* 9 Erſcheinungsweiſe: Täg li ch 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatl. RM..08 und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..25, durch die Poſt RM..70 einſchl. 00 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 48, Meerfeldſtr. 18, Ne Fiſcherſtr. 1, Te Hauptſtr. 66, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. llt eimer Seitun Mannheimer General- Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—86.— Fernſprecher: Sammel Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Abreſſe: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Y,, Anzeigenpreiſe: 32 mm öreite Colonelzeile RM. 40, 79 mm Preite Reklamezeile RM..50. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Konkurſen, Ver⸗ gleichen oder Zahlungsverzug keinerlei Rabattgewährung. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telefoniſche Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim, Abend⸗ Ausgabe Auflöſung unvermeidlich? Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 17. Januar. An den zuſtändigen Reichsſtellen hörte man heute vormittag, daß an einer Auflöſung des Reichstags kaum noch zu zweifeln ſei, baß auf jeden Fall aber der Reichstag, wie vor⸗ geſehen, am 24. Januar zuſammen⸗ treten werde. „Nach den Erfahrungen der letzten Regierungskriſe empfiehlt es ſich, derlei offizibſe Parolen mit Vor⸗ ſicht aufzunehmen. Es iſt durchaus denkbar, daß man mit der Ankündigung der Auflöſung einen rein tak⸗ tiſchen Zweck verfolgt und auf Hitler einen Druck auszuüben ſucht. Auf der andern Seite wäre es allerdings möglich, daß der Kanzler geſtern in ſeiner Unterredung mit dem Prälaten Kaas beſtimmte Zu⸗ ſicherungen über das Vorgehen des Zentrums im Aelteſtenrat erhalten hat. Da Kommuniſten, Sozial⸗ bdemokraten und Deutſchnationale auf jeden Fall für die ſofortige Einberufung eintreten werden, würden die Stimmen des Zentrums ja genügen, um auch gegen nationalſozialiſtiſche Verzögerungswünſche dieſe Abſicht durchzuſetzen. Doch iſt man auch über die Einzelheiten der geſtrigen Unterredung zwiſchen Schleicher und Kaas im Augenblick lediglich auf Ver⸗ mutungen angewieſen. Adolf Hitler war am frühen Nachmittag noch nicht in Berlin eingetroffen und hat ſich im Kaiſerhof, ſeinem ſtändigen Quartier, guch noch nicht angemeldet. Er ſoll, ſo hört man aus ugtionalſozialiſtiſchen Kreiſen, ſich für heute abend zu einer Amtswaltertagung in Frankfurt a. O. angeſagt haben und hätte daher heute kaum Zeit zu Beſprechungen in Berlin. Gregor Straſſer, mit dem Hitler ſchon dieſer Tage un⸗ mittelbar Fühlung genommen hat, weilt zur Stunde noch in München. Reichsjuſtizminiſter Gürtner hat beim Reichspräſidenten Vortrag über die geſtern vom Kabinett beſchloſſenen Maßnahmen des landwirt⸗ schaftlichen Vollſtreckungsſchutzes gehalten. Die Verordnung über den Vollſtreckungs⸗ ſchutz wird von Hindenburg im Laufe des Tages unterzeichnet und morgen im Reichs⸗ geſetzblatt verkündet werden. Das Reichskabinett, das heute nachmittag ſich wie⸗ der verſammelt, wird ſich in der Hauptſache mit der Siedlungsfrage beſchäftigen. Die Siedlung hat durch die Verordnung über den Vollſtreckungs⸗ ſchutz, durch die das Anfallen von Land erheblich ein⸗ . werden dürfte, beſondere Aktualität ge⸗ onnen. Der Konflikt mit dem Landbund Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 17. Januar. Freiherr von Lüninck, der Vorſitzende der Vereinigung des rheiniſchen Bauernvereins, nimmt im„Weſtdeutſchen Beobachter“ zu dem Konflikt mit dem Reichslandbund Stellung und wendet ſich vor allem gegen die„Sprache des Reichsverbandes der deutſchen Industrie“, die er als„ebenſo ungerecht wie anmaßend“ bezeichnet.„Die berechtigte Empörung und Erbitterung der ganzen deutſchen Landwirtſchaft wird“, ſo ſchreibt Lüninck zum Schluß,„in den kom⸗ menden Wochen vielleicht noch weitere Ausbrüche zettigen. Die Verantwortung dafür tragen nicht jene jänner, die jahrelang gewarnt und Wege zur Wirt⸗ ſchaftsbeſſerung gewieſen haben, ſondern jene, die dieſe Mahnungen in den Wind ſchlugen.“ Die Branden burgiſche Lan dwirt⸗ 1 chaft sk amm er hielt ihre 47. Hauptver⸗ ſammlung ab. Zu Beginn teilte der langjährige Prä⸗ ſident der Landwirtſchaftskammer, Rittergutsbeſitzer von Oppen⸗ Dannenwalde, mit, daß er ſeinen Eintritt in die NS Dal P vollzogen habe und ſein Amt zur Verfügung der Kammer ſtelle. Er hielt dann eine programmatiſche Eröffnungsrede, in der er ſich die Forderung des Reichs landbundes zu eigen machte und ſich ſcharf gegen das Kabinett Schleicher wandte. ie Kammer nahm eine Entſchließung an, in der geſagt wird, daß ſich die Brandenburgiſche Land⸗ wirtſchaftskammer die von den landwirtſchaftlichen Hbitzenorganiſationen zur Rettung der deutſchen e erhobenen Forderungen zu eigen FJenerüberfall auf Nationalſozialiſten — Iſerlohn, 17. Januar. Auf eine Gruppe von atio nal ſozialiſten wurde in der Nähe des Bahnhofs ein Feuerüberfall verübt, drei Nattonalſozfaliſten wurden ſo ſchwer ver⸗ letzt, daß ſie ins Krankenhaus gebracht werden 5 9 Die Polizei nahm mehrere der Angreifer — Dienstag, 17. Januar 1033 en eren Frankreich ſucht Ruſſenaufträge Moskau ſoll auf jedes Dumping verzichten Verhandlungen über die Kreoͤitfrage Drahtung unſeres Pariſer Vertreters y Paris, 17. Januar. Frankreich hat mit Sowjetrußland Beſprechungen über eine Verbeſſerung der Handelsbeziehungen ein⸗ geleitet. Sowjetrußland ſoll ſich verpflichten, keine Dumpingpolitik gegenüber Frankreich zu be⸗ treiben und mit der franzöſiſchen Landwirtſchaft nicht in einen„unlauteren Wettbewerb“ zu treten. Ferner ſei Moskau bereit, umfangreiche indu⸗ ſtrielle Aufträge in Frankreich unter⸗ zu bringen und nach Möglichkeit für eine Ver⸗ beſſerung der Handelsbilanz mit Frankreich zu ſor⸗ gen. Die Bedingungen bei der Unterbringung ruſſi⸗ ſcher Induſtrieaufträge in Frankreich werden die⸗ ſelben ſein wie ſie Sowjetrußland den anderen Ländern zubilligt. Dieſe ſowjetruſſiſchen Handelsvorſchläge werden von den Pariſer Wirtſchaftsblättern angeſichts der franzöſiſchen Abſatzkriſe lebhaft begrüßt, da Frank⸗ reich für einen ſtärkeren Abſatz ſeiner Induſtrie⸗ erzeugniſſe ſorgen müſſe. Es ſei aber nötig, eine weitgreifende Kreditorganiſation mit Sow⸗ jetrußland zu ſchaffen. Von beſonderem Intereſſe ſei es, für die mechaniſche, die elektromechaniſche und die Metallwareninduſtrie Frankreichs den ruſſiſchen Markt zu erſchließen. Frankreich befinde ſich auch in der Lage, Rohſtoffe nach Rußland auszuführen. Es käme jetzt darauf an, dauerhafte und rechtmäßige Handelsbeziehungen zwiſchen den beiden Ländern herzuſtellen. Cherons umſtrittene Stenerpläne Drahtung unſeres Pariſer Vertreters Paris, 17. Januar. Der Finanzplan der franzöſiſchen Regierung zur Deckung des Haushaltsdefizits liegt vor. Er enthält keine weiteren Ueberraſchungen, wenn man davon abſieht, daß die Steuer⸗ träger, namentlich der Kleinhandel, gegen jede Erhöhung der finanziellen Laſten ſchärfſten Einſpruch erheben. Die Zeitungen ſind mit Proteſten der Kleinhandelskreiſe ausgefüllt. Zahlreiche Abgeordnete, darunter Politiker der jetzigen Regierungsmehrheit, halten es für ganz aus⸗ geſchloſſen, daß dem Detailhandel eine Erhöhung der Steuern auferlegt werden könne. Eine weitere Ver⸗ teuerung der lebensnotwendigen Erzeugniſſe würde auch die Arbeiterſchichten treffen und neue Lohn⸗ ſchwierigkeiten verurſachen. Die Sozialiſten bereiten gegen die Steuerpläne der Regierung einen wahren Feldzug vor. Nach Einbringung des Geſetzentwurfes wird der Finanzplan der zuſtändigen Kommiſſion zur Prü⸗ fung übergeben werden. Dann erſt beginnen die Verhandlungen mit dem Finanzminiſter Chéron, und es liegt demgemäß der Gedanke nahe, daß die Regierungsvorſchläge in der Finanzkommif⸗ ſion eine weitgehende Umgeſtaltung er⸗ fahren werden. Die Sozialiſten ſind jedoch entſchie⸗ dene Gegner des Finanzplanes und drohen mit einem Mißtrauensvotum. Die zweite Januarhälfte wird alſo das Kabimett Paul⸗Boncour in Sturzgefahr bringen. — 1 4 Verſtändigung Rom⸗ Paris? röm. Vertreters Rom, 17. Januar. Die Ankunft des neuen franzöſiſchen Botſchafters beim Quirinal, de Jou venel, wird in den poli⸗ tiſchen Kreiſen Roms mit großer Spannung erwar⸗ tet. Nachdem de Jouvenel franzöſiſchen und italie⸗ niſchen Journaliſten eine ganze Serie von Inter⸗ views gegeben hat, in denen er ſich für eine fran⸗ z öſiſch⸗italieniſche Verſtändigung ein⸗ ſetzte, rechnet man damit, daß der neue Botſchafter mit ganz beſtimmten Vorſchlägen hierherkommt. Ob allerdings dieſe Vorſchläge ſo weit gehen, daß da⸗ durch die Beziehungen zwiſchen Rom und Paris auf eine neue Grundlage geſtellt werden, wird hier be⸗ zweifelt. Man nimmt vielmehr an, daß de Jou⸗ penel den Verſuch machen wird, zunächſt eine Eut⸗ ſpannung herbeizuführen, indem er ſich bemüht, in den großen euxopäiſchen Fragen, z. B. auf dem Ge⸗ biet der Abrüſtung und der Reviſion der Friedens⸗ verträge, ein gewiſſes Einvernehmen zu erzielen und die Beſprechung der heiklen ſpezifiſch italienniſch⸗ franzöſiſchen Streitpunkte, wie das Tunisſtatut oder die Frage eines italieniſchen Mandats, fürs erſte zu umgehen. Trotz der freundlichen Worte, mit denen ſich de Jouvenel durch ſeine Interviews in Italien einzu⸗ führen ſuchte, kann man nicht ſagen, daß ihm die römiſche Preſſe einen allzu warmen Empfang vor⸗ bereitet. Zwar ſind zur Zeit die Preſſeangriffe gegen Frankreich etwas verſtummt, da⸗ für aber geht in dieſen Tagen ein wahres Trom⸗ melfeuer von Angriffen auf Süd⸗ ſlawien nieder. Dieſe Angriffe richten ſich in⸗ direkt auch gegen Frankreich. Die franzöſiſche Preſſe, ſo ſchreibt die„Tribuna“, erinnere de Jouvenel daran, daß das franzöſiſch⸗füdſlawiſche Bündnis unter keinen Umſtänden der Verſtändigung mit Rom geopfert werden dürfe. Es ſei kein guter Auftakt für die Miſſion des neuen Botſchafters. Frankreich und Italien müßten als gleichberechtigte Großmächte miteinander verhandeln ohne Rückſicht auf Dritte, beſonders wenn es ſich„um kleinere zuſammen⸗ gewürfelte Staaten ohne eigene ſoziale und geiſtige Verantwortlichkeit handele“. Drahtbericht unſeres eee eee Drei Todesurteile in Goͤingen Meldung des Wolff⸗Büros — Gdingen, 17. Januar. Das Militärſtandgericht verurteilte den Feldwebel Kropidlowſki zur Ausſtoßung aus dem Heere und zum Tode durch Erſchießen. Er war beſchuldigt, „zwei deutſchen Spionen, von denen der eine aus Danzig, der andere aus Putzig ſtammt, behilflich geweſen zu ſein, verſchiedene Anlagen der polniſchen Armee und Marine zu photographieren“. Seine beiden Helfer wurden vom Standgericht eben⸗ falls zum Tode verurteilt, vom Staats⸗ präſidenten aber zu lebenslänglichem Gefängnis be⸗ gnadigt. Das Urteil gegen den Feldwebel iſt bereits vollſtreckt worden. Auch Lewins Komplize verhaftet Telegraphiſche Meldung * Newyork, 17. Januar. Vor einiger Zeit war— wie erinnerlich— in Cambridge(Maſſachuſetts) der Profeſſor Fre⸗ derieo Normans von der Harvard⸗Univerſität als ein Millionen⸗Wechſelfälſcher Dr. Lewin aus Ber⸗ lin entlarvt und verhaftet worden. Dr. Lewin war zuſammen mit ſeinem erſten Prokuriſten Rappaport im Jahre 1929 aus Deutſchland nach Südamerika geflohen, nachdem ſchwere Betrügereien und Wech⸗ ſelfälſchungen in Höhe von fünf Millionen, die beide als Inhaber des Berliner Bankhauſes G. Löwen⸗ berg u. Co. begangen hatten, aufgedeckt worden waren. Jetzt kommt die Meldung, daß Rappaport ebenfalls in Cambridge verhaftet wurde. Rappaport war es nicht gelungen, in Cambridge eine ſolche hohe Stellung wie Dr. Lewin zu er⸗ ringen; er hatte es nur bis zum Verkäufer in einem Pelzgeſchäft gebracht. Beide werden bis zum Abſchluß der Auslieferungsverhandlungen im Gefängnis feſtgehalten werden. Dr. Lewin hatte ſchon kurz nach ſeiner Einliefe-ung beantragt, gegen Kaution auf freien Fuß geſetzt zu werden, doch hat er damit bisher keinen Erfolg gehabt. Eine reichlich myſteriöſe Geſchichte Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 17. Januar. In der Nähe des Alexanderplatzes wurde geſtern kurz vor Mitternacht ein etwa 40 jähriger Mann mit einer ſchweren Kopfverletzung bewußtlos aufgefunden. In ſeinen Taſchen fanden ſich erhebliche Geldbeträge in deutſcher und auslän⸗ diſcher Valuta, ſo 18 900 ſchweizer Franken, 23 000 franzöſiſche Franes, 520 öſterreichiſche Schillinge und 100 amerikaniſche Dollars. Er wurde als der Haus⸗ diener Hans Kowall agnoſziert. Kowall erlangte im Krankenhauſe für kurze Zeit die Beſinnung, konnte aber nicht angeben, wie er zu ſeinen Ver⸗ letzungen gekommen war. Es ließ ſich auch noch nicht ermitteln, wis er in den Beſitz der Geldbeträge kam. — Berlin, 17. Januar. Zwei maskierte Männer drangen am frühen Morgen in ein Reſtaurant in der Potsdamerſtraße ein, feſſelten die Reinemache⸗ frau und verſuchten einen Wandtreſor zu erbrechen. Sie wurden aber geſtört und flüchteten ohne Beute. 144. Jahrgang— Nr. 28 Schleichers Taktik gegenüber den Parteien Der Kanzler will den Juſammentritt des Reichstags zum 24. Januar herbeiführen und die Parteien zu einer klaren Entſcheidung zwingen Von Paris aus Von Staatsſekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben Neben anderen internationalen Inſtituten und Organen gibt es in Paris, ſeit dem Jahre 1927, eine Internationale Diplomatſſche A ka⸗ demie. Sie iſt in beſter Gegend in einem großen ſchönen Palais untergebracht. Ihre Mitglieder ſind hauptſächlich aktive oder inaktive franzöſiſche Diplo⸗ maten ſowie Diplomaten der mit Frankreich befreun⸗ deten Länder, insbeſondere das diplomatiſche Corps in Paris, außerdem namhafte Perſönlichkeiten der Politik und führende Jour⸗ naliſten. Es werden dort Vorträge gehalten, Zirku⸗ lare verſchickt, und es be⸗ ſtand wohl auch das Be⸗ mühen, im Laufe des letz⸗ ten Jahres den inter⸗ nationalen Charakter der Akademie dadurch zu verſtärken, daß Vertreter aller Länder in ihr mitarbeiteten. Nachdem auf dieſe Weiſe allmählich auch einige Deutſche ohne praktiſche Betätigung in den Liſten der Mitglieder figurierten, habe ich es für richtig gehalten, als erſter Deutſcher am 10. d. M. bei Eintritt in die Akademie von dem mir gemachten Angebot Gebrauch zu machen, einen größeren poli⸗ tiſchen Vortrag zu halten. Das von mir nach grund⸗ ſätzlicher Anerkennung der deutſchen Gleichberechti⸗ gungsforderung durch die Großmächte ſelbſtgewählte Thema lautete:„Das Abrüſtungsproble m im Rahmen europätſcher Zuſammen⸗ arbeit.