Einzelpreis 1 0 1 Neue Mannheimer Zeitung M hei G U 200 4 Anzeigenpreiſe: 32 am breite Colonelzeile RM. 40, 79 mm breite annheimer General-Anzeiger Reklamezeile RM..50. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Konkurſen, Ver⸗ Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,—6.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatl. RM..08 und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..25, durch die Poſt RM..70 einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, Ne Fiſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. gleichen oder Zahlungsverzug keinerlei Rabattgewährung. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für telefoniſche Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. 5 Abend⸗ Ausgabe Donnerstag, 13. April 1933 144. Jahrgang— Nr. 75 Ambau der Steuern Meldung des Wolffbür os — Berlin, 13. April. im Reichsfinanzmini⸗ Der neue Staatsſekretär ſterium, Reinhardt, gewährte einem Vertreter des„Zeitungsdienſtes“ eine Unterredung, in der er U. a, erklärte, daß mit der Vielheit der Steuergeſetze und mit der Kompliziertheit des Steuerrechtes Schluß gemacht werden müſſe. Die Steuern müßten ſozial, gerecht und wirtſchaftlich tragbar ſein. Steuer⸗ erhöhungen, die geeignet ſein könnten, eine neue Be⸗ laſtung der breiten Maſſe des deutſchen Volkes her⸗ beizuführen und kaufkraftſchmälernd zu wirken, ſeien nicht geplant. schaftliche Vormachtſtellung im Intereſſe des Mittel⸗ ſtandes gebrochen werde. Maſſen unſeres Volkes zu heben. Die Erhöhung der Eine Million unterschlagen Sieben führende Perſönlichkeiten der Vadiſchen Veamtenbank in Haſt Meldung des Wolffbüros — Karlsruhe, 13. April. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Wie der Oeffentlichkeit bereits bekannt gegeben wurde, hat im Auftrag des Reichskommiſſars eine Reviſion der Badiſchen Beamtenbanuk ſtatt⸗ gefunden. Schon nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen ſteht feſt, daß in den vergangenen Jahren Unterſchlagungen in Höhe von etwa Die Verantwortlichen, insgeſamt ſieben füh⸗ rende Perſönlichkeiten der Bank, ſind im bewahren. Ueberſtürzte und unbegrün⸗ dete Abhebungen können nur ſchaden. Durch die aufgedeckten Verluſtgeſchäfte iſt der Be⸗ ſtand der Bank und die Sicherheit der Einleger micht gefährdet. Haftbefehl in Sachen Kahn Meldung des Wolffbüros — Berlin, 13. April. Tochtergeſellſchaft Agema, 2. wegen Vermögensver⸗ ſchiebung ins Ausland durch die Tochtergeſellſchaft haft genommen worden. Ein Geſetz zum Schutze des Mittelstandes 4 Eine Mittelſtandsſchutzſteuer auf Warenhäuſer und Filialbetriebe— Gerechtere Verteilung der Steuern und Laſten Zwei Monate Amwälzung Von unſerem Berliner Mitarbeiter J Berlin, 13. April. „Die erſte Phaſe der nationalen Revolution“, ſo hat Reichskanzler Hitler auf dem Empfangsabend der auswärtigen Preſſe feſtgeſtellt,„iſt erfolgreich beendet“. Sie umfaßt, von dem hiſtoriſchen 30. Januar an gerechnet, eine Spanne von wenig mehr als zwei Monaten. Was ſich in dieſem engen Zeit⸗ raum an Ereigniſſen zuſammendrängt, iſt in ſeiner Fülle und in ſeinem dramatiſchen Auf und Ab ver⸗ wirrend. Die Entwicklung hat ſich mit einer Schnel⸗ ligkeit und mit einer Vehemenz vollzogen, die kaum eine Atempauſe geſtattete. Gegenwärtig befinde ſich ein Geſetz zum 1 Million/ zum Schaden der Bank verübt Wie das Korruptionsreferat im preußiſchen N Schutze des mittelſtändiſchen Einzel⸗ und von den verantwortlichen Perſönlichkeiten tot⸗ Juſtizminiſterium mitteilt, iſt in dem Verfahren Manch einer hat wohl gemeint, er könnte am Ufer handels in Vorbereitung. Darnach werde eine geſchwiegen worden ſind. Die Schuldigen ſind ſ. Zt. gegen den Großinduſtriellen Kahn von ſtehen und zuſchauen, wohin der reißende Strom Mittelſtandsſchutzſteuer, die auf Warenhäuſer und der Staatsanwaltſchaft nicht überantwortet worden. dem Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen treibe. Wer ſo dachte, wird inzwiſchen eines anderen Zweigstellen umgelegt werde, einheitlich für das ge⸗ Die Leiter der Bank haben ferner Geſchäfte getätigt, Kahn, Limberg und Beckmann erlaſſen worden, belehrt ſein. Selbſt das kleinſte Einzel⸗ N ſchickſal iſt von der Bewegung erfaßt und erſt ein flüchtiger Blick rückwärts läßt einen gewahr werden, wie von Grund auf ſich die im ſamte Reich eingeführt werden. Dieſe Steuer, die die über den Rahmen der Aufgaben einer Sparbank und zwar gegen Kahn 1. wegen Betruges gegen⸗ nach dem Umſatz bemeſſen ſei, werde ſämtliche Waren⸗ weit hinausgehen und ſchwere Verluſte zur Folge über Handelsgeſellſchaften, Handwerkern, Lieferan⸗ worden, die faſt ſturzartig hereinbrach und nun alles häuſer und Filialbetriebe ſo treffen, daß ihre wirt⸗ hatten. ten und wegen Wechſelreiterei durch die mit ſich Fortwirbelt. Man lebt dabei wie im Taumel, Dinge wandelten. Die Verwaltungspyramide Es ſei ſelbſtverſtändlich, ſchloß der Stagtsſekretär, Laufe des hentigen Tages in Schutzhaftgenom⸗ Nemago, 3. wegen Gläubigerbegünſtigung, verſpäte⸗ nden 5 daß die kommende große Steuerreform eine ge⸗ men worden. Der Reichs kommiſſar hat alle Maß⸗ ter Bilanzziehung, unüberſichtlicher Buchführung, ganzen Reich iſt von der Spitze bis herab in die un⸗ vechtere Verteilung der Steuern und nahmen getroffen, um einen ungeſtörten Weiter⸗ verſpäteter Konkursanmeldung und Meineid; teren Schichtungen von marxiſtiſchen Elementen ge⸗ Lasten bringen werde. Leitgedanke werde dabei beſtand der Bank zu gewährleiſten. An die Mitglie⸗ gegen die Mitangeklagten wegen Teilnahme und reinigt worden, die Länder ſind dem Beispiel gefolgt. ſein, die Kaufkraft der Geſamtheit der werktätigen der bzw. Einleger ergeht die Aufforderung, Ruhe zu Beihilfe. Alle drei Perſonen ſind in Unterſuchungs⸗ Der eiſerne Beſen fegt auch in die entfernteſten . Winkel. Gleichzeitig ſetzt die große Verein⸗ heitlichungsaktion ein, durch die mit einem Kaufkraft durch ſteuerpolitiſche Maßnahmen werde 7 ſich insbeſondere in Preisſenkungen äußern— Schlage die Regierungen und die Parlamente der L Länder auf den politiſchen Kurs des Reichs einge⸗ ſchaltet werden. Dieſe Umwälzung pflanzt ſich faſt „Die Arbeitsbeſchaffung in Baden Drahtbericht unſeres Berliner Büros Neue Deutſchenverfolgungen in Polen automatiſch fort auf die öffentlichen Körperſchaften privaten Charakters. In den Reichsverband der 10 Berlin, 13. April. Meldung des Wolffbüros antwortung zu ziehen. Der Boykott gegen deutſche Induſtrie ſind beſondere Vertrauensleute der Natio⸗ — Poſen, 13. April. Jilme, Zeitungen, Waren und Geſchäfte ſei eine nalſozialiſten delegiert, dem Langnam⸗Verein in U. Von dem Sofortprogramm für Arbeitsbeſchaffung ſind zur Zeit bereits mehr als vier Fünftel abge⸗ ö wickelt worden. Die beiden eingeſchalteten Kredit⸗ inſtitute, die Deutſche Geſellſchaft für öffentliche Ar⸗ für öffentliche Arbeiten hat 2 Millionen für den Bau der Speyerer Rheinbrücke, der insgeſamt 9,6 Millio⸗ nen erfordert, zur Verfügung geſtellt. Das iſt unter it, Dadurch wird die Möglichkeit geſchaffen, den Brückenbau von Speyer gleichzeitig mit dem von Maxan zu beginnen. Erwähnenswert iſt vielleicht baut werden, die auf Grund ihrer finanziellen Schwierigkeiten nicht in der Lage ſind, ſelbſt Dar⸗ lehen für dieſen Zweck aufzunehmen. Hakenkreuz für den Stahlhelm Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 13. April. In Ergänzung unſerer Mitteilungen über die M ünftige Geſtaltung des Verhältniſſes zwiſchen dem Stahlhelm auf der einen, der SA und Ss auf der an⸗ deren Seite hören wir noch, daß der Stahlhelm ſich grundſätzlich bereit erklärt hat, das Hakenkreuzſymbol zu übernehmen. Wenn wir recht unterrichtet ſind, geht ein Vorſchlag dahin, daß die Anhänger des Stahlhelms im Gegenſatz zu den National⸗ ſozialiſten das Hakenkreuz auf dem linken Oberarm, nicht aber in Form der Binde tra⸗ gen werden. Außerdem ſoll in Zukunft ein Grußzwang zwi⸗ chen den Mitgliedern aller nationalen Verbände eingeführt werden. Im übrigen wird Ans aus Kreiſen, die der Bundesleitung naheſtehen, bexrſichert, daß der Stahlhelm auf jeden Fall an dem — Bundesführer Dueſterberg feſtzuhalten ge⸗ Der Lohn am 1. Mai Meldung des Wolff Büros Berlin, 13. April. Am 1. Mai wird, wie wir hören, auch den Arbei⸗ tern, die im Stundenlohn heſchäftigt ſind, der volle Lohn ausgesahlt werden. Beſprechun⸗ gen, die in den letzten Tagen zwiſchen den beteiligten Refforts geführt wurden, haben ergeben, daß einer ſolchen Regelung keinerlei ernſthafte Schwierigkeiten entgegenſtehen. * Der Weſtmarken⸗ Verein hat hier geſtern abend eine große antideutſche Kundgebung organi⸗ ſiert, an der etwa 6000 Perſonen teilnahmen. Unter den offiziellen Redͤnern befand ſich auch ein gebung endete, wir!) behauptet, daß der„Terror, der und Frieden ihre Grundrechte genießen könnten. Allen Zeitungen aus Deutſchland ſei das Poſtdebit zu entziehen. Alle Redakteure und Verleger der Ver⸗ natürliche Reaktion auf die„Verletzung der Grund⸗ rechte“ der Polen in Deutſchland. In der Zeit des Boykotts dürften deutſche Lieder und Muſik in Po⸗ len nirgends geſpielt oder im Rundfunk übertragen ſich vor das deutſche Raiffeiſenhaus. Die Polizei nahm Der Boykott gegen ſofort einige Schilder zerſtört. alle einige Verhaftungen vor. deutſchen Zeitungen uſw. hat heute begonnen und Senſation beim Vickers⸗Prozeß in Moskau geſtern mit der Verleſung der Anklageſchrift begon⸗ nen. Die Hauptſchrift der Anklage wirft den Beſchul⸗ digten die Schädigung von Kraftwerken mit dem Ziele der Sabotage der Sowjetinduſtrie und der Schwächung des Staatsapparates vor. Weiter ſol⸗ len die Angeklagten Geheimfor mationen, die von militäriſcher und politiſcher Wichtigkeit für die Sowjetunion waren, geſammelt und zum Schaden der Sowjetunion verwendet haben. Schließlich wird den Ingenieuren vorgeworfen, Angeſtellte der Kraft⸗ werke beſtochen und ſie ſo zur Ausübung konterrevo⸗ lutionärer Sabotageakte veranlaßt zu haben. Im Unterſuchungsprotokoll bekannten Mac⸗ donald, einer der britiſchen Ingenieure, und ſämtliche ruſſiſchen Angeklagten ſich als ſchuldig. Die übrigen britiſchen Angeklagten erklärten, ſie ſeien nicht ſchuldig. Die heutige Sitzung des Gerichtes wurde mit der Vernehmung des Angeklagten Sokoloff gonnen. Der Angeklagte erklärte, er habe im Jahre 1927 auf eigene Fauſt Sabotage⸗Akte unternommen. Im Jahre 1930 habe er Macdonald und 1 kennengelernt und ſei Mitglied einer konterrevolu⸗ tionären Organiſation geworden. Die nachfolgende Vernehmung des engliſchen Angeklagten Macdonald geſtaltete ſich zu einer Senſation, da der Angeklagte in Ab⸗ rede Pellte, daß er ſich ſchuldig bekannt habe. Macdonald erklärte, er ſei tatſächlich voll⸗ kommen unſchuldig. Auf die Frage des Richters, warum er zu Protokoll gegeben habe, daß er an Sabotageakten ſchuldig ſei, erwiderte er, er habe es unter den abwalten⸗ den Um ſtä nden für zweckmäßig gehal⸗ tenz. außerdem ſei die Ueberſetzung ſeiner Erklärung be⸗ ſenſationell aufgezogene Moskauer Sabotageprozeß in die Tage des chriſtlichen Oſterfeſtes fällt, das bekanntlich im alten Rußland mit beſonde⸗ rer Innigkeit gefeiert wurde. Der Prozeß, der ohne Rückſicht auf dieſe alten Traditionen durchgeführt wird, wirkt auch in dieſer Beziehung als eine De⸗ monſtration für das In⸗ und Ausland. Der erſte Tag gab das charakteriſtiſche Bild, das man aus früheren Veranſtaltungen dieſer Art ge⸗ wohnt iſt. Die Anklageſchrift war weniger an das Gericht als an die Oeffentlichkeit gerichtet und ſollte offenbar das ruſſiſche Volk davon über⸗ zeugen, daß die unleugbaren Schwierigkeiten des im Gewalttempo durchgeführten induſtriellen Aufbaues durch die verräteriſche Handlungsweiſe einheimiſcher und ausländiſcher Klaſſenfeinde verſchuldet ſeien. Wie immer ergaben die Ausſagen der Angeklagten eine völlige Uebereinſtimmung auch mit den ſchwer⸗ ſten und kompromittierendſten Vorwürfen der An⸗ klageſchrift, ohne den ſchüchternen Verſuch einer Rechtfertigung. Eine Ausnahme mach⸗ ten bisher nur diejenigen engliſchen Ingenieure, die ſchon vor einiger Zeit wieder aus der Unter⸗ ſuchungshaft entlaſſen worden waren. Wie man in England über den Prozeß und ſeine Hintergründe denkt, iſt durch das Weißbuch des Foreign Office und die Unterhaus verhandlungen über das Ermäch⸗ tigungsgeſetz gegen die ruſſiſche Einfuhr hinreichend bekannt geworden. Drei Kommuniſten auf der Flucht erſchoſſen — München, 18. April. Vier im Konzentrations⸗ lager Dachau untergebrachte Kommuniſten unter⸗ nahmen geſtern einen Fluchtverſuch. Da ſie auf die Haltrufe der Poſten nicht hörten, gab die Polizei Schüſſe ab, wobei drei Kommuniſten getötet und einer ſchwer verletzt wurde. Düſſeldorf iſt ein Führerkreis übergeordnet worden, der ſich zu einem erheblichen Teil aus nationalſozia⸗ liſtiſchen Wirtſchaftsvertretern Weſtdeutſchlands zu⸗ ſammenſetzt. Die Handels⸗ und Handwerkskammern, des Einzelhandels, die ver⸗ beiten AG. und die Deutſche Rentenbank⸗Kredit⸗ ds ge 5 enk 5 5 1 1 NZ* Fu tch! 5 8 den. Ebenſo wird von den Radiobeſitzern ver⸗ die Verbandsvereine auſtalt AG. e a i Prälat. In der Entſchließung, mit der die Kund⸗ wer? die Verbandsverei l e ſtalt AG. haben für rund 410 Millionen Pre In ſchließung a langt, daß ſie keinerlei deutſche Uebertragungen an⸗ Tſchiedenartigſten Berufsorganiſationen haben ſich von heute auf morgen dem neuen Syſtem angepaßt Kredite bewilligt. Aus Mitteln des Sofortpro⸗ 8 gramms iſt es nun auch gelungen, die ſeit Jahren an der polniſchen Bevölkerung in Deutſchland geübt hören. 5 195 deutſchen i 1 in den Häu⸗ 90 uf morg em ns Syſtem angepal belebenden Auseinanderſetzungen über den Ban werde“,„beispiellos“ ſei. Die Verſammlung erſuche ſern und Fluren, ſeien ſofort zu entfernen. oder ſind, wie 8 Gewerkſchaften, im Begriff, es zu der Rheinbrücken bei Speyer und die Regierung, internationale Schritte zu unter⸗ Nach der Kundgebung ſetzte ſich ein Demon⸗ kun. Für die Landwirtſchaft hat ſich eine„Nen Ma an zu beendigen. Die Deutſche Geſellſchaft nehmen, damit die Polen in Deutſchland in Freiheit ſtrationszug in Bewegung. Der Zug bewegte führergemeinſchaft“ gebildet, der hervorragende Per⸗ Dort wurden ſönlichkeiten der nationalſozialiſtiſchen Bauern⸗ ſchaften, des Reichslandbunds und der heute ſowohl den Nationalſozialiſten wie dem Zentrum nahe⸗ ſtehenden deutſchen Bauernvereine angehören. der Vorausſetzung geſchehen, daß die beteiligten deutſchen Zeitungen in Polen ſeien für jede 2 f Länder Bayern und Baden die Finanzierung des leumdung Polens in Deutſchland zu ſtrengſter Ver⸗ wird fortgeführt. Noch iſt der Prozeß der Angleichung Reſtes ſicherſtellen, was jetzt nicht mehr zweifelhaft keineswegs abgeſchloſſen. Er greift mit zäher Beharrlichkeit weiter und man weiß nicht, wann und wo er halt machen wird. Schon wird von einer evangeliſchen Reichskirche geſprochen, in der die religiöſe Erziehung im Sinne des neuen Staats e berels faber gersbeles d e Meldung des Wolff⸗Büros nicht in ſeiner Gegenwart gemacht worden. In den Leitgedanken bilden ſoll. Das Epiſkopat hat ſich rüher gewährte arlehen für 1 Wirklichkeit ſei er, wie er nochmals betone, voll⸗ F i ſenließ gan abanten in öhe von? Min, anf oe Mil.— Moskau, 18 April. kommen unſchuldig. A e ee e 1 c d 8 n 1 8 J 25 Katholik und Bizekauzler die„Mißverſtändniſſe“ 311 2 NI 8 7 1 2 0— 5 8 7 4 8 2 IIe 77 3 im Straßen in der Umgebung der Städte ge⸗ politan⸗Vickers Electrical⸗Co.⸗Lt d. hat Es iſt ein eigenartiges Zuſammentreſſen, daß der beſeitigen, die dem 11 91 ub vortreſſcn ae ten Heiligen Stuhl zu einer völlig falſchen Ein⸗ ſchätzung der nationalſozialiſtiſchen Bewegung und ihrer Stoßkraft veranlaßten. Zwar ragt der Zen⸗ trumsturm äußerlich noch unverſehrt aus der Trüm⸗ merſtätte der Parteien, aber der Einfluß des Zen⸗ trums iſt dahin und ſeine Führer ſind klug genug, aus der Erkenntnis ihrer Ohnmacht die einzig mög⸗ liche Konſeguenz zu ziehen: den veränderten Ver⸗ hältniſſen ſchmiegſam ſich einzuordnen. Wie weit der Verfall der Sozialdemokratie bereits fortgeſchritten iſt, läßt ſich ſchwer abwägen. Sie friſtet, ihres Appa⸗ rats und ihrer Preſſe beraubt, ein Leben im Dun⸗ keln. Von der zweiten Internationale hat ſie ſich los⸗ geſagt und dieſes Faktum verliert nicht an Bedeu⸗ tung, auch wenn der Beſchluß mehr auf Zweckmäßig⸗ keitsgründe als auf innere Wandlung zurückzufüh⸗ ren ſein mag. Die„Eiſerne Front“, die das alte Regime„bis zum letzten Schützengraben und zum letzten Mann“ verteidigen wollte, fiel beim erſten Anſturm des Gegners zuſammen. In der Reichskanzlei türmen ſich die Ergeben⸗ heitskundgebungen und Huldigungstele⸗ gramme zu Bergen. Immer neue Scharen drängen ſich zur Aufnahme in die NSDAP, deren Mitglie⸗ derzahl bald die zweite Million erreicht haben wird. Die Parteileitung weiß natürlich, daß nicht alle lau⸗ teren Herzens ſind, die jetzt, da der große Wurf ge⸗ lungen, ſich mit dem Hakenkreuz ſchmücken möchten. Aber ſie iſt überzeugt, daß der organiſche Aufbau der Partei ſo geſund, ſo vielverzweigt und wider⸗ ſtandsfähig iſt, daß er dieſen Zulauf ohne Geführ⸗ dung abſorbieren kann. Und niemand der ehrlich mit⸗ arbeiten will, ſoll, ſo hat Hitler ja wiederholt ver⸗ kündet, zurückgeſtoßen werden. Das gilt ſogar von den„Verführten“. Der Läuterungsgedanke ſpielt daher auch bei der Errichtung von Konzentra⸗ tionslagern, in denen Kommuniſten und Sozial⸗ Neue Mannheimer Zeitung Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 13. April 1939 2. Seite/ Nummer 175 demokraten in militäriſche Zucht genommen werden, eine wichtige Rolle. Wer Deutſchland im Jauuar verlaſſen hätte und heute, ohne von den Vorgängen der Zwiſchenzeit Kunde erhalten zu haben, heimkehrte, würde ſtarr ſein über die von Grund auf veränderte Struktur dieſes Landes. Jedem iſt allmählich das Bewußt⸗ ſein aufgegangen, daß wir mitten in einer Repolution ſtehen, deren geſchichtliches Ver⸗ ekatomben von Blut ge⸗ g das Wort von der ausſprachen, fangen daß mit dieſem Begriff, auf vandt, auch Härte und Zwang ſo manchen, der vielleicht ge⸗ he ſeines Stimmzettels und dienſt es iſt, fordert hat. V „nationalen Konzentration“ jetzt erſt an einzuſehen, die Wirklichkeit ang verbunden ſind. 3 glaubt hat, mit der Abg daß ſie keine der Teilnahme an den gesfeiern ſeiner Pflicht gegen den neuen Staat Genüge getan zu haben, eine bittere, aber heilſame Erkenntnis. Zwei Monate nationaler Revolu⸗ tion: Faſt jeder Tag hat ſeine beſondere Ge⸗ ſchichte. Ueber Langeweile 5 man ſich nicht zu Ruder ſind hat Dr 8 bevor die Dinge beklagen haben, wenn wir an Göbbels einmal ausgerufen, zur Entſcheidung reif waren. Er hat recht behalten. Die erſte Etappe auf dem Weg ins Dritte Reich iſt in einem Gewaltmarſch ohnegleichen zurückgelegt worden. Das neue Regiment hat ſich, niemand zweifelt mehr daran, end 9 ültig konſoli⸗ dlert. Damit iſt der Zeitpunkt gekommen, an dem das raſende Tempo gemäßigt, 95 Entweklung in ruhigere Bahnen gelenkt werden kann. Je eher das geſchieht, um ſo beſſer. Die Wirtſchaft vor allem braucht Stetigkeit und Ruhe, und auch der Einzelne bedarf nach einer Sturmflut, die ihn aus allen For⸗ men ſeines bisherigen Daſeins riß, der Sammlung, um ſich in dieſer völlig verwandelten Welt zurecht⸗ zufinden. Appell des Kyffhäuſerbundes Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 13. April. An alle ihm e 30 000 Kriegervereine richtet der Vorſtand des Deutſchen Reichs ⸗ riegerbundes Kyf 55 äuſer die Aufforde⸗ rung, ſofort in Ausführung der e des Miniſteriums für Propaganda mit den örtlichen Stellen zur Durchführung des Feiertages für die nationale Arbeit am 1. Mai in Verbin⸗ dung zu treten. Der Bundesvorſtand fordert, daß ausnahmslos alle Vereine mit ihren Fahnen an⸗ treten und kein Mann ſeiner Drei⸗Millionen⸗Orga⸗ niſation an dieſem Tage in der Reihe der deutſchen Front fehlt. Numerus clausus an den Hochſchulen Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 13. April. Das Reichskabinett wird bereits in ſeiner nächſten Sitzung, alſo am Mittwoch kommender Woche, eine im Reichsinnenminiſterium ausgear⸗ beitete Vorlage verabſchieden, die den numerus e lausus für die Zulaſſung jüdiſcher Studenten zu den deutſchen Univerſitäten und Hochſchulen feſtſetzt. Es iſt daran gedacht, in Zukunft jüdiſche Studenten nur noch innerhalb einer be⸗ ſtimmten Quote zu den Hochſchulen zuzulaſſen, ent⸗ ſprechend des prozentualen Anteils der Inden in der Geſamtbevölkerung. Der Geſetzentwurf ſelbſt dürfte die Quote zahlen⸗ mäßig noch nicht feſtſtellen. Das wird wahrſcheinlich in einer Ausführungsverordnung geſchehen. In der Ausführungsverordnung dürften auch Auslaſſungen darüber enthalten ſein, ob und welche Maßnahmen gegenüber den jetzt bereits bei den deutſchen Hoch⸗ ſchulen eingeſchriebenen jüdiſchen Studenten unter⸗ nommen werden ſollen. Weiter wird das Reichskabinett in ſeiner nächſten Sitzung durch ein ganz kurzes Rahmengeſetz, das nur aus wenigen Paragraphen beſteht, das neue preußiſche Studentengeſetz für das ganze Reichsgebiet verfügen. Das neue Staatsbürger⸗ geſetz, deſſen Vorarbeiten erſt nach Oſtern beginnen werden, wird dennoch bereits in wenigen Wochen verabſchtiedet werden können. Naedonald gegen NMuſſolini Vemerkenswerte Ablehnung der Grundgedanken des Muſſolini-Planes Meldung des Wolff⸗Büros — London, 13. April. Im Unterhaus brachte heute das Mitglied der Linksoppoſition Attlee eine Debatte über auswär⸗ tige Angelegenheiten und insbeſondere über den Viermächtepakt in Gang. Attlee erklärte, Muſſo⸗ linis Vorſchlag habe überall großen Argwohn 5 Die Friedensverträge müßten zwar revi⸗ diert werden, aber auf einer Grundlage, die durch Erörterung aller daran beteiligten Staaten geſchaffen worden ſei und zu einem günſtigeren als dem ge⸗ wählten e Attlee nahm dann ſcharf gegen die Repiſionsſorderung Deutſchlands Stellung. Er forderte von der engliſchen Regierung, ſie möge er⸗ klären, daß man der gegenwärtigen Führung des Deutſchen Reiches das nicht zugeſtehen werde, was Streſemann vorenthalten worden ſei. Zur Begrün⸗ dung ſeiner reviſionsfeindlichen Haltung verbreitete ſich der Redner ziemlich weitläufig über die Be⸗ ſagen wie die großen Mächte Das ſei von Anfang an vollkommen klar geweſen. Macdonald befaßte ſich dann mit ſeinem bevor⸗ ſtehenden Beſuch in Waſhington. Eine für beide Seiten annehmbare Regelung der Schulden⸗ frage würde die größte Segnung bedeuten. Eine vor⸗ läufige Vereinbarung über das Schuldenproblem aber werde in Waſhington nicht beſchloſſen werden. Es gebe auch noch andere als wirtſchaftliche Pro⸗ bleme, die zu behandeln wären, ſo z. B. das Pro⸗ blem der Abrüſtung und die Frage der Zu⸗ ſammenarbeit der Nationen in Genf. Der Zweck ſeines Beſuches in Waſhington ſei es, eine Annähe⸗ rung der Länder nicht durch Bündniſſe, ſondern auf geiſtigem Gebiete zu ſchaffen. Wenn ihm das gelinge, ſo werde ſeine Miſſion als erfolgreich anzuſehen ſein. Sir Auſtin Chamberlain verwies auf die ungewöhnliche Zuſtimmung, die die handlung der Sozialdemokraten und Ausführungen Attlees auf allen Seiten des Unter⸗ Juden in Deutſchland. hauſes erzielt hätten. Auch er müſſe feſtſtellen, daß Premierminiſter Macdonald erklärte in ſei⸗ alle bisherigen Schritte im Zuſammenhang mit dem ner Antwort, ſobald das Reviſionsproblem Viermächteplan z zu keiner Befriedung in Europa bei⸗ behandelt worden ſei, habe es ſich dabei um getragen hätten. Die gegenwärtige Lage ſei als über⸗ eine Reviſion gehandelt, die zur Erhaltung aus ernſt und beſo rant erregend zu betrachten. Der des Friedens notwendig ſei. Die Reviſion Friede in Europa ſei heute unmittelbarer denn je würde nicht abſeits vom Völkerbund, ſon⸗ ſeit Beendigung des Weltkrieges bedroht. Seine Hal⸗ dern im Völkerbund behandelt werden. Da⸗ tung zur Reviſionsfrage kam typiſch in der Wendung bei hätten die kleineren an dieſen Erörte⸗ zum Ausdruck:„Wir haben Verträge revidiert und rungen intereſſierten Mächte ebenſoviel zu revidiert— und was haben wir dafür bekommen?