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Wenn dieſe Ausführungen zutreffen, ſo bedeutet das, daß die franzöſiſche Regierung nach wie vor darauf beſteht, oͤſle Mächte der Kleinen Entente als ein politiſches Staatengebilde zu betrachten und die Kleine Entente als ſolche an dem franzöſiſchen Abkommen teilnehmen laſ⸗ ſen will. Beneſch und Titulescu ſollen nach den Blättern bereits fernmündlich ihre Zu⸗ ſtimmung gegeben haben. Die Zuſage Jef⸗ titſchs ſei nicht zweifelhaft. Auch die engliſche Regierung ſtehe dieſem Plane wohlwollend gegenüber. Die Frage ſei nur, bob die italieniſche Regierung ſich angeſichts ihres Abkommens mit Ungarn, das ſicher auch einen vorläufig noch nicht bekannten politiſchen Teil enthalte, bereiterklären könne, die franzöſiſchen Vorſchläge anzunehmen. Im Jalle einer Ablehnung werde die franzöſiſche Regie⸗ rung von der vorläufigen Fortſetzung der Verhand⸗ lungen abſehen, da ſie der Anſicht ſei, daß dann für eine gewiſſe Zeit ſämtliche Möglichkeiten neuer Vor⸗ ſchläge erſchöpft ſeien. Pertinax vom„Echo de Paris“ ſcheint weniger gut unterrichtet zu ſein, wenn er bei der Anführung der beiden Hauptpunkte der franzöſi⸗ ſchen Vorſchläge Rumänien ausläßt. Denn gerade die Beteiligung der Kleinen Entente als politiſcher Staatenbund, war einer der Hauptpunkte, an dem Frankreich unbedingt feſthält. Man rechnet in hieſi⸗ gen politiſchen Kreiſen damit, daß der franzöſiſche Botſchafter in Rom noch heute Gelegenheit haben werde, dem Duce die neuen Vorſchläge zu unter⸗ breiten, und daß die Antwort möglicherweiſe noch heute oder ſpäteſtens am Sonntag in Paris vorliegt. Im günſtigſten Falle würde Laval dann ſeine Reiſe am 2. Jauuar antreten. Abreiſe Lavals ſchon am 2. Januar? — Paris, 29. Dez. Das„Petit Journal“ behaup⸗ tet, Laval werde höchſtwahrſcheinlich am 2. Januar unmittelbar nach dem Miniſterrat, der an dieſem Tage ſtattfindet, nach Rom abreiſen. Er werde drei Tage in Rom verbringen; davon ſeien zwei für die Verhandlungen mit Muſſolini und einer für eine Begegnung mit dem Papft vorgeſehen. And Oeſterreich? Es will keine Garantie der Klein⸗Entente — Rom, 29. Dezember. Der im allgemeinen gut unterrichtete Vertreter des„Lavoro Faſciſta“ in Wien will aus beſter Quelle erfahren haben, daß Oeſterreich nicht geneigt ſei, einen internationalen Ga⸗ rantiepakt für ſeine Unabhängigkeit anzu⸗ nehmen, an dem außer den vier Großmächten Eng⸗ land, Frankreich, Deutſchland und Italien auch noch die Kleine Entente teilnehmen würde. Gründe der nationalen Würde verböten es Oeſterreich, eine Unabhängigkeitsgarantie von Staaten anzunehmen, die früher unter Oeſterreichs Hoheit ſtanden. „Keine übertriebenen Hoffnungen“ (Funkmeld ung der NM.) f 5 O Paris, 29. Dezember. Im„Figaro“ warnt Wladimir'Ormeſſon vor übertriebenen Hoffnungen auf ſofortige Auswirkungen der Romreiſe Lavals. Man könne wohl von einer franzöſiſch⸗italieniſchen Annäherung eine weſentliche Beſſerung der gegenwärtigen poli⸗ tiſchen Lage in dieſem Teile Europas erwarten, aber man dürfe keine Umwälzungen erhoffen. Wirklichkeiten ließen ſich nicht wie Schachfiguren ver⸗ ſetzen. Was beſonders Oeſterreich angehe, ſo werde ſich die Tätigkeit Frankreichs und Italiens not⸗ gedrungen darauf beſchränken müſſen, die zuſammen mit England abgegebene Erklärung zu erneuern und die mitteleuropäiſchen Mächte des Donaubeckens einzuladen, ſich zu beteiligen. Frankreich und Italien würden gewiſſe Grundſätze aufſtellen und in ſpäteren Verhandlungen verſuchen, die größtmögliche Anzahl anderer Mächte zu ihrer Anerkennung zu be⸗ Sie beſteht aus zwei Haupt⸗ 1 ort gui Die neuen Luftfahrtpläne Dr. Eckeners Lebhafter Widerhall in der engliſchen Preſſe Meldung des DNB. — London, 29. Dezember. Die Londoner Abendblätter befaſſen ſich ausführ⸗ lich mit den neuen deutſchen Plänen auf dem Gebiete der Luftſchiffahrt. Der„Evening Standard“ veröffentlicht eine ſernmündliche Unterredung, die die Redaktion des Blattes mit dem in Friedrichshafen weilenden Dr. Eckener hatte. Danach plane Eckener die Einrich⸗ tung eines l4tägigen oder vielleicht auch 12tägigen Luftſchiffdienſtes zwiſchen Europa und den Vereinigten Staaten, der im nächſten Juli eröffnet werden ſolle und möglicherweiſe ouch England als Zwiſchenſtation einſchließe. Nach dem erwähnten Blatt führte Dr. Eckener alsdann wört⸗ lich aus: Ich werde nicht den„Grafen Zeppelin“ für dieſe Flüge benutzen, denn dieſes Luftſchiff ſoll ſeine Flüge nach Rio de Janeiro Ende März nächſten Jahres fortſetzen. Das für die Flüge nach den Ver⸗ einigten Staaten beſtimmte Luftſchiff wird zur Zeit gebaut und ich hoffe, es im nächſten Jahr fertig zu haben. Zunächſt werde ich einen langen Probeflug unternehmen und etwa im Jutli 1935 gedenke ich, einen regelmäßigen Dienſt von Friedrichshafen nach den Vereinigten Staaten be⸗ ginnen zu können. Alle erforderlichen Vorkehrun⸗ gen ſind mit dem amerikaniſchen Marineminiſterium verabredet. Das Luftſchiff wird Lakehurſt, den Luft⸗ ſchiffhafen von New Jerſey, anfliegen. Die Verein⸗ barungen ſehen die Erweiterung der Anlagen in Lakehurſt vor. zeit bis Lakehurſt wird 55 Stunden und für den Rückweg nach Europa 48 Stunden be⸗ tragen. Nach den Vorführungsflügen hoffe ich, eine Zwiſchenſtation in England einrichten zu können. Die Verhandlungen hierüber haben allerdings noch nicht begonnen. Wenn der neue Luft⸗ ſchiffhafen in Frankfurt a. M. 1936 fertig iſt, wird der geſamte Luftſchiffverkehr von dort aus betrieben. Er wird ſich nach Nord⸗ amerika, Südamerika und, wie ich voraus⸗ ſagen darf, auch nach Batavia erſtrecken. Mit den holländiſchen Behörden verhandele ich zur Zeit noch. „Evening News“ laſſen ſich von ihrem Ber⸗ liner Vertreter ebenfalls eingehend über die Pläne Dr. Eckeners und über die Verlegung der Luftſcheſf⸗ baſis von Friedrichshafen nach Frankfurt a. M. be⸗ richten. England moderniſiert ſeine Territorial-Armee Großzügiger Ausbau der Luftverteidigung geplant (Funkmeldung der NM) O London, 29. Dezember. Wie der militäriſche Mitarbeiter des„Daily Telegraph“ berichtet, ſind bedeutſame Aen⸗ de rungen in der Organiſation der Terri⸗ torialarmee geplant. Sie zielen darauf ab, die „Bürgerwehr“ der modernen Kriegsführung an⸗ digung geeigneter zu machen. Im Januar sollen die Vorſchläge den führenden Territorialoffizieren auf einer Konferenz vorgelegt werden. Ein wichtiger Punkt des Planes ſoll ſich auf die Umwandlung eines weſentlichen Teiles der Londoner Terri⸗ torialdiviſionen in Luftabwehrabtei⸗ lungen zum Schutze der Hauptſtadt und ihrer Um⸗ gebung beziehen. Der Mitarbeiter berichtet, die größte Umſtellung ſei im Gebiete der Hauptſtadt zu erwar⸗ ten. Die Vorſchläge bezögen ſich auch auf alle anderen Landesteile, beſonders die Küſtenbezirke. Man glaube, daß ein hinreichendes Netz der Luftverteidigung mehr als hundert neue 9 zupaſſen und ſie für die Aufgaben der Landesvertet⸗ aumee umzuwandeln. Gruppen mit Flugzeugabwehrgeſchüttzen und Scheinwerfern und ein Perſonal von unge⸗ fähr 40 000 Offizieren und Mannſchaften er⸗ fordern wütrde. Der einzige Weg, die Unkoſten zu vermindera, be⸗ ſtehe darin, keine neuen Truppenkörper aufzuſtel⸗ len, ſondern einen Teil der jetzigen Territorial⸗ Zugunſten einer ſolchen Po⸗ litik werde darauf hingewieſen, daß die beſtehenden 14 Territorialdiviſionen, die von der Haldane⸗Or⸗ ganiſation von 1908 herrühren, den Aufgaben des modernen Krieges nicht mehr angepaßt ſeien. Ge⸗ genwärtig beſitze London nur zwei Luftabwehrbri⸗ gaden, von denen jede zwei Abteilungen Luftabwehr⸗ artillerie und ein Scheinwerferbataillon umfaſſe. Sie genügten aber nur zur Verteidigung des inne⸗ ren Ringes. Anſcheinend werde geglaubt, daß die Umwandlung von zwei Infanteriebataillonen oder, falls die Rekrutierung ſich nicht beſſere, von dreien oder einer ganzen Infanteriebrigade für die Bil⸗ dung einer modernen Luftabwehrbrigade genügen würde.. wegen. Es handelt ſich alſo nicht um ſenſationelle Ereigniſſe, aber wenn man das geſteckte Ziel er⸗ reiche, ſo müſſe man zugeben, daß es mehr wert ſei als eine Senſation. 7 805 Eine Begegnung John mit Muſſolini? (Funkmeldung der NM.) Paris, 29. Dezember. Die römiſchen Berichterſtatter der großen fran⸗ zöſiſchen Blätter erklären, daß man an amtlichen italieniſchen Stellen nichts von einer Begeg⸗ nung Sir John Simoms mit dem Duce wiſſe. — Ein Sonderberichterſtatter des„Matin“ hatte Ge⸗ legenheit, Sir John Simon in Cannes zu ſprechen und ihn um eine Stellungnahme zu dieſen Gerüchten zu bitten. Sir John Simon erwiderte, daß er auf Urlaub ſei und ſich demnächſt nach Monte Carlo be⸗ geben werde. Der Frage einer möglichen Zuſammenkunft mit Muſſolini wich er aus, ohne ſie aber in Abrede zu ſtellen.— Die beiden Mitarbeiter des engliſchen Außenminiſters im Foreign office ſind am Freitag in Cannes eingetrof⸗ fen. = Simons Deutſch⸗chileniſches Wirtſchaftsabkommen — Berlin, 29. Dez. Die ſeit einigen Wochen in Santiago de Chile zwiſchen einer deutſchen Wirt⸗ ſchaftsdelegation und den zuſtändigen Stellen im Geiſte freundſchaftlicher Verſtändigung geführten Verhandlungen haben zur Unterzeich⸗ mung eines Abkommens geführt, deſſen In⸗ halt zu einem ſpäteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden wird. Angeſichts der traditivnellen herzlichen deutſch⸗chileniſchen Beziehungen kann angenommen werden, daß das geſchloſſene Abkommen eine gute Grundlage für die zukünftige Entwicklung und den Ausbau der Handelsbeziehungen zwiſchen den bei⸗ den Ländern iſt. chileniſchen Der Memelländer Prozeß Meldung des DNB. — Kowno, 29. Dezember. Am Freitag wurde im Memelländer Prozeß die Vernehmung der Angeklagten fortgeſetzt. Sie Kürfte ſich, falls keine unvorhergeſehenen Zwiſchenfälle ein⸗ treten, bis zum Beginn der Zeugenvernehmung am 7. Januar hinziehen. Der neunte Verhandlungstag wurde mit der Vernehmung von fünf weiteren früheren Mitglie⸗ dern der Saß⸗Partei abgeſchloſſen. Die Angeklagten äußerten ſich zu jeder noch ſo verfänglichen Frage des Vorſitzenden und der beiden Staatsanwälte ohne Zögern. Alle beſtritten einmütig die Beſchulöigung, daß ihre Partei einen bewaff⸗ neten Aufſtand vorbereitet hätte. Es ſei nicht ein⸗ mal davon geſprochen worden, daß das Memelgebiet von Litauen abgetrennt werden ſollte. Die ſoge⸗ wannten Sturmkolonnen, die in der Anklageſchrift als Beweis für die„militäriſche Vorbereitung“ eines bewaffneten Aufſtandes angeführt würden, ſeien lediglich eine Zuſammenfaſſung der Jugend für Dienſtleiſtungen der Partei geweſen und ſeien nicht Sturmkolonnen, ſondern Stammes⸗Kretſe genannt worden. Der Führer dieſer kurz„Sg“ genannten Organiſation erklärte, daß weder von theoretiſchen noch praktiſchen militäriſchen Uebungen die Rede ſein könne. Er ſelbſt habe noch nie eine Waffe in der Hand gehabt, geſchweige denn ſeine viel jüngeren Kameraden. Bei der Befragung dieſes Angeklagten durch den Staatsanwalt, ob er nicht anläßlich eines Gratulationsempfanges am Geburts⸗ tage ſeines Führers Saß mit ſeinen Kameraden in Uniform erſchienen ſei, antwortete er, der Würde des Tages entſprechend hätte er befohlen, daß man in ſchwarzer Hoſe und im Zylinder antrete. Ob dies als Uniform gelten könne, das überlaſſe er der Be⸗ urteilung des Staatsanwalts. Die durchſchnittliche Flug⸗ 145. Jahrgang- Nr. 596 Rothermere über Deuiſchland Meldung des DNB. — London, 29. Dezember. „Daily Mail“ veröffentlicht einen aus München überſandten Weihnachtsaufſatz ihres Beſitzers Lord Rothermere, in dem dieſer den tiefen Eindruck, den er offenbar von dem neuen Deutſchland und ſeinem Führer empfangen hat, in beredten Wor⸗ ten ſchildert. Er ſagt u.., Wunder werden vom Glauben bewirkt. Die Deutſchen haben einen neuen und ſtarken Glauben gefunden. Dieſer Glaube hat das Wunder zuſtande gebracht, die Berge von Schwierigkeiten zu zerſetzen, die ihren Weg zur nationalen Geneſung verſperrten. Aber er hat noch mehr zuſtande gebracht. Er hat Deutſchland eine neue Seele gegeben. Die letzten zwei Jahre haben wir einen politiſchen Prozeß begleitet, der ſo tief und ſo weitreichend in ſeinen Wirkungen iſt wie die große franzöſiſche Revolution, Ein ſolcher Wechſel in der Weſensart eines Volkes, in ſeinen inneren Verhältniſſen, in ſeiner internationalen Stellung und ſogar in dem einfachen Auftreten der einzelnen iſt niemals zuvor in der Geſchichte in ſo kurzer Zeit voll⸗ bracht worden. Deutſchland iſt das neue Sparta. Der gleiche Geiſt nationaler Diſziplin und Selbſtauf⸗ opferung, der ein paar tauſend Einwohnern einer kleinen griechiſchen Stadt einen dauern⸗ den Platz in der Geſchichte erwarb, wird hier von 67 Millionen Menſchen von neuem be⸗ währt, die in mancher Beziehung das intel⸗ ligenteſte, fleißigſte, edelſte und abgehärtetſte Volk der Welt iſt. Wenn eine ganze Generation unter dem national ſozialiſtiſchen Syſtem groß geworden ſein wird, wird Deutſchland eine Nation von einer Art Ueber⸗ menſchen ſein. Welcher Zauber hat die deutſchen Herzen wieder mit Hoffnung erfüllt, deutſchen Augen den Glanz des Mutes und Selbſtvertrauens gegeben und dieſe mächtige Nation begeiſtert, ſo daß man ſich in ihrer Mitte wie in einem rieſigen Krafttoerk fühlt? Die Antwort lautet: Hitler. Ohne Hitler wäre nichts von alledem geſchehen. Während der vergangenen Woche habe ich mehrfach Gelegenheit gehabt, mit dieſem einzigartigen Führer ſeiner Landsleute zu ſprechen und ihm zuzuhören. Es liegt etwas in Hit⸗ lers Perſönlichkeit, was ſich dem Geiſt ſofort und unauslöſchlich einprägt. Seine Augen haben eine bemerkenswerte magnetiſche Kraft. Seine tiefe Stimme iſt eindrucksvoll und überzeugend. Aber hin⸗ ter dem äußeren Bilde eines Mannes, der ſich bereits in der modernen Geſchichte Europas ſo entſchieden eingezeichnet hat, fühlt man die Kraft ſeiner Ueber⸗ zeugung, daß er eine ihm vom Schickſal geſtellte Auf⸗ gabe erfüllt: Deutſchland wieder auf ſeine Füße zu ſtellen. Lord Rothermere ſpricht dann den Wunſch aus, daß Deutſchland und England„nach einer Ent⸗ fremdung von mehr als 20 Jahren, wieder zuſam⸗ menkommen möchten.“ Jugenofahrten in den deutſchen Oſten Von unſerem Berliner Büro Berlin, 29. Dezember. Der Stellvertreter des Reichsjugendführers, Stabsführer Lauterbacher, hat einem Vertreter der„Preußiſchen Zeitung“ in Königsberg intereſſante Ausführungen über die für 1935 von der Reichs⸗ jugendführung geplanten Maßnahmen gemacht. Da⸗ nach wird die Reichsjugendführung ſich in beſonde⸗ rem Maße im neuen Jahre der oſtpreußiſchen Jugend annehmen und die geſamte deutſche Ju⸗ gend für dieſes ſchöne deutſche Land im Oſten inter⸗ eſſieren. Es werden vor allem Oſtpreußen⸗ fahrten der H von einer Zentralſtelle der Reichsjugendführung aus veranſtaltet werden, die das ganze Jahr über Hitlerjungen nach allen Teilen Oſtpreußens führen werden. Außerdem ſoll der Schaffung von Heimen und der Verſorgung mit Rundfunk-, Turn⸗ und Sport⸗ geräten für die oſtpreußiſche HJ große Aufmerk⸗ ſamkeit geſchenkt werden. Am 24. Januar ſollen in der Marienburg 700 Jungbannfahnen des Jung⸗ volkes und der Hitler⸗Jugend geweiht werden. Im Anſchluß daran findet am 25. Januar in Königs⸗ berg eine Tagung ſämtlicher Gebietsführer, Gebiets⸗ jungvolkführer und Obergauführerinnen ſtatt. Bei dieſer Tagung werden Gauleiter und Oberpräſident Koch und Profeſſor von Grünberg den Teilnehmern Inhalt und Ziel des Aufbaukampfes für Oſtpreußen verdeutlichen. Auch der Reichsjugendführer wird ſprechen. Im Mai und Juni ſoll eine weitere Tagung in Maſuren ſtattfinden, an die ſich eine große Oſtpreußenfahrt anſchließen wird. Wie Lau⸗ terbacher zum Schluß ausführte, wird der Reichs⸗ jugendführer im Frühjahr eine große Oſtpreußen⸗ fahrt anſetzen. 5 2. Seite/ Nummer 396 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Samstag, 29. Dezember 1934 Die Zechſelſtubenpolitik des Herrn Nicklaus Der Beleidigungsprozeß gegen den Mirtſchaftsberater der Deutſchen Front in Saarbrücken Meldung des DNB. — Saarbrücken, 28. Dezember. Vor dem Oberſten Abſtimmungs⸗ gerichtshof des Saargebietes begann am Frei⸗ tag der mit großer Spannung erwartete Prozeß um den Se paratismus und die ſeltſame Wechſelſtuben politik des ſaarländi⸗ ſchen Eiſenbahnpräſidenten Nicklaus. Es handelt ſich bei dieſem politiſch bedeutſamen Prozeß um ein Strafverfahren, das die Regierungs⸗ kommiſſion des Saargebiets gegen den Wirt⸗ ſchaftsberater der Deutſchen Front, Dr. Sapekouls, wegen Beleicigung des Eiſen⸗ bahnpräſidenten Nicklaus angeſtrengt hat. Die Be⸗ leidigungen ſollen in einem von Dr. Savekouls in der von ihm herausgegebenen Wochenzeitung„Der Trutzbund“ erſchienenen Artikel enthalten ſein. In dieſem vor etwa zwei Monaten erſchienenen Artikel wurde Herrn Nicklaus vorgeworfen, daß er in der Wechſelſtelle des ihm unterſtellten amtlichen Reiſe⸗ büros Reichsmark in Hartgeld und Banknoten in Mengen und zu Kurſen aufgekauft hat, die den von der Reichsbank herausgegebenen Devi⸗ ſenvorſchräften widerſprechen, zumal es ſich in erſter Linie um Beträge handelt, die aus ille⸗ galer Regiſtermark ſtammen. Die Saarbahnen hat⸗ ten ſeinerzeit dieſe Markbeträge der Reichsbahn zum Zahlungsausgleich angeboten; die Reichsbahn hatte jedoch die Annahme abgelehnt. Daraufhin hatte die Wechſelſtelle weitere Markannahmen verweigert und dieſe Weigerung durch Plakatanſchlag bekannt⸗ gegeben, was zu einer großen Beunruhigung in der Scarbevölkerung und zu Gerüchten über eine bevor⸗ ſtehende Inflation in Deutſchland führte. Dr. Savekoul hatte Nicklaus in dem Artikel vorgeworfen, daß er mit dieſer Wechſelſtuben⸗ politik im Sinne des Separatismus gearbei⸗ tet habe und daß dieſe Haltung, die mit ſeiner politiſchen Geſinnung übereinſtimme, eine Pflichtverletzung ſowohl in ſeiner Eigenſchaft als ſaarländiſcher wie als beurlaubter deut⸗ ſcher Beamter ſei. Die Verhandlung wird in ohjektiver und ſach⸗ licher Weiſe von dem Schweizer Oberrichter Cou⸗ det geführt. Als Staatsanwalt fungiert der Luxem⸗ burger Haammes, die Verteidigung des Ange⸗ klagten Savekoul ſowie zweier gleichfalls angeklag⸗ ter ſaarländiſcher Redakteure Weber und Spin d⸗ ler liegt in den Händen des bekannten Strafrecht⸗ lers Profeſſor Friedrich Grimm⸗Eſſen, ſo⸗ wie der ſaarländiſchen Rechtsanwälte Dr. Pfor z und Dr. Dietz.— Präſident Nicklaus tritt ge⸗ meinſam mit ſeinem Rechtsanwalt Philippi als Ne⸗ benkläger auf. Die Vernehmung des Eiſenbahnpräſidenten Nicklaus geſtaltete ſich zu einem mehr als aufſchlußreichen un⸗ gewollten Bekenntnis ſeiner ſeparatiſtiſchen Um⸗ Kkriebe und Machenſchaften, zu denen er ſein Amt als Eiſenbahnpräſident und hoher ſaarländiſcher Be⸗ amter mißbrauchte. Nur mühſam wollte er mit der Sprache heraus. Nicklaus mußte, wenn auch nur ſehr gewunden, zugeben, daß er Markbeträge zu ſehr niedrigen Kurſen angekauft hat. Als Begründung führte er nicht nur unter Schmun⸗ zeln der ſaarländiſchen Zuhörerſchaft an, daß er ſich hier im Saargebiet nicht unter Kuratel einer für uns privaten Bank, der Reichsbank,„ſtellen brauche und daher die deutſchen Deviſenvorſchriften außer Acht laſſen könne“. Nicht ſonderlich ſympathiſch war er allerdings berührt, als ihm mehrmals bedeutet wurde, daß ſich ſelbſt franzöſiſche und andere ausländiſche Banken Ioyalerweiſe an die Einrichtungen der deutſchen De⸗ viſenvorſchriften hielten, während er ſkrupellos, ſo⸗ weit es ihm nur irgend möglich war, Regiſtermark⸗ beträge aufkaufte. Immerhin brachte Nicklaus den Mut auf, für die Wechſelſtubenpolitik des amtlichen Reiſebüros verantwortlich zu zeichnen, wenn er auch verſchiedentlich eine frappante Unkenntnis der dorti⸗ gen Vorkommniſſe an den Tag legte. So wollte er ſich abſolut nicht genau erinnern können, daß durch illegale Regiſtermarkaufkäufe die nette Summe von 150 000 Reichsmark in der Zeit vom 1. bis 20. Oktober in ſeiner Wechſelſtelle aufgekauft wurde, daß Leute aus den entfernteſten Orten, aus Loth⸗ ringen und Nancy, herbeiſtrömten, da überall be⸗ kannt war, wie gut und erfolgreich man ſeine Reichsmarkbeträge bei der amtlichen Wechſelſtelle des Saargebietes loswerden konnte. Auch wollte Herr Nicklaus abſolut nichts von dem ominöſen Schild wiſſen, das ſeinerzeit zur größten Beunruhi⸗ gung der Saarbevölkerung und zur wilden Schaden⸗ freude der ſeparatiſtiſchen Preſſemeute die Verwei⸗ gerung der Markannahme bei der Wechſelſtelle ver⸗ kündete. Es war beſonders peinlich für Herrn Nick⸗ laus, als zwei ſeiner Angeſtellten aus der Wechſel⸗ ſtelle ausſagten, die Genehmigung ihres Chefs zum Aushängen des Schildes eingeholt zu haben. Außerdem erklärten ſie, daß das Schild faſt 48 Stunden ausgehangen habe. Bezeichnend war, daß Herr Nicklaus zur Recht⸗ fertigung ſeines ſtändigen Umganges mit den Füh⸗ rern der Separatiſten anführte, er müſſe ſich über die politiſche Lage unterrichten, um rechtzeitig Vor⸗ kehrungen gegen einen Putſch(ö) treffen zu können. Wenn auch ſehr zögernd, mußte er zugeben, daß die Separatiſten, wie Matz Braun, Hoffmann, Max Waltz, Prinz Löwenſtein, Pater Dörr uſw. ſtändig bei ihm ein⸗ und ausgingen und während ſeiner Dienſtzeit die Gründung der „Neuen Saarpoſt“ und die angebliche Fälſchung der Abſtimmungsliſten beſprochen wurde. Durch die Fragen der Verteidigung völlig in die Enge getrieben, fragte Nicklaus ſchließlich den Präſt⸗ denten des Abſtimmungsgerichtes, ob er ſich derar⸗ tige„inquiſitoriſche“ Fragen weiter gefallen laſſen müſſe, worauf ihm Präſident Goudet bedeutete, daß es allein dem Abſtimmungsgerichtshof zuſtehe, über die Zuläſſigkeit von Fragen zu entſcheiden. Höchſt merkwürdig geſtalteten ſich die Verſuche, die Sekretärin Nicklas, Fräulein Schwarz, zu einer Zeugenausſage zu bewegen. Offenbar genau von ihrem Chef inſtruiert, verſuchte ſie immer wieder unter Berufung auf ihre Schweigepflicht als Beamtin einer Ausſage zu entgehen, obwohl das Abſtimmungs⸗ gericht es ausdrücklich in ihr Ermeſſen ſtellte, die von der Verteidigung vorgebrachten Fragen über außer⸗ dienſtliche Dinge zu beantworten. Da eine derartige Beantwortung doch nicht unter die Abmachungen mit ihrem Chef fiel, verharrte Fräulein Schwarz in einem verſtockten und hilfloſen Schweigen. Am Nachmittag wurde ſodann bekanntgegeben, der als Zeuge geladene Matz Braun laſſe ſich damit entſchuldigen, daß er angeblich das Bett hüten müſſe. Der gleiche Herr Braun der nicht genug den Hauptverteidiger Profeſſor Grimm ſchmähen und ihm Feigheit vorwerfen konnte, entzog ſich ſeiner heutigen Zeugenvernehmung und der Recht⸗ fertigung ſeiner Partei vor dem ehrenrührigen Vor⸗ wurf des Separatismus durch eine diplomatiſche Krankheit. Der Generalſtaatsanwalt Haammes(Luxemburg) ſuchte in ſeinem Plädoyer weniger Anklage gegen die Angeklagten zu erheben als den völlig im Mittel⸗ punkt des Prozeſſes ſtehenden Präſidenten Nicklaus zu verteidigen. Seine Ausführungen mußten in ver⸗ ſchiedenen Punkten einiges Befremden erregen, ſo z. B. wenn er die Wechſelſtubenpolitik des Präſiden⸗ ten Nicklaus in Schutz nahm und behauptete, Nicklaus brauche