leinalt⸗ äft ſamt en Ehe. Leinalt⸗ therigen in dem Forde⸗ em Er⸗ harlotte 58 nt. chatzau; hre 191 getr. die Schuld, in der ſidenten , den as Rat⸗ u einer eladenz zeſetzes, wegen iß 8 dungs in Ver⸗ Reichs er Ver⸗ tannten iſungen Reichs. mt Hei⸗ Banken; ft A. G, berg, tabte u. ft., Franke — — 55 lich Na krſcheinungsweiſe: Täglich mal außer Sonntag. Bezugspreise: rel Haus monatl. RM..08 und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..28, durch die Poſt RM..70 einſchl. eo Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, Je giſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 68, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm ⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 92 mm breite Colonelzeile RM. 40, 79 mm breite Reklamezeile RM..50. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Konkurſen, Ver⸗ gleichen oder Zahlungsverzug keinerlei Rabattgewährung. Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telefoniſche Aufträge. Keine Gerichtsſtand Mannheim. Mittag⸗Ausgabe Bedenken in London Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters 8 London, 21. Februar. Die franzöſiſche Regierung hat in London anfra⸗ gen laſſen, ob ſich England einem gemeinſamen diplomatiſchen Proteſt in Rom wegen der Transporte von 32 Militärflugzeugen nach Ungarn anſchließen würde. Wahrſcheinlich wird ſich England in der einen oder anderen Form an der Demarche beteiligen, aber eine Entſcheidung iſt noch nicht ge⸗ offen worden. Es wäre aber nicht das erſte Mal, daß Sir John Simon ſich von den Franzoſen zu einer überſtürzten Handlung hinreißen ließe, deren Folgen dann von der Geſamtregierung wieder gut⸗ gemacht werden müſſen. Nachdem einmal England in der Hirtenberger Waffenaffäre ſich wegen des Lauſanner„Gentleman⸗ Agreement“ an dem franzöſiſchen Schritt beteiligte und damit einen wichtigen Präzedenzfall ſchuf, be⸗ fürchtet man, daß die engliſche Regierung auch in der Flugzeugaffäre ſich Frankreichs Wünſchen fügen wird, Eine ſolche Politik findet jedoch gar nicht die Sympathie der Oeffentlichkeit. Das zeigte die Unter⸗ hausdebatte über die engliſche Garantie für die öſterreichiſche Anleihe. Zahlreiche kon⸗ ſervative Abgeordnete wandten ſich dagegen, daß die engliſche Regierung mit dieſer Garantie franzöſiſche Geſchäfte betreibe. Namentlich gegen die politiſchen Bedingungen, die an die Hilfsanleihe geknüpft worden ſind, richtete ſich ſchärfſte Kritik. Es wurde von verſchiedenen Seiten ausge⸗ führt, daß die einzige Rettung für Oeſterreich die Zollunſon mit Deutſchland ſei, die gerade durch die Bedingungen der Anleihe verhin⸗ dert werde. Die Regierung konnte jedoch die dritte Leſung des Anleihegeſetzes ſchließlich ohne weiteres durchbrin⸗ gen. Die Stärke der parlamentariſchen Kritik wird ledoch ihre Wirkung nicht verfehlen. Die Regie⸗ kung war offenſichtlich überraſcht, daß ſo viele ihrer ſonſt getreuen Anhänger die amtliche Politik gegen⸗ über Oeſterreich verurteilten. Vielleicht iſt auch daraus das Zögern des Foreign Office gegenüber der ſranzöſiſchen Aufforderung nach einem Schritt in Rom zu erklären. Jedenfalls kann der diplomatiſche Korreſpondent des„Daily Telegraph“ heute ſchreiben, die ganze Flugzeugangelegenheit ſei eine Sache der un⸗ mittelbar betroffenen Länder. England habe damit nicht das geringſte zu tun, außer etwa als Mitglied des Völkerbundes. Wenn der Flugzeug⸗ kränsport erwieſen ſei und in den unmittelbar be⸗ ktoffenen Ländern Beunruhigung auslöſe, ſo könne es ruhig dieſen Staaten überlaſſen bleiben, die An⸗ gelegenheit in Genf offen zur Sprache zu bringen. kan müſſe erwarten, daß ſich die Methode der eng⸗ Aich franzöſiſchen Note an Wien in der Hirtenberger Sathe nicht wiederholen werde. Die Folgen dieſes Schrittes ſeien allzu bedauerlich geweſen. Die franzöſiſche Hetze Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters V Paris, 21. Februar. Die franzöſiſche nationaliſtiſche Preſſe hetzt wegen ürtenberg und der Flugzeugaffäre immer unver⸗ hüllter gegen Italien. Sie verlangt von der franzö⸗ ſichen Regierung, das Verſäumte nachzuholen und genüber Rom und Budapeſt eine energiſche Sprache zu führen. Die angebliche Lieferung von italieniſchen Kampfflugzeugen an Ungarn iſt dazu hür höchſt willkommener Anlaß. Das nationaliſtiſche „Echo de Paris“, das beſonders viel in franzö⸗ ichen Offtzierskreiſen geleſen wird, ſteht wieder an r Spitze der franzöſiſchen Hetzkampagne und ſorgt 1 6 daß die Gemüter in Europa nicht zur Ruhe Aiden. Das Blatt behauptet, aus beſtunterrich⸗ tler Quelle erfahren zu haben, daß der Quai d Orſay zur Stunde die letzten Informationen über die Lie⸗ tung italieniſcher Militärflugzeuge an Ungarn fammle und prüfe. Das Außenminiſterium werde darauf in Uebereinſtimmung mit den Mächten der Kleinen Entente und England eine diploma⸗ tiſche Aktion bei den Regierungen von Rom und Budapeſt unternehmen. 90 hochgeſtellte verantwortungsvolle Perſön⸗ 5 des franzöſiſchen Außenamtes habe dem Blatt . rücklich beſtätigt, daß die Flugzeuge geliefert 5 ſeien. Mam muß abwarten, ob bei dieſen l tonellen Ankündigungen des franzöſiſchen Hetz⸗ 8 05 der Wunſch der Vater des Gedankens iſt * ab das franzöſiſche Außenminiſterium tatſäch⸗ nter Führung eines Paul⸗Boncour geneigt iſt, Kriſenſtimmung in Europa weiter zu ſchüren. Echo de Paris“ verrät, daß in der Hirtenber⸗ Waffenangelegenheit d . Das ber Dienstag, 21. Februar 1033 Pariſer Keſſeltreiben gegen 0 Frankreich will England und die Kleine Entente zu einem gemeinſamen Proleſt gegen italieniſche Waffenlieferungen an Angarn gewinnen Görings Polizei⸗Richtlinien Ein Runderlaß des Neichskommiſſars für das preußiſche Innenminiſterium Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 21. Februar. Wie der Amtliche Preußiſche Preſſedienſt mitteilt, hat der Kommiſſar des Reiches für das preußiſche Miniſterium des Innern, Reichsminiſter Göring, an alle Polizeibehörden am 17. Februar ds. Is. folgenden Runderlaß gerichtet: „Ich glaube, mir einen beſonderen Hinweis darauf erſparen zu können, daß die Polizei auch nur den Anſchein einer feindſeligen Hal⸗ tung oder gar den Eindruck einer Verfolgung gegenüber nationalen Verbänden(SA, SS und Stahlhelm) und nationalen Parteien unter allen Umſtänden zu vermeiden hat. Ich erwarte vielmehr von ſämtlichen Polizei⸗ behörden, daß ſie zu den genannten Organiſationen, in deren Kreiſen die wichtigſten ſtaatsgufbauenden Kräfte enthalten ſind, das beſte Einvernehmen her⸗ ſtellen und unterhalten. Darüber hinaus iſt jede Betätigung für nationale Zwecke und die nationale Propaganda mit allen Kräften zu unterſtützen. Dafür iſt dem Treiben ſtaatsfeindlicher Or⸗ ganiſationen mit den ſchärfſten Mitteln ent⸗ gegenzutreten. Gegen kommnuniſtiſche Terror⸗ akte und Ueberfälle iſt mit aller Strenge vor⸗ zugehen und, wenn nötig, rückſichtslos von der Waffe Gebrauch zu machen. Polizeibeamte, die in Ausübung dieſer Pflichten von der Schußwaffe Gebrauch machen, werden ohne Rückſicht auf die Folgen des Schußwaffengebrauches von mir gedeckt; wer hingegen in falſcher Rückſicht⸗ nahme verſagt, hat dienſtſtrafrechtliche Folgen zu ge⸗ wärtigen. Der Schutz der immer wieder in ihrer Betätigung eingeengten nationalen Bevölkerung erfordert die ſchärfſte Handhabung der geſetzlichen Beſtimmung gegen verbotene Demonſtrationen, unerlaubte Verſammlungen, Plünderungen, Auf⸗ forderung zum Hoch⸗ und Landesverrat, Maſſen⸗ ſtreik, Aufruhr, Preſſedelikte und das ſonſtige ſtraf⸗ bare Treiben der Ordnungsſtörer. Jeder Beamte hat ſich ſtets vor Augen zu halten, daß die Unterlaſſung einer Maßnahme ſchwerer wiegt als begangene Fehler in der Ausübung. Ich er⸗ warte und hoffe, daß alle Beamten ſich mit mir eins fühlen in dem Ziel, durch die Stärkung und Zu⸗ ſammenfaſſung aller nationalen Kräfte vor dem drohenden Verfall zu retten.“ 553 Schwere Zuſammenſtöße in Kaiſerslautern Meldung des Wolffbüros — Kaiſerslautern, 21. Februar. Nach den Wahlverſammlungen des Zentrums und der Bayeriſchen Volkspartei, in denen Reichs⸗ kanzler a. D. Dr. Brüning geſprochen hatte, kam es Montagabend in Kaiſerslautern zu blutigen Zuſammenſtößen zwiſchen Nationalſozialiſten und Mitgliedern der Pfalzwacht. Bei dieſen Zu⸗ ſammenſtößen wurden nach den bisherigen amtlichen Feſtſtellungen drei Mitglieder der Pfalzwacht ſchwer und acht leichter verletzt, außerdem trugen zwei SA. ⸗ Leute Verletzungen davon. Von der Polizeidirektion Kaiſerslautern wurde ein amtlicher Bericht ausgegeben, in dem es heißt: „Reichskanzler a. D. Brüning ſprach in zwei überfüllten Verſammlungen in der„Neuen Ein⸗ tracht“ und in der„Fruchthalle“. Während der Ver⸗ ſammlung zog an der„Neuen Eintracht“ ein Trupp von ſingenden Nationalſozialiſten vorbei, der von der Polizei aufgelöſt wurde. In der Fruchthalle wurden ſtörende Zwiſchenrufer durch die Polizei aus dem Saale entfernt. Während der Rede Brünings ſammelten ſich größere Maſſen vor der Fruchthalle an, die Sprechchöre und das Horſt⸗Weſſellied an⸗ ſtimmten. Der Platz wurde polizeilich geräumt, ebenſo die anliegenden Straßen. Beide Verſamm⸗ lungen wurden ohne weitere Störungen durch⸗ geführt. Die Abreiſe Dr. Brünings ging ohne Störungen vonſtatten. Um 10 Uhr ſchloß ſich der Kundgebung ein von der Polizeidirektion genehmigter Fackelzug der Pfalzwacht und der Katholiſchen Männervereine an, dem eine größere Menſchenmaſſe zuſtrömte, aus der heraus laut geſchrien wurde. Plötzlich fielen mehrere Schüſſe. Von welcher Seite her konnte bis jetzt noch nicht einwandfrei feſtgeſtellt werden. Anſchließend kam es zu einer Schlägerei. Das den Zug begleitende Ueberfallkommando trieb die Menge auseinander. Kurz vor der Auflöſung wurden die Zugteilnehmer und die begleitenden Polizeibeamten aus einer Nebenſtraße mit Pflaſterſteinen beworfen. Am Auflöſungsplatz haben die Schutz⸗ polizei und die Kriminalpolizei Durchſuchungen nach Waffen bei den Angehörigen der Pfalzwache vor⸗ genommen, die ergebnislos blieben. Anſchlie⸗ ßend daran hat die Polizei mit mehreren Kraft⸗ wagen die Straßen der Stadt durchfahren und An⸗ ſammlungen aufgelöſt. Die auf Laſtkraftwagen und Ommibuſſen heimfahrenden Verſammlungsteilnehmer wurden von der Polizei auf Kraftwagen bis über die Stadtgrenzen begleitet. Dr. Brüning ſelbſt wurde unter ſtarker Be⸗ deckung nach Mannheim gebracht, von wo er ſofort mit dem Berliner Schnellzug weiterfuhr. Zu dem Gerücht, daß Dr. Brüning heute vom Reichs⸗ präſidenten empfangen werden ſolle, war von zu⸗ ſtändiger Stelle keinerlei Beſtätigung zu erlangen. In ſeinen Reden wandte ſich Brüning dagegen, daß die früheren Regierungen einen Trümmerhau⸗ fen hinterlaſſen hätten. Wir haben, ſo erklärte er, Finanzen hinterlaſſen, von denen die heutige Regie⸗ rung zehrt. Es iſt nicht richtig, den Beginn der In⸗ flation auf das Jahr 1923 zu verlegen. Während des Krieges iſt der Notenumlauf von rund 2 Milliarden auf rund 22 Milliar⸗ den Ende 1918 geſteigert worden. Der ſtarke Goldſchatz, den wir bei Kriegsbeginn hatten, war Ende 1918 in nichts zuſammengeſunken. Die Schulden hatten ſich während des Krie⸗ ges von 4 auf 100 Milliarden erhöht. Man kann, ſo erklärte Dr. Brüning, keinen Krieg führen und keinen Befreiungskampf, wenn man nicht Vorſorge trifft, daß der Kampf nicht an der Finanz⸗ not ſcheitert. So haben wir in den Jahren 1930 und 1932 Deutſchland zum erſten Male wieder zur Welt⸗ geltung verholfen. So haben wir erreicht, daß un⸗ ſere früheren Feinde die moraliſche Gleichberechti⸗ gung Deutſchlands anerkannten. So haben wir die Unterſtützung Italiens und der angelſächſiſchen Län⸗ der gewinnen können. Das haben wir getan in ſchwerſter Wirtſchäftsnot, und wir haben Maßnahmen getroffen, die jetzt nach zwei Jahren erſt die übrigen Staaten treffen können. Durch dieſe harten Maß⸗ nahmen haben wir erreicht, daß die deutſche Wirtſchaft die erſte bei der Wiederherſtellung des wirtſchaftlichen Gleichgewichts der Welt iſt und die größten Chancen für den Erfolg in friedlichem Ringen der Welt hat. Es darf nicht wieder ſo kommen, wie es ſo oft in der deutſchen Geſchichte geweſen iſt, daß kurz vor dem Erfolg die einige Kampffront zerriſſen wird, Deshalb kämpfen wir für unſere chriſtlich⸗nationale Politik. Stärken Sie die Mitte! Wir wol⸗ len den Frieden im Volk und die Freiheit des Bür⸗ gers, denn auf dieſer Grundlage allein läßt ſich die Befreiungspolitik fortführen und ein glückliches und freies Vaterland wieder erobern. die frauzöſiſchen und engliſchen Beauftragten ſowohl in Rom wie in Budapeſt eine zurück⸗ weiſende Antwort erhielten. Budapeſt habe erwidert, daß die ungariſche Regierung über die Hirtenberger Angelegenheit überhaupt keine Informationen beſitze. In Rom habe ſich der Botſchafter de Jouvenel das gleiche an⸗ hören müſſen. In ihrem nationalen Stolz gekränkt, verlangen die Nationaliſten jetzt von Paul⸗Boneour zu zeigen, ob er kühn genug ſei, energiſch in der Flugzeug⸗Angelegenheit in Rom und Budapeſt auf⸗ zutreten. Oeſterreich müſſe diesmal aus dem Spiel treiben, denn ſeine Regierung habe bereits wegen der Ueberfliegung öſterreichiſchen Gebietes in 6000 Meter Höhe in Rom proteſtiert. Die italieniſche Regierung habe darauf geantwortet, daß die Flug⸗ zeuge ſich verirrt hätten. N Demgegenüber ſchildert gerade heute die„Re pu⸗ blique“, ein Daladier naheſtehendes Blatt, wie ſchlecht die Alliierten Italien die Teilnahme am Krieg gelohnt hätten und wie wenig die ihm gemach⸗ ten Verſprechungen erfüllt worden wären. Die gegenwärtige Behandlung Italiens durch Frankreich 144. Jahrgang— Nr. 87 Der Krieg in Fernoſt Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters § London, 21. Februar. Der Krieg im fernen Oſten hat begonnen. In Tſchabyang an der Grenze der Provinz Jehol fand der erſte Zuſammenſtoß zwiſchen chineſiſchen und japaniſchen Truppen ſtatt. Meldungen aus Japan erklären, daß der Angriff von chineſiſcher Seite erfolgt ſei. Der Vormarſch der 50 000 Mann japaniſcher Truppen, die ſeit Tagen in höchſter Alarmbereitſchaft ſtehen, dürfte zur Stunde bereits im Gange ſein. Die japaniſche Armee iſt mit 100 Flugzeugen und zahlreichen Panzerwagen ausgerüſtet. Es ſtehen ihr ferner erhebliche man⸗ dſchuriſche Hilfstruppen zur Verfügung. Auf chineſiſcher Seite haben 150 000 Mann die ſtarken natürlichen Verteidigungsſtellungen im Gebirgsland von Jehol beſetzt. An Ausrüſtung ſind die chineſiſchen Truppen dem Gegner weit unterlegen, doch iſt die Art des Gelän⸗ des ein wichtiger Faktor zu ihren Gunſten. Seit Dagen fahren unaufhörlich Laſtwagen mit Munition die einzige Landſtraße von Peking nach Jehol hinauf. Wie gründlich ſich Japan auf einen ausgedehnten Krieg vorbereitete, geht daraus hervor, daß die japaniſche Regierung in aller Stille ſieben alte Paſſagierdampfer in England ange⸗ kauft hat. Es handelt ſich um ausgediente Schiffe, von denen das größte 24000 Tonnen, das kleinſte 9000 Tonnen groß iſt. Der bekannteſte Dampfer iſt de„Baltic“, die während des Krieges als Truppen⸗ transportſchiff verwendet wurde. Die ſieben mäch⸗ tigen Fahrzeuge ſind ſämtlich in den letzten Tagen nach Japan abgefahren. Sie wurden von den eng⸗ liſchen Reedereien zum Abwracken verkauft, aber was die Japaner nach der Ankunft mit den Schiffen machen, iſt ihre Sache. Sie können ſie als Trans⸗ portſchiſſſe benutzen, es iſt aber auch durchaus möglich, daß die Fahrzeuge als Schrott für die japa⸗ niſche Rüſtungsinduſtrie verwendet werden ſollen. Wahrſcheinlich ſind in den letzten Wochen zahlreiche andere aufgelegte Schiffe, die ſpurlos aus England verſchwunden ſind, denſelben Weg gegangen. Vorläßt Japan den Völkerbund? Meldung des Wolff⸗ Büros — Geuf, 21. Februar. hat der Führer der japaniſchen Delegation auf der Völkerbundsverſammlung In⸗ ſtruktionen aus Tokio erhalten, wonach er die Völkerbundsverſammlung mit den Übri⸗ gen Mitgliedern der japaniſchen Delegation zu ver⸗ laſſen habe, wenn der Schlußbericht über den chineſiſch⸗japaniſchen Konflikt zuſammen mit den Empfehlungen angenommen wird. Ferner ſoll er ermächtigt ſein, Japan ſich unter Innehaltung der in der Völ⸗ kerbundsſatzung vorgeſehenen zweijährigen Kün⸗ digungsfriſt vom Völkerbund zurückziehen werde. An der Abrüſtungskonferenz will Japan, wie verlautet, auch weiterhin teilnehmen. Die Völkerbundsverſammlung tritt bekanntlich heute nachmittag zur abſchließenden Behandlung des chineſiſch⸗japaniſchen Konfliktes zuſammen. Der Proteſtſtreik in Frankreich Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters y Paris. 21. Februar. Die Proteſtkundgebung der Beamten und Staatsangeſtellten verlief programmäßig und gab nirgends zu Zwiſchenfällen Veranlaſſung. Ver⸗ ſchiedene Miniſter hatten ſich kurz vor Beginn der Arbeitseinſtellung an die ihnen untergeordnete Be⸗ amtenſchaft gewandt, um ſie, allerdings vergeblich, zu einer Sinnesänderung zu bewegen. Nach Ablauf der Friſt, die für die verſchiedenen Beamtenkate⸗ gorien verſchieden lang bemeſſen war, begab man ſich allgemein wieder an die Arbeit. 80 Jahre Zuchthaus für Zangara Meldung des Wolffhüros — Miami(Florida), 21. Februar, Guiſeppe Zangara, der den Anſchlag auf den neugewählten Präſidenten Rooſevelt verübt hat, iſt zu einer Zuchthausſtrafe in Höhe von 80 Jahren verurteilt worden. Dieſes Urteil ſchließt noch nicht die Anklagen wegen des Anſchlages auf Bürger⸗ Wie verlautet, mitzuteilen, daß meiſter Cermak und Fran Gill ein. Das Repräſentantenhaus iſt naß Meldung des Wolffbüros — Waſhington, 21. Februar. Das Repräſentantenhaus hat ebenſo wie der Senat die Annahme der Entſchließung beſchloſſen, bie ſei durch und durch falſch. ſich für die Aufhebung der Prohibition ausſpricht, J. Seite/ Nummer 87 3 0 5 8 i Stahlhelm und Nationalſozialismus Meldung des Wolff⸗ Büros — Magdeburg, 21. Februar. Auf einer Kundgebung des Stahlhelm hielt der Landesführer des Stahlhelm, Graf von Alvens⸗ lebe n attersleben, eine Rede, in der er u. a. ausführte, ſei öfter die Rede davon, daß SA. ⸗ Leute ahlhelmkameraden ſagen: Nach dem M* + 8 7 5. Mi wi ch nicht mehr, dann machen wir all ernſt n gieſe Redensart ſolle man nicht Denn wenn Hugenberg, Papen und kit dem Führer der NSDAP. zuſammen⸗ getan t, dann ſei das in der Ueberzeugung geſchehen, daß der Pakt mit einem vornehmen Ehrenmanne geſchloſſen ſei. Wer daher ſo rede, der 2 werfe Dreck auf den reinen Anzug Hitlers. Auf friedlichem ge werden die nationalen Parteien ſich nicht 1 die Macht aus der Hand nehmen laſſen. W̃ will, der muß antreten und mit ihnen kämpfen, und er wird ſterben. Ich erwarte, daß der n Reichstag nur ein Geſetz macht: daß er ſich vertagt und Hitler, Papen, Seldte und Hugenberg die Führung des Staates überläßt und das deutſche Volk einer beſſeren Zukunft entgegen⸗ führt. 8 Auf einer der Kundgebung vorangegangenen Führertagung wurde die Parole ausgegeben, daß die Stahlhelmer alle SA.