“ eee Eine neue badiſche Notverorönung Meldung des Wolffbüros — Karlsruhe, 13. April. Das Staatsminiſterium hat eine fünfte Haushaltsnotverordnung über Voll⸗ ſtreckungs⸗ und Konkursſchutz erlaſſen. Sie lautet: § 1. Die Zwangs vollſtreckung wegen Geld for⸗ derungen gegen den badiſchen Staat er⸗ folgt im Verwaltungsweg. Die nähere Regelung im Einzelfall trifft das zuſtändige Miniſterium. Dieſe Vorſchriften gelten nicht, ſoweit dingliche Rechte verfolgt werden. § 2. Gegen Gemeinden, Gemeindever⸗ hände und Kreiſe darf, ſoweit nicht dingliche Rechte verfochten werden, die Zwangsvollſtreckung wegen Geldforderungen nur mit Zuſtimmung der Staats⸗ aufſichtsbehörde vorgenommen werden. Die Staatsaufſichtsbehörde hat auf Antrag eines Gläubigers die Vermögensgegenſtände, in die eine Zwangs vollſtreckung zugelaſſen wird, ſowie den Zeitpunkt, zu dem die Zwangsvollſtreckung ſtattfin⸗ den ſoll, zu beſtimmen. Die Zwangsvollſtreckung in gemeindliche Ver⸗ mögensgegenſtände darf nicht zugelaſſen werden, wenn dadurch der geordnete Gang der Gemeindever⸗ waltung oder die Verſorgung der Bevölkerung ge⸗ fährdet würde. Gegen die Eutſcheidung der Staatsaufſichtsbe⸗ hörde ſteht binnen zwei Wochen die Beſchwerde an den Miniſter des Innern offen. § 3. Die Vorſchriften der 88 1, 2 gelten d für Zwangs vollſtreckungen wegen öffentlich⸗recht⸗ licher Geldforderungen. Der Antrag nach 8 2 Abſatz 2 iſt von der Voll⸗ ſtreckungsbehörde zu ſtellen, ſofern ſie nicht zugleich als Staatsaufſichtsbehörde zuſtändig iſt. § 4. Die Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen einer Gemeinde, eines Gemeindever⸗ bandes oder eines Kreiſes iſt ausgeſchloſſen. § 5. Die Staatsaufſichtsbehörde kann ein Vertei⸗ lungsverfahren anordnen, wenn dies zur gleich⸗ mäßigen Befriedigung mehrerer Gläubiger erforder⸗ lich iſt. In dieſem Falle hat zunächſt ein Aufgebots⸗ verfahren ſtattzufinden, nach deſſen Ablauf die Befriedigung der Gläubiger wegen ſolcher Forderun⸗ gen, die innerhalb der von der Staatsaufſichtsbehörde in dem Aufgebot beſtimmten Ausſchlußfriſt nicht an⸗ gemeldet worden ſind, in dem Verfahren gemäß Ab⸗ ſatz 1 ausgeſchloſſen iſt. Das Nähere hierüber beſtimmt der Miniſter des Innern. § 6. Die Staatsaufſichtsbehörde kann in Fällen, in denen ſie gemäß 8 2 Abſatz 3 die Zwangsvoll⸗ ſtreckung in gemeindliche Vermögensgegenſtände nicht zulaſſen darf, anordnen, daß dieſe Vermögens⸗ gegenſtände durch eine von ihr beſtellte Perſon verwaltet werden, ſofern dies zur Be⸗ friedigung der Gläubiger angezeigt erſcheint und die Au rechterha te des geordneten Ganges der Ver⸗ waltung oder die Verſorgung der Bevölkerung da⸗ durch nicht beeinträchtigt wird. Gegen eine Anordnung nach Abſatz 1 ſteht binnen zwei Wochen die Beſchwerde an den Miniſter des Innern offen. § 7. Die Vorſchriften der§8 2 bis 6 gelten entſpre⸗ chend für die Kirchengemeinden. Staatsaufſichts⸗ behörde im Sinne der 8s 2, 5 und s iſt das örtlich zu⸗ ſtändige Be 55 i r fkS amt. Die näheren Beſtim⸗ mungen nach 8 5 Abſatz g trifft der Miniſter des Kul⸗ 63 und Unterriche im Benehmen mit dem Miniſter des Innern.— Beſchwerdeinſtanz gegen die Entſchei⸗ dungen des Bezirksamts im Sinne des§ 2 Abſatz 4 und des§ 6 Abſatz 2 iſt der Miniſter des Kultus und Unterrichts im Benehmen mit dem Miniſter des Innern. § 8. Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage nach ihrer Verkündung in Kraft(alſo am 13. April). Gleichzeitig tritt Art. 13 der Dritten Haushaltsnot⸗ verordnung vom 25. Auguſt 1932 außer Kraft Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Für die Landeszentrale des badiſchen Einzelhandels wurden vom Sonderkommiſſar Dr. Kentrup folgende Herren beſtellt: als kommiſ⸗ anſtoßende, 575 2 Mannſchott, Gau⸗ des gewerblichen er Direktor Juliuz ſariſcher Präſident Stadtrat Fr kampfbundleiter des Kampfbund Mittelſtandes, als kommiſſar Hepp⸗Karlsruhe, Direktor der Badiſchen Tre hand AG. Der Zerfall der DBP Telegraphiſche Meldung — Eſſen, 13. April. inde der Deutſchen weſtfäliſchen Wahl⸗ Beſchluß der Landesvorf Volkspartei, in den fünf rheiniſch⸗ kreiſen die Parteiorganiſationen aufzulöſen und ihren Mitgliedern den Anſchluß an die National⸗ e Partei zu empfehlen begrüßt die natio⸗ Nationalzeitung“ in Eſſen 7 1 als ein erfreuliches Zeichen ſtaatspolitiſcher Einſicht. Den Der Beſchluß ſei ein Erfolg der nationalſozialiſti⸗ ſchen Arbeit, die darauf hinziele, für alle Deutſchen, die guten Willens ſeien, die umfaſſende Volks⸗ gemeinſchaft zu bilden. Er ſei ein beachtliches Zeichen für den bereits deutlich ſichtbar werdenden großen Fortſchritt zu der ſtaats⸗ und volkspolitiſch notwen⸗ digen Zuſammenfaſſung aller Volks, kräfte, wie ſie die nationalſozialiſtiſche Bewegung auf ihre Fahnen geſchrieben habe. Aehnlich äußert ſich die nation 190 „Volksparole“ in Düſſeldorf. Sie ſagt, die Na⸗ tionalſozialiſtiſche Partei weiſe keinen ehrlich wol⸗ lenden und zur Einſicht gekommenen deutſchen Volksgenoſſen zurück, auch wenn er bisher ihr als Gegner gegenübergeſtanden habe; ſie werde den neu zur Bewegung Stoßenden in unvoreingenommener Weiſe Gelegenheit zur tätigen Mitarbeit geben. N Regierungsrat Hermann Großke, der erſte Vor⸗ ſitzende der preußiſchen Organiſation der Wirk⸗ ſchafts partei, der im vorletzten Landtag auch der Führer der wirtſchaftspartetlichen Landtagsfrak⸗ tion war, erläßt an die Mitglieder der Wirtſchafts⸗ partei einen Aufruf, in dem es heißt, die nattongle Erhebung mache allen national eingeſtellten Parteien und Ständen die Hintanſtellung von Sonderintereſſen und Sonderwünſchen zur vaterländiſchen Pflicht. Die Stoßkraft, der nationalen Erhebung müſſe geſtärkt werden, Falſche Rückſichtnahme auf die eigene Par⸗ keieriſtenz und überholte organiſatoriſche Formen ſei nicht am Platze.„Ich fordere daher“, ſo ſchließt der Aufruf,„die an„ der 28 preußiſchen Wahlkreiſe und ſämtliche Ortsgruppen der Reichs⸗ partei des deutſchen M ittelſtandes(Wirtſchaftspartei) auf, ſich unverzüglich aufzulöſen und ihre Mitglie⸗ der der in der NS D A P verkörperten Kampforganiſation z Uzuführen.“ Wie das Nachrichtenbüro des VD weiter hört dürften auch die übrigen Landesorganiſationen der Wirtſchaftspartei dem Beiſpiel Preußens folgen. Großfeuer bei Muskau Meldung des Wolff⸗ Büros — Liegnitz, 13. April. In einem mit Stroh gedeckten Wohnhauſe eines Arbeiters in Sagan bei Muskau entſtand geſtern aus unbekannter Urſache Feuer, das auf mehrere ebenfalls ſtrohgedeckte Gebäude, zum größten Teil Scheunen und Schuppen, übergriff, Insgeſamt wurden zwölf Gebäude vernich tet. Zur Bekämpfung des Feuers waren elf Feuer⸗ wehren eingeſetzt worden, denen es erſt nach ſtun⸗ denlangen Bemühungen gelang, den Brand zu lokali⸗ ſieren. Den Flammen fielen außer Kleinvieh land⸗ wirtſchaftliche Maſchinen und bedeutende Futter⸗ mittelvorräte zum Opfer. Selbſtmord in Anterſuchungshaſt Meldung des Wolff⸗ Büros — Düſſeldorf, 18. April, Laut Mitteilung der Polizei⸗Preſſeſtelle wurde der auf Veranlaſſung des Staatskommiſſars geſtern abend in Polizei⸗Gewahrſam genommene Beigeordnete der Stabt Düſſeldorf, Dr. Odenkirchen, heute früh in ſeiner Zelle erhängt aufgefunden. Blühender Verg Von Hermann Eris Buſſe Nun hitpfen die kleinen Mädchen unermüdlich Seil und die Knaben laſſen den Tanzknopf ſpringen: Männle, Weible, Steinhöpſerle zählen ſie an den Schnurrinnen ab, um den Wert des Trillers zu er⸗ kennen, manche haben merkwürdig vorſtehende Hoſen⸗ ſäcke, die voll Warfeln ſtecken, voll„Behler“ und „Glicker“. Die Sonne liegt heiß auf dem Pflaſter von Breiſach, der Himmel iſt ſo blendend hell, daß man nieſen muß, wenn man hineinſchaut. Vom Münſterplatz herab ſieht man in Gärten, die voll Blütenbäumen ſtehen, wie zu ſchneeigen Kaskaden verwandelt fallen die Gartenterraſſen den ſteilen Hang hinab gegen die untere Stadt und den Rhein, dazwiſchen ſchieben ſich die Häuſer wie Wehre in den lieblichen Blütenſegen. Der Rhein röhrt herauf, 155 Waſſerſpiegel blitzt nur hin und wieder aus leichte Dunſtſchicht, das Elſaß, die Vogeſen ruhen 1 verſchleiert im Hintergrund. Alles Gegenſtändliche überhaupt hat einen Schein um ſich, einen weichen, flimmernden Schein duftender Luft. Alle Geräuſche klingen ſauft eingebettet in die träumende Welt. Im Münſter raunt es kühl, die Helligkeit des Ortes kauert weſenlos und fröſtelnd im Geſtühl. Strenges Düſter hängt im Schiff. Immer noch die Bußſtimmung der Karwoche? Immer noch die har⸗ ten Klänge der Faſtenpredigten? Jumer noch Kyrie eleison und Totenſchauer? Am Lettner huſcht eine Helle hin, ſorgfältig taſtende Sonnenſtrahlen, und die gekrönte Madonna zwiſchen Gott und Chriſtus ſchütrzt die blühenden Lippen und lächelt erlöſt. End⸗ lich ein Licht, endlich ein Zeichen von draußen, daß es lenzt! Veilchenduft weht in ihr Antlitz und Hya⸗ zinthenwürze. Auf den Altarſtufen ſtehen die Blu⸗ men in Schalen und Töpfen, ein Mädchen hat ſie ge⸗ bracht, ein ſtrahlendes, glückliches Ding, deſſen Herz voll Liebe war! Die hohe Frau ſehnt ſich hinaus, ſie weiß das Land voll Blüten, ſie weiß die Erde voll Leben und die Hecken und Hürſte am Altrhein voller Nachtigallen. Ihnen lauſchen! Aber wenn ſie ſich ſo ſehnt und leiſe den Mund bewegt, als öffne ſich eine Blüte, brennt die Schwerterwunde mahnend in ihrer Bruſt. Jeſus, der Oeſterliche, iſt ja leid⸗ gentſchwebt, er fühlt die Male nicht mehr, er iſt Geiſt. Sie aber wird ewig Körper ſein, ewig die Wieder⸗ kehrende; die Allmutter, ewig ſehnſüchtig nach Liebe, ewig leidend um Liebe, mütterlich hingebend, ewig in allen Müttern die gleichen Schmerzen wieder er⸗ leben von Kind zu Kind, die lichtvollen Leiden, die aus Lenz, Blüte, Duft und Kraft Früchte ſchöpfen, die vergänglich ſind. Die Gebenedeite im reichen Ge⸗ wand zwiſchen Gottvater und Gottſohn unter der Krone ihrer Königinnenſchaft wäre gern lautlos hinabgeſtiegen vom hohen Altar, leiſe und heimlich, um zu ſchauen, wie die Mütter in den warmen Tag blühen, die Kinder unter Blütenbäumen ſpielen und die Liebenden auf verſteckten Bänken dem Chor der Nachtigallen lauſchen, Als der vorwitzige Sonneuſtrahl über ihre Wan⸗ gen gekoſt, glitt er unverſehens dem Herrgott ins ſtrenge Auge und verſchwand e im Dämmer⸗ dunkel. Alle weltlichen Wünſche der„Lieben Fraue“ ſchliefen ein in dieſer kühlen Stille, die Veilchen und Hyazinthen dufteten nicht mehr. Nur die Veſper⸗ glöckchen klingelten tröſtſam und alte Frauen kamen durch die Kirchentür gehuſcht, trippelten vor den Altar und ſanken tief in die rauſchenden, ſchwarzen Röcke. Schmerzensreiche, einſame Mütter voller Sehnſucht und voller Weh Die Dörfer waren laut und feſtlich mit Gäſten überfüllt, Lieder und Muſik, Gelächter und laute Worte, Autohupen und Pferdegetrappel quirlten lär⸗ mend durcheinander. Rieſenſträuße von Schlüſſel⸗ blumen ſtarben überm ſchweißigen Dunſt der Ruck⸗ ſäcke. Großblumige Anemonen hingen ihre Köpfe an todesſchlaffen Stengeln herab. Hunderte von be⸗ ſtaubten Schuhen treten die winzigen Blütchen in den Grund auf den Höhenplätzen der Limburg und der Sponeck. Von weither wanderten ſie, den Kaiſer⸗ ſtuhl zu ſehen und betrachteten doch nichts als das Meer von Blüten, das über die Hänge flutete, und tranken im Durſt den feurigen Sasbacher Roten Ader den Achkarrer Gutedel. Sie wurden nicht ſtill und gläubig, wenn ſte in dem Wunder wanderten, ſie wandelten und ſannen nicht, nahmen das ganze ſtolze Land hin als ein Schauſtück für das Auge, das morgen ohne Spur verweht iſt und übermorgen vergeſſen. Das Symbol der Auferſtehung verſchwendet ſich an Gaffer, wenn es ſich aber nur in einer Seele vollendet, die gleich dem cherubiniſchen Wandersmann ſtaunt, und lobpreiſt. jubiliert“ Und einer einzigen Seele gleicht das Liebespaar, das durch die Landſchaft wallt, ſelige Gewißheit im Herzen, das nie die köſtliche Stunde vergißt, wo ſeine Liebe Auferſtehung feierte, wo Blütenblätter ſanft und weiß auf den Weg zu ſeinen Füßen glitten, wo Falter im Spiel vor ihm herſchwebten, wo blauer Ehrenpreis das Sinnbild ihrer Treue wurde und zarte Gräſer ſich vor ihrer Schönheit neigten. Wer nennt die Weiſe, die die Bienen trunken um ihre Königin raunten, wer ſucht die Töne, die die Nach⸗ tigallen aus den Büſchen ſangen als es Abend wurde, rötlich zarter, webender Abend? Wer ſtimmt die mächtige Orgelharmonie des Stromgeſanges, wer ſtillt die ſchwebende Muſik des Zephirs in den weißen Kuppeln der Kirſchbäume? Alles geht in die Herzen der Liebenden ein und bleibt darinnen, ein Konzert der Erinnerung, eine Symphonie der göttlichen Freude: Allegro, Adagio, Andante; und im Finale reift die Frucht, aus der ein neuer Lenz keimen wird in Reinheit, Gläubig⸗ keit und öſterlicher Blütenſeligkeit. Theater und Mufik Lotte Fiſchbach vom Landestheater Karlsruhe iſt als erſte Koloraturſängerin und Nach⸗ folgerin von Ellice Illiard an das Nationaltheater verpflichtet worden. Elliee Illiard geht nach 3 ö h.„Die Marneſchlacht“ in Baden⸗Baden. Der Siegeszug, der das Enſemble des Nationaltheaters Mannheim mit der Aufführung von Cremers „Marneſchlacht“ an ſo vielen deutſchen Bühnen Triumphe erleben ließ, brachte ihm geſtern auf der großen Kurhausbühne wiederum einen künſtleriſchen Erfolg von tiefgehender Wirkung. Die Erſchütterung des Publikums über das hier dichteriſch zuſammen⸗ geballte Schickſal Deutſchlands im Weltkrieg war deutlich ſpürbar. Groß aber war auch der Beifall über die darſtelleriſche Formung dieſes tragiſchen Schauſpiels in ſeiner Wiedergabe durch die Mann⸗ heimer.„ Erich Fiſch Opernhausintendaut in Königsberg. Der Berliner Spielleiter Erich Fiſch iſt als Juten⸗ dant für das Königsberger Opernhaus in Ausſicht genommen und mit den Vorarbeiten für die neue Spielzeit betraut worden. Ftiſch war Schauſpiel⸗ regiſſeur in Stuttgart und dann zwei Jahre am Kleinen Theater in Kaſſel geweſen. Zuletzt hat er am Wallnertheater in Berlin mehrere Inſzenie⸗ rungen gemacht. Er iſt vom Kampfbund für Deutſche Kultur in Berlin empfohlen worden. % Rücktritt Victor Baruowſkys. Nach einer Schauſpielerverſammlung iſt der Berliner Theater⸗ leiter Vietor Barnowſky von der Leitung des Ro; mödienhauſes zurückgetreten. Die kommiſſa⸗ riſche Leitung der Bühne hat ein Mitglied des En⸗ ſembles, der Schauſpieler Hans Nachreiner, ein Mit⸗ glied des Kampfbundes für deutſche Kultur, über⸗ nommen. Förderung der Laienſpielbewegung. In der nächſten Zeit findet eine Zuſammenkunft der ein⸗ zelnen Laienſpielverbände ſtatt, die über die Stellung des Laienſpiels im Rahmen des kommenden Theater- geſetzes Richtlinien ausarbeiten ſollen. Inzwiſchen iſt von den Ländern der Laienſpielbewegung weit⸗ gehendſte Unterſtützung zugeſagt worden. Eine engere 5 der Laienſpielorganiſationen mit* dem Kampfbund für deutſche Kultur iſt vorgeſehen, Zuſammenarbeit Ausverkauf in Hollywood. Die Paramount⸗ Filmgeſellſchaft hat ihren Autorenſtab aufgelöſt und bringt Manuſkripte und Drehbücher, für die an Honoraren rund zwei Millionen Dollar aufgewandt worden find, jetzt zum Verkauf. Das auf ein Minimum beſchränkte Produktionsprogramm geſtattet nicht mehr die Durchführung all dieſer Pläne, zum Teil wird es ſich aber auch um Stoſſe und Ausarbeitungen handeln, für die einfach heute kein Markt mehr vorhanden iſt. Mit 120 000 Dolla. ſteht bei der Paramount ein Originaldrehbuch von Edgar Wallace zu Buch, das gleichfalls an die Konkurrenz angeboten worden iſt. Neue Bücher Bei unſerer Schriftleitung ſind folgende neuerſchlenen Bücher eingegangen, deren nähere Beſprechung wir vorbehalten: „Windlichter des Todes“. M. Karlin. Heſſe u. Becker Verlag, Leipzig, O Hoſpitalſtraße 21. „Armer kleiner Bosko“. Von Geoffrey Moß. Ver Ullſtein, Berlin. „Der Mann, der die Frauen anzog“. Der Lebens rome des Modekbnigs Drecoll, 1 von a 31 Paul Neff Verlag, Berlin, 8 5 10. 21 Roman aus Siam von Alma Dinge wiede alltäg dieſen für da ſchen De Tod 8 das A . renden treten eine d nicht; hang voll ti Es tereſſe tun. ſeins ſtenze greifb. neben weh n Leben ſtigen, ſucher, dern Gott k Sit heiligf ſagen: nicht; die He nicht k reißen dem fi 0 ins R 8 9 75 Iöſend gang! Trenn überſt ſcheher Hier 1 an. Eine Elr tätigke jähr Hau Vater, chern. Wichen eetrſchre kenne veran! kes. Knabe und S aufnal weitve wurde an gef Au fährde Wichen ſte vo nere ziehun aber Gerad neren der chi Gelege Werk! gottes Oberk Oſterg ſein ſo Gaben Miſſio Vo: geſchri⸗ Die 1 der 1 N Donnerstag, 13. April 1933 . Der zerriſſene Vorhang In der Sterbeſtunde des Menſchen geſchehen zu⸗ weilen ſeltſame Dinge: Eine Uhr bleibt ſtehen, das Bild des eben Sterbenden fällt von der Wand, eine Vaſe bricht in Stücke, und das alles ohne nachweis⸗ bare Urſache. Auch in der Geſchichte, die vom Ster⸗ hen Jeſu erzählt, iſt ein höchſt ſeltſames Ereignis berichtet: in dem Augenblick, als Jeſus ſeinen Geiſt aufgibt, reißt der ſchwere Vorhang im Tempel von oben bis unten durch. 