ſich ebenſo wenig an die deutſchen Deviſen⸗ vorſchriften zu halten wie an die franzöſiſchen oder ſpaniſchen. Wenig Verſtändnis brachte der Staats⸗ anwalt auch für die weſentliche Tatſache auf, daß Präſident Nicklaus neben ſeiner Eigenſchaft als Völ⸗ kerbundsbeamter auch beurlaubter deutſcher Beamter ſei und deswegen aus ſeinem früheren Dienſtverhält⸗ nis gewiſſe Pflichten moraliſcher und rechtlicher Natur übernommen habe. Der Staatsanwalt erblickte in der völlig außerhalb des allgemeinen Intereſſes geratenen Urſache des Prozeſſes, nämlich in dem Artikel Dr. Savelkouls„Eiſenbahnpräſident Nicklaus und der Separatismus“ eine Verleum⸗ dung des Eiſenbahnpräſidenten und be⸗ antragte gegen den Verfaſſer eine Geldſtrafe von 5000 Franken, gegen den verantwortlichen Schriftleiter der Tageszeitung„Deutſche Front“ vor, Die gleiche Strafe ſchlug er für den verantwortlichen Schriftleiter der aTgeszeitung„Deutſche Front“ vor, in deſſen Blatt ein Artikel erſchienen war, der ſich mit dem gleichen Tatbeſtand befaßte. Profeſſor Grimm hält ſeine Verteidigungsrede — Saarbrücken, 29. Dezember. Hatte ſchon die Beweisaufnahme des Freitags Herrn Nicklaus moraliſch völlig er⸗ ledigt, ſo waren die Plädoyers der drei verteidi⸗ genden Rechtsanwälte für ihn erſt recht nieder⸗ ſchmetternd. Das große Plädoyer von Profeſſor Friedrich Grimm⸗Eſſen geſtaltete ſich zu einer überragenden Auseinander⸗ ſetzung mit dem Begriff des Separatis mus und zu einer rückſichtsloſen Abrechnung mit den ak⸗ tiven Vorkämpfern dieſer Idee, zu denen im vor⸗ liegenden Falle, vor aller Welt bewieſen, ein hoher ſaarländiſcher Beamter, der Eiſenbahnpräſident Nick⸗ laus, zu rechnen iſt. In ſeinen grundſätzlichen Ausführungen über den Separatismus ſtellte Profeſſor Grimm feſt: Der Name„Separatismus“,„Abſonderung“,„Abtren⸗ nung“, iſt in den Kämpfen der Nachkriegszeit zu einem feſtſtehenden Begriff geworden. Man bezeich⸗ net bei uns heute mit Separatismus die Beſtrebun⸗ gen der rheiniſchen Sonderbündler, die unter Dr. Dorten, Smeets und Matthes 1919 und 1923 die Bildung eines beſonderen rheiniſchen Staates er⸗ ſtrebten. Dieſer Separatismus hat ein doppeltes Element. Das Element des Separierens, der Ab⸗ trennung und zum anderen, was über den Wort⸗ laut hinausgeht. Für die Menſchen vom Rheinland war das Weſentliche das, was den Separatismus ſo beſonders verächtlich macht: ein gewiſſes Vorſchubleiſten derjenigen gegen die deutſche Einheit gerichteten Politik, die man in Frankreich die klaſſiſche, die traditio⸗ nelle die hiſtoriſche Politik nennt, die Man⸗ rice Barrés als„die fixe Idee Frankreichs“ bezeichnete, und die man auch das Teſtament Richelieus oder das Programm der natürlichen Grenzen genannt hat. Wir identifizieren die Träger dieſer Politik nicht mit dem franzöſiſchen Volk. Wir wiſſen, daß heute Millionen von Franzoſen über dieſe Frage, die das Kernſtück des deutſch⸗franzöſiſchen Problems über⸗ haupt bildet, genau ſo denken wie wir, daß Mil⸗ lionen von Franzoſen darauf warten, daß die jetzige Auseinanderſetzung eine entſcheidende Klärung die⸗ ſer Frage herbeiführt und die Unterlage dafür ſchafft, daß dieſe unſelige Politik Richelieus endlich überwunden werde. Die Abſplitterungsbeſtrebungen an der Saar be⸗ kamen erſt eine Sonderexiſtenz, als nach dem Ruhr⸗ kampf und der Rheinlandräumung Separatismus erledigt war. Damals geſinnten in beiden Ländern verſucht der Rheinlandräumung auch die großen Umwälzung in Deutſchland, als die Emigranten ins Saarland kamen, wie der. Man ſchöpfte neue Hoffnung. Ein unmittelbarer Anſchluß an Frank⸗ reich kam auch jetzt noch nicht in Frage. Aber man konnte das Ziel vielleicht in Etap⸗ pen erreichen. Die Etappe, die man mit Hilſe der Emigranten für 1935 propagieren wollte, war der Status quo. Der Status quo iſt heute die franzöſiſche Löſung. Wenn der Status quo käme, ſo würde Deutſchland ſeine Souveränität über das Saargebiet automa⸗ tiſch verlieren. Die Saarbewohner würden ihre deutſche Staatsangehörigkeit verlieren; ſie würden Auslandsdeutſche. Die Behauptung von der zweiten Ab stimmung iſt eine furiſtiſche Un m öglich⸗ keit, und die leeren politiſchen Verſprechungen, die man in Genf gemacht hat, ſind juriſtiſch und politiſch wertlos. Sie ſind nur geeignet, Verwirrung zu ſtif⸗ ten und der antideutſchen Status quo ⸗ Propaganda Waffen zu geben. Profeſſor Grimm kam ſodann eingehend auf die gegen Dr. Savelkouls erhobene Anklage zu ſprechen und führte aus, daß der Angeklagte durchaus in Wahrung be⸗ rechtigter Intereſſen gehandelt habe. Er iſt Wirtſchaftsberater der Deutſchen Front. Als ſolcher hatte er die Aufgabe, in dem ſich heule abſpielenden Abſtimmungskampf überall, beſonders auch in der Propaganda, die deutſchen Belange zu wahren, wo es ſich um wirtſchaftspolitiſche Dinge handelte, namentlich auch in der zu dieſem Zweck herausgegebenen Wochenzeitung. Er war alſo be⸗ rufen, der ſchädlichen Wirkung entgegenzutreten, die die Verweigerung der Markeinlöſung in der Eiſen⸗ bahnwechſelſtube für die deutſchen Belange haben mußte. Da dieſe ſchädliche Auswirkung ſich haupt⸗ ſächlich in der ſeparatiſtiſchen Preſſe vollzog, mußte er dieſe ſchädliche Wirkung auch ſeinerſeits durch ge⸗ eignete Behandlung dieſes Falles in der Preſſe be⸗ kämpfen. Profeſſor Grimm wies ſodann eingehend nach, daß Nicklaus als beurlaubter deutſcher Beamter entſprechend dem Badener Uebereinkommen von 1925 5 5 gegenüber Deutſchland zu beobachten hatte. Zum Schluß ſeines Plädoyers verwahrte ſich Pro⸗ feſſor Grimm gegen die Unterſtellung, daß Deutſch⸗ land die eingegangenen Garantieverpflichtungen nicht halten wolle. Die Beſtimmung über die freie, geheime und unbeeinflußte Stimmabgabe gebe auch den Deutſchen des Saargebietes nochmals das Recht, ihre Landsleute über die Verblendung und Schüd⸗ lichkeit der gegen Deutſchland gerichteten Status quv⸗ Propaganda aufzuklären. Ebenſo eindeutig und eindringlich, wie die Geſin⸗ nung des Herrn Nicklaus durch das ausgehängte Schild in der Wechſelſtube„Markannahme verwei⸗ gert“ plakatiert wurde, plakatierten die heutigen Ver⸗ handlungen den Separatismus als die ehrenrührige Handlungsweiſe eines Deutſchen und als pflicht⸗ widriges Verhalten eines Völkerbunds⸗ und beur⸗ laubten deutſchen Beamten. Der Fall Nicklaus bot die Gelegenheit, 18 Tage vor der Endentſcheidung aufzuzeigen, wie dieſer Begriff„Separatismus“ für jeden einzelnen und in den Augen der Saarbeyhlke⸗ rung und der ganzen Welt betrachtet werden muß. Arteilsfällung Samstag nachmittag — Saarbrücken, 29. Dezember. Der große Pro⸗ zeß Dr. Savelkouls Nicklaus konnte in faſt neun⸗ ſtündigen Verhandlungen bis auf die für Sams⸗ tag nachmittag angeſetzte Urteilsver⸗ kündung abgeſchloſſen werden. Obwohl das Ur⸗ teil noch ausſteht, das ſich formaljuriſtiſch wegen Verleumdung Dr. Nicklaus gegen Dr. Savelkouls und die beiden angeklagten Redakteure richten wird, geht aus dem Verhandlungsverlauf eindeutig hervor, daß der wirklich geſuchte und moraliſch Verurteilte der einwandfrei als Separatiſt entlarvte Saarbrücker Eiſenbahnpräſident Nicklaus iſt. ......———— K K.————— Berliner Brief Junggeſellenfahrt ins Weiße— Weihnachtstheater in Berlin— Das Ende des Zirkus Buſch— Ber⸗ liner fahren nach Hauſe 5 Berlin, im Dezember. Das war einmal richtige Weihnachtsregie!l Weiße Weihnacht. Mit dem Rodelſchlitten durch den Grundewald, mit den Schiern den Kreuzberg hinab! Da verdaute ſiſich die Weihnachtsganz noch mal ſo gut. Die ſtädtiſche Berliner Verkehrsgeſellſchaft, die ſonſt Fahrten ins Blaue veranſtaltet, hatte diesmal für den Heiligen Abend für heimloſe Junggeſellen eine „Fahrt ins Weiße“ peranſtaltet. 400 unverhei⸗ ratete Berliner nahmen daran teil und wurden durch die verſchnette märkiſche Heide nach Ebers⸗ walde gefahren, wo ihrer Chriſtbäume, Pünſche und Weihnachtsſtollen warteten. Die Weihnachtsbäume Übrigens, die aus den bayriſchen Bergen, aus den Wäldern des Harzes, aus den Tälern Thüringens nach Berlin gebracht wurden— ſie fanden doch nicht alle ihren Herrn. Eine Million, ſo ſchätzt man, wur⸗ den Tannen und Fichten nach Berlin gebracht. Bei jedem Verkäufer ſind zwei Dutzend übrig geblieben. Sie lagen verlaſſen und ungeſchmückt in den kalten Straßen herum, ihr Marſch nach Berlin hatte ſich wicht gelohnt, ſie glichen den vielen, vielen armen Seelen, die jahrein, jahraus nach Berlin pilgern und glauben, gerade hier werde ihr Leben licht und hell werden und die dann kümmerlich am Wegrande ſcheitern Die Weihnachtsfeiertage ſind die großen Tage der Berliner Theater. Wer das ganze Jahr nicht in das Theater geht, zu Weihnachten nimmt er doch eine Karte. Das Staatstheater hatte ſein Er⸗ eignis mit dem neuinſzenierten„König Lear“. Eine bedeutende Aufführung mit Werner Krauß in der Ditelrolle. Gründgens führte Regie— es war gerade ſein 35. Geburtstag. Welchen Schwung und welche Höhe hat er dem Haus am Gendarmen⸗ markt wiedergegeben! Im Deutſchen Theater hat Käte Dorſch die Herzen mit einer Johann⸗ Strauß⸗Operette„Die Tänzerin Fanny Elßler“ zu Tränen gerührt. Es iſt eine Operette, die Sinn und Verſtand hat und auf alte Melodien von Jo⸗ hann Strauß neue, zärtliche Worte findet. Im Künſtlertheater holte ſich die junge Grete Wer⸗ ſer einen ſtarken Luſtſpielerfolg in einem engliſchen Luſtſpiel„Gaby reißt aus“ und ſogar das alte „Komteß Gucker!“ wurde in der„Tribüne“ durch den Filmſtar Lucie Engliſch zu neuem Leben erweckt. Nur unſer alter Zirkus Buſſch hat das Weih⸗ nachtsfeſt nicht mehr erlebt. Und er wird wohl, wenigſtens unter der jetzigen Lenkerin Paula Buſch, ſeine Pforten auch nicht wieder auftun. Djieſer Zir⸗ kus, der zu Beginn der Winterſpielzeit das fünfzig⸗ jährige Beſtehen der Zirkusdynaſtie Buſch feiern konnte, erhielt im Sommer ſeitens der zuſtändigen Baubehörde die Anweiſung, gewiſſe Mängel, dite ſich hinſichtlich der Feuerſicherheit herausgeſtellt hatten, unverzüglich zu beſeitigen. Paula Buſch erſchrak, die Baukoſten würden etwa 100 000 Mark! betragen. Hatte nicht der Zirkus ein ganzes Menſchenalter ſeine Pflicht getan, ohne Menſchenleben zu gefähr⸗ den? Sie bat um Aufſchub der behördlichen„Auf⸗ lage“ bis nach dem Ende der Spielzeit. Man ge⸗ währte ihr noch eine Stundung, um die alljährlich im Dezember ſtattfindenden Ringkämpfe zu erledigen. Am Sonntag vor Weihnachten fand der letzte Kampf ſtatt, der Schweizer Grüneiſen wurde Weltmeiſt er, noch einmal klimperten 8000 Mark in der Kaſſe des alten Zirkusbaus, daun war Schluß. Zu Weihnach⸗ ten wieherte kein feuriger Rappe mehr in der Ma⸗ nege, ſchminkte ſtſich kein Clown mehr in der Garde⸗ robe. Zum Umbau wird es wohl nicht mehr kom⸗ men, dazu werden die Mittel der Unternehmerin nicht mehr reichen. Vielleicht wird ſie in einer an⸗ deren Stadtgegend einen Holzzirkus errichten. Vielleicht iſt auch für eine Weltſtadͤt die alte Zir⸗ kuskunſt zu primitiv geworden, der Film, die großen Varietés und der überaus anregungsreiche Berliner Zoob haben uns verwöhnt. Jedes Jahr einmal kommt der Rieſenzirkus Krone nach Berlin und ſchöpft mit ſeiner ausgedehnten Schau in vier Wochen ſo viel von den Zirkusintereſſe der Berliner ab, daß für Paula Buſch nicht mehr viel übrig blieb. Wir trauern alle ein bißchen mit um das Schickſal des alten Hauſes, das ein Stück des Berliner Inventars war. Früher hat Berlin ſogar zwei ſtändige Zir⸗ kuſſe gehabt. Aus dem andern, dem Zirkus Schu⸗ mann, iſt das Große Schauſpielhaus, das heutige Theater des Volkes geworden. Dort wird man noch in dieſer Spielzeit eine reizvolle Sache ſehen: auf Anregung des Intendanten Brüggmann hat der Dichter Wilhelm Scharrelmann Fritz Reu⸗ ters„Ut mine Stromtid“ dramatiſiert. Viel⸗ leicht wird ein kapitalkräftiger Unternehmer auch aus dem Zirkus Buſch ein richtiges modernes Volks⸗ theater bauen. Das Leben geht ja weiter, auch wenn die Hengſte nicht mehr in der Manege wiehern und die Clowns ſich nicht mehr in der Garderobe ſchminken. am dritten Feiertag melden ſich die Stati⸗ ſtiker. Die Reichsbahn teilt mit, daß 420 000 Ber⸗ liner über Weihnachten die Hauptſtadt verlaſſen haben. Beinahe jeder zehnte Berliner! Fuhren ſie alle zum Winterſport? Es iſt in der Hauptſache das Heimatgefühl, das die Berliner zu Weihnachten dahin treibt, woher ſie gekommen ſind: in die Provinz. Allein fünfzigtauſend geborene Bayern wohnen in Berlin, deshalb war zu Weih⸗ machten auf dem Anhalter Bahnhof ein ſo ſtürmi⸗ ſches Gedränge. Für diejenigen, die hierbleiben mußten, war in der Neuen Welt das Bockbier ange⸗ ſtochen worden. In den rieſigen Sälen des Unter⸗ nehmens an der Haſenheide wehten die blauweißen Fahnen, biſſen die Radis auf der Zunge, leuchtete der Enzian grün und ſanft in den Gläſern. Das geht nun ſo bis Ende Februar und jeder Berliner pilgert einmal zu dieſer Mordsgaudi hinaus nach Neukölln. Die Sachſen, die Thüringer haben in dieſem Jahre durch Sonderausſtellungen ihrer In⸗ duſtrieerzeugniſſe in Berlin für ſich geworben. Die Dresdner zeigten Produkte ihrer hochentwickelten Innenarchitektur, die Thüringer führten ihre Glas⸗ bläſereien vor und hatten damit ganz beſondere Er⸗ folge. Thüringer Glaskugeln werden„Mode“, eben iſt am Bahnhof Zoo eine neue Bar eröffnet worden, die ganz aus Glaskugeln hergeſtellt iſt und damit märchenhafte Lichteffekte erzielt. Auch für Chriſtbaumſchmuck erzielten die Thü⸗ ringer mit ihren Kugeln einen Rekordverbrauch in Berlin. Die Oſtpreußen haben den Berliner Markt mit gleichem Erfolg für ihren Bernſteinſchmuck er⸗ obert. Nur die Bayern haben ihn für ihre Werbung nicht nötig. Für ſie wirbt das Münchner Bier, das jeden Tag ganz unauffällig in umfangreichen Zü⸗ gen am Anhalter Bahnhof an⸗ und alsbald in die durſtigen Berliner Kehlen weiterrollt. Das Baye⸗ riſche Bier iſt drauf und dran, dem Pilſener eine ſchwere Konkurrenz in Berlin zu bereiten. Selbſt bayeriſche Brauereien, deren Produktionsſtätten wir bisher noch nicht einmal dem Namen nach kannten, errichten Spezialausſchänke in Berlin und haben da⸗ mit Erfolg. Vielleicht, weil es ſcheint, daß überhaupt das Gaſthausweſen wieder etwas in Blüte kommt. Man ſpürt es auch daraus, wie die Gaſtſtätten ihre Silveſtereſſen ankündigen. Ueberall werden recht anſehnliche Preiſe gefordert. Im vorigen Jahre warb man noch mit der Billigkeit der Silveſter⸗ gedecke. In dieſem Jahre ſucht man bereits durch Preiserhöhungen die Gäſte zu ſieben und die Zah⸗ lungsfähigeren an die Tiſche zu locken, wo zum Jahresſchluß einmal Hummer gegeſſen wird und der Sektpfropfen knallt. Der Berliner Bär. O Nationaltheater Mannheim.„Was ihr wollt“, die Oper des Karlsruher Komponiſten Arthur Kuſterer, erſcheint nach den erfolg⸗ reichen Aufführungen in Dresden und Karlsruhe am 6. Januar im Mannheimer Nationaltheater. Die Inszenierung beſorgt Hans Carl Müller. Die muſi⸗ kaliſche Leitung liegt bei Dr. Cremer. Bühnenbild: Hans Blanke.— Morgen im Neuen Theater Erſt⸗ aufführung:„Straßen muſik“ von Paul Schu⸗ rek. Muſik: Willy Meiſel. Inszenierung: Haus Becker. f „Deutſch iſt die Saar“. Sonderheft der l Hamburger Illustrierten. Verlag Broſchek, Hamburg. Hauptſchriftleiter: Hans Alfred Meißner Verantwortlich für Politik: Hans Alfred Meißner- Handelsteil: 1 Wil Mülker- Feuilleton: Carl Onno Eiſenbart Vokalen T Dr. Friz Hammes- Sport: Winy Müller Südweſtdemſche Um⸗ ſchau, Gericht und den übrigen Teil. Furt Wilhelm Fennel— Anzeigen und geſchüftliche Mitteilungen Jakod Faude, ſämtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mann⸗ heimer Zeitung. Mannheim, K 1,-8 Schriftleitung in Berlin: Dr. Fritz Fillies, W 86, Vittortaſtraße 40 Mittag⸗Ausgabe A 13073 Ausgabe B 8444, Geſamt⸗D.⸗A. November 1934; 21517 Abend⸗Ausgabe K 12 473 Ausgabe B 8444. Geſamt⸗D.⸗A. November 1884: 20917 dar umverlungte Beiträge keine Gewähr ⸗ Nucſendeig ar Bei tpg 12— 4 1 7 Am Krimina K: Quad habe. Di ſion unt reich un an einer iſt noch Die 0 Weinkell die Erm Mannes mutmaßl Das R Die 9 Genugtu den Abe wiròͤ, wi vorgenor auf den Paradepl legenheit Ergänzt werfer a Gaslater werfer Rathausf Licht, wo nächtliche hervortre daß die! und dafü los auch Vollſtr Zu de licher An deſſen E beſchleuni rungen oͤ Darin 9 Geſetzes wirkſam des Schu kranku Familie aber nich tungen geſchäf geſetzliche lichkeit ge zelfalles oder Unt beſonders Wenn z. 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Staatsanwalts Dr. Wein⸗ reich und Kriminalrat Lüthy ſtellte einen Luſtmord an einer ungefähr 30jährigen Frau feſt. Der Täter iſt noch unbekannt. Die Getötete iſt die ſeit einigen Monaten hier als Weinkellnerin tätige Anita W. Wie feſtgeſtellt iſt, kam die Ermordete in Begleitung eines noch unbekannten Mannes nach Hauſe; die Nachforſchungen nach dem mutmaßlichen Täter haben ſofort eingeſetzt. Das Rathaus leuchtet in der Finsternis Die Mannheimer werden ſeit einigen Tagen mit Genugtuung feſtſtellen können, daß das Rathaus in den Abendstunden vom Paradeplatz aus angeſtrahlt wiro, wie es verſuchsweiſe ſchon vor einigen Wochen vorgenommen wurde. Die drei Scheinwerfer ſind auf den Kuppeln der beiden Anſchlagſäulen auf dem Paradeplatz angebracht worden, die bei dieſer Ge⸗ legenheit einen neuen Farbanſtrich erhalten haben. Ergänzt wird das Licht durch weitere vier Schein⸗ werfer an einem Lichtmaſt, der an Stelle der alten Gaslaterne errichtet wurde. Dieſe zehn Schein⸗ werfer tauchen die dem Paradeplatz zugekehrte Rathausfront ſamt dem Rathausturm in ein helles Licht, wodurch die Umriſſe des ſich ſcharf gegen den nächtlichen Himmel abhebenden Rathauſes wirkſam hervortreten. Wir Mannheimer dürfen uns freuen, daß die Finſternis am Paradeplatz verſchwunden iſt und dafür eine Helle geſchaffen wurde, die zweifel⸗ los auch auf den Fremden Eindruck machen wird. Vollſtreckungsſchutz auch bei Krankheit 5 Zu dem Geſetz über die Verhütung mißbräuch⸗ licher Ausnutzung von Vollſtreckungs möglichkeiten, deſſen Erlaß durch den ſogenannten Fall Köppen heſchleunigt worden iſt, werden amtliche Erläute⸗ rungen des Reichsjuſtizmimiſteriums bekanntgegeben. Darin heißt es, daß die Schuczmöglichkeiten des Geſetzes gegenüber rein formalen Anſprüchen 5 wirkſam werden könnten, wenn ohne Verſchulden des Schuldners bei ihm Unglücksfälle, Er⸗ krankung oder Krankheit eines Mitgliedes ſeiner Familie die Lage erſchweren. Solche Fälle ſeien aber nicht nur gegenüber den Mietverpflich⸗ tungen möglich, ſondern auch bei Abzahlungs⸗ geſchäften denkbar. Durch die weite Faſſung der geſetzlichen Beſtimmungen ſei dem Gericht die Mög⸗ lichkeit gegeben, alle beſonderen Umſtände des Ein⸗ zelfalles zu berückſichtigen. Eine völlige Aufhebung oder Unterſagung der Vollſtreckung werde nur in beſonders liegenden Fällen in Frage kommen. Wenn z. B. der Schuldner nur mit einem kleinen Betrag im Rückſtand iſt. deſſen Zahlung in an⸗ gemeſſester Friſt ihm zuzumuten iſt, dann werde in der Regel zunächſt nur eine zeitweilige Ausſetzung angebracht ſein. Der Miniſterialdirektor im Reichsjuſtizminiſte⸗ rium, Dr. Erich Volkmar, ſagt in einer beſonderen Betrachtung zu dem Geſetz, daß der Zweck keines ⸗ wegs eine allgemeine Verweichlichung des Vollſtreckungsrechts ſein ſolle, die nationalſozialiſtiſchem Geiſt am allerwenigſten ent⸗ ſprechen würde. Es müſſe vielmehr das Schutz⸗ bedürfnis einen Fall zur Vorausſetzung haben, bei dem die Vollſtreckungsmaßnahme eine„geſundem Volksempfinden gröblich widerſprechende Härte“ bedeuten würde. z Doppeljubiläum. Am heutigen Tage feiert Metzgermeiſter Frz. Bell, F 5, 23/24, das Feſt der ſilbernen Hochzeit und gleichzeitig das 25jährige Be⸗ ſtehen ſeines Geſchäftes. Wir ſprechen dem lang⸗ jährigen Bezieher der„Neuen Mannheimer Zei⸗ tung“ unſeren herzlichen Glückwunſch aus. * In der Ausſtellung Chriſtlicher Kunſt für Kirche und Haus, wird am Samstag, dem 29. De⸗ zember, ab 4 Uhr, am Sonntag, dem 30. Dezember, und am Montag, dem 31. Dezember, Pater Spoboda von Freiburg ſtändige Führungen übernehmen. „ Zu einer Kameradſchafts⸗ und Weihnachtsfeier hatte die Betriebsführung des Rheiniſchen Braun⸗ kohlen⸗Syndikats, Zweigniederlaſſung Mannheim, ihre Gefolgſchaftsmitglieder der Betriebe Rheinau, Mannheim und Ludwigshafen mit ihren Angehöri⸗ gen in das Vereinshaus„Volkschor“ Mannheim⸗ Neckarau eingeladen. Der Saal war mit Tannen⸗ grün ausgeſchlagen und ein rieſiger Adventskranz gab dem Ganzen einen weihnachtlichen Charakter. Betriebsführer Bohle wies in ſeiner Anſprache darauf hin, daß ſolche Feiern früher durch Partei⸗ zerklüftung und Klaſſenkampf eine Unmöglichkeit waren, heute aber, dank der Tatkraft der national⸗ ſozialiſtiſchen Regierung, das ſichtbare Zeichen der inneren Verbundenheit zwiſchen Betriebsführer und Gefolgſchaft geworden ſind. In klaren Worten ſchilderte er, wie das deutſche Volk auch in dieſem Jahre wieder eine friedliche Weihnacht feiern darf, während draußen in der Welt die Völker, geplagt von Kommunismus und Marxismus, noch immer nicht zur Ruhe kommen können. Mit den beſten Wünſchen für Volk und Vaterland beſchloß Direktor Bohle ſeine Rede und verkündete daran anſchließend, daß es ihm eine Freude ſei, ſeinen Gefolgſchaften wie im Vorjahr den Weihnachtsmann ſenden zu können. Das Programm wurde von Gefolgſchafts⸗ mitgliedern und deren Angehörigen in ſehr an⸗ ſprechender Weiſe durchgeführt. Die Geſangsabtei⸗ lung der Gefolgſchaft Rheinau brachte unter der ſicheren Stabführung des Arbeitskameraden Adolf Benukert einige prächtige Chöre zu Gehör. Bilder aus dem Arbeitsleben in Form von Hammerſchlag⸗ übungen, ausgeführt von Mitgliedern der Gefolg⸗ ſchaft Rheinau, zeigten die Schönheit der Arbeit. Arbeitskamerad Röſtel ſtellte ſich mit ſeinen voll⸗ endet vorgetragenen Violinſoli als Künſtler vor Mannheim im Spiegel des Jahres 1934 Feierſtunden Was im Zwiſchenreich zu den allergrößten Selten⸗ heiten gehörte, iſt heute eine Selbſtverſtändlichkeit. Wenn zu einer Maſſenkundgebung aufgerufen wird, dann ſtrömen ungezählte Tauſende nicht mehr zum Roſengarten, der ſich längſt als viel zu klein er⸗ wieſen hat, ſondern zum Friedrichsplatz oder mar⸗ ſchieren, wie am erſten Mai, ſtundenlang in unend⸗ lichen Kolonnen zum alten Exerzierplatz. Die Auf⸗ zählung der Kundgebungen der Partei und ihrer Gliederungen, die in den verfloſſenen zwölf Mona⸗ ten abgehalten wurden, hat am 15. Januar zu be⸗ ginnen. Der Nibelungenſaal füllte ſich an dieſem Abend mit Angehörigen der Deutſchen Arbeitsfront, die einem feſſelnden Vortrag des Führers der Ar⸗ beitsfront Südweſt, Fritz Plattner, lauſchten. Der Tag der Reichsgründung wurde mit einem großen Wecken der SA begangen. Unterführer Ziegler legte am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Vor den Wohnungen des Kreisleiters Dr. Roth, des Oberbürgermeiſters Renninger und des Polizeipräſidenten Dr. Ramſperger ſpielte die Standartenkapelle„Nun danket alle Gott“. Ende Januar wurde die Jah⸗ resfeier der Revolution im Nibelungen⸗ ſaal mit der Aufführung der dramatiſchen Dichtung „Der ſteile Weg“ feſtlich