgeſehen von einigen Steigungen auf der erſten und zugleich längſten Etappe nach Schneidemühl, wo vermutlich bereits die erſte Entſcheidung fallen wird. Auf polniſchem Boden werden unſere Vertreter vor allen Dingen auf den schlechten Straßen zu kämpfen haben, an die ihre Gegner ſchon gewöhnt ſind und damit einen gewiſſen Vorteil haben. Da es ſich bei unſerer Mannſchaft jedoch um in den Wett⸗ bewerben der Nationalmannſchaft hocherprobte Amateure handelt, werden ſie auch dieſes Hindernis, dank ihres gro⸗ ßen Könnens, überwinden. Polen ſtützt ſich ausſchließlich auf Warſchauer Fahrer, die in Deutſchland ſämtlich un⸗ bekannt ſind und für die keinerlei Maßſtab vorhanden iſt. Obwohl die Gegner nicht unterſchätzt werden dürfen, rech⸗ nen wir trotz kilometerlanger Kopfſteinpflaſter⸗Straßen, die zugleich eine hervorragende Materialprobe ſind, mit einem deutſchen Siege. Der Start erfolgte am Mittwoch vor dem Ehrenmal in Berlin. Die Deutſchen in Front Stunden Vorſprung vor Polen bis Schneidemühl Die erſte Etappe der Rad fernfoahrt Berlin— Warſchau brachte der deutſchen Mannſchaft einen ſeltenen Triumph. Nach überaus forſcher Fahrt ſetzten ſich unſere Vertreter ſchon bald allein an die Spitze und holten bis Schneidemühl, dem erſten Etap⸗ penziel, auf den 249 Km. den kaum glaublichen Vorſprung bon 3% Stunden im Länderklaſſement vor Polen heraus. Erſt nachdem zwölf deutſche Fahrer das Ziel paſſiert hat⸗ ten, traf der erſte Pole ein! Es war Olecki. Aus der fünfköpfigen rein deutſchen Spitzengruppe ſchälte ſich Schel⸗ ler⸗Bielefeld in:35:40 Sto. als Spurtſieger heraus. Krückl⸗München, Weiß⸗Berlin, Hauswald⸗Siegmar und Fuhrmann⸗Breslou nahmen in dieſer Reihenfolge die nächſten Plätze ein. Unter den Linden in Berlin fanden ſich trotz der frühen Morgenſtunden zahlreiche Rad⸗ ſportfreunde zum Start des Radländerkampfes Deutſchland — Polen ein. Nachdem die Polen im Namen ihres Ver⸗ bondes am Grab des unbekonnten Soldaten einen Rieſen⸗ kranz niedergelegt hatten, nahmen die 32 Fahrer Auf⸗ ſtellung. Auf den erſten Kilometern durch die Stadt folg⸗ len Hunderte von Schlachtenbummlern den Konkurrenten bis Friedrichsfelde, wo um 8 Uhr der eigentliche Start erfolgte. In Viererreihen, die Polen voran, machten ſich die 92 auf den Weg. Höllentempo der Deutſchen Die deutſche Mannſchaft legt gleich ein mörderiſches Tempo vor. Kein Wunder, daß ſchon nach 80 Km., in Küſtrin, das nach wenig mehr als zwei Stunden erreicht wird, die Polen vollkommen durcheinandergewirbelt waren; ſie wußten ſich nicht mehr zu helfen, denn die Deutſchen waren mit 40 Stoͤkm. losgebrauſt und hatten ſie einfach ſtehen laſſen. Vor dem deutſchen Hauptfeld lagen Löber, Hauswald und Oberbeck zeitweilig mit einem Vorſprung von 4½ Minuten, ein Defekt Löbers ließ die anderen herankommen. Nunmehr lagen 14 Deutſche zuſammen in der Spitzengruppe. 100 Km. vor Schneidemühl bröckelten einige Fahrer der deutſchen Spitzengruppe ab. Zwölf deutſche Fahrer hatten bereits die Zielkontrolle paſſtert, als der erſte Pole einkam, Olecki. Er hatte gegen Schluß, zu großer Form auflaufend, ſehr viel Boden gulgemacht. Von den deutſchen Favoriten fielen Löber durch Defekt aus, Wierz⸗Düſſeldorf mußte mit heftigen Magenkrämpfen längere Zeit auf der Landſtraße ausſetzen und aus dem gleichen Grunde büßte der Schultenjohann faſt eine Stunde ein. Dortmunder Deutſchland als Geſamtſieger zu erwarten Der bedeutende Vorſprung der deutſchen Mannſchaft dürfte von den Polen nicht mehr aufzuholen ſein, ſelbſt nicht auf deren ſchlechten heimiſchen Straßen mit kilo⸗ meterlanger Kopfſteinpflaſterung, zumal bei der Länder⸗ wertung immer die ſechs erſten Fahrer jeder Nation, alſo ohne Rückſicht auf die Namen, gewertet werden. Hauswa 540,8; 6. 5 Kranzer⸗Nürnberg 7136:48; 48,2; 9. Hupfeld⸗Dortmund 718715; 10. horn⸗Schweinfurt; 11. Böhm⸗Berlin; 12. Langmann⸗ Schweinfurt; 13. Olecki⸗polen:06:18; 14. Oberbeck⸗Hagen; 15. Kielbaſa⸗Polen; 16. Stazynſki⸗ Polen. Länderwertung: 1. Deutſchland 45:43:27 48:47:42,6 Std. mund Berlin 7 Std.; 2. Polen Die Mannheimer Kundgebung bei der Saartreueſtaffel Bevor der Hauptlauf VI am kommenden Samstag vor⸗ mittag den Gan Baden verläßt, wobei Mannheim die letzte Etappe iſt, findet um 7 Uhr früh am Waſſerturm(nicht im Schloßhof) eine Saar⸗ kundgebung ſtatt, wozu nicht nur die Turner und Sportler, ſondern auch die Bevölkerung zahlreich aufgerufen wird. Im Rahmen dieſer Feier wird der Oberbürger⸗ meiſter der Hauptſtadt Mannheim die Urkunde der Stadt Mannheim an DT⸗Gauſührer Dr. Fiſcher⸗Karlsruhe zur Weiterleitung übergeben. Anweiſung für die Turner jugend zur Saar⸗ kundgebung iſt durch DT⸗Kreisführer Stalf an die Tur⸗ nerjugend ergangen. Die Turnerjugend der Vereine muß in Turnkleidung 6,50 Uhr früh am Waſſer⸗ turm zur Spalierbildung angetreten ſein. Um dieſe Zeit (6,50 Uhr) haben auch die Fahnenabordnungen der Ver⸗ eine zu ſtehen. Siegerehrung beim Mannheimer Bf Der Verein für Körperpflege von 1886 e. V. hatte ſeine Anhänger zu einem Sommerfeſt in die Jäger luſt eingeladen, um bet dieſer Gelegenheit ſeinen bewährten Kämpen Heinrich Küchler zu ehren, dem es vergönnt war, in Nürnberg als einziger Mannheimer Kampfſpielſieger zu werden. Nicht unweſentlich trug zum Gelingen des ſchönen Feſtes auch die Geſangsabteilung des Eiſenbahnvereins bei, welche unter Stabführung ihres Dirigenten Engelmann verſchiedene Chöre zu Gehör brachte und damit ungeteilten Beifall erzielte. Einleitend gedachte der Vereinsführer Fritz Heß unſeres großen Toten, des Reichspräſidenten von Hindenburg, um dann überzuleiten zu den Erforderniſſen der heutigen Zeit, durch den Sport geſunde und tüchtige Menſchen zu erziehen. Er ſtellte den Altmeiſter als leuchtendes Vorbild für die Jugend hin, das am beſten beweiſe, was durch eiſernen Willen und Freude an der Sache ſelbſt im reiferen Alter zu erzielen iſt. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte er dem Sieger einen Korb mit allerhand Kleinigkeiten für Zunge und Gaumen. Der Geehrte dankte mit bewegten Worten für die große Anerkennung. Die Ehrung klang aus im Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied. Der gemütliche Teil hielt jung und alt noch lange beiſammen. 