VVVCPPPPPPPPTPPTPTPGCGCTGT((VTVTVTVTVT(((TT(TT(((((('.'('('('('('..'.'.(....+W—..— B o G Ikeidemarktes derung zu Grſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Tragerlohn, in unſeren Frei K Geſchäſtsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 00 Pig Poſtbef.⸗Geb Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld Abholſtellen: Wald⸗ boſſtr. 12. Kronprinzenſtr 42. Schwetzinger Str. 44. Meerfeldſtr. 13, Na Fiſcherſtr. 1. Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8 Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90 Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 — Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Jannheimer Zeitun Mannheimer General-Anzeiger Eimelpreis 10.. 0 Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 m breite Reklamemillimeterzeile 50 Pfennig. bezahlende Famtlien⸗ und Gelegenheitsanzeigen beſondere Preiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Nr. 2. Für im voraus zu Bei Zwangs⸗ vergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. Abend⸗Ausgabe A Im Saargebiet nach dem 13. Januar — Saarbrücken, 29. November. Wie das„Saarbrücker Abendblatt“ berichtet, ſind in Oſtfrankreich die Anſichten und Intereſſen bezüg⸗ lich der Wirtſchaftsbeziehungen zwiſchen Fraukreich und dem Saargebiet nach deſſen politiſcher Rück⸗ gliederung ins Reich von einer ausgeſprochenen Jegenſätzlichkeit, die ſich in ſcharfen Preſſepolemiken äußert. Während die von jeher im Saargebiet über ihr beſtes Abſatzfeld ver⸗ ſügende Landwirtſchaft mit Schrecken der Ausſicht einer rückſichtsloſen Grenzſchließung ent⸗ gegenſieht, betonen insbeſondere die Kaufmann⸗ ſchaft ſowie die Arbeiterſchaft ihren eigen⸗ hützigen Vorteil aus einem Zuſammenfall der poliliſchen mit der Zollgrenze. In Anbetracht der heutigen Kriſe des Ge⸗ in Frankreich ſind die lothringiſchen Bauern um ſo ſtärker auf den Ver⸗ kauf von Milch, Gemüſe und Obſt im Saargebiet angewieſen, woraus ihnen ſeit Monaten die einzi⸗ gen Bareinnahmen erwachſen. Andererſeits ſind die Krämer der Grenzortſchaften begreiflicherweiſe er⸗ hoſt über die Abwanderung ihrer örtlichen Kund⸗ ſchaft nach den benachbarten Saarſtädten, wo ihnen eine piel größere und geſchmackvollere Auswahl zu billigen Preiſen geboten iſt. Die von der zuneh⸗ menden Betriebseinſchränkung betroffenen Arbeiter ſtanzöſiſcher Staatsangehörigkeit ſind ebenſowenig entzückt über die Konkurrenz der Saargänger und über den Lohndruck der Emigranten. Gleichwie die Handelskammer zu Nan ey erſt letzter Tage wieder im Falle der Saar⸗Rückglie⸗ Deutſchland den automatiſchen Wegfall der Zollgemeinſchaft,„unange⸗ ſehen fämtlicher Konſequenzen“, gefordert hat, nahm beben das im Vorjahr in Metz gegründete„Comite Moſell⸗ an'Etudes Economiques de la Sarre“, dem prominente Perſönlichkeiten von Handel und Indu⸗ trie angehören, einſtimmig folgende Entſchlie⸗ ßung an: f „Die franzöſiſche Regierung müßte bereits jetzt bekanntgeben, daß im Falle einer für Deutſchland günſtigen Abſtimmung des Saargebiets: 1 die wirtſchaftliche Grenze ipso kacto und sine die(pon ſelbſt und ſofort) mit der poli⸗ tiſchen Grenze zuſammenfallen wird, 2. da das Saargebiet, ſobald es einen zum Reich gehörigen Teil bildet, zu exiſtieren aufhört, ſind die auf das Saargebiet anwendbaren Handelsver⸗ träge damit die auf die Geſamtheit des Reiches anwendbaren Handelsverträge, g. vom internationalen Geſichtspunkt und infolge⸗ beſſen vom franzöſiſchen Geſichtspunkt tritt anſtelle von Saarbrücken als Hauptſtadt des einen Teil des Reiches bildenden Saargebiets Berlin.“ Der lothringiſche Graf Jean de Pange hatte, als Einheimiſcher und guter Sachkenner, verſchiedent⸗ lich darauf aufmerkſam gemacht, daß die radikale Greuzſchließung, als deren hauptſächlicher Vortführer ſich der Abgeordnete Andre Fribourg hervortut, eine„zweiſchneidige Waffe“ ſet. Zum Dank für dieſe Warnung wird er in der chau⸗ hiniſtiſchen Preſſe jetzt unter die„Hitlerianer von Paris“ eingereiht. In der„Action Francaiſe“ wird er als beſtochener Miesmacher, Dummkopf und Verräter„gebrandmarkt“. Beneſch Vertretung im Ratsvorſitz (Funkmelödung der NM Z) O Genf, 28. November. In Völkerbundskreiſen verlautet, daß noch im ſe des heutigen Mittwoch der genaue Zeitpunkt der Saartagung des Völkerbundsrates feſtgeſetzt werden wird. Man rechnet etwa mit Mittwoch kom⸗ mender Woche. i Gleichzeitig hört man, daß in Völkerbundskreiſen eine gewiſſe Strömung feſtzuſtellen iſt, die das Ztel derſolgt, dem türkiſchen Außenminiſter Tewfik 0 üſchtü Bey während der etwaigen Behandlung es ſüdſlawiſch⸗ungariſchen Streitfalles die Rats⸗ bräſidentſchaft zu übertragen. Dieſes Gerücht hat in internationalen Kreiſen enfs eine gewiſſe Ueberraſchung hervorgerufen, 115 es bisher meiſt üblich war, in beſonders ge⸗ ugerten Fällen den Vorgänger des ausübenden atspräſidenten mit der Prädentſchaft zu betreuen. as würde im vorliegenden Falle der portugieſiſche zertreter Vas concellos ſein. Bei aller perſön⸗ 955 Achtung, der ſich der türkiſche Außenminiſter 4 9 wird in den betreffenden Kreiſen doch dar⸗ 1 5 ngewieſen, daß er ſich noch vor kurzem als Mit⸗ f. ed der Balkanentente reſtlos an die Seite Süd⸗ awiens geſtellt habe. Mittwoch, 28. November 1934 145. Jahrgang— Nr. 548 Heutjchlands„Aufriüſtung' als Vorwand Die„Times“ lüftet den Schleier über die heutige Anterhausſitzung Meldung des DN B. — London, 28. November. In der„Times“ wird geſagt, heute nachmittag werde eine der wichtigſten Debatten des gegenwärtigen Parlaments ſtattfinden. Bei den Mitgliedern des Unterhauſes herrſche die Ueberzeugung, daß die Zeit gekommen iſt, wo dem Hauſe alle Nachrichten vorgelegt werden ſollten, die über die Aufrüſtung Deutſchlands verfüg⸗ bar ſeien. Es verlautet, daß Churchill und ſeine Freunde die Zeit für reif hielten, der Allgemeinheit das vorliegende Nachrichtenmaterial zu unterbreiten. Es ſei vereinbart worden, daß Baldwin, der der Hauptſprecher der Regierung ſein werde, ſofort auf Churchills Rede antworten werde. Es werde erwartet, daß er erklären werde, nach Anſicht der Regierung müſſe die Durchführung des Programms für die Verſtärkung der Luftwaffe be⸗ trächtlich beſchleunigt werden. Man ſei ſich der Ge⸗ fahr bewußt, daß Kritiker der nationalen Regierung die Gelegenheit benutzen würden, einen neuen„Frie⸗ dens⸗ oder Kriegspropagandafeldzug“ zu beginnen. Aber die Miniſter ſeien ſich einig darüber, daß der gegenwärtigen Lage begegnet werden müſſe. Simon werde die Debatte abſchließen. Ein Liberaler habe einen Abänderungsantrag zu Churchills Abände⸗ rungsantrag eingebracht, der erkläre, daß die wahre Verteidigung des Britiſchen Reiches in kollektiver Sicherheit vermittels des Völkerbundes liege. Es werde aber allgemein gehofft, daß die Debatte ſich nicht über das ganze Feld der auswärtigen Angele⸗ genheiten erſtrecken, ſondern auf die Probleme be⸗ ſchränken werde, die durch Deutſchlan ds Auf⸗ rüſtung geſchaffen worden ſeien. Erfolgreiche Englanoͤreiſe von Ribbentrops (Von unſerem Vertreter in London) f London, 28. November. Nach mehr als dreiwöchigem Aufenthalt in Lon⸗ don, der nur durch einen kurzen Wochenendbeſuch in Schottland unterbrochen wurde, iſt der deutſche Ab⸗ rüſtungs bevollmächtigte, Herr von Ribbentrop, geſtern direkt nach Deutſchland zurückgekehrt. Ne⸗ ben ſeinen Unterredungen mit dem Außenminiſter Sir John Simon und dem Lordſiegelbewahrer Anthony Eden hatte Herr von Ribbentrop gerade in den letzten Tagen wieder Beſprechungen mit ver⸗ ſchiedenen engliſchen Perſönlichkeiten, u. a. auch mit Sir Auſten Chamberlain und Bernard Shaw. Herr von Ribbentrop hat den offiziellen engliſchen Kreiſen und ebenſo den zahlreichen Privatperſonen, mit denen er in London zuſammen war, noch einmal eingehend den deutſchen Standpunkt zu verſchiedenen großen außenpolitiſchen Fragen klargemacht und auch erreicht, daß die deutſche Haltung hier beſſer verſtanden wird. Ueber die reinen Ab⸗ rüſtungsfragen hinaus hat Herr von Ribbentrop im Anſchluß an frühere Erklärungen des Kanzlers ſich bemüht, die Idee einer möglichen Zuſammen⸗ arbeit zwiſchen den weſteuropäiſchen Ländern zu entwickeln.. r Pariſer Veſprechungen um einen Oſtpakt (Funkmeldung der N MZ.) O Paris, 28. November. Die diplomatiſchen Beſprechungen, die Titulesen und Tewfik Rüſchtü Bey in Paris führen, werden in hieſigen politiſchen Kreiſen mit größter Aufmerk⸗ ſamkeit verfolgt. Von unterrichteter Seite wird be⸗ tont, daß der Oſtpaktplan in Verbindung mit der franzöſiſch⸗ruſſiſchen Annäherung im Mittelpunkt der Beſprechungen ſtehe. Nach dem gemeinſamen Eſſen am Quai d' Orſay am Dienstag hatte Titulescu eine Unterredung mit dem ſowjetruſſiſchen Geſchäftsträger Roſen⸗ berg, der im Verlaufe des Abends auch mit Außen⸗ miniſter Laval verhandelte. Ferner hatten Mi⸗ niſterpräſident Flandin und Titulescu am Dienstag eine einſtündige Beſprechung. Tewfik Rüſchtü Bey wird am heutigen Mittwoch den Meinungsaustauſch mit den franzöſiſchen Miniſtern fortſetzen. Die engen zwiſchen der Türkei und Sowjetrußland be⸗ ſtehenden Beziehungen und das Intereſſe, das der türkiſche Außenminiſter ebenſo wie Tituleseu am Eintritt Sowjetrußlands in den Völkerbund äußer⸗ ten, ferner die von der franzöſiſchen Politik in den letzten Monaten befolgten Richtlinien zeigen ziem⸗ lich klar, ſo meint man in franzöſiſchen Kreiſen, in welcher Richtung ſich der Meinungsaustauſch bewege, Die Ausſprache ſei übrigens viel entſcheidender ge⸗ weſen, als es anfänglich den Anſchein hatte. Es ſtehe feſt, daß keinerlei neue Verhandlungen in Ausſicht genommen ſeien, ſolange die Verhandlungen über den Oſtpaktplan und ſeine etwaigen Folgen nicht ab⸗ geſchloſſen ſeien. Frankreichs Kriegsminiſter wünſcht Freundſchaft mit AS Funkmeldung der NM 3 O Paris, 28. November. Kriegsminiſter General Maurin war am Dienstag abend Gaſt auf einem von einer Vereini⸗ gung ehemaliger amerikaniſcher Frontkämpfer ver⸗ anſtalteten franzöſiſch⸗amerikaniſchen Feſteſſen. Maurin würdigte in einer Anſprache die mili⸗ täriſchen Leiſtungen des amerikaniſchen Expeditions⸗ korps während des Krieges und führte dann aus, daß ſich zwiſchen Amerika und Frankreich nach dem Kriege ein auf der Verſchiedenheit beider Länder be⸗ ruhendes Unverſtändnis habe geltend machen können. Man könne nicht gleiche geiſtige Einſtel⸗ lung bei einer alten Nation in verhältnismäßig engen Grenzen und bei einem ungeheuren Konti⸗ nent, wie ihn die Vereinigten Staaten bewohnten, erwarten. Da aber bei denen, die gemeinſam den Krieg geführt hätten, im Grunde des Herzens eine große gegenſeitige Hochachtung beſtehen bleibe, könnten die auf wirtſchaftlichem Gebiete auf⸗ tretenden Meinungsverſchiedenheiten die franzöſiſch⸗ amerikaniſche Freundſchaft in keiner Weiſe ſtören. Man müſſe in Friedenszeiten das Syſtem der Ver⸗ bindungsoffiziere, das während des Krieges ſich ſo bewährt habe, anwenden. Auf beiden Seiten be⸗ mühe man ſich darum und er wünſche dieſen Beſtre⸗ bungen vollen Erfolg. Verſtändigungspolitik des chineſiſchen Generalſtabschefs Meldung des DNB. — Schanghai, 28. November. In einer Unterredung, die der chineſiſche Genera⸗ liſſimus Tſchiangkaiſchek einem Vertreter der Oſaka Mainichi Shimbun gewährte, äußerte er ſich auch über das Verhältnis Chinas zu Japan. China und Japan, betonte der Marſchall, ſeien Schweſter nationen, deren Beziehungen auf Gerechtigkeit und guten Willen begründet ſein ſollten. Eine Verzögerung der chineſiſch⸗japaniſchen Zu⸗ ſammenarbeit durch ein weiteres Anwachſen der militäriſchen und wirtſchaftlichen Einflüſſe anderer Mächte in China ſei nicht zu befürchten, da ſowohl Amerika wie die europäiſchen Staaten ſich einer Aus⸗ dehnung ihres Einfluſſes enthielten. Eine Löſung für das chineſiſch⸗japaniſche Verhältnis könne auf der Grundlage gegenſeitiger Achtung und gegenſeitigen Vertrauens durchaus gefunden werden. Dabei liege der Schlüſſel der Lage völlig in den Händen Japans. Der Verwirklichung der allaſiatiſchen Lehre der Gleichberechtigung und gegenſeitiger Zuſammen⸗ arbeit werde ſich niemand in China widerſetzen. Zuſammenarbeit der beiden größten Parteien Japans — Tokio,. Nov. Die beiden Parteien Sei⸗ ju kai und Minſeito haben ein Abkommen ge⸗ meinſamer Arbeit getroffen. Auf dem Programm der Zuſammenarbeit ſtehen in vorderſter Linie Auf⸗ rechterhaltung der parlamentariſchen Verfaſſung und Stärkung der nationalen Politik, 8 Bachtiaren⸗ Häuptlinge in Perſien hingerichtet O London, 28. Nov.(Funkmeldung der NM.). Wie Reuter aus Teheran meldet, wurden heute acht Häuptlinge des Bachtiarenſtammes wegen Hochver⸗ rats hingerichtet. Die übrigen Teilnehmer an der Verſchwörung wurden mit Gefängnisſtrafen zwi⸗ ſchen drei und fünfzehn Jahren beſtraft. 900 Der Kampf um den Kohlenmarkt (Von unſerem Londoner Vertreter) § London, 28. November. Trotz der Vereinbarung, die die engliſchen und polniſchen Kohlenbergwerksbeſitzer jüngſt in War⸗ ſchau getroffen haben, iſt eine tatſächliche Verſtändi⸗ gung doch noch keineswegs voll erreicht. Der Zen⸗ tralrat der engliſchen Bergwerksbeſitzer hat den pol⸗ niſchen Kohlenkonvent für eine, wie man hier hofft, endgültige Verhandlung mit dem Ziel des Abſchluſ⸗ ſes einer gegenſeitigen Vereinbarung zur Ver⸗ meidung unwirtſchaftlicher Konkur⸗ renz auf den Abſatzmärkten nach London ein⸗ geladen. Die Verhandlungen ſollen am 3. Dezember in der engliſchen Hauptſtadt beginnen. Wie wir bereits mitgeteilt haben, gehen die Hauptſchwierigkeiten von einigen engliſchen Zechen⸗ beſitzern aus. Wie wir erfahren, dürfte der Abſchluß einer beſtimmten Vereinbarung von ſeiten Her pol⸗ niſchen Kohleninduſtrie in ihrer Geſamtheit keinen allzu großen Schwierigkeiten begegnen. Die Ein⸗ wände, die aber von ſüdwaliſiſcher Seite erhoben wer⸗ den, machen es durchaus möglich, daß die bisher er⸗ reichten, aber noch nicht formell abgeſchloſſenen Ab⸗ kommen wieder völlig aufs Spiel geſetzt werden. v. Lersners Anweſenheit in London Von unſerm Londoner Vertreter § London, 28. Nov. Die Londoner Anweſenheit Baron von Lers⸗ ners, des ehemaligen Präſidenten der deut⸗ ſchen Friedensdelegation, iſt in hieſigen politiſchen Kreiſen Gegenſtand mannigfacher Ge⸗ rüchte und Vermutungen. Man glaubt, in Herrn von Lersner einen zweiten deutſchen Spezialgeſand⸗ ten ſehen zu müſſen, der das von Herrn von Rib⸗ bentrop begonnene Werk ergänzen und fortführen ſoll. Wie wir dazu von unterrichteter Seite erfah⸗ ren, trägt Baron von Lersners Beſuch in London rein privaten Charakter. a Genehmigungspflicht für Perſonenkraftwagenlinien Funkmeldung der NM 3 O Berlin, 28. Nov. In letzter Zeit mehren ſich die Fälle, in denen ſich Omnibusbeſitzer zu Intereſſengemeinſchaften zu⸗ ſammenſchließen, um unter gegenſeitiger Unter⸗ ſtützung die Beförderung von Perſonen zwiſchen be⸗ ſtimmten Punkten regelmäßig zu betreiben. Sie werben nicht ſelbſt für dieſen Verkehr, ſondern be⸗ dienen ſich hierzu anderer Firmen, insbeſondere Reiſebüros, die auch den geſamten Fahrkartenver⸗ kauf übernehmen. Der Reichsverkehrsminiſter hat entſchieden, daß es ſich hierbei um einen Kraftfahrlinienverkehr han⸗ delt, zu oͤeſſen Einrichtung eine beſondere ſtaat⸗ liche Genehmigung erforderlich iſt. Es liegt deshalb im eigenen Intereſſe des Unternehmers, ſich vor der Anſchaffung eines Kraftomnibuſſes dar⸗ über zu vergewiſſern, ob er den geplanten Verkehr auch ausführen kann. Beileidstelegramm des 9 7 1 zum Tode von Dr. Nibel 5 — Berlin, 28. November. Der Führer hat der Witwe des verſtorbenen Chefkonſtrukteurs der Daimler⸗Benz AG. Dr. Hans Nibel ein Beileids⸗ telegramm geſandt und den Reichsführer der NS, Obergruppenführer Hühnlein, beauftragt, in Stutt⸗ gart einen Kranz am Grabe Dr. Nibels niederzu⸗ legen. 25 Notſchächte in Oſtoberſchleſten zerſtört O Kattowitz, 28. Nov.(Funkmeldung der NMz3.) Zur Bekämpfung des wilden Kohlenab⸗ baues, der ſchon unzählige Opfer gefordert hat, haben die polniſchen Sicherheitsbehörden auf dem Pleſzſchen Grubengelände bei Laziſk insgeſamt 25 von wilden Kohlengräbern angelegte Schächte durch Sprengung zerſtört. Es ſammelte ſich eine große Anzahl von Erwerbsloſen an, die durch laute Rufe ihrer Entrüſtung Luft machten. Zum Teil verſuch⸗ ten ſie ſogar, die Vernichtung durch Dazwiſchentreten zu verhindern. Die Polizei zerſtreute die erregte Menge unter Zuhilfenahme des Gummiknüppels. Die Prager deutſchen Studenten ſtiften neue Inſignien — Prag, 28. Nov. In Kreiſen der Prager deut⸗ ſchen Studenten wurde die Abſicht laut, der ihrer Inſignien beraubten Deutſchen Univerſität neue zu widmen. Um dem Ernſt und der Not der Zeit Aus⸗ druck zu verleihen, ſoll eine Rektorskette aus Eiſen und ein Zepter aus Eichenholz angefertigt werden, die das Datum des 26. November 1934 tragen. Die Mittel werden die deutſchen Studenten ausſchließlich in ihren Reihen aufbringen. 2. Seite Nummer 348 Neue Mannheimer Zeitung, Abeud⸗Ausgabe Mittwoch, 28. November 1934 Böswillige Verleumdung Meldung des D. N. B. — Berlin, 28. November. In den letzten Tagen wurden in der Auslands⸗ preſſe Lügenmeldungen über die Reichs wehr ver⸗ breitet, die ganz offenſichtlich den Zweck verfolgen, im deutſchen Volke Beunruhigung hervorzuruſen und dem Anſehen der Reichsregierung zu ſchaden. Es kann kein Zweifel beſtehen, daß dieſer neue Lügen⸗ ſeldzug von einer beſtimmten Stelle aus ganz methodiſch vorbereitet und geführt worden iſt. Von zuſtändiger Berliner Stelle wird mitgeteilt, daß alle dieſe Nachrichten, die ſich mit dem Reichs⸗ wehrminiſter, Generaloberſt von Blomberg, dem Chef der Heeresleitung, General von Fritſch, und deren Verhältnis zu anderen Regierungs mitgliedern Beſchäftigen, glatt erfunden und nichts anderes als böswillige Verleumdungen ſind. Gemeinſame Kulturarbeit [(Von unſerem Berliner Büro) Berlin, 28. November, Zwiſchen dem NS⸗Deutſchen Frontkämpferbund [Stahlhelm) und der NS⸗Kulturgemeinde iſt, wie der„Frontkämpferpreſſedienſt“ berichtet, fol⸗ gende Vereinbarung über die Zuſammenarbeit auf kulturellem Gebiet getroffen worden: „1. Den Dienſtſtellen des NS⸗Deutſchen Front⸗ kämpferbundes(Stahlhelm) ſtehen bei ihren Veran⸗ staltungen auf den Gebieten Theater, Konzert, Vor⸗ tragsweſen, Film, Bildende Kunſt, Schrifttum, Brauchtum die Einrichtungen der Nes⸗Kultur⸗ gemeinde zur Verfügung. 2. Die Beſtrebungen der NS⸗Kulturgemeinde wer⸗ den durch den NeS⸗Deutſchen Frontkämpferbund (Stahlhelm) unterſtützt. 3. Die Bundesleitung des NS⸗Deutſchen Front⸗ kämpferbundes(Stahlhelm) entſendet den Leiter der Schulungs⸗ und Kulturabteilung, Kamerad Weber, als Beauftragten und ſtändigen Verbindungsmann, in die Reichsamtsleitung der NS⸗Kulturgemeinde. 4. Die notwendigen organiſatoriſchen Anord⸗ nungen treffen beide Organiſationen für die ihnen unterſtellten Gliederungen in beiderſeitigem Einver⸗ nehmen.“ 10 Jahre Gefängnis für Dr. Brüning beantragt [(Funkmeldung der NM.) O Köln, 28. November. Im Brüning⸗Prozeß ſtellte am Mittwoch Staats⸗ anwaltſchaftsrat Thomas den Strafantrag. Er be⸗ antragte gegen Dr. Brüning wegen fortgeſetzter Un⸗ treue, wegen Betruges in ſechs Fällen in Tateinheit mit Unterſchlagung, ferner wegen Betruges und Unterſchlagung im Falle der Stadt Köln und wegen Vergehens gegen die Konkursordnung die zuläſſige Höchſtſtrafe von insgeſamt 1 0 J ahren Gefäng⸗ nis und 5 Jahren Ehrverluſt. 