für die Nltieg. 8 Uhr, far de nachm. 2 Ul. X 2 Zimmer und Küche . Balk., z. 1. 0 ſchöne, ſonnige, eu hergerichten hen 3— 6 Uhr, Oststadt Möbl. zentralheiz, fee ing., 20 Mar dr. d. O. Gesc, 8132 er ren- und uu verm. Luiſenring. zemütl. Hübl. Zanner 1. el.., 8. 1 9 reisw. zu in 3, 7% anz und emahlen nd 20 Pig. nd 14 Pig. und 8 Pig. ck 75 Pig. nd 50 Pig nd 90 Pig re r 20 Pfg. — Athen ckfähigkeit d 19 Pig. d. 21 Pf. d. 22 Pig 23 Pig. — taninen her Jüalltät 1 Neue Erſcheinungsweiſe: Wöchentlich 7mal. Bezugspreiſe: Frei Haus lich.50 Mk. und 30 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen bgeholt.50 Mk., durch die Poſt.80 Mk. einſchl. Poſtbef.⸗Gebühr. Hierzu 36 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Waldhofſtr. 12, Kronprinzen⸗ ſraße 42, Schwetzinger Straße 44, Meerfeldſtraße 18, Ne Fiſcher⸗ 1, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Straße 8, Se Luiſeuſtraße 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. monat raße Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1, 46. 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Die Antwort der Saarregierung auf die deutſchen Beſchwerden über die hemmungsloſen Beſchimpfun⸗ gen einer gewiſſen Preſſe im Saargebiet gegen den verewigten Reichspräſidenten von Hindenburg, den Führer und die Mitglieder der Reichsregierung bil⸗ det das Tagesgeſpräch in den politiſchen Kreiſen der Reichshauptſtadbt. Die Erklärungen der Saarregie⸗ rung haben hier ſtarkes Befremden hervor⸗ gerufen. In der Note wird unter anderem der Vorwurf erhoben, daß„ein führender Reichsminiſter“ in einer zan der Grenze des Saargebietes gehaltenen Rede“ Angriffe ggen die Regierungskommiſſion und ihre Mitglieder gerichtet hätte. Die Saarregierung meint damit Dr. Goebbels und ſeine Reöe in Zwei⸗ brücken. Schon damals, als die Rede gehalten wurde, hatte die Separatiſtenpreſſe an der Saar eine wüſte Hetze entfaltet und nach der Rede von einem bevorſtehenden„deutſchen Einmarſch“(ö) ge⸗ ſprochen. Es ſcheint, daß die Regierungskommiſſion von den Wirkungen dieſer Hetze nicht ganz frei ge⸗ blieben iſt, ſonſt könnte ſie derart törichte Behaup⸗ tungen nicht aufſtellen. Dr. Goebbels hat in ſeinen Darlegungen niemanden beleidigt. Er hat lediglich ſachlich und ruhig feſtgeſtellt, daß das Saargebiet zu Deutſchland gehöre, das zu tun iſt wohl das Recht jedes Mitgliedes der Reichsregierung, Ja, es iſt art haltloſe Einwände die öffentliche Aufmerkſamkeit von der Tatſache ablenken zu wollen, daß ſie im Grunde bisher noch nichts getan hat, um der ge⸗ radezu beiſpielloſen Hetze der Emi⸗ granten⸗ und Separatiſten blätter im Saargebiet gegen den Führer, den Reichskanz⸗ ler und gegen die Reichsregierung überhaupt zu ſteuern. Seit Wochen bedient ſich dieſe Preſſe einer Ausdrucksweiſe gegen die verantwortlichen Führer des deutſchen Volkes, die man nicht einmal zur Au⸗ prangerung dieſes Verhaltens wiederzugeben vermag. Man ſpricht von„Mördern und Blutſäufern“, vor denen die Welt„in Entſetzen aufſchreien mitſſe“, nennt den Führer den„Blutkanzler Hitler“, und gefällt ſich in Prophezeiungen über die„bevorſtehende Ermordung national⸗ ſozialiſtiſcher Miniſter“. Die Saarregierung geſtattet dieſer Preſſe, den Schmutz⸗ und Sudelblättern unbeſchränkte Schimpf⸗ und Verleumdungsfreiheit. Sie macht ſich damit mitverantwortlich und mitſchuldig an dieſen beiſpielloſen Verunglimpfun⸗ gen, Es wäre die Pflicht der Regierungskommiſſion geweſen, für die ſofortige und endgültige Abſtellung bieſer beleidigenden Angriffe zu ſorgen. Wir beobachten hier denſelben Vorgang, der ſich ſchon während der Kriegszeit abgeſpielt hat. Da⸗ wals richtete ſich die Greuelpropaganda unſerer Feinde in beſonderem Maße gegen die Perſönlich⸗ keit des Generalfeldmarſchalls von Hindenburg, aber auch die übelſten Verleumdungen dieſer hem⸗ mungsloſen Hetze haben ſeiner Bedeutung nichts anzuhaben vermocht. Die Welt hat Hindenburg in feiner Größe kennengelernt und ſich in Ehrfurcht vor ihr gebeugt. Die politiſchen Greuelhetzer im Saar⸗ gebiet verfolgen jetzt gegen den Führer die gleiche Methode. Aber auch ihr wütendes Gebelfer wird auf die Dauer nicht verhindern können, daß die Welt erfährt, wer Hitler in Wahrheit iſt. Arlaubsreiſende aus dem Saargebiet! Meldung des DNB. — Berlin, 23. Auguſt. Die Saarländer, welche zur Zeit auf Reiſen ſind und deren jetziger Wohnſitz im Saargebiet ſich nicht mehr in der gleichen Stadt oder derſelben Bürger⸗ meiſterei befindet wie am 28. Juni 1919, dürfen nicht bergeſſen, zweckmäßigerweiſe für die Volksab⸗ mmung im Saargebiet einen ſchriftlichen An⸗ 15 auf Eintragung in die Liſte der Abſtimmungs⸗ berechtigten beim Gemeindeausſchuß des Bezirkes im 10 gebiet zu ſtellen, an welchem ſie am 28. Juni ig ihren Wohnſitz hatten. Der Antrag muß vor dem 1. g. 1934 bei dem Gemeindeausſchuß eingegan⸗ gen ſein. Formulare zur Antragſtellung ſind bei den Ein⸗ dbohnermeldeämtern der Polizeiverwaltung und den arvereinen zu erhalten. 3533 eee eee e dee g ef neee ad Die Saarregierung ſcheint im übrigen durch der⸗ Meldung des DNB. — Koblenz, 23. Die Vorbereitungen für die große Saarkund⸗ gebung am kommenden Sonntag laſſen erkennen, daß alles Notwendige zum Aufmarſch der rieſigen Menſchenmaſſen geſchehen iſt, ſo daß die reibungs⸗ Auguſt. Der Saarvereine, Staatsrat der Guſtavr Simon, der die Führung des Kampfes um das Führer des Bundes Deutſchtum des Saarlandes übernommen hat. loſe, Abwicklung der Kundgebung hat ſich das Stadtbild ſtark belebt. f Der Bahnhofsvorplatz in Koblenz als einer der Hauptverkehrspunkte der Kundgebungstage wird ein feſtliches Gepräge erhalten. Schon grüßen in allen Straßen die Fahnen des Dritten Reiches zum freu⸗ digen Willkommen. Die ganze Stadt will in ihrem gewährleiſtet den über Herrn Kn Koblenz in Erwartung der Saardeulſchen iſt. lenz in ihr Stammquartier: Freitag, 24. Auguſt 1934 feſtlichen Gewand jedem Volksgenoſſen von der Saar bezeugen, daß er in Koblenz mit offenen Armen empfangen und ihm brüderliche Gaſtfreundſchaft ge⸗ währt wird. Von hohen Maſten flattern die Haken⸗ kreuzfahnen auf den Rhein⸗ und Moſelbrücken. Ein Rieſenſchild am Deutſchen Eck verkündet die Mah⸗ nung zur Einigkeit und Treue. Stündlich bringen die großen Rheindampfer neue Gäſte. Auch in der alten Feſtungsſtadt zu Füßen des trutzigen Ehrenbreitſtein regen ſich tau⸗ ſend fleißige Hände, um alles zur herzlichen Be⸗ grüßung der Saarländer und aller Kundgebungs⸗ teilnehmer aus dem Reich fertigzuſtellen. 1000 badiſche Teilnehmer — Karlsruhe, 22. Auguſt. Der Sonderzug der badiſchen Teilnehmer zur Saarkundgebung in Koblenz wird in Karlsruhe zu⸗ ſammengeſtellt. Der Sonderzug wird bereits a m Samstag abend(nicht Sonntag früh, wie zuerſt mitgeteilt wurde) und zwar um 21.48 Uhr Karls⸗ ruhe verlaſſen. Abfahrt in Bruchſal 22.21 Uhr, in Heidelberg 22.55 Uhr, und in Mannheim 23.21 Uhr. Der Sonderzug wird rund 1000 Teilnehmer nach Koblenz bringen. Er ſährt rechtsrheinſſch und trifft .53 Uhr Sonntag früh in Ehreubreit⸗ ſtein ein. In geſchloſſenem Zuge marſchieren die badiſchen Teilnehmer von Ehrenbreitſtein nach Kob⸗ Evaugeliſcher Bürger⸗ — 0 e a 0 ss erfolgt erſt nac en Höhen⸗ und Rheinburgenbeleuch⸗ 7 Ankunft in den obengenannten badiſchen Orten in den Morgenſtunden des Montag. Meldung des DN B. — London, 23. Auguſt. „Evening Standard“ meldet aus Wien, daß am Donnerstag morgen im Schloß Mariazell des Für⸗ ſten Gottfried Hohenlohe Schillingsfürſt eine Ver⸗ ſammlung führender Monarchiſten ſtatt⸗ gefunden habe, die von größter Bedeutung für die Reſtaurationsbewegung der Habsburger Dynaſtie geweſen ſei. Den Vorſitz habe Erzherzog Eugen geführt, und unter den Anweſenden habe ſich König Al⸗ fons von Spanien befunden. Mehrere Ver⸗ ſammlungsteilnehmer hatten ihre Bereitſchaft zur Finanzierung der Reſtaurationsbewegung erklärt. Bisher 12 Hinrichtungen i— Wien, 23. Auguſt. Das Organ der Heimwehren,„Der Heimatſchut⸗ zer“, zieht die Bilanz der bisherigen Gerichtsbarkeit im Zuſammenhang mit dem 25. Juli. Danach wur⸗ den bisher zehn Aufrührer zum Tode durch den Strang verurteilt und hingerichtet, 21 zu lebenslänglichem Kerker und 39 zu vieljährigen Ker⸗ kerſtrafen verurteilt. Ferner wurden wegen unbe⸗ fugten Sprengſtoffbeſitzes zwei To des urteile verhängt und vollzogen. Günſtige Entwicklung der Reichsſteuereinnahmen — Berlin, 23. Aug. Das Steigen der Einnahmen an Steuern, Zöllen und Abgaben hat nach dem Monatsausweis des Reichsfinanzminiſteriums auch im Juli 1934 angehalten. Die Einahmen be⸗ trugen bei den Beſitz⸗ und Verkehrsſteuern 370,8 Mill. Mk. gegen 380,5 im Juli 1933 u. bei den Zöllen und Verbrauchsſteuern 313,9 gegen 278,8, insge⸗ ſamt alſo 684,7 gegen 579,3 Mill. Mk. In dem Zeit⸗ raum vom 1. April bis 31. Juli 1934 betrug das Aufkommen bei den Beſitz⸗ und Verkehrsſteuern chenden Vorjahrszeitraum, und bei den Zöllen und Verbrauchsſteuern 1 056,7 gegen 904,2 Mill. Mk. zu⸗ ſammen mithin 2569,90 Mill. Mk. gegen 2 197% Mill. Mark. 5 Die Monarchiſten ſind optimiſtiſch Monarchiſten-Verſammlung in Oeſterreich unter Teilnahme des f letzten Königs von Spanien ieee 1 513,2 Mill. Mk. gegen 1 292,9 Mill. Mk. im entſpre⸗ Vom Klagenfurter Militärgericht wurden wegen Beteiligung an den Aufſtandshandlungen vom 25. bis 27. Juli der Bauernſohn Max Weiß zu 17 Jah⸗ ren ſchweren Kerkers, der Bauer Anſelm Orgenig zu drei Jahren und der Knecht Georg Helmel zu einem Jahr ſchweren Kerkers verurteilt. Dr. Steidle öſterreichiſcher Geſandter in Rom? — Wien, 23. Auguſt. Wie von informierter Seite mitgeteilt wird, ſteht die Beſetzung des durch die Amtsenthebung Dr. Rintelens freigewordenen Ge⸗ ſandtenpoſtens in Rom unmittelbar bevor. Der Po⸗ ſten wird mit dem jetzigen Generalkonſul in Trieſt und Landesführer der Tiroler Heim⸗ wehren, Dr. Richard Steidle, beſetzt werden. Eine offizielle Beſtätigung ſteht noch aus. Gerichtliche Unterſuchung gegen Bachinger und Pamperl — Wien, 22. Aug. Die Verdachtsmomente gegen den früheren Innenminiſter Bachinger und den In⸗ genieur Pamperl wegen ſtaatsfeindlicher Betätigung haben ſich— nach einer amtlichen Mitteilung— ſo verdichtet, daß eine gerichtliche Ueberprüfung des Materials als geboten erſcheine. Bachinger und Pamperl wurden dem Kriegsgericht in Wels zuge⸗ führt. Von denjeingen Steuern, in denen ſich die Wirt⸗ ſchaftsentwicklung ſpiegelt, hat ſich im Juli 1934 be⸗ ſonders die Lohnſteuer weiter gut ent⸗ wickelt. Das Juli⸗Aufkommen überſtieg das des Vorjahres um 6,4 Mill. Mk. An veranlagter Ein⸗ kommenſteuer ſind im Juli 24,1 Mill. Mk. mehr auf⸗ gekommen als im Juli 1933. Die Körperſchafts⸗ ſteuer hat im Juli ein Mehr von 11,4 Mill. Mk. gegenüber dem Vorjahre gebracht. Die Umſatzſteuer entwickelt ſich ebenfalls weiter zur vollſten Zufrie⸗ denheit. Trotz Senkung der Umſatzſteuer der Land⸗ wirtſchaft ſind 37,3 Mill. Mk. mehr aufgekommen als im Juli 1933. Das Aufkommen an Kraftfahr⸗ zeugſteuer blieb im Juli 1934 gegen das Vor⸗ jahr um 11,6 Mill. Mk. zurück. Auch bei den Zöllen 145. Jahrgang— Nr. 386/387 „An die Herren Europäer!“ Von Dr. Paul Rohrbach Eine japaniſche Broſchüre„Japa ung gegen Europa“, die mehrere Aufſätze aus der großen japaniſchen Preſſe enthält und jetzt auch in Europa lengliſch) verbreitet wird, gibt intereſſante Auf⸗ ſchlüſſe über oͤſe Stimmung der Japaner bei ihrem gegenwärtigen Feldzug für Ausfuhr auf dem Welt⸗ markt und über die Größe ihrer Erfolge. Das Selbſtgefühl, das aus dieſen Artikeln ſpricht, iſt außerordentlich. So heißt es z..: „An die Herren Europäer! Der größte Teil der Europäer, auch diejenigen der höchſten Kreiſe der Politik und Finanz, kennen die wahre Macht und Leiſtungsfähigkeit des heutigen Kaiſer⸗ reichs Japan nicht. Das Reich der aufgehenden Sonne zählt heute 70 Millionen Einwohner. Daze kommen 20 Millionen in Korea und 35 Millionen in der Mandſchurei und Jehol, im ganzen 125 Mil⸗ lionen, alſo mehr, als in USA, Ruß ⸗ land oder England.“ Bezeichnender Weiſe wird hier die Mandſchuref ohne weiteres zu Japan gerechnet, obwohl ſie ja angeblich ein völkerrechtlich unabhängiges Kaiſer⸗ reich Mandſchukuo ſein ſoll. Auch ſonſt iſt die Sta⸗ ſtiſtik anfechtbar; die Zahlen ſind im ganzen für den japaniſchen Machtbereich um 7 bis 8 Millionen zu hoch. Auch haben die Vereinigten Staaten mehr, die Sowjetunion hat ſogar viel mehr Einwohner als 125 Millionen; ebenſo England, wenn man, wie ſelbſtverſtändlich, ſeine Dominien und überſeeiſchen Beſitzungen hinzurechnet. Nach dieſer etwas großſprecheriſchen Ein ⸗ leitung wird den Europäern(ausdrücklich genannt erden Rikraßhte Engländer) vorgehalten, ſie hätten ſich einen bequemen Lebensſtandent zugelegt und glaubten nun ein Recht darauf zu haben, daß die Weltmarktpreiſe ſtets auf einer Höhe blieben, die dieſem Anſpruch Rechnung trägt; alle Handelsbaſts aber beſtehe darin, zu niedrigen Preiſen zu verkau⸗ fen, und da das Kaufvermögen der meiſten Länder der Welt gering ſei, ſo müſſe man die Tendenz der japaniſchen Induſtrie, ihre Preiſe niedrig zu halten, vom humanen Standpunkt aus für nütz⸗ licher anſehen, als das engliſche Beſtreben, die hohen Preiſe beizubehalten. Wenn Japan den vielen Mil⸗ lionen in Aſien, Afrika und Südamerika, die ein mehr als beſcheidenes Leben führen, baumwollene Gewebe um die Hälfte oder zwei Drittel billiger liefern könne, als Europa— ſei es dann nicht eine ungerechtfertigte Zumutung, daß dieſe armen Kon⸗ ſumenten um des Lebensſtan dars der europäiſchen Arbeiter und um der Gewinne der europäiſchen Unternehmer willen, ihren Bedarf ſo hoch über⸗ zahlen ſollen? An dieſe Argumentation ſchließt ſich ein Proteſt gegen den Vorwurf, die japaniſche Induſtrie zahle Hungerlöhne; die Löhne in Japan entſprächen den Bedürfniſſen der japaniſchen Arbeiter, und dieſe könnten ſogar noch Sparkaſſenein lagen von ihrem Verdienſt machen. Die Europäer bekommen die Lehre, es wäre ihnen nützlicher, wenn ſie ſich ſtatt über die japaniſche Konkurrenz zu kla⸗ gen, eine„weniger kleinlich europäiſche“ Weltan⸗ ſchauung zulegten; die Rivalität zwiſchen Frankreich und Deutſchland, die Probleme am Balkan uſw. beſchäftigten„weder uns Aſiaten, noch die Amerikaner, noch Afrikaner“. Intereſſant iſt es, die Preiſe für einige Waren japaniſcher und engliſcher Herkunft zu ver⸗ gleichen, die ein Japaner in London nach ſeiner An⸗ gabe probeweiſe in großen Kaufhäuſern eingekauft hat. Sie verhalten ſich für Tennisſchuhe wie 12,3, für elektriſche Lampen wie 12,5. für Vaſen aus Glas, Seidenkrepp und baumwollene Strümpfe wie :3, für Fahrradbereifung wie:7,5. Dabei laſten auf den Preiſen für die japaniſche Ware noch die Frachtkoſten und der engliſche Einfuhrzoll! Ich kann dieſe Verhältniſſe nach meinen eigenen Erfahrungen in Niederländiſch⸗ und Britiſch⸗Indien, Oſtafrika und Kamerun nur beſtätigen. Ein japaniſches Fahrrad koſtete z. B im vorigen Jahr in Daresſalam nur ein engliſches Pfund, nach damali⸗ gem Kurſe 14 Mark. Nach den Angaben der Broſchüre hat Japan im Jahre 1932 an Geweben 2,03 Milliarden Yards exportiert, gegen 2,2 Milliarden Yards engliſcher Textilausfuhr. Im Export nach Indien z. B. hat Japan mit 643 Millionen Nards England, das nur 600 Millionen Yards an die Inder verkaufte, ſchon geſchlagen. Den phänomenalſten Fortſchritt hat die japaniſche Kunſtſeideninduſtrie gemacht. Hierfür werden faſt unglaubliche Gewinnziffern an⸗ gegeben, die bei den fünf wichtigſten Geſellſchaften im letzten Jahr von 3 2 v. H. bis 97 v. H. des Kapitals betragen haben ſollen. Sehr energiſch wird der Meinung widerſprochen, der Vorteil Japans beruhe nur auf der Eutwertung des Nen. Bei Geweben, heißt es, ſteckten im Roh⸗ und Verbrauchsſteuern iſt die Entwicklung im Juli 1934 günſtig geweſen. N ſtoff, der zu internationalen Preiſen eingekauft wer⸗ den muß, 60 v. H. in der Fabrikation und den Ge⸗ „„— 8 2. Seite/ Nummer 387 Neue Mannheimer 2 2 itung/ Mittag⸗Ausgabe Freitag, 24. Auguſt 1984 teralſp die übrigen 40 v. H. der Koſten. Nur bei dieſem letzteren Teil käme der Einfluß des nie⸗ drigen Kurſes des Yen vorteilhaft zur Geltung. Von der japaniſchen Geſamtausfuhr gehen 32 v. nach Britiſch⸗Indien, 17 v. H. nach Niederlän⸗ H diſch⸗Indien, je 9 v. H. nach China und Aegypten, je 8 v. H. nach Südamerika und Afrika. 5 v. H. nach der Mandſchurei, je 4 v. H. nach der Malayiſchen Halbinſel, 2 v. H. nach der Türkei und 6 v. H. nach 9 7 amteuropa. Der Japaner zieht daraus den 0 ß, daß ſelbſt wenn die europäiſchen Nationen die japaniſchen Waren vollſtändig boykottieren woll⸗ ten, damit nur 6 v. H. der Geſamtausfuhr Japans verloren gehen würden. Und dann kommt die Drohung: Wollen die Europäer eine Gegenoffen⸗ ſive gegen das Vordringen der japaniſchen Ware unternehmen, ſo verteuern ſie damit allen In⸗ tere en an billiger Ware das Leben, und das werden ſich die Völker nicht gefallen laſſen; Japan habe ſich das Ziel geſetzt, zu beſcheidenen und dem äufer vorteilhaften Preiſen zu verkaufen, und dies de es unverrückt verfolgen. sopiel über den Inhalt der japaniſchen Publika⸗ ion. Es iſt ſicher eindrucksvoll, nur vermißt man dabei auf der japaniſchen Seite die ſo naheliegende Erwägung, die einmal ein Engländer, als der deutſche induſtrielle Wettbewerb für England emp⸗ findlich zu werden anfing, in die bekannten Worte kleidete: Völker haben Jahrzehnte lang um eine Stadt oder ein kleines Gebiet gekämpft, werden ſie nicht kämpfen, wenn es um einen Handels wert von ſoundſo viel Milliarden geht? Ge⸗ rade weil die japaniſche Konkurrenz die Induſtrien Europas und Amerikas ſo weitgehend unterbietet und damit aus dem Felde ſchlägt, werden die ge⸗ ſchädigten Nationen, wenn die Entwicklung noch lange ſo fort geht, es ſich überlegen, ob ſie ſich auf dieſe Weiſe endgültig bei lebendigem Leibe auffreſſen laſſen ſollen. Einer Koalition der übrigen großen Induſtrieſtaaten wäre Japan in keinem Falle gewachſen. Man hat zwar von den Engländern früher geſagt, ſie würden es ſich kaltblütig überlegen, ob ſie lieber verſuchen wür⸗ den, zuſammen mit Japan die amerikaniſche, oder zuſammen mit Amerika die japaniſche Konkurrenz aus der Welt zu ſchaffen, aber inzwiſchen haben ſich die Verhältniſſe doch ſo geſtaltet, daß im Ernſtfall keine engliſche Wahlfreiheit mehr beſteht. Gegen Saboteure der Arbeitsfront Eine Anordnung Dr. Leys — München, 23. Auguſt. Der Stabsleiter der Oberſten Leitung der PO veröffentlicht folgende Anordnung: Ich habe feſtgeſtellt, daß mit dem Fortſchreiten des Aufbaues der Deutſchen Arbeitsfront einige wenige Kräfte verſuchen, dieſe Arbeit zu ſabotieren. Es ſind dies Kräfte der alten Gewerkſchaften und der alten Arbeitgeberverbände die in letzter Minute verſuchen, den Aufbau zu verhin⸗ dern, da ſie wiſſen, daß hiermit ein für allemal ihre Zerſetzungsarbeit in den ſchaffenden Kreiſen lahm⸗ gelegt iſt. Einige Amtswalter der Deutſchen Ar⸗ beitsfront haben ſich dieſen Kräften dienſtbar ge⸗ macht. Ich ſehe mich deshalb genötigt, die Parteigenoſſen Brucker, Krüger und Hauenſtein ihrer Aemter in der NS und der Deutſchen Arbeits⸗ front zu entheben, weil ſie meine Anordnungen nicht hefolgten. Die Unterſuchungen ſind noch nicht abgeſchloſſen und ich bin gewillt, rückſichtslos gegen jeden in und außer halb der Partei vorzu⸗ gehen, der es verſucht, den mir vom Führer ge⸗ gebenen Auftrag zu ſabotieren. Wer ſich zum Büttel unſerer Gegner macht, hat auch die Folgen zu tragen. Ich bitte, dieſe Anordnung allen Dienſtſtellen der NS DDA und der Deutſchen Arbeitsfront bekanntzugeben. g (gez.) Dr. Robert Ley. 18 Schwerverbrecher aus Cayenne entkommen — Paris, 25. Auguſt. Nach einer in La Rochelle eingetroffenen Meldung aus der franzöſiſchen Ver ⸗ brecherkolonie Cayenne iſt es in den letzten Wochen nicht weniger als 18 Schwerverbrechern ge⸗ lungen, der Hölle von Cayenne zu entrinnen. Die Flüchtlinge haben verſucht, teils durch den Urwald, teils über das Meer nach Braſilien zu entkommen. Poliliſcher Arkundenfülſcher⸗ N rozeß Hugenberg als Zeuge Meldung des DNB. Detmold, 23. Auguſt. Ein politiſcher Urkundenfälſcherprozeß, deſſen Vorgeſchichte auf die Reichstagswahl im Mai 1928 zurückgeht, ſteht jetzt vor der großen Strafkammer in Detmold zur Verhandlung. Angeklagt iſt der Gutsbeſitzer Ernſt Meier zu Jerxen wegen ſchwerer Urkundenfälſchung in Tateinheit mit Be⸗ trug, wiſſentlich falſcher Anſchulbigung und Beleidi⸗ gung, ſowie Alfred Lorenz wegen Beihilfe zum Betrug. Meier zu Jerxen wollte für die Reichstagswahl im Mai 1928 an ſicherer Stelle auf der deutſchnatio⸗ nalen Reichsliſte kandi e ihm dies nicht bewilligt wurde, drohte er, im Wahlkreis Weſtfalen⸗ Nord, für den Hugenberg und Treviranus kandi⸗ 55 Ene is dierten, als Kandidat der damals gegründeten Chriſtlich⸗nationalen Bauern⸗ und Landvolkpartei aufzutreten. Es kam dann eine Einigung mit der deutſchnationalen Parteileitung zuſtande, wonach Meier in den deutſchnationalen Reichsausſchuß Landwirtſchaft gewählt wurde und die gleichen Auſ⸗ wandsentſchädigungen wie ein Reichstags⸗ abgeoroͤneter erhalten ſollte. Die Verhandlungen führte im Auftrage von Treviranus der Mitange⸗ klagte Lorenz, das entſprechende Dokument iſt von Hugenberg und Treviranus unterzeichnet. für 1 Als 1930 der Reichstag aufgelöſt wurde, behaup⸗ tete Meier, die Zahlungen an ihn ſeien ihm für ſechs Jahre garantiert worden. Die Ur⸗ kunde enthielt auch einen entſprechenden Satz, der jedoch nach Anſicht der Anklagebehörde nachträg⸗ lich eingefügt worden iſt. Nach der Auflöſung der Deutſchnationalen Partei kam Meier mit einer weiteren Urkunde heraus, die die Unterſchrift Hu⸗ genbergs trägt und wonach Meier eine Entſchä⸗ digung von 200000 Mark erhalten ſoll. Nach Anſicht der Staatsanwaltſchaft iſt auch dieſe Urkunde gefälſcht. Reichsminiſter a. D. Hugen⸗ berg beſtreitet die Echtheit der Urkunde und hat dieſe Anſicht in einem Zivilprozeß bereits eid lich bekräftigt. Meier hat daraufhin gegen Hu⸗ gel berg Anklage wegen Meineids er⸗ ſtattet. In der erſten Verhandlung des Prozeſſes gegen Meier zu Jerxen Lorenz, zu dem Hugen berg als Nebenkläger zugelaſſen iſt, blieb der An⸗ geklagte Meier bei ſeinen Behauptungen. Der Mit⸗ angeklagte Lorenz erklärte, daß er ſich keinerlei Bei⸗ hilfe zur Urkundenfälſchung ſchuldig gemacht habe. Die Vernehmung Hugenbergs, der als Zeuge geladen iſt, wird am Freitag nachmittags erfolgen. Treviranus, deſſen Vernehmung als Zeuge ebenfalls vorgeſehen war, hat ſich wegen einer Aus⸗ landsreiſe entſchuldigt. eee Unlerredung mit dem amerikaniſchen zeitungskönig gearſt Meldung des DNB. — München, 23. Aug. Gelegentlich ſeiner Durchreiſe durch München, wo ſich der bekannte amerikaniſche Zeitungskönig Wil⸗ liam Randolph Hearſt uf dem Wege von Venedig nach Rothenburg zwei Tage aufhielt, ergab ſich für den Auslandspreſſechef der NSDAP, Dr. Hanf⸗ ſtaengl, wiederum Gelegenheit zu einer Reihe pri⸗ vater Unterredungen mit Mrs. W. R. Hearſt über die augenblickliche politiſche Lage. Hearſt führte dabei u. a. aus: „Sie kennen mich nun ſeit 30 Jahren und wiſſen, daß es mich immer wieder nach Deutſchland gezogen hat— nach München, Nördlingen, Dinkelsbühl, Nürnberg, Frankfurt und— ſeit einiger Zeit leider auch nach Nauheim, wo ich mich hin und wieder um meine Geſundheit kümmern muß, um einer neuen Etappe aufreibender Arbeit wieder gewachſen zu ſein. Zu Ihren Aerzten in Deutſchland habe ich immer uneingeſchränktes Vertrauen gehabt.“ Hinſichtlich der Volksabſtimmung vom 19. Auguſt äußerte ſich Hearſt u. a. wie folgt:„Eigentlich kommt das Wahlergebnis einer einſtimmigen Willensäuße⸗ rung gleich. Dieſe überwältigenden Majoritäten, mit denen Herr Hitler als erſter die Welt in Stau⸗ nen verſetzt hat und die wir jetzt gelernt haben faſt wie Selbſtverſtändlichkeiten hinzunehmen, eröffnen im gewiſſen Sinne ein neues Ka pitel der modernen Geſchichte. Sie wiſſen ja, Herr Hanfſtaengl, wieviel ich für Deutſchland und das deutſche Volk übrig habe. Ich hege den Glauben, daß alles, was Deutſchland in irgendeiner Weiſe nutzen kann, letzten Endes der ganzen Welt zugute kommt. Daher billige ich auch mit meinem ganzen Herzen alles, was Deutſchland för⸗ derlich iſt. Gelingt es Herrn Hitler, ſeinem Volk Frieden, Ordnung und Wege zu jener geſitteten Entfaltung zu erſchließen, die der Krieg auf der ganzen Welt in weitem Um⸗ fange vernichtet hat, ſo tut er damit Gutes, nicht allein für ſein eigenes Volk, ſondern für die geſamte Menſchheit. Deutſchland kämpft für ſeine Befreiung von den frevelhaften Beſtimmungen des Verſailler Vertrages und für ſeine Erlöſung von der boshaften Unterdrückung und Einſchnürung, denen es unterworfen worden iſt, unterworfen von Völ⸗ kern, die in ihrer Selbſtſucht und Kurzſichtigkeit nur Feindſchaft für Deutſchlands Aufſtieg übrig haben, der in Wirklichkeit nichts anderes iſt als ein Kampf, der von allen freiheitsliebenden Völkern mit ver⸗ ſtändnisvoller Teilnahme verfolgt werden ſollte.“ Herr Hearſt, in deſſen Geſellſchaft ſich ſeine drei Söhne George, William Randolph und John mit ihren Familien befinden, hat die Einladung Dr. Hanfſtaengls zum Parteftag nach Nürn⸗ berg angenommen und wird dort vorausſichtlich eine Reihe von Tagen verweilen. ————ꝛ————— Schweres Kraftwagenunglück — Paris, 23. Auguſt. Ein folgenſchweres Kraft⸗ wagenunglück, bei dem vier Perſonen den Dod fanden und vier andere lebensgefährlich ver⸗ letzt wurden, ereignete ſich am Donnerstag auf der großen Landſtraße von Etampes nach Paris. Ein Lieferwagen, in dem acht Perſonen Platz genommen hatten, geriet auf der vom Regen glatt ge⸗ wordenen Straße ins Rutſchen und wurde gegen einen Baum geſchleudert. Vier Leichen und vier lebensgefährlich Verletzte wurden aus den Trümmern gezogen. E Ein anderer ſchwerer Kraftwagenunfall wird aus Algier gemeldet. Ein Autobus, der den Verkehr 1 von Algier nach St. Eugene verſieht, ſtürzte in das Meer. Die Zahl der Opfer iſt noch nicht be⸗ kannt, man befürchtet aber, daß ſie ſehr hoch iſt. Die Behörden haben ſich ſofort an die Unglücksſtelle be⸗ geben. 65 Sowjetangeſtellte der Nordmandſchuriſchen Bahn verhaftet — Charbin, 23. Auguſt. Die mandſchuriſche Poli⸗ zei geht jetzt ſcharf gegen die ſowjetruſſiſchen Ange⸗ ſtellten der Nordmandſchuriſchen Eiſenbahn vor. 65 dieſer Angeſtellten ſind bereits verhaftet worden. Sie werden beſchuldigt, an den letzten zahlreichen Bahnüberfällen indirekt beteiligt zu ſein, da ſie an⸗ geblich mit den Attentätern zuſammengearbeitet haben. AA Ausländiſche Phantaſiemelöungen — Berlin, 23. Auguſt, In der Auslandspreſſe ſind Meldungen verbreite daß als Beginn einer großen Aktion gegen die Nein⸗ Sager am Mittwoch von der Geheimen Staatspolizel 150 Perſonen verhaftet worden ſeien, die im Verdacht ſtänden, gegen Hitler geſtimmt zu haben. Nach den Meldungen dieſer Auslandsblätter ſoll es ſich bei den Verhafteten vorzugsweiſe um An⸗ gehörige zweier verſchiedener Bevölkerungsgruppen nämlich um Katholiken und um Juden, han⸗ deln. Das iſt nach Anſicht dieſer Blätter das Signgl zu allgemeinen großen Unterdrückungsmaßnahmen und zu einer Jagd auf die Nein⸗Sager. Dieſe Jagd beſteht, wie wir von zuſtändiger Stelle erfahren, nur in der Phantaſie der Auslands⸗ preſſe. Die Meldungen ſind natürlich von Anfang bis zu Ende erlogen. Verhaftungen aus den an⸗ benen Gründen ſind ſelbſtverſtändlich in keinem ſalle vorgekommen. Es ſcheint, daß hier wieder vnn übelwollenden und ſenſationslüſternen Berichterſtat⸗ tern einzelne in den letzten Tagen vorgekommene Verhaftungen von Kommuniſten, die im Rahmen eines ſeit langem laufenden Hochverrats ver⸗ fahrens vorgenommen wurden, zum Anlaß einer verleumderiſcher Hetze genommen worden ſind. Vohkolt⸗Entſchließung gegen Deutſchland Auf der„jüdiſchen Weltkonferenz“ in Geuf — Geuf, 23. Auguſt, Die ſogenannte„Dritte jüdiſche Weltkonferenz“ in Genf wurde Donnerstag abend geſchloſſen, nach⸗ dem vorher eine ganze Anzahl von Entſchließungen den Vertretern vorgelegt worden waren, die ein⸗ ſtimmig angenommen wurden.— In der Entſchlie⸗ ßung über den Boykott gegen das national ſpzialiſtiſche Deutſchlafnd heißt es u..: „Die dritte Judenweltkonferenz bekräftigt feierlicher und eindringlicher Form den von vorjährigen jüdiſchen Weltkonferenz proklamierten Boykott gegen das nationalſozialiſtiſche Deutſch⸗ land.“— Die Konferenz erklärt ſchließlich, daß der Boykott mit aller Energie fortgeſetzt und organiſiert werden müſſe. Mit Bedauern wird freilich dann in der gleichen Entſchließung feſt⸗ geſtellt, daß ſich die Einfuhr deutſcher Waren nach Paläſtina trotz des Boykotts des Weltjudentums im vergangenen Jahr erhöht habe. Eine weitere Entſchließung befaßte ſich mit der Lage der Juden in Deutſchland. Das Ziel des jüdiſchen Kampfes ſei die Wiederherſtellung der vollen und uneingeſchränkten Gleichberechtigung des deutſchen Judentums(]) und ihre Anerkennung als Minderheit. Dieſer Kampf werde nicht aufhören, ſolange dieſes Ziel nicht erreicht ſei. Eine dritte Entſchließung gilt dem Minderheiten⸗ problem. Im Anſchluß hieran wurde eine Entſchließung über die deutſch⸗jüdiſche Flüchtlingsfrage angenom⸗ men. Die jüdiſche Weltkonferenz erkenne die Be⸗ mühungen des hohen Kommiſſars dankbar an, ſtelle aber feſt, daß das Problem der Unterbringung der jüdiſchen Flüchtlinge aus Deutſchland in verſchie⸗ denen Ländern von einer Lbſung noch weit entfernt ſei. Schließlich wurde noch eine Entſchließung über die Ereigniſſe von Conſtantine in Algerien ange⸗ nommen. Sodann wurde der Zeitpunkt für den jüdiſchen Weltkongreß, der in ſehr viel breiterem Rahmen ſtattfinden ſoll als die Genfer Weltkonfe⸗ renz, auf den Monat Auguſt 1935 feſtgeſetzt.