2 2 2 D Oberleutnant Birk überflügelt Im Modernen Fünfkampf in Stockholm Die vierte Uebung im Modernen Fünfkampf in Stockholm, ein 8900 Meter Beliebig⸗Schwimmen in Saltjoebaden, brachte für den bisher mit ſicherem Vor⸗ ſprung führenden deutſchen Oblt. Birk einen ſchweren Rückſchlag. Er gehörte zu den wenigen Teilnehmern, die den Kraulſtil noch nicht beherrſchten und erzielte mit 612,8 die zweitſchlechteſte Zeit, die ihn auf den vierten Platz zurückwarf. Die beiden ungariſchen Offiziere Lt. Orban mit 423,2 und Lt. Gyakolay mit 425,6 entpuppten ſich als die Beſten. Mit beträchtlichem Abſtand belegten Lt. Thofelt⸗Schweden in 434,2 und als ſchnellſter Deutſcher Oblt. Hanoͤrick in 447,6 die nächſten Plätze. Recht gut hielt ſich wieder Oblt. Einwächter, er wurde Siebenter und konnte in der Ge⸗ ſamtwertung ſeinen dritten Platz behaupten. An die Stelle von Oblt. Birk rückte Lt. Thofelt vor Lt. Orban. Der Donnerstag bringt mit dem 4000⸗Meter⸗Gelände⸗ lauf die letzte der fünf Uebungen. Unſere Vertreter ſind zwar durch den Mißerfolg ihres bisherigen Beſten etwas entmutigt, aber noch dürfen wir berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg hegen, denn ſowohl Oblt. Einwächter als auch Oblt. Birk liegen in vorderſter Front. Hamburg in Erwartung des Vorduells Die größte Boxarena Europas ſteht für Noch niemals hat ein ſportliches Ereignis Ham⸗ burg ſo in den Bann gezogen, wie der am komaenden Sonntag vor ſich gehende Schmeling⸗Neuſel⸗ 0 my tag. Andere ſportliche Veranſtaltungen von eutung wird es am Sonntag nicht geben. Der Leicht⸗ etik⸗Länderkampf Norddeutſchland gegen Dänemark auf den 2. September verlegt, während der Ham⸗ rger Sportverein den Fußballkampf gegen den Bran⸗ enburg⸗Gaumeiſter Viktoria 89 Berlin bereits am n Austrag bringt. Der Sonntag wird ſomit des Boxſports ſtehen. ſpannt n, welche Zuſchauer zahl erreicht wird. Von auswärts wird es einen ſtarken Zu⸗ ſtrom nach Hamburg geben. Die Bauarbeiten an der N34 Rieſen⸗Boxarena in der Dirt⸗Track⸗Aſchenbahn in Lok⸗ met. Die Anlage mit ihren en Wällen, die 60 000 Steh⸗ tigen Eindruck. Eine Bor⸗ Bröße h sher weder in Deutſch⸗ a irgendwo gegeben. iche Ermittlungen feſtgeſtellt wurde, m Dienstag ätzen und den ho ten, macht einen ge 0 A1 ena nd chte zarten in den Verkehr gebracht ie al lene“ Karten unter der a 0 Leitung des Kampftages zkarten vorgenommen. am Samstag früh 9 Uhr von im Flugzeug die Reiſe nach Hamburg antreten hr um 13 Uhr im Homburger Flughafen ein⸗ der Begleitung von Neuſel befinden ſich zwölf amerikaniſche und franzöſiſche Journaliſten. ax Schmeling kommt erſt in den ſrühen Abend⸗ 5 i t in einem Landhaus in der Nähe alt. Beide Boxer abſolvieren am a ing. Neuſel und Schmeling wer⸗ den vor dem Kampf nur bei dem Auswiegen zufammen⸗ treffen, das am Sonntag vormittag vor ſich gehen ſoll. Mer wird den Kampf gewinnen? „Bor⸗Sport“ Berlin, das amtliche Blatt des DA und VDF, veröffentlicht eine Reihe von Auslaf⸗ ſungen über den Kampf zwiſchen Max Schmeling und Walter Neuſel. Wir entnehmen dieſen Urteilen nachfol⸗ genden Auszug: Oberſturmbannführer Dr. Hans Joachim Heyl (Berlin), der Führer der Fachſäule 4(Boxen, Ringen, Schwerathletik und Jiu⸗Jitſu], bringt zum Ausdruck, daß für den Berufsſportler und für alle am Berufsſport Be⸗ iligten die Pflicht zur wahrhaften ſportlichen Auffaſſung in der Veranſtaltung und Durchführung des Kampfes not⸗ wendig iſt. Nur ſo kann der Berufsboxſport ſeiner Aufgabe gerecht werden, Auftrieb für den Amateurſport zu ſein. Damit wird der Kampf Schmeling— Neuſel ein Markſtein in der Geſchichte des deutſchen Boxſports werden. Erich Rüdiger(Berlin), der Führer des VBW und d DBV, ſagt u..:„Möge in dieſem Kampf nicht die 8„ ſondern die wahre Boxkunſt ausſchlaggebend f Rein wirtſchaftlich genommen, haben ſolche Boxver⸗ tei altungen natürlich gerade in der heutigen Zeit ihren Wert. ö ant beſonderen All die Ausländer, die zu ſolchen Mam⸗ n kommen, laſſen ja während ihres nen ſchönen Batzen Geld und Deviſen hier. dieſe Leute die beſten Propogandiſten im bie Schönheiten unſeres deutſchen Vater⸗ Sportwart des VD, meint, ſer an Jahren ältere die größere er ſich in den verſchiedenen Rin⸗ ungeeignet hat. Er geht des⸗ ich in den Kampf. Neuſel da⸗ in ſeiner Jugend und der Tatſoche, war, ein gr 8 Plus für ſich. portwart des DA wird, Schmeling a ˖ ieder n in ſein heinbar gen 0 Neuſel mit ſeiner Siegesſerie gegen erſte Weltklaſſe.„Ich ſtehe zu Schme⸗ ling, denn ich glaube nicht, daß es Neuſel gelingen wird, ſeine unverbrauchte Jugendkraft ſo einzuſetzen, daß er die große Kampferfahrung von Schmeling niederkämpfen kann. Auch die größere Härte dürfte auf ſeiten von Schmeling liegen, und das dürfte wohl den Ausſchlag geben.“ Eugen Müller(Köln), Mitglied des DABV⸗Füh⸗ rerrats, äußert: Jeder der beiden, ob Walter oder Max, hat eine reelle Chance, vorn zu enden. Schlagſtärker und och nie k. o. 2 eee eee 2. Gyakolay 5. Pagnini :50,4; 6. Oxenſtierna 458,2; 7. Einwächter:04,9; 8. von 300 Meter Schwimmen: 1. Orban 423,2; :25,65 3. Thofelt:34,2; 4. Handͤrick:47,6; zmann 507,2; 9. Petnehazy:15,6; 10. Püttmann:21; Birk:12,8. Geſamtwertung nach vier Uebungen: 1. Et. Thoſelt⸗ Schweden 18; 2. Lt. Orban⸗Ungorn 20,5; 3. Oblt. Ein⸗ wächter⸗Deutſchland„5 4. Oblt. Birk⸗Deutſchland 24; 5. Rittm. Oxenſtierna⸗Schweden 24,5; 6. Lt. v. Boismang⸗ Schweden 27,5; 7. Oblt. Handrick⸗Deutſchland 28; 8. Lt. Almgren⸗Schweden 34; 9. Et. Pagnini⸗Italien 35,5; 10. Oblt. Jos⸗Ungarn 40; 11. Lt. Gyalokay⸗Ungarn 42,5; 12. Oblt. Petnehazy⸗Ungarn 46; 13. Lt. v. d. Boſch⸗Holland 46; 14. Lt. Oeſtenſen⸗Finnland 51.; 15. Lt. Tukkimaeki⸗Finn⸗ land 59; 16. Lt. Kettunen⸗Finnlond 54; 17. Lt. Püttmann⸗ Deutſchland 57; 18. Lt. van Geep⸗Holland 60. Vereinskampf Poſtſportv.— TV Mannheim v. 1840 Heute findet auf dem Phatze des Turnvereins Mann⸗ heim von 1846 ein Vereins kampf in War f, Lauf umd Stoß zwiſchen Poſtſportverein Mannheim und dem Turnverein Mannheim von 1846 ſtatt. Der Kampf be⸗ ginnt um 18 Uhr und wird äußerſt intereſſanb ſein, zu⸗ amal die beiden Rivalen Nehb⸗TVM. 1846 und Necker mam n⸗Poſtſportv. am 200⸗Meter⸗Start erſcheinen werden. den Kampf Schmeling— Neuſel bereit konterſicherer erſcheint mir Schmeling, jugendkräftiger traß der nur zwei Jahre Altersunterſchied und ſchneller auf Touren kommend, Neuſel. Es ſollte ein harter und zer⸗ mürbender Kampf werden.“ Guſtav Eder(Dortmund), der Europameiſter im Weltergewicht:„Walter Neuſel iſt ein unorthodoxer Kämp⸗ fer, der durch ſeine Angriffsluſt Schmeling ſicher zu ſchaf⸗ fen machen wird. Maxe als Konterboxer muß für mich das beſſere Ende haben.“ Vinzenz Hower, deutſcher Meiſter im Schwer⸗ gewicht, ſagt, daß für ihn Schmeling gewinnt. Bei aller Sympathie für Neuſel glaubt er an einen überlegenen Er⸗ folg von Schmeling, ſelbſt wenn nicht nur k.., ſondern dann nach Punkten. Arthur Bülow, der frühere Betreuer Schmelings, meint, daß dieſer ſeinem Gegner unbedingt an Kampf⸗ erfahrung, Ringpraxis und wohl auch Härte überlegen iſt. Er hat zwar heute nicht mehr die unſichtbare Kürze, die tödliche Härte und Genauigkeit in ſeiner Rechten. Dennoch wird er ſich auch diesmal noch als der härtere Kämpfer herausſtellen. Der Weſtfale kann den Fight nur gewin⸗ nen, wenn er blindlings verſucht, Schmeling vom erſten Gongſchlag ab durch eine unaufhörliche Angriffswelle zu zermürben und durch eventuell überlegene Kondition nie⸗ derzukämpfen. Ich halte ihn nicht für imſtande, einen ſo harten und körperlich zum mindeſten ebenbürtigen Gegner wie Schmeling entſcheidend, alſo durch k.., zu ſchlagen. — 7 2 4 Was hören wir? Freitag, 24. Auguſt Reichsſender Stuttgart .15: Schallplatten.—.55: Schallplatten.— 10.10: Scheherazade(Schallpl.).— 10.50: Chopin⸗Klawiermuſtk.— 13.00: Schwäbiſche Volksmuſil.— 15.15: Alte Meiſter aus dem 17. und 18. Jahrhundert.