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Mittag⸗Ausgabe Samstag, 18. März 1933 144. Jahrgang— Nr. 131 Die Aufgaben der nationalen Revolution Sehr beachtenswerte Rede des Vizekanzlers über die Selbſtreinigung und den Vefreiungskampf des deutſchen Volles Sensationen um Wagemann Wagemanns Kreditpläne— Die roten Zellen im Statiſtiſchen Reichsamt 1 Papen in Breslau Meldung des Wolffbüros i— Breslau, 18. März. Am Freitag ſtand die Stadt Breslau im Zeichen der Erinnerung an den Aufruf„An mein Volk“, den König Friedrich Wilhelm III. vor 120 Jahren von Breslau ergehen ließ. Der Stahlhelm veranſtaltete eine nationale Kundgebung, in deren Mittelpunkt eine Rebe des Vizekanzlers von Papen tand. An der Kundgebung beteiligten ſich etwa 40000 Perſonen, und zwar außer den Stahl⸗ helmern 3 500 Schüler ſämtlicher Breslauer Lehr⸗ anſtalten, etwa 2000 SA⸗ und SS⸗Leute, Abordnun⸗ gen der Kriegervereine, Korporationen der Univerſi⸗ tät und der Techniſchen Hochſchule und viele Jugend⸗ bünde. Kurz vor 7 Uhr trat Vizekanzler v. Papen aus dem hellerleuchteteten Schloß auf die Rampe. In ſeiner Begleitung befand ſich u. a. der älteſte Sohn des Kronprinzen. Nach einer Anſprache des Untergauführers von Mittelſchleſten, Rechtsanwalt Dr. Fritſch, nahm Vizekanzler von Papen das Wort. 120 Jahre ſind es her, da der König ſein Volk rief zum Kampf um die Befreiung von fremdem Joch. Das Volk ſtand auf, um für die Freiheit zu ſterben, damit Deutſchland lebe. Das Jahrhundert der Freiheitskriege fand ſeine Krönung in Bis⸗ Marcks unſterblichem Meiſterwerk, in der Einigung der deutſchen Stämme. 1918 ſah ſich dieſes tapferſte aller Völker niedergerungen und zermürbt. Heute iſt nun das Unerhörte geſchehen, daß dieſes Volk ſich wieder gefunden hat. Die Nation hat die Zeit inne⸗ rer Erniedrigung abgeſchüttelt, ſte hat erkannt, daß der Staat von Weimar ein Staat von der Gnade der ehemaligen Feinde war, daß ſein Geiſt und ſeine Formen den Wünſchen derer angepaßt waren, die das deutſche Volk im Zu⸗ ſtand endgültiger Niederlage halten wollten. Iſt es in dieſer Stunde erlaubt, eine Parallele zu ziehen zwiſchen der Erhebung von 1813 und der von heute? Hatte jene nicht den Kampf gegen den äußeren Feind und dieſe nur den Kampf um die innere Freiheit zur Vorausſetzung? Nein, meine Freunde, das wäre eine falſche Geſchichtsbetrachtung. Der tiefſte Grund der inneren Revolution, in der wir ſtehen, iſt doch die Auflehnung des deutſchen Volkes gegen Sinn und Geiſt des Diktats von Verſailles, deſſen eine Folge ja nur der Staat don Weimar war. Und gerade weil die Vorausſetzung eines jeden Kampfes gegen den Geiſt von Verſailles, den wir gewiß mit friedlichen Mitteln führen wol⸗ len, die innere Wiedergeburt der deutſchen Nation iſt, gerade deshalb ſchafft die geiſtige Revolution unſerer Tage gegen Bolſchewismus wie gegen Reaktion über⸗ haupt erſt die Grundlage für die Erringung auch der äußeren Freiheit. Ein Volk, das im Innern Schwäche, Feigheit und Zerſetzung duldet, macht ſich für ſeine geſchichtliche Aufgabe unfähig. Iſt es dieſem Laſter erlegen, ſo Hleibt nur noch Selbſtreinigung übrig, und dieſe Selbſtreinigung iſt ja der Sinn der deutſchen Revolution. Aber es wäre falſch, wenn dieſer Vorgang der Selbſtreinigung aufgefaßt würde als ein Vergeltungsakt gegenüber dem innerpolitiſchen Gegner. Wer die nationale Erhebung bekämpft, wird die Macht des Staates zu ſpüren bekommen. Wir müß⸗ ſen verſuchen, alle die heute noch abſeits ſtehen, von ber Richtigkeit und Reinheit unſerer Bewegung zu überzeugen. Der wahre Führer bindet die Kräfte ſeines Volkes an den Staat. Die deutſche Revolution iſt uns Herzensſache, auf die kein Schatten irgend⸗ einer Würdeloſigkeit fallen darf. Der Reichskanzler hat dies zur Pflicht gemacht, und er wird die Staats⸗ autorität unter allen Umſtänden aufrecht erhalten. Es gilt deshalb nicht nur Disziplin, ſondern auch Selbſtzucht zu wahren. Nichts ehrt den Sieger mehr als Großmut gegen⸗ über dem Beſiegten. Wir dürfen nicht Werte zer⸗ ſtören, die für den inneren Aufbau des deutſchen Volkes unentbehrlich ſind. Niemand ſoll glauben, daß wir das, was die deutſche Arbeiterſchaft in ge⸗ ſunder Selbſtverwaltung aufgebaut hat, zerſchlagen werden. Es liegt im Gegenteil in der Linie der deutſchen Revolution, alles organiſche Leben zu schützen und auf ihm die neue Geſellſchaft und den neuen Staat aufzubauen. Wir wollen nicht einen Staat willenloſer Untertanen, der alle Freiheiten vernichtet. Der Staat ſoll über den lebendigen Kräften des Volkes als letzte Auto⸗ rität thronen, er ſoll aber nicht das eigene Leben gerſtören. Der Vorgang der Selbſtreinigung, in dem wir uns befinden, muß ausgedehnt werden auf die innere Haltung eines jeden von uns. (Fortſetzung auf Seite 2) Drahtbericht unſ. Berliner Büros Berlin, 18. März. Der Präſident des Statiſtiſchen Reichsamtes, Profeſſor Wagemann, iſt vom Reichswirt⸗ ſchaftsminiſter Hugenberg beurlaubt worden. Das bedeutet natürlich, daß Wagemann nicht auf ſeinen Poſten zurückkehren wird. Wagemann hat ſeinerzeit mit ſeinen währungs⸗ politiſchen Plänen, die im Kern auf die Befürwor⸗ bung ſehr weitgehender inflationiſti⸗ ſcher Maßnahmen hinausliefen, viel von ſich reden gemacht. Eine Weile wurde er auch als Nachfolger des Reichsbankpräſidenten Luther ge⸗ nannt. Mit Wagemann iſt auch ſein ſtändiger Stell⸗ vertreter, Dr. Wohlmannſtädter vom Amt ſuspen⸗ diert worden. Die Vertretung iſt dienſtälteſten Direktor des Reichsamtes übertragen worden. Wer der Nachfolger Wagemanns werden wird, iſt zur Zeit noch nicht bekannt. Die amtliche Mitteilung über die Beurlaubung Prof. Wagemanns, die allgemein überraſcht hat, ent⸗ hält keinerlei nähere Angaben der Gründe, die Hugen⸗ berg zu dieſem Schritt veranlaßt haben. Es werden daher die verſchiedenſten Vermutungen aufgeſtellt. Es ſcheint, daß ſchon ſeit längerer Zeit ſtarke interne Differenzen zwiſchen dem Reichswirtſchaftsminiſter und dem Leiter des Statiſtiſchen Reichsamtes beſtanden, vor allem auch in den Fragen der organi⸗ ſatpriſchen Umgeſtaltung. Prof. Wagemann ſoll ſich heftig dem Plan einer Zuſammenfaſſung des Stati⸗ ſtiſchen Reichsamtes mit dem Preußiſchen Statiſtiſchen Landesamt widerſetzt haben. Die„Kreuz⸗ zeitung“ glaubt— ob dieſe Annahme zutrifft, möchten wir dahingeſtellt ſein laſſen— daß vor allem auch Dr. Schacht die Entfernung Wage⸗ manns verlangt haben ſoll. Dabei erſcheint die Tatſache, daß Wagemann einen Tag nach dem Amts⸗ antritt Dr. Schachts aus ſeiner Stellung entfernt wurde, ein Zeichen dafür zu ſein, daß Schacht den gradlinigen Kurs der Reichsbank durch die ſchon ſeit langem unerwünſchte Propagandatätigkeit des Stati⸗ ſtiſchen Reichsamtes nicht mehr behelligt wiſſen wolle. Wie erinnerlich, hat Wagemann als Gegner des früheren Reichs⸗ bankpräſidenten Luther einen jahrelangen erbitterten Kampf um eine Kreditausweitung zunächſt dem geführt, wie er ja überhaupt unter früheren Regierungen ſtets einen ſtarken Einfluß auf die Wirtſchaftsentwicklung auszuüben ver⸗ ſucht hat. Namentlich auch die periodiſchen Konjunkturberichte, für die Wagemann verantwortlich zeichnete, wieſen eine ausgeprägt ſubjektive Färbung auf, die hinter⸗ her keineswegs immer durch den Ablauf der Dinge beſtätigt wurden. Neben dieſen ſachlichen Gründen ſcheinen aber bei dem Rücktritt Wagemanns noch Vorgänge mit⸗ geſpielt zu haben, die der Angelegenheit ein faſt ſenſationelles Gepräge geben. Es wird geheimnisvoll angedeutet, daß ſich große„Miß⸗ ſtände“ im Betrieb des Statiſtiſchen Reichsamtes herausgeſtellt hätten. Was es damit auf ſich hat, wird in der„Deutſchen Zeitung“ etwas näher aus⸗ einandergeſetzt. Darnach ſollen ſich im Statiſtiſchen Reichsamt kommuniſtiſche und ſozfaldemokratiſche Zellen gebildet haben, die beſonders in den letzten Tagen eine ſehr rührige Tätigkeit entfaltet hätten. So ſei beiſpielsweiſe in dieſen Kreiſen der Plan erörtert worden, die etwa noch vorhandenen Teile der Kommuniſtiſchen und Sozialdemo⸗ kratiſchen Partei unter einem Decknamen zuſammenzufaſſen und ſo in aller Stille einen unterirdiſchen Kampf gegen die Regierung zu organiſie⸗ ren. Daß dieſe Tätigkeit gerade im Statiſtiſchen Reichsamt entfaltet werden konnte, liege daran, daß dort ſtändig eine ſchwarz⸗rote Perſonalpolitik getrie⸗ ben worden ſei. . Ernſt Wagemann wurde 1884 in Chile geboren. Er ſtudierte in Göttingen, Berlin und Heidelberg Staatswiſſenſchaften, promovierte 1907 zum Dr. phil. und war dann bis 1910 Dozent am Hamburgi⸗ ſchen Kolonialinſtitut. 1914 habilitierte er ſich an der Umiverſität Berlin. 1916 wurde er Referent im Kriegsernährungsamt. Im Dezember 1923 über⸗ nahm er die Leitung des Statiſtiſchen Reichsamtes und des damit verbundenen Inſtitutes für Kon⸗ junkturforſchung. Im Januar 1932 veröffentlichte Geheimrat Wagemann eine Bvoſchüre mit Vorſchlä⸗ gen für die Reform des deutſchen Währungsſyſtems. Er iſt der Schwager des früheren Wirtſchaftsmini⸗ ſters Warmbold.: F Zahlungsſperre gegen Tſchechoſlowakei (Meldung des Wolffbüros) — Berlin, 18. März. Die tſchechoſlowakiſche Regierung hat, ohne mit der deutſchen Regierung deshalb vorher Fühlung zu nehmen, eine allgemeine Sperre der Transferierung ſämtlicher Zahlungen nach Deutſchland angeordnet und beſtimmt, daß Zahlungen nur auf Sam⸗ melkonten, die bei tſchechoſlowakiſchen Groß⸗ banken errichtet werden, erfolgen dürfen. Dieſe Maßnahme gilt für Zahlungen im Waren⸗ und Ka⸗ pitalverkehr ſowie für ſonſtige Zahlungen. Sie iſt getroffen worden, obwohl in Deutſchland im Rah⸗ men der Deviſenbeſtimmungen ſolche Zahlungen nach der Tſchechoſlowakei bisher ſtets geleiſtet werden konnten und durch beſondere Abkommen zwiſchen den beiderſeitigen Notenbanken noch weitere Erleichte⸗ rungen für den deutſch⸗tſchechoſlowakiſchen Zahlungs⸗ verkehr getroffen worden waren. Es hat ſich deshalb als notwendig erwieſen, deutſcherſeits geeignete Gegenmaßnahmen auf dem Gebiet des Zahlungs⸗ verkehrs gegen das Vorgehen der tſchechoſlowakiſchen Regierung zu treffen. Der Reichswirtſchaftsminiſter hat daher mit ſofortiger Wirkung angeordnet, daß Zahlungen für Warenlieferungen tſchechoſlowakiſchen Ur⸗ ſprungs oder tſchechoſlowakiſcher Herkunft bis auf weiteres nicht mehr geleiſtet werden dürfen. Die Deviſenbewirtſchaftungsſtellen werden des⸗ halb künftighin keine Genehmigungen mehr für dieſe Zwecke erteilen und auch keine neuen Ver⸗ rechnungsgeſchäfte mehr genehmigen. Ebenſo dürfen deutſche Firmen, die im Beſitz von ſogenannten allgemeinen Deviſengenehmigungen ſind, auf Grund dieſer Genehmigungen keine Zahlungen mehr für Waren tſchechoſlowakiſchen Urſprungs oder tſchechoſlowakiſcher Herkunft leiſten. Endlich ſind die Konten, die bei deutſchen Banken für Rechnung tſchechoſlowakiſcher Exporteure geführt werden, vor⸗ läufig geſperrt worden. Das Zahlungsverbot bezieht ſich auch auf ſolche Zahlungen in jeder Form, die im Inland für Rechnung tſchechoſlowakiſcher Ex⸗ porteure geleiſtet werden. Ein gleiches Verbot iſt ſerner für die Ein⸗ löſung von Schecks und Wechſeln zugunſten von in der Tſchechoſlowakei anſäſſigen Per⸗ ſonen und für Zahlungen aller anderen Art, wie Zinſen, Dividenden, Kapitalrückzahlungen, Reiſekoſten etc. nach der Tſchechoſlowakei ober zugunſten von in der Tſchechoſlowakei an⸗ ſäſſigen Perſonen im Inland getroffen worden. Ferner wird durch eine beſondere Durchführungs⸗ verordnung die im Zahlungsverkehr mit dem übri⸗ gen Ausland auch weiterhin in Kraft bleibende Freigrenze von 200/ gegenüber der Tſchecho⸗ flowakei bis auf weiteres auf 50 herabgeſetzt. Dieſe Beſtimmung findet auch auf den Reiſeverkehr Anwendung. Die bisher geltende Regelung, daß für Reiſen nach der Tſchechoflowakei über die Freigrenze hinaus weitere 500„ über die Grenze mitgenom⸗ men werden bürfen, wird vorläufig außer Kraft geſetzt. Zur Kontrolle über die Einhaltung der Zah⸗ lungsbeſchränkungen ſind beſondere Anorb⸗ nungen ergangen. Es wiyd in dieſem Zuſammenhang auch darauf hin⸗ gewieſen, daß auf Grund der Verordnung des Reichs⸗ präſtidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 das Poſtgeheimnis einge⸗ ſchränkt worden iſt. f 5 Es wird in Deutſchland niemand geben, der dieſe durch das tſchechoſlowakiſche Vorgehen veranlaßte Ent⸗ wickelung nicht bedauert. Es iſt zu hoffen, daß durch baldige Aufnahme von Verhandlungen eine Rege⸗ lung gefunden wird, die für beide Länder erträg⸗ lich iſt. Geht auch Dorpmüller? Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 18. März. Dieſer Tage hatte der Generaldirektor der Reichs⸗ bahn, Dr. Dorpmüller, eine Ausſprache mit dem Reichskanzler, die ſich um den vielumſtrittenen Schenkervertrag drehte. Dr. Dorpmüller hat dieſen Vertrag, aus dem die Reichsbahn große mate⸗ rielle Vorteile gezogen hat, mit aller Energie vertei⸗ digt und eine Aufhebung des Abkommens abgelehnt. Er hat ſich lediglich bereit erklärt, dort, wo ſich im Einzelfall Mißſtände gezeigt hätten, für Abhilfe zu ſorgen. Welche Entſcheidungen Hitler in dieſer Frage treffen wird, ſteht noch dahtn. Bekanntlich hat der Schenkervertrag ſeinerzeit im Reichstag außerordent⸗ lich ſcharfe Kritik auf der Rechten gefunden. In poli⸗ tiſchen Kreiſen hat es einiges Aufſehen erregt, daß Dr. Dorpmüller den Vertrag jetzt ſo warm befür⸗ wortete. Es waren in dem Zuſammenhang ſogar Gerüchte im Umlauf, daß Dorpmüller den Weg Luthers gehen werde. Soweit wir unterrichtet ſind, iſt indes mit einem Rücktritt Dorpmüllers vor⸗ erſt wohl nicht zu rechnen. Wie verlautet, hat Dr. Dorpmüller gegenüber Hitler feſtgeſtellt, daß der Bahnſpeditionsvertrag eine engere Verbindung der Reichsbahn mit ihren Verfrachtern gebracht hat. Von der Wirtſchaft könn⸗ ten die allgemeine Verbilligung der Rollgelder auf höchſtens 50 Pfennig je Doppelzentner und die Feſt⸗ legung billiger Kundenſätze in dem ausgebauten Sammelgut⸗Verkehr nicht mehr entbehrt werden; ferner dürfe auch dem kleinen und unkundigen Ver⸗ frachter nicht mehr die Möglichkeit genommen wer⸗ den, die ihm erwachſenden Trausportkoſten ein⸗ ſchließlich aller Speſen im voraus zu berechnen. 1 Ueber die Stellung des Generaldirektors der Reichsbahn zur Reichsregierung beſagt 8 19 der An⸗ lage VI zum Voungplan: Der Generaldirektor wird nach Fühlungnahme mit der Reichsregierung auf drei Jahre er⸗ nannt. Hält die Reichsregierung eine Verletzung der Geſellſchaftsſatzungen durch den Generaldirektor für gegeben, ſo kann ſie verlangen, daß der Verwal⸗ tungsrat über die Entlaſſung des Generaldirektors Beſchluß faßt. Das Ermächtigungsgeſetz Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, März. Reichskanzler Hitler hat ſich geſtern wieder nach München begeben. Wie lange der Aufenthalt des Kanzlers in München währen wird, iſt noch nicht bekannt. Man nimmt aber an, daß Hitler ſpäteſtens am Montag nach Berlin zurückkehren wird, da die Vorbereitungen zur Eröffnungsſitzung des Reichstags noch eingehende Beſprechungen er⸗ fordern. Es iſt möglich, daß auch ſchon am Montag das Ermächtigungsgeſetz vom Kabinett ver⸗ abſchiedet und dem Reichstag zugeleitet werden wird. Nach den bisherigen Dispositionen wird der Kanzler ſelbſt die Regierungserklärung ab⸗ geben. Ueber den Inhalt des Ermächtigungsgeſetzes, an deſſen Formulierung man zurzeit in den Reſſorts noch arbeitet, ſind verſchiedene Lesarten im Umlauf. So wird neuerdings behauptet, es werde ſich nicht, wie es anfangs hieß, um eine Blankovollmacht han⸗ deln, ſondern um eine Reihe von Spezialermächtigungen. Zunächſt will die Reichsregierung durch das Geſetz die Möglichkeit ſchaffen, den Haus halt ohne par⸗ lamentariſche Mitwirkung zu regeln, ſodaun ſollen verſchiedene am 1. April ablaufende Beſtimmungen der Steuernotverordnungen verlängert oder verändert werden. Sicher iſt, daß ſie vor allem ſehr weit gehen und daß ſte die Befugnis zu ver⸗ faſſungsändernden Eingriffen verlangen wird. Das gilt insbeſondere für die verſchärften Maß⸗ nahmen, die das Kabinett zur Bekämpfung der kommuniſtiſchen Gefahr ergreifen will. Hier wird die Regierung zweifellos freie Hand zur Auf⸗ hebung gewiſſer Grundrechte der Verfaſſung fordern. Es heißt weiter, daß die Regierung ſich auch vorbe⸗ halten wird, Penſionen in gewiſſen Fällen zu kürzen oder f aufzuheben. Ob eine Beſeitigung oder Einſchränkung des Arti⸗ kels 159 geplant iſt, der die„Vereinigungs⸗ freiheit zur Wahrung und Förderung der Ar⸗ beits⸗ und Wirtſchaftsbedingungen für jedermann und für alle Berufe“ gewährleiſtet, ſteht noch dahin. Durch dieſen Artikel werden namentlich die Ge⸗ werkſchaften berührt, deren Finanzen übrigens, wie die„Deutſche Zeitung“ mitzuteilen weiß, dem⸗ nächſt durch einen Reichskommiſſar überprüft werden ſo ire de er ang der von uns die heſtimmt iſt, eine ſtrenge Trennung von Gewerkſchaften politiſchen Parteien herbeizuführen. In Bayern iſt ja der kommiſſariſche Juſtizminiſter auf dieſem Weg bereits vorangegan⸗ gen, indem er mit ſofortiger Wirkung den Ge⸗ werkſchaften jede Art von politiſcher Bet l verboten und ſie unter Staats⸗ hat. und Vor Beginn der kurzen Parlamentstagung