— Trotz aller großen Worte hatte man während des Kon⸗ greſſes doch den Eindruck, daß der Glaube an einen Erfolg des von dem Weltjudentum geführten Kamp⸗ fes ſtark erſchüttert war, und daß in der Konferenz eine ziemlich gedrückte Stimmung herrſchte. * in det Hauptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner Verantwortlich für Politik: Hans Alfred Meißner- Handelsteil: 1. E. R. Schönfelder- Feullleton: i. B. Hans Alfred Meißner- Lokalen Nei Richard Schönfelder Sport: i. V. C. W. Fennel- Suüdweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil! Curt Wilh. Fennel— Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mann hein Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mann⸗ heimer Zeltung. Mannheim R 1,-6 Schriftleitung in Berlin: Dr. Fritz Fillies, W 36, Vifttoriaſtraße 48 Mittags⸗Ausgabe K 13 504 Ausgabe B 8981, Geſamt⸗D.⸗ A. Juli 1934: 21885. Für unverlangte Beiträge keine Gewähr- Rückſendung nur bei Rülckporle Der andere Kleiſt Zum 175. Todestage Ewald Chriſtian von Kleiſts Am 24. Auguſt 1759 erlag der deutſche Dichter und preußiſche Offizier Ewald Chriſtian vom Kleiſt in Frankfurt a. O. ſeinen Wunden, die er in der Schlacht bei Kunersdorf erhalten hatte. „In der Schlacht vom 12. Auguſt drang er an der Spitze ſeines Bataillons gegen eine feindliche Bat⸗ terie vor, ward an der rechten Hand verwundet, nahm aber den Degen in die Linke und ſtürmte weiter, bis ihm drei Kartätſchenkugeln das rechte Bein zerſchmetterten. Ohnmächtig blieb Kleiſt die Nacht über auf dem Schlachtfeld liegen, wurde von Koſaken ausgeplündert und erſt am 13. nach Frank⸗ furt gebracht. Hier ſtarb er am 24. Auguſt und mard von der ruſſiſchen Garniſon ehrenvoll be⸗ graben.“ Mit Ewald von Kleiſt ſtarb einer der feinſten deutſchen Dichter ſeiner Zeit, einer der feinſinnigſten Lyriker einer Zeit deutſcher Dichtung, deren Zeugniſſe ohne inneren Drang und Schwung waren, der er an Wahrheit und Tiefe der Empfin⸗ dung fehlte und die deshalb in Tändelei und ſüß⸗ liche Empfindſamkeit verfallen war. Es war die Zeit der„Anakreontfker“, jener von Ludwig Gleim gegründeten Dichterſchule, deren Ideal die antiken Formen waren, und die kleinen Lieder des griechi⸗ ſchen Dichters Anakreon. Während das dichteriſche Werk Ludwig Gleims kaum mehr eine andere als literaturgeſchichtliche Bedeutung hat, verdienen die Dichtungen Ewald von Kleiſts auch heute noch liebe⸗ volle Aufmerkſamkeit. Ewald Chriſtian von Kleiſt wurde am 7. März 1715 auf dem väterlichen Gut Zeblin nahe von Köslin in Pommern geboren, beſuchte das Gymnaſium in Danzig, ſtudierte an der Univerſität in Königsberg die Rechte, wurde 1736 däniſcher Offizier, 1740 aber von Friedrich II. zurückberuſen und zum Leutnant im Regiment des Prinzen Heinrich ernannt. Gleim weckte zuerſt Kleiſts dichteriſche Begabung. Eine unglückliche Liebe trübte früh die Heiterkeit von Kleiſts Gemüt. Nachdem er 1744—45 den Zweiten Schleſiſchen Krieg mitgemacht hatte, rückte er 1749 zum Stabskapitän auf Eine ernſte Krankheit nötigte Ewald von Kleiſt, deſſen Todestag ſich am 24. Auguſt zum 175. Male jährt. ihn, im Mai 1756 eine Badekur in Freienwalde 8 gebrauchen, aber ſchon wenige Tage danach bekam er den Befehl, wieder zum Regiment einzurücken, das ſich zum Ausmarſche in den Sieben jähri⸗ gen Krieg breitmachte.„Schnell verſchwand jeder Zweifel an dem eigenen kränkelnden Körper, und mit feſter Zuverſicht auf den Feldherrn Fried⸗ rich und ſein Heer, ſtolz, mit zu dieſem zu gehören, rückte Kleiſt freudig ins Feld.“ Schon im folgenden Jahre wurde er zum Major befördert und bald darauf zum Direktor eines in Leipzig errichteten Feldlazaretts ernannt. In dieſer Zeit begann Kleiſt ſein kleines Epos„Ciſſides und Paches“ zu dichten und gewann unter anderm auch die Freundſchaft Leſſings, der ihn be⸗ ſtimmte, ein Trauerſpiel zu ſchreiben. Aber Kleiſt gab den Gedanken ſchnell wieder auf. Von dieſer vergeblichen Arbeit erholte er ſich, indem er ſeine herrliche„Ode an die preußiſche Armee“ ſang. Durch vielfache Zurückſetzung gekränkt, beſchloß Kleiſt, gleich nach beendetem Kriege ſeinen Abſchied zu nehmen und auf ſeinem kleinen Landſitz das Ende ſeiner Tage zu erwarten. Aber die Ruſſen plün⸗ derten ſein kleines Gut im Jahre 1758 völ⸗ lig aus, ſo daß ihm dieſe Hoffnung genommen wurde. Im Herbſt des Jahres erlebte er den Schmerz, daß ruſſiſche Plünderer den Bruder ſeiner Mutter und ſeinen Paten, von Manteuffel, ermordeten. Im Juli 1759 zog ſein Regiment mit dem Korps, das General Fink dem Könige zuführte, der blutigen Schlacht zu Kunersdorf entgegen. In aller Frühe des 11. Auguſt ging er mit der ganzen In⸗ fanterie über den Strom, um die angewieſenen Stel⸗ lungen auf den Höhen von Oetſcher einzunehmen. Kleiſt zog gegen den Feind in der Hoffnung, nach jahrelangem Warten, an einer ſiegreichen Schlacht teilzunehmen. Er war der zweite Stabsoffizier des Regiments und hatte als ſolcher hinter der Front zu bleiben. um Ordnung im zweiten Gliede zu halten. Das Regiment eroberte 3 ruſſiſche Batterien hinter⸗ einander. Zwölf matt gewordene Kugeln trafen Kleiſt, ohne ihn ſchwer zu verletzen, eine dreizehnte zerſchmettert ihm die bei⸗ den erſten Finger der rechten Hand, ſo daß er den Degen in die Linke nehmen muß. Plötz⸗ lich fällt der tapfere Kommandeur. Sogleich ſprengt Kleiſt vor die Front. Freudig führt er ſeine Solda⸗ ten gegen eine vierte Batterie. Eine Flinten⸗ kugel durchſchlägt ihm den linken Arm, er faßt Degen und Zügel wieder in die blutende Rechte und öͤringt mit ſeinen Tapfern mutig gegen die Batterie bis auf 30 Schritte vorwärts. Da geben die ruſſiſchen Kanoniere noch eine letzte Kartätſchen⸗ f ladung. 3 Kugeln treffen den Helden, daß rechte Bein iſt zerriſſen. Er ſtürzt vom Pferde, man kommt ihm zu Hilfe, und zweimal ver⸗ ſucht er, ſich aufs Pferd heben zu laſſen. Aber ermattet ſinkt er zu Boden und ruft noch mit ſchwindender Stimme den Seinigen zu:„Kin der, verlaßt Euren König nicht!“ Noch hat er die Freude, zu ſehen, wie ſeine ermatteten Sol⸗ daten Hilfe erhalten. Man trägt ihn hinter die Front und übergibt ihn dem Wundarzt. Die Schlacht geht hin und her. Schwärmende Koſaken ſtöbern ihn auf, plündern ihn aus und werfen ihn in einen Sumpf. Ruſſiſche Hu⸗ ſaren finden ihn, betten ihn ans Wachtfeuer, geben ihm einen Mantel, Brot und Waſſer, ein ruſſiſcher Offizier läßt ihn nach Frankfurt bringen. Dort wir er endlich verbunden, aber ſeit der Verwundung iſt mehr als ein Tag vergangen, es iſt zu ſpät! Tage liegt er mit großen Schmerzen, aber bei vol⸗ lem Bewußtſein, immer noch auf Geneſung hofſend. In der Nacht zum 23. Auguſt erfolgt eine ſtarke Blutung ſeiner Wunde, die alle Ausſicht ſeiner Ge⸗ neſung nimmt, und am 24. Auguſt um 2 Uhr mor⸗ gens iſt das edle Leben zu Ende. Das rege Soldatenleben hat den Dichter Kleist der von Natur zur Wehmut neigte, vor der damals allgemeinen krankhaften Sentimentalität bewahrt. Seine lyriſchen Dichtungen werden von bete Verhältniſſen hervorgerufen, die mit ſicherem un feinem Gefühl poetiſch geſtaltet werden. Der Auz⸗ druck iſt ſtets glücklich gewählt, voll Kraft Würde in den Oden, voll Schwung und Feuer in den Hymnen, voll Empfindung in den Elegien, lieblich, mild und heiter im leichten Lied. Am be⸗ kannteſten iſt ſein großes Gedicht„Der Früh⸗ ling“, das begeiſterten Beifall fand und verdiene. Es war„einer der beſten herzhaften Schritte aus der Stubenpoeſie in die Dichtung des warmen Le⸗ bens, in die friſche, blühende Natur hinaus und be⸗ zeichnend für das aufkommende Beſtreben, alle ver⸗ künſtelte Kultur von ſich abzuſtreifen und in Einfamkeit idylliſchen Landlebens ſich ſelbſt und den ungeſtörten Spiele ſeiner Empfindung zu leben“ 2 Dell 2 Die einſtimr Gara! hältn zn liefe in einer lich ge ziehung. Damit der die ſchon ſe zung w keiner Dinge Früh jah Nationa Mißhan⸗ läſtigun reichsde: Aufrecht machte. war kei war nie Schutz Abwehr. man da haben ſt Gleic öſterreic gen wol ſollen— land. Protokol Man er römiſche ſchen un politiſche Oeſterre zu wolle ſprechen. zu dieſer öſterr nie be reits im Italien erhaltun gaben, h genſtand betont, ſchen St trachtet. ſpalt zw politiſche erkennu: hängigke Tat ein, Mächte rung ſe Unterſtü und Ta; Staatsm nigg ſetz Florenz Die Deutſchl; ren gere worden. ſach auch abkomme kommen römiſe Deutſ menarbe derer S wieder a genomm Oeſterre Diktat 1 nicht zu Mächte, Deutſ liche Be wirtſchaf wieder Es iſt man vo einer öſt hürden unſere innere und b zwiſchen Verſtänd lange de Gegner koniſcher schweren öſterreich ſeit dem nicht me nach den geführt. bollſtreck laßte die hängung 25. Juli ſolgt. 7 Weiſe zi mag nu: Der! rung ha 25. Juli teilten! zwiſchen den Bef Es iſt u deutige zu erwa zuſt 1984 e ungen 3. 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Bundeskanzler Schuschnigg ſelbſt hat ſich in einer Unterredung mit der Ageneia Stefani ähn⸗ lic geäußert und behauptet, die Trübung der Be⸗ ziehungen ſei niemals von Oeſterreich ausgegangen. Damit hat er nur die Behauptung wiederholt, mit der die ſehr rührige öſterreichiſche Propaganda nun ſchon ſeit ſehr langer Zeit arbeitet. Dieſe Behaup⸗ zung wird aber durch ſtändige Wiederholungen in keiner Weiſe richtiger. In Wahrheit liegen die Dinge doch ſo, daß die öſterreichiſche Regierung im Frühjahr 1933 durch die ſyſtematiſche Verfolgung der Nationalſozialiſten, durch Maſſenverhaftungen und Miß handlungen und nicht zuletzt auch durch die Be⸗ lötigung und ſchulmeiſterliche Behandlung der reichsdeutſchen Reiſenden der Reichsregterung die Aufrechterhaltung normaler Beziehungen unmöglich machte. Die Verhängung der Ausreiſeſperre war keine Kampfmaßnahme gegen Oeſterreich, ſie war nichts anderes als eine notwendige und zum Schutz der Reichsangehörigen einfach unerläßliche Abwehraktion. Es fällt uns ſchwer, zu glauben, daß man das in Oeſterreich bereits wieder vergeſſen haben ſollte. Gleichzeitig mit dieſen Vorwürfen verlangt die dſterreichiſche Preſſe— gewiſſermaßen, als ob ſie zei⸗ gen wollte, wie die verlangten Garantien ausſehen ſollen— wirtſchaftliche Hilfe von Deutſch⸗ land. Es wird uns vorgeſchlagen, den römiſchen Protokollen vom März dieſes Jahres beizutreten. Man erinnert ſich bei der Gelegenheit, daß dieſe römiſchen Protokolle aus zwei Teilen, einem politi⸗ ſchen und einem wirtſchaftlichen, beſtehen. In dem polttiſchen Teil erklären beide Partner, Italien und Oeſterreich, die gegenſeitige Unabhängigkeit achten zu wollen und ſich über alle aktuellen Fragen zu be⸗ ſprechen. Für Deutſchland kann ein Beitritt zu dieſer Erklärung kaum in Frage kommen, da die öſterreichiſche Unabhängigkeit von uns nie beſtritten worden iſt. Wir haben be⸗ reits im Frühjahr, als England, Frankreich und Italien eine beſondere Erklärung über die Aufrecht⸗ erhaltung der öſterreichiſchen Unabhängigkeit ab⸗ gaben, hervorgehoben, daß dieſer Schritt völlig ge⸗ genſtandslos iſt. Der Führer hatte ſchon vorher betont, daß er die Unabhängigkeit des öſterreichi⸗ ſchen Staates als eine gegebene Vorausſetzung be⸗ trachtet. Auch hier ergibt ſich ein eigenartiger Zwie⸗ ſpalt zwiſchen den feierlichen Beteuerungen und der politiſchen Wirklichkeit. So ſelbſtverſtändlich die An⸗ erkennung und Achtung der öſterreichiſchen Unab⸗ hängigkeit für uns iſt, ſo wenig bildet ſie in der Tat eine Vorausſetzung für das Handeln anderer Mächte und nicht zuletzt für die öſterreichiſche Regie⸗ rung ſelbſt. Oeſterreich ſucht fortwährend Rat und Unterſtützung bei fremden Regierungen. Seit Jahr und Tag fahren die maßgebenden öſterreichiſchen Staatsmänner nach Italien, und Herr Schuſch⸗ nigg ſetzt dieſe Uebung, wie ſein kürzlicher Beſuch in Florenz zeigt, fort. Die enge wirtſchaftliche Zuſammenarbeit zwiſchen Deutſchland und Oeſterreich iſt in den letzten Jah⸗ ren gerade von der deutſchen Regierung erſtrebt worden. Wir haben dem Kabinett Bureſch und mehr⸗ ſach auch dem erſten Kabinett Dollfuß ein Vorzugs⸗ abkommen vorgeſchlagen. Oeſterreich hat dieſes Ab⸗ kommen abgelehnt. In dem wirtſchaftlichen Teil der ruhmiſchen Protokolle ſind die Anregungen Deutſchlands für eine wirtſchaftliche Zuſam⸗ menarbeit im mitteleuropäiſchen Raum nur von an⸗ derer Seite und unter anderen Vorausſetzungen wieder aufgegriffen worden. Sie bildeten im Grunde genommen nur eine Beſtätigung der Tatſache, daß Oeſterreich ſelbſt in dem gegenwärtigen, durch das Diktat von St. Germain geſchaffenen Zuſtand ſich nicht zu helfen vermag und auf den Beiſtand anderer Mächte, in erſter Linie aber auf den Beiſtand Deutſchlan ds, angewieſen iſt. Eine neuer⸗ liche Beſtätigung dieſer Tatſache iſt der Ruf nach wirtſchaftlicher Unterſtützung, der im Augenblick wieder von öſterreichiſcher Seite zu vernehmen iſt. Es iſt indes eine ſehr unbillige Forderung, wenn man von Deutſchland verlangt, daß es die Laſten einer öſterreichiſch⸗italieniſchen Verſtändigung ſich auf⸗ bürden läßt. Wir ſind nicht imſtande, unſere Hilfe zu gewähren, ehe nicht die innere Lage Oeſterreichs ſich gebeſſert und befriedet hat und eine Verſtändigung zwiſchen Regierung und Volk eingetreten iſt. Dieſe Verſtändigung liegt aber noch in weiter Ferne, ſo⸗ lange das Wiener Kabinett gegen ſeine politiſchen Gegner mit Todesurteilen und anderen Arten dra⸗ koniſcher Verfolgungen vorgeht. Beſonders er⸗ ſchwerend fällt bei der Beurteilung der dermaligen öſterreichiſchen Zuſtände ins Gewicht, daß man dort ſeit dem Kriegsende die Todesſtrafe überhaupt nicht mehr ausgeſprochen und vollzogen hat. Erſt nach den Frühjahrsunruhen wurde ſie wieder ein⸗ Zeführt. Damals wurden insgeſamt 17 Todesurteile bollſtreckt. Der Einſpruch fremder Mächte veran⸗ laßte die Regierung dann, zeitweilig mit der Ver⸗ hängung von Todesſtrafen aufzuhören. Nach dem 25. Juli ſind dann aber wieder 11 Todesurteile er⸗ ſolgt. Dieſes Verfahren trägt natürlich in keiner Weiſe zur inneren Ausſöhnung bei, ſondern ver⸗ mag nur die Gegenſätze zu verſchärfen. Der deutſche Standpunkt iſt klar. Die Reichsregie⸗ zung hat durch ihr Verhalten bei dem Aufſtand des 25. Juli und durch ihren an Herrn von Papen er⸗ eilten Auftrag alles getan, um einem Ausgleich zwiſchen den beiden Staaten und einer grundlegen⸗ den Beſſerung der Beziehungen die Wege zu ebnen. 5 iſt unſer gutes Recht, jetzt erſt einmal ebenſo ein⸗ beutige positive Beiträge von bſterreichiſcher Seite zu erwarten, ehe wir weitere Entſcheidungen fällen. Fraucois Poncet in Paris Paris, 23. Auguſt. Der franzöſiſche Botſchafter in Berlin, Francois Poncet, iſt in Paris ein⸗ gekroffen. Daladier in Wien Paris, 23. Aug. Wie gemeldet wird, iſt der kbere franzbſiſche Miniſterpräſtdent Daladier in Wien eingetroffen. Er unternimmt eine Rundreiſe durch Oeſterreich. Pariſer Sorgen um Muſſolinis eigenwillige“ Politik Mißtrauen nach allen Seiten Orahtbericht unſ. Pariſer Vertreters Paris, 23. Auguſt. 8 Die Nachrichten über das Zuſammentreffen zwi⸗ ſchen Muſſolini und Schuſchnigg werden weiterhin in Paris ſtark beachtet. Nach hieſigen Nachrichten ſoll bei der bekannten Unterredung weder von der Reſtauration der Habsburger noch von der Möglichkeit einer öſterreichiſch⸗italieniſchen Militär⸗ konvention die Rede geweſen ſein noch von einem gegenſeitigen Hilfeleiſtungspakt. Muſſolini ſoll die Erklärung der Tſchechoſlowakei, daß eine Reſtau⸗ ration der Habsburger für ſie einen Kriegsgrund bedeute, ſehr ernſt genommen haben. Muſſolini, ſo gibt der Quai'Orſay bekannt, halte ſowohl die Regierung in Paris wie in London über ſeine Be⸗ mühungen zur Aufrechterhaltung der Unabhängig⸗ keit Oeſterreichs ſtets auf dem Laufenden. Ent⸗ ſprechend berichtet der„Petit Pariſien“. Ein gegenſeitiger Hilfeleiſtungspakt, ſo meint das„Echo de Paris“, ſei zwiſchen Oeſterreich und Italien ſchon deshalb nicht gut möglich, weil zwiſchen dem mächtigen Italien und dem ſehr kleinen Oeſterreich die Verpflich⸗ tungen ſehr einſeitig verteilt wären. Würde es aber doch zu einem ſolchen Pakt kommen, dann würde Oeſterreich faſt ſchon ein Pro⸗ tektorat Italiens werden. Hier zeige ſich erneut die Gefahr der abwartenden Politik Frankreichs, das nirgendwo in der Welt, am wenigſten in Europa, auf dem erſten Plan fehlen dürfe.„Möchte man wirklich eines Tages Belgrad ebenſo ſkandalös Beifall klatſchen ſehen, wie War⸗ ſchau die Inthroniſation Hitlers zum Reichsführer begrüßte?“(J) Im übrigen iſt man hier mit Auslaſſungen über das Treffen zwiſchen Muſſolini und Schuſchnigg ſehr ſparſam, ſo ſparſam, daß man faſt einen Wink von oben annehmen muß. Von dem Sitzungsbe⸗ richt meint man, er verrate ſehr wenig Neues, es ſei doch ſicher, daß darüber hinaus auch über innenpoli⸗ tiſche öſterreichiſche Fragen geſprochen worden ſei. Muſſolini ſolle nur ja keine allzu eigenwillige Politik betreiben, ſo mahnt man ihn, denn dadurch würde lediglich Hitler der lachende Dritte werden. Auf Ungarn, ſo ſteht es einmütig in oder zwiſchen den Zeilen der ganzen Preſſe, ſei itberhaupt kein Verlaß, denn die Magyaren ſeien zu allem bereit, auch dazu, mit Deutſchland zuſammen⸗ zugehen, wenn das für die Reviſion des Trianon vertrages gut wäre.„Es iſt gut und ſchön, zu behaupten, man wolle die Unabhängig⸗ keit Oeſterreichs verteidigen. Aber dafür muß man auch das richtige Mittel wählen, und dieſes Mittel iſt der Zuſammenhalt Italiens, Frankreichs, Eng⸗ lands und der Kleinen Entente, eine Vereinigung, die aber unmöglich iſt, wenn einerſeits einem Lande eine zu per⸗ ſönliche Politik vorſchwebt, andererſeits aber den Reviſioniſten der geringſte Vorſchub ge⸗ leiſtet wird.“ So meint beiſpielsweiſe das„Journal des Deébats“. Auffallen muß auch, daß heute im„Paris Soir“ ein großer Bericht aus Ungarn veröffent⸗ licht wird. Darin werden viele Anklagen erhoben. Ungarn würde ſämtliche Verträge nicht achten. Als Polizeitruppe unterhalte es ein großes Heer, ebenſo wie es unter dem Vorwand, den Schmug⸗ gel bekämpfen zu müſſen, ſieben neue Regimenter gebildet habe. Die ungariſche Armee ſei auch in der Lage, 400 Kampfflugzeuge ſofort mobil z u machen, darunter ſowohl Jagdflugzeuge wie Aufklärungsmaſchinen und ſchwere Bomber. Man beſitze ſogar einige Spezialtypen für militäriſche Zwecke, die von ungariſchen Ingenieuren gebaut worden ſeien: „Es iſt ja nicht Deutſchland allein, das ſich außerhalb der vertraglichen Linien bewaff⸗ net. Auch Ungarn bereitet mit der gleichen Zähigkeit, mit der gleichen Energie ſeine Revanche vor, und um die Beſtimmungen von Trianonn zu umgehen, benutzt es die⸗ ſelben Schliche wie das Reich, um den Beſtim⸗ mungen des Verſailler Vertrages zu ent⸗ ſchlüpfen.“ Es iſt nicht ganz erſichtlich, wohin alles das zielt. In politiſchen Kreiſen hört man, daß man bewußt den Beſprechungen Muſſolinis und Schuſchniggs wenig Bedeutung beimißt. Immerhin ſickert durch, Schuſchnigg ſei nicht ganz ſo mit Muſſolini einver⸗ ſtanden wie Dollfuß, da er eine etwas ſelbſtändigere Politik verfolgen möchte. Auch ſoll Schuſchnigg Deutſchland gegenüber zu gewiſſen Zugeſtänd⸗ niſſen bereit ſein. Damit ſoll er ſogar den Unwillen Muſſolinis erregt haben. Am Quai'Orſay würde man das ganz gern ſehen, denn man ſucht alle Mit⸗ tel„die geeignet ſind, den Duce etwas zurückzu⸗ drängen. Schließlich gehen in politiſchen Kreiſen die Vermutungen ſo weit, daß man von einem möglichen Zuſammentreffen zwiſchen Doumergue oder aber Barthou und dem öſterreichiſchen Kanz⸗ ler Schuſchnigg ſpricht. Dazu, ſo meint man, ſei Schuſchnigg nach Frankreich gekommen. „Saardeutſche von franzöſiſchem Gericht verurteilt Meldung des DN B. — Saarbrücken, 22. Auguſt. Die Strafkammer in Metz befaßte ſich heute mit dem ſogenannten„Spionageprozeß“ gegen Röchling⸗Beamte, bei dem folgendes Urteil gefällt wurde: Die beiden Angeſtellten der Firma Röchling in Völklingen(Saar), der Kriegsblinde Rathke und Friſchmann erhielten je 18 Monate Ge⸗ fängnis. Der Generalſekretär Rupp wurde in Meldung des DNB. — Bexrlin, 21. Auguſt. Die Regierungskommiſſion des Saargebietes hat am 8. Juli 1934 die Vorſchriften über die Aufſtel⸗ lung der Stimmliſten für die Volksabſtimmung im Saargebiet am 13. Januar 1935 erlaſſen. Weiterhin hat die Volksabſtimmungskommiſſion des Völker⸗ bundes am 20. Juli 1934 eine Bekanntmachung ver⸗ öffentlicht, die nähere Vorſchriften über die Abſtim⸗ mungsberechtigung und über die Anmeldung der Stimmberechtigten zur Aufnahme in die Stimmliſten enthält. Hiernach müſſen Stimmberechtigte, die außer⸗ halb des Saargebietes wohnen, einen beſonde⸗ ren Antrag auf Eintragung in die Stimm⸗ liſten ſtellen. Wer nicht in die Stimmliſten eingetra⸗ gen iſt, kann ſein Stimmrecht nicht ausüben. Es liegt daher im eigenen Intereſſe aller im Reich wohnenden Stimmberechtigten, dieſen Antrag mit tunlichſter Beſchleunigung einzureichen. Die An⸗ tragsfriſt läuft mit dem 31. Auguſt 1934 a b. 5 Der Antrag, der an den„Gemeindeausſchuß“ des Bezirkes gerichtet iſt, in dem der Abſtimmungs⸗ berechtigte am 28. Juni 1919 die Einwohnereigen⸗ ſchaft hatte, muß ſolgende Angaben enthalten: 1. die Namen, Vornamen, das Geburtsdatum, den Geburtsort und den Beruf des Antragſtellers(im Falle einer Berufsänderung denjenigen, den er am 28. Juni 1919 ausübte), ſowie die Vornamen ſeines Vaters und ferner, falls es ſich um eine verheiratete Abweſenheit zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, Baldes erhielt 18 Monate Gefängnis. erinnerlich, waren die jetzt Verurteiltes vor einigen Wochen unter Vorſpiegelung falſcher Tatſachen über die lothringiſche Grenze gelockt und dort verhaftet worden. Ein gewiſſer Litzenburger diente dabei offenſichtlich als Agent und wurde auch heute für ſeine ſchänd⸗ lichen Bemühungen freigeſprochen. Bisher ſtno nähere Einzelheiten über den Ausgang des heutigen Prozeſſes nicht bekannt. Es muß jedoch ſchon heute als ungeheuerlich bezeichnet werden, daß franzöſiſche Gerichte Saarländer, die mit Spionage nicht das Geringſte zu tun haben, zu langjährigen Gefängnis⸗ ſtrafen verurteilen. Man hat ſogar den Kriegs⸗ blinden Rathke, der offenſichtlich von den franzöſi⸗ ſchen Behörden über die Grenze gelockt wurde, zu einer Gefängnisſtrafe von 17 Jahren verurteilt. urteilt. 5 Wie Drei Jahre von der Welt abgeſchnitten Meldung des DNB. — Reval, 22. Auguſt. Wie aus Moskau gemeldet wird, iſt es jetzt dem ſowjetruſſiſchen Eisbrecher„Kraſſin“ gelungen, an der Wrangel⸗Inſel vor Anker zu gehen und die ſeit fünf Jahren dort hauſende Inſel⸗Beſatzung an Bord zu nehmen. Die Beſatzung, die zum größten Teil aus ſowjet⸗ ruſſiſchen Forſchern und wiſſenſchaftlichen Hilfs⸗ arbeitern beſteht, war ſeinerzeit für die Dauer von zwei Jahren auf die Inſel gegangen. Da es fedoch der Hilfsexpedition nicht gelang, über das Eis bis zur Inſel vorzudringen, mußten die Forſcher not⸗ gedrungen fünf Jahre auf der Inſel zubringen. Durch die Erſchöpfung der Batterien für die draht⸗ loſen Empfänger waren ſie von der Außenwelt völlig abgeſchnitten. Infolge des Lebensmittel- mangels haben die Forſcher unſagbare Leiden und Qualen durchmachen müſſen. An die Saarländer im Reich Ein Aufruf zur Anmeldung für die Volksabſtimmung Frau handelt, öͤie Namen und Vornamen ihres Ehemannes(im Falle einer Veränderung des Fa⸗ milienſtandes nach dem 28. Juni 1919 den Familien⸗ namen, den ſie an dieſem Zeitpunkt trug); 2. die Gemeinde, in der er die Einwohnereigen⸗ ſchaft am 28. Juni 1919 hatte; 3. den gewöhnlichen Aufenthalt zur Zeit des An⸗ trages; 4. die Anſchrift im Saargebiet, an oͤie Mitteilun⸗ gen zu richten ſind. Die vorhandenen Beweisſtücke für die Ein⸗ wohnereigenſchaft im Saargebiet ſind dem Antrag beizufügen; befinden ſich ſolche Beweisſtücke nicht in den Händen des Antragſtellers, ſo iſt in dem Antrag anzugeben, bei welcher Stelle des Saargebietes dieſe Unterlagen erhältlich ſind. Sämtliche Abſtimmungsberechtigten im Reich werden hiermit aufgefordert, ihren Antrag auf Ein⸗ tragung in die Stimmliſte bis ſpäteſtens zum 31. Auguſt 1934 an den zuſtändigen Gemeindeaus⸗ ſchuß im Saargebiet gelangen zu laſſen. Zur Auf⸗ klärung über alle bei der Anmeldung zu berückſich⸗ tigenden Geſichtspunkte ſtehen den Stimmberechtig⸗ ten die Saarmeldeſtellen ihres jetzigen Wohnorts(das Einwohnermeldeamt, in den Städten die zuſtändigen Polizeireviere) ſowie die Geſchäftsſtellen des Bundes der Saarvereine— in Berlin befindet ſich dieſe SW'ͤ 11, Streſemannſtr. 42— zur Verfügung. Es wird jedem Abſtimmungsberech⸗ tigten dringend empfohlen, vor Abſendung ſeiner Anmeldung die vorgenannten Stellen zur Beratung in Anſpruch zu nehmen. Aus dem Leben eines Mannheimer Künſtlers Zum 60. Geburtstag von Profeſſor Hans Beſt Dem Bau⸗ und Möbelſchreiner⸗Meiſter Jakob Theodor Beſt in Mannheim wurde am 25. Auguſt 1874 ein Sohn geboren, der den Namen ſeines Ge⸗ ſchlechts weit in alle Welt tragen ſollte. Nah am Ring, J 7, bei der alten Zuckerfabrik, ſteht das Ge⸗ burtshaus des nunmehr 60 Jahre alten, weit über Deutſchlands Grenzen genannten Künſtlers, des Malers und Bildhauers Hans Beſt. Die Eltern ruhen in Mannheims Erde; der Vater, eine bekannte Mannheimer Perſönlichkeit, war 84 Jahre alt ge⸗ worden. Das Stammhaus befindet ſich noch heute im Beſitz der Familie. Frühzeitig ſchon zeigte ſich in dem Knaben künſtleriſches Talent. Sehr gegen ſeinen Willen mußte der junge Menſch Dekora⸗ tions maler werden; der Vater wollte vom„brot⸗ loſen Künſtler“ nichts wiſſen. Da fand der Junge, während ſeiner Lehrzeit in der Dekorationsmalerei Prüſer und Neidhardt, einen treuen Förderer und Freund ſeiner künſtleriſchen Neigungen. Das war der Meiſter Ratjen, der ſelber ein Dekorations⸗ malergeſchäft in der Nähe von Beſts elterlichem Hauſe betrieb. Er hat noch bis zum Jahre 1932 in Mannheim gelebt. Ratjen unterwies den lern⸗ begierigen Malerlehrling im Kopieren guter Vor⸗ bilder und förderte auch ſpäter den jungen Maler⸗ gehilfen in ſeinen Studien. Mit 17 Jahren zog Hans Beſt hinaus, er arbeitete im Elſaß, in der Rheinpro⸗ vinz und ſonſt in deutſchen Landen. Im Jahr 1894 aber gelang es ihm, aus der Malerwerkſtatt in die heißangeſtrebte künſtleriſche Laufbahn hin⸗ überzuwechſeln und in der Akademie der bildenden Künſte in München Aufnahme zu finden Hier ſtudierte er unter Karl Raupp und Wilhelm von Diez; den Lebensunterhalt freilich mußte er noch immer im Nebenberuf als Dekorationsmaler erwerben. Nach einjährigem Aufenthalt in Trieſt kehrte er nach München zurück und konnte ſich nun endlich auf ſeinen wahren Beruf vorbereiten. 1903 ſtellte er ſein erſtes Bild aus, und von da ab waren ſeine Arbeiten auf faſt allen Münchner Jahres⸗ ausſtellungen zu ſehen. Bald wurden die Werke ſeiner Hand auch in den anderen Kunſtſtädten Deutſchlands und des Auslandes bekannt. Eine Reihe in⸗ und ausländiſcher Muſeen, darunter auch die Münchner Pinakothek ſowie viele Privatſamm⸗ Iuctgen beſitzen Werke von Hans Beſt. Die Goldene Medaille der Internationalen Ausſtellung Müncher wurde ihm 1913 verliehen.. Es iſt nicht allzuleicht, das Schaffensfeld dieſes vielſeitigen Künſtlers in kurzen Zügen zu umſchrei⸗ ben. Seine früh entwickelten Fähigkeiten auf dem Gebiete der Zeichenkunſt erwähnten wir ſchon— ſein geſchulter Blick, ein ausgeprägtes Formen⸗ gefühl, die treffſichere Hand ſchufen neben hochent⸗ wickeltem Farbenſinn und reifen Kompoſitionstalent die Bilder des Künſtlers zu ſtarken Erlebniſſen. Erlebniſſen auch deshalb, weil in ſeinen maleriſchen Geſtaltungen das Seeliſche, die Unterſtrömung allen Künſtlertums, das letztlich Geſtaltende iſt. Bei Künſtlern vom Range eines Hans Beſt ent⸗ ſteht das Seeliſche aus der Reinheit und Strenge der verſtandenen, weil ſtudierten Form, in die das Seeliſche von ſelber fließt, eben weil die Seele es iſt, die jedwede Form erſchafft. In Beſts Malereien fließen die zwei großen Kraftſtröme allen künſtleriſchen Geſtaltens naturhaft ineinander. Und es iſt kein Zufall, daß in ſeinen figürlichen Bildern, in den Geſten und Geſichtszügen ſeiner Geſtalten die Unterſtrömung des Seeliſchen, verhal⸗ tene Leidenſchaften, mit tiefem Verſtändnis erfaßt und dargeſtellt ſind: Werke eines Menſchen — und Seelenkenners. Die Fähigkeit ſee⸗ liſchen Erfaſſens ließ Hans Beſt, wie wenige ſeiner künſtleriſchen Zeitgenoſſen, zum ſcharfen Schildde⸗ rer des Bauerntums werden, deſſen tiefver⸗ haltene, ſchollenſchwere Lebensführung er in ebenſo meiſterhaften Bildern dargeſtellt hat, wie das Leben des kleinen Mannes, das ſich zwiſchen den gleichen Schickſalsgewalten abſpielt. In der unſeligen Ver⸗ nichtung des Glaspalaſtes iſt ihm ein großes Bild zugrunde gegangen: das ausgeſogene Deutſchland, verkörpert in der Geſtalt einer bleichen Mutter, an deren geſegneten Schoß ein hungerndes Kind ſich drängt. Erſchütternde Schmerzensſtationen aus dem Erlöſertod Chriſti hat der Künſtler geſchaffen, groß⸗ geſehene Landſchaftsbilder, lichte Interieurs, glän⸗ zend gemalte Akte, Stilleben und lebensvolle Bild⸗ niſſe, und eine unendliche Anzahl von Figurenbildern. Auch als Meiſter der großen Fläche hat ſich Beſt erwieſen in den vier Fresko⸗Wandbildern mit Sze⸗ nen aus Goethes Fauſt in Auerbachs⸗Keller zu Leipzig. Zu dieſen zahlreichen Werken der Zeichnung und Malerei reihen ſich die Bildhauer⸗Arbeiten von Hans Beſt, der ſich auch auf dieſem Gebiete in markigen Büſten, in einer ergreifend geſtalteten Piéta, in Aktfiguren und Tierbronzen als ein Künſtler von hohem Format und durchaus plaſtiſcher Geſtaltungskraft erweiſt. Beſt iſt viel in der Welt herumgekommen, er hat alle bedeutenden Galerien Europas ſtubiert. Und er beſitzt nicht nur ſelber eine Sammlung alter und neuerer Meiſter von erleſenem Wert, ſondern es ſind ihm auch gediegendſte techniſche und hiſtoriſche Kenntniſſe auf dem Gebiete der Malerei und Pla⸗ ſtik vom 14. Jahrhundert bis in unſere Zeit zu eigen. Er wurde berufen, dieſe Kenntuiſſe in den Dienſt der öffentlichen Kunſtpflege zu ſtellen und war Jahre lang in den Ankaufsköommif⸗ ſionen der ſtädtiſchen und ſtaatlichen Sammlungen tätig. Hier war ihm oft Gelegenheit geboten, mann⸗ haft für wirkliche Kunſt einzutreten, gegen den an⸗ maßenden Herrſchaftsanſpruch einer vom Ausland eingeſchleppten Bolſchewiſterung der deutſchen Kunſt. Und Hans Beſt konnte in ſolchem Ehrendienſte auch die Fähigkeiten ſeines ſozialen Empfindens für die deutſche notleidende Künſtlerſchaft in uneigen⸗ nützigſter Weiſe entfalten. Beſt iſt iim Herzen ſei⸗ ner Vaterſtadt treu geblieben— im⸗ mer wieder ſah man ſeine Werke von ſeiner Hand in Mannheimer Ausſtellungen. Und ob auch Pro⸗ feſſor Hans Beſt ſeit 40 Jahren der Münchner Kunſt angehört, und ſein Name der großen Welt— nie hat er ſei badiſch Ländle vergeſſen, nie ſei liebes„Man⸗ nem“ und nie während ſeiner 60 Lebensjahre hat er verlernt pfälziſch zu babbeln. Franz Langheinrich. Freitag, 24. Auguſt 1934 Nummer 987 AGAltseite Mannheim, den 24. Auguſt. Schweres Verkehrsunglück Zwei Perſonen getötet In den geſtrigen Mittagsſtunden ereignete ſich in der Käfertaler Straße ein ſchweres Ver⸗ kehrsunglück, dem zwei Perſonen zu m Opfer fielen. Ein 34jähriger lediger Kraft⸗ wagenführer wollte mit dem Kraftwagen eines Flaſchenbierhändlers nach den Brauereien fahren. Ein aus einer Seitenſtraße kommender Kraftradfah⸗ rer, der 24jährige verheiratete Reuninger aus Ilvesheim, wollte ſchuell noch die Fahrbahn vor dem Kraftwagen überqueren, ſtieß aber mit dem Wagen zuſammen. Der Wagenführer wollte im letzten Augenblick ſein Gefährt auf die rechte Seite reißen, doch war es bereits zu ſpät. Das Kraftrad fuhr auf den Wagen auf. Der Kraftwagen ſelbſt über⸗ ſchlug ſich und fiel auf die 26jährige Frau des Schreiners Büchler, die ſofort getötet wurde. Der Kraftrad fahrer erlitt einen Schädel⸗ bruch und einen Bruch der Wirbelſäule. Er ſtarb bald darauf im Städtiſchen Krankenhaus. Der Kraftwagenführer kam mit dem Schrecken davon. Wirtſchaftszahlen der Staoͤt Mannheim Der Mitgliederſtand der Krankenkaſ⸗ ſen iſt im Lauf des Kalendervierteljahres auf 90 773(i. V. 79 967) geſtiegen; im Januar 1933 hatte er nur 76 337 betragen. Die Zahlen der beim Ar⸗ beitsamt gemeldeten offenen Stellen haben in allen drei Berichtsmonaten die vorjährigen bedeu⸗ tend übertroffen. Bei den Männern hat ſich die Zahl für das Berichtsvierteljahr auf 5843(1917), bei den Frauen auf 4343(2626) erhöht. Die Arbeitsloſenzahl iſt weiter ſinkend nunmehr bei 19 537(33 317) ange⸗ langt. Der Betrag der Einlagen bei der Spar⸗ kaſſe iſt auf 22,72(19,42) Mill. Mk. geſtiegen. Die Bautätigkeit hat eine erfreuliche Belebung er⸗ fahren, denn im Berichtsvierteljahr entſtanden 429 (231) Wohnungen. Die Straßenbahn hatte 957 711(936 301) Mk. Einnahmen und damit eine Einnahmeaufbeſſerung um 21410 Mk. zu verzeichnen. Die Zahl der beförderten Perſonen war um 1284 413 Höher als im zweiten Vierteljahr 1933, was in erſter Linie auf die Einführung des 10⸗Pfg.