— 16.00: Nachmittagskonzert. — 17.30: Auslandsdeutſche Bergfahrten in den Anden.— 17.45: Weiß Ferdl(Schallpl.).— 18.00: H⸗Funk.— 18.30: Volksmuſik.— 19.00: Eheglück 317. Bauernſchwank.— 19.45: Reichsſen d ung: Politiſcher Kurzbericht.— 20.15: Es klingt über den Wellen.— 23.00: Tanzmuſtk. — 24.00: Nachtmuſik. Aus Mannheim über Stuttgart 12.00: Pfälzer Bauernmuſik. Ausführende: Bauern⸗ kapelle Annweiler, Elſe Wagner(Lieder zur Laute), Reichsſender Frankfurt .55: Schallplatten.— 12.00: Mittagskonzert.— 13.20: Franz Völker(Schallpl.).— 14.00: Peinliche Situationen (Schallpl.).— 14.40: Stunde der Frau.— 15.35: Wirt⸗ ſchaftsbericht.— 16.00: Nachmittagskonzert.— 17.45: Kleine Unterhaltung.— 18.00: Stunde der Jugend.— 18.25: Die Wahrzeichen des Herbſtes.— 19.00: Volksmuſik.— 21.00: Das Brautpaar.— 22.00: Der Jäger aus Kurpfalz. — 22.45: Kleine Unterhaltung.— 23.00: Nordiſches Men⸗ ſchentum. 8 Reichsſender München 5 f .45: Schallplatten.—.25: Frühkonzert.— 12.00: Schallplatten.— 13. für das Siedlerhous. : Mittagskonzert.— 14.20: Bauſtoffe — 15.30: Bruder Straubinger wan⸗ dert heimwärts.— 16.00: Nachmittagskonzert.— 17.30: Auslandsdeutſchtum.— 17.50: Konzertſtunde.— 19.00: Kammermuſik.— 20.15: Sinfoniekonzert. Reichsſender Köln g .50: Schallplatten.—.35: Morgenkonzert.— 10.10: Für Euch daheim.— 10.30: Wir und die Welt.— 12.00: Muſik am Mittag.— 14.00: Schallplatten.— 15.15: Apbei⸗ ter und nationalſo; 16.00: Nach⸗ mittagskonzert.— 16.30: Chorkonzert.— 17.00: Aus dem großen Kriege.— 17.15: Kleine Muſik.— 19.00: Wir ſtellen vor.— 20.10: Operettenabend.— 22.20: Filmecke.— 23.00: Nachtmuſik. Deutſchlandſender .20: Morgenmuſik.—.00: Volksliedſingen.— 10.10: Von deutſcher Arbeit.— 13.00: Vier Tenöre ſingen(Schall⸗ platten). 15.15: Für die Frau.— 15.40: Duſolina Giannini und Benjamino Gigli ſingen(Schallpl.).— 18.10: Muſik unſerer Zeit.— 18.40: Klaviermuſik.— 19.00: Grenzſtädte.— 20.10: Hier ſpricht Schleſien. Bunter Abend. 22.00: Politiſcher Kurzbericht(Aufnahme).— 28.00: Fortſetzung des Schleſierabends. a Wien 19.30: Große Meiſter für kleine Kinder.— 20.35: Bun⸗ Hhury. Komödie von O. Wilde.— 22.35: Kammermuſik.— 23.15: Schallplatten. Dageslꝛaleucleꝛ Donnerstag, 23. Anguſt Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternproſektors. Roſarium, Neuoſtheim, Harrlachweg: Geöffnet v. 1620 Uhr. Köln⸗Düſſeldorfer Rheinfahrten: 12 Uhr Mannheim— Worms und zurück. 14.30 Uhr Mannheim— Speyer Germersheim und zurück. 19.45 Uhr Abendſahrt Mann⸗ heim— Worms und zurück. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Bad Dürk⸗ heim— Leiſtadt— Peterskopf— Lindemannsruhe— Kallſtadbt— Freinsheim— Weiſenheim— Mannheim. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarettprogramm. Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof. Pfalzbau⸗Kaffee: 15.30 und 20 Uhr Konzert und Tanz. Lichtſpiele: Univerſum:„Die Cſardasfürſtin“.— Alhambra:„Krach um Jolanthe“.— Ro yy:„Ein Herz für ein Lied“.— Pal aſt:„Walzerkrieg“.— Capitol:„Karneval und Liebe“. Nach längerer Beobachtung der Gebraucht 0. Kompl. Schlafzi. „ be Helegenl.-Kauf! fern mlt 3. Tale Bestecte 0 0 ö——— 2* 2 2 0 2 Nee KE 7 bei gleiten f von der Reise zurück Amtl. Bekanntmachungen i: Verkäbofe Deziünawaage nd ebalenes ür Schrank, herrſchte an— g 5 aß das vorhandene Verkehrs—— zu verkaufen od 27752 faut erhalb, ſehr Wetter u direkte, Private, 100 Gr. Sil. Fertetgerz ng des Op- binken b und 10 erfaßb wire, Es Herren- Mod. Küche. dpeiseuümmel Handl. ach erw. 30 Grad et⸗ Il. al. U 0 Tehefle der-Auflage, 36 teil. Garnit. fl. 45. erträgniſſes in Seckenheim wird daher ab 26. Auguſt 1934 der zimmer 1 erſtklaſſ. Fabri⸗ 7 0 l 1 Luftdruchſal angiährige schriftliche Garantie,. am Freitag, den 24. Anguſt, 8 Uhr Betrieb der Linie 1 an Werk⸗ und Ta, Arbeit, itür. kae neu 8 Ferner 583 26 i 11 cla, Rieſer. 38141 are, ßd0ßdß 1 f 7 un e är 1 ſchen Hauptbahnhof un aldpark Dielen⸗ 5 1 18 75 5 HFI eigung be⸗ 8 2 i 8 80675 1;; Preiſe. fehr billia zu 5 h welle 0 eee 230 28 N G, 2 E. Schmidthals, Solingen 15 Seen, ebe Ggelese walt Naben garniſur Achdbschläphche Altseh uh Babykorh und verkaufen. 8136 e nescgaralt 5 Wee e f und 10 bleibt in dem bisherigen imm e 0 Kinderstümteh. Hrch. Freinkel 0 ingschara Freitag früß 7 gr Umfange bestehen. 6 bilia abguneben. gerkauf. du Zeiſgfr. Ar. 5. reite! T SenER 2 Schlachthof auf der Freibank Kuh⸗ Aunfciige ſeſtelen;. 1 5 1, 13. 2 Trepp. Scheid, Schrei⸗ elſs ff. Nr. 0. zu verk. 8126 F 2. 8 eee eiſch. Anfang Nr. 2300. aal St. Straßenbahnamt Mannheim. 4817 nerei, 8 3. 5. Deutſch. Geſchäft J 1. 18. 2 Trepp. ſam Marktplatz). Auguſt zu leichten is weſtlichen Auch Sie Könnten so wohnen. Anstatt Miete am n li, i eee ö l r 4 f f genkäse halbfett N 5 ub 4 Na. Sen e ere ne laubenheimer Flosche o. Ol. o. 80 Deutscher Wermut. Liter 20 a0 k.„„ keene ee 5 irn Mong heim als Tilgungsraie Oppenheimer flasche o Gl. o. 90 St. Mortiner offen.. Liter 7 N e.10 1 geſtern fel Besuchen Sie die Bechtheimer Seyersberg Burrweiler offen.. 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Maxdorf: ten—14, Karotten 2,50—3, Zwiebeln 4,50 n 4 und 0,80, Tomaten 2,50—3, Weißkraut rſingkraut 8, Rotkraut—8, Salat 100 Stück 44 bſatz und Nachfrage flott. Zufuhr etwa 930 Ztr. imbolanden: Mirabellen—9, Zwetſchgen f Birnen—10 /. Abſatz flott. Größere igende Nachfrage nach Zwetſchgen und Mirabellen. lerſtadt: etſchgen—6, Pfirſiche—12, Mirabellen 7, Aepfel—6, Birnen—8, Trauben 12—13, Tomaten f: Gurken 4,25——25 und 0,60 bis n—11, Tomaten—4 und 1,00—1,50, Birnen etſchgen 47,5, Pfirſiche—12, Trauben 13 Anfuhr 875 Zentner, Abſatz und Nachfrage ſehr * Faßweinpreiſe vom 29. Juli bis 14. Auguſt. In der Berichtszeit wurden für Faßweine folgende Preiſe erzielt: Moſel, Saar, Ru wer(je 960 Liter): Filzen 1932er nat. 720/ bei reger Nachfrage, Filzen 193ger nat. 700 bis 8 bei reger Nachfrage, Schweich 1933er verb. 620/ ſchleppender Nachfrage, Longuich 1983er verb. 650 bis 700/ bet guter Nachfrage, Longuich 1933er nat. 675—725 bei guter Nachfrage, Thörnich 1933er nat. 750950/ bei. ſchleppender Nachfrage, Trittenheim 1933er nat. 620—750 ¼ bei ſchleppender Nachfrage, Minheim 1933er nat. 650 bis 700% bet ſchleppender Nachfrage, Minheim 198ger verb. 600620% bei ſchleppender Nachfrage, Zell 1933er verb. 680760/ bei reger Nachfrage, Zell 1983er nat. 850 bis 1100/ bei reger Nachfrage. * Schweizeriſche Bundesbahnen. Die Verkehrsſtatiſtik der Schweiz. Bundesbahnen Juli 1934 weiſt mit 9,8 Mill. Reiſenden einen Rückgang um etwa 0,8 Mill. Perſonen gegenüber dem gleichen Vorjahrsmonat auf, was einen Cinnahmerückgang u rd. 0,890 Mill. Fr. bedeutet. Güterverkehr ging mengenmäßig um 1d. 4500 To., die en hierin um 0,635 Mill. Fr. zurück. Auch hier Au le faſt ausſchließlich zu Laſten des in⸗ rend der Tranſitverkehr insgeſamt rund 200000 Fr. aufweiſt. Der Be⸗ Monat Juli beläuft ſich auf 10,03 Mill 770 Mill. Fr. weniger als i. V. Mannheimer Zeitung Aulffauen fesfliegender Gufhaben Die Reichsſtelle für Deviſenbewirtſchaftung teilt mit: „Unter Aufhebung des Abſchnittes J des Runderlaſſes 185/32, den Runderlaſſe 151/32, 25/33 und allgemeinen Erlaſſes vom 10. 