tische lenke 2 . amerzee eue Mannheimer Zeit Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Tragerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtelen: Wald⸗ hofſtt. 12. Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44. Meerfeldſtr. 13, No Fiſcherſtr. 2, Ce Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Eimzelpreis 10 Y. Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile zahlende Familien⸗ und Gelegenheitsanzeigen beſondere Preiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Nr. 2. vergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. 50 Pfennig. Für im voraus zu be⸗ Bei Zwangs⸗ Mittag⸗Ausgabe KA Freitag, 21. Dezember 1934 145. Jahrgang— Nr. 587 Alle Frontſoldaten kämpfen friedlich um Frieden Die zwiſchen deutſchen und franzöſiſchen Frontſoldaten ſeit einiger Feit eingeleitete Ausſprache wurde geſtern in Berlin fortgeſetzt Die„Neuyork rettete Schiffbrüchige Der Friede bricht ſich Bahn Meldung des DNB. — Berlin, 20. Dezember. Die Beſprechungen zwiſchen dentſchen und fran⸗ zöſiſchen Frontkämpfern, die mit einer Unterhaltung des Präſidenten der Union Fédérale der Front⸗ kämpfer, Pichot, mit dem Reichskriegsopferführer Oberlindober am 2. Auguſt 1934 in Baden⸗ Baden ihren Anfang genommen haben, wurden heute in Berlin fortgeſetzt. In den Be⸗ ſprechungen kam der Wille zum Ausdruck, den die Frontkämpfer beider Länder haben, dem Frieden und damit ihren Völkern zu dienen. Herr Pichot, der zuſammen mit dem Generalſekretär der Union Fédérale der Frontkämpfer, Randoux, in Berlin war, hat die Gelegenheit gehabt, ſowohl den Füh⸗ ter wie den Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, zu ſehen, die ſich mit ihnen ſo freimütig unter⸗ halten haben, wie Frontkämpfer untereinander zu ſprechen gewohnt ſind. Die Beſprechungen zwiſchen Herrn Pichot und dem Reichskriegsopferführer ſollen, wie zum Ausdruck kam. keinerlei Probleme der großen Politik behandeln, ſondern lediglich dem Willen Ausdruck verleihen, der in jenen lebendig iſt, die im Kriege ihre Pflicht getan haben, nämlich dem Willen, einen ehren voklen Frieden und eine ebenſo ehrenvolle Zuſammen⸗ arbeit zwiſchen den beiden großen Kultur⸗ und Soldatennationen anzubahnen. Die Geſpräche zwiſchen den franzöſiſchen und den deutſchen Frontſoldaten werden ihren Fortgang nehmen. Sie werden zwiſchen allen deutſchen Frontkämpfern und allen franzöſiſchen Verbänden in der nächſten Zeit fortgeführt, ohne daß deshalb in den Kreiſen der Frontkämpfer die Abſicht beſteht, den offiziellen Vertretungen beider Länder in ihren Aufgaben vorzugreifen. Es treffen ſich hier nicht die Träger großer Namen aus dem kriege, ſondern in allererſter Linie die Solda⸗ ten aus den vorderſten Gräben des Weltkrieges, die Träger einer aktiven Politik waren, ohne ſich im Kriege deſſen bewußt zu ſein. Der Beſuch am 2. Anguſt in Baden⸗Baden und der Beſuch von zwei anderen Frontkämpfern, Jean Goy und Robert Monnier, am 2. Nov. in Berlin ſowie der heutige Beſuch zeigen ehenſo wie die bisher ſtattgefundenen Beſprechungen den Willen, daß die Frontkämpfer beider Länder zum Segen ihrer Völker bereit ſind, weiter an der Annäherung beider Völker zu arbeiten. Die franzöſiſch-italieniſchen Verhandlungen Meldung des DNB. — Paris, 20. Dez. Bei der Mittwochunterredung zwiſchen Laval und dem italieniſchen Botſchafter iſt die Frage der fran⸗ zöſiſch⸗ttalieniſchen Beziehungen eingehend beſpro⸗ chen worden. Man behauptet in gut unterrichteten ſranzöſiſchen Kreiſen, daß die Ausführungen Lavals im Senat auf Muſſolini beſonderen Ein⸗ ruck gemacht hätten. Der nach Rom entſandte Sonderberichterſtatter des„Marin glaubt ſogar melden zu können, daß Muſſolini ſich nicht mehr ſo entſchieden weigere, ſich auf beſtimmte Abmachungen über Mitteleuropa und namenklich Oeſterreich feſtzulegen. Manſtehekurz vor der Einigung über eine Art Pro⸗ tokoll. Schwierigkeiten bereite lediglich die For⸗ mulierung. Man dürfe nicht mit einem franzöſiſch⸗ italteniſchen Weihnachtsgeſchenk für den Frieden in Mitteleuropa rechnen, doch liege ein Neujahr s⸗ geschenk dieſer Art durchaus im Bereich der Mög⸗ lichkeit. Nicht ganz ſo günſtig wie der„Matin“ beurteilt „Le Jour“ die Ausſichten eines franzöſiſch⸗italie⸗ niſchen Protokolls. Laval wolle nicht von feinem Plan abgehen, der eine bevorzugte Behandlung der ſüdflawiſchen Unantaſtbarkeit, zu der Italien ſich bekennen ſolle, vorſehe. Außerdem ſolle bei dem Be⸗ ſuche Lavals in Rom eine gemeinſame Erklärung über die Unabhängigkeit Oeſterreichs ausgearbeitet werden.. Die franzöſiſch⸗ſowjetruſſiſchen Handels⸗ vertragsverhandlungen — Paris, 20. Dez. Die franzöſiſch⸗ſowjetruſſiſchen Handelsvertragsverhandlungen haben am Donners⸗ tag im franzöſiſchen Handelsminiſterium begonnen. Bei dieſer erſten Fül ungnahme zwiſchen der fran⸗ zöſiſchen und der ſowjetruſſiſchen lediglich beſchloffen, daß jede der beiden Abordnungen Januar einen Entwurf ausarbeiten ſolle. Anfang werden dann neue Beratüngen beginnen. Abordnung wurde und eiſiger Kälte mar Sturmes Befatzung Trotz ſchwerſten die 16 Mann ſta eines gelang es överierunſähigen terdampfer der Hapog„Neuyork“, Frachtdampfers, der gleich Paſſ norwegiſchen dem darauf verſank, zu retten. Norwegens Dank an die Hapag — Oslo, 21. Dez. Der norwegiſche Außen⸗ miniſter Mowinckel hat der Hapag telegra⸗ phiſch ſeinen herzlichſten Dank für die heldenmütige Rettung der Mannſchaft der„Siſto“ ausgeſprochen . und gebeten, dieſen Dank der„Neunyork“ zu über⸗ mitteln. Der Osloer Rundfunk beſchloß ſeine geſtrige Sendung mit einer kleinen Rede anläßlich der Rettung, worauf das Orcheſter das Deutſchland⸗ lied und den norwegiſchen Nationalgeſang ſpielte. Weihnachtliche Feierſtunde am Sonntag Oeffentliche Volks-⸗Weihnachtsfeier Ganz Deutſchland nimmt teil Meldung des DNB. — Karlsruhe, 22. Dezember. Gauleiter und Reichs ſtatthalter Robert Wagner erläßt folgenden Aufruf zur öffentlichen Volks⸗ Weihnachtsfeier am 23. Dezember 1934: „Am 23. Dezember feiert das ganze deutſche Volk die öffentliche Volks⸗Weihnacht als Feſt der Volks⸗ gemeinſchaft und der helfenden Tat. Wenn um 19 Uhr am kommenden Sonntag alle Gliederungen der nationalſozialiſtiſchen Bewegung zur Weih⸗ nachtsfeier rufen, wenn die Schaufenſter in den Straßen unſerer Städte ſich verdunkeln, wird im Glanze des Lichterbaumes auf den Gabentiſchen des Winterhilfswerkes und der NS⸗Volkswohlfahrt und anderer Gliederungen der Bewegung Adolf Hitlers eine Fülle von Gaben ausgebreitet ſein, auf die die leuchtenden Augen der Kinder armer Volksgenoſ⸗ ſen in froher Erwartung gerichtet ſein werden. An ihrer Freude teilzunehmen, iſt der Wunſch und ſicher auch das ſchönſte Weihnachtserlebnis aller Glieder der deutſchen Volksgemeinſchaft. Es kann als Selbſtverſtändlichkeit betrachtet wer⸗ den, daß die Teilnahme an dieſer Feier⸗ ſtunde jedem Deutſchen ermöglicht wird. Vereine und Organiſationen werden erſucht, für die⸗ ſen Tag vorbereitete Vereins⸗ Weihnachtsfeiern ſo zu verlegen, daß die Zeit zwiſchen 19 und 20 Uhr zur Teilnahme an der öffentlichen Volks⸗Weihnachts⸗ feier freigehalten wird. Soweit an dieſem Tage Arbeiter und Angeſtellte durch das Weihnachtsgeſchäft beanſprucht werden, wird erwartet, daß die Arbeit⸗ geber alle Vorkehrungen treffen, um eine Beſchäfti⸗ gung von Angeſtellten und Arbeitern in derſelben Zeit auf das Mindeſtmaß zu beſchränken. Von den Mitgliedern des Einzelhandels wird dringend gewünſcht, daß ſie die vereinbarten Ladenſchlußzeiten ſtreng einhalten und eine Beanſpruchung des Perſonals nach 19 Uhr unter allen Um⸗ ſtänden vermeiden. Mit Rückſicht auf die zu erwartende große Beteiligung der Bevölkerung an der öffentlichen Volks⸗Weihnachtsfeier bedeutet es ſicherlich kein großes finanzielles Opfer, wenn die Theater und Lichtſpielhäuſer ſich aus freien Stücken entſchließen, in der Zeit von 19 bis 20 Uhr keine Vorſtellungen abzuhalten. Auf dieſe Weiſe wird erreicht werden, daß die Feierſtunde der Volksweihnacht in gleichem Ausmaße ein Erleb⸗ nis des ganzen Volkes ſein wird, wie die großen Feiertage der Nation am 1. Mai und am 1. Oktober. Heil Hitler! gez. Robert Wagner, Gauleiter und Reichsſtatthalter. Weihnachtliche Neithsfürſorge für Nolſtandsarbeiter Meldung des DNB. — Berlin, 21. Dezember. Der„Völkiſche Beobachter“ meldet: Die dies⸗ jährige Lage der Weihnachtsfeiertage hat einen er⸗ heblichen Ausfall an Arbeitstagen zur Folge. Der damit verbundene Verdienſtausfall trifft na⸗ turgemäß beſonders diejenigen Notſtandsarbeiter, die an einem anderen Ort als ihren Wohnort Unter⸗ kunft nehmen mußten und während der Feiertage zu ihrer Familie zurückkehren. Um den Verdienſtausfall für dieſe Volksgenoſſen zu mildern, hat der Präſident der Reichsanſtalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitsloſenverſicherung mit Zuſtimmung des Reichsarbeitsminiſters eine Anordnung erlaſſen, wonach dieſe Notſtands⸗ arbeiter für die Tage, an denen ſie feiern müſſen, erleichterten Bezug der verſicherungsmäßigen Ar⸗ beitsloſenunterſtützung bekommen können. Sie erhalten nämlich die Unterſtützung, wenn ſie in der Zeit vom 24. Dez. 1934 bis zum 2. Jan. 1935 ö ihre Arbeit ohne Anſpruch auf Entlohnung ausſetzen müſſen und an ihren alten Wohnort zurückkehren, ohne daß ſie die geſetzliche Wartezeit zurückzulegen brauchen. Soweit ſie ſchon vor der Zuweiſung zur Notſtandsarbeit Arbeitsloſenunterſtützung bezogen haben, verbleibt es bei der Höhe dieſer Unterſtützung. Der erwähnten Art von Notſtandsarbeitern ſtehen Tiefbauarbeiter gleich, die zur Be⸗ ſchäftigung bei Außenarbeiten des Tiefbaugewerbes, die im Auftrage des Reiches oder des Unterneh⸗ mens„Reichs autobahnen“ durchgeführt wer⸗ den, an einem anderen Ort als ihrem Wohnort Un⸗ terkunft haben nehmen müſſen. Dieſe erhalten die verſicherungsmäßige Arbeitsloſenunterſtützung oder Kriſenunterſtützung, allerdings nur dann, wenn ihnen eine dieſer Unterſtützungen nach dem 31. Dezember 1933 bereits gewährt worden iſt. 5 In einem Erlaß an die Sozialminiſterien der Länder hat der Reichsarbeitsminiſter die notwendige Ergänzung hinſichtlich der ſogenannten Wohl⸗ hut der in den nächſten Tagen fahrtserwerbsloſen ausgeſprochen. Dieſe werden die Vorausſetzungen für die Gewährung der verſicherungsmäßigen Arbeitsloſenunterſtützung oder Kriſenunterſtützung in der Regel nicht erfüllen. Bei dieſen Arbeitern wird jedoch immer infolge des Verdienſtausfalles die Vorausſetzung der Hilfs⸗ bedürftigkeit ohne weiteres vorliegen. Daher er⸗ ſcheint es dringend geboten, daß die Fürſorgever⸗ bände dieſer Gruppe von Notſtandsarbeitern die er⸗ forderliche Unterſtützung für die Zeit der Ausſetzung der Arbeit gewähren. Der Reichsarbeitsminiſter weiſt darauf hin, daß von der erneuten Prüfung der Hilfsbe⸗ dürftigkeit in ſolchen Fällen unbedenklich a b⸗ geſehen werden kann, wenn es ſich um Arbeiter handelt, die nach dem 3l. Deze m ber 1933 be⸗ reits von der öffentlichen Fürſorge laufend unter⸗ ſtützt worden ſind. Dieſe neuen Maßnahmen der Reichsregierung kommen einem beſonders bedürftigen Kreis von Volksgenoſſen zugute; ſie ſind daher überaus zu be⸗ grüßen. Ankunft der erſten Saardeutſchen aus Aeberſee Meldung des DNB. — Hamburg, 20. Dezember. Mit dem Motorſchiſf„Monte Olivia“ der Ham⸗ burg⸗Süd traf am Donnerstag nachmittag die erſte größere Gruppe abſtimmungsberechtigter Sgardeut⸗ ſcher aus Ueberſee in Hamburg ein. Es handelt ſich um 32 Männer und Frauen aus Argen⸗ tinien, Chile, Braſilien und Uruguay, die ihrer Abſtimmungspflicht in der alten Heimat genügen wollen. 8 An der Ueberſeebrücke hatte ſich eine große Men⸗ ſchenmenge eingefunden, die die Saardeutſchen mit ſtürmiſchen Heil⸗Rufen begrüßte, während eine Ka⸗ pelle der Landespolizei konzertierte. Vertreter der Reichs⸗ und Staatsbehörden ſowie des Saarvereins und viele Freunde und bekannte Saarländer begaben ſich an Bord. Staatsrat Stanik hieß die Heimgekehr⸗ ten im Auftrage des Reichsſtatthalters willkommen. Der Landesgruppenleiter des Saarvereins, Dr. Kuhn, begrüßte darauf ſeine Landsleute und ſchil⸗ derte ihnen die Sorgen und Nöte der deutſchen Volksgenoſſen im Saargebiet. In vorbildlicher Treue zu Volk und Heimat hätten die Saardeutſchen aus Ueberſee keine Opfer und Mühen geſpart, um ſich der Heimat zur Verfügung zu ſtellen. Dafür dankten ihnen alle deutſchen Volksgenoſſen und namentlich die Brüder und Schweſtern im Saar⸗ gebiet. Nachdem ein Vertreter der Saarländer für den herzlichen Empfang auf deutſchem Heimatboden ge⸗ dankt hatte, wurde gemeinſam das Saarlied geſun⸗ gen. Am Freitag wird ein Empfang der Saarländer im Rathaus ſtattfinden. Die erſten Italiener im Saargebiet Meldung des DNB. — Saarbrücken, 20. Dezember. Die erſten italieniſchen Soldaten ſind am Don⸗ nerstag im Saargebiet eingetroffen. Es handelt ſich jedoch heute nur um kleinere Kontingente, die Vor⸗ erwarteten geſchloſ⸗ ſenen Truppenteile. Morgen wird der erſte größere Truppenteil des erſten Grenadierbataillons unter Führung des Majors Ruggiero in Saarbrücken ein⸗ treffen. Am Samstag folgen zur gleichen Stunde die Carabinieri unter Oberſt Piano. Sie führen eine größere Anzahl Panzerwagen mit. Sonntags wer⸗ den die übrigen Grenadiere unter Major Silveſtri hier erwartet. Die Kabinettsbildung durch Jeftitſch Meldung des DN B. — Belgrad, 21. Dezember. Wie am Donnerstag ſpät abends verlautete, wird Außenminiſter Jeftitſch am heutigen Freitag das neue Kabinett ohne die ehemaligen Partei⸗ führer bilden. Sowohl die Vertreter der frühe⸗ ren radikalen Partei als auch der ehemalige Slowe⸗ nenführer Dr. Koroſchetz haben die letzten Vorſchläge Jeftitſchs, die dieſer in Form eines Ultimatums ge⸗ macht hatte, abgelehnt. Die ehemaligen Parteipoli⸗ tiker hatten darauf beſtanden, daß der Poſten des Innenminiſters mit einem Mann aus ihrer Mitte beſetzt werde. Aus dieſem Grunde haben ſich die Verhandlungen mit ihnen endgültig zerſchlagen. Außenminiſter Jeftitſch leitete nach Ablehnung des Ulttmatums Verhandlungen mit lungen haben anſcheinend zu einem Erfolg geführt. Die Namen der Vertreter, die in das neue Kabinett einziehen ſollen, ſind jedoch noch nicht bekannt. ung 1 4 2. Seite Nummer 587 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Wird Citroen wieder flott? (Bon unſerem Vertreter in Paris) V Paris, 20. Dezember. Der Miniſterpräſident Flandin hat heute den bekannten Automobilinduſtriellen Citroen emp⸗ fangen. Die Unterredung drehte ſich um die Zah⸗ lungsſchwierigkeit bei den Eitroen⸗Wer⸗ ken, die eventuell zu einer Bankrotterklärung füth⸗ ren kann. Jedenfalls liegt beim Pariſer Handels⸗ gericht auch ſchon eine Klage auf die gerichtliche Ver⸗ hängung des Bankrotts vor. Wie halbamtlich mit⸗ geteilt wird, hat der Miniſterpräſident Flandin rund heraus erklärt, daß eine Sanierung der Ci⸗ troen⸗Werke durch Staatsmittel nicht in Frage kom⸗ men kann. Jedoch wolle die Regierung ihren gan⸗ zen Einfluß aufbieten, um die Banken zu einer Stützungsaktion zu beſtimmen. Die Schwierigkeiten bei einer privaten Sanie⸗ rung liegen aber nicht bei den Lieferfirmen oder bei den Banken, denn ſie haben ſich alle unter der Füh⸗ rung der Automobilreifen⸗Firma Michelin durchaus zur Deckung der 280 Millionen betragenden Verbindlichkeiten der Citroenwerke bereit erklärt, ſondern vielmehr bei der Perſon des Indu⸗ ſtriellen Citroen ſelbſt. Als Bedingung für die Sanierung wurde nämlich gefordert, daß Citroen aus der Geſchäftsleitung des Unternehmens aus⸗ ſcheide und nur noch die techniſche Leitung der Hand behalte. in Kanzlei des Führers bis 3. Januar 1935 geſchloſſen — Berlin, 21. Dez. Die Kanzlei des Führers teilt, wie der„Völkiſche Beobachter“ meldet, mit: Die Dienſträume der Kanzlei des Führers der NSDAP und der Privatkanzlei bleiben vom Sams⸗ tag, 22. Dezember 1934 bis Donnerstag, 3. Jan. 1935 einſchließlich für Beſucher geſchloſſen. Der Schriftverkehr iſt während dieſer Zeit bis guf dringendſte Angelegenheiten einzuſchränken. Acnag 25 Feruſehen in der Reichskanzlei — Berlin, 20. Dez. Dem Führer wurde am Diens⸗ tag abend durch den Staatsſekretär des Reichspoſt⸗ miniſteriums, Dr. Ohneſorge, eine Fernſehübertra⸗ gung vorgeführt. Mit einem vom Reichspoſtzentral⸗ amt in der Reichskanzlei aufgeſtellten Fernſehemp⸗ fänger wurden verſchiedene Ausſchnitte aus Ton⸗ filmen, Sendungen des Ultrakurzwellenſenders der Deutſchen Reichspoſt in Berlin⸗Witzleben, wohlge⸗ lungen aufgenommen. Sir John Simon am Samstag in Paxis — Paris, 21. Dez. Sir John Simon, der ſich Eude dieſer Woche nach Cannes begibt, wird am Samstag in Paris eintreffen, wo er mit Miniſter⸗ präſtdent Flandin und Außenminiſter Laval Be⸗ ſprechungen haben wird. Vier Tage lang Verleſung der Anklageſchrift — Kowno, 20. Dez. Im Memelländerprozeß wurde am Donnerstag nachmittag die Verleſung der An⸗ klageſchrift nach viertägiger Dauer beendet. Auch dieſer Tag verlief im übrigen ohne jede beſonderen Ereigniſſe. Am Freitag werden die Angeklagten zur Sache vernommen werden. Ein ftalieniſches Dementi — Rom, 20. Dez. Die„Agenzia Stefani“ teilt mit: Einige Auslandsblätter haben gemeldet, daß in Dodekanes italieniſche Land⸗, See⸗ und Luftſtreit⸗ kräfte zuſammengezogen worden ſeien. Dieſe Nach⸗ richt iſt falſch. Muſſolinis Dank an Gömbös — Budapeſt, 21. Dez. Miniſterpräſident Muſſo⸗ lini hat an Miniſterpräſident Gömbös ein Tele⸗ gramm gerichtet, in dem er ſeinen Dank für das ihm gemeinſchaftlich vom Bundeskanzler Schuſchnigg und Miniſterpräſidenten Gömbös übermittelte Tele⸗ gramm zum Ausdruck bringt und erklärt, die Be⸗ gegnung des öſterreichiſchen Bundeskanzlers und des ungariſchen Miniſterpräſidenten habe wieder die Lebensfähigkeit der römiſchen Protokolle bekräftigt und den Entſchluß der beteiligten Regierungen zum Luftherrſchaft in Großbritannien Gewaltige Verſtärkung der großbritanniſchen Verkehrsluftfahrt Meldung des D. N. B. — London, 21. Dezember. Das engliſche Luftfahrtminiſterium hat in enger Zuſammenarbeit mit dem Poſtminiſterium einen umfaſſenden Plan für die Erweiterung und Entwick⸗ lung der Verkehrsluftfahrt innerhalb des britiſchen Weltreiches entworfen. Ueber dieſen Plan machte der Unterſtaatsſekretär des Luftfahrtminiſteriums, Sir Philipp Saſſpon, am Donnerstagnachmittag im Unterhaus höchſt bemerkenswerte Angaben. Die oͤrei Hauptgeſichtspunkte des Planes ſind: 1. Weſentliche Verbeſſerung der Fahrpläne für den Flugverkehr zwiſchen den einzelnen Teilen des Weltreiches; 2. Schaffung eines dichteren Flugnetzes, und 3. Beförderung ber geſamten wichtigen Poſt für die einzelnen Länder des Reiches mittels Flug⸗ zeuges oder Flugbooten. Die Fahrpläne ſehen außerordentlich ver⸗ kürzte Zeiten für die Verbindung nach den verſchiedenen Teilen des Reiches vor, ſo nach Indien nur etwas mehr als zwei Tage nach Oſtafrika 272 Tage, nach Kapſtadt und Singa⸗ pur je vier Tage und nach Auſtralien ſieben Tage. Für den Flugdienſt nach Indien war ein viermali⸗ ger und vielleicht auch fünfmaliger Flug in der Woche beabſichtigt, nach Singapur ein dreimaliger, nach Südafrika und Auſtralien ein zweimaliger. Das Briefporto wird außerordentlich gering ſein. Für weniger als 10 Pfennige wird der inner⸗ halb des britiſchen Weltreiches lebende Briefſchrei⸗ ber künftig in der Lage ſein, ſeinen Brief innerhalb einer Woche um die halbe Welt befördern zu laſſen. Die Flugplätze werden Enrichtungen für die Ver⸗ pflegung und Unterbringung der Fluggäſte erhalten und auch nachts geöffnet ſein. Für die Durchführung des Planes, die Anſchaffung einer entſprechend gro⸗ ßen Verkehrsluftflotte uſw. wird ein Zeitraum von etwa zwei Jahren benötigt. Die„Imperial Air⸗ ways“, die engliſche Verkehrsluftfahrtgeſellſchaft, hat an dem Entwurf dieſes einzigartigen Planes hervorragend mitgewirkt. Die Einzelheiten ſind den Regierungen der in Betracht kommenden Dominien zur Stellungnahme mitgeteilt worden. Aus dieſem Grunde bezeichnet der Unterſtaatsſekretär den Plan nur als eine Erörterungsgrundlage, da die Zuſtim⸗ mung und Mitwirkung aller Empire⸗Regierungen weſentlich ſei. Der Luftfahrtkorreſpondent des„Evening Standard“ macht in dieſem Zuſammenhang die bemerkenswerte Mitteilung, daß die„Imperial Airways“ die bisher be⸗ nutzten europäiſchen Flugzengrouten für die Luftpoſt meiden werde. Stattdeſſen ſollen die Maſchinen erſtmalig Gibraltar aufliegen, dann Malta, Alexandrien und die übrigen Stationen bis nach Indien. Damit gehe England jeder fremden Kontrolle aus dem Wege, was beſonders im Kriegsfalle von Nut⸗ zen ſei. Gibraltar werde ein Luftfahrtmittelpunkt von erſtklaſſiger Bedeutung werden, da es das Sprungbrett für den Flugweg nach dem Fernen Oſten, nach dem Kap und nach dem ſüclichen Atlantik abgebe. Die Anſchaffung einer großen An⸗ zahl neuer Flugboote iſt, wie der„Evening Standard“ weiter berichtet, die Vorausſetzung für die erſolgreiche Durchführung des Planes. Die Impe⸗ rial Airways beſitzt zur Zeit nur drei Flugboote, be⸗ nötigt aber eine Flotte von mindeſtens 50. Die Flugboote für die neuen Verbindungen werden vier⸗ motorige Eindecker ſein und eine Geſchwindigkeit von 280 Stundenkilometer entwickeln können. Luftſchutzmaßnahmen in Englaud — London, 18. Dez. Einer Blättermeldung zu⸗ folge bemühen ſich viele tauſende Frauen und Mädchen in ganz England um Aufnahme in die im Aufbau befindlichen Gasſchutzorganiſationen, in denen ſie als Krankenpflegerinnen ausgebildet wer⸗ den. Es heißt, daß die Abſicht beſteht, in jeder eng⸗ liſchen Stadt eine Gasſchutztruppe zu organiſieren, und daß auch für die Dörfer angemeſſene Vorſorge getroffen werden ſoll. Beſondere Aufmerkſamkeit dürfte dabei der Oſtküſte zugewendet werden. Holländiſches Großflugzeug vermißt — Amſterdam, 20. Dezember. In Holland herrſcht große Aufregung darüber, daß das durch das Luftrennen London Melbourne berühmt gewordene Flugzeug„Univer“, das Mitt⸗ woch abend von Kairo nach Bagdad geſtartet war, vermißt wird. Man fürchtet, daß die Maſchine zwi⸗ ſchen Gaza und Rutbah in einen Sturm geriet und mitten in der Wüſte niedergehen mußte. Jeden⸗ falls ſcheint der Funkapparat nicht mehr zu funktio⸗ nieren, da man keinerlei Nachrichten von der aus vier Mann beſtehenden Beſatzung erhalten hat. Die engliſchen Militärbehörden in Bagdad haben zuge⸗ ſagt, unverzüglich mit Flugzeugen und Automobilen Nachforſchungen in der arabiſchen Wüſte anzuſtellen. Bisher konnte jedoch wegen heftiger Gewitter hiermit noch nicht begonnen werden. Unter dieſen Umſtänden hat die Direktion der hol⸗ ländiſchen Luftverkehrsgeſellſchaft am Donnerstag abend beſchloſſen, ein zweites Flugzeug, den„Leeu⸗ verik“, zu entſenden, um ſelbſt Nachforſchungen nach dem vermißten„Uiver“ vornehmen zu laſſen und ge⸗ gebenenfalls die für Niederländiſch⸗Indien be⸗ ſtimmte umfangreiche Weihnachtspoſt zu übernehmen. Der won dem bekannten Piloten Geyſendorfer ge⸗ führte„Leeuverik“ iſt Donnerstagnacht vom Amſter⸗ damer Flughafen Schiphol geſtartet und wird zu⸗ nächſt bis Kairo fliegen. Neben der aus zwei Piloten, einem Bordfunker und einem Mechaniker beſtehenden gewöhnlichen Beſatzung werden noch ein Reſerve⸗ mechaniker ſowie zwei höhere Beamte des techniſchen Stabes der Luftverkehrsgeſellſchaft an Bord ſein. Ausdruck gebracht, im engen Zuſammen⸗ gehen die aufbauende Arbeit fortzu⸗ ſetzen, die im Geiſte dieſer Protokolle begonnen worden ſei und die ſich den Wohlſtand der Donau⸗ gebiete ſowie die höheren Intereſſen des internatio⸗ nalen Friedens zum Ziele geſetzt habe. Kommuniſtiſche Propaganda auf den Philippinen Manila(Philippinen), 21. Dezember.