1 Reichskanzler Hitler fährt zu Vizekanzler von Papen und Reichsminifter Göring führen die Vorbeſprechungen bPraßtbericht unſeres brſcheinungsweiſe: Täglich zmal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatl. RM..08 und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..25, durch die Poſt RM..70 einſchl. 60 fg Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ ſofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 48, Meerfelbdſtr. 18, Ie Fiſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 68, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. Mannheimer General Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm Adreſſe: Nemazeit Mannheim Anzeigenpze⸗ mm breite Reklgyn Nende Familien⸗ und Bei Konkurſen, Ver⸗ gleich Käabattgewährung. Keine Gewäh. zen Ausgaben, an beſonderen Plätzen äfträge. Gerichtsſtand Mannheim. Morgen⸗Ausgabe Montag, 10. April 1933 144. Jahrgang Nr. 168 Görings Start nach Rom Drahtbericht unſeres Berliner Büros 5[Berlin, 9. April. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß auch der Reichs⸗ kanzler Hitler in nicht allzu ferner Zeit dem kalteniſchen Staatschef Muſſolini ſeinen Be⸗ uch abſtatten wird. Die Anweſenheit Papens und Görings in Rom ſoll, wie verlautet, nicht zuletzt der Vorbereitung einer ſolchen Reiſe dienen. Eine Ent⸗ scheidung wird natürlich erſt nach der Rückkehr der beiden Miniſter fallas. Göring iſt heute nach Rom zeſtartet. Davis über Hitler Berliner Büros 3 D Berlin, g. April. Der amerkkantſche Bevollmächtigte, Nor man Davis, hatte gestern nachmittag um ſechs Uhr eine 9 is un Geſch. it aße ane 7 ö 1 9 1* getroffen. 1 N Evangeliſches Reichskonkordat? . eingehende Ausſprache mit dem Reichs ⸗ kanzler, die ſich vor allem auf die beiden Pro⸗ bleme der Abrüſtung und der Sanierung der Weltwirtſchaft bezogen. Norman Davis iſt durch den Kanzler über die Auffaſſung der Reichsregierung eingehend unterrichtet worden. Wir haben Grund zur Annahme, daß bet der Gelegenheit dem Beauftragten des Präſidenten Rooſevelt nicht verſchwiegen worden iſt, wie ſehr man in Berlin die negatiye Haltung Frankreichs, aber auch Englands zu dem Muſſoliniſchen Vorſchlägen eines Vier⸗ mächtepakts bedauert. Auch wurde Norman Davis nicht im Zweifel darüber gelaſſen, daß die Reichs⸗ regierung einen wirklichen europäiſchen Frieden nur auf der Baſis der vollen Gleichberechtti⸗ gung Deutſchlands für möglich hält. Daß in wirt⸗ ſchaftlicher Beziehung Deutſchland ſich vor allem für die Bereinigung der Schulden⸗ und Währungsfra⸗ gen vor Inangriffnahme der Preisregelung einſetzt, iſt von maßgebender Seite ja ſchon wiederholt be⸗ tont worden. Wie man hört, wird der amerikaniſche Bevollmächtigte morgen die Reichs hauptſtadt wieder verlaſſen, um auf Grund der Eindrücke, die er in Berlin gewonnen hat, die Beſprechungen mit der franzöſiſchen und der engliſchen Regierung fortzu⸗ ſetzen. Norman Davis empfing nach der Konferenz mit dem Reichskanzler die Vertreter der amerikaniſchen Preſſe, denen er erklärte, daß er von Hitler den Eindruck eines Mannes von großer dyna⸗ miſcher Gewalt“ gewonnen habe. Ueber die zur Erörterung ſtehenden Fragen hielt Norman Davis eine Aeußerung nicht für angezeigt, da er„in Europa Informationen ſuche und nicht zu geben habe“, Ueber die Ausſichten einer Verſtändigung in der Abrüſtungsfrage ſcheint Norman Davis zuver⸗ ſichtlich zu ſein. Er dürfte ſich ſchon bei ſeinen Be⸗ ſprechungen davon überzeugt haben, daß es der deutſchen Regierung mit ihrem wiederholt betonten Friedenswillen eruſt iſt, daß ſie aber mit der gleichen Entſchiedenheit an ihrer Forderung nach Gleichberechtigung hinſichtlich der Rüſtungen feſthält. Dabei dürfte auch die deutſche Auffaſſung über die Lage an der Oſtgrenze zur Sprache ge⸗ kommen ſein. Eine Einladung an Deutſchland zu der Wa⸗ ſbingtoner Vorkonferenz war bereits vor der An⸗ kunft des amerikaniſchen Delegierten in Berlin ein⸗ Drahtbericht unſeres Berliner Büros E Berlin, 9. April. Am Samstag hieß es, daß der Reichskanzler den Präſidenten des deutſchen evangeliſchen Kirchenaus⸗ huſſes, Dr. Kapler, empfangen habe. Das be⸗ ſtätigt ſich nicht. Die Beſprechung iſt zwar angeſetzt, aber wieder verſchoben worden. In evangeliſchen Kreiſen mißt man dieſer Zuſammenkunft große Be⸗ eutung bei, da man von ihr eine Klärung der kirchenpolitiſchen Lage erwartet. Auf der einen Seite ſind bekanntlich Bemühungen vorhanden, le darauf hinauslaufen, daß das zukünftige Ver⸗ hältnis des Staates zur evangelischen Kirche im Rahmen eines Reichskonkordats geſtaltet werden ſoll. Auf der anderen Seite ſind die„deut⸗ ſchen Chriſten“ beſtrebt, eine ſchnelle Regelung unter Ausnutzung der politiſchen Klauſel des preußiſchen tuchenverkrags zu erreichen. Wie die„Kreuzzei⸗ Aung“ in dieſem Zuſammenhang erfahren haben will, ſteht bei den„deutſchen Chriſten“, die bei ihrer Ber⸗ 1 2 Tagung mit großem Nachdruck die Reichs⸗ N uche forderten, ein Führerwechſel in Aus icht, 1„ das Blatt meint, vielleicht eine„neue Si⸗ nation herbeiführen werde. f ten angepöbelt. Die wahre deutſche Revolution Göring über Sinn und Weſen does Amſturzes Meldung des Wolffbaros — Berlin, 9. April. Unter ungeheurer Beteiligung fand heute mittag im Sportpalaſt zum erſtenmal eine Generalverſamm⸗ lung der nattonalſozialtſtiſchen Betriebszellen⸗ organifation, Gau Groß⸗Berlin, ſtatt. Nur ſchrittweiſe fanden die ſchätzungsweiſe 20 000 Men⸗ ſchen Einlaß, und Tauſende mußten wegen Ueber⸗ füllung der Rieſenhallen wieder umkehren. Unter den Klängen des Deutſchlandliedes zogen dann die Fahnenabordnungen der einzelnen Betriebszellen, die ſich bei Behörden, in den großen und kleinen Privat⸗ betrieben gebildet haben, ein, begrüßt von der rie⸗ ſigen Menſchenmenge mit emporgeſtrecktem Arm. Der erſte Reoͤner, der Landesbetriebszellenleiter und Landtagsabgeordnete Engel, hielt die Eröffnungs⸗ anſprache und verbreitete ſich dann ausführlich über die Organiſation der nationalſozialiſtiſchen Betriebs⸗ zellen, mit deren Untergruppen und Fachſparten. Nach lebhaftem Beifall erſchien der zweite Red⸗ ner, der Reichsminiſter und Kommiſſar für das preußiſche Innenminiſterium, Göring Er wurde mit lebhaften Heilrufen ſtürmiſch begrüßt und nahm, nachdem der Landtagsabgeordnete Engel einen Willkommen an ihn gerichtet hatte, das Wort zu einer Rede, in der er u. a. ausführte: Wenn wir heute eine nationalſozialiſtiſche Re⸗ volution haben, ſo betonen wir, daß es ſich um eine nationalſozialiſtiſche Revolution han⸗ delt, und daß es nicht angeht, nur immer wieder von der nationalen Revolution zu ſprechen. Deun nicht nur der deutſche Nationalismus hat ſich zum Durchbruch verholfen, ſondern wir ſind glücklich, daß auch der dentſche So⸗ zialismus geſiegt hat. Wer es ablehnt, vom Sozialismus zu ſprechen, wer im Sozialismus nur marxiſtiſche Zerſetzungs⸗ arbeit zu ſehen glaubt, der hat auch nicht den tief⸗ ſten Sinn des Nationaltsmus erfaßt, er hat nicht verſtanden, daß man überhaupt nur dann nattonal iſt, wenn man klipp und klar auch die ſozialen Probleme erkennt und durchführt. So wie Nationa⸗ lismus Dienſt an der äußeren Peripherie iſt, ſo iſt Sozialismus Dienſt im Innern des Volkes. Wenn ich im Volke dem Einzelnen Exiſtenzmöglichkeiten geben will, wenn ich ihn in ein Volk ſtellen will, in dem er in ſeiner Vielfältigkeit wirken, in dem jeder einzelne Deutſche ſchaffen, auch arbeiten, wie⸗ der exiſtieren, wieder leiden kann aus innerer Kraft, dann muß ich aber auch dafür ſorgen, daß ich nach außen hin die Möglichkeit ſchaffe, um dies durch⸗ führen zu können. So iſt es nicht eine nationale Revolution geworden im Sinne eines überlebten Hur⸗ rapatriotismus, ſondern dieſe Revolution iſt im wahrſten Sinne des Wortes eine nationalſozialiſtiſche Revolution geweſen. So wie der Sozialismus herabdegradiert wor⸗ dem war zu einer öden Lohn⸗ und Magenfrage, ſo hat die bürgerliche Parteienwelt den Nationalis⸗ mus herabdegradiert zum Hurrapatriotismus. Die Wurzel dieſes bürgerlichen Nationalismus war alſo das Portemonnaie. Deshalb mußten beide Begriffe wieder geeinigt werden. Dieſe Revolution wurde geboren, heraus aus einem flammenden Pro⸗ teſt des deutſchen Volkes gegen all die Schmach, ge⸗ gen all die Schande, gegen all das Elend, die Not und dieſe Ehrloſigkeit der letzten 14 Jahre. Aus dem Volk heraus iſt die neue Idee gewachſen und weil ſte aus dem Volk heraus emporſtieg, ſiegreich durchgeführt, durch den unbekannten Gefreiten des Weltkrieges, deshalb iſt dieſe Idee auch berufen, der Zerriſſenheit ein Ende zu machen. Englands Arteil über Hitler Meldung des Wolffbüros — Newyork, 9. April. „Even ing Journal!“ veröffentlicht eine An⸗ zahl Lichtbilder, die Adolf Hitler in zwangloſer Hal⸗ tung zeigen. Das Blatt fordert ſeine Leſer aus dieſem Anlaß auf, ſich die Bilder aufmerkſam anzu⸗ ſehen. In einem Leitartikel bemerkt„Evening Jour⸗ nal“ hierzu, einige der Bilder gäben mehr Aufſchluß als eine Million Worte vermögen. Hitler, ein Mann von einfacher Herkunft, habe die höchſte Machtſtellung in Deutſchland durch ſeine Willenskraft und durchſeine hervorragenden Eigen⸗ ſchaften erreicht. Er ſei geiſtig und körperlich eine Kämpfernatur. Die Bilder zeigten deutlich, daß dieſer Mann die geiſtige Einſtellung Deutſchlands, wie ſie ſich in der Nachkriegszeit vollzog, erfaßt habe. Hitler habe die Gelegenheit, die zu ihm ge⸗ kommen ſei wie zu Napoleon, Muſſolini und Stalin, mit ſtarker Energie ergriffen und ſei jetzt der Herrſcher Deutſchlands. Er hahe die Führung eines Volkes, auf das er ſich ſtütze, übernommen, erbittert durch die Schickſals⸗ ſchläge des Krieges, durch die ſchändliche Un⸗ gerechtigkeit des Verſailler Vertrages, durch die unverſchämte Unterdrückung von ſeiten der Sieger und die erpreſſeriſchen Forde⸗ rungen, die dem Volke das Lebensblut aus⸗ ſaugten. Als Soldat habe Hitler großen Mut gezeigt und ohne Freunde oder Gönner aufgrund höchſter ſol⸗ datiſcher Tüchtigkeit hohe Kriegsauszeichnungen er⸗ halten. Nichts könne dieſen Mann von ſeiner poli⸗ tiſchen Arbeit ablenken. Er wiſſe, was er wolle. Die Zeit werde zeigen, was er für Deutſchland bedeute. Flugzeugabſturz auf der Heerſtraße Meldung des Wolffbüros — Berlin, 9. April. Beim nationalſozialiſtiſchen Jungfliegertreffen in Staaken ereignete ſich ein ſchweres Unglück. Bei der fünften Programmunmmer, die eine Stafette zwi⸗ ſchen Reiter, Läufer, Motorradfahrer und Flugzeu⸗ gen brachte, ſtreifte das vom Flugzeugführer Her⸗ mann Hackbuſch geſteuerte Albatros⸗Flugzeug die Hochſpannungsleitungen, die über die verlängerte Heerſtraße führen, und ſtürzte in die Zaungäſte ab. Die meiſten Zuſchauer konnten ſich durch Beiſeite⸗ ſpringen in Sicherheit bringen. Ein Mann jedoch kam nicht mehr rechtzeitig von dem Sturzplatz weg und wurde durch das niederſtürzende Flugzeug ge⸗ tötet. Eine Frau wurde ſo ſchwer verletzt, daß ſie dem Spandauer Krankenhaus zugeführt werden mußte. Wie durch ein Wunder blieb der Flugzeug⸗ führer faſt unverletzt. Er zog ſich nur eine Schramme an der Oberlippe zu und ſchlug ſich einige Zähne des Oberkiefers ein. Das Flugzeug wurde vollkommen zertrümmert. Drei SA-Leute niedergeſchoſſen Meldung des Wolff⸗ Büros — Düſſeldorf, 9. April. Drei S A Leute, die dem Motorſturm an⸗ gehören, wurden Samstag nacht von einem Paſſan⸗ Als ſie ſich die Beleidigungen ver⸗ baten, zog der Ziviliſt einen Revolver und gab fünf Schüſſe ab. Die SA⸗Männer Ulbrich und Stollenwerk wurden durch Bauchſchuß le⸗ bensgefährlich verletzt. Der Scharführer Paſchen erhielt einen Lungenſteckſchuß. Der Täter konnte flüchten. Aus den Redensarten des Täters war zu entnehmen, daß es ſich um einen Kommu⸗ niſten handelt. * Am Samstag wurden nach 28 Uhr in Hamburg zwei Angehörige eines Marineſturmes der SA aus dem Hinterhalt beſchoſſen. Der eine der Ueberfalle⸗ nen wurde durch Lungendurchſchuß und Bauchſchuß lebensgefährlich, der zweite durch Schulter⸗ und Rückenſtreifſchuß ebenfalls ſchwer verletzt. Beide wurden von einer Polizeiſtreife in ein Krankenhaus gebracht, wo ſie vernehmungsunfähig darnieder⸗ liegen. Am Tatort ſind zwei leere Patronenhülſen aus einer Neunmillimeterpiſtole gefunden worden. Grubenunglück in England Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 9. April. Im Kohlenbergwerk Cardiff in Südengland ereignete ſich eine Grubengasexploſton, durch die mehrere Stollen eingedrückt wurden. Bisher ſteht feſt, daß acht Arbeiter getötet wurden. Die Bergungsarbeiten ſind noch im Gange. Mit weiteren Verluſten an Menſchenleben muß gerechnet werden, über Hitlers Beſuch Hillers Appell an die SA Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 9. April SA⸗ und Ss Appell, der für für Berlin und ganz Deutſchland vorgeſehen war, warf in Berlin ſchon am frühen Nachmittag ſeine Schatten voraus. Die Potsdamer Straße wimmelte ſchonn um 4 Uhr von Uniformen und um 6 Uhr war das weite Rund des Sportpala⸗ ſtes bereits bis unter das Dach mit den Standarten der SA und Ss gefüllt. Im Mittelgang ſtanden die Fahnen, die ſich vor Reichskanzler Adolf Hitler neig⸗ ten, als er den Sportpalaſt betrat. Beſonders fiel ein SS⸗Sturm auf, der in ſchwarzen Stahlhelmen er⸗ ſchienen war. Kampflieder und Militärmärſche rauſchten durch den Saal und immer noch drangen neue Truppen in das Haus. Immer noch hallte die Potsdamer Straße von Marſchtritt der SA. Im Sportpalaſt waren zum SA⸗Appell run d 20000 Sa⸗Leute verſammelt; eine gleiche Menge füllte noch zwei weitere Rieſenſäle der Reichshauptſtadt. Ueberall in Deutſchland und dar⸗ über hinaus in Oeſterreich waren gleichzeitig die Stürme der SA und Ss zum Appell angetreten, um durch den Lautſprecher die Rede des Führers zu hören. Im Rundfunk leitete der Miniſter Dr. Goebbels Der große Samstag abend den Appell mit einer Reportage ein, in der er Freud und Leid der SͤA aus den letzten Jahren ſchilderte. Die SA habe ſtets an Adolf Hitler ge⸗ glaubt und ſei ihm bedingungslos auf ſeinem Wege gefolgt. Mit ſtolzem Selbſtbewußtſein könne man heute feſtſtellen, daß an ihrer Kraft das alte morſche Syſtem zerbrochen ſei. Dieſe Kraft verdanke die Sa ihrem Stabschef Röhm, der aus ihr eine wirkliche Formation gemacht habe. Der brutale Vernichtungswille der Gegner habe das Gegenteil erreicht und den Sieg der nationalen Bewegung ge⸗ fördert. Heute ſtehe das ganze deutſche Deutſchland zuſammen, ſei es an den Grenzen des Vaterlandes, ſei es bei den Brüdern in Oeſterreich. Der größte Appell, den die Welt je ſah, werde abgehalten: Adolf Hitler ſpricht zu ſeiner SA und SS. Plötzlich verſtummte die Muſtk im Sportpalaſt. Die ſcharfe Kommandoſtimme des Berliner Gruppen⸗ führers Ernſt ertönte. Der Stabschef der geſamten SA, Röhm, erſchien, und Ernſt meldete ihm die an⸗ getretenen Verbände. Alle Blicke wandten ſich dann nach dem Eingang. Der Führer Adolf Hitler erſchien dort. Stabschef Röhm ließ die SA und SS noch einmal ſtillſtehen und meldete dem Führer die Mann⸗ ſchaften, die nicht nur in Berlin, ſondern im ge⸗ ſamten deutſchen Vaterlande bereit ſtehen, die Befehle ihres Führers entgegen zu nehmen. Hitler be⸗ grüßte die Stürme der Sͤaä und SS mit dem Rufe: „SͤaA und Ss, Heil!“ Wie ein Mann antworteten die vielen Tauſende mit dem einen Ruf„Heil!“ Dann ertönte das Kommando„Rührt Euch, Standarten und Fahnen ab!“ und der Führer Adolf Hitler ergriff das Wort zu ſeiner Anſprache. Die große Zeit iſt jetzt angebrochen, auf die wir 14 Jahre lang gehofft hatten. Deutſchland iſt nun erwacht. Es iſt damit nun alles das einge⸗ troffen, was wir in dieſen 14 Jahren eines Kampfes, von deſſen Größe und Opfern ſich die Außen⸗ ſtehenden keine Vorſtellung machen können, ahnend und ſehnend prophezeit hatten, die Stunde, in der ſich das deutſche Volk auf ſich ſelbſt beſinnt und wis der zu m Herru ſeines eigenen Schickſals ſich erhebt, nicht durch ein Geſchenk der Umwelt, durch die Gnade unſerer Gegner, ſondern durch die eigene Kraft, durch ſeinen eigenen Willen und ſeine eigene Tat. Es iſt etwas Wundervolles um dieſe Bewegung und ihren einzigartigen Werdegang; geboren aus der tiefen Not des Krieges und der größeren Not noch des deutſchen Verfalles, damals eine Idee, heute eine Wirklichkeit. Es iſt wunderbar, ſich den Weg noch einmal zu ver⸗ gegenwärtigen, den dieſe Bewegung von der Idee bis zur Wirklichkeit zurückgelegt hat. Viele ſagen, was ſich heute abſpielt, ſet auch das Hoffen der an⸗ deren geweſen. In der Vorſtellung hat das, was wir wollten, auch früher ſchon gelebt. Trotzdem iſt es heute unſer, weil es durch uns Wirklich⸗ keit geworden iſt. Vom Bekenntnis muß die Kraft zur Verwirklichung kommen, denn ſie allein ſchafft in dieſer Welt auch das Recht. Wir haben bie Notwendigkeit erkannt, die Organiſation, die unſere Idee der neuen Volksgemeinſchaft vertritt, ſelbſt zu dieſem Kraftfaktor zu machen. Wir wollten von vornherein dieſer Bewegung die Ueberzeugung ein⸗ brennen, daß niemand uns etwas ſcheuken und ge⸗ den eigenen Sohn. 2. Seite/ Nummer 168 Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe Montag, 10. April 198 währen wird, was wir nicht ſelbſt uns zu geben ſtark genug ſind. So entſtand die SA. Zwei Gründe ſtanden bei der Geburt der SA und der SS Pate: Erſtens wollten wir Natio⸗ nalſozialiſten uns ſelbſt beſchützen und beſchir⸗ men und nicht um fremde Hilfe betteln. Zweitens war es die Frage, wie wir denn das große Ziel des neuen Deutſchland erreichen wollten, wenn wir nicht ein neues deutſches Volk ſchaffen. Und wie wollte man dieſes Volk ſchaffen, wenn wir nicht ſelbſt in uns zunächſt alles das überwin⸗ den, was wir als verderblich in unſerem Volke an⸗ ſehen. Ein Reich entſteht nicht von außen, ſondern es muß von innen wachſen. Man muß im Kleinen üben, was man ſpäter können will. Darum ſollte unſere junge Bewegung in ihren Kämpfer⸗ fahren ſich Mut ergeben, von dem wir erwarten, daß er einmal das ganze deutſche Volk erfülle, jenem Glauben an die Führung und an die Autorität, von dem wir ge⸗ ſchichtlich tauſendmal erfahren haben, daß nur er allein imſtande iſt, ein Volk über den Maſſenwahn der Unvernunft hinweg einem Ziele zuſtreben zu laſſen. Der Geiſt der neuen Front wirkt ſich ebenſo nach außen gegen die marxiſtiſchen Feinde aus, wie er ſich auch nach innen gegen den Geiſt wendet, den wir alten Soldaten einſt als den„inneren Schweine⸗ hund“ bezeichneten. Jeder Einzelne von Euch weiß, wie oft dieſer Geiſt anklopft und fragt:„Soll man das noch wagen, ſoll man nicht lieber auch in dem Strom mitſchwimmen? Dieſer innere Schweinehund muß durch den Mut bezwungen werden. Wenn das ganze deutſche Volk Euren und unſeren Geiſt bereits in ſich trüge,— Deutſchland würde unzerſtörbar ſein, Deutſchland würde eine unerhörte Kraft beſitzen, ſelbſt ohne Waffen, einfach durch die⸗ ſen geſtählten inneren Willen. Wir haben nun Grundſätze einer wirklichen inneren Gleichheit verwirklicht, die freilich auf Koſten jener Freiheit geht, von der die anderen reden. Denn wir wiſſen, daß nur die Diſziplin uns das gibt, was ein Volk braucht. Wir haben ferner das Prinzip der Füh⸗ rung übernommen, ein ſchweres Opfer in einer Zeit, in der das ganze Volk dem Irrwahn der Demo⸗ kratie und des Parlamentarismus nachjagte. Wir haben eine Organiſation aufgebaut, in der es nich! einen Diktator gibt, ſondern Zehntauſende. Jeder beſitzt eine Autorität nach unten und eine Verantwortlichkeit nach oben und die letzte Spitze wieder, auch ſie iſt verantwort⸗ lich dem geſamten