5 Abſchuß der vier entſprungenen Wölfe — Danzig, 28. November. Die vier entſprunge⸗ nen Wölfe, die in der Nacht zum Dienstag aus dem Wildpark Freudental bei Danzig⸗Oliva entſprungen waren, ſind nach einer abenteuerlichen Verfolgung in den Wäldern an der polniſchen Grenze erlegt wor⸗ den. Ein Wolf hatte auf polniſchem Gebiet einen ſiebenjährigen Jungen angefallen und ſchwer ver⸗ letzt. Auch die Mutter des Knaben, die ihm zu Hilfe geeilt war, trug erhebliche Verletzungen davon. * Hervorragende Schnellflugleiſtungen erzielte diesmal das bei dem Anſchlußdienſt für den Trans⸗ ozean⸗Luftpoſtverkehr Deutſchland. Südamerika zwi⸗ ſchen Berlin und Sevilla eingeſetzte Schnellflugzeug He 70 der Deutſchen Lufthanſa. Die Beſatzung, Flugkapitän Baier und Funkmaſchiniſt Kelbel, er⸗ reichten bei dem Hinflug am Samstag eine mittlere Reiſegeſchwindigkeit von 360 Km.⸗Std. Bei dem Rückflug, der am Montag von Sevilla bis Berlin durchgeführt wurde, wurde eine mittlere Reiſe⸗ geſchwindigkeit von 320 Km.⸗Sto, erzielt. f tung England zur Anklage Slidſlawiens Stellungswechſel infolge„ſehr ernſter alieniſcher Vorſtellungen“ Drahtbericht unſ. ondoner Vertr ters § London, 28. November. England iſt vom erſten Augenblick an beſtrebt ge⸗ weſen, in all den internationalen Fragen, die mit der Marſeiller Ermordung König Alexanders von Südſlawien zuſammenhängen, ſeinen mäßigen⸗ den Einfluß geltend zu machen. Englands Ge⸗ ſandter in Belgrad hat auf Anweiſung von White⸗ hall ſtets ſolſche Haltung eingenommen, und Sir John er geſtern im Buckinghampalaſt eine längere Unter⸗ redung mit dem Prinzen Paul von Südſla⸗ wien, der ſich zur Zeit als Gaſt engliſchen Königspaares aus Anlaß der Prinzenhochzeit in London befindet. Das engliſche Kabinett hat ſich im Laufe des geſtrigen Nachmittags, bevor Sir John Simon ſeine Unterredung mit dem Prinzen Paul hatte, ebenfalls ſehr eingehend mit der ſüdfſlawiſchen Frage befaßt. In der Frage, ob man dem ungariſchen Ver⸗ langen auf beſchleunigte Behandlung der ſüdſlawi⸗ ſchen Anklage zuſtimmen ſolle oder nicht, hat man bisher keine Entſcheidung getroffen, ſondern will ſie ganz Herrn Eden überlaſſen, wenn er in Kürze wie⸗ der nach Genf zurückfährt. Die Grundhaltung der engliſchen Regierung hat ſich aber nicht geändert. Am liebſten würde man es ſehen, wenn ein ſo gewichtiges Dokument wie die ſüdſlawiſche Denkſchrift ohne allzugroße Eile behandelt und es nicht notwendig ſein würde, eine Sonderſitzung des Völkerbundsrats einzu⸗ berufen. In dieſer Hinſicht trifft ſich die eine des Simon hat im ſelben Sinne gewirkt, als engliſche Regierung mit der Anſicht einer Reihe von anderen Ländern. Für die engliſche Entſcheidung aber, das letzte Wort Herrn Eden demnächſt in Genf zu überlaſſen, dürf⸗ ten ſehr ernſte italieniſche Vorſtellun⸗ gen maßgebend geweſen ſein. Man hat die Lon⸗ doner Regierung von Rom aus wiſſen laſſen, daß durch die ſeit mehreren Wochen ſich hinziehende Ver⸗ zögerung nur das ſchlechte Einvernehmen zwiſchen den beteiligten Staaten vergrößert worden ſei. Ita⸗ lien lege den größten Wert darauf, daß die außer⸗ ordentliche Sitzung des Völkerbundsrats, die ſich mit der Saarfrage beſchäftigt, ſich auch mit den ſüd⸗ ſlawiſchen Anſchuldigungen befaſſen ſoll. Die Tatſache, daß die Belgrader Beſchuldi⸗ gungen von allen Mitgliedsſtaaten der Klei⸗ nen Entente völlig gedeckt werden, wird von Muſſolini als eine höchſt bedeutſame Erwei⸗ terung des ganzen Fragenkomplexes be⸗ trachtet und hat auch dazu geführt, daß man in England die Angelegenheit jetzt als eine Grundfrage von internationaler Bedeutung betrachtet. Es iſt daher nicht ausgeſchloſſen, daß England ſich mit einer weiteren Vertagung der Angelegenheit nicht einverſtanden erklären wird. Wie der diplomatiſche Korreſpondent oͤes„Daily Telegraph“ mitteilt, ſei Prinz Paul von Südflawien wenig befriedigt über den Gang der Ereigniſſe und habe dies auch Sir John Simon deutlich zum Aus⸗ druck gebracht. Er beſtehe mit Nachdruck auf einer gerechten Beſtrafung derer, die den Tod König Alexanders verſchuldet hätten. Raubüberfall zweier entſprungener Sträflinge Meldung des DNB. — Kempten, 28. November. Ein verwegener Raubüberfall wurde am Diens⸗ tag abend von zwei Burſchen verübt. Gegen 18 Uhr betrat ein fremder Mann das Kaffeegeſchäft Tengel⸗ mann und kaufte um 10 Pfg. ein. Kurz nachdem er den Laden verlaſſen hatte, betrat wieder ein Fremder den Laden, der bei ſeinem Eintreten rief: „Geld oder ich ſchieße!“ Er eilte auf die Ver⸗ käuferin zu, die nur mit einem Lehrmädchen im La⸗ den war, verſetzte ihr einen ſtarken Schlag auf den Magen, drängte ſie in den Lagerraum und gab aus einem Meter Entfernung einen Schuß auf ſie ab. Die Verkäuferin wurde aber nicht verletzt. Darauf riß der Räuber die Schublade des Laden⸗ tiſches auf und entnahm der Kaſſe eine Handvoll Silbergeld im Betrage von 30 bis 60 Mark, worauf er die Flucht ergriff. Auf die Ver⸗ käuferin, die ihm dann folgte, gab er unter der Ladentür einen zweiten Schuß ab. Dem in der Rich⸗ ſolgten Freudenberg davoneilenden Räuber mehrere Vorübergehende. Auch auf ſeine Verfolger feuerte der Räuber zwei Schüſſe ab. In Freu⸗ denberg ſprang er in ein Auto, das augenblicklich losfuhr. Inzwiſchen war die Polizei erſchienen. Ein Hauptwachtmeiſter, der auf dem Rad eine Zeitlang die Räuber verfolgte, mußte die Verfolgung auf⸗ geben. Wie die Polizei inzwiſchen ſeſtſtellte, handelt es ſich bei dem Raubüberfall um 2 Sträflinge, die in der Nacht zum Dienstag aus der Gefangenen⸗ anſtalt Hohenaſperg bei Ludwigsburg entflohen waren. Das Auto ſcheinen ſie geſtohlen zu haben. Raubmord an einer Frau — Gleiwitz, 27. Nov. In der Tarnowitzer Straße 17 wurde in einem Raum im Erdgeſchoß die dort wohnende geſchiedene Frau Anaſtaſia Wochnik tot aufgefunden. Der Frau iſt durch einen Axthieb der Schädel zerſchlagen worden. Das Mordinſtrument, eine ſtark blutige Axt, wurde in der Wohnung ge⸗ funden. Es wird Raubmord angenommen. Jagd auf Amerikas„Staatsfeind Nr. 1“ Meldung des DNB. — Chicago, 28. November. In den Straßen Chicagos kam es am Dienstag zu einer Schießerei zwiſchen dem„Staatsfeind Nr. 1“ und Geheimagenten der Bundespolizei. Letztere be⸗ fanden ſich in einem Kraftwagen. Plötzlich bemerk⸗ ten ſie einen verdächtigen Kraftwagen, der mit gro⸗ ßer Geſchwindigkeit vorbeizufahren verſuchte. Als ſte den Wagen zum Halten aufforderten, eröffneten die Inſaſſen, zwei Männer und eine Frau, ſofort das Feuer aus einem Maſchinen gewehr. Es folgte ein lebhaftes Feuergefecht, bei dem ein Bun⸗ desagent getötet und ein anderer ſchwer verwundet wurde. Der verdächtige Wagen entkam. Später tauchte in dem Vorort von Chicago, Evanſton, ein anderer Wagen auf, deſſen drei Inſaſſen verletzt waren. Es wurde feſtgeſtellt, daß der Führer des entkommenen Wagens der Dillinger⸗Gangſter Ge⸗ org Nelſon war, der ſeit dem Tode Dillingers als„Staatsfeind Nr. 1“ geſucht wird. Die ge⸗ ſamte Polizei Chicagos und der Nachbarſtädte wurde ſofort alarmiert, um den Wagen Nelſons abzufan⸗ gen. Es wird vermutet, daß die Frau, die ſich in dem Wagen Neſſons befand, ſchwer verwundet iſt. Nelſon wird ſeit der Erſchießung Dillingers von dersgangen Poligei Amerikas unausgeſetzt geſucht. Zerknall in einer Wollkämmerei — Bremen, 27. Nov. In dem Betrieb der Bre⸗ mer Wollkämmerei in Blumenthal(Kreis Oſterholz) ereignete ſich eine Staubentzündung, die ein Scha⸗ denfeuer zur Folge hatte. Fünf Arbeiter erlitten Verbrennungen zum Teil ſchwerer Natur. Einer der Verletzten iſt inzwiſchen geſtorben. Tragiſcher Tod eines Eiskunſtläufers — Wien, 27. November. Ein tragiſcher Unfall er⸗ eignete ſich auf dem Platz des Wiener Eislaufver⸗ eins. Der bekannte Wiener Eiskunſtläufer Oskar Loſchitz ſtürzte bei einem Training ſo unglücklich, daß er ſich das Genick brach und kurz darauf ſtarb. Entgegen dem Rat ſeines Trainers, der beſonders einen Salto nach rückwärts als ſelbſtmörderiſch be⸗ zeichnete, übte Loſchitz gerade dieſe Figur ein, die ihm zun Verhängnis wurde. — V— — 8—* 2— Spenden für das Winterhilfswerk Berlin, 23. November. Für das Winterhilfs we rk ſind weiter folgende Spenden eingegangen: Chem. Fabrik Joh. A. Benckiſer GmbH., Ludwigshafen a. Rh. 10 000 1 Gebr. Fahr AG., Lederfabriken, Pirmaſens 3000 1 Knoll AG., Chem. Fabrik, Ludwigshafen 5000%; Benedikt Haupt 5 ut. Co., Albersweiler 4000; Städt. Sparkaſſe, Nürnberg 5000; Anhaltiſche Landesbrandkaſſe, Deſſau 5000 65 Magdeburgiſche Rückverſicherungs⸗A., Magdeburg 3000 Malz ⸗ Fabrik, Landsberg, Kreis Delitzſch 3000 J Carl Schmelzer ſen., Kammgarnſpinnerei, Lichtentanne⸗Sachſe 6000 ,; Kunſtſeidenwerke Küttner, Pirna 5000% einigte Fettſtoff AG., Dresden⸗Leuben 5200 /; Korſett⸗ fabrik Günther u. Neumeiſter Gmb hneeberg 3000 Sd Landesbrandkaſſe, Kiel 6000„ Königsberger Handels Compagnie, Königsberg⸗Pr. 3000; Uckermärriſche Zucker⸗ fabriten Ac. Strasburg(Uckermark) 3000, Preußiſche Zentralſtadtſchaft, Berlin W 35, 3000 /; Deutſcher Ring Verſicherungs⸗ AG., Hamburg 30 000%; Geheimrat Horn⸗ ſchuch, Kulmbach 10 000 4; Kulmbacher Spinnerei, Kulm⸗ bach 10 000; Mechaniſche Baumwoll⸗Spinnerei u. Weberei Bayreuth 5000 //; Fritz Neumeyer AG., Nürnberg 3000/ Dylerhoff u. Widmann AG., Nürnberg 7550 /; Duisbur 5 Ruhrorter Häfen AG., Duisburg Ruhrort 10000 15 Sonnenſchein u. Diepenbruck GmbH., Eſſen⸗Ruhr 6000 5 Hoffmanns Stärkefabriten AG., Bad Salzuflen 18 6000„/; Spinnerei u. Weberei Herding, Bocholt; Hds. Bertrams AG., Siegen 3500%; Friedrich Schleifen baum, Siegen 3000; Ewald Dörken AG., Herdecke⸗Ruhr 4000%; Vorſtand der Anwaltskammer Hamm⸗W. 3000% Firma Fr. Deiſting u. Co., Gmb.., Kierſpe 3000 Pleſſaer Braunkohlenwerke, Pleſſa 5000 /: Akt.⸗Malze Fabrik, Könnern⸗Saale 6000 J; Chem. Fabrik Buckau Zweigſtelle Ammendorf(Saalkreis) 3500 /, Spinnerei n. Weberei, Kottern 6000 /; Augsburger Kammgarnſpinnerei 12 000„4; Spinnerei und Weberei, Pferſee 4500 Neue Augsburger Kattunfabrik 3000% Hanfwerke Füſſen⸗Im⸗ menſtadt AG., Füſſen⸗Bayern 6000 /; Bauer u. Schaurte Rheiniſche Schrauben⸗ u. Mutternfabrik AG., Neuß 3000% Elettrizitäts⸗Lieferungs⸗Geſ., Berlin⸗ Friedenau 4000 Polizeikaſſe Berlin⸗Charlottenburg 4800 /; Deutſche Bank und Disconto⸗Geſellſchaft, Berlin W 8 weitere 25 000 Gebr. Röchling, Ludwigshafen a. Rh. weitere 43500, Debag⸗Konzern(Deutſche Baumwoll⸗AG. u. angeſchloſſene Firmen), Osnabrück 70 000, Verein. Sauexſtoffwerke Gmbh. und alle Zweig⸗ und Verſaudſtellen, Berlin Sy weitere 4500 ,: Hochtief, AG. für Hoch⸗ und Tiefbauten, für Zentrale Eſſen, Niederlaſſungen ſowie verſchiedene Be⸗ teiligung an Gemeinſchaftsbauſtellen, weitere 12000 Andreae-Noris Zahn AG. mit ſämtlichen Filialen und Tochtergeſellſchaften, Frankfurt a. M. 5000; Moſt Gmb. Kakao⸗ u. Schokoladefabriken, 25 000 Pakete Trinkſchokolade im Werte von 10 000 l. Olff, Köpke u. Co., G. m. b.., Hamburg, weitere 6000: Deutſche Eiſenbahn⸗Geſellſchaft m. b.., Frankfurt g. M. 3600; R. Heynen u. Co., Düſſeldorf 4500; Vereinigte Stahl⸗ werke AG., Hauptverw. Düſſeldorf 10 000; Chriſtian u. Hanraths,.⸗Gladbach 4000; Rhein. Unternehmungen Pferdmengs, Gieſenkirchen 3000; Artmeier u. Co., Solin⸗ gen 5000; Osnabrück Kupfer und Drahtwerk 10 000; Bre⸗ mer Vulkan Schiffbau und Maſchinenfabrik, Vegeſack 9000 Brauerei Königsbach, Koblenz 3000; Raſſelſteiner Eiſen⸗ werke, Raſſelſtein bei Neuwied 15 000; Salzwerk Heilbronn AG., Heilbronn a. N. 10 000; Linke⸗Hofmann⸗Werke Ach,, Breslau 6 9600; Schleſiſche Bergwerks⸗ und Hütten ⸗Ach., Beuthen(Oberſchl.) 12000; Dir. Frey vom Glashütten⸗ werk Murow 20 000; Rud. Chriſt. Gribel, Stettin weitere 4500; Pommerſche Zuckerfabrik Anklam, Anklam 9000; Peter Timming AG., Glückſtadt 5000; Deutſche Werke, Kiel 10.000; Münchener Buchgewerbehaus M. Müller u. Sohn G. m b.., München 20 000; C. Lorenz AG., Berlin⸗ Tempelhof weitere 15 000; Reichs⸗Kredit⸗Geſellſchaft Ach, Berlin We 8 weitere 20000; Allgemeine Gas⸗ und Elektri⸗ zitäts⸗Geſellſchaft Bremen, Berlin W 35 3500; Thenter⸗ perſonal des Staatstheaters, Berlin We 8 4395.95 Neue Beſtattungslaſſe, Erd⸗ und Feuerbeſtattung, Berlin J00g Innungskrankenkaſſe der Gaſtwirte Berlin SW 68 9000 Zuckerfabrik Rheingau AG., Worms a. Rh. 7000; Dresdner Bank, Berlin W' 56 weitere 25 000; Hermann Tietz u. Co, Berlin SW 19 5000; Städt. Sparkaſſe, Düſſeldorf 10 000 Koßlenhandels⸗Geſ.„Niederrhein“ G. m. b.., Duisburg 10000; Arbeitgeberverband für Eſſen und Umgegend e.., Eſſen(Ruhr) 3000; Krupp von Bohlen und Halbach, Eßen (Ruhr) 10 500; Rhein.⸗Weſtf. Elektr.⸗Werk, Weſel 9000. J. J. Marx, Tuchfabrik, Lambrecht 3000; Park⸗ und Bür⸗ gerbräu, Pirmaſens 4000; Baumwollſpinnerei und Webe⸗ rei, AG, Lampertsmühle 3000; Papierfabriken Julius Glatz, Neidenfels⸗Rheinpfalz 5000; Pfalzwerke AG, Ludwigshafen a, Rh. 10 000; Vorſtand des Sterbekaſſenvereins für Reichs⸗ poſtbeamte, Berlin W 66 0; Commerz⸗ und Privat⸗Bank AG, Berlin, weitere 15000; Auslends⸗Organiſgtion, Ham⸗ burg, Seefahrer, weitere 10 000; Diamalt AG, München 3000 Dr. J. Bueb, Berlin NWei7 weitere 5000; Minimax AG, Berlin NW;7 weitere 3000 Mark. ————!.————... ñ᷑'.ů.——̃——————— Hauptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner Merantwortlich für Politik: Hans Alfred Meißner- Handelsteil;.. B. Willy Müller- Feuilleton: Carl Onno Eiſenbart- Lokalen Teiß Dr. Fritz Hammes- Sport: Willy Müller- Südweſtdeutſche Um⸗ ſchau, Gericht und den übrigen Teil Curt Wilhelm Fennel— Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mann heimer Zeitung, Mannheim, k 1,—8 Schriftleitung in Berlin: Dr. Fritz Fillies, W 365, Vittoriaſtraße 40 eee A 18155 Ausgabe 8 83808, eſamt⸗D⸗A Oktober 1934: 21458 Abend⸗Ausgabe A 12532 Ausgabe B 8803, GeſamteD.⸗A. Oktober 1934. 20585 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bel Rückporto Puccini, der Sänger der Liebe Zum 10. Todestag des Komponiſten am 29. November. Alle waren ſie Muſiker in der Familie Puccini geweſen. Alles, was ſie fühlten und dachten, ſetzte ſich bei ihnen in Töne um. Der Sohn lernte es vom Vater, und der wieder hatte es von ſeinem Vater gelernt. Das war ſeit zwei Jahrhunderten ſo. Von dem erſten Puceini, dem Begründer der Muſikerdynaſtie, der als Kapellmeiſter der Repu⸗ blik Lucca in Italien fungierte, wird erzählt, daß er dasſelbe Gehalt erhielt wie der Scharfrichter. Aber das kam ſelbſt den Stadtvätern in Lucca etwas ſelt⸗ ſam vor, ſo daß hinfort an jedem Monatsende der Kapellmeiſter außer ſeinem Gehalt noch ein Bröt⸗ chen erhielt. So wurde der Unterſchied zwiſchen dem Kapellmeiſter und dem Scharfrichter gebührend hervorgehoben, und der Senat Luccas brauchte ſich in dieſer Frage keine Kopfſchmerzen mehr zu machen. ö In Lucca wupde auch Giacomo Puceini am 22. Juni 1858 geboren. In Lucca wurde er auch durch ſeinen Vater in die Geheimniſſe der Muſik einge⸗ weiht. In der Kathedrale lernte er die Orgel ſpie⸗ ien. Puceini erzählt ſelbſt, daß er damals erſt ſechs Jahre alt war. 1880 ging Giacomo Puccini nach Mailand. Die Mutter hatte ſich an eine Hofdame, die Marcheſa Pallavieini, gewandt, und die Königin erbot ſich, Puceini ein Jahr im Konſervatorium zu erhalten. Aber es war trotzdem eine harte Zeit. Die oft genug ausgebliebenen Mittageſſen verur⸗ ſachten dem künftigen Maeſtro, wie er ſpäter ſelbſt einmal ſchrieb,„eine Leere im Herzen“. 1883 war die harte Studienzeit auf dem Konſervatorium be⸗ endet. Puceini hatte dort neben anderen Freunden einen uten Kameraden an Pietro Mascagni gefunden, der zu jener Zeit ebenfalls am Konſer⸗ natorium ſtudierte. Puccinis erſte Oper entſtand in dieſer Zeit, ſie hieß„Die Willis“ und ging am 31 Mai 1884 in Mailand zum erſten Male über die Bühne. Es war gleich ein Erfolg, und der junge Puceini mußte ſich achtzehnmal vor der Rampe zei⸗ gen. 5 Die zweite Oper Puccinis,„Edgar“, erſchien am 21. April 1889 auf der Bühne der Mailänder Seala. Sie hatte keinen ſo durchſchlagenden Erfolg, wurde noch hin und wieder aufgeführt und ver⸗ ſchwand dann von den Bühnen. Dann aber geht es ſchnell vorwärts. Puceini macht ſich an die muſi⸗ kaliſche Bearbeitung der alten rührſamen Geſchichte von Man on Lescaut nach dem Roman des Abbes Prévoſt. Am 1. Februar 1893 ging die Oper in Turin zum erſten Male in Szene. Der Erfolg überſtieg alle Erwartungen. Und nun blieb der Erfolg dem Komponiſten treu. Die nächſten Werke „Boheme“,„Tosca“,„Butterfly“ und ſein Schwanen⸗ geſang„Turandot“, beherrſchen heute den Spiel⸗ plan aller Opernbühnen. Der Meiſter hatte ſich vor einem Jahrzehnt gans in ſeine Villa in Viareggio zurückgezogen. Er führte ſein gewohntes Leben zwiſchen ſeiner Ja⸗ milie und ſeinen Freunden, arbeitete noch an ſeiner „Turandot“ und machte Ausflüge im Automobil. Plötzlich machten ſich die Anzeichen eines Hals⸗ leidens bemerkbar. Ein Florentiner Spezialiſt ent⸗ deckte unter dem Kehlkopfdeckel ein kleines Pünkt⸗ chen von Stecknadelgröße. Nach kurzer Zeit ſtellte ſich die Wahrheit heraus, eine gräßliche Wahrheit, die der Meiſter zunächſt ſelbſt nicht erfuhr: es han⸗ delte ſich um raſch fortſchreitenden Kehlkopfkrebs. Ein Konſtlium der Aerzte ergibt die Notwendig⸗ keit eines ſofortigen chirurgiſchen Eingriffs. In einer berühmten Klinik in Brüſſel ſoll die Opera⸗ tion vorgenommen werden. Die Abreiſe wird ſo⸗ gleich beſchloſſen. Der Meiſter macht ſich mit ſeinem Sohn Tonio auf den letzten Weg. Er ſchlendert noch einmal um ſeine Villa, geht jeden Weg in dem Gar⸗ ten, den er ſelbſt anlegen ließ und ſtreichelt mit den Augen ſeine geliebten Fichten. Am 4. Novpbr. trifft man in Brüſſel ein. Die Komplikationen beginnen ſofort. Blutungen, die aus der Kehle dringen, machen dem Meiſter das Leben unerträg⸗ lich. Die ſchwere und gefährliche Operation läßt noch die Möglichkeit, einige Jahre zu leben. Sie wird vorgenommen und ſcheint geglückt zu ſein. Puccini fühlt ſich erleichtert und läßt den Sohn an ſeine Frau telegraphieren:„Nur an ein Wunder war noch zu glauben, und das Wunder erfüllt ſich“ Es war verfrühter Jubel. Es ſtellt ſich heraus, daß das Herz in Mitleidenſchaft gezogen wurde. Alles Bemühen iſt vergeblich, das Herz macht nicht mehr mit. Am 29. November 1924 tut Giacomo Puccini den letzten tiefen Atemzug. Im Arbeitszimmer ſeiner Villa, in der er gelebt und gearbeitet hatte, ſteht der Sarg Giacomo Pue⸗ einis neben dem ſeiner ſpäter geſtorbenen Gattin atnter einer Marmorkonſole. Das Haus wird wie ein Nationalheiligtum gehütet. Seine Beſucher ſind Muſikfreunde aus der ganzen Welt.. Zweiter Kammermuſik⸗Abend der NS⸗Kulturgemeinde Der bereits für vorigen Dienstag vorgeſehene Kammermuſikabend fand mit denſelben Mitwirken⸗ den und unweſentlich geänderter Vortragsfolge im Rahmen des„Tages der Hausmuſik“ ſtatt und begei⸗ ſterte die Zuhörer, die den großen Saal der Har⸗ monie bis auf das letzte Plätzchen beſetzt hielten. Er⸗ öffnet wurde der Abend mit einem Frühwerk des ver⸗ dienſtvollen Theoretikers Ewald Sträßer, der am Kölner Konſervatorium jahrelang wirkte, 1921 einem Ruf nach Stuttgart folgte und 1933 heimging. Was ſeine Muſik auszeichnet, iſt ausgeſprochene Muſizier⸗ freude bei eminenter Formbeherrſchung. Mögen andere Tonſetzer vielleicht einen intimeren Kammer⸗ muſikſtil ſchreiben und eine polyphone Verarbeitung bevorzugen, ſo nimmt Sträßer durch ſein geſundes rheiniſches Temperament von Anfang an gefangen. Schon hier lernte man die Mitglieder des Schul ze⸗ Prisca⸗Quartettes als ausgezeichnet ein⸗ geſpielte Muſtker kennen, die nur im Dienſte des Kunſtwerkes ſtehen und, jeder Eitelkeit abhold, ſich als Prieſter ihrer Kunſt fühlen. An zweiter Stelle ſtand die ungemein ſonnige Serenade op. 25 von Beethoven für Flöte, Vio⸗ line und Bratſche, eines der heiterſten Werke, das der große Meiſter erſonnen hat. Wenn je, ſo gilt hier der Spruch:„In der Beſchränkung zeigt ſich erſt der Meiſter“. Wie ſich die einzelnen Inſtru⸗ mente die Motive bald zuwerfen, bald in der Erk⸗ faltung ihrer eigentümlichen Fähigkeiten wetteifern, und der Hörer angeſichts der Einfallsfülle vergißt, daß das ganze muntere Spiel nur von drei Aus⸗ übenden beſtritten wird, das ſucht ſeinesgleichen. Zu Walter Schul ze⸗Pris ca, dem Primarius und dem tüchtigen Bratſchiſten Karl Eugen Körner geſellte ſich hier unſer Meiſterflötiſt Max Fühler, der mit ſeinen prickelnden Flötenpaſſagen das Pu⸗ blikum zu reſtloſer Bewunderung hinriß. Manches berührt hier wie eine Vorahnung des berühmten Flötenſolos im Finale der„Eroica“. 