“ Der Saal war überfüllt und viele aus⸗ ländiſche Diplomaten und eine große Anzahl fran⸗ zöſiſcher Diplomaten und Politiker waren anweſend. Auch General Nollet und andere hohe franzöſiſche Generäle hörten zu. Bei äußerlich betont freund⸗ licher Aufnahme durch die Akademie, habe ich nach einer ſympathiſchen Einführungsrede des Präſtiden⸗ ten der Senatskommiſſion für auswärtige Angele⸗ genheiten Henry Berenger den deutſchen Stand⸗ punkt klar herausgearbeitet, daß ein erſter und wirk⸗ licher praktiſcher Schritt in der Abrüſtung unter Durchführung der Gleichberechtigung ſchlechterdings die Vorausſetzung für jede künftige Zuſammen⸗ arbeit politiſcher und wirtſchaftlicher Art ſowohl in Europa ſelbſt, wie gegenüber den Vereinigten Staa⸗ len von Amerika iſt. Die franzöſiſche Preſſe hat, ſoviel ich feſtſtellen konnte, in ihren vielfachen Kom⸗ mentaren bisher keine nennenswerte Kritik geübt, Am nächſten Tage gab die Akademie mir zu Ehren ein von politiſchen Reden begleitetes Frühſtück, an dem hundert Perſonen teilnahmen, darunter wie⸗ derum eine größere Anzahl von bekannten und her⸗ vorragenden franzöſiſchen Politikern. Mein Geſamt⸗ eindruck iſt der, daß dieſe Aufnahme ſelbſtverſtänd⸗ lich nicht meiner Perſon, ſondern der Tatſache ge⸗ golten hat, daß nunmehr auch in dieſe einen großen Namen tragende internationale Inſtitution ein Deutſcher aktiv eingetreten iſt, und daß man die Verwirklichung dieſer Tatſache ſeit längerer Zeit dringlichſt gewünſcht hat. Dieſes Vorkommnis iſt ein Beweis für die ſehr viel wichtigere und größere Tatſache, daß die augen⸗ blickliche Entwicklung in Frankreich wieder einmal die Frage nach dem künftigen Verhältnis zu Deutſchland außerordentlich aktuell gemacht hat, und ich möchte in folgendem in Kürze einige Ein⸗ drücke wiedergeben, die ich anläßlich meines dies⸗ maligen Beſuches in Paris gewonnen habe. Zunächſt ein paar Worte über das derzeitige Hauptproblem der franzöſiſchen Politik, die innere unſtabile Lage der Regierung und das Budgetdefizit von .8 Milliarden Mark(11 Milliarden Franken). Wie erinnerlich, hat die Regierung Herriot nach den Wahlen dieſe durch die Rüſtungen, den aufgeblähten Staatsapparat, die an Teile der Induſtrie uſw. ge⸗ zahlten Subventionen, den Fortfall der deutſchen Reparationen uſw. entſtandene bittere Erbſchaft an⸗ treten müſſen, iſt aber bis zu ihrem Sturz einer klaren Entſcheidung über die künftige Finanzpolitik ausgewichen. Ich darf die Kenntnis der Parteien⸗ lage als bekannt vorausſetzen, deren wichtigſtes Moment darin beſteht, daß in abſehbarer Zeit vorausſichtlich nur eine Linksregierung in Frankreich möglich iſt, d. h. daß ohne die große Partei der Radikalſozialiſten(160) ebenſowenig wie ohne parlamentariſche Unterſtützung der Sozialiſten eine Regierungsbildung möglich iſt. Wenn jetzt der franzöſiſche Finanzminiſter bezw. das Kabinett Paul⸗ Boncobur mit größter Mühe über 5 Milliarden Ein⸗ ſparungen und über 3 Milliarden neue Steuern bezw. ſonſtige Einnahmen zum Budgetausgleich vor⸗ ſchlägt, mit höchſt unzufriedenen Gewerkſchaften und Beamtenorganiſationen verhandelt, dann kennen wir aus unſern deutſchen Erfahrungen der letzten Jahre 2. Seite/ Nummer 28 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe die natürliche Reaktion der politiſchen Parteien auf ſolche Vorſchläge. Und weil deren parlamentariſche Billigung ſo ſchwierig zu erlangen iſt, hat die fran⸗ zöſiſche Oeffentlichkeit mit einigem Erſtaunen aus dem Munde des„Linksminiſters“, Paul⸗Boncour, den Ruf nach einer„Verſtärkung der Staats⸗ autorität“ vernommen. Mit anderen Worten: Vor dem deutſchen Beobachter vollzieht ſich nun auch in einem Lande wie Frankreich eine innere Entwick⸗ lung, die den politiſchen Parteien Macht nimmt und — wenn auch vorübergehend— irgend einer über⸗ geordneten verantwortungsvolleren Spitze beſondere Vollmachten verleiht. Sind das die Vorboten eines franzöſiſchen„Artikels 48“ oder nur zu einer Wieder⸗ holung der Sanierungsaktion Poincarés vom Jahre 1926 oder gar— wie italieniſche Blätter hoffen— zur Umwandlung der franzöſiſchen Demokratie im Sinne des Faſzismus? Niemand vermag es heute zu ſagen. Wir erkennen aber das Bedeutſame dieſer Entwicklung für Fraukreich, das nach der Sanierung ſeiner Finanzen im Jahre 1928 lange Zeit ſcheinbar unerſchütterlich der Weltkriſe widerſtand und nun ebenfalls voll von ihr erfaßt worden iſt. Kein Wunder, daß die Unſicherheit und Ungeklärtheit der inneren Lage ſich auch weit⸗ gehend in Bezug auf die Erörterungen und Pläne der äußeren Politik ausſtrahlt! Das für uns Deutſche hierin Wichtigſte iſt zweifellos die von den Franzoſen ſelbſt ſogenannte„günſtige Dispoſition“ für den Verſuch einer neuen grundſätzlichen Auseinanderſetzung mit Deutſchland. Wer iſt ihr Träger? Das iſt nicht ganz einfach feſtzuſtel⸗ len. Sehr viel weniger als in Deutſchland richten hier die politiſchen Parteien etwa Grenzen der Met⸗ nungsäußerung auf. Noch viel weniger kann man bekanntlich die franzöſiſchen Zeitungen, am wenig⸗ ſten die Pariſer Preſſe, nach klaren Direktiven der Außenpolitik einteilen. Sichtbar auf jeden Fall iſt das Heraufkommen einer jüngeren Generation, und ihre weniger auf die ſattſam bekannten alten For⸗ meln als auf den Realitäten der Stunde auf⸗ gebauten Theſen gewinnen zuſehends in der öffent⸗ lichen Meinung Raum. Auf der andern Seite ſteht die ſehr viel weniger ſichtbare, aber auch im„links⸗ regierten“ Frankreich von heute ganz gewiß höchſt gewichtige Auffaſſung gewiſſer hoher Militär⸗ kreiſe und einiger Teile der Schwerin duſtrie, die in den Jahren der Rüſtungsſteigerung der enor⸗ men Befeſtigungsanlagen gegen Deutſchland und Italien ſowie durch die Milliarden⸗Rüſtungsliefe⸗ rungen an die öſtlichen und ſüdöſtlichen„Freunde“ recht gut verdient hat und nun das Ende dieſer „ſchönen Zeit“ gekommen ſieht. Auch iſt ohne wei⸗ teres klar, daß, je ſtärker wieder einmal eine fran⸗ zöſiſche„Dispoſition“ zur Annäherung an Deutſch⸗ land und grundſätzlicher Ausſprache mit ihm zum Ausdruck gelangt, Befürchtungen und Reaktionen gegen eine ſolche Entwicklung gerade auch aus höchſt einflußreichen Kreiſen der franzöſiſchen Allt⸗ lerten an die Oberfläche drängen. Frankreich iſt hier ſelbſt bis zu einem gewiſſen Grade der Geſan⸗ gene ſeiner Politik der Nachkriegszeit geworden, und es genügt, dieſes höchſt delikate Problem auf⸗ zuzeigen, um gerade als Deutſcher zu begreifen, welche großen Schwierigkeiten auch von die ſer Seite her gegen eine Generalbereinigung zwiſchen Deutſchland und Frankreich beſtehen. So werden zweifellos die kommenden Verhand⸗ lungen in Genf auf der Abrüſtungskonferenz in abſehbarer Zeit zeigen, ob eine politiſche Verſtändi⸗ gung möglich iſt, die, wie die Dinge liegen, einzig und allein über eine für Deutſchland erträgliche internationale Löſung der erſten Etappe der Abrüſtung gehen kann. Das einem großen Teil der öffentlichen Meinung ſchein⸗ bar ſo einfach geſtaltete Problem der Rüſtungsver⸗ minderung iſt in internationalen Zuſammenhängen mit der Schuldenfrage, mit der Weltwirt⸗ ſchaftskonferenz, mit der geſamten fran⸗ ö ſiſchen Politik in Europa verbunden und ſo unendlich kompliziert geworden. Anders als im gegenwärtigen Deutſchland beſteht in Frankreich von heute keine klare Führung unb keine klare Scheidung der Verantwortlichkeiten. In vielfachen Unterhaltungen mit Franzoſen ſtellt man als Deut⸗ ſcher immer wieder feſt, daß die anfänglich betonte Bereitwilligkeit, die„Verſtändigung“ zu ſuchen, ſich Zwiſchen Weber und Wagner Marſchners Templeroper in Mainz Das Werk des Komponiſten Heinrich Marſch⸗ ner(17951861) wird in der Muſikgeſchichte gemein⸗ chin zwiſchen Weber und Wagner aufgeführt. Man weiſt darauf hin, daß die Geiſteropern Marſchners, der„Vampir“ und„Hans Heiling“, unmittelbar auf den„Fliegenden Holländer“ Richard Wagners hin⸗ deuten(durch die Verdichtung der Dramatiſch⸗Muſika⸗ liſchen auf einen Hauptpunkt), ſo wie man immer wieder den Hinweis auf das Opernpaar Lyſiart und Eglantine in der Euryanthenoper Webers findet, wenn von den nächtlichen Ränken Ortruds und Telra⸗ munds die Rede iſt. Der„Lohengrin“ bekommt auch eine beſondere Bedeutung, wenn man von dem Werk Marſchners ſpricht, das zwiſchen den beiden genannten Geiſter⸗ bpern Vampir und Helling entſtand, die Ritteroper „Templer und Jüdin“, die das Mainzer Stadttheater ſoeben als Präludium für ſeine im Herbſt dieſes Jahres fällige Jahrhundertfeier auf⸗ führte. Dieſe Oper mit ihrem Schwertgeklirr und Unge⸗ ſtüm enthält einen ſzeniſchen Zuſammenhang, der eine unverkennbare Beziehung zum erſten Lohen⸗ grinakt aufnimmt. Vor dem Gericht der Tempel⸗ ritter ſteht die Jüdin Rebekka; ſie ſoll zum Tod in den Flammen verurteilt werden, aber der Templer Guilbert, der ſie liebt, gibt ihr heimlich die Weiſung, das Gottesgericht anzurufen, damit er für ſie ſtreiten kann. Allein, das Gericht entſcheidet, daß er gegen ihren Ritter kämpfen muß. Aber wo bleibt dieſer Kämpe? Vor dem nächſten Sonnenuntergang ſoll er erſcheinen. e Wleder hat ſich das Gericht verſammelt; noch iſt kein Streiter zu erblicken. Da fleht ihn die Jüdin herab, und aus der Höhe einer auffallend hellen, jenſeitigen Holzbläſerakkordik antwortet ihr eine Stimme der Verheißung, bis nach erneutem Trom⸗ petenſignal ſchließlich der N f Handlung entſtammt dem bekannten Roman von Walter Scott— für ſie in die Schranken krütt und den Templer im Zweikampf niederſtreckt. Rebekka hatte einſt mit ihrem Vater den Ritter Jvanhoe ge⸗ ettet, nun hat er ſie zum ritterlichen Dank von den Ritter Jvanhoe— die Stalin ſucht Schuldige Der Moskauer Diktator geſteht den Mißerfolg der Kollektivwirtſchaft ein Telegraphiſche Meldung * Moskau, 17. Januar. Vor dem Zentralkomitee der Kommuniſtiſchen Partei hielt Stalin nach dem Bericht der amtlichen Moskauer Telegraphenagentur ſcharfe Kritik an der Parteiarbeit auf dem Land. Die Getreidbebeſchaffung habe wegen dieſer Mängel verſagt. Dann befaßte er ſich eingehend mit der Organiſa⸗ tion der Kollektipwirtſchaft, die von den Vertretern der Partei„nicht richtig erfaßt“ worden ſei. Mit anderen Worten: er räumte ein, daß die ländliche Kollektivwirtſchaft verſagt hat. Er forderte dann eine „revolutionäre Durchdringung“ der Kollektive, denn 7 5 3 a 25.; 5 2 5 5 könnte glauben, daß ich ein düſteres Bild zeichnete Kollektivwirtſchaften könnten nur am wirtſchaftlichen 85 d i 8 8 5 Aufbau wirken, wenn an ihrer Spitze tatſächlich Re volutionäre ſtehen. Umgekehrt müßten ſich Kollektip⸗ wirtſchaften in gewiſſen Perioden in Unterſchlupfe für alle möglichen Konterrevolutionäre verwandeln, wenn die Kollektivwirtſchaften als Feinde der Ar⸗ beiterklaſſe ſchalten und walten ſollten. Dann erklärte Stalin, daß ein groß Teil Schuld am Verſagen der Kollektipwirtſchaft und Getreide⸗ beſchaffung die Minterarbeit der Kulaken(freie Bauern) trage, und ſchloß: „Wenn wir nicht ſelten eine Reihe großer unver⸗ zeihlicher Fehler machen, ſo ſind daran einzig und allein wir ſelber ſchuld. Es gibt ganze Gruppen von Kollektivwirtſchaften, die ſich entwickeln und ge⸗ deihen, die die Aufträge des Staates erfüllen und in wirtſchaftlicher Beziehung von Tag zu Tag ſtär⸗ ker werden. Andererſeits gibt es in unmittelbarer Nach⸗ barſchaft von dieſen Gruppen Kollektiv⸗ wirtſchaften, die trotz gleicher Bedingungen verfallen. Die Urſache hierfür liegt darin, daß im erſten Fall die Kollektivwirtſchaften von Kommuniſten geleitet werden, im zweiten Falle von willensſchwachen Menſchen mit dem Parteibuch in der Taſche. Man und daß es ſcheint, als ob unſere ganze Arbeit im Dorfe nur aus Mängeln beſtehe. Das iſt ſelbſtver⸗ ſtändlich nicht richtig. Ich wollte nur von Mängeln der Arbeit in unſerem Dorf ſprechen. Dieſe Män⸗ gel können unbedingt beſeitigt werden, denn es kann kein Zweifel darüber beſteheu, daß wir ſie in der nächſten Zeit beſeitigen können. Ich glaube, daß die politiſchen Abteilungen, die Maſchinen, Trak⸗ torenſtationen und Sowjetgüter entſcheidende Mit⸗ tel ſind, mit deren Hilfe die Mängel in kürzeſter Zeit beſeitigt werden können. ee Zuſammenſtöße in der Berliner Aniverſität Meldung des Wolff⸗Hüros — Berlin, 17. Januar. Im Anſchluß an eine nationalſozialiſtiſche Stu⸗ dentenverſammlung auf einem Platz in unmittelba⸗ rer Nähe der Univerſität iſt es heute mittag im Veſtibül der Univerſität zu Zuſammenſtößen z wiſchen Nationalſozialiſten und poli⸗ täſch Andersdenkenden gekommen. Die Uni⸗ verſitätsbeamten haben mit Hilfe der Polizei die Ruhe wieder hergeſtellt. Die nationalſozialiſtiſchen Studentenorganiſationen zogen darauf unter Voran⸗ tragen einer großen Hakenkreuzfahne in geſchloſſe⸗ nem Zuge aus dem Gebäude. Polizeibeamte und Publikum Telegraphiſche Meldung — Berlin, 17. Januar Der Reichsinnenminiſter und Preußenkommiſſar Dr. Bracht weiſt in einem Erlaß darauf hin, daß wiederholt Beſchwerde erhoben worden ſei, weil Schutzpolizeibeamte auf Anſuchen die Angabe von Namen und Dienſtnummer unter nichtigen Vorwänden verweigern. Dr. Bracht betont dann: „Beamte, die ſich der Angabe ihres Namens oder ihrer Dienſtnummer auf Anſuchen zu entziehen ver⸗ ſuchen, wenn dieſe Angabe ohne offenſichtliche Be⸗ hinderung möglich iſt, handeln ſehr kurzſichtig. Sie vermehren nicht nur ihre perſönlichen Schwierig⸗ keiten im Augenblick, ſondern ſie ſchädigen auch das Anſehen der Polizei. Die Beamten müſſen dieſe Pflicht peinlich genau und— wie es in der Vorſchrift ausdrücklich heißt— ohne Empfindlichkeit erfüllen. Durch Hinweis, die das Verſtändnis der Beamten in dieſer für das Anſehen der Polizei wichtigen Frage wecken, ſoll möglichſt raſche Abhilfe ge⸗ ſchaffen werden.“ Die Beamten würden die Fragen nach Namen und Dienſtnummer um ſo eher beant⸗ worten, je mehr ſie das Vertrauen zu ihren Dienſtvorgeſetzten aller Grade haben könn⸗ ten, daß ſie gegen unbegründete Beſchwerden un⸗ bedingt in Schutz genommen werden. Ein Proteſt der Angeſtellten Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 17. Januar Die Angeſtelltengewerkſchaften aller Richtungen haben der Reichsregierung und dem Reichstag eine eingehende Denkſchriſt überreicht, in der ſie gegen den nach ihrer Anſicht überſpannten Stellen vor⸗ behalt der Verſorgungsanwärter in der öffentlichen Verwaltung Stellung nehmen. Nach den Beſtimmungen der Notverordnung des Reichspräſt⸗ denten vom 4. November 1932 ſeien die Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung in Zukunft faſt aus⸗ ſchließlich den ehemaligen Angehörigen der Wehr⸗ macht und der Schutzpolizei vorbehalten. Das be⸗ deute eine Schädigung der Angeſtellten, von denen zurzeit rund 500 000 dem Elend der Er⸗ werbsloſigkeit ausgeliefert ſeien. Dabei werde von allen Angeſtelltengewerkſchaften noch beſonders dar⸗ auf hingewieſen, daß die Angeſtellten in der öffent⸗ lichen Verwaltung faſt ausnahmslos Kriegsteilneh⸗ mer geweſen ſeien. Die Angeſtellten verbände forder⸗ ten, daß zwiſchen den Bedürfniſſen der Zivilverſor⸗ gung und den berechtigten Intereſſen der Ange⸗ ſtellten ein gerechter Ausgleich gefunden werde. ſehr bald an den Schwierigkeiten der praktiſchen Er⸗ örterung im Einzelnen ſtößt und der klaren Stel⸗ lung der Verantwortlichkeitsfrage ausweicht. Und doch möchte ich als meinen Geſamteindruck wiedergeben, daß weit über gewiſſe Kreiſe der heuti⸗ gen Regierungsparteien hinaus, das Bewußtſein in Frankreich lebendiger iſt, als jemals nach dem Kriege, daß von den bald herannahenden wichtigen Auseinanderſetzungen mit Deutſchland die Zukunft Templern und dem leidenſchaftlichen Bedränger Guilbert befreit. Dieſe Szene weiſt ganz unverkennbar hin auf den erſten Lohengrinakt mit dem Flehen Elſas um den Retter, der ihr bereits im Traum entgegentrat. In Marſchners Original iſt der Vorgang auf zwei Akte verteilt, die durch Hans Pfitzner in ſeiner Be⸗ arbeitung des Werkes in einen zuſammengezogen wurden. Man kann verſchiedener Meinung darüber ſein, ob ſich dieſes Zuſammendrängen opern⸗drama⸗ turgiſch rechtfertigen läßt. Jedenfalls zeigte die Mainzer Aufführung in aller Deutlichkeit, daß in dieſer Form das Werk noch mehr als urſprünglich an die Szenen von Elſas Bedrängnis herangerückt erſcheint. Dadurch wird man nur allzu leicht dazu verleitet, die Einflüſſe Marſchners auf Wagner zu überſchätzen. Zweifellos hat Richard Wagner in ſeinem ſtarken mimiſchen Bedürfnis immer wieder Anregungen von außerhalb aufgegriffen, aber die Elemente der großen Oper wie der Opernromantik hat er derart in eine neue Form umgeſchmolzen, daß es gerade im Richard Wagnerjahr angebracht er⸗ ſcheint, nicht ſo ſehr auf die Gemeinſamkeiten als auf die Unterſchiede im Vergleich mit Wagners unmittel⸗ barer Vorgängerſchaft hinzuweiſen. Die Templeroper Marſchners kann dazu einen willkommenen Anlaß geben. In ihr ſpielt die Geiſter⸗ welt der beiden anderen Hauptwerke Marſchners keine Rolle, dafür treten die Geſtalten einer hiſtoriſchen Romantik, von epiſodiſchen Figuren um⸗ ſtellt, mehr oder weniger deutlich hervor. Wenn man von der Kraft Wagnerſcher Charakteriſtik ab⸗ ſieht, ſo kann man eine gewiſſe Aehnlichkeit zwiſchen der Welt, in die Lohengrin kommt und der Umgebung des tapferen Ivanhoe feſtſtellen. In dieſe Welt romantiſcher Wirklichkeit ragt bei Wagner mit über⸗ wältigender Macht das Wunder der Lohengrin⸗Er⸗ ſcheinung herein, das die Geſchehniſſe mit einem⸗ mal auf die Stufe dramatiſchen Zaubers emporträgt. Demgegenüber bleiben die Vorgänge in Marſch⸗ ners Oper, auch von ihrer Undurchſichtigkeit ab⸗ geſehen, auf einer die Phantaſie des Hörers nicht an⸗ nähernd ſo ſtark wie bei Wagner in Anſpruch neh⸗ menden Ebene. Daher erſchien es durchaus gerecht⸗ 25 70 daß der opernkundige Mainzer Intendant Trede ſeine liebevolle Inſzenierung der Templer⸗ oper ganz und gar auf die Schlichtheit der Ausſtat⸗ tung und der Gebärde geſtellt hatte. Damit war zu⸗ Frankreichs weitgehend abhängig iſt. Inſtinkt oder Ueberlegung führen täglich zahlreichere Franzoſen zu dem Ergebnis, daß dieſe Verhandlungen gleich⸗ zeitig mit der hochpolitiſchen Entſcheidung über die Gleichberechtigung Deutſchlands in die Epoche der „Reviſion“ hinüberleiten müſſe. Es wird keines⸗ wegs gleichgültig ſein, wie und mit welchen Methoden die deutſche Politik dieſe neue, große Aufgabe auffaßt und anpackt! gleich auch die richtige Verbindung mit der urſprüng⸗ lichen Welt des Werkes hergeſtellt, das, in der Not⸗ zeit der deutſchen Opernromantik geſchrieben, ſich mit ſeinem ritterlichen Klang den Platz auf unſerem damals noch immer dem franzöſiſchen Geſchmack huldigenden Bühnen erſtreiten mußte. Deshalb erſcheint es angebracht, daß man im Wagnerfahr auf einen ſolchen Zeugen aus roman⸗ tiſcher Zeit hinweiſt, was beſonders dann möglich iſt, wenn man die richtigen Kräfte dafür einzuſetzen hat. Auch dafür hatte man in Mainz Sorge ge⸗ tragen; in dem prächtigen Bariton Hans Komregg und in der empfindungsreichen Hanna Gorin a ſtanden ſich zwei Vertreter der Titelpartien gegen⸗ über, die das Relief der Darſteller entſcheidend er⸗ höhten. Beſonders dem Bariton fällt in dem Werk durch eine große Geſangsſzene eine gewaltige Auf⸗ gabe zu; ſie zeigt, wie Marſchner beſtrebt war, trotz aller Zerdehnung des Handlungsmäßigen die muſi⸗ kaliſch⸗zͤ ramatiſchen Vorgänge immer wieder in einige große Augenblicke zu verdichten. Es erſchien durchaus gerechtfertigt, gerade dieſe große Szene in dem um zwei Fünftel verminderten Werk faſt ungekürzt wiederzugehen. Sie zeigt mit aller Deutlichkeit die Sehnſucht jener Zeit deutſchen Muſikſchaffens nach großen Räumen des dramati⸗ ſchen Ausdrucks, dis dann Richard Wagner ſchuf. Zwei Erſcheinungen gehen zu dieſer Zeit vor hun⸗ dert Jahren in der deutſchen Muſik des Theaters nebeneinander her: der ernſte Marſchner, dem allerdings auch das volkstümlich Heitere durchaus vertraut war, und der köſtliche Albert Lortzing, der zu den liebenswerteſten Vertretern der deutſchen Opernvergangenheit gehört. Seine Werke, die in bewundernswerter Art aus der Einheit von Wort und Ton heraus gebildet wurden— der Bühnen⸗ menſch Lortzing ſchuf ſeine Texte ſelbſt— haben ſich neben und mit dem Werk Richard Wagners faſt un⸗ vermindert erhalten.