* eee 1 8 Erſcheinungsweiſe: Täglich zmal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatl. RM..08 und 623 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..25, durch die Poſt RM..70 einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Walb⸗ Hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 48, Meerfeldſtr. 18, Ne Siſcherſtr. 1, Te Hauptſtr. 68, W Oppaner Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. eue Mannheimer Zeitung Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗ Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗ Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 P. Anzeigenpreiſe: 32 mm breite Colonelzeile RM. 40, 79 mm breite Reklamezeile RM..50. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Konkurſen, Ver⸗ gleichen oder Zahlungsverzug keinerlei Rabattgewährung. Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben., an beſonderen Plätzen und für telefoniſche Aufträge. Keine Gerichtsſtand Mannheim. Mittag⸗ Ausgabe Mittwoch, 29. März 1033 144. Jahrgang— Nr. 148 Endgültige Beilegung des Stahlhelm⸗Zwiſchenfalls Aufhebung des braunſchweigiſchen Verbots am 1. April— Die Mehrzahl der Verhafteten bereits freigelaſſen Abwehr der Greuelhetze Scharfe Gegenmaßnahmen der nationalſozialiſtiſchen Parteileitung Die amtliche Mitteilung Meldung des Wolff⸗ Büros — Braunſchweig, 29. März. Der Vorſttzende des braunſchweigiſchen Staats⸗ miniſteriums, Dr. Küchenthal, übergab heute macht um 22 Uhr der Preſſe folgendes Kommuni⸗ qus über die Verhandlungen in der Stahlhelm⸗ Angelegenheit: Die Reichsregierung erkeunt die vom braunſchweigiſchen Innenminiſter Klagges gegen⸗ über dem Stahlhelm, Gau Braunſchweig⸗Stadt, er⸗ griffenen energiſchen Maßnahmen als berechtigt an. Nachdem der Reichsarbeitsmini⸗ ſter Franz Seldte als erſter Bundesführer des Stahlhelms die diſziplinariſche Erledigung der An⸗ gelegenheit zugeſagt hat und die Gefahr einer ille⸗ galen Aktion marxiſtiſcher Organiſationen unter falſchem Decknamen beſeitigt iſt, wird Miniſter Klagges das für das Land Braunſchweig ausge⸗ ſprochene Verbot des Stahlhelms mit dem 1. April 198383 aufheben. Die Schutzpolizei begann kurz nach 22 Uhr mit der Freilaſſung der 1350 Verhafteten. In Trupps von 50 Mann verließen ſie das Kran⸗ kenkaſſengebäude. Auf der Straße hatte ſich eine große Menſchenmenge eingefunden. Die polizei⸗ lichen Abſperrungsmaßnahmen waren auch wieder aufgehoben. Die Verhafteten haben rund 25 Stun⸗ den im Gebäude der Ortskrankenkaſſe zugebracht. Gegen Mitternacht waren die Entlaſſungen bis auf rund 100 verhaftete Funktionäre, die nach Wolfen⸗ bilttel gebracht werden, in der Hauptſache erledigt. Reichs arbeitsminiſter Seldte begab ſich mit ſeiner Begleitung nach der Konferenz im braunſchweigiſchen Staatsminiſterium zum Flug⸗ hafen, um noch in der Nacht nach Berlin zurückzu⸗ kehren. Als er das Regierungsgebäude verließ, bereitete ihm die wartende Menge eine ſpontane Kundgebung. Daß es innerhalb 24 Stunden gelungen iſt, den Braunſchweiger Konflikt beizulegen, wird allent⸗ halben mit Befriedigung begrüßt werden. Die ſchnelle Bereinigung des Zwiſchenfalles beweiſt zu⸗ gleich, daß es ſich tatſächlich nur um einen loka⸗ len Einzelfall handelt, deſſen Urſachen durch die Unterſuchung reſtlos aufgeklärt worden ſind. Es beſtätigt ſich in der Tat, daß in Braunſchweig eine Zerſetzungsaktion links radikaler Kreiſe verſucht worden iſt, die, wenn ſie ge⸗ lungen wäre, von verhängnisvollſter Wirkung hätte ſein können. Der Vorfall wird, deſſen darf man gewiß ſein, die verantwortlichen Kreiſe zu noch größerer Wachſamkeit als bisher veranlaſſen. Jeden⸗ falls iſt von der Bundesleitung des Stahlhelm Vor⸗ ſorge getroffen, daß ähnliche Vorfälle an anderen Stellen ſich nicht wiederholen können. Auf national⸗ ſozialiſtiſcher Seite erklärt man, daß die Ange⸗ legenheit durch die zwiſchen Göring und Seldte getroffenen Vereinbarungen erledigt ſei, a Bei der Unterſuchung der Vorfälle in Braun⸗ ſchweig hat ſich, wie die„Kreuzzeitung“ von zuſtän⸗ diger Seite erfährt, herausgeſtellt, daß die Füh⸗ rerſchaft des Stadt⸗ Gaues Braun ſchweig bei ber Aufnahme zahlreicher Mitglieder zwar in gutem Glauben, aber entgegen den Weiſungen der Bundesführung fehlerhaft und politiſch bedenk⸗ lich gehandelt hatte. Der erſte Bundesführer Seldte hat nach ſorgfältiger Prüfung der Vorgänge die Einſetzung eines kommiſſariſchen Landesführers verfügt und wird gleichzeitig einen Führerwechſel im Stadtgau Braunſchweig ver⸗ an laſſen. Oldenburgiſche Anoroͤnungen Meldung des Wolffbüros — Oldenburg, 29. März. Die Nachrichten über gewiſſe Vorgänge beim Stahlhelm in Braunſchweig haben Veranlaſſung ge⸗ geben, daß der ſtellvertretende Landesführer des Stahlhelm Land Oldenburg ⸗Oſt⸗ riesland ſofort beim Miniſterpräſidenten Röver vorſprach. Die Stahlhelmführung verpflichtet ſich, daß der Stahlhelm wie bisher von Elementen rein gehalten werde, die nicht in die nationale Bewegung des Stahlhelm hineingehörten. 3 Nach dieſer Erklärung der Stahlhelmführung wird in Oldenburg ein Verbot des Stahlhelm nicht erfol⸗ gen. Darüber hinaus ſoll vonſeiten des oldenburgi⸗ ſchen Miniſterpräſidenten ſofort eine Verfügung her⸗ ausgegeben werden, daß SA, Ss, Stahlhelm, Kyff⸗ häuſerbund und andere nationale Verbände keine ehemaligen Mitglieder der SPD, K D K ſowie ihrer Nebenorganiſationen aufnehmen dürfen, die erſt nach dem 4. März 1933 um Aufnahme erſucht haben. Bereits aufgenommene Mitglieder müſſen ſo⸗ fort wieder ausgeſchloſſen werden, Meldung des Wolffbüros — München, 29. März. Die Natitonalſoztaliſtiſche Korreſpondenz ver⸗ öffentlicht einen Aufruf der Parteileitung, der an alle Parteiorganiſationen der NS Da ge⸗ richtet iſt. In dem Aufruf heißt es u..: „In den Wochen nach dem 30. Januar hat ſich eine einzigartige nationale Revolution in Deutſch⸗ land vollzogen. Trotz langer ſchwerſter Bedrückungen und Ver⸗ folgungen haben die Millionen Maſſen, die hinter der Regierung der nationalen Revolution ſtehen, in vollſter Ruhe und Diſziplin der neuen Reichsführung die legale Deckung gegeben zur Durchführung der Reformen der deutſchen Nation an Haupt und Gltedern. In fjämmerlicher Feigheit haben die jüdiſch⸗ marxiſtiſchen Bonzen ihre Machtſtellungen geräumt. Nur der beiſpielloſen Diſziplin und Ruhe, mit der ſich dieſer Akt des Umſturzes vollzog, haben es die Urheber und Nutznießer unſeres Unglücks zuzu⸗ ſchreiben, wenn ſie faſt ausnahmslos ungeſchoren blieben. Kaum ein Härchen wurde ihnen gekrümmt. Man vergleiche mit dieſem Akt der Selbſtzucht der natio⸗ nalen Erhebung in Deutſchland etwa die bolſche⸗ wiſtiſche Revolution in Rußland, der Millionen Tote zum Opfer fielen. Man vergleiche weiter die furchtbaren Kämpfe und Zerſtörungen der Revolution dieſer Novembermänner ſelbſt, ihre Geißel⸗Erſchießungen in den Jahren 1918 und 1919, das Niedermetzeln wehrloſer Gegner. Die regierenden Männer haben dabei feierlich der Welt verkündet, daß ſie mit dieſer in Frieden leben wollen. Das deutſche Volk leiſtet ihnen treue Gefolgſchaft. Deutſchland will keine Welt⸗ wirren und keine internationalen Verwicklungen, aber das nationale revolutionäre Deutſchland iſt feſt entſchloſſen, der inneren Mißwirtſchaft ein Ende zu bereiten. Nun, da die Feinde der Nation im Innern vom Volke ſelbſt unſchädlich gemacht worden ſind, trifft das ein, was wir längſt erwartet hatten. Die kommuniſtiſchen und marxiſtiſchen Verbrecher und ihre jüdiſch⸗intellektuellen Anſtifter, die mit ihren Kapitalien rechtzeitig ins Ausland ausrückten, ent⸗ falten nun von dort aus eine gewiſſenloſe landesver⸗ über drei räteriſche Hetzkampagne gegen das deutſche Volk überhaupt. Lügen und Verleumdungen von geradezu haar⸗ ſträubender Perverſität werden über Deutſchland losgelaſſen. Die deutſchen Waren, die deutſche Ar⸗ beit ſoll dem internationalen Boykott verfallen. Sollte man dieſem wohnwitzigen Verbrechen immer länger zuſehen würde man ſich zum Mitſchuldigen machen. Die nattonalſozialiſtiſche Partei wird nunmehr den Abwehrkampf gegen dieſes Gene⸗ ralverbrechen mit den Mitteln aufnehmen, die geeignet ſind, die Schuldigen zu treffen. Denn die Schuldigen ſind bei uns, ſie leben unter uns und mißbrauchen Tag für Tag das Gaſtrecht, das ihnen das deutſche Volk gewährt hat. In einer Zeit, da Millionen Menſchen von uns nichts zum Leben und nichts zum Eſſen haben, da Hunderttauſend deutſche Geiſtesarbeiter auf der Straße verkommen, ſitzen dieſe jüdiſchen intellektuel⸗ len Literaten zwiſchen uns und nehmen ſehr wohl Uttſer Gaſtrecht in Anſpruch. Jahrzehntelang hät Deutſchland jeden Fremden wahllos hereingelaſſen. Als Dank dafür hetzen jetzt, während Millionen eigene Volksgenoſſen von uns arbeitslos ſind und verkommen, ein Klüngel jüdiſcher Literaten, Pro⸗ feſſoren und Geſchäftemacher die Welt gegen uns. Damit iſt jetzt Schluß. Wir ſehen die Not und das Elend unſerer eige⸗ nen Volksgenoſſen und fühlen uns verpflichtet, Richts zu unterlaſſen, was eine weitere Schädigung dieſes unſeres Volkes verhindern kann. Denn ver⸗ antwortlich für dieſe Lügen und Verleumdungen ſind die Juden unter uns. Von ihnen geht dieſe Kampagne des Haſſes und der Lügenhetze gegen Deutſchland aus. In ihrer Hand läge es, die Lüg⸗ ner in der anderen Welt zurechtzuweiſen. Da ſie dies nicht wollen, werden wir dafür ſorgen, daß dieſer Haß⸗ und Lügenfeldzug gegen Deutſchland ſich nicht gegen das unſchuldige deutſche Volk, ſondern gegen die verantwortlichen Hetzer ſe lb ſt richtet. Die Boykott⸗ und Greuelhetze darf nicht und wird das deutſche Volk nicht treffen, ſondern in tauſendfacher Schwere die Juden ſelbſt. Es ergeht daher an alle Parteidienſtſtellen und Parteiorgani⸗ ſativnen eine Anordnung, die 11 Punkte umfaßt. (Fortſetzung auf Seite). 15 Todesopfer einer Flugzeugkataſtrophe Meldung des Wolff⸗ Büros — Brüſſel, 29. März. Bei Dixmuiden iſt ein engliſches Ver⸗ kehrsflug zeug, das ſich auf dem Wege von England nach Brüſſel befand, abgeſtürz t. Das Flugzeug ging ſofort in Flammen auf. Es ſind 15 Perſonen ums Leben gekommen. Das abgeſtürzte und verbrannte Flugzeug war eine dreimotorige 1200 Ps ſtarke engliſche Maſchine der Imperial Airways Lt d, die um 13.36 Uhr vom Flughafen Brüſſel in Richtung London auf⸗ geſtiegen war. An Bord befanden ſich außer den beiden engliſchen Piloten ein Radio⸗Telegraphiſt und zwölf Paſſagiere. Bet dem Unglück ſind ſämt⸗ liche Perſonen ums Leben gekommen. Die Gendarmerie war aus dem benachbarten Eoſſen ſo⸗ fort zu der Unglücksſtelle geeilt, konnte aber nur noch aus dem völlig verbrannten Apparat die verkohlten Leichen bergen. In einem Umkreis von 30 bis 300 Metern von der Unfallſtelle entfernt, fand man die völlig zerſchmetterten Körper von vier Fahrgäſten, die offenbar verſucht haben, im Augenblick des Ab⸗ ſturzes aus dem Flugzeug herauszuſpringen. Die Trümmer des abgeſtürzten Flugzeuges ſind weithin auf dem Boden zerſtreut. Ueber die Urſache der ſchrecklichen Kataſtrophe iſt man zur Zeit noch auf Vermutungen angewieſen. Offenbar haben die Motoren ausgeſetzt und es iſt dem Piloten nicht mehr gelungen, die ſchwere Ma⸗ ſchine im Gleitflug auf den Boden zu ſetzen. Bei dem heftigen Anprall müſſen die Benzintanks Feuer gefangen haben. Das Flugzeug ſtand ſofort nach ſeinem Aufſchlagen auf dem Boden in Flammen. Nach anderen Erklärungen wurde das Flugzeug⸗ unglück durch eine Motorexrploſion verurſacht. Man nimmt an, daß einer der drei Motoren des in voller Fahrt befindlichen Flugzeuges explodierte, und daß der Pilot durch ein Sprengſtück ge⸗ tötet wurde, ſo daß die Maſchine führerlos wurde. Landleute aus den Dörfern der Umgebung, die ihre Aecker beſtellten, konnten nämlich beobachten, daß das Flugzeug urplötzlich mit raſender Geſchwindigkeit ſenkrecht zu Boden ſtürzte. Das Flugzeug ſtieß mit furchtbarem Krachen auf den Eroͤboden auf. Im Sturz hatte ſich eine der Tragflächen gelöſt und in einiger Entfernung von der Unglücksſtelle in den Erdboden eingebohrt. Faſt wären einige auf dem Feld beſchäftigte Mädchen da⸗ hei getötet worden. Schrecken in London Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters 8 London, 29. März. Der Abſturz des engliſchen Verkehrsflugzeugs „City of Liverpool“, das den Dienſt zwiſchen Köln, Brüſſel und London verſah, in der Nähe von Dixmuiden hat England in Schrecken und Erregung verſetzt. Es iſt das ſchwerſte Unglück, das das engliſche Verkehrsflugweſen jemals verzeichnen mußte. Die Maſchine gehörte zu einer Klaſſe, die ſeit ſteben Jahren im Dienſt ſtand und ſich bisher durchaus bewährt hat. 0 der Pilot ſtand ſeit Jahren im Dienſt der engliſchen Flugverkehrsgeſell⸗ ſchaft und wird als einer ihrey erfahrenſten Flieger bezeichnet. 7 Die Urſache des Unfalls iſt bisher völlig rätſel⸗ haft. Zwei Beamte der Geſellſchaft haben ſich ſofort im Flugzeug nach Belgien begeben und werden eine Unterſuchung anſtellen, ſoweit dies bei dem Zuſtand der Trümmer überhaupt möglich iſt. Unter den 15 Toten befand ſich ein 16jähriges deutſches Mädchen, Fräulein Lotte Voß aus Köln. Ihr Onkel, der ebenfalls bei dem Unglück ums Leben gekommene Dentiſt Albert Voß aus Mancheſter wollte das junge Mädchen von Köln aus nach London bringen, wo es eine Zeit lang eine engliſche Schule in Wimbledon beſuchen ſollte. f Daladiers Kammerſieg Drahltbericht unſ. Pariſer Vertreters y Paris, 29. März. In der Deputiertenkammer trug die Regie⸗ rung Daladier- Paul⸗Boncour heute einen eindrucksvollen Sieg über die Rechtsoppoſition davon. Mit 369 gegen 212 Stimmen erklärte ſich die Deputiertenkammer auf den Wunſch Daladiers da⸗ mit einverſtanden, die Ausſprache über eine drin⸗ gende Interpellation des Nationaliſten Franklin⸗ Bouillon über die außenpolitiſche Lage auf unbe⸗ ſtimmte Zeit zu vertagen. Die Mehrheit der fran⸗ zöſiſchen Kammer entſchied ſich durch dieſe Abſtim⸗ mung dafür, den beruhigenden Verſicherungen Daladiers über die außenpolitiſche Lage Glauben zu ſchenken und nicht der Panikpropaganda der Natio⸗ naliſten zu folgen. Die franzöſiſche Deputiertenkammer hat in den letzten Wochen ſelten eine ſo dramatiſche Spannung erlebt, wie ſie bei dem Rededuell Daladier⸗Franklin Bouillon entſtand. Franklin Bouillon machte der Regierung zum Vorwurf, die Kammer abſichtlich über die außenpolitiſchen Ereigniſſe im Unklaren zu laſſen. Er verlangte Auskunft darüber, welche Hals tung die franzöſiſche Regierung auf der Abrüſtungs⸗ konferenz einnehme und welche Maßnahmen ſie an⸗ geſichts der wiederholten Verletzungen des Verſailler Vertrags und der Locarno⸗Abmachungen durch Deutſchland, beſonders in der entmilitariſterten Rheinlandzone, zu treffen gedenke. Als Daladier darauf ſofort die Vertagung der Diskuſſion bean⸗ tragte, ſchrie ihm Franklin Bouillon entgegen:„Die Regierung mißachtet die Rechte des Parlaments, Anſtatt vor der Kammer zu erſcheinen, hält Paul⸗ Boncbur vor einem unbekannten Verband eine große außenpolitiſche Rede.“ Auch der nationaliſtiſche Führer Louis Marin beſtand auf ſofortiger Behandlung der Interpella⸗ tion Franklin Bouillons. Außenminiſter Paul⸗ Boncbour wies die Vorwürfe der Vorredner zurück und erklärte, er hätte erſt kürzlich vor der Außen⸗ kommiſſion der Kammer einen eingehenden Bericht geliefert und würde am Mittwoch von neuem vor der Außenkommiſſion erſcheinen.„Die jetzt laufen⸗ den Verhandlungen ſind außerordentlich ernſt“, rief Paul⸗Boncour inmitten einer ungeheuren Span⸗ nung den Deputierten zu,„denn von ihrem Ergeb⸗ nis hängt zwar nicht der Krieg, aber doch ein Zuſtand in Europa ab, aus dem ſich ſpäter ernſte Verwicklun⸗ gen ergeben könnten. Frankreich hat immer energiſch gegen die Zwiſchenfälle in der Rheinlandzone prote⸗ ſtiert mit dem Ergebnis, daß ſeit einigen Tagen die Zwiſchenfälle aufgehört haben.“ Die Schlußworte des Außenminiſters„Frankreich wird wachſam blei⸗ ben, und die Kammer kann volles Vertrauen haben“ wurden mit rieſigem Beifall der Linksdeputſerten aufgenommen. a Nach Paul⸗Boncour beſtieg Min ſterpräſi⸗ dent Daladier die Tribüne. Er verſicherte, daß auf jeden Fall eine außenpolitiſche Debatte in näch⸗ ſter Zeit ſtattfinden würde. Macdonald und Muſſo⸗ lini müſſe er für ihre Bemühungen ſeine Hochach⸗ tung ausſprechen. Mit ruhigem Gewiſſen könne er ſagen, daß die Regierung kein einziges Recht Frank⸗ reichs preisgegeben habe. Niemals aber werde ſie den wahren Patriotismus mit Chauvinismus ver⸗ wechſeln. Sie lehne es ab, über Fragen zu pole⸗ miſieren, die mit Ruhe und Kaltblütigkeit behandelt werden müſſen. Auch Daladier ſchloß ſeine Ausfüh⸗ rungen unter begeiſterter Zuſtimmung der Linken mit der Erklärung, fede Art von Kriegs pſychoſe, die durch nichts gerechtfertigt ſei, müſſe vermieden werden. Die Wirtſchaftspläne des Kabinetts Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 29. März. Die heutige Sitzung des Reichskabinetts iſt auf 12 Uhr mittags angeſetzt worden. An ihr wird zum erſtenmal auch der Reichsbankpräſident Schacht teilnehmen, der hinfort regelmäßig zu den Sitzungen hinzugezogen werden wird. Der Reichskanzler trifft heute vormittag in Berlin ein. Auch Miniſter Seldte iſt wieder aus Braunſchweig zurückgekehrt. Wie wir bereits mitteilten, findet vor der Kabinett⸗ ſitzung ein Miniſterrat ſtatt, in dem die politiſche Lage erörtert werden ſoll. Es iſt anzunehmen, daß in dem Zuſammenhang auch die braunſchwei⸗ giſchen Vorgänge behandelt werden. Der Wirtſchaftsausſchuß dürfte dem Kabinett bereits heute die Vorſchläge unterbreiten, die er für eine Neuordnung der Gewerkſchaften ausgearbeitet hat und die die Grundlage für weitere Beſprechungen bilden ſollen. Auf der Tagesordnung ſteht weiter, wie ſchon erwähnt, eine umgeſtal⸗ tung des Reichswirtſchaftrates, ber offen⸗ bar zu einer verkleinerten berufsſtändiſchen Körper⸗ . 