dürfte eine Reihe von Verordnungen er⸗ in ihrer Geſamtheit die Tendenz den Mittelſtand zu ſtärken. mittelſtändiſche Kreditſyſtem auf eine e geſtellt und das Genofſſenſchafts⸗ utſchland zuſammengelegt werden. die Regierung Neuwahlen eIs⸗, Gewerbe⸗ und Land⸗ anordnen. Es heißt in daß eine Aenderung in vorläufigen Reichswirt⸗ 8 ang auch 4 Y, des Papen in Breslau (Fortſetzung von Seite.) vollen keinen allgewaltigen Staat, der jedes t niederhält, jede Freiheit vernichtet und willenloſe Untertanen kennt, die keinen Der Staat ſoll über den lebendigen Kräften des Volkes als Jetzte Autorität thronen; er ſoll aber nicht das Eigenleben eines Volkes aufſaugen und nieder⸗ Walzen. Die Achtung vor dem Nächſten darf auch in revolutionären Zeiten nicht leiden. Eigen Nur) Perſönlichkeitswert mehr in ſich tragen. Geiſtige Freiheit muß von der Zuchtloſigkeit Aunterſchieden werden, die über unſer Volk gekommen war. Mit dieſen Mächten der Zexſetzung gibt es keinen Kompromiß. Die gefühlsmäßige Einheit des Volkes iſt weitgehend vorgeſtellt. Jetzt müſſen wir dafür ſorgen, daß dieſe Geſinnung ſtandhält auch in den großen Notſtunden, die über die Völker kommen und die für das deutſche Volk ſo reich waren. Das iſt nur dann zu erreichen, wenn wir den deutſchen Menſchen wieder ſeeliſch in Gytt, in deutſchem Heimatboden und im deutſchen tum verwurzeln, wenn wir eine Heimat für Die innere Kraft und Geſundheit eines Volkes iſt die natürliche Vorausſetzung dafür, daß es ſich auch nach außen behauptet und durchſetzt. Unſere ganze künftige Arbeit muß deshalb auf dieſes Ziel eingeſtellt ſein, und erſt die außenpolitiſche Be⸗ freiung wird zeigen, was wir im Innern erreicht haben. Wenn ich aber die Erforderniſſe unſerer außenpolitiſchen Lage überdenke, ſo muß ich das deutſche Volk warnen, ſeinen innerpolitiſchen Sieg von heute einem außen⸗ politiſchen gleichzuſtellen. So heiß unfere Herzen für Volk und Vaterland ent⸗ flammt ſein mögen, ſo kühl müſſen wir die außen⸗ politiſchen Möglichkeiten, die weltpolitiſche Lage und die Größe der von uns zu leiſtenden Aufgabe be⸗ trachten. Wenn ich Sie in dieſer Feierſtunde auf dieſe ernſte Seite des deutſchen Lebens aufmerkſam mache, ſo geſchieht es in der Ueberzeugung, daß ich dadurch nicht die Begeiſterung für die Sache in Ihnen dämpfe, ſondern daß die Größe der Ihnen gezeigten Aufgabe das Verantwortungs⸗ gefühl der nationalen Bewegung ſtärken muß. Helfen Sie uns, jeder an ſeinem Platze, daß wir die deutſche Revolution gewinnen, aber nicht in dem Sinne, daß wir über den innerpolitiſchen Feind endlos triumphieren, ſondern daß wir aus der deut⸗ ſchen Revolution als ein freies, in ſich neuge⸗ urdnetes und zuchtvolles Volk hervorgehen, das der Welt die Achtung abuötigt, die dieſem deut⸗ ſchen Volke gebührt. Die Feier wurde mit einem ſchloſſen. Fackelzug abge⸗ Neue Mannheimer Zeitung/ Mit Göring über den deutſchen umſchwung Der Reichsminiſter vor dem pommerſchen Landbund Meldung des Wolff⸗Büros — Stettin, 18. Mürz. Provinzialhauptſtadt Pommerns ſtand geſtern im Zeichen der Tagung des Pommerſchen Landbundes, die unter dem Leitgedanken„Deutſcher Boden— Deutſche Zukunft“ in den hieſigen Zentral⸗ hallen ſtattfand. Bereits einige Stunden vor der angeſetzten Zeit hatte ſich auf dem Paradeplatz und den anliegenden Straßen eine unüberſehbare Men⸗ ſchenmenge eingefunden. Unter ſtürmiſchem Beifall nahm Reichsminiſter Göring, bevor er ſich zur Land⸗ bund⸗Verſammlung begab, die Parade der Stettiner nationalen Verbände ab. Die Zentralhallen ſelbſt waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach einer kurzen Begrüßung nahm Reichsminiſter Göring das Wort zu einer längeren Rede: Nach furchtbarem Ringen und Kämpfen kam die neue Zeit, von vielen heiß erſehnt. Nun endlich be⸗ gann und beginnt der Aufbau. Ich muß Euch allen das eine ſagen: Es war eine der allererſten Sitzun⸗ gen der neuen Regierung, in der der Kanzler jenes Wort ſprach:„Wir müſſen jetzt unter allen Um⸗ N Die Badens Kampf gegen ſtänden die deutſchen Bauern retten, dann retten wir die Grundlage des neuen Deutſch⸗ land.“ Vor 14 Jahren war eine Revolution. So nann⸗ ten ſie es. Und heute, Volksgenoſſen, erleben wir den Aufbruch einer neuen Zeit und ſtehen auch mit⸗ ten in einer Revolution. Nur ein Unterſchied iſt doch zwiſchen den beiden. Damals war es eine Revolte der Diſsiplinloſigkeit. Heute iſt es die Revolution der Diſziplin. Wir haben geſäubert, wir werden weiter⸗ ſäubern, unerbittlich! Und die Abrechnung für das fluchwürdigſte Verbre⸗ chen der deutſchen Geſchichte, die Abrechnung für jenen 9. November 1918, ſie muß und ſie wird durch⸗ geführt werden. Vorgeſtern zeigte mir der Reichskanzler die Ver⸗ ordnung, die für unſere Wehrmacht mit wenigen Zeilen wieder die ſchwarz⸗weiß⸗ rote Kokarde her⸗ ſtellte. Was glaubt Ihr wohl, was in dieſem Augen⸗ blick der unbekannte Soldat des Weltkrieges, Adolf Hitler, was glaubt Ihr wohl, was da ich ſelbſt, Soldat dieſes Krieges, empfunden habe, in dieſem Augenblick, da viſionär die Zeit in uns emporzieht, da heulende, johlende Maſſen einem die Kokarde ab⸗ den Marxismus Sämtliche SD und KPD⸗Abgeoronete verhaftet— Linksverbände aufgelöſt Meldung des Wolffbüros — Karlsruhe, 18. März. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Aus Anlaß der am 17. März 1933 in Freiburg erfolgten Erſchießung eines Polizeibeamten durch den ſoztaldemokratiſchen Landtagsabgeordneten Nußbaum wird auf Grund des 8 1 der Verordnung des Reichs⸗ präſidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 angeordnet: 1. Sämtliche der SPD und K PD ange⸗ hörenden Mitglieder des Badiſchen Landtages ſowie ſämtliche in den neuen Reichs⸗ tag gewählten Abgeordneten der S PD und K PD ſind, ſoweit ſie in Baden wohnen oder Aufent⸗ halt haben, bis auf weiteres in Schutzhaft zu nehmen, ferner ſämtliche Kommuniſten, die auf Reichstagswahlvorſchlägen ſtehen. 2. Sämtliche in Baden erſcheinenden periodiſchen Druckſchriften der SP Dſindbis auf wei⸗ teres verboten, ebenſo die Verbreitung nicht in Baden erſcheinender marxiſtiſcher periodiſcher Druck⸗ ſchriften in Baden. 3. Sämtliche in Baden beſtehenden Wehr⸗ und Jugendverbände einſchließlich ihrer Hilfs⸗ und Nebenorganiſationen, insbeſondere die„Eiſerne Front“, das Reichsbanner Schwarz⸗Rot⸗Gold, die Antifa, der fommuniſtiſche Jugendverband Deutſchlands, die Sozialiſtiſche Arbeiterjugend und die marxiſtiſchen Schützenvereine wer den mit ſofortiger Wirkung aufgelöſt. Die zur Zeit der Auflöſung im Beſitz der aufgelöſten Or⸗ ganiſationen oder eines ihrer Mitglieder befindlichen, den Zwecken der aufgelöſten Organiſation dienenden Gegenſtände ſind zu beſchlagnahmen. Ausgenommen von dem Verbot ſind die Parteiorganiſationen der SPD und KPD. 4. Sämtliche den organiſatoriſchen Zwecken der Spo und KPD einſchließlich iherr Hilfs⸗ und Neben⸗ organiſationen dienenden Räume ſowie die Schieß⸗ ſtände marxiſtiſcher Organiſationen ſind polizeilich zu ſchließen. Die rein wirtſchaftlichen Zwecken dienende Tätigkeit der ſog. freien Gewerkſchaften ſoll nicht beeinträchtigt. 5. Für die Stadt Freiburg wird, in Abweichung von Ziffer 3 und 4 weiterhin folgendes angeordnet: Sämtliche örtlichen Organiſationen der S PDund K PD werden einſchließlich ihrer Hilfs⸗ und Nebenorganiſationen mit ſofortiger Wir⸗ kung aufgelöſt. Das Gewerkſchaftshaus bleibt bis auf weiteres geſchloſſen. Slaatsbegräbnis in Freiburg Am Sonntag mittag um 4 Uhr findet in Freiburg das feierliche Staatsbegräbnis des von dem ſozialdemokratiſchen Landtagsabgeordneten Nußbaum erſchoſſenen Polizeibeamten Schelt⸗ horn ſtatt. Zu der Beiſetzung werden ſämtliche Mitglieder der kommiſſariſchen badiſchen Regie⸗ rung erſcheinen, an ihrer Spitze Reichskommiſſar Wagner. Ferner werden an der Beerdigung Polizei, SA und Stahlhelm teilnehmen. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium bringt eine längere Erklärung über die Perſönlichkeit des ſozialdemokratiſchen Landtagsabgeordneten Nuß⸗ baum und über den Mord an dem Freiburger Polizeibeamten. Darnach hatte Nußbaum in den letzten Jahren des öfteren Zuſammenſtöße mit der Freiburger Polizei gehabt. Er war ein gewohnheits⸗ mäßiger Trinker und führte ſich ſehr oft als übler Randaliſt auf, Im Sommer des letzten Jahres be⸗ fand ſich Nußbaum in der Pfychiatriſchen Klinik in Behandlung. Er iſt nach Mitteilungen des leitenden Arztes organiſchgehirnkrank und leidet an Paralyſe. Die Polizeileitung, der dieſe Dinge bekannt waren, ſandte zu der Hausſuchung nur erfahrene und beſon⸗ ders ruhige Beamte. Da Nußbaum und ſeine Frau den Beamten nicht öffneten, drückten die Beamten die Tür ein. Kaum war die Tür halb geöffnet, als Nußbaum auch ſchon auf die Beamten ſchoß. Im ganzen gab der Täter ſechs Schüſſe ab und füllte den Patronenrahmen weider neu mit Patronen. Als das Notrufkommando eintraf, kam Nußbaum mit erhobenen Händen aus ſeinem Schlafzimmer heraus. Jetzt wurde feſtgeſtellt, daß der Polizeihauptwacht⸗ meiſter Schelthorn im Eßzimmer des Nußbaum auf dem Rücken lag und kein Lebenszeichen mehr von ſich gab. Der verletzte Beamte Weber hatte ſich nach dem zweiten Stockwerk geſchleppt. Nußbaum und ſeine Frau wurden wegen Mord bzw. Beihilfe ins Bezirksgefängnis eingeliefert, der Schwiegervater Nußbaums in Schutzhaft genommen. riſſen, für die m blutet hatte und die f traten. ämpft und ge⸗ und in den Kot So ſehr es richtig, ja abſolut notwendig war daß das alte Banner wieder auf dem Maſt emporgezogen wurde, vergeſſen wir aber nicht, das war nur möglich, weil unſer Bauner geſiegt hatte. Und in dieſer Er⸗ kenntnis hat der Generalfeldmarſchall beide Zeichen gleichmäßig und gleichzeitig für die deutſchen Hoheitszeichen beſtimmt. Sie ſollen verkünden, daß das alte ruhmreiche Deutſchland und das neue heißerſehnte, aus Not und Schande und Schmach geborene Deutſchland zu⸗ ſammengehören, in eins verſchmolzen werden ſollen. So oft hört man die ſchwarz⸗roten Parteien, ſie hätten doch ſoviel getan, ſie hätten doch die Einheit des Reiches gerettet, ſie hätten doch das Reich erhal⸗ ten. Nicht ihr Verdienſt war es, ſondern noch das der alten Kräfte. Aber die Einheit des Reiches iſt nichts, wenn nicht die Geſchloſſenheit eines Volkes dahinterſteht.(Beifall.) Ein Volk, das zerklüftet iſt und zerriſſen, iſt ohnmächtig. Dieſe Regierung der nationalen Konzentra⸗ tion wird und muß mit eiſerner Fauſt die Intereſſengegenſätze in die Harmonie zwin⸗ gen, die notwendig iſt. 2 1— f f 28 2 1 Wenn der Vorredner geſagt hat, der Marxismus darf nicht mehr zurückkommen, ich will Ihnen ſagen: nicht nur nicht zurückkommen ſoll er, aus⸗ rotten wollen wir ihn aus Deutſchland! Ich werde dieſen Kreaturen ſolange die Fauſt in den Nacken ſetzen. bis ſie erledigt ſind. Wenn Sie ſagen: ja, man darf nicht Privak⸗ eigentum antaſten, das ſoll niemals ge⸗ ſchehen. Aber auf der anderen Seite muß ich von Euch allen eins verlangen: daß Ihr Euch zu jeder Zeit klar darüber ſeid, daß Ihr zwar dieſe Eure Erde ererbt habt und weiter vererben ſollt, aber daß außer Euch noch Millionen bereit ſind, dieſen Boden, auf dem Ihr ſitzt, mit Ihrem Blute zu verteidigen, und daß Ihr Euren Boden von Gott und von der Nation zum Erblehen empfangen habt. Darum darf dieſer Boden für Euch niemals ein Objekt der Spekulation werden. Dieſer Boden muß für Euch immer das Verpflichtendſte ſein, was Ihr überhaupt habt, das Heiligſte, wofür Ihr einzuſtehen habt und wofür Ihr einſt auch vor Gott Rechen⸗ ſchaft abzulegen habt; denn dieſen Boden tränkt das Blut ungezählter Millionen, dieſer Boden iſt heilig, und Ihr habt dieſen Boden heilig zu halten. Mannheimer Zeugin im Hintze-Prozeß Meldung des Wolff ⸗ Büros — Berlin, 18. März. Bei der Beweisaufnahme im Hintzeprozeß wurde auch eine Mannheimer Zeugin, Fräulein L, gehört, die mit der Künſtlerin noch in den letzten Tagen vor der Tat zuſammen war. Durch ihre jahrelange Freundſchaft war ſie in der Lage, dem Gericht aufſchlußreiche Mitteilungen über die Le bensweiſe Gertrud Bindernagels machen zu können, vor allem über ihre Sparſamkeit und über die gro⸗ ßen Einſchränkungen, die durch Hintzes Lebenswandel immer dringender wurden, ſo daß Gertrud Binder⸗ nagel bereits in Mannheim trotz ihrer beträcht⸗ lichen Einkünfte ihr Dienſtmädchen entlaſſen mußte. In Berlin iſt dann ihre wirtſchaftliche Lage immer ſchlechter geworden. Die Schulden wuchſen immer mehr an, ſo daß, wie Fräulein L. bezeugen konnte, der gefeierten Sängerin nicht einmal die Ringe gehörten, die ſie am Finger trug. Aus den Angaben der Zeugin ging eindeutig hervor, was für ein entſagungsreiches Leben Gertrud Bindernagel in den letzten Jahren geführt hat. Befürchtungen wegen einer tätlichen Handlung ihres Mannes hatte ſie nicht. Ihre einzige Sorge galt dem Kinde, da Hintze einmal die Drohung ausgeſprochen hatte, er würde ſich und das Kind beſeitigen. Kammermufik von Brahms 2. Abend des Kergl⸗Quartetts Um es vorweg zu nehmen: Das Publikum zeigte ſich mit vollem Rechte für das Gebotene überaus dankbar. Ueber dem ganzen Abend ſchwehte ein glücklicher Stern. Allerdings war das Programm geſchickt aufgebaut und wurde noch geſchickter durch⸗ geführt. Es begann mit dem heiteren Quartett in Bedur, das durch den Genieblitz, das Thema des erſten Satzes und die Ueberleitungs⸗Figuration zu Ende des Variationen⸗Satzes aufzugreifen und mit dem Variativnen⸗Thema zu kombinieren, eine beſon⸗ ders zündende Schlußwirkung erhält. Das urſprüng⸗ lich für die Mitte vorgeſehene Streich⸗Sextett in Gdur wurde an den Schluß gerückt, ſodaß der ganze Abend im ſonnigſten Dur endete. Die Künſtler des Kergl⸗Quartetts hatten ſich aber keine leichte Aufgabe geſtellt. Gerade die aus⸗ gewählten Werke wimmeln von rhythmiſchen Schwie⸗ rigkeiten, die aber von unſerer ausgezeichneten hei⸗ miſchen Quartett⸗Vereinigung„ſpielend“ überwun⸗ den wurden. Zu dem Primarius Kergl und ſeinen Getreuen, den Herren Schumacher, Neumaier und Müller, die vor allem die Schönheiten der Quartette zu tönendem Leben erweckten, traten im Sextett als willkommene Helfer Joſeph Imhof (Viola) und Carl Heimig(Cello), die ſich in ſchönſter Harmonie dem Enſemble einfügten. Mit dem Brahms⸗Abend wurde die mit beſonderer Diebe gepflegte Kammermuſik des Meiſters von ein⸗ heimiſchen Kräften zu Ehren gebracht und damit eine der treibenden Kräfte ſeiner Schaffensweiſe, die Nei⸗ gung zur Polyphonie klargelegt, die ſich beſonders in den Werken des geſtrigen Abends auslebt. Bei aller Verſonnenheit enthalten dieſe Werke ſo viel Leucht⸗ kraft, daß ſie zum eiſernen Beſtandteil der Kammer⸗ Muſtkliteratur gehören. Der ſchönſte Lohn für un⸗ ſere Künſtler war wohl der ungewöhnlich herzliche Beifall des begeiſterten Publikums. 0. Nanſens„Fram“ als Muſeum. Die Arktiſche Geſellſchaft hat die Mittel für den Umbau des be⸗ rühmten Nordpolſchifſes Nanſens„Fram“, letzt zuſammengebracht. Das Schiff wird gründlich repariert und zu einem Muſeum umgeſtaltet und wird im Hafen von Oslo Platz finden. O„Der Bauer geht um“, ein Spiel mit Vor⸗ und Zwiſchenſpiel von Eugen Ortner wurde von den Städtiſchen Schauſpielen in Baden⸗ Baden uraufgeführt. Es handelt ſich um ein Bauernſchickſal, im Stil des Volksſtücks dramatiſiert. Es ſpielt in der unmittelbaren Gegenwart, in einem ſüddeutſchen Dorf. Die Handlung iſt, auch in allen Nebenmotiven, geſchickt geknüpft und in manchen Teilen auch recht ſpannend dramatiſiert. Das Stück hat mit älteren Bauernſtücken die ſoziale Realiſtik gemeinſam, das Neue daran iſt die Verknüpfung dieſer Seite mit dem Ethos und Mythos von der Gemeinſchaft, die ſich auch in Not und Wirrſal ſtark erhält, wenn ſie im echten Volkstum wurzelt. Die Uraufführung war von Direktor Klupp ſorgfältig und geſchickt inſzeniert. Als Hauptheld trat eine neue, junge und höchſt beachtenswerte Kraft, Wilhelm Althaus, durch ſeine naturhafte Urſprünglichkeit hervor. Das Haus war ſchwach beſucht, brachte dem Stück aber durch lebhaften Beifall und Hervorrufe Erfolg. ihs. Die Werke des Dortmunder Tonkünſtlerfeſtes. Für das diesjährige Tonkünſtlerfeſt des Allgemeinen Deutſchen Muſikvereins, das vorausſichtlich vom 18. bis 22. Juni in Dortmund ſtattfindet, ſind zwei Or⸗ cheſterkonzerte, ein Chorkonzert und zwei Kammer⸗ muſikabende ſowie ein Hausmuſtikvortrag unter der Leitung des Feſtdirigenten Dr. Wilhelm Sieben vorgeſehen. Die Muſikkommiſſion hat mit Zuſtim⸗ mung des Vorſtandes die Auswahl der aufzuführen⸗ den Werke getroffen.