an. 1089 — 1 2 , en , deren eee eee Bronce rkeit, Ver, t bekämpft ekannten 23 auswirſ⸗ tele Dank⸗ t nur no , ab drei erparadies, chüre über S470 — chſelkrankß⸗ urch Natur⸗ 'oſe. 2 07 prechz. 284, 25, Edel lerſeinſte e Dt 12 eee Neue Mannheimer Zeit Erſcheinungsweiſe: Täglich mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Einzelpreis 1 0 Pf. 0 4 4 Auzeigenpr⸗„mm ebreife Frei Haus monatl. RM..08 und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren am a Reklax⸗ Lende Familien⸗ Geſchäftsſtellen abgeholt RM..25, durch die Poſt RM..70 einſchl. und Sei Konkurſen, Ver⸗ 0 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ ö gleich gabattgewährung. Keine hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 18, Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 16.— Fernſorecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Gewä,. een Ausgaben, an beſonderen Ne Fiſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 68, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Plätzen Küfträge. Gerichtsſtand Mannheim. Morgen⸗Ausgabe Montag, 23. Januar 1933 144. Jahrgang Nr. 37 Ruhiger Verlauf des Berliner SA⸗Aufmarſches Bei der nationalſozialiſtiſchen Demonſtration am Vülowplatz kam es nur zu kleineren Zuſammenſtößen Prälat Kaas wartet ab Auch der Zentrumsführer will nicht mit den Parteiverhandlungen beginnen Ein Verdienſt der Polizei Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 22. Januar. Die nationalſozialiſtiſche Kundgebung am Grabe Horſt Weſſels iſt im Ganzen ruhig verlaufen. Die Polizei hatte außerordentlich um⸗ fangreiche Sicherungsmaßnahmen getroffen. Beim An⸗ und Abmarſch der nationalſozialiſtiſchen For⸗ mationen kam es zu kleineren Zuſammenſtößen mit politiſch Andersdenkenden. Dabei wurden etwa 20 Perſonen verletzt, u. a. ein Polizeibeamter, der mit ſchweren Verletzungen ins Krankenhaus ge⸗ bracht werden mußte. Bereits in der Nacht zum Sonntag kam es verſchiedenen Stadtteilen zu kleinen Zuſammenſtößen zwiſchen Nationalſozialiſten, Kom⸗ muniſten und Reichsbannerleuten. Die Berliner Polizei war für Sonntag in höchſte Alarmbereitſchaft geſetzt worden. Bülowplatz und Nikolai⸗ Friedhof, ſo⸗ wie die angrenzenden Straßen waren in weitem Aus⸗ maß abgeſperrt. Das Karl⸗Liebknecht⸗Haus wurde von der Schutzpolizei beſetzt. Auf den Häuſerdächern ſtanden Polizeibeamte in Bereit⸗ ſchaft. Auf dem Bülowplatz war ein Panzerwagen aufgestellt worden. Die Feier an Horſt Weſſels Grab Dank dieſer umfangreichen Sicherungsmaßnah⸗ men der Polizei vollzog ſich der Anmarſch der natio⸗ D Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin 22. Januar. Die Verhandlungen unter den Parteien, die für die Bildung einer regierungsfähigen Mehrheit in Frage kommen, haben bislang noch nicht eingeſetzt. Der Führer des Zentrums, Prälat Kaas, denkt jedenfalls, wie wir von einer ihm naheſtehenden Seite hören, vorläufig nicht daran, nach irgendeiner 0 nalſozialiſtiſchen Formationen verhältnismäßig rei⸗ 0 hungslos. Zu der Feier auf dem Friedhof, die kurz nach 2 Uhr begann, hatten alle Berliner SA⸗ Formationen und Stürme aus Brandenburg Fahnenabordnungen entſandt. Gegen 2 Uhr erſchien Adolf Hitler mit weiteren nationalſozialiſtiſchen Führern. Nach einer Anſprache des Pfarrers der Gemeinde wurde unter den Klängen des Liedes „Ich hatt' einen Kameraden“ das Grabmal ent⸗ hüllt. Adolf Hitler feierte in einer Anſprache Horſt Weſſel als den Dichter und Komponiſten des Liedes, das heute das Sturmlied der SA geworden iſt. Der Anſprache fo die Niederle bon Kranzſpenden. 155 5 ſprache folgte die Niederlegung von Kranzſpende noch einmal das Verſagen des Parlaments mit aller Deutlichkeit zu demonſtrieren. Auch der ehemalige Kronprinz ließ durch ein Stahlhelmmitglied einen Kranz niederlegen. Im Namen der Korps, denen Horſt Weſſel angehört hatte, ſprach der Dichter Hans Heinz Ewers. Mit einem Gebet des Geiſtlichen ſchloß die Weihe⸗ ſtunde. Es folgte ein Vorbeimarſch der nationalſozia⸗ liſtiſchen Formationen. Darauf erfolgte der geſchloſ⸗ ſene Abmarſch vom Friedhof in die verſchiedene Wohnbezirke. Die Trauer⸗Feier ſelbſt verlief bhollkommen ruhig und ohne jede Störung. Der Anmarſch der SA Unſer Berliner Büro drahtet uns dazu folgendes Stimmungsbild: Es iſt bei dem nationalſozialiſtiſchen Marſch nach dem Bülowplatz bisher gnädiger abgegangen, als man erwartet hatte. Wer noch in der zweiten Nach⸗ Mittagsſtunde das Geviert enger und winkliger Gäßchen um den Bülowplatz abſuchte, hatte das bange Gefühl, daß es unbedingt hier zu Zuſammen⸗ ſtößen kommen würde. Ueberall auf den Bürger⸗ ſteigen ein Getrippel aufgeregter Menſchen, bei Männern und Frauen, aber auch bei den zahlreich in die Menge eingeſprenkelten Jugendlichen jene flatternde Unruhe, die man aus den erſten Jahren nach dem Kriege kennt. Inzwiſchen hatten im Luſt⸗ garten und auf dem Platz vor dem Schloß, wo ſie ſich geſammelt hatten, die nationalſozialiſtiſchen Truppen, ſo muß mans ja wohl ausdrücken, ſich in Marſch zu ſetzen begonnen. Unendliche Scharen unter Vorantritt von ſo und ſovielen Muſikkorps, ab und zu unterbrochen auch von nichtuniformierten, nur durch die Hakenkreuzbinde kenntiich gemachten Parteigenoſſen. So zogen die Nationalſozialiſten in die engen Gaſſen des alten und ſicher des dunkelſten Berlin. Die marſchierenden Nationalſozialiſten wurden zum Teil mit Heilrufen begrüßt. Ein großer Teil des Publikums brach jedoch in Schmäh⸗ und Nieder⸗ rufe aus. Immer wieder mußte die Polizei ein⸗ greifen, um Zuſammenſtöße und Tlätlichkeiten zu verhindern. Einen Zwiſchenfall beſonderer Art gab es im Oſten der Stadt. Als dort ein größerer Trupp Nationalſozialiſten vorbeimarſchierte, warfen plötzlich unerkannt entkommene Täter mehrere Petro⸗ leumfäſſer auf die Straße und ſetzten das herausfließende Petroleum in Brand. Das Jeuer konnte ſchnell gelöſcht werden, ohne Schaden Azurichten. Als die Polizei die Straße nach den Tätern abſuchte, fanden die Beamten in einem Haus⸗ lur einen mit Benzol gefüllten Eimer. Im Zen⸗ trum der Stadt hatte ſich ein kommuniſtiſcher Gegendemonſtrationszug bon etwa 1500 Mann Stärke gebildet. Den ein⸗ ſchreitenden Polizeibeamten wurde tätlicher Wider⸗ and entgegengeſetzt. Die Beamten mußten von der ßwaffe Gebrauch machen. Zwei Perſonen wur⸗ den verletzt, s i 8 einheitlich beurteilt. ECidenize ſtationierten Richtung hin Fühlung zu nehmen. Es trifft bei⸗ läufig auch nicht zu, daß, wie ein Berliner Abend⸗ ö vor der Sitzung des Adolf Hitler blatt behauptete, Aelteſtenrats hatte. ſehen. burg den Auftrag erhalten hatte, die Bildung eines Mehrheitskabinetts zu verſuchen. Aus der Paſſi⸗ er geſtern eine Unterredung mit Herr Kaas hat Hitler bisher nur einmal ge⸗ vität des Zentrumsführers geht wohl das eine hervor, daß man zunächſt, um eine unnötige Belaſtung zu verhindern, jeden„offiziellen“ Anſtrich der Sondierungen vermeiden möchte. Dagegen dürfte der Zentrumsabgeordnete Weſer, der in dieſen Dingen von je große Geſchäftigkeit entwickelte, in den nächſten Tagen Beſprechungen mit Vertretern vor allem der Nationalſozialiſten, vielleicht aber auch der Deutſchnationalen und der Mittelgruppen haben. Außerdem werden die Sitzungen der Reichstagsaus⸗ ſchüſſe, die auch in dieſer Woche weitergehen, den Ab⸗ geordneten der beteiligten Fraktionen Gelegenheit geben, ihre Meinungen auszutauſchen und, vielleicht entſcheidende Zuſammenkünfte vorzubereiten. Die Ausſichten, zu einer Regierung mit par⸗ lamentariſcher Mehrheit zu gelangen, werden, wie wir heute feſtſtellen konnten, auch im Zentrum nicht nen dieſe Bemühungen nur benutzen zu wollen, um Das gilt Recht einflußreiche Kreiſe ſchei⸗ ö In den Tagen nämlich, als er von Hinden⸗ ö Meldung des Wolff⸗ Büros indes nicht von allen und auch nicht von den eigent⸗ lich ausſchlaggebenden Zirkeln der Partei. Iſt man am 31. Januar noch nicht weiter als am letzten Frei⸗ tag und ſchickt der Reichstag— was, wenn er einmal zuſammengetreten iſt, kaum bezweifelt werden kann ſich an, ein Mißtrauensvotum gegen die Regie⸗ rung Schleicher anzunehmen, wird aufgelöſt. ſehr beſtimmten Auskünften an den offiziöſen Stellen ſoll Hindenburg auch diesmal noch ent⸗ ſchloſſen ſein, von neuem wählen zu laſſen. Papen gegen das Großkapital — Magdeburg, 22. Jauuar. Auf einer Reichsgründungsfeier des Stahl⸗ helms ſprach Reichskanzler a. D. von Pa⸗ pen. Seine Rede bewegte ſich in den Gedanken⸗ gängen ſeiner Nach Oeſterreichs eigenen Kataſtrophe [Von unſ. Wiener Vertreter) O Wien, 22. Januar. In Oeſterreich herrſcht Kataſtrophen⸗ ſtimmung. Die Wirtſchaft iſt trotz aller Lauſan⸗ ner Verheißungen, von denen bis jetzt keine in Er⸗ füllung gegangen iſt, dem Zuſammenbruch nahe. Stürmiſche Kundgebungen der bedrohten Gewerbe, Demonſtrationen, Verſammlungen und Streiks ſol⸗ gen in ununterbrochener Reihe. Am letzten Montag war der geſamte Autotaxi⸗Verkehr Wiens ſtillgelegt, für eine Großſtadt eine überaus ernſte Verkehrs⸗ erſchwerung. Es war ein Proteſtſtreik, eine Art Probemobiliſierung zum bereits ange⸗ drohten Generalſtreik, mit dem das Auto⸗ taxigewerbe gegen die übermäßigen ſozialen Laſten, gegen die Benzinſteuer und gegen den Geſetzentwurf, der den Bundesbahnen eine Monvopolſtellung im Transportweſen ſichern will, Front gemacht hat. Eine Rieſendemonſtration fand am Mittwoch ſtatt. Das Genoſſenſchaftsmitglied der Laſtfuhrwerker Woria⸗ iſchek hatte aus Verzweiflung über die hohen Steuer⸗ laſten und die ſonſtigen Erſchwerungen des Gewerbe⸗ betriebes Selbſtmord verübt. Sein Leichen⸗ Ausführungen in Halle und Berlin. begängnis wurde zu einer impoſanten Maſſen⸗ Papen wandte ſich auch hier gegen den Vorwurf, er kundgebung des geſamten Wiener Ge⸗ ſei ein Knecht der Unternehmer und des Finanzkapi⸗ tals.„Dazu ſage ich erneut“, ſo erklärte von Papen wörtlich,„ich gehöre innerlich keiner deutſchen Partei überhaupt werbes. Die ungeheure Erregung, die den öſterreichiſchen Gewerbeſtand und die Wirtſchaft ergriffen hat, äußerte ſich bereits in an; mein Herz gehört einzig meinem Land. wilden Verzweiflungsausbrüchen, wo⸗ bei erſichtlich die radikalen politiſchen Parteien in das Feuer zu blaſen bemüht ſind. Die Wiener Milchmeier haben als Proteſt gegen die vom Bund geplanten Steuerexekutionen und gegen den Ich haſſe vor allem das anonyme internatio⸗ dale Großkapital, das zwiſchen den Ländern hin⸗ und hergeſchoben wird.“ Die Konzern⸗ und Truſtbildungen ſeien ein Krehsſchaden „ i 5 Milchausgleichfonds, der für das Wiener Milch⸗ fer das e N für eine meiergewerbe eine jährliche Mehrbelaſtung von 5. 5 240 000 Schilling bedeutet, die originellſte Ebenſo haſſe er die klaſſenkämpferiſche Front des Ringſtraßendemonſtration vom Stapel ge⸗ Unternehmertums und der Gewerkſchaften. Der laſſen. Sie verzichteten zwar darauf, ihre 4000 Kühe neue Staat werde nur mit dem deutſchen Hand⸗ und demonſtrativ vor dem Parlament vorüberzutreiben, eee, Abenteuerlicher Angriff auf eine Kaſerne Meldung des Wolffbürbs — Prag, 22. Jannar Vor der Kaſerne des in der Brünner Vorſtadt Jufanterieregiment Nr. 43 hatten ſich heute gegen 1 Uhr morgens etwa 30 junge Leute aus der Umgebung Brünns an⸗ geſammelt, die in die Kaſerne einzudringen ver⸗ ſuchten. Zwiſchen dem Militär und den Angreifern kam es zu einer Schießerei, bei der einer der Demonſtranten getötet und mehrere andere verwun⸗ det wurden. Ueber den Vorgang erfährt das Tſchechoſlowakiſche Preß⸗Büro von maßgebender Seite: Ein Oberleutnant der Reſerve, namens Kob⸗ zinek aus Königsfeld, der in Brünn durch ſein exaltiertes und abenteuerliches Auftreten bekannt iſt, trat in den letzten Tagen mit einigen faſziſtiſch ge⸗ ſinnten Perſonen aus der Umgebung von Brünn in Verbindung. Durch die Vorſpiegelung, es handele ſich um den Schutz einer faſziſtiſchen Verſammlung, Die Sicherungsmaßnahmen der Polizei Aber nun zeigte ſich, daß die Polizei, ihrer Ver⸗ antwortung bewußt, gut und vorſichtig gearbeitet hat. Der Bülowplatz ſelber war abgeriegelt, die rote„Kampfleitung“ verſcheucht und das Liebknecht⸗ haus beſetzt. Hier und da hatte man bei beſonders verdächtigen Häuſern befohlen, die Rolläden herun⸗ terzulaſſen. Die Fenſter mußten ausnahmslos ge⸗ ſchloſſen bleiben. In der Volksbühne hat am Vor⸗ mittag eine Matinee ſtattgefunden, bei der Maria Ivogün geſungen hat. Das Theater ſoll ausverkauft geweſen ſein. Aber da Vorſicht immer noch der beſſere Teil der Tapferkeit iſt, waren nur wenige Beſucher erſchienen. Kaum die erſten 20 Reihen ſollen beſetzt geweſen ſein. Das Konzert⸗Publikum wurde unter Polizeiſchutz zur Untergrundbahn ge⸗ leitet, dann wurden auch hier die Zugänge verriegelt. Draußen aber in den Straßen, die auf den Bülow⸗ platz führten, hatte ein Panzerauto der Polizei unterdeſſen belehrſame Demonſtrationsfahrten un⸗ ternommen. So kam es, von kleinen Anrempeleien abgeſehen, kaum zu ernſtlichen Konflikten. Nur in einem der ö Kopfarbeiter gemeinſam aufgebaut werden. Keine veranſtalteten aber einen Miſt wagenkorſo vor Zeit ſei zu verlieren, den Zuſammenſchluß des dem Rathaus. a deutſchen Volkes zu vollziehen. Dieſe Notſche aktionen der Wir ke ſch a fit ſind freilich keine Neuerſcheinung, ſchon im vergangenen Oktober hat eine Rieſennottagung von Oeſterreichs Kaufmannſchaft in Wien ſtattgefunden, wobei nicht weniger als 3000 Auto⸗ buſſe, Laſtautos und Privatwagen die Kaufmannſchaft aus ganz Oeſterreich nach Wien brachte und ein glang es ihm, etwa 50 Perſonen zur Abfahrt in mehrere Stunden langer Demonſtrationszug ſich über zwei Autobuſſen nach Brünn zu bewegen. die Wiener Ringſtraße bewegte. Der Oberleutnant überredete vor Brünn die dunklen Gäßchen iſt ein Polizeibeamter in Zivil von ö Es hat ſich eine Notgemeinſchaft gebildet, die bereits einen umfaſſenden Aktionsplan ausgearbeitet hat und der die Kampfmaßnahmen bis zu einem Generalſtreik ſämtlicher Ge⸗ werbe Wiens ſteigern ſoll, ſalls die Regierung nicht rechtzeitig Abhilfe ſchaffen kann. Die Not des öſter⸗ reichiſchen Gewerbes iſt im heurigen Winter auf das höchſte geſtiegen. Die Verzweiflung unter den Ge⸗ werbetreibenden iſt ohne Grenzen. Das Sinken der Kaufkraft der Bevölkerung, die Erſchwerung des Ex⸗ portes durch die Deviſenvorſchriften, dagegen die un⸗ aufhörlich ſteigenden Laſten und die Beſteuerung haben insbeſondere die Mittelbetriebe kataſtrophal ge⸗ troffen. Die Wettbewerbsfähigkeit der gewerblichen Mittelbetriebe erfährt eine weitere Einſchränkung durch das fortwährende Zuſtrömen von Klein⸗ meiſtern aus dem Stand der Gehilfenſchaft, die mangels Verdſienſtmöglichkeiten als Arbeitnehmer verſuchen ſich als Kleinmeiſter ſortzubringen. Schreck⸗ lichſte Not herrſcht unter Schneidern und Schuh⸗ machern, Vergoldern und Graveuren, DTiſchlern und dem Baugewerbe. Die Regierung ſucht inzwiſchen zu beſchwich⸗ tigen. Bundeskanzler Dr. Dollfuß erklärte, die Re⸗ gierung ſei ſich über die großen Schwierigkeiten, mit Teilnehmer an dieſer Expedition zu einem Angriff auf die Kaſerne des Jufanterie⸗ Regiments Nr. 43. Einige Teilnehmer dieſes Unternehmens erklet⸗ texten die Hintermauer der, Kaſerne und es gelang ihnen, durch Liſt die Wache am Haupt⸗ tox zu entwaffnen. Auf ein Alarmzeichen trat den Abenteuerern Militär und Polizei entgegen. Nach kurzem Geplänkel wurden die Angreifer unſchädlich gemacht. Alle, die in die Kaſerne eingedrungen waren, wurden verhaftet, die übrigen ergriffen nach den erſten Schüſſen die Flucht. Während des Geplänkels wurde ein Angreifer in den Kopf getroffen und verſchied auf dem Transport ins Krankenhaus. Ferner wurden zwei Arbeftsloſe verwundet; einer erhielt einen Schuß ins Bein, das ihm amputtert werden mußte. Auf Seiten des Militärs gab es einen Schwer⸗ und einen Leichverwundeten. Kommuniſten überfallen und durch Meſterſtiche übel zugerichtet worden. Auch beim Abmarſch und bis zur Stunde, wo wir dieſes ſchreiben, haben ſich denen die geſamte Wirtſchaft zu kämpfen habe, voll⸗ weſentliche Zwiſchenfälle nirgends ereignet. Freilich kommen im klaren. Der Notſchrei werde ſoll man den Tag nicht vor dem Abend loben nicht ungehört verhallen. Der Bundes⸗ kanzler vertröſtet auf den Abſchluß von Han⸗ dels verträgen, die mit Ungarn und Frankreich ſeien abgeſchloſſen, die mit Deut ſchlan d, Polen und der Tſchechoſlowakei würden folgen. Das Prä⸗ ferenz ſyſtem, das überall zu Grunde gelegt werde, werde allen Produktionskreiſen Oeſterxeichs neue Möglichkeiten eröffnen. Die zu erwartenden Vorteile könnten ſich zwar nicht von heute auf mor⸗ gen auswirken, aber man dürfe die Flinte nicht ins Korn werfen. n Leider läßt der Genfer Völkerbund es an allem Verſtändnis für die Notlage Oeſterreichs feh⸗ len. Statt Geld ſchickt Genf Oeſterreich wieder einen neuen„Sachverſtändigen“, ließ Kontrolleur für die Bundesbahnen. Ferner verbietet der Völ⸗ kerbund alle In veſtitionen bei den Bun desbahnen ſowohl, wie bei der Tahakregie, die doch in erſter Reihe die Wirtſchaft ankurbeln könnten. Das einzige Heilmittel, das der Völkerbund für Der Polizeibericht bis 7 Uhr abends Bis 7 Uhr abends hatte die Polizei etwa 60 Perſonen feſtgenommen und ins Polizei⸗ präſidium eingeliefert. Die Feſtnahmen waren im Laufe des Vormittags und in den Mittagsſtunden bei den kommuniſtiſchen Störungsverſuchen und Gegendemonſtrationen erfolgt. In der Hauptſache ſind die Feſtgenommenen Angehörige der KPD. Es befinden ſich unter ihnen aber auch einige Mitglie⸗ der NSDAP. Bisher ſind insgeſamt 22 Perſo⸗ nen als Verletzt gemeldet worden, unter ihnen vier Polizeibeamte. 10 5 Eine antifaſziſtiſche Woche Wie von kommuniſtiſcher Seite mitgeteilt wird, wird am Dienstag durch eine Kundgebung im Luſt⸗ garten eine antifaſziſtiſche Woche eingeleitet werden. 