2. Seite/ Nummer 148 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe ſchaft umgebaut werden ſoll. Das Kabinett wird da⸗ neben vorausſichtlich dem Geſetzentwurf über die Verlängerung des Etats um ein Vier⸗ telfahr ſeine Zuſtimmung geben. Schließlich ſoll auch noch darüber entſchieden werden, ob das Woh⸗ nungsmangelgeſetz, das am 31. März ab⸗ läuft, in einzelnen Punkten noch aufrecht erhalten werden ſoll. Schließlich iſt mit der Verabſchiedung des ſogenannten„Gleichſchaltungsgeſetzes“ zu rechnen. Maßnahmen in den Ländern Telegraphiſche Meldung g— Karlsruhe, 29. März. Der Beauftragte der Reichsregierung in Baden Hat angeordnet, daß die Bezüge, Ruhegehälter und Penſionen der Angeſtellten in Betrieben des Landes, der Gemeinden und der Körperſchaften nur noch bis zu 1000 R./ ausgezahlt werden. Dies gilt auch für Unternehmen, deren Geſellſchaftskapital mit mehr als zur Hälfte in öffentlicher Hand iſt. Im Zuge dieſer Anordnung wurden die Gehälter der Direktoren der Badiſchen Bank auf 12 000 Mk. feſtgeſetzt. 5 Der Leiter des Badenwerkes, Dr. Helmle, iſt mit ſofortiger Wirkung beurlaubt worden. Der Kultusminiſter hat alle marxiſtiſchen Studentenorganiſationen verboten. Auch Heſſen hat die 1000 Mark⸗Grenze für Beamte und Angeſtellte angeordnet. Die Bayern wacht iſt entſprechend der Anord⸗ nung des kommiſſariſchen bayeriſchen Innenmini⸗ ſters vom Landesführer Ritter von Lex aufgelöbſt worden. General von Epp und Staatsſekretär Eſſer wer⸗ den morgen die Pfalz beſuchen, beſonders die Städte Lubwigshafen, Speyer, Neuſtabt und Kaiſerslautern. Voykottaktionen im Reich Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 29. März. Am Dienstag iſt es bereits in verſchiedenen Teilen des Reiches, ſo in Gleiwitz, Glogau, Schwerin⸗ Warthe, Eberswalde, Augsburg uſw. zu Boy⸗ kottaktionen gegen jüdiſche Geſchäfte gekommen. In allen Fällen wurden die Inhaber von Warenhäu⸗ ſern, jüdiſchen Geſchäften und Rechtsanwaltsbüros aufgefordert, ihre Betriebe zu ſchließen und den Angeſtellten das Gehalt im Voraus zu gahlen. Zu Zwiſchenfällen iſt es nirgends gekom⸗ men, die Aktionen gingen vielmehr in aller Ruhe vor ſich. Wie die NS DA dazu mitteilt, waren dieſe Maßnahmen noch nicht angeordnet, ſondern wohl aus der Erregung heraus geboren, die durch die Verbreitung der Greuelmeldungen im Auslande der Bevölkerung Deutſchlands entſtanden iſt. Viele Warenhäuſer, Einheitsgeſchäfte und ſonſtige jüdiſche Geſchäfte in Eſſen haben heute vormittag ihre Pforten vorläufig geſchloſſen. Zu gleichen Maß⸗ nahmen kam es in Duisburg und Hamborn. Vor einer Reihe von Kaufhäuſern und Schuh⸗ geſchäften in Kiel erſchienen in den Abendſtunden des Dienstag Abteilungen der Hitlerfſugend und auch SA und forderten das Publikum unter Hin⸗ weis auf die jüdiſche Greuelpropaganda im Aus⸗ lande auf, nicht mehr in jüdiſchen Geſchäften und Warenhäuſern zu kaufen. Die betreffenden Ge⸗ ſchäftsleitungen wurden veranlaßt, die Schaufenſter unbeleuchtet zu laſſen. Wie von der NSDAP, Gau Kiel, mitgeteilt wird, iſt eine Anregung zu dieſen Teilaktionen nicht ergangen. Runofunkanſprachen im Süd funk Heute abend ſprechen im Südfunk von 19—19,30 die Herren von Jagow und Ludin. Reichskom⸗ miſſar Wagner ſpricht morgen abend von 20—20,45 Uhr. Kundgebung Drahtbericht unſeres Berliner Büros J Berlin, 29. März. Die Fuldaer Biſchofs konferenz hat eine Kundgebung erlaſſen, in der es u. a. heißt: „Die Oberhirten der Diözeſen Deutſchlands haben aus triftigen Gründen in den letzten Jahren gegen⸗ über der nationalſozialiſtiſchen Bewegung eine ab⸗ lehnende Haltung durch Verbote und Warnungen eingenommen. Es iſt nunmehr anzuerkennen, daß von dem höchſten Vertreter der Reichsregierung, der zugleich autoritärer Führer jener Bewegung iſt, öffentliche und feierliche Erklärungen gegeben ſind, durch die die Unverletzlichkeit der katholiſchen Glau⸗ benslehre und den unveränderlichen Aufgaben und Rechten der Kirche Rechnung getragen wird. Ohne die in unſeren früheren Maßnahmen lie⸗ gende Verurteilung beſtimmter religiös⸗ſittlicher Irrtümer aufzuheben, glaubt daher der Episkopat, das Vertrauen hegen zu können, daß die vorbezeich⸗ neten allgemeinen Verbote und War⸗ nungen nicht mehr als notwendig be⸗ trachtet zu werden brauchen. In Geltung bleibt die Mahnung an die politiſchen und ähnlichen Vereine und Organiſationen, in Gotteshaus und kirchlichen Funktionen aus Ehrfurcht vor der Heiligkeit der⸗ ſelben zu vermeiden, was als politiſche oder partei⸗ mäßige Demonſtration erſcheinen und daher Anſtoß erregen kann.“ Damit hat auch die katholiſche Kirche ihren Frieden mit Hitler geſchloſſen. Durch die Kundgebung der Fuldaer Biſchofskonferenz wird die Haltung des Epiſkopats zur nationalſozialiſtiſchen Bewegung grundſätzlich geändert. Die Verfügungen. die ſeinerzeit von der Biſchofskonferenz ergingen und die nun zurückgezogen werden, liefen im weſentlichen darauf hinaus, Angehörige der NS Da von den kirchlichen Gnadenmitteln auszuſchließen. Es iſt noch in friſcher Erinnerung, daß Adolf Hitler zum Pro⸗ teſt gegen dieſe Haltung am Tag von Pots⸗ Mittwoch, 29. März 1933 der Biſchöſe Die Verbote und Warnungen gegen die NS DA werden aufgehoben dam dem katholiſchen Gottesdienſt demonſtrativ fern⸗ lieb. Der Vorfall hat dann wohl unmittelbaren Anlaß gegeben zur Einleitung einer Verſöh⸗ nungsaktion, deren Erfolg jetzt durch den Be⸗ ſchluß der Konferenz ſichtbar wird. Die Biſchöfe haben dabei die Erklärung des Kanz⸗ lers im Reichstag zum willkommenen Anlaß für die Reviſion ihres bisherigen Standpunktes genommen. Die kirchliche Diffamierung nationalſozialiſtiſcher Parteiangehöriger ließ ſich nicht mehr gut aufrecht⸗ erhalten, nachdem die beiden katholiſchen Parteien, das Zentrum und die Bayeriſche Volkspartei, ſich auf den Boden der Tatſachen geſtellt und durch die Zu⸗ ſtimmung zu dem Ermächtigungsgeſetz auf jegliche Oppoſition verzichtet haben. Für das künftige Verhältnis von Staat und Kir che iſt der Beſchluß der Biſchofs⸗ konferenz ohne Zweifel von größter Tragweite und wird ſeine Wirkung vielleicht über die Grenzen des Reiches im geſamtdeutſchen Raum ausüben. Die „Germania“ beſchränkt ſich darauf, dem Schritt der Biſchöfe einen kurzen Kommentar beizugeben, indem ſie feſtſtellt,„daß es nicht an uns oder an den Biſchöfen lag, wenn dieſe Klärung nicht zu einem viel früheren Zeitpunkt erfolgen konnte“. In einigen Blättern, ſo der„Deutſchen Zeitung“, iſt ſpöt⸗ tiſch von einem„Rückzug der Zentrums⸗Geiſtlichkeit“ die Rede. Der„Völkiſche Beobachter“ be⸗ grüßt den Wandel der Auffaſſung, der ſich hier voll⸗ zogen hat,„außerordentlich“, verzichtet auf„nahe⸗ liegende Betrachtungen“ und bemerkt:„mit dem neuen Beſchluß hat der Episkopat nunmehr den ge⸗ gebenen unabänderlichen politiſchen Verhältniſſen Rechnung getragen und die nicht mehr haltbare Platt⸗ form aufgegeben, auf der er die Jahre gekämpft hat. Wir würden uns freuen, wenn aus dem Entſchluß jetzt noch ſtärker die Folgerung gezogen würde, daß der deutſche Nationalismus keine Häreſie darſtellt, ſondern eine zu ſchätzende Lebensäußerung des deutſchen Menſchen“. 8 (Fortſetzung von Seite.) J. In jeder Ortsgruppe und Organiſationsglie⸗ derung der NSDAP ſind ſofort Aktionskomi⸗ tees zu bilden zur praktiſchen, planmäßigen Durch⸗ führung des Boykottes jüdiſcher Geſchäfte, jüdiſcher Waren, jüdiſcher Aerzte und jüdiſcher Rechtsanwälte. Die Aktionskomitees ſind verantwortlich dafür, daß der Boykott keinen Unſchuldigen, umſo härter aber die Schuldigen trifft. 2. Die Aktionskomitees ſind verantwortlich für den höchſten Schutz aller Ausländer ohne Anſehen ihrer Konfeſſion und Herkunft oder Raſſe. Der Boykott iſt eine reine Abwehrmaßnahme, die ſich ausſchließlich gegen das deutſche Ju den⸗ tum wendet. 3. Die Aktionskomitees haben ſofort durch Pro⸗ paganda und Aufklärung den Boykott zu populari⸗ ſieren. Grundſatz: Kein Deutſcher kauft noch bei einem Juden oder läßt von ihm und ſeinen Hinter⸗ männern Waren anpreiſen. Der Boykott muß ein allgemeiner ſein. Er wird vom ganzen Volk getra⸗ gen und muß das Judentum an ſeiner empfindlich⸗ ſten Stelle treffen. 4. In Zweifelsfällen ſoll von einer Boykottierung ſolcher Geſchäfte ſolange abgeſehen werden, bis nicht vom Zentralkomitee in München eine anders beſtimmende Anweiſung erfolgt. Vor⸗ ſitzender des Zentralkomitees iſt Parteigenoſſe Streicher. 5. Die Aktionskomitees überwachen auf das Schärfſte Zeitungen, inwieweit ſie ſich an dem Aufklärungsfeldzug gegen die jüdiſche Greuelhetze eee eee Die Anoroͤnungen der NSDAP im Ausland beteiligen. Tun Zeitungen dies nicht, oder nur beſchränkt, ſo iſt darauf zu ſehen, daß ſie aus jedem Haus, in dem Deutſche wohnen, augen⸗ blicklich entfernt werden. Kein deutſcher Mann und kein deutſches Geſchäft ſoll in ſolchen Zeitungen noch Annoncen aufgeben. Sie müſſen der öffentlichen Verachtung verfallen, geſchrieben für die jüdiſchen Raſſegenoſſen, aber nicht für das deutſche Volk. 6. Die Aktionskomitees müſſen in Verbindung mit den Betriebszellenorganiſationen der Partei die Pro⸗ paganda der Aufklärung über die Folgen der jüdi⸗ ſchen Greuelhetze für die deutſche Arbeit und damit für den deutſchen Arbeiter in die Betriebe hin⸗ eintragen und beſonders die Arbeiter über die Not⸗ wendigkeit des nationalen Boykotts als Abwehrmaß⸗ nahme zum Schutz der deutſchen Arbeit aufklären. 7. Die Aktionskomitees müſſen bis in das kleinſte Bauerndorf hinein vorgetrieben werden, um beſon⸗ ders auf dem flachen Land den jüdiſchen Händler zu treffen. Grundſätzlich iſt immer zu betonen, daß es ſich um eine uns aufgezwungene Abwehrmaßnahme handelt. 8. Der Boykott ſetzt nicht verzettelt ein, ſondern ſchlagfertig; in dem Sinne ſind augenblicklich alle Vorarbeiten zu treffen. Es ergehen die Anord⸗ nungen an die SA und SS, um vom Augenblick des Boykotts ab durch Poſten die Bevölkerung vor dem Betreten der jüdiſchen Geſchäfte zu warnen. Der Boykottbeginn iſt durch Plakatanſchlag und durch die Preſſe, durch Flugblätter uſw. bekanntzugeben. Der Boykott ſetzt ſchlagartig Samstag, den 1. April punkt 10 Uhr vormittags ein. Er wird fortgeſetzt ſo überſchütten. nungen des Miniſters Göring ſowie durch die Auf⸗ lange, bis nicht eine Anordnung der Parteileitung die Aufhebung befiehlt. 9. Die Aktionskomitees organiſieren ſofort in Zehntauſenden von Maſſenverſammlungen, die bis in das kleinſte Dorf hineinzureichen haben, die Forderung nach Einführung einer relativen Zahl für die Beſchäftigung der Juden in allen Be⸗ rufen entſprechend ihrer Beteiligung an der deutſchen Volkszahl. Um die Stoßkraft der Aktion zu erhöhen, iſt dieſe Forderung zunächſt auf drei Gebiete zu be⸗ ſchränken: a) auf den Beſuch an den deutſchen Mittel⸗ und Hochſchulen, b) für den Beruf der Aerzte, c) für den Beruf der Rechtsanwälte. 10. Die Aktionskomitees haben weiterhin die gabe, daß jedem Deutſchen, der irgendeine Verbin⸗ dung zum Ausland beſitzt, dieſe verwendet, um in Briefen, Telegrammen und Telefonaten aufklärend die Wahrheit zu verbreiten, daß in Deuſchland Ruhe und Ordnung herrſcht, daß das deutſche Volk keinen ſehnlicheren Wunſch beſitzt, als in Frieden ſeiner Ar⸗ beit nachzugehen und in Frieden mit der anderen Welt zu leben und daß es den Kampf gegen die jüdiſche Greuelhetze nur führt als reinen Abwehr⸗ kampf. 11. Die Aktionskomitees ſind verantwortlich, daß ſich dieſer geſamte Kampf in vollſter Ruhe und größter Diſziplin vollzieht. Krümmt auch weiterhin keinem Juden auch nur ein Haar! Wir werden mit dieſer Hetze fertig einfach durch die einſchneidende Wucht dieſer aufgeführten Maß⸗ nahmen. Mehr als je zuvor iſt es notwendig, daß die ganze Partei in blindem Gehorſam wie ein Mann hinter der Führung ſteht. Nationalſozialiſten, Ihr habt das Wunder voll⸗ bracht, in einem einzigen Angriff den November⸗ ſtant über den Haufen zu rennen, Ihr werdet auch dieſe zweite Aufgabe genau ſo löſen. Das ſoll das internativnale Weltjudentum wiſſen: Die Regie⸗ rung der nationalen Revolution hängt nicht im luft⸗ leeren Raum, ſie iſt der Repräſentaut des ſchaffen⸗ den deutſchen Volkes. Wer ſie angreift, greift Deutſchland an! Wer ſie verleumdet, verleumdet die Nation! Wer ſie bekämpft, hat 65 Millionen den Kampf angeſagt! Wir ſind mit den marrxiſtiſchen Hetzern in Deutſchland fertig geworden; ſie werden uns nicht in die Knie beugen, auch wenn ſie nunmehr vom Aus⸗ land aus ihre volksverbrecheriſchen Verrätereien fortſetzen. Nationalſozialiſten! Samstag, Schlag 10 Uhr wird das Judentum wiſſen, wem es den Kampf angeſagt hat.“ Aebelſte franzöſiſche Hetze Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters V Paris, 29. März. Die franzöſiſche Preſſe greift heute in breiter Front offenbar auf einheitliche Infſorma⸗ tionen einer zentralen franzöſiſchen Stelle hin, in die gegen Deutſchland gerichtete Propaganda ein. Waren es bisher nur die ſozia⸗ liſtiſchen und chauviniſtiſchen Zeitungen, ſo benutzen jetzt auch die Informationsblätter die Judenfrage zum Vorwand, um Deutſchland mit Vorwürfen zu Man hat ſich durch die ernſten Mah⸗ rufe der jüdiſchen deutſchen Verbände ſelbſt nicht da⸗ von abhalten laſſen, harmloſe Zwiſchenfälle auf das ſchlimmſte zu übertreiben und aufzubauſchen. Den Vogel ſchießt die nationaliſtiſche„Ordre“ ab, die im Fahrwaſſer der franzöſiſchen Rüſtungsinduſtrie ſegelt. Was das Blatt an Greuelpropaganda insbe⸗ ſondere hinſichtlich der Judenbewegung gegen Deutſch⸗ land aufhäuft, erinnert an die ſchlimmſte Kriegshetze und ſpottet jeder Beſchrei⸗ bung. * Die Deutſchnationale Volkspartei Badens hielt in Offenburg eine Sitzung des Landesvorſtandes ab. Aus dem ganzen Lande waren Vertreter erſchienen, die über eine erfreuliche Aufwärtsent⸗ wicklung der Partei berichteten. F ͤbbobo0oo0bo0obo0CbbboCbobobobCbCbbbCbbCPPPPPPPCCCCCCœCœCCCCCPCCCCœCœCCœCœCœCCFVUCPUPUPUPVPVVVVVVVVVVVVVVVVVVUVUVUUUUUUUUVUVVVUUUVUVUVVUVVVUVVVVVVUVœœUVUVœVwUVUVwVUVUVUVUVUVwUVUVUVwUUVVVwVw——————wœTœFwœV————VFV——DHV—VVVVV——wVw''wwHw''.'.———————————VVVV—————————————— Lortzings„Wiloͤſchütz“ Neu einſtudiert im Nationaltheater Der zweite Titel dieſes köſtlichen Werkes,„Die Stimme der Natur“, gibt auch muſikaliſch das Thema an, und die Naturſtimmen erklingen bereits in der die Melodien des Werkes ſelbſtändig verarbeitenden Ouvertüre. Hinter der Bühne fällt der Schuß, der die ganze Handlung ankurbelt. Sie ſtammt zwar von einem Luſtſpiel Kotzebues, aber entſcheidende Teile hat der prächtige Lortzing durchaus ſelbſtändig geſchaffen. So war der eigentliche Wildſchütz bei Kotzebue ein Pächter; bei Lortzing wird er zu der AUrkomiſchen Geſtalt des Schulmeiſters. Karl Mang gibt dieſe Rolle meiſterlich. Seine glänzende Beherrſchung des Muſikaliſchen, ſein baju⸗ variſcher Humor und ſeine ausgezeichnete Charak⸗ teriſierungskunſt verbinden ſich zu einer Geſamtwir⸗ kung, die in der großen Arie von den fünftauſend Talern am Schluß des zweiten Aktes— nur der zweite Aktſchluß des„Roſenkavaliers“ iſt dieſem Beiſpiel glänzender muſikaliſcher Charakteriſterung einer Baßrolle ebenbürtig— zu einer beſonderen Höhe emporſtieg. Auch die Szenen mit Gretchen waren in allen Einzelheiten reizend aufgebaut; Guſſa Heiken ent⸗ faltete dabei viel liebenswürdige Keckheit und ſang die Partie mit vorbildlicher Deutlichkeit in der ſtimmlichen Charakteriſierung. Dem buffoniſchen Charakter dieſer Duette wußte ſie mit herzhafter Friſche zu entſprechen. Zu den Geſtalten, die Kotzebue nachgebildet ſind, gehört die Baronin Freimann. Solche exzentriſche Damen kannte die Zeit vor hundert Jahren ſehr gut; in Männerkleidern reiſten ſie herum und ſuchten dem Erlebnishunger jener Epoche zu entſprechen. Dem heutigen Empfinden ſind Figuren dieſer Art auf dem Theater etwas fremd geworden; wenn aber dieſe Baronin von Lortzings friſch⸗fröhlicher Melodik hereingeleitet vor das Publikum tritt, und ihre Lebensmoral verkündet, dann iſt man mitten in einem der ſchönſten Bereiche der komiſchen Oper über⸗ haupt. Die neue Baronin des Enſembles, Ellice Illiard, weiß ſehr charmant ihr Lob des Witwen⸗ ſtandes zu ſingen und entſpricht auch in den übrigen Teilen dem Geiſt des reizenden muſtkaliſchen Luſt⸗ wies f i f. Die Naturſchwärmerei dieſer Baronin iſt durch⸗ aus nicht nur eine Maske und ihr Preis des Land⸗ lebens entſpricht der Naturſeligkeit jener Zeit. Dabei bleibt bemerkenswert, mit wie feinem Verſtändnis Lortzing einer allzu ſentimentalen Schwärmerei in der Muſik, vor allem auch in den taufriſchen jägeriſchen Partien entgangen iſt. Die geſteigerte Empfindſamkeit hat er dafür umſo mehr der für die Griechen ſchwärmenden Gräfin mit auf den Weg ge⸗ geben und er weiß auch dieſe Zeitfigur ſo köſtlich zu beleben, daß ſie nach einem Jahrhundert an un⸗ mittelbarer Wirkung nichts eingebüßt hat. Ueber die literariſch durchtränkte