ten unter 7461 .1 5d Jeipz., 7 8 en, aut erh, verkaufen bei ihl ſen, Kuchsſtr. 5 for N 2 ** 5 24221 1 EIN TL 1 ehinen nheilskäuſe 87 rad 1 ap⸗Motot, ut, Zustand r zu vet; a 7760 u der Geſch —— Neue uungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreise: drei Haus monatl. RM..08 und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..25, durch die Poſt RM..70 einſchl. 0 Pfg⸗Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ oft. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 48, Meerfeldſtr. 13, Je giſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 68, W Oppaner Str. 8, Se Lutſenſtr. 1. eimer Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm⸗Adreſſe: Nemazeit Maunheim Einzelpreis 10 E U Anzeigenpreiſe: 32 mm breite Colonelzeile RM. 40, 79 mm breite Reklamezeile RM..50. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. 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Ihre Aufgabe ſoll ſein, die notwendigen Feſtſtellungen zu treffen, wenn ein Land aus irgend⸗ einem Grund befürchtet, Opfer eines Konflikts zu werden. Ueber den franzöſiſchen Vorſchlag ſeitigen Hilfeleiſtung war geſtern noch kein ſörmlicher Entwurf eingebracht worden. Zuſammenfaſſend iſt feſtzuſtellen, daß eine Eutſcheidung über den geſtern in einer all⸗ gemeinen Ausſprache behandelten neuen Konſultativpakt vorläufig noch nicht getrof⸗ ſen würde. Faſt ſämtliche Redner haben ſich ihre endgültige Handlung für die zweite Löſung vorbehalten. Der engliſche Außenminiſter Sir John Simon hat einen Vorſchlag, den er geſtern der Konferenz un⸗ Kebreitete, in mündlichen Darlegungen näher er⸗ läutert. Aus ſeinen Darlegungen und den Erwide⸗ kungen, die insbeſondere die Vertreter Polens und der Kleinen Entente machten, wurde deutlich, daß der neue engliſche Vorſchlag weitgehend den Einwendungen dieſer Staaten⸗ gruppe Rechnung getragen hat. Um die Be⸗ genken der genannten Staatengruppen zu zer⸗ treuen, iſt in dem engliſchen Vorſchlag auch noch eigens die Beſtimmung aufgenommen worden, daß die Rechte und Pflichten der Mitglieder des Völ⸗ kerbundes durch den neuen Konſultativpakt in keiner Weiſe beeinträchtigt werden. Weiter hat Sir John Simon in der Formulierung des neuen Tex⸗ teß in erſter Linie auf die Stellung der Vereinig⸗ len Staaten und der anderen Nichtmitglieder bes Völkerbundes Rückſicht genommen, und der amerikaniſche Vertreter Norman Davis hat dem engliſchen Außenminiſter auch aus⸗ drücklich beſtätigt, daß dieſe neue Formu⸗ lierung den Vereinigten Staaten den Bei⸗ tritt zum Konſultativpakt ermögliche. Die Haltung Amerikas iſt nach den Erklärungen ron Norman Davis ſo, daß die Vereinigten naaten von Amerika den Völkerbund bei künftigen Lonfliktfällen poſitiv durch ihre Mitwirkung am Lonſultativpakt unterſtützen wollen. Amerika be⸗ Hält ſich aber auch in Zukunft vor, im Rahmen des konſultativpaktes ſelbſtändig darüber zu befinden, oh es in einzelnen Fällen ſeine Neutralität aufgeben will. Trotzdem bedeutet die neue Ini⸗ lialive, die die Vereinigten Staaten ergriffen haben, einen großen Schritt vorwärts im Sinne einer kon⸗ altativen und univerſellen Friedensorganiſation. Nan gibt ſich aber in Genf bei nüchterner Betrach⸗ der Dinge keiner Täuſchung darüber hin, daß dach durch dieſe Erweiterung der ſchon beſtehenden eines kontinental⸗europäiſchen Paktes zur gegen⸗ Tadel e ſte von M. I ber, H 1546 Jüdin Monatsrate ufen. .15 acer wie auc 5 poi 15 A7 herheitsgarantien das Ziel der Abrüſtungskon⸗ Alerenz, nämlich Abrüſtung der hochgerüſteten Staa⸗ 151 in keiner Weiſe als geſichert angeſehen werden n. Amerika noch nicht zufrieden? — London, 25. Mai. Nach einer Reutermeldung aus Wa⸗ Jington wurde im Staatsdepartement erklärt, baß die Vereinigten Staaten den die Sicherheits⸗ vorſchläge enthaltenden Teil des Macdonald⸗ Nanes nicht un ter zeichnen würden; die Stel⸗ lüngnahme Amerikas würde in einer Erklärung dar⸗ gelegt werden. Flottenfragen in Genf Telegraphiſche Meldung — Genf, 25. Mai 928 Abrüſtungskonferenz hat trotz des Feiertages 5 e die Arbeiten in vollem Umfange fortgeſetzt. m Nachmittag beſchäftigte ſich der Hauptausſchuß mit 5 Flottenfragen, am Nachmittag wurden die henden über den ſicherheitspolitiſchen Teil des en Konventionsentwurfes fortgeſetzt. Da⸗ I üuſchen und gleichzeitig tagten noch verſchiedene tech⸗ 46% che Ausſchüſſe. Freitag, 26. Mai 1933 Genf im Schalten der Welt-Wirtichaftskonferenz Die Zeit oͤrängt Noch keine Einigung über das Sicherheitsproblem Englands Rückſichten auf Polen und die Kleine Entente Flugzeug⸗Abſturz in Wiesbaden Herr⸗Luoͤwigshafen mit Paſſagierflugzeug abgeſtürzt Zwei Mannheimer getötet Eigene Drahtberichte D. Wiesbaden, 25. Mai. 5 Das 13. Wiesbadener Automobilturnier fand einen bedauernswerten Abſchluß. Trotz des un⸗ freundlichen Wetters hatten ſich viele Tauſende non Zuſchauern auf dem Flugplatz Wiesbaden⸗ Erbenheim eingefunden. Die naſſe Grasbahn ſtellte große Anforderungen an das Können der Wagen⸗ und Motorradfahrer. Manches Fahrzeug kam ins Schleudern, immer aber kamen die Fahrer heil da⸗ von. Gegen 5 Uhr nachmittags ſtieg die Mannheimer Klemm⸗Argus⸗Maſchine unter Führung von 12 1 Hugo Herr⸗Ludwigshafen a. Rh. zu einem Paſſagierflug mit zwei Paſſa⸗ gieren an Bord auf. Auf der Grasbahn nahmen gerade die Kraftwagen der Klaſſe über 1% Liter Auf⸗ ſtellung. Der Flugzeugführer Dipl. ⸗Ing. Herr wollte offenſichtlich beſonders ſchneidige Kurven über dem Start⸗ und Zielplatz und vor der dicht beſetzten Tribüne drehen. Man ſah ſeine Paſſagiere herab⸗ winken auf die dicht gedrängte Menſchenmaſſe. Dicht vor dem Startplatz, knapp fünf Meter vom Stehplatz, den viele Hunderte bevölkerten, k n a p p 40 Deter von der Haupttribüne ſackte die Maſchine ab. Daß an jener Stelle, an der das Flugzeug aus etwa 40 Meter Höhe aufſchellte, zufällig kein Menſch ſtand, daß fünf Chauffeure, die zum Startplatz wollten, mit rieſigen Sprüngen es gerade noch ſchaffen konnten, von der Unfallſtelle wegzukommen, war ihr unwahrſcheinliches Glück. Die beiden Mannheimer Paſſagiere dtudolf Thiele und Helmut Geck wurden auf der Stelle getötet. Der Ludwigshafener Flugzeugführer Dipl.⸗Ing. Herr erlitt einen ſchweren Schädelbaſisbruch und eine Gehirnerſchütterung. Der Arzt hofft, ihn am Leben erhalten zu können. Die Flugpolizei ſperrte daraufhin die Unfallſtelle ab, wodurch das Auto⸗ rennen nicht ausgetragen werden konnte. Weitere Einzelheiten sn Wiesbaden, 25. Mai Zu dem ſchweren Flugzeugunglück erfahren wir noch folgende Einzelheiten: 11 Minuten vor 5 Uhr ſtieg das Mannheimer Flugzeng D 2250, ein Klemm⸗ Flugzeug mit einer 100 PS Argus ⸗Maſchine, gehö⸗ rend dem Badiſch⸗Pfälziſchen Luftfahrtverein, Flug⸗ zeugführer Chriſt⸗ Mannheim, zum Rück⸗ flug nach Mannheim auf. Das Flugzeug war bemannt mit dem Dipl.⸗Ing. Herr, ferner Helmut Geck und Rudolf Thiele, ſämtlich SS⸗Leute von der Jungfliegergruppe Mannheim. Das Flugzeug ſtieg raſch hoch, hatte etwa eine Höhe von 50 Meter erreicht und wurde in einer Linkskurve, wenige Meter vor der Zuſchanertribüne, allzu ſcharf über⸗ zogen und ſtürzte ſenkrecht zu Boden, wobei es voll⸗ kommen in Trümmer ging. Einer der Inſaſſen ſtürzte heraus, brach das Genick und war auf der Stelle tot, die beiden übrigen Inſaſſen wurden unter dem Motor begraben. Das Unglück wäre noch ſchlimmer geworden, wenn die Maſchine weiter gekommen wäre. So ſtürzte ſie knapp vor der Zuſchauertribüne ab, ohne zum Glück zu explodieren. Der ſchwerverletzte Führer Dipl.⸗Ing. Herr wurde ſofort in St. Joſef⸗Hoſpital überführt. In den Abendſtunden erhielten wir von dem behandelnden Arzt Dr. Peters die Auskunft, daß der Verunglückte noch bewußtlos war, daß Dr. Peters aber die Hoffnung hege, ihn am Leben erhal⸗ ten zu können. Dipl.⸗Ing. Herr hat eine ſchwere Ge⸗ hirnerſchütterung erlitten, ferner ſchwere Kopf⸗ verletzungen und noch geringere andere Verletzungen. Das Publikum benahm ſich muſtergültig. Der Weiſung der Flugleitung, den Platz zu räumen, wurde ſofort Folge geleiſtet. Die Maſchine iſt vollkommen zertrümmert, der Propeller z. B. mitten durchgeknickt. Weitere Nachrichten über das Wiesbadener Auto⸗ mobilturnier ſiehe Sportbeilage. Scharfer Vorſtoß Lord Snowdens im Oberhaus Telegraphiſche Meldung — London, 25. Mai Im Oberhaus forderte geſtern Lord Snow⸗ den die Regierung zu einer Erklärung über ihre Politik auf der kommenden Weltwirtſchaftskonfe⸗ renz auf. Er ging in ſeinen Angriffen ſo weit, zu erklären, es ſei eine Gefahr für das Land, die Angelegenheiten in der Hand eines Mannes zu laſſen, der jedesmal, wenn er ſpreche, ſeine Un⸗ wiſſenheit und Unfähigkeit beweiſe. Die gemeinſame Erklärung Macdonalds und Rooſevelts enthielt nichts als Gemeinplätze. Snowden betonte es als unrichtig, daß das Fallen der Warenpreiſe die Grundurſache der Wirtſchafts⸗ depreſſion ſei. Die Urſachen ſeien übertriebene Ta⸗ rife und Beſchränkungen. Sich den internationalen Regierungsſchulden zu⸗ wendend, bedauerte Snowden, daß die zwölf Monate des Hoover⸗Moratoriums nicht ausgenutzt worden ſeien, um eine dauernde Regelung zu erreichen. Die nächſte Schuldenrate Großbritanniens ſei in drei Wochen fällig. Werde Groß⸗Britannien zahlen oder in Verzug geraten? Er glaube nicht, daß die Vereinigten Staaten end⸗ gültige Zugeſtändniſſe machen oder auch nur vor⸗ ſchlagen würden, ehe ein Ergebnis auf der Abrü⸗ ſtungskonferenz in Genf erzielt werde. Im weiteren Verlauf der Debatte im Oberhaus erklärte Lord Stanhope namens der Regierung, die engliſche Regierung ſtimme mit Rooſevelt darin überein, daß die Konferenz ein Erfolg ſein müſſe, weil die Zukunft der Welt es for⸗ dere. Der Redner wies auf die britiſchen Han⸗ delsabkommen mit fkandinaviſchen Ländern hin und erklärte, die Regierung hoffe, dieſe Ab⸗ kommen auf der Weltwirtſchaftskonferenz weiter auszubauen, obwohl es ſchwer ſei, Hochſchutzzolländer zu einer weſentlichen Herabſetzung der Tarife zu be⸗ wegen. Die Währungspolitik der Regierung ſei im weſentlichen geklärt. Die Regierung habe das Ziel, die täglichen Schwankungen des Pfundes zu mil⸗ dern und den internationalen Handel zu erleichtern. Ehe Großbritannien zum Golde zurückkehren könne, müßten die Großhandelspreiſe auf ein Niveau erhöht werden, das wirtſchaftliche Erträgniſſe für den Produzenten und Aus⸗ ſichten auf gute Preiſe in Zukunft ermögliche. Zu dieſem Zweck müſſe eine ſtändige Zuſammen⸗ arbeit der Zentralbanken ermöglicht und gewiſſe Re⸗ formen des Goldſtandards vorgenommen werden. Lord Stanhope ſtellte in Abrede, daß Großbritan⸗ nien in Waſhington irgendwelche Verpflichtungen bezüglich des Bimetallis mus eingegangen ſei und wiederholte, daß die Behandlung der Frage der internationalen Schulden auf Wunſch der Vereinigten Staaten von den Erörterungen der Weltwirtſchaftskonferenz ausgeſchloſſen worden ſei. Die Reichstags⸗Brandſtiftung Telegraphiſche Meldung — Berlin, 25. Mai Wie e 3 VDz3⸗Büro meldet, ſtehen die Unter⸗ ſuchungen des Reichsgerichts wegen der Brandſtiftung im Reichstagsgebäude kurz vor dem Abſchluß. Der Unterſuchungsrichter, Reichsgerichts⸗ rat Vogt, rechnet damit, in den erſten Junitagen die Unterſuchungen abſchließen zu können. Während der mehrmonatigen Unterſuchung im Reichstagsgebäude ſind viele hundert Zeugen vernommen worden. Der Unterſuchungsrichter wird dann nach Leipzig zurückkehren. Der Termin der Hauptver⸗ handlung hängt von der Entſcheidung des Reichs⸗ gerichts ſelbſt ab. Wahrſcheinlich wird der Reichs⸗ anwalt formell ſelbſt Anklage erheben. 