⸗Leute zuerſt grüßen ſollen, auch wenn auf eine Erwiderung des Grußes nicht zu rechnen ſei. Der Beamtenſchub in Preußen Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 21. Februar. Wie verlautet, werden noch Anfang dieſer Woche weitere Neubeſetzungen der in Preußen frei gewordenen Polizei⸗ und Regierungspräſidenten⸗ poſten erfolgen. Auch das„Großreinemachen“ im Berliner Polizeipräſidium nimmt ſeinen Fortgang. Am Montag ſind weitere fünf Beamte in den Zwangsurlaub geſchickt worden: Der bis vor kurzem im Innenminiſterium tätige Oberregierungsrat Dr. Hamburger, Frau Regierungsrat Roſenhain von der Wohlfahrtsabteilung, Frau Polizeirat Dr. Moſſe, die bei der Theaterpolizei beſchäftigt war, Regie⸗ rungsaſſeſſor Arian von der Wirtſchaftsvolizei und ſchließlich der Kriminalkommiſſar Machts, der ehe⸗ mals Gendarmerieoffizier in Thüringen war, dort von der Rechtsregierung abgeſetzt und von Severing nach Berlin gebracht wurde. Auch die Regierungs⸗ rätin Roſe in, die ſeiner Zeit Stenotypiſtin im preußiſchen Miniſterium des Innern war, verdankt ihre Beförderung Herrn Severing. Alle fünf Be⸗ utlaubten ſind eingeſchriebene Mitglieder der S PD. Staatsanwalt a. D. Grauert der von der Re⸗ gierung Braun aus politiſchen Gründen entlaſſen worden war, iſt zum Nachfolger des Miniſterial⸗ direktors Klauſener und Leiter der Polizei⸗ abteilung im preußiſchen Miniſterium des In⸗ nern vorgeſehen. Seine Ernennung zum Mini⸗ ſterialdirektor ſteht bevor. Der Oberpräſident der Provinz Weſt⸗ falen in Münſter, Gronowſki, iſt vom preußiſchen Miniſter des Innern entgegen anderslautenden Meldungen entſprechend ſeinem Urlaubsgeſuch von ſeinen Dienſtgeſchäften entbunden und beurlaubt worden. Dank des Reichskanzlers Meldung des Wolff⸗ Bros — Berlin, 21. Februar. Reichskanzler Hitler ſind anläßlich ſeiner Er⸗ nennung aus dem In⸗ und Auslande ſo zahlreiche Glückwünſche zugegangen, daß es unmöglich iſt, ſie alle einzeln zu beantworten. Der Reichskanzler ſpricht deshalb auf dieſem Wege allen denen, die ſeiner gedacht haben, ſeinen tiefempfundenen Dank aus. Aus ber Affen-Schule geplaudert Von Martin Johnſon Die Wiſſenſchaft weiß über den größten Menſchen⸗ affen, den Gorilla, nur ſehr wenig. Ueber ſeine Lebensweiſe in den Dſchungeln Aequgtorial⸗Afritas hatten wir bisher ſo gut wie keine Angaben. Dieſe wenigen Mitteilungen ſind, wie ſich jetzt herausſtellt, obendrein zum Teil nicht einmal richtig. Dem amerlkantſchen Forſchungsrelſenden Martin Johnſon iſt es auf ſeiner letzten Expedition gelungen, viele neue überraſchende Einzelheiten aus dem Leben der großen Affen in Erfahrung zu bringen. Er hat die größten Menſchenaffen, die unſer Intereſſe von jeher beſonders beanſpruchten, in der grauen, kalten Berg⸗ wildnis des Mikeno und Alumbongo unter tauſend Gefahren belauſcht und gefilmt und dabei feſtgeſtellt, daß die Wiſſenſchaft in vielem irrt, was den Gorilla betrifft. Das Buch, in dem Martin Johnſon ſeine neuen epochemachenden Forſchungen ſchildert, wird unter dem Titel„Congogoril la“ bei F. A. Brock⸗ haus in Leipzig erſcheinen. Wir geben bier einen Abſchnitt wieder, der eine Begegnung mit einem ſchwarzen Monarchen des Urwaldes ſchildert. Die Nachricht, daß wir Gorillas mitgebracht hat⸗ ten, verbreitete ſich ſchnell, und bald wurde unſer Heim das Ziel von Scharen von Beſuchern. Erſtaun⸗ lich, wieviel Anteil dieſe Tiere erregten. Selbſt auf unſerer Reiſe vom Kongo nach Nairobi wurden die Eingeborenen zu Hunderten angelockt, was mir ſehr ungewöhnlich erſchien. Wenn wir an einer ganz ein⸗ ſamen Wegkreuzung haltmachten, fernab von menſch⸗ lichen Siedlungen— plötzlich war der Gorillawagen von neugierigen Schwarzen umringt. Je mehr der Strom der Beſucher wuchs, um ſo unruhiger wurde unſer Leben. Bald vollzog ſich unſer ganzes Tun und Treiben im Licht der Oeffentlichkeit. Kraft⸗ wagen auf Kraftwagen fuhr vor unſerem Haus vor. Die Menſchenmengen zertrampelten uns Gras und Blumen, um ja einen Blick auf die Affen werfen zu können. Und daß ſie endloſe Fragen ſtellten, verſteht ſich von ſelbſt. Am häufigſten wollten ſie wiſſen, ob der Gorilla geiſtig höher ſtehe als die anderen Affen. Da wir alle vier Menſchenaffen beſeſſen und ge⸗ nau beobachtet haben, dürfen wir uns ein Urteil zu⸗ trauen. Einen Orang⸗Utan und einen Silber⸗Gibbon hatten wir uns aus Borneo verſchafft, Jetzt lebten Gorillas und Schimpanſen bei uns. Sowohl der Drang⸗Utan wie der Gibbon ſind neun Jahre alt geworden, letzterer iſt mit uns um die Welt gereiſt. Meiner Anſicht nach überragt keiner der vier Men⸗ ſtänden mit von der Partie ſein würden. Da indes und zu wahren hat. Mit aller Entſchiedenheit muß Gerüchte um Bayern Kronprinz Rupprecht und die bayeriſche Staatspräſidentenfrage Drahtbericht unſeres Berliner Büros J Berlin, 21. Februar. Seit dem Empfang des bayeriſchen Staatsrats Dr. Schäffer beim Reichspräſidenten taucht wieder das Gerücht auf, daß der ehemalige Kronprinz Rupprecht zum Staatspräſidenten von Bayern auserſehen ſei. Die Frage, ob ein ſolcher Poſten überhaupt geſchaffen werden ſoll, iſt eine rein inner⸗ bayeriſche Angelegenheit, auf die das Reich an ſich keinen Einfluß hat. Bayern kann dieſe Inſtitution, die andere Länder bereits beſitzen, allerdings nur auf Grund einer Aenderung ſeiner Verfaſſung beſchlie⸗ ßen. Der Gedanke ſpielt ja ſchon ſeit langem eine Rolle. Die Bayeriſche Volkspartei iſt im Prin⸗ zip für ihn, und auch die bayeriſchen Nationalſozia⸗ liſten haben zu erkennen gegeben, daß ſie unter Um⸗ die Koalitionsgeſpräche zwiſchen den beiden Parteien ſeit dem Regierungswechſel ruhen, iſt die Entſchei⸗ dung zunächſt hinausgeſchoben worden. Es ſcheint, daß die Nationalſozialiſten das Ergebnis der Wahl abwarten wollen. Das parteiamtliche Organ der Bayeriſchen Volks⸗ partei veröffentlicht dazu eine Erklärung, in der es heißt:„Man kann dazu nur das eine ſagen, daß die Staatspräſidentenfrage in Bayern überhaupt keine akute Bedeutung hat. Was die Perſon des Kronprinzen Ruprecht anbe⸗ langt, die hier hereingezogen wird, ſo dürfte gerade die Idee des Staatspräſidenten, der doch nur ein volksgewähltes Staatsoberhaupt ſein könnte, mit jenen Rechten am allerwenigſten zu vereinbaren ſein, die der Chef des Hauſes Wittelsbach zu vertreten Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe aber der Behauptung entgegengetreten werden, daß dieſe Frage in dem Geſpräch irgendwie eine Rolle geſpielt hat, daß Reichspräſident von Hindenburg vor wenigen Tagen mit dem Parteivorſitzenden der Bayeriſchen Volkspartei geführt hat. Weder mit Hindenburg noch mit Herrn von Papen wurde über die Staatspräſidentenfrage in Bayern geſprochen. Es war auch gar kein Anlaß vorhanden, ſich über eine ſolche innerbayeriſche Angelegenheit zu unter⸗ halten.“ Am ein Zeitungsverbot Meldung des Wolff⸗ Büros — München, 21. Februar. Die Reichsregierung hat bei der bayeriſchen Regierung ein dreitägiges Verbot der„Münche⸗ ner Neueſten Nachrichten“ beantragt. Der Antrag ſtützt ſich auf eine Falſchmeldung über Hitlers Stellungnahme zur Krankenſcheingebühr. Das Blatt hatte gemeldet, durch die Stellung⸗ nahme Adolf Hitlers ſei der Antrag auf Aufhebung der 50⸗Pfg.⸗Krankenſcheingebühr zu Fall gekommen. Dieſe Meldung wurde amtlich ſofort dementiert. Der „Völkiſche Beobachter“ ſchreibt in dieſer Angelegen⸗ heit u..:„Richtig iſt, daß Adolf Hitler mit einer ſeitens des zuſtändigen Miniſteriums vor⸗ geſchlagenen halben Maßnahme ſich nicht zufrieden gegeben hat, ſondern die Vorlage an das betreffende Miniſterium zurückverwies zwecks Beibringung der Unterlagen für die von ihm geforderte ganze Lö⸗ ſung, d. h. für völlige Streichung der 50⸗Pfg.⸗Gebühren.“ Zu dem Antrag der Reichsregierung hat die bayeriſche Regierung auf Grund des 8 0, Abſ. 3 der Verordnung zum Schutze des deutſchen Volkes vom 4. Februar die Entſcherdung des zuſtändigen Senates des Reichsgerichtes an⸗ gerufen. Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 21. Februar. Der Reichskanzler wird in den nächſten Tagen Beſprechungen mit einer Reihe namhafter Wirt⸗ ſchaftsführer haben. Geſtern abend empfing der Luftkommiſſar, Miniſter Göring, in Gegen⸗ wart Hitlers die Herren Krupp von Bohlen⸗Halbach und von Opel mit Vertretern der Automobilindu⸗ ſtrie. Wie verlautet, hat es ſich bei der Unterredung um die Frage einer Umorganiſation im Reichsverkehrsminiſterium und weiter um die einer Herabſetzung der Kraftfahr⸗ zeugſteuer gehandelt. Verbeſſerung der Kraftfahrzeugſtener Der Reichsverkehrsminiſter hatte auf der Haupt⸗ verſammlung des Allgemeinen Deutſchen Automobil⸗ Clubs eine Verbeſſerung der Kraftfahr⸗ zeugſteuer in Ausſicht geſtellt. Der Referenten⸗ entwurf liegt in der Tat bereits zur Prüfung vor. Der Senkung müßte allerdings eine Einigung mit den Ländern vorangehen, denen die Steuer in der Hauptſache zugute kommt. Im ganzen beliefen ſich die Einnahmen aus der Pauſchalſteuer im Rech⸗ nungsjahr 1930/31 auf etwa 170 Mill./ gegen 183 Millionen im vorausgegangenen Rechnungsjahre. Offenbar beſteht nun die Abſicht, die Länder für den Ausfall, den eine Herabſetzung der Steuer für ſie bringen würde, durch entſprechende Abzweigung von Betriebsſtoffzöllen zu ent⸗ ſchädigen. Auf die Art hofft man, über die Schwie⸗ eee dEs f Eser. Wirtſchaftsführer bei Hitler und Göring rigkeiten hinwegzukommen, die bisher den Haupt⸗ grund gegen eine Senkung der Kraftfahrzeugſteuer bildeten. Das Kabinett wird ſich in ſeiner heutigen Sitzung, die im weſentlichen kleineren Wirtſchafts⸗ fragen gilt, mit der Frage der Senkung der Kraft⸗ fahrzeugſteuer noch nicht befaſſen. Wie weiter in politiſchen Kreiſen verlautet, iſt die Schaffung eines Reichskommiſſariats für Kraftverkehrsweſen beabſichtigt. Für den Poſten ſoll, wie die„Deutſche Zeitung“ wiſſen will, Dr. Scholz vom Verband der deutſchen Auto⸗ mobilinduſtrie vorgeſehen ſein. Damit dürfte ein dringender Wunſch ſowohl der Kraftfahrzeug⸗Ver⸗ braucher wie auch der beteiligten Induſtrien erfüllt werden. Der Meineidsprozeß gegen Brolat Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 21. Februar. Vor dem Schwurgericht hatte ſich der frühere Direktor der Berliner Verkehrsgeſellſchaft Fritz Brolat unter der Anklage des Meineides zu verantworten. Brolat befindet ſich ſeit dem 27. De⸗ zember 1932 in Unterſuchungshaft. Er wird beſchul⸗ digt, den Meineid am 31. Oktober 1929 vor dem da⸗ maligen ſtaatlichen Unterſuchungskommiſſar Ta⸗ polſky geſchworen zu haben, der die Beziehungen der Berliner Verwaltung zu den Sklareks zu unterſuchen hatte, Brolat beſtritt in der Verhand⸗ lung nicht nur einen Meineid, er erklärt ſogar, er Dienstag, 21. Februar 1983 Großer Lohnkonflikt in England Drahtung unſ. Londoner Vertreters 8 London, 21. Februar. Der Lohnkonflikt mit den engliſcheß Eiſenbahnern nähert ſich ſeinem Höhepunkt, Nachdem die Schlichtungsverhandlungen fehlgeſchla⸗ gen ſind, beabſichtigen die Eiſenbahngeſellſchaften der „Daily Mail“ zufolge am 1. März die von den Ar⸗ beitnehmern abgelehnten Lohn⸗ und Gehaltskürzun⸗ gen ohne weitere Verhandlungen vorzunehmen. Die Geſellſchaften hatten urſprünglich eine Kürzung von 10 Prozent vorgeſchlagen, haben ſich aber ſpäter mit einer Kürzung um 4 Prozent einverſtanden erklärt. Dieſe Kürzungen werden aber nur zu einem Teil wirkſam werden, da gleichzeitig die im Jahre 1932 vorgenommenen freiwilligen Lohnkürzungen rück⸗ gängig gemacht werden ſollen. Die Gewerk⸗ ſchaften lehnen nach wie vor eine weitere Kürzung ab. Ein offener Bruch erſcheint daher unvermeidlich. Inzwiſchen dauert der Eiſenbahnerſtreik in Nordirland immer noch an. Das große In⸗ duſtriegebiet von Belfaſt, in dem ſich die größten Brauereien und die größten Leinenwebereien Euro⸗ pas befinden, iſt größtenteils ſtillgelegt. Aufklärung eines Raubmordes Meldung des Wolff⸗ Büros — Dortmund, 21. Februar. Unter geheimnisvollen Umſtänden verſchwand am Abend des 9. Februar der Holzgroßhändler Franz Narowſki aus Witten⸗Annen und wurde zwei Tage ſpäter in einem Wäldchen bei Holzwickede ermordel aufgefunden. Der Mordverdacht richtet ſich gegen den flüchtigen Kraftwagenführer⸗ Eberhardt Pieper aus Dortmund. Dieſer konnte am Freitag zuſammen mit einem gewiſſen Auguſt Scheer von Landfjägereibeamten feſtgenommen werden. Unter dem Druck des Beweismaterials ge⸗ ſtanden beide ihre Schuld. Pieper will ſich an dem Mord ſelbſt nicht beteiligt, ſondern nur das Auto, das zur Entführung des Holz⸗ großhändlers benutzt wurde, gefahren haben. Ob die beiden Feſtgenommenen auch die Frauenmorde begangen haben, die in der letzten Zeit in der hieſigen Gegend entdeckt wurden, wird noch geprüft. Flugzeugabſturz in der Schweiz Meldung des Wolff⸗Büros — Zürich, 21. Februar. Auf dem Flugplatz Dübendorf iſt geſtern ein Flugzeug abgeſtürzt. Der Pilot, der 26jährige Wil⸗ helm Gemeinhardt aus Budapeſt, wurde ſchwer verletzt und mußte ins Krauykenhaus gebracht wer⸗ den. Sein Begleiter, ein Züricher Fabrikant, wurde auf der Stelle getötet. Der Apparat iſt vollkommen zerſtört worden. Brennende Litfaßſäulen — Berlin, 21. Februar. Im Norden und Oſten Berlins gab es geſtern wieder brennende Litfaßſäulen. Nationalſozialiſtiſche Wahlpla⸗ kate waren mit Petroleum begoſſen und angezündet worden. An der Ecke der Palliſadenſtraße nahm das durch die Brandſtifter verurſachte Feuer einen ſolchen Umfang an, daß die Polizei die Feuerwehr herbei⸗ rufen mußte. Die Täter, zweifellos Kommuniſten, konnten entkommen. Ein ſchweres Bob⸗Unglück — Mayen(Rheinland), 21. Februar. Ein mit ſechs jungen Leuten beſetzter Bob fuhr mit hoher Geſchwindigkeit in einer Doppelkurve gegen daß Geländer einer Eiſenbahnbrücke. Der Lenker des Bobs blieb mit zerſchmettertem Schädel tot liegen, Ein Mitfahrer wurde ſehr ſchwer verletzt. Fünf Opfer eines Flugzeugabſturzes — London, 21. Februar. Wie aus Northbay(On. habe nicht einmal einen fahrläſſigen Falſcheid ge⸗ ſchworen. tario) gemeldet wird, kamen dort bei einem Flug; zeugabſturz fünf Perſonen ums Leben. aber die gibt es bei den Völkern und Stämmen der Menſchheit ebenſo. Teddy, unſer Schimpanſe, beſaß eine außerge⸗ wöhnliche Auffaſſungsgabe. Wenn er mich etwas tun ſah— etwa einen Nagel einſchlagen— dann begriff er ſofort den Sinn der Sache und verſuchte ſie nachzumachen. Am andern Tag aber hatte er alles vergeſſen. Lehren konnte man ihn etwas nur durch ſtändige Wiederholung. Allen Bemühungen zum Trotz iſt es uns indeſſen nicht gelungen, ihm beizubringen, daß Stehlen ein Unrecht iſt. Okaro, der Gorilla, dagegen begriff nur ſehr langſam, aber was er einmal erfaßt hatte, vergaß er nie. Ein Bei⸗ ſpiel. Beide Affen fraßen Marmelade gern, und Teddy brachte Okaro mit großem Eifer bei, wie man ſie ſtehlen konnte. Teddy bekam Hunderte von Klapſen für das Naſchen, die jede Wirkung auf ihn verfehlten. Als wir aber Okaro klargemacht hatten, daß er die Marmelade ſtehen laſſen müßte, konnten wir ihn unbeſorgt mit einer Doſe voll im Zimmer allein laſſen, ſie blieb unangerührt. Unſer Gibbon wiederum pflegte ſich, wenn er etwas getan hatte, was er nicht ſollte, ſolange zu verſtecken, bis er glaubte, wir hätten den Fehltritt vergeſſen. Der Orang⸗Utan ſchließlich verbarg ſich zwar nicht, war jedoch ſo verlegen und ſchuldbewußt, daß er ſich oft ſelbſt verriet, ehe wir etwas gemerkt hatten. Ein paar Bilder aus dem Familienleben unſerer drei Lieblinge mögen folgen. Teddy mußten wir meiſt angebunden laſſen, da er ſeine Naſe in alles ſteckte und ſtändig Unfug anrichtete. Jeden Abend kamen daun die Stunden der Freiheit für ihn. Da ging es luſtig, wild und laut zu. Sobald die Kette fiel, ſchoß er wie ein Pfeil auf das Haus zu. Okaro und Bibi hinterher, ſo ſchnell ihre kleinen Beine ſie tragen wollten. Die nächſte Stunde hallte unſer Heim vom Toben der drei wider— treppauſ⸗, trepp⸗ ab, ins Schlafzimmer meiner Frau; kein Raum blieb verſchont. Genau wie eine Horde wilder Ran⸗ gen. Teddy natürlich ſtets an der Spitze. Damit der Spaß richtig in Fluß kam, jagte Teddy zuerſt hinter Okaro her, dann war Okaro an der Reihe. Klein⸗Bibi, die gerade laufen konnte, tat tör Beſtes, um ſich an dem Lärm und dem Jagen zu beteiligen Wenn ſie dann bei der Balgerei ein paarmal tüchtig hin⸗ und hergeworfen worden war, zog ſie ſich bedauernd als Zuſchauer in eine Ecke zurück, wechſelte aber falls nötig den Platz, damit ihr fa ſchenaffen geiſtig die andern. Wohl gibt es Unter⸗ ſchiede im verſtandsmäßigen Handeln dieſer Tiere, nichts von dem Spaß entging. Sobald die wilde Jagd an ihr vorbeitoſte, feuerte ſie die beiden mit aufgeregtem„Hu, hu“ zu neuen Taten an. Wenn ſich Teddy eine Stunde lang ausgetobt hatte, wurde er in den Schuppen gebracht und dort für die Nacht eingeſchloſſen, während Okarv, der ſich entſchieden weigerte, in ſeine Kiſte zu gehen— er konnte über⸗ haupt nicht leiden, daß eine Tür hinter ihm ge⸗ ſchloſſen wurde—, er ſich auf dem Sofa im Wohn⸗ zimmer gemütlich machte. Trotz mannhafter Ver⸗ ſuche, wach zu bleiben, ſank ſein Kopf immer tiefer, dann raffte er ſich mit einem Ruck auf. Nach einer halben Stunde dieſer Verſuche, den Erwachſenen zu ſpielen, war ſein Widerſtand beſiegt, und er nahm eine bequeme Schlafſtellung ein. Wie alle kleinen Kinder, wenn ſie darauf beſtehen, mit den Eltern aufzubleiben, mußte er zu Bett ge⸗ bracht werden. Oſa nahm ihn auf, trug ihn zu ſeiner Kiſte, legte ihn ſanft nieder, damit er nicht aufwachte, und ſchloß ihn ein. Dies war nötig wegen der Levparden und Hyänen, die auf ihren nächt⸗ lichen Raubzügen oft in unſeren Garten einbrachen. Klein⸗Bibi war natürlich ſchon längſt in ihr Bettchen gebracht worden. Nun war alles ſtill. Am Morgen öffnete der Koch als erſtes die Tüüren von Okaros und Bibis Gemächern. Okaro ſchoß hinaus— wie eine Kugel aus dem Flintenlauf— geradewegs nach dem Haus und hinauf vor unſer Schlafzimmer. Er trommelte gegen die Tür, bis einer von uns auf⸗ machte und ihn hineinließ, verſchwand unter Oſas Bett, kam hervor und verſuchte, einen von uns zu ermuntern, mit ihm zu ſpielen. Gelang das nicht, ſo kroch er unter die Decken, zog ſie über ſich, verſank noch eine Stunde in Schlaf und geſtattete uns, dasſelbe zu tun. Aber ſobald die Stunde vergangen. war für keinen mehr an Schlaf zu denken. Stand meine Frau nicht ſofort auf, dann begann der Affe ihr die Decken wegzuziehen, über und unter das Bett zu klettern, darauf herum und auf den Boden zu ſpringen. Falls das alles nichts half, räumte er ſämtliches Bettzeug herunter. Zum wahren Künſtler entwickelte er ſich im Springen von einem Bett aufs andere. Um dieſen Zeitpunkt pflegte dann Bibi auf dem Schauplatz zu erſcheinen, nachdem ſie ſich mit großer Mühe die Treppe hin⸗ aufgearbeitet hatte, deren Stufen für ihre kurzen Beine zu boch waren. Gewöhnlich brauchte ſie etwa eine halbe Stunde für die Reiſe, doch ſie ließ nicht ah, bis ſie ibr Ziel erreicht hatte. Und auch ſie wollte mit ins Bett genommen werden. Nach meinen Beobachtungen iſt der Gorilla keine Spur klüger als die anderen Menſchenaffen. In der Entwicklung des Verſtandes beſtehen deutliche Unterſchiede zwiſchen allen vier, doch wenn es irgendeine Wage gäbe, mit der man meſſen könnte, ich glaube, ſie würde ungefähr denſelben Ausſchlag zeigen. Die volkstümliche hohe Meinung über den Gorilla beruht wohl darauf, daß man von ihm ſo wenig weiß, beſonders aber auch auf dem Einfluß von mit ltppiger Einbildungskraft begabten Schriftſteller, die ein geheimnisvolles Dunkel um dieſes Tier weben, geſtützt auf die wenigen und meiſt ungenauen Berichte, die vom ſchwarzen Erdteil her durchſickern⸗ Neue Jugendſpiele Geſellſchaft für Neue Muſik Man kann der Mannheimer Ortsgruppe der„Ge⸗ ſellſchaft für Neue Muſik“ für die Darbietung det neuen Lehrſtücke nur dankbar ſein. Mit den beiden Schulſpielen war eine gute Wahl getroffen worden; davon zeugte das lebhafte Intereſſe des Publikums, das den großen Saal der Harmonie bis auf letzte Plätzchen füllte. Dr. Karl Laux wies in ſeiner Einführung darauf hin, daß die neuerdings ſehr gepflegte Gat⸗ tung der Schuloper nicht erſt jüngſten Datums ist, ſondern ſich in ihren Anfängen bis in das 16. Jahr, hundert zurückverfolgen läßt. Unter den klaſſiſch gewordenen Schulopern iſt auch ein Werk bon Mozart,„Apollo und Hyazynthus“ vertreten. Im beſonderen machte Dr. Laux auf ſttliſtiſche Beſonder⸗ heiten der geſtrigen Neuheiten aufmerkſam, o auf die Rolle des Chors, der bei Fortner Betrachtungen anstellt, bei Wette aktiv in die Handlung eingreiſt⸗ Die Neugierde des Publikums war aufs höchſte geſpannt, als das Schulſpiel mit Muſtk„Creß er trinkt“ ſeinen Anfang nahm. Eine Gruppe von Schülern trifft an einem ſtürmiſchen Abend im 0 5 haus„Fährſchiff“ ein. Bei dem Verſuch ein get detes Boot zu retten, ertrinkt einer der. Creß. Der Führer Holtock, der die Möglichkeit, t zu retten, verpaßt hat, verliert nun vollends ſe 5 Autorität, nachdem bereits früher Mein ſchiedenheiten unter der Gruppe entſtanden ſind. F 81 .. — 22882 rr„ ee r: f 2 ar. vand ler urde ckede dacht ihrer unte uguſt emen 5 ge⸗ ligt, Bolz⸗ b die rde ſigen Oſten nde ylpla⸗ ündet 1 das chen erbei⸗ iſten, N 5 namentlich angeführten Begabungen, die ein Dienstag, 21. Februar 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Nummer 87 3. Seite/ —— Dienſt am jugendlichen Erwerbslosen Das„Notwerk der Jugend“ im Arbeitsamtsbezirk Mannheim In einer Preſſebeſprechung im Mannheimer Ar⸗ heitsamt gab Oberregierungsrat Dr. Jaeck geſtern eine intereſſante Ueberſicht über die Maß⸗ nahmen, die im Rahmen des„Notwerks der deutſchen Jugend“ im Mannheimer Arbeits⸗ amtsbezirk bisher getroffen worden ſind. Als Weihnachten 1932 der Reichspräſident und die Reichsregierung einen Aufruf zu einem„Not⸗ werk der deutſchen Jugend“ erließen, wurde bie Durchführung dieſes Notwerks ſofort von den Arbeitsämtern aufgenommen. Das Notwerk ſoll bekanntlich die arbeitslofen Jugendlichen bis zu 25 Jahren erfaſſen, die vom Freiwilligen Arbeits⸗ bienſt nicht betreut werden oder aus den Arbeits⸗ lagern bereits wieder ausgeſchieden ſind. Die vielen Einzelmaßnahmen in der beruflichen Fortbildung, wie ſie bisher von Arbeits— Jugend— Wohl⸗ ahrtsämtern, ſowie Berufsorganiſationen bisher ergriffen worden waren, die verſchiedenen Ver⸗ auſtaltungen der freien Wohlfahrts⸗ und Jugend⸗ pflege, der Jugendverbände, Sportvereine und der Berufsverbände der Arbeitnehmer ſollen in den Bezirken der einzelnen Arbeitsämter durch das Notwerk ſyſtematiſch zuſammengefaßt werden und ſo ein Nebeneinander in der Sozialarbeit ausgeſchaltet werden. Organiſatoriſch iſt die Durchführung des Notwerks ſo geregelt, daß in allen Arbeitsamts⸗ bezirren Arbeitsgemeinſchaften gebildet werden, in denen alle die Aemter und Stellen ver⸗ einigt ſind, die an der Durchführung der Hilfsmaß⸗ nahmen zugunſten der arbeitsloſen Jugend mit⸗ arbeiten. Im Arbeitsamtsbezirk fand am 11. Januar auf Einladung des Arbeitsamtes eine Zuſammen⸗ kunft der betreffenden Organiſationen ſtatt, in der ein Ausſchuß zur Durchführung des NW'ᷓrien Mannheim gewählt wurde, deſſen Vorſitzender Ober⸗ tegterungsrat Dr. Jaeck iſt. Es wurde ferner be⸗ ſchloſſen, die Geſchäftsführung beim Arbeitsamt zu helaſſen. Das Arbeitsamt Mannheim hat, ſeitdem die freie Initiative zur