(Wobet man daran erinnern darf, daß Lortzings Hans Sachs⸗Oper nicht ohne 1 auf Wagners„Meiſterſinger“ geblieben iſt. i i Die Oper Marſchners dagegen iſt auf Für⸗ ſprecher von der Art Hans Pfitzners auch heute noch angewieſen. Das Werk Wagners iſt über ſie hinaus⸗ gewachſen und ſie hat es ſchwer, ihre Stelle zwiſchen Webers gewaltiger Muſtkrevolution und Wagners Neubildung einer gauzen Opernwelt zu halten. Aber Dienstag, 17. Januar 1938 8—— Das Reichsehrenmal bei Berka Meldung des Wolffbüros — Berlin, 17. Januar. Das Preisrichterkollegium der Stiftung Reichs ehrenmal tritt nunmehr morgen zu der entſcheiden⸗ den Beratung über die Entwürfe für das Reichs⸗ ehrenmal zuſammen. Sämtliche an dem engeren Wettbewerb beteiligten zwanzig Künſtler haben ausgearbeitete Entwürfe eingeſandt. Den Vorſttz im Preisgericht führt Miniſterialdirigent Dr,. Doehle. Die Beratungen des Preisgerichtes werden durch eine Reiſe nach Bad Berka unterbrochen werden, um an Ort und Stelle die etwa erforderlichen Feſtſtel⸗ lungen zu treffen. Die Entſcheidung des Preisrichter⸗ kollegiums iſt nicht vor Ende nächſter Woche zu er⸗ warten. Die Stiftung iſt in ihrer Entſchließung an den Vorſchlag des Preisrichterkollegiums nicht ge⸗ bunden, doch beſteht die Abſicht, dieſem Vorſchtag tunlichſt zu entſprechen. Keine Aufhebung des Mieterſchutzes Telegraphiſche Meldung — Berlin, 17. Januar. Im Dezember hatte die ſozialdemokratiſche Reichstagsfraktion in einem Antrage die Verlän⸗ gerung der Mieterſchutzgeſetze bis zum 31. März 1935 gefordert, da die Aufhebung des Mie⸗ terſchutzgeſetzes, des Reichsmietengeſetzes und des Wohnungsmangelgeſetzes ab 1. April dieſes Jahres in weiten Kreiſen der Mieterſchaft wachſende Be⸗ unruhigung hervorgerufen habe. Nunmehr hat das Reichsjuſtizminiſterium zu dieſer Frage Stellung genommen. Auf eine ſchrift⸗ liche Anfrage des ſozialdemokratiſchen Reichstags⸗ abgeordneten Lipinſki teilt der Reichsjuſtizminiſter in einem Schreiben mit, daß eine Aufhebung des Reichsmietengeſetzes und des Mieterſchutzgeſetzes tatſächlich noch nicht in Frage komme. Nach der Notverordnung vom 8. Dezember 1931 hänge das Außerkraftreten der beiden Geſetze davon ab, daß bis zum 1. April dieſes Jahres ein Geſetz in Kraft trete, wodurch die Vorſchriften des Bür⸗ gerlichen Geſetzbuches über die Miete unter ſozialen Geſichtspunkten ausgeſtaltet werden. Da nicht anzu⸗ nehmen ſei, daß der Reichstag dieses Geſetz recht⸗ zeitig zuſtande bringe, blieben die beiden Wohnungs⸗ geſetze ſolange in Kraft, bis die von der Notverord⸗ nung aufgeſtellte Vorausſetzung erfüllt ſei. Kein Schiedsspruch im Siegerland Meldung des Wolff⸗Bür s — Dütſeldorf, 17. Januar. Der Schlichter hat heute den Antrag auf Ver⸗ bindlichkeitserklärung des Schiedsſpruches für die Metallinduſtrie im Siegerland abgelehnt. Der Schiedsſpruch ſah bekanntlich eine Ermäßigung des bisherigen Spitzenſtundenlohnes von 58 auf 57 Pfennige vor. Die Arbeitgeber hatten den Schieds⸗ ſpruch abgelehnt. Es werden hiervon rund 8000 Ar⸗ beiter betroffen. Acht Italiener in den Alpen vermißt Meldung des Wolff⸗Büros — Locarno, 17. Januar. Acht Perſonen aus der italieniſchen Gemeinde Crodo, die vor einigen Tagen nach der Schweiz aufgebrochen waren, ſind ſeitdem verſchwun⸗ den. Da man um ihr Schickſal beſorgt iſt wurden jetzt Rettungskolonnen nach der Alp Taveriola ent⸗ ſandt, deren Nachforſchungsarbeiten ſich aber wegen des ſtarken Schneefalls ſehr ſchwierig geſtalten. Schweres Autounglück in Charlottenburg — Berlin, 17. Januar. Vor der Städtiſchen Oper in Charlottenburg raſte ein Kraftwagen gegen einen Straßenbahnmaſt. Der Lenker des Wagens wurde getötet, die vier anderen Inſaſſen wurden ſchwer verletzt. gerade deshalb erſcheinen die Beſtrebungen unter⸗ ſtützenswert, die wieder zu ihr hinführen und in dieſem Sinn darf das Mainzer Beiſpiel, das vom Publikum dankbar aufgenommen wurde, zur liebe⸗ vollen Nacheiferung durch unſere Kulturbühnen em⸗ pfohlen werden. k. Der Stierkampf geht zurück. Eine Statiſtik der Schau⸗ und Sportveranſtaltungen im letzten Jahre zeigt für Mexiko ein beträchtliches An⸗ wachſen des Intereſſes für Handball⸗ und Fußball⸗ ſpiele. Dagegen haben die Stierkämpfe einen be⸗ trächtlichen Rückgang erfahren. Ihre Zahl ging von 1046 Stierkämpfen im Jahre 1931 auf 724 zurück. Auch die Zahl der öffentlichen Hahnenkämpfe, die im vergangenen Jahre 794 betrug, iſt um rund 60 Ver⸗ anſtaltungen geringer geworden. Der weiße Plüſchmautel für den Herrn. Die Pariſer Mode bringt diesmal auch eine Neuheit für den Herrn und zwar den weißen Abendmantel. Der Mantel wird aus aufgerauhtem weißen Plüſch über dem ſchwarzen Abendanzug getragen.(Sorgen, die wir uns wünſchen.) 5 * Dr. Hermann Nüßle, Lehre vom primären Auſchlag⸗ 44 Seiten. Max Hieber Verlag, München. Unter den vielen Schriften klavierpädagogiſchen Inhaltes, die ſich mit den Spielbewegungen im einzelnen befaſſen, ſcheint die kurze, aber gedrungene Broſchüre von Dr. Hermann Nüß le berufen zu ſein, in mancher Hinſicht aufklärend zu wirken. Damit tritt ein gebürtiger Mannheimer in die Reihe jener Pädagogen, die auf Grund langjähriger Beobachtungen an ſich ſelbſt ſowie an ihren Schülern mit vielen Vorurteilen aufräumen. Wenn Dr. Nüßle die Wichtigkeit der Entſpannung und höchſtmöglichen Lockerheit hervorhebt, ſo ſcheint er damit zunächſt nichts neues zu bringen. Entſpannung und Lockerung iſt ja das Loſungswort ſo und ſo vieler klayter⸗(und geſangs⸗ techniſcher) Reſormbewegungen. Neu iſt aber der Weg, den er zur Erreichung dieſer Ziele weiſt. Für Dr. Nüßle iſt der geeignete Weg die Erarbeitung der kleinſten Spielſpan nung. Seine„Lehre vom primären An⸗ ſchlag“ geht vor allem von der Spieltätigkeit der Finger aus. Von hier aus baut Dr. Nüßle ſein Syſtem auf, das weiterhin auf Lockerung des geſamten Spielapparates hin⸗ zielt und dem Studierenden erhöhte Spielſicherheit ge⸗ währleiſtet. Erfreulich iſt die Offenheit, mit der der über⸗ aus beleſene Verfaſſer gegen viele urteile zu Felde zieht, wie er auch mancherlei überflüſſigen Ballaſt zur Seite ſchiebt. a. feſtgewurzelte Vor⸗ In vor g Pioni⸗ Nun jahren 1846, damal aus z gewor wenig Zent Grabe mit d 8. Fel Turn: konnte Tode ben W Kaufn ten ut gehört Wi Es ge den 2 eine g zu be Turn; für de ungen Reith. bar, dem Gerät Krebs 1870%½ Turn leichte Verei haus ihn j Kreis Went mögl. teilzu Inte: N. ſeine mit war Want lung gang 1846 des J ſturm 0 Dienstag, 17. Januar 1933 — 7 755 Carl Leinhas Immer mehr lichten ſich die Reihen derer, die vor gut zwei Menſchenaltern die Wegbereiter und Pioniere des turnerſchaftlichen Gedankens waren. Nun hat mit Carl Leinhas, dem an Lebens⸗ jahren älteſten Ehrenmitglied des Turnvereins von 1846, wiederum einer jener Vorkämpfer aus der damaligen Zeit, die der heutigen Generation nur aus zum Teil ſpärlichen Ueberlieferungen bekannt geworden iſt, die Augen für immer geſchloſſen, wenige Monate nachdem die Turner Alexander Zentmay er, den letzten ſeiner Weggenoſſen, zu Grabe trugen. Beinahe auf den Tag gleichaltrig mit dem Turnverein 1946— Leinhas wurde am 9 Februar 1846 geboren, die erſte Turnſtunde des Turnvereins fand am 5. Februar 1846 ſtatt konnte der faſt 87jährige Turnersmann bei ſeinem Tode auf eine 73jährige Zugehörigkeit zur Deut⸗ hen Turnerſchaft— ſeit dem Gründungsjahr der zurückblicken, nachdem er im Jahre 1860 als Laufmannslehrling in den TV. Freiburg eingetre⸗ len und ſeit 1865 dem Turnverein Mannheim an⸗ gehörte. Wie anders lagen doch damals die Verhältniſſe. Es gehörte ſchon, wie Leinhas in einem Briefe an den Turnverein zu deſſen 65. Stiftungsfeſte ſchrieb, eine große Liebe zur Turnerei, um die Turnabende zu beſuchen. Im Sommer ſtand wohl der ſchöne Turnplatz vor dem Heidelberger Tor zur Verfügung, für den Winter waren aber die Lokalitäten mehr als ungenügend. Der Gambrinuskeller und die Roth'ſche Reithalle in den H⸗Quadraten waren noch annehm⸗ bar, aber Lokale, wie das alte Gerätehäuschen auf dem Sommerturnplatz, in dem kaum Raum für die Geräte war, oder der alte Holzſchuppen im Inſtitut Krebs, oder gar, wie die ſtädtiſche Fettviehhalle, von der uns für einen Winter eine Abteilung von der Stadt eingeräumt wurde, waren einfach ſchauderhaft, ſo daß es wirklich dem eifrigſten Turner nicht zu ver⸗ denken war, wenn er den Turnabenden fernblieb. In dieſen wenigen Zeilen iſt treffend der Unter⸗ ſchied zwiſchen einſt und jetzt gekennzeichnet. Lein⸗ has war einer der treueſten und unermüblichſten, der im friedlichen Wettkampf manchen Eichenkranz für den Mannheimer Verein erringen konnte. Beim . Oberrheiniſchen Turnfeſt 1868 in Mannheim wurde Ur 9. Sieger und wenig ſpäter beim 1. Pfälziſchen N A urnfeſt in Speyer ſogar 1. Sieger. Auch das Pfäl⸗ ger Turnfeſt 1875 in Frankenthal ſah ihn im Kunſt⸗ und Volksturnen auf dem 1. Platz. Nach dem Kriege 1870%½1 hatte Leinhas das Amt des Kaſſenwartes im Turnverein 1846 inne, das nach der Kriegszeit kein leichtes war. Große Freude erfüllte ihn, als der Verein im Jahre 1903 von ſeinem heutigen Vereins⸗ haus Beſitz nehmen konnte. Bald darauf zwang ihn jedoch ein Augenleiden, ſich immer mehr in den Kreis eines trauten Familienlebens zurückzuziehen. Wenn es ihm auch in den letzten Jahren nicht mehr möglich war, an den Veranſtaltungen des Vereins teilzunehmen, ſo verfolgte er doch mit dem größten Intereſſe die Entwicklung und Erfolge. Im Jahre 1915 bereits hat der Turnverein 1846 ſeine Verdienſte durch Verleihung der Ehren⸗ mitgliedſchaft gewürdigt. Auf der Wachenburg war es, als an Chriſti Himmelfahrt nach ſonniger Wanderfahrt die anſchließende Mitgliederverſamm⸗ lung des Vereins dieſen Beſchluß faßte. Der Heim⸗ gang von Carl Leinhas bedeutet für den Turnverein 1846 und die Mannheimer Turnerſchaft den Verluſt des letzten der Turnveteranen aus jener erſten ſturmbewegten Zeit, in der mutvolle Ueberzeugungs⸗ treue dazu gehörte, Mitglied eines Turnvereins Tind Turner zu ſein. Die Anterſuchung der Schulanfänger Die rund 4000 ABC-Schützen, die an Oſtern 1932 die Mannheimer Volksſchulen erſtmals beſuchten, wurden einer ſchulärztlichen Vorunter⸗ ſuchung unterzogen, die jetzt zwiſchen Weihnach⸗ ten und Oſtern durch eine Seh⸗ und Gehbr⸗ prüfung ergänzt wird. Das Ergebnis des erſten Teils der Unterſuchung iſt nicht ung ünſtig, die in früheren Jahrzehnten gefürchteten ſchweren Kin⸗ derkrankheiten, wie Tuberkuloſe und Rachitis, wur⸗ den nicht feſtgeſtellt. Ernährungszuſtand, Sauberkeit und Kleidung kann als„relativ günſtig“ bezeichnet werden. Dagegen ſind die„Spätwirkungen der Hungerjahre“ doch noch zu befürchten, die ſich noch zeigen können. Die Reihenunterſuchungen haben bis jetzt gezeigt, daß erſtmals der Geſamternährungs⸗ zuſtand keine Beſſerung mehr zu verzeichnen hatte, 1 9 ſich ſogar in manchen Stadtteilen verſchlech⸗ at. Bis zur Oſterentlaſſung werden beſonders die Abgangsſchüler noch einer genauen Nachprüfung unterzogen, deren Geſamtergebnis allerdings erſt nach den Oſterferien feſtgeſtellt werden kann. Folgen einer Unſitte. Um die geſtrige Mittags⸗ zeit hängte ſich ein ſechsjähriger Junge aus der Mönchwörthſtraße an die Rückwand eines durch die Schulſtraße fahrenden Perſonenkraftwagens. Bei zunehmender Fahrgeſchwindigkeit rutſchte das Kind Lermutlich ab, ſodaß es ſich nur noch mit den Händen am Fahrzeug feſthalten konnte, ſodaß die Beine nach⸗ geſchleppt wurden. Ein Polizeibeamter, der den Vor⸗ gang bemerkt hatte, hielt das Kraftfahrzeug an. Das Kind kam noch gut davon. Es hatte einen Blut⸗ erguß und eine Hautabſchürfung am rechten Knie vongetragen. Der Polizeibeamte führte den Bub den Eltern zu. Für soziale Geſtaltung der Vilrgerſteuer Neue Mannheimer Zeitung/ Abend ⸗Ausgabe Von Hch. Kempf, Gaugeſchäftsführer des GDA. Die Bürgerſteuer iſt beſonders umſtritten, weil ſie die unſozialſte Gemeindeſteuer iſt. Einige der neueſten Mißſtände bei der Bürgerſteuer 1933 ſollen hier feſtgehalten werden. Als allgemeine Frei⸗ grenze bei der Bürgerſteuer gelten die Richtſätze der Wohlfahrtsunterſtützung. Die Vielheit der Richtſätze für die Wohlfahrtsunterſtützung ergibt eine entſprechende Uneinheitlichkeit der Freigrenze bei der Bürgerſteuer. Die damit verbundene Un⸗ überſichtlichkeit erſchwert den Arbeitnehmern die Kontrolle. Hinzu kommt die Unzulänglichkeit der Freigrenze bei der Bürgerſteuer. Bei Ledigen und kinderlos Verheirateten beträgt die Freigrenze vielfach 300 ¼ und oft ſogar nur 200/ jährlich. Die Belaſtung dieſer geringfügigen Einkommen mit der Bürgerſteuer iſt unverantwortlich. Die Zugrunde⸗ legung der Richtſätze der Wohlfahrtspflege für die Freigrenze bei der Bürgerſteuer 1933 bedeutet auch eine weſentliche Schlechterſtellung gegenüber der Freigrenze bei der Bürgerſteuer der Vorjahre. Während in den Vorjahren die Bürgerſteuer erſt bei Ueberſchreitung eines Jahreseinkommens von 500 ¼ erhoben wurde, wird die Bürgerſteuer 1933 bereits bei viel geringeren Einkommen erhoben. Um die Uneinheitlichkeit und die Schlechterſtellung gegenüber den Vorjahren zu beſeitigen, muß eine allgemeine Mindeſtfreigrenze einge⸗ führt werden. Ein Jahreseinkommen von 900 ¼ erſcheint uns als gegebene Grenze. Beſteuerungs⸗ grundlage für die Bürgerſteuer 1933 iſt das Einkom⸗ men des Kalenderjahres 1931. Die Bürgerſteuer 1933 wird alſo von einem Einkommen erhoben, das im Durchſchnitt um 25—35 v. H. geringer iſt, als das Einkommen 1931. Dieſe überhöhte Belaſtung durch die Bürgerſteuer iſt bei den radikal geſchrumpften Einkommen untragbar. Die Bürgerſteuer muß mit den gegenwärtigen Einkommen in Uebereinſtimmung gebracht werden. Zu dieſem Zweck müßte ein Abſchlag bei der Bürgerſteuer für jene Fälle eingeführt wer⸗ hohen den, wo das Einkommen 1933 gegenüber 1931 um mehr als 10 v. H. geſunken iſt. Der Steuerabſchlag müßte ſich in der gleichen Höhe wie der Einkom⸗ mensrückgang bewegen. Die Gemeinde zuſchläge zur Bürgerſteuer werden vielfach maßlos erhöht. Bürgerſteuer⸗ zuſchläge über 1000 Proz. des Landestarifes ſind be⸗ reits oft anzutreffen. Vereinzelt haben Gemeinden ſogar Bürgerſteuerzuſchläge von 2000 Prozent pro⸗ jektiert. Bei einem Bürgerſteuerzuſchlag von 1000 Prozent und einem Monatseinkommen von 