Empfindſamkeit des Empire hat ſich keiner mit ſolcher Liebenswürdigkeit luſtig gemacht wie der auch im Parodieren unver⸗ gleichliche Lortzing. Als Gräfin hatte Jrene Zieg⸗ ler ihre adelige Geſtalt ſehr imponierend ein⸗ zuſetzen; im Dialog erſtieg ſie etwas zu ſehr den Kothurn der klaſſiziſtiſchen Griechenanbetung. Ge⸗ ſanglich bringt ſie die Partie, die darin meiſt etwas vernachläſſigt wird, zu ſchönſter Geltung. Als Gegenſtück zu der Tragödienſchwärmerei der Gräfin hat Lortzing den ſächſelnden Diener Pankratius er⸗ funden, den Joſef Offenbach zu einer ſpaſſigen Charge prägte. Der Baron Kronthal hat in dieſer Komödie des luſtſpielhaften Inkognitos eine beſonders hübſche Rolle, die eigentlich dem Spieltenor anvertraut ge⸗ hört. Umſo mehr leuchtete Kuppingers klang⸗ volle Stimme hervor, die bedauern ließ, daß dieſem Baron eine Arie verſagt blieb. Dafür hat der Graf ein melodiöſes Solo als Geburtstagsgeſchenk für den letzten Akt mitbekommen, das Chriſtian Könker mit reichem Wohllaut der Stimme ſang. Sein ge⸗ pflegter Bariton iſt gerade für dieſen Typus der Oper unentbehrlich. Zu erwähnen iſt noch das Stubenmädchen der Baronin von Vera Weiß, einer Novize, die ſich auch geſanglich gut in das Enſemble einfügte. f Mit ſchönſter Friſche erklangen die Chöre, die weſentlich zu der ausgezeichneten Geſamtwirkung der Aufführung beitrugen. Dr. Ernſt Cremer als muſtkaliſcher Leiter weiß mit der ihm eigenen Leich⸗ tigkeit der geradezu gehäuften Schönheiten dieſer meiſterlichen Partitur mit dem Or cheſter zu voller zweiten Akts, einem Höhepunkt Lortzingſcher Muſik, wobei der Cantus firmus des Schulmeiſters wieder ſeine urkomiſche Wirkung auslöſte. Das Publikum zeigte ſich für den ſprühenden Humor und die er⸗ quickende Friſche des Werkes erneut höchſt empfänglich. Neuordnung in der Wittenberger Lutherhalle. Die jetzt vollendete Neuordnung, der Lutherhalle in Wittenberg hat es ermöglicht, daß ein lückenloſes Bild vom Leben und Werk Martin Luthers gezeigt werden kann. Infolge Raummangels konnte bisher nur ein Teil der Sammlungen der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Für die großen Samm⸗ lungen iſt nun das ganze zweite Stockwerk frei ge⸗ macht worden. Von beſonderem Intereſſe iſt das Münzkabinett, eine Sammlung von Luther⸗ medaillen, die jetzt wieder gezeigt wird. Vervollſtän⸗ digt iſt auch die Sammlung der Luther⸗Bildniſſe, die gleichzeitig von kunſthiſtoriſchem Intereſſe iſt, da ſie den Stilwandel in der Porträtauffaſſung im Laufe der Zeit aufdeckt. Richtlinien des Wiener Kunſtkongreſſes. Vom 9. bis 12. Oktober dieſes Jahres findet in Wien der Kongreß für Aeſthetik und allgemeine Kunſtwiſſen⸗ ſchaft ſtatt. Der Leitgedanke dieſes Kongreſſes liegt darin, eine Einigungsſtelle für die verſchiedenen Kunſtwiſſenſchaften und Fachgebiete zu ſchaffen, alſo eine Zentrale, von der aus die einzelnen Probleme und Fragen wiſſenſchaftlich bearbeitet werden ſollen. Der Kongreß will in großen Umriſſen alle Lebensfragen der Kunſt behandeln und da⸗ rum auch mit der künſtleriſchen Produktion in Füh⸗ lung treten. Vor allem kommt es ihm darauf an, die neuen Kunſtphänomene in den Bereich der Aeſthetik einzugliedern und ſie durch Erörterungen mit Fachleuten eingehend und vertiefend zu behan⸗ deln. In erſter Linie handelt es ſich dabei um den Tonfilm, der die intereſſanteſten Fragenkomplexe enthält. Nach Meinung der Kunſtwiſſenſchaftler kommt dem Tonfilm in mathematiſcher, philo⸗ ſophiſcher und äſthetiſcher Beziehung eine ſo große Bedeutung zu, daß eine Behandlung von rein wiſſen⸗ ſchaftlichem Geſichtspunkt aus als dringende Notwen⸗ digkeit erſcheint. Zwei Referate über dieſes Gebiet Geltung zu bringen. Seine Beherrſchung der . Enſemblekunſt offenbarte er in der Billardſgene des ſind bereits angeſetzt. Dr. John Eckardt⸗Berlin Theodor Hüpgens⸗Berlin über„Funkiſche Wort⸗ kunſt“.— Der Kongreß tagt entweder in der Univer⸗ ſität oder in der Akademie der Wiſſenſchaften. Zur⸗ zeit wird das genaue Programm ausgearbeitet. Studisaufführung der„Jungfrau von Or⸗ leans“. In Mailand hat man dieſer Tage Schil⸗ lers„Jungfrau von Orleans“ in einer Geſellſchaft, die ſich„die Gruppe der Unruhigen“ nennt, auf⸗ geführt. Es war dies die italieniſche Uraufführung des Schillerſchen Werkes, da die„Jungfrau von Orleans“ bisher nur einmal vor mehreren Jahr⸗ zehnten in einer choreographiſchen Bearbeitung an der Scala gegeben worden iſt. Die jüngſte Mailän⸗ der Aufführung trug den Charakter eines Bühnen⸗ verſuches. Sie war von dem Maler Biazzi als „neoromantiſches Experiment“ inſzeniert worden. Geſpielt wurde eine neue Proſaüberſetzung, nicht die klaſſiſche Versübertragung von Maffei, die ſchon Imbrianis Zorn erregte. Allerdings hatte ſich Schil⸗ lers Werk bei dieſer Gelegenheit eine gründliche Umarbeitung gefallen laſſen müſſen, einzelne Perſo⸗ nen wie die Königin Iſabella fehlten, ferner eine ganze Reihe von wichtigen Szenen. Trotz dieſer offenbar wenig geglückten Bearbeitung, die der Kri⸗ tiker des„Corriere della ſera“ als„vollkommen un⸗ verzeihlich“ bezeichnet, war dieſe ſpäte Uraufführung der„Jungfrau von Orleans“ mit der ſehr begabten Schauſpielerin De Criſtoforis in der Titelrolle ein ſtarker Erfolg, nicht zuletzt durch die farbenpräch⸗ tigen und romantiſchen Bühnenbilder. Literatur Von der volkskundlichen Arbeit. Der ſechſte Jahr⸗ ang der von Prof. Dr. Eugen Fehrle jetzt bad. Hochſchulreferent! herausgegebenen„Oberdeutſchen Zeit⸗ ſchrift für Volkskunde“ bietet eine Reihe bedeutungsvoller Beiträge philvlogiſchen bzw. volkskundlichen Inhalts. Von Heidelberger Univerſttätslehrern handeln H. Güntert über die„Grundbedeutung von Tier“, F. Panzer über die„Tierſage“, H. Teske über„Walter v. d. Vogelweide und den Martinstag 1203“. Der Herausgeber ſelbſt ſchreibt über„Grenzen und Ziele der Volkskunde“, u. a. die Figur eines Regengottes der Pueblo⸗Indianer deutend, die ſich in der v. Portheim⸗Stiftung zu Heidelberg befindet. Des weiteren ſeien genannt die Aufſätze von Dr. Fehrle (Farlsruhe] über„Wilh. Raabe's Werk“, Dr. A. Schloß⸗ berg(Mannheim)] über„Volksliedforſchung“, Dr. 8 Röſch(Heidelberg) über„Sprachforſchung und Volk kunde“, H. Heimberger(Adelsheim) über l ſpricht über den„Film im Allgemeinen“ und Dr. ſränkſche Wafſeleiſen“, K. Kleeberger(Lud über das„Pfälzer Markiniweibchen 1 1 1 1 9 1 5 . 7 3 —— —— — 3. Seite/ Nummer 148 Mittwoch, 29. März 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Anoroͤnungen der Kommiſſare Das Städtiſche Nachrichtenamt teilt mit: Kaufmann Willi Alt iſt von den Kommiſſaren der Stadt Mannheim mit der Ueberprüfung der Meſſe⸗ und Marktangelegenheiten be⸗ auftragt worden. Auf Veranlaſſung der Kommiſſare werden an den Privatmann Karl Baer, der durch ſeine frag⸗ würdige Schenkung an die Stadt Mannheim in der Oeffentlichkeit bekannt iſt, und an Fräulein Hu⸗ nig⸗Baer aus der Stadtkaſſe bis auf weiteres keine Zahlungen mehr geleiſtet. 1 Weiter haben die Kommiſſare veranlaßt, daß die vom Fürſorge⸗ und Jugendamt ausgeſtell⸗ ten Anweiſungen nicht mehr auf Warenhäuſer, Einheitspreisgeſchäfte und jüdiſche Geſchäfte ausge⸗ ſtellt werden dürfen. Das Gleiche gilt für die aus⸗ zugebenden Gutſcheine und Reichsverbilligungs⸗ ſche ine. 9 Der Verein für Umſchulung freiwilliger Ar⸗ beitskräfte Karlsruhe, Ortsgruppe Mannheim, übernimmt zufolge Verfügung der Stadtkommiſ⸗ ſare Wetzel und Renninger die Weiterführung der ſeither von der Arbeitsgemeinſchaft betrauten La⸗ ger des freiwilligen Arbeitsdienſtes im Sandtorfer Bruch. Die Uebergabe der La⸗ ger hat ſofort zu erfolgen. Als Leiter der Lager wird Herr Artur Stober beſtimmt, der bisher die Lager auf der Frieſenheimer Inſel führte. Das La⸗ ger auf der Frieſenheimer Inſel, ſowie deren Mann⸗ ſchaften befinden ſich in jeder Beziehung in aus⸗ gezeichneter Verfaſſung. Herr Muckle übernimmt auf Anordnung der Kommiſſare die verwaltungs⸗ techniſchen Arbeiten der Lager, die ſeither beim Ar⸗ beitsamt geführt worden ſind. Die Luftſchif⸗ fer⸗Kaſerne in Sandtorf wird zur Zeit ge⸗ räumt, ſo daß dort 300 bis 400 Mann im frei⸗ willigen Arbeitsdienſt untergebracht werden können. In den bereits vorhandenen Holzbaracken wird gleichfalls für weitere 200 Mann Unterkunftsmög⸗ lichkeit geſchaffen. Die Durchführung der Meliora⸗ tionsarbeiten im Sandtorfer Bruch wird ſomit in kütrzeſter Friſt erfolgen können. Die Oberleitung über alle Lager erhält Herr Görgens. Auf Veranlaſſung der Kommiſſare in Verbindung mit dem Kommiſſar Dr. Schütz wird die unter dem Regime des beurlaubten Oberbürgermeiſters Dr. Heimerich eingeführte Arzneigebühr für Arztſcheine des Fürſorgeamtes in Höhe von 15 Pfg. in Zukunft nicht mehr erhoben. Dieſe Gebühr war urſprünglich von dem inzwiſchen beurla ten Bürgermeiſter Böttger auf 50 Pfg. an⸗ geſetzt, wurde jedoch auf Einſpruch der Aerzte hin auf 15 Pfg. ermäßigt. Die Kommiſſare der Stadt Mannheim ſind beſtrebt, jede nur mögliche Erleich⸗ terung der ſozial minderbemittelten Schichten der Mannheimer Bevölkerung herbeizuführen und finanzielle Ausfälle dieſer Art durch Abſtriche bei anderen Stellen, für die ſolche tragbar ſind, auszu⸗ gleichen. Beſlaltung In die Reihen der alten Mannheimer Handwer⸗ ker wurde wieder durch den unerbittlichen Tod eine Lücke geriſſen. Der in weiten Kreiſen bekannte und allſeits geachtete Schloſſermeiſter Andreas Kuchen⸗ meiſter ſtarb völlig unerwartet am Samstag im 73. Lebensjahr an einem Schlaganfall und wurde geſtern beſtattet. Die Aktiven der„Sängerhalle“ lie⸗ ßen es ſich nicht nehmen, dem Freunde, der 51 Jahre lang dem Verein und dem deutſchen Lied die Treue gehalten hatte, den letzten Sängergruß mit auf den Ewigkeitsweg zu geben. Schuberts„Sanctus“ und der Chor„Stumm ſchläft der Sänger“ erklangen un⸗ ter der Leitung von Chormeiſter Hans Leger in der Friedhofkapelle, in der durch den katholiſchen Prieſter die Einſegnung vorgenommen wurde. Orgelſpiel von Muſikdirektor Lenz umrahmte die Abſchiedsſtunde. Unter den Klängen des Mannhei⸗ mer Hornquartetts bewegte ſich der Trauerzug nach dem Familiengrab, an dem nach dem prieſterlichen Segen Herr Weber im Auftrage des Vorſtandes der„Sängerhalle“ den Nachruf des Vereins ſprach und einen Kranz niederlegte. * NSBiO⸗Sieg bei der Mannheimer Straßen⸗ bahn. Die bei der ſtädtiſchen Straßenbahn am Freitag ſtattgefundene Betriebswahl brachte der erſtmals in dem Betrieb aufgeſtellten Liſte„Nationale Sozialiſten“ einen durchſchlagenden Erfolg. Die NS konnte gleich vier Mandate er⸗ ringen. Die chriſtliche Liſte erhielt einen Sitz, die Freien Gewerkſchaften ebenfalls nur ein Mandat. * Die Kleintierdiebſtähle wollen nicht aufhören. Am 19. März wurden aus einem Stall in Waldhof zwei graue und ſchwarze Haſen, belgiſche Rieſen, und in der Nacht zum 22. März aus einem Lagerplatz in den Spelzengärten 6 Stallhaſen, einer 9 Monate alt, ſchwarz, linke Hinterpfote weiß, die übrigen fünf Stück 3 Monate alt, hiervon 3 Stück ſchwarzgräulich und 2 Stück braungrau entwendet. * Beſetzung der Dienſtſtrafgerichte für richterliche Beamte. Das Präſidium des Oberlandesgerichts hat für die Zeit bis Ende März 1934 an Stelle des Ende April in den Ruheſtand übertretenden Oberlandes⸗ gerichtsrats Franz Müller den Oberlandesgerichts⸗ rat Ernſt Deimling zum ſtellvertretenden Bei⸗ ſitzer des Dienſtſtrafhofs für richterliche Beamte er⸗ nannt. Aenderung der arktor on ing Neuregelung der Platzvergebung— Nur noch wenige Plätze werden verſteigert Die ſchon jahrelang mit Nachdruck von den Markthändlern erhobenen Forderungen hinſichtlich der Vergebung der Standplätze auf den Mann⸗ heimer Märkten haben nun doch zu einem Erfolg geführt. Es iſt zu erwarten, daß im nächſten Jahre die jetzt noch von der Neuregelung ausgeſchloſſenen Plätze ebenfalls nicht mehr verſteigert werden. Zur Verſteigerung ausgeſchrieben werden noch die Fleiſch⸗, Wildpret⸗ und Fiſchverkaufsplätze, da dieſe auf dem Wege der Miete entſtanden ſind und erſt die Durchführung eines rechtlichen Verfahrens not⸗ wendig iſt, um eine Aenderung herbeizuführen, Da Recht geht zurück bis auf das Jahr 1875. Damal wurden dieſe Plätze als Fleiſchhauplätze eingerichtet. Weſentlich einfacher lagen die Dinge bei den übri⸗ gen Marktplätzen, die auf dem Wege der Gebühren entſtanden ſind und für die, ohne daß der Stadtrat und der Bürgerausſchuß gehört werden mußte, auf Grund geſetzlicher Beſtimmungen durch die zuſtän⸗ dige Marktbehörde eine Aenderung getroffen wer⸗ den konnte. Die Vergebung der Vorzugsplätze einſchließ⸗ lich die Eckplätze derart ſtatt, daß das Freiwerden eines ſolchen Platzes ſowohl auf dem Hauptmarkt als auch auf den Nebenmärkten durch achttägigen Anſchlag an dem Schalter der Marktgelderheber⸗ ſtelle am alten Rathaus und durch ein Schreiben an die Organiſation den Händlern bekanntgegeben wird. Die Intereſſenten für einen ſolchen Platz können ſich dann binnen einer Woche in einer bei der Marktverwaltung aufliegenden Liſte eintragen. Die freigewordenen Plätze werden unter den einge⸗ tragenen Bewerbern verloſt, wodurch die Preistrei⸗ berei bei den Verſteigerungen für die bevorzugten Plätze ein Ende gefunden hat. Die Händler, die ſchon jahrelang den Markt beſuchen, werden dadurch einen Vorzug genießen, daß neu hinzukommende Händler erſt eine Karenzzeit von einem Jahr hinter D 8 findet in Zukunf 2 ſich haben müſſen, ehe ſie an der Einzeichnung oder an der Verloſung der bevorzugten Eckplätze teilneh⸗ men können. Die anderen Plätze werden nach freiem Ermeſſen der Marktverwaltung an die ſich meldenden Jatereſſenten vergeben. Auch in der Standgeldfrage iſt eine Aende⸗ rung eingetreten. An Gebühren werden in Zukunft je Markttag 20 Pfennig für den laufenden Meter eines Vorzug⸗ platzes und 15 Pfennig für die übrigen Plätze des Hauptmarktes und für die Plätze auf den Neben⸗ märkten erhoben. Für das Feilhalten eines einzel⸗ nen Sackes oder Korbes müſſen auf allen Plätzen 10 Pfennig für den Markttag entrichtet werden. Die Feſtſtellungen, welche Vorzugs⸗ und Eckplätze auf dem Haupt⸗ und auf den Nebenmärkten auf 1. April erſtmals zur Verloſung kommen, werden gegenwär⸗ tig getroffen. Die Verſteigerung der Fleiſch⸗, Wild⸗ pret⸗ und Fiſchverkaufsplätze wurde geſtern im alten Rathausſaal vorgenommen. Von zwei Ausnahmen abgeſehen, gingen ſämtliche Plätze zum Anſchlag weg, wodurch erneut der Beweis erbracht wurde, daß auch für dieſe drei Platzgattungen in Zukunft; eine Verſteigerung nicht mehr notwendig iſt. Von den zu je 180% Miete im Jahr veranſchlagten fünf Fleiſchhauplätzen des Hauptmarktes wurde nur ein Platz auf 252/ hinaufgetrieben. Für die drei Fleiſch⸗ verkaufsplätze auf dem Augartenmarkt, den einen Platz auf dem Neumarkt und den einen Platz auf, dem Lindenhofmarkt, wurden jeweils die angeſetzten 120/ geboten. Für den Markt auf dem Gockels⸗ markt und vor dem Altersheim erfolgten keine Ge⸗ bote. Die ſieben Wildpretverkaufsſtände auf Hauptmarkt brachten je 140/ und die zwei Plätze auf dem Augartenmarkt je 90 /. Auf beiden Märk⸗ ten blieb je ein Platz ohne Gebot. Zum Anſchlags⸗ preis von 120/ gingen auch acht Fiſchverkaufsplätze weg. Ein neunter Platz wurde auf 132/ hinauf⸗ geſteigert.* Blühende Mandelbäume auf der Straße Neuſtadt—Gimmeldingen Schlußfeier der DH-Kaufmannsſchule Zu einer wohlgelungenen, leider nicht genügend beſuchten Schlußfeier der Kaufmanns ⸗ ſchule des D. H. V. vereinigten ſich geſtern im Saal des„Deutſchen Hauſes“ junge und alte Mitglieder der Mannheimer Ortsgruppe. Nach einer vom D. H..⸗Orcheſter unter der bewährten Leitung ſeines Dirigenten Lorch vorgetragenen Ouvertüre und nach einem Prolog eines jungen Kaufmanns, begrüßte Geſchäftsführer Lorch die Erſchienenen mit herzlichen Worten. Man ſei hier zuſammengekom⸗ men, um nach dem Abſchluß des Winterſemeſters der Schule noch einmal Lehrern und Schülern Gelegen⸗ heit zum Zuſammenſein zu geben. Sein beſonderer Gruß galt dem Vertreter der Mannheimer Handelshochſchule, Privatdozent Dr. Wendt, und den Herren von der Handelsſchule, Direk⸗ tor Dr. Roth, Studienrat Uhlein, Studienrat Dr. Vogelsgeſang, Studienrat Rößle und Aſſeſſor Dr. Ziegler. Der von Herrn Buſelmeier dirigierte Män⸗ nerchor des D. H. V. trug dann in künſtleriſcher Vollendung zwei packende Chöre vor:„Flamme empor!