(Funk⸗ meldung der NM.) 17 Filipinos und Chineſen ſind verhaftet und von der Polizei verhört worden. Sie werden der kommuniſtiſchen Propaganda beſchul⸗ digt. 16 Mitglieder der Beſatzung des ſowjet⸗ ruſſiſchen Frachtdampfers„Ordijonikidze“, die ohne Erlaubnis an Land gegangen waren, werden gegenwärtig geſucht. Raubüberfall auf ein Lohnbüro in Philadelphia — Philadelphia, 21. Dez. Fünf ma kierte Räu⸗ ber überfielen am Donnerstag das Lohnbüro der Philadelphia Electrie Company, ſchlugen den Wach⸗ beamten nieder und raubten einen Geldſack, der etwa 45000 Do lar enthielt. Die Räuber ent⸗ kamen unerkannt. Die Malaria⸗Epidemie auf Ceylon — Colombo, 17. Dez. Die Malaria⸗Epidemie nähert ſich mit großer Eile der Hauptſtadt Colombo. Selbſt in kleinen Ortſchaften wurden bereits 20 bis 30 Todesopfer gezählt. Nach Madras(Oſtindien) und der Inſel Java ſind dringende Telegramme ge⸗ richtet worden, in denen um die Lieferung von Chi⸗ nin gebeten wird. Frektag, 21. Dezember 103 77 Der Raubüberfall“ im Eiſenbahnabteil Meldung des DN B. — Köln, 20. Dezember Wie gemeldet, wurde am Mittwoch vormitta einem Abteil 2. Klaſſe des Perſonenzuges 15 11 Koblenz der 25fährige Heinrich Fuerbach aus Annen (Weſtfalen) mit einer Schußwunde in der 115 gegend aufgefunden. Der Zugführer veranlaßte 5 Ueberführung des Schwerverletzten in das Kranten⸗ haus in Brühl. Die erſten Angaben des a er ſei von einem Unbekannten überfallen und ſei ch, Barſchaft von 2000 Mk. beraubt worden, hien den Beamten der Landeskriminalpolizei unwohr⸗ ſcheinlich. Ihre Bemühungen führten dann 15 bereits am Donnerstag mittag zur Aufklärung die⸗ ſes Vorfalles. Fuerbach hat ſelbſt geſtanden ſig den Schuß in ſelbſtmörderiſcher Abſicht beigebracht zu haben. Als Grund hierzu gibt er wirtſchaftliche Not an. Da der Schuß aber nicht den Tod herbeigeführt habe, ſei er auf den Ge⸗ danken gekommen, den übrigen Reiſenden gegen⸗ über einen Ueberfall vorzutäuſchen. Er hatte 1119 Geld bei ſich. Die Schußwafſe, mit der er ſich die Verletzung beibrachte, will er aus dem Abteil 2 5 en⸗ ſter geworfen haben. f Spenden für das Winterhilfswerk Für das W̃ interhilfswerk gingen weiter fol⸗ gende Spenden ein: 55 Deutſche Niles⸗Werke Ach(Tochtergeſ. Ehrlich, Maſch.⸗Ach i. Liqu.) Berlin⸗Weißenſee 4000; Un Münchberg 8000: J. E. Reinecker AG, Chemni 4000, Dor⸗ nap Rhein.⸗Weſtf. Kalkwerke 10 000; Edeko⸗Bank, Port mund 5000; Ruhrchemie AG, Oberh. Holten 6000; Thyſſen⸗ che Gas⸗ und Waſſerwerke, Hamborn 8000; Hugo Schneider AG(Haſagwerke), Leipzig 5000: Deutſche Solvay⸗Werke AG, Rheinberg, Kreis Moers 5000; Julius Pintſch Ach Berlin weitere 10 000; Vorwerk u. Co., W. Barmen weſ⸗ tere 4000; Deutſcher Kraftverkehr, e mbc, Hauptverwal⸗ tung, Berlin⸗Dahlem 8000; Vorſtand der Anwaltskammer Berlin weitere 7000; Edd(Rheiniſch⸗Weſtf.⸗Elektrizitztz, werke), Krefeld weitere 27 000; Germanfawerft Ach, Kiel Friedr. Krupp 9000; Leipziger Wollkämmerei, Leipzig 1 (1. Rate) 5000; Koblenzer Straßenbahngeſellſchaft, Koblenz weitere 4000; Remy van der Zypen u. Co., Andernach, wel tere 5000; Buſch u. Co., Jüchen 3000; Deutſcher Genoſſen⸗ ſchaftsverband e.., Berlin Wö 35 13 495, Deutſche Meſall⸗ werke C. Heckmann, Duisburg 3000; Sparkaſſe der Nieder⸗ lauſitz, Lübben⸗Spreewald 3000; Deutſche Eiſenhandel Berlin 10 000; Ungenannt, Berlin Wö 35 insgeſamt weitere 27 000; F. Küppersbuſch u. Söhne AG, Gelſenkirchen 1800, Berlin⸗Gubener Hutfabrik AG nebſt Tochtergeſellſchoft Ber- lin⸗Gubener Haarhutfabrik Ach, Guben 3800; Klöckner Eiſenhandlung, Düſſeldorf 3000; Gutehoffnungshütte, Ober⸗ hauſen 20 000; Mitteldeutſche Landesbank, Weimar, weſtere 20 000; Bezugsvereinigung der Deutſchen Landwirte, Ber⸗ lin, weitere 10 000; P. C. Neumann,.⸗Barmen 10000 Kulmbacher Spinnerei, Kulmbach, weitere 3000; Großog, Großhandels⸗Gmbß, Leipzig C 1 10 000; Leipziger Well⸗ kämmerei, Leipzig. weitere 10 900; Reichsverband der Zahn, ärzte Deutſchtands e. V.(Abſ. Zahnarztverbond), Berlin W 57, 10 000 J. F. Lehmanns Verlag, München 9000, Gontermann⸗Peipers AG, Siegen i. W. 3000; Villoſa⸗Berk Gebr. Becker Gmbch 3000; Deutſche Hypothekenbank, Berlin 3000; Geſellſchaft für Linde's Eismaſchinen Ach, 2 Wiesbaden, weitere 7004; Peter Temming Ach, Glückſtabk 5000: Bauernſchaft Landesteil Lübeck 4618,78; Neue Baum⸗ wollſpinnerei. Bayreuth 5000; Zwirnerei und Nähfoden⸗ fabrik Augsburg⸗Göggingen 10000; Firma Praſſe, Weg 3000; Augsburger Lokalbahn A, Augsburg 4000 Lenhardt Heinrich Gmb, Eichelſcheid 3000; Humboldt Deutzmolorey, Köln⸗Deutz, weitere 20 000; Rhenag AG, Köln⸗Deuß, wei⸗ tere 3000; Verband der Brauereien des Reg.⸗Bez, Kl, Köln 10 000; Schöfferhof⸗Brauerei 3000; Rheika, Loßel 5000; K. L. P Witbg. genannt Eiſenbahn⸗Verkehrsmittel A, Berlin Wö 35 5900 Netze weſtdeutſche Verſicherungsanſtalt AG, Hamburg 9000, Ha J. Lebenbaum, Hamburg 6000; Oellager Ac, Hambutg 3000; Mathies Reederei, Hamburg 3000; Georg Plangt Hamburg 6000; Maſchinenfabrik Lamingen, Ködel u. ohn 4000; H. Roſt u. Co., Hamburg 3600; Heſſiſches Branbykr⸗ ſicherungsamt 7500; Herkules⸗Brauerei, Kaſſel 3000, ( Ar. Hauptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner Verantwortlich für Politik: Haus Alfred Meißner- Handelsteil; F, Willy Müller- Feuilleton: Carl Onno Eiſenbart- Lokalen Leit Dr. Frig Hammes Sport: Willy Müller- Südweſtdeutſche um⸗ ſchau, Gericht und den übrigen Teil. Curt Wilßelm Fennel— Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen Jakob Faude, ſämtlich in Mannhein Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Männ⸗ heimer Zeitung. Mannheim, R 1,—6 Schriftleitung in Berlin: Dr. Fritz Fillies, W 35, Biktoriaſtraße 40 Mittag⸗Ausgabe A 13073 Ausgabe B 8444. Geſamt⸗D.⸗A, November 1933: 21517 Abend⸗Ausgabe K 12473 Ausgabe B S444, Geſamt⸗D.⸗A. November 1934: 20917 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückporls Die Datteln, Von Jvan Cankar Der Niethammer⸗Verlag bringt aus der flowe⸗ niſchen Dichtung den Novelliſten Ivan Caukar in deutſcher Ueberſetzung heraus. Mit Genehmi⸗ gung des Verlages veröffentlichen wir aus dem Band„Der Knecht Jernej“ nachfolgende charakte⸗ riſtiſche Skizze: Als ich das zweite Schuljahr beendet hatte, durfte ich Miniſtrant werden. Meine Seele war damals ganz vom betäubenden Duft des Weihrauchs erfüllt. Ich fühlte mich als Eigentum der Kirche, für immer vor jeder Sünde gefeit. Niemals war ich ſo glücklich und ſtill ſelig wie in jenem geſegneten Jahr, Bei der Primiz des ſchönen, jungen Prieſters diente ich als kleiner Miniſtrant. Ich durfte das große, ſchwere Evangelienbuch bringen. Der Schweiß lief mir über mein Geſicht; aber ich war nicht müde, nur recht hungrig. Denn damals lebten wir von Mais⸗ brei; aber meine jungen, hellen Augen tranken alles Schöne— und ſo hielt ich mich an„reichen“ Träumen ſchadlos. Nach der Meſſe neigte ſich der junge Geiſtliche zu wir; ich war ſehr klein.„Da, das iſt für dich!“ Und er gab mir einen glänzenden neuen Groſchen. Bis zu dieſem Augenblick hatte ich noch nie einen Groſchen beſeſſen. Zu Oſtern oder zu Weihnachten bekam ich einen Kreuzer und kam mir wohlhabend vor; ich überlegte dann genau und ſorgfältig, wie wan den Kreuzer am beſten verwenden könnte. Ein Groſchen war Reichtum jewſeits aller Hoffnungen und Träume. Man konnte wohl wagen, von golde⸗ nen Schlöſſern zu träumen, vom Himmelreich ſogar, abet von einem Groſchen, wein! Der erſte Gedanke in meinem übergroßen Stau⸗ nen war: ich bring' ihn der Mutter; die Mutter wird über dieſes Wunder weinen. Ich trat aus der Sakriſtei auf die ſonnige Straße. Dort, rund um die Kirche und weit hinauf längs des Weges, ſtand Bude an Bude. Dort lagen, in Schichten geordnet, alle Süßigkeiten der Welt; und die weißen Zeltdächer flatterten luſtig im warmen Winde. Was gab es dort nicht alles! ö — wie zu Oſtern; Biskotten und Zuckerwerk, weiß, gelb und rot. Wohin ſollte die arme Hand da grei⸗ ſen? Uns große Schachteln voll von Datteln; ſie Goldgelbe, ſaftige Orangen glänzten tauig, kupferbraun, verführeriſch, beinahe fündhaft. Wie mochten Datteln wohl im Munde ſein? „Du haſt einen Groſchen! Dir ganz allein gehört der Groſchen in deiner Hand!“ Ich ſtand gebückt, wie unter der Wucht des Schla⸗ ſolche Worte geſprochen hatte, war ich allein. Dann ging ich weiter, den Weg entlang; mein Herz war ſchwer und traurig; die Sonne ſchien nicht mehr, die Menſchen ſahen ſo trübſelig aus und die Buden waren leer. umd ſah zurück; denn dort ſtand ein kleines Mädchen in kurzem bunten Kittel; ernſthaft blickte es vor ſich hin und hielt eine Dattel, eine einzige Dattel mit beiden ſchmalen Händchen feſt. Das Fleiſch der Frucht war gelb und ſaftig wie Honig und durch das Fleiſch lugte der lange, weiße, geſpaltene Kern. Da ſtand ich plötzlich wieder vor der Bude und rief zitternd wie im Taumel:„Gebt mir Datteln!“ „Wieviel?“ fragte das dicke Weib und griff mit ihrer feuchten Hand in die Schachtel. „Für einen Groſchen— für einen ganz neuen Groſchen!“ Hatte ich das geſagt? Oder war es ein anderer, der hinter mir ſtand und mit fremder, tiefer und häßlicher Stimme ſprach? Die Datteln klebten an der feuchten Handfläche, ich koſtete die erſte— das ſaftige, ſüße Fleiſch klebte auch an Lippen und Zähnen. Da ſpuckte ich alles aus: die glatte Haut, das ſüße Fleiſch und den geſpaltenen Kern. Dann lief ich den Weg zurück; ich hielt die Datteln, einen klebrigen, zerguetſchten Klumpen, in der zugekrampf⸗ ten Fauſt; ich lief und lief, bis ich endlich zum Bach kam. Dort wuſch ich meine Hände. Dann legte ich mich ins Gras und betete: Gott, laß mich ſterben! Die Mutter ißt nichts als Maisbrot, Tag für Tag, Woche um Woche; ſie weiß wohl gar nicht, daß es weißes Brot auf der Welt gibt. Und ich eſſe Datteln! Süße, gelbe Datteln, um einen Groſchen! Ein Stein lag mir auf dem Herzen, drückend, be⸗ ges, und als ich ſcheu aufblickte, um den zu ſehen, der Am Ende des Weges wandte ich mich plötzlich um ängſtigend und ich ſchämte mich ſogar der Tränen in meinen Augen. Das Mittageſſen war längſt vorbei, als ich nach Hauſe kam. Die Mutter gab mir Hirſebrei, den ich ſonſt gern aß, aber als ich eben anfangen wollte, fühlte ich meinen ganzen Körper von kalten Schweißtropfen bedeckt und ich legte den Holzlöffel weg. „Was fehlt dir?“ rief die Mutter erſchrocken. Ich wagte nicht, ſie anzuſehen; ich glaubte ſter⸗ ben zu müſſen unter dem Blick dieſer treuen, for⸗ ſchenden Augen, die— man wußte ſelbſt nicht wie— zu unbegrenzter Beichte zwangen. Sie beugte ſich über mich und hob mein geſenktes Geſicht mit bei⸗ den Händen empor; ſie ſah ſo weiß aus, ſo mild und licht wie die Barmherzigkeit Gottes. „Mutter, ach Mutter!“ Mein Kopf ſauk ſchwer auf den Tiſch nieder, ich wollte nichts mehr ſehen. Als ich aus meiner Betäubung erwachte, war der Mutter Geſicht ernſt und leiderfüllt. „Erzähle“, gebot ſie. Und ich beichtete wie im Beichtſtuhl, wie vor Gott. „Ich habe einen Groſchen geſchenkt bekommen, einen ganz neuen, glänzenden Groſchen. Aber ich habe ihn dir nicht gebracht, nein, ich wollte dir gar nichts davon ſagen; ich habe ihn verſchwendet, auf ſchlechte Art verſchwendet, Datteln habe ich mir gekauft! Sei nur nicht böſe, ich weiß, daß ich jetzt ſterben werde!“ Und da ereignete ſich etwas höchſt Seltſames. Die Mutter zog mich mit beiden Händen eng an ſich und dann in die Ecke des Zimmers vor das Hei⸗ ligenbild; und dreimal ſegnete ſie meine Stirne m dem Zeichen des Kreuzes. 5 „Mein kleiner Junge, du“, ſagte ſie. Und dann, ich konnte es nicht verſtehen, fing ſie zu weinen an. kavalier⸗Vorſtellung am Sonntag ſingt Hein⸗ rich Hölzlin zum erſten Male in Mannheim den „Ochs von Lerchenau“. f Mengelberg als Univerſitätsprofeſſor. Wil⸗ lem Mengelberg, der berühmte Dirigent des Kon⸗ zertgebouw⸗Orcheſters in Amſterdam, hat an der Univerſität ſeiner Vaterſtadt, Utrecht, eine außer⸗ ordentliche Profeſſur für Muſikwiſſen⸗ Nationaltheater Mannheim. In der Roſen⸗ Chriſtiaun Rohlfs, der bekannte Maler, der aus Niendorf in Holſtein ſtommt, begeht am 22. Dezember ſeinen 85. Geburts⸗ tag. Während er zuerſt Landſchaften von herber Auffaſſung und ſtarkem Freilicht malte, wandte er ſich ſpäter dem Expreſſionismus zu— eine Wand⸗ lung, an der der glasfenſterartige Charakter ſeiner Farben beſonders beteiligt war. S8 te e eee ſchaft übernommen. Seine Antrittsvorleſung be⸗ handelt das Thema:„Die Aufgabe und das Stu⸗ dium der reproduktiven Tonkunſt.“ O Schillers„Kabale und Liebe“ in Warſchan. Im Warſchauer Nationaltheater fand im Hinblick auf den 175. Geburtstag von Schiller eine Auf, führung ſeines Trauerſpiels„Kabale un Liebe“ in einer neuen polniſchen Ueberſetzung von Julian Tuwim ſtatt. Die Spielleitung hatte der polniſche Regiſſeur und Schauſpieler Wengierko übernommen, der auch die Rolle des Ferdinand ſpielte. Auch alle anderen Rollen befanden ſich in den Händen hervorragender bekannter polniſcher Schauſpieler und Schauſpielerinnen. Beim Publikum fand die Aufführung eine geradezu begeiſterte A nahme, und auch die polniſche Preſſe äußert ſich m größter Anerkennung. feiffer, Kaſſel 3900; Landeskreditkaſſe ak 5000; Deutſcher Stahlbau⸗Verbond, Berlin W 35 De über. Erfolg allen nis zu Künſt! Einzel den H len 8 langer Vorau Das 1 der Li nachts Au unſere genoſſ. gegen⸗ e kein ich die eilfen⸗ erk er fol⸗ Wttbg. genannt ) Dor⸗ „Dort⸗ Thyſſen⸗ chneidet 9⸗Werke ſch Ach, en wei⸗ verwal⸗ kammer, rizitäts⸗ , Kiel, zig G1 koblenz, ich, wei⸗ enoſſen⸗ Metall Nieder⸗ del Ach, weitere 1 15000) aft Ber⸗ Klöckner e, Ober⸗ weitere Weide Lenhardt motoren, utz, wei⸗ 8. Kölg, „ Kaßel ſe Koſel 35 000% N ) Noth⸗ 0, Haus Hamburg Plange, uU. 5 ranbvet⸗ 4. teil; l. f. alen Leit tſche um⸗ Anzeigen Rannhein ue Mann⸗ ſtraße 40 1 Rückports Freitag, 21. Dezember 1934 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 3. Seite Nummer 587 Mannheim, den 21. Dezember. Aufruf! Volksgenoſſen! Volksgenoſſinnen! Von 14000 Jungen und Mädels, die hier in Mannheim und Umgebung in der Hitlerjugend orga⸗ niſtert ſind, haben 7000 keine Heime. Es fehlen Tiſche, Stühle, Schränke, Lautſprecher uſw., Dinge, die wir unbedingt brauchen, um unſere Schulung zurchführen zu können. Die Heime der Hitlerjugend ſud die Zellen der Kameradſchaft und ſomit die Vor⸗ ausſetzung unſerer großen Schulungs⸗ und Er⸗ ziehungsarbeit. Unſere Schulung, die wir im Sinne unſeres Führers durchführen, will den Jungen und Mädels von früher Jugend an nationalſozialiſtiſches Ge⸗ dankengut übermitteln und will ſie ſchulen, damit ſie ſets ihren ſchweren und verantwortungsvollen Auf⸗ gaben gerecht werden können. Die Hitlerjugend iſt das Volk von morgen. In ihren Reihen ſtehen die Geſtalter eines reinen und wahren nationalſozialiſtiſchen Deutſchland. Volksgenoſſen, Volksgenoſſinnen! Zeigt Eure Verbundenheit mit der Jugend Adolf bitlers, indem Ihr die Hitlerjugend und ihre Glie⸗ derungen tatkräftig unterſtützt und ihnen hilfreich zur Seite ſteht. Nichts für uns! Oberbürgermeiſter: Renu ninger. Dank allen Helfern! Der Baſar des Winterhilfswerkes 1934/35 iſt vor⸗ über. Er war auch dieſes Jahr wieder ein voller Erfolg. Da drängt es uns, herzlichen Dank zu ſagen allen denen, die mithalfen, dieſes glänzende Ergeb⸗ nis zu erzielen, insbeſondere allen mitwirkenden ünſtlerinnen und Künſtlern, allen Firmen und Einzelperſonen, ͤͤie Spenden beiſteuerten, dem Bo M, den Helfern der NS, ganz beſonders aber den vie⸗ len Frauen der NS⸗Frauenſchaft, die in wochen⸗ langer, aufopferungsvoller Arbeit überhaupt erſt die Vorausſetzungen zum Gelingen des Werkes ſchufen. Das beſeeligende Gefühl, mitgeholfen zu haben an der Linderung der Not, mag allen die ſchönſte Weih⸗ nachts freude ſein. Auch fernerhin laute unſer Wahlſpruch: Alles für unſeren Führer, alles für unſere notleidenden Volks⸗ genoſſen. Alles für Deutſchland! Kreisleiter: Bannführer: Dr. R. Roth. H. Vetter. Heil Hitler! Für die NS⸗Frauenſchaft: gez. Frau Luiſe Drös, Kreisamtsleiterin. Für die NS⸗Volkswohlfahrt: gez. Kronauer, Kreisamtsleiter. Durch dieſe hohle Gaſſe Nachdem nun die Engen Planken immer mehr in ber Auflöſung begriffen ſind, hat man die Straße zwiſchen P 5 und 6 wieder für den kehr freigegeben, Fußgängerver⸗ Das beginnen beſonders die Ge⸗ ſchäftsleute zu begrüßen, die ihr Geſchäft zwiſchen 55 und 6 haben. Durch die Abriegelung hatten ſie zu leiden, da Käufer, die ſich in den Planken be⸗ anden, meiſt nicht geneigt waren, um die im Ab⸗ bruch befindlichen Quadrate herumzugehen, um zu ihren Geſchäften zu gelangen. Nachdem jetzt der Abbruch faſt beendet iſt, konnte die Seitenſtraße be⸗ schränkt wieder für den Verkehr freigegeben werden. Und zwar hat man eine richtige„hohle Gaſſe“ für die Fußgänger errichtet, denn rechts und links des zwiſchen den Bauſtellen in der Straßenmitte durchfüh⸗ tenden Ganges wurden Bretterwände errichtet, die den Ausblick nach beiden Seiten verwehren. Außer⸗ dem hat man den ganzen Durchgang überdacht, ſo daß man bei Regenwetter, ohne naß zu werden, dieſe Straße benützen kann. Allerdings als Unter⸗ ſtellmöglichkeit kann die hohle Gaſſe niemals dienen, da ſie ſo ſchmal iſt, daß nur zwei Perſonen an⸗ einander vorüberkönnen. Die Geſchäftsleute der zwiſchen P 5 und 6 liegenden Geſchäfte haben in dieſem Durchgang ihre Werbetafeln angebracht und zum Teil am Eingang in den Engen Planken auch ihre Wahrzeichen herausgehängt. An die Mitglieder der Deutſchen Angeſtelltenſchaft Durch verſchiedene Zeitungs⸗Artikel ſind die Mit⸗ glieder der Deutſchen Angeſtelltenſchaft beunruhigt worden, daß ſie ihre bisher erworbenen Rechte ver⸗ lieren, wenn ſie nicht ſofort Organiſations⸗Frage⸗ bogen abgeben. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerkſam, daß für die Mitglieder der Deutſchen Angeſtelltenſchaft im Kreiſe Mannheim in dieſer Hin⸗ icht kein Grund zur Un ruhe beſteht. Die ab⸗ zugebenden Fragebogen werden 3. Zt. für jedes Mit⸗ glied der D. A. durch die Gauwaltung Baden vorbe⸗ reitet. Sobald wir die vorbereiteten Fragebogen vom Gau erhalten, werden wir ſie ſofort zur Ergänzung an die in Frage kommenden Mitglieder weiterleiten. Die Ergänzung und Rückgabe iſt dann allerdings ſo⸗ ſort vorzunehmen. Bis dahin bitten wir, Anfragen und Reklamatio⸗ nen bei uns zu unterlaſſen. Die Deutſche Arbeitsfront, Kreiswaltung Mannheim. Ws das WoW Mannheim bisher leistete Betreuung von 28700 Familien- Weſentlich erhöhte Leiſtungen gegenüber dem Vorjahr Weihnachtsfreude in jedes Haus Im Erdͤgeſchoß des Horſt⸗Weſſel⸗Hauſes klopft der Puls des Winterhilfswerkes 1934. Und häm⸗ mert in dieſen Tagen hart und heftig, wie bei einem Menſchen, der zur Erreichung eines hochgeſteckten Zieles ſeine vollen körperlichen Kräfte bis zum Aufbrauchen einſetzt. Denn auch das Winterhilfswerk ſetzt ſeine ganzen Kräfte ein, um jenes Ziel zu erreichen, das der Füh⸗ rer geſteckt hat:„In dieſem Winter ſoll niemand hungern und frieren“— und noch darüber hinaus jedem in dieſen Weihnachtstagen eine beſondere Freude zu machen. Darauf kommt's an: Freude zu machen, nicht nur dringendſte Notdurft des Leibes zu befriedigen. Aber es iſt doch ganz aufſchlußreich, einmal aus dem Munde der berufenen Leiter der vielverzweigten Ar⸗ beit, der unermüdlich tätigen Herren Kronauer und Diefen bacher, denen Hunderte ebenſo ehren⸗ amtlich tätiger Hilfskräfte aus der NSV und der NoS⸗Frauenſchaft und aus der Partei, Männer der SA und des Volksdienſtes getreulich zur Seite ſtehen, zu hören, was das Winterhilfswerk in Mannheim bisher geleiſtet hat. Und man iſt erſtaunt über die Höhe der Ziffern— um ſo mehr, als in dieſem Jahr die Arbeit ſozuſagen ganz geräuſchlos vor ſich geht. Man hat aus dem vergangenen Jahr gelernt, wo man die gauze Aktion mehr oder weniger improviſieren mußte. Heuer nutzt man die gemachten Erfahrungen. Die Ausgabe der Gutſcheine vor allem bewährt ſich glänzend und ermöglicht ein raſches Arbeiten, das den Empfängern der Gaben jedes unnötige Herum⸗ ſtehen und„Schlangebilden“ erſpart. Fühlbar macht ſich auch der Rückgang der Zahl der zu Be⸗ treuenden. Im vorigen Winter waren 105 000 Per⸗ ſonen in den Kreis der Winterhilfe einbezogen; in dieſem Jahr liegt die Zahl unter 80 000, die ſich auf etwa 28 300 Familien verteilen. Dabei darf man aber nicht vergeſſen, daß jeder bisher Erwerbsloſe, wenn er in Arbeitt kommt, noch bis zu drei Monaten die Fürſorge des Winterhilfswerkes erfährt, weil man ſich ſagt, daß ihm dieſe Hilfe den Wiederaufbau geord⸗ neter Verhältniſſe erleichtert und die Arbeitskraft ſtärkt. Es ſind am Anfang des Winters Stimmen laut geworden, als ob in dieſem Jahre die Zuwendungen weniger reichlich ſeien als im vergangenen. Ach, wie kurz iſt doch das Gedächtnis der Menſchen, und wie raſch gewöhnen ſie ſich an Dinge, die ſie lange ent⸗ behrten, wie an etwas Selbſtverſtändliches. Nein, das Gegenteil iſt richtig. Schon mit der Kartoffelausgabe begann die Mehrleiſtung in dieſem Jahre, wo auf jeden Kopf ein ganzer Zentner entfällt. Dann kam die Ausgabe von 54000 Mk. in eigenen Lebensmittelgutſcheinen und jetzt wird die große Weihnachtsſpende ausgegeben, ſo daß man, alles in allem, beinahe von einer verdoppelten Lei⸗ ſt ung ſprechen kaun! Sie iſt ermöglicht durch den beiſpielloſen Opferſinn aller jener, die in Arbeit und Brot ſtehen und den Ruf der Zeit vernommen haben: nicht aus raſcher Regung flüchtigen Mitleids einmal in den Weihnachtstagen, wo man milde ge⸗ ſtimmt iſt, etwas zu geben, ſondern regelmäßig aus Pflichtgefühl zu opfern und zu teilen mit dem, der ohne eigene Schuld abſeits ſtehen muß, Volkgenoſſe wie ich und Du, Schickſalsgenoſſe des deutſchen Schickſals. Wer wird nicht erſtaunt ſein, die Aufrechnung der Weihnachtsſpende zu leſen, die in den folgenden Angaben beſſhloſſen iſt. Es wurden ausgegeben: 80 220 Mk. in Lebensmittelgutſcheinen, das macht auf den Kopf 1 Mk., ob Erwachſener oder Kind. 132 401 Pfd. Ia Weißmehl 00, 1510 Pfd. Dörrobſt, 29607 Büchſen Karotten(Baſſermann⸗Konſerven), 28 097 Doſen Obſt⸗ und Gemüſekonſerven, 21 416 Pfd. Zucker, 2083 Pfd. Grünkern, 56 188 Pfunde aller Art aus Pfundſpende, alſo auf die Familie 2 Pfund, 459 Stück wollene Schbafdecken, 2073 Stück Leinen für Leintücher, 2073 Meter Schür⸗ zenſtoffe, 1614 Meter Kleiderſtoffe, 6150 Schlüpfer, 6356 Meter Stoffe für Frauenhemden, 6744 Män⸗ ner⸗ und Frauenunterhoſen, 6629 Paar Socken und Frauenſtrümpfe, 1000 Pfund Wolle für Socken und Strümpfe. Außerdem wurden einſchließlich der Weihnachts⸗ zuteilung verausgabt: 90 000 Zentner Kohlen, 85 000 Zentner Kartoffeln, 60000 Zentner Brennholz. Das ſind, weiß Gott, Zahlen, auf die Mann⸗ heim ſtolz ſein kann, und die eine Genugtuung bedeuten für alle jene, die ſich um die Sammlung dieſer Mittel mit aufopfernder Hingabe bemüht haben. Aber, wie geſagt, darin erſchöpft ſich nicht, was getan wird: Zum Weihnachtsfeſt gehört noch eine andere Freude als die, leiblicher Not enthoben zu ſein. In jede Stube einer deutſchen Familie gehört der Chriſtbaum, und ſo ſtehen 6000 Stück in allen Größen bereit,— und wo Kinder ſind, gehört Spielzeug unter den Baum und Nüſſe und Aepfel und Gutſel. Auch dafür iſt geſorgt. Kein Kind ohne Spielzeug, iſt die Parole; und es war einer der ſchönſten und weihnachtlichſten Gedanken— vom erzieheriſchen ganz abgeſehen— daß man Kin⸗ der aufgerufen hat, für Kinder zu ſpenden und zu arbeiten. Und der Ruf hat offene Ohren und willige Hände gefunden: die Spielzeugſpende iſt überreich ausgefallen. Und wenn wir uns nun überlegen, wie iſt es möglich, wie ungeheure Arbeit des Sichtens und Ver⸗ teibens zu bewältigen, oͤann wird uns erſt klar, wie tief öieſe Männer und Frauen, die tagaus tagein ſelbſtlos für andere arbeiten, die Volksgemein⸗ ſchaft erlebt haben müſſen, leuchtende Vorbilder des Sozialismus der Tat. hs. eee Neue Butterveroröͤnung vom 1. Januar an Ausformungszwang um ein Jahr verſchoben Das Reichsernährungsminiſterium hat, wie das Noz meldet, eine neue Butterverordnung erlaſſen, die zum 1. Januar in Kraft tritt. Die Butterver⸗ ordnung vom 20. Februar 1934 hatte unter anderem die Kennzeichnung der Butter nach der Herkunft und nach der Sorte vorgeſehen. Dabei erſtreckte ſich die Pflicht zur Herkunftsbezeichnung auf die geſamte Butter, alſo auch auf die ausländiſche, während die Sortenbezeichnung(Markenbutter, feine Molkerei⸗ butter, Molkereibutter, Landbutter, Kochbutter) nur für deutſche Butter verlangt wurde. Die neue Ver⸗ ordnung hebt die Beſtimmungen über die Kennzeich⸗ nung der Butter nach der Herkunft auf. Damit entfällt die Kennzeichnung ausländiſcher But⸗ ter nach dem Herkunftslande. Oberregierungsrat Dr. Gebhard vom Reichsernährungsminiſterium er⸗ klärt hierzu in der„NS⸗Landpoſt“, daß jetzt die ge⸗ ſamte Buttereinfuhr durch die Reichsſtelle für Milcherzeugniſſe, Oele und Fette zentral er⸗ faßt werde. Was heute an Auslandsbutter herein⸗ komme, entſpreche ſowohl der Menge wie der Her⸗ kunft nach den Bedürfniſſen des einheimiſchen Mark⸗ tes. Es habe daher für den deutſchen Verbraucher keinen Sinn mehr, aus nationalen Gründen den Bezug irgendwelcher ausländiſcher But⸗ ter abzulehnen denn die Tatſache, daß dieſe Butter auf dem deut⸗ ſchen Markt erſcheint, liefere nach den in der Zwi⸗ ſchenzeit getroffenen Maßnahmen ohne weiteres den Beweis, daß ihre Einfuhr der deutſchen Re⸗ gierung erwünſcht ſei und den Bedürfniſſen des deutſchen Marktes entſpreche. Die neue Verordnung dehnt jedoch nach einer anderen Richtung hin die Butterbeſtimmungen aus. Denn die Kennzeichnung der Butter nach der Sorte wird jetzt mit Wirkung vom 1. Januar 1935 an auch für Auslands butter vorgeſchrieben. Alle in Deutſchland gehandelte Butter muß alſo künftig unter einer der erwähnten Kennſortenbe⸗ zeichnungen verkauft werden, die ſich nach den Wert⸗ malen der Butter richten, wie Geſchmack, Geruch, Gefüge, Ausſehen uſw. Die Ausdehnung der Sor⸗ tenbezeichnungspflicht auf Auslandsbutter wird ſo einfach wie möglich gehandhabt; es genügt, wenn ſie vom erſten inländiſchen Empfänger angebracht wird, ehe die Butter von ihm weiter in den Verkehr ge⸗ ſetzt wird. Endlich beſtimmt die Verordnung noch, daß das Inkrafttreten des Ausformzwanges von Mar⸗ kenbutter um ein Jahr, d. h. bis zum 1. Januar 1936, verſchoben wird. * Ihren 60. Geburtstag begeht am morgigen Samstag Frau Gäng, 8 6, 20, die frühere In⸗ haberin des„Reichskanzlers“. ** Auszeichnung. Dem Volksgenoſſen Heinrich Roos, Mannheim Rheinau, Stengelhofſtraße 61, wurde das Recht zum Tragen des Schlageterſchildes verliehen. z Bei den badiſchen Staatsbehörden iſt der Dienſt am 24. und 31. Dezember entſprechend dem Beſchluß der Reichsregierung nach den Vorſchriften für den Sonntagsdienſt geregelt worden. * Ernſt Moritz Arndts Geburtstag in den Schu⸗ len. Am 26. Dezember ſind 175 Jahre ſeit der Geburt Ernſt Moritz Arndts verſtrichen. Reichs⸗ erziehungsminiſter Ruſt hat dazu angeordnet, daß vor den Weihnachtsferien an allen deutſchen Schulen in würdiger Weiſe dieſes Mannes gedacht werde, der in einer Zeit tiefſter Erniedrigung und höchſten Auf⸗ bauwillens einer der großen Künder deutſchen We⸗ ſens und Vorkämpfer deutſcher Erneuerung war. Daneben haben die weltanſchaulichen Fächer ſein Wollen und Tun lebendig zu machen. An den dieſen für den zuſtändige ei Huſveſchlagprüfung in Mannheim. vier badiſchen Hufbeſchlagſchulen finden in Tagen die Abſchlußprüfungen ſtatt. Die Landeskommiſſariatsbezirk Mannheim — 8788 Süämtl. Radio, sowie elekir. Haushallungsgeräſe bis Radio Spezialhaus Wünelm Fütterer Rosengartenstr. 1 133³³³ e Dellſcher Beamter, hk Arbeitsbeſchaſungspaß Mannheims führendes und Neannheim Carl Fritze Cie Breitestt Ha&. rein arisches Schuhwarenhaus „Brücke der ſilbernen Glöckchen“ Ein maleriſches Bild aus dem Film„Prinzeſſin Turandot“. Staatliche Hufbeſchlagſchule in Mannheim, an der Hufbeſchlaglehrer, Schmiedemeiſter Heinrich Brohm und Bezirkstierarzt Dr. Hauger unterrichten, konnte geſtern 20 Prüflinge als Hufbeſchlagmeiſter ent⸗ laſſen, nachdem ſie die ſchwere Prüfung beſtander hatten. Die badiſche Regierung war durch Ober⸗ regierungsrat Reu⸗Karlsruhe und die Handwerks⸗ kammer durch Schmiedemeiſter Schneider⸗Heidelberg vertreten. Es hatten ſich auch einige führende Landwirte eingefunden. Von den jungen Meiſtern ſtammen 12 aus Baden. zee Das Anſtellen der Fahrräder iſt jetzt auch vor dem Horſt⸗Weſſel⸗Haus der Mannheimer Kreislei⸗ tung verboten worden, nachdem die vielen am Haus und beſonders die am Gehweg abgeſtellten Fahr⸗ räder zu Verkehrsſchwierigkeiten geführt haben. Die Radfahrer ſind nach Erlaß des Abſtellverbotes, das ihnen durch ein Schild zur Kenntnis gebracht wird, nicht einmal betrübt, da man ihnen auf dem gegen⸗ überliegenden Platz zwiſchen den Baumreihen Ra d⸗ ſtänder errichtet hat, in denen ſie die Räder ein⸗ zeln unterbringen können, ohne daß ſie Gefahr laufen, dieſe umgeworfen zu bekommen. ki Die Ehrung der Lanzjubilare betraf auch fol⸗ gende Mitglieder der Feuerwehr, die 25 Dien ſt⸗ jahre hinter ſich haben: Wilhelm Beuchert, Joſef Kohler, Karl Köhler, Wilhelm Schleihauf, Max Schneider. ei Auf dem Tanzturnier des Inſtituts für Ge⸗ ſellſchaftstanz, das am 15. Dezember unter Beteili⸗ gung von 15 Schülerpaaren des Herrn Weinlein und 2 Gäſtepaaren des Herrn Lamade, der in 2 Klaſſen als Punktrichter mitwirkte, ſtattfand, erhielten in der Meiſterſchaftsklaſſe folgende Paare Preiſſe: 1. Preis: Frau Schmitt Herr Venzel; 2. Preis: Frl. Graff Herr Bluſt; 3. Preis: Frl. Weezera—Herr Kihm; 4. Preis: Frl. Hachmann Herr Aberle; 5. Preis: Frl. Mertin—Herr Hauk. ze Luftpoſt zur Weihnachts⸗ und Neujahrszeit. Wegen Einſtellung des Flugdienſtes am 24., 25., 26. 31. Dezember und am 1. Januar ruht auch der Luft⸗ poſtverkehr an dieſen Tagen mit einigen Ausnahmen. Die Poſtanſtalten erteilen darüber Auskunft. Die Reichspoſtflüge(Nachtflüge) Berlin⸗Hannover⸗ Köln London verkehren am 24., 31. Dezember und am 1. Januar und die Nachtflüge Berlin⸗Königs⸗ berg(Pr.) an allen Tagen mit Ausnahme des 25. Dezember. * Die Ziehung der 4. Serie der Arbeitsbeſchaf⸗ fungslotterie findet am Nachmittag des 22. Dezem⸗ ber im Turnſaal der Blumenſchule in München, Blumenſtraße, öffentlich ſtatt. Infolge der vielen Feiertage zwiſchen Weihnachten und Neujahr, kön⸗ nen die Ziehungsliſten erſt am 2. Januar 1935 zum öffentlichen Verkauf in allen einſchlägigen Geſchäf⸗ ten aufliegen. * Ueber 100 000 in der Berufserziehung der Arbeitsfront. In einer von der Deutſchen Arbeits⸗ front veröffentlichten Bilanz der Berufserziehung der DA wird feſtgeſtellt, daß bereits 102 404 Teil⸗ nehmer in 38 größeren Orten von dieſer Berufs⸗ erziehung erfaßt werden. Dabei iſt beachtlich, daß dieſe Erziehung erſt im Winterhalbjahr 1934/35 ein⸗ ſetze. Die Teilnehmerzahlen bewieſen, wie lebhaft die ſchaffenden Volksgenoſſen dem Ruf zur Berufs⸗ erziehung gefolgt ſeien. 2 75 ee wartet auf den Eintrag Ihres Schuheinkaufs bei uns. 1 10 19 1 — 4. Seite/ Nummer 587 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Teile Deine Weihnachtsfreude 1 8 8 Ne 8 1 durch ein Ciebesgabenpaket für das 0 interhilfswerk Holzausgabe Die Holzausgabe auf dem Holzplatz des Winter⸗ hilfswerks, Landzungenſtraße 10, iſt ab Freitag, 21. Dezember, mittags 4 Uhr bis Mittwoch, 2. Januar 1935, geſchloſſen. Bedürftige, die Chriſtbaumzu weiſungs⸗ ſcheine erhalten haben, werden aufgefordert, dieſe ſofort abzuholen. Die Weihnachtsbäume werden auch am Samstag vormittag ausgegeben. Durchreiſende von den Einreiſe-⸗ beſtimmungen ins Saargebiet befreit Die Reichsbahndirektion teilt mit: Nach einer Mitteilung der Eiſenbahndirektion des Saargebietes in Saarbrücken ſind Durchgangsreiſende für das Saargebiet, die ſich als ſolche durch Fahrtaus⸗ weiſe ausweiſen können und einen Reiſepaß oder Perſonalausweis beſitzen, nach Angabe der Paßabtei⸗ lung der Regierungskommiſſion von den Ein⸗ reiſebeſtimmungen der Regierungskommiſſion des Saargebietes für die Zeit vom 27. Dezember bis 26. Januar befreit. 5 Wohlfahrtsbrief⸗ Volksverbunden⸗ ** Kein Neujahrswunſch ohne marke, die das Poſtwertzeichen der heit iſt. Wir ehren die Arbeit; dahek tragen die Marken Bilder der Berufsſtände. Wir lindern die Not durch den Wohlfahrtsaufſchlag auf jede Marke. Schöner und ſchlichter können wir unſere Einheit nicht bekunden! Rund um den Weihnachtsverkehr Gedämpfte Reiſeluſt Die Frage, wie ſich in dieſem Jahre der Weih⸗ nachtsverkehr geſtalten wird, läßt ſich ſehr ſchwer beantworten, denn es fehlt bis jetzt jede Ueberſicht. Im Gegenſatz zu früheren Jahren iſt eine ſo ge⸗ ringe Nachfrage nach Karten vorhanden, daß man nicht weiß, was werden wird. In der Haupt⸗ ſache dürfte die Urſache darin zu erblicken ſein, daß die Winterſportler, die ja an Weihnachten den Hauptteil der Reiſenden ſtellen, wegen der un⸗ ſicheren Schneeverhältniſſe zurückhaltend ſind. Un⸗ ſichere Schneeverhältniſſe iſt für den in den Mittel⸗ gebirgen gänzlich fehlenden Schnee eigentlich ſchon etwas zu viel geſagt. Und wenn der Feloberg fünf Zentimeter Schneehöhe meldet, dann vermag das uns nicht im geringſten zu rühren, weil wir wiſſen, daß man bei fünf Zentimeter nicht Schi lau⸗ fen kann und weil dieſer Schnee in wenigen Stun⸗ den von den„ſubtropiſchen“ Luftmaſſen, von denen der Wetterbericht in dieſen Tagen häufig zu ſpre⸗ chen beliebt, beſeitigt werden kann. Auch im Hoch⸗ gebirge ſieht es bis jetzt wenig verlockend aus. Fehlt doch vor allem die Grundlage, ohne die die Brettlhupfer zur Untätigkeit verdammt ſind. Sich darüber zu äußern, ob ſich im letzten Augenblick alles zum Guten wendet und ob zu Neujahr das Verſäumte nachgeholt werden kann, möchten wir den Wetterwarten überlaſſen. An der Tatſache, daß man warten will, wie ſich die Schneeverhältniſſe geſtalten, ehe man eine klare Entſcheidung trifft, wohin die Reiſe gehen ſoll, iſt nicht zu rütteln. Die vorhan⸗ dene Nachfrage beſchränkt ſich vorwiegend auf deutſche Winterſportplätze. Im Schwarzwald ſind nur in den ſüdlichen Teilen die Höhenhotels über die Feſttage durch Voranmeldung voll beſetzt, während es ſonſt noch genügend Unterkünfte gibt. Allerdings möchte man faſt annehmen, daß die baye⸗ riſchen Alpen heuer dem Schwarzwald den Rang ab⸗ laufen würden, denn es iſt im Verhältnis ein außer⸗ ordentlich ſtarkes Intereſſe für die Winterſport⸗ plätze in den bayeriſchen Alpen vorhanden. Die rich⸗ tigſte Auswirkung dieſer Einſtellung der Winter⸗ ſportler wird dann eintreten, wenn der langerſehnte Schnee in größeren Mengen fällt und—— liegen bleibt. Die Hauptfrage aller Reiſenden iſt natürlich: „Wie komme ich am billigſten unter?“ Für den Schwarzwald und auch für das Allgäu muß man für eine mittlere Unterkunft 5 bis 5,50 Mark rechnen, wenn man auch hier und da etwas billiger ankom⸗ men kann. Billiger reiſt man mit„Kraft durch Freude“ und mit den Pauſchalreiſen, die in mannig⸗ faltigen Zuſammenſtellungen angeboten werden. Wer Freude an gemeinſchaftlichen Reiſen hat, wird hier recht günſtig wegkommen. An erſter Stelle der Auslandsplätze ſteht im Gegenſatz zum vergangenen Jahre die Schweiz während die Dolomiten an zweite ſind. Wer in die Schweiz reiſt und gut unterkommen will, muß bei der vorhandenen ſtarken Beſetzung ſchon damit rechnen, 15 Franken ausgeben zu müſſen. Die billigſte Unterkunft in den Dolomiten entſpricht etwa den Preiſen im Schwarzwald, doch darf nie vergeſſen werden, daß bei Fahrten nach der Schweiz und nach den Dolo⸗ miten ein höheres Fahrgeld in Rechnung zu ſtellen iſt. Bei dieſer Gelegenheit ſoll erwähnt werden, daß die Reichsbahn den Ausländern und den im Ausland wohnenden Reichsdeut⸗ ſchen ab Grenzbahnhof eine Ermäßigun g auf Stelle gerückt den Fahrpreis gewährt, ſofern die Rückfahrt nicht vor dem ſiebenten Tag angetreten wird. Dieſe Er⸗ mäßigung, oͤie 25 v. H. beträgt, wurde über die einigermaßen Weihnachtsfeiertage auf 60 v. H. erhöht. Eine groß⸗ zügige Ermäßigung auf allen innerdeutſchen Strek⸗ ken mit Ausnahme einiger Auslandsabſchnitte ge⸗ währt ja auch für alle Reiſende die Luft⸗Hanſa, die für die Weihnachtstage bei gleichzeitiger Löſung des Hin⸗ und Rückflugſcheines den Nachlaß von 30 auf 50 v. H. erhöht hat. Für die allgemeinen Ermäßigungen zu wiſſen, daß die früher nur für beſtimmte Reiſeabſchnitte befriſtete Sommer⸗ und Winterurlaubskarte nunmehr als Urlaubskarte weitergeführt wird und zunächſt einmal bis zum 31. De⸗ zember 1935 zur Ausgabe gelangt. Die Mindeſtentfernung für die Ausgabe der Ur⸗ laubskarte beträgt 200 Kilometer, wobei der früheſte Rückfahrtag der ſiebente Tag nach Reiſeantritt iſt. Die Gültigkeitsdauer beträgt zwei Monate. Die oft ſchon wiederholten Forderungen einer Verkleine⸗ rung der Kilometerzahl und Verringerung oer Min⸗ deſtfriſt werden hoffentlich im Laufe der Zeit auch noch kommen, damit wir Mannheimer die Urlaubs⸗ karte auch für Reiſen nach dem nördlichen und mitt⸗ leren Schwarzwald benützen können. Bei den Ur⸗ laubskarten beſteht die Möglichkeit je einer Fahrt⸗ unterbrechung auf der Hin⸗ und Rückfahrt, wie es auch geſtattet iſt, zwei verſchiedene Reiſewege zu wählen, ohne daß für beide Strecken die weiteſte Entfernung bei der Berechnung maßgebend iſt. Man rechnet bei zwei verſchieden gewählten Reiſewegen die mittlere Entfernung und berechnet hieraus den Fahrpreis. Auch Umwegfahrten ſind zugelaſſen, ſofern der Umweg nicht mehr als ein Drittel der einfachen Strecke beträgt. Die im Vorjahre eingeführte Staffelung der Fahrpreiſe für Urlaubskarten iſt beibehalten worden. Bis zu 400 Kilometer beträgt der Nachlaß 20 v.., bis 600 Kilometer 30 v.., bis 800 Kilometer 40 v.., bis 1000 Kilometer 50 v. H. und darüber hinaus 60 v. H. Es iſt aber nicht ſo, daß ein Reiſender, der mit einer Urlaubskarte von Mannheim nach Kö⸗ nigsberg reiſt, mit 60 v. H. Fahrpreisermäßigung an ſein Reiſeziel gelangen kann. Die Staffelung der Fahrpreiſe gilt nicht durchgehend, ſondern es wird bis zur nächſten Staffelgrenze nur der Unterſchied berechget. Der Reiſende nach Königsberg erhält alſo z. B. für 400 Kilometer 20 v. H. Ermäßigung, für die nächſten 200 Kilometer 30 v. H. uſw. und nur für die über 1000 Kilometer hinausgehende Kilo⸗ meterzahl einen Nachlaß von 60 v. H. Nicht ver⸗ iſt wichtig, geſſen werden dürfen die Feſttagsrückfahr⸗ karten, die zu den bekannten Bedingungen mit einer Ermäßigung von 33 v. H. ausgegeben werden. An Vergünſtigungen zum Anreiz der Rei⸗ ſen fehlt es nicht, beſonders wenn man noch an die verbilligten Kö Fahrten denkt. Aber die Reiſeluſt fehlt noch. Hoffen wir, daß ſie ſich im letzten Augenblick noch rechtzeitig einſtellt! ⸗tt⸗ Reiſeſparkarte im Winter bringt Freude im Sommer Das Preſſe- und Propaganda⸗Amt der DAF. mit: Es iſt falſch, erſt nach Weihnachten mit dem Spa⸗ ren anzufangen. Wer ſich den Grundſatz„Von mor⸗ gen ab wird geſpart“ zu eigen macht, wird es zu teilt nichts bringen und im nächſten Sommer zuſehen müſſen, wie ſeine Kameraden mit„Kraft durch Freude“ einen ſchönen Urlaub verbringen. Nein, fangt heute an! 5 Beſorgt euch von dem Koͤß⸗Wart eures Betriebes oder von der Bank der deutſchen Arbeit oder von den öffentlichen Sparkaſſen ſofort eine Reiſeſpar⸗ NSDAP-Miffeilungen Aus gartelamtiichen Belianntmnachungen enmemmen An alle Funkwarte! Sämtliche Funkwarte ſprechen ſofort auf der Kreisrund⸗ funkſtelle vor. ö An alle Ortsgruppenleiter! Die Ortsgruppen mögen Sorge tragen, daß ihre Orts⸗ gruppenbildwarte am 21. Dezember im Ortsgruppenheim, M 2, 6(Ortsgruppe Strohmarkt), abends 20.30 Uhr, zur Entgegennahme von Anweiſungen für Aufnahmen am 23. Dezember 1934 beſtimmt anweſend ſind. Zugleich mögen die Bildwarte die Bilder mitbringen, die ſie von der Sammlung am Samstag angefertigt haben. PO Ab Freitag, 21. Dez., bis einſchließlich bleiben die Dienſträume der Ortsgruppe Neckarſtadt⸗Oſt. 2. Januar 1935 geſchloſſen. NS rauenſchaft Deutſches Eck. Freitag, 21. Dez., 20 Uhr, Heimabend im„Ballhaus“. Die noch nicht abgelieferten Strümpfe für das WHW eſind mitzubringen. Bm Oſtſtadt. Diejenigen Mädels, die mit auf das Winter⸗ lager gehen, melden ſich bis Freitag, 21. Dez., bei E. Sprenger, D 4, 8. 6,50 Mk. für Fahrt und Verpflegung ſind mitzubringen.. Untergan 171. Erwerbsloſenkurſus Mai- Juni trifft ſich am Sonntag früh 10.30 Uhr in E 5, 16 mit Marion Morkel. Kommt alle. Untergaun 171 Mannheim. Sämtliche Gruppen beteiligen ſich am Sonntag bei ihren zuſtändigen Ortsgruppen an der Weihnachtsfeier. Jungmädel⸗Ring 2. Nord. Montag, 24. Dez., kommen die Mädels, die Anträge auf Kleidungsſtücke geſtellt haben, zwiſchen 9 und 12 Uhr nach N 2, 4 Feudenheim. Freitag kein Turnen. Samstag, 20.30 Uhr, gemeinſamer Heimabend. Neckarſtadt⸗Oſt. Antreten zur Weihnachtsfeier am 23. Dez., um 17 Uhr, auf dem EClignetplatz- in Tracht. Brot⸗ beutelverpflegung mitbringen. 