2 Nicht weniger als drei Evangelien haben dieſe Erinnerung aufbewahrt. Warum wohl? Gewiß nicht deswegen, weil die Berichterſtatter eine Vorliebe für das„Okkulte“ gehabt hätten, für jene hinter den Dingen liegende Welt, aus der zu Zeiten ſich immer wieder eine Hand hereinſtreckt in unſere ſichtbare, alltägliche Gegenwart, ſondern deshalb, weil ſie in dieſem ungewöhnlichen Geſchehen ein Gleichnis ſahen für das, was der Tod Jeſu für den glaubenden Men⸗ ſchen bedeutet. Der Tempel in Jeruſalem, deſſen Vorhang beim Tod Jeſu zerriſſen iſt, beſaß einen innerſten Raum, das Allerheiligſte; dieſen Raum durfte, vom amtie⸗ tenden Hoheprieſter abgeſehen, nie ein Menſch be⸗ treten. Das Vorhandenſein dieſes Raumes redete eine deutliche Sprache: Du fündiger Menſch darfſt nicht zum heiligen Gott kommen! Nun war der Vor⸗ hang entzwei geriſſen, und auch dieſes Ereignis war poll tiefen Sinns: Du darfſt wieder vor Gott treten! Es gibt unter uns Menſchen, die haben kein In⸗ tereſſe daran, den Schritt„hinter den Vorhang“ zu tun. Sie leben gleichſam im Vordergrund des Da⸗ ſeins und ſind zufrieden, wenn ihre materielle Exi⸗ ſtenz geſichert iſt; ihr Leben iſt ausgefüllt von den greifbaren, meßbaren, wägbaren Dingen. Aber da⸗ neben ſtehen die andern: Die, die das ewige Heim⸗ weh noch nicht in ſich erſtickt haben; die, die für ihr Leben einen Sinn ſuchen; die Hungrigen und Dur⸗ ſtigen, die„Mühſeligen und Beladenen“, die Gott⸗ ſucher, denen ihre Religioſität nicht ein Spiel iſt, ſon⸗ dern ein ernſter, immer wiederholter Anlauf zu Gott hin. Sie wiſſen um den„Vorhang“, der ſie vom Aller⸗ heiligſten abſchließt; ſie ſind ehrlich genug, ſich zu ſagen: In meinem Leben ſind Dinge da, die mich nicht zur inneren Ruhe kommen laſſen, die mich um die Harmonie der Seele bringen— alte Schuld, die nicht bereinigt iſt, Feſſeln, die ich, ach ſo gern, zer⸗ reißen möchte und doch nicht zerreißen kann. Ueber dem fortwährenden Stehenmüſſen vor dem Eingang ins Reich der Stille ſind ſie wurzellos, heimatlos, unfroh geworden. Für dieſe Wurzelloſen, Heimatloſen, Unfrohen, 4 Gebundenen redet der„zerriſſene Vorhang“ das er⸗ ſende Wort: Menſch, freue dich, du haſt einen Zu⸗ gang zu Gott bekommen! Der Tod Jeſu hat dir die Trennungswand niedergelegt, die du nie hätteſt überſteigen können. Geheimnisvoll iſt dieſes Ge⸗ ſchehen, geheimnisvoll wie alles was göttlich iſt. Hier hört das Ergründen auf, hier fängt der Glaube an. Glaubſt du, ſo haſt du. Eine Oſtergabe für die Innere Miſſion Ein weltbekanntes Werk der chriſtlichen Liebes⸗ täligkeit blickt in dieſem Jahr auf ſein hundert⸗ jähriges Beſtehen zurück: Das Rauhe Haus in Hamburg⸗Horn, eine Schöpfung des Vaters der Inneren Miſſion, Johann Hinrich Wi⸗ chern. Als junger Kandidat der Theologie hatte Wichern in der Hafenſtadt Hamburg Gelegenheit, das erſchreckende Elend der ſittlich verwahrloſten Kinder kennen zu lernen. Die Einblicke in dieſe Jugendnot veranlaßten ihn zur Gründung ſeines Rettungswer⸗ kes. Aus beſcheidenſten Anfängen— 3 verwahrloſte Knaben, die Wichern, unterſtützt von ſeiner Mutter und Schweſter, in dem kleinen Rauhen Haus bei ſich aufnahm— iſt im Laufe dieſes Jahrhunderts ein weitverzweigtes Werk erwachſen. Das Rauhe Haus wurde die Wiege der chriſtlichen Erziehungsarbeit an gefährdeter Jugend. Auch die evangeliſche Erziehungsarbeit an der ge⸗ fährdeten Jugend in Baden geht unmittelbar auf Wichern und ſein Werk zurück. Seit 84 Jahren wird ſie vom Badiſchen Landesverein für In⸗ nere Miſſion in ſeinen verſchtedenen großen Er⸗ ziehungsheimen getan. Eine harte und aufopfernde, aber doch fruchtbringende und ſegensreiche Arbeit. Gerade ſie bedarf wie keine andere Tätigkeit der In⸗ neren Miſſion der treuen Hilfe und Unterſtützung der chriſtlichen Gemeinde. Ihr iſt am Oſterſonntag Gelegenheit gegeben, zu zeigen, ob ſie bereit iſt, das Werk mitzutragen und mitzufördern. Für den Haupt⸗ gottesdienſt dieſes Sonntags hat der Evangeliſche Oberkirchenrat eine Kollekte angeordnet, die eine Oſtergabe der Gemeinden für die Innere Miſſton ſein ſoll. Möchten die Gemeindeglieder durch reiche Gaben ihrer Treue zu dieſem Werk der Inneren Miſſion tatkräftig Ausdruck verleihen. epb. Wer kann zur Land hilfe? Vom Arbeitsamt Mannheim wird uns geſchrieben: Die unerwartet große Nachfrage nach Helfern hat dazu geführt, daß der Kreis der für die Land⸗ ilfe in Betracht kommenden Arbeitſuchenden eine neſentliche Erweiterung erfahren hat. In Zukunft können zur Landhilfe alle Jugendlichen dom 14. bis 25. Lebensjahre— ohne Rückſicht auf die Unterſtützungsart— als Helfer zugewieſen wer⸗ den. Ausgenommen ſind nur die Jugendlichen, die den gemeinſamen Lebensunterhalt im Betriebe der Angehörigen miterwerben können. Die Förderung erfolgt ganz aus Mitteln der Reichsanſtalt für Ar⸗ beitsvermittlung und Arbeitsloſenverſicherung, wo⸗ durch eine ſtarke Entlaſtung der Fürſorgeämter und Gemeinden eintritt. Mit dieſer erweiterten Beſtimmung iſt die Mög⸗ lichkeit geſchaffen, im Verhältnis zu dem Per⸗ ſonalbedarf in der Landwirtſchaft Arbeitsloſe in großer Zahl ſowohl im Arbeitsamtsbezirk Mann⸗ heim als auch außerhalb einer Beſchäftigung zuzu⸗ führen. Die Meldung zur Landhlilfe iſt freiwillig und wird von dem für den Wohnort zuſtändigen Arbeitsamt entgegengenommen. * Bauhütten beſtohlen. In der Nacht zum 10. April verſchwanden aus mehreren Bauhütten des Neckar⸗ bafens oberhalb der Hindenburgbrücke 200 Liter torenl, zwei Paar Arbeitsſtiefel, Größe 43 und . Arbeitsanzug, ein Doppel⸗ und ein n aßſtah, ein Ruckſack und verſchiedene Werkzeuge. f 1 5 Aus A0 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 3. Seite“ Nummer 175 Iilters Jugendlan Eine Frühlingsfahrt durch Adolf Hiflers Kinderstäftfen im Alpenvorland Aſſe Rechte vorbehalten bel: Horn Verlag, Berlin W 35, Steglitzer Str. 86 Frühling am Inn, will in dieſem Jahre als Symbol erſcheinen, dieweil das neue Werden in Deutſchland von dort aus ſeinen Ausgang nahm: in Braunau hat die Wiege Adolf Hitlers geſtanden, des Mannes, der Deutſchland neuem Werden ent⸗ gegenführt. Braunau, das liebliche Städtchen in Oberöſter⸗ reich, dicht am Inn gelegen, iſt von dem deutſchen Reiche nur durch die Breite des Fluſſes getrennt Die Menſchen aber ſind in ihrem Fühlen und Den⸗ ken, in ihrer völkiſchen Bedingtheit viel mehr bayviſch als öſterreichiſch. Das iſt verſtändlich und hiſtoriſch bedͤingt; denn dieſes Land gehörte früher z u Bayern und wurde erſt durch den Wiener Kon⸗ greß(1815) zu Oeſterreich geſchlagen, weil Metternich es für klüger hielt, die Flußläufe des Inn und der Salzach als Grenze zwiſchen Bayern und Oeſterreich feſtzuſetzen ſtatt der Höhenrücken des Hausrück, die vordem die Grenze bildeten. Adolf Hitler iſt alſo im wahrſten Sinne des Wor⸗ tes ein Kind deutſchen Bodens, ſelbſt wenn ſeine Wiege— politiſch betrachtet— auf öſterreicht⸗ ſchem Gebiete ſtand. Braunau war bis 1815 bayriſche Grenzfeſte. Hier hat ſich das tragiſche Schickſal des Nürnberger Buchhändlers Johann Philipp Palm erfüllt, den Napoleon erſchießen ließ, weil er eine Schrift„Deutſchland in ſeiner tiefſten Er⸗ niedrigung“ verbreitet hatte. Daß der Geiſt dieſes Johann Philipp Palm noch weiterlebt,— bedarf es da eines anderen Hinweiſes als den auf Adolf Hitler, der in dem gleichen Braunau ſeinen Lebens⸗ weg begann und aus ähnlichem Empfinden aus deut⸗ ſcher Erniedrigung heraus zum Führer eines neuen Deutſchland wurde? Das alfierfümliche Braunau Kommt man aus der deutſchen Grenzſtation Simbach über die große Brücke nach Braunau, ſo grüßt ſchon von weitem das ſchlanke Profil des St. Stephanturmes, des Wahrzeichens von Braunau, der die anderen Kirchtürme des Städt⸗ chens maſſig überragt. Würde man nicht durch die Zollwächter und Paßreviſoren daran erinnert, daß man den Fuß ins Ausland ſetzt, ſo würde das große Schild, das die ganze Breite der Brücke einnimmt und verkündet„Links ausweichen! Rechts über⸗ holen!“ lehren, daß man ſich nun ausländiſchen Ge⸗ pflogenheiten zu fügen hat. Aber mit ſeinen hohen Giebelhäuſern, ſeinem ſaalartigen Marktplatz und ſeinen zahlreichen Erinnerungen an die Blütezeit einer alten, ſüddeutſchen Kultur bietet Braunau durchaus das Bild einer ſüddeutſchen Stadt, in ſeinem Charakter ganz ähnlich Alt⸗ Oetting oder Burghauſen. Bis zum heutigen Tage haben ſich Mauern, Tore, Gräben und Steinbrücken noch in anſehnlicher Zahl erhalten, und Gebäude wie der Gnändigerhof, der als der ſchönſte Renaiſ⸗ ſancebau der Stadt angeſprochen werden kann, ſind durchaus keine Seltenheit. Viele der gut erhaltenen Bürgerhäuſer aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit ihren einen Hof einſchließenden Galerien ſind archi⸗ tektoniſch aufſchlußreich und künſtleriſch wertvoll. Iſt auch vieles im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte künſtleriſchem Unverſtand zum Opfer gefallen, ſo bietet das heutige Stadtbild doch noch eine Fülle feſſelnder Zeugniſſe einer ruhmreichen und kunſtverſtändigen Vergangenheit. Die Glok⸗ kenſtube im Heimathaus, aus der ſeit dem 16. Jahrhundert ungezählte Glocken hinauswanderten, iſt nicht weniger intereſſant als die Pfarrkirche zu St. Stephan, über derem Taufſtein Adolf Hitler ge⸗ tauft wurde. Während man ſonſt in den ſüddeut⸗ ſchen Kirchen meiſt den Stil des Barock und Ro⸗ koko findet, herrſcht hier ausgeſprochen der gotiſche Stil vor. Die Steinkanzel, der Flügelaltar der Bäckerzunft, die ganze Anlage des Kirchenſchiffs ſind hervorragende Denkmäler ſüddeutſcher Gotik ler⸗ ſtanden ungefähr in der Zeit von 1439 bis 1520). l dieſer eee eee d d eee, Ein Blick in die große Halle der Mannheimer Autoschau Die gleichen gotiſchen Merkmale bietet die Spitals⸗ kirche zum heiligen Geiſt(erbaut 14171430), die an ihrem Hochaltar ein prachtvolles gotiſches Gnaden⸗ bild der hl. Maria und im 1. Stockwerk des an die Kirche angebauten Pfründnerhauſes einen ſelten ſchö⸗ nen gotiſchen Kruzifixus aufweiſt. Das Geburishaus Adolf Hiflers Laſſen alſo dieſe Baudenkmäler ſchon auf eine alte deutſche Kulturſtätte ſchließen, ſo bietet die Stadt in ihrem heutigen Stadtbilde den Eindruck eines Städtchens aus der Biedermeier⸗ zeit. Man wartet förmlich darauf, daß durch das * Hitlers Geburtszimmer Salzburger Tor die gelbe Poſtkutſche der Bieder⸗ meierzeit geraſſelt kommt. Während dieſes Salzbur⸗ ger Tor den Marktplatz(hier Stadtplatz genannt) nach Südoſten abſchließt, beginnt jenſeits des Tores die Salzburger Vorſtadt mit ihren Gaſſen und Gäß⸗ chen, die höchſt romantiſch wirken. Ein Platz aber in dieſer Vorſtadt wird für uns Deutſche einen dauernden Wert behalten: Das Haus Salz⸗ burger Vorſtadt 15, das Geburtshaus Adolf Hitlers. Leider iſt es heute nicht mehr in der Form er⸗ halten wie zu der Zeit, als Hitler dort geboren wurde; denn es wurde vor einigen Jahren einem Umbau unterzogen, ſo daß heute das Erdgeſchoß ſich im Gewande des 20. Jahrhunderts präſentiert, während die beiden, hellgrün geſtrichenen Stock⸗ werke wenigſtens äußerlich erhalten blieben und das typiſche Haus der Kongreßzeit zeigen. Heute iſt das Hitlerhaus der Gaſthof des Joſef Pommer, der im Innern weſentlichen Umbauten unterzogen wurde. So zeigt das Geburtszimmer Adolf Hitlers heute das typiſche unperſönliche Ausſehen jedes x⸗beliebi⸗ gen Gaſthofzimmers. Wer konnte auch ahnen, daß der kleine Adolf, der hier ſeine erſten Gehverſuche machte, dereinſt beſtimmt ſein würde, die Geſchicke des deutſchen Volkes mit machtvoller Hand in ſchwierigſter Zeit zu lenken! Natürlich hat es ſich die Standarte Braunau der öſterreichiſchen NS Daß nicht nehmen laſſen, an hiſtoriſchen Stätte ihr Haupt⸗ — e Photo: Tillmann-Hatter, Mannheim Von Fritz H. Chelius quartier aufzuſchlagen, und eine rieſige Hakenkreuz⸗ fahne lenkt ſchon von weitem die Aufmerkſamkeit des Vorübergehenden auf dieſes Haus, dem heute noch die Gedenktafel als hiſtoriſche Stätte fehlt. Daß ſie noch fehlt, liegt an den zerſplitterten öſterreicht⸗ ſchen Verhältniſſen im allgemeinen und an den lokalen Verhältniſſen im beſonderen. Adolf Hitler wurde in Braunau am 20. April 1889 geboren als der Sohn eines öſterreichiſchen Zollbeamten. Da ſein Vater aber ſchon 1894 nach Paſſau verſetzt wurde, iſt es erklärlich, daß nur ganz vereinzelt noch jemand ſich des kleinen Jungen von damals, der heute der Nachfolger eines Bismarck iſt, erinnern kann. Wie immer bei unerwarteten Ge⸗ legenheiten gibt es dagegen manchen, der„glaubt“, ſein Erinnerungsvermögen von der beſten Seite zeigen zu müſſen, und der Ausſpruch einer früheren Nachbarin, als ſie am 30. Januar die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durch den Rundfunk er⸗ fuhr und ausrief:„Jeſſas, Jeſſas, does iſt ja der kleine Bua, der allwegen bei mir die Stiegen rauf und runter geſprungen iſt— un jetzt is er Reichs⸗ kanzler!“ erſcheint mir in dieſer Beziehung ſympto⸗ matiſch. Weſentlich anders nimmt ſich die Sache aus, wenn man mit Leuten zuſammenkommt, die tatſäch⸗ lich den Reichskanzler als Kind gekannt haben. Von ihnen läßt ſich ſo manches aus der Jugend Adolf Hitlers rekonſtruieren, was ihm ſelbſt entfallen iſt oder was er wenigſtens in ſeiner Autobiographie „Mein Kampf“ nicht erwähnt. So traf ich in Brau⸗ nau u. a. auch auf Hitlers erſtes Kinder⸗ mädchen, die heutige Frau Roſalie Hörl, die in den Jahren 18861889 in den Dienſten der Familie Hitler ſtand. Was ſie über Adolf, das Kind, zu ſagen hat, iſt naturgemäß nur wenig und läßt ſich in die Worte zuſammenfaſſen: Er war ein kerngeſun⸗ des, lebhaftes Kind, das ſich ausgezeichnet ent⸗ wickelte. Weſentlich mehr konnte ſie dagegen von den Eltern Adolf Hitlers und ſeinen Geſchwiſtern erzählen. Hiflers Eliern Adolf Hitlers Vater war damals Zoll⸗ amtsoffizial, ein ausgeſprochen pflichtbewußter, ar⸗ beitsfreudiger und ſtrebſamer Beamter, der ganz in ſeinem Dienſte aufging. Er war ſtolz auf die er⸗ rungene Poſition, denn er hatte ſich aus eigener Kraft ſelbſt emporgearbeitet. Nach dem frühzeitigen Tode ſeiner erſten Frau hat er ſich zum zweitenmal verheiratet mit einer niederöſterreichiſchen Bauern⸗ tochter. Dieſer Ehe entſtammen die Kinder Alvis und Angela, von denen nur noch Angela am Lehen iſt. Als auch die zweite Frau bald ſtarb, entſchloß ſich Vater Hitler zu einer dritten Ehe und feine Wahl fiel diesmal auf eine Verwandte, auf Klara Pelzel, die ebenfalls aus dem Niederöſterreichiſchen ſtammte. Dieſer dritte Hochzeitstag war ganz be⸗ zeichnend für Vater Hitler. Am Morgen hielt er ein beſcheidenes Frühſtück, an dem auch die Trau⸗ zeugen Offizial Hegel und Dr. Dierenhofer teilnah⸗ men, dann ging's zur Trauung und um 11 Uhr ver⸗ ſah er ſchon wieder ſeinen Dienſt wie alle Tage. Frau Hörl ſchildert ihn als einen mittelgroßen, rundlichen Herrn mit graublauen Augen und blon⸗ dem Kaiſerbart, der zwar ſehr energiſch ſein konnte, aber einen guten Charakter hatte. Mit geradezu ſchwärmeriſcher Liebe ſpricht ſie von Frau Klara Hitler, die ſie als eine ſchlichte, arbeitſame Hausfrau ſchildert, deren ganze Sorge dem Werden und Wohlergehen der Kinder galt. Aus dieſer Ehe entſtammen drei Kinder, Edmund, der ſchon in jungen Jahren einer Diphteri⸗ tis zum Opfer fiel, Paula und Adolf, dem keiner in der Wiege geſungen hat, daß ſein Lebens⸗ weg ihn auf den Poſten des deutſchen Reichskanzlers führen ſollte. Es iſt ja erklärlich, daß Adolf Hitler ſelbſt ſich ſehr wenig an dieſe erſte Zeit in Braunau erinnern kann, war er doch ein kleiner Junge von 4 Jahren, als ſein Vater nach Paſſau verſetzt wurde. Ein Freund ſeines Vaters dagegen, der jetzige Oberbaurat Ronneck in Linz, der von 18874901 in Braunau ſtationiert war und damals an der Regulierung des Inn und der Salzach mitarbeitete, denkt noch oft an jene Zeit, als er mit Vater Hitler allabendlich am Stammtiſch zuſammenſaß, wo eifrigſt politiſche Tagesfragen erörtert wurden. Möglich auch, daß Vater Hitler in der Hitze der politiſchen Debatten die Zeit vergaß und die Mutter den kleinen Adolf ſchickte, um den Vater zum Abendeſſen heim⸗ zuholen. Oberbaurat Ronneck erinnert ſich jeden⸗ falls, in welch drolliger, aber ſichtlich energiſcher Form der Kleine den Vater zur Heimkehr zu be⸗ wegen verſtand. Nach Ronnecks Schilderung muß das Leben im damaligen Braunau, der alten Feſtungsſtadt, be⸗ neidenswert ibylliſch geweſen ſein. Luſtige, lebens⸗ frohe Menſchen voll Witz und Humor bildeten eine fidele Geſellſchaft, die lebte und leben ließ, und wenn auch ihre Anſprüche und Bedürfniſſe in beſcheidenen Grenzen blieben, ſo nahmen ſie doch vom Leben ſo viel des Guten mit, als nur irgend zu erreichen war. Dem gemütlichen Oberöſterreicher lag nichts ferner als ein Kaſtengeiſt.(Fortſetzung folgt) Am Samstag vor Ostern erscheint nur elne Aus gabe der Neuen Mannheimer Zeitung und zwar u m 12½ Uhr Anzeigen für diese Ausgabe sind bis spätestens Samstag 9% Uhr vormittags aufzugeben. f Unsere Bezugs- und Offerten- Schalter bleiben am Samstag bis 2 Uhr geöffnet, 4. Seite Nummer 175 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend ⸗Ausgabe 8 Hochbetrieb auf dem Wochenmarkt Eine verwirrende Farbenpracht leuchtete heute früh den Beſuchern des Wochenmarktes entgegen. In dichten Scharen drängte man ſich durch die Reihen, Itebäugelte mit den Oſterlämmern, mit den appetit⸗ lichen Spargeln, mit roten Radieschen. Ein Schuß Frühfahrsregen, ein Schuß Sonne, das war die beſte Mixtur für alles, was wachſen ſoll und will. Das Ergebnis lag auf den langen Tiſchen verlockend ausgebreitet. Die Nähe des Oſterfeſtes war aus den un⸗ zähligen gefärbten Eiern zu erkennen, die, zu leuchtenden Bergen getürmt, in allen Farben ſchillerten. Die letzten warmen Tage haben das Wachstum der Spargeln außerordentlich gefördert, ſo daß die Bündel nickt nur ſporadiſch zu entdecken waren. Dem erhöhten Angebot entſprechend war der Preis eine Kleinigkeit zurückgegangen. Für 90 Pfennig konnte man ſchon erſte Sorte erhalten. Wer nur 60 bis 80 Pfennig für das Pfund anlegen wollte, bekam eine ganz annehmbare zweite Sorte in den Korb gelegt. Höchſtes Intereſſe wurde aber zweifel⸗ los den Fiſchen entgegengebracht die auf dem Speiſezettel der Karwoche eine große Rolle ſpielen. Ein Durchkommen um den Marktplatzbrunnen herum war zeitweiſe faſt unmöglich. Zu der Farbenpracht der Orangen, Zitronen, To⸗ maten, Radieschen und der grünen Salate geſellte ſich noch das bunte Vielerlei des Blumenmarktes mit ſeinen Frühlingskindern, den Schlüſſelblumen, Primeln, Goldlack, Tulpen und blühenden Zweigen. Vom Städtiſchen Büro für Preisſtatiſtik wurden fol⸗ gende Verbraucherpreiſe für ein Pfund in Pfg. ermittelt: Kartoffeln 2,8—9,5; Salatkartoffeln 10; Weißkraut—127 Rotkraut 18—20; Blumenkohl, Stück 15—50; Gelbe Rüben 810; Rote Rüben—8; Spinat 712; Mangold 18; Zwie⸗ beln—8; Lattich 60; Kopfſalat, Stück 15—25; Lattich 60 bis 80; Rharbarber 10—15; Tomaten 6070; Radieschen, Bſchl.—10; Rettich, Stück 10—15; Meerrettich, Stück 15 bis 30; Schl. Gurken(groß) Stück 50—90; Suppengrünes, Bſchl.—8: Peterſilie, Bſchl.—8; Schnittlauch, Bſchl. 5 bis 7: Lauch, Stück—12; Aepfel 15—40; Birnen 30) Nüſſe 30—40; Schwarzwurzeln 25—90; Hagenbuttenmark 30 Zi⸗ tronen, Stück—6, Orangen 15—18; Bananen, Stück—10; Süßvahmbutter 120—140, Londbutter 95120; Weißer Käſe 9035; Eier, Stück—12; Hechte 100; Barben 70; Karpfen 9090; Schleien 100; Breſem 5060; Backfiſche 940 Ka⸗ belfau 25—95 Schellfiſche 50 Goldbarſch 40; Seehecht 60; Stockfiſche 0, Hahn, geſchlachtet, Stück 100900; Huhn, ge⸗ ſchlachtet, Stück 100900; Enten, geſchlachtet, Stück 250 bis 500 Tauben, geſchlachtet, Stück 80100; Gänſe, geſchlachtet, Stück 6001000; Gänſe, geſchlachtet 80110; Rinoöfleiſch 75; Halbfleiſch 80—90; Schweinefleiſch 75. Flöße auf dem Neckar „Nach ſtebenjähriger Pauſe iſt jetzt die Neckar⸗ flößerei wieder aufgenommen worden, nachdem ſie ſeinerzeit durch den Kanalbau eingeſtellt werden mußte. Am Montag nachmittag wurde in der Feu⸗ denheimerſchleuſe das erſte etwa 100 Meter lange Floß durchgeſchleuſt und bis zum rechten Neckarufer oberhalb der Kammerſchleuſe geſchleppt. wo drei weitere Teile abgewartet wurden. Die Flößerei iſt in dieſer Form allerdings etwas umſtändlich, da die Flöße nicht länger wie 100 Meter ſein dürfen, um in die Schleuſenkammern zu paſſen und da auch ein Schleppdampfer notwendig iſt, da die Kanal⸗ ſtrecken keine Strömung aufzuweiſen haben. Das vierte und letzte Floßteil iſt geſtern vormittag in Mannheim eingetroffen und mit den drei anderen vereinigt worden. Ein Schleppdampfer der Firma Page wird nunmehr das vereinigte Floß rhein⸗ abwärts bis Schierſtein ſchleppen. Kleingärtnerſchaft und nationale Erhebung Der Geſamtvorſtand des Rechsverbandes der Kleingartenvereine Deutſchlands, Sitz Frankfurt am Main, hat zu der durch die nationale Revolution ge⸗ ſchaffenen Lage Stellung genommen und folgende Entſchließung gefaßt: „Die im Reichsverband der Kleingartenvereine Deutſchlands zuſammengeſaßte deutſche Kleingärt⸗ nerſchaft hat in zäher, opferfreudiger Tätigkeit er⸗ reicht, daß Hunderttauſenden deutſcher Volksgenoſ⸗ ſen ohne Unterſchiied des Standes, der Partei und des Bekenntniſſes ein Stück Heimaterde gegeben wurde und erhalten blieb. Der Reichsverband, dem zurzeit Million deutſcher Familien ange⸗ hören, iſt entſchloſſen, unter der Regierung des nationalen Aufbaus auf dem Gebiete der Volks⸗ wirtſchaft und Volkswohlfahrt an der Löſung der ihm geſtellten ſtaatserhaltenden Aufgaben weiter⸗ zuarbeiten und durch Erfüllung ſeiner ſatzungs⸗ mäßigen Pflichten dem Volke und dem Vaterlande zu dienen. Er wird in dieſem Sinne bei ſeinen Gliedern— den Landes-, Provinzial⸗, Regierungs⸗ bezirks⸗ und Rote Kreuz⸗Verbänden— auch in Zu⸗ kunft unentwegt eintreten für wahre Volksgemein⸗ ſchaft, für ſittliches Familienleben und für vater⸗ ländiſche Jugenderziehung.“ Der Vorſtand des Verbandes Badiſcher und Pfäl⸗ ziſcher Kleingarten⸗ und Gartenbauvereine e. V. for⸗ dert die ihm und ſomit auch dem Reichsverband an⸗ geſchloſſenen Unterverbände, Vereine und deren Mit⸗ glieder auf, im Sinne der Entſchließung des Reichs⸗ verbandes für den Aufſtieg des nationalen Deutſch⸗ land zu wirken, die Quellen ſeiner Kraft zu ſtärken und mit Hingebung und Treue die Regierung des nationalen Aufbaus, die auch die Förderung des Kleingartenweſens als ihre Aufgabe betrachtet, zu unterſtützen. Dienſt für Volk und Vaterland ſei unſer aller heilige Pflicht. d L. Lauppe, 1. Vorſitzender. * In Schutzhaft genommen. Geſtern wurden vier Perſonen wegen kommuniſtiſcher Umtriebe bzw. Beleidigung des Reichskanzlers in Schutzhaft genommen. * Freiwilliger Tod. Geſtern vormittag hat ſich ein verheirateter 37 Jahre alter Mann in ſeiner Wohnung in der Neckarſtadt erhängt. Die Tat dürfte auf ein unheilbares Leiden(Lähmung) zurückzufüh⸗ ren ſein. E U „ NN SNN FN 2 2 ,,,. , 2 2 b 1 2 2 8 6 e — 5 1 RAT Si 5., 1 2 2 N Na , 7 5 1 — 11 21 7 85 . 