N* 8 N. g kerbundes bei ſeiner Arbeit hinzuzuziehen, Erſcheinungsweiſe: Wöchentlich 7mal. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.50 Mk. und 30 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.50 Mk., durch die Poſt.80 Mk. einſchl. Poſtbef.⸗Gebühr. Hierzu 36 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald hofſtr. 12, Kronprinzen⸗ ſtraße 42, Schwetzinger Straße 44, Meerfeldſtraße 13, Ne Fiſcher⸗ ſtraße 1, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Straße 8, Se Luiſenſtraße 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 am breite Reklamemillimeterzeile 50 Pfennig. bezahlende Familien⸗ und Gelegenheitsanzeigen beſondere Preiſe, Allgemein gültig iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Nr. 2. Bei Zwangs⸗ Für im voraus zu vergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. wöchentlich.50 RM. im Monat 7 Ausgaben + 30 Pfg. Trägerlohn Die Saar-Sondertagung am 15. November Meldung des DNB. — Genf, 7. Sept. Der Völkerbundsrat behandelte am Donnerstag nachmittag die Saarfrage. Nachdem Aloiſi als Berichterſtatter den gegenwärtigen Stand der Frage dargelegt und dabei die Polizeifrage und die Frage ihrer Finanzierung ſowie einige Punkte der fran⸗ zöſiſchen Denkſchrift erwähnt hatte, gab er bekannt, daß das Dreier⸗Komitee ſich ſowohl an die franzöſi⸗ Ausgabe 8 ſche als auch an die deutſche Regierung und an die Regierungskommiſſion des Saargebietes wenden werde, um nähere Auskünfte zu erhalten. Außerdem werde das Dreier⸗Komitee von der ihm gegebenen Erlaubnis Gebrauch machen, Sachver⸗ ſtändige und die techniſchen Einrichtungen des Völ⸗ um in der Lage zu ſein, dem Völkerbund im November einen Bericht überreichen zu können. Darauf ſprach zuerſt Außenminiſter Barthon Die für den Völkerbund wichtige Saarfrage be⸗ ſtehe, ſo ſagte er, aus zwei Teilen, nämlich aus der Vorbereitung der Abſtimmung und aus der Beurteilung der Folgen der Abſtimmung. Bisher habe ſich das Dreier⸗Komitee faſt aus⸗ ſchließlich mit dem erſten Teil befaßt. Dabei habe es ſich naturgemäß hauptſächlich um die Aufrecht⸗ erhaltung der Ordnung im Saargebiet während der kommenden Monate gehandelt. Dieſe Frage ſei der⸗ artig entſcheidend, daß man es nur bedauern könne, daß ſie noch nicht völlig geregelt ſei. Aus den letzten Mitteilungen der Saar⸗ regierung gehe hervor daß die Lage eruſt ſei. Deshalb ſei es dringend hier Abhilfe zu ſchaffen. Wenn die Regierungskommiſſion, die für die Auf⸗ rechterhaltung der Oroͤnung verantwortlich ſet, nicht in kurzer Zeit eine Polizeitruppe zu ihrer Ver⸗ fügung habe, auf die ſie unter allen Umſtänden zäh⸗ len könne, ſo ſei zu befürchten, daß die Abſtimmung zu Zwiſchenfällen führe, die ihre Ehrlichkeit und zugleich das Anſehen des Völkerbundes beeinträch⸗ tigen würden. Die franzöſiſche Regierung ſei an dieſer Frage ganz beſonders intereſſiert, denn Frankreich könne auf Grund der Rats⸗ beſchlüſſe von 1925 und 1926 angerufen wer⸗ den, um beſondere Verantwortlichkeiten zu übernehmen. Es weiſt dieſe Verantwortlich⸗ keiten nicht zurück. Es würde ſich ihnen nicht entziehen, wenn man einen Appell an Frank⸗ reich richte. „Aber“, ſo fuhr Barthou fort,„ich drücke das einſtim⸗ mige Gefühl meines Landes aus, wenn ich erkläre, Frankreich wünſche lebhaft, daß alles vermieden werde, was ſein Eingreifen nötig machen könnte. Aber um das zu tun, iſt es zunächſt erforderlich, daß die zwei intereſſierten Parteien mit gleicher Loyali⸗ tät die Verpflichtungen halten, die ſie in ihren Briefen vom 2. Juni auf ſich genommen haben. Dann muß die Regierungskommiſſion die Mittel haben, um das Programm durchzu⸗ führen, das vom Völkerbundsrat am 4. Juni feſtgeſetzt worden iſt mit dem Ziel, die Polizei zu verſtärken“. Barthou kam dann auf die bisherigen Bemühungen zur Verſtärkung der Polizei zu ſprechen. Er dankte den Ländern, die eine zuſtimmende Antwort im Hin⸗ blick auf die Anwerbung von Poliziſten für die Saarpolizei gegeben haben. Dieſe Länder hätten in dieſem wichtigen Augenblick gezeigt, daß ſie bereit eien, die Pflichten internationaler Solidarität zu erfüllen. Er hoffe, daß die Regierungskommiſſion nun ſchon in der Lage ſei, mit der Verſtärkung der Polizei zu beginnen. Dann ging Barthou zur Aufgabe der Ab⸗ ſtimmungskommiſſion über. Auch ihre Auf⸗ gabe ſei ſchwer. Er ſei aber ſicher, daß die Kommiſ⸗ ſion ſie in voller Unabhängigkeit durchführe, was vor allem für eine aufmerkſame Durchſicht der Wahl⸗ liſten notwendig ſei. Die franzöſiſche Denkſchrift ſei für den Geiſt Frankreichs kennzeichnend. Frankreich habe, was man immer auch behaupte, auf keine der drei Löſungen, die im Vertrage vorge⸗ ſehen ſeien, verzichtet und desintereſſiere ſich auch für keine von ihnen. Es wolle deswegen für jede dieſer Möglichkeiten die Beſtimmung feſtſetzen, die nach der endgültigen Entſcheidung des Schickſals des Saargebietes in Kraft zu treten habe. Es handele ſich aber noch um mehr, nämlich um die Definition des neuen Regi⸗ mes. Die Vereinigung mit Frankreich oder die Freitag, 28. September 1954 Am Oeſterreichs Unabhängigkeit Eine gemeinſame Erklärung Frankreichs, Englands und Italiens Meldung des DNB. — Genf. 27. September. Am Donnerstag um 20 Uhr wurde folgende Er⸗ klärung der drei Großmächte Frankreich, Groß⸗ britan nien und Italien bekannt: Die Vertreter Frankreichs, Großbritanniens und Italiens haben von neuem die Lage Oeſterreichs ge⸗ prüft und ſind übereingekommen, im Namen ihrer Regierungen anzuerkennen, daß die Erklärung vom 17. Februar 1934 im Hinblick auf die Notwendigkeit, die Unabhängigkeit und Unverſehrt⸗ heit Oeſterreichs aufrecht zu erhalten, im Einklang mit den beſtehenden Verträgen ihre ganze Kraft behält und auch weiterhin für ihre ge⸗ meinſame Politik maßgebend ſein wird. * Die drei Großmächte haben ſich alſo nach lang⸗ wierigen Verhandlungen untereinander und mit der Kleinen Entente und Oeſterreich darauf beſchränkt, ſich erneut zu ihren Erklärungen vom 17. Februar 1934 zu bekennen. Dieſe Tatſache ſpiegelt am beſten die großen politiſchen Schwierigkeiten wider, die ſich aus den widerſtreitenden Intereſſen der beteiligten Mächte und den von ihnen verfolgten machtpolitiſchen Zielen bei den Verhandlungen er⸗ geben haben. Die deutſche Politik wird durch dieſe Erklärung nicht berührt. Von deutſcher Seite droht der Unabhängigkeit Oeſterreichs nach wie vor keine Gefahr. Schuſchnigg für Mitbeſtimmungsrecht des Volkes Meldung des DN B. — Wien, 27 September. Bundeskanzler Dr. Schuſchnigg hielt am Don⸗ nerstag auf Einladung der öſterreichiſchen Völker⸗ bundsliga einen Vortrag, in dem er über die Ent⸗ wicklung des Völkerbundes und im beſonderen über die Stellung Oeſterreichs zum Völkerbund ſprach. Er machte dabei auch Mitteilung von der in Genf am Donnerstag abend erfolgten Bekräftigung der Erklärung der Großmächte vom 17. Februar d. J. Schließlich ſagte er u..: Vielleicht mag da und dort der Eindruck entſtehen, als ob wir in Oeſterreich infolge der Neugeſtaltung des öffent⸗ lichen Lebens unſeres Landes etwas allzuſtark abge⸗ rückt ſeien von dem, was man vor Jahresfriſt noch als ſelbſtverſtändliche Forderung eines modernen demokratiſchen Staates angeſehen hat. Wir wiſſen nun, daß das Mitbeſtimmungsrecht eines Volkes bei der Geſtaltung eines Landes etwas Weſentliches iſt. Wir bekennen uns auch zu dem Grundſatz dieſes Mitbeſtimmungsrechtes. Zum Schluß wandte ſich Bundeskanzler Dr. Schuſchnigg gegen die Gerüchtemacher in Oeſterreich. „Auflöſung der f Chriſtlich⸗-Sozialen Partei Meldung des DNB. — Wien, 28. September. Der chriſtlich⸗ſoziale Parteivorſtand hat nach einer langen bewegten Beratung, auf der auch Bundes⸗ kanzler Dr. Schuſchnigg das Wort ergriff, den Be⸗ ſchluß auf Auflöſung der Chriſtlich⸗So⸗ zialen Partei gefaßt. Es wurde eine Entſchlie⸗ ßung gefaßt, in der zum Ausdruck gebracht wird, daß die Chriſtlich⸗Soziale Partei ſich völlig in die Vaterländiſche Front unter Preis⸗ gabe ihrer Organiſation eingliedere. Die Chriſtlich⸗Soziale Parteikorreſpondenz wird unter einem anderen Namen weitergeführt werden. Eine neue Maßnahme Jeys Meldung des DNB. — Wien, 28. Sept. Miniſter Fey, als außerordentlicher General⸗ ſtaatskommiſſar, hat für alle Bundesländer mit Aus⸗ nahme des Burgenlandes, Niederöſterreichs und Wiens eigene Regierungskommiſſare eingeſeßzt, die Perſonen, die verbotene Parteipropaganda getrieben haben oder betreiben, aus der Privatin du⸗ ſtrie entfernen ſollen. Für die genannten drei Länder wird die Einſetzung der Kommiſſare in Kürze erfolgen. Rückkehr zu Deutſchland ſeien einfache Löſungen, bei denen jeder Wähler ſich ſelbſt Vorteile und Nach⸗ teile klar machen könne. Aber die Löſung des Sta⸗ tus quo würde im Gegenſatz hierzu für den Wäh⸗ ler erſt eine klare Geſtalt gewinnen, wenn der Völ⸗ kerbundsrat dieſe geſchaffen habe. Das ſei deshalb die vornehmſte Pflicht des Völkerbundsrates und ſeines Komitees. Es handele ſich hier um eine Sache, die den Völkerbundsrat und ſein Komitee unmittelbar angehe. Man müſſe hinzufügen, daß es eine dringende Aufgabe ſei. Es ſei notwendig, daß bei Beginn der Wahl⸗ periode die ſaarläudiſchen Wähler eine klare und in loyaler Weiſe beſtimmte Vorſtellung von jeder der drei Löſungen hätten, unter denen ſie wählen ſollten. Die franzöſiſche Regierung habe gehofft, daß der Völkerbundsrat ſchon während dieſer Tagung dieſer Erwartung der Saarbevölkerung entſprechen würde. Er habe es nicht vermocht. Umſomehr müßten wir die Gewißheit haben, daß eine neue Tagung ſo ſchnell wie möglich einberufen werde, um dieſe Frage zu behandeln und zu regeln. Barthou verlas dann den, wie er ſagte, wichtig⸗ ſten Teil der franzöſiſchen Saardenkſchrift, in der es heißt, die franzöſiſche Regierung erkläre ſchon jetzt, daß bei der Ausarbeitung des neuen Planes für die Mitarbeit der Saarbevölkerung ein weiterer Platz offen bleibe im Einklang mit dem Vertrag. Barthou erwähnte dann noch eine Anzahl anderer Fragen, die neben dem Status quo von Bedeutung ſeien, darunter die Regelung der Beamtenfragen, der Penſionsfragen, der Sozialverſicherungen uſw. Es komme darauf an, durch entſprechende Erklärun⸗ gen die Gläubiger zu beruhigen, um die Kreditkriſe zu beſeitigen. Zum Schluß betonte Barthou, daß er abſichtlich ruhig und leidenſchaftslos geſprochen habe. Er wäre berechtigt geweſen, Zweifel zu äußern hinſichtlich der Verplichtung, die vom Rat am 4. Juni auf ſich genommen worden ſei, nach⸗ dem er gewiſſe Dokumente geleſen habe, die von der Abſtimmungskommiſſion vorgelegt worden ſeien. So hätte er die Notwendigkeiten betonen können, die Bevölkerung einem allzu deutlich ſichtbaren kirch⸗ lichen Druck zu entziehen. Der Rat habe durch ſeine Einigkeit im Juni ſchon eine erſte Löſung der Saarfrage gefun⸗ den, die zu den ſchwerſten Folgen führen könnte, wenn jemals die Vernunft der Lei⸗ denſchaft weichen ſollte. Dieſe Gefahr wolle Frankreich vermeiden, ſowohl für ſich ſelbſt als auch für Europa. Nachdem Barthous Rede überſetzt war, ſprach der Vertreter Englands ganz kurz. Er dankte Aloiſt für ſeine bisherige Arbeit und gab der Hoff⸗ nung Ausdruck, daß der Völkerbundsrat bald in der Lage ſein möge, über einen Bericht des Dreierkomi⸗ tees Entſchlüſſe faſſen zu können. Dann dankte Ratspräſident Beneſch zu⸗ nächſt dem Präſidenten der Saarregierung Knox mit betonter Herzlichkeit für ſeine Arbeit. Er danke ihm zugleich im Namen des Völkerbundsrates für ſeine Unparteilichkeit, Feſtigkeit und ſeinen Mut. Die Regierungskommiſſion habe in jeder Lage das Ver⸗ trauen gerechtfertigt, das der Völkerbundsrat in ſie geſetzt habe. Beneſch dankte dann kürzer und etwas kühler dem Dreierkomitee und ſeinem Vorſitzenden Aloiſi. Er ſprach die Hoffnung aus, daß bis zum No⸗ vember ein Bericht dieſes Komitees vorliegen möge, und daß es möglich ſei, den Völker⸗ bundsrat zu einer Sondertagung einzu⸗ berufen. Barthou ſchlug vor, etwa den 15. No vember für die außerordentliche Ratstagung ins Auge zu faſſen. Für die endgültige Feſtſetzung des Termins ſolle abgewartet werden, wie ſich die Vorbereitung der Tagung durch das Dreierkomitee geſtalten werde. Die genaue Feſtſetzung des Datums müſſe ganz dem Ratspräſidenten überlaſſen werden. Der Berichterſtatter und Präſident des Dreierkomitees, Aloiſt, ſtimmte dem Termin vom 15. November zu. Zum Schluß hielt Barthou es für nötig, dem Präſidenten Knox noch einmal einen beſonderen Dank für ſeine Arbeit auszuſprechen, worauf Knox ſich höflich verbeugte. Der deutſche Standpunkt Die Rede Barthous bewegt ſich auf der gleichen Linie wie die franzöſiſche Denkſchrift. Der franzö⸗ ſiſche Außenminiſter wünſcht auf der einen Seite, daß die Abſtimmung frei und ehrlich vonſtatten gehe, ein Wunſch, der von deutſcher Seite ſtets mit allem Nachdruck gefordert worden iſt. Darüber hin⸗ aus verlangt er, daß bereits fetzt Fragen geklärt 145. Jahrgang— Nr. 446/447 aarfrage vor dem Völkerbundsrat werden ſollten, die mit der Vorbereitung der Ab⸗ ſtimmung nichts zu tun haben, dafür aber geeignet ſind, ſtatt eine freie Abſtimmung unbehindert von⸗ ſtatten gehen zu laſſen, auf dem Wege über die Völberbundsorgane durchſichtige Propaganda für gewiſſe franzöſiſche Löſungswünſche zu machen. Der Verſailler Vertrage iſt gerade in der Saarfrage eindeutig genug, als daß die Notwendig⸗ keit— um nicht zu ſagen die Befugnis— für den Völkerbundsrat beſtände, von ſich aus weitere Prä⸗ ziſionen oder Ergänzungen zu geben. Im übrigen weiß die Sgarbevölkerung aus fünfzehnjähriger Er⸗ fahrung, was für ſie der Status quo, d. h. ein landfremdes Regime, bedeutet, gleichgültig, welche Verzierungen an dieſem Regime angebracht werden ſollen. Wenn Herr Barthou auch diesmal wieder Herrn Knox nicht nur bei ſeinen Bemühungen um Ein⸗ ſtellung internationaler Polizeikräfte ermutigt, ſondern darüber hinaus, wenn auch etwas verſchämt, die Zuläſſigkeit der Heranziehung fran⸗ zöſiſcher Truppen an die Wand malt, ſo wird er im Ernſt kaum annehmen wollen, daß der Völkerbunds⸗ rat ſeine Hand dazu bietet, das Abſtimmungsgebiet der militäriſchen Gewalt eines Beteiligten zu über⸗ antworten. Auch die von ihm erwähnten Ratsbe⸗ ſchlüſſe der Jahre 1925 und 1926 bieten keine Hand⸗ habe dafür, fremde Truppen für die Abſtimmungs⸗ zeit ins Saargebiet zu entſenden. Auch die Heran⸗ ziehung franzöſiſcher Polizeitruppen wird von Herrn Barthou— offenbar auf Grund einſeitiger Infor⸗ mationen— in ihrer Bedeutung übertrieben; denn in Deutſchland und an der Saar weiß jedermann, daß die Bepölkerung, allen Provokationen zum Trotze, muſterhafte Diſziplin hält, und daß kein Er⸗ eignis vorliegt, mit dem eine derartige Maßnahme zu rechtfertigen wäre. Sollte dennoch ein derartiger Beſchluß ergehen, ſo müßte dies der alleinigen Ver⸗ antwortung des Rates und des Herrn Knox über⸗ laſſen werden. Dieſen Standpunkt dürfte auch der deutſche Geſandte in Bern, Freiherr von Weiz ⸗ ſäcker, bei ſeiner Unterredung mit dem Präſidenten der Saarregierungskommiiſſon zum Ausdruck ge⸗ bracht haben, ſo daß es alſo zu keinen Verein⸗ barungen gekommen iſt. Engländer zur Saarpolitik Barthous (Funkmeldung der NM.) London, 28. September. Die am Donnerstag von Barthou in der Saar angelegenheit vor dem Völkerbund abgegebene Er⸗ klärung findet in der Morgenpreſſe ſehr große Be⸗ achtung und wird von einem Teil der Blätter in ſenſationeller Aufmachung wiedergegeben. Im Reuterbericht wird hervorgehoben, daß Bar⸗ thou entgegen ſeiner Gewohnheit ſeine Rede vom Blatt abgeleſen habe, woraus geſchloſſen werde, daß gewiſſe Sätze ſorgfältig formuliert worden ſeien. Im„Daily Telegraph“ iſt von der Mög⸗ lichkeit der Entſendung franzöſiſcher Trup⸗ pen nach der Saar die Rede. Der Korreſpondent des Blattes in Genf betont, daß der engliſche Vor⸗ ſitzende der Regierungskommiſſion des Saargebietes, Knox, es ſelbſt immer ſchwieriger finde, eine neu⸗ trale Polizeitruppe aufzuſtellen. „Daily Expreß“ druckt die Genfer Nachrich⸗ ten in möglichſt auffallender Form ab und ſagt: Frankreich iſt jeden Augenblick bereit, ſeine Truppen in das Saargebiet einmarſchieren zu laſſen. Die Androhung einer Intervention zur Erzwingung der öffentlichen Ordnung bei der Volks⸗ abſtimmung wurde von Frankreichs 74jährigem Au⸗ ßenminiſter in Genf vorgebracht. Sie hat Verblüf⸗ fung unter den Staatsmännern in Genf hervor⸗ gerufen. Man befürchtet, daß die franzöſiſche Dro⸗ hung eine kriegeriſche Rückwirkung in Deutſchland hervorrufen werde, und dies würde die ohnehin ſchon geſpannte Lage noch ſchwieriger machen. An anderer Stelle ſagt das Blatt, Frank⸗ reichs Drohung bedeute eine ernſte Mahnung an England, ſich um ſeine eigenen Angelegen⸗ heiten zu kümmern. Die Engländer ſeien ebenſo⸗ wenig bereit wie die Schweizer, die Eingangstür zum Saargebiet zu beſchützen. Die Veſchwerde des Fürſten Pleß Meldung des DNB. — Genf, 27. Sept. Vor der Verhandlung über die Saarfrage hatte der Völkerbundsrat kurz die Beſchwerde des Für⸗ ſten Pleß über die gegen ihn von polniſcher Seite ergriffenen Zwangsmaßnahmen verhandelt. Die Entſcheidung über dieſe Frage wurde bis zur nächſten Ratstagung verſchoben, doch wurde ein vor⸗ läufiger Bericht des für die Pleßfrage eingeſetzten Komitees angenommen, in dem die polniſche Regierung erſucht wird, keine Entſcheidun⸗ gen zu treffen, die etwaige ſpäter vom Völkerbunds⸗ rat zu ergreifende Maßnahmen präjudizieren könn⸗ ten. Dieſes Dreierkomitee hat weiter eine Liſte von Fragen aufgeſtellt, mit deren Prüfung es ſchon bald ſchen Bühnenkunſt gearbeitet haben, Kampf gegen die Zerſetzung. In vielen deutſchen Städten häufte er in Jahren glücklichſter Theater⸗ zu nennen, ins d Jahren vertiefender Reife zeigt Karl um in Berlin, das eigem wüſtem Startum zu unter⸗ tegen droht, aufrüttelnde Inſzenierungen in einer 2. Seite/ Nummer 447 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Freitag, 28. September 1934 beginnen ſoll, um dem Völkerbundsrat bis zu ſei⸗ ner nächſten Tagung einen Bericht vorzulegen. Der polniſche Außenminiſter hat betont, daß die Angelegenheit vor den polniſchen Gerichten ſchwebe. Die Schlußſitzung der Völkerbundsverſammlung Meldung des DNB. — Genf, 27. Sept. Am ſpäten Nacht nittag des Donnerstag fand die letzte und. Tagung der Völkerbunds⸗ verſammlung ſtatt. Sie befaßte ſich nur noch mit den ausſtehenden Berichten verſchiedener Kommiſſio⸗ nen, u. a. mit dem Bericht der Politiſchen Kommiſ⸗ ſion über den Streitfall zwiſchen Bolivien und Pa⸗ raguay. Nach einer Schlußrede des Präſidenten ging die Völkerbundes verſan mmlung auseinander. Sie hat auch in dieſem Jahre eine ganz un bedeu⸗ tende Rolle geſpielt. Ihre großen Zeiten ſcheinen vorüber zu ſein. Selbſt die Aufnahme Rußlands hat das allgemeine Intereſſe nur erregt, ſoweit es ſich in diplomatiſchen Verhandlungen außerhalb der Verſammlungen vollzog. Für Freitag um 10.30 Uhr iſt eine, voraus⸗ ſichtlich die letzte, Sitzung des Völkerbundsrates an⸗ geſetzt. Der Rat wird dann nur zum Teil noch in erſter Beſetzung zuſammentreten. Außenminiſter Barthou wird Freitag vormittag im e nach Paris zurückkehren. r Das deulſch-italieniſche Zahlungs- abkommen „„ Maldung des DNB. l Rom, 27. September. Die Unterzeichnung des deutſch⸗italieniſchen Zah⸗ lungsabkommens in Berlin wird von der geſamten italieniſchen Preſſe lebhaft kommentiert. Die Blät⸗ ter äußern ſich faſt durchweg erfreut darüber, daß zwiſchen den beiden Ländern nun wieder geordnete Zahlungsverhältniſſe herrſchen werden, und daß die Bie len n die auf dem Gebiete des Außenhandels mit Deutſchland in der letzten Zeit zutage getreten ſeien, nun ausgeſchaltet werden. Die Turiner„Stampa“ meint, daß die Neu⸗ regelung der Zahlungsverhältniſſe zwiſchen Deutſch⸗ land und Italien auch zu einer Wiederbelebung des Warenaustauſches der beiden Länder im Rahmen einer normalen ausgeglichenen Atmoſphäre führen könnte, die von allen erſtrebt werde. „Giornale'Italia“ ſchreibt, der Mecha⸗ nismus dieſes neuen Abkommens begünſtige eine Feſtigung der Handelsbeziehungen zwiſchen Deutſch⸗ land und Italien und bewirke einen Ausgleich und einen Aufſchwung im gegenſeitigen Warenaustauſch. Sämtliche Blätter heben die große Bedeutung der Datſache hervor, daß den deutſchen Italien⸗Reiſenden auch nach dem 1. Oktober die Ausfuhr von 500 Mark monatlich geſtattet ſei, und weiſen darauf hin, daß im November d. J. eine zweite Tagung der Wirtſchaftskommiſſionen beider Länder in Rom ſtattfinden ſolle, die, nachdem man den Oktober über die Entwicklung des erſten Ab⸗ kommens beobachtet Habe, weitere Beſchlüſſe faſſen 5 Nenorganiſation der Nira Meldung des DNB. 7 — Waſhington, 28. September. Präſident Rooſevelt hat am Donnerstag mit der Neuorganiſation der Nira begonnen. Der Präſident ernannte eine Behörde von ſieben Mitgliedern, die unter dem Vorſitz von Donald Richberg für die allgemeine Politik der Nira und die küntige Geſetz⸗ gebung zuſtändig ſein ſoll. Ferner ernannte er eine zweite Behörde von fünf Mitgliedern, die ſich mit der Nira⸗Verwaltung zu befaſſen hat. Zu einem ſpä⸗ teren Zeitpunkt wird Präſident Robſevelt wahr⸗ ſcheinlich noch eine dritte Behörde für die Nira⸗ Rechtſprechung ernennen. Der Präſident behält ſich ſelbſt alle künftigen Entſcheidungen in der Politik und in der Geſetzgebung der Nira vor. Das Drama im liviera⸗Expreß Raſche Aufklärung der Mordtaten im Schnellzug Ventimiglia-Paris (Meldung des D NB.) e Paris, 28. September. Das rätſelhafte Drama im Schnellzug Ventimi⸗ glia—Paris, in dem in der vergangenen Nacht die Leichen zweier angeblich aus Nizza ſtammender Kaufleute gefunden wurden, hat jetzt zu einer ſenſa⸗ tionellen Entdeckung geführt. Bei dem einen der bei⸗ den Toten, deſſen Papiere auf den Namen Alibert lauteten und in dem man den Mörder des anderen vermutete, handelt es ſich nach den Ermittlungen der Polizei um einen aus Polen gebürtigen Joſef Ziffer, der vor Jahresfriſt die Kriminalpolizei aller Länder beſchäftigt hat. Man muß ziemlich weit zurückgreifen, um die Zuſammenhänge darzulegen, die Ziffer zu einem gehetzten Wild der Polizei machten. Im Juli 1923 wurde am Strande von Treport bei Dieppe die Leiche einer Frau gefunden, die vier Schußwunden aufwies. Alle Nachforſchungen der Polizei, den Namen der Unbekannten feſtzuſtellen, blieben erfolglos, ſo daß man ſich entſchloß, die Angelegenheit zu den Akten zu legen. Faſt zehn Jahre ſpäter, genau 19 Tage vor der Verjährung des Verbrechens, erhielt die Polizei einen anonymen Brief, der ſowohl die Iden⸗ tifizierung des Opfers als auch die Feſtſtellung des Mörders erlaubte. Es handelte ſich bei der Toten um eine 24jährige polniſche Sängerin Helene Zawuſka, die mit einem Bruder Ziffers verheiratet war. Die Untersuchung ergab weiter, daß die Un⸗ glückliche auf Beſchluß eines Familienrates von ihrem Schwager ermordet worden war, um ihrem Mann die Möglichkeit zu geben, eine reiche Heirat abzuſchließen. Die polniſche Polizei verhaftete den Ehemann und deſſen Schweſter, die beide zu mehreren Jah⸗ ren Zuchthaus verurteilt wurden. Gegen den Mörder Ziffer erließ die franzöſiſche Polizei einen Steckbrief, der aber ohne Erfolg blieb, weil Ziffer es verſtand, ſich allen Nachforſchungen zu ent⸗ ziehen. Erſt vor ganz kurzer Zeit war es der Pari⸗ ſer Kriminalpolizei gelungen, feſtzuſtellen, daß Ali⸗ bert und Ziffer ein und dieſelbe Perſon waren; ſeine Verhaftung ſtand unmittelbar bevor. Man vermutet nun, daß die Bluttat im Schnellzug eben⸗ ſalls in Zuſammenhang mit der zehn Jahre zurück⸗ liegenden Mordangelegenheit ſteht und daß Zif⸗ fer ſeinen Reiſegenoſſen und Freund ermordete, um einen unbequemen Zeu⸗ gen zu beſeitigen, es dann aber vorzog, ſich ſelbſt das Leben zu nehmen. 7 — Das Programm für die Feier auf dem Bückeberg Meldung des DNB. e Berlin, 27. September. Der Führer begibt ſich am 30. September früh mit dem Flugzeug nach Goslar. Dort verſam⸗ meln ſich um 10 Uhr die Bauernabordnungen aus dem Reich in ihren heimatlichen Trachten in der alten Kaiſerpfalz. Der Reichsbauernführer, Reichs⸗ miniſter Darré, begrüßt den Führer und die ein⸗ zelnen Bauernabordnungen. Der Empfang wird etwa bis 11.20 Uhr dauern. Inzwiſchen hat ſeit dem frühen Morgen der An⸗ marſch der Teilnehmer des Erntedanktages auf dem Bückeberg begonnen. Er iſt gegen 14 Uhr beendet. Die wartenden Volksgenoſſen werden mit Muſik und Maſſenchören ſowie durch Maſſenfreiübungen, aus⸗ geführt von Arbeitsdienſtmännern, unterhalten. Um 13.20 Uhr ſtellen ſich die Bauern in Trachten längs des Mittelweges des Kundgebungsplatzes, den ſpäter der Führer beſchreitet, auf. Von 14 Uhr bis 14.30 Uhr kommen die Diplomaten und die Ehren⸗ Die Linoͤbergh- Angelegenheit — Neuyork, 27. September. In der Lindberg⸗Angelegenheit wurde am Don⸗ nerstag ein deutſches Mädchen von Staatsan⸗ walt Foley gehört. Wie den Blättern zu entneh⸗ men iſt, hat das Mädchen von einem„myſteriöſen John“ erzählt, der im Jahre 1932 mit Hauptmann und mehreren anderen Perſonen an Ausflügen teil⸗ genommen habe. Ferner ſoll das Mädchen erklärt haben, John ſei Hauptmanns beſter Freund. Im Hauſe von Hauptmann ſeien Bilder aufgefunden worden, auf denen Hauptmann zuſammen mit dem Mädchen zu ſehen ſei. In der Verhandlung ſei fer⸗ ner darauf hingewieſen worden, daß der Mann, dem Dr. Condon das Löſegeld ausgehändigt habe, ihm als „John“ bekannt geweſen ſei. Die unterſuchenden Beamten waren der Anſicht, daß die Auskünfte des Mädchens als unweſent⸗ lüch zu bezeichnen ſeien. Wie die Staatsanwaltſchaft mitteilt, iſt die Nachprüfung der Konten Haupt⸗ manns beendet worden. Man hat ure Aktienkonten feſtgeſtellt. Nach der Zahlung des Löſegeldes an Hauptmann ſeien 88 Dollar auf einmal deponiert worden. g formationen mit ihren Fahnen an und nehmen ihre Plätze ein. Um 15 Uhr beginnt die eigentliche Kundgebung. Der Führer wird nach ſeiner Ankunft die ange⸗ tretenen Ehrenformationen der Reichswehr und des Arbeitsdienſtes abſchreiten. Währenddeſſen feuert Artillerie 21 Schuß Salut. Der Führer wird dann den Mittelweg empor zur Ehrentribüne auf der Höhe des Berges gehen und dort die Diplomaten und die anderen Ehrengäſte begrüßen. Um 15.20 Uhr eröffnet Reichsminiſter Dr. Goebbels die Kundgebung. Dann wird dem Führer und dem Reichsbauernführer eine Erntekrone oder ein Erntekranz überreicht. Von 15.30 bis 15.50 Uhr fin⸗ det in der Ebene zwiſchen der Weſer und dem Bücke⸗ berg eine kombinierte Reichswehrübung ſtatt. Dann ſingt ein Maſſenchor des Arbeitsdienſtes das „Lied des Bauern“. Von 16 bis 16.15 Uhr ſpricht der Reichsbauernführer Darré. Von 16.15 bis 17 Uhr Rede des Führers. Nach dem gemein⸗ ſamen Geſang des Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗ Liedes Schluß der Kundgebung. Staatsanwalt Foley erklärte, er glaube nicht, daß Hauptmann allein die Entführung bewerkſtel⸗ ligt habe. Es beſtehe jedoch die Möglichkeit, daß Hauptmann derjenige war, der über eine Leiter in das Haus Lindberghs eingeſtiegen ſei. Die Staats⸗ anwaltſchaft von Bronx iſt von einer Frau Katha⸗ rina Maurer erſucht worden, den Aufenthalt ihres Mannes namens John zu ermitteln, der angeblich kurz nach Beginn der Hauptmann ⸗Angelegenheit ver⸗ ſchwunden ſei. Frau Maurer erklärte, ihr Mann kenne Hauptmann. Auf ſeiten der Juſtiz werden die Ausſagen der Frau als bedeutungsvoll bezeichnet. Beſuch des füdſlawiſchen Königspaares in Sofia — Sofia, 27. Sept. Das ſüdſlawiſche Königspaar, das ſich in Begleitung des Außenminiſters Jeftitſch und eines großen Gefolges befand, traf am Don⸗ nerstag um 16 Uhr in Sofia ein. Auf dem Bahn⸗ hof wurde es vom bulgariſchen Herrſcherpaar und allen Mitgliedern der bulgariſchen Regierung emp⸗ fangen. Die erſten politiſchen Geſpräche finden im Laufe des Freitags ſtatt. Die bulgariſche Preſſe, die ganz im Zeichen des Königstreffens ſteht, widmet dem ſüdſlawiſchen Herrſcherpaar herzlich gehaltene 5 — VBeamtenfragen — Berlin, 27 September Im Reichsgeſetzblatt wird ein Geſetz veröffenk⸗ licht, nach dem die Geltungsdauer der Paragraphen 5 und 6 des Geſetzes zur Wiederherſtellung des Berufsbeamtentums bis zum Inkraft⸗ treten des neuen deutſchen Beamtengeſetzes ver⸗ längert wird. Bis dahin können alſo Beamte, wenn es das dienſtliche Bedürfnis erfordert, noch in ein Amt von geringerem 1 5 verſetzt oder zur Vereinfachung der Verwaltung oder im Intereſſe des Dienſtes in den Ruheſtand verſetzt werden. Die Ausarbeitung des neuen deutſchen Beamtenge⸗ ſetzes iſt bereits in Angriff genommen. Im Intereſſe der Beamtenſchaft liegt die weitere Beſtimmung des Geſetzes, daß Verfügungen nach 88 2 bis 4 des Geſetzes zur Wiederherſtellung des Berufsbeamtentums zugunſten der davon Betroffe⸗ nen auch nach dem 30. September 1934 zurückgenom⸗ men oder geändert werden können, ſofern die Prü⸗ fung ſpäteſtens am 30. September 1934 bei der ober⸗ ſten Reichs⸗ oder Landesbehörde anhängig geworden ſiſt. Die übrigen Friſten des Geſetzes zur Wiederher⸗ ſtellung des Berufsbeamtentums ſind nicht verlängert worden. 10 9 Eine Verfügung Dr. Leys über die Gewährung N von Unterſtützungen — Berlin, 27. Sept. Der Führer der DA, Dr. Ley, ordnet an: Die Richtlinien über die Mitglied- ſchaft der Deutſchen Arbeitsfront ſehen vor, daß ein⸗ zelne Unterſtützungen nur gezahlt werden, wenn das Geſamteinkommen des Mitgliedes nicht mehr als 100 Mark monatlich beträgt. N Dieſe Beſtimmung bezieht ſich nicht auf alt⸗ erworbene Rechte und Anwartſchaften. Die Deutſche Arbeitsfront hält ihr Wort, daß die alten Rechte unter allen Umſtänden gewahrt werden. Der Führer der Deutſchen Arbeitsfront! 1 * gez. Dr. Robert Ley. Die deutſch⸗engliſchen Wirtſchaftsverhandlungen — Berlin. 27. Sept. Die Erörterungen zwiſchen der deutſchen und der britiſchen Delegation ſind vor⸗ übergehend ausgeſetzt worden, um der britiſchen Delegation Gelegenheit zu geben, ihrer Regierung Bericht zu erſtatten und neue Weiſungen einzuholen. Norwegiſches Frachtſchiff in der Nordſee 1 geſunken 1 — Hamburg, 27. Sept. Das norwegiſche Fracht⸗ ſchiff„Grenmar“, das mit einer Ladung Holz von Porsgrund(Norwegen) nach Sauthampton unter⸗ wegs war, iſt ungefähr 80 Meilen von Terſchelling in der Nordſee geſunken. Die Beſatzung des Schiffes konnte ſich rechtzeitig von Bord begeben. Sie wurde von dem ſchwediſchen Motortanker„Oljaren“ geret⸗ tet und in Holland gelandet. Die Beſatzung verließ das Schiff, da auf ihm anſcheinend ein Bran d ausgebrochen war.(!) Der holländiſche Schlepp⸗ dampfer„Holland“ ſowie der Bergungsdampfer „Hermes“ haben ſich an die Unfallſtelle begeben. Sie konnten jedoch das Schiff nicht auffinden. Man nimmt an, daß der norwegiſche Dampfer bereits ge⸗ ſunken iſt. Der Bergungsdampfer„Hermes“ iſt inzwiſchen wieder nach Cuxhaven zurückgekehrt. Ruſſiſcher Biſchof zu drei Jahren Verbannung verurteilt — Reval, 27. Sept. Wie aus Moskau gemeldet wird, iſt Biſchof Pavel in Tiumen wegen Propa⸗ ganda gegen die Gottloſen in Haft genom⸗ men und von der Gpu zu drei Jahren Verbannung verurteilt worden. Hauptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner Verantwortlich für Politik: Hans Alfred Meißner- Handelsteil i: P. Willy Müller- Feuilleton: Carl Onno Eiſenbart- Lokalen Teil. Dr. Fritz Hammes- Sport:„Willy, Müller- Südweſtdeutſche Um⸗ ſchau, Gericht und den übrigen Teil, Curt Wilhelm Jennel— Anzeigen und debe d Mitteilungen: Jakob Faude, 9 100 ſämtlich in Mannheim erausgeber, rucker und Verleger: Druckerei 8 7 8 Neue. heimer Zeitung. Mannheim, R 1, Schriftleitung in Berlin: Dr. Fritz Fillies, W, 385, ubertakrebeſas Mittags⸗Ausgabe A 13 377 Ausgabe B 8288, eſamt⸗D.⸗A. Auguſt 1984; 21630 5 Abend⸗Ausgabe A 12611 Ausgabe B 8288, Geſamt⸗D⸗A. Auguſt 1984: 20864 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr ⸗ Rückſendung nur bbaues ses 3 Dreißig Jahre im Dienſte des Theaters Ein Jubiläum Karl Vogts Tearl Vogt, der Mannheimer Schauſpielregiſſeur, dramatiſcher Lehrer und Sprachchormeiſter, blickt auf eine dreißigjährige Bühnentätigkeit zurück. Von der Univerſität drängt es den Studenten der Philoſophie, Kunſtgeſchichte und Medizin zur Bühne; er geht 1904 an das Neue und Kleine Thea⸗ ter in Berlin zu Max Reinhardt. Nach freud⸗ und leidvollen Jahren an kleinen Provinzbühnen und d nach zwei Gaſtſpielreiſen durch viele Städte Ruß⸗ lands, wurde er 1912—14 bereits ein ausgereifter Darſteller am Königlichen Schauſpielhaus in Ber⸗ lin. Der Kriegsausbruch reißt ihn als Freiwilligen mit ins Feld. Nach dem Kriege dann erneut frucht⸗ bringende Schauſpielertätigkeit in Berlin und in Düſſeldorf an der Bühne Louiſe Dumonts. Den jugendlichen Heldendarſteller und Charakter- 5 ſpieler ſtberragt aber der Regiſſeur Karl Vogt. Sein Name bedeutet hier einen Begriff. Vogt darf jenen unermüdlichen Kämpfern und Wegbereitern zuge⸗ rechnet werden, die in den letzten Jahrzehnten an der Vervollkommnung und Erneuerung der deut⸗ in bewußtem arbeit als Spielbildner, wie ſeine eigene Wort⸗ ſchöpfung lautet, Erfolg auf Erfolg. Dazwiſchen flüäͤllt ſeine Direktionszeit am Alberttheater in Dres⸗ den, wo er in vorkämpferiſch neuartigen Inſzenie⸗ rungen Büchners„Dantons Tod“, Gerhart Haupt⸗ manns„Und Pippa tanzt“,„Die Ratten“ und Strindbergs„Schwanen weiß um einige Eckpfeiler Licht der Bühne ſtellte. 79 einigen Vogt wieder⸗ zuchtvoll geſtrafften Euſemblekunſt. Seit Jahrzehnten iſt Karl Vogt auch erfolgreicher und geſuchter Lehrer(u. a. Senta Sönelands und Guſtavs e In Dresden am Alberttheater und in Berlin am Dramatiſchen Theater hielt er zweimal in der Woche Übungskurſe für ſeine Schau⸗ ſpieler. In Düſſeldorf wie jetzt in Mannheim gab und gibt er praktiſchen Unter eicht für angehende Schauſpielkünſtler. Seine Schrift„Schauſpielerkunſt eine Hochſchulfrage“ fand die lebhafteſte Zuſtimmung in der ganzen deutſchen Theaterwelt. i Bleibt noch zu erwähnen die Leiſtung Karl Vogts als Sprechchormeiſter. In grundlegender theoreti⸗ ſchen Klarlegungen, in unermüdlicher, langjähriger Arbeit iſt Karl Vogt auf dem Gebiete dieſer Gemein⸗ ſchaftskunſt zum ſchöpferiſchen Geſtalter und weg⸗ weiſenden Neuerer geworden. Seine im In⸗ und Auslande mit Begeiſterung anerkannten Sprechchor⸗ ſchöpfungen(Schönlanks„Der Geſpaltene Menſch“ auf der Theaterausſtellung in Magdeburg und Ber⸗ lin 1928 und 1929, das Chorfeſtſpiel zur 400⸗Jahr⸗ feier der lutheriſchen Konfeſſion in Augsburg 1930 von Paul Zech, das choriſche Heldengedenkſpiel„Das Totenmal“ in München und ſeine Gipfelleiſtung „Der ſteile Weg“ im Nibelungenſaal in Mannheim am 31. Januar 1934) ſind wegweiſend zu den Auf⸗ gaben auf den ſomerlichen Thingplätzen und win⸗ terlichen Hallenſpielen des nationalſozialiſtiſchen Deutſchlands. Karl Vogt, in guten Tagen hilfsbereiter Wohl⸗ täter wirtſchaftlich ringender Kollegen, immer be⸗ ſchwingter, humorvoller, ſtets aktiv wirkender Menſch, Künſtler, Kamerad und Führer zugleich, ſteht an der Schwelle der Vollendung einer Lebens⸗ arbeit, die heute durch die Beſtrebungen des neuen Deutſchlands zur Wirklichkeit wird. Dr. C. J. B. 55 Borlin geht wieder ins„Mefropol“ Eine neue Operetten⸗Revne:„Der Lauf ins Glück“ 2%%%%%, Berlin, im September. Das Berliner Metkropoltheater in der Behrenſtraße, in der Nähe des Bahnhofs Friedrich⸗ ſtraße, macht mit ſeiner neuen Operettenrevue„Der Lauf ins Glück“ viel von ſich reden. Der neue Beſitzer dieſer altangeſehenen Operettenbühne, Heinz Hentſchke, hat damit einen guten Anfang gemacht und erlebt jetzt Abend um Abend volle Häuſer. Das iſt nicht nur für die Berliner wichtig, die es gern hören, daß die„Behrenſtraße“ ſich wieder den alten Glanz früherer prunkender Operettenzeiten zulegt, ſondern das verdient auch außerhalb der Reichshauptſtadt Aufmerkſamkeit. Denn der„Lauf ins Glück“ iſt nicht einfach ein erfolgreicher neuer Schlager im Bereiche des zündenden muſikaliſchen Ausſtattungsſtückes, er iſt mehr: er zeigt die fleißige, ſtrebſam⸗ehrgeizige Arbeit des Metropoltheaters, einen neuen Stil für die deutſche Revue⸗Operette zu finden. 