⸗Tarifs zurück⸗ zuführen ſein dürfte. Die Waſſer förderung erhöhte ſich infolge der großen Hitze auf 4946 848 4 185 659) Kubikmeter, d. h. um 18,2 v. H. Beim Schiffsgüterverkehr hat die Ankunft mit 1,27(1,03) Millionen Tonnen abermals beträchtlich zugenommen. Der Abgang iſt mit 0,17(0,20) Mill. Tonnen etwas zurückgegangen. Pilzwand erung An der Viernheimer Pilzwanderung nahmen etwa 100 Perſonen aus Mannheim und Weinheim teil. Das Ergebnis war ſehr zufriedenſtellend. In 2 Stunden hatten die Teilnehmer ihre Behältniſſe ge⸗ füllt mit Steinpilzen, Ziegenlippen uſw. Es wird nochmals an die Pilzwanderung am Samstagnach⸗ mittag im Oftersheimer Wald erinnert. Treff⸗ punkt am Bahnhof Oftersheim um 15 Uhr. Mann⸗ heim ab: 14,25 Uhr, Schwetzingen ab: 14,53 Uhr. Am Sonntagvormittag iſt in den Heidelberger Wäldern eine Pilzwanderung. Treffpunkt um 9 Uhr an der alten Brücke. Am kommenden Mittwoch treffen ſich die Pilzwanderer am Bahnhof Maxdorf um 14,45. Mannheim ab mit der Rhein⸗Haardtbahn, Friedrichs⸗ brücke: 14,03, Ludwigshafen, Ludwigsplatz, ab 14,18 Uhr. Körbchen und Meſſer nicht vergeſſen! Die Mitnahme von Hunden iſt unerwünſcht. Drachen ſteigen Die Zeit der Ruhe iſt für die papiernen Unge⸗ ktüme beendet. Lange genug lagen ſie verlaſſen und ſtaubig auf Speicherböden und in Kellern. Nun greifen verlangende Bubenhände wieder nach ihnen. Schon ſchweben die erſten Drachen über den Häu⸗ ſern längs des Neckars. Unten im Neckarvorland halten eifrige Jungens die vom Winde bewegte Leine, die den buntfarbenen Wildling über den Dächern vor Seitenſprüngen bewahrt. Verwundert ſchauen die Leute auf den Brücken nach den Drachenvorboten. Soweit iſt es ſchon, denkt der Städter! Wenn die Drachen ſteigen, wer⸗ den die Lüfte kühl. Bald wird der Himmel um Mannheim mit Drachen überſät ſein. Viele Dra⸗ chenbauer ſind um dieſe Zeit mit Zurichtungen be⸗ ſchäftigt, um neue Modelle auffliegen zu laſſen. Unterdrückt, Drachenbezwinger, aber Wettſtreitabſich⸗ ten nahe der Landeſtrecken für Flugzeuge! Meidet auch die Nachbarſchaft von Hochſpannungen! G. F. Woher ſtammt der Name„Deutſches Eck“? Die Landzunge am Zuſammenfluß von Rhein und Moſel führt ſeit mehr als 700 Jahren den Namen„Deutſches Eck“. Sie erhielt dieſe Bezeich⸗ nung durch die Deutſchordensritter, die ſich im Jahre 1216 hier anſiedelten. Sie folgten dem Rufe der Erzbiſchöfe von Trier, die ſeit dem Anfang des 11. Jahrhunderts Herren der Stadt Koblenz waren. Erzbiſchof Diether ſchenkte ihnen einen Teil des bis dahin dem St. Kaſtorſtiftes gehörigen Geländes, auf dem bald ausgedehnte Gebäude einer Deutſchordens⸗ ſiedlung entſtanden. Heute noch iſt ein Teil der Ordenshäuſer erhalten, die einſt hinter ihrer turm⸗ bewehrten feſten Mauer ein kleines Gemeinweſen für ſich bildeten. Den äußeren Vorſprung dieſes Deutſchen Ecks bildete ein damals nur wenige Me⸗ ter von der Moſelmündung entfernter wuchtiger Eckturm, deſſen unterer Sockel heute noch ſteht. 5 Im Lauſe der Jahrhunderte haben nicht nur die Gebäude, ſondern auch das Lanoſchaftsbild ſelber⸗ manchen Wechſel erfahren. In der Vorzeit floſſen die Wellen der beiden Flüſſe über die jetzige Land⸗ ſpitze hinweg. Auf dem ſpäter allmählich ſich hier bildenden Land entſtanden unmittelbar an den Ufern menſchliche Niederlaſſungen. Eine Sandinſel, die ſich noch anfangs des vorigen Jahrhunderts in der Moſelmündung erhob und als äußerſte Ver⸗ längerung des Hunsrück im Volksmunde„Hund⸗ Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Der Ernteheilige St. artholomäus Der„Frauendreißiger“ Auch den Heiligen wird manchmal das ganze Programm über den Haufen geworfen. So in dieſem Jahr, in dem der Wettergott in den ſommer⸗ lichen Wochen vergeſſen hatte, den durſtigen Pflanzen auch hin und wieder etwas Regen zu ſenden, anſtatt lauter lachenden Sonnenſchein, der die Heuernte kärglich ausfallen und die Getreidefelder zu früh reifen ließ, ſo daß die Getreideernte längſt unter Dach und Fach iſt, ehe der Heilige am 24. Auguſt dem Bauern zuruft: Zu Bartholomä Da knickt der Hafer in die Knee(Knie), Wer Hafer hat, der mähe, Wer Roggen hat, der ſäe, Wer Grummet hat, der reche. Wer Aepfel hat, der breche, Wer Birnen hat, der rüttle, Wer Zwetſchgen hat, der ſchüttle. Um gut einen halben Monat ſind alle Früchte in der Zeit der Reife voraus; die Arbeit häuft ſich beim Bauersmann. Der Auguſt hat mit ſeinen Regen⸗ güſſen manches wieder gut gemacht. Als geſchickter Helfer geſellt ſich zu dem heiligen Bartholomä der hl. Laurentius(10. Auguſt), auf den der Landmann gleichfalls große Stücke hält. Heißt es doch: Laurentius heiter und gut Einen ſchönen Herbſt verheißen tut. * Sind Laurentius und Bartholomäus ſchön, Iſt guter Herbſt vorauszuſehn. Die Weingärtner hoffen auf heitere Laurentius⸗ und Bartholomäustage, um ſich einen ſchönen Herbſt zu verheißen. Auch der Tag Mariä Himmelfahrt (15. Auguſt) verlief beim herrlichſten Sonnenſchein, ſo daß wahr wird, was der Spruch ſagt: Schön Wetter zu Mariä Himmelfahrt Verkündet Wein von beſter Art. Hat unſere Frau gut Wetter, wenn ſie zum Himmel fährt, Gewiß ſie guten Wein beſchert. Mutter Maria, die Schmerzenreiche, Im Sonnenſchein gen Himmel ſteige, Dann können bei trefflichem Wein Die Menſchen ſich erfreun. Der Bartholomäustag iſt der erſte Tag nach den Hundstagen. Ein Spruch ſagt:„Der Bartholomäus läutet die Hundstage aus.“ Zwar iſt es um dieſe Zeit manchmal noch recht heiß; doch ſtellen ſich ſchon häufig die erſten Nebel ein, in der Nacht fällt bereits der Tau. Die Förſter ſagen: Die erſten Nel ſchickt St. Bethel. Bartholomai legt's Oehmd auf' Heu. * Zieht der Bartholomäus ein, „Steckt der Bauer die Sichel ein. Vielfach wird der Vogelzug um den Bartholo⸗ mäustag und das Wetter an dieſem Tage mit dem Wetter der künftigen Monate in Verbindung ge⸗ bracht. 8 Nach den ländlichen Wetterregeln iſt der 24. Auguſt überhaupt der bedeutſamſte Tag in der Zeit zwiſchen Sommer und Herbſt. Von den Vögeln hören wir: Bleiben die Störche noch nach Bartholomä, So kommt ein Winter, der tut nicht weh. Um vierzehn Tage zu früh kommt der Spruch: Am Tage Sankt Bartholomä Ich alle Schwalben ſcheiden ſeh. Denn der Abzug dieſer Vögel erfolgt erſt um den 8. September nach dem alten Spruch: An Maria Geburt ziehen die Schwalben furt.“ Während der bürgerliche Kalender den 21. März als Frühlingsanfang und den 21. September als Beginn des Herbſtes bezeichnet, rechnet der Bauers⸗ mann ganz anders. Bei ihm iſt der 22. Februar (Petri Stuhlfeier) der Frühlingsanfang, und der Herbſt beginnt bei ihm am 24. Auguſt. Damit hat der Bauer vollſtändig recht. Es ſind die Beobachtun⸗ gen in der Natur, nach denen er ſich richtet. Der bürgerliche Kalender gründet ſich auf den Lauf der Sonne innerhalb der beiden Wendekreiſe und auf den hüchſten Stand. Soll man es Aberglaube neunen, wenn die tüchtige Hausfrau behauptet, die in den Ta⸗ gen vom 15. Auguſt(Mariä Himmelfahrt) bis 8. September(Mariä Geburt) von den Hühnern gelegten Eiern ſeien die halt⸗ barſten? Das Volk nennt dieſe Zeit„den Frauen⸗ dreißigſten“; damit kämen wir am 15. Septem⸗ ber als Endtermin an, aber die Chriſtenheit umgibt den Zeitenlauf gerne mit den Namen zweier chriſt⸗ lichen Tage, alſo hier Mariä Himmelfahrt und Mariä Geburt. Die Bauersfrau und jede Haus⸗ frau, die gerne einen kleinen Eiervorrat einlegt, verſorgt ſich womöglich mit Eiern aus dieſer Zeiten⸗ ſpanne, Früher legte ſich die Hausfrau auch einen ge⸗ wiſſen Beſtand an Butterſchmalz zu und wählte gerne von der am Bartholomäustag ausgeſtoßenen Butter. Noch heute geht im Oberland die Sage, daß die an dieſem Tage gerührte Butter die Eigenſchaft beſäße, den„Anken“— gemeint iſt die Butter— haltbar zu machen. Solche Butter beſitzt eine gewiſſe Heilkraft und wird nicht grau. Der Grund zu ſol⸗ chen Anſchauungen: Bartholomäus ſolle ſich zur Heilung ſeiner Wunden und zur Linderung der Schmerzen Butter gewünſcht haben. Die Zeit des bereits angedeuteten„Fraue n⸗ dreißiger“, die Tage von Maria Himmelfahrt bis Maria Geburt, gelten als beſonders heilig und heilkräftig. Alle Wunder offenbaren ſich in dieſen Tagen und werden weidlich genützt. So verlieren giftige Pflanzen und Tiere ihr Gift, viele gewinnen eine unerhörte Heilkraft. Nicht überall bildet ſich der feſte Kern um gewiſſe Wahrheiten; die beſondere Natur des Bodens, die Stammesart oder die Ge⸗ ſchichte der Landſchaft, auch die beſondere Konfeſſion geben dem Volksleben ſeine Eigentümlichkeit und Eigenart. 2 eee eee. Achtung, ganze Zeitung leſen! Ein Mann ſchaut nach den politiſchen Ueber⸗ ſchriften, ein anderer nach Kraftradſiegern und ſchon iſt die Zeitung erledigt und für die Küche zu ver⸗ ſchiedenen Zwecken freigegeben. Es ſchmerzt, wenn man ſo was ſieht und womöglich die Kunde dazu vernimmt, es ſtünde mal wieder nichts drin. Es ſteht ſehr wohl was drin. Schlafmützen ſind diejenigen, die nicht die Augen ein wenig aufmachen und den wirlichen Neuigkeiten nachgehen, wie den Haſen im Buſch. f Außeroͤem aber— und das iſt der wichtigere Ge⸗ ſichtspunkt— beſteht Bildung, die in leichter Tages⸗ doſierung zu verabreichen die Zeitung ſich anheiſchig macht, immer und vor allem darin, daß man das Ganze des Kulturlebens überſchaut, alle Seiten unſeres vielfältigen Lebens berückſichtigt, ehe man zu einem abſchließenden Urteil gelangt, ob es uns ſchlecht oder vielleicht ganz erträglich geht. Ueber dem Sport ſollte man nach griechiſchem Vorbilde die Muſik nicht vergeſſen und über der Politik nicht die Wirtſchaft. Mögen die Helden des Films bewun⸗ dernswert und gut verſtändlich ſein, ſo haben unſere einheimiſchen Schönheiten und Nationaltheatraliker mehr Fleiſch und Blut und menſchliches Rühren in der Stimme. Was hilft uns alles Schielen nach Berlin und Reden von vorbildlicher Kunſtausſtel⸗ lung bei 600 Kilometer Entfernung, wenn es bei uns nicht beſſer wird. Alles geht den gebildeten Men⸗ ſchen an, das Leben auf dem Dorfe inmitten von Stadtmauern und jahrtauſendealten Ruinen ſo gut wie das Benehmen im Palaſthotel und„Europäi⸗ ſchem Hof“. Aber am allermeiſten iſt es immer wieder Pflicht des Zeitungsleſers, ſich Nachricht darüber zu verſchaffen, wie der moderne Arbeiter in der Halle und am Hochofen, an der Drehbank und in der kleinen Vorſtadtwohnung ſein Daſein friſtet, ſeine Tüchtigkeit erlangt, ſeine Fähigkeit auf⸗ recht erhält, uns die merkwürdigen, praktiſchen und luxuriöſen Waren anzufertigen, von denen unſere Großeltern ſich nicht träumen ließen, daß man ſie einmal für einige Groſchen über der Straße kaufen und Kenntnis würde. Wer lyriſch veranlagt iſt und geneigt, ſein Ohr dem Rauſchen des Fluſſes, dem Flüſtern der Quelle zu leihen, der tut gut daran, unter Waſſer⸗ ſtandsmeldungen von Rhein und Neckar die tatſäch⸗ lichen Vorbedingungen für obengenannte Natur⸗ vorgänge zu ſtudieren. Nur ſo kommt man zu einem günſtigen Ergebnis von ſtimmungsvollen Spaziergängen; denn die Naturgeſetze wollen beach tet ſein. In einem Sommer der Trockenheit hat manches Bächlein ſein Rauſchen eingeſtellt, während andererſeits bloße Waſſerüberfälle, in der Wetter⸗ abteilung Niederſchläge genannt, ihrerſeits ſelten erhebend aufs Gemüt wirken. Drum beachte jeder noch ſo feuilletoniſtiſch eingeſtellte Leſer bei Unter⸗ nehmungen außerhalb der vier Wände den Wetter⸗ bericht. Er mag ſeine Mängel haben und zu Ueber⸗ treibungen oder ungefähren wetterkundlichen Ge⸗ meinplätzen neigen; aber im großen ganzen ſtimmt er. Man leſe ihn einmal, wenn man pudelnaß nach Hauſe kam; beſtätigte Erfahrung ſtärkt das Ge⸗ dächtnis. So iſt es überall. Die Dinge hängen zuſammen. Die heutige Welt iſt durchaus nicht ſo zerriſſen und atomiſiert, wie es die Philoſophen haben wollen. Zumindeſten hängt ſie zuſammen Hurch Zeitungs⸗ papier. Der Kaffee auf dem Hamburger Großmarkt intereſſiert die Genoſſen vom Stammtiſch wenig. Und doch iſt ſein Preis maßgebend für die Güte, in der er Tag für Tag geliefert wird. Wer aber die Weck plötzlich nicht mehr ſo duftig findet, der klage nicht gleich beim Bäckermeiſter, ſondern ſchaue in der Rubrik„Mannheimer Großmarkt für Getreide und Futtermittel(amtlich)“ nach unter„Mühleneinkaufs⸗ preis ausſchl. Zuſchl. f. Rf Bez..“ Radfahrer mögen ſich um Gummipreiſe, Kinofreunde ſich um Filmaktien kümmern, und uns allen liegen doch die Preiſe von Wein und Bier ſehr am Herzen. In Summa: wer zu der tatſächlichen Grundlage un⸗ ſeres Daſeins vordringen will, der muß die Zeitung auch mal gelegentlich andersrum leſen und ſchein⸗ bar unintereſſante Dinge beachten lernen. Gebe er ſich hiermit einen Stoß. Dr. Hr. ſchwanz“ hieß, wurde in den 70er Jahren durch Dämme mit der Moſel⸗ und der Rheinwerft ver⸗ bunden. Dadurch entſtand ein kleiner Hafen, der aber bald zugeſchüttet wurde. Durch dieſes neu⸗ gewonnene Gelände, auf dem ſich heute das monu⸗ mentale Denkmal als Symbol deutſcher Einigkeit erhebt, rückten das ehemals unmittelbar am Waſſer gelegene alte Deutſche Eck und die Deutſchordens⸗ häuſer beträchtlich von beiden Ufern ab. i Die Städtiſche Verſicherungsſtelle in C 2, 1, bleibt am morgigen Samstag wegen Reinigung geſchloſſen. 99. zu Die Konzerte des kommenden Winters, über die wir bereits im Kunſtteil eine Vorankündigung brachten, ſehen als„Konzerte nach Feierabend“ der NoS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ ſechs Ver⸗ anſtaltungen vor. * Die nächtliche Abkühlung nach dem geſtrigen, überaus ſchwülen Tag, iſt uns in der vergangenen Nacht geworden. Schon in der vorletzten Nacht haben wir darauf gehofft, als die Ausläufer gewit⸗ teriger Störungen auch über Maunheim dahinzogen. Aber als die Sonne am geſtrigen Vormittag ſich trotzdem durchgeſetzt hatte, ſtieg die Temperatur ſehr ſehr raſch an und zur Mittagszeit konnte man 28 Grad feſtſtellen. Zu dieſer hochſommerlichen Tem⸗ peratur kam noch eine drückende Schwüle, die auch noch nicht wich, als ſich der Himmel in der dritten Mittagsſtunde ſtark bewölkte. Erſt als es leicht zu Mhein⸗Wegel 20, 21. 22. 28. 24. Neckar⸗Begel 21. 22 25. 2. 5 Ryeinfelden 2,79.71 2,65 2,58 3,56 Breiſach..00.90.86.80 1782 Mannheim. 3,28 3,20 05 5 Kehl... 302.98 2,88 2,80 2,80] Jagſtfeld.—- 998 55 4,53 4,45 4,30 4,50 4,27 doch e 3 15 annheim. 3,50 3,36 3,28 3,17.11 51 953. Kaub 18915.06 200.02]l Diedesbeim..32 0,260, 32 bg Köln 11.89.88 1,751.63 1,506 N eee regnen begann, machte ſich eine Abkühlung bemerk⸗ bar, die ſich immer mehr verſtärkte, als der Himmel gründlich ſeine Schleuſen öffnete. Aus der ganzen Wolkenbildung erkannte man eindeutig, daß es ſich um Gewitterregen handelte, und der Donner, der ſich mehrmals aus der Ferne hören ließ, beſtätigte dieſe Vermutung. Ohne Unterbrechugg rieſelte es dann den ganzen Nachmittag vom Himmel herah, Zwiſchendurch platſchte es auch ganz anſtändig. Die gegen Abend im Weſten aufkommende Aufheiterung konnte ſich nicht durchſetzen. Der nächtliche Regen hatte zur Folge, daß die Temperatur auf 15 Grad zurückging. Wenn auch inzwiſchen der Regen auf⸗ gehört hat, ſo ſind die Gewitterſtörungen immer noch nicht beſeitigt, wie die Knattergeräuſche im Rundfunk deutlich erkennen laſſen. Das Arbeitsamt allein iſt der Garant für gerechte Zuweiſung der Arbeitskräfte. die Drillinge werden nicht alle Tage geboren. Es verlohnt ſich alſo ſchon, von ihrem Erſcheinen Kennt⸗ nis zu nehmen, zumal wenn ſie in Mannheim das Licht der Welt erblickt haben. Sie ſind ſchon drei Tage alt, die kleinen Erdenburger, die mit ihrem Erſcheinen das ganze Luiſenheim in freudige Er⸗ regung verſetzt haben. Es war— natürlich, werden die alten Hageſtolze ſagen— ein Mädchen, das ſich zuerſt die Welt beſehen wollte; ihm folgten etwas bedächtiger zwei ſtramme Jungen. Es iſt ſicher ein niedlicher Anblick, die kleinen Geſchwiſter in der Wiege zu ſehen, und wir können uns denken, mit wieviel ſtolzer und innniger Freude Vater und Mut⸗ ter— der Verſicherungsdirektor Klar mit feiner Gattin ihre Blicke auf ihren Kindern ruhen laſſen, die als tüchtige Menſchen in ein freies, ſtarkes und frohes Deutſchland hineinwachſen mögen. i Das Feſt der goldenen Hochzeit begeht morgen in voller geiſtiger Friſche der bei der Firma Daim⸗ ler⸗Benz beſchäftigt geweſene im Ruheſtand lebende Formermeiſter Franz Vogel mit ſeiner Gattin Veronika, Riedfeloͤſtraße 34. Welter⸗ 0 n Wettertarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetterwarte Len hershag; 5 2 e en&. Hogus, us!, u ed . 5 —. Jordoyan Owoemos& nenen G nam dedecm p vονοαν= bedeett a gegen schnee& duden edel K„ s telchter os g massioer Sbos.ẽ st Sturmtzcher gocawesd die ptene ſulegen mit gem winde ole dei gen Stationen stehenden Tafß⸗ ten geden die temperatur am bie Tinten verdindes orte mit gleichen aut Reeres niveau umge rechneten t ungruct Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle iu Frankfurt a. M. vom 24. Auguſt: Die feuchtwarme, tropiſche Luft wurde am geſtrigen Donnerstag durch kühlere maritime Luft verdrängt, wobei es zu ner⸗ breiteten und vielfach auch recht ergiebigen Nieder ſchlägen kam. Zur Zeit befinden wir uns bereits wieder in einem flachen Hochdruckgebiet, ſo daß mit zunehmender Witterungsbeſſerung gerechnet werden kann. Vorausſage für Samstag, 25. Auguſt Vielfach heiter, trocken, tagsüber recht warm, ſchwa⸗ che meiſt füdliche und weſtliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 23. Aug, + 29,0 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 24. Auguſt 15,1 Grad; heute früh 8 Uhr 100 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh f 88 Uhr bis heute früh 748 Uhr 9,4 Millimeter gleich 9,4 Liter je Geviertmeter. In den Rhein bädern wurden geſtern nach mittag 4 Uhr 4 20,5 Grad Waſſer⸗ und 428 Gra) Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 9 Uhr 1 20 Grad Waſſer⸗ und 5 16 Grad Luftwärme. Waſſerſtandsbeobachtungen im Mouat Auguſt — —ů— Eine Die i Siedlung immer 1 1933 in zugsfert! die der? gelegt w Anweiſu einer B bearbeite Bauleite Angaben Siedlung hilfe gel duldet w ler ſich d Eine gan Siedlung Leute iſt dieſe ent ſen oder Die Auf Flehelne⸗ ler hat * Für d amt die Trägerin Die Bau Platen Verfügur gebauten wirtſchaft Erhöhun⸗ P Verke Zufahrts mittag ei gefahren größere Perſonen haus geb Unfall in eine f Lindenho Leben geriet gef eine des Sie wur! wo ſie ſie Sicher des geſtr zwei Pe werden,! derlichen nicht zum Verkel Nacht au Prüfung zeugen Bun Geſter her oder Sänger v zinger He tern höre gab Trin Quartett in Marſc trefflichen dieſen wi Großer 8 ihr Meed den„Zw. ſchendurch Sqchlem Gefühl z ihrer ſpri llcchkeit u nehmen Geiger bewährten Ei in der ch der Düſſe Beim Eit biuges der Hauptgeft zwei Schl Ei! in dieſem 14. 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Auguſt 1934 Eine neue Sieoͤlung bei Seckenheim Die im Juli 1931 mit 16 Häuſern begonnene Siedlung an der Seckenheimer Waldͤſpitze wächſt immer mehr, denn zu den 20 Häuſern, die Oktober 1933 in Angriff genommen worden ſind und jetzt be⸗ zugsfertig wurden, kommen erneut 22 Häuſer, für die der Baubeginn auf den kommenden Montag feſt⸗ gelegt worden iſt. Zur Entgegennahme der letzten Anweiſungen hatte das Arbeitsamt die Siedler zu einer Beſprechung eingeladen, bei der der Sach⸗ bearbeiter, Gartenarchitekt Schneeberger und der Bauleiter, Architekt Platen, die notwendigſten Angaben machten. Da bei der Erſtellung dieſer Sieblungshäuſer das Hauptgewicht auf die Selbſt⸗ hilfe gelegt wird, kann es in Zukunft nicht mehr ge⸗ duldet werden, daß die in Arbeit gekommenen Sied⸗ ler ſich durch Erſatzleute das Haus bauen laſſen. Eine ganze Anzahl der für die Erweiterung der Siedlung Seckenheimer Waldſpitze vorgeſehenen Leute iſt inzwiſchen in Arbeit gekommen, ſo daß dieſe entweder von dem Vorhaben zurückſtehen müſ⸗ ſen oder ihren Arbeitsplatz wieder aufzugeben haben. Die Aufgabe eines Arbeitsplatzes zum Zwecke des Siedelns bringt keinerlei Nachteile, denn der Sied⸗ ler hat Anſpruch auf Unterſtützung. Für die Siedlungserweiterung hat das Arbeits⸗ amt die organiſatoriſchen Arbeiten durchgeführt. Trägerin der Maßnahme iſt die Stadt Mannheim. Die Bauleitung liegt in den Händen von Architekt Platen. Für jedes Haus ſtehen 2250 Mark zur Verfügung, alſo 250 Mark mehr als bei den zuvor gebauten Häuſern. Allerdings muß ſehr ſparſam ge⸗ wirtſchaftet werden, denn auf keinen Fall kann eine Erhöhung der Summe erfolgen. Polizeibericht vom 23. Auguſt Verkehrsunfall. Beim Ueberqueren der öſtlichen Zufahrtsſtraße zur Rheinbrücke wurde geſtern vor⸗ mittag ein Fußgänger von einem Kraftrad an⸗ gefahren und zu Boden geworfen. Er erlitt eine größere Rißwunde am Kopfe und wurde mit einem Perſonenkraftwagen in das Heinrich⸗Lanz⸗Kranken⸗ haus gebracht. Unfall. Den rechten Fuß brach eine Frau, die in eine ſchadhafte Stelle eines Gehweges auf dem Lindenhof trat und ſtürzte. Lebensrettung. In die Gefahr des Ertrinkens geriet geſtern nachmittag im Rhein beim Strandbad, eine des Schwimmens nicht ganz kundige Frau. Sie wurde von zwei Schwimmern an Land gebracht, wo ſie ſich alsbald erholte. Sicherſtellung von Kraftfahrzeugen. Im Laufe des geſtrigen Tages mußten zwei Krafträder und zwei Perſonenkraftwagen polizeilich ſichergeſtellt werden, da deren Führer nicht im Beſitze der erfor⸗ derlichen Papiere waren. Eines der Fahrzeuge war nicht um Verkehr zugelaſſen, Verkehrsprüfung. Bei einer in vergangener Nacht auf der Seckenheimer⸗Anlage vorgenommenen Prüfung der Beleuchtung an Kraftfahr⸗ zeugen wurden 16 Fahrzeuge beanſtandet. Bunter Abend im Kinzinger Hof Geſtern abend konnte man von der Kunſtſtraße her öder auch als Gaſt des Hauſes die trefflichen Sänger vom Landhäußer⸗ Quartett im Kin⸗ zinger Hof ihre fröhlichen Lieder in die Nacht ſchmet⸗ tern hören. Herr Brückl ſagte an, Herr Schooß gab Trinklieder zum beſten, und ſonſt gab ſich das Onuartett bayeriſch mit Humor und Liebe, preußiſch in Marſchliedern und nicht zuletzt auch pfälziſch in trefflichen Liedchen vorwiegend von Landhäußer. Zu dieſen wurde ſogar noch Bauerntracht angelegt. Großer Jubel nach den Liedern„Kerwemuſik, hopp ihr Meedcher“ und der berühmten Geſchichte von den„Zwee Batze“, die unbedingt fort müſſen. Zwi⸗ ſchendurch ſpielte der begleitende Pianiſt Helmut Schlemmer mit Gelenkigkeit und rhythmiſchen Gefühl zwei moderne engliſche Muſikſtücke, die mit ihrer ſpritzigen Lebendigkeit zur humorigen Gemüt⸗ lichkeit unſerer einheimiſchen Sänger einen ange⸗ nehmen Gegenſatz bildeten. Außerdem ſpielte der Geiger Gander mit Herrn Keck am Klavier in bewährter Weiſe Schlager⸗ und Operettenmuſik. Ein Keſſel mit Holzöl geriet geſtern nachmittag in der chemiſchen Fabrik von Lechner u. Crebert in der Düſſeldorfer Straße in Rheinau in Brand. Beim Eintreffen des um 549 Uhr gerufenen Löſch⸗ zuges der Wache U der Berufsfeuerwehr war die Hauptgefahr bereits beſeitigt. Zum Ablöſchen waren zwei Schlauchleitungen notwendig. Ein Tag des Deutſchen Handwerks wird auch in dieſem Jahre veranſtaltet und zwar am Sonntag, 14 Oktober. An dieſem Tage werden in allen Städ⸗ tengroße umzüge die ehrwürdige Geſchichte des Handwerks und ſeinen heutigen Anteil an der deut⸗ ſchen Wirtſchaft zeigen. Es iſt geplant, für alle Zu⸗ kunft einen Sonntag im Oktober als Tag auszu⸗ wählen, an dem die lebendige Verbundenheit des külſchen Handwerks mit der Volksgeſamtheit zum Ausdruck kommen ſoll. „In der geſtrigen Vormittagsziehung der Preußiſch⸗Süddentſchen Staatslotterie fielen 2 Ge⸗ winne zu je 10 000/ auf Nr. 144668, 8 Gewinne zu je 5000 ¼ auf die Nru. 187013, 210 402, 275 022, 286 906 6 Gewinne zu je 9000„ auf die Nrn. 8279, 205 450, 220 961; 10 Gewinne zu je 2000/ auf die Arn. 51298, 157 226, 167 464, 184 388, 273 016; in der Nachmittagsziehung fielen 2 Gewinne zu je 5000„ auf Nr. 246 065; 2 Gewinne zu je 30 000% auf Nr. 27 264; 12 Gewinne zu je 3000 l auf die Nrn; 7 800, 79 587, 128 590, 156 881, 166 324, 299 788, 14 Ge⸗ winne zu je 2000% auf die Nrn. 4250, 104 668, 16 830, 165 966, 213 421, 220 530, 319 319.(Ohne Gewähr.) i Wegen der Errichtung und des Betriebs nicht⸗ genehmigter Funkanlagen ſind von April bis Juni 1 Perſonen(gegenüber 245 im gleichen Zeitraum as Vorjahrs) verurteilt worden. In 180 Fällen würde auf Geldſtrafe(bis zu 150 /] und in 2 Fällen auf Geſängnisſtrafe(14 und 5 Tage) erkannt. Eine elſon wurde wegen Beihilfe verurteilt. „ „Weingarten(Württemberg), 22. August. Beim zkrohabwerfen ſtürzte die 13jährige Tochter des Lernhard Gröbel ſo unglücklich ab, daß ſie in eine unten ſtehende Miſt gabel fiel. Die Zinken dran⸗ gen dem Mädchen in den Unterleib, ſo daß es mit chweren Verletzungen in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Sein Zuſtand gibt zu ernſten Be⸗ fürchtungen Anlaß. DER DAMON EUROPAS 5¹ „Richtig geraten! Und es war notwendig. Mein Gott, wie ein ſolches Palais heruntergewirtſchaftet werden kann, wenn die hausfraulichen Talente feh⸗ len! Ich habe ſchon viel an Unordnung und Schmutz geſehen, aber was hier in der ruſſiſchen Botſchaft an Verwüſtung angerichtet iſt, das überſteigt jede Be⸗ ſchreibung. Herr Iswolſky war geradezu zornig. Er kannte faſt keine Grenzen in ſeinem Groll gegen ſeinen Vorgänger, Herrn Nelidow, und vor allem gegen die Frau Botſchafterin. Wenn man hört, daß er ein Mann der pedantiſchen Ordnung iſt, dann iſt das nur zu begreifen.“ 5 „Ein unerſchöpfliches Thema für Damen! Die hohe Politik iſt dabei natürlich zu kurz gekommen.“ „Nicht ganz. Sie werden, was Ihnen ſicher nicht ganz neu iſt, in Herrn Iswolſky einen gefährlichen Gegner finden. Er hat mir gerade auseinander⸗ geſetzt, daß Ihr Kaiſer den Zaren mit dem Vertrag von Bförkö gewaltig übers Ohr gehauen habe. Dieſe Affäre iſt nun ſchon fünf Jahre alt, aber Herr Is⸗ wolſky ſcheint entſchloſſen zu ſein, ſie nicht zu ver⸗ geſſen. Er iſt ein guter Haſſer und er gibt ſich kaum Mühe, ſeinen Haß gegen den Kaiſer zu verbergen.“ . Neuffen blickt ernſt darein.„Gegenwärtig,“ ſo ſagt er,„ſieht alles recht friedlich aus. Ich fahre eigentlick unbeſorgt in meinen Weihnachtsurlaub und hoffe, Sie im neuen Jahre geſund und guter Dinge wieder anzutreſſen. Aber wie 1911 werden wird, wer kann das wiſſen?“ „Hoffen wir das beſte. Bis dahin alſo— und glückliche Reiſe!