— Neben einer Reihe von Kam⸗ mermuſtkſtücken und Chören gelangen unter ande⸗ ren die Orcheſterſtücke zur Aufführung:„Raskolni⸗ koff“, Ouvertüre⸗Phantaſie für großes Orcheſter von Reznicek, die Sinfonie von Pfitzner, eine Orcheſter⸗ ſerenade von C. von Frankenſtein, ſechs Stücke für Orcheſter von Webern, ein Bratſchenkonzert von Braunfels, ein Klavierkonzert von O. Gerſter und Orcheſtergeſänge von W. Eyk. N Der Markus⸗Bibliothek in Venedig iſt von Muſſolini das bisher einzig bekannte Exemplar der erſten Ausgabe des„Verliebten Roland“ von Bojardo aus dem Jahre 1486 zum Geſchenk gemacht worden. Das Werk Bojardos wurde ſpäter zum Vorbild für Arioſt bei der Nieder⸗ ſchrift des„Raſenden Rolands“. Entwicklung des Spielzeugs Neue Ausſtellung des ſtädt. Schloßmuſeums Außer der vor kurzem eröffneten Ausſtellung von Egell⸗Handzeichnungen zeigt das ſtädtiſche Schloß⸗ muſeum in Mannheim von Sonntag, 19. März ab eine neue große Sonderausſtellung: Entwick⸗ lungsformen des Spielzeugs. Dieſe um⸗ faſſende Schau, die das Ergebnis langer, ſchwieriger Vorarbeiten iſt, füllt ſämtliche Sonderausſtellungs⸗ räume des Muſeums. Sie wurde ermöglicht durch Leihgaben von über 80 Muſeen, Privatſamm⸗ lungen, Künſtlern, Werkſtätten, Verlegern und aus altem Familienbeſttz. Faſt alle großen Muſeen Deutſchlands, vor allem in Berlin, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart uſw., insbeſondere auch das Spielzeugmuſeum Sonneberg haben dem Schloßmuſeum in dankenswerter Bereit⸗ willigkeit die erbetenen Gegenſtände zur Verfügung geſtellt. Die Ausſtellung eröffnet einen geſchichtlich, volks⸗ kundlich und völkerpſychologiſch wertvollen Einblick in die vielgeſtaltige Welt des Kindes. Der leitende Gedanke ihres Aufbaus war, die verſchiedenen Ent⸗ wicklungsformen des Spielgeugs unter Hervor⸗ hebung der wichtigſten Typen aufzuzeigen. Dementſprechend gliedert ſich die Ausſtellung nach folgenden Hauptgruppen: 1. Das Tier, 2. Rei⸗ ter und Wagen, 3. Die Puppe, 4. Das bewegliche Spielzeug, 5. Aufſtell⸗ und Beſchäftigungsſpiel, 6. Bilderbuch und Geſellſchaftsſpiel. Bei dieſer An⸗ ordnung, die nicht nach Erzeugungsorten und Werk⸗ ſtätten, nicht nach Ländern und Kulturkreiſen, nicht nach Herkunft oder hiſtoriſcher Folge geſchah, liegt ein beſonderer Reiz darin, Frühgeſchichtliches und Neuzeitliches, Heimatliches und Außereuropäiſches, bodenſtändig Volkstümliches und künſtleriſch Geſtal⸗ tetes in Beziehung ſetzen zu können. Darin unter⸗ ſcheidet ſich die Ausſtellung des Schloßmuſeums von allen bisherigen Spielzeugausſtellungen und von Spielzeugſälen anderer Muſeen. Die Reichhaltigkeit der Ausſtellung wird geſtei⸗ gert durch kulturgeſchichtlich bemerkenswerte Kupfer⸗ ſtiche, Holzſchnitte, Lithographien, Bilderbogen und Muſterbücher, ſowie durch Zeichnungen und Aqug⸗ relle von Künſtlerhand. Intendant Maiſch beurlaubt Wie Jutendant Herbert Maiſch vom Maun⸗ heimer Nationaltheater der Preſſe mitteilt, wurde er durch die Kommiſſare der Stadt Mannheim mit ſofortiger Wirkung beurlaubt. Nähere Einzelheiten darüber liegen noch nicht vor, 1MRichard⸗Wagner⸗ Briefmarken. Die Deutſche Reichspoſt beabſichtigt, die diesjährigen, wie immer im Herbſt erſcheinenden Wohlfahrtsmarken mit Bil⸗ dern aus den Werken Richard Wagners zu ſchmücken. Später plant die Reichspoſt auch Sondermarken mit den Bildniſſen großer deutſcher Perſönlichkeiten in beſchränkter Anzahl herzuſtellen und ſie neben den Marken der Hindenburg⸗Ausgabe in den Verkehr zu ſetzen. Ein Richard Wagner⸗Viertel in München Der Münchener Stadtrat will die weitere Umgebung des Prinzregenten⸗Theaters, vor dem das Richard Wag⸗ ner⸗Denkmal aufgeſtellt iſt, zu einem Wagner⸗Vier⸗ tel umgeſtalten. Zu dieſem Zweck werden die Ver⸗ bindungsſtraßen und Plätze zur Erinnerung aus dem Werke Richard Wagners umbenannt wer⸗ den. Es gibt einen Tannhäuſer⸗, Rienzi⸗ und Hol⸗ länderplatz, eine Meiſterſingerſtraße, Beckmeſſer⸗ ſtraße und ⸗Platz, eine Gral⸗, Klingſor⸗, Kundry⸗ und Sentaſtraße, eine Wahnfried⸗Allee und eine Coſtma⸗ ſtraße. * Chriſtuslegenden. Von Selma Lagerlöf. Geſchmückt mit 77 Bildern alter und neuer Meiſter. Leipzig, Heſſe u. Becker Verlag. Es war ein guter Gedanke, Selma Lager⸗ löfs„Chriſtuslegenden“ mit Bildern zu ſchmücken. 1 mancher mag bei der Lektüre dieſer echtöichteriſchen Ex⸗ zählungen an Gemälde alter und neuer eiſter gedocht haben. Nahmen doch die Künſtler jahrhundertelang mit Vorliebe ihre Stoffe aus dem Leben Jeſu und aus der Legende. Das Buch, das ſich ſchon ſeit langem bei jung und alt großer Beliebtheit erfreut, hat durch die Bilder ein ganz neues Geſicht bekommen und wird in dieſer Ge⸗ ſtalt vielen unentbehrlich werden. Mit ſicherem Takt wur⸗ den nur Werke gewählt, die bleibenden Wert haben. Je⸗ der der neun eigentlichen Chriſtuslegenden das Buch enthält noch ſechs andere— iſt eine Gruppe von Bildern beigefügt, die ſich auf das Thema der Legende beziehen. Die Liſte der Maler, von denen Schöpfungen geboten werden, reicht von Giotto und Fra Angelieo bis zu Holf Menzel und Fritz v. Ühde. Die Bilder ſind in Kupferkief⸗ druck wiedergegeben. ö 2 Die Der die P. und a den Er Es Amtsft den ve vorübe der öff iſt. In gen m ſuchen, wendut meſſen⸗ zu tra geregel hältniſf ordnur reichen Füh des B zum 3 auf Gi denten 2. 1933 bien (Zwan Stellve Mitgli⸗ rung d meinde Mitgli⸗ hierher richt z Vorſchl machen Der geſtrig. K PD. beſitzes Anl ganiſat andere. Schü wurden kaliber Ma ling ko Witter nicht u der ver die St! neuen! ten Au Straße der Ve mußte. Der kräftig komme wenig eine n rend g erreicht noch 7, Morge peratut Maz Heidelb erwarte mehr v zwiſche! Muſikfe jedes 5 Aber f. bergs Löſung Lehrjal his 189 Ka pe! Ablauf ſervato⸗ brieflic nenen lin mit Kapelln direkt auch nt habe, ſe ich ſiche eingear Du em Dar Monat der er bert furchtbe 1898, ei Aber e badenen von de ließen 8 2 i n A a„ reiche und au⸗ ollen. t, ſie nheit rhal⸗ das s iſt olkes et iſt Samstag, 18. März 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 9 — Die Stadiseite Der Dienſt der Bürgermeister Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Der Reichskommiſſar hat an die Bezirksämter, die Polizeipräſidien Karlsruhe und Mannheim und an die Polizeidirektion Baden⸗Baden folgen⸗ den Erlaß herausgegeben: Es mehren ſich die Fälle, in denen die weitere Amtsführung der ſeitherigen Bürgermeiſter unter den veränderten politiſchen Verhältniſſen zumindeſt vorübergehend im Intereſſe der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung unerwünſcht iſt. In dieſen Fällen iſt zunächſt durch Verhandlun⸗ gen mit Bürgermeiſter und Gemeinderat zu ver⸗ ſuchen, daß der erſtere, ſoweit erforderlich, in An⸗ wendung des 8 45 der Gemeindeordnung einen ange⸗ meſſenen Urlaub antritt. Dabei iſt dafür Sorge zu tragen, daß die Stellvertretung in einer Weiſe geregelt wird, die den gegenwärtigen politiſchen Ver⸗ hältniſſen Rechnung trägt. 8 46, Abſ. 1 der Gemeinde⸗ ordnung bietet dem Gemeinderat hierfür eine aus⸗ reichende Handhabe. Führt dieſes Verfahren infolge der Weigerung des Bürgermeiſters oder des Gemeinderats nicht zum Ziel, ſo wird den betreffenden Bürgermeiſtern auf Grund der Verordnung des Herrn Reichspräſi⸗ denten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. 2. 1933 aufzugeben ſein, bis auf weiteres ſich aller bienſtlichen Handlungen zu enthalten (Zwangsbeurlaubung). In dieſem Falle iſt die Stellvertretung gleichfalls einem anderen geeigneten Mitglied des Gemeinderats unter tunlichſter Wah⸗ rung der Beſtimmungen des 8 46 Abſ. 1 der Ge⸗ meindeordnung zu übertragen. Iſt ein geeignetes Mitglied des Gemeinderates nicht vorhanden, ſo iſt hierher zwecks Ernennung eines Kommiſſars Be⸗ richt zu erſtatten und dabei, ſoweit möglich, ein Vorſchlag für die Perſon dieſes Kommiſſars zu machen.“ Politiſche Ereigniſſe Der Polizeibericht teilt mit: Im Laufe des geſtrigen Tages wurden elf Angehörige der K PD., darunter ſechs wegen unerlaubten Waffen⸗ beſitzes, feſt genommen. Anläßlich der Auflöſung von marxiſtiſchen Or⸗ ganiſationen wurden geſtern Bürbeinrichtungen und anderes Gerät beſchlagnahmt. Bei marxiſtiſchen Schützen vereinen, die ebenfalls aufgelöſt wurden, beſchlagnahmte die Polizei mehrere Klein⸗ kalibergewehre und ſonſtigen Schießbedarf, Frühlingsſtürme Man kann ſchon ſagen, daß der Satz„Der Früh⸗ ling kommt mit Brauſen!“ auf den gegenwärtigen Witterungscharakter angewendet werden darf. Was nicht niet⸗ und nagelfeſt war, wurde geſtern und in der vergangenen Nacht durch den Sturm, der durch die Straßen fegte, weggeriſſen. In der Nähe des neuen Schützenhauſes in Feudenheim, beim ſogenann⸗ ten Aubuckel, wurde die Oberleitung der elektriſchen Straßenbahn geſtern nachmittag beſchädigt, ſo daß der Verkehr auf kurze Zeit unterbrochen werden mußte. Der Regen, der geſtern abend eine zeitlang recht kräftig war, wird der Vegetation ſehr zu ſtatten kommen. Die Knoſpen warteten ſchon lange auf ein wenig Feuchtigkeit. Der Föhnſturm hat gleichzeitig eine weſentliche Abkühlung gebracht. Wäh⸗ rend geſtern die Höchſttemperatur 19 Grad C erreichte, zeigte das Thermometer heute früh nur noch 7,2 Grad C an(gegen 8,5 Grad C am geſtrigen Morgen). In der vergangenen Nacht ging die Tem⸗ peratur bis auf 6,8 Grad C zurück. Kleine Sparer, die belrogen wurden Die Firma„Heim& Volk vor dem Mannheimer Schöffengericht Zu Beginn des Jahres 1931 wurde in Frei⸗ burg eine Firma„Heim und Volk“, Allgemei⸗ ner Zweckſpardienſt, Kommandit⸗Geſellſchaft, Mahler u. Co. gegründet, die nach ihren Proſpekten ſich mit der Gewährung von Darlehen befaßte. Die Be⸗ dingungen gingen von einem ſogen. Zweckſparplan aus. Durch ihn ſollten Zweckſparfreunde gewonnen werden, die ſich durch Pflichtleiſtungen und Pflicht⸗ ſparraten Anrechte auf Zuteilung von Darlehen aus einem Sparvermögen erwerben konnten. Die Pflichtleiſtungen begannen mit der üblichen Antragſumme von einigen Mark und mit der Lei⸗ ſtung einer Bearbeitungsgebühr und eines Werbe⸗ koſtenbeitrags. Die Pflichtſparraten mußten bis zu einer gewiſſen prozentualen Höhe des gewünſchten Darlehens bezahlt ſein, bis ein Anſpruch auf Ge⸗ währung des Darlehens beſtand. Aber auch dann gab es noch eine Wartefriſt. Nur die wenigſten Zweckſparfreunde konnten bis zur Gewährung des Darlehens durchhalten. Auf dem Richtertiſch liegen vier dicke Päcke mit Anzeigen und Beſchwerden von Spar⸗ freunden, die ſich betrogen fühlen und zum Teil gar nicht verſtanden hatten, um was es ſich in Wirklichkeit handelte. Nach knapp zwei Jahren brach das Unternehmen zuſammen. Im Auguſt 1932 wurde der Konkurs eröffnet. Der bereits vorbeſtrafte Gründer iſt bei der Staatsanwaltſchaft Wiesbaden in ein Strafver⸗ fahren wegen Betrugs verwickelt. Das Mannheimer Schöffengericht hat ſich mit dem Gebahren der Bezirksdirektion Mannheim und Heidelberg am geſtrigen Freitag zu befaſſen. In der Anklagebank ſtehen drei Angeklagte, der 38 Jahre alte ledige Kaufmann E. W. von Karlsruhe, der 36 Jahre alte ledige Kaufmann Fr. M. von Brook⸗ lyn und der 45 Jahre alte verheiratete Betriebs⸗ leiter E. V. von Stuttgart, alle aus der Unter⸗ ſuchungshaft vorgeführt. Die Anklage lautet auf Untreue und wuter⸗ ſchlagung, Betrug und Urkundenfälſchung. W. und M. gründeten im April 1921 die Mann⸗ heimer Bezirksdirektion. Sie bekamen aber bald Zerwürfniſſe und warfen ſich gegenſeitig Unter⸗ ſchlagungen vor. Der dritte Angeklagte V. war im Juli 1931 als Organiſationsinſpektor eingeſtellt worden. Unter Anklage ſtehen im weſentlichen nur die Fälle, in denen die Angeklagten eingegangene Beträge veruntreut hatten. Sie konnten an Provi⸗ ſion zweieinhalb Prozent der Antragſumme zurück⸗ behalten, mußten aber im übrigen Bearbeitungs⸗ gebühren, Werbekoſten und Pflichtſparraten als fremdes Geld behandeln und abliefern. Inkaſſo hatten ſie zwar nicht, doch ſcheint ein ſolches ſtill⸗ ſchweigend geduldet worden zu ſein. Dem W. und M. ſind nun zuſammen Unterſchleife von faſt 3200 Mark zur Laſt gelegt, dem M. allein noch weitere von faſt 500 Mark, dem V. ſolche von etwa 1300 Mark. Außerdem wird dem V. die Fälſchung einer Inkaſſovollmacht vorgeworfen und dem M. ein ſehr übler Betrug zum Nachteil eines 7ajährigen Juvaliden von Sandhofen, den er unter der Vorſpiegelung, er werde angeſtellt, zur Auszahlung ſeiner Erſparniſſe von taufend Mark veranlaßte. Die tauſend Mark zahlte M. für eigene Rechnung bei der Geſellſchaft ein, wo ſie ebenfalls verloren gingen. Geſchädigt iſt nun nicht etwa die ebenfalls anrüchige Geſellſchaft, ſondern den Schaden haben die bedürftigen Sparfreunde zu tragen, da die Geſellſchaft die erfolgten Einzahlungen an die An⸗ geklagten nicht gegen ſich gelten ließ. Zu der ſehr ausgedehnten Verhandlung waren 13 Zeugen und 1 ſachverſtändiger Bücherreviſor geladen. Die Sitzung wurde geſtern abend auf Samstag vormittag vertagt. — Warenkunde Mannheimer Hausfrauen bund E. V. hatte Donnerstag nachmittag Gelegenheit, die Sammlungen und Einrichtungen des Inſti⸗ tuts für Warenkunde an der Handels⸗ Hochſchule Mannheim näher kennen zu ler⸗ nen. Der Direktor des Inſtituts, Prof. Pöſch!, begrüßte die Erſchienenen und nahm in einem ein⸗ leitenden Vortrag Gelegenheit, in großen Zügen die Grundſätze aufzuzeigen, nach denen ſich die Waren⸗ wirtſchaft des Haushaltes vollzieht. Während zwei Waren, Waſſer und Gas, in Lei⸗ tungen dem Haushalt zufließen und nach Oeffnen des Hahnes verwendungsbereit verfügbar ſind, ob⸗ liegt in allen anderen Fällen der Hausfrau, die Be⸗ darfsartikel durch Einkauf zu erwerben. Die Man⸗ nigfaltigkeit der erforderlichen Gegenſtände iſt ſo groß, daß von der Hausfrau vielſeitige warenkundliche Kennt⸗ niſſe verlangt Der werden, zumal die meiſten Werkſtoffe, die die Tech⸗ nik und Wirtſchaft überhaupt kennt, am Aufbau der Haushaltware beteiligt und zahlloſe Hilfsſtoffe zur Erhaltung und Verbeſſerung der häuslichen Be⸗ triebsführung vonnöten ſind. Im Mittelpunkt des Intereſſes ſtehen die Nah⸗ rungs mittel, die dauernd in großer Menge ver⸗ zehrt und erneuert werden müſſen. Des ferneren ſpielen auch die Textilien für Kleidung, Wäſche, für Küche, Wohn⸗ und Schlafzimmer und als Rei⸗ nigungsmittel eine hervorragende Rolle. Dazu tve⸗ ten die zur Bereitung und Vorrathaltung aller Be⸗ dürfniſſe des Haushaltes dienenden Einrichtungs⸗ gegenſtände und Geräte, unter denen wieder Koch⸗ im Haushalt und Tafelgeſchirr eine bevorzugte Stellung einneh⸗ men. Ein Ueberblick über die Fülle der Stoffe, die im Inſtitut für Warenkunde vom wiſſenſchaftlich⸗waren⸗ kundlichen Standpunkt aus nach allen Richtungen geprüft werden, zwingt zu einer ſyſtematiſchen Dar⸗ ſtellung und Zurückführung auf einfache und ein⸗ fachſte Beſtandteile, auf deren Eigenſchaften und vielfachem Zuſammenwirken Weſen und Wert, ſomit auch die Bewährung aller Waren beruht. In vielen Fällen ſind auch die Verfahren der Erzeugung und Fertigſtellung der Waren von entſcheidendem Einfluß. Zur Erläuterung der wichtigſten Ge⸗ ſichtspunkte, nach denen die Warenkunde ihre Be⸗ trachtungen und Unterſuchungen vornimmt, wurden die für die Haus wirtſchaft wichtigen Probleme an Hand mehrerer einprägſamer Beiſpiele durch Vor⸗ zeigung vieler Muſter, technologiſcher Stufengänge, ſowie namentlich durch Vorführung zahlreicher, in⸗ tereſſanter Lichtbilder erörtert. Ein Rückblick eröffnete das Weſen der Gasflamme, auf der die Gaskochherde und Heizöfen, früher auch die Beleuchtungsarten beruhten, deren hiſtoriſche Entwicklung kurz geſtreift wurde. Als Kochgeſchirr wurde das auch heute noch überragend wichtige Emailgeſchirr zunächſt in ſeiner Herſtellung vorgezeigt, worauf ſich eine Betrachtung der für die Haus wirtſchaft beſonders zweckmäßigen Formen bet den verſchiedenen Haus halt⸗ und Tafel⸗ geräten anſchloß. Auch die große Gruppe der Tonwaren kam zu ihrem Recht, indem ſowohl bedeutſame Stätten der Erzeugung als auch die wich⸗ tige Unterſcheidung von Porzellan und Steingut be⸗ ſprochen wurde. Aus dem Gebiete der Genußmittel gab der Tee in ſeiner mühevollen Art der Gewinnung und Zu⸗ bereitung eine Vorſtellung von den zahlreichen Handgriffen und verwickelten Umſtänden. die den Aufbau und das Weſen einer beſtimmten Ware be⸗ dingen. Die Textilien konnten an Hand kennzeich⸗ nender Beiſpiele dem Verſtändnis nahegebracht werden. Dem Vortrag ſchloß ſich eine Beſichtigung der Einrichtungen an. Ein großer Teil der Sammlungen, insbeſondere der Waren des Welt⸗ handels, iſt auf den Gängen des Gebäudes A 4, 1 untergebracht und jederzeit zugänglich, während die übrigen Einrichtungen, Sonderbibliothek, Archiv, Laboratorium uſw., den Beſuchern des Inſtituts für Warenkunde an der Handelshochſchule zur Ver⸗ fügung ſtehen. Die reiche Fülle(20 000 Muſter, 10000 Bilder, Diapoſitive uſw.) und die überſichtliche Ord⸗ nung erregte allgemeines Intereſſe und ſicherte den Dank der Beſucher, der dem Inſtitut und ſeinem Leiter galt. W. Mannheimer Mal-Ausſtellung Die Mannheimer Mai⸗Ausſtellung 1933 für Handwerk, Handel und Ge⸗ werbe, die der Gewerbeverein und Hand⸗ werkerverband vom 29. April bis 7. Mai in den Rhein⸗Neckarhallen veranſtaltet, kann hinſicht⸗ lich der Nachfrage von Ausſtellern und der Quali⸗ tät der Ausſtellungsobjekte heute ſchon als ein voller Erfolg bezeichnet werden. In dem bisher noch bei keiner Ausſtellung feſtzuſtellendem Intereſſe von Ausſtellungsfirmen kommt ein ſtarkes Vertrauen auf ein Anſteigen des Wirtſchaftsbarometers zum Ausdruck. Das Motto„Deutſche Arbeit— Deutſche Ware“ hat ſich derart zugkräftig er⸗ wieſen, daß die Vergebung der letzten Plätze nur noch eine Frage von—2 Wochen ſein dürfte. Das ſich auf die zu erzielenden Verkaufserfolge gründende Vertrauen wird beſtärkt durch die günſti⸗ gen Nebenumſtände, unter denen die Mai⸗Ausſtel⸗ lung ſtattfindet. Der Maimarkt und die ſonſtigen Mai⸗Veranſtaltungen, die die Mannheimer„Sai⸗ ſon“ eröffnen, ziehen alljährlich viele Einheimiſche und Fremde an. Die geſchickte Löſung der kom⸗ binierten Eintrittskarten, die zugleich zum Beſuch des Maimarktes und der Mai⸗Ausſtellung berechti⸗ gen, wird beiden Veranſtaltungen, insbeſondere aber der Mai⸗Ausſtellung, viele Beſucher zuführen. Ein beſonderer Autobus⸗Zubringerdienſt iſt in die Wege geleitet, durch den die Ausſtellungsbeſucher aus der Pfalz, dem Odenwald, Neckartal und dem badiſchen Hinterland nach den Rhein⸗Neckarhallen gebracht werden. Die Ausſtellung ſelbſt zeigt gewöhnliche Vielſeitigkeit. Neben den Spezialleiſtungen aller Berufsgruppen bringt ſie viele Neuerungen, die auf der Leipziger Frühjahrs⸗ meſſe zum erſtenmal gezeigt wurden. Der Unter⸗ haltung und Erholung dienen das Ausſtellungskino, Ausſtellungskaffee, Ausſtellungsreſtaurant mit Ter⸗ raſſen⸗ und Gartenbetrieb und dem hinter der gro⸗ ßen Halle in einem eingezäumten Freigelände ge⸗ plante Beluſtigungspark mit ſeinem Hauptanzie⸗ hungspunkt, der Sommer⸗Rodelbahn. Die Bemühungen der Ausſtellungsleitung hin⸗ ſichtlich Propaganda, Reichhaltigkeit und Vielſeitig⸗ keit, Abwechſlung und Unterhaltung ſind außer⸗ ordentlich groß und verſprechen bei der glücklichen Hand, die der Gewerbeverein und Handwerkerver⸗ band bei ſeinen bisherigen Veranſtaltungen immer bewieſen hat, auch der Mai⸗Ausſtellung einen guten Erfolg. eine außer ⸗ Mick, Shoe lch eke 8 verbchled. Spftrenbroft. 