200 Mk. ergibt ſich bereits ein Jahresbetrag der Bürgerſteuer von 60 Mk., bei einem Zuſchlag von 2000 Proz. ſogar ein Jahresbetrag von 120 Mk. Eine derartig hohe Belaſtung kleiner Einkommen durch die Bürgerſteuer iſt unhaltbar! Es muß für die Bürgerſteuer⸗ zuſchläge eine Höchſtgrenze eingeführt werden, die für alle Gemeinden des Reiches bindend iſt. Eine Höchſtgrenze von 100 Proz. wäre dabei bereits als ſehr hoch anzuſehen. Da die Höhe der Bürgerſteuer weitgehend durch die Gemeindeausgaben beſtimmt wird, möchten wir auch nicht verſäumen, auf die Notwendigkeit der größeren Sparſamkeit bei den Leitungskoſten der Gemeinden hinzuweiſen. Merkwürdig berührt es z. B. wenn man erfährt, daß ein Oberbürgermeiſter im Freiſtaat Baden mit einem Monatsgehalt von über 1000 Mark von der Stadt einen Zuſchuß von 12000 Mark verlangt, um ſeine heiratende Tochter „ſtandesgemäß auszuſtatten“. Wir ſind der Meinung, daß die leitenden Gemeinde⸗Beamten, die ſich in dieſer Zeit noch ſolchen Illuſionen hingeben, den Ernſt der Situation noch nicht erkannt haben. Bei derartigen und ähnlichen Ausgaben, wie Repräſen⸗ tationsausgaben, Nebenbezügen und Sondervor⸗ teilen, ließen ſich gewiß noch erhebliche Erſparniſſe erzielen. Es iſt notwendig, daß auch bei den Leitungs⸗ koſten der Gemeinden nachdrücklichſt für Sparſam⸗ keit geſorgt wird, damit die Gemeinden in den Stand geſetzt werden, ihren Verpflichtungen gegenüber den doch bedürftigeren Arbeitsloſen beſſer nachzukommen, e wueere⸗ Sorgen der Mannheimer Kleingärtner Der Verband Badiſcher und Pfälziſcher Klein⸗ garten⸗ und Gartenbauvereine erſucht uns um Auf⸗ nahme folgender Zuſchrift: Hunderte von Kleingärtnern des Lindenhof⸗ gebiets wurden in den letzten Wochen in nicht ge⸗ ringe Aufregung verſetzt, als bekannt wurde, daß die Kleingärten im Gewann Lohr, weſtlich der Al⸗ menſiedlung bis zur neuen Autoſtraße, der Stadt⸗ erweiterung zum Opfer fallen ſollen. Eine außer⸗ ordentlich zahlreich beſuchte Verſammlung der in Mitleidenſchaft gezogenen Kleingärtner des Vereins Lindenhof nahm Stellung zu der Angelegenheit und beauftragte den Vereinsvorſtand, alles daran zu ſetzen, die Gefahr abzuwenden. Es ſcheint auch, daß ein gewiſſes Entgegenkommen der Stadtverwaltung erreicht wurde, da verlautet, daß die betr. Kleingärten im Jahre 1933 noch nicht ge⸗ räumt zu werden brauchen. Das iſt, ſofern es den Tatſachen entſpricht, ein Troſt, allerdings nur ein beſcheidener, da dadurch die Beunruhigung noch nicht beſeitigt wird. Das Damoklesſchwert der Räumung ſchwebt nach wie vor über uns und dies in einer Zeit ſchwerſter wirtſchaftlicher Not! Man frägt ſich deshalb, ob es eine Stadtverwaltung vertreten kann, einiger Bau⸗ luſtiger wegen Hunderte von Kleingärten, wertvolle Wirtſchaftsſtätten, zu vernichten. Und dies in einer Zeit, die uns zwangsläufig Hacke und Spaten in die Hand drückt! Hier ſollen beſtehende Gärten ver⸗ nichtet und anderswo Erſatzgärten eingerichtet wer⸗ den! Hat die Stadt die Mittel, die Koſten für die Erſtellung neuer Gärten zu tragen? Die vielfach einkommensloſen Kleingärtner haben die Mittel nicht. Hat die Stadt die Mittel, die in die Zehn⸗ tauſende gehenden. Entſchädigungen zu zah⸗ len, die die Kleingärtner gerechterweiſe für die Ver⸗ nichtung ihrer Werte beanſpruchen müßten? Man würde ihnen die Unterſtützung entziehen, die der Garten der Kleingärtnerfamilie bietet, um einige Bauluſtige anzuſiedeln, wo es doch längs der Speyerer Straße und an ſonſtigen Stellen brach⸗ liegendes Gelände genug hat, wo ſüdlich der Almen⸗ ſiedlung ſich Gelände befindet, das nicht kleingärtne⸗ riſch genutzt iſt, wo in der Stadt Mannheim über 1000 Wohnungen leer ſtehen? Wir Kleingärtner und Bürger der Stadt könnten allerdings ſo etwas nicht verſtehen. Wir glauben aber, daß in der Stadtverwaltung und unter den Stadtvätern ſich ſo viele Einſichtige finden, die dafür eintreten, daß für die Jetztzeit das Vernichtungsprojekt aufgegeben und den beunruhigenden Kleingärtnern die Sorge um den Beſitz ihrer kleinen Scholle für geraume Zeit abgenommen wird E. Klg. rr: ñęßßßß ͥ M P P PꝑPD,PPD¶D„wwAwU U UCUC(Cãõããããĩ( o o(o(oboAoToTTTTTTT Veeroigung von Fabrikant Michel In der Trauerkapelle des ſtädtiſchen Friedhofs nahmen geſtern nachmittag die Angehörigen, Freunde und die Mitarbeiter des am Freitag verſtorbenen Holzfabrikanten Heinrich Wilhelm Michel Abſchied. Nach einem Harmoniumvorſpiel würdigte Stadt⸗ pfarrer Mayer von der Chriſtuskirche das arbeits⸗ reiche Leben des Heimgegangenen und ſprach den Hinterbliebenen Troſtworte zu. Zwei Söhne des Verſtorbenen ſind im Kriege gefallen. Der dritte Sohn übernimmt jetzt das väterliche Geſchäft. Am Grabe legte für den Verein Mannheimer Holzindu⸗ ſtrieller Dr. Göbels einen Kranz nieder. Der Ver⸗ band Südweſtdeutſcher Holzinduſtrieller widmete durch Herrn Herzer eine Blumenſpende. Auch die Angeſtellten und Arbeiter der Firma Michel& Dürr gedachten des Verſtorbenen. * Laſtkraftwagen beanſtandet. Anläßlich einer Kraftfahrzeugkontrolle auf der Neckarauerſtraße wurden geſtern nachmittag mehrere Kraftfahrzeug⸗ führer wegen verſchiedener Verſtöße gegen die geſetz⸗ lichen Beſtimmungen angezeigt. Der Beſttzer eines Laſtkraftwagens führte einen Ferntransport aus, ohne im Beſitze der erforderlichen Genehmigung zu ſein. In einem weiteren Fall hatte ein Laſtkraft⸗ wagenführer die Papiere zur Beförderung von Gütern nicht ausgefertigt. Drei Laſtkraftwagen wa⸗ ren erheblich überlaſtet. Vier Kraftfahrzeugführer waren nicht im Beſitz von gültigen Steuerkarten. Außerdem wurden drei Laſtkraftwagen wegen ſchad⸗ hafter Gummibereifung und einer wegen Fehlens des Rückblickſpiegels beanſtandet. Geriſſener Heiratsſchwindler erwiſcht In Düſſeldorf konnte jetzt von der Kriminal⸗ polizei ein geriſſener Heiratsbetrüger dingfeſt ge⸗ macht werden. Es handelt ſich um den am 22. Januar 1903 in Hochſtetten bei Karlsruhe geborenen Ver⸗ treter Richard Meinzer. Der Feſtgenommene hat fortgeſetzt ſein Unweſen, hauptſächlich in Südbeutſch⸗ land, vornehmlich auch in badiſchen Rheinorten, ge⸗ trieben. In der Pfalz gab er in Haßloch ſeine Gaſt⸗ ſpiele. Durch Aufgabe von Heiratsannoneen verſuchte M. ſeit Oktober v. J. ſtändig Damenbekanntſchaften zu machen, denen er ſich als vermögender Mann aus⸗ gab. In den meiſten Fällen ging M. darauf aus, von ſeinen Opfern Darlehensgelder zu erſchwindeln. Sein verwerflichſtes Spiel trieb er damit, daß er mehrere Mädchen mit einer Krankheit anſteckte. Wo Meinzer in der Zwiſchenzeit überall aufgetaucht iſt, ließ ſich noch nicht einwandfrei feſtſtellen. Er wird zur Aufklärung weiterer Betrugsfälle wie folgt be⸗ ſchrieben: Etwa 1,75 Meter groß, ſchlank, dunkel⸗ braunes Haar, am oberen Gebiß 6 Goldzähne, ſüd⸗ deutſche Mundart, blauer Anzug, heller Haarhut, dunkelbrauner Ueberzieher, braune Halbſchuhe mit grauen Tuchgamaſchen. „ Freiwillig aus dem Leben geſchieden. Geſtern vormittag wurde ein in der Innenſtadt wohnhafter 27 Jahre alter lediger Kaufmann in einem Zimmer ſeiner elterlichen Wohnung tot aufge⸗ funden. Der Lebensmüde hatte den Gashahn ge⸗ öffnet. Mißliche Verhältniſſe dürften die Urſache der Tat ſein. 3. Seite Nummer 28 Oberbürgermeiſter Gündert der neue Präſident des Badiſchen Sparkaſſem und Giroverbandes 4 1 1 Der zum Präſidenten des Badiſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverbandes gewählte Oberbürgermeiſter Gündert ſteht im 55. Lebensjahre. Er iſt in Dürr⸗ heim im Schwarzwald geboren. Nach Ablegung beider juriſtiſcher Staatsprüfungen in Karlsruhe war er mehrere Jahre Rechnungsaſſeſſor im badiſchen Verwaltungsdienſt. Nach zweijähriger Tätigkeit in Berlin im Reichsverſicherungsamt und im Reichsamt des Innern kehrte er in den badiſchen Staatsdienſt zurück und wurde bald darauf zum Magiſtratsſyndi⸗ kus in Stettin gewählt. Im Juni 1912 berief ihn die Stadtverordnetenverſammlung Mainz auf 12 Jahre zum Beigeordneten und dann zum Bürgermeiſter der Stadt Mainz. Den Krieg machte Gündert 15 Monate lang als Hauptmann des Reſerve⸗Infan⸗ terie⸗Regiments 113 mit. Nach ſeiner Rückkehr aus dem Felde übernahm er die Einrichtung und Leitung des Brennſtoffamtes der Mainzer Kohlenverſorgung. Am 3. Dezember 1919 wurde Gündert zum Ober⸗ bürgermeiſter der Stadt Pforzheim gewählt. Gedenkſtein für Müller Gutenbrunn Dem Obmann des Landesverbandes Baden des Vereins für das Deutſchtum im Ausland, Prof. E. Maenner in Weinheim, iſt es nach jahrelangen Forſchungen geglückt, den Mannesſtamm des berühm⸗ ten Dichters der Oſtſchwaben, A. Müller⸗Gutten⸗ brunn, das Geſchlecht der Luckhaup, bis auf den Urahnen zurückzuverfolgen. Er hat an Hand der Guttenbrunner Pfarrmatrikel und der Pfarrbücher von Mörlenbach und Fürth feſtgeſtellt, daß der männliche Stammvater des Dichters, der ſpätere Guttenbrunner Siedler Chriſtian Luckhau p, zu Fürth im Odenwald am 19. Januar 1709 das Licht der Welt erblickt hat. Profeſſor Maenner hat dem Odenwaldklub die Anregung gegeben, dieſe Tatſache auszuwerten und dem Banater Dichter in ſeiner Urheimat Fürth einen Gedenkſtein zu ſetzen. Dieſe Anregung wird auch von der Hauptleitung des VDA. auf das wärmſte begrüßt. Ein Arbeitsausſchuß iſt bereits ge⸗ bildet. Es iſt damit zu rechnen, daß der Gedenkſtein im Sommer im Rahmen eines großen volksdeutſchen Treffens, zu dem auch die Guttenbrunner erſcheinen werden, enthüllt wird. VDA. * Auto in Brand geraten. Geſtern abend um.10 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr durch Telephon und Feuermelder nach Lortzingſtraße 20 gerufen. Ver⸗ mutlich durch Fehlzündung an einem Laſtkraftwagen war ein Vergaſerbrand entſtanden. Bei An⸗ kunft des Löſchzuges ſtand bereits der ganze Vorder⸗ teil des Wagens in Flammen. Die Feuerwehr be⸗ nötigte zwei Schlauchleitungen und mehrere Spezial⸗ löſcher zur Bekämpfung des Feuers. Das Auto iſt ſtark beſchädigt. Straßenbahn Sanierung beantragt * Ludwigshafen, 16. Januar. Die Stadtratsfrak⸗ tion der DVP. hat beim Bürgermeiſteramt den An⸗ trag eingereicht, die Stadtverwaltung wolle umgehend mit der Stadt Mannheim Unterhandlungen einleiten mit dem Zweck, die Organiſation der Stra⸗ ßenbahn auf eine neue Grundlage zu ſtel⸗ len, da die wachſenden Fehlbeträge eine Fortdauer des ſeitherigen Zuſtandes nicht mehr als tragbar er⸗ ſcheinen laſſen. Da Anzeichen einer Beſſerung nicht vorhanden ſind und im laufenden Rechnungsjahre ein Zuſchuß ſeitens der Ludwigshafener Stadthaupt⸗ kaſſe in einer Höhe erforderlich ſein wird, die dem jährlichen Aufkommen von 250 Prozent Bürgerſteuer entſpricht, ſo wird um beſchleunigte Behandlung der Angelegenheit gebeten. Der Gemeinderat St. Blaſien hat, vorbehalt⸗ lich der Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes, dem Erwerb verſchiedener Geländeſtücke von rund 40 000 Quadratmeter von der Spinnerei St. Blaſien Al. i. L. zugeſtimmt. Die Mittel zur Zahlung des Kauſpreiſes ſollen zum Teil dem Fonds für Bau⸗ und Kurzwecke der Gemeinde entnommen, zum andern Teil aus Erſparniſſen des Voranſchlags 1962/38 und 1933/34 beſtritten werden. Nicht irqene die Iiefenwirku glättet und verjüngt rauhe, dein Feftaufstrich, sondern rkunq der Creme Mouson unreine Haut Creme Mouson ist keine sogenannte Sonnen brandereme, auch keine gewöhnliche Feitcreme Ruheſtand verſetzt wurde Eckert an der Gewerbeſchule in Villingen. . 4. Seite/ Nummer 28 Dienstag, 17. Januar 1933 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Aus Baden Amtliche Perſonalveränderungen Anſuchen in den einſtweiligen Direktor Hermann Auf Ungetreue Poſtbeamte zu Zuchthaus verurteilt * Mosbach, 17. Januar. Der Poſtbeamte A. L. aus Flinsbach war wegen Amtsunterſchlagung und Urkundenfälſchung im Amte angeklagt. L. hatte etwa 1400/ an Bargeld unterſchlagen und Ur⸗ kundenfälſchungen vorgenommen. Das Urteil der Großen Strafkammer lautete auf eine Zuchthaus⸗ ſtrafe von einem Jahr und einem Monat und eine Geldͤſtrafe von 100 J. 5 Im zweiten Falle wurde der verheiratete 53jäh⸗ rige Poſtſchaffner G. W. aus Haßmersheim beſchul⸗ ſtrafbaren Handlungen digt, daß er in mehreren Amtsunterſchlagungen und Urkundenfälſchungen vor⸗ genommen hat. Etwa 400/ hat er durch nicht zu⸗ geſtellte Zahlungsanweiſungen einbehalten. Ebenſo hat er verſchiedene Briefe geöffnet und die darin befindlichen Geldſcheine oder Dollars entwendet. W. lebt in guten Verhältniſſen und hat nicht aus Not gehandelt. Das Urteil lautete auf elne Geſamtzuchthausſtrafe von einem Jahr vier Monaten, eine Geldſtrafe von 100 ſowie Tragung der Koſten. Ein Feuerwehrmann tödlich verunglückt * Weiler⸗Fiſcherbach(A. Offenburg), 17. Januar. Am Samstag abend brach in der Schreinerwexkſtätte des Michael Schmid, Wirtſchaft z.„Krone“ Feuer aus, das mit ſolcher Schnelligkeit um ſich griff, daß vom Inventar nichts mehr gerettet werden konnte. Bet der Brandhilfe wurde der Feuerwehrmann Müllermeiſter Konſtantin Vetter durch ein ſcheuen⸗ des Pferd zu Boden geworfen. Der Mann wurde bewußtlos vom Platze getragen und iſt noch in der Nacht ſeinen ſchweren Verletzungen erlegen. Beſichtigung des Rheinbettes bei Iſtein * Iſtein, 17. Janaur. Wie bereits gemeldet, tritt das Flußbett des Rheins zwiſchen Märkt und Kleinkemo in der letzten Zeit infolge der faſt täg⸗ lichen Inbetriebnahme der Turbinen des elſäſſiſchen Kraftwerkes im Seitenkanal auf weite Strecken zu⸗ tage. Dieſer Tage fand nun eine Beſichtigung des Rheinbettes bezw. der Fels⸗ und Kiesbänke durch die intereſſierten Schiffahrtsvertreter ſtatt. Es konnte hierbei feſtgeſtellt werden, daß auch die Einmündung des Kanals in den Rhein durch neue Kriesanhäufungen und Nagelfluhfel⸗ ſen die Schiffahrt ſehr erſchwert, daß andererſeits aber die jetzt deutlich erkennbaren Felsbarren nach erfolgter Regulierung noch einen paſſierbaren Schiffahrtsweg ergeben können. Im übrigen bietet das Rheinbett bei Inbetriebnahme der Turbinen ein trauriges Bild. Branntwein ſtatt Geld Kandern, 17. Januar. Nachdem die Mehrzahl der hieſigen Brenner infolge Abſatzmangel die fällige Brennſteuer zu entrichten nicht in der Lage war, hat jetzt die Reichsmonopolverwaltung durch A b⸗ holung von Branntwein dieſe Steuern einge⸗ zogen. Sie ließ durch die Deutſche Edelbranntwein⸗ verwertungsſtelle der Klein⸗ und Obſtbrenner in Karlsruhe von insgeſamt W hieſigen Brennerei⸗ heſitzern einige hundert Liter Branntwein abholen, deren Wert auf die Steuer verrechnet wurde. Schweizeriſche Kartonfabrik niedergebrannt * Waldshut, 16. Januar. Die Kartonfabrik Koblauch in Oberentfelden(Aargau) iſt in den erſten Morgenſtunden des Samstags einem Brande zum Opfer gefallen. Der Brand war im Mittelbau der Fabrik ausgebrochen, der vollſtändig aus Holz beſtand und von unten bis oben mit Papierabfällen angefüllt war. 5 Das Feuer griff mit raſender Geſchwindigkeit um ſich und dehnte ſich auch auf den großen vierſtöckigen Hauptbau aus. Eine energiſche Bekämpfung des Brandes hatte noch den Erfolg, daß vom großen Hauptbau der erſte Stock und ein Teil des zweiten Stockes gerettet werden konnte, während der Mittel⸗ bau vollſtändig niederbrannte. Der Gebäude⸗ ſcha den wird mit 200 000 Schw. Fr. bewertet. Dazu kommt noch der große Schaden an Maſchinen, Mate⸗ rialien uſw. Die Fabrik beſchäftigte etwa 40 Perſonen. * gg. Nußloch, 17. Januar. Die Freiwillige Feuerwehr hielt am Sountag nachmittag unter Leitung des Kommandanten Karl Sickmüller im Gaſthauſe„zum Badiſchen Hof“ ihre Generalver⸗ ſammlung ab. Adjutant Ratſchreiber Heinrich Sick⸗ müller erſtattete den Jahresbericht, aus dem zu entnehmen iſt, daß die Wehr zurzeit 91 aktive Mit⸗ glieder zählt, nämlich 59 Chargierte und Wehrleute, 19 Muſtker und 13 Reſervewehrleute. Daneben ſind noch 94 paſſive Mitglieder zu verzeichnen. Die Be⸗ wegung im Mitgliederſtand iſt unweſentlich. Rechner Franz Fehringer gab den Kaſſenbericht bekannt, deſſen Abſchluß zufriedenſtellend iſt. Die Mitglieder⸗ verſammlung nahm die vom Landesverband Badiſcher Feuerwehren herausgegebenen Muſterſatzungen an. Zum Schluß berichtete Kommandant Karl Sickmüller über den im Dezember vorigen Jahres in Karls⸗ ruhe abgehaltenen Führer kurs des Landes⸗ verbandes. dos Reichartshauſen(Amt Sinsheim), 17. Januar. In der Jahresverſammlung des Verkehrs ver⸗ eins wurden Maßnahmen zur Hebung des Fremdenverkehrs für den hieſigen Ort be⸗ ſchloſſen. 