2. Seite/ Nummer 37 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe Montag, 23. Januar 193g Oeſterreich weiß, iſt rückſichtsloſe Defla⸗ tion, damit die Auslandsgläubiger ihr Geld in möglichst hoher Valuta bekommen Es macht faſt den Eindruck, als ob der Völkerbund an Oeſterreichs Jebensfähigkeit doch nicht mehr glaubt, und aus dem Sterbenden noch ſo viel herauszupreſſen ſucht als möglich. Die entmilitariſierte Zone Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 22. Januar Der„Temps“, das offizibſe Pariſer Blatt, hat von einer Note berichtet, in der die Reichsregierung angeblich dem Quai'Orſay vor einigen Tagen mit⸗ geteilt habe, daß ſte während der kommenden Gen⸗ er Abrüſtungs debatte nicht beabſichtige, einen Vor⸗ ſtoß gegen die entmilitariſierten Zonen an der Rheingrenze zu unternehmen. Dem„Temps“ iſt ſchon die Andeutung einer ſolchen Möglichkeit An⸗ laß zu höchſter Entrüſtung. In Wahrheit iſt indes eine ſolche Note gar nicht überreicht worden. Man hat an den hieſigen zuſtändigen Stellen le⸗ diglich die in der Hauptſache von der Agence Havas verbreiteten Gerüchte zurückgewieſen, daß Deutſch⸗ land demnächſt die Beſeitigung der entmilitariſterten Zone verlangen werde. Bei der Gelegenheit— und aus dem Grunde ſcheint uns der Fall bedeutſam— iſt auch darauf aufmerkſam gemacht worden, daß ein Anlaß zur Beunruhigung nicht in unſerem, ſondern in dem Verhalten unſerer weſtlichen Nachbarn ge⸗ geben ſei. Die ſeien gerade in letzter Zeit eifrig bemüht, dicht an der deutſchen Grenze Truppen und Kriegs material aufzu⸗ häufen. Die Maßregeln ſeien offenſichtlich dazu beſtimmt, jederzeit das angrenzende deutſche Gebiet unter Feuer nehmen zu können. Das müſſe umſo aufreizender wirken, als die militäriſchen Geheim⸗ verträge dieſer Länder mit anderen Staaten in wich⸗ ligſten Details und Bedingungen nicht bekannt ſeten. An und für ſich ſollten ja wohl auch unſere Partner bei den Abrüſtungsverhandlungen ſich im klaren darüber ſein, daß die Aufrechterhal⸗ tung der entmilitariſierten Zonen auf die Dauer mit dem Grundſatz der deutſchen Gleichberechtigung kaum zu verein⸗ baren iſt. Amerikas Schuldenbedingungen Meldung des Wolff⸗Büros — Waſhington, 22. Januar. Im Staatsdepartement neigt man zu der An⸗ ſicht, daß der Beginn der nichtoffiziellen Verhandlungen zwiſchen den Vereinig⸗ ten Staaten und Großbritannien über eine Reviſion der britiſchen Schuldſumme es der franzöſiſchen Regierung erleichtern dürfte, die Kam⸗ mer zu bewegen, die Nachzahlung der Dezemberrate zu genehmigen, denn die amerikaniſche Regierung habe dargetan, daß ſie bereit ſei, die Wünſche jener Schuldner zu berückſichtigen, die ihre bisherigen Verpflichtungen erfüllten. Eine Schwierigkeit ſcheint in der britiſchen Abneigung gegen eine Rückkehr zum Goldſtandard zu beſtehen. Aber ohne die britiſche Zuſicherung, daß Großbritannien die Rückkehr zur Goldwäh⸗ rung anſtreben werde, dürfte der ameri⸗ kaniſche Bundeskongreß nicht für einen Nach⸗ laß der britiſchen Schulden zu gewinnen ſein. Wie ſchon früher erwähnt, beſteht hier ſeit längerem die Tendenz, den Ländern, die infolge des Abgehens von der Goldwährung Amerika mit billigen Waren überſchwemmen, durch hohe Zuſchlagszölle die Etn⸗ fuhr zu erſchweren. Dieſes Dumping will man aber reſtlos beſeitigen, indem man die Schuldnerländer zur Rückkehr zum Gold veranlaßt. Sechs luxemburgiſche Bergleute gerettet — Luxemburg, 22. Januar. Die ſechs in einem eingeſtürzten Minengang eingeſchloſſenen Bergleute find wohlbehalten geborgen worden. Aulojagd auf einen Verbrecher Jugendlicher Bandit und Autodieb nach ſiebenſtündiger Verfolgung feſlgenommen Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 22. Januar. Geſtern nacht wurde nach einer aufregenden Ver⸗ folgung, die ſich von Sonnabend nachmittag 5 Uhr bis in die erſten Morgenſtunden hinzog, der 28 Jahre alte Willi Krebs in der Wohnung ſeiner Eltern verhaftet. Krebs war einer der Mittäter bei dem Raubüberfall auf den Geldtransport der Ber⸗ liner Verkehrsgeſellſchaft, bei dem ein Beamter ge⸗ tötet und zwei ſchwer verletzt wurden. Er war mit einer Horch⸗Limouſine, die er erſt vor zwei Tagen geſtohlen hatte, geflüchtet und hatte verſucht, die Grenze hinter Frankfurt an der Oder zu erreichen. Der ſofort einſetzende Alarm der Po⸗ lizei hinderte ihn aber daran. Er kehrte um. Po⸗ lizeiautomobile waren bereits unter⸗ wegs und verfolgten ihn. Es entſpann ſich auf den Zufahrtsſtraßen nach Berlin eine ſiebenſtündige wilde Jagd. Der Räuber konnte die Limouſine noch dicht vor das Haus ſeiner Eltern zurückfahren und wurde dann dort feſtgenommen. In den Nachtſtunden legte er auf dem Präſibium ein umfaſſendes Geſtändnis ab. Es war Krebs Plan, den Oſten zu erreichen und dann etwa drei Stunden hinter Frankfurt an der Oder die polniſche Grenze paſſieren zu Der Verfolgte hatte mit der großen Limon⸗ ſine im 80 Kilometer⸗Tempo Berlin verlaſſen und fegte mit dem Wagen nach Oſten zu. Doch bald mußte er bemerken, daß ihm der Weg ab⸗ geſchnitten worden war. Ueberall ſah er Polizei⸗ poſten auftauchen, denen er nur infolge der außer⸗ ordentlichen Geſchwindigkeit des Wagens entkommen konnte, Als der Burſche ſah, daß es für ihn keinen Aus⸗ weg mehr gab, entſchloß er ſich, umzukehren. Vor Frankfurt an der Oder bog er im weiten Bogen um, fuhr mit dem Auto in füdlicher Richtung weiter und verſuchte ſo, wieder nach Berlin hineinzukommen. In der Polizeizentrale am Alexanderplatz trafen jetzt dauernd telephoniſche Meldungen der Land⸗ jäger und der verfolgenden Autoſtreife ein, die die Fluchtrichtung des Verbrechers angaben. So wurde denn ſchließlich die Autoſtreife zuſammengezogen und nach den ſüdlichen Vororten Berlins beordert, um hier die Fahndung nach der Horch⸗Limouſine aufzunehmen. 5 Kaum war das geſchehen, als die Poſten an der füdlichen Peripherie bereits telephonier⸗ ten, daß der verfolgte Wagen in Richtung Schöneberg fahre. Von hier aus fuhren jetzt zahlreiche Polizeiwagen können. Davon erhielt die Kriminalpolizei[dem Räuber entgegen und ſichteten ihn ſchließlich in Kenntnis. Die Kriminalbeamten beſtiegen mehrere einer Hauptſtraße. Krebs lenkte die Limouſine jetzt Autos, die Landjäger öſtlich von Berlin wurden durch Schöneberg und ſteuerte dann nach der Steg⸗ nochmals per Depeſche auf den flüchtenden Täter litzer Straße, wo ſich die Wohnung ſeiner Eltern be⸗ aufmerkſam gemacht und dann ging die Jagd los.! findet. Hier erfolgte dann ſeine Verhaftung e Nee Vier Forderungen der Gewerkſchaften Telegraphiſche Meldung — Berlin, 22. Januar Ueber die Beſprechungen der Gewerkſchaftsführer beim Reichspräſidenten wird von Gewerkſchaftsſette mitgeteilt, daß dem Reichspräſidenten vier Vor⸗ ſchläge unterbreitet wurden. 1. großzügige Arbeitsbeſchaffung durch die öffentliche Hand. Die bisherigen Maßnah⸗ men müßten erheblich erweitert werden. 2. Durchführung einer der Produktionstechnik an⸗ gepaßten Arbeitszeitverkür zung die jedoch nicht zu weiteren Einkommenminderungen führen darf. 3. Erhaltung und Steigerung der deut⸗ ſchen Ausfuhr. 4. Wiederaufbau der Maſſenkauf⸗ kraft und der ſozialen Leiſtungen mit dem Ziele der Schaffung eines umſatzfähigen Binnenmarktes. Gereke über Arbeitsbeſchaffung Meldung des Wolff⸗ Büros a — Stuttgart, 22. Januar. Auf der 8. Vollverſammlung des würt⸗ tembergiſchen Gemeindetages ſprach der Reichskommiſſar für Arbeitsbeſchaffung und Präſi⸗ dent des Deutſchen Landgemeindetages Dr. Gereke über die öffentliche Arbeitsbeſchaffung und das Sofortprogramm. Der Reichskommiſſar wies zunächſt auf die bedrohliche Entwicklung der öffent⸗ lichen Finanzen in den letzten Jahren hin. Beſon⸗ ders das dauernde Steigen der Wohlfahrtslaſten habe die Gemeindefinanzen zerrüttet. Während am 31. Dezember 1931 nur 27,6 v. H. der Erwerbsloſen Wohlfahrtsunterſtützungen bezogen hätten, ſeien es am 31. Dezember 1932 33,4 v. H. geweſen. Die Reichsregierung habe ſich der von den Gemeinden immer wieder betonten Notwendigkeit einer Beſeiti⸗ gung der Dreiteilung in der Erwerbsloſenunter⸗ ſtützung nicht verſchloſſen. Eine interne Laſtenver⸗ ſchiebung bringe zwar eine Teilerleichterung, könne aber nicht das Geſamtproblem löſen. Nur eine wirkſame Bekämpfung der Arbeits⸗ loſigkeit werde die öffentlichen Haushalte von Reich, Ländern und Gemeinden entlaſten. Das Sofortprogramm ſtelle Kredite in Höhe von 500 Millionen/ für die Arbeitsbeſchaffung bereit. Bei der Prüfung und Sicherung der zahlreichen An⸗ träge auf Kredite werde dafür zu ſorgen ſein, daß die vorläufig zur Verfügung ſtehenden Mittel mög⸗ lichſt dezentraliſiert auch auf dem Lande zum Einſatz kommen und der zur Verfügung ſtehende Betrag nicht einſeitig für große Objekte verbraucht werde. Mit der Prüfung der erſten Anträge werde noch im Laufe des Monats Januar begonnen werden Am Schluß ſeiner Ausführungen warnte Reichs⸗ kommiſſar Gereke davor, die Fragen der Arbeits⸗ beſchaffung und beſonders die öffentliche Arbeits⸗ beſchaffung zu iſoliert zu betrachten. Ein einziges ſofort wirkſames Allheilmittel zur Behebung all unſerer Nöte und Sorgen in Deutſchland gebe es nicht, Ohne Wiederherſtellung der Kaufkraft der Maſſen ſei eine Belebung des Abſatzes von Induſtrie und Landwirtſchaft nicht zu er⸗ warten. Ohne rentable Landwirtſchaft ſei auf die Dauer aber das jetzt ſo im Vordergrund des öffentlichen Inter⸗ eſſes ſtehende wichtige Problem der Siedlung nicht zu löſen. Im übrigen rechtfertigten ſich alle Anſtren⸗ gungen der öffentlichen Hand, die Maſſenarbeits⸗ loſigkeit zu bekämpfen. Eine der Vorausſetzungen, ſtaatspolitiſche Gefahren zu mildern, ſei die Schaf⸗ fung des Vertrauens der Oeffentlichkeit. — Die neue Völlerbundsſchlappe Meldung des Wolff⸗ Büros — Genf, 22. Januar. Der Völkerbund hat eine neue ſchwere Schlappe erlitten: ſeine Bemühungen um Beilegung des mandſchuriſchen Konflikts find reſtlos zuſammen gebrochen. Nach monatelangen Verhandlungen hat der Neunzehner Ausſchuß des Völkerbunds geſtern feſtellen müſſen, daß ſeine Bemühungen, der Völkerbundsverſamm⸗ lung ein Verfahren zur Regelung des mandſchur ſchen Streitfalles vorzuſchlagen, im Augenblick ge⸗ ſcheitert ſeien. Eine außerordentliche Völkerbunds⸗ verſammlung ſoll Anfang Februar einberufen werden. Die Eröffnungsſitzung des Völkerbunds, rates iſt mit Rückſicht auf die neueſte Entwicklung im chineſiſch⸗japaniſchen Konflikt von Montag auf Dienstag verſchoben worden. 5 Nach Reutermeldungen aus Schanghai foll durch einen Bombenanſchlag auf die Eiſenbahnſtrecke bei Tſchangtſchun der Miniſterpräſident des Mandſchukoo, Pu⸗Yi, getötet und der japaniſche Botſchafter ſchwer verletzt worden ſein. Räuber ſchießen Chauffeur nieber Meldung des Wolffbüros — Gelſenkirchen, 22. Januar,. In Horſt⸗Süd wurde ein Chauffeur, als er ſeinen Wagen verlaſſen wollte, von Räubern nie⸗ dergeſchoſſen und ſchwer verletzt. Die Räuber ergriffen mit dem Lieferwagen die Flucht. Sie ent⸗ kamen mit 3000, Beute, die ſich in einer Akten⸗ taſche auf dem Führerſitz befanden. Geheimer Regierungsrat als Betrüger Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 22. Januar, Gegen den Geheimen Regierungsrat S. Doug⸗ las, der am Freitagabend in das Moabiter Gefäng⸗ nis eingeliefert worden war, iſt auf Grund eines Steckbriefes aus Karlsruhe Haftbefehl er⸗ laſſen worden. Douglas wird beſchuldigt, größere Betrügereien begangen zu haben. Letzte Meldungen Unſiunige Behauptungen — Berlin, 22. Januar. In der amerikaniſchen Preſſe laufen Gerüchte um, daß die Pläne des neuen Panzerſchiffes„Deutſchland“ geſtohlen ſeien. Dieſe Gerüchte werden von zuſtändiger Stelle als abſoluter Unſinn bezeichnet. Mutter geht mit ihren Kindern in den Tod — München, 22. Januar. In ihrer Wohnung an der Rablſtraße in München wurde eine Frau mik ihren beiden Kindern gasvergiftet tot aufgefunden. Nach hinterlaſſenen Aufzeichnungen hat die Frau ſelbſt den Tod geſucht. Zerrüttete Familienverhält⸗ niſſe und wirtſchaftliche Sorgen ſcheinen die Tat aus⸗ gelöſt zu haben. Zwei Bergleute verſchüttet — Beuthen, 22. Januar. Auf der zweiten Sohle der„Gräfin Johanna“ ⸗ Schachtanlage bei Bob⸗ rek ereignete ſich am Samstag abend ein Gebirgs⸗ ſchlag. Zwei Mann wurden verſchüttet. Die Ret⸗ tungsarbeiten ſind im Gange. Man hofft, die Ver⸗ ſchütteten lebend bergen zu können. Eine Familie verbraunt — Granada, 22. Januar. In einer Drogerie brach hier ein Brand aus, der bald auf andere Ge⸗ bäude übergriff und bedeutenden Schaden aurichtete, Die Familie des Drogiſten, insgeſamt ſechs Per⸗ ſonen, kamen in den Flammen um. Die Verliner Theaterverhältniſſe Von Oscar Bie Auf die Einzelheiten kommt es ſchon lange nicht mehr an, welches Geld die Direktoren hinter ſich haben und wie lange es reicht, wie hoch die Rotters ſchon gepfändet ſind, wieviel ſie ihren Stars bezahlen, oh ſie ſelbſt Beſitzer ſind oder andere vorgeſchoben haben, wieviel ſie den Autoren noch ſchulden— es handelt ſich um das ganze Syſtem. Es beginnt zu wanken. Natürlich hängt es mit der Wirtſchafts⸗ kriſe zuſammen, aber die Anſprüche der Weltſtadt ſind daran ſchuld, daß die Kataſtrophe hier in ſo großem Maßſtab droht. Wir wollen ſagen: droht, weil wir noch nicht alle Hoffnung aufgeben, daß man ſich rechtzeitig beſinnt und einſtellt. In der Auflöſung der Konzerne, die ſich als das Hauptübel herausſtellten, gingen die Staatstheater und die Reinhardtbühnen voran. Dort wurde Schillertheater und Kroll ab⸗ geworfen, aber man hatte immer noch die Rücken⸗ deckung der ſtaatlichen Zuſchüſſe. Hier wurde alles außer dem Deutſchen Theater und den Kammer⸗ ſpielen veräußert, aber es reichte doch nicht mehr, dieſe beiden Theater unter der neuen Direktion Beer⸗Martin, um die Klippe herumzubringen. Jetzt iſt begründete Ausſicht, daß die Kombination mit Neft⸗Achaz und Duisberg unter aktiver Regieteilnahme von Reinhardt eine Brücke ſchlägt. Die Rotters dagegen ſind mit der Auf⸗ Iöſung ihres ungeheuren Unternehmens, das der größte Konzern in der Welt iſt, erſtens offenbar zu ſpät gekommen, und zweitens haben ſie Methoden angewendet, die eine Sanierung ſehr ſchwierig machen. Man iſt darüber genügend unterrichtet, es ſcheint böſe bergegangen zu ſein, man hat es immer geahnt und erkennt es jetzt mit Schaudern. Durch den Konkursantrag für das Metropoltheater wird die Sache in Fluß kommen, aber um ſo bedenklicher wird die Zukunft ſein, da die größte Vorſicht geboten iſt. Eventuell läßt ſich durch perſonelle Ausſchal⸗ tungen, durch Umgruppierungen, vielleicht durch ein Auffangkonſortium die Situation für die Theater und vor allem für die Künſtler halbwegs retten. Die Geſchichte der Rotters, von ihren kleinen An⸗ fängen bis zu ihrem gewaltigen Sturz, iſt eines der großartigſten Kapitel des Romans der Theater- leidenſchaft. i Man erkennt an dieſen Vorgängen immer mehr, daß die alte Form der Direktorenherrlichkeit ihre Zeit gehabt hat. Das neue Leben kommt hier periodiſch aus den Kollektiven und den Studios der Schauſpieler, die mit einem übermenſch⸗ lichen Idealismus ihren Beruf ausüben und dabei Stücke von einer Durchſchlagskraft entdecken, die den üblichen Theatern verloren gegangen zu ſein ſchei⸗ nen. Sie werden jetzt vielfach nachträglich auf das Aber drepertoire übernommen. Aber die Grundlagen der Theater bleiben immer noch verſchieden genug, als daß man dieſe über einen Kamm ſcheren könnte. Von den ſubventionſerten Opernhäuſern iſt die Städtiſche Oper in demſelben Maße rührig ge⸗ worden als die Staatliche träge. Auch dieſe Inter⸗ eſſengemeinſchaft iſt in eine nützliche Konkurrenz aufgelöſt worden. Das Schauſpielhaus ſucht zwar immer noch nach einem Intendanten, bewährt ſich aber in der Auswahl und Einſtudierung der Stücke, in der Zuſammenſtellung der Künſtler garnicht ſchlecht. Es ſpielen ja vorläufig die meiſten Theater weiter. Ein paar nur ſind ganz geſchloſſen, einige wenige ſchließen zeitweiſe vor neuen Premieren. Die Volksbühne iſt eines der ſicherſten und zuverläſſigſten Theater in Berlin geworden und erreicht faſt mit jeder Vorſtellung einen größeren Erfolg. Es gibt einige Saiſonſchlager wie den„Ball im Savoy“, die„Glückliche Reiſe“, das„Automaten⸗ bufett“, die„Auslandsreiſe“, und jedes Theater ſehnt ſich, eine ſolche Serie zu gewinnen. Bei vie⸗ len wird experimentiert, ſchnell gewechſelt, das Loch immer neu geſtopft, und es geht ſo lange, wie es geht. Dies iſt die Peripherie, die wenig intereſſiert. In den zentralen Theatern mußte die Kriſe zum Ausbruch kommen und zur Beſinnung rufen. Nach allen bisherigen Erfahrungen wird das Ber⸗ liner Theaterleben nur dann geſunden, wenn unter Ausſchluß aller vermittelnden Billettunternehmun⸗ gen der direkte Verkehr zwiſchen Theater und Pu⸗ blikum ſowohl wirtſchaftlich als künſtleriſch geregelt wird, ohne Geſchäftemacherei, ohne Ueberzahlung, aus einem werktätigen Sinn heraus für die Kultur ser Kunſt. Hoffentlich ſind wir auf dem Wege dazu, dann hat Berlin nicht umſonſt geſündigt und gebüßt. O Geheimrat Enderlen 70 Jahre. Der bekannte Heidelberger Chirurg Geheimrat 0 Profeſſor Dr. Eugen Enderlen beging am 21. Januar ſeinen 70. Geburtstag. 1918 kam er als Nachfolger Geheimrat Wilms nach Heidelberg. Seit Hofrat Dr. Loth, dem es in einem Cuemnitzer Krankenhaus gelang, in einer dreiviertelstündigen Operation ein durch einen Messerstich schwer verletztes Herz so zu nähen, daß der Patient am Leben erhalten blieb. Herbſt 1932 lieſt Enderlen nicht mehr, iſt aber noch Leiter der Chirurgiſchen Klinik geblieben. Geheim⸗ rat Enderlen iſt eine anerkannte Autorität auf opera⸗ tivem Gebiet. Bekannt ſind vor allem ſeine Kropf⸗, Magen⸗ und Darmoperationen. Mit der Bluttrans⸗ fuſion hat Enderlen grundlegende Verſuche gemacht. OUraufführung eines Hummel⸗Daubmannſtückes. Im Stadttheater zu Singen erlebte im Rahmen der Spielfolge des Volksbühnenbundes„Der fal⸗ ſche Sohn“ von Max Porzig ſeine Urauffüh⸗ rung. Den ſieben Bildern des Stückes diente der am letzten Donnerstag vor der Freiburger Straf⸗ kammer verhandelte Fall Daubmann⸗Hummel als Vorbild. Dem Autor kam es dabei darauf an, den tiefen Seelenſchmerz der Mutter des vermißten Kriegsteilnehmers Oskar Daubmann in Endingen a.., die ihren einzigen Sohn durch die Schwinde⸗ leien des Offenburger Schneiders Hummel zum zwei⸗ ten Mal verloren hat, ins Rampenlicht zu ſtellen und dabei jene Kreiſe bloßzuſtellen, die den Schwindler auf der ſchiefen Bahn immer noch ſtärker vorwärts getrieben haben. Das Haus war bereits lange vor der Aufführung ausverkauft. Das Stück errang ſich einen Erfolg dank Aktualität der behandelten Pro⸗ bleme und der anſprechenden Darſtellung. Zwiſchenſpiel in Oberammergau Im Jahre 1633 iſt in dem ſtillen Tal von Ober⸗ ammergau die Peſt eingeſchleppt worden und hat in ganz kurzer Zeit 84 Menſchen hinweggerafft. Troſt⸗ los und hoffnungslos irrten die Menſchen durch die Straßen, bis ſie den Weg zu Gott fanden. Alle Ein⸗ wohner geben vor der Muttergottes⸗Kapelle ein Ge⸗ lübde ab, wenn von Oberammergau der Peſthauch genommen würde, ſollte die Leidensgeſchichte Jeſu Chriſti im heiligen Spiel dargeſtellt werden ſolange der Ort beſtehen werde. Und das Wunder geſchah Die Peſt zog weg von Oberammergau. Seit dieſer Zeit, zum erſten Male im Jahre 1634 wird nun in Oberammergau die Paſſion aufgeführt. Alle zehn Jahre bis zum Jahre 1910. Nach dem. Krieg wurde das Spiel erſtmals wieder im Jahre 1922 aufgeführt und dann im Jahre 1930. Im Jahre 1934 ſoll nun das Jubiläums⸗Paſſionsſpiel aufge⸗ führt werden. Um dieſes Jubiläum aber würdig ein⸗ zuleiten, ſoll bereits in dieſem Jahre 1933 nach der Idee des Bürgermeiſters und Oberſpielleiters Lang ein ſogenanntes Vorſpiel zur Aufführung gebracht werden. Weis mantel erhalten. Das Spiel, das dann auch im Jahre 1934 als Auftakt zur Paſſion geſpielt wird, bringt in fünf Akten die grauenvolle Vorgeſchichte des Paſſions⸗ Gelübdes. Wie die Peſt durch einen heimkehrenden Oberammergauer Bürger eingeſchleppt wird, wie die furchtbare Krankheit die entſetzten Bürger erfaßt und reiche Ernte unter der Bevölkerung hält bis ſelbſt der Pfarrer, der mit dem Allerheiligſten un⸗ terwegs iſt, um einem Sterbenden letzten Troſt zu ſpenden, ſelbſt von der Peſt angegriffen auf der Straße zuſammenſinkt. 5 Als die Not am höchſten iſt, zieht die Gemeinde geſchloſſen ſchon den Hauch des Todes im Herzen zur Kapelle der Mutter Gottes und tut dort das Paſſions⸗Gelübde. 5 Das Spiel wird hiſtoriſch getreu von Oberammer⸗ gauer Einwohnern dargeſtellt und an den Sams? tagen und Sonntagen in den Monaten Juli und Anguſt aufgeführt werden. Die Darſteller rekru⸗ tieren ſich aus den Kreiſen der Mitwirkenden aus dem großen Paſſionsſpiel und einer Reihe jüngerer ebenfalls einheimiſcher Kräfte, die zum erſten Male damit in die Reihen der Paſſionsſpieler treten. Das Spiel wird ſo ein wirkungsvoller Auftakt für das Jubiläums⸗Paſſionsjahr 1934.. worden Den Auftrag zu der Ausarbeitung dieſes Vorſpieles hat der bekannte fränkiſche Dichter Les —.=—..„ 122 pe Januar. Schlappe legu ng find n. Nach Unzehner „ müſſen, berſamm⸗ indſchurf⸗ iblick ge⸗ erbunds⸗ nberufen bunds⸗ twicklung ttag auf oll durch recke bei t des apaniſche eder N anuar. „als er n nie⸗ Räuber Sie ent⸗ r Akten⸗ krüger Muar. Dou 9 Gefäng⸗ d eines fehl er⸗ größere aniſchen 8 neuen worden 1 Stelle C Tod tung an rau mit efunden. ie Frau verhält⸗ at aus⸗ Sohle ei Bob⸗ zebirgs⸗ zie Ret⸗ ie Ver⸗ gerie ere Ge⸗ richtete. s Per⸗ · Male N. Das ür das WW— 4 * Forderung nachgekommen, Montag, Hechler zum Gedächtnis ſchlichten Gedenkfeier Sonntag vormittag etwa 60 Aktive der Karl Zu einer am geſtrigen Mannheimer Liedertafel vor des am 15. Januar 1932 verſtorbenen unvergeß⸗ lichen Ehrenpräſidenten Karl Hechler auf dem Hauptfriedhof eingefunden. Der von Ulrich Her zog dirigierte Chor leitete die Feier mit dem mehr⸗ ſtimmigen Chor„Stumm ſchläft der Sänger“ ein. Dann widmete der 2. Vorſitzende, Rechtsanwalt Dr. Brunner, dem treueſten Freund der Mannheimer Liedertafel, der mehr als fünfzig Jahre hindurch in ihr geſungen und gewirkt hatte, herzliche Gedächtnis⸗ hatten ſich dem Grabe worte. Wer die Liedertafel kannte, kannte auch Hechler. Heute iſt noch der Geiſt Hechlers in der Liedertafel lebendig, der er Geſicht und Lebensſtil gegeben hat. Im Gefühl der Dankbarkeit und mit der Verſicherung, daß ſein Erbe unvergeſſen bleibt, legte Dr. Brunner einen Kranz nieder, der auf der lila Schleife die Worte trug:„Die Mannheimer Liedertafel ihrem Karl Hechler.