1 Paul Beyer als Verfaſſer des Textbuches ſteht mitten in unſerer nach neuem Ausdruck auf der Operettenbühne verlangenden Zeit. Er ſucht den Hauch des Neuwerdens unſeres Zeitſtils auch der Operettenbühne zuzuführen und dabei hat er eine eee. glückliche Hand. Gewiß mag noch nicht alles durch⸗ weg geglückt ſein. Aber hier liegt ein Anfang vor, zu dem Unternehmungsluſt und Tatkraft gehören und das iſt zu loben. Bei der guten alten Tradi⸗ tion des Metropoltheaters werden an Hand der jetzt gewonnenen Erfahrungen Unebenheiten bald abzu⸗ ſchleifen ſein, jedenfalls hat die Folgezeit für die deutſche Operettenbühne ſchlechthin Nutzen von ſoviel Tatendrang in der Behrenſtraße. Das gilt auch von der Muſik Fred Raymonds, die zu neuen Ufern ſtrebt. Sie hält in der Hauptſache die Mitte zwiſchen Tanzſchlager und Militärmarſch, ſie iſt dadurch insgeſamt ſehr ſchneidig, dezent und ſauber, und was ihr manchmal noch fehlt: die Beſonderheit, das wird ſic in der Zukunft hinzugewinnen laſſen. 75— Die Senlſche Kriegsgräberfürſorge wird z. 91. in einer Ausſtellung im Pforzheimer Kunſtgewerbeverein(Induſtriehaus) gezeigt, wo ſie bei den ehemaligen Frontkämpfern und den Mitgliedern des Volksbundes Deutſche Kriegsgrä⸗ berfürſorge e. V. höchſte Beachtung findet. Es han⸗ delt ſich um den wichtigſten Teil jener Ausſtellung, die vom Bundesführer Dr. Eulen in den Münchener Werkſtätten, die von Architekt Tiſchler geleitet wer⸗ den, zuſammengeſtellt wurde und bisher nur in Berlin und Dresden der Oeffentlichkeit zugänglich war. Pforzheim darf ſich rühmen, die einzige Stadt in Süddeutſchland zu ſein, in der man ſie ſehen kann, denn nachher wird ſie aufgelöſt, da die ausgeſtellten Originalſtücke, wie Gitter aus handgeſchmiedetem Eiſen, Grabſteine und ſonſtige kunſtgewerbliche Ge⸗ genſtände an ihre Plätze auf den ausländiſchen Sol⸗ datenfriedhöfen gebracht werden müſſen. Die Zu⸗ ſammenſtellung iſt muſterhaft und bietet einen faſt vollſtändigen Ueberblick über die letzten Ruheſtätten der zwei Millionen deutſcher Kämpfer in den 19 feindlichen Staaten. Modelle und Lichtbilder bewei⸗ ſen die gewaltige Kulturtat des Volksbundes, der hier auf fremder Erde Denkmäler deutſchen Heldentums und deutſcher Kunſt geſchaffen hat, die mehr für unſere Kultur ſprechen als alle deutſchen Erzeugniſſe auf fremden Märkten und Meſſen. Die Ausſtellung iſt bei freiem Eintritt täglich geöffnet. Dr. Der Deutſche Wiſſenſchafter⸗Verband, in dem die meiſten wiſſenſchaftlichen Verbindungen an deut⸗ ſchen Hochſchulen vereinigt ſind(3. Zt. in 38 Verbin⸗ dungen etwa 800 Aktive und 3300 Alte Herren) hält in den erſten Oktobertagen in Arnſtadt in Thü⸗ ringen ſeinen Verbandstag ab. Der Deutſche Wiſ⸗ ſenſchafter⸗Verband will auf einer wiſſenſchaftlichen Schulungstagung ſeinen Mitgliedern das vielerör⸗ terte Thema„Politiſierung der Wiſſenſchaft“ nahe⸗ bringen und das Seine zur Klärung 8 Frage beitragen. e ve gh 855 8 18 8 e Hermann Löns. Von Serberk Blank. Stalling⸗ Bücherei„Schriften an die Nation“ Band 64(Verlag Ger⸗ hard Stalling, Oldenburg i../ Berlin. Gebunden 1,20 Mk.) Wie hat jener deutſche Dichter, der vor zwei Jahrzehnten, am 26. September 1914, nicht nur ſein Deutſchfein, ſon⸗ dern auch ſeine eigene Sendung mit dem Heldentode be⸗ ſiegelte, in Wahrheit ausgeſehen? Herbert Blank, der Verfaſſer der„Soldaten“, unternimmt es, in dieſer kurzen Biographie das Bild des großen Niederſachſen wie⸗ der klar wor die Deutſchen zu ſtellen. Das Bändchen wird jedem, der erneut nach den Werken des Hermann bus greift, eine treffliche, klare und darüber hinaus welt⸗ anſchaulich wertvolle Einführung geben. Der Simplieiſſimus bringt in dem letzten Heft wie⸗ der viele ausgezeichnete Karikaturen auf die e der Zeit. Darunter ſind beſonders zu nennen: Ein Blot von Gulbranſſon„Der abgelehnte Oſtpakt“. Ein ſehr 1 8 kungsvolles Blatt von Schilling 1 8 19 5 die e frage. pen. La ſchief in geſpenſtiſ ihnen zu ßen, wo die Mög Die Step Steigung ihnen ſickh Möglichk ſicherſten Hildaſtra aber rätl mit Lam verfängli Weite⸗ hinterm Gefahr. lugen, ol Straßenl und ſchri in die K inmitten lampenlo e Gebt der 2 Das die im s fährlich merkwür die früh noch ger hört ſov noch ein Plötzlich machen bat eine ein ande * Baldriar am Ster der verf brennt“ und ent leuchtun und ma 5 ternd vo 9 mit anh bautziges vydes wä werei, j Lange“. die gute ganze S ſich der 1 meiſters kann, de So i einmal. ſorum 1 wiſſes H erſt ger Und wi Ecken, d da kom N unvorhe ſchende! das Gef ſtänge,! hinkend vom Fr ſagen, d Poſten walt un Beſſer 1 Dugen Heine& wird. Schau Um mals fo Der ſchmuck bunden ſoll an landſcha langen. niſſe ode digung auf die gruppen tionalſo Wert iſt zit leger züge lie Bei Kornäh wendun nicht m lichen 2 dſehen Büſten 0 allen ſch nationa e 0 entwür nikun Mannh Baden Archite! bildend von ins beträgt 30. N o gereicht Freitag, 28. September 1934 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Nummer 447 3. Seite Schalten in der Dämmerung Die Schattengeſtalten ſind Radfahrer ohne Lam⸗ pen. Lautlos, behende die ſchief in der Kurve liegend, geſpenſtiſcher Unwirklichkeit, ſolange man nicht mit ihnen zuſammenprallt. Sie bevorzugen ſtille Stra ßen, wo die P ſeltener vorbeikommt, oder doch die Möglichkeit ſchleunigen Rückzuges offenbleibt. ie Stephanienpromenade iſt bevorzugt, und die 8 Laternen umſegelnd, kommen ſie daher, von ihnen ſicherer als der Suezkanal; denn dort gibt es Möglichkeiten, ſeitwärts abzuſchwenken. Aber am ſicherſten iſt die Hafenbahn⸗Unterführung. Die Hildaſtraße am Luiſenpark iſt auch nicht unbeliebt; aber rätlich bleibt es doch, einen ſpähenden Genoſſen mit Lampe vorauszuſchicken; der pfeift dann un⸗ fänglich die Wacht am Rhein, wenn er was ſieht. Reunwieſen vorbei und hinterm Stadion noch bis nach Neuoſtheim ohne Gefahr. Aber dann muß man wieder abſteigen und lugen, ob nicht doch etwas blinkert im Lichte der Straßenlaterne. Aufgeſeſſen, Tempooo.. Obacht!l, und ſchrumm geht's mit Rücktritt und Handbremſe in die Kehrtwendung. Dort ſtand ein Schutzmann inmitten neugieriger Zuſchauer und ſchrieb den lampenloſen Verkehrsſünder auf. 2 Das alſo ſind die Geſpenſter der Dämmerung, die im Herbſte zahlreich auftauchen und nicht unge⸗ fährlich ſind. Sie haben vielerlei Gründe für ihr merkwürdiges Gehaben. Man hat ſich noch nicht an die frühe Dunkelheit gewöhnt und denkt, es langt noch gerade; geſtern gings doch auch noch. Man hört ſoviel von Lampendiebſtahl, wollen wir's doch noch einmal ohne probieren. Und dann gab es plötzlich viel zu tun im Geſchäft, und die Wolken ö machen den Himmel auch ſo übertrieben duſter. Da 9„hat einer ſich beim Fußballern den Fuß verknaxt, 5 n ein anderer mußte nur eben für Großmutter einen — Baldriantee holen. Wer aber nun ſogar eine Lampe am Steuer führt, ſozuſagen ein beſſerer Radfahrer, der verſichert treuherzig:„Ewe hot ſe noch ge⸗ brennt“ und eifrig fingert er an den Schräubchen und entwickelt ein ganzes Lehrbuch der Radfahrbe⸗ l leuchtung. Ja die Beamten, die müſſen geduldig ſein und mancherlei Notlügen ſchlucken, die man, ſtot⸗ ö ternd von jungen Damen vorgebracht, ja auch gerne mit anhört. Es iſt immer noch beſſer als rauh⸗ bautziges Auftrumpfen von wütenden Männern, „des wär doch e Zumutung und e bloße Rechthaw⸗ werei, jetzt ſchun um halberſiwwene Licht zu ver⸗ lange“. Immer mehr redet er ſich in Wut, zweifelt die guten Abſichten der Obrigkeit und überhaupt die ganze Staatsordnung an, in keiner Weiſe geneigt, ſich der nüchternen Lebensweisheit des Herrn Wacht⸗ meiſters anzuſchließen, die beſagt:„Wer nit fahre kann, der ſoll z' Fuß laafe.“ So iſt es, aber man probierts halt gerne noch einmal. Es iſt herbſtliche Dämmerung, man kann ſorum und ſorum meinen, es wär' noch ein ge⸗ wiſſes Helldunkel, und die ſtädtiſche Lichter ſind doch erſt gerade angezündet. Alſo aufgeſeſſen, Galopp! Und wieder fegen die ſchwarzen Schatten um die Ecken, daß einem Angſt und Bange wird. Hier und 0 1 da kommt ſo ein Dunkelfahrer ja auch mal in ein unvorhergeſehenes Loch, zwiſchen Schienen, auf rut⸗ ſchende Bananen und ſtoppende Steine. Schon wird 1 das Geſpenſt zu einem klingenden, klappernden Ge⸗ ſtänge, liegt längelang, reibt ſich da und dort, und hinkend zieht es weiter ſeine Bahn. Es wäre ja vom Fußgängerſtandpunkt nicht viel dagegen zu ſagen, daß die Dunkelfahrer probieren durch die Poſten durchzukommen. Aber bitte nicht mit Ge⸗ walt und Tempo, dadurch machen ſie ſich unbeliebt. Beſſer mit etwas Ruhe und Kriegsliſt, Spähen und JZugen an Straßenecken und mit geduldiger Umſicht Kleine Strecken dort fahren, wo man nicht erwiſcht wird. Dies rät 1 Dr. Hr., Radfahrer. Schaufenſterſchmuck am Erntedankfeſt Um alle Irrtümer auszuſchalten, wird noch⸗ mals folgendes bekanntgegeben: 1. Der Leitgedanke für den Schaufenſter⸗ schmuck anläßlich des Erntedanktages ſoll die Ver⸗ bundenheit von Stadt und Land ſein. Insbeſondere ſoll an dieſem Tage der Dank des Städters an den landſchaffenden Volksgenoſſen zum Ausdruck ge⸗ langen. In geſchmackvoller Form ſollen die Erzeug⸗ 5 niſſe oder Symbole des deutſchen Bauern ihre Wür⸗ 8 digung finden. Erwünſcht ſind dabei u. a. Hinweiſe 1 auf die Zuſammenarbeit der einzelnen Wirtſchafts⸗ “gruppen mit der Landwirtſchaft im Rahmen des na⸗ 5 tionalſozialiſtiſchen Wiederaufbaues. Beſonderer Wert iſt auch auf die Ausſchmückungen der Geſchäfte zu legen, die in den Anmarſchſtraßen für die Feſt⸗ züge liegen. Bei den Ausſchmückungen ſollen friſche Blumen, Kornähren, Erntedankbänder und dergleichen Ver⸗ wendung finden. Wo dies aus techniſchen Gründen nicht möglich iſt, wird die Anwendung von künſt⸗ lichen Blumen zugelaſſen. Unbedingt a bz u⸗ ſehen iſt von der Anbringung von Bildern und Büſten der nationalſozialiſtiſchen Führer und von allen ſchmückenden Hilfsmitteln, die das Gebiet des nationalen Kitſches ſtreifen. . * Einen Wettbewerb zur Gewinnung von Vor⸗ entwürfen für den Neubau eines Staatstech⸗ nikums in Mannheim ſchreibt die Stadt Mannheim aus. Teilnahmeberechtigt ſind alle in Baden geborenen oder ſeit 1. März 1934 anſäſſigen Architekten, die Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künſte ſind. Es ſind Preiſe im Betrage von insgeſamt 9000 Mark ausgeſetzt; der erſte Preis beträgt 2500 Mark. Die Entwürfe müſſen bis zum 30. November beim ſtädtiſchen Hochbauamt ein⸗ gereicht werden. 2 lechenſchaftsbericht des Oberbürgermeiſters Die Erfolge der vergangen anderthalb Fahre— Künftige Aufgaben— Verlegung des Marktplatzes— Bau des Staatstechnikums— Ein neuer Meßplatz— Sanierung der Altſtadt Renninger hatte geſtern nachmittag die Vertreter der Mannheimer Preſſe ins Rathaus geladen, um ihnen in einem Rück⸗ blick noch einmal zuſammenfaſſend eine Ueberſchau über das zu geben, was die Stadt Mannheim ſeit der Machtübernahme des Nationalſozialismus auf den nerſchiedenen Gebieten gewollt und erreicht hat, die dem Wiederaufbau und der Arbeitsbeſchaffung die⸗ nen. Er verband damit einen Ausblick in die Zu⸗ kunft, indem er die Pläne entwickelte, die wenigſtens in großen Umriſſen bereits Geſtalt gewonnen haben. Mit beſonderer Genugtuung konnte er feſtſtellen, daß die Finanzlage der Stadt geſund ſei, und zwar aus eigener Kraft, was man bei den Regie⸗ rungsſtellen im Reich voll anerkenne. Er werde ſich dafür einſetzen, daß ſie auch in Zukunft geſund blieben. Drei Punkte ſeiner Ausführungen beanſpruchen die beſondere Aufmerkſamkeit der Oeffentlichkeit: die Errichtung des Staatstechnikums, für das durch einen ſoeben ausgeſchriebenen Wettbewerb un⸗ ter den badiſchen Architekten die Baupläne gewon⸗ nen werden ſollen. Dann die Auffüllung des Ge⸗ ländes zwiſchen Feuerwehrkaſerne und Krankenhaus dem Adolf⸗Hitler⸗Ufer entlang, wo ein großer Platz als Meſſegelände geſchaffen wird, und die Ver⸗ legung des Hauptmarktes vom Marktplatz dorthin, wo auch eine unterirdiſche Groß⸗ garagen⸗ Anlage errichtet werden ſoll. Ganz beſondere Bedeutung mißt der Oberbürgermeiſter dem Umſtand bei, daß Mannheim durch den Ausbau der Reichsautobahnen zu einem Verkehrsmit⸗ telpunkt erſten Ranges aufrücken wird. Mannheim wird im Schnittpunkt der Nord⸗ Süd⸗ und der Oſt⸗Weſt⸗Linie liegen und daraus ſo⸗ Oberbürgermeiſter wohl als Handels⸗ wie als Fremdenſtadt Gewinn ziehen. Wird nach Rückgliederung des Saargebietes mit dem Mannheim von jeher eng verbunden war und dem es im Kampfe um ſein Deutſchtum ſich in helfender Treue verbunden fühlt, der Saar kanal wirklich zur Ausführung kommen, ſo bedeutet das eine weitere Förderung des Mannheimer Wirt⸗ ſchaftslebens, da dann ſein Hafen vorausſichtlich ein Großumſchlagsplatz für Kohlen ſein wird. Der Oberbürgermeiſter leitete nach einem herz⸗ lichen Dank an die Preſſe, die jederzeit die Maßnah⸗ men der Stadt mit wohlwollender Anteilnahme be⸗ gleitet und dadurch gefördert habe, ſeinen Rechen⸗ ſchaftsbericht über die vergangenen 17 Jahre mit einem Bekenntnis zu dem Grundſatz unſeres Füh⸗ rers und Reichskanzlers Adolf Hitler ein: alles um des Menſchen willen zu tun aus dem Geiſte der opferwilligen Kameradſchaft heraus, die helfen will. In dieſem Gemeinſchaftsgeiſt habe der Führer mit einer aus dem Blute geborenen Inſtinktſicherheit ſeine Maßnahmen getroffen, die darauf abzielten, jenen wieder empor zu helfen, die in den letzten eineinhalb Jahrzehnten am tiefſten darniederlagen: dem Bauern und dem Arbei⸗ ter. Von hier aus ſei die Entwicklung des Bin⸗ nenmarktes mit den befeſtigten Preiſen für landwirtſchaftliche Erzeugniſſe, von hier aus die ge⸗ waltigen Anſtrengungen der Arbeits beſchaf⸗ fung zu verſtehen, die beide einen allgemeinen Wirtſchaftsaufſchwung zur Folge hätten. Jeder ein⸗ zelne und jedes Gemeinweſen habe ſich in die Mit⸗ arbeit an dieſem Werke des Wiederaufbaus ein⸗ zureihen, und er könne mit Freuden feſtſtel⸗ len, daß in Mannheim alles zuſammenſtehe und vertrauensvoll mitarbeite im Sinne des Führers. Von Arbeitsdienſt und Siedlung Uebergehend zu den Mannheimer Angele⸗ genheiten, ſtreifte der Oberbürgermeiſter zunächſt die Zunahme der Eheſchließungen, die, gefördert durch die 1581 Eheſtandsdarlehen, rund 40 v. H. gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vor⸗ jahres betrage, und beſchäftigte ſich dann mit den Leiſtungen des Arbeitsdienſtes Mannheim dürfe für ſich in Anſpruch nehmen, das erſte Arbeitsdienſtlager ſchon vor der Machtüber⸗ nahme gehabt zu haben. Es befand ſich auf der Frieſenheimer Inſel und war vom gleichen Geiſte getragen wie die ſpäteren. Vielfach ſei dieſe Zelle des Arbeitsdienſtes beſichtigt und anderwärts zum Muſter genommen worden. Heute iſt der Arbeits⸗ dienſt ſehr aut in der von Kommuniſten geſäuber⸗ ten Göring⸗Kaſerne untergebracht und im Sand⸗ torfer Kinderheim. Etwa 1000 Mann ſeien einge⸗ ſetzt, die ſchon viel wertvolle Arbeit geleiſtet haben. Auf der Frieſenheimer Juſel ſind 60 000 Geviertmeter für Kleingärten her⸗ gerichtet worden, außerdem wird dort der Hoch⸗ waſſerdamm aufgeſchüttet, der als Vollendung der von Tulla 1827 begonnenen Rheinkorrektion mit einer Länge von 6,5 Kilometer rund 400 Hektar beſten Ackerbodens vor Ueberflutung ſchützt und er⸗ trägnisreicher Beſtellung zuführt. Hälftig ſind Ar⸗ beitsdienſt und Pflichtarbeiter an dieſem großzügi⸗ gen Werk beſchäftigt. Eine harte Arbeit iſt im Sandtorfer Moor zu leiſten, wo 90 Hektar Boden hergerichtet und bis zum nächſten Jahr 11 Kilometer Entwäſſerungs⸗ gräben ausgehoben ſein werden. Der Volksdienſt eine Einrichtung, die in Mannheim erſtmals in dieſer Form ins Leben gerufen wurde, hat ſich, ſo betonte Oberbürgermeiſter Renninger mit Nachdruck, durchaus bewährt. Er iſt entſtanden aus dem Beſtreben, den von der Fürſorge Betreuten von dem niederdrückenden Gefühl zu befreien, als ſei er ein Almoſenempfänger. Der Gedanke der Leiſtung und Gegenleiſtung entſpreche national⸗ ſozialiſtiſcher Auffaſſung, und es ſei erfreulich, daß gerade auch aus Kreiſen der Fürſorgeempfänger der Wunſch laut geworden ſei, ſich tätig in die große Arbeitsgemeinſchaft des Volkes einreihen zu dürfen. Aus dieſer gemeinſamen Arbeit erwachſe, wie deutlich zu ſpüren ſei, Volksgemeinſchaft und Kameradſchaft. Falſch ſei die Auffaſſung, als ob im Volksdienſt nur gearbeitet werde, damit etwas geſchehe. Viel⸗ mehr ſei auch hier wertvolle Arbeit geleiſtet worden, und die Arbeitsleiſtung erreiche 60 v. H. der Leiſtung von Vollarbeitern. Von 7000 Volksdienſtlern ſeien bereits 4200 in feſte Arbeit gebracht worden, was angeſichts der vielen ungelernten Arbeiter viel bedeute, und man ſei bemüht, auch dem Reſt von 2800 Arbeit zu verſchaffen. Einer Aufſtellung entnehmen wir folgende aufſchlußreiche Angaben über die Art der Beſchäftigung und die wichtigſten dabei voll⸗ brachten Arbeitsleiſtungen. Tagewerke Erdbewegung in ebm Auffüllung der alten Sandgruben an der Talſtr. b. Feudenheim 44 400 26 640 Erdarbeiten auf dem Gelände der Spiegelfabrik Waldhof 25 200 26 800 Planierung des rechtsſeit. Neckar⸗ vorlandes gegenüber Neu⸗Oſt⸗ heim 13 010 4380 und 2 125 cbm Steine Siedlerhilfe Friedrichsfeld 1790 2400 Autobahn Friedrichsfeld 6280 4710 Kabellegen am Speckweg 23 100 12 480 und 16 100 lfd. m Kabelgräben Holzfällen im Doſſenwald 5 400 3 5⁰⁰ Ster Holz Auch das Ergebnis an Kulturarbeiten iſt bedeutend. So wurden anbaufähig hergerichtet und für die Lagerküchen des Volksdienſtes bepflanzt mit Kartoffeln und Gemüſe in Friedrichsfeld 1,00 ha, in der Oſtſtadt 5,38 ha, in Sandtorf 16,95 ha. Ferner wurde eine größere Zahl von Tagewerken geleiſtet für die Errichtung der 6 Volksdien ſt⸗ lager nebſt Einrichtung und laufender Inſtandhal⸗ tung, für Beförderung und Zubereitung der Lebens⸗ mittel, für Inſtandſetzung der Dienſtkleider und Dienſtſtiefel und für Hilfeleiſtung bei der NSV im Winterhilfswerk uſw. Außer der Kleidung erhalten die Volksdienſtler an jedem Arbeitstage je 1 Frühſtück und 1 Mittageſſen, wofür bei insgeſamt 345 400 Verpflegungstagen erforderlich waren: Für das Frühſtück: 43 175 Brote zu je 3 Pfund, 172 700 Portionen Wurſt zu je 80 Gr., 172 700 Portionen Käſe. Für das Mittag⸗ Rindfleiſch, Sülze, Lunge und Dörrfleiſch rund 270 Zentner, Griebenwurſt, Fleiſchwurſt und Braunſchweiger Wurſt 125600 Stück, Fiſchkotelett 31400 Stück, Kartoffeln 5300 Zentner, Dampfnudeln 125 600 Stück u. viele Zentner Gemüſe, Hülſenfrüchte und Obſt. Man kann daraus entnehmen, daß dieſe zuſätzliche Ernährung geeignet iſt, die Widerſtands⸗ fähigkeit und die Arbeitskraft des einzelnen zu heben und in ihm das Bewußtſein zu wecken, daß man ſich ſeiner annimmt. Im nationalſozialiſtiſchen Staat kommt der Siedlung eine ganz beſondere Bedeutung zu, weil durch ſte in das Leben hoffnungslos gewordener Licht und Sonn gebracht werden ſoll, weil durch ſie wurzellos Ge⸗ wordene wieder mit der Scholle, der Heimat und dem Vaterland verbunden werden. Vor Jahresfriſt etwa iſt der erſte Spatenſtich in Neu⸗Eichwald getan worden, heute ſtehen ſchon einige hundert Häu⸗ ſer, in denen froh gewordene Menſchen leben werden, die wieder bodenſtändig ſind. 13,5 ha Wald wurden abgeholzt, um den nötigen Platz zu gewinnen für ie 320 Stellen. Insgeſamt wurden ſeit er Macht⸗ übernahme 750 Siedlungen in Mannheim erſtellt und 100 Volkswohnungen im Siedlungsgebiet gebaut. Hinzukommen 50 Stel⸗ len der Gärtnereiſiedlung im Moor, wo nur vorgebildete Gärtner ſiedeln, die ſich mit viel Eifer und ohne Entmutigung ihrer Aufgabe widmen. Es iſt zu erwarten, daß ſpäter in dem Gelände zwi⸗ ſchen Lampertheim, Scharhof und Sandtorf einmal Mannsheims großer Gemüſegarten ent⸗ ſteht. Die Mieten in allen Siedlungen, die erſt in gewiſſe Jahresabſtänden ihren Höchſtſtand erreichen, ſind ſo niedrig bemeſſen, daß ſie ein erfolgreiches Sie⸗ deln nicht gefährden. 800 Baracken wohnungen ſind noch zu beſeitigen. Sie liegen beim Pfingſt⸗ bergweiher, wo teilweiſe Leute wohnen, die noch niemals gearbeitet hatten, ſich aber fetzt in erfren⸗ licher Anzahl beim Bau der Volkswohnungen be⸗ teiligen; am Lungenſpital und in den Spel⸗ zengärten. An ihre Stelle werden die Volks⸗ wohnungen treten. eſſen: Die Bautätigkeit in Mannheim Man muß hier unterſcheiden zwiſchen den Arbei⸗ ten zur Inſtandſetzung der Gebäude, für die ſeit der Machtergreifung 9,5 Millionen aufgewen⸗ det wurden, zu denen das Reich 2,3 Millionen Zu⸗ ſchuß gab, und der Neuerrichtung von Gebäu⸗ den. Dieſe belief ſich im Jahre 1933 auf 693 Ge⸗ bäude mit 1084 Wohnungen; im Jahre 1934 bis zum Auguſt wurden 798 Wohnungen fertig. Dieſe geſteigerte Bautätigkeit erfordert natürlich von der Stadt reichlich Mittel für Tiefbauarbeiten, die mit Straßen⸗ und Kanalbau das Wohngelände erſt erſchlteßen. In das Kapitel von den Bauten ge⸗ hört der Umbau des Theaters, für den 950000 Mark aufgewendet werden müſſen, was natürlich eine ſtarke Belaſtung der ſtädtiſchen Mittel bedeutet. Aber es mußten Fundamente er⸗ neuert werden, die Hinterbühne wurde neu errichtet, gleichzeitig hat man zur Erhöhung der Sicherheit neue Treppenhäuſer eingebaut, den Eingang, die Garderoben und Toilettenräume verändert. In die⸗ ſem Zuſammenhang gab der Oberbürgermeiſter be⸗ kannt, daß die Zahl der Mieter für die beginnende Spielzeit geſtiegen ſei, eine ſehr erfreuliche Tatſache angeſichts deſſen, daß das Theater doch immer Mannheims kultureller Mittelpunkt iſt. Kulturellen Belangen und der Wah⸗ rung der Altmannheimer Muſiküberlieferung dient die neueingerichtete Muſikhochſchule. In der Dalbergſtraße werden Zuſtände beſeitigt, die keine Zierde für Mannheim waren, und 70 neue Wohnungen gewonnen. In der Schwetzingerſtadt Hat die Stadt auf dem Gelände der Gummi⸗ fabrik einen guterhaltenen Betonbau erworben, in den das Leihhaus verlegt wird. Das Zeughaus ſoll künftig ganz Muſeumszwecken dienen und auch baulich eine Ueberholung erfahren, die ſeiner Bedeutung entſpricht. Auf dem Platz der Gummifabrik werden 150 neue Wohnungen er⸗ richtet werden, und die 2700 Geviertmeter freien Raumes ſollen als Grünfläche Luft und Licht in die Gegend bringen. Zu erwähnen iſt noch die Er⸗ neuerung des Neckarauer Ueberganges und de Er⸗ neuerung der alten Dragonerkaſerne, in deren 80 Räumen auch die SA, die SS. und die HJ für ihre Dienſtzimmer Unterkunft finden ſollen. Der Durchbruch der Engen Planken beginnt, wie vorgeſehen, am 1. Oktober, und es iſt gelungen, alle Schwierigkeiten zu beheben und eine gütliche Einigung zu erzielen, die Enteignungs ver⸗ fahren überflüſſig macht. Die neuen Bauvorhaben ſind verſchiedener Art. Sie ſehen u. a. eine Sanie⸗ rung der Altſtadt vor. In vier Quadraten ſollen zunächſt die engen und ungeſunden Höfe aus⸗ geräumt werden. Die Mittel dazu werden vom Weich erwartet. Beſonderer Bedeutung kommt der Errichtung des Staatstechnikums zu, das, wie bekannt, von Karlsruhe nach Mannheim verlegt wird. Als Bauplatz hat man die Lauer⸗ ſchen Gärten vorgeſehen. Die Mittel zu dieſem Neubau werden teilweiſe der Konſul Reiß ſchen Mällionenſtiftung entnommen, nachdem der Teſtamentsvollſtrecker zu dieſer Verwendung des Geldes ſeine Zuſtimmung gegeben hat; den reſtlichen Anteil trägt die Stadt Mannheim, die in einem Preiswettbewerb geeignete Entwürfe für die⸗ ſen Bau gewinnen will. Eine Frage, die die Ge⸗ müter der Mannheimer Bevölkerung ſchon einige Zeit ſtark beſchäftigt, iſt die Verlegung des Hauptmarktes. vom bisherigen Marktplatz über den Neckar, wo man das Gelände am Adolf⸗Hitler⸗Ufer auffüllen wird. Man hält die Verlegung für geboten, weil bei weiterem Wachstum der Stadt der Marktplatz mit ſeinen 5000 Geviertmetern ſich für den entſpre⸗ chend ſtärker beſchickten Markt als zu klein erweiſen wird. Außerdem ermöglichen die Bahnanlagen über dem Neckar eine erleichterte Anfuhr, vor allem auch für den Großmarkt, der ebenfalls vom Zeug⸗ Hausplatz, wo er oͤen Anwohnern Anlaß zu Beſchwer⸗ dem gab, weg in das nen zu erſchließende, 20 000 Ge⸗ viertmeter umfaſſende Gelände verlegt wird. Man denkt auch daran, dort einen Obſtgroß markt ins Leben zu rufen. Der Marktplatz wird ſpäter nur noch einem Kleinmarkt dienen und im übrigen als Parkplatz für Kraftwagen Verwendung fin⸗ den. Ob über dem Neckar eine Markthalle errichtet wird— darüber wurde nicht geſprochen. Jedoch iſt im künftigen Marktgebiet die Anlage einer unterirdiſchen Großgarage ins Auge gefaßt, für die das Gelände bei der Villa Hartmann als beſonders geeignet angeſehen wird. Die Ueberſiedlung der Meſſe hinter die Feuer⸗ wehrkaſerne erſcheint geboten, weil der Meßplatz ſich bei dem wachſenden Andrang der Meſſeleute als zu klein erwieſen hat. Er wird ſtatt 18 000 künftig 34000 Geviertmeter umfaſſen. Mannheim als Verkehrsmittelpunkt Die Reichsautobahnen ſind von allen großen] koſten dieſe 90 Km. rund 54 Millionen, d. h. der Planungen im Dritten Reich in der Kühnheit des Gedankens wohl das nationalſozialiſtiſche Bau⸗ werk. Die Frage bei ihrer Führung war für Mann⸗ heim die, ob es der Stadt wieder ſo gehen würde, wie bei der Eiſenbahnführung über Friedrichsfeld. Ein freundliches Geſchick hat es dieſes Mal mit Mannheim beſſer gemeint. Maunheim bekommt die direkte Verbindung mit der Hauptſtrecke von Norden nach Süden und eine der ſchönſten Zuführungen dadurch, daß die 51 Meter breite Auguſta⸗Anlage bis zur Riedbahn ausgebaut wird. Dabei wird an der ganzen Strecke (die ſozuſagen als Erprobungsſtrecke gilt), Mann⸗ heim Heidelberg mit 15 Km. und Mannheim Frankfurt mit 75 Km. nicht geſpart. Insgeſamt Kilometer ſtellt ſich auf 600 000 Mk. Im nächſten Jahre, ſo darf man hoffen, iſt die Neckarbrücke fer⸗ tig, dann wird der Führer bei der Einweihung über ſie fahren und gewiß, nach langer Zeit, auch wieder einmal in Mannheim ankehren. Aber Mannheim wird auch Auſchluß an die Oſt Weſt⸗Linie haben, die von Saarbrücken über München zur Lan⸗ desgrenze geht. nicht freigegeben, aber die Umgehungsſtraße bei Kai⸗ ſerslautern iſt genehmigt, und von ihr wird die An⸗ ſchlußbahn nach Ludwigshafen gehen, von wo ſie über eine neue Rheinbrücke Sandhofen und Viern⸗ heim erreicht, um in die Nord⸗Süd⸗Strecke einzu⸗ münden. Dann liegt Mannheim im Schnitt⸗ Sie iſt zwar heute zum Bau noch 4. Seite/ Nummer 447 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Freitag, 28. September 1934 punkt der beiden großen Züge: welche Bedeutung das für unſere Stadt haben wird, iſt noch gar nicht zu ermeſſen. Eine Ergänzung bildet die Ausgeſtaltung unſeres Flugplatzes, deſſen Befliegung ſich immer günſtiger entwickelt. Eine weitere neue Flugzeughalle wird dieſe Entwicklung zweifellos fördern. In ſehr viel größere Ferne gerückt iſt die viel beſprochene Errichtung eines Saar⸗Kanals, der das nur 120 Kilometer entfernte Saargebiet mit ded Rhein verbinden ſoll. Nicht nur der Bau würde, wie der Bau der Auto⸗ bahnen es auf Jahre hinaus tut, Arbeitsmöglichkeit und damit Wirtſchaftsbelebung im pfälziſchen Lebens⸗ raum zur Folge haben— nach ſeiner Vollendung würde Mannheim der Ausfuhrhafen für Saarkohle werden und außerdem die Bedeutung eines wichtigen Kohlenumſchlaghafens gewinnen, da der bis dahin wohl weiter geförderte Neckarkanal eine Verfrach⸗ tung der Kohle nach dem Südoſten ermöglicht. Gewiß, das iſt Zukunftsmuſik. Aber wie vieles iſt in den vergangenen 17 Jahren ſchon Wirklich⸗ keit geworden, was wir für überhaupt nicht mehr möglich gehalten hatten. Das gibt uns die Zuver⸗ ſicht für die Zukunft um ſo mehr, als wir auch in unſerer Vaterſtadt Mannheim allenthalben die Anzeichen der zunehmenden Beſſerung wahrnehmen. Der Rechenſchaftsbericht des Oberbürgermeiſters hat ſie zu einer eindrucksvollen Geſchloſſenheit zu⸗ ſammengefaßt und nachgewieſen, daß ſie keineswegs auf Zufälligkeiten beruhen, ſondern aus einer plan mäßigen Arbeit erwachſen. So mögen ſeine von einem unerſchütterlichen Zukunftsglauben getragenen Worte nachwirken als eine Bitte und Mahnung an jeden Volksgenoſſen, an ſeiner Stelle ſich einzureihen in das Werk des Wiederaufbaues. hs. Die Mannheimer Sängerſchaft beim Erntedankfeſt Der Kreisführer im DSB. bittet uns um Ver⸗ öffentlichung folgender Mitteilung: An dem am kommenden Sonntag, dem 30. Sep⸗ tember, ſtattfindenden Erntedankfeſt auf dem Fried⸗ richsplatz nehmen auch die Mannheimer Sänger teil durch den Vortrag zweier Chöre. Geſungen werden: „Lied des Volkes“ von Erdlen und„Gebet für das Vaterland“ von Caſimir. Die Sänger ſtellen ſich in der Werderſtraße zwiſchen Auguſta⸗Anlage und Chriſtuskirche auf mit Richtung Auguſta⸗Anlage, die Fahnen an der Spitze. Punkt 10 Uhr erfolgt der Abmarſch nach dem Friedrichsplatz. Die Sänger der einzelnen Vereine ſammeln ſich ſo frühzeitig bei ihren Vereinslokalen, daß ſie ſpäteſtens um.45 Uhr in der Werderſtraße eintreffen. Auf dem Anmarſch dürfen die Straßen in der Nähe des Friedrichsplatzes nicht benützt werden. Die Vereinsführer ſind dafür verantwortlich, daß ihre Vereine rechtzeitig zur Stelle ſind und daß die Sänger das nötige Notenmaterial bei ſich haben. Die Sänger erſcheinen in Sängeran⸗ ziig mit Mütze. Diejenigen Sänger, welche noch anderen Organiſationen, die an der Feier teilneh⸗ men, angehören, haben ſich bei ihren Geſaugvereinen einzufinden. Schwimmende Braune Meſſe Die Zweiggeſchäftsſtelle der Meſſe bei der NS⸗ Hago ſchreibt uns: 5 ö Die„Schwimmende Braune Meſſe“ kommt nicht, wie zuerſt beabſichtigt war, vom 10. bis 15. Ok⸗ tober nach Mannheim, ſondern ſie wird bereits vom 4. bis 10. Oktober in Mannheim verweilen und ihre aus allen Gauen Deutſchlands zuſammen⸗ geſtellte Schau deutſchen Gewerbefleißes der Mann⸗ heimer Bevölkerung zur Beſichtigung freigeben. Die Anteilnahme, welche dieſer einzigen und eigenarti⸗ gen ſchwimmenden Meſſeveranſtaltung auf ihrer Rheinfahrt von Emmerich rheinaufwärts aus allen Kreiſen entgegengebracht wurde, war außerordent⸗ lich. Mehr als eine halbe Millioe Beſucher hat bis⸗ her die eigens für dieſen Zweck aufgeſtockten Schiffe und ihre Ausſtellung beſichtigt. An jedem Anlege⸗ platz iſt auch den Handelskreiſen des betreffenden Ortes Gelegenheit gegeben, in einem hierfür vor⸗ behaltenen Teil der Ausſtellungsflächen ſich ſelbſt mit als Ausſteller in die Geſamtmeſſe einzufügen, um ſomit die Werbung und den Zuſpruch der Käu⸗ ferkreiſe mit in Anſpruch nehmen zu können. Durch die Vorverlegung der Anlegezeit in Mannheim machen wir diejenigen Firmen, die dieſe Meſſe zu beſchicken beabſichtigen, beſonders darauf aufmerk⸗ ſam, ihre Wünſche ſofort auf der Zweigſtelle der „Schwimmenden Brauen Meſſe“ bei der NS⸗Hago, Kreisgeſchäftsſtelle Mannheim, L. 4, 15(Horſt⸗Weſſel⸗ haus), Fernruf 26 142, bekanntzugeben. Hier liegen auch die Schiffspläne und Bedingungen aus. Sämt⸗ liche Plätze werden fertig hergerichtet, einſchließlich der mit Rupfert beſpanuten Wände, Beſchriftung in Holzbuchſtaben und Licht zu günſtigen Mietpreiſen zur Verfügung geſtellt. Arbeits- und Aufenthallserlaubnis für Ausländer Das Polizeipräſidium ſchreibt: Es beſteht Veranlaſſung, auf die Verordnung des Reichsarbeitsmniſters vom 23. 1. 1933 hinzuweiſen, wonach alle ausländiſchen Arbeitnehmer, d. h. Angeſtellte und Arbeiter, die Beſchäftigung gegen Entgelt verrichten, eine beſondere Arbeitserlaubnis — Arbeitskarte— oder einen Befreiungs⸗ ſchein haben müſſen. Als Ausländer gelten auch ſtaatenloſe Perſonen Die Arbeitgeber, die Ausländer beſchäftigen, müſſen ſich verläſſigen, ob dieſelben im Beſitze von Befreiungsſcheinen ſind. Anträge auf Befreiungs⸗ ſcheine ſind für Stadtbewohner auf Zimmer 37 des Polizeipräſidiums zu ſtellen, in den Landgemeinden beim Bürgermeiſteramt. Befreiungsſcheine können in der Regel nur ſolche ausländiſche Arbeitnehmer erhalten, die über 10 Jahre im Reichsgebiet anſäſſig ſind. Fehlt die Vorausſetzung zur Ausſtellung eines gefreiungsſcheines oder wird ein Befreiungsſchein trotz der erfüllten Wartezeit verſagt, ſo muß der Ar⸗ beitgeber beim Arbeitsamt Mannheim um Beſchäf⸗ tigungsgenehmigung auf vorgeſchriebenem Formular gnachſuchen, das beim Arbeitsamt erhältlich iſt und der Arbeitnehmer ſelbſt muß, wenn er in Mannheim wohnt, auf Zimmer 37 des Polizeipräſidiums, in den Gemeinden des Landbezirks beim Bürgermeiſter⸗ amt, Antrag auf Ausſtellung einer Arbeitskarte ſtellen. G ERIC HTS BERICHTE AUS NAH UND FEERN Der Bauernſchreck im Havelland Erpreſſer und Wucherer trieb Landwirte von Haus und Hof— Ein Vampyr vor den Richtern gp. Berlin, 25. Sept. Gegen einen Volksſchädling übelſter Sorte iſt ſoeben von der Staatsanwaltſchaft beim Landgericht Berlin Anklage erhoben worden. Es handelt ſich um einen Moeſchler aus Brandenburg a. d. Havel, dem fortgeſezter Betrug zur Laſt gelegt wird. Unter der gleichen Beſchuldigung ſte⸗ hen vier ſeiner Mittelsmänner. Er nahm 40 v. H. und mehr Moeſchler, der jetzt 45 Jahre alt iſt, bildete den Bauernſchrecken des ganzen Weſthavellandes. Er ſchickte Mittelsmänner auf das Land, die kreditbe⸗ dürftige Bauern aufſuchen mußten. Unter dem Vorgeben, ſie könnten jede Geldſumme erhalten, wurden die meiſt geſchäftsungewandten Opfer dazu veranlaßt, für Moeſchler Hypotheken und Grund⸗ ſchulden auf ihr Grundſtück eintragen zu laſſen. Moeſchler blieb dabei jedoch im Hintergrund und ließ die Hypotheken auf die Namen von Stroh⸗ männern eintragen. Zunächſt hieß es, die ganze Hypothekenſumme würde zur Auszahlung kommen. War die Hypothek jedoch in das Grundbuch einge⸗ tragen, dann wurde ein ſogenanntes Damnum we⸗ gen des angeblichen Riſikos von der Kreditſumme in Abzug gebracht, was teilweiſe ſogar bis zu 40 v. H. ausmachte. Darüber hinaus ließ dieſer gemein⸗ gefährliche Wucherer ſich noch hohe Zinſen ſprechen. So kam es denn, daß zahlreiche Bauern die hohe Zinſenlaſt nicht tragen konnten und von Haus und Hof gehen mußten. Ehrenerklärung für einen Schurken Entſchloß ſich ein Opfer einmal, Moeſchler mit einer Anzeige zu drohen, ſo verſtand dieſer es in der Regel, durch alle möglichen Vorſpiegelungen und Verſprechungen, teilweiſe auch unter Drohungen, den Anzeigenden zur Abgabe einer Ehrenerklä⸗ rung zu veranlaſſen und damit eine Einſtellung des Verfahrens herbeizuführen. Vom Jahre 1927 bis 1932 hat er es ſo verſtanden, zahlreiche Bauern regelrecht auszuplündern und an den Bettelſtab zu bringen. Sein Jahreseinkommen bewegte ſich zwiſchen 16000 und 21000 Mark, was dazu führte, daß ſein urſprüngliches Vermögen von 5000 Mark im Laufe der Zeit auf 100 000 Mark an⸗ wuchs. Er bewohnte ſelbſtverſtändlich eine luxuriöſe Villa und hielt ſich einen wertvollen Kraftwagen. Die Verhandlung gegen Moeſchler und ſeine Kom⸗ plizen wird bereits in der allernächſten Zeit vor der Strafkammer des Landgerichts Berlin zur Durch⸗ führung kommen. —̃— le kad les Cuntedlankęgestes Arbeitnehmer ſowohl als Arbeitgeber, die dieſer Vorſchrift zuwiderhandeln, werden mit Geld⸗ ſtrafſe oder mit Gefängnis bis zu 6 Monaten beſtraft. Die Arbeitnehmer können überdies noch des Reiches verwieſen werden. Zugleich wird noch auf die badiſche Aus län⸗ derpolizei verordnung vom 27. Mai 1933 aufmerkſam gemacht, wonach alle über 15 Jahre alten Ausländer einer beſonderen Aufenthaltser⸗ laubnis bedürfen, wenn ſie ſich länger als ſechs Monate im Lande Baden ununterbrochen aufhalten. wollen oder ſchon aufhalten. Sofortiger Auf⸗ enthaltserlaubnis beim Zuzug nach Baden bedürfen jedoch alle Ausländer, die entweder als Arbeitneh⸗ mer tätig ſein oder ſelbſtändig einen Gewerbebetrieb, einen landwirtſchaftlichen Betrieb oder einen land⸗ wirtſchaftlichen Nebenbetrieb anfangen wollen. Anträge auf Aufenthaltserlaubnis ſind für den Stadtbezirk Mannheim auf Zimmer 37 des Polizei⸗ präſidiums, im Landbezirk Mannheim jeweils beim Bürgermeiſteramt zu ſtellen. Die Aufenthaltserlaub⸗ niſſe werden vom Polizeipräſidium Mannheim in die Päſſe eingetragen. Ausländer, die dieſe Aufenthaltserlaubnis noch nicht erwirkt haben, werden hiermit aufgefordert, das Verſäumte ſchleunigſt nachzuholen, um Strafverfolgung zu vermeiden. u Zur Löſchung eines Kaminbrandes wurde geſtern nachmittag die Berufsfeuerwehr nach K 8 (Breite Straße) gerufen. Mit gewohnter Pünktlich⸗ keit waren die wackeren Feuerwehrmänner zur Stelle. Der nach dem Hof gehende hintere Teil des Daches ſtand in hellen Flammen und desgleichen die für den Kaminfeger beſtimmten Laufbretter. Daher mußte ſich ein Feuerwehrmann durch die enge Dach⸗ luke zwängen. Staunenswert war die Sicherheit und Gewandtheit, mit der der Feuerwehrmann auf dem Dach zu dem Räucherkamin entlang kletterte, aus dem die Flammen lichterloh herausſchlugen. Es war gewiß keine leichte Arbeit, von dieſer ſchwin⸗ delnden Höhe aus mit einer Schlauchleitung den Brandherd zu erſticken, doch alles klappte aus⸗ gezeichnet. Zum Schluß mußte der Feuerwehrmann noch oͤie Obliegenheiten eines Kaminfegers verſehen und den Kamin reinigen. In der Verſtopfung des Räucherkamins dürfte die Brandurſache gelegen haben. Die Bewohner der umliegenden Höfe ließen ſich das ſeltene Schauſpiel nicht entgehen und ver⸗ folgten geſpannten Auges jeden Handgriff des Feuer⸗ wehrmannes. Auch auf der Breite Straße hatte ſich eine große Menſchenmenge angeſammelt, die den mit allen Neuerungen ausgeſtatteten, in rotem Lack glän⸗ zenden Feuerwehrwagen beſtaunte. * Für eine einheitliche deutſche Schrift in allen Schulen ſpricht ſich der Reichsunterrichtsminiſter und preußiſche Kultusminiſter Ruſt aus. In allen deut⸗ ſchen Schulen ſoll eine einheitliche deutſche Schrift als wertvoller Beſtandteil deutſcher Volkskultur gepflegt werden. Das Ziel des Schreibunterrichts ſoll die Er⸗ reichung einer natürlichen, deutlichen, geläufigen und gefälligen deutſchen Verkehrsſchrift ſein, mit der zu⸗ gleich eine perſönlich ausgeprägte Handſchrift an⸗ gebahnt wird. In allen deutſchen Schulen hat ſich die Schrift an die Sütterlin⸗Schriftformen und Schreib⸗ weiſen eng anzulehnen. Im dritten Schuljahr ſoll die Verkehrsſchrift entwickelt werden. Vom vierten Schuljahr ab ſoll außer deutſch auch lateiniſch an Sütterlin angelehnt werden. Die Schiefertafel iſt im erſten und zweiten Schülerjahrgang zugelaſſen, ſie kann auch im dritten und vierten noch gebraucht werden. Die Durchführung der Neuerungen in Schreib⸗ und Druckſchrift ſoll ſpäteſtens am Schluß des Schuljahres 1935/36 beendet ſein. ei Der Reichsarbeitsminiſter hat angeordnet, daß der zunächſt auf den 30. September vorgeſehene Ablauf der zur Zeit als Tarifordnungen geltenden Werk⸗(Betriebs⸗ Tarifverträge im Bereich der öffentlichen Hand bis längſtens 31. März 1935 verlängert wird. Da alle anderen als ⸗Tarif⸗ ordnungen zur Zeit geltenden Tarifverträge, die die Regelung der Arbeitsverhältniſſe in öffentlichen Verwaltungen und Betrieben betreffen, bis zu ihrer Aufhebung oder Aenderung auf unbeſtimmte Zeit weiterlaufen, tritt in der Regelung der Arbeitsver⸗ hälteiſſe im öffentlichen Dienſt zunächſt keine Aenderung ein. Zur Ueberprüfung und etwaigen NSDAP-Miffeilungen Aus bartelamtlichen Zekauntmachungen ennsmmen Anordnung der Kreisleitung Die Ortsgruppenpreſſewarte werden aufgefordert, ihre Werbung abzuſchließen, da der Termin bereits überſchrit⸗ ten iſt. Im Laufe des heutigen Nachmittags ſprechen die Preſſewarte auf der Kreisleitung L 4, 15 vor. Der Kreispreſſewart. Betr. Erntedaukſeſt Sämtliche Ortsgruppen haben ihre Abmarſchzeiten ſo feſtzulegen, daß die einzelnen Kolonnen ſpäteſtens 10.90 Uhr auf dem Friedrichsplatz eingetroffen ſind. Die Kreispropagandaleitung. PO Oſtſtadt. Heute, Freitag, 28. Sept., um 20.30 Uhr, im Parkhotel Pflichtverſammlung der pol. Leiter. Die Orts⸗ gruppenleiter der NSBO, NS⸗Hago und NSß Oſtſtadt haben ebenfalls zu erſcheinen. NS⸗Frauenſchaft Friedrichspark. Unſere Nähabende finden wieder jeden Freitag, abends 20 Uhr, ſtatt.