2 Todesopfer eines Motorrad unfalls Telegraphiſche Meldung — Berlin, 25. Mai. Auf der Prenzlauer Chauſſee zwiſchen den Ort⸗ ſchaften Wandlitz und Kloſterfelde verunglückten am Himmelfſahrtstage früh der 36 Jahre alte Motorrad⸗ ſchloſſer Erich Küſter aus Berlin und ſeine Be⸗ gleiterin, eine noch unbekannte Frau. Küſter fuhr gegen einen Baum und beide Perſonen wur⸗ den vom Motorrad auf die Chauſſee geſchleudert. Während Küſter ſofort tot war, verſtarb die Begleiterin auf dem Transport ins Bernauer Kran⸗ kenhaus. i 144. Jahrgang Nr. 239 Der neue evangeliſche Reichsbiſchof Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 25. Mat. Das Ringen um die Nominierung des künftigen Reichsbiſchofs der evangeliſchen Kirchen ſcheint nun zum Abſchluß gekommen zu ſein. Geſtern mittag wurde von kirchlicher Seite mitgeteilt, daß die evan⸗ geliſchen Kirchen über die Perſon des Reichsbiſchofs ſich einig geworden ſeien. Am Nachmittag ver⸗ breitete dann ein halboffiziöſes Büro die Meldung, der mit der Wahl beauftragte Dreimännerausſchuß und der Landesbiſchof von Bayern, D. Meiſer, hätten ſich auf die Wahl des Wehrkreispfarrers Müller, des Vertrauensmannes Hitlers, entſchieden. Dieſe Meldung wurde jedoch wieder dementiert. Es ſoll vielmehr Paſtor Dr. Friedrich von Bodelſchwingh zum Reichsbiſchof auserſehen worden ſein. Eine völlige und allgemeine Einigung dürfte im Augenblick wohl noch nicht erzielt ſein. Die Deutſchen Chriſten, ſo heißt es, halten an Wehr⸗ kreispfarrer Müller feſt, dem auf der Reichs⸗ führertagung vom letzten Dienstag als beſonderer Beweis des Vertrauens und der Verehrung die Schirmherrſchaft über die Bewegung angetragen wurde; doch nimmt man allgemein an, daß die von dem Vorſitzenden oͤer Vereinigten lutheriſchen Kir⸗ chen Dr. Meiſer für morgen vormittag nach Berlin berufene Biſchofs konferenz wie die ebenfalls hierher geladenen Führer der übrigen evangeliſchen Kirchen der Wahl Bogelſchwinghs zuſtimmen werden. Die Einigung über die Perſönlichkeit des Reichsbiſchofs würde den erſten und entſcheidenden Schritt zur Bildung einer neuen evangeliſchen deutſchen Kirche und zu einer grundlegenden Reform an Haupt und Gliedern bedeuten. Daß die bei den evangeliſchen Kirchen immer noch herrſchende Zerſplitterung auf die Dauer mit der neuen Ordnung ſich nicht vereinigen ließe, war ja von vornherein klar. Mit der Wahl Bodelsſchwinghs würden die evangeliſchen Kir⸗ chen bezeugen, daß ſie die Neuoroͤnung in vertrau⸗ ensvoller Zuſammenarbeit mit den ſtaatlichen In⸗ ſtanzen zu vollziehen gedächten, ſich aber auf der anderen Seite für fähig halten, ſie in voller Freiheit und nach eigenen Geſetzen vorzunehmen. Dr. von Bodelſchwingh, der jüngſte Sohn des Gründers der berühmten Bethelſchen Auſtalten, hat das Werk ſeines Vaters trotz aller Schwierig⸗ keiten, die beſonders in der Nachkriegszeit die Ar⸗ beit hemmten, weiter ausgebaut. Er hat dabei auf dem Gebiet des Schulweſens, der Volksbildung und der Umſchulung jugendlicher Erwerbsloſer zur Sied⸗ lung immer in lebendigſter Beziehung zum Volks⸗ tum neue Wege beſchritten. Er verſtand es vor allem, die verſchiedenartigſten Mitarbeiter zu einer innerlich verbundenen Gemeinſchaft zuſammenzufaf⸗ ſen, Seine Perſönlichkeit verkörpert ſomit ein Werk, hinter dem die Geſamtheit der evangeliſchen Kirche ohe Unterſchied der kirchenpolitiſchen und theplogi⸗ ſchen Richtungen ſteht. Kirchenpolitiſch dagegen iſt Bodelſchwingh nie ſtark hervorgetreten. Auch das hat dazu beigetragen, ihm überall, nicht nur in kirch⸗ lichen Kreiſen ſelbſt Vertrauen und Zuneigung zu verſchaffen. Freimaurer und NS DAN Meldung des Wolffbüros — Berlin, 25. Mai. Der Führer des Unterſuchungs⸗ und Schlichtungs⸗ ausſchuſſes bei der Reichsleitung der NS Dal P, Major Buch, und der Stabsleiter der PO, Dr. Ley, haben für die NSDAP, die NS und ſämt⸗ liche übrigen nationalſozialiſtiſchen Organiſationen ſchärfſte Wachſamkeit gegenüber den Verſuchen von Freimaurern, ſich Aufnahme in die Partei und ihre Organiſationen zu verſchaffen, angeordnet. Kein Freimaurer darf Eingang in die Partei und ihre Organiſationen finden. Dieſe Anordnung richtet ſich insbeſondere gegen die neuer⸗ lichen Verſuche der Freimaurerei, durch Umwandlung ihrer Logen in ſogenannte Orden uſw. und durch Abänderungen ihres Brauchtums ſich die Möglich⸗ 1 5 Einflußnahme auf die NS DA zu ver⸗ affen. Wie wir erſahren, wird Dr. Kurt Jahnke als Nachfolger des im freundſchaftlichen Verhältnis aus⸗ ſcheidenden Geheimrats Dr. Heide das Amt als Leiter der Abteilung IV und ſtellvertretender Reichs⸗ preſſechef übernehmen. 2. Seite/ Nummer 239 Polniſche Filmpolitik in Danzig Telegraphiſche Meldung — Danzig, 25. Mai. In Zoppot ſpielte ſich geſtern nachmittag ein außerordentlich merkwürdiger Vorgang ab. Ein polniſcher Filmoperateur fuhr mit mehreren Perſonen in SA⸗ und SS⸗Uniform in einer Autotaxe vor dem einem Polen gehörenden Lokal„Viktoria⸗Garten“ in der Eiſenhardt⸗Straße vor. An dieſem Lokal, das ausſchließlich von Polen und Kommuniſten beſucht wird, ſind z. Zt. polniſche Wahlplakate angebracht. Als die Taxe vor dem Lo⸗ kal angelangt war, ſprangen die Uniformierten her⸗ aus und ſchlugen auf die vor den Plaka⸗ ten ſtehenden Polen ein. Der Filmoperateur drehte die Szene, worauf die angeblichen SA⸗ und SS⸗Leute mit den Verprügelten in das Lokal hineingingen. Es ſteht außer allem Zweifel, daß es ſich bei dieſem Vorfall um eine zu allzu durchſichtigen Zwecken inſzenierte Provokation von polni⸗ ſcher Seite handelt. Die Polizei iſt um die Auf⸗ klärung der Angelegenheit bemüht, die Ergebniſſe der Unterſuchung ſind jedoch noch nicht bekannt. Wie von der Kriminalpolizei mitgeteilt wird, iſt der Vorfall vor dem„Viktoria⸗Garten“ in Zoppot von zwei Warſchauer Filmopera⸗ teuren namens Marjan Fuchs und Antonin Wawrzyniak in Tzene geſetzt worden, um, wie ſie bei ihrer Vernehmung durch die Polizei ausſagten, „für einen Film einen komiſchen Abſchluß zu finden“. Der unentwickelte Film iſt von der Poli⸗ zei beſchlagnahmt worden. Frankreichs Militarismus Telegraphiſche Meldung — Paris, 25. Mai. Der oberſte Kriegsrat hat ſich, wie das „Echo de Paris“ berichtet, in ſeiner letzten Sitzung mit der Reorganiſierung des Heeres befaßt und ſich auf Erſuchen von Generaliſſimus Weygand für den status quo ausgeſprochen. Nur inſofern ſei eine Aenderung vorgenommen worden, als zwei Armee⸗ korpsbezirke(Le Mans und Limoges) künftig fort⸗ fallen ſollen. Morgan vor dem Anterſuchungsausſchuß Telegraphiſche Mel dung — Waſhington, 25. Mai. Auch am Mittwoch herrſchte im Ausſchuß des Senats zur Unterſuchung des Geſchäftsgebarens der J. P. Morgan u. Co. ſtarker Andrang des Publi⸗ kums. Trotz des Einſpruchs von Morgans Anwalt hat das Komtitee doch eine Liſte von 60 führenden Bankbeamten und Bankdirektoren bekanntgegeben, die in den letzten Jahren von Morgan u. Co. Dar⸗ lehen erhalten haben. Es befinden ſich darunter Nor⸗ man Davis, der Delegierte Amerikas auf der Genfer Abrüſtungskonferenz, Vizepräſtdent Dawes, Charles E. Mitchell, der ehemalige Vorſitzende der Nattongl⸗City⸗Bank, Richard Whitiey, der Prä⸗ ſident der Newyork Stock Exchange, Mortimer Buck⸗ ner, der Präſident des Newyork Clearing⸗Hauſes, und Myron Taylor von der Us Steel Corpo⸗ ration. Die Höhe der Darlehen wurde jedoch nicht mitgeteilt. J. P. Morgan hat in einem Interview die Ge⸗ rüchte dementiert, ob er nach Beendigung der Senats⸗ unterſuchung zurücktreten wolle. * — Waſhington, 25. Mai.(Reuter.) Es iſt bekannt geworden, daß auch Finanzminiſter Woodin ſich früher auf der Liſte der leitenden Bankbeamten und Bankdirektoren befand, die der Firma Morgan verpflichtet waren. Dieſer Umſtand ſcheint in der politiſchen Welt des Landes einen Sturm des Un willens heraufzubeſchwören. Senator Borah äußerte: Das amerikaniſche Volk iſt meines Er⸗ achtens berechtigt, zu erwarten, daß der Finanzmini⸗ ſter über jeden Verdacht erhaben iſt. Lord Wemyß, während des Weltkrieges bri⸗ tiſcher Admiralſtabchef, iſt im Alter von 96 Jahren geſtorben. Neue Mannheimer Zeitung Morgen ⸗Ausgabe Aufklärungen im Gereke Freitag, 26. Mai 1050 zrozeß Wichtige Zeugenausſagen über die politiſche Verwendung vern ißter Geloͤer Telegraphiſche Meldung — Berlin, 25. Mai. Wie wir am Schluſſe unſeres letzten Berichtes noch mitgeteilt hatten, erklärte Dr. Gereke: Wenn letzt aber durch die Fragen des Staatsanwalts ein falſcher Eindruck erweckt wird, dann zwingt man mich gerade⸗ zut, auf die Quellen einzugehen, aus denen die ſehr er⸗ heblichen Summen gefloſſen ſind, die ich im Intereſſe des Reichspräſidenten geſammelt habe. Er fuhr dann fort: Ich muß mir vorbehalten, ſpäter nach der Ver⸗ nehmung weiterer Zeugen eine Anzahl von Erklä⸗ rungen abzugeben, die ich im Augenblick noch nicht abgeben will. Verteidiger: Von den ſjeben Millio⸗ nen für die Hindenburgwahl hat Dr. Gereke den größeren Teil ſelbſt geſammelt. Er hatte ſich ver⸗ pflichtet, über die Geldgeber nichts zu ſagen und darum hat er über dieſen Punkt Stillſchweigen be⸗ wahrt. Jetzt aber wird der Eindruck erweckt, als wenn das alles Gelder wären, die von dem Haupt⸗ 1 erer Grunow ſtammen. Gegen dieſen Vorwurf en wir uns m Staatsanwalt: Uns intereſſiert nur die Frage, ob die 1 390 000 /, über die zum Teil in der Form von unrichtig belegten Ausgaben im Ge⸗ reke⸗Büro verfügt worden iſt, vom Hauptkaſſierer Grunow ſtammten oder nicht. Die Zeugin Frau Her mighaus berichtete fer⸗ ner, ſie habe einmal als Vertreterin Freigangs das Privakonto von Dr. Gereke geführt, aus dem monat⸗ lich etwa 1000/ von Gereke entnommen wurden. Dabet habe ſte feſtgeſtellt, daß unter der Kaſſen⸗ führung Freigangs die Entnahmen—Amal ſo hoch geweſen waren. Daraus habe ſie einen gewiſſen Verdacht gegen Freigang geſchöpft. Die Zeugin bejahte die Frage des Staats⸗ anwalts, daß ſie geäußert habe, ſie würde jeben erwürgen, der Dr. Gereke verurteilen würde. Die Zeugin, die Sekretärin Frau Gebhardt erklärte, ſte habe angenommen, daß die Zeitſchrift Verbandseigentum ſei. Sie habe ſich deshalb immer darüber gewundert, daß Dr. Gereke ſo hohe Summen aus dem Ueberſchuß der Zeitſchrift für ſeine Privatzwecke entnehme. Sie habe ſich aber ſchließlich geſagt, das