2 — Die erſten Sternfahrer eingetroffen Unzählige Hände rühren ſich, um unſerer Stadt ein feſtliches Gepräge zu geben und den Gäſten, die zu den Benz⸗Ehrungen nach Mannheim kommen, einen würdigen Empfang zu bereiten. Noch fehlt zwar der Flaggenſchmuck in den Straßen, aber allenthalben werden Fahnen maſten aufgeſtellt, die in ihrer dichten Folge jetzt ſchon erkennen laſſen, daß man mit einer gauz außergewöhnlichen Beflaggung rechnen kann. An allen Ausfallſtraßen der Stadt begrüßten geſtern ſchon je zwei flatternde Fahnen die ankommenden Autofahrer bei ihrer Einfahrt in die Stadt. Die am Hauptbahnhof ankommenden Reiſenden werden durch ein großes Plakat über die in dieſen Tagen ſtattfindenden Veranſtaltungen unterrichtet. Auf dem Platz vor dem Benz⸗Denkmal ſind alle Bau⸗ utenſtlien beſeitigt. Ueber dem Denkmal hängt be⸗ reits das weiße Tuch, das bei der Enthüllung fallen wird. Mit Tannengirlanden werden gegenwärtig die Schaufenſter der umliegenden Geſchäfte und die betöen großen Balkone am Eingang der Auguſta⸗ anlage umkränzt. Aber auch ſonſt ſind noch viele Hände am Werk, um der Stadt ein freundliches Aus⸗ ſehen zu verleihen. Die rot⸗ weißen Ecken an den Verkehrsinſeln und an den auf die Fahrbahn überſtehenden Geh⸗ wegen ſind friſch überſtrichen worden. Die Springbrunnenbaſſins haben ebenfalls vor ihrer Füllung einen neuen grünen Anſtrich bekommen und die Anlagen ſind mit den erſten Frühlingsblumen bepflanzt. Obgleich die offizielle Zielkontrolle erſt heute früh ihre Tätigkeit aufnahm, meldeten ſich bereits geſtern einige Fahrer, die meiſt aus der näheren Umgebung ſtammten, bei der Kontrollſtelle, um ſich ihre Teil⸗ nahme an der Weltſternfahrt beſcheinigen zu laſſen und ihre Erinnerungsplakette in Empfang zu Bolſchewiſtiſche Von der kommiſſariſchen Verwaltung der ſtädt. Kunſthalle wird uns geſchrieben: „Wer die z. Zt. dargebotene„bolſchewiſtiſche Kunſtausſtellung“ in der Kunſthalle beſucht, wird zu⸗ nüchſt vielleicht von der verwirrenden Fülle der Ausdrucksweiſen abgeſtoßen, oder von dem Geſamt⸗ Eindruck der verlotterten und verluderten Malerei der letzten 20 Jahre verletzt werden, die uns wäh⸗ rend dieſer Jahre als kunſtberechtigt eingehämmert zu werden verſucht wurde. Aber bei dem ſchauenden und denkenden Hin⸗ und Hergehen vor den Bildern hebt ſich doch bald einiges Richtunggebendes heraus und die Frage: Was will und ſoll mit dieſer Ausſtel⸗ lung geboten und dargelegt werden“— tritt immer ſtärker hervor. Zunächſt ergibt ſich dann, daß dieſe Art von Kunſt keinerlei Zuſammenhang mehr mit dem geſunden Seelen⸗ und Geiſtesleben unſeres Volkes hat, daß ſie eine bleichſüchtige Atelierpflanze iſt, die aus den verſchiedenen Meinungen und Streitigkeiten über techniſche und malinhaltliche Probleme unter den Malenden hervorwuchs. Mit einem klaren Geſtalten, einem Führen, Wegweiſen, mit einer künſtleriſchen Zielſetzung hat dieſe Kunſt nichts mehr zu tun, das ſteht man daran, daß von ein und denſelben Künſt⸗ ler in der„bolſchewiſtiſchen Abtlg.“ Bilder hängen und in dem Saal der„Mannheimer“ z. B. Fuhr oder Otto. Dieſe Künſtler können ſo und können auch anders. Alle große Kunſt geht aus einem inbrünſtigen Gefühl, aus ſog. religiöſen Impulſen, aus einem heiligen Müſſen— ohne Bindungen— hervor. Kann man vor dieſen Bildern, etwa vor Chagall oder Jan⸗ kel Adlers Bildungen, dieſe Inbrunſt des Schaffen⸗ den herausfühlen? Sieht man nicht nur ſeelenloſe Verenktheit der Geſtalt(Beckmann) oder ſchmeati⸗ ſierte Langeweile nachempfundener Formen(Oeſer) d. Kann ein Beſchauer, ſei er religiös oder areligibs, ein innerliches Verhältnis zu dieſen gefühlloſen Bildungen haben? Wir haben ja in unſerer Stadt (Peterskirche) das lapidare Beiſpiel in den dortigen Wandgemälden. Sie werden von der Kirchengemeinde, wie von neutralen Beſchauern glatt abgelehnt— ein Beiſpiel, daß es dieſer Kunſt nicht gegeben iſt, zum Volk zu ſprechen, erhebend und zur Andacht ſtim⸗ mend zu wirken. Und ſolche Kunſtwerke werden als „Zeitausdruck“ von der Kunſthalle angekauft? oder nehmen. Heute vormittag trafen nehmer ein, darunter mehrere der Pfalz. Bis zur Mittagsſtunde hatten etwa 40 Wagen die Zielkontrolle bei den Rhein⸗Neckar⸗Hallen paſſiert. weitere Teil⸗ Polizeifahrer aus Es iſt damit zu rechnen, daß nunmehr in regel⸗ mäßigen Abſtänden ſich die Ankünfte mehren wer⸗ den, doch dürfte die Mehrzahl der Fahrer wohl erſt im Laufe des morgigen Tages und hauptſächlich am Samstag eintreffen. Gemeldet ſind rund 700 Fahr⸗ zeuge, doch werden bei der Kontrollſtelle ohne wei⸗ teres noch Nachnennungen angenommen. Die erſte Nachnennung zur Teilnahme an der„Weltſternfahrt Carl Benz“ wurde heute vormittag 10.30 Uhr von Direktor Baron von Hentig(Daimler⸗Benz⸗ Konzern), der mit ſeinem ſchnittigen SSͤ⸗Wagen eintraf, abgegeben. Eine beſondere Wertung über zurückgelegte Strecken findet nicht ſtatt, da bei der Ausſchreibung berückſichtigt wurde, die Weltſtern⸗ fahrt als eine Huldigungsfahrt für Carl Benz aus⸗ zugeſtalten und ſie zu keiner Wettfahrt werden zu laſſen. Lediglich die beteiligten Klubs finden auf Grund der zahlenmäßigen Beteiligung ihrer Mit⸗ glieder⸗Fahrzeuge eine Anerkennung. Poſtſchalter für die Carl⸗Benz⸗Feſtpoſtkarte Um der großen Nachfrage nach der offiziellen Feſtpoſtkarte mit der neuen eingedruckten 6 Pfg.⸗ Hindenburgmarke und der im Kupfertiefdruck ver⸗ vielfältigten Zeichnung des Denkmals von der Hand ſeines Erbauers, Prof. Dr. h. e. Laeuger, zu ent⸗ ſprechen, ſind in Mannheim bei jedem Poſtamt ſeit heute Schalter eröffnet worden. Dieſe Schalter, die einen privaten Kundendienſt verſehen, vermitteln insbeſondere auch das Abſtempeln der Karten mit dem Mannheimer Ausſtellungs⸗Sonderſtempel, der dieſe 20 Pfg.⸗Karte für die Briefmarken⸗ und Ganz⸗ ſachenſammler beſonders begehrenswert macht. Kunſtausſtellung ſie ſind ihr aufgezwungen worden?. Hier iſt Kunſt „Ware“ geworden, nicht„Seelenſpeiſe“ oder nicht mal Augenweide. Die Blätter von Gg. Groß lehnt jeder noch anſtändig fühlende Menſch als Kunſt oder als kritiſches Zeitbild ab. Das iſt gemeine Porno⸗ graphie. Zwanzig Jahre und noch mehr iſt uns der Ab⸗ weg vom Künſtleriſchen ins nur Materielle, ins Perverſe eingehämmert worden. Die Ausſtellung ſoll den Abgrund zeigen, an den wir getrieben wur⸗ den. Sie ſoll erzieheriſch wirken durch den Schrecken nor der Zerſtörung unſeres Kunſtweſens und durch allmähliche Zurück⸗ und Hinleitung zu den alten deutſchen Kunſtidealen der Ordnung, der plaſtiſchen Geſtaltung, der Farbenſchönheit, der maltechniſchen Gediegenheit, der freien Raumbildung oder Flächen⸗ aufteilung, der Geſetzlichkeit im Bildſchaffen, nicht zu der willkürlichen Anarchie, nicht zu der naturwidri⸗ gen Geſtaltloſigkeit, nicht der plakatmäßigen Grell⸗ farbigkeit uff. Der Künſtler, der alte Kunſtgeſetze durchbricht, um neue an ihre Stelle zu ſetzen, iſt ein Genie— aber von all den„Meiſtern“ der bolſche⸗ wiſtiſchen Ausſtellung iſt und wird keiner der„Klaſ⸗ ſiker von morgen“. Sollte ſich die Bilderkommiſſion in einem oder dem anderen Fall doch irren, ſo wird ſie dem Schickſal dankbar ſein, daß ſeine Weisheit menſchliche Unzulänglichkeit korrigierte. Das Erbärmliche und Verruchte— wenn es nicht durch die künſtleriſche Unzulänglichkeit der Ankaufs⸗ kommiſſion entſchuldigt werden kann— liegt darin, baß in vielen Jahren der Blick für das Gute in der Kunſt ſyſtematiſch verwirrt und irregeleitet wurde, indem dieſer volks⸗ und ſeelenfremde Wildwuchs für das Neue, das Kommende ausgegeben und hoch⸗ geſchrien worden iſt. Wie Adolf Hitler alle Parteien und Parteichen weggefegt hat, um die Deutſchen wieder zur geiſtigen und ſtaatlichen Einheit zu füh⸗ ren, ſo müſſen auf künſtleriſchem Gebiete alle Rich⸗ tungen, Programme, Rezepte und Meinungen zu der einen notwendigen Einheit geführt werden, ge⸗ horſamen und demütigen Dienſt an der Kunſt vom erſten bis zum letzten Pinſelſtrich und Hammerhieb zu leiſten. Jeder wirkliche Künſtler geſtaltet ſich, geſtaltet aus ſeinem Weſen heraus und mit einer ſolchen Gewalt, daß er die Beſchauer mitreißt, auch wenn es lange dauert. Von dieſer zerfetzten und ſeeliſch zerbrochenen Kunſt kann keine einigmachende RICHARD WAGNER ST RAS — 2 * , 1 . STA ANLA SE — 2 2—— . ————•— 5 — Der Weg des hiſtoriſchen Autokorſos erhebende Wirkung ausgehen. Wer ſolche Kunſt geſtaltet, wer ſie liebt, iſt ſelbſt verwirrten Weſens, Aber unſere Sammlungen ſollen weder Kranken⸗ häuſer, noch Irrenanſtalten ſein, ſondern Räume, wo wir das Weſen des göttlichen Geiſtes und der Begnadung in ſichtbaren Formen, nicht in furcht⸗ baren Mißbildungen gewahr werden. Zum Luxus einer Krankenhausſammlung iſt jetzt keine Zeit Unſer Volk hat ein heiliges Anrecht darauf, daß in dieſen Notzeiten das Geld nicht für Nichts würdig, keiten oder läppiſche Bildverſuche verſchleudert wird, wie es in vielen Fällen hier geſchehen iſt. Die Kunſtkommiſſion will auch hier auf Reinlichkeit und Sauberkeit im Geſchäftlichen hinwirken, wovon ſpä⸗ terhin noch einiges geſagt werden ſoll.“ * Der Tarif im Gaſtwirtsgewerbe. Der Große Vorſtand des Gaſtwirteverbandes hat einſtimmig beſchloſſen, den am 13. Januar d. J. gefällten Schiedsſpruch der Schlichterkammer Karlsruhe in bezug auf Landesmantel⸗ und Landeslohntarif bis Ende Mai anzunehmen. 78 212 2 Vadiſch Pfälziſches Winzerfeſt Das große Winzerfeſt, das an den beiden Oſtertagen aus Anlaß der Denkmalweihe und der Weltfeier des Auto⸗ mobilismus von den im Reichsausſchuß zum Denkmalsbau vereinigten Spitzenvereinen, dem ADAC., dem Ad und dem Allgemeinen Schnauferl⸗Club, veranſtaltet wird, bringt in den Roſengarten ein bewegtes und buntes Bild. Zur Zeit ſind die Künſtler und Dekorateure am Werk den Sälen ein feſtliches Gewand anzulegen. Das Haupfaügen⸗ merk wird dabei auf die Ausſchmückung des Nibelungen⸗ ſaales gelegt, der ſich als Weindorf und Mittelpunkt der ganzen Veranſtaltung repräſentieren ſoll. Die Fremden, die zu Tauſenden in Mannheim zu Oſtern erwartet wer⸗ den, ſollen zuſammen mit den Einheimiſchen ein echtes Volksfeſt in dieſem„Weindorf“ erleben, wo guter offener pfälziſcher und badiſcher Wein vom Faß und eine Reihe beden⸗ ſtändiger Künſtler, allen voran Sücdeutſchlands gefeierter Liebling Willy Reichert und der urwüchſige„Bellemer Heiner“, alles dazu beitragen werden, eine frohe und hei⸗ tere Stimmung zu erzeugen. Beide Tage beginnt das Feſt nachmittags um 4 Uhr. Es liegt nun vor allem auch an den Badenſern und Pfälzern, recht zahlreich daran teil⸗ zunehmen, um den Gäſten, die anläßlich der Weltſternfohrt aus allen Gegenden Deutſchlands und des angrenzenden Auslandes nach Mannheim kommen, ein erinnerungs⸗ reiches landſchaft⸗ und heimatgebundenes Feſt in Mann⸗ heims Mauern zu bereiten. Meldung der Landes weſſerwarie Karlsruhe Vorausſage für Freitag, 14. April Zeitweiſe aufheiternd, aber noch vereinzelte Nieder⸗ ſchläge, beſonders im Gebirge. Kühl bei nördlichen Winden. Beobachtungen der Landeswetterſtellen.28 Uhr vormittags See. Luft- 8 S 8 Wind Stationen: oühe rde 5 e, Wetter m mem Se e Nicht. Stärte Wertheim 151— 12 22 10 W teich Wolffg Königsſtuhl] 503 7624 0 10 9 N leicht wolkig Karlsruhe 120 7627 12 23 11 N leicht bedeckt Bad.⸗ Baden] 213 763,5 12 23 11 No leicht Reaen Villingen 712 762,7 10 21 9 leicht Regen Bad. Dürrhf 701!— 10 21 9 ftill— Regen St. Blaſien] 780— 9 20 8 till— bbedeckt Badenweilex 422 762,0 12 24 11 SW leicht bedeckt, Feldberg Hoff1275 637.7 14 4 NI leicht Regen Schauinsld. 1268 6510 5 17„ N kleicht Regen Der Durchzug einer Tiefdruckrinne brachte im ſchläge faſt im ganzen Lande, nachdem an ihrer Vorderſeite die Höchſttemperaturen geſtern bis zu 24 Grad in der Rheinebene erreicht hatten. den polaren Luftmaſſen an der Rückſeite der Rinne zieht hoher Druck, deſſen Kern heute über Irland liegt, nach Oſten. Wir rechnen für morgen wieder mit Beſſerung des Wetters, wenn auch noch verein⸗ zelte Niederſchläge zu erwarten ſind. ſchen und rheumatiſchen Schmerzen haben ſich Togal⸗ Tabletten hervorragend bewährt. Die Wirkung tritt unmittelbar ein, keine ſchädlichen Nebenwirkungen! Ein Verſuch überzeugt! In allen Apoth. M..20. 12.6 Pith., 0. 46 Shin. 74.3 Aeid. geet. Salle. Nolkenkur- Gaststätte Heidelberg 2 Der ideale Frühlings- Aufenthalt irn Gebirge, mit = seiner weltberühmten unvergleichlichen Aussicht Großes café/ Eigene Konditorei Telephon 233 Größtes u. schönstes Terrassen- Restaurant Neinrieh Damm Laufe der vergangenen Nacht mäßige Nieder⸗ Mit Bei nervöſen Schmerzen, Kopfſchmerzen, gichtt⸗ Donnerstag, 13. April 1933 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend ⸗Ausgabe Nummer —— Drei Badener kämpfen mit dem weißen Tod (Schluß) Wir ſiend geborgen, und das iſt vorerſt die Haupt⸗ ſache. Draußen hat der Sturm wieder eingeſetzt und hält uns für dieſen Tag feſt. Von unſerem Proviant haben wir noch Brot, Corned Beef und etwas Schinken. Das wird nun gut eingeteilt, denn pielleicht werden aus einem Tag zwei oder drei. Wer weiß es? Das Brot iſt ſo hart gefroren, daß wir es mit dem Pickel zerſchlagen können. Eine Feuerſtelle gibt es nicht; aber auf dem Tiſch, der mit Blech beſchlagen iſt, kann man genau ſo gut Feuer machen. Ein paar Stückchen Holz und ein Streichholz, das genügt um etwas Schnee zu ſchmel⸗ zen, das iſt unſer„Kaffee“ zum Frühſtück und unſer „Tee“ am Nachmittag. Wir liegen unter den Decken, haben zunächſt gute Stimmung und hoffen nur, daß ſich endlich der Sturm legt und es wieder ſchön und klar wird. Doch der Sturm hat noch lange nicht ausgetobt, er wird von Tag zu Tag schlimmer, und die Hütte ſchwankt und kracht in allen Fugen. 1 Ein Windͤſtoß und es ſcheint, als ob wir mit der — ganzen Hütte in die Tiefe geſtürzt werden— dann herrſcht wieder Totenſtille. Man wagt nicht zu atmen, denn dieſe plötzliche Stilleiſtgrauen⸗ poll und kaum zu ertragen. Doch ſchon tobt der Sturm wieder von Neuem los und verbeißt ſich im⸗ mer wieder heulend in die Drahtſeile. Im Abſtand von—2 Stunden ſteht immer einer von uns auf, um doch einmal rauszuſehen, wie die Wetterlage eigentlich iſt, ob der Nebel und das diffuſe Licht auf⸗ gehört hat und wieder Sicht iſt. Doch wir ſehen nichts, wir ſind eingeſchloſſen und müſſen warten. Der Sturm treibt durch alle Ritzen Schnee in die Hütte 4 und ganz langſam und allmählich wird es im Innen⸗ Dis raum weiß. Wir kommen uns vor, wie in dem Film 5„Stürme über dem Montblanc“. Es liegen ſchon an⸗ . nähernd 30 em Schnee in der Hütte. Unſere Lager⸗ ſtätten haben wir nach Möglichkeit abgedeckt mit Matratzen und Decken, mit Papier verſtopften wir oße alle Ritzen. Und doch ſchneit es immer noch auf mig meinen Kopf, es iſt nichts dagegen zu machen. Jetzt ten ſehlt uns nur noch Üdet, der uns Proviant abwirft, in„dann wäre es wie im Film“, ſagen wir zueinander bis und ahnen natürlich nicht, daß der Flieger Udet tat⸗ ſächlich aufgeſtiegen iſt, um nach uns zu ſuchen. Es iſt nur Spaß von uns und wir malen uns alles ſo ſchön aus, wie es ſein könnte. Was werden ſie unten im Tal ſagen? Wir woll⸗ ten ja ſchon am Sonntag in Freiburg ſein. Ob unſere Eltern ſchon wiſſen, daß wir hier oben in 3600 Meter Höhe in Kälte und ohne Proviant feſtſitzen? Oder denken ſie vielleicht, wir ſeien am Südgrat der Ber⸗ ning abgeſtürzt oder von einer Lawine verſchüttet? Am Montag beſteht unſer Proviant noch aus Brot und einem ganz kleinen Stückchen Büchſenfleiſch. Wir durchſtöbern die ganze Hütte, ob wir nicht noch etwas finden. Da oben, auf einem Brett unter der Decke, ſtehen viele Flaſchen, einige davon ſind noch zugekorkt. Ob wir Glück haben und noch etwas drin iſt? Von unſerer Entdeckungsfahrt bringen wir in einer Flaſche etwas Erdöl und in einer anderen etwas alte Eſſenz oder Schnaps mit. Was es wirk⸗ lich iſt, können wir nicht genau feſtſtellen. Dann fin⸗ den wir noch etwas ganz ranzige Margarine und altes ganz hartes angeſchimmeltes Brot. Immerhin war die Suche nicht ganz umſonſt, und in der Not ißt man tatſächlich alles. Ein paar Tropfen von dem Schnaps, ſpäter etwas Salz als Zuſatz zu dem Schneewaſſer läßt uns das Waſſer als Veltliner Wein erſcheinen: Und dann gibt es am Montag abend ein„feſtliches“ Souper. Das Beſte von dem harten Brot wird in Stücken mit der ranzigen Mar⸗ garine gebraten und mit Waſſer übergoſſen, damit das Brot ein klein wenig weich wird. Es ſchmeckt natürlich ſchlecht, ſehr ſchlecht, aber wenigſtens bekommt man etwas in den Magen. Wenn man uns zu Hauſe ſo etwas vorſetzen würde!— Wir ſtellen uns immer wieder vor, es ſei Schnitzel mit Kar⸗ he toffeln. Wie wird man doch Materialiſt, wenn man tagelang nichts zu eſſen und zu trinken hat und dabei frieren muß. Einmal am Tage verſucht Helmut er⸗ Feuer zu machen und Schnee zu ſchmelzen und jedes⸗ zen mal, auch wenn man nur ganz kurz aus den Decken ö heraus geht, ſind Hände und Füße von der Kälte ſofort gefühllos. Unſere Skihoſen und Skiſtiefel, die ugs von dem Biwak hart und ſteif gefroren ſind, nehmen „ wir auch unter die Decken. . b Jeden Morgen freuen wir uns von neuem auf den Kaffee im Hotel Morteratſch, wenn wir her⸗ 1 unter gehen könnten. Der Wind hat ſich von Süd, bzw. Südweſt nach Nordoſt gedreht. Das iſt ein gutes Zeichen, aber vorläufig iſt es infolge des Sturms noch unmöglich, vor die Hütte zu gehen. So liegen wir Tag und Nacht unter den Decken, unſer Blick fällt als einzige Ausſicht auf die italieniſche Flagge an der Wand gegenüber mit der Inſchrift: int Capanna 1 8 Marco Roſa 7 1 1913. zu Und an einem Lichtfleck von der Drei von 1913 ſehen tit wir immer, ob die Sonne ſcheint oder ob es draußen ne dunkel iſt. Das iſt unſer Barometer. nd So verrinnt langſam Stunde um Stunde und ber Tag um Tag. Unſeren Optimismus und die felſen⸗ u feſte Ueberzeugung, wieder hinunter zu kommen, hahen wir noch nicht verloren. Aber langſam ſchwin⸗ den die Kräfte, und wir fühlen, daß wir uns bald 1 auf eine Rettungskolonne von Pontreſina verlaſſen müſſen. Aber wenn ſie wegen Sturm und ſchlecht Wetter nicht hinaufkommen können, was iſt dann? Wir ahnen nicht, daß die ganze Schweiz und Deutſchland ſchon von unſerem Pech weiß, daß in Freiburg und Karlsruhe große Aufregung herrſcht. Wir ahnen nichts von Zeitungs⸗ und Radioberichten und wiſſen nicht, daß unſer Wirt in Roſeggtal, „unſer Papa“, den ganzen Tag am Telephon ſtehen muß, da er vom In⸗ und Ausland, von ſämtlichen Nachrichten⸗ und Telegraphenbüros, von Zeitungen und Berichterſtattern angerufen und über unſer Verbleiben und Befinden ausgefragt wird. Wer wiſſen nichts von Udets Er kundungs⸗ ö 1 lügen, und wir wiſſen nicht, daß man uns ſchon 3„ vollkommen aufgegeben hat und eigentlich niemand E mehr damit rechnet, daß wir noch unter den Leben⸗ — Sechs Tage faſt ohne Nahrung in der Schutzhütte eingeſchloſſen den weilen und daß wir noch recht zuverſichtlich— Uns natürlich auch nicht denken, daß aus unſerem Tod“ ſchnell ein tüchtiger Geſchäſtsmann einen Nutzen zgiehen will, nämlich der Sargfabrikant aus Pontreſina, der am Montag ſchon ſeine Särge in Roſeggtal anbietet. Es iſt für uns natürlich nicht leicht, auf die Dauer den Humor zu bewahren, aber würde einer klagen und jammern, ſo wäre damit die ganze Gruppe ver⸗ loren. Immer wieder ſingen wir eine Strophe aus einem bekannten Skilied. Oſterflug engliſcher — Die glückliche Rettung der Hütte. Der Schnee, der Tiſch und Bänke in der Hüte bedeckt, und überall eingedrungen iſt, wird weggefegt, und wenn es nicht ſo kalt wäre, könnte man die Hütte faſt als gemütlich bezeichnen. Wir erholen uns raſch, wenn es uns natürlich auch noch ſchwach zu Mute iſt. Jetzt haben wir ja die feſte Gewißheit, daß wir wieder ins Tal zurück⸗ kommen. Nach zwei Stunden geht es hinunter, der Wind pfeift uns wieder um die Ohren und gebärdet ſich manchmal ſo toll und wild, als ob er ſich doch noch Schüler nach Köln 38 Schiller der St.⸗Peter⸗Schule in einer Londoner Vorſtadt zu einem Fluge nach Köln, wo ſie ihre Endlich kommt der Mittwoch. Der Wind hat zum reinen Oſtwind gedreht, allerdings iſt er noch ſehr ſtark. Der Himmel iſt klar und die Sonne lacht wie⸗ der. Wir halten„Kriegsrat“ ab. Können wir bei die⸗ ſem Sturm herunter. Die letzte Nacht war ſchlecht, von Zeit zu Zeit hörte man ein leichtes Stöhnen:„Hunger“ Es wurde immer kälter, und die oberen Decken wurden ſchon naß von dem Schnee, der in die Hütte gefegt wurde. Das Herz verſagt zeitweiſe den Dienſt und es flimmert uns ſchon vor den Augen. Aber wir haben überhaupt nichts mehr zu eſſen, nicht einmal hartes Brot. So iſt es vielleicht doch beſſer den Ab⸗ ſtieg zu verſuchen?„Was meinſt Du dazu, Irm?“ „Durch!“ Gretl„Durch!“ Um 9 Uhr verſuchen wir zu ſtarten.„Hu, wie kalt iſt es!