begangen. Dankgottes⸗ dienſten gingen Flaggenhiſſungen durch die Amts⸗ walter am Waſſerturm, Paradeplatz, Schloß, auf dem Marktplatz in der Neckarſtadt und an der Friedrichs⸗ brücke voraus. Der Sozialismus der Tat zeigte ſich an dieſem Feiertag durch die Stiftung von vielen Freitiſchen und bei der Sonderaktion des Winter⸗ hilfswerkes mit einem Aufwand von 225 000 Mk. im Kreis Mannheim. Am Sonntag, 25. Februar, wurden die politi⸗ ſchen Leiter auf den Rennwieſen in Anweſenheit des Miniſterpräſidenten Köhler vereidigt, der eine zündende Anſprache hielt. Am Vorabend ſprach im Nibelungenſaal vor Tauſenden Kreisleiter Dr. Roth. Am gleichen Tag verſammelten ſich SA, SA⸗ Reſerve 1 und Arbeitsdienſt im Nibelungen⸗ und Muſenſaal zu erhebenden Totengedenkfeiern. Pfarrer Kiefer hielt die Gedächtnisrede. Anfang März hielt die Ortsgruppe Humboldt der NS⸗Hago eine Kundgebung im Dienſte der Arbeitsbeſchaffung ab. Hieran ſchloſſen ſich einige Tage ſpäter im Nibe⸗ lungenſaal ſtarkbeſuchte Verſammlungen des Reichs verbandes für Jugendherbergen und Jugendwandern mit dem Schöpfer des Jugend⸗ herbergsweſens, Richard Schirrmann, als Haupt⸗ reöner, und der NS⸗Kriegsopferverſor⸗ gung, die den Landesobmann Pöller gewonnen hatte. Am 11. März verſammelte ſich der Gau Nordbaden des Bo zur erſten Arbeitstagung in der Harmonie. Am 21. März traten die Mitglieder der RS⸗Hago zu einem Marſch durch Mannheim an. Im Schloßhof ſprach Kreisamtsleiter Stark. Als Auftakt des Berufswettkampfes der Angeſtelltenjugend fand am 8. April eine Kundgebung im Nibelungenſaal ſtatt. Friedhelm Kemper ſprach von der Kraft der nationalſozialiſti⸗ ſchen Weltanſchauung. Einige Tage ſpäter verſam⸗ melten ſich Tauſende im gleichen Raum, um Dr. Joh. von Leers perſönlich kennen zu lernen, der ſich in anſchaulicher Weiſe über die Arbeit an der Neuge⸗ ſtaltung Deutſchlands verbreitete. Am 18. April begeiſterte Reichsſtatthalter Robert Wagner die Hitlerjugend, die den Nibelungenſaal bis auf den letzten Platz füllte. Ebenſoviele lauſchten vor der Feſthalle den Worten des Reichsſtatthalters, die durch Lautſprecher vermittelt wurden. Dem Ehrenmarſch der SA(alte Kämpfer) durch die Stadt am 19. April ſchloß ſich am nächſten Tage die Hitler⸗ Geburtstagsfeier auf dem Fried⸗ richsplatz an, die ſich zu einer unvergeßlichen Treue⸗ kundgebung geſtaltete. Am 29. April wurden 48 Kyffhäuſerfahnen der Mannheimer militäriſchen Vereine im Schloßhofe in er⸗ hebender Weiſe geweiht. Der Verlauf des Tages der nationalen Arbeit am 1. Mai iſt noch in ſo friſcher Erinnerung, daß wir Einzelheiten nicht zu erwähnen brauchen. Bevor die Kolonnen ſtrammen Schrittes ſtundenlang zum Exerzierplatz marſchierten, begingen 18 000 Schulkin⸗ der auf dem gleichen Platz am Maibaum die Feier, in deren Mittelpunkt eine Anſprache des Gewerbe⸗ ſchuldirektors Pfaff ſtand. Am Vorabend gab Sozialreferent Weindel die 16 Ortsſieger des Be⸗ rufswettkampfes im Rahmen einer Feierſtunde be⸗ kannt. Das Feuerwerk auf dem Friedrichsplatz, dem wieder ungezählte Tauſende beiwohnten, zog den leuchtenden Schlußſtrich unter den unvergeßlichen Feiertag des ſchaffenden Volkes. Am 2. Mai wurden in der üblichen Weiſe die Feuerwehr jubilare im Ritterſaal des Schloſſes geehrt. Landeskommiſſar Dr. Scheffelmeier überbrachte die Glückwünſche der Regierung. Einem Ehrenmarſch der SA am 4. Mai, bei dem Kreisleiter Dr. Roth vom Balkon des alten Rathauſes aus eine Anſprache hielt, folgte Sonntag, dem 6. Mai, der glänzende Auftakt der Maifeſttage. Während die Sa am Samstag und Sonntag ſammelte, übten die Standkonzerte der Standartenkapelle und der Kapelle der SA⸗Reſerve! eine ſtarke Anziehungskraft aus. Am 10. Mai ver⸗ ſammelten ſich die Techniker zu einer Kund⸗ gebung im Nibelungenſaal. Innenminiſter Pflau⸗ mer ſprach über den Aufbauwillen des neuen Staates und Dr. Todt, der Inſpekteur des deut⸗ ſchen Straßenbauweſens, über„Reichsautobahn— ein Symbol“. Am 16. Mai hielt der NS⸗Leh⸗ rerbund ſein erſtes Kreistreffen im Nibelungen⸗ ſaal ab. Gauobmann Miniſterialrat Gärtner ſprach über das Geſichtsbild des Nationalſozialis⸗ mus. Am 18. Mai folgte eine Kundgebung des Mannheimer Luftſchutzes mit Major a. D. Blu m⸗ Delorme und Bezirksgruppenleiter Hohmann als Redner. Am 29. Mai ſprachen Innenminiſter Pflaumer und Gebietsführer Friedhelm Kem⸗ per im Nibelungenſaal vor der Hitlerjugend. Der Juni wurde mit einer Skagerrak⸗ Gedenkfeier eingeleitet, die der Marinevedein 1895 mit dem Marineſturm und der S A⸗Standarte im Friedrichspark abhielt. Die Saarkundgebung am 2. Juni auf dem Friedrichsplatz geſtaltete ſich wieder zu einem Maſſenaufmarſch der Partei und ihrer Gliederungen. Wieder war der Reichsſtatt⸗ halter nach Mannheim geeilt, um über Deutſchlands Kampf um Gleichberechtigung und Brot zu ſprechen. Am darauffolgenden Juniſonntag geſellte ſich zu Wecken und Marſch der Spielmannszüge der Hitler⸗ jugend eine Straßenſammlung. Am 7. Juni ver⸗ ſammelte ſich die Reichsbetriebsgemeinſchaft„Bau“ für das Geſamtbaugewerbe im Nibelungenſagl. Be⸗ zirksgruppenleiter Menninger aus Stuttgart ſprach über Aufgaben und Ziele der Fachſch ift. Am darauffolgenden Tag hielt v. Kothen, Gauleiter von Kärnten und Tirol, im Friedrichspark auf Ver⸗ amlaſſung der Ortsgruppe Mannheim⸗Ludwigshafen des Kampfringes der Deutſchen Oeſterreichs einen aufſchlußreichen Vortrag über den nationalen Kampf in Oeſterreich. Der Rotkreuztag am 10. Juni veranlaßte wieder eine Straßenſammlung am Sams⸗ tag und Sonntag. Die Erwachſenen und Kirder ſchmückten ſich mit oͤen Glasplaketten. Fanfarenblä⸗ ſer, Sprechchöre und Blasmuſik auf Laſtkraftwagen machten auf die Beſonderheit des Tages aufmerk⸗ ſam. Zu einem Konzert der Fliegerkapelle am Waſ⸗ ſerturm geſellten ſich Vorträge der Geſangvereine Liedertafel, Liederhalle und Sängerkranz. Die Flie⸗ ger unternahmen einen Marſch, der ſich bis nach Ludwigshafen ausdehnte. Die Landestrauer, die der Opfer des Grubenunglücks in Buggingen ge⸗ dachte, machte mit der Gedenkminute, die allen Ver⸗ kehr ſtillegte, einen beſonders tiefen Eindruck. Die Jugend beging am 24. Juni die Sonnwend⸗ feiern durch ſportliche Wettkämpfe auf 31 Turn⸗ und Sportplätzen. Am 3. Juli hielt die Kreisverwaltung Maun⸗ heim des Reichseinheitsverbandes des deutſchen Gaſtſtättengewerbes eine Verſammlung im Ballhaus mit einer Anſprache des Gauleiters Knodel aus Karlsruhe ab. Am 8. Juli fand anläßlich einer Tagung der nordbadiſchen Amtswalter der NS und der NS⸗Hago eine Kundgebung im Nibelungenſaal mit Bezirks⸗ leiter Fritz Plattner als Redner ſtatt. Am 10. Juli ergriff der Reichsſtatthalter bei einem Be⸗ ſuch der Firma Brown, Boveri u. Cie. das Wort zu einer Anſprache, die auf Ausführungen des Be⸗ triebsführers Dr. Schnetzler bei einem Zuſam⸗ menſein mit der Gefolgſchaft antwortete. Am 13. Juli lauſchte wieder ganz Mannheim den Wor⸗ ten des Führers, der über die Vorgänge am 30. Juni ſprach. Am 17. Juli hielt Reichsorganiſationsleiter Wetzel im Sitzungsſaal der Handelskammer einen Vortrag über das deutſche Siedlungswerk. Am 1. Auguſt ſprach in einer Kundgebung der Reichsbetriebsgemeinſchaft„Handel“, Eiſen und Me⸗ tall, der Deutſchen Arbeitsfront Reichsbetriebsgemein⸗ ſchaftsleiter Jäzoſſch, über die Aufgaben der Reichs⸗ betriebsgemeinſchaft. Am 7. Auguſt nahoͤm die Ein⸗ wohnerſchaft im Nibelungen⸗ und Muſenſaal an der Hindenburg⸗Beiſetzungsfeier herzlichen Anteil. Da von 10 Uhr ab alle Geſchäfte geſchloſſen waren und die meiſten Betriebe eine Feierſtunde ein⸗ legten, war auch dem ſchaffenden Menſchen Gelegen⸗ heit gegeben, ſich durch den Rundfunk nach Oſtpreu⸗ ßen zu verſetzen. Die Hitlerjugend hielt eine Trauerfeier auf dem Ehrenfriedhof ab. Bann⸗ führer Vetter hielt die Gedächtnisrede. Eine Hindenburg⸗ Gedenkfeier hielt u. a. auch der NS DaB(Stahlhelm) ab. Am 12. Auguſt ſprach im Nibelungenſaal vor den politiſchen Leitern und und auch die übrigen Mitwirkenden verſtanden es, die Anweſenden durch ihre Leiſtungen zu begeiſtern. Der Betriebszellenobmanm des Betriebes Mannheim ſtattete für alle den Dank an die Be⸗ triebsführung ab und forderte die Gefolgſchafts⸗ mitglieder auf, ſtets ihr Beſtes für den Betrieb ein⸗ zuſetzen zum Segen der geſamten Gefolgſchaft ſelbſt, und um dem Betriebsführer zu zeigen, daß er die gegebene Freude in neuer Tatkraft wieder zurück⸗ haben ſoll. ze Der Militärverein Mannheim hielt im Saale des„Deutſchen Hauſes“ eine kleine Beſcherfeier ab. Beim Scheine des brennenden Kerzenbaumes mur⸗ den die Erwerbsloſen des Vereins und deren Kinder mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Vereinsführer Rektor Haas würdigte in einer Anſprache die Be⸗ deutung und Entſtehung unſeres ſchönſten Feſtes, das kein Volk ſo zu feiern verſteht wie das deutſche. Unſer beſonderer Dank gebühre dem Mann, dem es vergönnt war, das Wort vom„Frieden auf Erden“ wieder für unſer Volk wahr zu machen. Nachdem Rektor Haas noch allen Spendern gedankt hatte, trug ein unterhaltſames Weihnachtsprogramm Sie rechte Weihnachtsſtimmung in aller Herzen Hinein. Gemeinſame Weihnachtslieder wechſelten mit Weih⸗ nachtsgedichten ab, die von Mädchen, teilweiſe in Pfälzer Mundart, ausdrucksvoll vorgetragen wur⸗ den. Neben weihnachtlichen Klavierſtücken erfreute eine Mäbdchenklaſſe unter Leitung von Rektor Haas mit einigen guten Chören. Kamerad Aumann ſtattete namens der bedachten Vereinskameraden dem Führerring und der Frauenſchaft, ganz beſon⸗ ders aber Vereinsführer Rektor Haas, in herzlichen Worten den Dank ab und ſchloß mit dem Ruf an alle Kameraden: Seid ſtark, wahr und treu! Zum Schluß erhielten die bewirteten Kameraden und die Kinder ein großes Weihnachtspaket mit Lebensmit⸗ teln und eine Geldſpende. Es ſei nicht unerwähnt, daß der Verein außerdem dem Winterhilfswerk einen anſehnlichen Betrag zur Verfügung ſtellte. ann. e Steuerpflichtige Rundfunk⸗Empfaugsanlagen. Das Halten von Rund funk⸗Empfangsanlagen in Gaſt⸗ und Schankwirtſchaften iſt vergnü⸗ gungsſteuerpflichtig. Die Bereitwilligkeit von Gaſt⸗ wirten, bei großen öffentlichen Kundgebungen die Möglichkeit zum Anhören zu bieten, kann keinen Anlaß geben, das Halten von Rundfunk⸗Empfangs⸗ anlagen von der Vergnügungsſteuer freizulaſſen. Eine ſolche Maßnahme würde u. a. den berechtigten Einwendungen der Berufsmuſiker und der Herſteller von Vorrichtungen zur mechaniſchen Wiedergabe muſikaliſcher Stücke begegnen. Am Montag, 31. Dezember erſcheint nur eine Ausgabe gegen Mittag. Anzeigen für dieſe Silveſter⸗ Ausgabe werden noch bis Mon⸗ tag früh Uhr angenommen. Hauswarten Kreisleiter Dr. Roth über die Volks⸗ abſtümmung am 13. Auguſt. Zu einer Maſſenkundgebung geſtaltete ſich wieder die Verſammlung auf dem Meßßplatz, wo der thüringiſche Staatsrat Papenbrock und der Reichsſtatthalter zu Tauſemden ſprachen. Am 17. Auguſt lauſchte wieder ganz Mannheim den Worten des Führers, die er von Hamburg aus an das deutſche Volk und die ganze Welt richtete. Herrliches Wetter war dem Erntedankſoun⸗ tag beſchieden. Als die Spendewagen durch die Stadt zum Friedrichsplatz gezogen waren, ſprachen Kreisbauernführer Treiber und Kreisleiter Dr. Roth zu vielen Tauſenden, die dankbar der Hilfe der Bauernſchaften des Kreiſes für die Notleiden⸗ den gedachten. Am gleichen Tage hielt Jungbann⸗ führer Wacker einen Jung volk⸗ Appell ab. Am 5. Oktober verſammelte ſich die Ortsgruppe Mannheim des Reichsverbandes ambulanter Ge⸗ werbetreibender Deutſchlands in der„Flora“ zu einer Kundgebung. Am 7. Oktober hielt der Bann 171 der Hitlerjugend im alten Rathausſgal eine Gebietstagung ab. Das nordbadiſche Gautreffen des Bd M wurde am 21. Oktober durch eine Morgenfeier auf der Planetariumswieſe mit Anſprache des Oberbannführers Heidt und nachmittags durch ein Sportfeſt im Stadion be⸗ gangen. Bei einem Pflichtappell am 25. Oktober im Friedrichspark wurde 90 Mitgliedern des NS D B das Ehrenzeichen der alten Garde überreicht. Der„Tag des deutſchen Handwerks“ verſammelte am 28. Oktober die Handwerker zu einer Kundgebung im Nibelungenſaal. Als Redner waren Kreishandwerksmeiſter Stark und Kreis⸗ leiter Dr. Roth gewonnen. Der Heldenge⸗ denkfeier des Unterverbandes Mannheim, des Reichskriegerbundes Kyffhäuſer, bei der zum erſten Male der Ehrenſturm hinter den Fahnen ſchritt, folgte am 30. Oktober eine Kundgebung der Deut⸗ ſchen Arbeitsfront im Nibelungenſaal, in der Fritz Plattner ſprach. Mit der Ertbähnung der Totengedenkfeier der Partei im Nibe⸗ lungenſaal, die ſich dadurch beſonders eindrucksvoll geſtaltete, daß ſie von der herkömmlichen Form ab⸗ wich, beſchließen wir die Aufzählung der Veranſtal⸗ tungen, die nach Umfang und Art, über die vielen hinausragten, wandten. Kreis Sch. die ſich an einen kleineren 0 Hej fag, 085— 5 Aen. Ces. 08d, L. 0 2 A 5 1 2—.— F 55. 0 5 2 2 2 ö 8 W N —— 1.— 10 Decoder 3 Du ö 5 1 2 2 705*— e ene 8—— N O Odolgentos& fenter. O het degeent v& bedeckt o egen Schnee& Copeis e gedel K eutter, O winastine. Os eſn telchter og massiger Soasdowes! sturmtzehet wordwesg dle pielle me gen mit dem nage ole be gen Stsuonen stenengen 40f. ten geben die femperatur an le binten vetbinges orte ait gleichem auf Rerresnivean umaerechneten Kuttaruch Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle in Frankfurt a. M. vom 29. Dezember: Die Druck⸗ und Temperaturgegenſätze über Europa haben ſich weiter verſchärft. Während ſelbſt über Oſtpreußen Fröſte bis zu minus 10 Grad beobachtet werden, liegen im Rheingebiet die Temperaturen etwa 10 Grad über Null. Die Froſtgrenze zieht ſich ziemlich genau durch Mitteldeutſchland ſüdwärts. Für den Weſten und Süden Deutſchlands iſt vorerſt eine weſentliche Aen⸗ derung des herrſchenden Witterungscharakters nicht wahrſcheinlich. Vorausſage für Sonntag, 30. Dezember Zeitweilig aufheiternd, doch überwiegend bewöllt und auch vereinzelt auftretende Regenfälle; bei ſüdlichen Winden immer noch mild. H 6 ch ſt temperatur in Mannheim am 28. Dez. + 9,6 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 29. Dez. 4. 6,0 Grad; heute früh 8 Uhr 76,2 Grad. Waſſerſtandsbeobachtungen im Mongt Dezember 26 27. 28. 29. 80 1,82 1,90 1,01 92.90 6% 092 9 1,06 1708 1,03 Necar-Begel 25 27. 28 20. — Mannheim Jagſtfeld Heilbronn .10 2,21 2,240 Plochingen 1,40 1,37.37/ Diedesheim. 1 2,18.09.00.13 0, 700, 71/0. 700,10 0 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 29. Dezember 19 Eheſtandsdarlehen nur noch nach Mülterſchulung? Die von der Reichsfrauenführerin Scholtz⸗Klink berufene Leiterin der Abteilung Reichsmütterdienſt im Deutſchen Frauenwerk, Röpke, äußerte ſich einem Noz⸗Vertreter gegenüber über die Erfahrungen, die bisher mit der Durchführung der wichtigen Auf⸗ gahhe der Mütterſchulung der deutſchen Frauen ge⸗ macht wurden. Der Reichsmütterdienſt im Deutſchen Frauenwerk umſchließt unter der Führung der NS- Frauenſchaft alle die Verbände, die auf dieſem Ge⸗ biete je gearbeitet haben, und gibt dadurch die Mög⸗ lichkeit, an jede deutſche Frau in Stadt und Land heranzukommen. Nach Abſchluß der organifatoriſchen Vorbereitun⸗ gen begannen die Lehrgänge am 1. Oktober 1934. Die Lehrgänge finden einmal in feſten Mütter⸗ ſchulen ſtatt, die die Städte aufweiſen, zum ande⸗ ren in Wanderkurſen, die hauptſächlich für die kleine Stadt und das Land in Frage kommen. Hier gelten beſondere, den dortigen Bedürfniſſen angepaßte Richtlinien. Viele Wohlfahrtspflegerinnen, Jugendleiterin⸗ nen, Gewerbelehrerinnen ſind draußen im Reich als Wanderlehrerinnen an der Arbeit. Sie bringen fach⸗ liches Können mit und ſind für ihre neue Tätigkeit in den einzelnen Gauen nochmals geſchult. Es be⸗ ſteht bereits eine große Nachfage nach dieſen Lehr⸗ kräften, ein Zeichen, daß dieſe rein auf das praktiſche und für die Volksgemeinſchaft im national ſozialiſti⸗ ſchen Deuſchland wichtige gerichteten Kurſe einem d r ingenden Bedürfnis entſprechen. Jeder Kurſusteilnehmer erhält nach regelmäßigem Beſach des Lehrganges eine mit dem Bild des Reichsmütter⸗ Hienſtes verſehene Beſcheinigung, und es beſteht der Plan, den Erhalt des Eheſtands⸗ darlehens von dem Beſuch der Mütter⸗ ſchule abhängig zu ma chen und Pflegeſtellen nur dann anzuerkennen, wenn die betreffende Frau ſich über die Teilnahme an einer ſolchen Schulung aus weiſen kann. —— * Die Reichsleitung dez Deutſchen Frauen⸗ arbeitsdienſtes gibt zur Jahreswende eine Rückſchau und eine Vorſchau bekannt, die von der Referentin K. Burgſtaller aufgeſtellt wurde. Wir brauchten auch für die Frau, heißt es darin, das Erlebnis der Ar⸗ beit, das Erlebnis des Dienſtes für das Volk und der Kameradſchaft eines Lagers. Daß wir dabei, ſagt die Referentin,„nicht vermännlichen, ſondern unſere ureigenſte Form behalten, ſolange wir unſe⸗ ren Arbeitsdienſt da ſuchen, wo er als Frauen⸗ arbeitsdienſt zu ſuchen iſt, beweiſen die Tatſachen.“ Es beſtänden gegenwärtig 195 Lager, die in der Siedlungshilfe arbeiten, 48 Lager, die in der ſozia⸗ len Hilfe arbeiten und 112 Lager des Frauenarbeits⸗ dienſtes, die in der Umſchulung tätig ſind. Ungefähr 18 000 Mädel ſeien 1934 durch die Lager gegangen. Dieſe Zahl ſei verſchwindend klein. * Verbotene Wirtſchaftswerbung. Es iſt ver⸗ ſchiedentlich feſtgeſtellt worden, daß zum Zweck der Wirtſchaftswerbung die Bezeichnungen„Hilfswerk für Mutter und Kind“, ſowie„Kraft durch Freude“, oder andere Bezeichnun en von Organiſationen der Partet und des Staates benutzt worden ſind. Der Werberat der Deutſchen Wirtſchaft weiſt ötkrauf hin, daß die mißbräuchliche Verwendung ſolcher Bezeich⸗ nungen unterſagt iſt. Unter dieſe Beſtimmung falle auch die Wirtſchaftswerbung mit Zeichen, die den Plaketten oder Symbolen des Winterhilfswerks, des Amtes für Volkswohlfahrt oder für Kraft durch Freude und ähnlicher Organiſationen von Partei und Staat nachgebildet ſind. Gegen derartige Werbe⸗ methoden müßte unnachſichtlich einge⸗ ſchritten werden. Filmrundſchau Schauburg:„Das Taucherduell“ In dieſem Film iſt man Zeuge bei der gefähr⸗ lichen Arbeit der Taucher und erkennt die Schwierig⸗ keiten des Unterfangens, geſunkene Schiffswracks auf noch vorhandene Schätze zu unterſuchen. Die Szenen unter Waſſer ſind naturgetreu im Bild fe ſt⸗ gehalten und verdienen alles Lob. Herrliche Bilder ſind hier der Kamera gelungen, und der Verſuch, die geheimnisvolle Welt unter dem Meeresſpiegel vor das Objektiv zu ſtellen, darf als vollauf geglückt be⸗ zeichnet werden. E. Lowe und Me. Laglen verkör⸗ pern die beiden Taucher auf dem Bergungsdampfer, die ſich als erbitterte Rivalen gegenüberstehen und um den Beſitz einer Frau kämpfen. Atemraubender Höhepunkt der Handlung iſt der Zweikampf unter Waſſer, wobei ein dritter Taucher einen der beiden Nebenbuhler von der Verbindung mit dem Dampfer abſchneidet und ihn zu vernichten ſucht. Dieſer ſchur⸗ kiſche Plan wird aber vereitelt. An Spannung läßt dieſe Szene nichts zu wünſchen übrig. Das Ganze iſt mit trockenem amerikaniſchen Humor gewürzt, ſo daß Scherz und Ernſt gleichermaßen zur Geltung kommen. Der zweite Bildſtreifen,„Der brennende JI“, iſt ein Beweis dafür, daß der totgeſagte Wildweſtfilm noch immer ſein Publikum findet. Er eröffnet Rückblicke in die längſt verklungenen roman⸗ tiſchen Zeiten, wo die Karawanenzuüge der weißen Anſtedler in den amerikaniſchen Weſten vordrangen und den Ueberfällen der Ureinwohner ausgeſetzt waren. Ein ſolcher Feuerkampf zwiſchen Weißen und Indianern wird hier in ſpannenden Szenen gezeigt. Die Rothäute unterliegen ſchließlich und auch das glückliche Ende fehlt nicht. Die Deulig⸗Wochenſchau beſchließt den reichhaltigen Doppelſpielplan. Glücksparade der Winterhilfe Heute kommen die grauen Glücksmänner wieder Glücksparade? Jawohl, ſo iſt es. Am heutigen Samstag werden wir wieder an dem parade⸗ mäßigen Einmarſch der grauen Glücksmänner teil⸗ nehmen. Sind es nicht gerade im vorigen Winter oͤieſe„grauen“ Männer geweſen, die uns den ein⸗ tönigen Alltag mit dem Angebot eines Glückslos⸗ briefes zu verſchönern mochten. Wir denken oft noch gerne an die luſtigen„Grauen“, die unentwegt mit heiterer Miene zum Losbriefkauf lockten. „Winterhilfslotterie des deutſchen Volkes“. An die große Gemeinſchaft des ganzen deutſchen Volkes, an die Hilfsbereitſchaft eines jeden einzelnen erging dieſer Appell, und dieſer Ruf wiederholt ſich zur Jahreswende als Glücksvor⸗ zeichen für das beginnende Jahr. Viele Serien dieſer Glücksbriefe kommen in Umlauf. Und jede Serie enthält 150000 Gewinne und fünf Prämien, das macht zuſammen 125000 Mk. Wenn man vor⸗ läufig noch nichts gewonnen haben ſollte, braucht man nicht das Briefinnere wegzuwerfen, denn der rechts angeheftete Prämienſchein gibt Ausſicht, im März noch einen beſonderen Gewinn zu machen. Jede Losbriefſerie hat noch fünfmal eintauſend Mark Prämie zu verloſen. Die neuen Losbriefe warten mit noch ganz an⸗ deren netten Ueberraſchungen auf: Zunächſt enthält jeder Losbrief zwei zuſammenhängende Anſichts⸗ poſt karten, die Bilder vom ſchönen Deutſchland bringen. Dann noch eine Freude: Ein Teil dieſer Karten iſt ſchon mit einem 6⸗Pfennig⸗Poſt⸗ wertzeichen verſehen; das heißt, dieſe Brief⸗ marke iſt von beſonderer Eigenart. Sie iſt nur für die Reichswinterhilfe⸗Lotterie hergeſtellt. Man ſieht auf ihr eine Hand, die eine Schale trägt. Und dieſer entſteigt eine Flamme, die wiederum ein ſtrahlendes Herz umlodert. Das Sinnbild des opferfreudigen deutſchen Herzens! Welcher Briefmarkenſammler wird ſich dieſe ſeltene Marke entgehen laſſen? Letzten Endes ſoll man aber den kleinen Ver⸗ lockungen nicht nur ſeine ſelbſtſüchtigen Wünſche ent⸗ gegenbringen, jeder Deutſche denke vor allen Dingen daran, daß er mit dem Kauf eines einzigen Los⸗ briefes ſchon mehrfach Nächſtenliebe übt. Nämlich er macht ſofort dem grauen Glücksmaun eine große Freude, er hilft ihm ſeine neue Stellung erhalten und er hilft an dem großen Winterhilfswerk für das deutſche Volk, er ſteuert der Not der Aer m ſt e n unter ſeinen Volksgenoſſen. Die Parade der grauen Glücksmänner ſteht vor den Toren der Stadt, man empfange ſie mit dem frohen, gebefreudigen Herzen, das einem wahren Gemeinſchaftsgeiſt im edlen, deutſchen, national⸗ ſozialiſtiſchen Sinne entſpricht! Jörderung der Volksgeſundheit durch das Winterhilfswerk „Krankheit in einer erbgeſunden Familie gilt als beſonderer Notſtand und iſt daher entſprechend zu berückſichtigen. Die Maßnahmen des Winterhilfs⸗ werks müſſen darauf hinzielen, auch die erbbiologi⸗ ſchen Forderungen des heutigen Staates wirkſam zu unterſtützen.“ Mit dieſen Worten hat der Reichs⸗ beauftragte des WHW, Hilgenfeldt, klar und deutlich erklärt, daß das Winterhilfswerk auch für die Volksgeſundheit der minderbemittelten Volks⸗ kreiſe eintritt. Deshalb betreut das Winterhilfs⸗ werk mit beſonderer Sorgfalt alle Volksgenoſſen, die unter das Kennzeichen eines„beſonderen Notſtandes“ fallen. Um den erbbiologiſchen Forderungen des Staates gerecht zu werden, iſt beſonderer Notſtand auch gegeben bei kinderreichen Familien mit vier und mehr minderjährigen Kindern ohne eigenes Ein⸗ kommen. Beſonderer Notſtand wird aber auch an⸗ geſehen bei alleinſtehenden, alten, hilfsbedürftigen Perſonen. 