müſſe ja Dr. Gereke ſelbſt mit dem Verband abmachen. Zu der 20 000⸗Mark⸗Ent⸗ nahme erklärt die Zeugin, Dr. Gereke ſei zu ihr ge⸗ kommen und habe 20000 Mark verlangt, die er für eine Frau Bock brauchte. Als ſie ſagte, ſie habe nicht ſo viel in der Kaſſe, habe er ihr erklärt, dann müſſe ſie ſich das Geld aus dem politiſchen Konto geben laſſen. Sie habe dieſe 20000 Mark dann auch von Frau Herminghaus bekommen. Eine Quittung habe ihr Dr. Gereke trotz wiederholter Mahnungen nicht gegeben und ſie habe das dann mit Freigang beſprochen. Der Angeklagte Freigang meint dazu, er habe auch von Dr. Gereke als Kaſſenbeleg eine Quittung über dieſe 20000 Mark verlangt. Dr. Gereke habe dieſem Verlangen nicht entſprochen. Er habe dabei geſagt, es handle ſich um eine politiſche Sache, die mit Klepper zuſammenhänge. Der Verlagsleiter Robert Budde erklärte Zeuge, er habe die Verbandszeitſchrift als das P vateigentum von Dr. Gereke betrachtet. Nach einer Paufe wurde der Geſchäftsführer des Brandenburgiſchen Landgemeindebundes, Lonis Hogrewe, vernommen, der an der Gründung des Landge⸗ meinde⸗Verbandes beteiligt war. In der Zeitſchrif⸗ tenfrage habe es im Intereſſe der Agrargemeinden gelegen, das Verbandsorgan von der allgemeinen Verbandsverwaltung abzutrennen und dafür eine beſondere Verlags⸗OmbH. zu gründen. Es ſei ganz natürlich geweſen, daß der Inhaber der größten Ge⸗ noſſenſchaftsanteile, in dieſem Falle alſo Dr. Gereke, damit faktiſch zum Eigentümer der Zeitung geworden ſei. Staffehl und andere Vorſtandsmit⸗ glieder aus dem Lager der Agrar⸗Gemeinden hät⸗ ten ihm gegenüber den Standpunkt eingenommen, aus den etwaigen Einnahmen der Verbandszeitſchrift brauche die Kaſſe des Landgemeinden⸗Verbandes gar nichts zu bekommen. Der Ertrag der Zeit⸗ als i Hitlers erſter Beſuch im Verliner Rathaus Meldung des Wolffbüroes — Berlin, 25. Mal. Der Reichskanzler Adolf Hitler iſt geſtern zum erſtenmal im Berliner Rathaus erſchienen und hat ſich bei dieſer Gelegenheit in das Goldene Buch der Stadt Berlin eingetragen. Den äußeren Rahmen zu dieſem feierlichen Akt bildete der Empfang der Stadt Berlin aus Anlaß der landwirtſchaftlichen Ausſtellung. Als der Reichskanzler gegen 20.30 Uhr vor dem Portal vorfuhr, wurde er von einer Abteilung SA und vom Publikum mit begeiſterten Zurufen empfangen. An der goldenen Pforte, die den Vorraum vom Treppenhaus abſchließt, wurde der Kanzler von Oberbürgermeiſter Sahm und dem Stabtverordnetenvorſteher Spiewok herzlichſt begrüßt. Im Plenarſaal hatten ſich inzwiſchen die Feſtteilneh⸗ mer verſammelt. Oberbürgermeiſter Dr. Sa hm faßte in ſeiner Anſprache dieſe glänzende Veranſtal⸗ tung als Beweis dafür auf, daß die Reichsleitung und die Behörden Vertrauen zur Führung der Geſchäfte der Stadt haben, ein Vertrauen, deſſen ſich würdig zu erweiſen die beiden ſtädtiſchen Körper⸗ ſchaften beſtrebt ſein würden. Mit dieſer Veranſtaltung ſolle aber auch die Ver⸗ bundenheit von Stadt und Land aufs neue betont werden. Dieſes geſchloſſene Zuſammenſtehen aller Deutſchen, das Aufhören des Kampfes aller gegen alle ſei der genialen Führung unſeres verehrten Herrn Reichskanzlers zu verdanken. Darauf nahm Frhr. v. Thüngen das Wort zur Hauptanſprache. In ſeinem Vortrag behandelte Rittergutsbeſitzer Frhr. v. Thüngen⸗Thüngen das Werden und Wirken der Deutſchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft. Der Mitgliederbeſtand der DG. beträgt heute rd. 42 000. Zur Bewältigung der geſteckten Aufgaben beſtehen bei der Geſellſchaft heute 13 Hauptabteilungen für die wichtigſten Gebiete der Landwirtſchaft. In dieſen 18 Abteilungen ſind 86 Ausſchüſſe und Sonder⸗ ausſchüſſe mit rund 1000 ehrenamtlichen Mitgliedern tätig. Nach den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Stadtverordnetenvorſtehers Spie⸗ wok überreichte der Vorſitzende der Deutſchen Land⸗ wirtſchaftsgeſellſchaft v. Webſky der Stadt Berlin namens der Deutſchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft mit Worten des Dankes eine Bronzeplaſtik des Begrün⸗ ders der Geſellſchaft Max Eyth. Reichskanzler Adolf Hitler zeichnete ſich ſodann in das Goldene Buch der Stadt Berlin ein und be⸗ ſichtigte weiter mit mehreren Herren ſeiner Beglei⸗ tung den großen Feſtſaal. Im großen Feſtſaal ſelbſt wurde ein beſcheidenes Eſſen gereicht. An der Veranſtaltung nahmen u. a. neben dem Reichskanzler Adolf Hitler die Reichsminiſter Dr. Goebbels, Dr. Frick, Frhr. v. Blomberg teil. Auch Miniſterpräſident Göring erſchien noch in ſpäter Stunde. Oberbürgermeiſter Becke⸗Bremerhaven entlaſſen — Bremen, 25. Mai. Die ſtaatliche Preſſeſtelle teilt mit: Der Reichsſtatthalter hat den Beſchluß des Senats genehmigt, wonach der Oberbürgermeiſter Becke⸗ Bremerhaven gemäß 8 4 des Geſetzes zur Wiederherſtellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 ſofort entlaſſen werden ſoll. Das gegen Becke bereits eröffnete Diſziplinarverfah⸗ ren wird aber trotzdem durchgeführt werden. ſchrift ſei vielmehr von Dr. Gereke im politiſcen Intereſſe der Agrargemeinden zu verwenden. Staatsanwalt: Meinen Sie, daß die Ver einer ſolchen Verwendung der Zeitungsüberſchüſe einverſtanden waren? Zeuge Hogrewe; treter der Induſtriegemeinden im Vorſtand auch mit glaube, daß ſie damit einverſtanden waren. Wit haben den Induſtriegemeindevertretern natürlich nicht alles geſagt, was wir machen wollten, denn dieſe Herren Genoſſen ſtanden ſo oft im Gegenſaz zu unſeren Intereſſen. Staatsanwalt dem haben Sie ihnen aber die Beiträge men— feine Methode! Der folgende Zeuge, Redakteur Dr. Golthel Mühlner, war Schriftleiter am Verbandsorgan und Preſſechef des Landgemeinde⸗Verbandes. Zum Komplex der Hindenburg⸗Wahl bekundete dieſer Zeuge, von Anfang an habe Dr. Gereke mit ihm beſprochen, daß die für die Hindenburg⸗Wahl ge⸗ ſammelten Gelder auch zur Finanzierung einer Hindenburg⸗Politik nach dem Abſchluß det Wahl verwandt werden ſollten. Die ganze Arbeit bei der Hindenburg⸗Propaganda habe deswegen ihre peinliche Seite gehabt, weil der überparteiliche Hin⸗ denburg⸗Ausſchuß ſich aus politiſch heterogenen Fle⸗ menten zuſammengeſetzt und auch linksſtehende Kreiſe umſchloſſen habe. Das Beſtreben von Dr. Gereke und den ihm naheſtehenden politiſchen Kreiſen ſei darauf⸗ hinausgegangen, 7 : Trxotz⸗ abgenom⸗ nach Abſchluß der Wahl zu verhindern, daß etwg der hier aufgezogene große Apparat bei den Preußen⸗ wahlen von jenen Linkskreiſen mit in Ay⸗ ſpruch genommen würde, die die Hindenburgwahl unterſtützt hätten. Für die Abrechnung mit dem Hin⸗ denburg⸗Ausſchuß ſollten eben die Ausgg⸗ ben falſch belegt werden. Der Zeuge Di Mühlner gab auf Fragen an, er ſelbſt ſei zu dem Buchdrucker⸗Ehepaar Schütz gefahren und habe i Auftrage von Dr. Gereke veranlaßt fingierte Rechnungen auszuſtellen. Auf die Frage des Vorſitzenden an den Zeugen, oh er keine Bedenken gegen ein ſolches Vorgehen gehabt habe, anwortete der Zeuge, er habe dieſes Vorgehen aus politiſchen Gründen für zuläſſig gehalten. Dr. Gereke: Habe ich Sie(zum Zeugen) nicht beauftragt, gewiſſe ganz diskrete Summen an be⸗ ſtimmte Stellen im Intereſſe der Hindenburgwahl auszugeben und habe ich Ihnen nicht geſagt, daß dieſe Summen wahrſcheinlich nachher als an Sie gezahlt erſcheinen wür den? Zeuge: Ja! Dr. Gereke: Habe ich Ihnen nicht die Namen der Prominenten, eng um den Reichspräſidenten herum⸗ ſtehenden Menſchen genannt, mit denen der Vertrags⸗ entwurf zur Gründung einer Hindenburg ⸗Zej⸗ tung beſprochen worden iſt, unter der Auflage, diet Sache ganz diskret zu behandeln? Auch dieſe Frage bejahte der Zeuge. N Durch Befragen wurde hierauf vom Staatsanwalk feſtgeſtellt, daß auch der Zeuge Dr. Mühlner dis Schutzſchrift der Verteidigung vor der Haupf⸗ verhandlung bekommen hat. Dr. Mühlner erklärt dazu, er habe dem Verteidiger auf deſſen Fragen den Drucker Schütz zur Herſtellung der Schutzſchriſt empfohlen. Staatsanwalt: Aber Schütz iſt doch ſelhſt einer der Zeugen. Dann hat auch dieſer Zeuge die Schutzſchrift vor ſeiner Vernehmung gekannt. Daß iſt doch ein Verfahren, gegen das auf das ſchärſſte proteſtiert werden muß. 5 Vor.: Ich halte es auch nicht für richtig, daß die Schutzſchrift Leuten gegeben worden iſt, die nach⸗ her als Zeugen zu vernehmen waren. Das iſt eis Vorgehen, das ich aufs ſchärfſte miß billigen muß. Der Staatsanwalt äußerte Bedenken gegen dig Vereidigung von Dr. Mühlner, und das Gexicht ſetzie die Beſchlußfaſſung hierüber vorläufig aus Der nächſte Zeuge war der Buchdruckereiheſtthet Hermann Schütz, der auf Anregung von Dr. Mühl⸗ . S E W ſagte, ihm ſei die Notwendigkeit eines ſolchen Ver⸗ fahrens damit begründet worden, daß der Land⸗ gemeindeverband als halbamtliche Organiſation nicht offiziell als Geldgeber für die Hindenburgwahl ek⸗ ſcheinen dürfe. 3 Nach Anhörung weiterer Zeugen und nachdem dann noch auf beſonderen Gerichtsbeſchluß der Zeuge Dr. Mühlner vereidigt woren war, wurde die weitere Verhandlung auf Freitag vertagt. ner die fingierten Rechnungen ausgeſtellt hat. Er 0 1 Muſikaliſcher Komödienabend im Nationaltheater Zwei Tanzſpiele und eine Oper Die fünfte Vorſtellung der Werbewoche des Na⸗ tionaltheaters brachte mit einem muſikaliſchen Ko⸗ mödienabend drei Neueinſtudierungen: zwei Tanz⸗ ſpiele und eine kleine Oper,„König Midas“ von Wilhelm Kempff. Es lag wohl nicht nur daran, daß die Tanzſpiele die Majorität hatten, wenn neben ihnen dieſe komiſche Oper ein wenig verblaßte. Und man würde ihr doch ſchon deshalb gern mit dem allergrößten Wohlwollen entgegen⸗ kommen, weil der Bedarf an heiteren Werken der Opernliteratur recht groß iſt. Leider hält aber Wil⸗ helm Kempff nicht ganz das, was er verſpricht. Er nimmt die ſchon von Wieland 1775 in ſeinem Sing⸗ ſpiel verwendete Sage vom Sangesſtreit zwiſchen Apollo und Pan, die nach dem Richterſpruch des Königs Midas mit einer Niederlage des göttlichen Sängers endet, wofür dieſer dem königlichen Rich⸗ ter ein paar ſehr unkönigliche Eſelsohren an den Kopf zaubert. Hatte Wieland die Abſicht, die hohe klaſſiſche Kunſt dem durchſchnittlichen Geſchmack gegenüberzuſtellen, ſo wollte Kempff mit ſeiner Oper die Schönheit der muſikaliſchen Harmonie in Gegenſatz bringen zur ohrenbeleidigenden Diſſo⸗ nanz, wobei der„Liebhaber“ Midas in der Unſelb⸗ ſtändigkeit ſeines Urteils dem Modegeſchmack folgt. Die modiſche Atonalität triumphiert über die tonale Muſik. 