5 Weſentlich verhaltener iſt die Heiterkeit, die ſich in Mozarts Klarinetten⸗Quintett(Köchel⸗BVerd Nr. 581) entfaltet und man denkt unwillkürlich au Mottls Ausſpruch über die verſchiedenen Grade der Heiterkeit in Mozarts Muſik. Man ſtaunt, wie wun⸗ derbar Mozart alle Möglichkeiten der Klarinette, die er in Mannheim kennengelernt hat, ausbeutet, auch die tiefſten Lagen(ſchon vor Weber im„Frei ſchütz“). Es iſt ein ununterbrochenes Schwelgen in eitel Melodie und Wohllaut, eine Freude an reinek Harmonie, zu der wir uns manchmal erſt zurück finden müſſen. Ernſt Schmidt, der ausgezeichnete Klarinettiſt des Nationaltheater⸗Orcheſters, behan⸗ delte ſeinen Part nicht nur als trefflicher Beherk⸗ ſcher ſeines Inſtrumentes, ſondern auch mit jener vornehmen Zurückhaltung, die Mozarts Melodien ihren Adel, ihre Vornehmheit zukommen läßt Ehrenvolle Erwähnung verdienen auch die anderen Mitglieder der Vereinigung, die ſich verdienſtvoll 5 das Enſemble einfügten, Wilhelm Smit am uz der zweiten Geige und Hans Münch⸗Hollan (Cello). Alle haben zum reſtloſen Gelingen e ü g Abends beigetragen. 8 7 — Die langen worde! und ge Futter daß m. nicht v die ſich die au Taube! aber Markt! ganz mittag, Taubei auf de von d eine k! vor u ſchnelle auf die bringe aber n was ü! pfeif waren. davon Straße klar 31 macht! „Necka Die M „Flora eine! abwech nen ſe Gründ lehrer Kapell! Zeit be Ernſt? und ve Aufbli leben hard! der nu Leitun. leriſche konzer. musica 92 Cho worden indem Soliſte Es Leiter ö g bauarl evange mu ſi darf de Bewuf Nirch ſtellt e die El 8 Mittwoch, 28. November 1934 * Neue Mannheimer Zeitung Abend ⸗Ausgabe 3. Seite eee Die Stadtseite Mannheim, den 28. November. Eine wohlverdiente Strafe Die Tauben auf dem Marktplatz ſind ſchon ſeit langem zu erklärten Lieblingen der Mannheimer ge⸗ worden. Die Tauben werden immer zutraulicher und gar manche von ihnen nehmen das gereichte Futter aus der Hand. Haben doch die Tiere erkannt, daß man ihnen nur gut will. Es läßt ſich natürlich die ſich nicht zu den Tierfreunden zählen dürfen und zie aus Unvernunft oder aus Bosheit verſuchen, die Tauben zu quälen. Glücklicherweiſe befinden ſich aber immer genügend Taubenfreunde auf dem Marktplatz, die jeden zurechtweiſen, der ſich nicht ganz einwandfrei benimmt. Kam da geſtern nach⸗ mittag, zu einer Zeit, als nur wenige Leute bei den LTFauben ſtanden, ein etwa zehn Jahre alter Junge auf den Marktplatz, um ſich in einiger Entfernung pon den Tauben aufzuhalten. Plötzlich zog er eine kleine Schleuder aus der Hoſentaſche her⸗ vor und ließ einen Stein in die Taubenſchar ſchnellen. Erſchreckt flogen die Tauben auf, um ſich auf die Mauervorſprünge der Kirche in Sicherheit zu bringen. Das verwerfliche Treiben des Jungen war aber nicht unbeobachtet geblieben und ehe er wußte, was überhaupt geſchah, hatte er zwei ſo heftige Back⸗ pfeifen weg, daß die fünf Finger deutlich ſichtbar waren. Mit langen Schritten ſauſte nun der Junge davon und verſchwand im Gewühl der Breiten Straße, ſo daß es unmöglich wurde, ihm noch weiter klar zu machen, welchen Frevels er ſich ſchuldig ge⸗ macht hatte. Doppeljubiläum in der Lutherkirche Am Sonntag, dem 2. Dezember, begeht der Kir⸗ chenchor der Lutherkirche das ſeltene Feſt ſeines goldenen Jubiläums, verbunden mit 20jährigem Chorleiterfubiläum. Dabei kommen Werke alter Meiſter zur Aufführung u. a. die zwei Kan⸗ taten von D. Buxtehude. Im Jahre 1884 taten ſich Männer und Frauen der RNeckargärten“ zu einem gemiſchten Chor zuſammen. Die Männerſtimmen ſtellten dabei die Geſangvereine „Flora“ und„Concordia“. Es war dies zunächſt eine konfeſſionell gemiſchte Chorvereinigung, die abwechſelnd in den beiden Kirchen beider Konfeſſio⸗ gen ſang. Erſt ſpäter trat eine Trennung ein. Gründer und erſter Leiter des Chores war Haupt⸗ lehrer Adalbert Hoffmann. Sein Nachfolger wurde Kapellmeiſter Köhler, der den Chor aber nur kurze geit betreute. Ihm folgte in der Leitung Hauptlehrer Ernſt Meier. 24 volle Jahre ſtand er dem Chore vor und verwandte viel Fleiß und große Hingabe an das Aufblühen des Chores. Nach ſeinem plötzlichen Ab⸗ leben wurde die Leitung Hauptehrer Fritz Leon⸗ hardt, einem Schüler A. Landmanns, übertragen, der nun den Chor ſchon 20 Jahre führt. Unter ſeiner Leitung nahm der Chor einen beachtenswerten künſt⸗ leriſchen Aufſchwung. Er hat auch die Volkskirchen⸗ konzerte eingeführt, die die verborgenen Schätze der musica sacra der Gemeinde erſchließen ſollten. In 2 Chorkonzerten iſt dieſe Aufgabe bis jetzt durchgeführt worden. Die Konzerte haben auch ihre ſoziale Seite, indem ſie vielen Berufsmuſikern einen Verdienſt als Soliſten bringen. Es gereicht auch dem Chore zur Ehre, daß ſein Leiter für dieſe ſeit 1918 geleiſtete erfolgreiche Auf⸗ bauarbeit in echt deutſch⸗völkiſchem Sinne von der evangeliſchen Kirchenregierung zum Kirchen⸗ mufikdirektor ehrenhalber ernannt wurde. So darf denn der Chor ſein goldenes Jubiläum mit dem Hewußtſein feiern, alles getan zu haben, was tirche und Volk von ihm verlangt. Darum ſtellt er auch ſeine Feier unter das Wort: Gott allein die Ehre! Mikaliederverſammlung des Gläubigerſchutz Mannheim Der Verein hielt unter Führung ſeines 1. Vor⸗ ſtzenden, Jacob Petry, Ludwigshafen, ſeine diesjäh⸗ tige ordentliche Mitgliederverſamlung ab, an der 31 Mitglieder teilnahmen. Nach Begrüßung der Erſchienenen gab Herr Petry einen Ueberblick über die Inſolvenzentwicklung im pergangenen Jahre, in deſſen Verlauf die geſchäft⸗ lichen Zuſammenbrüche, gemeſſen an den früheren Jahren, einen Rekordtiefſtand erreichten. Die In⸗ ſolvenzverkuſte gingen um weit über die nicht vermeiden, daß immer wieder Leute auftauchen, Hälfte zurück, ebenſo die Anzahl der eröffneten Kon⸗ kurs verfahren. Eine genaue Schätzung der Gläubigerausfälle ſei allerdings nicht möglich ge⸗ weſen, weil die mangels Maſſe abgelehnten Konkurſe, die außergerichtlichen Erlaßvergleiche, die Zwangs⸗ verſteigerungen und dergleichen ſtatiſtiſch nicht erfaßt werden konnten. Als betrübliche Tatſache ſei zu ver⸗ zeichnen, daß im zurückliegenden Jahre etwa 70 v. H. aller geſtellten Konkurs⸗ und Vergleichsanträge mangels vorhandener Maſſe abgelehnt werden mußten. Es ſei eine der zukünftigen Aufgaben der Gläu⸗ bigerſchutzverbände, an der Eindämmung der Unſitte mitzuwirken— und zwar im Bedarfsfalle mit Hilfe des Strafrichters— daß Schuldner den Krebsſchritt ſo lange üben, bis ſie in das Land der „Habenichtſe“ geraten und dann erſt mit mehr oder weniger großer Gleichgültigkeit ihren Schuldenpack ablegen im Bewußtſein deſſen, daß man ihnen ja nun nichts mehr anhaben könne. Der dreiköpfige Vorſtand, aus den Herren Peter Bertho, Direktor Herrmann, Mannheim und Jacob Petry, Ludwigshafen a. Rh, wurde wiedergewählt. Zum Schluß ſprach Geſchäftsführer Karl Lemcke über das Thema„Kreditbetrug und neue Recht⸗ ſprechung!l. Seine Ausführugen gipfelten in der Feſtſtellung, daß in der neueren Rechtſprechung der Gedanke einer eingehenden Berückſichtigung des Grundſatzes von Treu und Glauben immer mehr an Boden gewonnen habe. Die im Laufe der früher liberaliſtiſchen Wirtſchaftsära von der Parole „Schutz dem Schwachen“ in übertriebener Form ge⸗ leitete Rechtſprechung mit ihrer weit unterſchätzten zerſtörenden Wirkung auf die Geſchäftsmoral habe damit eine grundlegende Wandlung erfahren, als deren Folge die beſchleunigte Herbeiführung der für die geſunde Wirtſchaft unentbehrlichen größtmöglich⸗ ſten Kreditſicherheit erwartet werden dürfe. beſtehend Hans zen Seinen 81. Geburtstag begeht heute Herr J. M. Nopper, I. 13, 12. Wir wünſchen dem alten Herrn, der ſeit mehr als 40 Jahren der„Neuen Mannheimer Zeitung“ die Treue gehalten hat, noch lange ungetrübte Jahre. z Verſetzt in gleicher Eigenſchaft wurden die Studienräte an Handelsſchulen Wilhelm Knau⸗ ber von Gaggenau nach Mannheim, Handels⸗ ſchule I, Dr. Adolf Schüßler von Mannheim, Handelsſchule II, an die Handelsſchule J; der Stu⸗ dienrat Karl Büchler von Pforzheim, an die Ge⸗ werbeſchule nach Mannheim. ze Ernannt wurde zum Gewerbeſchuldirektor Studienrat Ottvo Zipper lin in Mannheim; zum Studienrat Gewerbeſchulaſſeſſor Fritz Pfaff in Mannheim. a Der Cäeilien⸗Verein Käfertal hielt ſeine gut⸗ befuchte Generalverſammlung ab. Dem Geſamtvor⸗ ſtand, der auch weiterhin in ſeinem Amt bleiben wiröd, wurde das Vertrauen der Mitglieder ausgeſprochen. Dem Cäcilienchor und ſeinem verdienſtvollen Chor⸗ leiter Mäder ſowie dem Kirchenorcheſter und dem Organiſten Gutfried wurde Dank und Anerkennung für das künſtleriſche Schaffen gezollt. Für eine 40⸗, 25⸗ und 15jährige Zugehörigkeit zum Cäcilienverein konnte eine Anzahl von Mitgliedern geehrt werden, während der 70 Jahre alte Vereinsdiener Altenbach ein Sonderlob entgegennehmen durfte. Chorleiter Mäder ſprach ſeinen Sängern den Dank für ihre Mit⸗ arbeit aus: neben der Pflege des alten Liederſchatzes wurden eine Meſſe und ſieben neue Chöre eingeübt, die man in 32 Feſtgottesdienſten und ſieben Abend⸗ feiern ſang. i Eine große Pfauenfamilie kann man gegen⸗ wärtig beim Stern im Wald park beobachten. Dieſe Tiere gehören dem Waldparkzoo und ſind es ge⸗ wöhnt, ihre Spaziergänge in den Waldpark auszu⸗ dehnen, wo ſie reichlich Nahrung finden. Nicht weniger als 17 Pfauen ſind es, die ſich meiſt in ge⸗ ſchloſſener Geſellſchaft befinden. Bei der überwie⸗ genden Mehrzahl der Tiere handelt es ſich um Nach⸗ kommen der im Vorjahre neu angeſchafften Pfauen⸗ Pärchen. An dem noch nicht ganz ausgebildeten Ge⸗ fieder kann man erkennen, daß es ſich in der Haupt⸗ ſache um Jungtiere handelt, die allerdings ſchon faſt die Größe der alten erreicht haben. an eber die Sommerwärme geben die Stati⸗ ſtiſchen Monatsberichte der Stadt Mannheim Auf⸗ ſchluß. Danach hat die mittlere Tagestemperatur im Juli mit 21,3(21,1)? und im September mit 18,3(16,7) die vorjährige übertroffen, iſt dagegen im Auguſt mit 18,8(20,4) hinter jener von 1933 zurückgeblieben. Der September war in den letzten 35 Jahren nur einmal noch wärmer: im Jahre 1929 mit 18,6. Die abſolut höchſte Temperatur des Quartals brachte der 10. Jauli(28. Juli) mit 32,5 (34,2). Die gefallene Regenmenge war im Juli mit 37,8(29,4) Millimeter und im September mit 33,7(34,1) Millimeter verhältnismäßig niedrig, an⸗ dererſeits im Auguſt mit 117,1(37,5) Millimeter überaus hoch. Die Verteilung der Bevölkerung auf die einzel⸗ nen Religionsgeſellſchaften nach der Volkszählung dom 16. Juni 1933 ergab rund 40,9 Millionen evan⸗ geliſche Chriſten und 21,2 Millionen römiſch⸗katholi⸗ ſche Chriſten. Auf die beiden Hauptbekenntniſſe ent⸗ fallen innerhalb des deütſchen Reiches alſo zuſam⸗ men 95,12 v. H. der Geſamtbevölkerung. Der Anteil der Bekenntnisjuden beträgt in Deutſchland rund 500 000 oder 0,77 v. H. der Geſamtbevölkerung. Die Religionsentwicklung von 1925 bis 1933 hat äußerſt intereſſante Merkmale aufzuweiſen. Der Anteil der evangeliſchen Chriſten an der Ge⸗ lamtbevölkerung iſt von 64.17 v. H. im Jahre 1925 auf 62,66 v. H. im Jahre 1933 zurückgegangen, wobei noch beſonders beachtenswert iſt, daß ſich die Geſamtbevölkerung des⸗deutſchen Reiches um rund 45 v. H. vermehrt hat. Für die Erhaltung des An⸗ teils der evangeliſchen Chriſten wäre eine Vermeh⸗ kung der evangeliſchen um rund 1,8 Millionen not⸗ wendig geweſen, während die tatſächliche Zunahme nür 815 000 betrug. Hier hat ſich in erſter Linie der Kirchenaustritt in der marxiſtiſchen Regierungszeit kark bemerkbar gemacht. Erfreulich iſt dagegen die Feſtſtellung, daß im Dritten Reich wieder Tauſende von Volksgenoſſen der Kirche beigetreten ſind. In der Stadt Maunheim gab es nach der Volkszählung vom 16. Juni 1933 insgeſamt 18 147 evangeliſche Chriſteu, während im Jahre 1925 insgeſarit 126 503 Evangeliſche eee eee Religionsſtatiſtik der Stadt Mannheim gezählt wurden. Hiernach hatte uuſere Stadt alſo bei den evangeliſchen Chriſten eine Zunahme zu verzeichnen. Der Anteil der römiſch⸗katholiſchen Chri⸗ ſten im ganzen Reichsgebiet iſt gegenüber der vor⸗ letzten Volkszählung in geringem Maße geſtiegen. Die Vermehrung der römiſch⸗katholiſchen Chriſten liegt ſogar rund 5 v. H. über der durchſchnittlichen Bevölkerungszunahme. In der Stadt Mannheim gab es 1925 insge⸗ ſamt 102 526 Römiſch⸗katholiſche, während das Jahr 1933 insgeſamt 113 284 Mitglieder der römiſch⸗katholiſchen Kirche aufwies, und da⸗ mit für unſere Stadt eine Zunahme. Infolge der Gottloſenpropaganda und ähnlicher Beſtrebungen im Zeitalter der marxiſtiſchen Regie⸗ rungen nahm die Zahl der Religionsloſen immer ſtärker zu. Hier hat der Nationalſozialismus mit ſeiner Einſtellung zur Kirche erfreulichen Wan⸗ del geſchaffen. Die neueſte Religionsſtatiſtik faßt die Religionsloſen mit unter der Gruppe„Sonſtige Chriſten“ zuſammen. Mannheim hatte nach der Zäh⸗ lung von 1933 insgeſamt: 16 260„ſonſtige Chriſten“. Das Judentum in der Stadt Mannheim hat einen Rückgang erfahren. Während im Jahre 1925 noch 6972 Iſraeliten gezählt wurden, waren es im Jahre 1933 nur noch 6402, die ſich zum moſaiſchen Glauben bekannten. E.-s. Nummer 548 BILDER VON TAGE Die Kamera sſlehf Hin die Welt e Prag griff nach den Inſignien der Deutſchen Univerſität. Die wertvollſten Inſignien der Prager Deutſchen Univerſität, die 1348 von Kaiſer Karl IV. gegründet wurde, mußten auf Anordnung des tſchechiſchen Unterrichtsminiſteriums an die erſt ſeit dem Jahre 1882 beſtehende tſchechiſche Prager Univerſität ausgeliefert werden. So ging es bei den Studenten⸗Krawallen in Prag zu. Ein Bild von den ſtürmiſchen Kundgebungen, die aus dem Konflikt um die Gründungs⸗Inſignien der Prager Deutſchen Univerſität entſtanden ſind. 2 Der Dichter applaudiert den Geſtalten ſeiner Dichtung. Gerhart Hauptmann mit ſeiner Gattin und Miniſte rialrat Otto Laubinger in der Berliner„Plaza“, wo des Dichters Bauernkriegs⸗Tragödie„Florian von 3000 Zuſchauern bejubelt wurde. Ganz London ſteht im Zeichen der Prinzenhochzeit. Nicht nur Englands Hauptſtadt, ſondern das ganze Land ſpricht ſeit Tagen von nichts anderem, als von der am 29. November ſtattſindenden Vermählung des Herzogs Vor dem Londoner Buckingham⸗Palaſt Marina von Griechenland. von Kent mit der ſteht von früh bis 5 Frinzeſſin ſpät eine rieſige Menſchenmenge in der Hoffnung, den Herzog oder die Prinzeſſin zu Geſicht zu bekommen. 2 4. Seite/ Nummer 448 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Mittwoch, 28. November 1934 Friſeure ſind an Preisfeſtſetzungen nicht gebunden Dem Reichskommiſſar für Preisüberwachung gehen wieder zahlreiche Berichte zu, wonach Friſeure über Preiſe Klage führen, die angeblich von anderen Stellen feſtgeſetzt ſeien. In dieſen Be⸗ richten wird ausgeführt, daß durch ſolche Preisfeſt⸗ ſetzungen viele Kunden abſpringen und das Ge⸗ ſchäft gefährdet wird. Der Reichskommiſſar für Preisüberwachung hat ſchon früher mehrfach auf dieſe ganz ſelbſtverſtändliche Gefahr hingewieſen. Er hat daher jetzt Anlaß genommen, darauf hinzuwei⸗ ſen, daß jeder Friſeur hinſichtlich ſeiner Preisgeſtaltung völlig frei iſt; er iſt micht nur berechtigt, ſondern auch verpflichtet, die Preiſe für ſeine Leiſtungen ſelbſt zu berechnen. An Preisfeſtſetzungen irgendwelcher anderer Stellen iſt kein Friſeur gebunden. Insbeſondere ſind die Innungen nicht befugt, Preiſe vorzu⸗ ſchreiben. Der Reichskommiſſar für Preisüber⸗ wachung betont aber dabei ausdrücklich, daß jeder Friſeur bei ſeiner Preisberechnung nach wirtſchaft⸗ lichen Grund ſätzen zu verfahren und ſeine Selbſt⸗ koſten ordnungsgemäß zu berückſichtigen hat. Selbſt⸗ verſtändliche Vorausſetzung iſt, daß jeder Friſeur ebenſo wie jeder andere Gewerbetreibende ſeine Steuerpflichten erfüllt, etwaige Hilfskräfte pünktlich bezahlt, für dieſe die ſozialen Verſicherungsbeiträge broͤnungsgemäß entrichtet und auch etwaigen ſonſti⸗ gen Zahlungsverpflichtungen für Warenentnahme Uw. nachkommt. Die vorübergehende Abmeldung von Kraftfahrzeugen Ueber das künftige Verfahren bei der vorüber⸗ gehenden Abmeldung von Kraftfahrzeugen hat der Reichsverkehrsminiſter einen Erlaß here ausgegeben, aus dem ſich ergibt, daß ſich in der Praxis für den Fahrzeugbeſitzer kaum etwas ändert. Da die Zulaſſung von Kraftfahrzeugen nicht mehr durch verkehrsrechtliche Vorſchriften mit der Steuerzahlung verknüpft iſt, werden die Zulaſ⸗ ſungsſtellen nur noch im Wege der Verwaltungs⸗ hilfe für die Finanzbehörden tätig. Will der Eigen⸗ tümer zur Erſparung von Steuer und Verſicherung vorbergehend ſein Kraftfahrzeug außer Betrieb ſet⸗ zen, ſo hat künftig auf ſeinen Antrag die Zulaſſungs⸗ ſtelle oder die von ihr beauftragte Ortspolizeibehörde den Dienſtſtempel auf den Kennzeichen des Fahr⸗ zeuges zu vernichten und den Kraftfahrzeugſchein oder Zulaſſungsſchein einzuziehen und aufzubewah⸗ ren. Eine Gebühr wird hierfür nicht erhoben. Die Neuſtempelung eines abgemeldeten Kraftfahr⸗ zeuges wird vorgenommen, wenn der Eigentümer eine gültige Steuerkarte vorlegt. Zugleich iſt der Kraftfahrzeugſchein oder Zulaſſungsſchein wieder auszuhändigen. Hierfür wird bei Kraftfahrzeugen eine Gebühr von einer Mark, bei Krafträdern eine ſolche von 50 Pfeunigen erhoben. Die gleiche Ge⸗ bhühr gilt bei der Wiederanmeldung von Kraftfahr⸗ zeugen, die noch auf Grund des früheren Rechtes vorübergehend abgemeldet wurden. 100 000 Aſchenteller für unſere Raucher Förderung der heimiſchen Induſtrie durch das Winterhilfswerk Wie die Holzſchnitzer im Schwarzwald durch die Aufertigung der Holzanſtecker wieder Arbeit be⸗ kamen, ſo wurde in gerechter Verteilung für den Verkauf am 2. Dezember auch noch die notleidende Pforzheimer Induſtrie berückſichtigt. Während bis jetzt faſt ausſchließlich Plaketten angefertigt wurden, hat die Gauführung Baden des Winterhilfswerkes dieſesmal einen praktiſchen Gegenſtand zum Ver⸗ kauf herſtellen laſſen. 