7 Aus,. Nr 10(2 Fed.) 40 Pf. 1a Fed. her Breſts 10 Uf „„„ß EEE r ä Reger und Heidelberg Auf den 19. März fällt der 60. Geburts⸗ tag Max Reners. Der große deutſche Kompondiſt, der nur ein Alter von 43 Jahren erreicht hat, ſchrieb neben bedeutenden Inſtrumental⸗Kompoſi⸗ tionen auch viele Lieder und Chorwerke und eine Modulations⸗Lehre. Er war mehrere Jahre lang Univerſitäts⸗Muſikdirektor und Lehrer am Leipzi⸗ ger Konſervatorium und wurde daun als Hofkapell⸗ meiſter nach Meiningen berufen. Ueber ſeine Ver⸗ bindung mit unſerer engeren Heimat unterrichtet der nachfolgende Artikel. Max Reger betrat erſt 1905 zum erſten Mal den Heidelberger Boden, der ihm dann ſchnell und un⸗ erwartet zu einer zweiten Heimat, zu einem nicht mehr verſiegenden Quell der Kraft und Zuverſicht zwiſchen den zermürbenden Konzertfahrten und Muſikfeldzügen wurde. Seit 1905 kehrte er dann jedes Jahr wieder bis zu ſeinem zu frühen Ende. Aber ſchon vor 1905 tauchte das Signum Heidel⸗ bergs auf: 1898 erhoffte er von Heidelberg die Er⸗ löſung aus der tiefſten Depreſſion ſeiner Lern⸗ und Lehrjahre am Wiesbadener Konſervatorium(1890 bis 1898). In Heidelberg war 1898 der Poſten eines Kapellmeiſters zu beſetzen. Wenige Tage vor Ablauf der Bewerbungsfriſt erfuhr der junge Kon⸗ ſervatoriumslehrer davon und wandte ſich dringend brieflich an ſeinen ſeit wenigen Jahren erſt gewon⸗ nenen neuen Freund Feruceio Buſoni nach Ber⸗ lin mit der Bitte, ihn doch ſchleunigſt als ſtädtiſchen Kapellmeiſter in Heidelberg zu empfehlen, direkt ans Bürgermeiſteramt daſelbſt:„Wenn ich auch noch nicht einen derartigen Poſten bekleidet habe, ſo fühle ich mich muſikaliſch doch ſo ſicher, daß ich ſicher und beſtimmt weiß, mich in kürzeſter Zeit eingearbeitet zu haben. Ich verſicher Dich auf Wort, Du empfiehlſt in mir keinen Unwürdigen.“ Daraus wurde aber nichts, ſo wenig wie einen Monat ſpäter aus der Bewerbung nach Bonn, zu der er ſich von Felix Mottl und Eugen d Al⸗ bert Zeugniſſe verſchafft hatte Schnell folgte der furchtbare Nervenzuſammenbruch dieſes 1898, einer der ſchlimmſten, die ihn je betroffen. Aber er brachte auch die Wendung ſeiner Wies⸗ badener Leidenszeit, wenn auch nicht von der Seite, von der er ſie erhofft hatte. Die beſtürzten Eltern ließen ihn durch ſeine Schweſter Emma nach Wei⸗ den heimholen in die Oberpfalz, wo er ſich in glühendem Schaffensdrange wiederfand. Noch hatte ihn kein freundliches Geſchick mit dem Manne zuſammengeführt, der ſieben Jahre ſpäter zu einem ſeiner überzeugteſten Freunde, zum un⸗ entwegten Pionier ſeiner Kunſt werden ſollte: Heidelbergs Univerſitätsmuſikdirektor Philipp Max Reger 7 Wolfrum.— Wohl trat er in ſeiner Weidener Schaffenseinſamkeit mit Karl Wolfrum, dem min⸗ der bekannten Bruder Philipp Wolfrums, der eben⸗ falls ein tüchtiger Muſiker war, und mit dem er bis in die ſpäteſten Jahre freundſchaftlich verbunden blieb, in Briefwechſel. Karl Wolfrum war ein in dortiger Gegend(Mittel⸗ und Oberfranken) ſehr ge⸗ ſchätzter Orgelſpieler und Komponiſt. dazu Lehrer an der Staatlichen Muſikſchule zu Altdorf bet Nürnberg. Sie tauſchten ſich ihre neueſten Kompoſi⸗ tionen aus. So ſandte Reger ihm ſein op. 46, ſeine „Phantaſie und Fuge über BAC“, von der er noch nicht ahnen konnte, daß ſte im folgenden Jahr(1901) ſein erſter Vorſtoß nach Heidelberg wer⸗ den ſollte:„Die Phantaſie und Fuge iſt ſehr ſchwer und erfordert eine ganz große Orgel.“ Einige Wochen ſpäter:„Immer noch nicht bin ich dazu ge⸗ kommen, Ihrem Herrn Bruder etwas zu ſenden. Es ſoll aber bald geſchehen, ſowie es mir möglich iſt.“ Später ſprach Reger nie mehr von jener furcht⸗ baren Zeit 1898 und ſeiner Abſicht, ſich um den Heidelberger Kapellmeiſterpoſten zu bewerben. Ob es Feruceio Buſoni noch gelungen war, die paar Tage bis zum Termin(20. 2. 1898) ſeine Be; fürwortung an das Bürgermeiſteramt zu Heidelberg gelangen zu laſſen, iſt anzuzweifeln. Von einem Schreiben Buſonis iſt in der Stadtratsregiſtratur keine Spur mehr zu finden. Der Name Max Reger erſchien auch nicht auf der Liſte der Bewerber. Unter den 79 Namen(darunter der 27jährige Leo Blech, damals noch in ſeiner Vaterſtadt Aachen weilend, Alfred Lorentz, ſpäter Karlsruhe, Johann Doeble⸗ u..), kamen fünf in engere Wahl. Paul Radig, Kapellmeiſter am Stadttheater Nürnberg, erhielt die Stelle, die er bis zu ſeiner Penſionierung 1932 inne⸗ hatte. Was dem verzweifelten Reger damals als Fehl⸗ ſchlag gelten mochte, erſparte ihm nur einen Um⸗ weg. Der Theaterdienſt hätte ihn kaum gefördert, ſowenig wie die Unterhaltungskonzerte in Stadt⸗ und Schloßgarten.— Was ihm ſelbſt nicht gelungen war, ſollte drei Jahre ſpäter ſeinem op. 46 gelingen: ſiegesfroh in Heidelberg einzudringen! Und zwar gelang dieſe Einſchmuggelung auf den ſtarken Fit⸗ tichen Karl Straubes. F. Max Regers Perſoönlichkeit Von Dr. Paul Ertel 7 Reger hatte die Eigentümlichkeit, ſeine Fähig⸗ keiten zu unterſchätzen. Auf einem Muſikfeſt in Hannover, bei dem ich als Korreſpondent des„Ber⸗ liner Lokalanzeigers“ tätig war, dirigierte er ſein berühmteſtes Orcheſterwerk, die Hillervariationen, im Hoftheater. Während der Pauſe ging ich auf die Bühne um ihn zu beglückwünſchen. Reger ſaß bei der Juni⸗ Temperatur von 24 Grad in einen rieſi⸗ gen Winterpelz gehüllt im Künſtlerzimmer und be⸗ hauptete, ihm ſei kalt geworden. hinzu:„Lieber Doktor, ſeien Sie mal ganz auf⸗ richtig: Habe ich nicht wie ein Schwein dirigiert?“ Natürlich mußte ich lachen und ihm erſt beruhr⸗ gend verſichern, daß er ſein Werk mit höchſter Mei⸗ ſterſchaft dargeſtellt habe.— Reger übernachtete in Hannover im Hauſe eines bekannten Juſtizrates, der nicht wenig erſtaunt war, Reger eines Abends in vollen Sachen auf dem Bette liegend vorzufinden. „Wollen Sie ſich nicht wenigſtens die Stiefel aus⸗ ziehen?“„Dös kann i net!“„Wer beſorgt denn das bei Ihnen zu Hauſe?“„Dös beſorgt immer ma Fru.“ 5 Ein in Berlin weilender amerikaniſcher Muſik⸗ profeſſor lud Max Reger zu einem Muſiktee ein. Reger ſagte zu, ſein Name lockte ſeine Bewunderer in hellen Scharen herbei, es wimmelte von inter⸗ nationalen Berühmtheiten der Muſikwelt, des Thea⸗ ters, der Schriftſtellerei. Reger ſaß im letzten Zimmer in einer Sofaecke und ließ die Dinge an ſich herankommen. Da wurde ich vorgeſchickt, um meinen Einfluß auf ihn geltend zu machen, da er nicht zum Vorſpie⸗ len zu bewegen war. Kaum hatte ich meine Rede begonnen, als er mich zum Entſetzen aller unter⸗ brach:„Lieber Ertel, bin ich denn ein Zirkusaff', daß ich hier herumgezeigt werden ſoll? So, jetzt habe ich genug, jetzt gehe ich nach Hauſe.“ Und ver⸗ ſchwand und ward nicht mehr geſehen. Im Prinzip hatte er nicht einmal unrecht. „Der Tag des Buches“ im Rundfunk. Wie in jedem Jahr ſtellt ſich auch in dieſem der Rundfunk in den Dienſt des„Tag des Buches“. Entſprechend dem Leitwort„Volk und Buch“ wird in erſter Linie jenes dichteriſche Schaffen berückſichtigt wer⸗ den, das aus Geſchichte, Landſchaft und weltpolitiſcher Gegebenheit erzieht und zur nationalen Willens⸗ bildung aufruft. Der Rundfunk iſt ſich bewußt, daß der„Tag des Buches“ in immer wachſendem Maße ein Tag geiſtiger Einkehr werden ſoll. Das ganze Volk ſoll ſich der geiſtigen Werte bewußt ſein, die in den Büchern beſchloſſen liegen und von jedem ein⸗ zelnen erweckt werden können, um das perfönlithe Leben und das der ganzen Volksgemeinſchaft mitzu⸗ geſtalten. An der Reichsſendung am 21. März „Deutſche Dichter ſprechen zum Tag des Buches“ Sofort ſetzte er wirken ſämtliche deutſchen Sender mit. , den 10. März, verſammelten ſich in Baden des Bundes Deut⸗ ekten und die Vertreter ſämtlicher zu einer Beratung über wichtige Be⸗ erſte Vorſitzende, Regierungsbau⸗ iſſcch, eröffnete die Sitzung. Er be⸗ er die Verhandlungen mit der Reichsregie⸗ Schaffung eines Berufsſchutzgeſetzes. Der ſetzentwurf zum Schutze des Titels„Archi⸗ 6 ſt gegenüber dem vor einem Jahr disku⸗ tiert ſchlag weſentliche Verbeſſerungen auf. Grundſätzlich iſt beabſichtigt, den Titelſchutz nur dem im freien Beruf tätigen Architekten und deren Angeſtellten zu gewähren, da Bau⸗ beamte einen ſolchen Schutz nicht notwendig haben. erwarten, daß der neue Geſetzentwurf in Länderregierungen zur Stellungnahme zeht und dann in wenigen Wochen verabſchiedet e ka wenn die Zuſtimmung der Länder orliegt. Die Bildung einer freien Archi⸗ tektenkammer iſt noch für das Jahr 1933 in 5 cht genommen. Die Vorentwürfe hierüber ſind ſtellt und durchberaten. Die Ahän de⸗ s wünſche des Landesbezirks Ba⸗ bei dieſen Verhandlungen im weſentlichen ckſichtigt worden. Noch ungelöſt ſind die Forde⸗ gen der freiſchaffenden Architekten nach öffentlich rechtlicher Anerkennung ihres Berufsſtandes. Jedoch beſteht die begründete Hoffnung, daß bei der in Durchfü Der iſt zu rürze den hrung begriffenen Neuordnung im ganzen en Reich in politiſcher und wirtſchaftlicher ehung auch dieſe wichtige Forderung erfüllt Landestagung in Offenburg Die Frage des Titelſchutzes Längere Zeit nahmen die Beratungen über den von der Reichsbank veranſtalteten engeren Wett⸗ bewerb ein, zu dem 30 Architekten zur Beteili⸗ gung eingeladen worden ſind. Dieſes Vorgehen der Reichsbank wurde allgemein kritiſiert. Dieſe große Bauaufgabe mußte nach einſtimmiger Auffaſſung aller Anweſenden der geſamten freiſchaffenden Ar⸗ chitektenſchaft Deutſchlands, insbeſondere aber der Jugend im Beruf zugänglich gemacht werden. Es wurde bedauert, daß der auf dem Wege der Selbſt⸗ hilfe in Ausſicht genommene allgemeine Wettbewerb unter den Fachverbänden an dem Widerſtand der Reichsbank geſcheitert iſt. Die Verſammlung nahm davon Kenntnis, daß bei der badiſchen Re⸗ gierung von den beteiligten Fachverbänden die Veranſtaltung von Wettbewerben, insbeſon⸗ dere für die Freiburger und Heidelberger Klinik beautragt worden iſt. Es wurde beſchloſſen, dieſe Beſtrebun⸗ gen unermüdlich fortzuſetzen, um die berechtigten Wünſche der Privatarchitekten nach Arbeit und Brot erfüllen zu können. Es wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, daß die evangeliſche Lan⸗ deskirche ſich bereiterklärt hat, die Bauaufgaben der Kirche den Angehörigen der freien Berufe ſo⸗ weit möglich zu übertragen. Die Not in den Kreiſen der Privatarchitekten hat zurzeit eine Höhe erreicht, die das völlige Erliegen des Standes zur Folge haben muß, wenn es nicht bald gelingt, die Berufsausübung dieſes Standes zu ſchützen und damit vor dem wirtſchaftlichen Zu⸗ ſammenbruch zu bewahren. Deshalb verdienen die derzeitigen Verhandlungen zur Erlangung eines Titelſchutzes die größe Beachtung durch den Staat. Aus Baden Hausſuchungen nach Waffen und Schriften Heidelberg, 18. März. Geſtern früh fanden hier und in der Umgebung weitere Hausſuchungen in verſchiedenen Häuſern, beſonders auch in ſolchen Ge⸗ bäuden ſtatt, die von den Kommuniſten, der Sp. und dem Reichsbanner uſw. benutzt wurden. Es wurde nach Waffen und politiſchen Zerſetzungsſchrif⸗ ten geſucht. Zu den durchſuchten Gebäuden gehör⸗ ten in Heidelberg auch das der„Heidelberger Volks⸗ zeitung“. Enthüllung einer Carl Benz⸗Gedächtnistaſel * Karlsruhe, 18. März. Am Vormittag des Oſtermontags wird in Karlsruhe⸗Mühlburg am Ge⸗ burtsort des Erbauers des erſten Kraftwagens, Carl Beuz, eine Gedächtnistafel enthüllt werden, die der Bürgerverein des Stadtteils Mühlburg ſeinem großen Sohne gewidmet hat. An der Feier werden auch Vertreter der Stadtverwaltung und der Automobilverbände teilnehmen. Die Gedenktafel wird folgenden Text erhalten:„Dem Erbauer des erſten ens, Dr. Carl Benz, geb. am 25. November zu Mühlburg, zum ehrenden Gedenken errichtet Bürgerverein Karlsruhe⸗Mühlburg am 17. 1933.“ vom April Der Bau der Rheinbrücke bei Maxau * Karlsruhe, 18. März. Die Frage des Brücken⸗ s bei Maxau ſcheint nun in ihr entſcheidendes 0 kum getreten zu ſein, ſo daß mit dem bal di⸗ gen Baubeginn gerechnet werden dürfte, ſo⸗ bald die Regierungsverhältniſſe in Baden ſich end⸗ gültig konſolidiert haben. Es beſteht Ausſicht, daß die dem geplante Beſprechung zwiſchen Ba⸗ den und Bayern zu einer Einigung zwiſchen den beiden Ländern führen wird. 4 0 8 0 Anweſen von einem fünfjährigen Knaben angezündet Schweighauſen(Amt Lahr), 18. März. Am Donnerstag abend brannte das erſt neuerbaute zwei⸗ ſtöckige Wohn⸗ und Oekonomiegebäude des Zigarren⸗ machers Ohnemus bis auf den Grund nieder. Ge⸗ rettet werden konnte faſt nichts. Der Gebäudeſcha⸗ den beträgt 10000, der Schaden an Fahrniſſen 8000 Mark. Der Brand wurde von einem fünfjährigen Knaben verurſacht, der mit einem brennenden Reiſig⸗ ſtecken vor dem Haus lagerndes dürres Farnkraut anzündete, ſodaß die Flammen raſch das ganze An⸗ weſen einäſcherten. Deviſenſchmugglerin entflieht Verwegener Ueberfall auf einen Gefängnisaufſeher * Törrach, 17. März. Die vor kurzem verhaftete Deviſenſchmugglerin Frau Blum, die übrigens die Tochter eines Münchener Juſtizrates ſein ſoll, ſollte geſtern mit Sondertransport zur Staatsauwaltſchaft München gebracht werden. Die Frau bezw. ihr Mann hatten ſich erboten, für die Koſten des Sondertransportes aufzukommen, der auch geſtern ausgeführt wurde. Allem Anſchein nach war aber die Flucht von Verwandten vorbereitet, die dann auch gelungen iſt. Während des Umſteigens auf dem Badiſchen Bahnhof in Baſel wurde der die Frau begleitende Gefängnisaufſeher Schneider plötzlich von hinten von einem fremden Manne angefallen und zu Boden geſchlagen. Während ſich Schneider zur Wehr ſetzte, ergriff Frau Blum die Flucht. Ehe ſich der Gefängnisauf⸗ ſeher von der Ueberraſchung erholt hatte, war Frau Blum inzwiſchen bis zum ſchweizer Polizeipoſten der. Zollkontrolle des Badiſchen Bahnhofs gekommen. Der Aufſeher erbat die Hilfe der ſchweizer Polizei. Dieſe wurde ihm jedoch nur inſofern zuteil, als ſowohl Frau Blum wie der fremde Mann— ein Reichs⸗ beutſcher namens Hagelsberger— anſcheinend ein Verwandter der Verhafteten, wegen Körperver⸗ letzung feſtgenommen wurden. Frau Blum wurde fedoch nach kurzem Verhör auf freien Fuß geſetzt, während Hagelsberger vom Schnellrichter zu zwei Tagen Gefängnis verurteilt wurde, da er offenbar uhne Paß über die Grenze gekommen iſt. Frau Blum iſt jedenfalls auf ſchweizer Boden in Sickerheit, allerdings iſt das geſchmuggelte Geld in Deutſchland ſichergeſtellt. 5 Aus der Pfalz Zur pfälziſchen Genoſſenſchafts⸗Fuſion * Ludwigshaſen, 16. März. Die Arbeitsgemein⸗ ſchaft der Genoſſenſchaftsverbände Landau und Lud⸗ wigshafen nimmt zu den Preſſenachrichten über einen evtl. Zuſammenſchluß der beiden Ge⸗ noſſenſchaftsverbände der Pfalz Stellung. Es dürfe kein Zweifel ſein, daß dieſe Maßnahme ein Teil der notwendigen Agrarhilfen des Reiches ſei und damit im Geſamtintereſſe der Wirtſchaft liege. Durch Vereinheitlichung der Spitzenorganiſationen der örtlichen Genoſſenſchaften ſoll eine zuſätzliche Erhöhung der Leiſtungsfähigkeit des landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsweſens der Pfalz erreicht werden. Die maßgeblichen Beſchlüſſe werden nach Vor⸗ legung des geſamten Materials zunächſt von den beiderſeitigen Geſamtausſchüſſen zu faſſen ſein, wäh⸗ rend die letzte und endgültige Entſcheidung bei den Genoſſenſchaften ſelbſt liege. Bei den Rationaliſie⸗ rungsverhandlungen ſeien ausſchließlich ſachlich⸗ genoſſenſchaftliche Geſichtspunkte maßgebend. Selbſtmordverſuch eines Schutzhäftlings * Neuſtadt a.., 18. März. Der hieſige Schrift⸗ ſetzer Hermann Zahm, ſeinerzeit als Zeuge in den Prozeß„Schüſſe auf SA“ verwickelt, hat ſich am Donnerstag aus dem dritten Stockwerk der Kaſerne bei Lachen⸗Speyerdorf auf die Straße geſtürzt. Dabei erlitt er lebensgefährliche Verletzungen. Vor einigen Tagen wurden nun die Perſonen, die damals im Verdacht der Täter⸗ oder Mitwiſſer⸗ ſchaft ſtanden, in Schutzhaft genommen und einem Verhör unterzogen. Der Selbſtmordverſuch Zahms erhöht den Verdacht, daß er irgendwie um die da⸗ malige Schießerei Beſcheid wußte. Näheres muß die eingeleitete Unterſuchung ergeben. Zahm be⸗ fand ſich mit anderen in der Kaſerne in Schutzhaft. Ins Ausland geflohen * Landau, 18. März. Rechtsanwalt Dr. Sally Feibelmann und Weinhändler Auguſt Schön⸗ feld, die am Donnerstag in Schutzhaft genommen werden ſollten, wurden in ihren Wohnungen nicht angetroffen. Beide ſollen ſich, wie der„Landauer Anzeiger“ mitteilt, im Ausland befinden. Wegen Deviſenſchiebung beſtraft * Pirmaſens, 18. März. Vor dem hieſigen Schöf⸗ fengericht hatte ſich der in Luxemburg geborene und in Rodalben wohnhafte Diplom⸗Ingenieur Nikolaus Riedel wegen Deviſenſchiebung zu verantworten. Er ſoll im Oktober und November 1932 JG.