deutſchen Volk. Wir haben endlich die Gefolgſchaftstreue, den blinden Gehorſam entwickelt, den die anderen alle nicht kennen, jene Kamerabſchaft, die uns alles hat überſtehen laſſen; 14 Jahre lang haben ſie an Uns zu biegen und zu brechen verſucht mit Liſt, Ge⸗ walt und Terror, aber dieſes Inſtrument iſt nicht gebrochen, es iſt ſtandhaft geblieben. Heute ſtrömen Millionen in unſere große Front hinein. Aber ſie müſſen erſtlerne n, was dieſe braune Armee in Jahren geübt hat, was Zehntau⸗ ſende mit ihrem Blut bezahlten und Hunderte mit ihrem Leben. Die Summe der Verfolgungen, die man uns aufgebürdet hat, ſteht in keinem Verhältnis zu unſerer Vergeltung. Die Bewegung hat in Diſzi⸗ plin und Selbſtzähmung immer nur den Blick auf Deutſchland gerichtet, um unſer Volk nicht auf das Niveau ſinken zu laſſen, das die Gegner ſelbſt einſt 1 Eine weitere Tugend, die man uns anerzogen at, iſt dem die Beharrlichkeit. Oft iſt es Euch ſchwer gefallen, immer wieder zu warten, immer wieder ſich zu fügen und nicht han⸗ deln zu dürfen. Manchmal wurde die Frage leben⸗ dig: Wie lange denn noch? Dieſer Beharrlich⸗ keit verdanken wir unſeren Sieg. Dar⸗ aus müſſen wir auch für die Zukunft lernen. Dieſe Tugenden ſind es geweſen, die uns unbeſiegbar ge⸗ macht und damit das deutſche Volk gerettet haben. Ich danke Euch, daß Ihr mir ſo treu geblieben ſeid, denn Euch allein, iſt alles zuzuſchreiben. Wäret ihr damals gegangen, niemals wäre Deutſchland wieder ep EN Mord an einem Hellſeher Erik Hanuſſen wurde aus Rache erſchoſſen— Der Täter noch unbekannt Meldung des Wolff⸗ Büros — Baruth, 9. April. Von Chauſſeearbeitern wurde vorgeſtern in einer kleinen Tannenſchonung an der Landſtraße von Baruth nach Neuhof die Leiche eines gutgekleideten Mannes aufgefunden. An Hand einer Firmenbezeich⸗ nung im Anzug des Toten wurde ermittelt, daß es ſich vermutlich um den unter dem Namen Erik Jau Hanuſſen als Hellſeher tätig geweſenen Ver⸗ lagsbeſitzer Hermann Steinſchneider handelt. Dieſe Vermutung erhielt ihre Beſtätigung da⸗ durch, daß ein früherer Angeſtellter Steinſchneiders im Schauhauſe den Toten mit Sicherheit als ſeinen früheren Chef erkannt hat. Die Leiche Steinſchneiders weiſt mehrere Schuß verletzungen auf, die ihm augenſcheinlich von fremder Hand beigebracht wurden. Die Staatsanwaltſchaft II iſt mit der Auf⸗ klärung betraut und wird dabei von der Berliner Mordkommiſſion unter Leitung des Kriminalkommiſ⸗ ſars Albrecht unterſtützt. Nach den letzten Meldun⸗ gen ſind bei der Leiche die Wertſachen aufge⸗ funden worden, ſo daß eine Raubabſicht des Täters nicht in Frage zu kommen ſcheint. Man vermutet, daß es ſich bei der Tat um einen Racheakt handelt. Der geheimnisvolle Tod des Hellſehers Hau uſ⸗ ſen hat in Berlin außerordentliches Aufſehen er⸗ regt. Hanuſſen war geborener Wiener. Er ſtammte aus kleinen Verhältniſſen und verdiente ſein erſtes Brot als Zirkus clown. Im Krieg war er zu⸗ nächſt Frontſoldat und wurde dann als Wünſchel⸗ rutengänger in Bosnien verwendet. 1917 trat er zum erſten Mal in Wien auf. Dann wurde er bis weit über die Grenzen Oeſterreichs bekannt. Seine Vor⸗ tragsreiſen führten ihn nach Amerika, Aſien und Afrika, Schließlich ließ er ſich in Berlin nieder, wo ex ein ſehr luxuriöſes Leben führte, eine koſtbar aus⸗ geſtattete Wohnung im Tiergartenviertel unterhielt und ſtets über mehrere Autos verfügte. Seine Er⸗ folge ſchufen ihm viele Anhänger, aber auch ſehr gerettet worden. Ihr müßt aber nun auch die uner⸗ ſchütterliche Kampftruppe der nationalen Revolution ſein. 5 Nach vier Jahren werden wir vor die Nation treten und ſie wird uns dann ihr Vertrauen ausdrücken, gewaltiger als je zuvor. Wenn das geſchehen ſoll, dann müſſen die Tugenden ber Vergangenheit auch für die Zukunft er⸗ halten bleiben. Wir ſind die Träger der Macht geworden und ſehen vor uns die zweite große Aufgabe unſerer Bewe⸗ gung: Auch das deutſche Volk zu gewin⸗ nen und in dieſe Macht einzubauen. Wir ſind nun einmal die Generation, die mehr opfern muß als die anderen vor uns. Sie haben hinter uns verſagt und das Schickſal hat uns auserwählt, feſtzu⸗ ſtellen, ob deutſches Volk noch leben ſoll. Wir wiſſen aber auch: Generationen ſind in der Geſchichte ver⸗ geſſen worben, unſere wird niemals aus dem Gedächtnis der deutſchen Nation ver⸗ gehen. Mit dem deutſchen Aufſtieg iſt dieſe Be⸗ wegung mit ihren Symbolen verbunden für ewig. Nehmen Sie die Tugenden der Vergangenheit auch für die Zukunft auf. Wir ſind alles, wenn wir das bleiben, was wir waren. Wenn wir vergeſſen, was wir geweſen ſind, werden wir nicht mehr ſein. Im Namen aller derer, die heute nicht mehr unter uns ſind, erhebe ich die Forderung der Treue. Wir dürfen nicht in den Fehler ver⸗ fallen, dem die Generation vor uns erlag, zu glauben, daß das Opfer, das wir bringen, ſchwerer ſei als das derer, die in unſeren Reihen dieſe Opfer bereits gebracht haben. Denn dann würden wir alle feige werden. Wir würden denken:„Du biſt ſchon zu hoch geſtiegen, du darfſt dich nicht mehr der Gefahr ausſetzen.“ Wir 2 viele Gegner, zumal er mehr und mehr auch in po⸗ litiſchen Angelegenheiten Rat und Auskunft erteilte. Die von ihm herausgegebene Hanuſſen⸗Zeitung, in der er mit Vorliebe über die künftige politiſche Ent⸗ wicklung phantaſierte, brachte ihm viel Geld ein. Bei ſeinem letzten Auftreten in der Scala kam es zum erſten Mal zu ſcharfen Angriffen. Seine Tricks wur⸗ den als Charlatanerie enthüllt. Er mußte das Gaſt⸗ ſpiel vorzeitig abbrechen und erlitt einen Nerven⸗ zuſammenbruch. Seitdem war er ſpurlos verſchwun⸗ den. Man vermutete, daß er ſich in ein Sanatorium zurückgezogen habe, bis der Leichenfund bei Baruth die ſenſationelle Löſung des Rätſels brachte. Hanuſſen iſt in der Wahl ſeiner Mittel von em⸗ pörender Skrupelloſigkeit geweſen. Man wird ſich noch errinnern, daß er ſich bei dem letzten Avusren⸗ nen rühmte, den Todesſturz eines der Fahrer vor⸗ ausgeſagt zu haben. Es iſt durchaus denkbar und wurde ihm damals auch in der Preſſe vorgeworfen, daß dieſe Vorausſage Nervoſität unter den Fahrern erzeugte und ſo indirekt zu dem Unglück beigetragen habe. In vielen Prozeſſen iſt um die Ernſthaftigkeit ſeiner Vorführungen geſtritten worden. Es hat manche gegeben, die blindlings an ſeine hellſeheriſche Begabung glaubten, andere aber, namentlich Aerzte und Pädagogen, die ihn als einen gefährlichen Schäd⸗ ling charakteriſierten. Eines jedenfalls hat Hanuſſen nicht vorausgeſehen: ſein eigenes, ſchreckliches Ende. Todesurteil in der Schweiz Meldung des Wolffbüros — Luzern, 9. April. Das Kriminalgericht verurteilte den 26jährigen Alois Chriſten aus dem Kanton Bern, der am 20. März 1932 den 79 Jahre alten Uhrmacher Anton Kronberg aus Dagmerſellen(Kanton Luzern) in ſeiner Wohnung erſchlagen und um 500 Sfr. beraubt hatte, zum Tobe. ſind nun einmal eine Generation von Män⸗ nern und wollen nicht dieſen Titel in der Geſchichte verlieren. Wir wollen in die Geſchichte der deutſchen Nation einmal einmarſchieren als die Sturmtruppe der nationalen Erhebung. Heute haben wir die Macht erobert dank unſerer Tugenden. Da iſt es unſere höchſte Pflicht, derer zu gedenken, deren Opfer wir dieſe Macht verdanken. Sie leben weiter in uns und ſolange wir ihrer würdig ſind, ſind ſie un⸗ ſterblich. Sie haben aber das Recht, von uns zu ver⸗ langen, daß ſie in unſerem Volke weiter leben. Wir marſchieren mit ihnen hinein in eine große Zukunft. Wir wiſſen, daß das deutſche Volk durch dieſe natio⸗ nale Revolution ſein Lebensrecht wieder angemeldet hat vor dem allmächtigen Schöpfer. Wir wiſſen, daß dieſe Bewegung damit Träger des großen Vermächt⸗ niſſes geworden iſt und wollen uns dieſer gigantiſchen Aufgabe würdig erweiſen. Was 14 Jahre in Ehren gekämpft hat, wird niemals in Unehre untergehen! Das iſt das Gelöbnis, das wir denen ablegen, die für uns geſtorben ſind. Unſere nationalſozialiſtiſche Be⸗ wegung, SA und SS, Sieg Heil!“ „Die verſammelten SA⸗ und SsS⸗Mannſchaften nahmen begeiſtert dieſen Heilruf ihres Führers drei⸗ mal auf und ſangen dann zum Abſchluß des Appells das Horſt⸗Weſſel⸗Lied und das Lied„Volk ans Ge⸗ wehr“. Dann übergab Gruppenführer Ernſt das Kommando den Standarten⸗ und Sturmbannführern und ordnete den Abmarſch der Formationen an, der gegen 8 Uhr begann und bis nach 9 Uhr dauerte. Be⸗ ſonders herzlich begrüßt und bejubelt wurde die SS⸗ Stabswache des Reichskanzlers in ihrer ſchwarzen Uniform und ihren ſchwarzen Stahlhelmen. Prinz Friedrich von Homburg Neueinſtudierung im Nationaltheater Der Prinz von Homburg brach die märkiſchen Geſetze; darum muß er büßen. Denn nicht der Sieg entſcheidet, den er unberufen erfocht, ſondern der Geiſt, der Sieg und Größe Brandenburgs ſchuf und in Jahrhunderten immer neu erwerben ſoll. Nicht auf der Fortune, die des Großen Kurfürſt großer Nachfahr von ſeinen Generals verlangte, will der wahre Sieger von Fehrbellin ſein Reich aufbauen, ſondern auf dem Geſetz. Fortuna iſt ein wankel⸗ mütig Frauenzimmer, das den Gläubigen verläßt. Der Große Kurfürſt aber will ein Geſchlecht von Siegen erzeugen. Aus dieſem Geiſt war Brandenburg emporge⸗ ſtiegen; in dieſem Geiſt erzog des Kurfürſten Enkel ſein kleines Preußen; in dieſem Geiſt ſchlug Fried⸗ rich ſeine Kriege; in dieſem Geiſt ſchmiedete Bis⸗ marck das Reich; in dieſem Geiſt kämpften und ſtar⸗ ben die deutſchen Helden. Aus dieſem Geiſt erſtand das neue Deutſchland... Und darum iſts gut ſo, daß das Schauſpiel des preußiſchſten aber deutſchen Dich⸗ ter heute von der Bühne wieder zu uns ſpricht. . „Mir ziemt es hier, zu handeln, wie ich ſol“. Das iſt das A und O der Kleiſtſchen Dichtung. Aus blinder Träumerei und jugendlichem Taten⸗ drang, aus uferloſen Wünſchen und eigenſüchtigem Verſponnenſein erhebt ſich im Kerker angeſichts des Todes der Prinz zum Helden. Weil er ſich dem Geſetze beugt und ſeinen Ungehorſam mit dem Tode fühnen will. Der Kurfürſt aber, der die Läuterung des Prinzen daraus ſieht, darf nunmehr han⸗ deln, wie er will, darf Gnade walten laſſen, weil dem Geſetz im Herzen des Prinzen Genüge geſchah. Denn nicht die Mißgunſt gegen den Sieger von Fehrbellin ließ ihn den Homburg vor ein Kriegs⸗ gericht ſtellen, wie der Prinz in ſeinem erſten Schmerz ihn anklagte: der Herrſcher ſelbſt unterſteht üls erſter dem Geſetz. Der Prinz errang mit ſeinem Ungehorſam den Sieg; darum iſt Friedrich Wilhelm gern bereit, ihm zu verzeihen, denn er liebt den jungen Helden wie Doch Vaterliebe muß zurück⸗ ſtehen vor dem erhabenen Geſetz des Vaterlandes. Hans Godeck hat es meiſterlich verſtanden, dieſen preußiſchen Geiſt im Kurfürſten zu geſtalten: Dieſe Härte gegen ſich und ſeine Liebſten, dieſe ſelbſtverſtändliche Unterordnung unter das ewige Recht des Staates, dieſes Streben, das nicht blin⸗ den Gehorſam blind fordert, ſondern eben in ſeiner Nächſten Herz die heilige Achtung vor der Staats⸗ ratſam. Denn dieſe Staatsraiſon läßt ihn die An⸗ klage gegen den ſiegestrunkenen Prinzen erheben inn dem Augenblick, da Homburg mit ſeinen Offizie⸗ ren die ſchwediſchen Standarten ihm zu Füßen legt. Wie er die Fahne Guſtav Adolfs grüßt, zeigt er mit wenigen Worten, daß er den Sieg des Prinzen niemals ſchmälern will, und bei dem großen Te⸗ deum läßt er den Prinzen als den Sieger feierlich verkünden. Allein der Menſch in ihm muß ſchwei⸗ gen, wo der Staat ſein Recht fordert. Und daß er ſelber unter dem Geſetze leidet, das zeigt er, der Kurfürſt, in der Szene mit Prinzeſſin Natalie, die um des Prinzen Leben bittet. Da lebte geſtern jener ewige Preußengeiſt auf, dem Godeck ohne große Worte und mit ſorgſam ausgeſparten Geſten ein prächtiger Mittler wurde. * Drei Menſchen, blutvoll und nur Menſch, lehnen ſich gegen dieſe erhabene Verkörperung des Preu⸗ ßentums auf: der Prinz, Natalie und der alte Kottwitz. Natalie aus der reinen Liebe zu der„Un⸗ vernunft, blond und mit blauen Augen.“ Sie will ſich nicht an Staatsratiſon und Kriegsgeſetze kehren; ſie iſt nur Mädchen und erwüchſt im Schmerz um den Geliebten zur Frau. Zur Frau und Mutter, die zutiefſt an der Entheldung ihres Helden leidet, die ſeinen Zuſammenbruch am ſchmerzlichſten er⸗ lebt, und ihn doch liebt, ja ihn noch mehr liebt als zuvor im ſtrahlenden Siegesglück. Dieſes Erwachen zum Weib, dieſes Leid um den geſtürzten Helden, dieſe Angſt um Homburg und ihr Triumph über die Seelengröße des Prietzen, die ſie erfürchtet und doch erhofft, ließ Annemarie Schradieks großes Können packend erſtehen, wenngleich ſie in den erſten Szenen ſich in eine allzuſchwere Herbheit verlor. Uns dünkte dieſe Schwere darum zu betont, weil aus dem Mädchen Natalie erſt eine Frau er⸗ wachſen ſoll, die an dem allzumenſchlichen Lebens⸗ drang des Prinzen ſelbſt geläutert wird. Die neuen Statthalter Meldung des Wolffbüros ——— — Berlin, 9. Apri Das Geſetz über die Gleichſchaltung der Landes und die Ernennung der Statthalter hat natürlich iy Berliner politiſchen Kreiſen zahlreiche Kombinatſo, der Statthalter aus nen über die Perſönlichkeiten gelöſt, die teilweiſe der Wirklichkeit ziemlich nahe kommen dürften. So werden u. a. genannt für Sachſen der SA⸗ Gruppenführer und Reichskom miſſar für Sachſen Manfred v. Killinger, aß Mutſchmang Miniſterpräſident der Gauleiter M. d.., für beide Mecklenburg der Reichstags, abgeordnete Friedrich Hildebrandt, nationgl ſozialiſtiſcher Gauleiter. In Mecklenburg ⸗Schwerſt dürfte die bisherige Regierung bleiben, während in Mecklenburg ⸗Strelitz der deuiſch⸗ nationale Staatsminiſter v. Mithael abberufen wer, den dürfte, nachdem jetzt infolge der Gleichſchal⸗ tung der Landtage die NSDAP die abſolute Mehr, heit in Mecklenburg ⸗Strelitz hat. Man rechnet dam daß die Zuſammenſchlußbeſtrebungen zu ſchen beiden Ländern Für den Freiſtaat Heſſen wird der nattonal⸗ ſozialiſtiſche Gauleiter Jakob Sprenger in Frankfurt a. M. als Statthalter genannt, während die nationalſozialiſtiſche Regierung Werner im Amte bleiben dürfte. Granzow im Ame ernſtere Formen annehmen und gegebenenfalls Miniſterpräſtdent Granzow auch die Regierung von Mecklenburg⸗Strelitz übernim, von ſtre Für Baden nennt man den bisherigen Reichskom miſſar für Baden, den Gauleiter Wagner Mid R, für Bayern den Reichskommiſſar General v. Epy Ueber die Perſönlichkeiten der Miniſterpräſidentez herrſcht wohl für beide Länder noch keine Klarheit. Der Aeberfall auf die Roter Drahtbericht unſeres Berliner Büro Berlin, 9. April. Das Landgericht Liechtenſtein hat die Au, lieferung der an dem Ueberfall auf die Rotters be⸗ teiligten Perſonen bei der öſterreichiſchen Regierum Beobachter meint nun auf Befragen der Preſſechef der öſter, Wäſſerbäck, daß ſeiner Anſicht nach keine Verpflichtung zur Aus, V beantragt. Im„Völkiſchen reichiſchen Geſandtſchaft, Dr. lieferung der Täter beſtehe, insbeſondere wem es ſich um ein politiſches Verbrechen handeln ſolltz Im Liechtenſteiner Fall müßte jedenfalls zunächſ die Frage geprüft werden, welche Motive der 7 zugrunde lägen, und dann erſt könnten Auslieſe rungsverhandlungen vor ſich gehen. Den Tätern könnte übrigens das Ergebnis gleichgültig ſein, da in Liechtenſtein 1858 gelte. In einem telephoniſchen Interview eines Mit arbeiters des„Völkiſchen Beobachters“ mit dem Re⸗ gierungschef von Liechtenſtein, Dr. Hoop, hat dieſer die Ueberzeugung ausgedrückt, daß man es offen⸗ bar mit einem Dummen jungenſtre ich zu tun habe, der einen von den Beteiligten nicht beabſichtigten verhängnisvollen Verlauf genommen habe. Alfred Rotter und ſeine Frau fanden bekannl⸗ lich dabei den Tod. v. Hippel unter ſchwerem Verdacht Meldung des Wolff⸗Bitros — Königsberg, 9. April, Die Ermittlungen des Unterſuchungskommiſſars bei der Oſtpreußiſchen Landſchaft haben ergeben, daß gegen den Generallandſchaftsdirektot von Hippel dringender Meineides, der Bilanzverſchleierung bzw. Fül, 5 2 ſchung in bezug auf die Ladol(Landesverſicherungs⸗ 3 das öſterreichiſche Strafgeſetz von Verdacht dez 5 * n anſtalt der Oſtpreußiſchen Landſchaft) und der Un treue in bezug auf die Banken der Landſchaft beſtehen Gegen den Syndikus der Ladol, Hellmer, beſtehl der dringende Verdacht des Meineides. Zwiſchen ihr und dem Prinzen ſteht der alte Kottwitz. Ein Haudegen voller Saft und Kraft, der micht beſchwert iſt von Meditationen über die ewigen Prinzipien des Staates, der ſeinem Fürſten Treue ſchwor und ihr ſich bedenkenlos opfert, der aber ſeinem Herzen freien Lauf läßt wie ſeinem Pferd die Zügel. Seine Anklage mag dieſem ſeinem un⸗ verdorbenen Sinn die größte Ehre machen; ſie kann des Fürſten Sinn niemals erſchüttern. Ihn ſpielte Hans Finohr blutvoll und mit poltern⸗ der, Geradlinigkeit, mit dem ehrlichen Sinn und ohne jene Bläſſe des Gedankens, von der der Kott⸗ witz fürwahr nicht angekränkelt iſt. Der Träumer Homburg, zügellos in ſeinen Sehnſüchten und ſeinem Wahn, uferlos in ſeiner Siegesfreude und ſeiner Zerknirſchung, hemmungs⸗ los in ſeiner Todesfurcht und ſeinem Lebensdrang, war Fritz Schmiedel. Zu ekſtatiſch vielleicht, zu wenig Prinz und Heerführer, weil letzlich der Priez nicht bloß ein gar zu ſehr verwöhn⸗ ter Liebling der Götter ſein kann. Iſt die Sprache, die ihn Kleiſt ſprechen läßt, für Menſchen unſerer Zeit voll pathetiſcher Romantik, ſo ſollte der Dar⸗ ſteller ſie nicht allzuſtark in Wort und Geſte unter⸗ ſtreichen. Denn ſchließlich wandelt ſich der Prinz zu opferbereitem Verantwortungsbewußtſein, das nicht aus einem Augenblick und einer Regung erſteht. Sonſt wird die Läuterung des Prinzen und ſeine Bereitſchaft zum Tode nicht zu dem überzeugenden Ausdruck wahren Preußengeiſtes. * Der Regiſſeur des Abends, Richard Dorn ⸗ ſeiff, der ſeine Spieler ſonſt ſtraff in der Hand hatte und den Atem der Kleiſtſchen Dichtung vor⸗ trefflich in das Szeniſche übertrug, ſollte darum da und dort dem Künſtler um des Geiſtes Willen, der in dem Werke lebt, ein Mehr von preußtſcher Mäßigung auferlegen. Die Mäßigung und Größe, die die Kurfürſtin Eliſabeth Stielers in ihrem Schmerz um den vermeintlich toten Gatten und in ihrer Freude über ſeine Rettung ſo erſchüt⸗ ternd geſtaltete. Blieben noch zu nennen Er wins Linders gut geſehener Hohenzollern, Willy Birgels Graf Sparren und der Derfflinger Emil Langheinz', die die vielen Anderen an⸗ führten. Sie erfüllten den prächtigen Rahmen, den Eduard Löffler mit ſeinen Bühnenbildern Ausſtellung bolſchewiſtiſcher Gemälbe Die Kommiſſare der Stadt Mannheim ſchuf, mit pulſierendem Leben.— So war zu verſtändlich, daß das Publikum Darſtellern und Regiſſeur mit freudigem Beifall dankte. W. R. Der neue Mannheimer Intendant Wie verlautet, ſteht der Oberregiſſeur des Schau am Württembergiſchen Landestheater in Stuttgart, Friedrich Brandenburg, in eng 5 des Intendanten am ſpiels ſter Wahl für den Poſten Mannheimer Nationaltheater als Nach folger von Herbert Maiſch. Brandenburg, der ſel f 1927 in Stuttgart wirkt, hat bereits mit den ver; antwortlichen Mannheimer Stellen Fühlung genom⸗ men, ſo daß ſeine Ernennung unmittelbar be⸗ vorſtehen dürfte. An Brandenburgs Stelle in Stuttgart tritt wahr⸗ ſcheinlich Oberſpielleiter Kirchhoff. haben in dieſer Angelegenheit an das Badiſche Kul⸗ tusminiſterium in Karlsruhe folgendes Schreiben gerichtet:„In der Kunſthalle iſt eine Ausſtellung von Bildern eröffnet worden, die den Bolſchewis⸗ mus auf dem Gebiete der Kunſt in einzigartiger Weiſe veranſchaulicht. Die Ausſtellung iſt der Mann⸗ heimer Bevölkerung zugänglich gemacht. Wir wür, den es begrüßen, wenn ein Vertreter des Kultus⸗ miniſtertums die Ausſtellung beſichtigen würde.