100 000 zwar einfache, aber nette und in der Form ſehr gefällige Aſchentel⸗ ler aus Aluminium mit WHW⸗Aufſchrift, werden ihre Abnehmer ſuchen und auch finden, da jeder ſich gern einen brauchbaren Gegenſtand kauft. So wird auch hierdurch wieder tatkräftig zur Förderung der heimiſchen Induſtrie beigetragen, während anderer⸗ ſeits der Erlös den Bedürftigen unſeres Volkes zu⸗ gute kommt. „Die engliſche Heirat“ Ein Luſtſpiel im Alhambra“⸗Theater Die„engliſche Heirat“, das iſt eine ſo vergnüg⸗ liche, zum Lachen herausfordernde Angelegenheit, daß wir uns von dieſem Genre noch recht viele Filme für die kommende Spielzeit wünſchen möch⸗ ten. Der Erfolg dieſer, unter der geſchickten Regie Reinhold Schünzels entſtandenen Komödie iſt nicht nur in der Anhäufung von vielen luſtigen Epiſoden, ſondern beſonders in dem großen Auf⸗ gebot hervorragender Darſteller, unter denen beſon⸗ ders Adele Sandrock herausragt, begründet. Adolf Wohlbrück und Renate Müller Eine königliche Großmutter, ſo müßte man eigentlich dieſe alte, Furcht und Schrecken verbrei⸗ tende engliſche Lady nennen, die majeſtätiſch und unumſchränkt auf ihrem Landͤſitz bei London über alles menſchliche Gebein, ſeien es Söhne oder Enkel⸗ kinder, von der Dienerſchaft ganz zu ſchweigen, herrſcht. Was Wunder, daß dem jungen Mann, der auf dem Kontinent, und zwar in Berlin, ſein Herz an eine junge Auto⸗Fahrlehrerin verloren hat, recht hänglich zumute iſt, als er nach Old England zurück⸗ kehrt, denn hier ſoll er ſeiner Großmama ſchonend beibringen, daß er ſich Knall und Fall drüben in Deutſchland ohne Wiſſen der adelſtolzen Familie verheiratet hat. Die alte, reſolute Dame wird nun immer mehr zum Träger aller Geſchehniſſe. Um ihre imponierende Geſtalt kreiſen die Dinge gemein⸗ ſam mit der Verwandtſchaft. Und es iſt herrlich zu ſehen, wie ſie das Arrangement zur Verlobung des zurückgekehrten Enkels mit der Tochter eines Peers aus der Nachbarſchaft trifft und wie ſie durchaus ahnungslos ob des„Seitenſprungs“ ihres Neffens in Berlin und ſeiner Tollkühnheit, ſich doch heimlich zu verhetraten, dieſe Verlobung auch vollzieht. Wie ſie ſchließlich mit der kleinen, temperamentvollen Deutſchen in engeren Kontakt kommt, ohne über⸗ haupt zu wiſſen, wer dieſe ſympathiſche blonde Per⸗ ſon iſt, das iſt ſo anmutig beſchwingt geſtaltet, ſo überaus luſtig von Schünzel eingefädelt, daß hier wohl der Höhepunkt der nie langweilig werdenden Handlung zu erblicken iſt. Wenn ſchließlich die engliſche Heirat doch noch in die hier wohl verdien⸗ ten Brüche geht und daraus eine zweite, zarte und anſcheinend vielverſprechendere Liebesaffäre ſich zu entwickeln ſcheint, ſo liegt das durchaus in der Natur eines filmzünftigen Happy end und wirkt auch hier keineswegs unnatürlich und erzwungen. Wie bereits angedeutet, iſt in dieſem Film Adele Sandrock von ganz beſonderem darſtelle⸗ riſchen Format. Die von ihr geſpielte Großmutter iſt ſo fabelhaft, ſo ſouverän gewaltig und ſo komiſch zugleich, daß hier ein erneuter Beweis für die Vir⸗ tuoſität Sandrockſchen Könnens gegeben iſt. Während Georg Alexander ſich wenig für die Rolle eines fungen, toll⸗dreiſt⸗verliebten Engländers eignet, wirkt Adolf Wohlb rück dafür um ſo ſympathüſcher. Sein Rechtsanwalt, der ſich langſam, aber ſicher zu verlieben droht, hat Scharme und Eleganz, zwei die⸗ ſem Darſteller anſcheinend angeborene Eigenſchaften. Renate Müller iſt das Mädel, um das ſich eigent⸗ lich die ganze Komödie zu drehen hat.(Aber ſie dreht ſich in Wirklichkeit um die herrliche Adele.) Sie iſt wie immer mit Temperament und Friſche bei der Sache und eine nette, kleine Fahrlehrerin, an die zwei Männer ihr Herz verloren haben. Bemerkens⸗ wert noch die feſche Nachtklubtänzerin der mondänen Hilde Hildebrand und der leicht vertrottelte Sprößling Großmamas Fritz Odemar. Ein ur⸗ komiſches Trio endlich Julius E. Herrmann, Gertrud Wolle und Etta Klingenberg als die Familie, die eigentlch für urengliſche Heirat in An⸗ ſpruch genommen werden ſollte. Ein großartiger Lauſebengel: Hans Richter. Im Beiprogramm die Fox⸗Wochenſchau ein Ka⸗ meraausflug nach Indien. cf. 3.— rer eee Vorerſt keine Winker und Stopplichter bei der Straßenbahn Die preußiſche Straßenverkehrsordnung vom März legte den Straßenbahnen die Verpflichtung auf, bei Aenderung der Fahrtrichtung und beim Anhalten ein mechaniſches Zeichen zu geben. Die Reichsſtraßen ⸗Verkehrsordnung hatte dieſe Regelung übernommen. Doch ſind die Vor⸗ arbeiten für die Ausrüſtung der Straßenbahnen mit entſprechenden Einrichtungen noch nicht ſo weit vor⸗ geſchritten, daß die Durchführung der Vorſchrift möglich iſt. Der Reichsverkehrsminiſter hat daher den Straßenbahnen zur Einführung der Zeichengeber eine Friſt bis zum 30. September 1935 bewilligt. an Der Gartenbauverein Neckarau hörte auf ſei⸗ ner erſten gut beſuchten Winterverſammlung zu⸗ nächſt einen Vortrag ſeines Vereinsführers Valen⸗ tin Wahl über die Vertretertagung der Badiſchen Obſtbauvereine. Die 80 ſchönen Lichtbilder führten ins Bodenſeegebiet. Im zweiten Teil kehrte er in die Neckarauer Gemarkung zurück, wo auch viel er⸗ reicht worden iſt. Aber viel bleibt noch zu tun. An Hand von an Ort und Stelle aufgenommenen Bil⸗ dern zeigte Herr Wahl Baumruinen, vernachläſſigte oder gar nicht bearbeitete Bäume, Reiſerbeſen und Raupenneſter, Brutſtätten für Schädlinge. Die Be⸗ ſitzer ſolcher Bäume wütrden ſich beim Anblick ihrer Bäume gewiß geſchämt haben, wenn ſie zugegen ge⸗ weſen wären. Als weiterer Redner ſprach Obſtbau⸗ oberinſpektor Martin aus Ladenburg über„Obſt⸗ baumpflege und Schädlingsbekämpfung“. Wir müſſen es uns des Raumes wegen verſagen, auf Einzel⸗ heiten einzugehen und weiſen auf den Sonderabdruck aus der„Badiſchen Monatsſchrift für Obſt⸗ und Gartenbau“, Karlsruhe, Heft 1 von 1934, hin, in dem die von der Badiſchen Bauernkammer unter Mitwirkung der badiſchen Kreisobſtbaubeamten her⸗ r. ͤ K ͤ ver Der Bo ſucht Heime Gebt ihm Räume n ausgegebenen Richtlinien Auskunft geben. Die große Trockenheit und die reiche Ernte dieſes Jah⸗ res erfordern beſondere Maßnahmen durch gründ⸗ liche Säuberung, ſachgemäßes Spritzen, ſorgfältige Bearbeitung und gute Düngung des Bodens und eine vernünftige Verjüngung der Bäume. Die Ar⸗ beiten können dort, wo der Baumbeſttzer nicht ſelbſt in der Lage iſt, dieſelben auszuführen, von neu eingerichteten„Pflegungskolonnen“— auf ſeine Koſten— ausgeführt werden. Das dies geſchehen, iſt bis längſtens 15. Januar 1935 bei den zuſtändi⸗ gen Gemeindeſekretariaten anzuzeigen. Nichtbeach⸗ tung der erlaſſenen Beſtimmungen zieht Beſtrafung nach ſich. G. M. 8 Guſtaf Gründgens in dem Film„So endete eine Liebe“, der dieſer Tage erneut in Mannheim laufen wird. WD ** Opferring⸗Abzeichen unterſagt. Der Reichs, ſchatzmeiſter der NSDAP gibt bekannt, daß die Herſtellung und der Vertrieb von Opferring⸗Abzei⸗ chen grundſätzlich unterſagt iſt. Den Dienſtſtellen der Partei und ihren Gliederungen iſt es verboten, Opferring⸗Abzeichen zu verleihen, ſoweit nicht eine Genehmigung des Reichsſchatzmeiſters vorliegt. * Ein billiges Tagesgericht in allen Gaſtwirt⸗ ſchaften. Der Reichseinheitsverband für das Gaſt⸗ ſtättengewerbe hat ſich, einer Anregung des Reichs⸗ kommiſſars für Preisüberwachung folgend, bereit⸗ erklärt, zu veranlaſſen, daß in allen Gaſtwirtſchaf⸗ ten größerer und mittlerer Städte ein billiges Ta⸗ gesgericht eingeführt wird, falls ein ſolches bisher noch nicht geboten worden iſt. Eingeſanot Vernünftiger Vogelſchutz Unter dieſer Ueberſchrift erſchien vor einigen Ta⸗ gen ein Artikel, der von ſeiten der Tierſchützer eine Berichtigung erfahren muß. Der Schreiber jenes Artikels iſt einer von jenen Menſchen, die lediglich am„nützlichen“ Tier intereſſiert ſind. Daher der Verſuch. beim Mitmenſchen Mitleid zu erwecken, mit den hungernden Vögelein und im gleichen Atemzug der gute Rat: den Sperling hungern zu laſſen, Ich ſchütze nicht Tiere, indem ich andere vernichte, ſon⸗ dern indem ich ſinnvoll für alle ſorge. Wer die Ei⸗ genart des Tieres verſteht, vermag ſehr wohl die verſchiedenſten Vogelarten bei der Fütterung zu ihrem Recht kommen laſſen, ohne daß einer alles, der andere nichts bekommt. Und letzten Endes iut dem frierenden Spätzlein da draußen vor'm Fen⸗ ſter der Hunger genau ſo weh, wie der Meiſe. Mehr Herz, nicht ſo viel Berechnung! Und die böſe, böſe Amſel geht ſogar an ſein Beerenobſt! Schade, daß ich ihm nicht als Troſt ein paar Salatköpfe erſetzen kann! Wir alle, die wir ein Herz haben für die Tiere, wollen vernünftigen Vogelſchutz, der jedem leidenden Tierchen gerecht wird. Und nicht nur Vogelſchutz, ſondern Tierſchutz überhaupt. Wes Herz warm für ein Tier ſchlägt, kann nie hart zum Mit⸗ menſchen ſein. Tiere ſchützen heißt doch: Menſchen nützen! Hinweis Freier Bund— Städtiſche Kunſthalle. Am Don⸗ nerstag⸗ und Freitagabend ſpricht Dr. E. Strü⸗ bing über: München“,—„Man hat nicht nur Deutſchland nicht geſehen, wenn man München nicht kennt, nein, man kennt vor allem die deutſche Kunst nicht, wenn man München nicht ſah.“(Adolf Hitler) n // ff ã D ⁰yd dd e Königskinder machen Hochzeit Von unſerem Londoner W..⸗Korreſpondenten London, im November. Das ſchöne alte Märchen von dem Prinzen, der in ein fernes weites Land fährt, um ſich dort eine Prin⸗ zeſſin zur Frau zu holen, wird in dieſen Tagen in England zu neuem Leben erweckt. Und trotz Flug⸗ zeug und Radio behält auch heute noch das Märchen viel von ſeinem alten Glanz. Man geht über den großen Platz, der vor dem Londoner Königsſchloß liegt, da öffnen ſich die weiten Tore und hereinfährt, von vier glänzenden, mit viel Silbergeſchirr behängten Pferden gezogen, eine alte Staatskaroſſe. Oben auf dem Bock, der ausſieht wie ein roter Thron, der Kutſcher mit weitem Mantel und Dreiſpitz. Hinten auf dem Wagen die Diener in Knieſtrümpfen und Samthoſen und in der Kutſche in vollem Ornat der Lordmayor von London, der die Geſchenke der Bürgerſchaft zur bevorſtehenden Hoch⸗ zeit des füngſten Königsſohnes ins Schloß fährt. Vor dem gotiſchen Bau des Parlaments und der Weſtminſterabtei ſtehen altmodiſche Wagen. Die königliche Garde in leuchtend roten Uniformen mit gewaltigen Pelzmützen, Dragoner in hohen Stiefeln und Federbuſchhelmen, Offiziere in glänzenden Kü⸗ raſſterpanzern eilen geſchäftig hin und her: man probt den Aufzug für die kommende Hochzeit. Am Dienstag werden die acht Brautjungfern zuſammen mit der Braut und der engliſchen Königin in die Weſtminſterabtei fahren und hier eine wirkliche Ge⸗ neralprobe für den großen Tag, am Donnerstag, halten. f Wenn man abends am Buckingham⸗Palace vor⸗ beigeht, ſieht das Schloß wie ein gewaltiger großer Weihnachtsbaum aus. Die großen Gittertore tra⸗ gen doch altmodiſche fünfarmige Gasleuchter. Die kangen Fenſterreihen des Schloſſes ſind erleuchtet und der Nebel verwandelt all dieſes Licht in einen dämmerigen, faſt weihnachtlichen Schimmer. — . Man kennt ſein London nicht wieder. Wenn man in dr Nähe des Victoria⸗Bahnhofes wohnt, ſchaut man vergeblich nach ſeinem alten gewohnten Omni⸗ bus aus und wenn man ihn glücklich an einem an⸗ deren Platz entdeckt, nimmt er einen Weg, den man nicht kennt und der von dem ſonſt üblichen erheblich abweicht. An manchen Tagen iſt in dieſem Teil von Weſtminſter überhaupt jeder Verkehr unmöglich. Zehntauſende und aber Zehntauſende drängen ſich auf den Straßen, um wenigſtens einen flüchtigen Blick auf ein ſchnell vorbeifahrendes Auto mit königlichen Beſuchern werfen zu können. Jeden Tag kommt irgendein neuer königlicher Gaſt an, der abeholt undfeierlich zum Buckingham⸗ Palace geleitet werden muß. Vierzig regie⸗ rende oder doch einſtmals regierende Häupter geben ſich in dieſer Woche in London ein Stelldichein. Zweitauſend Gäſte hat der königliche Hof eingeladen und trotz ſeiner gewaltigen Ausdehnung kann der Buckingham⸗Palaſt nicht alle dieſe Gäſte beherbergen. 8 Von den vielen Beſchäftigten iſt der Allerbeſchäf⸗ tigſte der Lord Chamberlain des königlichen Haus⸗ haltes, Earl of Cromer. Er hat die Sorge für das Arrangement der Hochzeit, er hat für die unzäh⸗ ligen Gäſte zu ſorgen und endlich trägt er die Ver⸗ antwortung dafür, daß auch wirklich alles klappt. Es muß buchſtäblich für jedes, auch das allerkleinſte, Ding Vorſorge getroffen werden. Man bedenke nur einmal die unzähligen Rangfragen, die hier auf⸗ tauchen. Da gibt es regierende und abgeſetzte Kö⸗ nige, Herrſcher von großen und kleineren Ländern, denen Rangſtufen der Diplomaten. Da ſind alle die militäriſchen Grade zu beachten, er muß wiſſen, wie die vielen zivilen Beſucher aus fernen Ländern da gibt es junge und alte Prinzeſſinnen, die verſchie⸗ rangmäßig einzuordnen ſind und Fehler dürfen hier einfach nicht gemacht werden. Er hat vor einigen Tagen ein zehn Seiten ſtarkes, engbeſchriebenes Manuſkript an die Hauptperſonen der Royal Wed⸗ ding verteilt, ein Aktenſtück, in dem von Minute zu Minute jeder einzelne Vorgang der Hochzeit genau beſchrieben iſt. Es ſteht darin, daß Prinzeſſin Marina um.30 Uhr aufzu⸗ ſtehen hat. Es iſt angegeben, was ſie frühſtücken darf und ebenſo, in welcher Zeit ihr das Brautkleid an⸗ gezogen und der Schleier angelegt wird. Es iſt auf die Minute feſtgelegt, wie lange die einzelnen Staatskaroſſen brauchen dürfen, um vom Palaſt bis zur Kirche zu kommen.(Jeden Morgen üben in die⸗ ſen Tagen die königlichen Kutſcher mit einem alten, etwas unköniglichen Wagen, um in der genau vor⸗ geſchriebenen Zeit vom Palaſt bis zur Kirche zu kommen.) Die Zeremonie in der Kirche wird dreiviertel Stunden dauern und damit das Publikum auch auf ſeine Koſten kommt, wird das junge Paar dann auf einem Umweg nach Buckinghtm⸗Palace zurückfahren. In der Palaſt⸗ kapelle beginnt um 12 Uhr 15 eine zweite Hoch⸗ zeitszeremonie, aber diesmal nach griechiſch⸗ortho⸗ doxem Ritus. Und endlich um 1 Uhr 15 beginnt in dem großen Saal des Schlopſſes das Hochzeitsfrüh⸗ ſtück. Die Zeittafel iſt ſo genau, daß ſogar die Zeiten, die die Braut zum Umziehen und um ſich von den Gäſten zu verabſchieden, benötigt, angegeben ſind. Um Punkt 3 Uhr 50 ſteigt das Brautpaar in die könig⸗ liche Kutſche, die, von den berühmten grauen Wind⸗ ſor⸗Pferden gezogen, das junge Paar zum Bahn⸗ hof und in die Flitterwochen bringen wird. * Das engliſche Königshaus weiß ſehr genau, warum es ſeinem Volk dieſes prunkvolle Schauſpiel bietet. Der Engländer liebt es, ſein Herrſcherhaus in Macht und Glanz zu ſehen und in allem ſieht er zugleich die Größe und Pracht ſeines Weltreiches. Es iſt ſicher nicht richtig, was gelegentlich in aus⸗ ländiſchen Zeitungen geſchrieben wurde, daß die Hochzeit aus politiſchen Erwägungen vorgenommen ſei. Sicher aber iſt, daß der ganze Pomp und der Prunk der Hochzeit einem politiſchen Zweck dienen ſoll: den dynaſtiſchen Gedanken zu vertiefen und ber Anhänglichkeit zum Königshaus einen neuen Auf⸗ ſchwung und eine langwährende Erinnerung du geben. O„Aſchenbrödel“ im Nationaltheater. Als Weih⸗ nachtsmärchen wurde für dieſes Jahr das allbe⸗ kannte„Aſchenbrödel“ von C. A. Goerner ge⸗ wählt. Die erſte Aufführung findet Sonntag nach, mittag im Nationaltheater ſtatt. Die Jnſzenierung beſorgt Hans Becker. Tänze: Gertrud Steinweg. Muſikaliſche Leitung: Rolf Schickle. Mannheimer Künſtler auswärts. Die Kon⸗ zertfängerin Frau Kläre Frank⸗Deuſter aus der Geſangs⸗ und Opernſchule König⸗Bommalſch, Ludwigshafen a. Rh., errang vor einigen Tagen in Worms bei der 75. Jahresfeier des Männergeſang⸗ vereins„Harmonie“ mit Liedern von Rich. Strauß einen großen Erfolg, wobei von der Wormſer Preſſe die wohllautende, ſieghaft ſtrahlende Stimme und die große Innigkeit und Wärme des Vortrages beſon⸗ ders hervorgehoben wurde. O Profeſſor Hugo Rüdel f. Ein weit über die Grenzen der Reichshauptſtadt und des deutſchen Vaterlandes hinaus bekannter Muſtker, der ehe malige Direktor des Feſtſpielchors in Bayreuth, 1 Opernchores der Staatsoper und des Staats⸗ 1 Domchores, Profeſſor Hugo Rüdel, iſt in Berlin geſtorben. Hugo Rüdel pflegte mit dem Dom⸗ chor nicht nur kirchliche Muſik, ſondern Chormuſtf aller Art und bot bei ſeinen Konzerten religiöse Erbauung und künſtleriſche Erhebung in gleicher Weiſe. Auf zahlreichen Kunſtreiſen hat er den Ruf ſeines Chores durch ganz Deutſchland und ins Aus⸗ land getragen. 5 jolks⸗ „ Oletz! Gereimtes und Ungereimtes aus dem Bu mund 195 Joch. Jak. Mir(Prof. Dr. Othmar Meisinger Gedichte, Volksſchwänke und Volksſcherze. (J. Doll, Sinsheim a..), Preis 1 Mk, * 4 1 N U 2 N11 E Mittwoch, 28. November 1934 Ausbau der Staatsſaline Dürrheim 400 000 Mark für Errichtung eines zweiten Siedhausneubaues * Karlsruhe, 28. Nov. An dem allgemeinen Arbeitsbeſchaffungsprogramm wird auch die Vereinigte Badiſche Staats⸗ ſaline Dürrheim⸗ Rappenau AG., deren fämtliche Aktien ſich bekanntlich im Eigentum des 1 Landes Baden befinden, in hervorragendem Maße Anteil nehmen. Die Moderniſierung der e Saline Dürrheim wurde bereits in einem früheren Zeitpunkt abgeſchloſſen. Der Neubau der Saline Rappenau iſt aber bisher noch ein Torſo; es — wird heute zwar ſchon in einem Siedhausneubau, keilweiſe aber auch noch in älteren Siedhäuſern ge⸗ 15 arbeitet, ſo daß eine Einheitlichkeit des Betriebes Mie ſehlt. Nunmehr wird auch in Kürze in Rappenau 107 dasjenige, was auf techniſchem Gebiet bisher noch 15 berſäumt war, nachgeholt und ein zweiter Sied⸗ 172 5 haus neubau mit einem Aufwand von annähernd eine 400 000 Mark erſtellt werden. Es werden dann in Rappenau wie in Dürrheim nur noch moderne Hei⸗ irt⸗ zungs⸗, Verſiedungs⸗, Trocknungs⸗ und Transport⸗ aſt⸗ anlagen vorhanden ſein. chs⸗ Die erforderlichen Arbeiten ſind bereits in die eit⸗ Wege geleitet. Der Aufſichtsrat der Salinen AG., haf⸗ deſſen Vorſitz in den Händen des Finanz⸗ und Wirt⸗ Ta⸗ ſchaftsminiſters liegt, hat die Anweiſung getroffen, her daß, ſoweit irgendmöglich, das Land von dieſer neuen Arbeitsbeſchaffung befruchtet wird.— Erfreu⸗ licherweiſe wird ſich die Errichtung der Neuanlage 7 zunächſt beſonders auf dem örtlichen Rappenauer 1 Arbeitsmarkt auswirken. *. 2 Totſchlag aus Eiferſucht Ta⸗ Pforzheim, 27. November. Am Montag abend ine gerieten auf der öſtlichen Karl⸗Friedrich⸗Straße in nes der Nähe des Rathauſes der 27 Jahre alte verhei⸗ lich rütete Wunderle und der 44jährige Meiſenbacher aus der Eſferſucht in eine Schlägerei. Dabei wurde der mit ältere Mann von ſeinem Gegner derart geſchlagen zug und getreten, daß er infolge der Mißhandlung auf 15 den Gehweg ſtürzte und fünf Minuten danach bereits on⸗ kot war. Die Todesurſache konnte noch nicht näher i feſtgeſtellt werden. Der Täter wurde feſtgenommen 55 und in das Bezirksgefängnis eingeliefert. 5 Moroͤverſuch an der Ehefrau fut 7 Jahre Zuchthaus für den Täter 5.