⸗Farben⸗ Aktien im Kurswerte von 67000 Mark in Luxem⸗ burg gekauft haben, ohne im Beſitz einer Genehmi⸗ gung des Landesfinanzamts Würzburg zu fein. Riedel erhielt eine Geldſtrafe von 15000 Mark und drei Monate Gefängnis, für die ihm bedingter Straf⸗ erlaß gewährt wurde. ** * Frankenthal, 18. März. Das Freie Tur ner⸗ heim wurde wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit beſetzt. Mehrere Perſonen, die mit ſchweren Kupferdrahtkabeln bewaffnet waren, wurden in der Nähe des Turnerheims verhaftet. * Speyer, 18. März. Von den ſeit 10. März feſt⸗ geſetzten Schutzhäftlingen ſind zahlreiche Haft⸗ beſchwerden eingereicht worden. Dieſe Eingaben wurden nach München weitergeleitet, da ſich die kommiſſariſche bayeriſche Regierung die Entſcheidung vorbehalten hat. * Kaiſerslautern, 18. März. Die Jungmann⸗ ſchaft des Marinevereins Kaiſerslautern, die am Blechhammer ein Blockhaus errichtet, entdeckte am Donnerstag nachmittag im Blechhammerweiher eine weibliche Leiche, die geborgen wurde. Es handelt ſich um die 18jährige Käthe Wilhelm aus Lud⸗ wigs hafen, die hier zu Beſuch weilte. Die Leiche dürfte ſchon acht Tage im Waſſer gelegen haben und wurde in die Leichenhalle gebracht. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März Rhein- Pegel 14.18. 16. 17.18. Neckar⸗Pegelſ 15 16 5 18. Baſel 0,12 0,17 0,2100, 19 0,22 5 5 Brelſach.07 9,90 9,70, 0,8 Mannheim. 288 2,49 2,37 2,34 Reh. 25 2,08.00 18.90 Jagſtfeld 1.92 Maxaun.54 578.05 361 37,65 Heilbronn 428 1 J 125 Mannheim 2464.50 2,48 2,30 2,28 Piochingen. 1 105 85 8 Caub 2704.92 1841,77 1,67 Köln.22.061,89 1,70 16% Die Entſcheidungskämpfe Die Boxmeiſterſchaften des Rhein⸗Neckar⸗Gaues errei⸗ chen mit den Endkämpfen, die bekanntlich am lag, 18. März, im Zähringer Löwenſaal, Schwetzinger ße 103, in ſämtlichen Gewichtsklaſſen ausgetragen werden, ihren Höhepunkt. Teilweiſe ſind es ausgeſprochene Te und Fighter, teilweiſe aber auch gleichwertige Gegner, di den Endkampf beſtreiten und den Meiſtertitel zu er hoffen. Nach der Vor⸗ und Zwiſchenrunde zu ſchließ hervorragende, aber auch erbittert geführte Kämpfe bot, wird an dieſem Abend noch hartnäckiger gefochten werden, bis in jeder Klaſſe die Entſcheidung gefallen iſt. Nicht um⸗ ſonſt iſt man auf den Ausgang der Endkämpfe ſehr geſpannt. Wer wird Meiſter? Im Fliegengewicht hat Ritſchel⸗BfK. 86 in Weißen⸗ mayer⸗VfK. Schifferſtadt einen angriffsfreudigen, ſchnell ſchlagenden Mann zum Gegner. Der annheimer müßte ihm aber in jeder Hinſicht gewachſen ſein den Titel erringen. Durchaus offen iſt der Kampf im Bantamgewicht zwi⸗ ſchen Gräske⸗Reichsb. Turn⸗ u. Sport⸗Ver. und Bauſt⸗S Siegfried Ludwigshafen. Graske hat längere Zeit pauſiert, während Bauſt in letzter Zeit erfolgreiche Kämpfe lieferte. Es wäre kein Wunder, wenn Bauſt als Meiſter hervor⸗ gehen würde. Acußerſt geſpannt iſt man auf das Treffen Huber⸗Vfck. 86 gegen R. Wagner⸗VfK. Schiſferſtadt im Federgewicht, und dürfte auch das einen harter Huber dürfte daß beſſere Ende h r erwartet. Im Leich er ſtark im Kommen gegen den techniſch en den Titel nicht neh⸗ allerdings nicht leicht guten; l men laſſen. machen. die Klubkameraden vom Provo, den Endkampf. ſch beſſeren, und härter Das Mittelgewicht bringt wieder einen harten Kampf, en nicht Bahr⸗VfK. 88 und Baumann⸗Bfe. h hier begegnen. Der techniſch ie größeren Ausſichten auf die Erringung denn es müßt 3 Im hafen den ſehr guten Anfänger Habel⸗BfK. 86 zum Gegner Der routinierte Kupper wird ſich ganz gewaltig zu wehren haben, wenn ihn Habel auf Diſtanz boxt. Ueberraſchung, wenn würde. Im Schwergewich Stand h · Es wäre keine der Mannheimer Meiſter werden ird Jakob⸗VfK. 86 einen ſchweren den körperlich großen Vorteilen Siegfried Luoͤwigshafen. Der annheimer wird nicht verhindern können, daß ſein Geg⸗ ner Meiſter wird. Handball der Turner Rückrunde um die Meiſterſchaft Nach der Kräſteverſchiebung innerhalb der noröbadiſchen Gruppe war ſchon mitten in der Vorrunde der unerwartete Rückſchlag bei Tb Durlach und Jahn Offenburg ebenſo auffallend, als bei Tgde Ketſch und T V 62 Weinheim, beſonders aber bei Ketſch, eine ſich von Spiel zu Spiel ſteigernde Leiſtungsſteigerung, auf Grund derer nach Abſchluß der Vorrundenſpiele Ketſch mit dem glatten Vorſprung von 3 Punkten vor Weinheim den erſten Platz eingenommen hatte. Da beide Mannſchaften auch ihre. teren Spiele gewinnen konnten, blieb die Lage un j Aufhorchen aber ließ am vorletzten Sonntag 62 durch ſeinen außergewöhnlichen 19:4 S ü burg. Die Weinheimer brachten d 5 Erinnerung, daß ſie nur auf einen Fehltritt des führers warten, um im Kückſpiel gegen dieſen auf eigenem Platze und aus eigener Kraft der Tgöe Ketſch den Rang ſtreitig zu machen. Ob dieſer Zweikampf weiter beſtehen bleibt, wird in den Spielen des kommenden Sonntages ſich zeigen. Die Tgoͤe Ketſch, die zu den ſchwerſten Begegnungen in der Vorrunde auswärts weilte, empfängt den Tb d Durlach. In Durlach ſtanden ſich zwei gleichwertige Mannſchaften gegenüber, von denen ſich Durlach erſt in den letzten Spielminuten mit nur einem Tor ſchlagen ließ. Auch im neuerlichen Zuſamm Ketſch alles hergeben müſſen, um ſich durch Ettlingen— TW 62 Weinheim lautet die andere Paarung. Ettlingen hat bis jetzt nur nach der angenehmen Seite überraſcht. Auch Weinheim wird Jas Unentſchieden vom Vorſpiel noch nicht vergeſſen haben, und dieſesmal alles daranſetzen, zu einem Siege zu gelangen. Zu einem ſolchen, und zwar zum erſten, hat auch Jahn Offen⸗ burg mit John Nußloch als Gegner Gelegenheit. Im Falle einer Niederlage kommt Nußloch auf den letzten Platz. Im Turnerinnen handball iſt das Spiel Jahn Wein heim— Tbd Germania fällig. Von den Aufſtiegsſpielen Noch iſt alles in der Schwebe, die Tabellenführer bleiben bei nur geringem Vorſprung faſt alle hart bedrängt. Recht gut ſind noch die beiden Vertreter des Mannheimer Gaues dabei. Während Tbd Hockenheim die Ta⸗ bellenſpitze behaupten konnte, iſt Jahn Neckarau etwas zurückgefallen. Doch beſteht zweifelsohne die Möglichkeit für die Jahnleute, zumal das Können vorhanden iſt, einen Her vier erſten Plätze zu halten. Die Tabelle: Unterſchied reffen wird N T V Spiele gew unentſch. verl. Tore Punkte Tod Hockenheim 4 3 1— 18:10 7 TV Handſchuhsheim 4 3— 1 36:20 6 Tae Ziegelhauſen 1 2 4 1 33716 5 TV Sinsheim 4 2 1 1 24:14 5 Jahn Neckarau 4 2— 2 17.10 4 Germania St. Leon 4 1 1 2 24:28 8 TV Bammental 3—— 3 16.30 555 Handballgeſ. Eberbach 3— N 3.41— Im Mittelpunkt der Gruppe 1 und 2 ſteht am Sonn⸗ tag das Spiel Tgöe Ziegelhauſen— Töd Hocken⸗ heim. Wenn Hockenheim auch dieſe Klippe umſchifft, war aber ſchwer halten dürſte, wird die vorläufige Ta⸗ bellenführung geſichert ſein. Beim TV Hanödſchuhs⸗ heim wird es auch Jahn Neckar ou nur ſchwer ſchaffen. In den weiteren Spielen TV Bammental TV Sinsheim und Handballgeſ. Eberbach— St. Leon haben die Gäſtemannſchaften die beſſeren Ausſichten. In den anderen Gruppen finden ſtatt: Gruppe 3: TV Heidelsheim— Turngeſellſchaft Pforz⸗ heim; Tho Pforzheim— T Bretten; Tgoͤe Teutſchneureut gegen TV Wöſſingen. Gruppe 4: TV Forbach— MT Karlsruhe; T Nie⸗ derbühl— Tſchft Raſtatt; Töd Ottenau— TV Auenheim. Gruppe 5: TV Nonnenweier— TW Herbolzheim; Jahn Freiburg— TWö Altenheim. 2. Jahnſchildrunde im Gau Die 6 Mannſchaften, die in der erſten Runde ihre Spiele gewinnen konnten, treten am nächſten Sonntag bereits zum 2. Gang an, die im Verlauf 1 härter werden ſollte. Es treten ſich gegenüber: TV Hockenheim— TW Fried⸗ richsfeld; Tg Oftersheim— TW Schwetzingen; Reichsbahn Mannheim— Germania Reilingen, Ringer-Kongreß in Helſingfors Der Auftakt der Europa⸗Meiſterſchaften Die ſich über vier Tage erſtreckenden Europa⸗Meiſter⸗ ſchaften im griechiſch⸗römiſchen Ringkampf wurden in der finniſchen Hauptſtadt Helſingfors wie üblich mit dem Kon⸗ greß des Internationalen Amateur⸗Ringkampf⸗Verbandes eingeleitet. Von den Beſchlüſſen iſt beſonders die Aen⸗ derung der Wettkampf⸗ Regel bei Punkt⸗Ent⸗ ſcheidungen von Bedeutung. Nach der neuen Beſtimmung erhält der vom Kampfgericht mit:1 Stimmen als beſiegt gewertete Ringer anſtelle der bisherigen drei nur noch zwei Minuspunkte. Ferner will man der von manchen Ringern bevorzugten reinen Vexteidigungsarbeit durch ſtrenge Maß⸗ nahmen ſteuern und ſie durch Verwarnungen in kurzen Ab⸗ ſtänden und Disqualifikation zum Kämpfen zwingen. Der internationale Verband lehnte den italieniſchen Antrag ab, die Aufſicht des Berufsringkampfes durch die einzelnen Landes verbände zu übernehmen. Bei der Feſtlegung der kommenden Titelkämpfe wurden die diesjährigen Europa⸗ Meiſterſchaften im Freien Stil an Frankreich vergeben, wo ſie im Herbſt in Paris durchgeführt werden. Im Jahre 1934 veranſtoltet Schweden in Stockholm die gleichen Wett⸗ bewerbe. Italten richtet im nächſten Jahre die Kämpfe im griechiſch⸗römiſchen Stil in Rom aus und für 1935 trat Dänemark als Bewerber auf. Europameiſterſchaft im Ringen In der finniſchen Hauptſtadt Helſingfors begannen am Freitag unter ſtarker Anteilnahme des Publikums die Europameiſterſchatſen im griechiſch⸗römiſchen Ringen. 41 Ringer aus neun Nationen bewerben ſich um den Titel in den ſieben Gewichtsklaſſen. Am erſten Tage gingen drei unſerer ſechs Ver⸗ treter, Ehrl, Föſdenk und Hornfiſcher auf die Matte, die ſämtlich ihre Kämpfe, Hornſiſcher ſogar entſcheidend, ge⸗ wannen. Im Federgewicht feierte Ehrl⸗ München einen ganz überzeugenden Punktſieg über Ferenez⸗ Ungarn. Földek⸗ Hamburg erzielte das gleiche Re⸗ ſultat im Mittelgewicht gegen Kull i a ar⸗Eſtland und H ifiſcher⸗ Nürnberg zwang den Finnen Nremelg ſchon bald nach Beginn auf beide Schultern. 5 2 5 Polizeiſternfahrt 1933: Ziel Dresden Der ſport wird in Kreiſen der Polizeibeamten r. Die erſte Polizeiſternfahrt 1930 nach ſchöner Erfolg; noch beſſer beſchickt war rt 1931 nach Danzig und beide wurden die Internationale Polizeiſternfahrt 1992 Für das Jahr 1933 iſt Dresden als ahrt vorgeſehen. Es wird mit über mern gerechnet. Die Veranſtoltung wird Auguſt ſtattſinden. Neuer Weltrekord im Skiſpringen Eine phantaſtiſche Leiſtung meldet der Draht aus Revel E 1 immer 5000 Teilneh vom 26— 0. Stoke im kanadiſchen Felſengebirge. Auf der dortigen Schanze erreichte der Kanadier Robert Lym⸗ bourne eine Weite von 877 Meter. Damit übertraf er nie erſt kü 5 geſtellte Beſtleiſtung des Schweizers Rochet um einen halben Meter. 0 2 Deutſche Bor⸗Niederlagen in Velgien Doppelmeiſter im Fliegen⸗ und Bantom⸗ etzner⸗ Köln trat in der belgiſchen Pro⸗ gegen den Europameiſter Petit⸗ Metzuer erlitt ſchon gleich zu Beginn des Kampfes hwere Augenverletzung, die ihn denn auch in der vierten Runde zur Aufgabe zwang. Zichy⸗ Hamm wurde ebenfalls in der vierten Runde von Faog⸗ nan mit einem Nierenſchlag entſcheidend beſtegt, nachdem er bis dahin nach Punkten geführt hatte. 2 8 Frankreichs Rugby⸗ Fünfzehn Zum Läünderſpiel gegen Deutſchland am 26. März in Paris hat Frankreich jetzt endgültig folgende Manuſchaft mit ſeiner Vertretung beguſtragt: Schluß: Guiral(Su Agen); Dreiviertel: Finat(CASch Paris), Codere (Re Chalon), Bailette(Ré Toulon), Roynaud(A Careu⸗ ütſche Biquet on. ſonne); Halb H. Rouſie(CA Villeneuve), S. Bes (Toulouſe); türmer: Ribere(us Quillan), Duhau (Paris), C(Lyon), Branca(Toulouſe), Choy(Hor⸗ bonne), 6 d(Lyon), Laurent(Auch), Ainsviart (Bayonne), Escaffre(Narbonne). Mannheimer Kegelſport In der B⸗Klaſſe nimmt der Klub Rheingold eine Extra⸗Stellung ein. Um ſeine Mitglieder beſchäftigen zu können, ſtellte er zwei Mannſchaften auf. In den letzten Tagen fand nun der offizielle Kampf zwiſchen der 1. und 2. Mannſchaft ſtatt. Wie zu erwarten war, ſtegte die 1. Mannſchaft; aber es hätte nicht viel gefehlt und der Sieg wäre zweifelhaft geweſen. Kohlſchmitt H. verſagte in ſeinem zweiten Riß. Im Geſamtreſultat überragte er aber ſeinen Gegner und ſo konnte die erſte Mannſchaft mit ihrer Holzzahl 1567 gegen die 2. Mannſchäft 1499 noch mit 68 Holz plus den Aufſtieg in die A⸗Klaſſe erreichen. In der A⸗Klaſſe trafen ſich auf den Stierlebahnen der 1. KC Waldhof mit den Fidelen Brüdern 21. Beide Mannſchaften legten ſich gleich von Anfang an ins Zeug, um ihren Gegner möglichſt niederzuringen. Aber beide Maͤnnſchaften ſind gleichwertig und nur mit einem Holz Unterſchied(um e Hoor) wurde der Kampf beendet. Die Waldhöfer erreichten 2168 Holz, Fidele Bruder 21„nur“ 2167. In der Oiga⸗Klaſſe iſt ſcheinbar bei den Feuden⸗ heimern kaum zu gewinnen. Klub Roland mußte dort mit Feudenheim 26 die Klinge kreuzen und als Unter⸗ legener wieder nach Hauſe ziehen. Feudenheim buchte für ſich 2153 Holz, mit 17 Holz weniger, alſo 2196 Holz beendete Roland den überaus fairen Kampf. Feudenheim verbleibt ſomit in der Liga⸗Klaſſe. Jageehaleucles Samstag, 18. März Nationaltheater:„Angelina“, komiſche Oper von Roſſint, für Schüler höherer Lehranſtalten, Anfaug 18 Uhr. „Minng von Barnhelm“, Luſtſpiel von Leſſing, in neuer Jnſzenierung, Anfang 20 Ühr. Libelle: 16 Uhr Tanztee, 20.30 Uhr Kabarett— Vaortete — Tanz. Odeon⸗Kafſee: Konzert(Verlängerung). Vlalgban⸗ Kaffee: 17 Uhr Tanztee, 20 Uhr Konzert mit Eln⸗ agen. Weinberg: 20 Uhr Winzerfeſt mit Konzert und Tanz Lichtſpiele: Alhambra:„Menſchen im Hotel“.— Sch a u. burg:„Der Sohn des Rafoh“.— Gloria ⸗Palaſt! „Der Rebell“.— Capitol:„Heut nacht gehts los“— Untverſum:„Der Choral von Leuthen“ und Bühnen⸗ ſchau.— Roxy ⸗ Theater:„Die Herren vom Maxim, — Palaſt⸗ Theater„Ich bei Tag und Du bei Nacht“, — Scala Theater:„Grün iſt die Heide“, Sehenswürdigkeiten Schloßmuſeum: Sonderausſtellung:„Handzeichnungen von Paul und Auguſtin Egell“. Geöffnet in der von 10—13 und von 1517 Uhr.— Städtiſche Kunſthalle! Sonderausſtellung:„Deutſche Provinz“, Gemälde, Aquo⸗ relle, Zeichnungen und Graphik, ferner„Werbeausſtellung für junge Kunſt“. Aquarelle, Zeichnungen und Radierun⸗ gen des Mannheimer Künſtlers Hans Albert Schäfer. Geßffnet von 1013 und von 15—17 Uhr.