“ Ein Mann erschließf sein Herz Die Beziehungen zwiſchen dem neuernannten ruſ⸗ ſiſchen Botſchafter in Paris und Herrn Poincaré entwickeln ſich nur langſam. Iswolſky hat mit ſchnel⸗ lem Blick erkannt, daß Poincars die wichtigſte poli⸗ tiſche Perſönlichkeit iſt. Sein Aufſtieg zum Poſten des Miniſterpräſidenten iſt nur eine Frage der Zeit. Aber er muß ſich in Geduld faſſen. Das Jahr 1911 vergeht, ohne daß das Ereignis eintritt, auf das er wartet. Die beiden Männer ſehen ſich öfter, aber das vechte Vertrauen will nicht zwiſchen ihnen aufkom⸗ men. Poincaré, kühler Juriſt und denkbar eindach und formlos in ſeinem Auftreten, vermag dem im⸗ mer eleganten, dabei ſpottſüchtigen und oft bösarti⸗ gen Ruſſen keine Sympathien abzugewinnen. Aehn⸗ liche Empfindungen der Abneigung beſtehen bei Is⸗ wolſky. Erſt als Poincaré Miniſterpräſident wird, kommt man in näheren Kontakt. Poincaré und ſeine Gattin haben das Ehepaar Iswolſky zum Tee eingeladen. Man taſtet ſich vor⸗ ſichtig durch unverfängliche Themen durch. Die na⸗ türliche Liebenswürdigkeit der Frau Iswolſky, der geborenen Gräfin Toll, bereitet die gegenſeitige An⸗ näherung vor. Nach dem Tee trennen ſich die Da⸗ men und die Herren. Poincaré und Iswolſky laſſen ſich in bequemen Seſſeln nieder. Der politiſche Teil des Nachmittags beginnt. Warum Iswolſkt g „Mir wurde einmal geſagt, Herr Botſchafter,“ be⸗ ginnt Poincaré,„daß Sie für den Poſten in Berlin auserſehen geweſen ſeien. Iſt das Tatſache, wenn ich fragen darf?“ Iswolſky wird lebhaft:„Allerdings, Herr Mi⸗ niſterpräſident, und es iſt eine lange und nicht un⸗ intereſſante Geſchichte, die Sie mit dieſer Frage an⸗ ſchneiden. Der Plan beſtand im Jahre 1905, aber nachdem ich mit Kaiſer Wilhelm in Kopenhagen ge⸗ ſprochen hatte, wurde der Gedanke aufgegeben.“ „In Kopenhagen? Sie waren damals Geſandter dort.“ Poincaré iſt immer über die Lebensdaten der fremden Botſchafter ausgezeichnet unterrichtet. „Durchaus richtig“, erwidert Iswolſky mit einer Verbeugung.„Es war kurze Zeit nach der berühm⸗ ten Entrevue von Björkö, von der Sie gehört haben, als der Kaiſer dort eintraf. Seine Beſuche trugen immer den Charakter eines Ueberfalls. Es war nicht möglich, ihnen auszuweichen, denn er ſagte ſich immer erſt in letzter Minute an. König Chriſtian IX. war niemals entzückt, wenn Kaiſer Wilhelm in ſeinen häuslichen Frieden einbrach. Er teilte die Gefühle ſeines Volkes gegen Preußen und Hohenzollern, und er hat den Verluſt der Herzogtümer Schleswig und Holſtein niemals verſchmerzt. Aber was wollte er machen! Ohne betonte Unhöflichkeit konnte er dem kaiſerlichen Beſuch nicht ausweichen. Die Familie des Königs war gleichfalls anti⸗ deutſch eingeſtellt. Vor allem ſeine zweite Tochter, die Kaiſerinwitwe von Rußland, haßte Deutſchland gründlich. Sie beſuchte ihren Vater nur auf dem Seewege, um kein deutſches Gebiet kreuzen zu müſ⸗ ſen. War aber das Wetter zu ſchlecht, ſo fuhr ſie mit einem däniſchen Dampfer von Kopenhagen nach Warnemünde, und dort erwartete ſie ein ruſſiſcher Sonderzug, der ſie ohne Aufenthalt zur Grenze brachte. Cumberland⸗Sauce Noch glühender haßte Prinzeſſin Thyra, die öritte Königstochter, den deutſchen Kaiſer. Sie war mit dem Herzog von Cumberland verheiratet und konnte den Verluſt Braunſchweigs nicht verſchmerzen. Als 1905 der kaiſerliche Beſuch angekündigt wurde, war das Herzogspaar von Cumberland gerade in Ko⸗ penhagen. Es reiſte noch am gleichen Tage flucht⸗ artig ab. Das gab der Prinzeſſin Maria von Or⸗ leans, der Gattin des Dänenprinzen Waldemar, Ge⸗ legenheit zu einer ihrer witzigen Bemerkungen. Bei dem Galadiner zu Ehren des deutſchen Kai⸗ ſers erklärte ſie laut genug, daß Wilhelm es hören konnte:„Ach, was für eine ſchöne Sauce, und wie gut ſie läuft; man könnte ſie Cumberland⸗Sauce nennen!“ „Der Kaiſer⸗Beſuch war gänzlich privat und die fremden Diplomaten nahmen infolgedeſſen keine Notiz von ihm. Um ſo mehr war ich erſtaunt, als mich der deutſche Geſandte, Herr von Schoen, der jetzt hier in Paris mein Kollege iſt, zum Kaiſer ein⸗ lud. Er fügte hinzu, daß keiner der anderen Herren des diplomatiſchen Corps eine Einladung erhalten hätte. Ich wurde daher gebeten, meinen Kollegen nichts zu ſagen, ö Das Geſpräch mit Kaiſer Wilhelm war für mich oͤie größte Ueberraſchung meines Lebens. Wilhelm II. hat mir mit ſeiner üblichen Beredſamkeit die Idee entwickelt, daß der Friede Europas nur durch einen Bund der großen Kontinentalmächte Rußland, Deutſchland und Frankreich gegen England geſichert werden könne. Ich erwiderte ſofort, daß ein ſol⸗ cher Plan zwar bewunderungswüröig ſei, aber nicht verwirklicht werden könne, da Frankreich im gegen⸗ wärtigen Zuſtand der Dinge ihm niemals beitreten werde. Meine Antwort mißfiel dem Kaiſer und er be⸗ ſtand darauf, öie Gründe für meine Meinung zu wiſſen. Darauf habe ich ihm in der vorſichtigſten Form auseinandergeſetzt, daß Frankreich von Deutſchland durch einen tiefen Abgrund getreunt ſei und daß dieſer nicht ausgefüllt werden könne, ſo⸗ lange Elſaß⸗Lothringen deutſch ſei. Ein Zuſammenſtoß * Bei dieſen Worten geriet der Kaiſer in höchſten Zorn und mit lauter Stimme rief er mir zu:„Die elſaß⸗lothringiſche Frage exiſtiert gegenwärtig nicht. Ja, ſie iſt ſogar für alle Zeiten von Frankreich ſelbſt ausgelöſcht worden. Bei der Marokko⸗Affäre habe ich Frankreich den Handſchuh hingeworfen, aber es hat nicht gewagt, ihn aufzuheben. Dadurch hat Frank⸗ reich für immer und alle Zeit auf alle Rechte aus den verlorenen Provinzen verzichtet.“ Poincaré verbirgt kaum ſeine Zweifel an dieſer farbigen Schilderung. „Das ſoll der deutſche Kaiſer haben?“ „Wörtlich ſo,“ verſichert Iswolſky.„Als ich meine wirklich geſagt Bedenken gegen die Bereitwilligkeit Frankreichs, dem vorgeſchlagenen Bündnis beizutreten, aufrecht erhielt, überraſchte mich der Kaiſer durch die Erklä⸗ rung, wenn Frankreich bei ſeiner Weigerung ver⸗ harre, ſo werde es mit Gewalt zu dem Bündnis ge⸗ zwungen werden!“ „Sie können ſich denken,“ fährt Iswolſky haſtig fort, um jeden Einwand Poincarés abzuſchneiden, „daß nach dieſer Unterredung von meiner Ernennung zum Botſchafter in Berlin keine Rede mehr ſein konnte. Mein Widerſpruch hatte den Kaiſer tief be⸗ leidigt. Andererſeits muß ich geſtehen, daß mir ſein Auftreten höchſtes Unbehagen verurſacht hat. Ich konnte zum mindeſten ein ruhiges und höfliches Ein⸗ gehen auf meine Argumente erwarten.“ Perſönliche Kränkung, konſtatiert Poincarés bet ſich. Im übrigen mag der deutſche Kaiſer ſich ähnlich geäußert haben. Aber ganz ſo, wie Herr Iswolſky mir das hier plauſtbel macht, wird es wohl nicht ge⸗ weſen ſein „Sie haben eine ſtarke Abneigung gegen auto⸗ kratiſche Herrſcher⸗Allüren. Das habe ich bereits ge⸗ merkt,“ verſucht Poincarés nun das Geſpräch abzu⸗ lenken. Verſchwörer „Ich muß Ihnen geſtehen, verehrter Herr Präſt⸗ dent, daß die Abneigung gegen die Tyrannei eines Autokraten mir im Blute liegt. Es iſt mütterliches Erbteil. Der Großvater meiner Mutter, Fürſt Faſch⸗ will, war einer der Männer, die an dem gewalt⸗ ſamen Tode des Zaren Paul J. nicht unbeteiligt waren.“ „Ich ſtaune, Herr Botſchafter, über dieſe Enthül⸗ lung. Bisher hatte ich angenommen, daß Ihre Vor⸗ fahren das ruhige Leben von Landedelleuten geführt hätten und mit dem höfiſchen Geſchehen keine Be⸗ rührung hatten. Das, was Sie mir jetzt ſagen, iſt ja geradezu eine Senſation.“ Iswolſky lächelt geſchmeichelt:„Es iſt wahr, meine väterlichen Ahnen haben das ruhige und kultivierte Herrenleben auf dem Lande dem politi⸗ ſchen Getriebe vorgezogen, aber die Familie meiner Mutter ſtand in engen Beziehungen zum Peters⸗ burger Hofe bis zu jenen Tagen, von denen ich Ihnen jetzt erzählen will. Sie wiſſen, daß ſeit Peter dem Großen faſt kein Thronwechſel ohne eine Palaſttragödie vorüber⸗ gegangen iſt. Die Herrſchaft der Zaren war, wie man wohl ſagen darf, ein deſpotiſches Regime, ge⸗ mildert oͤurch Königsmord.“ (Fortſetzung folgt.) Sonne der Jugend! 2500 Mannheimer Kinder durften ſich erholen— 50000 Mk. Aufwendungen Wenn wir hin und wieder von einem Kinder⸗ transport berichtet haben, der Mannheim verlaſſen hat oder der mit glückſtrahlenden Kindern zurück⸗ gekehrt war, ſo bildeten das nur Ausſchnitte aus dem großen Segenswerk, das die NS⸗Volkswohl⸗ fahrt den erholungsbedürftigen Kindern zuteil wer⸗ den ließ und noch zuteil werden läßt. Der Laie vermag kaum zu erfaſſen, was in den vergangenen Wochen geleiſtet wurde, denn es galt für 2500 Kin⸗ der den Landaufenthalt vorzubereiten. Ohne die tatkräftige Mithilfe der einzelnen Ortsgruppenleite⸗ rinnen hätte die ganze Arbeit unmöglich von der Zentralſtelle allein geleiſtet werden können. Galt es doch zunächſt die Kinder ſo auszuwählen, daß den am meiſten Erholungsbedürftigen auch möglichſt raſch der Segen eines Ferienaufenthaltes zuteil werden konnte. Den größten Teil der erholungsbedürftigen Kinder nahmen die Ferienkolonien auf, die man in 17 Orten des Odenwaldes einrichtete. zor allem waren das Oberdielbach, Strümpfel⸗ brunn, Haag, Gadernheim, Waldwimmersbach, Wald⸗ katzenbach, Waldhilsbach, Neunkirchen, Sulzbach, Spechbach, Mönchzell, Lobenfeld, Gaiberg. Durch⸗ weg brachte man die Kinder in Gaſthäuſern unter und übertrug die Verpflegung den Wirten, denen man Richtlinien gab. So ſchrieb man vor, daß jedes Kind u. a. im Tag mindeſtens 200 Gramm Fleiſch und einen Liter Milch bekommen mußte. Die Auf⸗ ſicht über die einzelnen Kolonien hat man zum Teil Führern der Hitler⸗Jugend oder des BoM u über⸗ tragen, die mit den Kindern leben, im gleichen Saal ſchlafen und mit ihnen in einem kameradſchaftlichen Verhältnis ſtehen. Nur auf dieſe Weiſe können die Ferienwochen harmoniſch geſtaltet werden. Neuer⸗ oͤings geht man dazu über, auch verdiente Amts⸗ walter als Führer mitzuſchicken, ohne daß Aende⸗ rung im gemeinſamen Zuſammenleben eintritt. Auch die Großen müſſen mit den Kindern in kame⸗ radſchaftlicher Weiſe zuſammen kampieren. Dem Führer einer Kolonie ſteht ſelbſtverſtändlich das Einſpruchsrecht wegen des Eſſens zu, denn er iſt geſchloſſen beiſammen ſind, hat man auch noch die ſchließlich für das Wohl und Wehe der Kinder ver⸗ antwortlich. Die Oberaufſicht führt das Amt für NS⸗Volkswohlfahrt, das die Kolonien beſucht und prüft. Sollte ſich ein Wirt eine Nachläſſigkeit zu⸗ ſchulden kommen laſſen, oͤann wird er niemals mehr berückſichtigt. Erfreulicherweiſe gab es noch keine Beanſtandungen, ſondern man durfte ſogar die Feſt⸗ ſtellung machen, daß ſich die Kinder in den vier Wochen, in denen ſie weg ſind, großartig er⸗ holt haben. Die Gewichtszunahmen betrugen zwi⸗ ſchen fünf und zehn Pfund, manchmal auch noch mehr! Den Rekord hielt ein Junge, der mit fünf⸗ zehn Pfund Zunahme nach Mannheim zurückkehrte. Das Verhältnis der Kinder zur Landbevöl⸗ kerung iſt überall ganz hervorragend. Man tut an den Kindern, was man kann und iſt um ihr Wohl in jeder Hinſicht beſorgt. So ſchärfte man neulich in Spechbach den Kindern ein, keine Aepfel zu bengeln, denn ſie könnten aufleſen, ſo viel ſie woll⸗ ten und mit nach Hauſe nehmen. Jedes Kind brachte dann auch wirklich eine Schachtel mit 20 bis 25 Pfund Aepfel mit nach Hauſe. Eine Sonderſtellung in den Ferienkolonien nimmt Rappenau ein, wohin die ärmſten und am meiſten heruntergekommenen Kin⸗ der geſchickt werden. Daß man auch hier alles tut, um den Geſundheitszuſtand der Kinder zu heben, iſt ebenſo ſelbſtverſtändlich, wie die erzielten Erfolge nicht ausbleiben. Schwer ſind jeweils nur die erſten Tage, wenn die unterernährten Kinder eine ordent⸗ liche Mahlzeit erhalten und der Magen dieſe Nah⸗ rnug nicht aufnehmen will. Aber es gibt ja Kakao und die Schwierigkeiten ſind bald behoben. Neben den Ferienkolonien, in denen die Kinder Kinderlandverſchickung, bei der die Kinder einzeln ins Quartier zu Volksgenoſſen kommen, die ſich bereiterklärt haben, für vier Wochen eine Pflegeſtelle zu gewähren. Von Maunheim aus ſind die Kinder bis hin⸗ Man hat auch hier die allerbeſten Erfahrungen ge⸗ macht. In dieſen Tagen kommen täglich Kinder⸗ transporte zurück oder gehen ab, denn es findet ein Wechſel ſtatt, nachdem die erſten Kinder vier Wochen weg waren. Die zweite Hauptwelle wird in den erſten Septembertagen einſetzen. In einer Woche werden nicht weniger als tauſend Kinder verſchickt. Rund 50000 Mk. werden in der Nes⸗ Volkswohlfahrt allein für Mannheimer Kinder auf⸗ gewendet! Gilt es doch, nicht nur die Unterbrin⸗ gung und die Fahrtkoſten zu beſtreiten, ſondern auch noch in vielen Fällen für eine Einkleidung Sorge zu tragen. Mögen dieſe Zahlen den Volks⸗ genoſſen zu denken geben, die noch abſeits ſtehen und nicht Mitglied der Volkswohlfahrt ſind. Hier muß alles mithelfen, um das ſegensreiche Werk weiterführen und vertiefen zu können! ü. ———ů— e Nach einem Faſſadenkletterer wird gefahndet. Der Einbrecher war unlängſt wieder in Baden⸗ Baden aufgetaucht, wo er zweimal Balkone von Hotels erkletterte und ſich in Fremdenzimmer ein⸗ ſchlich. Zum Nachteil der Hotelgäſte hat der Ein⸗ brecher in Baden⸗Baden zahlreiche Wertſachen im Geſamtwerte von über 2000 Mark geſtohlen. Es wird angenommen, daß dieſer gemeingefährliche Dieb ſein Unweſen jetzt in anderen Städten fortſetzt und die inzwiſchen gemachte Beute bei Trödlern wieder veräußert. Sachdienliche Nachrichten über neue Straf⸗ taten ſind an die nächſterreichbare Sicherheitsſtelle erwünſcht. Der unbekannte Faſſadenkletterer iſt etwa 25 bis 30 Jahre alt, 1,70 Meter groß, ſchlank und trägt dunkle Kleidung. Um keine Spuren zu hinterlaſſen,„arbeitet“ er mit Handſchuhen. auf nach Kaſſel verſchickt worden. mild, lsleht zchöumend, 90 e Gee 202. 0 * 1 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Freitag, 24. August 1994 Der Kurszeltel der Hausfrau Man kann nur ſagen: auf dem Markt iſt noch immer alles zu haben. Neu ſchienen uns heute nur ein paar farbenprächtige Melonenkürbiſſe, die wiederum untrügliches Zeichen dafür ſind, daß man den kommenden Herbſt nicht mehr lange ver⸗ leugnen kann. Tomaten gab es heute ſo viel und ſo billig— teilweiſe ſchon für fünf Pfennig das Pfund— daß wir den Mannheimer Hausfrauen gern mit ein paar netten Anregungen zu ihrer Verarbeitung den Großeinkauf diefer nahrhaften und geſunden Früchte mundgerecht machen wollen. Sie ſind ja ſeit den paar Jahrzehnten ihrer Ein⸗ bürgerung im alten Europa ſchon faſt überall eine unentbehrliche Küchenhilfe geworden und gehören ſo ganz zwiſchen die alten deutſchen Gemüſe und Würzkräuter jedes richtigen Gartens, daß kaum noch jemand ſie als„ſchöne Peruanerin⸗ nen“, Ausländer und Fremolinge anſprechen oder ihnen gar ihre Zugehörigkeit zu den giftigen Nacht⸗ ſchattengewächſen vorwerfen würde. Warum ſollen wir nun im Winter, wenn die rot⸗ leuchtenden Liebesäpfel in friſchem Zuſtande knapp geworden ſind, nach dem verhältnismäßig teuren Tomatenmark in Doſen greifen, wenn wir uns jetzt für ein paar Pfennige ein gutes, jederzeit ge⸗ brauchsfertiges Mus ſelbſt herſtellen können? Wer einen größeren Haushalt zu verſorgen hat, kaun ruhig einen oder gar anderthalb Zentner Tomaten einmachen. Sie werden bis zum nächſten Jahr beſtimmt ihre Ab⸗ nehmer gefunden haben. Um Mus zu bereiten, wer⸗ den die ſauber gewaſchenen Tomaten in Stücke ge⸗ ſchnitten, durch die Fruchtpreſſe getrieben, wo⸗ bei man viel weniger Abfall hat, als bei jeder ande⸗ ren Zerkleinerungsart. Dann wird der ſo erzielte rohe Fruchtbrei unter Beigabe einer Handvoll Salz auf je 10 Pfund Tomaten etwa eine Viertel⸗ ſtunde lang gekocht, noch ſiedend heiß in gleichfalls erhitzte Flaſchen gefüllt, feſt zugekorkt und bis zum Gebrauch liegend aufbewahrt. Um ein Springen der Flaſchen zu verhüten, nimmt man die Erhitzung am beſten in der Weiſe vor, daß man ſie nach dem Waſchen und Abtropfen auf einer Unterlage von eini⸗ gen Bogen Zeitungspapier in die Backröhre des noch nicht angezündeten Gasherdes oder Ofens ſtellt und ſie dann langſam erwärmt. Damit aber die Fa⸗ milie von dem großen Einkochfeſt auch gleich etwas hat, geben wir zum Abendbrot einen ſchmackhaften Brotaufſtrich, der aus friſchgekochtem Mus und Weißkäſe beſteht. Gut vermiſcht und zur beſondern Erhöhung des Wohlgeſchmacks noch mit ein wenig Parmeſankäſe angerührt, iſt das eine großartige Sache an heißen Tagen. Die vielen Gurken legen übrigens die Frage nah, ob Sie ſchon einmal das vortreffliche Gemüſe aus friſchen grünen Früchten ver⸗ ſucht haben. Sie machen zunächſt eine weiße Mehlſchwitze, die mit dem Saft von den inzwiſchen in kleine Stücke ge⸗ ſchnittenen oder grob gehobelten ein oder zwei Sa⸗ latgurken abgelöſcht und unter Beigabe von noch etwas Waſſer(Fleiſchbrühe iſt natürlich feiner) zu einer ſämigen Tunke gut durchgekocht wird. Nach szwanzig Minuten fügen Sie die Gurkenſcheiben hinzu, laſſen das Ganze einmal kurz aufkochen, ſü daß es nicht glaſig wird, und ſchmecken mit Eſſig, Zucker und Pfeffer ab. Das angenehm ſüßſauer ſchweckende Ge⸗ müſe kann zu Rührei und jedem gebratenen Fleiſch gereicht werden. Damit nun aber heute auch das köſtliche O bſt auf dem Markt nicht zu kurz kommt und die vielen guten Birnen nicht etwa noch ein Raub der Weſ⸗ pen werden müſſen, fei zum Schluß raſch noch das Rezept für Schweizer Birnenküchel ver⸗ raten, das zuſammen mit einer nahrhaften Grün⸗ kernſuppe ein wunderbares Sommermittageſſen er⸗ gibt. Die reifen Birnen werden geſchält und ge⸗ viertelt, mit etwas gezuckertem Rum oder Arrak übergoſſen und eine Stunde beiſeitegeſtellt. In⸗ zwiſchen macht man von Milch, Eiern, Zucker und Mehl einen reichlich geſüßten Ausbackteig, taucht die abgetropften Birnen hinein und bäckt ſie in ſchwim⸗ mendem Fett hellbraun. Sie werden in Puderzucker oder Zimt gewälzt und mit Vanilleſoße gereicht, oder auch kalt zum Kaffee gegeſſen. Wir wünſchen guten Appetit! Vom Städtiſchen Büro für Preisſtatiſtik wurden fol⸗ gende Verbraucherpreiſe für ein Pfund in Rpf. ermittelt: Kartoffeln 5,5—8, Wirſing 15—18; Weißkraut 10—12; Rot⸗ kraut 12—16; Blumenkohl 10—40; Karotten Bſchl.—7; Gelbe Rüben—10; Rote Rüben—10; Spinat 12—15; Mangold—10; Zwiebeln—10; Grüne Bohnen 15—28; Grüne Erbſen 30—935; Kopfſalat—15; Endivienſalat 5 bis 12; Oberkohlroben—8; Rhabarber—7; Tomaten 6107 Rodieschen—5; Rettich—8; Meerrettich 10—40; Schlangengurken Stück—30; Einmachgurken Stück 90,5 bis 0% Suppengrünes—5; Peterſilie—57 Schnittlauch—5; Pfifferlinge 5560 Steinpilze 30—45; Maronenpilze 25; Aepfel—20; Birnen 10—18; Pfirſiche 1235; Zwetſchgen 1012; Zitronen—6; Bananen—10; Süßrahmbutter 150— 160; Landbutter 135—140; Weißer Käſe 25—30; Eier 812; Aale 100120; Hechte 120; Barben 60; Karpfen 807 Breſem 5060; Backfiſche 340; Kabeljau 4050; Schell⸗ ſiſche 50; Goldbarſch 40. Geflügel geſchlachtet per Stück: Hahn 120300; Huhn 170300; Enten 350—500; Tauben 0, Gänſe 600— 700; dto. per Pfund 110; Rindfleiſch 75) Kuhfleiſch 64; Kalbfleiſch 80—90; Schweinefleiſch 85. Frühzwelſchgenernte geht zu Ende * Bühl, 23. Aug. Inſolge der außerordentlich gün⸗ ſtigen Witterung iſt die geſamte Frühobſternte zu einem viel früheren Zeitpunkt erfolgt wie in ſon⸗ ſtigen Jahren. So kommt es denn auch, daß die Ernte unſerer Standardfrucht, der Frühzwetſchge, ſeit letzter Woche im großen und ganzen beendet iſt. Die geringen Mengen, die noch angefahren werden, kommen aus den höher gelegenen Gebirgstälern und winterlichen Lagen. Für die übrigen Fruchtarten ge⸗ nügt der Mittagsmarkt, der immer mit ſehr ſchönem Obſt der verſchiedenſten Sorten, wie Pfirſiche, Bir⸗ nen und Aepfel befahren iſt. Ab Freitag, den 24. Auguſt, findet kein Vormittagsmarkt mehr ſtatt, ſondern nur der Nachmittagsmarkt. Es darf geknipſt werden! * Nürnberg, 22. Aug. Die Organiſationsleitung des Reichsparteitags gibt bekannt: Während des Reichsparteitages iſt es den Amateur⸗ und Fach⸗ photographen geſtattet, uneingeſchränkt Photo⸗ und Schmalfilmaufnahmen außerhalb der Sperrgrenze herzustellen. Die jeweils innehabenden Plätze dür⸗ ſen nicht gewechſelt werden. Beſondere Ausweiſe werden nicht ausgegeben. In die Schweiz kannſt Du mitnehmen Neues Abkommen über den bdeutſch⸗ſchweizeriſchen Reiſeverkehr Die deutſche Regierung und der Schweizer Bun⸗ desſtaat haben ein neues Abkommen über den Reiſeverkehr geſchaffen, das am 1. Auguſt in Kraft getreten iſt. Die neuen Beſtimmungen gibt ein Runderlaß vom 9. Auguſt 1934 der Reichsſtelle für Deviſenbewirtſchaftung wieder. Darnach gelten nun⸗ mehr für den Reiſeverkehr nach der Schweiz fol⸗ gende Beſtimmungen: Perſonen, die im Deutſchen Reich, mit Ausnahme des Saargebietes, ihren ausſchließlichen Wohnſitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben und zu Erho⸗ lungszwecken nach der Schweiz reiſen, können unter Verzicht auf das für ſolche Reiſen ſonſt vor⸗ geſchriebene amtsärztliche Zeugnis zur Beſtreitung der Koſten ihres Aufenthaltes in der Schweiz. ohne Genehmigung bis zu einem Höchſtbetrag von 500 Mark je Perſon und Kalendermonat über die jeweils geltende Freigrenze hinaus Zahlungsmittel erwerben und nach der Schweiz verbringen. Bei Anträgen über 500 Mark hinaus im Monat — neben der Freigrenze— iſt ein Zeugnis eines deutſchen Amtsarztes zu verlangen. Die für den ſonſtigen Reiſeverkehr, ins⸗ beſondere für Geſchäftsreiſen, aufgeſtellten Grundſätze bleiben von der vorſtehenden Regelung unberührt. Das Mitteleuropäiſche Reiſebüro (MEgt) Gmb, und ſeine Vertretungen in Deutſch⸗ land, die mit dem Verkauf der Fahrtausweiſe der Deutſchen Neichsgahn⸗Geſellſchaft betraut ſind, wer⸗ den ermächtigt, zur Ausſtellung von Reiſekreditbrie⸗ fen, Reiſeſchecks, Hotelgutſcheinen, Gutſcheinen für Geſellſchafts⸗ und Pauſchalreiſen. Das Amtliche Reiſebüro der Shweizeriſchen Bundes⸗ bahnen iſt ermächtigt zur Ausſtellung von: Reiſe⸗ kreditbriefen, Hotelgutſcheinen, Gutſcheinen für Ge⸗ ſellſchafts⸗ und Pauſchalreiſen, Schweizeriſchen Poſt⸗ reiſeſchecks. Die Bahnhofs wechſelſtuben der Deutſchen Verkehrs⸗Kreditbank AG ſind ermächtigt zur Aus ſtellung von: Schweizeriſchen Poſtreiſeſchecks, und ſchließlich können ſämtliche Deviſenban⸗ ken, die hierzu eine allgemeine Genehmigung der Deviſenſtelle Berlin erhalten haben oder noch er⸗ halten werden, Akkreditive, Kreditbriefe, Reiſeſchecks ausſtellen. Für den genehmigungsfreien Erwerb von Zah⸗ lungsmitteln gelten folgende Beſtimmungen: Die Abgabe der Reiſekreditbriefe uſw. iſt ſtets im Reiſepaß des Erwerbers mit dem Zuſatz„Reiſeverkehr Schweiz“ einzutragen. Die Paßeintragung iſt mit dem Datum und der Unterſchrift der Ausgabeſtelle zu verſehen und muß erkennen laſſen, für welchen Kalendermonat die In⸗ anſpruchnahme erfolgt. Bei Geſellſchaftsrei⸗ ſen iſt entſprechend zu verfahren wobei die auf den Ein aufregendes Kirmes-Erlebnis Gefährliche Verfolgung eines Gewalttätigen dt. Gau⸗Algesheim(Rheinheſſen), 22. Aug. In große Aufregung wurden die Bewohner der Stadt Gau⸗Algesheim in der Kirchweihnacht durch die un⸗ verſtändliche Handlungsweiſe eines etwa 30jährigen verheirateten Mannes verſetzt. Der Mann hatte ſich ein auswärtiges Mädchen zur Kirmes eingeladen. Als er ſich mit dem Mädchen in einem Gaſthaus ſehen ließ, kamſeine Frau dazu, die ihn wegen ſeines Benehmens zur Rede ſtellen wollte. Sofort ging der Mann gegen ſeine Frau und gegen andere Leute, die der Frau beiſtehen wollten, tätlich vor. Er flüchtete dann auf die Straße, drohte jeden, der ſich ihm näherte, nieder⸗ zuſchießen, gelangte auf den Speicher ſeiner Woh⸗ nung und dann auf das Hausdach, nachdem er die Speichertreppe umgeworfen hatte. Vom Dach aus warf er mit Dachziegeln auf die erregte Menge, die ſich inzwiſchen auf der Straße ange⸗ ſammelt hatte. Nachdem die Gendarmerie zwei Schreckſchüſſe abgegeben hatte, ſtellte der Tobende das Ziegelwerfen ein. In der Dunkelheit entkam er über mehrere Häuſer und verſteckte ſich in einem Schweineſtall, wo er ſpäter von der Polizei auf⸗ gefunden wurde. Die unſinnige Tat wird vor dem Gericht ihren Abſchluß finden. In Bitſch krachen Kanonenſchüſſe Geſchützfeuer an der Weſtgrenze zu hören * Zweibrücken, 23. Aug. In die friedlichen Ge⸗ filde der Weſtmark ſchallt ſeit einigen Tagen anhal⸗ tendes Geſchützfeuer vom franzöſiſchen Tru p⸗ penübungsplatz Bitſch. Es handelt ſich um ſchwere Geſchütze, die vom frühen Morgen bis in die Abendſtunden ihre Einzel⸗ und Salvenſchüſſe abgeben. Im ganzen Grenzbereich, von der Saar⸗ pfalz über die Zweibrücker und Pirmaſenſer Gegend bis in die Südpfalz ſind die ſchweren Abſchüſſe hör⸗ bar. Der Kanonendonner findet auch in der Luft eine Ergänzung, indem ein franzöſiſcher Feſſelballon alltäglich in die Lüfte ſteigt, der im Grenzgebiet weit⸗ hin ſichtbar iſt und deutſches Land einſehen kann. In den modern ausgebauten rieſigen Truppenübungs⸗ platz ſind diesſeits der Grenze weite Einblicke mög⸗ lich, die auch Geſchoßeinſchläge erkennen laſſen. Ein Velriebsdirektor feſtgenommen i Augsburg, 23. Aug. Der Betriebsdirektor Al⸗ fred Graf einer hieſigen Buntweberei iſt mit Rück⸗ ſicht auf die von ihm verſchuldete Beunruhi⸗ gung ſeines Betriebes zu ſeinem perſön⸗ lichen Schutz durch die politiſche Polizei in Gewahr⸗ ſam genommen und der Polizeidirektion übergeben worden. Graf hatte allen Warnungen der örtlichen Dienſtſtellen der Deutſchen Arbeitsfront zum Trotz Entlaſſungen in größerer Zahl vorgenommen, ohne dieſe dem Treuhänder anzuzeigen oder deſſen not⸗ wenöige Genehmigung einzuholen. Auch hatte er rückſichtslos Lohnabbau durchgeführt und Betriebsumſtellungen techniſcher Art in einem Umfange vorgenommen, die als Raubbau der Arbeitskraft ſeiner Gefolgſchaft angeſehen werden mußten. 8 einzelnen Teilnehmer in der Schweiz entfallenden Koſten im Reiſepaß einzutragen ſind. Sind Reiſe⸗ kreditbriefe uſw. drei Monate nach ihrer Ausgabe noch nicht eingelöſt, ſo iſt der für den Erwerb zu⸗ ſtändigen Deviſenſtelle unter Angabe des Namens und der Anſchrift des Erwerbes Mitteilung zu machen. Die Reiſekreditbrieſe haben folgenden Beſtimmungen zu entſprechen: Sie ſind nur an die Korreſpondenten der betreffenden Ausgabeſtelle in der Schweiz zu richten. Sie dür⸗ fen nur bei ſchweizeriſchen Einlöſungs⸗ ſtellen einlösbar ſein. Die Einlöſung darf nur bei gleichzeitiger Vorlage des Reiſekreditbriefes, der Korreſpondentenliſte und des Reiſepaſſes erfol⸗ gen. Eine Auszahlung an andere Perſonen als die Erwerber iſt nicht zuläſſig. Die Laufzeit der Reiſekreditbriefe darf drei Monate nicht über⸗ ſteigen. Die Korreſpondentenliſte, die auf die Namen der Korreſpondenten der Ausgabeſtelle in der Schweiz zu beſchränken iſt, oder die Kreditbriefe haben einen Hinweis zu enthalten, daß diejenigen ausländiſchen Zahlungsmittel, die nicht verbraucht werden, binnen drei Tagen nach Beendigung der Reiſe der zuſtändigen Reichsbankanſtalt anzubieten ſind, und daß die auf Grund des Reiſekreditbriefes abgehobenen Beträge nur zur Beſtreitung der Auf⸗ enthaltskoſten in der Schweiz Verwendung finden dürfen. Sie dürfen nur über Schweizer Franken ausgeſtellt ſein. Die Reiſeſchecks und ſchweizeriſche Poſtreiſeſchecks haben folgenden Bedingungen zu entſprechen: die Schecks dürfen nur auf den Namen des Erwerbers lauten; ſie dürfen nicht übertragbar ſein; die Lauf⸗ zeit der Reiſeſchecks darf drei Monate nicht über⸗ ſteigen; die Reiſeſchecks dürfen nur auf ſchwei⸗ zeriſche Stellen gezogen werden und nur bei die⸗ ſen einlösbar ſein; die Schecks dürfen nur an die Erwerber bei gleichzeitiger Vorlage der Reiſe⸗ päſſe ausgezahlt werden; ſie dürfen nur über Schwei⸗ zer Franken ausgeſtellt ſein. Die Hotelgutſcheine und die Gutſcheine für Pauſchalreiſen dürfen nur auf Hotels an ſchweizeriſchen Plätzen ge⸗ ſtellt ſein und müſſen auf eine beſtimmte Leiſtung oder einen beſtimmten Schweizer Frankenbetrag lauten. Für die Akkreditive gelten die für Kredit⸗ briefe vorgeſchriebenen Bedingungen ſinngemäß mit Ausnahme der Beſtimmungen über die Korreſpon⸗ dentenliſten. Die Gutſcheine für Geſellſchaftsreiſen müſſen auf eine beſtimmte Leiſtung oder einen beſtimmten Schweizer Frankenbetrag lauten, dürfen nur in der Schweiz einlösbar ſein und müſſen auf die Anzahl der Perſonen ausgeſtellt werden, die an der Geſell⸗ ſchaftsreiſe teilnehmen. Schweres Verkehrsunglück bei Mußbach * Neuſtadt, a.., 23. Aug. Auf der Mußbacher Landſtraße, kurz vor dem Ortsausgang Mußbach, ereignete ſich am Mittwoch abend ein folgen⸗ ſchwerer Verkehrsunfall. Der Reiſende Weber aus Neuſtadt a. H. fuhr mit ſeinem Kraft⸗ rad auf ein Holzfuhrwerk auf, wobei vermutlich der Benzintank mit der offenen Lampe des Wagens in Berührung kam und explodierte. Weber wurde auf der Stelle getötet, während ſein Mitfahrer Kirrberg in ſchwerverletztem Zuſtand in das ſteuſtadter Krankenhaus eingeliefert werden mußte. L. Brühl, 22. Aug. Frau Marie Kohl konnte hier unlängſt ihren 81. Geburtstag begehen. Der Ju⸗ bilarin gingen zahlreiche Glückwünſche zu. Als einziger Vertreter der hieſigen Radfahrervereine und des Gaues 14 beteiligte ſich der Mannheimer Ra d⸗ rennklub„Endſpurt“ mit vier Fahrern an der Reichs wanderſahrt zu den Weltmeiſterſchaften in Leipzig. Der älteſte der vier Teilnehmer, der 62 Jahre alte Kätſch, durfte am vergangenen Donnerstag anläßlich der Treue⸗ kundgebung der Mannheimer Turner und Sportler im Friedrichspark dafür für ſeinen Verein einen ſehr hohen Ehrenpreis in Form der Weltmeiſterſchaftsſchleife nebſt einem Blumenſtrauß entgegennehmen, die unter dem Beifall aller Anweſenden ſtolz an die Vereinsfahne geheftet wurde. Es gebietet ein Akt der Gerechtigkeit, die Namen und das Alter der vier Fahrer feſtzuhalten, die innerhalb 27 Stunden Fahrzeit eine Strecke von 541 Kilometern bis nach Leipzig Hdurchfuhren und dann wieder nach Mannheim zurück, in die Pedale traben. Es ſind dies die Racſportler Kätſch(62 Jahre), Willi Schaller(42 Jahre), Hugo Ebner(23 Jahre) und Meliſett(19 Jahre). Willi Schaller ſchildert uns die wachere Fahrt, Eindrücke und Erlebniſſe, die vecht intereſſant ſimd. Er ſchreibt u..: Am 6. Auguſt traten wir um 11.30 Uhr erwartungs⸗ froh unſere Fahrt nach Leipzig an. Wir hatten ein flottes Tempo, als uns unſer Führer Fabion mit dem Motorvad bis nach Weinheim begleitete. Nun ging unſere Fahrt über Darmſtadt, Aſchaffenburg, Hanau, Fulda, Gotha, Weimar, Naumburg Weißenfels und Leipzig. Wir trugen uns am Mittwoch, 9. Auguſt 13.15 Uhr bei der Ziel⸗ kontrolle am Zoologiſchen Garten in Leipzig in die Liſte der Deilnehmer an der Reichswanderſahhrt zu den Weltmeiſterſchaften ein. Insgeſamt hatten wir 541 Kilo⸗ meter in einer Geſamtfahrzeit von 27 Std. Hurchfahren. Ds Erſreulichſte für ums war, daß unſere Senioren von 62 und 42 Jahren dieſe ganz ausgezeichnete Leiſtung vollbracht hatten. Die Fahrt ſelbſt war ſehr ſchön, wenn auch große Steigungen zu bewältigen waren. Wir verſetzten uns im Geiſte in die„Tour de France“ um ſo mehr, als wir die Strecke mit ſtarkem Gegenwind zu bekämpfen hatten; aber auch das hatte ſeinen Reiz. In Leipzig fanden wir die Unterſtützung des Reichsführers für das Wanderſahren, Herrn Hohenadel⸗Mannheim, der uns mit Rat und Tat zur Seite ſtand. Für uns Wander⸗ fahrer ſollte am Sonntag abend die Preis vertei⸗ lung ſtattfinden, der wir mit großer Spannung ent⸗ gegenſahen. Es ſtieg dann eine fein zuſammengeſtellte Feier im Kriſtallpalaſt. Hier wurde uns aber auch eine kleine Enttäuſchung zuteil, denn man verkündete die Ver. ſchiebung der Preisverteilung auf Montag abend nach dem Feuerwerk im Palmengorten. Sie fiel aber Jann noch einmal ins Waſſer. Daraufhin traten wir Dienstag, 14. Auguſt die Heimreiſe an. Die Urkunden und Preiſe werden uns nachgeſandt. Am Donnerstag, 16. Aug., obends 18 Uhr, trafen wir wieder in Mannheim ein, wo wir uns gleich zu der Kundgebung der Turner und Sportler in den Friedrichspark begaben. Es erfüllte uns mit Freude, als uns dort durch Sportlehrer Crezeli der Weltmeiſterwimpel mit einem Blumenſtrauß übergeben wurde. Wir dachten noch einmal an den ge⸗ Meter. — Rund um die Leichtathletik Man hat ſich ſeit Jahren ſo in die Schweiz lediglich als Demonſtration, aber Wettkampf im eigentlichen Sinne zu werten. Au mal— die 14. Begegnung— gewann Deutſchland gan glatt, doch nicht ſo überlegen, wie man angeſichts Stuttgart zuſammengezogenen deutſchen Mannſchaf mutet hatte. In den letzten Jahren hoben wir Güidgenoſſen nur immer unſere zweite Garnitur geboten, weil unſere Elitetruppe am ſelben gewannen, ſo ſtellt dieſes Ergebnis der Zeugnis aus. Dabei waren die alten Kämpfer. Dr. — ſtärkſten Waffen der ſtartete zu ſeinem 25. Das Leipzig-Erlebnis Mannheimer Raofahrer Vorſtellung hin den Leichtalhletik⸗Länderkampf Deutſchlag 1 micht alz ch diez⸗ der in t ver. gegen die Ta auf. Tage Frankreich kämpfte. Diesmal war unſer Aufgebot erke als früher. Wenn wir dennoch nur mit 88:50 Punkten Schweiz ein gutez kſten We Schweiz ihre Martin beſtritt den 33. Sänderkampf für die Schweiz und gewann den 1500⸗Meter⸗Lauf, Meier Länderkampf und belegte in totem Rennen mit Müller⸗Deutſchland den 1. Platz im Stab, hochſprung(3,80 Meter). Der 37jährige Schatzmonn wurde Wo 5000⸗Meter⸗Sieger. Ein beachtenwertes Talent beſitzt die nend Schweiz in den jungen Sprinter Hänni, der über 100 1 5 Meter 10,6 lief und Hornberger ſchlug, über 200 Meter Odenw in 21,9 Dritter hinter Borchmeyer und Hornberger wurde, Eber Wie ſteht unſere 4* 400⸗Meter⸗Staffel? 