“ es nut . OPölzings Rücktritt. Der kommiſſariſche preu⸗ ö ßiſche Kultusminiſter Ru ſt bewilligte dem Pro- feſſor Pölzig die erbetene Entbindung von dem Amte der kommiſſariſchen Leitung der Vereinigten Staatsſchulen für freie und angewandte Kunst Der Kommiſſar des Reiches ſprach ihm für ſeine bereitwillige Mitarbeit in ſchweren Tagen Dank und Anerkennung aus. Mit der kommiſſariſchen Leitung der Vereinigten Staatsſchulen wurde der an de 1 wirkende Profeſſor Max Kutſchmann be⸗ raut.. g Fo! Ku Montag, 10. April 1938 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe 5 3. Seite/ Nummer 168 r 2 5 5 Vor der Enthüllung des Benz-Denkmals April 5 1. Ander l e fadtseite Reichskanzler Adolf Hitler hat enoͤgültig abgeſagt rlich n Die Staditseife f binatio,— N 8 i Im Palaſthotel fand geſtern mittag eine vor den Rhein⸗Neckarhallen wieder eintreffen wird. er aus Preſſebeſprechu ng ſtatt, an der eine Anzahl Da ſich unter den Lenkern der Fahrzeuge, die an ch naht Sommerlicher Sonntag hieſiger und auswärtiger Preſſevertreter teilnahm. dem Korſo teilnehmen, Mitarbeiter von Dr. Carl nt für a f Senator Vogel, der die Erſchienenen begrüßte. Benz befinden, aber auch zahlreiche Perſönlichkei⸗ chskom, Nach einem Samstag des Mißvergnügens, der verbreitete ſich zunächſt über den Ablauf der Denk⸗ ten, die in der Welt des Autos eine Rolle ſpielen, e r, alz tribe und regneriſch war und wenig dazu beitrug, mal⸗Enthüllungsfeier, die, wie mitge⸗ wird gewartet, bis dieſe Feſtteilnehmer am Denk⸗ mann die Stimmung angukurbeln, beſcherte uns am Palm⸗ teilt, am Oſterſonntag ſtattfindet. Die Teilnahme mal eintreffen. Um 12,30 Uhr beginnt der Feſt⸗ Hstagz. ſonntag der Wettergott ein Wetter, das ſich wie ein an der Feier iſt ſo groß, daß die Einteilung des akt. Die erſte Rede wird von dem Vertreter der tional, Vorſchuß auf kommende ſommerliche Tage ausnahm. zur Verfügung ſtehenden Raumes nicht geringen Reichsregierung gehalten. Ferner ſprechen der chwerin In einem faſt wolkenloſen Himmel hing die Sonne Schwierigkeiten begegnete. Der Platz zwiſchen dem Sportpräſident des Allgemeinen Deutſchen Auto⸗ n Amt und feuerte 8 Wärmeenergien gegen die Erde Denkmal und der Straße um den Friedrichsplatz mobil⸗Clubs, Ewald Kroth, der Präſident des deutſch⸗ ab. Ueber den Dächern der Großſtadt flimmerte iſt für die Vertreter der Regierung und der ſonſti⸗ Reichs verbandes der Automobil⸗Induſtrie, Geheim⸗ en wer, eine Hitze die man im Monat April eigentlich gr gen Behörden beſtimmt. Die übrigen Ehrengäſte rat Dr. Allmers, der Präſident des Allgemei⸗ ichſchal, nicht gewöhnt iſt. Das e in ſämtlichen ſtellen ſich zu beiden Seiten der Auguſta⸗Anlage auf. nen Deutſchen Schnauferl⸗Clubs, Senator Willy Mehr- metern kletterte und die Barometer lachten Für die Damen wird eine Tribüne errichtet. Für Vogel, und der Präſident des Automobilclubs damit Ir luſtigſtes Lachen. Was Wunder wenn es niemand die Preſſe ſind hundert Plätze auf den Balkonen von Deutſchland, Adolf Friedrich Herzog von Meck⸗ en zwi mehr zu Hauſe in ſeinen bier Wänden btelt! Gang der beiden Eckhäuſer am Eingang zur Auguſta⸗An⸗ lenburg. Nach ber Enthüllung des Denkmals be⸗ nehmen Mannheim ſchten auf den Beinen. Die bunten Früh- lage reſerviert. Für das allgemeine Publikum geben ſich die Ehrengäſte(etwa 250 Herren) zu w auß Angstoiletten der Damen, das heuer modiſche Korn⸗ ſtehen die Straße um den Friedrichsplatz zur Ver⸗ einem Empfang durch die Stadtverwal⸗ nimmt. blau und das lichte Meergrün, beherrſchten das Bild fügung. Da überall Lautſprecher aufgeſtellt tung ins Schloß tion. von Straßen und Anlagen und wetteiferten in ihrer werden, iſt es auch denen, die der Enthüllung nicht Ob baudi 8 5 er n rahlenden Farbigkeit mit den üppigen Blüten der direkt beiwohnen können, wenigſtens möglich, den. Oberbau irektor Zigler gab alsdann noch öährend⸗ Forſythien und Magnolien, die allenthalben aus den Reden zu folgen, die gehalten werden Reichskanz⸗ einige Erläuterungen über die Plazier ung n Ame Knospen berausſchießen. Jetzt iſt es wahrhaft Früh⸗ ler Adolf Hitler hat wegen Ueberarbeitung lei⸗ der Ein geladenen und der Zuſchauer⸗ Ung am Waſſerturm, im Luiſenpark und im Walbd⸗. Abſtand nehmen peaen an 527 Ent⸗ mafſen, durch die man den Eindruck gewann, daß park geworden. Jetzt iſt die Natur erwacht und in hüllungsfeier teil 6„. ch aufgrund langjähriger Erfahrungen die richtigen den junkelnden Kaskaden ſpringt die Blütenpracht von bülunasfeier teilnehmen. Sein Vertreter iſt noch Vorkehrungen getroffen ſind. Der Rundfunk 1 2 5 nicht entgültig beſtimmt. Man darf aber damit 5 70 1 e M. d. R. ben Bäumen und Sträuchern 25 f 98575 ſtellt ſich ebenfalls in umfangreichſter Weiſe in den . 22 5 rechnen, daß an ſeiner Stelle Verkehrsminiſter Elz Dienſt der Sache Mühlacker gibt nicht nur den iden Auch die Herren der Schöpfung haben es geſtern von Rübenach, der durch ſeine frühere Tätig⸗ Feſtakt am Oſterſonnta durch en denn Eberkragt rbeit dem bolden Geſchlecht gleichgetan und eine modtſche keit als Präſtdent der Reichsbahndirektion Karls⸗ Heran un nsrmankag dare dune 1 den Frühling Die auch von 4,30—5 Uhr ein Zwiegeſpräch von Auto⸗ er tro Ipril. e Anz ers be⸗ derum chter öſter ſeinet Aus wen e ſollte unächſ 1slieſe Tätern ein, da tz von Mit m Re⸗ dieſer offen⸗ de t ch t nicht ommen kannt acht pril. niſſarz n, daß Etor; deß . Fäl⸗ Umſchaltung auf vollzogen. ſchweren Wintermäntel wurden endgültig in den Schrank verbannt. Die hellgrauen Anzüge und die leichten Uebergangsmäntel erlebten fröhliche Urſtänd. Auf allen Tennisplätzen herrſchte reges Leben. Auf den Rennbahnwieſen oblagen die Mannheimer Golfſpteler dem Sport mit Stock und Kugel. Auch Me Ruderer, die Kanufahrer, die Segler, kurz alle Waſſerſportbegeiſterten erſchtenen auf dem Plan, brachten ihre Boote zu Waſſer und durch⸗ furchten die Wellen des Rheines und des Neckars.— Die Züge der OEG und der Rhein⸗Haardt⸗ Bahn waren ziemlich ſtark beſetzt. Wie uns bahn⸗ amtlich mitgeteilt wurde, bewegte ſich der Ausflugs⸗ verkehr auf der Hauptbahn allerdings nur in mäßigen Grenzen. Der Drang ins Freie, in die Natur war über⸗ mächtig. Die Flucht aus der Enge der Häuſer, aus iſt, hatte in Mannheim auf der ganzen Linie eingeſetzt. Allerdings begrenzt ein ſchmaler Geldbeutel be⸗ krüblicherweiſe immer die Ausdehnung der ſonntäg⸗ lichen Exkurſionen. Hoffen wir, daß der launiſche Geſell April nicht wieder Wetterrückſchläge bringt und auf vorſommer⸗ liche Pracht keine Tage folgen, die von kühlen, un⸗ angenehmen Regenſchauern erfüllt ſind. 15 er l denen noch immer der Winter nicht völlig vertrieben Anorönungen der Kommiſſare Das Städtiſche Nachrichtenamt teilt mit: Beurlaubung füdiſcher Lehrkräfte an der zandelshochſchule Auf Grund der Verfügung des Reichskommtiſſars Robert Wagner für das Land Baden werden alle Juden an der Handelshochſchule Mann⸗ heim mit ſofortiger Wirkung beurlaubt, um Ein⸗ zelakttonen gegen Juden und damit verbundene er⸗ hebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung zu verhüten. Jegliche Tätigkeit in den Dienſträumen, insbeſondere die Mitwirkung an Prüfungen iſt unterſagt: 1. dem ordentlichen Profeſſor Dr. Otto Selz rung,„ nſtitut für Pſychologie und Pädagogik), ir Un stehen, f beſteht 8 nur n und V. R. nt Schau⸗ r in 1 eng t am Nach er ſell t ver⸗ enom⸗ ar be⸗ ö N 4 wahr⸗ 2. dem ordentlichen Honorarprofeſſor Dr. Sig⸗ mund Strauß, Rechtsanwalt, 8. Frau Dr. Käthe Bauer⸗ Mengelberg, 4. dem Privatdozenten und Aſſiſtenten Dr. Paul Eppſtein, 5. dem Privatdozenten und Aſſtſtenten Kurt Sig⸗ mar Gutkind, 6. dem nebenamtlichen Profeſſor Dr. Arthur 1 Syndikus der Handelskammer Mann⸗ m, 7. dem nebenamtlichen Profeſſor Dr. Joſef Ko⸗ burger, Direktor der Atlas⸗Verſtcherungsbanken Ludwigshafen, 8. dem Dr. Ludwig Mann, Nervenarzt in Mannheim. 9. dem nebenamtlichen Profeſſor Dr. Moſes, prakt. Arzt. Jultus * Zuſammenſetzung des Sondergerichtes in Mannheim. Der Vorſtand des kürzlich gebildeten Sondergerichts ſetzt ſich aus folgenden Perſönlichkei⸗ ten zuſammen: Vorſitzender Landgerichtsdirektor Dr. Beiſitzer Landgerichtsrat Arnold banemann, Nund Amtsgerichtsrat Winter. Stellvertreter ſind: Landgerichts⸗Direktor Mickel, Landgerichtsrat Schör lin und Amtsgerichtsrat Trunk. * Beſuchszeiten der ſtädtiſchen Krankenanſtalten. gen der Beſuchszeit im ſtädtiſchen Krankenhaus, Spital für Lungenkranke und Mütter⸗ und Säug⸗ Uüngsheim in der Knarwoche und an Oſtern ver⸗ 9 85 wir auf die Veröffentlichung im Anzeigen ⸗ eil. Der Waſſerrohrbruch behoben. Der Waſſerrohr⸗ bruch am rechtsſeitigen Brückenkopf der Adolf Hitler⸗ brſicke, durch den der Verkehr etwas eingeengt wurde, iſt ziemlich raſch behoben worden, da es gelang, die Bruchſtelle abzudichten, ohne das Rohr auswechſeln zu müſſen. Bereits am Samstag konnte die Bau⸗ grube eingeebnet und nach Wiederherſtellung der Pflaſterung der ordnungsmäßige Straßenbahn⸗ betrieb— die Linie 4 wurde in Richtung Feuden⸗ heim über die Friedrichsbrücke umgeleitet— wieder aufgenommen werden. * Schaukaſten⸗Einbrecher auf friſcher Tat ertappt. In der Kunſtſtraße ſind des öfteren Schaukäſten er⸗ brochen und ausgeraubt worden. In der Nacht zum 8 April iſt es dem Wäckter Nr. 17 der Wach⸗ und N Schließgeſellſchaft Mannheim gelungen, zwei Scha u⸗ kaſtendiebe bei der Tat zu überraſchen. Es war 1 einen durch die Polizei feſtnehmen zu ruhe in Baden kein Unbekannter iſt, die Reichsregie⸗ rung vertreten wird. Einzelheiten der Enthüllungsfeier Punkt 11 Uhr ſetzt ſich der Auto mobilkorſo an den Rhein⸗Neckarhallen in Bewegung. Man nimmt an, daß der Korſo zwiſchen 11,15 und 11,20 Uhr den Denkmalplatz paſſieren und um 12,10 Uhr Ladenburg rüſtet Ruhig und gleichmäßig, mit melodiſchem Summen gleitet unſer Wagen über die Straße, auf der in den 8ber Jahren des vorigen Jahrhunderts„Papa Benz“ ſo oft ſeine knatternde, fauchende und puf⸗ fende„Benzine“ gen Ladenburg ſteuerte. Da⸗ mals überwand Benz die Entfernung Mannheim Ladenburg mit rund 16—20 Stundenkilometern, wäh⸗ rend wir heute die Strecke mit 70 Stundenkilometern abrollen. Heute wie damals grüßt das Dreigeſtirn der Türme der uralten St. Galluskirche und der evan⸗ geliſchen Kirche zu uns herüber, während wir die fruchtbare, im Blütenkranz des Frühlings pran⸗ gende Ebene durchfahren. Heute wie damals unter⸗ brechen die ſtummen Zeugen einer großen Geſchichte der älteſten Stadt Südweſtdeutſchlands, der Hexen⸗ und Martinsturm die im Sonnenglaſt liegende Sil⸗ houette Ladenburgs. Und doch iſt ſo vieles anders geworden. Was hat dieſe liebliche alte Stadt am Neckarſtrande in ihrer zweitauſendjährigen Geſchichte nicht alles ſchon erlebt! Und heute ſteht ſie mit Mannheim wiederum einmal im Mittelpunkt des Intereſſes der Weltöffentlichkeit. Wir fahren nach Ladenburg, dem langjährigen Ruheſitz und Begräbnisort des Erfinders des Auto⸗ mobils, des unermüdlichen Vorkämpfers des bedeu⸗ tendſten modernen Verkehrsmittels, um zu hören, was das altehrwürdige Ladenburg für das Oſtern des Ruhms und Dankes ſeines bisher ein⸗ zigen Ehrenbürgers für die Weltehrung von Dr. Carl Benz geplant hat. Denn wenn an Oſtern die Hüllen von dem Denkmal in der Auguſta⸗An⸗ lage in Manuheim fallen, wenn Abertauſende von Automobiliſten dem Verdienſte von Carl Benz ein ſteinernes Mal weihen, dann darf und wird der Ort, der ſeit 1902 dem genialen Manne Bürgerrechte gewährte, nicht zurückſtehen. Ladenburg und Mannheim gehbdren wirtſchaftlich ſchon lange zueinander. Beide haben in den letzten Jahren gleichermaßen unter dem trau⸗ rigen Schickſal der Wirtſchaftskriſe zu leiden gehabt. Beide ſind ſie auch durch Benz gemeinſam verbunden und darum werden beide an der Feier zu Ehren von Benz in gleicher Weiſe teil haben. Ehe unſer Wagen in die alterttmlichen Winkel und Gaſſen mit ihren Patrizierhäufern unnd Fach⸗ werkbauten einbiegt, durchfahren wir ein Gerſbſt, an dem fleißige Hände beſchäftigt ſind, eine Ehrenpforte herzurichten für die auko⸗ mobiliſtſchen Wallfahrer, die am Karfreitag nach Ladenburg kommen werden. Der Opferſinn der Bürgerſchaft ermög⸗ lichte es, dieſes Ehrenmal für die Stadt koſtenlos herzuſtellen, wie auch ſonſt der Heimatſinn der Bür⸗ ger Ladenburgs in der letzten Zeit vieles zur Ver⸗ ſchönerung und Ausgeſtaltung des Stadtbildes bei⸗ getragen hat, wozu die Stadt ſelbſt infolge ihrer prekären Lage nicht imſtande geweſen wäre. Eine Stadt von etwas über 5000 Einwohnern mit einer Wohlfahrtslaſt von rund 250 000„ im Jahre 1932 und einem Defizit von über 150 000/ hat nichts übrig, was man für äußeres Gepränge verwenden könnte. Umſo höher iſt es zu veranſchlagen, wenn der Bürgerſinn der Ladenburger es der Stadt er⸗ möglicht hat, der Ladenburger Benz⸗Ehrung einen würdigen Rahmen zu geben. Die Ladenburger Feier bildet, abgeſehen von der Eröffnung der Automobil⸗Ausſtellung in den Mannheimer Rhein⸗Neckar⸗Hallen, den eigentlichen Auftakt für die Ehrung des Automobil⸗Pioniers. Am Freitag vormittag wird, vier Jahre nach dem Tode von Carl Benz, im Rahmen der durch die Karwoche gezogenen Grenzen an ſeinem Wohnhaus die von der Automobilinduſtrie und den Automobil⸗ Clubs geſtiftete Gedenktafel feierlich eingeweiht und im Anſchluß daran von den Vertretern der Automobilinduſtrie und der verſchiedenen Verbände am blumengeſchmückten Grab Kränze nie⸗ dergelegt werden. Eine Feier der Liebe und Verehrung für den Mann, der eine neue Aera des Verkehrs ſchuf— ſie wird vom Rundfunk auf Wachsplatten aufgenommen und am Karſamstag allen Rundfunkhörern zu Gehör kommen— der noch deshalb eine beſondere Bedeu⸗ fahrern und Karl Köſtlin unter dem Motto„Hier ſpricht Menſch und Motor“. Am Samstag geht von 19—20 Uhr eine Reportage von Köſtlin über das Thema„Vom Dampfwagen zur Motordroſchke“ vor⸗ aus. Gleichzeitig wird am Samstag von 16.30 bis 17 Uhr die Enthüllung der Benz⸗Gedenktafel in Ladenburg durch Wachsplatten wiedergegeben. Sch. zur Venz-Ehrung tung beikommt, als die Stadt Ladenburg zwei wei⸗ tere Ehrenbürger⸗Urkunden zu verleihen gedenkt. Man hatte gehofft, daß Reichskanzler Hitler bei der Benz⸗Ehrung perſönlich anweſend ſein werde und gibt die Hoffnung auch heute noch nicht auf, um ihm ſeinen Ehrenbürgerbrief, der überaus geſchmackvoll ausgeſtattet und mit dem alten Stadtſiegel, das 1678 noch im Gebrauch war, verſehen iſt, überreichen zu können. Der Träger des dritten Ehrenbürgerbriefs, der zur Verleihung kommen ſoll, wird erſt bei der Feier ſebbſt bekanntgegeben werden. Den Abſchluß der Feier, die für Ladenburg eine beſonders glückliche Verknüpfung zwiſchen dem Ver⸗ gangenen und der Moderne darſtellen wird, bildet eine Fahrt ſämtlicher anweſender Kraftfahrzeuge durch die Stadt. So wird der Karfreitag für Laden⸗ burg ein Tag beſonderer Weihe werden und in dem Blatte der Geſchichte dieſer keltiſch⸗römiſchen Siedlung mit an erſter Stelle ſtehen. K. E. Aureschutfeft ec 6s Deutſchtum in Südweſtafrika Die Abteilung Ludwigshafen⸗Mann⸗ heim der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft hielt am Freitag im Kaſinoſaal des Ratskellers in Ludwigshafen einen Vortragsabend ab, für den ſich der Raum nahezu als zu klein erwies. Oberbürgermeiſter Dr. Ecarius, der 1. Vorſitzende der Abteilung, gab ſeiner Freude ütber den ſtarken Beſuch Ausdruck, um dann die Frage, wie die Ausſichten für die Rückgliederung unſerer Kolonien ſind, als günſtiger denn je zu be⸗ zeichnen, denn die jetzige Regierung werde ſich mit aller Energie und ſicher nicht ohne Erfolg dieſer Lebensfrage des deutſchen Volkes annehmen. Dr. Fritz Brenner, langjähriger Vorſitzender des Deutſchen Schulver⸗ eins in Windhuk und des Landesverbandes des Deutſchen Schulvereins in Südweſtafrika, der nun⸗ mehr zu ſeinem Lichtbildervortrag über das Thema „Der Kampf um das Deutſchtum in Süd⸗ weſtafrika“ das Wort ergriff, wandte ſich ein⸗ leitend gegen die koloniale Kriegslüge. Das vor⸗ geführte Kartenmaterial gab alsdann einen genauen Ueberblick über den Kampf, der ſich um Südpweſt⸗ afrika abgeſpielt hat, das doppelt ſo groß wie Deutſchland iſt. Intereſſante Lichtbilder führten dann von Swakopmund ins Innere. Ueberall trifft man auf deutſche Spuren. Die induſtrielle Entwick⸗ lung iſt, wie die letzten Bilder zeigten, nach dem Kriege immer mehr zurückgegangen. Zum Schluß wies der Vortragende auf die uralten Annexions⸗ beſtrebungen der Südafrikaniſchen Union hin, für die der Ausſpruch des Generals Smuts kennzeich⸗ nend iſt, daß Mandat Annexion bedeutet. Das im Lande verbliebene Deutſchtum, das ſich in zähem Kampfe zu behaupten ſucht, ſetzt die größten Hoff⸗ nungen auf ein energiſches Vorgehen der jetzigen Reichsregierung. Dem Redͤner wurde für ſeine intereſſanten Aus⸗ führungen der wohlverdiente ſtarke Beifall zuteil. Alsdann ſchloß Oberbürgermeiſter Dr. Ecartus mit dankenden und werbenden Worten, die ſich warm für die Unterſtützung des deutſchen Kolonialgedan⸗ kens einſetzten, den überaus lehrreichen und ein⸗ drucksvollen Abend. * Beinbruch beim Fußballſpiel. Am Samstag nachmittag ſtürzte ein 38 Jahre alter Kauf mann aus der Erlenſtraße auf dem ehemaligen Exerzier⸗ platz beim Fußballſpiel ſo unglücklich, daß er einen Bruch des rechten Unterſchenkels erlitt. Der Verunglückte wurde ins ſtädtiſche Krankenhaus verbracht. * Oſterpaketverkehr. Die Poſt bittet, zur Vermei⸗ dung von Anhäufungen und Verzögerungen vor Oſtern Pakete, Poſtgut und Päckchen möglichſt früh⸗ zeitig aufzuliefern, ſie gut zu verpacken, die Auf⸗ ſchrift haltbar anzubringen und den Beſtimmungs⸗ ort beſonders groß und kräftig niederzuſchreiben. Auf Paket, Poſtgut und Päckchen muß die vollſtän⸗ dige Anſchrift des Abſenders angegeben und in Pa⸗ kete und Poſtgut ein Doppel der Aufſchrift gelegt werden. In den Päckchen ſind Hohlräume mit Holz⸗ wolle uſw. auszufüllen, damit die Sendungen bei der Beförderung in Säcken und beim Stapeln nicht eingedrückt werden. Sie müſſen deutlich als„Brief⸗ päckchen“ oder„Päckchen“ gekennzeichnet ſein. Sehen ie die Batferie lhres Wagens allmonatſlich nachl Praten Sie den Suretancb umd orgäuren Ne durch destüftlertes Watsar, was vor- Sunstef let. Laure wird nur uachgefülft, Wonn ile vorsshenfüch vorrchüttet wurde. Alte Polldlemmon und Anschltee mne mit daduren 4 Lichtmaschine zchädlgen. wird dle Blldung von Sulfat und von el zämtlichen 80 5SCH-Anlagen muß der inuispol der Batterle an Masse angeichlos- en werden. Verwechtlungen könnten dle Hat dle alte Be Horle Jahre lang ihren Dlenst getan, 30 ersege man le durck elne min- esteng glelchgroßze nous BOSCH-Batterle. u kleln bomestone Batterien worden uber- donztrengt uncl haben keln langes Loben. Wor wirtschaftlich donkf, wählt die gute SOSCH.