8 Das wäre nun in der Tat der Stoff für eine köſtliche Perſiflage, das könnte einen knallenden Hieb geben gegen die muſikaliſche Unnatur und gegen die einer Modetorheit huldigenden Kritikaſter. Und es könnte zuletzt eine Hymne werden auf die hehre Schönheit wahrer Kunſt. Kempff im Negativen haften. amitfanten Mitteln die Atonalität zu kari⸗ kteren, er arbeitet mit allerlei Geräuſchen, mit ver⸗ ſchrobener Juſtrumentation und entgleiſter Harmo⸗ Statt deſſen bleibt Er weiß zwar mit nik, und er erweiſt ſich hierbei als ein ſicherer Kön⸗ ner und Techniker, der ſich tüchtig umgeſehen hat in dieſer modernen Muſikgattung. Aber wenn es dann darauf ankommt, im Preisgeſang des Apolls die wahre Schönheit der Melodie und Harmonie zu offenbaren, dann verſagt er in recht erheblichem Maß. Man hat ſich ſchließlich wohl amüſiert über alle die muſikaliſchen Mätzchen, aber man iſt keines⸗ wegs hingeriſſen vom Geſang des Apolls und man iſt ſogar ſo ketzeriſch, es dem guten Midas nicht ſehr zu verübeln, wenn er ſanft entſchlummert. Statt alſo im Endeffekt den moraliſchen Sieg des Tonalen über das Atonale erlebt zu haben, hat man viel⸗ leicht— aber auch nur vielleicht— eine Verulkung des einen, aber keine Verherrlichung des anderen dargeboten bekommen. Dabei ſteht, das ſei nochmals betont, das rein Handwerkliche von Kempff ganz außerhalb der Diskuſſton. Das iſt ſauber und durch⸗ aus gekonnt. Aufgeführt wurde die Oper ausgezeichnet. Da⸗ für ſorgte ſchon Ernſt Cremer, der alle die heite⸗ ren Akzente, das ganze muſikaliſche Gewirr mit viel Sorgfalt ausbreitete, prächtig unterſtützt vom Or⸗ cheſter. Auch auf der Bühne hörte man Allerbeſtes. Heinrich Kuppinger als Apollo holte mit ſtrahlender Stimme alles aus ſeinem Preisgeſang heraus, was nur überhaupt möglich war, und Hugo Voiſin ſang den Pan mit einer ſolchen Leichtigkeit und einer ſo köſtlichen Ueberſteigerung aller muſika⸗ liſchen Unarten, daß man die Schwierigkeiten der Partie vergaß. Dasſelbe wäre zu ſagen von Fritz Bartlings jungem Faun und der von Ellice Illiard ausgezeichnet geſungenen Thalia, beide in ihrer Gegenſätzlichkeit vortrefflich. Karl Mang ſtattete den König Midas mit allen Mitteln ſeiner oft bewährten Komik aus. Um dieſe Hauptrollen gruppierte ſich ein reiches Gemiſch von Fannen, Nymphen, Muſen und Volk, das ſich unter Richard Heins Spielleitung in tänzeriſcher Beweglichkeit erging. Somit iſt der Erfolg dieſer Erſtaufführung vornehmlich der Wiedergabe und erſt in zweiter Linie dem Werk ſelbſt zuzuſchreiben. Den Auftakt des Abends bildete ein graziöſes Rokoko⸗Tanzſpiel, das Gertrud Steinweg mit viel Geſchmack nach Mozarts„Eine kleine Nacht⸗ muſik“ geformt hatte. Dieſe Tanzpantomime„Ein Narrenſpiel“ iſt eine ungemein liebenswürdige Gabe, ein leichtes, unbeſchwertes Etwas, das vor⸗ überhuſcht mit der ganzen Zierlichkeit jener Zeit, in der Prinzen um Marquiſen freien und kleine Küchenmädchen Prinzeſſinnen werden, weil es dem Narren beliebt, die Fäden ſo zu ſchlingen. Erika Hauck als ſpringlebendiger Narr, Irmgard Weh⸗ ner als entzückende Marquiſe und Auni Heuſer als zierlicher Rokoko⸗Prinz boten vor allem erleſene Tanzkunſt, neben ihnen in nur geringem Abſtand Anja Dittler und der gaſtierende Hanns Willm Beck. Dazu kam die graziöſe Hofgeſellſchaft, kamen die kleinen Pagen, und ſie alle bewieſen nicht nur, daß ſie in Gertrud Steinweg eine ausgezeichnete Lehrmeiſterin haben, ſondern auch die Notwendig⸗ keit, dieſe vortreffliche Tanzgruppe öfters in den Spielplan mit Sonderdarbietungen einzureihen. Denſelben günſtigen Eindruck hinterließ das ab⸗ ſchließende Ballett Der Dreiſpitz“, erfüllt von den blutvollen ſpaniſchen Tanzrhythmen des Manuel de Falla und von ſüdlichem Temperament. Hier waren die tänzeriſchen Leiſtungen über jedes Lob er⸗ haben. Das Liebeswerben des alternden Corregidor um die junge Müllerin, die Rache des anſcheinend getäuſchten Gatten, die Verwechſlungskomödie und der alles teils ſchmerzhaft, teils freudig löſende Schluß wirbelten in einem ſo hinreißenden Tempo, in einer tänzeriſch ſo bis auf kleinſte durchgearbeiteten Form vorüber, daß das Auge den Einzelheiten oft kaum zu folgen vermochte. Ganz brillant tanzte Anni Heu⸗ ſer die Müllerin, auch in den temperamentvollſten Partien immer ſchön und diſzipliniert bis in die Fingerſpitzen. Sie hatte in Carl von Hacht einen ebenbürtigen Partner, einen Tänzer von hohen Qua⸗ litäten und ſicherſtem Können. In feiner Komik tanzte Gotthard Ebert den Corregidor, und er ließ vergeſſen, wie ſchwer es iſt, Grazie mit etwas grotes⸗ ker Uebertreibung zu paaren. Und dazu kommt die wirbelnde Maſſe der Tanzgruppe, locker und leich ſelbſt in dem turbulenten Schlußbild.„Der Dreiſpit war unbedingt der Höhepunkt des Abends. Er hatle auch den ſtärkſten Beifall des diesmal wieder rech gut beſuchten Hauſes. 0 Kunſt und Wiſſenſchaft OVerſteigerung berühmter Manuſfkripte. Ju Paris ſind dieſer Tage aus den Bibliotheken ber Schriftſteller Henry Lavedan und Adolphe Julliens mehrere berühmte Manuſkripte und Erſtdrucke vet“ ſteigert worden. Die Originalhandſchrift des Vietor Hugoſchen Schauſpiels„Cromwell“ mit Korrekturen und Varianten brachte 6100 Franken. Denſelben Preis erzielte die Erſtausgabe von Alfred de Muſſel „Schauspiel in einem Seſſel“. Dagegen wurde die erſte Ausgabe des„Emile“ für 2000 Franken abge⸗ geben, und für das Chinaexemplar von Huge „Notre Dame de Paris“ zahlte man 2650 Franken, O Dentſche Gemälde in Amerika. Für die 170 jährige Wanderausſtellung des amertkaniſchen Ea negie⸗Inſtituts, die in Pittsburgh, Cleveland u Toledo ſtattfinden und in 16 Sektionen einen 1 blick über das zeitgenöſſiſche Schaffen in der 1 Welt vermitteln wollen, ſind eine Reihe von 11 5 deutſcher Künſtler ausgeſucht worden. Unter 55 befinden ſich Werke von Liebermann, Jä 10 Nolde, Hofer, Heckel und Georg Schrimpf, ſow von Franz Lenk und Theodor Lux. i i 5. Neue Vücher 5 Bei unſerer Schrittleitung ſind folgende neuerſchkent uns Bücher eingegangen, deren nähere Beſprechung wit vorbehalten: 1 „Briefe und Schriften zu Deutſchlauds Erneuerung en Ludwig Roſeltus. Verlag Gerhard Stalling, i burg i. O. „Dr. Joſeph Goebbels“. mau, Lübeck. Von Wilirid Bade. Verlag — N Cole, 9 1 —— . S SUA Drees l D TD SSS 2 * — . en. Mir natürlich n, denn Gegensatz Trotz⸗ abgenom⸗ Gotthel ndsorgan 5. Jun e dieſer mit ihm zahl ge⸗ ig einer chluß der 2 Arbeit egen iche m nen Ele⸗ Sſtehende ihm rauf⸗ etwa der Preuf in burgwahl dem Hin⸗ Lusga⸗ euge Dr. zu dem abe ig laßt, len. eugen, oh en gehabt iſchen zen) nicht n an be⸗ burgwahl daß dieſe e gezahlt amen der n herum⸗ Bertrags⸗ d ⸗Zei⸗ An⸗ age, dieſs itsanwalt ner dis Haupt⸗ 1 erklärt agen den hutzſchriſt och seln zeuge die ut. tig, daß die nach⸗ 18 iſt ein illigen gegen dis zicht ſetzte reibeſtzet r. Mühl⸗ hat. Er hen Ver⸗ er Land. tion nicht wahl er⸗ nachdem er Zeuge zurde die — ind leicht Dreiſpit Er hatte der recht 0 gte. In eken der Julliens ucke ver⸗ 8 Victor rrekturen enſelben Muſſels rde die en abge⸗ Hugos ranken, die bies⸗ hen Car⸗ and und n Ueber⸗ r ganzen Bildern er ihnen Jäckel, pf, ſowie ſchtenene wir un , Von ben lag Cole⸗ Das ſchürſte 1 g der völlig bedeckte Himmel herabſandte. ig. Aber der Regenſchirm mußte immer wieder von Freitag, 26. Mai 1933 Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe — Verwäſſerter Himmelfahrtstag Dem Wetter des Himmelfahrtstages iſt nicht zu kauen. Es verwäſſert mit Vorliebe die tradi⸗ tionellen Herrenausflüge und ſorgt auf dieſe Weiſe dafür, daß ſich zu der inneren Anfeuchtung die äußere gesellt So war es auch diesmal. Wer ſich ſchon im daufe des Mittwoch durch Dampfroß oder Auto in die Weite entführen ließ, iſt vielleicht noch am ſcherſten den Gewittern aus dem Wege gegangen, die von den Wetterwarten angeſagt wurden. Am Mittwoch abend verhieß ſchon die Schwüle— das Thermometer zeigte als Maximum 25 Grad Cel⸗ us an— nichts Gutes. Es wetterleuchtete auch im Peſten. Von Gewittern blieben wir trotzdem am Abend und in der Nacht zum Donnerstag verſchont. Aber die Ausläufer erreichten uns ſchon am frühen Morgen. Es fing zu rieſeln an. Je mehr der Vor⸗ mittag vorrückte, deſto ſtärker wurde der Regen, den Nicht ſtän⸗ geuem aufgeſpannt werden. Noch ſchlimmer als in den Vormittagsſtunden war es am Nachmittag. Wer hat nicht auf das tiefſte bedauert, daß der präch⸗ ige Feſtzug, der anläßlich des Wandertreffens peranſtaltet wurde, bereits in der Kunſtſtraße in einen Gewitterregen geriet, der alle Teilnehmer, ſo⸗ weit ſie keinen Regenſchirm bei ſich hatten, bis auf dle Haut durchnäßte. Wie wir an anderer Stelle berichten, mußte infolge des zu ſtarken Guſſes, der zudem keine vorübergehende Erſcheinung war, die im Schloßhof vorgeſehene nationale Kundgebung in den Saal des Friedrichsparkes verlegt werden. Man hätte wirklich nichts dagegen gehabt, wenn ſich das Gewitter erſt gegen Abend entladen hätte, denn der Tag war doch verdorben. In der ſechſten Nachmit⸗ tagsſtunde vermochte ſogar die Sonne die Wolken⸗ maſſen zu durchbrechen, ſodaß nunmehr ein kurzer Spaziergang unternommen werden konnte. Unzählige Tagesausflüge ſind zu Waſſer geworden. Ein Glück, daß die Verſchlechterung des Wetters ſo frühzeitig eintrat, daß man nicht ſchon unterwegs war, als es zu regnen begann. Wie uns bahnamt⸗ lch mitgeteilt wird, war trotzdem vormittags der Ausflugsverkehr lebhaft, am Nachmittag dagegen mäßig. Der Stadtbeſuchs verkehr konnte als gut bezeichnet werden, weil er durch die Teilnehmer am Wandertreffen ſtark beeinflußt wurde. Für die Mannheimer Gartenwirtſchaften und die der näheren und weiteren Umgebung war der Himmelfahrtstag ein ſchwerer Reinfall, denn ſelbſt wenn ſich am Nachmittag das Wetter gebeſſert hätte, wäre es nicht möglich geweſen, ſich im Freien nieder⸗ zulaſſfen, da die Gewitter einen erheblichen Temperaturrückgang verurſachten. Um Uhr zeigte das Wetterhäuschen auf dem Parade⸗ platz nur noch 12 Grad Celſius an. Senkung der Ortskrankenkaſſenbeiträge Der Beauftragte des Verſicherungsamts für die Allgemeine Ortskrankenkaſſe und die Ortskranken⸗ kaſſe für Handelsbetriebe Mannheim, Syndikus El⸗ ſäſſer, teilt uns mit: Die Ortskrankenkaſſe für Handels⸗ betriebe wird mit Genehmigung der Aufſichtsbe⸗ hörde ihre Beiträge mit Wirkung vom 1. Juni IIermäßigen. Der ſeitherige Höchſtbeitrag von 69. H. wird auf 4,8 v. H. ermäßigt. Für alle An⸗ gestellten, die Anſpruch auf Gehaltszahlung im krunkheitsfalle, haben(§ 63 des HGB) ermäßigt ſich der bisherige Beitragsſatz von 5,4 v. H. auf 4 v. H. Trotz dieſer Beitragsſenkung wird die Kaſſe in der Age ſein, ihre Leiſtungen in der Familien hilfe wieder auf den früheren Stand zu er⸗ höhen, ſo daß von den Koſten der Arzneien wie⸗ der 70 h. H. ſtatt bisher 50 v. H. erſtattet werden können. Auch bei der Allgemeinen Ortskranken⸗ kaſſe, deren finanzielle Lage weſentlich ſchwieriger i wird ſich wahrſcheinlich eine etwa 10pro⸗ zentige Senkung des Beitrages, aller⸗ üngs erſt mit Wirkung vom 3. Juli ab, durchführen lasen, falls die Aufſichtsbehörde die von mir bean⸗ kuagte Genehmigung zur Inanſpruchnahme der ge⸗ ſeßlichen Rücklage in gewiſſem Umfange erteilt. 