10 Bei einem Berliner Klubkampf iſt Hamann die Zeit 85 5 von 48,9 Sek. gelaufen die beſagt, daß der„Allianz, jener Mann“ als der zur Zeit beſte deutſche 400⸗Meter⸗Läuſer Reichsſt hinter Metzner zur betrachten iſt. Aber nach Metzner und Reiches Hamann klafft eine Lücke; denn der junge Berliner Voigt mehr a iſt in dieſem Jahre wegen Mangels an Training ſtarf* mehr e zurückgeſallen, und auch andere Nachwuchsläufer haben Bayer ſich noch nicht ſo nach vorn arbeiten können, wie ſich das verpfän viele gewünſcht haben. Im Augenblick ſieht die Liſte fälziſck unſerer zehn beſten 400⸗Meter⸗ Läufer wie folgt f 28. aus: 1. Metzner⸗Frankſurt a. M. 47,0 Sek., 2. Hamann wo es Berlin 48,9 Sek., 3. Single⸗Eßlingen 49,8 Sek., 4. Röß, badiſch ler⸗Berlin 49,5 Sek., 5. Maerten⸗Chemnitz 4 Sek Eberba⸗ 6. Voigt⸗Berlin 40,8 Sek., 7. Pöſchke⸗Berlin 49,8 Sek ward il 8. Paaſche⸗Lübeck 49,9 Sek., 9. Imhoff⸗Berlin 50 Sek 5 10. Engelhard⸗Berlin 50 Sek., Moſterts⸗ Heidelberg. Flößere Warum wir gerade dieſe Liſte hier anführen? um darzulegen, daß die Auswahl unſerer Läufer für die 5 Vom Amal 400⸗Meter⸗Staffel bei den nächſten Länderkämpfen lich l gegen Schweden, Finnland und Frankreich nicht groß 6 hen ü iſt. Wenn man die Zahl der guten 400—Meter⸗Läufer J im Lager unſerer Gegner kennt, dann iſt dieſe Staffel bach. 9 für ums noch nicht gewonnen! 1 1 Ein Al 50 Meter Hammer noch in dieſem Herbſt? Aberef Bei einem Wettkampf zwiſchen den Gauen Württemberg 85 5 iffsb und Südweſtdeutſchland iſt es dem aus Saarbrücken am Schiffs! menden Becker gelungen, mit 48,57 Meter einen neuen Neckarſc deutſchen Rekord im Hommer werfen aufzu⸗ herſtellt. ſtellen. Becker iſt eine unſerer Zukunſtshoffnungen. Zwar in Betr. ſind wir mit dieſer Leiſtung im Hammerwerfen noch lange ö 5 nicht olympiareif, aber ſie hat nach langem Stillſtand in fern u dieſer Diſziplin den Weg nach eben geebnet. Vielleicht zunft, werden die ſeit Jahren erworteten 50 Meter noch in dieſem jahrstag zumal auch die nach Becker rangierenden Hammerwerfer der Zu — wenn auch zunächſt nur zentimeterweiſe— langſam noch. Herbſt fällig. Die Vorausſetzungen hierzu ſind nicht ſchlecht, 5 8 er S Kleine Sportnachrichten 1 Weltmeiſter Metze ſiegte am Dienstag vor 10 000 Zu⸗ ten in ſchauern beim Abendrennen in Hannover im 00 ⸗Km⸗ Dauerrennen in:24:06,4 Std. vor Severgnini⸗Itallen, Laquehay⸗Frankreich, Paillard⸗Frankreich, Möller⸗Hannd⸗ ver und Prieto⸗Spanien. Für die Frankfurter Dauerreunen om kommenden Ar Sonntag wurden folgende ſechs Steher verpflichtet: Lohmann⸗Bochum, Schindler⸗Dresden, Wißbröcker⸗Hanno⸗ ver, Hille⸗Leipzig und die Frankfurter Schäfer und Zaun. Im Rahmen des Programms, das noch Amateurrennen und andere ſportliche Darbietungen umfaßt, wird auch der Radball⸗Weltmeiſter Germania Wanderluſt ſein Könneg Vom 80 Mannhe Rapid Wien konnte nach den Niederlagen in Scholk⸗ eine acht land nun zwei Siege in Irland erringen. Die Wiener lichen ſiegten über Bohemians Dublin:0 und gegen Celtie 9 Bul Belfaſt mit:0. An Bu Giſela Mauermeyer wurde am Dienstag von der Stahl Deutſche München anläßlich ihrer großen Erfolge der letzten Zeitz; wenden in erſter Linie für ihren Weltrekord im Fünfkampf, durch iſt wund Ueberreichung der Silbernen Sport⸗Plakette der Stodt ge⸗ ö Täler 7 ehrt. f 9 Drei deutſche Meiſter gehen am Wochenende beim Olym⸗ Märch, pia⸗Werbeſportfeſt in Kaſſel an den Start. Borchmeyer, mantik, Schein und Metzner trefſen auf die nordͤheſſiſche Elite und die Moſt zahlreiche weitere Spitzenkönner aus dem Reich. Wein o Rumäniens Handballmeiſter wurde auch in ſeinem vier⸗ ſcheint, f 5 1 8 35 f ſcheint, f ten Spiele auf deutſchem Boden beſiegt. In Breslon aur gewann der einheimiſche NST gegen den TV Hermann⸗ 10 5 ſtodt mit 13:10(:). den ſind 5 i feine * Zeutern, 22. Auguſt. Ein großer Mannheimer Das Rir Lieferwagen durchbrach hier die geſchlof⸗ Früchte, ſene Bahnſchranke. Glücklicherweiſe konnte ein jeden J ſchwereres Unglück verhütet werden. 1 . m f geraten grünen gen, Bor waltigen Korſo zurück, deſſen Vorbeimarſch vor dem. 8 Reichsgericht, der über zwei Stunden dauerte und wok Luft, mit der ſchönſte ſein dürfte, den je eine Radweltmeiſterſchafts⸗ Eine tra veranſtaltung erlebte. Nach all unſeren Eindrücken u Und fröl Erlebniſſen ſteht für uns feſt, daß wir uns auch an der 5 Reichs wan derfahrt! nach Brüſſſel beteiligten 1 werden. 1 5 Aus dem Reich des Jußbaſls 4 85 Ludwigshafen gegen Mannheim* Lit Ludwigshafens Mannſchaft für den am Sonntag fat, O findenden Städtekampf gegen Mannheim ſpielt 5 Ih in folgender Aufſtellung: Morlock⸗Phönix; Oſter, Deu⸗* Ich ſchel⸗Mundenheim; Klett. Plochner, A. Müller⸗Phöni, Reimer⸗ 4, Dattinger⸗Phönix) Gürſter⸗Mundenheim, Lin Als demann, Stetter⸗Phönix. 5 Trie 8 Zuwachs beim VfB Stuttgart 1 9 Der Waldhöfer Schäfer, der als Reichs wehraugehl⸗ riger zur Nachrichtenabteilung Cannſtatt verſetzt wurde, 5 iſt dem Vd Stuttgart beigetreten. Mit Schier umkränz Rutz⸗Koch wind der VfB über einen der beſten Innen; i; waldgekr ſtürme der württ. Liga verfügen. Sſchönhei 2 7 Ko em Am die Deutſche Vereinsmeiſterſchaſt 5 Mic os verliert auch den Rückkampf gegen Polizef zugte S Die Lindenhöfer empfingen auf dem Planetarkums⸗ Pla Marienb die Leichtathleten des Polizeiſportvereins zur Ablegung Arras 9 des zweiten Teiles der Uebungen für die Vereins meiſter, burg, u ſchaft. Bei überraſchend gutem Beſuch konnte ſich 19 zieht, ha diesmal wieder die Polizei vor 08 die meiſten Punkte tief unte ſichern. Es gab intereſſante Kämpfe und gute Leiſtungen ſchöne J So brachte zum Beiſpiel der 1500⸗Meter⸗Lauf einen hert⸗. lichen Kampf zwiſchen Daurer 08 und Högler Polizei, den zwiſchen der Lindenhöfer nur mit Handbreite für ſich ee in ruhige konnte. Ueber 400 Meter war Braunbarth 08 mit 529 ſchaut ſie beſter Mann. Um Zentimeter ging es im Welz nen Zeit 6,32— 6,31— 6,10 waren die erzielten Weiten der 14 wegen i erſten Koch 08, Reißer und Strauß Polizei. Das h Lohnend ſtoßen entſchied der Poliziſt Haas mit 12,58 Meter vor 55 ſchlensn nem Vereinskameraden Hammerich 11,84 Meter. 19 und 4 mal 100⸗Meter⸗Staffel ſicherte ſich ebenfalls Polize Alice de Endergebnis 3845 zu 3387 für Polizei. L ge Die Ergebniſſe: 400⸗Meter⸗Lauf: 1. Braunbarth⸗ O8 5 Polizei 53,9 3. Löffelmann⸗Polizet 54,1. 1800⸗Meter⸗Lauft 1. Daurer⸗O8.22,5; 2. Högler⸗Polizei.22,5; 8. 1 Polizei.24,9. 4 mal 100 Meter: 1. Polizeiſportverein Sekunden; 2. Mic 08 46,4. Weitſprung: Koch⸗he 1 5 Meter; 2. Reiſer⸗Polizei 6,31 Meter; 3. Strauß⸗Poliz 52,9; 2. Rothſuß; 6,10 Meter. Kugelſtoßen: 1. Haas ⸗ Polizei 1257 9 2. Hammerich⸗Polizei 11,94 Meter; 3. Marauet⸗ s zuſt 1994 — elik ur gegen die irnitur eiz ein gutez Schweiz Lände 90 Lauf, Meier gte in totem itz im Stab⸗ mann wurde nt beſitzt die er über 100 r 200 Meter erger wurde, affel? inn die Zeit er„Allianz. Meter⸗Läuſer Metzner und erliner Voigt raining ſtark äufer haben wie ſich das t die Liſte wie folgt Hamanm⸗ ., 4. Röß⸗ 40 berg. hren? um er für die derkämpfen dicht groß Meter⸗Läufer üb erbſt? Württemberg rücken ſtam⸗ nen neuen ingen. n noch lange Stillſtand in et. Vielleicht och in dieſem zmmerwerſer dangſam noch nicht ſchlecht, U 10 000 Zu⸗ m 100 ⸗Km.⸗ nini⸗Italien, öller⸗Hanno⸗ kommenden verpflichtet: öcker⸗Hanno⸗ und Zaun. ateurrennen ird auch der in Können in Schott⸗ N Die Wiener fegen Celtie n der Stadt letzten Zeit, lampf, durch er Stadt ge⸗ beim Olym⸗ Borchmeher, ze Elite und eich. ſeinem vier⸗ In Breslon 5 Hermann⸗ annheimer ge ſchloſ⸗ konnte ein ihrer vor dem und wohl eiſterſchafts⸗ rücken u auch an der bebeiligten alls f mn tag ſtatt⸗ eim ſpielt 125 00% ller⸗Phönix nheim, Lin⸗ it Schäfer ten Innen⸗ terſchaft en Polizel riums⸗Plaß Ablegung einsmeiſter⸗ e ſich auch ten Punkte Leiſtungen. einen herk⸗ golizei, den entſcheiden 3 mit 5209 Veitſprung n der dre das Kugel' ter vor ſei⸗ deter. Die Is Poltzel. Roth ſuß⸗ Neter⸗Lauf; 8. 1 rtverein och⸗ 8 0% uß⸗Poltzel 57 Meter ⸗ 08 100 eine Scholle nicht Freitag, 24. August 1934 Eberba Wo der Neckar aus ſüdweſtlicher Richtung kom⸗ mend, jäh nach Weſten abbiegt, liegt, von hohen Odenwaldbergen rings umgeben, das 700 jährige Eberbach, die alte Schiffer⸗ und Flößerſtadt. Vier maleriſche alte Türme: Roſen⸗ und Pulver⸗ turm, Haſpelturm und Blauer Hut ſind Zeugen aus jener Zeit, da Eberbach Feſte und freie deutſche Reichsſtadt war. Wie viele andere Beſitzungen des Reiches, wurde Eberbach von den deutſchen Kaiſern mehr als einmal verpfändet. Nachdem Ludwig der Bayer es an die Pfalzgrafen Rudolf und Rupprecht verpfändet hatte,(anno 1330) blieb die Neckarſtadt pfälziſch bis zur mapoleoniſchen Staatsumwälzung, wo es für kurze Zeit leiningiſch und dann, 1806, badiſch wurde. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte Eberbach ſeine größte Blüte. Wald und Waſſer ward ihm eine Quelle des Wohlſtands. Holzhandel, Flößerei und Schiffahrt brachten Geld in die Stadt. Vom Mudauer Odenwald her, durch den fürſt⸗ lich leiningiſchen Wildpark und das er⸗ haben ſchöne Tal der Itter, kam ich nach Eber. bach. Beſchaute Straßen und Gaſſen, Plätze und Türme. Dann raſtete ich am abendlichen Neckar. Ein Alter ſetzte ſich, ſein Pfeifchen ſchmauchend, zu mir: ein Eberbacher Schiffsbauer der mir manch Intereſſantes zu erzählen wußte. Nur noch wenige Schiffsbauer gibt es in der Stadt ſeitdem man die Neckarſchiffe aus Eiſen, ſtatt wie früher aus Holz, herſtellt. Eine einzige Schiffswerkſtätte iſt nur noch im Betrieb. Die Schiffsbauer gehören mit den Schif⸗ ſern und Fiſchern zur Eberbacher Schiffer ⸗ zu nf t, die heute noch beſteht. Alljährlich am Neu⸗ jahrstag hält ſie ihren„Jahrtag“, wobei auf Koſten der Zunft gegeſſen und getrunken wird. Meines Gewährmannes Söhne— ſie ſtehen im Dienſte Firma— fahren die Strecke Straß⸗ burg— Holland. Sie haben gute Stellen. Ihre Kin⸗ der weilen, des Schulbeſuchs wegen, bei Verwand⸗ ten in Eberbach. Andere Eberbacher Schiffer haben einer Schweizer ihre Kinder in Mannheim oder Duisburg in Schif⸗ ferkinder⸗Heimen untergebracht. Die Zahl der Eberbacher Fiſcher iſt weit geringer als die der Schiffer. Sie wohnen alle in der Häuſer⸗ reihe längs des Neckars. Kappes heißen die mei⸗ ſten. Aus dem eingegangenen Dorf Kreſſelbach, eine Stunde neckaraufwärts, ſtammen faſt alle. An die 20 Arten von Fiſchen werden im Neckar gefangen. Ueber ein uraltes bodenſtändiges Gberbacher Ge⸗ werbe, über die Reifſchneider, konnte mir der Schiffsbauer ebenfalls auch berichten. Nur noch wenige Orte in Deutſchland betreiben dieſes Hand⸗ werk, das von alters her zur Küferzunft gezählt wird. Aus Haſel⸗ und Birkenſtangen ſchneiden die Reifſchneider Holzreifen für Fäſſer. An Hie 100 Reif⸗ ſchneider gab es einſt in Eberbach; heute gibt es deren noch etwa 20. Am gleichen Abend beſuchte ich Robert Joho, den Altmeiſter der Zunft. Er wohnt in einer der engſten Gaſſen der alten Schiffer⸗ ſtadt, der Geißgaſſe. Er berichtet von der guten alten Zeit und bittet mich, am neuen Morgen in ſeine Werkſtatt zu kommen. Da ſtehen große Vor⸗ räte von—4 Meter langen Haſelſtangen, die in den Monaten März und April im Niederwald der Um⸗ gegend geſchnitten wurden. Tag für Tag ſitzt der Meiſter an der Schnittbank. Gebündelt werden die Eberbach am Neckar Blick ins Neckartal vom Itterberg eee e Arlaubstage im Bereich der„Schwarzen Katz“ Mit„Kraft durch Freude“ ins weinfrohe Moſeltal Vom 16.—23. September veranſtaltet das Kreisamt Mannheim der NS⸗Gemeinſchaft Kraft durch Freude“ bins achttägige Urlauberfahrt nach den herr⸗ lichen Moſelſtädtchen und Dörfern, wie Zell und Bullay. Die Fahrt geht nach Koblenz. Am Deutſchen Eck verlaſſen wir den Vater Rhein und wenden uns der lieblichen Moſel zu. Der Moſellauf iſt wunderlich voll Schleifen und Bogen, die liebliche Täler und wildromantiſche Schluchten erſchließen. Märchenhafte Schönheit, weltabgelegene Ro⸗ mantik, ſonnige Ruhe und frohe Heiterkeit zeichnen die Moſel vor allen deutſchen Flüſſen aus. Uralte Weinorte, in denen die Zeit ſtehengeblieben ſcheint, ſpiegeln ſich in den grünen Fluten, kleben an ſteilem Berghang im Schutze einer Burg. Die Bur⸗ gen ſind zerfallen, der Moſelbe wohner hat im Stiche gelaſſen. Das Ringen mit der Mutter Erde um ihre beſten Früchte, die mühſelige Arbeit, das bangende Hoffen jeden Jahres um den gerechten Lohn hat die Menſchen feſt mit dem Boden verwurzelt. Aus dem Frohſinn wird tiefe Freude, wenn der Jahrgang geraten iſt. Langſam zieht ein Dampfer durch den grünen Strom, Meuſchen winken, frohe Lieder klin⸗ gen, Bote tummeln ſich luſtig im Waſſer. Kein Qualm eines Schornſteins trübt die reine, würzige Luft, nichts ſtört die heitere Ruhe der Landſchaft. Eine trauliche Weinſchenke ladet zum Verweilen ein. Und fröhlich klingt es an dein Ohr: u weiten deutſchen Landen ieht mancher Strom dahin, Von allen, die ich kannte, Liegt einer mir im Sinn. O Moſelland, o ſelig Land, Ihr grünen Berge, o Fluß und Tal, Ich grüß' euch von Herzen vieltauſendmal. Als erſte Schnellzugsſtation der Strecke Koblenz Trier grüßt die unvergleichlich ſchöne Kreisſtadt Kochem, umkränzt von weinbelaubten Hängen, umrahmt von waldgekrönten Höhen, überragt von der in alter Schönheit neu erſtandenen, ſtolzen Reichsburg. In Kochem beginnt der 4,2 Klm. lange Kaiſer⸗Wilhelm⸗ Tunnel. Bald ſehen wir Bullay und Alf, bevor⸗ zugte Sommerfriſchen zu Füßen der Kloſterruine Marienburg, des Prinzenkopfen und der Burg Arras gelegen. Von der vielbeſuchten Marien⸗ burg, um die die Moſel eine 12 Klm. lange Schleife zieht, hat man einen herrlichen Blick ins Land, und tief unten im Tale ſteht man zu beiden Seiten die ſchöne Moſel. Hoch oben auf ihrem Bergkegel liegt zwiſchen reben⸗ und waldbekränzten Nachbarbergen in kuhiger Schönheit die Burg Arras; verſonnen ſchaut ſie ins Tal hinab und träumt von vergange⸗ nen Zeiten. Auf reizvollen, ſchattenſpendenden Wald⸗ wegen iſt ſie von Alf und Bullay aus zu erreichen. Lohnend iſt der Ausblick von ihrem Wartturm. Emp⸗ ſehlenswert ſind auch Wanderungen auf den„König“ aun„Sollig“, von denen man die herrlichſten Fern⸗ blicke genießt. eee Von Alf und Bullay aus laſſen ſich auf gut ge⸗ pflegten Wegen viele Spaziergänge in die ſchöne Umgebung ermöglichen. Lohnend iſt eine meiſt im Waldſchatten durch das reizende Ueßbachtal führende Wanderung nach dem 10 Klm. von Alf entfernten Bad Bertrich. Das in Bullay gelegene neuzeit⸗ liche Strandbad bildet einen Hauptanziehungspunkt⸗ In nächſter Nähe liegt das alte Städtchen Zell, die zweite Bahnſtation nach Bullay. Ange⸗ ſchmiegt an die Krümmung einer großen Fluß⸗ ſchleife,„Hamm“ genannt, lagert ſich die Stadt in behaglicher Breite am Ufer entlang. Hält der Moſel⸗ wanderer von einer der Bergkuppen aus Rundſchau, ſo entringt ſich ſeinen Lippen ein Ruf des Staunens über die Schönheit dieſes Erdenwinkels. Welch ein feſſelndes Bild in reizvoller Pracht! Von einem Kranz ſtolzer Berge geſchützt, liegt es eingebettet in Hängen prangender Reben, während der Fluß in breitem grünen Bande zu Tal zieht. Schon die Römer haben dieſes prächtige Fleckchen geſchätzt; ihnen verdankt Zell Entſtehung und Na⸗ men. Als das Wahrzeichen der Stadt thront der runde Turm im Berge. Kaum wegzudenken aus der Landſchaft, ſteht er wie ein behelmter, trutziger Krieger auf der Wacht. Auch ſonſt ragen noch alters⸗ graue Reſte der Stadthefeſtigung auf. Vor allem iſt es das kurfürſtliche Schloß des großen Bal⸗ duin, das von einer glanzvollen Vergangenheit der früheren Oberamtsſtadt kündet. Wer kennt nicht die „Zeller Schwarze Katz“, dieſen überall belieb⸗ ten Moſelwein! Wer nicht Zells Schloßberg, Burg⸗ lei, Geisberg und wie die Lagen alle heißen! Halbwegs zwiſchen Trier und Koblenz durch⸗ ſtrömt die Moſel das gaſtfrohe Doppelſtädtchen Traben⸗Trar⸗ bach Hier, wo ſeit Jahrtauſenden der Verkehr aus Huns⸗ rück und Eifel die Moſel kreuzt, ſchmiegt ſich male⸗ riſch Trarbach in ſchattige Waldtäler und Weingär⸗ ten. Darüber thront die Ruine Gräfinburg, einſt mächtiges Grafenſchloß, die viel umkämpfte Reichs⸗ feſte. Einige reizvolle Rundblicke. Am anderen Moſelufer ſonnt ſich in Obſtwieſen Traben, gekrönt vom berüchtigten Montroyal. Auf dieſem Halbinſelberg trotzte einſt hoch über anmutigen Tälern eine gewaltige franzöſiſche Zwingfeſtung(16871698). Deutſchland zit⸗ terte, Europa zürnte. Doch der verhaßte rheiniſche Landesdrache ſank ſchickſalhaft bald in Schutt— ver⸗ geſſen. Sein Rieſengrab unter Weide und Wald wird jetzt als bedeutſamſte Sehenswürdigkeit der Mittelmoſel ausgegraben und mahnt weithin: „Deutſche, eint euch!“ Ein idealer Ausflugsplatz mit prächtigen Fernblicken, Ruinen und Lagerplätzen, auch für große Treffen. Fahren Sie deshalb mit, die Moſel ruft und ladet euch ein! Melden Sie ſich ſofort zu dieſer Fahrt an. Anmeldungen können bei den Betriebszellen⸗ obleuten, Betriebswarten, Ortswarten und auf der Geſchäftsſtelle der NSG.„Kraft durch Freude“ ab⸗ gegeben werden. ter viel Kriegsläufte über die freie Burg hinweg⸗ Reifen in die Zementfabriken von Leimen, in die chemiſchen Fabriken von Ludwigshafen und Biebrich am Rhein verſandt.„Wir treiben ein ausſterben⸗ des Gewerbe“, klagt der Meiſter. Man wandert durchs Städtchen. Irgendwo am Markt erklingt Ziehharmonikamuſik aus einem Lokal. Mit dem Wirt kommt man ins Geſpräch. Vom Eberbacher Wald, dem Hauptreichtum des Städtchens, ward erzählt, von der Gberbacher Jagd, der größten Hochwildjagd Deutſchlands, vom einſtigen Schälwaloͤbetrieb(die Rinde der Eichen wurde an die Gerber verkauft), vom Kuckucksmarkt beſonders, der als der Eber⸗ bacher Nationaltag für das Wirtſchaftsleben der Stadt von großer Bedeutung iſt. Aber auch von der bunten Stadtchronik ward berichtet. Von der Zeit, da die Heidelberger Univerſität der Peſt wegen nach Eberbach verlegt wurde; vom Schwedenkrieg, wo die Peſt in Eberbach wütete. Man muß emporſteigen zu den Ruinen der alten Eber⸗ bacher Burg, die um die gleiche Zeit wie die Stadt ſelbſt entſtand. Man muß hinunterſchauen ins weite Neckartal, um zu erkennen, wie ſchön dieſe alte Schifferſtadt iſt. Schön iſt oͤie Stadt aber auch vom Waſſer aus. Unvergeßlich das Bild, wenn die alten Türme und die hohen waldreichen Berge ſich ſpiegeln im ſchim⸗ 145. Jahrgang/ Nr. 387 Wandervorſchlag Fürth, Krumbach, Gumpenerkreuz, Stotz, Oberz Oſtern, Forſthaus Roter Kandel, Lärmfeuer, Wegs ſcheide, Hammelbach, Wahlen. 25, Fürth oder zuptbahnhof ab: Bahnhof Neckarſtadt Hauptbahn⸗ Bei der Hauptbohn Wanderkarte Wahlen 2,60 Mk., bei der Ol 2,40 Mk. .40,.52, Fürth an.10,.33, Oc ab:.40,.50; Weinheim⸗Brücke an:.20,.25 hof ab:.90,.45 Uhr. Vom Bahnhof zur katholiſchen Kirche. An dieſer links vorüber. Ohne Wegzeichen, nördlich durch die Stadt auf der Straße nach Brombach. In ſchönem Wieſental hin, durch oͤie Weſchnitz freundlich belebt, bis der Krumbach in das Flüßchen mündet. Gleich links über die Weſchnitz zur Straße nach Krumbach. Der Krumbach links und Wieſen. Bis Krumbach 74 Stunde. In gleicher Richtung durch den Ort und über den Bach. Rechts noch eine Zeitlang Wie⸗ ſen. Auf der Straße bleiben, die anſteigt, mehrere Ränke macht und noch etwa 85 bis 40 Minuten dos Gumpener Kreuz erreicht, Knotenpunkt, 273 Meter. Daſelbſt öſtlich Uebergang auf die Hauptlinie 12, gelbes Dreieck und Ne⸗ benlinie 21, weißrotes Kreuz. Durch Feld gleich bergan. Vor Eintritt in den Wald links ſchöner Blick auf Schloß Reichenberg bis Reichelsheim und dem Otzberg. Im Wald anfangs ſteil aufwärts. Nach etwa 8 bis 10 Minuten links drüben, etwa 100 bis 150 Meter entfernt, eine begch⸗ tenswerte Felſengruppe der Raupenſtein. Beinahe en in ſchönem Buchenwald zur höchſten Erhebung des Weſch⸗ nitztals, dem Stotz, 476 Meter, 7 Sto. Am Ende des Waldes geht die Nebenlinie rechts ab nach Weſchnitz. Mit gelbem Dreieck in der Verlängerung weiter und im Felde bergab. Gegen Norden neben dem Otzberg, auch ſchöner Ausblick auf den Brauberg. Nach Oberoſtern (272 Meter). Ueber ein Wieſental und einen Bach. etwa 20 Minuten an einer Waldecke auf Fußpſad kurz links aufwärts und über die Straße Erzbach⸗Weſchnitz. Im Wald zum Forſthaus Roter Kandel, 94 Etwas anuſtei⸗ gend und noch kurz Wald. Links om Waldrand hin und dann durch einen jungen ſchönen Kiefernwald etwas ſteil hinauf zum Lärmfeuer(% Sto.) mit A tsturm, 501 Meter. Schöne Rundſicht. Auf gleichem eg zurück bis wieder auf die Hauptlinie 11, rotes Kreuz, geſtoßen wiroͤ. Mit dieſer ſüdweſtlich im Wald abwärts und eben. An einer großen Buche, der Streitbuche, ſo genannt, weil zwei Brüder über den Beſitz ſich nicht einigen ko und alles verprozeſſterten, ſowie an einem ſteinernen Ti links vorbei. Dann abwärts zur Wegſcheide(Knotenpr und freier Platz) 74 Std., 412 Meter. Von da nordweft mit der Nebenlinie 22, blauem zwiſchen gelbem S im Walde weiter zuerſt auf holperigem Weg langfſat bergan, ſpäter etwas ſteiler zur Höhe, dann wieder ab⸗ wärts und eben. Links drunter bei einer Lichtung der Weigaßbach. Zuletzt durch einen ſchönen Tannenwald hin⸗ unter nach Hammelbach„ Std., 440 Meter. Ohne Weg⸗ zeichen durch den Ort. Beim Kreuzweg, links füslich Links die ſchöne ſehenswerte katholiſche Kirche. Rechts ſchönes Wieſental mit dem Hammelbach. Bald der We och Lützelbach und bald links Wald. Unterſcharbach bl rechts, nach Wahlen 74 Std., 370 Meter. Wahlen ab: 18.30, 20.00 Mannheim an: 20,16, 22,08; Weinheim an: 19.31, 21.17; Weinheim⸗Brücke ab: 19.50, 21.40; Neckarſtodt an: 20.27, 22.14 Uhr. F. Sch. Reiſt nach Deutſchland Neue Werbeſchrift der Reichsbahnzentrale Die Reichsbahnzentrale für den deutſchen Relſeperkehr, die Zentralſtelle der deutſchen Verkehrswerbung im Aus⸗ land, beginnt mit der Herausgabe einer neuen Reihe von Werbeſchriften.„Sehen Sie nicht nur, erleben Sie Deutſchland!“ ruft das erſte, eben erſchienene Heft den Fremden zu, die es einladet, nach Deutſchland zu kommen, in„dieſes verjüngte Deutſchland, das ſo vielen jenſeits der Grenzen ein Rätſel ſcheint!“ Und ſo, wie man wünſchte, daß der Gaſt Deutſchland ſehe, daß er die Men⸗ ſchen, ihre Trachten und ihre Sitten erlebe, ſo iſt dieſes neue Werbe⸗Werk geſchrieben und in Bildern geſtaltet: friſch, unmittelbar und ganz lebendig. Das erſte Heft in der Reihe der neuen Werbeſchriften der RD iſt Süddeutſchland gewidmet. Zwiſchen Main und Inn, zwiſchen Rhein und Donau wandert man wißbegterig und ſtets aufs neue freudig überraſcht auf und ab, durch Wälder und Gebirge, durch Großſtädte und einſame Dörfer, durch die Romantik der kleinen Städte und durch die reichen Schatzlammern der Kirchen, Klöſter mernden Strom. Wald und Waſſer, das ſind der alten Schiffer⸗ und Fiſcherſtadt große unvergängliche Reichtümer. HE. B. und Muſeen. Und das Einzelne und Eigenartige, jedes für ſich ein Erlebnis, klingt in dieſer reichbebilderten und glänzend ausgeſtatteten Schrift zufſammen zu einer ein⸗ zigen, einheitlichen Melodie, dem heiter beſchwingten Be⸗ griff: Süddeutſchland! 17 Die Stadt des Berthold Schwarz 3 Jriburg in oͤer Stadt Ein müßiger Streit geht darum, ob Freiburg oder Heidelberg die ſchöner gelegene Stadt ſei. Man kann ſie nicht vergleichen, die von den grünen Ar⸗ men der Bergwälder in die Enge des Neckartals gebettete Staoͤt der Romantik, und die breit den Schwarzwaldhängen vorgelagerte Münſterſtadt, um die in offener Heiterkeit der geſegnete Gottesgar⸗ ten des Breisgaus blüht. Das Urteil über die Stadt hat geſchwankt zwiſchen höchſter Begeiſterung und jenem abgründig verächtlichen Wort des ge⸗ lahrten Caſpar Baldung, eines Bruders des berühmten Malers Hans:„die Statt Fryburg ſte (ſei) nit einer gebratenen biere(Birne) wert“, je⸗ nen Klagen des Humoriſten Erasmus von Rotter dam, den die Flöhe dort arg plagten, und dem ſtändigen Unmut, dem der Hiſtoriker Treitſchke einen faſt gehäſſigen Ausdruck ver⸗ lieh. Die freundlichen Urteile überwiegen aber allezeit und mit Recht. Ein Franzoſe, der Wirt⸗ ſchaftsgelehrte Emil Jacquemin, nennt 1843 die Freiburgerinnen„alle Engel und Madonnen“, und ein anderer Beſucher empfindet es nicht als Zufall, daß man in der Dreiſamſtadt einem Kaf⸗ feehaus Kopf und einem Gaſthof Geiſt begegne— und, ſetzen wir hinzu, dem Denkmal des Berthold Schwarz. Wahrſcheinlich iſt Freiburg um 1090 gegründet, ein offenes Dorf ohne Mauern und Türme, wie es der heilige Bernhard von Clairvaux noch vorfand, als er 1146 dort den Kreuzzug predigte. Es ſind ſpä⸗ ENWEILER i RR u O un d Erholung duren Luft, Sonne, Wald, Wasser So ZWald FFFCCFCCCCCCCVV ieee eee Sücdlichster Thermalkurort Deutschlands gebrauſt, die allein zwiſchen 1525 und 1744 ſteben Belagerungen und Zerſtörungen überſtehen mußte, immer wieder Beſitzer und Landesherrn wechſelte und eine Zeitlang auch eine franzöſiſche Feſtung war, deren Werke Vauban anlegte. Seit 1803 erſt erfreut ſie ſich unter baoͤiſcher Herrſchaft der Ruhe und des ungeſtörten Aufſtiegs zur drittgrößten Stadt des Landes. Freiburg zur Sommerszeit iſt eine ſchöne Sladt. Zwei Farbklänge beherrſchen ihr Bild: das ſatte Dunkelrot des Sandſteins, aus dem das herr⸗ liche Münſter mit ſeinem in einzigartiger Gotik auf⸗ ſchießenden Filigranturm erbaut iſt; im Material anderer Bauten, auch der modernen, wie der Uni⸗ verſität, der Bibliothek, des prunkhaften Theaters, kehrt es wieder oder im Ochſenblutrot der Häuſer⸗ anſtriche. Der andere iſt: das von der ſüdlichen Luft des Landſtrichs gewärmte Grün der baumbeſtande⸗ nen Plätze und Straßen, der üppigen Gärten um die landhausartigen Bauten in den äußeren Vierteln und an den Berghängen. Der Freiburger hat nicht mehr die raſche Beweglichkeit des badiſchen Unterländers und noch nicht ganz die Schwere des Südalemannen. Der Einſchlag rheiniſchen Blutes behauptet ſich. Die Bevölkerung Freiburgs hat das Reſervoir ihrer Erneuerung im Schwarzwaldbauernvolk, jenem prachtvollen Menſchenſchlag, den zu preiſen einer ſeiner beſten Kenner nicht müde wurde: der Volks⸗ ſchriftſteller Heinrich Hans jakob. Und nicht nur angeſichts der Martinskirche, deren Pfarrherr 450 m. U. d. M.