“ Der Silcherchor„Zu End“ beſchloß die Trauer⸗ feier, die ſchon durch ihre ſtarke Teilnahme bewies, wie lebendig das Andenken heimgegangenen Ehrenpräſidenten in der Mannheimer Liedertafel iſt, deren umflorte Fahne ſich zum Abſchied über dem Grabe neigte. Leerwohnungen und Neuhausbeſitz Die Vereinigung Neu⸗Hausbeſitz e. in Mannheim erſucht uns um Aufnahme fol⸗ gender Zuſchrift: Vor kurzer Zeit gab die Stadtverwaltung das Ergebnis der Oktober⸗Zählung der leerſtehenden Wohnungen, ſowie das aufgrund der Zählung er⸗ rechnete ſtatiſtiſche Material bekannt. Aus dieſen Zahlen allein die Lage des Neuhausbeſitzes be⸗ urteilen zu wollen, würde zu einem Trugſchluß führen. Die Zahl der im Januar gekündig⸗ ten Wohnungen muß ebenfalls berückſichtigt werden. Der Neuhausbeſitz iſt durch die leerſtehenden und gekündigten Wohnungen überaus belaſtet. Für Mietverluſte iſt in den Mieten der Neubauten keiner⸗ lei Riſtkoprämie einkalkuliert. Der Neuhausbeſitz muß jeden Mietverluſt in voller Höhe ſelbſt tragen, während der Althausbeſitz bei Mietverluſten die Möglichkeit einer entſprechenden Herabſetzung der Grund⸗ und Gebäudeſonderſteuer hat. In der kom⸗ menden Zeit werden ſich die Mietverluſte durch Leer⸗ des ſtehen von Wohnungen wohl noch erheblich ver⸗ größern. Es iſt zu berückſichtigen, abgeſehen von dem Einkommensrückgang der geſamten Bevölke⸗ rung, daß eine Abwanderung aus der Stadt eingeſetzt hat, der Altersaufbau der Bevölkerung ganz anders geworden iſt, als in der Vorkriegszeit, und die Geburtenziffer immer mehr zurückgeht. Es ſind auch nicht allein die Mietverluſte, die für den Neuhausbeſitz eine große Gefahr bilden, ſondern die mit ihnen verbundenen Folgen. Ein Leerſtehen von Wohnungen kann heute mangels jeglicher Re⸗ ſerven noch viel weniger ertragen werden, als in der Vorkriegszeit. Dazu kommt, daß das Leerſtehen von Wohnungen zu einem immer weiteren Ab⸗ gleiten der Mietzinſen führen muß. Der Neuhausbeſitz hat volles Verſtändnis für die Forde⸗ rung der Mieterſchaft auf Senkung der Mietzinſen. Er iſt auch ſchon in weiteſtgehendem M dieſer in vielen ſchon über das tragbare Maß hinaus. Die ieterſchaft muß aber andererſeits erkennen, daß der Neuhaus⸗ beſitz aus eigenen Kräften überhaupt zu einer wei⸗ teren Senkung der Mieten nicht mehr ſchreiten kann. Denn im Gegenſatz zum Althausbeſitz, bei dem mit einer Mietſenkung eine gewiſſe ſteuerliche Entlaſtung verbunden iſt, trifft den Neuhausbeſitz eine Senkung der Mietzinſen nicht nur teilweiſe, ſondern in vollem Umfange. Gerade infolge der geſunkenen Mietein⸗ nahmen iſt ſchon bei faſt allen Neubauten eine Ren⸗ tabilität nicht mehr vorhanden. 5 Sollte das Mietzinsniveau weiter ſinken, ſo wird ſich der private Neuhausbeſitz wirtſchaftlich einfach nicht mehr halten können. Die Ausgaben haben ſich nicht vermindert, ſondern durch den häufigen Mieter⸗ wechſel eher erhöht. Die Erſparnis durch die Zins⸗ ſenkung der Notverordnung iſt durch die vorgenom⸗ menen Mietermäßigungen weit überholt. Es iſt da⸗ her notwendig, daß zum Ausgleich gegenüber den geſunkenen Mieteinnahmen eine Entlaſtung des Neuhausbeſitzes erfolgt. Er glaubt, Maß⸗ nahmen zu ſeiner Entlaſtung fordern zu dürfen, weil Fine jetzige wirtſchaftliche Lage weſentlich auf die Deflativnspolittk und das außerordentliche Kündi⸗ gungsrecht zurückzuführen iſt. Nur wenn Gemeinde, Staat und Reich ſich zu durchgreifenden Maßnahmen entſchließen, kann der Neuhausbeſitz vor dem Zu⸗ ſammenbruch und die Volkswirtſchaft vor ſchweren Erſchütterungen bewahrt werden. * Der Haupttreffer des Mannheimer Hilfswerks gezogen. Der Haupttreffer von 1000/ der Lotterie des Mannheimer Hilfswerkes wurde am Samstag bei der Firma J. Stürmer, Lotterie⸗Unternehmer, 9 7, 11, gekauft und ſogleich in bar ausbezahlt. Es iſt zu hoffen, daß auch der Haupttreffer der 2. Serie und die vielen anderen Gewinne den Mannheimern ſo viel Freude bereiten, wie dem Gewinner der erſten 1000 l. Jeder, der ein Los kauft, unterſtützt ein edles Werk der Fürſorge. * Unfall beim Eislauf. Auf der Eisbahn in Sand⸗ hofen zog ſich am Samstag ein 20jähriger Tag⸗ öhner beim Schlittſchuhlaufen eine Kopfverletzung und eine Gehirnerſchütterung zu. Der Verunglückte wurde ins Allgemeine Krankenhaus verbracht. Herrlicher Winterſport⸗Sonntag Bei 4 Grad Kälte ſtarker Andrang zu den Mannheimer Eis und Rodelbahnen Der von den Meteorologen angeſagte nordiſche Kaltlufteinbruch hat ſich prompt eingeſtellt. In der Nacht zum Sonntag ſank die Temperatur auf 7 Grad Celſius unter Null, ein Tiefſtand, der in dieſem Winter noch nicht erreicht wurde. Dadurch wurde auch der Schneefall vereitelt, der am Samstag in den Vormittagsſtunden ganz zaghaft einſetzte. In dieſem ſchneearmen Winter erregen ſchon ein⸗ zelne Flocken die allgemeine Aufmerkſamkeit. Die Jugend, die ſich ſchon im Geiſte auf dem Rodelſchlit⸗ ten den Gockelsberg hinunterſauſen ſah, freute ſich zu früh. Es blieb auch am Samstag nachmittag bei der ganz geringen Andeutung, daß Frau Holle nicht abgeſetzt iſt. Am Sonntag vormittag war zwar der Himmel wieder ziemlich bedeckt, aber gegen Mittag gewann die Sonne ſchnell die Oberhand, ſo daß ſich von da ab ein wolkenloſer Himmel über die Stadt ſpannte. Die Spaziergänger bevölkerten ſchon vormittags Schloßgarten, Luiſen⸗ und Waldpark. Der Nordwind blies zwar recht kräftig, aber man nahm daran keinen Anſtoß, weil die Luft von einer Beſchaffenheit war, die den Lungen recht wohl tat. Am Nachmittag konzentrierte ſich der Verkehr auf die Gegenden, wo dem Winterſport gehuldigt wer⸗ den konnte. Um 4 Uhr zeigte das Thermometer auf dem Paradeplatz noch 4 Grad unter Null an. Zum nicht geringen Verdruß der Jugend nahmen geſtern die Eisbrecher ihre Tätigkeit auf. Zur Auf⸗ rechterhaltung der Schiffahrt mußten Fahrrinnen in die Eisdecken des Altrheins und der Hafenbecken gebrochen werden. Die Eisſportler hatten ihren ganz großen Tag. Die ſtädtiſchen Eisbahnen auf dem Meßplatz und auf den Kirchweihplätzen in den Vorſtädten hat⸗ ten durch das öftere Beſpritzen in den letzten Tagen faſt alle Unebenheiten verloren. Daß in den Nach⸗ mittagsſtunden eine Ueberfüllung eintrat, wurde gerne in Kauf genommen, denn die Hauptſache war, daß man hundertprozentig dem Sport huldigen konnte. Auf den ſtädtiſchen Eisbahnen im Sta⸗ dion und auf dem Pfalzplatz konnte man bei Neue Mannheimer Zeit giert worden waren. An den Ufern des Bellen⸗ ung Morgen⸗Aus gabe Muſik dahingleiten. Ueberall herrſchte Bedauern dar⸗ über, daß die Muſikkapellen nur für Stunden enga⸗ Schilder mit der Auf⸗ angebracht, aber nie⸗ krappens hatte man zwar ſchrift„Eislaufen verboten!“ mand beachtete, die Warnung. Trotz des anhaltenden Froſtes war die Eisdecke auf dem Bellenkrappen doch noch nicht in dem Zuſtand, der einen gefahrloſen Sport ermöglichte. Nur auf der„Kilometerbahn“ ſchien das Eis einigermaßen tragfähig zu ſein. Wei⸗ ter in den Waldpark hinein wurde die Eisdecke immer dünner. An der„Schleife“ waren größere Strecken überhaupt nicht zugefroren. Der ſtändig wehende Wind verhinderte hier weſentlich die Bil⸗ dung des Eiſes. Auf den Eisrodelbahnen war ebenfalls Hoch⸗ betrieb. Beſonders am Weißen Sand hatten ſich außer den Rodlern hunderte von Zuſchauern einge⸗ funden. Die Skiläufer hätten eigentlich alle Urſache gehabt, ihre Bretter zu ſchultern und in den Schwarzwald zu fahren. Die Schneeverhältniſſe waren erheblich beſſer als am vergangenen Sonntag, ſo daß ſich eine Fahrt ins Weiße ſchon lohnte. Der am Samstag abgelaſſene Sonderzug zu halben Fahrpreiſen hatte über⸗ raſchenderweiſe eine Beſetzung von nicht einmal 100 Perſonen aufzuweiſen. Es iſt klar, daß die wirtſchaft⸗ lichen Verhältniſſe ſchuld daran waren, daß der Zug ſo geringen Zuſpruch fand. Auch am geſtrigen Sonntag waren die fahrplanmäßigen Züge, die in den Schwarzwald fuhren, ſchlecht beſetzt. Der übrige Bahnverkehr hielt ſich ebenfalls in mäßigen Grenzen. Das Faſchingstreiben bewegte ſich auch am Samstag in geringen Gren⸗ zen. Lediglich einige Kappenabende ließen er⸗ kennen, daß wir uns bereits in der Faſchingszeit befinden. Maskenbälle fanden nicht ſtatt. Die wenigen Masken, die durch die Straßen eilten, Ludwigshafen zum Ziel, Maskenball der Saiſon hatten unſere Nachbarſtadt wo im Pfalzbau der erſte ſtartete. Das Gemeindehaus Pfingſtberg fertiggeſtellt In der am 19. Januar abgehaltenen evangeliſchen Bezirksſynode wurde beſonders hervorgehoben, daß die Pfingſtbergſiedlung nicht nur ein ſtarkes Wachstum auſweiſt, ſondern auch ein ge⸗ radezu vorbildliches kirchliches Gemeindeleben ent⸗ wickelt. Von den etwa 2400 Einwohnern ſind 1300 evangeliſch. Seit der Einweihung des Beetſaales am vierten Advpentſonntag iſt eine nicht erwartete Weiterentwicklung zu verzeichnen. Insbeſondere der Gottesdienſtbeſuch, den man bei dieſer Einwohner⸗ zahl auf etwa 100 geſchätzt hatte, weiſt durchſchnitt⸗ lich 250 auf, womit jetzt ſchon der Raum voll aus⸗ genützt wird. Dieſe hohe Beſucherzahl von etwa 207 kann keine andere Mannheimer Gemeinde aufweiſen. Ganz beſonders erfreulich iſt die rege Anteilnahme der Gemeindeglieder der Behelfsbauten, die auch die kirchlichen Einrichtungen, z. B. den Frauenverein, in großer Zahl aufſuchen. Ihrem Wunſche entſpre⸗ chend dürften die Evangeliſchen der zu Seckenheim zählenden Eiſenbahngemeinde am Bahnhof Secken⸗ heim dem Pfingſtberg⸗Kirchſpiel in Bälde zugeteilt werden. 5 Die Preſſe hatte nunmehr Gelegenheit, in en erſtellte Bauwerk nach vollendeter Innen⸗ 0 tigen. Hierzu hatten ſich auch Pfingſtberg⸗ Gemeinderat Herbold, die Rheingauer Kirchengemeinderäte Bohne, For ſt meyer, Krebs, Lier und Schwender und Herren des Hochbauamtes eingefunden. Nach der Begrüßung der Erſchienenen ging Stadtpfarrer Vath zunächſt auf die Entwicklung der Pfingſtberggemeinde ein, um dann die Baugeſchichte des Gemeindehauſes zu ſchildern. Da die zur Verfügung ſtehenden Mittel ſehr gering waren, mußte, um allen Bedürfniſſen gerecht zu werden, zu einer verbilligenden Bauweiſe gegriffen werden. Nach Erſtellung ſo mancher anderer kirchlicher Zweckbauten ſei man glücklich, die auch Angeſtelltenjugend Borufswettkämpfe 1933 In größerem Rahmen wurden am geſtrigen Sonntag in ganz Deutſchland von der Angeſtellten⸗ Jugend Berufswettkämpfe zum Austrag ge⸗ bracht, die letztmals in dieſem Ausmaße im Jahre 1930 ſtattfanden. Die Organiſation und die finan⸗ zielle Durchführung hatte wiederum der Gewerk⸗ ſchaftsbund der Angeſtellten übernommen, dem in Mannheim die erforderlichen Räume in den Gewerbeſchulen D 4 und C 6 zur Verfügung geſtellt worden waren. Das Intereſſe an dieſem Leiſtungswettbewerb war recht rege. Es zeigte ſich, daß Berufsfreudigkeit und Berufs⸗ eifer beim Angeſtellten⸗Nachwuchs auf einer be⸗ achtenswerten Höhe ſtehen. Allerdings konnte man feſtſtellen, daß zahlenmäßig die männliche Augeſtell⸗ ten⸗Jugend den Kürzeren gezogen hat, denn die Zahl der weiblichen Teilnehmer war in allen Klaſſen er⸗ heblich größer als in der männlichen Abteilung. Bei den Mädchen in der D 4⸗Schule und bei den Jungens in der C 6⸗Schule war geſtern vormittag die Spannung auf das Höchſte geſtiegen, als um 11 Uhr der Wettkampf eröffnet wurde. Teilnehmer aus Ladengeſchäften, aus Kontoren, Techniker, Schuljugend und erwerbsloſe Kaufleute ſaßen ge⸗ trennt in Klaſſen und erwarteten die geheimgehalte⸗ das vier Rheinauer Glocken ein Geläute hat, das nicht vergebens die Gemeindeglieder zum Gottes⸗ dienſt einlädt. 9% K. ſteigt ins Examen — Die Mäoͤchen in Front nen Prüfungsaufgaben, die für jede Berufsklaſſe verſchieden waren und nur eine Einheitlichkeit für 40% Brennſtoff ſparende Holzſkelett⸗Hera⸗ klit⸗Leichtbauweiſe ausgewählt zu haben. So iſt es verſtändlich, daß der Bau durch Architekt Ker ä⸗ mer mit einem Aufwand von 42 000/ erſtellt wer⸗ den konnte. Er iſt in der Innen⸗ und Außenarchitek⸗ tonik ein Muſterwerk. Durch eine für den Gottes⸗ dienſt zuſammenſchiebbare Wand wurde die eine Raumhälfte für den Kindergarten geſchaffen. Der Chor kann durch einen Vorhang verdeckt wer⸗ den, ſo daß die Altarniſche bei Verwendung des Rau⸗ mes als Verſammlungsſaal nicht ſtört. Als ſehr zweckentſprechend iſt ſtatt der Bänke Beſtuhlung gewählt worden. Zu den 270 Plätzen ſtehen auf der Empore weitere 40 zur Verfügung. 2 5 Hauptwert legte man auf die ſanitären Anlagen. Als Bodenbelag wählte man iſolierendes, miſchfarbi⸗ ges Steinholz. Einen vornehmen Eindruck machen die eichenholzfournierten Türen. Das untere Stockwerk enthält für die Kranken⸗ und die Kinderſchweſter je ein ſehr freundliches Zim⸗ mer, ein modernes Bad und die Küche. Ein ur⸗ ſprünglich ebenfalls für ſanitäre Zwecke beſtimmtes Zimmer verſtand der durch vier während ſeiner Amtszeit erſtellte Bauten ſehr bewanderte Pfarrer Vath zu einem den verſchiedenſten Zwecken dienen⸗ den Raum zu geſtalten. De Das zweite Stockwerk um⸗ faßt die Dienerwohnung, zwei Zimmer mit Bad, ſo⸗ wie ein weiteres modern ausgeſtattetes Zimmer für den Vikar. Als letzter Bauabſchnitt ſind drei Säle mit Nebenräumen von je 60 Om. Größe, ſowie eine ſchon bedachte Vertiefung der Kirche um 7 Meter geplant. Was dem Gotteshaus, das eine ausgezeichnete Akuſtik aufweiſt, noch fehlt, iſt eine Orgel. Jetzt tuts ein Harmonium. Aber ſtolz iſt die opferbereite Pfingſt⸗ berggemeinde, daß ſie durch Ueberlaſſung einer der das ganze Reich aufzuweiſen hatten. Von den beiden Aufſichtsperſonen, die aus führenden Mitgliedern des GDA. und Leh⸗ rern der Handelsſchule beſtanden, wurden jeweils die Wettbewerbsbeſtimmungen be⸗ kanntgegeben, worauf die Verteilung der gedruckt vorliegenden Aufgaben erfolgte. Mit Ausnahme der Schuljugend und der erwerbsloſen Teilnehmer konnte innerhalb der Berufsklaſſen eine beliebige Leiſtungsklaſſe ge⸗ wählt werden. Allerdings mußte jeder einzelne Teilnehmer darauf achten, daß er von den drei Lei⸗ ſtungsklaſſen die Klaſſe wählte, die ſeinem Können entſprach, denn von einem Lehrling im dritten Lehr⸗ jahr mußte man erwarten, daß er ſich mit der ſchwer⸗ ſten Aufgabe beſchäftigt. a Das Zeichen zum Beginn des Wettkampfes wurde gegeben. Jeder einzelne war ſich ſelbſt überlaſſen. Genau zwei Stunden hatte er Zeit, die Rechenauf⸗ gaben zu löſen, Fragen aus der Verkaufspraxis, aus der Verkaufsorganiſation, aus der Kontorpraxis zu beantworten, techniſche Aufgaben zu löſen oder ſein ſonſtiges Wiſſen zu dokumentieren. Daß die Die Reichsbahnn wirbt für das Wagner⸗Gedenljahe er Das eindrucksvolle Plakat, das von der Reichsbahn jetzt herausgebracht wird, um für den Beſuch der gnerſtätten anläßlich des Jubiläumsjahres zu werben. erkennen, daß die meiſten Teilnehmer lange vor Ablauf der zur Verfügung geſtellten Zeit ihre Ar⸗ beiten ablieferten. In einer Mädchenklaſſe löſte eine Teilnehmerin in kürzeſter Zeit die Aufgaben der erſten Lei⸗ ſtungsklaſſe und machte ſich daun ſofort an die Aufgaben der dritten Leiſtungsklaſſe. Im übrigen konnten die Aufgaben für unſere Großſtadtjugend keine allzugroßen Schwierigkeiten bereiten, da ſie nach dem Leiſtungsvermögen des Reichsdurchſchnitts zuſammengeſtellt waren. Als dann die zwei Stunden um waren, brauchte man auf Nachzügler nicht zu warten. Ihr Intereſſe an der Durchführung der Berufswettkämpfe bekundeten Stadtoberſchulrat Lohrer, Dr. Lämmerman n vom Stadtſchulamt und die Handelsſchul⸗Direktoren Roth und Dr. Kähny, die den einzelnen Klaſſen einen Beſuch abſtatteten. Die Arbeiten werden in den nächſten Tagen von einem Ausſchuß durchgeſehen, der ſich aus Männern der Praxis und aus Handelsſchullehrern zuſammen⸗ ſetzt. Die ermittelten Ortsſieger werden mit Preiſen bedacht. Siegerverkündung und Preisverteilung iſt bereits am nächſten Samstag, 28. Jauuar, 20 Uhr, in der Aula der Handels⸗Hochſchule, wobei gleichzeitig ein Berufsberatungsabend mit einem Vortrag über das Thema„Wie ſteht es mit der Zukunft für den Lehrling?“ ſtattfinden wird. Die vom Orts⸗Bewertungsaus⸗ ſchuß ermittelten beſten Arbeiten werden einem Landes⸗Bewertungsausſchuß übermittelt, der die Aufgabe hat, den Landes⸗Sieger feſtzuſtellen. 12 v. H. der hierbei geprüften Arbeiten kommen nach Berlin, wo ſie einem aus hohen Perſönlichkeiten be⸗ ſtehenden Ausſchuß zur Ermittlung des Reichsſiegers vorgelegt werden. Univerſum:„Ika Schickſal Gunther P In einer Morgenaufführung am Sonntag rollte ſich in einem ausgezeichneten Film das Schickſal des Fliegers von Tſingtau, Gunther Plüſchows, ab. Plüſchow war immer ein Menſch, der aufs Ganze ging, eine einmal angepackte Sache wurde von ihm bis zum Ende durchgeführt. Keine Schwie⸗ rigkeit war ihm zu groß, um zum Ziel zu kommen. Die⸗ ſen Wagemut mußte er nur zu früh, fern ſeiner geliebten Heimat, mit dem Leben bezahlen. Hauptmann Köhl, der Bezwinger des Ozeans, gibt in der Einleitung dem Sohne Plüſchows eine kurze Schil⸗ derung über den Lebensgang ſeines Vaters. Der junge Plüſchow iſt vollſtändig im Bilde. Er weiß genau was ſein Vater geleiſtet hat, von ihm ſcheint er auch die Liebe zum Fliegen geerbt zu haben. Blitzartig touchen Kriegs⸗ bilder aus dem Fernen Oſten, der Schlacht um Tſingtoau im Jahre 1914 auf. Plüſchow, der einzige deutſche Flieger, hat ſeinen Gegnern die Hölle heiß gemacht. Er war einer der wenigen Deutſchen, dem es gelang, aus engliſcher Ge⸗ fangenſchaft zu entfliehen und wieder on der deutſchen Front als Flieger mit großem Erfolg tätig zu ſein. Nach dem Krieg war es für den unruhigen Geiſt Plüſchows nicht leicht, irgend wo Fuß zu faſſen. e durch magiſche Kräfte angezogen, fuhr er nach dem Feuer⸗ land und Patagonien. Die unerforſchte Unendlichkeit und die himmelwärts ſtrebenden Berge, die in den en ver⸗ ſchwonden, hatten es ihm angetan. Unter ſten Verhältniſſen unternahm er eine Expedition ch dem Lond ſeiner Sehnſucht. Im Flugzeug beherrſchte er die ganze Landſchaft, er ſah herrliche Bi blick in die Gletſcherwelt in dieſem ihrer Schönheit unvergleichlich und ufer an in die Höhe ſtreben, befinden ſich herrliche Wälder, Wohl in kaum einem anderen Land ſind die Gegenfätze in der Natur auf räumlich engſtem Platz ſo ſtark ausgeprägt wie hier. Prächtige Aufnahmen geben einen Einblick in dieſe unvergleichlichen Schönheiten, die Plüſchow ſehen durfte. Man gewann faſt den Eindruck, als ob ihn das Schickſal noch einmal kurz vor ſeinem frühen Ende Herrlichkeiten der Erde ſehen laſſen wollte. Mafeſtätiſe durchziehen rieſige Kondore die Luft, ihr Flug iſt von einer Schönheit, die der Menſch mit ſeiner Maſchine nie nach⸗ ahmen kann. Unerwartet un d allzu früh kam der jfähe Tod dieſes un er ſchrocken en Flie⸗ gers. Stolz und ſieghaft ziehen die Kondore auch nach⸗ her noch ihre Bahnen Dem Ikarus Plüſchow, der gleich dem wirklichen Ikarus der Sonne zuſtrebte, ſollle ſein Höhenflug zum Verhängnis werden. Auch er ſtürzte mit gebrochenen Flügeln in die Tiefe. i Das Denkmal, das dem Flieger von Tſingtau, Gunther Plüſchow. in dieſem Film geſetzt wurde, iſt von einer überwältigenden Eindringlichkeit. Man fühlte das tragiſche Ende dieſes mutigen Fliegers herannahen, ohne daran denken zu wollen. Das Ende kam zu raſch und un⸗ erwartet. Ein Stück moderne Romantik und Abentener⸗ Aufgaben nicht allzu ſchwer waren, konnte man daran In allen „ TABLETTEN luſt hat mit dem Tode Plüſchows ſeinen Abſchluß gefunden. erhalſlich zum preise von NR. O. 89..30,. 88. 4. Seite/ Nummer 37 — Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe Montag, 23. Januar 199 Günſtige Finanzlage der Stadt Karlsruhe Oberbürgermeiſter Dr. Finter äußert ſich befriedigend im Bürgerausſchuß Der Karlsruher Bürgerausſchuß hatte am Dienstag eine ſehr bedeutungsvolle Tagesord⸗ nung zu erledigen. Die Sitzung verlief zeitweiſe etwas geräuſchvoll, aber es kam zu keinen eigent⸗ lichen Zwiſchenfällen. Etwa zwei Stunden laug unterhielt man ſich lt.„Karlsr. Ztg.