5 Der Prüfer des WHW stellt insbeſondere feſt, ob ſich der Antragſteller oder Familienangehörige in ärztlicher Behandlung befindet. Ferner macht ſich der Prüfer ein Bild vom allgemeinen Geſundheits⸗ zuſtand der Familie. Er ſtellt auf Grund ſeiner Beobachtungen feſt, ob die Familie im allgemeinen einen geſunden, kränklichen oder unterernährten Eindruck macht. Je nach der Sachlage macht nun der Prüfer ſeine Vorſchläge über die Art der Un⸗ terſtützung. Gefſundheitlich gefährdeten Familien kommen die Zuwendungen des WHW, wie Ernäh⸗ rungsgutſcheine, Mittagstiſche, Lebensmittel, Klei⸗ der, Brennſtoffe, in erſter Linie zugute. Jeder Notſt and beöingt eine beſondere Art der Unterſtüsung. So wird bei ſchlecht heiz⸗ baren Wohnungen eine beſondere Unterſtützung durch Brennſtoffe und warme Kleidung gewährt; für unterernährte oder kränkliche Familien kommen Ernährungsgutſcheine, Mittagstiſche und Lebens⸗ mittel in Frage. Der Kreis der Hilfsbedürftigen iſt durch das WW ſſo weit gezogen, daß die geſundheitliche Be⸗ treuung weiter Volksſchichten eine große Rolle ſpielt. Das WHW berückſichtigt insbeſondere, daß langjährige Erwerbsloſigkeit am Mark des Volkes zehrt. Beſondere Aufmerkſamkeit wird auch den Opfern des Krieges und den Kriegshinterbliebenen zugewandt. Ueberall endlich, wo in feuchten Woh⸗ nungen, in Kellern, Dachſtuben und Wohnlauben noch arme Volksgenoſſen wohnen müſſen, greifen die Ortsgruppen des WHW nach beſtem Können hel⸗ fend ein. Die Einrichtung von Schulſpeiſungen be⸗ treut arme Kinder. Die Schulſpeiſungen werden in engſter Zuſammenarbeit mit dem NS⸗Lehrerbund und den zuſtändigen Kommunalſtellen durchgeführt. NSDAp-liiffeilungen Aus partelamtlichen Bekennimachungen enmsmmen Deutſches Jungvolk Stamm Altrhein. Die Heimabendmappen der Riß kön⸗ nen beim Poſtamt beſtellt werden. Jeder Führer beſtellt ſie für ſich und bekommt ſie dann jeweils von der Poſt zu⸗ geſtellt. Die Beſtellung muß den ausdrücklichen Vermerk: „Jungenſchaft“ enthalten. Fähnlein Horſt Weſſel. Wer ſich noch nicht für die Neu⸗ jahrsfahrt gemeldet hat, melde ſich ſofort bei H. Starke, Karlſtraße. Abfahrt: Montag, dem 31. Dez., Rückkunft am 1. Januar 1935. 5 Bd M Ring 5(Feudenheim). Sämtliche Sportwartinnen lie⸗ fern ſofort den Arbeitsbericht an Lydia Oſterroth, Ilves⸗ heim, Uferſtraßn 15, ab. DA Kreisbetriebsgemeinſchaft 8(Druck). Sonntag, dem 30. Dez., findet eine Beſichtigung ber Berufsfeuerwehr Mannheim ſtatt. Treffpunkt:.45 Uhr vor der Feuer⸗ wache Friedrichsbrücke. NSK OV Wir laden unſere Mitglieder herzlichſt zur Verſamm⸗ lung am Sonntag, 30. Dez., 20 Uhr, im„Badiſchen Hof“ ein. Wir bieten einen Muſikabend, der von erſten Kräften beſtritten wird. Der Obmann. „Kraft durch Freude“ An die Orts⸗ und Betriebswarte! Wie bereits bekanntgegeben, veranſtaltet der Gau Baden am 6. Januar ein Trefſen ſämtlicher„Kraft⸗durch⸗Freude“⸗ Fahrer des Jahres 1934. Verbunden damit iſt eine Beſich⸗ tigung der Kunſtausſtellung„Das gute Bild ins deutſche Heim“. U. a. wird auch das ganze Jahresprogramm für 1935 bekanntgegeben. In der Karlsruher Feſtholle wird der Abend bei Tanz ſeinen Ausklang finden. In An⸗ betracht der Kürze der Zeit iſt ſofort alles in Bewegung zu ſetzen, In den Betrieben ſind diejenigen Volksgenoſſen feſtzuſtellen, die mit„Kraft durch Freude“ ihren Urlaub verbrachten. Die Anmeldungen müſſen unbedingt bis ſpä⸗ teſtens Donnerstag, den 3. Januar, abends 7 Uhr, geſam⸗ melt vorgelegt werden. Kameraden, zeigt. daß es trotz der Kürze möglich iſt, einen„Kraft⸗durch⸗Freude“⸗Zug ſtorten zu laſſen. An die Arbeit! Die Koſten betragen einſchließ⸗ lich Eintritt in die Ausſtellung 1,60 Mk. Was hören wir? Sonntag, 30. Dezember Reichsſender Stuttgart : Hafenkonzert aus Hamburg.—.15: Nachrichten. .25: Gymnaſtik.—.40: Bauernfunk.—.00: Evang. Morgenfeier.—.45: Morgenkonzert.— 11.30: Urauffüh⸗ Unſere Rätſelecke Nr. 48 Kreuzworträtſel Bedeutung der einzelnen Wörter. a) von links nach rechts: 1 Figur aus Egmont, 4 Mönchstracht, 8 Längenmaß, 10 Pa⸗ piermaß, 11 weltbekannte Inſchrift, 13 Bad an der Lahn, 15 weiblicher Vorname, 16 Kraftmaſchine, 17 Stadt in Pommern, 19 Schweizer Kanton, 20 Hoherprieſter, 22 weiblicher Vorname, 24 Laub- baum, 25 Prophet, 26 katholiſcher Gottesdienſt, 27 griechiſche Göttin; bl von oben nach unten: 1 Singvogel, 2 Erdart, 3 türkiſcher männlicher Vorname, 5 Schweizer Kanton, 6 Dreſchplatz, 7 Buch der Bibel, 9 Tatkraft, 12 Zierbeet, 14 Fuß weg, 15 Schluß, 17 Urkunde, 18 Grasplat, 19 Teil des Pferdegeſchirrs, 21 Erdformation, 22 alkoholisches Getränk, 23 Bergweide. 470 Schütteln! Wo mein Anweſen“ liegt, Iſt leicht zu erſehen, Laß nur ſeine Laute fix Durcheinandergehen. Röſſelſprung lie ber ren blu lie gen der ſind in ge ſpll ten der 1 lie wie gen ſän ſind der je ſſchanz] er ihn ar welch nen mußt n der duft] und der ver fin du men luft lie wie ein der da zu ea lo ren ken ſchwe nes u ſchwebt in fri wol gen re blu uren zu ſang luft ßen der h lie ben be lie ber blil tief ren] gen] hän] lie nen] der men dich] rüh] wei] ten 92995 lie] duft der gin Silbenrätſel a— balg— be— bla— da— dech— del — e— ei— ein— ga— ge— horn— 1 i— il— im— in— is— ke la land — le— lu— me— ne— njewp— on— rei— rei— se— se— set— si— ti— tu — tur— ven— wald— ze Aus vorſtehenden 40 Silben ſind 13 Wörter zu bilden, deren r von oben nach unten, und deren Endbuchſtaben von unten nach oben geleſen, ein Wort von Theodor Storm er⸗ geben. Bedeutung der einzelnen Wörter: 1 Geſtalt aus dem„Fliegenden Holländer“, 2 Tochter des Oedipus, 3 kleiner 0 4 wohlriechender Strauch des Mittelmeergebiets, 5 Täuſchung, 6 Kriechtier, 7 Schmiedegerät, 8 Anfangsbuchſtabe, 9 graphiſche Werkſtätte, 10 ruſſiſcher Dichter, 11 Muſikinſtru⸗ ment, 12 ländlicher Erwerbszweig, 13 Geſuch. 35102 Um die beſonderen volksgeſundheitlichen Auf⸗ gaben des WHW zu fördern, haben ſich das Amt Frauenſchaft(Deutſches Frauenwerk) und das Deutſche Rote Kreuz dem WHW̃ angeſchlyſſen und wirken in der Reichsarbeitsgemeinſchaft des WSH W ͤ 1934/35 mit. Holzausgabe Die Holzausgabe auf dem Holzplatz des Winter⸗ hilfswerks, Landözungenſtraße 10, bleibt bis Mitt⸗ woch, den 2. 1. 35, geſchloſſen. Kartoffelausgabe Diejenigen Bedürftigen, die ſich ſpäter beim Win⸗ terhilfswerk gemeldet und noch keine Kartoffeln er⸗ halten haben, holen umgehend ihre Kartoffelgut⸗ ſcheine bei der zuſtändigen WH W⸗Geſchäftsſtelle ab. Der Reſt der vorhandenen Kartoffelmenge wird an die Bedürftigen der Gruppen A, B und C ausgege⸗ ben. Auch diejenigen Volksgenoſſen werden auf⸗ gefordert, die Kartoffelgutſcheine ſofort in Empfang zu nehmen. Die zugeteilten Kartoffeln ſind in der Gutjahr⸗ Fendelhalle, Werfthallenſtr. 31/33, ſofort abzuholen. Die Ausgabeſtelle iſt ab 3. 1. 35 geöffnet. rung: Chriſt iſt geboren. Kantate von Carno Brönnle.— 12.20: Mittagskonzert.— 13.00: Kleines Kapitel der Zeit. — 13.15: Bunte Muſik.— 14.00: Kinderſtunde.— 15.00: Stunde des Chorgeſanges.— 15.30: Stunde des Handels und Handwerks.— 15.45: Viertelſtunde Kurzweil(Schall⸗ platten).— 16.00: Nachmittagskonzert.— 18.00: Deutſche Arbeiter helſen der Kunſt.— 18.35: Muſikaliſches Bilder⸗ buch.— 19.00: Beethoven⸗Streichquortett.— 20.00: Der politiſche Kannegießer. Luſtſpiel von L. Holberg(zum 250. Geburtstag des Dichters).— 21.00: Fünfhundert Jahre Unterhaltungsmuſik(). 22.00: Nachrichten.— 22.30: Tanzmuſik. 24.00: Nachtmuſik. Deutſchlandſender 55: Deutſche Feierſtunde.— 11.00: Sonntagsfrieden. 30: Alte Kammermuſik.— 12.20: Muſik am Mittag. : Volkstümliche Muſik.— 14.00: Kinderfunkſpiele. Stunde des Londes.— 15.30: Winterwende— Jahreswende.— 16.00: Nachmittagskonzert.— 18.00: Wett⸗ ſtreit der Inſtrumente(Schallpl.).— 18.30: Plautermann meint.— 19.00: Im Zauber ſchöner Stimmen.— 21.00: Luſtige Muſikanten.— 23.00: Große Schlagerparade(Schall⸗ platten). Tageslaaleucles Samstag, 29. Dezember Nationaltheater:„Aſchenbrödel“, Weihnochtsmärchen von C. Görner, 15 Uhr.—„Schön iſt die Welt“, Operette von Lehar, Miete C, 20 Uhr. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 und 20 Uhr Kabarett. Tanz: Paloſthotel, Tusculum, Kaffee Vaterland. Kaffee Odeon: Konzert(Verlängerung). Pfalzbau⸗Kaffee: 16 und 20 Uhr Kabarett und Tanz. Lichtſpiele: Univerſum:„Die Liebe und die erſte Eiſen⸗ bahn“.— Alhambra:„Peer Gynt“. Schau⸗ burg:„Das Taucherduell“.— Pala ſt und Gloria: „Der letzte Walzer“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Sonder⸗Ausſtellung„Das deutſche Lied“. Geöffnet von 11 bis 18 und von 14 bis 16 Uhr. g Städtiſche Kunſthalle: 14 bis 10 Uhr. Mannheimer Kunſtverein L 1, 1: Geöffnet von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Städtiſche Schloßbücherei: 9 bis 13 Uhr Leſeſäle; 11 bis 13 Uhr Ausleihe, Leſehalle Neckarſtadt: Bücherausgabe von 15 bis 19 Uhr; Leſehalle geöffnet von 11 bis 19 Uhr. Geöffnet von 11 bis 13 und von Feinste Lihöre m. Weinbrände erstklassige Schwarzwälder Hirsch- und Zwetschenwasser Marken-Sekte, hervorragende Pfälzer, Rheiu- und NMoselweine offen und in Flaschen finden Sie in der 87854 Weindllg. Steigelmaunm lIome. G. 3 Sernmsprecher 27 29 Geſchmackſache. Wir dreizwei ſchon Zu lange hier, Komm, dreivier jetzt Die Einszwel mir, Wo Roſen ſind.“ Sie gingen dann Und kamen bei Den Roſen an Im Sommer war's, Noch ziemlich früh, Doch einszweidreivier Blühten ſie. Der Eſel fraß Die Roſen auf Und ſagte ganz Verächtlich drauf: „Es lohnt ſich nicht, Das Zeug zu freſſen, Hab' Beſſ'res ſchon Sehr oft gegeſſen.“ 17607 Kapſelrätſel. Waſſer— Fichte— Andenken— Sekunde— Hand⸗ tuch— Straße— Quickborn— Schanze— Andernach — Anzug. Jedem der Wörter ſind drei aufeinanderfolgende Buchſtaben ſo zu entnehmen, daß dieſe, aneinandergereiht, ein Sprichwort ergeben 18361. Ein Eſel lebt! Vor langer Zeit, Der dreivier war Und ſehr geſcheit (So glaubte er). Der Eſel ging Zwecks einem Wink Zum Schmetterling: „Du kommſt doch weit Herum im Land, Haſt einszwei auch Vielleicht gekannt, Wo Roſen blühn. Ich muß geſtehn, Hab Roſen doch Noch nie geſehn Es einszwe doch Die Menſchen gar, Die Roſen als Das Schönſte dar. Auflöſungen aus voriger Nummer: Kreuzworträtſel: a) 1 Braunau, 6 Lahn, 7 Idee, 10 Onkel, 12 Aeina, 14 Teint, 16 Priem, 17 Erlau. 18 Abend, 22 Meile, 25 Eiter 26 Alſen, 27 Gurke, 28 Ries, 29 Ende, 30 Breslau;— b) 2 Rhone, 3 Annam 4 Niete 5 Adler, 6 Leer, 8 Erna, 9 Raphael, 11 Student, 13 Tibet. 15 Iltis, 19 Bier, 20 Reger, 21 Druſe 22 Makel, 23 Elena. 24 Leſe. Scherzrätſel: Eſpen— Weſpen. Ziiatenrätſel: Alles in der Welt iſt Torheit, nur nicht die Heiterkeit. Verſchmelzungsaufgabe: Ohrdruf, Bren⸗ tand, Eliſabeth, Reiſekorb, Alpenroſe Marabu. Melo⸗ drama Element, Regatta, Gabriel. Amerikaner Urkunde, Oberammergou Unter haltend: Halma— Alma Kapſelrätſel: Gaſſe, Ulk, Tor, Erbe, Nuß, Bad, Elbe, Reſt, Ger Gutenberg. Erſehnte Ruhe: Ich denke einen langen Schlaf zu tun 0 Tragödie: folgendermaßen. — TPPPP P für Volksgeſundheit der NS DA, die RS. Krieger O Me kirch das enthüll 4 1 5 4 N 1 f ö 5 gervereine tungen zu Organiſati das Denk Dietrick übergab d meiſter B verſprach, pflegen. teilung de lebenden nen vor. benden am kirche eine acht Meter die Figur Gef * Pful gehens v vensber Jahre alt Wilhelm 1% Jahre rechtsverlu waſſerherſt Geloͤſchwie lehensgebe zwar die 17000 Ma um 30 000 0 * Heid hieſigen 8 Polizeidire terſagt. min der als ſolche zahlen la wurde in wagen d gegeben höhe durch Stelle ni Schaden. mt. Pla die Beſicht aufgenomt Stoffel(S Valentin Treiber f wurde von Wert geſch jahr als Insgeſam ſicherungs rung aufg konnte Fr Geſundhei * Eber meiſter ii aus Pleut Schlitte Dabei ka Haas, de konnte, u ſchwere Fre feiertag ſt Hochkel gängern 1 Bergwacht ten nach nach der Padbe: Empfang er noch machte. entlaſſen, in der 2 gekleidete forderten, Der Holl beiden H willkomm Revolver Er ſah Samstag, 29. Dezember 1934 Aus Baden Kriegeroͤenkmal in Meßkirch eingeweiht O Meßkirch, 29. Dez. Jetzt hat die Stadt Meß⸗ kirch das Ghrenmal für ihre Gefallenen enthüllt und eingeweiht. Sämtliche Krie⸗ gervereine der 26 Bezirksorte hatten ihre Vertre⸗ tungen zur Einweihung entſandt, ebenſo hatten die Organiſationen der NSDAP und des NS DaB um das Denkmal Aufſtellung genommen. Biloͤhauer Dietrich⸗Karlsruhe, der Schöpfer des Werkes, übergab das Denkmal der Stadt, worauf Bürger⸗ f meiſter Bäckert im Namen der Stadt dankte und versprach, das Denkmal treu zu bewahren und N pflegen. Landrat Gold ſchmidt nahm die Ver⸗ teilung der etwa 200 Frontehrenkreuze an die noch lebenden Kriegsteilwehmer und Kriegerhinterbliebe⸗ nen vor. Das Denkmal hat mitten unter den Le⸗ benden am Treppenaufgang zur katholiſchen Stadt⸗ kirche einen würdigen Platz gefunden. Auf einem acht Meter hohen Sockel erhebt ſich überlebensgroß die Figur des unbekannten deutſchen Soldaten. Gefängnis für Konkursvergehen * Pfullendorf, 29. Dez. Wegen Konkursver⸗ gehens verurteilte die Strafkammer Ra⸗ vensberg nach zweitägiger Verhandlung den 42 Jahre alten früheren Mineralwaſſerfabrikanten Wilhelm Kraut aus Ulm, früher in Waldſee, zu 1 Jahren Gefängnis und zwei Jahren Ehren⸗ rechtsverluſt. Kraut hatte in Waldſee eine Mineral⸗ waſſerherſtellung betrieben, er war aber bald in Geldſchwierigkeiten gekommen und hatte zwei Dar⸗ lehensgeber in erheblicher Weiſe geſchädigt, und zwar die Geſchwiſter Grom in Pfullendorf um 17000 Mark und eine Witwe Schulz in Pfullendorf um 30 000 Mark. * Heidelberg, 29. Dez. Der Inhaberin eines hieſigen Kolonialwarengeſchäftes wurde durch die Polizeidirektion die Handelstätigkeit un⸗ terſagt. Die Genannte hatte ſeit einiger Zeit minderwertige Waren geliefert und ſich als ſolche beſſerer Qualität von ihrer Kundſchaft be⸗ zahlen laſſen. Am erſten Weihnachtsfeiertag wurde in Handſchuhsheim auf einen Trieb⸗ wagen der OEG ein ſcharfer Schuß ab⸗ gegeben, der eine Scheibe des Wagens in Kopf⸗ Höhe durchſchlug. Nur dadurch, daß an der betreffenden Stelle niemand ſaß, kamen Perſonen nicht zu Schaden. mi. Plaukſtadt, 28. Dez. Dieſer Tage fand hier die Beſichtigung der in die örtliche Pferdeverſicherung aufgenommenen Pferde durch Bezirkstierarzt Dr. Stoffel(Schwetzingen) im Beiſein von Bürgermeiſter Valentin Treiber und Ortsbauernführer Georg Treiber ſtatt. Das ausgezeichnete Pferdematerial wurde von den Beſitzern vorgeführt und auf ihren Wert geſchätzt, der für das kommende Verſicherungs⸗ jahr als Verſicherungsſumme zugrunde liegen ſoll. Insgeſamt wurden 56 Pferde mit einer Geſamtver⸗ ſicherungsſumme von 39 000 Mark in die Verſiche⸗ rung aufgenommen. Ueber die Weihnachtstage konnte Frau Apollonia Pfaff geb. Seitz in guter Geſundheit ihren 83. Geburtstag feiern. * Eberbach, 29. Dez. Der bei einem Holzhauer⸗ meiſter in Moosbrunn beſchäftigte Adam Haas aus Pleutersbach war damit beſchäftigt, mit einem Schlitten Holz vom Berge zu befördern. Dabei kam der Schlitten plötzlich in Fahrt und Haas, der das Fahrzeug nicht mehr aufhalten konnte, wurde überfahren. Er erlitt dabei ſchwere Verletzungen. Freiburg, 29. Dez. Am zweiten Weihnachts⸗ feiertag ſtürzte ein Freiburger Kletterer am Hochkelch im Belchengebiet ab. Von Spazier⸗ gängern wurde er bewußtlos aufgefunden. Die Bergwacht von Neuenweg brachte den Verunglück⸗ ten nach dem Haldenhof, wo er im Krankenwagen nach der Freiburger Klinik übergeführt wurde. Nene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Brief aus Stultgart 1000 Vorſchläge zur Verſchönerung der Stadt Karin Görings Schweſter ſpricht Ehrenpatenſchaften der Staöt Stuttgart Stuttgart, 27. Dezember. Die Stuttgarter nehmen lebhaften Anteil an der Verſchönerung ihrer Stadt, was ſich ja auch die Stadtverwaltung viel mehr als früher angelegen ſein läßt. Auf ein Preisausſchreiben des Stuttgar⸗ ter Verkehrsvereins ſind nicht weniger als 1000 Vorſchläge eingegangen. Und zwar haben ſich etwa 400 Ein⸗ ſender beteiligt. Das Stadterweiterungsamt hat die Einſendungen überprüft und dabei immerhin etwa 60 Arbeiten gefunden, die wertvolle Anregun⸗ gen enthalten und den Behörden Fingerzeige geben, was und wie gebeſſert werden kann. Viel bean⸗ ſtandet wurde der Stuttgarter Mammutgas⸗ keſſel, der das Stadtbild nicht unweſentlich ver⸗ ſchandelt, dann ein rieſiger Schornſtein der Milch⸗ zentrale, den man im Blickfeld der unteren König⸗ ſtraße hinter dem Hauptbahnhof aufſtellte. Das ſind zwei Fehler, die heute aber nicht mehr zugemacht werden können. Zwei Stuttgarter Künſtler haben angeregt, beſtimmte Stuttgarter Höhenpunkte mit repräſentativen Gebäuden zu bekrönen und an den Hängen markante Sammelpunkte durch größere Baumaſſen zu ſchaffen, ferner die Mauer um die oberen Anlagen niederzulegen. Vorgeſchlagen wurden weiter Spazierwege, einige Seilbahnen auf die Höhen, wobei erwähnt werden darf, daß Stuttgart bereits eine Seilbahn beſitzt, die vom Tal hinauf auf die Höhen des idylliſchen Waldfriedhofs führt. Allerdings draußen zwiſchen der Karlsvor⸗ ſtadt und dem noch nicht eingemeindeten Möhringen. — Letztere Gemeinde hat in den letzten Jahren durch ſtarke Beſiedlung außerordentlich gewonnen. Neuer⸗ dings bei ſich hier oben in der Siedlung Sonnen⸗ berg auch der über Stuttgart hinaus bekannte Stutt⸗ garter Humoriſt Willi Reichert ein Landhaus erworben. Die Gemeinde iſt ihm ſehr entgegen⸗ gekommen und läßt ihm einen Weg verbreitern, da⸗ mit er bis zu ſeinem Haus mit dem Wagen fahren kann. Es wird wohl kaum einen deutſchen Humo⸗ riſten geben, der gegenwärtig die gleichen künſtleri⸗ ſchen und wohl auch finanziellen Erfolge zu ver⸗ zeichnen haben dürfte. Die Vereine reißen ſich um ihn und ſeit 30 Tagen ſpielt er im Friedrichsbau vor allabendlich ausverkauftem Hauſe den„Muſter⸗ gatten“. * Zu einer der bedeutſamſten Veranſtaltungen in Stuttgart gehörte in den letzten Wochen ein Vor⸗ tragsabend der neugegründeten All Peoples Aſſociation die zwiſchenſtaatliche Beziehungen von Volk zu Volk pflegen und das gegenſeitige Sichkennenlernen der Völker erleichtern will— bei dem die Gräfin Wilamowitz⸗Moellendorf, die Schweſter von Karin Göring, ſprach. Eine Frau von echter Herzensbildung und feinem Verſtändnis für Deutſchland, die in reizender Form über ihre Heimat plauderte. Zuvor überbrachte ſie aber in freundlichen Worten die Grüße Schwedens an Deutſchland. Nirgends verfolge man die ſtau⸗ nenswerte Entwicklung Deutſchlands ſo geſpannt und ſo freundlich wie in Schweden. Beſonders die ſchwediſche Jugend ſehe mit größter Aufmerkſamkeit und mit guten Wün⸗ ſchen herüber.— Der tiefempfundene Vortrag dieſer Frau— die mit einem deutſchen Offizier, der im Kriege gefallen iſt, verheiratet war— erinnerte zum Schluß an die beſten nordiſchen Tugenden, die auch den Deutſchen gemeinſam ſeien und an die ſchwediſch⸗deutſche Kulturſendung. Die Schwedin erntete ſtarken Beifall. 5 Die Stuttgarter Staoͤtverwaltung hat wieder einen wichtigen Schritt auf dem Gebiete der Raſſen⸗ und Bevölkerungspolitik unternommen und zwar auf Anregung ihres Frauenbeirats. Die Stadt wird im neuen Jahre für die vier⸗ ten Kinder einer Familie die Ehrenpatenſchaft übernehmen. Natürlich kommen nur Kinder von erbgeſunden, ge⸗ ordneten, ariſchen Familien in Betracht. Außerdem muß die Patenfamilie bei Eintritt der zur Paten⸗ ſchaft führenden Geburt 3 Jahre in Stuttgart wohn⸗ haft ſein. Sind dieſe Vorausſetzungen erfüllt, dann erhält die Familie in einem feierlichen Akt eine Ehrenurkunde überreicht, außerdem eine Spende von 100 Mark, die für das Kind in einem Sparbuch der Städt. Girokaſſe Stuttgart angelegt wird und vor ee ere. Weiter in alter Treue! Aufruf des Landesführers Südweſt des Deutſchen Reichskriegerbundes Kyffhäuſer zum Jahreswechſel Der Landesführer Exz. Dr. von Maur erläßt folgenden Aufruf: Zum Jahreswechſel! Kameraden! Abermals liegt ein Jahr hin⸗ ter uns, und wir ſchicken uns an, in ein neues ein⸗ zutreten. Wenn wir uns zurückblickend vor Augen halten, was uns das alte Jahr gebracht hat, ſo ergreift uns zunächſt öͤas Gefühl tiefen Schmerzes in der Erinne⸗ rung an den getreuen Schirmherrn unſeres Kyff⸗ häuſerbundes, unſeren unvergeßlichen Generalfeld⸗ marſchall und Reichspräſidenten von Hindenburg, der am 2. Auguſt von uns genommen wurde. An ſeiner Bahre haben wir ſeinem Gedächtnis Treue gelobt, haben geſchworen, ſeinem hohen Bei⸗ ſpiel edelſter Pflichterfüllung und hingebendſter Va⸗ terlandsliebe zu folgen, und ſein Vermächtnis war es, das wir erfüllten, als wir am 19. Auguſt, dem Tage der Volksabſtimmung, in überwältigender Ge⸗ ſchloſſenheit der Uebertragung des Amtes des Ver⸗ ewigten auf unſeren nunmehrigen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zuſtimmten. War doch kein deutſcher Mann berufener als die⸗ ſer, das Erbe unſeres Hindenburg fortzuführen, er, . 2 G ERICHTSSERICHTE AUS NAH „Hände hoch! Monſieur Padberg!“ Das Weihnachtserlebnis eines holländiſchen Indu⸗ ſtriellen— Die Gentleman⸗Verbrecher in der Villa gp Paris, 29. Dezember. Ein unerwartetes, teils tragiſches, teils komiſches Weihnachtserlebnis hatte der bekannte holländi⸗ ſche In duſtrielle Padberg in ſeiner roman⸗ tiſchen Villa in der Nähe von Paris zu beſtehen. Pabberg hatte die Abſicht, die Weihnachtstage fern beſchü einer Luxusvilla zu verbringen. 4 8. 5 Schad 5 e e Zweck am Heiligen Abeud mit ſeines mit allem Luxus eingerichteten Hauſes ſchad⸗ 3—* 21 6* 1.* 8 dem Flugzeug von Amſterdam nach Paris geflogen. los Padberg hatte eben alle Vorbereitungen zum Empfang ſeiner Freundin aus Paris getroffen, als er noch einen letzten Rundgang durch ſein Hau machte. Er hatte ſeine Dienerſchaft für den Abend entlaſſen, und war aufs äußerſte überraſcht, als in der Diele ſeines Hauſes plötzlich zwei elegant gekleidete Herren gegenübertraten und ihn auf⸗ forderten, 1 die Hände hochzuheben. Der Holländer, einen Scherz vermutend, lachte den beiden Herren laut ins Geſicht und wollte ſie eben willkommenheißen. Die ihm entgegengehaltenen Revolver brachten ihm aber ſchnell die Ernüchterung. Er ſah ſich zwei Gentleman⸗ Verbrechern anzug und Füße UND FERN gegenüber. Wahrſcheinlich fielen in dieſem Augen⸗ blick dem Induſtriellen ſeine alten Kriminalgeſchich⸗ ten, die er in der Jugend geleſen chatte, ein, denn er tat das einzige, was möglich war; er ergab ſich in ſein Schickſal. Mit lächelnder Miene und mit dem Ausdruck tiefſten Bedauerns überreichte er den Eindring⸗ lingen ſeine geſamte Barſchaft, die allerdings nur 1500 Franken betrug. Er forderte ſeine nächtlichen icher auf, ſich doch an den übrigen Schätzen Me 2 zu halten. Feſſeln auf Wunſch ie Verbrecher wurden durch die zuvorkommende Jarl der Behandlung durch ihr Opfer verblüfft, fanden er gleich die richtige Einſtellung, indem ſie Gleiches nit Gleichem vergalten und denſelben höflichen Ton anſchlugen. Um in Ruhe das Haus unterſuchen zu können, baten ſie den Villenbeſitzer zu beſtimmen, D 2 den Weihnachtsabend in ſeiner Villa wohl an⸗ vorgeſtellt hatte, legte ſich in ſeinem Schlaf⸗ ins Bett. Die Einbrecher feſſelten Hände und banden beides an den Bettpfoſten ſich ders machten wie er gefeſſelt zu werden wünſche. Sie Padberg gleich einen brauchbaren Vorſchlag, den dieſer annahm. Der holländiſche Induſtrielle, der in deſſen Hände der greiſe Reichspräſident ſchon das Jahr vorher an der Gruft Friedrichs des Großen das Schickſal Deutſchlands gelegt hatte. Und o, wie wir am 19. Aug. durch unſer„Ja“ dem Führer und Reichskanzler Gefolgſchaft gelobt haben, ſo erneuern wir heute an der Schwelle des neuen Jahres unſeren ſoldatiſchen Schwur, dem Führer auch weiterhin im gläubigen Vertrauen zu folgen, die hohen Aufgaben, die uns das geeinte Deutſchland gebracht hat, in unermüdlicher Arbeit zu erfüllen und uns mit Herz und Hand an Volk und Vaterland hinzugeben. Daß Ihr, Kameraden, dieſen Schwur halten wer⸗ det, deſſen dürfen wir gewiß ſein. Habt Ihr doch im vergangenen Jahre gezeigt, daß der alte Kyffhäuſergeiſt nach wie vor in Euch leben⸗ dig iſt, daß Ihr jederzeit bereit ſeid, dem Rufe Eurer Führung zu folgen und am Aufbau Deutſchlands mitzuwirken und daß Ihr auch Opfer zu bringen verſteht, wenn Eure Aufgaben es verlangen. Dafür ſei Euch, Kameraden, herzlicher Dank ge⸗ ſagt und volle Anerkennung ausgeſprochen, und mit dieſem Dank ſei ein aufrichtiges Glückauf für das neue Jahr verbunden. Heil Hitler! 