8. 1933— Dev. I 33 998/33— werden für die Auftauung feſtliegender Guthaben folgende Be⸗ ſtimmmungen getroffen: l. Die Neuregelung gilt für Forderungen aus dem Waren⸗ und Kapikalverkehr gegen ausländiſche Schuldner in ſolchen Ländern in denen infolge deviſenrechtlicher Beſtimmungen die Transferierung des Schuldbetrages nicht möglich iſt. Dabei iſt zu beachten, daß auch in Län⸗ dern mit ſtrenger Deviſenber aftung von den zu⸗ Rohſtofſe und in der Landes⸗ währung oder in einer anderen ru attet werden. Soweit dieſe Möglüchkeit beſtel b die Erteilung von Genehmigungen gemäß i dieſes Rund⸗ erlaſſes nicht in Frage. 8 85 II. Zur Auflöſung ſolcher Guthaben können Genehmi⸗ gungen erteilt werden: 1. Zur Verfügung über das ein g Guthaben zwecks Umwandlung in die Währung eines Landes mit hochwertiger Valuta. 2. Zur Entgegennahme von mark, Goldmark oder auf eir piere jedoch mit der Auf einem Lande ohne Deviſ ſind. Wird von dem. aus einem im Inlba haben angeboten, ſo iſt zu verle„ daß zu Laſten des Wertpapierſperrguthabens deutſche Wertpapiere gekauft und im Auslande verkauft werden. Die nach den Ziffern 1 und 2 anfallenden Deviſen ſind an die Reichs zulbiefe rn. III. Soweit durch die Aufilöſuung des Guthabens ein geringerer Betrag als der der urſprünglichen Forderung erzielt würd, kann nach den unter IV getrofſenen Beſtim⸗ mungen ein Verluſtausgleich gewährt werden. Hierbei iſt zu beachten, ob die ſeſtliegende Forderung urſprünglich auf Reichsmark oder auf eine Fremoͤwährung bautet. 1. Lautete die feſtliegende Forderung urſprüngbich auf Reichsmark, ſo kann ein Verluſtausgleich nur in Höhe des Untepſchieds zwiſchen dem Reichsmark⸗ Verkaufserlös der anfallenden hochwertigen Dewviſen und dem Reichs⸗ markbetrag der eingefrorenen Forderung erfolgen. 2. Lautet die feſtliegende Forderung urſprünglich auf eine Fremdwährung, ſo kann ein Verbuſtausgleich nur in Höhe des Unterſchiedes zwiſchen dem Reichsmark⸗Ver⸗ kaufserlis der anfallenden hochwertigen Deviſen und der urſprünglichen Valutaſorderung umgerechnet in Reichsmark zu dem am Tage der Antraſtellung geltenden Berlimer Mittelkurs für die betreffende ausländäſche Währung erfolgen. Es kommt alſo ausſchießlich darauf an, auf welche Währung die Forderung urſprünglich lau⸗ tet. Hat z. B. der ausländiſche Schuldner für eine in Reichsmark fakturierte Warenlieferung den Kaufpreis in der Währung ſeines Landes auf ein Sperrkonto eingezahlt und wird dieſes Sperrguthaben in hochwertige Dewiſen umgewandelt, ſo iſt für die Berechnung der Höhe des Verbuſtausgleichs der Reichsmarkbetrag der urſprünglichen auf Reichs⸗ lautenden Pa⸗ Wertpapiere in u verkaufen yner Zahlung Wertpapierſperrgut⸗ Aus der süddeufschen Zellsfofi-Indusfrie Waldhof legi voraussichilich 2: 1 zusammen * Frankfurt a.., 22. Auguſt. Die Bewegung in der Zellſtoffinduſtrie nimmt ſchon eine zeitlang eine Sonder⸗ ſtellung ein: Die zum Teil kräftige Abſatzſteigerung ſtützt ſich im weſentlichen auf die eingetretene Wendung zum Beſſeren in dieſem Induſtriezweige. Durch erhöhte In⸗ landspreiſe und guten Auftragseingang iſt, wie durch Umfrage FN ſtellt wird, die Grun 5 für eine Rentabilität für die Zell⸗ des DH D fe ge ſtoffinduſtrie wieder gefunden. Die not⸗ wendige laugfriſtige Vorratseindeckung mit dem wichtig⸗ ſten Rohſtoſſholz zu den niedrigen Holzpreiſen des Vor⸗ jahres kommt dieſem Induſtriezweig jetzt ſehr zuſtatten. Die Vorratseindeckung enthebt darüber hinaus die Zell⸗ ſtoffinduſtrie für deren laufende Erzeugung der Rohſtoff⸗ ſorgen. Inzwiſchen hielt aber die anſehnliche Preisſteige⸗ rung von Holz an. Für die Papiererzeugung, ein ebenfalls bedeutendes Arbeitsgebiet der Zellſtoff⸗Fabriken iſt eine Beſſerung noch nicht feſtzuſtellen. Hier ſind die Preiſe noch immer verluſt⸗ Pringend. Bekanntlich ſteht auch die Neuordnung der Gruppe Packpapiere, die ein Quoten⸗ und Preiskartell anſtrebt, noch aus. Die Ausfuhr an Zellſtoff wird eifrig betrieben, wenn auch in der Ausfuhr nur Verluſtpreiſe zu erzielen ſind. Die gebeſſerte Lage auf dem Weltmarkt, die ſeit eini⸗ gen Monaten eingetreten iſt, konnte ſich behaupten. Aller⸗ dings hält Amerika ſchon ſeit längerer Zeit infoge größerer Voreindeckung ſo gut wie ganz mit den früher bedeutenden Einkäufen zurück. Anfang September findet eine Sitzung des internationalen Zellſtofſyndikats in Stockholm ſtatt. Bei der Vereinigte Zellſtoff⸗ und Papier⸗ fabriken Koſtheim ⸗Oberleſchen A G i n Mainz die geſchäftliche und kinanzielle Entwicklung gut. Ob hier, wie ſchon für das letzte Geſchäftsjahr ver⸗ iſt 1—— ä— ſchiedentlich erwartet, die Wiederaufnahme der Dividenden⸗ zahlung für das zweite Jahr noch der Sanierung möglich ſein wird, läßt ſich noch nicht ſagen. Man habe noch Bank⸗ verpflichtungen abzutragen. Bei der AG für Zell⸗ ſtoff und Papier fabrikation Aſchaffen⸗ burg hat ſich die innere Geſundung fortgeſetzt. Die Ver⸗ waltung ſah in Erwartung der anhaltenden Geſch beſſe⸗ rung in dieſem von einer Kapitalzuſammen⸗ legung ab. Wie der 0 hört, wird erwartet, daß man im laufenden Jahr die noch beſtehende Unterbilanz von 2,97 Mill./ etwa tilgen kann, ohne aber ſchon an die Neubilöung der bisher aufgezehrten Reſerven denken zu können. Nach der Bilanz für 1933 betrugen langfriſtige fremde Mittel 11,05(11,2) Mill./ und kurzfriſtige Schul⸗ den 17,82(20,68) Mill. J, darunter 15,76(18,75) Mill. Bankſchulden. 5 Während in den füngſtenn Monaten ein gewiſſer Ab⸗ bau der Bankſchulden vor ſich ging, iſt jetzt, wie immer üb hich, zur Zeit der Holzverſchiffungen eine neue Be⸗ anſpruchung fremder Mittel notwendig. Die außerordent⸗ liche Bilanzanſpannung iſt auch unter Berückſichtigung der Vorräte infolge des hohen Schuldenſtandes noch vor⸗ handen. Es kann naturgemäß auf keinen Fall für dieſes Jahr auf das Stammkapital von 23 Mill./ mit einer Dividende gerechnet werden. Auch im nächſten Jahr müſſe zunächſt noch für die weitere innere Konſolidterung und finanzielle Entloſtung Sorge getragen werden. Der Kurs der Aſchaſfenburger Zellſtoffaktie, der ſich ſeit Jahres⸗ beginn von 30 v. H. auf jetzt über 72 v.., ſeit Auguſt allein von 54 auf den jetzigen Stand erhöhte, wird von Verwaltungskreiſen trotz des günstigen Geſchäftsgonges der Firma angeſichts der inneren Verhältniſſe und der ee Rentabilitätsausſichten als überſteigert be⸗ zeichnet. Die Zellſtofffabrik Waldhof AG. Man n⸗ heim hat ihre Bilanzſitzung nunmehr für Anfang Okto⸗ ber in Ausſicht genommen. Wie dem Dodd erneut be⸗ ſtätigt wird, iſt ein Kapitalſchnitt von:1 beabſichtigt. 2 Rurszette elt Neuen N Mannheimer Ettektenbörse . 22 22 21. 22. Dynamit Truſt. 76.12—.— Lingel Schuhfabr. 5 8 8 5 Dyckerhoff K Wid—— 75.50 Magirus.⸗G. 22. 21. 22. Industrie-Aktien Inag Erlangen 27.— 27.— Ptavi⸗Minen 9 3955 Salzw. Heilbr. 1 85 8 5 8 3 8 92,50 40.— 40.— 1—.— 99.50 Junghans St. A..— 5 Phönix Bergbau 47, 275 Tellus Bergbau 82.