* Freiburg, 28. Nov. Das Schwurgericht ie Freiburg verurteilte den 35jährigen Viktor daß Grab aus Oberrotweil a. K. wegen vorſätzlichen zen Totſchlagsverſuchs zu ſieben Jahren Zucht⸗ die haus und fünf Jahren Ehrverluſt. Der Angeklagte em war mit einer Witwe verheiratet. nur In der Ehe ſtellten ſich bald ſchwere Zerwürfniſſe erz ent, hervorgerufen durch Geldverluſt, Trunkſucht und Kit Brutalität des Angeklagten, der ſeine Frau oft aufs hen ſchwerſte bedrohte, ſo daß dieſe die Scheidungsklage 9 einreichte, der auch ſtattgegeben wurde. Als dem An⸗ geklagten am 30. Mai d. J. das Scheidungsurteil zu⸗ 8 geſtellt wurde, begab er ſich am Abend nach dem Be⸗ ſuch mehrerer Wirtſchaften in die Wohnung ſeiner geſchiedenen Frau und hieb mit einem Beil und einem Tranchiermeſſer auf die im Schlafe liegende 5 Frau ein. Das zu Hilfe eilende Dienſtmädchen er⸗ 5 hielt ebenfalls durch einen Hieb erhebliche Verletzun⸗ 5 gen. Nach der Tat ſtellte ſich Grab der Gendarmerie, 0 Karlsruhe, 27. Nov. Nachdem in dieſem Jahre das Hochmoorgebiet des Urſees bei Lenzkirch und 3 ein tier⸗ und pflanzenreicher Bezirk am Michaels⸗ men berg bei Untergrombach unter Naturſchutz geſtellt der worden ſind, beſitzt Baden jetzt neun Natur⸗ nen ſchutzgebiete. Außer den bereits genannten der ſind es das Wildſeemvor bei Kaltenbronn, das Woll⸗ uf matinger Ried bei Konſtanz, die Halbinſel Mett⸗ zu nau bei Radolfzell, die Seefelder Aachmündung bei Unteruhldingen am Ueberlinger See, der Iſteiner klotz, das Dünengebiet von Sandhauſen und die eih⸗ Reißinſel bei Mannheim. In Ausſicht ge⸗ lbe⸗ nommen ſind ferner die Wutachſchlucht, der Kaiſer⸗ ge⸗ ſuhl und das Dünengebiet von Wiesloch bei Schwet⸗ zac zingen. ung Tauberbiſchofsheim, 28. November. Auf Ein⸗ weg. ladung des Landrats Dr. Denzel verſammelten ſich hler die Bürger meiſter und Ratſchreiber Fdon⸗ der Gemeinden des Amtsbezirks Tauberbiſchofsheim aus zu einer Tagung. Landrat Dr. Denzel hob einlei⸗ ch lend die Bedeutung des Winterhilfswerks hervor. 1 in Als erſter Referent ſprach dann Amtsgerichtsrat Dr. 5 ger über:„Der Bürgermeiſter als Vorſtand des 8 Hemeindegerichts Kreisjägermeiſter Forſtmeiſter ieſſe deteg referierte über das neue Jagoͤgeſetz. Landes⸗ die bnomierat Würtenberger, der neue Leiter der 115 Andwirtſchaftsſchule, befaßte ſich mit dem Anbau der Delpflanzen zur Förderung der deutſchen Oelgewin⸗ die nung. Schließlich ſprachen noch Kreisbauernführer chen Herm über agrarpolitiſche Fragen, Kreisleiter Voll⸗ 5 5 über Arbeitsbeſchaffung und Winterhilfswerk, des egierungsaſſeſſor Gantert über Preisüberwachung. und„ Windſchläg bei Offenburg, 27. Nov. Ein 2g. rlin lähriges Mädchen von hier wurde ver⸗ om⸗ 1 weil es ſein neugeborenes Kind ge⸗ rut 1 5 hatte. Nach anfänglichem Leugnen mußte es iöſe 15 Kindsmord eingeſtehen. Dabei ſtellte ſich dann icher 1 daß vor 5 Jahren das Mädchen bereits Ruf men Kindsmord verübt hatte. lus⸗ Stockach, 28. November. In Oberſchwandorf kurde das Anweſen der Eheleute Andreas Stump, die am Sonntag das Feſt der goldenen oke ochgeit feiern konnten, durch Feuer zer⸗ ger! 9 Die Brandurſache iſt unbekannt. Frau Mk. kump konnte 1 im letzten Augenblick aus dem bren⸗ enden Hauſegeborgen werden. 5 Die Klauſe im Saartal bei Serrig— einer der ſchönſten Punkte unſeres an landſchaftlichen Schönheiten ſo reichen ſüdweſtdeutſchen Landes. eee, Jlurnamenſammlung und FJorſchung in Baden Von Dr. Siegfried Hardung, Heidelberg Die deutſche Erhebung des Jahres 1933 ermög⸗ lichte es endlich auch in Baden, das große Werk der deutſchen Flur namenſamm lung in grö⸗ ßerem Maße in Angriff zu nehmen. Die Berufung von Univerſitäts⸗Profeſſor Dr. Eugen Fehrle, dem Vorſitzer des badiſchen Flurnamenausſchuſſes, als Miniſterialrat in das badiſche Kultusminiſte⸗ rium ermöglichte es, daß weitergehende ſtaatliche Würdigung und Förderung ſich mit wachſendem Verſtändnis und zunehmender Mitarbeit im Lande auf einer Linie trafen. Dieſe Entwicklung iſt nicht nur begrüßenswert, ſonder ſie erweiſt ſich in Baden gerade als unbedingt erforderlich. Badens Lage als ſüdweſtdeutſche Grenzmark, ſeine völkiſche und geſchichtliche Be⸗ ziehung zur Pfalz, zum Elſaß und zur Schweiz er⸗ hoben die Erforſchung des badiſchen Namensgutes, im beſonderen die der Flurnamen, nicht nur zur wiſſenſchaftlichen, ſondern geradezu zur national⸗ politiſchen Notwendigkeit. In Baden hatte man ſchon vor dem Kriege rüh⸗ rig und zielbewußt die Arbeit aufgenommen. Krieg und Nachkriegszeit unterbrachen jäh dieſe hoff⸗ nungsvolle Entwicklung. Nur langſam gelang es wieder, dank dem perſönlichen Einſatz und Opferſinn Eugen Fehrles ſowie der Treue alter Mitarbeiter, die Arbeit fortzuführen. Trotz der geldlichen und geiſtigen Nöte dieſer Zeit gelang es endlich im Jahre 1931, mit der Veröffent⸗ lichung örtlicher Sammlungen zu beginnen.„Die Flurnamen von Gutmadingen“(Amt Donaueſchin⸗ gen) eröffneten die Schriftenreihe„Badiſche Flur⸗ namen“. 1992 folgten„Die Flurnamen von Hild⸗ mannsfeld“(Amt Bühl), denen ſich 1933„Die Flur⸗ namen von Freiburg i. Br. und 1934„Die Flur⸗ namen von Wartenberg“(Amt Donaueſchingen) an⸗ ſchloſſen. Eben ſind„Die Flurnamen von Rink⸗ lingen“(Amt Bretten) erſchienen. Die Veröffentlichung weiterer Hefte wird raſcher vor ſich gehen. Die Druckfertigmachung und Druck⸗ legung dieſer Sammlungen iſt durch großzügige Un⸗ terſtützung der Notgemeinſchaft der deutſchen Wiſſen⸗ ſchaft, ſowie durch die Mitarbeit und Förderung ſeitens des Landesvereins„Badiſche Heimat“(Her⸗ mann Eris Buſſe) ermöglicht worden. Baden ſteht ſomit in dieſer Hinſicht an der Spitze der deutſchen Flurnamenforſchung. Der Arbeitsbereich iſt auch innerlich ſtark erwei⸗ tert worden. Neben die Arbeit der Mitarbeiter im Lande iſt planmäßige Arbeit in den badiſchen Archi⸗ ven getreten, wo Urkunden, Akten und Karten auf Flur⸗ und Familiennamen durchgearbeitet werden. Die Familiennamen werden deshalb berückſichtigt, weil ſich mehr und mehr ergeben hat, daß die Fami⸗ liennamenforſchung eng mit der Flurnamenforſchung verknüpft iſt. Die Durcharbeitung dieſes Archivmaterials ſoll nicht nur die Sammlung des badiſchen Flurnamen⸗ ausſchuſſes bereichern, ſondern die Ergebniſſe wer⸗ den nach Sichtung den in Frage kommenden Samm⸗ lern zur Verfügung geſtellt. Dadurch räumt die Landesſtelle Baden der deutſchen Flurnamenforſchung vielen ihrer Mitarbeiter große Schwierigkeiten aus dem Weg und beſchleunigt damit die Fertigſtellung örtlicher Sammlungen. Dem neuen Mitarbeiter aber erleichtert ſie dͤie Inangriffnahme ſeiner Arbeit. Alle diejenigen, die ſich an dieſem großen Werk beteiligen wollen, werden gebeten, ſich an die Lan⸗ desſtelle Baden der deutſchen Flurnamenforſchung (Bad. Flurnamenausſchuß), Heidelberg, Deutſches Haus der Univerſität, zu wenden. Auskunft erteilt auch der Landesverein„Badiſche Heimat“, Freiburg i. Br. EPC ͤ œPFPFPFFCCCCCCcCCCGVCGPGVGTGPVVVVV—TPTPTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTTVTVTVTVTTTVTTTTTTTTTTTTTTEn2k!!!!!̃ Der Stand der Mainkanaliſierung Abſchluß wahrſcheinlich Ende 1937 Wertheim a.., 28. November. Die Main⸗ kanaliſterung hat in den letzten Monaten bemer⸗ kenswerte Fortſchritte gemacht. Von den 13 vor⸗ geſehenen Stauſtufen ſind inzwiſchen fünf fer⸗ tiggeſtellt worden, zwei weitere bei Erlabrunn und Faulbach werden in den nächſten Monaten voll⸗ endet, während die Stauſtufen Eichel, Lengfurt, Ro⸗ thenfels und Steinbach ſich noch im Bau befinden. Bis zum Ende des Jahres 1936 werden auch ſie aus⸗ gebaut ſein. Mit der Errichtung der noch fehlen⸗ den Stauſtufen bei Harbach und Himmelſtadt wird vorausſichtlich 1935 begonnen. In Eichel und Rothenfels iſt die Schleuſe im Rohbau fertig; mit den Wehrarbeiten wurde im Herbſt d. J. begonnen. In der Stauſtufe Steinbach iſt man ſeit Juli d. J. mit den Erdarbeiten für die Schleuſe beſchäftigt. Insgeſamt waren an den Bauſtellen in den letzten Monaten 2000 Perſonen beſchäftigt, dazu kommen noch die in den Büros und Steinbrüchen tätigen Angeſtellten und Arbeiter. Man hofft, bis zum Jahre 1937 die Mainkanaliſterung zum Abſchluß zu bringen. * Karlsruhe, 28. November. Das Badiſche Geſetz⸗ und Verordnungsblatt Nr. 58 enthält Geſetze des Staatsminiſteriums, und zwar einen Erlaß zur Aenderung des Geſetzes über die gemeinen Schafs⸗ weiden und ein Geſetz über Waſſerſchutzmaßnahmen in der Rheinebene zwiſchen Karlsruhe und dem Wagbach(Pfinz⸗Saalbach⸗ Korrektion). Ferner bringt das Verordnungsblatt eine Bekanntmachung des Juſtizminiſters über das Inkrafttreten des reichs⸗ geſetzlichen Grundbuchrechts. Blick in das Konſtanzer Rathaus Reichszuſchuß für das Stadttheater * Konſtauz, 27. Nov. In der letzten Stadtrats⸗ ſitzung berichtete der Oberbürgermeiſter über die verſchiedenen Beſprechungen, die er gemeinſam mit Bürgermeiſter Mager in Berlin geführt hat. Es bei der Reichsdeviſenſtelle, waren Verhandlungen der Reichsmuſikkammer, des Reichsminiſteriums für Volksaufklärung und Propaganda, der Reichs⸗ bahnhauptverwaltung, der Generalinſpektion für das deutſche Straßenweſen ſowie im Reichsminiſte⸗ rium des Innern. Das Ergebnis dieſer Beſprechun⸗ gen wird zu weiteren Verhandlungen führen, die dieſer Tage in Karlsruhe aufgenommen werden. Es handelt ſich u. a. um die Rheinbrückenfrage. Eine Unterrichtung der Oeffentlichkeit hierüber wird erfolgen, ſobald die Klärung dieſer ſchwierigen Frage weiter vorgeſchritten iſt. Als ſehr erfreuliche Tat⸗ ſache konnte der Oberbürgermeiſter insbeſondere mitteilen, daß das Reichsminiſterium für Volksauf⸗ klärung und Propaganda die Leiſtungen der Stadt auf dem Gebiete des Theaterweſens anerkannt und einen anſehnlichen Reichszuſchuß zur För⸗ derung des hieſigen Grenzlandtheaters ge⸗ währt hat. — Ol. Schopfheim, 28. November. Das ſchwere Kraftwagenunglück, das ſich am Sonntag abend in der gefährlichen Kurve bei Gündenhauſen ereignete, hat bereits ein Todesopfer gefordert. Die 21 Jahre alte Serviertochter Erna Windler aus Schwetzingen, die in einer Lörracher Gaſt⸗ wirtſchaft tätig war, iſt am Montag mittag ihren ſchweren Verletzungen erlegen. Der junge Mann, der gleichzeitig mit ihr in das Krankenhaus eingelte⸗ 645 2 fert wurde, befindet ſich auf dem Wege der Beſſerung. 5. Seite/ Nummer 548 Aus der Pfalz Liebestragödie im Bienwald Zwei Leichen aufgefunden * Kandel, 28. November. Durch Spaziergänger wurden etwa 200 Meter vom Ortsausgang entfernt im Bienwald zwei Leichen aufgefunden. Nach den bisherigen Ermittlungen handelt es ſich um den 19 jährigen Emil Doll aus Kandel und die 20fäh⸗ rige Emma Steidel aus Erlenbach bei Kandel. Beide wieſen Schußwunden an Körper und Kopf auf. Nach einem hinterlaſſenen Brief handelt es ſich um eine Liebestragödie; die beiden gingen nach ge⸗ meinſamem Entſchluß in den Tod. Die benutzte Waffe wurde gefunden. Zuerſt wurde die Steidel von Doll erſchoſſen, der dann die Waffe gegen ſich ſelbſt richtete. Die Staatsanwaltſchaft Landau weilte am Fundort, um die Umſtände der Tat feſtzuſtellen. Die Tagung der Pfälzer Wanderer schw. Eiſenberg, 27. November. Im Anſchluß an die Hauptverſammlung des Pfälzer Waldvereins fand auch die Sitzung des Hauptwanderaus⸗ ſchuſſes ſtatt, und zwar unter der erſtmaligen Lei⸗ tung ſeines neuen Vorſitzenden, Forſtmeiſter Haupt ⸗Hochſpeyer. Die Ortsgruppenvorſitzenden von Höchen und Bad Dürkheim gaben intereſſante Berichte über ihre diesjährigen größten Veranſtal⸗ tungen. Forſtmeiſter Haupt verbreitete ſich über den Wert des Wanderns in erzieheriſcher Hinſicht. Das Wandern vermittle der Jugend die Schönheit der Heimat, erwecke und fördere die Liebe zum heimat⸗ lichen Boden. Gauwanderfachmann Hänsler⸗Neuſtadt a. d. H. erkannte die Ziele des Vereins an. Er wünſchte Zu⸗ ſammenarbeit mit der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ und ferner auch einen Arbeiter in der Ver⸗ einsvorſtandſchaft. Es wurden dann berufen Heinrich Schmidt⸗ Mannheim(Hutchinſon) als Prüfer der Ortsgrup⸗ penwanderpläne, Ed. Müller⸗Ludwigshafen als Be⸗ arbeiter des Verkehrs mit der Reichsbahn uſw., Joos⸗Neuſtadt als Sportreferent und die Neuſtadter Ohler und Betz zur Regelung aller Angelegenheiten auf dem Gebiete der Lehr⸗ und Treffwanderungen ſowie der Wegebezeichnung. Der Schriftführer des Hauptvorſtandes, Ed. Mül⸗ ler⸗Ludwigshafen, gab intereſſante Aufſchlüſſe über die künftige Geſtaltung der Wandertätigkeit und empfahl aufs wärmſte die rege Beteiligung an der Wanderfahrt nach dem ſchönen Freiburg am 1. Sep⸗ tember 1935. Glückwünſche des Miniſterpräſidenten für Bad Dürkheim * Mfüuchen, 27. Nov. Aus Anlaß der Grund ⸗ ſteinlegung zum Brunnentempel in Bad Dürkheim hat Miniſterpräſident Siebert nach⸗ ſtehendes Telegramm an den Bürgermeiſter und Kreistagspräſidenten Imbt gerichtet: „Leider verhindert, der Grundſteinlegung zum Brunnentempel in Bad Dürkheim beizuwohnen, ſende ich meine guten Wünſche und Grüße an alle Teilnehmer. Möge das begonnene Werk, wie ich zuverſichtlich hoffe, der ſchönen Stadt der treuen Rheinpfalz dem deutſchen Vaterland und der leiden⸗ den Menſchheit Segen bringen. Heil Hitler! (gez.) Siebert, Miniſterpräſtdent.“ * Landau, 28. Nov. Bei einem Fußball- Wettſpiel in Landau am Sonntag brach ein Zu⸗ ſchauer, der 37jährige Michael Ohmer aus Landau, der ſich über den Kampf, der hart war, ſehr erregt hatte, infolge eines Herzſchwächeanfalls zufſammen Er wurde durch das Sanitätsauto nach dem Kran⸗ kenhaus überführt, wo er ſeinem Herzleiden erlegen iſt. Er hinterläßt eine Familie mit vier unverſorg⸗ ten Kindern. A Haßloch, 28. Nov. Bei Erdarbeiten hinter den Wohnungsgrundſtücken von Bürgermeiſter Brauch und Oberlehrer Veith ſtießen die Arbeiter auf ein Brandgrab, das in leider zerbrochenen Urnen die Knochen⸗ und Schmuckreſte(Armreif, Fibel und Nadel) einer Frauenleiche enthielt. Außer⸗ dem wurden dabei noch verſchiedene Gefäße gefunden. * Kaiſerslautern, 28. Nov. Die Große Straf⸗ kammer verurteilte heute den 23jährigen vorbeſtraf⸗ ten Valentin Deubert aus Kaiſerslautern wegen fortgeſetzter Blutſchande und eines Sittlich⸗ keitsverbrechens, begangen an ſeiner Stief⸗ mutter bezw. deren 13jähriger Tochter, zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis. Die Stief⸗ mutter in der Perſon der 1898 geborenen Barbara Scheib geb. Dennowell aus Kaiſerslautern und ebenfalls vorbeſtraft, erhielt wegen fortgeſetzter Blutſchande acht Monate Gefängnis. Den Verur⸗ teilten wurden je ſechs Wochen Unterſuchungshaft angerechnet. * Frutzweiler b. Zweibrücken, 27. Nov. Zur Zeit wird hier durch den früheren Betriebsführer und jetzigen 2. Bürgermeiſter Ohlinger eine neue Diamantſchleiferei errichtet. Es iſt dadurch für die noch auswärts arbeitenden Diam tſchleifer Gelegenheit geboten, zu Hauſe ihr Brot zu finden. Bis zum kommenden Frühjahr ſoll der Betrieb ſei⸗ ner Beſtimmung übergeben werden. * Zeutern, 28. November. Beim Hochzeitsſchießen gab ein 27 Jahre alter Mann aus Ubſtadt aus einer verroſteten Piſtole einen Schuß ab, wobei der Lauf der Piſtole zerriß. Mit erheblichen Verletzungen an der Hand und im Geſicht mußte der„ in das Krankenhaus eingeliefert werden. 6. Seite Nummer 548 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Ein deutſcher Fußballſtil Nationalmannſchaft und-Syſtem Wenige Fragen haben im deutſchen Fußballſport ſo aus⸗ führliche Erörterungen in letzter Zeit erfahren, wie die des Spielſyſtems, nämlich des ſogenannten W⸗Syſtems, über das jetzt im amtlichen Organ des Deutſchen Fußball⸗Bundes u. a. ausgeführt wird: „Das ſogenannte W⸗Syſtem iſt nicht damit erſchöpft, daß die Innenſtürmer zurückgenommen ſind; denn es haben ja nicht nur die Halbſtürmer„ungewöhnliche“ Aufgaben, ſon⸗ dern alle, buchſtäblich alle Feldſpieler. Es iſt auch nicht der alte Schlachtruf:„Hinten zu, für das Vorne wird ſchon der liebe Gott ſorgen“. Allerdings, hinten wird zugemacht, denn wenn man kein Tor hereinläßt, hat man nie ver⸗ loren. Aber das„Vorne“ wird wahrhaftig nicht dem Zu⸗ fall überlaſſen. Eine Mannſchaft, die nicht die körperliche und geiſtige Behendigkeit hat, blitzſchnell Angriff und Ver⸗ teidigung jeweils zu wechſeln, kann das ſogenannte W⸗ Syſtem nicht ſpielen. Der Erfolg, den unſere National⸗ mannſchaft damit erzielt hat, liegt— ſelbſtverſtändlich neben dem vorbildlichen kämpferiſchen Einſatzwillen— im weſent⸗ lichen in folgenden Tatſachen: 1. Es iſt erſtmalig gelungen, die Spielweiſe der Einzel⸗ f ſpieler zu einer einheitlichen, geſchloſſenen Mannſchafts⸗ leiſtung zuſammenzuſchweißen. 2. Es werden infolge klarer Aufträge an jeden einzel⸗ nen Spieler alle Aufgaben, die das Spiel ſelbſt ſtellt, ſo gut erfüllt, wie es nach dem Können der Spieler möglich iſt. 3. Die einzelnen Räume im Spielfeld ſind gleichmäßig, und zwar ſo beſetzt, daß jeder geſpielte Ball auf möglichſt viele, hintereinander geſtaffelte„Feldwachen“ ſtößt. 4. Die Wahl einer beſtimmten Spielweiſe geſtattet das Sele der für dieſe Spielweiſe beſtgeeigneten Spieler. Es gibt kein allgemeingültiges„richtiges“ Syſtem. Den⸗ noch können wir einen deutlichen Unterſchied erkennen etwa zwiſchen der engliſchen Art, Fußball zu ſpielen, und der ſpaniſchen oder italieniſchen. Die Südamerikaner haben einen anderen Stil als die Norweger, das iſt ſo ſelbſt⸗ verſtändlich, daß man ſich darüber garnicht zu wundern braucht. Wenn ſich darum im Laufe der Entwicklung ſo etwas wie ein typiſch deutſcher Fußballſtil heran⸗ bildet, ſo iſt das keine Schematiſterung, ſondern ein natür⸗ licher Vorgang. Je mehr uns unſere Art bewußt wird, je mehr wir ihr durch Können und Leiſtung vertrauen lernen, deſto berechtigter ſind wir, an anderen Nationen zwar das Gute zu ſehen, es aber nur nach Prüfung und gegebenenfalls nach Umformung auf unſere Art abzu⸗ ſtimmen.