8 ae a 5. Seite/ Nummer 596 dem 14. Lebensjahre nicht abgehoben werden darf. Außerdem wird eine Geldgabe nach Abſchluß der ſtaatlichen Schulpflicht gewährt, ſofern ſich das Pa⸗ tenkind als geſund und geordnet erwieſen hat. Die Verleihung erfolgt alljährlich am Muttertag, kann aber jederzeit wieder zurückgezugen werden, wenn die Vorausſetzungen nicht mehr erfüllt werden. Solche nationalſozialiſtiſche Bevölkerungspolitik iſt ſehr zu begrüßen, vor allem auch im Hinblick auf den Altersaufbau der württembergiſchen Bevölkerung. Nach der Volkszählung von 1933 hat die ſeit Mitte 1915 nachgeborene unter 18 Jahre alte Bevölkerung im Vergleich zum Altersaufbau von 1910 nicht weni⸗ ger als 232 061 oder 23,7 v. H. des entſprechenden Beſtandes von 1910 verloren. Die übrige Be⸗ völkerung, die noch der geburtenreicheren Zeit ent⸗ ſtammt, iſt nahezu um eine halbe Million oder rund ein Drittel angewachſen. Der Anteil der Kin⸗ der und Jugendlichen an der Geſamtbevölkerung be⸗ ziffert ſich nur mehr auf 747 050 oder 27,7 v.., wäh⸗ rend er 1910 mit einem Beſtand von 979 111 noch 40,2 v. H. betragen hatte. Demgegenüber iſt die ältere Bevölkerung viel ſtärker vertreten als 1910. Die Altersſtufe von 50 bis unter 60 Jahren iſt mit 296 987 Perſonen um 114236 oder um 62,5 v. H. ſtär⸗ ker als 1910. Das kommt daher, daß die Jahrgänge 18731883 die geburtenreichſten in den vergangenen 10 Jahren geweſen waren. In Württemberg und beſonders auch in Stuttgart war ſeit dem Kriege gas öffentliche Masken⸗ treiben und auch die Faſchingsumzüge verboten. Ausnahmen waren nur zugelaſſen für Orte im obe⸗ ren Neckartal, wo die Faſchingstreiben ſeit Jahr⸗ hunderten Tradition waren. Heuer iſt nun eine Aenderung eingetreten, die Polizei hat— wie aus⸗ drücklich betont wird— verſuchsweiſe Faſchingstreiben zugelaſſen. Die für die Verkehrswerbung in Frage kommenden Stellen haben das offenbar ſchon zeitiger gewußt, denn es ſind ſeit Wochen Beſtrebungen im Gange, in Stuttgart wieder einen großen Faſchings⸗ umzug zu veranſtalten. Es muß hier ganz neu auf⸗ gebaut werden. Wohl beſteht noch eine Karnevals⸗ geſellſchaft, aber ſie hat an Bedeutung außerordent⸗ lich verlorendadurch, daß ſie nicht mehr öffentlich auf⸗ treten konnte. Der ganze Apparat muß alſo neu geſchaffen werden. Von der Opferbereitſchaft breiter Kreiſe hängt der Erfolg ab. Aus der Pfalz Scheuermann kämpft um ſeinen Kopf Der zum Tode Verurteilte hat wiederum Reviſion eingelegt o! Frankenthal, 29. Dez. Der am Dienstag voriger Woche vom Schwurgericht Frankenthal nach zweitägiger Verhandlung wegen des gemeinſam mit dem Willi Baumann an der Ehefrau und der Toch⸗ ter des Landwirts Amberger in Maudach verübten Mordes zum zweitenmal zum Tode verurteilte Jakob Scheuermann aus Ludwigshafen hat gegen das Urteil des Schwurgerichts abermals Reviſion zum Reichsgericht eingelegt. * Ludwigshafen, 29. Dez. Beim Anzünden der Maſtlaterne eines unterhalb der Neckarſpitze liegen⸗ den Schiffes ſtürzte der 16 Jahre alte Schiffs junge über Borg und ertrank. Die Leiche kounte noch nicht geborgen werden. * Worms, 29. Dez. Die beutſche Dominikaner⸗ ordensprovinz hatte beim Pater General in Rom ſchon vor längerer Zeit den Antrag geſtellt, das Wormſer Kloſter zum Priorat zu erheben. Zu Weihnachten wurde nun das Dekret zugeſtellt und zugleich Pater Willehad Hermes zum Prior des Kloſters ernannt. Als Superior iſt Pater Conſtanz Witz beſtimmt worden. feſt. Da der Holländer herzleidend iſt, legten ſie ihn, um das Maß an Rückſicht voll zu machen, auf die rechte Seite. Dann ſchnitten ſie die Telefondrähte ab, durchſtöberten das Haus und packten alle brauchbaren Gegenſtände in das Auto, mit dem ſie, nicht ohne vorher dem ausgezeichneten Weinkeller des Judu⸗ ſtriellen Genüge getan zu haben, in Richtung Paris davonfuhren. Der Holländer wäre wahrſcheinlich lange Zeit in ſeiner immerhin etwas unbequemen Lage verblie⸗ ben, wenn nicht zwei Stunden nach dem Fortgehen der Verbrecher ſeine aus Paris eintreffende Freun⸗ din ſeine Feſſeln gelöſt hätte. Padberg trug ſein Pariſer Weihnacht erlebnis mit Humor, wenngleich auch die Einbrecher ſich bei der Auswahl der Gegen⸗ ſtände, die ſie mitgenommen hatten, als außerordent⸗ liche Kunſtkenner bewieſen hatten. Staatsfeindliche Umtriebe werden beſtraft Kommuniſten vor dem Oberlandesgericht * Karlsruhe, 29. Dez. Der Strafſenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe hatte ſich in den letzten Tagen wiederum mit einer Reihe von Strafverfahren gegen badiſche Kommuniſten zu befaſſen, denen Vorbereitung eines hoch ver⸗ räteriſchen Unternehmens zur Laſt gelegt wurde. So wurde am 13. Dezember Auguſt Fend aus Mannheim zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er im Herbſt 1933 im Auftrag der illegalen Bezirksleitung der KPD Reiſen nach Mittelbaden unternommen hatte, um dort den Ein⸗ zug von Mitgliedsbeiträgen wieder einzurichten und die eingezogenen Beiträge wieder abzuholen. Wegen ihrer Tätigkeit als Kaſſierer für die ver⸗ botene KPD erhielten Matthias Fix aus Haßloch zwei Jahre Gefängnis, Anna Fix aus Karlsruhe ein Jahr Gefängnis und Arthur Mehlhoſe aus Oftenburg ein Jahr ſechs Monate Gefängnis. We⸗ gen ſeiner Beziehungen zu dem berüchtigten kom⸗ muniſtiſchen Funktionär Franz Huber erhielt Jakob Joſeph aus Untergrombach ein Jahr Gefängnis. Weiter wurden am 18. Dezember verurteilt Ernſt H. aus Mannheim zu einem Jahr ſechs Monaten Gefängnis, Mathilde J. geb. Hartmann aus Mann⸗ heim zu einem Jahr zehn Monaten Gefängnis, Leo Skrobanski aus Mannheim zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis, Friedrich Schwier aus Mann⸗ heim zu einem Jahr Gefängnis und Daniel Seitzin⸗ ger aus Mannheim zu einem Jahr ſechs Monaten Gefängnis. Die Verurteilten hatten in Mannheim⸗ Sandhofen und Mannheim ⸗Waldchof im Frühjahr 1934 verſucht, kommuniſtiſche Ortsgruppen zu gründen und hatten ſich mit der Verbreitung kommuniſtiſcher Druckſchriften befaßt. Schließlich wurde durch Urteil vom 20. De⸗ zember der Leiter der illegalen RGO, G. Kappler, zu drei Jahren Gefängnis, und der kommuniſtiſche Funktionär Eugen Wiedmaier aus Zufſenhauſen zu zwei Jahren ſechs Monaten Gefängnis verur⸗ teilt, während H. Erdmann aus Mannheim] Wilhelm Jayme aus Mannheim und K. Harth aus Ludwigs⸗ hafen wegen ihrer Bemühungen für die Kp und RO Gefängnisſtrafen zwiſchen einem Jahr fünf Monaten und zehn Monaten erhielten. S „Seite/ Nummer 596 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 29. Dezember 199 Sind Hallenſportfeſte unnötig geworden? Zwei in den letzten Tagen in der Preſſe erſchie⸗ nene Verlautbarungen über von Hallenveranſtaltungen und die Art ihrer Durchführung haben uns Veranlaſſung gegeben, uns von berufener Seite über dieſes Thema eine nähere Aufklärung geben zu laſſen. 165 die Zweckmäßigkeit Nein! Hallenfeſte im Winter ſind nötig! Wären ſie unnötig geworden, dann hätten ſie der Reichsbund für Lei⸗ besübungen und das Fachamt für Leichtathletik verboten, denn es beſtand für ſie— im Gegenſatz zu den Sechs Tage⸗ Veranſtaltungen— keine Notwendigkeit, etwa aus wirt⸗ ſchaftlichen Gründen eine„Schonfriſt“ zu geben. So aber haben ſowohl der Reichsſportführer als auch der Leiter des Fachamtes Leichtathletik durch gleichzeitig herausgege⸗ bene Anordnungen den Hallenſportfeſten die Richtung vor⸗ gezeichnet, die im Intereſſe des Reichsbundes und der Olympiavorbereitung notwendig iſt. Einerſeits wird für künftige deutſche Hallenſportfeſte nicht mehr gewünſcht, daß in ſenſationeller Weiſe Wettkämpfe der ſogenannten „Sportkanonen“ angekündigt werden, andererſeits wurde burch das Fachamt der Start der in der Oſte der„30 Be⸗ ſten“ verzeichneten Läufer verboten, weil die National- mannſchaft und der Nachwuchs Wettbampfruhe brauchen. Es wird außerdem feſtgeſtellt, daß Hallenveranſtaltungen mur beſchränkt ſporlicher Wert zukommt, daß ſie dagegen ſehr wohl als Werbeveranſtaltungen gelten können. II. Wer den Werdegang der Hallenſportfeſte kennt, der weiß, daß ihre Reform unvermeidlich war. Das gebietet die heutige geſunde Sportauffaſſung„fern von allem Kiiſch“, das gebietet aber auch unſere Olympiavorbereitung. Schä⸗ den verhüten und ihnen vorbeugen iſt in der Tat beſſer, als ſie hernach zu heilen verſuchen. Im Reiche ſind die Hallenſportfeſte in erſter Linie aus drei Gründen entſtanden, die für die damalige Zeit Gel⸗ tung beſaßen: 1. Mit den finanziellen Ueberſchüſſen wurde gum großen Teil die ſommerliche Wettkampfzeit ſinantziert, 2. Hallenſportfeſte waren(wie die Groß⸗Stafſfelläuſe) eine umbedingt notwendige Werbung für den Gedanken der Leichtathletik, 3. mit den Hallenſportfeſte: gab man den Leichtathleten auch im Winter einen Anreiz und eine Be⸗ ſchäftigung. Ja, es gab ſogar einige wenige, die behaup⸗ teten, ohne den Wettklampf in der Halle kämen ſie im Früh⸗ fahr und Sommer nicht in Höchſtſorm. Punkt 1 Finongen iſt heute Hadurch nicht mechr maß⸗ gebend, weil die Finanzierung der Okympiavorbereitung und die Finanzierung der Fachämter durch den Reichs⸗ bund geſichert wird. Auch für Punkt 2 und 3, Werbung und Anreiz, haben wir heute für die Leichtathletük andere Möglichkeiten der Populariſierung. Das. Jar 1934 hat das deutlich gezeigt; die Leichtathletik erhält die ihr zu⸗ kemmende Förderung viel umfangreicher, als das durch Hallenfeſte allein möglich wäre. III. eder Hallenfeſte iſt die ſe a Olympigausleſe Die ſportliche S wichtigſte. Daß an den nicht teilnimmt, iſt als ſe. die im Winter eintzutveten hat Athleten eine Verletzung oder ein Schaden zuſtoßen, der nicht wieder gutzumachen iſt. Nun, wird der eine oder andere ſagen, in Amerika finden jährlich und auch in Olympiajahren Hallenſportſeſte ſtatt, an denen die Beſten des Landes teilnehmen. Amevika darf aber hier nicht mät Deutſchland verglichen werden. Wenn wir es zumeiſt un⸗ willkürlich tun, dann iſt das für viele Dinge falſch. Amerika beſitzt einerſeits ſoviel erſthlaſſige Auhleten, Saß es mit Leichtigkeit mehrere A hmerzen kann, Amerkka iſt aber auch bei ſeinen 1 das Land un⸗ begrenzter Möglichkeiten. Fragt nur unſere Athleteu, die drüben ſchon geſtartet haben! Sie werden erdlären, Haß man bei den dortigen Verhältniſſen den Hallenlauf kaum mehr als„Sport“ bezeichnen kann. Auch bei uns hat man im Laufe der Jahre für den Lauf in der Halle zu ſtarke ſportliche Maßſtäbe angelegt und, da natürlich eine Jauſveranſtaltung für den Zuſchauer immer ein anregendes Kampſhild bietet, das eines Hallenſportfeſtes mehr und mehr bewerbe zugeſchnitten. IV. Eine Reform der Hallenſportfeſte iſt für deutſche Ver⸗ hältniſſe nicht nur nötig geweſen, ſondern auch möglich. Wir müſſen uns nur wieder zur Natürlichkeit zurückfin⸗ den. Daß etwa ein Langſtreckenlauf in der oft vauch⸗ geſchwängerten Halle ein Genuß oder Vorteil für Aktive und für die Zuſchauer wäre, wird niemand behaupten wollen. Auch die Ueberbeſetzung der Feſte, ſo daß ſie oft bis Mitternacht und länger dauerten, war beſtimmt kein Vorzug. Der Gau Berlin⸗Brandenburg inn Fachamt Leicht⸗ athletik hat ſchon im Januar 1934 gezeigt, daß man Hallen. ſeſte ohne große Beſetzung auſtziehen und doch zu Erfolgen geſtalten kann. Geſchickt durchgeführte Hallenſportfeſte wer⸗ den den Publikumserfolg auch haben, wenn keine„großen Namen“ auf dem Programan ſtehen. Boxen und Ringen, Radball und Handball, Vorführungen von Schwerathletik⸗ und Leichtathletik⸗Riegen, Geräte⸗Turnen, Freiübungen aller Art ſollen wechſeln in bunter Folge mit leichtathleti⸗ ſchen Wettkämpfen. Die flotte Abwicklung eines derartigen Programms, die vielſeitigen Bilder, die ſich dadurch er⸗ gaben, werden nicht nur für Publikums-, ſondern auch für die Werbung des Sports ein Erfolg. Von jeder Sportart ſollen und dürfen nur diejenigen Uebungen dargeboten werden, die mit gutem Gewiſſen in der Halle aus⸗ und Hurchgeſühhrt werden können. Man könnte dabei auf den Gedanken kommen, die Veranſtaltungen derartiger Hallen⸗ ſportfeſte einer ſtberparteilichen Stelle, alſo nicht dem einen oder anderen Fachamt, ſondern den Ortsgruppen des Reichscbundes, in denen ja alle Sportarten, dazu alle an der Pflege von Leibesübungen intereſſierten und beteiligten Programm auf Lauſwett⸗ Behörden und Organiſationen zuſammengefaßt ſind, zu übertragen. Aber das nur nebenbei. Wie ſagte kürzlich Olympiainſpekteur Buſch 2: 5 Tun wir alles, was uns im Hinblick auf Olympia nützt! Unterlaſſen wir aber alles was uns Gefahren bringt umd woraus uns Schaden erwachſen könnte. Ordnen wir alles dem einen Ziel unter: Olympia! Die Hallenſportfſeſte in ihrer neuen Form bringen keinen Schaden, ſie nützen uns. Deswegen ſind ſie not⸗ wendig. 2. Mannheimer Hallenſportfeſt Glänzendes Meldeergebnis in der Leichtathletik Wie bei den Handbollſpielen haben auch die wenigen leichtathletiſchen Konkurrenzen ein ſehr gutes Meldeergeb⸗ nis zu verzeichnen. 24 Vereine haben über 150 Meldungen abgegeben. Die Mannheimer Vereine ſind faſt vollzählig am Start. Karls⸗ ruhe, Durlach, Heidelberg, Ludwigshafen, Frankenthal und Kaiſerslautern ſind neben den Mannheimer Vororten ver⸗ treten. Die ſtärkſte Beſetzung bei den Männern hat der 60⸗ Meter⸗Lauf der Kloſſe 2 zu verzeichnen mit 24 Teilnehmern. Als nächſtbeſt beſetzte Konkurrenz folgt der Lauf über 800 Meter. Die 19 Konkurrenten bedingen eine Teilung desſelben. Der Sprinterdreikampf und der Hürdenlauf über 60 Meter fanden je 10 Intereſſenten. Zum Paarlaufen über eine Viertelſtunde wollen 6 Paare antreten. Sieben Mannſchaften bewerben ſich in der ß⸗mal⸗1⸗Runde⸗Staffel um den Hakenkreuzbannerpreis. Die techniſchen Uebungen, der Hochſprung und das Kugelſtoßen verzeichnen je 12 Nennungen. Auch die vier Wettbewerbe der Frauen haben ein gutes Meldeergebnis zu verzeichnen. 21 Teilnehmerinnen haben ſich zum Sprinterdreikampf gemeldet. Das Kugel⸗ ſtoßen beſtreiten 8 Teilnehmerinnen, während 11 zum Hoch⸗ ſprung antreten werden. Die 8⸗mal⸗50⸗Meter⸗Pendelſtaffel ſieht 6 Mannſchaften im Wettbewerb. Dieſes außerordentlich gute Meldeergebnis bedingt Vor⸗ kämpfe, die am Nachmittag zum Austrag gelangen und ſcharfe Kämpfe verſprechen; denn nur die Beſten können ſich den Weg in die Entſcheidung erkämpfen. Leichtathletik Aufgaben für 1933 Einen„Blick auf 1935“ wirft im„Leichtathlet“ der Preſſe⸗ wart des Deutſchen Leichtathletik⸗Verbandes, Ernſt Bauer. Was hat er zu ſagen? 1. Für 1935 heißt es nicht mehr: Spitzenarbeit oder Spitzenleiſtung durch oder aus der Breitenarbeit, ſondern: Spitzenarbeit aus einem auserleſenen Durchſchnitt. Von vornherein werden alle ſeſtſtehenden Könner und Talente erfaßt und in perſönlicher Schulung zur Olympfareife ge⸗ Pracht. 2. Die Arbeit aller iſt für 1935 nur auf das eine Ziel— Olympia!— konzentriert. Alle anderen allgemeinen Auf⸗ gaben ordnen ſich ein und unter. Unnötige Kraftvergen⸗ dung muß vermieden werden, höchſter Einſatz iſt aber dort vonnhten, wo ein Nutzen im Hinblick auf Olympia beſteht.“ g. Die Olympia ⸗Sportlehrer ſuchen die Olympia⸗Aus⸗ leſe und unſere Trainingsgemeinſchaften dort auf, wo die Aktiven leben. Sie lernen deren perſönliche und ſportliche Verhältniſſe genau kennen und fördern ſie mitten und mit Hilfe der Trainings⸗Gemeinſchaften und in den Vereinen. Manches neue Talent iſt ſchon auf dieſe Weiſe entdeckt wor⸗ den. 4. Die Wettkampfzeit 1935 der deutſchen Leichtathletik wird ein getreues Spiegelbild des Olympiajahres 1936 ſein. Die Deutſchen Meiſterſchaften finden in Berlin um den⸗ ſelben Zeitpunkt ſtatt, wie ein Jahr ſpäter die deutſchen Leichtathletikkämpfe bei den Olympiſchen Spielen. Die Meiſterſchaften werden nur in den olympiſchen Diſziplinen durchgeführt. Die ganze Saiſon iſt organiſch und dlan⸗ mäßig aufgebaut. Nur das Fachamt Leichtathletik entſchei⸗ det, wann und wo Olympiaprüfungen und Wettkämpfe für den Nachwuchs ſtattfinden und wann und wo unſere Olym⸗ piakandidaten ſtarten. 5. Zum erſtenmal finden 1935 Deutſche Junioren⸗Mei⸗ ſterſchaften ſtatt. Mit Ausnahme von Marathonlauf, Zehn⸗ kampf, Gehen und den Staffeln wird auch hier das olym⸗ piſche Programm durchgeführt. Jugend an die Front! Das iſt der Sinn dieſer Junioren⸗Meiſterſchaften. 6. Länderkämpfe gegen England, Frankreich, Finnland, Schweden, Italien, Ungarn und gegen die Schweiz härten 1935 unſere Ausleſe. Internationale Begegnungen bringen die notwendigen Erfahrungen und die Härte für die Kämpfe der Weltbeſten, wie ſie 1936 auf Berliner Boden zu erwar⸗ ten ſind. 7. Die Vereine haben in erſter Linie die Aufgabe, un⸗ ſeren Olymptakämpfern und dem ganzen Nachwuchs Paten, Freunde und Kameraden im wahrſten Sinne des Wortes zu ſein. Sie werden ſchützend über unſeren Aktiven ſtehen und durch Unterſtützung einer notwendigen, geſunden und natürlichen Lebensführung die Vorausſetzung beſter Lei⸗ ſtungen ſchaffen. Waldläufe, Clubkämpfe, Deutſche Ver⸗ einsmeiſterſchaften, Bahnſtaffeltage, der Tag der deutſchen Leichtathletik und andere Wettkämpfe geben unſeren Ver⸗ einen und Aktiven außerhalb ihrer Olympiaarbeit eine Fülle von ſportlichen Möglichkeiten. Mehr Sport im neuen Fahr! Mit einem Neufahrsglückwunſch wendet ſich die Reichs⸗ leitung des Sportamtes der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ an feine 600 000 Kurfusbeſucher, die im Verlauf der letzten Monate zu dieſer gewaltigen Zahl angewachſen ſind. In allen Gauen des Reiches, ſo heißt es in dieſem Glückwunſch, haben Tauſende deutſcher Volksgenoſſen den Weg zu den Leibesübungen beſchritten und ſind damit raktiſch dem Sport neu gewonnen worden. Mit dem Eintritt in das neue Jahr ſoll nun allen Teilnehmern an den Sportkurſen der Sportämter der NS⸗Gemernſchaft „Kraft durch Freude“ ein Dank für die durch ihre ſport⸗ liche Betätigung dargebrachte Anerkennung des veuen deutſchen Volksſportgedankens abgeſtattet werden. Damit wird gleichzeitig der Wunſch verknüpft, daß all die neu gewonnenen Sportfreunde, die eine Vervollkomm⸗ nung ihrer ſportlichen Leiſtungen anſtreben, ſich in die Reihen der deutſchen Turn⸗ und Sportvereine eingliedern mögen. Winnipeg Monarchs nicht zu ſchlagen Berliner Schlittſchuh⸗Club verliert:7 Auch am Domnerstag war der Berliner Sportpalaſt wie⸗ der auswerkauft. Die kamadiſche Eis hockeymannſchaft der Winnipeg Monarchs beſtritt ihr letztes Spiel in der Reichs⸗ hauptſtadt wieder gegen den Berliner Schlittſchuh⸗Crub. Die Kanadier waven nicht zu ſchlagen. Nach glänzenden Leiſtungen gewannen ſie diesmal 710(:0,:0,:). In den Pauſen zeigten wieder Maxie Herber, Ernſt Baier und die ausgezeichnete Schwedin Viviane Hullthen ihr großes Können. Ihre Leiſtungen wurden von den Zu⸗ ſchauern wieder mit begeiſtertem Beifall quittiert. Vom Werdegang und Weg des Sportgroſchens Schon längſt iſt allen denen, die Sport treiben oder ihr Intereſſe für den Sport dadurch zeigen, daß ſie ſeine Ver⸗ anſtaltungen beſuchen, der„Sportgroſchen“ eine Selbſtver⸗ ſtänödlichkeit geworden, und kaum einer ſträubt ſich noch, ihn zu zahlen, weiß er doch, daß er damit ſeinem geliebten Sport ſelbſt am meiſten nützt und hilft. Aber nur wenige wiſſen, wie und bei wem eigentlich der Gedanke des Sport⸗ groſchens und ſeines Schutzpatrons, des„Hilfsfonds für den deutſchen Sport“ entſtand. Darüber einmal ein paar Worte! In Zeiten ſchwerer wirtſchaftlicher Not im deutſchen Vaterland kam der frühere aktive Leichtathlet Paul Gerhard Hoffmann auf den Gedanken, für den deutſchen Sport, der durch die Wirtſchaftskriſe ganz beſonders in Mitleiden⸗ ſchaft gezogen wurde, etwas zu ſchaffen, woran jeder Deutſche, der ſich für Sport intereſſierte, teilhaben ſollte. Die ſozialen Einrichtungen, die ſich einige Verbände oder Untergliederungen dieſer Verbände geſchaffen hatten, waren vielfach verſchwunden oder aber ihre Leiſtungen waren in⸗ folge der Einſchrumpfung des Kapitals durch die Inflation nur ſo gering, daß ſie keine weſentliche Hilfe darſtellten. Als nun nach der Machtergreifung durch den National- ſozialismus Adolf Hitler zur Führung des deutſchen Sports den Gruppenführer Hans v. Tſchammer und Oſten berief, da griff dieſer die Idee Hoffmanns auf und grün⸗ dete mit ihm zuſammen Ende Oktober 1933 den„Hilfsfonds für den deutſchen Sport“, an deſſen Spitze Hoffmann heute noch ſteht. Der Ausbau dieſes Hilfsfonds erfolgte aus der Erkenntnis, daß jeder Sportintereſſierte einen geringen Beitrag zum Beſuch jeder ſportlichen Veranſtaltung zahlen müſſe, nur auf dieſe Weiſe Mittel aufzubringen, wie ſie der Sport für ſeine Förderung und Leiſtungsſteigerung braucht. Es wurde deshalb der„Sportgroſchen“ eingeführt und mit ihm in Verbindung über Gutſcheine und das Sammelwerk „Sport und Staat“ gleichzeitig eine Art Sparkaſſe für den Beſuch der Olympiſchen Spiele 1936. Die durch den Sportgroſchen eingehenden Gelder fließen ungekürzt der Leitung des Hilfsfonds für den deutſchen Sport und durch dieſen wieder reſtlos dem deut⸗ ſchen Sport zu. Welcher Segen aus dieſen Geldern ſchon gefloſſen iſt, mag ein einziges Beiſpiel zeigen: Allein in der Zeit vom 8. Mai bis 14. Juni 1934 wurden 48 815,96 Mk. für Beihilfen zu Trainingskurſen, zur be⸗ ruflichen Weiterbildung veranlagter Sport ler, zu Kranken⸗ und leider auch Beſtattungskoſten ver⸗ unglückter Sportler, zum Fortbildungslehrgang für Kran⸗ ken⸗Gymnaſtinnen der Heilanſtalten vom Roten Kreuz, Hohenlychen uſw. ausgegeben. Ohne weiteres ſſeht man daraus, daß kein einzelner Sportverband in der Lage geweſen wäre, eine ſolche Summe für dieſe Zwecke auf⸗ zubringen. ö Um die Eingänge aus dem Sportgroſchen noch zu er⸗ höhen, was durchaus möglich erſcheint, da ſich die Organi⸗ ſation und der gute Wille zur Erhebung und Zahlung des Sportgroſchens doch in ſo kurzer Zeit noch nicht reſtlos ein⸗ ſpielen konnten, iſt in der letzten Zeit eine vollſtändige Umorganiſation vorgenommen worden. Die Gliederung des Hilfsfonds für den deutſchen Sport ſieht nun ſo aus: Reichsleitung des Hilfsfonds; Gaugeſchäftsſtellen und Gau⸗ geſchäftsführer; Mitarbeiter, Vertrauensmann und Werbe⸗ wart des Vereins. Der Mitarbeiter betreut mit ſeinen Vertrauensleuten die Werbewarte aller Vereine eines be⸗ ſtimmten Bezirks, während die Gaugeſchäftsſtellen zukünftig nur noch mit den Mitarbeitern geſchäftlich verkehren. Den Geſchäftsſtellen ſind zur Durchführung der Erhebung des Sportgroſchens Machtmittel in die Hände gegeben, die ſich für ſaumſelige oder unehrliche Vereine recht unangenehm auswirken können. An Warnungen hat es ſolchen Sport⸗ feinden gegenüber nicht gefehlt, es kann und muß alſo ein⸗ mal der Zeitpunkt kommen, wo dazu übergegangen wird, Vereine, die ſich der Erhebung und Abführung der Spork⸗ groſchen fahrläſſig oder gar böswillig widerſetzen, durch das zuſtändige Fachamt für den geſamten Sportbetrieb ſperren zu laſſen, in beſonders ſchweren Fällen unter Umſtänden ſogar den betreffenden Verein aufzulöſen. Internationale Eishockey-Spiele Riſſeerſee:0 geſchlagen Stade Francais gewinnt den Halt⸗Pokal Den Höhepunkt im internationalen Eishockeyturnier um den Ritter⸗von⸗Halt⸗Pokal in Garmiſch bildete die Ab⸗ ſchlußbegegnung zwiſchen der Mannſchaft von Stade Fraweais Paris und dem SC Rieſſerſee. Vor 4800 Zuſchauern, unter ihnen der Führer des deutſchen Kraftfahrſports, Obergruppenführer hnlein, ſowie Ritter von Halt, der dem Sieger perſönlich den von ihm geſtif⸗ teten Pokal überreichte, blieben die Franzoſen knapp mit :0(:0,:0, 0: erfolgreich. Wie das Ergebnis erkennen läßt, war das Spiel ſtets oſſen. Auf beiden Seiten gab es ſebbſtverſtändlich noch eine Reihe von Torgelegenheiten, die aber nicht ausgenutzt werden konnten. Lediglich in der 12. Minute des erſten Spielabſchnitts gelang es Gagnon, un⸗ geoͤeckt einen Paß von Belhumeur zum einzigen Treffer zu verwandeln. Bei den Bayern war Torhüter Egginger in ausgezeichneter Verfaſſung, auch die beiden Verteidiger Braumiller und Schröttle waren kaum zu überwinden. In der Stürmerreihe wor Strobl der beſte und Remmelmeier der ſchwächſte Spieler. Franzoſen hatten ihre beſten Leute in Beſſou, Cadorette und Belht In den Pauſen zeigten ſich der ſechs Die he deutſche Mei⸗ ſter Vollſtecdt gauf Rennſchlittſchuhen und Olympia⸗ Anwärter im Kunſtlauf Theo La ß⸗Berlin. Der Endſtand des Pokalturniers: Spiele Tore Punkte 1. Stade Frandais Paris 8 19:0:0 2. SC Rieſſerſee 3 6˙2 42 3. Zehlendorfer„Weſpen“ 3:18 1˙5 4.