— Die Frauen, die am Sonn⸗ tag mit nach Schwetzingen fahren(Sonderzug 50 Pfg.), mel⸗ den ſich ſofort in der Geſchäftsſtelle D 4, 8 an. Deutſches Eck. Haute, Freitag, 28. Sept., 20 Uhr, Heim⸗ abend im„Alten Reichskanzler“, S 6, 20. Strohmarkt. Die Frauen, die am Sonntag mit nach Schwetzingen wollen(Sonderzug 50 Pfg.), melden ſich um⸗ gehend im Büro der NSW(Kaufhaus) an. ver⸗ Neugeſtaltung der Arbeitsverhältniſſe bei Reich, Ländern und Gemeinden einſchließlich der gemeind⸗ lichen Betriebe iſt die Beſtellung des Oberpräſtden⸗ ten i.., Staatsrat Dr. Melcher, zum Sonden treuhänder für den öffentlichen Dienſt in Ausſicht genommen. e Gegen das Verwetten der Unterſtützung wen⸗ det ſich ein Runderlaß an die Sozialminiſterien der Länder. Der Reichsarbeitsminiſter gibt darin An⸗ weiſungen, durch die verhindert werden ſoll, daß Unterſtützungsempfänger ihr weniges Geld noch in die Wettbüros tragen und ſich und ihre Angehöri⸗ gen dadurch in Not bringen. Die Fürſorgeverbände ſollen dem Uebelſtand mit allen Mitteln entgegen⸗ wirken. Insbeſondere wird ihnen empfohlen, in ge⸗ wiſſen Zeitabſtänden durch Beamte, die die Für⸗ ſorgeunterſtützungsempfänger aus ihrer dienſtlichen Tätigkeit kennen, in den Wettannahmeſtellen Nach⸗ prüfungsgänge ausführen zu laſſen. Wenn feſtſteht, daß ein Unterſtützungsempfänger Wettannahmeſtel⸗ len in Anſpruch nimmt, ſoll er auf ſein unwirt⸗ ſchaftliches Verhalten hingewieſen und verwarnt werden. Erweiſt ſich eine ſolche Verwarnung als fruchtlos, ſo bleibt nur übrig, die Leiſt ungen der Fürſorge auf das zur Friſtung des Lebens Uner⸗ läßliche zu beſchränken und die Unterſtützung in geeigneten Fällen nur in Sachleiſtungen zu gewäh⸗ ren oder an die Angehörigen auszuzahlen. Der Führer ruft Dich durch die NS⸗Volkswohlfahrt. Werde Mitglied! De an der Spitze Bei der Arbeit für die Deutſche Lebensrektungs⸗ geſellſchaft g Eine maßgebliche Stelle der Lebensrettungsgeſellſchafz in Sachſen gibt eine aufſchlußreiche Ueberſicht über dis Mitorbeit der Verbände an den Zielen der DRG be⸗ kannt. Dieſe Statiſtik erfaßt außer dem Bezirk Leipzig den geſamten Gau Sachſen. Nach dieſer Aufſtellung zählt Sachſen 7122 De Rc ⸗Scheininhaber. Davon entfallen 4842 auf Grundſcheine, 2092 auf Leiſtungsſcheine und nur 188 auf Lehrſcheine. Grundſcheine ſind insgeſamt von Tur⸗ nern und Turnerinnen 1436, von DSV Angehörigen 1214, von Angehörigen der Polizei 240 und der Reichswehr 248 erworben worden. Bei Leiſtungsſcheinen ſind die ent⸗ ſprechenden Zahlen 625, 587, 251 und 207, bei den Lehr⸗ ſcheinen 64 DTT, 40 DSV, 5 Polizei und 2 Reichswehr. Insgeſamt ſind von D⸗Mitgliedern 2125, von DSVern 1791, von Polizeibeamten 796 und von Angehörigen der N Reichswehr 757 Scheine erworben worden. Die in der Ueberſicht nicht erfaßt werden konnten, gehören anderen Verbänden an ooͤer ſind verbandslos. Sehr aufſchlußreich iſt die Tatſache, doß insgeſamt 6661 männlichen DeRG⸗ Scheininhabern nur zuſammen 461 weibliche Inhaber gegenüberſtehen. Die Kartei erweiſt weiter, daß ſich die 7122 Beſähigungsnachweiſe auf 221 Orte Sachſens ver⸗ teilen. In 85 davon iſt der DS, in 198 die Deutſche Turnerſchaft vertreten. Ebenfalls bemerkenswert iſt die gewaltige Steigerung der Prüfungen in den letzten Jahren. 1990 wurden 310, 1931 460 und 1932 680 Prü⸗ fungen abgenommen. „Kraft durch Freude Fahrtenprogramm. 14. bis 21. Oktober: Urlauberfahrt nach Bullay an der Moſel. Preis etwa 27 Mk. Sonntag, den 21. Oktober: Tagesfahrt mit Sonderzug nach Neuſtadt. Ab Neuſtadt Wanderung durch das Kalten⸗ brunner Tal— Königsmühle— Kalmit— Maxburg— Unter⸗Hambach— Neuſtaddt(unter Führung). Nach der Wanderung gemütliches Beiſammenſein. Verpflegung mit⸗ nehmen. Unkoſten—.90 Mk. Abfahrt 8 Uhr, Rückkunft 21 Uhr. Meldeſchluß 10. Oktober. Sonntag, den 28. Oktober: Tagesfahrt nach Bruchſal. Beſichtigung von Schloß, Schloßgarten und ſonſtigen Sehens⸗ würdigkeiten. Abfahrt 8 Uhr, Rückkunft 21 Uhr. Unkoſten einſchließlich Verpflegung etwa 3,50 Mk. 14. Oktober. Sonſtige Veranſtaltungen. 14. Oktober 1934? Großer NS⸗Volksflugtag mit Ernſt Udet. Wenn Du älter wirſt- was dann? Denke daran, lebe danach: trinke Kathreinar 8 Stamm Altrhein, Fähnlein Horſt Weſſel. Samstag, 29. Sept.,.30 Uhr treten die Jungzüge 1 und 2 und ö ſe Fathrer des Jungzuges 3 in Uniform am Horſt⸗Weſſel⸗ Platz an. Mitzubringen ſind 20 Pfg. für Fahrgeld und Tagesverpflegung im Brotbeutel(Feloflaſche). 18.00 Uhr. Bd M Gruppe Humboldt. Ab heute, Freitag, 28. d.., findet der Sportabend wieder von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Humbolotſchule ſtatt. d und Bom Untergau 171 und 1/171. 5 1. Oktober bis zu unſerem Sportfeſt fallen ſämtliche Heim abende aus, dafür nur Sport. Am Sonntag, 30. d. M. vorm. 10 Uhr, ringweiſe Antreten am Friedrichsplatz. Ring Mannheim Stadt und Land..15 Uhr treter ſämtliche Mädels in Uniform am Sonntag, 30. Sept., auf dem Meßplotz zum Erntedankfeſt an. Gruppe Vorwärts, Lindenhof. Samstag, den 29. Sept., morgens.30 Uhr, treten ſämtliche Mädels in Uniform am Altersheim an. 5 Jungmädelgruppe Neckarſtadt⸗Oſt. Alle Mädels, mit and ohne Bundestracht, treten Samstag,. Sept., morgens um.30 Uhr, ſchaftweiſe auf dem Clignetplatz an. Ebenſo mittags um 16 Uhr auf dem Herzogenriedpark. Alle Mädels erſcheinen. 5 2 Jungmädelgruppe Sandhofen tritt am Samstag, 29. Sept., morgens um 8 Uhr, auf dem Clignetplatz au. Strohmarkt. Sämtliche Mädels umd Führerinnen der Gruppe treten Samstag, 29. Sept., pünktlich.45 Uhr (morgens) in tadelloſer Uniform am Zeughaus platz an. Jungmädelgruppe Rheintor. Am Samstag, dem 29. Sept., treten ſämtliche Mädels in reichseinheitlicher Kleidung morgens um.45 Uhr D an. Waldhof. Die Geſchäftsſtelle iſt ab heute, Freitag, 28. Sept., bis einſchließlich Montag, 1. Okt., wegen Um⸗ ſich die Ge⸗ zugs geſchloſſen. Ab dieſer Zeit befindet ſchäftsſtelle in Waldhof, Kornſtraße 21.. Meldeſchluß Rückkunft Vom dem Die 2 ihrem A dem Fefſ verleihen die Geſte Erntedar den Bau gung ſei für den abſtatten ſchied zu ganze: ſichtbar; Gemei beweiſt deutſchen bekräftig Schon daß der mit der Auch die nicht nu Erzeugn räume u dankfeſte durch ſei ſtändlich nung un ernährun gen. Und m auch die ſchäfte würdiger geſtalten und kü Verwend 15 Mohn⸗ und Wei und Sei recht we allen ei gebinde der Sche aʒuch jetz lichkeit fachleute fenſterge werte A Zum den Ein Alter vr mit Sei Dam lichkeiter häuſern, gen fine von Bli dankfeſte feſtes 1 ſtehen, d gleichen rahmen bild bele mengebi Po Bet Speyere kraftwac mittag letzunge⸗ Ein Schimpe rab ſteck arm. Um ſengarte Hierbei überque⸗ Verletzu rer, der bergeh Prellun, Zwei Nacht ar Einer d gen am gen dav * G gem Ein 5. Okt ſaal des wirken Ballett 1 4 S ſäß, bi Hecht 9 28. Sept nen Leb . J lein He ihren 30 denheim rerſchaft Reichsko dem Sa arbeit d Schulrat im Drit eidigung K 2 Mannhe halt in Gernsh. am 28. ſie für fährt ſie . * N Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗ Ausgabe Freitag, 28. September 1934 Erntedankfeſt 1934 Die Vorarbeiten für das Erntedankfeſt ſtehen vor ihrem Abſchluß. Viele tauſend Hände ſind bemüht, dem Feſte den ihm gebührenden äußeren Glanz zu verleihen. In Stadt und Land wetteifert man um die Geſtaltung ſeines feſtlichen Rahmens. Denn das Erntedankfeſt iſt ja nicht eine Angelegenheit, die nur den Bauernſtand angeht, der die glückliche Einbrin⸗ gung ſeiner Felderzeugniſſe feiern und den Dank für den Ernteſegen nach harter, mühevoller Arbeit abſtatten will. Es iſt— und hier zeigt ſich der Unter⸗ ſchied zwiſchen einſt und jetzt— eine Feier des ganzen Volkes, bei der die Volksverbundenheit ſichtbar zum Ausdruck gelangt, eine Feier, die die Gemeinſchaft zwiſchen Stadt und Land beweiſt und das Bekenntnis der Bevölkerung zur deutſchen Sendung und zum deutſchen Brauchtum bekräftigt. Schon im vergangenen Jahre hat es ſich gezeigt, daß der Städter es verſteht, bei der Dankesfeier mit der Landbevölkerung gleichen Schritt zu halten. Auch die Geſchäftswelt hat durch Ausſchmückung nicht nur der Verkaufsſtellen für landwirtſchaftliche Erzeugniſſe, ſondern auch aller übrigen Verkaufs⸗ räume und Schaufenſter der Bedeutung des Ernte⸗ dankfeſtes Rechnung getragen. Der Städter erfüllt durch ſeine Teilnahme an dieſer Feier eine ſelbſtver⸗ ſtändliche Pflicht, dem Bauern dadurch die Anerken⸗ nung und den Dank für ſeine im Dienſte der Volks⸗ ernährung geleiſtete Arbeit zum Ausdruck zu brin⸗ gen. Und wie im vergangenen Jahre, ſo werden daher auch diesmal wieder die Einzelhandelsge⸗ ſchäfte die Ausſchmückung ihrer Schaufenſter in würdiger Form, der Feier des Tages entſprechend, geſtalten. In erſter Linie werden dabei natürliche und künſtliche Blumen mit Ernteſeidenbändern Verwendung finden. Die Symbole des Feldes: Die NS⸗Volkswohlfahrt iſt das Gewiſſen der deutſchen Nation. Volksgenoſſe, wie ſteht es mit Deinem Gewiſſen der Nation gegenüber?— Mohn⸗ und Kornblumen, Margueriten, Kornähren und Weinlaub werden in Verbindung mit Laubwerk und Seidenbändern dem Charakter des Feſtes ge⸗ recht werden. Die Verwendungsmöglichkeit der in allen einſchlägigen Geſchäften vorrätigen Blumen⸗ gebinde und Seidenbänder bei der Ausſchmückung der Schaufenſter iſt faſt unbegrenzt. Hier wird ſich auch jetzt wieder die ſchon ſo oft bewieſene Geſchick⸗ lichkeit der in der Reichsfachſchaft deutſcher Werbe⸗ fachleute— NSRDW— zuſammengefaßten Schau⸗ fenſtergeſtalter zeigen, die ihnen geſtellte dankens⸗ werte Aufgabe zu löſen. Zum Erntedanktag werden übrigens auch von den Einzelhandelsgeſchäften an die Kinder bis zum Alter von 12 Jahren Kopfkränze aus Blumen, mit Seidenbändern verziert, koſtenlos abgegeben. Damit iſt aber die Liſte der Ausſchmückungsmög⸗ lichkeiten noch lange nicht erſchöpft. In allen Gaſt⸗ häuſern, Vergnügungsſtätten und Privatwohnun⸗ gen finden ſich unzählige Gelegenheiten, mit Hilfe von Blumengebinden auf den Charakter des Ernte⸗ dankfeſtes hinzuweiſen. Im Zeichen des Erntedank⸗ feſtes werden auch zahlreiche Beförderungsmittel ſtehen, die mit Blumen geſchmückt ſein werden. Den gleichen Schmuck werden auch Balkone und Fenſter⸗ rahmen tragen, und die Spitzen der das Straßen⸗ bild belebenden Fahnen werden gleichfalls mit Blu⸗ mengebinden verziert ſein. Polizeibericht vom 27. September Vier Verkehrsunfälle Bef einem Zuſammenſtoß auf der Kreuzung Speyerer⸗ und Heckerſtraße zwiſchen einem Perſonen⸗ kraftwagen und einem Fahrrad ſtürzte geſtern vor⸗ mittag der Radfahrer und erlitt verſchiedene Ver⸗ letzungen. Eein Radfahrer, dem geſtern vormittag auf der Schimperſtraße die Rablaufglocke ſich in das Vorder⸗ rab ſteckte, kam zu Fall und brach den rechten Unter⸗ arm. Um die geſtrige Mittagszeit ſtießen auf der Ro⸗ ſengartenſtraße zwei Perſonenkraftwagen zuſammen. Hierbei wurde eine Fußgängerin, die die Straße überquerte, zu Boden geworfen; ſie erlitt verſchiedene Verletzungen. Einer der beiden Kraftfahrzeugfüh⸗ rer, der aus dem umgeſtürzten Fahrzeug durch Vor⸗ übergehende befreit wurde, kam mit einer leichten Prellung an der linken Schulter davon. Zwei Perſonenkraftwagen ſtießen in vergangener Nacht auf der Rhenaniaſtraße in Neckarau zuſammen, Einer der beiden Fahrer erlitt erhebliche Verletzun⸗ gen am Kopf; vier Inſaſſen trugen leichte Verletzun⸗ gen davon. eee eee, * Einen großen Werbeabend zu niedri⸗ gem Eintrittspreis veranſtaltet am Freitag, dem 5. Oktober, das Nationaltheater im Nibelungen⸗ ſäal des Roſengartens. Neben zahlreichen Soliſten wirken das geſamte Orcheſter, der Chor und das Ballett mit. * Seinen 75. Geburtstag begeht Herr Carl Ho f⸗ ſäß, bis zum Oktober 1933 Bitrovorſteher bei Dr. Hecht hier, wohnhaft Seckenheimer Straße 31, am 28. September. Wir wünſchen ihm noch einen ſchö⸗ nen Lebensabend. z In den Ruheſtand tritt am 1. Oktober Fräu⸗ lein Hartmann, Handarbeitslehrerin, die von ihren 30 Dienſtjahren 25 Jahre im Dienſte der Feu⸗ denheimer Schule ſtand.— Die Feudenheimer Leh⸗ rerſchaft wurde am Dienstag auf den Führer und Reichskanzler vereidigt. Rektor Bender verſicherte dem Schulrat Werner die ſelbſtverſtändliche Mit⸗ arbeit der Lehrerſchaft am Aufbauwerk des Führers. Schulrat Werner ſprach über den Erziehungswillen im Dritten Reich und nahm dann die feierliche Ver⸗ eidigung vor. n Die Schwimmende Braune Meſſe kommt nach Mannheim⸗Ludwigshafen. Nach längerem Aufent⸗ halt in Mainz und kürzerem in Nierſtein und Gernsheim wird die Schwimmende Braune Meſſe am 28. September die Stadt Worms beſuchen, wo ſie für ſechs Tage Aufenthalt nehmen wird. Dann fährt ſie nach Ludwigshafen, wo ein fünftägiger Auf⸗ gel des Tallu Entfesselte Naturgewalten über Nippon/ Ein rTratsachenbericht von Alfons Herner Häuſer werden ins Waſſer gefegt und treiben nun gleich ſeltſamen und phantaſtiſchen Schiffen in den kochenden Fluten umher. Aber auch dieſe Fluten läßt höher aufkochen. Er peitſcht ſie mit ſeinen wilden, raſenden Fäuſten auf, bis ſie ſelbſt raſend werden. Bis ſie ſelbſt mit tauſend Teufeln im Leib den Strand heulend heraufjagen und ſich in wildem Ver⸗ nichtungstrieb auf Häuſer und Menſchen und Stra⸗ ßen und Verkehrsmittel werfen Die Straßen Oſakas ſind Flüſſe. Donnernde ja⸗ gende Flüſſe, an deren ſeltſamen Steinufern die Häuſer krachend zuſammenbrechen und deren Trüm⸗ mer die wildſchäumende Flut in das große Chaos mit hineinreißt. Häuſer ſchwimmen auf dem Meer und Schiffe ſind von der brüllenden Sturmflut auf Straßen und Plätze Oſakas geworfen... treiben als hilfloſe Wracks durch Straßen oder ſind von der Fauſt des Sturmes gepackt, grotesk und bizarr auf die Dächer von Häuſern geworfen, die dem Taifun Trotz geboten Haben Ueber die Bewohner Oſakas iſt der Schrecken des Todes gekommen. Sie treiben kämpfend in dem Strudel der Fluten. Sie klammern ſich hilflos an alle möglichen Gegenſtände, um der wilden Gewalt des Sturmes zu entgehen. Aber ſehr bald reißt der Taifun ſie ſamt dieſen Gegenſtänden fort... Sie retten ſich unter ſchützende Mauern. Aber ein Fauſt⸗ ſchlag des Taifuns und die Mauer bricht krachend über ihnen zuſammen. Das Heulen des Taifuns wird dburchgellt von den lauten Schreien der Verwundeten. Ein Straßen⸗ bahnwagen voller Menſchen wird gepackt, aus den Schienen geriſſen, über einen Platz gewirbelt.. er ſteht. Alle Menſchen ſind heil. Niemand iſt verletzt. Nur Schrecken auf allen Geſichtern. Entſetzen! Schreie..„ denn ganz plötzlich kommt ein neuer Angriff des Taifuns, diesmal packt er den Straßenbahnwagen, wirbelt ihn auf eie Brücke zu unb ſchlägt brüllend die Brücke in Trümmer. Brückentrümmer, Menſchen, Straßenbahnwagen alles verſinkt in den tobenden Wirbel der Fluten. Sirenen heulen! Gefahr! Gefahr! Gefahrf Feuerwehrwagen raſen durch die Straßen. Der Sturm brüllt auf. Ein Feuerwehrwagen klebt an einer Mauer flachgedrückt von der Fauſt des Sturms. Ein zweiter wird in einen Kanal gefegt. Ein dritter erreicht ſein Ziel.. eine brennende Fabrik. Aber die Fabrik iſt ſchon nicht mehr. Das Feuer erſtickt vom Taifun. Dort, wo die Fabrik ſtand, ein kochender See. Der See brüllt auf und wirft ſich wie eine Waſſerwand auf den Wagen Die Waſſerwand reißt ihn mit ſich fort ihn und mehr als ein Dutzend kleiner Holzhäuſer, in denen Angeſtellte der Fabrik wohnten Die Kanqdle ein Anblick des Schreckens Was iſt aus dieſen ſtillen, ſanften Kanälen gewor⸗ den? Boote glitten über ſie hin und das leiſe Lachen froher Menſchen drang bis zu den Brücken herauf. Das Waſſer war ſo zart und hell, daß man die Fiſchlein darin ſpielen ſehen konnte. Die Sonne ließ ihren Glanz darauf tanzen und ſeltſame Vögel mit farbigem Gefieder glitten auf den leiſen Wellen ſchaukelnd darüber hin Oſaka.. japaniſches Venedig. Das Märchen von Oſaka iſt entflohen. der Taifun immer Der Taifun hat die Kanäle ſchrecklich entzaubert. Das ſind keine ſanften, ſtillen Kanäle mehr mit lieblichen ſpielenden Fiſchen über glänzendem Grunde. Dieſe Kanäle, die der Taifun zur wilden Raſerei aufgepeitſch hat, ſind ſelbſt Dämone geworden. Dämone des Haſſes gegen alles, was Menſchen⸗ werk heißt. Tobend branden die Waſſer gegen die Häuſer. Werfen ſich immer wieder dagegen, bis ſie krachend zuſammenbrechen. Ihre Fluten tragen Hausgerät als wilde Beute dahin. Menſchen als ſchrecklichſte Beute dazwiſchen. Eine Rickſchah— und Fahrgaſt wie Kuli klammern ſich entſetzt daran feſt, während der heulende Strom ſie entführt. Dort ein Auto und die Inſaſſen ſind wie in einem Gefängnis eingeſchloſſen. Sie können nicht mehr heraus. Irgendwo werden die Wellen Auto und Menſchen gegen eine Mauer, ein Haus, eine Brücke ſchleudern und zerfetzen. Dächer wirbeln durch die Fluten. Mit einem einzigen Schlag hat der Taifun ſie von den Häuſern gefetzt. Auch der Taifun macht Scherze. Häßliche, grauſame Scherze, aber bisweilen rettet er Menſchenleben damit. Der Taifun fegt eine Brücke leer. Mehr als ein Dutzend Menſchen, die darauf waren, fegt er über das Brückengeländer ins Waſſer. Einige werden von dem tollen Wirbel des Waſſers gepackt hochgeriſſen und über eine Mauer auf einen Fabrikplatz geſchleudert. Die andern werden auf eines der treibenden Dächer geſetzt. Die brüllende Flut entführt dies ſeltſame Floß mit den geretteten Menſchen. Aber ſind ſie gerettet!? Der nächſte Fauſtſchlag trifft vielleicht dieſes Floß und ſchlägt es in tauſend Stücke. Ja, grauſam und böſe ſind die Fluten ge⸗ worden, in denen ſich noch geſtern die ſilbernen Fiſch⸗ lein tummelten. Wo ſeltſame bunte Vögel über das Waſſer ſtrichen... Das Märchen iſt entflohen Der Taifun raſt! Der Tod fordert Opfer auf Opfer Ein Dori des Friedens Das kleine Dörfchen Ko liegt nicht weit von Oſaka entfernt. Es iſt ein helles und freundliches Dorf. Bunt von Papierhäuschen am Tage. Bunt von Lampions am Abend Auch einige wenige Holzhäuschen ſtehen dort. Es iſt ein fleißiges Dorf und der Wohlſtand ſtellk ſich mit dem Fleiß zuſammen ein. Luſtig wehen Papierſtreifen von den Pfoſten der Häuschen. Papierſtreifchen mit Sprüchen und Beſchwörun⸗ gen gegen Winde und Taifun und Brand und Not. Man weiß, daß das notwendig iſt. N Denkt ihr noch an das höſe Jahr 19237 Da wurde Ko von der gewaltigen Naturkata⸗ ſtrophe hinweggefegt vom Erdboden. Nicht ein Häus⸗ chen blieb ſtehen. nicht ein Pfoſten. micht ein Gar⸗ tenzaun... 321 Einwohner zählte Ko damals. Fleißige, luſtige, lebensfrohe Menſchen und als das Unglück, dies ſchreckliche Erdbeben vorbei war, lebten nur noch 43 davon Alle anderen hatte der ſchreckliche Tod geholt. Und darum ſind jetzt überall Beſchwörungsfor⸗ meln angebracht. An den Dächern, Ziegeln in Form von Teufelsfratzen, die den Dämon ſchrecken ſollen wehende Papierſtreifen mit Sprüchen.. geheimnis⸗ volle aber wirkſame Einkerbungen an Türen und Pfoſten. ** 2 Oh, man hat alles getan, was ein Menſch tun kann, um Schrecken und Gefahr zu bannen. Frieden und Glück herrſcht in Ko. In den Nächten des ſilbernen Mondſcheins tan⸗ zen hübſche Mädchen auf blumigen Wieſen. winzigen Pauken und kleinen Gitarren ſingen dazu. Ko iſt ein glückliches Dorf. Die Ernte ſteht gut und die bunten Lampions brennen bis ſpät in die Nacht hinein an Tagen der Feſte und Freude. Niemand ahnt, daß ein finſteres Verhängnis ein grauſiges Wetter zuſammenbraut, das Ko vernichten ſoll. Ko, das glückliche Dorf. Loraka Poraka iſt einer der glücklichſten Einwohner von Ko. Sein Fleiß hat ihn wohlhabend gemacht. Er hat ſogar ein Holzhäuschen, wo er glücklich mit ſeiner Frau und einem kleinen zehnjährigen Töchterchen wohnt. Dieſes Töchterchen hat er„Frühlingsblüte“ genannt. Und wirklich, die Kleine iſt ſo hübſch, wie nur eine japaniſche Frühlingsblüte ſein kann. In dieſer Nacht kann Yoraka nicht ſchlafen. Was iſt das nur!? Dieſe jagende Unruhe, die ihn erfüllt!“ Dies Trommeln des Herzens? Er erhebt ſich leiſe von ſeiner Strohmatte und ſchiebt das kleine Holz⸗ brett mit dem Papierbezug, das ihm als Kopfkiſſen dient, beiſeite. Da ſchläft ſeine Frau. dort Frühlingsblüte Sie ſchlafen ſtill und ſanft. Er hört ihren Atem und das beruhigt ihn. Voraka zündet eine bunte Laterne an. Vielleicht, daß das Licht dieſe heimliche Angſt in ſeinem Blute verſcheucht. Dias Licht fällt auf Frühlingsblüte.. ſie lächelt im Traum... Auch Yoraka lächelt. Die Götter wollten ihm wohl und ſchenkten ihm Glück. Aber plötzlich denkt er... iſt es nicht vielleicht zuviel Gluck? i Man weiß, daß es tückiſche Dämone gibt, die den Menſchen das Glück neiden Poraka ſieht auf die Sprüche, die er ſelbſt in die Türpfoſten eingekerbt hat. Es ſind die wirkſamſten Sprüche, die er kennt. Ein wenig beruhigen ihn dieſe Sprüche. Hier im Hauſe droht keine Gefahr. Aber vielleicht draußen i Die Der Feind aus dem Dunkeln Poraka ſpürt es förmlich in ſeinem Blute, daß irgendein Feind draußen vor der Tür auf ihn lau⸗ ert, um ihn und ſein Glück zu vernichten. Noraka zittert Aber trotzdem iſt Voraka ein mutiger Mann. Er hat Mut genug, dem Schrecken ins Auge zu ſchauen. Vielleicht kann er die Gefahr noch bannen!? Poraka tritt aus der Tür hinaus in den kleinen Garten mit den vielen Zwergbäumen, die er mit unendlicher Mühe gezogen hat. Er ſchaut ſich um. Nirgends iſt etwas Feindliches zu erblicken. Der Himmel hängt voller ſilberner, tropfender Sterne. Fufijama, der heilige Berg, glänzt mit ſilbernem Scheitel herab. Leuchtkä fer taumeln durch die Luft. Ruhe, Stille und Frieden überall. Ko ſchläft —* Fortſetzung folgt. —:). pp p wp p P y y—————— enthalt vorgeſehen iſt, um dann zum Abſchluß ihrer erfolgreichen Werbefahrt Mannheim anzulaufen. Hier iſt ein ſechstägiger Aufenthalt vorgeſehen. Da⸗ mit iſt die Werbung für deutſchen Gewerbefleiß nach 158tägiger Rheinreiſe beendet. * Der Familienausflug des Arbeiterbildungs⸗ vereins führte am vergangenen Sonntag 160 Teil⸗ nehmer in drei Großkraftwagen mit zwei Anhängern Bad Dürkheim zu, dann durch das herrliche Iſenach⸗ tal nach dem prächtig gelegenen Forſthaus Iſenach zum Frühſtück, das bei einem guten Tropfen doppelt gut mundete. Hier konnte auch der Männerchor die erſten Proben ſeines Könnens ablegen. Der bei der Weiterfahrt nach Lambrecht einſetzende leichte Regen beeinträchtigte zwar die Ausſicht, nicht aber die gute Stimmung. In Lambrecht wurde das Mittageſſen eingenommen. Große Freude löſte es aus, als Bür⸗ germeiſter Dietzel die Teilnehmer im Namen der Stadtverwaltung herzlichſt begrüßte. Der ſtellv. Führer des Vereins, Karl Dingeldein, dankte für die freundliche Begrüßung und für die gaſtliche Aufnahme. Nach dem Mittageſſen erfreute der Männerchor auf dem Marktplatz durch Vortrag einiger Chöre unter Leitung ſeines neuen Dirigenten Hans Forth, welche bei den zahlreich anweſenden Einwohnern von Lambrecht großen Beifall fanden. Leider mußten die Sänger infolge einer Feuerwehr⸗ übung den Platz bald räumen und ſo blieb noch Zeit zu einem Spaziergang in die Umgebung. Als letztes Ziel war der Weinort Gimmeldingen gewählt, und im großen Saale der Winzergenoſſenſchaft wurden bei Geſang und Tanz noch einige gemütliche Stunden verlebt. Den geſanglichen Teil beſtritt das Vereins⸗ quartett, das ſich ſeiner Aufgabe in muſtergültiger Weiſe entledigte. Um 7 Uhr abends erfolgte die Rückfahrt nach Mannheim. i Der Gartenbauverein Flora nahm mit einer Stecklingsprämiierung die Vereinsarbeit im Winterhalbjahr auf. Außer den Mitgliedern hat⸗ ten ſich wieder viele Blumenfreunde eingefunden. Unter den eingelieferten Pflanzen befand ſich eine ſehr große Anzahl Salvien, die eine ſorgfältige Pflege verrieten und erkennen ließen, daß die vom Vereinsführer, Herrn Illhardt, im Frühjahr gegebenen Leitſätze für die Behandlung dieſer Pflanzen genaueſtens befolgt wurden. Wie alljähr⸗ lich, war mit dieſer Verſammlung eine Dahlien⸗ ſicchau verbunden. Das Vorſtandsmitglied Kar⸗ cher hielt einen Vortrag über die Dahlien, die z. Z. die beliebteſte Schnittblume ſind.„Die Geor⸗ ginen blühen“, ruft der Nordͤdeutſche,„die Dahlien blühen“, behauptet der Süddeutſche; beide haben, ſo betonte der Redner, recht, denn ſie meinen ein und dieſelbe Pflanze. Manches Wortgefecht iſt um die Be⸗ deutung dieſer Namen ſchon entſtanden. Beide Be⸗ zeichnungen ſind zutreffend. Die Stammeltern der Pflanzen ſtanden auf mexikaniſchem Boden. Einem ſchwediſchen Botaniker, Andreas Dahl, zu Ehren, er⸗ hielt die Pflanze den Namen Dahlia. Von Spanien aus fand die ſchöne Mexikanerin ihre Verbreitung nach Frankreich, England und auch nach Süddeutſch⸗ land. Herr Illhardt dankte dem Redner für ſeine Darlegungen und teilte mit, daß 50 Preiſe ver⸗ teilt werden: 5 Chryſanthemenhalbſtämme und Eri⸗ ken. An Werbeprämien gelangten drei Preiſe zur Verteilung und zwar reich blühende Rexbegonien. Vereinsführer Illhardt ſprach noch über die Be⸗ handlung der Salvien, die im Spätſommer ihre ſchönſten Blüten entfalten. Ihr Standort darf weder ſehr ſonnig, noch zu ſchattig ſein. Fenſter⸗ und Balkonpflanzen ſind vor Froſt zu ſchützen, aber nicht ſofort in den Keller, ſondern zunächſt in den Garten, nahe am Haus zu ſtellen. Im Keller dürfen die Pflanzen nicht zu trocken gehalten werden. Auch die Zimmerpflanzen müſſen ſich allmählich an das geſchloſſene Fenſter gewöhnen. Zum Schluß erhiel⸗ ten ſämtliche Mitglieder hübſche Korallenbäumchen, die allgemeine Freude auslöſten. * Der Deutſche Automobil⸗Club hat, wie er uns ſchreiht, mit Beginn des neuen Geſchäftsjahres ſeine freiwilligen Wohlfahrts⸗Ein⸗ richtungen beträchtlich erhöht. So werden z. B. den ordentlichen D. D. A..⸗Mitgliedern folgende Höchſtſätze bei Unfall mit dem Automobil oder Kraftrad gewährt: Freiw. Kranken haus⸗ koſten⸗Zuſchüſſe in Abteilung J(Kraftwagen) täglich 8 Mk. bis zur Höchſtdauer von 91 Tagen; in Abteilung II(Kraftrad) täglich 5 Mk. bis zur Höchſt⸗ dauer von 91 Tagen. Freiw. Unfall⸗Unter⸗ ſtützungen bei dauernder Teil⸗In vali⸗ dität je nach dem Grad: 750 bis 1000 Mk; bet dauernder Vol l⸗Invalidität, je nach Dauer der Mitgliedſchaft, in Abteilung J(Kraftwagen) 5000 bis 10 000 Mk.; in Abteilung II(Kraftrad) 2000 bis 4000 Mk.; bei tödlichen Unfällen in Abtei⸗ lung J 5000 Mk.; in Abteilung II 2000 Mk. Freiw. Beſtattungs⸗ Beihilfen bis zu 300 Mk. als Vorwegzahlungen von den Freiw. Unfall⸗Unter⸗ ſtützungen. Insbeſondere wird darauf hingewieſen, daß den Mitgliedern der Stammgruppe das erſte Mitgliedsjahr ödreifach gezählt wird, ſo daß ſie bereits nach Beendigung des erſten Mitgliedsjahres die höchſtmöglichſten, bei dauernder Voll⸗Invalidität vorgeſehenen Unterſtützungen erhalten können. Kraftfahrer, die bis zum 31. Dezember dem DDA beitreten, zählen zur„Stammgruppe“. Es ergeht daher nochmals an die Kraftfahrer die Aufforderung, die dem einzig für Deutſchland anerkannten Kraft⸗ fahrerelub, dem DDA oder dem Ns, noch nicht angehören, ſich umgehend dem DDA anzuſchließen, um in den ſofortigen Genuß der großen Ver⸗ günſtigungen zu gelangen. Unterlagen für den Bei⸗ tritt in den DDac ſind in der Mannheimer Orts⸗ gruppe, Friedrichsplatz 3, erhältlich. ** Der Chef des Stabes der SA, Lutze, hat ſol⸗ gende Anordnung erlaſſen:„Um dem Erntedankfeſt ſeinen Charakter eines Dankfeſtes zu ſichern und eine Beeinträchtigung der Erntedankfeſtgottesdienſte zu vermeiden, dürfen am Sonntag dem 30. Septem⸗ ber, während der Gottesdienſtzeit von 9“ bis 1175 Uhr andere Veranſtaltungen der SA nicht ſtatt⸗ finden.“ dr: Zur Verleihung des Ehrenkreuzes teilt das Reichsminiſterium des Innern mit: Kriegsteilneh⸗ mer im Sinne der Verordnung des Reichspräſiden⸗ ten über die Stiftung eines Ehrenkreuzes iſt jeder Reichsdeutſche, der im Weltkriege zur Wehr⸗ macht eingezogen war, alſo auch derjenige, der während des Weltkrieges bei der Wehrmacht in der Heimat Dienſte geleiſtet hat. Das Erfordernis eines Aufenthaltes im Kriegsgebiet gilt lediglich für das Perſonal der Freiwilligen Krankenpflege, des Frei⸗ willigen Automobilkorps und des Freiwilligen Mo⸗ torbootkorps. Nümmer 440 1 Neue Mannheimer Zeitung 5 September 1934 Berufsfragen der Werbefachleute Die Winterarbeit wird aufgenommen Die Ortsgruppe Mannheim der Nationalſoziali⸗ ſtiſchen Reichsfachſchaft Deutſcher Werbefachleute rief ihre Mitglieder nach der Sommerpauſe zur erſten Vollverſammlung zuſammen, um über die dringend⸗ ſten Berufsfragen zu ſprechen und die Winterarbeit in großen Zügen feſtzulegen. Ortsgruppenführer Streicher ſtellte in ſeinen einleitenden Worten feſt, daß eine organiſche Entwicklung bei gleichzeitigem Streben nach beruflicher Höchſtleiſtung die Grundlage der Arbeit ſein müſſe. Jeder ein⸗ zelne habe mitzuarbeiten an dem gemeinſamen Ziel, und es ſei vor allem Pflicht, lebendige Mitarbeit zu leiſten. . Im Laufe des Abends war den einzelnen Fach⸗ ſchaftsführern Gelegenheit gegeben, Stellung zu den ſie am meiſten berührenden Fragen zu neh⸗ men und darzulegen, wie ihre Sonderwünſche in Einklang mit der Geſamtarbeit zu bringen ſeien. 4 die allgemeinen Berufsfragen im Vordergrund ſtehen müßten, und daß ſich die zu behandelnden Fragen nicht auf die einzelnen Fachſchaften be⸗ ſchränken dürften. Dennoch ſeien Spartenverſamm⸗ lungen notwendig, um ſich auszuſprechen, und um die Arbeit zu fördern. Begrüßt werden müſſe die Einführung des Berufsausweiſes, ohne den künftig niemand mehr arbeiten dürfe. Ueber das zur einheitlichen und wirkſamen Ge⸗ ſtaltung der Werbung erlaſſene Werbegeſetz des Werberats der deutſchen Wirtſchaft ſprach der Fach⸗ ſchaftsführer der Werbeleiter. Die durch das Ge⸗ ſetz bedingten einſchneidenden Veränderungen in der Betriebs⸗ und Verlagswerbung hätten ſich jetzt ſchon günſtig ausgewirkt. In erſter Linie ſei zu be⸗ grüßen, daß Ordnung in das Anzeigenweſen ge⸗ bracht und Unſicherheiten beſeitigt worden ſeien. Auch die übrigen Punkte des Werbegeſetzes, das Schriftleitergeſetz und die Eingliederung in die Reichsſchrifttumskammer ſeien ſehr zu begrüßen. Zum Schluß kamen die Schaufenſtergeſtalter zu Wort, deren Tätigkeit als eine ſchöpferiſche bezeich⸗ met wurde. Dem Schaufenſtergeſtalter ſei durch die in Deutſchland vorhandenen 850 000 Schaufenſter die Aufgabe zuteil geworden, die Kaufluſt anzuregen. Der Einfluß der Tätigkeit erſtrecke ſich in erſter Linie auf die Hausfrauen, da 79 bis 80 v. H. des Einkommens von den Hausfrauen ausgegeben wür⸗ den. Die Arbeit des Schaufenſtergeſtalters, der ſtreng die Beſtimmungen der Werbung zu beachten habe, und der als Werbefachmann anzuſehen ſei, liege ausſchließlich auf dem Gebiete der Werbung. Auch in der Fachſchaft der Schaufenſtergeſtalter müſſe die Einführung des Berufsausweiſes ſehr begrüßt werden, da es durch ihn gelinge, den letzten der Kollegen zu erfaſſen und in den Verband einzuglie⸗ dern. Die große Linie der Winterarbeit der Ortsgruppe und der Fachſchaften liegt bereits feſt, und es darf er⸗ wartet werden, daß die vorgeſehenen größeren Vor⸗ träge und die angebahnte Verbindung mit der Uni⸗ verſität Heidelberg zu einer erſprießlichen Arbeit führen werden. i 5 Pilzwanderung und Pilzberatung Am kommenden Wochenende werden wieder zwei Pilzwanderungen ſtattfinden, und zwar die eine ſchon am Freitag nachmittag von Ludwigshafen aus in den Wald von Mutterſtadt. Ludwigshafen Hauptbahnhof ab 13.43 Uhr, Mutterſtadt an 14.03 Uhr. Am Samstag nachmittag iſt eine Wande⸗ rung in den Viernheimer und Käfertaler Wald, und zwar Mannheim ab mit der OEG 13.30 Uhr und Viernheim an 13.57 Uhr. Treffpunkt am Bahnhof Viernheim um 14 Uhr. Fahrräder werden einge⸗ ſtellt. Es wird nach dem Karlſtern zu gewandert. Körbchen und Meſſer nicht vergeſſen! Es wird noch einmal auf die Pilzberatung am Dienstag, Donnerstag und Samstag von 9 bis 10 Uhr unter dem Turm des Alten Rathauſes hin⸗ gewieſen. Mufik in Jeudenheim Das Müllerſche Kammer⸗Orcheſter ſpielt Die unter günſtigen Vorzeichen aufgenommene Reihe auregender Konzertabende des Müllerſchen Kammer⸗Orcheſters wurde mit einer Veranſtaltung fortgeſetzt, die im erſten Teil die Wiener Klaſſiker, im zweiten Teil bekannte Opern⸗Komponiſten be⸗ rückſichtigte. Wie ſehr die Beſtrebungen, in Feuden⸗ heim ſtändige orcheſtrale Konzerte mit ernſter Muſik zu ſchaffen, gewürdigt werden, geht aus der Bereit⸗ willigkeit tüchtiger Soliſten, in den Reihen der Streicher mitzuwirken, deutlich hervor. Die Ver⸗ ſtärkung des Streicherkörpers kam vor allem der Ouvertüre zu„Don Giovanni“ ſowie der mit allem wünſchenswerten Humor geſpielten B⸗Dur⸗Sinſonie von Haydn zuſtatten, zumal auch das für die Klaf⸗ ſiker erwünſchte Stärkeverhältnis zwiſchen Bläſern und Streichern nahezu erreicht war. Auch in den anſpruchsvolleren Opernbruchſtücken: Ouvertüre zu „Mignon“ und der Fantaſie aus„Tosca“ gaben die Mitwirkenden ihr Beſtes. Zur Ausgeſtaltung der Vortragsordnung trugen die Geſangs⸗Einlagen von Frl. Charlotte Dörf⸗ ler viel bei. Die Romanze der„Mignon“ und das bekannte Gebet der Tosca trugen der muſikaliſch Zorzüglich durchgebildeten Sängerin herzlichen Bei⸗ fall ein. Das Orcheſter, unter der umſichtigen und bewährten Leitung von Muſikdirektor Rich. Mü l⸗ ler, dem verdienten Organiſator der Konzerte, be⸗ gleitete mit Zurückhaltung und Anpaſſung. 