“ über die Stillegung der ſtädtiſchen Milchzentrale, die gegen Leiſtung einer Entſchädigung durch den Badiſchen Molkereiverband in Höhe von 110 000 Mk. ab 1. Februar erfolgt. Damit verſchwindet der letzte ſtädtiſche Regiebetrieb. Die Kommuniſten hatten eine Reihe von Anträgen eingebracht auf Abſetzung der Vorlage von der Tagesordnung, Weiterbeſchäftigung der Arbeiter und Angeſtellten uſw. Auch die Sozialdemokraten verlangten Zurückziehung der Vorlage, neue Verhandlungen und Schritte zur Bil⸗ dung einer gemeinſchaftlichen Milchzentrale, unter Beteiligung der Stadt. Schließlich wurde die Vor⸗ lage des Stadtrats gegen die Stimmen der Sozial⸗ demokraten und Kommuniſten angenommen, nachdem der Stadtrat in einer beſonderen Sitzung beſchloſſen hatte, ſeine Vorlage aufrecht zu erhalten. In der Ausſprache wurde namens des Stadtver⸗ ordnetenvorſtands vom Stadtv. Schneider(tr.) ausgeführt, daß die Stadt infolge des von der Re⸗ gierung verfügten„Milchwirtſchaftlichen Zuſammen⸗ ſchluſſes“ genötigt ſei, ihre Zentrale ſtillzulegen. Da⸗ zu komme das große Angebot an Milch und Milch⸗ produkten. Die ſtädtiſchen Verbraucher müßten einen nicht mehr gerechtfertigten Milchpreis von 28 Pfg. bezohlen, der eine viel zu hohe Spanne zwiſchen Er⸗ zeuger und Verbraucher enthalte. Im übrigen brachte die Ausſprache viel Kritik an der reichsrechtlichen Regelung der Milchwirtſchaft und am Paſteuriſie⸗ rungszwang. Es wurde allerdings zugegeben, daß es nun nicht mehr möglich ſei, in Karlsruhe zwei Zentralen beſtehen zu laſſen. Der ſozialdemokratiſche Redner bekannte ſich als grundſätzlicher Anhänger der Regiebetriebe. In normalen Zeiten wie vor dem Krieg hätte die ſtädtiſche Milchzentrale— ſo führte der Redner der Wirtſchaftspartei aus— über⸗ haupt nicht gegen die private Milchverarbeitung und den Milchhandel konkurrieren können. Seinerzeit— das hielt der Redner den Gegnern der Paſteuriſte⸗ rung vor— wurde bei der Begründung der ſtädti⸗ ſchen Milchzentrale beſonders auf die Notwendigkeit der hygieniſchen Behandlung der Milch hingewieſen. Bürgermeiſter Dr. Schneider wies ſchließlich darauf hin, daß die ſtädtiſche Milchzentrale in ſchwie⸗ riger Zeit ihre Aufgabe erfüllt habe und nicht mit Verluſt abſchließe. Die Schulden bei der Stadtkaſſe betragen noch 50000 Mark. Vom Grundkapital von 80 000 Mark ſeien alſo 30000 Mark zurückbezahlt. Aus der Höhe des Kaufpreiſes ergibt ſich ein Ueber⸗ ſchuß. Unerläßlich notwendig ſei die Weiterführung des ſtädtiſchen Betriebs unter den heutigen Umſtän⸗ den nicht mehr. Der Stadtratsbeſchluß ſei eine swangsläufige Folge der Reichs⸗ und Landesgeſetz⸗ gebung. Nunmehr folgte die Beratung der Hauptvorlagen auf Arbeitsbeſchaffung, die zuſammen Ausgaben von rund 4 Mill. Mk. vor⸗ ſehen: Einleitung der Vorarbeiten für die Maxauer Brücke, Bau einer Markthalle am alten Bahnhof, Verbreiterung des Stichkanals zum Rheinhafen, Waſſerverſorgung von Bulach, Straßenbauten. Dieſe Vorlagen wurden zuſammen behandelt und ein⸗ ſtimmig angenommen. Oberbürgermeiſter Dr. Finter bezeichnete es in einleitenden Aus⸗ führungen als erfreuliches Zeichen für Karlsruhe, daß es jetzt in dieſer Notzeit infolge der Entwicklung des Karlsruher Hafens an Hafenerweiterun⸗ gen gehen könne. Gerade der geſtrige Montag ſei mit der Ankunft von 64 Schiffen ein Rekordtag geweſen. Der Stichkanal ſei einem ſolchen Verkehr nicht mehr gewachſen. Der Zuſtand an der Schiffs⸗ brücke bei Maxau ſei ſchlechthin unerträglich ge⸗ worden. Durch eine ſeſte Rheinbrücke erwarte die Stadt eine Belebung des Geſchäftsverkehrs. Die Stadt leiſte allerdings einen Zuſchuß von 1½ Mill. Mark. Es müſſe aber nun dem Trauerſpiel mit ber Verzögerung des Projekts und dem Feilſchen darum ein Ende gemacht werden. Aehnlich liege es mit den kleineren Projekten, dem Markthallen bau und der Waſſerverſorgung von Bulach, die ſchon aus geſundheitlichen Gründen erforderlich ſeien. Die Stadt erwarte für alle Projekte die Unterſtützung der badiſchen Regierung. Der bisherige Verlauf der Verhandlungen in Berlin berechtige zu der An⸗ nahme, daß Schwierigkeiten nicht entſtehen werden. Zur Finanzlage der Stadt Karlsruhe führte der Oberbürgermeiſter aus, daß ſie ſeinerzeit vornehmlich infolge der kurzfriſtigen Verſchuldung recht ſchwierig war, wozu noch die ſchlechte Wirt⸗ ſchaftslage kam. Heute ſcheinen jedoch dieſe Schwie⸗ rigkeiten im Weſentlichen überwunden. Unſere Wirtſchaft hat ſich als widerſtandsfähiger erwieſen, als die anderer Städte. 1931 haben wir noch mit einem kleinen Ueberſchuß abgeſchloſſen, während an⸗ dere Städte Millionendefizite zu verzeichnen hatten. Defizite aus früheren Jahren ſind nicht mehr vor⸗ handen. Auch das gegenwärtige Rechnungsjahr und ſein Verlauf, wie die Kaſſenlage ber Stadt zeigen Beſſerungen, dank der regelmäßigen Eingänge der Steuern. Die Stadt hat infolgedeſſen ihre laufen⸗ den Verpflichtungen in Ordnung bringen und den Zinſen⸗ und Tilgungsdienſt reſtlos durchführen kön⸗ nen. Das kam dem Kredit der Stadt zugute. 1931 und 1932 hat die Stadt nicht weniger als 4 Millionen Mark auf ihre lang⸗ und kurzfriſtigen Schulden ab⸗ bezahlt. Die Städtiſche Sparkaſſe hat neues Vertrauen gewonnen. In dieſem Monat ſind bis zum 16. Januar 320 000 Reichsmark mehr Einlagen als Abhebungen zu verzeichnen, während in der gleichen Zeit des Vorjahres die Abhebungen die Ein⸗ lagen um mehr als 460 000 Mark überſtiegen haben. Die Leiſtungen der Stadt für die geplanten Arbeiten werden nicht höher ſein als die Beträge, die wir in den letzten Jahren für Arbeitsloſenfürſorge ein⸗ geſtellt haben. Der Schuldendienſt wird nicht größer ſein als die Erſparniſſe, die ſich aus der inzwiſchen vorgenommenen Tilgung unſerer Schulden ergeben werden, wenn die Verhältniſſe ſo bleiben, wie ſie gegenwärtig ſind. Die Stadt, glaube er— ſo ſagte der Oberbürgermeiſter zum Schluß— werde alſo das Wagnis unternehmen können und müſſen, um we⸗ nigſtens einen Teil der Arbeitsloſen Beſchäftigung zu bringen. Die Comedian Harmonists Sechs Herrn im Frack erſcheinen, ſtellen ſich nonchalant auf die Bühne, lächeln, ſingen und ernten einen Beifall wie auererſte Stars: die Come⸗ dian Harmoniſts. Sie haben ihre Gemeinde wie Lilian Harvey und Hans Albers. Das über⸗ raſcht nicht, denn einmal ſind die Comedian Har⸗ moniſts ein Tonfilm⸗Kollektiv, ohne das nachgerade kein Regiſſeur und Komponiſt leben zu können glaubt, und zum andern haben ſie eine Art zu ſin⸗ gen, die die moderne Schlagermuſik erſt zur richtigen Wirkung bringt Sie machen aus ihren Liedern nicht hochwichtige künſtleriſche Angelegenheiten, ſondern ſingen ihre Schlager daher mit leichter Selbſtironie, mit einer faſt jungenhaften Freude au kleinen muſikaliſchen Scherzen und mit einer ſo ſelbſtverſtändlichen Sicherheit der Tonführung, mit ſo auffallender Stimmkultur, daß der Umfang und das Volumen der einzelnen Stimme faſt ohne Be⸗ deutung iſt. Was ſie am Samstag im Roſengarten fangen, waren bekannte Lieder und Tonfilmſchlager, von denen den Harmoniſts die Tangolieder beſonders zu liegen ſcheinen. Am beſten gelangen ihnen die Schlager von dem Weg zur Seligkeit und dem Glück, das irgendwo auf der Welt ſein ſoll. Entzückend war ihr„Marſch in die Natur“ und mit großem Beifall quittierten die Zuhörer den neueſten Schla⸗ ger— ſo ſagte ihn wenigſtens Erwin Bootz(am Flügel) als ſympathiſcher Confereneier an— den Schlager von der Veronika. Daß ſie aber wahre Künſtler ſind, das zeigten die Comedian Harmo⸗ niſts mit den beiden Volksliedern„Sah ein Knab ein Röslein ſteh'n“ und„In einem kühlen Grunde“, die ſie mit faſt unübertrefflicher Meiſterſchaft vor⸗ trugen.— Die Zuhörer überſchütteten ihre Ton⸗ fülm⸗ und Electrola⸗Lieblinge mit Beifall und er⸗ klatſchten ſich eine Reihe von Dreingaben. Weiterer Schneefall im Schwarzwald r. Aus dem Schwarzwald, 23. Januar.(Eigener Drahtbericht.) Im Hochſchwarzwald dauerten hei teilweiſe heftigen Nordoſtwinden die Schnee⸗ fälle am Sonntag weiter an. Infolge des ſtändi⸗ gen Windes bildeten ſich zahlreiche Verwehungen des leichten Pulperſchnees, ohne aber Verkehrsbe⸗ hinderungen zu bringen. Der außerordentlich ſtarke Verkehr konzentrierte ſich auf die Höhen des Feldbergmaſſivs, wo etwa 40 Zentimeter Schnee liegen. Durch den heftigen Wind war die Kälte, die am Morgen 14 Grad betrug, ſehr em⸗ pfindlich. Der Verkehr entwickelte ſich zu dem eines Ski⸗Großſonntags. Ganze Reihen von Groß⸗ autos und viele andere Wagen parkten auf dem Feldberg. Aus deutſchen Gebieten waren ſtark ver⸗ treten neben Baden auch Württemberg und ſogar das Saargebiet. Erfreulicherweiſe hat man dieſen Sonntag von Unfällen im Gegenſatz zur vorigen Woche kaum Ernſtes zu berichten. vergraben. Geht Dr. Etarius? Aus Pforzheim, wo der dortige Oberbürger⸗ meiſter Gündert zum Präſidenten des Badiſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverbandes gewählt wurde und ſeinen Poſten deshalb demnächſt aufgibt, kommen Informationen, daß man Oberbürgermeiſter Dr. Ecarius(Ludwigshafen a. Rh.) den freiwerden⸗ den Oberbürgermeiſter⸗Poſten von Pforzheim anzu⸗ tragen gewillt iſt. Die Nachrichten ſind inſofern noch bemerkenswert, als nach Aeußerungen Pforzheimer Blätter, der Wunſch, Dr. Ecarius zurückzurufen, im dortigen Stadtrat allgemeine Zuſtimmung gefunden hat. Für die Stadt Ludwigshafen wäre in dieſer ſchweren Kriſenzeit ein Wechſel in der Leitung der Stadtverwaltung von erheblichem Nachteil. Die „Pfälz. Rundſchau“ ſchließt an dieſe Feſtſtellungen folgende Bemerkungen: Wie wir erfahren, beſteht bei Dr. Ecarius nicht die Neigung, Ludwigshafen ſchon wieder zu verlaſſen, trotz der günſtigeren in Ausſicht geſtellten Bedingungen. Dr. Ecarius Tä⸗ tigkeit iſt auch, ſoweit wir das beurteilen können, vom hieſigen Stadtrat allgemein anerkannt worden. So darf man wohl die Erwartung ausſprechen, daß der hieſige Stadtrat nichts unterläßt, um die Gefahr eines Fortganges von Dr. Ecarius zu mindern. Zwei Jahre Gefängnis wegen fortgeſetzten Betrugs * Mainz, 21. Januar. Der oft beſtrafte 58jährige Arbeiter Jakob Schweickardt aus Appenheim bei Bingen beging nach ſeiner Entlaſſung aus der Strafanſtalt im Januar v. J. von neuem umfang⸗ reiche Betrügereien. Unter der Angabe, Mon⸗ tageinſpektor eines großen Werkes in Mainz⸗ Guſtavsburg zu ſein, gelang es ihm, in Ba den, in der Pfalz, in Rheinheſſen und in Unter⸗ franken eine Reihe von Landwirten, Kaufleuten, Gaſtwirten uſw. mit Geldbeträgen bis zu 30 4 hineinzulegen und Logis⸗ und Zechſchulden zu hin⸗ terlaſſen. Am 21. Oktober wurde er in Karls⸗ ruhe feſtgenommen. Wegen fortgeſetzten Betrugs im wiederholten Rückfall verurteilte ihn das hieſige Bezirksſchöffengericht unter Annahme mildernder Umſtände zu zwei Jahren Gefängnis. Der vorbeſtrafte Arbeiter F. Melle brach die Manſardentür eines Schneidermeiſters auf und ſtahl aus einem Kleiderſchrank Kleidungsſtücke im Werte von 20. Er verkaufte die geſtohlenen Sachen an einen Althändler für fünf Mark. Wegen ſchweren Rückfalldiebſtahls verurteilte ihn der Einzelrichter zu einem Jahr Gefängnis und fünf Jahren Ehrverluſt. Wegen Flucht verdachts wurde der Angeklagte ſofort ver haftet. * Lachen(bei Neuſtadt a. d..), 20. Januar. Dieſer Tage ſtieß Landwirt Karl Freytag beim Roden eines Ackers auf ein Skelett, das mit dem Ge⸗ ſicht nach unten lag. Die Leiche war etwa 60 em tief a Ob hier ein Verbrechen früherer Jahre vorliegt, wird die Unterſuchung ergeben. Erfordernisse einer Kombination von wahrhaft Künstlerischer Wirkung Aus einem Wiener Vereinsturnier Dezember 1932. Nicht immer vermag eine Kombination unseren Geschmack zu befriedigen. Das liegt an mancherlei, scheinbar nebensächlichen Begleiterscheinungen. Dabei kommt es nicht so sehr an, ob diese Kombi- nation breit oder tief angelegt ist, ob sie opferreich oder opferlos vom Stapel läuft. Das alles wollen wir an folgender, weit über die Bedeutung einer Vereinspartie hinausgehender Leistung zweier österreichischen Jungmeister studieren. B. Hönlinger. 1. d- da, dy- d5. 2. e7—e6. 4. Sb1i—2. Wie so viele zurückhaltende Züge nicht etwa defensiv gedacht. Jedoch konnte Schw., wenn er wollte, eine wegen der Einsperrung des w. Damen- läufers sehr wirksame Aufstellung des sogen. Stonewallsystems probieren, nämlich 4.. 5, 5. g3 Sd7. 6. Lg, Ld6. 7. Dez, Df6! 8. 00, Sh und Schw. steht zukunftsträchtig. 4..„ 8g8—16. 3. g2—g3, SbS—d7. Beachtlich ist Lb, wonach W. achtgeben muß, denn c ist un- gedeckt. 6. Lf1—g2, LIS— 46. Dieser Versuch aus einem passiven Aufbau heraus aktiv zu werden, muß neuerdings als un- durchführbar angesehen werden. Entweder Le7 mit der Folge-0, b und Lb oder unbefangen cr (weil der W. Damenspringer auf dz und nicht, wie sonst, auf cs steht) kam in Frage. 7.-0, DdS-—e7. 8. TfI—ell, b7b6. Auf das geplante es käme W. mit el zu deut- lichen Drohungen. 9. e2— ed, Sf Ned. 813—g5ʃ Viel stärker als Tea: Lb7, Tei. Schw. kann nun nicht gut mit f5 den Bauern verteidigen, denn der klassische Angriff f3 Würfe alles über den Haufen. Schw. ist eben nicht so Wirkungsvoll entwickelt. Das vis--vis Dame Turm wird W. eine Handhabe zu einer günstigen Oeffnung der-Linie geben. 11.„ Les b7. 12. Sg ed, Ld6—c7. Die Rochade war das kleinere Uebel. Eliskases. C2 cd, oc. 3. 8g1—13, 10. Sdæ ed, dõ Ke. 11. Elis kases . 2 e, Hönlinger. 13. dl—d5! Nach mustergültiger Partieanlage schreitet Weiß zum Angriff. Wenn Schw. bereits rochiert hätte, wäre der Wert dieses Opferange- botes problematisch. 13.„ ebds, 14. cd eds5, Lb cd5. 15. Lei- g51 Einer jener typischen Zwischenzüge und zugleich die erste Pointe des Bauernopfers, 0 Diese Schwächung des Feldes eß ist erzwungen, denn auf Dbd käme glänzend Sd! Du:, Lds: Tes, Leo:! fe, Dds: Ld6:, Tes Kf7, Tdé: mit Bauernplus oder(statt fe) Ddi:, Ld 7s) Kd: Tadi- Kcé Tei nebst Te/ usw. Nicht nur die gespielte Varianten, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten strotzen nur so von ge- häuften Opferwendungen und so geht es in dieser Partie weiter! 16. 816, Sk:(gf6:, Ld5:) 17. Lf6:, Df6: 18. L ds: Mit der„Scheinkühnheit“ Dd5: entkäme Schw. mittels-0, Teé: Df2„ Khi Tads. 18.„-00. 19. Les, Kbs. 20. Dez. Nur halb ist es Schw. gelungen, sich aus der Affäre herauszuarbeſten. Tragischer als der Bauern- verlust, ist die Schwäche der Diagonale hi as. Nun Tages babeacles Montag, 23. Januar Nationaltheater:„Die Nacht 8 17. April“, Schouſpiel von Lajos von Zilahy, Miete 6, Anfang 20 Uhr. Apollo⸗Theater:„Schiff ahoi“, die große Revue 1933, An⸗ fang 20.15 Uhr. Ausſchuß für Volksmuſikpflege: 20 Uhr Konzert im Muſenſaal. Planetarium: 20.15 Uhr Experimentalvortrag über„Mo⸗ derne Elektrizitätslehre“,„Quellen des elektriſchen Stromes“. Libelle: 16 Uhr Tanztee, 20.15 Uhr Abendvorſtellung. Plalabau⸗RKaffee: 17 Uhr Tanztee, abends Konzert und Tanz. Odeon⸗faffee: Konzert(Verlängerung,). Lichtſpiele: Paloſt⸗ Theater:„F. P. 1 antwortet nicht“.— Glorta⸗-Palaſt:„Ein Monn mit Herz“. — Schauburg:„Geheimnis des blauen Zimmers“. Roxy Theater:„Huſaren⸗Liebe“.— Capitol: „Jonny ſtiehlt Europa“.— Scala⸗ Theater: „Teilnehmer antwortet nicht“.— Univerſum: gam „Die unſichtbare Front“ und Büßhnenſchoau.— A l bra:„Eine von uns“. Was hören wir? Montag, 23. Januar Frankfurt .25; Choral.—.30 u. 12.00: Schallplatten.— 18.25: Mit Chamiſſo in der Südſee.— 19.45: Novelle.— 20.05: 7. Montags tonzert.— 21.45: Burg Lahneck(Hörfolge). i Heilsberg 5 .95: Morgenmuſik.—.30: Turnſtunde für die Haus⸗ frau.— 11.80: Schloßlonzert.— 13.05: Schallplatten.— 16.00: H. Quednau: Revolte in der Handarbeit.— 16.30: sind wohl ungleiche Läufer auf dem Brett verbliehe gewöhnlich eine gute Remischance, indessen hat W. den weißfeldrigen Läufer. Diagonale nutzbar machen können. 20.„Les. 21. Lha, Lb2: 22. L gg! Und nicht Lai: wegen Del mit Mattdrohung. 23. Ted:, Tes: 24. TI, g6. Thes. undenkbarer Jetzt kommt es sehr hübsch. 25. Db3. 28. Ded g, Kc7. 29. Das. gonale erobert und nun ist es aus. bold Lg entgegensetzen zu können! 29.„ Ldd. 30. Daz, Kd. 31. Dbec, Re) 32. Le6, Les. 33. Ld7: LbS. 34. Lf5:, gf5. N Die Qualität war nicht zu retten und jetzt ist eg aus. 35. Tdi, Ld 6. 36. Tda, Le5. 37. Tha aufgegeben Das notwendige und zwingende, das frische und ungekünstelte Kombinieren Hönlingers bringt jene Wirkung auf den Nachspielenden hervor, die Wir die wahrhaft künstlerische nennen. Nachrichten Im Weihnachtsturnier zu Hastings siegte Flohr Prag 7, Zweiter Pirc- Jugoslawien 6½,.4. Preis geteilt zwischen L. Steiner-Ungarn und Sultan Khanu- Engl 5½. Die Weltmeisterin Miß Menschik kam nur zu 3% Punkten. Im Meister- Reserveturnier steht Reifir-Prag an der Spitze mit 7%., gefolgt von Rellstab-Berlin und Walter Preßburg, welehe te 67% P. erreichten. * So darfst du nicht Schach spielen! Eine Anlel⸗ tung, die Spielstärke durch Hinweis auf markante Fehler zu heben. Mit vielen Stellungsbildern und Beispielen. Von E. Snosko- Borowski. Auto risierte Uebersetzung von Prof. Dr. G. Wi ard In zahllosen Lehrbüchern des Schachspiels Wild ausgeführt, wie man Schach spielen soll. In den vorliegenden Buche des russischen, jetzt in Paris lebenden Schachmeisters aber wird gesagt, wie man nicht Schach spielen sollz es werden in trefflicher Weise die versteckten Gefahren und Fallgruben vor- geführt, die sich leicht dem Gedächtnis einprägen, Der Verfasser appelliert an den gesunden Menschen verstand der Schachfreunde, er deckt die Schäden sinnlosen Auswendiglernens von Varianten aul, macht auf Lässigkeiten bei der Spielführung aul. merksam, die so oft den Sorglosen unvermutet in Verluststellung bringen, sucht dem Spieler die Angst vor der Zeitnot zu nehmen, zeigt ihm, wie man schwache Punkte beim Gegner angreift, ohne Sich nutzlos kestzubeißen, gibt überhaupt eine Menge tak tischer Ratschläge und beleuchtet alles an, geist. reichen, vortrefflichen Beispielen. Das ist eine aus- gezeichnete Methode zur Erziehung zum ernsten Turnierspiel. Schachzentrale Hans Hedewig's Nacht. Curt Ronniger, Leipzig C 1, Perthesstraße 10. * Deutscher Nachwuchs im Schachkampf. Das Aufstiegturnier des Deutschen Schachbundes, e.., in Bad Ems vom 24. März bis 7. April 1932. Emser Schachwoche. Kongreßbericht, ein Gruppenbild und sämtliche Partien der Siegergruppe mit vielen Dia- grammen und ausführlichen Glossen der Teilnehmer. Bearbeitet von W. Frhrn. von Holz bausen und A. Brinekmann. An dieser bedeutenden Veranstaltung des Deutschen Schachbundes nahmen 42 Spieler aus allen Gauen Deutschlands teil, Wovon 8 in die Siegergruppe kamen. Die Leistungen, die in diesem Turnier gezeigt wurden, berechtigen zu den schönsten Hoffnungen für die Zukunft des deut- schen Schachs. Die Partien offenbaren einen herz- erfrischenden Kämpfergeist, einen ungestümen Drang zu Entscheidungen. Das allgemeine und tech- nische Können bewegte sich auf beachtlicher Höhe Alle 28 Partien sind von den Meistern A. Brinckmann und v. Holzhausen unter Mitwirkung der Spieler ausführlich glossiert. Es wird für jeden Schach- kreund zweifellos äußerst interessant und lehrreich sein, diese Partien der deutschen Meisterschafts- anwärter kennen zu lernen. Das Kongrefßbuch ent. hält außerdem einen lebendigen Bericht über die Veranstaltung sowie ein Gruppenbild. Schachverlag Hans Hedwig's Nachfolger, Curt Ronniger, Leip- zig C 1, Perthesstr. 10. C ũ d d Konzert.— 17.30: Sprechen Sie deutſch?— 17.48: Bücher ſtunde.— 19.00: Arien⸗ und Liederſtunde.— 20.05: Immer wieder mal Liebe.— 21.25: Streichoktett Es-dur. Langenberg .05: Schallplatten.—.45: Gymnaſtik für Frauen. 75 10.95: Gemeinſchaftsempfang für Arbeitsloſe.— 1101 Schulfunk.— 12.00: Von Oper zu Oper.— 18.00: Konzelt 15.50: Kinderſtunde.— 16.20: Jugendfunk.— 1700 Konzert.— 18.10: Erzühlung.— 18.30: Dr. H. Frucht Arbeit und Körperhaltung.— 19.30: Prof. Dr. Brauek; 20.50: Wie die Alten fungen.— 21.30: Tänze und Märſche, — 22.30: Kammermuſik.— 23.00: Meiſter des Jazz. München 10.00: Wochenküchenzettel auf Pfälzer Art.— 04; Fortbildungsſtunde.— 12.00: Schallplatten.— 19.00 u. 18.00: Konzerte.— 16.40: Bei einer Auktion.— 18.35: H. J. Schuhmann: Beſuch bei einem Kohlenbrenner. 19.95: Der Waffenſchmied.— 22.45: Nachtmuſik. Südfunk 10.35: Liederſtunde.— 12.00: Jack Hnulton und ſein Orche⸗ ſter.— 12.50: Heinrich Rehkemper fingt.— 18.30 u. 17.00; Konzerte.— 18.25: Aus dem Wirtſchaftsleben unſerer Hei⸗ 1033(Singchor).