„Brandenburg“ Berlin 8:17:5 Brandenburg Verlin wieder beſiegt Rieſſerſee gewinnt:0 Im vierten Treſſen um den Ritter⸗von⸗Halt⸗Pokal ſtanden ſich beim internationolen Eishockeyturnier in Garmiſch am Donnerstagabend der Sportelub Rieſſerſee und der deutſche Meiſter und Hampfſpielſieger Brandenburg Berlin gegenüber. Die Bayern landeten einen verdienten Sieg mit:0(:0,:0,:). Die Ber⸗ liner waren noch von dem ſchweren Vortagsſpiel gegen die Franzoſen ermüdet und erreichten nicht ihr gewohntes Können. Rieſſerſee bot eine gute Leiſtung. Dr. Strobl, der Verteidiger Schröttle und Tormann Egginger waren die beſten Leute. Im erſten Drittel brachte Dr. Strobl die Bayern in Führung. Der gleiche Spieler erhöhte nach ninem Alleingang im zweiten Drittel auf:0 und im letz⸗ ten Drittel fiel der letzte Treffer durch Schenck. Kreiſel und Brandt leiteten das Spiel als Unparteiiſche einwand⸗ frei. In den Pauſen bewunderten die Zuſchauer das Können der jetzigen Berufsläuferin und früheren Zweiten der Weltrangliſte, Melitta Bronner, die für einen Walzer, einen Tango und einen flawiſchen Tanz größten Beſfall erntete. Brandenburg— Weſpen:3 Im Olympia⸗Eisſtadion wurde am Freitag vormittag das internationale Eishockey⸗Turnier um den Ritter von Halt⸗Pokal mit der Begegnung zwiſchen den beiden Ber⸗ liner Mannſchaften„Brandenburg“ und Zehlen⸗ Winlerturnier des Mannheimer Schachklubs Die 3. Runde Sotta noch ein Unentſchieden, wäh⸗ Hlas in ſeiner abgebrochenen Partie gegen Patzſchke ſeinen Vorteil entſcheidend zum Siege auswerten konnte. Die 5. Runde wurde den beiden bisher ohne Verluſt⸗ zähler an der Spitze marſchierenden Glas und Müller zum Verhängnis, beide erlitten ihre erſte Niederlage. Müller ließ es in ſeiner Partie gegen Heinrich an der gewohnten Genauigkeit in der Eröffnungsbehandlung ſeh⸗ len und beſchleunigte ſeinen Untergang durch einen früh⸗ Fehler. Glos baute ſich als Anziehender handaltk eine ſolide angriſfsverheißende Stel⸗ ſetzte aber zu ſorglos fort, ſo daß der gegneriſche Angri zn überrannte, ohne daß es noch eine Abwehr gab. Fleißner zeigte in f er Partie gegen Kühner wieder einmal, daß er erſt dann gefährlich wird, wenn er— ſchlecht ſteht. Kühner hatte ſeinen Angriffsverſuch unter Qualitätsgewinn abgeſtoppt, brachte ober dos Kunſtſtück fertig, ozwohl er drückend überlegen ſtand, die Partie noch zu verlieren. Hartmann ließ ſich als Anziehender gegen Hönig auf eine zweiſchneidige Variante des v. Hennig⸗ Gambits ein und kam raſch unter die Räder des ſtarken ſchwarzen Angriffs. Moſter lieferte gegen Dr. Staeble eine ſchneidige Angriffspartie und brachte einen ganzen Zähler auf ſein Pluskonto, ſo daß er bis jetzt recht aus⸗ ſichtspvoll im Rennen liegt. Sotta geriet gegen Patzſchke in einer ziemlich langen„Schiebepartie“ allmählich ins Hintertreffen, konnte aber wieder ausgleichen und ſchließ⸗ lich, da Patzſchke anſcheinend auf Selbſtmatt ſpielte, ſogar noch gewinnen. Die nötige Sicherheit fehlt auch bei Non⸗ nenmacher noch. Er hatte Kaemmer vollkommen überſpielt, fing aber an zu künſteln und ſtellte zu guter Letzt die Dame ein. So verſchwenderiſch ſollte man in der 1. Klaſſe zeitigen grobe gegen Dr. S lung auf nicht mit den Punkten umgehen! Runde ſpielfrei. Der Stand in der 1. Klaſſe nach 5 Runden(* zeigt an, daß der betrefſende Spieler ſchon ſeine ſpielfreie Runde hinter ſich hat): Glas, Müller je 4; Moſter 8,5; Fleißnerk, Hönig je 3; Hartmann, Heinrich*, Dr. Schan⸗ dalik, Sottoͤ je 2,5; Knörzer, Kühner, Nonnenmacher je 1,5; Kaemmerx, Patzſchke, Dr. Staeble je 1. 2. Klaſſe: Einige der noch ausſtehenden Hängepartien ſind inzwiſchen zu Ende geführt worden. Aus der 1. Runde Knörzer war in dieſer iſt ein Sieg von Moog gegen Kölſch zu verbuchen. Aus der 2. Runde G. Mayer— Kölſch unentſchieden. Die Partie Ad. Kohlmüller—Waldenberger aus der 3. Runde ergab gleichfalls ein Unentſchieden. Das Treffen Wißnat — Kölſch aus der 4. Runde ſteht noch aus. Die 5. Run de brachte größtenteils Fovorktenſiege. Der Spitzenreiter Mantel buchte ſeinen fünften Sieg, und zwar gegen Waldenberger. Damit hat er einen weiteren ſchwe⸗ ren Gegner vorläufig aus dem engiten Wettbewerb um den erſten Platz ausgeſchaltet. Blümmel mußte ſich gegen Wißnat mit einem Remis begnügen, hält aber trotzdem nach wie vor den zweiten Platz, wenn auch einige Konkur⸗ renten zu ihm aufgeſchloſſen haben. Laufer wohrte ſeine Chancen durch einen Sieg über H. Walter. Rabeneick er⸗ rang einen wichtigen Punkt gegen Fritz Kohlmüller, letz⸗ terer erlitt alſo ſeine erſte Niederlage. Baus gewann gegen Sturm, Moog gegen E. Schmid, Kölſch gegen Gutjahr und Zettelmeyer gegen Berlinghof. Die Partien H. Frei— Ad. Kohlmüller und W. Walter— G. Mayer ſtehen noch aus. Der Stand in der 2. Klaſſe nach 5 Runden: Mantel 5; Baus, Blümmel. Laufer, Rabeneick je 4; Moog .5: Gutjahr, F. Kohlmüller, Zettelmeyer je 3; Kölſch, Wißnat je 2,5(); Waldenberger 2,5: G. Mayer 2 ); Ad. Kohlmüller 1,5(); Berlinghof 1,5; E. Schmitt 1) H. Frei, W. Wolter je 0(); Sturm H. Walter 0 Punkte. W. L. oͤorfer„Weſpen“ fortgeſetzt. Der Kampf endete un entſchieden:8(:1,:0,:). Dem Spielverlauf entſpre⸗ chend hätten die Spieler des deutſchen Meiſters eine Pie⸗ derlage hinnehmen müſſen. Bei den„Weſpen“ waren es wieder Brant, Kelch und Wille, dte ſehr gut gefallen konn⸗ ten, während bei„Brandenburg“ vor allem der Torhüter Kaufmann auf dem Poſten war. Bereits in der zweiten Spielminute fiel durch Herrmann für„Brandenburg“ der Führungstreffer. Drei Minuten ſpäter glich Brant auf Zuſpiel von Kaſchig aus und eine Minute ſpäter brachte Klebig„Brandenburg“ erneut in Führung. Das zweite Drittel verlief torlos. Im Schlußdrittel kämpften beide Mannſchaften hart um den Sieg. Schwarz glich in der ſechſten Minute aus und in der 12. Minute ging„Bran⸗ denburg“ durch Nowitzki nochmals in Führung, aber eine Minute vor Schluß erzielte Brant wieder den Ausgleich für die„Wespen“. Spengler-Pokal-Spiele Münchner EV wieder geſchlagen Das internationale Eishockeyturnier um den Spengler⸗ Pokal in Davos wurde am Freitag mit zwei Spielen ſort⸗ geſetzt. Das größte Intereſſe nahm die vorentſcheidende Begegnung der Gruppe 1 zwiſchen der Mannſchaft des Ver⸗ anſtalters und Pokalverteidigers EHE Davos und den italieniſchen ſchwarz⸗ roten Teufeln. Nach beider⸗ ſeits ausgezeichneten Leiſtungen endete die Begegnung un⸗ entſchieden:1(:0,:0,:). Den Davoſern wird der 1. Platz kaum zu nehmen ſein. Es ſei denn, daß die Diavolo Roſſo⸗Neri die Univerſität Cambridge mit einem noch höhren Reſultat ſchlagen werden als die Schweizer. In der Gruppe 2 zeigte der Münchner EV gegen die Züricher Graßhoppers wieder gutes Können, wurde aber dennoch mit:4(:0,:2,:2) geſchlagen. Die Bayern können nach ihren zwei Niederlagen nicht mehr in das Geſchehen der oberen Tabellenlhälfte der Gruppe 2 eingreifen. Henley⸗Regatta ohne Deutlſche? Die Henley⸗Regatta, die im nächſten Jahr vom 3. Juli bis 6. Juli veranſtaltet wird, iſt die inoffizielle, aber ein⸗ zige Meiſterſchaftsregatta im Urſprungsland des Ruder⸗ ſports. Der frühe Termin liegt in den günſtigen Trai⸗ nings möglichkeiten begründet, die das meiſt fehr milde Klima den engliſchen Rudervereinen faſt ſtändig auf offenem Waſſer bietet. Der Henley⸗Termin liegt aber ungünſtig, d. h. zu früh, im Vergleich mit den Meiſterſchaftsterminen faſt aller Länder Europas. Faſt immer haben die deutſchen Ruderer nach ihrem Start in Henley, auch wenn ſie wie 1934 ſiegreich waren, ihre Höchſtſorm vor Austragung der deut⸗ ſchen und Europameiſterſchaften verloren. Aus Sieſem Grunde liegt es durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß ſich im nächſten Jahr in Henley keine deutſchen Ruderer an den Ablauf begeben. Quellenbücher der Leibesübungen Der 8. Band der„Quellenbücher der Leibesübungen“ mit dem Titel:„Führer in der zweiten Hälfte des 19. Jahr⸗ hunderts“, bearbeitet von Kurt Werner, Dresden, er⸗ ſchien ſoeben im Wilhelm Limpert⸗ Verlag, Ber⸗ lin SW 68. Er behandelt die geſchichtliche Bedeutung jener Männer und ihrer Arbeit, die in dieſer Zeitſpanne ſich für die Förderung der Leibesübungen einſetzten; Spieß. Waſſmannsdorff, Jaeger, Maul, Lion, Koch, Hartwich. Der Bearbeiter bringt aus den Werken dieſer turneriſchen Führer eine treffende Aus⸗ wahl und geht kurz auf die Zeit ein, die der Rahmen des Buches umſpannt. Dieſe Zeit iſt der Beginn einer Epoche, in der man glaubt, vom reinen Bewußtſein her die Leibes⸗ übungen beleuchten zu können. Eine große Tiefe kann man dieſer Zeit nicht zuſprechen. Sie iſt vielmehr in theoreti⸗ ſcher Hinſicht durch das Hervortreten der Fachwiſſenſchaften gekennzeichnet, die in ihrer Anzahl als zur Theorie der Leibesübungen gehörig, enorm geſteigert werden, was lediglich eine Verbreiterung, keineswegs aber eine Vertie⸗ fung bedeutet. Die über jeden Turnmeiſter beigegebene gut heraus⸗ gearbeitete Biographie beſitzt durchaus wiſſenſchaftlichen Wert. Der Bearbeiter hat die ſchwierige Aufgabe der Zu⸗ ſammenfaſſung des Geſamtcharakters und des Weſens die⸗ ſer Zeit übernommen und mit dieſem Werk der Geſchichte der Leibesübungen einen wertvollen Dienſt geleiſtet. Mit dieſem 8. Band findet die Schriftenreihe der„Quellenbücher der Leibesübungen“, die vor faſt zehn Jahren von Max Schwarze und Wilhelm Limpert begonnen wurde, zunächſt ihren Abſchluß. Der neue und letzte Band iſt nicht nur für diejenigen, die ſich berufsmäßig mit Fragen der Leibesübungen auseinanderſetzen müſſen, von Notwendig⸗ keit und dauerndem Wert, er wird auch für jeden Freund und Anhänger der Leibesübungen eine willkommene Gabe ſein. Der 465 Seiten umfaſſende, beſtens ausgeſtattete Band koſtet in Ganzleinen 12 Mk., in Halbleder 14 Mk. Sam — U Tatſache Gerichts die Toch glückten Dahl er den und men lau glücksfal behaupte ihm ger habe. 2 überzeuf gelmäßig Meoͤtum übrigens heit. Wẽ fall des ſie beha. klärt, ih Dahl na deren R hegte, ſe tet, daß heraus! ter, die waltbſchaf Behaupt rück und terſuchun hat ſich ſtändiger ſtiſchen des Rich Gegner vien hal chen Au — J. mer Zei den Gefe und un Verfecht wirkſam brecher dreißig man ſoll ren, ein nen Ein Sonntag, Trinitati; Konkordie Chriſtusk Kinderge Neuoſthei Friedens! Johannis 11.15 K dienſt, Lutherkir Kinderg Melaucht!l John. Gemeinde Diakoniſſi Feudenhe 11 Kink für Mö Friedrichs 10.30 K Käfertal: Kinderg für Me Vikar Käfertal⸗ 11.15 K Neckaran: Kinderg 1 Kinde Gemeinde Pfarrer Rheinau: Kinderg Pfingſtbe⸗ gottesdt Sandhofe Kinderg Seckenhei Kinder die mät dienſt, Pauluski mann; Wallſtadt: gottesdt Pfarrer M In allen Trinitatit abends Neckarſpit Konkordie klaſſiſch Chriſtusk chor, B Neuoſthei Lieder riedens! ſohaunis utherkir heiliges Melauchtl chor). Gemeinde Städtiſche der Chi ottesdi Diakoniſſ Heinrich⸗ Feudenhe heiliges Friedrich Käfertal: Käfertal⸗ Neckarau: Gemeinde (Kircher Rheinau: Abendm Pfingſtbe⸗ Sandhofe Seckenhei Waldhof: Wall ſtadt. Münze! Samstag, 29. Dezember 1934 1 Neue Mannheimer Zeitung Mittag ⸗Ausgab⸗ 7. Seite/ Nummer 596 — Unerhörtes Aufſehen erregt augenblicklich die Tatſache, daß ein Richter des oberſten norwegiſchen Gerichts bei der Staatsanwaltſchaft Anzeige gegen die Tochter des vor einigen Monaten tödlich verun⸗ glückten Osloer Stadtrichters Dahl erſtattet hat Dahl ertrank im Sommer dieſes Jahres beim Ba⸗ den und ſchon gleich nach ſeinem Tode waren Stim⸗ men laut geworden, daß es ſich nicht um einen Un⸗ glücksfall handeln könne. In der Anzeige wird nun behauptet, daß Richter Dahl aus Furcht vor dem ihm geweisſagten nahen Tode Selbſtmord verübt habe. Dahl war, wie ſo viele Skandinavier, ein überzeugter Spiritiſt und hielt in ſeinem Hauſe re⸗ gelmäßig Seancen ab, bei denen ſeine Tochter als Meoͤium auftrat. Dieſe Sitzungen erfreuten ſich übrigens in der Osloer Geſellſchaft größter Beliebt⸗ heit. Wenige Tage vor dem angeblichen Unglücks⸗ fall des Richters hatte ſeine Tochter in Trance, wie ſte behauptete, auf Veranlaſſung eines Geiſtes er⸗ klärt, ihr Vater habe nur noch kurze Zeit zu leben. Dahl nahm ſich dieſe vermeintliche Weisſagung, an deren Richtigkeit er nicht den geringſten Zweiſel hegte, ſehr zu Herzen. Allgemein wird nun behaup⸗ tet, daß er aus dieſem bedrückten Gemütszuſtand heraus beſchloß, Hand an ſich zu legen. Seine Toch⸗ ter, die dieſer Tage von Vertretern der Staatsan⸗ waliſchaft eingehend vernommen wurde, weiſt dieſe Behauptungen als haltloſe Gerüchte energiſch zu⸗ rück und ſtellt ſich im übrigen für die weitere Un⸗ terſuchung des Falles freiwillig zur Verfügung. Es hat ſich inzwiſchen ſchon ein Ausſchuß von Sachver⸗ ſtändigen gebildet, der die Vorgänge bei den ſpiriti⸗ ſtiſchen Sitzungen und die dabei von der Tochter des Richters geſpielten Rolle nachprüfen will. Die Gegner der ſpiritiſtiſchen Bewegung in Skandina⸗ vien haben die Angelegenheit zu einem umfangrei⸗ chen Auſklärungsfeldzug aufgegriffen. * 5 — Im engliſchen Parlament herrſcht ſeit gerau⸗ mer Zeit ein ſtiller Kampf um die Peitſchenſtrafe in den Gefängniſſen, die von einer Seite als unwürdig und unmoraliſch hingeſtellt wurde, während ihre Verfechter behaupteten, daß die„Katze“ die einzig wirkſame Strafe gegen Aufſäſſige und Gewaltver⸗ brecher ſei. Denn es ſei vorgekommen, daß ein zu dreißig Peitſchenhieben Verurteilter gebeten habe, man ſolle ihn lieber ein paar Jahre länger einſper⸗ ren, ein Beweis dafür, daß die Freiheitsſtrafe kei⸗ nen Eindruck auf ihn gemacht habe, während die ianpinzessin elo gd cli Mit Prinz Friedrich Franz von Mecklenburg gp. Haag, Ende Dezember. Wie aus Hofkreiſen verlautet, wird ſpäteſtens zum 20. Januar die Verlobung der Kronprin⸗ zeſſtin Juliana von Holland mit dem N 25 1 2 Prinzen Friedrich Franz von Mecklen⸗ Kronprinzeſſin Juliana von Holland burg öffentlich bekanntgegeben werden. Die Be⸗ kanntgabe wäre an ſich ſchon früher erfolgt, mußte aber infolge der noch immer herrſchenden Hoftrauer verſchoben werden. Bekanntlich wurde der nieder⸗ ländiſche Hof von zwei Todesfällen im Laufe des Jahres getroffen. Der Bräutigam Julianas iſt der älteſte Sohn und Erbe des Großherzogs Friedrich Franz von Mecklen⸗ burg⸗Schwerin. 5 Es wird verſichert, daß ſich die Kronprinzeſſin in den letzten Monaten mehrfach in Luxemburg aufge⸗ halten habe, wo ſie auch den Mecklenburger kennen lernte. Dieſe Romanze des Herzens, die ſich hier anließ, hatte von Anfang an die beſten Ausſichten auf Erfolg, da der Mecklenburger durch ſeine Abſtam⸗ mung faſt mit jedem europäiſchen Fürſtenhaus direkt oder indirekt verwandt iſt, die Ebenbürtigkeit alſo in jedem Falle geſichert erſcheinen durfte. Seine Mutter iſt eine Prinzeſſin von Hannover und Herzogin von Braunſchweig⸗Lüneburg. Auf die⸗ ſem Umwege iſt der Mecklenburger verwandt mit den Cumberlands. Außerdem iſt er der Neffe der Königin von Dänemark. Man wurde im Haag zuerſt darauf aufmerkſam, daß ſich bei Hofe etwas Beſonderes anläßt, als der Auftrag erteilt wurde, den königl. Palaſt in Amſter⸗ dam, der nur ſehr ſelten benutzt wird, herzurichten — und zwar für etwa Mitte Januar. Daraus zog man den Schluß, daß einige größere Empfänge ge⸗ plant ſeien. Es kam hinzu, daß man erfuhr, daß Kronprinzeſſin Juliana einige ſehr ſchöne Schmuck⸗ ſtücke für einen Herrn in Auftrag gab, die die Ini⸗ tialen des Mecklenburgers trugen. Allmählich ſickerte dann der Tatbeſtand durch, der kaum mehr eine Aen⸗ derung erfahren dürfte. Peitſchenſtrafe als Abſchreckungsmittel ihren Zweck erfülle. In der letzten Zeit nun haben einige Straf⸗ gefangene, die aufſäſſig waren und zu Peitſchen⸗ hieben verurteilt worden waren, aus Angſt vor die⸗ ſer Strafe Selbſtmord begangen, und ſchon hat ſich die Oeffentlichkeit dieſer Dinge angenommen, um für die Abſchaffung der Peitſche in den Gefängniſſen einzutreten. Dieſer Kampf gegen die Peitſchenſtrafe hat jetzt den Erfolg gehabt, daß in der Praxis die Peitſchenſtrafe nicht mehr verhängt wird. Darſtber hinaus aber hat der Staatsſekretär für Schottland einem Gefangenen im Peter Head⸗Gefängnis in feierlichem Akt perſönlich die Eiſenketten gelöſt, in die er wegen eines Fluchtverſuches gelegt worden war, und dabei verſprochen, daß derartige mittel⸗ alterliche Strafen nicht mehr vorkommen würden. * — Die Fahrgäſte des Dampfers„Cordillera“, der dieſer Tage im Hafen von Trinidad ankerte, konnten von einem aufregenden Erlebnis auf hoher See be⸗ richten, das ſie während der Fahrt zwiſchen Santander und Venezuela erlebten. Der Dampfer führte in ſeinem Lagerraum eine Anzahl lebender Stiere mit ſich, die ſich bei dem hohen Seegang plötzlich losriſſen und an Deck kamen. Unter den Fahrgäſten entſtand nicht geringer Schrecken. Sie ſtoben eiligſt aus⸗ einander, verſchwanden in ihren Kabinen oder ſuch⸗ ten auf dem Oberbau Zuflucht. Der Kapitän und die Beſatzung waren zunächſt ratlos, was angeſichts der zwar harmloſen, aber doch durchaus unerwünſch⸗ ten Tiere zu beginnen ſei. Endlich erinnerte ſich einer daran, daß ſich ja ein berühmter Stierſechter an Bord befinde. Man ſetzte ſich ins Einvernehmen mit ihm, und gleich darauf machte ſich der Torero, be⸗ waffnet mit einem großen Laſſo, an die Fangarbeit. Er zeigte ſich auch hier als ein Meiſter ſeines Faches und konnte ſchon nach wenigen, allerdings ſehr an⸗ ſtrengenden Stunden den letzten Stier in den Lade⸗ raum bringen. * — Als Retter in der Not erwies ſich am zweiten Weihnachtsfeiertag an der Hauptfeuerwache im Südweſten Berlins ein Elefant, der Reklame⸗ plakate durch die Straßen trug. Vor der Feuerwache ſtawd ein hoch mit Gerüſtleitern beladener Wagen, den die Pferde bei dem glatten Aſphalt nicht fort⸗ bringen konnten. Paſſanten bemühten ſich, den Tieren zu helfen und griffen in die Speichen, aber der Wa⸗ gen rührte ſich nicht. Da kam langſamen Schrittes der Reklameelefant die Straße hinabgetrottet, und ohne zu zögern ſchob er mit ſeiner Stirn mühelos den Wagen vor ſich her, bis die Pferde wieder Fuß faſſen und den Wagen allein fortbringen konnten. Eine große Zuſchauermenge hatte ſich inzwiſchen an⸗ geſammelt und freute ſich über den hilfsbereiten Dickhäuter. E — 1935 iſt keine gewöhnliche Jahreszahl, wie es etwa 1934 geweſen iſt. Schon rein mathematiſch ſtellt ſie ein kleines Kurioſum dar. Die Zahl 1935 läßt ſich nämlich durch all die Zahlen teilen, aus denen ſie beſteht. Durch 1, durch 3, durch 5 und durch 91 Leſern, die in den Zahlzeichen eine Vorbedeutung ſehen, ſei es außerdem verraten, daß alle Ziffern des neuen Jahres ſich auch in dieſer Beziehung aus⸗ zeichnen. Die Eins iſt natürlich eine heilige Zahl, Sinnbild der Einheit Gottes, die Drei, die Neun und die Fünf uralte Glücksziffern. Wenn den Zah⸗ len alſo wirklich eine geheimnisvolle Macht inne⸗ wohnt, können wir getroſt in das neue Jahr hin⸗ einmarſchieren. Goſtesdienſt- Ordnung Evangeliſche Gemeinde Sonntag, 90. Dezember 1934(1. Sonntag nach Weihnachten) Trinitatiskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Werner. Konkordienkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Brenner. Chriſtuskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Schoener; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Zeilinger. Neuoſtheim: 10 Hauptgottesdienſt, Miſſionar Wenz. Friedenskirche: 10 Hauptgottesdtenſt, Pfarrer Bach. Johanniskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Emlein; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Ochs;.00 Abendgottes⸗ dienſt, Vikar Ochs. Lutherkirche: 10.00 Hauptgottesdienſt, Vikar Höfer; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Höfer. Melauchthonkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Cand. d. Theol. John. Gemeindehaus Zellerſtr. 34:.30 Gottesdienſt, Vik. Stihler. Diakoniſſenhaus: 10.90 Gottesdienſt, Pfarrer Scheel. Feudenheim: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Kammerer; 11 Kindergottesdienſt, Vikar Vogel;.15 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfarrer Kammerer. Friedrichsfeld:.