22 Uhr Rückkunft. Schwetzingerſtadt und Almenhof. Sonntag, den 23. Dez., 19.30 Uhr, Antreten auf dem Gabelsbergerplatz. Lindenhof„Vorwärts“. Sonntag, 23. Dez., 18.15 Uhr, treten alle Mädels und Führerinnen zur Sonnwend⸗ teter an der Johanniskirche an. Samstag nur Turnen. NSBO— DA Sandhofen. Sämtliche Amtswalter(Block⸗ und Zel⸗ lenwarte der Betriebe und der Ortsgruppe treten am Sonnta gnachmittag.90 Uhr im Hofe der Geſchäftsſtelle, Schönauerſtraße 15, an. 8 Deutſche Augeſtellteuſchaft Berufsſchule. 22. Dezember. Die Weihnachtsferien beginnen am Wiederbeginn des Unterrichts Montag, 6 5 7. Januar 1935. 14. Januar 1995. Berufsgruppe Samstag, 22. Deutſch“ in L 3. 3. Kreisbauernſchaft Mannheim Für die Erzeugungsſchlacht findet am Sonntag, den 23. Dezember, jeweils um 15 Uhr, eine Verſammlung ſtatt und zwar in Neckarhauſen in der„Krone“, Redner: führer Treiber, 2. Dr. Gugelmeier; in Neckarau im„Lamm“, Redner: 1. Dr. Krumm, 2. Kreis⸗ bauernſührer Treiber. Neue Lehrgänge beginnen am Montag, der Büxro⸗ Dezember, und Behördenangeſtellten. 17 Uhr, Lehrgang„Gutes 1 Kreisbauern. ——— Was hören wir? Samstag, 22. Dezember Reichsſender Stuttgart .00: Bauernfunk.—.10: Choral.—.15: Gymnaſtik. —.00: Frühkonzert(Schallpl.).—.15: Gymnaſtik für die Frau.— 10.15:„Tiſchlein, deck dich!“.— 10.45: Klavier⸗ muſik.— 10.55: Weihnachtslieder mit Orgelbegleitung.— 11.45: Bauernfunk.— 12.00: Mittagskonzert.— 13.15: Mittagskonzert(Schallpl.).— 14.15: Heitere Schallplatten⸗ Plauderei.— 15.00: Weihnacht bei uns!— 15.40: Beſche⸗ rung im alten Schloß.— 16.00: Der frohe Samstagnach⸗ mittag.— 18.00: Tonbericht der Woche.— 18.30: Volks⸗ muſik.— 19.00: Tanzmuſik(Schallpl.).— 19.30: Volks⸗ lieder der Saar.— 20.05: Saarumſchau.— 20.15: Nord⸗ Süd⸗Expreß.— 24.00: Nachtkonzert. Deutſchlandſender .15: Funkgymnaſtik.—.35: Guten Morgen, lieber Hörer!—.45: Leibesübung für die Frau.—.40: Jugend und Winterſport.— 10.15: Kinderfunkſpiele.— 11.00: Fröhlicher Kindergarten.— 11.30: Die Wiſſenſchaft meldet. — 11.40: Der Bauer ſpricht.— 13.00: Fröhlicher Wochen⸗ endſalot(Schallpl.).— 15.15: Mädelbaſtelſtunde.— 18.00: Sportwochenſchau— 18.30: Der deutſche Rundfunk bringt. .40: Klingende Weihnachtsgeſchenke(Schallpl.). 19.35: Welche Bücher zu Weihnachten?— 19.45: Was ſagt ihr dazu?— 20.15: Blank iſt das Haus— jetzt gehn wir aus!— 23.00: Nachtmuſik. — Tageslaaleucles Freitag, 21. Dezember Nationaltheater:„Königskinder“, von Engelbert Humper⸗ dinck, Miete F, 19.30 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprofektors. Kleinkunſtbühne Libelle: 20 Uhr Kabarett. Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof, Koſſee Vaterland Loſſre Odeon: Konzert(Veklängerung Pfalzban⸗Kaſſee: 16 und 20 Uhr Kabarett und Tanz Lichtſpiele: Univerſum:„Prinzeſſin Turandot“. Alhambra:„Peer Gynt“.— Schau bur g:„Fürſt Woronzeff“.— Scala:„Schweſter Angelika“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Sonder⸗Ausſtellung„Das 5 8 Lied“. Geöffnet von 11 bis 13 und von 14 bis 16 17 5 Städtiſche Kuuſthalle: Ausſtellung: Puppen fürs Wiuter⸗ hilfswerk. Geöffnet von 11 his 13 und von 14 bis 16 Uhr. Mannheimer Kunſtverein J, 1, 1: Gebffnet von 10 bis 19 und von 14 bis 16 Uhr. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: Ge⸗ öffnet von 17 bis 19 Uhr. Städtiſche Schloßbüchere!: Von 9 bis 13 und von 15 bits 19 Uhr Leſeſäle: von 11 bis 13 und von 17 bis 19 Uhr Ausleihe. Städtiſche Muſikbücherei I. 2, 9: und von 16 bis 19 Uhr. Städtiſche Bücher⸗ und Leſehalle: 10.30 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr Buchausgabe: 10.30 bis 13 und 16.30 bis 21 Uhr Leſehalle. Möhlblock, Weidenſtraße 16: Geöffnet von 14 bis 19 Uhr. Jngendbücherei R 7. 46: Geöffnet von 15 bis 19 Uhr. „Kraft oͤurch Freude“ Betr.: Fahrt nach Todtnau uſw. Anmeldungen für die Fahrt nach Todtnau können immer noch erfolgen. Die Fahrkarten für die Fahrt müſſen bis ſpäteſtens Samstag vormittag 11 Uhr auf dem Kreisamt, L 4, 15, abgeholt werden.(Alle diejenigen, die ſich auf den Ortsgruppengeſchäftsſtellen angemeldet haben, holen auch dort die Fahrkarten ab.) Am Montag, den 24. Dezember, kommen keine Karten mehr zur Ausgabe. Alle Schwarz waldfahrer treffen ſich Diens⸗ tag, 25. Dezember 1934, morgens.45 Uhr vor dem Haupt⸗ bahnhof Mannheim. Abfahrt des Zuges.04 uhr ab Mann⸗ heim,.23 Uhr ab Heidelberg,.25 Uhr ab Karlsruhe, An alle„Kraft durch Freude“⸗Fahrerll! Als Auftakt zum neuen kommenden„Kraft durch Freube“⸗ Reiſejahr 1933 veranſtaltet der Kreis Mannheim am Sonn⸗ tag, den 6. Januar 1935, eine Fahrt nach Karlsruhe zu einem großen Treffen der„Kraft durch Freude“⸗Fahrer des Gaues Baden. Es ergeht an alle Volksgenoſſen, die im Jahre 1934 mit„Kraft durch Freude“ in Urlaub gefahren ſind, der Ruf, ſich wieder einmal zuſammenzufinden. Neben dem Beſuch der einzigartigen Kunſtausſtellung der NS⸗ Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“„Das gute Bild ins deutſche Heim“ findet am Abend in der Feſthalle ein großer bunter Abend, verbunden mit Tanz ſtatt. Das nähere Pro⸗ gramm wird noch bekanntgegeben. Außerdem wird das Programm für das Jahr 1935 veröffentlicht. Unkoſten be⸗ tragen für die Fahrt einſchließlich Eintritt in die Kunſtaus⸗ ſtellung 1,55 Mk. Anmeldungen ſofort bei allen Orts⸗ und Betriebswarten und auf dem Kreisamt der NS⸗Gemein⸗ ſchaft„Kraft durch Freude“, L 4, 15. Geöffnet von 11 bis 13 %8 Uhr bis heute früh 8 Uhr: 12 1,2 Liter je Geviertmeter. Freitag, 21. Dezember 1994 — Ihre Anzeigen, in der Weihnachis- Ausg abe 1 die am Monlag in de- Mittagsstung⸗ N N 22 erscheint, werden durch das lunge NV 722 iM Aufliegen dieser Nummer Sehr start 2 beacſitet. Annahmeschluss für dlese 2 4 — g 8 Ausgabe Samstag abend 18 O, in 2. 7 8 7 dringenden Füllen Montag früh 8 U 5 e* SA D 9 15 A SN N e N We karte der NS.„Kraft durch Freude“, die ihr koſtenlos ausgehändigt bekommt! Die 80 Felder der Sparkarte werden mit Marken zu je 50 Pfennig beklebt und ſtellen am Ende den Betrag von 40 Mark dar, der für eine Kö.⸗Urlaubs⸗ reiſe langt und meiſtens noch ein Taſchengeld ab⸗ wirft. Fangt gleich mit einer Sparmarke an! Dann werden ſich ſchnell die anderen hinzufinden ihr könnt ſie euch zu Weihnachten ſchenken laſſen und ihr werdet ſehen, daß die Reiſeſparkarte ſchneller vol wird, als ihr vielleicht im Anfang dachtet. Wer zwei Reiſeſparkarten vollkleben will, alſo ſchon jetzt daran denkt, ſeine Frau oder ſonſt noch jemanden auf die Urlaubsreiſe mitzunehmen, muß ſich natürlich beſonders ranhalten. Immerhin be⸗ ſteht für ihn die Möglichkeit— ehrliche Bemühungen vorausgeſetzt— daß ihm in dieſem Falle die NS. „Kraft durch Freude“ mit einem Zuſchuß nachhilft. Zwei Millionen Kameraden haben ſich bereits die Reiſeſparkarte der NSG.„Kraft durch Freude“ an⸗ geſchafft. Sie werden im nächſten Sommer in die ſchönſten Teile Deutſchlands oder über das Meer nach Norwegen fahren— und ihr wollt zu Hane bleiben? Schiebt es nicht auf und kümmert euch noc heute um die Reiſeſparkarte der NSG„Kraft dur Freude“. Feinste Liftöre m. Weinbrände erstklassige Schwargzwälder Hirsch und Zwetgchenwesser Marken- Sehte, herwworragende Pfälzer, Rhein- und Moselweine offen und in Flaschen finden Sie in der Scha weinidig. Steigelmamm ihne. O 6. 3 Fernseher 27 29 ö ö Welter- Wettertarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetter warte Lune gen. Deze. Is 5 — 00 2 Fayen— 7 .—— 2 0 8 5 D an. E 4 9 SS N 8 2—— 2 1 5 A 2 200 0 n T erc an. 2 1 5 50 2 N J J 2 ue 0 — 7 0 Iugtsd 2. 0 2 1— 28 2 . 8 2 PF 2 E 2„ 1 e . 8 8 2 2 e 2 9 1 ee— 5 85 e 5 5 Asch. 0 7 Ni 1 3—* l S 0 . r 3 ee Owens G nemer. O nam degecgt ꝙ wo⁰ο bedeckt o Regen Schnee& Subeld nebel K Seitz, wins tile. Oe Ser leichter Os“, massiger Ss“ es Sturmtzeder gotowest die pelle egen mit gem winde die der gen Stationen stenengen keſ ten gedeß die ſemperatuf an. bie Ciaſen ver dingen orte wil gleichem auf Neeresnwesu umderechneten Coftaruck Bericht der Oefſentlichen Wetterdienſtſtelle in Frankfurt a. M. vom 21. Dezember. Mit dem Ab⸗ flauen der bisher außerordentlich heftigen Wirbel. tätigkeit über dem Oſtatlantik hat auch die Zufaht feuchtwarmer Subtropikluft nach Deutſchland abge nommen. Dagegen dringen von Oſteuropa her Kalt⸗ luftmaſſen mit einer Südoſtſtrömung langſam nah Deutſchland ein und machen ſich bereits bis zur Ode hin ſchon durch leichte Fröſte bemerkbar. Bei us wird die vorhandene milde Luft aber nur ganz laug⸗ ſam verdrängt werden. Vorausfage für Samstag, 22. Dezember Vielfach neblig und überwiegend bewölkt, nur noch vereinzelt geringfügige Niederſchläge, bei ſüdöſtlichen Winden etwas kälter. Höchſttemperatur in Mannheim am 20. Dezem⸗ ber: 8,8 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 21. Dezember: 6,3 Grad; heute früh 8 Uhr + 6,3 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh Millimeter ⸗ Waſſerſtandsbevbachtungen im Monat Dezember Rhein⸗ Pegel 17.18. Breiſach Kehl. U Maxau 505 Mannbeim 1 Kaub 1 Röln 1 19. 20 21 1,88 2,011, 08 0,980,040, 1,0104 l.02.98 10 — 20 21 Mannheim.04.1129 200 Jugſtfeld— Heilbronn 2 Plochingen. r 0 0 eee 081 5 Neckar- Begel 18 109. Aheinſelden — 9.35.35.37 3,50 5 8.05.17 2,182.26 e.30 J, 40 9 5 Diedesheim. .30 1,301,351.42 8 gemein len. E Nenſch branzöf tälig u Armſtr das La erblickt ſich in Menſch er. Al erzählt Beide Stunde geboret Ameril ten die am gle imd jel das Ge Söhne dieſe z genſeit zeit in daß ſte Brüder gewollt Weltkr auch 31 ſtand e des A! Nun an ihr ein Al von ei zur gl Punkte Armſtr Vermö heimlit gedaue wollen 0 8 en W᷑ ruſſiſch hat dis den. 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Als Armſtrong ius Lazarett zum erſten Male betrat und Dr. Barry ckte, blieb er wie gebannt ſtehen. Er glaubte in einem Spiegel zu ſehen— vor ihm ſtand ein Neuſch, der genau das gleiche Ausſehen hatte wie er. Als ſich dann die beiden ihre Lebensgeſchichte erzählten, ſtimmte ebenfalls alles genau überein. Heide waren am gleichen Tag und zur ſelben Stunde, am 28. Oktober 1884 um ſteben Uhr abends, geboren, ihre Eltern waren Farmersleute in Amerika und beide die einzigen Kinder. Beide hat⸗ ten dieſelben Studien hinter ſich, und wie ſich ergab, am gleichen Tag, zur gleichen Stunde geheiratet, und jeder hatte zwei Kinder. Nur bei dieſen ſtimmte Geſchlecht nicht überein. Dr. Barry hatte zwei Söhne und der Apotheker zwei Töchter. Als ſich Ve zwei voll Erſtaunen ihre Lebensgeſchichte ge⸗ genſeitig erzählt hatten, ſchloſſen ſie in der Folge⸗ zeit innige Freundſchaft, denn ſie hatten erkannt, daß ſie, obwohl ſie nicht verwandt ſind, doch wie Brüder ſein müſſen, hatte es doch das Schickſal ſo gewollt— ſie waren Schickſalsbrüder. Nach dem Peltkriege kehrten beide in die Heimat zurück, und auch zwiſchen den Frauen der beiden Männer ent⸗ tand eine innige Freundſchaft. Die zwei Söhne des Arztes heirateten die Töchter des Apothekers. Nun aber kommt das Allermerkwürdigſte. Genau an ihrem 50. Geburtstage ereignete ſich bei jedem ein Autounfall. Armſtrong wurde abends 7 Uhr von einem Auto in Chikago überfahren, Dr. Barry zur gleichen Zeit in Littletown. Nur in einem Punkte hatte das Schickſal eine Ausnahme gemacht. Armſtrong hinterließ nach ſeinem Tode ein großes Vermögen, dagegen der Arzt nichts. Dieſe un⸗ heimliche Schickſalsgemeinſchaft hatte bis zum Tode gedauert und ſcheint ſich auch noch fortpflanzen zu wollen. * — In der ruſſiſchen Stadt Tula, die auf der gan⸗ zen Welt bekannt iſt, weil dort die berühmten echt⸗ zuſſiſchen Samoware(Teekeſſel) hergeſtellt werden, bat dieſer Tage ein eigenartiger Prozeß ſtattgefun⸗ 1 den. Es handelte ſich um Klagen auf Alimente, die von verſchiedenen Seiten gegen einen höheren Be⸗ amten der GPu angeſtrengt worden waren. Die Verhandlung ergab dann auch ein recht eigenarti⸗ ges Bild von dem Privatleben dieſes Mannes. Es ſtellte ſich nämlich heraus, daß dieſer hohe Sowfet⸗ Pürdenträger in dem kurzen Zeitraum von fünf Jahren nicht mehr und nicht weniger als 58 Ehen eingegaugen war. Der Bigamie hat ſich der Beamte allerdings nicht ſchuldig gemacht, ſondern ſeine Ehen waren alle ebenſo rechtsgültig wieder geſchieden wor⸗ den, wie ſie vorher den Vorſchriften des Geſetzes gemäß geſchloſſen worden waren. Aus dieſen Ehen ammen jedoch mehrere Dutzend Kinder. Selbſt bas höchſte Gehalt hätte bei weitem nicht ausgereicht, im nun alle dieſe Kinder auch wirklich zu verſor⸗ gen. Da das der Mann einſah, hat er ſchließlich überhaupt nichts getan und überließ die Mütter und ihre Kinder einfach dem Schickſal. Die Sowjet⸗ behörden tun an ſich zwar ihr möglichſtes, um in solchen Fällen helfend einzugreffen, aber ein ſol⸗ ches Maß von Fruchtbarkeit überſtieg die Grenzen der ſtaatlichen Fürſorge. Der Beamte wurde zu einer Gefängnisſtrafe von 4 Jahren verurteilt. Wie der Staatsanwalt jedoch ausdrücklich bemerkte, ſoll darin keine Strafe geſehen werden, ſondern nur eine vorbeugende Maßnahme, alſo eine Art Schutz⸗ haft Der deutſche Ingenieur Gerhard Zucker, der wiederholt an der l 01 eine Rakete nach der Inſel Wight hinüberſchießen. zuſtändige Behörde verſagte jedoch in letzter Minute ihre Genehmigung. emann, oline 2s zu ssen Wie ein verarmter Graf auf das Standesamt gelockt wurde Poſtroketen unternommen hat, wollte jetzt gp London, im Dezember. Der Held eines vom Leben ſelbſt erſonnenen Luſtſpiels wurde ein junger und verarmter Graf, der geheiratet hat, ohne es zu wiſſen. Dem kurzen, ungewollten Eheſtand bereitete dann ein Scheidungs⸗ prozeß ein jähes Ende. Der Ehemann wider Willen iſt der jährige Graf Jerome V. Er entſtammt einer in Italien ſehr angeſehenen Familie, die ein großes Vermögen und bedeutende Güter beſeſſen hat und im Laufe des Weltkrieges verarmt iſt. Der Graf hatte ſich vor vielen Jahren mit ſeinen Verwandten verkracht und ſich entſchloſſen, im Ausland ſein Glück zu ſuchen. Nach einem unruhigen Wanderleben, das ihn über Deutſchland, Dänemark und Spanien geführt hatte, ließ ſich der Graf, der damas 35 Jahre alt war, in England nieder. Da er die engliſche Sprache nicht beherrſchte, war es ihm nicht leicht, eine Erwerbsquelle zu finden. Schließlich nahm er bei einem in London anſäſſigen italieniſchen Großkaufmann einen Poſten als Auto⸗ fahrer an. Kurze Zeit ſpäter lernte der Graf in einem Klub eine junge Dame, die 21jährige Miß., kennen. Der Graf machte ihr den Hof. Eines Tages trat Miß D. an den Grafen mit der Bitte heran, ihr bei der Erledigung einer Familien⸗ angelegenheit behilflich zu ſein. Sie benötigte einen Zeugen, der ſie zum Magiſtratsamt begleiten und ſeinen Namen unter ein Protokoll, das der Form halber aufgenommen werden muß, ſetzen ſoll. Der Graf erklärte ſich bereit, im Magiſtratsamt als Zeuge zu erſcheinen, zumal ſie wiederholt betonte, daß es ſich nur um eine harmloſe Formalität handle. Am 14. September trafen ſie ſich in einem Kaffee⸗ haus, um ſich dann gemeinſam ins Magiſtratsamt zu begeben. Unterwegs machte Fräulein D. über die Art Sübküſte Englands Verſuche mit Die der Familienangelegenheit nähere Mitteilung. Es handle ſich, ſagte ſie, um eine Erbſchaft, in deren Be⸗ ſitz ſie gelangen ſoll, wenn ſie ſich einmal verloben werde. Der Graf möge daher vor dem Magiſtrats⸗ beamten die Rolle des Verlobten übernehmen. Das Ganze ſei harmlos. Graf., der der engliſchen Sprache nicht mächtig war, hatte keine Ahnung, daß das Zeremoniell im Magiſtratsamt nicht ein Verlobungsakt, wie Fräu⸗ lein D. behauptete, ſondern eine regelrechte Eheſchließung war. Als ſie das Magiſtrats⸗ amt verließen, nahm Fräulein D. Abſchied von dem Grafen und bedankte ſich herzlichſt für ſeine Gefällig⸗ keit und verſchwand noch am ſelben Tage aus Lon⸗ don. Der„Ehemann“ erhielt drei Monate ſpäter einen Brief von ſeiner„Gattin“ aus Havanna. Sie habe, ſchrieb Miß., in einem Operettentheater ein Enga⸗ gement erhalten und werde nach dem Ablauf der Saiſon wahrſcheinlich eine Tournee nach Südamerika unternehmen. Erſt ein halbes Jahr ſpäter hat ſie in einem kurzen Schreiben dem nicht eben angenehm ütberraſchten Graſen den Sachverhalt über die Ver⸗ lobungszeremonie im Londoner Magiſtratsamt mit⸗ geteilt. Sie fügte gleich hinzu, daß ſie durch ihren Advokaten die nötigen Schritte zur Annulierung der Ehe einleiten werde, da ſie kein Intereſſe mehr habe, als die Gattin des Grafen zu gelten. Einige Wochen ſpäter erhielt der Graf ein Telegramm, das die Nach⸗ richt über die erfolgte Eheſcheidung enthielt. Vor kurzem entſchloß ſich der Graf, eine Italiene⸗ rin zu heiraten. Als er ſich die zur Eheſchließung notwendigen Dokumente beſchaffen wollte, mußte er zu ſeiner nicht geringen Ueberraſchung erfahren, daß er noch immer verheiratet ſei. Die Behauptung der Schauſpielerin, ſie habe die Eheſcheidung bereits durchgeführt, entpuppte ſich als eine Lüge. Der Italiener gab nun ſeinem Rechtsanwalt den Auftrag, die Scheidung der Ehe, die ohnehin nur auf dem Pa⸗ pier beſtand, bei dem Londoner Gerichtshof durchzu⸗ ſetzen. In der Verhandlung wurde die kurioſe Ge⸗ ſchichte erzählt, wie der Graf die Schauſpielerin ge⸗ heiratet hat, ohne es zu wiſſen. Der Richter ſprach die Scheidung aus. — Im Prager Operettentheater ſpielte ſich wäh⸗ rend der Vorſtellung eine aufregende Szene ab. Der Koch Anton Kriklawa ſaß mit ſeiner Freundin in einer Loge und folgte den Vorgängen auf der Bühne. Plötzlich zog er einen Revolver hervor und ſchoß ſich in den Mund. Daraufhin wurde die Vorſtellung un⸗ terbrochen und ein Arzt herbeigerufen, der nur noch den Tod feſtſtellen konnte. Nachdem der Tote ins Leichenſchauhaus geſchafft worden war, nahm die Vorſtellung ihren Fortgang. Die Freundin des Selbſtmörders ſaß nach wie vor in der Loge und ver⸗ folgte die Bühnenhandlung mit ungeteiltem Inter⸗ eſſe, obwohl Minuten vorher ihr Begleiter ſeinem Leben ein Ende geſetzt hatte. Erſt als die empörten Theaterbeſucher ihrem berechtigten Unmut über ſo⸗ viel Herzloſigkeit Luft machten und in zahlreiche Pfuirufe ausbrachen, bequemte ſich die Dame, ein Fräulein Marie Kriſtof, das Theater zu verlaſſen. Sie erklärte den Polizeibeamten, daß ſie wohl ge⸗ wußt habe, daß ſich ihr Freund das Leben nehmen werde, weil er es ihr vorher geſagt habe. Sie habe aber niemals eine innere Neigung zu ihm emwepfun⸗ den und habe nur ſeine Freundſchaft angenommen, um hie und da von ihm in das Theater geführt zat werden. Die Polizeiorgane Prags ſtellen im Augen⸗ blick feſt, wieweit Marie Kriſtof ſich dadurch ſtrafbar gemacht hat, daß ſie nicht verſuchte, den Selbſtmord zu verhindern. E — Die Galapagosträgödie ſcheint nach neueren Meldungen immer verworrener zu werden. Nach den letzten Berichten des Kapitäns Hancocks aus Guayaquil, ſollen die geheimnisvollen Todesfälle auf den Galapagosinſeln in einem Streit um einen Piratenſchatz ihre Aufklärung finden. Dr. Ritter habe den Verſteck des Schatzes gekannt und ſei des⸗ wegen vergiftet worden. Die Baronin Wagner und Philippſon ſeien auf der Flucht verhungert. Ritter habe vor ſeinem Tode der Frau Koerwin Mittei⸗ lung von dem Schatze gemacht. Hancock will nun auf Grund der Angaben der Frau den Schatz im Innern der Floreaner⸗Inſel, die gebirgig iſt, ſuchen. — Man ſieht, der Galapagos⸗Rätſel iſt kein Ende. * — Das Londoner Juſtizamt hat ſich mit einer Maus aus dem Exeter⸗Gefängnis befaſſen müſſen. Da war ein Sträfling, der ſeine Jahre abgebrummt hatte. Aber er weigerte ſich, das Gefängnis zu ver⸗ laſſen, wenn man ihm nicht die Maus mitgebe, die er in langen Tagen und Nächten dreſſiert hatte, die ſeine Einſamkeit teilte. Da aber eine Maus an ſich zum Hausbeſtand des Gefängniſſes gehört(wenn auch zum unerwünſchten), bekam der Direktor Gewiſſens⸗ biſſe und fragte lieber erſt bei der Regierung an⸗ Man hat den Mauſe⸗Export erlaubt. Kurz darauf ſtellte ein anderer Gefangener den Antrag auf Mit⸗ nahme einer Ratte. Seltſam— auch die gewalt⸗ tätigſten Kerle der Strafanſtalten tun keinem Mäuslein etwas zuleide. e Abulscheien Terentducddurkelts Reese fenen Copyright 188 by August Scherl G. m. b.., Bern 2 22 Nel Ala Hisled, FON VON FEIEDEICH EISENLOHR 2 dein Beſtes. Ganz ſo, wie du es dir gedacht haſt! ſagte ſie, und ein glückliches Lächeln löſte alle Erregung aus ihrem Geſticht. Ihre wenigen Worte waren für ihn die Beſtä⸗ „Es war ſchöönn tigung ſeiner Empfindungen, für die er vergeblich nach einem Ausdruck geſucht hatte. Während er ſie ſchweigend anſah, trat in ſeine Augen ein ſo ſtarker Glanz, daß ſein Geſicht wie von innen erhellt er⸗ ſchien, gleichſam durchſichtig wurde und nichts mehr enthielt wie Güte und Dankbarkeit. Beide fühlten in dieſem Augenblick des Schweigens ihre tiefe Ver⸗ bundenheit, und dieſer Augenblick erſchien ihnen noch viel ſpäter wie ein koſtbares, unvergeßliches Geſchenk. Sie drehte ein wenig den Kopf, und ihr Blick ſiel auf die faſt leere Weinflaſche. Das Lächeln, das bisher auf ihrem Geſicht liegengeblieben war, ver⸗ ſchwand. Ihm war, als wehte plötzlich ein kühler Luftzug durch die heiße Garderobe Sofort aber gab er ſich einen Ruck, als ſchüttle er alles, was ihn und ſie in den letzten 5 ab, und ſagte mit ſeinem mitreißenden, unbeſchwer⸗ ten Lachen:„Komm, Liſa, du mußt mit mir anſtoßen und alles andere vergeſſen! Es gehört nicht zu mir und auch nicht zu dir. Ich hab' mit Weidner gewettet, daß du mich verſtehſt— heute und immer. Alles andere hat nichts zu ſagen.