“ von Kickſtath und die„Handelshymne“ von Lendvay. Wiederum herzlicher, langanhaltender Beifall. N Im Mittelpunkt des Abends Vortrag von Herrn Rudolf Friedrich, einem Mitglied der Kaufmannsſchule, über „Berufsbildung— eine Forderung unſerer Zeit“. Nicht allein in jungen Jahren ſoll der berufstätige Menſch an ſeiner Bildung arbeiten, ſo führte der Vortragende aus, ſondern er ſoll auch in ſpäterer Zeit nie aufhören, ſich einer intenſiven Schulung zu unterziehen. Aber er darf ſich in ſeiner geiſtigen Fortentwicklung nicht erheblich von den Maſſenſtrö⸗ mungen der Zeit beeinfluſſen laſſen. Je mehr er das tut, umſo geringer iſt ſein geiſtiger und ſitt⸗ licher Wert. Denjenigen, der ſich in hohem Maße von den Einflüſſen ſeiner Umwelt frei machen kann, Seefahet duct not! ſtand der intereſſante in den Packungen depfeichfen U milden 1 braucht man nicht zu bilden. Die Erziehungsauf⸗ gabe iſt dann gelöſt, wenn der Betreffende fähig iſt, ſelbſtändig ohne Beeinfluſſung durch die Umwelt zu denken und zu handeln. Nicht allgemeine, oberflächliche Bildung, ſon⸗ dern die Beſchäftigung mit einem beſonderen Wiſſensgebiet iſt nötig. In Kurſen und Arbeitsgemeinſchaften ſoll dem jungen Kauf⸗ mann alles Rüſtwerk zum Wiſſen gegeben werden. Dort ſollen die Teilnehmer zum ſelbſtändigen Mitarbeiten und Forſchen erzogen wer⸗ den. Ohne wirkliche wirtſchaftliche Bildung ſind heute die Zeit und ihre Vorgänge auf wirtſchaft⸗ lichem Gebiet nicht zu verſtehen. Der Vortragende zeichnete dann ein Bild der Entwicklung der deut⸗ ſchen Handelsſchule, um dann einen Ueberblick über verſchiedene kaufmänniſche Arbeitsgebiete zu geben. Nach einem feinſinnig von Herrn Kurt Herz vorgetragenen Klavierſolo und nach einem weiteren Lied des Männerchors hielt der pädagogiſche Leiter des D. H.., Diplomhandelslehrer Fäßler, das Schluß wort. Mit dieſer Zeit der nationalen Entſcheidung ſei die Zeit des deutſchen Wiederauf⸗ baues gekommen. Der deutſche Menſch müſſe wie⸗ der religiös und gläubig werden. Er müſſe zum Charaktermenſchen erzogen werden. Das ſei eine hohe Aufgabe der Kaufmannsſchule. Die Berufs⸗ bildung müſſe volkhafte Bildung ſein. Glauben an das Ganze und ſtete Opfer⸗ bereitſchaft müßten wieder erlangt werden. Deutſchland müſſe auf ſolchem Wege wieder Ordner und Ort im mitteleuropäiſchen Raum werden. Mit den feierlichen Klängen eines Satzes aus den „Tonbildern aus Skandinavien“ von Frederikſen klang das offizielle Programm aus, dem ſich noch ein gemütliches, längeres Beiſammenſein anſchloß. dem Aufruf der Kommiſſare Die Kommiſſare der Stadt Mannheim erlaſſen folgenden Aufruf: An die geſamte Bevölkerung Mannheims! Die ſkrupelloſe Hetze des Weltjudentums gegen den Führer der größten deutſchen Bewegung aller Zeiten und damit gegen den Kanzler des Reichs, die Reichsregierung und das deutſche Volk ſelbſt hat Ausmaße erreicht, die einmal die Lebensrechte und Lebensmöglichkeiten unſeres Volkes aufs ſchwerſte gefährden und dann dem Anſehen deutſchen Weſens und deutſchen Geiſtes in der Welt in der unglaub⸗ lichſten Weiſe Hohn ſprechen. Die Reichsregierung und die hinter ihr ſtehenden Organe der nationalen Bewegung haben zunächſt nichts unverſucht gelaſſen, um auf dem Wege ein⸗ dringlichſter Warnung ſowie durch diplomatiſche Schritte im Auslande die Abſtellung der unverant⸗ wortlichen Greuelhetze des Judentums im Auslande zu erreichen. Die Warnungen, die nichts an Deut⸗ lichkeit zu wünſchen übrig ließen, ſind in den Wind geblaſen worden. Ins Ausland geflüchtete deutſche Juden vom Schlage eines Lion Feuchtwanger ſind noch immer die Hauptinſpiratoren der jüdiſchen Pro⸗ paganda⸗Aktion gegen Deutſchland. Ganz abgeſehen davon, daß der abſolut nicht unbedeutende Einfluß des deutſchen Judentums in der Welt neuerdings in verdächtiger Weiſe verſagt. In berechtigter Notwehr ſieht ſich daher das deutſche Volk gezwungen, den aktivpſten Kampf und die ſchärfſten noch zuläſſigen Mittel gegen die Tod⸗ feinde unſeres neugeborenen Deutſchtums zu ergrei⸗ fen. Das internationale Weltjudentum will den Kampf— es ſoll in haben! Wir ſtellen feſt, daß man Deutſchland einen Kampf aufgezwungen hat, für deſſen Härte das internationale Judentum und in erſter Linje die ins Ausland geflüchteten deutſchen Juden verantwortlich zu machen ſind. Pflicht und Sorge um das Leben des deutſchen Volkes verlangen von uns die vernichtende Abwehr dieſer gewiſſenloſen Schädlinge am deutſchen Volks⸗ körper. a Die Mannheimer Bevölkerung wird daher zum Kampf gegen die jüdiſchen Todfeinde unſeres neu⸗ auflebenden Deutſchlands aufgerufen, indem ſie den wirtſchaftlichen und geſellſchaftlichen Boykott über die Juden Mannheims verhängt. Deutſche, es geht um Euer Beſtes, es geht um Volk und Vaterland! Ne Die geſtrige Aktion gegen die jüdiſchen Geſchäfte hat zu keinen Zwiſchenfällen geführt. Ein Teil der Geſchäfte wurde ſofort nach Anrücken der Poſten ge⸗ ſchloſſen. Die übrigen folgten im Laufe des nachmit⸗ tags. Nach der Schließung der Geſchäfte, die durch⸗ weg freiwillig erfolgte, wurden die Poſten wieder zurückgezogen. Lediglich die Warenhäuſer und die Geſchäfte wurden weiter bewacht. Der Verkehr in den Hauptſtraßen war infolge der herrlichen Früh⸗ jahrswitterung wieder ungewöhnlich lebhaft. An⸗ ſammlungen, die ſich hin und wieder bildeten, wur⸗ den ſchnell zerſtreut. Die Ma-Ki-Ku iſt wieder da! Wieder werden die weiß⸗ roten Kugelmänner in Mannheim ihren Einzug halten. Wieder wird das Glück auf der Straße zu finden ſein, denn die Ar⸗ beitsgemeinſchaft für Kindererholung e. V. Mannheim veranſtaltet in dieſem Frühjahr die gleiche Mar zipan⸗Kugellotterie wie im vergangenen Sommer. Dieſe kurze Ankündigung dürfte eigentlich genügen, wenn die Kugelmänner mit ihrem neuerlichen Erſcheinen nicht auch etwas Neues aufzuweiſen hätten. Früher war die Niete eben eine Niete. Wer diesmal die den Nieten an⸗ hängenden Bilder ſammelt und zu einer Serie ver⸗ eint, bekommt in der Geſchäftsleitung der Lotterie hierfür 1/ vergütet. Außerdem aber trägt jede Niete noch zwei Anteilſcheine für eine Prämienver⸗ loſung, die am Schluß der Lotterie veranſtaltet wird. 99 Rheinopfer bei Mannheim-Ludwigshafen Nach genaueren Erhebungen ſind im Jahre 1932 im Rhein bei Mannheim und Ludwigshafen und ſtromaufwärts nicht weniger als 99 Perſonen, davon 85 männliche und 14 weibliche, ums Leben gekom⸗ men. In überwiegender Mehrheit handelt es ſich hierbei um Badeopfer und Todesfälle, bei denen eim Verſchulden dritter Perſonen nicht feſtgeſtellt werden konnte. Einige davon waren auch Opfer ihres Be⸗ rufes, da es ſich teils auch um Schiffer handelt, die bei ihrer Berufsausübung auf dem Schiff im Rheine umkamen. Nur in drei Fällen wurde eine ſelbſt⸗ mörderiſche Abſicht feſtgeſtellt. Von dieſen Rhein⸗ opfern konnten durch die Rheinpolizei und andere Sicherheitsſtellen 72 geländet werden, davon 12 im Bezirk Ludwigshafen, die auch reſtlos identifiziert wurden. Im Vergleich zu den anderen Jahren ſtellen dieſe Zahlen einen Rekord dar, der infolge der großen Hitzeperiode während des Sommers dadurch eintrat, daß ſich die Zahl der Badeopfer ganz ſprunghaft ſtei⸗ gerte. Während im Jahre 1930 auf der gleichen Stromſtrecke 84 Perſonen, davon 69 männliche und 13 weibliche, ertrunken ſind und 60 geländet wurden, betrug im Jahre 1931 die Zahl der Ertrunkenen 77, davon 59 männliche und 18 weibliche. i Entweder— oder „Das will ich dir ſagen, Amalie, wenn ein junges Mädchen erzählt, daß ſie einen Schmuck von einem Onkel geſchenkt bekommen hat, dann iſt entweder der Schmuck oder der Onkel unecht!“ Das bunte Biden erg deß Geschichte deutscher Seeschifffahrt und Kolonjen 4. Seite/ Nummer 148 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Mttt woch, 29. März 1933 Die Forderungen der Kapitalrentner In dieſen Tagen fand in Berlin die dies⸗ jährige ordentliche Hauptverſammlung des Deutſchen Rentnerbundes ſtatt. Nach bemerkenswert ſchne ller Erledigung der Formali⸗ täten wurden unter fteſtem Beifall einſtimmig der bisherige Bunde zorſitzende Wieſinger und der geſamte ü d ieee en, Dann wurde beſchloſſen, die bisherige Hauptgeſchäftsſtelle des Bundes in Kaſſel nach Berlin zu verlegen. Die Verſammlung entſandte Begrüßungstelegramme an den Herrn Reichspräſidenten und die Reichsregie⸗ rung. Am folgenden Tage fand eine rein fachliche Ta⸗ gung ſtatt, deren Mittelpunkt ein Referat von Rechtsanwalt und Notar Dr. Botho Wolff, Ber⸗ Iin⸗Pankow, bildete. Nach einem Bericht des Vor⸗ ſtandes über die grundlegenden Verhandlungen mit der Reichsregierung und verſchiedenen Miniſter⸗ empfängen beſchäftigte ſich die Verſammlung, ins⸗ Hbeſondere mit der Unhaltbarkeit der gegenwärtigen ſogenannten Kleinrentnerfürſorge und der hiermit verbundenen Rechtsunſicherheit. Am Schluß wurde wiederum einſtimmig eine Entſchließung gefaßt, die ſich gegen die ungerechtfertigte ſchlechte Behandlung der Rentner durch die Fürſorgeverbände wendet, die Anerkennung des Rechtsanſpruchs der Rentner, die ſofortige Beſeitigung der Härten und Unbilligkeiten, insbeſondere ein ſofortiges Verbot der Geltend⸗ machung von Erſatzleiſtungen oder Sicherſtellungen und die Anerkennung des Rentners als vollwertigen Staatsbürger entgegen ſeiner bisherigen Stellung als bevormundeter Almoſenempfänger verlangt. Ergebniſſe der Edelkatzenſchau Die erſte weſtdeutſche Edelkatzenſchau hatte, ob⸗ wohl ſchon zahlreiche Ausſtellungen im In⸗ und Ausland ſtattgefunden hatten, erfreulicherweiſe die beſte Beſchickung aufzuweiſen. Die Hochburgen mit ihren klangvollen Zwingernamen hatten ihre be⸗ rühmteſten Zuchttiere entſandt. Mit Nürnberg, Ber⸗ lin, Leipzig und Frankfurt waren die bekannten Züchter aus Chemnitz, Köln, Baden⸗Baden, Mün⸗ chen, Mainz, Karlsruhe, Stuttgart, Saarbrücken, Offenbach, Wiesbaden und Zwickau vertreten. Frau Herpel(Zwinger v. Hohenried) erhielt für ihren Klaſſenſieger in Dresden die höchſte Aus⸗ zeichnung vorzüglich, ſowie zwei weitere Preiſe ſehr gut. Frau Uetr echt(Zwinger v. Hirſchegg, einer der beſten Weißzuchten) ſchnitt mit einem Preis vorzüglich und drei ſehr gut ab. Frl. Gri⸗ ſchele und Herr Mayer bekamen für ihr Tier einen Preis ſehr gut, Frau Curth zwei Preiſe ſehr gut und die zur Mannheimer Orts⸗ gruppe zählenden Ausſteller aus Frankenthal, Frl. Hüther(Zwinger v. Trifels) einen Preis vor⸗ züglich und Herr Haus einen Preis ſehr gut. Damit ſtellten die Mannheimer ihre nicht minder führenden Zuchtergebniſſe gegen ſtärkſte Konkurrenz unter Beweis. Dieſe erſte weſtdeutſche Ausſtellung war ein in jeder Beziehung voller Erfolg. 8 * Generalverſammlung des Ländlichen Kredit⸗ vereins Seckenheim. Dieſer Tage fand die or⸗ dentliche Generalverſammlung des Ländlichen Kreditvereins Secken heim ſtatt. Der vorliegende Geſchäſtsbericht zeigt eine Zunahme des Umſatzes von ca. zwei Millionen lauf 10,8 Mill.) gegenüber dem Vorjahre. Die Gut⸗ haben in laufender Rechnung erhöhten ſich. Weiter konnte berichtet werden, daß auch die Spareinlagen eine Zunahme erfahren haben. Die Ausleihungen in laufender Rechnung betrugen 775 174,49 /, denen Guthaben in laufender Rechnung mit 89 000 und Spareinlagen mit 704 000„ gegenüberſtehen. Der Reingewinn mit 2088/ wird dem Reſervefonds zu⸗ gewieſen. Für die fortſchreitende Entwicklung bürgt das Vertrauen, das dem Inſtitut entgegengebracht wird. Auch iſt die Geſchäftsleitung beſtrebt, in jeder Beziehung weitmöglichſt den Sparern und Ge⸗ ſchäftsfreunden gerecht zu werden. Zieten und der König Von Wilhelm Schäfer Der Freigeiſt von Sansſouci hatte das ſieben⸗ jährige Schickſal des großen Krieges erfahren, ſein Rücken war krumm von der grauſamen Laſt ſo vie⸗ ler Schlachten, die Zähne waren ihm ausgefallen und eiſengrau ſtarrte das Haar an den trockenen Schlä⸗ fen: aber der zahnloſe Mund hatte den böſen Spott nicht verloren und keiner war ſicher, daß ſich der Witz des Königs nicht an ihm verſuchte. So hatte er einmal den General Zieten auf einen Karfreitag zur Tafel geladen, aber der alte Huſar hatte in ſchuldiger Ehrfurcht um Urlaub gebeten: er könne und werde nicht kommen, weil er zum Abend⸗ mahl ginge. Als ſie zum nächſtenmal wieder in Sansſouci ſaßen, alle die lockeren Geiſter, die von den Kerzen des Königs beleuchtet das leckere Mahl übermütig genoſſen, als Zieten ihm gegenüber ſaß, ſtatt zur Seite, die Ungnade zu ſpüren, reizte den König ſein Teufel der Bosheit gegen den Alten: „Wie iſt Ihm, Zieten“, rief er über die Tafel und ließ die Augen der ſpöttiſchen Frage ſchon das Schellenſpiel läuten:„Wie iſt Ihm das Mahl am Karfreitag bekommen? Hat Er den Leib und das Blut Chriſti ordentlich verdaut?“ Das war ein Wort für die günſtigen Herren un⸗ ter den Kerzen des Königs; von ihrem frechen Ge⸗ lächter und von dem Hohn ihrer Blicke begoſſen ſaß der alte Haudegen da und konnte nichts tun, als den Eiſenkopf ſchütteln. Wie aber der Lärm ſich nicht ſtillte und die Herren einander zutranken auf das Spottwort des Königs, hob ſich der Zieten von ſei⸗ nem Platz, trat einen Schritt zurück von der Tafel und beugte ſich tief vor dem König: „Majeſtät wiſſen“, ſagte er feſt und ſenkte die Stimme, weil Stille um ſeine Kühnheit entſtand: „Majeſtät wiſſen, daß dieſer Kopf heute dem König gehört, wie er bei Liegnitz und Torgau dem König gehörte. Ueber dem König aber ſteht er, den ich glaube; ihn darf ich mir nicht ſo verhöhnen flaſſen. Da Eure Grenadiers in der kalten Nacht auf dem Schlachtfeld von Leuthen„Nun danket alle Gott“ fangen, hat ihnen kein Spokt die Wachtfeuer gelöſcht. Der bei uns war in der Not, ihn zu ver⸗ leugnen im Glück, das will mir A eee ſchei⸗ nen. Halten au Gnaden“ zinterhilfe in den Vororten In Käfertal wurden 8252 Mk. umgeſetzt Starke Initiative in Käfertal In der Schlußſitzung der vier Wohlfahrtsverbände am 25. März gab der örtliche Leiter, Hauptlehrer Klingert, einen zuſammenfaſſenden Bericht. Zu⸗ erſt begrüßte er alle im Hilfswerk Mannheim⸗Käfer⸗ tal mittätigen Damen und Herren und gedachte ehrend der verſtorbenen Frau Hartmann. Im Rahmen der Großſtadt⸗Winterhilfe konnten an not⸗ leidende Familien in Käfertal vom 7. November 1932 bis 18. März 1933 insgeſamt 26055 Mahlzeiten ver⸗ abreicht werden. Darunter ſind 452 Freieſſen. Spül⸗ frauen erhielten 125 Portionen. Das Eſſen war in Menge, Güte und Abwechſlung vorzüglich von der Volksküche des Frauenvereins vom Roten Krenz, Alphornſtraße 2, zubereitet. Der Wert der Mahl⸗ zeiten beträgt 7816.50%. Davon zahlte das Mann⸗ heimer Hilfswerk 3 908.25„. Der Umſatz beziffert ſich auf 8 252.66 J. Für Freieſſen, Milch, Telephon, Straßenbahnfahrten, Putz⸗ und Waſchmittel, Beſtecke und Aufwendungen für die Käfertaler Abteilung der Volkshochſchule, wie Saalmieten uſw., wurden 436.51 Mark aufgewendet. Dank einer Reſerve, dem Ge⸗ winn eines Theaterabends und der gütigen Ueberlaſ⸗ 1 7 der Reinennahmen von vier Veranſtaltungen des Käfertaler“ Lichtſpielhauſes konnten dieſe Unkoſten bis auf einen kleinen Reſt gedeckt werden. Herr Jo⸗ ſef Häuſer vom Caritasverband hat die Kaſſe und Abrechnung muſtergültig geführt und dafür nebſt allen Mittätigen den herzlichſten Dank verdient. Die edlen Spender dürfen verſichert ſein, daß ihre Gaben durch die Treuhänder gewiſſenhaft verwaltet und rich⸗ tig an Notleidende verteilt wurden. Zur Brennholzbeſchaffung durften 203 Käfertaler im Odenwald tätig ſein. Jeder bekam durchſchnittlich 18 Ztr. Dieſe 3654 Ztr. Brennholz haben zu je.50/ einen Geſamtwert von 5481 l. Davon bezahlten die Holzfäller je 3% Fahrgeld, ſo⸗ daß ein reiner Holzwert von rund 4800/ den Ar⸗ beitsloſen zufiel. Das Mannheimer Hilfswerk legte noch rund 440/ zu. Die Randſiedler erhielten Baum⸗ Guttatfuhren Käfertaler pfähle als Sondergabe. Bürger führten das Holz ohne Entgelt jedem Em⸗ pfänger ab Neckarufer frei vors Haus. Allen den verdienten Dank! Rund 170 Lebensmittelpakete wurden außerdem an Bedürftige verteilt! Die Volks⸗ hochſchule Mannheim, Abteilung Käfertal, hielt am 20. Oktober 1932 bis 13. März 1933 im Pflugſaal 18 Vorträge, davon 4 mit Lichtbildern. Zeitbedingte Themen hatten 60—150 Hörer. Praktiſche Gebiete wurden bevorzugt. Drei e Interhaltungs⸗ abende durch die Mannheimer Notſchule erfreuten ganz beſonders. Die Preſſe hat 42mal berichtet und das Hi rk in jeder Weiſe unterſtützt. Auch dafür ſei öffentlich herzlich gedankt. K. Evang. Beiſtand in Friedrichsfeld Während dieſes ſchweren und kritiſchen Winters war es der evangeliſchen Gemeinde Friedrichsfeld des öfteren möglich, durch freiwillige Spenden an Geld und Lebensmitteln, durch Sammlungen und Beiträge der evangeliſchen Glaubensgenoſſen und der evangeliſchen Vereine den armen und arbeits⸗ loſen Mitgliedern eine Unterſtützung zuteil werden zu laſſen. So konnte dieſer Tage wieder eine frohe Botſchaft verkündet werden: 550 Zentner Briketts ſind zu verteilen, eine Nachricht, die trotz des An⸗ bruchs der wärmeren Jahreszeit von jedem Ar⸗ beitsloſen gerne gehört wurde. Bereits im Februar konnten 500 Zentner an 245 Familien ausgeteilt werden, ſo daß während des ganzen Winterhalbjah⸗ res gegen 2200 Zentner Briketts für eine warme Stube ſorgten. Auch wurde während der vorigen Woche nochmals eine kleinere Menge Lebensmittel verteilt. Damit hat die erfolgreiche evangeliſche Winterhilfe in Friedrichsfeld ihr Ende gefunden. Mit Dankbarkeit wollen wir all derer danken, die durch ihre glaubensbrüderliche Nächſtenliebe und Opferbereitſchaft es ermöglicht haben, die Sorgen des Alltags einigermaßen zu bannen. Beſonderen Dank aber Pfarrer Schönthal, der keine Mühe und Arbeit geſcheut hat, um dieſes Hilfswerk durch⸗ zuführen. 45 Treue Gefolgſchaft * Karlsruhe, 28. März. Der Geſamtvor⸗ ſtand des Verbandes der Gemein debeam⸗ ten und-angeſtellten Badens e. V. hat auf ſeiner am W. März in Schönwald ſtattgefun⸗ denen Tagung folgende Entſchließung einſtim⸗ mig gefaßt und an die badiſche Regierung, zu Händen des Herrn Reichskommiſſars Robert Wagner, Karls⸗ ruhe, Staatsminiſterium, geſandt: Der Verband der Gemeindebeamten und ange⸗ ſtellten Badens e. W. ſtellt ſich einſtimmig hinter die nachſtehende am 19. März 1933 gegenüber dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler abgegebene Er⸗ klärung ſeines Reichsbundes: „Reichsbund der Kommunalbeamten und ⸗ange⸗ ſtellten Deutſchlands erklärt für ſeine 200 000 Mit⸗ glieder der Reichsregierung des nationalen Auf⸗ bhaues treueſte Gefolgſchaft und hingebende Pflicht⸗ erfüllung. Möge Ihnen, Herr Reichskanzler, die große Tat gelingen, das deutſche Volk über alles Trennende hinweg zur großen freien und glück⸗ lichen Nation zu ſchmieden. Für den heute verſammelten Geſamtvorſtand: gez.] Römer(gez.) Wegel.