“ Die Skihoſen ſind, trotzoͤem ſie die gan⸗ zen Tage unter den Decken waren, noch genau ſo hart gefroren wie vorher, ſogar in den Schuhen iſt noch Eis feſtgefroren. Aber es hilft ja nichts. Wenn wir nur überhaupt herunter kommen! Mit Erfrierungen von Händen und Füßen müſſen wir rechnen und haben wir gerechnet. Helmuth als erſter am Seil geht aus der Hütte und wird ſofort wieder zurückgeſchlagen, ſo ſtark iſt noch der Sturm. Es iſt tatſächlich immer noch unmöglich. Wir gehen wieder hinein und verſuchen uns wieder etwas zu wärmen, um es gegen 12 Uhr, wenn die Sonne höher ſteht, noch einmal zu verſuchen. Um ½ 12 Uhr machen wir uns wieder fertig, die Steigeiſen an und das Seil feſtgeſchlungen. Wir ſind uns bewußt, daß wir we⸗ nig Chancen haben durchzukommen, aber weiter auf der Hütte zu bleiben iſt genau ſo ſchlimm. In dieſem Augenblick höchſter Gefahr und Not, als wir aus der Hütte gehen wollen, ſteigen am Oraſta⸗Güßaſattel ſechs Führer aus Pontreſina auf, unſere Retter! Unſere Freude iſt groß und ihre Freude nicht minder, denn ſie hatten uns im Grunde ihres Her⸗ zens ſchon aufgegeben, hatten geglaubt, die Hütte ent⸗ weder leer oder uns tot anzutreffen. Nun werden wir gefüttert mit allem Guten und Leckerem, wonach wir uns die letzten Tage ſo geſehnt hatten, und hei⸗ ßer Tee mit Kognak erwärmt uns gründlich. Unſere Füße werden maſſiert, bis ſie Gefühl haben und bald geht es uns wieder gut. Frohes Leben herrſcht in ſtartete in Oſterferien 1 Begleitung verbringen zweier Lehrer wollen. ſeine Opfer zurückholen wolle. 0 ſicherem Schutze, die ſtarken Hände halten das Seil geſpannt, um uns jedem Augenblick halten zu kön ändert aus! Wo wir mit S n müſſen wir mit Steigeiſen hinunter, feſtgeblaſen und reines Eis iſt. — da alles ganz Nach drei Stunden ſind wir unten im Tal, geſund und munter, nur ge⸗ ſchwächt durch die Strapazen der letzten Tage und die Fingerſpitzen und Fußzehen ein wenig ange⸗ froren. Wir kehren zurück ins Roſeggtal, wo wir uns noch einige Tage erholen wollen. Einmal fahren wir auch nach St. Moritz zu Udet, um ihm für ſeine Hilfsbereitſchaft zu danken. Er empfängt uns in gaſtlicher Weiſe. Wir erzählen von unſeren Er⸗ lebniſſen und er berichtet von ſeinen Verſuchen, uns Hilfe zu bringen. Wir hören erſtaunt, daß er am Mittwoch früh eine volle Stunde laug über unſerer Hütte ge⸗ kreiſt hat. Das Motorengeräuſch wurde jedoch von dem Heulen des Sturmes übertönt, ſo daß wir in der Hütte nichts merkten. Mit leichtem Lächeln meinte Udet: „Für den Film mußte ich einmal eine ähnliche Auf⸗ gabe löſen, damals konnte ich Hilfe bringen, doch diesmal in der Wirklichkeit hatte ich leider keinen Erfolg, denn hier war eben alles unvergleichbar viel ſchwerer als im Film!“ In ſeiner beſcheidenen Art ſpricht er weiter. Er erzählt, wie er ſchon am Montag bei ſchlimmſtem Wetter den Verſuch machte, uns zu finden und uns Proviant zu bringen. Der Sturm habe ihn wie ein Blatt herumgeworfen, einmal ſogar auf den Rücken. Nicht viel habe gefehlt und er wäre von einer Fall⸗ böe auf den Seercengletſcher geworfen worden. Als wir ihm aber mit herzlichen Worten danken wollen, wehrt er ab und meint, ſein Handeln ſei doch nichts weiter geweſen als einfache Menſchen⸗ pflicht, er bedauere nur, keinen Erfolg gehabt zu haben. Am kommenden Tag, dem letzten vor unſerer Heimreiſe, lacht uns noch einmal die Sonne des Hochgebirges in ihrem ſchönſten Glanz. Herrlich leuch⸗ ten die Gipfel und Gletſcher. So friedlich und harm⸗ los ſchauen ſie auf uns herab, als ob ſie nie ſo furchtbar werden könnten, wie wir ſie erleben mußten. In friedlichem Tale ruhen wir aus Von Hunger und Kälte und Sturmgebraus. Die Berge ſchaun wieder ſo ſanft und ſtill, Kein Lüftlein oben ſich regen will. Und Sonne umglänzt die Bernina! Der ſchlagkräftige Prinz Das Gefängnis von Roquebrune, Cap Martin, hat ſchon viele berühmte Gäſte gehabt. Höchſte und allerhöchſte Herrſchaften aus der Unter⸗ welt. Mänulesecu hat hier geſeſſen, vor kurzer Zeit erſt ein Mann, dem man durchaus einreden wollte, er ſei Kreuger. Daß er es nicht war, tat dem Ruf des Gefängniſſes von Roquebrune keinen Abbruch. Jetzt aber hat es einen tatſächlich erlauchten Gaſt be⸗ kommen, den Prinzen Roſpiglioſi⸗Palla⸗ vaeini, 26 Jahre alt und aus uraltem italie⸗ niſchem Fürſtengeſchlecht. Ihm werden ver⸗ ſchiedene ſehr betrübliche Dinge zur Laſt gelegt, und es beſteht kein Zweifel mehr, daß Hoheit ſich in den nächſtn Tagen als Angeklagter vor Gericht zu verant⸗ worten haben wird. Er hat ſick ſogar ſchon einen Rechtsanwalt genommen, den berühmteſten Frank⸗ reichs, Maitre de Lamorte Feline. Man ſieht, eine ernſte Angelegenheit. Und was hat Hoheit angerichtet? Wenn man ihn fragt, wird er ſagen:„Ich liebe den Sport zu ſehr!“ Die Behörden Frankreichs jedoch ſind etwas aus⸗ führlicher und ſachlicher. Sie werfen dem Prinzen vor, die geſamte Kellnerſchaft eines Reſtaurants in Menton und dazu eine ganze Polizeiſtation zuſam⸗ mengeboxt zu haben. Das klingt ganz und gar ſchrecklich, und katſächlich nähert ſich der Vorfall durch die gerichtliche Verfol⸗ gung und die Inhaftierung des Prinzen einer kleinen Tragödie. Beginnen tat er als eine herrliche Bur⸗ leske der Sportbegeiſterung. Seit drei Monaten hielt ſich Prinz Roſpiglioſi⸗ Pallavaeini in Menton auf, ohne daß man etwas von einer beſonderen Abneigung gegen franzöſiſche Kell⸗ ner und Poliziſten gemerkt hätte. Vor einigen Tagen nun traf er einen alten Freund, den iriſchen Schiffsarzt Dr. John Meary, und jeder wird es begreifen, daß ſolch ein Wiederſehen gefeiert wer⸗ den mußte. Fröhlich und unbekümmert zog man aus einem Reſtaurant in das andere und landete ſchließ⸗ lich in verklärter Stimmung in einem vornehmen Spetiſelokal. Während man aß, gab man ſich inten⸗ ſiven Geſprächen hin. Worüber ſprechen zwei junge moderne Herren von heute, wenn gewiſſe Flüſſig⸗ Das Veethoven-Haus in Mödling bei Wien verſteigert 2 at Das Mödlinger Haus, in dem Ludwig von Beethoyen im Sommer 1820 ſeine berühmte„Miſſa ſolemnis“ ſchrieb, kam als Opfer der Wirtſchaftskriſe unter den Hammer. keiten die allzu grauen Dinge des Alltags fortge⸗ wiſcht haben? Sie ſprechen vom Sport. Prin z Roſpiglioſi iſt ein Boyfanatiker und war gerade dabei, ſeinem lieben John die beſonderen Vorzüge des linken Hakens von Max Schmeling zu erklären, als in höchſt unwillkommener Weiſe der Oberkellner in dieſer bedeutſamen Sekunde durch die Ueberreichung der Rechnung ſtörte. Mit flammenden Augen und angefüllt von gerechtem Zorn ſoll der Prinz gebrüllt haben:„Was, jetzt ſtören Sie mich mit der affigen Rechnung? Quatſch, Rechnung! Aber Sie kommen mir gerade recht. Paß mal auf, John, Schmeling macht das ſo: Erſt eine Finte rechts, dann kurze Parade, und dann..“ Und dann lag der Oberkellner des furchtbar vornehmen Lokals mit etwas verrutſchtem Unterkiefer auf der Erde und Dr. John Meary zählte lallend: aus!“ Der Geſchäftsführer kam herbeigeſtürzt und empfing einen meiſterhaft applizierten Leber⸗ haken. Er ſtreckte ſich rechts neben ſeinem Ober⸗ kellner aus. Der Reſt der Kellnerſchaft ſtürzte herbei, und mit freudigem Geſchrei nahm der be⸗ geiſterte Prinz den Kampf auf. Einer nach dem anderen der befrackten Herren mußte 3 U K Erde, und aus den Tiefen ſeines Seſſels heraus trank der Ire ſeinem erlauchten und ſo tüchtigen Freunde mit freudig leuchtenden, aber etwas ge⸗ brochenem Auge zu. 5 Als ſich ſchließlich kein Gegner mehr blicken ließ, zog der Prinz ſeinen Freund am Kragen hoch und beide verließen unter heiteren Geſängen die Gaſt⸗ ſtätte, die ihnen ſo viel Genüſſe geboten hatte. Sie waren aber noch keine fünfhundert Meter die Straße hinuntergetorkelt, als die Polizei anrückte, die der zwar nicht heldenhafte, aber ſehr ſchlaue Küchenchef des Lokals alarmiert hatte. Die höfliche Auffor⸗ derung der Beamten an den Prinzen, ſich doch ein⸗ mal gütigſt ſelbſt von der geſchmackvollen Innenein⸗ richtung eines franzöſiſchen Polizeireviers zu über⸗ zeugen, beantwortete der dadurch, daß er ſich die Jacke auszog. Zu ſeiner Enttäuſchung hatte die franzö⸗ ſiſche Polizei keinerlei Sportinſtinkt, ſondern hob die Gummiknüppel. Mit dem Erfolg, daß der Prinz wieder einmal die unerreichte Güte des Schmeling⸗ ſchen linken Hakens unter Beweis ſtellen konnte. Diesmal griff auch der Ire ein, und nun ſchlugen die beiden friſch und munter ſechs franzöſiſche Poliziſten zuſammen und wollten ſich dann in aller Unſchuld weiter auf ihren Weg machen, als Verſtärkung eintraf und einer eventuellen weiteren Verlängerung der privaten prinzlichen Boxolympiade im doppelten Sinne einen Riegel vorſchob. So mußte Durchlaucht ins Gefäng⸗ nis. Clida Mampo- ailſt aur Sommerreise] Denn jede Packung dieses vollendeten Haarpflege- mittels, das nur 20 Pfennig kostet, enthält jetet einen Reisegutschein und ein Sammelbild! acht, neun, eee 2053 88 3529 8. 55 einen Vers 1. steht jeden Freitag ein aud Schneiden Sie es aus. Schicken Sie die 12 Ponte zum Vers georduet— an die Eli Balten dan an die Elida Berlin C 2. Sie er- der Elids Re ein Album mit 36 hübschen Bildern aus eise. Serie: Das schöne Deutschland. 6. Seite Nummer 175 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 13. April 193 Im Zeichen der Venz-Ehrung Tr. Ladenburg, 13. April. Die Benz⸗Ehrentage werfen ihre Schatten voraus und beſchäftigen lebhaft die Gemeinde. Die Ehren⸗ tafel hat bereits ihren Platz am Haufe, eine Ehren⸗ Pforte wird erſtellt. Die Geſangvereine„Lieder⸗ kranz“ und„Sängereinheit“, die zur Mit⸗ wirkung herangezogen worden ſind, proben fleißig. Die Mannſchaft des A. S.., deren Elitemannſchaft den großen Erfinder vor vier Jahren zu Grabe getragen, wird in den Zug zum Friedhof im Sports⸗ dreß wie damals, eingeſchaltet. Der Benzſche Männerchor Mannheim brachte, wie alljährlich ſeinem Papa Benz eine Ehrung am Grabe dar. Der Chor wurde von der Dr.⸗Carl⸗Benz⸗Gedächtnismannſchaft des Fußballklubs an der Neckarbrücke abgeholt und zum Friedhof geleitet, wo unter Stabführung des Diri⸗ genten Michel einige Trauerchöre geſungen wur⸗ den. Im Auftrag des Vorſtands legte Herr Kockes einen wunderbaren Kranz an der Grabſtätte nieder. Dr. H. Hahn der Vorſitzende des Fußballklubs, legte gleichfalls eine Blumenſpende am geſchmückten Grabe nieder. Eugen Benz, Chef der Firma„Benz Söhne“, der älteſte Sohn des Erfinders, ſprach den Dank der Familie aus. Geſchloſſen zog der Zug zur Villa Benz, wo der tapferen Kämpferin und Mit⸗ ſtreiterin, der liebenswürdigen Frau Berta Benz, die Urkunde der Ehrenmitgliedſchaft des Chores überreicht wurde. * * Ladenburg, 13. April. Durch die Gendarmerie wurde am Mittwoch vormittag der Kommuniſt Neußer feſtgenommen, der es verſchiedene Male verſtanden hat, ſich der Verhaftung durch die Flucht zu entziehen. Anfang Maf Heidelbergs Semeſterbeginnd Heidelberg, 13. April. Der Rektor der Uni⸗ verſttät hat beim Unterrichtsminiſterium in Karls⸗ ruhe den Vorſchlag gemacht, das Semeſter an der Heidelberger Univerſttät nicht ſchon Ende April, ſon⸗ dern erſt Anfang Mai beginnen zu laſſen, womit Baden ſich dem preußiſchen Vorgehen angeſchloſſen hätte. Er hat außerdem angeregt, das Semeſter am 1. oder 2. Mai mit einer Feier einzuleiten, bei der die Bedeutung der nationalen Erhebung zu wür⸗ digen ſei. Hierzu äußerte er den Wunſch, daß bei dieſer Feier entweder Staatskommiſſar Dr. Schmitt⸗ henner oder Hachſchulreferent Profeſſor Dr. Fehrle die Feſtrede halten möge. Selbſtmord eines Defraudanten * Heidelberg, 13. April. Wie wir bereits früher berichteten, war der ſtädtiſche Oberinſpektor Karl Kraus von hier nach Unterſchlagung von 6000 /¼ Mietgeldern, die er als Zwangsverwalter verein⸗ nahmt hatte, flüchtig gegangen. Nachdem eine Spur von ihm nicht zu finden war, wurde angenommen, daß Kraus Selbſtmord verübte. Dieſe Ver⸗ mutung erwies ſich als richtig, denn jetzt wurde ſeine Leiche beim Kraftwerk Schwabenheimer Hof aus dem Waſſer geländet. * * Altlußheim, 13. April. Am 16. April ſollte die Förderungsfriſt für den hieſigen Freiwilligen Ar⸗ beitsdienſt ablaufen, obwohl die Meliorationsarbei⸗ ten noch nicht ganz beendet waren. Damit wären auf Oſtern die hundert Arbeitsdienſtler, die bisher im halboffenen Lager vereinigt waren, beſchäfti⸗ gungslos geworden. Den Bemühungen des Lager⸗ führers iſt es zu verdanken, daß für das Altluß⸗ heimer Lager noch eine Verlängerungsfriſt von 1500 Tagewerken erteilt wurde. Allerdings wird ab 19. April das halboffene Lager in ein geſchloſſenes Lager umgewandelt. Gegenwärtig werden 40 Not⸗ ſtandsarbeiter beſchäftigt. Die Arbeitswoche beträgt 40 Stunden. Die Aufſicht führt das Kulturbauamt Heidelberg. * Mühlbach(Kreis Heidelberg), 11. April. An Stelle des ſeitherigen Bürgermeiſters Grittmann iſt jetzt durch Erlaß des Reichskommiſſars der Führer der hieſigen Ortsgruppe der NSDAP., Landwirt Andreas Beiſel, zum Bürgermeiſter ernannt Auf die Menſur! Neues Leben herrſcht wieder in der Heidelberger Hirſchgaſſe Das Verbot der Schlägermenſur iſt be⸗ kanntlich dieſer Tage in Baden gefallen. Es war erlaſſen in einer Zeit, da Alles gleichgemacht werden ſollte, da man Privilegien witterte, wo es keine gab, da man ſogar gegen alle ſtudentiſchen Korporationen losziehen wollte, die ſich nicht löblich auf den„Boden der Tatſachen“ ſtellten. Mütze und Band ſollten verfemt werden, denn das Alles ge⸗ hörte zu den„Privilegien einer bevorzugten Klaſſe“. Man weiß nicht, ob der damalige badiſche Juſtiz⸗ miniſter lediglich aus eigenem Antrieb und Bedürf⸗ nis handelte, als er den Donnerkeil gegen die Menſur ſchleuderte. Er wird wohl etwas geſchoben worden ſein von den damaligen Verbündeten. Genug, der Donnerkeil war geſchleudert, die Menſur aber nicht aus der Welt geſchafft. Die Heidelberger Waffenſtudenten hatten ja nicht weit ins„Ausland“ und ſo wurde einfach im Heſ⸗ ſiſchen, in Neckarſteinach, gepaukt, wo es keinem Geſetzeswächter einfiel, ſtörend einzugreifen. In Heidelberg aber wurde ſchon vor gut einem Jahr geraunt, man wolle ein Auge zudrücken, wenn in die Hirſchgaſſe das Leben von früher einkehre. Aber da gab es freiwillige Geſetzeswächter, die den Auf⸗ paſfer markieren wollten, den Aufpaſſer und— den Denunzianten. Ein Denunziant war es ja auch und noch ein ganz beſonderer, der im vorletzten Semeſter die Paukanten anzeigte, die in einem Korporationshauſe eine Menſur ſchlugen und die dann natürlich nach badiſchem Recht vor den Kadi geſchleppt werden mußten. Jetzt iſt die Menſur wieder frei und in die Hirſchgaſſe zieht friſches Leben ein. Hiſtoriſches Leben— kann man faſt ſagen. Denn als Pauklokal war das idylliſche Gaſthaus in der Hirſchgaſſe ſo bekannt und ſo berühmt wie keine andere gleichem Zwecke dienende Stätte in ganz Deutſchland. Dieſer gewiſſermaßen romantiſche Ruf haftete an ihm ſogar noch nach dem Menſurverbot. Es waren namentlich engliſche und ameri⸗ kaniſche Fremde, in erſter Linie Damen, die ſich in der Hirſchgaſſe prickelnde Gänſehäute holten, aber tief bedauerten, daß keine Men⸗ ſuren mehr ſtiegen; ſo was wäre ja wirklich„very nice“ geweſen. Eini⸗ germaßen entſchädigt wurden ſie durch braun ge⸗ wordene Blutmale an den Stellen des großen Pauklokals, wo die Fechter„ſtanden“. Aber wirk⸗ Der gefeſſelte Tote nd. Oggersheim, 13. April. Wie bereits mitge⸗ teilt, wurde vor einigen Tagen die Leiche des 16jährigen Technikerlehrlings Ludwig Leonhardt bei Groß⸗Rohrheim ans Ufer ge⸗ ſchwemmt. Ein Fiſcher hatte die Leiche aus dem Rhein gezogen. Wie ſich jetzt endgültig herausſtellt, iſt Leonhardt einem gemeinen Verbrechen zum Opfer gefallen. Der Fiſcher bekundete, daß er den Toten im Waſſer an Händen und Füßen ge⸗ feſſelt gefunden habe. Der Schädel und das Ge⸗ ſicht wieſen Verletzungen auf, die auf eine brutale Mißhandlung ſchließen laſſen. 6. März aus der elterlichen Wohnung entfernt und iſt ſeitdem nicht mehr geſehen worden. Es iſt völlig ausgeſchloſſen, daß er ſich ſelbſt ein Leid angetan hat und es muß angenommen wer⸗ den, daß er Verbrechern in die Hände ge⸗ fallen iſt, die ihn niederſchlugen, mit einem 20 Meter langen Seil feſſelten und den wahrſcheinlich Bewußtloſen in den Fluß warfen, wo er ertrank. Wie lange die Leiche im Waſſer gelegen hat und durch welche Gegenſtände die Verletzungen hervor- gerufen worden ſind, iſt augenblicklich Gegenſtand einer gerichtsärztlichen Unterſuchung. Leonhardt hat ſich am lich rinnendes Blut ſahen ſie nur auf den Menſur⸗ bildern, die als Anſichtspoſtkarten nach allen Win⸗ keln der Welt gingen. In der Heidelberger Bürgerſchaft, nament⸗ lich in den in Frage kommenden Geſchäftskreiſen, verurſachte das Menſurverbot ſtarke Erre⸗ gung. Man befürchtete eine empfindliche Ab⸗ nahme des Beſuches der Univerſität und ſah in der Menſur etwas zum Studententum Gehöriges, um das ſich auch der Bürger nicht wenig kümmerte. Die beſten Schläger kannte Kind und Kegel und vom „langen Bumiller“ ſpricht man noch heute.„Dem ſei' Hochquarte ſitzen all uff dem Hinnerkopp vunn ſeim Gegner“— ſagte man und:„Wo de Bumiller hinhaut, da wachſen kää Haar mehr.“ Bumiller, ein Mannheimer, war in der Tat als Schläger ein Phänomen. Sein tragiſches Schickſal hat auch in Hei⸗ delberg aufrichtige Teilnahme gefunden, und von ſeinem romantiſchen Lebenslauf erzählen noch immer die Alten den Jungen. Die Befürchtung einer Abwanderung der Waffenſtudenten beſtätigte ſich indeſſen nicht. Die Menſuren ſtiegen dem kurz⸗ ſichtigen Verbote zum Trotz, nur wurden ſie durch Nebenkoſten weſentlich verteuert. Auch das fällt jetzt fort. Das Geld, das unnötigerweiſe über die gelb⸗ rote Grenze getragen werden mußte, bleibt jetzt wieder an Ort und Stelle, wohin es auch gehört. Und es wird manchen Autolenker, aber auch man⸗ chen Kutſcher geben, der jetzt ſchon an die Ein⸗ nahmen denkt, die ihm die Hirſchgaſſe ſicher wieder bringen wird. Und die Hirſchgaſſe ſelbſt? wird wie⸗ der aus dem Dornröschenſchlaf erwachen, in die man ſie verſenkt hate, und mit ihr ein Stück jahr⸗ hundertealter lokaler ſtudentiſcher Romantik. Wenn in der Hirſchgaſſe wieder die erſten Terzen ſchwir⸗ ren, die erſten Quarten pfeifen und die erſten Durchzieher die Temporalis halbieren und die prächtigſten Schmiſſe auf jugendfriſche Backen malen, dann wird es auch raunen und flüſtern von Stim⸗ men aus vergangenen Tagen, wo das„Frei iſt der Burſch“ noch etwas galt und kein„Poliz“ einem Paukenden in die Parade fuhr. Und all dieſe Gei⸗ ſter und Geiſterchen werden mit der Hirſchgaſſe ein fröhliches Erwachen feiern beim ſchneidigen Kom⸗ mando: Auf die Menſur— fertig— los! F. M. Die 155. ö l D Schutzhaftlager Neuſtaöt aufgehoben bb. Neuſtadt a. d.., 13. April. Das Anfang März in den Neuſtadter Kaſernen, in denen ſich auch das geſchloſſene Lager des Freiwilligen Arbeitsdien⸗ ſtes„Rheinpfalz“ befindet, untergebrachte Lager für die in der Pfalz in Schutzhaft genommenen Per⸗ ſonen, wurde am Mittwoch aufgelöſt. In dem Lager befanden ſich zeitweiſe mehrere hundert Inhaftierte aller Geſellſchaftskreiſe, insbeſondere Sozialdemo⸗ kraten, Kommuniſten und Juden. Nachdem bereits ſeit etwa einer Woche zahlreiche Entlaſſungen von Schutzhäftlingen aus der ganzen Pfalz erfolgt wa⸗ ren, wurden am Dienstag und Mittwoch wieder mehrere Dutzend Perſonen auf freien Fuß geſetzt. Diejenigen Schutzhäftlinge, die noch nicht freigelaſſen werden konnten, wurden zum Teil in die Gefäng⸗ niſſe ihrer Heimatgemeinden überführt. Ein Teil der Schutzhäftlinge ſoll dem Vernehmen nach in eins der beſtehenden Konzentrationslager eingeliefert werden. Es kommen dabei in Frage die Konzentra⸗ tionslager„Heuberg“ in Württemberg und Dachau bei München. * Edenkoben, 13. April. Nachts wurden auf die Wohnung des Oberinſpektors Doppler ſechs Re⸗ volverſchüſſe abgegeben, die durch die Fenſter gingen, ohne weiteren Schaden anzurichten. — hören wir? .15: Choralblaſen. Evang. Gottesdienſt. 11.00: C ang. 14.45: Hohe Meſſe in h⸗me de.— 17.5 Kreuz Chriſti Orgelkonzert a. nes⸗Paſſion. als Entſcheidung.— .00: S vangel. Morgenandacht, — 11.30: Karfreit i 5— 12.00: Konzert. 14.00: Der alte 2 rg.— 15.007 Schuhmacher: Kinderfunk— 1 5 700 Jahre Oſtpreu 0 Konzertſtunde. zuigswuſterhauſen .00 u..55: genfeier.— 12.00 u. 16.30: 17.30: E eſänge.— 18.30: Beethoven: quartett.. 8 Langenberg .00: g iſeier. 5 11.00: E Tulpenmädchen, 11.25: onzert.— 14.30 Schiffahrt und Der unbekannte B München feier.— 17.00: idfunk : Uebertragung aus Mann⸗ 10.00: Evang. Morgen Grabgeſänge. 1 S .50: Orgelkonzert.— heim.— Kath. Morgenfeier.— 12.00: Ulmer Mün⸗ ſter: Orgelkonzert.— arfreitagsmuſik.— 13.45: Legende.— 14.00: Poſc 0 e.— 14.30: Die heilige Woche.— 15.15, 16.00 u 0: Uebertragungen aus Mann⸗ heim.— 17.20: Die ſiel Worte des Erlöſers— 18.00: Paſſton.— 19.00: Stunde der Nation.— 20.00: Der Acker⸗ mann und der Tod.— 20.30: Ein deutſches Requiem. 21.45: Totentanz. Wien 17.00: Konzert.— 19.10: Paſſion.— 20.30: Mozart: Requiem. Aus Maunheim 10.25—11.00: Sführende: Sängerhalle „Chorkonzert“. Germania, Mannhe 1. Spoliſten Ellen Pfeil (Sopran). Am Flüg Anny Bühler. Leitung: Muſik⸗ direktor Max N Nannheim.— 15.15—16.00:„Streich quartett“ in von Reeger. Ausführende: Max Kergl(Violine), elmut Sd acher(Violine), Franz Neumaier(Br„Karl Müller(Violoncello),— 16.00 bis 16.15: ſprochen von E „Die Kreuzigung derin“ von E Dr. Wilhelm 8 Karſamstag, 15. April Fraukfurt .10: Choral.—.15, 12.00 und 16.30: Schallplatten.— 18.00: Deutſches Grenzland im Weſten: Eugen⸗Malmedy. — 22.00: Deutſcher Almanach. Heilsberg .35: Konzert.—.20: Turuſtunde für die Hausfrau. — 11.05: Landwirtſchaftliches.— 11.30: Konzert.— 13.05: Schallplatten.— 15.30: Jugendbühne.— 16.00: Konzert. Paſſional“ von Ruth Schaumann, ge⸗ ger, Heidelberg.— 16.5017. Bernhardi, geleſen von Prof nevels, Heidelberg. 1 18.25: Gedanken zum neuen Staat.— 20.00: Konzert. 20.45: Die Oberlauſitz.— Etwa 22.10: Konzert. Langenberg .05: Schallplatten..45: Gymnaſtik.— 12.002 Schallplatten.— 13.00: Konzert.— 14.35: Konzert zum Karſamstag.— 15.30: Kinderſtunde.— 16.10: B. Schranz: Die Deutſchbaltin.