— Mannheimer Kunſtverein, I. 1, 1: Ausſtellung„Pfälzer Kunſt“, geöffnet von 10—13 und von 14—16 Uhr. S——''br...... Chefredakteur: H. A. Meißner Verantwortlich für Politik: Dr. W. Rein 12888-Handelsteil: K,. Ehmm Feuilleton: Dr. St. Kayſer⸗ Lokgler Tell: R. Schönfelder Sport und 0 Vermiſchtes: W. Müller Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht u. den übrigen Teil: F. Kircher Anzeigen u, geſchäftliche Mitteilungen: J. Faud: jämtlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckere! Dr. Haas Naue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, R 1,-6 Für unverlangie Beiträge keine Gewühr Rückfendung nur bei Rückports 4 * 8 . Das„ donger un em laufe mittags vr gut und Haus. A Ereigniſſe Veifall ei Grena leben un! der Begei aufnahme der ſpon bes öſterr ſprang di des Film Groß der Bu der Film gend weck heitragen Ansprache gem Teſte „Der( leurs C reußiſche tond ein Die Uebe Oeſtexreich bergs 0 6 nete. bis Friedrich — — Bechstein, ler. Riſtemi mann. Re ler. ba gespielt, fte daß ommen chniſch t net⸗ t leicht vom kampf. härter kampf, n⸗Bfk. chniſch ngung dwigs⸗ ſegner. vehren keine verden weren rte tlen Der N Geg⸗ Revel rtigen Y m ⸗ daf er eigers zien ntom⸗ Pro⸗ tit⸗ 1 des auch ch o⸗ og ⸗ eſtegt, ubete leibt 4 Samstag, 18. März 1933 — 15 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 5. Seite/ Nummer 131 Aniverſum:„Der Choral von Leuthen“ Im Theater Das„Univerſum“ hatte geſtern einen großen Tag. Im Foyer umdrängte man Otto Gebühr, der Autogramme am laufenden Band geben mußte. Bereits zu den Nach⸗ nittagsvorſtellungen war der Beſuch des Theaters ſehr gut und die Abendvorſtellung brachte ein ausverkauftes haus. Als in der Wochenſchau Bilder von den jüngſten Ereigniſſen in Deutſchland gezeigt wurden, ſetzte lebhafter Beifall ein. Die Kapelle Mohr(20 Fridericus⸗ renadiere) improviſterte auf der Bühne ein Lager⸗ leben und ſpielte ſolche ſchneidigen Märſche, daß die Wogen ber Begeiſterung hoch gingen. Der Hauptfilm fand dann ein zufnahmefreudiges Publikum, das mitging und miterlebte. Der ſpontan einſetzende Beifall bei der Ueberrumpelung bes öſterreichiſchen Oberkommandos auf Schloß Liſſa ent⸗ ſprang dieſer Stimmung und der Beifallsſturm am Schluß bes Filmes konnte nicht ausbleiben. Groß war der Jubel, wenn Otto Gebühr auf der Bühne erſchien und den Wunſch ausſprach, daß ber Film das nationale Gefühl im Volk und in der Ju⸗ gend wecken und zum Verſtändnis der deutſchen Geſchichte beitragen möge. Der Künſtler hätte nicht beſſer ſeine Auſprache ſchließen können, als mit den letzten Sätzen aus dem Teſtament Friedrichs des Großen. Der Film „Der Choral von Leuthen“, der neueſte Film des Re⸗ aſſeurs Carl Frvelich, iſt einem der Ruhmesblätter der ſreußiſchen Geſchichte gewidmet. Damals, vor 175 Jahren, ond eine Welt von Feinden gegen das kleine Preußen. Die Uebermacht der Truppen Frankreichs, Rußlands und Heſtexreichs, ſowie der Hilfstruppen Bayerns und Württem⸗ lergs ſchien ſo gewaltig, daß man nur noch mit Tagen rech⸗ nete. bis ſich das Schickſal Preußens entſchied. Wohl hatte Frledrich der Große die Schlacht von Roßbach gewannen. Aber in Schleſien zog ſich örohend das Unheil zuſammen. Breslau war gefallen, die ſchleſiſche Armee aufgerieben, der General Bevern gefangen. Die Reſte der ſchleſiſchen Armee führte Zieten dem König entgegen, der mit ſeinen Truppen in Eilmärſchen von Roßbach nach der Lauſitz zog. Bei Leuthen ſchien ſich das Schickſal der preußlſchen Armee und Friedrichs des Großen zu erfüllen. Die Oeſter⸗ reicher hatten ein Heer von 90 000 Mann, Friedrich der Große nur 30 000 Mann. Bei dieſer ungeheuren Ueber⸗ macht zogen Zweifel in manches Kriegerherz. Aber der König ging mit leuchtendem Beiſpiel und letzter Ent⸗ ſchloffenheit voran. Der Sieg von Leuthen war nicht nur eine große ſtrategiſche und militäriſche Leiſtung, er iſt zu⸗ gleich auch Zeugnis für die ungeheure Energie des alten Fritz, der ſich mit kühner Entſchloſſeuheit zur entſcheidenden Schlacht ſtellte. Otto Gebühr, der nun ſchon in ſo vielen Filmen Friedrich den Großen dargeſtellt hat, ſpielt wieder den großen König. Seine Maske als Friedrich der Große iſt wieder ausgezeichnet, obwohl Otto Gebühr ihn weſentlich älter darſtellt, als Friedrich der Große zur Zeit der Schlacht von Leuthen war. In dem Film„Der Choral von Leuthen“ kommt es jedoch nicht nur auf die Haltung des Schau⸗ ſpielers an, die Rolle iſt vielmehr pfychologiſch und menſch⸗ lich vertieft. Sie zeigt, welch ſchwere ſeeliſche Kämpfe der König in fenen Schickſalstagen auszufechten hatte. Otto Gebühr wird der ihm geſtellten Aufgabe in vollem Maß ge⸗ recht. Er iſt nicht nur ein guter Darſteller Friedrichs des Großen, ſondern auch ein großer Schauspieler. Filmiſch bot der Stoff vor allem Gelegenheit, zahlloſe Kampfſzenen zu zeigen. Carl Frvelich läßt ſeinen Ka⸗ meramännern freie, man könnte faſt ſagen ein wenig zuviel freie Hand. Denn ſo ſtimmungsvoll und packend eine Reihe von Kampfbildern aufgenommen iſt, wirken ſie doch in chrer Ueberfülle verwirrend. Das Bild der Schlacht von Leuthen tſt ſtrategiſch kaum zu erkennen.— Um die dvamatiſche Wirkung noch zu ſteigern, iſt mit dem an ſich rein mili⸗ täriſchen Stoff eine Liebeshandlung verbunden worden. Die Darſteller des Liebespaares ſind Elga Brink und Harry Frank. In Soldatenepiſoden fallen auf Werner Fink, Veit Harlan, Joſef Dahmen. Sehr gut ſind die Szenen auf Schloß Liſſen mit Olga Tſchecho wa, Walter Janſſen, Anton Pointner und Paul Richter. Ueberaus wirkungsvoll iſt der Sang des Chorals von Leuthen:„Nun danket alle Gott“. Fridericus privat Otto Gebühr iſt kein Star; ſo ſprach man beim Preſſeempfang von allen möglichen Dingen, unterhielt ſich über Theater, Kunſt, Muſik, verweilte etwas länger bei dem Thema Malerei, denn darüber wußte Otto Gebühr mancherlei zu ſagen, und das Kapitel„Film“ wurde nur kurz geſtreift. Natürlich vergaß man nicht über die Aehn⸗ lichkeit des Künſtlers mit Friedrich dem Großen zu ſpre⸗ chen und es ſtellte ſich heraus, daß ein Maler, der jetzt eln Bild Friedrichs des Großen anfertigen muß, ſich nicht allein an die alten Bilder halten darf, ſondern auch einige Züge von Otto Gebühr mit hineinmiſchen muß, da ſonſt die breite Maſſe erklären würde:„Das iſt nicht der alte Fritz“ Man ſprach von der Schauſpielkunſt Albert Baſſer⸗ manns, der in Berliner Theaterkreiſen als der typiſche Mannheimer Dickſchädel gilt, und ſtellte ſchließlich mit Ueberroſchung feſt, daß man einen Preheempfang⸗Rekord erreicht hatte: annähernd zwei Stunden hatte man beiſam⸗ men geſeſſen. Das will ſchon etwas heißen, für einen gehetzten Journaliſten und für einen begehrten Künſtler. Capitol:„Heute nacht geht's los!“ Unter der Regie von Honns Schwarz wurde dieſer Film gedreht. Jenny Jug o, Haus Brauſewetter, Julius Falkenſtein, Paul Kemp, Anton Point⸗ ner, Theo Lingen, Willi Schur u. v. o. wirken in dieſer Gaunerkomödie mit. Die Handlung dieſer ſpannen⸗ den Komödie iſt ſo verwickelt, daß nur der Film eine Auf⸗ klärung geben kann. Es geht um einen herrlichen Bril⸗ lantſchmuck, um einen jungen Kinovorführer, um eine ſeltſame Verbrecherbande, um einen holländiſchen Juwelen⸗ händler, um ein paar Poliziſten und um ein ſchönes, junges Mädchen. Der Schmuck wird geſtohlen, wie 0 1 als geſtohlen, wandert von die Brillanten für Glas, ginnt von De neuem. Der Sch jeder auf, verſchwindet wieder. ter den Banditen, hinter den pt tte d ei her. Und zum Schluß kommt dann der gonze Schwindel heraus. Süddeutſcher Schulfunk Die Sendung über Spinn⸗ und Webſtoff⸗ gewerbe hatte darauf verzichtet, die Hörer in die Ar⸗ beitsſtätten ſelbſt hineinzuführen. Man bot eine Unter⸗ haltung in einer Nähſtunde, wo die Schülerinnen ſich Aus⸗ kunft erbitten über die Herkunft und die Herſtellung ihrer Stoffe. Darein war auch die Geſchichte der Induſtrie verarbeitet. Die außerordentliche Vielſeitigkeit dieſes Gewerbes und ſeine große volkswirtſchaftliche Bedeutung kam in der Fülle der gebotenen Tatſachen überwältigend zum Ausdruck. Es war beinahe zu viel, was an Namen auf den jugendlichen Hörer hier einſtürmte, ohne daß er in ſich Vorſtellungen wecken konnte, die dem Gehörten entgegenkamen. Denn der jugendliche Hörer kennt im Zeitalter der Maſchine nicht was ſpinnen und nicht was weben heißt. Er kennt nur das fertige Erzeugnis, den Faden und das Gewebe aus den verſchiedenen Stoffen. Und einen Gewinn haben jugendliche Hörer doch nur, wenn ſie entweder ſchon beſtimmte Anſchau⸗ ungen in ſich tragen, oder wenn ſie in ihnen erzeugt werden. Es muß deswegen immer wieder auf die Sendung über oͤte Verarbeitung der Edelmetalle als muſtergültig ver⸗ wieſen werden, nach deren Vorbild man auch die vorlie⸗ gende Sendung hätte geſtalten können. Sie hatte ſich mit pädogogiſch richtigem Inſtinkt auf den Standpunkt geſtellt, Anſchalungen vom Arbeitsvorgang, auch von dem an der Maſchine zu vermitteln. Sie hatte lieber auf manche ge⸗ ſchichtliche Bemerkung verzichtet, um in der kurzen zur Ver⸗ fügung ſtehenden Zeit anſchauliche, ſinnliche Eindrücke zu geben. Und das hätte man auch bei dem Textilgewerbe tun müſſen. Je umfangreicher und vielfältiger das Gebiet, deſto mehr tut Beſchränkung auf das pädagogiſch Wich⸗ tige not. Man hatte wohl verſucht, den ſpröden Vortrag Hurch Fragen und witzige Bemerkungen aufzulockern, hatte aber den pädagogiſchen Zwecke einer Schulfunkſendung allzu ſehr aus dem Auge verloren. zeigt ab heute: Schau der Mode. Neoheiten 1933 also nicht nur die neues fen Frühſahrs-Modeschöpfungen, die allerneuesten Kleider, Möntel, Höte, Stoffe usw., sondern auch schen die wichtigsten und schönsten Mode- neuheiten för den kommenden Sommer. Auszugti sw. 1 in verbalen. 5 J baffalh, i- Mad HIRSCH LAND Is f der Mode voraus! Wir laden Sie zu einem unverbindlichen Besuch ein. Die Besichtigung unserer Abteilungen und unserer sehenswerten Fenster sf ein hoch interessanter Spazler gang doreh die nebe Me de. Fahrräder deltener Gelegenheitskauf in all. Ausführungen Jeltes Meiſtercelli(1648) el. Ton u. gut erh., Pr bill. abzugeben. nebſt Kammermuſik billig zu verk. 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Die wichtigſten Daten der ſchwebenden deutſchen Schuld ſind folgende(in Mill.): 1933 Ende Februar 1971,83 1981 Niedrigſt. Stand 1580, Ende Januar 1900, 1930 Höchſter Stand 198,4 r Stand 1836, 1930 Niedrigſt. Stand 1207.3 and 1722,0 1929 Höchſter Stand 1694, Stand 1912, 1929 Niedrigſt. Stand 685,9 Hoffentlich gelingt es der Regierung, das Vertrauen in die Finanzwirtſchaft der öffentlichen Hand ſo zu feſtigen, daß das Reich in abſehbarer Zeit mit einer Emiſſion an den Kapitalmarkt appellieren kann, um wenigſtens einen Teil der kurzfriſtigen Verbindlichkei⸗ ten zu fundieren. Die ſchwebende Schuld muß näm⸗ lich um ſo drückender empfunden werden, je mehr ſich die Wirtſchaft belebt, weil in dieſem Falle Handel und Ge⸗ werbe ihres Kapitals bedürfen. Es droht alſo bei einem Konjunkturanſtieg ein ſtarker Rückfluß an Schatz ⸗ wechſeln, der die Reichsbank, wenn auch nur indirekt, empfindlich belaſten müßte. Freilich fließen alsdann in die Staatskaſſe auch erhöhte Steuerbeträge, jedoch ſollen dieſe ſoweit als möglich zur Ermäßigung der ſteuerlichen Laſten herangezogen werden. Außerdem heißt es, Vorſorge für die Einlöſung der Steuergutſcheine zu treffen und ſchließlich drohen dem Staat aus den übernom⸗ menen Bürgſchaften manche Zahlungsverpflichtungen. Uebrigens hat die Kauf lu ſt für unverzinsliche Schatz⸗ anweiſungen im März erheblich nachgelaſſen, weil die Intereſſenten ſich im Vormonat, mit Rückſicht auf die erwartete Diskontſenkung, mit Material reichlich ver⸗ ſorgt hatten. In der nächſten Zeit werden aber wieder für 100 Mill.„ Schatzanweiſungen fällig und es beſteht die Wahrſcheinlichkeit, daß die Beſitzer das zurück⸗ fließende Kapital wieder in neuen Papieren des Reiches anlegen werden, ſodaß das Geſchäft in unverzinslichen Schatzanweiſungen eine Belebung verſpricht. * Büros der Reichsbank am Oſter⸗Samstag geſchloſſen. Die Büros und Kaſſen der Reichshauptbank werden am Somstag, den 15. April d.., den ganzen Tag geſchloſſen ſein. * Mürttembergiſcher Kreditverein Ach, Bodenkredit⸗ anſtalt in Stuttgart.— 5(6) v. H. Dividende. Der AR beſchloß, der GV am 29. März die Ausſchüttung einer Dividende von 5 v. H. für das Geſchäftsjahr 1932 (1931 6 v..) auf die Sta vorzuſchlagen. * Opel Automobil⸗Verſicherungs⸗AG., Rüſſelsheim a. M. Die Adam Opel AG. Rüſſelsheim a. M. hat eine maß⸗ gebliche Beteiligung an der Allgemeinen Automo⸗ bil ⸗Verſicherungs ⸗ AG. erworben und dieſe wird den Geſchäftsbetrieb unter dem Namen Opel Auto⸗ mobil ⸗Verſicherungs ⸗Aktiengeſellſchaft in den nächſten Tagen wieder aufnehmen. Das Kapital t unverändert 3 Mill ¼. Die Geſellſchaft wird aus⸗ ßlich Automobil⸗Kasko⸗ und Haftpflicht⸗Verſicherung betreiben. Das Kasko⸗Riſiko übernimmt ſie auf eigene Rech⸗ mung, Trägerinnen des Haftpflicht⸗Riſikos ſind geſamtver⸗ bindlich die Aachener und Münchener Feuer⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft, Aachen und die Hamburg⸗Bremer Feuer⸗Ver⸗ ſicherungs⸗Geſellſchaft, Hamburg. Dadurch wird die Adam Opel AG. ihren Händlern und Kunden einen auf die Dauer berechneten, zufriedenſtellenden Verſicherungsdienſt gewähr⸗ leiſten. Humarkonzern desbank Bayeriſcher Grund⸗ und beſitzer⸗Vereine AG, Deutſche Hau p fü r Hypothekenſchu tz A G, Kredi Deutſcher Haus⸗ und Grundbeſitze und Verſicherungsgeſellſchaft für die Mitglie⸗ der Bayeriſcher Haus⸗ und Grundbeſitzervereine Ac auf Gegenſeitigkeit, ſämtlich in München, hielten geſtern ihre v. GW für das abgelaufene Geſchäftsjahr 1931 ab. Die Londesbank Bayeriſcher Grund⸗ und Hausbeſitzervereine erzielte einen Reingewinn von 20 605(30 260) 4, aus dem 5 v. H. Dividende verteilt werden. Auch die Deutſche Haupt⸗ bank für Hypothekenſchutz, die einen Gewinn von 41 389 49 397] erzielte, ſchüttet eine 5proz. Dividende aus. Die Verſicherungsgeſellſchaft für die Mitglieder Bapyeriſcher Haus⸗ und Grunodbeſitzervereine Ach auf Gegenſeitigkeit e lte einen Ueberſchuß von 72 273(60 507), von dem 23 399(—)„ als Prämienrückvergütung den Mitgliedern zugute kommen, dem Reſerveſonds 48 000(60 000) 4 über⸗ wieſen werden. Aus dem Reingewinn von 80 459(100 670) Mark der Kreditbank Deutſcher Haus⸗ und Grundbeſitzer Ach werden ebenfalls 5 v. H. Dividende verteilt. der Neuen Mannheimer Zeitung Geringes Geschäff in Auslandsweizen Rußland will Kanada-Weizen im Tauschverkehr beziehen Zurüchaliung am inländischen Broigeireidemarki * Maunheim, 16. März. Der amerikaniſche Weizenmarkt nimmt allmählich eine etwas geſündere Verfaſſung an, da anhaltende Trockenheit im Weſten und Nordweſten jetzt zu Schätzungen der Win⸗ terweizenernte mit nur 64 v. H. des Durchſchnittsertrags der letzten fünf Jahre geführt hat. Auch ſpricht man da⸗ von, daß eine Notſtands⸗Farm⸗Bill dem Präſidenten Rooſevelt und dem Landwirtſchaftsminiſter diktatoriſche Vollmachten geben ſoll, um in die Anbauverhältniſſe und in die Marktverwertung eingreifen zu können. Am Oberrhein war in Auslandgetreide nur ganz geringes Geſchäft. Die Cif⸗Offerten lauteten zu⸗ nächſt etwas ſchwächer, da nach der Dollar⸗Manipulation eine gewiſſe Beruhigung eingetreten iſt. Gegen Wochen⸗ mitte machte ſich eine neue Aufwärtsbewegung für ameri⸗ kaniſchen Weizen bemerkbar, die aber in ihren Urſachen vorwiegend auf Amerika ſelbſt zurückging. Zu dieſer Be⸗ feſtigung trug auch die Meldung bei, daß Rußland Ver⸗ handlungen mit Kanada führe, um Weizen im Austauſch gegen Petroleum zu bekommen. Die Preiſe lauteten heute für disponiblen Manitoba I, hard, Atlantic, auf 5,50, desgl., April /1. Hälfte Mai⸗Abladung, auf 5,20, für Manitoba I, Atlantic, vordere, d. h. ſchwimmende oder ladende Ware, auf 5,12, desgl., April /15. Mai, auf 5,07 hfl., eif Rotter⸗ dam; Hard⸗Weizen, Amber Durum I, Canada Weſtern, jetzt abgeladene Ware, 6,00 hfl., desgl., April /. Hälfte Moi⸗ Abladung, 5,65 hfl., desgl. II, jetzt abgeladene Ware, 5,85 hfl., desgl. II. April/1. Mai⸗Abladung, 5,52½ hfl., eif Antwerpen/ Rotterdam. Plata⸗Weizen iſt dagegen nicht nur nicht in die Höhe gegangen, ſondern war im Ge⸗ genteil wieder billiger angeboten, ſodaß er nahezu auf den niebrigſten Stand dieſer Kampagne, d. h. auf 3,80— 3,85 hfl., cif Rotterdam, zurückgegangen iſt. Heute verlangte man für Bahia Blanca, loco Rotterdam, 3,95 hfl., eif Mann⸗ heim, ohne Intereſſe dafür zu finden. Weizen⸗Ausfuhrſcheine lagen gut ſtetig bei 147,50 4 für März, 148,50% für April. Per zweite Hälfte Mai wurden Scheine mit 149,00 bis 149,50% gehandelt. Am Markt für In land weizen herrſchte ausgeſpro⸗ chene Zurückhaltung, die ſich von Tag zu Tag ſchärfer aus⸗ prägte. Hinzu kam, daß das Angebot größer geworden iſt mit der Folge einer weiteren Abſchwächung der Tendenz, zumal die Mühlen angeſichts ihres faſt brachliegenden Mehlgeſchäfts nur bei ermäßigten Preiſen ganz kleine Poſten Ware aufnahmen. Vernachläſſigt lagen beſonbers nahe Poſitionen. An der Donnerstagsbörſe konnte ſich eine kleine Befeſtigung durchſetzen. Die Preiſe waren zwiſchen⸗ hinein für Pommern ⸗Mecklenburg⸗Holſtein⸗ Weizen auf 21,45 und für Sachſen⸗Saale⸗mitteldeutſchen Weizen auf 21,65„/ zurückgegangen; heute wurden dafür 10—20 Pfg. mehr, vereinzelt auch noch höhere Preiſe verlangt. So lauteten die Offerten für Pommern⸗Mecklenburg⸗Holſtein⸗ Weizen, 76/7 Kg., prompt, auf 21,65—21,75, für 76/77 Kg. mitteldeutſchen Weizen auf 21,90—22,00/ und für reinen Sachſen⸗Saale⸗Weizen bis auf 22,10, eif Mannheim, Kaſſa bei Ankunft. Dieſe Preiſe wurden jedoch nicht be⸗ willigt, nachdem die Mühlen ihren kleinen Bedarf ſchon bei ungefähr 21,65„ eingedeckt haben.. Das Angebot in Roggen iſt gleichfalls ſtärker gewor⸗ den, namentlich ſoweit norddeutſche Herkünfte in Frage kommen. Für 71—72 Kg. Roggen, nahe Poſitionen eder rheinſchwimmend, wurden 17 l, märkiſchen Roggen, März⸗April⸗Abladung, Mannheim, Kaſſa bei Ankunft, verlangt. Roggen hieſiger Gegend wurde in ganz kleinen Poſten zu 16,75—17 1, franko Mühlenſtation, gehandelt. Roggen⸗Ausfuhr⸗ ſcheine ſtellten ſich auf etwa 108— 108,50.