Verwirklichung des Notwerkes bei den verſchiedenen Organiſationen wiederholt zu för⸗ dern geſucht. Es hat ferner zur Bildung freiwilli⸗ ger Kameradſchaften bei den jugendlichen Arbeits⸗ loſen unmittelbar angeregt. Bekanntlich ſoll das Notwerk in der Weiſe zur Durchführung gelangen, daß kleinere Kameradſchaften gebildet werden, die in der Regel mindeſtens 25 Teilnehmer um⸗ faſſen, aber auch nicht über eine gewiſſe Höchſtzahl ausgehen ſpllen, damit ein kameradſchaftliches Kennenlernen und gemeinſchaftliches Zuſammen⸗ arbeiten gewährleiſtet bleibt. Dieſe Kameradſchaften können von den Organiſationen, Jugendvereinigun⸗ gen uſw. gegründet werden. Sie können ſich aber auch aus dem Kreiſe der jugendlichen Arbeitsloſen ſelbſt bilden. Durch dieſe Möglichkeit ſoll die eigene Mitarbeit der Jugendlichen gewonnen und ihr Selbſtvertrauen geſtärkt werden. Im Mannheimer Bezirk haben ſich alſo im An⸗ ſchluß an die vom hieſigen Arbeitsamt eingerichteten beruflichen Fortbildungskurſe Berufsgruppen von jugendlichen Erwerbs⸗ loſen gebildet, die den Namen„Kamerad⸗ N ſchaften“ führen. Zuerſt hat ſich eine ſolche Notwerk⸗Kameradſchaft im Rahmen des ſogenannten„Sulzerkurſus“ gebildet, die bereits heute 50 Mitglieder umfaßt und eine außerordentlich rege und vor allem vielſeitige Be⸗ treuungeirbeit leiſtet. Im Anſchluß an den Gärtner⸗ und den Schreinerkurſus haben ſich noch zwei wei⸗ tere Kameradſchaften gebildet. Und in den letzten Tagen iſt aus den kaufmänniſchen Fortbildungskur⸗ ſen heraus je eine männliche und eine weibliche Kameradſchaft entſtanden. Dieſe Kameradſchaften haben in der kurzen Zeit ihres Beſtehens ſchon ſehr wertvolle Arbeit geleiſtet. Sie ſchweißen die erwerbsloſe Jugend wieder zu Einheiten zuſammen, in denen die fachliche Weiter⸗ bildung betrieben und jeder entſprechend ſeiner beruf⸗ lichen Ausbildung beſchäftigt wird. Es iſt bemer⸗ kenswert, daß das Tagesgeld für die vom Not⸗ werk betreuten von 20 auf 25 Pfennig her⸗ aufgeſetzt worden iſt, was für manchen eine wenn auch nicht große, ſo doch immerhin fühlbare finan⸗ zielle Hilfe bedeutet. Die Kameradſchafts bildung durch die Verbände und Vereinigungen iſt nur ſehr langſam vorangekommen. Nur der Orts⸗Caritasausſchuß Hockenheim hat eine Kname⸗ radſchaft für weibliche Jugendliche ſchon ſeit einigen Wochen laufen. Erſt in der letzten Woche iſt außerdem durch das Mannheimer Hilfs⸗ werk, Abteilung III, das Notwerk begonnen worden. Endlich hat die Ortsgruppe Mannheim des Reichs⸗ banners drei Kameradſchaften ins Leben gerufen. Es beſtehen alſo zur Zeit folgende Kamerad⸗ ſchaften: 1. Sulzerkurs 50 Teilnehmer 2. Gärtnerkurs 2 15 3. Schreinerkurs 25 5 4. Kameradͤſchaft kaufm. Angeſtellter (männlich) 25 5 5. Kameradſchaft kaufm. Angeſtellter (weiblich) 25 7 6. Orts⸗Caritasausſchuß Hockenheim 18 7 7. Hilfswerk: Werkheim 80 70 8. Reichsbanner: 3 Kameradſchaften 75 75 männlich und weiblich 323 Teilnehmer Außer dieſen beſtehenden Kameradſchaften iſt die Bildung von weiteren Gruppen beab⸗ ſichtigt. So meldet der Chriſtliche Holzarbeiterverband, daß bei ihm eine Kameradſchaft mit 25 Teilnehmern ge⸗ gründet werden ſoll. Das Evangeliſche Jugendamt will die Notwerkarbeit mit zwei Kamerad ſchaften leine männliche und eine weibliche) beginnen. Auch ſeitens des Katholiſchen Jugendſekretariats ſind Vorarbeiten getroffen. Die Ueberführung einer der beſtehenden Jugendgemeinſchaften(Lindenhof) in das Notwerk erfolgt in dieſen Tagen. Außerdem wird demnächſt in Lampertheim mit zwei Kamerad⸗ ſchaften begonnen. Das Reichsbanner will noch eine weitere Kameradͤſchaft bilden; ebenſo iſt in den kaufmänniſchen Fortbildungskurſen die Bildung einer neuen Kameradſchaft weiblicher Kursbeſucher im Gange. Endlich arbeitet das Mannheimer Hilfs⸗ werk noch an dem Zuſtandekommen einer Kamerad⸗ ſchaft männlicher Erwerbsloſer. Bei den Gewerk⸗ ſchaften iſt noch keine Maßnahme des Notwerks zu⸗ ſtandegekommen. Dort läßt ſich teilweiſe ein Zögern und Bedenken nicht verkennen. Wie Dr. Jaeck weiter mitteilte, hat man mit den ins Leben gerufenen Kameradſchaften bereits ſehr erfreuliche Erfahrungen gemacht. Die jngendlichen Arbeitsloſen ſind mit Leib und Seele dabei, ihre Kameradſchaften ſyſtemvoll aufzubauen. Führer und Geführte fühlen wie ein Mann! So werden große ſoziale und pädagogiſche Werte aus der eigenen Initiative der Jugendlichen heraus ge⸗ ſchaffen. Jungen Menſchen, die zum Teil ſchon ſeit Jahren das bittere Los der Arbeitsloſigkeit tragen, wird ſo wieder neuer Lebensmut gegeben. Das Leben erhält wieder einen ſinnvollen Inhalt. Von ſolchen Geſichtspunkten ausgehend, wird das Mann⸗ heimer Arbeitsamt als Geſchäftsſtelle des Mann⸗ heimer Ausſchuſſes des Notwerks, die Notwerks⸗ arbeit, die vorläufig bis Ende März befriſtet iſt, weiter fördern. Grippe lähmt die Nolwerksarbeit Die Grippeepide mie hat im hieſigen Bezirk die Notwerksarbeit ſtark gehemmt und ver⸗ hindert, daß die einzelnen Vereinigungen ſofort ans Werk gehen konnten und die beruflichen Fortbil⸗ dungsmaßnahmen des Arbeitsamtes bereits früh⸗ zeitig begannen. Infolge der lang andauernden Epidemie konnte der Beginn der Kurſe erſt auf den 13. Februar gelegt werden. Der Notwerksgedanke iſt in Mannheim auf fruchtbaren Boden gefallen, eine Tatſache, die beſondere Hervorhebung verdient. Da der freiwillige Arbeitsdienſt im Mannheimer Bezirk eine relativ große Ausdehnung genommen hat und auch während der Wintermonate kaum eine Einſchränkung erfuhr, ſo war ein hoher Prozentſatz der Jugendlichen, die für die Notwerk⸗ Maßnahmen in Frage kommen, bereits ſtändig in den Arbeitslagern betreut, ſo daß die eine weſent⸗ liche Funktion des Notwerks als Auffangvorrichtung zu dienen, für die jungen Menſchen, die aus dem Freiwilligen Arbeitsdienſt ausſcheiden, weil ihr Auf⸗ enthalt dort abgelaufen iſt, nur teilweiſe in Kraft treten konnte. Das geht am beſten daraus hervor, daß Anfang Januar, als der Notwerk⸗Aufruf er⸗ ſchien, etwa 1300 Jugendliche des hieſigen Arbeits⸗ amtsbezirks im FA D. waren, heute aber noch ziem⸗ lich dieſelbe Anzahl ſich darin befindet. Vergeſſen werden darf in Mannheim auch nicht die Betreuung jugendlicher Erwerbsloſer ſeitens der verſchiedenſten Stellen(Notſchule uſw.), die nicht in das Notwerk eingegliedert iſt. Erfreulicherweiſe haben ſich auch die Turn⸗ und Sportvereine in den Dienſt des Not⸗ werks geſtellt, indem ſie wie die Stadtverwaltung ihre Sportplätze zur Verfügung ſtellten. Bezüglich der Ueberlaſſung ſtädtiſcher Turnhallen müſſen noch Schwierigkeiten überwunden werden. Das im Notwerk vorgeſehene warme Mittageſſen wird in verſchiedenen Speiſe⸗ ſtellen des Mannheimer Hilfswerks ſowie im Heim „Sancta⸗Clara“ zu den üblichen für Bedürftige gel⸗ tenden Bedingungen eingenommen. Jeder am Not⸗ werk intereſſierte Jugendliche kann ſich darüber im Arbeitsamt in M 3 die zweckdienliche Auskunft holen. Jeder erwerbsloſe junge Menſch ſollte im Notwerk eine Einrichtung erkennen, die dem Wohl der Jugend dient, die jedem jungen Erwerbslosen viele Möglichkeiten bietet, ſich ein Betätigungsfeld zu ſchaffen. Dieſes Notwerk iſt wahrer und beſter Dienſt an der Jugend, die von der Wirtſchaftskriſe ihrer Arbeitsplätze beraubt worden iſt. cf. * Zur Ruhe geſetzt wurde auf Anſuchen Haupt⸗ lehrer Adolf Lenz in Mannheim. * Ein Kaminbrand brach geſtern mittag infolge Glanzrußbildung in N 5, 2 aus. Die um 12,12 Uhr alarmierte Berufsfeuerwehr beſeitigte die Gefahr mit Kaminkehrzeug und Löſchpatronen. In fünf Wochen Amzug Wird auch in dieſem Jahr wie am 1. April letztes Jahres ein Maſſenumzug zu erwarten ſein? In den beiden Monaten März und April des vergangenen Jahres zogen 2632 Familien oder Einzelhaushalte in Mannheim um. Das waren 744(oder rund 25 Proz.) mehr Umzüge als im Jahre vorher. Wie das Transportgewerbe mitteilt, ſteht auch diesmal eine lebhafte Umzugstätigkeit bevor. Sie wäre noch größer, wenn verſchiedene Umſtände nicht dazu bei⸗ trügen, daß der Mieter vom Umzug Abſtand nimmt. Beſtimmend für dieſen Beſchluß iſt vor allem der Mietnachlaß, den der Hausbeſitzer notgedrungen zugeſtehen muß. Bei Wohnungen über 100 Mark ſind Mietnachläſſe von 10 Proz. und mehr trotz der Senkungen im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Außerdem mehren ſich in ſtarkem Maße die Be⸗ treibungsklagen wegen rückſtändiger Miete. Unter dieſen Umſtänden iſt es zu verſtehen, daß der Hausherr ſchlechtzahlende Mieter wohnen läßt, da er befürchten muß, einen Mieter zu erhalten, der viel⸗ leicht garnichts bezahlt. Sehr intereſſant und zwei⸗ fellos eine Auswirkung der Wirtſchaftskriſe iſt die ſtärkere Nachfrage nach Kohlenbadeöfen, die billiger in Gebrauch und Anſchaffung ſind. Auch der Ver⸗ zicht auf das Bad wird in Kauf genommen, wenn die Wohnung nur recht billig iſt. Das in andern Städten übliche Verzichten des Hausherrn auf eine oder mehrere Monatsmieten als „Umzugsvergütung“ kann vereinzelt bereits auch in Mannheim regiſtriert werden. Insbeſondere bei teuren und größeren Wohnungen bedarf es eines außerordentlichen Entgegenkommens, bis ſich über⸗ haupt ein Mieter findet. Die Stadtwohnungen bis zu vier Zimmern ſind alle erſtaunlich raſch vermietet worden, ſodaß man mit einem erneuten ſtarken Zu⸗ zug von den Außenſtadtteilen und den Neubauwoh⸗ nungen rechnen muß. SPENDET für Neunkirchen! Für die Opfer der Kataſtrophe von Neunkirchen wurden in unſerer Hauptgeſchäftsſtelle weitere Spenden gezeichnet: Redaktion der NM 3 1 20. JHJJ ̃ ·—»»' p, A WWPGWwœwUœUwew G. MMM MMM Www 8 Hannelore und Giſela.%.— LF R BM WPT GC TTT Ungen ann 41.10 Indem wir allen Spendern herzlichſt danken, bitten wir um weitere Gaben. Die bisher ein⸗ gezahlten Beträge wurden bereits dem Bürger⸗ meiſteramt in Neunkirchen zur Verfügung geſtellt. Verlag der Neuen Mannheimer Zeitung a 2 14 8 verschied., Spitzenbreit. 1 Aus. Nr 10(2 Fed.) 40 Pf. 12 Fed. elner Breſte 80 S0 EMM ECNER Zu der ſich in geſprochenen Dialogen abwickeln⸗ den Handlung(Worte von Andreas Zeitler) hat Volfgang Fortner, der am Heidelberger Inſtitut für Kirchenmuſik als Lehrer wirkende Komponiſt, kleine Muſikſtücke geſchrieben. Wie ſchon erwähnt, begleitet der(ſeitwärts der Bühne aufgeſtellte) ge⸗ miſchte Chor die Handlung mit ſeinen Betrachtun⸗ gen Fortner zeigt ſich in ſeiner Muſik als ungemein fortschrittlich empfindender Muſiker, der mit allen kitteln moderner Harmonik wohl vertraut iſt und die Handlung mit ſeinen Tonmalereien geſchickt un⸗ terſtreicht. Fortner begnügt ſich mit einem beſchei⸗ denen Aufwand an inſtrumentalen Mitteln, wobei bon vornherein die verſchiedenſten Beſetzungsmög⸗ lichkeiten in Betracht gezogen ſind. Im Gegenſatz zu Fortner fühlt ſich Herman Naria Wette bei ſeinem Singſpiel„der rechte Bar⸗ bier“ nach Texten von Chamiſſo faſt mehr zur durch⸗ komponierten Oper hingezogen. Wette bevorzugt ausgedehnte muſtkaliſche Formen und läßt in ſeinem „eichfals ſehr modern empfundenen Singſpiel den Zümor zu ſeinem vollen Recht kommen. Nicht eine Schülergruppe, ſondern eine merklich angeheiterte Stammtiſchgeſellſchaft, bei der auch der Politikus und der Geiger nicht fehlen, treibt auf der Bühne ihr Beſen, die vorübergehend etwas kleinlaut wird, als ein düsterer Mann hereingeritten kommt, dem der arbiergeſelle den Bart abnimmt. Ein anſehnliches Enſemble von begeiſterten Mit⸗ Mirkenden hatte ſich in den Dienſt der guten Sache gaſellt, um die Vorbereitung und Aufführung der Lehrſpiele zu ermöglichen. Vor allem hatten ſich lüchtige Muſiker gefunden, um die in ihrer Schwie⸗ nagkeit keineswegs zu unterſchätzenden Begleitung duszuführen. Den Chor hatte der Singkreis des ung und Quickborn unter der Leitung des ntermüdlichen Paul Eiſenhauer geſtellt, der Bes Fortners Schulſpiel bei ſehr unzulänglicher cleuchtung ſaſt aus dem Gedächtnis leitete, während 1 Wette bei ſeinem Singſpiel ſelbſt die Lei⸗ ug innehatte und umſichtig durchführte. Zu den rogramm aufgeführten Kräften Klaus Boden⸗ „ Erwin Bettag, Kurt Eder und Gerda lees wyck, ſowie Waldemar und Irene Kin⸗ inger traten noch eine Reihe von anderen nicht alle mit Luſt bei der Sache waren und zum Teil eee mimiſche Anlage entwickelten. Dank der kafältigen Vorbereitung war beiden Stücken und ken Komponiſten lebhafter Erfolg beſchieden. c. ſichtlicher Hugo Wolf in Mannheim Zum 30. Todestag des Komponiſten am 22. Febr. Von Fr. Baſer Einige glückliche Umſtände vereinigten ſich, den Steiermärker Hugo Wolf in die Pfalz zu locken. So konnte er, der an der ſüdöſtlichſten Sprachgrenze deutſcher Zunge Geborene, auch ihren weſtlichen Grenzbereich kennen lernen. Vor allem war es eine verſtändnisvolle und enthuſtaſtiſche Hugo⸗Wolf⸗ Gemeinde in Mannheim, die bereits zu einer Zeit, die keineswegs die Schöpfungen des ſo lange Verkannten auch nur zu beachten geneigt war, warm für ſeine Lieder eintrat. Die Seele dieſer Getreuen war der bekannte und angeſehene Juriſt Oskar Grohe, mit dem Hugo Wolf bereits ſeit April 1890 in lebhafte und angeregte Korreſpondenz kam. Auch Felix Weingartner, der damalige Hof⸗ theaterkapellmeiſter in Mannheim, ſelbſt ſchöpferiſch tätig, zeigte Intereſſe. Hugo Wolf hätte ſich zunächſt gern mit einigen Liedern zur Orcheſterbegleitung in Mannheim eingeführt. Dann hofften die Freunde, in Mannheim Hugo Wolfs„Chriſtnacht“(nach Platen) zur Aufführung zu bringen. Schließlich ſchien im Februar 1891 der erſehnte Moment einer Auf⸗ führung gekommen. Hugo Wolf ſtellte ſeinem Freunde Oskar Grohe eine muſikaliſche Analyſe ſeiner„Chriſtnacht“ zur Verfügung, um in einer ſchwungvollen Einleitung die Mannheimer darauf vorzubereiten. Endlich konnte Anfang April die Generalprobe abgehalten werden, zu der Hugo Wolf von Wien nach Mannheim eilte. Schon bei ſeinem erſten Be⸗ ſuch im Vorjahre hatte er ſich dort einige neue Freunde gewonnen, die ihn freudig begrüßten: ne⸗ ben Weingartner und Konzertmeiſter Hans Schu⸗ ſter der tüchtige Regiſſeur Hildebrandt, der ſpäter bei der Uraufführung des„Corregidor“ den Tonuelo darſtellte; der Freund Richard Wagners und Muſikalienhändler Emil Heckel und die Ge⸗ ſangskräfte der Oper, Anna Sorger, Hans Rü⸗ diger, Fritz Plank, Anna Reiß, dazu Kapell⸗ meiſter Guſtav Röhr und vor allem der General⸗ intendant des Nationaltheaters Dr. Auguſt Baſ⸗ ſermann und ſein kunſtbegeiſterter Bruder Ro⸗ bert Baſſermann, bei dem Hugo Wolf freund⸗ lichſte Aufnahme fand und wohnte. So konnte denn Hugo Wolf getroſt der Mannheimer Aufführung ſeiner„Chriſtnacht“ beiwohnen und einer verſtänd⸗ nisvollen Aufnahme gewiß ſein. Hugo Wolf brauchte mehr denn ein anderer die ſichere Hand eines Erfahrenen, eines Freundes, der ſich ebenſo in der Welt wie in der Kunſt auskannte und ſich in beiden Sphären bewegen konnte. Oskar Grohe war es denn auch, dem wir es zu danken haben, daß Hugo Wolf alle ſeine faſt ſchon abergläu⸗ bigen Einwendungen gegen einen Opernſtoff über⸗ wand. Nur noch wenige Jahre, und Grohe durfte die Früchte ſeiner eoͤlen Bemühungen ernten, zu⸗ gleich ſeiner Vaterſtadt Mannheim die Lorbeeren ſichern, die einzige vollendete Oper des genialen Hugo Wolf Komponiſten am heimiſchen Nationaltheater urauf⸗ geführt zu haben. Dies geſchah 1896. Anfang des Vorjahres hatte er endlich in der Novelle des Pedro de Alarcon„Der Dreiſpitz“ ſeinen erſehn⸗ ten Opernſtoff entdeckt, zugleich ſeine Bearbeiterin in Roſa Mayreder. Um wirklich frei ſich aber dieſem Werk widmen zu können, brauchte er einen ſorgenfreien Kopf: auch dafür ſorgten ſeine Mann⸗ heimer Freunde, vor allem Baron von Lipperheide, durch feinfühlig übermittelte finanzielle Unter⸗ ſtützung. Auf deſſen Gut in herrlicher Alpengegend (Schloß Matzen) wurde das Jägerhaus als Kompo⸗ Hier entſtanden die zwei letzten Akte des nierhöhle ganz für Hugo Wolf beſtimmt. „Corregidor“. Wolf brauchte Freund Grohes Rat und Tat in allen Verhandlungen und Vorberei⸗ tungen zum Verlegen und Bekanntmachen ſeiner Oper, die noch im Werden begriffen war. Zwar ver⸗ handelte er mit Prag, Wien und Berlin, aber bereits anfangs November 1895 konnte Grohe die Annahme der Oper zur Uraufführung am Mannhei⸗ mer Nationaltheater dem Freunde brieflich melden. Man kann es lebhaft mitfühlen, wie dieſe Freudenbotſchaft auf den keineswegs verwöhnten Hugo Wolf wirken mußte:„Hoch Mannheim! Dieſes verdammte quadratiſche Neſt macht ſeinem Namen alle Ehre und meine ſchon ziemlich erloſchenen Sympathien für dasſelbe erwachen aufs neue.“ Mit dem Kapellmeiſter Röhr war ein angeregtes und verſtändnisvolles Arbeiten zu erreichen und ſo ließ ſich denn alles gut an, wenn auch die Urauffüh⸗ rung nicht bereits am Geburtstage Richard Wagners, am 22. Mai, vonſtatten gehen konnte. Es war ein Sonntag, dieſer 7. Juni 1896, als die denkwürdige Uraufführung des„Corregidor“ über die Bretter des Mannheimer Nationaltheaters ging. Frau Anna Sorger ſang die Donna Mereedes, auch die anderen Rollen waren mit den erſten Kräf⸗ ten beſetzt. Wenn der Erfolg kein allzu ſtürmiſcher und lauter war, ſo wird das kaum ſehr wunderneh⸗ men. Dennoch war ein wichtiger Anfang gemacht: Hugo Wolf fand ſeitdem auch für ſeine Lieder mehr Beachtung, er wüßte auch ſehr wohl, wem er dies vor allen zu danken hatte: Oskar Grohe:„Unermüdlich warſt Du auf Deinen langen Beinen, mit denen Gott Dich begnadet und die zeit ihres Lebens geſeg⸗ net ſein mögen. Sie ſind ſo recht das Symbol des Fortſchrittes, und deshalb haſt Du auch in meinen Augen vor anderen ſo viel voraus. Du unermüdlich Fortſchreitender, der ſo rüſtig der Freiheit eine Gaſſe bahnte und mir armem Menchenkindlein das Gehen lehrte, Licht und Luft um mich verbreitend Leider ſollten dem genialen Tondichter nur noch wenige Jahre eifrigen Schaffens beſchieden ſein, dann umhüllte ewige Nacht ſeinen Geiſt, bis ihn 1903 ein gütiger Tod erlöſte. Bis in die Vorſchatten tra⸗ giſchen Verſinkens in Nacht und geiſtigen Tod hinein blieb er durch eifrigen Briefwechel mit dem Mann⸗ heimer Freund verbunden, deſſen Familien⸗Freuden und Leiden er getreulich teilte. * 4 7 7 . 1 0 . 1 * 1 * ö ö 4. Seite/ Nummer 87 Keine Milderung der Schlachtſteuer Vom Bezirksverein Baden im Deut⸗ ſchen Fleiſcher⸗Verband wird uns ge⸗ ſchrieben: Wie aus einer Preſſeäußerung des badiſchen Finanzminiſter Dr. Mattes entnommen werden zann, hat das badiſche Kabinett mit Wirkung vom 25. Februar 1933 ab eine Senkung der Schlacht⸗ ſteuerſätze für Kühe und Farren beſchloſ⸗ ſen. Die Landesorganiſation der badiſchen Fleiſcher⸗ meiſter hat gegen dieſe Regierungsmaßnahme Pro⸗ te ſt erhoben, weil hier eine Geſetzesänderung in Vollzug geſetzt werden ſoll, ohne daß über die Aus⸗ wirkungen einer derartigen Maßnahme die beteilig⸗ ten Kreiſe gehört worden ſind. Wenn auch die Sen⸗ kung der Steuerſätze für Farren und Kühe durch⸗ aus angebracht iſt, ſo mildert ihre alleinige Senkung noch lange nicht die Härten des Schlachtſteuertarifes, ſondern im Gegenteil, die beſtehenden Mißverhält⸗ niſſe in der badiſchen Fleiſchſteuer werden durch dieſe Bevorzugung der Kühe und Farren nur noch verſchärft. Das badtiſche Fleiſchergewerbe hat durchaus ver⸗ nünftige Vorſchläge für die Milderung und Abände⸗ rung des Schlachtſteuergeſetzes gemacht, die aber von Seiten des Finanzminiſteriums bis jetzt übergangen wurden. Es muß im Fleiſchergewerbe allgemein befremden, daß man eine Geſetzesänderung vor⸗ nimmt, ohne überhaupt mit den beteiligten Kreiſen zuvor die Fühlung aufzunehmen, um ſich über die Auswirkungen Klarheit zu verſchaffen. Weder die beteiligten Kreiſe(Landwirtſchaft und Metzgerſchaft) haben aus dieſer einſeitigen Steuerſenkung die not⸗ wendige Erleichterung, noch weniger aber wird die VBerbraucherſchaft Vorteile aus dieſer Regilerungs maßnahme ziehen. Die Hauptbelaſtung in Bezug auf die Schlachtr⸗ ſteuer liegt beim Kleinvieh, bei den Kälbern und bei den Schweinen. Hier macht die Steuer das vier⸗ und fünffache der alten Steuer⸗ ſätze aus. Unter Berückſichtigung des Verhältniſſes von Großviehſchlachtungen zu Kleinviehſchlachtungen fordert das Fleiſchergewerbe nachdrücklichſt eine Senkung der überhöhten Steuerſätze für Schweine und Kälber. Die jetzige Regierungs⸗ maßnahme begünſtigt nur geringere Fleiſchquali⸗ täten zum Schaden des Rindfleiſches und Ochſen⸗ fleiſches. Aus dieſen Geſichtspunkten heraus er⸗ ſcheint der Proteſt des badiſchen Fleiſchergewerbes durchaus verſtändlich. Es wäre ſehr zu wünſchen, daß die badiſche Regierung vor Erlaß der Geſetzes⸗ änderung ſich mit den beteiligten Kreiſen auseinan⸗ derſetzt. * Oberpoſtdirektionspräſident Weiland 70 Jahre. Am vergangenen Samstag feierte in Freiburg Ober⸗ poſtdirektionspräſident a. D. Karl Weiland in aller Stille ſeinen 70. Geburtstag. Der Jubilar wurde am 18. Februar 1863 in Baden⸗Baden ge⸗ boren. 