— 16.30: Konzert.— 18.10: Erzählung — 20.05: Korſamstagsfeier.— 21.15: Die Heimkehr. 22.30: Einſame Muſik. München 10.00: Gymnaſtik für Mütter und Kinder.— 12.00: Geiſtliches Konzert.— 12.45: Konzert.— 13.40: Auf der Funkorgel.— 14.20: Von der bäuerlichen Karwoche.— 15.10: Sonate in C⸗Dur.— 15.45: Schwäbiſche Oſtern.— 16.10: Zithertrio.— 16.30: Deutſche Volkslieder.— 16.40 Alte Sagen.— 17.00: Konzert.— 18.30: Stunde der Jugend.— 20.00 Abendkonzert. Südfunk .10: Schallplatten.— 10.10: Siehe Mannheim.— 10.40 Muſik für Violincello.— 12.20: Liederſtunde.— 12.4 Liſzt(Schallpl.).— 13.30: Konzert.— 13.30: Konzert. 14.00 u. 14.45: Siehe Mannheim.— 15.30: Stunde der Jugend.— 16.30: Siehe Mannheim.— 17.00: Marſchmuſtk⸗ — 18.00: Der Erlöſungsgedanke in der Natur.— 18.20 Orgelvariationen.— 19.00: Stunde der Nation.— 20,00 Orlando di Laſſo.— 21.10: Orcheſterkonzert.— 22.20 Neue Schallplatten.— 22.45: Nachtmuſik. Aus Mannheim 10.10 10.40:„Liederſtunde“. Ausführende: Alfred Fär⸗ Sub 8 Meiſte ſo gle Die am l 18. De hof d raſchu raſchu Club vor de 3 erſten 5 ſtetig Zahl tereſſe ken. gemüt Jgeling lungs! gung Oſt Frage. Münch Frank gatter! teilun, noch e denn ewiger ſich au nehme ſteht d Saiſon punkt auch a in und a gehen. komm mit ſt⸗ 1. 80 trachte dem d. g Berech * Platz A bc könne Hardt, „hinte . in M N nicht petto teilun Ausſie 2 bach(Tenor), Rudolf Boruvka(am Flügel).— 14.0044. „Werke vergeſſener deutſcher Meiſter für zwei Klaviere“ Ausführende: Willi Rehberg und H. Immetsberger. 14.45—15.30: Kammermuſik für Bläſer. Ausführende? Mannheimer Kammermuſik⸗Bläſerquintett.— 16.301700 Aus Ladenburg: Feierliche Enthüllung der Gedenktafel füt Dr. Carl Benz am Grabe des Erfinders(Schallplatten⸗ bericht). — 985 BORDBUUeR DER SUENSKI Die Geschichte eines tapferen Mddchens eee Von Brünnhiſde Hofmann 6 Copytight 1982 by Aug. Scherl Gmb Berlin 6 Nelly tritt ein und legt einen Ring auf den Tiſch. Einen Rubin, von Brillanten umgeben.„Mademoi⸗ ſelle Gaſton möchte telegraphieren, hat aber kein Geld. Ich ſoll dir dies geben.“ Kapitän de Groot ſtellt die Teetaſſe hin und zieht die buſchigen Brauen zuſammen. Alle Gemütlichkeit iſt aus ſeinem Geſicht verſchwunden.„Seit wann plündern wir Schiffbrüchige aus?“ murrt er ſchroff und ſchiebt den Ring von ſich.„Nelly!?“ „Ich weiß“, ſagt ſeine Tochter ruhig und ſetzt ſich. „Aher ſie ließ mich gar nicht zu Worte kommen.“ „Wo iſt das Telegramm?“ Nelly reicht ihm einen Zettel, den er aufmerkſam zu entziffern verſucht. Dann reicht er ihn Aſſen hin. „Du kannſt ja wohl portugieſiſch? Damit das auch richtig wird. Verwandte von ihr, denke ich.“ Aſſen überfliegt den Zettel, zieht die Luft ſcharf durch die Naſe und ſagt dann:„Kann ſein.“ Er ſteckt den Zettel zuſammengefaltet in die Taſche ſeines Uni⸗ formrocks und greift nach dem Ring, den er aufmerk⸗ ſam betrachtet.„Schönes Stück!“ meint er ſachver⸗ ſtändig und verſucht, ihn auf den kleinen Finger zu ſchieben. Aber ſelbſt das gelingt nicht.„Muß die dünne Fingerchen haben— die kleine Ppette Gaſton!“ Er ſpricht den franzöſiſchen Namen richtig unb wohl⸗ lautend aus. De Groot hat nach der Zeitung gegriffen, und während Nelly das Geſchirr zuſammenſtellt, erhebt ſich Aſſen.„Na, ich gehe jetzt und beſorge gleich das Telegramm.“ „Frag mal nach Berend!“ ruft das Mädchen ihm nach.„Fräulein Gaſton möchte ihn ſprechen.“ Aber Aſſen hört nicht mehr. Er ſtapft den ſchma⸗ len Schneeweg zur Poſt, die im erſten Hauſe an der Wattenſeite und zugleich Gaſtwirtſchaft iſt. Jeden Tag fährt einmal der Wagen zum Deich, wo das Poſt⸗ ſchiff nach Horn anlegt, falls Sturm oder Eis es nicht verhindern. 5 In der Gaſtſtube iſt gleich der Poſtſchalter. Hier iſt es heiß. Die gerettete Mannſchaft des„Meridian“ iſt vollzählig verſammelt: zwei Maſchiniſten, ein Ste⸗ ward und fünf Matroſen. Die Inſulaner umſtehen ſie, und vielſprachige Unterhaltung iſt lebhaft im Gange. Schwer liegt der Grog⸗ und Tabakdunſt über dem Ganzen. Es herrſcht eine luſtige Freigebigkeit; an Grog und Genever wird nicht geſpart. Die Mann⸗ ſchaft will mit dem Poſtſchiff aufs Feſtland, und alle Umſtände und Einzelheiten der Fahrt, Strandung und Rettung werden ſachverſtändig und eingehend er⸗ örtert. ö Als der durch ſeine Uniform kenntliche Steuer⸗ mann des Königlich Holländiſchen Lloyd eintritt, wen⸗ den ſich ihm die Geſichter der Fremden neugierig zu. Aſſen beſtellt beim Wirt einen Grog und tritt dann an den Schalter, um das Telegramm aufzugeben.„Mon⸗ tana, Hamburg.“ Er muß buchſtabieren, denn der Poſtgehilfe kann nicht Portugieſiſch. Als er ſich wie⸗ der umdreht, bemerkt er, daß einer der Männer, an ſeiner kraus getrockneten Jacke für Aſſen als Ste⸗ ward kenntlich, intereſſiert zugehört hat. Aſſens ſcharfe, tiefliegende Augen heften ſich eindringlich auf das Ge⸗ ſicht des Mannes. Der wendet ſich zum Fenſter und ſieht gleichmütig hinaus. Einer Eingebung folgend, geht Aſſen auf ihn zu, berührt flüchtig den Rand ſeiner Mütze und fragt auf Portugieſtſch:„War Senhor Montana an Bord?“ Der Steward dreht ſich um, das Grogglas in der Hand.„War an Bord, Senhor— jawohl!“ Aſſen hebt mit raſcher Bewegung das Kinn und fragt gedämpft, an dem Mann vorbei, in der Rich⸗ tung nach dem Fenſter:„Gerettet?“ „Ich denke doch. Sind alle von der Hamburg' über⸗ nommen worden. Bis auf die Dame und uns.“ „Hm... Reuter, noch zwei Grogs!“ ruft er nach hinten. Und zu dem Steward:„Setzen Sie ſich doch! Selbſt gut davongekommen? Freut mich?“ Der Steward ſetzt ſich; die dampfenden Gläſer wer⸗ den hingeſtellt. „Wie heißen Sie?“ fragt Aſſen. „Carlo Sintero, Senhor; aus Rio.“ „Waren Steward erſter Klaſſe?“ Der Steward beſtätigt. Aſſen kratzt ſich am Kinn und fragt noch einiges. Dieſe gedämpfte Unterhaltung wird von den übrigen Anweſenden verſtohlen beobachtet. Aſſen bricht ſie denn auch ab. Er wirft einen Gulden auf den Tiſch und verläßt mit kurzem Gruß die Gaſtſtube. Die Hände in den Taſchen vergraben, ſchlendert er durch das Dorf. Sein Weg führt an der Seefahrts⸗ ſchule vorbei, einem nüchternen Gebäude, das durch ſein flaches Dach auffällt. Vor dem Hauſe erhebt ſich auf dem freien Platz ein Maſt mit drei Rahen und voller Takelage. Wie ein. ſchwarzer Scherenſchnitt ragt das Ganze aus dem weißen Schneefeld in die graue Luft.* Ein paar dunkle Geſtalten hocken dort oben, die ſich trotz der Kälte behende bewegen und die Manöver ausführen, die ihnen zugerufen werden. Der auf der höchſten Rahe ſitzt, iſt Berend Volker. Aſſen erkennt ihn, nimmt äber keine Notiz von ihm. Er läßt das Dorf hinter ſich und biegt in den Strandweg ein, auf deſſen Klinkerpflaſterung der Schnee feſtgetreten iſt. Aſſen geht, in Gedanken ver⸗ loren, ſeines Wegs und pfeift leiſe und melodiſch ein ſpaniſches Liebeslied vor ſich hin. 4. „Ein Telegramm für Sie, Fräulein Gaſton!“ Nelly reicht ihr das Papier. Nvette ſitzt in Rock und Sweater beim Ofen, die dampfende Teetaſſe in der Hand. Von dieſem Tee mit ſcharfen Eſſenzen hat ſie in den drei Tagen ihres Aufenthalts in de Groots Haus unglaubliche Mengen getrunken. Bäche geſchwitzt und ſich erſtaunlich raſch erholt. f Bekhuis war zufrieden geweſen. Im Gegenſatz zu den Aerzten des Feſtlandes ſchrieb er keine Re⸗ zepte; es war ſowieſo keine Apotheke da, und mit den wenigen wichtigen Arzneimitteln, die er ſelber hatte, ging er ſparſam um. So überließ er die Medikamen⸗ tierung in leichteren Fällen der Erfahrung der Inſu⸗ laner und vertraute weitgehend auf die Fähigkeiten der Natur. Die von Nelly geborgten Kleidungsſtücke werfen Falten um PNyvettes zierliche Geſtalt und ſchlep en bei⸗ nahe, als ſie aufſpringt, um nach dem Telegr im zu greifen.„Sehr in Sorge. Erfreut über( cklliche Nachricht. Sende gleichzeitig telegraphiſch 560[ Nark. Brief folgt. Wiederſehen! Cajo.“ Yvet. ichelt entlaſtet, ſchiebt das Papier in die Taſche, f:„ Iſt ſchon Geld da?“ 8 „Auf der Poſt“, beſtätigt Nelly. 8 Ja 2 „Dann wollen wir es gleich holen! Yvette wird in eine pelzgefütterte Lederjacke ge⸗ ſteckt, die bei ihrer Größe einem kurzen Mantel ent⸗ ſpricht. Die Aermel reichen bis an die Fingerſpitzen, aber das iſt nur gut bei der Kälte. Die beiden Müde chen machen ſich auf den Weg. Am Schalter zahlt der Poſtgehilfe 300 Gulden auß, nachdem Yvette ihm durch Nelly genügend legitimiett erſcheint. Dann gehen ſie zu Lemſtras Laden. Frau Lem, ſtra verkauft der Franzöſin die Glanzſtücke ihrer Kon⸗ fektionsabteilung; denn ihr kleines Geſchäft hat in ſeinen drei Räumen mindeſtens ebenſoviel verſchie⸗ dene Abteilungen wie ein Warenhaus der Großſtadl, nämlich ſowohl Lebensmittel als Einrichtungsbedarß Handwerkszeug und Kleidung. Mvette erſteht hier eine ſeidene Bluſe, einen del kürzeſten Röcke und einen Tuchmantel mit Pelz, Frau Lemſtras ſtrenges Geſicht heitert ſich bei dieſem bedeutenden Geſchäft aber nicht auf. Sie hat auf Nvettes ſprudelnden Redefluß, von dem ſie auch nut das wenigſte verſtehen kann, kaum eine Erwiderung, Zwiſchen Seifenfäſſern und Petroleumkannen ſtehend kaſſiert ſie das Geld ein und entläßt die Kundinnen mit kurzem Gruß. Yvette hat ihre Garderobe gleich anbehalten, „Eine unfreundliche Frau!“ findet ſie, als ſie wieder auf der Straße ſind.„Iſt ſie immer ſo? Oder hat ſie etwas gegen mich gehabt?“ g „Nein. Sie hat ihren Mann verloren.“ N „Ach Gott!“ Nyvettes zitternde Pupillen heften ſich beſtürzt und neugierig auf Nellys Geſicht.„Auf See?“ Nelly ſchüttelt den Kopf.„Er mußte die Juſel verlaſſen. Für immer.“ „Warum? Hatte er etwas angeſtellt“? Nelly deutet auf die blinden Scheiben des Hauſes, das dem Laden Lemſtras gegenüberliegt. Sie tut e nur mit den Augen, verſteckt und beſchämt.„Das if ſein Lagerhaus geweſen. Da war er eines Abends mit der Magd hineingegangen, um Waren zu bolen Er hatte Licht mit, ud Leute ſahen, daß er ſie auf den Schoß genommen hatte, die Boukje.“ Pvette bleibt ſtehen.„Und deshalb—2“ Ihr klei⸗ nes, pikantes Geſichtchen drückt Ueberraſchung und einen Anflug ungläubiger Heiterkeit aus. Aber Cornelie nickt eruſt und traurig mit dem Kopf.„Niemand hätte in ſeinem Laden noch ein Stück gekauft. So blieb nur ſeine Frau hier, mi den Kindern. Er ſelbſt fuhr nach drei Tagen fort, Nach Amerika, heißt es.“(Fortſc zung folgt) 16.00. e. ann⸗ nut. 1 ſie ö Donnerstag, 13. April 1933 Neue Mannheimer 3 Oſtern bringt die letzte Entſcheidung Sübdeutſchlanoͤs Meiſterſchaftsprogramm an den Feiertagen— Verbandspokal Es kam bei den Endſpielen um die ſüddeutſche Fußball⸗ Meiſterſchaft ſo, wie es in Meiſterſchaftsrunden, an denen ſo gleichwertige Mannſchaften teilnehmen, kommen mußte: Die Entſcheidung um Steg und Platz fällt am letzten bedeutenden Spieltage. Seit dem 18. Dezember 1932 als Spielvereinigung Fürth und Wald⸗ hof die Endſpielſerien gleich mit einer kleinen Ueber⸗ raſchung eröffneten, tobt nun der Kampf, brachte Ueber⸗ raſchungen und Senſationen und ließ aber doch keinen Club ſoweit von ſeinen Gegnern wegkommen, daß er ſchon vor dem letzten Spiele ſagen konnte: Ich habe meinen erſten oder zweiten Platz ſicher in der Taſche. Langſam aber ſtetig ſteigerte ſich die Spannung und ſelbſt eine übergroße ahl von repräſentativen Wettkämpfen vermochte das In⸗ tereſſe an der„Meiſterſchaft“ nur vorübergehend abzulen⸗ ken. Und heute beherrſchen nur die Fragen alle Sport⸗ gemüter Süddeutſchlands: Wird es dem Fußballſportverein gelingen, den erſten Platz zu halten, macht 1860 die Abtei⸗ lungsmeiſterſchaft, wird der„Club“ oder die Spielvereini⸗ gung Zweiter? Oſtern wird wahrſcheinlich die Antwort ragen bringen. Fußballſportverein Frankfurt und 1860 München werden ſich ihre erſten Plätze ſichern, Eintracht Frankfurt braucht in Karlsruhe nur einen Punkt zu er⸗ gattern, um endgültig Zweiter zu ſein und nur in der Ab⸗ keilung J könnte ſich in der Beſetzung des zweiten Platzes noch eine Komplikation ergeben. Wird ſich ſogar ergeben, denn es iſt nicht anzunehmen, daß das„Kleeblatt“ ſeinem ewigen Rivalen 1. FC. Nürnberg den Gefallen tun wird, ſich auf eigenem Platz von Kaiſerslautern einen Punkt weg⸗ nehmen zu laſſen. Das wäre zuviel der Nächſtenliebe! In der Abteilung 1 ſteht diesmal— und zwar das einzige Mal in der ganzen Satſon— der 1. Fc. Kaiſerslautern im Mittel⸗ punkt des Intereſſes. Dafür wird den braven Pfälzern auch allerhand zugemutet. Sie müſſen am erſten Feiertag in Fürth gegen die Spielvereinigung ſpielen und am Oſtermontag ſogar in doͤte Höhle der„Löwen“ gehen. Vorſchaugemäß wird ihnen das nicht allzugut be⸗ kommen, denn beidemale treffen ſie auf Gegner, die nicht mit ſich ſpaßen laſſen werden. Die Fürther werden den 1. 566. Katſerslautern als willkommene Gelegenheit be⸗ trachten, ihr Pluspunktkonto ſo aufzubeſſern, daß es mit dem des 1. FC. Nürnberg den Gleichſtand erreicht und die Berechtigung zu einem Entſcheidungsſpiel um den zweiten Platz gibt. Und die Katſerslauterner werden dieſe löbliche Abſicht, ſo ſehr ſie ſich auch wehren werden, kaum vereiteln können. Der ausgezeichnete Torhſtter der Pfälzer, Geb⸗ Hardt, wird ſich aller Vorausſicht nach ſogar ſehr oft nach „hinten“ bemühen müſſen. Nicht viel beſſer wird es ihnen in München ergehen, wo 1860 die Punkte zwar noch nicht ſo öringend benötigt, da es immer noch ein Spiel in petto hat, aber doch die billige Chance, endgültig zur Abtei⸗ teilungsmeiſterſchaft zu kommen, voll ausnützen wird. Da außerdem den Pfälzern das Spiel des Vortages noch ſehr in den Gliedern ſtecken wird, iſt mit einem ſicheren und zahlenmäßig nicht zu niedrigen Siege der ausgeruhten „hwen“ zu rechnen. Das öritte Spiel der Abteilung I zwiſchen dem Fe. Pirmaſens und Bayern München iſt nur mehr für die Platzherren von Bedeutung. Sollten ſie nämlich einen oder zwei Punkte erringen, dann haben ſie große Ausſichten, den vor ihnen liegenden Phönix Ludwigshafen auf alle dieſe zu ütberflügeln und auf den eventuell wichtigen ſechſten Platz zu kommen. Aber wenn auch dem deutſchen Meiſter bereits alle Felle fortgeſchwommen ſind, ſo wird er den Kampf doch nicht ohne alle Luſt aufnehmen, ſondern bewei⸗ ſen wollen, daß es mehr unglückliche Zufälle waren als ſpieleriſches Verſagen, die ihm die Verteidigungsmöglich⸗ keit ſeines Titels genommen haben. Und deshalb glauben wir nicht ſo ganz ſicher an einen Erfolg des Saarmeiſters. In der Abteilung II ſich der Fußballſportverein piel gegen den Karlsruher Fußballverein Meiſf dieſer Runde qualifizieren. Es ſollte ihm nicht allzu ſchwer fallen auf eigenem Platz die en Punkte, die noch nötig ſind, um aller Sorgen ledig zu ſein, gegen die in ihrer Spielſtärke ſehr zurückgegangenen Karls⸗ olen. Die Karlsruher konnten am letzten gegen Union Böckingen nur einen ſehr 1 Sieg erringen. Da es ſich in ddieſem Kampf wieder eimnal gezeigt hat, daß es bei ihnen— wie ſchon ſeit Wochen— gar nicht mehr richtig klappt, werden ſie gegen den durch den Erfolg gegen die Eintracht moraliſch gefeſtigten Fußballſportverein nur ſehr wenig ausrichten können. Ein ſicherer Sieg der Frankfurter ſteht außer Frage. Anders iſt die Sachlage im zweiten Treffen des Zwei⸗ kampfes„Frankfurt— Karlsruhe“, Phönix Karls⸗ ruhe— Eintracht Frankfurt. Hier liegt die Mög⸗ lichkeit ſchon näher, daß der Frankfurter Verein Federn laſſen muß. Der Eintracht würde aber auch ſchon mit einem Unentſchieden gedient ſein, denn ſie benötigt zum zweiten Platz nur noch einen Punkt. Die Karlsruher mußten ſich zwar am letzten Sonntag durch die Stuttgarter Kickers eine 71 Niederlage aufbrummen laſſen, da dies aber auf fremden Platze geſchah, hat es ſehr wenig zu ſagen. Die Karlsruher ſind nun mal eine Heimmannſchaft und als ſolche immer zu fürchten. Auf alle Fälle wird es ein ſchwerer Gong für den vorjährigen ſüddeutſchen Meiſter werden und wenn wir ihm die größeren Siegeschancen zu⸗ ſprechen, ſo nur deshalb, weil wir der Technik immer noch den Vorzug vor der Kraft geben. Wormatia Worms kann unter Umſtänden noch punktgleich mit Eintracht Frankfurt werden, vorausgeſetzt, daß die Frankfurter am Sonntag in Karlsruhe verlieren. Vorausgeſetzt weiterhin, daß die Wormſer ihre beiden noch ausſtehenden Spiele für ſich entſcheiden. Gegen die Stuttgarter Kickers ſollte es nicht allzu leicht fallen, jedoch nicht unmöglich ſein. Da das Spiel in Worms ſtattfindet, außerdem noch gewaltige Revanchegelüſte für die im Vorſpiel erlittene 116 Schlappe hinzukommen, iſt ſogar ſicher mit einem Erfolg der Heſſen zu rechnen. Faſt keine Bedeutung mehr hat das reſtliche Treffen der Abteilung II Union Böckingen SV Mainz 05. Böckingen ſcheint— dem letzten Spiel wach zu urteilen— wieder im Kommen zu ſein. Ein Sieg über die Mainzer iſt daher nicht ausgeſchloſſen, obwohl dieſe ſtark genug ſein müßten, wenigſtens einen Punkt zu retten Das ſüddeutſche Pokal⸗Endſpiel zwiſchen den beiden Vorrundenſiegern Vf B Stuttgart und F C Schweinfurt 058 wird eigenartigerweiſe auf Stuttgarter Boden entſchieden. Dadurch neigen ſich natürlich ſchon von vornherein die Chancen zu den ſicherlich von einer großen Zuſchauermenge angefeuerten Stuttgarter. Spieleriſch ſollten ſich die beiden Mannſchaf⸗ ten ziemlich gleichwertig ſein, wenn auch die Bayern in ihrer Gruppe eine etwas härtere Schule durchmachen müſſen. Ob dieſe größere Routine aber ausreichen wird, wird Frankfurt 14 E den Platzvorteil der Stuttgarter auszugleichen, iſt ſehr fraglich. Wir erwarten einen knappen Sieg der Einhei⸗ miſchen nach ſehr ſchwerem Kampf. eitung Abend ⸗Ausgabe 7 7, Seite/ Nummer 175 t läßt die fachliche Arbeit in der Turnerſchaft beinahe ausnahmslos r aber benützen die Vereine die Feſttage, um in Gottes freie Natur. Die Wande ⸗ die engere und weitere Heimat kommen zu vie es von Alters her in der Turnerſchaft 1 Es wird wohl kaum einen Verein das Wandern und die Tur n⸗ fahrten Von einigen der größeren Ver⸗ einen i ſt Fahrten programm für Oſtern bekannt geworden. Zweitägige Wanderungen, die jeweils den Odenwald zum Ziele haben, führen durch der T V rungen i ihrem Rech Brauch und geben, der 1843 Mannheim, der MTV Karlsruhe, der von 8 eine Wanderung beginnt, und der Karls⸗ 7, der eine zweitägige Turnfahrt an die erg rt. Der TV Durlach führt ebenfalls ſeine Oſter erung durch, ebenſo der Tb Pforz⸗ heim, den eine Tagesturnfahrt nach Bretten führt. Die Turnerinnen des TV 62 Konſtanz haben eine Nachmi nderung am Oſtermontag vor. Außer einigen Rundenſpielen, die ſich nicht um⸗ gehen laſſen, geht am Oſtermontag im Kraichgau der Wald lauf in Kronau vor ſich. Am gleichen Tage verſammeln ſich die Trommler und Pfeifer vom Badiſchen Neckorgau in Schriesheim und die Vortur⸗ ner des Main⸗Neckar⸗Gaues in Laudo. Handball oer Turner Die Handballmeiſterſchaft der Turner iſt nur noch eine Angelegenheit zwiſchen der Tgöe Ketſch einerſeits und dem TV Lahr oder dem TV 62 Konſtanz andererſeits. Eine dieſer beiden Mannſchaften, wird vor⸗ ausſichtlich am 30. April dem Vertreter Nordbadens gegen⸗ übertreten. Die Tgde Ketſch hat am Oſterſonntag ihr letz⸗ tes Rundenſpiel auszutragen, in der Paarung Tagde Ketſch— Jahn Nußloch. Dieſes Mal wird Ketſch wohl keinen Punktverluſt erleiden. Am Oſter montag dagegen herrſcht in den Aufſtiegſpielen voller Betrieb Die Gruppe 1 und 2, als die zahlenmäßig ſtärkſte, iſt noch am weiteſten zurück. Während in den übrigen Gruppen die Rückſpiele bereits zu Ende gehen, zumteil auch ſchon beendet ſind, hat in dieſer Gruppe die Rückrunde erſt begonnen, ſo daß noch manche Verſchiebung eintreten kann. Bis jetzt hat die Lage ſich, nach dem Verlauf der letzten Wochen, klar zugunſten der Vereine des Bad. Neckar⸗ gaues verſchoben, die wohl die erſten Plätze belegen und auch aufſteigen werden. Mit dabei iſt vom Mannheimer Gau noch der Tb Hockenheim. Der andere Vertreter Jahn Neckarau hat nicht das gehalten, was man er⸗ warten durfte. Die verſchiedenen Umſtellungen in der Mannſchaft bewirkten eher das Gegenteil. Immerhin aber hat Neckarau noch Gelegenheit in die Entſcheidung, F. h. unter die erſten Vier zu kommen, wie der augenblickliche Tabellenſtand aufzeigt: Die Tabelle: Spiele gew unentſch. verl. Tore Punkt TV Handſchuhsheim 5 6— 1 67:30 12 Germania St. Leon 8 5 1 2 58˙40 1¹ Tbd Hockenheim 8 4 2 2 43˙24 10 Tgoe Ziegelhauſen 6 4 1 1 50•25 9 John Neckarau 8 4— 4 35:20 8 TB Sinsheim 8 3 925 4 37138 7 TV Bammental 7— 1 6 32:43 1 Handballgeſ. Eberbach 6 275— 6 6˙77 0 Für den Mannheimer Gau iſt am Oſtermontag das Rückſpiel Tbd Hockenheim— Jahn Neckarau von größter Wichtigkeit. Es bringt gleichzeitig, vielleicht auch nicht, den Gaumeiſter heraus, wenn Hockenheim aber⸗ mals Sieger bleibt, wie auf dem Neckarauer Platz. Die beſſeren Ausſichten ſind zweifelsohne gegeben. Im Spiel Tgade Ziegelhauſen— Germania St Leon wird es hart auf hart gehen, denn die Gaſtmannſchaft iſt in den letzten Spielen mächtig aufgekommen. Das Zuſam⸗ mentreffen von Eberbach— TV Sinsheim bietet der Platzmannſchaft beine Erfolgsmöglichkeiten. In den anderen Gruppen begegnen ſich: Gruppe 3: Tg Pforzheim— TW Heidelsheim; TV Bretten— Tbd Pforzheim; TV Wöſſingen— Tgöe Teutſch⸗ neureut. Aus der Badiſchen Turnerſchaft Gruppe 4: TW Forbach— Tod Ottenau; Tſchft Maſtaas gegen TV Auenheim; TV Niederbühl— MTV Karlsruhe. Die Freundſchaftsſpiele haben bei den Turnern noch nicht ſo richtig eingeſetzt. Auch über die Oſtertage iſt nicht viel los. Lediglich der Turnverein 1846 macht Freunöſchaftsbeſuche mit ſeiner Ju endmannſchaft beim T V61 Kaiſerslautern und T V63 Pirmaſen s. Am den„Pokal der NM“ Die weitere Ausloſung um den„Pokal der NM“ er⸗ brachte für den 30. April folgende Spiele. Heddesheim— 07 Mannheim= Sieger 4 Neckarſtadt— Wallſtadt= Sieger B Leutershauſen— Rheingau Sieger Feudenheim— Käfertal= Sieger D Seckenheim— 1913 Mannheim= Sieger E Ilvesheim— Phönix Mannheim Sieger F Am 7. Mai ſpielen: Sieger A gegen B, Sieger C gegen und Sieger E gegen F. Die weiteren Spiele werden wieder neu ausgeloſt. Staffellauf, Rund um denz rieoͤrichsplatz“ Am 20. Mai Der traditionelle Staffellauf„Rund um den Friedrichs⸗ platz“ um den Wanderpreis des Verkehrsvereins Mann⸗ heim wird am 20. Mai abends ausgetragen. Verteidiger des Wanderpreiſes iſt MT Mannheim. Die Ab⸗ teilung 1 iſt für alle Vereine offen, ſtorten müſſen: MTG, VfR, TV 46, Polizei SV und Bf Neckarau. In der Abtetlung 3 ſtarten ſämtliche dem Südd. Fußball⸗ und Leichtathletik⸗Verband angeſchloſſenen Vereine. In ver⸗ schiedenen Abteilungen ſtarten weiter: die Vereine der Deutſchen Turnerſchaft, der Deutſchen Jugendkraft und der Evangeliſchen Jugend. Alle übrigen Vereine wie Waſſer⸗ ſport, Kroftſport uſw. treibende Vereine, ſtarten in einer Abteilung. In Austrag kommt noch ein über 3 Runden, offen für alle Vereine. iſt am 10. Mai. Neuaufnahmen in bürgerliche Turn⸗ und Sportvereine genehmigungspflichtig Auk Grund des 8 1 der Verordnung des Reichspräſi⸗ denten vom 8. Februar 1933 zum Schutze von Volk und Staat hat das Innenminiſtertum angeordnet, daß ſämt⸗ liche Neuaufnahmen in bürgerliche Turn⸗ und Sportvereine, die nach dem 5. März 193g erfolgt ſind und noch erfolgen, der Genehmigung des zuſtändigen Bezirksamtes(Polizeipräſidiums) bedürfen. NN 2 VEREINS- KALENDER Langſtrecken lauf Meldeſchluß Sonntag, 16. April Rugby in Heidelberg: Sportklub Neuenheim— Hannover⸗Linden, 3 Uhr am Central⸗Friedhof. — Nachdruck verboten.