- Batterie in richtiger Orttze. Mit BOSCH gerũstet gut die Fahrt! R O8 BAT 80s A.. rait 4. Seite/ Nummer 168 Nene Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗ Ausgabe 1 Montag, 10. April 1933 —— Kundgebung der NSBO In allen Stadtteilen und in den Vororten ſam⸗ lten ſich am Samstag nachmittag die Mitglieder nationalſozialiſtiſchen Betriebs gdellen⸗Organiſation, um nach dem Meßplatz marſchteren, als Ausgangspunkt für die Kundgebung beſtimmt worden war. Die D und den Oberſtleutnant Demoll n Gihr, Seitz und Voßberg an der der zei Hauptle Spitze hatte den Meßplatz vollſtändig abgeſperrt, ſo daß ber Aufmarſch konnte. Mehr als 3000 Männer jeden Alters, viele von ihnen in ihren blauen Arbeits⸗ anzügen, ſetzten ſich unter Vorantritt der Ss⸗ Kapelle kurz nach 5,15 Uhr in Bewegung, um durch die Langſtraße über die Hindenburgbrücke, durch den Jungbuſch, am Marktplatz die Breiteſtraße über⸗ guerend nach dem Friedrichsplatz zu marſchieren. Die SA⸗Standarten⸗Kapelle und drei weitere Muſikzüge beteiligten ſich ebenſo wie die SA und SS an dieſer Kundgebunk rung beſonde l. Die NS des Städt. Fuhr⸗ Hofes, des Gaswerkes Luzenberg, des Theaters, des Großkraftwerkes Rheinau, der Iſolation, der Daim⸗ ler⸗Benz AG. und der Reichsbahn zeigten ihre Zu⸗ gehbrigkeit zu den einzelnen Betrieben durch Plakate an, während die uniformtragenden Poſtler, die Straßenbahner, die Feuerwehrleute uſw. ohne Hinweiſe zu erkennen waren. Vorbeimarſch vor dem Roſengarten Am Friedrichsplatz vor dem Roſengarten erfolgte der Vorübermarſch an den Führern. Während die SA und SS weitermarſchterte, nahmen die Mit⸗ glieder der NSBO. Aufſtellung, um eine durch den Telefunken⸗Großlautſprecherwagen verbreitete An⸗ ſprache des Gaubetriebszellenleiters Dr. R. Roth entgegenzunehmen. Dr. Roth begrüßte die Arbeiter, die ſich in die Reihen Adolf Hitlers geſtellt haben und die mithelfen wollen, eine Herrſchaft der Arbeit aufzurichten. Unerbittlicher Kampf iſt denen ange⸗ ſagt, die das deutſche Volk unterdrücken und unter⸗ jochen wollen. Das deutſche Volk kann aber nur dann gerettet werden, wenn dem Arbeiterſtand geholfen wird. Wir alle müſſen mitarbeiten und müſſen ringen, damit wir nach vier Jahren einen wirklichen Frieden haben. Es darf nicht mehr hei⸗ ßen:„Dort, wo es mir gut geht, iſt mein Vater⸗ land“, ſondern das Wort muß wahr werden:„Dort, wo mein Vaterland iſt, geht es mir gut!“ Aus den Reihen der Arbeiter iſt der deutſche Führer Adolf Hitler hervorgegangen, der Führer, der Arbeit, Frei⸗ heit und Brot ſchaffen wird. Nach dem auf das deutſche Volk und auf den Führer ausgebrachten dreifachen„Sieg⸗Heil“ wurde das Horſt⸗Weſſel⸗Lied geſungen. In Vertretung des Sturmbannführers Schönwitz ſprach dann noch ſein Adjutant Finkbeiner, der verſicherte, daß man jetzt der Uneinigkeit ein Ende bereiten werde, um das deutſche Volk wieder zur Höhe zu führen. Sein auf den deutſchen Retter aus⸗ gebrachtes Sieg⸗Heil klang mit dem Deutſchlandlied aus, das auch zugleich den Schluß der Kundgebung bildete. Die Menſchenmaſſen hielten aber noch weiter aus, denn durch den Großlautſprecherwagen vermittelte man die große Kundgebung im Berliner Sportpalaſt, bei der Reichskanzler Hitler zu den SA⸗Formationen ſprach. Marſch der nationalſozialiſtiſchen Formationen Die nationalſozialiſtiſchen Wehrformationen, die am Sonntag vormittag auf dem Exerzierplatze eine Uebung abgehalten hatten, marſchierten gemeinſam um die Mittagsſtunde durch die Straßen der öſt⸗ lichen Neckarſtadt nach der Innenſtadt, wo die Auf⸗ löfung erfolgte. Die Marſchkolonnen, die von den SA und SS⸗Kapellen und von den Spielmanns⸗ zügen begleitet wurden, erregten allgemeine Auf⸗ merkſamkeit. E 2 heit zu einer kleine Zuftſchutzlehrgang in? Abſchluß der theoretiſchen Der Luft⸗ und Gasſchutzlehrgang in der Haupt⸗ feuerwache nahm auch am zweiten Tag ſeinen pro⸗ grammgem n Verlauf. Sehr eingehend wurde in mehreren Referaten über Schlauchgeräte, Sammel⸗ und Körperſchutz geſprr„wobei jeweils Gelegen⸗ iskuſſion gegeben war. Die Schilderung eines Werkluftſchutzes im Werk Oranienburg der Auer⸗Geſellſchaft vermittelte den Teilnehmern manche Anregungen. Im Rahmen der Vormittagsvorträge ſpach dann noch der Mannhei⸗ mer Branddirektor Mikus über „Die Brandgefahr bei Luftangriffen und ihre Bekämpfung“, Der Redner gab eine kurze Ueberſicht über die Ent⸗ wicklung der Brandbomben und Brandgeſchoſſe, die bereits zur Zeit der p teſiſchen Kr Anwen- dung fanden. Die erſte e der modernen Brand⸗ bomben iſt gefüllt weißem oder gelbem Phos- phor, der ſich von ſel an der Luft entzündet, und mit Schwefelkohlenſtofflöſung. Beim Aufſchlagen iſt die Flammenwirkung ſehr groß. Werden Lebeweſen in Mitleidenſchaft gezogen, dann entſtehen ſchwer heilende Brandwunden. Noch gefährlicher ſind die Thermitbomben, die im Weltkriege mit Ausnahme von Rußland und Frankreich die Phosphorbomben bevorzugten, von allen kriegführenden Ländern ver⸗ wendet wurden. Sie ſind nicht mit Waſſer löſchbar, denn bei Hinzutritt von Waſſer entf Knallgas. Ein aus neun Maſchinen beſtehen Geſchwader mittlerer Flugzeuge kann ſo viel Brandbomben in wenigen Augenblicken abwerfen, daß ſelbſt unter Be⸗ rückſichtigung, daß nur die Hälfte der Bomben trifft, 1500 bis 2000 Brandherde entſtehen. Sehr wichtig iſt daher der Feuerſchutz. Umbauten der Dachgeſchoſſe in alten Häuſern wür⸗ den zu teuer kommen. Doch muß die Feuerſiche⸗ rung bei Neubauten ſofort berückſichtigt werden. Die annheit und praktiſchen Arbeiten Böden der alten Häuſer müſſen unter allen Um⸗ ſtänden von altem Gerümpel geſäubert werden, wäh⸗ rend die Holzteile zu imprägnieren ſind. Die Bil⸗ dung von Hausfeuerwehren iſt überall anzu⸗ ſtreben, da bei der Vielheit von Brandherden im Falle eines Brandbombenabwurfs die allgemeine Feuerwehr nicht überall gleichzeitig ſein kann. Trockener Sand, Eimer und Schaufeln ſind zunächſt die wichtigſten Gerätſchaften einer ſolchen Hausfeuer⸗ wehr. Eine Reihe von Lichtbildern ergänzte die Ausführungen des Redners. Am Nachmittag fand eine ſehr anregende Aus⸗ ſprache der Lehrgangteilnehmer ſtatt. U. a. ergriff der Vertreter des Deutſchen Luftſchutz⸗Verbandes, Ortsgruppe Mannheim, Dipl.⸗Ing. Dr. Schroe⸗ der das Wort, der ſ. Zt. die Anregung zur Veran⸗ ſtaltung des Gasſchutzlehrganges gegeben hatte. Er dankte der Gasſchutz⸗Schule Oranienburg der Auer⸗ Geſellſchaft dafür, daß ſie in ſo ausgezeichneter Weiſe dieſer Anregung entſprach. Die nächſte Veranſtal⸗ tung des Deutſchen Luftſchutz⸗Verbandes werde die Luftſchutz⸗Ausſtellung in den Rhein⸗Neckar⸗ Hallen in Mannheim vom 29. April bis 7. Mai ſein. Nach Beendigung des theoretiſchen Teiles und nachdem man zwiſchen den Referaten verteilt auch noch einige kleine Filme geſehen hatte. ſiedelte man zur praktiſchen Arbeit in den Hof der Feuerwache über. wurde den Teilnehmern gezeigt, in welcher e die Ausbildung der zum Gasſchutz beſtimmten tte erfolgt und wie die Gasſchutzgeräte richtig be⸗ handelt werden. Um das Wiſſen möglichſt zu ver⸗ tiefen und die wichtigſten Grundlagen zu geben, nahm man unter Gasmasken verſchiedene Uebungen vor. Verſchiedene weitere techniſche Winke und Vor⸗ führungen ergänzten den in voller Harmonie ver⸗ laufenen wertvollen Lehrgang. Ne We Ver Le eee 8 Roxy:„Marſchall Vorwärts“ Napoleon hat dem Feldmarſchall Blücher den tapferſten General der preußiſchen Armee genannt, die 1806 bei Jena und Auerſtädt vernichtend geſchlagen wurde. Das Volk gab dem Nationalhelden den Ehrennamen Marſchall Vor⸗ wärts. Deshalb paßt das gegenwärtig im Roxy vorgeführte Filmwerk ſo recht in unſere Zeit. Immer vorwärts, nie⸗ mals rückwärts! iſt auch die Parole der Millionen, die ſich hinter die nationale Regierung geſtellt haben. Preußens Unglück und Preußens Erhebung zieht an uns von 1806 bis 1813 vorüber. Wir ſehen, wie Blücher in Lübeck dem dreifach überlegenen Feinde den letzten verzweifelten Widerſtand leiſtet, während andere preußiſche Feſtungen ohne Schwertſtreich übergeben werden. Als Blücher kapt⸗ tultert, erklärt er ausdrücklich, daß er ſich mit ſeinen tapfe⸗ ren Truppen übergebe, weil er kein Brot und keine Mu⸗ nition mehr hat. Mit dem Schickſal hadernd, verbringt Blſtcher, der gegen einen franzöſiſchen General ausgetauſcht wird, im Kreiſe der Familie nach dem Schmachfrieden vor Tilſit die Jahre der Untätigkeit. Aber als die Nachricht eintrifft, daß Moskau brennt, wird der 71jährige wieder zum Jüngling. Wer weiß, wie es gekommen wäre, wenn Preußen nicht ſeinen Blücher gehabt hätte, denn ſelbſt bei Leipzig neigt ſich das Schlachtenglück dem Feldherrngenie Napoleons zu. Der Korſe ſchickt ſchon einen Offizier aufs Leipziger Rathaus mit dem Befehl, Viktoria läuten zu laſſen. Aber da greift Blücher, der bei Möckern die Hälfte ſeiner Truppen verloren hat, entſcheidend ein. Die Preu⸗ ßen kommen! Wie bei Waterloo war dieſe Kunde entſchet⸗ dend für den Sieg. Und ſo wirkt denn auch die Szene be⸗ ſonders ergreifend, die den Einzug Blüchers in Leipzig darſtellt. Paul Wegener erhebt die verehrungswürdige Ge⸗ ſtalt des Marſchalls zu monumentaler Größe. Die Cha⸗ rakteriſterungskunſt des großen Schauſpielers ſtellt den alten Haudegen ſo überzeugend dar, daß man ſich ſagen muß: ſo haben wir Blücher von der geſchichtlichen Ueber⸗ lieferung her im Gedächtnis. Hoffentlich ſind recht viele Eltern in der Lage, ihre Kinder das Roxy⸗Theater beſuchen zu laſſen. Es gibt keinen beſſeren vaterländiſchen An⸗ 1 ſchauungsunterricht, als die filmiſche Illuſtration des wich⸗ N tigſten Abſchnittes des Lebens des Feldmarſchalls, der ſich in ſeinen patriotiſchen Gefühlen von niemand übertreffen lteß und deshalb auch ſeine Truppen von Sieg zu Sieg führte. Der Feuergeiſt, der in dem alten Körper lebte, mußte den Trägſten und Wankelmütigſten umſtimmen. Theodor Loos, den wir ebenfalls als Charakterdarſteller hochſchätzen, gibt Friedrich Wilhelm III. nicht minder her⸗ vorragend. Man würde der Geſchichte Gewalt antun, wenn man beſonders ſtark betonen wollte, daß der preußiſche König das Gegenteil von ſeinem großen Vorfahren, dem alten Fritz, war, und deshalb in ſtarkem Gegenſatz zu dem Draufgängertum Blüchers ſtand. Aber vielleicht wäre das preußiſche Volk nicht zu den unerhörten Leiſtungen, die es in den Befreiungskriegen vollbrachte, befähigt geweſen, wenn ihm nicht die unſäglichen Leiden durch die napoleo⸗ niſche Beöͤrückung auferlegt worden wären. In den Vordergrund treten noch ſtärker die hiſtoriſchen Geſtalten Scharnhorſts(Friedrich Kayßler), Gneiſenaus (Paul Richter) und Hardenbergs(Alberti). Aber auch die mehr epiſodiſchen Rollen ſind durchweg ausgezeichnet beſetzt. Wir nennen noch Porck(Joſef Peterhaus), Katſer Franz(Dr. Eduard Rothauſer), Zar Alexander(Carl Auen), Napoleon(Alfred Durra), Schwarzenberg(Anton Pointner), Metternich(Alfred Geraſch), Blüchers Gattin (Traute Earlſen), Blüchers Sohn(Graf von Schwerin), deſſen Frau(Elga Brink). Die Maſſenſzenen ſind außer⸗ ordentlich gut geſtellt, vor allem die Gefechtsbilder, bei denen man ſo recht den Abſtand zwiſchen der Kriegfüh⸗ rung vor hundert Jahren und der des Weltkrieges ſieht. Daß die Herſtellung des Filmes durch die Biograph⸗Film⸗ G. m. b.., Berlin, enorme Aufwendungen erforderte, be⸗ weiſt allein ſchon die ungewöhnliche Zahl der Koſtüme, die für die Komparſen erforderlich waren. Daß das Tempo, das der Regiſſeur Heinz Paul für den Ablauf der Hand⸗ lung wählte, dem alle Hinderniſſe überwindenden Schwung entſpricht, der Marſchall Vorwärts eigen war, iſt eine Selbſtverſtändlichkeit. Dafür und für die Zuſammen⸗ fügung aller auf das genaueſte herausgearbeiteten Detatls zu dem grandioſen Geſamtgemälde gebührt dieſem Künſt⸗ ler ein beſonderes Lob. Finden Sie bei 4350 Spezial-. Geschélſt für Strümpfe, Wollwaren und Unterwdsche * 4 Mlubzueben, Nolenoa, Nabloues I Lu Einf. BEInretben mit„ Paurata“ jugendfarbe u. Frische wieder. auch gegen Schuppen u. Haarausfall. unschädlich. Keine Flecken und Missfarben. „Baurata“ erh. d. gold. Medaille. Orig.-Fl. nur noch Ak. 5. 0 u. Porto. lu HAannhm.. beg. durch: Drog. u. Parf. Ludwig& Schütthelm, 0 4, 8, Filiale Friedrichsplatz 19; Drog. Fried. Becker. G 2, 2; VIktoria-Drogerie, Schwetzingerstr. 28: Merkur- Drogerie, Gontardpl. 3; Lange-Rötter- Drogerie, Lange-Rötterstraße 16. schafft nen Dos Beste avant. v5 Gatten sage ich innigen Dank. Für die zahlreichen Beweise wohltuender Anteilnahme beim Heimgange meines geliebten Mannbeim(Burgstr. 20), den 8. April 1933. Rosel Stolzenbach geb. Seltz und Männer, am Samstag von Männer, 8 Amtl. Veröffentaichugen der Stadt Raunheim Die Volksbäder Lindenhof und Schwetzinger⸗ ſtadt ſind in der Karwoche geöffnet: am Donnerstag von 12—19 Uhr für Frauen —12 Uhr für Frauen und am Samstag v. 12.19% Uhr nur für Männer. Daß Volksbad Neckarſtadt: am Donnerstag von 12197 Uhr, am Samstag von—193½ Uhr für Fchr derm Sie SFapeilen Ges Fleuises SrDHI Rif 21 on Derblin — Segermiber Keutheus Teppich- u. Linoleum-Haus 8 D 3, 8, planken Gardinensgannerel 4822 Telephon Nr. 300 75 lich verſteigert werden. Frauen und Männer. 84) Maſchinenamt. Teppiche Beftuorlagen Für die ſtädtiſchen Krankenanſtalten, das Brücken 90/180 Lungenſpital und das Mütter⸗ und Säuglings⸗ Schlefdecken heim ſind in der Karwoche und an Oſtern als Steppdecken Beſuchstage vorgeſehen: Karfreitag und Oſter⸗ Diwandecken ſonntag. 90 Falle 2867 eee Im Fundbüro der Städt. Straßenbahn Mann⸗ eos Belag heim, Colliniſtraße 1, liegt von heute an ein Med. couchen Verzeichnis der in der Zeit vom 1. Oktober 1932 Bettehalselongnes bis 31. März 1938 in den Wagen der Städtiſchen Große Auswahl Straßenbahn Maunheim⸗Ludwigshafen und der 8 billige Preise Rhein⸗Haardtbahn gefundenen, jedoch nicht zurück⸗ geforderten Gegenſtände, Geldbeträge ſowie der Erlös aus leicht verderblichen und deswegen verkauften Sachen zur Einſichtnahme während der Geſchäftsſtunden auf. Die Empfangsberechtigten werden zur Geltend⸗ machung ihrer Rechte innerhalb 6 Wochen unter Hinweis auf die d 980 und 981 BB. mit dem Bemerken aufgefordert, daß die nicht zurück⸗ Fritz Grauer LI: i Gegenſtände im Auguſt 1933 öffent⸗ 40 Irink-Eier Mokka-Krem- Eier Blatterkrokant-Eier Augat-Eier in* Harkenqualktat 2¹ augererdentlidd NAneligen uoSY — Semeſterſchlußfeier der Nolſchule Diesmal ſah der Saal im Sängerheim der„Flora“ die Notſchule als Gaſt. Wie immer ſaß man wie im trauten Familienkreis bei Dipl.⸗Handelslehrer Hei lan erſtattete den bereits veröffentlichten Jahresbericht und ſtellte die Arbeit der Notſchule rückhaltlos in den Dienst der nationalen Regierung. Das Programm ſah in ſeinen Mittelpunkt zwei Künder des Frühlings: Sch nubert, den Verherrlicher des Naturfrühlings in der Muſik, Theo⸗ dor Körner, den Künder des deutſchen Frühlings und Volkserwachen, den Sänger des erwachenden Deutſchlandz um 1813. Der Militärmerſch op. 40 Nr. 6 zu 4 Händen von Schubert, von Aug Beck und Frl. Eliſobeth Bei ſchwungvoll geſpielt, eröffnete die Veranſtaltung. Dann 1 Hans Wetz, der Spielleiter der„Mannheimer Spielſchar“, das Wort zu bemerkenswerten Ausführungen über deutſche Kunſt im allgemeinen und nationale Dicht⸗ kunſt und nationales Theater im beſonderen. Im Verlauf ſeiner Rede ſtellte Herr Wetz einige junge Lyriker vor Nachdem der Gitarrekurs der Schule drei alte Dinge zu Gehör gebracht hatte, ſang Bariton He hm die Are „Blick ich umher“ aus Tannhäuſer und drei Schubertlieder in feiner Ausnutzung ſeiner noch ſehr bildungsfähigen Stimme. vier von Popp, von Herrn Beck und Frl. Beck meiſterhaft geſpielt, leitete über zu dem Violinkonzert G⸗Moll von Seitz, von dem Schüler O. Beck mit einer überraſchend reifen Geſtaltungskraft dargeboten. Das Trio von Gluck für Klavier, Cello und Violine„Reigen ſeliger Geiſter“ war der Abſchluß des erſten Teils. Dann kom Körner mit dem das Schuld⸗ und Sühneproblem behandelnden Schau⸗ ſpiel„Die Sühne“ zu Wort, das ob ſeines hohen ſittlichen Das„Schwediſche Konzert“ für Flöte und Kla. 8 Inhalts und der meiſterhoften Darſtellung durch Frl. Ton Walz, Fritz Körner und Hans Wetz einen nachhaltt⸗ gen Eindruck hinterließ. Ein würdiger Abſchluß der Win⸗ terarbeit. Hoffen und wünſchen wir, daß uns die Schule erhalten bleibt.— ed Was hören wir? Montag, 10. April Frankfurt .10: Choral.—.15: Konzert.— 12.00: Schallplatten. 15.20: Geſpräch mit eirem Architekten.— 18.00: Luft⸗ ſchutz und Sicherheit.— 20.00: Deutſche Auswanbererſchich⸗ ſale.— 21.10: Konzert.— 22.35: Nachtmuſik. Heilsberg .35: Konzert.—.30: Turnſtunde für die Hausfrau. 11.30: Konzert.— 13.05: Schallplatten.— 15.30: Rätſelfunk für die Jugend.— 16.00: Zum 60. Geburtstage Juel. Frederikſens.— 20.00: Deutſche Sänger. Langenberg .05: Schallplatten.—.45: Gymnaſtik.— 11.20: Schall platten.— 12.00 u. 13.00: Konzert.— 15.50: Jugendfſunk, — 16.30: Konzert.— 17.45: Dr. Wulff: Deutſche Frauen im Banat.— 18.05: Der kindliche Lebensraum.— 20.05; Tänze und Märſche.— 22.30: Nochtmuſik. München Wochenküchenzettel.— 10.20: Fortbildungsſtunde, 7 10.00: . lung.— 16.00: Konzertſtunde.— 16.15: Lieder.— 16.40: Bilder aus Oſtaſien.— 17.00: Konzert.— 18.25: Was geht im Auslond vor?— 20.00: Militärmuſik.— 21.05: Die Bauernpaſſion.— 21.45: Geiſtliche Muſtk. Südfunk .10: Schallplatten.— 10.10: Kompoſitionen von 9. Siede.— 10.40: Variationen über ein Thema von Schu⸗ — 12.00: Schallplatten.— 13.00: Konzert.— 15.25: Erzüß⸗ C mann.— 12.00: Heroiſche Muſik.— 13.30: Doppelquartett. — 16.00: Schumannlieder. 16.30: Konzert.— 18.00: Mein erſter Flug.— 19.00: Stunde der Nation.— 20.00; Konzert.— 22.00: Orgelkonzert. Wien 17.00: Konzert.— 18.40: Der Landkirchenchor als Volks⸗ erzieher.— 20.20: Konzert.— 22.15: Abendkonzert. Aus dem Ausland d Beromünſter: 19.45: Mozartſtunde.— Etwa 20.40: Werke von C. M. v. Weber und R. Wagner.— 21.40: Berühmte Opernchöre. g Prag: 18.30: Deutſche Sendung. Straßburg: 17.00 u. 18.30: Konzerte.— 19.45: Schall⸗ platten.— 20.30: Geiſtliches Konzert. vagesalesicles Montag, 10. April 21.10: Furtwängler dirigiert Beethoven.— 2 die wen hofe zu Wo abe. gezi Sif letzt auch aber ſenſ Erft 2 imn Nationaltheater:„König Lear“ Miete D, Anfang 19.30 Uhr. von Shakeſpeare, Ballhaus: Münchener Kunſtausſtellung der „Altmeiſter Neuzeit“. Geöffnet von 10 bis 18 Uhr. 1 5 Uhr Gaſtſpiel Fred Endrikat mit Kabarett und Barieté. Odeon ⸗Kaffee: Konzert(Verlängerung). 5 Pfalzbau⸗Kaffee: 17 Uhr Tanztee, abends Konzert und Tanz, Lichtſpiele: Alhambra:„Unmögliche Liebe“, Schauburg:„Choral von Leuthen“.— Glorſa⸗ Pala ſt:„Steckbrief 3“.— Scala⸗ Theater: „Die elf Schillſchen Offiziere“.— Roxy ⸗ Theater: „Marſchall Vorwärts“.— Univerſum:„Blutendez Deutſchland“ und Bühnenſchau.— Capitol:„Das Lied der ſchwarzen Berge“.— Pal aſt⸗ Theater „Rätſel der Dſchungeln“. Preisenl Verkaufsstelle: p 3. 1 zänden 2 e d Donn heimer Hhaltt⸗ Win⸗ au. ſelfunk uel C. Schall idfunk. ten im 20.053 ſtunde, Erzäh⸗ 16.40- geht : Dit r der 1 9 a * tt und Tanz. ria⸗ ter; tert! tende „Das a ter! — — 5 1 3 11 er faftigen Schüſſen Pech. Nee D Mo rge n- Ausga — 5 2 Das Anentſchieden des Rheinmeiſters Abteilung 1 SV. Waldhof FK. Pirmaſens:0 Phönix Ludwigshafen 1860 München 13 Bayern München—Sp. Vg. Fürth:1 1. 5. Kaiſerslautern—1. FC. Nürnberg 014 Der S V. Waldhof konnte auf eigenem Gelände den Vorſpielſieg(:0) gegen den FK. Pirmaf t wiederholen. Die Vereine teilten ſich nach borlt ü. in die Punkte. Damit hat Waldhof alle und keine Ausſicht mehr auf den zweit hat ſich, wenn man das Pech durch den Ar uſw. berückf hne 0 Pirma liegt nach Verluſtpunkten günf als Phönix im Rennen. 1860 München hat den Bann der Niederlagen der Spitzenmannſchaften bei Phönix Ludwigshafen gebrochen und:1 ganz klar ge t. Die Münchener ſteuern unbeirrt der Abteilmagsmeiſte t zu und Phönix wird alles brauchen, um w n 6. Platz zu retten, der bei Einführung der Verbandsliga Bedeutung erhalten kann Bayern München und die Sp. Vg. Fürth ſpielten 11. Die Bayern ſund aus dem Endkampf aus⸗ geſchaltet, da Fürth das letz gegen Pirmaſens ge⸗ winnt und dadurch 1. FC. Nürnberg auf dem 2. Platz punktgleich wird. Der 1. FC. Nürnberg gewann ſein letztes Spiel gegen den 1. F C. Kaiſerslautern glatt 40 und be⸗ hauptete dadurch die Tabellenführung, die er aber ſchon beim nächſten Spiel an 1860 München abtreten muß. Stand der Abteilung 1 Vereine Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte 1. F. Nürnberg 14 7 4 829511 18:10 1860 München 12 8 1 8 2 17:7 Sp. Vg. Fürth. 