1882 ſchlug er die höhere Poſtlaufbahn ein und wurde, nachdem er in Köln und Hannover tätig geweſen war, am 1. Mai 1904 Leiter des Hauptpoſt⸗ amtes Mannheim. Auf dieſem Poſten weilte er bis 1917. Auf eigenen Wunſch wurde er dann an das Hauptpoſtamt Freiburg verſetzt. Das große Ver⸗ trauen das das Reichspoſtminiſterium in dieſen reich begabten und umſichtigen Beamten ſetzte, er⸗ hielt dadurch ſeinen Ausdruck, daß der damalige Poſtdirektor von Freiburg am 1. April 1920 zum Oberpoſtdirektionspräſidenten in Karlsruhe ernannt wurde. Dieſen verantwortungsvollen Poſten be⸗ kleidete Präſident Weiland bis zu ſeiner Zurruhe⸗ ſetzung im Jahre 1925. Seitdem lebt er in Freiburg. * Preußiſch⸗ſüddentſche Klaſſeulotterie. In der Montag⸗Vormittagsziehung wurden von größeren Gewinnen ausgeloſt: 2 Gewinne zu je 10000% auf die Nr. 171003, 14 Gewinne zu je 5000 Mark auf die Nrn. 87 013, 101 098, 145 269, 262 612, 287 129, 331 201, 379 977, 8 Gewinne zu je 3000 4 auf die Nrn. 124 929, 179 748, 191 303, 363 607; in der Nachmittagsziehung: 2 Gewinne zu je 75 000 Mark auf die Nr. 238 317, 2 Gewinne zu je 50 000 Mark auf die Nr. 3367, 925, 4 Gewinne zu je 5000% nuf die Nrn. 316 082, 394 148, 6 Gewinne zu je 3000 Mark auf die Nrn. 236 137, 265 840, 389 348.(Ohne Gewähr.) Familienchronik Seinen 75. Geburtstag begeht am heutigen Dienstag in geiſtiger Friſche und körperlicher Rüſtigkeit Herr Fritz Kunz, wohnhaft Haardtſtraße 5. * G0. Geburtstag. Frau Sophie Dietz, Büglerin, N 3, 2 wohnhaft, begeht heute ihren 60. Geburtstag. Neuer Stadtverordneten⸗Vorſtand * Heidelberg, 20. Februar. Für den aus dem Bürgerausſchuß ausgeſchiedenen Obmann, Fabrikant Neuhaus, wurde der bisherige Stellvertreter Körner(Nattionalſozialiſt) mit 51 von 74 abge⸗ gebenen Stimmen zum Obmann des Stadtverordne⸗ ten⸗Vorſtandes gewählt. Senkung der Kurtaxe * Paden⸗Baden, 20. Februar. In der letzten Sitzung des Stadtrats wurde in Verbindung mit dem Kurausſchuß beſchloſſen, die Kurtaxe⸗ fätze ab 15. März allgemein um 20 Prozent zu ſenken. Man verſpricht ſich hiervon eine Steige⸗ rung des Fremdenverkehrs. a Hohenſachſen, 20. Februar. Aus der jüngſten Bürgerausſchußſitzung iſt u. a. folgendes gu berichten: Auf der Tagesordnung ſtand der An⸗ trag auf Erweiterung der Waſſerverſor⸗ gung. Das vom Kulturbauamt Heidelberg ausge⸗ arbeitete Projekt ſieht einen Aufwand von 21000 4 vor. Ein ſtaatlicher Zuſchuß von 20 000 4, um den ſich Bürgermeiſter Rohr bemühte, iſt in Ausſicht ge⸗ ſtellt worden und zwar mit 3 v. H. Zinſen und 3 v. H. Amortiſation. Dadurch entſtehen für die Ge⸗ meinde jährlich 1200 4 Unkoſten ohne die Unterhal⸗ tungskoſten des Pumpwerks. Der Antrag wurde abgelehnt. Man verſucht jetzt, auf der Gemarkung andere Quellen ausfindig zu machen. Dann kam man noch auf die Ausbeſſerung der Friedhofwege und auf die Auſchaffung eines Leichenwagens oder Autos zu ſprechen. Wegen Mangel an notwendigen Mitteln mußten dieſe Projekte vorerſt zurückgeſtellt werden. Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 30. AD AC-Hauplverſammlung Reichsverkehrsminiſter verſpricht Verkehrs und Steuer⸗Erleichterungen Der AD Ac feiert ſein 30 jähriges Jubiläum. Drum war ſeine am Sonntag in Berlin im Herrenhaus abgehaltene 30. Ordentliche Hauptverſammlung zugleich Jubiläumsverſammlung. Sie ſtand im Zeichen vorbild⸗ licher Einmütigkeit, ſodaß der geſamte Geſchäfts⸗ und Ver⸗ waltungsteil in knapp zwei Stunden reibungslos ab⸗ gewickelt werden konnte. Dief öffentlichen Hauptver⸗ ſammlung war allerdings am Samstag eine Geheim⸗ ſitzung im gleichen Plenarſitzungsſaal vorausgegangen; die hatte zehn Stunden gedauert, und auf dieſer vor⸗ bereitenden Tagung waren alle Streitpunkte bek ſo gründlich erledigt worden, daß während der öffentlichen Haupttagung alle Anträge und auch die Neuwahlen fürs Präſidtum durch Zuruf erledigt werden konnten. Aus dem Finanzbericht ergab ſich, daß trotz der Wirtſchafts⸗ ſchwierigkeiten die Finanzkraft des ADA nicht nur nicht geſchwächt, ſondern ſogar noch ſtärker geworden iſt. Nach⸗ dem dem Präſidium einſtimmig Entlaſtung erteilt worden war, begrüßte Rechtsanwalt Fulle den Reichsverkehrs⸗ miniſter Freiherrn Eltz von Rübenach, der insgemein mit Staatsſekretär Königs, Miniſterialdirektor Dr. Stapenhorſt, Oberregierungsrat Dr. Eras und Ober⸗ baurat Schütte erſchienen war. Dieſe Hauptverſamm⸗ lung bezeichnete Fulle als Abſchluß dreißigjähriger Arbeit, die vorwiegend in Förderung der Wirtſchaftsintereſſen deutſcher Kraftfahrt geſtanden habe. Der Reichsverkehrs⸗ miniſter überbrachte dem AD Ac herzliche Glückwünſche im Namen der Reichsregierung und gab ſeiner Freude Aus⸗ druck mit der ziffernmäßig größten automobiliſtiſchen Ver⸗ einigung erneut perſönlich Fühlung nehmen zu können. Er führte u. a. aus: Es gibt niemanden in der heutigen Reichsregierung, der nicht weiß, daß die gegenwärtige Be⸗ ſteu erung der Kraftfahrzeuge und der Be⸗ trlebsſtoſſe außerordentlich drückend iſt. Und doch wird es kaum möglich ſein, dieſen Steuerdruck ſo weit zu mindern, wie es die Kraftfahrer wünſchen. Ich hoffe aber zuverſichtlich und glaube dies zuſagen zu können, daß wir am 1. April eine gewiſſe Ermäßigung der Kraftfahrzeugſteuer erreichen werden. In poli⸗ zeitlicher Beziehung habe ich verſucht, den weſentlichen Be⸗ ſchwerdepunkten der Kraftfahrer Rechnung zu tragen. Eine Reihe polizeilicher Vorſchriften iſt erleichtert worden. Der Ausbau der Landſtraßen hat unter der ſchwierigen Finanz⸗ lage der Länder, Provinzen und Kreiſe außerordentlich ge⸗ litten. Die Reichsregierung hat ſchon im Rahmen des erſten Arbeitsbeſchaffungs⸗ Programms 100 Millionen Mark für den Straßenbau und Straßen unterhaltung zur Verfügung ge⸗ ſtellt. Der Reichsverkehrsminiſter dankte dem ADaAc für deſſen Förderung des Kraftfahrweſens, wie ſie ſich gerade aus dem vom ADAC gemeinſam mit der Reichswehr durch⸗ Ff ten Winter fahrboarkeits⸗ Wettbewerb orf Kreuth und aus der Winterfahrt Gaormiſch⸗ kirchen ergeben habe und für die große Pionierarbeit, hlen fürs ADAc⸗Geſamtpräſidium a n und reſtlos widerſpruchslos er⸗ Zum Präſidenten wurde gewählt ulle(Hannover), zum Vizepräſidenten N zizepräſidenten Ewald Kroth(Berlin). Wagen⸗ ent wurde Hauſer(Freiburg), Motorbootreſerent anwalt Dr. Kämpuy(Berlin); für den infolge n 1 s aus dem Präſidium ausſcheidenden n) wurde der Vorſitzende des gen] ins Geſamtpräſideum ge⸗ ſeine über 20 jährige ehrenamt⸗ [E mit der höchſten ADAC⸗Aus⸗ Ehrennodel mit Brillanten⸗ 1 It. liche Arbeit 8 zeichnung, goldener kranz, geehrt. Wa. Oſtwals hielt einen ſehr eindrucksvollen Kurz⸗ vortrag über„Die konſtruktive Welle im deutſchen Auto- mobil⸗ und Kraftradbau“. Es gibt kaum ein Gebiet im Auto⸗ und Kraftrodbau, das nicht grundlegend revolutio⸗ niert wird. Die Krafträder und Automobile der Berliner Autoſchau 1933 ſehen ganz anders aus, als die der gleich⸗ zeitigen Automobilausſtellungen in anderen Ländern. Sie ſind ebenſo maßgebend für die zukünftige Geſtaltung der internationalen Kraftfahrt, wie etwa die Schöpfung einer Mode in Paris. Mit dem Johre 1938, Jubiläumsjahre des A DAC, haben ſich der deutſche Automobilbau und die Ber⸗ liner Autoſchau wieder an die Führung in der Welt geſetzt. Das Jahr 1933 wird hiſtoriſchfür die Kraft zahrt ſein. Daß es dem deutſchen Automobilbau ge⸗ lungen ſei, eine ſo konſervative Angelegenheit wie die Reichsbahn in Schienenbuſſen, wie z. B. dem„Fliegenden Hamburger“ zu ſchönſtem techniſchem Fortſchritt zu beget⸗ ſtern, zeige, was in unſern deutſchen Autokonſtrukteuren drinſteckt. Einſtimmige Annahme fond ein Antrag, darauf hinzu⸗ wirken, daß alle Reichs⸗, Staats⸗ und Kommunalbehörden ausſchließlich Kraftfahrzeuge deutſcher Herkunft verwenden ſollen, ferner Anträge zu er⸗ ſtreben, auch für Acker⸗, Hand⸗ und Landholzwagen Rück⸗ ſtrahler vorzuſchreiben, die elektriſchen Straßenbahnen zu veranlaſſen, beim Anhalten Stopplicht zu geben und Rich⸗ tungsanzeiger einzuführen, ſowie darauf hinzuwirken, daß Rodfahrern unterſagt werden möge, auf der rechten wie linken Straßenſeite fahren zu dürfen; Radfahrer ſollen nur auf der rechten Straßenſeite, höchſtens einen Meter von der evtl. vorhandenen Baumreihe, fahren. Als Ort der AD AC⸗Hauptverſammlung 1934 wurde an⸗ tragsgemäß Breslau beſtimmt. Der Hauptverſommlung gedruckt vorgelegter Jahresbericht gab Zeugnis von der er⸗ folgreichen und außerordentlich vielſeitigen und umfang⸗ reichen Arbeit im ADAC. Siegfried Doerschlag. Zehn Jahre Skizunft Jeloͤberg Tiefſtand nach dem Kriege, Verſanden und Stillſtand, damit Rückſchritt der Technik, Wille zum Aufbau und Wei⸗ terſchreiten waren die Triebkräfte, die 1922/23 drei Namen zuſammenführten, die im Schwarzwald Heimat, in ihrem Skiſport Ziel und hohe Kunſt ſahen. Dr. Odo v. Tauern, Otto Klausmann und Dr. Hermann Richter iſt das Dreiblatt, das ſich hier zuſammenfand und die Skizunft Feldberg gründete. Der Entwicklung der Skizunft Feldberg kam manches entgegen: ein Sporthunger allgemein, die gewaltige Welle, die den Skilauf zum Allgemeingut machte, ein Leiſtungs⸗ hunger der Jungen, die ſich in den alten Organiſationen nicht ſo recht wohl fühlen mochten, denen Verwaltung nicht den fröhlichen Sportkampf erſetzen konnte. Weiter die geographiſche und hiſtoriſche Gunſt, wie ſie in dem Namen „Feldberg“ ſich unweigerlich findet. Dazu dann führende Kräfte, als erſter Leiter Dr. Bernhard Villinger, der ſpätere Nautilusfahrer, nach ihm Dr. Brohl ſeitdem. Mit ihnen ein Stab von willigen Mitarbeitern und ziel⸗ freudigen Läufern, eine Fülle von Eifer, eine freundliche Aufnahme des ganzen Gedankens in der Feldbergſkiwelt, die ſich aus allen Teilen Deutſchlands zuſammenſetzt. Es galt große Dinge zu geſtalten, ſollte der Schwarz⸗ wald wieder in den Vordergrund treten können. Krönung wurde der helle Glanz der deutſchen Skimei⸗ ſterſchaft 1928, wirtſchaftlicher Kern die Kriſtalli⸗ ſatton der Felödberggäſte um die Zunft⸗ kurſe. Anerkennung und Freude aber wurde die Schen⸗ kung des Geheimrats Dr. Wilhelm von Opel, der die Mittel für das Trainingsheim überließ. Die Bedeutung all dieſer Faktoren kam geſammelt in dem Verlauf der Feler auf dem Feldbergerhof am Samstag abend denn auch voll zur Geltung. Schon der über jedes Erwarten gute Beſuch von weither und auch die völlige Anteilnahme der ſtarken Gäſteſchar vom Febdberger⸗ hof und Hebelhof war die beſte äußere Würdigung des An⸗ laſſes. Mehr als 900 Perſonen woren gekommen, als der erſte Vorſitzende Dr. Brohl ſeine Begrüßungsrede hielt. Als Gäſte der Zunft konte er aus den alten Zeiten des Skilaufes bekannte Perſönlichkeiten begrüßen, ſo das Ehren⸗ mitglied Geheimrat Dr. Wilhelm von Opel, ferner den Ehrenvorſitzenden des Ski⸗Clubs Schwarz wald, Profeſſor Kohlhepp⸗ Freiburg, den Vorſitzenden des Sti⸗Club Schwarzwald J. Ries Mannheim, weiter Direktor Derkſen⸗Baſel, in Foller⸗Todtnau einen der Alt⸗ gründer des Sli⸗Club Schwarzwald und andere mehr. Geheimrat Dr. W. von Opel hob in tief empfundenen Worten die Bedeutung der ſkiſportlichen Arbeit für die Ertüchtigung der Jugend und des Vaterlandes hervor, in deren ſelbſtverſtändlichem Dienſt die ganze Arbeit ſtehe. Er überreichte der Zunft als Angebinde für ſportliche Zwecke eine größere Spende. Für den Sli⸗Club Schwarzwald ſprach der erſte Vorſitzende J. Ries die volle Anerkennung der ſportlichen Arbeit der Zunft aus. Als Mitbegründer der Skizunft Feldberg ſproch Otto Klous mann ⸗Nürn⸗ berg(Freiburg) und überreichte an Dr. Brohl namens der Zunft als Anerkennung ein Geſchenk. Profeſſor Kohl⸗ hepp als Senior von alter jugendlicher Skifriſche freute ſich über die ſchöͤnen Erſolge ſliſportlicher Arbeit in der Bunft, an denen er als alter Skipionier doppeltes Inter⸗ eſſe nehme. Für den Skiclub Freiburg, mit dem die Sti⸗ zunft in enger Zuſammenarbeit ſteht, ſprach Maſor Tha⸗ ler Dank und Glückwünſche aus. Grüße im Namen der benachbarten Schweizer, die eng mit dem Feldberg und ſei⸗ nem Sportleben vertraut ſind, ſowie namens des Schwei ⸗ zeriſchen Skiverbandes ſprach Direktor Derk⸗ ſen⸗Baſel, und für den Britiſchen Ski⸗Club, bei dem der Feldberg mehr und mehr Bedeutung finde, Direltor Meyer ⸗Bern. Im Laufe des Abends nahm Dr. Brohl dann noch die Verleihung des goldenen Skis als höchſte Auszeichnung an die verdienten Mitglieder Robert Höfflin und Bel⸗ linghauſen Freiburg vor. In die einzelnen Anſprachen ſchoben ſich glücklich wech⸗ ſelnd eine Reihe gut gelungener ſoliſtiſcher Darbietungen, darunter die Freiburger Sängerin Frau Neumeyer und etliche ausgezeichnete in dieſer Richtung ſpeziell begabte Zunſtmitglicder ein. Deutſche Borx-Niederlagen in Wien Nefzger und Bredow geſchlagen Im gutbeſuchten Wiener Konzerthausſaol wurden am Freitagsbend zum erſtenmale internationale Berufsbor⸗ lämpie durch teführt. Die Wiener Boxer blieben dabei auf der ganzen Linie ſiegreich. Der Münchener Weltergewicht⸗ ler Phil Neſzger bot gegen den Wiener Blahso eine ſchöſte Leiſtung, konnte aber den verdienten, wenn auch knappen Pun tſieg ſeines Gegners nicht verhindern. Der Schwergewichtler Bredow Berlin zeigte gegen Laz⸗ Jek⸗ Wien nicht viel. Der in Deutſchband kaum beſchäftigte Bredow mußte auch bereits in der zweiten Runde das „Aus“ des Ringrichters über ſich ergehen laſſen.— Im Hauptkampf des Abends erzielte der öſterreichiſche Mittel⸗ gewichtsmeiſter Neubauer über den Franzoſen Ro⸗ merio nach zehn Runden einen verdienten Punktſieg. Eishockeywellmeiſterſchaßt in Prag Auch Oeſterreich in der Zwiſchenrunde Die Prager Bevölkerung bringt den Kämpfen um die Weltmeiſterſchaft im Eishockey größtes Intereſſe entgegen, denn am Montag nachmittag hatten ſich wieder über 3000 Zuſchauer auf der Hetzinſel eingefunden, obwohl nur zwei Spiele von untergeordneter Bedeutung auf dem Programm verzeichnet waren. Im erſten Kampf der Gruppe 1 hatte Oeſterreich wenig Mühe, die ſich nur ſchwach wehren⸗ den Rumänen ganz überlegen mit:1(:1,:0,:0) ab⸗ zufertigen und hat ſich damit als Zweiter der Gruppe 1 die Teilnahme an der Zwiſchenrunde geſichert. Nach dem Füh⸗ rungstreffer von Kirchberger konnten die Rumänen durch Anaſtogin den Ausgleich erzielen. Dann zog aber Oeſter⸗ reich unaufhaltſam davon und erhöhte das Reſultat durch Treffer von Kirchberger(), Tatzer(2) und Demmer(2) auf:1.— Am Sonntagabend hatten die italieniſchen Vertreter ihren erſten Sieg zu verzeichnen. Die Süd⸗ länder waren Rumänien klar überlegen und behielten mit Hanoball der Turner Ueber den Verlauf der Meiſterſchaftsendſpiele iſt noch nachzutragen, daß Tͤöd Durlach und Jahn Offenburg ſich beim Stande von:8 Toren trennten. Da man mit einem Siege des Kreismeiſters Durlach hätte rechnen müſſen, bedeutet das Ergebnis für die Offenburger, die bis jetzt nicht überzeugen konnten, ein unerwarteter Er⸗ ſolg. Beide Mannſchaften blieben auch weiter am Ende der Tabelle, welche die Tgde. Ketſch als klarer Tabellen⸗ führer ſieht. Die Tabelle: Vereine Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Tade Ketſch 3 3 0 S 1 8 TW 62 Weinheim 3 1 1 1 14:11 8 TV Sttlingen 3 1 1 1 16:17 3 Jahn Nußloch 2 1 0 1 12:12 2 Thd Durlach 2 0 1 1:9 1 Jahn Offenburg 3 0 5 2 917 1 Hanbballaufſtieg⸗Spiele der Turner Außer in Gruppe 1 und 2 gab es auch in den übrigen torreiche Ergebniſſe. Die Gruppe z ſah die Tgde Teuſchneureut erfolgreich, eine gute Leiſtung bedeutet für die Gruppe 4 auch der Sieg der Turnerſchaft Raſtatt über den MTW Karlsruhe. Knapp ging es in Forbach her, wo die Gäſte ebenſo Sie⸗ er blieben als in der Gruppe 5 der TV Herbolzheim beim TW Altenhein. Jahn Freiburg dagegen ließ ſich auf eigenem Platze die Gelegenheit nicht nehmen, um einen Sieg zu landen. Die Ergebniſſe: Gruppe 1 und 2: Handballgeſellſchaft Eberbach— Jahn Neckarau:12; TV Bammental— Tode Ziegelhauſen:10 (45): Germania St. Leon— Tod Hockenheim:6(:); TV Handſchuhsheim— TV Sinsheim 922(:). Gruppe 3: Tg Pforzheim— Tgde Teutſchneureut:4. Gruppe 1: MTW Karlsruhe— Turnerſch. Raſtatt 216; TV Forbach— TV Auenheim:8. Gruppe 5: TV Altenheim— TW Herbolzheim 6110; Jahn Freiburg— TV Nonnenweier 1118. Frauenhandball MF C Phönix— Turnverein 1846 624(:). Nach einem flotten, ſchönen und ausgeglichenen Spiel blieb der Bezirksmeiſter knapper Sieger über die Tur⸗ nerinnenelf. Jahn Schwimmen der De in Halle Neue Rekorde an beiden Tagen Am Samstag nahm wiederum in der Saaleſtadt Hal le dos traditionelle Jahn⸗Schwimmen der Deutſchen Turner⸗ ſchaft, das ſchon ſeine 11. Wiederholung erlebt, ſeinen An⸗ fang. Aus faſt allen Gauen Deutſchlonds waren 283 Tur⸗ nerſchwimmer erſchienen, die ſich ſpannende Kämpfe liefer⸗ ten. Im Mittelpunkt der Geſchehniſſe ſtonden zwel Re⸗ kordverſuche, die auch von Erſolg begleitet waren. Die 110) :0(120 der Grupp Tſchechoſflowalei Oeſterreich Italien 2 Rumänien 9— 8 1. Polen ſchlägt Belgien knapp:0 Im zweiten Spiel des Tages Polen über Belgien nur kn ipp letzten Spieldrittel gelang den P ſiegbringende Tr r. Damit Deutſchlond, das Gruppenſi Zwiſchenrunde, die am D blieb in der Gruppe g erſtmals auch die Vertreter 8 Kanada, in die Geſchehniſſe ein. Gruppe 2: Spiele gew. verl. Tore Punke 2 2. 8 Deutſchland:0 410 Polen 1 1 122 Belgien 2 9·7 In der Gruppeg ſteht bis jetzt nur die Schwe Gruppenſieger feſt. Die Eid ben ihre Vorrundenſpiele glatt gewo g nach dem zweiten Vertreter dieſer Gruppe iſt nock geklärt und wird erſt in der Begegnung Ungarn— Lettland entſchieden, Die Tabelle: Spiele gew. verl. Tore Punkte Schweiz 2 9 8 671 420 Ungarn 1— 1 011 072 Lettland 1. 1 128 05 Stuttgarter Sechstagerennen 5 Vier Paare in der Spitzengruppe Die Nacht zum Montag verlief in Stuttgart recht s tereſſant. Die Jagden, die mit der Abendwertung begannen, f dauerten bis gegen 23 Uhr, wobei 93 Rundengewinne ver⸗ zeichnet wurden. Zu den Spitzenreitern Tietz Preuß rück⸗ ten zunächſt Richli/Pijnenburg, ſpäter Kilian Pützfeld und nach der 2 Uhr⸗Wertung auch die Franzoſen Wambſt/ Mon⸗ ton auf. Am Montag nachmittag war die Halle von etwa 4000 Zuſchauern beſucht, nach dem mittelmäßigen Be⸗ ſuch der drei erſten Nächte eine Ueberraſchung. Bis zur erſten Spurtſerie verlief die Fahrt ſehr ruhig. Die Spartz waren ſtark umſtritten, Spurtſieger wurden J. v. Kempen, Pijnenburg, Göbel, Linari und Richli. Zwiſchen den bel, den Spurtſerien der Nachmittagswertung ereignete ch ö dann nichts Beſonderes. Als das Publikum durch Ziſchez f und Pfeifen ſeinem Unwillen über die geringe Aktivſtat N der Fahrer Ausdruck gab, wurden Temporunden eingel eg. Die zweite Spurtſerte Kempen und Richli als Sieger. Stande keine mehr. ſah Preuß, Linari, Reſiger, van N Veränderungen gab es am Nach 65 Stunden waren um 17 Uhr 1512,00 Km. gefahren. Der Stand: 1. Richli/ Pijinen burg 883 Punkte, 2. Kilian/ Pützfeld 313., 3. Tietz/ Preuß 28 Punkte, tk: 5. Hürtgen/ Göbel 148.; drei Runden zu⸗ rück: 6. Funda/ Umbenhauer 174., 7. Gilgen Bühler 10 Punkte; vier Runden zurück: 8. J. van Kempen f 4. Mouton/ Wambſt 94.; f ö 1 l Reſiger 208., 9. Linari/ Dinale 103.; fünf Run den f l 0 1 eine Runde zu⸗ zurück: 10. Oeſtreich/ Altenburger 58.; ſechs Run 1 den zurück: 11. Siehl/ Reiländer 48 Punkte. U Jeſt-Zeitung zum 15. Deutſchen Turnfeſt Der Vorbereitung des größten Frauenturnfeſtes, daz Deutſchland oder gar die Welt kennt, dient die Februar nummer der Feſtzeitung für das 15. Deutſche Turnfest 1 Els Schröder, die Frauenturnwortin der Di weiß 0 darin an Hand von Zahlen noch, welchen unerhörte 5 Aufſchwung das Frauenturnen in der D in den letztes l Jahren genommen hat. Ihrer Arbeit reihen ſich an wer d volle Arbeiten von Friedel Kaſten, der Vertreterin t 0 das Mädchenturnen, und von Henny Hopp, Lübeck, über 0 das Turnen der älteren Frau. Friſch plaudert Düt Mole lex, Duisburg, über das Springen und ergreifend ſchil⸗ l dert Brunhild Rohloff, Ohligs, die Wanderung zun 2 Deutſchen Turnfeſt nach München bei Nacht durch die fray⸗ 9 zöſiſche Poſtenkette. 6 Die Zeitung wird außerdem bereichert durch eindring 1 liche Auſſätze von Karl Behrend, Berlin, über den geſundheitlichen Wert des Turnens, von Erich Wagner, l Kirchhain, über Turnermuſik und Turnergeſong u 1 ſchließlich durch die Erinnerungen von Corl Schill, Ka 9 ſenwort der DT, an ſeit 1880 miterlebte Deutſche Turz⸗ feſte. Bewunderung vor den im Bau befindlichen Eintit⸗ i tungen für das Deutſche Turnfeſt wird der Bericht ven 1 Baurat Hofacker, Stuttgart, über den Stand der Ba 0 arbeiten erregen. Wondererſehnſucht nach dem ſchönez. Land Schwaben und vor allen Dingen noch dem herrlichen 5 Bodenſee werden die begeiſternd gehaltenen Aufſätze vo Richord Tſchorn— mit dem Leichtflunzeug über Schwe 1 ben—, von Auguſt Lämmle und Wilhelm Schuſſes in die Herzen aller Turnfeſtfahrer ſenken. Der Bezugspreis der Feſt⸗Zeitung beträgt bei Abnaßm aller 15 Hefte 60 Pfg. pro Heft zuzüglich 20 Pfg. Porte und Verpackung, Einzelhefte koſten 1,20 J einſchließlich Porn und Verpackung. Verlag Tagblatt⸗Buchdruckere Stuttgart, Poſtfach 141. Hamburgerin Almuth Re mee ſtellte mit 1288,5 im 100 Me; ter beliebig einen neuen Turnerinnen⸗Rekord auf und über 4 mal 50 Meter Kraul drückte der auch in den übrigen Wettbewerben ſehr erfolgreiche Schwimmelub Kön bie bisherige Beſtleiſtung von 22005 auf glolt zwe Minuten. Die Ergebniſſe: 6 mal 50 Meter Kraul: 1. Sg 00 Köln 8209,27 2. Halle, ſcher Tus 61:04,4. 200 Meter Lagen: 1. P. Prüfer Jens 256,1; 2. Dömeland⸗Magdeburg 259,8; 8. Burghard gel, gart:05,3. 