— 21.30: Dio. bunter Teil. Wien 16.50: Konzert.— 20.00: Aus alten und neuen Ton⸗ 21.40: Tanzmuſik. Aus dem Auslande Mailand: 20.30: Orcheſterkonzert. Prag: 18.30: Deutſche Trios.— 21.20: Luſtſpiel.— „00 Sendung. Straßburg: 18.00: Jazz muſik.— 19.30: Orcheſterkonzer — 21.380: Konzert. g 8 N Er wird sich also de Schw. hat nicht den geringsten Angriffspunkt Immer wieder Thema Diagonale, nachdem ds Thema Turm Dame auf der-Linie ausgespielt hat, 25.„ 1d. 26. Des, Df5. 27. De7, Td7(Od, Dey, Wundervoll, mit einfachen Zügen hat W. die Dia-. Ob Schw. nicht lieber gewesen wäre, trotz allem Getue um die un-“ gleichen Läufer, einen entsprechenden dem Tücke.“ Müſſen wir die Technik fürchten?— 20.00: Duvertüren.- .20: Schallplatten.— 10.10: Wanderbilder op. 17.— mat.— 19.20: Kompoſitionsſtunde.— 20.00: Winterſeſt 9 fümen— 20.30: Konzert des Wlener Schubertbundes. Beromünſter: 19.45: Poſtmännerchor Baſel.— Aeli Luſtſpiel.— 21.40: Hondharmonika⸗ und Jodlervorträſe. 1 * 1 1 f R 1 7 5 3 h T GW a„ re DN ern en uur 1993 — * Verbliebeg zen hat W. h also de riffspunkt hdem das spielt hat Od, Deh, V. die Dia. chw. nicht im die un- em Tücke⸗ 8, Ke). jetzt ist es ufgegeben. rische und ringt jene „ die wir e Flohr. 4. Preis tan Khan- K kam nur mier steht folg et von welche fe ine Anlei- markante dern und k v. Auto- Wiar ds. iels wird In dem in Paris wie man trefflicher uben vor⸗ einprägen, Menschen- Schäden nten aul, rung aul. mutet in die Angst Wie man öhne sich lenge tak. an, geist nbild und elen Dia- nehmer. bausen deutenden s nahmen il, wovon ngen, die ntigen zu des deut: nen herz- gestümen und tech; er Höhe inckmann r Spieler Schach- lehr reich schafts- buch ent über die ehverlag r, Leip- konzert, * Morgen- Ausgabe Montag. 55 3 1933 hoͤnir Ludwigshafen und SV. Ein korloſes Spiel in Luowigshafen— Nürnberg und Kaiferslautern geſchlagen— 582 Frankfurt noch ohne Punktverluſt Punkteteilung in Ludwigshafen Ableilung 1 Phönix Ludwigshafen— SV Waldhof:0 IC Kaiſerslautern— 1860 München:2 Spg Fürth— 1. FC Nürnberg:0 Bayern München— Is Pirmaſens ausgef. Phönix Ludwigshafen, der am Sonntag Boyern München 110 ſchlagen konnte, mußte diesmal mit dem Rheinmeiſter SV Waldhof die Punkte nach einem torloſen Spiel teilen. Phönix hat einen guten Mittelplatz. Woldhof hat die meiſten Verluſtpunkte. 1860 München konnte in Kaiſerslautern mit Glüd:2 gewinnen und ſich dadurch an die zweite Stelle ſetzen. Kaiſerslautern teilt mit Phönix den Platz. Ueberroſchenderweiſe konnte die SpVg Fürth den 1. 86 Nürnberg:0 ſchloagen und ſo die Führung über⸗ nehmen. Nürnberg liegt jetzt auf dem 3. Platz. Das Spiel Bayern München— Pirmaſens wurde bereits am Freitag wegen zu hohen Schnees auf dem Spielfeld abgeſetzt. Stand der Abteilung I Bereine Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Sp Ba. Fürtß.. 3 2 1— 7¹⁴ 3˙1˖ 1860 München 2 2—— 6·8 40 1 Nürnberg 3 2— 1 6·8 42 1. C Kaiſerslautern 4 1 1 2 6˙7.5 Phönix Ludwigshafen 4 1 1 2 2˙5 3¹5 Bayern München 2 1— 1.1 22 SB. Waldhof 4 2 2 3˙7.6 1. F. Pirmaſens. 2— 1 1 70 18 Am 29. Januar ſpielen: SVB Waldhof— F Kaiſerslautern 1860 München— Phönix Ludwigshafen SpVg Fürth— Bayern München In Pirmaſens— 1. FC Nürnberg Waldhof und Phönix gleichwertig Phönix Ludwigshafen— SV Waldhof:0 Die Niederlage, die der Rheinmeiſter nach der ſpieleri⸗ ſchen Hochflut der Feiertage gegen 1866 und den 1. FC Nürnberg hat hinnehmen müſſen, verwiſchten den nicht ungünſtigen Eindruck des Auſtaktſpiels vom 18. Dezember gegen Fürth, das aber gleichfalls durch den Einfluß des dichten Nebels einen Maßſtab nicht abgeben konnte. Viel⸗ ſach war man geneigt, im derzeitigen Meiſter nicht mehr die Mannſchaft zu ſehen, die in den letzten Jahren ſo man⸗ chen aufſehenerregenden Sieg im Stadion errungen; es mußte bem Treffen im Phönixſtadion vorbehalten bleiben, eine Wertung für die gegenwärtige Spielkraft von Wald⸗ hof zu finden. In der Tat merkte man es Waldhof, das wieder mit Brezing ſpielte, ſofort an, wohin die Fahrt gehen ſollte, aber auch die Ludwigshafener ließen an ihrer eiſernen Abſicht in der zweiten Hälfte keinen Zweifel aufkommen, ſo daß ein Kampf zuſtande kam, der dem vorſonntägigen kaum nachſtand und die rund 6— 7000 Beſucher wohl be⸗ ſriedigen konnte. Das Ergebnis entſpricht dem Geſamt⸗ verlauf, obwohl Waldhof in der erſten halben Stunde eine totale Ueberlegenheit zeigte und beſonders nach der Niederlage des deutſchen Meiſters den moraliſchen Erfolg für ſich beanſpruchen kann, ein 020 auf fremdem Platz her⸗ ausgeholt zu haben. Das Spiel das einen ſehr ſpannenden Verlauf nahm. beginnt bei Rückenwind und Gegenſonne für Waldhof und zeigt ſofort ſcharfes Tempo. Neumüller gibt eine verſehlte Kopfball⸗ vorlage an den linksaußen ſtürmenden Weidinger, der ſcharf darüber knallt. Abſeitg verdirbt dann beiderſeitige gute Angriffe, doch fetzt Waldhof unter dem ruhigen, um⸗ ſcheigen Spiel Brezings immer mehr Druck, unter dem ſich Phönix abſolut aicht zu finden vermog. Die Läuſer⸗ keihe Zudwigshafens wird dauernd überſpielt. Ledialich der Umſtand, daß einzelne klare Chancen der Meuin⸗ gelmer(Siffpina 2) nicht genützt werden und bei aller Schußfreudigkeit die Bälle aus zu großer Entfemung und ungenau geſchoſſen werden, verhindert die hier ſtändig in der Luft liegende Führung Waldhofs, das das Feld ſchließ⸗ ich bis auf wenige mißglückte Vorſtöße Phönix vollkom⸗ men beherrſcht. Lindemann erzielt dan endlich aus einer gefährlichen Situation beraus mit Kurzſchuß die erſte Ecke, die, gut getreten, von ihm zunichte gemacht wird. Phönir kommt nach Abflauen des vergeblichen Anſturms von Baldkok dann mehr ins Spiel. doch klärt Rihm u. a. berauslaufend, enticheidend. Mit einem Schuß Hörnles an die Netzſeite beſchließt die erſte Hälfte. Nach Seitenwechſel ſtehen die Maanßbeimer gegen den Wind bei Rückenſonne und in einer Umſtellung, die Sifflina 2 auf Diunksgußen. Weidinger und Hermann wieder auf ihren eigentlichen Plätzen am rechten Flügel sieht. Hörnle ſchiebt unter Herausgehen von Rihm neben das, leere Tor; die klarſte Chance zur Führung iſt damit daß; Ahönir kommt unter der einſetzenden Schmäche⸗ zerlode Waldbofs nun gleichells ins Präncen. Mann⸗ beim hat ſich ſchwer zu verteidigen. Haßer glänzt oft als etter Retter hure fein beſonnenes Stellunos⸗Störrnes⸗ wiel: aber aue Rihm aibt wetunt⸗ den letzten rettenden Bal ab. Sicklin, 1. vor cllem Sitſing 2, verſagen im Schuß und ſchließtich verſchießt Weldin»er eine auch der keauß der Feldſchkran“en barf proteſtſerten Fan! el wetertan. Auf antes Durcſemel Jon Berk verbockt Beber eine ſehr ente Vorlage des erheren dicht vor dem Nes. Antal anf Steg zu kiefen, Fäft ſch die Küu“er⸗ zeiße vun Pgguir kehr im Hintererund. was dem Nuerfkf das ſetzten Durchtwion mie ee nßtice Sitzung nimmt, ſy kommt auch eaaldgof ollmäßle in Fahrt. was die Si⸗ walfonen wechſernd zuſpikt. g zm Schluß geßen bee aunſchaften alles her, deck ohne das Nier des Sieges er⸗ 1 19 0. An Heid des geſchlderten Verlauts en von ſeluß die weſentlichſten Geſichtspunkte für die Vertung der Leiſtungen. 5 Ludwigshafen erſchen in derſerben Auſſtelung wie gegen„Bauern“, allo abermals ohne Schell, was zweifellos eine Schwächung 0 eutete. Allerdings vermißte man vor der Pauſe den eiſt den öie Mannſchaft gegen die Münchner zeigte; ſie 185 hier kaum wiederzuerkennen. Eine halbe Stunde ang 0 ſie ſich das allerdinas gunz ausgezeichnete Spiel Wald⸗ ofs diktleren. Die Läuferreihe ſchien überhaupt nicht da n ſein. Es fehrte fede Initiative u. Schnell'e beit ſedes ße⸗ 1 Zufammenſpiel und nur die Haltung des Schluß⸗ 50 os, vor allem die Ruhe Zettls verhirderte in Verbin⸗ ung mit dem nicht konſequent genug im Strafraum fort⸗ Feletten Durchſpiel Waldhofs, bzw. deſſen nicht genug vierten Schüſſen, den Gerenerfoko. Klett kam aucz erſt in Eäweiten Hälfte voll ins Bild, während Lenz, obwohl er er beſſer wurde, zu keiner befriedigenden Leiſtung kam. uch Plocher wurde erſt in der zweiten Hälfte annehmbar en Ausfan bedeutete— von wenigen Momenten ab⸗ n— Weber. Berk fand ſebſen Stil auch erſt fut urd Bausbacher reicht nun einmal noch nicht als Mittel⸗ ſtürmer. Hörnle blieb im Ganzen der Beſte, fand aber in entſcheidenden Augenblicken doch nicht die nötige Ruhe. Lindemann wurde vereinzelt recht gefährlich. Alles in allem ſtand die Mannſchaft nicht auf der Höhe als wie gegen„Bayern“. Waldhof erhielt ſein langentbehrtes Gepräge von Br ezing, deſſen Spiel in den Glanzphaſen einfach muſterhaft war. Druck, Ueberſicht und Ballverteilung gingen da Hand in Hand. Nur wenig ſtanden ihm die Außenläufer Kiefer und Model nach, die auch famoſe Verſtändſgung nach der Läufermitte zeigten. Die Mittelreihe war der beſte Teil. Hinten im⸗ ponierte Haber durch ſein reifes Störungsſtellungsſpiel, das nicht ſelten den Ausſchlag gab. Auch Rihm zeigte ſich auf gleicher Höhe, doch aſſiſtierte Spilger im Schlußtrio zut. Dem Angriff fehlte Walz. Bei kompletter Aufſtellung dürfte Waldhof wieder ſeine alte Form erreichen. Glän⸗ zend funktionierte das Zuſammenſpiel in der erſten halben Stunde. Im Sturm war nur Siffling 2 trotz aller Technik und Hingabe ſchwach. Bei dem Beinleiden fehlt nun ein⸗ mal der raſche Start und Lauf und körperlich der Durch⸗ ſchlag. Der Schuß war ebenfalls ſchwach. Müller ⸗ Griesheim konnte bei aller Energie in der Spielleitung nicht in allem überzeugen. August Mügle. 1860 München hat wieder Glück FC. Kaiſerslautern— 1860 München 12(:1 Vor etwa 10 000 Zuſchauern verſchenkten die Lautringer einen Punkt ganz unnßtigerweiſe. Die Münchner Löwen, die ohne Lachner antraten, hatten zwar während der erſten halben Stunde durch beſſere Kombination mehr vom Spiel, aber in der zweiten Spielhälfte wurden ſie von den präch⸗ tig arbeitenden Einheimiſchen völlig in ihre Hälfte ein⸗ geſchnürt. Und gerade in dieſer Spielphaſe, als die Kai⸗ ſerslauterer Verteidiger auf der Mittellinie ſtanden, fiel der entſcheidende Treffer für München. Kiener nahm in Abſeitsſtellung den Ball auf und beſorgte den Reſt, ohne daß Schiedsrichter Neumüller⸗Pforzheim dagegen ein⸗ geſchritten wäre. Da er ſchon vorher reichlich unſicher war und faſt immer zu ſpät pfiff, gab dieſe Fehlentſcheidung ſeinem Anſehen vollends den Reſt. Zunächſt lagen, wie geſagt, die öher im Angriff. Sie kombinierten ſehr ſchön zuſammen, hatten auch techniſch ein kleines Plus, aber im Effekt reichte es nur zu einigen Eck⸗ bällen. Ueberraſchend ging Kaiſerslautern in Führung. In der 20. Minute kam eine Flanke von Linksaußen Züngry ſchön herein, der Halbrechte Zahn faßte den Ball ab und ehe Extl eingreifen konnte, führten die Platzherren 110, Aber umgehend kam München zum Ausgleich. Ein Eckball kam zu Kiener, der den Reſt kürzentſchloſſen beſorgte. 111. Bis zur Pauſe gab es dann verteiltes Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäſte. Aber die Lautringer Abwehr be⸗ wies zum andernmal, daß ſie nicht ſchlecht zu ſpielen ver⸗ ſteht. Nach der Pauſe drehte ſich das Bild vollkommen. Das Kommando des Spieles ging an die Einheimiſchen über, und München wurde allmählich völlig in ſeine Spielhälfte zurückgedrängt. Die Löwen verteidigten mit allen verfüg⸗ baren Kräften das einmal erzielte Unentſchieden, man er⸗ ſetzte ſogar den verſagenden Wendl durch Schäfer, und ſo gelang es den Gäſten, bis 12 Minuten vor Spielende das :1 zu halten. Dann aber gelang Kiener, dem Durchreißer, ein weiteres Tor. Einmal wehrte zwar Gebhardt im Kaiſerslauterer Tor gerade noch, aber dann überlief Kiener die einheimiſche Hintermannſchaft, bekam den Ball und ſetzte ihn unhaltbar ins Netz. Neumüller pfiff das klare Abſeits nicht und gab Tor für München, ſodaß die Punkte in die bayeriſche Hauptſtadt wanderten, da Katſerslautern an dem Ergebnis nichts mehr zu ändern vermochte. Neu⸗ mütler⸗Pforzheim machte keine allzu gute Figur. Diesmal ſiegen die Fürther SpVg Fürth— Ic Nürnberg:0(:0) Zum 108. Male ſtanden ſich am Sonntag die alten Rivalen und deutſchen Altmeiſter gegenüber. Mit einem knappen Siege konnten die Fürther die ſtark zugunsten der Nürnberger ſprechende Bilanz der bisherigen Begegnungen um einen Erfolg verbeſſern. Bisher haben die? er 64, die Fürther 27 Spiele gewonnen, während ſich di alten Gegner 17 Mal unentſchieden trennten. Das Tor⸗ ergebnis der 108 Spiele lautet 303:153 zugunſten des 1. FC Nürnberg. Der diesmalige Kampf litt unter ungünſtigen Wette⸗ rungs⸗ und Bodenverhältniſſen. Wegen der großen Kälte blieb auch die Zuſchauerziffer hinter den Erwartungen zu⸗ rück, es waren nut rund 6000 Menſchen, die dem Kampf nicht den gewohnten Rahmen geben konnten. Beide Mann⸗ ſchaften hatten ihre„Grippepatienten“ wieder zur Ver⸗ fügung, ſo daß ſie komplett antreten konnten. Der knappe Sieg der Fürther kommt nicht unerwartet, da mon noch den bisherigen Stürmerleiſtungen den Kleeblättlern die⸗ ſen Erſolg zutrauen durfte. Der ſtegbringende Treffer fiel in der 11. Minute durch Rupprecht. Schiedsrichter Klimm Offenbach leitete den Kampf gut. Eine traurige Nachricht erfuhr Nürnbergs alter Kämpe Papp, dem während des Spieles mitgeteilt wurde, daß ſetnelffähriger Sohn beim Schlittſchuhlaufen auf dem Eiſe eingebrochen und ertrunken war. Popp ſchied in der 12 Minute der zweiten Halbzeit aus, als ihm der Vorſtond dieſe Mitteilung machte. Dos Be⸗ dauern und Mitgefühl des Publikums über dieſen Trauer⸗ fall war allgemein. Wormatia Worms holt auf Abteilung 2 Phönix Karlsruhe— FSV. Frankfurt:2 Eintracht Frankfurt— Karlsruher JV. 121 Union Böckingen— Wormatia Worms 425 FSW. 05 Mainz Kickers Stuttgart 314 Stand der Abteilung II Vereine Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte FSV. Frankfurt 4 4—— 1183 8 Wormatta Worms 4 3 3 11·9 6˙2 Stuttgarter Kickers 4 2— 2 12:11 1˙4 Union Böckingen 4 2— 2 11.12 4˙4 Etutracht Frankfurt 4 1 8 5˙7 3 5 Karlsruher FV. 4 1 8.11 8˙5 Mainz 5 35 1— 2 8¹g 24 Phönix Karlsruhe 3—— 3 48.6 Phönix Karlsruhe wurde auf eigenem Platz vom Tabellenführer FSV. Frankfurt knapp 12 beſiegt. FSV. Frankfurt führt immer noch ungeſchlagen. Phönix konnte bis jetzt noch keinen Punkt erringen. Eintracht Frankfurt gab auf eigenem Platze Noch keine Entſcheidung im Verufsfußball Alle Verbände mit Ausnahme Weſtdeutſchlands gegen die Einführung Der Deutſche Fußballbund hatte für Samstag und Sonntag eine Sitzung nach Berlin zur Beſprechung der Frage der Einführung des Berufsfußballs mit ſeinen Unterverbänden eien⸗ berufen. Am Samstag und im erſten Teil der Be⸗ ſprechung am Sonntag beſchäfligte ſich der D. F. B. mit anderen Fragen, Wir bringen daher ausführ⸗ lich die Verhandlungen, die ſich mit der Frage des Proſitums beſchäftigten. Die Vorſtandsſitzung des Deutſchen Fußballbundes be⸗ ſchäftigte ſich in ihrem zweiten Teil am Sonntag Jor⸗ mittag mit der Behandlung der Berufsſpielerangelegen⸗ heit. Der engere Bundesvorſtand legte dar, daß er gemäß den Wiesbadener Bundestagsbeſchlüſſen ſich mit der Ein⸗ führung des Berufs fußballfportes befaßt habe und zu folgendem Ergebnis gekommen ſei: 1. Die Einführung des Berufsfußballſportes ſoll nicht bezwecken, den Berufsſport um ſeiner ſelbſt willen oder zur Heranbildung eines Spitzenſportes einzuführen. Viel⸗ mehr ſoll mit der Einführung eine Bere ini gung herbeigeführt werden, ſoweit ſie notwendig iſt und dadurch die Vorausſetzungen für einen ſportlichen Kampf auf gleichen Grundlagen wiederhergeſtellt werden. 2. Der geſchäftsführende Ausſchuß hat daher die Frage geprüft, ob die Notwendigkett der Einführung des Berufs⸗ fußballſportes heute zu bejahen iſt. Folgende Gründe ſprechen dafür: a] Faſt alle umliegenden nationalen Verbände hoben den Berufsfußballſport in einer der möglichen Formen übernommen und es iſt damit zu rechnen, daß die Idee des Berufsſportes ſich auch bei uns noch weiter ausbreitet. b) Die Schaffung privater Berufsfußballvereinigungen wird von dieſen Ländern damit begründet, daß on ein⸗ elnen Stellen das Bedürfnis für die Einführung des erufsſportes beſtehe. e) Seit der Neuregelung ber Satzungen in Dresden haben ſich an einzelnen Orten neue Ver allserſchei⸗ nungen gezeigt. Es iſt zu B. feſtgeſtellt, worden, daß in einigen Vereinen die Vorſtondsmitglieder ſich felbſt Entſchüdigungen zuerkannt haben, die zum Teil weit über das Maß der erlaubten Auslagenerſtattung hinausgingen. d) Aufgrund von Verſtößen einiger Vereine des Deut⸗ ſchen Fußballbundes gegen den Amateurismus hat von ver⸗ ſchiedenen Seiten eine ſo ſcharfe Kritik eingeſetzt, daß ſie die anerkannte Gemeinnützigkeit der Geſamtbewegung zu ge⸗ fährden vermag. Andererſeits hat der geſchäftsſührende Ausſchuß feſtgeſtellt, daß ſeit den Dresdener Be⸗ ſchlüſſen die Mehrzahl der Vereine ſich an die in den Satzungen feſtgelegten Beſtimmun⸗ gen hält. Dieſe Gründe allgemeiner Art für und wider die Einführung des Berufsfußballs können allein nicht ausſchlaggebend ſein. Der engere Bundesvorſtand iſt daher der Anſicht, daß bie Entſcheidung hierüber nur aufgrund weitgehender Kenntnis der örtlichen Notwendigkeiten ge⸗ fällt werden kann. 8. Wird unter Berückſichtigung der örtlichen Bedürfniſſe die Frage einer Notwendigkeit der Einführung des Berufs⸗ fußballs bejaht, ſo empfiehlt der geſchäfts führende Aus⸗ ſchuß den Berufsſport in folgender Form einzuführen: Es ſind Vereinigungen mit eigener ehrenamt⸗ licher Leitung zu bilden, die ſelbſtändige juriſtiſche Gemeinſchaften ſein müſſen, denen aber eine wirtſchaftliche Anlehnung an beſtehende Vereine geſtattet werden kann. Dleſe neuen Ver⸗ einigungen ſind dem D. F. B. unmittelbar unter⸗ ſte lt, der den Landesverbänden die örtliche Verwaltung überträgt.. 4a] Wenn der geſchäftsführende Ausſchuß ſomit die Einführung des Berufsſportes in einer beſtimmten Form empfiehlt, ſo geſchieht dies nicht ohne darauf hinzuweiſen, daß gleichwohl eine Gewähr für eine abſolute Bereinigung nicht gegeben werden konn. Denn es werden auch nach der Einführunng des Beruſsfußballs Ver⸗ ſtöß e vorkommen. Dieſe Verſtöße mit aller Schärfe zu verfolgen und zu ahnden, wird Pflicht des Bundes und ſeiner Verbände ſein. 4b) Der geſchäftsführende Ausſchuß iſt ſich ferner be⸗ wußt, daß die Einführung eines Berufsfußballſportes, in welcher Form es auch ſei, für eine Anzahl non Amatenrvereinen eine. zur Folge haben wird, und daß ſie unter Umſtänden auch Ruf und Anfehen des Fußballſportes in der Oeffentlichkeit beeinträch⸗ tigen kann. In der vierſtündigen General ausſprache ver⸗ trat Weſdeutſchland durch ſeinen Vorſitzenden Jerſch ſeinen bekannten Standpunkt. Mit den Vor⸗ ſchlägen des Bundes vorſtandes iſt Weſtdeutſch⸗ land im allgemeinen ein verſtan den. Der Bund darf uf keinen Fall länger ruhig zuſehen, wie die Dinge ſich entwickeln. Er muß ein⸗ greifen und führen. Jerſch lehnt jedes Kompro⸗ mieß in dieſer Frage ab. Nur eine endliche Reinigung könne Klarheit und Ruhe ſchaffen. Was die Stellung des Verbandes anlange, ſo teilte Jerſch mit, daß ſeine Vereine hinter ihm ſtänden(leſet bitte des Weſtdeutſchen Verbandes). Flierl, vom füddentſchen Verband, iſt dagegen mit den Vorſchlägen des Bundesvorſtandes nicht einverſtanden. Er befürchtet, daß die Einführung des Pro⸗ fitums andere Kräfte wecke, ſo daß eine erneute Ge⸗ fahr für den Fußballſport entſtehe. Weſt⸗ deutſchland wolle den Berufsſußball nur einführen, um den Amateurismus zu retten. Die Verſtöße im großen Fußballbund ſeien nur geringfügiger Art. Es lohune ſich nicht, dieſe zu verallgemeinern. Flierl ſchlug vor die Satzungsbeſtimmungen zu ändern weil alle bisherigen Mittel verſagt hätten. Er verwies auf die Nachbarländer und ſieht keine Gefahr, daß die Steuer den Fußballſport erſaſſe. Dr. Riebow(Norödeutſchland) ordert entſchiedenen Kampf gegen das Berufsſußballtum. Er hält es für möglich, daß Weſtdeutſchland ſich den Beſchlüſſen des Bundes nicht füge und ſeinen Weg allein gehe Der Berufs fußball ſei uicht lebensfähig Die Beſtim mungen für Amateure müßten aber geändert werden, und zwar in Richtuna der Erweiterung des Beoriffes Auf⸗ wendungen an Spieler, deren Grenze die Landesverbände zu ſetzen hätten.. Breul(Balten verband) iſt gegen ledez Berufsſpielertum. Hädicke(Mitteldeutſchland) ſteht in den von Jerſch vorgeſchlagenen Plänen keine Ga⸗ rantie für eine endgültige Löſung und Beſferung Fer Ver⸗ hältniſſe. Er glaubt, daß der Wiesbadener Beſchluß ſeiner⸗ zeit verfrüht war und ſchlägt vor, mit den Vereinen noch ein⸗ mal die Dinge zu beſprechen, bevor man einen endgültigen Entſchluß faſſe. Faber(Berlin) iſt der Anſicht, daß eine Ein⸗ führung des Berufs fuß balls zur jetzigen Zelt unter ſo ſchwierigen wirtſchaftlichen Verhältniſſen wenig Ausſicht auf Erfolg habe. Man 15 85 im allgemeinen beim Bunde und den Ver⸗ bänden viel zu lange gewartet, ſo daß eine Reinigung der Bewegung kaum noch möglich ſei, auch wenn man eine Be⸗ rufsſpielerliga ſchafft. Beinlich⸗Südoſtdeutſchland erklärte ſich an der Frage desintereſſiert. In dem Schlußwort legte Linnemann für den Bun⸗ desvorſtand noch einmal dar, da ßes ihm unmöglich fei, desvorſtand noch einmal dar, daß es ihm unmöglich ſei, eine Stellungnahme der Verbände und der Vereine un⸗ bedingt erforderlich. nach:1 einen Punkt an Karlsruher JV. ab. Beide Ber⸗ eine ſind punktgleich. Wormatia Worms brachte das Kunſtſtück fertig, Union Böckingen zu Hauſe:4 zu beſiegen. Worms hat ſich durch dieſen Sieg auf den 2. Platz vorgearbeitet. Böckingen nimmt zuſammen mit den Kickers den 3. Platz ein. FSB. Mainz beſiegte die Kickers Stuttgart :4, konnte aber trotzdem nicht vom vorletzten Tabellenphatz wegkommen. Am 29. Januar ſpielen: Karlsruher FV.