“ Kommiſſariſche Bürgermeiſter * Neukußheim(bei Schwetzingen), 28. März. Der Reichskommiſſar für den Miniſter des Innern in Karlsruhe hat auf Grund der Verordnung des Reichspräſidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 die Amtsgeſchäfte des Bürger⸗ meiſters der Gemeinde Neulußheim bis äuf weiteres dem Gemeindeverordneten Nikolaus Kuppinger in Neulußheim übertragen. Amtsniederlegungen * Karlsruhe, 26. März. Wie das Tagblatt“ hört, haben in Karlsruhe 30 hlreiche ſozialdemokratiſche Stadtverordnete ihre Aemter niedergelegt oder ſich nach aus⸗ wärts begeben. Gleichzeitig mit der Erneuerung der Kommunalparlamente aufgrund des Wahlergebniſſes vom 5. März wird nach dem genannten Blatt auch ein Umbau der Stadtverwaltung vor ſich gehen. Als künftiger Oberbürgermeiſter gilt in allererſter Linie der derzeitige Kommiſſar, Oberregierungsrat Dr. Zierau. * Germersheim, 21. März. Der dem Zentrum angehörende 1. Bürgermeiſter Heinrich Reible, 2. Bürgermeiſter Mertzlufft(BV) und 3. Bür⸗ germeiſter Keiper(Dp) ſind am Freitag auf Veranlaſſung des Bezirkskommiſſars von ihren Aem⸗ tern zurückgetreten. Die Geſchäfte führt Ortskom⸗ miſſar Steueroberſekretär Fritz Wolf(NSDAP). Die Ortspolizei iſt durch vier Mann Hilfspolizei ver⸗ ſtärkt worden. „Karlsruher Ehrungen * Baden⸗Baden, 26. März. Der Stadtrat be⸗ ſchloß einſtimmig— mit den Stimmen des Zen⸗ trums und der Sozialdemokraten— den Thea⸗ terplatz in Adolf Hitler⸗ Platz umzube⸗ nennen. * Baiertal(bei Wiesloch), 26. März. Dem Vor⸗ bild der Stadtgemeinde Wiesloch folgend, ernannte der Gemeinderat den Reichspräſidenten von Hinden⸗ burg und Reichskanzler Adolf Hitler zu Ehren⸗ bürgern unſerer Gemeinde. Gleichzeitig wurde die Kirchengrundſtraße in Adolf Hitler⸗Straße um⸗ benannt. Das war ein kühnes Wort, an der Tafel des Kö⸗ nigs von Preußen geſprochen; und die es hörten, traf es ſo hart, daß nur noch die Uhr im Saal tickte, ſo totenſtill war es um den, der da ſtand. Der aber, den ſte den Spötter von Sansſouci hießen und der auch der Alte Fritz war, blitzte den Sieger von Tor⸗ gau an mit ſeinem blaueſten Blick, als wären noch einmal Wachfeuer da ſtatt der Kerzen und Kugeln ſtatt Worten:„Halten zu Gnaden!“ ſagte auch er und ſchwieg, als wollte der Aerger über die Hunds⸗ fott den Blick dennoch erlöſchen. Aber ein anderer als der, den die Herren in Sansſoueci kannten, hob ſich auf von der Tafel und hinkte an ſeinem Krückſtock hin zu dem Alten, gab ihm die Rechte ganz in die Hand und legte die Linke auf ſeine Schulter:„Glücklicher Zieten!“ ſagte er ſeltſam und ſah nach den Tränen, die dem alten Hu⸗ ſaren über die Schnüre in ſeinen Pelz rollten. Dann aber vergalt er den treuen und großen Mut mit dem ſeinen und war nicht karger als er:„Es ſoll nicht wieder geſchehen!“ ſprach er laut und frei in die Beklemmung der andern, und war wieder König unter den Kerzen. Winkte den Herren, ſie wären entlaſſen, indeſſen er Arm in Arm mit dem Alten ins Kabinett ging. Die weiße und die farbige Menſchheit, das große Raſſenproblem der heutigen Welt, bildet den Inhalt des neuen Heftes der„Woche“(Scherl⸗ Verlag). Durch zahlreiches hochintereſſantes An⸗ ſchauungsmaterial wird ein Ueberblick über die Er⸗ oberung des Erdballs durch die weiße Raſſe, die Zivi⸗ liſation der Schwarzen, die zahlenmäßigen Verhält⸗ niſſe der Raſſen verteilung und ſchließlich der zivili⸗ ſterte ferne Oſten vor Augen geführt. Von den text⸗ lichen Beiträgen ſind vor allem die Aufſätze der be⸗ kannten Autoren Dr. Paul Rohrbach und Profeſſor Leo Frobenius hervorzuheben, die es verſtehen, die heutige Raſſenproblematik markant herauszu⸗ arbeiten. Auch die großen Fragen, die Aſien auf⸗ wirft, der Anteil der Deutſchen an der heutigen Zivi⸗ heute keine moderne Kunſtwiſſenſchaft geben. Es liſation der Welt und die amerikaniſchen Probleme werden weiterhin dargeſtellt, ſodaß das Heft, in dem auch die aktuellen Bilder nicht fehlen, einen ausge⸗ zeichneten Ueberblick über den 1 1 8 e Fragen gibt. Die Amſeln Von Max Dauthendey Die Amſeln haben Sonne getrunken, Aus allen Gärten ſtrahlen die Lieder, In allen Herzen niſten die Amſeln, Und alle Herzen werden zu Gärten Und blühen wieder. 8 dere Nun wachſen der Erde die großen Flügel, Und allen Träumen neues Gefieder, Alle Menſchen werden wie Vögel Und bauen Neſter im Blauen. Nun ſprechen die Bäume in grünem Gedränge, Und rauſchen Geſänge zur hohen Sonne, In allen Seelen badet die Sonne, Alle Waſſer ſtehen in Flammen, Frühling bringt Waſſer und Feuer Liebend zuſammen. Die Weltbedeutung deutſcher Kunſtwiſſenſchaft. Auf dem„Deutſchen Tag“, der anläßlich der Inter⸗ nationalen Kunſtausſtellung im Newyorker Rockefeller Center veranſtaltet wurde, hielt der Vor⸗ ſitzende der College Arts Aſſociation und Sekretär der Newyorker Univerſität Dr. A. Philip Me⸗ Mahon die Einführungsrede über die Bedeutung der deutſchen Kunſtwiſſenſchaft für die Welt.„Ohne die Beiträge deutſcher Kunſtwiſſenſchaftler würde die ganze Materie wahrſcheinlich heute nicht mehr als eine Liſte von Künſtlern der Vergangenheit ſein, mit Einzelheiten über ihre Karriere und oberflächlicher Charakteriſtik ihrer Werke Deutſcher Wiſſenſchaftlich⸗ keit verdanken wir Genauigkeit in der Tatſachenfeſt⸗ ſtellung und Sicherheit der Methode, baſierend auf der unerſchütterlichen Ueberzeugung, daß die ſchließ⸗ lichen Wertungen von tiefſter Bedeutung für den menſchlichen Geiſt überhaupt find. Mit anderen Worten, ohne den Beitrag Deutſchlands würde es muß erwähnt werden, daß Dürer durch ſyſtema⸗ tiſche und autobiographiſche Schriften ſo etwas wie ein Studium der Kunſt auf rationeller und wiſſen⸗ . 1 it N Sur e au t ganz recht: man man gar nicht en Krach in der Allerdings dann machte es die kleine 1 n bitten, wieder zu 0 zukehren. Und alles, konnte ſie ſich ungeſtraft ſoll ni nicht 0 en hat. Es Che. Und daun 12 75 gol. 8 erlauben. Es lohnt ſich dieſen 1 11 tal kann man etwas für die Che lernen, us iſt die Sache äußerſt vergnügt, drittens wird von R e nate MN t 8 ler, Georg Alexander, Otto[lburg Ida Wüſſt blendend geſpielt, vierte 1 130 t Eri 10 chünzels Regie eine Reihe fein zugef ſpitz er Dialoge und fünf⸗ tens hört man e Man amüſiert ſich zwei Stun 0 alheur der Re⸗ nate, über den Launen Al 8 gortſprudeln Wallburgs, über Veſpermanns Dier trigkeit und über Ida Wüſts routinierte Freundin. Der ſtumme Henny Porten⸗ Film„Zuflucht“ wird ert heute noch intereſſieren. Es iſt recht verdienſtlich, daß e Filme aus der Zeit vor dem Tonbild ab und zu Wieden ehren. In Grer enze N S* * Haus⸗ und Grundbeſitzer⸗ Verein e. V. Mannheim. Wir mach n auch an dieſer elle ouf die am morgigen i 10„Friedrichspark ſtattfindende rdent⸗ lie ede rverſa m— 8 ung auf N tif Deſterreichiſchen Ehren⸗ die Oeſterreichiſche 2 auch. der e an⸗ 7 8 Im Aan Ehrenlegion, de gehört, in Wien ihr feſt, zu dem alle Kam ner 05 ä 1 1 ſind. Wie wir dem Feſty am Sams⸗ tag, 19. Auguſt 1 trundf ahrten ein Begrüßungs⸗ abend ſtatt. Sontag iſt iſt vormittags Feldmeſſe vor der Karlskirche m erung. Da⸗ ron ſchließt i 1 Schönbrunn. Nach der Feſtvo 0 l r wird zum Heuri⸗ gen nach Gri zing gefahren. Am Montag, 21. Auguſt werden die 8 Ne eſtlichkeiten mit einer Fa auf den Kobenzl beſchloſſen. Durch weitgehende E gung iſt auch den Ander be ee Kameraden die Tei ermöglicht. Nähere Auskünfte erteilt die Bundesgeſchäftsſtelle des Deutſchen Kriegerbundes 1914/18, Freiburg, Kaiſerſtr. 122. nit Anſpre emeinſam * Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feiert heute Herr Albert Sche rdel mit ſeiner in Jany geb. Fink⸗ beiner, L 13, 24 wohnhaft. . ages eucles Mittwoch, 29. März Nationaltheater:„König Leor“, von Shakeſpeare, Miete M, Anſong 19.30 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung. Horubacher Spielſchar: Im Kolpinghaus(I 1) 15 Uhr Kindervorſtellung, 20 Uhr Bunter Abend. Libelle: 16 Uhr 8 rauen⸗ Kabarettſtunde; 20.15 Uhr Kabarett— Varieté anz. Odeon⸗Kaffee: Konzert Pfalzbau⸗Kaffee: 1 chmittag, Konzert mit Einlagen; 20 Uhr Konze 21 Uhr Tanz. Licht ſpiele: A. 95 3 mb ra:„Im Zeichen des Kreuzes“.— Capitol:„Weekend im Paradies“— Schauburg: Buſter hat nichts zu lachen“.— Gloriga⸗Pa la ſt: e blonde Venus“.— un verſum:„Lachende Erben“ und Bühnenſchau.— Sea Lo⸗ T heater: „Wie ſag ichs meinem Mann?“— Palaſt⸗ Theater: „Madame wünſcht keine Kinder“.— R o xy Theater: „Kaiſerwalzer“. Sehenswürdigkeiten Städtiſches Schloßmuſenm: Sonderausſtellungen:„Entwick⸗ lungsformen des Spielzeugs“, ferner Handzeichnungen von Paul und Auguſtin Egell. Geöffnet in der Zeit von 10—13 und von 15—17 Uhr.— Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: Biologiſche Tier⸗ gruppen und ethnegraphiſche Sammfungen, geöffnet von 15 bis 17 Uhr Städtiſche Kunſthalle:„Werbegusſteſlung für junge Kunſt“. Aquarelle, Zeichnungen und Radierun⸗ gen des Mannheimer Künſtlers Hans Albere Schäfer. Geöffnet von 10—13 und von 15—17 Uhr.— Mannheimer Kunſtpverein, L. 1, 1: Ausſtellung„Zeitkunſt“, geöffnet von 10—13 und von 15—17 Uhr. Geſchäftliche Mitteilungen * Wer wird ſiegen? Wenn Menſchen verſagen oder völlig unterliegen, pflegt man nachher den Gründen nochzufor⸗ ſchen. Man hört dann, dieſer wäre mit ſeinen Nerven am Ende geweſen, jener hätte unter Störungen der Drüſen⸗ funktion gelitten und ähnliches. Mehr oder weniger hat alles dieſelbe Grundurſache: Versagen der inneren Sekre⸗ tion, Mangel an lebenswichtigen Hormonen im Blutkreis⸗ lauf. Und das bewirkt Kräfteverfoll, Neuroſthenie, Potenz⸗ ſtörungen. Wer im Leben wieder ſiegen will, führe ſeinem Körper neue Hormone zu Furch das bewährte Hormon⸗ präpgrat Okaſa. Man erhält Okaſa in allen Apotheken. Gratis⸗Proben und Literatur ſendet gegen 25 Pfg. für 6 gerung). Porto Rablauer's Kronen Apotheke, Berlin W 178, 858 3 160. 488 ſchaffen ſuchte. Exakte Kunſtgeſchichte hat wohl mit Joh. Friedrich Chriſt in Leipzig im 18. Jahr⸗ hundert begonnen, ein Philologe und Dilettant ſo⸗ wohl, wie ein Reiſender und Sammler, der ſich der Archäologie hauptſächlich mit philologiſchen Mitteln näherte. Es war Winkelmann vorbehalten, einen breiteren philoſophiſchen Aſpekt zu gewinnen und ſeine vergleichende Methode, gepaart mit einer ausgezeichneten ſchriftſtelleriſchen Darſtellung gab der Kunſtgeſchichte einen definitiven Platz, nicht nur im Geiſtesleben Deutſchlands, ſondern ganz Euro⸗ pas. Sein Einfluß iſt heute noch in Amerika füßl⸗ barer, denn irgendwo anders. Die neuklaſſiſchen, äſthetiſchen Doktrinen, die er vertrat, finden wir heute ctoch bei zahlreichen klaſſiſchen Philologen in College⸗ und High⸗School⸗Textbüchern und in ele⸗ mentaren Handbüchern der Kunſtgeſchichte. Deutſches Funkprogramm für die Auslands⸗ deutſchen. Vom 1. April ab wird der Kurzwellen⸗ ſender in Zeeſen in den Nachtſtunden zwiſchen eins und drei regelmäßig geſchloſſene Programme für ſämtliche Auslandsdeutſchen ſenden. Dieſes Pro⸗ gramm ſoll Zeugnis vom deutſchen Geiſtesleben, deutſcher Kultur, von deutſcher Landſchaft und vom deutſchen Menſchen ablegen. Die Auslands deutſchen ſollen dadurch aufs engſte verbunden werden mit dem, was in Deutſchland lebendig und wirkſam iſt. — Seit Jahren war der deutſche Rundfunk ſchon bemüht, ſeine Arbeit auch in den Dienſt des Aus⸗ lands deutſchtums zu ſtellen. Aus dieſem Grund wur⸗ den in enger Zuſammenarbeit mit der Na⸗ tional Broadeaſting Company in Newyork weſent⸗ liche Funkprogramme ausgetauſcht, und im Laufe der Zeit gewann dieſer Austauſch immer mehr an Regelmäßigkeit. Dafür ſind der Reichsrundfunk⸗ geſellſchaft aus dem Ausland, vor allem aus Amerika eine Reihe von Dankſchreiben zugegangen.— Für die neue Programmgeſtaltung, deren Lei⸗ tung in Händen Dr. Ratkes liegt, werden die einzel⸗ nen deutſchen Sender ihre wertvollſten, beſonders landſchaftlich gebundenen Sendungen zur Verfügung ſtellen. Der Kurzwellenſender erhält einen eigenen Sendebetrieb. Ein einwandfreier Empfang in Nord⸗ amerika iſt gewährleistet. Es iſt damit zu rechnen daß die Arbeit des Senders allmählich erweitert werden wird, da dieſe e 8 Kae pe bedeutſam h * 2 . 2 7 2 ce 85 Mittwoch, 29. März 1933 Nummer 148 Aus Baden Arbeitsbeſchaffung in Edingen Edingen, 29. März. Unter dem Vorſitz des kom⸗ miſſariſchen Bürgermeiſters wurde innerhalb des Ge⸗ meinderates das Problem der Arbeitsbeſch af⸗ fung behandelt. Zunächſt iſt beabſichtigt, einige ge⸗ meindeeigene Wohnhäuſer zu verkaufen. Aus dem Erlös will man voraus ſichtlich verſchiedene große Ar⸗ beiten ausführen laſſen. Man denkt vor allem an die Herſtellung neuer Straßen in dem neu er⸗ ſchloſſenen Baugebiet zwiſchen Friedrich⸗Ebertſtraße und der Bahnlinie der OEG und an die Verlegung der Waſſerleitung und Entwäſſerung dieſer Ortsſtra⸗ ßen. Ebenſo iſt an die Entwäſſerung der Straßen in Neu⸗Edingen und die Herſtellung dieſer Straßen ge⸗ dacht. Inwieweit dieſe Arbeiten zur Verwirklichung gelangen, hängt auch davon ab, welchen Zuſchuß die Gemeinde erlangen kann. Um einem dringenden Bedürfnis zu genügen, hat die Gemeinde Gelände am Kiesloch gepachtet, um eine große Anzahl Kleingärten anzulegen. Dieſe Gärten ſollen bereits in den nächſten Tagen an minderbemittelte Einwohner gegen einen erträglichen Pachtzins abgegeben werden, damit die Anbauung noch in dieſem Jahre möglich iſt. 25 Vom Tierſchutz in Baden W. Heidelberg, 29. März. Der Verband der ba⸗ bdiſchen Tierſchutzvereine veranſtaltet ſeine diesjährige Landesverſammlung am Samstag und Sonntag, den 1. und 2. April in Heidelberg. Oeffent⸗ liche Sitzungen ſind am Sonntag vormittag im Ball⸗ ſaale der Stadthalle und am Nachmittag im Neckar⸗ ſälchen daſelbſt. Im Mittelpunkt der Tagung ſteht der Jahresbericht und Kaſſenbericht ſowie ein Vortrag von Prof. Schmiedel über Tier⸗ ſchutz. Bei dem gewaltigen Umſchwung der Verhält⸗ niſſe iſt anzunehmen, daß auch Tierrecht und Tierſchutz eine andere Behandlung finden wer⸗ den als bisher. Ein langerſtrebtes Ziel, das Schächtverbot für das ganze Land, iſt ja gerade letzter Tage erreicht worden. In den letzten Jahren haben die Tierſchutzvereine ſchöne Fortſchritte ge⸗ macht, doch einige Landesteile ſtehen noch abſeits, wie der Odenwald und das badiſche Hinterland. * * Heidelberg, 29. März. Geſtern nachmittag fiel in der Nähe der Herrenmühle der drei Jahre alte Knabe des Hausdieners Otto Jaumann in einen Seitenkanal des Neckars. Das Kind wurde zwar ſofort wieder herausgezogen, war aber bereits tot. Man vermutet, daß es einem Herzſchlag erlegen iſt. a- Weinheim, 28. März. Der ſtellvertretende Direktor des Weinheimer Arbeitsamtes, Wagner, iſt beurtlaubt worden. Im benachbarten Birkenau wurde das Vereinshaus durch Gendarme⸗ rie und Hilfspoltzei beſetzt. Daraufhin wurde die Hakenkreuz⸗ und die ſchwarz⸗weiß⸗rote Fahne ge⸗ 0 5 Der Zutritt zu dem Gebäude iſt vorerſt ver⸗ oten. za- Leutershauſen, 29. März. Der ſeit etwa zwei Jahren hier wohnhafte 71 Jahre alte Schriftſteller Viktor Norden hat ſich während des Aufenthalts ſeiner Frau in der Küche, in ſeinem Wohnzimmer erſchoſſen. Wirtſchaftliche Sorgen dürften den Mann zu dieſer Tat bewegt haben. ei- Plankſtadt, 29. März. Die von Freitag bis Sonntag durchgeführte Straßen⸗ und Hausſammlung zugunſten der Tuberkuloſen⸗ und Gebrechlichenfür⸗ ſorge erbrachte den ſchönen Betrag von 211 /. Die Straßenſammlung wurde von Mädchen der 8. Volks⸗ ſchulklaſſe und die Hausſammlung von Mitgliedern der Freiwilligen Sanitätskolonne durchgeführt. Die Hausſammlung erbrachte allein 202„.