3. Seite/ Nummer 239 Das Wandertreffen in Mannheim Einoͤrucksreicher Heimatabend im Mibelungenſaal— Stattlicher Feſtzug— Nationale Kundgebung im Frieorichspark Der Odenwaldklub hatte nicht vergeblich ſeine Ge⸗ treuen zu dem Wandertreffen des Reichs ⸗ verbandes der deutſchen Gebirgs⸗ und Wandervereine nach Mannheim eingeladen, denn dem Ruf wurde ſo freudig Folge geleiſtet, daß ſchon der Begrüßungs⸗ und Heimatabend im Nibe⸗ lungenſaal die Wanderfreunde in überaus großer Zahl beiſammen ſah. Die Fahnen von Baden, Bayern, Württemberg, Heſſen und Preußen ſchmück⸗ ten inmitten der beiden Fahnen des Reiches auf beiden Seiten das Podium, auf dem die Bex⸗ bacher Bergwerkskapelle in ihrer ſchmucken Uniform Platz genommen hatte. An den Tiſchen der Ehrengäſte ſah man u. a. Landeskommiſſär Dr. Scheffelmeier, Bürgermeiſter Dr. Walli, Amtsgerichtsdirektor Kley, Landgerichtsdirektor Mickel, Oberſchulrat Lohrer, Hitlerjugend⸗Un⸗ terbannführer Lampart, die Regierungsräte Dr. Leiber und Dr. Compter und Hauptmann Gihr. Mehrere von der Bergwerkskapelle Bexbach ge⸗ ſpielte Muſikſtücke bildeten den Auftakt des Heimat⸗ abends, der mit einem Feſtſpiel von J. Münch eröffnet wurde. Mannheimia(Friedel Dann) pries in Gefolgſchaft von Rhein und Neckar,(Hans Finohr und Ludwig Volk) die Bedeutung der Stadt, die der Wirtſchaft dienſtbar gemachten Flüſſe und all die Dinge, auf die wir Mannheimer ſtolz ſein dürfen. Mit dem Bekenntnis zu Deutſchland und dem gemeinſam geſungenen Deutſchlandlied klang dieſes Feſtſpiel aus. Der ſtellvertretende Vorſitzende der Ortsgruppe Mannheim⸗Ludwigshafen des Odenwaldklubs, Herr Teickner, begrüßte mit feindurchdachten Worten in einer nicht alltäglichen Weiſe die Wanderer und ihre Freunde aus allen Teilen der umliegenden Wandergebiete, hieß die Vertreter von Staat, Stadt, Schule und Ge⸗ richt willkommen und grüßte die Förſter, die den Wanderer ſchon längſt als den beſten Freund des Waldes erkannt haben. Sein herzlichſter Gruß galt den Freunden von der Saar, denen er gleichzeitig den Wunſch übermittelte, daß dem Land an der Saar bald wieder die Freiheitsſonne ſcheinen möge, damit dieſe Deutſchen zum Vaterland, zur Heimat, zurückkehren können. Des Redners begeiſtert aufgenommenes „Friſch auf!“ galt dem Wahlſpruch„Friſch zur Tat, auf daß das Werk des Wanderers gelinge“. Das Waldhorn⸗Solo„Teure Heimat“ gab der von Herzen kommenden Anſprache den rechten Ausklang. Friedhelm Kemper, M. d. L. überbrachte die Grüße des Kultusminiſters. Er führte aus, daß er als alter Freund des Odenwaldes dieſen Auftrag ſehr gerne übernommen habe. Der Wandertrieb, der im Volke lebt, wird am ſtärkſten unterſtützt, wenn er ſich an Bodenbeſtändigkeit und Heimatgefühl wendet. Wir Deutſche müſſen unſer Vaterland durchwandern, damit wir mit ihm ver⸗ bunden werden, denn die Wurzelhaftigkeit iſt die ſchönſte Keimzelle zum Nationalbewußtſein. Ein Wanderer kann nicht anders als national ſein, weil er die Schönheiten der Heimat zu ſchätzen weiß. Aus dieſem Grunde ſchon dürfen die Wandervereine der Sympathien und der Förderung durch die nationale Regierung ſicher ſein. Man iſt davon überzeugt, daß die Mitglieder der Vereine alles einſetzen werden für Heimat und Vaterland und daß daraus quellen wird Volkstum, Art und Raſſe. Oberbürgermeiſter Dr. Müller, Darmſtadt, der Vorſitzende des Odenwaldklubs gedachte mit warmen Worten des vor wenigen Tagen verſtorbenen Mannheimer Vorſitzenden Weißert, des Wanderers aus Schrot und Korn, dem es nicht mehr vergönnt war, dieſen von ihm vorbereiteten feſtlichen Tag zu erleben. Der Redner knüpfte dann an die Worte des Vertreters des Kul⸗ tusminiſteriums an und führte aus, daß die Wan⸗ dervereine ſchon immer mit bem Volkstum verwur⸗ zelt waren. Als bieſe Vereine nach 1870 ihren Auf⸗ ſchwung erlebten, war es ihre Aufgabe, die Liebe zur Scholle in die Herzen zu hämmern. Dadurch war auch ein ſtändiger Aufſtieg im deutſchen Wander⸗ gedanken zu verzeichnen. Wie bisher jeder in dieſem Sinne willkommen war, ſo ſoll es auch weiterhin bleiben, denn man kenne in den Reihen der Mit⸗ glieder nicht hoch und tief, nicht reich und arm. Hervorragende heitere Darbietungen Das Programm des Heimatabends, deſſen Ab⸗ wicklung ſich bis in die erſte Morgenſtunde erſtreckte, war auf den Heimatgedanken abgeſtimmt und trug eine heitere Note. Hugo Voiſin, von den Mann⸗ heimern mit herzlichem Beifall begrüßt, entledigte ſich ſeiner Aufgabe als Anſager in der gewohnten humorvollen Weiſe. Seine Mitwirkung als Soliſt geſtaltete ſich zu einem künſtleriſchen Ereignis, das ergänzt wurde durch die Sopran⸗Solis von Friedel Dann, die im erſten Programmteil„Am Rhein“ von Humperdinck und„Herrgott am blühenden Nek⸗ karſtrand“ von May ſang und im zweiten Teil mit einem Koſtümvortrag ſehr gefiel. Die Geſangs⸗ abteilungen der Ortsgruppe Mana heim⸗ Ludwigshafen des Odenwald⸗ klubs und des Pfälzerwaldvereins er⸗ freuten mit wirkſamen Chorvorträgen, die erkennen ließen, daß in den Wandervereinen auch das deutſche Lied eine würdige Pflegeſtätte gefunden hat. Bei⸗ fallsſtürme rief, die Tanzgruppe des Pfälzer⸗ waldvereins hervor, die mit einigen Tänzen im Koſtüm die Zuſchauer begeiſterte. Das von den Kleinſten dargebotene Tanzlied„Der Hans ſchleicht umher“ war ſo entzückend, daß eine Wiederholung erzwungen wurde. Selbſtverſtändlich kam auch der heimatliche Hu⸗ mor nicht zu kurz. Der Mundartdichter Jakob Frank ließ eine ganze Reihe zündender Verſe von Stapel und erzählte ſpäter mit großem Erfolg aller⸗ lei Unterhaltendes aus ſeinen Lebenserinnerungen. Jet einem Zwiegeſpräch,„Alt⸗Mannem und Neu⸗ Mannem“, das Hanns Glückſtein zum Verfaſſer hatte, zeigten Friedel Dann und Hugo Voiſin als Stadtbas und Lorenz, daß ſte ihre heimatliche Sprache nicht verlernt haben. Sehr geſchickt verſtand es Hugo Voiſin, in das Geſpräch eine Werbung für das Nationaltheater zu verflechten und den Bau am Schillerplatz als geeignetes Wanderziel zu empfehlen. Zwiſchen den Darbietungen erfreute die Bergwerkskapelle Bexbach durch ihr ſchnei⸗ diges Spiel. Veſichtigung der Sehenswürdigkeiten Am Sonntag vormittag war den fremden Gäſten mannigfaltige Gelegenheit geboten, die Stadt Mann⸗ heim kennen zu lernen. Mit mehreren Schiffen wurde eine Rheinfahrt unternommen, von der die Teilnehmer mit neuen Eindrücken zurückkehrten. Auch dem Schloßmuſeum, wo Führungen durch Pro⸗ feſſor Dr. Walter ſtattfanden, wurde ſtarkes Intereſſe entgegengebracht, während von den beiden Vorführungen im Planetarium die eine Veranſtal⸗ tung überfüllt und die andere auch faſt bis auf den letzten Platz beſetzt war. Die vielen Wandersleute mit ihren derben Stiefeln, ihren Lodenanzügen und ihren grünen Wanderhütchen, denen man überall in den Straßen begegnete, zeugten davon, daß man auch der Stadt Mannheim ſelbſt weitgehende Beach⸗ tung ſchenkte. Um die Mittagsſtunde gab die Bex⸗ bacher Bergwerkskapelle im Ballhausgarten ein Standkonzert, das wiele Zuhörer anlockte und das den Ausführenden lebhaften Beifall ein⸗ trug. Erfreulicherweiſe öffnete erſt der Himmel ſeine Schleuſen wieder, als das Konzert zu Ende war und die Teilnehmer an dem Wandertreffen in verſchiede⸗ nen Lokalen der Stadt ihr Mittageſſen einnahmen. Jeſtzug im Gewitterregen Das Wetter hatte mit dem großen Wandertreffen wirklich kein Einſehen, denn die Gewitterſtörungen, die während des Vormittags immer wieder ſich be⸗ mepbbar machten, verdichteten ſich, als ber Feſtzug Aufſtellung nahm, ſo erheblich, daß es zu einem ſtarken Platzregen kam, der aber erfreulicherweiſe raſch vorüberging. Mit großen Hoffnungen be⸗ endete man die Vorbereitungen. Als ſich die lange Kolonne in Marſch ſetzte ſchien das Schlimmſte über⸗ ſtanden zu ſein. Leider behielten die Peſſimiſten recht, denn als die Spitze des Zuges den Schloßhof erreichte und das Ende noch nicht einmal am Zeug⸗ hausplatz angelangt war, brach ein Gewitter los, das die ſchlimmſten Erwartungen übertraf. Mit ungeheurer Gewalt praſſelte der Regen nieder. Da auch gleichzeitig ein Sturm einſetzte, wurden die Waſſermaſſen direkt durch die Straßen gepeitſcht. Die Schirme des Publikums, das in dichten Reihen in den Straßen Spalier bildete, nützten nichts, ſo daß man Zuflucht ſuchte, wo es eben ging. Selbſt zahlreiche Zugsteilnehmer löſten ihre Gruppen auf und verſuchten ſich ins Trockene zu retten. Die Un⸗ entwegten aber marſchierten weiter und trafen ſich im Schloßhof, wo unter den beiden Flügeln der ſicherſte Schutz geboten werden konnte. Dieſe Verwäſſerung war außerordentlich zu be⸗ dauern, denn man hatte ſich mit dem Feſtzug eine Mühe gegeben, die nicht hoch genug angerechnet wer⸗ den kann. Herauszuheben ſind die Feſtwagen, die das Geſamtbild außerordentlich belebten. Die Wachenheimer, die den Anfang machten, führten neben einer großen Weinbütte große Sektflaſchen auf dem feſtlich geſchmückten Wagen mit. Die Deibes⸗ heimer warben mit einem großen Weinglas für ihre Erzeugniſſe und vergaßen nicht, auf einem beſonderen Wagen zur Deidesheimer Geisbockverſteigerung ein⸗ zuladen und gleich den Geisbock in ſeiner ganzen Größe und Lebendigkeit vorzuführen. Die katholiſche Jugenb hatte auf ihrem Wagen ein großes Zelt auf⸗ gebaut und zeigte, wie es beim Lagerleben und vor dem dampfenden Kochtopf zugeht. Die Ortsgruppe Neckarſteinach war mit einem Wagen vertreten, auf dem eine getreue Nachbildung der Burg„Schwalben⸗ neſt“ von den Schönheiten des Nechartales kündete. Für ihren Wein warben die Schriesheimer durch einen Winzerwagen, der fröhliches Volk geladen hatte und deſſen Aufſchrift beſagte„Mein Freund, ich bin vun Schrieſe“. In nächſter Nähe folgte der Feſt⸗ wagen der Ortsgruppe Großſachſen, der die Schutz⸗ hütte„Wanderers Zuflucht“ trug. Dieſe Hütte wurde den Fahrern des Wagens wirklich eine Zuflucht, als es in Strömen vom Himmel goß. Schluß mit dem ewigen Suchen nach einer neuen Zigarette, die man nach schmeckt. Eine Flagge versuchen, heißt lhre leibmarke FLAGGEN Endlos könnte man berichten, wenn man alle Gruppen aufzählen wollte, die von nah und fern herbeigeeilt waren, um im Feſtzug mitzumarſchie⸗ ren. Wenn ſich auch ſtreckenweiſe die Mannheimer wenig begeiſtert zeigten und ſich manchmal mit dem Zuruf„Friſch auf!