— Chefredakteur: H. A. Meißner Verantwortlich für Politik und Feuilleton: Dr. W. Reinhardt Handbels⸗ teil: K. Ehmer Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport und Vermiſchtes; W. Müller- Sübdweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil: C. W. Fennel- Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: J. Faude, ſämtlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verleger; Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, R 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückporto Geſchäftliche Mitteilungen * Warum grau? Im klaſſiſchen Altertum waren es die Aepfel der Heſperiden, die den Göttern Griechenlands ihr jugendliches Ausſehen erhielten. In der Jetztzeit iſt Oro an die Stelle der heſperiſchen Aepfel getreten. Orfa hebt den Tribut der Zeit auf, indem es angegrauten Haoren Fhilharmonischer Verein Frelleg, den 21. April 1933, abends 8 Uhr im Musensaal/ Rosengarten V. Abonnements-Konzert Dem verehrlichen Publikum, Freunden und in bekannter Weise eröffnet ist. 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Henſel, Elektrotechniſche erforderten Löhne und Gehälter 3,110, ſoziale Abgaben nahme werden über hundert Zigarrenarbeiter* Berliner Produktenbörſe vom 13. April.(Eig. Te Fa Fabrik., Mannheim, weiſt für das a Dez. 1955 0,238, Steuern 0,378, allgemeine Unkoſten 1,502 Mill./ erwerbslos. Da auch in den beiden Fabriken der Die lebte. ö 225 5 2 ig. Tel) beendet Geſchäftsjahr Gef to von 92 168 li. V. wurde ein Betriebsgewinn von 3,894 Mill./ aus⸗ Gebrüd er M 000 er⸗ Mannheim. chwächer beſucht als a 0 Ab 8 5 au. Haudlunggunt ben, beanſpruchten 73 550 gewieſen). Allgemeine Unkoſten einſchl. Steuern erforder⸗ Ba e 5 ſich in ruhigen Bahnen. Am te. 7 5 11 555 105 115 und Abſchreibungen ten 3,325. Nach Abſchreibungen von 0,09(0,105) Mill.„ Klee 98 7 3 l 5 ch urch Auftragsmang verkürzt war noch den geſtrigen Prei ickſchloz Mi 4099)/ o daß die eſe haft ohne i 5 22 1 5 8 5 5 Klee⸗Wieslo 1 ſtragsmange* 8 5 5. 5 55 ſt abſchneidet(t. 8 157 4 e und verbleibt einſchl. Gewinnvortrag ein Reingewinn arbeiten, iſt die Lage in der hieſigen Zigarreninduſtrie fi 5 1 5 fnet 0 0 Zu 0 hneidet(i. V. 1557 je). F 5 8 0 2 2 W 5 i 5 htig intervenierte. tete bis 2 15 dem Geſchäftsbericht war das vergangene Geſchäfts⸗ 5 2 5 N 25 Mi. 2 der nach Abzug der ſatzungs⸗ äußerſt kritiſch. 1. ſchwächer. Im ro mptg 250 4 f ſit durch Umſatzrückgang, geringe Beschäftigung mäßigen Vergütungen in Höhe von 0,083 Mill. 4 vor-] Neue Geſchäftsleitung in der Firma Hermann Wron⸗ Preisverluſte in engeren Grenzen, rige Befeſti Ab schlechte Preiſe gekennzeichnet. Kriſenerſcheinungen detragen wird. ker AG, Zweigniederlaſſung Mannheim. Die langjährigen gung ſich hier nur zum Teil e igen zu Gegenmaßnahmen, ohne daß jedoch immer ein Trotz der gedrückten Preislage konnte im Berichtsjahr Mitarbeiter, die Herren Otto K La ng und Kar 1 bote lauteten im allgemeinen 1% Mi auf allen Wake geglückt wäre. Wenn die eine Belebung des Geſchäfts nicht erzielt werden, ſo daß Weitz, haben die Geſchäftsleitung übernommen. Die reichte zur Befriedigung der gerin 5 Zu n 1 kann, der Uumſatzrückgang mengenmäßig etwa 16 v. H. be⸗ Firma iſt ſomit in chriſtliche Hände übergegangen. Der Mehl markt zeigte ein unverände 8 1 mfa au ie in bes 115 Rur Gerht VV„. 727 3 Haf d Gerſte ware zie , greifen 115 5 trug. Nur im Herbſt konnte der Vorjähresabſatz der Stück⸗ Preiskämpfe am infern. Zemenimarki lei md Ab der v Bilonzierung und Ge VVV 5 855 ö 9 Baſel, 18. April.(Eig. Tel.) Die EV der Societe ber 3 auße chen Flüſ⸗ Bei einem Ask. von unv. 4 Mill. ſtehen zu Buch Sui ſſe de Cement Portland S. A. Baſel be⸗ Fn t i hat ſich die ſchaft noch⸗lalles in Mill.): Anlagevermögen 0(2,326), Vor⸗ ſchloß die Herabſetzung der Dividende vo auf Zu ner Aktien entſchloſſen, deren Ein⸗ räte 1,539(1,679), Forderungen 2,146(2,785), Bankguthaben v. H. Zur Lage im internationalen Zementg Weizen⸗ 175 lezen ſoll. Das Ack wird nach dieſer 0,614(0,332), Gläubiger gingen von 0,645 auf 0,231 zurück. mitgeteilt, daß ſie ungünſtiger geweſen i als iktor Ab 5 betragen. 5 Die allgemein ſchlechte Lage zu Beginn des laufenden In Frankreich und Italien n die Preiſe erbſen Kleine 0 er 5 Bi lang bleiben Grundſtücke, Gebäude, Ein⸗ Geſchäft res erforderte die Entlaffung der im Herbſt infolge eines unſinnigen Preiskempfes derart geſun bis 15; Peluſchken 13—14; richtung, Maſchinen und Auto vollſtändig abgeſchrieben. wiedereingeſtellten Arbeitskräfte 8„ ken, daß eine Rendite nicht mehr herausgewirtſchaf bis 15 Lupinen blaue 8,75 Be Sonſt werden ausgewieſen(in 1000): Kaſſe, Poſtſcheck, 1 5 5 B werden kann. Die Beteiligungen in der Schweiz radella, neue 1721. Ei We Bank und Wechſel 21, Wertpapiere 98(i. V Kaſſe Poſt„D 8 52; 5 jedoch eine annähernd normale Rendite ergeben. notierten: Leinkuchen 117 E 0 e 8 3 f da Voſt⸗ eutſche Solvay⸗Werke Bernburg. er o. GV. 7% œ 0 PP! ̃ ,,,],“,,,, ,,, re ag 0 ſcheck und Wechſel 16, Bank und Golbpfandbriefe 100, dieſer 1 8 ſellſchaft 85 Sol ay u Cie 8 170 5 Verſache, die Preiſe im Ausland durch Abkommen zwischen chenmehl ab Hbg. 10,90, 5 Schu öner 70(05 e 2 84* 5 8 F 3 5 9 den Intereſſenten zu ſtabiliſieren, hätten verſagt. Von den Sojabohnenſchrot ab Hbg. 9,4 85 Schuldner 79(95), Waren 56(82), gegen AK. 198(220), der Abſchluß für das Geſchä Ir 1932 mit 8 v. H. gegen Tochtergeſellſchaften können de franzöſiſche und italieniſche Flocke 13,805 Speiſekar J J geſetzliche Rücklage 50(50), Gläubiger 6(11). Die Sonder⸗ 6 v. H. Dividende im Vorjahr einſtimmig genehmigt. Teint Dipidende verteflen 5 5 Ne.90. Kabrikfart 1 1 l + Ia 18 1 Narr! 1 7 nt 2 7 27 7 2 5 eie 7 74/890 51 10 1* rücklage, die im Vorjahre mit 10 000 4 eingeſetzt war,* Deutſch⸗Oſtafrikaniſche Geſellſchaft.— Erhöhung des 5 denz abgeſchwächt.— Hande a rungsgeſchäft: 1 1 erſcheint in der neuen Bilanz nicht mehr. VCC enk unge 0 8*. Wa N für den geſamten deutſchen Tabak⸗ 167 1140 Jude. Roggen Ma! W 4 e ee a F 0 Einzelhandel. 13. April.(Eig. Tel.] In Berlin wurde nach 67,5—167; Juli 169,50—169; Hafer Mai 133,25. 2 Salzwerk Heilbronn A6. ben Nyaſſa⸗Ron en Zum Ausoruck kommt, verzeichnet längeren Vorbeſprechungen der Re 1 ch s verband des** Mannheimer Produktenbörſe vom 13. April.(Eigen⸗ Sch Nach dem Bericht für 1932 hat ſich der Steinſalz⸗ nen Keberſchuß von 29 772/ der zuſammen mit dem Vor, Deutſchen Einzelhandels mit Tobakwaren bericht.) Der Getreidemarkt war nach vorübergehender Be, Ex 0 a 4 1 a ö 1 trag aus dem Vorfahr mit 106 925/ vorgetragen wird. egründet. In ihm gehen ſämtlich deren Verbände des lebung wieder ruhiger, ölhaltige Futtermittel etwas feſ abfatz weiter rückläufig entwickelt, teils durch die Die Generalberf 1 e tra gegründet. In ihm gehen ſämtliche anderen Verbände des J wieder ruhiger, ölhaltige Futtermi etwas feſter, Ka allgemeine Lage, teils aber auch dadurch, daß ſich die tat 5. indet am 14. Juni ſtatt. Tabakeinzelhandels auf; er iſt für die alleinige etwa 15 000 Mehl unverändert. Angeboten wurden in 1 für die 100 N ichliche Abſatz eſtaltun von der R 90 5. 5* Stillegung einer Walldorfer Zigarrenfabrik. Dieſer Tabakeinzelhändler umfaſſende Tabakſpitzenvertretung, die Kilo netto, was frei Mannheim bei Wogge zug: ink. Gu 3 3 ung der Regelung, wie ſie im Tage hat die Zigarrenfobrik Reiß u. Söhne, Mann⸗ ihrerſeits nur noch der Hauptgemeinſchaft des deutſchen Weizen 21,25 inl. Roggen 17 inl. 15; Som⸗ Berkrag mit en Spnelkat, beabſichtigt war, immer weiter] heim, infolge des Darniederliegens des Abfatzmarktes l Einzelhandels unterſteht. mergerſte 19. 20,5021; Bier⸗ 0 ent er 5 1 8 i i iſt auch durch die Einfuhr 1 12,25.— aſchrot 10,50; Trockenſchnitzel 7,75 5 ausländiſchen Salzes zurückgegangen. Das Hütten⸗. Malzkeime 10, i 0 mit Austaouſch⸗ Bi falggeſchäft hat ſich nicht unbefriedigend entwickelt, Leberraschend 1 1 0 1 I weigen 30,75 Weizenbrotmehl 22,7523; Roggenmehl 5 der Abſatz konnte geſteigert werden. Die Salzſteuererhöhung ES E 8 Er Orsen.. a 10 2 Roggeukleſe— e een ech ebe ache Al desſenngen m gh. Entgegen den Erwartungen lagen zahlreiche Kaufaufträge vor Spekulation schloß Sr 507%(8078).. Sch Lu: Tendenz fert, Nen 80 ) Geſc 8 1 3. ö 1 7 2 2 5 5 80 72 2 5 8 JJVJV%VV%%%%%%%%%%VcVCCC000T0000 sich mii Deckungen an/ Schluß ruhig, feilweise bis zu 5½¼ vH. über Anfang(436) Juli 4,10(4,1076; Okt. 5,06(5,0%.— Ma— Roh⸗, Hilfs⸗ und Betriebsſtoffe betrug 2 549 560. Beteili⸗ 2 f 100(.) Tendenz ruhig; cif. Plote(480(.) 16,0 8 2 erbre 27 2 ur i 38 5 2 22 22 N 2 1 2 5 e 3 N 2 2 5 g 8 18 7 4 1 een erbrachten 2 200, Zinſen und ſonſtiges 176 266 4 Maunheim freundlich J Neubeſitz holte einen kleinen Anfangsverluſt ſchnell wieder 16,0 VB., 16,1% V. 16, V. 25 (t. V. Einnahmen 3 934 008). Demgegenüber erforderten Die l 192 5 3 8 8 2 ein, Altbeſitzanleihe war im Verlaufe feſt 1 v. H. über* Rotterdamer Getreidekurſe vom 13. April.(Eig. Tel S Löhne, Gehälter 811 456(937 070), ſoziale Abgaben und Lei⸗ 11 a 5 Börſe 175 der e 91 8 9 7 geſtern im Handel. Reichs ſchuldbuchforderungen gewannen Schluß: Weizen lin Hfl. per 100 Kg.) Mai 3,8272; Jul 4b tungen 156 701(185 288), Abſchreibungen auf Anlagen eund ü he Ten eng auf. Beſonders r Auto⸗ bis zw 24 v.., im gleichen Ausmaße waren Induſtrie⸗ 3,90; Sept. 3,95, Nov. 4,00.— Mais(in Hfl. per Laſt 200 2 206 150(225 506), ſonſtige 60 913(398 698), Zuweiſung an abe A e 251 9958 0 Here obligationen gebeſſert Kg.) Mai 59%; Juli 59% Sept. 607; Nov. 6124 Be . 955 n 3 7 n und erreichten einen Kurs vo 85 v. H. Fer⸗ N 5 5 3 3* Liver ider 18 j 17.5 Nückfaufonds 00 000(und), Beſtgſtenern 250 425(289 7os), ner weren Westeregeln höher gefucht 140 G. Bon Neben- z. Ans daſfamarkt war die Tendene allgemein fe. J nf a werd onze erteetogk nage vom en Aprtt.(Eig. De 80 ſonſtige Aufwendungen 340 488(1 477 410). Einſchließlich werten lagen Pfälzer Mühlenwerke auf die GB. und die Die Schlußnotierungen lagen häufig bis zu einem Prozent,(4,86, 1 li.10 44 1056. Ot e Moi 48 1 245 993(241 646 0. 8 i b und ee f bei Spezialwerten, wie Conti⸗Hummi, Bekula, Maſchinen⸗(4,876); Juli 4,10(4,106), Okt. 5,0(5,0%).— Mitte: 245 993(241 646)„ Vortrag verbleiben 606 891(601919)% Erklärung einer Dividende von 7 v. H. ſeſter. Am Ver⸗ bau⸗ Unternehmungen, Ilſe, Deutſche Waffe Schultheiß Tendenz ruhig; Maj 4,7%(4,7%); Juli 497(4,10%) f Reingewinn, woraus bekanntlich unv. 12 v. H. Divi- ſicherungsmorkt beſtand Nachfrage nach Württ Transport und Engelharöt N höher Bs hatten ſogar* Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 12. April dende verteilt werden. auf erhö beer, Basis. Der Rentenmarkt war ebenfalls gut 5,0 v. H. genen Ne gong 5 N(Gig. Tel.) April 5,40 B 5,00 G; Mai 5,40 B 3,20 G Juni Ge Aus der Bilanz(in Mill.): Bergwerkseigentum e 1 f gefragt 805 72 0 12205 Golde fügige Abſchwächungen zu beobachten. Nachbörſe wei 5,50 B 5,00 G; Juli 5,50 B 5,40 G: Auguſt 5, B 5,0 G Ge 0,0 5(0,00), Grundeigentum 0,184(0,156), Betriebsgebäude g ee, e gef ran ter freundlich: Altbeſitz 76,75, Neubeſitz 19,95 bis Sept. 5,70 B 5,60 G, Okt. 5,70 B 5,0 G; Dez. 5,80 9 952 0,597(i. V. zuſammen 0,799), Maſchinen uſw. 0,161(0,228), Frankfurt feſt 14, JG. Farben 195, Siemens 161,50 und Reichsbank 139,50. ben 1 1 per April 31,85 u. 32,10; Ten⸗ 4— Beteiligungen 0,146(0,161), Materialienvorräte 0,087(0,105) Die letzte Börſe vor der viertägi terbr* Steuergutſchein⸗Notierungen vom 13. April.(Ei. ee 5 1 5 0 5 ie ertägigen Unterbrechung durch 2 9 0 8 April.(Eig.* 8 1 a. Salzvorräte 0,44(0,047), Wertpapiere 0,690(0,689), Schuld⸗ die Oſterfetertage verkehrte der Erwarten 15 e ſt 21. Tel) Berlin und Franfſurt, Fälligkeit 1694 9578 d e e e e eee ner uſw. 0,526(i. B. Darlehen gegen Hypotheken 0,034, Tendenz, nachdem man noch vorbörslich eher mit Ge⸗ 5775 89%; 1930 8374; 1937 7894; 1938 76, Verrechnungskurs* Liverpooler Baumwollkurſe vom 13 April.(Eig. Tel.) Na Forderungen an Salzbezieher 0,585), Forderung an Glas⸗ ſchäftsloſigkeit und nachgebenden Ku⸗ſen gerechnet hatte. 8475. Amerikon. Univerſal. Stand. Middl. Anfang: Min.. hütte Heilbronn A. 0,639(0,710), Wechſel 0,099(0,219), Von der Kunoſchaft lagen zahlreiche kleine Kauf⸗ Berliner Devisen 512, Juli 51213; Okt. 515; Jan.(34) 519; Tendenz ſtetig. Bank 6(1,754), andererſeits Reſerve 0,282(unv.), Rück- orders vor, denen ſich die Kuliſſe mit Käufen und blskontsatz: Reichsbank 4, 1 0 g 7, Mitte Mai 513, Juli 513; Okt. 516; Dez. 519, Jan fallfonds 0,510(0,450), Dispoſitionsfonds 0,750(unv j Rück⸗ Deckungen anſchloß, ſo daß im ganzen recht lebhafte ntsatz: ffeichsbank 4, Lombard 8, Priyat 3¾ v. H.(34) 520; März Mai Juli k Okt. 531; Jan. Felungen 9 452 25 Old 5 10540„ Rüc Umſätz e zu verzeichnen waren. Die um 20 v. H. er⸗ Amtlich in Rm. Dis- Paritatf 12 April 18. April(85) 536; März 539; Loco 537; Tendenz ruhig. 5 5 5. N 1 85 5 N mäßigte Fracht der deutſchen Reichsbahn zur Förderung für kont M. Geld Brief Geld] Brief Kleinviehmarkt Mannheim vom 13. April. Zufuhr au 5. 8 des Arbeitsbeſchaffungsprogramms regte merklich an, dem[ Duenos⸗Aires 1Peſo 7.782 0,838 0,842 0,838 0,842 insgeſamt 632 Stück. Im einzelnen wurden zugefahren e Halleſcher Bankverein von Kuliſch, Kaempf u. Co. gegenüber die meiſt ſchwächeren Auslandsbörſen ohne Ein⸗ Fanada tan. Denar Ir, 0s dae?.303 dee! dess und erlöſt für 50 Kg. Lebendgewicht in„: 37 Kälber, nicht KGazl., Halle⸗Saale.— 3(0) v. H. Dividende. Der AR.] fluß blieben. Gegen die Abendbörſe überwogen Kurs⸗ Jag 129 8 28 9 7 77977 1 185 1115 notiert. 24 Schafe, nicht notiert. 11 Schweine nicht no⸗ beſchloß, der GV. am 29. April die Verteilung einer Div i⸗] beſſerungen von 2 bis 1 v. H. einige Spezialwerte ge⸗ Türkel„ Nuri. Pfd. 18458 200 2012 20008 20012 tiert. 500 Ferkel und Läufer, Ferkel bis 4 Wochen 12545 jen dende von 3 v. H.(i. B 0 v..) vorzuſchlagen. Wie be.] wannen darüber hinaus von 150 bis 1/75 v. H. London. 1Sterl. 2 20,429 14,33 14.87.33.87 über 4 Wochen 1620, Läufer 2124. Marktverlauf: Mit 15 reits gemeldet, wird die GV. auch über die Einziehung vonn Ziemlich lebhaftes Geſchäft hatten am Rentenmarkt New Jork 1 Dollar 3.198.208 4,21.206 4,214 Kälbern, Schafe, Schweine nicht notiert, mit Ferkeln und 100 1 im Eigenbeſitz der Geſellſchaft befindlichen 400 000 ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen, ohne daß aber der Kurs e e 5 45 110 75 ö 405 181 1252 Läufern mittel. 5 0 Mark Aktien Beſchluß zu faſſen haben. Das Att. des Un⸗(84 v..) gegen geſtern abend weſentlich höher lag. Deut⸗ ee 5 1 ö 555 5 ens belrägt donn unter Berückſichkigung der be. ſche Anleihen eruffneten 4 v. 5. böber, Altbeſttz im Ver. hen 10 Dracnen 4 2 2 25 257 Berliner Melellborse vom 13. April 1 im Vorjahr zur Einziehung gelangten 600 000„ laufe 4 v. H. feſter. Stahlvereinsbonds gewannen 1 v. H. Brüſſel 100.500 bf 3½ 58,37 53.7 36.88 59,4 68,86 be Drier Gen die pier cue e e 11 eigener Aktien 5 Mill. 1. Mittelſtahlbonds 1,75 v. H. Im Verlaufe erfuhren die Bukareſt.. 100 Sei 6 2511 2,488 2,492.488 492 8 bez. 8 0 3 bez. Brief Geld] bez. Brief Geld * Germaniſcher Lloyd, Berlin.— Dividendenausfall. Kurſe meiſt weitere Beſſerungen von etwa 74 J v.., die Ungarn 100 pengs 4½ 2421—.— 9 7 1.— 3 4775—.— 18.50 15.75—— 22.7 91,50. Nach Informationen des DD wird die Geſellſchaft 8 Amfaßtätigkeit ging jedoch ſtark zurück, auch bei deutſchen n 700 8. 5 10237 99354 9645 6234 19346 Har..— 22 75 4225 1945 1205 2 22— 1 50 r von Schiffen und Luftfahrzeugen, Herausgabe Anleihen, die kürgmüßig aut gebalten wareß. tollen.: ogeire 5105, 2575, 2c. ere 50 Ma. 8 42— 00 2 00 iſtern und Vorſchriften für Fieſe ete.) für das Ge⸗ 18 S 1 ugoſlavien 00 Dinar 7½ 81,00 5,185 5,145.135 5,145 Mai.. 41.— 40,50 15,50 14.50—.— 20,7520— 5 1052 eine Dividendenausſchütttung auf das aus a Berlin bis zum Schluß befeſtigt owno. 100 tas 418 41 41.(.0 419 ⁶ Juni—— 425 40,7 15.50 14.50— 21— 2050 ensaktien beſtehende Kapital von 240 000/ nicht vor⸗ Die letzte Börſe vor den Feiertagen eröffnete in über⸗ Kopenhagen 100 Kr. 6, 122,50 63,4 40.9 641 A 2—.5041 13 75 14.75—.—.25 20.50 7 Poem berein 15 5 raſchend lebhafter Hal tur Bei der Spekulati Aiffabon 100 Eskuds 6½ 459, 43.00 13,00 1306 1308 uuguſt.—.— 4 4435 18.75 14.75. ale 2% Bert nehmen, nachdem bereits i. V. eine Reduzierung von 5 1 777... 100 Kr. 4 11250 78,383 7347 7388 73.52 Septr. 44.— 41,25 16.— 15.——— 21,7521 0 auf 2 v. H. erfolgt war. beſtand unter dem Eindruck des matten Newyork von ge⸗ Paris.. 100 Fr. 2½ 165,44 18,59 18.63 16,59 1863 Hktober 425..50 19.— 15.—— 2,.- f *„Miag“ Mühlenbau und Induſtrie AG, Braunſchweig. ſtern zunächſt etwas Glattſtellungsbedürfnis, als ſich aber rag: 100 Kr. ½ 12.488 12,5 12.57 1253 12,55 Novemb 42.25 41.50 1625152—— 2 2% Wieder keine Dividende. Wie wir hbren wird die herausſtellte, daß von der Kundſchaft bei den Banken chweiz.. 100 Fr. 2 81,00 81,42(81,58 61,37 81,58 Dez...—.— 42.50 41.75 16.25 15,25—— 22.50 21.5 Gru e ee der Seer. 7 Kaufaufträge eingetroffen waren, hielt die Börſe mit Ab⸗ Sofia.. 100 Lewa 3½.038.047 8,053 3,047 3,058* Berliner Metall⸗Notierungen vom 13. April.(Eig. 0 Uſchoft, die in der Generalverſammlung für 1991 eine a f 7„ 1 f S 6¹ 8100 3561 35.69 55 1 8 0 8 1 Gant b i gabe zurück, ſo daß die Kurſe bei Material knapp⸗ panten. 100 Peſeten 8 ö N„ 95,66 35.74 Tel.) Amtlich: Elektrolytkupfer(wirebars) prompt Kapita ammenlegung im Verhältnis:2 vornahm, zum 7 er eſſer 5 J Stockholm.. 100 Kr. 8½ 112,24 75,37 76.08 75,87 76,03 50,25 ü f 775 unf 5 1 1 Zweck er weiteren inneren Feſtigung ihrer Unterneh⸗ beit Abenwiegend Beſſerungen enub ven Hinen kam, daß ind 100 Kfm. 8½ 1120 110 11081 110 1191 Sen, Jür 100 Kilo: Nofſtnadekupfer loco 4050, mungen die Dividende für das abgelaufene Geſchäfts⸗ aus der Wirtſchaft nur günſtige Nachrichten vorlogen. Nie. Mien„150 Schtüing 5 5007 4848 4555 4545 4955 Standardkupfer loco 442; Standard⸗Blei per April 140 Al johr 1992 3 5 4 g 11 1 driger eröffneten zwar: Schubert u. Salzer 4,50 v.., g 55 57 3 8 9 bis 15,50; Original⸗Hütten⸗Aluminkum 98—g99proz. in 1 jahr 1992 ausfallen laſſen. Zur Zeit ſichere der vor⸗ Schleſ. Gas 9 9 Wafferwerke Gelſenkirche 9,50 Tügl. Geld: 4½ 4½% und darüber. Monatsgeld 57% Blöcken 160) Fesgl. in 5 0 1 handene Auftragsbeſtand dem Unternehmen noch eine Be⸗ Sebleſ. Gas d und Waſſerwerke Gelſenkirchen 3,50 v.., Weit i de Stocken 160 gesgl, in Walz, oder Drahtborren 16. Bonk, Scha ae re onde 0 bei den Beſſerungen lag die obere Grenze cc. bei 1,75 v., 5 itere Befeſtigung der Reichsmark Straits⸗, Auſtralzinn 233; Reinnickel 98—99roz. 350, Anti⸗ Geſch nur die Kalinebenwerke waren 2 reſp. 3 v. H. höher. Die Reichsmark zeigte auch heute an den inter⸗] mon⸗Regulus 39.—41; Silber in Borren ca. 1000 fein per 0 Küpperbusch& Söhne AG. Schultheiß ſetzten ihre geſtrige Aufwärtsbewegung um 256 nationulen Plätzen ein weiter feſtes Ausſehen und ſtellte] Kilo 37,2539.. ee v. H. fort. 5 N ſich in Amſterdom auf 58,7272, in Zürich auf 122,60, in Londoner NMefallbörse vom 13. April 5 880 0 Das Geſchäft war aber wider Erwarten lebhaft Poris auf 601½ und in London auf 14,57. Während das NMetaſle per To. Platin(E per 20 Ounces) Silber(Pence per Junee W O Gelſenkirchen, 13. April.