— Phönix Karlsruhe FSB. 05 Mainz— FSV. Frankfurt Kickers Stuttgart— Union Böckingen Eintracht Frankfurt— Wormatia Worms Neuer Sieg des 5 Frankfurt Phönix Karlsruhe— FSW. Frankfurt:2(:1) Phönix Karlsruhe hatte ſchon am Vormittag in Worms in einem prächtigen Kampf bewieſen, daß die Mannſchaft ſich wieder gefunden hat. Auf ihrem eigenen Gelände im Karlsruher Wildparkſtadion bot die Phönixmannſchaft dem Tabellenführer Fußballſportverein Frankfurt einen großen Widerſtand, Die Mannſchaft kämpfte mit ungeheurem Etfer und bot auch gute Leiſtungen. Wenn trotzdem die Frankfurter zu einem neuen Siege kamen und weiter als einzige ungeſchlagene Mannſchaft die Tabelle anführen, ſo ſtellt ihnen das ein umſo ehrenvolleres Zeugnis aus. Man war in Karlsruhe überraſcht, welche Fortſchritte die Bornheimer Mannſchaft ſeit ihrem unglücklichen Karls⸗ ruher Spiele gegen den 1. FC. Nürnberg im letzten Früh⸗ jahr gemacht hat. Die Frankfurter Elf präſentierte ſich nicht nur in ausgezeichneter körperlicher Verfaſſung, ſte war auch eminent ſchnell, verſtand ſich gut, kombinierte famos und wies vor allem auch die nötige Durchſchlags⸗ kraft auf. Der Sieg der Frankfurter Mannſchaft mußte hart erkämpft werden, aber er war verdient. Die beiden Außenſtitrmer Haderer und Stadtler ſchoſſen die Treffer, während Phönix durch einen Strafſtoß von Fürſt zu ſei⸗ nem Gegentor kam. Das von 5000 Zuſchauern beſuchte Spiel Selzam Heidelberg gut geleitet. Eintracht ſpielt unentſchieben Eintracht Frankfurt— Karlsruher F.:1(:o Das Ergebnis überraſcht, denn man hatte feſt damit ge⸗ rechnet, daß die Eintracht auf eigenem Platz den KFV. ſchlagen würde. Ein ſolcher Sieg wäre dem Spielverlauf nach auch durchaus gerecht geweſen. Die 5000 Zuſchauer, die ſich trotz der ſchneidenden Kälte eingefunden hatten, ſahen die techniſch beſſere und vor allem mit der reiferen Läuferreihe gusgeſtattete Frankfurter Mannſchaft ſtändig im Angriff. Nach der Pauſe wurde die Ueberlegenheit der Frank⸗ furter ſpgar drückend, aber ſtatt daß nach dem Führungs⸗ treffer von Ehmer noch weitere Erfolge für die Eintracht gefallen wären, kam der KFV. zum Ausgleich durch Schnei⸗ der. Alle Bemühungen ber Platzherren dagegen blieben von einem geradezu grotesken Pech verfolgt. Die Eintracht wurde aber außerdem noch durch den Schiedsrichter Maul⸗ Nürnberg benachteiligt, der u. a. zwei berechtigt geweſene Handelfmeter im Strafraum der Gäſte überſah. Kickers verlieren mit Pech Mainz 05— Stuttgarter Kickers:4(:1 Mainz 05, der Meiſter der Gruppe Heſſen, ſpielte am Sonntag erſtmals wieder in kompletter Aufſtellung. Engel⸗ hardt nahm wieder ſeinen Poſten als Mittelſtürmer ein, womit der Sturm der Heſſen ſeine alte Gefährlichkeit wie⸗ der erlangte. Bei den Kickers fehlte der Halbrechte Merz, Für ihn ſpielte Buchenhöfer, während auf deſſen Poſten Strickroth als Erſatzmann einſprang. Das Spiel, das den Mainzern die enen Punkte, dem Schwabenmeiſter dagegen die zweite Niederlage brachte, wurde bei gutem ſonnigem Froſtwetter durchgeführt. Man ſpielte recht flott, und nur ein mitunter ſtarker Nordwind machte ſich zuweilen ſtörend bemerkbar. Bei den Gäſten zeigten ſich vor der Pauſe erhebliche Mängel, die ſich auch bis ſtark in die zweite Spielhälfte hinein bemertbar machten, zumal ihr rechter Verteidiger Mihaler äußerſt ſchwach war. Seine Schuld war es zum größten Teil, daß der Heſſenmeiſter ſchon bald klar in Führung gehen konnte. In der letzten halben Stunde liefen donn öte Kickers zu einer ſobsefzaſten Form u, Sie drängten Mainz völlig in ſeine Hälfte zurück, zumol die Platzherren Schwächen in der Läuferreihe erkennen ließen, it etwas mehr Glück hätten die Schwaben nach ein Unentſchieden erreichen können. In der erſten Holbzeit verwandelte Link einen Elfer für Stuttgart, während Lerch und Schneider für Malus erfolgreich woren. Nach der Pauſe erhöhten 1750 Lerch und Scherm(11 Meter auf 51, während Welz, Strickroth und Buchenhöfer die reſt⸗ lichen Stuttgorter Treſſer ſchoſſen. Schiedsrichter Dr. Göchl Mannheim leftete vor 6000 Zuſchauer ſehr gut. wurde von 8. Seite/ Nummer 37 Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe Montag, 23. Januar 1935 VR und Neckarau ſiegen klar Pokalſpiele in Rhein Saar BfR. Mannheim 08 Mannheim:0 Bf. Neckarau SpVg. Mundenheim 511 Eintracht Trier SpVg. Sandhofen:0 Boruſſia Neunkirchen—Sportfr. Saarbrücken 311 Saar Saarbrücken FV. Saarbrückn:1 VfL. Neckarau— Sp. Mundenheim:1(:0) Daß in dem Vf. Neckarau ein ernſthafter Anwärter auf den Pokalmeiſtertitel der Gruppe Rhein⸗Saar zu ſuchen iſt, bewies ziemlich eindeutig das Treffen gegen Munden⸗ beim. Die Elf präſentierte ſich in einer Form, die immer⸗ hin zu Hoffnungen berechtigt, wenn auch nicht verſchwiegen werden ſoll, daß die Leiſtungskurve einiger Spieler noch nach oben geſchraubt werden muß. Immerhin zeigte das Treffen auf dem VſR.⸗Platz, daß die Elf in techniſcher Be⸗ ziehung recht ſtark iſt und ihre Chance zu wahren verſteht. Bis zum Wechſel hielt Mundenheim noch recht gut ſtand; nach der Pauſe aber wurde die Mannſchaft„niedergekan⸗ dert“ und war genötigt, ſich in erſter Linie deffenſiv zu ver⸗ halten, ohne aber die klare Diſtanzierung verhindern zu önnen. Wie ſchon erwähnt, ſpielte der VfL. Neckarau einen techniſch anſprechenden Fußball, dem auch die Erfolgs⸗ notwendigkeit nicht verſagt blieb. Man kombinierte flott, ſpielte gut zu und ſchuf durch präziſe Steilvorlagen Ver⸗ wirrung innerhalb der gegneriſchen Hintermannſchaft, die die Erfolge in gewiſſer Beziehung erſt vorbereitete. Be⸗ ſonders markant das präziſe Stellungsſpiel eines jeden Einzehnen. Nicht überwältigend war die Arbeit des Schlußtrios Dieringer. Meiſter—Mayfahrt. Schmidt Möhler—Größle ſchufen die Vorarbeit für die klare Feldüberlegenheit in der 2. Halbzeit. Die Angriffsreihe mit Keller Lauer Heſſenauer—Striehl Nagel lieferte ebenfalls eine an⸗ ſprechende Partie, nur braucht Keller mehr Selbſtvertrauen. Vor dem Wechſel war er recht ſchwach, um nach dem Wechſel umſo aktiver zu werden. Seine beiden Tore waren Pracht⸗ leiſtungen und typiſche Momente kurzer Entſchloſſenheit. Mundenheim lieferte eine etwas beſſere Partie als am Vorſonntag und konnte wenigſtens bis zum Wechſel das Spiel offen halten. Von beſonderen Leiſtungen ſah man aber auch dieſesmal herzlich wenig. Was den Pfälzern. fehlt iſt in erſter Linie ein Sturm, der den Ball zu halten verſteht, und genau zuſpielen kann. Beides vermißte man und fah dadurch eine Ueberloſtung der Läuferreihe, die dieſe auf die Dauer nicht bewältigen konnte. Gürſter blieb in techniſcher Hinſicht wieder der Einzige im Sturm, der gefallen konnte. Auch Seidel ging an, Beno und Minrath aber waren auffallend ſchwach. Die Leiſtungskurve der Läuferreihe ſank nach der Pauſe beträchtlich, ihre Haupt⸗ aufgabe beſtand in der Deckung. Bis zur Pauſe führte der VfL durch ein Tor von Heſſenauer, nach der Pauſe erſpielten ſich die Neckarauer eine Feldüberlegenheit, gegen welche die Mundenheimer auf die Dauer machtlos waren. Keller ſchraubte auf 310, Baumann 1 verwandelte einen Strafſtoß zum Ehrentor für Mundenheim und Striehl ſorgte durch zwei weitere Tore für den klaren Neckarauer Sieg. Dietz⸗ Saarbrücken lei⸗ tete anſprechend. BfR Mannheim— 08 Mannheim:0(:0) Das zweite Spiel der Doppelveranſtoltung brachte die beiden alten Gegner fh und 08 zuſammen. Von jeher bildeten die Lindenhöfer für die Raſenſpieler ein ſchweres Hindernis, ſo daß man ſich auch diesmal auf einen harten Kampf gefaßt machen konnte. Das Spiel enttäuſchte auch in keiner Weiſe und brachte intereſſante und ſpannende Momente. Vor allem der VfR lieferte eine überraſchend gute Partte und gewann verdient, wenn der Sieg auch ſchwerer erkämpft war, als wie es im Reſultat zum Aus⸗ druck kommt. Eine ſehr ſchöne Mannſchaftsleiſtung zeigte der Vfg. Vor allem der Sturm war äußerſt aktiv, kombinterte ſehr ſchön und vergaß auch das Schießen nicht. Ziemlich ſchwach war lediglich Simon in der Mitte, während von den bei⸗ den Flügeln der linke klar der beſſere war. Einen ſtärken Rückhalt hatte die Angriffsreihe allerdings auch in der Deckung, in der Kamenzin ſeine beiden Nebenleute über⸗ traf. Hervorragend ſchlug ſich die Verteidigung. Während Schmoll vor der Pauſe ganz groß ſpielte, zeigte Hoßfelder ſpäter die beſſeren Leiſtungen. Betſch im Tor brauchte nur ſelten einzugreifen. 08 konnte nur in den hinteren Reihen befriedigen. Frank hielt ſchwere Sachen, ließ allerdings das haltbare 2, Tor zu. In der Verteidigung überragte Wenſchel, während mit Schalk der beſte Mann im Läuferzentrum ſtand. Schwach war dagegen der geſamte Sturm. Unter Leitung von Glöckner Pirmaſens ſtellten ſich folgende Mannſchaften: BfR: Betſch; Schmoll, Hoßfelder; Bleß, Kamenzin, „Eberle; Langenbein, Pfiſterer, Simon, Theobald, Düſter. 8 Mannheim: Frank; Wenſchel, Ziegler; Langenberger, Schalk, Zipſe; Müller, Teufel 2, Zöllner, Dreikorn, Albert. BfR liegt von Anfang an in Front. Zügige Kombi⸗ nationen bringen das 08⸗Tor ſofort in Gefahr und nach 10 Minuten erzielt Düſter mit ſchönem Schuß das Füh⸗ rungstor für die Raſenſpieler. Bereits die nächſte Mi⸗ nute ſieht BfR erneut im Vorteil, aber Frank rettet gerade noch auf der Torlinie. 08 kommt jetzt etwas auf, ohne das gegneriſche Tor ernſtlich gefährden zu können. VfR erzwingt bis Halbzeit zwor noch 4 Eckbälle, die aber gleich⸗ falls nichts mehr einbringen, ſo daß es mit:0 für BfR in die Pauſe geht. Auch die zwekte Hälfte beginnen die Raſenſpieler mit ÜUberraſchenden Angriffen. Vor allem ein Schuß von Pfi⸗ ſterer iſt ſehr gefährlich, aber Frank im 08 Tor kann ge⸗ ade noch die Gefahr bannen. Dann bricht Langenbein ausgezeichnet durch, aber ſein Schuß prallt von der Quer⸗ latte wieder ins Feld zurück und der Nachſchuß von Düſter wird von Frank gerade an die Latte gelenkt. Das Spiel iſt jetzt äußerſt wechſelvoll und intereſſant. Soeben knallt Schalk einen Strafſtoß an die Latte und Betſch hält den Nachſchuß von Zöllner, als ſchon wieder Frank einen aller⸗ dings ſchlecht plazierten Schuß von Düſter halten muß. Auf beiden Seiten läßt der Kampfgeiſt ziemlich nach und erſt 20 Minuten vor Schluß fällt die Entſcheidung. Theobald nimmt eine ſchöne Vorlage von Kamenzin auf und ſchießt an dem ſich werſenden Frank vorbei an die Latte, von wo der Ball ins Tor ſpritzt. BfR führt:0, womit das Spiel ziemlich entſchieden iſt. Vfn wird jetzt ziemlich überlegen, aber Frank hält zwei ſchöne Schüſſe von Langenbein. 5 Minuten vor Schluß erzielt VfR jedoch noch ein g. Tor, denn Theobald kann im Nachſchuß ſcharf einſchießen, nach⸗ dem Frank einen Flankenball von Langenbein abgewehrt Hatte. 0 Eintracht Trier— SpVg Sandhofen:0(:0) Unter der Leitung von Jacobs⸗Saarbrücken lieferten ſich beide Mannſchaften ein überaus ſchwaches Spiel, das zumeiſt ausgeglichen verlief. Die Platzherren ſiegten nur durch ihre energiſchere Spielweiſe und dos ſichere Spiel ihrer Hintermannſchaft. Bei Sandhofen gefiel die Hinter⸗ mannſchaft ſehr gut, dagegen ſpielte der Sturm ohne jeden uſammenhang. Die treibende Kraft bei Trier war Adam, er auch den erſten Trefſer ſchoß, während Schwarz durch ein zweites Tor Triers Endſieg ſicherſtellte. Boruſſia Neunkirchen— Spfr Saarbrücken 91 611) Vor rund 1500 Zuſchauer kamen die Einheimiſchen dank ihrer beſſeren Geſamtleiſtung zu einem verdienten 321⸗ Sieg. Das Spiel ſelbſt konnte nicht überzeugen. Gleich zu Beginn ging Saarbrücken durch den Halblinken Eyrich in Führt g, Petri holte aber bis zur Pauſe durch zwei Tore die Führung für die Einheimiſchen.— Nach Wieder⸗ beginn erhöhte Schütz auf:1, und bis zum Spielende blieb es dabei. d Saarbrücken— Saar 05 Saarbrücken 121(:0) e ganze erſte Halbzeit hindurch war der Fußballver⸗ 5 e 1500 Zuſchauern drückend überlegen, aber i die ausgezeichnet abwehrende Sbar⸗ er konnte ſich gegen die ausgez W 0 nicht ein einziges Mal durchſetzen. 59019 5 5 könbken dieſer Spielphaſe nicht zu einem kinzigen geſchloſſenen oder irgendwie gefahrdrohenden An⸗ griff. umgekehrt verſagten die FV⸗Stürmer vor dem Saar⸗ tore in unglaublicher Weiſe. Nach dem Wechſel brach endlich Cohnen den Bann, jedoch bereits fünf Minuten ſpäter verwandelte Noll für die Saar einen Elfmeter zum Ausgleichstreffer. Scheel⸗Pirmaſens konnte als Schiri nicht befriedigen. 4 15 1. 8 4 Auſtria Wien in Kaſſel geſchlagen Kaſſeſs Stadtmannſchaft ſiegt mit 221 Vor nur 1500 Zuſchauern ſpielte am Samstag Auſtria Wien in Kaſſel gegen eine Stadtmannſchaft, die aus den Vereinen Kurheſſen, Tura und Spielverein gebildet war. Die Oeſterreicher, die ohne Nauſch spielten, enttäuſchten, ſie machten einen recht matten Eindruck. Ihre Kombination ging zu ſehr in die Breite und anſcheinend behagte ihnen auch der hartgefrorene Boden nicht. Da Sindelar vom Gegner ſcharf bewacht wurde, litt das Angriffsſpiel ſtark. Die Kaſſeler Mannſchaft lieferte ein erfreulich gutes Spiel. Friſch und ungekünſtelt arbeitete ſie mik dem Ball und erzwang ſich meiſt einen ausgeglichenen Kampf. Durch Treffer von Siebert und Hochhut konnten die Kaſſelaner eine überraſchende:0 Führung erzielen. Nach dem Wechſel erhöhten zwar die Wiener ihre An⸗ ſtrengungen, es gelang ihnen jedoch nur ein Gegentreffer, der auf das Konto des Halbrechten Jeruſalem kam. Handball der Turner einmal mehr hat ſich in dieſem Jahr die aus⸗ geglichene Spielſtärke der Meiſterklaſſenmannſchaften im Handball erwieſen, wenn auch einige der Spitzenmann⸗ ſchaften in der Tabelle mit ziemlichem Punktevorſprung durchs Ziel gegangen ſind. Dafür aber war das Ringen um die nächſten Plätze umſo härter und zugleich eine Beſtätigung unſerer wieder⸗ holt zum Ausdruck gebrachten Anſicht. Die Zulaſſung der Tabellenzweiten zu den Endſpielen um die Kreismeiſter⸗ ſchaft iſt deshalb nur zu begrüßen. Am umſtrittenſten tſt der 2. Platz in der Gruppe 1 den mit Tg Rheinau Hockenheim— TV 46 Mannheim drei ſpielſtarke Mann⸗ ſchaften des Mannheimer Turngaues innehaben. Zur erſten Ausſcheidung um die Teilnahme an der zweiten Etappe mußten ſich zunächſt Wieder V Turnverein 1846— TW Hockenheim 223(:2) auf dem Platze des TV Jahn Neckarau gegenübertreten. Vorerſt ſei geſagt, daß dieſes Treſſen von beiden Mann⸗ ſchaften mit meiſterlichen Leiſtungen und in ſeinſter Form durchgetragen wurde, ſo daß man an dieſem Zuſammen⸗ treffen ſeine helle Freude haben konnte. Die glücklichere Mannſchaft hat einen knappen Sieg davon getragen. Die etwas ſchnelleren Hockenheimer ſtellten in der Schlußhälfte ihren Erfolg ſicher, ſo daß das nächſte Ausſcheidungsſpiel zwiſchen Tg Rheinau und TV Hockenheim vor ſich geht. Die Spiele im Gau Der wegen des Gauturntages ſtark eingeſchränkte Spiel⸗ 5 brachte eigentlich nur ein Treffen, nachdem zum Spie TV Sandhofen— TW Viernheim die Viernheimer Mannſchaft nicht erſchienen war. Der Punktgewinn bringt Sandhofen jedoch keinen Erfolg mehr. Im anderen Spiele Tode Käfertal— Tod Germania 724(124) ſah es anfänglich garnicht nach einem Siege des Tabellen⸗ zweiten aus, zumal die Germanen beim Wechſel mit 3 Toren Vorſprung die Seiten tauſchten. Die Schlußhälfte im Zeichen der Tgde ſtehend, brachte derſelben nicht nur den Ausgleich, ſondern auch den ſicheren Endſieg. Zweite Mannſchaften:0; Tgde Käfertal— VfR 1. Schüler:2; 2. Schüler:2. Deutſche Eishock Handball- Verbandsſpiele Die Abſtiegskandidaten ſiegen FC 68 Mannheim— 07 Mannheim:0 liches zu melden. Toren unter Lei⸗ Fre f⸗ Vfg. Die Neuoſtheimer, deren Abſtieg endg beſiegelt iſt, haben nichts mehr zu verlieren, als ihre Ehre und die wird jetzt auch gefährdet. Da hat vor acht Tagen ein Spieler eine ganz grobe Tätlichkeit began⸗ gen, die aber durch die einmütige Verurteilung von den Mitſpielern als Einzelfall bezeichnet werden konnte. Dies⸗ mal folgte nun eine und ſogar noch eine oͤritte, dazu noch eine Hinausſtellung wegen Schiedsvichterbeleidigung. Von dieſer Begegnung iſt wenig rühm Mc 0s ſiegte ohne große Mühe mit 8: von tung Polizei— ASV Ludwigshafen 5210(:7) Es war ſchon bald offenſichtlich, daß die Poliziſten den in beſter Verfaſſung ſpielenden Pfälzern nicht gewachſen waren. In kurzen Abſtänden bringt Heſele ſeinen Verein 310 in Führung, doch kann wenig ſpäter Bachert ein Tor aufholen. e, heute der beſte Mann auf dem Felde, bringt ſeinen Sturm immer wieder nach vorne und erhöht ſelbſt bis auf:1, das Schwab noch vor dem Wechſel in:2 wandelt. Gegen Mitte dieſer Hälfte war bei den Poliziſten Höfling als 12. Mann erſchienen, muß aber wieder abtreten. ASV e beginnt die zweite Hälfte mit einem weiteren Er⸗ folg Hefeles, muß aber dann nacheinander durch Bachert und Petry drei Gegentore hinnehmen Damit war jedoch für den Gaſtgeber die Torausbeute erſchöpft, während ASV noch auf 10:5 zu ſtellen vermag. Miß Phönix— 03 Ludwigshafen:8(:4) Unter Leitung von Kehl⸗Vin begann Phönix. Kommt auch gut durch, bleibt aber an der 03⸗Verteidigung hängen. Aber auch der Gaſt vermag ſich faſt eine Viertelſtünde nicht durchſetzen, ſo daß ſich Spiel meiſt im Mittelfeld be⸗ wegt. Erſt nach einem ſchönen Torerf Spittlers iſt der Bann gebrochen. In gleichen Abſt kann derſelbe Spieler nach etlichen Lattenwürfen drei weitere Erfolge er⸗ ringen, denen der Gaſtgeber nur einen entgegenſetzen kann. Bleicher wirft unhaltbar den einzigſten Treffer in dieſer Hälfte für ſeine Farben ein. Die zweite Hälfte zeigt das gleiche Bild. Wieder währt es eine ſchöne Weile, bis Tore fallen, aber auch dann ſie Schlag auf Schlag. Ulbrich beginnt und ſchon in der den Minute folgt Nutz. ler verwan⸗ delt haltbar eine Strafwurfabgabe. Ulbrich, auf Links⸗ außen erzielt in ſeiner Manier den achten und letzten Tref⸗ ſer. Phönix kommt erſt in den letzten Sekunden zum zweiten Gegentreffer und bleibt mit:2 im geſchlagenen Felde. Durch dieſen Sieg hat ſich 03 bis auf einen Punkt Differenz an die auf dem vierten Platz liegenden Phönix⸗ leute herangearbeitet. Bei gleicher Spielzahl hat Phönir 22 und LF G. 03 21 Punkte. 