“ ermuntern laſſen und die Rüge einſtecken mußten:„Lauter, wir haben doch keinen Trauerzug“, ſo war es anderwärts wieder recht lebendig. Es wurden Blumen geworfen, man winkte Grüße und freute ſich über die Wandersleute, die im ſtrammen Schritt unter den Klängen zahlreicher Muſtkkapellen daherzogen oder unbekümmert um den Regen ihre Wanderlieder ſangen. Auch die Ju⸗ gend ſchmetterte ihre Lieder und ließ ſich durch nichts aus der Marſchordnung bringen. Die Fahnen, Wimpel und Banner brachten weiter bunte Abwechſlung und nicht weniger die vielen Trachtengruppen aus allen Wan⸗ dergebieten. Die Burſchen und Mädels tanzten ſogar mitten im Zug, der beſonders in der Kunſtſtraße die ſtärkſte Anziehungskraft ausübte. Erwähnung verdienen noch die Schwetzinger mit ihrer Rokokogruppe und der Spargelpropaganda und die Heidelberger, die ihr großes Faß in„tragbarer Verkleinerung“ hin⸗ ter einem Perkeo⸗Nachfolger zeigten. Im Schloßhof war alles für die große natio⸗ nale Kundgebung vorbereitet. Aber da bei Eintreffen der verſtreuten Reſte des letzten Feſt⸗ zugteils der Regen immer noch herniederſtrömte, verlegte man die Kundgebung kurzerhand in den Friedrichspark, der bei weitem nicht ausreichte, um alle Teilnehmer aufnehmen zu können. Im Laufe der Veranſtaltung, auf die wir noch zurückkommen werden, ſprachen neben Vertretern des Odenwald⸗ klubs der ſtellvertretende Landrat, Regierungsrat Neumayer, für die Staatsregierung und Bei⸗ geordneter Dr. Bartſch für die Stadtverwaltung. * In Schutzhaft genommen. Aus polttiſchen Gründen wurden am Dienstag ſieben Perſonen in Schutzhaft genommen. In Käfertal wurde ein Mann, ber in Gegenwart von andern zu Gewalt⸗ tätigkeiten gegen einen SS⸗Mann aufforderte, feſt⸗ genommen und in das Bezirksgefängnis eingeliefert. * Zulaſſung zur Rechtsanwaltſchaft zurückgenom⸗ men. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterum teilt mit: Auf Grund des 8 1 bes Reichsgeſetzes über die Zulaſſung zur Rechtsanwaltſchaft vom 7. April 1988 hat der Juſttzmintſter die Zulaſſung des nichtariſchen Rechtsanwalts Dr. Felix Oppenheimer in Mannheim zurückgenommen. vier Wochen doch wieder satt hat. in der Flugges finden Sie eine Mischung, die 3 von 4 sich gewönschf haben, eine Mischung, die immer wieder findem 4. Seite/ Nummer 239 Dauerſitzung des Bezirksrats 8 iner 0 fünfſtündigen öffentlichen Sitzung eine außerordentlich um⸗ rdnung zu erledigen. wieder Wirtſchaftskonzeſſionen wurden gegeben an Hermann Claus für die Wirt⸗ ſchaft„zur Gifthütte“, Beilſtraße 16 Karl Gäng Ludwig S hof“ in Rheinau, Caſterfeldſtraße 245; Feikkert für ein Trinkhäuschen in U 1; n shäuſer für den Kleinhandel aſchenbier im Sandgewann 64 in Luzenberg; . app für die Wirtſchaft„zur Traube“ in tſch; u Fußballverein 08 in Hockenheim den Ausſchank alkoholfreier Getränke auf ſeinem Sportplatz. Die Gebäudeſonderſteuerprozeſſe, die gegenwärtig auf jeder Tagesordnung des Bezirks⸗ rats erſcheinen, werden jetzt erleichtert durch Sach⸗ verſtändigengutachten, in denen zum Ausdruck ge⸗ hracht wird, in welchem Umfange die baulichen Ver⸗ änderungen vorgenommen wurden, da hiervon die teilweiſe Befreiung von der Gebäudeſonderſteuer abhängt. Bei einem Prozeß für ein Haus in den M- Quadraten hatte der Hausbeſitzer Pech, denn er wurde mit ſeiner Klage abgewieſen, da trotz großer und grundlegender Umbauten der Verwendungs⸗ zweck des Gebäudes nicht verändert worden war. Sten nüd um 5 Friedrich Die Spelzengärten in der Neckarſtadt ſollen all⸗ mählich als Wohngebiet aufgehoben werden. Man ſorgt dafür, daß die freiwerdenden Wohnungen und Baracken nicht wieder bezogen werden und ver⸗ ſucht auch auf anderem Wege, die Räumung nach und nach durchzuführen. Einem ſeit zehn Jahren in einer Baracke mit ſeiner Familie wohnenden Mann war i ohnungsunterſagung ausgeſprochen worden, ge⸗ gen die er Einſpruch einlegte. Nach längeren Ver⸗ handlungen kam man zu einer Einigung und geſtat⸗ tete dem Mann, nachdem auch die Familie kleiner geworden iſt, das Wohnen in jederzeit widerruf⸗ licher Weiſe auf ein weiteres Jahr. In Schriesheim hatte ein Landwirt ſeinen Tabakſchuppen in die Höhe gebaut und zwar mit den erforderlichen Genehmigungen und unter Einhalten der geſetzlichen Beſtimmungen. Der Nach⸗ bar war hiermit jedoch nicht einverſtanden, denn er fühlte ſich benachteiligt, da Licht und Luft von ſeinem Grundſtück abgehalten würden. Die Sach⸗ verſtändigen fanden alles in Ordnung und beſtätig⸗ ten, daß man bei dem Bau nicht anders hätte ver⸗ fahren können. Dem Bezirksrat blieb daher gar nichts anderes übrig, als die Beſchwerde als unbe⸗ gründet zurückzuweiſſen, zumal der Bauherr alle Vorſchriften gewiſſenhaft erfüllt hatte. Mit ber Verteilung der Tabakanbauflächen waren wieder eine ganze Reihe von Landwirten nicht zufrieden. So lagen je zweit Beſchwerden aus Seckenheim und Hockenheim, eine Beſchwerde aus Ketſch und ſieben Beſchwerden aus Brühl vor. Einen kleinen Erfolg konnten die Brühler Beſchwerde⸗ führer erzielen, während die Seckenheimer und Hockenheimer abgewieſen wurden. Die Beſchwerde⸗ führerin aus Ketſch, eine Kriegerswitwe, wurde auf nüchſtes Jahr vertröſtet, da es in dieſem Jahr nicht mehr möglich iſt, eine Abzweigung vorzunehmen. Blumentag Am Sonntag, 28. Mai, veranſtaltet die Eriſt⸗ liche Arbeiterhilfe eine Straßenſamm⸗ lung, die durch Erlaß des Miniſteriums des Innern für ganz Baden genehmigt iſt. Die Chriſt⸗ liche Arbeiterhilfe iſt eine der anerkannten großen Wohlfahrtsverbüände. Ihr ſind angeſchloſſen die chriſtlich⸗nationalen Gewerkſchaften und die konfeſ⸗ ſionellen Arbeiter-, Arbeiterinnen⸗ und Geſellen⸗ vereine. Die Organiſation wolle nicht verwechſelt werben mit der vor einigen Wochen verbotenen Ar⸗ beiterwohlfahrt(ſozialiſtiſch!. Wenn am Sonntag die Buben und die Mädels die Narziſſen anbieten, daun ergeht die Bitte, der Sammelbüchſe mit der Aufſchrift„Für notletdende Arbeiterfamilien“ das übliche Schärflein zu geben. Es gilt den Arbeits⸗ brüdern mit Familien, die gerne arbeiten möchten, aber keinen Arbeitsplatz haben, zu helfen. eee e ee eee eee ne Mannheimer Zeitung Morgen⸗ Ausgabe — —— Treuegelöbnis der Mannheimer Schiffer Wledereinführung der früheren Hafenbezirke wird gefordert Der Mannheimer Schifferverein E. V. hielt vor einigen Tagen im oberen Saale des Bür⸗ gerbräus in Ludwigshafen a. Rh. eine recht gut beſuchte Mitgliederverſammlung ab, der auch Vertreter der bayeriſchen Hafenverwaltung und ſonſtige Schiffahrtsintereſſenten beiwohnten. Der 1. Vereinsvorſitzende, Peter Kühnle, begrüßte die Erſchienenen und verwies auf den Beſchluß der ordentlichen Mitgliederverſammlung vom Dezember 1932, daß von den 12 Monatsverſammlungen zwei in Ludwigshafen abgehalten werden ſollen, was ſehr beifälltig aufgenommen wurde. Infolge der natio⸗ nalen Erhebung und der damit verbundenen erhöh⸗ ten Tätigkeit verſchiedener Vereinsmitglieder ſah man ſich veranlaßt, in der letzten Zeit verſchiedene Verſammlungen ausfallen zu laſſen. Jetzt aber werde mit allem Ernſt die Vereinsarbeit wieder aufgenommen. Der Mannheimer Schifferverein ſtehe auf dem Boden der neuen Regierung in der feſten Ueberzeugung, daß die an der Spitze der Re⸗ gierung ſtehenden neuen Männer Deutſchland zu einem ſtarken und friedliebenden Reiche machen. In dieſem Sinne gelobe der Mannheimer Schifferverein Generalfeldmarſchall von Hindenburg und dem Volkskanzler Adolf Hitler treue Gefolgſchaft und Mitarbeit. Gleichſam als Bekeuntnis wurde hierauf das Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied geſungen. Der 2. Vorſitzende, Rechtsanwalt Dr. Morgen⸗ 1 v t h, ſprach darauf in intereſſanten und mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen über die Entſtehung der Stadt Ludwigshafen Als der Vorſitzende dem Redner gedankt hatte, wurde beſchloſſen, in Zukunft an jedem erſten Diens⸗ tag im Monat eine Verſammlung abzuhalten, und zwar abwechſelnd in der„Rheinluſt“ und in der „Rheinſchanze“. Die nächſte Verſammlung ſoll be⸗ reits am Pfingſtdienstag abgehalten werden. Auch der Schifferſtammtiſch in der„Landkutſche“ wird auf Dienstag verlegt. Um das Zuſammengehörigkeits⸗ gefühl der Mitglieder zu ſtärken, wird am Sonntag, 28. Mai ein Ausflug nach Wachenheim unternom⸗ nommen. Der beabſichtigte Bootsausflug nach Nek⸗ karſteinach mußte leider unterbleiben, weil das Nek⸗ karbauamt Heidelberg eine Befreiung von den Schleuſengebühren ablehnte, was großes Befremden in der Verſammlung hervorrief. Aus ber Mitte der Verſammlung wurde die Wiedereinführung der früheren Hafeubezirke verlangt, da bei der bisherigen Methode der An⸗ und Abmel⸗ dung große Zeitverluſte für die Schiffer entſtehen. Der Vorſtand des Hafenamtes Mannheim wird von dieſer Forderung durch eine Kommiſſion unterrichtet. Ueber die Rheinpolizei in Ludwigshafen wurden inſofern Beſchwerden vorgebracht, als die Polizeibeamten während der Aufnahme der Schlepp⸗ züge unter der Rheinbrücke die Schiffe revidierten, das Perſonal herbeiriefen und dadurch den ganzen Schleppzug in große Gefahr brachten. Da den Ka⸗ pitänen und Schiffsführern die Verantwortung für Schiff, Ladung und Perſonal anvertraut iſt, ſind ſolche Erhebungen während der Aufnahme der Schleppzüge insbeſondere während der Brücken⸗ durchfahrt zu unterlaſſen. Die Rheinpolizei müſſe ſo lange warten, bis die Aufnahme des Schlepp⸗ zuges fertig iſt. Es wurde zum Ausdruck gebracht, daß die Rheinpolizei in den letzten Jahren etwas zu ſtark unter dem Einfluß des Gewerkſchaftsgeiſtes ge⸗ handelt hat und befürwortet, daß ſich die deutſche Rheinpolizei etwas mehr nach dem holländiſchen Vorbild richten ſolle. Als noch ein Vertreter der bayeriſchen Hafenver⸗ waltung das Wort ergriffen hatte, wurde die durch die lebhafte Ausſprache recht angeregt verlaufene Sitzung vom erſten Vorſitzenden geſchloſſen. * Betrügerin feſtgenommen. Eine 38 Jahre alte, ledige Modiſtin aus Pforzheim, die ſich als „Frau Koch“ aus Wieblingen ausgab, hat in den letzten Wochen hier und in der Umgebung Betrüge⸗ reien verübt, indem ſie ſich unter allerlei Angaben bei Geſchäftsleuten Darlehen von einigen Mark er⸗ ſchwindelte und dabei auf Verlangen Quittungen unterſchrieb. Die Schwindlerin iſt ſeit längerer Zeit arbeits⸗ und wohnungslos und hat ſich wahrſchein⸗ lich auch unter anderen Namen und auf anderen Ge⸗ bieten den Unterhalt zu verſchaffen gewußt. Ge⸗ ſchädigte wollen ſi an die Kriminalpolizei im Schloß wenden. VCCVVVVVTVTVTVTVTVTCVTVTVTVCTVTVTVTCTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVCVCVCVTVDVPVPVPFPFPCFCFCFFFFCVCVCCCVVVVPVUUUPUVCVCVCVCVCVCVCVCVCCVVCV——VVVVVVVVVVVV————————— Alhambra: Der 14. Juli“ Der Titel dieſes entzückenden Films iſt wieder einmal irreführend. Unter dem 14. Juli iſt der franzöſiſche Na⸗ tionalfetertag zu verſtehen, der alljährlich, bereits am Vorabend, ganz Paris auf den Tanzbeinen ſieht, um auf dieſe etwas ſonderbare Weiſe der Erſtürmung der Baſtille zu gedenken. Der Film, den der bekannte Regiſſeur und Filmdichter Rens Clair vor kurzem herausgebracht hat und der jetzt im Mannheimer Alhambra⸗Theater ſei⸗ nen Einzug hält, nimmt auf den 14. Juli nur äußerlichen Bezug. Es handelt ſich darin ganz und gar nicht um den wie auch immer zu deutenden Gehalt des franzöſiſchen Na⸗ tionalfeiertags, ſondern um den Pariſer Alltag, der mit einer außerordentlichen Anmut und ungewöhnlichem Ver⸗ ſtänbnis für die kleinen Menſchlichkeiten des Lebens hier vorgeführt wird. Eine alltägliche Liebesgeſchichte rollt ab. Der Taxi⸗ chauffeur, das Büfettmädel ſind ihre Helden. Die Haupt⸗ rolle ſpielt das Leben ſelbſt, das in ſeiner allgemein ver⸗ ſtändlichen Sprache hier vorüberzieht, weshalb das