— 82.— Dortm. Unionbr.———. ansfelder 3 00 88 Lableigeh. Aer 81.— 80,— bl e 5 1 klein, Sch. K Beck. 52,— 53,—(hein Braunkohl. 243.0 243,0 Bed u. Laurahütte 19.— 17,— Elektr. Lieferung. 104.5 108,0 Maſchin.⸗Antern, 907% 83,.— 86.— Ludwigs 4 5 8 503% Lhafen St. 82,— 92.— Pfälz. Mühlenw. 100,0 100.0 0 7 1 1 Drown, Boveri, 11— 11.— Seilind. Wolff„ 2780 27.50 Fementw. Heideld 104.0 104.0 Sinner 87.— 87— Dalmler⸗Nenz.. 47.28 46.500 Süd. Zucker 8 182.0 183,057 Durlacher Hof.. 64,— 65.— Weſtereg. Alkali. 124.0 124.0 5 2 Eichbuumawerger 79.— 79.— Zellſtoff Waldhof 48.50 48.80 Enzinger Union 94.— 98,— Badiſche Bank 114.0 1140 Pemberg Farbeninduſtrie. 147.0 147.0 0% rk M. B. annheimer Zeitung Walzm. 100.0 100. ninger„ 1110 111.0 Knorr Heilbronn d. e Rheinſtabl Sake ihne 284.5 241.5 Konſerven Braun 40,25 40.50 52 S% hm. Gold 82,— 83.— Sfälz. Preßhefe. 1120 112.0 Mainzer Brauer. 72.— 72.— Lahmeyer.. 1180 118.0 Berliner Börse 8089 Pf. Ho db 92. 82. Ah. Elektr..⸗G. 99,50 98.— Schöfferh. Bindg. 194.0 1847 Lechwerke. 90.— 69.50 liche helenh Hiob 90.88 09.) Hildebr⸗Rheinm. 70.— 70.— Schwartz Storchen 98.— 0g 50 Fudwigsh. Walz. 99.— 99,50 Festverzinsſiche Werte 0 Salzw. Heilbronn 200.0 290,0 Tucher Brauerei 101.0 1000 Mainkraftwerke.. 5% Reichsanl. 27 94.— 98.87 71.— Schwarz Storch. 98.— 88.— Werger 8 200Cement Heidelbg. 1040 104.0 Schnellpr Frithl..—.12 Fordgerung beſtimmend. Für die Auflöſung von in Ungarn ſeſtliegenden Guthaben gelten auch weiterhin die Beſtimmungen des Allgem. Erlaſſes vom 2. 10. 1933— 1 45 010/83. 4. Der nach Abſchnitt III bei der Auflöſung von feſt⸗ liegenden Guthaben eentſtehende Verluſt kann künftig nur im Seripsverfahren, nicht mehr durch eine Genehmigung zum Erwerb von deutſchen Auslandsbonds ausgeglichen werden. Bei der Erteilung der Genehmigung zur Auf⸗ tauung von Forderungen aus dem Warenverkehr iſt ein beſonderes Muſter zu verwenden. Da jedoch im Zeitpunkt der Antragſtellung regelmäßig noch nicht ſeſtſtehen wird, ob und in welchem Umfange ein Verluſtausgleich zu ge⸗ währen iſt, bin ich damit einverſtanden, daß bereit Durchführung des Geſchäftes die Erteilung einer G migung zum Erwerb von Schuldſcheinen der Konverſions kaſſe für deutſche Auslandsſchulden oder von Guthaben bei ihr zugeſagt wird. 5. Genehmigungen und Zuſagen im Scripsverfahren dürfen nur dann erteilt werden, wenn folgende Bedingun⸗ gen erfüllt ſind: a) Bei Guthaben aus dem Warenverkehr muß die For⸗ derung mindeſtens zwölf Monate fällig ſein. Der Abſchluß des Geſchäſtes und die Lieferung der Ware nach dem Lande, aus welchem die Zahlung geleiſtet werden ſoll, iſt durch ge⸗ eignete Unterlagen Verträge, Rechnungen, Verſanddoku⸗ mente uſw.) nachzuweiſen und die Erklärung abzugeben, daß der Gegenwert noch ausſteht. b) Bei Kapitalforderungen, die ebenfalls ſeit mindeſtens zwölf Monaten fällig ſein müſſen, iſt der Rechtsgrund der Entſtehung der Forderung anzugeben und durch Unter⸗ lagen(Urkunden uſw.) zu belegen und die Erklärung ab⸗ zugeben, daß der Gegenwert noch ausſteht. e) Sofern nicht nach den allgemeinen Erfahrungen be⸗ reits feſtſteht, daß für die in Frage ſtehende Forderung in dem betreffenden Lande eine Zahlung in freier Inlands⸗ währung oder in fremder Währung nicht zu erwarten iſt, kann die Vorlage von Ablehnungsbeſcheiden der zuſtän⸗ digen Deviſenbehörde des Schuldnerlandes verlangt wer⸗ den. d) Beſteht mit dem Lande, in dem die Forderung feſt⸗ 5 vor liegt, eine Vereinbarung rener Guthaben(Notenbankabkommen für gen, Reiſeabkommen), ſo iſt ferner, jedoch nu zu verlang 8 Ausführer vergeblich verſucht hat, die Außenſtände dees Verrchnungsabkommens einzi en is kann abgeſehen we 1 bekannt iſt, daß die Auflöſung des f im Verrechnungswege infolge fenden Lande beſtehenden oder a nderen Gründen der Auflöſung von in Oeſterreich aus Warenlieferungen iſt, f der Oeſterreichiſchen Nationalbank nicht kann, nachzuweiſen, daß ein Verſuch der;! Genehmigung zur Einzahlung des habens auf Konto bei der Oeſterre ren, keinen ank auf dieſen Vers e) Der dem Inhaber des Guthabe zu gewährende Verluſtausgleich muß ſo bemeſſen werde der von der Deutſchen Golddiskontbank aufzuwendende Deviſenbetrag nicht mehr als 60 v. H. der anfallenden hochwertigen De⸗ viſen ausmacht. Bei Warenſorderungen iſt, wenn Auslandskoſtenanteil, der ſeinerzeit gelieferten Ware offenſichtlich beſonders hoch iſt, der der 9 ank verblei⸗ bende Anteil von 40 v. H. entſprechend zu erhöhen. f) Bei Warenforderungen ſchließt der Umft daß dem Ausführer eine Genehmigung im Zuſatz ſuhrver⸗ fahren erteilt worden iſt, die Erteilung einer Genehmigung nach den Beſtimmungen dieſes Runderlaſſes nicht aus Dem Aus führer kann in dieſem Falle ein Verluſtausgleich auf Grund der Zuſatzausfuhrgenehmigung und auf Grund der Auftauungsgenehmigung gewährt werden, wobei der von der Deutſchen Golddiskontbank insgeſamt aufzuwen⸗ dende Deviſenbetrag aber 60 v. H. der anfallenden Deviſen nicht überſteigen darf. Auch in dieſem Falle iſt bei Waren mit offenſichtlich beſonders hohem Auslandskoſtenanteil der der Reichsbank verbleibende Anteil von 40 p. H. entſpre⸗ chend zu erhöhen. 6. Anträge, bei denen die aufzulöſend Forderung höher als 100 000/ iſt, ſind mir zur Entſcheioͤung vorzulegen.“ Der Leiter der Reichsſtelle für Deviſen⸗ bewirtſchaftung. en, da . 2E 1 thaben Js beſcheid werden nk, die enden Gut⸗ n National⸗ vorgele fe der Maßhnahmen in der Geireide-Bewirischafſung Die Preſſeſtelle der Landesbauernſchaft Baden teilt uns mit: 1. Ablieferungsbeſcheinigungen Es wird nochmals darauf hingewieſen, daß alle Händler, Genoſſenſchaften und Mühlen, die zum Ankauf von Brot⸗ getreide berechtigt ſind, die Verpflichtung haben, dem Bauern und Landwirt eine Beſcheinigung über den erfolgten Kauf auszuſtellen, ſowie eine für den Getreide⸗ wirtſchaftsverband oder deſſen Vorläufer, den Funktionsaus⸗ ſchuß beim Landesbauernführer(Karlsruhe, Hans⸗Thoma⸗ ſtraße 1) anzufertigen. Es können dafür nur die amtlichen Vordrucke Verwendung finden, welche über den zuſtändi⸗ gen Kreisbauernführer vom Büro des Landesbauerufüh⸗ rers zu erhalten ſind. Die Anträge auf Ueberlaſſung die⸗ ſer Formulare ſind beim Kreisbauernführer zu ſtellen, wel⸗ cher ſie an das Büro des Landesbauernführers zur Er⸗ leödigung weiterleitet. Die Vordrucke für die„Beſcheinſgung über die Ablie⸗ ferung von inländiſchem Roggen und inländiſchem Weizen durch den Erzeuger“ werden in Blocks zu je 50 Stück, ge⸗ trennt für Roggen und Weizen, zum Selbſtkoſtenpreis ein⸗ ſchließlich Porto abgegeben. Der Preis beträgt zur Zeit einheitlich 70 Pfg. je Block. Es empfiehlt ſich, den Geld⸗ betrag gleichzeitig mit der Beſtellung an den Kreisbauern⸗ führer einzubezahlen, da ſonſt die Ueberſendung der Vor⸗ oͤrucke nur gegen Nachnahme erfolgen kann. Da für Wei⸗ zen und Roggen getrennte Blocks zu beziehen ſind, iſt bei der Beſtellung genau anzugeben, wieviel von jeder Art ge⸗ liefert werden ſollen. Wie bereits bekanntgegeben wurde, kaun dem Erzeuger nur das Brotgetreide auf ſein Ablieferungs⸗Soll angerech⸗ net werden, das auf Grund der amtlichen Ablieferungs⸗ beſcheinigungen an Handel, Genoſſenſchaften und Mühlen abgeliefert wurde. Es ſind deshalb die bisher von den Händlern, Genoſſenſchaften und Mühlen ausgeſtellten Zwi⸗ ſchenbeſcheinigungen von dem zuſtändigen Käufer gegen die amtlichen Ablieferungsbeſcheinigungen umzutauſchen. Die Beſcheinigungen ſind vom Erzeuger wie auch vom Ab⸗ nehmer ſorgfältigſt aufzubewahren. 