“ Er ging zum Schrank und holte eine zweite Flaſche hervor, die er entkorkte. Eliſabeth ſtand noch auf dem gleichen Platz und folgte jeder ſeiner Be⸗ wegungen mit den Augen. Als er ſah, daß dieſe Augen über alle Zurückhaltung hinweg ihm recht gaben, kam es über ihn wie ein Rauſch. „Hier, das iſt mein Glas. Das nimmſt du. Aus dieſem hier hat mir der alte Weidner Beſcheid getan. Glas getrunken, Weidner und ich“, ſagte ſchenkte die Gläſer voll.„Dein Wohl, Liſa! — Ich ausſteht.“ Monaten bedrückt hatte, von ſich Das nehme ich. Wir haben ſchon öfters aus 8 er un glaube, nur du allein weißt, wie es tatſächlich in mir „Dein Wohl!“ antwortete Eliſabeth und ſtieß mit ihm an. Ihr Lächeln war nicht zurückgekehrt. Doch waren ihre Haltung und die Geſte, mit der ſie das Glas an die Lippen führte, frei von jedem inneren Vorbehalt.„Kommt Steinlein nachher mit hinaus?“ fragte ſie. „Ich denke ja. Er war eben hier an der Tür, und ich habe ihn daran erinnert.“ „Dann wird es das beſte ſein, du nimmſt ihn zu dir in den Wagen.“ „Und du?“ „Ich fahre voraus mit dem Doktor Kern, der auch Martin, Hubert und Billy mitnimmt. Dann biſt du ganz frei, wenn der Agent mit dem Filmmenſchen dich nachher ſprechen will.“ „Bisher hat ſich keiner von ihnen ſehen laſſen.“ „Sie werden kommen, verlaß dich darau 8 „Wir werden ja ſehen! Auf keinen Fall gebe ich ihnen heute mehr als eine halbe Stunde.“ Eliſabeth berührte mit der Hand leicht ſeine Schul⸗ ter.„Wirſt du wirklich vorſichtig und vernünftig mit ihnen umgehen? Gerade dieſe Leute verſtehen deine Art ſo ſchwer.“ „Keine Sorge, Liebe.“ Auf einmal war ihr Lächeln wieder da.„Brauche ich wirklich gar keine mehr zu haben von heute ab?“ „Nein, meine Gute!“ „Auch nicht— Miras wegen?“ „Wie kommſt du— darauf?“ „Sie iſt wieder da und ſitzt im Theater mit ihrem ewigen Schatten, der Aenne „Mira iſt im Theater—?“ wiederholte er gedehnt und machte ein paar Schritte durch die enge, heiße Garderobe.„Das iſt endgültig aus und begraben!“ ſagte er nach einer längeren Pauſe und hielt den Au⸗ gen Eliſabeths ſtand. „Das klingt ein wenig zu wig!— Du kennſt leider die Frauen nicht. immer nicht!“ „Gott ſei Dank!“ warf Thiele dazwiſchen. „Sie wird zu dir kommen.“ „Mag ſie!“ „Du haſt nie nein ſagen können ihr gegenüber.“ „Sie wird es einmal erleben heute! Aber ſie wird gar nicht kommen. Dazu iſt ſte viel zu ſtolz. So weit kenne ich ſie.“ Eliſabeth ſchüttelt leicht den Kopf.„Du warſt immer ein Kind, was ſie betrifft. Sie iſt einfach wie⸗ der da, wie immer, wenn etwas Entſcheidendes mit dir geſchieht. Genau ſo, wie ſte verſchwand, wenn das vorüber war. Und du glaubſt, das hat nichts mit dir zu tun!“ ſtark und zu ſicher, Lud⸗ Noch „Ihre Sache! Du kannſt wirklich ganz ruhig ſein.“ „Ich glaube, ich bin nicht mehr eiferſüchtig. Wenig⸗ ſtens nicht auf ſie.— Trotzdem „Du überſchätzeſt ſie.“ „Du haſt ſie zu lange nicht geſehen. ſchon faſt ein Jahr.“ „Ich habe ſie ganz einfach vergeſſen und Wichtige⸗ res zu tun von jetzt ab. Weißt du, was ich damit meine?“ Er umfaßte ihre ganze Figur mit einem langen, zärtlichen Blick, über den ſie vor Freude er⸗ rötete. Schnell kam ſte auf ihn zu, küßte ihn und flüſterte in ſein Ohr:„Mag ſie herkommen, die Mira! Was kann ſie mir jetzt noch wegnehmen?“ Ueber ſeine Schulter hinweg ſah ſie plötzlich im Spiegel ihr Geſicht und entdeckte die gelben Flecke, die ſeine Schminke darauf zurückgelaſſen hatte. Die Klingel über der Tür ſchrillte. „Mein Gott, wie ſeh' ich aus!“ rief ſie erſchrocken, machte ſich von ihm los und trat zum Spiegel, wo ſte ſich mit Puder und Quaſte zurechtmachte.„Und dat ſagſt mir kein Wort! Du hätteſt mich ſo hinaus⸗ gehen laſſen, zum Gaudium des ganzen Parketts. Wahrſcheinlich haſt du nicht einmal bemerkt, wie du mich zugerichtet haſt, Barbar, der du biſt! So genau ſiehſt du mich an!— Ueber mein Kleid haſt du mir auch kein Wort geſagt, obgleich du es jetzt erſt zu Ge⸗ ſicht bekamſt. Aber da iſt bei dir nichts mehr zu ändern. Das weiß ich nun ſchon.— Heute verzeihe ich dir überhaupt alles. Sag wenigſtens jetzt noch ſchnell, daß es dir gefällt!“ „Es iſt entzückend!“ „Danke. Und halb ſo teuer, wie du glaubſt.— Adieu! Vielleicht komm ich nach Schluß noch auf einen Moment.“ „Du mußt!“ „Du wirſt gar keine Zeit haben.“ „Du mußt!“ Weidner öffnete vorſichtig die Tür, kam herein und ſchlich zu ſeinem Stuhl im Winkel. Eliſabeth war mit ihrer Toilette fertig und ging raſch an ihm vorbei zur Tür. „Auf Wiederſehen!“ Sie nickte ihm zu und war hinaus, bevor er ſie noch einmal erreichen konnte. 3— Eliſabeth Thiele ging durch die ſchmale Tür, die die Bühne mit dem Zuſchauerraum verband. Der uniformierte Diener, der ſie bewachte, grüßte mit einer höflichen Verbeugung. Der breite Gang zwi⸗ Heute iſt es ſchen den Garderoben und dem Parkett war über⸗ füllt von dem Strom des Publikums, das nach Be⸗ endigung des Zwiſchenaktes auf ſeine Plätze zurück⸗ kehrte. Eliſabeth ſchob ſich langſam vorwärts; ſie hatte den ganzen Halbkreis des Theaters zu umſchreiten, erwiderte Grüße nach rechts und links und war in der Mitte ihres Weges angelangt, als aus dem Ge⸗ wirr ringsum eine bekannte Stimme bis zu ihr drang. „Hallo, Liſa. Sie blieb ſtehen, ſtemmte ſich gegen den Strom und ſah ſich um, konnte jedoch den Geſuchten nirgends entdecken. „Wo ſtecken Sie denn, Doktor?“ „Einen Augenblick.— Es iſt nicht ganz ſo ein⸗ fach.“ Hinter einer korpulenten, ſchwerfälligen Dame, die am Arm eines ebenſo ſtarken Herrn im Smoking hing, tauchte ein kleiner, ſchmächtiger Mann auf, der behend durch die entſtandene Lücke bis zu Eliſabeth vordrang. Doktor Felix Kern, praktiſcher Arzt und Spezialiſt für Hals⸗ und Naſenleiden, mußte in jeder Um⸗ gebung auffallen; hier unter dem Premierenpublikum in Smoking und Abendkleid um ſo mehr, ſowohl durch ſein ſaloppes Aeußere wie durch ſeine Kleinheit und Magerkeit. Obwohl er ſich nicht direkt vernachläſſigte, wirkte er ſtets ungepflegt. Sein dunkles ſträhniges Haar war aus der hohen Stirn zurückgeſtrichen und zu lang. Vor den klugen, nußbraunen, kurzſichtigen Augen trug er einen Klemmer mit dicken ſchwarzen Hornrändern, der auf dem Buckel ſeiner ſchmalen Hakennaſe nie den richtigen Halt fand, ſondern ſtän⸗ dig abwärts rutſchte, ſo daß er gezwungen war, ihn in kurzen Abſtänden zurechtzurücken. Um den wer⸗ chen, ſchöngeformten Mund, auf den eingefallenen Backen und dem vorſpringenden ſpitzen Kinn wuchs ein ſo ſtarker ſchwarzer Bart, daß ſeine Spuren durch 147 beſeitigen waren. Dieſer hagere Kopf ſaß auf einem zu langem Hals mit kräftigem, beweglichem Adams⸗ apfel, und dieſer Hals wuchs wieder aus einem Kör⸗ per heraus, der kaum die Höhe und den Umfang eines ſechzehnjährigen Jungen erreichte und über dem auch der beſtgeſchnittene Anzug ins Schlottern kam. Doktor Kern war vierzig Jahre alt, Junggeſelle und Schweizer von Geburt. Viele der prominenten Sänger, Schauſpieler und Redner Berlins gehörten zu ſeiner ausgedehnten Klientel und vertrauten wil⸗ lig ihre Kehlen und Stimmbänder ſeinen erfahrenen Händen an.(Fortſetzung folgt.) Aus Baden Brief aus Ladenburg Tr. Ladenburg, 20. Dez. Eine eindrucksvolle Ueber⸗ raſchung harrte der Schüler der Realſchule. Als ſie sum Unterrichtsbeginn an der Ehrentafel gefallener ehemaliger Realſchüler vorüberkamen, brannte vor ihr ein Ehriſtbaum und ſpiegelte am Lichterglanz der Kerzen die Namen, deren Gold aufleuchtete.— Die diesmalige Sammlung für das Eintopfgericht ergab 365.76 Mk.— Wie in den Vorjahren brennt auf dem altehrwürdigen Marktplatz ein„Baum fü er a le“, um den ſich alljährlich Frl. Trippmacher be⸗ müht, um ihn als Liebesgabe der großen Gemeinde⸗ familie zu ſpenden. Allabendlich werden Pakete für die Beſcherung abgegeben, die am Sonntag auf offenem Marktplatz vom Wow um den„Baum für alle“ in feierlicher Beſcherung an die Kinder der Armen verteilt werden. Der Städtiſche Kinder⸗ garten hielt in der Turnhalle ſeine Feier ab und be⸗ ſcherte den nahezu 100 Kindern, die alle bei der Feier durch Geſang, Reigen und Aufführungen mitwirkten. Unſere einheimiſche Künſtlerin Frau Hoff⸗ mei ſter⸗Prey hat in ihrem Hauſe eine Kunſt⸗ ſchau feiner bemalter Porzellane eröffnet, die in Berlin, auf der Leipziger Meſſe, in Baden⸗Baden und Karlsruhe allſeitigen Beifall gefunden hatten. I. Neckarbiſchofsheim, 20. Dez. In der Imker⸗ tagung, der auch Kreisimkerſchaftsführer Gſcheidlen (Sinsheim) anwohnte, wurde die Errichtung einer Belegſtelle auf hieſiger Gemarkung beſchloſſen.— Der einer alteingeſeſſenen Neckarbiſchofsheimer Fa⸗ milie entſtammende Buchbindermeiſter und Buch⸗ händler Auguſt Zweydinger iſt in Heilbronn geſtorben. Beſonders für die deutſche Sängerſache hatte der Verſtorbene viel übrig. 8 Grünsfeld(Taubergrund), 19. Dezember. Beim Ausroden einer größeren Waloͤfläche im Gemeinde⸗ wald wurde eine Rieſen buche umgelegt, die eine 85 von 28 Meter und einen Durchmeſſer von 3 M 5* 7 u 8 ioo Gre 1* f ee 1058 80. drei Kubtk⸗ 0 Wellen 8, Ster Brennholz und L. Wiesloch, 20. Dez. Im Amtsbezirk Wiesloch wurden bis jetzt 1620 Anträge auf Verleihung des Ehrenkreuzes geſtellt. Hiervon ſind bis jetzt 1470 endgültig verabſchiedet, wovon 1190 auf Frontkämp⸗ fer, 110 auf Kriegsteilnehmer, 70 auf Witwen und 100 auf Eltern entfallen.— Nach einem aufklärenden Vortrag von Feldmeiſter Lange⸗Hermſtedt über Auf⸗ gaben und Ziele der Arbeitsdank⸗Kamerad⸗ ſchaft wurde auch hier eine Arbeitsdank⸗Kamerad⸗ ſchaft(Vereinigung ehem. Arbeitsdienſtkameraden) gegründet und der ehemalige Vormann Fleig zum Kameradſchaftsführer für den Bezirk Wiesloch er⸗ nannt. L. Walldorf, 20. Dez. Anläßlich des zweiten Be⸗ triebsappells bei den Süddeutſchen Metallwerken Walldorf machte Betriebsführer Direktor Ortner die erfreuliche Mitteilung, daß den ganzen Winter hin⸗ durch gearbeitet werden kann. Infolge der wirt⸗ ſchaftspolitiſchen Maßnahmen der Regierung hat ſich in der Fahrradbranche(Beleuchtung) eine derartige Abſatzbelebung bemerkbar gemacht, daß auch im nächſten Jahr die Ausſichten günſtig liegen und ein Abſatz wahrſcheinlich wird. * Bodmann am See, 20. Dez. Ein ſeltenes Ju⸗ biläum konnte am Dienstag Geiſtl. Rat Bau⸗ mann in Bodmann, begehen. An dieſem Tage waren es 50 Jahre, daß er in Bodmann ſeine ſe⸗ gensreiche Tätigkeit ausübt. Bereits im Jahre 1928 konnte Geiſtl. Rat Baumann ſein goldenes Prie⸗ ſterfubiläum feiern. Mit ſeinen 83 Jahren iſt er heute der älteſte amtierende Pfarrgeiſtliche der Erz⸗ diözeſe Freiburg. Im Jahre 1909 wurde ihm die Würde eines Ehrenbürgers von Bodmann ver⸗ liehen. Badiſche Spenden zum Winterhilfswerk Richard Graebener, Karlsrußß 1000 Mik. Textil⸗Manufaktur Haagen 600 Mk., Frau Geheimrat Mark; Vereinsbank Karlsruhe ech: Aluminiumwerk Dſcheulin Gmbch Teningen 500 Mark; Ph. Schanzenbäcker, Mannheim, Lebensmittel im Werte von 20 Mik. Klöckner, Eiſenhandlung, Mannheim 1000 Mark; Pennsylvania Oele, Mannhei Mk.; Schlütter u. Co., Mannheim 1000 Mk.; 8 Mannheim 1000 Mark; Oberrheiniſche Eiſenbahngeſellſchaft Mannheim Mannheim 5 g mittelſabriken m Schöpflin, Karlsruhe 600 ISruhe 500 Mk.; nner, o Ka Zellſtoſf⸗Fabrik, Mannheim of 600 Mark; Ausſtel⸗ lung Gemäldegalerie, Mannheim 331,0 Marx u. Golcſchmüdt, Mannheim 500 Mark; André, Noris Zahn AG Mannheim 350 Mark Fettſäure u. Clyce Hrik, Mann⸗ Heim 800 Mark; Ludwig Kaufmann, Ma eim 200 Mk.; Dr. Hottenrolh, Mannheim 200 Mark; Alois Bender, Mannheim 200 Mark. Spenden für das Winterhilfswerk können eingezahlt werden: Poſtſcheckkonto: NS⸗ Volkswohlfahrt, Gauführung Konto Winterhilfswerk, Karlsruhe Nr. 360. Bankkonto: Bank der Deutſchen Arbeit AG., Karlsruhe, Konto Nr. 61. Sparkaſſen⸗ konto: NS⸗Volkswohlfahrt, Gauführung Konto Win⸗ terhilfswerk, ſtädt. Sparkaſſe, Karlsruhe Nr. 359g. 115 N ene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Die Feier des Natsherrnweck in Mosbach Ein uralter ſchöner Brauch * Mosbach, 21. Dezember. Die althergebrachte Feier des Ratsherru⸗ wecks erhielt in dieſem Jahre eine beſondere Note dadurch, daß das Stadtoberhaupt vor der geſamten Einwohnerſchaft in großen Zügen einen Bericht über die Tätigkeit der Stadtverwaltung gab. Nachdem eine kirchliche Feier vorausgegangen war, in der Stadtpfarrer Schmitt über den Stifter der Feier, den Pfalzgrafen Otto., ſprach, fand im Bürgerſaal des Rathauſes eine weltliche Feier ſtatt. Unter den Bürgermeiſtern und Ratsherren, den Ver⸗ tretern der Behörden, bemerkte man auch den Pfalz⸗ grafen von Mosbach, Fürſt zu Leiningen. Bürgermeiſter Dr. Laug ging in ſeiner Rede zunächſt auf die Entwicklung der Ratsherrufeier in den vergangenen vier Jahrzehnten ein, behandelte anſchließend in grundſätzlichen Ausführungen die Stellung der Gemeinde im neuen Staat und gab dann eine gedrängte Ueberſicht über die Tätigkeit der Mosbacher Stadtverwaltung. Bei dem Ausblick auf das kommende Jahr erwähnte der Bürgermeiſter als wichtige Arbeitsprojekte die Verbeſſerung des Orts⸗ ſtraßennetzes und die Erſtellung eines modernen Schwimmbades. Zur Zeit werden die Solquellen ge⸗ prüft, um ſie bei einem günſtigen Ergebnis auszu⸗ beuten. Die Frage der Errichtung eines Marktes, ähnlich dem Eberbacher Kuckucksmarkt, wird ebenfalls einer genauen Prüfung unterzogen. Am 1. April 1935 wird die Gemeinde Nüſtenbach mit Mosbach vereinigt. Nach einem Chor des Männergeſangvereins folgte die Verteilung der Ratsherrnweck. Ge⸗ mütliches Beiſammenſein im„Prinz Carl“ beſchloß die diesfährige Ratsherrnweckfeier. Im Kampf um die amerikaniſchen Millionen Die Rieſenerbſchaft aus Philadelphia 37 Erbberechtigte ermittelt * Karlsruhe, 21. Dezember. Der Prozeß der 18 Millionen Dollar⸗ Erbſchaft, die die am 16. November 1930 in Phila⸗ delphia geſtorbene Frau Henriette Edwardine Ga⸗ rett geb. Schaefer ohne Nachkommen und ohne teſtamentariſche Verfügung hinterlaſſen hat, kommt jetzt in ſein ä entſcheidendes Stadium. 400 0 Perſonen haben Erbſchaftsanſprüche an⸗ gemeldet darunter viele Spekulanten. Erſt nach jahrelangen Bemühungen iſt es gelun⸗ gen, den Vater der Erblaſſerin, Chriſtian Schaefer, ausfindig zu machen. Man fand, wie bereits berichtet, im Kirchenbuch von Bolſtern, OA Saulgau, folgenden Eintrag: Chriſtian Schaefer, geb. 5. Auguſt 1808. Hauptlehrer Naſz, Bolſtern, hat dann auf Grund ein⸗ gehender Studien der Kirchenbücher den Stamm⸗ baum der Familie Schaefer klar feſtge⸗ legt und veröffentlicht ihn in der„Oberſchwäbiſchen Tageszeitung“. Er ſchreibt dazu u.., daß Sachverſtändige die Zahl der Erben auf 37 errechnet haben. 28 ſtammen von der väterlichen Linie aus Bolſtern von Franziska Schaefer ab, und 9 Erben entſtammen der mütterlichen, der Kretſchmar⸗Linie, die früher in der Gegend von Hagen in Weſtfalen ihren Sitz hatte. Die Ausſichten der 37 Erben ſol⸗ len günſtig ſein, doch kann heute noch niemand mit Beſtimmtheit behaupten, daß die Erbſchaft nach Deutſchland kommt. Die nüchternen Amerikaner werden die Rieſenſumme ſelbſtverſtänd⸗ lich erſt dann herausgeben, wenn ſie von der geſetz⸗ lichen Notwendigkeit voll und ganz überzeugt ſind. Zwiſchen der deutſchen Regierung und der Regie⸗ rung der Vereinigten Staaten beſteht nun ein ſog. Gegenſeitigkeitsabkommen, wonach ſich beide Teile verpflichten, bei Beſchaffung des berechtigten Erb⸗ ſchaftsnachweiſes die Vermögen ehemaliger Staats⸗ angehöriger herauszugeben. Dieſer Nachweis iſt mit Hilfe deutſcher und amerikaniſcher Familien⸗ forſcher erbracht worden. Der amerikaniſche Profeſſor Dr. Paul E. Schwabe war ſelbſt mehrmals in Bolſtern, um den Stamm⸗ baum der 28 im 5. Grad noch lebenden Bluts⸗ verwandten lückenlos und ſtichhaltig zu vollenden. Auch mußten Kronzeugen und der Pfarrer von Bol⸗ ſtern vor dem amerikaniſchen Konſulat in Stuttgart unter Eid verſichern, daß die Angaben wahrheits⸗ getreu gemacht wurden und nichts Weiteres im Fa⸗ milienregiſter des Philipp Schaefer hinzugefügt wurde. Zur Zeit ſchweben nun Verhandlungen in Philadelphia, an denen auch die Bevollmächtigten der 28 Erben aus Süoddeutſchland teilnehmen. Die Entſcheidung ſoll noch im Laufe des Winters fallen. Flammentod eines Brandſtiſters * Worms, 19. Dezember. Dienstag abend ging die gefüllte Scheune des Philipp Burkhard in Herrßheim in Flammen auf. Während das ganze Innere der Scheune lichterloh brannte, hing der Be⸗ ſitzer des Anweſens, deſſen Kleider ebenfalls brannten, in etwa 5 Meter Höhe kopfüber an den Sproſſen oer ſenkrecht von der Tenne in die Scheune führenden Leiter. Der unternommene Rettungsver⸗ ſuch ſcheiterte, da Burkhard kurz darauf herunterfiel und von dem zuſammenbrechenden Gebälk begraben wurde. Er konnte nur als verkohlte Leiche geborgen werden. Anſcheinend hat Burkhard ſeine Scheune ſelbſt angezündet. Zwiſchen Burkhard, der in letzter Zeit ſtark dem Alkohol zuſprach, und ſei⸗ nen Stiefkindern kam es öfters zu Streitigkeiten. Nach einem Streit, bei dem er ſeiner Frau eine blutende Verletzung am Kopf beigebracht hatte, be⸗ gab ſich Burkhard völlig betrunken in die Scheune, die bald darauf in Flammen ſtand. Mit geſtohlenem Kraftwagen rerunglückt * Grünſtadt, 21. Dezember. Wie aus Bürſtadt gemeldet wird, ereignete ſich auf der Wormſer Chauſſee ein ſchwerer Kraft⸗ wagenunfall. Um Mitternacht kam dort ein Wagen ins Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Sämtliche Inſaſſen mußten in das Wormſer Krankenhaus eingeliefert werden. Die polizeilichen Erhebungen ergaben, daß der Wagen in Frankfurt geſtohlen worden war. Die Juſaſſen ſtammen alle aus Hettenleidelheim. Der Chauffeur der eine ſchwere Kopfverletzung und drei Rippenbrüche davontrug, iſt trotz dieſer ſchweren Verletzungen in einem unbewachten Augenblick aus dem Krankenzimmer geflohen und konnte bis jetzt noch nicht wieder ermittelt werden. Die in dem ſchwer beſchädigten Auto mitgeführte Wäſche wurde ſichergeſtellt, da angenommen wird, daß ſie ebenfalls von einem Diebſtahl herrührt. Die Wormſer Poli⸗ zei iſt mit der weiteren Unterſuchung beſchäftigt. — E Freitag, 21. Dezember 1994 Aus der Pfalz KLeiſtungen des pfälziſchen Winterhilfswerks r. Ludwigshafen, 21. Dez. Das Ludwigshafener Winterhilfswerk lud geſtern die Preſſe zu einer 155 ſichtigung ihrer Verwaltungseinrichtungen und Lage ein. Aus den bei dieſem Anlaß gemachten beuge werten Angaben über den großzügigen Kampf 13 WoW gegen Hunger und Kälte ſeien folgende per⸗ zeichnet: 5 Das örtliche WSH W betreut etwa 10 000 Par⸗ teien mit 30 000 Perſonen. Bisher konnten 155 großen Mengen Brennſtoff 7500 Pakete Pfund Lebensmitteln verteilt werden. außer mit 36 000 Das unter Leitung von Pg. Lamb in Neuſtadt g H. ſtehende pfälziſche WSH W betreut 200 500 Volksgenoſſen mit 87000 Familien. Jeder dritte Pfälzer muß alſo unterſtützt werden. Die Ve(Volks⸗ ſozialiſtiſche Selbſthilfe) entfaltete eine ausgedehnte Tätigkeit: Sie ſtellte dem WSW 1 190 867 Mk zur Verfügung. In dieſer Summe ſind vor allem die Opferpfennige der Schuljugend und ihrer Lehrer ent⸗ halten, die jeden Morgen geſammelt werden, weiter Gelder aus Nagelung von Wappenſchildern durch die HJ, einen hohen Prozentſatz macht auch der Eingang aus dem Reinerlös von Veranſtaltungen der Ver⸗ bände und Vereine aus, die alle 70 v. H. abliefern. Der Gau Rheinpfalz hat weiter die Kinder⸗Land⸗ verſchickungen geleitet. 5000 pfälziſche Familien ſtell⸗ ten Freiplätze für erholungsbedürftige Kinder aus dem Rheinland und Weſtfalen zur Verfügung, wofür 4500 Kinder nach auswärts geſandt werden konnten. In den Müttererholungsheimen fanden 150 Mütter Aufnahme. * Landau, 20. Dez. Als ſtädtiſcher Kaſſierer bei der Stadtgemeinde Annweiler u nterſchlug der 1910 geborene Karl Grasmück aus Annweiler Licht⸗ und Waſſergelder im Geſamtbetrage von 87 Mark und legte zur Verſchleierung falſche Liſten an. Das Schöffengericht Landau, vor dem der Angeklagte Notlage geltend machte, erkannte auf ſieben Monate Gefängnis und bewilligte dem Verurteilten Bewährungsfriſt bis 1938. * Hambach, 19. Dezember. Der hieſige Bürger, meiſter Georg Chriſtmann, Gaſtwirt, iſt nach ſchwe⸗ rer Operation geſtorben. Er war einer der Mi begünder und eifrigſten Förderer des Pfälzerwi Vereins und bemühte ſich um die Auflebung dn alten Hambacher Tänze. Sein echter Pfälzer T hat verſchiedene Künſtler— darunter auch Slevogt⸗ veranlaßt, ihn zu malen. — e Das Drama von Hertlinghauſen Noll zu einem Fahr Gefängnis verurteilt Frankenthal, 20. Dez. Vor dem Schwurgericht fand ein Ereignis ſeinen Abſchluß, das in ſeinen tragiſchen Auswirkungen das Leben eines Menſchen forderte. Der 1899 geborene Georg Noll aus Hertlingshauſen hatte nach der Anklageſchrift auf der Jagd in der Frühe des 29. Auguſt 1934 den 63jährigen Arbeiter Joſeph Wolf aus Carlsberg, der zum Mähen gehen wollte, in der Meinung, einen Wilderer vor ſich zu haben, erſchoſſen. Bei ſeiner Vernehmung gab er an, es ſei ihm und ſeinem Onkel, mit dem er die Jagd hielt, verſchiedentlich zu Ohren gekommen, daß in der Gegend gewildert werde. Der Verdacht richtete ſich ſchließlich gegen einen gewiſſen Kerger aus Altleiningen. Der Angeklagte war mit ſeinem Onkel in der fraglichen Nacht zu einem Wildſchweinwechſel ge⸗ gangen, nachdem ſie ſchon vier Tage nie zum Schuß gekommen waren. Noll und ſein Onkel hatten ſich getrennt. Es war etwa 4 Uhr morgens und man hatte kein Büchſenlicht. Angaben, die durch die Zeu⸗ genausſagen und das Gutachten des Sachverſtändi⸗ gen beſtätigt wurden. Als der Angeklagte hörte, wie jemand durch das Unterholz brach, glaubte er, das Wildſchwein vor ſich zu haben, wollte ſich aber vorher noch vergewiſſern, ob es nicht doch ein Menſch ſei und rief: „Halt, ich ſchieße!