13 5 6 2 20 18 16.10 SVB. Waldhof 14 5 6 8 17712 16˙12 Bayern München 19 6 8 4 24.14 15:11 Phönix Ludwigshafen. 13 3 3 8.17 1. FK. Pirmaſens 11 1 5 5 17.26.15 1. 6C. Kaiſerslautern. 12 1 5 9 11:39 420 Torloſes Spiel in Waldhof Sp Waldhof— FC Pirmaſens:0 Wenn auch zur Erringung des 2. Tabellenplatzes für die Waldhöfer ein Sieg in ihrem letzten Punktekampf not⸗ wendig geweſen wäre, ſo ſcheint man auf der Seite Wald⸗ Hofs ernſthaft ſelbſt nicht mehr an die Möglichkeit gedacht zu haben, daß es zu einem ſolch großen Erfolg reicht. Wohl war man ſpieleriſch dem Gegner etwas überlegen, aher zu einem Torerfolg reichte es doch nicht. Man war gezwungen, für den durchſchlagskräftigen Weidinger Siffling 2 einzuſtellen, der aber trotz mancher Chancen den letzten Kräfteeinſatz vermiſſen ließ. Sowohl Pennig als auch Herrmann waren unermüdlich in der Aufbauarbeit, aber an dem ſich tapfer ſchlagenden Schlußtrio der Pirma⸗ ſenſer ſcheiterte immer wieder der mitunter greifbar nahe Erfolg. Weſentlich für das Unentſchieden, das den Pfälzer⸗ immerhin einen Achtungserfolg brachte, war, daß ſich Hergerts Mannen in erſter Linie auf einen Defenſivkampf einſtellten und nur gelegentlich zum Angriff übergingen. Einige Durchbrüche und Schüſſe von Wagner und Johann⸗ ſen bewieſen aber, daß die Elf auch im Sturm gefährlich werden kann, denn vorwiegend Wagner hatte mit einigen Dem reinen Spielverlauf nach hätte Waldhof einen Torerfolg verdient gehabt; berückſich⸗ tigt man aber die aufopfernde Haltung der Gäſte, die gegen Schluß ziemlich abgekämpft waren, ſo muß man auch für die Leiſtungen der Pirmaſenſer Bewunderung auf⸗ bringen. Waldhof erſchien mit Rihm; Leiſt, Haber; Model, Siffling, Kiefer; Walz 2, Hermann, Siffling 2, Pennig, Wald 1. Das Schlußtrio bildete den beſten Mannſchafts⸗ teil, Leiſt bildete wieder die angenehme Ueberraſchung. In ber Läuferreihe war Model der Erfolgreichſte. Sifſ⸗ lng hatte wohl gute Anſätze, konnte aber Hergert, der ſelbſt ziemlich reſerviert blieb, nicht gefährden und ließ ihm viel zu freien Lauf. Eine ſtärkere Störung von Hergerts Arbeit hätte vielleicht die Pirmaſenſer nicht ſo erfolgreich ſein laſſen. Im Sturm waren die beiden Halb⸗ ſtürmer bie weitaus beſten. Siffling 2 kſt im entſcheiden⸗ den Moment zu langſam und Walz 1 befindet ſich von ſeiner früheren Form weit entfernt. Dafür leiſtete Walz 2 eine ganz produktive Arbeit, die bet einer größeren Rou⸗ tine noch erfolgreicher ſein dürfte. Pirmaſens kämpfte mit Schaumburger, Germann⸗ Weilhammer, Kolb⸗Hergert⸗Michel, Zinſius⸗Wagner⸗Jo⸗ hauneſſen⸗Babo⸗Brill. Schaumburger und Weilhammer ſind es in erſter Linie, welche für das Remis verantwort⸗ lich zu machen ſind. Sie ſtanden immer wieder im Brenn⸗ punkt des Intereſſes und Schaumburger konnte mit einigen prachtvollen Abwehrparaden verdienten Sonderbeifall ernten. Die Arbeit der Läuferreihe war wenig auffällig, dafür aber umſo erfolgreicher auf die Deckung eingeſtellt. f Nr verhielt ſich ziemlich paſſiv und ſeine große Linie konnte man leider nur vermuten. Kolb ſowohl als auch Michel hatten es gewiß nicht leicht, Pennig und Hermann in Schach zu halten Kolb war etwas erfolgreicher, wäß⸗ rend Michel egen Hermann faſt immer den Kürzeren zog. Der Sturm blieb ſo ziemlich harmlos, wenn man von ge⸗ egentlichen Durchbrüchen von Wagner und Johanneſſen absieht. Babo war nach dem Wechſel ziemlich fertig und Zinſius konnte Fähigkeiten als Rechtsaußen nicht unter Beweis ſtellen. Brill war techniſch reifer, kam aber an Leiſt oder Model nur ſehr ſchwer vorbei. Schiedsrichter war Müller⸗Hanau. Er ließ dem Spiel einen großen Lauf und mit ſelner Geſamtarbeit kann man zweifellos zufrieden ſein. Ein glücklicher Sieg von 1860 München Phönix Ludwigshafen— 1860 München 118(:0) Die Zuſammenpreſſung von fünf Vereinen in Abtei⸗ lung I zum dramatiſchen Schlußringen in der„Süddeut⸗ ſchen“, mußte gerade dieſem Spiel beſondere Bedeutung beimeſſen inſofern, als 1860 München relativ die größte Ausſicht hat, die ſo heiß umworbene Spitze zu erlangen. Ein doppelter Punktverluſt in Ludwigshaſen konnte aber auch dieſe Ausſicht nahezu auf einen Gleichſtand mit den übrigen Bewerbern herabdrücken. Bei der Tatſache, daß es bisher keinem Verein gelang, Phönix in ſeinem neuen Stadion zu ſchlagen, mußte die Frage offen bleiben, vb die Spannkraft der Linksrheiner auch dieſesmal hinreichen würde, die großartig durchgeſtandene Serie der Heimſpiele mit einem weiteren großen Erfolg abzuſchließen. Die Phönixelf legte zeitweiſe ein großes Spiel hin, dem nur der letzte konfeguente Abschluß vor dem Tor fehlte. Zwei Drittel des harten Kampfes war Lubwigshafen faktiſch überlegen und hätte, daran gemeſſen, ſogar ein weit klarerer Sieg hera ommen müſſen als gegen einen der übrigen bayert⸗ ſchen Gegner. Die Schuld trägt zum Teil der Sturm, der jeden Schuß im Paſſen erſtickte, aber in noch höherem Maße die Hintermannſchaft, die oͤte beiden Gegnertreffer hätte bei richtigem Verhalten verhüten können— vom Eigen⸗ tor ganz zu ſchweigen. Im übrigen zeigte die Mannſchaft bis zu beſagter Wendung in der zweiten Hälfte eines ihrer beſten Spiele, wenn auch trotzdem manche Schwächen offen⸗ ſicht rden. Der ſchnellſte und rationellſte Spie⸗ aft war der junge Neumüller 2 auf rechts⸗ r der Manr außen, der nahezu fehlerlos ſpielte und unter dem rheini⸗ ſchen Material beſtimmt eine Zukunft hat. Degen in der Sturmmitte dagegen ließ manche techniſche und taktiſche Mängel zutage treten, vom Schuß, den er früher hatte, nicht zu reden. Ein einziger Ball wurde von ihm prächtig geſchoſſen. Weber baute wieder in gewohnter Weiſe auf, kam aber am Schluß nicht mehr mit, wie auch ſeine ſonſtige Langſamkeit doch mitunter aufftel. Dieſe rechte Seite war die weit beſſere und gefährlichere, da Lindemann wie Hörnle wider Erwarten wenig Schüſſe zeigten. Die Läuferreihe wurde mit dem Spielfortgang erſt beſſer und arbeitete dann gut. Zu Anfang war Plocher aber zu defenſiv. In der Verteidigung wurde mit Einſchluß Zettls nicht ſo ſicher gearbeitet wie ſonſt, obwohl Joos wieder heraus⸗ ragte. Umſo unverſtändlicher war ſeine direkt aufs Tor viſterte Zurückgabe, die den vorpoſtierten Zettl dann über⸗ raſchte. Von hier datterte die Wendung. Jedenfalls wird feſtſtehen, daß eine ſolche Vergebung eines durchaus mög⸗ lichen Steges, oder richtiger, die Hereinholung einer ſolchen Niederlage zu den Gedenktagen im ſportlichen Kalender zählt. 1860 München hatte es ſich nach Abſolvierung des größten Teils des Kampfes ſicher ſelbſt nicht träumen laſſen, daß zwei Punkte nach München mitwandern würden. Nicht entfernt zeigte die Mannſchaft das Spiel vom Mannheimer Stadton. Das mag mit an der erneuten Umſtellung der Mannſchaft lte⸗ gen, die ſich aber trotz allem, beſonders im Hintertrio und in der Läuferreihe beſſer verſtand als Phönix. Die her⸗ vorragende Leiſtung des Dirigenten Pledl auf dem Mlittel⸗ läuferpoſten konnte aber zum ſtarken Teil doch nur deshalb zuſtande kommen, da er weder von Degen noch von Plocher in imendeiner Weiſe in ſeiner Entfaltung gehemmt wurde. Das erhielt den Münchnern den Zuſammenſchluß. Außer ihm hat Kronzucker den größten Anteil an dem ſchließlich doch noch kommenden Erfolg; er bereitete den erſten Treffer mit vor, und erzielte auch den zweiten. Stiglbaur, ſo gut er in die Mannſchaft paßt, kann ſich aber weit nicht mit Rohr als Sturmführer meſſen. Was das Innentrio an Chancen ausließ und zuguterletzt noch Schäfer am linken Flügel, ſollte einer Spitzenmannſchaft doch nicht paſſteren. Im Kopfſpiel wie Stellungsſpiel ſtellte ſie aber voll ihren Mann. Von großem Glück waren die„Löwen“ aber bei verſchiedenſten drangvollſten Situationen begünſtigt, die hei mehr Ruhe von Phönixſeite die Niederlage hätte allein ſchon klar beſiegeln müſſen. Man hatte den Eindruck, daß 1860 ſchließlich zufrieden mit einem Punktgewinn ſei, und erſt als Phönix ſich ſelbſt den Weg zum Siege mit dem Eigentor abſchnitt, erwachte der Schneid zum höherem Ziel. Allerdings ſcheute die Mannſchaft dann auch vor derberen Mitteln nicht zurück und fiel hierin beſonders Pledl auf. Hervorzuheben wären noch Ertl im Tor und Wendl in der gerteidigung, während die Außenläufer guten Bezirksliga⸗ durchſchnitt abgaben. Das Spiel Phönix ſteht gegen die Sonne; beide Mannſchaften ſpielen anfangs noch aufgeregt. Die 60er kommen ſofort vor, Kronzucker flankt, eine Zurückgabe an Zettl ſteht be⸗ reits ſehr unſicher aus, aber die Lage wird noch geklärt. Ein Prachtſchuß von Degen ſteigt, doch drückt Ertl über die Latte zur erſten Ecke für Phönix, der bei ſteigendem Tempo weitere drei Eckbälle ſetzt und durch ſein Feldͤſpiel ver⸗ blüfft. Einen überraſchend aufs Tor gelenkten Ball Hörnles läßt Ertl entgleiten, doch kann die Verteidigung noch ab⸗ ſchlagen, auch einen gefährlichen Strafball Hörnles von der cee eee N 4„5 7 5 6 e Y* %% 8 10. Apri t. München muß ſchlägt Ertl einen r auch 1860 kommt appt Ertl im bot wehren 0 ß klare Chancen Flügel funkt man den Pfoſten. Unter merklich nervös. Phönix Pauſe auf 81. inchen nun aufzudrehen, wird ſehr hart. „doch als 4 verſchießt aber wiederho Es„ſtaubt“ mitunter mäch ig vor dem( Kronzucker auf rchlauf flankt und Stiglbauer ungedeckt und unbeläf glaubt man den Strauß entſchieden, en Neumüller 2 fſamos tr 0 Hörnle unn ausgleichen,:1. Nun t ein und das 1860er Tor Joos einen Ball hoch Zettl dem Leder gre 0 terung der 3 wird a it, als aber d r zu weit vo zur de nack tit:2 abermals für 60 ge⸗ wendet. Das dritte Tor erz dann auf Durchlauf Kronzucker, den weder Klett noch Neumüller zu halten ver⸗ mag; Zettl läuft ihm wohl entgegen, aber Kronzucker ſchießt rechtzeitig ins leere Netz.:3, Ecken 11:5. Lorenz Karlsruhe leitete gut. A. M. Vahern verliert einen Punkt Bayern München Sp. Vg. Fürth:1(:1) N Bayern München vergab el ger n Fürther Gegner durch chieden die le ſeinen Titel in den die De Fußba haft vertei⸗ a hatte Spiel beſonders umen in der Hand, aber die terreihe vergab alle auch Der einzige Mann im Bayern⸗ verlor, war Rohr, doch konnte 1 Der Deu in dieſem ein:1 Un 3e noch ſo ſicheren Chancen. ſturm, der ſeine Nerven a er allein es auch nicht Die Fürther hie fen. wieder einmal öas, was man ſich von ihnen verſproe hatte. Sie ſind nicht mehr die große Man ft von eh m, aber immer noch aut genug, um auch ge itberragende Gegner ehrenvoll abzuſchneiden. Beide Mannſchaften waren in ſtärkſter Aufſtellung zur Stelle. Wolf ließ bei den Fürthern den Erſatz für Rupp⸗ recht nie erkennen. Die beiden Tore fielen je in der 15. Minute der beiden Spielhälften. Zuerſt brachte Leupold 1 die Fürther in Führung, Rohr erzielte den Ausgleich für en; ſte Der Schiedsrichter Müller⸗ Verdienſt in Anſpruch u in der erſten Halb⸗ Spiel vollkommen unterbunden zu In den beiden Mannſchaften gab es hervorragende 8 die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Bei den Fürthern war es beſonders das ganze Hinter ⸗Trio mit erg und 1860 München ſiegen und führen Jahrgang/ Nr. 168 er Leinberger, n. Beſonders e tonalen Leinber wurde ie Bayernmittelſtürmer 0 1 n ge⸗ recht. 3 bewahrte durch tollbühn e Pa⸗ 1 raden ſeine Mannſchaft vor einer ſie Bei den Münchenern war R kämpfte wie ein Löwe, fand aber bei aicht die nötige Unterſtützung und konnte es daher allein auch nicht ſchaffen. In der Läufe entwickelt ſich Goldb er immer mehr zu einem Mittelläufer ganz großen Formats und hatte in ſeinem lüaken Nebenmann Streck einen ausgezeichneten Halbläufer. Baader ſtand Haringer in nichts nach uad auch Haymann im Tor war uchtblick. Er Nebenleuten gut, wenn er auch am Tor der Fürther nicht gang ſchuld⸗ los war. Ein Kapitel für ſich bildeten die beiden Stütr⸗ Man kaan ſagen, daß der Bayernſturm trotz . und Facek noch etwas 25 r konnten nur durch nette Flanken⸗ Frank erwies ſich als merreihen. des Verſagens von Welcker, K beſſer war als die Fürther A die beiden Flügelleute hie und läufe gefallen. Der Internationale zu langſam. Nürnbergs ſicherer Sieg 1. FC. Kaiſerslautern 1. FC. Nürnberg:4(:1) Die Nürnberger zeigten auf dem Betzenberg ea wirk⸗ lich autes Spiel. Hervorrggend war bei ihnen der rechte Flügel beſetzt und die Verteidigung. Aber auch die übrigen Mannſchaftsteile zeigten gute Einzelleiſtungen. Die Glun⸗ heimiſchen wehrten ſich recht tapfer, waren aber gegen die Nürnberger Gäſte ziemlich machtlos. Das Spiel beginat mit einem gefährlichen Angriff der Nürnberger, wobei regelmäßig der Nürnberger Halbrechte das elaheimiſche Tor in höchſte Gefahr brachte. Aber der Innenſturm von Nürnberg konnte mit dem beſteen Willen und den ſchönſten Flanken nichts anfangen. Etwa zehn Minuten gor Schluß der erſten Halbzeit machte der rechte Verteidiger an der Strafraumgrenze Hände. Der Mtitteh⸗ ſtürmer Kalb warf den Ball flach und wuchtig in die linke Torecke, womit Nürnberg:0 in die Halbzeit ging. Nach der Pauſe beginnen die Kaiſerslauterner mit großem Elan und können vorübergehend leicht drängen. Dadurch wird aber die Situation für den Gäſteſturm gitn⸗ ſtiger. Der Halblinke Friedel geht im Alleingana un⸗ gehindert vor und ſchießt für Nürnberg das zweite Tor. * 20 Miauten ſpäter gelingt es demſelben Spieler, einen ſcharfen Schuß zum 30 für Nürnberg zu erzielen. Das vierte Tor reſultiert aus einer ſchwachen Rückgabe durch den Torwächter Gebhardt. Blitzſchnell iſt der Nürnberger Hornauer am Ball und ſendet an Gebhardt vorbei zum vierten Tor ein. Schiedsrichter Benzing Schwenningen befriedigte nicht. 6000 Zuſchauer waren Zeuge des intereſſanten und fairen Treffens. Eintracht reitet einen Punkt Ableilung 2 Eintracht Frankfurt eV. Frankfurt 90:0 Karlsruher FV. Union Böckingen 32 05 Mainz Wormatia Worms 28 Stuttgarter Kickers Phönix Karlsruhe 711. Eintracht Frankfurt konnte gegen den F S V. Frankfurt im Rückſpiel mit:0 nur einen Punkt ret⸗ ten. Der FSW. führt jetzt immer noch mit einem Punkt Vorſprung vor Eintracht. * N Stand der Abteilung II Vereine Spiele gew. unent. vert. Tore Punkte FSV. Frankfurt 13 8 1 9217 19:7 Eintracht Frankfurt. 13 2 3 2816 188 Wormatia Worms 12 7— 5 29731 14:10 Stuttgarter Kickers 13 6 2 5 33:25 14.12 Phönix Karlsruhe 13 6— 7 2 Karlsruher FBV. 12 5 1110 MW( 12 1 8 29.31.17 Union Böckingen 12 83 1 9 2147 519 Der Karlsruher F V. konnte Unton Böckin⸗ en knapp 32 ſchlagen und dadurch den 6. Tabellenplatz feſtügen. Am den Verbandspokal 3 Schweinfurt und/ Stuttgart ſiegen und treffen ſich im Enoſpiel Knapper Sieg in Stuttgart VfB Stuttgart Alemannia/ Olympia Worms:0(:0) Von den beiden Vorrundenſpielen um den ſübdeutſchen Verbandspokal fand die Begegnung zwiſchen den Pokal⸗ ſiegern von Württemberg⸗Baden und Main⸗Heſſen, VfB Stuttgart und AO Worms, bereits am Samstagnachmit⸗ tag in Stuttgart ſtatt. Vor 4000 Zuſchauern konnten die Einheimiſchen den Gegner aus Rheinheſſen erſt nach härteſter Gegenwehr knapp mit:0(:0) ſchlagen. Bei AO Worms war weber die techniſche Reife der Mannſchaft bemerkenswert, noch zeigte die Mannſchaft jenen Schwung, mit der ihr Lokalrivale Wormatia ſchon manches Treffen zu ſeinen Gunſten entſchieden hat. Die Stärke der Gäſte war ihre Abwehr, aus der beſonders der linke Verteidiger Kienel und ber ſehr ſichere Torwart Hautz hervorragten. Die ganze Elf hatte gegenüber ihrem Gegner eine bemerkenswerte körperliche Ueberlegenheit. Mit hohen Bällen war den Heſſen nicht beizukommen und auch im Nahkampf zogen die kleineren Stuttgarter Spieler meiſt den kürzeren. Der Wormſer Sturm konnte ſich mit der Abſeitstaktik der VfB⸗Verteidigung nicht abfinden, die ſchnellen Halbſtürmer kamen zwar trotzdem oft in gefähr⸗ liche Nähe des Stuttgarter Tores, jedoch fehlte ihnen dann das nötige Schußvermögen. Der VfB Stuttgart ſpielte auch nicht in beſter Form. Der Sturm hat in letzter Zeit ſichtlich nachgelaſ⸗ ſen, er beſitzt längſt nicht mehr ſeine alte Gefährlichkeit. Bet zahlreichen günſtigen Gelegenheiten ließ er ſowohl den nötigen letzten Einſatz, wie auch die ruhige Ueber⸗ legung vermiſſen. Läuferreihe und Schlußtrio des Geg⸗ ners befriedigten. Por th⸗ Nürnberg traf als Schieds⸗ richter eine Reihe von Fehlentſcheidungen. Bf nach hartem Kampf geſchlagen Schweinfurt 05—.. R. Mannheim 221(011) Das Vorrundenſpiel um den Süsdeutſchen Pokal wurde auf neutralem Gelände in Würzburg ausgetragen. Trotzdem hatten ſich über 5000 Zuſchauer eingefunden. Unter ihnen ſah man natürlich große Trupps auswärtiger Schlachtenbummler. Beſonders ſtark war Schweinfurt vertreten, deſſen Fußballgemeinde ja nicht einen ſo weiten Weg zu machen hatte wie die Mannheimer. Man ſah einen harten und packenden Kampf, der mit einem knappen, aber wohlverdienten 21(:1) für Schwein⸗ furt endete, das ſich damit für das Endſpiel gegen den V. f. B. Stuttgart qualtfizierte. Die Schweinfurter hatten vor allem nach der Pauſe die beſſere Mannſchaft. Die Bayern erreichten in dieſer Zeit eine gute Form, die be⸗ merkenswert war, und ſpielten ihren Gegner in Grund und Boden. Nachdem Mannheim vor dem Wechſel in Front gegangen war durch Pfiſterer, ſorgten nach dem Wechſel Teufel und Fuchs für Ausgleich und Siegestreffer. Bei Mannheim war die Hintermannſchaft in der erſten Halbzeit in ganz hervorragender Form. Später ließ ſie aber nach. Der Sturm hatte in Langenberg, Theobald und Pfiſterer gute Einzelkräfte, aber er arbeitete, doch nicht ganz ſo einheitlich wie der ſeiner Gegner. Der Steger hatte ſeinen beſton Mannſchaftsteil in der ſehr ſoltiden Abwehr, aber auch die vordere Reihe war ausgezeichnet. Der Sturm kombinierte flüſſig und konnte auch ſchießen. Die beſten Einzelkräfte waren hier Teufel und Fuchs. Im Spiel waren anfänglich beide Mannſchaften ſehr nervbs. Sie brauchten lange Zeit, ihre Form zu finden. Schweinfurt wurde dann leicht überlegen. Trotzdem kam aber Mannheim bei einem ſchaellen Vorſtoß ſeines Halb⸗ rechten Pſüſterer zum erſten Treffer. Die Bayern drängten dann zwar mit aller Gewalt zum Ausgleich, aber an der Mannheimer Hintermaganſchaft ſcheiterten vor der Pauſe alle Bemſthungen. Nach der Pauſe lief Schweinfurt zu einer immer beſſeren Form auf. Läuferreihe und Verteidigung arbei⸗ teten ſehr produktiv und der Sturm zeigte ein ſchönes Zu⸗ ſammenſpiel. Schon in der dritten Minute konnte Teufel aus dem Gedränge heraus den Ausgleich erzielen. Mann⸗ heim bemühte ſich nun kräftig, das Ergebnis zu halten. Langenbein ging in den Innenſturm, richtete hier aber auch nicht mehr viel aus. Langſam wurden die Kräfte der Gäſte vom Rhein zermürbt, und in der 30. Minute konnte Rühr mit einem Schuß, der für Betſch unhaltbar war, den ent⸗ ſcheidenden Treffer anbringen. Noch einmal raffte Mann⸗ heim alle Kräfte zuſammen, aber ſein energiſcher Endſpurt blieb ohne Erfolg. Schweinfurt ſchlug alle Angriffe ſicher ab. 95 Manz verlor gegen Wormatia Worms 218. Die beiden Vereine behielten ihre Plätze. Einen unerwartet hohen Sieg errangen die Stutt⸗ garter Kickers mit 7ü1 über Phönix Karls ruhe, der das Vorſpiel:0 gewonnen hatte. Eine Ver⸗ beſſerung des Tabellenſtandes. trat bei Kickers nicht ein, ſie liegen nach wie vor auf dem 4. Platz vor Phönix Karlsruhe. Eintracht ſpielt unentſchleden Einträcht Frankfurt— FS Frankfurt 90:0 Das