(Eig. Tel.) Die zum und nahm im Ve laufe, unter Bevorzugung von Spe⸗ engliſche Pfund recht gut behauptet blieb, zeigte der Kupfer, Standard 29,35 Zinn, Standaro 155,7] Aluminum 8. f Hos ſch⸗Köln⸗Neueſſener Konzern gehörende ialwerten, noch zu. In den Vordergrund rückten neben] Dollar aus den bereits geſtern erwähnten Gründen eine 3 Monate. 29,65] 3 Monate 257.5 Antimn Geſellf zeiſt fit 2 125 5 den Montonpapieren Conti Gummi und beſonders BMW. leichtere Verfaſſung. Gegen den Dol lar notierte das Settl. Preis 29 85 Settl. Preis 156.7] Queckſilber eſellſchaft weiſt für 1932 einen Betriebsüberſchuß 5 5 5 5 8 erte da 1 gon 5,152 Mill. aus i 8 Letztere gewannen in der erſten Börſenſtunde ca. 4 v.., Pfund 3,41/10, gegen den franzöſiſchen Franken 86,54 Glektrolyt..50 Banka. 164 2 Platin f 7 15 15 e 1 8 0,21 wybei die Umfätze die 100 000 Grenze überſchritten haben] und gegen den Gulden 8,444. Die Deviſe Madrid ae 39,— 8 n 8 85 1 f Naf Mill.&, 51 1 1 5 5 Fe 1 f 2 2 0 T. Blei, ausländ.. 10, Nickel 5 0 ſung l ſollen. Auch der Rentenmarkt lag überwiegend feſter neigte leicht zur Schwäche. El wirebars 34,5 Zink gewöhnlich 14.75] Weißblech Ar e N 0 Kurszettel der Neuen Mannheimer Zeitung ue nen n J r Si geeglsa geg, greg fl gen. tee, e 1 1 ß locke Notz„66,.—Corl Lindſtrm——. 1„67.— f 5 50.„ Perun ende 2 25.8 diane Scar 28.— 25 Reßtlerd ech. 8 5 e. 5 5 5 2. 13. 2 ortm. Actienbr.—.— 22 g——— Vetersb. J. Habt... Mannheimer Efektenbörse 8. Berliner Börse Dortm. Unionbr.——. N 13 1 15 Wander rte 83.50 84.— Kufſen dank 7—.— 12. 18. 12. 13. Industrie-Aktien Sech werke 88.0 12. 138. 12, 19. Elektr. 5 92,80 92.59 Mansfelder Art. 28,50 28.25 i 186,5 180.5 Deutſche Petrol. 6. 57 Ab 8% Bab. St.⸗H. 27 86.— 86.— Konſerven Braun 18.— 19.— Dortm. Ritterbr. 83.50 84,— Lubwigsh. Walz. 80.— 80.— Darmſt. u. N.-B. 5 Elktr Licht u. 108,0 109,0] Maſchin.⸗Untern. 60.— 61.— Weſtf. Eiſen..—.— Burbach Kalt.„ 28,5 2905 80% W. Kom. Gd. 90.— 80.— Lubwigsh..⸗Br. 62.— 82.— Henninger Ei. 80.— 81.— Mainkraftwerke. 72,80—. Festverzinsliche Werte Dt. Age.. Engelhardt.. 93,50 84.— Markt- u. Kühlh. 71.— 74.80 Wiſſener Metall. 83,85 85,50 Diamond.. 418 4 Wer! 607%„„ 30.— 30. Ludwigs Walzm. 80.— 80.— Löwen München 2225 221.5 Metallg. Frankf, 34.80 38.— 60%, Reichsanl. 7 85.35 85.50 Deutſche disconto 70.— 1 Enzinger Union—.— 75.—Maſch Buckau⸗W. 75.—. 2 6 5 Zellſtoff Verein—.— 3,— Hochfrqeuenz. Pate 808% hafen St. 78.— 75.— Pfälz. Mühlenw. 75.— 78.— Mainzer Brauer, 68.50 88.75 Mes Söhne. 50.— 80,.— Disch. Ablöfgſch. 1 7885 78.15 Diſch Uieberſes Bk. 27.— 26.— Eſchw. Bergwerk—.——.— MNaximil.⸗ Hütte 1230 126,0 Zeuſtoff Waldhof 52,— 58,25 Saane e 10.25 1545 Bete 800 l. Gold 78.— 78.— Pfälz Preßhefe. 98.— 88.— Schöfferh. Bindg.—.— 154,5 Miag, Mühlb...—.——.— ohne 13.50 13.88 Dresdner Bank„ 6155 810 hlb. Liſt& Co.—.——.— Merkur Wollw. 24.25—,— Deutſch⸗Oſtafrika 48.25—.— Sloman Salpeter——— Mat 908 9 ldd 9.— 9.— Ag Elekte A. 84.— 84.— Schwartstorchen 76.50 77. Moenus St A. 24.— 28.— D. Schutzgebiete. 8,20 6,25 Meint——„50 Fardenind. J. G. 133.5 135.0 Mez Söhne.—.— Neu⸗Guineg., 149,0 180.0 Südſee Phosphat, Salz S8)% Rh Hucßſdb 90.— 90.— Hildebr. Rheinm.———.— Tucher Brauerei 67,.——. Rein. Gebh. Sch.—.——.— Def ningerpyppk. 90.50 99.50 Feldmühle Papier 71.85 72.65 Miag⸗Mühlen. 68,— 68,80 Otavi Minen 18,80 18,25 Ufa⸗Film N 7 al Seessrbenbd 26 100 Mig Sagen dehnen.. Gere 47s dees Rbe wake, 28 0. gh war. georg gelen 14 1 ee Geil. 6868 88 Mee:. 488 als f AF Seerosen 0 5 e e, 2 8 le n. u e gende, bete 5. 408 406d egg,.. ien ae: 4 i eee e e e e ge e e rornsurende Nanterungen csenus 857 Fine Heiden 66. 5. Fü. uc: derb 1885 Gl dase. Bean. 100 No Nüfgerzwerle. 82—, 82 fcgenreutd. 725 Altan eben: 20 8 204 5 Septen certu. 40,— 20 1 gart—— 160 A. 4 029 378 Sanree e. 22 5 . 5 in dtſch. Delf. 88.— 88.— aach.. 2 5 9. Niederlauf. Kohle—.— 187. u„„„ 5 ütte. Daimler zhenz.. 28.— 28.80 Wheſteten Altan, 1870 1200 Jaft Nurnberg 188.0—.— Schramm Jactß. 80 59 er he p Gir. d. Industrie- Aktien Gelenk, Sergw.15 8095 Nord. Elzwerte——. Agg. glekte Gef. 3075 31.50 Leopolpgruße. 4685 4 Ford Deuſſche Otnol. 89.— 89,— Zellſtoff Waldhof 52.50 53. Brem ⸗Veſig. Del—.——.— Schuckertt zack.. 84.%% do. Com 1 50 Gentchow& Go. 51.— 51.50 Oberſchl. E. Bed. 13.25 13.85 Aſchaffenb. Zell.—.—. N 71.50 7% ĩ ũ 1 Durlacher Hof. 52.— 52.— 85* Drown Boveri.. ,. SchuckertRürnbg. 102,7 102.5 60% P. Sd. Pfdb. 19 A 202.7 204.7 Germ. Portld.⸗3 89.— 59,75 e 8.* Ford Eichbaum, Berger 85,— 85. Vadiſche Bank 117.0 116.0 Cement Heidelbg, 69.50 69.78 Sellinduſt. Wolff——— 6% 21 A 8 37.25 Gerresheim Glas 45.25 45.25 Oberſchl. Koks. n de 54 5 Mot.⸗W. 135.2 nals Mansfeld Asch. 3050 111 1 9 Enzinger Union 74.— 74.— Diſch. Bk. u. Disc. 70.— 70.— 8 Narſtaßt. 65,.— Siemens u Halske—— 159.5 6%„„ 20 Allg. Elektr. 31,15 32.75 Gef lektr. Unt. 93.75.75 Drenſt'& Koppel 49 88 50.45 J Bemberg. 49 49.50 Maſchinenbau⸗u.. 60,25 61460 1 55 tri Pfälz. Hypoth. B. 80.— 80.— Chemi Südd. Zucker 9% Meriral 1 735 5 est f. elektr Unt. 98, 28 Pol ul, Berger Tieſb. 1740 177,5 Maximiltansh.. 128,0 1269 Wech Jarbenſuduſtrie 133.5 185.0 i Shemiſche Albert 55.50 56,50 2 162.0 162.0 5% Mexikaner Ammendorf Pap. 78,75 80,25 Goedhardt Gebr. 71.— 71.50 golophon. 8865 88.25 Berit 5 a 75 0% F kr, M. Bl. 102.0 102,0 Rp. Hypoth. Bk. 108.2 103 5 Chade.... 1345. Tricot Beſigheim———.— Anhalt Kohlenw. 69.— 89.— Goldſchmidr. Th 59.25 89,75 Phönix Bergbau 45,88 46.50 1 arlsr. J. 5 5 99.35 Metalgeſenſchaft 34.— 12 425 Kaſſe Heinlein Hdlbg.. e Bad. Aſſecurunz.—.—.— Daimler.... 38,28 35,15 Thür. Lief. Gotha 76,50—.— 4½% Oeſt. Schaßz. 1 Aſchaffög. Jen. 28,48 26.15 Grigner Maſch. 38,50 88,.— Rathgeber Wagg. 56.— 56.— Braun 1 8. 1740 1700„Nontecan—— 8. Re E. H. Knorr.. 165.0 185.0] Mannb. Verſich.. 24.— 24,— Dt. Atlant.⸗T... 128,0 Ver. Chem. 19 9—.——%, Goldrente 24. Augsb. N. Mach. 88.85 10. Gebr. Großmann——— Bbeiufelden kraft 9——.— 1 u. Brik. 1 1795 Oberſchl. Roksw.—— Bank Dt. Eiſenhandel.—.——.— Ver. deutſch. Oelf, 87.80 87,50 4%„ fronen. 9. ein difinger Ahein. Braunk 2030 203.2 e 1 9 55 Orenſtein& Kopp 40.85 51.— 7 Frankfurter Börse Dt. Erdöl. 104 105,5 Ber. Zellſt. Berlin——. 4%„ cond Rente 0. wolte Maschinen 9680 36778 Gruschwitz Teßtil 79.——.— Rhein. elektrtzit. 988 e dern Eiſenw. 09.80 bass Pynix Bergbau 45,88 450 sense Bank- Alti D. Gold u. S. Anſt. 169.0 168,0 Boigt& Häffner—.——.— 4%„ Silb.⸗R..15. Bayer Motorenw 185,1 140,0 G 1 50 8825 2 8 Charlott. W 78.85 78,75 muß e— Festverzinsliche Werte] Bank- Aktien Di. Linoleum. 39.25 39.05 Volth. Seil. u. R. 28.— 25.— 4½%„ Pap.⸗R..30 0,35 Dayr. Spiegelglas 40,— 41.80 nand⸗Werke. 52,50 58,25 Rheinſtahl... 8528 86,28 Comp. His 1 1360 131.8 Polyphonwerke. e 2, Wertb.(Gold) 98.— 86.— Allg D. Credit 5228 52.25 Dt. Verlag... 75.— 75,.— Wayß& freitag 715.1840. Bemberg 49.50 49.50 Paceigat..7. 89.80 Nbein. W. Kalk 81.— 8278 Font cum. 150.7 158,5 Nh. Braunk. u. Br. 2028 2487 9% ee 85.— 3 555 8 115,0 84 10 Dresd⸗ Schnellpr. 28.50 28.50 W. Wolff..—.—. 115 1 2575—— Bergmann Elekt. 18,— 19. F 1 56.50 60,— en d 64.85 49.— Continen sale gin. 89.28 38.50 Rhein. Eleitr.. 8550 9005 801 0 5 933, auk f. Drau, 38, ü 5 3* E. l. 78—.—. m 0 18333 5 b 8 389. 5 5 8 4% W. Schazanw.. 4 8 Nane= 994 89 3 5 Ae e i 1 5 85 40% unif, Anl..—.— 8 Ind 88.— 88.05 dann? 5 Ege———— Kütgerswerke 825 52,50 Daimler Benz 34.85 35.85 9 Weſif Ciekte 89.7 835 Ablöfungſch. l. 78.98 76,65 Bayr. Hyp. u. Wb. 75,78 77.28 El. Sicht u. Kraft 105.0 108,2 5 Waldhof 52.50 58.— 40% G r. 92 159 3 Berliner Maſchb 4 44.50 Harburg Gu. Phö 33,— 38,75 Sachſenwerk„ 39.80 38.50 9 5. 5 70 1 5 Rütgerswerle... 52.25 68.— 5 ohne 18.55 18.80 2. peil 1— Elektr. Lieferung 82.— 92.— ufa be)* 5 I nraunk u. Brikett—— 178.5 Harkort. b 84.75 87.— Salzdetfurth. 199.0 200.0 Dellſche b 104.7 105,3 Salzdetfurth Kalt 199.5 2000 Löhn V Fans einen 75 78— aſazer Wag 680 850%% ung Sers———.— Reuge nds 1130 Sedwigsharte. S. S Schl. Cl. u. Gs 111 100 ende adele. 2030 48 89 Schleſ a 10 1190 100 1315 4% Heidelbg.———— u. A( Enzinger⸗ Union. 2 g.—.— 8 3 5 8 E. u. 5 f 39.— 40 lef. El. u. Ga 5 % l dn J J ede d ue ee diene d des Montap-alalen 4% wi weine, Js 98 ene een e 8 dateien 88— egg Leere deen zei 2555 dea e eng 205) 8 Sauer e 88. 0 Fond % Mhm. Gd.— 80. D. e inger Spinn.———.—„%„ Kronenr⸗. 30 5 80 Au. 0 8 201,2 Schuckert& Co. „ ee 2 78. 8. Sete den.— 2u.— Faber d Scheſc. 2e 20 u 50 Prdetas Ken. 60 28 62 25 4% nate S iel 26 c Fran, Ber 205—— Fieſcherg Leder, 1000 Scher aer 19 10 n en ee Sau daten, de i Bu 6% Grkr Mh. 28 15,50—— D. Pen u. wel.. e e. garden: 1482 1349 Eſchweil, Bergw den e d„ l 288—.— Suderus Eiſenw 8956 88.— irſchberg Leder—.— 100,0 Schuckert& Co. 1025 103.2 Eintracht graunk. 1900 200.0 Siemens Khalste 159.7 9420 Beſit 8% Mom. Katzl 23 1025 10.25 Dns e159 6180 5%„ Bonds 26 110.8 173,0 Gelſenk. Bergw 69.78 66.80 6% Tab Nat Rall.———.— 8 beſch Eiſen. 71.50 12,28 Schultheiß. 148.7 14870 Cle gien: 9850 02 S 19— 888 80% Pfalz. Hp. 21.18 2,15 Dre 85 Bank. 61.50 6150 Feinmech. Jetter 30,— 30.— Harpener Bergw. 87,78 88.75 Charlott. Waſſer 78,25 78.— en 70.— 20,50 Siemensck Halske 159.8 160˙0 En 1 t 155 Kraft 108,0 109,00 Stolberger Zink 47.— der 5% Rhein. Hyp. 24 215.18 12 50 3 95.— 30.— ſelt. Guilleuume—.——.— Ilſe Genuß. 109.0 1535 Transport-Aktien eee 183.0 160,0 Holzmann. Phil. 60.— 60,— Sinner A G. 6750 69.— Engelh Brauerei—.— 97.— Südd. Zucker.. 1620 1650 ſtof 0% dd dee 40 40 Fei ed Nun. 085. geren. 90 bac, Fal ene. e er ag f. Pertehrn, 21. 82 98 Sem ese: 8. Jie vergban.. ꝛ8888 Jo Stoehr Kama. 9 30 88.50 Jeden egg. 5785 135 Thür Has. 30 Gem. 6% öft. Hp. Gef. 90,— 90.— Pfalz. Hop.⸗Bk. 80.— 79.— Goldſchmidt Th 59.50 55.65 51 9 5 2 Ag ar r 8233 8480 5 Aa 5.5 85 3 Junghans 26,0 27.— 2 er ink. 5—.— 5 5 7135 73, Leonhard Tietz 31— 3080 Gewi 6% Grkr. M. abg..—. Reichsbenk.. 1805 1899 N 1880 18.0 Nati Salgdelfunth 189 0 2000 Süd. Eiſendahn———— Ce. Hiſp.(Ehade) 133.5 139.0 Kahla Porzellan 18.80 16.80 Südd. Immobil, 10.75 11.— Gelſenk vergwt 15 6805 Per. Stahlwerke 6780 695 28 5% Nh..⸗Don, 81.— 82.— Rhein Hyp⸗ Sk. 103,1 104.2 Bald& Nen 18,25 13.25 Kali Westeregeln 1370 140.0 Baltimore Ohio—.——— Conti⸗Gummt 149.5 132.5 Kali. Aſchersl. 135,5 188,5 ucker. 161,5 164.0 Geſfürel awk. 92.50 92. Vogel Telegr. 1375 1405 e 50——— Hüdd. Boden e e deen Hanftoerk Füſſen 84.— 34.— Kibcner 2. O Sauaba Abliefer 2480 4: Font Linoleum 30.28 3080 Harfad.. d. Thörrs ver Oele 79, 84,25 Goldschmidt Th. 88.38 60,25 Ses naten 58, 8880 90,.——— Wiener Bankver..8 175 Pflpert Armatur 43,.— 48. g 72.88 72.50 Papgg.... 4125 21.88 1 Klöcknerwerke 62,88 62.88 5 Nun* N Zellſtoff Waldhof 75 2—PVien. Notendt. dul Kupf.u. M. 10.88 10.88 e e 2 7280 5. Südamerika. 40.50 40.50 e 27 0 e Knox n 3 8 Sa 80. 22 jolee Bank elettr Werte 3 9515 9 92.— 92, Allianz 1 955 75 75 12½ 13. Hanſa Diſchiff—.— 84.„ Atlant.⸗ 5 2 8 5 Harpen. Bergbau.30 Hank für Brau. JJJJ(((CC0%%%%%%%% c 8 5** able 2.* 8. 5 2. 880 f 1 fit. % Nh do,.9 00 65 80 80 Transporb Aktien Naa Er 28 8.75 Nein braunſehl, 2008 202 Sant Aktlen Leuschner 30s 40— Fran se del.. at. 4. ic ale 5— 75. Leleldedesgeg, e 8980 Age e ae % Nh. Hy 7 1 8 1 5 5 9 5 8 5— 2 8— i 8. 7 „„ 1041 90,15 890.50 Hapag 2180 22,.— Narſtadt Rud... Nheinſtahl. 8538 86,— Hank. f. el Werte 66,— 65,22 Tische Sein eng 78,59 79.50 Kronprinz Met. 34.75 38.758 2 b 888 88 0 5„1885 170,5 2 Fielchsbahn. 0. 5.5 Buchl 8%„„ 12-18 80,15 90.50 Heidelb Straßen——. Klein. Sch. K Beck——. Salzw. Hellbr... Bank f Brauereſ.—.— 84.25 Deuiſch Eſſenhdt 49,50 48,80 Kyſſhäuſer Hütte—— V. Schuhf. W. Debt Funbſch daes 100 0 Hapag 2. N% Meining.s 89.— 88.50] Nordd Lloyd.. 21 65 22.35 Auorr Heilbronn 185.0 185.0 Tellus Bergbau———— Barmer Bankver.———.— Dresd Schnellpr 25.— 24,50 Lahmeyer& Co, 129.2 129.8 Ber Stahlw ke 45,85 2 8 Junghans 26.50 26,55 Hamburg Sud. O. 0 94—* ko die. 80 9705 Sahne. e ele aeg 8 8— r Sealed 280 20. ent Haneisge 89 dar Sieene Mean 250 d eau de ee Steht e ee e 1 2 Lig.—.— 87.75] Südd Etiſenbahn. Krause 63. 3 0—. Pri. 8 84 8 0 ene ö e 9 139. orddd. Lloy 4 1 üdbo. Lig 0 e Ver Stahlwerke 45.50 46.— Jom u. Privtbk, 53,50 53,50 Dürkoppwerke 1—Linde'sEismaſch. 84.78 85,78] Ber. Ultramarin. 101. Klöckner Werke 62,35 63,40 Dip Minen 19.75 10% Donnerstag, 13. April 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ansgabe 9. Seite bHPtszische Mühlen vert e Niannbeim 1 Alctiva Bilanz per 31. Dezember 1932 Passiva —.— 5.————— 5 Immobilien: 0 Aktienkapital.% 5000 000.— 5 Fruntſtücke„ NM 1399 661.50 ens.„ 500 000.— ö Geſchäfts⸗ und Wohngebends Reſerveſonds 11.„ 400 000.— Fabrikgebäude„ 1000 338.50 Dierebdere ends„ 100 000.— 5 5 M 1 200 000.— Oblrbrene Dividenden 1 435.60 Aßbſchreib N— 50 000.— bligationen⸗Genuß⸗ Scheine„ 1400.— Abſchreibungen— 1150000 F-Genuß⸗ 48775 33„ n 5 iieiuſennn 7 57.15 Mühlenwerk.„ 8 Obligationen(Aufwertung), Zugang ,, 1 6 908.48 1 o K 1 K 466 835.— Unerhobene Obligationen⸗Zinſen„ 135.30 rSelbstbinder amen-Kragen Abſchreib ungen 1146 835.— Verbindlichkeiten auf Grund von eine Seide, breiſgeschniffene Borken rep, grohe runde 1 25 350000— Warenlieferungen und Leiſtungen„ 246 489.39 Fo m, die letten Neuheiten Form, weit d. fein gemusfert I lien 3 NM 3 000.— 5 Verbindlichkeiten aus der Annahme 5 1. 2 1060.— von gezogenen Wechſeln und der 5 e N 060. Angels ig eigener Wachſel.„ 201 862.20 NHerr-Sporthemden Damen- Schals ö 5 8 1. 9 29 478.77 m. pass. 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Konzerugeſellſchaften„1117483.44 1 l S mit= 5 e 5 1* Mat“ Wechſelbeſtand e 63 114.99 i 1133 3 9 5 5 Sen beffand. 1322 685 24754 8 e. Exportſcheine-Beſlanßz„ 443 889.60 ANRucksack Foto-Album 11 112 Kaſſen beſtand einſchl. Guthaben bei 5 mit asche, 46* 38 cm groß,= Sröße 19,27 cm, mit modern 100 Notenbanken n. Poſtſcheck⸗ Guthaben„ 61 744.67 mit Lederriemen gemusf. Einbönden, 24 Blöft 20 inl. Guthaben bei anderen Bauken„ 1565 984.70 90 1 Volken diner e ene 14 652.55 Wochenend-Koffer Schreibgarnitur 7,75 zung dienen 357 2—— 50 gute Heriplafſe, Deckeltasche, im ful, Fülttederheſter mit üſch⸗ Bürglchalten. 4420090. eee, eie 5 14 ker. Goldfecder und Bleistift In mehl f 9842359 338 984238933 kleie.— 1 Soll Gewinn- und Verlusfrechnung per 351. Dezember 1932 Haben 5 NI. 4 eU 4 2 ud Gehälter N 565 710.72 Gewiun⸗Vortrag per 1. Jaunar 1922 75978 42 Fel! Aden 3„ 45 999.01 ö Waren-Brutto⸗ Gewinn RM 2105 121.78 ö Jul Abschreibungen auf Aulagewerte..„ 204 618.— Exträgniſſe aus Beteiligungen 249 732.25 2000 ZJinſ na 85 2354854 03 2 VVVVVVVVVVVVV„ 297 176.85 N N N 2 8 De.) een Reparaturen, Hand⸗ 2 ANNE 45 lungs⸗Unkoſten, ſowie ſonſtige Anf⸗ 8 5. 12 Wendungen 2 658 524.07 9560: 5 5 18734380 43 0 90 0 pril. 3 un! Gewinn⸗Vortrag per 1. Jannar 1932 e 75 978.42 e Gewias in Jahre 1932 2 141280 227292 02„I. 3 1 2430832 45 2430 832 45 9 3„ Wir laden unſere Aktionäre zur erik. 9 Nach pflichtgemäßer Prüfung auf Grund der Bücher und Schriften der Geſellſchaft ſowie der vom Vorſtand erteilten Aufklärungen und 1 0 Nachweiſe wird hiermit beſtätigt, daß die Buchführung, der Jahresabſchluß und der Geſchäftsbericht den geſetzlichen Vorſchriften entſprechen. 1 „ 8 38, Ordentlichen Ceneral-Ver gammlung 90 Rheinische Treuhand- Gesellschaft, Aktien- Gesellsch aft 1 Jan. 305 25 45 Fe virts 6 8 5 1 N f 5 han, 52 ene ene N e 5 9 5 n. a am Dienstag, den 9. Mai 1933, vormittags 11 Uhr, in unſerem Verwaltungs, Durch Beſchluß der heutigen Generalverſammlung wurde die Dividende für das Geſchäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 1932 3 9 5 8 fuhr auf 775 feſtgeſetzt. Es gelangt daher der Dividendenſchein e gebäude in Ludwigshafen a. Rh. ein. 1 Aktien Nr. 1 3943 von nom. R. 1000.— mit N. 70.— 10. Nr. 20 00120 570 von nom. R. 100.— mit R..— T O d 5 15, jeweils abzüglich 10% Kapital⸗Ertragſteuer zur Auszahlung bei der Kaſſe der Geſellſchaft ſowie bei der Deutſchen Bank und Disconto⸗ Geſell⸗ 2 82e S 25 7 N u N 8 0 Mit ſchaft und deren Zweigniederlaſſungen. Ebenſo kommt der Gewinnanteilſchein Nr. 8 der Obligationen⸗Genuß⸗Scheine mit R..— abzüglich 8 1 5 5 und 10% Kapital⸗Ertragſteuer an den aan 1 e F En I. Vorlage der Bilanz ſowie der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung auf 31. Dezember 1932. Der Geſamtbetrag der in Umlauf befindlichen Genußrechte ſtellt ſich auf R. 700. per Ende 1932. 5 2 N 2 N„ Zum o für das Geſchäftsjahr 1933 wurde die Rheiniſche Treuhand⸗Geſellſchaft.⸗G., Mannheim, gewählt. Bericht des Vorſtandes und Aufſichtsrates über das Geſchäftsjahr 1932. 15 Mannheim, den 12. April 10g. bier Vorstand: 5 2. Beſchlußfaſſung über die Genehmigung der Bilanz, der Gewinn⸗ und Verluſt⸗ 45 N 8 8 rechnung ſowie über die Verwendung des Reingewinnes. 77 50 7 3. Beſchlußfaſſung über die Entlaſtung des Vorſtandes und Aufſichtsrates des 1 0 zZ uf den 31. Dezember 1932 passwe 9. Beſchlußfaf 5 5 2005 Aktius Bilan—— 5 4. Wahl des Bilanzprüfers für das Geſchäftsjahr 198g. 979 RE 1 8 5 brslawert]“ Nur diejenigen Aktionäre können in der Generalverſammlung das Stimmrecht 5 a Aktienkapital Hoffmann 5 4 85 2 55 5. 2— 0. 1931 N 6 600. ö Vorzugsaktien mit 14000 Stimmen ent 21 000.— 5 Uhrmach. u. Goldschmied ausüben oder Anträge ſtellen, die ſpäteſtens am Freitag, den 5. Mai 1933 entweder 1 5 N Abſchreibung„ 1300.— 5300.—] Stammaktien mit 14000 Stimmen 2800900.— 2821 000.—„ bei unſerer Geſellſchaft oder bei einer der nachgenannten Banken ihre Aktien hinter⸗ 5 Grundeigentum Reſerve fond 2 282 100.— f 1s über die 81 5 i 8 dent 5 f Eig Staud am 31. 12. 1031 44 155 700. Daf ond ꝛd d 9000— eien er der 1 über 2 dimterlegung bei einem deutſchen Notar uns mpt* C 2 1250 Ane 5%!( graue Haare? ſpäteſtens am Freitag, den 5. Mai 1933 übergeben. * e e 1 ſte)%)%CCCVVTUUVVCCCCCC 24893. 8 2 a 2 100 2 K 155 717.50 Gläubiger„ JJ ͤ Ha arfarbe- 1. Bayeriſche Hypotheken⸗ und Wechſelbank in München, Nürnberg, Augsburg und 5 1 Abſchreibung 5 1650] 154 100.—] Unerhobene Dividende 2684.61 Orfa 1 Schachtbetriebsanlage 1 Gewinnvortrag aus 19311: 0 245992436 955 Wienentepteler Ludwigshafen a. Rh.; „ 8 V— 10. 5 a6 40 7 ugen e Farbe f f 5 8 5 nti⸗ Geſchäfts⸗ und Wohngebäude Gewinn aus 1932: 8842 606890 78 aud Schsnhelt zurück. 2. Deutſche Bank und Digcontogeſellſchaft in Berlin, Mannheim, Ludwigshafen a. Rh. per 81. 12. 15 N 207 100.— 2 Splelend einfache Anwendung! 5 5 ichreibung 5 8 8 8 a 8800.— 200 300.— N Unsohädlloht Sloherewlrkung! und Frankfurt a..: el Betriebsgebäude 0 Taste AA. 180 3. Dresdner Bank in Berlin, Mannheim, Ludwigshafen a. Rh. und Frankfurt a. M. 1* 31. 12. 1931 7e 609 999 05 ö Marte Die Hinterlegung kann auch in der Weiſe geſchehen, daß die Aktien mit Zuſtim⸗ 5 5 3 0 mung der unter Ziffer—3 genannten Hinterlegungsſtellen bei einer Bank vom 55 Abſchreibung 2 288.89 597 900.— 5. Mai 1933 bis zum Ende der Generalverſammlung in einem Sperrdepot gehalten 88 e und maſchinelle werden und die Beſcheinigung darüber bis zum 5. Mai uns übergeben wird. 5 Stand am 31.12. 1931 L 214 300. a 5 a 15. o„102 410.20 Ludwigshafen am Rhein, den 13. April 193g. f RM 316 710.20 2 N CC Der Vorstand. 85 e 311 250.20 eee e 35 Abſchreib ung„ 130 147.20 161 103.— g 4— Werkzeuge, Betriebs⸗ u. 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Gontardstr. 8 Tel. 28774 5 o— 20 4²⁵.32 7 —— uſtige Aufwendungen mit Ausnahme 8 19 5 für Roh⸗, Hilfs⸗ u, Betriebs⸗ 39 0 N ö 110 Geminnvortrag aus 1931 1 245 992.80 2 Habe mich an Stelle des von der Kassen- 5 Lwinn Au 82 288842 6068820.78 praxis ausgeschlossenen Dr. Bodenheimer 0— 0 299301883 2993 018.83 in Mannheim Waldhof Gartenstadt als 15 ra K t. Arzt 15 Heilbronn a.., den 31. Dezember 1932. P 5 niedergelassen 5 Sakzzwerk Bellbronn Vorikurige Praxisräume: Wotanstr. 22 Ein Feld in der Größe 34& 64 mm kostet RB..50 5 5 Schlafke ppa Dr. Sauer Sprechstunden: 8 10 und—4 Uhr. Ein Feld in der Größe 68& 64 mm kostet RM. 9. 545 1 2 Die Uebereinſtimmung des vorſtehenden Nechnungsabſchluſſes mit der von uns geprüften ordnungsmäßig geführten welephon Nr. 591 64 75 0 uchhaltung des Salzwerk Heilbronn.⸗G. in Heilbronn beſcheinſgt 5 o 1 5 v f N Annahmeschluß am Samslag vormiffag.30 Uhr 5 Heklbronn, den 30. März 108g Heilbronner Treuhand- Gesellschaft m. b. H. 5 FT. 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Kalender⸗ vierteljahr 1933. 20. 4. 1938 a) Lohnſteuer für 1.— 15. 4. 19g, b) Arbeitsloſenhilfe vom 1.— 15. 4. 1933, ſoweit dieſe nicht. an die Krankenkaſſen abzuführen iſt. 30. 4. 1933 Verſicherungsſteuer für. März 1933 baw. Abſchlußzahlung für 1. Kalender⸗ vierteljahr 1933. Ferner Abſchlußzahlungen nach den zuletzt zu⸗ geſtellten Steuerbeſcheiden. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung werden 12 v. H. Verzugszinſen jährlich erhoben. Falls 8 Fälligkeit ſtattfindet, erfolgt Einzug durch Poſt⸗ nachnahme bezw. Einleitung der Zwangsvoll⸗ ſtreckung zu Laſten des Pflichtigen. 29 Finanzamt Mannheim⸗Stadt und Neckarſtadt. in bester Ausführung Didchocchen Nefert billigst die Druckerei Dr. Haas, G. m. b. H. 6 f 1. 48-6 ahlung nicht innerhalb einer Woche nach Supremahaus. NMokukt N 2, 18 u. J 1, 7 L 2 zu besonders gün, stigen Preisen bel großer Auswahl 0 Hermann flegelnn Kunststr. 0 7, 19, part Daune bone Laden Ju 7, 9. 4 Zimmer- Woh n. Zubeh. 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