— Am Mon⸗ tag wurde auf der hieſigen Gemeindewaage der letzte Poſten von Tabak aus der Ernte 1932 mit 67 Zentner zur Verwiegung gebracht. Der Tabak wurde vom Bauern ſelbſt fermentiert und erzielte einen Preis von 80 0 für den Zentner. Aufkäufer war die Firma J. K. Marx, Bruchf al. * Steinbach(Amt Bühl), 29. März. Hier geriet das vier Jahre alte Söhnchen Alfred des Schmiede⸗ meiſters Max Huck unter ein Auto und wurde ſo ſchwer verletzt, daß es im Städiſchen Krankenhaus in Bühl trotz ſofortiger Operation ſtarb. Es hatte einen Bruch des Lendenwirbels und eine Blaſenzer⸗ reißung davongetragen. N U Hes Obſt flir den deutſchen Pfe älzer Obſtpflanzer tagten in Neuſtadt Schwierige Abſatzmöglichkeiten — Speyer, 28. März Der Kreisverband pfälziſcher Obſtbauvereine hielt am Sonntag nachmittag hier im Stadtſaale eine außerordentliche Mitglieder verſam m⸗ lung ab, die einen regen Beſuch aus der ganzen Pfalz aufwies. Der Verſammlung wohnten außer zahlreichen Obſtpflanzern, Vertretern der örtlichen Obſtbauvereine und der Bezirksfachberater faſt aller pfälziſchen e Regierungspräſi⸗ dent Oſthel d der Landwirtſchaftsdezernent e Heintz, Ob ling, der Vorſitzende des regierungsrat Keiler als Vertreter der Rei chsbahn⸗ direktion Ludwigshafen und Studienprofeſſor Gauli vom pfälziſchen Bienenzuchtverband bei. Den Vor⸗ ſitz der Tagung führte Obervermeſſungsrat Lindner⸗ Kirchheimbolanden ber meiſter Lei⸗ Landesverbandes, Ober⸗ Regierungspräſident Oſthelder wies darauf hin, daß es ſein ehrliches Beſtreben ſein werde, den Zie⸗ len des Verbandes jeoͤmögliche Förderung zuteil werden zu laſſen. Allenthalben rege es ſich im pfälzi⸗ ſchen Obſtbau. Der Anbau werde nach ſyſtematiſchen Grundſätzen betrieben und nehme immer größeren Umfang an. Die Gemeinſchaftspflanzungen machten erfreuliche Fortſchritte. Mit Hilfe von Obſtmärkten bemühe man ſich den Anbau lohnender zu geſtalten. Die Pfalz könne ſich rühmen, die größte Anſtalt Bayerns dieſer Art zu beſitzen, weshalb er dieſe mannigfaltigen Beſtrebungen im Obſtbau würdige und ſeine beſondere Anerkennung ausſprechen müſſe. Mit dem Wunſche, daß es gelingen möge, den Bedarf des deut⸗ ſchen Volkes immer mehr mit inländiſchem Erzeugnis zu befriedigen, um die auslän⸗ diſche Einfuhr zurückzudrängen ſchloß der Regierungspräſident ſeine Ausführungen. Aus dem Tätigkeitsbericht ging hervor, daß der Verband durch etwa 900 Neuzugänge ſtark im Auf⸗ ſtieg begriffen ſei, und daß für die wirtſchaft⸗ liche Hebung des Pfälzer Obſtbaues durch die ge⸗ meinſchaftlichen Organiſationsmaßnahmen und die Förderung des Abſatzes auch im abgelaufenen Jahre recht Erſprießliches geleiſtet wurde. Oberlehrer Rahm ⸗Pirmaſens erſtattete dann den Rechenſchaftsbericht, der 11717/ Einnahmen und 7656/ Ausgaben und einen tatſächlichen Ver⸗ mögensbeſtand von 12 600/ ausweiſt. Dem Ver⸗ band fließen weſentlich geringere Zuſchußmittel zu. Der Kreis hat ſeine bisherige Zuwendungen ge⸗ ſtrichen. Aus Sparſamkeitsgründen ſoll deshalb von der Beſchickung der diesjährigen DeG⸗Ausſtel⸗ lung in Berlin Abſtand genommen werden. Die im Bezirk Dürkheim und Neuſtadt begonnenen bio⸗ logiſchen Blütenunterſuchungen durch Privatdozent Dr. Brandt Würzburg ſollen weiter durchgeführt werden. Darauf wurden die Ergän zungswah⸗ len vollzogen, die allerdings nicht gerade reibungs⸗ los vor ſich gingen. Zum 1. Vorſitzenden wurde auf Vorſchlag des Ausſchuſſes und der Sachverſtän⸗ digen der derzeitige Bezirksamtsvorſtand von Neu⸗ ſtadt und höchſte Verwaltungsbeamte des größten Obſtbaubezirks der Pfalz Oberregierungsrat Wanner, gewählt. Die W zahl des Schriftführers bzw. Geſchäftsführers fiel auf den Bezirksfachbera⸗ ter von Dürkheim, Obſtbauinſpektor Philippi, deſſen Tätigkeit proviſoriſch bis zur Beſtellung eines neuen Fachberaters der Obſt⸗ und Weinbau⸗ ſchule erfolgte. Der Vorſtaerd wurde erweitert durch einen Vertreter der Arbeitsgemeinſchaft prak⸗ tiſcher Obſtzüchter. Die Wahl fiel auf Bürgermeiſter Müller ⸗ Wachenheim. Zum nächſten Tagungsort wurde Neuſtadt beſtimmt. Im Laufe des Auguſt findet dort aus Anlaß des nunmehr 50jährigen Beſtehens des Kreisverbandes eine Jubiläumstagung ſtatt, mit der der Bayeriſche Landesverband ſeine ordentliche Hauptver⸗ ſammlung nach dem Beſchluß von Paſſau verbinden wird. Einen harmoniſchen Ausklang fand die an⸗ regende Verſammlung mit dem Vortrag des pfälzi⸗ ſchen Kreisſachverſtändigen für Obſt⸗ und Garten⸗ bau, Landwirtſchaftsrat Stutzmann, der ein⸗ gehende Fragen des Anbaues und Abſatzes von Obſt behandelte. Er legte die Schwierigkeiten dar, mit denen der geſamte deutſche Obſtbau zu kämpfen habe und geißelte auch in eindringlichſter Weiſe den Mißſtand, daß die deutſchen Hausfrauen als ausſchlaggebendſte Verbraucher deutſchen Obſtes ſich bei jeder Frühernte für den Kauf ausländiſcher Konkurrenzware entſchließen, während ſchon in allerhöchſtens acht bis 14 Tagen qualitativ gleich⸗ wertiges, wenn nicht vorzüglicheres deutſches Obſt auf den Markt gebracht werde. Rein wirtſchaftlich habe der deutſche Obſthau ge⸗ rade hierin eine große Lücke zu überwinden, was jedoch nur unter Voranſtellung gutgeſinnter Kauf⸗ luſt bei den deutſchen Verbrauchern gelingen könne. Ueber Anbau und Abſatz von Obſt gab der Redeter den NNanzern wertvolle Anregungen. Da nur ge⸗ regelter Anbau allein einen guten Abſatz ge⸗ währleiſten könne, lege man jetzt den Hauptwert darauf, organiſatoriſch zunächſt alle die Obſtpflauzer zu erfaſſen, die Erwerbsobſtbau treiben. Lebhafter Beifall dankte dem Vortragenden. 1 Im Zeichen der Nächſtenliebe Sanitätertagung in Wiesloch * Wiesloch, 29. März. Reicher Flaggenſchmuck verkündete, daß die Sanitätskolonnen des 10. badiſchen Kreiſes(Heidelberg) am Sonn⸗ tag in Wiesloch ihre diesjährige Kreistagung abhielten. Die drei Bezirke Heidelberg, Wiesloch und Sinsheim waren durch größere Delegationen ihrer Kolonnen vertreten. Nach einer Begrüßungs⸗ anſprache durch Kreiskolonnenarzt Dr. Stolz wurde in die Tagesordnung eingetreten, in deren Mittelpunkt der von Kreiskolonnenführer Schaub⸗ hut erſtattete Jahresbericht ſtand. Der Kreis Heidelberg umfaßt gegenwärtig 28 Kolonnen mit 849 tätigen, 557 zahlenden Mitgliedern und 71 Helferinnen. Ueber die Organiſationsfragen und über die Terminbeſtimmung der diesjährigen Lan⸗ destagung in Offenburg fand eine rege Ausſprache ſtatt. An der Tagung beteiligte ſich auch der Wies⸗ locher Frauenverein vom Roten Kreuz. Am Nach⸗ mittag führte die Wieslocher Sanitätskolonne zu Ehren der Gäſte eine wohlgelungene Uebung vor, an die ſich der impoſante Feſtzug anſchloß. Die Parade der 28 Kolonnen des Heidelberger Kreiſes war ein beredtes Zeugnis für die ſtete Hilfs⸗ bereitſchaft im Dienſt der Nächſtenliebe, die mit va⸗ terländiſcher Geſinnung zuſammen wieder enger denn je marſchiert. Auf den Automobilkäufer pras- selt eine Fülle von Schlagworten nieder. Da gilt es, den Blick für das Wesentliche zu behalten. Es kommt lediglich darauf an, was ein Wagen bietet, leistet und kostet, ob seine Konstruktion umfassend erprobt ist und sich bei den tausendfältigen Möglichkeiten der Praxis bewährt hat. Wenn Schlagworte auf Sie eindringen: Nur ruhig Blut! Der praktische UH Spielhölle in Frankfurt aufgedeckt * Frankfurt a.., 28. März. In der Nacht zum Sonntag unternahmen die Beamten des Spielerdezer⸗ nats eine Razzia. Dabei entdeckten ſie in einem Hauſe an der Allerheiligenſtraße einen geheimen Spielklub, der gerade in vollem Betrieb war. Nicht weniger als 24 Perſonen beteiligten ſich an einem verbotenen Glücksſpiel. Die Polizei ſtellte die Perſonalien der Spieler feſt und beſchlagnahmte das Spielgeld, Karten und einen Spieltiſch. Ein großer Teil der Spieler iſt bereits der Polizei be⸗ kannt. Sie ſtammen zum größten Teil aus minder⸗ bemittelten Kreiſen. * * Worms, 28. März. Im Liebfrauenwingert der Firma W. Mahler wurde ein römiſches Archi⸗ tekturſtück von großer Schönheit gefunden. Es handelt ſich um ein großes Bruchſtück der Bekrönung eines verſchollenen römiſchen Denkmals. Auf einer mit ſtiliſtertem Lorbeerlaub ornamentterten Platte erhebt ſich ein Aufbau, der eine vorzüglich gearbeitete doppelte Roſette zeigt, die von Akanthusblättern um⸗ geben iſt. Die beiden Seiten der Krönung zieren einen Löwen, von denen an der rechten Ecke nur noch die Klauen ſichtbar ſind. Das aus weißem Mucchel⸗ kalk gearbeitete Stück antiker Kunſt dürfte vom römi⸗ ſchen Friedhof ſtammen und iſt, dem Stil nach zu ſchließen, im erſten Jahrhundert nach Chriſtus ent⸗ ſtanden. 2 . gausbalt züchter“ aufſpielte, um ſeine geheime Aus der Pfalz Vortrag über die Marneſchlacht Ludwigshafen, 29. März. Ueber Marne⸗ ſchlacht ſprach Schriftleiter Stutzke auf Einladung der Vereinigung ehemaliger 18er und 22er im großen Saal des„Pfälzer Hofes“. Mit gründlie Beherr⸗ ſchung des Stoffes deckte der Vortragende die poli⸗ tiſche Vorgeſchichte und die militäriſchen Zuſammen⸗ hänge des gigantiſchen ſiegreichen Vormarſches durch Nordfrankreich auf, deſſen Stillſtand an der Marne nicht zuletzt durch die Abweichung vom Schlieffen⸗ plan ve rurſacht wurde. Der Redner wußte auch den 0 mit der Zeitgeſchichte einigermaßen Vertrauten viel Neues und Wiſſenswertes zu ſagen. Baterl ändiſche und heimatliche Lieder ſang Frl. Tilly Roth mit feingebildeter Sopranſtimme und reizender Geſtal⸗ tung, am Klavier begleitet von Herm. Hyfher p. Die Vorſitzenden der beiden Vereine, Schriftleiter Dr. Eichenlaub und Zahnarzt Dr. Spie ß, dankten den Mitwirkenden im Namen der erſchienenen Hörer. zahlreich Der„Wanderbienenzüchter“ gefaßt nd. Bad⸗Dürkheim, 29. März. Wie verlautet, es jetzt der Kriminalpolizei in Kaiſerslautern ge⸗ lungen, den berüchtigten„Wanderbienenzüchter“ zu faſſen, der als gefährlicher Münzverbrecher Ende v. J. ſein Tätigkeitsfeld in die Pfalz zu verlegen verſuchte und ſich vorübergehend in Hardenburg und Maxdorf niedergelaſſen hatte. Es handelt ſich um den ſchon längere Zeit von mehreren Gerichts⸗ behörden ſteckbrieflich verfolgten Falſchmünzer K. Unze aus Wiesbaden, der ſich als„Wanderbienen⸗ e zerei zu verdecken. Nach feiner plötzlichen Flucht von Hardenburg, wo er durch einen Brief ſeiner Schweſter entlarvt wurde, ſuchte er Zuflucht im Saargebiet. Nach ſeiner Rückkehr in die Pfalz lief er am Samstag der Fahndungspolizei in Kaiſers⸗ lautern ins Garn. iſt Der Revolver in Kinderhand * Pirmaſeng, 29. März. In Ruppertsweiler ereignete ſich, wie heute erſt bekannt wird, am Sonn⸗ tag ein bedauerlicher Unfall. Ein Mitglied einer DoHV⸗Wandergruppe ſpielte mit einem kleinen Ter⸗ 1 als ſich plötzlich ein Schuß löſte, der einem 7jqährigen Jungen aus Pirmaſens in die 83 8 ſt ging. Die Verletzung iſt le bensgefähr⸗ lich, da die Kugel in die Herzkammer eindrang, wo ſie vorläufig nicht entfernt werden kann. Mordbanſchlag auf die Mutter :: Zweibrücken, 29. März. Unter der ſchweren Anklage eines Mord verſuches an der eigenen Mutter ſtand der erſt 20 Jahre alte Arbeiter Michael Reiner aus Pirmaſens vor dem Schwur⸗ gericht. In der Familie des Angeklagten herrſchten unerfreuliche Zuſtände. Der erſte Mann der Mut⸗ ter Reiners fiel Ende 1915 im Weltkrieg. Schon An⸗ fang des nächſten Jahres heiratete die Kriegswitwe wieder. Bis zum 12. Lebensjahr war Reiner bei der Großmutter, dann kam er wieder heim, verſuchte ſich als Brezelverkäufer uſw. und begann 1992 ein Ver⸗ hältnis mit einem 15jährigen Mädchen. Die ewigen Streitereien zu Hauſe fanden damit neue Nahrung. Reiner faßte den Entſchluß, mit einem Holz⸗ prügel die Mutter zu erſchlagen. Am 27. De⸗ zember abends lauerte er der Mutter auf und ſchlug mit einem Prügel auf ſie ein. Das Schwurgericht erkannte den Angeklagten eines Mordͤverſuchs für ſchuldig und verurteilte ihn unter Annahme mildernder Umſtände zu dre Jahren Zuchthaus bei Anrechnung der erlit⸗ tenen Unterſuchungshaft. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März Rhein⸗Pegel 24.. 7. 28. 20 Neckar⸗Pegel 25* 28. 29. Basel. 0,080, 12.0, 00 o, 140, 16 Oreiſach.. 0,960,890, 84 0,78 0,80 ſ[ Mannheim. 35 99 2529 2,392%½18 Kehl... 2,15 2,08.53.971,98] Jagſtfeld. 0,83 0,85 0,750.77 Maxan 2212 3,65 3,53 3,48 Heilbronn 1 171,20 1,20 1,18 Mannheim. 251 2,41 2,24.172,18] Plochingen. 1 9 6 9 qub. 1 0 1,40 Köln 1786.841,51 1749 1541 r) Beweis gilt mehr. je besser Sie sich auf Automobile verstehen, desto größer wird bei einer unverbindlichen Opel- Probefahrt Ihre Freude über die hervorragende Leistungsfähigkeit, die unübertroffene Sicher-. heit und Zuverlässigkeit und den vorbildlichen Fahrkomfort sein. Sie werden mit Genugtuung erkennen, wieviel Sie heute für Ihr gutes Celd bekommen können. Sie werden sich überlegen, wofür Sie eigentlich meht ausgeben sollen, wenn ein Opel Ihnen doch alles praktisch Wertvolle, Nützliche und Angenehme bietet. PEL I IITER A ZVIIN DER AB RM 1890. 12 LITER A ZVLINDER AB RM 2190. 1,8 HITER ë ZVLINDER AB RN 2695 RECENT MODELLE AB RM 2890 Preise ab Werk Rüsselsheim am Main Die günstigen N der Allgemeinen Finanzlerungs G. m. b. H. und der Opel-Automobil- Versicherungs 4. C. erleichtern ihnen Anschaffung und Betrieb * opel- Großhändler für Mannheim und Ludwigshafen: Steinberg 8 ez Mannheim 0 7. 5(Heidelbergerstrage) Großes Lager in Original opel Ersatzteilen. Opel Spezialreparaturwerkstàtte eingerichtet mit den neuesten Spezialmaschinen. Telephon 23237 0 7, 5 5 El- ROSS NMENDIER für Ludwigshafen und Mannheim: OPEI-VERKAUFSSTETTE kudugshafen, Kafser-Wülnelmstrage 7, ff 52851 Mittwoch, 29. März 1933 HANDELS- ud WIR TSC AFTS- 2 der Neuen Mannheimer Zeitung Mitta Schuberi& Salzer, Chemnitz Opposiflon ohne Erfolg Der Antrag von RA. Dr. H. Witz als Vertreter der Bankfirma Matthias Blum auf Erhöhung der Di⸗ vidende auf 18 v. H. und Ausſchüttung eines Bonus von 10 v. H. wurde in der GV. abgelehnt. Dieſe Ab⸗ lehnung wurde damit begründet, daß das Unternehmen bei Wiederbelebung des Geſchüftes nicht auf Bank⸗ kredite angewieſen ſein dürfe, zumal eine Kreditgewährung an die Kundſchaft jetzt faſt zur Regel ge⸗ worden ſei. Die Anträge von Dr. Wirtz wurden mit 43 514 gegen 7379 Stimmen abgelehnt. Hierauf genehmigte die GV. den bekannten Abſchluß mit 15 v. H. Divi⸗ dende. In den letzten Märzwochen d. J. ſcheine ſich eine Beſſerung anzubahnen. Die Bankfirma Matthias Blum u. Co. teilt noch mit, daß ſie die Oppoſition weiterführen werde. Mit 750 000% Aktien repräſentiere ſie nahezu 15 v. H. des in der GV. vertretenen Ak. Die Oppoſition werde unter den freien Aktionären werben und entſprechend dem demnächſt Geſetz werdenden Aktienrecht die den Aktionären zuſtehen⸗ den Rechte weiter verfechten, um gegen die Theſaurierungs⸗ politik der Verwaltung anzukämpfen. Deufsche Werfi AG, Hamburg Die Geſellſchaft ſchließt 1932 mit einem Betriebs⸗ gewinn von 4 599 001„ zuzüglich 280 834 4 Zinſen, 246 628„ ab. Erträgen und freigewordenen Rückſtellungen ſowie 283 783/ Kursgewinnen. Dem ſtehen, gegenüber 3 516 784/ Löhne und Gehälter, 403 587(i. V. 838 0604) 1 Sozialabgaben, 268 079/ Beſitzſteuern und 522 674/ ſon⸗ ſtige Aufwendungen. Im Vorfahr ſtanden einem Betriebs⸗ gewinn von 2945 349/ und Zinſen von 208 079/ neben den Sozialabgaben Steuern mit 468 812„ und Kursver⸗ luſte mit 1222 817„ gegenüber. Der im Vorjahr unter Berückſichtigung von 56579„ Gewinnvortrag nach 753 387 Mark Abſchreibungen verbliebene Verluſt vortrag von 68 053„/ erhöhte ſich im abgelaufenen Jahre nach 684 605/ Abſchreibungen auf 98 535 4 Der Geſamt⸗ umſatz betrug im Berichtsjahr 8,42 Mill./ gegenüber 38,01 Mill./ in 1931. Die Zahl der beſchäftigten Angeſtell⸗ ten und Arbeiter ging von 2911 auf 1510 zurück. Die all⸗ gemeinen Ausſichten werden nicht ſehr günſtig beurteilt. Aus der mit Reichsmitteln durchgeführten Abwrack⸗ aktion tiſt der Gefellſchaft eine Quote von etwa 55 000 BRT. zugefallen, wodurch öie im Abwrackbetrieb arbei⸗ tende Belegſchaft für etwa 18 Monate Beſchäftigung hat. * Bayeriſche Bodenereditanſtalt, Würzburg. Die GV genehmigte den bekannten Abſchluß für 1932 mit wieder v. H. Dividende. Der AR wurde in ſeiner bisherigen Zuſammenſetzung wiedergewählt. * Vereinsbank und Spargeſellſchaft für Stadt⸗ und Landgemeinden Ac, Heidelberg. Die in der Haupftſache das Sparkaſſengeſchäft betreibende Vereinsbank und Spar⸗ geſellſchaft für Stadt⸗ und Landgemeinden AG erzielte im Geſchäftsjahr 1932 einen Reingewinn von 74 805 Mark gegen 71 288 /. Der Geſchäftsbericht weiſt auf die Geſchäftsſchrumpfung und die Abnahme der Spareinlagen hin, doch ſeien bereits Anzeichen für eine Beſſe⸗ rung vorhanden. Aus dem Reingewinn wird eine Dividende von 6 v. H.(wie i..) verteilt und 30 000 Mark der Sonderreſerve zugeführt. Zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 30 805(26 298) /. Der Reſerve⸗ fonds der Geſellſchaft iſt auf 450 000/ angewachſen. In der ſehr flüſſigen Bilanz werden bei 200 000% Ade u. a, ausgewieſen: Debitoren 775 451 /, Wertpapi⸗ 988 000 /, Bankguthaben 256 000, Hypotheken 4,76 Mill. Mark und Kreditoren 197 000]. Die Spareinlagen be⸗ tragen 35,94 Mill. //. Die heutige Generalverſammlung erledigte die Regularien. * Volksbank Emmendingen e mb. Im 57. Geſchäfts⸗ jahr 1932 ging der Umſatz von 31877 342/ auf 25 470 521 Mark zurück. Der Reingewinn beträgt 19 585(17 642) l, woraus 6 v. H. Dividende verteilt werden, während die Mücklagen„ erholten. Aus der Bilanz lin Mark): We 552(139 036), Wertpapiere 215 990 R. 1 020 953(1 230 906), Vorſchüſſe Summe enth.); andererſeits Geſchäfts⸗ (176 630), Rücklagen 134 675(128 677 9(946 377), Gläubiger i. l. R. 287 285 derzahl ging von 846 auf 828 zurück J 0)„ Haftſumme. Fuſion in der engliſchen Eiſen⸗ und Stahlindu⸗ ſtrie. Die angekündigte Fuſion zwiſchen Dor man Long u. Co. und der South Durnam Iron and Steel Co. Etd., wird, wie verlautet, unter dem Namen Dor⸗ man⸗Long td. erfolgen. Das neue Unternehmen beſchäftigt 20 000 Arbeiter und beſitzt 48 Hochöfen, von denen zurzeit aber nur neun in Betrieb ſind. * Nürnberger Herkules⸗Werke AG, Nürnberg. Die GV genehmigte einſtimmig den Abſchluß per 30. 9. 92 und be⸗ ſchloß, den Verluſt von 211443/ auf neue Rechnung vorzutragen(i. V. 163 734/ Verluſt). Die GV ſtimmte ferner der Herabſetzung des 1,420 Mill. 4 betragen⸗ den AK auf 1,280 Mill./ durch Einziehung von nom. 140 000„ von der Geſellſchaft erworbenen Stu zu. Im laufenden Geſchäftsjahre iſt die Geſellſchaft im Fahr⸗ radgeſchäft gut beſchäftigt, die neuen Motorſportmodelle fan⸗ den auf der Berliner Automobil⸗Ausſtellung gute Nach⸗ frage. * Auſtiu Motor Co., Ltd.— Betriebserweiterung. Die Auſtin Motor Co., Etd., die 1932 einen Rekord ihres Um⸗ ſatzes verzeichnete, l eine große Erweite⸗ ung ihrer Werke in irmingham mit einem Koſtenaufwand von 50000 Pfund zur Steigerung der Produktion durchzuführen. * General Motors Corp. Newyork.