1 wird erweitert. 1932 beſchloſſene Heimatmuſeum konnte aim erſten Weihnachtsfeiertag zur Beſichtigung frei ge⸗ Weiter wurde die Errichtung einer Schutzhütte bei dem Heldenhain 8 0 er Werbetätigkeit für Reſchartshauſen mit ſeinem Hel⸗ denhain und ſeinen Waldungen ſoll ſofort begonnen geben werden. Der Mitgliederbeſtand blieb erhalten. Mit werden. * Villingen, 17. Januar. Die hieſige Narro⸗ zunft hat nach dem Vorgang anderer Zünfte be⸗ ſchloſſen, die althiſtoriſche Villinger Faſt nacht in begehen, um auch ihr Teil zur Bekämpfung des Peſſimismus beizutragen Auch der Katzenmuſikverein Miau ſchloß ſich dieſer dem gewohnten Ausmaß zu 5 Auffaſſung an. 2 Die weitere Erſtellung von Ruhebän⸗ ken in den ausgedehnten Waldungen iſt vorgeſehen. Die im vorigen Jahr errichtete Vogelſchutzhecke, wofür die Gemeinde beſonderen Schutz zugeſagt hat, Das auf der General⸗Verſammlu s ——— Tötung Fahrläſſige Tötung und Betrug Verhandlungen vor dem Schöffengericht Mannheim Vor dem Schöffengericht wurden am Montag im Anſchluß an die Verhandlung gegen die Einbrecher⸗ und Hehlerkolonne noch zwei weitere Fälle ab⸗ geurteilt. Der eine betraf einen Betrug und damit verbundene Urkundenfälſchung, der andere eine fahrläſſige Tötung. Der in den 20er Jahren ſtehende Vertreter Artur K. aus Mülhauſen hatte ſich vor Gericht zu verant⸗ worten, weil er größere Mengen von Beſtellſcheinen auf photographiſche Vergrößerungen gefälſcht hatte. Der Angeklagte, der in allen weſentlichen Punkten geſtändig war, wurde zu zwei Monaten Ge⸗ fängnis verurteilt, wobei man ſeiner Notlage und ſeiner großen Jugend, außerdem dem Umſtand, daß er eine neue Arbeitsſtelle gefunden hatte, in weit⸗ gehendſtem Maße Rechnung trug. Der letzte Fall des Montags betraf den 1910 in Stuttgart geborenen ledigen Kraftwagenführer Hans ., der unter der Anklage der fahrläſſigen ſtand.., der bereits dreimal wegen eines ähnlichen Vergehens und wegen Transport⸗ gefährdung verurteilt worden war, hatte in Rheinau einen Vertreter., der in der ſpäten Nacht auf dem Fahrrad von Schwetzingen nach Mannheim unter⸗ wegs war, mit ſeinem Laſt zug überholt und dabei den ſchwer betrunkenen Mann, der in ſtetigem Zick⸗ zack auf der Mitte der Straße einherfuhr, angeblich geſtreift. Durch dieſe Berührung mit dem Anhänger⸗ wagen des Laſtzuges ſoll der Betrunkene vom Fahr⸗ rad geſtürzt, auf einen Prellſtein gefallen und ſich dadurch ſo ſchwere Darmverletzungen zugezogen haben, daß er an deren Folgen im Krankenhaus ver⸗ ſtarb. In der Verhandlung am Montag ging es darum, zu klären, ob der Kraftwagenführer M. tat⸗ ſächlich den jähen Tod des Vertreters verurſacht hat. Wie der mediziniſche Sachverſtändige, Medizinal⸗ rat Dr. Schäfer, der die Sektion der Leiche vor⸗ genommen hatte, erklärte, iſt der Tod durch einen ſtarken Stoß herbeigeführt worden. Ein weiterer Sachverſtändiger belaſtete den Angeklagten, der reichlich unvorſichtig und beſonders zu ſchnell ge⸗ fahren habe, erheblich. Auch der Staatsanwalt hält die Schuld des Angeklagten für gegeben. Er habe nach Zeugenausſagen den betrunkenen Radfahrer zu ſchnell überholt, anſtatt langſam zu fahren und auf der Straßenmitte zu bleiben. Die verſchiedenen Vorſtrafen ließen erkennen, daß ein Verſchulden des Angeklagten durchaus in den Bereich der Möglich⸗ keit fallen könne. Der von der Witwe des Getöteten beſtellte Nebenkläger unterſtrich im weſentlichen die Worte des Staatsanwaltes. In ſeinem Plaidoyer gelang es jedoch dem Verteidiger Dr. Gerhard, den Sachverhalt klar und für den Angeklagten ent⸗ laſtend herauszuſtellen. Das Gericht ſchloß ſich auch im weſentlichen den Ausführungen des Verteidigers an und erkannte auf Freiſpruch. Die Koſten des Verfahrens hat die Staatskaſſe zu tragen. ewt. Handelsgeſchäfte mit gefälſchten Gemälden Echte van Dycks, echte Dürer, echte Cranachs * Frankfurt a.., 17. Januar. Vor der Großen Strafkammer wird ſich demnächſt ein neuer Bilderfälſcherprozeß abſpielen, bei dem es ſich diesmal ausſchließlich um den Han⸗ del mit gefälſchten Bildern handelt und von den Herſtellern und Kopiſten der verkauften Bilder niemand die Anklagebank betreten wird. Das Ver⸗ fahren richtet ſich gegen insgeſamt ſieben Per⸗ ſonen, darunter zwei Frauen, unter denen ſich wiederum die Kunſthändlerin Elſe Trumm befin⸗ det, die ſchon in dem im Dezember 1928 verhandelten Bilderfälſchungsprozeß angeklagt war. Als Beſchuldigte kommen weiter in Betracht die Kaufleute Louis Braun, Hans Traine, Kurt Arnold, Adolf Klein, Karl Geb und die Ehefrau Luiſe Ar⸗ nold. Die Anklage erſtreckt ſich auf Fälle des Be⸗ trugs, des Betrugsverſuchs, der Urkundenfälſchung und der Untreue, die im erſten Halbjahr 1932 be⸗ gangen worden ſein ſollen. Das Geſchäftsverfahren der Angeklagten ſoll ſich folgendermaßen abgeſpielt haben: Braun, Traine, Klein und Arnold beſchafften Gemälde und Geb und die Trumm als Vertreter ſorgten für den Abſatz in Luxemburg, im Saargebiet oder in Frankreich. Es ſind dabei keineswegs immer gefälſchte Bilder vertrieben worden, ſondern man hat auch gute Stücke abgeſetzt. Es ſcheint in der Tat ſo, daß Geb und ſeine Begleiterin ſelbſt häufig von den Händlern im unklaren gelaſſen worden ſind, ob Bilder echt oder gefälſcht waren. Bei den Ver⸗ kaufsverhandlungen wurde den Intereſſenten vor⸗ geredet, daß der Ankauf des Meiſterwerks eine gute Kapitalanlage ſei, denn das Bild werde im Preis noch ſehr ſteigen. Geb hatte eines Tages eine Madonna im Roſenhain mit dem Dürerzeichen— das Bild war falſch ſigniert zu verkaufen und er wurde es in Eſch an der Alzette für 2500/ los. Der Käufer hat allerdings erklärt, daß er das Bild nicht der Echtheit, ſondern der Schönheit wegen kaufte. Es kommt in dieſem Falle nur Urkundenfälſchung in Betracht. Ein angeblicher Cranach wurde von Geb unter Hingabe einer Echtheitsbeſcheinigung für 550 Mark verkauft. Wie ein„echter“ van Dyck zuſtande kam, zeigt folgender Fall: Klein wollte auf einer Verſteigerung aus einer Kunſtſammlung mit⸗ teldeutſcher Standesherren ein Bild geſteigert haben. das einem van Dyck glich, aber er will es ſelbſt nicht für echt gehalten haben. Das hinderte ihn nicht, am Rahmen ein Schildchen anzubringen, das den Namen van Dyck trug. Das Bild ſollte 5 000 Mark bringen und man ſtand ſchon mit einem Intereſſenten in Unterhandlung, der ſich ſchließlich aber ablehnend verhielt. Ein gefälſchter Dill wurde in Luxemburg ab⸗ geſetzt, wobei ſich Geb als Direktor der Nieder⸗ ländiſchen Gemälde⸗Reproduktionsgeſellſchaft aus⸗ gab. Ein falſcher Goya wurde einem auswärtigen Apotheker angedreht, der für dieſes und ein kleines Bild 1100 Mark zahlte und noch fünf Bilder im Werte von 550 Mark dreingab. Geb verkaufte dem Fürſtbiſchof von Luxemburg eine wertvolle Cor⸗ regikopie für 2500 Mark, lieferte aber dem Auf⸗ traggeber angeblich keinen Pfennig ab. Als er in Straßburg zwei Teniers abſetzte, ſoll er auch hier den Erlös behalten und zwei faule Wechſel dem gegeben haben, der Eigen⸗ tümer des Bildes war. Der Ehefrau Arnold wird vorgeworfen, daß ſie ſich eine Verkaufsſumme erſchlich. Die Angeklagten benachteiligten ſich gegenſeitig; ſo ſollen Geb und Traine ſich gegenüber Arnold untreu verhalten haben. Es iſt ein merkwürdiges Zuſammentreffen, daß juſt zu der Zeit, in der die Anklage gegen den letzten, fetzt erſt verhafteten Beſchuldigten aus dem Bilderfälſchungsprozeß Danny Strauß hergeſtellt wird, eine neue ähnliche Affäre die Stgatsanwalt⸗ ſchaft beſchäftigt. Aus der Pfalz Zu wichtigen Häfen erklärt * Speyer, 17. Januar. Das Staatsminiſterjum des Innern hat die Rheinhäfen in Speyer und Maximiliansau zu wichtigen Häfen, d. h. zu Löſch⸗ und Umſchlagshäfen erklärt. Kraftwagen gegen Lokalbahnzug * Dirmſtein(Amt Frankenthal), 17. Januar. Die Reichsbahndirektion Ludwigshafen teilt mit: Am geſtrigen Montag ſtieß kurz hinter der Straßen⸗ überkreuzung am weſtlichen Oſteingang von Dirm⸗ ſtein ein zweiſitziger Perſonenkraftwagen mit dem von Großkarlbach kommenden Lokalbahnzug 1860 zu⸗ ſammen. Der Kraftwagenlenker wurde leicht ver⸗ letzt, der Kraftwagen ſtark beſchädigt. Schuld iſt der Kraftwagenlenker, der kurz vor dem Zuge die Straßenkreuzung zu überqueren ſuchte und die vom Lokomotivführer abgegebenen Warnſignale nicht beachtet hat. Nächtliche Einbrüche :: Bobenheim(Amt Frankenthal), 17. Januar. In den geſtrigen frühen Morgenſtunden wurde hier in das Gemeindehaus eingebrochen. Die Polizei nahm mit einem Polizeihund die Spur auf, die durch die Bahnhofſtraße zum Bahnhof und Bahnſteig führte. Die Täter ſcheinen alſo auf dieſem Wege unerkannt entkommen zu ſein. Wie bis jetzt feſtſteht, konnten die Einbrecher nichts erbeuten. Der Kaſſen⸗ ſchrank iſt zwar beſchädigt, konnte aber nicht erbro⸗ chen werden. Der zweite Einbruch, der anſcheinend von den gleichen Tätern herrührt, erfolgte in eine in der Nähe liegende Trikotagen⸗ und Wäſchehandlung. Hier wurden Wäſcheſtücke, Kleider uſw. und ein geringer Geldbetrag entwendet. Der Polizeihund verfolgte auch dieſe Spuren auf einem Umwege zum Bahnhof. M * Kirchheimbolanden, 17. Januar. In das hieſige Amtsgerichtsgefängnis wurden dieſer Tage zwei Handwerksburſchen eingeliefert, die feſtge⸗ nommen wurden, weil ſie in Winnweiler aus dem Bahnhofsautomaten Geld ſtehlen wollten. Nun⸗ mehr ſind die keiden aus dem Gefängnis aus⸗ gebrochen und in Richtung Würzweiler—Rocken⸗ hauſen entkommen. Da ſie keine Papiere bet ſich tragen, dürfte der Ausflug nur von kurzer Dauer ſein. f 5 0 Gemeinderats⸗Sitzungen gg. Nußloch, 17. Januar. Der Verein Deutſcher Zuckerinduſtrie, dem die Notlage in hieſiger Ge⸗ meinde bekannt wurde, hat der Gemeinde für die hieſige Winternothilfe gegen Erſatz der Zuckerſteuer 100 Kilogramm Speiſezucker in Ausſicht geſtellt, worauf ſich der Gemeinderat zur Tra⸗ gung der Zuckerſteuer bereit erklärte.— Weiter hat der Gemeinderat genehmigt, die Anſchaffung von 120 Obſtbäumen, den Koſtenvoranſchlag für die Kreis⸗ wegeunterhaltung, ſowie die Anſchaffung von Arz⸗ neimitteln und Verbandsmaterial für die Freiwil⸗ lige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. Für die Sanitätskolonne ſoll außerdem eine Haftpflichtver⸗ ſicherung auf Koſten der Gemeinde abgeſchloſſen wer⸗ den.— Die Holzhauerarbeiten im Gemeindewald für das Jahr 1933 wurden an Landwirt Konrad An⸗ weiler vergeben, wobei die Gemeinde die Wellenbän⸗ der ſtellt und die ſozialen Verſicherungsbeiträge übernimmt.— Das Schleifen von Stammholz im Gemeindewald wurde Landwirt Jakob Herrmann übertragen. L. Reilingen, 17. Januar. Der Gemeinderat ſetzte den Holzmacherlohn für das Gabholz auf.4 je Gabe feſt.— Durch die Notgemeinſchaft ſollen 300 Zentner verbilligte Briketts angekauft und an Hilfs⸗ bedürftige der Gemeinde verteilt werden.— Die Ortslöhne ſollen in der bisherigen Höhe beibehal⸗ ten werden.— Der Gemeinderat lehnte erneut die Anſtellung von zwei weiteren Steinſetzern und zwei Meßgehilfen ab.— Zu Mitgliedern des Pflanzer⸗ ausſchuſſes für das Tabakbaujahr 1933 wurden be⸗ ſtimmt: Vorſitzender Gemeinderat F. Schneider, Stellvertreter Gemeinderat Flick, ſonſtige Mitglie⸗ der: Heinrich Schneider 1, Jakob Adolf, Hermann Krämer, Konrad Krämer, Karl J. Müller, Konrad Heilmann und Georg Krämer.— Bei einem hieſi⸗ gen Fabrikgebäude, das zu dieſem Zwecke auf 18 000 Mark geſchätzt wurde, ſoll die Zwangsverſteigerung durchgeführt werden.— Das Gabholz wird in den nächſten Tagen aufgenommen werden und kann dann zur Verteilung kommen.— Verſchiedene An⸗ träge um Uebernahme rückſtändiger Haus mieten, Nachlaß von Waſſerzins und Erlaß von Zinſen und. Verzugszuſchlägen bei rückſtändigen Gemeinde⸗ ſteuern wurden abgelehnt. 8 Neldung der Landeswefſerwarie Karlsruhe Vorausſage für Mittwoch, 18. Januar Fortdauer der beſtehenden Witterung, vereinzelt leichte Schneefälle. Beobachtungen der Landeswetterſtellen.26 Uhr vormittag 1—— Wind ö Stationen: 8 Wetter 8 Richt. Stärke 2 ͤ 2 8 8 3 Wertheim 151— 4—3 6 NO ö leicht bedeckt Königsſtuhr 563 783, 3 1— s,W eich: Nebel Karlsruhe 120 753,9—-2 1 5 til] âbbedeckt Bad.⸗Baden 213 754,1 2 2 5 SW eeicht Nebel Villingen 712 755, 4 1 5 5 leicht Nebel Bad. Dürrh.] 701— 42 6 ſſtill 3 bedeckt St. Blaſten 780— 4 0 4 leicht bedeckt Badenweiler 422 753, 1 1 fn, balbbedecz Feldberg Hoſſ1275 624,0 8 2 leicht bedeckt Schauinsld. 1258 649, 5 1 S8, leicht bedeckt Die flache Störung über dem Kanal hat ihre Lage ſeit geſtern nicht verändert, ſo daß das Froſt⸗ wetter im ganzen Reiche unverändert andauert. Ver⸗ einzelt kam es zu leichten Schneefällen, deren einer im ſüdlichen Schwarzwald 1 bis 2 Zenti⸗ meter Neuſchnee ergab. Die beſtehende Witterung wird auch morgen noch andauern. Amtlicher Schneebericht vom 17. Jauuar Feldberg⸗Turm: bedeckt,— 8 Grad, Schneehöhe 30 Zentf⸗ meter, davon—2 Zentimeter Neuſchnee, verharſcht. Feldbergerhof: bewölkt.— 7 Grad, Schneehöhe 25 Zentz⸗ meter, davon—2 Zentimeter Neuſchnee, verharſcht. Belchen: trockener Nebel,— 8 Grad, Schneehöhe Zentimeter, verweht. Kandel: bewölkt,— 5 Grad, Schneehöhe 20 Zentimeter, verharſcht. Schauinsland: bedeckt,— 5 Grad, Schneehöhe 18 Zenti⸗ ureter, Rauhreif. Notſchrei: bewölkt,— 5 Grad, Schneehöhe 18 Zenti⸗ meter, davon—2 Zentimeter Neuſchnee, Pulver Turner: bewölkt,— 4 Grad, Schneehöhe 20 Zenki⸗ meter, Pulver. Breitnau: bewölkt,— 5 Grad, Schneehöhe 6 Zenti⸗ meter, Pulver. Saig: bewölkt,— 4 Grad, Schneehöhe 8 Zentimeter, Pulver. Muggenbrunn: bewölkt,— 4 Grad, Schneehöhe 20 Zenti, meter, davon—2 Zentimeter Neuſchnee St. Märgen: bewölkt,— 5 Grad, Schneehöhe 10 Zenti⸗ meter, verweht. Hinterzarten: bewölkt,— 3 Grad, Schneehöhe 8 Zeuti⸗ N meter, Pulver. Neuſtadt: bewölkt,— 5 Grad, meter, Pulver, Eisbahn ſehr gut. Schneehöhe 8 Zenti⸗ Schönwald: bewölkt,— 4 Grad, Schneehöhe 10 Zenki⸗ meter, Pulver. Schonach: bewölkt,— 1 Grad, Schneehöhe 8 Zenti⸗ meter, Pulver. Furtwangen: bewölkt,— 4 Grad, Schneehöhe 12 Zenit, meter, Pulver. Unterſtmatt: bewölkt,— 4 Grad, Schneehöhe 12 Zenti⸗ meter, Pulver. Ruheſtein: bewölkt,— 4 Grad, Schneehöhe 15 Zentl⸗ meter, verharſcht, Sand: bewölkt,— 3 Grad, Schneehöhe 5 Zentimeter, verharſcht. Bühlerhöhe⸗Plättig: bewölkt,— 3 Grad, Schneehöhe Zentimeter, verharſcht, Eisbahn ſehr gut. Was hören wir? Miltwoch, 18. Januar Frankfurt .25: Choral.—.30: Muſik auf Volksinſtrumenten.— 10.10: Schulfunk.— 12.00: Wagner⸗Konzert(Schallpl.).— 13.30: Schallplatten.— 15.15: H. Huffzky: Luſtiger Krieg im Schnee.— 18.25: Vortrag. Heilsberg .35: Schallplatten.—.30: Turnſtunde für die Haus⸗ frau.—.05: Schulfunk.— 11.30: Unterhaltungsmuſtk.- 13.05: Konzert.— 15.30: Kinderfunk.— 16.00: Eltern⸗ ſtunde.— 16.30: Konzert.— 17.55: Bücherſtunde.— 18.90 Juriſtiſche Plauderei: Die un vollkommene Ehe.— 19.28: Knabenchor.— 21.00: Joſef in Aegypten.— Etwa 2210: Abendunterhaltung. Langenberg .05: Schallplatten.—.13: Jurtſtiſches: Eltern un Kinder.—.45: Gymnaſtik für Frauen.— 10.10: Gemein⸗ ſchaftsempfang für Arbeitsloſe.— 11.10: Schulſunk.— 11.25: Muſikaliſcher Schulfunk.— 12.00 u. 13.00: Konzerte. 2 15.50: Kinderſtunde.— 16.20: Bücherſtunde.— 18.20 Dr. Coerper: Die Kindergeſundheitsfürſorge in Zeiten der Finanznot.— 18.55: Dr. Eichler: Kunſt und Bürger.— 19.20: Zehn Gebote der Verjüngung.— 21.00: Feſtliches Konzert. München 10.15: Ein Beſuch bei König Minos.— 12.00: Sonate für Violine und Klavier in.dur.— 12.20: Schrammeltrib. — 12.45: Konzert.— 15.10: Für die Jugend.— 18.00 Kulturpflanze und Waſſer.— 46.00: Kinderſtunde.— 18.35 Dr. Schacher: Die Induſtriealiſterung der Welt.— 10.25; Schallplatten.— 21.00: Das Liebesverbot. Südfunk .20: Schallplatten.— 10.10: Das Budapeſter Trio ſpielt.— 10.40: Liederſtunde.— 12.00: Peter Tſchalkomſky (Schallpl.).— 13.30: Konzert.— 16.00: Kinderſtunde. 17.00: Konzert.— 18.25: H. Laukemann: Palette von Nea⸗ pel.— 19.00: Caruſo ſingt(Schallpl.J.— 19.35: Ueber⸗ tragung aus Mannheim.— 20.00: Reichsgründungsſeier, — 21.00: Johannes Brahms.— 21.40: Max Halbe erzählt aus ſeinem Leben.— 22.45: Tanzkapelle. Wien 16.15: Jugendſtunde.— 17.00: Kongerk.— 18.38: Wit beſchäftigen wir die arbettsloſe weibliche Jugend.— 19438: Franz Etſzt: Chriſtus.— 21.50: Konzert. Aus Mannheim 19.35.—20.00:„Mondolinenkonzert“. Ausführende: Man“ dolinen⸗Quartett Rheingold. Aus dem Auslande 8 1 19.45: Con rad⸗Beck⸗Abend.