“ Die Spiele der Vezirksklaſſe Anterbaden Bezirk Weſt: Phönix Mannheim— SpVg Sandhofen Friedrichsfeld— Feudenheim Amicitia Viernheim— Seckenheim Phönix Mammheim empfängt den Tabellenſührer SpVg Sandhofen. Sandhofen erlitt am Sonntag egen Viernheim eine Niederlage und Phönix beſiegte Kä⸗ fertal. Phönix hat ſich endlich wieder gefunden, mit dem ulten Verein geht es wieder langam aufwärts. Sandhofen ſcheint am Höhepunkt angelangt zu ſein, wie das Unent⸗ ſchieden gegen Friedrichsfeld und die Niederlage gegen Viernheim beweiſen. Das will natürlich noch lange nicht heißen daß es mit Sandhofen langſam abwärts ginge. Sandhofen iſt nach wie vor Favorit und iſt ſicher auch nicht gewillt, die Tabellenführung ohne weiteres abzugeben. Rhönix wird alſo ſchon in Höchſtform ſein müſſen, wenn es Erfolg haben will. Feudenheim, der noch einzige ungeſchlagene Verein von Unterbaden Weſt, beſucht Friedrichsfeld. Feudenheim hat in dieſem Jahre eine gute und gleichblei⸗ bende Form gefunden. Der zweite Platz dicht hinter Sandhofen iſt in Ordmung. Selbſt im Falle eines Sieges kann Friedrichsfeld die Feudenheimer nicht einholen. Friedrichsfeld trennte ſich am Sonntag mit Altrip unent⸗ ſchieden. Der Ausgang des Spieles Friedrichsfeld— Feu⸗ denheim iſt offen. Amböcitia Viernheim empfängt Secken heim. Die Seckenheimer, die mach der kataſtrophalen Niederlage gegen Neulußheim auf den drittletzten Platz zurückgefallen ſind, haben in Viernheim keine Siegesausſichten. Die Viernheimer werden ihre Lage weiter verbeſſern. Bezirk Oſt: SpVg Plankſtadt— JV Weinheim Vf Wiesloch— Eppelheim Plankſtadt, das am Sonntag Wiesloch glatt 53 be⸗ ſiegte, nachdem es bei Halbzeit noch 173 im Rückſtand lag, empfängt Weinheim, das auf den dritten Platz zurück⸗ gefallen iſt. Weinheim hat nachgelaſſen, was am beſten die Niederlage gegen Eppelheim beweiſt. Wenn es in Plank⸗ ſtadt gewinnen will, muß es in beſter Form ſein. Viel⸗ leicht müßen die beiden Punkte in Plankſtadt bleiben. Der Vf B Wies koch erhält Beſuch aus Eppe Ihe im. Die unnötige Niederlage gegen Plankſtadt wird Wiesloch vorſichtig gemacht haben. Man wird das ganze Spiel über poll bei der Sache ſein, um keine Ueberrumpelung zu er⸗ leben. Wenn Wiesloch ſein Spiel ſpielt, hat Eppelheim keine Gewinnausſichten. Hauptperſammlung des Ludwigshafener Rudervereins Otto Rueß übernahm die Vereinsleitung Seit Jahresfriſt war der Ludwigshaſener Ruderverein von 1878 nicht mehr zu einer Haupt⸗Verſammbung zuſam⸗ mengetreten. Um ſo ſtürkerem Intereſſe begegnete daher die Haupt⸗Verſammlung am Samstagabend im Bootshaus des Vereins. Enlſprechend erfreulich waren auch der Be⸗ ſuch und die Ausſprache. Unter den Anweſenden fehlt natürlich auch der Treuſte nicht, Hermann Wilker,„der erſolgreichſte deutſche Ruderer“. Der Führer der Ludwigs⸗ hafener Ortsgruppe des Reichsbundes für Leibesübungen, Karl Meſſerſchmidt, ließ ſich entſchuldigen, weil er als Kreisführer des Deutſchen Kanu⸗Verbandes am Er⸗ ſcheinen verhindert war. 6 Der stellvertretende Vereinsleiter Wilhelm Hand rich begrüßte dos volle Haus und ſtellte die Beſchlußfähigkeit feſt. Zu Ehren der im letzten Jahr heimgegangenen Vereinsbrüder erhob ſich die Verſammlung von den Plätzen. Dann teilte Handrich mit, daß Kommerzienrat Bayer vor einigen Wochen wegen Arbeits⸗Ueberlaſtung ſein Amt als Vereinsſührer niedergelegt habe. Trotz der ſchwierigen Verhältniſſe des allgemeinen Vereinslebens könne man hier einen ausbalanzierten Haushaltsplan vor⸗ legen, den die ſeitherige Vorſtandſchaft als Verdienſt für ſich hinnehmen könne. Der Rechner Hauer erſtattete den Gbaſſenbericht, aus dem hervorgeht, daß der„OR“ jetzt völlig ſchuldenſvei Haſteht!. Wilhelm Handrich dankte dem Rechner Hauer herzlich. Der Reviſionsbericht iſt ein richtiges Buch, geworden; es gibt Auſſchluß über alle Einzelheiten und führt den neuen Vereinsleiter in die Geſchäſte des Vereins ein. Anſchließend verlas Schroeder den Geſchäftsbericht über das 56. Jahr des Vereins. Unter den Mitglieder⸗ abgängen durch Todesfall befinden ſich 5 Jubilare. Höchſt ehrenvoll iſt es für den im Verein herrſchenden Geiſt, daß insgeſamt 117 Mitglieder länger als 25 Jahre ihm die Treue hielten. Glänzenden Verlauf nahm der Her⸗ mann Wilker⸗Abend anläßlich des 60. Geburts⸗ tages des Altmeiſters. Der Verein verfügt über 21 Boote und 92 Riemen. Auf Anregung des jungen, Schroeder ſoll eine neuer Ruderlehrer hauptberuflich angeſtellt wer⸗ den, um den Nachwuchs rudexſportlich zu fördern. Der letzte und wichtigſte Punkt war die Wahl des neuen Vereinsleiters, die notwendig wurde, weil Kommerzien⸗ rat Bayer durchaus nicht zu erweichen war, wenigſtens noch ein Fahr lang die Leitung zu beholten. Ei n ſt i m⸗ mig durch Zuruf wurde Otto Rueß gewählt, der ſchon früher im Vorſtand war; die Wahl geſchah auch ohne Stimmenthaltung! Rueß dankte für das Vertrauen und nahm 155 Er verſprach, den Verein nach Weiſung der Sportbehörde, im Geiſt des neuen Deutſch⸗ lands. zu führen. Zum Stellvertreter beſtellte er Dr. Pe⸗ ters, der das Amt des 1. Bootsmeiſters übernimmt und den techniſchen Betrieb leitet. 1. Schriftführer Schroe⸗ der, 1. Dr. Strehl, Rechner wieder Hauer uſw. Dr. Peters ſprach noch über den ſportlichen Teil(jeden Donnerstag Wintertrainings⸗Abend mit Waldlauf]. Kom⸗ erzienrat Bayer ſetzte ſich dafür ein, dem neuen Vorſtand treue Gefolgſchaft zu ſchenken. Mit dreiſachem Sieg Heil auf den Führer ſchloß der amtliche Teil. ſchaft an den vergeben, der in der Geſamtwertung der vier Strecken von 500, 1500, 5000 und 10000 Meter die beſte Leiſtung erzielt. Nachdem in den entſprechenden Prüfun⸗ gen der Olympiſchen Winterſpiele auch der Gewinner jeder Einzelſtrecke als Sieger beſonders gewertet wird, ſoll dieſe Beſtimmung in Zukunft auch für die Welt⸗ und Europa⸗ meiſterſchaften Anwendung finden. Der Schwediſche Eis⸗ lauf⸗Verband beſchloß auf ſeiner letzten Sitzung, dem im Mai 1935 in Stockholm ſtattfindenden Kongreß der Inter⸗ nationalen Eislauf⸗Vereinigung einen entſprechenden An⸗ trag zu unterbreiten, dem auch andere Länder wie Nor⸗ wegen und Finnland ſympathiſch gegenüberſtehen. Hilfe für Vollblutzüchter In anerkennenswerter Weiſe hat P. Mülhens, der Beſitzer des Geſtüts Röttgen, die Hilfsmaßnahmen der Oberſten Behörde für die Förderung der Vollblutzucht unterſtützt. Er ſtellte eine Anzahl von Freiſprüngen zu ſeinem Deckhengſt Flamboyont zur Verfügung. Flam⸗ bpyant iſt einer der erfolgreichſten Hengſte, in dieſem Jahre gewannen ſeine Nachkommen in Deutſchland allein 88 Rennen und auch in England kamen die Flamboyank⸗ Produkte zu ſchönen Erfolgen. Lehner zwei Monate kaltgeſtellt Der internationale Rechtsaußen von Schwaben Augs⸗ burg, Ernſt Lehner, wurde vom bayeriſchen Fuß ball⸗ Fachwart wegen Tätlichkeit und Schiedsrichter⸗Beleidigung im Spiele Schwaben Augsburg— 1860 München am 4. November für die Zeit vom 11. November 1934 bis 19. Januor 1935, beide Sonntage inbegriffen, aus dem Spielverkehr ausgeſchloſſen. Der Erfinder der Tornetze geſtorben Nach Londoner Meldungen iſt jetzt der Erfinder der Tor⸗ netze, Ingenieur Browdie, im Alter von 76 Jahren geſtorben. Bei den Vereinen in England lamen die Tor⸗ netze ungefähr ſeit 1891 in zunehmendem Maße zur An⸗ wendung, und auch auf dem Kontinent fand das Tornetz mehr und mehr Aufnahme. Vielen Streitigkeiten wurde mit der Einführung der Tornetze abgeholfen, da bis dahin häufig Meinungsverſchiedenheiten darüber entſtanden, ob ein Ball zwiſchen den Torpfoſten hindurch gegangen oder außerhalb geblieben war. De Stefani führt die italieniſche Tennis⸗Rangliſte an vor Palmieri, Rado Taroni, bei den Damen iſt es wieder Lucia Valerio. Bei den Tſchechen liegt Roderich Menzel vor Hecht, Siba, Caska, Vodicka und Malecek an der Spitze. Frau Deutſch und Frl. Merhaut teilen ſich in den erſten Platz bei den Damen. Bezirk Pfalz Im Bezirk Pfolz gab es nur ein einziges Treffen. Der Vic Schifſerſtodt behauptete ſich knapp mit 12:9 Punkten gegen den Stu RC Ludwigshafen. Die Gäſte lagen nach dem Kampf im Mittelgewicht noch in Front, hatten aber im Schwergewicht keinen Vertreter zur Stelle, was den Ausſchlag gab. Siegfried Lud⸗ wigshafen erhielt die Punkte von Lampertheim kampflos und ſiegte daher 21:0. Beginn der Rückrunde in Baden Die beiden oberbadiſchen Bezirke hatten keine Kämpfe angeſetzt, ihren Vereinen wurde eine kurze Atempauſe nach der glücklich beendeten Vorrunde gegönnt. X. Un⸗ ter⸗ und Mittelbaden begannen dagegen die Rück⸗ runden bereits. Eiche Sandhofen erfocht einen glatten 16:4⸗Sieg über die Dade Heidelberg und blieb weiter ungeſchlagener Beſter in Unter baden. Mannheim 84 konnte den zweiten Platz mit einem 10:8⸗ Sieg über den Bf 86 Mannheim weiter behalten. Die 86er ſind daraufhin allein am Schluß, da es Laden⸗ burg glückte, in Oftersheim einen 1019⸗Sieg her⸗ auszuholen. In Mittelbaden ſteuerte Germania Weingarten weiterhin ungeſchlagen der Meiſterſchaft zu. Der KSW Durlach bezog eine hohe 16:2⸗Nieder⸗ lage. Pforzheim⸗ Brötzingen verlor gegen Ger⸗ mania Bruchſal 16:5. Feuerbach verlor Im Kampf um die Mannſchafts⸗Meiſterſchaft im Gau Württemberg gab es in beiden Bezirken eine Ueber⸗ raſchung. Im Bezirk 1 verlor der AS V Feuerbach zum erſten Male, er mußte mit 11276 die Ueberlegenheit des letztjährigen Meiſters KV Untertürkheim anerken⸗ nen und die Führung daraufhin dem Tu SV Münſter überlaſſen, der den TB Bad Cannſtatt 12:5 abgeſer⸗ tigt hatte. Der AS V Kornweſtheim blieb Tabellen⸗ letzter, da er beim KV Zuffenhauſen mit 1513 den Kürzeren zog. Im Bezirk 2 traten die beiden für die Meiſterſchaft allein noch in Frage kommenden Mannſchaf⸗ ten vom SVäKönigsbronn und SZ V Göppingen nicht in Aktion. Der Polizei⸗S V Stuttgart er⸗ focht einen überraſchenden 10:8⸗Sieg über den K S V Stuttgart, verdankte ihn aber nur dem Umſtand, daß er zweimal die Punkte kampflos erhielt. Der A S V Wangen verlor beim S VB Heidenheim 719 und ſtel auf den letzten Platz zurück, punktgleich mit Polizei Stuttgart und SV Heidenheim. Fürth oder Maxvorſtadt Auch Einzel-Meiſterſchaſten im Eisſchnellauf Seit der im Jahre 1889 dieſe Wettbewerbe g Geſamtwertung ausgetragen. rſp' eine halbe, eine und drei engliſche Meilen. wird die Weltmeiſterſchaft, ſeit 1896 Seit dee cel Stragung der Weltmeiſterſchaft im isſchnellou — 8 ſeit 1891 laufenden Europameiſterſchaft wurden über verſchiedene Strecken mit einer Urſprünglich ging es über 1893 die Europameiſter⸗ wurde um die nordbayeriſche Meiſterſchaft durchgeführt. Der KS Fürth bezwang nach einem erbitterten Rin⸗ gen die SpVg Sandow 10:7. Dadurch dürften die Sandower für die Entſcheidung nicht mehr in Frage kom⸗ men. Fürth oder Maxvorſtadt werden das Rennen unter ſich ausmachen.— In Südbayern wurde ein Vor⸗ und Rückkampf gleichzeitig ausgetragen. SVg Freiſing ſiegte bei Apollo München mit 12:7 bzw. 1710. Saarbrücken⸗Weſt an der Spitze 5 Im Bezirk Sgar fand in deu letzten drei Wochen eine gewaltige Umgruppierung der Tabelle ſtatt. Nachdem Ein überaus wichtiger Kampf des Gaues Bayern Raſſe und Weltanſchauung Ein Vortrag von Aniverſitätsprofeſſor Dr. Stein-Heidelberg im T 1846 Mannheim niemals in der Lage, den politiſchen Menſchen zu erziehen. Das hatte ſchon Turn⸗ vater Jahn erkannt, deſſen Lebenswerk unſer Führer. Adolf Hitler in ſeiner Rede beim Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart mit dem Hinweis würdigte, daß Turnen im Sinne Jahns ein Teil des nationalſozia⸗ liſtiſchen Staatsprogrammes iſt. So ſoll denn künftighin die Dietarbeit, die bisher nur im Arbeitsplan der Deutſchen Turnerſchaft verantert war, in beſonderem Maße im ganzen Reichsbund für Leibesübungen einſetzen, damit die Erziehung der Turner und Sportler auch in ſtaatspolitiſcher Hinſicht in dem Maße geſchieht, wie es zum Wohle unſeres Volkes unerläßlich iſt. Seit einer Reihe von Jahren ſchon hat der Turn⸗ verein Mannheim von 1846 durch ſeine Vortrags⸗ reihen, jeweils in den Wintermonaten, fruchtbare Diet⸗ arbeit in der mannigſachſten Form mit gutem Erfolge ge⸗ leiſtet. Der jüngſt gehaltene Vortrag aber war von be⸗ ſonderer Art und Bedeutung; hatte er doch die für unſere Nation ſo ungemein wichtige Raſſenfrage zur Grundlage. Der außergewöhnlich ſtarke Beſuch bewies das große In⸗ tereſſe, das dieſer im Mittelpunkt der natonalſozialiſtiſchen Weltanſchauung ſtehenden Frage entgegengebracht wird, zu⸗ mal es gelungen war, als berufenen Künder des Raſſen⸗ problems, als welchen Rechtsanwalt Brechter, der ſtell⸗ nertretende Vereinsführer, den Redner begrüßte, Stein, Heidelberg, Leibesübungen allein ſind Univerſitätsprofeſſor Dr. zu gewinnen. An die große Rede des Führers auf dem Nürnberger Parteitag 1933 anknüpfend und vom Kampfe um die natio⸗ nalſozialiſtiſche Weltanſchauung ausgehend, ſtellte Dr. Stein heraus, daß wir gerade in der Raſſenfrage, als einem der Grundprobleme, das Ausland bis jetzt noch geſchloſſen gegen uns haben. Es iſt dies noch lange kein Beweis, daß wir uns damit auf dem falſchen Wege befinden. Die Idee der Raſſe, noch zu wenig verſtanden und ge⸗ würdigt, hat noch niemals in der Geſchichte eine Rolle ge⸗ ſpielt, vielleicht nur im Leben des jüdiſchen Volkes. Viel⸗ leicht iſt darauf die zerſetzende Kraft dieſer Raſſe zurück⸗ zuführen. Eine Gemeinſchaft iſt nur da am ſtärkſten, wo ſie raſſen mäßig entſtanden i ſt. Nur bei Menſchen der gleichen Raſſe iſt der eine wie andere gleich im Denken, im Fühlen, im Weſen und in ſeinem ganzen Charakter. Eine ſolche Gemeinſchaft iſt ewig und unzerſtörbar, getragen von einer gemeinſamen Grund⸗ idee, die durch nichts beſiegt werden kann. Auf dieſen Geſetzen der Natur, auf der Idee der Raſſe und den Geſetzen der Erbmaſſe hat Adolf Hitler als erſter Staatsmann aufgebaut. Die Idee Raſſe ſteht am Anfang und am Ende aller ſeiner Handlungen. Darauf gründete er das neue Reich. Immer wieder hat der Führer auf die tiefe geſchichtliche Erkenntnis hingewieſen, daß die Verbindung mit Fremdraſſigen das Verhängnis für alle abendländiſche Völler bedeutet. Für uns wirft ſich dabei die brennende Frage auf: „Was bedeuten dieſe Erkenntniſſe für mich?“ Zur Rafſe unſeres Volkes gehört, wer die Eigen ſchaften dieſes Volkes beſitzt. Es entſcheidet das Prinzip der Bewährung und der Leiſtung d. h. wer ſich der Gemeinſchaft dieſes Volkes unterzuordnen. vermag und ſich für ſein Volk Opfer auferlegt. Eben deshalb ſpielt das Leiſtungsprinzip im Programm der NA eine ſo große Rolle. Bewähren in dieſem Sinne bedeutet ſeinen Eigen nutz aufgehen und folgerichtig Gemeinnutz vor Eigennutz ſtellen. Wer ſeine Aufgaben an dem Poſten, an den er geſtellt, erfüllt, gehört zur Raſſe und zu dieſem Volke. In unerſchütterlichem Glauben an die Einheit von Füh⸗ rer und Volk gilt es die Kräfte zuſammenzuſchweißen, um das Ziel zu erreichen. Neben dem Ausſcheiden Fremd⸗ raſſiger muß erbkrauker Nachwuchs vermieden werden. Derjenige Volksgenoſſe, dex erbkranken Nachwuchz ſchafft, verſündigt ſich an ſeinem Vaterlande und on der Idee der Raſſe. Es gereicht aber demjenigen zur Ehre der entſagt, weil er dadurch ſeinem Volke dient. Krimi⸗ nelle Elemente müſſen als Erbkranke ebenfalls aus⸗ geſchieden werden, denn die Idee kann niemals von ſolchen oder einem Volke getragen werden, das in übergroßer Zahl aus ſolchen Menſchen beſteht. Nux eine geſunde Erb⸗ maſſe gorantiert eine ſtarke Nation. Bei dem Ernſte der Lage iſt es Pflicht und Aufgabe aller Volksgenoſſen, daß ſich die Idee, die aus der Natur ſelbſt ſtammt, immer mehr durchſetzt; denn es geht um mehr, als um die polf⸗ tiſche Macht. Nicht nur Deutſchland, nein die ganze abendländiſche Raſſe iſt in Gefahr. Vorläuſig hat nur Deutſchland die Gefahr erkannt und als erſte Nation gehandelt. Es muß deshalb jeden Tag ein neuer Einſatz erſolgen für die Idee der Raſſe, auf dem Wege, den unſer Führer für ein ewiges Deutſchland vor⸗ gezeichnet hat. Schlußworte des Rechtsonwalts Brechter vermittel⸗ ten nochmals den Dank der 600 Zuhörer, welche die tieſ⸗ gründigen Ausführungen mit ſtarkem Beifall aufgenom⸗ men haben. Wie immer umrahmte die Muſikriege den Abend, der mit dem Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied ausklang. Raoſport-Amſchau Schereus und Richter beſtraft Bei den Brüſſeler Radrennen am Samstagabend dam u. g. ein deutſch⸗belgiſches Fliegertreffen zum Austrag, das, wie ſchon gemeldet, Scherens gegen Arlet, Steffes und Richter gewann. Nachträglich gibt die Leitung der Brüſ⸗ ſeler Bahn jetzt bekannt, daß ſie die Gagen von Scherens und Richter einbehalten und beide Fahrer wegen Mangel an Kampfgeiſt beim belgiſchen Verband angezeigt hat. Dreiſtunden⸗Reunen in Dortmund Bereits am kommenden Sonntag, 2. Dezember, wartet die Dortmunder Winterbahn mit einer weiteren rad⸗ ſportlichen Veranſtaltung auf. Diesmal haben wieder die Berufsfahrer das Wort, die ein Dreiſtunden⸗Mannſchafts⸗ fahren beſtreiten. Verpflichtet wurden bisher ſelgende Paare: Dayen⸗Lemoine, Tietz⸗Lehmann, Hürtgen⸗Ippen, Braſpenning⸗Pellenaers, Göbel ⸗Korsmeier, J. Aerts⸗ Bautz, Gebrüder Vroomen und Jan van Kempen⸗ Ungethüm. Sechstagerennen in Kopenhagen Sechs deutſche Berufsſahrer ſind ſütr das Sechstage⸗ rennen in Kopenhagen verpflichtet worden, das im„Forum“ am Freitag, 3. November, ſeinen Anſang nimmt. Rein deulſche Mannſchaſten ſind Funda ⸗Pützfeld und Ehmer⸗ Rieger, während Rauſſch in Falck Han ſen und Buſchen hagen in A. Buyſſe ausländiſche Partner erhalten haben. Weiterhin ſtarten noch Danholt⸗ Pijnenburg, Meyer Anderſen⸗Linari, Knudſen⸗Prieto, Die Meiſterſchaften der Ringer Pirmaſens die Spitze verloren hatte, konnte ſich Saar ⸗ brücken Weſt durch einen klaren 14:5⸗Sieg bei Vik⸗ toria St. Ingbert die erſte Stelle erobern, dicht ge⸗ ſalgt von Thaliſchweiler. Einen mächtigen Auf⸗ ſchwung nahm Siegfried⸗Saar 05 Saarbrücken. Noch vor zwei Kampftagen mit 315 Punkten am Tabellen⸗ ende liegend, ſchafften ſie ſich durch zwei Siege auf den vierten Platz vor. Die Saarbrücker gewannen ihren wich⸗ tigen Kampf gegen Dudweiler knapp:8. Die Spitzen⸗ gruppe weiſt folgendes Ausſehen auf: 1. Saarbrücken⸗ Weſt; 2. Pirmaſens; 3. Thaleiſchweiler. Polen nach der Vor-Niederlage Der Heulſche Sieg im neunten Amateur⸗Boxländerkampf am letzten Samstag in Eſſen über Polen wird von der ge⸗ ſamten polniſchen Preſſe als verdient bezeichnet. Gelobt wird die ausgezeichnete gaſtfreundſchaftliche Aufnahme der polniſchen Mannſchaft. Große Freude hat das Be⸗ grüßungs⸗Telegramm des Reichsſportführers v. Tſchammer und Oſten ausgelöſt. Der Wortlaut wurde von faſt allen Zeitungen verüffentlicht. Eine Krakauer Sportzeitung be⸗ tont, daß der deutſche Sport im Dritten Reich unter ſeinem Führer Adolf Hitler gewaltige Fortſchritte gemacht und in allen Arten der Leibesübungen einen hohen Leiſtungs⸗ ſtand erreicht habe und ſchboß mit dem Ausruf: Deutſch⸗ land iſt der wahre Europameiſter! Kommende Vor-Veranſtaltungen Die nächſten Tage und Wochen bringen in den verſchie⸗ denſten deutſchen Städten eine große Zahl von Berufs⸗ Boxveranſtoltungen. Die bedeutendſte iſt zweifellos ger Großkampftag am 30. November in der Berliner Ten⸗ nishalle mit der Mittelgewichts⸗Meiſterſchaft Beſ⸗ ſelmann— Bruch und dem internationalen Schwer⸗ gewichtstreffen Schönrath— Gaſtanaga als Haupt⸗ nummern. Am gleichen Abend wird auch in Krefeld geboxt. Die Serie der Dezember⸗Kampftage leitet Leipzig am 9. ein; Hauptnummer des Abends iſt der Titelkampf im Federgewicht zwiſchen Meiſter Schiller⸗ Hannover und Bernhardt⸗Leipzig. Für den 7. Dezember wurden Veranſtaltungen nach Berlin und Hamburg genehmigt. In Berlin verlautet noch nichts über die Pläne des„Neue⸗ Welt“⸗Ringes; die Notgemeinſchaft in Hamburg hat folgendes Programm aufgeſtellt: Leopold ⸗ Berlin gegen Köhler⸗ Hamburg, Piſtulla⸗ Berlin gegen So⸗ bottke⸗ Berlin, Kruſe⸗Hamburg gegen Eggert⸗ Magdeburg. Für den Hamburger Bölſck hat man noch keinen paſſenden Gegner gefunden. Zwei weitere größere Kampfabende folgen am 8. Dezember. In Köln boxen Europameiſter Eder mit Huizenaar⸗ Holland, lein ⸗Solingen mit Selle ⸗Köln(Meiſterſchafts⸗Aus⸗ ſcheidung!. Münch en hat für den folgenden Tag folgen⸗ des Programm aufgeſtellt: Heuſer⸗Bonn gegen den Franzoſen Barrèere, Schiller⸗ Hannover gegen Möhl⸗Berlin, Domgörgen gegen Müller ⸗ Gera, Sing München gegen Maier Singen. Ebenfalls am 8. Dezember kämpft der Deutſche Leichtgewichts⸗Meiſter R. Stegemann ⸗Berlin in Mailand mit Or landi⸗ Italien um die Europa⸗Meiſterſchaft ſeiner Klaſſe. Ignat⸗Deschamps, Wals⸗Slaats, Chriſtenſen⸗Harboe und zwei weitere däniſche Paare. Fernfahrt Paris Nizza Das erſte große Straßenrennen der neuen Rennzeit 1935 iſt die bekannte Fernfahrt Paris— Nigga, die„Fahrt zur Sonne“. Das Rennen führt wieder über ſechs Etap⸗ pen, die wie folgt eingeteilt ſind: Paris— Dijon 909 Km. Dijon— St. Etienne 253 Km.; St. Etienne— Avfgnon, 214 Km; Avignon— Marſeille 204 Km.; Marſeille— Ton⸗ lon(71 Km. Zeitfahren)— Cannes 126 Km.; Cannes Nizza 135 Km. Der genaue Termin der Veronſtatung wird erſt beim Kalenderkongreß der UE festgelegt werden, Kalender⸗Kongreß der UC Der Rodſport⸗Weltverband, die Union Cpeliſte Juter⸗ nationale, beruft den alljährlichen Kalenderkongreß wie⸗ derum nach Zürich ein und zwar für Samstag, 8. De⸗ zember. Im Vodergrund der Bevatungen ſteht in üblicher Weiſe die Feſtlegung des internationalen Straßenrenn⸗ proramms für 1935. Daneben werden auch noch einige dringliche Fragen erledigt werden. Sieronſki bei Oscar Egg Der Berliner Straßenfahrer Herbert Sieronſki wird auch im kommenden Jahre ſeine franzöſiſchen Rennen für den Rennſtall Oscar Egg beſtreiten. Die Mannſchaſt, die der einſtige Weltrekordmann für 1935 verpflichtet hat, be⸗ ſtecht neben Sieronſki noch aus den Oeſterreichern Max Bulla und Thallinger, dem Belgier Buyck, dem Schweizer Egli, ſowie den Franzoſen Cornez, Vaiſſier und Cloarec. Im Zeichen der fünf Ringe Der Marathonlauf auf der Avus Die Strecke für den Olympiſchen Marathemlauf wurde dieſer Dage durch Generalſekretär C. Diem und den Leicht⸗ athletik⸗Fachamtsleiter Dr. v. Halt feſtgelegt. Die Lauf⸗ ſtrecke führt nach dem Start im Olympia⸗Sta⸗ dion durch reizvolles, ſchönes Gelände an dem Stößenſee vor bet und die Havel entlang. Hier werden Sandſtrecken und Steigungen den Teilnehmern die größten Schwierigkeiten bereiten. Der Weg mündet Hann in die Avus ein und au'der ebenen Berliner Auto⸗Rennſtraße ſind noch gut 20 Kilometer, alſo ſaſt die Hälfte der Geſamtſtrecke zurückzulegen. Polen entdeckt neue Talente Polens Leichtathlettk ſtand in dieſem Jahre ganz im Zeichen der Breitenorbeit. Die Erfolge ſind nicht aus⸗ geblieben, denn es wurden einige vielverſprechende Olym⸗ pia⸗Anwärter gefunden. Wohl das größte Talent iſt der Mittelſtreckenläufer Kucharſki, der in An⸗ betracht ſeiner Jugend zu den beſten Hoffnungen berechtigt, Von dem Langſtreckenläufer Noi erwartet man, daß er das Erbe von Kuſoczinſki antritt. Allerdings bot der Olympiaſieger trotz dem Urteil der Aerzte, daß ſeine ſportliche Laufbahn beendet ſei, die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Kuſoczinſki will durch eine neue Kur ſeine Beinverletzung heilen und dann erneut mit dem Training beginnen. Zu den ausgezeichneten Könnern Nowak und, Plawezyk hat ſich noch der Stabhochſpringer Me roncgyk geſellt. Der Dreiſprungmeiſter Huchaus iſt noch verbeſſerungsfähig und dürfte im nächſten Jahre über(ö Meter kommen. In den Wurfübungen ſind Sied⸗ Leck i und Tilſper nach Heljaß als die lommenden Männer zu bezeichnen. Winterarbeit von Frankreichs Leichtathleten Der Fronzöſiſche Leichtathletik⸗Verband hat auch in den ſtillen Wintermonaten ſeine Arbeit nicht eingeſtellt. Viel- mehr wurden die Olympia⸗Vorbereitungen für 1936 in vollem Umfang aufgenommen. Zur Zeit ſind die beſten Athleten und der befähigſte Nachwuchs bei einem Lehr⸗ gangin Paris verſammelt. Hier wird zweimal wöchent⸗ lich unter Aufſicht bewährter Lehrkräfte fleißig geübt. Eine wertvolle Entdeckung hat man bereits in dem jungen Wurfathleten Fitte aus Toulouſe gemacht, der im Diskus⸗ und Speerwerfen mit guten Leiſtungen auf⸗ wartete. Handball⸗Lehrgang in Darmſtadt Die Kurſustätigkeit des Fachamtes für Leichtathletik zer, füllt in zwei Arbeitsgebiete. Auf der einen Seite Breiten⸗ arbeit durch Ausbildung tüchtiger Vereins⸗Uebungsleiter, auf der anderen Seite Leiſtungsſteigerung dur Fortbildung der Spitzen ſpieler. Die beſten Handballſpieler werden gauweiſe zuſammengezogen und in Wochenkurſen ausgebildet. Die Leitung hat der Hand hall Lehrer des Fachamtes, Kau din ya. Dieſe Arbeit ſteht auch bereits im Dienſte der Olympia- Vorbere tung. Vom.