1. „Das Veſte gerade gut genug“ Reichsſiedlungskommiſſar Feder hat dem Reichs⸗ ſtand des deutſchen Handwerks für deſſen Veröffent⸗ lichung über das Thema„Geordnete Bauwirtſchaft“ ein Geleitwort zur Verfügung geſtellt. Der Reichs⸗ ſiedlungskommiſſar feiert darin die hohe Bedeutung, die das vom Führer in Gang geſetzte Siedlungs⸗ werk für die ganze deutſche Wirtſchaft hat. Er ver⸗ weiſt auf die neue ſoziale Gemeinſchaft, die geſün⸗ dere ſoziale Miſchung und die hohe wirtſchaftspoli⸗ tiſche Bedeutung des Neuſchaffens von Siedlungen, um zu dem Schluß zu kommen, daß vor allem alle Handwerkszweige eine wirtſchaftliche Befruchtung durch die Siedlung erfahren. Daraus ergäbe ſich für das Handwerk die Forde⸗ rung: Gerade dem Bedarf beſonderes Augenmerk Der Führer der Verlagsvertreter hob hervor, daß 25 3 — „Daß Deutſchland der Zukunft wird ein Bauern⸗ reich ſein oder es wird nicht ſein!“ Adolf Hitler Dieſes Wort des Führers kenntnis, daß ein geſundes Bauerntum ewige Garant für die Zukunft der Nation iſt. iſt nicht nur die verantwortungsſchwere Aufgabe überantwortet, die Ernährung des ganzen Volkes aus der eigenen Scholle zu gewährleiſten und dadurch die politiſche Unabhängigkeit des Staates von frem⸗ den Mächten zu ſichern, ſondern es iſt darüber hinaus der nie verſiegende Quell unſerer völkiſchen Lebenskraft. Ihm Dieſen Kraftborn des Volkes für alle Zeiten zu erhalten, muß Aufgabe einer wahren Staatsführung Anteil der GrOBStAdfischen BVO HErunq in% der Geufschen SSS mD IKrunqꝗ ſein. Bringt eine irregeleitete Staatsführung das Bauerntum in Gefahr, ſo geht es mit dem völkiſchen Leben und damit mit der Macht und dem Anſehen des Staates ſchnell bergab. Aus der Geſchichte läßt ſich beweiſen, daß alle Völker und Staaten zu Grunde gegangen ſind, deren Bauerntum ſich auf⸗ löſte. Dieſe Tatſache gilt auch für Deutſchland. Wenn es nicht gelingt, in einem blühenden Bauerntum den Blutsquell des Volkes zu erhalten, dann iſt unſer Volk hoffnungslos zum Sterben verurteilt. Zunehmende Verſtädterung und das große Geburtendefizit der ſtädtiſchen Bevölkerung zeigen, daß tatſächlich das Lebensſchickſal des deutſchen Volkes bedroht iſt. In ſechs Jahrzehnten iſt der Anteil der ländlichen Bevölkerung an der Geſamtbevölkerung von 63,9 v. H. auf 30,2 v. H. gefallen, d..: Waren im Jahre 1871 nur jeder zwanzigſte Deutſche ein Großſtädter, ſo lebt gegenwärtig faſt jeder dritte Deutſche in einer Großſtadt. Die Stadt Berlin allein macht heute 6,5 v. H. der deutſchen Geſamtbevölkerung aus. Die Ver⸗ lagerung des Bevölkerungsſchwergewichts vom Lande in die Stadt iſt in erſter Linie dadurch zu⸗ ſtandegekommen, daß faſt der geſamte Bevölkerungs⸗ überſchuß in die Städte abgewandert iſt. Erſt in den allerletzten Jahren hat ſich der Wanderungsgewinn der Großſtädte vielfach in einen Wanderungsverluſt umgewandelt. Seit 1930 haben die Großſtädte in ihrer Geſamtheit einen Wanderungsverluſt von über einer viertel Million zu verzeichnen. Die unge⸗ heuere bepölkerungspolitiſche Gefahr, in der ſich das deutſche Volk befindet, wird durch unſere beiden Schaubilder mit eindringlicher Deutlichkeit bewieſen. amerntum als völkiſct entſpringt der Er⸗ allein der — er Lebensauell Doch iſt die Entwicklung keineswegs einheitlich. Hohen Abwanderungszahlen ſtehen, wenn auch nied⸗ rige, ſo doch noch immer recht erhebliche Zuwande⸗ rungszahlen gegenüber. Die Gefahr dieſer zunehmenden Verſtädterung des deutſchen Volkes für ſeine völkiſche Lebenskraft beweiſt unſer zweites Schaubild, das die Geburten⸗ bilanz in Stadt und Land zeigt. Der Geburten⸗ mindeſtbedarf, der die Bevölkerung Deutſchlands in ihrer augenblicklichen Größe erhalten würde, iſt in unſerer Darſtellung gleich hundert geſetzt. Dann ergibt ſich, daß in der Stadt ein Geburten⸗ defizit von 42 beſteht, oͤaß auf dem Lande ein Ge⸗ burtenüberſchuß von 13 beſteht. Die Folgerung aus dieſer Tatſache iſt die, daß OGSeburfenbcnz von Sſadt und Ln N 6b 1 Oebuften Oefen mindeſedof mindeſtdecciſ bud allein das deutſche Bauerntum mit ſeinem Kinderreichtum die deutſche Volkskraft erhält, daß aber ſelbſt der Geburtenüberſchuß auf dem Lande nicht mehr ausreicht, um das Geburtendefizit der Stadt auszugleichen. Das Wort Tacitus, der vor 1900 Jahren von den Germanen ſagte:„Der Zahl der Kinder ein Ziel zu ſetzen, gilt als Verbrechen“, galt unter dem Einfluß der volkszerſetzenden Strömungen des ver⸗ gangenen liberaliſtiſchen Zeitalters in Deutſchland nicht mehr. Denn nicht nur in den Städten, ſondern auch auf dem Lande wurde der Geburtenrückgang von Jahr zu Jahr ſtärker. Dieſe Entwicklung mußte aufgehalten werden, wenn nicht die letzte Geburts⸗ quelle des Volkes und die letzte Möglichkeit der Er⸗ haltung der völkiſchen Lebenskraft zerſtört werden ſollte. Aus dieſem Gebot deutſcher Selbſterhaltung ent⸗ ſtand die nationalſozialiſtiſche Agrargeſetzgebung, die im Reichsnährſtandsgeſetz dem deutſchen Bauern neue Lebens möglichkeiten gibt und ihn durch das Reichserbhofgeſetz wieder mit ſeiner Scholle untrenn⸗ bar verwurzelt, ohne daß kapitaliſtiſche Ausbeuter für die Zukunft ihn um ihres Schachers willen ver⸗ treiben können. Durch dieſen Schutz des deutſchen Bauern und ſeine Loslöſung aus den Feſſeln des internationalen Kapitalismus und durch die Neubildung deutſchen Bauerntums, iſt die nationalſozialiſtiſche Staatsführung beſtrebt, die deutſche Zukunft auf der Grundlage eines geſunden Bauerntums für alle Zeiten zu ſichern. Ein Vernſteinknopf als Abzeichen des Winterhilfswerkes Zum Beginn des neuen Winterhilfswerkes„Keiner darf hungern und frieren!“ am 21. Oktober bringt die NSW eine Bernſteinnadel zum Verkauf, deren Erlös für das notleidende Küſtengebiet Oſtpreußens beſtimmt iſt. zuzuwenden, der für die min derbemittelten Volksgenoſſen eintritt.„Hier iſt das Beſte ge⸗ rade gut genug“ erklärt Feder. Es müſſe einwandfrei ſein, damit zweckmäßige und ſchöne Formbildung zur Hebung der Volkskultur beitragen könnte. Die Preiſe müßten dem Einkommen der Minderbemittel⸗ ten angepaßt ſein. Der Reichskommiſſar macht dann die für das Handwerk wichtige Mitteilung, daß es Aufgabe des Siedlungswerkes ſein müſſe, die Auf⸗ träge ſo zu verteilen, daß ſie im beſonderen dem mittleren und kleinen Handwerk mehr als bisher zugute kommen. 1 * Ueber die Ausbildung des Kaufmannslehr⸗ lings im Bereich des Lebens mitteleinzelhandels ſind Richtlinien herausgekommen, die vom Führer des Deutſchen Einzelhandels, Dr. Hayler, und dem ſtellvertretenden Führer der Deutſchen Angeſtellten⸗ ſchaft, Haid, unterzeichnet wurden. Danach kann Lehrling im Bereich des Einzelhandels nur werden, der mindeſtens eine abgeſchloſſene Volksſchulbildung nachweiſen kann, geſund iſt und den Beruf im Sinne nationalſozialiſtiſcher Weltanſchauung aus⸗ üben will. Lehrlinge ausbilden dürfen nur Kauf⸗ leute, die ſelbſt eine Kaufmannslehre durchlaufen oder mindeſtens fünf Jahre lang ein Geſchäft er⸗ Geſamthypothek. folgreich ſelbſt geleitet haben. Die Lehrzeit dauert drei Jahre. Der Lehrling erhält ein Be⸗ rufsleiſtungsbuch ausgeſtellt, in das der Lehr⸗ herr halbjährlich genaue Aufzeichnungen über den Ausbildungsgang einträgt. Die Erziehungsberech⸗ tigten haben dieſe Eintragungen gegenzuzeichnen. Es wird eine Ueberwachungsſtelle geſchaffen, in der auch ein Vertreter der Hitlerjugend mitwirkt. Dieſe Stelle hat für Durchführung der Lehrrichtlinien zu ſorgen. Sie kann durch ihre Feſtſtellungen die Ver⸗ tragsparteien zu einer friſtloſen Löſung des Lehr⸗ vertrages berechtigen. a Für Reichseinheit auch im Grundbuch ſpricht ſich der Vorſitzende des Ausſchuſſes für Immobi⸗ liarkredit der Akademie für Deutſches Recht, Präſi⸗ dent der Berliner Induſtrie⸗ und Handelskammer, Dr. Gelpcke, aus. Der Ausſchuß habe vor allem die⸗ jenigen Rechtseinrichtungen herauszufinden ver⸗ ſucht, die mit dem heutigen allgemeinen Rechtsemp⸗ finden nicht mehr übereinſtimmen. Dabei ſei es ſelbſtverſtändlich geweſen, daß auch auf dem Gebiete des ſtädtiſchen Grundbeſitzes die Forderung nach einem reichseinheitlichen Recht auftauchte. Als un⸗ entbehrliche Grundlage für einen geſicherten Real⸗ kredit bezeichnet der Bericht u. a. die Beibehaltung des Grundbuches, das nach reichseinheitlichen Grundzügen auszugeſtalten und zu führen ſei. Nach der Darſtellung im„Grundeigentum“ erſchten dem Ausſchuß weiterhin die Abſchaffung der Sicherungs⸗ hypothek unzweckmäßig, ebenſo die Abſchaffung der Im Intereſſe des Immobiliar⸗ kredits empfehle der Ausſchuß, daß nicht aus dem Grundbuch erſichtliche Rechte und Laſten in einem Verzeichnis, das einen gewiſſen öffentlichen Glauben beſitzen müſſe, aufgeführt werden. Der Kurszettel der Hausfrau Warme Frübherbſtſonne lag über dem Markte, alles in einen zarten, duftigen Schleier hüllend. Schon in den frühen Morgenſtunden war das Markt⸗ bild recht belebt, locken doch noch immer Einmach⸗ früchte und Gurken zum Proßeinkauf. Neu waren herrliche Preiſelbeeren von beachtlicher Größe. Man möchte meinen, daß das Jahr 1934 ein beſon⸗ ders geſegnetes geweſen ſei, denn alle Trocken⸗ heitsbefürchtungen ſind, wenigſtens für Obſt und Gemüſe, unberechtigt geweſen. Da die Quitten dieſes Jahr auch beſonders billig ſind, dürfte es ſich emp⸗ fehlen, auch einmal ſtatt Paſten und Gelees einen köſtlichen Quittenlikör anzuſetzen, deſſen feiner Duft im Winter Herbſtzauber hervorruft. Recht groß war das Angebot in Zuckererbſen, und an einem Stand konnte man leuchtend rote, herrliche Walder d⸗ beeren entdecken, das Pfund zu einner Markt Welche Freude vermöchte ein Tellerchen Erdbeeren wohl jetzt in einem Krankenzimmer hervorzuzaubern! Maronen und deutſche Kaſtanien ſind wieder etwas billiger geworden. Die Preiſe für Nüſſe ſchwankten je nach Beſchaffenheit. An Gemüſen überraſchte Menge und Güte des Blumenkohls, der aber meiſt holländiſcher Herkunft iſt. Auch Karotten(Erbſen nur noch vereinzelt), Bohnen und Kohlrabi übertrafen die Nachfrage⸗ Mangold und Spinat genügten. Erfreulicherweiſe ſah man faſt nur bereits geputzten Spinat, ſo daß man kaum Abfall hat. Neben gelben und weißen Zwiebeln wurden noch Perlzwiebeln und Schalotten angeboten. Wer ſich ein Zwiebelkuchengedicht jetzt zum ſüßen Wein leiſten will, ſoll ihn einmal mit Schalott⸗ zwiebeln zubereiten.(Speck, ſauren Rahm und etwas Kümmel nicht vergeſſen!)— Heute gab es auch den erſten Feldſalat, zierlich und zart ſind noch die Blättchen, aber da er bereits geputzt war, war ein Kauf ſehr zu empfehlen. Kopfſalat nimmt wieder zu, Endivien hielt ſich auf der gleichen Höhe. Endlich ſah man auch wieder andere Pilze als nur Pfifferlinge, z. B. Semmelpilze, Maronen und Rotkäppchen. Von letzteren läßt ſich eine pikante Pilzfülle für Tomaten zubereiten, die dann mit Kar⸗ toffeln eine nahrhafte und ausreichende Mittags⸗ mahlzeit bilden können. Auch als Salat laſſen ſich dieſe Pilze gut verwenden. Von Kräutern ſollten Majoran und Bohnenkraut jetzt noch für den Win⸗ terbedarf getrocknet werden. An den Geflügelſtänden hatten ſich Rebhühner etwas rar gemacht, dagegen erblickte man einige wenige allerjüngſte Haſen von erſtaunlicher Klein⸗ heit. Und wer genügend für das leibliche Wohl ge⸗ ſorgt hat, darf ſich dann auch noch einige Augenblicke Freude an den Blumenſtänden gönnen, die mit ihrer leuchtenden Pracht an Dahlien, Aſtern und Zynien das ganze Bild farbenfroh erhellen, und zartduftende Veilchen aus bäuerlichen Gärten, ver⸗ einzelt angeboten, wollen uns an Frühling glauben laſſen, während doch bereits der Winter vor der Türe ſteht. Vom Städtiſchen Büro für Pveisſtatiſtik wurden fol⸗ gende Verbraucherpreiſe für ein Pfund in Rpf. ermittelt: Kartoffeln 4,5— 5,5; Wirſing—12; Weißkraut—10; Rot⸗ kraut—12; Blumenkohl, Stück—50; Karotten, Bſchl. 4 bis 7; Gelbe Rüben—10; Rote Rüben—10; Spinat 5 bis 15; Mangold—8; Zwiebeln—10; Grüne Bohnen 8 bis 18; Grüne Erbſen 12—30; Schwarzwurzeln 35; Kopf⸗ ſalat, Stück—11; Endivienſalat, Stück—7; Feldfalat 40 bis 50; Oberkohlraben, Stück—7; Rhabarber—6; To⸗ maten—6; Radieschen, Bſchl.—6, Rettich, Stück—42 Meerrettich, Stück 10—30; Schl.⸗Gurken(groß) Stück 2,5 bis 50; Einmachgurken Stück 0,4—0,7; Suppengrünes, Bſchl.—5; Peterſtlie, Bſchl.—5; Schnittlauch, Bichl. 3 bis 5; Pfifferlinge 40—50; Grünreitzker 2535; Aepfel 5 bis 25, Birnen—20; Pfirſich-25; Himbeeren; Zwelſchgen 12—18; Zitronen, Stück—10; Bananen, Stück —8; Süßrahmbutter 150—160; Landbutter 135140; Weißer Käſe 40—50; Eier, Stück 8,5—12; Aale 100120; Hechte 120; Barben 70, Karpfen 80; Schleien 120; Breſem 50—60; Backfiſche 35—40; Kabeljau 4050; Schellffiſſche 40 bis 50; Goldbarſch 45; Stockfiſche 30; Hahn, geſchlachtet, Stück 120300; Huhn, geſchlachtet, Stück 170-300; Enten, geſchlachtet, Stück 350—500; Tauben geſchlachtet, Stibck 60 bis 5; Gänſe, geſchlachtet, Stück 600— 700; Gänſe, ge⸗ ſchlachtet 110 Rindfleiſch cb; Kuhſleiſch 64; Halbfleiſch 88 bis 90; Schweinefleiſch 85. Eingeſanot Uebelſtände bei der Verbindung nach Rheinan Wenn wir Rheinauer uns in der Innenſtadt auf⸗ halten und die Straßenbahn vom Tatterſall aus nach acht Uhr abends zur Heimfahrt benützen wol⸗ len, müſſen wir jeweils 24a Minuten von Wagen zu Wagen warten, was namentlich bei ſchlechtem Wetter und ganz beſonders im Winter ſehr unan⸗ genehm empfunden wird, um ſo mehr, da die ande⸗ ren Vororte beſſere Verbindung aufzuweiſen haben. Es iſt nicht verſtändlich, warum die Straßenbahn⸗ direktion die Wagen, die bis Neckarau laufen, nicht durchführt, wenn genügend Fahrgäſte vorhanden ſind. Man darf nicht vergeſſen, daß ſich die Rheinauer Bevölkerung in der überwiegenden Mehrzahl aus Arbeitnehmern zuſammenſetzt, die beanſpruchen dür⸗ fen, daß ſie aus der Innenſtadt auch nach 8 Uhr beſſer als bisher nach Hauſe befördert werden. Die Straßenbahndirektion hat auch ein finanzielles In⸗ tereſſe daran, daß uns Rheinauern bei der abend⸗ lichen Beförderung mehr Entgegenkommen bewieſen wird. Die benachteiligten Rheinauer Fahrgäſte. Filmrundſchau Noxy:„Die Privatſekretärin heiratet“ Zum Abſchluß beſchert uns das Roxy⸗Theater noch einen Film franzöſiſcher Herkunft, der alle Vorzüge eines guten Spielfilms in ſich ver⸗ einigt. Man muß es den Franzoſen laſſen, daß ſie ſich auf ihr Handwerk in filmiſchen Din⸗ gen verſtehen. Nicht ohne eine gewiſſe Originalität und in guter Miſchung werden hier Ernſt und Spaß zu einem anſprechenden Ganzen vereinigt. Es fehlt ebenſowenig an empfindſamen Liebesſzenen wie an grotesk⸗burlesken und humorvollen Zwiſchenſpielen. Dazu hat die Kamera ſtellenweiſe prächtige Stim⸗ mungsbilder von träumeriſcher und paradieſiſcher Schönheit eingefangen. Das Spiel der Darſteller der tragenden Rollen iſt gut abgeſtimmt auf den Ton des Ganzen, feſſelnd, ohne aufdringlich zu wir⸗ ken. Namentlich die weibliche Rolle wird von einer Schauspielerin gegeben, die in ihrem Spiel gleich groß iſt als Dame wie als Sekretärin, während der Humor des komiſchen Paares weniger im geſproche⸗ nen Wort als in Mimik und Bewegung zum Aus⸗ druck kommt. Dieſer Film hat Linie, iſt gleicher⸗ maſſen ein Querſchnitt durch die Welt des Geldes, wie die des franzöſiſchen Kleinbürgertums, ſtraff zu⸗ ſammengehalten in der Handlung, in der ſich alles zu einem liebreizeden, humorvollen und doch wie⸗ der lebensnahen Ganzen vereinigt. Ein guter Ab⸗ ſchluß für das nun ſeine Pforten ſchließende Roxy⸗ Theater. 5 Dem Hauptfilm vorauf geht ein intereſſanter Reiſebericht aus den amerikaniſchen Nationalparks und eine Varietéſchau, deren einzelne Programm⸗ nummern jeder Weltſtadtkleinkunſtbühne zur Ehre gereichen würden. 4 Freite ——— diebſtahl; verhaftet bracht ur Polizeip⸗ Ueber di folgende gen Jah; techniſche tätig · S wichtige nungen ., ohne Es wuroͤ Geſchäfts ländiſche Unterhar dacht ſchl lizei zur wie von vorgenon klipp un Papieren Ins wiſch oͤigte Fi; av uſpü nächſt na gefahren Zweifelle liche Ge Patente verſucht. 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Ueber die Verhaftung des Werkſpions werden noch folgende Einzelheiten bekannt. Bis Oktober vori⸗ gen Jahres war S. als Verſuchsmechaniker in dem techniſchen Büro einer großen Berliner Radiofirma tätig. Schon damals, als auf geheimnisvolle Weiſe wichtige Geſchäftspapiere und Fabrikationszeich⸗ nungen verſchwanden, richtete ſich der Verdacht auf ., ohne daß es zunächſt gelang, ihn zu überführen. Es wurde vermutet, daß er außerordentlich wichtige Geſchäfts⸗ und Betriebsgeheimniſſe bereits an aus⸗ ländiſche Firmen verraten hatte oder mit dieſen in Unterhandlungen getreten war. Als ſich der Ver⸗ dacht ſchließlich ſo weit verdichtet hate, daß die Po⸗ lizei zur Feſtnahme des S. ſchreiten wollte, war er wie vom Erdboden verſchwunden. Die nunmehr vorgenommenen weiteren Ermittlungen lieferten kliyy und klar den Beweis, daß S. mit wichtigen Papieren und Zeichnungen das Weite geſucht hatte. Inzwiſchen war neben der Polizei auch die geſchä⸗ digte Firma bemüht, den Fluchtweg des Verräters avnßuſpüren. Dabei ſtellte ſich heraus, daß er zu⸗ nächſt nach Paris, dann nach London, nach Italien gefahren und zu guter Letzt nach Neuyork gereiſt war. Zweifellos hat., dem in der Zwiſchenzeit erheb⸗ liche Geldmittel zugefloſſen ſein müſſen, wertvolle Patente verkauft oder an den Mann zu bringen perſucht. Als den deutſchen Polizeibehörden dieſer Tage bekann- wurde, daß ſich der gefährliche Werk⸗ ſpion von Neuyork auf der„Bremen“ nach Deutſch⸗ land eingeſchifft hatte, gab es für S. kein Entrin⸗ nen mehr. Ueberraſchend wurde S. in ſeiner Ka⸗ bine feſtgenommen und in Gewahrſam geſetzt. * — Auf dem Fraukfurter Mainfeſt⸗Juxplatz kann man einen ſeltſamen Beſucher beobachten: einen großen, ſchwarzen Hund, deſſen ganze Leidenſchaft das Fahren mit dem Kettenkaruſſell zu ſein ſcheint. Jedesmal, wenn das Karuſſell ſtill ſteht, ſpringt er mi; einem ſchneidigen Satz in einen leeren„Schwan“ hinein, ſtellt die Vorderfüße auf das Trittbrett und läßt ſich nun mit allen Anzeichen größten Behagens durch die Luft wirbeln, neugierig und ſelbſtbewußt auf die Zuſchauer herabblickend. Geht dann die Rundfahrt zu Ende, wartet er nicht erſt den Still⸗ ſtand des Gefährte ab, ſondern ſpringt mit einem eleganten Satz heranter, ſobald ſich ſein„Schwan“ dem Boden genähert hat. Die entgegenſtehenden polizeilichen Vorſchriften laſſen ihn dabei völlig kalt. So geht das den ganzen Abend. Dem Schwarzen wird es nie zuviel. Sind aber einmal alle Schwäne beſetzt, dann iſt er ob dieſes Eingriffs in ſein Recht höchſt aufgebracht. Er verzichtet in dieſem Falle auf die Fahrt, denn mit anderen Leuten zuſammen in einem„Schwan“ fahren— das macht er nicht. Er will ſeinen„Schwann“ für ſich allein. Auf⸗ geregt, mit hängender Zunge, rennt er dann mit dem fliegenden„Schwan“ immer rundherum, bis die Runde aus iſt und— hoppla!— iſt er wieder auf ſeinem Stammplatz. — Zu unſerem vor kurzem an dieſer Stelle ver⸗ öffentlichten Artikel„Eine Frau führt die Heils⸗ armee“, der ſich mit der Wahl Evangeline Booths zum General der Heilsarmee befaßte, wird uns vom Hauptquartier der Heilsarmee in Richtigſtellung ei⸗ niger ktrrtümlicher Angaben über den Wahlverlauf folgendes geſchrieben:„Es hat kein„mehrtägiger, heftiger Wahlkampf“ bei dem Hohen Rat der Heils⸗ armee ſtattgefunden. Es bedurfte auch nicht einer großen Anzahl von Abſtimmungen, um die Zwei⸗ drittel⸗Mehrheit zu erreichen, ſondern die Leiter der Heilsarmee aus aller Welt blieben nur deshalb vor Der Veteran der deutſchen Kriegsflotte, das Linienſchiff„Heſſen“, das 30 Jahre lang die ſchwarz⸗weiß⸗ rote Flagge über die Meere führte, hat jetzt ſeine letzte Fahrt angetreten, um am 12. November außer Dienſt geſtellt zu werden. Einer der Veteranen der deutſchen Reichsmarine, das Linienſchiff„Heſſen“, hat ſich zur letzten Fahrt aufgemacht. Es hat den Kieler Heimathafen, wo es ſtationiert war, verlaſſen und iſt durch den Nordoſt⸗ ſee⸗Kanal nach Wilhelmshaven gefahren, wo es zur letzten Station vor Anker gehen wird. Soweit Flagge und Wimpel niedergeholt ſind, wird es aus der Liſte der deutſchen Kriegsſchiffe geſtrichen. An ſeine Stelle tritt dann das neue Panzerſchiff„Admiral Scheer“, das zur Zeit ſeine Probefahrten erledigt und ſeiner Indienſtſtellung entgegenſieht. Die„Heſſen“ gehörte zu den alten Linienſchiffen der Länderklaſſen, die 1903, 1905, 1906 von Stapel liefen. Es ſind das„Schleswig⸗Holſtein“.„Schleſien“, „Hannover“ und„Heſſen“. Bei all dieſen Schiffen ſind in der Nachkriegszeit langwierige und koſtſpie⸗ lige Umbauten notwendig geweſen.„Schleswig⸗Hol⸗ ſtein“ und„Schleſien“ führen ſtatt der früheren drei jetzt nur zwei Schornſteine.„Heſſen“ erhielt einen neuen Fockmaſt mit Artillerieſtand, und ſeine Koh⸗ lenkeſſel wurden durch Oelkeſſel erſetzt. „Heſſen“ iſt das älteſte der Schiffe dieſer Klaſſe. Es lief 1903 von Stapel und hat eine Waſſerver⸗ drängung von 13 200 Tonnen. Seine Maſchinen er⸗ zeugten 16000 PS. Armiert war das Schiff mit vier 28 Zentimeter⸗Geſchützen und vierzehn 15 Zenti⸗ meter⸗Geſchützen. Dazu kamen noch acht 8,8 Zenti⸗ meter⸗Kanonen.„Heſſen“ hatte auch an der Ska⸗ gerrakſchlacht teilgenommen, obgleich ſie ſchon da⸗ mals zu den älteren Schiffen zählte. Nach dem Kriege blieb das Schiff ein paar Jahre außer Dienſt. Dann wurde es zurechtgemacht, „überholt“, mit dem neuen Fockmaſt und den neuen Oelkeſſeln verſehen und als Ausbildungsſchiff auf die Reiſe geſchickt. Die jungen Mannſchaften, die ihre einjährige Ausbildungszeit in einem Hafen hinter ſich hatten, kamen dann gewöhnlich auf die „Heſſen“ und wurden in die Geheimniſſe des Kriegs⸗ ſchiffdienſtes eingeführt. In dieſem Dienſt leiſtete die„Heßen“ noch gute Arbeit. Aber was nützte es, eine Mamnſchaft auf einem Schiff auszubilden, deſſen Einrichtungen ſchon lange nicht mehr der Neuzeit entſprachen. Sie ſah ja noch ſehr ſtattlich aus, die gute„Heſſen“ mit ihren drei rauchenden Schorn⸗ ſteinen und den zwei gekürzten Maſten, aber ſie hatte für den Kenner verzweifelte Aehnlichkeit mit einer alten Feſtung. Aufbauten, Erker und Söller gab es genug auf ihrem Deck. Dieie Dinge gehören aber längſt vergangenen Zeiten an. Am 30. Geburtstag der„Heſſen“ richtete der Chef der Marineleitung an den Kommandanten des Schiffes einen Funkſpruch, in dem er auf die 30jäh⸗ rige Tätigkeit der„Heſſen“ in Krieg und Frieden hinwies und hervorhob, daß der Geiſt auf dem Schiffe trotzdem ſtets jung und friſch geblieben ſei. In dem harten Winter 1928/9 leiſtete die„Heſ⸗ ſen“ praktiſche Arbeit im beſten Sinne. Ihr ſchwe⸗ rer, maſſiger Körper wurde als Eisbrecher ver⸗ wandt, und viele Handelsdampfer, die damals in der nördlichen Oſtſee feſt im Eiſe ſaßen, konnten der „Heſſen“ ihre Befreiung danken. Jetzt wird die „Heſſen“ den Weg alten Eiſens gehen. Nachdem ihre Geſchütze und ihre Maſchinen und ihre edleren Teil geborgen find, wird man ſie abwracken und ver⸗ ſchrotten. Es bleibt nichts zurück als die Erinne⸗ rung an ein gutes Schiff, das treu ſeine Dienſte getan. ihrer geheimen und unbeeinflußten Wahl einige Tage in ihrem eigenen Kreiſe zuſammen, um ſich perſönlich näher kennen zu lernen und um den be⸗ ſten Wahlvorgang zu beratſchlagen, damit die geig⸗ netſte Perſon zum oberſten Leiter der Heilsarmee gewählt werden könne. Es war vorher kein Name vorgeſchlagen worden, ſondern erſt nach den mehr⸗ tägigen Beratungen gab jedes Mitglied des Hohen Rates einen Vorſchlag ab. Von den ſieben genannten Perſonen traten zwei freiwillig zurück. Die fünf verbleibenden Kandidaten hielten ihre Programm⸗ rede, die teils ſehr kurz war. Dann folgten die Wahl⸗ gänge für jeden einzelnen Kandidaten, wobei dann die Zweidrittel⸗Mehrheit der Stimmen auf die Toch⸗ ter des Heils armeegründers, Evangeline Booth, fiel. Es folgten keine weiteren„lebhaften Auseinander⸗ ſetzungen“. Auch haben die jüngeren Mitglieder nicht verlangt, daß Reformen in der Kleidung uſw. einzu⸗ führen ſeien, ſonderen der Hohe Rat befaßte ſich ausſchließlich mit der Wahl und löſte ſich ſofort nach deren Beendigung auf. En Heilsarmeegeneral hat durchaus nicht das alleinige Verfügungsrecht über das Vermögen der Heilsarmee, ſondern darüber ver⸗ fügt ein Treuhänder⸗Ausſchuß, in dem der jeweilige General Mitglied iſt.“ 8 — Die„Königin des chineſiſchen Rauſchgifthau⸗ dels“, Frau Tſchinjuanſze, iſt zuſammen mit zwei weiblichen Mitgliedern ihrer Bande hingerichtet wor⸗ den. Das Urteil des Kriegsgerichtes wurde durch Erſchießen vollſtreckt. Frau Tſchinjuauſze hat ihren Titel einer Königin des Rauſchgifthandels nicht um⸗ ſonſt getragen. Sie war das Oberhaupt einer viel⸗ köpfigen, meiſt aus Frauen, beſtehenden Schmuggler⸗ bande, die ihr Unweſen in weiten Teilen Chinas trieb. Selbſt in der reichbewegten Geſchichet des chineſiſchen Morphium⸗ und Opiumhandels ſoll es niemand gegeben haben, der größere Mengen dieſer Rauſchgifte in China abgeſetzt hat als Frau Tſchin⸗ juanſze und ihre Agenten. Seit langem wurde nach der Schmugglerbande gefahndet; die beſten Agenten wurden eingeſetzt, um die Spuren zu verfolgen. Man ertappte nach langem Suchen und nach oftmals ver⸗ geblichem Zugreifen Frau Tſchinjuanſſe ſchließlich auf friſcher Tat. Sie wurde vor ein Kriegsgericht geſtellt, das nicht lange mit der Urteilsfällung zögerte. * — Ein eigenartiger Selbſtmord beſchäftigt augen⸗ blicklich die engliſche Oeffentlichkeit. In Brimpton, etwa auf halbem Wege zwiſchen London und Bri⸗ ſtol, wurde im Hauſe ihrer Eltern die 22jährige Mary Peel erſchoſſen aufgefunden. Miß Peel, die aus einer angeſehenen engliſchen Familie ſtammt, hatte frühmorgens, als noch alles ſchlief, eine Jagd⸗ flinte aus dem Waffenſchrank genommen und damit die Tat ausgeführt. Am Abend vorher war das junge Mädchen von einer Hochzeitsfeier zurückgekehrt, bei der es Brautjungfer geweſen war. Drei Tage davor war Miß Peel, die in London ſtudierte und vielſeitig geiſtig intereſſiert war, von einer Ruß⸗ landreiſe zurückgekehrt. Da Liebeskummer kaum in Frage kommen dürfte und Miß Peel bis zuletzt ein fröhliches Weſen an den Tag gelegt hat, ſteht man vor einem Rätſel. Die Angehörigen vermuten. einen geheimnisvollen Zuſammenhang zwiſchen der Rußlandreiſe und der Tat. * — Deutſchland iſt um eine eigenartige Neuheit reicher geworden. Nach einer Mitteilung der„Cel⸗ liſchen Zeitung“ iſt in Meißendorf bei Winſen a. d. Aller von einem Altonaer Züchter eine Ochſen⸗ froſchkarm angelegt worden. Der Ochſenfroſch, der aus Nordamerika kommt, iſt ein beträchtlich größe⸗ rer Vertreter als unſer heimiſcher Froſch. Sein Ge⸗ wicht kann bis zu zwei Pfund betragen. Das Fleiſch ſoll im Geſchmack oem Geflügelfleiſch ähneln und iſt als Leckerbiſſen ſehr begehrt. Aus ſeiner Haut werden beſonders feine Lederwaren hergeſtellt, und deshalb züchtet man die Rieſenfröſche in Amerika und Japan mit gutem Erfolge in Farmen. Der Altonaer Züchter hat ſich aus Philadelphia fünf Paar Ochſenfröſche kommen laſſen und ſie in den Teichen bei Meißendorf, die durch beſondere Draht⸗ einfriedung geſichert ſind, ausgeſetzt. Hoffentlich er⸗ ſchüttern ſie mit ihrem„harmoniſchen Gebrüll“ nicht zu ſehr die Anwohner. —.— Jede Speise gewinnt an 8 Nähtyert und Geschmack N Ras HOl STEINER 85— VOLLMITICH — Copyright 188 by August Scherl G. m. b.., Beilin FA WON EIGENEN GNA DFN? eee eee. R O M AN NN ASE o eee 20 Sie hörte nicht auf alles, was Herr Franz Or⸗ lando von ſeiner Zukunft andeutete. Nur einmal horchte ſie auf, als er erzählte, er ſei neuerdings auch einer muſikaliſchen Geſellſchaft beigetreten. Sie ſelber ſpielte gern und ziemlich gut Klavier, und ſo gewann Herr Franz durch ſeine muſikaliſchen Eigen⸗ ſchaften nicht unbeträchtlich in ihren Augen. Es war gewiſſermaßen die erſte ſeeliſche Beziehung. Aber als ſie ihn nach ſeiner beſonderen Neigung und vor allem nach ſeinem Inſtrument fragte, geſtand Herr Orlando mit einem Augenzwinkern, daß er völlig unmuſikaliſch ſei und die Geſellſchaft nur aufſuche, um neue geſchäftliche Beziehungen zu knüpfen. Margarete war betroffen. Sie würde dieſe Be⸗ rechnung weniger verurteilt haben, wenn nicht eine Kunſt im Spiele geweſen wäre, die ihr ſo viel be⸗ deutete.„Das ſollten Sie nicht tun, Herr Orlando!“ rief ſie, ohne zu überlegen.„Sie dürfen die Muſik nicht entweihen, indem ſie in ihren Namen Geſchäfte machen!“ 5 Herr Franz wurde feuerrot; aber offenbar wen! ger aus Einſicht ſeines Unrechtes als aus Schrecken, ihren Unwillen erweckt zu haben. Er hatte doch gerade das Gegenteil erreichen und ihr zeigen wok⸗ len, welch findiger Kaufmann er ſei„Sie brau⸗ chen mir das nur einmal zu ſagen!“ erklärte er raſch und zerknirſcht.„Ich werde keinen Schritt mehr in die muſtkaliſche Geſellſchaft ſetzen!“ Er tat alles, um den unliebſamen Zwiſchenfall zu verwiſchen. Man konnte ihm ſchließlich nichts nachtragen. a Auf dem folgenden Spaziergang entwickelte er auch wieder ſo viel echte und herzliche Naturfreude, daß„der Zweifel an ſeinen Gemütswerten unter⸗ gehen mußte. Er fand die innigſten Worte für ſeine Begeiſterung, und wo ihn der eigene Ausdruck ver⸗ ließ, hatte er geſchwind ein Zitat der großen Poeten bei der Hand. Auf dem Boden der Natur würde ſte ſich jedenfalls ſtets mit Franz Orlando treffen, dachte Margarete— ungeachtet deſſen, daß ſich auf dieſem Boden noch ſo ziemlich alle getroffen haben und daß dies nicht viel beſagen wollte als Prüfſtein innerer Gemeinſchaft. Wer fände nicht ein erſtes Veilchen ſchön oder gar die Frühlingsſonne? Teilt der Menſch die Luſt an der Schöpfung nicht mit der kleinſten Kreatur? Doch wer gern eine innere Gemeinſchaft ſehen will, der findet ſicher auch eine Uebereinſtimmung. Und ſo war es auch bei Margarete Derneggen. Als die Sonne hinter den Bergen wieder verſunken war und der Abendzug die Ausflügler nach Chur zurück⸗ gebracht hatte, verließ ſie an Franz Orlandos Seite den Bahnhof voll befriedigter und freundlicher Er⸗ innerung an einen ſchönen Tag. Sie machten noch einen kleinen Umweg durch die Stadt. Herr Or⸗ lando mußte in einem fort den Hut ziehen und wurde ebenſopiel gegrüßt. Er ſchwang ſich beim Gehen leicht in den Schultern, was ihm etwas Glückſeliges und Triumphierendes verlieh. Margarete fühlte es deutlich: Er war ſehr ſtolz auf ihre Begleitung.— Am nächſten Morgen erwachte Margarete Derneg⸗ gen mit einem eltſamen Unbehagen. Sie konnte ſich zuerſt nicht erklären, woher es kam, aber all mäh⸗ lich erkannte ſie, daß es einzelne Geſpräche des geſtri⸗ gen Tages waren, die ſich verzerrt und töricht vor ihrer Erinnerung bewegten. Warum hatte ſie das geſtern nicht ſo geſehen, ſondern alles nachſichtig und freundlich gerechtfertigt? Wo war denn ihr ſonſt ſo anſpruchsvolles Urteil geblieben? Ja— ſie fühlte es—: Die Berge hatten alles verklärt und verzau⸗ bert. Aber nun, hier in dieſem kleinen, überladenen Zimmer, fehlten ſie, und die Erinnerungen ſtanden für ſich allein. Geſtern, an dem lauen Frühlingsabend, hatte alles ein anderes Geſicht gehabt. Aber heute morgen regnete es, wie Margarete ſoeben feſtſtellte. Von den Bergen war nichts zu ſehen. Der Föhn war mit all ſeiner Pracht verrauſcht, und hinter ihm ſchlichen die Nebelſchwaden und Regenwolken als trübes Gefolge ſeines trügeriſchen Glanzes. Sie ging ziemlich ſpät zum Frühſtück. Aber Herr Franz ſaß noch, Zeitung leſend, im Wohnzimmer, als ſie erſchien. Das war ſicher nicht ſeine Gewohn⸗ heit. Und er erklärte es auch ſogleich damit, daß heute Montag ſei und wenig Geſchäft ginge. Und dazu noch dieſes. Regenwetter! Nicht wahr, auch ſie wollen, ſich in ſeinem Bücherſchrank mit Lektüre zu verſehen. 5 Nein: Margarete dankte verbindlich, aber doch fühlbar zurückhaltend. Dieſe Zurückhaltung er⸗ ſchien ihr auf einmal dringend notwendig. Sie durfte dieſem gutmütigen Menſchen nicht nähertreten, als es ſich mit ihren wirklichen Abſichten vereinbaren ließ. Und wäre ſie um der Berge willen auch noch ſo gern hiergeblieben— ſie fühlte, daß ſie das Haus doch am beſten ſo bald wie möglich verließe. Gewiß: Es war durch die vorausgegangenen Enttäuſchun⸗ gen verſtändlich, daß ſie dankbar das ſchlichte Ent⸗ gegenkommen dieſer braven, tüchtigen Familie an⸗ genommen hatte. Aber es waren ihr doch geſtern einige Gedanken unterlaufen, vor denen ſie heute bei nüchterner Betrachtung genadezu erſchrak. Auch Gabrieles Brief hatte einen gewiſſen Anteil an jenen Gedanken gehabt— das wußte ſie wohl. Wenn ſie auch nach wie vor dieſem Brief ratlos gegenüberſtand und ſich abſichtlich davor verſchloß, ſo hatte jenes ungewöhnliche Frauenopfer doch auch ihr Inneres heimlich aufhorchen laſſen— um ſo mehr, als dieſer Brief ſie ſchon in einem erſchütterten Zu⸗ ſtand antraf. Sie waren doch immerhin allzulange befreundet geweſen, als daß ſie nicht auch heute aus der Ferne noch eine gewiſſe Wirkung aufeinander ausgeübt hätten. Gabrieles entſchiedene Abkehr von der bisherigen Richtung ihres Lebens konnte alſo nicht ganz ohne Folgen bei Margarete bleiben. Und wie ſie an dieſem Morgen erkannte, war der geſtrige Tag zu jenen Folgen zu zählen. Nur, weil auch ihr Zweifel an dem Wert ihrer Freiheit gekommen, konnte ſie das Haus„Zum Gelben Vögeli“ mit allem. was dazu gehörte, einen Tag lang ſo hoch einſchätzen und geradezu als Inbegriff eines friedlichen Glückes empfinden. Auch ſie hatte alſo eine Art von Rückfall erlebt in die Gewohnheit der vergangenen Frauengeſchlechter, in häusliche Geborgenheit zu fliehen. Dem weib⸗ lichen Blut war die Selbſtverantwortung der Frau von heute wohl noch zu jung, und die alte Schwäche der Mütter ſchlug bei inneren Kriſen doch noch durch... Aber es ging vorüber— gottlob! Sie hatte ihren ruhigen, klaren Blick wiedergefunden. Kehrte ſte auch aus dieſen ſchönen Bergen vereinſamt und enttäuſcht zurück, ſo brauchte ſie ſich trotz allem nicht aufzugeben. Gewiß: Es Ueberwindung, an koſtete einige langweile ſich heute? Deshalb habe er ſie bitten! Ulrich von Plagge zu ſchreiben. Aber ſie hatte ihm ja verſprochen, jenen letzten Abend vor der Förſterei zu vergeſſen. Warum quälte ſie ſich alſo mit dunklen Vorſtellungen? Das Forſthaus würde jetzt hell und wohnlich am grünenden Buchenwald lehnen— und es wäre ihr Eigentum. Es war ihre Heimat; dort⸗ hin allein würde ſie vielleicht paſſen. Sie wollte alſo Ulrich von Plagge von hier aus noch ihre Abſicht mitteilen, daß ſie nun vorhabe, das Forſthaus zu ihrem dauernden Wohnſitz zu machen und zu ver⸗ ſuchen, ſeine frühere Anregung, ſich dort als Aerztin zut betätigen, wirklich durchzuführen. Mit dieſen Gedanken beſchäftigt, dankte ſie alſo Herrn Franz Orlando für das Angebot ſeines Bü⸗ cherſchrankes ſo freundlich, wie er es verdiente. In der Erinnerung an ſeine geſtrigen herzlichen Be⸗ mühungen, die ihr doch immerhin einen letzten ſchö⸗ nen Tag in den Bergen bereiteten, bot ſie alles auf, ihn ſo verſöhnlich wie möglich von der Notwendig⸗ keit zu überzeugen, daß es bei dieſem einen ſchönen Tag bleiben müſſe und nun der Alltag wieder für ſie beginne. Er ſchien ſie bald zu verſtehen, wie der enttäuſchte Ausdruck ſeines breiten Geſichtes verriet. Aber ſie durfte wohl hoffen, daß ſein nüchterner, vernünftiger Sinn mit dieſer Enttäuſchung bald fertig werde. Denn ſchließlich war ja nur ein einziger Tag zu ver⸗ Geſſen Um das ganze„Gelbe Vögeli“ nicht vor den Kopf zu ſtoßen, ſchob ſie auch ihre Abreiſe bis zum näch⸗ ſten Morgen hinaus und benutzte dieſen Tag unter anderm zum Kauf eines herzlich gemeinten Geſchen⸗ kes für Frau Orlando⸗Vögeli, darin ſie der Familie ihren Dank für alle erfahrenen Freundlichkeiten zum Ausdruck brachte. Obwohl ein letzter Reſt von gemütvoller Ent⸗ täuſchung fühlbar blieb, hatte ſich das geſamte„Gelbe Vögeli“ dennoch bis zum nächſten Morgen an Mar⸗ garetes Abreiſe gewöhnt und anſcheinend eingeſehen, daß ein freundlicher Tag nicht unbedingt zu dauern⸗ 85 der Bindung zu führen brauche. Dennoch verließ Margarete das kleine, enge Haus endlich mit einem Aufatmen, nachdem der Abſchied überwunden war. In dem Bewußtſein, ihr Leben endlich wieder klar und feſt in der Hand zu haben, und entſchloſſen, es vor jeder romantiſchen Verſtrickung fürderhin zu hüten, beſtand für Margarete Derneggen keine Ver⸗ anlaſſung, der kleinen Stadt ihrer Heimat anders als in ruhiger Sicherheit zu begegnen. 