— Therme 26,4 C. erz- ſlerben- RHrefstaul- Slolſwechsel Offenes Thermal- Familienschwimmpag 3 mit allen medi. Sadern Netes Kumaus reiswerte Hotels, Mark- Fenslonen und Frwatnsuser 175 v 9 Nummer 387 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe er lange war, wird die Erinnerung an ihn wach, wenn man durch Freiburg geht. Man begegnet Menſchen, als ob ſie aus ſeinen Geſchichten heraus⸗ geſchritten kämen: klare beſinnliche Augen in einem ſcharfgeſchnittenen Geſicht; gemeſſen einhergehend mit einem Stolz, der kein Hochmut iſt. Und tragen ſie gar die angeſtammte Tracht, ſo kann man ſich micht ſatt ſehen an den friſchen Mädchen und Frauen im ſchwarzen Rock und bunten Mieder, den Roſen⸗ hüten und Kappen, den Flügel⸗ und Radhauben, die wie Heiligenſcheine um die Köpfe liegen, und den langen Zöpfen mit Bändern. Zuweilen auch trifft man auf einen Mann in Kniehoſen, weißen Strümpfen und Schnallenſchuhen, mit langem ſchwarzem, rotgefüttertem Rock, den Dreiſpitz oder die Fuchspelkappe mit rotem Boden auf dem Kopf. So kommen ſie aus dem Glotter⸗ und Gutachtal, vom Schapbach⸗ und Elztal, vom Hotzenwald und Kaiſerſtuhl, wenn in der Hauptſtadt dieſes eleman⸗ niſchen Landſtrichs beſondere Feſte locken und Kund⸗ gebungen eines ungebrochenen Volkstums. Wer weiß heute noch, wann er die durch„mo⸗ derne“ Bauten um ihre Schönheit gebrachte Kaiſer⸗ ſtraße entlang zum Martinstor bummelt, daß ſie einmal Langgaſſe hieß und ihren Namen ändern mußte, weil der Landesherr des damaligen vorder⸗ öſtereichiſchen Beſitzes, Joſef II., im Jahre 1777 ihr die Ehre ſeines Beſuches erwies. Auch Marie Antoinette machte hier Station, als ſie nach Frankreich ihrem tragiſchen Ende entgegenreiſte. Aber in Freiburg war ſie noch jung und luſtig und ergötzte ſich an einem kurpfälziſchen Ballett, an Theaterſpiel, zu dem die Mannheimer Bühne die der Schwedenbelagerung, 16341934.— Näheres durch: g Deberling en„Bodensee dle Stadt der Blumen im deutsehen suden Terraſſenförmig aufgebaut, am Nordweſtarm des Bodenſees, inmitten von Wein⸗ bergen und Obſthainen, liegt die ehemals Freie Reichsſtadt mit ihren mittel⸗ alterlichen Bauwerken und Befeſtigungsanlagen.— Berühmter Stadtgarten, Strand⸗ und Familienbäder, Kurorcheſter. Reger Ausflugsverkehr mit Schiff, Bahn, Auto uſw. Gute Autoſtraßen nach allen Richtungen.— s00⸗Jahr⸗Feier Städt. Reiſe⸗ und Verkehrsbüro, am Hafen. Koſtüme ſtellte, und an einem Seiltänzer, der ſeine Künſte auf dem Münſterplatz zeigte. Ja, dieſer Münſterplatz, umſtanden von allerlei bemerkenswerten Bauten: vom einfachen Kornhaus, vom ſpätgotiſchen Kaufhaus mit ſei⸗ nen Renaiſſanceeinſchuben, das biſchöfliche Palais und ein Kleinod„das Haus zum ſchönen Eck“, das Wenzingerhaus, in dem Haus Baldung⸗Grein wohnt e, der den Hochaltar im Münſter ſchuf, und ſpäter der Bildhauer Wenzinger. Iſt heute ein präch⸗ tiges Muſeum, dieſes alte Patrizierhaus: viel ba⸗ diſche und Schwarzwaldmaler kann man hier ſtudie⸗ ren von 1800 bis auf unſere Tage. Es ſind deutſche Meiſter drunter, genug! Und man muß auch ins Auguſtiner muſe um, ein altes Kloſter, das alemanniſche Kunſt ſeit dem 14. Jahrhundert beherbergt: Kunſthandwerk und Bauernkunſt, Woh⸗ nung, Haus⸗ und Arbeitsgerät, Tracht, Plaſtik und Bild des alemanniſchen Kulturkreiſes. Dann ſollte man über Oberlinden gehen, das Schwabegitor beſchauen, und wieder weſtwärts dort⸗ hin, wo die alte Univerſität war. Winkel und Gaſ⸗ ſen und Brunnen und ſtille Weinſchänken locken überall. Ausfliegen muß man in die Umgebung zum nahen Waldſee, nach Ebnets zur Lorettohöhe, nach Günterstal, wo der ernſte Schauinsland auf luftige Schwarzwaldhöhe ruft. Man ſollte nicht verſäumen, durchs Höllental zum Titiſee zu fahren, und wer die Schönheit des Oberrheintals in ſich trinken will, der beſucht im Kaiſerſtuhl Altbreiſach mit dem Mün⸗ ſter auf dem Baſaltkegel und dem weiten Blick ins ſchmerzhaft nahe Elſaß mit den Vogeſenhöhen, wo unſere toten Brüder ſchlafen. Aber niemand ſoll Freiburg verlaſſen, ohne eine ſtille Abendſtunde auf dem Schloßberg erlebt nehmlichkeiten zu bieten. zu haben, wenn ſich die Dämmerung auf die braunen Satteldächer Altfreiburgs breitet und aus dem Münſterturm die ehernen Glockenmünder ihr „Sursum corda“ predigen. hs. richten, im Laufe des Winterhalbjohres Wirklichkeit ſo iſt doraus wieder das Bemühen der Verwaltun * Beſucherzahlen badiſcher gäſte, darunter 13 164 Ausländer. Bad Dürrhe Aus Bädern und Kurorten Nachkurzeit in Bad Mergentheim Lebt nicht in jedem Menſchen der Wunſch, vor Winters⸗ beginn letzte Sommerſonnenſtrahlen in ſich aufzunehmen? Ruft nicht die Natur, breitet ſie nicht in verſchwenderiſcher Fülle nachſommerliche und herbſtliche Schönheit vor unſe⸗ rem Auge aus. Wo wäre ein ſolcher Nachſommer idylli⸗ ſcher zu verleben, als in dem ſagenumſponnenen Franken⸗ lande, im ſchönen Taubertale, das ſeine Krönung hat in dem weit über Deutſchlands Grenzen hinaus bekannten Bad Mergentheim. Größte Gegenſätze begegnen ſich hier: ein traumhaft altes Städtchen, durch das der Geiſt der Deutſchordensritterzeit weht, größte, modernſte Hotels, die internotiongles Leben füllt, ein Kurpark, der durch ſeinen uralten Baumbeſtand ſeinesgleichen ſucht. Juli insgeſamt 19 4055 fanden ſich 4127 Ausländer. tungen des Julis Von den 19 634 Ueber hausterraſſe in Badenweiler hat die Trau Anfang genommen. Sie bildet ein wichtiges Kette der Kurmittel des ſüdlichſten dentſchen Thermalbe Entfettungs⸗ und Maſtkuren. iſt für Geſunde und Kranke ein zählt ſie zu den billigſten und angenehmſten Kuren. * Zunahme der Beſucherzahl in Bad Homburg. Mergentheim, eines der vielſeitigſten Heilbäder, hat einen alten Freundeskreis, der ſich Jahre hindurch immer wieder angezogen fühlt. Jährlich kommen unzählige neue Gäſte— oft krank und lebensüberdrüſſig. iſt Allheilbad für Körper und Seele. Den Beſuchern des Bades bieten ſich in der Nachkurzeit mancherlei Vorteile. Iſt Bad Mergentheim ſchon wegen ſeiner der wirtſchaft⸗ lichen Lage aller Bevölkerungsſchichten angepaßten Preis⸗ geſtaltung bekannt, ſo machen es die ermäßigten Penſions⸗, Bäder⸗ und Kurttaxe⸗Preiſe während der Herbſt⸗ und Wintermonate auch den wirtſchaftlich ſchwachen Heilung⸗ ſchen Heilbade zu ſuchen und zu finden. Und wenn nun führen iſt. r—————— A äber Kurorte Reiſe Südl. Hochschwarzwald. 905 m, 3 Kil. St. Löffingen. Höllental. Ideale, ruhige, ſtaubfreie Höhenlage. Strandbad, Liegewieſen. Penſion von.50 Mark an. 55 Gasthof u. Penslon, Auerhahn“.Neben-Villen Neuzeitl. einger., 62 Betten. Vollpenſ. bei erſtkl. a 65 h(Schwargwaldbahr) t. herrl. dutachtal( Ufac Gasth. u. Pens.„z. Linde“ . ruhig u. ſtaubfrei geleg., fl. Waſſer, Balkone, vor⸗ zügl. Verpfleg., Liegewieſe, Schwimmbad. Penſ.⸗ Pr. R..80—.40 mit Nachm.⸗Kaffee. Für Nach⸗ kur beſond. zu empfehlen. Proſp. Beſ.: K. Moſer. Verpflegung v./.— an. Beſ.: A. Gebele.] NM. Tel. Freudenſtadt 910. Beſ.: F. Serien im Odenmafd. 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Auguſt 1934 8 8 1 1 2 1—— der vorliegende Plan, eine heizbare Wandelhalle u ek. wirh, 79 5 1 5 wattung dez Bades zu erkennen, ſeinen Gäſten alle erdenklichen An⸗ Fremdenorte. Boden, Baden zählte bis zum 9. Auguſt insgeſamt 56 292 Kur (Schwarzwald) verzeichnete im Monat Juli 2584 Neu⸗ ankünfte mit 4249 Uebernachtungen. Bis 1. Auguſt 505 trug die Zahl der angekommenen Gäſte 6571 mit 132 657 Uebernachtungen. In Freiburg i. Br. haben im Mongt ter he⸗ Hag get 0 de 9 8A 9 Ne! 5 ch. 1933 betrug der Ausländeranteil 2511. * Traubenkur in Badenweiler. Auf der neuen Kur⸗ benkur ihren lied in der bei Stoffwechſelkrankheiten, beſonders bei Gicht und harn⸗ ſaurer Diatheſe, bei Nierenſteinen, Nierengries, nerven Magenkrankheiten und Stuhlträgheit, ſie eignet ſich 15 Kurzum: die Traubenkur ausgezeichnetes Ent⸗ laſtungs⸗, Erneuerungs⸗ und Verjüngungsmittel und dabei Fortentwicklung der Frequenz in Bad Homburg zeigt 5 Mergentheim Ende Juli wiederum eine ſehr günſtiges Geſicht. Doz Ergebnis einer Beſucherſteigerung von 40 v. H. darf um ſo höher gewertet werden, als damit gleichzeitig eine Er⸗ höhung der durchſchnittlichen Aufenthaltsdauer von 15 Tagen im Vorjahre auf 20 Tage zu werzeichnen iſt. Auch hat Bod Homburg eine beſonders hohe Beſucherzahl vun Ausländern aufzuweiſen. Im Vergleich zum Vorfahre er⸗ ö gibt ſich ein Mehr oyn über 80 v.., das waorwiegend auf ſuchenden möglich, Geſundheit durch eine Kur in dem deut⸗ den Beſuch engliſcher und holländiſcher Gäſte zurüczu⸗ 3 -und Ausflugsziele 8 1 Zwileselber b. Freudenstadt(Schwarze) paul ina Gs chweller Züisseinegg gam feld Lap iege werd ker dan e mit Neubau„Villa Hermann“, fl.., Heiz., Ball, dir. a. Wald. 45 Betten. Vorzügl. Verpfleg., mäß Penſionspr., Vor⸗ u. Nachſaiſon Ermäß. Proſpekte r. Braun E. Anker“/ Tel. Neckargerach Gasthaus und Pension,, Zur Waldesiust'“ Der idealſte Sommer⸗ u. Wochenendauf 4. N00 Erholungſuchende finden ſehr gute u. reichl. Ver⸗ Direkt a. Waſſer u. Wald geleg., 50 Bett., fl. 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Im Jahr 1915 wurde Dr. Hecht die Leitung des Landespreisamtes übertragen, die er bis zur Abwickelung dieſes Amles innehatte. 1917 erfolgte ſeine Ernennung zum Ober⸗ kegierungs rat. 1920 wurde Dr. Hecht nach dem Aus⸗ scheiden von Geheimrat Dr. Lange Direktor des Ba⸗ biſchen Statiſtiſchen Landesamtes. Es würde den Rahmen dieſes Rückblicks auf eine vierzigjährige Tä⸗ tigkeit als Beamter, Statiſtiker und Publiziſt weit Aherſchreiten, wollte man alle Arbeiten und Auf⸗ gaben anführen, mit denen Dr. Hecht ſich ſelbſttätig befaßt oder an denen er anregend und zielgebend mitgewirkt hat. Mit großem Wiſſen und reicher prak⸗ tiſcher Erfahrung verbindet er eine außerordentliche Vielſeitigkeit des Intereſſes, das ihn zur Betäti⸗ gung auf faſt allen Teilgebieten der Statiſtik führte. Eine Badenerin in Zürich ermordet * Zfrich, 24. Aug. Am Mittwoch nachmittag wurde in einem Ein⸗ ſamilienhaus am Hirſchgraben die 64jährige Köchin Anna Maria Huber aus Oberkirch (Baden) im Keller ermordet aufgeſunden. Die Hausbewohner, eine Familie Heß⸗Bodmer, be⸗ finden ſich zur Zeit in den Ferien. Neben der Köchin waren noch das Dienſtmädchen und der Hund, der vom Mörder ebenfalls angeſchoſſen worden war, zu⸗ kückgebltehen. Nach dem Mörder, vermutlich einem 25, bis 30jährigen Mann, wird gefahndet. Ueber den Hergang der Mordtat wird weiter bekannt: Die Leiche der Köchin wurde im Keller gefunden. Sie weiſt neben Kratzwunden und deutlichen Spuren eines heftigen Kampfes etwa zehn Stiche am Kopfe auf, die jedoch nicht tödlich wirkten; der Tod iſt vielmehr durch Erwürgen herbeigeführt worden. Die vorgefundenen Patronen⸗ hülſen rühren vermutlich von den Schüſſen auf den Hund her, der die Köchin gewöhnlich auf ihren Gängen begleitete. Der Täter wird als ein W- bis 30jähriger Mann beſchrieben, mit blauem Hemd und blauer Hoſe, ſowie dunkler Jacke. Er ſoll eine Mütze und eine lederne Taſche getragen haben, ähn⸗ lich wie die ſtädtiſchen Gasgeldeinzieher. Der Täter muß das Haus gegen 4 Uhr nachmittags verlaſſen haben. Die Bezirksanwaltſchaft hat eine Belohnung von 2000 Franken für die Ergreifung des Täters ausgeſetzt. Wenn das Dachſtuhlgebälk einſtürzt Tauberbiſchofsheim, 24. Aug. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete ſich in Gorchsheim beim Neubau von Johann Walz. Plötzlich ſtürzte das Gebälk des Dachſtuhls ein. Drei Perſonen, die ſich im Bau befanden, wurden verletzt. Der Beſitzer des Hauſes erlitt ſehr ſchwere Verletzungen. Leichter verletzt wurden der Sohn des Beſitzers, ferner Si⸗ mon Weigand und der Landwirt Franz Thoma. Heidelberg, 24. Aug. Als der Ritter Götz von Berlichingen am 23. Juli 1562 zu Grabe getra⸗ gen wurde, gab ihm das Glöcklein von Neckarzim⸗ mern das Trauergeläut mit auf den letzten Weg. Dieſe Totenglocke iſt im Beſitz des Kurpfälzi⸗ ſchen Muſeums in Heidelberg und die Aufführung des„Götz“ bei den Schloßfeſtſpielen erweckte die Er⸗ erung daran. 1 Bruchſal, 24. Auguſt. Der Stadtrat beſchloß, den lebigen Luiſenplatz bei der Reichspoſt zu Ehren des verſtorbenen Reichspräſidenten von Hindenburg in Hindenburgplatz umzubenennen. L Brühl, 23. Aug. Die Eheleute Peter Geſchwill und deſſen Ehefrau Veronika geb. Meixner können bier das Feſt der ſilbernen Hochzeit begehen. Buchen, 24. Aug. Der bei Franz Rödel in Alt⸗ hedienſtete ledige Karl Imhof war mit Zwetſchgenabmachen beſchäftigt. Dabei fiel er ſo un⸗ glücklich vom Baum, daß ihm ein darunterſtehender ſtecken tief in den Leib drang. In ſchwer⸗ derletztem Zuſtand wurde der Bedauernswerte in das Spital nach Buchen eingeliefert. Pforzheim, 24. Aug. Im benachbarten Eiſingen heſuchte ein 28 Jahre alter Mann aus Kieſel⸗ bronn ſeine Braut. Am Nachmittag geriet er mit einem zukünſtigen Schwager in Streit, der ihm da⸗ bei in roheſter Weiſe ins Geſicht trat, ſo daß er ſein künſtliches Auge verlor. 7. Anwelter tobten über Aeberſchwemmung in Baden-Baden— 2 Opfer des Blitzes Großer Obſtſchaden Baden ⸗Baden, 24. Aug. Donnerstag mit⸗ tag drei Uhr ging über Baden⸗Baden und dem Oos⸗ tal ein furchtbares Unwetter mit Blitzſchlag, Donner und Sturm nieder. Bedauerlicherweiſe hat das Unwetter auch ein Todesopfer gefordert. Vier Holzarbeiter aus Lichtenthal ſuchten in einer Hütte zwiſchen Seelach und Scherrbach Schutz vor dem Un⸗ wetter. Der Blitz ſchlug in die Hütte ein und tötete den ledigen 29jährigen Heinrich Majer aus Lichtenthal, der 39jährige verheiratete Johann Ihle aus Lichtenthal wurde vom Blitzſchlag gelähmt. Die beiden anderen Holzarbeiter wurden nur betäubt. a Beſonders auf der Strecke zwiſchen Gernsbach und Hörden richtete das Unwetter große Ver⸗ heerungen an. Ueberall ſieht man umgeworfene Bäume am Boden liegen. Die Felder und Aek⸗ ker ſind grauenvoll verwüſtet. Das Unwet⸗ ter war hier mit einem Hagelſchlag verbunden. Die oft taubeneigroßen Hagelkörner ſchlugen faſt das geſamte Obſt von den Bäumen. Der Schaden geht in die Tauſende. — N R — ——2— 2 125 iltelbaden Hagelweller auch über der Ortenau * Offenburg, 24. Aug. Am Donnerstag nach⸗ mittag ging ein ſchweres Hagelwetter über die Ortenau nieder. Das Unwetter dauerte 20 Minuten. Der Schaden in der Umgebung von Offenburg iſt außerordentlich groß. In Offenburg ſelbſt mußte die Feuerwehr alarmiert werden zum Auspumpen verſchiedener Keller. In der Umgegend war der Schaden beſonders groß im Rebgebirge. Sowohl das Obſt als auch die einzelnen Trauben wurden ſchwer beſchä⸗ digt. Die Erdmaſſen wurden von den Bergen herab auf die Straßen geſchwemmt. Die Trauben wurden zum Teil aufgeriſſen und teilweiſe von den Stöcken herabgeſchlagen. Der größte Schaden wurde von Durbach gemel⸗ det. Man ſpricht, daß der Schaden ſich auf ein Drittel der geſamten Ernte für dieſes Jahr beläuft. Es iſt beſonders tragiſch, da gerade dieſes Jahr eine beſonders gute Ernte zu erwarten gewe⸗ ſen iſt. Autobahn Heidelberg ⸗Karlsruhe Baubeginn im Herbſt * Heidelberg, 24. Aug. In der letzten Stadtratsſitzung berichtete der Oberbürgermeiſter über den Fortgang der Arbeiten der Reichs autobahn. Mit größter Wahrſcheinlichkeit wird, ſo führte er u. g. aus, im Herbſt dieſes Jahres mit dem Ba u der Südſtrecke von Heidelberg nach Karlsruhe begonnen, die auch einigen hundert Heidelberger Wohlfahrtserwerbsloſen Arbeit geben wird. In den Verhandlungen über die Führung der Südſtrecke und die für die Wegeüberquerungen notwendigen Bauten wurden in den Verhandlungen mit der Reichsautobahn folgendes erreicht:: Um das durch die Autobahn und die Reichsbahn abgeſperrte Gebiet am Bahnhof Wieblingen von Heidelberg aus zugänglich zu machen, wird an der Straßenbrücke am Wieblinger Bahnhof mit⸗ tels Tunnel der Wieblinger Weg unter⸗ führt. Die Straße wird entlang der Reichsbahn und durch Verbreiterung der Reichsautobahnbrücke über die Reichsbahn bis ins Wieblinger Feld hinein weitergeführt werden. Dieſes Bauwerk wird auch an der ſüdlichen Seite der Reichsbahn einen Durch⸗ laß für Wagenverkehr haben. Um das Siedlungs⸗ gelände am Pfaffengrund mit dem künftigen Sied⸗ lungsgelände der Gemeinde Eppelheim beſſer zu verbinden, wurde rechts und links von der Eiſen⸗ bahnſtrecke nach Schwetzingen eine Ueberführung der Wege über die Reichsautobahn erreicht. Eine neue Ueberführung in der Höhe des Hegenichshofes wird den Kirchheimer Landwirten es ermöglichen, ohne große Umwege in das Neurott und Allmendgelände zu kommen. Die wichtigſte Zuſage der Reichsautv⸗ bahn iſt, daß an der Kreuzeug der Straße zwiſchen Kirchheim und Schwetzingen die Südſtrecke der Auto⸗ bahn einen Einlaß von Heidelberg her er⸗ hält. Die alte Speyerer Straße wird zu dieſem Zweck ausgebaut und es iſt beabſichtigt, ſie in gerader Linie bis nach Speyer durchzuführen. Auf dieſe Weiſe iſt es möglich, auf der Autobahn von Karlsruhe bezw. ſpäter von Baſel herkommend, un⸗ mittelbar nach Heidelberg hereinzufahren und dann Heidelberg über die Einlaßſtelle an der Wieblinger Landſtraße in Richtung Mannheim wieder zu ver⸗ laſſen. Dasſelbe iſt natürlich auch in umgekehrter Richtung möglich. Dieſe Regelung wird für den Fremdenverkehr in Heidelberg deshalb von großer Bedeutung ſein, weil durch die leichte Zufahrtsmög⸗ lichkeit von beiden Seiten her zu einem Verweilen in der Stadt eingeladen wird. Kommunaler Brief aus Raſtatt * Naſtatt, 24. Auguſt. Um den geſamten Fehlbe⸗ trag der vergangenen Jahre, der ſich auf über 1,7 Millionen Mark beläuft, zu decken, hatte die Stadt⸗ verwaltung beim Stadtrat den Antrag geſtellt, die Bürgerſteuer auf das Siebenfache des Reichs⸗ ſatzes zu erhöhen. Nachdem der Stadtrat dieſe Er⸗ höhung ablehnte, hat nunmehr der Bürgermeiſter auf Weiſung der Staatsauſſichtsbehörde die Er⸗ höhung der Bürgerſteuer auf das Siebenfache des Reichsſatzes angeorönet. Für dieſe Anoroͤnung war maßgebend, daß der Miniſter des Innern trotz der nicht erheblichen finanziellen Auswirkungen eine Erhöhung der Bürgerſteuer für geboten hielt, weil es ſich nicht vorausſehen läßt, ob die Unterlaſſung dieſer Erhöhung nicht bei der Neuregelung des Steuerweſens durch das Reich mit Nachteilen für die Staoͤt Raſtatt verbunden ſein wird. * Karlsruhe, 23. Auguſt. Das Landeskriminal⸗ polizeiamt entließ am 18. Auguſt in Anwendung des Amneſtiegeſetzes insgeſamt 43 Inſaſſen des Landesarbeitshauſes Kis lau. Bet einer Anzahl weiterer Inſaſſen wird die Entlaſſungsmög⸗ lichkeit zur Zeit noch nachgeprüft. NsDAp-Mifeilungen Aus nartelamtlichen Bekanntmachungen enmnsmmen Anordnungen der Kreisleitung Sämtliche politiſchen Leiter des geſamten Kreisgebietes Mannheim einſchl. PO⸗Spielmanns⸗ und Muſikzug, welche zum Reichsparteitag als Morſchteilnehmer gemeldet ſind, treten am Samstag, den 25. Auguſt 1994, nachmittags 4 Uhr, auf dem Exerzierplatz hinter den Kaſernen pünkt⸗ lich in vorſchriftsmößiger Ausrüſtung an. Der Kreisausbilder. Strohmarkt. Sämtliche Marſchblockteilnehmer am Reichsparteitag in Nürnberg treten Freitag, den 24. Auguſt, 20 Uhr, vor dem Ortsgruppenheim im Dienſt⸗ anzug an. B dM Freitag, 24. Auguſt, Leichtathletiktraining für ſämt⸗ liche Sportwartinnen des Bom und Biene ab 19 Uhr im Stadion, und für diejenigen Mädels, die das kleine oder große Sportabzeichen und Leiſtungsabzeichen des Bom machen wollen. Außerdem hat jede Gruppe ihre fünf beſten Turnerinnen zu ſchicken. Bd Mi Gruppe Strohmarkt. Die Mädels, die Luſt haben, vom 29. Auguſt bis 2. September nach Waldwimmersbach zu gehen, kommen am Samstag, 25. Auguſt, 18 Uhr, auf den Marktplatz..50 Mk. für Verpflegung und Bahnfahrt ſind mitzubringen. Untergau Mannheim. Diejenigen Mädels, die am Sams⸗ tag und Sonntag mit auf den Dilsberg gehen, ſind am Samstag um 14 Uhr an der Oc G. Für Unkoſten (Fahrt, Uebernachten uſw.) ſind.80 Mk. mitzubringen. NSBO Strohmarkt. Die für 14. Auguſt vorgeſehene Amtswal⸗ terſikung findet nunmehr heute, Freitag, um 20 Uhr im „Wartburg⸗Hoſpiz“(Saal) ſtatt. Erſcheinen ſämtlicher Amtswalter unbedingt erforderlich. Es ſpricht Pg. Döring. NS⸗Hago Deutſches Eck. Sämtliche Amtswalter(Zellen⸗ und Blockwarte) erſcheinen Freitag, 24. Auguſt, 20 Uhr, im „Haus der Deutſchen Arbeit“. Deutſche Arbeitsfront Kreisbetriebsgemeinſchaft 8: Druck. Montag, den 27. Auguſt, 20 Uhr, für ſämtliche Fachſchafts⸗ und Sparten⸗ warte Sitzung im Pfalzkeller, N 7, 8. N SEB Die Reichsamtsleitung der NS gibt anläßlich des Reichsparteitages in Nürnberg Karten aus für die Son⸗ dertagung des NScsB. Diejenigen Nis B⸗Mitglieder, welche nach Nürnberg fahren und an dieſer Sondertagun teilzunehmen gedenken, melden dies bis zum 25. Auguſt an die Geſchäftsſtelle des NSOB in B 2, 9. NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ Beſonderer Umſtände halber iſt es uns nicht möglich, die Fahrt mit einem Sonderzug durchzuführen. Die Teil⸗ nehmer der Fahrt können am Freitag, 24.., abends 6 Uhr, die Fahrkarten gegen Nachzahlung von 3/ auf der Geſchäftsſtelle der betr. Ortswarte in Empfang neh⸗ Freitag, 24. Aus der Pfalz Das endgültige Wahlergebnis der Pfalz r. Ludwigshafen, 24. Aug. In der Sitzung des Kreisausſchuſſes der Pfalz wurden geſtern vormittag unter Vorſitz des als Kreiswahlleiters beſtellten Oberbürgermeiſter Dr. Ecarius auf Antrag des Wahlreferenten Dr. Moll vom Statiſtiſchen Amt die Ziffern der vorläufigen Zählung ohne größere Beanſtandung anerkannt. Darnach ſteht die Pfalz auch jetzt wieder mit 98,5 v. H. Abſtimmenden und 95,6 v. H. Ja⸗Stimmen an der Spitze aller deutſchen Wahlkreiſe. In vielen Dör⸗ fern wurden 100 Prozent Ja⸗Stimmen abgegeben. Ein ſchwerer Junge gefaßt nd. Hambach, 24. Aug. Hier wurde durch die Neuſtädter Gendarmerie dieſer Tage ein gefähr⸗ licher Verbrecher, der ſich auf Wanderſchaft be⸗ fand, dingfeſt gemacht. Es ſtellte ſich heraus, daß es ſich um einen Einbrecher handelte, der eine ganze Reihe Straftaten auf dem Gewiſſen hat. Es handelt ſich um den 20jährigen ledigen Heinrich Tuchel aus Eſſen. Dieſer wollte über die Grenze nach Frankreich flüchten, um ſich der deutſchen Juſtiz zu entziehen. In Hambach wollte er einen Feld⸗ ſtecher verkaufen, der von einem Diebſtahl herrührte⸗ Den Sicherheitsbeamten geriet er jedoch dabei ins Garn. Nach den näheren Erhebungen ergab ſich, daß es ſich um einen von mehreren auswärtigen Staatsan⸗ waltſchaften geſuchten Einbrecher handelt. Nach der Verhaftung ga der Burſche unumwunden zu, daß er zuletzt das ganze Rheinland bereiſt und dabei mehrere Einbrüche verübt habe. Auguſt 1934 nd. Oggersheim, 24. Aug. Am„Guten Hirten“ in der Mannheimer Straße trug ſich am Donnerstag wiederum ein ſehr folgenſchweres Ver⸗ kehrsunglück zu. Dort rannte ein Perſonen⸗ kraftwagen aus Neckargemünd in voller Fahrt plötzlich ſeitlich gegen einen Baum. Der An⸗ prall war ſo wuchtig, daß das Fahrzeug faſt voll⸗ ſtändig zertrümmert wurde. Die Urſache des Unglücks iſt noch nicht einwandfrei geklärt. Die Wagenlenkerin kam wie durch ein Wunder mit leichten Verletzungen davon. .45 Uhr, vor dem Hauptbahnhof Mannheim. Diejenigen Teilnehmer, die ſich auf der Geſchäftsſtelle NS. Gem „Kraft durch Freude“, L 4, 15, gemeldet haben, können die Fahrkarten hier in Empfang nehmen. Sämtliche Kar⸗ ten müſſen bis Samstag morgen 10 Uhr abgeholt ſein, Der Kreiswart. Was hören wir? Samstag, 25. Auguſt Reichsſender Stuttgart .15: Schallplatten.— 10.10: Lieder von Franz Abt.— 10.30: Schallplatten.— 12.00: Mittagskonzert.— 13.20: Schallplatten.— 14.00: Schallplatten.— 14.30: HJ⸗Funk. — 15.30: Volkstümlicher Chorgeſang.— 16.00: Nachmit⸗ tagskonzert.— 17.45: Saartreueſtaffel paſſiert Stuttgart. — 18.00: Stimme der Grenze.— 18.20: Von allerlei Tie⸗ ren. Zehn Lieder.— 19.00: Bunte Stunde.— 20.05: Sgar⸗ ländiſche Umſchau.— 20.15: Leichtes Glück. Sommerliches Funkſpiel.— 21.15: Tanzfunk.— 23.00: Tanz im Monden⸗ ſchein.— 24.00: Nacht marſik. Aus Maunheim über Stuttgart .55: Frühkonzert. Ausführende: Philharmontſches Or⸗ cheſter. Leitung: Ludwig Becker. Reichsſender Frankfurt .55: Schallplatten.— 10.10: Schulfunk.— 12.00: Schallplatten.— 13.20: Schallplatten.— 14.30: Fröhliches Wochenend(Schallpl.).— 15.10: Morſen.— 15.40: Quer durch die Wirtſchaft.— 16.00: Nachmittags konzert.— 18.85: Stegreifſendung.— 19.00: Konſervenmuſik— friſch aus⸗ geweckt.— 20.15: Doppelkenzert.— 23.00: 60 bunte Mi⸗ nuten.— 24.00: Nachtmuſik. Reichsſender München .45: Schallplatten.— 12.00: Mittagskonzert.— 14.20: Jugendfunk.— 14.45: Schach.— 15.15: Leſeſtunde.— 17.30: Münchener Kunſt.— 17.50: Hausmuſikſtunde.— 18.10: Jugendſunk.— 18.30: Kein Geſchäft ſchlecht machen.— 19.00: Volkstänze aus aller Welt.— 21.15: Tanzmuſik. — 23.00: Nachtmuſik. Reichsſender Köln .30: Schallplatten.—.25: Schallplatten.—.20: Vom deutſchen Volkstanz.— 10.30: Für Euch daheim.— 11.00: Guckkaſten.— 12.00: Blasmuſik.— 13.00: Unterhaltungs⸗ muſik.— 14.00: Schallplatten.— 14.45: Kleines Kunter⸗ bunt.—. 16.00: Neue deutſche Tänze.— 17.45: H ſingt und muſtztert.— 17.50: Volk erzählt.— 18.10: Neues aus Forſchung und Wiſſenſchaft.— 19.00: Tanzmuſik.— 20.15 Bunte Muſik.— 20.45: Pennäler. Luſtige Szenen.— 22.30: Weſtdeutſches Kammerorcheſter. Deutſchlandſender 620: Frühkonzert.— 10.10: Kinderfunkſpiele.— 11.43: Wiſſenſchaft meldet.— 12.00: Reichswehrkonzert.— 15.20: Kindergarten auf der Funkausſtellung.— 17.50: Start der Saartreueſtoffel am Luftſchiff Graf Zeppelin in Friedrichs⸗ hafen.— 18.20: Arbeitskamerad, du biſt gemeint.. 18.50: Laßt Blumen ſprechen(Schallpl.).— 20.10: Bunter Abend.— 22.25: Das neue München.— 23.00; Tanz im Mondenſchein. Wien men. Alle treffen ſich am Sonntag, 26. Auguſt, morgens 19.15: Aus dem Feſtſpielhaus Solzburg: Don Giovonnk⸗ Tragikomödie von Mozart.— 22.50: Abendkonzert. !... r ũũ ããũũũ y 500 Mit wirkende. Prachtvolle Ausstattungen und Aufzüge. f 28. August 1934 ͤ ab Worms über Ludwigshafen, Neustadt an der Haardt und Kaiserslautern VVV 5 u. ab Karlsruhe uber Germersheim, Landau, Biebermũhle nach Geltersweegzur großen Kundgebung der Neichsbetriebsgemeinscheft nalen and Versicherungen auf der Grenzland- Freilichtbühne Queidersbach bei Landstuh 9g. Reiehsleiter Leneer sprieht. Anschließend Aufführung des großen hisforischen Sickingenspiels „D AS NEUE REle H“(Sickingen) Von Nermann Graedener Herrliche Naturbühne, ausreichende schattige Sitzplätze, Badegelegenheit im Waldweiher erswoog(Strandbad). Schattige Parkplätze.— Sonder- Eintrittskarten Ni.—.50 gegen Vorzeigen der Sonderzugskarte an der Tageskasse. Fahrkarten bei der Ortsgruppenleitung der Reichsbetriebsgemeinschaft Banken und Versicherung en oder am Fahrkartenschalter. 5 an der SAARGRENZE (reichs wichtig) Fahrplan: Anschluß: von Grünstadt n. Franken- ab 5 Uhr 45 thal 5 Uhr 40 ab 6 Uhr 23 von Bad Dürkheim n. Neu- Ab 6 Uhr 30 stadt 6 Uhr 10 Ludwigshafen ab 7 Uhr 15 von Speyer n. Schifferstadt Schifferstadt ab 7 Uhr 29 5 Uhr 54 Neustadt Hdt. ab 7 Uhr 48 ab 20 Uhr 20 Worms Frankenthal Oggersheim Rückfahrt: Gelterswoog Anschluß: Bergzabern nach Landau Kaiserslautern ab 8 Uhr 32 Gelterswoog an 8 Uhr 52 Karlsruhe ab 7 Uhr 56 Germersheim ab 8 Uhr 38„„ Landau ab 9 Uhr 13 Kandel nach Landau n 19 59 1 5 32„ 6 Uhr 40 Biebermühle a 1 14 5 Rückfahrt: Gelterswoog an 10 Uhr 40 e ee e e e 05 a—— 1 25 2 — Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe N Von zu ichn nzen 3 5 de Jaden ſondern getroffen. in Iffez Im Mittelpunkt ber Uttings(Geſt. Graditz) Landzunge und Nemeſis. weſtdeutſchen, ſüddentſchen und norddeutſchen Pferde Von Frankfurt gingen am Dienstag Viadukt, Artiſchocke mit den Ausländern entgegenſehen. und Valparaiso 1 5 des Intereſſes ſtehen das Fürſten⸗ W. Vrebas(Berlin) Creolin und Verräter. und das Badener Ausgleichs ⸗ die lange 4000⸗Meter⸗Strecke. Nicht 3499 ing des erf freult cherweiſe die Hauptmacht den Blinzen, bleibt, Horchauf, laufen wird, ſtartberechtigt [unf un Für Deſterreich, die an heim bereits Q g Rennen ennen über der gut ſind auch di N Derbyfahrganges 8 recht 14 noch neun Pferde, Vor dem Start in In der Hauptſache gute Felder— Auch die ſüödbdeutſchen Ställe ſtark vertreten unſerem H. B eten Sport in genannt ſind, ſind bereits weitere den einzelnen Quartier beſt befriedigend der Sonderberichterſtatter Ausſicht. In erer beſten und erfolgreichſten Flach⸗ und 9 entſandt werden, ſe eingreifen werden. Frankfurt geſtarteten Pferde die in die bevor haben, nicht die Heimreiſe an⸗ : in Iffezheim ein⸗ Pferde aus ellt. Rahmenrennen beſetzt. Die klaſſige auf dem Programm stages ſchnitt bei Zahlung des letzten Einſatzes ab; ſie vereinigt die zudem qualitativ nach wie vor der Ställe repräſentieren. der für den Großen Preis Airolo, Graf Amalviva und Geſtrichen am Freitag im Sachſen⸗Weimar⸗Rennen Renvers. Als vorausſichtliche Starter kommen gende acht Pferde Geſtitt Erlenhofs Athanaſtus, 59 Kg.(Raſtenberger). in Frage: für das 14000 Mark(2100 Meter) Rennen fol⸗ Geſtüt Erlenhofs Inland, 49% Kg.(). Blumenfeld u. Samſons Grand ſeigneur, 58 Kg. (O. Schmidt). Blumenfeld u. Samſons Raſpntin, 52 Kg.(). Frau J. v. Opels Ehrenpreis, 55 fg.(K. Narr). M. Tillements Aux Ecoutes, 53 Kg.(F. Herve). Geſtüt Ebbeslohs Agalire, 52% K R. Haniels Ebro, 52 Kg.(E. Böhlke). Ecbutes, der für das Fürſtenberg⸗Rennen beſtimmt iſt, Das Badener Ausgleichs⸗Jagdrennen Bonnet de Nuit, Town Goſſip, Jeune Chef, ein alter 00„ über 4000 Meter wird eine ſehr gut beſetzte Bekannter der Fffezdemer Fenn mewar, Sone; N N58 2 2„Hot 51 f Narri 87 e ter⸗ echaſe werden. Das lange Hindernis ren⸗ d Hotel, die im orjahre im Zukunf 5 inen vi a n ten Platz hinter Pelopidas, Aſtronomer und Agalire be⸗ Ren wird von folgenden beſtritten: Frau S. Fockenberghes Le Frhr. v. Bottlenbergs Haudegen, 69 Kg. Graf Beiſſel v. Gymnichs Champagner, 69 Kg.(ö. Weber), Heinz Stahls Creolin, 68 Kg. (Beſitzer), Graf E. Salam, 68 Kg. [Hr. Schlitzkus), (W. Blumenfeld u. g.(E. Grabſch). Fils de la Lune, 70 Kg.(), (H. Weber) oder Hauſer), Lt. P. (K. Pfänder) und evtl. Et. v. Holteys Hetmau, 60 Kg.(Beſitzer). Dank ſeiner guten lichen Hauptereignis des erſten Reuntages wepden. Beſetzung wird es zum ſ p Nach den vorliegenden Boxenbeſtellungen kom. A. men folgende Vollblüter nach Iffezheim(nach Trai⸗ den ſechs ſtehen⸗ A Auch die meiſten der am 755 Frankreich und Rennen teilnehmen, iſt Mu ſys Solms Hykſos, 66 Kg. Samſons Tropoatore, 63 Kg.