— Noch nicht 100 Mill. Jahresgewinn. Der Jahresbericht der General Motors Corporation ſtellt feſt, daß die 1 der an⸗ geſchloſſenen Geſellſchaften im Jahre 1992 um v. H. gegen⸗ über 1929 zurückgegangen iſt. Der Anteil der GMC. am geſamten Perſonenwagenverkauf der Ver. Staaten belief ſich am geſamten Perſonenwagenverkauf der Ver. Staaten be⸗ Lief ſich auf 41,5 v. H. Der Abſchluß weiſt einen Rein⸗ gewinn von 164,979 Mill. Dollar gegenüber 96,877 Mill. Dollar im Vorjahre aus. Das Präſidium des Konzerns iſt der Meinung, daß die Kroftwagen⸗Induſtrie der Ver. Staa⸗ ten wirtſchaftlich durchaus geſund ſei. Auf neue Zukunfts⸗ aufgaben ſei ſie vorbereitet. * F. Bruckmann AG, München. Im Geſchäftsjahr 1932 verringerte die Preisſenkungs⸗Verordnung vom 8. 12. 31 die Gewinnſpaune, ohne einen Ausgleich durch größeren Umſatz zu bringen. Der Geſamtumſatz verringerte ſich um 20,38 v. H. Aus einem Reingewinn von 134 880 257 615)/ ſoll leine Dividende von 9(4) v. H. verteilt 1 8 85 Abſchreibungen belaufen ſich auf 0,15(0,15) Mill. ark. e (unv.), Schulden k. 192 924(in guthaben vor. 172 110 IG. der konzernfreien Eisenwirischaff Ausdehnung der Inferessengemeinschaff auf Süddeuischland Geſtern fand in Mannheim eine Tagung der Inter ⸗ eſſengemeinſchaft der konzernfreien Eiſenwirtſchaft Deutſchlands ſtatt. In der Verſammlung waren maßgebende Firmen vertreten, doch litt der Beſuch unter der gleichzeitig abgehaltenen Tagung des pfälziſchen Induſtriellenverbandes in Neuſtadt und unter der politiſchen Konſtellation. Vor den alle Zweige der Eiſenverarbeiter und des freien Eiſenhandels in Sübddeutſchland vertretenden Beſuchern zeichnete der geſchäftsführende Vorſtand der Intereſſen⸗ gemeinſchaft, Dr. Oſter mann ⸗Eſſen, die Ziele der Bewegung auf. Die JG werde ſich mit allen vertret⸗ baren Mitteln einzuſetzen haben für eine die deutſche Selbſtkoſtenvorbeloſtung in angemeſſener Höhe berückſich⸗ tigende Wiederangleichung der deutſchen Inlandspreiſe für Etiſen und Stahl an die Weltmarktpreiſe, für eine Anrechnung des ſo⸗ genannten, in Wirklichkeit der Weiterverarbei⸗ tung dienenden Eigenbedarfs der Kon⸗ zerne auf ihre Syndikatsquote und damit für die Ein⸗ beziehung dieſes Abſatzes in die Abgabepflicht nach dem Avi⸗Abkommen; für eine Erfaſſung auch dieſes ſogenaun⸗ ten„blinden Inlandsabſatzes“ bei der Feſtſtellung der für die Inlandspreisbildung maßgebenden Relation zwiſchen In lands⸗ und Auslandsabſatz⸗ menge, für eine Wiederbeſchrän kung der Giſen ſchaffenden Konzerne auf ihr ur⸗ ſprüngliches Intereſſengelbiet der Eiſen⸗ und Stahlerzeugung und Reſpektierung der ongeſtammten Arbeitsgebiete eines ſelbſtändigen, weiter verarbeitenden Unternehmertums; für eine weitgehende Wiederein⸗ ſchaltung des freien Eiſen handels zur Ueber⸗ windung der ſich aus der ſyndikatsſeitig ſtark bürokrati⸗ ſterten Hondhabung des Verkaufsgeſchäftes ergebenden Hemmungen und Erſchwerungen im ſchnellen Bezug ge⸗ wünſchter Provenienzen; für einen billigen Aus⸗ gleich zwiſchen den von der eiſenſchoffenden Induſtrie ihren Abnehmern vorgeſchriebenen Zahlungs⸗ und Liefer ungs bedingungen einerſeits und den von ihr ſelbſt für eigene Beſtellungen beonſpruchten Ein⸗ kaufs bedingungen; für eine lautere Preis ⸗ konkurrenz und verſtändnisvolle Zuſammenarbeit überall dort, wo freie und konzerngebundene Betriebe unvermeid⸗ licherweiſe im Angebot mpf ſtehen, ſowie ſchließlich, ohne das Programm der Forderungen etwa damit zu erſchöpfen, für eine angemeſſene Berückſichtigung der freien Betriebe als laufende Abnehmer Her eiſenſchaffenden Induſtrie auch bei der Deckung ihres eigenen Bedarfes in Erzeugniſſen der Weiterverarbeitung. Wie Dr. Oſtermann weiter ausführte, legt die JG. größ⸗ ten Wert auf eine verſtändnisvolle freundſchaftliche Zuſammenarbeit mit den beſtehenden wirt⸗ ſchaftspolitiſchen Verbänden; ſie ziele weder auf eine Spaltung des Eſti⸗Bundes hin, noch propagiere ſie einen Abmarſch der weiter verarbeitenden Induſtrie aus dem Reichsverband der deutſchen Induſtrie, Zwangsſyndti⸗ kate lehne ſie als grund ſätzliche Anhängerin der freien Privatwirtſchaft ab. Wo aus geſchäfts⸗ politiſch vertretbaren Erwägungen heraus kartell⸗ oder kon⸗ ventlonsmäßige Bindungen eingegangen werden ſollen, ſei es Aufgabe der., die konzernfreien Unternehmungen in der Ausbalancierung ihrer Intereſſen gegenüber den kon⸗ zerngebundenen und ⸗unterſtützten Vertragspartnern zu be⸗ vaten und zu fördern. Von den Verhandlungen in der Austauſchſtelle des Langnamvereins verſpreche man ſich nach den bisherigen Erfahrungen wenig. Man rechne jetzt auf eine Unterſtützungſeitens der Regierung im Rahmen des von ihr aufgeſtellten Wirtſchaftsprogramares. Entſprechende Verhandlungen mit den zuſtän⸗ digen Miniſterien ſeien bereits in die Wege geleitet. Nachdem ſich in der Diskuſſion gezeigt hatte, daß die ſüddeutſchen Intereſſentenkreiſe den Zielen der vom rhein.⸗ weſtfäl. Induſtriegebiet ausgehenden Bewegung große Sympathie entgegenbringen, referierte RA. Dr. Zutt⸗ Mannheim über den organiſatoriſchen Ausbau der JG. für Süddeutſchland. Die weitere Bearbeitung der orgamiſa⸗ toriſchen Fragen wird von einer ſüddeutſchen Geſchäftsſtelle der JG. aus erfolgen, die ihren Sitz in Mannheim hat und von Dr. Zutt geleitet werden wird. 8 Verlusfabschluß der Joseph Vögele AG. Heranziehung der Reserven zur Verlusideckung und Kapijialherabseßung um 720000 Nm. Das alte angeſehene Familienunternehmen erlitt im abgelaufenen Geſchäftsjahr infolge der ſchlagartig ein⸗ tretenden Schrumpfung des Abſatzes in fall allen Abteilungen einen Betriebs verluſt von 1053 778 (i. V. einſchl. 24948„ Vortrag verblieb ein Gewinnvor⸗ trag von 29 369). Während ſonſt immer die Vielſeitig⸗ keit der Produktion einen gewiſſen Ausgleich bot, wur⸗ den diesmal ſämtliche Abteilungen mit Ausnahme der der„Weichzerkleinerung“ von der Kriſe hart betroffen. Die Beſchaffung von Eiſenbahnbedarf im Inland wie auch im Ausland wurde faſt gänzlich eingeſtellt. Ueber die Lage auf dem Baumarkt iſt kein Wort zu verlieren. Die ſchwere Geldnot der öffentlichen Hand wirkte ſich auf die Induſtrie der Steine, auf die die Abteilung„Hartzerkleinerung“ an⸗ gewieſen iſt, in ſcharfer Weiſe aus. Auch die chemiſche Induſtrie hielt mit ihren Käufen faſt gänzlich zurück. Wo Aufträge zu erzielen waren, geſchah dies auf einer Preis⸗ baſis, die mit einem geſunden Marktpreis nichts mehr zu tun hat. Die Anpaſſung des Apparates und der Unkoſten an einen Umſatz, der nur den dritten Teil und in manchen Abteilungen nur den fünften des normalen Umſatzes betrug, war naturgemäß nicht ſofort möglich und konnte erſt allmählich durchgeführt werden. Der Rohgewinn wird auf 30. September 1932 mit 2,16 Mill. // ausgewieſen, zu dem noch.o. Erträgniſſe in Höhe von 0,24 Mill.„ treten li. V. brachte das Fabri⸗ kationskonto 2,03 Mill.). Löhne und Gehälter erforder⸗ ten 1,25 Mill. /, geſetzliche ſoziale Abgaben 0,09, ſonſtige 0,12, Zinſen 0,38, Beſitzſteuern 0,20 und ſonſtige Aufwen⸗ dungen 1,12 Mill./(i. V. 1,82 Mill. Handlungsunkoſten). Abſchreibungen auf Anlagen waren in einer Höhe von 6,30 und ſonſtige von 0,035(0,20) Mill. erforderlich. Da⸗ nach ergibt ſich der vorgenannte Betriebsverluſt von 1,053 Mill. J. Zu deſſen Deckung wird die Rücklage II in Höhe von 350 000/ aufgelöſt und weitere 75 000„/ der Rücklage J, die zuletzt mit 375 000/ zu Buch ſtand, ent⸗ nommen. Zur weiteren Verminderung des Verluſtes und zur Vornahme der mit 306 000/ bezifferten weiteren Ab⸗ ſchreibungen auf Beteiligungen u. Außen⸗ ſtände wird das Kapital um 720 000 auf 3 006 000% herabgeſetzt durch Einzug von 26700/ eigenen Aktien und von 666 600/ koſtenlos von Aktionären der Geſellſchaft überlaſſenen Aktien. Es bleibt dann noch ein Verluſtreſt von 241 477 /, der auf der Aktipſeite der Bi⸗ lanz eingeſetzt wurde. In der Bilanz werden Grundſtücke mit 1,2, Gebäude mit 1,90(i. V. zuſ..23) Mill./ ausgewieſen, Maſchinen und Einrichtungen mit 1,96, Werkzeuge uſw. mit 0,32(i. V. 2,41). Rohſtoffe, Halb⸗ und Fertigfabrikate erſcheine mit 1,48(2,09), Wertpapiere mit 0,14, Hypotheken mit 0,045, Darlehen mit 0,020, Beteiligungen mit 0,047, Anzahlungen mit 0,061(i. V. zuſ. 0,34), Debitoren werden mit 3,29, Forderungen an abhängige Geſellſchaft mit 0,049, Wechſel mit 0,32, Kaſſe uſw. mit 0,046, ſonſtige Guthaben mit 0,16 Mill.„ ausgewieſen(i. V. zuſ. 4,79). Auf der Paſſi v⸗ ſeite erſcheinen Darlehensſchulden pupothekariſch geſichert mit 4,05, andere Darlehen und huldverſchreibungen mit 0,14(i. V. 4,79), Verbindlichkeiten aus Waren und Leiſtungen 0,96, aus eigenen Akzepten mit 0,097, Bank⸗ ſchulden mit 2,45(i. V. Kreditoren 3,48). Interimskonto erſcheint mit 0,087(0,16), Anzahlungen mit 0,028(0,23), Die Bilanzſumme verringert ſich von 12,85 auf 11,39 Mill.. Ueber die zukünftige Entwicklung laſſe ſich noch nichts Abſchließendes ſagen. Wenn auch durch die Wirtſchaft ein gewiſſes Aufatmen gehe, ſo ſei es zu großen Auftragserteilungen noch nicht gekommen. Außer⸗ dem halte der Preisdruck an. Immerhin glaubt die Geſellſchaft, nachdem berelts ein halbes Geſchäftsjahr ob⸗ gelouſen iſt, ſagen zu können, daß die Umſtel lung des Betriebes es ermöglicht hat, aus der Zone der großen Verluſte herauszukommen. Die Auswirkung der inzwiſchen getroſſenen Maßnahmen ſei er⸗ reicht, ſo daß ſo ſchwere Verluſte künftig vermieden werden. Wenn ſich die Wirtſchaft beleben werde, hoffe mon, daß auch die Firma in allen Abteilungen an dieſer Belebung teilnehmen werde. Zur Bilanz wird u. a. ausgeführt:„In unſeren„For⸗ derungen für Warenlieferungen“ iſt noch der ſchon im Vor⸗ jahre erwähnte größere Reparationusauftrag ent⸗ halten. Mit ſeiner Abwicklung, die wir im neuen Ge⸗ ſchäftsfahr erwarten, werden ſich die Debitoren um 1 900 000 Farbenkurs und Farbenporieſeuille Die erhebliche Steigerung des Farbenkur⸗ ſes in der letzten Zeit iſt nicht lediglich als Ausdruck der Dividenden erwartungen anzuſehen, die nun auf die Beibehaltung der vorjährigen 7 v. H. gehen, ſon⸗ dern iſt auch ein Ausdruck bilanzmäßiger Erleich⸗ terung, die gerade durch die inzwiſchen erfolgte Hebung des geſamten Kursſtandes auch für die J. G. eingetreten iſt. Unter den Aktiven der J..⸗Bilanz nehmen die i. V. mit 275.33 Mill.„ ausgewieſenen Beteiligungen einen erheblichen Raum ein. Handelt es ſich dabei zum größten Teil auch um Poſten mit nicht börſenmäßiger Be⸗ wertung, ſo entfällt daneben doch faſt ein Viertel der nom. etwa 285 Mill.„, die alſo mit rund 90 v. H. bewertet ſind, auf das Rheinſtahlpaket von 67.48 Mill. 4. Nach Angabe des letzten Jahresberichts iſt in der Bilanz für 1931 dem niedrigſten Kurſe von 1931 Rechnung getragen worden. Für Rheinſtahl war der letzte Börſen⸗ kurs im Jahre 1931 35 v.., der ſog. Brüning⸗Bilanzkurs 58.88 v.., Ende 1932 dagegen war der Kurs auf 73 v. H. geſtiegen, inzwiſchen hat er faſt 90 v. H. erreicht. Das bedeutet, daß Ende 1932 allein das Rheinſtahlpaket gegenüber dem Brüningkurs eine ſtille Reſerve von rund 14 Mill., gegenüber dem letzten Börſenkurs 1981 eine ſolche von rund 25 Mil l. aufwieß, und inzwiſchen 3 hat ſich der Kurswert um weitere 11 Mill. erhöht. Eine ſolche Veränderung im Wertſtand der Beteiligungen muß naturgemäß im Kurſe zum Ausdruck kommen. Spekulafionsmanöver in AEG-Akfien Von einem ſich nicht näher erkennbar machenden völlig anonymen angeblichen„Schutzver band von A EG⸗ Aktionären“ wird ein Rundſchreiben verſondt, in welchem behauptet wird, der Aech würden 20 Mill. Deviſen von der Reichsbank freigegeben ſowie weitere 13 Mill./ aus Ruſſenwechſeln; für dieſe 33 Mill.„ würde ein großer Teil der Amerikanleihe zurückgekauft werden können, wodurch ſich für die Geſellſchoft ein ſo er⸗ heblicher Buchgewinn ergäbe, daß eine Kapitalzuſammen⸗ legung:1 ausreichend ſein werde. 1 Die Tatſache, daß der angebliche Schutzverbond über⸗ haupt keine näheren Angaben üb ihm ſtehenden Perſönlichkeiten macht, beweiſt allein, daß es ſich um nicht ernſt zu nehmende Behaup⸗ tungen handelt. Offenbar iſt es nur der Verſuch der Spekulanten, das Publikum irrezuführen und zum Kaufe anzureizen, um eigene vorgekaufte Aktien mit Gewinn abſtoßen zu können. Der wirkliche Charakter des Rundſchretbens wird denn auch offenbar, wenn darin emp⸗ fohlen wird, die AeG⸗Aktien nicht unter 55 v. H. abzu⸗ geben. er ſich und die hinter Mark, die Bankſchulden um 1500 000/ und die Kreditoren um 400 000/ vermindern. Unſere Firma iſt an Her Joſeph Vögele Bayernwerk A., Regensburg, maßgebend beteiligt. Dieſe wie unſere übrigen Beteiligun⸗ gen ſind vorſichtig bewertet. An Garantie⸗Verpflichtungen beſbanden am Bilanzſtichtag 36 265 /, von denen 21 700 inzwiſchen erledigt ſind. Die Abtretung unſerer Forderung von rund 1868 000„ aus dem ſchon erwähnten Repara⸗ tionsvertrag beſteht noch weiter, da die Abwicklung bdieſes Geſchäfts bis jetzt nicht durchzuführen war. Von den aus⸗ gewieſenen Wechſeln ſind 251 233/ lombardiert. Von den Effekten ſind 42 000/ zur Deckung von Teilſchuldverſchrei⸗ bungen abgeſondert. Unſer Obligo aus Wechſeln und Schecks betrug am Bilanzſtichtag 533 543 /, davon entfielen auf das Ausland 504 377,42 l. Brandschäden im Februar Nach der Feſtſtellung des Verbandes öffentlicher Feuer⸗ verſicherungsanſtalten in Deutſchland betrugen die Lei⸗ ſtungen für Brandſchäden bei den öffentlichen Feuerver⸗ ſicherungsanſtalten(Brandverſicherungsanſtolten, Sozie⸗ täten, Brandkaſſen) im Monat Februar 1933 5 308 044, gegenüber 6 826 319/ im Januar 1933. Die Anzahl der Schäden(Schadenshäufigkeit) belief ſich im Februar d. J. auf 6676, im vergangenen Monat auf 9110. Emil Pinkan u. Co. AG., Leipzig.— Dividenden⸗ erhöhung? Für das Geſchäftsjahr 1982 erwartet man einen günſtigeren Abſchluß und eine Dividendenerhöhung. Die Schätzungen lauten in Bankkreiſen auf 8 nach 6 v. H. Der Geſchäftsgang iſt weiter befriedigend.(Ad. 1 Mill.). * Pittler Werkzeugmaſchinenfabrik AG, Leipzig.— 5 v. H. Dividende. Die Geſellſchaft weiſt einſchl. Vortrag einen Reingewinn von 563 757/ aus, aus dem 5 (0) v. H. Dividende auf das 5 Mill./ betragende AK verteilt werden ſollen, während 320 308/ vorgetragen werden. Im Berichtsjohr ermäßigten ſich die Bankſchul⸗ den um etwa 2 Mill. /, und zwar durch teilweiſe Rückzah⸗ lung von Pfundkrediten. Die dabei erzielte Kursdifferenz von 360 000/ iſt in dem Gewinn nicht enthalten, ſondern wurde auf die Beteiligung an der Magdeburger Werk⸗ zeugmaſchinenfabrik gutgeſchrieben. Die Magdeburger Werkzeugmaſchinenfobrik weiſt einen vorzu⸗ tragenden Reſtgewinn von 8696/ aus, und zwar nachdem teilweiſe der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von etwa 34 000/ ſowie ein von der Pittler AG gegen Beſſerungs⸗ ſchein gewährter Forderungsnachlaß von 200 000/ zur Deckung des im Berichtsjahr entſtandenen Betriebsverluſts verwandt worden ſind. * Schweizeriſche Elektrizitäts⸗ und Verkehrsgeſellſchaft Baſel. Die o. GV genehmigte die Vorſchläge des Ver⸗ waltungsrates, wonach der Ueberſchuß von 419 350 ſfr. der Kursreſerve überwiefen wird, die dodurch auf 1 414 919 ffr. anſteigt. * Lahnkraftwerke AG, Limburg/ Lahn.— 4 v. H. Divi⸗ dende. Die dem Lahmeyer⸗ Konzern naheſtehende Lahn⸗ kraftwerke AG, weiſt für den 31. 12. 32 eine Einnahme aus dem Betriebsvertrag mit den Mainkraftwerken AG von 444 083(449 445)% aus, wovon 30 000% eine nach⸗ trägliche Zahlung aus dem Vorjahre darſtellen. Abo. Ein⸗ nahmen belaufen ſich auf 98 152(—). An Binſen wur⸗ den nur noch 280 721(365 603)„ aufgewandt, Unkoſten be⸗ tragen 10 926 /, Steuern 23 056/(i. V. insgeſamt 39 206 Mark), Abſchreibungen 111 109(43 491) /. Auf Dubioſe wurden 10 000(—)/ zurückgeſtellt. Einſchließlich 4597% Gewinnvortrag ſteht ein Gewinn von 111 619(4654), zur Verfügung. Die GV beſchloß hiergus 4(0) v. H. Dividende auf 2,500 Mill.„ AK zu verteilen. Der Strom⸗ abſatz betrug 11 625 900(14 608 700) kwh. * J. Mayer u. Sohn, Lederfabrik AG, Offenbach a. M. In dem am 30. Juni 1932 abgelaufenen Geſchäftsjahr ver⸗ minderte ſich der Reingewinn nach Abzug nicht beſon⸗ ders gusgeworfener Abſchreibungen auf 80 584 /, der auf neue Rechnung vorgetragen wird(i. V. wurden 69 663 nach Zuweiſung von 500 000/ an den Reſervefonds zum Vortrag gebracht). Das ſich in Familienbeſitz befindliche AK bleibt dividendenlos. Auf der Aktivpſeite er⸗ ſcheinen(in Mill.): Debitoren 5,16(5,48), flüſſige Mittel 2,66(3,01) und Waren 4,18(5,40), dagegen Ag unv. 10,0, Obligationen 1,5, Reſerven 1,0 und Kreditoren 1,89(8,76). * Württembergiſche Baumwoll⸗Spinnerei, Eßliugen. Verluſtabſchluß. Die Geſellſchaft, die im Vorfahr trotz Ver⸗ luſtes noch 3 v. H. Dividende aus dem Gewinnvortrag ver⸗ teilen konnte, ſchließt oͤiesmal mit 39 582/ Verluſt ab. * Baumwollſpinnerei Kolbermoor.— Verluſtabſchluß. Trotz verbilligter Baumwollpreiſe fanden die Fabrikate auch im verfloſſenen Jahre keinen genügend großen Markt, ſo daß eine volle Ausnutzung der vorhandenen Probuktions⸗ mittel nicht erzielt werden kunnte. Daß Geſchäftsjahr ſchloß mit einem Ver luſt von 58 872/ ab, um den ſich der Vorjahres⸗Verluſtvortrag auf 354873/ erhöhte. 5 * Baumwollſpinnerei Unterhauſen.