5 Fortſetzung folgt. 7 Numme Aus Vaden Als Falſchmünzer entlarvt Die Falſchgeldfabrik im Wald nd. Heidelberg, 28. Sept. Wie ſeinerzeit berichtet wurde, gelang es im Walde jenſeits der Saargrenze kürzlich, eine Falſchmünzerwerkſtätte auszuheben, die dort anſcheinend auch ſchon längere Zeit geheim betrieben wurde. Im Verfolg dieſer Angelegenheit wurden auch die meiſten in Betracht kommenden Falſchmünzer entlarvt und dingfeſt gemacht. Die genaueren Feſtſtellungen ergaben, daß eine organi⸗ ſierte Falſchmünzerbande ſtets am Werke war und nach einem beſtimmten Syſtem ihr Falſchgeld lau⸗ fend in den öffentlichen Zahlungsverkehr brachte. Als Oberhaupt der Falſchmünzerbande iſt ein Mann aus Eppelheim bei Heidelberg feſtgeſtellt worden. Reichsautobahn Heidelberg-Karlsruhe abgeſteckt * Karlsruhe, 27. Sept. Wie ſchon berichtet wor⸗ den iſt, wird mit den Arbeiten für die Reichs⸗ autobahn Heidelberg— Karlsruhe in dieſem Winter begonnen werden. Die Fläche, die die Reichsautobahn ſowohl dauernd als auch nur vorübergehend während der Bauarbeiten in An⸗ ſpruch nimmt, wird in Bälde in der Natur auch ſeitlich genau abgeſtellt werden. Bis dahin darf zunächſt das Gelände je 20 Meter rechts und links der abgeſteckten Achſe nicht mehr bebaut werden. Kehl empfängt den neuen Sängerbundesführer * Kehl, 27. Sept. Dem neuen Bundes füh⸗ rer des Badiſchen Sängerbundes, Kauf⸗ mann Karl Schmitt, wurde bei ſeiner Heimkehr von Konſtanz in ſeiner Vaterſtadt ein feſtlicher Empfang zuteil. Die geſamte Kehler Sänger⸗ ſchaft der drei Vereine ſowie Vertreter aller Ver⸗ eine der großen Gruppe Hanauerland hatten vor dem Bahnhof Aufſtellung genommen und begrüßten den neuen Bundesführer mit einem Chor. Im Feſt⸗ zug ging es ſodann zum Saalbau„Schiff“, wo die Sängerſchaft ihrem Führer ein wohlgelungenes Be⸗ grüßungsbankett veranſtaltete, bei dem zahlreiche Glückwunſchreden von Behördenvertretern und Ver⸗ einen gehalten wurden. Umrahmt waren dieſe von Darbietungen der Stadtkapelle Hanauer Muſikver⸗ ein ſowie der drei Kehler Geſangvereine. Eine Ueberfülle von Glückwünſchen aus dem ganzen ba⸗ diſchen Lande ſowie Blumenſpenden ſind bei dem neuen Bundesführer eingetroffen. h Karlsruhe, 27. Sept. Der Reichsbauernführer R. Walter Darré hat den bisherigen Landesob⸗ mann der Landesbauernſchaft Baden, Bauer Fritz Engler ⸗Füßlin⸗Laufen, von ſeinem Amte als Landesobmann entbunden und ihn zum Landes⸗ bauernführer der Landesbauernſchaft Baden er⸗ nannt.— Zum Landesobmann der Landes⸗ bauernſchaft Baden wurde der bisherige Landes⸗ bauernführer, Bauer Ludwig Huber, M. d.., Ibach beſtellt. In der Beſetzung der übrigen Haupt⸗ abteilungsleiter⸗Stellen iſt keine Aenderung einge⸗ treten. * Heidelberg, 27. Sept. Geſtern nachmittag wurde im Stadtteil Rohrbach das dreijährige Söhn⸗ chen des Vertreters Knopf, das vor einem Stra⸗ ßenbahn wagen über den Weg lief, umgeworfen und geriet unter den Motorwagen, von dem es einige Meter weit geſchleift wurde. Um das Kind aus ſeiner Lage zu befreien, mußte ein Stück Schie⸗ nenräumer abgeſägt werden. Außer Hautab⸗ ſchürfungen im Geſicht und an den Beinen erlitt das Kind wie durch ein Wunder keinen weiteren nen⸗ nenswerten Verletzungen. * Buchen, 27. Sept. Der ſeit 70 Jahren in Bu⸗ chen erſcheinende„Odenwälder“ hat mit dem geſt⸗ rigen Tage ſein ſelbſtändiges Erſcheinen eingeſtellt. * Gaggenau, 27. Sept. In den Abendſtunden brach hier in dem Auweſen der Familien Klein ſchmidt und Hermann vermutlich durch Kurz⸗ ſchluß Feuer aus, das ſich raſch ausbreitete und trotz größter Anſtrengungen der Feuerwehren das alte zweiſtöckige, meiſt aus Fachwerk beſtehende Ge⸗ bäude binnen kurzer Zeit in Schutt und Aſche legte. Von der Ernte konnte nichts, von den Fahrniſſen nur wenig gerettet werden. Einem jungen Ehepaar iſt die vor kurzem neuangeſchaffte Ausſtattung ver⸗ brannt. * Pforzheim, 27. Sept. Eine Pforzheimer Gedenkmünze für Albert Leo Schlageter wurde von der einheimiſchen Prägeanſtalt B. H. Mayer herausgegeben. Die von Bernhard Mayer mo⸗ dellierte Münze zeigt vorn den Kopf des Helden in Seitenanſicht mit der Inſchrift:„Albert Leo Schla⸗ geter, erſchoſſen von den Franzoſen auf der Golz⸗ heimer Heide am 286. 5. 23.“ Die Rückſeite trägt ein zerbrochenes Schwert, an dem ſich ein Eichen⸗ zweig emporrankt, dahinter angedeutet ein Haken⸗ kreuz und eine weitere Inſchrift. Die Münze ſoll für ſportliche Leiſtungen verliehen werden. * Eugen, 27. Sept. Die Bettlerei hat in den letzten Wochen in hieſiger Gegend wieder ſtark zu⸗ genommen. doch ſofort ſcharf durchgegriffen und in den letzten Tagen 15 Bettler verhaftet und nach Do⸗ naueſchingen transportiert. * Konſtanz, 27. Sept. In das Gymnaſtiums⸗ gebäude wurde nachts ein frecher Einbruch verübt. Der Dieb erbrach die Tür des Direktions⸗ 1 Zimmers und entwendete 47 Mark Sammelgelder. Die Polizei und Gendarmerie hat je⸗ eitung Ee S 0 1 Hochbetrieb in der Pfälzer Weinleſe— Mllerlei kirchweihliches aus Deidesheim „Der Winzer Schutzherr etwas Feines“, ſo kann man voller Ueberzeugung ſingen. will, der gehe jetzt in dieſen ſonnige Pfalz. Ja, wirklich in die ſonnige Pfalz, denn die Herbſtſonne liegt über dem geſegneten Landſtrich mit ſeinen Rebhügeln und mit den Berg⸗ hängen der Haardt, die wie ſchützenb hinter dene Land ſtehen, das den ganzen Sonnenſchein aufzufar⸗ gen ſcheint. Die Geſichter der Winzer verkünden ſchon ihre Zufriedenheit über das, was draußen en den Weinbergen in die Bottiche und in die Bütten wandert und was ſprudelnd durch die Kelter läuft. Die Pfälzer werden gar nicht mehr kertig mit ihwem Lob des neuen Weins, der etwas Raſſiges zu werden verſpricht und der die früheren Jahrgänge in den Schatten ſtellen wird. Man darf den erfahrenen Winzern ſchon glauben, die jetzt bereits mit der Zunge ſchnalzen, wenn ſie daran denken, wie der Tropfen ſchmecken wird, wenn er erſt einmal yfer⸗ tig“ iſt. Aber was brauchen wir Zukunftsmuſik, je zt wo wir mitten in der Weinleſe ſtehen! Ihr Großſtädter, geht hinaus ins Pfälzer Land umd ſeht euch in dieſem Garten Gottes etwas um. Wan⸗ dert auf den Straßen längs der Weinberge entlang in der frühen Morgenſtunde, wenn ſich die leichten Schleier der erſten Frühnebel verziehen. Oder wandert an den Weinbergen zur Mittagsſtunde vor⸗ über, wenn zwiſchen den grünen und den ſich teil⸗ weiſe ſchon herbſtlich rot färbenden Blättern der Weinſtöcke die weißen Kopftücher der Traubenleſe⸗ rinnen aufleuchten. Wenn glutend heiß die Mittags⸗ ſonne herabſtrahlt, ſo heiß wie zur Sommerszeit. Wer es hierbei nicht fühlt, wie herrlich der Wein werden muß und wie gut den Trauben die Sonnen⸗ wärme nach dem Frühnebel tut, dem iſt nicht zu helfen und der verdient nicht, daß er ſpäter etwas von dem edlen Tropfen bekommt. Und wer gar noch am Abend durch das Land wandert, wenn ſich leicht der Dunſt über das Rebgelände legt und das letzte Licht des Tages die Berge der Haardt blau ſchimmern läßt, wenn die Winzer und Winzerinnen müde von des Tages Arbeit nach Hauſe ziehen, der erlebt voll den Zauber der Landſchaft. Der muß fühlen, wie er hier in der Heimat verwurzelt iſt. * Es gibt ſo mancherlei zu ſehen jetzt zur Zeit der Weinleſe. Auf den Straßen rollen unabläſſig die Kilian beſchert uns Wer es nicht glauben Tagen hinüber in die Fuhrwerke mit den ſchweren Bottichen von den in dieſem Jahre mit Feldern zu den ſchmucken Dörfern. Auf den Fel⸗ dern wird Bütte um Bütte gefüllt, ſo daß es ein ſtändiges Hin und Her iſt. Alle Kräfte ſind ange⸗ ſpannt, denn man will ja die trockene Zeit ausnüt⸗ zen und an dieſen ſelten ſchönen Herbſttagen die Weinleſe ſo weit als möglich beenden. Man freut ſich aber auch über die Spitzenſorten, die noch etwas am Stock bleiben können: wegen der heißen Somme und der Edelfäule. * In der Kelter wird Tag und Nacht gearbeitet, denn der Traubenſegen iſt unermeßlich groß und wenn ein neuer Tag heraufkommt, dann rollen neue Fuhren heran. Der neugierige Städter mag fragen, wen er will: Quantität und Qualität, alles iſt erſt⸗ klaſſig, was durch die Kelter rinnt. Moſtgewichte: 95 bis 100, Riesling 96, einzelne Sorten bis 1201 Nur eine Sorge hat man: der Abſatz iſt nich ſo, wie man es gerne bei dieſer Rekordernte ſehen würde. * Wer am Sonntag ſeine Schritte nach der Pfalz lenkt, wird beſtimmt nicht Deidesheim vergeſ⸗ ſen, das die Ehre hat, am kommenden Samstag als einziges Dorf der Vorderpfalz ſeine Kirchweih zu feiern. Eigentlich haben die Deidesheimer ein Mordsglück mit ihrer Kirchweihe gehabt und eine gute Naſe dazu. Zuerſt waren ſie zwar weniger er⸗ freut, als ſie wegen der Landestrauer den traditio⸗ nellen Termin verſchieben mußten, aber ſie hatten bald heraus, daß es keinen günſtigeren Tag als den letzten Septemberſonntag geben konnte, an dem nir⸗ gendwoanders Kirchweih gefeier wird. Nun kann man die urfidele Deidesheimer Kerwe mit dem Weinleſefeſt zuſammen und allein feiern! * Die Deidesheimer perſönlich vorzuſtellen, dürfte ſich wohl erübrigen, denn ſie ſind bekannt wegen ihrer Gemütlichkeit, die ſie auch dann nicht verlieren, wenn ſie ſich als echte„Pälzer Kriſcher“ betätigen. Es wird am Sonntag und am Montag zur Kerwe beſtimmt ein heiteres Leben in den ſonſt ſo ſtillen Ort einziehen, und ein ganz guter Kenner prophezeite 7 1 ſogar eine ſolche Hochſtimmung, daß manche Gäſte das Geländer der Rathaustreppe als Rutſchbahn benutzen würden. Jörg. eee, Karlsruher Hitlerjungen erzühlen von ihrer Frankreichfahrt Sie wurdem überall gaſtfreundlich aufgenommen * Karlsreuhe, 28. Sept. Wie bereits mitgeteilt wurde, ſind die 16 Karlsruher Hitlerjungem, die etwa zwei Wochen lang auf Einladung der ſranzöſiſchen Katho⸗ liſchen Jugendorganiſation im Frankreich weilten, inzwiſchen wieder heimgekehrt. Ueber ihren Aufent⸗ halt in Frankreich berichtet einer der Teilnehmer ſolgendes: „Unter dem Schutze einer Madame Muiron, die ſich unſerer in liebenswürdigſter Weiſe annahm, ge⸗ langten wir in das„Tal des Friedens“. Dies iſt ein Lager der Katholiſchen Jugendverbände, die gleichzeitig etwa 34 Jugendgeuppen aus aller Her⸗ ren Länder zu Gaſte geladen, hatten. Wir bekamen ein Haus zugewieſen, über dem wir die ſchwarz⸗ weißrote Fahne hißten, da uns die Haken⸗ kreuzfahne verboten war. Der Wahlſpruch des La⸗ gers lautet: Pax⸗Frieden, Frieden zwiſchen allen Staaten der Welt. Wir hatten Gelegenheit, mit dem Führer des franzöſiſchen Jugendherbergsver⸗ bandes Mare Saugnier zu ſprechen. Im Ver⸗ lauf der Ausſprache ſagte ich:„Wir Deutſchen wer⸗ den den Schandfrieden von Verſailles niemals an⸗ erkennen.“ Der Franzoſe ſtimmte überraſchender⸗ weiſe zu und ſprach:„Die Jugend von Frankreich müſſe nach Deutſchland und die deutſche Jugend müſſe nach Frankreich, um eine Verſtändigung zwi⸗ ſchen dieſen beiden großen Nationen herbeizuführen. Dieſer ewige Haß zwiſchen den beiden Völkern muß ein Ende finden und ein Weg muß beſchritten wer⸗ den zum endlichen Aufbau. Dies war nicht nur die Meinung eines einzelnen, ſondern vieler Franzo⸗ ſen, mit denen wir auf unſerer Fahrt zuſammen⸗ trafen. Wo der eigentliche Feind und Hetzer ſitzt, der alle Völkerverſtändigung ſtört, das erfuhren wir auch in dieſem Lager. In geringer Entfernung von unſerer Behauſung befand ſich ein Schulungs⸗ lager für deutſche Emigranten aller Schattierungen. Kaum war unſere Anweſen⸗ heit bemerkt worden, ſo lief es dort wie ein Lauf⸗ feuer um.„Nazis ſind da, Nazis ſind da!“ Von da ab ſuchte man uns nachzuſtellen. Wir änderten aber in letzter Minute unſeren Marſchweg. In einem Nachtmarſch marſchierten wir, um unſeren Gaſt⸗ gebern nicht das häßliche Bild einer Auseinander⸗ ſetzung zu bieten, das Loiretal hinauf. Das Schloß eines franzöſiſchen Adligen nahm uns für die folgenden Tage gaſtlich auf, wo wir haben konnten, was wir wollten. 5 Die folgenden Tage ſahen uns wieder in Paris, wo Einladung auf Einladung folgte. Wir hinterließen überall einen ausgezeich⸗ neten Eindruck.“ A Lampertheim, 26. Sept. In unſeren Mauern hält der Tod z. Z. reiche Ernte. Am Sonntag trug man Johannes Haumüller 1 zur letzten Ruhe⸗ ſtätte. Lange Jahre leidend, führte er das Leben eines fleißigen Arbeiters und gewiſſenhaften, ſorgen⸗ den Familienvaters, ſo daß er als achtbarer Bürger galt. Nach der geiſtlichen Einſegung legte Herr L. Steffan namens des Männergeſangvereins Lampert⸗ heim mit ehrenden Worten einen Kranz nieder, wäh⸗ rend die Sängerſchar mit dem Grabgeſang„Ueber den Sternen wohnt Gottes Friede“ Abſchied von dem toten Sangesbruder nahm.— Vorgeſtern trug man Georg Wunder zu Grabe, der einem Schlaganfall erlegen war. Sein Leben war von harten Schickſals⸗ ſchlägen gezeichnet. Zu ſeinem letzten Gang gab ihm die Vereinigung ehemaliger 117er das Geleite. Am Grabe legte Herr Herm. Wegerle mit ehrenden Wor⸗ ten des Gedächtniſſes für den treuen Kameraden einen Kranz nieder. ptember 1934 Aus der Pfalz Arſenbad Dürkheim hat eine große Zukunft Die Beſprechungen mit dem bayeriſchen Miniſter⸗ präſidenten ol. Bad Dürkheim, 28. Sept. Geſtern wurde gemeinſam mit dem hier weilen⸗ den bayeriſchen Miniſterpräſidenten Siebert im Rathaus der Stadt in einer mehrſtündigen Bera⸗ tung die Frage der Entwicklung des Ar⸗ ſenbades Dürkheim erörtert, wobei Profeſ⸗ ſor Dr. Böhm München, Profeſſor Dr. Hertel und Medizinalrat Dr. Schaetz vom Innenmini⸗ ſterium bemerkenswerte Vorträge hielten und die Bedeutung der Max⸗ und Ludwigsquelle, die Rein⸗ heit und Größe ihres Arſengehaltes und ihre außer⸗ ordentliche Heilkraft überzeugend nachwieſen. Auf Veranlaſſung des Miniſterpräſidenten wurde be⸗ ſchloſſen, ſofort entſcheidende Schritte zu tun, um das Arſenbad Dürkheim einer neuen und großen Entwicklung entgegenzuführen, nachdem die Arſen⸗ quelle den ſtärkſten Gehalt aller Arſen⸗ [quellen in Europa aufweiſt. Es wird noch in dieſem Herbſt mit baulichen Maßnahmen größerer Art begonnen und die Entwicklung des Bades in großem Maßſtab angebahnt werden. Ueber die Ein⸗ zelheiten wird in wenigen Wochen die Oeffentlich⸗ keit unterrichtet. da die Entwicklung des Bades Dürkheim für die Rheinpfalz von ganz beſonderer Bedeutung iſt. Nachmittags beſuchte der Miniſterpräſident die pfälziſche Kinderheilſtätte, deren 112 Inſaſ⸗ ſen ihn mit Liedern der Bewegung begrüßten. An⸗ ſchließend fanden wiederum Beſprechungen im Forſthaus Iſenach ſtatt, die der Ausgeſtaltung des dortigen, in der Pfalz weit bekannten Wirts⸗ hausbetriebs galten. Der Wirtshausbetrieb wird nach Anordnung des Miniſterpräſidenten von der Forſtverwaltung abgelöſt, da er einem tüchtigen Fachmann eine neue Exiſtenz geben kann. Am Abend wurde vom Dürkheimer Stadtrat zu Ehren des Miniſterpräſidenten ein Feſtabend gege⸗ ben. Zuckertransport oͤurch Flammen vernichtet * Landau, 27. Sept. In den Mittagſtunden des Mittwoch kamen auf einem auf der Straße Speyer⸗ Landau in den Ort Dammheim einfahrenden Laſtkraftwagen lodernde Flammen auf, die ſofort gewaltige Feuergarben abgaben. Der Kraftwagenlenker und der Beifahrer konnten ſich rechtzeitig durch Abſpringen von dem brennen⸗ den Wagen in Sicherheit bringen. Das Fahrzeug brannte bis auf das Fahrgeſtell aus. 100 Zent⸗ ner Zucker, die auf dem Laſtzug nach Landau transportiert werden ſollten, wurden vernich⸗ tet. Die Entſtehungsurſache wird darin erblickt, daß von der Holzvergaſungsvorrichtung, mit der der Wagen verſehen war, Funken abgeſtoßen wurden. * Alzey(Rhh.), 28. Sept. Als die älteſte Klavierſpielerin Deutſchlands feierte Frau Wwe. Emma Wolf geb. Liebich ihren 87. Geburtstag. Die Jubilarin erfreut ſich noch beſter Rüſtigkeit und verſteht es auch heute noch, meiſter⸗ haft auf dem Klavier zu muſizieren. Augenblicklich weilt ſie bei ihrem Sohn in Alzey zu Beſuch. * Schwetzingen. 28. Sept. Heute vormittag konnte man auf dem Schloßplatz einen belgiſchen Perſo⸗ nenkraftwagen bewundern, deſſen Karoſſe⸗ rie vollſtändig in kunſt voller Holzſchnit⸗ zerei ausgeführt war. Der Wagen Hürfte einzig in ſeiner Art ſein und wahrſcheinlich einen hübſchen Batzen Geld gekoſtet haben. eee eee, 22 Das Ladenburger Wiedersehen der Fünfzigjährigen Drei feſtliche Tage Tr. Ladenburg, 28. Sept. Wie alljährlich ſo nahm auch heuer die Wieder⸗ ſehensfetier der fünfzigjährigen Jubilare, einen ſehr ſchönen Verlauf: Die Feier im„Kaiſer⸗ keller“ gewährte nicht allen Raum, ſo groß war der Andrang. Sehr eindrucksvoll geſtaltete ſich die Totenehrung: Die Gräber der einzelnen Schul⸗ kameraden, Lehrer und Geiſtlichen wurden mit Blu⸗ men geſchmückt und für die Gefallenen ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt. Herr Vorſitzender Her⸗ mann Lackert ſprach Worte des Gedenkens. Nach dem Kirchgang gab es große Begrüßung beim Schul⸗ kameraden Sebaſtian Hauck im„Falken“. Am Abend in Anweſenheit des Bürgermeiſters Pohly, der Gemeinderäte und vieler geladener Ehrengäſte ſtieg ein ſchönes Programm im großen Saale des Banhofs⸗Hotels. Die jungfriſchen Jubilare ſchwan⸗ gen tüchtig das Tanzbein. So hielt ſie die freudige Wiederſehensſtimmung noch lange beiein⸗ ander. Der 3. Tag der Feier brachte als Aus⸗ klang noch eine freudige Ueberraſchung: Auf Veran⸗ laſſung von Frl. Trippmacher flog unſer bekannter Flieger Chriſt einen Ehrenflug und ſetzte mit ſeinen kühnn Pilotenſtücken ganz Ladenburg in helle Begeiſterung. Die Jubilare waren glücklich ob dieſes Grußes aus den Lüften. Am Abend weilten nochmals in gemütlichen Stunden die Jubklare bei Schulkamerad Hauck, wo feſtliche Reden geſchwungen und in Jugenderinne⸗ rungen geſchwelgt wurde. Ein Mannheimer Schul⸗ kamerad brachte den Dank der Veranſtalter zum Ausdruck. So hat auch der diesjährige Heimat⸗ tag der 50jährigen gezeigt, daß ſolche Feiern wahr⸗ haft echter Heimatpflege und ſchöner Volksverbun⸗ denheit dienen. Evangeliſche Mütterfreizeit bei Pforzheim * Pforzheim, 28. Sept. Getreu dem Wahlſpruch „Evangeliſche Einheit und chriſtlichſoziale Tat“ führte auch in dieſem Jahr der Evang. Volksverein Mannheim Erholungsfreizeiten für Frauen im Freizeitheim„Georgshöhe“ durch. Im Verlauf eines Jahres konnten nunmehr 105 Frauen aus Mann⸗ heim das Schöne und Geſunde einer lotägigen Freizeit erleben. Wiederum hatten ſich in den Frei⸗ zeitdienſt aus Pforzheim Männer und Frauen des kirchlichen Lebens geſtellt. Die nähere Umgebung des Heims wurde zu Fuß erwandert, das Geſchicht⸗ liche von Pforzheim und näherer und weiterer Um⸗ gebung in Vorträgen anſchaulich gemacht. Die Se⸗ henswürdigkeiten Pforzheims und ſeiner Umge⸗ bung wurden beſichtigt. Der Evang. Volksverein und mit ihm in dieſem Jahr zuſammen der Evang. Frauen⸗ und Jungfrauenverein Mannheim hat er⸗ ueut ſeine gemeinſchaftsfördernde Kraft entfaltet und an ſeinem Teil das Chriſtuswort zu verwirklichen getrachtet:„Wohlzutun und mitzuteilen vergeſſet nicht.“ 8. In ei fluß von benhänge und vom überſchar Seit Rö Menſchhe behelf di Waldluft Trotz ges der bewußten lichung Das Mi betrieb ſchem S Oldenbu wird vo denheit Geſetz di behend? und Ku⸗ ſtand ih Badenr man in Schwarz ken, geſt lichen 2 Scholle Wer heimkon gerade d die Tra ſie trage dem ſoll in dem deutſcher völkeru: Dure Feldern waldͤhär bades an ſegneten Schwarz offenbar Straßen Es blei emporge ſchen Le und im von der Südwef iſt von umwitte ſucher f. Das in der Weg it nach S fen dr geformt ruine,? wie der Belchen fackel in wächſt. Als am Ob. Spuren punkt 1 Staufen wird u! hält in EE— d N n Kn. Freitag, 28. September 1934 Deutſches Land am Oberrhein Von Trachten und Wäldern ins Weingebiet des Markgräflerlandes In eine talartig geweitete Bucht am Zuſammen⸗ fluß von Hoch⸗ und Mittelſchwarzwald, zwiſchen Re⸗ benhänge und Wieſen, vom Hochwaldſaum begrenzt und vom 1246 Meter hohen breitſtirnigen Kandel überſchaut, bettet ſich das kleine alte Glotterbad. Seit Römerzeiten heilen die Quellen die leidende Menſchheit, die Neuzeit nahm als wichtigſtes Kur⸗ behelf die in den Hochwäldern verlaufenden größten Waldluftbäder Europas auf. Trotz dieſes auch in den Bauten kenntlichen Zu⸗ ges der Neuzeit blieb durch feſten Willen einer ziel⸗ bewußten Leitung die Verflachung und Verſtädt⸗ lichung des Tals und ſeiner Menſchen aufgehalten! Das Muſtergut, das dem Sanatoriums⸗ und Kur⸗ betrieb angegliedert worden iſt, wird in großdeut⸗ ſchem Sinne ausgebaut und geführt; es füllte aus Oldenburg, Oſtpreußen und Lauſitz die Ställe und wird von Menſchen betreut, die zur Heimatverbun⸗ denheit ſo ſtark angehalten ſind wie durch eigenes Geſetz die Herrenbauern im Gutachtal. Die hübſchen, behend Dienſt verrichtenden Mädle im Sanatorium und Kurhaus tragen ebenfalls mit zierlichem An⸗ ſtand ihre Tracht; und fragt man ſie, dann findet Badenweiler, das Thermalbad im Schwarzwald man in ihnen Bauerntöchter aus den verſchiedenſten Schwarzwaldtälern. Sie verbreiten mit ihrer ſtar⸗ ken, geſunden Art Frohſinn; ſie führen der bläß⸗ lichen Vorſtellungswert des Städters den Begriff Scholle und Heimat einprägen vor. Wer aus dieſem Heilbereich geſundet und erfriſcht heimkommt in die Geſchäftigkeit ſeiner Welt, wird gerade dieſe Offenbarung von heiterſter Lebenskraft, die Tracht und die adlige Haltung der Menſchen, die ſie tragen, nie vergeſſen können und— wollen. Trotz⸗ dem ſollte er darüber hinaus auch Umſchau halten in dem Land am Oberrhein, dieſem geſegneten deutſchen Landſtrich mit bodenſtändiger deutſcher Be⸗ völkerung. Durchs ſonnenſatte Glottertal mit Rebhängen, Feldern, Wieſen, ſpielenden Kindern vor Schwarz⸗ waldhäuſern, läuft der flinke Wagen des Glotter⸗ bades aus dem Frieden des Tals in den weiten, ge⸗ ſegneten, verkehrserfüllten Breisgau. Die Schwarzwaldhauptſtadt Freiburg empfängt uns offenbar freudig, denn ſie ſchickt uns gepflegte, lange Straßenarme entgegen und nimmt uns gaſtlich auf. Es bleibt für uns nicht beim Blick auf den feierlich emporgereckten Münſterturm, den ſchönſten im deut⸗ ſchen Land, wir bewundern die koſtbare Arbeit am und im Müuſter und fühlen uns überdies gefangen von der alten, wohlgebauten Stadt da unten in der Südweſtecke des Reiches, die ſo liebevoll umſchlungen iſt von den grünen Armen des Schwarzwaldes und, umwitterte vom Hauch des Romantiſchen, dem Be⸗ ſucher ſo viel zu ſagen hat. Das ſiebente und ſüdlichſte Schwarzwaldtal, das in der„Freiburger Bucht“ mündet, öffnet uns den Weg ins weingeſegnete Markgräfler Land, nach Staufen. Die Ruine der Burg Stau⸗ ſen droht hoch überm Städtchen mit jähem, wohl⸗ geformten Rebenhügel; es iſt Badens größte Burg⸗ inine, Wahrzeichen des Markgräfler Landes ſo gut, wie der maſſige, 1415 Meter hohe Schwarzwaldͤberg Belchen. Der dreißigjährige Krieg warf die Brand⸗ fackel in die Burg. Um ſeines Hügels jähe Steile wächſt als Troſt ein köſtlicher Tropfen. Als altes Kulturland birgt das deutſche Land am Oberrhein von Kelten und Römern zahlloſe Spuren; Alemannen ſchufen Kulturwerke. Mittel⸗ punkt und Ausgangspunkt war häufig das alte Staufen mit der Staufen burg. Sein Weinbau wird um 770 ſchon erwähnt. Treulich Nachbarſchaft hält in der Enge des Städtle mit Rathaus, Brun⸗ nen, Bächle und Fachwerkbunt jene alte Kneipſtätte („drittälteſte deutſche Gaſtſtätte“), wo lt. Inſchrift im Jahre 1539 weiland Dr. Fauſt vom Teufel das Genick umgedreht ward. Der Duft des„Markgräflers“ liegt über dem welligen, lieblichen Land. Dörfer gruppieren ſich am Weg mit Feiertagsgeſichtern, zumal der Flecken Sulzburg mit Tor und Türmen. Die Berge des Schwarzwaldes ſtehen Parade. Ueber ihnen thront als unumſchränkter Herrſcher der Belchen, ein deut⸗ ſcher Recke, auslugend über den nahen Rheinſtrom zum Zwillingsbruder drüben in den Vogeſen. Dann dringt der Wagen über Waldwege, durch kraftvollen Eichenwald, gen Badenweiler vor. Das Markgrafenbad mit ſeiner gediegenen Eleganz und dem heiteren Thermalfreiſchwimmbad, ſeinen Heilwäſſern, römiſchen Bäderruinen, den Burgreſten auf maſſigem, dichtumwucherten Hügel wirkt wie ein gehegtes Dorado von Reiz und Eigenart. Ueber Oberweiler, Niederweiler und das betrieb⸗ ſame Müllheim wird die große Autoſtraße Baſel Freiburg(— Frankfurt) gewonnen. Im Huſch und Hui, mit brauſendem Lärm, ziehen wir vorüber an wieder erwachenden Ortſchaften und alten Straßen⸗ gaſthöfen. Der Kraftwagen verbreitet überall Leben! Ver⸗ gangenes gewinnt neue Bedeutung. Pferdeſtallun⸗ gen wurden zu Garagen. Die Entwicklung geht nicht nur brutal über Altes hinweg; ſie erweckt auch vieles zu neuem Leben. So ward auch aus Dornröschen⸗ ſchlaf im Jahre 1911 bei Bohrungen nach Kali das ſtille Städtchen Krozingen erweckt: man erbohrte hier die waſſerreichſte heiße deutſche Heilquelle, und aus dem unbekannten Krozingen ward ein Bad Kro⸗ zingen, das ſich als das„Erſte Herzheilbad Badens“ preiſen läßt. Nahe zum Rhein, im An⸗ geſicht der impoſanten Schwarzwaldbergkette, ſind Badehaus, Liegehalle und andere Baulichkeiten er⸗ ſtanden. So rüttelte auch hier der Zeitgeiſt ein faſt 1600 Jahre altes Gemeinweſen zu neuem, zeitange⸗ paßtem Daſein auf. Seht, da drüben, hinter den breitwuchtigen Häu⸗ ſern, faucht der Rheingold⸗Expreß vorüber: der modernſte Zug unſerer raſtloſen und trotzdem be⸗ wußt ſchöpferiſchen Zeit. Eine feine Linie, von Künſt⸗ lerhand gezeichnet, bildet die weinrote Wagenſchlange. Geſchmeidig ſchlüpft ſie über die Eiſenpfade; im eil⸗ fertigen, befliſſenen Dienſt. Unſer Ziel iſt näher ge⸗ ſtet. Aus dem Markgräfleriſchen ziehen wir zum Kaiſerſtuhl, dem kleinen Vulkangebirge, das ſich zwiſchen Rhein und Schwarzwald lagert und die Freiburger Bucht nach Weſten ſchließt. reiht ſich rundum an Weinort. Wir haben es gründlich erſt in Sasbach und er⸗ giebig in Endingen beſorgt. Glücklicherweiſe ſtanden wir vorher droben am ernſten alten Münſter zu Breiſach. Die Gründung der Stadt, die dem Breisgau den Namen gab, erfolgte dort droben auf dem langgeſtreckten Verteidigungshügel. Jetzt liegt das betriebſame Städtchen unten zwiſchen Mauern und Toren, und droben findet man Weltentrücktheit am höchſt ſehenswürdigen, ſchon ums Jahr 1000 er⸗ Weinort bauten Münſter. Vor dem Krieg ging ſtarker Ver⸗ kehr durch Breiſach, über die Rheinbrücke und die nahe Schiffsbrücke. Jetzt iſt die Grenze hüben unſer Rheinufer. Wie bei der Schiffsbrücke zu Sasbach, ſo errichteten auch hier die Franzoſen am deutſchen Uferſaum Schilder: Voiture au pas. 5 ad Freiburg: Blick vom Münſterportal auf das Kaufhaus Ueber dem Rhein, bei der Sasbacher Schiffs⸗ brücke, ragen die Ruinen der alten habsburgiſchen Limburg. Ueber dem unwahrſcheinlich buntmittel⸗ alterlichen, zwiſchen Mauern enggezwängten Minia⸗ turſtädtchen Burkheim ſtehen groteske Schloßruinen. Und da und dort ſprechen zu uns noch mancherlei Zeugen des Einſt; nahe der jüngſten ſchmerzlichen Vergangenheit. Das weinberühmte Kaiſerſtuhler Städtchen En⸗ dingen, letztes Ziel und Stätte deutſchen Poku⸗ lierens, ſteht mit ſeinem wuchtigen Torturm, ent⸗ zückenden alten Rathaus und feinem, geſchloſſenem Straßenzug in einer Reihe mit Burkheim und Staufen, den vollendet rein erhaltenen Mittelalter⸗ ſtädtchen da unten in der Südweſtecke des Reiches und gibt außer Wein dem Beſucher mit ſeiner Ge⸗ ſchichte und ſeinen Bauten ſtarke Anregung und er⸗ füllt den Reiz des Reiſens im deutſchen Land. Karl Lütge. Lobpreis des Herbſtes Was habe ich vom Frühlingsende ab die ſprich⸗ wörtlichen Urlaubsmonate über gewettert, daß im⸗ mer wieder neue Abhaltungen auftauchten, die mich um die Erfüllung des Heißhungers nach Ferien brachten. Aber bekanntlich iſt mit des Schickſals Mächten, um das Dichterwort etwas zu variieren, mit Ausſicht auf Erfolg nicht zu rechten. Ja, als dann der erſehnte Tag des Ausſpannens endlich aubrach, hatte ſich die Verdroſſenheit über die ohne eigenes Verſchulden immer wieder„verpaßten Ge⸗ legenheiten“ ſo mächtig in mir feſtgeſetzt, daß ich ums Haar gar nicht gereiſt wäre. Und nun? Nun danke ich ſtündlich dem Geſchicke, das mich erſt im Herbſt auf den Weg geſchickt hat. Was für eine herrliche Zeit iſt doch der Herbſt! Ich muß ihm dieſen Lobpreis widmen, dem Herbſt im badiſchen Reiſeland! In Heidelberg machte ich, von Norden kommend, Station! Ich weiß, Heidelberg bedarf keines neuen Ruhmes. Der alte, ewig neue iſt unverblaßt. Aber der Herbſt am Neckar! Ich lief buchſtäblich wie trunken in die⸗ ſer Welt umher, die von Farben überſchäumt. An der Bergſtraße und im Vorland des wundervollen, unterhaltenden Baden⸗Badens und ſpäter auch noch im Markgräfler Land, in dem ich von Badenweiler aus nach Herzensluſt herumſchweifte, erlebte ich die — Weinleſe. Selbſt dem Kaiſerſtuhl habe ich einen Beſuch abgeſtattet. In allen Stadien ſeiner frühe⸗ ſten Kindheit lernte ich den„Neuen“ kennen. Ob ich ihn als„Süßen“,„Sauſer“ oder„Jederweißen“ ko⸗ ſtete, immer erquickte er mich gleich köſtlich. Und die Nüſſe! Nüſſe habe ich gegeſſen, wie wenn ich's be⸗ zahlt bekommen hätte. Dann bin ich auf die Höhe hinaufgeſtiegen. Wanderungen in durchſichtiger Luft führten mich ins Bereich von Blauen, Belchen, Schauinsland und Feldberg, wie auf den Kandel, über die Triberger Waſſerfälle und ins Bereich der Hornisgrinde und des Mummelſees. Ein Stück weit fuhr ich im Auto⸗ bus auf der nunmehr herrlich ausgebauten Schwarz⸗ wald⸗Hochſtraße. Aus aller Herren Länder ſah ich da Autos verkehren. Nun verſchnaufe ich nach allen den Genüſſen in einem kleinen Luftkurort des Schwarzwaldes und ſtelle täglich feſt, daß der Herbſt im Badiſchen durch⸗ aus das Zeug hat, den Erholungſuchenden ſeines Leben wieder froh werden zu laſſen. Und ich kenne einen, der ſchimpft nicht mehr, wenn er wieder ein⸗ mal erſt ſpät den Ferienkoffer packen kann! Im Odenwald und im Schwarzwald, in den Vorbergen dieſer Gebirgswelten, wie am Boden⸗ ſee laſſen ſich Herbſtwochen in vollen Zügen ge⸗ nießen. 145. Jahrgang/ Nr. 447 Wandervorſchlag Eberbach, Ruine Burghalde, Katzenbuckel, Wald⸗ katzenbach, Oberdielbach, Schollbrunn, Läuſerts⸗ mühle, Reichenbuch, Margaretenſchlucht, Neckargerach Hauptbahnhof ab.06, Eberbach an.20, Neckargerach ab 18.35, Mannheim an 0 Uhr. Fahrkarte nach Neckargerach Züge Gültigkeit hat, ſonſt Wand oder Wahlen 2,70 Mk., Anſchlußkarte bach 55 Pfg. Beim Bahnhof Eberbach links über den eiſernen Steg. links der Bahn entlang auf die Straße nach Ober⸗ dielbach. Mit der Hauptlinie 19, blauer Rhombus, öſtlich weiter durch die Stadt. Rechts durch Landhäuſer, ſowie durch Gärten aufwärts in den Wald. Auf Zickzackpfad nicht ſehr ſteil bergan zu einem breiten Weg und rechts zun Ruine Burghalde(Eberbacher Burg) 7 St.(82 Meter). Die Gegend um Eberbach iſt ſchon ſeit 636 durch eine Urkunde bekannt, nach der der Frankenkönſg Dagobert ſe an das Bistum Worms verſchenkte. Die Wormſer höfe ſcheinen auch die Erbauer der Burg geweſen zu n, deren älteſte, noch erhaltene Reſte aus dem 11. Jahr⸗ dert ſtammen. Daſelbſt ſchöner Blick auf Gberbach und s Neckartal. Im Schäl⸗ und Niederwald rechts um den Hang herum. Durch eine Hohle etwas auf in Hochwald und zum Dielbacher Feld. Jetzt Vorſicht, weil die Mar⸗ kierung hier nicht gut anzubringen war und gleich im ſpitzen Winkel einen Knicks noch links zum nahen Wald macht. Das Wegzeichen holt ziemlich weit nach links aus, um ſich dann wieder rechts zu wenden, wobei es aberwals das Feld berührt. In ſchönem Tannenwald links hinter zur Freyaquelle(wohl verſiegt) und von da rechts hinauf auf den Katzenbuckel, mit 628 Meter die höchſte Er⸗ hebung des Odenwaldes, 6 St. Auf dem i. J. 1860 von den Badiſchen Markgrafen Max und Wilhelm erbauten Turm, umfaſſende Runodſicht. Durch Buchenwald, ein Tannenwäldchen und Gärten hinab nach Walökatzenbach, 20 Min.(500 Meter). In ſüd⸗ licher Richtung rechts Uebergang auf die Hauptlinie 18, weißes Quadrat. Im Dorf kurz auf. Durch Feld(Höhen⸗ wanderung) nach Oberdielbach, ½ St(488 Meter) und ſüdöſtlich nach Schollbrunn, 74(464 Meter). In gleicher Richtung durch den Ort. Das Kriegerdenkmal und das Schulhaus rechts, auf der Straße nach Neckargerach. Nach dem Friedhof auf Feldweg links hinter in den Walch. Mk., die nur für obige karte Nr. 24 Eberbach Neckargerach—Eber⸗ In ſchönem Tannenwald lein Stück Schwarzwald im Odenwald) etwas ſteil hinunter ins Seebachtal und in dieſem romantiſchen Tälchen rechts vor zur Läuferts⸗ mühle, 1 St. Links über die Seebach und die Straße Weisbach— Neckargerach und links kurz mit der Haupt⸗ linie 21, rote Scheibe, wieder im Hochwald gemächlich auf⸗ wärts. Auf breitem Weg ſüclich und rechts geſchwenkt. Die rote Scheibe zieht nordöſtlich weiter. Bald rechts eine Schlucht und bald eine ſchöne Waldwieſe. Links geſchwenkt. Im Feld einige Minuten aufwärts und eben zur Straße Lohrboch— Reichenbuch. Das Wegzeichen überſchreitet dieſe Straße. Ohne Markierung weſtlich, nach dem nahen Reichenbuch(290 Meter) 74 St. An der Kirche rechts vorbei, über die Straße nach Neckargerach und ab zu den letzten Häuſern. Rechts Wegweiſer, links ein Brunnen. Etwa 100 Meter Wieſen, hierauf links auf Pfad(Weg⸗ weiſer links am Rain) am Hang aufwärts und eben in Feld und Wieſen zu einer weithin ſichtbaren knorrigen, wetterharten, mächtigen Eiche und unter der eine Bauk ſteht. Die Hauptlinie 24, weißes Kreuz, mündet hier links ein. Rechts 50 Schritt ab der Eingang zur Marga⸗ retenſchlucht links(Wegweiſer) Die nicht ganz leicht zu begehende Schlucht abw. N Die Pfade ſind oft ſehr ſchmal und führen an ſteil ab⸗ fallenden Felswänden hin. Aber bei der guten Einfaſſung kann bei einiger Vorſicht nichts paſſieren. Nach 20 Min. iſt der Abſtieg durch die wohl mächtigſte und wilöroman⸗ tiſche Schlucht des ganzen Ooͤenwaldes und weit Harſbber hinaus beendigt. Ueber der Bahn her. Links das Stau⸗ wehr und Guttenbach, nach Neckargerach St. Wer nicht durch die Schlucht gehen will oder kann, wandere entweder mit der roten Scheibe von der Läufertsmühle das ſchöne Seebachtälchen vor nach Neckargerach,“ St., oder von Reichenbuch auf der Straße nach Neckarg bis dieſe abfällt. Hier auf der Höhe Zuſammentreffen mit der Hauptlinie 24, weißes Kreuz. Bei einem Wegweiſer zur Margaretenſchlucht ſchöner Ausblick links auf das Stau⸗ wehr bei Guttenbach, links hinten Mörtelſtein mit ſeiner weißgetünchten Kirche, etwas weiter rechts hinten Neckar⸗ katzenbach mit ebenfalls hochgelegener Kirche, unten Guttenbach, rechts oben die Reſte der Ruine Minneburg und ganz auf der Höhe mit den zwei Kirchtürmen Neun⸗ kirchen. Mit dem weißen Kreutz durch die alte Steige ab⸗ wärts, zuletzt auf der Straße nach Neckargerach, 1 St, F. Sch. Ausflug nach dem Pleikartsförſterhof Viele Ausflügler, oͤͤie im Laufe des Sommers die Berge in der Heidelberger Umgebung beſtiegen, ſahen von den Bergen hinaus in die weite Ebene und erblickten in nicht allguweiter Ferne den in ſtiller Einſamkeit liegenden Pleikartsförſterhof. Do die kurzen Herbſttage keine großen Wanderungen mehr geſtatten, lohnt es ſich, dieſen Erdenwinkel einmal aufzuſuchen und damit zu⸗ gleich eine Abwechflung in die ſonntäglichen Ausflüge zu bringen. Weithin ſichtbar liegt der Pleikartsförſterhef mit ſeinen hohen ſpitzgiebeligen Häuſern in der Ebene zwiſchen Kirch⸗ heim und der Bahnlinie Heidelberg— Schwetzingen. Die Zugangswege ſind zahlreich und bequem. Darum können dieſen Ausflug auch diejenigen wählen, denen das Berg⸗ ſteigen zu beſchwerlich iſt. Der nächſte Weg führt von Heidelberg(Weſtſtadt) aus von der Ringbrücke(Dreibogen⸗ brücke) durch die Speyerer Landſtraße; ein Weg von 774 Stunden führt zum Gaſthaus. Dieſes iſt eraus ge⸗ räumig, hat einige große Säle und gedeckte Terraſſen mit Zugang zu einem gutgepflegten Garten nebſt Schießſtand ſütr Kleinkaliber⸗Schützen. Ein beſonderer Anziehungs⸗ punkt für Kinder iſt die verlockende Ausſicht in einem hübſchen Kleintiergarten und bei Turngerät, Schaukel Unterhaltung zu finden. Für den eindrucksfreudigen Wanderer bildet der Rück⸗ weg ein einzigartiges Bild: Der Blick ſchweift über die langen Bergrücken des Odenwaldes, von den leuchtenden Steinbrüchen bei Doſſenheim und Schriesheim bis zu den Höhen, die in die Ebene bei Wiesloch führen. Der Rück⸗ weg kann auch über Kirchheim oder pfaſſengrund genom⸗ men werden, von wo die Straßenbahn in wenigen Mi⸗ nuten Heidelberg erreicht. 