— Die erſt⸗ händigen Vorräte in Roggen und Weizen bei der Landwirt⸗ ſchaft ſind noch höher als um die gleiche Zeit des Vor⸗ jahres; ihre Abnahme iſt nicht in erwartetem Umfang er⸗ folgt. Auch oͤie zweithändigen Vorräte haben ſich im letzten Monat kaum verändert. Gerſte lag ſtill bei unveränderten Preiſen. Von Nord⸗ deutſchland lagen keine Angebote vor; Auslandgerſte läßt hierher kein Rendement. Die Tauber bot Sommer⸗ gerſte mit 19/ an. Futter⸗ und In dduſtrie⸗ ger ſt ee lagen ohne Nachfrage. Für Hafer, worin kleines Ausfuhrgeſchäft erfolgt ſein ſoll, ohne daß nähere Angaben zus erhalten waren, blieb das Intereſſe klein. Für badiſchen Hafer in guten Mittelquali⸗ tätew wurden etwa 14,30—14,50, ab Verladeſtationen, ge⸗ fordert. Pommeriſch⸗märkiſcher Haſer, 52—53 Kg., ſtellte ſich auf 14,60, eif Mannheim, Kaſſa bei Ankunft. Gelber Plata⸗ Mais, der ebenfalls nur geringes Geſchäft hatte, ſtellte ſich in Ware neuer Ernte, Abladung per Mai⸗Juni⸗Juli⸗Kontrakt, auf 3,35 hfl., eif Seehafen. Für Weizen⸗ und Roggenmehl wurden Preis⸗ änderungen gegenüber der Vorwoche nicht vorgenommen, ſo⸗ für 72—78 Kg. Pommern⸗ 17,20 l/, eif Forischreifende konjunkfurelle Enispannung Rückwirkungen der amerikanischen Krise auf den Welſhandel Das Inſtitut für Konjunkturforſchung berichtet über die Konjunktur in Deutſchlaud und die Weltkonjunktur Anfang März 1983 wie folgt: Die konjunkturelle Entſpannung hat während der verfloſſenen Monate weitere Fortſchritte gemacht. Jedoch ſetzen ſich die Kräfte nur langſam durch, die den Anſtoß zu einer neuen Aufwärtsbewegung geben. Der Kapitalmarkt hat das Stadium der Emiſſionsreiſe noch nicht erreicht. Der Geldmarkt jedoch iſt flütſig, und die Kurſe am Effekten markt ſteigen, beſonders ſeitdem die politiſchen Verhältniſſe geklärt ſind und neue Hoffnungen aufkeimen. Trotz der Rückſchläge im Winter ſind Produktion und Beſchäftigung der Induſtrie konjunkturell gegenwärtig etwas höher als an ihrem Tiefpunkt im vergangenen Sommer. Die ſichtbare Belebung, die ſich auf Teilgebieten im Herbſt 1932 angebahnt hatte, iſt, wie zu erwarten, in eine Horizontalbewegung übergegangen. In den nächſten Monaten dürfte aber ſchon die ſalſonübliche Zunahme von Produktion und Abſatz die Lage in vie⸗ len Wirtſchaftszweigen erleichtern. Die Arbeits⸗ loſigkeit iſt bereits in der zweiten Februarhälfte, alſo früher als in den letzten Jahren, wieder etwas geſunken. Einkommen und Verbrauch erholen ſich von den ſtarken Er⸗ ſchütterungen der letzten Jahre nur allmählich; indes iſt es ſchon als Fortſchritt zu buchen, wenn hier keine weiteren Rückſchläge mehr eintreten. Das mag vielleicht zuſammen mit ſtabileren Preiſen die Verbrauchsgüterinduſtrien und den Einzelhandel zu Lagerauffüllungen veranlaſſen. Die amerikaniſche Krebditkriſe dürfte die deutſche Volkswirtſchaft unmittelbar nur wenig be⸗ rühren; Stillhalteabkommen und Deviſenbewirtſchaftung bilden einen nicht zu unterſchätzenden Schutzwall. Ander⸗ ſeits ſind von der Weltwirtſchaft her Anregun⸗ gen für die deutſche Konfun'tur vorerſt nicht zu er⸗ warten. Auch vieles andere ſpricht dafür, daß noch mit einer längeren Dauer der Depreſſion gerechnet werden müßte, wenn man den Dingen ihren Lauf ließe. Doch be⸗ ſteht jetzt die Zuverſicht, daß der Heilungsprozeß durch wirtſchaftspolitiſche Maßnahmen wir fam gefördert wird. Das Urteil über die Lage der Weltkonjunktur Anfang März lautet folgendermaßen: Die in der Depreſſion übliche Entſpannung des Kreditgefüges, die ſich ſeit dem Herbſt des vergangenen Jahres nur noch ſehr ſchleppend vollzog, iſt durch den Wiederausbruch der Kre⸗ ditkriſe in den Vereinigten Staaten er⸗ neut geſtört worden. Der Ausbreitung der Kre⸗ ditkriſe auf andere Länder ſind jetzt jedoch gewiſſe Grenzen gezogen: Die kurzfriſtige Verſchuldung der Länder unter⸗ einander iſt weitgehend getilgt worden oder durch Mora⸗ torien, Stillhalteabkommen und Deviſenzwangswirtſchaft gebunden; die Loslöſung zahlreicher Währungen vom Golde erleichtert die Abwehr eines neuen internationalen De⸗ flationsdrucks. Für Welthandel und Wirtſchaftstätigkeit der ein⸗ zelnen Länder bedeutet der Wiederausbruch der Kreditkriſe in den Vereinigten Staaten eine neue Belaſtung. Immerhin iſt die Widerſtands fähigkeit der Güterwirtſchaft gegen kreditäre Störungen heute erheb⸗ lich ſtärker als 1931: Die Fertigwarenlager ſind im allgemeinen ſehr niedrig, die kurzfriſtige Verſchuldung der Wirtſchaft hat ſich erheblich vermindert, zahlreiche„ſchwache Stellen“ der Wirtſchaft ſind durch den vorangegangenen Liquidationsprozeß bereits ausgemerzt worden, und viel⸗ fach macht ſich ein dringender Erſatzbedarf be⸗ merkbar. Eine etwaige weitere Wirtſchaftsſchrumpfung dürfte ſich deshalb in verhältnismäßig engen Grenzen halten. Abschreibungssätße für die Sieuererklärung Vielfach ſind ſich die Gewerbetreibenden darüber nicht im Klaren, welche Abſchreibungen ſie in der Steuerbilanz auf ihre Sachwerte vornehmen dürfen. Im Jahre 1932 hot das Lan des finanzamt Berlin Richtſätze(Erfah⸗ runasſätze! für Abſchreibungen herausgegeben, die der deutſchen Wirtſchaft einen Anhalt bieten. Dieſe Richtſätze gelten, da ſie bisher nicht modifiziert worden ſind, auch für die Bilanzen des Johres 1932, d. h. alſo für die Steuererklärungen, die im laufenden Jahre abzugeben ſind. Das Landesfinonzamt Berlin läßt folgende Abſchrei⸗ bungsſätze zu(in v..): 1. Fabrikgebäude—4 2. Maſchinen: a] Betriebsmaſchinen 710 b) Spezialmaſchinen, insbeſondere automatiſch arbeitende 816 3. Werkzeuge 80—50 4. Kraftwagen: )] Perſonenkraftwagen 15—25 b) Laſtkraftwagen 20—90 e Motorräder 20—25 5. Inventar: a] Geſchäftseinrichtungen, Büro⸗ möbel, Ladeneinrichtungen b) Schreibmaſchinen uſw. e) Wagen(Kaſtenwagen) d) Pferde 6. Rüſtzeug und Geräte im Bauhandwerk daß man alſo heute wieder 31,25—31,50 4 für Weizen⸗ mehl, Spezial 0(mit Auslandweizen hergeſtellt), 34,25 bis 34,50, für desgl., Weizenauszugmehl, 28,25 23,50 4 für Weizenbrotmehl und 23—25„ für Roggenmehl in 70 bis 60proz. Ausmahlung verlangte. Futtermittel hatten ſehr geringen Umſatz, die Preiſe mußten teilweiſe ermäßigt werden. Verlangt wur⸗ den, je nach Fabrikat, für die 100 gg.: Kleie, feine 7,75 bis 3, mittelgrobe 8,25 und grobe 8,50, Weizennachmehl (IVB) 15,50, desgl.(V) 13,50, Weizenfuttermehl 9,7510, Biertreber 12,25, Malzkeime 10,50—12, Sojaſchrot 10,25, Erd⸗ nußkuchen 11,72—12 7 7 Plata⸗Leinſaat ſtellte ſich bei kleinem Geſchaft in fälliger oder eingetroffener Ware eif Antwerpen⸗Amſterdam⸗ Rotterdam auf 6,80 hfl., ſeeſchwimmend 6,85 hfl., auf Ab⸗ ladung März ⸗April 6,90 hfl., cif Rotterdam⸗Antwerpen. Weiße Donaubohnen, gute, geſunde Ware, loco, in Mannheim, im Schiff liegend, wurden mit 15 /, die 100 Kg., inkluſive Sack, verzollt, im Großhandel angeboten. Georg Haller Holzzellsſof und Papier AG. Neusiadi Schw. Kapifalzusammenlegung:3 Das am 30. 6. 32 abgelauſene 34. Geſchäftsjahr wurde erneut beeinflußt durch die Kriſe; die Verhältniſſe ver⸗ ſchürften ſich noch mehr. Die Produktion der zum Blumen⸗ ſtein⸗Konzern gehörenden Geſellſchaft wurde mit 68 v. H. der Kapazität gegen 72 v. H. i. V. gehalten, doch fielen die Preiſe noch weiter, ohne Ausgleich an anderen Stellen. Es wird vorgeſchlagen, die Reſerve mit 200 000 4 auf⸗ zulöſen, ferner das AK im Verhältnis:3 von 2 auf 1,5 Mill.„ zuſammenzulegen. Danach werden Neuverluſt und vorgetragener Vorjahrsverluſt(171985) bei 162 956 (162 876)% Abſchreibungen beſeitigt und der verbleibende Buchgewinn mit 113 339„ als neue Reſerve verwandt. Der Rohgewinn ging a 2 523(515 749)/ Zu⸗ 319) 4. Aus — uf Betriebswerte und Vorräte 771 762 2 901 lde. Geſchäftsjahr war im erſten Viertel gleich Die Auswirkung der Kontingentierungs⸗ und Preiskonventionen bleibt abzuwarten. Zurzeit iſt wieder Stockung im Abſatz; irgendwelche Vorausſagen laſſen ſich nicht machen. O Eine Erklärung der Schubert u. Salzer, Maſchinen⸗ fabrik AG., in Chemnitz. Chemnitz, 17. März.(Eig. Tel.) Die Verwaltung weiſt darauf hin, daß ſie in der GV. den in den letzten Tagen bekannt gewordenen Beſtrebungen einer Oppoſitionsgruppe auf Ge. währung eines 25prozentigen Bonus reſtlos ent⸗ gegentreten wird. Sie lehnt jede Verantwortung für Schäden ausdrücklich ab, die aus ſolchen Beſtrebungen durch unberechtigte Kursſteigerungen entſtehen könnten. Im übrigen glaubt die Verwaltung darauf hinweiſen zu ſollen, daß die im AR. vom 7. März abgeänderten Beſchlüſſe in keiner Weiſe mit dem Auftreten einer Oppoſition in Zu⸗ ſammenhang ſtehen. * Pittler Werkzeugmaſchinenfabrik Ach in Leipzig.— Wiederaufnahme der Dividendenzahlung. Wie gemeldet wird, will die Geſellſchaft für 1952 nach reichlichen Rück⸗ ſtellungen und Abſchreibungen die Dividendenzah⸗ lungen wieder aufnehmen. Rie Höhe der Divi⸗ dende ſteht noch nicht feſt(1990 8 v..). Die finanzielle Lage hat ſich ganz erheblich gebeſſert. Die in der letzten Bilanz mit rd. 5 Mill.„ ausgewieſenen Bankſchulden ſind inzwiſchen getilgt worden. Emissionsfäfigkeif im Januar 1933 Im Janugr 1933 wurden insgeſamt 70,45 Mill. gegen 45,64 Mill. 4 Wertpapiere ausgegeben. Die Ausgabe von Pfandbriefen hielt ſich mit 32,33 auf der Höhe des Vormonats mit 30,35 Mill. J. Die Ausga von Kommunalobligationen iſt gegen 5,26 Mill.„ zurückgegangen. Di eingezahlten Aktien hat ſich mit 18,75 geg faſt verdoppelt. Die Neubeanſpruchung des Kapitalm durch die Zeichnung auf die neuen 6proz. pre Schatzanweiſungen, von denen 130 Mill.„ Umtauſch gegen fällige Schatzanweiſungen dienten, belief ſi auf 16,5 Mill. I. Gebrüder Roeder AG., Darmſtadt.— Verluſtabſchluß, Einem Rohgewinn von 1,47(0,99) Mill./ ſtehen gegenüber Unkoſten mit 1,37(0,84) Mill./ und Abſchreibungen mit 0,09(0,12) Mill.. Es entſteht ſomit ein Verluſt von 11 289/(i. V. 27 324%) Reingewinn), um den ſich 0 Vorjahres⸗ Gewinnvortrag auf 15 685/ ermäßigt. ies Summe iſt vorzutragen. Die Bilanz weiſt u. a.(i Mark) aus: Außenſtände abzüglich zweifelhafter Fr gen 0,62(Außenſtände 0,77), Vorräte 0,85(0,43); dagegen Verbindlichkeiten 0,04(0,18). GV. 26. 3 * Stettiner Electricitäts⸗Werke, Stettin.— 10 v. H. Dividende. Verteilung einer Dividende von 10 v. H. auf das N von.5 Mill./ vorzuſchlagen, nachdem i. V. für das infolge Verlegung des Geſchäftsjahres auf 8 Kalender⸗ jahr neun Monate umſaſſende Zwiſchengeſchäftsjahr 8 v. H. zur Verteilung gelangten. * Waſſerwerk für das nördliche weſtfäliſche Kohlenrevier, Gelſenkirchen. Der AR. beſchloß, die Verteilung einer Divi⸗ dende von 7 v. H. wie im Vorjahre vorzuſchlagen. * Mindener Schleppſchiffahrtsgeſellſchaft Minden i. W. In der o. GV wurde der bekannte Abſchluß für 1932 ein⸗ ſtimmig genehmigt. Anſtelle des ausgeſchiedenen A⸗ Mitgliedes Michelau(Norödeutſcher Llond) wurde Direktor Brötche(Norddeutſcher Lloyd) Bremen neu in den AR gewählt. * Kapitalhexabſetzung der Deutſche AG. für Neſtle Er⸗ zeugniſſe, Lindan/ Bodenſee. In der auf den 8. April ein⸗ berufenen GV. ſoll u. a. über die Herabſetzung des Grund⸗ kapitals von.05/ auf.65/ beſchloſſen werden, nachdem bereits im Vorjahr 450 000/ im Beſitz der Geſellſchaft be⸗ findliche Aktien eingezogen worden ſind. * Van den Berghs Margarine AG, Berlin.— Wieder 10 v. H. Der GW am 20. März wird die Verteilung einer Dividende von wieder 10 v. H. vorgeſchlagen werden. * Vor einem Abkommen zwiſchen dem rheiniſchen und dem mitteldentſchen Braunkohlenſyndikat. Wie zu den Ver⸗ handlungen über ein Gebietsſchutz⸗Abkommen zwiſchen dem rheiniſchen Braunkohlenſyndikat und dem mitteldeutſchen Braunkohlenſyndikat von beteiligter Seite mitgeteilt wird: hofft man, die Verhandlungen demnächſt zum Abſchluß zu bringen, und nach Möglichkeit das Ab⸗ kommen ſchon am 1. April in Kraft treten zu laſſen. Es wird betont, daß die vorgeſehene Regelung keinerlei preis⸗ liche Veränderungen für die Abnehmer zur Folge haben wird. O Zuſammenſchlußverhandlungen der Leitungsbraht⸗ Verbände. Frankfurt a.., 17. März.(Eig. Tel.) Zwiſchen dem Verband der Leitungsdrahtfabrt⸗ ken, dem die Großkonzerne Siemens, AC., ferner Berg⸗ mann und Brown Boveri angehören, und der Baue la haben Mitte März in Berlin Verhandlungen über den Zuſammenſchluß zu einem Einheits verband ſtatt⸗ gefunden. Da die beiden Verträge Ende 1933 ablaufen, hofft man, noch bis Monatsende zur Gründung des Ein⸗ heitsverbandes zu kommen. Eine Einigung über die Juo⸗ tenfrage ſteht noch aus. Umgeslalſung der Berliner Börsenordnung 8 * Berlin, 18. März. Wie der Amtliche Preußiſche Preſſe⸗ dienſt mitteilt, hat der Kommiſſar des Reiches für das preußiſche Miniſterium für Wirtſchaft und Arbeit, Dr. Hugenberg, eine Umgeſtaltung der Berliner Börſenordnung angeordnet, die eine grundlegende Reform der Berliner Börſe herbeiführen wird. Nach den Anordnungen des Miniſters hat bis zum 20. April d. J. eine Neuwahl des Börfſenvorſtandes ſtottzuftnden. Der neue Börſenvorſtand wird eine erheblich geringere Mitgliedszahl auſweiſen, als dies nach den bisherigen Beſtimmungen der Fall war. Die Geſamtzahl der Vorſtands mitglieder wird von 72 auf 43 herabgeſetzt. Sämtliche Berufsgruppenvertreter im Bör⸗ ſenvorſtand erfahren eine erhebliche Verminderung. Die landwirtſchaftlichen Mitglieder werden in Zu⸗ kunft vollberechtigte Mitglieder des Börſen⸗ vorſtandes ſein. Der Kernpunkt der Reform iſt die Sicherſtellung des Einfluſſes der Regierung auf die Beſetzung des Börſenvorſtandes. Die Anordnungen des Miniſteriums ſchreiben bindend vor, daß die Wahlen zum Börſenvorſtand der Beſtäti⸗ gung der Induſtrie⸗ und Handelskammer bedürfen, die ohne Angabe von Gründen verſagt oder zu⸗ rückgezogen werden kann. Da die Induſtrie⸗ und Handels⸗ kammer der Aufſicht des Miniſteriums für Wirtſchaft und Arbeit unterliegt, wird die Regierung auf die Zuſammen⸗ ſetzung des Börſenvorſtandes den erforderlichen Einfluß nehmen können. Es iſt insbeſondere beabſichtigt, eine Bertretung der Sparer in den Börſenvorſtand vorzuſchreiben, da der Sparer an der Entwicklung des Marktes der feſtver⸗ zinslichen Werte lebhaft intereſſiert iſt. Es wird ſerner für die Zukunft die Möglichkeit geſchaffen, ungeeig⸗ Umsaß am Nürnberger S. Nürnberg, 17. März.(Eigenbericht.) Die heute ſchließende Berichtswoche ſoh den Hopfen⸗ markt wieder in einer freundlicheren Stimmung. Es zeigte ſich täglich Nachfroge, ſo daß ein Geſamt⸗ wochen um ſatz von nahezu 100 Ballen erreicht wurde. Gefragt und gehandelt wurden in der Hauptſache wieder Hallertauer. Die Marktvorräte ſind ſehr zuſam⸗ mengeſchmolzen und die Auswahl iſt beſonders in prima Qualitäten eine ſehr beſchränkte. Die Folge davon war wieder eine Befeſtigung der Preiſe bei fortgeſetztem Vorrücken der Farben und Qualitäten. Zufuhren waren in der Berichtswoche nicht zu verzeichnen. Bei Wochenſchluß notieren nach amtlicher Feſtſtellung in„ je Ztr.: g rima Mittel Geringe Hallertauer 185193 170180— Tettnanger— 200-210—— Spalter 200—210 180—195— Hersbrucker Gebirg 155—165 140—150— Wochenſchlußſtimmung ruhig bei feſten Preiſen.— Am Saazer Morkte wurden bei unveränderter Stimmung teils Mittelſorten teils prima Ware für Exportzwecke ge⸗ handelt. Die Notierungen bewegen ſich unverändert zwi⸗ ſchen 700 und 1100 Kronen. An den weſtlichen Märkten ſind nur ganz geringe Umſätze 9 805 gekom⸗ men. Auch hier blieben die Preiſe vollkommen unver⸗ ändert von 600 bis 675 Franes. * Schifferſtadter Gemüſeanktion vom 17. März. Auf der heutigen Auktion wurden folgende Preiſe notiert: Rot⸗ kohl—8; Dänenkohl 2,00— 3,00; Rotrüben 1,50—2; Ka⸗ rotten 1,75—2,25; Kartoffeln 2: Kreſſe 20—23; Felöſalat 30 bis 50; Schwarzwurzeln 14; Krauskohl 10; Roſenkohl 20; Spinat 88,50; Zwiebeln 3,75—4; Sellerie—8; Lauch, pro Stück—2; Suppengrünes, pro Bündel 2. * Wormſer Produktenbörſe vom 17. März. Notiert wur⸗ den, alles für die 100 Kilo, bahnfrei Worms: Weizen 21,25 bis 21,50; Roggen 16,75; Gerſte Rheinheſſ. 18— 18,75; Gerſte, Ried 1818,75; Gerſte, Pfälzer 19— 19,75; Gerſte Ausſtich über Notiz, Futtergerſte 1616,75; Hafer inl. nicht notiert; Weizenmehl Baſis 90 31,25 31,50 Roggenmehl 70proz. 24,25, nete Elemente von der Betätigung an der Börſe auszu⸗ ſchließen. Einem von der Preſſe ſeit langen Jahren ge⸗ äußerten Wunſch entſprechend, wird der bei der Berliner Börſe beſtehende Preſſeausſchuß in Zukunft nicht mehr vom Börſenvorſtand, ſondern von den zum Beſuch der Börſe zugelaſſenen Preſſeberichterſtattern ſelbſt gewählt. g Frankfurfer Abendbörse fesf feſte Tendenz für Aktien und Renten blteb auch an der Abendhörſe weiter beſtehen. Vom Publikum lagen erneut Kauforders vor, und auch die Kuliſſe ſchritt zu kleinen Käufen. Auf allen Marktgebieten war das Ge⸗ ſchäft gleichmäßig lebhaft, doch hielten ſich die Kursſteigerungen in beſcheideneren Grenzen. Feſt lagen ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen mit einer Beſſerung von 4 v.., während Altbeſitz 7 v. H. anzog. Am Aktien⸗ markte waren beſonders Farben und Schiffahrtswerte, die 5 bis 1 v. H. anzogen, als feſt zu bezeichnen. Bei letz⸗ teren regten Meldungen von Maßnahmen für die Schiff⸗ fahrt an. Farben konnten ſich im Verlaufe der Börſe bis auf 128 v. H. befeſtigen. Die verhältnismäßig lebhafte Umſatztätigkeit dauerte bis zum Ende des Verkehrs an. Allerdings ergaben ſich an den Aktienmärkten keine nennenswerten Kursſteigerun⸗ gen mehr. Lediglich Schiffahrtspapiere zogen weiter an. Am Rentenmarkte blieben die höheren Kurſe gut behauptet. Goldpfandbriefe, Kommunalobligationen uſw. konnten meiſt um 4 bis 4 v. H. anziehen. U. a. notierten: Neu⸗ beſitz 11,10 und 11,15 und 11,10 nach 11,15, Altbeſitz 74% bzw. Nachb. 7478, Berl. Handels 92%, Reichsbank 140, J. G. Farben 127% bis 128 bis 128, Nächb. 