200 Meter Bruſt: 1. Forwerl⸗Leipzig 30% 2. Engel⸗Hamburg 304,7; 8. Zſchäpitz⸗Leipzig dich. Meter Kraul: 1. Marx⸗Köln 540,1; 2. Seidel⸗Oresden :45,5. Turnerinnen, 200 Meter Bruſt: 1. Stender enge 925,3; 2. Herzog⸗Leipzig 327; 9. Dabelſtein⸗Hamburg 1 Im Rahmen der Turner⸗Schwimmwettkämpfe des tradl⸗ tivnellen Jahnſchwimmens im Stadtbad Halle wurden an 0 Sonntag wieder zahlreiche deutſche Türner⸗Beſtleiſun, t gen aufgeſtellt. Die Hamburger und Kölner Vertreter 9 ſchoſſen hierbei wieder den Vogel ob. Bei den Rekordver⸗ ſuchen am Sonntagvormittag ſtellte der S chm m li, 0 Köln allein fünf Schweden⸗Staffel⸗Beſtleiſtungen au Am Nachmittag gab es dann noch ſechs neue den Turnerſchafts⸗Rekorde, wobei allein vier auf das 15 des Homburger Turnerbundes kommen. Auch Köln wieder mit von der Partie und ſchuf in der Schwellſtolf eine weitere Höchſtleiſtung. Hoher däniſcher Tennisſieg in Verli Boldklubben 98 beſiegt Blau⸗Weiß mit 61 In der aut beſuchten Wilmersdorfer Tennishalle 15 am Freitagabend der Hallen⸗Tenniskampf zwiſchen Erde klubben 93 Koppenhagen und Blau⸗Weiß Berlin zu En geführt. Die Dänen, die ſchon am erſten Toge 211 gel 1 hatten, gewannen am Freitag alle vier Kämpfe und 15 ſomit im Gesamtergebnis mit:1 Punkten. Die Eigen des zweiten Tages waren: Rosmuſſen⸗K.— Lorenz⸗ 7 5 61,:4; Gleerup⸗K.— W. Menzel⸗B. 628,:4; Holſt⸗k. Gottſchewſki⸗B. 816,:6, 612; Peterſen⸗Gleeruf Menzel⸗Kuhlmann 618,:2. Geſchäftliche Mitteilungen „ Ripcoſa⸗Fabrikationsſchan. Im Parterre des Vae 5 5 er Ripeoſs⸗ haus Kander ſieht man z. Zt. die elanker gebeten — 1 222 A eiern n Trikot⸗Unterwäſche in einer intereſſanten i ſchau. Außer einem Deppel Maschinen wiege deſſen 9000 Nadeln in einer Umdrehung 24000 Maß 90. den, ſieht man eine Zuſchneidemaſchine im Betrieb n 10 neben noch Kettenſtich⸗ Ueberdecknaht⸗, Knopfloch Saummaſchinen.. a ö Gegen ſtarke Kopfſchmerzen Rheuma, Nerven un Alb * Muskeiſchmerzen bringt die Firma H. O. ert Magdeburg, Herbin⸗Stedin Tabletten in den dn de welche vorzügliche Eſgenſchaften haben. Erhältlich Apotheken. owfli der en neben an der 1 r greſſen rika und lle der e Punkte 9410 3 2 7 044 hweiz alz de beiden nach dem klärt und utſchieden. e Punkte t recht in⸗ begannen, inne ver⸗ deuß rück⸗ öfeld und abſt Mou⸗ Halle von gigen Be⸗ 1 Bis zur ie Spurt Kempen, den bel mete ſich ch Ziſchen Aktivitit eingelegt. ger, van ab es am „100 Km. en burg zreuß 2 de zu⸗ en zu⸗ jühler 12 Kempen kunde s Run⸗ urnfeſt ſtes, daz Februar⸗ Turnſeſt. DT weiß nerhörten en letzten an werb terin für heck, über it Möl⸗ end ſchil⸗ Ung zum die fran⸗ einoͤring⸗ iber den ag net, ing und I,, Kaſ⸗ he Turn⸗ Einrit⸗ icht von der Bau⸗ ſchöne herrlichen ſätze vos r Schwa⸗ huſſes Abnahme ortü und ich Porte ucke re 2. Halle. ijer⸗Jeng e ig 302% 00,8. 00 „Dresden Homburg irg 3˙803, es tradl⸗ irden am eſtleiſtun⸗ —— 1 N Oftersheim, 21. Februar. 16 f Verttetet ekorover⸗ mel igen aufe deut s Kon n 00 wos vellftoſſtl dienstag, 21. Februar 1033 2 Aus Baden Amtliche Perſonal veränderungen Ernannt wurden die Reviſionsinſpektoren Ernſt Kaiſer beim Bezirksamt Waldshut und Wilhelm Ehret beim Bezirksamt Offenburg zu Reviſtonsoberinſpektoren, die Verwaltungsinſpek⸗ loren Ludwig Koch beim Bezirksamt Oberkirch und Karl Uebler beim Bezirksamt Freiburg zu Ver⸗ waltungsoberinſpektoren. Ein Fahrradmarder erwiſcht Karlsruhe, 21. Februar. Am Samstag wurde in der Amalienſtraße ein verheirateter Kaufmann Faus Karlsruhe dabei erwiſcht, als er ein Herren⸗ fahrrad entwenden wollte. Bei einer Haus⸗ ſuchung in der Wohnung des feſtgenommenen Tä⸗ lers wurden weitere fünf Fahrräder, darunter zwei Damenfahrräder, vorgefunden, die offenbar gleich⸗ falls von Diebſtählen herrühren. Einweihung eines Gedenkſteines Freiburg i. Br., 20. Februar. An der Stelle, an der am 12. September 1925 das Flugzeug der fran⸗ zöſiſchen Flieger Coſtes und Thierry im Höllental abſtürzte, wobei Robert Thierry den Tod fand, wurde am Sonntag ein von dem Freiburger Bild⸗ hauer Meſſerſchmidt geſchaffenes einfaches Denkmal für Robert Thierry eingeweiht. Das Denkmal liegt auf halbem Wege zwiſchen Hirſchſprung und Poſt⸗ halbe. Es iſt ein einfacher Obelisk aus Granit, deſ⸗ ſen Vorderſeite das Relief eines abſtürzenden Vo⸗ gels trägt, während ſeitlich Inſchriften an das tra⸗ giſche Ereignis erinnern. Coſtes und Thierry waren ſ. Zt. in Le Bourget aufgeſtiegen, um den Langſtreckenweltrekord zu schlagen. In der Rheinebene geriet das Flugzeug in ſtarken Nebel und verlor die Flugrichtung. Coſtes beſchloß mit dem mit 5000 Ettern Benzin überlaſte⸗ ten Apparat den Schwarzwald zu überfliegen. Dabei ſtieß das Flugzeug an einen Baum und ſtürzte in ben Höllenbach. Coſtes wurde ſchwer verletzt ge⸗ borgen. Thierry ertrank. Neben Coſtes und den Eltern Thierrys waren bekannte franzöſiſche Flie⸗ ger und Vertreter der Flugzeuginduſtrie erſchienen. * Schwetzingen, 21. Februar. Der diesjährige Preismaskenball“ der Geſellſchaft„Runder Tiſch“ ſtand im Zeichen des 100jährigen Stadt⸗ jubfläums. Die Dekoration des Falkenſaales war dieſem Gedanken angepaßt. Sowohl die Stadtkapelle als auch die Kapelle Rebſtein⸗Renkert ſpielten zum Tanze. Das Preisgericht kam zu folgendem Ergeb⸗ nis; J. Preis„Hundertjahrfeier“, Preisträger Hook; 2 Preis„Gewerbeſchau“, Frau Lieſel Ueltzhöffer; Preis„Die junge Stadt Schwetzingen“, Fräulein Sauer; 4. Preis„Eingemeindung Schwetzingen⸗Of⸗ tersheim“, Frau Fritz Sams; 5. Preis„Masken⸗ loſtüm der Biedermeierzeit“, nach einer Karikatur bon Gavarni, Frau Emmy Zenkner; 6. Preis„1833“, Maske in ſchwarz⸗weiß, Frau Zaiſer; 7. Preis„Der zehntauſendſte Schwetzinger Einwohner“, Fräulein Berberich und Fräulein Fehr; Troſtpreis: Matroſen⸗ gruppe. Die Preiſe waren wertvoll und praktiſch; es gab u. a. eine elektriſche Kaffeemaſchine, ein Kaffeeſervice, einen Früchtekorb, eine Fleiſchhack⸗ maſchine und als Troſtpreis Pralinen. Die älteſte Bür⸗ gerin der hieſigen Gemeinde, Frau Georg Kurz Aitwe ist zwei Tage nach Vollendung ihres 95. Le⸗ bensjahres unerwartet geſtorben. Frau Kurz war zwar ſchon längere Zeit krank, doch hatte man nicht Alt ihrem plötzlichen Ableben gerechnet. Der Greiſin wurden an ihrem letzten Geburtstag mannigfache Ehrungen zuteil. U. a. ließ die Gemeindeverwaltung Oftersheim Glückwünſche mit einer Ehrengabe über mitteln. ch. Meckesheim, Amt Heidelberg, 20. Februar. le allgemeine Nachprüfung der Verfiche⸗ kungswerte der Gebäude iſt ſeit 2. Januar im Gange. Das bis jetzt vorliegende Ergebnis hat im algemeinen eine nicht unbedeutende Reduzierung der bisherigen Anſchläge zur Folge.— Der Zuſchlag zu den Brandentſchädigungen wurde ab 1. Februar auf das 1, löfache der nach den Baupreiſen vom 1. August 1914 feſtgeſetzten Entſchädigung feſtgelegt.— der Umbau des ſog. Mühlbachwegs in einer Ränge von etwa 1800 laufende Meter durch den liegen Gemeindewald erfordert einen Aufwand von Obwohl ein Teil dieſes Betrags durch außergewöhnliche Holznutzung und eventuell Lohnzu⸗ hüſe des Reichs aufgebracht werden konnte, ſoll die Ausführung des Projekts von Zuſchüſſen der An⸗ Altenzer Domänenamt für den Judenwald uſw.) ab⸗ 5 hängig gemacht werden, da dieſe das allergrößte In⸗ tereſſe au der Herſtellung dieſes Holzabfuhrweges gaben. Denn ſicher würden ſich die Koſten für die eſchaffung einer guten Abfuhr durch erhöhte Holz⸗ drelſe gut bezahlt machen.— Die im Waldwirtſchafts⸗ n vorgeſehene außergewöhnliche Hieb⸗ latzerhöhung von 3000 Feſtmeter für waldver⸗ beſſernde Maßnahmen ſollen um 1000 Feſtmeter ver⸗ zingert und damit der jährliche Hiebſatz von 750 auf erhöht werden. 8 660 Feſtmeter 85 Jahre Neckarbrücke Ladenburg Durchgreifende Renovierungsarbeiten Auf der Neckarbrücke in Ladenburg wird noch fleißig gearbeitet. Man macht anſcheinend gleich richtige Arbeit, ſetzt Verſtärkungen ein, wo es mög⸗ lich iſt, denn unſere heutigen Lokomotiven beſitzen ein weſentlich größeres Gewicht wie die früheren. Auch erhält die Brücke anſtelle des engen Durch⸗ ganges für Fußgänger einen breiten bequemen Weg. Die Neckarbrücke Ladenburg feiert in dieſem Jahre ihr 85jähriges Jubiläum. Sie wurde erſt im Jahre 1848 fertiggeſtellt, obgleich die Main⸗Neckarbahn ſchon ſeit dem 29. Juni 1846 im Betrieb war. Bis zum Jahr 1848 konnte man nicht warten, deshalb erfolgte mit einem Aufwand von 118 000 Mark die Erſtellung einer höl⸗ zernen Notbrücke, deren Pfeiler hinter denen der Steinbrücke eingerammt waren. Der Belaſtungs⸗ prüfung dieſer Holzbrücke, die ganze Güterzüge tragen ſollte, ſah man in Fachkreiſen mit großem Intereſſe entgegen. Die„Mannheimer Abendzeitung ſchrieb darüber:„Bei der Breite des Neckarbetts und der Höhe des Bahndammes war dies für den Techniker keine kleine Aufgabe. Vor—8 Wochen begann unter Leitung des Ingenieurs Dycker⸗ hoff der Bau, und jetzt ſchon ſteht ſie fertig da, leicht und geſchmackvoll gebaut.“ Bet der Probe wurden Wagen mit Kies und Steinen bis zum Gewichte von 1100 Ztr. belaſtet, von Bogen zu Bogen geſchoben, um ſich von der Tragfähigkeit der Brücke zu überzeugen. Ihre Tragkraft entſprach vollkommen den Erwartungen. Da die hölzerne Notbrücke nur dazu beſtimmt war, den Konvot, alſo den ganzen Zug mit Ausnahme der Lokomotive und des Tenders, hinüberzuführen, ſo wurde auch dieſer Verſuch gemacht. Maſchinen⸗ fabrikant Keßler übernahm ſelbſt die Leitung der Lokomotive, führte ſie hinter einen Zug von 10—12 ſchwer beladenen Wagen in einiger Entfernung von der Brücke, ließ dann der Maſchine die volle Kraft und ſchob den Wagenzug vor ſich her bis zur Brücke. Dort ließ er die Maſchine plötzlich halten, während der Wagenzug durch die erhaltene Geſchwindigkeit über die Brücke hinüber und über dieſelbe noch hin⸗ ausgetrieben wurde. Nach dieſen glücklich ausgeführten Verſuchen be⸗ gaben ſich die anweſenden Ingenieure nach Laden⸗ burg, um die erſte Befahrung durch ein gemeinſames Mittagsmahl zu feiern. Nach Tiſch begab man ſich wieder zur Brücke, und da ſich ihre Konſtruktion ſo gut bewährt hatte, fuhr Keßler mit der 400 Zentner ſchweren Lokomotive mit mehreren Ingenieuren über die Brücke. Großer Jubel ertönte vom jen⸗ ſeitigen Ufer und von dem gerade vorbeifahrenden Dampfboot. Es war die erſte badiſche Maſchine, die den Neckar überquert und ſein rechtes Ufer berührt hatte. Die Probefahrt wurde dann bis zur heſſiſchen Grenze und zurück über die Brücke nach Mannheim und Heidelberg ausgedehnt. Anſcheinend wollte man aber das Riſiko für die Beförderung von ganzen Perſonenzügen über die Brücke nicht übernehmen; deshalb blieb z. B. der von Weinheim kommende Zug im Ladenburger Bahnhof halten, die Maſchine fuhr zurück hinter den Zug und ſchob dieſen langſam bis nahe zur Brücke. Dann drückten Arbeiter langſam hinüber. Die Bohrverſuche zur Unterſuchung des Bau⸗ grundes im Neckarbett konnten mit den damaligen Apparaten nur auf eine Tiefe von 6 Metern durch⸗ geführt werden. Da auf der rechten Uferſeite die größte Strömung und Tiefe herrſcht, wurden das rechtsſeitige Widerlager ſowie der nächſte Pfeiler auf Pfahlröſte geſetzt, die mit Spundwänden und Steinvorlagen umgeben ſind. Pfeiler und Wider⸗ lager wurden mittels Senkkaſten gegründet. Mit den Bauarbeiten wurde im Jahre 1844 begonnen; die erſten Lokomotiven fuhren im Sommer 1848 über die Brücke. Schon wenige Wochen nach der Eröffnung, am 23. September, ſtürzten 2 Lokomotiven und 10 Wagen eines Leerzugs vom Bahn⸗ damm in Weinheim herunter, da die Frei⸗ ſchärler die Gleiſe untergraben und Scheunen und Schwellen weggeriſſen hatten, um die Einreiſe preußiſcher Truppen in Baden zu verhindern. Noch einmal brachte der Krieg die Bahn zum Still⸗ liegen: Am 18. Juli 1866 ſprengten badiſche Truppen die Brücke über den nördlichen Arm der Weſchnitz bei Weinheim; zwiſchen Darmſtadt und Frankfurt war der Verkehr vom 16.—30. Juli ganz eingeſtellt worden. Aus der Geſchichte der 85jährigen Bahn ſind einzelne Dinge intereſſant: Am Anfang verſchickte die Thurn und Taxiſche Poſtverwaltung ihre Poſt⸗ ſachen durch Felleiſen. Erſt ſpäter kamen be⸗ ſondere Packwagen hiefür, auch für die badiſche Poſt. Bis zum Jahre 1853 gab es Stehwagen vierter Klaſſe. Von 1860 an wurde die Hälfte der bisher an den Seiten offenen und nur mit Vorhängen ver⸗ ſehenen 50 Perſonenwagen 3. Klaſſe mit feſten Seitenwänden und Zugfenſtern in den Türen ver⸗ ſehen. Am 1. Oktober 1857 gab es eine Heizung durch Fußwärmer; die Dampfheizung kam erſt 1875. Im Jahre 1880 wurde die Strecke Friedrichsfeld Schwetzingen in Betrieb genommen. Am 24. Ok⸗ tober 1892 brannte das Stationsgebäude nebſt Ein⸗ fahrthalle in Heidelberg nieder. Zwei Jahre nachher erfolgte dann die teilweiſe Dienſtvereinigung in Heidelberg mit dem badiſchen Stationsamt. Noch ſteht die Neckarbrücke bei Ladenburg un⸗ verſehrt, ſie koſtete noch nicht einmal 1½ Millionen Mark und wird nach ihrer durchgreifenden Renovie⸗ rung noch lange den Verkehr aufnehmen. d. eee Wohltätigkeitsmatinee für Neunkirchen o Ludwigshaften, 20. Februar. Für die Opfer des Neunkirchener Exploſionsunglücks wurde am Sonntag im ſchönen Theaterſaal der„Ufa“ in Lud⸗ wigshafen eine Morgenveranſtaltung abgehalten. Die weihevollen Bläſerakkorde des Egmont⸗Vor⸗ ſpiels, das die Kapelle der Schutzpolizei Lud⸗ wigshafen unter ihrem kundigen Muſikmeiſter Schuſter eindrucksvoll vortrug, und die getragene Weiſe von Schuberts„Sanctus“ vom ſtattlichen Chor der„Liedertafel“ Ludwigshafen unter Muſik⸗ direktor Bartoſchs altbewährter Leitung mit fühl⸗ barer Ergriffenheit geſungen, bereiteten auf den Neunkirchener Sonderbericht der Ufawochenſchau vor. Die Erſchütterung der Zuſchauer nach all dieſen Bil⸗ dern der Zerſtörung hallte im Adagio aus Beethovens „Pathetique“ nach, das Organiſt Siegfried Har⸗ niſch unter kluger Ausnutzung der ſtreichenden Re⸗ giſter der Oskalydorgel ſpielte. Den Flammentod der Bafadere in Goethes Bal⸗ lade wußte Frau Erna Lehmann Berlin mit gro⸗ ßer Sprechkunſt und einer zu Herzen dringenden, modulationsfähigen Stimme nahezubringen. Das Orcheſter leitete mit Schuberts„Ave Maria“ zum Ufatonfilm„Schubertlieder“ mit Kammerfän⸗ ger Tauber über. Frl. Ilſe Ernſt⸗ Mannheim führte einen Spitzentanz gewandt vor. Der bekannte Tenor des Nationaltheaters, Heinrich Kuppinger, errang herzlichen Beifall mit drei Straußliedern. Auf gewohnter Höhe ſtanden die Männerchöre der Liedertafel:„Wieland, der Schmied“ von Rud. Hoff⸗ mann, Schellers Pfälzer Lied und Carl Bartoſchs „Glockennacht am Rhein“, die im Verein mit der trefflich begleitenden Schupokapelle und der Orgel zwei ſtimmungsreiche Morgenſtunden machtvoll ab⸗ ſchloß. Die Veranſtaltung ſtand unter dem Protektorat des Oberbürgermeiſters Dr. Ccarius, an der die Vorſtände der ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden teilnahmen, und die der Initiative des Ufadirektors Lutz zu danken iſt. Urteil vom Reviſtonsgericht beſtätigt Frankenthal, 20. Februar. Vor der Straf⸗ kammer Frankenthal als Reviſtonsinſtanz hatte ſich letzter Tage der 1888 geborene Pferdehändler Fritz Dellheim aus Mutterſtadt wegen Urkundenfälſchung und Betrugs zu verantworten. Dem Angeklagten war zur Laſt gelegt, einen aus einem Pferdeverkauf ſtammenden Wechſel von 120 Mark auf 420 Mark umgeändert zu haben. Die Erſtinſtanz, das Schöffengericht Ludwigs⸗ hafen, hatte Dellheim am 31. Mai 1932 freigeſprochen, in der Berufungsinſtanz, der Strafkammer Fran⸗ kenthal, wurde der Angeklagte zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieſes Urteil legte der Verteidiger Reviſion zum Oberſten Landesgericht ein, das die Sache zu nochmaliger Verhandlung an die Strafkammer zurückverwies. Bei ſeiner Vernehmung beſtritt der Angeklagte, eine Fälſchung des Wechſels vorgenommen zu haben. In der Beweisaufnahme wurde er aber durch das Zeugnis des Landwirtes Kettner aus Maudach ſowie des vorhandenen Beweismaterials ſo erheblich be⸗ laſtet, daß auch die Reyiſtonsinſtanz zu einer Ver⸗ urteilung von vier Monaten Gefängnis kam. 5 a 0 Die Ueberwach 3 Baues hat Oberbaudi und das Zugperſonal Wagen um Wagen Die Ueberwachung des Baues hat Oberbau RRV Nummer 87 Aus der Pfalz Volkshaus in der Gartenſtadt Hochfeld 0 Ludwigshafen, 20. Februar. In der Garten⸗ ſtadt Hochfeld bei Mundenheim, wo es bisl einem Verſamlungsraum fehlte, wird ein haus mit einem Aufwand von 80 000 Hauptträger des Unternehmens iſt der Hr Saalbauverein in Gemeinſchaft mit d genoſſenſchaft Hochfeld, die von der G. A. G. Aktienbrauerei Ludwigshafen unterſtützt Sternlieb, die Bauausführung obliegt A Schittenhelm. Die Entwürfe lieferte das Städt Hochbauamt. Die Sänger der Weſtmark tagen * Zweibrücken, 20. Februar. Der dem Sängerbund als Gau Zweibrücken angeſchloſſen Bund der Männergefangvereine beiderſeits Saarlandgrenze hielt in der Zweibrücker Feſthalle einen ſehr zahlreich beſuchten Gauſängertag ab. Der Gau zählt in 54 Vereinen 1816 aktive Sän⸗ ger, wovon 729 arbeitslos ſind. Das muſikaliſche Leben iſt dank des Einfluſſes von Gauchormeiſter Braun hochſtehend. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, wird auch die weitere Oeffentlichkeit den Stand des Chor⸗ geſangs kennen lernen in einer für den 7. Mai an⸗ geſetzten großen Kundgebung in Zweibrücken. Faſt 40 Vereine mit über 1600 Sängern beteiligen ſich an einem Maſſenchor unter freiem Himmel. N nd. Rheingönheim, 20. Februar. Die von hier ſtammende, jetzt in Schifferſtadt verheiratete, in den 20er Jahren ſtehende Ehefrau Edinger, wurde in der Nähe des Baggerloches bei der Ziegelei Frei von einem jungen Manne überfallen. Der Täter riß die Frau von ihrem Fahrrad und ſchlug mit der Luftpumpe auf ſie ein. Frau Edinger trug bei dieſer Mißhandlung empfindlichere Verletzungen da⸗ von. Als die Frau um Hilfe rief und ſich Straßen⸗ paſſanten näherten, flüchtete der Täter. * Krottelbach(Amt Kuſel). Hier wurde in einer Dunggrube die Leiche eines neugeborenen Kin⸗ des aufgefunden. Als Kindsmutter konnte die 24jährige Anna Pfaff von hier feſtgeſtellt werden. Tages haleſicles Dienstag, 21. Februar Nationaltheater:„Die Marneſchlacht“, eine d gödie von Paul Joſeph Cremers, Miete C, A Philharmoniſcher Verein: 3. Konzert mit 6 und ihrem Kammerorcheſter. Soliſtin: Adele Kern von der Wiener Stgatsoper. 20 Uhr im Muſenfagl⸗ Planetarium: ih lihr Vorführung. „Signale aus dem Jenſeits“, öffentlicher Vortrag von pſycholog. Schriftſteller D. Ammon, 20 Uhr im Wartburg⸗ Hoſpiz. Libelle: 16 Uhr Tanztee, 20.15 Uhr Abendvorſtell Pfalzbau⸗Kaffee: 17 Uhr Tanztee, großer karnevoli Abend mit Tanz und Barbetrieb. Lichtſpiele: Alhambra:„Moral und Untverſum:„Der Rebell“ und Bühnenſchau.— Gloria:„Ein ausgekochter Junge“,— Pa a Theater:„Steckbrief Z 48“— Capitol:„F. antwortet nicht“.— Schauburg:„Tod über Sch — Roxy⸗Theater:„Das Geheimnis um Orth“. Scala⸗Theater:„Die Fledermaus“, Sehens würdigkeiten Schloßmuſeum: Sonderausſtellungen:„Aus dem Velwerk der Mode(17501850),„Werdegang der Rheinbrücke Mann⸗ heim⸗Ludwigshafen“, ferner„Handzeichnungen von Paul und Auguſtin Egell“. Geöffnet von 10—13 Uhr und von 14—16 Uhr.— Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde: Biologiſche Tiergruppen und ethnographiſche Sammlungen, geöffnet von 15—17 Uhr.— Städtiſche Kunſthalle: Sonder⸗ Ausſtellung„Arbeiten der Mannheimer Photographen Ley Feige und Emil Rexroth“.— Sonderausſtellung des Zeug⸗ hausmuſeums in der Kunſthalle:„Die Kunſt Altamerkkos“, geöffnet von 10-13 und von 14—16 Uhr.— Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: Ausſtellung„Pfälzer Kunſt“, geöffnet von 10—13 und von 14—16 Uhr.— Oeffentl. Muſikhlicherei M la: Buch- und Notenausgabe von 11—13 und von 16—19 Uhr. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Februar Rhein⸗Pegel 10. g 17. Basel. 40 Breiſach e ſcher Liebe“. 20. 21. Neckar⸗Pegel ö 0870,80 Mann deim. 2,712.61 2,40.32 1797 Jagſtfeld. 0,87.82 087 0,77 .55 c„1,15 1,15 1,20 1,16 Plochingen. 129 959 0,23, 0,20 1 17,18, 20. 21. 1 2 Macau 3 Mannheim, 2 2 2 Caub Köln Pädagogium Neuenheim⸗Heidelberg (Dr. Bolz) Realgymnaſtum mit Gymnaſial⸗ und Oberrealſchul⸗ Klaſſen VI— 0 JI. Eigene Reifeprüfung(Abitur) für Schüler und Schülerinnen und„Mittlere Reife“ durch Verſetzung nach 0 II. Anmeldungen für das neue Schuljahr unter Vorlage der erforderlichen Papiere täglich 11—1 Uhr Weberſtraße 4. VS Chefredakteur: H. A Melß ner Verantwortlich für Politik: Dr. W. Reinhardt andelsteil: euilleton Dr. St. Kayſern Lokaler hl R. 800 nfelder⸗ Sat u Vermiſchtes: W. Müller Südweſtdeuiſche Umſchau, Gerſchten den Ubrigen Teil! F. Kircher Anzeigen u. geſchä liche Mitteilungen: J Faude ſämtlich in Mannhelm. e ee tucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim R. 1 48 Für unverlangte Beiträge keine Wewähr Rückſendung nur bel Rücknort⸗ Idlifdt bes fiminie di Wahl Ihres guders Weſche Mderari Sje auch wählen, ob /osen der oder einen Compact immer wird die anspruchsvolle Dame einen A guder beuoraugen. 7 das edle ZII udor 47 Erzeugnis, oder der mit 271 Tosca reizvoll parfümierte HANDELS- o Dienstag, 21. Februar 1933 Heidelberger Volksbank eGmbll. 