—8. Dezember findet der erſte Lehrgang in Dormſtadt ſtatt. Der Gau 13 ruft hier ſeine beſten Spielet zuſammen. ouf dem den Kilo⸗ aufgeſtellt. Eine neue Mytorboot⸗Welthöchſtleiſtung wurde Comer See von dem Italiener F. Venturi über meter für die 172⸗Liter⸗Klaſſe mit 95,266 Stom. Nach ſchungs in den Zunahr wum 8 gestellt, laſſen h Zeit un * B. volksw duſtrie⸗ M it die Eil Hierdun Weiter orden älfte 90 2 00 am Mi vertrete Sanier! aus 28 genehm glied dergewi tichlet, 1 gellutzt ſtiedenf gemäß 7 0 0 Frankf! am Me zeichne! weſentl der Be ſeitens H. auf ſattgef scheinen teiligu; papiere ſeits b reſerve ſervefo 5 ſpreche! 4 delsger 1 gunſter Nach d beträgt Mill. ſong 1 204 000 F. im Die markt kensw lich m auf J die K Händl Schrot zwar Anfor Fachkr notier ändert ganiſa Umſtä Et-Gut 1 do. 1 do. 1 do. 1 do. 1 6% Bal 60% Gold bar b 90000 0 Mann 0 5 am Mittwoch ſtatte MHittwoch, 28. e ee Starke Zunahme Nach Feſtſtellung ſchungsinſtituts in den am 30. 6 Zunahme von üül zaum des Vo gestellt, nach laſem haben. Die geit um 6,8 v. H. der Weli-Aufoerzeugung Internati nter: Ion alen Zinnfor⸗ der Wel Di arunternehmungen. über a Beirat für 5 U des 6 auf die Dauer Zweckſparunternehmungen r, Syn Herren au Beibats für 1 johannes Splettſtöße 8 Be andelska ſer, Vorſtan harverbandes hoptheken⸗ keiner zum 18 ug von bis zu 11 mb Wechſelb 2 ren ao. enen Ste F. here außer⸗ Veiter wird der Verſammlun auf die ördentlich hohen Stimmrechts der 12 Hälkte vorgeſchlagen. 0 5 Herreumühle vorm. C. Genz AG, Hei f f enen HV waren 691 „der bekan Bal den. Der Abf 170 ehmigt und das ſatzungsmäßig aus glied Generaldirektor Hermann Hecht bergewählt. Ueber das laufende Geſchäftsjahr wurde be⸗ richlet, daß dos Kontingent der Mühle bisher voll aus⸗ genutzt werden konnte und daß auch das Ergebnis zu⸗ kriebenſtellend war. Das endgültige Ergebnis ſei natur⸗ gemäß vom Umfang des weiteren Mehlabſatzes abhängig. 0 Torpedo⸗Werke Fahrrad⸗ und Schreibmaſchinen⸗AG., grankfurt a. M.— 6() v. 6. Dividende. Frankfurt am Main, 28. Nov.(Eig. Meld.) Das Unternehmen ver⸗ zeichnet für das abgelaufene Geſchäfts jahr 1933/4 eine weſentliche Umſatzſteigerung, die eine größere Vermehrung der Belegſchaft mit ſich gebracht hat. Wie wir hören, wird ſeitens der Verwaltung eine Dividendenerhöhung um 2 v. H. auf 6 v. H. vorgeſchlagen. Die Bilanzſitzung hat bereits ſattgefunden. Vor einiger Zeit iſt ein weiteres Minder⸗ heltspaket in den Beſitz des Großaktivnärs Herrn v. Rand don Reminton übergegangen, und zwar nominell 0,16 Mill Mark, ſo daß der Großaktionär nunmehr rund 14 von ins⸗ geſamt 1,6 Mill./ des A. beſitzt. Uebernahmekurs über 82 v. H. ö . 5 D. Magirus AG, Ulm a. d. Donau. Bei der ao. U am 7. November wurden anſtelle des in ſeiner Ge⸗ ſamtheit freiwillig zurücktretenden 5 herigen AR als Vorsitzende Fabrikant Fritz Kiehn Mog, Präsident des Bürttembergiſchen Induſtrie⸗ und Handelstages Troſſin⸗ gen, des weiteren AR⸗Mitglied Fabrikant Otto S tã b⸗ fet Tuttlingen, RA Fritz Mühlhäuſe r⸗Ulm und Hanbier Heinrich Lau b⸗Stuttgaxt weu in den AR gewählt. „ Schuſterinſel AG Färberei und Appretur in Opladen⸗ Wuppertal. Die Geſellſchaft, die auch in Oberbaden Inter⸗ eſſen beſitzt, weiſt für 19 54 mach 595 814.(790 591)/ Ab⸗ ſchreſbungen einen Neuverluſt von 26.144. aus, der zu⸗ züglich 38 343/ Vortrag mit 64 457 auf neue Rechnung übernommen wird. In der Vermögensaufſtellung er⸗ ſcheinen u. a. in Mill.% Anlagevermögen 3,43(8,82), Be⸗ telligungen 0,10(0,07), Betriebsſtoſſe 6,19(0,19), Wert⸗ papiere 0,(0,42), Buchforderungen 0,45 1400. anderer⸗ ſeils bei 2,5 Kapital und unv. 0,25 geſetzlöche, 9,„So r⸗ teſerven Rückstellungen für noch nicht erfüllte Verpflich⸗ kungen 0,7(1,04), Verbindlichkeiten 20(1,80), darunter 086(0,75) Bankſchulden. 5 a 15 Frankfurter Hof AG, Frankfurt a. M. Eine ag. S beschloß die Einziehung von nom. 150 000 eigenen, letzten halben Johre für 48 000% erwo benen Aktien. Buchgewinn von 102 000.% wird einem beſonderen ſerveſonds zugewieſen. Dieſer Reſerveſonds wird ſprechend einem beſonderen Beſchluß der HB nach der b delsgerichtlichen Eintragung der B- Beſchlüſſe wieder zu⸗ gunſten von Aufbauzwecken des Unternehmens aufgelbſt. Noch der jetzigen dritten Einziehung von eigenen Aktien beträgk das Stammkapital 2,15 Mill./ lurſprünglich 3,6 01 gen Mill.„) neben unverändert 32 000% Vorzugsaktien. An⸗ ſong 1983 erfolgte bei der erſten Einziehung von nom. 204000„ Aktien gleichzeitig eine Kapitalherabſetzung 8 F. im Verhältnis 48. Lebhaffer Schroſfimarki Die Umſatztätigkeit am rheiniſch⸗weſtfälüſchen Schrott⸗ markt iſt weiter lebhaft und zeichnet ſich durch eine bemer⸗ kenswerte Stabilität aus. Obwohl die Werke noch reich⸗ lich mit Vorräten verſehen ſind, die den laufenden Bedarf auf Monate hinaus ſicherſtellen, rechnet man damit, daß die Kauf luſt auch weiterhin anhalten wird. Die Händler nehmen deshalb fortdauernd alle erreichbaren Schrottmengen herein. Das Schrottangebot unterliegt zwar noch immer gewiſſen Schwankungen, doch können die Anforderungen im allgemeinen befriedigt werden. In Fachkreiſen wird damit gerechnet, daß ſich die Schrott⸗ notterungen für einen längeren Zeitraum auf unver⸗ änderter Höhe halten werden. Von den zuſtändigen Or⸗ gantfationen wird darauf hingewirkt, daß unter allen Kommunalumſchuldung 76, Altbeſitz und Zinsvergütungs⸗ N Neuen Mannheimer Zeitung TUNG sgabe Nr. 548 Abend-Au Besserung der Kurse Bei kleinen Umsäßen freundliche Sſimmung/ Geringe Beieiligung der Kulisse 7 Maunheim freundlicher Die Tendenz an der heutigen Börſe geſtaltete ſich freund⸗ licher, obwohl das Geſchäft ſehr klein war. 14,75 an. werte kaum ver⸗ Reichsbahn ⸗ Vorzüge Mannheimer⸗ a 1 der Verkehrswerten Verſicherun Von feſt. 2 Verſicherung au weiter t zogen Frankfurt ſtill, aber freundlich Anſchluß an die Abendbörſe zeigte auch die heutige Im t weitere ihigung und leichte Beſſe⸗ Mittagsbörſe eine Be rung der Kurſe. Die Gerüchte, die von ein geblich be⸗ vorſtehenden Beſchlagnahme der Auslandswerte wiſſen wollten, ſind etwas verſtummt. Dadurch erhielt die ge⸗ ſamte Börſe eine gewiſſe Stütze, ſo daß die Stimmung bei kleinen Umſätzen freundlich war. Die Auftragserteilung der Kundſchaft blieb klein, auch die Kuliſſe beteiligte ſich nur in kleinem Maße am Geſchäft. Der Ultimo machte keinen Einfluß mehr, um ſo mehr, al ißere Poſitionen nicht beſtanden. ie erſten Kurſe lage t allgemein um 74 H. über der Abendbörſe. Von chemiſchen Werten 4 v. waren Farbeninduſtrie und hauptet. Elektrogktien erhöh Monton⸗ werte lagen durchweg ſeſter, mit plus%, daneben gewannen Klöckner 77 rix, Har⸗ pener, Mannesmann und Stahlverein je 7 v. H. Von ſonſtigen Werten lagen Deutſche Linoleum und Reichsbank⸗ anteile je, Weſtdeutſche Kaufhof 7, Hapag in und Nord⸗ deutſche Lloyd je. v. H. höher, Braubank und Daimler unverändert. Der Rentenmarkt lag ebenfalls freund⸗ lich, das Geſchäft war aber klein. Stahlvereinbonds ge⸗ wannen 36, ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen 1 v.., ſcheine lagen unverändert. Nach den erſten Kurſen ergaben ſich infolge der ſtarken Geſchäftsſtille zunächſt vielfach beichte Rückſchläge um 7 bis 36 v. H. Später trat jedoch wieder etwas Nachfrage auf und die Rückgänge konnten wieder ausgeglichen werden, teilweiſe ergaben ſich darüber hinaus leichte Befeſtigungen, iusbeſondere bei Farbeninduſtrie 13356—133½—134½. Die ſpäter zur Notiz gekommenen Werte lagen zumeiſt um A1 bis ½ v. H. freundlicher, ſchwächer waren aber Rhein. Braunkohlen 210(212). Am Rentenmarkt waren Zinsvergütungsſcheine gefragt und 20 Pfg. feſter, im übrigen blieben die variablen Papiere unverändert. Tagesgeld war gefragt und wurde auf 374(3% v..) er⸗ höht. Berlin weiter freundlich Die geſtern gegen Schluß eingetretene Erholung konnte ſich heute fortſetzen, zumal ſich der Markt der Auslands⸗ werte, nachdem Gerüchte über eine angeblich bevorſtehende Beſchlagnahme von Auslandswerten als völlig unbegrün⸗ det bezeichnet werden, beruhigt hat. Chade—0 waren 0,50/ höher, die D⸗Anteile waren unverändert. Aku lagen anfangs 1 v. H. feſter. Im übrigen trugen eine ganze Reihe zuverſichtlicher Nachrichten zu der freundlichen Stim⸗ mung bei. So verwies man auf die anhaltend günſtige Entwicklung der Steuereinnahmen und die ſtarke Steigerung der Einzelhandelsumſätze. Auch die wei⸗ tere Steigerung der Kreditoren bei den Großbanken ſand Beachtung. Schließlich iſt noch die beſſere Beurteilung der außenpolitiſchen Entwicklung zu erwähnen, die auch durch die bevorſtehende Debatte im engliſchen Unterhaus nicht ge⸗ trübt wird. Im einzelnen waren Montanwerte meiſt 77 v. H. und Schleſ. Bergbau und Zink 17 v. H. befeſtigt. Von Braunkohlenaktien gewannen Bubiag 27 v.., während Rhein. Braunkohlen bei ſechs Mille Angebot 174 v. H. nied⸗ riger einſetzten. Kaliwerte waren wenig verändert. Am Maſchinenaktienmarkt konnten Schwartzkopff einen Gewinn von 2 v. H. erzielen. Deutſcher Eiſenhandel befeſtigten ſich um 17. Papier⸗ und Zellſtoffwerte waren 7 v. H. höher, während von Textilwerten Stöhr 197 v. H. einbüßten. Auch Renten lagen freundlicher. Ver. Stahlobliga⸗ tionen waren auf die Veröffentlichung der Urteilsbegrün⸗ dung in der bekannten Reichsgerichtsentſcheidung über die Dollar⸗Klauſel der Krupp⸗Anleihe 7 v. H. befeſtigt. Alt⸗ beſitz und Reichsſchuldbuchforderungen waren unverändert. Die Umſchuldungsanleihe zog um 20 Pfg. an. liche f tinrmutug an. en etwa 1 v. H. Im Verbauf hielt die Gelſenkirchen, ben waren Am Re Ver. St winnen. beſſert. Am Kaſſamarkt war die H E= n weiter ½ v. H. überwiegend ahlobligotionen konntei dagege Kaſfarenten waren ebenfalls ung uneinheitlich. 1940er 97,37—98,12, 1942—48 96 1944—45 und 1946—48er 63,75 bis Ausgabe 2: 1985er 97. Wiederaufbau bis Geldmarkt traten keine Veränderungen ein, chts der anhalte Flüſſigkeit war ſelbſt kurz vor Ultimo keine Heraufſetzung der Blanco⸗Tagesgeldſätze 1 h, ſo daß erſte Nehmer nach wie vor nur—4,25 Auch am Privc ontmarkt Anſpannung bemerk doch iſt f heglichen. Monatsgeld t 3,50 v. H. Schluß feſt eiß(plu.) anzulegen brauchten. keine u nd ſbärbere 0 über⸗ 1 1 Kabel 2 v. H. höher, Ver. Stahlobligotionen H. Nachbörslich war die Haltung ſchritt wieder waren insge ſchloſſen mit 86, unverändert f reundlich. Berliner Devisen Hiskontsatz: fefchsbank 4, Lombard 5, Privat 3 v. f. Amtlich in Rm. Dis⸗] Parität f 27 November 28 November für 8 M. Geld J Brief Geld] Brief Hegypien! ägypt.PfBb.— 20,983 12,715 12,745 12.685] 12.715 Argentinien 15.-Peſo 7.872 0,828 0,632.623 0,632 d e raſilten ilreis,— 50² 20 N. 209 Bulgarien 100 Leva 8 9,088 8,047.053.047.053 Canada 1 kan. Dollar!“ 4,198.552 2,558.547.5538 Dänemark 100 Kronen 8 112,50 55,87 55,40 55.24 55,86 Danzig„100 Gulden 3 81,72 81.04 31,20 81.04 81.20 England.. 1Pfund 2 20.429 12,400 12.440 12,878] 12,405 Eſtland. 100 eſtn. Kr. 5½ 112,50 68.65 68.63 69,63 68.92 Finnland 100finnl. M. 5 ¼ 19.587.305.485 5,485 5,475 Frankreich, 100 Fres 3 18,44 16.380 16,420 18.38 16,2 Grlechenland 100 Dr. 7½ 5,45.354 2,358.854.58 Lanai 100 Gulden 3¼ 168,739 167.97 168,31 167,98 188,27 Island, 100 isl. Kr.. 5 56 12 36,24 36,99 56,11 Italien„„„100 Lire 985 22,094 9725 9 725 225 5775 8 8 8 N 72 728 722 1 Jugoſtardento der 1 eld. 2854 505 dee ds Lettland.. 100 Latts-—- 2 285 2 4505 425 Litauen.. 100 Litas 7 41.98 41.66„„„ . 8 3% 8757 4285 9 5 150 8 eſterreich 100 Schill. 5 8. 95 f 25 0 ortugal 100 Escudo 8 453,57 11.270 11.200 11.28 11.27 3 f Rumänien. 100 Lei 8.511 2488.492 2,4880 2,492 Schweden 100 Kr. 3 112,24 68,98 6,00 68,90 64,02 Schweiz 100 Franken 2 100 0 3403 397 7702 Spanien 100 Peſeten 5 81 8,.083 83,97 1 Tſchechoſlowakeildon 3/% 12,438 10,37 10,325 10,375 10.895 Türkei. Itürk. Pfd. 18,456.970] 1974.869.973 Ungarn. 100 Pengs 4% 78,21 f„ Uruguay 1 Goldpeſo 4x48 1,049 1,051 5040 1051 Ver Staaten 1Dollar 1 1½.198(.488].492( 2,485 23489 Pfund abgeſchwächt Am Deviſenmarkt fällt wieder ein leichter Rück⸗ gang des engliſchen Pfundes auf, was ſich indeſſen ledig⸗ lich als Reaktion auf die vorangegangenen ſtarken kon⸗ tinentalen Pfundkäufe erklären laſſem dctpfte. Die Zi⸗ richer Notiz ſtellte ſich zuletzt auf 15,87% nach 15,41, in, Paris gab das Pfurnd auf 75,68(75,70 und in Amſterdam auf 7,377(5,38%) nach. Der Dollar war zwar ebenfalls etwas rückgüngig hat aber im großen und ganzen die in letzter Zeit gezeigte Widerſtandsſähigkeit nicht eingebüßt, Er wurde aus Paris mit 15,16(15,1676), und aus Zürich mit 3,0838(3,0894) gemeldet. Pfunde Kabel ſtellten ſich auf 4,98. Von den Goldvaluten lag der franzöſiſche Franken in Zürich und Amſterdam etwas leichter. In übrigen er⸗ gaben ſich, abgeſehen von der durch den Pfundrückgang hervorgerufenen Schwäche der nordiſchen Deviſen, keine weſentlichen Veränderungen. Die Abſchwächung des eng⸗ liſchen Pfundes machte weitere Fortſchritte, und zwar gab die Pariſer Notiz von 75,68 auf 75,56 noch. Im übrigen troten nennenswerte Veränderungen nicht ein. durch etwaige Störungsfaktoren nach Möglichkeit beſeitigt werden. Der Großhandel zahlt zur Zeit im rheiniſch⸗weſtfäli⸗ ſchen Induſtriegebiet für die hauptſächlichſten Schrottſor⸗ ten folgende Preiſe: Stahlſchrott 3940 /, Kernſchrott 3738 /, Martinoſenſpäne 28-29 /, Schmelzeiſen 2122 /, maſchinell gepreßte Blechpakete 33—34 /, Hoch⸗ ofenſchrott und Hochofenſpäne 2728/ je Tonne frei Waggon weſtdeutſchem Empfangswerk. Auch am Gußbruchmarkt haben ſich Umſatztätig⸗ keit und Preisſtellung in der letzten Zeit faſt unverändert behauptet. Der Bedarf der Gießereien iſt nach wie vor erheblich, doch werden weitſichtigere Eindeckungen im all⸗ gemeinen vermieden. Das Materialaufkommen hat leicht Großhandel zur Zeit 50—52 ,, für Handelsgußbruch 44—46„ je 1000 Kg. frei rheiniſch⸗weſtfäliſchem Empfangs⸗ werk. Die Schrotteinſußhr belief ſich im dritten Viertel⸗ jahr 1934 auf 162 200 To. gegenüber 166 900 To. im zwei⸗ ten Quartal. Es iſt anzunehmen, daß die Auslandsliefe⸗ rungen in der nächſten Zeit in Auswirkung der durch den Winter bedingten Transport⸗ und Verladeſchwierigkeiten und der am Weltmarkt herrſchenden Schrottpreishauſſe eine fühlbare Senkung erfahren werden. Eine Beein⸗ trächtigung der deutſchen Schrottverſorgungen dürfte ſich hieraus aber in keiner Weiſe ergeben. Die Schrottaus⸗ fuhr iſt ſchon ſeit längerer Zeit im Abnehmen begriffen und erſtreckt ſich infolge der Schrottausfuhrverbote nur auf geringwertige Sorten. Geireidemarki freundlich * Berliner Getreidegroßmarkt vom 29. Nov.(Eig. Dr.) Der bevorstehende Monatswechſel, der eine Exhöhung der Feſtpreiſe um 1,50/ bringt, macht ſich im Berliner Ge⸗ treideverkehr immer ſtärker in einer Verringerung des erſthändigen Angebots fühlbar. Die Mühlen bekunden ſowochl am Platze als auch in der Provinz weiter Au nahmeneigung, wobei in Anbetracht des kleinen Angebots die Nachfrage auf der ganzen Linie nur zum Teil befrie⸗ igt werden kann. Hafer und Futtergerſten fehlen der dringendſte Bedarf wird aus alten Beſtämden Etwas lebhafter iſt das Geſchäft in guten Brau⸗ ch wie vor zu vollen Preiſen Abſatz finden. nt ſiſt gedeckt gerſten, die Das Angebot iſt aber hierin keineswegs reichlich. Indu⸗ ſtriegerſten haben kleines Geſchäft, Ha man für die an⸗ gebotenen rtien häufig Braugerſtenpreiſe fordert. Das Mehlgeſc keine weſentliche Belebung auf. Alle Notierungen unverändert. * Frankfurter Produktenbörſe vom 28. November. Alle otierungen unverändert. Stimmung ruhig. In Handels⸗ aſſenware fanden Abſchlüſſe nicht ſtatt. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 28. Nov.(Eig. Dr.) Amfang: Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Jan. 3,30; März 3,50; Mai 3,60. Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Jan. EI Anfang: Weizen(100 lb.) Tendenz März 5,2%; Mai 5,4; Juli 5,6% ſtetig; Dez. 4,94; März 5,277; Mai 5,44; Juli 5,67¼. * Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 28. Nov.(Eig. Dr.) Nov., Dez., je 3,40 B 3,20 G; Jan. 3,50 B 3,30 G: Febr. 3,60 B 3,40 G; März 3,70 B 3,50 G; Mat 3,90 B 3,70 G; Auguſt 4,20 B 4,00 G; Tendenz ruhig.— Gemahl. Mehlis per Nov. 31,40; Tendenz ruhig; Wetter trübe, milde. * Nürnberger Hopfenbericht vom 28. Nov. 103der⸗Hopſen ohne Zufuhr, keine Bahnabladung; Inlandsumſatz 15 Bal⸗ len, und zwar Hersbrucker Gebirgshapfen 215225. Ex⸗ portumſatz keiner. Stimmung ruhig. 1988er⸗Hppfen ge⸗ ſchäfts los. * Bremer Baumwolle vom 28. Nov.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Midol.