— 2,105 Ingert. 5 rag: 18.30: Deutſche Sendung. Rom: 20.45: Uebertragung aus einem Theater. ntwortlich für Polttir: Dr. W. 1 edt- Handelsteil: K Ehm: r Te e 32 e Umſchau, Ger u, den„ we Kircher„ Anzeigen u. geſchäfttiche Mitteilungen: J. Fand: 1 „Drucker und Verleger; Drucker ergusge Dr. Haas, Neue Mannheiſter Bellung G. m. b.., Mannheim, f l, 46 Für unperkangte Beiträge keine Wewähr Rückfendung nur bei Rüctvorte he nti⸗ * 8 7 E be Nr. 28 Abend-Aus Die Differenzen in der Erbengemeinschaff Heyl Worms, 17. Jauuax.(Eig. Tel.) Wie wir bereits meldeten, wurde die ao. GV. der Cornelius Heyl AG. Worms über 7 Stunden verſchoben. Sodann wurde erſtaunlicherweiſe, einem früheren Beſchluß des Vorſtandes und AR. folgend die S n der in den Werken arbeitenden Erben Vertretung die Preſſe ausgeſchloſſen. 5 5 Wie wir nunmehr von beteiligter Seite aus der GV. erfahren, haben die Diffe renzen innerbalb der Erbengemeinſchaft ihre tieſere Urſache in dem bekannten Prozeß des Freiherr Cornelius von Heyl auf Abſetzung des Teſtamentsvollſtreckers im Nachlaß ſeines Vaters. Es geht darum, ob für die Uebertragung der ausländiſchen Nachlaßgeſell⸗ ſchaften an die inländiſche AG. ſeitens der letzteren ein Entgelt an die Erbenaktionäre zu zahlen iſt oder nicht. Die nicht in den Werken arbeitenden Erben⸗Aktionäre, die ſogenannte Vierergruppe, die hohe perſönliche Schulden an die Geſellſchaft hat, darüberhinaus aher auch ihren künftigen Lebensbedarf finanzieren will, vertreten den Standpunkt einer Entſchädigung, während die beiden im Werk leitend arbeitenden Brüder, Freiherren Cornelius und Ludwig von Heyl, ſich rechtsgrund⸗ ätzlich auf den letztwillig begründeten Standpunkt ſtellen, daß eine ulebertragung der bekannten drei Auslands⸗ geſellſchaften ohne Entſchädigung zu erfolgen habe. Diejenigen Erbeakttonäre, die den Standpunkt der Ent⸗ geltlichkeit vertreten(Vierergruppe) verlangten eine a. v. . B. um ihre weſentlich höheren Anſprüche durchzuſetzen. In vielſtündigen Verhandlungen gelang es, e Forderung der Vierergruppe herunterzubringen auf einen vom Vorſtand ohne juriſtiſche Stellungnahme äußer⸗ ſten Falles tragbaren Betrag von 15,2 Mill.. Demgemäß beſchloß die G. V. eine Ermächtigung des Vor⸗ ſtande s, in dieſem Sinne eine Ueberführung der Aus⸗ landsgeſellſchaften vorzunehmen, wogegen die Oppo⸗ fition, beſtehend aus den in den Werken arbeitenden Brüdern, Proteſt zu Protokoll gab. Außerdem ſetzte die Minderheitsgruppe den Beſchluß durch, daß eine Feſtſtellungsklage erhoben wird egen die Vierergruppe, ob ſie berechtigt iſt, ein Entgelt zu verlangen. Die Vierergruppe verlangte, daß für die nunmehr von ihr bei der Geſellſchaft zu lombar⸗ dierenden Aktien ein von der Konjunktur unab⸗ hängiger Kurs angeſetzt würde, über deſſen Höhe erneut Differenzen entſtanden. Außerdem ſollte der Vierer⸗ gruppe das Stimmrecht der lombardierten Aktien er⸗ halten bleiben. In dieſem Verlangen ſah die Oppoſition eine Gefahr zur Wiederholung gleicher Vorgänge, zumal die Vierer⸗ ſfruppe in dem erwähnten Teſtamentvollſtreckungsſtreit die eſtamentsvollſtreckung auch unter Einſetzung ihrer Stim⸗ men ſchützt.(Der Teſtamentsvollſtrecker, Miniſter a. D. Dr. Becke r⸗Darmſtadt, iſt zugleich Vorſitzender des AR.) Der Vorſtand ſoll e einer Regelung des Stimmrechts⸗ verhältniſſes(die Maforität liegt bekanntlich bei der Vierergruppe) desintereſſiert haben, während die Vierer⸗ kuppe glaubt, auf der ihr aktienrechtlich zuſtehenden Bei⸗ behaltung des Stimmrechts beſtehen zu müſſen. Die Gewährung der 15,2 Mill./ ſoll auf Grund von Berrechnungen erfolgen, wobei nur 1,2 Mill. güszu zahlen wären und die Nachlaßverbindlichkeiten der betreffenden Familienmitglieder aufgerechnet werden. Trotz des geringen Schuldenſtandes der Geſellſchaft bedeu⸗ tet eine derartige Regelung unter Umſtänden eine Ent⸗ blößung der Reſerven. Bei der Geſellſchaft iſt Liquidität infolge der Geſchäftsſchrumpfung geſtiegen, jeoͤoch muß die Frage aufgeworfen werden, ob ſie nach Abziehung des er⸗ wähnten Betrages auch gegenüber den geſteigerten Anſor⸗ derungen einer ſich beſſernden Konjunktur genügend lüſſig ſein werde. Die Geſchäftslage kann aber bei der verbeſſerten Aiguidität immerhin als günſtig angeſehen werden. Für das abgelaufene Geſchäftsſohr 1931/3? wird eventuell ein kleiner Verluſtabſchluß zu erwarten fein. Weiler enflasfefe Reichsbank Berlin, 17. Jon.(Eig. Tel.) Nach dem Aus wels er Reichsbank vom 14. Januar hat ſich in der verfloſſenen Bankwoche die geſamte Kapitalan⸗ lage der Bank in Wechſeln und Schecks, Lombards und Eiſelten um 128,7 guf 2875,8 Mill. verringert. Im einzelnen haben die Beſtände an Handels wechſeln und ⸗Schecks um 139,6 auf 2884,7 Mill. // und die Lombard beſtände um 0,5 auf 71, Mill.„ abgenommen, die Beſtände an Reichsſchatzwechſeln um 10,8 auf 21,0 Mill./ zugenommen. An Reichs banknoten und Rentenbankſcheinen zuſommen ſind 104,5 Mill.„ iu die Kaſſen der Reichsbonk zurückgefloſſen, und zwar hat ſich der Umlauf an Reichs⸗ banknoten um 103,1 auf 327,8 Mill., derjenige an Ren⸗ tenbonkſcheinen um 1 auf 391,3 Mill.“ verringert. Dem⸗ entſprechend haben ſich die Beſtände der Reichsbonk an Rentenbonkſcheinen auf 35,7 Mill. erhöht. Die Beſtände an Gold und deckungs fähigen Deufſen hoben ſich um 0,5 Mill. auf 20,8 Mill. er⸗ höht. Im einzelnen haben die Golo beſtände um 4,1 auf 50% Min.„ abgenommen, die Beſtände an deckungs⸗ fähigen Deviſen dagegen um 4,6 auf 119,7 Mill. 4 zu⸗ genommen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungs⸗ ige Deviſen betrug am 14. Fanuor 28,2 v. H. gegen 77 0 v. H. am Ende der Vorwoche. Grün u. Bilfinger AG in Mannheim. Bekanntlich tel der Aktienkurs der Grün u. Bilfinger A in Rannuheim im der letzten Zeit durch bemerkenswerte Feſtigkeit auf. Er ſtieg ſeit eBginn dieſes Monats von 169% v. H. allmä auf 180 v.., wobei am vergangenen Samstag eine Repartierung der Kauforders erforderlich wurde. Das BT glaubt dieſe Bewegung mit dem relativ befriedigenden Geſchäftsgang des Unternehmens in Zuſam⸗ menhang bringen zu können, da man a eblich angeſichts des weiter flüſſigen Status(Baukgutha ben in der letzten Bilanz 5,877 Mill.) in unterrichteten Kreiſen wieder mit einer befriedigenden Dividendenausſchüttung, etwa in Höhe der vorjährigen von 15 v. H. rechne.— Wir erfahren Lazu von Verwaltungsſeite, daß diefe der vorgenannten Information des BT vollkommen ſernſtehe und die Ver⸗ antwortung dem B überlaſſen müſſe. Zurzeit ſei noch gar kein Ueberblick über das Ergebnis u darum auch keinerlei Vorausſage über die Dividendenzahlung möglich. Landesbank für Haus- und Grundbesitz AG. In einer gutbeſuchten, von Mannheimer In⸗ tereſſenten einberufenen Karlsruher Verſammlung der Genoſſen der Landesbank für Haus⸗ und Grundbeſitz AG., Karlsruh e, wurden die Gründe des Zuſammenbruchs der Bank eingehend erörtert. Referate hielten Bücherreviſor Kieſel⸗ Mannheim, ſowie Diplom⸗ kaufmann Dr. Reibel⸗ Mannheim. Beide Redner be⸗ leuchteten die Bilanz der Bank, gingen gegen die hohen Gehälter der Bank an und forderten, daß ſowohl der Vor⸗ Glaiisfellungen und Angehofsdruck Die innerpoliſische Unsicherheif führſe zu leil weise noch darüber Schluß auf Rückdeckungen der Spekulaſion allgemein erholi Mannheim ſchwach Die weitere Verwirrung der innerpolitiſchen Lage und die Baiſſe in deutſchen Werten an der Newyorker Börſe wirkte ſehr verſtimmend auf die Börſe, ſo daß ſich die Tendenz ſchwach geſtoltete. Farben gingen auf 99% zurück. Niedriger notierten ferner Daimler, Südd. Zucker, Weſter⸗ egeln und Waldhof. Gut behauptet blieben Rheinelectra mit 100 v. H. Von Nebenwerten waren Eichbaum⸗Werger höher geſucht. Am Bankenmarkt blieben Badiſche Bank ge⸗ ſucht, Verſicherungswerte unverändert. Auch der Renten⸗ markt lag ſchwach. Altbeſitz ging auf 65, Neubeſitz auf 8 zurück. Golo pfandorieſe lagen ca. 70 v. H. unter geſtrigen Notierungen. Der Schluß war für Aktien weiter nach⸗ gebend. Frankfurt ſchwächer Die heutige Börſe eröffnete in Fortſetzung der Un⸗ gewißheit über die innerpolitiſche Weiterentwicklung in erneut ſchwächerer Tendenz. Die Wahrſchein⸗ lichkeit einer Reichstags auflöfung verſtimmte, weil der Fortgang der wirtſchaftlichen Geſundung in einer vor Neuwahlen erhöhten Unſicherheitsperiode gehemmt wer⸗ den müßte. Dazu kam noch die ſchwache Haltu n g der Auslandsbörſen, insbeſondere die Kursein⸗ bußen der deutſchen Bonds an der geſtrigen Newyorker Börſe. Die Spekulation ſtellte weiter glatt, und bei faſt vollkommener Geſchäftsſtille betrugen die durch⸗ ſchnittlichen Kursverluſte gegen die ſchon weiter ſchwächere Abenoͤbörſe—2 v. H. Eine Ausnahme machte nur Süd. Zucker, die 196 v. H. höher lagen und Cement Heidelberg, die mit 537 v. H. gut behauptet blieben, desgl. Junghans mit 24% v. H. Nach den erſten Notierungen ſetzten ſich die Rückgänge meiſt um weiter e—½ v. H. fort.— Am Renten markt hat ſich oie Kuliſſe in deutſchen Anleihen weiter entloſtet, Altbeſitz minus 1, Neubeſitz minus 7 v.., ſpäte Reichsſchuldbuchſorderungen minus 1 v. H. Gold⸗ und Li⸗ quidationspfandbriefe verloren von—1 v.., ferner lagen Kommunalobligationen, Stodonleihen, Dollarbonds und Induſtrieonleihen—2 v. H. niedriger.— Im wei⸗ teren Verlaufe hielt die Geſchäftsſtille unvermindert an. Die Kurſe zeigten keine Exholungen, doch ergoben ſich auch koum neue Verluſte. Deutſche Anleihen waren um Bruchteile eines Prozentes höher gefragt. Am Geld mar kt zeigte ſich in Nachwirkung des Medios etwas Nach⸗ frage, ſo daß der Satz für Tagesgeld um 3 auf 374 v. H. erhöht wurde. Berlin gegen Schluß gebeſſert Hatte man im heutigen Vormittagsverkehr ſchon mit ſchwächeren Kurſen gerechnet, ſo übertraf das An⸗ gebot zu Beginn der offiziellen Börſe alle Er war⸗ tungen und führte zu einer ausgeſprochen ſchwachen Kursentwicklung. Die Unſicherheit hinvſichtlich der innerpolitiſchen Lage hatte auch beim Publi⸗ kum Verkäufe ausgelöſt, und ſelbſt in den in den letzten Tagen noch favoriſierten Papieren überwog heute das Angebot. Dabei war die techniſche Poſition der Börſe wenig günſtig, denn die Kuliſſe hatte in zahlreichen Werten noch Ware übrig. Hinzu kam die Schwäche der deut⸗ ſchen Werte an der geſtrigen Newyorker Börſe, die ſich be⸗ ſonders am feſtverzinslichen Markt ungünſtig auswirkte. Die Kurſe gingen häufig bis zu 9 v. H. zurück, bet Papieren wie Kali Aſchersleben und Weſteregeln, bei H. E. W. und Holzmann ſogar bis zu 4½ v.., während Sheag als einziges Papier der Berliner Börſe einen Iproz. Anfangsgewinn verbuchen konnte. Auch im Verlaufe überwogen bei allerdings nicht übermäßig ſtarkem Angebot Verluſte bis zu 1 v. H. Die anfangs bei einem Umſatz von 20 Mille um 6 v. H. herab⸗ Amtlich in Rm. Dis⸗ Parität] 18. Januar 17. Januar für kont M. Geld Brief Geld rief Zuenos⸗Aires 1Peſo.782.858 0,862.858 0,882 Ranada itan. Dollar—.198.718.724.716.724 Japan.. Ihen.57.092.869 0,871] 0,869 0,871 Ralro lägypt. Pid.— 20,959 14,49 14.58 14.50 14,54 Türkei. IIürt Pfb.— 18,456 2,003.012 2,008.012 London. 18Sterl. 2 20,429 14,11 14,15 14,12 14,16 New York., I Dollar 2½ 4,198.209.217.209 4,217 Rio deJaneirol Mill..—.592] 0,239.241 9239.241 Uruauag. 1Goldpeſo(.43.648.652 1,648.65% olland 100 Gulden 3 168,739 169.08 169.42 169.18 169,52 then 10 Drachmen 9.45 2,198 2,202.199.202 Brüſſel 100.5% bf 8½ 89,37 58,298 58,40 58,29 58,41 Bukareſt. 100 Lei 7.511 f 2,492.488 5492 Ungarn.. 100 Pengß 4½ 18,421-— 2 51855 N Danzig 100 Gulden 4 81.72 81.72 81.88 81,72 81.88 Helſingfors 100 F 6¼. 10,537 6,214 6,226.214 8,226 talien... 100Lire 4 22,094 21,54 21.58 21.54 21.88 ugoſlavien to Dinar 7½.00 8,554 3,386 5,534.566 owno, 100 Litas 2 1 1 1 1 18 6 Kopenhagen 100 Kr.„50.68 J0,.28 42 Lissabon 100 Eskudo 8 459,57 12,84 12,88 12.85 12.87 Oslo 100 Kr 4 112,50 72,83 72⁴47 72 83 72.47 Paris... 100 Fr. 2½ 16,44 16,42 16,46 16,48 16,47 Prag. 100 Kr. 4½ 12,438 12,465 12,485 12,465 12,485 Schweig.. 100 Fr. 2 81.00 80.97 81.13 81,00 81,16 Sofia. 100 Lewa 9] 3,083 3,057 3,063 3,057 9,06 Spanien 100 Peſeien 6½ 381,00 34,37 34.43 84,87 34,48 Stockholm.. 100 Kr. 3½ 112,24 78,82 7898 76,82 76.98 Eſtland.. 100 Eſtm. 8 ½ ⁵6112,50 110,59 110,81 110,59 110,91 Wien 100 Schilling 8 59,071] 51.95 52,05 51.95 52.05 ſt and wie auch der Auffichtsrat für die Verluſte der Bank verantwortlich zu machen ſeien. Die Verſammlung nahm eine Reſolution es u. a. heißt: Gemäߧ 45 des Genoſſenſcha; langen die unterzeichneten Genoſſen die unverzügliche Ein⸗ herufung einer ao. GV. Die Tagung ſoll in Mon n⸗ heim ſtattfinden. Nachdem die Bank gezwungen war, dos gerichtliche Vergleichsverfahren gegen h zu beantragen und durchzuführen, veranlaſſen die hierbei bekannt gewor⸗ denen Tatſachen des Zuſammenbruches zu einer Nach⸗ prüfung der Urſochen ſowie der Tätigkeit und Berantwortlichkeit von Vorſtond und Aufſichtsrat. Außerdem daß ſolgende Gegenſtände zur Beſchluf f den: 1. Leitung der V durch Vorſitzenden, der von der Handelskan ernennen iſt; 2. Abberuf und Aufſichts rates; 3. des bisherigen Vorſtondes und A wahlen von Vorſtand und Aufſi denes. In der ſich anſchließenden zum Teil recht lebhaften Aus ſprache wurde betannt, daß eine GV. bereits anberaumt ſei. An der Debatte beteiligte ſich u. a. RA Dr. Keßler⸗ Karlsruhe, der Aufſchluß über die Höhe der dem Bank⸗ präſidenten und deſſen Sohn in den letzten Jahren gezahl⸗ ten, Gehälter, Entſchädigungen uſw. und über die derzeitige Lage der Bank gab. Nach längeren Auseinanderſetzungen wurden zwei Karlsruher Gläubiger beſtimmt, die die weiteren Verhandlungen mit der Mannheimer Gruppe führen werden. an, in der geſetzes ver⸗ Mannheim zu Vor ſt andes Verantwoörtlichkeit 5 4. Ne u⸗ 5. Verſchie⸗ slarkem Angebof Rückgänge bis 3 VII., gedrückten Diſch. Atlanten büßten im Verlaufe weitere 17 v. H. ein. Von feſtverzinslichen Papieren erſchien Altbeſitz mit Minus⸗Minus⸗Zeichen, ſie notierte dann 1,55 v. H. niedriger; auch Neubeſitz und Reichsſchuld⸗ buchforderungen waren bis 1 v. H. gedrückt, Induſtrie⸗ Obligationen büßten bis zu 1½ v. H. ein. Am Geld⸗ markt blieb die Situation unverändert leicht. Der Kaſſamarkt war mit Ausnahme weniger Werte, die bis 1 bis 1,50 v. H. anziehen konnten, ſchwach, es er⸗ gaben ſich Rückgänge von—3 v.., teilweiſe auch bis faſt 5 v. H. Im weiteren Verlaufe der Börſe kam die Abwärtsbewegung zum Stillſtand. Auf eine Verſion, daß durch Tolerierung ſeitens des Zentrums und der National⸗ ſoztaliſten eine längere Vertagung des Reichstages durch⸗ geſetzt werden würde, ſchritt die S pekulation zu Deckungen, ſo daß gegen die niedrigſten Tageskurſe überwiegend Erholungen eintraten. Das Anfangs⸗ niveau wurde aber nicht immer erreicht. Auch am Reuten⸗ markt machten ſich in der zweiten Börſenſtunde Kurs⸗ erholungen bemerkbar. Nachbörſe behauptet: Acc 29 G, Farben 100, Gelſenkirchen 56,50 G, Harpener 81,25 bis 81,50, Siemens 121,25— 121,50 und Reichsbank 156,50. * Steuergutſchein⸗Notierungen vom 17. Jan.(Eig. Tel.] Berlin und Frankfurt, Fälligkeit 19384 9476; 1935 88,25; 1936 8176; 1987 7795; 1938 7458. Berliner Devisen Diskontsatz: fteſchsbank 4, Lombard 5, privat 37% V.. Tügliches Geld: 4¾% u. darüber, vereinzelt 4½% Kopenhagen weiter ſchwach Das engliſche Pfund blieb im internationalen Deviſen⸗ verkehr völlig unverändert gegen geſtern, weiter ſchwach lag aber Kopenhagen, das ſchon im geſtrigen Nachmittags⸗ verkehr ſeinen Rückgang fortgeſetzt hatte. Der Dollar gab weiter leicht nach, die Reichsmark konnte aber ihren Stand unverändert aufrecht erhalten und ſtellte ſich in Amſterdam auf 59,15, in Zürich auf 123,40 und in Paris auf 60873. Gegen den Dollar notierte das Pfund 3,357½5, gegen Paris 85,94 und gegen die Reichsmark 14,12. Feſter lag der franzöſiſche Franken und aus Oslo tendierte Monatsgeld 57% infolge der Schwäche der däniſchen Krone eher leichter. Schleppendes Geireidegeschäff * Berliner Produktenbörſe vom 17. Januar.