“ Unmittelbar darauf fiel der Schuß. Als dann ein Schrei ertönte, wußte Noll, daß er einen Menſchen getroffen hatte. Erſt, nachdem er ſeinen Onkel ge⸗ holt hatte, begab ſich dieſer an den Tatort, wo der Getroffene bereits an den ſchweren Verletzungen verſchieden war. Noll ſtellte ſich dann der Gen⸗ darmerie. Nach dem Gutachten des mediziniſchen Sachver⸗ ſtändigen mußten die Verletzungen des Wolf unbe⸗ dingt tödlich wirken, u. a. waren die Bauchſchlag⸗ ader und die Schlagader am Oberſchenkel durch⸗ ſchlagen und die Milz zerriſſen, ferner war die Lunge verletzt worden. Der Tod war etwa nach zwei bis drei Minuten eingetreten. Erſchwerend für den Angeklagten war die Aus⸗ ſage, die er bei der Sektion der Leiche des Wolf auf dem Friedhof in Altleiningen gegenüber Amts⸗ gerichtsrat Mattinger, Grünſtadt, gemacht hatte. Noll hatte dort erklärt, er habe mit 90 Prozent Sicherheit angenommen, es ſei der des Wilderns ver⸗ dächtige Kerger und habe dann erſt geſchoſſen. Auf dieſer Ausſage war die Anklage auf Totſchlag begründet. Noll will ſich an dieſe Ausſage nicht mehr erinnern können, er ſei durch die Tat und durch die Sektion der Leiche, der er am Anfang beiwohnte, körperlich und ſeeliſch gebrochen geweſen, gibt aber die Möglichkeit dieſer Ausſage zu. Der Staatsanwalt hielt auf Grund der Ausſage, die Noll auf dem Friedhof in Altleiningen gegenüber Amtsgerichtsrat Mattinger gemacht hatte, den Tatbeſtand im Sinne der Anklage auf Totſchlag für erwieſen und beantragte eine Geſäng⸗ nisſtrafe von drei Jahren, Vollzug des Haftbefehls und die Ueberbürdung der Koſten des Verfahrens auf den Angeklagten, mildernde Um⸗ ſtände ſeien in Erwägung zu ziehen. Der Verteidiger plädierte auf Verurteilung we⸗ gen fahrläſſiger Tötung. Das Urteil lautete wegen fahrläſſiger Tötung auf ein Jahr Gefängnis und die Koſten des Verfahrens, Haftbefehl wurde erlaſſen. In der Urteils begründung kam zum Ausdruck, daß Noll zwar gegenüber Mak⸗ tinger eine ſehr gefährliche Aeußerung getan habe, daß man aber auf Grund der Feſtſtellungen nicht zur Annahme der vorſätzlichen Tötung gekommen ſei, es könne nicht nachgewieſen werden, daß Noll von der Drohung ſeines Onkels gewußt habe, es ſtehe aber feſt, daß der Angeklagte fahr läſſig gehandelt habe. Erſchwerend für das Strafmaß ſeien die verſchiedenen Vorſtrafen und nicht zuletzt, daß er ein Menſchenleben vernichtete. Strafmildernd ſei die Reue, die der Angeklagte gezeigt habe. 4 Röhren Super mit modernsten Hoch- leistungsröhren beson- dere UDeberlegenbeit in Trennschärfe, Laut- stärke und Tonschön heit. Schattenvisier, Schwarz Weiß Skala Verblüffende Ein- knopf schaltung. 5903 Sꝛodbadlo c oder Nieagi 2 Röhren 2 Kreis Geradeaus Empfänger ohne Rückkopplung in Bedienung und Leis- tung gleich einem Kleinsuper. Ubersicht- liche Skala mit auto- matischer Wellenbe- reich- Signalisierung. Wer anspruchsvoll ist Beauftragt mit der Ausfuhrung seiner Plakate u. aller anderen Drucksachen unser leistungsfüiges Unter nelimen Druscfterei Dr. Maus. I.* 1 — Germ. alten ſchaft ſtelle, Sch en wier der Frage Sch w Als iſt, ſo werde! ſchiede gute Chara Schnee ſchnee keine Dezen Anzal Höhe günſt! 850 PN auch Höher geübt halb währ, mütſſe G. Daue in 86 Abſol bis J W zelne mag zeiget Anz 2 band nebe Jan Wen Vor eine athl Ker! neh b afener er Be⸗ Lager erkens⸗ pf des he ver⸗ ) Par⸗ PU außer 36 000 kadt g. 200 500 dritte Volks⸗ dehnte k. zur m die er ent⸗ weiter rch die ingang Ver⸗ ern. Land⸗ n ſtell⸗ r aus wofür unten. Nitttet er bei g der weiler etrage Uſche r dem kannte dem ürger⸗ ſchwe; Mit riß, J det r Th gogt — 4 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 587 —— Seit Wochen ſtehen die Spiele ſchon im Zeichen des Wettlaufes um die erſten Tabellenplätze, ohne daß bis heute, am vorletzten Spieltag der Herbſtrunde, auch nur einigermaßen ſich überſehen läßt war als ſicherer Anwärter auf den erſten Platz bezeichnet werden könnte. In der Nordgruppe— der Staffel A— waren TV Viern he i m und Dig G rünweiß weiterhin die be⸗ ſtändügſten Mannſchafbten. Sie führen das Zehnerfeld er noch mit gleicher Punktzahl an, während die im Teil der Vorrunde in Führung geweſene Reüchs⸗ weiter an Gelände verloren hat, ohne jedoch ſchon zeſchaltet zu ſein. Todd Jahn Seckenheim iſt ſſt Käfertal, die erſt ſpät in Schwung zu rücke Am Ende der Tabelle konnte der TV [ö hof ſeinen Platz mit Amicitia Viernheim ſchen, ſo daß Amicitia, die die Spiele ſchon beendet hat beim Vorrundenſchluß Tabellenletzter ſein wird 8 auch hinter Tf kam, Wa Staffel A T Viernheim 8 7 0 1 72˙87 Das Grün⸗Weiß 8 7 0 1 76542 5 Reichsbahn 7 5 0 2 6943 10 Tſchit Käfertal 8 4 1 3 53•44 9 Thd. Jahn Seckenh. 8 4 0 4 67.67 8 Thd Germania 7 2 1 4 36254 5 TV Sandhofen 8 1 3 4 98•70 5 Badenia Feudenheim 6 2 0 4 34•42 4 TV. Waldhof 7 2 0 5 4554 4 Amieitia Viernheim 9 1 11 7 48.84 3 Lage in der Staffel B. sher kann noch die Hälfte der Mannſchaſten in der wei⸗ teren Entwicklung ein Wort mitreden. Zur Abwechſlung iſt die Führung nun mal an den SV Schwetzingen übergegangen, nach dem glücklichen Siege über Germania d. Allerdings ſoll ein Einſpruch ſeitens ds vorliegen. Die Tg Oftersheim hat ihre Ausſichten gegen den Bruderverein am Ort wahren können. Es ſind nun Tg Oftersheim, Vs Neckarau und Sn Schwetzingen um Naſenlänge TSG Oftersheim und Germania Friedrichsfeld voraus, wogegen ſonſt alles beim alten iſt ö Noch ungeklärter iſt die Wie 5 Die Kreisklaſſe im Handball SV Schwetzingen 9 7 1 1 85 40 15 TS Oftersheim 9 2 0 2 44.28 14 Tg Oftersheim 7 6 1 0 53:24 13 VfL Neckarau 7 6 0 1 50226 12 Germ Friedrichsfeld? 5 0 2 58:27 10 N Brühl 9 3 1 5 28:41 7 Tod Reilingen 8 1 1 6 29.58 3 7 Altlußheim 7 1 0 6 16:57 2 TV Schwetzingen 5 0 1 6 32.64 5 TV Kirrlach 8 0 1 7 28.48 1 Von den wenigen Vorrunbdenſpielen, die nachzuholen ſind, ſtehen bevor: Staffel A: TV B Feudenheim— TV Waldhof, Tod Germania— Tſchft Käfertal. Staffel B: Tg Oftersheim— Vid Neckarau, TV Alt⸗ Ilußheim— TV Schwetzingen(28. 12.) In der Staffel K wind die Begegnung Feuden⸗ heim— Waldhof vorerſt nicht ſtattfinden können, da Feudenheim noch geſperrt iſt. Schiedsrichter der Bundespokalſpiele Für die am 6. Januar angeſetzten Vorrundenſpiele der Gaumannſchaften um den Fußball⸗Bundespokal werden nunmehr auch die Schiedsrichter bekannt. Es werden leiten: Schütz⸗Düſſeldorf in Köln Mittelrhein— Nordmark. Borz⸗Stolp in Danzig Oſtpreußen— Niederſachſen. Hund ⸗Remſcheid in Gelſenkirchen Weſtfalen— Pom⸗ mern. Fink ⸗ Frankfurt am Main in Fulda Noröheſſen— Brandenburg. N 1 he-Merſeburg in Chemnitz Sachſen— Schleſien. Dr. War re cke⸗Köln in Elberſeld Niederrhein— Württemberg. B eſt⸗Höchſt a. M. in Würzburg Boyern— Baden. Schulz ⸗Leipzig in Halle Mitte— Südweſt(am 13. Januar). Schneedecke und Schilauf im Schwarzwald Von Prof. Dr. A. Peppler, Karlsruhe Erwartungsvoll ſieht unſere Schneeſchuhläuferſchaft dem kommenden Winter entgegen. Wirds ein guter oder schlechter Sportwinter werden. Leider iſt es der Wiſſen⸗ ſchaft vom Wetter noch nicht gelungen, das Rätſel der ganz unregelmäßig verlaufenden Klimaſchwankungen ſo weit zu löſen, daß man den Witterungscharakter ganzer Jahres⸗ zeiten mit Sicherheit vorausſagen könnte. Aber die Wiſſen⸗ schaft kann eine andere Frage, die der Schneeſchuhläufer ſtellt, einwandfrei beantworten, das iſt die Frage nach der Schneeſicherheit eines beſtimmten Gebirges: An wieviel Tagen iſt durſchnittlich während der Wintermonate Schilauf möglich? Dieſe Frage ſoll hier für unſer heimatliches Bergland, den Schwarzwald, Beantwortung finden. Als unterſte Grenze, bei der Schneeſchuhlauf möglich iſt, ſoll eine Schneehöhe von 10 em angeſetzt werden. Es werden weiter die folgenden Schneehöhenſtufen unter⸗ ſcieden: 10 em Höhe Schneeſchuhlauf möglich, 20 em Höhe gute und 30 em Höhe ſehr gute Laufverhältniſſe. Die Charakteriſierung erfolgt hier lediglich noch der Höhe der Schneedecke, über die Güte des Schnees(Pulver⸗, Papp⸗ ſchnes uſw.) können mangels langjähriger Beobachtungen leine Angaben gemacht werden. Die Sportſagiſon ſoll vom Dezember bis März gerechnet werden. Anzahl der Tage mit Schneedecken von 10, 20 und 30 em Höhe und in„ lin Klammern) für 100⸗Mtr.⸗Höhenſtufen. Schwarzwald, Dezember— März. e in m mög ich wem gat ern ehr gut 80 ern 200(2 0(0) 0 300 6(5) 1 0(0) 400 11(9) 4(88) 1 11) 500 18(15) 9(7) 4 380 600 27(22 17(14) 10(8) 700 40(33) 28(28) 18(15) 800 66(54) 48(40) 33(27) 900 85(70) 69(57) 52(43) 1000 95(78) 82(68) 68(56) 1100 104(866) 94(78) 83(69) 1200 112(93 105(87) 98(81) 1300 117(97) 112 193) 108(89) 1400 119(98) 117(87) 114(94) 1500 121(100) 120(89) 118(98) Die Tabelle zeigt, wie groß die Schneeſicherheit in den einzelnen Höhenzonen des Schwarzwaldes iſt. Unterhalb 60% Mtr. ſind die Sportausſichten durchſchnittlich ſehr un⸗ günſtig; am ſtärkſten ſteigen die Ausſichten von 700 bis 850 Mtr. Höhe. Hier bringt jedes Dekameter Höhenanſtieg auch eine weſentliche Verbeſſerung der Schneelagen. Die Höhenzonen 700—850 Mtr. ſind die Uebergangszone, die zum ſchneereichen Hochſchwarzwaldwinter überleitet. 1 oberhalb 850 Meter beginnt das weiße Reich des Schneeſchuhläuſers mit größt⸗ möglicher Schneeſicher heit. Die Winterſportſaiſon von Dez. bis März umfaßt rund 121 Tage. In 630 Mtr. Höhe iſt in dieſen vier Monaten durchſchuttlich ein Monat Schneeſchuhlauf möglich; in 780 Mtr. kann der Sport bereits zwei Monate lang aus⸗ geübt werden, in 950 Mtr. drei Monate und endlich ober⸗ halb 1200 Mtr. ſind es durchſchnittlich nur wenige Tage während der Saiſon, an denen die flinken Bretter ruhen mitſſen. Gute Sportverhältniſſe(20 em Höhe) von einem Monat Dauer werden erſt in 720 Mtr., von zwei Monaten Dauer in 860 Meter und drei Monaten in 1060 Mtr. angetroffen. Abſolute Schneeſicherheit an allen Tagen von Dezember bis März tritt erſt bei etwa 1500 Mtr. und höher ein. Wie es nun mit den Schneelaufausſichten in den ein⸗ zelnen Wintern der letzten drei Jahrzehnte beſtellt war, mag eine zweite Tabelle vom Ruhſtein in 915 Mtr. Höhe zeigen. Anzahl der Tage, an denen ſeit Winter 1901/02 Schnee⸗ ſchuhlauf möglich war, Ruhſtein(915 Meter). Win er A ah Wint A zahl Winter Anz hl 2 121. 16** 23 121 58 86 2 122 122 97 59 107 102 66 95 1915/16 6 19 118 115 1916017 97 1927/28 46 106 1918/19 63 1929/0 75 8 106 1918/19 33 1929/30 75 99740 86 1919/20 52 1930/31 102 1910/11 105 1920/21 69 1931/32 113 22 91 1932/39 45 In den 4 Wintern ö 23 und 23/24 war der Ruhſtein abſolut ſchnecſicher, d. h. es konnte jeden Tag tom 1. Dezember bis 31. März Sport getrieben werden. Nur einmal, im Winter 1911/12 kam es vor, daß die Lauf⸗ zeit unter einen Monat ſonk(13 Tage). Von den 32 Win⸗ lern ſeit 1901/02 brachten aber 26 eine Laufzeit von über 2 Monaten. Die Schwarzwaldlogen oberhalb 900 Meter ſind danach ſehr ſchneeſicher. Ein Oiympia⸗Verbandskurſus für Ringer und Gewichtheber Der Deutſche Schwerathletik⸗Verband von 1891, der Ver⸗ band der Ringer und Gewichtheber im DAS, veranſtaltet neben den Vorbereitungs⸗Lehrgängen in den Gauen Mitte Januar einen zentralen Olympiakurſus für Ringer und Gewichtheber in Oſtpreußen. Der Lehrgang wird aller Vorausſicht nach in Allenſtein durchgeführt. Er dauert eine Woche Vor allem werden die derzeitig beſten Schwer⸗ athleten, alſo in erſter Linie die Mitglieder der Olympia⸗ Kernmannſchaften der Gewichtheber und der Ringer, keil⸗ nehmen, darüber hinaus ſollen aber auch aus ſichtreiche Erſt Nachwuchsathleten und die beſten Vertreter Oſtpreußens hinzugezogen werden. Der Lehrgang ſteht unter der Lei⸗ tung erſter Fachleute. In Oſtpreußen erwartet man von der Durchführung dieſes Olympiakurſes eine Förderung des ſchwerathletiſchen Sports und der Fachamtsleiter für Schwerathletik im Gan 1 hofft, aus den ſchätzungsweiſe 60—70 Teilnehmern des Lehrganges Mannſchaften in die verſchiedenen oſtpreußiſchen Städte zu Werbeveranſtaltungen entſeiden zu können. So wird die Lehrtätigkeit mit der Werbung glücklich verbunden. Kein Frauen-geichtathlelik⸗ Länderkampf England Deutſchland Ein non deutſcher Seite ausgegangener Vorſchlag, auch im nächſten Jahr wieder einen deutſch⸗engliſchen Länder⸗ kampf der Leichtathletinnen durchzuführen, hat bei England leider keine Gegenliebe gefunden. Der engliſche Verband hat in einem ſehr freundlich gehaltenen Schreiben mit⸗ geteilt, aus finanziellen Gründen könne er diesmal keine Zuſage erteilen. Wahrſcheinlich hat die Veranſtaltung der Frauen⸗Weltſpiele in London erhebliche Unkoſten verurſacht, ſo daß für einen Länderkampf gegen Deutſchland nicht die nötigen Mittel zur Verfügung ſtehen. Deutſchland führt eine Gruppe Eishockey⸗Weltmeiſterſchaft in Davos Nachdem die Beteiligung an der Eishockey⸗Weltmeiſter⸗ ſchaft 1935 vom 19. bis 27. Januar in Davos zu überjehen iſt, ſteht nunmehr das Programm der Kämpfe feſt. Am 18. Januar findet die Ausloſung ſtatt. Der Er⸗ öffnungsakt am 19. Januar, vormittags, leitet zu den Spie⸗ len über, während nachmittags der internationale Kongreß tagt. Die nächſten Tage werden in der Hauptſache mit den Meiſterſchaftsſpielen ausgefüllt, offizieller Schlußakt und Preisverteilung ſind am 27. Januar. Als Teilnehmer ſtehen feſt: Belgien, Deutſchland, Eng⸗ land, Frankreich, Holland, Kanada, Lettland, Polen, Rumä⸗ nien, Ungarn, Schweiz, Tſchechoſlowakei, doch erwarten die Schweizer noch die Meldungen Oeſterreichs und Italiens und möglicherweiſe ſogar Schwedens. Die Mannſchaften werden in Gruppen eingeteilt, die ouf Grund der Er⸗ gebniſſe der vorjährigen Weltmeiſterſchaft in Mailand mit folgenden Spitzenmannſchaften gebildet werden: Kanada, Deutſchlond, Schweiz. Wer im Falle der vierten Gruppe Spitzen mannſchaft iſt, bleibt noch offen, da USA in dieſem Jahre nicht teilnimmt. Die übrigen Maonnſchaften werden den Gruppenführern durch das Los zugeteilt. Der Automobil⸗ und Motorrod⸗ Sportkalender 1935 bringt viele und große Veranſtaltungen, vermeidet leid och erfreulicherweiſe je Ueberſättigung des Sports, die in früheren Jahren zu bemerken war. Nicht ausgefahren wird die 2000 ⸗Kilo⸗ meter⸗Fahrt, deren Wiederveranſtaltung ſür 1936 vorgeſehen iſt. Als neue Veraßſtaltungen erſcheinen im Terminkalender die Leiſtungsprülfungsſahhrt für Laſtkraft⸗ wagen im März, die Länderfahrt Anfang April(ſofern man ſie nicht als Wiederaufleben der früheren Reichsſahr⸗ ten anfehen will), das Stadtwaldrennen in Köln, dos Neu⸗ aufleben des Solituderennens, das Rundſtreckenrennen in Thüringen, die Adolf⸗Hühnlein⸗Fahrt im Herbſt und das für den 6 Oktober vorgeſehene 12⸗Stundenrennen für Tourenwogen auf der Avus. Das in dieſem Jahre erſt⸗ malig durchgeführte Feldbergrennen bei Saarlouis wird als deulſche Naticmal⸗Veranſtaltung am 2. Jumi wieder⸗ holt werden. Februar: fahrt Titiſee, 8. und 9. Deutſchlandfahrt, am 10. Eis rennen. März: 24—90. national fahrt für Laſtkraftwagen. April: 7. international(Räder) Motorrad⸗Frühjahrs⸗ rennen, 11.18. national(Wagen und Räder) Oſtpreußen⸗ fahrt,.—9. international(Räder), natirmal(Wagen) Län⸗ derfaihrt. Mai: 5. national(Räder) Stadtwald⸗Rennen Köln, 12. national(Wagen umd Räder) Brandenburgiſche Gelände⸗ fahrt, 19. international(Räder) Solitude⸗Rennen, 25. international(Wagen), national(Räder) Awus rennen, 30 national(Räder) Marienberger Dreiecksrennen. Juni: 2. national(Wagen und Räder) Felsberg⸗Ren⸗ nen(Saargeb.].—8. national(Wogen und Räder) Drek⸗ tage⸗Mittelgebirgsſahr, 16. international(Wagen und Rä⸗ der) Internationales Eifelrennen, 30. international(Wa⸗ .—10 national(Wagen und Räder] Winter⸗ Titiſee⸗ (Wagen) Leiſtungsprüfungs⸗ gen und Räder) Internationales Keſſelbergrennen. Juli: 14 internationol(Räder) Großer Preis von Deutſchland, 21. national(Räder) Rund um Schotten, 28. international(Wagen) Großer Preis von Deutſchland. Auguſt:.—9. international(Wagen) 7. Internat. Al⸗ penfahrt, 4. international(Räder) Motorradrennen in Hockenheim, 11 international(Räder), national(Wagen) Felobergrennen(Taunus), 18. international(Räder) Rundſtreckenvnennen in Thüringen. September: 1. international(Wagen Großer Bergpreis von Deutſchland,.—14 international (Räder) Internat. Sechstagefahhrt, 28 20. national(Wa⸗ gen und Räder) Adolf⸗Hühnlein⸗Geländefahrt. N Oktober: 6. national(Wagen) 12⸗Stundenrennen für Tourenwagen auf der Avus. Das Jahr 1935 bringt erſtmalig Deutſche Meiſterſchaften auch für Kraftwagen. Ausgeſahren wird die Deutſche Mei⸗ ſterſchaft 1 Kraftwagen 1935 und die Deutſche Bergmet⸗ ſterſchaſt für Kraftwagen 1935. Der erſte Preisträger im Geſamtklaſſement jeden Laufes erhält 5 Punkte, der zweite 9 Punkte, der dritte 2 Punkte und der vierte einen Punkt. Deutſcher Straßenmeiſter bsw. Deutſcher Bergmeiſter für Kraftwagen 1935 iſt der Fahrer mit der höchſten Punkt⸗ zahl. und Räder) Deutſcher Kraftfahrſport 1935 Der von der Oe genehmigte Sportkalender 1935 Für Motorräder wird die Deutſche Meiſterſchaft für Solomaſchinen 1935 in drei Klaſſen ausgefahren: A bis 250 cem, B) bis 350 cem, C) k 500 cem und die Deutſche Meiſterſchaft für Motorräder mit Seitenwagen 1935 in Klaſſen bis 600 cem und bis 1000 cem. Die Wer⸗ enmeiſter⸗ tung der Motorrod⸗Meiſterſchaften iſt der W. ſchaftswertung gleich. Gewertet werden für die Deutſche 5 für Solo⸗ Motorräder: a] Straßenrennen: 7. 4. Frühfahrsrennen; 30 5. Ma⸗ rienberger Dreiecksrennen; 21. 7. Rund um Schotten; 18. 8. Rundſtreckenrennen in Thüringen; 22. 9. Hamburger Stadt⸗ parkrennen; 5 p) Bergrennen: 30. 6. Keſſelbergrennen; 11. 8. Feldberg rennen(Taunus); 1. 9. Großer Bergpreis von st land. Um gewertet zu werden, muß jeder gleichen Klaſſe mindeſtens an fünf Meiſterſchafts⸗ läufen teilnehmen, und zwar an drei Straßenrennen und on zwei Bergrennen. Bei Punktgleichheit entſcheidet das beſſere Ergebnis im Hamburger Stadtpark⸗Rennen. Falls Fahrer an mehr als 5 Meiſterſchaftsläuſen keil⸗ nehmen, werden die fünf beſten Ergebniſſe(3 Straßen⸗ rennen und 2 Bergrennen] der Bewertung zugrunde gelegt. Für die Deutſche Meiſterſchaft 1935 für Motorräder mit Seitenwagen werden die Ergebniſſe folgender Veranſtaltungen gewertet: a) Straßrennen: 16. 6. Eifelrennen; 21. 7. Rund um Schotten; 4. 8. Hockenheim⸗Rennen; 22. 9. Hamburger Stodtparkrennen; b) Bergrennen: 30. 6. Keſſelbergrennen; 11. 8. rennen(Taunus); 1. 9. Großer Bergpreis von land. Um gewertet zu werden, muß jeder gleichen Klaſſe an vier Meiſterſchaftsläufen teilnehmen, und zwar an 2 Straßenrennen und an 2 Bergrennen. Bei Punktgleichheit entſcheidet das beſſere Ergebnis im Ham⸗ burger Stadtparkrennen. Falls Fahrer an mehr als vier Meiſterſchoftsläuſen teil⸗ nehmen, werden die vier beſten Ergebniſſe(2 Straßen⸗ rennen und 2 Bergrennen) der Bewertung zugrunde gelegt. Deutſche Straßenmeiſterſchaft für Kraftwagen 1935(nur für Einzelfahrer): Es werden die Ergebniſſe folgender Ver⸗ anſtaltungen gewertet: 26. 5. Avusrennen; 16. 6. Eifel⸗ rennen; 28. 7. Großer Preis von Deutſchland. Um gewertet zu werden, muß der Fahrer an allen drei Meiſterſchaftsläufen teilnehmen. Bei Punktgleichheit ent⸗ ſcheidet das beſſere Ergebnis im Großen Preis von Deutſch⸗ Motorradmeiſterſchaft 1 Fahrer in der Feldberg⸗ Deutſch⸗ Fohrer in der land. Deutſche Bergmeiſterſchaft für Kraftwagen 1935: Die Ergebniſſe folgender Veranſtaltungen werden gewertet: 30. 6. Keſſelbergrennen; 11. 8. Feldbergrennen(Taunus) 1. 9. Großer Bergpreis von Deutſchland. Um gewertet zu werden, muß jeder Fohrer mindeſtens on zwei Meiſterſchaftsläuſen teilnehmen. Bei Punktgleich heit entſcheidet dos beſſere Ergebnis im Großen Bergprei von Deutſchland. Falls Fahrer an allen drei Meiſterſchafts⸗ läufen teilnehmen, werden die zwei beſten Ergebniſſe der Bewertung zugrunde gelegt. 