3(6) vH. Dividende Die Heidelberger Volksbank e. G. m. b. H. ſchließt das Geſchäftsjahr 1932 mit einem Bruttoüberf chuß von 622 810 090)/ ab. Davon erforderten: verausgabte Zinſen 301618(455 612) l, Unkoſten und Steuern 232 988 (247 148), ſodaß nach Abzug weiterer kleiner Poſten ein Reingewinn von 66 662 4 verbleibt gegenüber 96 107 Mark im Vorjahre. Der Verwaltungsbericht teilt hierzu mit, daß der Ge⸗ winn bei dem hohen Beſtand an gering verzinslichen flüſſi⸗ gen Mitteln infolge der verringerten Zinsſpanne und des Einnahmeausfalls bei den zwangskonvertierten Wertpapie⸗ ren naturgemäß eine ſolche Ermäßigung erfahren mußte. Trotzdem ſei der Gewinn für die Zeitverhältniſſe als gun⸗ ſtig zu ichnen. Die Verwaltung ſchlägt vor, aus dem Reingewinn 6000 der Aufwertung für Spar⸗ und Depoſiten⸗ gläubiger zuzuführen(i..: 10 000%), wieder 15 000, der Hauptreſerve zuzuweiſen und 40 461/ zur Verteilung von 5 v. H. Dividende zu verwenden auf Geſchäftsgut⸗ haben in Höhe von 839 919/(i. V. 49 206/ für 6 v. H. Dividende an die Mitglieder). Es bleiben dann zum Vor⸗ trag auf neue Rechnung 5200/ gegenüber 6900 im Vor⸗ jahre. Die liquiden Mittel werden nach dem Ge⸗ ſchäftsbericht mit 2,58 Mill.„ gegen 2,55 Mill. im Vorjahr angegeben, darunter allein 1,29 Mill.& ſofort greifbare Kaſſenbeſtände und Bankguthaben. Enischeidungen über Bausparkassen In der Senatsſitzung des Reichsaufſichtsamts für Pri⸗ vatverſicherung vom 14. Februar 1933 ſind außer der von No bez uns bereits mitgeteilten Heidelberger folgende weitere Entſche 18 ungen getroffen worden: Das Zahlungs⸗ verbot bei der Central⸗Bauſparkaſſe A G, Berlin, wird unter Genehmigung beſtimmter Ausnah⸗ men bis zum 31. März 1933 verlängert. Die beſtehenden Bauſparverträge der Reichs heim Bauſparkaſſe A G, Berlin, werden vereinfacht abgewickelt. Die Li⸗ gquidation wird einem vom Reichsaguſſichtsamt zu beſtellen⸗ den Liquidator übertragen. Der Weſtdeutſchen Baou⸗ Spar bank e GmbH, Gladbach⸗ Rheydt, wird der Geſchäftsbetrieb unterſagt. Die beſtehenden Bauf verträge werden vereinfacht abgewickelt. Die Unter sbetriebs wirkt wie ein Auflöſungsbeſchluß. J Aion der Genoſſenſchaft wird einem vom Reichs⸗ au amt zu beſtimmenden Liquidator übertragen. Auch der HBaudag“ AG für Baudarlehen und Hypo⸗ theken⸗Ablöſung, Agchen, wird der Geſchäfts⸗ betrieb unterſagt. Nach Ablehnung des Antrags auf Eröff⸗ nung des Konkurſes bei der Bauſparkaſſe Rhena⸗ nia AG, Köhn, wegen Mangels an Maſſe ſoll die da⸗ mals gleichzeitig ausgeſprochene Unterſagung des Geſchäfts⸗ betriebs wie ein Auflöſungsbeſchluß wirken. Die Ent⸗ ſcheidungen ſind noch nicht rechtskräftig. Eine etwaige Be⸗ ruſung gegen ſie hat keine aufſchiebende Wirkung. Unveränderte Dividende beim Crédit Commercial de France. Dieſe Pariſer Großbank weiſt 28,60(31,09) Mill Franken Reingewinn aus. Der Verwaltungsrat ſchlägt die Zuweiſung von 6(8,5) Mill. Franken zu den Rücklagen vor, die dadurch auf 207,50 Mill. Franken anſteigen, ſowie die Al tung von wieder 10 v. H. Dividende auf 200 Mill. F ken gewöhnliche Aktien * Laudmannsbank, Kopenhagen.— 7(0) Dividende. Die größte däniſche Aktienbank erzielte 1932 einen Ueberſchuß von 8,837 Mill. Kr. Nach Abſchreibungen von etwas über 2 Mill. Kr. und nach Zuführung an die Reſerve von eben⸗ falls etwas über 2 Mill. Kr. werden 3 Mill. Kr. zur Verteilung von 7(0) v. H. Dividende an die Aktionäre verwendet. *„Union“ Ac für See⸗ und Fluß⸗Verſicherungen in Stettin.— Wieder 8 v. H. Im Geſchäftsjahr 1992 verein⸗ ymte die Geſellſchaft 885 112(898 130) l. 0 Im einzelnen m Prämien 508 224(552 824) J,, Zinſen 42 201 549 1, Prämienüberträge 62 124(52 830) I und Ent⸗ nahme aus der Schadenreſerve 256 400(230 240) 4. Dem⸗ gegenüber erforderten geleiſtete Schäden für eigene Rech⸗ nung 6)„/, zurückgeſtellte Schäden 270 100 400), Prämien 337 529(353 472) /, Prämienüberträge 8 2(62 124)/ und Unkoſten 81 572(71 542)„. Unter Berückſichtigung von Kursverluſten ergibt ſich ein Rein⸗ gewinn von 40 087(40 276), aus dem wieder 8 v. H. Divi⸗ dende auf 0,4 Mill.„/ AK u ausgeſchüttet werden. *„Wüſtenrot“. Der dieſer Tage gemeldete Konkursan⸗ trag des R nufſichtsamts für Privotverſicherung gegen⸗ über einer Bauſparkaſſe in Wüſtenrot hat zu irrigen Ge⸗ rüchten Anlaß gegeben. Die Gemeinſchaft der Freunde Wüſtenrot, Sitz Ludwigsburg, legt Wert auf die Feſtſtellung, daß ſie weder mit jener auſparkoaſſe(Deutſche Heimaterde in Wüſtenrot) identisch ſt, noch mit ihr in irgend einer Verbindung ſteht. NRWE-Angebof an Rhein. Braunkohle Der Entwurf eines neuen Vertrages zur Sicherung der Gemeinſchaftsarbeit zwiſchen dem RWeé und der Rheini⸗ ſchen Braunkohle ſieht bezügl. der Garantien für die Aktio⸗ näre der Rhein. Braunkohle gegenüber dem bisherigen Angebot des RWe verſchiedene Verbeſſerungen vor. Der JG Vertrag zwiſchen Rhein. Braunkohle und der dem RWe ͤ naheſtehenden Roddergrube ſoll neben der Divi⸗ denden garantie(Mindeſtdividende von 12 v..) für die Rheinbraun⸗Aktionäre eine Sicherung für den Fall enthalten, daß das RWE ſeinen Aktionären be⸗ ſondere Vorteile durch Bezugsrechte uſw. gewähren wird. Eine wichtige Sicherung bedeuten ferner die Beſtim⸗ mungen, die bei einer Verwertung der ſtillen Reſer⸗ ven der Rhein. Braunkohle vorgeſehen ſind: hieraus ent⸗ ſtehende Buchgewinne von mehr als 1,5 Mill.„ ſollen einem Ausgleichskonto überwieſen werden, woraus die garantierte Dividende ausgeſchüttet und darüber hinaus eine Zuſatzdividende von 3 v. H. verteilt werden ſoll. Weiter ſollen nach Ablauf des Vertrages die Braun⸗ kohle⸗Aktien vom RWE zu 225 v. H.(nicht wie bisher vorgeſehen zu 200 v..) übernommen bzw. eine Braunkohlenaktie gegen zwei RWes⸗Aktien eingetauſcht WIR TSC der Neuen Mannheimer Zeitung AFTS-ZET DNG Mittag-Ausgabe Nr. 87 —— Die süddeuischen Ferngas-Pläne Ueber die Ausſichten bzw. die Ausſichtsloſigkeit von Plänen eines Gasleitungsbaus im Rahmen des öffentlichen Arbeitsbeſchaffungspro⸗ gramms werden ſeit Wochen und Monaten immer wieder Aeußerungen verbreitet, die alle derartigen Pläne als geſcheitert bezeichnen. Es handelt ſich dabei im be⸗ ſonderen um die am meiſten umſtrittene Hekogalei⸗ tung von Siegen bis zur heſſiſchen Süd⸗ grenze, um eine Leitung Köln— Koblenz und Leipzig— Zwickau. Es iſt heute ſelbſtverſtändlich, daß eine Ferugas⸗ leitung, zumal mit öffentlichen Mitteln, nur ge⸗ baut wird, wenn ſie wirtſchaftlich iſt. einwandfreiſte Nachweis der Wirtſchaftlichkeit ſind Abnehmerverträge. Bei den ſehr eingehenden Unterlagen, mit denen die behauptete Zweckmäßigkeit eines Leitungsbaus begründet werden muß, ſpielen alſo derartige Nachweiſe eine beſondere Rolle, und bevor ſie nicht vorliegen, kann von einer Entſcheidung über die Baupläne keine Rede ſein. Bei der Natur der Sache erfordern ſolche Nach⸗ weiſe aber Zeit. In Heſſen ſind die Verhältniſſe inſofern beſonders gelagert, als die hauptſächlichſten oberheſſiſchen Gas werke, Gießen und Nauheim bereits ſeit Jahren ſo veraltet ſind, daß ſie kaum noch die laufenden Bedürf⸗ niſſe ordnungsgemäß zu befriedigen in der Lage ſind. Um⸗ ſtellungen beiſpielsweiſe in großen Hotels konnten deshalb nicht durchgeführt werden, weil für die Gaslieferung keine Gewähr übernommen werden konnte. Es ſind alſo in jedem Falle Aufwendungen für eine rung der Gasverſorgung in erheblichem erforderlich. Der Verbeſſe⸗ Umfange Die Hekogapläne ſahen nun von vornherein keit des Baus einer Teilſtrecke, nämlich von die Möglich⸗ Siegen, dem Endpunkt der Ruhrgasleitung, bis Nauheim vor. Es beſteht die Ausſicht, daß die Wirtſchaftlichkeit dieſes Teilſtücks durch Abnehmerverträge nachgewieſen werden kann. So hat vor kurzem Nauheim einen Abnahmever⸗ trag mit der Hekoga für den Fall des Leitungsbaus ab⸗ geſchloſſen, ein gleicher Vertrag mit Gießen wird in Kürze erwartet. Da auch noch andere Abnehmer in Frage kommen, kann ſelbſt unter Berückſichtigung des derzeitigen Abſatzes eine vertragsmäßig geſicherte Gasabnahme erreicht werden, die eine Wirtſchaftlichkeit des Leitungsbaus begründet. Was die angebliche Verdrängung von Arbeitsſtellen durch das Ferngas betrifft, ſo liegt die betonte Erklärung vor, daß eine Entlaſſung von Gaswerksarbeitern nicht in Frage komme; was in der Gaserzeugung an ungeſun⸗ den Arbeitsſtätten fortfalle, komme in der Gasverteilung an geſunden hinzu. Mit einer ſehr ſchnellen Entſcheidung über den Bau der Leitung wird demnach nicht zu rechnen ſein. Ruhrgas im Jahre 1932 Die Ruhrgas A G. teilt mit: Gegenüber 718,3 Mill. Kbm. im Jahre 1930 und 796,0 Mill. Kbm. im Jahre 1931 betrug der Abſatz im Ruhrgasnetz im Jahre 1932 ins ⸗ geſamt 843,3 Mill. Kb m. Eine Zunahme im letzten Vierteljahr 1932 iſt in der Hauptſache auf Anſteigen des Verbrauchs bei e ehmern, zum geringen Teil auch auf Meh ne gemeindlicher Gaswerke zurück⸗ zuführen. Januar 1933 brachte ein wei⸗ teres Steigen des Abſatzes gegen den Januar des Vorjahres. Die erung des Abſatzes in den letz⸗ ten Monaten hat die ellſchaft veranlaßt, verſchiedene früher zurückgeſtellte Bauprojekte zur Ausführung zu brin⸗ gen. Es iſt beſchloſſen worden, die Kokerei der Gewerk⸗ ſchaft König Ludwig an das Hauptnetz anzuſchließen ſowie unabhängig davon, ob die Zeche ſtillgelegt wird oder nicht, eine Verbindungsleitung von der Zeche Gneiſenau der Har⸗ pener Bergbau AG. an die Hannoverleitung der Ruhrgas AG. bei Hamm anzuſchließen. werden. Der Vertrag, für den eine Dauer von 50 Jahren vorgeſehen iſt, erliſcht bei der Fuſion der Rhein. Braunkohle mit einer anderen Geſellſchaft und kann vor⸗ zeitig nur durch Beſchluß der Dreiviertelmehrheit der GV. aufgehoben werden. Mit dem neuen Vertragsentwurf wird ſich nun die Ausſchußſitzung des AR. der Rhein. Braun⸗ kohle am 23. Februar zu beſchäftigen haben. * Abſchluß der Schweiz. Geſellſchaft für Elektroinduſtrie. — 7(8) v. H. Dividende Baſel, 17. Februar. Der Ge⸗ winnſaldo beträgt einſchl. Vortrag 3 339 638 ffr. gegen 3 6 2 ffr. i. VB. Der Verwaltungsrat ſchlägt der GV. am 28. Februar eine Dividende von 7 v. H.(i. V. 8 v..) vor; für Neuvortrag verbleibt 539 680 ffr. * Vereinigte Deutſche Metallwerke AG, Altena i. W. Die GV am 20. 3. ſoll Beſchluß faſſen über die Herab⸗ f ung des Grundkapitals i. e. F. um 607 100/ durch ehung eigener Aktien mit rückwirkender Kraft auf die Bilanz per 30. 9. 82. Alsdann wird die Verſommlung den Abſchluß 1931/2 zu genehmigen haben(AK 30 Mill.). * Chamotte⸗Induſtrie Hagenburger, Schwalb AG, Het⸗ tenleidelheim(Pfalz). Die für geſtern angeſetzte GV mußte wegen Erkrankung verſchiedener Sitzungsteilnehmer auf einen noch feſtzuſetzenden Termin vertagt werden. * Baſalt AG., Linz a. Rh.— Vorausſichtlich wieder dividendenlos. Die Baſalt AG., Linz a Rh., wird vor⸗ ausſichtlich für das Geſchäftsjahr 1932 wieder ohne Dividende bleiben(i. V. 292/ Gewinn, der vor⸗ getragen wurde). Die Beſchäftigung war im verfloſſenen Jahr im allgemeinen nicht befriedigend. Nach unſeren Erkundigungen iſt erſt gegen Ende 1932 eine gewiſſe Beſ⸗ ſerung eingetreten, vor allem im Auslandsabſatz, wobei das Geſchäft mit Holland die Hauptrolle ſpielte. Auch das Arbeitsbeſchaffungsprogramm begann ſich bereits auszu⸗ wirken, und für die Zukunft glaubt man hierdurch neue Beſtellungen erwarten zu können. M Patentverkauf der St. Gobain nach Amerika. Paris, 21. Februar.(Drahtung unſeres Pariſer Vertreters). Die franzöſiſche Chemie⸗ und Glasgeſellſchaft St. Gobain, die an der deutſchen Glasinduſtrie maßgebend beteiligt iſt, hat ſoeben ihr Patent Securit für die Herſtellung von unzerbrechlichem Glas unter ſehr vorteilhaf⸗ ten Bedingungen an die Vereinigten Staaten verkauft. „ Bettfederufabriken Strauß u. Cie. AG., Untertürkheim. Die Geſellſchaft tilgte im Geſchäftsjahre 1931 lt. erſt jetzt vorgelegter Bilanz ihre Verluſte durch Kapitalherab⸗ ſetzung um 600 000 auf 900 600„ ferner durch zur Ver⸗ fügungſtellung von 100 000„/ Aktien ſowie durch 60 000 4 Ur Uebertrag aus dem Reſervekonto. Sonderabſchreibungen auf Waren und Debitoren wurden mit 81 521 vor⸗ genommen. Die Erfolgsrechnung iſt damit ausgeglichen. Aus der Bilanz(in): Debitoren und Beteiligungen u. 122 001(2 557 650), Warenvorräte 602 733 390); andererſeits Reſerven 90 000(400 000), Rücklagen 198 682, Banken 2 342 345, diverſe Kreditoren 551 309(Kreö. u. Rückl. 3 615 235). * Bremer Wollkämmerei. Blumenthal(Unterweſer).— Wieder 10 v. H. Dividende. Der AR. beſchloß, der GV. am 8. 4. die Ausſchüttung einer Dividende von wieder 6 v. H. für die VA und von wieder 10 v. H. für die StA. vorzuſchlagen. „36 v. H. Maſſequote bei Mechaniſche Weberei Paus AG., Stuttgart⸗Moſſingen. Der Status verzeichnet lt.„Konſek⸗ tionär“ Aktiven von 316953„ gegenüber Paſſiven von 454 217 4. Das AK. von 0,3 Mill., iſt ebenſo wie die Re⸗ ſerven verloren, außerdem iſt noch eine Ueberſchuldung von 137 263/ vorhanden. Für die am Verfahren beteiligten Gläubiger, deren Forderungen 220 313& betragen, ergibt ſich nach der Vermögensauſſtellung eine Quote von 36 v. H. Forderungen bis 100/ ſollen voll befriedigt werden. Invenſurverkäufe relaſiv beiriedigend Das Inſtitut für Konjunkturforſchung hat eine Umfrage über das Ergebnis der diesjährigen In ⸗ venturverkäufe veranſtaltet. Danach war der Um ⸗ ſatz dem Werte nach um rd. 17 v. H. niedriger als beim Inventurverkauf 1932. Da jedoch die Preiſe unter Vor⸗ jahrshöhe liegen, dürfte ſich der Abſatz der Menge nach beträchtlich günſtiger geſtaltet haben. Die Zahl der Kaſſenzettel, die bis zu einem gewiſſen Grade als Symptom für die Bewegung des Mengenabſatzes gelten kann, war nur um 4 bis 5 v. H. niedriger als im Vorjahr. Der Teil des Warenlagers, der für den Inventurverkauf herabgezeichnet wurde oder auf den Ra⸗ batte gewährt wurden, war nicht größer als im Vorjahr. Die Preiſe wurden im Inventurverkauf herabgeſetzt: 1932 1033 Im Geſamtdurchſchnitt um 1030 v. H. 1025 v. 8 dav. bei Damenkonfektion um 20—35 v. H. 1035 v. H. Kleiderſtoffen um 1085 v. H. 10.25 v. H. Wäſche um 20 v. H. 20 v. H. Putz um 25—40 v. H. 25—40 v. H. Der Uebergang der Verbraucher zu billigeren Quali⸗ täten ſcheint ſich nicht mehr in gleichem Umfang wie bisher fortzuſetzen. 5 Im Vorfahr 1885 e im laufenden Jahr wird vereinzelt berichtet, daß mittlere und beſſere Qualitäten wieder bevor⸗ zugt werden, allerdings wird von den Käufern nach wie vor auf niedrigſte Preiſe geachtet. 8 i Das Inſtitut für Konjunkturforſchung faßt ſein Urteil über die Entwicklung im Einzelhandel folgendermaßen zu⸗ ſammen: Der Rückgang der Einzelhandels umſätz e iſt, nach der er ſich im Laufe der zweiten Hälfte, vor allem aber im letzten Viertel des Jahres 1932 mehr und mehr verlangſamt hatte, gegen Ende des Jahres zum meldeten alle Firmen übereinſtimmend von Stillſtand gekommen. Damit ergaben ſich für das Einzelhandlesgeſchäft im Jahr 1933 verhältnismäßig günſtige Ausſichten. Mit einem gewiſſen Auf und Ab iſt freilich auch in der De⸗ preſſion zu rechnen; erſt im weiteren Verlauf kann die Um⸗ ſatzbewegung erſahrungsgemäß in einen Auſſchwung über⸗ gehen. Vorläufig iſt es jedenfalls ſchon als Fortſchritt an⸗ zuſehen, wenn bei konfunkturell annähernd gleichbleiben⸗ den Umſätzen die Zahlungseinſtellungen im Einzelhandel zurückgehen, wie es ſeit mehreren Monaten der Fall iſt. Exporſverlusie der deuischen Splelwarenindusirie O Berlin, 18. Febr.(Eig. Tel.) Im Kriſenjahr 1932 ging der Export der deutſchen Spielwareninduſtrie auf 248 600 Doppelzentner im Werte von 44,6 Mil l. 4 gegenüber 350 000 Doppelzentner im Werte von 76,8 Mil l./ zurück. Der mengenmäßige Export⸗ verluſt beträgt demnach 30,4 v.., der wertmäßige 41,0 v. H. Die Exportverluſte ſind beſonders in den europäiſchen Ländern im Gegenſatz zum Vorjahr ge⸗ ſtiegen. Sie betragen mengenmäßig 42 v.., wertmäßig mit 28,1 Mill. 4 50,8 v. H. Die Ausfuhr nach den Ver⸗ einigten Staaten konnte mengenmäßig geſteigert werden. Kataſtrophal hat ſich der Export nach Süd⸗ un d Mittelamerika entwickelt. Am ddeutſchen Markt haben ſich die Verhältniſſe weiter verſchlechtert. Die Ge⸗ ſamter zeugung ging von 220 Mill. 4 1928 auf 75 Mill. 4 1032 zurück. Beſonders heftig war der Konkurrenz⸗ kampf im Inland. Die Leipziger Frühjahrs meſſe wird mit einer Anzahl gangbarer Neuheiten be⸗ ſchickt werden. Die Preiſe ſind auf den niedrigſten Stand kalkuliert. Die Ausſichten für 1933 ſind angeſichts des Binnenmarktes und der agrariſchen Schutzzollpolitik der Regierung unüberſichtlich. Pschorrbräu AG. München In dem am 31. 8. 32 abgelaufenen Geſchäftsjahr hielt ſich der Abſatzrückgang auf der Höhe des Reichs⸗ durchſchnitts. Das leidlich gute Ergebnis ſei der ſeit Jahren geübten vorſichtigen Bilanzierung und den ſtarken Einſparungen zu verdanken. Der Erlös aus Bier⸗ und Nebenprodukten unter Abzug der Aufwendungen ſtellte ſich auf 5,98 Mill., der Ertrag aus Grund⸗ und Haus⸗ beſitz auf 0,10 Mill., Zinſen und ſonſtige Kapitalerträge erbrachten 0,05 Mill. 4. Demgegenüber beanſpruchten Aufwendungen insgeſamt 5,35 Mill. 1(i. V. Biererlös 7,94 Mill. 4, Aufwendungen 7,13 Mill.%). Nach Ab⸗ ſchreibungen von unverändert 0,53 Mill./ ergibt ſich zu⸗ züglich Vortrag von 0,29 Mill. 4 ein Gewinn von 547 921(585 514), aus dem bekanntlich 4(6) v. H. Dr⸗ vidende auf die StA. und wieder 6 v. H. Dividende auf die VA. verteilt, dem Erneuerungsfonds 50 000—) 4 zugewieſen und 307 032/ vorgetragen werden. Im neuen Geſchäftsjahr iſt nach anfänglicher, geringer Abſatzbelebung ein empfindlicher Rückſchlag im Oktober und beſonders im November zu verzeichnen. Ob⸗ wohl für die nächſte Zeit keine günſtige Prognoſe geſtellt werden könne, hoffe die Geſellſchaft, das Geſchäftsjahr ohne größere Schäden durchſtehen zu können. Die heutige GV. erledigte debattelos ſämtliche Punkte der Tages⸗ ordnung. Der deulsche Maschinenbau im Januar verringerſe Anfrageſfäfigkeit und leichfe Abnahme der Beschäffigung Vom Verein Deutſcher Maſchinenbau⸗Anſtalten, dem Spitzenverband der deutſchen Maſchineninduſtrie, wird be⸗ richtet: Die Anfragetätigkeit der Inlands⸗ und Auslandskundſchaft war im Januar ſchwächer als im De⸗ zember. Der Auftragseingang hielt ſich im In⸗ landsgeſchäft knapp auf der Höhe des Vormonats und lag im Auslandsgeſchäft noch etwas unter dem Dezemberergeb⸗ nis. Der wenig einheitliche Geſchäftsgang der letzten Monate machte ſich auch in der Belegſchaftsſtärke der Werke bemerkbar. Neuen Einſtellungen von Arbeitskräften bei einer Reihe von Betrieben ſtanden Entlaſſungen bei anderen Werken gegenüber. Da letztere im Januar etwas überwogen, ging bei unveränderter Arbeitszeit von durchſchnittlich 397 Wochenſtunden— der an den geleiſte⸗ ten Arbeiterſtunden gemeſſene Beſchäftigungsgrad von 31 auf 30,7 v. H. zurück. Neichssfeuereinnahmen im Januar Im Monat Januar 1933 betrugen die in nahmen des Reiches bei den Beſitz⸗ und Verkehrsſteuern 323,8 Mill. r yy y y d d Nuhrkohlenabsaß im Januar Nach den Feſtſtellungen des Rheiniſch⸗Weſtfäliſchen Koh⸗ len⸗Syndikats belief ſich der Geſamtabſatz(Koks und Bri⸗ ketts in Kohle umgerechnet) im Monat Januar auf 6382 543 gegen 6 758 237 To. im Dezember 1932 bzw. auf 250 296 (264 244) To. arbeitstäglich. Im orbeitstäglichen Geſamt⸗ abſatz iſt mithin gegen den Vormonat eine Abnahme um 5,28 v.., gegen den Januar 1932 aber eine Steigerung um 0,50 v. H. zu verzeichnen. Von dem Geſamtobſatz kamen auf die Verkaufsbeteili⸗ gung in Anrechnung 4551 697(Dezember 4958 074) To.; davo i 2 524 317(2 490 735) To. ins unbeſtrittene und 7 9) To. ins beſtrittene Gebiet. Im Werks⸗ ſelbſtverbrauch(auf die Verbrauchsbeteiligung in Anrech⸗ nung kommend] wurden 1 103 926(1 055 033) To. und im Zechenſelbſtverbrauch 672 694(670 161) To. abgeſetzt. * Senkung der Wismutpreiſe. Die Internationale Wis⸗ mutkommiſſion, London, die Mitte November 1932 den Wismutmetallpreis von 4 fh. 9, auf 5 ſh. per lb. erhöht hatte, hat angeſichts der beſtehenden Außenſeiter⸗Konkur⸗ renz mit ſofortiger Wirkung eine Senkung der Notierungen auf 4 fh. 6 d. per lb. beſchloſſen. * Schifferſtadter Gemüſeauktion vom 20. Febr. Heute wurden folgende Preiſe erzielt: Dänenkohl 2,75; Rotkraut 384,5; Zwiebeln 4; Spinat 18; Schwarzwurzeln 15—17; Rotrüben 2; Karotten 22,5; Erdkohlrabi 1; Blumenkohl 1725; Sellerie—8: Lauch, Stück 2 Pfennig. * Vom Weingeſchäft in Frauken Würzburg, 19. Februar. Der neue Wein hat ſich gut entwickelt. Größere Mengen Naturweine werden im März vom Eſcherndorfer Winzerverein verſteigert. Im freien Verkehr beſteht immer Nochfrage. 