(Eig. Tel.) Die Umſatztätigkeit am Produktenmarkt blieb weiter ziem⸗ lich ſchleppend, nennenswerte Preis veränderungen waren heute nicht zu verzeichnen. Das Inlandsangebot war ver⸗ ſchiedentlich etwas reichlicher geworden, wobei Weizen ve⸗ ſonders aus Mitteldeutſchland, Roggen aus Schleſien ſtär⸗ ker offeriert wurden; an der Küſte beſtand dagegen ver⸗ ſchtiedentlich noch Deckungsnachfrage gegen frühere Export⸗ abſchlüſſe, zumal durch das anhaltend kalte Wetter die Heranſchaffung der Ware auf dem Waſſerwege beeinträch⸗ tigt wird. Geſtrige Gebote waren allerdi am Prompt⸗ markte nicht immer erhältlich. Im Lieferungsgeſchäft lagen die erſten Notierungen für Weizen und Roggen gleichfalls 5„1 niedriger. Die Interventionstätigkeit der ſtaar⸗ lichen Geſellſchaft hielt ſich in dem Rahmen der letzten Tage. Vom Mehlabſatz fehlte es weiter an Anregungen, und das Geſchäft blieb bei wenig veränderten Preiſen ſehr ruhig. Amtlich notiert wurden: Märk. Weizen 185—187 matt.; Warthe⸗Netze, Winterbeladung 198,50 cif Bin. bez.; dto. 51—53 matt.; Braugerſte 165—75 ſtill; Futter⸗ und riege 158—64 ſtill; Märk. Hafer 112—1185 rußh.; 6 ruh.; Roggenmehl 19,50 21,60; Wei⸗ ſtet., Roggenkleie 8,70—9 ſtet.; Viktorſa⸗ 23; Kleine Speiſeerbſen 19,50—21; Futtererbſen Peluſchken 1314,50; Ackerbohnen 13,25—15; Wicken 14—16; Lupinen, blaue—10; dto. gelbe 1 12,75 radella 17—23; Leinkuchen 10,40; Erdnußkuc 10,60; Erònußkuchenmehl ab Hbg. 10,60— 10,70; 7 ſchnitzel 9) Extr. Sojabohnenſchrot ab Hbg. 9,40; Stettin 10,10; Kartofſfelflocken 13,80; Rau tte hauptet, örahtgepr. Roggenſtroh 9, 0 izenſtroh 0,40 bis 0,50; Haferſtroh 0,40—0,50; Gerſtenſtroh 0,40— 0,50 geb. Roggenlangſtroh 0,700,955; bi gdengepr. Roggenſtroh 0,50—0,70; Weizenſtroh 0,40—0,50; Häckſel 1,25—1,45; han⸗ delsübl. Heu, geſ. trocken 1,10—1,30; gutes Heu 1,752,058: Luzerne 2,25— 2,55; Thymotee 2,30— 2,60; Kleeheu loſe 2,20 9 ferungsgeſchäft: Weizen März 203— 201,50; Mai 205,50 bis 204,50; Roggen März 163,25— 162,25; Mai 165,25—164; Hafer März 122,50— 122,25; Mai 125,75 1285,25. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 17. Jau.(Eig. Tel.) Anfang: Weizen(in Hfl. per 100 Kg.] Jan. 4,12: März 3,90; Mai 3,90; Juli 3,92% Mals(in Hfl. ver Laſt 2000 Kg.) Jan. 66; März 677; Mai 657; Juli 65. * Liverpooler Getreidekurſe vom 17. Jau.(Eig. Tel.) Weizen(100 lb.) Alter Kontrakt, Anfang: Tendenz willig; März—(4,698).— Mitte: Tendenz ruhig; März 4,54(4,66).— Neuer Kontrakt, An ⸗ fang: Tendenz willig; März 49(4,9%) Mai 40 (4,104) Juli 4,1096(4,114).— Mitte: Tendenz ruhig; März 4,9(4,94); Mai 4,9786(4,10%); Juli 4,10%(4,11%). * Nütruberger Hopfenbericht vom 16. Jau. 20 Ballen Zufuhr, kein Umſatz. 5 * Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 17. Jan.(Eig. rel.] Jan. 5,20 B 4,80 G; Febr. 5,20 B 4,80 G; März 5,28 B 4,95 G; Mai 5,30 B 5,00 G; Juni 5,35 B 5,10 G; Juli 5,40 B 5,20 G; Auguſt 5,60 B 5,35 G; Sept. 5,70 B 5,485 G; Tendenz ruhiger.— Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 31,40 u. 31,65; Januar 31,65; Tendenz ruhig; Wetter trübe. * Bremer Baumwolle vom 17. Jan.(Eig. Tel.] Amerik. Univerſal. Stand Micdoͤl.(Schluß) 7,1. * Liverpooler Baumwollkurſe vom 17. Jau.(Eig. Tel.) Amerik. Univerſal. Stand. Miodl. Anfang: Jan. 402; März 499—494; Mai 496—497; Juli 497499; Okt. 502.503; Tagesimport 15 200; Tendenz ſtetig.— Mitte: Jon. 493; März 404; Mai 406; Juli 498; Okt. 502; Dez. 505; Jan.(34) 507; März 510; Mai 512; Juli 514; Okt. 5165 Loco 518; Tendenz ruhig. Berliner Neiallbörse vom 17. Januar 7 2 8 Kupf. up, Kupf.[ Blei Blei] Blei Zint int Zint bez. Brief] Geld] bez. Brie Gelbe] bez. Brief Geld Januar 15.50 20 Februar 15.50 März. 306 50 15,50 April. 18.75 Mat—.— 15,75 Juni— 16.— Juli 7 16.— Auguſt 8 16.— Septr.—.— 16 25 Oktober 16 5⁰ 5 22. 21.— Novemb! 15,75 15,75— 22.25 21. 25 Dez..— 17.16.[ 22 50 21.50 * Berliner Metall⸗Notierungen vom 17. Jan.(Eig. Tel.) Amtlich: Eleltrolytkupfer(wirebars) prompt 46,75 für 100 Kg.; Raffinodekupfer loeo 4141,50; Standardkup⸗ fer loco 36,50—37,50; Standard⸗Blei per Jan. 14—15; Ori⸗ gingl⸗Hütten⸗Aluminium 98—99proz. in Blöcken 100, desgl. in Walz⸗ oder Drohtbarren 164; Banka⸗, Straits⸗, Auſtral⸗ zinn 212; Reinnickel 98—99proz. 350; Antimon⸗Regulus 3789; Silber in Barren co. 1000 fein per Kg. 35,25 bis 388,78. Londoner Meiallbörse vom 17. Januar Metalle Eper To. blatin E per 20 Ounces) Silber(Pence per Bunce) Kupfer, Standard 28.23 Zinn, Standaro 145,2 Mluminmm 3 Monate 28.85 3 Monate 145.7] Antimon Settl. Preis 28 25 Settl. Preis 145.2 Queckſilber Elektrolmt 33.50 Banka 151 2] Platin beſt elected 30,50 Straits.. 1507 Wolframerz ſtrong ſheets-. Blei, ausländ. 10,95 Nickel El'wirebars 33.50 Zinf gewöhnlich 14.50] Weißblech Neue Kupferpreis-Ermãßigung () Newyork, 17. Jan.(Eig. Tel.) Das amerikaniſche Rumpfkartell hat mit Wirkung vom 17. Januar den Elektrolydkupferpreis für das Sonderkontingent von 5,05 auf 5,00 Dollarcent je 1b. cif. Europa ermäßigt. 25 2 3„ 18. II. 16. 17 16. 17. 18. 11. Kurszettel der Neuen Mannheimer Zeitung. Z gedit, f t V PHHiCCCC0CC0(0C0C ocker bo. 20.— Sin„25.— 28,—. 0 b 2 17. 0 Aettendr.—.—. 50] Volgt& Haeſfner Betersb J. Habk.—. Mannheimer EHektenbörse.. 122 Berliner Börse Verte ene e eee, ene S ee e 16. 17. 18. 17 Industrie-Aktien Lechwerke. 62.— 62.— 16. 17 5 18. 17. Flettr. Oieferung. 82,75 90.— Mansfelder Akt. 28.— 24,35 Weſteregelnulkat. 2 Deuiſch Petrol... „. N. 5 Weſtf. g dach Kall. 23.80 22.28 e ed. St.-u. 27 82.— 81.— Brown, Boveri 29.— 28.— Dortm. Ritterbr. 92.— 92.— Ludwiasd. Walz... 1817 Darmſt u... B.—.—. Flitr, Licht u. K. 5 72 eee* 75 Wiſſiner eta— 78. 7 5 5 5 227 5 om. 8 9 aimler⸗Benz. 1 2 i 84.50— ainkraftwerke 5 J— gel„ a i 1 5 eee Losen geen 8. Dane en. 3 50 498 denninger 5 4 8880 6 dienofwerk, 7275 68. bestvereinslicheswWerte Pergſtattter 28.—.——— Engeibardt 70 fs Gb.— Nac dug an ch. 9e,. 8 7e geit deres des 250 Hocfeeaue,— Ndafen Stadt 69.— 88. Deutſche Linol. 40.50 40.50 Löwen München 206.0 2010 Metang. Frankf. 86,50 88.30 69% gel 27 81.25 isconto 73. 7g. Infinger union 75 88.— Maſch. Buckau, W. 98, 45 Zellstoff Waldhof 53.50 50.— Neckarſulmfahrz———.— 8 f 8 9% Reichsanl. 25 79.25 Deutſche Disconto 78, 2 15 t Maxrimii ⸗Hütte 1160 114.5 Zellſt fahr— 2 ee 25 7„ 11 55 1 5 e. 8 Mag, Wü 29.— 59.— Disch. Ablöſgſch.! 67 88 65,35 Disch lederſee Bk. 28.— 8175 1„—. Merkur Wow. e 85, Deutſch⸗Oftafrita 30,0 40.— 4 oo ö. 5. Schöfferh. Bindg. 7 55„ obne.60.95 Dresdner Bank 61,75 61, ahlb., Lift 9. hn e n„ inen.. Süͤdſee Phosphat—— 1 500 0 19% r.. 98. 60 7405 e.— 2 Heln Grog e S 20 50 2— d. 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Held. 58.— 58.— e 5 2280 Schramm Saas 27.0 28.%% b Ute gd. 95,5 84.75 Industrie-Aktien See 155 1 13,18 2,5 Aſchaffenb. Zell. 29.50 25,— mannes mannrb. 92.38 60.28 kegbefe 80.— 80.— g. Elettr..-G. 94.— 1000 Brown Bob 2 30.— Schuckert. Arbg 39.— 68,25 9% do. Com 1.75 Gern Bor i g: 41 50 40 50 Oherſcht. Fokzed. 12. 2 Saper, Not.-. 78.— 74.75 Kansfelb 4, G. 240 2 0.. Elektr..⸗G. Brown Boveri 80, 5 1———.— 6%. 8d Pfd. 19 80 Aceumulatoren 171.0 189.5 Germ. Portld. g. 41 50 40,50 Oberſchl. Koksw. 72.— 68.25 Baß 2 1256 war Storch 78.— 73.— Hildebr.⸗Rbeinm.—.—. Cement Heldelbg. 88,50 58.— Seilinduſt. Wolf 0 0 P. Ob. Pfdb. 19 85.28 85.50 At 40.50 38,0 Gerresheim. Glas 44,— 44,.— Drenſt,& Koppel 42.50 40,6 J 5. Bemberg 45,28 40,. 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Pboenie Bergbau 34.28 33.28 Frankfurter Börse 300 ne 5 7905 1155 J, Ser 00 50% eon ene 946 S 4 e 25 15 Seuche kerül. 2885 a e„ 1400 130 Polonbonwerke 4725 46.0 5 Golde u. S. 1 Voigt d ee e 2. 6— 386.——,— 0 3 mp. 140. 75 a 1 Festverzinsliche Werte] Bank Aktien Di. Linoleum 19— 72— Volg. Seit. f. 17.— 1850 4% Leg. 3 e i 2 e e Confinemalrgin 1880 N 1900 2, Wend. Gold) 84.65.88 Allg. D. Credt 89.—. 89.— Dt erlag..—. auß e Freytag.20 5,15 4% Türt. Ad. Anl..25 425 J. PD. Bemberg 35755 20.85 Halle.. e eee e i enen, 1 3 die Reichsanl.—— 79.— adiſche Bank—.— 1170 Dresd. Schnellpr. Wolf 8 4%, Bagd.⸗ E. n.35—.— Bergmann 1 75 130.0 Pan en—.—Rückfortb. Ferd. 755 7 Daimler Benz.. 2128 20.80 5 75 7— 55 29 95.— 95.25 Bank f. Brau 5. 3— Zellſtoff Mente 5 1 4%„ unif. Anl.—.—.25 87 64.— 60.— Hann. M. Egeſt.—. Arge oter 392 3625 i 1 555. A 44,50 42,75 . Ee, c ee rh. N 8 0 5 2 8 8 175 8 f f— 5 8 25 25 0*„ 1 5 0 5 5 6725 68.88 debe. Hop., Wg. 78,28 28. C. 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Schulthess 1120 0 84 br gt 4. Saft.50 99.80 Stb r, Kameig, e 8 6% Grtr. Ph. 23 18.— 13.— D. Ueberſee⸗Vant 27, 28.80%„ Bonds 28 95.——— 1 8 3 5% Teh. Nat. Rall..—.— Ebarlott. Woſſer 9 89,— Hohenlohe-Werte 28.—, Slemens 1 128,0 121˙7 Engelg. Brauerei 99.75 95.50 Se 1 5 7 5 26.— 9. rr ate 88.50 88.— Ae Fenuß,. 101 130.7 Transport- Aktien demie reel 3 35, deizmann Phil. 6285 88.50 Stoch 245 5775 J.&. Hachen. 10.8 1909 Thlr ß, 915 an. 100 4. ee, Kore 50 58 Selbichmt Kr. 80 480 l ene. e e ac k. darchen, ge. 4. Sen Jae. d eee 28 2280 Selene Ge 288 Fa Sal. 5775 8845 ger ö 0 1 288 5 5 Suüdd. Feſtwb.15 2,15 Oeſt. Ered.⸗Anſt..— 0,45 Go 8 Kali Aſchersleben 117.7 112.2 Allg. Lok. u. Kraft 78,80 68.15 Chem. Albert— 2 Gebr. Junghans 25,— Steltiner Cham. 7 b f er. Stah werke 38.6. gen 8% Grtr.. 5 Pfalz Hyp.Bl.——— Gritzner m. Dur.—.— 82.— gli t 0. Sübd Eiſendabn—— 85.— Co. Hip.(Ghade) 1415 139.5 Kahia Porzellan 44.5 14. 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Ungeheure Raketen, geladen mit ſtärkſten Sprengſtoffen, werden wir her⸗ ſtellen. Wir werden ſie auf den Mond ſchießen; ſie werden ihn ſprengen, ihn vernichten, bevor er uns vernichtet! Alle Menſchen werden teilnehmen an dieſem Kampf, denn nur dann können ſie den Sieg erringen. Deutſchland aber wird die Führung in dieſem Kampf zufallen. Deutſchen offenbarte Gott zuerſt die Größe der kommenden Gefahr. Ein Deutſcher war es, der die Mondrakete erſann. Alle Völker ohne Ausnahme werden für das gleiche Ziel der Mond⸗ bekämpfung arbeiten, aber Deutſchland wird führen!“ Michael hatte ſich ſelbſt immer mehr in Begeiſte⸗ rung geredet, ſo daß er auch ſeine Zuhörer mitriß. Als er wieder dem Ausgang zuſchritt, erwiſchte ihn Breitenbach. „Großkopf!“ rief er ihn an,„das war großartig. Ihr Plan iſt richtig! Sie haben uns alle überzeugt! Was machen Sie jetzt?“ „Jetzt gehe ich zu einem Zeitungshändler und kaufe mir ein paar Zeitungen, um zu ſehen, wo heute abend parteipolitiſche Verſammlungen ſind. In denen will ich auch ſprechen.“ „Ich komme mit. Das will ich miterleben.“ Sie hatten Glück. In der„Neuen Welt“ in der Haſenheide war eine Funktionär⸗Verſammlung der Kommuniſten, wie ſie aus der„Roten Fahne“ er⸗ ſahen, im Sportpalaſt eine große Verſammlung der Nationalſozialiſten. Zu beiden gingen ſie hin. Die Verſammlung in der„Neuen Welt“ war ſehr dünn beſucht; die Kommuniſten hatten viele Anhän⸗ ger an die wandernden Ruſſen verloren. Beinahe wären ſie e nicht hinein laſſen worden, denn nur ein⸗ geſchriebene Mitglieder hatten außer den Funktio⸗ nären Zutritt. Während ſie noch mit dem Verſamm⸗ lungsleiter verhandelten, trat einer der Begleiter Michaels hinzu, nannte ſeinen Namen dem die Auf⸗ ſicht führenden Genoſſen. Der horchte auf, wies Großkopf und Breitenbach nicht gerade höflich an zu warten, und verſchwand mit dem Ruſſen im Saal⸗ eingang. Es dauerte faſt eine Viertelſtunde, ehe ſie zurückkehrten, aber dann wurde Großkopf höflichſt gebeten, ihnen zu folgen, und Breitenbach erhielt einen guten Platz in der vorderſten Reihe. Die Ver⸗ ſammlung wurde kurz darauf eröffnet, und Breiten⸗ bach ſah zu ſeinem Erſtaunen nicht nur den Ruſſen, ſondern auch Großkopf unter den prominenten Kom⸗ muniſten auf der Bühne Platz nehmen. Die Verſammlung nahm den üblichen großes Geſchimpfe auf die Kapitaliſten, über der nur dadurch erklärbar wäre, daß viele Genoſſen mit ihren ruſſiſchen Kameraden nach Rußland gewan⸗ dert waren. Eine großzügige Werbung müſſe ein⸗ ſetzen, Deutſchland müſſe ſchlagkräftig bleiben, die Weltrevolution beginne, der ferne. Verlauf, große Klage Neue Mannheimer Zeitung Abend⸗ Ausgabe den Rückgang der eingeſchriebenen Mitglieder, wenn Tag ſei nicht mehr Dann ſtellte der Verſammlungsleiter unter dem Beifall der Genoſſen den Ruſſen als Mitglied der„„ 1 1255 f 0 9 5 abend dieſe ſenſationellen Vorträge und heute früh „Tſcheka“ vor und gab der Hoffnung Ausdruck, daß nun ein neuer Geiſt in Deutſchland einziehen werde. Der Ruſſe trat vor und hielt zum Erſtaunen Michaels eine kurze Anſprache in deutſcher Sprache; bisher hatte Michael mit ihm ruſſiſch Seine Rede war kurz, er führte nur Michael ein und ſagte, daß der der Verſammlung mehr zu ſagen hätte. Großkopf betrat das Rednerpult— und in kurzer Zeit hatte er die Verſammlung in ſeinen Bann ge⸗ zogen. Er ſtellte ſeine Lehre in keinen Gegenſatz zur kommuniſtiſchen Lehre, ſondern ſtellte das ſame heraus, nämlich die Arbeit aller Menſchen für ein Ziel, an dem alle gleichmäßig beteiligt waren. Er erklärte, daß der ruſſiſche Fünf jahresplan eine welt⸗ geſchichtliche Notwendigkeit geweſen ſei, daß Rußland ohne Kenntnis der bevorſtehenden Aufgaben damit die notwendige Vorarbeit geleiſtet habe durch die Er⸗ richtung ſeiner Fabriken. Er wolle jetzt auch dem ruſſiſchen Volk den Weg weiſen, und ſie als deutſche Kommuniſten hätten die Aufgabe, den Plan aufzu⸗ greifen und an ihm mitzuarbeiten, denn er erfordere die Mitarbeit aller. Der Aufforderung des Verſammlungsleiters, ſich zur Diskuſſion zu melden, folgte niemand. Darauf ſchloß er die Verſammlung mit dem Hinweis über das Geſagte nachzudenken, wieweit es für die kom⸗ muniſtiſche Propaganda brauchbar wäre. geradebrecht. Gemein⸗ ſchüttelte dauernd den Kopf, als 2 S Breitenbach ſte in der Taxe zur NSDApP⸗Verſammlung im Sportpalaſt fuhren. Hier gelang es Breitenbach, Zutritt zu er⸗ langen, da er den Verſammlungsleiter perſönlich kannte. Michael wurde raſch noch auf die Redner⸗ liſte geſetzt— und erntete noch größeren Erfolg als bei den Kommuniſten. Nicht endenwollender Jubel brauſte durch die Halle. Der fauſtiſche Gedanke der Mondbekämpfung, der in einem deutſchen Kopf erwachſen war, riß die Menge unmittelbar fort. Die Morgenpreſſe war voll von dem Auftreten dieſes neuen Mannes. KPD und NSDAP nahmen ihn für ſich in Anſpruch. Auch die Zeitungen der Mitte brachten Notizen über das plötzliche Erſcheinen eines Mannes, der Format hätte, ſich aber leider an die beiden extremen Richtungen gewandt habe. Bereits am Nachmittag hatte Breitenbach eine Vertreter der Arbeitsgemein⸗ ſchaft ao enge acht„in der über die Durchfüh⸗ rungs möglichkeiten eines ſolchen Programmes be⸗ raten wurde. Er hatte Glück, er entſann ſich des Ent⸗ wurfes, den er im vergangenen Auguſt aufgeſtellt hatte und den er jetzt, es war April geworden, aus der Schublade ſeines Schreibtiſches hervorziehen konnte. Die Arbeitsgemeinſchaft war begeiſtert. Solch einen Vorſitzenden konnte ſie brauchen, geſtern Konferenz der Berliner das fertige Programm zur Beratung auf dem Tiſch des Verſammlungszimmers. Der Mann mußte eiſerne Nerven und ein fabelhaftes Fingerſpitzen⸗ gefühl haben; ohne Frage war er einer der geſchei⸗ teſten Köpfe Deutſchlands. Die Arbeitsgemeinſchaft nahm ihre Tätigkeit auf. Aber noch viele Predigten mußte Großkopf halten, 1 er am anderen Morgen bei ſeinem Beſuch bei Bleibtreu ſchon feſtſtellen konnte, daß dieſes halbe Jahr trotz fene Abweſenheit nicht nutzlos verſtrichen war. Bleibtreu hatte mit Hilfe des Geldes, das er ſelbſt noch beſorgt hatte, und unter Ausnutzung einer namhaften Spende, die Dudley geſtiftet hatte, eine Mondbeobachtung organiſiert, die minutiös funktio⸗ nierte. Der alte, heimtückiſche Trabant der Erde war keine Stunde mehr ohne Aufſicht, und das ſchönſte war, daß die Laufbahn des Mondes auf drei Jahr⸗ zehnte genau vorausberechnet war, unter Berückſichti⸗ gung ſeiner beginnenden Annäherung. Heiter verließ er Dr. Bleibtreu, mit dem er ſich durch Bande der Freundſchaft nach wie vor innerlich verbunden fühlte, und deſſen kühlen, klaren Kopf er hoch ſchätzte. Bleibtreu war eigentlich ein Gegenſtück zu ihm ſelbſt, der mehr in der Sternenwelt, als auf der Erde zu Hauſe war. Von Bleibtreu fuhr Michael zu Profeſſor Freund. Er fürchtete den Kampf nicht, war darauf gefaßt, daß Dienstag, 17. Januar 193g es ein Kampf werden mi üſſe, denn er trat einem aus, geprägten zelgänger entgegen, allerdings von ganz anderer Art, als Dr. Bleibtreu. Erbleichend empfing ihn Fräulein Dr.