3 0 Kleine Sport⸗Nachrichten Als Wochenſchrift wird ab 1. Januar ein eigenes Fach⸗ organ der Fachſäule Handball erſcheinen. Die Zeitſchrift trägt den Titel:„Handball“, Amtliches Organ des Fach⸗ amtes für Handball und wird in Berlin beim bekannten Verlag Limpert verlegt. Eine neue Rekordfahrt Berlin— Paris iſt dem bekann⸗ ten deutſchen Langſtrecken⸗Fahrerpaar, Frau Lotte Bahr und Paul von Guilleaume gelungen. Mit einem 1,7 Liter Adler⸗Trumpf durchfuhr das Paar die 1100 Km. lange Strecke in 15:00 Stunden, was einem Stundenmittel von Strecke in 15:00 Stunden, was einem Stundenmittel von 71 Km. entſpricht. Die Fahrt wurde ohne beſondere Vor⸗ bereitung bei ſchlechteſtem Wetter durchgeführt. Nach zweijähriger Pauſe wird im nächſten Johre wieder in Paſſou eine Ruder⸗Regatte ſtathſiuden. Dadurch hat ſich die Zehl der füddeutſchen Regattaplätze, die nicht ſehr groß iſt, wieder um einen vermehrt. Engliſche Eishockeygäſte ſpielten am Mittwoch in Mün⸗ chen. Die Mannſchaſt der engliſchen Univerſität Oxford ſchlug den Münchner Eislauſverein vor 3000 Zuſchauern mit:0(:0,:0, 120). Im Rahmenprogramm zeigten Vivian Hulthen, Maxie Herber und Ernſt Baier ihr großes Können im Kunſtlaufen. Eine neue Niederlage erlitt der Wimbledonſieger Fred J. Perry in Auſtrolien. Nach ſeinem ſchlechten Abſchnei⸗ Jen in Melbourne, wo er von Quiſt geſchlagen wurde, unterlag er jetzt in Sidney dem jungen Auſtralier Me. Grath mit:1,:8,:11. Emile Pladner, der frühere Weltmeiſter im Fliegen⸗ gewicht, londete in Bordeaux einen ſicheren Sieg über Varogueaux, der in der 6. Runde aufgab. In Paris konnte der bekannte Franzoſe Paul Rebel den Algerier Sarfati in der 4. Runde k. o. ſchlagen. Aus dem Raodſportlager Fahrer, Verträge und Programme Vor einiger Zeit gab es eine lebhafte Meinungsverſchie⸗ denheit zwiſchen der Leitung der Brüſſeler Winterbahn und dem Berufsfahrer Karl Kärs, die damit endete, daß die Bahn von dem mit dem Straßenweltmeiſter geſchloſſenen Vertrag zurücktrat und für ihn einen anderen Fahrer ſtar⸗ ten ließ. Dieſer Streit rollt ein ganzes Problem des in⸗ ternationalen Radſportes auf, es müßte endlich einmal genau feſtgelegt werden, welche Rechte und welche Pflichten die einen Vertrag ſchließenden Parteien haben. In der Praxis liegen die Dinge ſo, daß beſonders die Fahrer mit großem Namen von den Rennbahndirektionen ſtark begehrt ſind. Es werden meiſtens Verträge auf ſehr lange Sicht, oft im Winter ſchon ſolche ſür das ganze nächſte Rennjahr, abgeſchloſſen. Dem Fahrer genügt es zu wiſſen, er muß dann und dann da und da am Start erſcheinen, und in neun von zehn Fällen erſieht er erſt bei der Ankunft aus dem Programm, welcher Art Rennen er zu fahren hat. Lediglich einige Flieger machen beim Vertragsabſchluß die beſondere Klauſel, daß ſie eben nur in Fliegenwettbewerben ſtarten. Auf der anderen Seite wird es wenige Veranſtalter geben, die ſchon Monate voraus das geſamte Rennprogramm für eine beſtimmte Veranſtaltung feſtzulegen in der Lage ſind. Ein kleines Beiſpiel mag dies näher erläutern Die Bahn in K. hat vor längerer Zeit den Flieger M. ver⸗ chtet, der bei ſeinem Erſcheinen feſtſtellt, daß er ein Rum in mehreren Läufen darunter auch einen ſolchen hinter Motorführung beſtreiten ſoll. Flieger Y. iſt viel⸗ leicht noch nie hinter Motoven gefahren und weigert ſich daher, an den Start zu gehen. Der Rennbahnleiter hat den unterſchriebenen Vertrag in der Taſche und beſteht auf dem Start des Fliegers.; einmal ſind die Programme und Plakate ſchon gedruckt, außerdem iſt meiſtens die Zeit gu kurz, um noch einen paſſenden Erſatzmann heranzuholen. Es wird alſo dem Fahrer nichts weiter übrig bleiben, als zu ſtarten, obwohl er, vom ſportlichen Standpunkt aus ge⸗ ſehen, nicht in der Lage iſt, ſein ganze Können in einer für ihn unbekannten Wettbewerbsart ein uſetzen. Den Schaden hat dabei ſchließlich das Publikum, das in dieſem Falle kein ſportlich einwandfreies Rennen zu ſehen be⸗ kommt. Allen Teilen könnte geholſen werden, wenn bei Ver⸗ tragsabſchlüſſen auf lange Sicht abgemacht wird, für welche Wettbewerbsart die Verpflichtung gilt. Auch könnte man den Renn eitern zur Aufgabe machen, daß ſie den ſeiner Zeit verpflichteten Fahrer über die Wetlbewerbsart verſtändigen, bevor ſie Plakate und Programme in Druck geben. Es bleibt dann immer noch hinreichend Zeit, ſich nach einem anderen Fahrer umzuſehen, falls der ur⸗ ſprünglich verpflichtete Fahrer nicht ſtarten will. Es kann dann nicht mehr der Fall eintreten, daß ſich der Fahrer weigert zu ſtarten, weil ihm irgendeine Wettbewerbsart nöcht zufſagt. Gehohfen wäre ſchließlich auch dem zahlenden Zuſchauer, der mit der Gewißheit zu einer radſportlichen Veranſtaltung gehen kann, daß er für ſein Geld auch die angekündigten Fahrer unter Einſatz ihres vollen Könnens zu ſehen bekommen wird. Neue Weltmeiſterſchaften im Radfahren Das an ſich ſchon recht umſangreiche Programm der Rad⸗ Weltmeiſterſchaften ſoll in Zukunft noch um zwei weitere Wettbewerbe bereichert werden. Auf der Frühjahrstagung der Union Cycliſte Internationale in Paris will der hol⸗ ländiſche Radſport⸗Verband die Schaffung einer Weltmei⸗ ſterſchaft im Verfolgungsrennen beontragen, und die Franzoſen werden ſich bemühen, einen Vorſchlag auf Einführung einer Weltmeiſterſchaft im Omnium⸗ Fahren durchzuſetzen. Rennfahrer als Prozeßgegner Ein in das Gebiet des Radſportes fallender Prozeß beſchäftigte dos Gericht in Gent. Zwei bekannte belgiſche Rennfahrer, Albert Billiet und Albert Buyſſe, hatten Anfang 1933 miteinander einen Vertrag abgeſchloſ⸗ ſen, bis zum Ende des Jahres 1933 alle Mannſchaftsrennen zuſammen zu beſtreiten. Zu Beginn der Winterrennzeit 1933/84, aber noch im Spätherbſt 1933 hatte ſich jedoch Buyſſe von Billiet getrennt und war mit Roger Deneef eine neue Partnerſchaft eingegangen. Billiet verſtond keinen Spaß, lief zum Kadi und verklagte ſeinen bisheri⸗ gen Partner auf 10000 Franken Schadenerſatz. Die erſte Inſtanz gob Billiet Recht und verurteilte Buyſſe zur Zah⸗ lung dieſer Summe. Dieſer legte jedoch Berufung ein, und ſo mußte ſich das Genter Gericht jetzt in zweiter In⸗ ſtanz nochmals mit dem Fall beſchäftigen. Wiederum er⸗ hielt Billiet Recht, und Buyſſe wurde nicht nur zur Zah⸗ lung dieſer 10 000 Franken verurteilt, ſondern er muß auch noch die Gerichtskoſten ſowie die aufgelaufenen Zinſen be⸗ zahlen. Ein ſo guter Fahrer Albert Buyſſe iſt, ſcheint er doch ein recht un verträglicher Geſelle zu ſein. Seine Bin⸗ dung mit Deneef war nicht von langer Dauer, und fetzt hört man aus Brüſſel, daß auch Buyſſes neueſte Partner⸗ ſchaft mit Jean Aerts„geplatzt“ iſt. Auf der Heimreiſe nach Deutſchland befinden ſich nach Abſchluß der amerikaniſchen Sechstagerennen die deutſchen Teilnehmer Zims, Küſter, Schön und Lohmann. Schön wird bereits am Samstag in Brüſſel in einem Dreiſtunden⸗ Hower in Brüſſel beſiegt Im Brüſſeler Sportpalaſt verlor am Mittwoch abend der Deutſche Schwergewichtsmeiſter Vinzenz Hower nor 8000 Zuſchauern gegen den belgiſchen und früheren Eu ropa⸗ meiſter Pierre Charles nach zehn Runden knapp nach Punkten. Der Kampf war für die zahlreich erſchienenen Zuſchauer eine Enttäuſchung. Hower ſtellte ſich ſeinem bel⸗ giſchen Gegner, den man als„Weltmeiſter⸗ Herausforderer“ vorſtellte, mit verletztem Auge. Der Weſtdeutſche begann mit großer Vorſicht, kam nach der dritten Runde mehr in Schwung und buchte die fünfte Runde klar für ſich. Als man an eine Wendung zugunſten des Deutſchen glaubte, ließ der Kölner nach. In der achten Runde verſcherzte er ſich zudem noch durch unnötige„Kopfſtöße“ die Sympathie des Publikums. Das Urteil„Sieger nach Punkten Charles“ iſt an ſich gerecht. Beim Verlaſſen des Rings wurden beide Boxer mit einem Pfeifkonzert begleitet. Eine ausgezeichnete Figur machte der Kölner Leicht⸗ gewichtler Franz Dübbers in einem der Rahmenkämpfe gegen den Belgier Felir Wauters. Obwohl Dübbers während des ganzen Kampfes das Geſchehen im Ring ziem⸗ lich gleichwertig geſtalten konnte, wurde Wauters zum Punktſieger erklärt. Ein Urteil, das vom Publikum gleich⸗ falls mit Mißfallenskundgebungen aufgenommen wurde. * Reichs⸗Straßenverkehrsordnung nebſt Ausführungs⸗ anweiſung und den dazugehörigen Verordnungen vom Ver⸗ kehrspolizei⸗Referenten im Reichsminiſterium des Innern, Reg.⸗Rat Dr. Schifferer, mit einem Vorwort vom Be⸗ fehlshaber der Polizei im Reich, General ber Landespolizei Daluege. 282 Seiten mit 20 Seiten bunten Bildtafeln der neuen amtlichen Verkehrszeichen..30 Mk. Unmittol⸗ bar nach der Veröffentlichung der Ausführungsanweiſung zur Reichs⸗Straßenverkehrsordnung, die für ganz Deutſch⸗ land ein einheitliches Verkehrsrecht geſchaffen hat, erſcheint in der H, Bechhold Verlagsbuchhandlung, Frankfurt a.., Blücherſtr. 20/2, die Handausgabe der Reichs⸗Straßenver⸗ kehrsordnung mit ausführlichen Erläuterungen. Sie iſt von maßgebender Bedeutung, da ſie den Verkehrspolizeireferen⸗ ten im Reichsminiſterium des Innern, Reg.⸗Rat Dr. F. A. Schifferer, der zweifellos einer der beſten Sachkenner über⸗ haupt iſt, zum Verfaſſer hat. Unwiſſenheit ſchützt bekaunt⸗ lich nicht vor Strafe. Und wie der Befehlshaber der Polizet im Reich, General Daluege, in ſeinem Vorwort zur Haud⸗ ausgabe von Dr. Schifferer u. a. ausführt, ſind die behörd⸗ lichen Stellen angewieſen,„mit dem nötigen Takt, aber auch mit der nötigen Strenge“ für die genaueſte Durchführung der Veroronung zu ſorgen. Darum iſt zu begrüßen, wenn die neuen Beſtimmungen allen Verkehrsteilnehmern Lurch die Handausgabe von Dr. Schiſſerer zugänglich gemacht werden. Dr. Schifferer iſt bekannt als der Schöpfer und Kommentator der Preußiſchen Straßenverkehrsordnung. Die Handausgabe mit Erläuterungen der Reichs⸗Straßen⸗ verkehrsordnung wird in der gleichen bewährten, überſicht⸗ lichen Anordnung, in der leichtverſtändlichen Form und in dem handlichen Format erſcheinen, die der Handausgabe der Preußiſchen Straßenverkehrsordnung, die ebenfalls von Dr. Schifferer verſaßt war, die weiteſte Verbreitung ge⸗ ſichert haben. Da die neuen Verkehrsbeſtimmungen nun auch den Kraftfahrzeugverkehr neu regeln, iſt der Kommen⸗ tar für alle Kraftfahrer unentbehrlich. Außer dem genauen Geſetzestext, den Ausführungsbeſtimmungen und den aus⸗ führlichen Erläuterungen enthält die Handausgabe die erſte und zweite Einführungs verordnung zur Reichs ⸗Straßen⸗ verkehrsordnung, die Ausbildungsverordnung für Kraft⸗ fahrzeugführer, die Gebührenordnung für den Kraftfahr⸗ zeugverkehr und den Runderlaß des Reichsminiſters des Innern für Verkehrskontrollen. Die neuen amtlichen Ver⸗ kehrszeichen werden in Buntdruck auf 20 Seiten wieder⸗ gegeben. Die Handausgabe von Dr. Schifſerer iſt nicht nur unentbehrlich für alle amtlichen Stellen, ſondern ſie iſt fiir die weiteſten Kreiſe ein wertvoller Ratgeber. Die Anſchaf⸗ fung dieſes handlichen Buches kann deshalb jedermann nur beſtens empfohlen werden. Freitag, 21. Dezember 1934 Geireideernie 1934 qualiiaſiv gui Die in„W. u. St.“ mitgeteilten Begutachtungsziffern ber 1934er Getreideernte laſſen bei allen Petre tenen 5 recht gute Qualität erkennen. Die außergewöhnlich gute Beſchaſffenheit der Vorjahresernte wird allerdings nicht ganz erreicht. Im Reichsdurchſchnitt wurden beurteilt: Winterroggen 59,3 v. H.(i. V. 64,9) mit gut, 27,7(26,7) v. H. mit mittel und 18,(8,4) v. H. v. H. mit gering. Winterweizen 62,5(67,2) v. H. mit gut, 25,4(24,5) v. H. Hurchſchnitllich und 12,1(8,3) v. H. 1 e Sommergerſte 59,6(59,7) v. H gut, 27,3(29,1) v. H. Hurchſchnittlich, 13,1(11,2) v. H. gering. Hafer 29,7(26,0) v. H. gut,.7(26,9) v. H. durchſchnitt⸗ lich und 18,4(9,1) v. H. gering Für Baden ergaben ſich folgende Beurtei Winterroggen 69,8 v. H. gut, 21,8 v. H. durchf ch, 8,4 v. H. gering. Winterweizen 61,0 v. H gut, 25,2 v. H. Hurchſchnittlich, 13,8 v. H. gering. Sommmergerſte 61/6 v. H. gut, 2 v. H. durchſchnittlich, 13,2 v. H. gering. Hafer 54,4 v. H. gut, 23,4 v. H. Hurchſchnittlich, 19,2 v. H. gering. Für Bayern lautet die Beurteilung bei Winter⸗ roggen 71,9 v. H. gut, 13,9 v H. durchſchnittlich, 9,2 v. H. gering. Winterweizen 69,8 v. H. gut, 20,1 v. H. durchſchnitt⸗ lich 10,1 v. H. gering, Sranmergerſte 70, v. H. gut, 20,3 vH. Furchſchnittlich, 9,7 v. H. gering. Hafer 60,5 v. H. gut, 24,9 v. H. durchſchnittlich, 14,6 v. H. gering. * Deutſche Braunkohlen⸗A, Berlin. Sanierung geneh⸗ migt. Die HV der Geſellſchaft, deren Aktienmehrheit ſich im Beſitze der Erdöl⸗ und Kohleverwertungs⸗Ac in Ber⸗ lin befindet und deren Betrieb ruht, genehmigte den Ab⸗ ſchluß für das Geſchäftsjahr 1933 und beſchloß die Her ⸗ obſetzung des Grundkapitals i. e. F. von 1,80 guf 0,06 Mill. unter gleichzeitiger Auflöſung des Re⸗ ſervefonds und Verwendung der daraus, ſowie aus der Kapitalherabſetzung gewonnenen Beträge zwecks Deckung von Verluſten und zum Ausgleich von Wertminderungen. Da der geſamte Buchgewinn 1,92 Mill./ beträgt und andererſeits Abſchreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 167 Mill.„ für notwendig erachtet wurden, verblei⸗ ben 259 232/ für die Teildeckung des Verluſtvortrages 1932. Es bleibt ein Verluſtvortrag von 11821/ beſtehen, der ſich durch den Verluſt aus 1933 geringfügig auf 11 860 Mark erhöht. Das Hauptaktivum der Geſellſchaft war die Beteiligung an der Döllinger Bergbaugeſellſchaft mbc i.., die in der letzten Bilanz noch mit 1,71 Mill./ zu Buche ſtand und nunmehr auf 0,04 Mill.„ abgeſchrieben worden iſt. Die Döllinger Bergbaugeſellſchaft mbß hat ihre Gru⸗ ben⸗ und Fabrikanlagen abgebrochen und die Geſamt⸗ anlagen bis auf einen Merkwert von 1/ abgeſchrieben. Die Forderungen auf Grund von Warenlieferungen und Leiſtungen verminderten ſich durch Eingänge aus der Auf⸗ löſung der Döllinger Bergbaugeſellſchaft um 14877 auf 160 640. Dieſe Eingänge wurden zur teilweiſen Ab⸗ deckung der Verbindlichkeiten benutzt, die ſich um 14988 guf 152 758/ ermäßigten. Der Geſchäftsbetrieb der Geſellſchaft Hat ſich wie in den Vorjahren auf eine reine Verwaltungs⸗ tätigkeit beſchränkt. Bingwerke vorm. Gebrüder Bing AG, Nütruberg. In dem Konkurs der Geſellſchaft ſand am Donnerstag Schluß⸗ termin ſtatt. Es wurden die nachträglich angemeldeten Forderungen geprüt ſowie die Schlußrechnung und die Unterlagen zur Aufhebung des Konkurſes vorgelegt. Der Auſſgebungsbeſchluß wind vom Gericht ſchriftlich abgefaßt werden. * Außerordentliche auptverſammlung der Schrift⸗ gießerei D. Stempel AG., Frankfurt a. M. Eine außer⸗ bndentliche HV der Schriftgießexei D. Stempel AG geneh⸗ migte die Einziehung von 0,2 Mill.„/ ſchon ſeit langer Zeit im Beſitz der Geſellſchaft befindeicher eigener Aktten ſowie die Verwendung der Ladurch gewonnenen Sonder⸗ reſerve für Alſchreibungszwecke. Das Aktientapital be⸗ trägt nun 3,02 Mill.„. Mitgeteilt wurde, daß ſich im Ge⸗ ſchäftsjahr 1934 der Umſotz leicht gehelben hat. Angaben über das vorausſichtliche Geſchäſtsergebnis können noch nicht gemacht werden. ngen: der Neuen Mannheimer Zeitung Zum neuen Geseß über das Kredifwesen Im Wochenbericht des Inſtituts für Konjunkturforſchung veröffentlicht Prof. Ernſt Wagemann einen Aufſatz über das neue Geſetz über das Kreditweſen. Er geht darin zunächſt auf die Bedeutung der Banken für die Induſtrie ein und kommt zu dem Schluß, daß es offen⸗ bar wurde, wie gefährlich es iſt, Daueranlagen durch Bankkredite vorzufinanzieren. Die Gefahr von Fehl⸗ dispoſitionen im Kreditgeſchäft wurde um ſo größer, ſo heißt es weiter, als die deutſche Kreditverfaſſung zwei große Lücken aufwies: 1. Vor allem ermangelte ſie geſetzlicher oder auch nur ge⸗ wohnheitsmäßiger Normen, durch die das Bankkreditvolumen hätte wirkſam reguliert werden können. Es fehlte für die Kreditbanken an Anlagevorſchriften, die der Ausdehnung der Kreditgewährung eine Grenze geſetzt hätten. Es gab keine geſetzlichen Beſtimmungen über das Verhältnis von Aktienkapital und Depoſiten, über die Relation zwiſchen leicht realiſierbaren Anlagen(Wechſel) und weniger liqui⸗ den Feſtlegungen(Vorſchüſſe in laufender Rechnung). Auch waren die Banken in der Kaſſenhaltung(Barbeſtand und Notenbankguthaben) an keine Vorſchrift gebunden. Gerade das ſollte ſich verhängnis voll äußern, als mit der Ausdehnung des bargeldloſen Zahlungsverkehrs inner⸗ halb der Bankeinlagen die kurzfriſtigen Depoſiten unver⸗ hältnismäßig raſch zunahmen; denn nun fehlte es der Reichsbank als der einzigen Reſervebank an einem aus⸗ reichenden Operationsfonds, wie ihn die angelſächſiſchen Zentralbanken in Geſtalt erheblicher Mitgliedsbankdepo⸗ ſiten beſitzen. Die Reichsbank konnte alſo nicht wie dieſe bei gebotener Gelegenheit erleichternd oder verknappend auf den Geldmarkt einwirken, ſondern mußte ſich mit den Mitteln gelegentlicher Diskontveränderungen begnügen. 2. Dazu kam die an ſich in politiſch und wirtſchaftlich bewegten Zeiten begreifliche Neigung des Publi⸗ kums, die kurzfriſtige Anlage(Bank⸗ und Spar⸗ einlagen) der langfriſtigen(Schuldverſchreibungen, Privat⸗ hypotheken) vorzuziehen, die durch Geſchäftsbrauch und Geſetzgebung noch verſtärkt wurde. Die Reichsbank war nicht befugt, nach dem Beiſpiel angelſächſiſcher Zen⸗ tralbanken durch Ankauf und Verkauf langfriſtiger Schuld⸗ verſchreibungen eine wirkſame Kapitalmaxktregulierung durchzuführen. Somit gab es kein wirbſames Mittel, eine ſtetige Kursentwicklung am Rentenmarkt zu ſichern. Feſt⸗ verzinsliche Obligationen konnten unter dieſen Umſtänden nicht unbedingt als liquide, d. h. jederzeit ohne Verluſte realiſierbare Anlage betrachtet werden. Die Kreditbauken hielten keinen nennenswerten Beſtand an feſtverzins⸗ lichen Wertpapieren, zogen dieſer Anlage jedenfalls die Wechſel vor. Die Sparkaſſen, obwohl Verwalter an ſich langfriſtiger Depoſiten, hielten gemäß den für ſie gülti⸗ gen Anlagevorſchriften einen verhältnismäßig großen Teil ihrer Depoſiten in Form von Bankguthaben; ihr Wert⸗ papierbeſtand war im Vergleich zu ihren Bankguthaben nicht ſehr hoch. Das Publikum aber gab bei ſo hohem Kursriſtko auf den Effektenmärkten in vielen Fällen vor der Obligation der Spareinlage den Vorzug, die— im Gegenfatz zur Obligation in kurzer Zeit verluſtlos realiſierbar war. So gingen dem zentralen offenen Kapi⸗ talmarkt in gewiſſem Umfang Mittel verloren. Die Schwächen unſerer Kreditwirtſchaft machten ſich hemmend bemerkbar, als die öffent⸗ lichen Körperſchaften zu umfaſſenderer Arbeitsbeſchaffung mit Hilſe langfriſtiger Inveſtitionen übergingen. Jetzt wurde die Aufgabe äußerſt dringlich, den Kapitalmarkt zu beleben, um ſo Mittel zur baldigen Konſolidierung der zunächſt kurzfriſtig untergebrachten, zum Teil von der Reichsbank vorſinanzierten Arbeitsbeſchaffungswechſel zu Nachwirkungen der Dürre Umfangreiche Maiskäufe der USA/ Ende der Gummibaisse? Kein Ereignis des nunmehr zu Ende gehenden Jahres hat den Rohſtoffmärkten einen ſo tieſen Stempel aufgedrückt wie die Dürre im Vor⸗ und Hochſommer. Die direkten und indirekten Wirkungen und Nachwirkungen dieſes Vorgan⸗ ges ſind auch heute nach 6 Monaten nur unweſentlich ge⸗ mildert, und es iſt mit hoher Wahrſcheinlichkeit zu exwar⸗ ten, daß man ihre Spur noch bis zum Eintritt der 1935er Ernten antreſſen wird. Wurde ſchon hierdurch eine etwas günſtigere Situation für den Handel mit Weltartikeln ge⸗ ſchaffen, ſo fand die optimiſtiſchere Auffaſſung dieſer Kreiſe eine Verbreiterung durch den Verſtändigungswillen, der neuerdings wieder ſtärker bei den Produzentenorganiſativ⸗ nen zutage tritt. Darüber hinaus aber ſcheint auch die hohe Politik der ewigen Zermürbung müde zu ſein und nach einer Baſis für die Befriedung der Welt zu ſuchen. Die Rohſtoffmärkte profitierten von der langſam ſich anbahnenden Aufhellung preismäßig noch wenig, wohl aber herrſcht auf allen Marktgebieten doch eine entſchieden zuperſichtlichere Stimmung, durch die wenigſtens den bis⸗ herigen Preisrückgängen ein Halt geboten werden konnte. Im Mittelpunkt des Getreidegeſchäftes ſtehen die Us A, die zeitweilig aus ihrer Führerſtellung verdrängt waren. Man weiß heute, daß die Ernte d. J. einen Ausfall von 40 Mill. To. gebracht hat, der das Land dazu zwingt, den Fehlbetrag anderweitig zu decken. Hierzu liegt um ſo mehr Beranlaſſung vor, als trotz des Minderanfalles an Futter⸗ mitteln der Konſum an Fleiſch und ſonſtigen tieriſchen Pro⸗ dukten keine Einſchränkung erfahren hat. Nachdem unlängſt umfangreiche Maisabſchlüſſe mit Argentinien getätigt wor⸗ den ſind, hört man jetzt davon, daß die Union auch Verhand⸗ lungen mit Südafrika und dem Balkan, ja ſogar mit Oſt⸗ aſien zwecks Bezuges von Futtermitteln eingeleitet hat.— Unter den europäiſchen Getreidemärkten lenkt derjenige Frankreichs die Aufmerkſamkeit ſtärker auf ſich, nachdem ſeit 1982 die franzöſiſche Republik zu einem Weizen⸗Ueber⸗ ſchußgebiet geworden iſt. Der Schwierigkeiten ſucht die dor⸗ tige Regierung dadurch Herr zu werden, daß ſie anderthalb Milliarden Franken für die Bereinigung des Marktes mo⸗ biliſtert und außerdem das Problem der Produktionsein⸗ ſchränkung ſtärker ventiliert. Obwohl die Zuckerpreiſe in der jüngſten Zeit an faſt allen europäiſchen Börſen eine leichte Preisaufbeſſerung zu verzeichnen hatten, ſchwebt doch über dieſem Gebiet eine hochgradige Unſicherheit. In Fachkreiſen nimmt man an, die engliſche Regierung werde der weiteren Ent⸗ wicklung nicht mit verſchränkten Armen zuſehen, ſondern aktiy ſowohl im Inſelreiche ſelbſt als auch in ſeinen über⸗ ſeeiſchen Beſitzungen eingreifen; denn es wird in London höchſt peinlich empfunden, daß ein bekannter Zuckerkonzern trotz der ungünſtigen Situation in der Lage iſt, ſeine Di⸗ pidende um 5½ v. H. zu erhöhen. In Neuyork ſind aus Kuba, Portorico und den Philippinen große Schiffsladun⸗ gen Zucker angekommen, deren Höhe Ende Dezember auf etwa 24 Mill. To. geſchätzt wird. In der Quotenverteilungs⸗ ſrage iſt man noch nicht einen Schritt weitergekommen; man hört lediglich, daß Kuba und die Philippinen Ausfuhr⸗ verbote für Zucker aus neuer Ernte bis Frühlingsanfang erlaſſen haben. Kaffee hat ſchleppendes Geſchäft; nur in Richtung Hamburg bewegten ſich etwas größere Verladun⸗ gen.— Als Außenſeiter der Tee⸗Konvention hat China manche Chance, ſich bietende Vorteile wahrzunehmen.— Der Kakas iſt in Neuyork nach einem Höchſtſtand von 6,20 auf 4,55 geſunken. Das niedrige Niveau veranlaßt die Ab⸗ lader der Goldküſte, mit Angeboten zurückzuhalten.— Beim Reis entwickeln ſich neuerdings Tauſchgeſchäfte gegen Zucker, namentlich mit den holländiſchen Kolonien in der Sunda⸗ ſtraße. Die Regelung des amerikaniſchen Pläne zur Baumwollan baus ſind nunmehr bekannt geworden. In 1935 iſt hiernach mit einem Areal von 31 Mill. aecres, d. h. mit einem Baumwollertrag von 12 Mill. Ballen gegen 99% Mill. Ballen in 1934 zu rechnen. Das bedeutet eine er⸗ hebliche Lockerung der Baumwollanbaubeſchränkung. Allec⸗ dings iſt es zweifelhaft, wie unter ſolchen Umſtänden das Ziel Rooſevelts— ein Baumwollpreis von 15 ots.— erreicht werden ſoll. Die ägyptiſche Baumwolle mußte ſich nach der vorangegangenen ſtarken Preisſteigerung einen Abſchlag gefallen laſſen. Die Weltvorräte an Baumwolle ſtellten ſich Anfang November auf 17,2(i. V. 20,6) Mill. Ballen. Die Abnahme entſpricht alſo ziemlich genau dem Rückgang der amerikaniſchen Ernte, mit anderen Worten, die Beſtands⸗ verminderung hängt nicht mit einer Zunahme des Ver⸗ brauches zuſammen.