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Schönthal; 10.30 Kindergottesdienſt, Pfarrer Schönthal. Käfertal: 10 Hauntgottesdienſt, Vikar Schleſinger; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Schleſinger;.30 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfarrer Schäfer;.00 Abendgottesdienſt, Vikar Gſcheidlen. Käfertal⸗Süd: 10.00 Hauptgottesdienſt, Vikar Gſcheidlen; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Gſcheidlen. Neckaran:.45 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Mutſchler; 10.45 Kindergottesdienſt der Nordpfarrei, Pfarrer Mutſchler; 1 Kindergottesdienſt der Südpfarrei, Pfarrer Kühn. Gemeindehaus Speyerer Straße 28: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Kühn; 11 Kindergottesdienſt, Pfarrer Kühn. Rheinau: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Henninger; 11 Uhr Kindergottesdienſt, Vikar Henntager. Pfingſtberg: 9 Gottesdienſt, Vikar Henninger; 10 Kinder⸗ gottesdienſt, Pfarrer Vath. Sandhofen:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Dr. Fuchs; 11 Kindergottesdienſt, Vikar Dr. Fuchs. Seckenheim:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Enderle; 12.30 Kindergottesdienſt, Pfarrer Fichtl? 1 Chriſtenlehre für die männliche Jugend, Pfarrer Fichtl;.30 Abendgottes⸗ dienſt, Pfarrer Fichtl. Pauluskirche Waldhof:.30 Hauptgottesdienſt, Pfr. Clor⸗ mann; 10.45 Kindergottesdienſt, Pfarrer Clormann. Wallſtadt: 9 Chriſtenlehre, Pfarrer Münzel;.30 Haupt⸗ gottesdienſt, Pfarrer Münzel; 10.30 Kindergottesdienſt, Pfarrer Münzel. Montag, den 31. Dezember 1934(Silveſter) Jahresſchlußgottesdienſt In allen Gottesdienſten Kollekte für die hieſigen Klein⸗ kinderſchulen und Schweſternſtationen. Trinitatiskirche: Nachm. 6 Pfarrer Speck(Frauenchor); abends 9 Pfarrer 9 73„ Neckarſpitze: Abends 8 Pfarxer Speck. Konkordienkirche: Abends 8 Pfarrer Horch(Verein für klaſſiſche Kirchenmuſik). Chriſlaseirche: Nachm. 6 Pfarrer Dr. Weber(Poſaunen⸗ chor, Bachchor). 7 8 Neuoſtheim: Abends 8 Pfarrpikar Staubitz(Sprechchöre u. Lieder der Jugend). 5 riedenskirche: Abends 8 Pfarrer Zahn(Kirchenchor). Nase Abends 8 Pfarrer Joeſt(Kirchenchor). utherkirche: Abends 8 Pfarrer Frantzmann(Kirchenchor), heiliges Abendmahl(Einzelkelch).. Melauchthonkirche: Abends 8 Vikar Wallenwein(Kirchen⸗ or). . Zellerſtraße: Abends 8 Pfarrer Hahn. Städtiſches Krankenhaus: Nachm..30 Abendmahlsfeier auf der Chirurgie, Pfarrer Haas; abends.30 Jahresſchluß⸗ gottesdienſt, Pfarrer Haas. 5 8 Dlakoniſſenhaus: Abends 8 Pfr. Scheel(Schweſternchor). einrich⸗Lanz⸗ Krankenhaus: Nachm. 6 Pfarrer Emlein. 1 Abends 8 Pfarrer Kammerer(Kirchenchor), heiliges Abendmahl.. Friedrichsfeld: Abends 8 Pfarrer Schönthal. Käfertal: Abends 9 Pfarrer Schäfer(Kirchenchor). Käfertal⸗Süd: Abends.30 Pfarrer Schäfer. Neckarau: Abends 8 Pfarrer Kühn(Kirchenchor). Gemeindehaus Speyerer Straße: Abends 7 Vikar Müller dende 8 Pfarrer Vath: 9 Feier des heiligen Abendmahls mit Vorbereitung. Pfingſtberg: Abends 7 Pfarrer Vath g Sandhofen: Abends 8 in der Kirche, Pfarrer Bartholomä. Seckenheim: Abends.30 Pfarrer Fichtl(Kirchenchor). Waldhof: Abends.30 Pfarrer Lemme(Kirchenchor). Wallſtadt: Nachm. 6 Pfarrer Münzel: abends.90 Pfarrer Münzel. Dienstag, den 1. Januar 1935(Neujahr) In allen Gottesdienſten Kollekte für das Winterhilfswerk. Trinitatiskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Miſſionar Wenz; 11.15 Kindergottesdienſt, Miſſionar Wenz. Konkordienkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Brenner. Chriſtuskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Zeilinger. Neuoſtheim: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrofkar Staubitz: 11.30 Kindergottesdienſt, Pfarrvikar Staubitz. Friedenskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Rupp. Johanniskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Emlein. Lutherkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Walter. Melanchthonkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Stihler. Gemeindehaus Zellerſtr. 34:.30 Gottesdienſt, Pfr. Hahn. Städtiſches Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Pfr. Haas. Diakoniſſenhaus: 10.30 Uhr Gottesdienſt, Pfarrer Scheel (Schweſternchor). Feudenheim: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Vogel? 11 Kin⸗ dergottesdienſt, Vikar Vogel. Friedrichsfeld:.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Schönthal. Käfertal: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Schleſinger. Käfertal⸗Süd: 9 Hauptgottesdienſt, Vikar Schleſinger. Neckarau:.45 Hauptgottesdienſt, Vikar Müller; 10.45 Kindergottesdienſt der Südpfarrei, Vikar Müller. Gemeindehaus Speyerer Straße 28: 10 Hauptgottesdienſt; 11 Kindergottesdtenſt. Rheinau: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Henninger. Pfingſtberg: 9 Gottesdienſt, Vikar Henninger. Sandhofen:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Dr. Fuchs. Seckenheim:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Enderle. Pauluskirche Waldhof:.30 Uhr Hauptgottesdienſt, Pfarrer Clormann. Wallſtadt:.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Münzel. Wochengottesdienſte: Friedenskirche: Montag bis Samstag 8 Abendandacht. Vereinigte evangeliſche Gemeinſchaften Landeskirchliche Gemeinſchaft der Liebenzeller Miſſion und Jngendbund für entſchiedenes Chriſtentum, Lindenhof⸗ ſtraße 34: Sonntag vorm..45 Gebetsſtunde; abends.00 Evangeliſation(Br. Windiſch). Montag abend.30 Sil⸗ veſterfeier. Dienstag(Neujahr) nachm. 3 Gemeinſchafts⸗ konferenz; abends 8 Bibelſtunde. Mittwoch abend.00 Bibelſtunde. Samstag abend.15 Männerbibelſtunde.— Jugendbund für EG., a] jg. Männer: Freitag abd..15; b) Jungfrauen: Sonntag nachm. 4 u. Donnerstag abd. 8. Freitag nachm..30 Bibelkreis für Knaben. Neckar⸗ ſtadt, Ühlandſtraße 41, part.: Mittwoch nachm. 3 Frauen⸗ ſtunde. Donnerstag abd. 8 Bibelſtunde.— Feudenheim, Schwanenſtr. 30: Sonntag abend 8 Evangeliſation. Mon⸗ tag abend 9 Silveſterfeier. Dienstag(Neufahr) nachm. 3 Gemeinſchaftskonſerenz(Mannheim, Lindenhofſtraße 34); abends 8 Bibelſtunde.— Wallſtadt, Atzelbuckelſtraße 4: Sonntag nachm..30 u. Neujahr abends 8 Bibelſtunde. Evang.⸗luth. Gemeinde (Diakoniſſenhauskapelle, F 7. 29): Dienstag(Neujahr), nachm. 5 Predigt, Pfarrer Fritze. Evangeliſche Freikirchen Eu. Gemeinde gläubig⸗getanfter Chriſten[Baptiſten] Mann⸗ heim, Max⸗Joſeph⸗Straße 12. Sonntag vorm..30 Uhr Gottesdienſt, Br. Scheufler; 11 Sonntagsſchule. Mon⸗ tag abend 9 Jahresſchlußfeier. Dienstag abend 8 Uhr Neujahrsgottesdienſt. Evangeliſche Gemeinſchaft, Mannheim, I] 3. 23. Sonntag vorm..30 Predigt, Prediger Gähr; 10.45 Sonntagsſchule; nachm. 5 Weihnachtsfeier der Gemeindefugend. Montag (Silveſter) abends 8 Predigt, Prediger Gähr. Dienstag Blaukreuzverein Mannheim JI, Meerfeldſtraße 44, Hths.: Dienstag abend 8 Neufahrsfeier. Mittwoch nachm. 4 Uhr Hoffnungsbund; abends 8 Blaukreuzſtunde. Adventgemeinde Mannheim, J 1. 14. Sonntag abend.00 Lichtbilder⸗Vortrag:„Rückblick— Ausblick— Aufblick“. Montag abend 8 Jahresſchlußſeier. Mittwoch abend 8 Bibelſtunde„Chriſtus, und das Geſetz“. Freitag abend 8 Beſprechung„Die Bibel— unſer Wegleiter zur Ewig⸗ keit“. Samstag vorm. 9 Sabbatſchule; 10 Predigt. Die Heilsarmee, C 1. 15. Sonntag vorm..80 Heiligungs⸗ verſammlung; 11 Kinderverſammlg.; abends.30 Heils⸗ verſammlung. Silveſter abends 10.30 Jahresſchlußfeier. Neujahrstag abends.80 Neufahrsſeier. Donnerstag nachm. 5 Heimbund⸗ Weihnachtsſeier. Freitag abend 8 Heiligungsverſammlung. Kirche Jeſu Chriſti, der Heiligen der letzten Tage Alphornſtraße 13. Sonntagsſchule(f. Kinder u. Exwachſene) vorm. 10.3012; 19: Predigtverſammlung Mittwoch 19.30 Fortbildungs⸗ nerein, Mannheim. L 4. 4, 2. Stock Neu⸗Apoſtoliſche Kirche Mannheim⸗Stadt, Kirche Ecke Langerötter⸗ u. Moſelſtraße. Sonntag vorm..30 u. nachm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abd. 8 Gottesdienſt.— Mhm.⸗Sandhofen. Zwerchgaſſe 16: Sonntag vorm,.80 u. nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottesdienſt.— Mannh.⸗Neckarau, Gießenſtr. 1: Sonntag nachm.90 Gottesdienſt. Mittwoch abend.45 Gottesdienſt.— Mannh.⸗Friedrichsfeld, Neudorfſtr. 68: Sonntag nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottes⸗ dienſt.— Mannheim ⸗Seckenheim, Kloppenheimerſtr. 37: Gottesdienſt. Die Chriſtengemeinſchaft, L 2, 11 Bewegung zur religiöſen Erneuerung. Sonntag vorm. 10 Menſchenweihehandlung mit Predigt; 11 Sonntagsfeier für Kinder. Katholiſche Gemeinde Sonntag, 30. Dezember(Sonntag nach Weihnachten) Obere Pfarrei(Jeſuitenkirche): Von 6 an Beichtgelegenh.; 6 Frühmeſſe;.45 hl. Meſſe;.30 Singmeſſe mit Predigt; .30 Kindergottesdienſt;.30 Hauptgottesdienſt mit Pre⸗ digt und Amt; 11 hl. Meſſe mit Predigt; nachm..30 Jubiläumsandacht mit Segen;.30 kirchenmuſik. Weih⸗ nachtsandacht durch den Cäctlienchor und Knabenchor. St. Sebaſtianuskirche— Untere Pfarrei: 6 Frühmeſſe und Beginn der Beichtgelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hauptgottesdienſt mit Predigt u. Amt; 11 Kindergottesdienſt m. Predigt;.30 Wethnachtsandacht. Heilig⸗Geiſt⸗Kirche: 6 hl. Meſſe, Beichte;.00 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt u. Amt; 11 Sing⸗ meſſe mit Predigt;.30 Weihnachtsveſper. Liebfrauen⸗Pfarrei: von 6 an Beichtgelegenheit;.30 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe;.30 Predigt u. Amt; 11 Sing⸗ meſſe mit Predigt; nachm..30 Veſper. Herz⸗Jeſu⸗Kirche Neckarſtadt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe und Beicht⸗ gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt u. Amt; 11 Kindergottesdienſt mit Predigt;.30 Andacht zur Hl. Familie. St. Joſeph, Lindenhof: 6 Uhr Beichtgelegenheit, hl. Meſſe; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt; 9 Kindergottes⸗ dienſt; 10 Predigt u. Amt; 11.30 Singmeſſe mit Predigt; nachm..30 Weihnachtsandacht. St. Bonifatius: 6 Frühmeſſe und Beichtgelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt mit Pre⸗ digt; 11 Singmeſſe mit Predigt;.30 Weihnachtsanbacht. St. Peter: 6 Beichtgelegenheit; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt mit Predigt; 11 Singmeſſe m. Predigt; abends.30 Weihnachtsandacht. St. Jakobuspfarrei Neckaran: 7 Frühmeſſe;.15 Singmeſſe mit Predigt;.45 Hochamt mit Predigt; 11.15 Singmeſſe mit Predigt; abends 7 Jubiläumsandacht mit Segen. St. Franziskuskirche Waldhof: 6 Beichte; 7 Kommunion⸗ meſſe; 8 Singmeſſe m. Predigt in ber Waldkapelle;.30 Predigt u. Singmeſſe in der Kapelle der Spiegelfabrik; .30 Predigt und Amt; 11 Homilie u. Singmeſſe in der Kapelle der Spiegelfabrik; 11 Schülergottesdtenſt mit Singmeſſe und Predigt; nachm. 2 Andacht. St. Laurentinskirche Käfertal: 6 hl. Meſſe;.30 Beichte; .15 hl. Meſſe; 9 Predigt u. Amt; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt; 2 Andacht für die hl. Weihnachtszeit. St. Bartholomäuskirche Mhm.⸗Sandhofen;:.30 Beicht⸗ gelegenheit; 7 Frühmeſſe; 9 Hauptgottesdienſt mit Pre⸗ digt und Amt; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt und Singmeſſe; nachm. 2 Weihnachtsandacht. St. Peter und Paul Mhm.⸗Feudenheim:.30 hl. Beichte, .30 Frühmeſſe;.30 Singmeſſe;.30 Hauptgottesdienſt; 11 Schülergottesdienſt; nachm. 2 Weihnachksandacht. St. Aegidiuskirche Seckenheim: 7 Frühmeſſe;.30 Schüler⸗ gottesdienſt;.40 Hauptgottesdienſt:.30 Andacht. St. Thereſia vom Kinde Jeſu, Pfingſtberg:—.30 Beichte; .90 Frühmeſſe mit Predigt;.30 Amt mit Predigt, nachm..30 Andacht; 7 Abendandacht mit Segen. St. Bonifatinskirche Friedrichsfeld:.30 Beichtgelegenheit, .60 hl. Kommunion und Frühmeſſe;.30 Predigt und Amt; nachm..30 Weihnachtsandacht. St. Paul, Almenhof: 7 Frühmeſſe;.30—.30 Beichte;.30 Singmeſſe mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; nach⸗ mittags 6 Jahresſchlußandacht mit Predigt und Segen. Pfarrkuratie St. Nikolaus, Mannheim: 6 Beichtgelegenh.; 7 Frühmeſſe;.30 Kindergottesdienſt mit Predigt; 10 Uhr Hauptgottesdienſt mit Predigt; nachm..30 Veſper;.30 Weihnachtsandacht mit Segen. Neues Thereſien⸗ Krankenhaus Mannheim:.30 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt. Montag, den 31. Dezember 1934(Silveſter) Obere Pfarrei(Jeſuitenkirche!: nachm.—7 Beichtgelegen⸗ heit; abends 8 feierl. Schluß⸗ und Dankgottesdienſt mit Predigt, Andacht, Tedeum und Segen. St. Sebaſtianuskirche— Untere Pfarrei:—7 Beichte;.30 Jahresſchlußfeier mit Predigt und Segen. Heilig ⸗Geiſt⸗ Kirche:—.30 Beichte;.30 Predigt und Jahresſchlußandacht m. Tedeum u. Segen, nachher Beichte. Liebfrauen ⸗ Pfarrei:—.30 Beichtgelegenheit;.30 Sil⸗ veſterpredigt und Andacht Herz⸗Jeſu⸗ Kirche. Neckarſtadt⸗Weſt: von ß an Beichtgelegen⸗ heit; abends 7 Jahresſchlußfeier mit Andacht, Tedeum und Segen. St. Joſeph, Lindenhof:—7 Beichtgelegenheit;.30 Jahres⸗ ſchlußfeier mit Predigt, Dankandacht, Tedeum u. Segen. S. Bonifatinskirche: 4— 6 Beichtgelegenheit; 7 Jahres⸗ ſchlußfeier und Dankgottesdienſt mit Predigt Andacht u. Segen. St. Keler:—7 Beichte;.30 Silveſterandacht mit Predigt und Segen. St. Jakobus⸗Pfarrei Neckarau: 7 hl. Meſſe; 9 hl. Meſſe; nachm.—.30 Beichtgelegenheit; 7 Dankgottesdienſt mit Predigt, Tedeum und Segen. St. Franziskuskirche Waldhof:.00 Beichte; 8 Silveſter⸗ predigt mit Dankgottesdienſt und Segen. St. Laurentiuskirche Käfertal: 5 bis 7 Beichte;.30 Dank⸗ gottesdienſt mit Predigt, Tedeum und Segen. St. Bartholomäuskirche Sandhofen: 7 und 9 hl. Meſſen; nachm.—7 Beichtgelegenheit; abends 8 Silveſterandacht mit Predigt, Tedeum und Segen. St. Peter und Paul, Feudenheim: nachm. v. 5 an Beicht⸗ gelegenheit; abends 8 ſeierl. Jahresſchluß mit Silveſter⸗ predigt, Andacht, Tedeum und Segen. St. Aegidiuskirche Seckenheim: abends.30 Jahresſchluß⸗ andacht mit Predigt. St. Thereſia vom Kinde Jeſu, Pfingſtberg:—7 Beichte; abends 8 Silveſterpredigt mit Andacht, St. Bonifatiuskirche Friebrichsfeld: nachm.—7 Beicht⸗ gelegenheit; 8 Predigt und Dankandacht. St. Paul, Almenhof: nachm.—7 Beichte. Pfarrkuratie St. Nikolaus, Mannheim: nachm.—7 Beicht⸗ gelegenheit; 8 Silveſterpredigt und Andacht am Jahres- ſchluß mit Tedeum und Segen. Neues Thereſten⸗Krankenhaus, Mannheim: nachm. 5 Uhr Dankandacht mit Segen. Dienstag, den 1. Januar 1995(Neujahr) Obere Pfarrei(Jeſuitenkirche: Früh von 6 an Beicht⸗ gelegenheit; 6 Frühmeſſe;.45 hl. Meſſe;.30 Singmeſſe mit Predigt;.30 Singmeſſe;.30 Feſtpredigt und levit., Hochamt; 14 hl. Meſſe m. Predigt;.30 Veſper m. Segen. St. Sebaſtianuskirche— Untere Pfarrei:.00 Frühmeſſe; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt und Amt; 11 Kindergottesdienſt mit Predigt; nachm..30 An⸗ dacht zum hl. Namen Jeſu. Heilig⸗Geiſt⸗Kirche: 6 Beichte, hl. Meſſe; 7 Frühmeſſe;.00 Singmeſſe m. Predigt;.30 Feſtpredigt u. levit. Hochamt; 11.15 Singmeſſe mit Predigt;.30 feierliche Veſper. Liebfranuen⸗Pfarrei: von 6 an Beichtgelegenheit;.30 Früth⸗ meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Amt; 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm..80 Veſper. ö Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe u. Beicht⸗ gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt und Amt; 11 Kindergottesdtenſt;.30 Veſper. St. Joſeph, Lindenhof: 6 Beichtgelegenheit, hl. Meſſe;.00 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe m. Predigt; 9 Kindergottesdienſt; 10 Predigt, feierlich levit. Hochamt; 11.45 Singmeſſe; abends 7 feierliche Veſper. St. Boniſatiuskirche: 6 Frühmeſſe und Beichtgelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hochamt mit Feſtpredigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm..30 An⸗ dacht zu Ehren des hl. Namen Jeſu. St. Peter: 6 Beichte; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Pre⸗ digt;.30 levit. Hochamt mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; abends.90 feierliche Weihnachtsveſper. St. Jakobuspfarrei Neckarau: 7 Frühmeſſe;.15 Singmeſſe: .45 Hochamt mit Predigt; 11.15 Singmeſſe mit Predigt; abends 7 Weihnachtsveſper. St. Franziskuskirche Waldhof: 6 Beichte; 7 Kommunion⸗ meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt in der Waldkapelle;.15 Amt und Predigt in der Kapelle der Spiegelfabrik;.30 Predigt u. Amt; 11 Singmeſſe u, Homilie in der Kapelle der Spiegelfabril; 11 Schülergottesdienſt mit Singmeſſe und Predigt; nachm. 2 Weihnachtsandacht. St. Laurentiuskirche Käfertal: Gottesdienſt wie an Sonn⸗ tagen; nachm. 2 Veſper für die hl. Weihnachtszeit. St. Bartholomäuskirche Sandhofen:.30 Beichtgelegenh.: 7 Frühmeſſe; 9 Hauptgottesdienſt: 11 Schülergottesdienſt; nachm. 2 Andacht zu Ehren des hl. Namens Jeſu. St. Peter und Paul, Feudenheim: Die Gottesdienſte ſind wie an Sonntagen;.30 feierl. Heuptgottesdienſt; nach⸗ mittags 2 Andacht zu Ehren des hlſt. Namens Jeſu. St. Aegidinskirche Seckenheim: 7 Frühmeſſe;.30 Kinder⸗ gottesdienſt;.40 Hauptgottesdienſt;.30 Andacht. St. Thereſia vom Kinde Jeſu, Pfingſtberg:—.30 Beichte; .30 Frühmeſſe mit Predigt:.30 Amt mit Predigt; nach⸗ mittags 2 Andacht; 7 Abendandacht. St. Bonffatiuskirche Friedrichsfeld:.30 Beichtgelegenh.; .30 hl. Kommunion und Frühmeſſe;.30 Predigt und Amt; nachm..30 Veſper. St. Paul. Almenhof: 7 Frühmeſſe:.08.30 Beichte:.0 Singmeſſe mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; nach⸗ mittags 2 Andacht. Pfarrkuratie St. Nikolaus, Mannheim: 6 Beichtgelegenh.: 7 Frühmeſſe;.30 Kindergottesdienſt mit Predigt; 10.00 Hauptgottesdienſt mit Predigt: nachm..30 Weihnachts⸗ andacht mit Segen. Neues Thereſtien⸗Kraukenhaus, Mannheim:.90 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt. Alt⸗Katholiſche Gemeinde(Schloßkirche] Sonntag vormittag 10 Uhr hl. Meſſe in deutſcher Sprache. Montag(Silveſterabend) nachm. 6 Jahresſchlußgottes⸗ dienſt mit Predigt. Neujahrstag vorm. 10 Hochamt in deutſcher Sprache mit Predigt. Freireligiöſe Gemeinde Körperſchaft öffentlichen Rechts. Silveſter abends 6 Jahresſchlußfeter, Prediger Dr. Karl Weiß über„Lebenslauf und Schickſal“ im Caſinofaal, R 1, am Marktplatz. —— 3 — — HA Samstag „29. Dezember 1934 8 Nhein. Hoch- und Tiefbau AG. Mannheim Die GV. dieſer zum Konzern der Rheinelektra gehören⸗ den Geſellſchaft genehmigte den Abſchluß per 30. Juni 1934, und beſchloß, aus 24059/ Reingewinn eine Divi dende von 6 v. H. zu verteilen und 4559% auf neue Rechnung vorzutragen. Direktor Deutſch(Zellſtoff Walöhof) wurde wieder in den Aufſichtsrat gewählt. Fer⸗ ner wurde beſchloſſen, das Geſchäftsjahr auf das Kalender⸗ jahr zu verlegen ſowie die noch beſtehenden Aktien zu je 20% durch Zuſammenlegung in Aktien von je 100„ um⸗ zu wandeln. Daut Geſchäftsbericht iſt die erwartete Belebung nur für den Tiefbau eingetreten. Im Rahmen des Arbeitsbeſchaf⸗ fungsprogramms hat die Geſellſchaft eine Anzahl größerer Aufträge erhalten, die mit Rückſicht auf die längere Bauzeit im Berichtsjahr nur zum Teil abgerechnet werden konnten. Der Auftragseingang ſei auch jetzt noch befriedigend. Von einem Bruttoertrag von 970 714% wurden 659 986„ für Löhne und Gehälter, 80 621 1 für ſoziale Abgaben, 86 523, für Abſchreibungen, 56 243/ für Steuern, 60 581/ für ſonſtige Aufwendungen und 2701, für Zinſen erfordert. In der Bilanz ſtehen Anlagevermögen mit 0,48 Mill. Mark, Vorräte und angefangene Bauausführungen mit 9,12 Mill./ Forderungen mit 9,16 Mill. l, liquide Mittel mit 0,7 Mill./ gegen Aktienkapital mit 0,325, Reſerve mit 0,03, Anzahlungen und Warenſchulden mit 0,17, Verbind⸗ lichkeiten gegenüber Konzerngeſellſchaften mit 0,12 Mill. Mark. 1 * Kraftanlagen AG, Heidelberg. Die Geſellſchaft weiſt zum 30. Juni 1934 einen Bruttogewinn von 875 228 (898 445)/ aus. Nach 45 976(8802), Abſchreibungen auf Anlagen und 124 240(133 882)/ anderen Abſchreibungen ergibt ſich ein Ver luſt von 1368(i. V. 3536% Rein⸗ gewinn), um den ſich der Gewinnvortrag auf 11581/ er⸗ mäßigt. Aus der Bilanz(in Mill.): unv. 0,5 rückſt. Einlagen auf das Grundkapital, Maſchinen, maſchinelle Anlagen einſchl. Leitungsnutze 1,58(1,6), Beteiligungen 0,6 (0,6), Bankguthaben 0,1(0,16), Forderungen an naheſte⸗ hende Geſellſchaften 2,13(2,1), Darlehen(durch Grundſchuld geſichtert 0,45, ſonſtige Forderungen 0,4(i. V. zuſ. ſonſtige Forderungen 0,93), dagegen An unv. 3,0, Abſchreibungs⸗ bw. Erneuerungsfonds 0,63(0,6), andere Wertberichtigun⸗ gen 0,31(0,21), Reſerven 0,34(unv.), Verbindlichkeiten gegenüber naheſtehenden Geſellſchaften 1/95(1,06), ſonſtige Verbindlichkeiten 0,17(0,15). * Frankenthaler Brauhaus Frankenthal. Der Ah des Frankenthaler Brauhauſes in Frankenthal hat in ſeiner letzten Sitzung beſchloſſen, der am 21. Januar 1935 ſtattfin⸗ denden o. HV die Verteilung einer Dividende von 5(8) v. H. in Vorſchlag zu bringen.(Aktienkapital 960 000). 5 * NSu/ D⸗Rab. Nach einer Zulaſſungsſtatiſtik der D. Bergw.