(W. Wolff), L. Schneiders Etiole du Soir, 61 Kg.(), H. Buchmüllers Georgia, 61 Kg. kommen Baden⸗Baden, 24. Auguſt. und. N 5 3 5 Marke Programm für den Eröffnungstag des Internatio⸗ b Baden⸗Baden ſtellt in ſeiner Geſamtheit 1 H. N ſind na d 8 5 1 7 5 ſind nach dem 1 Reugeldtermin noch Feldſold geblieben. Aus allen Teilen 2 ondere aus der Zentrale, wird eine . R pelſprun des Von Renmſtällen ſchickt H. Buchmüller⸗Mußbach(Pfalz) von Siegfried, Aigan, Laute, Georgia und Reichsmark. Die Hindernispferde wird in Iffezheim K. Pfänder reiten. wur⸗] R. Mätzig(Frankfurt) kommt mit Fichtennadel für das friſch tag die mann und J. mit ein entſendet, wird na ſetzte, K ſich ſind, jüngſte Meter) verſamm ort Kilo Böhlke); Polopennes. W. F. toſaks Re Herrn Faber einen künftig in R. Mit Spannung kann man der Begegnung der beſten R. Auch Mannhe Schwarzwald⸗Rennen Peladros und Raugräfin für das Verkaufs⸗Flachrennen. Baden) ſchickt für den Diens⸗ A. Ruf⸗Knielingen wird ſich an dem Schwarzwald⸗Rennen mit Bajuwarin beteiligen, Wagner⸗ Mannheim mit Clivia mer⸗Mannheim mit dem vierjährigen 7 Von den Haßlocher Trainern wird R. Doppelſprung, e Spata O. Lienhardt(Oberbruch i. gegründete Jahrgang mit 14 000 Im einzelnen: (E. Grabſch); Zehmiſch); (W. Printen); R und C. Iffezheim von Berlin Janus, Origenes, Pel Der wird ſeine 2 gaſt fand in n Engagements errn H. neuen Beſitzer. aſhs(Berlin) Gardejäger At. A. Olejniks(Berlin) Agalire und Liedervater. .) Lotta. Mecklenb Herodot und opran. Peters(Kreien i. (Berlin) (Berlin) Loe. iths ſowbeit fir Graf Solms(Oſtpreuf 0 Hykſos. 5 n J Alb Schläfkes(Berlin) Ehrenpreis, Enak, Fehler und Geländeritt von Berlin und Irländer ſowie Calva von Horſt⸗Emſcher ſowie danſeat von Frankfurt a. M. Dop⸗ ſeinem Frankfurter neuen Beſitzer. Wortmann⸗Haßloch trainiert. g fand nach den in Süddeutſchland unter R. Collein alte Stute Selmel. den dreijährigen Ignatzek Lakai, Stall bis zwei Pferden erſcheinen. Spanga ſchicken. auch di Vollblüter hat ſein Erſch ch Iffezheim fo einen nde itchen Garden, der vorjährige Damen⸗Preiſes und Tortue. Während im Fürſtenberg⸗Rennen die Dreijährigen unter Zukunfts⸗Rennen Dienstag im Stelloſche'n am ein wird geben. Mk. wird vorausſichtlich eln. ſechs Pferse von Oppenheims Haniels M. Tillements Town Goſſip 52 Frfr. S. A. vorjährige Lar Buchmüller⸗ und von Engagement in Der Dreijährige wird mer Pferde dabei und Dr. Mainſpitze in Frankfurt⸗Niederrad wird Herr M. Metz, der alljährlich aus dem Nachbarlande einige Pferde mal Gewinner ausgeſtattete Zweijährigen⸗Rennen Hauptgeſtüt Graditz' Artiſchocke 53,5 Kilo Hauptgeſtüt Graditz' Volparaiſo 50 Kilo(5. Sturmvogel 55 Conteſſina 52,5 Kilo(E. Kilo(F. Herve); . Weinbergs Auſonius 51, Kilo(O. Der Frankfurter Stall der Herren A. und C. v. Wein⸗ opidas, idgrafen⸗Sieger nicht erfüllen; Mußbach einen Horſt Emſcher anſäſſigen (28. Auguſt) Ham⸗ Sort⸗ Auch der neu⸗ Tillement⸗ zugeſagt. Er beordern: Aux des der Das ebenfalls (1200 an den Start Schmidt). nern geordnet): A. Althofs(Berlin) Ebro, Ti, Conteſſina. Von Frank⸗ furt gingen am Dienstag Travertin, der im Großen Preis ſtartet, und Laredo weiter. G. Arnulls(Berlin) Airolo, Zdeolog, Sturmvogel, Schwarzlieſel, Blinzen und Arabeske. Die Oppenheim⸗ ſchen Pferde ſtarten erſt am Dienstag reſp. Freitag. A. v. Borckes(Berlin) Athanaſius, Laotſe, Herzog, Kohinor, Forſythia, Siſt, Inland, Marqguiſe de Arezzo und Seraphine. Die neun Pferde haben ihre Reiſe in Frankfurt a. M. unterbrochen, und gingen ebenfalls am das die Hauptnummer des zweiten berg, der dieſe Prüfung im Vorjahre mit Pelopidas G. Streit) gewann, ſtützt ſich diesmal auf Auſonius. Der von Oleander aus der 1 zahme ſtammende Hengſt lief logthin in Frankfurt hinter Artiſf„die knapp gegen den Wein⸗ berger gewann, 2115 großes Rennen. Beide Pferde treffen ſich hier erneut wieder Eine intereſſante Begegnung kommt auch durch Sturmvogel und Conteſſina zuſtande. M. Tille⸗ ment, der im Fürſtenberg⸗Rennen durch den Start von Aux Ecoutes die gusländiſchen Forben vertritt, wird auch im Zukunfts⸗Rennen mit Town Goſſip als einziger Aus⸗ länder an den Start gehen. Neben dem Zukunfts⸗Rennen, Tages bildet, werden das Sachſen⸗Weimar⸗Rennen, der Oos⸗Ausgleich und das Dienstag weiter. Marmolata, des Herrn Ziegenbein, wird an den Ifſezheimer Rennen nicht teilnehmen. Dreijährige konnte am Sonntag ſein Frankfurter Enga⸗ gement nicht erfüllen, weil er ſich am Samstag bei der Morgenarbeit vorn links verletzt hat. portfähig iſt, wird er nach Berlin zurückverladen. E. G. Butzkes nau, Meiſterſchütz, Silberſtreif, Herodias. Von Horſt Emſcher geht Napoleon weiter. W. Blumes(Berlin) Blitz. E. Feierabends(Hamburg) Edelſtein. H. v. Herders(Berlin) Tantris. A. Horaleks(Berlin) Caſſius, Confuzius, Grand⸗ rechtigung, Berlin) Grenadier, Immerfort, Lerche⸗ ſeigneur, Raſputin und Marquis. R. Johnſons(Berlin) Leidensweg und Wolkenflug. Sobald er traus⸗ Der beſſeren ührlich zurück. Wir kommen eine Vorſchau mit vorausſichtlichen Henne, Stelzer Bergſtraßen von Wales deutſchem Boden zu veranſtalten. gen vom 27. Heyden⸗Linden⸗Jogdrennen über 3400 Meter noch zu den Prüfungen zählen. auf Der Kampf um die Silbervaſe Die Teilnehmerliſte der Motorrad⸗Sechstagefahrt Durch das hervorragende Abſchneiden des BMW⸗Teams in den errang ſich Deutſchland die Be⸗ die Internationale Sechstagefahrt 1934 Sie findet in den Ta⸗ und Mauermeyer Auguſt bis 1. September mit N. Kalffs(Berlin) Rückert und Trovoatore. tenkirchen als Zentrum ſtatt. Im E. Maunes(Berlin) Cyklop, der in einigen Jagd⸗ bewerb um die Silbe rennen ſtartet. land, Irland, England, F. Murray(Stall Weinberg) ließ am Donnerstag von Frankfurt Janitor und Auſonius weitergehen. Dagegen Deutſchland: A⸗Mannſchaft: in unſerer morgigen Ausgabe noch aus⸗ Länderwett⸗ * v aſe konkurrieren Deutſch⸗ die Tſchechoſlowakei und Italien mit je zwei Mannſchaften in folgender Beſetzung: Geiß, Müller, W. Winkler Siegern H. B. fürchterlichen auf Garmiſch⸗Par⸗ Zwei Deutſche als Erſte in Poſen! Der zweite Tag der als Länder kampf Polen gewerteten R lin— Warſchau Schneidemühl—Poſen. ſchen beſſer ab als ihre Gegner, aber es bemerken, daß die Polen ſich mit der Taktik der Deutſchen ſchon etwas abgefunden hatten, ſo daß es ſehr ſchwer war, ſie unterwegs abzuſchütteln. unvergleichlich beſſere Jan d Deutſchland vergrößert den Vorſprung im Radl ee brachte die nach Schneidemühl. Der Sieg der Träger unſeres Nationaltrikots ſtand aber zu er wäre noch etwas klarer ein Maſſenſturz keiner vor dem Ziel Auch dies Immerhin ho Reſultate heraus als auf der Fahrt * Zeit in ausgefallen, Verwirrung in die Reihen 88 adfernfahrt 103 Km. lange 1 mal Frage, wenn nicht Deutſch⸗ ſchnitten die war deutlich en die Polen noch die Netze paſſiert w Ber⸗ niſche Charakter der Str Etappe Reihe von die Deut⸗ nur Mater zu nahm verſchärf und 7 die abe berger zurück, wieder am Hinterrad. ſchied mit polniſche Beide ſch bei einem nen Der Rahmenbruch fte ſich das bald führte r ſchon Kranzer als dann wi chl 1 Sturz eine getragen hätte. Nur Scheller und Hauswald behielten noch mit einer Hand ruhiges Blut und entgingen ſo dem Schickſal, in das rück. 27 Km. vor de Durcheinander mit hineingeriſſen zu werden. Scheller er⸗ men, davon waren ne wies ſich im Endſpurt als der ſtärkere und ſiegte vor F reichte Hauswald. In der nächſten Gruppe befanden ſich ſechs die 1 9 deutſche und zwei polniſche Fahrer. Als beſter Pole be⸗ l legte Kielbaſa den dritten Platz. Olecki, der die erſte 5 1 2 Etappe ſo tapfer durchgeſtanden hatte, wurde Zwölfter bavonzuſpurten. D und damit Zweitbeſter der polniſchen Mannſchaft. ßen ging es unter Die für die Länderkampf⸗Wertung in Frage kommen⸗ 9 tadion. den ſechs Beſten benötigten: Deutſchland 20:12:05,4 Std., Spitzenreiter aufs wär Polen 20:42:19, Std. jend Zuſchauern. Scheller Anlerwegs knapp und erntete auf Beifall. Auf recht guten Straßen ging es von Schneidemühl Ergebnis 7 durch die ehemalige deutſche Kornkammer, allerdings machte die Staubplage ſich ſehr geltend. Das Feld blieb verhältnismäßig ſehr lange zuſammen. Beſonders die Polen beachteten ſorgfältig jede, auch die geringſte Tempo⸗ ſteigerung der jeweils führenden Deutſchen, ſie hatten an⸗ ſcheinend aus der kataſtrophalen Niederlage vom Vortag 822: ſehr viel gelernt und hatten nicht die geringſte Luſt, ſich 1 noch einmal der Gefahr, 3 Bei Deutſch⸗Uſch wurde die Grenze paſſiert, was ohne Schwierigkeiten vonſtatten ging, nachdem auch 1. auszuſetzen. (Da); B. (NSu). England: A: Villiams(Norton), Povey(BSA), Rowley (AS); B: Gregor(Rudge), Heath(Ariel), Thacker(Royal Enfield). Irland: A: Duffin, (Ariel), Campbell Enfield). Italien: K: Cimatti, Prini, Rebuglio(Bianchi); B Tomaſi(MSA). necci, Picozzi, Mannſchaft: (New Zwanzig Klub⸗Mannſchaften derart Rüttchen, acht engliſche, diſtanziert zu Oettinger, Lee, Moran(Matchleß); B: Imperial), Stewar bewerben zwei holländiſche, iriſche und je eine italieniſche und tſchechiſche. Schon über 250 Meldungen zur Saar-Treuefahrt nach Koblenz er Wie NS Kit und D D A C als Veranſtalter der Saar⸗ Treuefahrt aller deutſchſtämmigen Kraftwagen⸗ und Kraft⸗ radfahrer mitteilen, ſind bereits jetzt, Erſcheinen der Ausſchreibung, über 250 Meldungen ein⸗ Ein ſchöner Beweis, Kraftfahrer ſeine heilige Verpflichtung, unſeren Brüdern an der Saar ſeine Verbundenheit zu beweiſen, kennt. Ziel kontrolle der Fahrt befindet ſich auf der Kart⸗ hauſe und iſt am Samstag, den 25. Auguſt von—20 Uhr und am Sonntag, den 26. Auguſt von—14 Uhr geöffnet. Am Samstag, den 25. Auguſt, 20.30 Uhr, findet ein Heimat⸗Abend in Sonntag, den 26. werden die Saar⸗Treuefahrer aus lands auf der Karthauſe empfangen. dann die große Saarkundgebung ſtatt. 0 durch ein Rieſenfeuerwerk won der Feſtung Ehrenbreit⸗ verbunden mit einer Rheinhöhenbeleuchtung, gelaufen. Saar Koblenz ſtatt. ſtein, geſchloſſen. Leichtathletikklubkampf in Plankſtadt TG Plankſtadt 1890 ſchlägt TV Oeſtringen mit Zum Abſchluß der Sommerpauſe veranſtaltete die Turn⸗ gemeinde 1890 Plankſtaoͤt mit dem Turnverein Oeſtringen einen leichtothletiſchen Vereins kampf, die Leichtathleten der Turngemeinde ſicher gewinnen konn⸗ In den Laufkonkurrenzen konnte ſich jeweils Oeſtrin⸗ gen behaupten, während Plankſtadt in Sprung und Wurf ten. der Rhein⸗. Auguſt vormittags daß auch der und allen Gauen Um 15 120½:139% Punkten vorherrſchend blieb. (TV Oeſtringen= TV, 1. Vetter⸗TWV 12 100 Meter: Laſchmann⸗ TV Steinſtoßen: 1 Vetter⸗TV 792; Die Ergebniſſe: 6. Becker⸗TDV 7,31 Meter. Kugelſtoßen: 1 10,15; 6. 800 Meter: 6. Schuhmacher ⸗DG. Seitz⸗TG 11,72: Büttner⸗TG 11,50; 4. Batzler⸗ TV 10,19; Maier⸗TV 10,14 Meter. 1. Stroh⸗YW:19; 8. Hotz⸗TV:20, 4. Berlinghof⸗TG:24,2; 5. Gund⸗TG; TG Plankſtadt= TD) 2. Büttner⸗TG 12,1: 3. 4. Gumm⸗TG; 5. Ochs⸗TG; 6. Maier TV. Seitz⸗TDG 8,92; 2. Büttner⸗TG 8,36; 8. 4. Gumm⸗TG 7, 69, 5. 2. Barth⸗ TV werden, Schmitt ſich um Preis des Führers des Deutſchen Kraftfahrſports, zwar vier deutſche, wenige Tage deutſche Stadthalle zu Deutſch⸗ Uhr Der Abend wird Längle⸗TV 2. Gumm⸗TG 11,60; 3. 5. Vetter⸗TV Ole 327 57; TV 1,47; 6. Längler 1⸗ T Archer 4 mal 100 Meter; 1. D (Royal ſtadt 48,1 Sek. Schleuderball: : Bo⸗ 49,55; 3. Hotz 225 47,577 TV 45,96 6. Lachemann⸗ TV den 400 Meter: 1. Stroh⸗TV 56 11100 mir⸗T 59, 4. Ochs⸗DG 59,1; 5 haröt⸗TG 6175 Sek. vier 2,907 2. 2,70, nach Die der heißen. und 7. ſammen 9 Uhr findet ab⸗ Flugwe Tſchecho den 7,415 Kaffee L :19, 2 Lied“. :28:10,2; 18, Stand Deutſchland 65:55:32, 3 5 TG 38,74 1 Stabhochſprung: 12 Hotz⸗TW und Lachemann⸗TV 4. Berger⸗TG 2,30 Meter. Runde: 1. gemeinde Plankſtadt:45 Min. 10 mal Mannheimer Lichtſpiele: Wieczek⸗ P cki:28:09,8 des 87,27 W. Seitz⸗TG Diskuswerfen; 31,66; V 28,57; 6. verurſach bald hing i Schweinfurter Se aus. f Tempo. ſie es galt, Oberbeck mſte Weitſprung: 1. Büttner⸗TG 6,01; 2. 3. Eſſert⸗TV 5,89; 5,69; 6. Batzler⸗ 5 5,1 Meter. Hochſprung: 015 8 Seitz⸗ TG 5,78; Büttner⸗D 4. Schuhmacher⸗ 4. Lachemann⸗TV ar, machte 7 V ßen bem aber aN eine n Häuſern N Schneidemühl—Poſen über 10g Kim. e en:22:15; 4. K 1 D 3: 22 167 4 Löber D-271 49 87 13. Sta:28:10 Korſak/ Zalewſki⸗P; 16. Länderkampfes l. nach Std.; 2. G 1,62: Becker 1,7 Meter. 4. Speerwerfen: 1. Bütttner⸗TG 50,107 2. 36,64 Meter. Mater⸗ 2 Batzle 1. Schuhmacher⸗ 00 Büttner⸗TG 31,64; 4. Längler⸗TV 30,70, 5. Läng⸗ 27,09 Meter. 9 80 und N TW Oeſtringen:40,83; 2. Turn⸗ September in Der deutſche tübewerb auf ſlowakei flog. Freitag, 24. Auguſt Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Roſarium, Neuoſtheim, Harrlachweg: Gebffpet v. 1620 ihr. Bad Junioren Köln⸗Düſſeldorfer Rheinfahrten: Rüdesheim— Aßmannshauſen— Bacharach und zurück ſowie dreitägige Rheinreiſe nach Bad Honnef⸗Königs⸗ winter und zurück. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uher Weinheim— Birkenauer Tal— Mörlenbach— Fürth— Lindenfelg — Bergſtraße— Mannheim. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarettprogramm Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof. Pfalsbau⸗ Kaffee: 15.90 und 20 Uhr Kabarett und Tanz. Zu den Kopenhagener Kanumeiſterſchaften wird uns mitgeteilt, daß die erfo Kanu⸗Geſellſchaft Der nächſte Golfländerkampf führt Salzb Odeon: Konzert(Verlängerung). — Gloria: Univerſum: Scala:„Der Springer von Pontreſina“ hullenjdhann 30 ellung zu, er üßt von swald Waſilewſki⸗P. Polen 69:80:02 0. 2020. Lachemann⸗T 599, 5. Schuhmacher⸗ ch 2. Spun TV 1,57; Oeſtringen 47,8; TG 40ů,7 73. 5 46,753 Ugreichen Paddler von Zahn⸗ Kleiber Deutſchland om 6. runn mit Schweden zu zolfmeiſter v. Beckeralh⸗ Krefeld ſchlug bei den engliſchen Junioren⸗Meiſterſchaften den Schotten Train mit 2 und 1. Einen Segelflug von 335 Km. bewältigte dem Heſſelberg beteiligte bayeriſthe Segelflieger Ziegler, oͤer vom Heſſelberg nach Tabor in der Ziegler iſt damit der fünfte Segel⸗ flieger, der in dieſem Jahre mehr als 300 Km. weit flog. „Die Cſardasfürſtin“, Alhambra:„Der Herr der Welt“.— Schauburg „Der moderne Robinſon“.— Roxy:„Ein Herz für ein „Ein gewiſſer 15 Gran . vor Poſen 13 deütſche 0e ammen, Nür n 8 Der konn 1 vielen a im Endſpurt ö nde ungeheuren 9. 14. Weiß⸗ D zwei Etappen: 5. Lachemann⸗ 2. TO Plant⸗ 2. e T0 Batzler⸗ 57,8; 8. Boſſi⸗ 59,3; 6. Engel⸗ e 4456 88,59, N 5 3,59, 5. Vetter 31,72; 2. Seitz⸗ do f der beim Sternprofektors, 7 Uhr Wiesbaden Einspaltige Klelnanzelgen bis zu eine Höhe von 100 mm je mm Sig. Stellengesuche ſemm fig. Kleine Annahmeschluf für dle Mittag. Ausgabe vorm. 8 Uhr, für die Abend-Ausgabe nachm. 2 Uhr zur Hauspropaganda ohne Verkauf für erſtes Unternehmen geſucht. ſichtigt wird nur eine richtige Dame be⸗ zügl. Erſcheinung u. Auftreten. und Bezüge nach beſond. 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Herr Poiret beſaß ein eige⸗ 11 eine 77 nes Schloß, eine koſtbare Bilderſammlung und eines euge der Welt. Dann kam die der erſten Privatflugz 0 verlor. Noch ließ Poiret den Kopf nicht hängen; ging es mit den koſtbarſten und ausgefal⸗ lenſten Modeſchöpfungen nicht mehr, ſo mußte es eben auf andere Art gehen! Er verkaufte ſein Ge⸗ ſchäſt an eine Aktiengeſellſchaft, verkaufte ſein Schloß und ſeine Gemälde, wobei er erklärte, er werde dieſe Filder fortan in gleicher Güte— ſelber malen. Als 6 Maler hat er ſich denn auch verſucht, aber ohne Er⸗ ſolg. Er ging hierauf nach Amerika, ſich dort neu entdecken“ zu laſſen, kam nach Frankreich zurück und rührte mit rieſigem Tamtam für ſich die Re⸗ klametrommel. Aber vergebens: ſeine Zeit war zu Ende! Er ſchrieb Theaterſtücke— kein Direktor führte ſie auf. Er ſchriel ſeine Erinnerungen— für den letzten Band ſand er ſchon keinen Verleger mehr. Nächſter Abſchnitt: als„Moden⸗Zauberer“ in einem großen Pariſer Warenhaus, wo er Vorträge hielt in einer Art Zirkuszelt und gleichzeitig ſeine Vorführ⸗ damen mit neuen„Modeſchöpfungen“ ſchmückte, die man ſofort kaufen konnte. Auch das ging nicht. Noch einmal eröffnete er eine Schneiderwerkſtatt, dies⸗ mal im kleinſten Rahmen— aber kein Menſch wollte mehr etwas von dem Manne wiſſen. Die Welt ver⸗ gaß ihn. Erſt jetzt erinnert man ſich noch einmal des einſtigen„Fürſten“ der Damenſchneider und des Diktators der Mode von ehedem: aus Paris kommt die Nachricht, ͤaß Paul Ppiret nunmehr— ſtempeln geht. Seit anderthalb Jahren iſt er arbeitslos, kann nicht einmal ſeine Miete mehr bezahlen und holt ſich vom Arbeitsamt täglich die beſcheidene Summe von zehn Franken ab; er ſteht Schlange im Frack und 8 Zylinderhut, da er andere Kleider nicht mehr be⸗ ſitzt. Amexilianlaclie Non Eine die gegenwärtig Deutſchland Unter den Abordnung der„American Legion“, bereiſt, vor Linden, des maßgebenden ö dem Brandenburger Tor auf dem Marſch zum Ehrenmal wo ſie einen Kranz niederlegte. amerikaniſchen Frontkämpferbundes, Alen wenclen nud Tellende gebaut Eine peinliche Passverwechslung Ruſſiſche Blätter berichten von dem Fall eines Sowjetbürgers, der bei ſeiner Verheiratung erfuhr, daß er ſchon ein paar Monate— tot war. Gregor Iwanoff heißt dieſer immer noch ſehr muntere Buyſche. Er hatte ſich in ein Mädchen verliebt, das er heiraten wollte. In Rußland ent⸗ ſcheiden ſich junge Leute eher dazu als in anderen Ländern, weil ja ein Feoͤerſtrich genügt, um wieder geſchieden zu werden. Da wird nicht viel ge⸗ Dieſe Aufnahme, die zwiſchen dem Brenner und Meran gemacht wurde, zeigt eine von der Grenze zurückmarſchierende Kolonne der italieniſchen Truppen, die anläßlich der Unruhen in Oeſterreich an die Grenze geworfen waren. fragt, da iſt kein Richter, der alles ganz genau wiſſen will, um dann den Weizen von der Spreu zu tren⸗ nen. Da kann ruhig die„Spreu“ zum Scheidungs⸗ büro kommen und ſagen, ſie könne nicht mehr mit dem„Weizen“ zuſammenleben. Sie zahlt dann eine Gebühr, und die Beamtin hinter dem hohen Schalter und dem noch höheren Schreibtiſch macht einen Ver⸗ merk hinter der Heiratseintragung. Die„Spreu“ darf dann wieder auf Freiersfüßen wandeln und heiraten, ohne ſich der Doppelehe ſchuldig zu machen. Ganz bequem— es erzieht die Menſchen ſo ſchön zur Verantwortungsloſigkeit. Da derartige Geſetze beſtehen, fiel es alſo oͤem guten Gregor nicht ſchwer, ſich zur Heirat zu ent⸗ ſchließen. Er zog mit ſeiner Braut zum Heirats⸗ und Scheidungsamt, ſtellte ſich vor dem Schalter auf die Zehenſpitzen und rief der unſichtbaren Beamtin zu, er wolle gern heiraten. Gleichzeitig warf er ſei⸗ nen Paß über die Schranke, die man da vor den Heirats⸗ und Scheidͤungsluſtigen errichtet hatte. Es dauerte eine ganze Weile, bis eine brummige Frauenſtimme rief: „Hier werden nur Lebende getraut. Tote ge⸗ hören auf den Friedhof.“ Gleichzeitig flog der Paß durch das Schalterfenſter zurück. Als Gregor ihn aufgefangen hatte, ſchüttelte er verwundert den Kopf. War denn die Genoſſin Scheidungsbeamter geiſteskrank!? Er lebte doch, ſtand doch vor ihr! Wieder ſtellte er ſich auf die Zehenſpitzen und er⸗ zählte der Beamtin, daß er perſönlich hier wäre, alſo wohl am Leben ſein müſſe. Die brummige Stimme entgegnete, in ſeinem Paß ſtehe der Ver⸗ merk, daß er am 27. Juli 1934 verſtorben ſei. Haſtig blätterte nun der„tote“ Heiratskandidat in dem Paß und fand dort tatſächlich den Vermerk; außerdem noch die Grabnummer 4945. Darun⸗ ter war die Unterſchrift des Verwalters eines der größten Friedhöfe Moskaus. Da ließ ſich nichts machen. Gregor wußte zwar, daß es ſich um einen Frrtum handelte. Aber die Be⸗ amtin glaubte es ihm nicht. Für ſie war er einfach tot. Nun nahm er ſeine Braut bei der Hand und ging mit ihr zum Friedhof. Und dort endlich klärte ſich der Irrtum auf. Er hatte vor mehreren Wochen einen Freund zu Grabe getragen. Da in Rußland die Vorſchrift beſteht, den Paß des Verſtor⸗ benen zur Unterſchrift dem Friedhofsverwalter vor⸗ zulegen, hatte Gregor den Paß des Verſtorbenen an ſich genommen. Nach der Beerdigung hätte er bei⸗ nahe vergeſſen, ihn dem Friedhofsbeamten zu über⸗ geben. Erſt auf deſſen Aufforderung griff er in die Taſche. Dabei bemerkte er nicht, daß er in die linke Seitentaſche griff, in der ſein Paß war, während der des Freundes ſich in der rechten befand. Wenige Tage ſpäter— er hatte ſeinen Paß in⸗ zwiſchen nicht gebraucht— erhielt er den Paß des Freundes zurück. Achtlos warf er ihn in die Schub⸗ lade. Erſt bei ſeiner Trauung brauchte er ſeinen Ausweis, der mit dem des Freundes zuſammenlag. Und da ſtellte ſich denn heraus, daß er längſt tot war, während ſein begrabener Freund amtlich noch unter den Lebenden weilte. Jetzt genügten ein paar Federſtriche, um armen Gregor wieder zum Leben zu erwecken. den — Wer hat nicht ſchon auf Dampfern die Heizer und Maſchiniſten bedauert, die in der Gluthitze der Keſſelräume ihre ſchwere Arbeit verrichten müſſen. Schweißgebadet ſtehen ſie vor der Feuerung, kein friſcher Luftzug bringt ihnen Kühlung. Die Ab⸗ löſung muß in verhältnismäßig kurzen Zeiträumen erfolgen, denn lange hält es niemand in der Glut⸗ hölle da unten aus. Noch immer werden die Keſſel im tiefſten Innern der Dampfſchiffe untergebracht, weil von Anfang an Keſſel und Maſchinen beiein⸗ ander lagen. Da der Platz für die Maſchine ſich aus der Lage der Schraube und der Schraubenwelle von ſelbſt ergibt, ſo war auch die Anordnung für die Keſſel gegeben. So blieben eben Heizer und Maſchi⸗ niſten im tiefſten Innern des Schiffes verborgen. Mit dieſer Uebung iſt jetzt beim Bau eines neuen Dampfers in Norwegen gebrochen worden. Die In⸗ genieure haben die Keſſel auf ein höher gelegenes Deck verlegt und damit den Heizern Licht und Luft gebracht, die ſie ſo lange bei der Arbeit entbehrten. Der Einwand, daß die Keſſel ihres Gewichtes wegen an einer möglichſt tiefen Stelle des Schiffsrumpfes untergebracht werden müßten, iſt von den Nor⸗ wegern wioͤerlegt worden. * — Ein Opfer ſeines Pflichtbewußtſeins wurde der Beamte der Südeiſenbahn⸗Polizei in Shoreham. Wie immer, tat er ſeinen Dienſt auf einem kleinen Bahnhof, der einige Kilometer vor Shoreham liegt. Ueberall flogen ſeine Augen umher; denn der Bahn⸗ ſteig war überfüllt mit Wochenendreiſenden. Plötz⸗ lich tauchte über der Station ein Flugzeug auf, in dem ein engliſcher Kunſtflieger Loopings ausführte. Selbſtverſtändlich intereſſierte das die Reiſenden, und ſie traten zurück, um den Flieger beſſer beobachten zu können. Entſetzt erkannte der pflichtbewußte Po⸗ liziſt, daß mehrere Reiſende zu nahe an den Gleiſen ſtanden. Schon zwei Minuten ſpäter mußte ein ſchneller elektriſcher Zug die Station paſſieren. Er hielt hier nicht, ſondern raſte ſtets mit unverminderter Geſchwindigkeit öͤurch den Bahnhof. Erregt rief der Beamte den Reiſenden zu:„Bitte gehen Sie von den Gleiſen!“ Doch da das Flugzeug gerade in ganz geringer Höhe flog, übertönte das Motorengeräuſch ſeine Stimme. So wußte ſich der Poliziſt keinen anderen Rat, als die Gleiſe entlang zu laufen und die unvorſichtigen Reiſenden mit Ge⸗ walt weiter auf den Bahnſteig zu ſtoßen. Doch er hatte das gerade mit dem zweten Unvorſichtigen ge⸗ tan, als der Zug heranbrauſte und ihn erfaßte, ehe er auch nur einen Fuß von den Gleiſen ſetzen konnte. Durch das Aufgebrachtſein eines Reiſenden, der von dem erregten Poziſten unſanft weitergeſtoßen wurde, waren die anderen aufmerkſam geworden und hatten den Zug heranbrauſen hören. Alfred Haines, der Beamte, zeigte, daß er ein ganzer Mann war. Er verlor ſein Leben, um 10 bis 12 andere Leben zu retten. ROMAN VoN PAUL OSKAR HCECKERH 31 „Nein, von einer ſolchen Abſicht hat er mir nichts geſagt. Ich war deshalb ebenſo beunruhigt wie alle andern Mitreiſenden, als er beim zweiten Ab⸗ ſahrtszeichen des„Levantv“ in Catania noch nicht gur Stelle war.“ Sie nahmen aber doch ſelbſtverſtändlich an, gnä⸗ 2 75 Ages Fräulein, daß er ſich durch dieſe Flucht der Beauſſichtigung durch die Schiffsleitung entziehen wollte?“ Helma ſucht auch jetzt noch auszuweichen.„Er würde— durch die Schiffsleitung— beaufſichtigt?“ Der Kommiſſar lächelt.„Ach, mein gnädiges Fräulein, das kann Ihnen doch wohl kaum ent⸗ gangen ſein? Der Zahlmeiſteraſſiſtent hat ſeinen Auftrag ja ſo überraſchend untalentiert ausgeführt!“ „Sagen Sie mir doch endlich, Herr Kommiſſar: h iſt Doktor Neumann?“ Auch er weicht aus.„Er hat Ihnen— auch an⸗ deutungsweiſe— niemals zu erkennen gegeben, wie er ſich ſeine Flucht dachte? Denn Ihnen war es uch kein Geheimnis mehr, gnädiges Fräulein, daß er die Beraubung von Fräulein Dina Antze auf dem nen hatte? Sie haben es unbedingt ſehr ge⸗ chickt verſtanden, ihn in Sicherheit zu wiegen. So 4 m anzunehmen, daß er von Ihnen irgend⸗ ine Gefahr fürchtete. Viel eher noch— erhoffte er Beiſtand von Ihnen Helma fühlt ihre Kehle eng werden.„Ich glaube 1 auch in dieſer Stunde noch— nicht, daß Neu⸗ ann eines niedrigen Verbrechens fähig geweſen ſein ſoll. 3.. Nittball lehnt ſich im Seſſel zurück a etrachtet das Antlitz ſeines Gegenübers ſehr e den Hinter den hübſchen, reinen fungen 5 ſteckt ein komplizierter Menſch.„Dina Antze r doch eine gute Freundin von Ihnen, gnädiges Fräulein, nicht wahr? Hat ſich in Ihnen denn gar nichts wie Haß gemeldet gegen den Täter? Oder wenigſtens der Wunſch nach Vergeltung? Nach ge⸗ richtlicher Sühne? Wen haben Sie denn überhaupt im Verdacht gehabt? An Elli Refjewſkis Schuld wollten Sie ſchon damals nicht glauben. Ruhwe iſt faſt unausgeſetzt beobachtet worden. Seine verlaſ⸗ ſene Braut hat uns dabei geholfen; die kennt jeden ſeiner Freunde und Bekannten, und ſie hätte, ſchon um ihrer Nebenbuhlerin und Nachfolgerin, der Re⸗ jewſki, einen Denkzettel zu geben, ſich gefreut, uns eine Spur vom Verbleib der Beute verraten zu können. Frau Lucy und Herr Prinz ſcheiden aus; die hatten für eine Beraubung in jener Nacht be⸗ kanntlich keine Zeit. Nun, und die alte Exzellenz werden Sie ebenſowenig im Verdacht haben wie ich? Wer konnte ſonſt noch bei Nacht in die Etage ge⸗ langen?“ „Ich weiß es nicht. bricht, faſt zitternd, ab. „Liebes und verehrtes Fräulein Dooſt, Sie haben Mitleid mit Doktor Neumann; darum wollen Sie ihn nicht verraten. Das iſt menſchlich edel von Ihnen; aber juriſtiſch iſt es unhaltbar. Sie haben Neumann zur Flucht verholfen; Sie haben ihm ſo⸗ gar die Geldmittel dazu gegeben. Denn die zehn⸗ tauſend Lire, die Sie vor dem Ausflug nach Taor⸗ mina von Ihrem Bardepot beim Zahlmeiſter des „Levanto“ abgehoben haben, waren doch nicht für Luxusſtiefelchen und Seidenwäſche beſtimmt? Wie?“ Helma ſieht ein: Nun muß ſie die Wahrheit be⸗ kennen. Leiſe, gequält, aber doch in klaren, kurzen Sätzen, ſchildert ſie die Situation. „Er muß Ihnen ſeine Schuld aber doch ſchon vorher einmal eingeſtanden haben, ſo daß Sie über⸗ haupt daran denken konnten, ihm das Geld zuzu⸗ ſtecken?“ „Wie ſehr die Laſt ihn drückte— ja: welche Laſt? — und wieviel ihm daran lag, von Bord wegzu⸗ kommen, ohne daß die Mitreiſenden erfuhren, wie bedrängt er ſich fühlte,— in leiſen Andeutungen iſt das zwiſchen uns wohl beſprochen worden. Aber Wirklich— ich——“ Sie nicht ſo, wie Sie ſich das vorſtellen: in brutaler Offenheit.“ Er nickt und zeigt ein ganz leiſes Lächeln. „Wenn ich nicht wüßte, gnädiges Fräulein, daß Sie ſich ein paar Tage ſpäter mit einem anderen Mann verlobt haben, würde ich Ihnen— ganz heimlich, ohne daß irgend jemand es hört— ins Ohr ſagen: „Sie hatten ſich in den intereſſanten, geheimnisvol⸗ len, unergründlichen Herrn ein bißchen verliebt!“ Sind Sie gekränkt, Fräulein Dooſt, daß ich, lediglich als Pſychologe, das ausſpreche?“ Nun weint Helma ſtill vor ſich hin. Der Kommiſſar ahnt, was ſich in ihr abſpielt. „Vielleicht iſt ſein Verbrechen eine erſte, eine ein⸗ malige Abirrung. Es iſt doch keine Schande für Sie, gnädiges Fräulein, daß Sie ſich des Unglücklichen annehmen wollten. Indem Sie ihm zur Flucht ver⸗ halfen, gedachten Sie ihn zu retten. Zu retten vor dem Strafrichter— aber zu retten auch für eine innere Einkehr und Umkehr. Habe ich recht?“ „Ja,“ ſagt Helma, das Taſchentuch an den Augen, „ſo wird es wohl geweſen ſein. Ich bin mir ſelbſt nicht klar darüber geweſen, was mich eigentlich be⸗ ſtimmt hat. Ich konnte es auch Prinz gegen⸗ über kaum ſo recht zum Ausdruck bringen; es fehlte nicht viel, ſo wäre es zwiſchen uns deswegen zur Trennung gekommen. Er war natürlich eiferſüch⸗ tig. Aber als dann in Taormina die Würfel fielen, da ſprang er mir doch ſofort ritterlich bei und ver⸗ ſprach mir, ihm zu helfen. Er nahm das Gelb, ſtieg ins Auto und jagte hinter Neumann her, um es ihm auszuhändigen. Unterwegs verlor er ihn und brachte das Geld wieder zurück, wenige Minuten vor der Weiterfahrt des„Levanto“.“ „Das iſt mir bekannt; der Zahlmeiſteraſſiſtent hat ja ausführlich berichten müſſen. Aber mit welchen Abſichten, mit welchen Hoffnungen ſich dieſer arme Teufel, der Neumann, auf ſeiner Flucht getragen haben mag, das iſt mir noch jetzt ein völliges Rät⸗ ſel. Sein Gepäck iſt inzwiſchen hier eingetroffen: armſelige Studentengarderobe— ſonſt nichts. Wo hat er ſeinen Raub nur verborgen? Hat er einen Helfer gehabt, durch den ihm ein Depot im Ausland ſichergeſtellt worden iſt? Wollte er von Sizilien aus nach Tunis? Oder nach Aegypten? Vielleicht war der Plan ſehr ſchlau angelegt, von langer Hand vorbereitet. Er hat Ihnen nie verraten, wohin er ſich nach Schluß der Schiffsreiſe wenden wollte?“ „Er ſprach mir einmal von Rom. Der Archäo⸗ loge in ihm war damals ebenſo intereſſiert wie der Kunſthiſtoriker. Glauben Sie mir: Er iſt ein geiſtig hochbedeutender Menſchl!