— 4 v. H. Divi⸗ dende. Bei ſtark wechſelndem Auftragsbeſtand mußte bis Auguſt verkürzt gearbeitet werden. Von da ab trat aber eine ſtärkere Nachfrage ein, die bis zum Schluß des Geſchäfts⸗ jahres beſſere Beſchäftigung brachte. Der im Berichtsjahr erzielte Reingewinn von 153 737„ ermüßigte ſich um den Verluſtvortrag aus dem Vorjahre auf 82 432%., Dem Am wird vorgeſchlagen, eine Dividende von 4 v. H. zu verteilen und 12 432/ vorzutragen. * Spinnerei und Weberei Pferſee.— Wieder 6 v. H. Die Geſellſchaft, die in ihrem Geſchäftsbericht auf die ſchlechte Lage der deutſchen Baumwollinduſtrie hinweiſt, konnte trotzdem einen Reingewinn von 281 071 (297 132)/ erzielen, ous dem wieder 6 v. H. Divi⸗ dende verteilt und 89 071(105 133)„ auf neue Rechnung vorgetragen werden ſollen. Von dem Ueberſchuß von 3,39 (.07) Mill.„ erforderten Unkoſten uſw. 2,86(3,35) Mill. Mark, Abſchreibungen 0,40(0,50) Mill.&.(GW 8..) * Stuttgarter Bäckermühlen⸗Ac., Eßlingen.— Wieder 8 v. H. Dividende. Der Dividendenvorſchlag der Geſellſchaft lautet wie im Vorjahre auf 8 v. H. Dampfschiffahrisgesellschaff Nepiun, Bremen Der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung für 1932 iſt die Verteilung des Sanierungsgewinns aus der Ka⸗ pitalumſtellung vorangeſtellt. Es betrug der Ge⸗ winn aus der Kapitalumſtellung 4 Mill. /,; dazu kamen 0,992 Mill./ aus der Auflöſung der alten geſetzlichen Rücklage, ſo daß ein Sanierungsgewinn von 4992 Mill./ zur Verfügung ſtand. Davon wurden benutzt lalles in Mill. /) 0,755 zur Deckung des Verluſtvortrags aus 1931, 3,525 zu Abſchreibungen auf die Flotte, 0, zu Abſchreibungen auf Liegenſchaften, 5 wurden der geſetz⸗ lichen Rücklage, 0,325 der Sonderrücklage, 0,025 dem Aſſe⸗ kurranzfonds zugewieſen, und der Reſt von 0,024 wurde vorgetragen. Es betrugen im Geſchäftsjahr 1932(in Mill.% Be⸗ triebsergebniſſe 1,365, Erträge aus Beteiligungen 0,001, außerordentliche Erträge 0,383; dazu kamen die oben⸗ erwähnten 0,024 Gewinnvortrag aus der Kapitalumſtellung. Nach Deckung der Ausgaben ergab ſich ein Gewinn von 0,256, der vorgetragen werden ſoll(i. V. einſchließlich Ge⸗ winnvortrag 0,755 Verluſt). In der erſten Hälfte des Be⸗ richtsjahrs war die Geſellſchaft genötigt, eine Anzahl ihrer größeren Schiffe aufzulegen. Neue Bankkredite hat die Ge⸗ ſellſchaft 1932 nicht in Anſpruch genommen. Nach vorüber⸗ gehendem Rückgang im Januar 1933, hervorgerufen durch Wiederauflegen eines größeren Teils der Rheinflotte der Geſellſchaft wegen Kleinwaſſers, ſetzte das Geſchäft im Fe⸗ bruar wieber lebhafter ein. Zurzeit iſt die geſamte Flotte der Geſellſchaft beſchäftigt. Fasi 1 Mill.& Verlusi der Cunard-Line Bei der Cunard Line ergibt ſich für 1932 ein Netto⸗ verluſt von 927 261 Lſtg. gegenüber einem Defizit von 553 000 Eſtg. im Jahre 1931. Er wird durch die Verwen⸗ dung von 990 000 Eſtg. aus der Notreſerve gedeckt. Die Bruttvein nahmen der Linie ſind gegenüber 1931 um 670 244 auf 4944068 Pfund Sterling zurückgegangen, während ſich die Betriebsausgaben nur um 337 941 Pfund verringert haben. Abſchreibungen beanſpruchten 746 366 Pfund gegen 704 779 Pfund für 1931. Nach dem Geſchüfts bericht konnte der Linien⸗ dienſt der Geſellſchaft in befriedigender Weiſe aufrechterhal⸗ ten werden, wenn auch angeſichts des weiteren Rückganges des Paffagier⸗ und Frachtverkehrs die Anzahl der Fahrten weiter verringert werden mußte. Verhandlungen mit den übrigen Linien der Nordatlantikkonferenz über rentablere Betriebsführung und Ausſchaltung überflüſſiger Tonnage werden fortgeſetzt. Der Paſſagierverkehr noch Amerikg hat weiter nachgelaſſen, nach Europa etwas zugenommen, jedoch lediglich in der dritten Klaſſe und der Touriſtenklaſſe der Schiffe auf Koſten der erſten Klaſſe. Der Frachtenver⸗ kehr auf dem Atlantik bleibt rückläufig, dagegen iſt eine leichte Beſſerung nach und von Auſtralien und Neuſee⸗ land zu verzeichnen. H. Schlinck u. Cie. AG., Hamburg. In der 24. o. GV. wurde beſchloſſen, den nach Abſchreibung von 548 465/ ver. bleibenden Reingewinn von 634 984/ wie folgt zu ver⸗ teilen: geſetzl. Reſervefſondts 35 000 ,, 6 v. H. Dividende 318 000 J, Tantieme des Auſſichtsrates 6740 /, Vortrag auf neue Rechnung 275 244 J. Die turnusgemäß ausſchei⸗ denden Mitglieder des Aufſichtsrates, die Herren Dr. Julius Schlinck, Hamburg, und Dr. Max Heſſe, Mannheim, wurden wiedergewählt. A. Prang Dampf⸗ und Waſſermühlenwerke AG., Gum⸗ binnen. Die G genehmigte den Abſchluß für 1932 einſtimmig. Nach 65 959(71124)/ Abſchreibungen auf An⸗ lagen und 50 000/ Delkredererückſtellung(i. V. 48 946, Abſchreibungen auf Beteiligungen) ergibt ſich ein Jahre s⸗ gewinn von 59 530(153 456) /, der zunächſt zur Ab⸗ deckung des i. V. verbliebenen Reſtverluſtvortrags von 57 205„ dient. Die VA. erhalten ſodann 6 v. H. Dividende, während 1965, vorgetragen werden. Auch die GV. der Pin nau AG. für Mühlen betrieb, Wehlau, erledigte die Regularien für 1932 einſtimmig. Nach 28 497 (25 000)/ Abſchreibungen auf Anlagen und 6071% Del⸗ kredererückſtellung(i. B. 21806/ Rückſtellungen auf For⸗ derungen) ergibt ſich hier ein Reingewinn von 445%, der vorgetragen werd. * Neſtlé Anglo⸗Swiß Condenſed Milk.— 5 v. H. Divi⸗ dende und 9 v. H. Bonus. Die GV. iſt auf den 25. April einberufen. Die Rechnung für das Jahr 1932 weiſt einen Reingewinn von 21 137 133 ffr. auf. Das Stamm⸗ aktienkapitol erhält eine Dividende von 5 v.., d. h 10 Franken pro Aktie. Dazu ſchlägt der Verwaltungsrat eine Superdividende von 18 ffr. per Aktie vor. Das Vorzugskapital ſoll mit 8 v. H. Dividende verzinſt werden. Das Jahresergebnis iſt ungefähr das gleiche wie im Jahre 1931. * Aenderungen im Deviſenverkehr für das Speditions⸗ gewerbe. Der Reichswirtſchaftsminiſter hat durch neue Be⸗ ſtimmungen Vorlagen von Spediteuren für ausländiſche Kunden als nicht deviſengenehmigungspflichtig erlaubt. Außerdem können vertrauenswürdige Speditionsfirmen auf ihren Antrag die ihnen erteilten allgemeinen Geneh⸗ migungen erweitert werden. Ferner ſind ſie zur Ein⸗ löſung ausländiſcher Wertnachnahmen für inländiſche Rech⸗ nung aus eigenen Mitteln berechtigt. * Droſſelung der Erdölproduktion in USA? Nach einem Kabeltelegromm des DH aus Newyork ſollen die ameri⸗ kaniſchen Erdölgeſellſchaften einem Plane der Regierung Hoover zuſtimmend gegenüberſtehen, demzufolge die Erdöl⸗ Produktion der Vereinigten Staaten auf 2 Mill. Barrels täglich georoſſelt werden ſoll. Weinversjeigerung Wachenheim J. Wachenheim,. März. In der geräumigen Halle der Sektkellerei zu Wachenheim hatte geſtern die Bürklin⸗ Wolf ſche Guts verwaltung eine ſehr gut beſuchte Weinverſteigerung 1931er Faß⸗ und Flaſchenweine aus erſten Mittelhaardter Reblagen veronſtaltet. Ausgeboten wurden 18 200 Liter und 24 100 Flaſchen 1931er Natur⸗ weißweine. Gleich zu Beginn der Verſteigerung ſetzte die Steigluſt rechtlebhaft ein. Nur ſelten wurde eine Nummer zurückgenommen, die aber im ſpäteren Verlaufe meiſtens doch noch verkauft wurde. Unter den gut gepfleg⸗ ten, friſchen und körperreichen 1931er Gewächſen waren die feinſten Spitzenweine der Rheinpfalz. Bei den Endnum⸗ mern wurde es immer lebhafter. Die teuerſte Flaſche Wachen heimer Gerümpel Riesling Trok⸗ keubeerengusleſe“ wurde mit 15/ bezah ht. Für 1000 Liter bzw. pro Floſche wurde bezahlt oder geboten: 1931er Naturweißweinſe: Wachenheimer Neuberg 860; Wa. Fuchsmantel 880; Forſter Neuberg 870; Rupperksberger Stückelpfad 910; Wa. Odinstol 1020 Wa. Höhe 1160; Deidesheimer Geheu 1,20 pro Flaſche; Dei. Kränzler Rsl. 1130; Wa. Königswingert 1,20 d. Fl.; Wo. Altenburg Rsl. 1310; Wa. Altenburg Rsl. 1,20 d. Fl.; Wa. Böhlig 1330; Sto. 1,30 O. Fl.; Ru. Mandelacker 1450; Sto. 1,50§. Fl.; Ru. Mühlweg 1,40 d. Fl.; Wa. Dreiſpitz 1550; dito. 1,50 d. Fl.; Ru. Weinbach 1500; Ru. Reiterpfad 1,50 d. Fl.; Ru. Kreuz Rsl. 1,50 d. Fl.; dto, 1410, Wa. Böhlig Rsl. 1400; Sto. 1,50 d. Fl., Ru. Gutgeiſtel Rsl. 1310(zur.) Dei. Hofſtück Rsl. 1,50 d. Fl.; Fo. Mühlweg Nel. 1440, Wa. Belz Rsl. 1500, Wo. Kiſſel Rsl. 1,60 ö. Fl.; Ru. Hohe⸗ burg Rel. 1,60 d. Fl.; Fo. Kranich Rsl. 1,80 d. Fl.; Fo. Süßkopf 1,80 d. Fl.; Wa. Langebächel Rsl. 2 1931er Floſchen weine: Wa. Luginsland Rsl. 1,60 Eur.); Ru. Geisböhl Rsl. 1,70; Fo. Bergelsweg Rsl. 1,80; Jo. Elſter Rsl. 1,80; Wa. Wolfsdarm Rsk. 180, Wa. Bächel Rel. 2,00; Wa. Goldbächel Rsl. 2,10; Wa. Rächbächel Rsl. 1,90(zur.]; Wa. Gerümpel Rsl. 2,00(szur.); Dei. Kieſel⸗ berg Rsl. 2,20; Fo. Hellholz Gewürztraminer 2,50; Ru. Hoheburg Gewürztram. 3,00 Fo. Ungeheuer Gewürztram. 3,20; Dei. Hohenmorgen Rsl. Ausl. 3,50; Fo. Kirchenſtück Rsl. Ausl. 4,00, 5,50; Wa. Goldbächel Rsl. Ausl..507 Fio. Ungeheuer Rel. Ausl. 5,00; Fo. Kirchenſtück Rel. Bee⸗ renausleſe 7,00; Wa. Rechbächel Rsl. Beerengusleſe 750; Wa. Gerümpel Rsl. Trockenbeerenausleſe 15/ die Flaſche. Frachienmarkf Duisburg-Ruhrori/ 28. März Die Nachfrage nach Leerraum mar an der heutigen Börſe etwas reger. Bergreiſen waren jedoch nicht am Markt. Die Talfracht notiert unverändert mit 60 Pfg. per Tonne nach Rotterdam und 45—55 Cents ab Ruhrort bzw. ab Kanal nach Amſterdam. Die Fracht nach Antwerpen⸗Gent beträgt .50„ ab Ruhrort bw ab Kanal incl. Schleppen. Der Talſchlepplohn beträgt unverändert 5 Pfg. für größere be ladene Kähne nach Rotterdam. Die Bergſchlepplohn notiert 90 Pfg. bis 1% nach Mannheim 8 5. 1 . * * * „ ——— Do; Bet 2 Sieg 0 2 9 Deutſche Eiche Oeſtringen 19:0 eſchla 1 Wie zu erwarten war, mußten ſich die Oeſt in; beim der ebenſo zähen Partners, der Rückkampf, der am Sonntag nachmitta 1 ihm nur einen? Ludwig ner Fußball⸗Klub x ausgetragen wur Weltergewicht: 8 Straubert⸗ noch höher geſchlagen bekennen, beim Vortreffen eine Oeſtringen. Der Lud ener mußte bald parterre, wo Woche zuvor am eigenen Platz. ie Ringer des Sport⸗ er aber die 5 5 geſchickt parieren verein S ied Ludwigshafen zeigten ſich in einer großen konnte. In der Boden ru 1 8 r, dem ein Form, an der auch der 9 ge Widerſtand der Gäſte, 3 Ausheber gelingt, die nicht mehr ders in den vier unteren Gewichtsklaſſen, ſcheitern m aus der Hand nehmen 5 15175 mit einem weiteren, kurz Während hier die Oeſtringer erſt nach überaus har vor der Diſtanz erzielten Vorteil Punktſieger. Mittel⸗ Kämpfen beſiegt werden konnten, war ihre Kapi klation in gewicht: Krei udwigshafen— K. Hautlieb⸗Oeſtringen. den ödrei oberen Klaſſen nur noch eine Frage der Zeit. Nach kurzem Standkampf wird Hartlieb zu Boden gezwun⸗ Mit dem Sieg ü en mittelbadi ſchen Bezirksvertreter[gen, wo er von Kreimes ausgehoben und mit nachgefaßztem Deutſche Eiche Oeſt gen hat Siegfried Ludi n Armſchlüſſel in der 2. Minute auf die Schultern gelegt einen Doppelerfolg errungen, der als Krönung 2 her ſo erfolgreich beſtandenen Verbandskämpfe anzuſp prechen 3 38 4 5 14 denn auch wiede 2 J iſt; gelang es doch der Gehring⸗Mannſchaft nicht nur E E 9 f ek I 1 en Urner U im Urn 2 I E Jugendrud erer bis zum Hadi ſch⸗pf her Meiſter in der Kreisliga zu werden, ſon⸗ 85 zein vor allem 15 auch 9 1 die Ober 3 Sienfrio= 1 1 1— K* 2— 1 1* 2 V dern auch 9 85 O 1 aufzuſteigen. Siegfried kann Die Vororbeiten zum Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart] Sommerſpielen: Süogruppe im Markgräfler auf dieſen chönen Erfolg beſonders ſtolz ſein, nachdem der beeinfluſſen auch den Arbeitsplan der Badiſchen Mitt elgruppe im Karlsruher Gau, g Verein erſt ſeit wenigen Jahren beſteht; er hat ſich inner⸗ Turnerſcha in dieſem Jahre in ſeiner weſentlichen gau; J ugendſonutag.— 22. 1˖ 1 1 Halb drei Jahren von der-Klaſſe in die Oberliga empor⸗ Geſtaltung. Vielfach ſind die laufenden Kreisveronſtaltun⸗ sch! luß für Freundſchaftsſpiele beim 71 1 denn auch dieſer wa 7 2 en U gearbeitet und hierbei jeden Kampf gewonnen. ßen uns den Gratulanten des Vereins an Wünſchen für die Zukt 1 n einz en 2 Wünſchen für die Zukunft. ſten Monaten für die badiſchen Turner ein reiches Ar⸗ i 1 iſſe: beitsfeld, für welches in den Hauptpunkten bis jetzt ſol⸗ Die Ergebniſſe gende Feſtlegungen getroffen ſind: Bantamgewicht: Impertro⸗ Ludwigshafen— Trautner⸗ 9. April: Gauwaldläuf e.— 90. April: Kreis⸗ Oeſtringen. Impertro holt ſich nach wechſelvollem Kampf, waldlauf in Wieſental. der ſich im Stand und in der Bodenlage abſpielt, einen Anfang Mai: Fechtwettkämpfe der Oberſtufe in Vorſprung, den er in der von ihm gewünſchten Boden⸗] den Gaugruppen.— 7. Mai: Deutſche Fechtmei⸗ runde noch erhöht, während ſein Gegner nach dem Wechſel ſterſchaften gemeinſam mit dem DaB.— 14. Mai: Ausſcheidungsturnen für das Deutſche Turnfeſt: nichts erreicht und in der 16. Minute mit Ueberſtürzer end⸗ Vondung⸗Ludwigs⸗ ausgeglichenem beiderſeits bis Halbzeit Los beſtimmt, zuerſt parterre, wo er durch Kopfzug kurz in die Brücke gezwun⸗ gen wird. Der Gaſt führt ſicher und ſteuert bereits einem Vondung mit einem Hüftſchwung überraſcht und in der 17. Minute auf die Schultern gewor⸗ gültig beſiegt wird. hafen— Kampf, nichts ergibt, Punktſieg zu, als — Federgewicht: G. Hartlieb⸗Oeſtringen. der trotz aller Verſuche muß Vondung, er von Nach durchs ſeiner bis⸗ Wir mit den beſten fried Ludwigshafen Meiſter der Kreisliga im Ringen gen an die ſchlie⸗ 1 den. Zwölf⸗, den Gauen Götz wan fe ſtſ pie l 11. fen wird.— ei wee K. Stahl⸗Ludwigshafen gegen Pfeifer⸗Oeſtringen. Der Oeſtringer mußte gleich die Ueber⸗ DT Tu r legenheit ſeines Gegners, der ihn zweimal mit Hammerlock ball; 10. K an den Rand der Niederlage brachte, weitere Verſuche auf vorzeitige Entſcheidung ſcheiterten an Ooriſſehe und private Gelegen- heitssnzelgen je Zeile 20 Pig. abzügl. 10 Prozent Krisegrabatt als Lebensmitte Dauer stellung Verteiler in Ja. Holſt. Margarine, Käſe, Kaffee, Kakao geſucht bei höchſter Verg.— Lief. an Private mit geſt. Transportrad u. unſ. Unterſtützung. Nur rührige geeignete Bewerber.— Sicherheit (keine Möbel) od. Bürgſchaft bis I 500.— für Lager u. Inkaſſo u. kühler Keller Bedingung. Angeb. unt. W M 55 an die Geſchäftsſt. dunger tüchtiger Verkäufer (Ehriſt) für Manufakturwarengeſchäft geſucht. Es kann ſich ſedoch nur um ein. redegewandten Herrn hohem Einkommen. Ausführl. aufgeweckten, bei entſprech. Angebote nebſt handeln, Zeugnisabſchr. u. Bild m. Ang. d. Gehaltsanſpr. erb. unter P R 175 an die Geſchäftsſt. 445 Wein⸗ u. Bierhandlg. ſucht f Kundenwerbg. Büro ein. geeign. Beamten. N ur ſolche, welche Erfolge i. Außendtenſt nachweiſen u. alle kfm. Büroarb. verricht. 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Ju ni: sch ku ß dere Schwimmer für S Kreisſchwimmwart; tung/ Mittag⸗At tsgabe e ent gebhun⸗ V Veranf* So ergibt ſich in den näch⸗ Meldetermine für das die auch, der Turner, Siebenkampf volkstümliche Wettkämpfe in Gaugruppen.— 17. Mai: Melde urner und Mai: Melöeſchluß der Mai: Turn ⸗ e DT Vorrunde, Handball und Fußball. DT ⸗Turnfeſtſpiele, Zwiſchen⸗ Meldeſchluß Gaumeiſter und dertag der DT; Zwiſchenrunde, Fuß⸗ fe in Gaggenau; Melde⸗ nfeſtſpiele, reisſchwimmen den Gruppentreffen in 95 April tuttgart an den ſtringen. in der 4. müſſen.— Mayer⸗Oeſtringen. Gegner und mußte iltern ſiegte Beginn der Pokal⸗ See Der Verbands⸗Fußball⸗A Leichtathletik⸗Verban des ball⸗ und Saoſpzel e zur Dritten am 9., Er m 8 ezir ken vorgeſehen, i nd en. Turnfeſt in Stuttgart durch den Kreisſpielr ſchluß der Schwi DTR Obmann der DT. Anfang Juli: Ausſche um den n„Wanderpreis. vol ks tüm ichen ten Bezirksmeiſterſchaften Kreismeiſterſchoften) Uebungen(ttatt Baden⸗Lichtentol, meiſterſchaften tennis Juli: — 5. moannſchaften und Tennisſpieler für e Juli: Deutſches Juli bis 4. Auguſt: Waſſerfahrer von Deut Männer⸗Volksturnen in Köln.— 20 13. Aug u ſt: Deutſche Me iſt Volksturnen in Erfurt.— 27. t kampf r im Volksturnen in Neuſtadt a. d. H. — Halbſchwergewicht: Der Ludwigshaf en Gegner nach kurzem en mit Armſchlüſſel in nte ſich aus derſelben Ninute einem Schwergewicht: Der 16., 2 iſt für die Vorri der 16. die bei iden üb pielen zwiſch 0 iten der Endſpiele vorbehalten. elnen Spielen Von den vier Bezirks⸗Po 0 erſt einer 9 er es iſt anz e ſchon am kommenden Sonntag fallen wer Pforzheim in Ausheber endgül Gehring⸗Ludw Oeſtringer war bereits nach 45 auf der Matte Bekanntſchaft Machen. mit einem Ueberſtürzer. ittlung und 30. de der vier April br Son rigen dem Po werden in den u feſt Wort inehmen, A O. vort; mmer an den dungskämpfe t n in und Mannheim;: den Sommerſpielen Meldeſchluß der Stuttgart, Stut ahrt Turnfeſt in Neckarf Stuttgart 9 ch e i m Auguſt: erſchoaften daß die reſt Schwim Meldeſchluß der Waſſerfahrer eee, Mannheim. Meiſterſchaften Auguſt: Gehring gen d danken, die ver Mwe verpfl im Fe ch⸗ De Jui liches Freiburg, Kreis⸗ und Ring⸗ anwalt B wohnt um der M Jubi 30. g a r 25 der D T * t m Länder⸗ das die Rheinbr ücke ſtatt der letzten J r kamen in „vie Ruge nagels 5 zuſchauen. Ruderwa daß am ſchiedenen chtet werden konr ſches Wollen ſind der Le nern den Einſatz der ganz training zur Freude mache Clubmitglieder an der feie unheimer Ruder⸗ Club am Zeitpunkt des 8 des ſicheren Blick in die Hockenheimer Mai-Rennen Fraue mw⸗ Die Ausſchreibung für das Hockenheimer Ma Landesg fahrer⸗Verbandes Frühjahr auffa 5 des Me 1 18 Cub b. hre einem 8 1 Zweiern, neu! glaubte, 1 n i s am dem grant für der Ein Mitg ſich ber die einzelner und ihren b und ſeiner M junge, ſtran vom Jungmann bis z ten. 27 20 Denken, kameraoſchaftliches Fühlen u ern, der dieſen ju Perſönlichkeit für wird. Die Anteiln ichen Verpflichtung, eyherlen, der 1. 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