2. Sonderregelung für Saatgut Um die Verſorgung mit Saatgut von Wintergetreide ſicherzuſtellen, wurden vom Reichsnährſtand auf Grund der Verordnung über Saatgut vom 26. März 1934 und der Veroröͤnung zur Ordnung der Getreidewirtſchaft vom 14. Juli 1934 einheitliche Preiſe(Feſtpreiſe) für die Herbſt⸗ ſaatperiode 1934 für Winterſaatgut feſtgelegt. Bei Win⸗ terroggen: für Hochzucht 12,30 /, für anerkannte I. Abſaaten 10,80 /, für Handelsſaatgut 9,80% je Zentner. f 89. 89. 81.— 80 75 Metallg. Frankf. 23,50 85.50 Dtſch. Ablöſgſch. 1 95.— 85,.— 63.87 69.25 Mes Sohne..„% 5 7— 10 7 ohne A. G... 25.25 26.— Mig, Müh.. 7. Jung d. Schuggebiete. 9,12—.— 1 41.— Moenus St. A. 67.75 66,15 50% R entb..85.90 Haute Let ei den deren disc den der e bach dien. 2.—.— plonterannt. 0. nen „ 5 5 i. 6 ½% P Cir. Bb. 1 89.— 88.— ———.— Rheinelektra. A. 77 5 60% do. Com. 1 88.28 83.97 5 9 t. A. 5 i 3— 3 e 57 8 25 Rgeinnstalk;.— 148.7 6%.. 85. 31.— 88.— Gebr Jahr. 107.0 107.5 Diſch. Bk. u. Dise. 65,50 65.80 Grem.⸗Befig. Oel 72. 72.— Rütgerswerke. 39.— 39.25 8% Brown Boveri „„ 21 93.— 53.— 8%%„ 20 11,25 11,50 Sachtleben... 176,0 178.0 50 Mexikaner.20 b.— 38.50 Kleinleln Hölbg. 7 Bad. Aſſecuranz, 34. Karſtadt———.— Schramm Lackf.. 28.— 28,.—„ 35—— 2 H. Knorr.. 165,0 195,0 Hannh. Verſich. 40.— 40.— Chemiſche Albert 89.28 85,75 Selena Wo 77. 27 4%„ Kronen. 948 Frankfurter Börse Ehabe.„ 2075 J 7 3 4%„conv. Rente.30—.— Festverzinellche Werte gank- Aktien D. Wertb(Gold) 36.25 5 Ang. B. Credit 48.— 48,— Dt. Erdöl 1. 129.5—— Siemens u. Halsde 143,5 143,5 . 47— 46,25 Südd. Zucker, 164.0 183.0 4½%„ Pap.⸗M.——.85 Dt. Alkan. T. 1132 111.2 Thür Lief. Gotha 1000 100.0 4%„ Pay.„ 4¼59%„ Silb.⸗R.—.—.10 1145 115.0 Tletz, Leonhard 22,87 2287 4% Türk. Ad. Anl.—.——.— Ver. 0%.⸗E. kin.——.— 60J0 Reichs anl..80 88,82 Badſſche Bank—— D. Gold. u. S Anſl. 228,0 2210 Ver. Chem.. 10 ß A. 1 20.— 480 Bank f. Grau. 107,7 110 9 Dt. Linoleum.. 38,— 56.75 Ver. deutſch.Oelf. 90,50 80.50 4%„Bollobl. 1911.—.— 40% D. Schaßanw. 03. 94.90 Dayr. Hyp. u. Wb. 66.25 63.25 Dt. Verlag..... 76. Ver. Glanzſtoff.—.——.— 1 5 8% Dounganl. 92.00 88.87 Berl. Handelsgeſ. 90,50 9050 Dresd. Schnellpr. 86,50 57.— Ver. Zellſt. Berlin———.— 7 7910 ges ch 0 160 Belt Se l 12.12 9 15 5% 5 1 5.95 ohne„80 Deutſchedisconto 55,87 65.25 Dyckerh. c Widm.—— 100.0.. e e e 90 9¼12.00 Dee Bk. 141,0 140 El. Licht u. Kraft 112.0 1120 W. Wolff—.— 40% ug Gelbe..35 Ahblöſungſch. l. 98.25 95,.— Com. u. Privatb. 56.87 56 7: Durrwerke 4% Schutzg. 14 „ 400-Fr. Los—.— 5 5 ö. ö Rronenr..35.85 Zolltürken. e 0 D. Effekten⸗Bani 74.— 74, Clektr. Lieferung 104.2 101.7 Zellſtoff Auſchffög. 64.50 64.50 4½% Eat. S JI—— 34.50 A ide n e d ee en 4 8 ger u. 2 welche 450 48 50 f, 4 e n——.— % ud wig e. 8275 82 75 D. Ueberſee⸗Banf 48, 49.— ich. 54,50 5280 ne 7 r Daldhol 5880 58780 dos Leh. Nät Rall.—— 990 Mhm. Gd. 26 125 9295 Dresdner Bank 68.50 68,50.869 1 94.50 52 50 ufa(Freiverk.). 28.— 25.— N 00 27 5% 5 Chem Boſp. 180—.— Rastatter Wagg. 800 6.— fransport- Aktien Baden 6„ 7780 7750 Fron. Bont 780 2880 R n eee ee älz. Hyp.⸗Bk. V 84 dds dene 0. ende Hoden 50 . Vereinsbl Hambe 88.— 0,— Heſſurel. 6% Grtr. M. abg. Württ. Notenbk 100.0 100.0 Goldſchmid Transport-Aktien 5 75, 2 leem 146.0 8% MhmKohl.28 14,87 14.75 Page Hyp.⸗Bk. 20 5 5 96 en z 1170 11 0 * on 0 5 mech. Jetter 42.— 42, Montan- Aktien 5 elt Gullleaume 70.50 70,75 Buderus Eiſen 80.— 80,— Baltimore Ohio r= 110.3 110,3 Eſchweil. Bergw. 0. 9 37 8837 Gelenk. Berg Ac. f. Verkehrw. 67.— 67.— Allg. Lok u Kraft 116,7 116.5 Südd. Eiſendahn,— apgg... 2828 25.92 Gelſenk. Bergw.„Südamerika, 25,50 25,80 Her. Stahlw. Obl. ˖ 212.9 21200 Gritzner N. Durk. 28.25 28.25 Harpener Bergw. anſa Dichiff.— 5 6% Bad. Kons. Maung. Bert e e run s iifnger 2150 215.0 Fife Genuß orbd, Slond. 30.— 29.75 60% P Hafenmühle lſe Bab. St. A. K. 2% Pfälz. Lig. 6% Pr. Z. B. Lia. % 1041 987 80.75 5½% Rhein. Lig. 39.50 80,50 Schantungckiſend 49 20 Sa S bb gie. 91.12 81. Süd. Eiſenbabr 49 28—.— Haid& Neu 90 5 A. f. Verkehrsw 1170 82 Hanfwerk. Füſſen 40,— 40, 1 1 5 9.9 0,„75 Allg. Lokalu. Kra 5 5 Heſſ.⸗Naſſau Gas———.— Kall Salzdetfurt 850 Rh. Hon 875 Di fielchsb⸗ Bork 112.2 112,1 50990 W 41.— 41, Kalt Weſteregeln 5%„„ 12-18 808“ 80 75 Hapag 24.75 25.— Hindrichs⸗Auffer———— Rlbcn et 5¼0% Melning. L. 89.62 89.75 Nordd. Lloyd. 29.75 29,75 Hirſch Kupf. u. M.—.—— Mannesm. Röhr 6 11.⸗G. 105.7 105,7 Pransfelder olzmann. Phil. 89.— 89,— Oberbeda Bank-Aktien Bank. f. el. Werte 79.— 79, Bank f. Braueret. 108.7 110.5 Berl. Handelsgeſ. 91,.— 91.25 Com. u. Priolbk. 57.— 57.— Dt. Aſtatiſche Bk.— Deutſche Disconto 68,75 69,75 Disch. Ueberſee k. 47,87 46,— ali Chemie Kali Aſchersleben * „„ Aktien Ing Auslendssnleſben in Prozenten bel Stücke-Notlerungen in Mark Je Stück Ver. Stahlwerke 41.25 41.25 Elktr. Licht u. K. 1130 1120 Markt n Kü. Euler n 8 5 Na Kiel Berdwert 1 5 95 Merkur Wollw. Dresdner Bank, 48,50 68.50 Mez Söhne Meininger hyphk 75.— 75,.— i. 2.[Miag⸗Mühlen Oeſterr, Creditbk.—.——.— 8 Reichsbank 1557 154,7 Feldmühle Papier 117.7 119.2 Allianz Allg... 215,0 213.0 Allianz Leben 206,5 207,5 5 Gehe& Co. 61,— 62,25 industrie-Aktien 5 5 66,25 60,75 Germ. Portld.⸗Z. 78.0 77. 2 f. 7.— Gerresheim. Glas Allg. Eier. 750 86,— Hef f lettre char 149 5 1095 olupßon. Antaft gert Rau. 187 1170 Goedhardt Gebe. 43.50 78.— Fiacßgenee wag Anhalt. Koblenw. N—— Gebr. Großmann—.—. Baut Malchenen 129 1200 Grün e Bißnger 2147 8180 Rpennßge Aver. re 1 i J.. Bemberd 68.67 69.50 der mann Elekt. 17 15 5 Berkin⸗Gubener 115.0 121.0 Berl. Karls. Ind. 183.0 alleſche Maſch. 7250—,— Rütgerswerke Harburg Gu. Phö 3087 30,97 Sarotti! Braunk. u. Brikett 101,7— Braunſchw. A. G.——. e ene ne e Fe a e e ee Brown, Bov.& C. 11.25 11.45 Hirſch Kupfer. 8. Schultheiß Duberus Eifenw. 80,— 85.— Hoeſch Eiſen. 72.— 71,12 Siemens Halske Charlott. Waſſer 96,50 95,75 Hohenlohe⸗Werke 28,.——.— Sinner A⸗G. Chemie Baſel 1 ink 98,— 94,12 Ilſe Bergbau..—,— 171.0 Stolberger Zinkh. chen ee,. e e e den e e Chem. Albert 3675 9625 Kahla Porzellan 18,25 10,2 Südd. Immobil Co. Hiſp.(Ehade) 218,) 199,5 Kaliwk. Aſchersl. 128,0 122,2 Zaucter Conti⸗Gummi 128,6 185,0 Karſtadt. Thörb's ver. Oele Dürkoppwerke—.— Carl Lindſtröm arbenind. F. G. 1270 147.9 Mimoſa 5 7 Mix& Geneſt gen e e Gerhard ertil⸗ 61.— 62 25 Nordd, Eiswerke Gelſenk. Bergwk. 61.25 60,50 Sberſchl 5 Accumulatoren 168 5 167,0 Genichow s Co. 850 5 Orenſt.& Koppel A 50.25 80.50 Phönix Bergbau ed. Gale. 68 50 645 Goldſchmidr Th. 38.57 52— hen ge J 5 1 Braunk. aſch. 69.50 64,50 Gritzner Masch. 