1932er Konſumweine brachten bei den letzten Kaufabſchlüſſen in Sommerhauſen, Großoſtheim und Retz⸗ ſtadt um 55 /, Igler Weine aus geringeren und mittleren Lagen koſteten 58—70/ für zehn Liter. * Rauchwarenverſteigerung in Donaueſchingen. Die am Freitag abgeholtene Rauchwarenverſteigerung der fürſtlichen Jagd verwaltung und einzelner Privatjäger hatte guten Beſuch. Die Preiſe haben, ver⸗ glichen mit den bisher bekanntgewordenen, angezogen. Für Füchſe wurden 15,50 bis 25,50„ bezahlt. Die Durch⸗ ſchnittspreiſe waren Edelmarder 47, Iltiſſe 8, Dachsſchwar⸗ ten 86,50„. Die vorhandenen Bälge konnten reſtlos abgeſetzt werden, mit Ausnahme von Nerzfällen, die nicht gefragt waren, 25 jähriges Jubiläum des Cuxhavener Fiſchmarktes. Am 23. Februar 1933 begeht man in Cuxhaven den Tag, an dem, nach Ueberwindung ſehr großer Schwierigkeiten vor 25 Jahren der dortige Seefiſchmarkt eröffnet werden konnte. Der Auktionsumſchlag ſtieg in dieſer Zeit von 8,5 Mill. Pfund auf 145 Mill. Pfund, die Fiſchdampfer⸗ Für Sparer- und Gläubigerschuß Vergeßi den Sparer nichi! Der im Oktober 1932 gegründete Volksbund zum Schutze erſparten Vermögens gegen Aungriſſe auf Vertragsrecht und Währung in Berlin trat am Fr 09 zum erſtenmal mit einer Kundgebung größeren Ausmaßes auf, um die große wirtſchaftliche und nationale Bedeutung des Sparer⸗ und Gläubigerſchutzes in der Gegenwart der Oeffentlichkeit und den zuſtändigen Stellen vor Augen zu führen. Zum Unterſchied von dem weſentlich ältern Sy, rerbund, deſſen Beſtrebungen vorwiegend dahin gehen, das Unrecht der Inflation möglichſt wieder rückgängig zu machen, will der Volksbund als„das wachſame Hähnchen“ wie ein Herr des Bundes, deſſen Aufgabe nach einem he⸗ kannten Romantitel bezeichnete, für den Schutz der Sparer und Gläubiger werben und ihre Rechle verteidigen. Aus der Kundgebung zahlreicher Sparer und deren Vertreter wurde eine Entſchließung an die Reichsregie und die andern zuſtändigen Stellen gerichtet, in der ng dem Hinweis auf die bisherigen Zwangseingriffe die Ver⸗ ſammlung fordert, „daß keine weitern generellen und ſchematiſchen Zwangseingriffe in bie Rechte der deutſchen Sparer vorgenommen werden“. fordern ferner eindringlich einen baldigen bisherigen Zwangseingriiſe, beeinträchtigt werden. Bis zu ißrer Die Sparer Abbau der ſoweit die Sparer endgültigen Beſeitigung müſſen ergänzende Maßnahmen zum Schutz der berechtigten Intereſſen der Sparer getrof- Die Verſammlung hat mit Befriedigung da⸗ daß die Regierung nach ihren alle währungs⸗ und fen werden. von Kenntnis genommen, öffentlich abgegebenen Erklärungen kreditpolitiſchen Experimente ablehnt; ſie erwartet von ben politiſchen Parteien, daß ſie keine Verpflichtungen eingehen und keine Hoffnungen erwecken,, deren Erfüllung lediglich auf Koſten des deutſchen Sparers möglich ſein würde.„Nut die Wiederherſtellung des Vertrauens kann den Weg frei machen, der zum wirtſchaftlichen und nationalen Auſfſtieg führt.“ In der Kundgebung ſprachen Vertreter der dem Bund angeſchloſſenen Verbände der Kredit⸗ und Sparinſtitute, der Wiſſenſchaft, der Hausfrauen und des Mittelſtands. * Brauereigeſellſchaſt zur Sonne vorm. H. Welt in Speyer(Bayern]. Die o. G dieſer Geſellſchaft, deren 480 000% betragendes AK bis auf 3800/ der Schult⸗ heiß⸗Patzenhofer A G gehört, genehmigte einſtim⸗ mig den Abſchluß per 31. Auguſt 1932 mit einem um 2 015 (i. V. 653)/ auf 62 223/ erhöhten Verluſtvortrag. Die Tätigkeit der Geſellſchaft erſtreckte ſich im Berichtsjahr wir⸗ derum nur auf die Vermietung des ihr gehörenden Grunz⸗ beſitzes. Der Rückgang der Mieteinnahmen von 19 6 a 17 754/ konnte durch die Droſſelung der Unkoſten nahezz ausgeglichen werden. Der ausgewieſene Neuver lu iſt auf eine außerordentliche Abſchreibung am Gebäude werte von 17 920 /, ſowie auf die Ausſchüttung einer auf die Genußrechte gewährten Zuſatz⸗Aufwertung zurückzuführez, In der Bilanz werden Schuldner mit insgeſomt 120 0% Mark, andererſeits Gläubiger mit vd. 44 000/ ausgewie⸗ ſen. Grundſtücke und Gebäude werden mit 334 080 aktiviert. * König⸗Brauerei AG., Duisburg⸗Ruhrort.— 3½ v. f. Dividende. Einſchl. 754/ Vortrag wird ein Reingewig von 93 349,(41 308%) ausgewieſen, aus dem wieder v, H. ende auf die VA. und 37 v. H.(—) auf die StA. ausgeſchüttet werden ſollen. i Deutſches Lichtſpiel⸗Syndikat AG., Berlin. In der gerichtlichen Gläubigerverſammlung der del ſchen Lichtſpiel⸗Syndikat Ach. Berlin, ſtimmten naß längerer Diskuſſion von insgeſamt 198 Gläubigern m Forderungen in Höhe von 1961 389 l, 146 Gläubiger mi 1557 858% für Annahme des bekannten Vergleichs. Mark, bei den Zöllen und Verbrauchsſteuern 2378 Mil 45 im ganzen 561,6 Mill. 14. In dem entſprechenden Mont des Vorjahres, dem Januar 1932, ſind an Beſitz⸗ und Ven kehrsſteuern 454,8 Mill./(131,0 Mill. mehr als im Jah 1953), an Zöllen und Verbrauchsſteuern 275, Mill, (. 379 Mill.) aufgekommen. Bet der Gegenüberſtellun der Einnahmen in den beiden Monaten iſt jedoch zu beriic, ſichtigen, daß im Jaunar 1932 auf die Einkommen⸗ uh Körperſchaftsſteuer Vorauszahlungen zu entrichten ware, die jetzt bereits im Dezember 1932 entrichtet worden sid 4 Stillhalteverhandlungen für die Schulden der böſſeſ lichen Hand. In der Reichsbank ſind der„Dag“ zuſolgt geſtern die Verhandlungen zur Verlängerung des Kreblt abkommens für deutſche öffentliche Schuldner bz 1932 aufgenommen worden, das am 15. März nach eil jähriger Dauer abläuft. Die ausländiſchen Gläubiger h durch die Vertreter der Bankenausſchüſſe Großbritanniens, Hollands Schwedens und der Schweiz vertreten. Durch gie Verhandlungen ſoll ebenſo wie bei dem eben abgeſchloſſenel deutſchen Kreditabkommen 1988 eine weitere Verlängeruſz des Abkommens um ein Jahr herbeigeführt werden flotte von 12 auf 110 Schiffe, die Zahl der Fiſchgroßhaud lungen und Fiſchinduſtriebetriebe von 24 auf etwa 100, Frankfurier Abendhörse geschäflslos An der Abendbörſe herrſchte faſt völlige Geschäfts ſtille. Von der Kundſchaft lagen kaum Orders vor, wäh⸗ rend die Kuliſſe auf Grund der meiſt ſchwächeren Auslands meldungen Zurückhaltung übke, I Vergleich mit den Berliner Schlußkurſen blieben die Nolte; rungen ziemlich behauptet, nur Aku lagen auf ſchwä⸗ chere Meldungen aus Amſterdam um 1 v. H. gedrückt, In Verlaufe änderte ſich an der luſtloſen Haltung nichtz. Auch am Rentenmarkt hielt die Geſchäftsſtille an, zu ke nenswerten Veränderungen kam es nicht. U. a. notierten! Neubeſitz 8,90, Altbeſitz 68, Reichsbunk 1517 bis 3 de Farben 1094, Nachbörſe 109, Gebr. Junghans 22 4 meher u. Co. nicht notiert, Siemens u. Halske 140%, Mannheimer produkienbörse 20. Fehl. Offtzielle Notierung per 100 Kilo waggonfrei Mannheim, netto Kaſſe Weizen, int, 76 gg Wieſenbeu. 08 gut, geſund, trocken 2150/1 75 Rotkleeheen 56000 Roggen, inl. 17 25/1750 Luzernkleehen 260 0 Hafer, inländiſch... 14.50/14.75 Preßſtroh, Rogg. Weiz 27020 Sommergerſte, inl.. 18.50/20, Hafer, Gerſte 2400 Futtergerſte.. 17,75/18.—] Geb. Stroh, Rogg. Weiz. 2 7 0 Mais, auf Bezugſchein 19.75 Hafer, Gerſte 5 Saatmais Weizenmehl, Speztal 9 3005 — 8 75 50 Erdnußkuchen.. 11,60/ 11.75 m Austausch. 9080 Soyaſchrot.. 10.25/10, 40] Roggenmehl 60/0. 225115 Biertreber Weizenkleie mit Sack. 5 Siockenſchuizel, loſe. 778,5, 00 Frachienmarki Duisburg-Ruhrori/ 20. Fehl. Infolge des großen Angebots an Leerraum und der 1 ringen Nachfrage wurde die Talfracht heute um 10 75 bzw. 5 Cents für holländiſche Stationen und 20 Pfg. 1 Tonne für Antwerpen—Gent herabgeſetzt und notiert 1 60 Pfg. ab hier bw. ab Kanal nach Rotterdam und 1 Mark ab hier bzw. ab Kanal nach Antwerpen Gent. 1 Fracht nach Amſterdam beträgt 45 Cent ab hier und 55 1 ab Kanal inkl. Schleppen. Die Bergfracht erſuhr offt vorerſt noch keine Aenderung und notiert mit 7085 1 ab hier bzw. ab Kanal Baſis Mannheim. Es wurde je unter dieſem Satz angenommen und es iſt darum 1 geſchloſſen, daß durch die ganz geringe Nachfrage nach 57 raum trotz des fallenden Waſſers die Bergfracht noch 90 abſchwächt. Die Schlepplöhne notierten mit 90 Pfg. 5 Mainz und 1 4 Baſis Mannheim. Der Talſchlerplohn 1 trägt 5 Pfg. für größere beladene Kähne ab hier nach a terdam. Leh * ndazum Angriffe n Ir 00 555 tur 2 80 1917 1 Aebensunterhalt in der Fabrik verdiente. ſtähle Wirkung gehabt?“ Augen zu Die Schließung wurde angeordnet, weil angeblich Dieſe Frage legte unſer Mitarbeiter dem Leiter ern Syg⸗ eine Reihe von Betriebsvorſchriften nicht beachtet des Berliner Kraftfahrzeugdiebſtahl⸗Dezernats, Kom⸗ ehen, das worden waren. Die erſte Polizeimannſchaft, miſſar Werneburg vor. 1 zu die in dem Dorfe erſchien, wurde mit Stbaken⸗„Geduld“— ſagte Kommiſſar Werneburg,„von ne Fabrikwerkzengen und großen Wurfſteinen ange einer praktiſchen Auswirkung der Kraftfahrzeug⸗ 1 6 565 griffen. und v 5 trieben. Ihr Anführer und Diebſtahls⸗Notverordnung kann noch nicht die Rede re Reh ein Poliziſt wurden getötet. Kurz darauf erſchien ſein.“ Und Kommiſſar Werneburg warnt weiter vor der Beamte, der die Schließung angeordnet hatte, einer Wirkungsüberſchätzung der neuen Geſetze über d deren fellſt mit einer ſtärkeren Polizeitruppe. Die Dorf- Kraftfahrzeug diebſtähle:„Welcher Autodſeb weiß bis regierung bewohner fügten ihm mit Stockſchlägen eine voraus⸗ heute überhaupt etwas von einer Notverordnung der uc ſchtlich t ö dliche Rückgratverletzung bei gegen Kraftfahrzeugdiebſtähle? Solche Maßnahmen die Ver⸗ und ver ſagten die Polizeitruppe aber⸗ ee ſich erſt allmählich durch die abſchreckende : nals. Dabei wurden auf ihrer Seite drei Per⸗ Wirkung ſcharfer Strafen auswirken, eben dadurch, iſchen zuen getötet, darunter ein Mädchen von elf Jahren. daß man die Täter für lange Zeit hinter Schloß und parer h rückte dann eine neue Polizeimannſchaft in der Riegel bringt und ſo die Oeffentlichkeit ſchützt.“ 90 gürke von 400 Mann an. Erſt ihr gelang es, die Kommiſſar Werneburg wies hin auf die erfolgreiche 411 behördliche Anordnung durchzuſetzen. Tätigkeit der Berliner Polizei, der es gelang, große iſſe, Diebeskolonnen unſchädlich zu machen und in vielen zu 0 4 3 2 5 3u r 2 D in una Verhinoerte Kinoͤesverſchleppung 1 n rad 0 5 le Aufräumungsarbeiten er getrof⸗ 8 5 5 zu leiſten.„ mätlich zeigt ſich jetzt das Ergebnis gung öa⸗ Durch das entſchloſſene Handeln eines des Erfolges der Dingfeſtmachung großer Banden, ach ihren Slubenmädchens wurde in der amerikaniſchen denn ngs⸗ und Stadt Kanſas City die Verſchleppung. 2 5 von beg eines Kindes verhindert. Zwei bewaffnete die Zahl der Auto⸗Diebſtähle hat ſich erheb⸗ eingehen Fanditen drangen plötzlich in das Haus des Direk⸗ lich verringert. 97% tors Lemper von der Kanſas⸗City⸗Bank ein, als Im Jahre 1931 wurden in Berlin nicht weniger als 28 ut die Frau des Direktors mit ihrer elffährigen Toch⸗ 1800 Kraf ftfahrzeuge geſtohlen. Im Jahre 1932 ſtei⸗ A ler und dem Stubenmädchen allein war. Das Stu⸗ 5 55 ſich dieſe Zahl auf 2400! Konnten 1931 nur 5 benmäbchen hörte, wie der eine der Banditen die 5 v. H. der geſtohlenen Kraftfahrzeuge nicht wieder⸗ em Bund ſortige Zahlung von 15000 Dollars ver⸗ beſchafft werden, ſo waren es 1932 18 v. H. der ge⸗ itute, der klägte, widrigenfalls die Tochter verſchleppt und ge⸗ ſtohlenen Wagen und Motorräder, die ihren Beſitzern . wet werden ſollte. 5 5 nicht wieder zugeführt werden konnten. Vor Jah⸗ 5 Daraufhin ſchloß ſich das Mädchen ſofort mit resſchluß ſetzte die große Aktion gegen den Kraft⸗ Welt in hem Kinde in einem Zimmer des oberen Stockwer⸗ fahrzeugdiebſtahl ein. Endlich wurde die Beamten⸗ 0 i ein und ſetzte ſich von dort aus mit der Po⸗ ſchaft des Kraftfahrzeugdiebſtahl⸗Dezernats, das bis eue zei telephoniſch in Verbindung. Die Frau dahin völlig überlaſtet war, um das Doppelte erhöht. um 2 ll des Direktors verſtand es, die Banditen einige Zeit Im erſten Monat des Jahres 1933 gelang es— be⸗ 15 Die Anzubalten, bis die Polizei auftauchte und das Haus ſonders der Berliner Kraftfahrer wird darüber er⸗ n Grun unſtellte. Die beiden Banditen konnten gefaßt wer⸗ freut ſein— bis auf—6 v. H. alle geſtohlenen 9657 af len, Kraf aftfabrzeuge wieder e n nahezn 5— 2e 5 2 5 verluf 1 äude werten 8 f 91 7 cut rentierendes zuführeh, 85 Ei at 20 0c eigen heim 8400. Danlasagung 2* 2 Zimmer und Für die vielen Beweise liebevoller Anteilnahme Manſ.) haben Sie, 9% b. h. an dem uns beim Heimgang unserer unvergeß- wenn Sie jetzt mit i 1 lichen Tochter und Schwester unf, nachweisb. niedr wieder i 5 5 ) auf dit 7010 Preif. bauen. Schöne 93 arta Bauplätze zu günſtig. er deu 8 schwer betroffenen Verlust, sowie für die zahl- Bibi 2 1 ten naß reichen Kranz. u. Blumenspenden sagen wir hiermit bird en, zern m unseren intigsten Dank. Insbesondere danken wir Anfr. erb. unt. E N 105 110 der Direktion und den Angestellten der Firma Nr. 42 an die Geſchſt. erſtellung u berück⸗ en⸗ und n ware, eden sid r öfen „ zufolgt 3 Kredit, ner voß nach ein⸗ biger in tanniens, Durch die chloſſenes ängerung * 0 e rohe a 100, slos chäfts⸗ vor, wäh⸗ iche ten te. In ie Notie⸗ uf ſchwö⸗ üickt. In ng nichts. zu gen! iotierten! Fehl. 5 ebruar 1 933 Dienstag, 21. Neue Mannheimer —— Ein blutiger dorftanpf n einem ägyptiſchen Dorf in der Nähe von Si m ballawen kam es zu einem blutigen Jampf mit der Polizei, als dieſe eine Fabrik ge⸗ waltſam z u ſchließen verſuchte. Die Fabrik ge⸗ hört dem einflußreichſten Manne des Dorfes, der auch in politiſcher Beziehung eine Rolle ſpielt. Der Fyptiſche Beamte, der die Schließung der Fabrik grordnete, iſt ein Gegner dieſes Mannes. Deshalb war die Bewohnerſchaft des Dorfes von vornherein kllſchloſſen, Widerſtand zu leiſten, zumal ſie ihren Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Jahresbilanz der Berliner Autodiebſtähle 1932 gab es allein in Berlin 2400 Diebſtähle von Kraftfahrzeugen. Trotz ſchärfſter Gegenmaß⸗ nahmen und intenſiver Arbeit der Poltzei, trotz der Kraftfahrzeug-Diebſtahls⸗Notverordnung finden immer noch täglich Auto⸗Diebſtähle in Berlin und im ganzen Deutſchen Reich ſtatt. „Wie kann Auto⸗Diebſtahl erfolgreich bekämpft werden und hat Strafverſchärfung für Auto⸗Dieb⸗ „Berlin iſt vorläufig in Verfolgung der Kraft⸗ fahrzeugdiebſtähle führend. Erfaſſung der Diebſtähle im ganzen Deutſchen Reich wird erſt jetzt durch eine miniſterielle Verordnung, die eine Zentralſtelle für Kraftfahrzeug- Diebſtahls verfolgung ſchaffen wird, durchgeführt. Erſt nach Gründung ſolcher Zentral⸗ ſtelle wird man Ueberblick über das Ausmaß der Kraftfahrzeugdiebſtähle im Reich haben.“ Werneburg betonte, daß dieſe Diebſtahls⸗Seuche nicht nur die Beſtohlenen ſchwer ſchädigte, ſondern auch den Kraft⸗ fahrzeughandel, weil die Hehler die geſtohlenen Wa⸗ gen zu Preiſen anbieten, die ſelbſtverſtändlich vom regulären Handel nicht gehalten werden können. Es iſt grotesk, feſtzuſtellen, daß die deutſche Automobil⸗Einfuhr nach Holland weſentlich durch die Zahl der auf illegalem Wege nach Holland eingeführ⸗ ten Kraftfahrzeuge beeinflußt worden iſt. Hol⸗ land iſt das Hauptabſatzgebiet der deut⸗ ſchen Autohehler. In Verbindung mit den großen Banden arbeiten die Hehler direkt auf Be⸗ ſtellung. Wird ein Wanderer gewünſcht, ſo wird er ebenſo beſchafft wie ein Adler, Mercedes oder ſonſt ein Wagen. Eine Zeitlang waren es beſonders die mittelſtarken Typen von Mercedes, Wanderer, Adler, die an der Diebſtahls⸗Börſe e gefragt wurden. Dann wieder richtete ſich das Intereſſe der Diebe vorwie⸗ 7. Seite/ Nummer 87 neun auf völkerung ſich nur verdoppe elt hat und 18 Milliomen gewachſen iſt. von Um das Jahr 1800 zählte die ganze Erde 77 Millionen Einwohner. In 100 Jahres hat ſich die Bevölkerung der Erde verdoppelt. Von allen Menſchenraſſen vermehren ſich die Malaien am ſtärkſten. In 100 Jahren iſt ihre Zahl von 11 auf 67 Millionen geſtiegen. Die An⸗ gehörigen der weißen Raſſe haben ſich von 185 Mil⸗ lionen auf 685 Millionen im Laufe von 100 Jahren vermehrt. Während die Geſamtbevölkerung der Erde auf einer Oberfläche von ca. 2470 905 Quadratmeilen verteilt iſt und die Erde Platz für 600 Menſchen pro Quadratmeile gibt, könnte die geſamte Einwohner⸗ ſchaft der Erde auf der Inſel Bornholm unter⸗ gebracht werden und ſich ſogar etwas bewegen. Rund um den Faſching Atelierfeſt in München. Ein Spanier flüſtert einer Südſee⸗Inſulanerin zu: „Du Holde, du erinnerſt mich an den Himmel!“ Geſchmeichelt erwidert die Maske: „Dank, lieber Torero. Bin ich wirklich ſo ſchön?“ „Nein— aber ſo blau!“ ſagt der Spanier. * In Weimar findet ein Goethe⸗Ball ſtatt. Mein Freund Oskar erzählte mir, daß er ſelbſtredend auch hinginge. gend ſind es wiederum Die ganze Menſchheit auf Bornholm Ein engliſcher eſſanten Zahlen über einwohner mit. zur Zeit, als es auf dem Gipfel ſeiner Macht war, von denen auf Kleinwagen, mehr große Wagen nur 25 Millionen e n ſieben Millionen auf Aegypten entfielen, noch beinahe dieſelbe Bevölkerungszahl Im Jahre 1480 hatte England 3,7 Mill. Einwohner: ſo viel wie heute Dänemark. Englands 47 Ende des 15. Jahrhunderts hatte Millionen Einwohner. Laufe von 450 Jahren nur dreifacht und ſtellt ſich zur Zeit auf 39,2 Millionen. Heute hat ſich die Bevölkerung Rußlands um das völkerung zahl hat ſich im „Esüdro“ e. G. m. b. H. für den herzlichen Nachruf am Grabe unserer lieben Entschlafenen, Herrn Stadtpfarrer Horch für die trostreichen Worte und den Schwestern des Theresienkrankenhauses für die aufopfernde Pflege. Einfamilienhaus in H 5 zu verk. Näh. in Agentur Waldhof, Oppanerſtr. 8. 5785 Fünfzigfache vergrößert, während Spaniens Be⸗ insbeſondere DaW— jetzt geworden, denen ſich das Intereſſe der Autodiebe zuwendet. Heute erreicht die Be⸗ Millionen. Frankreich 127 Frankreichs Einwohner⸗ Als B „Und Leiden, das heute aufweiſt. Zu ein ganz ner⸗ zahlt.“ Edamer Mäse 400 Tilsiter Nase 20% Desseri-Mäse Margarine 35 Moulmein-Reis Habe Palenma-Orangen o. 50 pſd. 48 pſd. 22 Verther. deine Frau?“ „Was gibt es da groß zu fragen? elbſtverſtändlich!“ * Als Werthers „Sagen Sie mal“, kommt die keſſe Arabella zur Schneiderin,„ich möchte ein originelles Faſchings⸗ Statiſtiker teilt folgende inter⸗ 1 15 2 1 8 A 2 Erden⸗ koſtüm. Ich möchte als aufrühreriſches Flugblatt 2 e f 75 Li ich das machen?“ [trömiſche Rei ählte gehen. Ließe ſich de ö 5 85 Das al tr ſch ch zäh„Schwierige Sache!— Aber wie kommen Sie eigentlich auf dieſe ſeltſame Idee?“ „Na, ich hoffe, daß ich bei dieſer Gelegenheit des öfteren beſchlagnahmt werde.“ Man muß ſich zu helfen wiſſen „Heute fuhr ich auf der Straßenbahn. Schaffner, der hat mich dauernd angeſehen, als hätte ich noch nicht bezahlt.“ „Na, und was haſt du gemacht?“ „Ich habe ihn angeſehen, als hätte ich ſchon be⸗ ekelhafter Da war Mittwoch pfd. 70 d 24 en Anuertag! Kindergedeck: 1 asse Schokolade 20 5 1 Hirschersmeschnitte 1 5 NMüllergedeck: 1 asse Haffes 1 Stück forte noch Wahl 0 Kinderteller, gefüllt elnscdilleßlich eller 20 pſd. 13 Grammophonplatten Tänze und Karnevalschlager in grober Auswahl. Mannheim(S 2. 15), den 21. Februar 1933. Familie Ferdinand Brems a Drei Büroraume ff. Folraum ganz od. geteilt zu verm. El. Licht, Dampfhz., Tel.⸗Anſchl. vorh. Näh. Qu 1. 4, 1 Tr. 801 Laden mit 2 Zimmer u. Küche bisher Weingeſchäft, auf 1. April zu verm. Zu erfr. R 6. 6b, 2. St.., Tel. 313 87. 5840 Ein Laden ſowie Wohnung von V2 1 Zimmer und Küche 0 in Mannheim⸗Waldhof zu vermieten. Brown, Boveri& Cie., Aktiengesellschaft Mannheim-Käfertal(Personalbüro). Villen-Etage am Luisenpark 3852 6 Zimmer, Küche u. Bad, teils eingeb. Möbel, mit gr. Balkon, Zentralhz., ev. m. Garage zu verm. Angeb. unt. E F 27 an die Geſchäftsſt. 07, 20 aasee: 9 Timm. 0 ſchöne helle mit Bad und Zubehör zu vermieten. Auskunft im Laden Schöne sonnige 45 Zimmer Küche, Bad vermietet günſtig an ruh. Mieter. Zu erfr. N 4. 20, part., Büro i. Hof. 25854 Elegante à und 5 Zimmer-Wohnungen mit allem Zubehör, in Neckarſtadt⸗Oſt und Rüdesheimerſtraße zu vermieten. Näheres: Baugewerbl. Vereinigung e..m. b.., Mann⸗ heim, Suckowſtraße 6, Tel. 427 67. 2138 Lameystr. 17. Sehr schöne 4.-Wonnung Bad u. reichl. Zubeh., z. Preiſe v. 90„ zum 1. 4. zu verm. Näh. b. Gg. Hettinger, Bäckerei. 2400 Statt Karten. Todes-Anzeige Wir erfüllen hiermit die schmeraliche Pflicht. mnen von dem durch tlersschlag unerwarteten Ableben meines ge- lleblen Mannes, dem treusorgenden Vater seiner Hinder. meines lieben Schwiegersohnes. Herrn Hans Sämanmn Baumeister Henntals au geben. Mannheim(Häühldorferstr.), den 20. Februar 1933 in tlefem Schmerz: Frau Gertrud Sämann geb. Schmitt und Kinder Frau Margarete Schmitt Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 22. Pebruar, nachmittags 3 Unc, von der Peichennalſe aus staſt. Don Handolensbesuchen bittet mam Abstand zu nehmen. Se III IIIA CREME OEHNE S 800A in etc fensetzer-Geschäft 5 pte sieh kür alle Reparat, an Ofen und Herden. sowie Setzen Atzen und Ausmauern.„Der schlechteste Herd“ wird wieder wie neu gemacht. Garantie für Brennen und Backen. Herelschlosserei und Ofensetzerel F. Krebs, J7,11 1 28219 Amobilien 884 1 mit e 128555 Canter be adi 5 Unter 4 ie m Eigen He El mn e ee 955 Geräumige, ſonnig gelegene 4 Zimmer-Wohnung Neckarſtadt, Nähe 1 mit Zubeh., ganz neu hergerichtet, in gut. Hauſe ſehr billig zu vermieten.(Friedensmiete.) Angebote unter E O 35 an die Geſchäftsſtelle dſs. Bl. 5351 4 Zimmer, Küche, einger. Bad neu hergerichtet, per 1. 4. 1933 zu vermieten. Sta m m, P 3. 8, Laden. 85844 wohnen Sie billiger als in Miete, iiltemlle pause in bester Lage Feudenheims(Neckargrün) mit Grundstück, 5 Zimmer. Küche, Bad, Loggia, zum Gesamt:. press von RM. 10000.— Bieres ab 18. Februar 1933 in Schaufenster Tuchgeschäft Evertz& Co., D 2, 6(Harmonie. Nähere Auskunft: act 6g. Krämer, Drachenfeltsir. 