— Die Londoner Wollverſteigerungen gingen in gut behaupteter Stimmung zu Ende. Von den 182 500 Ballen konnten 88 v. H. in der ſechſten Serie ver⸗ kauft werden, während in den fünf früheren Serien die Prozentzahl der Käufer ſich zwiſchen 62 und 68 v. H. be⸗ wegte.— Der Kammzugmarkt in Bradford liegt ſchwach trotz der niedrigen Preiſe. Grobe Kreuzzuchten konnten ſich etwas beſſer halten. Die Umſatzbelebung der Rohſeide machte weitere Fortſchritte, Die Preiſe konnten jedoch kaum pro⸗ fitieren, da Japan kein Abſatzgelände preisgeben will.— Da die Flachsverkäufe der Ruſſen nur doſiert erfolgen, blieb das Intereſſe für dieſen Spinnſtoff unverändert rege. Nach dem Muſter Lettlands iſt nunmehr auch Litauen dazu übergegangen, ſeinen Flachshandel unter Kontrolle zu neh⸗ men. Durch die vielfachen Stützungsaktionen der indiſchen Jute⸗Spinnereien konnte die Baiſſe nicht nur zum Still⸗ ſtand gebracht, ſondern darüber hinaus eine kräftige Er⸗ holung eingeleitet werden. Der Prozeß hielt bis in die letzten Tage hinein an, auch wenn die Spitzenkurſe ſchließ⸗ lich leicht abbröckelten. Das Mißverhältnis zwiſchen Pro⸗ duktion und Verbrauch ließ die Weltvorräte des Kautſchuks auf eine neue Rekordhöhe ſteigen. Trotzdem kam die Baiſſe zum Stillſtand, offenbar deshalb, weil man für das Früh⸗ fahr 1935 mit einem neuen kräftigen Aufſchwung des Ab⸗ ſatzes für die Bereifung von Kraftfahrzeugen, Fahrrädern uſw. rechnet. Unter den Metallen iſt das Kupfer in den Vordergrund des Intereſſes gerückt. Hierbei ſpielen offenbar die ge⸗ beſſerten Ausſichten auf eine Verſtändigung unter den in⸗ ternationalen Produzenten die Hauptrolle, wobei allerdings zu berückſichtigen iſt, daß ſich die Beſprechungen mit Kanada nach wie vor äußerſt ſchwierig geſtalten. Tatſache iſt jeden⸗ falls, daß das Kupfer in London ſeit Anfang Dezember etwa 1½ Pfund Sterling gewonnen hat. Ob der am 20. De⸗ zember in Brüſſel ſtattfindenden Tagung des Zinskarkells brauchbare Vorſchläge für eine Einigung unter den Mit⸗ gliedern vorliegen werden, erſcheint recht zweifelhaft. Aber ſelbſt wenn das Kartell keinen Fortbeſtand hat, hegt man keine Befürchtungen über die weitere Entwicklung der Preiſe. Der Druck, der ſchon ſeit längerem auf dem Blei⸗ markt laſtet, hat ſich noch nicht vermindert. Zinn liegt in den Notierungen unverändert. Die Preisentwicklung der wichtigſten Welthan⸗ delsartikel geht aus nachſtehender Tabelle hervor: Endes? Apr. 33 18. Juni Endesg 28. Sept Jetzt Weizen 9 9 5 49,50 71,25 114,7 81,50 104,75 886,87 Roggen Chikago 30,.— 49.75 105,.— 53,25 77. 79.87 Mais Ehlkago 2225 36,75 63.87 447 79.— 90,38 Schmalz Chikago.30 5,55.90 4,40 9,25 11,87 Zucker Magdeburg 5,10.40 3,10.85 4,.— 320 3 Nem Pork 66.— 141.—— 119.— 197.— 105.— Reis London 9,— 6/50 7/12 6/20 8730 8/23 Kautſchuk London 2,40 2,99 482.40 81.81 Baumwolle Bremen.20.49 1928 1150 14,77 18,77 New ork 6,0 8,75 1175 10,15 10.50 12.75 Kupfer London 28.50 31,10„0 32,19 286,27 25 b(per 196 lb.) 670700; gewinnen. Vorausſetzung dafür aber, wie auch für eine organiſche Senkung des Anlagezinsfußes(Konverſion) iſt die Schaffung eines aufnahmefähigen Rentenmarktes. Gemeindeumſchuldungsgeſetz, Kapitalmarkt⸗Intervention (open⸗market⸗policy), Anleiheſtockgeſetz ſind die wichtigſten Etappen auf dem Wege zu dieſem Ziel. Schrittweiſe hat ſich das Niveau der Obligations kurſe gehoben. Aber noch immer trennt uns ein mehrprozen⸗ tiges Disagio ſelbſt der beſten feſtverzinslichen Werte von der Erreichung des letzten Ziels der Kapitalmarktpolitik, während andererſeits die neuen Aufgaben der Rohſtoff⸗ bewirtſchaftung eine Vorſorge für ausreichende Finanzie⸗ rungs möglichkeiten immer dringlicher machen. Unter die⸗ ſen Umſtänden mußte auch die Bankorganiſation in ihrer Geſamtheit in den Dienſt der Kapitalmarktpolitik geſtellt werden. Das neue Geſetz über das Kreditweſen vom 4. Dezember 1934 ſucht dies auf verſchiedenen Wegen zu erreichen. Die Kreditanſtalten werden einer einheitlichen Aufſicht unterworfen, welche das Recht erhält, Grundſätze über die Geſchäftsführung der Kreditinſtitute aufzuſtellen. Das Aufſichtsamt erhält das Recht, ein beſtimmtes Verhältnis zwiſchen Geſamtverbindlichkeiten der Kreditinſtitute(mit Ausnahme der Spareinlagen) und ihrer Barreſerve zu fixieren(Reſerveſatz). Als Barreſerve werden— ähnlich wie in den Vereinigten Staaten— nur gerechnet die Be⸗ ſtände an Stückgeld ſowie an Guthaben bei der Reichsbank und den Poſtſcheckämtern. Der Reſerveſatz darf keines⸗ falls höher als 10 v. H. feſtgeſetzt werden, offenbar, um die Rentabilität der Banken nicht zu gefährden. Für die urſprünglich privaten Kreditbanken ſowie für die Staats⸗ und Landesbanken beſtand bisher überhaupt keine der⸗ artige Vorſchrift. Ihr Reſerveſatz war demgemäß minimal. Da jetzt die Möglichkeit geſchaffen iſt, den Reſerveſatz den konjunkturpolitiſchen Erforderniſſen anzupaſſen, ge⸗ winnt die Reichsbank ein Mittel, auf die Kre⸗ ditge währung der Banken einzu wirken. Denn dieſe ſind jetzt unter Umſtänden gezwungen, früher als es ſonſt der Fall geweſen wäre, den Kredit der Reichs⸗ bank in Anſpruch zu nehmen. Damit würde auch die Diskontveränderung an Wirkſamkeit gewinnen. Größere Reſervebeſtände der Banken vermindern auch die Gefahr eines plötzlichen, ſtoßweiſen Rückgriffs auf die Reichsbank durch Einreichung von Wechſeln im Falle kriſenhafter Stö⸗ rungen. Der Vorſchrift über die Barliquidität unter⸗ liegen auch die Sparkaſſen und Kreditgenoſſenſchaften, ſo⸗ weit ſie über andere als Spareinlagen verfügen. Mit den ſo gebildeten oder umgelagerten Liquiditätsreſerven wird die Reichsbank wachſende Mittel für die Kapitalmarktpoli⸗ tik erhalten. Gleiche Ziele verfolgt die Neuordnung des giralen Zahlungsverkehrs. Das neue Geſetz gibt die Möglichkeit, die interregionalen Girvumſätze und damit auch die Giro⸗ guthaben ſtärker auf die Netze der Reichsbank und der Poſtſcheckämter hinüberzuziehen. Ferner kann das Auf⸗ ſichtsamt einen beſtimmten vom Hundertſatz zwiſchen den Verbindlichkeiten der Banken(ohne Spareinlagen) und ihrem Beſtande an Handelswechſeln und lombardfähigen Wertpapieren vorſchreiben. Auch dieſe Vorſchrift bedeutet eine Stütze für den Rentenmarkt. Das Geſetz bringt keine neuen Einzelvorſchriften über die Anlage von Spar⸗ einlagen, jedoch erhält das Auſſichtsamt das Recht, dahin⸗ gehende Anordnungen zu treffen. Wichtig iſt, daß die Kreditinſtitute verpflichtet ſind, ihre Spareinlagen geſon⸗ dert, überwiegend langfriſtig, anzulegen. Die Fluktuation auf den Sparkonten ſoll möglichſt verringert, die Auszah⸗ lungshäufigkeit herabgedrückt werden. Die Rohsfahlgewinnung im November Die Roßhſtachlgewinmung im deutſchen betrug im November 1991(25 Arbei e) 1 196836 To. im Oktober 1934(27 Arb. Temnen im November 1983(21 Arbe g= lich wurden im November 1934 Kurchſchnittlich 43 422 To. hergeſtellt gegen 42087 To. im Oktober 1934, d. h. 3,2 v. H mehr und 30022 To. im November 1933. Die ſüddeut Roßhſtachlgenvinnung ſtellte ſich inr November 1984 auf 25 8 Tonnen gegen 28 695 To. im Oktober 1931 und 18 019 November 1933. * Maunheimer Verſicherungsgeſellſchaft. In dem Be⸗ richt über die AR⸗Sitzung muß es richtig heißen:„Der Geſamtſchadenprozentſatz in allen Branchen beträgt in die⸗ ſem Zeitraum 41,5 gegen 42,7(nicht 24,7) im gleichen Zeit⸗ raum des Vorjahres. den HANDELS- v ¾˖ WIRTSCHAFT-ZETTUNMG Mittag-Ausgabe Nr. 587 Frankfurfer Abendbörse freundlich Die Abendbörſe hatte bei Eröffnung auf allen Markt gebieten keine ausgeſprochene Tendenz. Es herrſchte inner⸗ halb der Kuliſſe weiteſtgehende Geſchäftsſtille. bisher überſehen ließ, konnten ſich die etwas feſteren Aktien⸗ märkte gut behaupten, dagegen ſchien am Rentenmarkt in einigen Werten weiteres Realiſationsbedürfnis zu beſtehen, So waren ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen mit 97 (97%) angeboten, auch Kommunal⸗Umſchuldung wurde 5 Pfg. unter heute mittag umgeſetzt. Altbeſitz hörte man mit 102% ziemlich unverändert. Im Verlaufe blieb die Börſe, wenig veränderten Kurſen, freundlich. bei allerdings nur Die Schlußkurſe lagen im Vergleich zu Berlin meiſt gut behauptet. Etwas leichter notierten Holzmann mit 76(77), Farbeninduſtrie lagen 7 v. H. feſter. Der im Zuge des Arbeitsbeſchaf⸗ fungsprogramms begonnene Bau eines großen Kraftwerks fand Beachtung. Am Rentenmarkt zeigte ſich ſpäter wieder Kaufintereſſe, ſo daß die anfänglich etwas niedrigeren Kurſe wieder etwas feſter lagen, ſo ſpäte Reichsſchuldbuchforderun⸗ gen mit 97496, ferner wurden Gemeinde⸗Umſchuldung und Zinsvergütungsſcheine höher bewertet, nur Aliheſitz blieben gedrückt. Intereſſe zeigte ſich außerdem für eine Reihe von Induſtrie⸗Obligationen zu den letzten Mittags⸗ kurſen. Von fremden Papieren notierten 3 v. H. Schweiz. Bundesbahn mit 148 unverändert, 3 v. H. Schweiz. Eiſen⸗ bahnrente mit 125 um 1 v. H. feſter. Nachbörſe: J. G. Far⸗ ben 133%, Aku 477, Altbeſitz 1026. U. a. notierten: Com⸗ merz 68%, DD⸗Bank 69/4, Dresdner 71, Reichsbank 140, Buderus 84%, Cement Heidelberg 107, Lahmeyer 108. OGeſchäftsbericht der Engelhard⸗Brauerei Ac, Berlin. 20. Dez.(Eig. Dr.) Die Arbeit in dem am 30. September abgelaufenen Geſchäftsjahr galt der Verwirklichung des in der letzten o. HV bekanntgegebenen Progromms: Siche⸗ rung einer gleichbleibenden Qualität der Erzeugniſſe, tech⸗ niſche Vervollkommnung der Brauſtätten, Verringerung der Schulden, Vereinfachung der Organiſation des Unter⸗ nehmens ſowie Befreiung von Verſchachtelungen und brauereifremden Zweigen. Mit dem früheren Gen.⸗Dir. Nacher konnte ein Vergleich abgeſchloſſen werden, wonach 1. nominell 930 000% Engelhard⸗Aktien der Geſellſchaft zu⸗ floſſen und 2. die ſeit langem angeſtrebte Loslöſung der Engelhard⸗Brauerei aus der Geſellſchaft für Brauereiinter⸗ eſſen erfolgte. Insgeſamt konnte die Engelhard⸗Brauerei bei der Auseinanderſetzung mit Nacher einen Buchgewinn von rund 1,8 Mill./ erzielen. Die Umſatzſteigerung der Geſellſchaft im Berichtsjahr war nur mäßig. Im Bier⸗ ausſtoßgeſchäft gelang es, wertvolle Verbindungen neu on⸗ zuknüpfen. Der b. HV am 16. Januar wird bekanntlich vorgeſchlagen, eine Dividende von 4 v. H. gegen 0 v. H. auf die Stammaktien und 6(0) v. H. auf 92 000, Vorzugsaktien zu verteilen. Die Bilanz weiſt gegen⸗ über dem Vorjahr naturgemäß erhebliche Veränderungen auf. Der Umſatz im laufenden Geſchäftsjahr hat ſich bisher günſtig entwickelt. Die Verwaltung hofft auch 1934/35 mit einem befriedigenden Ergebnis abſchließen zu können. * Wieder 6 v. H. Dividende bei der Brauerei Hen⸗ ninger⸗Kempff⸗Stern AG, Frankfurt a. M. Der Auſſſchis⸗ rat der Brauerei Henninger⸗KHempif⸗Stern beſchloß. der am 29. Januar ſtattfindenden o. HV für das Geſchäfftsjahr 1033⸗34 die Verteilung von w r 6 v. H. Dividende vor⸗ Zzuſchlagen. Der Abſatz hat ſich um rund 9 v. H. ge⸗ hoben. Trotzdem iſt aber jetzt immer erſt die Hälfte des Abſatzes des Jahres 1929-0 erreicht. Auf der Tagesord⸗ nung wird auch ein Antrag auf Abänderung des Firmen⸗ namens in„Henninger⸗Bräu AG, Frankfurt⸗Main“ ſtehen, * Georg Geiling u. Co. Ac, Bacharach⸗Rhein. Das Unternehmen ſchließt 1933 müt einem neuen Ver hu ſt von 118 142(1%, der ſich zuzüglich des Verluſtvortrages von 521 287 044)/ auf insgeſamt 639 474/ ſtelll. Durch HV⸗Beſchluß vom 6. 2. 1934 wurde das Kapitol:1 zuſammengelegt und aus dem Santerungsgewinn der Ver 0 63 940/ aus dem Sanierungsgewinn werden noch für Abſchreibungen auf Vorräte im Jahre 1934 ve, lünſt getilgt. wendet. Im letzten Jahre hat ſich ſeit Aufhebung der Schaumweinſteuer der Umſatz lebhafter geſtaltet, allerdings gehen nur die billigeren Sektmarken. Die Unkoſten wuk⸗ weiter eingeſchrönkt. Die Bankſchulden wurden heruntergedrückt; auch im laufenden Jahre konnten die Bankſchulden weiterhin beacholich ermäßigt werden. Die Bilanz für 1933 zeigt folgendes Bild(in Mill.): Grunß⸗ kapital 1,005(1,005), Reſerven 0,067(0,067), Rückſtellumzen 0,064(0,064), Banbſchulden 0,285(0,31), Warenſchulden 0,066(0,035), Wechſelverpflichtungen 0,021(0,02); auf der anderen Seite betragen das Anlagevermögen 0,36(0,85), Vorräte 0,403(0,536), Außenſtänſde 0,083(0,096). Nach der Kapitalherabſetzung vom 6. 2. 1934, die mit Wirkung vom 1 1. 1984 erfolgte, beträgt das An noch 0,335, geſetzl Re⸗ ſerve 0,083. Auff der anderen Seite ſind Vorräte um rund 64 000„ ermäßigt, während ſich die übrigen Bilanzpoſten nicht verändert haben. Waren und Märkie VLebersee-Geireide-Noſierungen Nenuyork, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß lin Cents per Buſhel, Lokopreiſe) Weizen Manitoba Nr. 1 91; dto. roter Sommer⸗Winter Nr. 2 10656; dto. hard 114; Mais neu ankommende Ernte 101,75; Roggen Nr. 2 ſob Neuyork 67,50; Gerſte Malting 98,75; Mehl Spring wheat clears Fracht unverändert. Chikago, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per Buſhel, Terminpreiſe) Weizen(kaum ſtetig) per Dez. 97986 März 98,2598%; Mai 92,25— 926; Mais(willig) per Dez. 88,50) März 86,25; Mai 83,25; Hafer(kaum ſtetig) Dez. 546; März 51,75; Mai 46,75; Roggen(kaum ſtetig) per Dez. 77,75; März 7636; Mai 75,50.— Lokopreiſe: Weizen roter Winter⸗Sommer Nr. 2 101,50; dto. gemiſchter 102; Mais weißer Nr. 2 100,75; Hafer weißer Nr. 2 56; Gerſte Malting 78124. Winnipeg, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(Tendenz kaum ſtetig! Weizen per Dez. 77,25; März 82,25; Mai 83; Hafer per Dez. 42; März 43,75; Mai 43,75, Roggen per Dez. 58 März 61,50; Mai 62; Gerſte per Dez. 5486 März 5678; Mai 56767 Leinfaat per Dez. 141,8; März 145½; Mai 1449 Manitoba⸗Weizen loko Northern 1 78; dto. 2 74,25 dto. 3 70,75. Buenos Aires, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Pa⸗ pierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Febr. 6,16; März 6,22; Mais per Dez. 6,45; Jan. 6,47; Febr. 6,57; Hafer per Febr. 5,15; Leinſgat(willig) Febr. 11,81; März 11,83. 5 Noſario, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß lin Papierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Febr. 6,15; März 6,20; Mais per Jan. 6,20; Febr. 6,35, Leinſaat per Febr. 11,60 März 11,70. Rotterdam, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß: Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Jan. 2,92; März 3,17; Mai 3,35 Juli 3,50.— Mais lin Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Jan. 72; März 74,25; Mai 69,25; Juli 66,50. Liverpool, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß lin Schilling und Pence) Weizen(100 lb.) Tendenz ruhig; Dez. 3,7% W; März 4,11% W; Mai 5,176 W; Juli 3,3 W.— Mais(100 lb.) Tendenz ruhig; Dez. 21,1 V; Jan. 219 P; Febr. 22,6 V. Amerikanische Schmalz und Schweinemärkie Neuyork, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per 100 Ib.) Tendenz ruhig; Schmalz prima Weſtern loko 1220 dto. middle Weſtern 1205—1215; Talg unverändert. Chikago, 20. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents ver 100 Lb.) Tendenz ruhig; Schmalz per Dez. 11,50 B; Jan. 1150 B; Mai 1187,50; Juli 1205 B; Schmalz loko 1145 Bauchſpeck(tr. geſ.) per Dez. 1475; Jan. 1485; Preiſe füt leichte Schweine 500—565, für ſchwere Schweine 640—655; Schweinezufuhr in Chikago 25 000, im Weſten 81 000. Leinöl⸗Notierungen vom 20. Dez.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſaat Pl. per Dez. 976(9,50); dto. Klk. per Dez.⸗ Jan. 11,50(11¾16); Leinſgatöl lokp 19,50(unv.); Jan. 18,50(unv.); Jan.⸗Febr. 18,75(un.); Mai⸗Auguſt 19,50 (unv.); Baumwollöl ägypt. 20(unv.); Baumwoll⸗St. ägypt. per Dez. 6¼(). Neuyork: Terp. 51(unv.). Sa⸗ van nah: Terp. 6 lunv.). ö Geld- und Devisenmarki Zürich, 20. Dezember Göchlus amflich) Honsionfil. 250 paris 20.38% J Spanien 42.22 ¼8 12.80 J Bakares 805 London 15.24% Hollan 208.75 Verschan 58,25 Off. Renkd. 2 beuyorz 308.50 Berlin 128.95— udspes. bel, 1 Felgien 72.25.— ien off. K. 73,28— helga] 702 Henatpele Ilaſien 26.49 ½ Foſſe—— IAtben 282,— Jonge 200 Paris, 20 Dermber(chlus amtlich). London 74.86 Spaglen 207.75 Kopedhz—.— Ihen euyort 15.15— allen 129.50 J Holland 10.25— Berlin gelglen 354.50 Schwei 491.— Stockholm 387.50] Warschau Amsterdam, 20 Dezember GSchlus amtlici. Berlin 59.41— Belgien 34 60— sd 36.72 ½¼ J Prag London 780,50 Schweſꝛ 47.99— Hopenhsgen 32.82 ½ J privalchs Neuyor? 1477/1 Italien 12.55— Sleckkam 37.67% 0 belt erf 978.62 Madrid 20.25.— Wien—.— I Honatg. London, 20. Dember GSchlu amtlich) Heu 494. Fopenbagen 22,40— Moskau 871.87[ Ichanhal Montreal 419.12 Stehom 19.39/ Ramzsen 490,25 Jokobzms Ame fe: lam 730.25 Oele 19,90 ¼ Honsfanlin. 611.— fu sraſſen Paris 74,84— Ussabon 110,12 Athen 523— Rerik Prüsse 21.10% Hesslagfors 226.75 Mien 26.75 Nontevides ltallen 57.78— prag 11 16 Nanthan 26.25 Lelparai 0 Berlin 12.29 ¼ J Hudspest 26.— Buenos Ates 36,37 duenos dchwel 15.24 Beſgrad 218— io de 412.— if Lenden Spanlen 86,10— Soſſe 412.— Hongkong 17875 J Südaſrike Neuyork, 20, Dezember(Schlud emilidh) Hanbekrzple Ferlin 40,22 en 18.90— Stockheim J 25.49 ½(50 fg.) f. Londbn-Nab. 498.97 Fudsper! 29.85— rüste 23.42— dle. brief 5 60-.-V. 493.12 prag 418.37 J Maar! 13.69— fag. bel Leris 660.12 gelgrad 228.50 J Nontrea! 100,93 prflandelsw. che 82.42— Perscen 18.31 Arg. pap Peso 32.1— deck. hen.45 ½¼ 010 24.94.— ffede lane.32— eo. bollan e 67.66- Kopenhagen 22.07] Japan 28.84] Ilder Hamburger Meiallnoſlerungen vom 20. Dezember Hupfer I bencs- U. Sralts-Ann 5 brief bit Brief belg bezahl Brief] beld 80 50 lane. 84,— 8,75 33,7830.0 308,0—,— Hatten..057, ketrer.50 33,75—. 809.030.0—,— kelasiiber(it. 5. AK). 48.5, 45,75 Ne 4.2538.75— 09.08 8,0—.— Feingld G. p. r..84 0 April. 37.— 36,28. 09,0808, 0. At-Platin(Abfelle Nei 87.7587. 309,080 3,0] Cinap.(n. 5. gr.)..84 2665 zun. 40.89.25... lechg. reines pisſſa 50 lall 40.50 88,75—.—.. beteiher,(c. p. r....750 8, Aagus! 41.— 40,540.74...— Jeptemb. 41.750,75—. Tce Int Oelober 44,2041...= Ahnen fteguläs dülnes.(L fu.) 55.— 5 Noten. 41,041.25—„ buecellber( per Flasche) 11.87 11.87 Dezemb. 8.5088,75— 0803.00. Volframerz dines.(in Sb.) J. 40 * Pforzheimer Edelmetall⸗Notierungen vom 20. Dez. (Mitgeteilt von der Deutſchen Bank und Diskonto⸗Geſell⸗ ſchaft, Filiale Pforzheim): Platin techniſch rein 3,50 je Gramm; dto. 4 v. H. Polladium 3,45 je Gramm; dto. 4 v. H. Kupfer 3,35 je Gramm; Feingold 2840 je Kilo; Feinſilber 48,70—50,50 je Kilo; je nach Abnahme von 50 bzw.—90 Kilo. Frachſienmarki Duisburg-Ruhrori Das Geſchäft war an der heutigen Börſe nicht bef rege. Die Talfracht erfuhr mit 10% ob Ruhrort uud 150„ ab Kanal nach Rotterdam keine Aenderung. Die Bergfracht wurde um 20 Pfg. je Tonne ermäßigt 1 notierte 1,80„ bzw. 2/ ab Kanal Baſis Mannheim. Dis Schlepplöhne erfuhren tal⸗ wie bergwärts keine Aenderuß onders Soweit ſich N TDS v Elnspalti einer Hö 8 Pig. Ste feſſion Bewer ſchäfts Flottes amen sofort ge Weinhe „Breiſacher 4 13 e Jucle 1 Ach. Ex. Näh. u. P 9, d. Geſch. Kase Kase Hasen Has feh-8t Reh Reh Hirsc Hi Wildse 7 Verwandten, Freunden und Bekannten die —— traurige Mitteilung, daß unsere liebe, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante ſtarkt⸗ E nner. Frau EVa Krumm Wie. it ſich ktien⸗ geb. Jung kt in nach längerem Leiden rasch und unerwartet 70 von uns gegangen ist. 1— 79 5 vurde Mannheim(Qu 1,), den 24. Dez. 1934. man Kreitag, 21. 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Wirbel“ 4 Produk Ellen Frank- Rarfeluise Claudius Lizzi Waldmüller 5 ö. in volle 0. Wernicke Zehra Achmed Neuesſe Deulig-Tonwoche der Ula i 55 7 aufbeſch 55 vollbringen Glansleistungen in diesem. Beginn:.00.30.0 Uhr 70 2 1 55 Filmwerk v. gewmalfigen usmaßen! 8 5 Lum d * 185 5 N l antwort ür NEU: FOX-Tonwoche-Aulturfim„ Rund um die Wiesenk Aribert Wäscher, W. Schäffers, paul Heldemann ſchaffen Beginn:„Peer Gynt“.50,.25,.00 Preis 2 Vorprogramm.10,.45,.20. der Ver miſſars eichse Geſetz 6 Preisüb 5 Seite 10 0 der Bef: 2 wachung 5 1 f verordn ſerohe acht Jorsseſdüngil Matonal-Theaterwanan 28 Freitaz, den 21. Dezember 1934 8—. ö 1 1. W Zuspruch und Erfolg Vorstellung Nr. 103——————————————— 1 5 1000 Wünsche Miete FNr. 9 Sondermiete FNr. 5 Herstellungsgruppe: Günther Stapenhotst- Splelleltung; Gerh. lempteem pflichtur 5 zwingen zu nochmaliger 2 2 Die e a dutes 2 5 Wiederholung Kön igskinder ſchäd lich amstag, 22. Dez. 10.50 abds. a 8 else... Vin eee ö 5 a 8 2 Musikmärchen in 3 Bildern 887 LeSpolene n Güt a paradies de Schönhei Musik von Engelbert Humperdinck Keiser um 5 die 5 f Text von Ernst Rosmer Prinzessin Turen dot. Köthe von Nogy ö redes Anf. 19.30 Un 1 5 10 Re! VVV ö den 3B————— Das Spezial⸗ Starkbier bolet, der Vogelhendl en... WIlhy Fritsch 8 ö ö Wüllbe d„„„%%¶᷑P: peu en Höh Nelgidchclien Oberflch ter„„Albert Wescher 28 Die Des werwolle Geschente prinz Samerk eng paul Heldemenn Fun de zu feln em prels von Henkeerrrr. Setheid Demmenn rr we f ö ren erb 222 2 Dle neuen Weltschlegef— Nusik von Frenz Doelle: 2. Di * N 5 ö** I.„Mir wolln mal wieder bummeln geh'n“ ben den elner du, rege undes Turandot, bezaubernde Turandot“ S PTHAdeplafz 5 8 5 1 5 der Feſttrunk m prochtigen Peſptogtemm:, Gore Fock“, ein Nennefim—, Hets- 1 3 dam!, der neue ferbenfiim det te · Ole neueste Uta- Wochenschau Bcung 5 LUANA Julie; von be ſo nöderer Süte Beginn: Wochentegs àb.50 Uhr. Sonn- und Felertags ab.00 Uhr. finden 1 5 dul den Brettem? 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