gal⸗ liſche Idiom, in dem der Film mit nur ſpärlichen deut⸗ ſchen Texten gehalten iſt, nicht im geringſten ſtört. Dieſe Sprache ſpricht jeder, und ſie zeigt, daß der Durchſchnitts⸗ franzoſe Pariſer Prägung, wie er hier mit all ſeinen Schwachen vorbeizteht, ein recht harmloſer Geſelle ſein muß. Gerade das iſt bemerkenswert an dieſem Film, daß er beweiſt, wie weit die großſprecheriſche Art der poli⸗ tiſchen Geſte Frankreichs von dem kleinen Mann mit ſei⸗ nen Nöten und Sorgen, ſeinem Alltag und ſeinem Feiern entfernt iſt. Die Typen, die durch den Film hindurchgehen, die köſt⸗ lichen Situationen, in denen ſich ſein Geſchehen immer wieder fängt, reden eine verſöhnlichere Sprache, als ſie dte Politik jenes Landes kennt. Die kleine Komödie der Menſchlichkeiten, die hier vorüberzieht, wird deshalb jeden ergötzen, beſonders da ſie zugleich eine vortreffliche Kritik am Durchſchnittsfranzoſen iſt, der hier in einigen Exem⸗ plaren von unvergeßlicher Art gezeigt wird. Deshalb iſt dieſer Film nicht nur amüſant, unterhaltend und ein artiger Zeitvertreib, ſondern auch lehr⸗ und aufſchlußreich. Er wird in einem ausgezeichneten Programm dargeboten, das der Kultur des Theaters in der Heidelberger Straße in allen Teilen entſpricht. Roxy: Ich will Dich Liebe lehren Domgraf⸗Faßbender ſingt in dem neuen Film des „Roxy“ ſo herrlich, daß man gerne darüber bie verkrampfte Regie entſchuldigt, die ihm mitunter geradezu lächerliche Sze⸗ nen zumutet. Ob für dieſe Mängel ſchließlich der Regiſſeur ſelbſt oder das Manuſkript verantwortlich iſt, iſt einerlei. Tatſache bleibt, daß ſich in dem Film Szenen abwechſeln, die an die Phantaſie des Zuſchauers einige harte Anforde⸗ rungen ſtellen. Neben ſolchen Szenen aber finden ſich wie⸗ der filmiſch, darſtelleriſch und muſikaliſch ſo entzückende Epiſoden, daß man aus dieſem Miſchmaſch nicht klug wer⸗ den kann. Dazu kommt, daß verſchiedene Szenen nur allzu leicht ihr Vorbild erkennen laſſen. Die Muſik bringt eine Reihe hübſcher Melodien, von denen beſonders die beiden Schlager„Schön iſt das ganze Leben“ und„Tränen in der Geige“ äußerſt einprägſam ſind. Sie werden hervor⸗ ragend von Domgraf⸗Faßbender geſungen, mit einer ſtau⸗ nenswerten Eleganz. Dieſer Geſang und das liebens⸗ würdige Spiel des Hauptdarſtellers überwindet zuſammen mit der entzückenden Ery Bos, die die ſcheue Liebe eines un verdorbenen Menſchenkindes überzeugend zum Ausdruck brachte, die Mängel des Filmes. Im Beiprogramm ſieht man Lifl Karkſtadt und Karl Valentin in einem Kurzfilm über ihren bekannten Schwank„Im Photographenatelier“. Ein Lehrfilm übor das Rettungsſchwimmen und die Fox⸗Woche mit ihren aktuellen Bildern ergänzen das Programm. Wiederſehensfeier Die Schul fahrgänge 1898/5 hatten ſich zu einem Wiederſehen zahlreich eingefunden. Weil verſchtedene ehe⸗ malige 14er Fußartilleriſten wegen des Treffens am ſelbi⸗ gen Tage fehlten, findet eine weitere Zuſammenkunft am 1. Juli ſtatt. Schulkomerad Oscar Horn begrüßte die Erſchienenen, Er gedachte ſodaun der Herren Rektor a. D. Freitag, 28. Mai 1959 und en Lehrer Di Seefried 1 S r Seel Mitſchüler geda 110 und der t. Das Unterhaltungsprd 1 5 8 0 Sprogtg durchgeführt von den Herren Baunach, Volentin De wald, Kling und Spindler, befriedigte in alen Teilen. Was hören wir? Freitag, 26. Mai Frankfurt .15 u. 12.10: Schallplatten.— 18.25: Plonderei ene alten Imkers.— 21.30: Muſik für Kontrabäſſe.— 22.055 Nachtmuſik. g Heilsberg .35: Schallplotten.—.35: Frauenturnſtunde. 11.30: Konzert.— 13.05: Schallplatten.— 16.00: Konzert — 17.45: Die raſſiſche Gliederung Oſtpreußens.— 18.20. Die Kunſt des Klavierſpielens.— 21.30: Hymne und Beel⸗ hovenkonzert. Langenberg .03: Morgenruf.—.10: Schallplatten.— 9 Frauengymnaſtik.— 10.15: Gemeinſchoftsempfang für Arbeitsloſe.— 11.25: Schulfunk.— 12.05 u. 10.00: Kon, zerte.— 15.50: Jugendfunk.— 16.30: Konzert.— 1835: Anekdoten.— 21.30: Klavierquintett C⸗Moll von Brohm — 22.45: Tanzmuſik.. München .00 u. 12.00: Schallplatten.— 13.00: Konzert.— 18 hh Frauenſtunde.— 16.10: Erziehungsfunk.—.45: Ein⸗ ſamer Kampf.— 18.05: Volksmuftk.— 21.30: Das kleine Funkorcheſter. Sſtbfunk .10: Schallplatten.— 10.10: Schulfunk: Schlageter. 12.00: Zu Schlageters 10. Todestag(Schollpl.J.— 19 90: Peter Müller zum 70. Geburtstag.— 16.10: Lieder.— 16.30: Konzert.— 18.00: Aerztevortrag: Deutſche Rafſen⸗ pflege.— 18.25 Deutſche Kulturbeziehungen zu Südyſt⸗ europa.— 19.00: Stunde der Nation.— 20.00: Schlageter (Hörſpiel).— 21.30: Klaviertriv.— 22.25: K. G. Sell: Worüber man in Amerika ſpricht.— 23.30: Nachtmuſtf. Wien 19.00: Berühmte Künſtler(Schallpl.). haltungsabend.— 22.15: Tanzmuſik. TFageslalesicles Freitag, 26. Mai Nationaltheater: Zum Gedächtnis des Todestages Albert Leo Schlageters:„Schlageter“, Schauspiel von Hann Johſt, Miete F, Anfang 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung; 20.15 Uhr gemeinſchaft über Goethes Forbenlehre. Chriſtuskirche: 20 Uhr Orgelkonzert von Kirchenmuſſk⸗ direktor Arno Landmann. Zirkus Krone: 15 und 20 Uhr Vorſtellung. Autobusfahrt 14 Uhr ab Paradeplatz: Gorxheimer Tol Schönau— Heidelberg— Mannheim. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett— Varleſg — Tanz. Odeon⸗Kaffee: Konzert(Verlängerung). Pfalzbau⸗Kaffee: 17 Uhr Tanztee, 20 Uhr Konzert, 21 Uhr Tanz. Lichtſpiele: Univerſum:„Trench“.— Seals Theoter:„Morgencot“. Sehens würdigkeiten Städt. Schloßmuſeum: Sonderausſtellung:„Entwicklungs, formen des Spielzeugs“. Geöffnet von 10 bis 18 und von 15 bis 17 Uhr.— Städtiſche Kunſthalle: Sonderausſtel⸗ lung:„Der Teppich“ lerleſene Sammlerſtücke und neue deutſche Arbeiten). Geöffnet von 10 bis 18 und 15 bis 17 Uhr. — Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus; Biologiſche Tiergruppen und ethnographiſche Sammlungen, Geöffnet von 17 bis 10 Uhr.— Maunheimer Kunſtvereln L 1, 1: Moderne Kunſt. Geöffnet von 10 bis 19 und von 15 bis 17 Uhr. — 20.15: Unter⸗ Arbeitz⸗ Chefredakteur: H. A. Melßner Verantwortlich für Politik und Feuilleton: Dr. W. Reinhardt ⸗ Handelt teil: K. Ehmer Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport unb Vermiſchtes W. Müller Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Leit C. W. Fennel- Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: J. Faude, ſämtlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verleger! Brucker Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung G. m. ö.., Mannhelm, R 1, 48 Für unverlanate Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückvorte eee eee Malzkaffee? Ja. aber nur Kathreiner. den eiten Berliner Kunftbrief Bon unſerem Berliner Mitarbeiter Von Sigmund Graff, dem Mitverfaſſer der „Endloſen Straße“ wird im Theater in der Streſemannſtraße mit Erfolg ein Volksſtück „Die vier Musketiere“ gegeben, das ſchon anderweitig geſpielt worden iſt. Die neue Direktion Legal und Raeck hat damit eine gute Wahl getrof⸗ fen, der Regiſſeur von Gordon ſtellt eine bewegte Bühne. Vier glänzende Schauſpieler geben die vier Hauptrollen. Weſtermeier iſt ein Berliner, Kampers ein Bayer, Siedel ein Sachſe, Brauſewetter ein Nordweſtdeutſcher. Vier Temperamente: arrogant, grobſchlächtig, gemütlich, bedacht. Dazu kommt dann noch Oscar Höcker als ein Badenſer. Die vier Soldaten ſind erſt recht einträchtig zu⸗ ſammen in der Etappe auf franzöſiſchem Boden, ſpä⸗ ter treffen ſie ſich wieder mit ſehr verſchiedenen Be⸗ rufen, Einſtellungen, Erfahrungen und Beſtitztümern. Es gibt Krach. Aber die Rückkehr des Badenſer aus Amerika, der arbeitslos doch ſeine Heimat liebt, und der gerade aufklingende Zapfenſtreich ſtellen den Frieden wieder her. Der Gegenſatz der äußerlich barſchen Etappenſtimmung und der innerlich zerſetz⸗ ten Nachkriegsſtimmung iſt ein gutes Motiv, dank⸗ bar für die Bühne, dänkbar für die Rollen. Die Ausbreitung in die Berufe und Weltanſchauungen gibt einen weiten Hintergrund. Frauen werden in die Peripherie geſtellt und ſpiegeln die Ereigniſſe wieder. An Bühnenwirkung ſtbertrifft der Etappen⸗ akt die beiden Nachkriegsakte, aber der auf Ethos und Erhebung geſtellte Schluß erwärmt wieder Ge⸗ fühl und Urteil. Ein wahres, gutes, witziges, unter⸗ haltendes Stück für das Volk. Das Staatliche Schauſpielhaus hat nun endlich ſeine Ehrenpflickt gegenüber dem deutſchen Dichter Paul Ernſt erfüllt, leider, ohne daß er es noch erleben konnte. Man hatte ſein Luſtſpiel „Der heilige Criſpin“ gewählt und hat es durch eine ausgezeichnete Aufführung dem Intereſſe des Publikums ſo nahe gebracht, daß ſich ein ſehr reicher und warmer Beifall zum Schluß entwickelte, für den der Regiſſeur Fehling dankte. Es iſt ja nicht leicht, dieſe altrömiſche Komödie zu ſpielen, die wie alle Werke von Ernſt ſehr ſtark gedanklich, lebensklug, ſozial und ideologiſch iſt, wobei die ſtraff in fünf Akten gebaute Handlung beinahe nur das Gerüſt der Idee wird und die Typen der Figuren nicht geradezu blutvoll zu nennen ſind. Der Ritter Criſpin will zum Volke gehen. Er liebt des Kaiſers Tochter Aurelia. Er hat die Nei⸗ gung, auf alle Vorteile ſeiner Stellung und ſeiner Beziehungen zu verzichten und ſich ganz den armen Leuten, ihren Forderungen und Bebürfniſſen zu widmen. Er wird Schuſter. Er ſtiehlt den reichen Getzhälſen ſogar das Leder, um für die Armen dar⸗ aus Schuhe zu machen. Er iſt kein Held, er iſt ein Pechmenſch auch im Leben, aber er iſt gut und herz⸗ lich und hilfreich und wird dafür von dem Engel mit dem Heiligenſchein belohnt. Der Wert der Dichtung liegt in den Sentenzen, in der Phantaſte, in dem Ausdichten einer Situation bis in das Innerſte der Seele hinein, nicht in der Bühnenwirkung. Darum tat Fehling recht, dies liebenswerte, aber nicht ganz bequeme Stück durch eine große Beweglichkeit, Komödienhaftigkeit und phantaſtiſche Laune, bisweilen ſogar durch groteske Zuſpritzung, äußerlich zu beleben. Das gelang in vol⸗ lem Maße, zumal Teo Otto ihm dafür ſehr farbige und temperamentvolle Bühnenbilder ſtellte. Eine Galerie erſter Schauſpieler vermenſchlichte die Hand⸗ lung auf das glücklichſte. Minetti als Criſpin iſt eine ausgezeichnete, nordiſch geſchnittene wie ein reiner Tor wirkende Figur, ganz aus deutſchem Ge⸗ blüt. Leibelt, Wäſcher und Bildt ragen aus dem übrigen Enſemble bedeutend hervor. Dieſer große Erfolg wird ſicherlich dazu führen, auch die anderen, mehr auf das Tragiſche geſtimmten Arbeiten von Paul Ernſt endlich unſerm Publikum zuzuführen. Er war ein ehrlicher und tiefer Mann, der nun lei⸗ der erſt nach ſeinem Tode, nicht wie ſein Criſpin bei Lebzeiten, heilig geſprochen werden kann. Die Frühfahrsausſtellung in der Berliner Akademie bringt Plaſtik, Graphik, Aquarell, Paſtell. Sie bietet ſehr viel Abwechſlung und viel Freude. Das Weſentliche aber iſt ihr Charak⸗ ter, der in der Plaſtik die ethiſchen und religiöſen Mo⸗ tive betont, in der Malerei die ſachlichen und ſtofflichen. Der