Frankfurter Spiel zwiſchen den alten Rivalen Eintracht und dem FS hat mit einem:0, alſo mit einem Erfolg des FS geendet, denn das 0b wahrt den Born⸗ heimern den einen Punkt Vorſprung, den ſie vor dem vor⸗ jährigen ſüddeutſchen Meiſter haben, und es iſt nicht on⸗ zunehmen, daß ſich bei den letzten Spielen am Oſterſonn⸗ tag an dieſem Stand etwas ändern wird. Mit größter Wahrſcheinlichkeit iſt mithin anzunehmen, daß der FSB Frankfurt Meiſter der Abteilung 2 und damit Teilnehmer an den Enoſpielen um die Deutſche Meiſterſchaft wird. Dem großen Kampf im Frankfurter Stadlon wohnten bet wundervollem Frühlingswetter über 30000 Men ⸗ ſchen bei. Unter den Ehrengäſten ſah man auch den kommiſſariſchen Oberbürgermeiſter Dr. Krebs. Das Spiel ſelbſt war in der erſten Halbzeit flüſſig, ſchnell und von ſchönen Leiſtungen durchſetzt. Im allgemeinen war die Eintracht die reifere, der Sportverein aber die eifrigere Mannſchaft. Nach dem Wechſel verlief das Spiel meiſt aus⸗ geglichen, öie Bornheimer waren zu öleſer 5 ſogar die gefährlichere Mannſchaft, fedoch blühte auch ihnen kein Er⸗ folg, da die Hintermannſchaft der Eintracht, Schütz und Stubb wirklich in internattonaler Form ſpielte Schiedsrichter Sackenreuther⸗Nürnberg war weilen zu kleinlich, im großen und ganzen leitete er a befriedigend. Worms ſiegt weiter Mainz 05— Wormatia Worms 213(:8) Das Ergebnis bedeutete für die 7000 Zuſchauer eine Ueberraſchung. Mainz verlor das Spiel in erſter Linie durch ſeine Stürmerreihe, die bis zu einer Umſtellung in der zweiten Halbzeit nicht in der Lage war, die klarſten Chancen auszunftzen. Die Platzherren erzielten ein Ecken verhältnis von:2, das bei der Pauſe:1 lautete Aber gerabe in der erſten Halbzeit ſchoß Worms durch Fath(2) und Bitter ſeine Tore. 5 Im Mainzer Sturm war Scherm nicht nur ſchwach, ſon⸗ dern auch eigenſinnig, wodurch der Fluß der Aktionen empfindlich geſtört wurde. Allerdings ſtieß der Mainzer Sturm auch auf eine Wormſer Verteidigung, die in Höchſt⸗ form war. Erſt in den letzten 20 Minuten, als Scherm zurück in die Verteidigung und der Verteidiger Schneider vor in den Sturm gegangen war, wurde das Spiel des Heſſenmeiſters zügiger und jetzt fielen auch durch Schatz und Burckhardt zwei Treffer. Zum Ausgleich langte es aber nicht mehr, ſo daß die Wormſer ihre wenn auch ſchwachen Ausſichten auf Erreichung des zweiten Tabellen⸗ platzes vorläufig noch nicht zu begraben brauchen. Kataſtrophale Nirderlage von Phöniz Stuttgarter Kickers— Phönix Karlsruhe 71(:1) Vom Korlsruher Phönix hatte man ſich in Stuttgart ntehr verſprochen. Die Mannſchaft kam mit zahlreichem Erſatz und mußte denn auch eine verdiente Niederlage, die aber zahlenmäßig zu hoch ausfiel, hinnehmen. Das Spiel ſtand auf keinem hohen Niveau, denn die Kickers ſpielten auch trotz der hohen Torausbeute keineswegs in einem im⸗ ponierenden Stil. Bereits bei der Pauſe führten öte Platzherren durch Treffer von Merz(2 und Mößner mit :1, während Schwerdtle den Ehrentreffer für Karlsruhe. aubrachte. An den vier Toren der zweiten Halbzeit war der ganze Kickersſturm beteiligt. 9 5 Schiedsrichter Schwarzkopf⸗Augsburg leitete den fatren Kampf peinlich genau. Die gut ggg Zuſchauer waren von den gezeigten Lelſtungen nicht befriedigt . Seite/ Nummer 168 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe Montag, 10. April 1933 Kunſtturn⸗Weltlampf in annheim Eintracht Frankfurt gewinnt mit 392,5 vor T 46 577,5 und Stuttgart 547,5 Pkt. Der ſeit Wochen mit aller Spannung erwartete Kunſt⸗ Furner⸗Wettkampf im Mannheimer Nibelungenfaal hielt in turneriſcher Hinſicht aber auch in jeder Beziehung, was man von bem Zuſammentreffen dieſer Elitemannſchaften erwartete und erwarten durfte. Wenn auch der erſte Schritt in den Roſengarten bet dieſer Veranſtaltung kein voller Publikumserfolg für den Turnverein 1846 war— der große Saal wies noch manche Lücken auf—, ſo ſoll ſich unſer rühriger Mannheimer Verein, der nicht zum erſten Male bahnbrechend gewirkt hat, von dem weiteren Ausbau derartiger Mannſchaftskämpfe mit ausgewählten Gegnern keineswegs abhalten laſſen. Daß der geſtrige Wettkampf mit zu den hochſtehendſten und ſpannendſten der bis jetzt in Mannheim durchgeführten zu zählen iſt, ſteht außer allem Zweifel. Dazu kommt noch, daß die Einheimiſchen ſowohl als die Frankfurter und Stuttgarter Mannſchaft wie vorgeſehen mit ihren beſten Leuten zur Stelle waren. Die Uebungen am Barren— Freinbungen— Querpferb Waren zu einem Durchgang vereinigt, wobei wechſelnd geturnt wurde. Drei Kampfrichterpaare ſorgten für eine kaſche Wertung und einen flotten Fortgang. Aus dem bunten Kranze der beinahe ausnahmslos hervorragenden Uebungen verdient zunächſt die beſtechende Barren⸗ Abung von Winter ⸗ Frankfurt hervorgehoben zu wer⸗ den, mit der vollen Punktzahl 20 bewertet. Nicht viel ſtaud der Winterſchen Leiſtung die ſchwierige, aber eben⸗ falls ſauber geturnte Uebung des jungen Mannheimer Tuntz nach mit 10 Punkten. In ben Frelübungen überraſchte der 1846er Schmelcher mit einer feinen Körperſchule, die mit 410 Punkten belohnt wurde. Ihm am nächſten kamen Winter, Ott und Janſen, Frankfurt mit 18 Punkten und mit 17 Punkten Stix, Mannheim, Seligmann, Frankfurt, Reh, Stuttgart. Die Schwungübungen am Pferd zeigten bei den einzelnen Mannſchaften grundverſchiebene Auffaſſun⸗ gen. Wie ſchon ſo oft, müſſen wir auch diesmal wieder feſtſtellen, daß die Uebungen der Mannheimer Turner Zurchweg ſchwieriger waren, als die der beiden anderen Mannſchaften, ohne daß dieſe Schwierigkeit zu ihrem Recht gekommen wäre. Konnte man mit den übrigen Wertungen einig gehen, ſo ölteben die bekanntgegebenen Punktzahlen für die Pferbübungen inſofern nicht recht verſtänblich, als gerade an bieſem Gerät, das am meiſten ſeine Tücken hat, ein mehr als ſcharfer Maßſtab angelegt wurbe. Wenn beiſpielsweiſe Hafner⸗ Mannheim und Winter Frankfurt für ihre Uebungen, bie an Schwie⸗ rigkeit kaum zu übertreffen ſind und faſt fehlerfrei ge⸗ turnt wurden, nur je 177% Punkte erhielten, ſo iſt damit alles geſagt. Ganz und gar nicht zu begreifen ſind die Wertungen für bie beiden Mannheimer Schmelcher und Wüßhler, um nur dieſe beiden Turner herauszu⸗ greifen. So lautete nach den erſten 3 Uebungen das Ergebnis für Frankfurt 949%, für TV 46 Man n⸗ heim gaz und für Stuttgart 329% Punkte. Beim Beginn der 4. Uebung, dem Pferb⸗ Jängsſprung vom Federbrett aus über das 1,80 Mtr. hohe Pferd mußte man im weiteren Verlauf mit dem Zweikampf Frankſurt— Man nheim rechnen, nachdem die Stuttgarter Mannſchaft bereits zurückgefallen war. Sah man im allgemeinen, daß ſich die Turner für das Pferdſpringen im Hinblick auf die Wettkämpfe für das Deutſche Turnfeſt gut vorbereitet hatten, ſo über⸗ raſchte Frankfurt durch ein ausgeglichenes Können. Win⸗ ter und Schmelcher waren auch hier die Beſten, neben Seligmann⸗Frankfurt mit je 19 Punkten. Auch Mükler und Zellekens erhielten je 1877 Punkte, der Mannheimer Stix 18 Punkte. Die Stuttgarter konnten an dieſem Ge⸗ rät weniger überzeugen. S ergab ſich für den Pferd⸗ längsſprung als Mannſchaftswertung: Frankfurt 125, Mannheim 116%, Stuttgart 104% Punkte. Ohne daß ſich im Geſamtſtand eine weſentliche Ver⸗ ſchiebung ergeben hätte, erwartete man mit Intereſſe das Reckturnen als Höhepunkt des Wettkampfes. Auch hier bekam man ſchwierige und ideenreiche Uebungen zu ſehen, wie ſie nur nach jahre⸗ langer Uebung von ſolch vollendeten Spitzenkönnern ge⸗ zeigt werdn können. Die Uebungen der Mannheimer waren durchweg flüſſiger und vielſeitiger in der Verbin⸗ dung. Auffallend war beim größten Teil der Frankfurter Turner, baß ſie bheſonderen Wert auf ſchwierige Abgänge legten, die nicht immer, mitunter nach zahlloſen Rieſen⸗ felgen, gelangen. Die beſte Uebung hatte mit Abſtand Winter zu zeigen, der am Reck zum zweiten Male die volle Punktzahl erhielt und damit ſein großes Können unter Beweis ſtellte. Ihm am nächſten kam wiederum Schmelcher, der ſehr gut in Fahrt gekommen iſt. Im Geſamtergebnis am Reck blieb Mannheim denn auch mit 119 Punkten vor Frankfurt mit 118 und Stuttgart mit 118%½ Punkten. Die Schl uß wertung ergibt für alle 5 Uebungen Tade Eintracht als Sieger mit 592; Punk⸗ ten, den zweiten Platz belegt TW 46 mit 577 vor der Städte⸗Gaumannſchaft Stuttgart mit 547% Punkten. Beſter Einzelturner wurde Winter ⸗Frank⸗ furt mit 94%., 2. Schmelcher mit 86, 3. Zellekens⸗ Frankfurt mit 85, 4. Stix⸗TV 46 mit 84, 5. Pfeiffer⸗Frank⸗ furt und Cuntz⸗Mannheim mit je 83%, 6. Endreß⸗TV 46 mit 82 Punkten. Der beſte Stuttgarter war Reh mit 82 Punkten. Die Stegerehrung geſtaltete ſich durch Oberturn⸗ wart Schweizer zu einem ſtimmungsvollen Akt. Auch ſonſt hat es der TV 1846 verſtanden, dem Wettkampf wie⸗ derum einen feinen Rahmen zu geben. Einleitend war es die Sängerriege des Vereins, die den Auftakt mit dem Chor„Deutſchland, dir mein Vaterland“ gab, nachdem Aufmarſch der Wettkampfmannſchaften. Auch der Spiel⸗ mannßzug des TV Schwetzingen hatte ſich in den Dienſt des Nachmittags geſtellt, ebenſo die Muſikriege des Ver⸗ eins ſowie die Turnerinnen⸗Abteilung und die Schülerin⸗ nen⸗Abteilung, die beide burch ihre Gymnaſttk⸗Vorführun⸗ gen die Uebungsfolge des Nachmittags wirkungsvoll er⸗ gänzten. Zahlreich haben ſich die ſtgatlichen und ſtädtiſchen Behörden eingefunden ſowie eine ganze Reihe Turner und Turnerführer aus der näheren Umgebung, die durch Ober⸗ turnwart Schweizer herzlichſt begrüßt wurden. Waldläuße des Kreiſes Anterbaden Lauſer⸗Mæc wieder in Front— Schwache Beteiligung Die Waldläuſe des Kreiſes Unterbaden, die der Fuß⸗ Hallverein Weinheim in kaum zu überbietender Art vor⸗ bereitet hatte, fanden bei glänzender Witterung ſtatt. Der von der Landwirtſchaft ſehnlichſt erwartete Regen war in der Nacht zum Sonntag niedergegangen, ohne die Strecke zu beeinfluſſen; dafür war die Luft im nahen Wald, durch den die Strecke zum Teil mit über 30 v. H. Steigung führte, umſo würziger. Die Strecke muß als ſehr ſchwierig be⸗ zeichnet werden und war beſonders den Mannheimer Ath⸗ leten etwas ungewohnt. Die Beteiligung in den ſieben zum Austrag gekomme⸗ nen Konkurrenzen muß als ſehr ſchwach bezeichnet werden. Der Lauf für Fußballer fiel aus, da ſich kine Konkurren⸗ ten einfanden; dasſelbe Schickſal traf den Lauf der Jugend⸗ klaſſe B, zu dem nur eine Meldung eingegangen war. Ins⸗ geſamt waren ca. 70 Teilnehmer am Start, denen über die Strecke verteilt 100 Sanitäter gegenüberſtanden. Es muß in ödieſem Zuſammenhang noch betont werden, daß der Fuß⸗ Ballverein wirklich vorbildliche Arbeit geleiſtet hat, dem, zuſammen mit der freiwilligen Sanitätskolonne des Roten Kreuzes, volle Anerkennung gebührt. Für die pünktliche Abwicklung ſorgte der Sportwart des Kreiſes. Von den Läufen, die mit Ausnahme der Seniorenklaſſe und-Jugend keine allzu ſtarken Felder aufwieſen, in⸗ texeſſiert beſonders die erſte Klaſſe mit dem erneuten Zu⸗ ſammentreſſen von Lauſer⸗M TG. und Gaßner⸗VfR. Gaß⸗ ner erſchien jedoch nicht in beſter Verfaſſung am Start und mußte Lauſer den Vorrang laſſen, den wir auch bei körper⸗ Iichem Fitſein von Gaßner als den Stärkeren anſehen mitſſen. Ohne irgendwelche Anzeichen von Müdigkeit ging der MTGler in beſter Haltung durchs Ziel. Einen über⸗ zaſchend guten öritten Platz belegte der Weinheimer Lapſten, ſtellten Phönig und MTc̃. die Einzelſieger der Jugend⸗ der Steger der Klaſſe III wurde. Im Rahmenprogramm klaſſe A und C. Phönix wurde in der C⸗Klaſſe Mann⸗ ſſchaftsſieger, während FV. Weinheim bei den Aelteren Erſter wurde. Dreimal erſter Sieger wurde VfR., der in Frau Kehl den Sieger in der Damenklaſſe ſtellte; Schön⸗ berger war Erſter bet den Alten Herren und Schmitt bei den Junioren. Die Ergebniſſe: Jugend 4, 3000 Meter: 1. Habel⸗M ch 16:18,02 Min.; 2. Stirmlinger⸗ Miß Phönix 1622,02 Min.; 3. Keller⸗Vfgi 1626,04 Min. Maunſchaftsſieger: 1. JV Wein⸗ heim 10 Punkte; 2. Mi C Phönix 12 Punkte. Jugend, 1500 Meter: 1. Keßler⸗Micc Phönix 6700 Min.; 2. Krämer⸗Mic Phönix:04 Min.; g. Lammert⸗ Tec Phönix:05 Min. Mannſchaftsſieger: 1. Mic Phönix 6 Punkte. Damen, 1500 Meter: 1. Fr. Kehl VfR 6738 Min.; 2. Frl. Flügler⸗MTG:00 Min.; 3. Frl. Kaiſer⸗M T:04 Min. Alte Herren, 3000 Meter: 1. Schönberger⸗VfR 18:03 Min.; 2. Jöſt⸗FV Weinheim 18:07 Min. Junioren, 5000 Meter: 1. Schmitt⸗Vfn 29:90 Min.; 2. Rleiſer⸗VfR 29:81 Min. Senioren Kl. 1. 8000 Meter: 1 Lauſer⸗ Mech 92 25 Min; 2. Gaßner⸗VfR 3249 Min.; 3. Weber⸗M 7G 93:59 Min. Mannſchaftsſieger: 1. M. Senioren Kl. 3, 8000 Meter: 1. Lapſien⸗ V Weinheim 82:58 Min.; 2. Freund⸗ MT 33:17 Min.; 3. Jooſt⸗J B Weinheim 33748 Min. Mannſchaftsſieger: 1. F Weinheim. l Südoeutſche Waldlaufmeiſterſchaften 1860 München ſiegt im Mannſchaftskampf Unter ſehr günſtigen Vorbedingungen wurde am Sonn⸗ tag in Heilbronn die ſüddeutſche Waldlaufmeiſterſchaft ausgetragen. Der verauſtaltende Verein Bft. Heilbronn Batte alles getan, um die Veranſtaltung zu einem Ereignis zu machen. Die Strecke war glänzend ausgerichtet, der Beſuch war mit 2000 Zuſchauern auf dem Platz und mit 5000 Menſchen auf der Strecke außergewöhnlich gut. Bis auf einen Fehllauf bei den Jugendlichen wurden alle Läufe glatt abgewickelt, Die Strecke ſelbſt war verhältnismäßig leicht und iſt mehr als Querfeldein⸗ als als Waldlaufſtrecke zu bezeichnen. Nach einem Drittel des Weges führte die Strecke über den Platz des Vfg. Heilbronn. Hier war noch ein ſtarkes Feld beiſammen, das Helber 1 Stuttgart vor Helder 2⸗ Stuttgart und Bertſch⸗VfB. Stuttgart angeführt wurde. Die ſpäteren zehn Erſten lagen alle ſchon in der Spitzen⸗ gruppe. Bei 7 Kilometer hatte Helber 1 vor Oſtertag 1860 München die Führung. Es folgten dann Bertſch, Helber 2 und der Nürnberger Nickel. Auch hier war noch eine ſtarke Spitzengruppe zuſammen. Der Kampf war ſehr hart, da ſich tatſächlich die beſten Waldläufer Süddeutſchlands zuſam⸗ mengefunden hatten. Das Rennen wurde erſt im Enudſpurt auf dem Platz oͤes VfR. Heilbronn entſchieden. Auf den letzten 150 Metern ſicherte ſich der Münchner 1860er Oſter⸗ tag, der den Lauf(10 Kilometer) in 39:10 Min beendete, einen ſicheren Vorſprung vor Helber 1 39:29 Min, und dem Nürnberger Nickel 39:44 Min. Der vorjährige Meiſter Bertſch⸗Stuttgart mußte ſeinen Klubkameraden Helber 2 noch auf den 4. vorlaſſen. Im Laufe der Klaſſe 2 wurden etwa 8 Kilometer zurückgelegt. Nach ſchönem Kampf ſiegte Ceder⸗Darmſtadt 98 in 38:06 Min. vor Groller⸗Illingen. Die Ergebniſſe: Klaſſe 1, 10 Kilometer: 1. Oſter ta g⸗1860 München 39:10, 2. Helber 1⸗Stuttgart 39:29, 3. Nickel⸗Nürnberg. Mannſchaftslauf: 1. 1800 München 24 Punkte, 2. BfB. Stuttgart 27., 3. Nürnberger SC. 29., 4. Stuttgarter Kickers,. — Pokalkämpfe der Amaleurboxer Nitolai gewinnt den Henſel⸗Pokal, Häußer den Grockenberger⸗Pokal Der VfR Mannheim hat im vergangenen Jahr zum erſten Male zum Gedächtnis ſeiner beiden früh verſtorbe⸗ nen Mitglieder Nikolaus Henſel und Adolf Grockenberger Pokalwettkämpfe veranſtaltet, die überall großen Anklang fanden. 1932 konnte Lang⸗ mann Frankfurt im Endkampf Deimling⸗ Karlsruhe be⸗ ſiegen und damit zum erſten Mal den Henſel⸗Pokal er⸗ ringen. Um den Grockenberger⸗Pokal ſtanden ſich Häußer⸗ 08 Mannheim und Lennert⸗VfR gegen⸗ über. Lennert verlor den Kampf nach erbittertem Wider⸗ ſtand. Im Federgewicht verteidigte Langmann⸗ Frankfurt ſeinen Pokal nicht, nur der Zweite, Deim⸗ ling ⸗ Karlsruhe, ging wieder in den Ring. Im Leicht⸗ gewicht bot der Pokalverteidiger Häußer eine aus⸗ gezeichnete Leiſtung und errang den Pokal zum zweiten Mal. Im Federgewicht hatte Nicolai ⸗ 03 Ludwigshafen Freilos gezogen, da Zott⸗Kaiſerslautern wegen Verletzung nicht antreten konnte. Der Beſuch hätte beſſer ſein dürfen. Alle Kämpfe, auch die Rahmenkämpfe, wur⸗ den mit großer Härte und Erbitterung durchgeführt. Von 9 Kämpfen endeten drei durch k. o. Die beſte Leiſtung boten Häußer und Chriſtmann im Endkampf um den Grockenberger⸗Pokal. Der erſt 18jährige Chriſtmann erwies ſich als ein ungemein harter Nehmer, den Häußer trotz ganzer Serien, die er in die Körperpartien ſchlug, nicht erſchüttern konnte. Vor Beginn der Kämpfe wies Schwind ⸗ VfR auf die Bedeutung und den Zweck die⸗ ſer Pokalkämpfe hin. Der Vorkampf im Federgewicht Der Zweite von 1932, Deimlin g ⸗BV. Karlsruhe hatte Dehoff⸗Wormatia Worms zum Gegner. In den Schlagwechſeln der erſten Rwosde ſchneidet Dehoff immer etwas beſſer ab, ſo daß dieſe Runde ihm gehört. Die zweite Runde, die wieder dauernde Angriffe von beiden Seiten bringt, iſt ziemlich ausgeglichen, vielleicht mit ganz knap⸗ ven Vorteilen für Dehoff. In der dritten Runde verſucht Deimling aufs Ganze zu gehen, er wird aber von Dehoff ſehr gut abgefangen und in die Verteidigung gedrängt. Gegen Ende der Runde muß Deimling auf einen genauen Treffer auf den Kinnwinkel bis 9 zu Boden. Dehoff nimmt ſeine Chance wahr und ſetzt Deimling bis zum Schluß des Kampfes noch ſchwer zu. Einwandfreier Punkt⸗ ſieger Dehoff. Die Vorkämpfe im Federgewicht Im erſten Kampf trafen ſich Müller ⸗Karls⸗ ruher BV. und Chriſtmann⸗TV. 61 Kaiſerslautern. Chriſtmann iſt ein überaus ſchneller und hartſchlagender Boxer, der jeden Vorteil mit ausgezeichnetem Auge wahr⸗ aimmt. Müller wird ſchon in der erſten Runde von ſeinem Gegner überraſcht und gut getroffen. Alle drei Runden gehen an Ehriſtmann, der immer wieder klare, wirkungs⸗ volle Treffer anbringt und auch im Nahkampf immer mit Vorteilen abſchneidet. Sein Punktſieg war einwandfrei und verdient. Beide boxten überaus anſtändig. Das zweite Treffen beſtritten Scho r k⸗Og Lusd⸗ wigshafen und Häuße r⸗Boxring Mannheim. In der erſten Runde verſucht Schork durch ſtürmiſche Angriffe Häußer zu überraſchen. Dieſer kann ſich aber ſofort auf ſeinen Gegner einſtellen. Schon gegen Ende der erſten Runde muß Schork weichen. In der zweiten Runde kommt Häußer einige Male ausgezeichnet oben durch, ſo daß Schork vorſichtiger wird. Die dritte Runde iſt ganz groß für Häußer, der ſeinen Gegner vollkommen eindeckt. Schork iſt nach dem Kampf ziemlich mitgenommen. Im Endka pf werden ſich Häußer⸗Boxring Mann⸗ heim und Chriſtmann⸗Kaiſerslautern gegenüberſtehen. Die Rahmenkämpfe Im Halbſchwergewicht hatte Kelle r⸗Vfn Deuchel⸗ 03 Ludwigshafen zum Gegner erhalten. Deuchel greift ſo⸗ ſort ſtürmiſch an und trifft Keller links und rechts gut. Keller weicht, man hat den Eindruck, als ob Deuchel raſch ge⸗ winnen ſollte. Plötzlich ändert ſich das Bild. Keller greift an, kommt bei Deuchel auf den Magen durch und erwiſcht ihn dann ſchwer im Geſicht. Deuchel gibt ſchwer angeſchla⸗ gen den Kampf auf. Sieger durch techniſchen k. o. Keller. Im Mittelgewicht ſtiegen Layer⸗ VfR. und Kuhn ⸗ s Ludwigshafen in den Ring, Kuhn iſt größer als ſein Gegner, er kann dieſen durch forſche Angriffe am Kopf er⸗ wiſchen. Gegen Ende der erſten Runde bringt Layer einen wuchtigen Magentreffer an, der bei Kuhn Wirkung verrät, Dieſe Runde endete mit ganz knappen Vorteilen für Kuhn. Kuhn eröffnet die zweite Runde wieder ſofort mit wilden Schlagwechſeln, bei denen Layer der Nehmende iſt. Layer ſetzt dann Kuhn mit einem genauen Rechten bis 4 auf die Bretter. Beim Hochkommen überfällt Layer Kuhn und ſchickt ihn erneut zu Boden. Kuhn muß ſich auszählen laſſen. Sieger durch k. o. Layer. Im Leichtgewicht trafen ſich Maierhöfer⸗ Vfg. und Schneider ⸗(s Ludwigshafen. In den beiden erſten Runden nützt Schneider ſeine größere Reichweite aus. Er kann ſeinen Gegner wirkungsvoll treffen, ſo daß dieſer auf den Rückzug muß. In der dritten Runde ſtürzt Schneider aus dem ſehr ſchlecht aufgebauten Ring, bei 8 ſteht er jedoch wieder in der Ringmitte. Gleich darauf ſchickt ihn Maier⸗ höfer bis 4 zu oden. Dieſe Runde war groß für Maier⸗ höſer, ſie genügte aber nicht, um den Punktvorſprung von Schneider auszugleichen, der verdienter Punktſieger wird. Im Miſchgewicht gab es keinen ſchönen Kampf. Maher⸗ VfR.