“ Der Kommiſſar nimmt noch eine Zigarette und ſetzt ſie behutſam in Brand. Seine Stimmung ſcheint entſpannt. Insgeheim hat er bis zu dieſem Augenblick gehofft, von der Zeugin, die man doch die einzige Vertraute des Flüchtlings nennen konnte, irgendeinen Fingerzeig über den Verbleib der Beute zu bekommen. Die Nachforſchungen auf der Bank und bei der Konzertdirektion haben in⸗ zwiſchen ergeben, daß es ſich immerhin um einen Betrag von über 22 000 Reichsmark gehandelt haben muß, der aus dem Schreibtiſchfach der Dina Antze geraubt worden iſt.„Je weiter die Zeit voran⸗ ſchreitet, deſto leichter wird es natürlich den etwai⸗ gen Helfern Neumanns, den Raub in Sicherheit zu bringen. Er ſelber wird ja keinerlei Vorteil davon mehr haben.“ Nach längerer Pauſe ſetzt er hinzu: „Ausſagen kann er leider noch nicht; denn er iſt, nach dem Bericht des ſizilianiſchen Hoſpitalarztes, vernehmungsunfähig.“ Nun ſchießt Helma empor. Mit ſtarrem Blick ſieht ſie den Kommiſſar an.„Neumann iſt— ge⸗ fangen? Liegt im Hoſpital? Wo? Was iſt mit 7 ese Um Gottes willen: Sagen Sie och 3 „Er muß auf der nächtlichen Flucht verunglückt ſein. Hat ſich wohl in der Dunkelheit und auf den ihm unbekannten Wegen verirrt. Da geriet er in das Lavagebiet und iſt abgeſtürzt.“ „Abgeſtürzt—?“ ö „Bei Ravogli, wo vor zwei Jahren erſt wieder ein Ausbruch des Aetna weite Strecken verſchüttet hat und der Lavaſtrom heute noch rauſcht, ſind Kin⸗ der im Spiel von der Fahrſtraße abgekommen: Dicht dabei, in dem ſechs Meter tiefen Graben, fanden ſie einen wie tot daliegenden Menſchen mit verſchorftem Blut an Geſicht und Händen, neben ihm ein zertrümmertes Motorrad. Man hat ihn ins Dorf geſchafft; hat feſtgeſtellt, daß eine ſchwere Gehirnerſchütterung vorliegt, eine Rippenquetſchung, Abſchürfungen aller Art. Die Leute haben ihn ins Hoſpital gebracht; Mittel, Ausweiſe trug er nicht bei ſich; er war in ſeinem zerriſſenen, blutbeſudel⸗ ten Anzug kaum als Akademiker zu erkennen; ſprechen, antworten konnte er nicht; zwei Tage und zwei Näche muß er da im Freien auf der Lava ge⸗ legen haben, im troſtloſen Landregen. Der Hoſpi⸗ talarzt fürchtete, daß er an Gehirnentzündung ein⸗ gehen werde, bevor er wieder erwachte. Dieſe Ge⸗ fahr iſt vorbei. Aber vernehmungsfähig iſt er noch nicht. Natürlich wird er hierher übergeführt, ſo⸗ bald er als transportfähig erachtet werden kann“ Fortſetzung folgt. Freitag, 24. August 1934 ELS- 1 85 Verlusfabschluß der AG. Jeserich, Berlin Der Vorſtand berichtet, daß im Geſchäftsjahr 1933 das der Umſätze dank der politiſchen Neu⸗ ren günſtiger Auswirhung auf die Wirt⸗ nal zum Stillſtand gekommen iſt. Sowohl äft als auch in den anderen Abteilun⸗ tiſchen Abteilung, haben ſich jünſtig entwickelt, ſo daß nur Ausgleich gegenüber den Un⸗ t konnte. Die Fabrikanlagen affen lenpark ten auch 1933 bei weitem hendem ausgenutzt werden; trotz⸗ arbeit, 1 durchgeführt werden 1 Jahres verluſt Der 8 in den erheblich größeren tternehmens begründet, die ſich durch leren unproduktive Löhne ergaben. Die in den letzten ſchweren Monaten des nach Möglichkeit durchgehalten um damit derung der Arbeitsloſigkeit beizubnagen. Das in der chemiſchen Abteilung iſt weiter Der Rohüberſchuß per Ende Dezember 1,09(1,18) Mill./ verringert, während räge mit 0,034(0,063) Mill./ zirka l Der HV. am 25. Auguſt wird vo ſchla⸗ der geſetzlichen Reſerve in Höhe von Verluſt von 521 560/ vorzutragen. ſind die Anhagen mit 1,33 Die Beteiligungen in Höhe von alten mit 100 000/ die Ge⸗ 1 er der Nährr[fabrik München G. m. b. H. d mit dem Reſt die Beteiligung an anderen Tochter⸗ ellſchafte Lc ſich hauptſächlich mit Ausführung heiten aſſen. In den erſten Monaten Auftra eſtand im Straßenbaugeſchäft dem gleichen Zeitraum d Vorjahres erhöht. e in der chemiſchen Abteilung ſind unverändert Dagegen hat ſich das Pappengeſchäft erheblich * Wieder 8 v. H. bei der Zucker⸗Kreditbank AG. Berlin. Berlin, 23. Auguſt.(Eig. Tel.) Der HV. am 18. Septer ird vorgeſch aus einem Reingewinn 0.(498 976) // w 8 v. H. Dividende auf 5197 eder zu verteilen. 100 000/ werden der geſetz⸗ ſerve und 25 000/ dem Penſionsfonds für die zugewieſen. Zuann Vortrag verbleiben 73 740 90. Kapitalerhöhung bei der Getreide⸗Kredit⸗Bank AG., Berlin. Berl 23. Auguſt.(Eig. Tel.) Die HV. der Getreide⸗Kredit⸗s ſtimmte der Erhöhung des Grund⸗ bapibals von Mill./ zu. Die nauen Aktien ſünd von einem konſortium übernommen worden. Die Ausgabe erf zu einem Kurs von 103 v. H. Der AR. der wurde neu gewählt und der Ab⸗ ſchluß 8 e ftsjahres 19 genehmigt. Im laufenden Jahr nahm das Geſchäft einen weſentlich größeren Um⸗ fang als ur gleichen Zeit des Vorjahres an. Neben dem langfriſtigen Lombardgeſchäft wind im Zuſammen⸗ hang mit der Ernte augenblicklich das kurzfriſtige Ge⸗ ſchäft ſehr gepflegt. * Dividenden⸗ Erhöhung bei der Werkzeugmaſchinen⸗ fabrik Gildemeiſter u. Co. in Bielefeld. Eſſen, 23. Aug. (Eig. Tel.) wir erfahren, wurde dem AR der Ab⸗ das am Juni 1934 beendete Geſchäftsjahr elegt. Es wurde beſchloſſen der auf den 24. Septbr. 1 30. einzuberufenden HB. die Verteilung einer von 4 auf 6 v. H. erhöhten Dividende vorzuſſchlagen, nachdem reichliche Abſchveibumgen(i. V. 142 764) vorgenommen worden ſind. Das Werk iſt bis Ende 1934 voll beſchäftigt. * Status der L. Neuhoff und Hardegen o. HG., Me⸗ chaniſche Bank⸗ und Litzenfabrik, Wuppertal⸗Barmen. Die vor kurzem in Zahlungsſchwierigkeiten geratene Firma legt ihren Gläubigern einen Status zum 31. Juli vor. Danach belaufen ſich die Verbindlichkeiten auf insgeſamt 671 497. Der größte Teil davon iſt geſichert. Nach Abzug n 66 724% 255 729/ abſonderungsberechtigten und 56 /, bevorrechtigten Forderungen ſowie einer von dritter Seite der beteiligten Bank gegebenen Sicherung von 200 000/ ergeben ſich noch etwa 42 500/ am Ver⸗ fahren beteili Forderungen, dienen eine verfügbare Maſſe von 7/ gegenüberſteht. * Schmuckwarenfabrik Wilhelm Schwahn, Hanau. Auch öieſe Firma— bekannt Hurch ihre Fabrikation ſugenloſer Trauringe— hat in Verbindung mit dem Zu ſammen⸗ bruch der Bankfirma Gebrüder Stern in Hanau nunmehr ihre Zahlungen einſtellen müſſen. Die Firma hat ſeit 50 Jahren mit der Bankgeſellſchaft Gebrüder Stern zuſammengearbeitet und Bankkredite in Anſpruch genommen, woraus Wechſelforderungen entſtanden, denen augenblicklich nicht nachgekommen werden konnte. Es wird ein gerichtlicher Vergleich erſtrebt. * Süddeutſche Textilinſolvenz. Die ſeit 1894 beſtehende Firma J. Wichmann, Konfektionshaus in Heidelberg, hat, wie der„Konfektionär“ erſährt, die Zahlungen eingeſtel bt. Eine Gläubigerverſammlung findet am 24. Auguſt in Heidelberg, Reſtau nant„Deutſche Eiche“, ſbatk. * Lederfabrikant Franz A. Wieman geſtorben. Im Alter von ſaſt 78 Jahren ſtarb am 19. Auguſt der bekannte Lederſabrikant A. Wie mam auf ſeinem Beſitztum an der Oſtſee. Anſang der 9oer Jahre gründete er die Leder⸗ werke Wieman AG, Sie ſich ſpäter zu einem der größten Unternehmungen der deutſchen Lederinduſtrie entwickelte. Noch dem Kriege wunde der Stammſirma noch die Rhein. Lederſabrik vorm. Hugo Heuſch G. m. b. H. in Eſchweiler und die Buxtehuder Lederfabrik AG. in Buxtehude an⸗ gegldedert. der Neuen Mannheimer Zeitung Konkurse und Vergleichsveriahren im Handelskammerbezirk Mannheim Eröffnete Konkursverfahren: Nachlaß des am 15. Mai 1934 in Impfingen verſtor⸗ benen, daſelbſt wohnhaft geweſenen Landwirts Johann Rechtsanwalt Schmitt 14. Nov. 1933 in Plön.) Eingeſtelltes Konkursverfahren gemäß Witt § 202 K..: Firma Bezugs⸗ und Abf i G. m. b. H. in Friedrichsdorf. Aufgehobene Konkursverfahren nach Schlußtermin und Schluß verteilung: Fraut Max Kuhn Witwe Clementine geb. Mayer, Manmheim, Sophienſtraße 10, Mitinhaberin der offenen Handelsgeſellſchaft Firma Max Kuhn, Polſterwarengroß⸗ handlung in Mannheim. Katharina Schäfer Witwe geb. Simon 5 heim. atzverein Friedrichsdorf e. in He Eröffnete landwirtſchaftliche Eutſchuldungsverfahren Adam Heinrich Badefiſch und Luiſe geb. Dietrich in Schellbrunn.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Landwirtſchafts⸗ bank in Karlsruhe.) Karl Heinrich Bär und Pauline geb. Karr in Babſtadt.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land wirt⸗ ſchaftsbank in O Bauer in Grombach, Kals ruhe.) Oskar Amt Sinsheim(El.).(Entſchuldungsſtelle: Deutſche Gar⸗ tenbau⸗Kredit⸗AGG., Berbin NW. 40.) Albis Bechtold und Maria Thereſia geb. Roos in Robern.(Entſchuldungs⸗ ſtelle: Städt. Oeffentl. Sparkaſſe in Mosbach.) Eugen Berg in Oberſchwarzach.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land⸗ wirbſchaftsbank Karlsruhe.) Valentin Bontemps in Sulzbach(Amtsgerichtsbezirk Weinheim).(Entſchuldungs⸗ ſtelle: Bezirkſparkaſſe Weinheim.) Alas Joſeph Both und Thereſia Berta geb. Maninger in ttmor.(Entſchul⸗ dungsſtelle: Bezirksſparkaſſe Tauberbiſchofsheim.) Roſa Doland Wätwe geb. Gramlich und Mitinhaber: Roſa, Emma und Jakob Doland in Dallau.(Entſchuldungs⸗ ſtelle: Städt. Sparbaſſe Mosbach.) Joſeph Egner in Sulz⸗ bach(Amtsgerichtsbezirk Mosbach.)(Embſchuldungsſtelle: Städt. Sparkaſſe Mosbach.) Harl Eggenſperger und Frieda geb. Deck in Hilsbach.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land⸗ wirtſchaftsbank in Harlsruhe.) Guſtav Epp in Horren⸗ berg⸗Balzfeld.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land wirtſchafts⸗ bank in Karlsruhe.) Iſidor Erles in Epfenbach.(Ent⸗ ſchuldungsſtelle: Bad. Land wirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Ludwig Felleiſen und Roſa geb. Schwing in Katzental. (Entſchuldungsſtelle: Städt. Sparbaſſe Mosbach.) Juliane Fuhrmann geb. Noe und Alois in Limbach.(Entſchul⸗ dungsſtelle: Oeffentl. Städt. Sparbaſſe Buchen.) Karl Gahn und Lydia geb. Müller in Unterſcheidental.( ſchuldungsſtelle: Städt. Sparkoſſe Mosbach.) Moritz und Anna Geider in Rot.(Entſchuldungsſt Bezirksſpar⸗ Haſſe Wiesloch.) Wilhehm Gimber und Anna Maria geb. Straub in Dallau.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land wirt⸗ ſchaftsbank in Karlsruhe.) Maria Grimm Witwe in Muckental.(Entſchuldungsſtelle: Städt. Sparkaſſe Mos⸗ Hach.) Joſeph Harth und Juliana ſchuldungsſtelle: Bad. Lanswirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Vitus Heffele in H heim.(Entſchuldungsſtelle: Bad. VLandwirtſchaſtsbank in Karlsruhe.) Vinzenz Hemberger und Klaro geb. Roos in Limbach.(Entſchuldungsſtelle: Städt. Sparkaſſe Buchen.) Hermann Henn und Luiſe geb. Steinbach in Waldmühlbach.(Entſchuſdungsſtelle: Städt. in Rotenberg.(Ent⸗ Der Nuhrkohlenabsaß im Juli Nach den endgültigen Feſtſtellungen des Rheiniſch⸗Weſt⸗ fäliſchen Kohlen⸗Syndikats erreichte der Geſamtabſatz (Koks u. Briketts in Kohle umgerechnet) im Juli 7 350 371 (im Vormonat 7 189 175) To. Der arbeitstägliche Geſamt⸗ abſatz betrug 282 707(281.928) To. Damit iſt der ar beits⸗ tägliche Abſatz gegenüber dem Vormonat um 0,28 v. H. und gegenüber dem Vergleichsmonat des Jahres 1933 um 15,70 v. H. geſtiegen. Von dem Geſamtabſatz ent⸗ fielen auf den eigentlichen Syndikatsabſatz(auf die Verkaufsbeteiligung in Anrechnung kommend) 5 168 697 (5 030 139) To., der damit gegenüber dem Vormonat um 2,56 v. H. und gegenüber dem Juli 1933 um 10,08 v. H. ge⸗ ſtiegen iſt. Von dem Syndikatsabſatz gingen in das un⸗ beſtrittene Gebiet 2 618 743(2 606 253) To. und in das be⸗ ſtrittene Gebiet 2539 954(2 423 886) To. Auf den Werks⸗ ſelbſtverbrauch(auf die Verbrauchsbeteiligung in Anrech⸗ nung kommend) entfielen 1565 320(1 533 290) To. und auf den Zechenſelbſtverbrauch 626 354(625 746) To. Der Ge⸗ ſamtabſatz der Aachener Zechen ſtellte ſich im Juli(Koks und Briketts in Kohle umgerechnet) auf 554 860(im Vor⸗ monat 536 644) To. Der arbeitstägliche Abſatz betrug 21341(21045) To., der damit gegenüber dem Vormonat um 1,41 v. H. zugenommen hat. Auf den Syndikatsabſatz (auf die Verkaufsbeteiligung in Anrechnung kommend) ent⸗ fielen 508 232(490 881) To., der damit um 3,53 v. H. gegen⸗ über dem Vormonat geſtiegen iſt. Hiervon gingen in das unbeſtrittene Gebiet 366 009(358 506) To. und in das be⸗ ſtrittene Gebiet 142 223(132 375) To. Auf den Werks⸗ ſelbſtverbrauch(auf die Verbrauchsbeteiligung in Anrech⸗ nung kommend) entfielen 416(462) To. und auf den Zechen⸗ Sparbaſſe Land wirtſchafts k in Korlsruhe.) Jakob Keller im bach(Amtsgerichtsbezirk Mosbach).(Entſchuldungsſtelle: Städt. Sparkaſſe Mosbach.) Martin Kohl IV in Brühl Neugaſſe 5 gen.) Albert Krieger und Lina Ketſch, Friedhoffweg ſabetha Sim geb. Ruulchſem.(Entſchuldungsſtelle: Bezirksſparbaſſe Adelsheim. PP CCCCCãͥ GGP GhbGbGbGbGCbCGbGbGbGbGVGVPFbGVGTPbVTVTVbGTPVbVbTbCbCbCbVGVTGVbVTVTPCbGbGTGTGTGTGbGTGTGTbGTGTGTGbGTGTPTGTGTGTGTbTGTVTGTGTGTVTVTVGTVTVTGTGTGTGTVGVTCVFTVTVTVTVPVPVPVPVPVUVUPUVUVUVUPUUUVUVUVUVUVUVVVVVVVV————————————w ganzen war es möglich, als bisher durchgeführt worden iſt. geſamte Reſervefonds mit 0,33 Mill.„ unverändert. Unter ſelbſtverbrauch 46 212(45 301). Mannheimer EHektenbörse 22. 29. 22. 29. 69% Bad. St.⸗A. 27 92,50 40.— 40.— 80% B. Kom. Gd. 98.— 88 80.— 808„„ 608)% hafen St. 800% Mhm. Gold 808% Pf.Hy Pfdd (8) ohh. Hy fob 6% Farbenbds. 29 Brem.⸗Beſigh. Oel Drown, Boveri Cementw. Heidelb Daimler⸗Benz Deutſche Linol. Durlacher Hof Eichbaum Werger Enzinger Union Gebr. Jahr Farbeninduſtrie. 105% crkr. M. Bel. Konſerven Braun Ludwigsh..⸗Br. Ludwigs. Walzm. Pfälz. Mühlenw. Pfälz. Preßhefe⸗ Rh. Elektr..⸗G. Hildebr.⸗Rheinm. Salzw. Heilbronn Schwarz Storch. Seilind. Wolff. Sinner Südd. Zucker. Verein Stſch. Oelf. Weſtereg. Alkali. Zellſtoff Waldhof 48.50 Badiſche Bank Dtſch. Bk. u. Dise. Pfälz. Hypoth. B. 0 t Rh. Hypoth. Bk. Kleinlein Holbg. Bad. Aſſecuranz C. H. Knorr Mannh. Verſich. Frankfurter Börse Festverzinsliche Werte Bank- Aktien D, Wertb.(Gold) 58.8 36,5 Ang. D. Credit. 60% Reichsank.. 93,62 94,12 Baßiſche Bank—.— 0% 29= Bank f. Brau. 4% D. Schatzanw. 94.50] Bayr. Hyp. u. Wb. 5% Pounganl. 88.37 93.75 Berl. Handelsgeſ. Ablöfungſch. 5. 95.— Com. u. Privatb. 5 ohne.00 910 Deutſchediscont 4% Schutzg. 14. 5 Deldgeiſche Bt. 1 Zolltürken. D. Effekten⸗Bani 7 65% 1 8 8 1 20 D. Hyp. u. Wb 9% Ludwigsb. 28 75 D. Üeberſee⸗Banf 48.— 85/0 Mhm. Gd. 5 Dresdner Bank 5 20 Frankf. Bank Baden 2 22 rankf. Hyp.⸗Br. 9% WgmKobl n fälz, Hop. Br. 50/0 Pfälz. Hyp. 24 eichsbank.. 50% Rhein. Hyp. 23—.——.— Rhein. Hyp.⸗Bk. 5% S eg 89.25 89.25 Süd. Boden. ⸗K 2. 6% Fft. Ov. G Pf. 5 Vereinsbk.Hamb 6% Grkr. M. abg. e 57e Württ. Notenb . 8 Allianz o Bad. Kom. Gd. 2... 60% Pfälzer 28-6 92.— 5 5/ 0% Falz. Lig. 6% Pr. Z. B. Lia. 89%, Rh. Hyp..9 9 10.11 8%„„1218 5½8% Meining. L. 5½% Rhein. Lig. 5%% Südbo- Sia. Tucher A. E. G 87.— 162,0 125.0 49.— Heku 94.—— Eß e 116.5 Dt. Reichs b. Vorz, 112,1 Hapag.. 25. Nordd. Lloyd... 29.75 8 iſen ds Südd. Eiſenb abb. Rurszettel der Neuen Mannheimer Zeitung industrie-Aktien Aſchaff. Aktienbr. Dortm. Ritterbr. nninger St. K. wen München Mainzer Brauer. Schöfferh. Bindg. Schwartz Storchen rauerei. Wer ger An 9 Aſchaff. Buntpap. int— Gb. Maſch. url.——— Montecatini. ,- Baſt Nürnberg.. 5 la Bemberg.= Brem.⸗Beſig. Oel Brown Boveri Cement Heidelbg. Karſtadt Chemiſche Albert Chade Tonti Gumm Daimler Dt. Atlant.⸗T.. Dt. Erdöl D. Gold. u. S. Anſt. Dt. Linoleum Dt. Verlag Dresd. Schnellpr. Dürrwerke„. 3 Dyckerh.& Wibm. El. Licht u. Kraft Elektr. Lieferung . 1 — Faber& Schleich. 5 Fc Gem Bast. 2 leers— 5 G. Farben 5%„ Bonds 28 Sar Jetter t. Guilleaume Heben Th 100.0 ur 155 Gritzner M. Durl. Jacen: Hafenmühle Transport-Aktien Hald& Neu uc. l, Verkehrs. 8,50—.,— Hanfwerk. üſſen eſſ.⸗Naſſau Gas—, ilpert Armatur. indrichs⸗Auffer irſch Kupf. u. M.—. dochtief.⸗G.. olzmann. Phil. 69, hat ſich oͤas Ausfuhrgeſchäft noch nicht belebt. Holz und Katharina geb. igen, Falkengaſſe 8.(Ent⸗ Mosbach.) Jat ob Weisbrod in Heidelberg⸗Wiebl ſchuldungsſtelle: nicht ernannt.) 8 Peter Jacob und Marie geb. Reinhard in Wilhelms⸗ feld.(Entſchuldungsſtelle: nicht ernannt.) Thomas Jo und Maria geb. Schuetz in Stein a. K.(Entſchuldungs⸗ ſtelle: Bad. Landwirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Friedrich Jungmann in Wilhelmsfeld.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Landwirtſchaftsbank in Karlruhe.) Heinrich Karrer und Marie geb. Junkert in Reihen.(Entſchuldumgsſtelle: dend 19.(Entſchuldun Bezirksſparkaſſe Schwetzi geb. Hock in Stein a. K. Zentralgenoſſenſchaftssaſſe 5. Ludwigshafen a. Rh.) Juhannes Lang und (Entſchuldungsſtelle: Ländliche e. G. m. b. Sophie geb. Gamber (Entſchuldungsſtelle: umd Frieda in Heidelberg, Eppelheimerſtr. 42. ernannt.] Friedrich Meiſerſick (Entſchuldungsſtelle: Badiſche in nicht Rauenberg. aftsbank in Karlsruhe.] Georg Molitor und 8 Horch in Waldangelloch.(Entſchundungsſtelle: Land wirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Philipp und Nauert J in Walldorf.(Entſchuldungsſtelle: Be⸗ ſſe Wiesloch.) Valentin und Anna geb. Robern.(Entſchuldungsſtelle: Städt. Oeſf. Sparkaſſe in Mosbach.) Karl Remmele in Obergimpern (Sinsheim/ Elſ.⸗Lamd).(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land⸗ wirtſ ühe.) Emil Roos(Johann Sohn) in Sulzbach(Amtg irk Mosbach).(Entſchuldungs⸗ ſtelle: Bad. Landwir in Karlsruhe.) Hermann Sauer und Eliſabetha in Balzſeld, Gemeinde Horrenberg. (Entſchuldungsſtelle: Bad. Landwirtſchaſtsbank in Karls⸗ ruhe.) Alois Seitz in Gerichtſtetten.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Vandwirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Karl Seitz in 2.(Enbſchuldungsſtelle: Deulſche Gar⸗ tenbau⸗Kredit⸗AG. in Berlin NW. 40.) Gerold und Eli⸗ n in Wiesloch.(Entſchulbdſungsſtelle: Bezirks. ſparbaſſe Wiesloch.) Karl Joſ. Schäfer und Anna geb. Kühner in Schloſſau. (Entſchuldungsſtelle: Städt. Sparbaſſe Mosbach.) Otto Schüle in Rohrbach, Amt Sinsheim/ Elſ.(Entſſchuldungs⸗ ſtelle: Bad. Landwirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Georg Schulz und Katharina geb. Schmidt in Urſenbach.(Enb⸗ 0 dumgsſtelle: Bezirksſparkaſſe Weinheim.) Ludwig Schwing in Katzental.(Entſchuldungsſtelle: Städt. Spar⸗ baſſe Mosbach.) Andreas Straub in Sulzbach(Amtsger.⸗ Bezirk Mosbach.(Entſchuldungsſtelle: Städt. Sparkaſſe Mosbach.) Samuel Treiber II in Heidelberg⸗Wieblingen. (Entſchuldungsſtelle: Bad. Landwirtſchaftsbank in Karls⸗ vue.) Lambert Tönneſſen in Heidelberg⸗Wieblingen, Dammweg 73.(Entſchuldungsſtelle: Deulſche Gartenbau⸗ Kredit⸗AG., Berlin NW. 40.) Hermann Wallenwein und Katharina geb. Abendſchein in Gaiberg.(Entſchuldungs⸗ ſtelle: Bad. Land wirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Franz Walz in Obergimpern.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land⸗ wirtſchaftsbank in Karlsruhe.) Ludwig Weber und Anma Roſina geb. Münch in Trienz.(Entſchuldungsſtelle: Städt. Sparkbaſſe Mosbach.) Joſeph Weis und Anna geb. Deckert in Umterbalbach.(Entſchuldungsſtelle: Bezirksſparkaſſe Tauberbiſchofsheim.) Franz Thomas Wirth und Frieda Jochim in Stein a. K.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Land wirtſchaf ik in Karlsruhe.) Ghriſtian Ziegler in * Abſchluß der Teppich⸗ u. Textilwerke AG., Adorf i. V. Im Geſchäftsjahr 1933 war bei der Geſellſchaft, wie es im Bericht heißt, infolge der durch die neue Regierung gefeſtig⸗ ten Wirtſchaftslage eine mäßige Belebung der Inlands⸗ nachfrage nach ihren Erzeugniſſen feſtzuſtellen. Dagegen ließ das Exportgeſchäft infolge der Abſperrungsmaßnah⸗ men des Auslandes zu wünſchen übrig. Im großen und die Koſten zu decken. Wenn die Geſellſchaft zum Ausgleich eines Verluſtes gezwungen iſt, ſo liegt das darin, daß ſich größere Abſchreibungen auf Forderungen nötig machten und weiter, daß die Bewer⸗ tung der halbfertigen und fertigen Erzeugniſſe— ins⸗ beſondere der Teppichbeſtände— nach anderen Grundſätzen Der Rohertrag ſtellt ſich auf 1,31(1,36) Mill. /. Der Verluſt wird mit 184 884 Mark ausgewieſen und erhöht ſich um den vorgetragenen, Verluſt des Jahres 1932 von 241855 auf 426 740. Der auf den 24. Auguſt einberufenen HV wird vorgeſchlagen, den Geſamtverluſt neu vorzutragen. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung werden Abſchreibungen mit 0,16(0,07) Mill./ ausgewieſen. In der Vermögensaufſtellung er⸗ ſcheinen Roh-, Hilfs⸗ und Betriebsſtoffe mit 0,26(0,42), halbfertige Erzeugniſſe mit 0,42(0,05) und fertige Erzeug⸗ niſſe mit 0,38(0,53) Mill.„J. Forderungen auf Grund von Warenlieferungen und Leiſtungen ſtehen mit 0,45(0,84) Mill./ zu Buch. Das Grundkapital iſt mit 1,20 und der den Verbindlichkeiten ſind die gegenüber Konzerngeſell⸗ ſchaften mit 0,48(0,46) und die gegenüber Banken mit 1,20 (4,25) Mill./ die wichtigſten. Im neuen Geſchäftsjahr iſt im Inland eine gewiſſe Geſchäftsbelebung eingetreten, doch usgabe Nr. 387 Mannheimer Großmarki für Geireide und Fuiſermiſſel(amilich)/ 23. Augusi Offiziell per 100 Kilo waggonfrei Mannheim— bei Waggonbezug— neil Weizenkleie(Mählenpreis) ack, feine.. „ Grobe 11.50 9,90 3 Preis gebiet W 20,40— 1275 A— 40 5„ Roggen, geſ. tr. D„„„ 18,5 Beſche— eſcha Mais mit Sack 5 21.8 16,10 Raps, inl. ab Station 91 biet R 16 16,40 Preisgegiet R 18 16,70 17.20 40 16.— Gerſte(Aus e über Notiz) 1205 Braugerſte, ini. 19,50/½1,50 1500 Pfälzergerſte, ink 5— 750 Wintergerſte, neu, zwelzeil.18.— /20,.— 75 Futt K en 1760 hne Sack— Biertreber mit Sack Auguſt Ma deine 5 14 19 1 1 15,10 1 5„01880 15,%40 25 6 85 ſchuize... enheu loſes, neues.80, — rnkleehen 10750 0 15,0 Preßſtroh, Rogg, Wetzen 2807 15.60 Hafer, Gerſte 5 205060 150[Geb. Stroh Rogg, Weizen 22020 Ausgleich.—.30 Hafer, Gerſte 20/25 1,20% * Mehl⸗Notierungen. Weizenmehl Feſtpreisgebieg W 17, Type 790 inländiſch 27,25; dito. W 16 2% plus 0,50/ Frachtausgleich; dto. Feſtpreisgebiet 15 27 1 plus 0,50/ Frachtausgleich. Aufſchlag für Weizenmeſl mit 15 v. H. Auslandsweizen 1,50 /; mit 30 v. H. Aug landsweizen 3,00 /; Frachtausgleich 0,50 per 15 To, Ladungen.— Roggenmehl Feſtpreisgebiet R 15 Type 997, Auguſt⸗September⸗Lieſerung 24,15; Sto. Fein preisgebiet R 15 23,75; dito. Feſtpreisgebiet R 13 80 7, zu dieſen Preiſen ſe 0,50, Frachtausgleichs Für ale Geſchäfte ſind die Bedingungen der Wirtſchaftlichen Ver⸗ einigung der Roggen⸗ und Weizenmühlen bzw. der neue Reichsmühlenſchlußſchein maßgebend.— Mehle für 100 Kilo zuzüglich 0,50„ Frachtausgleich, bei Abnohme pon mindeſtens 10 Tonnen, frei Empfangsſtation, gemäß An. ordnung 9 der WV, Auf⸗ und Abſchläge gemäß Anord⸗ nung 8 der WV.. * Badiſch⸗ pfälziſche Faßweinpreiſe. In der Zeit nom .—18. Auguſt wurden erzielt: in Baden(je 100 Liter. Laufen 1933er nat. 675/ bei ſchleppender Nachfrage in der Pfalz(ie 1000 Liter): Freinsheim 1933er nal 900—1200„ bei guter Nachfrage, Kallſtadt 1933er nat. g bis 1300/ bei reger Nachfrage, Leiſtadt 1933er nat, 800 bis 1000/ bei ſchleppender Nachfrage, Meckenheim 193ger na, 7 720-800„ bei guter Nachfrage, Meckenheim rot 1038er mat. 450550/ bei guter Nachfrage, Neuſtadt 19 ger gat 750—900/ bei reger Nachfrage, Edenkoben 1988er nat 600 bis 700/ bei guter Nachfrage. 5 * Gebietsbeauftragte für den Zwiebelabſatz. Für die Regelung des Abſatzes von Zwiebeln hat der Reichsbeon⸗ tragte für die Regelung des Abſatzes von Gartenbauerzeug⸗ niſſen ernannt: Zum Stellvertreter des Gebietsbeauftrag⸗ ten Menger ⸗ München für das Gebiet der Pfalz Land⸗ wirtſchaftsrat Stutzmann⸗ Speyer, für die Gebiete Knoblauchland⸗Fronkenthal Otto Böhm⸗ Fürth i 8 für die Gebiete Landau⸗ Germersheim Ehret⸗ Vollmers heim, für die Gebiete Frankenthal⸗Bellheim Heinrich Ottinger ⸗Knittelshain. * Förderung des Winzergenoſſenſchaftsweſens Ju Würdigung der Tatſache, daß ſich der Wiederaufbau des deutſchen Weinbaues befonders auf das Winzergenofen⸗ ſchaftsweſen ſtützen muß, die Bildung von Winzergenoſſen⸗ ſchaften aber aus Mangel an Mitteln für die Beſchaffung der erſten Einrichtung nicht möglich iſt, hat der Reichs, miniſter für Ernährung und Landwirtſchaft auch in dieſem Jahre wieder einen Betrag von 100 000/ für die Ge⸗ währung von Beihilfen an neugegründete Winzergenoſſen⸗ ſchaften zur Verfügung geſtellt. Die jeweils zu gewährende Beihilfe ſoll nicht einen Erſatz der aufgewendeten Köoſten, ſondern vielmehr einen Zuſchuß darſtellen. Sie wird da⸗ her in der Regel 60 v. H. der von der Genoſſenſchaft ge⸗ machten Aufwendungen nicht überſteigen. Im übrigen gelten für die Behandlung der Anträge und für die Ver⸗ wendung der Beihilfen die für die Aktion des Frühjahrs feſtgelegten Grundſätze, die erforderlichenfalls bei den Landesbauernſchaften zu erfragen ſind. * Die deutſche Kupfererzeugung im Juli. Die deuſſhe Kupfer⸗Hüttenerzeugung ſtellte ſich, wie der Netallbund, Geſamtvertretung der deutſchen Metallwirtſchaft, Berlin, auf Grund der Berechnungen des ſtatiſtiſchen Büros det Metallgeſellſchaft AG, Frankfurt a.., mitteilt, im Zul uf 4105 To. gegen 3400 To. im Juni. Die deutſche Kupfer⸗ Raffinadeerzeugung(Raffinade⸗ und Elektrolyt⸗Kupfet betrug im Juli 13 916 To. gegen 15831 To. im Juni. *Die Zinkhüttenerzeugung der Welt belief ſich naß Mitteilung der Metallgeſellſchaft A im Juli auf 90 800 To. gegenüber 90 398 To. im Juni und 8 610 To, im Monatsdurchſchnitt 1933. Von der Geſamterzeugung en fallen 34557 To.(Juni 34581, Monatsdurchſchnitt 105 33 821 Do.) auf Ameriko, 8496(8368 bzw. 8001) To. auf Auſtrolien und England, 3500(3500 bzw. 3292) To. an Aſien, 1717(1636 bzw. 1570) To. auf Afrika und 050 (42 363 bw. 30 926) To. auf Eu ropa ohne England; davon auf Belgien 14700(14 215 bzw. 11 456) To., Polen 789 (7947 bzw. 6963) To., Deutſchland 5900(5588 Bzw. 4280) To, 2 22. 28. 22. 28. Otavi⸗Minen„ 14.— 12.75 Phöni, 89 47.75 47,50 Rhein. Braunkohl. 243,0 240.5 Rheinſtahl... 89.— 89.— 23. Inag Erlangen Junghans St. A.—.— Klein, Sch.& Beck. Knorr Heilbronn fonſerven Vraun Sahme yer Lechwerjñfte Ludwigsh. Walz. 99,50 Mainkraftwerke. Metallg. Frankf. Mez Söhne Miag, Mühlb.. Moenus St. A. Festverzinsliche Werte 5% Reichsanl. 27 —.— Dtſch. Ablöſgſch. 1 5„ ohne—, 5 D. Schutzgebiete 5% Roggenrentb. 6¼0% P Clr. Bd. I 6½0% do. Com. 1 6% P. Od. Pfdb. 19 60⁰ 2¹ 36.62 8 3 Rheinelektra B. A. St. A. Ryeinmetall Rütgerswerke Sachtleben Schnellpr. Frkthl. Schramm Lackf. 2 SchuckertRürnbg. Seilinduſt. Wol Siemens u. Halse Südd. Zucker Thür. Llef. Gotha Tietz, Leonhard Ber. Chem. Ind. Ver. deutſch. Oelf. Ver. Glanzſtoff Ver. Zellſt. Berlin Voigt& Häffner Volth. Seil. u. K. W. 79 71 3 Zellſtoff Aſchffög. „ Memel—,— 5 Waldhof Ufa Freiverk.). 5 Maſtatter Wagg. %% Oeſt. Schag. 4%„ Goldrente—,— %„ Kronen 4%„conv. Rente 4¼%„ Silb.⸗R. 4¼%„ Pap. R. 4% Tilrk. Ad. Anl.—.—. 4%„Bagd.⸗E. Ill-.. 4%„ untf. Anl.- ,. 4%„Zollobl. 1011 „ 400-Fr.⸗Los 6%% Ung. Str. 18 5½%%„„14 5 Goldr. —.——.— 155 ronenr. 4%% nars 111 5„ l 5% Teh. Nat. Rail. 115.0 AG. f. Berkehrw. Allg. Lok. u. Kraft Süd d. Eiſenbahn—.— Baltimore Ohio ae 3 „Südamerika. ſanſa Diſchiff„ rbd. Llond„29.75 Bank- Aktien Bank. f. el. Werte —— Bank f. Brauerei. Berl. Handelsgef. Com. u. Privtbk. Dt. Aſtatiſche Bk. Deutſche Disconto — Dtſch. BE. Montan-Aktlen Buderus Eiſen. 80,.— Eſchweil. Bergw..——.— Gelſenk. Bergw. 60,87 28 3 5 Bergw. 104.0 110.3 lſe Genuß. 130.5 Iſe Bgb. St. A. 172,0 ali Chemie 98578 Kali Aſchersleben 122,5 Kalt Salzdetfurth Kali Weſteregeln Klöckner Mannesm. Röhr. Mansfelder 88.75[ Obesbebar 64.75 Aktien und Auslandsanleihen in Prozenten del Stücke-NMotlerungen in Mark je Stück Salzw. 5 5 Tellus U VK u. Laurahütte Ver. Stahlwerke Berliner Börse 9 Bank. einingerpypbk Oeſterr. Creditbk.— Reichsbank Allianz Allg. Allianz Leben Industrie-Aktien Accumulatoren Allg. Elektr. ⸗ Ammendorf Pap. 68.— Anhalt. Koblenw. A. Augsb. N. Balke Maſchinen 7 Bayer. Motorenw Bayr. Spiegelglas Betula„ J. P. Bemberg Bergmann Elekt. 1 Berlin⸗Gubener Berl. Karls. Ind. 1 Berliner Maſchb. 1 Braunk. u. Brikett Z Braunſchw. A. G. Br. Beſigh. Delf. Hilpert Maſch.. Bremer 8 Bremer Wolle Brown, Bop.& C. Buderus Eiſenw. Charlott. Waſſer JG Chemie Baſel Chem. 94 Chem. Chem. Albert Co. C Conti Linoleum 6 Daimler Motoren Dtſch.⸗Atlant.⸗T. Deſſauer Gas Deutſche Erdöl Deutſche Kabelm. 25 Deutſche Linol. 8/12 Diſche. Steinzeug Deutſch. Eiſenhdl. 1 Dresd. Schnellpr. 47,82 Dürener Metall Dürkoppwerke 28. Dynamit Truſt Dyckerhoff& Wid ——.— Dortm. Actienbr. 12 5 Dortm. Unionbr.— 5 78 19.75 Elektr. Lieferung. 105.0 105.0 41.25 40,75 Elktr. Licht u. K. Engelhardt Enzinger Union Eſchw. Bergwerk—— 75. e——ͤ— a J. G. —.——.— Carl Lindſtröm 22. Magirus.⸗G. Mannesmann ergbau Maſch Buckau⸗W. Maximil.⸗Hütte Merkur Wollw. Mez Söhne Miag⸗Mühlen Mimoſa Mix& Geneſt. Mühlheim Berg. 69.50 75.— 154,0 213.10 5 207.5 eldmühle Papier elten& Guill. Ford Motoren. Gebhard Textil Gehe& Co. Gelſenk. Bergwk. Gentchow& Co. 84 Germ. Portld.⸗Z. Gerresheim. Glas Geſ. f. elektr. Unt. Goedhardt Gebr. 7 Goldſchmidt. Th. Gritzner Maſch. 25.— Gebr. 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Neuwahl für ein ausſcheidendes Aufſichtsratsmitglied. 7048 Hinſichtlich der Berechtigung zur Teilnahme an der Generalver⸗ ſammlung verweiſen wir auf 8 255 Handelsgrſesbuch, letzter Abſatz, wonach Anmeldungen ſpäteſtens am 3. Tage vor der Generalver⸗ ſammlung erfolgen müſſen. Mannheim, 23. Auguſt 1934. Der Vorſtand: Jul. Koppel. 8 inne Freitag, 24. Auguſt yz Der phantastische Fiumerfolg ULLNAXL EER NMUN BEI Die neueste FA-PRUNKOPERETTE Marta Eggerth: Hans Söhnker Paul Hörbiger: Paul Kemp Ida Wüst: Inge List Hans Junkermann HKReichhalt. interess. Beiprogr Ab heute wieder d. neuest. Ufa-Ton- .50[.30 ramm oche .300 Uhr Täglich: — 22. Wiederholung der NACHT-VWORSTETITUNe Jamslag Abels 105 Euce 12%d0 a Llebe und Leben auf Bal Für Jugendliche verboten! Preise ab.80(Brwerbsl. u. FD.580). Sichern Sie sich Karten im Dorverkauf tägl. ab.30 Uhr an der Theaterkasse, HIER 0 dunkles Einweichwasser Weiße Wäsche! Nühule Stündebesk. N J. 9 Tanzen für Antänger und Vorgeschrittene des Gefl. 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