25,25 28.— Kbein. Elektriaft. 6 Gruſchwitz Textil—.— 88,— Rthein.⸗W. Kalk. 1452 1455 Guand⸗Werke 72,— 73, Roſitzer Zucker ackethal.. 77,— 77.50 Rückforth.. 39.— 39,50 Continentalesin.—— 1 2 66559 ammerſ. Spinn.——, Sachſenwerk 129,2] Hann. M. Egeſt—.— t. Satddetfurth arpener Bergb. 104.0 105,7] Hugo Schneider N—.——— Sedwigshütte.. 110,0 Schöfferhof Brau. Or.⸗Beſigh. Oelf. 1 Su Maſch.. 41,25 41.— Schubertck Salzer 0. 185,0 178,00 Holzmann, Phil. 69,50 69,12 Stoehr Kammg. Conti Linoleum 65.— 68,.— Klöcknerwerke 77.50 76,62 Tletz, Leonhard Daimler Motoren 45,12 46,50 C. 5. Knorr. 195.0, Deſſauer Gas Deutſche Kabelw.—, 78.97 Diſche. inen 1120 110 Kyffhäuſer Hütte.. B. Schuhf. B.& Deutſch Eiſenhdl. . 57.75 80 80 Laurahitte. 19.50 10,2 P. Stahl. v. d. 3 Dürener Metal— 57 50 Binde Eismaſch 99.— 86,— Ber. Ultrama Transradisn 8—— 33.25 Stſch.⸗Atlant.T. 110 432 Kollmar KJourd. Varzinet Papter 0 1275 125, Kölſch Folzer⸗We 77.50 7778 B. Chem-Sharlott Deutſche Erdöl. 114, 1149 Kötitzer Kunſtled. 77,50 77,7 P. Diſch Nickelw. 2% Krauß& Cie, Lok. B. Glanzſt. Elbf. Deutſche Linol. 57.62 82 Kronprinz Met.—.——. V. Harz Portl.⸗ 69.— 66.1 Lahmeher e Co 146,5 11½5 Ver, Stahlwerke Verliner Masch. 177 755 Sts Br.. e Schl. El. u Ga Bei Winterweizen: für Hochzucht 14,60 /, für an⸗ erkannte I. Abſaaten 12,90 /, für Handelsſaatgut 1190 je Zentner. Bei Wintergerſte: für Hochzucht 12,0, für anerkannte I. Abſaaten 10,90, für Handelsſaatgut 9,90/ je Zentner. Nach der Verordnung zur Ordnung der Getreidewirt⸗ ſchaft darf Brotgetreide nur zum Zwecke der menſchlichen Ernährung oder für techniſche Zwecke verkauft werden, Von dieſer Beſtimmung ſind Hochzuchtſaatgut und an erkannte J. Abſaaten ausgenommen, ſowie ſolches Ge⸗ treide, das mit Zuſtimmung des Reichsnährſtandes als Handelsſaatgut verkauft wird. Die Zuſtimmung des Reichs⸗ nährſtandes wird erteilt durch einen beſonderen Zulaf⸗ ſungsſchein, welcher von der Hauptabteilung II auszuſtel⸗ len iſt. Für den Verkehr mit Handelsſaatgut beſtehen be⸗ ſtimmte Probenahmevorſchriften, Zulaſſungs⸗ Lieferungs⸗ und Verkaufsbedingungen, welche von dem Intereſſenten bei der Landesbauernſchaft Baden, Hauptabteilung II, Karlsruhe, Stefanienſtraße 43, anzufordern ſind. Die Ablieferung von Hochzuchtſaatgut, anerkannten I. Abſaaten und Handelsſaatgut wird grundſätzlich auf die Pflichtumlage des einzelnen Betriebes angerechnet. Es iſt dabei die vorgeſchriebene Beſcheinigung in jedem Falle genau ſo auszufüllen und einzureichen, wie ſie für die Lie⸗ ferung von Brotgetreide vorgeſehen iſt. Auf den Ablie⸗ ferungsbeſcheinigungen iſt außerdem rechts oben auffallend der Zuſatz„Saatgut“ anzubringen. Es wird noch beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß die Erzeugung von Han⸗ delsſaatgut nur von ſolchen Erzeugern, Händlern und Ge⸗ noſſenſchaften erfolgen darf, die auch bisher nachweisbar und bekanntermaßen Handelsſaatgut herſtellten. Die vor⸗ ſtehende Anordnung iſt bereits am 1. Auguſt in Kraft ge⸗ treten. eee * Italien als Außenſeiter auf dem internationalen Weißblechmarkt. Bekanntlich iſt Mitte Juli d. J. das in⸗ ternationale Weißblechkartell zuſtande gekommen. Italien hatte zwar, wie auch Norwegen, den geſchloſſenen Verein⸗ barungen grundſätzlich zugeſtimmt, doch waren feſte Ver⸗ tragsregelungen mit dieſen beiden Ländern noch nicht ge⸗ troffen worden. In letzter Zeit macht ſich nun auf dem internationalen Weißblechmarkt die Konkurrenz der ita⸗ lieniſchen Werke ſtörend bemerkbar. Wie der DoD er⸗ fährt, iſt das Vorgehen der Italiener maßgeblich darauf zurückzuführen, daß die Verhandlungen über einen Bei⸗ tritt der italteniſchen Gruppe zum internationalen Weiß⸗ blechkartell noch nicht endgültig zum Abſchluß gebracht worden ſind. Es kann aber mit einem baldigen Abſchluß der Beſprechungen gerechnet werden. 21. 22. 21. 22 Voctlene asc..—. Frelverkehrs- Kurse Vogtländ. Maſch.—, Vofgt& Haeffner——. Petersb. F. Habt.— Wanderer Werke 1220 128,0 Ruſſenbankk. 4. 2 WeſteregelnAlkal 123.0 123,5 Deutſche Petrol.— 45.87 45,50 Weſtf. Eiſen.—.——— Durbach Kalt.. 20.75 2058 98.—.— Wiſſener Metall. 107 106,5 Diamond„ 90,87 89.— Fele== Hochfraeue 5—.——— 1540 155.5 Zellſtoff Waldhof 89.50 48,— Sea—— 17⁴⁵ 82.— 80,50 Deutſch⸗Oſtafrika 56— 56.— Sloman Salpeter—— 5 5 Neu-Guinea... 180.2 130,2 Südſee Phosphat—— 1705 1775 Otavi Minen„ 14,25—,— Ufa⸗ im 86.— 2 0 Fortlaufende Nolerungen(Sehiusg) . 118, e Aen.— FSähmever& K 62.50 85.— Uk b 80,97 61.— Lanraßütte.. 18,75 1950 * . Alg. Elektr. Geſ. 25.82 28.2 Leopoldgrube. 1 7— 75% Aſchaffenb. Zell. 64,50 67,25 Mannesmannrb. 68.87— 402 4020 Saber. Mot.⸗W. e,. Mansfeld.. e P. Bemberg. 68,12—.— Maſchinenbau⸗ U. 48,5— ul. Berger Tiefb. 115,0 115,0 Maximiliansh.. 2 7c 1087) Verkin⸗karksr. P.———.— Mekallgeſellſchaft—— 1119 109.0 Serliner Maſch.——-,„Montecatini 241.5 241.5 Braunk. u. Brik.———,— Oberſchl. Koksw.- 100.0 100,5 Hremer Wog⸗Kä. 1482. Hrenſtein e Kopp—⸗ 7 89.— 88.50 Buderus Eiſenw. 80,87 85,37 Phönix Bergbau—. 2 75. Charlott. Waſfer 96.— 85,12 Polyphonwerke, 13,8 8 86.50 67.50 Comp. Hiſpano. 202,0 204.0 Rh. Braunk. u. Br. 91.— 90—Cont. Gummi⸗W.—.——.— Rhein Elektr. 778 b Daimler Benz..— 4625 fie ere ide 184.0 136,5 Deutſch. Atlant..—.— 5 Rütgerswerke: 78.— 77,50 Deſſauer Gas..—.— 128.2 Salzdetfurth Kan 3400 —.——.— Deutſche Erdöl.—— 114.8 Schleſ. Bergb. u. 3 74— 74.50 Deutſche Kabelw.-- S u. Gas—. 184.7 184,5 Deutſche Linol.. 57,50—,— Schuberter Salzer 8 161.0 161.0 Deutſcher Eiſenh.—.— 68,— Schuckert& Ca.—— 88.82 88.25 Dortm. Union.⸗3B—.— Sime 5 Eintracht̃raunk..—— Siemens Ka 7 705 a 1158 1480 Cletetgttäts 2. 1045 1050 Stöhr, Kanmg,—— 88 89.30 El. Licht u. Kraft—.—. Stolberger Zink 5 8 8 Brauerei 1275 15 i 1 „G. Farben.. 14,„5 Thür. Gas 5 95.50 9215 1 Pap. 1210 119,5 Leonhard Tietz 3 5,— 825 Felten& Guill. 70,50 70,28 Ver. Stahlwerke 20 97 8585 —.— 1920 Gelenk. Bergwk.. 60.8) Vogel Telegr.. 92 25 N. SW; Ü!«²Ü Weſteregetnalkah„ 5 28.75 Goldſchmibf Ty.—.— 38,25 Fellſtoßß Warder T 5 Bank elekir Werte 55 1105 505 5 Harpen. Bergbau— e. Bank für Brau. 109 6 1 12.87 13,. Köln.. 72,25 Reichsbank... 6057 „ ene, 1 1 60,75 5 97.— 90% elbetri..— 43,50 Allgem⸗Lokalb.. 1295 187 Jie dende. D. Reichsbahn B, 1121 1 — 46.— 9 Genußſch. 181,5 13.0 papag. r D= Gebr Junghans—.— 45.25 Hamburg Süd. D.. 55 41.— 40,50 Kali Chemie.., 127.0 Hanſa Dampfſch. 3075 .= Kali Aſchersleben—.—, Nordd. 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Die der Bierſteuer be⸗ 17155 Ihr Reichsabgaben 250 Millionen 3,70 Mark. ch im heimiſchen Bezirk Viertel des 33/34 übertraf das Ergebnis der ent⸗ Vormonate ſo erheblich, daß nicht i gangenen ſondern neun auch das chnungsjahres 1933/34 mit einem h von 562 000 Hektoliter Inlands⸗ Landesfinanzamts⸗ bezirk Karlsruhe würden im Rechnungsjahr 1993/34 Bierbereitung einheimiſchen eit 1930 rückläufige hat einen der Brautätigkeit in den 1934 waren die Brau⸗ irke beteiligt. Nicht nur auf 242,12 Millio⸗ ür Bier betrugen 1933/3. vermin rabſatz führt. hwung vom Mark 11 177 Rech Sel Rur Mo⸗ Ge⸗ gifte Bier⸗ 5. 