12. Tel. 288 10 —— denable geschäftshäuser Beteiligungen * 5 2 85 5 55 19 8 5 1 n. In e Neubau Michard⸗Wagnerſtraße) e bee ele de Biete. W begzhäftsteſhaber 15 dine 3 u. 4 Zimmer- Wohnung (auch mittätig) mit 10 bs 20 000 4 bar, geg. Bankſicherh. geſucht. günſtig zu vermieten. Die Wohnungen ſind 9 10 derhaus in schönster Vilenſage hervorragend ausgeſtattet u. haben eingebaut, Gacten für nur 24 000/ bei 68000 Bad, Etagenheiz., Warmwaſſer uſw. Anfragen Angeb. u. B W 58 an aſſe a unter A F 122 an die Geſchäftsſtelle. 2396 die Geſchäftsſt. 45692 ahlunz zu verkaufen. N. Kaiſer Immob. 1 Feadenheim, Nadlerſtraße 18. 2882 vorm. Inks. -•4 Zimmer mit einger. Bad, Warmwasserversorgung zu v Besichtigung jederzeit, a. Sonntag Mermannstr. 4, Erdgesch. Straßenbahn- Verb.. 1 er mieten. und 10. Haltestelle Kasernen. Große 3 Zimmer-Wohnung Neuhoferſtr. 7, part., Rheinau, neuzeitl., mit allem Zubehör, zu verm. Schönhardt. B21 2 große Zimmer und Küche 805 Vorplatz, Badez., Speiſe⸗ u. Beſenk., vorn u. hinten Balkon, Eſchkopfſtraße 6, 2. Stock(beim Pfalzplatz) Preis 60 . auf 1. 4. 33 zu verm. Sehr gut mähl. Herren- und Schlafzimmer Telephon, 0 4. 15, Bad, fließ. Waſſer, zu vermieten. 25869 Lafee mit Küche zu vermieten. 5200 S 3, 6. J immer- Wohnung m. Bad ete., fr. Blick n. Friedrichspl., per 1. 4. zu verm. Näh. eee Hof 5¹ Hrch.-Lanzstrade 3: 5 od. 4 Zim.⸗Wohng. Bad, ev. Zentralh., z. 1. 4. 33 zu vm. 1424 Näh. daf. Reſtaurant Sonnige immer Waun mit Manſarde p. ſof. weg. Wegzug zu ver⸗ miet, Joſef Schleuer, T 1. 3, 3. Stock. Im Neckartale, ſchönſte Lage Schlierbachs zu verm.: 3 Zim. ⸗Woh⸗ nung i. Villa, mit kl. Veranda, Loggia, Bad, Zontralhz. u. Gart.⸗ Benützg., Preis 5, monatl. H. ⸗Schlier⸗ bach, eee 16. 7 Beethovenſtraße Nr. 3 (Oſtſt.] iſt eine ſonn. g Zimmerwohnung mit einger. 35 wegen Aufg. d. Haush. ſof. od. 125 zu um. Näh. daſelbſt bei Bahr⸗ mann,) Trepp. ks. 437 3 Immer, Küche Bad, neu berger. ſof. od, ſpät, zu vermiet. Näheres 1227 4, 23, Exdgeſchoß, Telephon Nr. 292 26. Sonn. 3 Zim.-Wohng. mit Bad u. Speiſek., 4. Stock, per 1. Mai zu verm. Meerfeld⸗ ſtraße 63, 2. St. rechts 5859 3 Zimmer und Küche per 1. März 1 5 vermieten. äh. K 2. 28, fart Verschiedene Mansar den günſtig zu vermieten. Anfrag. unt. A G 123 an die Geſchſt. 2898 1 möbl. und 1 leeres Zinner ev. Schlaf⸗ u. Herren⸗ zimmer, per 1. März zu vermiet. u. leere Manfarde ſofort. 1359 D 2, 9. 1 Tr. B 5, 16. 2 Tr.: Möbl. IMMER zu vermieten. B48 Schön möhl. Zimmer el.., für 5/ dle Woche zu vm B440 Schimperſtr. 3, 3. St. Gut möbliert. Zimmer groß, ſonnig, 1 od. 2 Bett., Bad u. Küchen⸗ benützg., Bahnhofn., et ruhig. Haush., zu vm. Bismarckplatz 5, 2 Treppen. 5870 Möbl. Zimmer mit ſep. Eing., a. H. zu verm. 5869 T 5. 7, 3. St. 4] Möbliertes Zimmer zu vermieten. 5847 Erlenſtr. 50, 3 Tr. les. Schöne 3 Zimmer- Wohnung 55 kompl. einger. Bad, Balkon, gr. Terraſſe u. Garten, in ſonnig. Lage Feudenheims p. 1. 4. zu verm. Näh.: Wallſtadterſtraße 40. 2 Zimmer und Küche Seitenbau, 38 Mk. zu vermieten. 5842 Näheres K 1. 8. I. 1 Zim., Küche ab 20.— 2 Zim., Küche ab 40.— 3 Zim., Küche ab 42.— Nachw. Schulze, O 6, 2. 25887 3 ſonnige 1349 u. 2 Zm.-Wohng. (Bad), ſof. zu verm Reiß. Mittelſtraße 50. Zimmer und Küche Preis 28&, 1 großes mmer m. Gas, Waſ⸗ er, Elektr., Preis 20 Mk., per 1. 3. 38 zu vermieten. 5895 Bauer H 7, 10. Nähe Bahnhof⸗Schloß! Gut möbl. Zimmer zu verm., Bad, Tel. 55790 L 12, 2, 2 Tr. Gut möbl. Manſarden⸗ Zimmer, el.., fonnig, Theaterpl., ſofort an berufst. Frl. zu vm. Preis 18.. Näh. 8. 2/2, 1 Tr. 25841 Schön. möbl. Zimmer Fillig zu vermieten. e but möbl. Part.-Zim. el. L. u. Telephonb., zu vermieten. 5881 K 3, 13, part., rechts. Nahe Waſſert.⸗Bahnhof! Gut möbl. Zimmer 9 1 1 od. Setkenhelmerftr. 10 M. ih Mabl. Zimmer vermieten fe. EA leer od. möbl., derm — 5 N 4, 20, 3 a 1 Zimmer el. Abhle preisw. zu uvm. ler, Seckenheimer⸗ 955 11 K. Iks., 2 Tr. 28800 I. HT POT HE K EN II! auf gute Oblekte sort zu vergeben Bank-Hommisslonsgeschült ho ma nheilm,. Waldhoistrane 33 Bel Anfragen. Rückporto 5781 Suche auf gut rent. Haus auf dem Lande 2000 Mark RHypotttek innerh. 40 d. amtl. Schätzung. Zahle gut. Zins. Ey. Mtetabtr. Angeb. unter R C 24 an die Geſchſt. ie ſofort geſucht. die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. Mark 00. von Beamten in gut. Poſit., bei aut. Zins geſucht. Rückzahlung nach Vereinbarung. Angebote unter D. Nr. 83 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle ds. Blat tes erbeten 5774 5 Vein 5 f. 1000. gegen zeitgemäße Zinſen u. 50fache Sicherheit Zuſchriften unter O M 73 an 35730 Kapitalanlage! Für einen Umbau ei⸗ nes guten Geſchäfts⸗ hauſes werden 4000% geſucht. 5752 Angeb. nur v. Privat u. G Ul a. d. Geſch. Ultterrieht k. 1500.— zu leihen geſucht. Sicherheit und guter Zins, ev freie Woh⸗ nung. Angebote unt. E B 28 an Nies Ge⸗ ſchäftsſtelle. 5822 indiuldueller Huber Schöffle Gesangs- Brfolgreiche Schüler an der Bühne, u.. Albert Weikenmeter 3. Zt. Iurischer reno am Stedimesfer Hrefeld, ist nech erfolgreich. Gastspiel a. d. Pandestheat, Braunschweig au 2[fahre verpflichtet worden. ab Sept. 1983 * 881¹ Unferricht Dürerstr. 20 Automarkt“ Sblbstfanfer erhalten eleg. Wagen Schnittſpahn, Stand⸗ ort: Zentral⸗Garage, Tel. 4 48. 1 ld f de Limonſine, 4⸗fizig, in allerbeſtem Zu⸗ ſtand, preiswert zu verkaufen. Eilanfrag. unter 2 Q 107 an die Geſchäftsſtene. 181 gel ofen in tadelloſ. Zuſtande, billtaſt zu verkaufen. fg 58 8 ente ſucht Verbindung mit 50 gabe alleinſt. Frau zwecks Heirat Zuſchr. unter D T 15 an die Geſchſt. 35808 Zwängsversteigerung Mittwoch, d. 22. Febr. 1938. nachmitt. 2 Uhr, werde ich im hieſigen Pfandlokal, Qu 6, gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Motorradmotor. 1 Ladentheke, 3 Schreibmaſchinen, 5 Schreibtiſche, 2 Ak⸗ — 2 Laſt⸗ Sobre hänger, zwei Bo N 1 Bi⸗ 1 75 75 frank u. a. m. aunheim, 20. 2. 38. Braſelmann, Gerichts- vollzieher. 135¹ — 8. Seite/ Nummer 87 Neue Mannheimer. Mittag⸗ 3 Beg.: 3, 3, 7. 10,.30 Uhr Einheitspreis bis.30 Uhr= 70 Pfg. Der heikle Stoff, ATA AMBR 8 UH AN BRI 4 * vornehmen Häuser e die grausame Not der Zell!“ So schreibt die Presse über den packenden, ans Herz greifenden SIIten-Ionfilm von höchsfem Niveau J Moral und Liebe (Fehlirlite elner vornehmen Frau) ein kunstvoll dramatisches Werk mit: Grete Mosheim/ Oskar Homolka/ Camilla Horn Neueste 12 Tonwoche dohannes fliemann/ Rosa Valetti/ paul Heidemann/ petra Unkel lebensecht, für jugendliche nieht geignet! E 3 1115 5 501 III 80 re er - 75 NI Nur bis elnschllenieh Alttme chi[L. Heufe Ieizfler 12g! Habsburg) mit erstkl. Besetzung: Wegener Rlehter/ Otte Der historische Groß- Tonfilm: . Law. Diehl dreti Theimer/ Hörbiger Ton- Lustspiel— Kultur- Tonfilm Nemesfe Deulig- Fonmocte. Chinas wahres Gesicht: Geheimnis um Johann Orth Tod ner Schanghai Der Kaiser! Abenteurer(Liebestragödie im Hause Abenteuer mit rasendem Tempo!— Sensation auf Sensation! Echte Original- Aufnahmen v. apanisch- chinesischen Kriegs- Schauplatz mit Theodor loes/ Gerda Maurus Ton- Lustspiel— Menesfe r OK. Fonmoſie. Kultur Tonfilm .00,.00,.10,.30 Uhr. Erwerbslose wo. nur Besinn: Beginn: 40 Pfg. .00 Uhr. Vorzugskarten gelten. Letzte Vorstellung.30 Uhr. Erwerbslose nur 40 Pfg' Mational-Theater Mannheim Dienstag, den 21. Februar 1933 Vorstellung Nr. 203— Miete C Nr, 16 und Sondermiete C 8 Dle Marnesehlaeht Eine deutsche Tragödie von Paul Joseph Cremers Nach einer kritisch- historischen Quellendarstel- lung von Karl Bartz— Inszenier.: Herb. Maisch Bühnenbilder: Eduard Löffler Techn. Einrichtung: Walter Unruh Anfang 20.00 Uhr Ende 22.45 Uhr 1. Bild: Quartier der Obersten Heer esleitung. Heute Großen karnevalis tischer Abend mit Tanz und Bar betrieb Ueberraschungen— Preistanzen im Pflalzbau-Calé ludwigshafen Am Mittwoch nachmittag Großes lelzles Rindermasken-Nränzchen Prämiierung der schönsten Kostüme 2390 kn ausgekochter lunge Das Necht auf Liebe Ab heute bis ul gepflegte für d. verwöhnt. Geschmack verleiht, verkauft billig Lilli Baum, 5 2, 9. 3. fert Masken Täglich urdster! Beitall Alles lacht e. Slegfrled Arno daes große W in dem musikalischen onfih-Schwank elnschl. Donnerstag: Bin Volltreffer des Humors mit Falkenstein, Paulig. Picha. H. Bender. Hussar-Puffy. Ollu Gebauer Maskenkostüme ſſaushall-Kaffee Schöne eleg.*5779 v. 1,50 an zu verl. b. Vatter, Riedfeldſtr. 19 ſehr erfriſchend und Hierzu: Boelun Holt, Igo Sym. Georg Alexander in — Der Roman einer Be— Ein Film für reife Menschen! jugendliche haben keinen Zutritt! A. 00,.50..15 Uhr. Erwerbslose 403 Bis 6 Uhr auf allen Saalpl. nur 30 fg. Vorzugskarten gelten! Dachanstrich- und sbliermasse aromatiſch. 757 „%. Pfund 65 1 5 Greulich, N 13. Bitumen⸗ 1313 geben wir, ſolange Vorrat, zu nur 25 Pf. per Kilo ab. Farben⸗Antweiler, Ludwigshafen, am Lagerplatzweg Telephon Nr. 666 81 J Umzüge Ferntransporte mit ge⸗ ſchloſſ. 5867 Auto bill. Kunz, 6. 8, Telephon 267 76. ANNXYTONDRA J. Peirovich 1 9 Achtung! Maßarbeit! Anfertigungspreis f. Anzüge 25 Mark, Mäntel 20 Mk. Ga⸗ rantiert tadell. Sitz u. erſtklaſſ. Verarbeitg. Sich. Sie ſich meine Adreſſe. Angeb. unter OK 71 an die Geſch. 5720 Irieder maus? Die ausgezeichnete Tonfilm Operette .30.20.20 Kind gleich welchen Alters wird i. liebev. Pflege genommen, eptl. als eigen, gegen einmal. Abfindung.— Zuſchr. unt. 2 A 80 an die Geſchäftsſtelle. 5507 Eintritt frei! 22 N Das Fürstenberg · Restaurant MAX MEISINGER bietet Ihnen morgen Mittwoch, wunschgemäß wiederum einen Fischspezialitäten- Abend AM WASSERTURM in bekannter Aufmachung. U. a Bouillaba 3 Sie noch einmal„Frischen Hummer“ z. alien Preis isse, Matelote. 208 — Luxemburg: 2. Bild: Arbeitszimmer Poincarés im Elysee, Paris; 3. u. 4. Bild: Quartier der Obersten Heeresleitung, Luxemburg; 5. Bild: Stabsquar- tier des Armeeoberkommandos 2. Armee in Montmort; 6. Bild: In der Lücke zwischen der 1. U. 2. Armee; 7. Bild: Stabsquartier des Armeeober- kommandos 1. Aimee in Mareuil. Café(ors Heute u. 0 morgen mit Humoristen. Verlängerung. Namtag Mindermashenfesl ub. d 5 ben u 7 e an zu verl u. verkf. Oertliche und private Gelegen- heitsanzelgen je Zeile 20 Pig. K Offene Stellen Existenz bietet ſich verkaufsgew. Herrn dch. Uebern. d. Alleinherſtellungsrechts von chem.⸗techn. Prod. für d. Pfalz. Angebote von Herren, die über ca.„ 2500.— verfügen, unter E J 30 an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. 15888 Aide bpabhängge fla oder Fräulein, die ſelbſtändig kochen kann, in frauenl. Geſchäftshaushalt geſucht(Wirtſchaft). Adreſſe in der Geſchäftsſtelle dſs. Bl.* 5800 Sprechstunderhiffte g. kücht. Mädchen f. März vertretungs⸗“ tagsüb. od. als Haus⸗ weiſe geſucht. Vorzuſt... 2 tochter geſucht. 45798 Mittwoch u. Donners⸗ 6 Or. Weißberg. Bach⸗ tag von—8 Uhr Ludwigshafen Lud⸗ ſtraße 3. Melden von 1 bis 4 Uhr. wigſtraße 40. 829 Tüchtige Friseuse Tenge z als Leiterin eines Tüchtiges Mädchen Geſchäfts m. beſſerer nach Reichenhall geſ. Bewerb. mit Zeugn.⸗ Kundſchaft geſucht. Barkapital erforderl. Abſchr. an Jof. Haas, Schnaittach.* 5808 abzügl. 10 Prozent Krisenrabatt Angeb. unter D U 16 an die Geſchſt. 5804 660 W 5 5 850 ek. 8 8 100 Verſchiedene gutgeh. Lbelsm.-Cesdafte zu verkaufen durch Petry, Immobilien, H 1, 16.*5878 DAW.-Motorrad ſteuer⸗ u. führerſch.⸗ wegzugsh. zu günſtig. Daſelbſt auch einige gebr. Möbelſtücke abzug. Adreſſe in der Geſchäftsſtelle dſs. Bl.*5825 Bed. per 1. 3. zu verk. IIMöbel-Auktion NA, 201! Ausſtellung ſämtl. mod. Küchen, prachtv. hochhe Einzelmöbel, u. Qualität. Verſteig. inze a. eine komplette 5 Zimmer⸗ Einrichtung garant. z. billigſt. Preis bei beſter Zimmermann.* 5855 Zimmereinrichtg. und rrſchaftl. Stilzimmer u. frei, bill. zu verkauf. OC 4, 1, part., im Hof links. 1361 Molnunme einmal. Gelegenheit, gaußbaum pol., neu, modern, Büfett und Vitrine, 240 Mark. Rudolf Landes Nachf., Qu 8 Nr. 4. Umzugshalber 55871 ERzimmer dkl. Eiche, f. 180./ zu verkf. Lindenhof, Donnersbergſtr. 31, pt. r. Das bringt keiner! 3 Aimmer- Einrichtung zusammen für 9s. bestehend aus: 1. echt eichenem Schlafzimmer mit Nuß b. Mitteltür u. echt. welgem Marmor. hochelegantes Modell 2. echt eichenem Spaelsezimmer mit Nuß b. abgesetzt, Laufmädchen (Radfahrerin), nicht unter 18., geſucht. Servier fräulein eſucht. St. Martiner Welte, S 1, 18. Wegen 1 meines Mädchens ſuche ſofort tüchtiges Aleinmädehen Hetzgerei-Lerkäuferin das gut bürgerlich kocht, mit läng. fort⸗ laufenden Zeugn. aus Aut. Häuſern. 1841 Hebelſtraße Nr. 17. 8 uch e für ſofort zu⸗ verläſſiges braves Mäteten s Zeugn., ſucht pex 1. 8. event. 15. 3. Beding. E G 28 an die Geſch 5883 Pfleiderer, Lameyſtr. 22. Stellensesuche perf. im Verkauf von Fleiſch und Wurſt⸗ Möbel. Graff waren, mit erſtklaſſ. Dauer- Mannheim, Au.29 felgen aber dene ſchluß 8 125 850 Alageb. un 4 2 de Geſch. Soſafzümner kompl., Ausziehtisch und 4 Stühlen, Polste- rung nach Wahl. 3. prachtvoller 83²⁸ Wohnküche Büfett, Anrichte, Tisch und Stühlen. Auch einzeln abzugeben. . ſelbſt. kochen k. u. alle Hausarbeit. verft. Frau Edmund Wink zels⸗Herding, Mädchen 0 21., ſucht Stell. im bomplett 1485& und 105 J, Kleiderſchrünke 5 1 5 55 K, 8 Herxheim Haushalt. 0d Vrelnsdem,.“ Ni 1 Wohnzimmer m. Tepp. Preisw. zu verkaufen nur gegen bar: 1 Schlaf zümner u. Vorhänge, 1 vollſt. Küche, 2fl. Gasherd, Badeeinrichtung mit Heizof., Taſelſervice, Gläſer, Beſtecke etc. Anzuſeh. bis einſchl. 1 v. 2 bis * 5755 1 13 3 Sc Verkauf von herrschaftl. Möbeln Aparte, komplette Speiſe⸗, Schlaf⸗ und Herrenzimmer, Einzel⸗ möbel aller Art 1357 Nelermeler- Möbel Büro⸗Möbel nebſt Kaſ⸗ ſenſchränke Billige Gelegenheit! Ankt. Seel& Co, 04, 5 Telephon 32506 Wegen Aufaabe des Haushalts zu verkf.: Mädchenzimmer, Schrank, Eisſchrank, Flaſchenſchrank, Flie⸗ genſchrank u. vieles andere. Frack u. Smo⸗ king f. große Figur. Anzuſ. vorm. 1012. Neis, Nich.⸗Wagner⸗ ſtraße 9, 1 Tr. 55845 profos-Staubsauger wenig gebr., 220 Volt, z. Preiſe v. 65 4 ab⸗ Gut erhalten. kleiner Zünmer-Füllofen billig zu verkaufen. *5786 8 6, 43, 3. St. Gebrauchte* 5866 Nähmaschine(Pfaff) ſehr billig zu verkf. A 3. 7a, 1 Tr. Mitte. Herren- und Damen- fahrrad fabribneu, billig zu verk. Gr. Merzelſtr. 8 part. rechtg.* 5820 Kapok-Matratzen FElllung Ia Java 30. 2 für RM. Mannheimer Spexzialgeschäft Ludwig Metzger Seckenheimerstr. 23 Reparaturen äußerst billig Frauenmantel, ſchwarz, Tuch, gut gefütt., mit Pelzkr., Gr. 46/48, f. g. erh., zu 10 1 z. vk. (Beſuch d. gr. ſchwrz. Frl. nochmals erb.) Fleiſcher, Feudenheim, Odenwaldſtr. 10, II., b. Eberbacherplatz.* 5817 Gut erhalt.* 5776 ft. Kingerbeftsteſte str 6 Mk. zu verkauf. Näh. J 6, 10, IV,.. Gut erhaltener Linderkastenwagen gu verkf. Anzuf. zw. zugeb. E 5. 13, 1 Tr. 75886 5 Miet-G Wein- oder ſtelle dieſes Blattes. brauereifreie Blerwirtschaft auf 1. April 1933 ̃ zu mieten geſucht. Angebote unter D W 19 an die 9 13 10—12 Uhr. 5802 Eſchropfſtr. 7, 4. St. r. esche Werkstatt mit Auto ⸗Einfahrt mehrere Räume per ſofort geſucht. Zuſchriſten mit Preisangade unter D 8 14 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle dieſes Blatttes. 448 (Stadt⸗Inneres), eventl. r 5 N 8 1 5 ee r e e e l SN Zigarren- u. Schreibwaren- Geschäft Wohnungs-Gesuch —3 Zimmer, Küche und Bad, Nähe Haupt⸗ bahnhof oder Oberſtadt, von kl. Familie bis Motorrad Annahmeschluß für dle Mittag- Ausgabe vorm. 8 Uhr, für die Abend-Ausgabe nachm. 2 Uhr 1. 4. 33 geſucht. Miete im Voraus. Zuſchrift. mit Preis unt. E U 41 an die Geſchſt. 55872 lngezelle- Bauamt 2 gfoße leere Zimmer Wieland, Schwetzinger⸗ N 200 od. 500 cem, geg. bar zu kaufen. ſtraße 20.*5861 ſucht in gutem, ruhigem Hauſe per 1. 4. Evtl. Badbenützg. Reinigung muß übernommen werden. Beſichtigung erſt am Elektromotor ca. 1 PS, 120 Volt, 1 Angeb. unter A J 125 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle dſs. Blat⸗ 24., 25. und 26. Febr. möglich. Angebote unter X R 71 an die Geſchäftsſtelle dſs. Bl.*5494 Boxe gesucht dul möbl. mmer tes erbeten. 1853 Kompressor 15 Atü, ev. fahrbar, z. kfn. geſucht. Angeb. u. V'g an die Ge⸗ Nr. 29 an die Ge⸗] an die Geschäftest. 1337 ſchäftsſtelle ds. Blatt. 2 ey. 3 Zim. u. Küche eizv.. Dauermiet. Beamter ſucht Ungeft., einfach möbl. geſucht. Angeb. mit auf 1. 4.— Angebote N Preisang. u. D J 5 unter E 8 39 an die ö Geſchäftsſtelle dieſes] an die Geſchſt. 5782 . 5862 5719 2 1 und Küche geſucht, 2. od. 3. Stck. bevorzugt.— Angeb. unt. G H 69 an die Geſchäftsſtelle d. Bl. mögl. m. Badbenüttzg. von Herrn per 15. 3. mer Mohnung eee von ruhigen Mietern. per 1. 4. geſucht. Geſucht 45826 Angeb. unter D 2 21 2 12 8 an die Geschäftstelle Kein. möbl. Zimmer ds. Blattes. 55820 285 22 5 6 a 5 Nähe Luiſenpark, fl. eſu ch 5 Waſſer, Zentralhz.— 2 1 Immer Preisangeb. u. B D mit Zubehör, Nähe] Nr. 25 an die Ge⸗ Ebert⸗ od. Friedrichs⸗ ſchäftsſtelle ds. Blatt. brücke, per 1. 4. 1938 Beamter ſucht ruhig., od. ſpät. von älterem aner., 4 an ade fehägl. mähl. Ammer Geſchäftsſtelle. 5821 in nur gt. Hauſe, auf Kinderl. Ehep. ſucht 1. Mürz. Waſſerturm gr. Zum. u. Küche d. Seloßnäbe bevor- od. 2 mittl. Zimmer zugt.— Angeb. mit Preisang. u. K H 124 an die Geſchäftsſtelle dſs. Blattes. 1855 but möbl. Zimmer u. Küche in anſtänd. Haufe, ſof. od. ſpäter, ruh. Mieter. 5789 Wgeb. unt. D 0 10 an die Geſchäftsſtelle Nähe Waſſerturm von berutstätiger Dame ſchäftsſtelle. 416 Bahnhof. 5834 per 1. 3. gesucht. Preis. Preisangeb. u. E H angebote unt. A 5 118 5840 A0 3 Röhr., Batt.⸗Empf. (Lorenz, od. dergleich.) trenn⸗ ſcharf, zu kaufen ge⸗ 83 Nr. 9. Telef., Nora“ „ 21, Februar 1935 n eee N 3. 1 5 n, was der Film bisher gezeigt hat bepunkt von Ter enkers Ng. Der ſchönſte Film „ der letzten Zeit! Ein Freihelisfilm aus den Tioler Bergen UFA TONWOOCHE mit Aufnahmen vom . Ufa- Maskenball. Miss Mona? Akrob. Tänzerin AS len EE Jugendliche haben Zutritt. unwER zun B U HN E: Dienstag bis Donnerstag- 3 Tage nur Das Wunderkind Wolfgang Lohmeier— Wladimir Gaidarow— Oskar Homolka Olga Tschechowa— Trude Berliner Käthe Haack Hachtholonne Vas ein i Hinderherz vam Dieser Film zeigt in ergreifenden und spannenden Bildern ein hoch- aktuelles Geschehen. S780 Schönes Ionbeiprogramm. Erwerbslose 40 Pig. B FE UE RI 0 Mittwoch, d. 22. Februar. 8 Uhr 1 im Haberecl Karneval. Sitzung Es ladet höfl. ein. Der. Elferrat in Rhein Neckkar- Hallen Fastnachtsamstag, 25. Febr., 20% Uhr Ana- Juna-Magenel Eintrittspreise: Vorverkauf Mk. 1 Abendkasse Mk..50. Vorverkaufstellen Zigarrenhaus Barbarino, Breitestr.(Markt) Herschelbad(Erfrischungsraum). 3 ſucht. Angeb. u. E L Nr. 32 an die Geſchſt. -4 för- etzperäl z gebr., zu kaufen geſ. Preisang. u. D V 17 an die Geſchſt. 5810 1 Mhtwoch nachm. 4 Uhr Acnt-Aaten-Maaz Maschkessel zu kaufen geſucht. Ang. ob Kupfer oder Zink mit Preis und Größe u. G W 83 an die Geſchſt. B439 Gebr. Reſtaurat.⸗Herd ca. 2— 2,50 Mtr. lg., ohne Schlange, wenn mögl. m. Waſſerſchiff, ſeitl. Rauchabzug u. Wärmeſchrk. zu kauf. geſucht. Angebote mit Preisang. u. 2 2 116 an die Geſchſt. 1335 2 Letertklubsesse u. Teppich, gut erh., an kauf. geſucht, nur on Privat.— An⸗ gebote unt. E T 40 an die Geſchäftsſtelle dſs. Blattes. 5885 Gut erhaltenes 5740 Herren- Fahrrad zu kauf. geſucht. An⸗ gebote unter C T 80 2 lere Zimmer Nähe Lindenhof, mit Bedienung, mögl.] von Dauermieter per Zentralheizg. Zentr. 1. 8. 30 geſucht. Angebote mit Preis unter D T 0 an die Geſchäftsſtelle. 15819 Schön mäbl. Zimmer oder Oſtſtadt, in ſehr aut. Hauſe p. 1. März geſucht. Angeb. u. E P 88 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle ds. Blat⸗ tes erbeten. 5852 in der Oſtſtadt(auch geſucht. Angebote mi eee an die Geſchäftsſtelle Geräumige 3 Zimmer-Wohnung Villenwohnung) zu miet. t Preis erb. unt. E Q 37 von beſſ. jung. Dame in nur gutem Hauſe, Nähe Waſſerturm, ae⸗ ſucht.— Angeb. unt. E M. 33 an die Ge⸗ Suche für ſofort einf. möbl. Zimmer, nur m. Kochgelegenh. Angeb. unter D X 19 dieſes Blattes. 5856 an die Geſchſt. 15818 ſchäftsſtelle. 8848 an die Geſchäftsſtelle. Briefmarken! Sammlung u. Einzel⸗ poſten z. kfn. geſucht. Angeb. u. E K 31 an die Geſchſt. 5843 Dehr. Kinderwagen zu kauf. geſucht. An⸗ gebote u. E E 26 an die Geſchſt. 5827 Prämierung Bunte Spiele 4 Foto- Reimann filmm a ben ds 5 NAPPEN-EEST Tischbestellung unt. 28081 u. 28069 erbet. %%%%%%οοοhοοτe jeder Art werden zum 995 2 2 u. Färben angenommen n. pill berechnet b. erstkl. Verarbeitung 2 PELZ-Kunst 8 3, 8 3,13 2386 Intl. Teröffentichungen dor hal. Morgen früh auf der Freibank K fle Anfang⸗Nr. 700.„ Auf. März beginnt in Mannheim eln In. Kursus 2. Ausbildung in Naturheilkunde und E. K.- Homöopathie Ia. Ref. vorh. Ausk. ert.: Nalurbeilpöpag K. O. Kirchner, Leipzig, Kohlgartenſtt die Pra pdruſe oon Eliaabell Adel sollten die Grundlage fiir die Befandlüg Ihrer Haut zu Hause Seil, on Eine kuize Eigenbefandlung jeden os und jeden Abend nach de. bei Elizabętn Arden. 22 wid Tach bald eine Hare feine aut sicli en. n 1 1 . ͤ — ü S ˙· r Mr b een — ———,— S F————TVTPVTVTVTTVTTTTT —— rr „. e