5 FV. Frankenthal MTG.:3(:2) Als Spielleiter war Müller ⸗Wiesbaden erſchienen dem ſich MTG. nur mit zehn Mann ſtellte und erſt nach einer Viertelſtunde komplett war. Der Gaſtgeber hatte den ſtarken Wind als Bundesgenoſſen und nützte ihn auch gut aus. Iſemaan kommt zum erſten Erfolg, aber Fran⸗ kenthal gleicht durch Buch aus, dem auch der Führungs⸗ treffr glückt. Windecker derwandelt einen Strafwurf, dem Buch einen weiteren folgen läßt. Nun kommt nach ſchöner Kombination aus 20 Meter ein unhaltbarer Bombenwurf Windeckers, der:1 bringt, Treiber holt noch vor det Pauſe ein Tor auf. Nach dem Wechſel iſt MTG. drückend überlegen, aber Frankenthal verteidigt geſchickt. Erſt 8 Minuten vor Schluß holt Treiber ein Tor auf das Nockel wieder gus⸗ gleicht, womit der Gaſtgeber:3 Sieger blieb. Privatſpiele T. V. Lampertheim— Sp. V. Waldhof:6(:5) Der Meiſter benutzte den ſpielfreien Sonntag zu einem Gaſtſpiel in dem benachbarten Lampertheim, das ihm mit :6 Toren einen ſchönen Erfolg brachte. Das Spiel, das ſchon am Sonntag vormittag zum Austrag kam, litt unter unter der ſchwachen Leitung des Schiedsrichters, der beide Parteien benachteiligte. Waldhof kam durch Schmidts und Spengler:0 in Führung, muß ſich aber den Ausgleich umgehend gefallen laſſen, wobei der erſte Gegentreffer eine prächtige Leiſtung des gegneriſchen Mittelſtürmers war. Eine feine Kombination Engelter⸗ Spengler bringt durch letzteren erneut die Führung. Zwei Alleingänge Spenglers und Schmidts ſtellen bis Halbzeit das Ergeb⸗ nis auf:2. Die zweite Hälfte bringt nur einen Erfolg unferes Meiſters, den wiederum Schmidts erzielt. Der Sieg dez Sportvereins über die in ihrem Kreis eine beachtliche Rolle ſpielenden Lampertheimer darf als verdient bezeichnen werden. i TV. 61 Ludwigshafen— V. f. R. Mannheim:2(221 Die Raſenſpieler kamen mit reichlichem Erſatz nach Lud⸗ wigshafen und konnten deshalb keine gute Klinge ſchlagen Allerdings muß berückſichtigt werden, daß die Mannheimer nach dem Wechſel beim Stande:2 ihren Läufer Seiberlich durch Verletzung verloren und dadurch gezwungen waren, mit zehn Mann zu Ende zu ſpielen. Spielleiter war Meyer, Männerturnverein Ludwigshafen. Hotkey⸗Klubkümpfe HCE Heidelberg— MTG Mannheim 221(:1) Der hartgefrorene Platz des Hockeyelubs ließ kein ein⸗ wandfreies Spiel zu, ſo daß das Ergebnis das Kräftever⸗ hältnis nicht recht ausdrückt. Bei den Einheimiſchen machte ſich das Fehlen der Gebrüder Peter und des Mit⸗ telläufers Körner bemerlbar. Ueberraſchenderweiſe kamen die ſehr erfolgreichen Gäſte noch einem gelungenen Durch⸗ bruch gleich zu Beginn mit:0 in Führung. Bis zur Pauſe gelang es den Heidelbergern, die kein ſchneidiges Spiel zeigten, nur der Ausgleichstreffer durch Baudendiſtel, der auch das ſiegbringende Tor in der zweiten Hälfte ſchoß. TV. 1846 Mannheim— V. f. R. Mannheim 34(:2 Das angeſetzte Treffen gegen TV. 1857 Sachſenhauſen kam wegen anderweitiger, vorheriger Verpflichtung der Gäſte nicht zum Austrag. In letzter Minute wurde nun ehy⸗Meiſterſchaft SE Rieſſerſee Meiſter Bei leichtem Schneetreiben und nicht ſonderlich günſtigen Eisverhältniſſen begann am Samstag nachmittag die deut⸗ ſche Eishockeymeiſterſchaft auf der Glaspalaſt⸗Eisbahn in München. Zur erſten Partie, bei der ſich der bayrſſche Mei⸗ ſter Sc Rieſſerſee und der Vertreter Südoſtdeutſchlands, Vie Raſtenburg, gegenüberſtanden, hatten ſich rund 1000 Zuſchauer eingefunden, die nicht ganz auf ihre Rechnung kamen, denn der Favorit Rieſſerſee ſpielte weit unter ſeiner ſonſtigen Form. Erfreulich war dagegen der große Kampf⸗ geiſt der Gäſte, die bei einigermaßen mehr Schußglück eytl. ſogar ein Unentſchieden hätten erzielen können. Im erſten Drittel nahm der Kampf einen lähmen Ver⸗ lauf. Lebhafter ging es im zweiten Drittel zu, wobei die Bayern in der 14. Minute durch Slevogt zu ihrem erſten Erfolg kamen. Im Schlußodrittel ſetzten dann die Gäſte zum Generalangriff ein, ſo daß man allgemein ſchon mit dem Ausgleich rechnete. Aus einem Gedränge heraus war aber kurz vor Schluß Rieſſerſee durch, Schäublein ein zwei⸗ ter Treffer beſchieden, der den Sieg des bayeriſchen Mei⸗ ſters ſicherſtellte. 9 Vf. Raſteuburg. Schwimm⸗ und Eisklub f Schwenningen 20(:0) N Im Ausſcheidungsſpiel um die Teilnahme für das Endſpiel um den dritten und vieren Platz in der deutſchen Meiſterſchaft qualifizierte ſich der oſtpreußiſche Meiſter Ra⸗ ſtenburg durch ſein beſſeres Kombinationsſpiel und ſeine größere Durchſchlagskraft. Die Schwenninger haben durch ihr geſtriges Spiel viel gelernt und konnten ſich daher gegen Raſtenburg gut behaupten. Der beſte Mann der Oſtpreußen war wiederum Didezuhn, dem aber Wonigeit und Knewitz nur wenig nachſtanden. Allerdings mußte der Schiedsrichter Bruno Leinweber⸗Füſſen vielfach ab⸗ ſeits der Oſtpreußen abpfeifen.— Der beſte Mann der Schwenninger iſt ihr Spieler Wigand, der ſchnellſte Schlen⸗ ken. Spielverlauf: Nach ausgeglichenem Spielverlauf im erſten Drittel fällt in der 19. Minute nach einer Kombina- tion von Wonigeit⸗Didezuhn durch den letzteren das erſte Tor. Im zweiten Drittel haben die Raſtenburger zweimal Gelegenheit, Tore zu erzielen. Die erſte Chance haben ſie nach einem Gedränge, doch bringt es Knewitz fertig, die Scheibe zwei Meter vor dem Kaſten ſtehend, ſtatt in ihn mit Ruhe hineinzuſchieben, vorbeizuſchießen. Kurz darauf verfehlt der Sturm die zweite große Gelegenheit in dieſem Spieldrittel, indem ſämtliche drei Stürmer anſchießen oder knapp am Tore vorbei. Im letzten Drittel ſtellten dann Knewitz auf Kom- Rudi Ball Torwart Gerhard Ball bination Didezuhn⸗Wonigeit zweiten Treffer ſicher. SC. Rieſſerſee ſchlägt Schwimm⸗ u. Eisſportverein Schwenningen 12:0(:0—:0—:0) Im dritten Spiel zur deutſchen Eishockey⸗Meiſterſchaft ſtanden ſich in der zweiten Spielgruppe SC. Rieſſerſee und S. u. E. Schwenningen gegenüber. Das Spiel war eine einſeitige Angelegenheit für den SC. Rieſſerſee. Der Schwimm⸗ und Eisſportverein Schwenningen fiel im Ver⸗ gleich zu den anderen Mannſchaften weit ab. Allerdings mußte er auf zwei gute Spieler— Rieger und Käfer— verzichten. Der beſte Mann der Schwennninger war ihr Spieler Wiegand und Eiſe. Gegen den Angriff von Rieſſer⸗ ſee war das Schlußdrefeck machtlos. Trotzdem verhinderte es eine höhere Niederlage. Rieſſerſees Tor war nie ernſt⸗ lich gefährdet. Der Schiedsrichter Didezuhn hatte keinen ſchweren Stand. war es Strobel, der auf Kombination mit Rammelmayr den Torreigen eröffnete. mayr das zweite Tor, während das dritte Tor Schröttle auf Kombination mit Scheublein erzielte. Im zweiten Drittel wurde ein Tor, das Reithmeier im Nachſchuß erzielte, wegen Abſeits nicht gegeben. Eine Kom⸗ bination Strobel⸗Lang wurde von Lang mit dem vierten Torſchuß abgeſchloſſen. Ein Alleingang Schrzttles brachte das fünfte Tor. Das ſechſte Tor wurde von Rammelmayr im Nachſchuß in den leeren Kaſten befördert. Strobel er⸗ zielte auf Kombination mit Lang das ſiebente Tor und der letztere Spieler erhöhte durch einen Fernſchuß im Allein⸗ gang auf:0. l Im letzten Drittel war es Slevogt, der mit Reithmeier zuſammen das 9. Tor erzielte. Bei einem Angriff der Rieſſerſeer ſtürzt Schröttle ſchwer und muß bewußtlos vom Platze getragen werden. Er konnte nicht mehr in das Spiel eingreifen, doch hofft der Platzarzt, daß trotz der leichten Rückenprellung Schröttle morgen in den Endkampf eingrei⸗ fen kann. Strobel erzielt auf Zuſpiel Langs das 10. Tor, gleich darauf erhöht Rammelmayr im Alleingang auf 11:0. Aus einem Gedränge heraus erzielt Slevogt für Rieſſer⸗ ſee den letzten Treffer und macht damit das Dutzend voll. das Endergebnis mit dem S. C. Rieſſerſee ſchlägt Berliner S. C.:1 und iſt damit deutſcher Eishockeymeiſter. a a Gustav Jänecke drei der hervorragendſten Spieler des Berliner Schlittſchuhklubs. 8 5 Spielverlauf: Im erſten Drittel Im Alleingang ſchoß Rammel⸗ ein Trainingsſpiel gegen die ſpielfreie VfR⸗Elf verein, bart. Nach ſehr ſchnellem, aber nicht überragendem Spiele gewann die in beſter Beſetzung, erſtmals auch mit dem wiedergeneſenen Schwab erſchienene Platzelf knapp, aber verdient mit:4 Toren. ſchmeichelhaft angeſehen werden, wenn man auch berück⸗ ſichtigt, daß die Gäſte dieſes Uebungsſpiel mit vier Erſatz⸗ leuten beſtritten und ſich zudem noch Seidel von den Platz⸗ herren ausborgten. Der TV. ging durch Halblinks Schwab in Führung Durch Seidel auf Halbrechts holten die Gäſte den Gleich⸗ ſtand und durch Mittelſtürmer Berwind die:1⸗Führung und Halbzeitſtand. Sleuvoigt holt für 1846 den Ausgleich und Dr. Aletter bringt jetzt die Platzherren erſtmals in Führung. Der.f. R. kann aber gleich darauf durch Her⸗ wagen wieder gleichziehen. Durch Prachtſchuß von Slen⸗ voigt führen die Platzherren kurze Zeit ſpäter 418, worauf Seidel nochmals der Gleichzug für V. f. R. gelingt. Durch ihren Mittelſtürmer Hottenſtein kann dann die TV. ⸗Elf kurz vor Spielſchluß den knappen 514⸗Sieg erringen. VfR Mannheim AH— KFV Karlsruhe Ac 221(01h) Die VfR⸗Alte⸗Herren⸗Elf lieferte gegen die Gäſte wiederum eine ganz ausgezeichnete Partie und gewann das ſehr flott durchgeführte Treffen aufgrund der beſſeren Zu⸗ ſammenarbeit der Mannſchaft nach dem Wechſel knapp, aber völlig verdient mit:1 Toren. Beide Mannſchaften zeigten ſich ſehr ſtockſicher, waren vor allem äußerſt ſchnell, ohne ſich jedoch mit den harten Bodenverhältniſſen reſtlos abfinden zu können. Zunächſt gingen die Gäſte durch ihren Linksaußen in Führung, die ſie bis zur Spielpauſe halten können, Nach dem Wechſel kommen die Platzherren etwas mehr auf und erzielen denn auch durch ihren Mittelſtürmer Böhringer, zwei Tore und damit den knappen Sieg, Der Halbrechte Krebs vom VfR war der weitaus beſt Mann auf dem Platz. Bei den hart kämpfenden Gäſten überragten Torwächter, Mittelläufer und Linksaußen. TG. Worms— Tod. Germania Mannheim:2(oil Auf dem hartgefrorenen Spielgelände an der Wormſer Brücke hatten es die Mannheimer nicht ſo leicht wie im Vorſpiel, das ſie glatt:0 gewannen. Diesmal entpuppten ſich die Wormſer auf dem heimiſchen Boden als ein ganz geführlicher Gegner, der durch ſeinen Eifer die Gäſte oft in Bedrängnis brachte. Die Germania ⸗ Verteidigung Bach; Schvos hatte in letzterem einen ſchwachen Punkt. Es it unverſtändlich, warum der hierfür geeignete Linder auf Rechtsaußen ſtürmte, wo er nicht beſonders zur Geltung kam. Die erſte Halbzeit verlief nach leichter Ueberlegen⸗ heit der Gäſte torlos. Sofort nach Wiederbeginn konne Gunkel durch Nachſchuß die Führung erzielen. Worms wollte unbedingt ausgleichen und drängte bedenklich. Aber Germania erhöhte durch Hochadel auf 210. Dann fiel ſchließlich der verdiente Ehrentreffer, obwohl aus Abſeits⸗ ſtellung. Germania war techniſch beſſer, zeigte aber, ins⸗ beſondere im Sturm, keine ſonderliche Leiſtung. Nur der Mittelläufer Bauſch war in großer Fahrt, ebenſo Back und Ufer im Tor. Die Wormſer hatten ihre beſten Leute in dem Halbrechten, dem Torwart und den beiden Verteidl⸗ gern, von denen der rechte nicht gerade ſanft ſpielte. 2. Mannſchaften:0 für Germas ia. 8 Die Damen waren Gaſt bei TV. 46 Mannheim und unterlagen ehrenvoll:2. Wenn die Torhüterin und linke Verteidigerin von Germania dem gefährlichen Sturm von 46 nicht ſo Widerſtand geleiſtet hätten, wäre die Niederlage höher ausgefallen.— 2. Damen::0 für TV. 46. Laoͤoumegue will wieder Amateur werden Der franzöſiſche Weltrekordläufer Jules Ladoumegue, der vor Jahresfriſt von ſeinem Verband wegen Verſtoßes gegen die Amateur⸗Beſtimmungen zum Berufsſportler ek klärt wurde, macht die größten Anſtrengungen um ſeine Requalifikation. In der führenden franzöſiſchen Sportzei⸗ tung„L Auto“ veröffentlicht er einen längeren Bericht, in dem er ſich bereit erklärt, die ſeinerzeit für einen Start in Le Havre erhaltenen 6000 Frances zurückzuzahlen, wenn ihm ſein Verband die Amateur⸗Eigenſchaft zuſpricht. Er vergleicht ſeinen Fall mit dem des Belgiers Bek“ meulen, der kurz nach dem Kriege ebenfalls durch Zu⸗ rückzahlung eines erhaltenen Betrages begnadigt wurde. Ladoumegue glaubt, daß er bis zu den Olympiſchen Spies len 1036 wieder volle Anerkennung als Amateur finden wird. In der Zwiſchenzeit würde er gegen bekannte Lüu⸗ fer wie die Olympiaſieger Beccali und Lehtinen antreten Man müſſe ſeine Requalifikation aber beſchleunigen, da r mit ſeinen 26 Jahren nicht mehr lange in Hochform ſein könne. 5 a Der Franzöſiſche Leichtathletik⸗Berband geht jedoch auf die Ausführungen ſeines früheren Mitgliedes nicht eit und erklärt, daß eine Anerkennung als Olympiateilnehmet nicht in Frage komme. Außerdem könne Ladoumegne Falle einer Requalifikation nur Starterlaubnis für Fran reich und dann nur gegen eigene Landsleute erhalten. ö Dieſes Ergebnis muß als ſehrm ern 10 1 1939 at Phöni ö erſchienen, erſt nach eber hatte e ihn auch ber Fran⸗ Führungs⸗ wurf, dem ach ſchönet ömbenwurk ) vor det egen, aber uten vor ieder aus⸗ E — 7 25 u einem ihm mit Spiel, das litt unter der beide midͤts und Ausgleich egentreffet elſtürmers ler bringt lleingänge as Ergeb⸗ a unſerez Sieg dez tliche Rolle bezeichne! :2[211 nach Lud⸗ e ſchlagen annheimer Seiberlich en waren, leiter war f verein⸗ em Spiele mit dem tapp, aber z als ſehr e ich berück⸗ ier Erſatz⸗ den Platz⸗ Führung. en Gleich⸗ 1⸗Führung Ausgleich ſtmals in durch Her⸗ von Slen⸗ 28, worauf gt. Durch e TV. ⸗Elj ngen. 221(:1 bie Gäſte wann das ſſeren Zu⸗ napp, aber er, waren en harten saußen in nen, Nach r auf und Böhringer taus beſſt en Gäſten ußen. 112 ſ050 Wormſer t wie im ntpuppten ein ganz äſte oft in ung Back t. Es ist inder auf Geltung eberlegen⸗ in konne g 1 lich. Aber dann fiel 3 Abſeits⸗ aber, ins⸗ Nur der Back und Leute in Verteidi⸗ ſpielte.- Montag, 23. Januar 1933 Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 37 — Spiele der Kreisliga Kreis Unterbaden trip— Weinheim:0 8— Neckarhauſen:0 Ballſabt— Phönix Mannheim 32 Neckarſtadt— Käfertal:1 7 Mannheim— Heddesheim:0 Edingen— Leutershauſen:1 Die ſich nun langſam ihrem Ende nähernden Verbands⸗ ſpiele der unterbadiſechn Kreisliga brachten auch an die⸗ ſem Spielſonntag harte Poſitionskämpfe der unteren Ta⸗ bellenhälfte. Neben dem bereits feſtſtehenden erſten Ab⸗ ſteigenden, Neckarhauſen, dürfte nun wohl mit Beſtimmt⸗ heit in Heddesheim der zweite Abſtiegskandidat zu ſuchen ſein. Neckarſtadt und 07 Mannheim dürften wohl durch ihre häufigen Siege aller Abſtiegsſorgen ledig ſein. Der kommende Meiſter, Altrip, beſiegte die Gäſte aus Weinheim überlegen mit:0, deſſen Sieg beim Halbzeitſtande:0 bereits ſicher ſtand. denheim zu tun, um gegen den Letzten, 2 1 heim und und linke turm von kiederlage bumegue, Verſtoßes ortler er⸗ um ſeine Sportzei⸗ zericht, in Start in zuzahlen, zuſpricht. 8 Ber zurch Zu⸗ it wurde. )en Spie⸗ ir finden inte Läu⸗ antreten. en, da er orm ſein edoch auf nicht ein 0 e negue im ir Franke alten. * N linke A hatte der Tabellenzweite Feu⸗ Neckarhau⸗ ſen, mit:0 zu Sieg und Punkten zu gelangen. Der für alle Vereine ſchwere Gang nach Wal lſtadt koſtete Phönix Mannheim zwei weitere Punkte. Knapp mit 32 blieben die Platzherren verdienter Sieger. Einen in dieſer Höhe nicht erwarteten Sieg landete Neckarſtabt im Lokaltreffen gegen Käfertal. Mit einem:1 kam die Neckarſtadtelf zu zwei für den Verbleib i der Kreisliga ſehr wichtigen Punkten. Mit dem knappen Ergebnis:0 blieben die techniſch beſſeren Neuoſtheimer über Heddesheim ſiegreich. Nach hartem Kampfe ſchlug Edingen die Gäſte aus Leutershauſen verdient mit 211, ohne dadurch jedoch der Abſtiegsſorgen enthoben zu ſein. Kreisliga Unterbaden Mehr als erwartet Vereine Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte 18 15 2 1 77.21 32:4 Feudenheim 18 13 2 3 42,14 28.78 Weinheim 17 10 5 7 32˙22 20:14 Phönix Mannheim 19 8 4 6 49.21 22.16 Wallſtadt. 19 8 4 7 49.54 20.18 07 Mannheim 20 7 4 9 33:87 18:22 Neckarſtadt. 20 8 2 10 32:47 18:22 Käfertal 17 6 5 6 31230 17.17 Heddesheim 19 6 4 9 26.81 1622 Edingen 18 4 5 9 2843 13˙23 Leutershauſen 18 4 4 10 27:55 12:24 Neckarhauſen. 19 3— 16 20.71 632 Kreis Neckar Kirchheim— Sandhauſen:1 Neulußheim— Eppelheim:1 1010 Heidelberg— 05 Heidelberg:2 Union Heidelberg— Schwetzingen 1: Rohrbach— Oftersheim:2 Hockenheim— Plaukſtadt 90:0 Kirchheim und Schwetzingen führen durch ihre Siege über Sandhauſen und Union Heidelberg mit gleicher Junktzahl auch weiterhin die Tabelle an. Durch den Haren:2 Erfolg über Oftersheim rückt Rohrbach auf den öͤritten Tabellenplatz vor. Der knappe 21 Sieg von 05 Heidelberg gegen 1910 Hei⸗ helberg läßt dieſen ſeinen Tabellenſtand weiter verbeſſern. Die Abſtiegs kandidaten Hockenheim und Plankſtadt trennten ſich mit einem Unentſchieden:1, wedurch ſich die Abſtiegsfrage nur noch verwickelter geſtaltet. Hockenheim, Union Heidelberg, Oftersheim, Plankſtadt und 1910 Heidelberg kommen noch für den Abſtieg in Frage. 48 Kreis Elſenz: N Eſchelbronn— Michelbach:1 Jul letzten Verbandsſpiel der Saiſon kam Eſchelbronn erwartungsgemäß gegen Michelbach zu einem knappen, aber uhllig verdienten 2·1 Sieg. 8 Kreis Vorderpfalz 4014 Oppau Pfalz Ludwigshafen:1 Maxdorf—94 Ludwigshafen:4 3 Ludwigshafen. ASV. Ludwigshafen:1 TV. Frieſenheim Arminia Rheingönheim 10 Eintracht Oggersheim Hochfeld:2 Der Tabellenführer 1914 Oppau konnte trotz großem Vorſprung immer noch nicht ſich die Meiſterſchaft ſiche rn, denn Oppau ſwlelte gegen Pfalz Ludwigshafen undatſchie⸗ Den:1. Die Situation im Kreis Vorderpfalz iſt die, daß „Sporttluß 04 Ludwigshafen, der in Maxdorf mit 122 ge⸗ wonnen hat, die Oppauer, die 30 Punkte haben, noch mit Punkten erreichen kann, wenn ſämtliche noch aus⸗ ſehenden Spiele von 04 gewonnen werden. Auch 03 Lud⸗ Wigshafen kann bei der Meiſterſchaft noch ein Wort mit⸗ teben, da die oger noch punktgleich mit Oppau werden kön⸗ nen As B. Ludwigshafen mußte ſich gegen 08 Ludwigs⸗ hafen mit:1 beugen Es iſt aber trotzdem anzunehmen, aß Oppau bei den reſtlichen ausſtehenden drei Spielen mindeſtens 2 Punkte gewinnt. Man muß alſo noch ab⸗ warten, bis Oppau, trotz der derzeitigen ſchlechten Form, noch zwel Punkte errungen hat. Ueberraſchender Weiſe konnte TV. Frieſenheim gegen Arminia Rheingönheim 110 gewinnen. Eintracht Oggersheim unterlag gegen Hochfeld mit knapp 12. Kreis Südpfalz: Fußballverein Speyer— Neuhofen 21 Bfes Neuſtadt— Herxheim 5˙1 Landau— Jockgrimm ausgefallen Wörth— Mutterſtadt ausgefallen Der Tabellenführer Neuſtadt konnte bei überlegenem Spiel gegen Herxheim mit:1 gewinnen. Speyer hatte Mühe, um gegen Neuhofen mit 211 die Oberhand zu behal⸗ ten. Die meiſten Ausſichten auf die Meiſterſchaft im Kreis Südpfalz hat VfL. Neuſtadt, der noch zwei Punkte benötigt, um endgültig dieſes Ziel zu erreichen. Als ein⸗ ziger Konkurrent kommt nur noch Mutterſtadt in Betracht, das 23 Punkte erreichen kann, wenn Neuſtadt ſein letztes Spiel noch verlieren ſollte, Kreis Kaiſerslantern: SC. Kaiſerslautern— Wieſenthaler Hof 322 Kreis Pirmaſens: Pfalz Pirmaſens— 05 Pirmaſens 422 63 Pirmaſens— Thaleiſchweiler 20 Nodalben— Fröſchen:0 Contwig— Clauſen:0 Im Kreis Pirmaſens dürfte Vfg. Pirmaſens wohl ſicherlich die Meiſterſchaft erringen. Das Lokaltreffen zwi⸗ ſchen Pfalz— 05 Pirmaſens endete mit 412 zugunſten von Pfalz. 63 Pirmaſens konnte ſich durch den:0⸗Sieg über Thaleiſchweiler aus der Gefahrenzone des Abſtiegs entfer⸗ nen. Ebenſo gelang dies dem FC. Rodalben durch einen :0⸗Sieg tber Fröſchen. Contwig bewies ſeine aufſtetgende Form gegen Clauſen mit einem:0⸗Sieg. Weitere Ergebniſſe Bezirk Main⸗Heſſen: Kickers Offenbach— Fug Kaſtel 220 AO Worms— S Wiesbaden:17 818 Aürtadt 1. ICE Langen:1; Unien Niederrad— Sportfreunde Frankfurt:3; Rotweiß Frankfurt— Vfs Neu⸗Iſenburg :4; Germonia Bieber— F Vg Mom bach 12g. Bezirk Württemberg⸗Baden: FC Birkenfeld— Spy Schramberg:5; Germania Brötzingen— Freiburger 6 129 SC Freiburg— S Feuerbach 1˙4; FCE Mühlburg— 1. FC Pforzheim:4; VfB Karlsruhe— Frankonia Karls⸗ ruhe:5; VfB Stuttgart— Sc Stuttgart 312. Bezirk Bayern: Schweinfurt 05— De München 220; Würzburger 04— Wacker München 371; Teutonia München gegen Germania Nürnberg ausge; SSV Ulm— ASV Nürnberg:5; Fe Bayreuth— Ulm 94:2 Schwaben Augsburg— Pick Fürth ausgef. Tagung des Mannheimer Turngaues Ein erfolgreiches Notjahr— In 6 Monaten Deutſches Turnfeſt Von den 24 Vereinen des Mannheimer Turngaues hat⸗ ten 23 Vereine 110 Abgeordnete und Vertreter nach der freundlichen Turnhalle des Turnvereins Sandhofen ge⸗ ſandt. Wärmender Sonnenſchein eines herrlichen Winter⸗ tages überſtrahlte nicht nur die hellen Räume des Turner⸗ heimes, ſondern in gleichem Maße die vielſeitigen und ſachlichen Beratungen der Turnerſchaft. Unter dem Vorſitz von Gauvertreter Stalf kam man, nach einleitendem Lied des Geſaugvereins„Aurelia“ über die Berichterſtattung bald hinweg. Der Rückblick des Gau⸗ vertreters ließ erkennen, daß trotz der allgemeinen und perſönlichen Not in unſerem deutſchen Vaterlande, das Jahr 1932 für den Mannheimer Turngau wiederum ein erfolgreiches war. Gewiß, auch an dem Beſtand der Turn⸗ vereine nagt das Geſpenſt der Arbeits⸗ und Erwerbsloſig⸗ keit. Immer und immer aber verſuchen die Turnvereine, trotzdem die Mitgliedsbeiträge ſtark zurückgegangen ſind, ihren weitgeſteckten Aufgaben an der deutſchen Jugend ge⸗ recht zu werden. Bei der Durchführung des freiwilligen Arbeitsdienſtes ſtehen die Turner mit an erſter Stelle. Daß die Gauleitung haushälteriſch mit den Stenerpfenni⸗ gen umgegangen iſt, wurde in feder Beziehung anerkannt. Ein Antrag des Gauturnrats, die Spielmannſchaften in die volkstümlichen Vereinsmehrkämpfe einzugliedern, wird durch den Gauturnwart weiterbearbeitet. Einmütig und von ſtarkem Beifall aufgenommen wurde von der Tagung der Dank an die geſamte Gauleitung, den Franz Sattelmeier, der Vorſitzende des Turnvereins 1846, zum Ausdruck brachte. Die Aufnahme des Reichsbahn⸗ Turn⸗ und Sp.