808 gen. nen Zuckerſtoffe und Farbebier verwendet, das zum ſamme großen Teil aus der heimiſchen Landwirtſchaft gelie⸗ fert wurde. Der Bierausſtoß betrug im gleichen Mechnu hre im heimiſchen Landesfinanzamts⸗ lezirk Karlsruhe insgeſamt 1317000 Hektoliter oder 99 v. H. Von Reichsgebiet ſteht der Landesfinanzamtsbezirk Karls⸗ zuhe mit dem Brauſtoffverbrauch und Bierabſatz an achter Stelle. Der Bierſtoffverbrauch iſt im heimiſchen Landes⸗ finanzamtsbezirk gegenüber dem Vorjahre um 13,6 v. H. geſtiegen. Die Ausfuhr von Bier ſchaftsgebiet stellte ſich 1933/34 auf 215 970 Hektoliter im Werte von 10,38 Millionen Mark. den 26 Landesf im aus Einspaltige Kleln anzelgen bla zu elner Höhe von 100 mm je mm pig. Stellongesuche je mm4pfg. Rechnungsjahr dem inanzamtsbezirk deutſchen Da vo Rhein. Fir ihres Erzeugni ür die Lie⸗ rung der Organiſation lichkeit oder Firma Alleinverkaufsrecht für den Bezirk Mannheim, eu, ganz Baden zu übertragen. Zur Belieferung der Unterbezirke mindeſtens 1000.“ Betriebs⸗ mittel erforderlich.— Angebote unter M K 976 an Ala, Eſſen. ta das ſſes mit einer Anzahl General⸗ Vertretungen im Reiche beabſichtigt in Erweite⸗ kfm. verſierter Perſön⸗ V4? 1933/34 en im zu geb kens. Wirt⸗ n ent⸗ peng wegen Todesfall kaufen. Anfragen die Geſchäftsſtelle fielen 108 000 Hektoliter im Wer Mark auf Flaſchenbier. Die Einfuhr von ausländiſchen Bieren hat ſich dert. Nach den nungsjahre 1933/34 nur noch 35 Auch bſttötung. in der Branntweinerzeugung und Hier te von 7,3 Millionen an und für ſich geringe weiter Erhebungen wurden im Rech⸗ 0 Hektoliter einge⸗ im RN Verbrauch deſſen iſt eine ähnliche Wirtſchaftsentwick⸗ lung feſtzuſtellen. Treibſtoffzwecke erheblich zugenommen und zur He⸗ bung der wirtſchaftlichen Lage und Induſtrie beigetragen. hat die Verwertung für von Landwirtſchaft G. W. Polizeibericht vom 22. Auguſt Seinen Verletzungen erlegen. ſtädt. Krankenhaus ein 3 Schloſſer aus Lampertheim, der am 22. April auf ber 0 Geſtern ſtarb im Jahre alter verheirateter Landſtraße zwiſchen Scharhof und Lampertheim auf ſeinem Fahrrad mit einem Perſonenkraftwagen zu⸗ ſammengeſtoßen iſt und hierbei einen Schädelbruch davongetragen hat. ö In der Nacht zum 19. Auguſt hat ſich ein in der Altſtadt wohnendes Ehepaar durch Einatmen von Leuchtgas in ſeiner Wohnung ver⸗ t. Grund zur Tat dürften mißliche Familien⸗ verhältniſſe ſein. Verkehrsunfälle. Geſtern nachmittag ſtieß in der Seckenheimer Hauptſtraße ein Kraftrad mit einem Perſonenkraftwagen, einwirkung ſtand, zuſammen. ſtürzte und erlitt Prellungen ſowie Hautabſchürfun⸗ deſſen Führer unter Alkohol⸗ Der Kraftradfahrer Der Perſonenkraftwagen fuhr nach dem Zu⸗ nſtoß davon, Kennzeichen des Wagens feſtgeſtellt werden. ffnet wurden. Auf die Hilfer Ein za Inskallalionsgeschäft ſofort zu ver⸗ unt. X E 56 an d. Bl. 8096 Motor al mit Beiwagen, fahrber., in gut. Zuſt., 220 Mk., zu verkf. 8067 den Ablie⸗ auffallend beſonders zum Vertrieb erſtkl. Unterh.⸗ und von Han⸗ n und Ge⸗ tachweisbar Modezeitſchriften, Die vor⸗ Verſ., werden Kraft ge⸗ nationalen J. das in⸗ n. Italien en Verein⸗ feſte Ver⸗ ch nicht ge⸗ t auf dem z der ita⸗ Dod er⸗ lich darauf einen Bei⸗ len Weiß⸗ ß gebracht n Abſchluß e eingeſtellt.— mit und ohne ſofort von Groß⸗ Durch Höchſtyroviſion u. abſolnt korrekte Behandlung angenehmes und ren⸗ lables Arbeiten gewährleiſtet.— Redegew. 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Krankenhaus geſtern in e nächſte Kriminalpolizei ſofort verſtändigt werden. Beſchreibung: Etwa 40 Jahre alt, mittelgroß, unterſetzt, volles Geſicht, ſprach Dialekt der hieſigen War bekleidet mit blauem Kleid mit wei⸗ ßen Blumen, blauem Hut mit ſolchem Band und roter Nadel, trug rote Glashalskette und hatte hel⸗ Entwendet wurde: Nachts aus einem Hofe in der grüngeſtrichener Handwagen mit Seitenbrettern, aus einer Farm in Käfertal etwa 20 junge Enten, 7 junge Truthühner und 2 bis 3 rotbraune Junghühner, zwiſchen O 3 Perſonenkraftwagen, iger, IIA unzeichen marineblau, mit dazugehörigen Papieren auf Verloren ging am 15. oder 16. Auguſt vom Park⸗ goldener nebeneinanderliegenden wertvoller gehracht vormittag vorgenommenen Prü⸗ fung des Kraftfahrzeugverkehrs wurden 11 Führer von Laſtkraftfahrzeugen angezeigt, darunter 7, weil ſie ihre Fahrzeuge erheblich überlaſtet hatten. einer Darlehensbetrügerin. letzter Zeit verſucht eine Frau bei Geſchäftsleuten Geldverlegenheit, weil ſie eine größere Zahnarztrechnung bezahlt habe, kleine Geloͤbeträge als Darlehen zu erlangen. einigen Fällen iſt ihr dies auch gelungen. worden. Man hat das ganze Geſchehen in eine heitere Beweglichkeit aufgelöſt und davon Abſtans genommen, lange und ſtimmungstötende Arien ſin⸗ gen zu laſſen. Die ſchmiſſige prickelnde Muſik Kal⸗ mans untermalt die Bilder in ſehr geſchickter Weiſe und gibt auch dem Film eine aparte Prä⸗ gung. Georg Jakoby hat mit ſehr geſchickter Hand Regie geführt und einige reizende Einfälle wirkungsvoll ausgewertet. So iſt das im Fahr⸗ ſtuhl geſungene Schwalbenduett neben vielen ande⸗ ren netten, anmutigen Dingen eine wirklich hörens⸗ und ſehenswerte Angelegenheit. Den vollen Erfolg gibt der Operette aber erſt * In In die Darſtellung. Martha Eggert, die durch ihr Bei Auf⸗ geſangliches Können bekannt geworden iſt, erfreut Polizeiwache nicht nur durch ihre perlende Stimme, ſondern kommt auch ſchauſpieleriſch als charmante Sylva Varescu zur Geltung. In Hans Söhnker hat ſte einen famoſen Partner gefunden. Mit an erſter Stelle muß Paul Hörbiger genannt werden, der an der luſtigen Auflockerung allen Geſchehens gro⸗ ßen Anteil hat und deſſen weaneriſche Gemütlich⸗ keit neue Triumphe feiert. Paul Kemp ſpielt den Unglücksraben, ohne auch nur im geringſten zu ent⸗ täuſchen. Alles in allem: Freude auf der ganzen Linie über das Wiederſehen mit der„Cſardas⸗ fürſtin“ auf der Filmleinwand. j. 5 Zuchthaus für kommuniſtiſche Hochverräter * Karlsruhe, 21. Aug. Vor der Fertenſtrafkam⸗ mer des Oberlandesgerichts Karlsruhe fand die Hauptverhandlung gegen die kommuniſtiſchen Funk⸗ tionäre Guſtav Kuhlen und Karl Eheim aus Mannheim wegen Vorbereitung zum Hoch⸗ Marke 4831, den wäre. mischtes 3 aut erhaltene Marken-Dauer- brand-Oefen zu kauf. geſucht. Angeb. u. X H 59 an d. Geſchäfts⸗ ſtelle.*8105 gebr., ca. 3& 275 *.40 Mtr., zu kauf, geſucht. Preisangeb. u. V G 58 an die Geſchſt.* 8104 1 Mietgesuche 3. his 4 Zimmer- Wohnung mit Bad, freie Lage, v. jg. Ehep. zum 1. 10. geſucht. Prompt. Zahl., da in Dauerſtellg. Angebote unt. V M 63 an die Geſchäftsſt. 18115 1 7 1 J ig A Ammer-Wonnung Bad, mögl. Garten, zum 1. 10, 34, bis/ 100.— monatl., geſucht. An⸗ gebote unter X XY 153 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle dieſes Blattes. 7024 Kleine ſonnige 85 2⸗Zimmer⸗Wohnung oder große 1⸗Zim mer Wohnung von ruhigem gutem Hauſe zu mieten geſucht Angebote mit Preis unter P S 3 an die Geſchäftsſtelle 1 bis-»Zim.-Mäbl. Zimmer ſep. Eing., t. 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