(Halbſchwergewicht) hatte den Schwergewichtler Metzger⸗ Boxring Mannheim, zum Gegner. Metzger kann aus ſeiner merkwürdig tiefen Stellung heraus Mayer ſofort erwiſchen, dieſer ruht ſich bis 9 aus. Mayer fällt dann Metzger an, dieſer hält jedoch ſtark. In der zweiten Runde kommt Mayer immer wieder durch, Metzger ſchieht und hält. Metzger kommt gegen Schluß mit einem Rechten durch. In der dritten Runde ſtarker Schlagwechſel mit Vor⸗ teilen für den reiner boxenden Mayer. Punktſieger Mayer, Bei taktiſch richtiger Einſtellung hätte Mayer dieſen Kampf ganz überlegen gewinnen müſſen. Die Pokal⸗Entſcheidungen Im Federgewicht mußte Dehoff, der gegen Deimling keinen leichten Kampf hatte, gegen den ausgeruhten Niep⸗ lai antreten. Beide beginnen ſehr vorſichtig Nicolaf greiſt in ſeiner raſchen Weiſe an. Dehoff deckt aber gut, ſo daß ihm Nicolai nicht viel anhaben bann. In der zweiten Runde kommt Nicolai ſchwer rechts durch. Dehoff wehrt ſich verzweifelt. Zwei weitere Rechte bringen ihn zu Boden. Beim Hochkommen fällt ihn Nicolat ſofort an und ſchlägt ihn mit einem Rechten für die Zeit zu Boden, Dehoff iſt noch lange nachher ſchwer k o. Im Federgewicht boten Häußer und Chriſtmann den beſten Kampf des Abends. Chriſtmann greift Heherzt an, Häußer nimmt zuerſt etwas, kommt aber dann mit ganzen Serien auf die Rippenpartie von Chriſtmann durch Gegen Schluß nimmt Chriſtmann dͤret ſchwere Linke an den Kopf. Dieſe Runde iſt für Häußer. In der zweiten Runde greift Chriſtmann wieder an und kommt auch bei Häußer am Kopf durch. Bel den Schlagwechſeln kann Häußer oben und unten ganze Serien anbringen. Chriſt⸗ mann wehrt ſich ſehr tapfer, er kann Häußer am Kopf er⸗ wiſchen. Auch dieſe Runde gehört überlegen Häußer. In der öritten Runde wird Chriſtmann von Häußer vollkom⸗ men beherrſcht. Aus allen Lagen trifft Häußer oben und unten. Chriſtmann muß ſogar kurz zu Boden Er tſt aber ſo hart, daß er das Trommelfeuet von Häußer ohne Scha⸗ den überſteht. Häußer wird überlegener Punktſieger und gewinnt den Grockenberger⸗Pokal zum zweiten Mal. Die Ergebniſſe: Federgewicht(Henſel⸗Pokal). Im Endkampf besiegt NI, eo la i⸗og Ludwigshafen Dehoff⸗Wormatia Worms in der zweiten Runde durch k. o. Leichtgewicht(Grockenberger⸗Pokal). Häuß e Boxring Mannheim ſchlägt im Endkampf Chrtſtman n⸗TW. 61 Katſerslautern nach Punkten. i Die Rahmenkämpfe: Halbſchwergewicht, Kelle r⸗VfR. ſiegt über Deu⸗ ch e l⸗03 Ludwigshafen durch Aufgabe in der zweiten Runde Mittelgewicht. Lay e r⸗Vfg ſchlägt Kuh n⸗os Luöwigs⸗ hafen in der zweiten Runde 2. o. Leichtgewicht. Materhöfer⸗ Vfg. verliert gegen Schneide r⸗hs Ludwigshafen nach Punkten. Miſchgewicht. May e r⸗VfR. gewinnt gegen Me tzger⸗ Boxring Mannheim nach Punkten. 1 Cliddeutſche Handball⸗Meiſterſchaft S Waloͤhof verliert die Vorentſcheioͤung in Fürth mit:6 SpVg Fürth— S Waldhof:2(:1) Vor 2000 Zuſchauern kieferten ſich die beiden Gruppen⸗ meiſter ein hartes, erbittertes Ringen, das in der erſten Halbzeit die Fürther klar im Vorteil ſah, da die Gäſte erſt nach der Pauſe zu ihrer erwarteten Form aufliefen. Der Fürther Sturm führte auch ein produktiveres Spiel vor und konnte ſich durch ſeine ſinnreiche, wechſelvolle Angriffs⸗ taktik beſſer durchſetzen. Für die Abwehr war das bevor⸗ zugte Dreiinnenſpiel der Mannheimer ein leichtes Ar⸗ beiten. Es fiel beſonders das umſichtige Arbeiten von Gerath auf. Nach der Pauſe änderte ſich das Bild vollkommen. Die Walöhöfer lieſen zu einer großen Form auf, hatten aber Hotkey⸗Klubkümpfe BfR und T 46 ſpielen unentſchieden— Germania-46 Heidelberg:1 BfR 46:1(0: Der BfR. ſowie der Turnverein 1846 benutzten den Samstag nachmittag dazu, ihren Spielern noch ebamal Gelgenheit zu geben, ſich für die an Oſtern bei auswärtigen Turnieren ſtattfindenden großen Wettkämpfe vorzubereiten. Maßgebend für die Beurteilung können allerdings in erſter Linie nur die Leiſtungen der Turner ſein, die kom⸗ plett antraten und lediglich Schwab, der an Oſtern nicht mit von der Partie ſein kann, erſetzten. Die Ausſichten auf ein gutes Abſchneiden an Oſtern bei dem großen Hockey⸗ Turnier in München⸗Gladbach wären nicht ſchlecht, wenn die Stürmer es genau ſo verſtänden, Tore zu ſchießen, wie die Hintermannſchaft ſolche zu verhindern weiß. Die Lei⸗ ſtungen, die die Angriffsreihe der Turner bot, waren wieder äußerſt ſchwach. Großer Eifer im Feldſpiel ließen zwar zeitweiſe eine leichte Ueberlegenheit heranreifen, vor dem Tore zeigte es ſich jedoch immer wieder, daß lediglich genaue Kombination, Verſtändnis untereinander und Schußſicherheit zu Erfolgen führt, während bei planloſem Spiel lediglich Zufallserſolge herauskommen können. Umſo beſſer ſchlug ſich die Läuferreihe und Hintermannſchaft der 1846er. Von kleinen Fehlern, die allerdings leicht ſchlecht hätten ausgehen können, abgeſehen, waren Metz und Greu⸗ lich ausgezeichnet. Rauſch und Lutz übertrafen diesmal in. der Läuferreihe Aubel, während Wittbrock eine kleine Schwächeperiode fetzt ſcheinbar überwunden und die alte Sicherheit wiedergefunden hat. Weniger zu beurteilen waren die Ausſichten der Raſen⸗ spieler, da zuviel Spieler der etatmäßigen 1. Elf fehlten. Die angenehmſte Ueberraſchung waren die teilweiſe ſehr ſchönen Leiſtungen der fungen Erſatzſpieler, die zwar noch kein vollwertiger Erſatz waren— das kan man jedoch auch nicht gleich verlangen—. die ſich aber gut in die Mannſchaft einpaßten und ihren Teil zu dem Unentſchie⸗ den mit beitrugen. Klar der beſte Mann war Dr. Kul⸗ zinger als Mittelläufer, jedoch ſtand ihm ſein rechter Nebenmann Pfeiffer nicht viel nach. Germania Mannheim— TV. 18460 Heidelberg bel Im Maunheimer Stadion hatte der Th. Germania die Heidelberger Turner zu Gaſte und mußten ſich von den⸗ ſelben geſchlagen bekennen, denn die Gäſte ſtellten eine überaus ſchnelle und ſtockſichere Mannſchaft ins Feld, dle verdient ſiegte. Die Mannheimer hatten ihre komplette Mannſchaft zur Stelle und zeigten ſich wie immer in der Hintermannſchaft als ſicher. Linder war in ſehr guter Form, er griff oft im letzten Augenblick rettend ein. Auch die Mittelreihe konnte noch genügen, während die Au⸗ griffsreihe die ſchönſten Sachen ausließ. Dagegen klappte es bei den Gäſten beſſer. Der Angriff war flink und vor dem Tor ſehr gefährlich. Der kleine Halblinke Kuhnle war hier der beſte Mann. In der Läuferreihe war Brand der überragende Mann und Steckert der beſſere der Ver⸗ teidiger. Der Erſatztorwart Ewald zeigte ſich allem ge⸗ wachſen, er machte die ſchwerſten Bälle ruhig und ſicher un⸗ ſchädlich. Von Beginn an ſind die Gäſte im Vorteil, das Mannheimer Tor iſt in ſchwerer Gefahr, aber Linder ret⸗ tet im leeren Tor ſtehend, in überzeugend ruhiger Weiſe. Auch weiterhin haben die Mannheimer zu kun, um alle Angriffe der Heidelberger abzuſchlagen, denen es erſt kurz vor der Halbzeit gelingt, den Siegestreffer zu ſchießen, als der Mittelſtürmer Reinemuth eine halbhohe Flanke von links, aus der Luft unhaltbar verwandelt. Erſt nach der Pauſe ändert ſich das Bild. Die Mann ⸗ heimer werden mit der Zeit beſſer und drängen die Gäſte zurück. Die Mittelreihe wirft immer wieder den Sturm wor, aber die gegnertſche Hintermannſchaft iſt auf der Hut und wehrt alles ab. Dazu kommt noch, daß die Stür⸗ mer der Germania nicht recht in Fahrt ſind und daß ſte oft vergeſſen, daß auch noch andere Leute zum Torſchießen da ſind und verſuchen ſich allein durchzuwurſteln. Aber trotz⸗ dem ſind die 46er immer noch gefährlich und verſuchen mit überraſchenden Durchbrüchen das Ergebnis zu ver⸗ beſſern, aber ebenfalls ohne Erfolg. Als Schiedsrichter konnten Bechtold und A. Grohe(beide MT.) ſehr gut gefallen, ſie leiteten den Kampf ſicher und unparteliſch. mit ihren Aktionen veichlich Pech und wurben auch noch um zwei reguläre Tore gebracht, wobei ſie um den greifbaren Ausgleich kamen. Im Enoſpurt ſicherte ſich aber Fürth den Sieg. Im allgemeinen konnte die Maunſchaft nicht ſo befriedigen und ſie muß ſchon auf Mannheimer Boden befferes Können zeigen, ſoll nicht erſt der Titel wieder in einem Entſcheidungsſpiel ſeſtgeſtellt werden. Für den fehlenden Halbrechten Seidel ſpielte bei Fürth Schlag⸗ berger und Träg verſah den Einksaußenpoſten. Zacherl war zeitweiſe ſehr indisponiert. In der 4. Minute fiel durch Träg, der nach rechts gelaufen war, der erſte Erfolg, dem Knoll in der 11. Minute das zweite Tor anreihte. Träg ſchaffte noch ein drittes Tor, daun kam Mannheim 50 einem Lattenwurf durch Schmitz zum erſten Gegen reffer. Nach der Pauſe gab es wieder in der 2. Minute ein Tor, als e einen Freiwurf verwandelte. Engekter ver⸗ Heſſerke auf:9. Nun war Manheim eine Viertelſtunde lang dominierend. Durch ein irrtümliches 2 Abſeits kamen ſie um einen ͤritten Tveſſer. Schlagberger ſtellte dann das Endergebnis her i 5 Hanoͤball⸗Privatſpiele FV. Weinheim BfR. Mannheim:22 Der Fußballverein Weinheim hat ſich nun auch eine Handballmannſchaft zugelegt und als erſten Gegner keinen geringeren wie den vergangenen Rheinmeiſter, den Bft. Mannheim, engagiert. Vor über 500 Zuſchauer lieferten die Gäſte unter Kühlwein⸗M FC. 08, dem Platzverein trotz des vorangegangenen Samstagabendſpieles gegen die Turner eine überlegene Partie. Der Sieger demonſtrierte den Bergſträßlern Handball im wahrſten Sinne des Wortes. Ballfangen und Weiter⸗ spielen, Freiſtellen und in erſter Linſe Schießen wurden in höchſter Vollendung gezeigt. Da ſich die Elf auch großer 5 Fairneß befleißigte, iſt das Propagandaſpiel in jeder Be⸗ ziehung als gelungen zu bezeichnen. Die junge Weinheimer Elf zeigte gauz gute Aulagen, aber ihr fehlt es noch an der Ueberſicht werd nötigen Ruhe 15 8 Die Läuferreihe war der ſchwächſte Mann⸗ haftsteil. TV. Jahn Weinheim MTG.:6 Die Mannheimer Turngeſellſchaft weilte mit vielſachem Erſatz beim Turnverein Jahn in Weinheim, deſſen kleinen Platzverhältniſſe die Mannheimer ſtark behinderte. Trotz ſtarken Einſetzens der ganzen Elf mußte aber dennoch diefe knappe, nicht ganz verdiente Niederlage hingenommen wer⸗ den, die aber bei komplettem Antreten unbedingt vermeid⸗ bar geweſen wäre. Im Intereſſe des Anſehens unſeres Handballſports ſollte aber auch insbeſondere bei auswär⸗ tigen Gaſtſpielen auf ein möglichſt ſtarkes Antreten Wert gelegt werden.— Der aparteſiſche vom Platzverein konnte micht gefallen. 5 DDr———Z———— Chefredakteur: H. A. Meißner Verantwortlich für Politik und 5 Dr. W. Reinhardt Handels⸗ 5 ö teil: K. Ehmer-Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport und Vermiſchtes: W. Müller Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil C. W. Fennel- Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: J. Faude, ſämtlich in Manndeim. Herausgeber, Drucker und Verleger! Druckere 5 Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung Gem. 6.., Mannheim, R 1, 46 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückporto 8 1 mern 5 nde . in o 33 NWeontag, 10. April Nene Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe ——— Altrip— 86 Kaiſerslantern:2(:0) Wie vorauszuſehen war, gewann Altrip ſein Aufſtiegs⸗ ptel gegen Kaiſerslautern. In der erſten Viertelſtunde konnte ſich Altrip allerdings nicht zuſammenfinden, ſo daß Katferslautern bei beſſ Sturm beſſer hätte abſchneiden mitſſen. In der 14. J den Halb⸗ rechten Richard Spindler in Minuten ſpä⸗ ter erhöht Schneider auf:0. dann offen, Altrip dabet mehr im Vorteil. Nach dem Wechſel fällt zwei Minuten Tor durch Schneider, in der 10. Minute N einen 17 die ſpäter das dritte durch Hellmuth 1 Schneider das vierte, das ſchönſte des Tag erſten nude muß Schneider Hellm. verletzt a Er thenfalls verletzte Richard Spindler iſt 7 af tätig. Das erſte Gegentor fällt di Minute. Halbrechten in der 24. hart. Dret Minuten vor Schluß lenkt ein Kaiſerslauterner Verteidiger im Gedränge den Ball in die eigene Ecke. kater⸗ Spindler wird dann bei einem Zuſammenprall erheblich von verletzt, ſo daß er ausſcheiden muß. Eine Minute vor ird. Schluß kommt die rechte Seite durch und ſtellt die Partie her⸗ auf 52.— Schiedsrichter Röth⸗Mannheim iſt anfangs gut, chtler fällt dann aber ab. 45 8 8 8 5 Auge fe. Neuſtadt— 3. Kirchheim:5(:8) fällt g Keberraſchenderweiſe konnte Kirchheim die ſauren Punkte in Neuſtadt holen. Neuſtadt verſagte in der Stür⸗ merreihe, hatte aber eine gute Hintermannſchaft. Es kam nde recht in Fahrt. Kirchheim geht durch den Rechtsaußen eiten iebt echten Vor- in der 10. Minute in Führung und erzielt in der 20. Min. auer, durch halblinks Nummer zwei. Neuſtaödt erzielt nun den dampf erſten Gegentreffer durch Mittelſtürmer Quinn(früher B. Zweibrücken) und kurz vor dem Wechſel kommt Keirch⸗ heim noch zum 311 durch den Halbrechten. Nach dem Wechſel nling ic o⸗ greift daß de Sc Gartenſtadt— Alemannia Ilvesheim:1(:1 n zu War ſchon das erſte Spiel beider Mannſchaften vor und acht Tagen eine harte Partie geworden, umſomehr war oden. bie Deviſe„Kampf“ im Wiederholungsſpiele maßgebend. Das Treffen fand abermals in Waldhof ſtatt und hatte a nA trotz des gleichzeitig zum Austrag gekommenen ſüddeut⸗ herzt ſchen Meiſterſchaftsſpiels Waldhof— Pirmaſens einen mit weitaus beſſeren Beſuch zu verzeichnen als vor Wochen⸗ urch. friſt. Die ſportlichen Leiſtungen waren gut, wenn ſie auch e an vielfach geſtört wurden durch eine koloſſale Härte, die nun eiten einmal entſcheidungsvollen Pokalſpielen immer anhaften ) bet wird. kann Es wurde auf beiden Seiten rückſichtslos und mit dem hriſt. Einſatz des Letzten fieberhaft gearbeitet und das unent⸗ f er⸗ ſchiedene Ergebnis hatte bis zum Abbruch des Spieles In durchaus zu Recht beſtanden. Hier mag allerdings gleich kom⸗ feeſagt ſein, daß die Ilvesheimer mehr vom Spiel hatten, und daß es nur einer Schwäche der Angriffsreihe zuzu⸗ 1 ſchreiben war, daß das Spiel nicht regulär gewonnen Scha werben konnte. Ilvesheim hatte während beider Hälften und ein unverkennbares Plus an Chancen, konnte dieſe aber nicht ausnützen. Hartmann, der Sturmführer, ſchien indisponiert und lief nicht zu ſonſtiger Form auf, und Ni- Schwarz, der Erſatzhalblinke, vermochte den wegen Ver⸗ in letzung fehlenden Kraft nicht voll zu vertreten. In der Läuferreihe und Deckung wurde aufopfernd geſpielt und ring namentlich Weber und der rechte Verteidiger Sauer füllten 61 ihre Poſten ſehr gut aus. Wie bei Ilvesheim ſo lag auch 5 bei Gartenſtadt die Stärke in der ausgezeichneten Ab⸗ wehr. Die hier gezeigten Leiſtungen wurden von den übrigen Mannſchaftsreihen nur ſehr vereinzelt erreicht. em; In Wörner(BfR) hatte das Treffen einen korrek⸗ nde. ten und aufmerkſamen Spielleiter, der ruhig und ſicher gs amtierend dafür ſorgte, daß ſich das entſcheidungsvolle Spiel jederzeit in einem annehmbaren Rahmen bewegte. ea Der Spielverlauf geſtaltete ſich namentlich in der 6 7. 1. Hälfte recht abwechſlungsreich. Schon nach 8 Minuten ö hatte Botſchan für Gartenſtadt die Führung geſchafft, 1 1 aber noch vor Ablauf der erſten Viertelſtunde konnte Ilvesheim durch Schwarz den Ausgleich erzielen. Mit zäher Verbiſſenheit kämpften für die Folge beide Mann⸗ 1 ſchaften, wobei Ilvesheim wie erwähnt mehr vom Spiel 0 hatte, aber durch den Ausfall des Angriffes zur Erfolg⸗ loſigkeit verurteilt war. Die Paraden von Gartenſtadt baren und blieben in der Minderheit, wurden aber ge⸗ ùIrllegentlich ebenſo gefährlich wie die der Gegenpartei. 1 Gegen Schluß waren beide Mannſchaften durch das ſtän⸗ um dig foreierte Tempo reſtlos erſchöpft, was dann wohl auch rren den Spcek Gartenſtadt veranlaßt hatte, auf die Verlänge⸗ 1 rung von zwei mal 15 Minuten zu verzichten. den Ilvesheim, dem«⸗Klaſſenmeiſter von Unter⸗ 995 baden, iſt es vorbehalten, als vierter A⸗Verein mit Rhei⸗ lag⸗ nau, Seckenheim und 1919 in 14 Tagen die nächſte Runde herl um den NMz⸗Pokal gegen die Kreisliga zu ſtarten. 45 olg, 7 22 76 a, Die„1000 Meilen“ von Brestia Nei v. Brauchitſch bereits nach 15 Min. ausgeſchieden Tor, Der einzige deutſche Teilnehmer beim berühmten 1000 ver⸗ Meilen⸗ſtennen von Brescia, Manfred von Brauchttſch, nde war nicht vom Glück begünſtigt. Nach ſeinen hervorragen⸗ men den Leiſtungen im Training, das er ſchon ſeit Wochen an das Ort und Stelle durchführte, hatte er für die ſchwere und 9 lange Pritfung ſogar nach Anſicht hervorragender italteni⸗ ſcher Fachleute große Gewinnausſichten. Aber es kam wie⸗ f der einmal anders. Der Deutſche, der wiederholt die 1650 Km. lange Strecke vom Gardaſee bis nach Rom an der abriatiſchen Küſte entlang und zurück nach Brescia in 5 einem atemberaubenden Tempo und ohne jeden Unfall zu⸗ 1 rückgelegt hatte, war kaum eine Viertelſtunde nach dem 19. Start ſchon ausgeſchieden. Gerade als ſein Wagen bei 155 Cremona auf volle Tourenzahl gekommen war und bei Miner Geſchwindigkeit von nahezu 200 Km., ſprangen von Allen vier Reifen die Protektoren ab. Wie durch ein Wun⸗ der behielt von Brauchitſch ſeinen Wagen in der Gewalt und kam mit dem Schrecken davon. An eine Reparatur war natürlich nicht mehr zu denken und ſo mußte v. Brauchitſch ſeine großen Hoffnungen begraben. Die Begeisterung der Italiener beim Start zu dem volkstümlichen Rennen läßt ſich mit Worten kaum be⸗ ſchreiben. Schon in den frühen Morgenſtunden war am en, Slartplatz reger Verkehr, aber durch die Selbſtdiſziplin uhe ber Zuſchauer konnten die Fahrer ohne jede Störung in 11 1 Abſtänden von einer halben Minute auf die Reiſe geſchickt . werden. Nach den kleinen Rennwagen bis 1100 cem. ſtar⸗ dete die 1½ Liter⸗Klaſſe und den Beſchluß bildeten die gro⸗ em ßen„Kanonen“. Zwei Minuten hinter von Brauchitſch nenn ging als Letzter der große Favorit Nuvolart, begeiſtert um⸗ rotz lubelt von ſeinen Landsleuten, ins Rennen. Als Erſter iefſe traf in Rom ber Vorfahrsſieger Borzachhini ein, „ er mit ſeinem Alfa Romeo bereits für dieſen Teil mit 55 5 114,080 Stö.⸗Km. einen neuen Rekord aufſtellte. är⸗ ö 5 1 155 Rupolari gewinnt dit„1000 Meilen Die 7. Coppa Mille Miglia, Italiens und der Welt 9 leres und längſtes e ardekeelin n, wurde Lon dem orragenden italieniſchen Rennfahrer Nuvolari ge⸗ els⸗ Nennen. Nach dem Ausſcheiden des Deutſchen Manfred v. te. guchitſch und des Italſeners Borzacchini, der auf dem eil zweiten Teil der Strecke wegen eines Defektes aufgab, des 75 für Nuvolgri der Weg zum Siege frei. Er gewann 9 1650 Kim kauge Rennen in 1541.50 Stunden, konnte aber mit einem Stundenmittel von nur 108,575 nicht dern Allfftiegsſpiele der Gruppe Rhein iſt Neuſtadt zunächſt überlegen, dann erzielt Kirchheim durch ſeinen Rechtsaußen ein viertes Tor, während Neu⸗ ſtadt durch ſeinen Halblinken:2 erreicht. Im Alleingang ſtellt dann der Kirchheimer Rechtsaußen das Spiel auf 312. Der Schiedsrichter aus Pirmaſens war gut. 1914 Oppau— Eberbach:0(:0) Beide Mannſchaften zeigten ein mäßiges Spiel, wobei jedoch die Oppauer durchweg die Beſſeren waren. In der zwei Minute erzielt e ner(Halblinks) den Eingangs⸗ treffer, zwei Minuten ſßäter gelingt demſelben Spieler das :0. Bis zur Pauſe iſt die Partie dann offen und völlig verteilt.