128, Gebr. Jung⸗ hans 25, Lahmeyer u. Co. 134½ und Siemens u. Halske 155. Die Hopfenmarkf gesfiegen Weizenfuttermehl und Nachmehl 1016; Noggenfuttermehl und Nachmehl 10—16; Roggenkleie 8,75— 9,25; grobe Weizen⸗ ſchalen 8,75; feine Weizenkleie—8,25; getrocknete Bier⸗ treber 12,50—12,75; Malzkeime 11,50; Heu Luzerne 3,75 bis 5,25; Stroh(Maſchinenſtroh) 1,25—2; Kartoffeln 2,5020 J. Weinprobe. Bad Dürkheim, 18. März. Die ge⸗ ſtern in der hieſigen Winzergenoſſenſchaft ſtattgefundene Weinprobe der Zellerthaler Win zer⸗Vereint⸗ gung E. V. Sitz Harxheim⸗Zell, fiel durch die Eigenart des Gebokenen aus dem gewöhnlichen Rahmen heraus. Sie brachte ausſchließlich Erzeugniſſe aus den pfälziſchen Ge⸗ markungen des Zellertales, von Einſeltum, Gauersheim, Niefernheim, Kirchheimbolanden, Harxheim, Stetten, und aus den heſſiſchen Gemarkungen Wachenheim und Möls⸗ heim. Die aus den kalkhaltigen Böden gewonnenen ſchön⸗ gearteten Produkte, raſſige und gehaltvolle Gewächſe mit an⸗ genehmer Säure, können als typiſch für Zellerthalweine an⸗ geſprochen werden. Die durchweg gutgebauten, ſchönent⸗ wickelten Weine fanden große Beachtung und Anerkennung. Bei der Verſteigerung am 29. März kommen 4800 Liter 1981er, 23 700 Liter 1932er und 6200 Liter 1932er Portagieſer (Rotkelterung) zum Ausgebot. Mefallpreisindex Die Preisindexrziffer der„Metollwirtſchaft, Metall wiſſenſchaſt, Metalltechnik“ ſtellte ſich am 15. März 1 auf 48,2 gegen 47,8 am 8. März(Durchſchnitt 1909/13 100), ſtieg olſo um 0,8 v. H. der Ziffer vom 8. März. Für die einzelnen Metalle wurden nach dem Preisſtande vom 15. März folgende Einzelinderziffern errechnet: Kupfer 96,7(am 8. März 34,8), Blei 46,9(50,0), Zink 4%(450) Zinn 59,6(60,2), Aluminſum 111,1(111,1), Nickel 107,7 (107,7), Antimon 59,8(59,8). Frachienmarki Duisburg-Ruhrori/ 17. Mara. Der AR beſchloß, der GV am 10. April die 1 5 Die Nachfrage nach Leerraum war heute wieder äußerſeß gering. Es waren faſt keine Reiſen am Markt. Die Froch⸗ ten erfuhren keine Aenderung. Ebenſo blieben auch die Schlepplöhne tal⸗ wie bergwärts unverändert. 1 1 dergo Rothe fürmo Nenes (unte Volks Diakon Fenden Kind. für 9 lehre Trinit⸗ Pahl Konkor Ehriſtu Friede Schw ma kie 8 zi ſche zum elief ſich abſchluß. genüber uſt von ſich der Dieſe A das für alender⸗ 8 v. H. urevier, er Divi⸗ u i. W. 32 ein⸗ n AR⸗ direktor en AR ſtle Er⸗ ril ein⸗ Grund⸗ nachdem haft be⸗ Wieder g einer werden. en und en Ver⸗ mme n d dem r Seite emnächſt has Ab⸗ en. Es i preis- haben 18draht⸗ 3. Tel.) abrt⸗ r Berg⸗ uelfa ber den d ſtatt⸗ aufen, s Ein⸗ e Quo auszu⸗ ren ge⸗ erliner ft nicht Beſuch ttern n blieb tblikum e ſchritt s Ge⸗ ſich die t lagen ng von Aktien⸗ rte, die ei letz⸗ Schiff⸗ rſe bis dauerte hen ſich igerun⸗ ter an. zauptet. konnten : Nen⸗ 5 bzw. J. G. Jung⸗ Halske en ermehl Veizen⸗ Bier⸗ 75 bis 270 die ge⸗ undene N * 4 Eamstag,! 18. März 1 N ene Mannheimer Sonesdt ent- Ordnung Evangeliſche Gemeinde Sonntag, den 19. März 1993 Teinitatiskirche:.80 Predigt, Vikar Gr mation, Pfarrer Speck; 11.9 Grüber; 5 Konfirmandenprü 10 Konfir⸗ Kindergottes dienſt, Vikar Pf verwalter Pahl. gonkordienkirche: 10 Predigt, gehn 11.30 Kin⸗ dergottesdienſt, Vikar Schölch; 11.1 iſtenlehre für Knaben, Kirchenrat Maler; 11. 45 Gb is ehre für Mäd⸗ chen, Kirchenrat Maler; 6 Predi Ehriſtuskirche: 10 Predigt, Pfarrer 5 Kinder⸗ gottesdienſt, Vikar Jörder; 11.15( Pfarrer Or, Hoff und Pfarrer Mäyer(Ent zweiten Jahrgangs); 6 der Hfarrer Mayer. Neu⸗Oſtheim: 10 Predigt, Vikar Hegel; Vikar Hegel; 11.15 Kindergottesdienſt, Konfirmandenprüfung Weſtpfarrei, 11 Chriſtenlehre, Vikar Hegel. Friedenskirche:.30 Konfirmation d. Nordpfarrei, Landes⸗ kirchenrat Bender(Kirchenchor);.00 Predigt, Vikar Schwetkhart. Johanniskirche: 10 Predigt, Pfr. Emlein(Entlaſſung der Ehriſtenlehrpflichtigen des 2. Jahrgangs); 11.15 Kinder⸗ gottes sdienſt, Vikar Staubitz; 6 P igt, Vikar aubitz. Lutherkirche:.30 Konfirmation der N ebpfarrei, farrer Frantzmann(Kirchenchor); 11.15 gottesdienſt, Vikar Boeckh; 11.15 Chriſtenlehre, Pfarre r Jundt; 3 Konfir⸗ mandenprüfung, Pfr. Jundt; 6 Predigk, Vikar Boeckh. Semeindehans Eggenſtraße 6: 9 Predigt, Pfarrer Walter. Nelauchthonkirche 10 Predigt, Vikar Hoeniger; 11.15 Kin⸗ dergottesdienſt, Vikar Hoeniger; 11.15 Chriſtenlehre, Pfr. Rothenhöfer Entlaſſung des zweiten Jahrgangs); 3 Kon⸗ firmandenprüfung d. Weſtpfarrei, Pfarrer Rothenhöfer. genes Städt. Krankenhaus: 10.30 Predigt, Pfarrer Kiefer (unter Mitwirkung des Männerchors des Evangeliſchen Volksvereins). Diakoniſſenhaus: 10.30 Predigt, Vikar Grüber. Jendenheim: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Wendling. 11 Kindergottesdienſt, Vikar Wendling;.15 Chriſtenlehre ür Mädchen, Pfarrer Kammerer; 8 muſikaliſche Feier⸗ ſtunde unter Mitwirkung des Kirchenchors. Käfertal: 10 Hauptgottesdtenſt, Pfr. Luger; 11.15 Kinder⸗ ottesdienſt, Pfr. Luger:.30 Chriſtenlehre für Mädchen, pfarrer Luger; 11 Kindergottesdienſt in Käfertal⸗ Süd. Nba Reckaran:.15 Chriſtenlehre Südpfarrei (Entlaſſung des zweiten Jahrgangs), Pfarrer Fehn: 10 Predigt, Pfarrer Fehn; 11 Kindergottesdienſt Süd⸗ pfarrei, Pfarrer Fehn. Gemeindehaus Speyererſtr. 28: 10 Predigt, Pfr. Gänger; 11 Kindergotetsdienſt, Pfarrer Gänger. Rheinau: 10 Predigt, Pfarrer Vath; 11 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfr. Vath; 11.30 Kindergottesdienſt, Pfr. Vath. Gemeindehaus Pfingſtberg: 9 vorm. Predigt, Pfr. Vath; 10 Kindergottesdienſt, Vikar Bruchmüller. Sandhofen:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Roth; 11 Uhr Ehriſtenlehre für Knaben(Entlaſſung), Vikar Roth; 11.80 Kindergottesdienſt, Vikar Roth; 4 Gottesdienſt in den Behelfsbauten, Vikar Roth. Becken heim:.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Wiederkehr; 12.30 Kindergottesdienſt, Pfarrer Fichtl; 1 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfr. Fichtl;.30 Abendgottesdienſt, Pfr. Fichtl. Pauluskirche Waldhof:.45 Chriſtenlehre Südpfarrei(Ent⸗ laſſung des zweiten Jahrgangs), Pfarrer Lemme;.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Lemme; 11 Kindergottes⸗ dienſt, Pfarrer Lemme. Wallſtadt:.30 Hauptgottesdienſt, Pfr. Marx; 10.30 Chriſten⸗ lehre, Pfarrer Marx; 11 Kindergottesdbienſt, Pfr. Marx. r Trinitatiskirche: Dienstag abend 8 Andacht, Pfarrverwalt. Pahl.— Mittwoch vorm. 7 Morgenandacht. Konkordienkirche: Donnerstag ab. 8 Andacht, Ehriſtuskirche: Friedenskirche: Schweikhart. Vikar Schölch. Mittwoch abend 8 Andacht, Vikar Jörder. Vikar Mittwoch abend.30 Bibelſtunde, Sommersprossen beseitigen Sie unter Garantie durch: Venus, Creme Stärke B.75; Fruent Schwanenweiß b..60 an;: Cehafin- Creme v..25 an; Oeelescus-Creme zu haben in der HIRSeH- DROGEN Drogerie-Harfümerie d O Seer 0 7. 12, Hleidelbergerstr. Telephon 8 A und Abendlisch in erstklassiger Zubereitung von 80% an achenſieime: Finzergenossenschaft Original- Aus s c h a n k 18. bis 24. März 1933 Johanniskirche: Mittwoch vorm. 7 Schulergottesdienſt. Donnerstag abend 8 Andacht, Vikar Staubitz. Lutherkirche: Mittwoch abend 8 Andacht, Vikar Boeckh. Melauchthonkirche: Mittwoch abend 8 Bibelſtunde, Vikar Hoeniger. Feudenheim: Donnerstag ab. 8 Bibelſtunde i. Schweſtern⸗ haus, Vikar Wendling. Käfertal: Mittwoch abend.45 Andacht in Käfertal⸗Süd. Donnerstag abend.45 Andacht, Vikar Reich. Matthäuskirche Neckarau: Donnerstag abend.30 Wochen⸗ gottesdienſt, Pfarrer Gänger. Gemeindehaus Speyererſtr. 285 Mittwoch abend 8 Wochen⸗ gottesdienſt, Vikar Kehr. Rheinau: Donnerstag 8 Abendgottesdienſt, Gemeindehaus Pfingſtberg: Pfarrer Vath. Pfarrer Vath. Mittwoch 8 Abendgottesdienſt, Sandhofen: Donnerstag 8 Wochengottesdienſt, Pfr. Dürr. Seckenheim: Mittwoch abend.30 Paſſionsandacht, Vikar Wiederkehr. Pauluskirche Waldhof: Mittwoch abd..30 Paſſionsandacht im Konfirmandenſaal, Pfarrer Lemme. Wallſtadt: Donnerstag abend 8 Wochengottesdienſt im Ge⸗ meindehaus, Pfarrer Marx. Die Chriſtengemeinſchaft, L 2, 11 Sonntag vorm. 10 Menſchenweihehandlung mit Predigt; 11.15 Sonntagsfeier für Kinder.— Mittwoch vorm..00 Menſchenweihehandlung; abends 8 Vortrag Salewſki: Die Engelwelt“. Vereinigte evangeliſche Gemeinſchaften Evangl. Verein für innere Miſſion A.., Stankizeraße 15 (Inſpektor Stöckle): Sun 8 Verſammlung. Donners⸗ tag.00 Bibelſtunde.— K 2. 10(Sladimiſſengt Keidel): Sonntag.00 Verſammlung. Dienstag 8 C j.., Donnerstag.00 Bibelſtunde. e 90 (Stadtmiſſionar Welk): Sonntag 3 Uhr Verſammlung. Donnerstag.15 Bibelſtunde.— Neckarau, Fiſcherſtr. 31: Sonntag 8 Verſammlung. Dienstag.15 Bibelſtunde.— Rheinau, Dän. Tiſch: Sonntag 8 Verſamml. Mittwoch.15 Bibelſtunde.— Bellenſtr. 52: Freitag.00 Bibelſtunde.— Pfingſtberg, Herrenſand 42: Donnerstag alle 14 Tage.00 Bibelſtunde.— Sandhofen, Kinderſchule: Sonntag.00 Verſammlung; Mittwoch.00 Bibelſtunde; Freitag.45 Waldhof.— Feudenheim, untere Kinderſchule: Sonn⸗ tag 8, Dienstag.15 Bibelſtunde.— Käfertal, Gemeinde⸗ haus: Sonntag 8 Verſammlung.— Weitere Veranſtal⸗ tungen(Sonntagsſchulen, C. V. j.., Jungfrauenvereine) ſind bei jeder Station zu erfahren. Landeskirchliche Gemeinſchaft„Bethesda⸗ Heim“, L 11. 4. Sonntag 2 Kinderſtunde; 4 Verein für junge Mädchen; abends 8 Gemiſchte Verſammlung.— Dienstag abend 8 Männerſtunde, zugl. 8 Evangeliſationsvortrag Schiller⸗ ſchule Almenhof.— Mittwoch abend 8 Gebetſtunde, zu⸗ gleich 8 Evangeliſationsvortrag Neckarau, Luiſenſtr. 42.— Donnerstag nachm. 4 Frauenſtunde; abends 8 Evange⸗ liſationsvortrag Pfingſtberg, Oſterſtraße 30.— Freitag abend 8 Jungmännerverein. Verein für Jugendpflege„Haus Salem“ e.., K 4. 10. 380 2 Sonntagsſchule; 3 Bibelſtunde f. jg. Männer: 4 Verein für jg. Mädchen; 8 Evangeliſations⸗Vortrag. Dienstag 8 Gebetſtunde; 8 Evangeliſationsverſammlung Almenhof, Streuberſtr. 46. Mittwoch 6 Kinderbund für Mädchen; 8 Verein für jg. Mädchen; 8 Bibelſtunde für Männer. Donnerstag 4 Frauenſtunde; 6 Kinderbund für Knaben; 8 Freundeskreis für jg. Mädchen; 8 Blaukreuz⸗ verſammlung. Freitag 8 Jungvolk⸗Abend. Blankrenzverein Mannheim I, Meerfeldſtraße 44. Montag abend 8 Bibel⸗ u. Gebetſtunde. Mittwoch nachm. 4 Hoff⸗ nungsbund; abends 8 Blaukreuzſtunde. Landeskirchl. Gemeinſchaft u. Jugendbund für eutſchiedenes Chriſtentum, Lindenhofſtraße 34. Sonntag abend 8 Uhr Evangeliſation(Gem.⸗ Pfleger Steeger). Montag abend 8 Frauenſtunde. Mittwoch 8 Bibelbeſprechung. Samstag .15 Männerſtunde.— Jugendbund für E.., a0,„Junge Männer: Sonntag Weißkreuzkonferenz K 2. 10, Diens⸗ ö d, E 4,0. Ihre Gaste, mit Zeitun Knabenbund: Neckarſtadt, Evangelische Gemeine Predigt, Prediger S .30 Predigt, Prediger 1 Donnerstag nachm. abends 8 Jugendverein. ſtunde. Adventgemeinde, J 1. „Gibt es eine zwei ſtunde. Sabbatſchule; Joſefſtr. 12. ſchule; nachm. abend 8 Bibel⸗ u. Kirche Jeſu Chriſt Sonntagsſchule(f. Ki 19: Predigtverſamm verein. Mannheim, Neu⸗Apoſtoliſche Kirche im Freiſtaat Baden. Mannheim⸗Stadt, Sonntag vorr dienſt. Mittm Kir .90 Sonntag vorm..30 woch abend.00 G Gießenſtr. 1: unte abend.45 Gottesdi dorfſtraße 68: Son woch abend.00 Gottesdienſt.— Mannheim⸗ Kloppenheimerſtraße 36: dienſt. Mittwoch ab Die Heilsarmee, Mannheim, O 1. eien szverſammlung: Heilsverſammlung Heilsverſamml. Dor verſammlung). Die Heilsarmee, Alph Heiligungs⸗Verſammlung; abends 8 Heilsverfammlung. Montag abend 8 H verſammlung. dienſte: Sonntag 2. Methodiſten⸗ Gemeinde Eben⸗Ezer⸗Kapelle, Augartenſtraße 26. Sonntag vorm..30 Predigt, Prediger Aug. Simon; 11 Sonntagsſchule; nach⸗ mittags 3 Liebesfeſt Gebetsverſammlung. Katholiſche Gemeinde Sonntag, den 19. März 1933. Obere Pfarrei(Jeſui 6 Frühmeſſe;.45 h .90 Kindergottesdie m. Predigt u. Amt; Chriſtenlehre für den g. u. 4. Jahrgang der Jungfrauen; 3 Kirchenmuſtk. Andacht mit S hochw. Hrn. Pfarrki St. Sebaſtianuskirche Beginn der Beichtgelegenheit; mit Predigt;.30 H 11 Kindergottesdien die Mädchen;.30 A mit Litanei und Segen. Herz⸗Jeſu⸗Kirche Neck liche Beichte Predigt u. Amt; 11 Chriſtenlehre für M mit Segen; Heilig⸗Geiſt⸗ Kirche: 6 8 Singmeſſe mit Pr meſſe mit Predigt; .30 Herz⸗Jeſu⸗Ande Zur Konfirmation erfreuen Sie Cabagan blallich, 14,13 danse Jara-Mischung 7 bf..— Mocca-Mischung m. eat. Mocca% pf..80 Weener Mischung.... Pfd..60 Haushalt-Mischung. Stadtbekannt beste Qualitäten. % Pfü..50 Holdeanere 7: eitag abend 8 Jugendſtunde. 10 Pr Ev. Gemeinde gläubig⸗getaufter Chriſten(Baptiſten), Max⸗ Sonnta 4 Predigt; Gebetſtunde. Frauenverein.— Samstag 4 Jungſchar Buben u. Mädels. i ch abend 8 Gottesdienſt. Jugendabend.— Manunheim⸗Sandhofen, Freitag Ae 8 Heiligungsver Donnerstag abend 8 Jugendliga. tag abend 8 Heiligungs⸗Verſammlung.— Kindergottes⸗ 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt; 7 Faſtenpredigt mit Andacht und Segen. Mi ttag⸗ Ausge abe 4 und Donnerstag 8. ir Knaben von 1014 J. Donnerstag 3 Frau enft chaft, U 3. 23. Sonntag vo Sautter; 10.4 Sonntagsſchul bends Sautter. Mittwoch abend 8 Gebet⸗ .00 tonsverein; Samstag nachm..30 Jungſchar. Sonntag abend 8 Uhr Vortrag: Mittwoch 8 Bibel⸗ Samstag vorm. 9 9 Kindergottesdienſt. 14. te Gnadenzeit?“ edigt; nachm. g vorm..30 Predigt; 11 Sonntags⸗ 6 Jugendverein.— Mittwoch Donnerstag nachm. 3 i, der Heiligen der letzten Tage nder u. Erwachſene) vorm. 10.30—12; lung. Mittwoch 19.30 Fortbildungs⸗ L 4. 4, 2. Stock. che Ecke Lange Rötter⸗ und Moſelſtr. ) Gottesdienſt; nachm..30 Gottes⸗ Freitag abend 8 Zwerchgaſſe 16: ienſt. Mitt⸗ )und nachm. 3 Gottesd ottesdienſt. Mannheim ⸗Neckarau, ag nachm..30 Gottesdienſt. e enſt.— Mannh.⸗ Friedrichsfeld, Neu⸗ ttag nachm..00 Gottesdienſt. Mitt⸗ Seckenheim, .30 Gottes⸗ Sonntag nachm. hend 8 Gottesdienſt 15. Sonntag vorm. 10 11 Kindergottesdienſt; abends 8 (Major Schmidtſ. Mittwoch abend 8 inerstag abend 8 Heimbund(Frauen⸗ rſammlung. ornſtr. 22, Korps 2. Sonntag vorm. 10 eimbund. Mittwoch abend 8 Heils. Frei⸗ Mittwoch.30. t.— Mittwoch abend 8 Bibel⸗ und tenkirche): Von 6 an öſterl. Beichte; l. Meſſe;.30 Singmeſſe mit Predigt; uſt m. Predigt;.30 Hauptgottesdienſt 11 hl. Meſſe m. Predigt; nachm..45 Segen;.30 Faſtenpredigt d. trat Baur, hierauf Andacht m. Segen. — Untere Pfarrei. 6 A und 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe auptgottesdienſt mit Predigt u. Amt; ſt mit Predigt; 2 Chriſtenlehre für nödacht zum hl. Joſef; 7 Faſtenpredigt arſtabt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe und öſter⸗ .30 Kindergnetesdienſt mit Predigt:.00 ädchen;.30 Andacht in öffentl. Nöten hl. Meſſe und Beichte 7 Frühmeſſe; edigt;.30 Predigt u. Amt: 11 Sing⸗ 2 Ehriſtenlehre für die Jungfrauen; acht mit Segen; 7 Faſtenpredigt Tel. 280 35 P 5, 14 25. his 30. März 1933 werten ersſtlassig, schnelf und billig Ne: Slickerelen— Hohlsaume— Kanien Biesen— Dekalur angefertigt bei Hans Schober, Ou 7, 10 2% Otto-Beckstr. 10 T2, 2 Meerfeldstr. 63 9 F 25 Samstag, 18. März. Abends. Miete Plissees H 18, Sondermiete K 9. In neuer Alle Arten Inſzenierung:„Minn a von Erstklassige Montage Billige Preise Dꝛachodeten in ü de Im National- Theater: Samstag, 18. März. Nachmitt. Schüler⸗ vorſtellung Lehranſtalten: Oper von Roſſini. Barnhel“, Anfang 20.00, Ende etwa 22.30 Uhr Sonntag, 19. März. die bühne— Abt. 56—80, 86—110, 146 bis 167, Gruppe M u. 8. ſämtl. übrigen Abketlungen gegen „Die Marne ſchlacht“, deutſche Tragödie von Paul Joſepb Cremers, nach einer krittſch⸗hiſtoriſch. Quellendarſtellung von Karl Bartz. Anfang 14.00, Ende gegen 16.30 Uhr Sonntag, 19. März. Abends. Miete O18, Sondermiete 0 9. 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St. Peter u. Paul, Mannh. ⸗Feudenheim:.30 51. .45 Kommunionmeſſe Kommunion⸗Singm Hauptgottesdienſt; 11 Sch ülergottesdienſt Ehriſtenlehre für die Mädchen; 2 Andacht zum bl. abends.80 Foſtenpredigt, Andacht und Segen. St. Bartholomäuskirche Sandhofen:.30 Beichtgelegenheit: 7 Frühmeſſe; 9 Hauptgottesdienſt mit Predigt und Amt: 11 Schülergottesdienſt m. Predigt u. Singmeſſe; nachm Chriſtenlehre für Mädchen, hernach Andacht zu Ehren de hl. Joſef; abends.30 Faſtenpredigt. St. Aegidiuskirche Seckenheim:.15 Frühmeſſe:.30 Haupt⸗ gottesdienſt;.30 Kreuzweg;.30 Faſtenpredigt. St. Thereſta vom Kinde FJeſu, Pfingſtberg: 6—.30 .30 Frühmeſſe, Predigt;.30 Amt mit Predigt: dacht;.30 Faſtenpredigt mit Segen. St. Paul, Almenhof: 7 liturgiſche Meſſe;.30 Singmeſſe m. Predigt;.45 Chriſtenlehre; 11 Singmeſſe mit Predigt; .80 Faſtenpredigt, Andacht und Segen. St. Nikolauskirche: 6 öſterliche Beichte; 7 Früh Kindergottesdtenſt mit Predigt; 10 Hauptgott Predigt; 2 Chriſtenlehre für Mä Joſef; 8 Beichte; .30 An⸗ ädchen;.30 Ehren d. hl. Joſef;.30 Faſtenpredigt, Andacht 1 Alt⸗Katholiſche Gemeinde[Schloßkir Sonntag vormittag 10 Uhr Deutſches Amt mit Pr Freireligibzſe Gemeinde 0 Sonntag vorm. 10 Sonntagsfeier, Prediger Dr. Karl über„Parſival und Zarathuſtra“ in der Aula des gymnaſiums, Tullaſtraße 4, unter Mitwirkung des f religtöſen Singchors.— Die Jugendweihe findet 2. April, vorm. 10 Uhr, im Muſenſaal ſtatt. am 4. KANRLS BADEN ZMWIEBA(CK u. BUrTERZWIEZBAE& du rledriehsdorfer Art kaplioh friseh geröstet! auaktrursENZZUGNmsSsE der BNCKEREIWENNEIS 8 2, 22.23 cn Fernspr. 27237 Lieferung frei Haus Gesangbücher und Samstag, 25. März. Miete E 18, Sonder⸗ „Die luſtige Witwe miete E 9: Operette von Franz Lehar. Anfang 20.00, Ende gegen 22.30 Uhr Sonntag, 26. Mürz. Nachmittagsvorſtell. „Von Sonnen⸗ untergang, Schauſpiel von Ger⸗ Zum letzt. 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