⸗Ing. Schön muth. Nach ein paar höflich kühlen Worten, die keim Antwort erheiſchten, meldete ſie ihn Prof. Freund. Die Anmeldung dauerte reichlich lange, mindeſtens zehn Minuten vergingen, ehe ſie ihn in das Zimmer ihres Chefs führte. Bevor ſie die Tür ſchloß, klin⸗ gelte ſie einen Angeſtellten herbei, und befahl ihm, im Vorzimmer zu warten, ſie käme ſogleich wieder. Großkopf lächelte über dieſe Vorſicht und erkannte, daß dieſer Beſuch ihm viel Mühe koſten würde; aber es lohnte ſich der Mühe. Freund empfing ihn ſehr froſtig und kühl, man merkte, daß er gerade mit der Kriminalpolizei ge⸗ ſprochen hatte. Doch Michael ſchlug ſogleich einen verſöhnlichen Ton an, erklärte, daß er von ſeinem Mißgeſchick gehört hätte, erzählte ihm ſeine Entführungsgeſchichte, ſowie ſeinen Aufenthalt in Frankreich und ſeine Befreiung. „Sie haben alſo Glück gehabt, mein ſehr verehr⸗ ter Herr Profeſſor. Ihnen hat man etwas fortge⸗ nommen, was Sie in kurzer Zeit wieder reprodu⸗ zieren können. Aber die Dinge liegen nun ſo, ich brauche die Freund⸗Rakete zu Tauſenden von Exem⸗ plaren“— und nun fing er an ſachlich, aber getragen von dem Glauben an ſeine Sendung, die Aufgabe zu ſchildern, zu der er die Rakete brauche. Zuerſt wollte der Profeſſor Zurückhaltung be⸗ wahren, nach und nach nahmen ihn aber die Worte Michaels ſo gefangen, daß aus dem verknöcherten, eitlen Manne ein fühlender Menſch wurde. Be⸗ glückt ſchüttelte er Michael immer und immer wieder die Hand.„Großkopf, Sie ſind ein Mann, auf Sie habe ich gewartet, lange Jahre gewartet. Sie find der Herold, der meinen Ruhm verkünden wird!“ „Das will ich gerne tun“, lachte Großkopf,„ob⸗ wohl es kaum nötig ſein wird. Ihre Rakete wird den Mond vernichten, Ihr Name wird alſo ewig in der Geſchichte der Erde leben. Aber nun wollen wir einen Plan machen. Sind Ihre Berechnungen fer⸗ tig? Haben Sie Konſtruktionszeichnungen für die Rakete und die Abſchußvorrichtung fertig?“ „Die Berechnungen, die Konſtruktion, die Zeich⸗ nungen habe ich. Ich verwahre ſie aber nicht mehr in dem Panzerſchrank, ich verwahre ſie jetzt in mei⸗ nem Kopf. Ich kann aber alles angeben!“ „Sind Sie bereit, mit der Arbeitsgemeinſchaft der deutſchen Induſtrie zuſammenzuarbeiten? Wollen Sie die Herſtellung der erſten Freund⸗Rakete ihr an⸗ vertrauen? Alles geht unter Ihrem Namen, Sie zeichnen und laſſen zeichnen, Sie laſſen herſtellen und ſchießen. Alles macht Profeſſor Freund!“ (Fortſetzung folgt) im inventur⸗ Hausfrauen! Emaille- Kochtöpfe Stlelkasserollen Miich töpfe Zratplannen 8 Kaffesekannen 5 Kehrschaufeln. 5 Alles zum Aussuchen. Stüc nur Emaille-Milchtöpfe Kochtopf mit Dede Nudelpftannen Topf mit Deckel, is m Miichtopt mit Ausgqaß Eimer, ver zinkktk Alles zum Aussuchen. Sſück nur mit Deckel ä— bei diesen Preisen ist es leicht Geschirr u. Küchen- geräte zu ergänzen SAX R. PeRZETTAN Darum greifen Sie zu! früh.30 War Emaille- Kaffeekannen, groß Schmortopf, 24 cm g Fensterelmer mit Schrift Nudelpfannen, 26 mp Kochtöpfe, 24 cm2 Mllchtöpfe, 16 cm g 8 Alles zum Aussuchen. Sſück nur 2 Emallle- Waschbecken, oval Spülschdüssel, groß Kafteekanne, grog Rartoffelkocher, e cm Flelschiopf mit Deckel, 22 cm. 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Ueber 100 Meter Kraul erſcheint nur ein Deutſcher unter den zehn ſchnellſten Sprintern des Jahres, der Kölner Ernſt Derichs mit 59,6 Sekunden. Ueber 200 Meter Freiſtil konnte ſich kein Deutſcher placieren, dafür er⸗ ſcheint aber über 400 Meter Kraul der Kölner Dei⸗ ters mit:55,63 Min. an ſechſter Stelle. Ueber 1500 [Reter ſind die Deutſchen auch unplaciert. Beſſer ſieht es hei den Rückenſchwimmern aus, wo vier Deutſche unter den zehn. rangieren: an zweiter Stelle Meister Küppers mit:09,4 Min., auf dem neunten und zehnten Plat mit noch anderen Deutſch(:12), Schultz und Richter(:12,2). Ueber 200 Meter Bruſtſchwimmen ſtehen drei Deutſche in der Liſte: Schwarz mit:45,2 Min. an vierter Stelle, Stetas mit 274,5 an ſechſter und Wittenberg mit:49, Min. an achter Stelle. Gemeſſen an den Leiſtungen der beſten Europäer schneiden unſere Schwimmer gegenüber den Vorfahren weſentlich beſſer ab. Insbeſondere im Freiſtil iſt es wie⸗ der vorwärts gegangen. Der Anſchluß iſt wieder erreicht worden. Ueber 100 Meter Kraul erſcheinen vier Deutſche: Derichs, Fiſcher, Haas und Deiters. Gleichfalls viermal vertreten iſt Deutſchland über 200 Meter Kraul und zwar durch Deiters, Wefing, Balk und Lenkitſch. Ueber 400 Meter Kraul ſind diesmal in Deiters, Eckſtein und Wefing drel Deutſche unter den beſten Mittelſtrecklern und über öh Meter Kraul ſtehen ſogar ſieben(!) Deutſche in der Liſte der zehn beſten Europäer. Im Rücken⸗ ſchwimmen über 100 Meter und über 200 Meter Bruſt wurde Deutſchland fünfmal in die Liſte aufgenom⸗ men. Die Damen haben den Anſchluß noch nicht erreicht N Unter den zehn beſten Schwimmerinnen der Welt fand Deutſchland nur im Bruſtſchwimmen Aufnahme. Frl. Roche erſcheint mit 308,2, Frl. Dreyer mit 311—:12,1 ind Frl. Suchardt mit:13 in der Rangliſte. In der CEuropaliſte ſieht es etwas beſſer aus. Dort erſcheinen über 100 Meter Kraul Frl. Salbert mit 112% Min., Frl. Kothulla mit:14 und Frl. Schulze mit:14, unter den zehn beſten Europäerinnen. Die Damen Stegemann und Meves erreichten über 400 Meter Kraul den neunten bzw. zehnten Platz der Liſte. Ueber 100 Meter Rü 15 en ſind mit Frl. Kirch⸗ ner(:27) und Frl. Bier(:27,2), die den achten und neunten Platz belegen, nur zwei Deutſche in die Liſte auf⸗ genommen worden. Nicht weniger als ſechs Schwim⸗ merinnen dagegen vertreten uns im 200 Meter Bruſt⸗ ſchwimmen und zwar die Damen Rocke, D Dreyer, Suchardt, Wunder, Engelmann und Grube. Qertilche und private Gelegen- Reltzenze gen Je Zeile 20 EIg. abzügl. 10 Prozent Ktisenrabatt Gute Ueſczen het Geld zu verdienen, bietet bek. Zeitſchriften⸗ verlag kücht. Herren u. Damen mit einwand⸗ 1 Kleine Anzeigen 2 Latenräume mit 3 Wohnräumen in beſt. Lage Mannheims ſofort zu vermieten. an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. Ganz allgemein zeigen dieſe Placierungen die Schwä⸗ chen unſerer Arbeit. Bei den Herren hat der immer wiederkehrende Ruf nach Freiſtilſchwimmern endlich Erfolg gehabt. Unſere Bruſt⸗ und Rückenſchwimmer konnten ſich behaupten. Bei den Damen iſt es etwas kümmerlich be⸗ ſtellt. Die einſeitige Ueberlegenheit unſerer Bruſtſchwim⸗ merinnen ihren Kameradinnen anderer Diſziplinen gegen⸗ über zeigt deutlich, daß ſich die Vereine nicht intenſiv mit der Aus⸗ und Weiterbildung guter Kraulſchwimmerinnen beſchäftigt haben. Bliebe noch etwas über das Springen zu ſagen. Es beſteht kein Zweifel, daß unſere Spitzenkönner im Kunſt⸗ ſpringen es getroſt mit den beſten Europäern und Europäerinnen aufnehmen können. Im Wel Ben führt allerdings Amerika ganz überlegen und unſere Spr ger kommen erſt an zweiter Stelle. Verbands⸗Pokal Doppelſpiel auf dem VfR⸗Platz Die bei den Spielen um den Verbandspokal beteiligten Verel ne der Gruppe Rhein haben beſchloſſen, die nächſten Spiele, die in Mannheim ſtattfinden, gemeinſam Hurch⸗ zuführen. Es ſind: VfL Neckarau, SpVgg Sand⸗ hoffen, SpVgg Munden heim,„Amicitia“ Viernheim, MFC os und VfR Mannheim. Bis jetzt wurden zwei Doppelſpiele ſeſtgeſetzt, die beide auf dem VfR⸗ Platz ausgetragen werden. Die erſte ge⸗ meinſame Veranſtaltung ſteigt am kommenden Sonntag (22. Januar) auf dem VfR⸗Platz. Die Partner ſind VfL Neckarau, SpVgg M undenheim und MF Cos gegen VfR Mannheim. Tiſch-Tennis-Verbandsſpiele Nach den Ergebniſſen der vor 8 Tagen beendeten Vor⸗ rundenkämpfe wurden die Vereine in eine Liga und eine Aufſtiegsklaſſe eingeteilt. Beide ſind wieder in 2 Gruppen eingeteilt, ſo daß die Verbandsſpiele bis Oſtern beendet ſein werden. Es wurde folgende Ausloſung feſtgeſetzt: Liga: Gruppe&: VfR, Metrepol, Blau⸗Weiß, Agilitas, J3 Neckarau, Mandolinata. Gruppe B: Ein⸗ tracht, Rheingold, Einigkeit Neckarau, MTG Neckarſtaoͤt. In der Aufſtiegsklaſſe ergab die Ausloſung fol⸗ gende Einteilung: Gruppe A: Wohlgelegen, Eiswerke, Kappes Neckgrau, Grün⸗Weiß⸗Grün, Flora. Gruppe B: Fortuna, Schwarz⸗Weiß Neckarau, Rot⸗ Weiß, Allrigt Wegen Hanno, Bei der Mitgliederverſammlung wurde auch der Be⸗ ſchluß gefaßt, dem Deutſchen Tiſch⸗Tennis⸗ Bund beizutreten. Die Mannheimer Vereine haben dann die Möglichkeit, ihre Spieler an ſämtlichen Bundesver anſtaltungen teilnehmen zu laſſen und an deu Meiſter⸗ ſchaften teilzunehmen. Die letzte Woche brachte noch einige intereſſante Privat⸗ ſpiele, die ſämtliche einen überraſchend hohen Ausgang nahmen. Blau⸗Weiß ſchlug Neckarſtadt nicht weniger wie 12:3 und Kanuſport Neckarau mußte ſich bei Eintracht ſogar:13 geſchlagen bekennen. Ein ⸗ tracht gewann außerdem ſicher gegen Metropol 1114. 31 Meldungen zu den deutſchen Hallentennis⸗Meiſterſchaften Für die am 2. Januar beginnenden deutſchen Hallen⸗ tennis⸗Meiſterſchaften in Bremen ſind 8 31 Meldun⸗ gen von 7 Nationen abgegeben worden. Danach werden Kanuſport Neckarau, Vertreter von Dänemark, Norwegen, Spanien, Oeſterreich, Frankreich, der Schweiz und Deutſchland als Bewerber Europa-Leichtathletik-Meiſterſchaften Die Münchener Tagung In München tagte am Samstag die von der JAA. eingeſetzte Kommiſſion zur Prüfung der Durchführungs⸗ möglichkeiten für Europameiſterſchaften in der Leichtathletik unter dem Vorſitz von Stankovits⸗Ungarn. Weiter waren vertreten Eklund⸗Schweden, Dr. Nai⸗Italien und Dr. von Halt⸗Deutſchland, während Genet⸗Paris infolge eines Trauerfalles am Erſcheinen verhindert war. Die Verhandlungsgrundlage bildete ein ausführlicher Vorſchlag von Stankovits⸗ Ungarn. Es wurde eine Reihe von Beſchlüſſen gefaßt, durch die die erſte Austragung der Europa⸗Meiſterſchaften als geſichert gelten darf. Dieſe Be⸗ ſchlüſſe bedürfen noch der endgültigen Genehmigung des Rates der JA Af. Italien bewarb ſich offiziell um die Uebertragung der Meiſterſchaften für das Jahr 1934. Zu⸗ nächſt iſt daran gedacht, dieſe Meiſterſchaften alle vier Jahre zur Durchführung zu bringen. Das Programm ſoll fämtliche Männerwettbewerbe der Olympiſchen Spiele um⸗ faſſen. Jedes Land kann pro Konkurrenz zwei Teilnehmer ſtellen. Die Meiſterſchaften ſollen jeweils an drei aufeinan⸗ derfolgenden Tagen abgewickelt werden. Der jeweilige Ver⸗ anſtalter ſoll auch die Koſten für Reiſe und Aufenthalt für etwa 100 Athleten tragen. 12. Brandenburgiſches Hallen Sportfeſt Mit einem Mißklang wurde das 12. Brandenburgiſche Hallenſportfeſt am Sonntag in der Ausſtellungshalle am Kaiſerdamm eröffnet. In einer beſonderen Preſſemittei⸗ lung gab der veranſtaltende Kreis IIIb der Deutſchen Tur⸗ nerſchaft bekannt, daß der Verband Mitteldeut⸗ ſcher Ballſpielvereine für ſeine Mitglie⸗ der Startver bot erlaſſen hatte, ſobaß Wegner⸗ Halle, Kreher⸗Dresden und Frl. Kraus⸗Dresden zu Hauſe bleiben mußten. Ein weiterer Ausfall war das Fehlen des deutſchen Hochſprung⸗Meiſters Bornhöfft⸗Limbach und von Lingnau⸗Schöneberg, der aus beruflichen Gründen nicht abkommen konnte. Die Wettbewerbe Hoten den recht zahlreich er⸗ ſchienenen Zuſchauern reiche Abwechſlung. Die erſte große Eutſcheidung fiel im 1000 Meter⸗ Lauf, wo Dr. Peltzer ſich erneut gegen die junge Garde erfolgreich durchſetzen konnte. Dr. Peltzer ſiegte im Endſpurt in 2,40, mit zwei Meter Vorſprung vor Holbus⸗Hannover und Gott⸗ ſchalk⸗Allianz Berlin. In Abweſenheit von Frl. Kraus war der 60 Meter⸗Lauf für Frauen eine ſichere Sache für die Karlshorſterin Frl. Dörffelt. Ein ſchar⸗ fes Duell lieferten ſich in der 4mal 400 Meter ⸗Staf⸗ fel der Polizeiſportverein und Zehlendorf 88. Erſt beim letzten Wechſel konnten die Meiſterläufer der Polizet durch Abraham den Sieg in 3,37,8 knapp vor den Zehlen⸗ dorfern herausholen. Der Olympia⸗ Teilnehmer Wegener vom TSV. Schöneberg zeigte ſich um Bruſtbreite dem DoSCer Beſchetznik erneut in 8,4 Sekunden beim 60 Me⸗ ter⸗Hürdenlaufen überlegen. Die 4 mal 100 Meter ⸗Staffel für Frauen wurde diesmal vom Olympiſchen SC. Berlin in 48,8 gewonnen. Der 300 0 Meter⸗Lauf war natürlich die Angelegenheit eines Mannes, Syring Wittenberg. Er ſiegte mit großem Vorſprung in 8,53,5 vor Kloß⸗Berlin. Sievert⸗Hamburg kam zu einem Doppelerfolg. Er holte ſich das Kugelſtoßen mit 14,75 Meter vor Eberle und ſiegte auch im Dreikampf (60 Meter⸗Laufen, Kugelſtoßen und Weitſprung) mit 2620,15 Punkten vor dem Stettiner Leichum, der den Olympia⸗ kämpfer Eberle noch hinter ſich laſſen konnte. Annshmeschluf fdr dle Mittag. Ausgabe vorm. 8 Ohr, für die Abend-Ausgabe nachm. 2 Uhr mit Bad, Sohöne, groge 4 Zimmer- Wohnung 1 Friedensmiete 65 Mittelſtraße 20, Laden. . zu vermieten. 52008 Angebote unter K P 135 50⁴ freier Vergangenheit.„Einarbeitung erfolgt. Bel Bewährung feſte Tagesgelder. 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Deutſchlan d: 1 1 Frau Schneider⸗Peitz, Golodſchmidt. 9 28 248 e Pariſer Luftfahrt- Tagung Neue Ausſchreibung für Europa⸗Rundflug Die in Paris abgehaltene Tagung der Federation Aeronautique Intern nale beſchäſtigte ſich mit verſchie⸗ denen wichtigen Fragen. So wurde ein von Deutſchland Hammer, 3 Frl. und Polen eingebrachter Antrag auf Abänderung der Rahmen⸗ Ausſchreibung für den Europa⸗ Run g 115 an⸗ genommen. Danach wird dieſer Wettbewerb in Zukunft nur noch fütr Fl lugzeuge der Kategorie von 281560 Kg. fen ſein. Dieſer wi ichti ge Beſchluß iſt dadurch bed der letzten FA ⸗Tagung das Gewicht der großen Ke 0 von 400 auf 560 Kg. heraufgeſetzt, aber das Gewie kleinen Kategorie auf 280 Kg. belaſſen wur kleinen Kategorie, die für Deutſchlands flit tliche Ent⸗ wicklung weſentlich iſt, keinen Abbruch zu tun, ſoll verſucht werden, einen beſonderen Wettbewerb für ſie zu ſchaffen. Ein Lob der deutſchen Organiſation Aus den Berichten konnte mit beſonderer Genugtuung entnommen werden, daß ſich die Leitung des inter⸗ nationalen Verbandes überaus lobend über Deutſchland ausſpricht. Es heißt da u..:„Die deutſche Organiſation des Europa⸗Fluges war 15 Man kann ſagen, daß der Aeroclub von Deutſchland ein Meiſter in der Kunſt der Organiſation ſolcher Wettbewerbe geworden iſt“. Die goldene Medaille der FA, dte im Vor⸗ fahre an Dr. Eckener verliehen worden iſt, wurde diesmal dem ſpaniſchen Konſtrukteur des Windmühlen⸗Flugzeuges. De la Ciorva zuerkannt. Fürſt Bibesco wurde zum Präſidenten wiedergewählt, ebenſo der deutſche Vertreter Gerd von Höppner zum Bizepräſtdenten. TV Frankenthal— Germania Mannheim 20(220) Auf das Zuſommentreffen der beiden Vereine wor man ſehr geſpannt, da dieſe durch Ueberraſchungen in der vergangenen Zeit das Intereſſe auf ſich zogen. Leider mußte Germania zwei ſeiner beſten Spieler erſetzen. Für Linder ſpielte Schoos in der Verteidigung und für den Mittelläufer Bauſch Windirſch, für den auf Link Saußen Wilkens ſtürmte. Daß die Mannheimer der kompletten Frankenthaler Elf, die ſich zudem in beſter Verfoſſung be⸗ findet, nicht ſtondhalten konnte, zeigte ſich ſofort nach Be⸗ ginn. Bis zur Halbzeit hatten die Pfälzer mehr vom Spiel und konnten zwei Tore vorlegen. Einmal rollte der Ball auf dem hartgefrorenen Boden durch Läuferreihe und Verteidigung. Der Holblinke Reinwold konnte unbehindert einſchlenzen. Den zweiten Trefſer erzielten die Einheimt⸗ ſchen durch Nachſchuß. In der zweiten Spielhälfte ſtellte Germania Wöber auf den rechten Flügel, wodurch der Sturm an Durchſchlogskraft newann. Das Spiel wurde offen. Aber es kam nur zu einigen gefährlichen Aktionen, die erfolglos blieben.— 2. Mannſchaften 21 für Germonia. Bei den Damen gab die Germanigelf einen eben⸗ bürtigen Gegner ab. Sie zeigte wohl ihr beſtes Spiel. Sofort nach Beginn mußten ſie einen Treffer hinnehmen, konnten aber dann das Spiel ofſen halten.— 2. Damen: :0 für Germania. Der Klubkampf endete ſomit 4. unentſchieden. Es fans noch ein Spiel der Germania⸗ üler gegen die Junioren ſtatt, das aber infolge des Stärkeunterſchieds nicht ge⸗ wertet werden kann. Es endete:0 für Frankenthal. 7 eee, igel Reben. Ante, eur Miaber Verkehrslage Jungbuschstraße 5 5 »˙iuwùo ente Handtuchreste dere klanellreste an die Geſch. tung ev, ſof. geln h dene 91 8 1 kammer, Etagenheizung, Warmwaſſer etc., ev. in vetschiedenen Aus- sortiert, in Sport- und Angebote u. 8 G 35 1 7 5 N du 1 führungen Windelflanell äheres Telephon Nr. 8 5 tima Existenzl 518. 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