5 Bei Nieren-, Blasen- und Frauen- leiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker. Frequenz 1933: 17 200. N. K Alls fad WInz er- Verein Alfsschank d. weltbekannt. Kallstadter Naturweine.— Beste E ü e h e. 8 el. 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Die Mann⸗ elwettbewerben, en und im n Freiwaſſer⸗ den hallenbadloſen e man am deutlichſten ter ihren Freunden ein bei anſtä: r vor allen Dingen Volk ⸗ ne ganze Klaſſe über⸗ 1 r an nächſter Stelle erſt ein Urteil zu bilden, ringerſchule gearbeitet wird. Im Kun Mannh 0 fen mußte beiderſeits Erſatz fehlten die von Nürnberg her Joſt und Zilles ſowie Frau n ſich die Gegner nach ungemein geſte Dek wettbewerben ſiegten die Gäſte der Stil beiderſeits noch eines Von den Herr npfen verlief die Lagen⸗ ſtaffel 3 N zweifellos am dramatiſchſten, wie ſie im G urteil auch als das ſchönſte Rennen des Abe werden darf. Heppes⸗ Worms konnte gegen Sto der Rückenlage etwa 2 Meter gut machen. und Becker ⸗Worms beide Eh i en ſich ein ganz großes Rennen etwas aufkam. Ederle⸗ ferten ſich wieder ein 1 r kürzer ziehende Wormſer e anſchlug.— Raſſig verlief eben⸗ 10 mal 50 Meter, die doch dann Ede raulſtaffel zum ſechſten Mann in Front ſah, Worms bis wechſelte das Bild zugunſten der Mannheimer, die ſchließ⸗ lich mit etwa 4 Meter Vorſprung Sieger wurden. Im Waſſerballſpiel zeigten ſich die 1846er als eingeſpielte Hallenfüchſe. Die Wormſer dagegen ſind große Freiwaſſerfelder gewöhnt, vermochten andererſeits durch Engels ſaubere Arbeit im Mannheimer Tor nicht allzuviel auszurichten. Das Spiel verlief raſch, aber fair. TW 45 hat in J. Weniger einen ganz gefährlichen Torſchützen, der ſeine Bälle aus allen Lagen und Stellungen ins gegneriſche Tor jagt. Von den insgeſamt gefallenen 8 Toren kommen allein 6 auf ſein Konto, während Biedermann und Rothe je ein Tor ſchoſſen, denen die Wormſer drei Gegentreffer nach dem Halbzeitſtand von 510 entgegenſetzten. Schieds⸗ richter König ⸗TW 46 waltete großzügig. Die Ergebniſſe: Bruſtſtaffel für Herren, 10 mal 50 Meter: 1. T V4 mit Biedermann, Volk, Heger, Speeina, Haas, Stoll, Ehr⸗ lich Kaufmann, J. Weniger, Engel in 643,8 Min.; 2. Heſſen⸗Worms:55 Min. Damen⸗Lagenſtaffel, 3 mal 100 Meter: 1. T W 46 mit Reichrath, Stengel, Lipp in:26,3 Min.; 2. Heſſen⸗Worms :29 Minuten. Herren⸗Kraulſtaffel, 4 mal 100 Meter: 1. Heſſen⸗ Worms:03,4 Min.; 2. TW 46 515,4 Min. Knabenbruſtſtaffel, 3 mal 50 Meter: 1. Heſfen⸗ Worms:40,8 Min.; 2. TW 46:48,8 Minuten. Herren⸗Bruſtſtaffel, 4 mal 100 Meter: 1. TW 46 mit F. Weniger, Ehrlich Haas, Engel,:54 Min.; 2. Heſſen⸗ Worms:07,83 Minuten. Kunſtſpringen(je 2 Herren mit 4 Kürſprüngen): 1. Otto Vol k. TV 46 53,66 Punkte; 2. Feuchter⸗TW 46 32,53.; 3. Zilles⸗Worms 27,8 Punkte. Damen⸗Bruſtſtaffel, 4 mal 100 Meter: :06 Min.; 2. TV 46:15,8 Minuten. Herrenlagenſtaffel, 3 mal 100 Meter: 1. Heſſen⸗ Morms mit Heppes, Becker, Mink:04,63 Min.; 2. DV 46 Hanoſchlag zurück. Knaben⸗Lagenſtaffel, 3 mal 50 Meter: Worms:31 Min.; 2. TW 46:40 Min. Große Kraulſtaffel 10 mal 50 Meter: 1. TW 46 mit Vögele, Büttner, Biedermann, Bartak, Kaufmann, Stoll, J. Weniger, Bruckbräu, Ederle, Rothe in 5188 Min.; 2. Heſſen⸗Worms:40 Min. Waſſerball: TW 46— Heſſen⸗Worms 813(:). Geſamtergebnis: 24:18 für TV 46 Mannheim. 1. Worms 1. Heſſen⸗ Silberſchiloͤprobe in Mannheim in Silberſ n kommenden .⸗Platz, 16 Uhr). s wurden zwei Mann⸗ ie ſich in der Hauptſache aus badiſchen en. Der einzige Württemberger, fand, iſt der vielverſprechende Ulmer ſch Spielern 3 der Berückſi Stürmer Ra Die beiden Mannſchaften werden ſich wie folgt gegenüberſtehen: »»Mannſchaft: Schäfer(Mannheimer TG); Greulich (TV 46 Mannheim), Heiler(Pfſt Mannheim); Peter I Heidelberg), Kerzinger(HC Heidelberg), Riehl(TG 78 berg); Stieg(HCE Heidelberg), Hoffmann(HC Hei⸗ „ P ib 8 idelberg), Rackl(Ulmer FV 94), Ek(TV 46 Mannheim); Dr. Kul⸗ M j Haußmann(HC T Heidelberg);: Pfeiffer Mannheim), Schwab(TV 46 Mannheim), Bechtold unheimer TG); Vogel(TG 78 Heidelberg), 0 del(Germania Mannheim), Mintrop(TV 46 Mann⸗ Kunkel(Germanig Mannheim), Volkert(TG. 78 Heidelberg). zinger inheim), ** Silberſchild⸗Vorrundentreffen zwiſchen Baden⸗ W̃ berg und Bayern ſollte urſpünglich am 14. Oktober in Mannheim vor ſich gehen, aber wegen der an dieſem Tage in Mannheim ſtattfindenden großen flugſportlichen Veranſtaltung entſchloß man ſich zu einer Verlegung nach Heidelberg, wo der HCH⸗Platz als Austragungsort gewählt wurde. Nachdem nun auch noch das Spiel Nordoſt⸗ Brandenburg eine Verlegung erfahren hat, finden am 14. Oktober die Spiele wie folgt ſtatt: in Heidelberg: Baden⸗Württemberg— Bayern;: in Königsberg: Nordoſt— Brandenburg: in Magdeburg: Mitte⸗Schleſten— Sachſen; in Köln: Niederrhein⸗Mittelrhein— Südweſt⸗Nordh. Letzte Olympia-Prüfungskämpfe der Leichtathletinnen Zum Abſchluß der Leichtathletik⸗Saiſon, die für unſere Frauen ebenſo erfolgreich wie für unſere Leichtathleten war, finden am Sonntag auf dem Rothenbaum⸗Sportplatz in Hamburg Wettkämpfe der Leichtathletinnen ſtatt, die vom Frauenſportwart Voß als Olympia⸗Prüfungskämpfe angeſetzt ſind und dementſprechend die Beteiligung der beſten deutſchen Leichtathletinnen zu verzeichnen haben. In den Kurzſtrecken wird die deutſche Meiſterin und Doppelſiegerin der Frauenweltſpiele, Krauß Dresden, am Start ſein, dazu die Damenſtaffel der Frankfurter Ein⸗ tracht, Frl. Dörffeldt⸗ Berlin u. a. Im Hürdenlaufen kommt es vorausſichtlich zu einer neuen Begegnung zwi⸗ ſchen der Weltrekordlerin Engelhardt und der deut⸗ ſchen Meiſterin Pirch. Hochſprung und Weitſprung ſehen Frl. Kaun⸗Kiel, Frl. Bauſchulte⸗ Osnabrück, die Wurfübungen die mehrfache Meiſterin im Diskuswerfen Mollenhauer, die Speerwurſmeiſterin Krüger⸗ Dresden, Frl. Fleiſcher⸗ Frankfurt uſw. im Kampf. Frl. Kuhlmann Hamburg, Frl. Hagemann ⸗Ham⸗ burg, Frl. Link Siegen u. a. werden weiterhin Teil⸗ nehmerinnen an Wettkämpfen ſein, die die Bezeichnung einer deutſchen Olympia⸗Prüfung verdienen. Bei der überragenden Stellung, die die deutſche Frauenleichtathletik in Europa einnimmt, iſt mit ausgezeichneten Leiſtungen zu rechnen. Das Aufgabengebiet des Reichs- ſportamtes„Kraft durch Freude“ Auf Grund verſchiedener Vorkommniſſe hat ſich der Reichsſportführer veranlaßt geſehen, in einer Bekannt⸗ machung das Aufgabengebiet des Reichsſportamts der NSG „Kraft durch Freude“ klarzulegen und wie folgt zu um⸗ grenzen: „Das Reichsſportamt der NSch„Kraft durch Freude“ lehnt grundſätzlich die Durchführung von Wettkampf⸗ und Wettſpiel⸗Veranſtaltungen ſowie die Bildung von Sport⸗ gemeinſchaften ab. Es hat die Aufgabe, Sport⸗ und Gym⸗ naſtikkurſe einzurichten und durchzuführen, um denjenigen Volksgenoſſen die Möglichkeit zu geben, ſich körperlich zu ertüchtigen, die den Leibesübungen bisher noch fern ſtan⸗ den. Alleinige Vertreter der ſportlichen Belange der NSG „Kraft durch Freude“ ſind die von mir eingeſetzten Leiter und Geſchäftsführer der einzelnen Sportämter. Richtung⸗ gebend für die Arbeit der Aemter ſind die von mir heraus⸗ gegebenen Anordnungen und Richtlinien. Alle von anderen Amtsſtellen der NSch„Kraft durch Freude“ oder gar von privater Seite unter dem Namen„Kraft durch Freude“ ins des Führers, Reichsminiſter Rudolf Heß, vom 28. 7. 1934 als„wild“ zu bezeichnen und dementſprechend zu unter⸗ binden. Das Sportamt der NS„Kraft durch Freude“ ſoll nicht parallel oder gar als Konkurrenz zu den im Reichsbund für Leibesübungen zuſammengeſchloſſenen Ver⸗ einen und Verbänden laufen, ſondern es ſoll eine Ergän⸗ zung der Arbeit der Vereine und Verbände darſtellen.“ Neue deutſche Erfolge in Meran Beim Internationalen Tennisturnier in Meran gab es auch am dritten Tage wieder ſchöne deutſche Erfolge. Im Kampf um den Lenz⸗Pokal der Damen beſiegte die Leipzigerin Ullſtein die Italienerin Puceinellt :2,:2, Edith Sander triumphierte mit 618,:3,:1 über die Engländerin Dyſon und Marieluiſe Horn mit :7,:1,:5 über die Italienerin Tonel li. Im Herren⸗ Einzel um die Meiſterſchaft von Meran unterlagen ſowohl Werner Menzel als auch der Kieler Kay Lund. Der Berliner wurde von dem Tſchechen Malecek 64,:1 ge⸗ ſchlagen und Lund von dem Ungarn Straub 11:6, 715, 64. Im Kampf um den Muſſolini⸗pokal kamen Denker⸗ Henkel kampflos eine Runde weiter, da die Tſchecho⸗ ſlowakei(Vodicka⸗Caska) nicht antrat. Der Berliner Heinrich Henkel kam im Herren⸗Einzel außerdem noch zu einem 614,:4⸗Erfolg gegen Bocciardo. Neue Mannheimer Zeitung“ Mittag⸗Ausgabe Der Aufbau des FJachamtes Schwimmen Hand in Hand mit dem Ausbau des Deutſchen Reichs⸗ bundes für Leibesübungen geht der Aufbau der einzelnen 23 vom Reichsſportführer eingeſetzten Fachämter. obald die Leiter dieſer Fachämter ernannt und deren N deiter⸗ ſtab im Reichsfachamt ſowie in den Gauen berufen iſt, tre⸗ ten dieſe Fachämter an die Stelle der bisherigen Verbände, deren Wirkſamkeit in ſportlicher und wirtſchaftlicher Hin⸗ ſicht damit beendet iſt. Als eines der erſten Fachämter ſteht das Fachamt V Schwimmen in ſeinen Grundzügen feſt. Die Leitung iſt dem Führer des Deutſchen Schwimmverbandes, Georg Hax, vom Reichsſportführer übertragen worden und die⸗ ſer hat ſeine Mitarbeiter im Schwimmverband, nämlich den Schatzmeiſter Hebekerl, den Schwimmwart O. Brewitz und den Jugendwart Dr. Keſtner, in gleicher Eigenſchaft als Referenten in die Fachſäule berufen. Die Ernennungen der Leiter der Gaufachämter werden folgen. Das neue Fachamt Schwimmen umfaßt künftig alle deutſchen Vereine und Vereinsabteilungen, die das Schwim⸗ men betreiben. Es wird dieſe Tätigkeit nach einheitlichen Geſetzen feſtlegen und überwachen. Daß der Deutſche Schwimmverband in erſter Linie für dieſe Aufgabe mit ſei⸗ nen durch jahrelange Erfahrung ausgeſtatteten Führern in Frage kommt, iſt ſelbſtverſtändlich, aber darüber hinaus wird der Führer des Fachamts natürlich jedem Gelegen⸗ heit zur Mitarbeit geben, der dazu befähigt iſt und dieſe Befähigung bereits bewieſen hat. Jedenfalls hört mit der Begründung des Fachamtes Schwimmen die bisherige Kon⸗ kurrenz der verſchiedenen Verbände, deren Vereine das Schwimmen betreiben, auf, alſo insbeſondere das Neben einander von Deutſcher Turnerſchaft und Deutſcher Schwimmverband. Das Fachamt Schwimmen wird an die Spitze ſeiner Arbeit das alte Ziel ſetzen„Jeder Deutſche ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter“. Aber neben die Aufgabe, die Kunſt des Schwimmens zu einem Volksgut zu machen, gehört gleich wichtig die Pflege des Leiſtungsſports. In dieſer Hinſicht wird alles ge⸗ ſchehen, die Schlagkraft des deutſchen Schwimmſports im internationalen Verkehr zu fördern und insbeſondere da⸗ für zu ſorgen, daß Deutſchlands Schwimmer bei den Olym⸗ piſchen Spielen 1936 in Berlin wieder an die großen Er⸗ folge anknüpfen, die ſie bei den Olympiſchen Spielen der Vorkriegszeit erringen konnten. Das Winterprogramm der Schwimmer Nachdem die Freiwaſſerzeit dem deutſchen Schwimmſport einen merklichen Auftrieb und Förderung der Leiſtungen gebracht hat, werden dieſe Erfolge in der bevorſtehenden Winterzeit in der Halle durch intenſive Arbeit befeſtigt und weiter ausgebaut werden. Zu dieſem Zweck iſt vom Verbands⸗Schwimmwart, dem als Sportwart des neu begründeten Foachamts Schwimmen im Reichsbund für Leibesübungen jetzt erheblich größere und weitreichendere Befugniſſe gegeben ſind, ein planvolles Schulungs⸗ und Wettkampf⸗Programm aufgeſtellt worden. Der Reichs⸗ ſportführer hat zur Durchführung bereits ſeine Genehmi⸗ gung erteilt. Im Mittelpunkt der Schulung wird zunächſt einmal eine bisher mangels einheitlicher Zuſammenfaſſung des ganzen Schwimmbetriebs in Deutſchland nicht möglich ge⸗ weſenen Arbeitsmethode ſtehen. Um dieſes Ziel zu er⸗ reichen, werden die Vereinsſchwimmwarte und ſportlichen Leiter der Vereine im Laufe des Winters zu beſonderen Lehrgängen zuſammengezogen. Der Verbands⸗Schwimm⸗ wart und der Verbands⸗Sportlehrer haben die Leitung dieſer Kurſe. Um es nicht bloß bei der Theorie zu be⸗ laſſen, werden jeweils einige Spitzenſchwimmer heran⸗ gezogen werden, damit in der Praxis alles vorgeführt werden kann, was durch Schrift, Wort und Bild gelehrt wird. Auf dieſe Weiſe ſoll eine neue Grundlage für die Breitenarbeit in den Vereinen geſchaffen werden. Aehnlich den im Sommer abgehaltenen Lehrgängen für Schwimmer und Schwimmerin nen wer⸗ den im Winter Kurſe für die Springer und für die Waſſerballſpieler veranſtaltet. Zu all dieſen Kurſen ſollen auch beſonders befähigte Jugendliche herangezogen werden. Dem Jugendwart ſind beſondere Kleine Sport-Nachrichten Trainer Heinrich Streit, der Vater des Trainers B. Streit und Großvater des erfolgreichſten Weinbergſchen Stalljockeys G. Streit feiert am 27. September ſeinen B. Geburtstag. Als Jockey und Trainer hatte H. Streit, be⸗ ſonders auf der Hindernisbahn, ſchöne Erfolge.. Um die deutſche Schwergewichtsmeiſterſchaft muß Vin⸗ zenz Hower ſeinen Titel gegen den Berliner Arnd Kölb⸗ lin verteidigen. Der Kampf ſoll an einem noch nicht be⸗ ſtimmten Termin in Berlin vor ſich gehen. Ein intereſſantes Fußballſpiel führte am Mittwoch vor 6000 Zuſchauern Duisburg 08 und den deutſchen Meiſter Schalke 04 zuſammen. Die Duisburger, die in den letzten Wochen gute Leiſtungen gezeigt hatten, rangen dem Meiſter ein Unentſchieden von:1 ab. TC Mannheim badiſcher Tennismeiſter Die badiſche Tennis⸗Mannſchaftsmeiſterſchaft iſt unn endgültig zu Gunſten des TC Mannheim entſchieden, da der TC Pforzheim auf eine Fortführung des am Sonn⸗ tag beim Stand von 41 für Mannheim in Pforzheim ab⸗ gebrochenen Treffens der Herausforderungsrunde ver⸗ zichtet hat. Pforzheim hätte wohl auch kaum mehr ge⸗ winnen können, denn es ſtanden nur noch drei Doppel⸗ ſpiele und das Einzel Dr. Buß— Walch aus. In den fünf ausgetragenen Einzelſpielen gab es folgende Ergeb⸗ niſſe: Kirchgäſſer⸗M.„ Frautz⸗P. 076.:4,:7; Pfiſter⸗M. gegen Dr. Wagner⸗P.,:2,:7; Schäfer⸗M.— Dr. Hager⸗P. :2, 416,:3; Fütterer⸗M.— Bauer⸗P.:2,:4; Ernſt⸗P. gegen Hildebrandt 2⸗M.:3,:6, 715. Einjährige Wartezeit iſt nur Vorausſetzung, nicht Anrecht Der Reichsſportführer hatte im Oktober v. J. an⸗ geordnet, daß Vereinsmitglieder marxiſtiſcher Herkunft erſt nach früheſtens einjähriger Mitgliedſchaft führende Poſten in Vereinen bekleiden dürfen, und daß in Zwei⸗ felsfällen die Entſcheidung bei ſeinem zuständigen Beauf⸗ tragten liegt. Auf Grund von Anfragen weiſt der Reichs⸗ ſportführer in einer Bekanntmachung jetzt ausdrücklich darauf hin, daß ſeine Beauftragten ſebböſtverſtändlich auch nach Ablauf der einjährigen Wartezeit berechtigt ſind, die Betrauung mit Vereinsämtern zu unterſagen, wenn dies erforderlich iſt. 5 Neuer Sieg Dülbergs Auf der Bahn von Nutley bei Neuyork gewann der deutſche Steher Franz Dülberg einen weiteren zur ameri⸗ kaniſchen Stehermeiſterſchaft zählenden Lauf über 100 Km. In:32:15 Stunden endete Dülberg vor Letourneur, G. Debaets, Jäger und Giorgetti. In der Geſamtwertung führt der Franzoſe Letburneur mit 56 Punkten vor dem Italiener Giorgetti(51), G. Debaets(40) und Dülberg (47). Letourneur wird nicht mehr zu holen ſein. Saarfechter in Viernheim Wiederum iſt es der Fechtergilde Viernheim gelungen, eine Saarmannſchaft für einen Mannſchaftskampf zu ge⸗ Leben gerufenen Sportveranſtaltungen oder Gemeinſchaften irgendwelcher Art ſind nach dem Erlaß des Stellvertreters winnen. Die Mannſchaft des Turnvereins v. 1848 Saarbrücken wird am kommenden Sonnkag im Engel⸗ Saal in Viernheim gegen die Gildenfechter im Florett umd Degen antreten. Diesmal haben die Gildenfechter einen ſtarken und guten Gegner vor ſich da die Fechter aus Saarbrücken zu den beſten des Saargebietes gehören. Es ſind hierunter einige Sieger aus Gaufechten in Offen⸗ bach umd auch Fechter, die in Nürnberg bei den Kampf⸗ ſpielen mitfochten. Die Veranſtaltung beginnt am Samstagabend mit einem Begrüßungsabend im Engel⸗Saal. Am Sonntag⸗ vormittag beginnt das Florettfechten und der Degenbampf. Jede Mannſchaft ſtellt 5 Fechter auf die Kampfbahn. Außerdem findet ein Damenſchaufechten ſtatt. Amateur-Ringkampf-Turnier der deutſchen Schwergewichtsklaſſe in Frankfurt Der AS 1886 Frankfurt a. M. veranſtaltet am 6. Ok⸗ tober im Kegelſporthaus ein großes Ringkampfturnier, zu dem er die beſte Klaſſe der deutſchen Amateur⸗Schwer⸗ gewichts⸗Ringer verpflichtet hat, und zwar: Horn⸗ fiſcher⸗ Nürnberg, mehrfacher Europa⸗ und deutſcher Meiſter; Siebert ⸗Darmſtadt, 2. Europa⸗ und deutſcher Polizei⸗Meiſter; Bräun⸗Oberſtein, mehrfacher Europa⸗ und deutſcher Meiſter im Mittelgewicht; Müller⸗ Köln, mehrfacher deutſcher Meiſter;: Lägeler⸗Stuttgart, würt⸗ tembergiſcher Meiſter; Kracker⸗ Hangu, mehrfacher Kreismeiſter. Im Vorprogramm zeigen die bekonnte Muſterriege der Vereinigten Athletik⸗Sportvereine Bürgel, die Boden⸗ turner vom Sportverein Viktoria und die Akrobatenriege von Eckenheim 1912 ihr Können. Außerdem gibt es einen Herausforderungskampf im Gewichtheben zwiſchen dem Mittelgewichts⸗Gaumeiſter Mohr ⸗ Offenbach und dem Hablbſchwergewichts⸗Gaumeiſter Krauß ⸗Frankfurt. Profeſſor Kohlhepp geſtorben Der Mitbegründer des Schi⸗Clubs Schwarzwald und des Deutſchen Schi⸗Verbandes Im Krankenhaus zu Furtwangen im Schwarzwald ſtarb Mittwoch abend 10 Uhr Profeſſor Albert Kohlhepp, der frühere erſte Vorſitzende des Deutſchen Schi⸗Verbandes und Ehrenvorſitzende des Schi⸗Clubs Schwarzwald. Mit dem deutſchen Schiſport war der Verſtorbene aufs engſte verbunden. Gleich mit dem Aufkommen des Schi⸗ laufens hat er ſich mit dieſem Sport beſchäftigt und war einer der Mitbegründer des Schi⸗Clubs Schwarzwald im Jahre 1895. Jahrzehntelang war er auch deſſen Leiter. Zu⸗ ſammen mit Profeſſor Paulcke iſt es ihm ſpäter gelun⸗ gen, den Zuſammenſchluß der ganzen deutſchen Schi⸗Ver⸗ bände zum Deutſchen Schi⸗Verband im Jahre 1905 durch⸗ zuführen. Freooͤy Miller ſiegt oͤurch ko Der Amerikaner Fredoͤy Miller, Weltmeiſter der Feder⸗ gewichtsklaſſe, der kürzlich in England ſeinen Titel er⸗ folgreich verteidigte, ging in Mancheſter gegen Billy Hazel in den Ring. In Hieſem Kampf ſtellte Miller erneut ſeine große Klaſſe unter Beweis und ſiegte in der fünften Runde entſcheidend. igsorbeit der Jugend zur Verfügung e derartige Veranſtaltung, die Mittel für die Schul geſtellt worden. Ei im Zeichen der o⸗Vorbereitung ſteht, findet ftr die Jugend am 2 tober im Leipziger Weſtbad ſtatt. Dieſer impfen wird ein Lehrgang vorausgehen, der zunächſt nur für männliche Jugendliche beſtimmt iſt, wäh⸗ rend die Mädels ſpäter in gleicher Weiſe einmal zuſam⸗ mengerufen werden. Für die eigentliche Oly mpia⸗ Vorbereitung ſind wieder Gau⸗ und Gebiets⸗Olympig⸗ Wettkämpfe vor⸗ 0 F im März in Düſſeldorf die Reichs⸗ geſehen, denen ſi Olympia⸗Prüfung ämpfe anſchließen. Die Teilnahme an den Gau Gebictsprüfungs⸗Kämpfen iſt für alle Mitglieder lym ⸗Kernmannſchaft Pflicht. Neben der Düſſeldo Veranſtaltung iſt noch eine weitere in adtbad Mitte geplant. Zu dieſer ſollen die ſchen Waſſerballſpieler ſowie Nachwuchskräfte Außerdem wird ſich in Berlin die . ammeln, und ferner will man dieſe Veranſtaltu s der Langſtrecke widmen, auf der unſere deutſchen Schwimmer im internationalen Wett⸗ bewerb bisher ſo gut wie nichts zu beſtellen haben. Deutſchland als Vorbild Die geſamte franzöſiſche Sportpreſſe hat den letzten ſchönen deutſchen Erfolgen die größte Beachtung geſchenkt. Allgemein wird bedauert, daß Frankreich zum Leichtathletik⸗ Länderkampf nach Magdeburg eine ſo ſchwache Mannſchaft entſandt habe. Eine der größten Pariſer Tageszeitungen greift nun noch einmal die Frage auf und ſtellt mit Be⸗ dauern feſt, daß man der Bedeutung ſolcher Veranſtaltun⸗ gen in Frankreich ſo wenig Aufmerkſamkeit ſchenke. Jeder, der Deutſchland kenne, müſſe zugeben, daß eine beſſere Or⸗ ganiſation des franzöſiſchen Sports weit über die Grenzen des rein ſportlichen Intereſſes hinausgehende Wichtigkeit habe. Der Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten habe erſt vor kurzem bedeutet, daß er ſich immer freue, franzöſiſche Sportler zu empfangen, ebenſo wie er gern deutſche Sportler nach Frankreich ſende. Die Sympathie, die franzöſiſchen Sportlern in Deutſchland entgegengebracht werde, konnte erſt in der vergangenen Woche beim Box⸗ kampf zwiſchen Pladner und Riethdorf in Berlin feſtgeſtellt werden, wo die beſſere Leiſtung des Franzoſen und ſein einwandfreier Sieg in ehrlicher Art anerkannt wurden. Auch der eindrucksvolle Sieg der deutſchen Autofahrer und Rennwagen beim„Großen Preis von Spanien“ wird als Beweis dafür hingeſtellt, daß nur eine vorbildliche Organiſation und die moral iſche und materielle Unterſtützung der Induſtrie durch den Staat ſolche Spitzenleiſtungen ermögliche. Die Betrachtung ſchließt mit dem Ausruf: Der deutſche Sport iſt in ganz kurzer Zeit für Europa vorbildlich geworden und man tut gut, ſein Beiſpiel nachzuahmen. Der„Sündenbock wehrt ſich! Kürzlich war berichtet worden, daß der öſterreichiſche Fußball— ungehalten und erſchreckt ob der zahlreichen Mißerfolge der Saiſon in England, bei der Weltmeiſter⸗ ſchaft und letztlich beim Mitropa⸗Cup der Vereine— nach einem„Sündenbock“ Umſchau gehalten und ihn in der Perſon des Admira⸗Spielers Hummen berger denn auch gefunden zu haben glaubte. Hummenberger hatte in den Spielen ſeines Klubs ſtets ausgezeichnete Leiſtungen vollbracht, und er war von der Wiener Preſſe ſogar wegen ſeiner letzten Spiele in den Mitropa⸗Cup⸗Runden immer wieder herausgeſtrichen worden. Dann, als die Admira im Schlußſpiel in Bologna ſang⸗ und klonglos eingegangen und der Pokal an einen italieniſchen Verein gefallen war, wurde Hummenberger wigen„Diſziplinloſigkeit“ friſtlos entlaſſen. Hummenberger iſt ſelbſtverſtändlich Berufsſpie⸗ ler und hat als ſolcher einen entſprechenden Vertrag. Und dieſer Vertrag hat ſeine Kündigungsklauſeln, ſo daß es ſchon eines ganz beſonders ſchwerwiegenden Vergehens bedurft hätte, um dieſe friſtloſe Entlaſſung zu rechtfertigen. Abgeſehen nun davon, daß ein ſolches Delikt wohrſchein⸗ lich der Oeffentlichkeit ebenſowenig verborgen geblieben wäre, wie der Klubleitung der Admira, hätte man eher annehmen ſollen, dieſe Klubleitung hätte nach Wiener Gepflogenheit ein„Arrangement“ mit dem verdienſtvollen Spieler geſucht, ehe man zur Entlaſſung ſchritt. Aber man ſuchte ja eine Ablenkung für die enttäuſchten Wiener„Fuß⸗ ball⸗Fans“, und die bot gerade der„Foll Hummenberger“. Soweit wäre die Spekulation in Ordnung. Nicht in Ordnung aber iſt die Annahme, daß die Wiener Fußballer, die als Profis einen„Berufsverband“ haben, ſich mit dem Diktat zufrieden geben würden. Sie haben nämlich jetzt einhellig feſtgeſtellt, daß das angebliche Delikt Hummen⸗ bergers gar keines iſt, daß der Spieler vollkommen in ſei⸗ nem Recht iſt und ſie haben weiter beſchloſſen, ihm mit allen legalen Mitteln zu dieſem ſeinem Recht zu verhel⸗ fen. Notabene gehört zu dieſen Mitteln auch eine Klage vor dem Gewerbegericht, und ein ſolcher Schritt wurde denn auch ins Auge gefaßt. Die Admira wird jetzt wohl ein„Arrangement“ ſuchen, denn das peinliche:2 gegen die Tſchechei liefert ja jetzt ͤöen Wiener„Kaffeehaus⸗Fußbal⸗ ler“ aktuelleren Geſprächsſtoff. SA- Radfahrer auf oͤer Heimfahrt Die Teilnehmer an der großen SA⸗Radfernfahrt Berlin — München— Berlin nähern ſich wieder dem Startort Berlin, wo ſie beim großen Gruppenſportfeſt auf dem Preußenplatz eintreffen. Auf der neunten Etappe von Nürnberg über Erlangen, Bamberg nach Schweinfurt über 132,8 Km. waren wieder geländeſportliche Aufgaben zu löſen, nachdem die Tage von Frankfurt a. M. bis Nürn⸗ berg als Schnelligkeitswettbewerbe galten. Auch auf die⸗ ſer letzten Etappe erwieſen ſich die Leute vom Sturm 10% als die Schnellſten und trafen nach:45:55 vor 10/3 und den Offenbachern am Tagesziel ein, doch ſind bei dieſer Zeit die Prüfungen im Gelände noch nicht berück⸗ ſichtigt. Ergebnis der 9. Etappe Nürnberg— Schweinfurt: 1. 10½ Berlin:45:55, 2. 10/3 Berlin:46:28; 3. Sto. 168 Offenbach:50:10; 4. 10/4 Berlin:55:39; 5. 12/11 Bres⸗ lau:04:42; 6. Sta. 61 Buchſchlag:10:10; 7. FA D Gonſen⸗ heim:20:18. Geſamtwertung: 1. 10% 51:31:23, 2. Sta. 168 52:47:25 3. 10/8 53:18:48; 4. 12/11 54:59:87; 5. Sta. 61 87:21:10 6. 10/4 57:27:11; 7. FA D Gonſenheim 62:08:55. Berlin im beſten deut herangezogen werden Elite der Kunſtſpri Hoppegarten(27. September) 1. Preis von Georgenburg. 1800 Mk., 1500 Meter: 1. E. G. Butzkes Herodias(E. Michael); 2. Pfalzgrüfin; 8. Stauff. Toto: 49; Platz: 17, 12. Ferner: Weimar, Gleisner. 2. Preis von Osnabrück. 1800 Mk., 2400 Meter. Aus⸗ gleich 3: 1. W. Borchers Abendgeläut(Schönfiſch); 2. Patroklus; 3. Rückert. Toto: 66; Platz: 20, 46, 53. Fer⸗ ner: Pontifex, Gravor, Heuchler, Harald. 2. Preis von Celle. 3450 Mk., 1400 Meter. Zweifährige: 1. O. Blumenfelds u. R. Samſons Ricardo(Viſek); 2. Fi⸗ dutzia; 3. Manzanares. Toto: 22; Platz: 11, 13. Ferner: Vogelfrei. 4. Preis von Trakehnen. 2950 Mk., 1800 Meter. Aus⸗ gleich 2: 1. E. G. Butzkes Edelknabe(Grabſch); 2. Mar⸗ quis; 3. Groll. Toto: 34; Platz: 16. 81, 18. Ferner: Blitz, Calva, Herzog, Winfrida, Scävola, Fepo. 5 5. Graditz⸗Rennen. 5400 Mk., 2600 Meter: 1. Frau J. v. Opels Ehrenpreis(Narr); 2. Airolo; 3. Wolkenfkug. Toto: 167 Platz: 10, 11. Ferner: Janitor. 6. Preis von Braunsberg. 1800 Mk., 1000 Meter. Zweijährige Maiden: 1. Frau J. v. Opels Elfmeter (Narr); 2. Loni;: 3. Monte Chriſto; 4. Oſterblume. Toto: 8; Platz: 22 18, 18, 25. Ferner: Casco, Pesne, Gold⸗ taler, Metternich, Parhelios, Donng Vatra, e, Pera⸗ lowa. 7. Preis von Traventhal. 1800 Mk., 1200 Meter. Aus⸗ gleich 3: 1. E. Clauß' Altona(Streit); 2. Garconne; 3. Comteſſe Sybille. Toto: 89; Platz: 25, 78, 25. Ferner: Winkelried, Irrtum, Meiſterſchütz, Kruzitürken, Freiin, Panzerflotte Cobra. Doppelwette: Edebknabe— Elfmeter 422710. „Textil⸗ zuſtändi, um Erl, Punkte Von in der? Au sn 1. Ei 21. Mär höhere J den Roh Preisſte! gen ri bar mi hängt. fung s erhöhun, Ware n darf der koſten e derbe nicht. Beka markt z deutſche Wollen läufig a mit inl' bei der d. h. die men we⸗ den, wir dem ge ꝓreis feſtzuſtel preiſes! Er 2. Di Preiſe dann zu, durch, ſtite gen Grenze. 21. Mär, Koſten dern nu ſtänden“ Als Mat wen Ferner! Beiſpiel ſteht, daf auch der Eine Ko ſatz ſeit mit der ein Beſt der wen Vier Ein Um Arbeitsz Beiſpiel Umſtänd oben er 8. Fu des höch Eine Grenze Maßgab⸗ den S ſenen Unter K u nd B gelegt u Es ſcheit ſtillgeleg höher ſei zu laſſer genannt. 9% Bab. St 80 e 0.„ 9% Sha 1 900% Pf. 60% debe o Farben! Daimler⸗ Deutſche 8 Durlacher! Eichbaum Enzinger Gebr. flag Farbenind! 10% Grkr. Kleinlein F. H. Knor Fran Festverz D. Wertb. 0 Reichs! 4% O. Scha 5½% Dou Ublöſungſc 4% Schutz Zolltürken ne a as A ta Um Zweifelsfragen, die ſich bei der Auslegung der neuen Faſerſtoff⸗Verordnung ergeben haben, zu klären, hat die „Textil⸗Zeitung“ Miniſterialrat Dr. Quaſſowſki, den zuſtändigen Sachbearbeiter im Reichswirtſchaftsminiſterium, um Erläuterungen gebeten. Wir geben die weſentlichſten Punkte dieſer Erläuterungen nachſtehend wieder: Aenderungen der Rohſtoffpreiſe Von dem Grundſatz, daß kein Preis höher ſein darf als in der Zeit vom 1. bis 21. März d. J. gibt es nur zwei Ausnahmen: 1. Eine Preiserhöhung iſt zuläſſig, wenn ſeit dem 1. bis 21. März 1934 auf den ausländiſchen Rohſtoffmärkten höhere Preiſe notiert werden, wenn es für den betreffen⸗ den Rohſtoff handelsüblich iſt, daß er ſich bei ſeiner Preisſtellung nach den aus ländiſchen Notierun⸗ gen richtet und wenn die Wirtſchaftsgruppe unmittel⸗ bar mit den ausländiſchen Rohſtoffmärkten zuſammen⸗ hängt. In dieſem Falle darf der Wiederbeſchaf⸗ fungspreis für den Rohſtoffanteil bei der Preis⸗ erhöhung berückſichtigt werden. Richtet ſich der Preis einer Ware nicht nach den ausländiſchen Rohſtoffmärkten, dann darf der entſprechende Rohſtoffpreis in die Selbſt⸗ koſten eingeſetzt werden; der Grundſatz des Wie⸗ derbeſchaffungspreiſes gilt dann aber nicht. Bekanntlich iſt der Preis für Wolle auf dem Welt⸗ markt zurückgegangen, nicht zuletzt deshalb, weil der deutſche Käufer ausgeblieben iſt. Die Preiſe für deutſche Wollen liegen aber höher als im Ausland. Da nun vor⸗ läufig ausländiſche Wolle in ſtärkerem Maße zuſammen mit inländiſcher Wolle verarbeitet werden wird, können bei der Preisbeſtimmung die tatſächlichen Selbſtkoſten, d. Hh. die gezahlten Preiſe für inländiſche Wolle, übernom⸗ men werden. Um geſchäftliche Schwierigkeiten zu vermei⸗ den, wird es für zuläſſig erachtet, einen einheitlichen, auf dem gewogenen Preisdurchſchnitt beruhenden Miſch⸗ preis für die aus der Miſchung hergeſtellten Erzeugniſſe feſtzuſtellen. Allerdings muß die Errechnung dieſes Miſch⸗ preiſes belegt werden können. Erhöhte Verarbeitungskoſten— Umſatzrückgang 2. Die Faſerſtoff⸗Verordnung läßt eine Erhöhung der Preiſe über den Stand vom 1. bis 21. März 1934 weiter dann zu, wenn die Selbſtkoſten ſeit dem 21. März 1934 durch„nicht zu vermeidende Umſtände“ ge⸗ ſtiegen ſind, ſetzt aber hierfür die unter 3. erwähnte Grenze. Es muß alſo eine Koſtenerhöhung ſeit dem 21. März 1934 eingetreten ſein. Aber auch nicht jede Koſtenerhöhung darf dabei berückſichtigt werden, ſon⸗ dern nur diejenige, die auf„nicht zu vermeidenden Um⸗ ſtänden“ beruht. Als ſolche Umſtände kann auch eine Erhöhung der Materialeinkaufspreiſe dann in Frage kommen, wenn dieſe Erhöhung ihrerſeits nach der Faſerſtoff⸗ Verordnung berechtigt war. Ferner kommt als ein nicht zu vermeidender Umſtand zum Beiſpiel die Koſtenerhöhung in Betracht, die dadurch ent⸗ ſteht, daß durch die berechtigte Erhöhung des Rohſtoffanteils auch der Umſatzſteueranteil eine Erhöhung erfährt. Eine Koſtenerhöhung, die dadurch eintritt, daß der Um⸗ ſatz ſeit dem 21. März 1934 zurückgegangen iſt, darf mit der Einſchränkung vorgenommen werden, daß. ein auf den Auswirkungen der arbeitszeitlichen Beſtimmungen der Faſerſtoff⸗Verordnung berunhen⸗ der Umſatzrückgang dann berückſichtigt werden darf, wenn der Umſatz infolgedeſſen unter den des erſten Vierteljahres 1933 hinuntergedrückt worden iſt. Ein Umſatzrückgang, der durch andere Umſtände als die Arbeitszeitvorſchriften der Verordnung entſteht, alſo zum Beiſpiel durch Rohſtoffknappheit oder betriebliche Umſtände, darf überhaupt nicht— ſelbſt nicht in der oben erwähnten Einſchränkung— berückſichtigt werden. Grenze der Preiserhöhung 8. Für beide eben erörterte Möglichkeiten der Erhöhung des höchſt zuläſſigen Preiſes gilt folgendes: Eine Erhöhung, die ſonſt zuläſſig wäre, findet ihre Grenze in dem Preis, der erforderlich iſt, um die nach Maßgabe der Faſerſtoff⸗Verordnung zuzubilligen⸗ den Selbſtkoſten zuzüglich einer angemeſ⸗ ſenen Verzinſung des Kapitals zu decken. Unter Kapital verſteht der Geſetzgeber nur das An lage⸗ und Betriebskapital, das im eigenen Betrieb an⸗ gelegt und ausſchließlich für die Erzeugung notwendig iſt. Es ſcheiden alſo zum Beiſpiel Beteiligungen und der Wert ſtillgelegter Betriebsanlagen aus. Sollten die Schulden höher ſein, ſo iſt deren Verzinſung inſoweit unberückſichtigt zu laſſen. Für die Höhe des Zinsſatzes wird keine Zahl genannt. Man dürfte aber wohl nicht fehl gehen in der — Fasersfofliverordnung und Preisgesfalſung Eine Frläuferung des Reichs wirischafflsminisferlums Annahme, daß als angemeſſen die übliche Kapitalverzinſung als Maßſtab angewandt werden kann. Geltungsbereich Die bisherigen Ausführungen gelten natürlich nicht nur für die Induſtrie, ſondern auch für alle andern Wirtſchaftszweige, ſoweit ſie der Faſer⸗ ſtoff⸗ Verordnung unterliegen. Die Preis⸗ beſtimmungen dieſer Verordnung bringen aber gerade für den Einzelhandel eine gewiſſe Abkehr von den bisher üblichen Methoden der Preisfeſtſetzung. Für den Einzelhandel muß die Frage des Wieder⸗ beſchaffungspreiſes völlig ausſcheiden. Er darf ebenſo wie alle andern Wirtſchaftsſtufen der Faſer⸗ ſtoffinduſtrie keine höheren Preiſe fordern, als er ſie in der Zeit vom 1. bis 21. März 1934 gefordert hat. Hat ſich für ihn ſeitdem der Einkauf„durch nicht zu vermeidende Umſtände“ verteuert, ſo darf er in ſeine Kalkulation dieſen höheren Preis einſetzen. Er darf dabei aber nicht ſeinen frühern prozen⸗ tualen Auſſchlag nehmen, ſondern nur den abſolu⸗ ten Betrag für die neue Ware auffſchlagen. Grundſätzlich müſſen für alte Warenbeſtände auch die alten Preiſe genommen werden. Noch auf Lager befindliche Waren gleicher Art, für welche die Selbſtkoſten niedriger waren, dürfen nicht zu dem höheren Satz verkauft werden. Um geſchäftliche Schwierigkeiten zu vermeiden, kann man die alten Preiſe durch einen Miſchpreis aus dem gewogenen Durchſchnitt der * alten und der neuen Preiſe feſtſtellen. Die Berechnung eines Miſchpreiſes muß aber für den Fall einer Nachprüfung genau belegt werden. Bei der Errechnung des Miſchpreiſes müſſen auch die Men⸗ gen der alten und neuen Ware berückſichtigt werden. Es braucht nicht beſonders betont zu werden, daß ſich ſelbſtver⸗ ſtändlich ein Miſchpreis nur aus Waren gleicher Art er⸗ rechnen läßt. Der Handel wird bei Neubeſtellun⸗ gen immer eine neue Kalkulation vornehmen müſen unter der Vorausſetzung natürlich, daß ſich die neuen Ein⸗ kaufspreiſe rerändert haben. Iſt die neue Ware billiger als die Lagerware eingekauft worden, ſo gelten die glei⸗ chen Grundſätze. Es bleibt noch die Frage offen, wie wird der Preis ge⸗ bildet für neue Ware, d. h. für Ware, die ſeit der Ver⸗ gleichszeit vom 1. bis 21. März 1934 neu auf den Markt gekommen iſt. Man könnte dabei an ganz neue Gewebe denken, aber auch an neue Muſter ſchon eingeführter Ge⸗ webe. Die Verordnung iſt dahingehend auszulegen, daß ähnliche Artikel zum Vergleich herangezogen werden ſollen. Dieſe Möglichkeit wird wohl immer vorhanden ſein. O Diskontſenkung der Bank von Eſtland. Reval, 27. Sept.