(Schluß! loko 14,87. * Liverpooler Baumwollkurſe vom 28. Nov.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Midoͤl. Anfang: Jan.(35) 677679; März 675-676; Mai 672678; Juli 669; Okt. 665; Tagesimport 8700; Tendenz ſtetig.— Mitte: Dez. 678; Jan.(95) 679; März 677; Mai 674; Juli 670: Okt. 651; Jan.(36) 649; März 649; Mai 649; Juli 648; Okt. 645; Loko 707; Tendenz ſtetig. * Obſtgroßmarkt Weinheim. Birnen—8, Aepfel 5612. Nüſſe 21—22, Kaſtanien 8. Anfuhr 150 Zentner. Nachfrage ut. * Bühler Schweinemarkt. Auftrieb 167 Ferkel, 7 Läm⸗ fer. Preiſe Ferkel 20-38 /, Läufer 45—65/ je Paar. * Hamburger Schmalz⸗Notierungen vom 28. Nov.(Eig. Dr.) Schmalz(Tendenz feſt) Amerik. Steamlard tranſ. ab Kati 26 Dollor; Pure Lard verſch. Standardmarken raffn. per 4 Kiſten mit je 25 Kilo netto trans. ab Kai 2727,50 Dollar. Berliner Mefallbörse vom 28. November Kupf. Tupf.JKupf. Blei Blei Blei Zink Zink Zink bez. Brief Geld bez. Brief Geld] bez. Brief Feld Jaguar], 33 75 33.75—.— 14.50 14.50—.— 17.50 17,50 Februar 75 33.25—.— 14,50 14.50—,— 17 50 17.50 März. 35.50—.——, 14.75—— 19.7818. April 35 75—.——.—15.—[—— 18.75 18,.— Mut 36.————— 15.——.— 19. 18.— Juni 86.25—,— 15.„ 1 Juli 36.50—.—,— 15,—, 19,.— 18. Auguſt 36732.——.— 158.—[. 19,25 16. Sepitr. 37.——.——.— 15.——.— 19,25 19.— Oktober 9725—.——.— 15.——.— 19.25 18.— Novemb 83.75—.— 14.50 14 50—,— 17.891250 Dez. 98.75—— 14.50 14.50—.— 17,5017, 50 * Berliner Metall⸗Nottierungen vom 28. Nov.(Eig. Dr.) Amtlich notlerten in 4 für je 100 Kilo: Elektrolytkupfer (wirebars) prompt 39,50; Standardkupfer loko 33,75 nom.; Originalhüttenweichblei 14,50 nom.; Standardblei per Nov. 14,50 nom.; Originalhüttenrohzink ab nordd. Stationen 17,50 nom, Standardzink 17,50 nom.; Originolhüttenalumi⸗ nium 9899 proz. in Blöcken 144; desgl. in Walz⸗ oder Drahkbarren 148; Reinnickel 98—99proz. 270; Silber in Barren ca. 1000 fein per Kilo 45,50—48,50. Londoner Meiallbörse vom 28. November Metalle 66 per To. Platin(K per 20 Ounces) Silber(Pence per Ouuze Kupfer, Standard 27 80 Zinn, Standaro 228.7 1 5 Monate 27,85 3 Monate 229 7 5—— Settl. Preis 27,50 Settl. Preis 229,7„ Elektrolyt, 89.50 Sana. Main beſt ſelecied 29,75 Straits.„ 231,0 Wolframerz ſtrong ſheets—.— Blei, ausländ.. 19,75 Nickel El'wirebars 31,— Zint gewöhnlich 11,95] Weißblech.„4 Badeus Fiſcherei. Baden zählte 1925 959 Binnen⸗ fiſchereibetriebe mit 258 Fiſchereihooten(davon 69 mit Kraftantrieb. Die Fläche der Fiſchereibetriebe gliederte ſich in 105 Hektar in Privateigentum befindliche ablaßbare Fiſchte iche, 428 Hektar ſonſtige in Privateigentum befind⸗ liche Fiſchgewäſſer und 4453 Hektar bandwirtſchaſtlich be⸗ mutzte Flächen. Die Fiſcherei erbrachte im Bodenſeegebiet im Jahre 1939 4599 D. im Wert von 407 400/ gegenüber 2645 Dz.(318 800%) im 1932 und 2419 Diaz.(Wert 344 g in 1931. Allein 3254(977 und 636) Dz. entfielen auf felchen(Wert 0,294 gegen 0,156 und 0,130 Mill.). * Börſenkennziffern. Die vom Statiſtiſchen Reichsamt errechneten Börſenkennziſſern ſtellen ſich in der Woche vom 19. bis 24. Nowember 1934 im Vergleich zur Vorwoche wie folgt: Aßttenkurſe sch, 97(80,14), Kursniveau der proz. feſtverzinslichen Wertpapiere 92,33(92,07). Umſtänden ſpekulative Tendenzen ausgeſchaltet und da⸗ zugenommen. Für prima Maſchinengußbruch zahlt der N 8 n im 1 26.11. 3. Verkehr 26.11.. Versſcherung 2611. 27. 28. 660% Neckanſulm gez Bab..-G. f. Rheinſchiff⸗ Vadiſche Aſfecuranz 81,— Dürrwerke... 80.— 30.— annne zeug Gold og. 1928 und Seelransport. 49,— Frankona Rilck⸗ u. Mit⸗ Dyckerh.& Widin.. Deutsche festwer- dahbr. zu 102 und. verſicherung... 312,0 El. Licht u. Kraft 115,5 116,5 Einsl. Werte Oblig, mit Option. 90.— Dt. Reichsb⸗ Jog gar Ser. do. do. 104,0 Elektr. Lieferung 83,.— 94.75 5 28.11. 6% J G. Farbenonduſt. 118.5.5 Inh.⸗Zert..Reichsb. Mannh. Verſicherung„40,— Enzinger ⸗ Union n 88, Et-Gutſcheinechruppe l ee e Mn 8,0] Gruppe 1, 2, 5 und 5 114,5 Württb. Transp.⸗Verſ 6.— 5 85.87 55,50 ..84 rot 103% Gro 83 Faber& Schleich. 505 35 b 1880] Kohlenanl. je Tonne 2 3 2 J. G. Chem. Baſ. v. u. 4400 bin 04 6 Großrrat Ruud Amtlich nicht nutierte WertKz dense: 1 155 8. 1437 duntelgelb 1020 Foßlenwer t Anteite Umtauschobligationen J. G. Farben. 133.0 135.1 do...88 vi 196i 99,67 Labgeſt. Kohlenwerk⸗ 5 8%„Bonds 28 118.6 116. 8 9 5 l 180 d eh 5 67,— 8 u NN Feintec, Jetter—— ad. St Ant i 8. 6% Kohlenwert⸗Anleihe 177 5 1 ü Non.„ Guill 3 680 e 9 5 on 1923 der Stadt 400% Be nen A8 Elektr.⸗Werke e ii 1040 103 5 oldanleihe unkünd⸗ N heim je Tonne—.— 1 2* 323333 51 Gol. a 85,30 8780 bar bis.7. 80 8 66,.— e„Anl. 50% Großkraft Mannheim u. Pfalzwerke 1931 S 55 80 78 8 dae dhafenstadtanl. 87.— Lon 19238. 62. 4% Nh.⸗Weſtf. Elektr. Anl. von 12 185 1& Bilfinger 5 Mannheimer Anl.⸗Aus⸗ 1700 1 19301955 Hafenmühle. 96.— 96.— feſragegemeeinſch 5 Altien 80 eh. 1930 7 5 ald N Nes: 0 75 d 95.50 1. Industele l 50% Ber. Stahlwerke(Reinelbe Union) 1948 danſwerk Jüſſen 7775 11 (e Mb⸗Stadi⸗Gold⸗ Bremen⸗Beſigh.Delfabr. 70 4¼0% 5— 3 4351 Heſf.⸗Naſſan Gas 67. 5 r e 5 i Hindeichs⸗kaffer 72 7750 ahldar ab 192 80, Cementwerk, Heidelberg 108. 22 indrichs⸗Auffer,.— 77, e e eee kranhkurter Bess 88 e 9 7. 8 Deutſche Linoleum 60, insliche Werte 27. 28. Holzu„Phil. 78, zahlbar ab 1928 90.—Surl. 62. Festwerzinsliche i g Inag Erlangen.— 500% d. Kom. G ⸗Anl. a 88, 2. 28.. 5 10 79 7 Junghans St. A.—.—.50 7000 1980, Reihe 55.525 Enzinger Unſon.. 90.— D. Wertb.(Gold)—.— Reichen. 1460 440.2„ 158 8 150 cee onde bes,. Gebr. Fahr.... 1339%% Reichsau„ 95.— 95. Württ. No tendk.— e bannt Goldpfantörief Farbeninduſtrie. 5 133,7 e 2 25 8857 8 r. 5 10 0%& kr. Mannheim ½% Pounganl. 98.25 288.3 8 f 3 3 5 ae reden 80 120,5 Abidzungſch. 1035 106, industrle-Aktian 7- ace g, 1270 1740 000. do. Serle 2 04.— Haid& Neun 20.— 40% Schug. 14 9,70.70 Aſchaff. Arttenbr 97— 4— r. edo. Serie 3 83, kleinlein, Heidelberg..76.— 60% Heideldg. 26 85,25 85,50 Dortm. Ritterbr. 14.— 4 Mainkraftwerke.. 5 U epfalz. Hyp.⸗Bank C. H. Korr 98/0 6% Ludwigs. 36 88.— 88. Henninger St. K. 100 105.0 Metallg Frankf. 1— 80,— 30% We n 95.— Konſerven Braun 45,— 60% Ithm. Gd. 26 90.— 90.— Kbwen 8 7 8 Mez Söhne 58,— 58— 4e fätz Hppotd ⸗Bt; wigs Akt.⸗Br. 85.50 6%„„ 2 689.59 89.50 Mainzer Ar.. 57,— 56. 8. böte e 91,50 Zadie, Wahn 1270 Baden 26. 5 1855 1025 Scher Sieg 11 Berliner Börs 5 byp ⸗Bk. 5 i 6% Mhm. Kohl. 55 Schwartz Storch.—.— 1 1 oed. fene Adlg Heh lee, Mh. 110,0 5 j Prag 598———.— Tucher Br. 79. 80. e Ankündbar 1927 93,— Pfälz. Preßhefe. 12,05% Rhein Hyp. 24 93 77 94,—[Wer ger. 1 2 5 15 1 10 96,87„ e odeſom, eite /t do. 6% Vorz. rb. 115% 108.0 6% Grkr. Pt. avg. 30%% dere: Bunt! 41.— 41. 6%% P.& f untündbar 198 92. Hildebr. R einmühle 68. 86% Ift. Hyp. G Pf. 92.15 7 S 7 7 1. 3 80 55 5 0 f e dalmler⸗Penzcold⸗ Salzwerk Heilbronn 240.0 Ver. Stablw. Odl. 85,92 64.7. bd. aſch. Durl.—.— 128, e Oblig von 1947. 9.— Schlinck& Co., Hamburg 73.— 6% Bad. Kom. Gd. 91.25 3 Baſt 1 8 12 55 1„ 25 800% Dt. Linol. Gold⸗ Schwartz⸗Storchen. 00,0675 Pfälzer 28.9 1 1575.„ 6% 5 e 1926, rzbr. Seilinduſtrie Wolff.. 34,— 5¼59½ Pfälz. Lig. 3 Perm eſtg⸗ Bel e en ee de 595. 50 84— 94, Prown Bode: 18.— 18. 4%% Sa echaz. 0 von 1925 f 5 o Rh. Hyp. 5. ö 5 ee 75675 a ab 1982 97.— Ver. 2 5 Oelfabr. 89— 60% 5„ 100 94.— 1 Cement 8 8 5 5 72 5 8 6 Fürſtl. Furſtenbg⸗ Weſteregeln Alkali(St.) 105,060,„ 12-13 94, 94„ Kar.„04%„ 5 2 von 1270 zück⸗ Zellfteft Waldhof St.) 44.75%% Mein in L. 84,50 84,75 Chemiſche Albert 5 73.— 44%% e Abr. ab 1982 zu 102% 91.50 do. 6% Lit. 8 Vorz. 89.— 5½% Rhein. Lig. 94. 93 75 Chabe 5 3 4½% 5 50 195 S% Fürſtl. Fürſten⸗ 5 5¼% Südbo. Lig. 94.75 94 75 Conti Gummi. 130,5. 40% 5 5 derg⸗Obl. von 1918.. 91,50 2. Banken Daimler 1102 44.50 40% a8 113 GUpleßerrenmüble vrm. Badiſche Bank. 122.0 Bank-Aktien„ 88.25.25 5/% e 14 Genz bl von 1897 70.— Commerz⸗ u. Privatbk. 67.50 5 t, Erdöl. echels dindener Akt Br. Deutſche Bank u. Dise. 69, Allg. D. Credit 59,50 53,50 D. Gold u. Anſt 205,5 205.5 905 ng. Goldr. bl. v. 20 rb g. 102¾ 93. Dresdner Bank 710 Bank f. Brau 101, 101.7 Ot. Linoleum 0 69.— 12%,„Kronenr 860% Neckar.⸗G. Pfälz. Hypoth.⸗Bank. 7,50 Baur Hyp. u. Wb. 70,50 73. Dt. Verlag 58,— 85,4 40 Anat. S. Eil Stuttgart Obl. v. 19212 Rhein. Hopoth.⸗Bank 1110( D. Effekten⸗Vank /6,— 76,— Bresd. Schneltpr. 62, 6/75 5% Leh. Nat,Rail⸗ [[Nontecatint...— Rheinmetall 2 Deutſche Diseonto 27. Industrie: Aktien Aceumulatoren. 158,0 AER 5„ 40,25 51 Allg. Elektr.⸗G. 25.62 28 50 Ammendorf Pap. 779 Kohlenw. Aſchaffbg. Zellſt. Augsb. N. Maſch. Balke Maſchinen Bayer Motorenw. Bayr. Spiegelglas Bekulnga 139.2 J. P. Bemberg Bergmann Elekt. Berlin Gubener. Berl. Karls. Ind. Berliner Maſchb. Braunk. u. Brikett Braunſchw..⸗G. Br.⸗Beſigh. Oelf 80.— Bremer Vulkan... 5 Bremer Wolle Brown, Bov.& C. Buderus Eiſenw. Charlott. Waſſer 9 J..ChemieBBaſel Chem Heyden Chem. Gelſenk.—.— Chem. Albert Co. Hiſp.[Chabe) TConti⸗ Gummi Conti ginoleum Daimler Motoren Dtſch⸗Atlant.⸗T. Dt. Conti⸗Gas Deutſche Erdöl Deutſche Kabelw. Deutſche Linol Diſche. Steinzeug Deutſch Eiſenhdl. Didier⸗Werke(fr. Stettin. Cham. Dresd. Schnellpr, Dürener Metall Dynamit Truſt Dyckergoff& Wid— Dortm. Actienbr.-— Dortm Unionbr. Elektr. Lieferung. Elk tr. Licht u. K. Engelhardt Enzinger Union Eſchw. Bergwerk J Fam t. G. 1 Jeldmühleßßapier Felten& Guill. 5— Motoren ebhard Textil Gehe& Co. 5 Gelſenk. Bergwk 190.9 Genſcheßw& Co, 28. Moenus St.⸗KA. biheinelektra V. A. Steel Rütgerswerke Sachtleben Schnellpr. Frkthl. Schramm Lackf. Schuckert, Nrög.—.— Seen„ acketnall Siemens& Halske Südd. Zucker Thür. Lſef. Gotha Ver. Chem. Ind.——. Ver. deutſch. Self.— Ver. Glanzſtoff Voigt E Häffner Volth. Seil. u. KK.— Weſtd. Kaufh. AG. Zellſtoff Aſchffbg. „ Memel „ Waldhof Ufa(Freiverk.) Raſtatter Wagg —[Hedwigshütte Hoeſch Eiſen Gebr. Kahla Montan-Aktien Buderus Eiſen Eſchweil. Bergw. 3 Gelſenk. Bergw. Harpener Bergw. Ilſe Genuß Ilſe Bgb. St. A. Kali Aſchersleben-——.— Kali Weſteregeln—,„ Krauß, Lok. Kronprinz Met. Lauraghütte 5 Carl Lindſtröm Mannesmann Transport-Aktien Ach f. Verkehrw 13.50 74, Allg. Lok. u. Kraft 115,0 Suüdd. Eiſendahn—.— Baltimore Ohio—.— apag 2050 H. Südamerika, 29.— Nordd. Slond.. 20,75 Bank-Aktien Bank f. el. Werte Bank f. Brauerei. Berl. Handelsgeſ. Com u. Privatbk. Dt. Aſiatiſche Bk. 1 Maximil⸗ Hütte Mimoſa Mix ck Geneſt. 20.62 Niederlauf. Koh Kokswerke Phönix Polyphon Rhein. Diſch. Ueberſee Bk. Dresdner Bank. Meininger pypbk. Reichsbank Allianz Allg. 2 Agienz Leben. Rhein.⸗W. Kalk Roſttzer Zucker Sachſenwerk Rückforth. Ferd Rütgerswerke Germ. Portld.⸗Z. Gerresheim. Glas Gef. f. elektr. Unt. Goedhardt Gebr. 7. Goldſchmidt. Th. Gritzner Maſch. Gebr. Großmann Grün& Bilfinger 50 Gruſchwitz Textil Guand⸗Werke. 73 alleſche Maſch. varburg Gu. Phö. 1 5 Be rgb. ilpert Maſch.. 4 Hindrichs& Auff. 7 Hohenlohe⸗Werke §dhe Berat Phil. lſe Bergbau Porzelan orzellan Kaliwk. Aſchersl. Klöcknerwerkle C. H. Knorr Kollmar& Jourb. Kötitzer Kunſtleb. Lahmeyer& Co. Linde's Eis maſch. Mansfelder Akr. „820 Maſchin.⸗Untern. Markt⸗ u. Kühlh Maſch. Bukau. W. Merkur Wollw Mez Söhne .[Miag⸗Mühlen Mühlheim 10 e Nordd. Eiswerke Orenſt.& Koppel Bergbau „[Rathgeber Wagg. Rhelinfelden kraft 5 Braun. Rhein. Elektrizit. Rheinſtahl 28. 150.2 V. Otſch. Nickelw. 80,— V. Glanzſt. Elbf. —,— V Harz. Portl.-3 Mex. Stahlwerke. V. Stahl. ved. Zyp. Ver. Ultramarin. Vogel Telegraph. 2] Voigt& Haeffner Wanderer Werke Weſtd Kaufh. Ac Weſtereg. Alkalt Weſtf. Eiſen Wiſſener Metall. Deutſch⸗Oſtafrika . Neu-Guinea. 186,0 Otavt Minen. 10.62 Natlerungen(Schius) 0 159,0 Lahmeher& Co. 1080 5 16,87 18.50 70.75 27. 100.2 100.2 149.0 Salzdetfurth W e Schl. El. u. Gas Sugo Schneider. Schöfferhof Brau Schubert& Salzer Schuckert& Co. 5 Schultheiß 9 Siemens Halske Sinner.⸗ G.. Stoehr Kammg. Stolberger Zinkh, Südd. Zucker 50 Thörl's ver. Oele Transrabio.. Chem. Charlot Fortlaufende Acen. ĩ] 157 Ain —,——.— Alg. Elektr. Geſ. 2 Aſchaffenb. Zell. Bayer. Mot.⸗W. Jul. Berger Tiefb. Berlin⸗Karls. J. Berliner Maſch. 5 Braunk. und Brik. 5 Bremer Woll⸗ rä. Buderus Eiſenw. Chariott. Waſſer Comp. Hiſpano Cont. Gummi⸗W Continentalegin. 5 —.——— Daimler Benz Deutſch. Atlant. Deſſauer Gas. 16,8 Deutſche Erdöl. Deutſche Kabelw. Deutſche Linol. Deutſcher Eiſenh. Dortm. Union. ⸗B. Eintracht Braunk. Elektrizitäts⸗L. 5 El. Licht u. ftraft 0 Engelh. Brauerei 2 J. G. Farben 5 a Pap.— Felten& Guill.. 68 .——.—-Gelſenk. Bergw. Geſfürel Golbſchmidt Th. 19.50 Hambg. Elek. —, Harpen, Bergbau —.—bHoeſch Köln.. 2 210.00 Holzmann P. I Hotelvetriebsgeſ. 90,50 Ilſe Bergbau 87.— 15 Genußſch. 82 50 Hebr. Junghans 86, ali Chemie 92,1 Kali Aſchers leben 70,50 flöckner Werke 37.25 124 2 102.0 102.7 .50 25 119.5 29.62 104.5 107.2 100.0 63.75 Laurahütte Leopoldgrube Mannesmannrß. Mansfeld.⸗G. 78.75—, Maſchinenbau⸗U. 54.50 54,50 Maximilians. 8 Matallgeſellchaft 9% Monteratink“ 4 Oberſchl. Koksw. 91.50 Orenſtein& Kopp 83,90 Phoenix Bergbau—. Polyphonwerke. 13.50 Rh. Braunk. u. Br. 2120 Rhein, Elektr. 87.— Ah. Stahlwerke— Rh.⸗Weſtf, Elektr. Rilrgerswerke Salzdetfurthſtali Schleſ. Bergb. u. Z. Schleſ. El. u. Gas Schubert& Salzer 5 Schuckert& Co. Schulth.⸗Patzenh. Siemens Halske Stoehr, Kammg.—— 918 Stolberger Zink. Südd. Zucker Thür. Gas Weſtd. Kaufh. AG. er, Stahlwerke b Bogel Telegr. 102,0 Weſtereg, Alkali 98 Waldhof ank elektr. Werte Bank für Brau Reichsbank A. G. für Verkehr Allgem. Lokab. D. Reichsbahn VP. Hapag g 2 Hamburg, Süd. D Norob. Lloyd. Otavt Minen 99.— 91.25 151.5 26.75 121.0 90,25 97.52 187.5 138,2 105.1 70.25 71.75 8. Seite Nummer 548 8 Brief aus Lampertheim z Lampertheim, 27. heim ein Radfahrer, der ſich der Frau gegenüber nd. Dudenhofen, Bez. Speyer, 28. Nov. Bemerkungen erlaubte, ſo daß ſie durch ſchnel⸗ Wie ſchon kurz berichtet, iſt in der Nacht des leres Fahren zu entkommen ſuchte. Der Wüſt 30. Oktober hier in der Villa von Dr. Pixis ein ling fuhr ihr nach, packte ſie am Mantel und drohte, ſchwerer Einbruchsdiebſtahl verübt wor⸗ ſie vom Rade herunaterzureißen. Im gleichen Mo⸗ den, bei dem der Täter mit Pieke eines Glasſchnei⸗ ment tauchte im Walde ein älterer Mann auf, der den Räuber bedrohte, ſo daß dieſer ſein Rad ſchwang und in Richtung Er wird als vonfuhr. rufsſchule als heim verſetzt. gareta An ihre Ste Nop. Einer jungen Frau aus Neuſchloß, die auf dem Fahrrad nach Hauſe fahren wollte, bgegnete bei Sandtorf am Lanzſchen Kinder⸗ ſich lle kommt ſeltener Friſche und Rüſtigkeit feiern. * Heilbronn, 28. Nov. Ein Heilbronner Einwoh⸗ Winterhilfe eine Leder⸗ Wie wenig er aber auf dite Inanſpruchnahme dieſes nationalen Werks an⸗ gewieſen war, geht daraus hervor, daß er die Leder⸗ Wegen Mißbrauchs des WHW wurde er zu zwei Mona⸗ ner hatte ſich weſte verabfo weſte alsbald von der Igen laſſen. weiter ve ten Gefängnis verurteilt. räußerte. ſchnell auf Lampertheim da⸗ 28jähriger mit Rad, ſchwar⸗ zem Mantel und heller Mütze geſchildert.— Fräulein Maria Blu m, die ſeit 8 Jahren an der hieſigen Be⸗ Lehrerin tätig iſt, wurde nach Bens⸗ Fräulein Wendel aus Lauterbach nach Lampertheim. älteſten Mitbürgerin von Lampertheim, Frau Mar⸗ Schlappner, konnte ihren 92. Geburtstag in ders die aber Die dann, ſpäter faſſen, unbewachte ganzen ſilbernen Hausrat im Gef Mark fortſchaffte. Hinſicht Sicherheitsbehörde z Dank einem glüc den konnte. wonheitsverbrecher den Diebesgut ging. Der Einbrecher entpuppte Wolfgang M. aus Mannheim, Dürkheim wohnte. heim ins Speyerer liefert worden. genheit jetzt als Einbrecher entlarvt. er eine ganze Reihe ſchwerer Neue Mannheimer Zeitung Abend ⸗Ausgabe Mittwoch, 28. November 1992 Verbrecher unter der Biedermannsmaske 8 zwei Fenſterſcheiben herau Wohn lich der Tät Es ſtellte in Frage k Mannhe er dort b 3ut per in als Er am 2 M ing 0 am ¹ di eine erſchaft ſtand ichſt vor klichen ſich heraus, Verbe war. ommenden Tät Im im Pf a eim Verſuch, chern, der Poli chat Dat daf 1 der k. iſt inzwiſchen Amtsgerichtsgefängnis wurde im Verfolg der ein gemeingefährlicher Man kam auf die Eigenti schnitt umd dann in twerte von 3000 m Rätſel, Zufall bald Es gelang auch er einige ſich als der zule 1s der er den e maßgebende das gelöſt wer⸗ z hier ein Ge⸗ Tage ndhaus zu das geſtohlene zei 185 Garn 33jährige in Bad Mann⸗ einge⸗ Angele⸗ und typiſcher Spuren, daß von Ein ſchwerer Junge ging im Mannheimer Leihhaus ins Netz dem Kerbholz hat und auch als Ehegatte ſich ein frivoles Verbrechen auf das Gewiſſen lud. M. ging vor etwa drei Jahren mit einem da⸗ mals 19 jährigen Mädchen aus Dürkheim, die noch das Muſikkonſervatorium beſuchte und aus ange⸗ ſehener Familie ſtammt, eine Ehe ein, aus der in⸗ zwischen auch ein Kind hervorging. Dieſe Ehe iſt aber rechtlich ungültig geworden, weil M. ſich mit ſeiner Braut unter ſeinem verfälſchten Verbrecher⸗ namen verheiratete. M. gab ſich, wie nunmehr feſt⸗ geſtellt iſt, unter falſchem Vornamen und ge efäl ſcht Geburtsdatum und Geburtsort als elſäßſiſ Staatsangehöriger aus. Er war im Beſibe von ſehr geſchicktt gefälf 1 Ausweispapieren, mit denen er ſich auch ſeine Heiratspapiere verſchaffte. Nach der Verheiratung 41591 er im Betrieb ſeiner Schwiegereltern. Sein großer Hang zum Stehlen blieb jedoch un⸗ bändig. So mußte M. immer wieder, oft ſogar latägig„Geſchäftsreiſen“ unternehmen, auf denen er ſeine heimliche Verbrecherarbeit ausübte. Solche zGeſchäftsreiſen. benützte er auch dazu, um das ver⸗ ſteckt gehaltene Diebesgut jenſeits der Grenze an den Mann zu bringen. Verſchiedene Male war es des⸗ halb zur Grenze gefahren. Weil ihm das Vorhaben umsdelikte auf nicht gelang, bemühte er ſich ſchließlich um den Ver⸗ ſatz des Diebesguts im Mannheimer Leihhaus Ahnungslos tappte er dann in die ihm geſtellte Falle. Sichere Anhaltspunkte beſtätigten, daß er als Einbrecher nicht nur die Vorderpfalz, ſondern auch die Südpfalz bis nach Rheinzabern, die Weſtpfalz, ſo⸗ wie auch das nachbarliche Baden hin und wieder un⸗ ſicher machte. Sein verſtecktes Treiben führte endlich dazu, daß er bei ſeinen Schwiegereltern und ſeiner Frau den„Laufpaß“ erhielt. Landſtuhl führt Hockerſteuer ein * Landſtuhl, 27. Nov. Der Stadtrat beſchloß die Einführung der Hockerſteuer, die nicht aus fiska⸗ liſchen und etatpolitiſchen Gründen neu eingeführt wird, ſondern weil ſie den ſozialen Forderungen unſerer Zeit entſpricht. Wenn ein Volksgenoſſe noch über die allgemeine Polizeiſtunde hinaus in einem Lokal bleiben kann, bedeutet die Erhebung der Hockerſteuer für ihn eine Erinnerung daran, daß es noch viele Volksgenoſſen gibt, die ſich dieses Vergnügen nicht leiſten können. Die Abgabe beträgt in der Zeit von 12 bis 1 Uhr nachts 10 Pfg., von 1 bis 2 Uhr 30 Pfg., von 2 bis 3 Uhr 50 Pfg. Das durch dieſe Hockerſteuer aufkommende Geld wird zur Uebernahme von Patenſchaften durch die Stadt Landſtuhl ab 1. Januar 1935 verwendet. Jedem fünften und weiteren Kind einer Familie wird ein Sparbuch mit einem Guthaben von 50 Mark ausge⸗ händigt. Elnspaltige Klelnanzelgen bis zu iner Höhe von 100 mm je mm Sig. Stellenges uche ſemm4pig. Offene Stellen Kleine Anzeigen Größere Anzahl lucdes und dpessennmel Lane und Kre⸗ denz und 9857 geteiligungen Annahmeseh tuß für dle Mittag-. Ausgabe vor m. 8 Uhr, fdr die Abend-Ausgebe nachm. 2 Uhr Kaufgesuche N Nur a. Privathd. 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