⸗Ztg. hat der Abſatz an NS/ D⸗Rad⸗Kraft⸗ rädern in den Monaten Januar⸗November 1934 mit 14 53g gegenüber 6951 in der Vergleichszeit des Vorjahres eine Sbeigerung um 109 v. H. erfahren und ſich damit an die zweite Stelle unter den deutſchen Motorradfabriken heraufgearbeitet. An erſter Stelle ſteht DerW mit W 798 (11 170] Kraſträdern und einer Steigerung von 118 v. H. Unter Berückſichtigung der Khaſſeneinteilung(bis 200 cem und über 200 cem) ergibt ſich, daß bei NS/ D⸗Rad der Anteil des Kleinkraftrades von 60 auf 76 v. H. ge ſt i egen, bel DW dagegen von 77 auf 66 v. H. zurückgegangen iſt. Insgeſamt ergibt ſich bei den neun hauptſächlichſten Mar⸗ kenfirmen für 1934(11 Monate) eine Steigerung des Kvaftvadabſatzes von 36 772 auf 63 488, d. i. 83,4(78,4) v. H. des Geſamtabſatzes. Von den badischen Schlachfiviehmärkfen Der Auftrieb auf den badiſchen Schlachtviehmärpkten war in dieſer Woche geringer als in normalen Wochen. Geſucht waren wieder erſtklaſſige ausgemäſtete Rinder und junge Ochſen ſowie gute Farren. Auch bei Kälbern war die Nach⸗ frage nach guten Qualitäten rege. Die Schweine wurden innerhalb der vorgeſchriebenen Grenze bis zu 53 Pfg. ver⸗ kauft. Sämtliche Märkte in Baden wurden geräumt. Es iſt damit zu rechnen, daß auch in den kommenden Wochen die Preiſe für gute Qualitäten ſich halten werden, und es iſt dringend erwünſcht, daß die Landwirtſchaſt immer ſehr gut ausgemäſtete Tiere zu den Märkten bringt. ELS- UN MHittag-Ausgabe Nr. 596 Die Warenmärkfe im Jahre 1034 Von Georg Haller⸗Mannheim III. Spinnſtoffe Der deutſche Markt der Spinnſtoffe war zeitweise einer ſtarken, aber unbegründeten Beunruhigung ausgeſetzt. Die Urſache ging von der Einfuhr⸗ beſchränkung für Wolle und Baumwolle aus. Sehr bald konnte ſich jedoch der Käufer davon über⸗ zeugen, daß von einer wirklichen Knappheit an Spinnſtoffen nicht die Rede ſein konnte, und die Ent⸗ wicklung des Weihnachtsgeſchäftes iſt der beſte Be⸗ weis dafür, daß das Vertrauen zur deutſchen Ware nicht geſchwunden iſt. Die Marktregelung für Tex⸗ tilſtoffe wurde durch die beiden, eingangs erwähnten Beweggründe beſtimmt; die Rückſicht auf die De⸗ viſenlage gebot, für alle jene Waren, in denen noch genügend Inlandsvorräte vorhanden waren, die Einfuhrmöglichkeiten zu beſchränken oder aufzu⸗ heben; das war bei Baumwolle zweifellos der Fall; auf Grund der außerordentlich günſtigen Kon⸗ junktur des Jahres 1933, das infolge der Wieder⸗ beſchäftigung zahlreicher Arbeitsloſer, infolge der in vielen Fällen gewährten Eheſtandsbeihilfe und nicht zuletzt wegen der ſtarken„Uniformierung“ weiter Kreiſe der Bevölkerung die Baumwollnachfrage er⸗ heblich anſchwellen ließ, hatten ſich zahlreiche Fabri⸗ kanten mit Rohſtoffen in größtem Umfang eingedeckt, ſo daß ein weiteres Einfuhrbedürfnis nicht beſtand. Wenn die Regierung unter dieſen Umſtänden die Einfuhr von Wolle und Baumwolle beſchränkte, ſo lediglich, um den knappen Deviſenvorrat für oͤring⸗ lichere Bedürfniſſe freizuhalten. Es ſteht außer Zweifel, daß im Augenblick einer wirklichen Knappheit die Einfuhrmöglichkeiten ſofort wieder erſchloſſen werden können, zumal beſonders der internationale Wollmarkt infolge des Aus⸗ falles des deutſchen Kunden ſehr niedrige Preiſe ver⸗ zeichnet. Außer dieſen Beweggründen ſind in Deutſchland ſelbſtverſtändlich Beſtrebungen im Gange, den deutſchen Bedarf zu einem erheblichen Teil aus eigenen Rohſtoffen zut decken; Vermehrung der Schafzucht, Förderung des Anbaues von heimi⸗ ſchen Spinnſtoffen und verſtärkte Heranziehung der Kunſtfaſerſtoffe ſind dafür Beleg. Aber man iſt ſich doch darüber im Klaren, daß Erfolge auf dieſem Wege erſt im Laufe der Jahre heranreifen können. Man hat in der Oeffentlichkeit vielfach dieſe beiden, grundſätzlich verſchiedenen Gedankengänge durchein⸗ ander gebracht; eine Furcht vor dem„Erſatzſtoff“ entſtand daraus, aber auch und gerade für den Tex⸗ tilmarkt beſteht das Wort des kommiſſariſchen Reichswirtſchaftsminiſters zu Recht, daß eine Wieder⸗ eingliederung Deutſchlands in den Weltmarkt am meiſten von ihm ſelbſt begrüßt würde. Die Preiſe für Baumwolle, die in den letzten Jahren einen kataſtrophalen Tieſſtand erlebt hatten, befeſtigten ſich auf Grund der Tatſache, daß die dies⸗ jährige Ernte die niedrigſte ſeit faſt 40 Jahren iſt. Da aber immer noch recht hohe Vorräte an den Hauptmärkten vorhanden ſind, hielt ſich die Erhöhung in verhältnismäßig engen Grenzen. In Neuyork be⸗ trug der zuletzt genannte Preis 12,80 ets. je lb. gegen 10,30 ets. am Schluß des Vorjahres. Um ein neues Abſinken der Preiſe zu verhindern, hat ſich die Regie⸗ rung Rvoſevelts bereit erklärt, die Vorräte der Far⸗ mer auf der Grundlage eines Preiſes von 12 ets. zu Sliller Jahresschluß am Geireidemarki Weizen und Roggen angebofen ohne Nachfrage/ Fuffermiiſel weifer gesuchi * Mannheim, 27. Dezember. Die letzte Woche des Jahres verlief am Mann⸗ heimer Großmarkt für Getreide und Futtermittel, wie in Anbetracht der Weihnachtsfeiertage nicht an⸗ ders zu erwarten war, ſehr ſtill. Von Umſätzen war kaum die Rede, man beſchränkte ſich lediglich darauf, Angebote entgegenzunehmen, ohne jedoch vorerſt darauf einzugehen. Vom Ausland her wurde kana⸗ diſcher Weizen zu etwa unveränderten Preiſen an⸗ geboten; Hard Manitoba J, Atlantic, disponibel Ant⸗ werpen, koſtete 5,40 hfl. transbordé, und zur Januar⸗ Abladung 5,45 hfl. eif Rotterdam Antwerpen. Für Manitoba J, Atlantic, wurden zur Januar⸗Lieferung 5,25 hfl., Parität Rotterdam, gefordert. Nachfrage nach dieſen Herkünften beſtand aus den mehrfach an⸗ geführten Gründen nicht. Sübdeutſche Weizen, bayeriſcher Herkunft, waren ausreichend zum Feſtpreis von 21,60/ für Januar⸗ und 21,75/ für Februar⸗Lieferung angeboten. Auch aus der Wetterau ſowie norddeutſchen Weizen, wie mecklenburgiſchen und ſchleſiſchen, war genügend Material am Markte. Demgegenüber war von einer nennenswerten Nachfrage nichts zu verſpüren; die Mühlen halten mit ihren Einkäufen zurück, da das ſtockende Mehlgeſchäft ihnen keinen Abſatz ſichert. Be⸗ merkenswert und für die luſtloſe Stimmung am Großmarkt bezeichnend iſt die Tatſache, daß ſelbſt die ſonſt ſo geſuchten kleberreichen Weizen aus Mittel⸗ deutſchland, wie beiſpielsweiſe Sachſen⸗Saale, die in kleinen Mengen an den Markt kamen, keine Käufer fanden, obwohl man für ſie keinerlei Aufſchläge oder ſonſtige Vergünſtigungen verlangte. Natürlich darf man daraus keine Schlüſſe für die zukünftige Ent⸗ wickung auf dem Getreidemarkt ziehen, da die Be⸗ richtswoche, als ausgeſprochene Feiertagswoche und als Jahresende, keinen normalen Marktverlauf auf⸗ wies. Am Roggen markt war das Angebot ſehr klein. Hauptſächlich wurden oſtpreußiſche Herkünfte dem Markt zugeführt; man verlangte die Feſtpreiſe von 17.60/ je 100 Kg., Januar⸗Lieferung, eif Mann⸗ heim, und 17.75% Februar⸗Lieferung. Nachfrage beſtand kaum, da die Mühlen zur Genüge eingedeckt ſind, und da hier auch oſtpreußiſche Ware ſich nicht der gleichen Beliebtheit erfreut wie etwa pommeriſche oder mecklenburgiſche. Die Forderungen von Gegen⸗ oder Tauſchgeſchäften haben auch beim Roggen voll⸗ ſtändig aufgehört; ja es dürfte viel eher da und dort die Neigung beſtehen, dem Großhandel zu Preiſen, die unter dem Mühlenfeſtpreis liegen, Waren anzubie⸗ ten. Nach den letzten ſtatiſtiſchen Veröffentlichungen ergibt ſich, daß der Roggenmehlverbrauch bedeutend ſtärker zurückgegangen iſt als der von Weizenmehl, Hauptſächlich wohl aus dem Grunde, weil ſeit Beginn des Erntejahres eine höhere Ausmahlung für Rog⸗ gen vorgeſchrieben iſt und daher die Bäcker vielerorts mehr Weizenmehl zumiſchen, als es früher üblich war. Hinzu kommt ferner, daß an der Roggenver⸗ mahlung die Landmühlen mit einem höheren Anteil beteiligt ſind als bei der Weizenvermahlung, ſo daß alſſo ein höherer Prozentſatz gar nicht erſt an den Großmarkt kommt. Es beſteht aber kein Anlaß, an⸗ zunehmen, daß dieſe Erſcheinung auch für die Zu⸗ kunft andauern wird. Der Markt für Braugerſte lag ſehr ruhig. Bayeriſche Herkünfte waren mit 20,85 Mark zu haben, ließen hierher aber keine Rechnung. Die Brauereien warten mit ihren Käufen bis zur Früth⸗ jahrseindeckung, die Ende Januar oder Anfang Februar einſetzen wird. Aehnlich liegen die Verhält⸗ niſſe für Induſtriegerſte; die Fabriken ſind zum größten Teil gut eingedeckt und wollen die ge⸗ forderten Preiſe vorerſt nicht bewilligen. Bayeriſche Induſtriegerſte, 70 Kg. Hektolitergewicht, war zu 20,0 Mark, Januar⸗Lieferung angeboten, oſtpreaßi⸗ ſche, 68/69 Kg., gab zur Januar⸗Lieferung auf 20,30 Mark je 100 Kg. eif Ober⸗ und Niederrhein, nach, ohne daß ſich ein Umſatzgeſchäft entwickeln konnte. Der Mangel an Futtergerſte hielt un⸗ vermindert an. Auch Hafer iſt im freien Markt nicht zu haben; man verlangt als Gegenlieferung ölhaltige Futter⸗ mittel, die aber nicht am Markte ſind. Neuerdings iſt man auch dazu übergegangen, Kleie als Gegen⸗ lieferung zu verlangen. Vereinzelt ſollen für Hafer Preiſe geboten worden ſein, die über dem Feſtpreis liegen, doch ging man auf ſolche Geſchäfte, die einen Verſtoß gegen die getroffenen Verfügungen vedeuten würden, micht ein. Der Meh abſatz hat keinerlei Belebung ertah⸗ ren, da der Konſum offenbar noch gut verſorgt iſt. Auch die Abrufe aus alten Kontrakten gehen nur langſam vor ſich. Am Futtermittel markt hat die Nachfrage angehalten. Kleie und Nachmehle waren weiter ge⸗ ſucht, aber infolge des geringen Mehlgeſchäftes der Mühlen ſchwer zu haben. In ölhaltigen Futtermit⸗ teln iſt das Angebot weiter ſehr klein, da Zuteilun⸗ gen von Sofjaſchrot oder Oelkuchen nicht erfolgt ſind. Johannisbrot und Johannisbrotſchrot, die in den vergangenen Wochen in ſtärkerem Maße zur Dek⸗ kung des Futtermittelbedarfs herangezogen wurden, ſind nunmehr durch eine Verordnung des Reichser⸗ nährungsminiſteriums dem Maisgeſetz unterſtellt worden; über eine marktmäßige Auswirkung dieſer Maßnahme kann noch nicht berichtet werden, da der ungewöhnlich ſtille Verlauf dieſer Feiertagswoche Umſätze nicht begünſtigte. Am Markt für Rauh⸗ futtermittel hat ſich die Nachfrage nach Stroh verſtärkt. 1 beleihen. Am Wollmarkt hielten ſich die Preiſe bis zum Mai auf der Höhe der Vorjahrspreiſe. Dann aber ließen ſie ſtark nach, was in der Hauptſache auf den Ausfall der deutſchen Käufe, aber auch auf die Entwicklung des Wollverbrauches in Amerika— der US A⸗Markt nimmt weniger als die Hälfte der Vor⸗ jahresmengen auf— zurückzuführen iſt. Heute ſteht der Preis für Merino⸗Kammzug in Antwerpen, um⸗ gerechnet in Mark je Kilogramm auf etwa 2,60, wäh⸗ rend er Ende letzten Jahres ſich etwa um 4 Mark bewegte. Häute und Leder. Für die Häute auktio⸗ nen ſind Höchſtpreiſe feſtgeſetzt worden, die ſich gegen Schluß des Jahres immer mehr als Feſtpreiſe auswirkten. Seitdem es den deutſchen Käufern durch Verrechnungsabkommen möglich gemacht iſt, wieder am La Plata zu kaufen, iſt eine Deckung des lebhafter geworoͤenen Bedarfs geſichert. Die Stim⸗ mung an den Ueberſeemärkten war während des größten Teiles des Jahres ſchwach, da infolge der Futtermittelſchwierigkeiten oftmals zu Not⸗ ſchlachtungen geſchritten werden mußte. Die deutſche Lederinduſtrie bekundete ſtarke Nachfrage nach Häuten, da ſie von dem guten Geſchäftsgang der Schuhinduſtrie Nutzen ziehen konnte. Metalle. Eiſen. Die deutſche Eiſener zeugung hat die Vorjahresziffern weſentlich überſchreiten können und hält ſich etwa auf der Höhe von 1930. Bemerkens⸗ wert iſt, daß nicht nur für die von der Reichsregie⸗ rung durchgeführten Arbeitsbeſchaffungsmaßnahmen und für Bauzwecke Stahl und Eiſen angefordert wurden, ſondern in zunehmendem Maße auch von der Maſchineninduſtrie; man darf dies als Zeichen dafür anſehen, daß die günſtige Entwicklung der deutſchen Konjunktur ſchon bis zum letzten, entſcheidenden Punkt vorgedrungen iſt, denn gerade die Maſchimen⸗ induſtrie konnte einen merkbaren Beſchäftigungs⸗ zuwachs nur in Zeiten aufblühender Wirtſchaft ver⸗ zeichnen. Auch die Tatſache, daß es im Jahre 1934 ge⸗ lungen iſt, die Einfuhr von ausländiſchen Erzen zu vermindern und dafür in vermehrtem Maße deutſche Erze zu verarbeiten, verdient beachtet zu werden. Und ſchließlich iſt auch eine Belebung, frei⸗ lich bisher nur geringen Umfanges, im Aus fuhr⸗ geſchäft zu verzeichnen. In den meiſten Fällen kamen die Umſätze im Kompenſatiousverkehr und unter Anwendung von Verrechnungsabkommen zuſtande. Mit Rußland wurde für 1935 ein Vertrag auf Lieferung von Man⸗ ganerzen abgeſchloſſen. Die Eiſeninduſtrie hat im Durchſchnitt der letzten 10 Jahre einen jährlichen Ausfuhrüberſchuß von mehr als 2 Milliarden RM. —— eingebracht, und erhofft, daß ihr auch weiterhin die Möglichkeit, die ihr fehlenden Erzmengen aus Schweden zu decken, erhalten bleibt.— Von den aus⸗ lämdiſchen Eiſenerzeugern konnte nur En gland eine weſentliche Steigerung aufweiſen; Urſache war neben einer ſtärkeren Nachfrage auf dem engliſchen Markt ſelbſt, eine Belebung des Geſchäftes mit den Dominions auf Grund des Ottawa⸗Abkommens. So hat Indien ſeinen Eiſenzoll erhöht und nur dem Mutterland Ausnahmezölle zugeſtanden. Die Abſatz⸗ vermehrung in den Vereinigten Staaten geht nur ſehr langſam vor ſich. Nach einem Bericht von Stahl und Eiſen iſt man erſt bei einer Ausnut⸗ zung der Erzeugungsfähigkeit von 28,5 Prozent an⸗ gelangt. Noch ungünſtiger liegt der Markt in Frankreich, wo von einer Belebung überhaupt nichts zu ſpüren iſt und wo man auf neue Regie⸗ rungsaufträge hofft. Mit dem diesjährigen Ergebnis der Stahl⸗ und Eiſenproduktion liegt Deutſch⸗ land wieder wie in der Vorkriegszeit an zweiter Stelle hinter den Vereinigten Staaten, während es vordem von Rußland und Frankreich auf den vier⸗ ten Platz verdrängt war. Uebrige Metalle. Für die deutſche Bewirk⸗ ſchaftung von Nichteiſen⸗Metallen wurden am 7. Au⸗ guch Richtpreiſe feſtgeſetzt, die zum Teil über den Weltmarktpreiſen liegen; zugleich wurden Bedarfs⸗ ſcheine für Inlandmetalle eingeführt, und auf dieſe Weiſe, da Auslandsmaterial ja ſchon vorher nur auf Grund von Einkaufsgenehmigungen erworben wer⸗ den konnten, die geſamte deutſche Metallwirtſchaft kontrolliert. Als weſentlichſtes Ereignis auf dem deutſchen Binnenmarkt iſt die Inbetriebnahme der Magdeburger Gieſche⸗Zink⸗Anlage zu erwähnen, die auf dem Wege der Elektrolyſe aus oberſchleſiſchen Erzen ein Zink von außerordentlich hohem Rein⸗ heitsgrad herſtellt. An den Weltmärkten haben die Kupferbeſtände im Laufe des Jahres ab⸗ genommen; gleichwohl war die Preisentwicklung rückgängig. Für Elektrolytkupfer, das Ende 1933 in Berlin auf 49,50 RM. ſtand, iſt ein Abſchlag um rund 10 RM. eingetreten. Die Londoner Kupfer⸗ Notierung für Standard ging von 32 bis auf etwa 27 Eſtr. zurück. Man erwartet eine Verſtändigung der Kupferproduzenten für die nächſte Zeit. Die Preisſchwankungen für Blei waren weſont⸗ lich geringer, zumal die europäiſche Nachfrage gegen Jahresende zunahm. Die Zink⸗ Vorräte nahmen im erſten Halbjahr beträchtlich ab, ſind aber in der zweiten Jahreshälfte infolge vermehrter Erzeugung wieder geſtiegen. Die Preiſe nahmen bis Jahres⸗ mitte leicht ab, ſtiegen aber im weiteren Verlauf wieder und ſind heute etwa auf der Höhe der letzten Vorjahresnotierungen.— Auch für Zinn ſind die Preiſe am Ende dieſes Jahres kaum verſchieden von denen vor Jahresfriſt. Das Zinnkartell wußte je⸗ weils durch Markt⸗Interventionen den Preis his auf geringe Schwankungen zu halten. Waren und Märkfe Frankfurfer Abendbörse Auch die letzte Abendbörſe im Jahre 1934 nahm auf der ganzen Linie einen außerordentlich ſtillen Verlauf. Es zeigte ſich ſowohl ſeitens der Kundſchaft als auch der Spe⸗ kulation keinerlei Unternehmungsluſt. Die Stimmung war nicht unfreundlich. Indeſſen blieben die Berliner Schlußnotievungen nicht immer voll behauptet, ſo J Far⸗ ben mit 13178, Phönix mit 46,75 und Schuckert mit 92,75. Der Rentenmarkt ſtagnierte ebenfalls nahezu vollkommen, etwas Geſchäft bei kaum verändertem Kurs hatten Reichs⸗ altbeſitz, ferner waren ſpäte Reichsſchuldbuchſorderungen mit 97,5 noch eher geſucht. Von fremden Werten lagen 4 v. H. Silbermexikaner mit 4,5 v. H. gut bechouptet. Der Verlauf brachte kleines Intereſſe für Farbenindu⸗ ſtrie und Reichsbankanteile, die um 4 v. H. auf 13178 umd um 1 v. H. auf 145,50 anzogen. Auf den übrigen Marktgebieten blieb es bei kaum behaupteten Kurſen gegen den Berliner Schluß ſehr ſtill. Das Rentengeſchäft war ebenfalls miwimal bei unveränderten Kurſen. Für Pfand⸗ briefe beſtand auf Baſis der Mittagskurſe wieder etwas Nachfvage. Nachbörſe: J Farben 13175432, Aku 46,50, Altbeſitz 10376, ſpäte Schuldbuchforderungen 97,75 Geld. U. a. notierten: Dresdner 7, Reichsbank 145,50, Chem. Albert 76,25, Geſfürel 106,75, Holzmann 77,50. Besſandsaufnahme von Baum wollgespinnsſen Die Ueberwachungsſtelle für Baumwollgarne und ⸗Ge⸗ webe hat im Einvernehmen mit der Ueberwachungsſtelle für Seide, Kunſtſeide, Kleidung und verwandte Gebiete eine Anordnung erlaſſen, die im Deutſchen Reichsanzeiger veröffentlicht wird. Nach ihr ſind die Beſtände an Baum⸗ wollgeſpinſten der Tarifnummern 440—443 des Statiſtiſchen Warenverzeichniſſes und an Baumwollmiſchgarnen der Tarifnummern 398, ſoweit letztere weniger als 25 v. H. An⸗ teile an künſtlichen Spinnſtoffen enthalten, von dem Eigen⸗ tümer bis zum 15. Januar 1935 an die Ueberwachungsſtelle für Baumwollgarne und Gewebe, Berlin SW 68, Schützen⸗ ſtraße 60/2, zu melden. Stichtag der Meldung iſt der 31. Dezember 1934. Soweit den Meldepflichtigen bis zum 5. Januar 1935 keine Fragebogen zugegangen ſind, haben ſte dieſe ſofort bei der Ueberwachungsſtelle für Baumwoll⸗ garne und ⸗Gewebe anzufordern. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung, insbeſondere verſpätete Meldung der Be⸗ ſtände, werden beſtraft. Uebersee-Geireide-Noſierungen Neuyork, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per Buſhel, Lokopreiſe) Weizen Manitoba Nr. 1 92,75; roter Sommer⸗Winter Nr. 2 10858; öto. hard 11670 Mais neu ankommende Ernte 105786; Roggen Nr. 2 fob Neuyork 6998; Gerſte Malting 9898; Mehl und Fracht unverändert. Chikago, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per Buſhel, Terminpreiſe) Weizen(feſt) per Dez. 986, Mai 10055—100,25; Juli 94894; Mais(feſt) Dez. 94,75; Mai 9076 Juli 8758, Hafer(stetig) Dez. 57; Mai 53,25; Juli 48,25; Roggen(ſtetig) Dez. 76,50; Mai 7075; Juli 75,75.— Lokopreiſe: Weizen roter Winter⸗Sommer Nr. 2 101,50; Hafer weißer Nr. 2 58,50; Gerſte Malting 75—122. Buenos Aires, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Pa⸗ pierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Febr. 6,10; März 6,19; Mais per Jan. 6,17; Febr. 6,30; Mai 5,21; Hafer per Febr. 5,05; Leinſaat(ſtetig! Febr. 11,76; März 11,85. Roſario, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Papierpeſo per 100 Kilo) Weizen per Febr. 6,15; März 6,20; Mais per Fan. 6,00; Febr. 6,20; Leinſaat per Febr. 11,50: März 11,65. Winnipeg, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(Tendenz feſt) Weizen per Dez. 79; Mai 84 Juli 8475; Hafer per Dez. 42,75; Mai 44,25; Juli 44%; Roggen per Dez. 59%; Mai 628; Juli 6276; Gerſte per Dez. 53986; Men 5798, Juli 577867 Leinſaat per Dez. 146 Juli 149; Mani⸗ toba⸗Weizen loko Northern 1 79,75, dto. 2 76; dto. 3 74,50. Rotterdam, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß: Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Jan. 2,97%; März 3,17½; Mai 3,977; Juli 3,50.— Mais lin Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Jan. 71,25; März 79,50; Mai 67; Juli 63,75. Liverpool, 29. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Schilling und Pence) Weizen(100 kb.) Tendenz ſtetig; Dez. 4,878; März 4,1174, Mai 5,14; Juli 5,3.— Mais(100 Ib.) Ten⸗ denz ſtetig; Dez. 20,7% V, Jan. 21, B; Febr. 21,7% V. — Mehl unverändert. Amerikanische Schmalz und Schweinemärkfe Neuyork, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per 100 lh.) Tendenz ſtetig; Schmalz prima Weſtern loko 1925 oͤto. Miödle Weſtern 13101920; Talg unverändert. Chikago, 28. Dez.(Eig. Dr.) Schluß(in Cents per 100 lb.) Tendenz ſtetig; Schmalz per Dez. 1255; Jan 1247,50 G; Mai 1287,50 B; Juli 1302,50; Schmalz loko 1250; Bauchſpeck(tr. geſ.) per Dez. 1545; Jan. 1580; Preiſe für leichte Schweine 645685, ſchwere 708717; Schweinzufuhr in Chikago 18 000, im Weſten 61 000. Geld- und Devisenmarkt Zürich, 28 bender(tha! amllich) Konslanfin. 250 Perl 20.88 Spanen 42.22 ½ prag 12.89 Bakerest 80⁵ London 15,23% foſan) 208 97 Varstbes 58,35 ff. Fenn. 2 beuyorz 308.87 berlin 124.00— butepes!—.— gl. Ceid 1 Velgien 72.37½ J Mien off. K. 73,26— Felgra⸗.02 Nopatsgeſd!— Lbellen 26.41 J Sofa i 292.— U JMonafsgeld 2¼ Paris, 20 Dezember(Schluß amflidi). London 74.70 Spanien 207.25 Fopenbagen]—.— f wien N Neuyorx 15.14— ſſelien 129.70 J Hoſſand 10.28¼] berlin 809, deſglen 355.— Schwein: 330.— Sodom 874.78 Wasch 288.25 Amsterdam, 28 Dezember(echluß emilich. gerlin 59.4177 Belgien 94 69— 08d 36.67 ¼ J prag 617 London 729,5 Jchwelr 47.89.— Hopenbagen 82.57 7% priyafds Neuyork 147½öf,%̃ laſien 12.55% Stockholm 37.62 ½ J Jägl. belg Lari 978.— Madrid 20.25— J Wien—.— II Fonateg. 1 London, 28. Dezember(öchluß amlllckh) 5 teuer, 494.12] kopenbagen] 22,40—] Mosxad 569,62 Schenbes 1/8 Morel 489.— Stocknom 19.39 /] Fumävſen 492,— Pokchams 1/200 amsterdam 730.— 0slo 19,90%] Ronstenfin. 610,— zostraſen 125.— Pers 74. 90% UIsssbon 110,1 Aden 521.— Nerite 18. brüssel 21.15 ¾ Helsingfors 226 62 ien 28.75 Nonterides-. ltallen 97.77 prag 118/16 Varschen 25.18 J Vafparess. berlin 12.29% Rudepes! 26.— Buodos Ares 86,37 genoz N ſchweſlꝛ 15.22 72 belgrad 218—— bio de Jan. 412.— auf Loneon 27.62 Spanlen 36,04—Folſe 418.— Hongkong 1,875 l Südeftks 100,12 Neuyork, 28. Derember(dub amllich) Henkskrepte berlin 40.25— Mien 19.90— Stectheim 25.4 ¼ Göfg.).“%ù London-Nab. 498.75 Budapes! 29.86— sse. 23.49— bto. Frief ½8 5 50.-.-V. 492.82 prag 418.50 Keari! 13.70 lägl. beld Laris 661.12 Belgrad 228.50 J Nontreal 100,58 prflandefsw.“— Ichwelz 82.43 ½¼ Warschau 18. 2½ J Arg. ap peo 32.8— niedr./ talen.58% 080 24 82% Riodelanelto.32— dt. höchsl.. 1 flollens 67.72— J Kopenhagen 22.06— Aahan 28.75— J Fſlber— Hamburger bfefallnoflerungen vom 28. Dezember Hu pfer I benes- u. raste Zan urlef Lelg Mief Celd bezahlt Brief Celd bezahlt zannar. 34.5088, 78—, 09.0808,„ Hüttenrohu n. 17,5017.50 ketrur 34.5038.75— 09.0 303,0—.—f keinsilber(H. p. 400 448.25 45,25 Merz 34.503870 09.0080 3,0—.— Feingold(I. p. gr. 2,64 2,79 Apr 37.— 36,25. 99,0808.0.-Plan(Abfalle) ai 57.7587.— 0,0% 08,0, Cimapr.(Et. p. gr.)..88.85 Jun 40.—39.—. lacht. reines bn Juli 40.5039,50.. Detaſlpr,(N. p. gr....75.50 August 41.40,... 2 Fepmb. 41.7541,—.——.—.— Leto Abled Uklober 4,— 41.25—.——.—. Anfimon Fegulus dines.(S fh.) 56.— 59.— dozend. 42.41.25- leckellber(2 per Flasche)—.— 11.87 Dezemd.[84.50 88,75 309,080.00 J Wolframerz cines.(in.)—.— 40.— * Leinöl⸗Notierungen vom 28. Dez.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſaat Pl. per Jan. 9/6(97/10); Sto. Klk. per Dez.⸗Jan. 11,50(unv.]; Leinſagtöl loko 19,25(unv.); Jan. 18,25(unv.]; Jan,⸗April 1896(18,50); Mai⸗Auguſt 1995 (19,25); Baumwoll⸗Oel ägypt. 20 lunv.); Baumwoll⸗St. ägppt. per Dez. 6786(unv.). Neuyork: Terp. 49,75 (49,50) Savannah: Terp. 44,75(44,50). * Pforzheimer Edelmetall⸗Notierungen vom 29. Dez. (Mitgeteilt von der Deutſchen Bank und Diskonto⸗Geſell⸗ ſchaft, Filiale Pforzheim): Platin techniſch rein 3,50 je Gramm; dto. 4 v. H. Palladium 3,45 je Gramm; dto. 4 v. H. Kupfer 3,95 je Gramm; Feingold 2840 je Kilo; Feinſilber 5 je Kilo; je nach Abnahme von 50 bzw.—9 zilo. Frachienmarki Duisburg-Ruhrbri Die Nachfroge nach Kahnraum war heute nicht beſonders rege. Die Bergfracht ſchwächte infolge des wachſenden Waſſers um 10 Pfg. je Tonne ab und beträgt zur Zeit .60& ab Ruhrort und 1,80„ ab Konal Baſis Mainz— Monnheim. Die Talfracht blieb unverändert, ebenſo die Schlepplöhne. 85 * E 9 Dr. Gebr. Ul Spiegel Waſchſbo müt M. 2 Nach 2 Bebe Röſten, nur 135 Möbel Meiſel, 70 1 Ke Schlei Innemei Uhr, Kühl Sbüßhle, kompl. 1 Eheſtant Hrch. Be K J, 27. l Term Für F Wee 2 n. Seite/ Nummer 596 Neue 1 3 V Mittag⸗Ausgabe Samstag, 29. Dezember 1984 —— 7 Ellen Wesche geb. von Borcke Dezember 1954 Ffrelbufg l. Pr., . hre Vermöhlung geben bekannt Dr. med. dent. Hermann Wesche LOrettostrage 36 N 87186 3 Wochenhelmer Ronwein Waonstum WInzerve ein Wachenheim Hlsenzkaler Weißwein. iter 60 pig. 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Dezember 1934 Midte C Nr. 8 Schön ist die Welt Operette in 3 Akten Karl Klaußg Regie: Hans Becker Ende 22.15 Uhr Tel von Ludwig Herzer u. Fritz Löhner 7 J 0 0 U 309 7 Musik von Franz Lehär 0* 8 Musikalische Leitung: Morgen Sonntag vormittags 11.30 Uhr Große Kulturflim- Vorstellung England Der Mittelpunkt des britischen Weitreichs. Mitten im Winter eine hochinteressante Reise über den Kanal. die uns vom bequemen Sessel aus in 1½ Stunden mit einer Fülle von Sehens würdigkeiten aller Art überrascht. Auf dieser einzigartigen Entdeckungsſahrt, für alt und jung von reichstem Erlebnis, besuchen wir unter vielem anderen: Die Insel Wight-Die Badeorte Militär im Manöver Cardiff, Brighton, Southsea, Bourne- Englands größter Kohlenaus- mouth. Portsmouth- Seehafen fubrhafen- Im schönen Nord- Southampton- Bath Bristol- england- Chester, das eng- Schloß Windsor-Norfolk-Nor-] lische Hildesheim Stratford- weh-Leben u. 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