(Eig. Dr.) Die Bank von Eſtland hat ihren Dis⸗ kontſatz mit Wirkung ab 1. Oktober 1994 von 5% auf 5 v. H. und den Zinsſaotz für Guthaben in laufender Rech⸗ nung von 7 auf 6½ v. H. herabgeſetzt. Der Diskont⸗ ſatz von 5% v. H. war ſeit dem 1. Februar 1932 in Kraft. Sr Das Brennrechf für das Befriebsjahr 1934/35 Das Jahresbrennrecht für das Betriebsjahr 1934⸗35 iſt von der Reichsmonopolverwaltung für Brantwein in Höhe des regelmäßigen Brennrechts feſtgeſetzt worden. Inner⸗ halb des Jahresbrennrechts beträgt das beſondere Jahres⸗ brennrecht für die Herſtellung von Kornbranntwein (Jahreskornbrennrecht) für Brennereien mit einem regel⸗ mäßigen Brennrecht bis zu 100 Hl. 35 Hundertteile, über 100 bis zu 300 Hl. 30 Hundertteile, über 300 Hl. 20 Hun⸗ dertteile des regelmäßigen, für die Verarbeitung von Korn geltenden Brennrechts. Brennereien mit einem regel⸗ mäßigen Brennrecht über 600 Hl. dürfen bis um 31. Dez. 1994 nicht mehr als die Hälfte ihres Jahreskornbrennrechts an die Deutſche Kornbranntwein⸗Verwertungsſtelle ab⸗ liefern. Für den vom 1. Oktober 1934 ab hergeſtellten Brannt⸗ wein beträgt der Grundpreis a) für Brennereien mit einem regelmäßigen Brenn⸗ recht bis zu 600 Hl., mit Ausnahme der Hefelüftungs⸗ und Melaſſebrennereien für die erſten 50 Hundertteile des Jahresbrennrechts 54/(im verfloſſenen Betriebsjahr 54), für die weiteren 50 Hundertteile des Jahresbrenn⸗ rechts 42(41). b) für Brennereien mit einem regelmäßigen Brenn⸗ recht über 600 Hl. und für Hefelüftungs⸗ und Melaſſe⸗ brennereien 48%(47,50 /) je Hl. Weingeiſt. Die im Reichsanzeiger vom 25. September veröſſent⸗ lichte Bekanntmachung der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein enthält im übrigen die Staffelung der Zu⸗ ſchläge für den von Abſindungsbrennereien hergeſtellten Kornbranntwein, ferner für Branntwein aus Kernobſt uſw. ſowie die Staffelung der Abzüge für Großbrenne⸗ reien. Außerdem werden der erhöhte Uebernahmepreis und der Monopolausgleich geregelt. O Gründung der Vulcan Betriebsverwertungs⸗AG, Bremen. Bremen, 7. September(Eig. Dr.) Unter Beteiligung der Norödeutſchen Kreditbank⸗Ach und der Bremer Bank, Filiale der Dresdner Bank, Bremen, wurde am 24. September die Vulcan Betriebsverwertungs⸗ AG mit einem Grundkapital von 50 000/ gegründet. Zweck der Neugründung dieſer Geſellſchaft iſt die Uebernahme des vom Geſamtbetrieb der Deutſchen Schiffs⸗ und Ma⸗ ſchinenbau⸗Ach Bremen abzutrennenden Betriebswerkes Stettiner Vulcan in Stettin⸗Bredow. Zum Vorſtand der neu gegründeten Geſellſchaft wurde Baurat Fr. Kühne be⸗ ſtellt. Der AR ſetzt ſich aus den Herren Dir. C. G. Auguſt Meyer, Norödeutſche Kreditbank, Bremer Bank und Geh. Regierungsrat Dir. Simon Reimer, ſämtlich Bremen, zuſammen. Gründung einer einheitlichen Kohlenverölungs⸗ Geſellſchaft. Frankfurt a.., N. September.(Eig. Dr.) Wie wir erfahren, wird unter allen größeren deut⸗ ſchen Braunkohlenwerken und Braunkohlenrevieren ein⸗ ſchließlich des rheiniſchen die Bildung einer ſehr großen einheitlichen Kohlenverölungsgeſellſchaft erörtert. Dieſe würde nach verſchiedenen Verfahren, auch dem der Jh Farben, dem Beſtreben nach Erhöhung der innerdeutſchen Treibſtoffgewinnung entgegenkommen. Die Koſten würden in Geſtalt einer einmaligen Umlage auf die Rohkohlen⸗ produktion aller größeren Gruben aufgebracht und von dieſen in Aktien, oder Anteilsform aktiviert werden können bis zur Selbſtamortiſation der zu erbauenden Anlagen. * Havarieſtreitigkeiten in der Rheinſchiffahrt. Der Verein zur Wahrung der Rheinſchiffohrtsintereſſen hat mit dem Rheinſchiffahrts⸗Regiſter⸗Verband Frankfurt a. M. einen Vertrag asgeſchloſſen, der die Mein ungsverſchieden⸗ heiten über Bewertung des Kaskos bei großer Havarie beſeitigen ſoll. Es iſt eine Skala der Kahn⸗Beitragswerte mit Altersabſchreibungen und einem Konfunkturabſchlag feſtgeſetzt worden. Die Mitglieder des Deutſchen Trans⸗ portverſicherungsverbandes ſind dem Vertrag vollzählig bei⸗ getreten. Konkurse und Enischuldungsveriahren im Handelskammerbezirk Mannheim- Heidelberg Aufgehobene Konkursverfahren(Amtsgerichtsbezirk Hei⸗ delberg): Paul Teichert, Inhaber der Färma Paul Tei⸗ chert, Kurz⸗, Weiß⸗ und Wollwaren in Heidelberg, Berg⸗ heimerſtraße 31.(Amtsgerichtsbezirk Mannheim): Kaufmann Philipp Stadel, alleiniger Inhaber der Firma Gebrüder Stadel, Juwelier und Uhrmacher in Mannheim, O 4, 15 ſpäter N 3, 18 b. Eröffnete landwirtſchaftliche Entſchuldungs verfahren (die Entſchuldungsſtelle iſt jeweils in Klammern geſetzt): Amtsgericht Adelsheim: Auguſt Fim k und Katharina geb. Schweizer in Roſenberg(Badiſche Land⸗ wirtſchaftsbank, Bauernbank, e mb, Karlsruhe); Fried⸗ rich Fütterer und Luiſe geb. Blum in Sennfeld, Amt Adelsheim(Badiſche Landwirtſchaftsbank, Bauernbank, e mb, Karlsruhe); Gottfried Hodel und Anna geb. Kaufmann in Sindolsheim(Badiſche Landwirtſchaftsbank, Bauernbank, eGmbH, Karlsruhe); Adrian Matt und Maria geb. Volk in Schierſtadt bei Adelsheim(Badiſche Londwirtſchaftsbank, Bauernbonk, echmbß, Karlsruhe); Gu⸗ ſtav Pfeil und Pauline geb. Kuch in Korb, Amt Adels⸗ heim(Bezirksſparkoſſe Adelsheim); Maria Stapf geb. Gramlich in Sennfeld, Amt Adelsheim(Bezirksſparkaſſe Adelsheim); Karl Volk in Roſenberg(Bodiſche Land⸗ wirtſchaftsbonk, Bauernbank, eGmbü, Karlsruhe).— Amtsgerichtsbezirk Boxberg: Gottlob Beck und Eliſobeth geb. Doſch in Schwarzenbrunn(Badiſche Landwirtſchaftsbank, Bauernbank, embo, Karlsruhe). Amtgerichtsbezirk Eberbach: Leo Schmitt und Helene geb. Heck in Balsbach(Badiſche Landwirtſchafts⸗ bank, Bauernbank, embch, Karlsruhe). Amtsgerichts⸗ bezirk Eppingen: Jakob Hch. S. Blöſſch und Lina geb. Herdle in Eppingen(Städt. Sparkaſſe Eppingen); Hermann Hutt in Schluchtern bei Eppingen(Städtiſche Sparkaſſe Eppingen); Philipp Otto und Frau in Tiefen⸗ bach, Amt Bruchſal(Badiſche Landwirtſchaftsbank, Bauern⸗ bank, echmbß, Karlsruhe); Friedrich Rindel in Gem⸗ mingen bei Eppingen(Städtiſche Sparkaſſe Eppingen). Amtsgerichtsbezirk Heidelberg: Johann Gg. Stier in Meckesheim Gadiſche Lanowirtſchaftsbank, Bauernbank, e Gmb, Karlsruhe); Arthur Dörtz bach und Anna geb. Reichert in Mönchzell Ben; die kummunale Landesbank, Girozentrale, Mannheim): Johann Feurer und Anna Berta geb. Fugger in Nußloch(Badiſche Kom⸗ munale Landesbank, Girozentrale, Mannheim); Georg Gieſer, Dietrich Sohn und Katharina geb. Filfinger in Heidelberg⸗Kirchheim(Bad. Land wirtſchaftsbank, Bauern⸗ bank, e mb, Karlsruhe). Amtsgerichtsbezirk Tauberbiſchoſsheim: Martin Burkhard Mü h⸗ ling in Oberlauda(Badiſche Landwirtſchaftsbank, Bauern⸗ bank, e mb, Karlsruhe). Amtsgerichtsbezirk Wiesloch: Viktor Spieß und Barbara in Rotenberg 1 Landwirtſchaftsbank, Bauernbank, e Gmb, Karls⸗ ruhe). Aufgehobenes landwirtſchaftliches Entſchuldungsver⸗ fahren:(Amtsgerichtsbezirk Eppingen): Wilhelm Stein und Karoline geb. Doll in Elſenz bei Eppingen. Mannheimer Großmarkf für Gefreide und Fuifermiſfel(amilich)/ 27. Sepfember Offiziell per 100 Kilo waggonfrei Mannheim— bei Waggonbezug— netto Weizen geſ., tr. Durchſchn. Weizenkleie(Mühlenpreis Beſchaffenh., ohne Sack—.— bi September) Feſtpreiſe bis 80. Sept. Preisgebiet W 17 10,28 Preisgebiet W 15. 20, Preisgeviet R 16 9,90 Preisgebiet W 16. 20,20 Roggenkleie. Preisgebiet W 17 20,50 Weizenfuftermehl.. 12,50 Ausgleich +—.40 Roggenfurtermehl... Roggen, geſ. tr. Durchſchn. Weizennachmehl.... 16,28 geſchaf hne S— 5 e 50 Mais mit Sack.. 21,25 e 8 15,80 Raps, inl. ab Statſon. 81.— Preisgebiet R 15. 18,20 7 90 Preisgebiet R 16 16,50 Erdn Ausgleich— Soyaſchrot 18,40 Ausgleich 1 40 I Rapskuchen 1 1 11,95 Gerſte(Ausſtichware über Notiz) 11.40 Braugerſte, inn.. 19,50/1,— 5 15.10 Pfälzergerſte, inn.— 8 5 5 Wintergerſte und 8 5 15,15 Juttergerſte, geſ., trocken!.— 19,50 0 9 5 Feſtpreiſe bis 30, Gept. Biertreber mil Sack 7 17.— reisgebiet 67... 15,0 Ma zkeimee 14,80 45,80 Preisgebiet G 8... 185,50 Trockenſchnitzel, Fabrikppr.— Preisgebiet G9. 15.70 Rohmelaſſe Preis gebiet G 11. 186. Steffen ſchnitzel.. Ausgleich.—.30: 5. Wieſenhen loſes, neues. 9,80/10.60 Luzernkleeheen 10,50/11,.— Rotkleehenmn— Sgebiet g. 15,20 Preßſtroh, Rogg., Weizen 8,.—/,50 Preisgebiet H 16. 15,70 Hafer, Gerſte... 3,50/½8,80 Preisgebiet H 17 16.— Geb. Stroh, Rogg. Weizen.50/8,.— Ausgleich +—.30 Hafer, Gerſte. 3,20/,60 Zu⸗ und Abſchläge auf Grund der reichsgeſetzl. Regelung. * Mehl⸗Notierungen. Weizenmehl Feſtpreisgebiet 'ü 17, Type 790 iuländiſch 27,25 /; dito. Wᷣ᷑ 16 27,15, plus 0,50, Frachtausgleich; dto. Feſtpreisgebiet 15 27,25 l, plus 0,50 ¼ Frachtausgleich. Aufſchlag für Weizenmehl mit 15 v. H. Aus landsweizen 1,50 ,, mit 30 v. H. Aus⸗ landsweizen 3,00 J; Frachtausgleich 0,50% per 15⸗To.⸗ Ladungen.— Roggenmehl Feſtpreisgebiet R 16, Type 997, Auguſt⸗September⸗Lieferung 24,15; dito. Feſt⸗ preisgebiet R 15 23,75; dito. Feſtpreisgebiet R 13 28,35; zu dieſen Preiſen je 0,50/ Frachtausgleichs Für alle Geſchäfte ſind die Bedingungen der Wirtſchaftlichen Ver⸗ einigung der Roggen⸗ und Weizenmühlen bzw. der neue Reichsmühlenſchlußſchein maßgebend.— Mehle für 100 Kilo zuzüglich 0,50/ Frachtausgleich, bei Abnahme von mindeſtens 10 Tonnen, frei Empfangsſtation, gemäß An⸗ ordnung 9 der W, Auf⸗ und Abſchläge gemäß Anord⸗ nung 8 der WV. * Mannheimer Kleinviehmarkt vom 27. September. Zufuhr 20 Kälber, 4 Schafe, 209 Ferkel, 400 Läufer. Markt⸗ verlauf: ruhig, Kälber und Schafe nicht notiert. Preiſe: 115 9655 6 Wochen—9, über 6 Wochen 14—20, Läufer 22 bis 25 l. * Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 27. Sept. Auf⸗ trieb: 189 Rinder, davon Ochſen 51, Bullen 14, Kithe 54, Färſen 70, 1054 Kälber, 77 Hammel, 99 Schafe, 423 Schweine. Marktverlauf: Kälber und Schweine mittel⸗ mäßig, ausverkauft. Hammel und Schafe rege, ausver⸗ kauft. Hammel be) 32—34, c) 29—31; Schafe e) 32, 2630, 17-25; Schweine 52—53, 50—53, 4753, 45—50. * Pforzheimer Schlachtviehmarkt. Zufuhr: 9 Ochſen, 17 Bullen, 9 Kühe, 54 Rinder, 167 Kälber, 8 Schafe und 366 Schweine. Marktverlauf mäßig belebt, Markt geräumt. Preiſe: Ochſen a) 30—32, 28—30; Bullen a) 3032, 2628, 24; Kühe—, 17-19, 13—15, 12; Rinder 35—36, 32—84, 29 bis 31; Kälber—, 4245, 38—41, 35—37; Schweine— 53 bis 54, 50—52, 4849. * Obſtgroßmärkte. Oberkirch: Aepfel—8; Birnen 410; Pfirſiche 85 Tomaten 3,5—4; Nüſſe—12; Kaſtanien —8; Bohnen—6; Pilze 18—20; Gurken pro Stück 85. Ab 1. Oktober findet der Morkt nur noch Montags, Mitt⸗ wochs und Freitags ſtatt.. Handſchuhs heim: Wald⸗ erdbeeren 55—60; Birnen—10 und—35; Aepfel 610 und 4,—5,5; Zwetſchgen 12; Pfirſiche—12; Buſchbohnen —4; Stangenbohnen—10; Feuerbohnen—2,5; Erbſen 11; Tomaten ohne Intereſſe; Quitten—5; Trauben weiß —9, rot—11 Pfg. * Obſtgroßmarkt Weiſenheim a. S. Anfuhr 420 Ztr. Zwetſchgen 12—19, Pfirſiche—5, Aepfel—10, Birnen—7, Tomaten—.5, Trauben weiße 12—17 f. * Müllheimer Traubeumarkt. Anfuhr 180 Ztr., Preiſe unverändert, Nachfrage konnte nicht voll befriedigt werden. * Farreumarkt in Tauberbiſchofsheim. Auftrieb 23 For⸗ ren, verkauft 16 Farren, Geſamterlös 9746 /, Durch⸗ ſchnittspreis 609/(bei der Frühjahrsverſteigerung 502 Mark). Die Preiſe ſchwankten zwiſchen 430 und 850„ 18 Farren kamen in den Bezirk Tauberbiſchofsheim, g in den Bezirk Wertheim. * Schweinemärkte. Kandern: Zufuhr 91 Milch⸗ ſchweine. Preiſe unter 6 Wochen alte 18—24 über 6 Wochen alte 24—28/ pro Paar. Verkauft nur co. 20. W̃o fach: Zufuhr 20 Ferkel. Preis pro Paar 12-20. Die deuische Kohlenprodukfion im August Nach den Ermittlungen des Stat. Reichsamtes wurden im Monat Auguſt 1934 und vom Jon uor bis Auguſt 1934 in Deutſchland gefördert bzw. gewonnen lalle Ziffern ohne Saargebiet): Auguſt: Steinkohlen 10,778(i. V. 9,354), Braunkohlen 11,580(10,486], Koks 2,039(1,794), Stein⸗ kohlenbriketts 0,391(0,353), Braunkohlenbriketts 2,778 (2,579) Mill. To., Januar bis Auguſt: Steinkohlen 80,835 (70,849), Braunkohlen 88 331(80,103), Koks 15,744(13,881), Steinkohlenbriketts 3,107(2,789), Braunkohlenbriketis 20,752 (19,296) Mill. To. Rurszettel Neuen Na heimer Zeſtun Aktlen und Auslandsenleihen in Prozenten 26 27 24 26. 27. 26. 27. 26 27 HAN bel Stücke-Notlerungen in Mark ſe Stück g 5 N 6. 27 26. 27 Henan ke 78.50 72,75 Kangal echfeb. N Vegtänd. asc doe das Fteiverkehrs- Kurse Mannheimer Sffektenbörse 1 28 2. 5 5 8 5 2 0 505 e 111 101 Herm een 975 Manne F a e dee 10,12 1905 Reger g. abk. ustrie-Aktien nag Erlangen 39.75 32.— Otavi⸗Minen„13.75 alzw. Heilbr. 2200 Dortm. Actienbr.—.——.— Mannesmann 74.62 75,.— Wanderer Werke—— 130,1 Ruſſenbank... 26 27. 26 27. Ind 5— 10158 ae 55 A. 58— 58.— 1 5 ae 48,12 49.25 Tellus Bergbau 36. 66.— Dortm. Unionbr.—.——— Mansfelder Akt, 77.62 79.75 Weſteregelnulkal 127.2—,— Deutſche Petrol. 79.50—.— 29% Bad. St.⸗A. 27 98.— 93,25 Konſerven Braun 45.— 46.— Aſchaff. Aktienbr. 80.— Klein, Sch. K Beck. 6875 68.— Rhein Braunkohl. 7 75 915 Bd u Laurahütte 20.50 27,75 Glektr. gieferung. 100,5 100, Maſchin.⸗Untern. 55,50 56,— Weſtf. Eiſen..———— Burbach Kalt.. 28,25 29,87 2 i„Br. 88.— 86,„Ritterbr. 88. 86. i 5 90.— 80— Suden den 104.0 104.0 Fune St. K. 1110 1110 Knorr Heilbronn 188,0 196,0 Rbeinſtahl. zwen München 239,0 289,5 e abmever..... 123.0 1286 Berliner Börse Hes gpaſen Et. 84.— 84,— Pfälz. Mühlenw. 105,0 105.0 6% Mhm. Gold 84,50 84.50 Pfälz. Preßhefe. 112.0 112.0 Mainzer Brauer. 69. Konſerven Braun 46.— 47,— 5. g 7. 80.— 80 1 8 89% Pf. Hy Pfdb 98.75 98.75 fih. Elektr..⸗GG. 102,5 102,5 Schöfferh. Bindg. 1870 187.2 Lechwerke—.——.— Festverzinsliche Werte 8 e s 1160 1105 Sides Aden„ 280 Leger een. 1090 Meinten tk. 7 7175 e Farbenbds. 28 118,0 118,5 Salzw. Heilbronn 220.0 229.9 FTucher Brem-⸗Beſigh. Oel 78.— 78.— Schwarz Storch, 102.0 1020 Werger 5. 18,— 18.— Seilind. Wolff.—.——.— Alu e Hebels 118,0 11800 Sinner.. 92.— 91. H. E. G Daimler⸗Benz. 50.95 50,50] Südbd. Zucker.. 190,0 191.0 fe Deutſche Sinol.. 55,50 56.— Verein Dtſch.Oelf. 92.— 82— Bd. Du„ 62.— 62.— Weſtereg. Alkali. 125.0 125,0 Baſt Nürnberg.. penner 90.— 806.— Zellſtoff Waldhof 48.25 48.— Betula Enzinger Union 99,.— 100,0 Badiſche Bank... Vemberg... E arbeninduſtrie. 442. 2 Pfälz. Hypoth. B. 78.— 75.— a 2 1 Ab. 5.. 1050 4080 Cement gedſtoß, 135 1290, Schramm daf. 3368 88.25%. 00 cha 370 33.5 F. ö. Knorr.. 1870 197,0(Mannb. Berſich., 40.— 40.— Chemische Albert 86,75 90,70 Seilinduſt. Wol Thade i 22— 4%„ conv. Rente 9. Conti Gummt. 1310 1810 Siemens u. Halsde 146,5—. 1000„ Silb.⸗R. 1,80 1660 10% Grkr. M. BA. 125.0 125.0 Kleinlein Holbg. 73.— 73.— Bad. Aſfecuranz. 88.—. 36,—* Frankfurter Sörse Festverzinsliche Werte] Bank-Aktien D. Wertb.(Gold) Alg. D. Credit 51,25 51,25 Dt. Erdöl 6% Reichsanl. 94.62 94.75 Badiſche Bank. 1551 bt amen. 218.2 221,5 Per. Chem. g e e e 595 88.. Verlag... 64.— 64.— Per Glanzftof,: 1500—.— 93.37 88.37 Berl. Handelsges. 76,25 98.— Dresd. Schnellpr. 62,50 66,.— Auuit ne hl. 97.62 97.50 Sont. A. Privat. 67.— 88,75 Dürrwerte. 3 . a—.150 Dockerb.& Widm. 100,0 99,—. 12 910] Deutsche pisconto 2— 109 Tb. Lich u. Kraft 139.2 140 0 5 e 40% O. Schaßanw. 95, 95,— Bayr. Hyp. u. W5. 78.——.— Ublöſungſch. 1. 5 ohne rauerei.—.— 103.0 Mainkraftwerke. „5 i 5% Roggenrentb. 6,15—, Buntpap. 25.— 25.— Montecatint...—.— 65,— 5 ogg ſch. url.—.——.— Rheinelektrach. A. 160,5 108,7 60% P Er. Sb. 99.28 80.57 Daimler......— 50.12 f ür. Lief. Gotha 102,0 102.0 4¼%%„ Pap.⸗R. ,- Dt. Atlant.⸗.. 121,0 121.5 Aeg Leonhard. 30. 5% Reichsanl. 95.— 95 87 f Riatadg, Frankf. Sl es 40. Disch A sel.! 970 85,70 2 6450 Pf e e eee 5 5 2 tag, 1 S 1—.— 2762 28,.— Moenus St. A. 77.——, Schutz gebiele.20— 102.5 1080 6½% do. Com. 1 86.75 86,75 „„ St. A. 102,5 108 98. „ 140 448) Kein tal. 2 100.0 150.0 5% W. 11 99.— 98. 0 66, 1 i 1 77— 77.— Rütgerswerke. 42.37 41,62 60% 0 2⁰ 5 Sachtleben... 185.0 185.5 80% 2 74 11758 Schnellpr. Frithl..12.12 5% Mexikaner 14.80 18.30 5 4%„ Goldrenke 32,— SchuckertRürnbg. 93,75 94,50 40% Kronen. Südd. Zucker.. 190,0 191,7 — 31.50 4% Türk. Ad, Aul.——. nd. 8 55 1 4% 7 nf Al e 55,12—,— Ver. deutſch. Delf. 9180—.— 40% 5 15 11 5 55. „ 00 ⸗Fr.⸗Los—.—. 1140 1138.5 Ver. Zellſt. Berlin-— 5.25 Voigt& Häffner 10,10 10,25 // Ung. Str. 18%, 80 Polſh Selk.. 4 745 155 W. Wolſf....—.— 40 .10 i= 170.0 1. 40 0. 805 tene 5 5 5 A. e den Elektr. Lieferung 100,0 101.5 Fertef dae 6950 90 75 4% Anat. el 30.— 36 7e Zolltürken„ D D. Effekten⸗Bani 75,50 75.50 — 8— Enzinger⸗Union 8 8% Sadr 26 90, 84. O. Hep. u. Wök, 24.— 8.— Eßlinger Maſch. 250,0 105 100 Memel 70%„ ii — 5 Waldhof 48.75 48.10 8e, Teb. Mät. Rail..80.12 8% Fudwig. 0 88.— gs,— D. leberſee⸗Banj 585 540 Faber e Schleich. 60 60— i— 85.— 85.— 74.50 74.50 Faber eich. 50. 60— ufa(Freiverl). 48.— 45. 805..27 7880 7050 e 750% e le e 0 aßalter Wege 660 6550 Transport- Aktien Baden 28. 9.„ rankf. Hyp.⸗Bk.„%.— J. G. Farben.. 1430 144.1 Ach. f. Verkehrw. 78.87 79,50 5 e g. 8 5„er ⸗ö 146 190 J„Bonds 26 116 1492 Sie eerdeclt 58. 5550 5% Pfäls Ho. 2 92.78 g. eichsbank. 105.0 1065 Feinmech. Jetter 55,50 55,50 Montan-Aktlen Südd. Eiſenbahn 58,.— 57,25 8978050 88 245 9252 7 70 0 60.— 60.— el. Gulneaume——„ Suderus Eiſen 86,25 86,25 Saltimore Ohle 2850 0 0 5 5 0. Boden. ⸗ 5————,— Lapagg„ . Std. 22.— 81.25 Lereinsbkbambg 10 107, Seſpſchnndi Th. 59.50 92.75 Gel anzr Pera, 6207 81.75 F. Silbamerta.. 28.25 60% Grkr. M. adg..— 5. Württ. Rorenbl. 1000 100.1, Geldſchmide, Tn..80 23.5 Hellenk. gergw. 202 10, Hanſa Dſchifft,—.——.— Ver Stahlw, Ol. 89.—.30 Allia 5 5 2985 Grün& Bilfinger——, Ilſe Genuß.., 125,7 Nord. Slovd„ 28.62 28.50 975 9355 Mann Gert, 80 id. 91.— 90,75 Ach.. Verkehrsw 78,50 79.87 afenmühle 8„ 21. Gritzner M. Durl.—,— 286.75 3 Bergw. 104,5 104.5 anfwerk. Füſſen 50,25 51,— Kali Aſchersleben 125.2 121.6 Hank. f. el. Werte 78,50 78,75 93,75 98.— Transport-Aktien 92& Neu l Ghent* 7—— Bank-Aktien —.— 69,75 Kali Salzdetfurth———.— Bank f. Braueret. 113.7 114.7 27 65. 50g i e eee f piſpert kme eur 250 450 Kall Weſtercgeln.——.— Verl. Fandelenel. 93.— 28.— 111.7 111,2 Hilpert Armatur. 8 dert de, 2525 25.25 Nee ge 4. anner.. 19 10 Gt ene. 7510 526 50 ö Sloyd. 9 Hirſch Kupf. u. M.—.——.— Mannesm. 5„Aſiatiſche N 5 e e. er 6 6 Schentenggiſen 1 5 15 Huchlie 8„ Pans alet 8 7650 76 50 Deuſchec icons.— 2 5 Sübd. Eiſenbabn 550 56.87 Holzmann. Phil. 81— 8125 Oberbedarf... Diſchelleberſee. 54,.— 5725 Der. Stablwerke 40,75 40.75 Elktr. Licht u. K. 119.5 119,3 part n müßt. 98. 98.— Wiſſener Meran. 1120 112, Diamond: 4. Dresdner Bank. 74,50 74.50 Schw. Bergwerk—.——.— Mes Söhne Meininger pypbk 78.75 78,75 Fee r I Mläg⸗Mühlen 5 Creditbk. 1467 115 1 7 1 50 J. G. 1283 12575 M eichsſbank 1. eldmühle Papier. 5 Allen, Allg... 217,0 218, 1155& Guill.. 77,— 77.62 Mix& Geneſt 1— f Mühlheim Berg.—.— 116, en e dee eee ee e eee,, 2 Textil. 5 Nordd. Giswerke 98.—. f ehe& Co. Industrie-Aktien Enzinger union 100.0 101 5 Mertur Wound imoſa...„ 169,0 163.0 — Maſch Buckau⸗W. 97,25 98 25 Fellſtoff Verein.,——„ Hochfrgeuen)..——— Engelhardt.. 97.80 97. N 1 43.—.50 Neckarſulm, Fade. 95.75 96,.— Deutſch⸗Oſtafriko 66 75 6850 Sloman Salpeter——. „—.——.—[Neu-Guinea.. 1385.0 1860 Südſee Phosphat——. 76,— 72.37 Otavi Minen.. 13.75 18,50 ufa⸗Film 47.— 40.— 1180 Fortlaufende Notierungen(Sehlug) 65,25 64,— Laurahütte.„ 21,— 2,78 Eununn 8 5 Oberſchl. E. Bed.———,— Allg. Elektr. ceſ. 26— 28.87 Leopoldgrube.. 35.37 34,87 Gelſenk ergrot. Ses 650 Oberſchl. Kolm.—.—. Aſchaffenb. gell. 70.— 83 5, Mannesmannrd..65 7829 Accumulatoren 178.0.— Gentch gw 4 Cg. 9925 97.— Orenſt.& Koppel 90.— 89.50 Hauer. Mot.⸗ 2. 133.5 134,0 Mansfeld A. G. 78.80 78.87 11 Germ. Portld.⸗Z. ku„„ 365,.— 64.— f f— Phönix Bergbau 49.12 49.12 F. B. Bemberg 138.0 138.0 Maſchinenbau⸗ U. 55,25 55,75 Allg. Elektr.⸗G., 27,87 28. Gel. f relte un 8 109 5 einher„ 10 Nad er Tieſb. 130,5 130.0 Maximiliansh... e Ammendorf Pap. 14,87 55,— Goedhardt Gebr.—.— 83.75 Ratßgeber Wagg.87 49,— Perlin⸗ arlsr. J. 139,5 139,0 Metallgeſeulſchaft 17. 89. Anhalt. Koblenw. 96.50 97. Goldſchmidt. Th. 94.— 93,7 Aheinfeldenferaft 106,0—.— Berliner Maſch. 108.3 108.0 Montecatini“... Allgd. Zellſt. 70,.— 69.— Gritzner Naſch. 2878 29.— Rhein. Balke Maſchinen 44.75 45.— Grün& Bilfinger—.———Rheinſtahl. aver Motorenw 133.) 138,5 Gruſchwig Teptil 102,5 102,0] Rhein.⸗W. Ran, 95.— 95, Braunk. 241,5 789.2 Braunk. u. Brik. 1920 102.0 Oberſchl. Koksw. 99.25 99.75 Maſch. 68. 68. Gebr. Großmann.—.— bein. Elektrialt. 103.0 102,5 Bremer Wogl⸗ fa. 145,2 145.0 Orenſtein& Kopp 90,25 89 80 91.12 91 850 Buderus Eiſenw. 8675 86,87 Phönix Bergbau 48.12 47.75 95˙ Charlott. Waſſer 98.75 95,50 Polyphonwerke. 16,75 17,25 Bayr. Spiegelglas 16,12 49, Guano⸗Werkte..—,— Rofſitzer Zucker 91.— 91.— Comp. Hiſpano, 27. 210 Ry. Braunk. u. Br. 240,5 239.5 Bekula P. Bemberg 5 ieee 17,— erlin⸗Gubener„ M. Egeſt—— Jerl. Karls Ind. 139,5 129. Harburg 2775 Sarotti 2 g G u. Phö 29 50 27,75 Saro Berliner Mafchb, 9049 105.0 Harkort SHH Braunk. u. Brikett 122.0 122,5 Harpener Bergb 104.0 104.5 Braunſchw. A. G. 8 0 edwigshütte. 112.0-. 1 5 alleſche Maſch. 78.— 78,.— Rütgerswerke 2 Bremer Bulkan indrichs& Auff. 81,— 84,75 Schuckert& Bremer Wolle 1460 134, 146,0 18.50 16,0 Hirsch Kupfer.—.— Schultheiß. 111.5 112.0 Cletkrigttäts⸗.. 105, 100. Stöhr, Kammg. 1010 101.8 Brown, Bop.& K. deſch Eiſen.. 77.87—,— Siemens Halske 5195 5175 El. Licht u. 1 119.2 119,2 Stolberger Zinf 62,12 63.— 86,25 68.— 5 g Sheen, Waser 95,25 95,37 Fee e 46,— 49.— Sinner A⸗G. F 1775 178.0 Them. Gelſenk. 5 ammerſ. Spinn.—.——,— Sachſenwerk un. M. 6— Salzdetfurth olzmann, Phil. 80,25 80,75 Stoehr Kammg. 101.0 97.80 144.2 5 700—.— Stolberger Zinkth.—— 68. g„„ hem. Heyden—.— 8 e e 370% 386.25 Stettiner Cham.—.— 41,87 81 b 17575 dere b 62. 1330 Hacethal.. 67.7 88.— Rückforth. Ferd. 60.25 60— Con dummie m. eue gs c kihein Eleitr.. idee 42.87 42.12 Continentalegin. 82 12 62.12 Nh. Stahlwerke 91/25 9178 72.30 Daimler Benz„59,37 50,12 Nh.⸗Weſtf. Elektr. 1043 105.0 154 0 153.0 Deutſch. Atlant.. 121. 128,2 Rütgerswerke. 4228 41½/5 75,.— 77,5 Deſſauer Gas. 144,2 124.5 Salzdetfurth Kalt 154,0 153,0 Schl. El. u Gas—.——.— Deutſche Erdöl, 113 118,1 Schleſ.Bergb. u. Z. 38.— 34,87 ugo Schneider a chöfferhof Frau. 1870 161.0 Deutſche Linol.. 55.67 86.— Schubert Salzer e i 3 0 2 5 lzer—.— 172.0 Deuiſcher Eiſenh. 7750 78.— Schuckert& Co. 99/5 94 Br. Beſigh. Oelf. 11 Maſch. e eee 01 93,75 155 Dortm.Union.⸗B 202 5—.— Sen 1110 1125 e —.— 78.25 Deutſche Kabelw. 84.3) 85.— Schleſ. El. u. Gas 184,7. Eintrachtchraunk.— 175,0 Siemens Hals Südd. Zucker..., 192,0 Engelh. Brauerei 97.87 8 9 15 Thür. Gas... 122,2—.— J. G. Farben.. 143,7 elten& Guill. 77.— Ver. Stahlwerke 40,75 41. Ehem. Albert. 36,50 87,— Kahla Porzellan 2,7 2228 Sübd. Immobil. 3,50.50 Gelſenk. Bergwk. 62.12 62, 1 Telegr.. 1077 111.2 1 e Co. Hiſp.(Chade) 2270 230,5 Kaliwk. Aſchersl. 124,0 122, 8 Zucker Deſſauer Gas. Deutſche Erdöl Deutſche Linol, 55,37 86. Kronprinz Met. 128.0 128.0 P. Harz Portl.⸗ 1800 192,0 n . 0 8 Geſſarel 8„109.5 109,3 7 130,5 180,8 Karſtadt„ Thörl's ver. Oele—.— 78.— 1 5„ 93,75 94.25 Toni inan 6212. Alt knerwert. 60,— 89.50 Tietz, Leonzard S Daimler Motoren 0,87 50,12 C. H. Knorr..„ Transradis Dtſch.⸗Atlant.⸗T. 120 1% Konmar s Jourd. 46,— 45,50 Parziner Papler———. 1260 123,0 Kölſch Fölzer⸗We—.—. D. Chem. Charlott 57—.— 119,5 113.3 Kbtiger Kunſtled. 87.— 86,75 Y. Dtſch Nickelw. 100,0 99,— Goff wald 3 8 5 ell ſto aldho i e —. 82712 ambg. Elek.. 136.0 184,0 Bank elektr. Werte 78,50 78.78 2 arpen. Bergbau 104.0 104.7 Hank für Brau. 118, 114,5 deſch Köln. 77.25 48,25 Reichsbank..... 143.7 147 olzmann Ph. 81,50 61.50 A. G. für Verkehr 18.75 79.25 otelbetriebsgeſ. 55.37 59.— Allgem. Lokalb. 113,5 119% 119,0—.—Ilſe Genußſch.. 126,7 126.5 Papag Deutſche Kabelw. 83.75 84,50 Krauß& Cie. Lok e e P. Glanzſt. Elbf..— 1510 5 Hergen 176 128 Hebcdsbahn 8, 2% e Dtſche. Steinzeug 116.5 1180 Kyffhäuſer Hütte—.. B, Schuhf. B.& Deutſch. Eſſenhdl. 15 8. Lahmener K Co 128 1238 Per. Stahlwerke, e 62 + 69.— Laurahütte. 20.87 21,5 B. Stahl. v. d. Zyp. Dresd. Schuellpr. Dürener Metall „ 130 ginde'sEismaſch 101 5 102.0 Ver. Ultramarin 1360 135,5 Klöckner Werke —.—= Gebr. Junghans 57.50 59,— Hana nd.—.——.— 4¹.— 40,75 0 Chemie 1355—.— 00 ee 1 655 20 80 ali Aſchersleben 128,5—— Nordd Lloyd„ 28, 5 198 60.— 50.25 Otarf Mines 13.62 13,50 2 Neue Mannheimer Zeitung Abend⸗Ausgabe September 1934 Stolz zeigen die Winzer ihre prall gefüllten Eimer 5 Vom Samstag, den 29. September, bis ein⸗ ſchließlich Montag, den 1. Oktober, wird Wiesloch ſein traditionelles Winzerfeſt feiern, das hiſtoriſches Gepräge mit dem heiteren Ton einer kurpfälziſchen Feſtlichkeit verbindet. s der Ebene, über der jetzt die mild leuchtende be der Herbſtſonne ſteht und das Grün der Bäume, der Wieſen und der Aecker ſatter, farbiger aufleuchten läßt, ragen die ſanft geſchwungenen Buckel hervor, auf denen ſich die alte kurpfälziſche Amtsſtadt erhebt. Wie mit dem Pinſel eines Ma⸗ lers in die Landſchaft getupft, heiter und glücklich, ſo liegen die ſchmucken Häuſer Wieslochs da, be⸗ kränzen die Berge und ſtehen rechts und links der Autoſtraßen, die von Walldorf herkommen oder ſich hinüber nach Heidelberg ſchwingen. Die Heil⸗ und Pflegeanſtalt blockt ſich als mäch⸗ tiger, weit ausgeſtreuter Häuſerkomplex auf einer Anhöhe über den Hügeln der Stadt auf, dieweil Kirchtürme blaß, blau oder ziegelrot über die Hei⸗ terkeit der Gärten hinweg lugen. Eine Straßenbahn ſummt vorüber. Sie fährt nach Walldorf und iſt voll geproft mit Menſchen, Männern und Frauen, die aus irgendwelchen Fabriken kommen und nun nach Hauſe fahren, um den Feierabend zu genießen. Rad⸗ fahrerſchwärme umzingeln uns faſt, ſo daß es der ganzen Kunſt des wackeren Wagenlenkers bedarf, um eine Havarie zu vermeiden. Es ſind viele alte, wohlhabende Fachwerkhäuſer in dieſer Stadt, in der die Jahrhunderte ſo manche charakteriſtiſche. Spu⸗ ren hinterlaſſen haben. Und es iſt durchaus nicht alles ländlich, wenn auch manches Ochſengeſpann gemütlich des Weges daherkommt und man noch da und dort einer Schafherde begegnen kann. Nein, die ſeslocher Innenſtadt hat durchaus den lebhaf⸗ ten Pulsſchlag einer gewerbetreibenden induſtrie⸗ reichen Siedlung. So mancher Winkel, der ver⸗ träumt im Glanz der güldenen Nachmittagsſonne liegt, ſo mancher Giebel, der zu einem früheren Patrizierhaus gehört, aber atmet noch die Roman⸗ tik des verfloſſenen gemütlichen Jahrhunderts der Poſtkutſche und des Schwagers Poſtillon. Und das iſt ſchließlich auch kein Wunder, wenn man bedenkt, daß Wies⸗ loch auf eine ſtolze Ver⸗ gangenheit zurückſehen kann. Dieſe alten verſonnenen Häu⸗ ſer, die wie wackere ſelbſt⸗ herrliche Bürger der Renaiſ⸗ ſance oͤreinſchauen, ſie ſind ein Stück Staoͤtgeſchichte, ſie reichen noch zurück in die Zeit, wo der große Städte⸗ zeichner Merian ganz Weſt⸗ europa und beſonders Deutſchland bereiſte, um Städte und Burgen zu konterfeien. Blickt man in ein altes vergilbtes Geſchichtsbuch, ſo hört man daraus, daß bereits im 15. Jahrhun⸗ dert Wiesloch ein mit Türmen geſpicktes, von Mauern wohl umgürtetes Städtchen war, an dem ſich feindliche Soldateska ſchon tüchtig die Schä⸗ del einrennen konnte. Adlige Geſchlechter ſiedelten ſich um Wiesloch herum an, erbauten ſich ihre Bur⸗ gen und die Ritter, ſo trutzig und kriegeriſch gelaunt ſie auch immer ſein mochten, ſie liebten doch eins mit Inbrunſt: den edlen Rebenſaft, der auf den ſonnigen Hängen des Städtchens herrlich gedieh und heute noch gar prächtig heranreift. Das Wieslocher Weinbaugebiet lieferte ſehr viele Mengen des köſtlichen Rebenſaftes, der in die weiten Keller der trunkfeſten und trinkfreudigen Kurfürſten der Pfalz befördert wurde. Dieſe edlen Herren, die ſich nie über einen mangelnden kurpfälziſchen „Dorſcht“ beklagen konnten, haben wohl ſtets mit größtem Wohlbehagen den Wieslocher Wein geſchlürft. Selbſt im Frondienſt mußte der hier gewachſene Wein in die Schloßkeller nach Heidelberg gebracht werden. Anno 1752 ſträubten ſich dann auch die Bürger der Stadt gegen dieſe Ausbeutung. Der zur Verwaltung der Weinberge und Weine des Heidel⸗ berger Hofes in Wiesloch eingeſetzte„Herbſtſchrei⸗ ber“ teilte am 19. Oktober 1752 der kurpfälziſchen Hofkammer in Mannheim mit,„unter welchen im⸗ pertinenten und ſubordinationswidrigen Expreſſio⸗ nen die Gemeinde daſelben ſich weigere, die dies⸗ jährigen Herrſchaftlichen Weine zur Hof Kellerey Heidelberg nach dem Oberamtsbefehl zu führen.“ Daß der Genuß des Wieslocher Weines oft die Köpfe erhitzte, geht aus zahlreichen Gerichtsſitzungen, über die ein ehrſamer Schreiber genaue Protokolle angefertigt hat, hervor. Es hagelte Beleidigungs⸗ prozeſſe, die letzten Endes im feurigen Tropfen ihre Zauber des Mittelalters Malerische Stadtmauer und alter Wachtturm in Wiesloch im Zeichen de Der Weinherbst ist eingekehrt in die alte Einst ein Stadttor— heute verschwunden eigentliche Urſache hatten. Bereits Ende des 18. Jahr⸗ hunderts konnte ſich die kleine kurpfälziſche Stadt, die damals noch keine 2000 Einwohner beſaß, rüh⸗ men, 18 ſtattliche Quellen des edlen Rebenſaftes zu beſitzen, 18 Wirtshäuſer, wo allabendlich in fröhlicher Runde die Becher zu Lob und Preis des Kreisgauer Weines gelupft wurden. Auch heute noch erfreut ſich der Wieslocher Wein, der unter der Sonne der Bergſtraße reif gewor⸗ den iſt, größter Beliebtheit. Er iſt nicht weniger ſüffig, nicht weniger übermütig und beglückend als ſein Nachbar, der drüben an der Haardt zu Hauſe iſt und dort die Glut des Himmels getrunken hat. Jetzt, wo der Weinherbſt in ſeinem Zenit ſteht, haben die Wieslocher Winzer alle Hände voll zu tun, ſind ſie von morgens bis abends in den Weinbergen, um den Traubenſegen, der auch hier in dieſem Jahre beſon⸗ ders prächtig iſt, zu bergen. Ueberall hört man fröh⸗ liches Lachen aus dem Wingert, überall ſchwanken gewaltige Fäſſer auf zweirädrigen Karren daher und in den gemütlichen verſchwiegenen Herbergen der Stadt funkelt der neue Wein, weiß oder rot in den Gläſern. Sein Duft erfüllt die Wirtshausſtuben, macht die Sinne fröhlich und ſtellt eine ganze Stadt von 7000 Einwohnern in das Zeichen des edlen Wei⸗ nes und ſeines Beſchützers Dionys. cvyf. Ernſt Wiechert lieſt Erſter Dichter⸗Abend der NS⸗Kulturgemeinde Den erſten Dichterabend der NS⸗Kulturgemeinde beſtritt Ernſt Wiechert, der Oſtpreuße. Wer unter den Hörern den Dichter ſchon aus ſeinen Wer⸗ ken kannte, den hat ſicherlich ein inneres Bedürfnis getrieben, den Menſchen perſönlich kennen zu lernen. Wer aber aus irgendeinem andern Grunde dieſen Abend beſuchte, der wird gewiß nunmehr zu den ern des Dichters greifen, um die jetzt geknüpfte erbindung noch enger zu geſtalten. Denn wahr⸗ Das war ein ergreifendes, um nicht zu ſagen jütterndes Erleben, das der Dichter in jedem, Eck der noch innere Augen zu ſehen und Ohren zu hören hat, wachrief. Zwar ſah es zuerſt gar nicht ſo aus, als Wiechert in der breiten, gemütvollen oſtpreußiſchen Sprech⸗ weiſe aus ſeiner Kindheit zu erzählen anfing. Der oberflächliche Hörer mochte an eine Art Grock denken, wenn hier Begebenheiten um die Buben eines För⸗ ſterhauſes mit einem trockenen und feinen Humor geſchildert wurden, wenn die Zeitfolgen der Reife⸗ jahre, das Kraftmeiertum, die elegante Zeit und zu⸗ letzt der dichtende Weltſchmerz, in ſo köſtlicher und ergleichlich treffender Weiſe geboten wurden. doch ſteckte darin die erſte ſchmerzliche Ausein⸗ auberſetzung mit der Welt, die nur der mit ſo ſeeliſch vertiefter Heiterkeit und traurig lächelndem Ernſte darzuſtellen vermag, der ſie überwunden hat, aber miſſen möchte. Welche tiefen Lebensweisheiten ſteckten doch in ſo manchen beiläufig eingeflochtenen Sätzen! Wie eindringlich und echt waren die Kinder⸗ tränen empfunden in der Erzählung„Mein erſter Adler“ In dieſen Kindheitsjahren liegt wirklich der Zu⸗ gang zu der Seele des Dichters, über die der Welt⸗ krieg als ſchickſalhafte Macht hereinbrach. Die„Ge⸗ denkrede auf die Toten des Krieges“ ge⸗ hört zu dem Tieſſten und Erhabenſten, was von dem Sinn des Leides und des Opfers geſagt werden kann. Sie iſt ein heiliges Vermächtnis an das feldgraue Heer, ein ergreifendes Gelöbnis der allgegenwär⸗ tigen Verbundenheit der Lebenden und der Toten, der Sterblichen und der Unſterblichen. Die kleine Erzählung„Der Todeskandidat“ verlieh der Wirkung der Rede noch beſonderen Nachdruck, Zu dem echten, aus Lebenserfahrung quellenden Gehalt ſeiner Dichtungen bringt Wiechert eine un⸗ pergleichliche Kunſt der Darſtellung. Er leuchtet in die verborgenſten Winkel der Seele und verſteht ſein Geſchautes in anſchaulich lebendige Worte zu kleiden. Kein Wort iſt zuviel, nichts Geſchraubtes oder Ge⸗ künſteltes, und bei aller Fülle der Empfindungen und Gefühle keine weichliche Empfindſamkeit. Lang⸗ ſam, verſonnen, bedächtig fließt ſeine Rede dahin, ſie hat etwas von der Eintönigkeit der weiten Flächen. Sie zwingt aber durch das, was ſie ausdrückt, zum inneren Mitgehen. Kein Wunder, daß die Hörer, die den Harmonieſaal füllten, freudig und herzlich für das Geſchenk dieſes Abends dankten. B. % Die Beſetzung der Operette„Schwarzwälder Kirſc“. In Siedel⸗Valentin's Operette„Schwa r z⸗ wälder Kirſch“, die am Samstag im Neuen Die Blullat am Kire weihmontag Lambsheimer Tolſchlag vor Gericht— Zuchthaus für den Täter * Frankenthal, 26. September. Unter großem Andrang des Publikums fand hier die Verhandlung gegen den 44jährigen Michael Munz aus Lambsheim, der wegen Totſchlags angeklagt war, ſtatt. Der Anklage lag eine ſchwere Bluttat zugrunde, die ſich in der Nacht zum 3. Juli in Lambshheim abgeſpielt hatte und ein Menſchenleben forderte. In jener Nacht(einem Kirchweihmontag) war der Angeklagte in der Wirtſchaft Jordan in Lambs⸗ heim und trank dort ein Glas Bier. Er begab ſich dann in das Nebenzimmer, wo vier Gäſte Karten ſpielten, und fragte dort, ob der Leger am Tiſch ſei, der etwa acht Wochen zuvor den elfjährigen Jungen des Angeklagten geſchlagen hatte. Als ihm Leger bezeichnet wurde, ſtellte er dieſen zur Rede, worauf dieſer erwiderte: „Geh' fort, du alter Dappſchädel!