⸗Vereins Mannheim, der zur Deutſchen Turnerſchaft übergetreten iſt, erfolgte in dem Turngau Mannheim einſtimmig. Bon den ausſcheidenden Gauturnratsmitgliedern wurden 1. Gauvertreter Stalf, Gaumännerturnwart Volk(TB. Seckenheim), Gauvolksturnwart Döring(TW. 46), Gau⸗ jugendwart K. Müller(TV. 46), Gauſchriftwart Jfen⸗ erg(MG.), Gaupreſſewart Groth(TV. 46) wieder⸗ 5 lt. Das Amt des 2. Gauſpielwarts erhielt Wehe TV. Friedrichsfeld). Zu Beiſitzern wurden K. Groß (TN.). Cäſar(Bad. Feudenheim) und Adelmann (TV. Hockenheim) beſtimmt, zu Kaſſenprüfern Büchner (Feudenheim) und Möller(TV. 46). Als Obmann für das Fechten wurde Wagner(TV. 46) eingeſetzt, den Ob⸗ mann für das Waſſerfahren beſtimmt diee Gauleitung. Die Beiträge für die Gaukaſſe genehmigte der Turntag in der ſeitherigen Höhe. Im Arbeitsplan des Jahres erhalten die verſchiedenen Gauveranſtaltungen ihre beſondexre Bedeutung. Bei die⸗ ſem Punkte wird es auf den Jahrestagungen meiſtens etwas lebendiger, zumal mehrere Bewerber auftreten. In der Stichwahl zwiſchen Badenia Feudenheim, Tg. Rheinau und TV. Waldhof, wurde dem T V. Waldhof das Gauturafeſt zugeſprochen. Die Ta. Rhein au, die zuvor Mitteilung von ihrer Namensänderung in„Turn⸗ verein Rheinau“ gemacht hatte, quittierte die Entſcheidung Winterſport-Meiſterſchaften Sanoͤtner⸗München läuft Rekord über 5000 Meter Die deutſchen Meiſterſchaften im Eisſchnellaufen wur⸗ den am Samstagvormittag in Alton a mit dem 500 Meter ⸗Lauf in Angriff genommen. Am Start hatten ſich ſechs Läufer eingefunden. Da die Temperatur über Nacht ſtark geſunken war, es wurden acht bis neun Grad Kälte gemeſſen, befand ſich die Bahn in ausgezeichneter Verfaſſung. Als erſtes Paar ſtarteten Sandtner⸗München und Müller⸗Berlin, von denen der Süddeutſche 50,8 Se⸗ kunden benötigte, während Müller in 54,4 Sekunden ein⸗ kam. Als zweites Paar liefen Br wa- Berlin 39.3 Sekunden und Donaubauer⸗München 53,9 Sekunden. Im dritten Lauf ſtarteten Löthſch⸗Berlin und Seelecke⸗Berlin, die die Strecke in 51, bzw. 52,9 Sekunden bewältigten. Das Ereignis des am Samstagnachmittag durchgeführ⸗ ten zweiten Laufes in der beutſchen Eis⸗Schnellaufmeiſter⸗ ſchaft über 5000 Meter war das glänzende Laufen des Münchner Sandter, der elegant und leichtfüßig die Strecke in 917,5 Minuten durchlief und damit einen neuen deutſchen Rekord aufſtellte. Die Ergebniſſe: der drei Paar⸗Läufe waren: 1. Paar: 1. Sandtner 917,5; 2. Löhtſch⸗Berlin 9156, 6. 2. Paar: 1. Barwa 925,5; 2. Seelecke 10:19 Minuten. 8. Paar: 1. Müller 102,1; 2. Donaubauer 10:82,2. Bayeriſche Skimeiſterſchaften Die bayeriſche Skimeiſterſchaft nahm am Samstag mit dem großen Langlauf ihren Anfang. Viel Neuſchnee machte Aus dem internationalen Vorring Mitteldentſchlands Amateure proteſtieren Im Mitteldeutſchen Amateur⸗Boxverband herrſcht zur Zeit eine ziemlich erregte Stimmung, die wohl in erſter Linie auf die Vorfälle bei dem unentſchieden:8 verlau⸗ enen Pokalkampf gegen Brandenburg in Magdeburg zu zückzuführen iſt, Zunächſt einmal haben die Mitteldeutſchen Proteſt eingelegt gegen die vom Reichsverbands⸗Vorſtand und vom Techniſchen Ausſchuß getroffene Entſcheidung, daß die inzwiſchen ausgeloſten Zuſatzkämpfe zum Treffen Mit⸗ zeldeutſchland— Brandenburg noch nachträglich ausgetra⸗ gen werden ſollen. Noch einen zweiten Proteſt hat der Mitteldentſche Verband eingebracht, und zwar gegen die Vorverlegung der Deutſchen Meiſterſchaf⸗ ten in Berlin von den Oſtertagen auf die Tage vom 1. März, 1. und 3. April. Eine Entſcheidung über dieſe beiden Proteſte wird erſt am 26. Januar fallen, wenn der Hondtausſchuß des Deutſchen Reichsverbandes für Ama⸗ Iteurboxen dazu Stellung genommen hat. Campe wieder im Ring 8 Im Rahmen einer Veranſtaltung der Polizeiſchule ttundenburg ging auch der Europameiſter im Welter⸗ 12 5 der Berliner Poliziſt Campe erſtmalig aach ſei⸗ Ni in Los Angeles erlittenten Ohrenverletzung in den 1 In guter Form ſchlug er den Leipziger Polter 2 I Punkten, deſſen Bruder Polter 1 den Berliner Halb⸗ ion e Glogomwfki haushoch nach Punkten ſchlagen Agren-Trollmann unentſchieden Mit der Revanchebe zwi gegnung zwiſchen dem Hannoveraner 2 mann und dem ſchwediſchen Mittelgewichtsmeiſter Agren erzielte der Berliner Spichernring am Frei⸗ 5 600 keinen großen Kaſſenerfolg. Immerhin wohnten 990 Zuſchauer den Kämpfen bei Der Schwede konnte 155 esmal ſeinen einſligen Bezwinger nicht ſchlagen, In in mußte ſich mit einem Unentſchieden begnügen, das ertenlerbings etwas benachteiligt hat. Beide Kämpfer lie⸗ W einen ausgezeichneten Kampf, Troumann mied — 5 Schlagwechſel und bot überhaupt eine famoſe Lei⸗ ſtebte; gen Schluß ließ er dann etwas nach und in der 1 Runde landete er einmal tief, aber ſein Gegner 5 5 nach einer einminutigen Pauſe weiter. Die Schluß⸗ e brachte noch harte Schlagwechſel, wobei Agren das ugs aufgeſchlagen wurde. Auch in den Rahmen⸗ 15 gab es intereſfanten Sport. Wie ſer⸗ Bochum Punk im Revanchekampf den Hamburger Kracht nach 1 ten, Eybel⸗ Hannover den für Buchbaum ein⸗ geſprungenen Dortmunder Bo a. Neuer Erfolg von Hans Birke In amerikaniſchen Boxringen gab es am Wochenende drei intereſſante Begegnungen. Im Newyorker Madi⸗ ſon Square Gorden konnte der Hamburger Schwergewicht⸗ ler Hans Birke einen neuen Erfolg feiern und den Amerikaner Jimmy Braddock in einem Zehnrundenkampf klar außpunkten.— Der Halbſchwergewichts⸗Weltmeiſter Maxie Roſenbloom trat in Winſton⸗Salem(North⸗ carolina) auf und erhielt nach mäßiger Leiſtung über den Einheimiſchen Chuck Burns ebenfalls nur einen Punkt⸗ ſieg zugeſprochen. In Boſton zeigte ſich der rieſige Ar⸗ gentinier Joſe Santa dem alten Jim Moloney klar überlegen und ſchlug ihn in der fünften Runde ent⸗ ſcheidend. Nekolny kehrt zurück Der tſchechiſche Weltergewichtler Franta Nekolny hat ſich an Bord des Dampfers„Paris“ wieder nach Europa eingeſchifft. Sein 1 gibt als Grund an, daß in den Vereinigten Staaten die Verhältniſſe ſehr ſchlecht geworden eien, die Kleinringe ſind größtenteils geſchloſſen und im Madiſon Square Garden wird trotz reoͤuzterter Eintritts⸗ preiſe kaum noch ein volles Haus erzielt. Amerika ſcheint alſo langſam ſeinen Ruf als Boxerparadies zu verlieren, wenn auch bei Nekolny das verunglückte Debut im Mittel⸗ gewicht für die Rückkehr mit ausſchlaggebend geweſen ſein dürfte. Der Tſcheche wird ſich zunächſt einige Zeit in Paris aufhalten, wo er im Laufe des Februar gegen Kid Nitram boxen ſoll, außerdem hat er in Newyork noch einen Vertrag gegen den Amerikaner Lou Brouillard zu erfüllen, ſodaß er noch ein drittes Mal nach Amerika reiſen muß. 8* Spanuiſcher Leichtgewichtsmeiſter wurde Riambau, der im Titelkompf in Barceloua den fappriſier⸗ ten Nico glatt nach Punklen ſchlug. 5 Der Ungar Alex Sandor, der in Berlin gegen Düßbers ſeinerzeit einen ſo hervorragenden Fight lieferte, boxte nach längerer Pauſe in Poris und verlor gegen Frankreichs früheren. Raphael noch Punkten. Mit dem gleichen Urteil beſiegte Condel⸗Frank⸗ reich den Italiener Rolondo. Drei intereſſante i fanden am Auen 0 in amerikaniſchen Ringen ſtatt. Im Madiſon Square Garden konnte der Hamburger Schwer⸗ gewichtler Hans Birke einen neuen Erfolg feiern und den Amerikoner Jimmy Broddock in zehn Runden klar aus⸗ punkten. Der Weltmeiſter der Halboſchwergewichtsklaſſe Maxie Roſenbloom trug in Winſton über Jack Burns einen gleichen Sieg davon und in Boſton ſchlug der rieſige Argentinier Joſe Santa den alten Jim Maloney in der fünften Runde eniſcheidend. Berufs boxkàmpfe + die Strecke ſehr ſchwer, außerdem hatten die Teilnehmer große Steigungen zu überwinden. Aber trotz aller Hinder⸗ niſſe wurden recht gute Zeiten erzielt. Pech hatte der mehrfache deutſche Meiſter Guſtel Müller Bayriſch⸗ Zell, der durch Skibruch aufgehalten wurde. Müller fuhr daher dann mit einem Erſatzſki weiter und kam immerhin noch in:21,28 ein. Sieger im Langlauf, bet dem 350 Meter Steigung zu überwinden waren, wurde der Berchtes⸗ gabener Friedel Däuber in 1115,30. Die Ergebniſſe: 1. Friedel Däudber“⸗Berchtesgaden:18,30; 2. Willi Bogner Traunſtein 117¼147 3. Darchinger Rofenheim 1217,29, 4. Motz⸗MTV. München:17,25; 5. Hagn⸗Rottach⸗ Egern:18,23; 6. Reißer⸗Partenkirchen:18,82; 7. Pann⸗ Berchtesgaden:18,88. Den kleinen Lauf über 5 Km. gewann Reiſin⸗ ger⸗Bernau in 29:04 vor Pflanz⸗Traunſtein und Majer⸗Bergen. Tiroler Skimeiſterſchaſten Ible⸗Scheldorf Langlaufſieger In Reutte begannen am Samstag nachmittag die Tiroler Ski⸗Meiſterſchaften bei ausgezeichneten Schneever⸗ hältniſſen mit dem Langlauf. Die 18 Km. lange Strecke führte von Heiterwang über die Ruine Ehrenberg an der neuen Sprungſchanze vorbei zum Ziel nach Reutte. Die beſte Zeit des Tages erzielte Ible⸗Scheldorf in 1214,87. Otto Wahl⸗Zella/ Mehlis wurde in 1219,49 Siebter. Die Ergebniſſe: 1. Able ⸗Scheldorf:14,37; 2. Gſtrein⸗ Gurgl 1215,28; 3. Möchl⸗Innsbruck:16,48. Europameiſterſchaften der Ringer Dem Finniſchen Ringer⸗Verband, der die Europameiſter⸗ ſchaften im griechiſch⸗römiſchen Stil vom 17.—20. März in Helſingfors abwickelt, haben jetzt insgeſamt zehn Länder ihre Teilnahme ebenfalls in Ausſicht geſtellt. Beſtimmte Nennungen ſinb von Schweden, Ungarn, Frankreich, Lett⸗ land, Eſtland, Polen, Norwegen, Italien und der Tſchecho⸗ owakei abgegeben worden, dazu kommt noch Finnland als Veranſtalter. g durch überraſchende Abgabe ihrer Austrittserklärung aus dem Gau Mannheim. Abgeſehen von der rechtlichen Seite, ſand der Gauturntag kein Verſtändnis für die Haud⸗ lungsweiſe der Rheinauer Turner. Das Gaukin der turnen wird vom T V. Schwetzingen durchgeführt. Die übrigen Veranſtaltungen müſſen noch mit dem Ar⸗ beitsplan der Badiſchen Turnerſchaft in Ebaklang ge⸗ bracht werden, ſodaß ſich der Gauturnrat noch weiter damit befaſſen muß. Ueber das Deutſche Turnfeſt und deſſen Vor⸗ bereitungen berichteten Gauvertreter Stalf und Gau, preſſewart Groth. Nach den vorläufigen Erhebungen ſind heute ſchon mehr als 1000 Feſtbeſucher aus dem Gau zu erwarten. Mit beſonderer Anerkennung betonte der Gau⸗ vertreter nochmals, daß 10 Vereine des Gaues Unter nehmen im Wege des freiwilligen Arbeits dienſtes durchgeführt haben. Auch dem Notwerk der deutſchen Jugend redete er warm das Wort⸗ Einige der Turnvereine erklärten ſich ſofor bereit, ihre Turnhallen für die Leibesübungen zur Verfüaung zu ſtellen. Auch verſchiedene Turn⸗ warte ſtellen ißre Kräfte in den Dienſt der guten Sache. Nachdem noch Männerturnwart Groß die„Alten“ zum Tux⸗ nen beim Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart und zur Teil⸗ nahme an den beabſichtioaten un vorbereiteten Freiübungen aufgefordert, und man ehrend der verſtorbenen Turner ge⸗ dacht hatte, beſchloß der Turnergruß den diesjährigen Gau⸗ turntag des Mannheimer Turngaues. 1 2 Holland Schweiz:2(:1) Im Amſterdamer Stadion kam am Sonntag vor dund 20 000 Zuſchauern der 10. Fuß balländer ka m pe zwiſchen Holland und der Schweiz zum Austrag. Das Wetter war zwar kalt, aber den Boden hatte man in der voraufgegangenen Woche vorbeugend mit Matten und Zelt⸗ bahnen belegt, ſodaß die Kälte nicht zu ſtark eindringen konnte. Nach dem Sieg über Deutſchland hatte man ſich in Hoß⸗ land große Hoffnungen gemacht, auch über die Schweiß zu einem Erfolg zu kommen. Die Mannſchaft ſpielte auch nicht ſchlecht, ſie kam aber im Angriff nicht in dem erwarteten Maße zur Geltung. Das lag in erſter Linie daran, daß die Schweizer mit ihren vier Grashoppers⸗Spielern den ge⸗ fährlichen Halbrechten Adam der Holländer, der ja in Zürich bei den Grashoppers ſpielt, ſehr gut kannten und liebevoll bewachten. Die Schweiz ſpielte im Innentrio mit Paſellh und den Gebr. Abegglen ganz hervorragend. Sie hatte auch die beſſere Verteidigung und in Sechehaye einen ganz ause gezeichneten Torhüter. Das erſte Tor ſchoß Paſello kurz vor der Pauſe nach einer guten Innenkombinatton. N 20 Minuten nach dem Wechſel konnte v. Kaenet den Sieg mit einem zweiten Treffer ſicherſtellen. Die bemerkens⸗ werteſte Tatſache am ganzen Spiel war die, daß die Schwei⸗ zer typiſchen Wiener Fußball ſpielten und eine ganz bes trächtliche Verbeſſerung ſowohl in der Technik als auch in der Spielauffaſſung zeigten. Ein Preſſe⸗Prozeß in Frankfurt a. M. Alpiniſt Notar Bauer wegen Beleidigung verurteilt Vor dem Amtsgericht in Frankfurt wurde eine Klage des Frankfurter Journaliſten Dr. Walter Bing gegen den bekannten Kangohendzöndga⸗Forſcher und Alpiniſten Notar Bauer wegen fortgeſetzter öffentlicher Beleidigung verhandelt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Geldſtrafe von 80 Mark, hilfsweiſe zu 10 Tagen Haft und zu den Koſten des Verfahrens. Dem Privatkläger wurde die Publikattonsbefugnis des Urteils in der„Mün⸗ chener Zeitung“ Der Bayerländer“ und in der offiziellen Monats⸗Zeitſchrift des Deutſchen und Oeſterreſchiſchen Alpenvereins„Der Bergſteiger“ in Wien zugeſprochen. g In der ſehr ausführlichen Urteilsbegründung hat das Gericht feſtgeſtellt, daß dem Privatkläger Dr. Bing die Be⸗ fugnis, alpine Kritik zu üben, ſowie die Kenntniſſe in bergſteigeriſchen Dingen nicht abzuſprechen ſind. Wenn auch der Beklagte das Recht hatte, ſich gegen Preſſeangriffe zu wehren, ſo iſt er doch in der Form dieſer Abwehr weit über die Wahrung der berechtigten Intereſſen herausgegan⸗ gen. Insbeſondere erblickte das Gericht in dem Vorwurf der Unehrlichkeit und des ſchlechten Glaubens beleidigende Abſichten und empfand auch die Ausdrücke des Beklagten, der Kläger ſei ein„tönender Automat, der auf Einwurf Worte von ſich gebe“ und„ein Mann, der mit ſolchen Fäl⸗ ſchungen arbeite, ſet nicht wert, daß man ſich mit ihm be⸗ faſſe“, ſchwere und ehrenkränkende Vorwürfe. Magdeburger Schwimmſiege in Kopenhagen Mit wechſelndem Erfolge betelligten ſich eine Reihe deutſcher Schmimmer und Schwimmerinnen an einem zwei tägigen Schwimmſeſt der Kopenhagener Schwimm⸗tmiyn vor ausverkauftem Hauſe im Kopenhagener Stadtbad. Die deutſchen Vertreter konnten ſich nicht überall durchfetzen, die Damen konnten ſogar nur die 3 mal 100 Meter⸗Lagen⸗ ſtaffel an ſich bringen. Beſſer ſchntten ſchon die Magde⸗ burger Hellenen ab, die ſich außer der 4 mal 100 Meter Lagenſtaffel durch Schumburg das 100 Meter⸗Rücken⸗ ſchwimmen und durch Heins das 100 Meter⸗Bruſtſchwim⸗ men ſicherten. Die bekannte däniſche Rekordſchwimmerin Elſe Jakobſen wurde durch Verleihung einer Golde medaille für die beſte ſportliche Leiſtung im Jahre 1932 bee ſonders geehrt. Axſenal führt weiter Engliſcher Fußball— Pokalſpiele in Schottland Nach der Unterbrechung durch die erſte Hauptrunde um den Pokal wurden am Samstag im engliſchen Fußball die Meiſterſchaftsſpiele wieder ſortgeſetzt. Beſondere Ueber⸗ roſchungen gab es nicht. Immerhin war es doch bemer⸗ kenswert, daß die Mannſchaften, die in den Pokalkämpfen am meiſten enttäuſcht holten, diesmal mit Siegen auf⸗ warten konnten. So war u. a. auch der Tabellenführer Arſenal erfolgreich. Die„Gunners“ ſiegten in London über Mancheſter City:1 und behaupteten damit ihren Tabellen⸗Vorſprung. Einen ganz glatten Sieg erfocht Aſton Villa mit:2 über Liverpool. Neweaſtle United be⸗ ſiegte Leiceſter City mit:1. Glatt und ohne beſondere Senſotion iſt die erſte Runde der Kämpfe um den ſchottiſchen Pokal verlaufen. Die Po⸗ kalſpiele gerieten aber etwas in den Hintergrund durch dos große internationale Freundſchaftsſpiel in Glasgow 7 5 dem ſchottiſchen Meiſter ners und Ropid ien. Wieder gab es einen Triumph des Wiener Fußballs: Die Wiener konnten gegen den ſchottiſchen Meiſter ein ſehr ſchönes Unentſchieden von 38 herausholen, nachdem ſie lange Zeit ſogar:1 geführt hatten. Der Erſolg Rapids auf dem Platz des großen Gegners wird in der ganzen Fußballwelt Aufſehen erregen. Die Ergebniſſe: England— 1. Liga: Atſengl— Mancheſter Ei:1; Aſton Billa— Liverpool 512: Blackburn Nopers— Shef⸗ field Wednesday:1; Blackpool— Birmingham 90:1; Derby County— Weſtbromwich Albion:2; Everton— Sunder⸗ land 621; Huddersſield Town— Leeds United:2; Midd⸗ lesbrough— Bolton Wanderers:1; Neweaſtle United— Leiceſter City:1; Sheffield United— Chelſeg:1; Wol⸗ verhampton Wanderers— Portsmouth 52. L. Liga: Bradſord— Bradſord City:0; Bury— Sont⸗ bampton:0: Charlton Athletie— Oldham:0; Cheſter⸗ ſield— Swanſeg Town:0; Fulham— Notts County 324; Lincoln City— Millwall:0, Mancheſter United— Tot⸗ tenham Hotſpurs:1; Nottingham Foreſt— Preſton Nor⸗ thend:1; Plymouth Argyle— Buruley 40; Store City Grimsoy Town:0; Weſtham United— Port Bale 510 — Die wichtigſten Pokalergebniſſe aus Schottland: Kings Park— St. Mirren:0; Aberdeen— Penſcuick Athletie⸗ :0: St. 1— Eaſt Five:2; Falkirk Amateure Queens Park Glasgow. 04 Cowdenbeath— Dundee 121; Dunfermline— Celtie Glasgow:7; Locheelly— Kilmor⸗ nock:5; Hamilton Academicals— Motherwell 012, „Der Mann im Nebel“ Bei dem engliſchen Pokalſpiel Millwall—Reading ereignete ſich ein ergötzlicher Zwiſchenfall der in der Fußballgeſchichte wohl einzig daſtehen dürfte. Millwall war durchweg über⸗ legen und führte:0, als der Kampf wegen des dechten Nebels abgebrochen werden mußte. Die Spieler begaben ſich in ihre Kabinen, wo die Millwall⸗ Mannſchaft nach einiger Zeit feſtſtellte, daß ihr Tor mann fehlte. Die Suche nach dem Mann brachte ein mit ſtürmiſcher Heiterkeit aufgenommenes Ergebnis. Zur Zeit des Spielabbruches hatte Millwall mit der gunzen Elf vor dem Tor des Gegners gelegen, der Millwall⸗Torbſter war völlig unbeſchäftigt. Er hatte nicht eial über den Strafraum hinaus ſehen können und deshalb war es ihm entgangen, daß der Kampf abgebrochen worden war Erſt nach längerer Zeit fanden bie Suchenden den Tor⸗ ban a, der ruhig an einen pfoſten lehnte und der Meinung war, daß vor ihm im dichten Nebel noch immer um den Ball gekämpft werde. 55 0 Chefredakteur: H. A. Melß ner 5 antwartlich für Politik: Dr. W Relnhardt Handelstelt: Kr. 2E Heton: Dr. St K e e 1 Kayſer Lokaler Tefl; R. Sch miſchtes: W. Müller ⸗Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht u. den übrigen Teil: F. Kircher Anzeigen u. geſchäftliche Mittellungen J. Faude mtlich in Manngeim Herausgeber, rucker und Verleger! Druckere Dr. Haas, Neue Mannheſzſer 8 n m. b.., aun n R 1480 Für unberlangte Beiträge keine Gewän Rü cſendung nur bel Mügvorte 5 8 2 Schlittschuhe Schlittschuh⸗Stiefel Rodelschlitten Ein ist stets ein Ereignis! fleute letztmals! Max Adalbert Leo Peukert Else Elster Hansi Niese in dem neuen u. lust. Soldatenschwank 8 Ubarenliebe Ein herrlicher, richtiger KrImlinalfilim wie er seln 301! Das Geheimnis FE fes lauen Timmer EEC Geheimnisvolle Ge- schehnisse in einem „SlL Gl eine von uns“ der bekannte Exfolgs-Roman von Irmgard Keun Als Groß- Tonfilm mit Brieinte Helm ANI DER NEU E GROSSE SPIOMAbE- anfworfei nichi g Außergewöhnlich die spannende 5 klandlung, in der zwei Männer um dte geliebte Frau kämpfen. 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