— Nach dem Wechſel fällt in der 20. Minute durch Jakobi ein Handelfmeter, der aber ins Aus geht. 12 Mi⸗ nuten vor Schluß iſt es wiederum Steine i er, der den Kampf und damit das Endergebnis auf 30 ſtellt. Schiedsrichter Göttel⸗Kaiſerslautern leitete vor 1000 Zuſchauern ſehr gut. Weitere Ergebniſſe Weitere Spiele um den Verbandspokal Main⸗Heſſen: Germania Bieber— 1. FC Langen 2: 5 Rhein⸗Saar: Sppg Mundenheim— FV. Saarbr .1; Amieitia Viernheim— Boruſſia Neunkirchen kampflos für Neunkirchen. Witrttemberg⸗Baden: Spvg Schramberg— Germania Brötzingen 216; Fc Birkenfeld— Frankonia Karlsruhe :2; Sc Stuttgart— Bf Karlsruhe ausgef. Bayern: Ulm 94— Schwaben Augsburg ausgef.; VfR Fürth— Teutonia München kompflos für München. Aufſtiegsſpiele Gruppe Main: Viktoria Aſchaffenburg— Blauweiß Bürgel:2; SW Bonames— Sppg 03 Fechenheim:0; Spuog Griesheim 02— VfB Groß⸗Auheim 311. Am den„Pokal der NMz' 1000 Metlen⸗Rekord des Vorfahresſieger Borzacchini mit 109,602 Stundenkilometer ſchlagen. Die Ergebniſſe: Hauptklaſſe über 1500 cem: 1. Tazio Nuvolari auf Alfa Romeo in 15:11,50— 108,575 Stökm.; 2. Caſtelbarco auf Alfa Rome in 15:38,02; 8. Tarufft auf Alfa Romeo in 16:00,57; 4. Bataglia auf Alfa Romeo in 16:22,10; 8. Santinellt auf Alfa Romeo in 16:25,39; 6. Rüeſch⸗Schweiz auf Alfa Romeo in 16:25, 46. Klaſſe bis 1100 cem: 1. Eyſton⸗England auf M. G. in 18:01,04— 91,576 Stoͤkm.; 2. Carl Howe⸗England auf M. G. in 1802,34. In Tourenwagen bis 11090 cem: 1. Ricci⸗Italien auf Fiat in 19:11,36— 86,220 Stoͤkm. In Tourenwagen über 1100 cem: 1. Marinelli⸗Italien auf Bianechi in 18:54,15— 87,277 Stoͤkm. Ueber 1500 cem: 1. Berrone⸗Italien auf Alfa Romeo in 17 45— 93,520 Stoͤkm. Klaſſe der Inneuſteuerlimonſinen: 1. Berti⸗Italien auf Alfa Romeo in 17:49,58— 92,526 Stoͤkm. 10. Nürnberger Hallenſportfeſt Jonath 10,5— Hallenweltrekord— Sievert ſtieß die Kugel 16,11 Meter Das 10. Nürnberger Hallenſportfeſt nahm am Samstag abend in der Feſthalle am Luitpoldhain einen glanzvollen Verlauf. Unter den 6000 Beſuchern ſah man viele Ehren⸗ gäſte, u. a. auch die Vertreter der ſtädtiſchen und der Sport⸗ behörden. Auf der ganzen Linie gab es recht achtbare Leiſtungen, aber als ganz Überragende Könner erwieſen ſich wieder der deutſche Sprintermeiſter Artur Jonath⸗Bochum und der Eimsbütteler Zehnkämpfer und Olympiateilnehmer Sie⸗ vert, die in ihren Spezialkonkurrenzen nicht nur über⸗ legene Siege feierten, ſundern auch mit Rekordleiſtungen aufwarteten. Jonath durchlief im Rahmen des Sprinterdrelkampfes (ler gewann alle drei Läufel) die 100 Meter in 10,5 Sek., eine Zeit, die einen neuen Hallen⸗Weltrekord darſtellt. Noch höher iſt vielleicht die Leiſtung von Sievert im Kugel⸗ ſtpoßen mit 16,11 Metr elazuſchätzen, wenn dieſe Weite auch „nur“ als deutſcher Hallenrekord gewertet werden kann. Auf jeden Fall haben Jonath und Sievert bewieſen, daß ſie auch in dieſer Saiſon eine große Rolle ſpielen werden. Souſſa Billard-Weltmeiſter In Düſſeldorf wurde am Samstag abend die Bil⸗ lard⸗Weltmeiſterſchaft entſchieden. Mit größter Spannung verfolgte man den Schlußkampf zwiſchen Sou 0 und Ppensgen, die beide je eine Niederlage hatten. Souſſa gewann den Kampf knapp und holte ſich damit auch den Titel eines Weltmeiſters mit 6 gewonnenen und einem verlorenen Spiel. Die weitere Placterung lautete: 2. Poensgen 5 gew., 2 verl., 3. Dommering 5 gew., 2 verl., 4. Gabril 4 gew., 3 verl., 5. Moons und Joachim je 3 gew., 4 verloren. Dominicus erhält die Ehren⸗Arkunde des 15. Deutſchen Turnfeſtes, haft zur Haupt⸗ vere Entſchlüſſe chen Turnerſchaft, ete in Abweſen⸗ In Stuttgart, der Stadt traten die 7 rer der Deutſchen Turner ausſchußſitzung zuſammen, die f brachte. heite Vorſitzende der? Direktor Neuen dorff⸗Berlin, e heit de tretenen Führers S sminiſter a. D. Dr. Dominicus, die Tagung mit ehrenvollem Geden⸗ ken an Profeſſ Dr. Partſch, der jahrzehntelang der DT. ein wer Berater und unermüdlicher Führer ge⸗ überbrachte es zur weſen war. amens der Stadt Stuttgart berbürgerme autenſchlager herzliche „beſonders in Bezug auf die Turnfeſt, das im Juli die⸗ nach der ſchwäbiſchen begrüßte Dr. Ober ⸗ usſchuſſes, die Ebenſo des Haupt⸗Feſte ng wurde dann über die Lage Neuendorff in glänzen⸗ lick gab. Der erſte Vorſitzende n Turnerſchaft, Dr. Dominicus, hat mitgeteilt: mein Amt nieder, um der Deutſchen Turnerſchaft Einſtimmig wurde dazu der Deut „Ich lee den weiteren Weg zu erleichtern.“ folgender Antrag angenommen: „Der Haup huß der Deutſchen Turnerſchaft erkennt dankbar an, daß der bisherige erſte Vorſitzende der Deut⸗ ſchen Tu ft, Staatsminiſter a. D. Dr. Domini ⸗ cus, in Liebe zur Turnerſchaft und mit Verſtändnis da⸗ für, daß die neue Zeit eine neue Führung braucht, freiwillig das Opfer eines Rücktritts gebracht hat. Die DT. dankt ihm für das außerordentlich große Maß von Arbeit, das er für ſie geleiſtet und für alle Förderung, die ſtie durch ihn erfahren hat. Sie verleiht ihm die höchſte Auszeichnung, die ſie zu vergeben hat, die Ehren ⸗Ur⸗ kunde der Deutſchen Turnerſchaft.“ Weiter wurden folgende Anträge des Vorſtan⸗ des angenommen: 1. Der Hauptausſchuß wolle die von den Jugendwarten beſchloſſenen und vom Vorſtand des Turn⸗Ausſchuſſes er⸗ gänzten Richtlinien für die Umgeſtaltung und den Sinn der Arbeit an der Deutſchen Turnerſchaft billigen. 2. Die neuen Richtlinien erſtreben u. a. eine ſtarke An⸗ gleichung der Arbeit an der Jugend und berfſenigen an der geſamten Turnerſchaft untereinander. Dieſe Angleichung, die zu einer Vereinheitlichung führen ſoll, iſt nur möglich, wenn ſte ſich auf ein einheitliches Zeitſchriften⸗ tu m ſtützen kann. Der Hauptausſchuß wolle daher grundſätzlich beſchließen, die Herausgabe der„Deutſchen Turnzeitung“ und gegebe⸗ nenfalls anderen DT.⸗Zeitungen einem einzigen Schrift⸗ leiter zu übertragen und zwar Thilo Scheller. Wegen des Zeitpunktes der Uebernahme will der Vorſtand mit den in Frage kommenden Perſönlichkeiten verhandeln. 3. Der Hauptausſchuß wolle ſofort durch den Vorſtand eine Umarbeitung der Deutſchen Turn⸗ Satzung in dem Sinne vornehmen laſſen, daß in ihr der zung in Stuttgart — Einführung des Arier⸗Paragraphen Grundſatz des Führers und der Führung ſtark zum Aus⸗ druck kommt, und daß im 82 Wehr haftigkeit als Ziel turneriſcher Arbeit ausbdrücklichſt bezeichnet wird. 4. Die Deutſche Turnerſchaft hat ſich der nationalen Re⸗ gierung zur Verfügung geſtellt. Daher können Männer und Frauen, die nach ihrem bisherigen öffentlichen Auf⸗ treten für dieſe neue nationale Regierung nicht tragbar ſind, Inhaber von Aemtern innerhalb der Deutſchen Tur⸗ nerſchaft ebenfalls nicht ſein. Der Hauptausſchuß hat ferner beſchloſſen, den Arler⸗ Paragraphen— vorbehaltlich der Zuſtimmung des Deutſchen Turntages— einzuführen. 5. Der Hauptaus eine Umgeſtaltung des Deutſchen Reich uſſes für Leibes⸗ it bungen für un erforderlich, und zwar dahin⸗ angehören, die. oß ihm nur Verbände und auf völkif 1 Sinne Jahns betreiben ge hend, übungen Boden ſtehe T wünſcht, daß die Olympiſchen Spiele erlin ſo ausgeſtaltet werden, daß ſie eine große le Kundgebung darſtellen. Unter dieſer Vorausſetzung wird die Deutſche Turner⸗ ſchaft bereit ſein, an den Spielen und Kämpfen teilzu men, und wird ihre ganze Kraft daran ſetzen, mitzuhe daß die Kundgebung in wi ſen und von der Kraft deu 7 D bei. ſchuß mit öder Durch⸗ des Wehrturnens in der DT, im Sinne der ien für die Geſtaltung und den Sinn der Arbeit S . in der D Zum ſtell v. Kaſſen wart wurde Dr. Schasd⸗ Zerbſt gewählt, in den Ausſchuß für das Beihilfen ⸗ konto Prof. Dr. Partſch⸗Duisburg. In öffentlicher Sitzung wurde über den Stand der Vo r⸗ bereltungen zum 15. Deutſchen Turn fe ſt verhandelt. Insbeſondere wurde folgender Beſchluß ein⸗ ſtimmig gefaßt: Der HA bittet den allverehrten Reichspräſidenten und Feldherren des Großen Krieges von Hin den burg und den Schöpfer und Führer der nationalen Freiheitsbewe⸗ gung, den Reichskanzler Adolf Hitler die Schirm ⸗ herrſchaft über das Deutſche Turnfeſt in Stuttgart zu übernehmen. Das nächſte Alterstrefſen der Dr foll 1934 im Saargebiet ſtattfinden, falls die Verhältniſſe es zulaſſen. Die Frage der Teilnahme an den Deutſchen 1 Kampfſpielen 1934 ſoll ſpäter erledigt werden, 1935 ſoll das 75 jährige Beſtehen der DT feſt⸗ lich begangen werd Der nächſte D 1934 ſtattfinden, U rühzahr e eine üitſche Turutag ſoll im 4 nicht beſondere Verhält frühere E g erfordern. Den A ang bildete eine vater ländiſ gebu mwg, die mit dem Geſaurg des Deutf endet wurde. Mit einem Gut Heil auf ſchaft, Volk und Vaterland ſchloß der 2. DT die denkwürdige Tagung. che Kun d⸗ dliedes be⸗ Turner⸗ Vorſitzende der la ferderennen im Reich Karlshorſt 1. Preis von Rathenow. Jagdrennen. Herrenreiten. 1800 4. 3500 Meter: 1. Kav.⸗Schule Hannover Maibach (Et. v. Bieberſtein); 2. Judith; 3. Frog Papa. Ferner: Ardoritin, Eva, Golödbarſch, Ataraxia. Tot.: 28:10; Pl.: 12, 17, 12:10. 2. Glückauf⸗Hürdenrennen. Verkaufsrennen. 2100. 2800 Meter: 1. M. Schönemanns Domfalke(B. Wurſt); 2. Fimetta; 9. Lichtſtrahl. Ferner: Kamerad, St. Ro⸗ bert, Lortzing, Vici. Tot.: 29:10; Pl.: 12, 12, 14:10. 3. Porto⸗Hürden rennen. 2700 J, 3000 Meter. 1. Ot. M. Buhofers Wiſa Amalfi(H. Müſchen); 2. Honeſka; 3. Wo⸗ tan. Ferner liefen: Jambus, Cockteil, Frundsberg. Tot.: 21:10: Platz: 17, 17:10. 4. Qucensland⸗Flachrennen. Herren reiten. 1800, 2000 Meter. 1. A. J. Borckes Vigor(Hr. Oehme); 2. Re⸗ mus; 3. Jubel. Ferner liefen: Glühwürmchen, Lorenz, Lotosblume, Flugſchüler, Greif, Manfredia, Tanzgräf en. Tot.: 21:10; Platz: 15, 80, 24:10. 8 5. Roſenberg⸗Jagdreunen. Ausgleich II. 3600 J, 8400 Meter.(Außenbahn). 1. Stall Binks Gemma(G. Dolff); 2. Hykſos; 3. Tell. Ferner liefen: Cyklop, Aauilon 8, Heidekönigin, Gert, Khedive, Lohland. Tot.: 51:10; Platz: 20, 28, 23:10. 6. Roſarius⸗Flachrennen. 2100 4, 1200 Meter. 1. Et. M. Buhofers Wiſa Gloria(M. Schmidt), 2. Lampos Sohn, 3. Naſeweis. Ferner: Süßkirſche, Lycomedes, Courtiſane, Lykurg, Gräfin Gertrud, Paua, Habgier, Confetti. Tot. 17:10; Pl. 44, 74, 18:10. 7. Red Nob⸗Jagbreunen. Ausgleich 3. 2100, 3000 Meter(Außenbahn). 1. W. Wolffs Tramonto, 2. Ypſtlantt, 3. Montelair. Ferner: Menelaos, Alma, Flayta, Lieſelott. Tot. 22:10; Pl. 21, 12:10. 8. Teviot⸗Flachrennen. Ausgleich 3. 1600 4, 1400 Me⸗ ter. 1. S. Heymanns Fidelia(Staroſta), 3. Druſus, g. Amb⸗ Süddeutſche Säbelmeiſterſchaften in Mannheim Melcher-Darmſtadt füddeutſcher Junioren⸗Meiſter Die Veranſtaltungen des Mannheimer Fecht Clubs hatten bisher 5 Mannheim nie beſonders großes Intereſſe erweckt. Es iſt daher umſo 5 daß die ſüddeutſchen Säbel ⸗Meiſterſchaften für Junioren, die der Deutſche Fechter Bund geſtern im Parkhotel austrug, ſo großes Intereſſe geweckt und eine ſtattliche Zuſchauerzahl angelockt hatten. Da die gebotenen Kämpfe auf einer beachtlich hohen Stufe ſtanden, 11 55 Veranſtaltung beſtimmt auch ihren Werbezweck erfüllt haben. Der Vormittag war den Vorkämpfen vorbehalten. Da allerdings nur 11 der gemeldeten 16 Teilnehmer erſchienen waren, konten ſich die meiſten Fechter für die Endkämpfe qualifizieren. Die Ergebniſſe in den beiden Gruppen waren: 5 1. Gruppe: Koch(Darmſtadt) 5 Siege, 11 Treffer; Kaſper (Offenbach) 3., 16 Tr.; Bachmann(Mannheim) 2., 18 Tr.; F. Geißler(Rüdesheim) 2 S. 19 Tr.; Bender (Darmſtadt) 2., 20 Tr.; Schneider(Mannheim) 1., 21 Tr. Schneider und Bender mußten ausſcheiden, Bender allerdings nur infolge der größeren Zahl der erhaltenen Treffer. 2. Gruppe: Melcher(Darmſtadt) 3 S. 7 Tr.: Merzbach 2., 14 Tr.; H. Geißler(Rüdesheim) 2., 15 Tr.; Steuer⸗ nagel 2., 10 Tr.; Luitbrand(Mannheim) 1 S. 19 Tr. Duitbrand mit nur einem Sieg lallerdings gegen Melcher!) war hier der Leidtragende. Die am Nachmittag ausgetragenen Kämpfe nahmen einen wechſelvollen Verlauf, wobei der Sieg in erſter Linie zwiſchen dem Darmſtädter und Offenbacher Fechter lag, während der Mannheimer Vertreter über den letzten Platz nicht hinauskam. Nach der 3. Runde lag Kaſpar ſicher in Führung, da er achmann, ſämtliche allerdings nur Melcher, Merzbach und i knadp 34 geſchlagen hatte. Koch war gleichfalls nicht mehr unterlegen war, ohne Niederlage, da er gegen Melcher egen den auch Steuernagel verloren hatte. In der 4. Rande ſchlug Kaſper Fr. Geißler, während Koch gegen Steuernagel zu einem weiteren Siege kam. Auch Melcher gewann. Die 5. Runde brachte Koch überraſchend die 2 Niederlage durch Melzbach, der durch dieſen Siea etwas aufkam, dagegen gelang es Koch cenſchließend Kaſper, von 0˙3 gegen ſich aufholend, mit 53 die 1. Niederlage bei⸗ zuhringen, wodurch Melcher an die Tabellenſpitze ge⸗ kangte, da er die geringſte Treſſerzahl bisher erhalten hatte. Kafper verlor auch ſeine beidon letzten Partien und mußt⸗ ſich ſchließlich mit dem 6. Platz begnügen. Merzbach, der nur noch leichtere Gegner hatte, vermochte dadurch noch auf den 2. Platz vorzuſtoßen, was ihm allerdings dadurch erleichtert wurde, daß ſich Koch in der 7. Runde von H. Geißler ſchlagen ließ. H. Geißler, der zu Beginn ziemlich zurück lag, kam erſt gegen Schluß in Schwung, errang aber dann durch Siege über Koch und Kaſpar noch den 5. Platz. Die Tabelle zeigt folgendes Bild: Teilnehmer Siege Niederl. erh. Treſſer Platz 1. Melcher⸗Dar mſtadt 6 1 12 15 2. Merzbach⸗Offenb. 5 2 24 2. 3. Fr. Geißler⸗Rüdesh. 1 6 9¹ 72 4. Bachmann⸗Mannhelm 0 7 35 8. 5. Koch⸗Darmſtadt 0 8 23 4. 6. Kaſper⸗Offenb. 4 3 2 6. 7. H. Geißler⸗Rüdesh. 4 9 2 5. 8. Steuernagel⸗Darmſt. 4 8 20 3 Der Kampf um den.—6. Platz wurden lediglich durch die Zahl der erhaltenen Treffer entſchieden, da 4 Teilneh⸗ mer 4 Siege und 9 Niederlagen erhalten hatten. Mit Melcher, der erſt vor 8 Tagen die ſüddeutſchen Florett⸗ Junioren⸗Meiſterſchaften errungen hatte, gewann der beſte Mann, wie ſchon die geringe Zahl der erhaltenen Treffer zeigt. Die Corinthians in Hamburg Ein Unuentſchieden gegen den S Etwa 10 000 Zuſchauer hatten ſich am Samstag auf dem Platze des Hamburger Sport⸗Vereins zu dem internatio⸗ nalen Fußballkampf gegen die bekannte engliſche Amateur⸗ elf, die Corinthians, eingefunden. Nach einem von der erſten bis zur letzten Minute aufregendem Spiel trennten ſich die Mannſchaften:2. Das Remis iſt zweifellos für die Engländer ein ſchmeichelhafter Teilerfolg, denn die Hamburger Rothoſen hätten mit mindeſtens zwet Toren Vorſprung gewinnen müſſen. Bei den Gäſten war die Abwehr ausgezeichnet, auch die Läufer zeigten gediegenes Können. Beide Angriffsreihen ſcheiterten ſtets an der ſtarken Verteidigung vor beiden Toren. Die Corinthians gingen in der 10. Minute durch den Rechtsaußen Cooper in Führung, doch acht Minuten vor dem Wechſel fiel durch Noack der Ausgleich. Eine Viertelſtunde nach der Pauſe brachte abermals der Rechts⸗ außen ſeine Mannſchaft in Front, bis ſchließlich in der 34. Minute der HSV durch Dörfel endgültig gleichz iehen konnte. Livius, Senator, Maſcha, Kummer, 133:10; Pl. 23, 20, nenwarte, 4. Sun. Ferner: Palaſtwache, Craſi, Domintkaner, Puma, Princeß Trianon, Leonatus, Heureka. Tot. 23, 1910. Tages⸗Doppelwette 4. u. 6. Rennen: 3710. Horſt⸗Emſcher 1. Eröffuungs⸗Jagbdrennen. 1600. 3000 Meter: 1. J. F. Jauninks Simulant(H. Weber); 2. Kombdkantin; 3. Baſthirſch. Ferner: Pralinee, Claretta, Struan, Droſtei, Stilet. Tot.: 23:10; Pl.: 18, 28, 18:10. 2. Preis vom Roſenhügel. Für Dreifährige. 2000 l. 1200 Meter: 1. Frau L. Moslers Elmar(H. Bielke); 2. Meerjunge; 3. Schwertknouf; 4 Dorita. Ferner: Pela⸗ doros, Muſterknabe, Siſtkon, Schrachan, Order, Viſta, Wun⸗ dermaid, Pieta. Tot.: 40:10; Pl.: 14, 18, 27, 82:10. 8. Schloßpark⸗Reunen. Verkaufsrennen. 1600. 1400 Meter: 1. G. u. W. Eichholz Teufelsfunge(Roſenberg); 2. Dietator; 3. Vingulis. Ferner: Märzprinzeß, Baſtet. Tot.: 146:10; Pl.: 40, 13:10. 4. Phönix⸗Jagdrennen. Ausgleich 8. 1000. 9700 Meter: 1. Frau A. Keims Sans pareil(H. Weber); 2. Kipnis; 3. Lorbeerroſe; 3. Patriotin(totes Rennen). Ferner: Regent, Bandage, Brotverdiener, Harniſch. Tot.: 43210 Pl.: 23, 48, 23, 30, 21, 15:10. 5. Preis von Gelſenkirchen. 2500. 1600 Meter: 1. J. Pfeiffers Voltaire 2(W. Genz); 2. Agathon; 3. Champag⸗ ner. Ferner: Rudolf. Tot.: 187:10; Pl.: 24, 14, 20:10. 6. Norbſtern⸗Ausgleich. Ausgleich III. 1600 /, 1400 Meter. 1. K. Hilds Vialat(J. Pinter); 2. Hageſtolz; 8. 1 4. Sauſewend. Tot.: 77:10; Platz: 29, 81, 20, 10. 7. Weidwall⸗Hürdenrennen. 1600 /, 2800 Meter. 1. Geſt. Ravensbergs Schonzeit(H. Glitſch); 2. Kaltf; 8. Fahrewohl. Ferner liefen: Gebt Feuer, Ibfenburg, Klaus Wendelin, Stilet, Hatz, Oberland. Tot.: 27:10; Platz: 16, 82, 20:10. Tagesdoppelwette: 4. und 5. Rennen 69810. Hannover 1. Begrüßungs⸗Rennen. Für Dreifährige. 1100 Meter. 1. J. Coßmanns Mappe(W. Höllein]; 2. Exe ploſton; 3. Kriegsflagge. Ferner liefen: Schwarzwals⸗ 1 0 e Maggt, Cröſus. Tot.: 45:10 Phatz: 18. 2, 10. 1800, 2. Bennigſen⸗Rennen. Verkaufsrennen. 1800 ,, 1800 Meter. 1. J. Coßmanns Campo Santo(W. Höllein); 2 Barbar; 3. Goldfee. Ferner lief: Mamita. Tot.: 1540; Platz 11, 12:10. 3. Frühjahrs⸗Jagdrennen.(Klaſſe). 900 4, 8800 Meter. 1. Kav.⸗Schule Hannovers Sergeant(Frhr. v. Dak⸗ wigk); 2. Merkur 2; 3. Condor, Ferner liefen: Caſalanza, Futuriſt, Mangold, Eberhardt, Giſela, Deichgraf. Tot: 41:10; Platz: 14, 12, 12:10. 4. Pokal. Ausgleich II. Ehrenpreis und 2700, 1400 Meter. 1. Frau J. v. Opels Irländer(K. Narr); 2. Pa⸗ pageno; 3. Chrysler. Ferner liefen: Putz, Perlmuſchel⸗ Tot.: 15:10; Platz 13, 21:10. 5. Hannoverſcher Ausgleich. Ausgl. 3. Ehrpr. u. 9000. 1000 Meter. 1. P. Mülhens Falena(W. Höllein), 2. Stauff, 3. Musketier. Ferner liefen: Andreas Hofer, Gerlind, Perlmuſchel, Verdt, Wiſſenſchaft, Tijuana. Tot. 46:10; Pl. 14, 25, 13:10. 6. Bemeroder Jagbreunen 1800 l. 3200 Meter. 1. Rttm. v. Metzſch' Oriolus, 2. Bergſchüler, 3. Monte Godello. Fer⸗ ner lief: Pechvogel. Tot. 44:10; Pl. 18, 40:10. Tages⸗Doppelwette: 2. und 4. Rennen: 16:10, Olga Jordan ſiegt in Paris Jubiläum der Pariſer„Möven“ Der Pariſer Damenſchwimmelub„Les Mouettes“ ver⸗ anſtaltete am Freitag abend anläßlich ſeines Wfährigen Beſtehens internationale Schwimmwettkämpfe, an denen ſich auch oͤie deutſche Meiſterin im Kunſtſpringen Olga Jor⸗ dan⸗Jentſch beteiligte. Die Nürnbergerin begeiſterte wie immer das Publikum und ſiegte mit 69,16 Punkten vor der Holländerin Klapwyk(og.]. In den Schwimmkon⸗ kurrenzen gab es Furchweg holländiſche Siege. Ueber 100 Meter Rücken ſiegte Frl. den Duden in 120% und über 200 Meter Kraul ſchlug Frl. Baumeiſter⸗Rotterdam in 220,2 die bekannte Franzöſin Algado(:58,4). 2 8. Seite 5 Nummer 168 10. April 193g Neue Maunheimer Zeitung/ Morgen⸗. Montag, ür Ostern Sport. 10 Artikel aller Art. ü Bis jelzi fast ur noch Heufe u. morgen: Die elf Schi schen Uifielere Das eindrucksvolle Tonfilm 1898 Ein neuer triumphaler Erfolg für Asta Nielsen in ihrem ersten Tonfilm „Unmögliche Liebe“ 0 Besucher 5(Vera Holgk und ihre Töchter) großen „mit Hans Rehmann Erxy Bos Ellen Schwannecke e 3 8 80 5 . Hilde Hildebrandt Jul. Falkenstein A. Pointner? e 5 2 N 6 N 2 Das üUberragendste Fllmwerk der Splekzeit! 4 * „Modernes Afrika“! m. Heglig, Vtg. v. Hans Schomburg! Indanthren, alle Gröen vorrätig! NEUESTE FOX-TON WOCHE. 300,.10,.40 Un S. 00, 2 50 eee ee Der Flim des deutschen volkes! 90 13 Marschall Vorwaäa Fis 4 nation. Erhebung das große nationale Tonfilm-Werk mit einer noch * nicht dagewesenen prominenten Bese tzung — 2 8 Faul Wegener Friedrich Kayssler Paul Richter Hans A. v. Schlettow/ Fr. Alberti Ferd. 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