“ Auf Aufforderung des Wirtsſohnes entfernte ſich der Angeklagte, ging nach Hauſe und holte dort ein 20 em. langes Schlachtmeſſer, das er in ſeinem Beruf als Metzger brauchte und ſteckte es zu ſich. So bewaffnet begab er ſich auf die Straße und war⸗ tete dort, bis nach Feierabend der 28jährige Leger aus der Wirtſchaft herauskam. Munz ging dann auf Leger zu und ſtellte ihn zur Rede wegen der Aeußerung in der Wirtſchaft. Beide kamen nun mit⸗ einander ins Geraufe. Der junge Jordan und ein gewiſſer Fink trennten die Streitenden, und damit ſchien der Streit beendet. Plötzlich zog Munz das Schlachtmeſſer und ging auf den Leger los, der zu flüchten ver⸗ ſuchte, von dem Angeklagten dabei aber eingeholt wurde, der dann dem Leger einen wuchtigen Stich in den Kopf verſetzte. Der Getroffene ſtürzte ſofort bewußtlos zu Boden, und ſtarb dann am 8. Juli im Städtiſchen Krankenhaus Frankenthal an den Folgen der Verletzung. In der Verhandlung verſuchte der Angeklagte die Sache ſo darzuſtellen, als habe er das Meſſer nur aus Angſt vor einem Ueberfall mitgenommen. Bei der Rauferei ſei er von Leger ſo mißhandelt worden, daß er von Sinnen geweſen ſei. Er wiſſe nicht, daß er geſtochen habe. Nach der Vernehmung von 44 Zeugen und zwei Sachverſtändigen ergriff der Staatsanwalt das Wort und betonte, daß der Angeklagte die Tat ſelbſt wohl ohne Ueberlegung ausgeführt, aber die Vorberei⸗ tungen zur Tat in voller Ueberlegung getroffen habe, ſo daß ein Verbrechen des Totſchlags in Frage komme. Strafmildernd komme der gute Ruf und die Unbeſtraftheit von Munz in Betracht. Er beantragte dann zehn Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverluſt. i Nach längerer Beratung verkündete das Gericht das Urteil wonach der Angeklagte wegen eines Verbrechens des Totſchlags zu acht Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverluſt verurteilt wurde. FBF ͤ ͤcCCcCCcccCcGGGcbGbGbGGGPbGTPbPbPbPbPPPTGTPPbPbPTbTPTPTPTPTPTPTPTPTbPTPTPTPTPTPTGTPTPTPTGTPTPTGTPbTbVTVTVTVFVVFVPPPFUPPUPUüUü³ñH!!! j j7ꝙ———*˙ ß pp j j ß———j p ß Theater uraufgeführt wird, ſind beſchäftigt: Die Damen Heiken, Hillengaß, Spohr und Hermine Ziegler und die Herren: Bartling, Becker, Fried⸗ rich Hölzlin, Könker, Krauſe, Krüger, v. Küßwetter, Mang, Offenbach, Reichart und Voiſin. ——— Aufruf an Alle! Karlsruhe, 26. Sept. Am 6. und 7. Oktober 1934 treffen ſich die Kriegsopfer Badens in Karlsruhe zum 1. Badiſchen Kriegsopferehrentag. Die Kameraden u. Kameradenfrauen, die während des Krieges für Deutſchland ihr Blut und ihr Lieb⸗ ſtes gegeben haben, nehmen mit ihrer Teilnahme an dieſer Kundgebung wieder freiwillige Opfer körper⸗ licher und finanzieller Art auf ſich. Sie tun dies gerne, um für Deutſchlands Recht und Ehre einzu⸗ treten. Volksgenoſſe! Hilf mit, den Opfern des Krieges die Teilnahme an der Kundgebung leicht zu machen. Hilf mit, indem auch Du ein Weniges tuſt und für die Nacht vom.—7. Oktober ein oder mehrere Bet⸗ ten unentgeltlich zur Verfügung ſtellſt. Die Anzahl der Betten melde ſofort der NS⸗Kriegsopferverſor⸗ gung Karlsruhe— Bezirk 3—, Weſtendſtraße 46. Der Oberbürgermeiſter der Stadt Karlsruhe: gez. Jäger. NSDAP Kreisleitung Karlsruhe: gez. Worch. NS OV Der Bezirksobmann: gez. J. Weber. * Heidelberg, 27. Sept. Abends kurz nach 7 Uhr wurde am Neckar nahe bei der alten Brücke ein in den 50er Jahren ſtehender Mann namens Rauch von einem Lieferkraftwagen angefahren. Der Verunglückte iſt noch im Laufe des Abends in der Klinik geſtorben. Es iſt dies bereits der ſechſte tödlich verlaufene Verkehrsunfall innerhalb weniger Wochen in Heidelberg. * Oftersheim, 27. Sept. Das Flugmodell „Steinadler“, das von dem Hermann Steinle von der Fliegerortsgruppe Hockenheim gebaut wor⸗ den iſt und am letzten Sonntag bei einem Flug ver⸗ ſchwunden war, iſt in einem Rückenacker bei Ofters⸗ heim aufgefunden und ſeinem Eigentümer wieder zugeſtellt worden. * Arlen bei Singen, 27. Sept. In unſerem Ort ſind zahlreiche Diphtherie erkrankungen ausgebrochen, und es hat den Anſchein, als ob die Krankheit ihren Höhepunkt noch nicht überſchritten hat. Leider hat ſie auch ein Todesopfer gefordert. Die 13jährige Tochter des Landwirts Harder hat die Erkrankung nicht überſtanden. Bei einigen weite⸗ ren Erkrankten beſteht Lebensgefahr. Der falſche Kriminalbeamte Räuberiſcher Ueberfall— 1 Jahr Gefängnis * Ludwigshafen a. Rh., 27. Sept. In der Nacht zum 8. Januar d. J. lauerte der 33jährige Joſef Schneider aus Iggelheim auf der Bezirksſtraße Iggelheim⸗Speyer einem Uhrmacher aus Duden⸗ hofen auf, mit dem er vorher in einer Waldwirt⸗ ſchaft bei Iggelheim Karten geſpielt hatte. Schnei⸗ der trat dem Angetrunkenen in der Dunkel⸗ heit entgegen und gab ſich als Kriminalbe⸗ amter aus, der ihn nach Waffen durchſuchen müſſe. Dabei riß er dem Ueberfallenen trotz deſſen Gegen⸗ wehr die Uhr aus der Taſche und verſchwand. Schneider hatte ſich wegen ſchweren Raubes und Amtsanmaßung vor dem Schöffengericht zu verantworten. Er beſtritt entſchieden, der Täter geweſen zu ſein, verwickelte ſich aber derart in Wi⸗ derſprüche, daß er ſchließlich durch eine Reihe von Indizien überführt werden konnte. Das Gericht verurteilte ihn unter Zubilligung mildernder Um⸗ ſtände zur geſetzlichen Mindeſtſtrafe von einem Jahr Gefängnis. Gärgasunglück in Landau Zum Glück keine Todesopfer * Landau, 27. Sept. In der letzten Nacht ereig⸗ nete ſich in einem Weinlagerkeller der Süd⸗ pfälziſchen Winzerkellereien, in dem große Mengen gärender Moſt lagern, ein folgenſchweres Un⸗ glück. Der Küfermeiſter Pittner aus Landau wurde vermißt. Zwei Arbeitskameraden be⸗ gaben ſich in den Keller, um ihn zu ſuchen. Dabei wurden ſie von den gären den Gaſen über⸗ raſcht und bewußtlos. Die alarmierte Feuerwehr griff mit Schutzgeräten ein. Man fand den Küfer⸗ meiſter ohnmächtig auf einem Weinfaß liegen, die beiden anderen im gleichen Zuſtand auf dem Bo⸗ den. Die Rettungsverſuche waren erfolgreich. Der Küfermeiſter war leider ſo ſchwer betroffen, daß er in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Der Vorfall zeigt wieder, daß nicht eindringlich genug vor dem Betreten der Gärkeller ohne Sicherungs⸗ mittel gewarnt werden muß. Der Zug umfall im Vonndorfer Bahnhof * Bonndorf, 27. Sept. Zu dem Zugunfall wird noch ergänzend berichtet, daß der Aufprall des Güterwagens auf das Stationsgebäude außerordent⸗ lich heftig war. Der aus Quaderſteinen erbaute betroffene Teil des Stationsgebäudes ſtürzte wie ein Kartenhaus zuſammen. Im In⸗ nern des Stationszimmers wurden große Ver⸗ wüſtungen angerichtet. apparate wurden vernichtet. Der Lokomotivführer des Unglückszuges bemerkte ſofort, daß er auf ein falſches Gleis fuhr, gab alsbald Gegendampf, konnte aber auf der kurzen Strecke von etwa 40 bis 50 Meter den Anprall nicht mehr verhindern. Der Güter⸗ wagen wurde vollſtändig zertrümmert. Um die Ein⸗ ſturzgefahr im Stationsgebäude zu beſeitigen, wur⸗ den die Decke im Stationszimmer und der ſchwer beſchädigte Giebel am Stationsgebäude geſtützt. Der . beläuft ſich ſchätzungsweiſe auf etwa 10 006 ark. badische Stadt Der Morſe⸗ und die Melde⸗ Gute? Es ſpi Rolle, ob größer od gibt das! runden Viertel b. vier Haup ſind rund 72 800 Los zeichnen. nen Mon einander den Voge! über den hier deutl den ſtarke der Schwe Bild ganz erheblich Abertrifft den Augu überhaupt plus 79, L günſtige? auch das BVerkehr. 1 Die N temberwet falls für werden, u eine merk St. Blaſi⸗ zu beoback tretenden mehr Pro ſchrittswin obigen St einſtimme Herbſtkur Mancher vom Reich; Bad Bertr! überraſcht Bad Bertr Bad Bertr Aufſchwung licherweiſe und ſtehen der. Dies der oͤas mi geſtattete J wohl ke * Rheinland N ſondern au ſchaftlichen prägt ſeine warmen in beſonder Wer in umſchließen reichen Fa tige Dunke gold des B ter. Das gängen in brochen Re lichen Herb ler im Bi die vielen Wenn e Gallenl˖ durch die zu finden, ſo gearbeitete, begnadeten wiederſinde 2 8 * .15: Fr ner Schram cello.— 10 13.20: Herr Wer wollte J- Funk. Die alten? Halali. Jo umſchau.— 21.00: Auf muſik. 16.00: N ſters. Leitu 14.30: 8 rung zum Ba der schön We ein * und liegt Nageln ff Reinigung mit einem deute ei rung. Se sinmal ii die neues langen Sie ustr. Prosge Hersteller: B Arteri zn boh, Blu Magen- 0 zeitige Al beugen Si. Kn OD Geschmack Drogerie! O 4. 3 u Hirseh- D. Heidelbe Drog.Goßr Freitag, 28. September 1934 sceue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Nummer 447 5 Gute Verkehrsziffern aus St. Blaſien 5 Es ſpielt im Augenblick keine ausſchlaggebende Rolle, ob nun die abſolute Fremdenziffer etwas größer oder kleiner iſt. Der anteilsmäßige Zugang gibt das Kriterium. Und hier ſteht man vor einem runden Fünftel bei der Fremdenzahl und bei einem Viertel bei den Uebernachtungen, berechnet auf die vier Hauptſommermonate Mai bis mit Auguſt. Hier ſind rund 4500 Gäſte(Zunahme rund 800) und 72 800 Logiernächte(Zunahme rund 14000) zu ver⸗ zeichnen. Intereſſant iſt ein Einblick in die einzel⸗ nen Monate, die ein ganz abweichendes Bild von einander bieten. Bei den Gäſten ſchießt der Mai den Vogel ab, der mit gegen 500 mehr bis achtmal über den anderen Monaten ſteht. Es handelt ſich hier deutlich um den frühjahrmäßig zu verzeichnen⸗ den ſtarken Kurzaufenthaltsverkehr, vor allem aus der Schweiz, denn bei den Uebernachtungen ſieht das Bild ganz anders aus. Hier bleibt der Maii(3470) erheblich hinter dem Hauptmonat Juli(4500) zurück, übertrifft allerdings den Juni(3200) und vor allem den Auguſt(2750). In den Ziffern des Auguſt, die überhaupt auffallend klein im Mehr ſind(Gäſte plus 79, Logiernächte plus 2750), kommt die weniger günſtige Witterung offenbar zum Ausdruck, aber auch das eingetretene Schleppen im Schweizer Verkehr. Die Nachſaiſon darf bei dem ſchönen Sep⸗ temberwetter, vor allem über das Wochenende, eben⸗ falls für einen günſtigen Abſchluß angenommen werden, wobei der Ausflugsverkehr vom Ausland eine merkliche Rolle ſpielt. Intereſſant iſt, daß die St. Blaſier Zahlen erhärten, was auch ſonſt ſchon zu beobachten war, daß nämlich die vereinzelt auf⸗ tretenden Fälle über Zunahmen von hundert und mehr Prozent Einzelfälle bleiben, die in der Durch⸗ ſchnittswirkung über den geſamten Sommer auf den obigen Stand normiert werden, der ziemlich über⸗ einſtimmend allgemein ſich zeigt. Natabeller Ratskellet in Deidesheim eee, 1 2 2 9 5 in Sösisbab Verte de erkalbahn wird gebaut 55 Herbſtkuren im Staatsbad Bertrich an der Moſel 5 zu Mancher Rundfunkhörer, der das am 11. September 5 5 er vom Reichsſender Frankfurt übertragene Kurkonzert aus Prakliſche Grenzland hilfe der Wofltpfalz er Bad Bertrich gehört hat, wird über den ſtarken Beifall ſehr N überraſcht geweſen ſein und ſich gefragt haben:„Iſt denn* München, 28. Sept. Die Reichsregierung, die bayeriſche und die Bad Bertrich noch ſo gut beſucht?“ Jawohl, lieber Leſer, Sejt cage n ie f reußiſche Regier ha ügig n, Bab Bertrich erlebt einen von Jahr zu Jahr steigenden Seit Jahren wird über den Bau der Oſter⸗ preußiſche Regierung haben nunmehr in großzügiger r Aufſchwung. Allein in dieſer Saſſon konnten wir erfreu⸗ tal bah 1 verhandelt, die von Neunkirchen 14 Kilo⸗ Weiſe beſchloſſen, ſich nicht um die Haltung der er licherweiſe einen Freguenzzuwachs von 29 v. H. verzeichnen meter auf dem Saargebiet, dann über Niederkirchen Regierung des Saargebietes zu kümmern, ſondern 18 5 16 1 5. ſämtlicher rheiniſcher Bä⸗ 9 0 Kilometer auf bayeriſchem Gebiet, und ſchließ⸗ einſach zunächſt die Bahn außerhalb dieſes Gebietes iſt„Dies iſt auch weiter nicht verwunderlich, denn jeder, i rei Kilometer auf preußiſchem Gebiet nach zu b 2 ie Be im Saargebi ſof 5 der oͤas mit Naturſchönheiten in beſonderem Maße aus⸗ Oberkirchen führen ſoll, wo ſie Anſchluß an die Bahn 5 1 11935 115 1 55 92 e 1 5 zie geſtattete Preußiſche Staatsbad Bertrich kennt, weiß, daß Kuſel—Türkismühle findet, die zur Zeit erbaut l 55 1 9 5 erung in das Reich weiter⸗ l wohl kaum ein herrlicheres Fleckchen Erde im ſchönen ird Di 7„ 8 9 gebaut wird, iſt eine Selbſtverſtändlichkeit. Die ſie Rheinland gibt. Nicht der Frühli 5 wird. Die Bahn ſoll ein bisher vom Verkehr ver⸗ ichs. 9„ g n en 5 155 155 55 f 51 1 Srüblig und Sommer, 1 a chläfſtates Grenzgebiet erſchließen Reichs⸗ und Landesregierungen werden mit aller j ider der Herbſt, bietet in der einzigartigen land⸗ e e 93 8 5 Zeſchleunie i Geſellf. 5 n⸗ ſchaftlichen Umgebung dem Beſucher unzählige Reize; er und den vielen Saargängern dieſes Gebietes günſti⸗ 5 eine Geſellſchaft zum Bau und Be⸗ h⸗ prägt ſeinen herben Stempel dem Bad mit der einzigen gere und billigere Beförderungsmöglichkeiten ver⸗ 1 Oſtertalbahn nach dem Vorbild der Preu⸗ n warmen Glauber fſalzguelle Deutſchlands ſchaffen. ßiſchen Kleinbahnen bilden. Dieſe wird mit dem 18 in e 1 5 1 Die Verhandlungen ſcheiterten aber immer wie⸗ Bau der Bahn ſobald als möglich beginnen. Wer etzigen Jahreszeit oͤurch die, den Badeort der dar 5 17 f. N fetes 2 5 8 5 f 5 5 umſchließenden herrlichen Wälder ſtreift, wird von dem nicht 4 n 1 15 Saakgebietes Der Bahnbau wird vielen Arbetitsloſen reichen Farbenſpiel der Natur überraſcht ſein. Das ſaf⸗ 1 8 6 3533 enehmigung aum des äußerſten weſtlichen Grenzgürtels Arbeit und n, tige Dunkelgrün der Fichten wechſelt ab mit dem Orange⸗ 890 er Bahn im Saargebiet alt. ertetlen, obwohl[ Brotgeben und die Wirtſchaft ö ieſes notleidenden dt gold des Buchenlaubes und dem Rotbraun der Eichenblät. gerade dieſe Regierung das größte Intereſſe an Gebietes befruchten. Die nationalſozlaliſtiſche Regie⸗ i⸗ ter. Das Rotwild iſt ſo zutraulich, daß man bei Spazier⸗ einer Verkehrsverbeſſerung für die in ihrem Gebiet rung hat damit wieder tatkräftig ein weiteres Stück gängen in den Parks und Wäldern des Badeortes ununter⸗ beſchäftigten Arbeiter hätte haben müſſen. praktiſcher Grenzhilfe geleiſtet. — brochen Rehen, Hirſchen uſw. begegnet; fürwahr in der herr⸗ 5 0 5 5 1— lichen Herbſtſonne ein Anblick, den wohl kaum ein Künſt⸗ 5 1. vermag. Dazwiſchen murmeln 48085 0 die vielen Gebirgsbächlein ihr nervenberuhigendes Lied..00: Stimme der Grenze.— 18.35: Stegreifſendung. 3 0 25 8 ts W e Wenn einerſeits Magen, Darm, Leber- und 19.09: Unterbaltungs konzert.— 22000: Geſchichte und“ and⸗ 29.10: Ein Jahr 0 22 50: Tanzmuſt Gallenleidende ſchon ſeit Jahrhunderten Heklung ee en ee e e, 8— 24.00 Scholkplalten. 0 't durch die zweitauſensjährige Bertricher Bergguelle Reichsſender München ef finden, ſo können andererſeits erholungs bedürftige, ab⸗.45: Schallplatten.—.25: Frühkonzert.— 11.00: Vom ße gearbeitete, nerpßſe Großſtadtmenſchen in dieſer gott⸗ Bauerntum.— 12.00: Schallplatten.— 19.25: Konzert für begnadeten Natur körperliche Kräftigung und ſeeliſche Ruhe Klapier und Orcheſter von Beethoven.— 14.20: Jugend⸗ n⸗ 0 22 9 ſch 0 2 S* 1 75 5 9 15 wiederfinden. 5 580 e 0 e 0. Nach⸗ „„— gittagsk 5— 30: Ernteſegen— Erntedank. 1 5 2 15 9 100 7 e ee a 405 Jege,— 18.02 Freitag, 28. September l= W̃ 8 9 W ohn fahrt durch Sügweſtefrika.„ 19.900: Tanzfunk.— Roſengarten:„Das Muſikantendorſ“, Luſtſpiel von Heinz 75 0 ren I 4 190 ums Oktoberfeſt.— 22.40: Abſchluß des Wie⸗ Lorenz, Miete E, 20 Uhr. g 5 ſe 4 5 4 5 Planetarium: 165 Uhr Vorführung des Sternprofſektors. . 1 Samstag, 29. September 5 2 Neichsſender Köln Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr in die Pfalz N⸗ 4 N.30: Schallplatten.—.25: Morgenkonzert.—.20: zur Weinleſe mit Kellerei⸗ und Kelterei⸗Beſichtigung. d. Reichsſender Stuttgart Praktiſches Allerlei.— 10.30: Wir und die Welt.— 12.00: Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabaxrettprogramm. 8 0.15: Frühkonzert.—.55: Frühkonzert.— 10.10: Wie⸗ Bunte Muſik.— 14.00: Schallplatten.— 14.45: Kleines[Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof, Kaffee Vaterland. t ner Schrammeln(Schallpl.).— 10.40: Sonate für Violon⸗] Kunterbunt.— 156.00: Volkslieder, die alle kennen.— Laffee Odeon: Konzert(Verlängerung). 0 055— 10.50: Hecken röschen.— 12.00: u 8 1 9 ling und.— 17.45: Rabekomödie.— Pfalzbau⸗Kaffee: 16 und 20 Uhr Kabarett und Tanz. er.20: Herrlich iſt die Jugendzeit(Schallpl.).— 14.00:.00: Anſage des neuen Monats.— 19.00: Orcheſterkon⸗Lichtſpiele: Uni 8 0 3 2 i⸗ Wer wollte ſich mit Grillen plagen(Schallpl.).— 14.30: zert.— 20.15: Großer bunter Abend.— 22.20: Nachtmuſik 9 1 55 a:„Schön 100 5 5 1. 8 15 OJ Funk.— 15.30: Aus alten Lautenbüchern.— 15.45: und Tanz. Die Privakſekretärin heiratet“— Schauburg: Die alten Deutſchen tranken immer noch eins...— 18.20: Deutſchlandſender„Die Cfardasfürſtin., f 1215 en iich. 8„Die Cſordasfürſtin“. Pa laſt und Gloria: ht Halali. Jagd hörfolge.— 19.00: Tonzfunk.— 20.05. Sgar⸗.20: Frühkonzert.— 10.10: Kinderfunkſpiele.— 11.30:„Schützenkönig wird der Felix.— Scala:„Das 5 umſchau.— 20.15: Beſuch auf dem Cannſtatter Volksfeſt.— Ein Bergarbeiter erzählt.— 11.45: Wiſſenſchaft meldet.— verlorene Tal“. 7 24.00: Auf zum Tanz.— 22.45: Tanzmuſik.— 24.00: Nacht⸗ 12.00: Mittagskonzert.— 19.00: Schallplatten.— 15.15: Ständige Darbietungen muſik. 5 Kinderbaſtelſtunde.— 15.40: Wirtſchaftswochenſchau.— 8 8 8 f Aus Mannheim über Stuttgart 16.00: Buntes Nachmittagskonzert.— 18.00: Sportwochen⸗ Städt.„Schloßmuſeum: Sonder⸗Ausſtellung„Die deutſche 10.00: Nachmittagskonzert des Philharmoniſchen Orche⸗ schau.— 18.20: Arbeitskamerad, du biſt gemeint.— 19.00: Sage“. Geöffnet von 10 bis 18 und von 15 bis 17 Uhr. ſters. Leitung: Hellmut Schlawing. Blas muſtik(Schallpl.).— 19.40: Geſpräche unſerer Zeit.— Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 11 bis 13 und von Reichsſender Frankfurt 20.10: Rund ums Oktoberfeſt.— 22.30: Der Kanuſport, 15 bis 17 Uhr. Schau von alten und neuen Photographien. 14.30: Quer durch die Wirtſchaft.— 15.30: Aufforde⸗ eine ſtarke deutſche Olympiawaffe.— 29.00: Abſchluß des Maunheimer Kunſtverein L 1, 1: Geöffnet von 10 bis 13 8 rung zum Tanz.— 16.90: Buntes Nachmittagskonzert.—] Oktoberfeſt⸗Bummels. und von 15 bis 17 Uhr. N a . 7—— f 5 Sia& Nu O 5 Juialꝛes Ofen ei 5 Aſſesbremmer 5 91 spendet immer gleichmäßige Wärme, trocknet E en warmen er r⸗ die Luft nicht aus und verbreltet keinen störenden te Geruch. Darum fühlt man sich auch so wohl in o⸗ einem Raum, den ein Junker& Ruh-Ofen heizt. 1 Verkaufsstelle ven 5 Metzger& Oppenheimer dc dae, e ae e ae 0 g 8 2 85 e a = der schane Bodenbelag, wird E 2 13 e E 2 13 litäten, mit angewebter Abſeite und ſchwerem Jie ein feppich ausgebreitet 9. 3 g dung liest hne Lieben und N.— Seidenfutter.— Beachten Sie auch neben⸗ 1 Nageln 3 5. 2 2 ö ſte hende Rückenan ſi cht . Reinigung ure uf wischen 17 75 0 r IASerlerer Prirnief GSW WI 8 deutet eine. 11 1 f 5 t⸗ rung. Sehen Sie sich doch; 4 5 te tene i ae Kere Fabrikanten une SIL BER- Hauptpreislagen: te die neuesten Muster an, ver- i EN A. 1 langen Sie aber stets Balalum. Exporteure 105 England Profe 15 5 F nur nut bereits in England exi- EA R a Hersteller: Bolotum: Werke Neuß d. Rh. 5 55 1 5 2 1.. 2855 A eee ß soo zu ganst. Prelsen- 0 0 0 0 9 0 5 g besondere Möglichkeiten durch sestecke mit 100 gr. Siber aller- 5 8 Kompensations- Geschäfte von öſſiigst. 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Städtiſche Bücher⸗ und Leſehalle im Herſchelbad: Geöffnet von 11 bis 19 Buch⸗ ausgabe von 10.30 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr. Leſe⸗ halle geöffnet von 10.80 bis 13 und 16.30 bis 21 Uhr. Möhlblock, Weidenſtraße 16: Geöffnet von 15 bis 20 Uhr. Jngendbücherei R 7, 46: Geöffnet von 15 bis 19 Uhr. 3 Wettertarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetterwarte Donnerstag, 2. gen A. Segl. O 0 Lim „ 77750—— An 3 Owens O neter. O nad dedecri vom bedeckt* 6 I Schnee& rauben edel K def Srnagz rid D 5 teichter OS l massiger Soasdcwes die pfeſſe ſuegen mi dem made dle bergen Stanogen stehenden 80 len geben die emperstut amegle blolen vefdingeg arte wl aht„. F aut Reeresnvesu umgerechnsten tüftarucs Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle in Frankfurt a. M. vom 28. September: Im Zufuhr⸗ bereich warmer tropiſcher Luftmaſſen hatten Weſt⸗ und Süddeutſchland geſtern heiteres und für die Jahreszeit recht warmes Wetter. Die Ausſtrahlung in der vergangenen Nacht ließ jedoch verbreitete Nebel aufkommen. Im weſentlichen kann auch wei⸗ terhin mit der Fortdauer der herbſtlich ſchönen Witterung gerechnet werden. Vorausſage für Samstag, 29. September Nach Frühnebeln überwiegend heiteres und tags⸗ über warmes Wetter, ſchwache Luftbewegung. Höchſttemperatur in Mannheim am 27. Sept. + 26,0 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 28. Sept + 12,6 Grad; heute früh 48 Uhr 4 12,0 Grad. In den Rheinbädern wurden geſtern nach⸗ mittag 4 Uhr 7 18 Grad Waſſer⸗ und 23 Grad Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 9 Uhr 4 18 Grad Waſſer⸗ und 4 13 Grad Luftwärme. Waſſerſtandsbeobachtungen Nel Pegel 24. 28. 26. 27. 1 1 im Monat September Near Bedel 25 26, 27, 28. 4 1003, 3 Kaub 770 Köln.661,58 Diedesheim. Rheinfelden 2,60 2,55 2,52 2,45 2,37 3 Breiſach.. 1, 1 1,67 1,60 1,57 Mannheim 2853200 270802, 90 Kehl.. 2385.80 2,8.75 2,05 Jagſtfeld— 1 Marau 427.244,20.21 4,00] Heilbronn—— Mannheim 3, 3,09 3,07 2,90] Plochingen.— .90 1,86 1,8 13511 1,56 1,4 — 2 0,42 999 0,390, 40 * Heidelberg, 27. Sept. Die Stadt Heidelberg hatte bei der letzten Zählung der Kraftfahr⸗ zeuge insgeſamt 3192 Fahrzeuge aufzuwei⸗ ſen. Es entfallen auf 39 Einwohner je ein Fahr⸗ zeug. Damit bleibt unſere Stadt unter dem Landes⸗ durchſchnitt, der 37 beträgt. Starmöcder gr qw 1 Neue Mannh heimer er Zeitung Mittag⸗ Ausgabe Alwinows erster Schachzug in Genf Meldung des DNB. Genf, 27. September. Kurz nach 10 Uhr trat die Vollverſammlung des Völkerbundes wieder zuſammen. Afghaniſtan wurde mit 47 Stimmen, d. h. einſtimmig, in den Völkerbund aufgenommen. Nachdem die Aufnahme Afghaniſtans vollzogen war, ging der Präſid 5 it zur Behandlung des ſowjetruſ⸗ ſiſchen Antrages in der A brüſtungs⸗ frage über. Er teilte der Verſammlung den In⸗ 8 B Litwinows mit und ſchlug vor, ihn halt des Briefes einfach zur Kenntnis zu nehmen. Litwinow begründete dann ſeinen Vorſchlag. Er betonte zunächſt, daß er nicht die Abſicht gehabt habe, in den normalen Gang der Vollverſammlung 10 1 einzugreifen. Er müſſe aber feſtſtellen, daß ie Vollverſammlung und der Völkerbundsrat ſich nicht an der Abrüſtungsfrage unintereſſtert erklären könnten. Die Abrüſtungs konferenz ſei eine vom Völkerbund ins Leben gerufene Organiſation und ihr Präſident ſei vom Völkerbundsrat ernannt worden. Wenn die Verſammlung ſelbſt die Frage jetzt noch nicht behandeln wolle, ſo könnte ſich doch der Völkerbundsrat damit befaſſen, damit Maßnahmen ergriffen werden, die entweder der Konferenz helfen oder aber den Ab⸗ rüſtungsarbeiten eine neue Richtung geben könnten. Er denke dabei daran, daß beim Völkerbundsrat ein dauerndes Organ geſchaffen werden könne. Auch habe er den Gedanken einer ſtän digen Frie⸗ dens konferenz, den er im Juni angeregt habe, noch keineswegs aufgegeben. Man müſſe ſich immer vergegenwärtigen, daß ein großes Land. im Völkerbund ſei.(])) (Wen meint er? Deutſchland, Amerika oder Japan? D. Schriftl.) Daher ſei es notwendig, einen neuen gemeinſamen Boden zu ſchaffen. Da der Dritte Aus⸗ ſchuß nicht einberufen worden ſei, ſo habe er es für notwendig gehalten, einen praktiſchen Vorſchlag zu machen. Wenn die Vollverſammlung den Beſchl uß, den ſie vor dem Eintritt Sowjetrußlands gefaßt habe(ſich nicht mit der Abrüſtungsfrage zu be⸗ ſaſſen), aus techniſchen Gründen nicht um⸗ ſtoßen wolle, ſo wolle er nicht auf der Ab⸗ ſtimmung über ſeinen Antrag beſtehen. Präſident Sandler dankte Litwinow. Der ſow⸗ jetruſſiſche Vorſchlag wurde dann einfach zur Kennt⸗ nis genommen. Mieder eine litauiſche Vertragsverletzung Meldung des — Tilſit(Oſtpreußen), 27. September. Das großlitauiſche Direktorium Reisgys hat einen Erlaß veröffentlicht, durch den nun auch das Schul⸗ weſen des Memelgebietes entgegen den kla⸗ ren Beſtimmungen des Memelſtatuts litauiſiert und die deutſche Unterrichts⸗ ſprache weitgehend ausgeſchaltet werden soll. Auf Grund dieſes Erlaſſes ſoll ab 1. Oktober die Unterrichtsſprache in den memelländiſchen Schu⸗ D NR. Große Fahndungsaltion nach einem Raubmörder — Berlin, 27. Sept. Die deutſchen Kriminalbe⸗ hörden haben zur Zeit eine großangelegte Fahn⸗ dungsaktion nach einem Raubmörder eingeleitet, der ſich am 10. September in Hannover von dem In⸗ ſtallateur Ernſt Kock im Kraftwagen mit⸗ nehmen ließ, um Kock dann unterwegs auf der Landſtraße Soltau⸗Harburg, zwiſchen Heber und Wintermoor, durch einen Schuß niederzu⸗ recken. Der Ueberfallene iſt drei Tage ſpäter ſeiner ſchweren Verletzung erlegen. Der Räuber, der eine offenbar geſtohlene S A⸗Uniform angelegt hatte, flüchtete auf die lauten Hilferufe ſeines Opfers in den nahen Wald, ohne den zweifellos beabſichtigten Raub aus⸗ geführt zu haben. Im Wald hat er ſich umgezogen und die Uniformſtücke liegen gelaſſen. Es iſt anzu⸗ nehmen, daß er noch weitere Straftaten begeht und ſich durch Inanſpruchnahme von Fernlaſtzügen und Kraftwagen der Strafverfolgung zu entziehen ver⸗ ſuchen wird. Auf die Ergreifung des Täters iſt eine Belohnung von 1000 Mark ausgeſetzt. Erntedankfeiern in den Schulen — Berlin, 27. Sept. Reichserziehungsminiſter Ru ſt hat in einem Erlaß für alle ihm unterſtellten Schulen folgendes angeordnet: Eintreffen der Maſchine erfolgt planmäßig um 15.58 Uhr auf dem Flughafen Tempelhof, wo Direktor Wromſcki namens der Deutſchen Lufthanſa den milltonſten Fluggaſt begrüßen und ihm gleichzeitig eine künſtleriſche Erinnerungsurkunde überreichen wird. Drama im Schnellzug Paris Ventimiglia — Paris, 27. Sept. Im Schnellzug Paris Ventimiglia hat ſich in der vergangenen Nacht ein Drama abgeſpielt, das noch der Aufklärung harrt. Der Schaffner entdeckte bei einem Rundgang in einem Schlafwagenabteil 1. Klaſſe die Leichen zweier Fahrgäſte. Er benachrich⸗ tigte den Zugführer, der auf der nächſten Station Halt machte und die Polizei alarmierte. Nach den erſten polizeilichen Feſtſtellungen wurde der betref⸗ fende Wagen abgehängt. Man hat bisher keine An⸗ haltspunkte über die Toten, die Ansländer zu ſein ſcheinen. Es wird vermutet, daß es ſich um einen Mord mit anſchließende m Selbſt⸗ mord handelt, weil neben den Leichen ein Revolver gefunden wurde. Zehn Sträflinge aus einem amerikaniſchen Gefängnis ausgebrochen — Neuyork, 26. Sept. In Savannah(Georgia) ſind aus dem Staatsgefängnis zehn Sträflinge auf einem Arbeitslaſtwagen entflohen. Sie übermann⸗ ten den Wärter und entriſſen ihm ſeine Schußwaffe. Ein Sträfling wurde dabei von einem anderen Wär⸗ Die übrigen neun entkamen. len na VLitau len kommt, aufgegel ch werden. Der litauiſchen Sprache wird alſo trotz der Be⸗ ſtimmungen des Memelſtatuts, daß De Gleich berechtigung ganz offenſichtlich der Tatſache, iſch da 5 deutſch daß auch dem memelländiſchen L der litauiſchen Sprache ein erhebliches Uebergewicht eingeräumt worden iſt und daß Schülern und Lehrern Schulangelegenheiten und auch in Privatgeſprächen ſich nur er litaui⸗ ſchen S ben worden iſt, in prache zu bedienen. großlitauiſchen Geſichtspunkten Vorzug eingeräumt, trotz der bisher entſprechend dem Willen der Eltern in über 80 v. H. der memelländiſchen Schu⸗ die Unterrichtsſprache feſtgeſetzt utſch und genießen, war. Hinzu Lehrerſeminar „An einem iſt in allen deutſchen Feier auf die Bedeutung des Tages hinzuweiſen und das Bauerntum als Volkslebens zu würdigen. darüber hinaus handeln.“ Der millionſte Fluggaſt der Lufthanſa (Funkmeldung d.„NM3“.) Wie die Deutſche Lufthanſa mitteilt, wurde am Don⸗ millionſte Flugſchein München ausgeſtellt. Fluggaſt der D — Berlin, 27. nerstag der Lufthanſa in Tage vor dem Schulen dieſe Fragen Sept. deutſchen Lufthar Sensburg, der für Freitag, auf der Strecke 9(München Berlin) gebucht hat. Das deutſchen Erntedankfeſt wichtigſte Grundlage Ich gebe anheim, in kurzer, ſchlichter unſeres auch im Unterricht zu be⸗ wirts der Deutſchen Der millionſte uſa iſt Herr Wilhelm den 28. September, ter erſchoſſen. * Lützelſachſen, 28. weitere Sträflinge, die ebenfalls hätten können, machten keinen Fluchtverſuch. ſind Das Vieh in Landwirt Koch war Sept. Im Anweſen des Albert Koch brach geſtern vormittag auf ungeklärte Weiſe Feuer aus. haus gerettet werden konnte, Stallung ausgebrannt. wirtſchaftlichen Geräte konnten bracht werden. 34000 Mark. Ausbruchs des Brandes auf dem Felde beſchäftigt, während ſeine Ehefrau gerade vom Wochenmarkt nach Hauſe kam. Während das und die Sicherheit Der Brandſchaden beläuft ſich auf Fünf entfliehen Land⸗ noch Wohn⸗ Scheune und land⸗ ge⸗ zur Zeit des Einspaltige Klelnanzelgen bla zu elner Höhe von 100 mm je mm 8 Pig. Stellengesuche je mm4pig. Kleine Iuchliges Mädchen für größeren Haushalt geſucht. Kochen und W en ni erfor⸗ 4 Ff 8 pen, alte Kleider, nicht vorhanden 5 derlich Gute Sahle e et r 75 515 Sofort geſucht in guter Lage ſein. Größere Gegenſtände(Möbel, im Fenster von ö unter O M 71 an die Geſchäfts⸗ T 1 Koffer) müſſen ſo aufgeſtellt ſein, Den Stellenſuthenden ſtelle dieſes Blattes. 91944 i Auslands- Aorrespondenlin i esonere 2 Büroraume dogg eee de e empfehlen wir dringend, ihren 5 4 f Zugänglichkeit der Böden nicht be⸗ bunden keine Original⸗ Erſtes Ehrliches 41291 sSekre farin Idler H- Zimmer-Wohnung einträchtigen. Kleine Gegenſtände Zeugniſſe beizufügen. In vielen] Konditorei⸗Kaffee Tagesmädchen 2 2 Angebol! mit Zentralheiz. 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Quälende Geldsorgen zwingen sie, im grauen Alltag ihrer vier Wände ihre Freizeit zu verbringen, Ihnen will der Verlag der Neuen Mannheimer Zeitung mit einer neuen Idee einen Vorschlag unterbreiten, der es aber auch jedem ermöglichen soll, im nächsten Jahre mit dabei zu sein bei all den tausend Glücklichen die hinausfahren in Gottes schöne Welt. Alles wartet gespannt auf des Rätsels Lösung in der Samstag- Abend- Ausgabe. Nummer 447 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag ⸗Ausgabe Freitag, 28. September 19 12 Nedicleuſeol fa in ganz großer Aufmachung ist die neue, alles überragende UrA-Pfunk-Operette — genannt der„deutsche N— bekannt aus seinem persönlichen 1 zu„Lied vom Glück“ „Schön is es, verliebl zu sein“ Ein neues, wirklich enzüdendes Iustsplel mit erster Besetzung Karin Hardfi- Herberi Ernsi Groh Theo Lingen Frika Glässner Ralph Arſhur Roberis usw. Von einzigartiger Schönheit blückliche Inseln im Atantik Reise in die Länder der Sonne. München feiert sein Oktoberfest. Gordon-Bennett-Wettflug 1984. Grubenunglück in England. 100 000 Kriegsopfer pilgern nach Lourdes. mit a fapald. ag dl e. i Hücdiber- lin Mist Paal Men] e br Se inge Tief— Hans Junkermann u. a. lf Nelleten FO-Tonnoche! Melodien in Hülle und Fülle! Darsteller in dankbarsten Rollen! Beginn:.00,.00,.00,.30 Uhr. Ereignisse in turbulenter, lustiger Folge! Schauplätze in buntem Wechsel! VonhEg. 1 Amselfeld und Ochridasee (Süd-Serbten) SS AAllerneueste Weltereignisse DEULIGSTONWOCHE Beginn:.00.30.0 Uhr elt Herbert Ernst Groh * Treppe neben Neugebauer. Tanz bei naturrein 72 friseh eingetroffen Der letzte Füm! Lachsalven und rtr. 65 Pes. Heiterkeitsausbrüche(ch. 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Presse anerkannt wert- volle Vor- Programm: die Abenteuer der Biene Maya“ Neues Theater gosengaren Freitag, den 28. September 1934 Vorstellung Nr. 6 Miete F Nr. 1 Das Muslkantendorf Lustspiel in 3 Akten von Heinz Lorenz Regie: Hans Carl Müller 13 Ein Film der Berge, verlorene rTal Olaf Bach 2 DET 430 645 820 Uhr 21 3 85 2 . e eee e e 2 5 Beginn: Café Weller a m Luisenrin g Jeden Samsfag und Sonntag Künsflerkonzeri Neuer Wein, warmer Zwiebelkuchen, Polizei- stunde-Verlängerung „„ 8 Das soll zwar kein Musfer- 5 beispiel ür eine Ehe in heutiger . 5 Zeit sein. Wie sich aber eine solche Ehe in der„Praxis“ auswirkt, das erleben Sie in dem neuesten, lustigen Terra-Film cl henkönig r Felix Schönheit Abeenendemdendnndadadaddddandndaddndnddddenemdandd md un Geheimnisse Die unausbleiblichen Folgen einer solchen„Muster- Ehe“: Die SEKTTAOBEN tollsten, komischsten und verwickelsten Situationen! LAScHEN WEIN 48 Die Hauptrollen verkörpern: 8 Der Komik i Note, Rudolf pf 2 l b E 1 8 18 Male 15 1 P. Heidemann, H. Hermann Schaufuß Ursula Grableg J. Tiedtke 90. Sima— G. Dammann Ell sehen Ste dh Heute Testern In Erstaufführung Dazu das reichhaltige, besonders interessante Beiprogramm. U..: 4 EIn Wiedersehen mit alten publikumslieblingen „Klummfilm-Slars Hella Noja, Bruno Kasiner 4, Guido Iielscher, Marg. Schlegel, Herm. Picha, Ant Edtholer un d. Wochenschau: MReichsparfeifag 1934 Anfang:.00,.45,.15, 700,.30 So..00 Uhr— Jugendverbof! Weltbe werb der Stadt Mannheim zur Gewinnung von Vorentwürfen für den Neubau eines Staatstechnikums in Mannheim Teilnahmeberechtigt ſind alle deutſchen Architekten, die in Baden geboren ſind oder ſeit 1. März 1934 in Bad Wohnſitz haben und nach glied der Reichskammer r bildenden Tünſte ſind. Auch die Mitarbeiter müſſen dieſen Bedingungen entſprechen Preiſe und Ankäufe: 1. Preis 2500 RM. 2. Preis M. 3. Preis 4. Preis 4 Ankäufe je 500 RM. 5 zuſammen: 9000 Nor. Preisrichter: 1. Miniſterialrat Dipl.⸗Ing. Federle, Bad. Min. des Kultus und Unter⸗ richts; 2. Oberbürgermeiſter Renninger, Mannheim; 3. Geh. Reg.⸗Rat Prof. Dr. Beſtel⸗ meyer, München; 4. Oberbaurat Prof. Dr. h. c. Bil⸗ ling, Karlsruhe; 5. Oberbaurat Meitinger, München. Erſatzrichter: Oberreg.⸗Rat Erwin Otto Schmidt, Karlsruhe; Bürgermeiſter Dr. Walli, Mann⸗ heim; 4 Prof. O. E. Bieber, München; Leiter der Landesſtelle der Reichs⸗ kammer der bildenden Künſte, Ober⸗ reg.⸗Baurat Wieland, Karlsruhe. Vorprüfer: Stadktoberbaurat Müller, Mannheim. Wettbewerbungsunterlagen: Erhältlich durch das ſtädtiſche. dauamt, Mannbeim, Rathaus N Zimmer Nr. 30, gegen eine vorber ein⸗ ſuſendende Gebühr von.— RM., die 5 nach Einreichung eines Entwurfs wieder zurückerſtattet wird. [Die Entwürfe ſind bis zum 30. No⸗ vember 1934, 18 Uhr, beim ſtädtiſchen 3 Hochbauamt Mannheim, Rathaus N 1 Zimmer Nr. 30, einzureichen. — 9 8 1 Ah nied Süsser e ee E. itengemälde aus dem Wien ſäſum die Jahrhundertwende Mi große Ausstattung Farbenprächtige Musik... und die unerhört starke Besetzung: 0 Dur„ Daula Wessely Der Zeichner Heidenec.. Adolf Wohlbrück Prof. Carl Ludwig Harrandt. Peer Peſersen Paul Harrandt, Hofopernkapellmeister Walfer Janssen Anita Keller, die Braut des emen. Olga Ischechowa Gerda, die Frau des anderen. Hide von Sfolz Die Fürstin MM. Julia Serda Der Gärtner Zacharilas Hans Moser 455 Musikalische Bearbeitung: Willy Schmidt-Gentner= ES Spielt das weltberühmte Orchesfer der Wiener Philharmoniker Eine WIILVY-FORST-Inszenierung der Tobis Suscha, Wien, im Ulaleih-„Künsflerisch wWerfvoll“!“. 5 Das Faschings- Abenteuer eines damals weltberühmten Malers und Zeichners gibt Gelegenheit, auf dem bunten wirbelnden Hintergrund einer bis zur 1 sorg- losen Zeit die ergreifende Geschichte einer großen, glück- lichen Liebe zu erzählen. Eln unerhört starkes Erlebnis für allel Meldung aus Berlin:„Maskerade in den ersten 3 Wochen 3. 31747 Besuener im Gloria-Palast, Berlin.— Bestes Ergebnis seit 4 Jahren! 5 Zu diesem herrlichen Film ein auserlesenes Beiprogramm: 5 7 1„Kairo“, ein Ufa-Kulturfilm„Der Lenz ist da“ ein neuer ent- zückender Farben-Tonfllm Die neueste Ufa-Ton- Woche zeigt u. v..: Feierliche Einführung des Reichsbischofs Hindenburg-Gedächtnisfeier in Tokio Deutschlands Sieg im Länderkampf gegen Frankreich. Splelzeſtbeginn:.00][S. 30 S 30 uhr— Für qugenulſehs verboten Kommen Sie schon nachmittags, Sie sichern sich dann einen guten Platz! NICE RU Hörner's Weinskube Luisenring 5 Tel. 32212 Prima neuer Wein u. Zwiebelkuchen 86 SAMSTAG abds. 10.45 Uhr Nachtvorstellung Mannheim, den 28. September 15525 Der Oberbürgermeiſter. Familien- Drucksachen 5 in wenigen Stunden N 8 eN 27 Druckerei Dr. Haas, f 1,-6/ 5 RCS WI IZ TERT T5 I Wie alljährlich findet dieſes Jahr am Samstag und Sonntag. dem 29. und 30. September das große Winzerfeſt in allen Wirtſchaftslokalitäten des Pfalzbaues ſtatt. Es iſt Sorge getragen, daßjedes Publikum auf ſeine Rechnung tommt. Der unerhörte Erfolg dieses ein- zigarligen Süd- seelilms veran- laßt nochmals, u. KASARETT. BAR 3 TANZ-BVoEN EINTRITT: SAMSTAG RM.. 50 INCL. STEUER * SONNTAG: EINTR. FREI TANZ BIS 12 UHR Preise ob 080 (Brwerbslose u. FAD.60). Vorverkauf tägl. ab 2 30 Uhr. Schlank ohne Diät durch S670 Magin-Kur 2 Zu haben: Drogerie Ludwig E Schütthelm, n 0 4. 3 u. 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Für Jugendliche nicht zugelassen * 3 4 4 1 Erſchein monatli abgeholt Hierzu g ſtraße 42 ſtraße 1, Abbeſtell um den beachten drei bri tiſchen? habe die barer 3 rechnen keine ein entf hängern macht u Das den, eine wer ſtrei Man g dieſe Fe Doch lä vor, un voranſch gründen Erwägu dung Er belgif ſetzt he Die melon gonnen Das Ur weiſt al Reſer nachgeſt. die Zer niſten d ſollen ft gamd u: Rrelin, k gewohnt als Mit den Me —. bewaffn ſer geei Welt v danke Der weſen, er u. a von M ſolchen, mus g Nati der Ur halb de fol, K tiona a ta ona