erſte Saal vereinigt ſehr nützlich nur Plaſtik. Hier ſieht man von Kolbe einen Akt, der Zara⸗ thuſtras Erhebung genannt wird, für ein Nietzſche⸗ Denkmal gedacht. Daneben Gerſtels Erwachen⸗ der Adam in einer ähnlichen Auffaſſung. Hitzberger hat ein Holzreltef der Bergpredigt, das zu ſeinen beſtkomponierten Arbeiten gehört. Von Thorak bewundern wir einen Gekreuzigten aus Wachs in tiefſchmerzlichem Ausdruck,. Wilhelm Groß zeigt einen knieenden Chriſtus aus Holz als Altarteil, ſehr innerlich. Dieſe Werke geben dem Saal ſein beſonderes Gepräge. Sonſt noch ein paar ſchöne Stücke von Belling: das ſehr kunſtvoll gearbeitete Wappen der Hindenburgs für das nach ihm benannte Tor der Marienburg. Unter den mancherlei hocken⸗ den Figuren fällt ein Bronzewerk von Klimſch am meiſten auf. Zahlreiche gute Porträtbüſten find vorhanden von Kraus bis Fiori— am Ein⸗ gang der Ausſtellung die ſehr ſorgfältig durch⸗ geführte Büſte Adolf Hitlers von Konſtantin Starck. Der zweite Saal umfaßt eine große Sammlung von Dettmann„Das Tier im deutſchen Wald und auf deutſcher Flur“, kleine maleriſche Studien und Skizzen, die wohl mehr künſtleriſchen als zvologiſchen Reiz haben. Der dritte Saal iſt Slevogt zum Gedächtnis gewidmet, von dem wir ſonſt keine größere Ge⸗ mäldeausſtellung nach ſeinem Tode hier geſehen haben. Hier hat man ſeine Entwürfe zu ſeinem letzten großen Werk, dem Fresko Golgatha 1932 in der Friedenskirche von Ludwigshafen, das erſte Mal zu Geſicht gebracht. Immerhin er⸗ kennt man einen Schimmer der Phantaſie und der Kompoſition, in der Slevogt ſeinen Stoff geſtaltet hat, den nackten, ſterbenden Mann mit der natura⸗ liſtiſchen Trauerverſammlung und den Sargträgern gut erzählte Biographie: ſie führt in das Paris in Zylindern vor dem Gekreuzigten. Es war en würdiger religiöſer Abſchluß dieſes Lebens. Und ſonſt in den Sälen ringsherum ſieht man noch die verſchiedenartigſten Künstler, zum Teil in größeren Sammlungen wie Hans Herrmann, der 75jährige, mit all ſeinen fleißigen und natur wahren, holländiſchen Anſichten, oder Gulbranſ⸗ ſon, der 60jährige, mit einer Unzahl ſeiner bis zur Karikatur ſcharfen und charakteriſtiſchen, genial ge zeichneten Porträts. Man bleibt einige Augenblick ſtehen vor den feinen Bleiſtiftakten von Beutner aus Dresden, den ſchleſiſchen Landſchaften von Birkle, den oſtpreußiſchen von Degner, den ſüddeut⸗ ſchen von Ehmig, vor Krauskopfs Oſtſeeſtudien, Pechſteins ſehr ſtarken und kräftigen Rohrfeder⸗ zeichnungen aus dem Fiſcherleben, vor den feinen, ſüdlichen Erinnerungen von Fritz Rhein, und immer ſo weiter— ein eigenes Kapitel ſind die zahlreichen Illuſtrationsfolgen, wie zum Beiſpiel der eben preis, gekrönte Kitzig zum Stundenbuch von Rilke, Hanz Meid zu den Wahlverwandtſchaften, Peſchel zu Kel⸗ ler. Ueberall herrſcht eine ruhige, traditionell 5 gründete Kunſt, die aus dem Heimatboden entwick iſt und weder ins Extrem ausſchlägt, noch nach der Fremde ſchielt. N Literatur „Otto Flake: Hortenſe oder Die Rückkehr nach 1 Baben. Der erſte Roman Flakes, der in einer veltee, genen Epoche ſpielt. Ste liegt in den fünfziger und an ziger Jahren. Ein achtzehnjähriges Mädchen flieht 15 den geſicherten Verhältniſſen einer badiſchen Abele nach Brüſſel und Newyork, kehrt zurück— aus a ten rerbaften Anfängen entwickelt ſich die freie Peron keit, die Frau von Welt. Der Roman lieſt ſich 155 br ten Napoleon, das London Victorias, das Florenz 1 baldis, das Norddeutſchland des aufſteigenden Dan und— in der ganzen zweiten Hälfte— in das Ba Baden der Jahre zwiſchen 1866 und 1870.(S. Fiſchet lag, Berlin.) ee — * 4 D e 0 — 1 2 — Ver, rei eines — WM.: unde.— Konzert. — 18.0: und Beet⸗ —.85 ang für „00: Kon⸗ 188: Brahms. — 15.00 . 45: Ein⸗ as kleine ageter.— u Südost Schlageter G. Sell: tmuſik. 5: Unter⸗ es Albert n Hannz Arbeitz⸗ chenmuftk⸗ er Tal Bartels t, 21 Uhr Scala⸗ wicklungs⸗ und von herausſtel⸗ und neue bis 17 Uhr. Zeughaus: umlungen. uuſtvereln und von ach Babe er vergan“ und ſec flieht auß belsfamillt A Die Richtlinien des Reichsſportkommiſſars— 15 Fachverbände gebildet Reorganiſation der Deutſchen Meiſterſchaſten Der Reichsſportkommiſſar gubt im Einvernehmen mit zem Reichsminſſter des Innern, Dr. Frick, folgende Feltaze zur Neuordnung der Deutſchen Leibesübungen belannt: beibesübungen bedeuten Erziehung des ganzen Men⸗ chen vom Leibe aus. Wenn Leibesübungen richtig an⸗ gelegt und getrleben werden, ſtählen ſie nicht nur den körper, ſondern erſtrecken ihren Einfluß auch auf Seele und Charakter. Der ganze Menſch iſt der Menſch der hemeinſchaft, Geſundheit und Leiſtungsfähigkeit jedes Einzelnen ſind ein Teil der Geſamtkraft unſeres Volkes, dle zu erhalten und, wenn möglich, zu vermehren unſere Aufgabe iſt. Turnen und Sport ſind nicht dazu da, um das perſönliche Wohlergehen von Privatleuten zu för⸗ bern, die Leibesübungen bilden vielmehr einen wichtigen Fell des Volkslebens und ſind ein grundlegender Beſtand⸗ tell des nationalen Erziehungs⸗Syſtems. Alle, die an den deutſchen Leibesübungen an irgend⸗ einer Stelle teilnehmen, ſollen ſich der Einheit und Zu⸗ ſamengehörigkeit aller Glieder unſeres Volkes bewußt sein. Turnen und Sport müſſen, von jeder individualt⸗ dischen Einſtellung losgelöſt, wahrhaft und volkstümlich werden. Für alle Geſchlechter und Lebensalter ſollen die gemeinſam betriebenen Leibesübungen einen Höhepunkt then Gemeinſchaftslebens bilden. Für die männliche Jugend müſſen die Stätten der Leibesübungen Pflanz⸗ kätten ſoldatiſcher Tugenden und Schulen ſtaatlichen Gei⸗ ſtes ſein. Das Zeitalter des individualiſtiſchen Sport⸗ hetrtebs iſt vorüber. In Zukunft werden an nationalen Feiertagen neben den Wehrverbänden auch die Organt⸗ ſollonen der Turner und Sportler erſcheinen und das rige dazu beitragen, volkstümliches öffentliches Leben zur Erſcheinung zu bringen. „Feſte der Jugend“ Um die Zeit der Sommer⸗Sonnenwende finden in allen deutſchen Gauen Aufmärſche, Spiele und Wettkämpfe flott, Trotz der geringen Vorberettungszeit ſoll das Feſt ſchon in dieſem Jahre der nationalen Revolution gefeiert werden. Es kommt bei dem Feſt der Jugend nicht auf Darbietungen, ſondern auf friſches und frohes Leben an. In den Schulen iſt das gemeinſchoftsbildende Ele⸗ nent ber Leibesübungen beſonders zu pflegen. Bei ge⸗ Relnſamen Feiern ſind die Leibesübungen ſtärker als bisher heranzuziehen. Die ſtraffe Zuſammenfaſſung die in den folgenden Richtlinien vorgenommen wird, ſoll des Sport⸗Spezialiſtentum nicht fördern, andererſeits aber bas Eigenleben der Mannſchaften in den kinzelnen Orten und Gauen in keiner Peiſe mindern. Die Zuſammenfaſſung iſt vielmehr ür als eine Vereinfachung und notwendige Voraus⸗ schung für die Ausbreitung eines einheitlichen Geiſtes dufzufaſſen. Vehrer und Schule Weit mehr als bisher wird der Turn⸗ und Spork⸗ lehrer im Mittelpunkt der Erziehung un⸗ ſeter Jugend ſtehen. Das bedeutet, Faß in Zukunft ſeine Usbicdung auf eine neue völlig anders geartete Grund⸗ lage geſtellt werden muß. Die Schule ſelbſt ſoll die Leibesübungen als weſent⸗ liches Mittel in der Erziehung zum deutſchen Menſchen benutzen. Leibesübungen, beſonders auch gemeinſame Heuderungen, müſſen die Grundlage diefer Erziehung werden, die nach Ablauf der Schulzeit in Verbänden und Vereinen fortzuſetzen iſt. Organiſationen für Turnen, Spiel, Sport und Wandern Für die Neuorgantſation der Verbände wird eine Ver⸗ minderung der bisherigen Rieſenzahl von Verbänden und Diganifatlonen erfolgen. Dies ermöglicht einmal eine leſſere Ueberſicht und Leitung, andererſeits befreit es die kkeine von den finanziellen Laſten, die ihnen aus der Zu⸗ gehürigkeit zu mehreren Verbänden bisher erwachſen ſind. Die Turn⸗ und Sportvereine ſind die eigentlichen Trä⸗ 5 der Bewegung. Ihre Tätigkeit beruht auf dem Kundſotz des freiwilligen Zuſfſammen⸗ chluſſes der Vereinsmitglieder und der freiwilligen Aiarbeit im Vereinsleben. Die Vereine ſelbſt ſind zu⸗ gelt in das Vereinsregiſter eingetragen und lueiſtiſche Jerſonen, öie zivilrechtlichen Geſetzen unterlſegen. In daz dlenleben dieſes meiſt gefunden und wertvollen Gemein⸗ ſhaitslebeng foll möglichſt wenig eingegriffen werden, Es jedoch ſelbſtverſtändliche Pflicht ſeden Vereins, nur ſolche auner an die Führung zu berufen, deren Geſinnung, Jerſönliche Eignung und Untadeligkeit außer Zweifel ſteht, das jedoch nicht bedeutet, daß alle alten und bewährten fübrer entfernt werden ſollen. Das fportli 5 lhenleben ſoll ebenfalls nicht zwangs⸗ e d werden, jedoch müſſen alle Vereine lie Pflicht zur Heranbildung der jungen Deutſchen zu bertvolken Mitgliedern einer bewußten, ehrlichen Volks⸗ ſitteinſchaft erkennen und neben einer allgemeinen körper⸗ ſchen Dürchbilbung eine Erziehung zur Unterordnung und zum Gemeinſchaftsgeiſt fördern. Mit der Verfolgung der aufgezeigten Ziele wird der ktein immer mehr zum Träger der Ausübung aller arten. Die Verwaltung der einzelnen Sportzweige muß hingegen ſo geſtaltet werden, daß die Intereſſen einer ben einzelnen gefunden Leibesübung nicht gefährdet wer⸗ u. Die Vereine können als Mitglied 180 Fachbundes ſich in jedem Sportzwelg etättgen und Einzelmitglieder oder Mannſchaften Es werden insgeſamt folgende Fachverbände errichtet: 1. Deutſcher Gymnaſtik, Deutſcher 3. Deutſcher ball); 82 d 4. Deutſcher Schwerathletik⸗Verband(Boxen, Ringen Schwerathletik, Jiu⸗IJitſu, Gewichtheben]; 3 5. Deutſcher Schwimm Verband(Schwimmen, Waſſerball, Lebensrettung); 6. Deutſcher Tennis⸗ und Hockey⸗Verbaud(Tennis, 5 Hockey, Golf, Tiſchtennis); 7. Deutſcher Kegel⸗ und Billard⸗Verband(Kegeln und Billard); Deulſcher Wii 0 erſport⸗BVerband(Skilauf, fahren, Rodeln, Rollſchuh); 9. Deutſcher Schießſport⸗Berband(Kleinkaliber, ſchießen, Hunde, Brieftauben); Eislauf, Sport⸗ 10. Deutſcher Waſſerſport⸗Verband(Rudern, Paddeln, Segeln, Motorbootfahren); 1. Deutſcher Wander Verband(Wandern, Zeltlager, Jugendherbergen, Alpiniſtik, Freizeit⸗Veremne); 12. Deutſcher Rabſport⸗Verband(Straßen⸗ und Bahn⸗ fahren); 18. Deutſcher Kraftfahr⸗Verband(Automobil⸗ und Mo⸗ torrad); 14. Deutſcher Sportärzte⸗ und Lehrer⸗Verband(Syort⸗ ärzte, Turn⸗ und Sportlehrer aller Art); 18. Deutſcher Sportpreſſe⸗ Verband(Journaliſten der Tages⸗ und Fachpreffe). Jeder Verband darf nur eine Geſchäftsſtelle unter⸗ halten, die nach Berlin zu legen iſt. Zum Führer jedes Fachverbandes ſtimmt der Reichsſportkommiſſar einen Mann ſeines Vertrauens. Dieſe Männer kreten in dem vom Reichsſportkommiſſar geführten Reichsführer⸗Ring Die Ernennung iſt zunächſt Horläufig. be⸗ guſammen. Die Die Endſpiele um den Pokal der Notz haben ſich trotz der Kürze ihres Beſtehens bereits einen Platz in den unteren Klaſſen geſichert. Die Idee, den unteren Klaſſen durch die i eines Der Pokalsieger: richtig, beun die Enoſptele wieſen bis fetzt immer einen ſehr guten Beſuch auf. Dem Endspiel zwiſchen V u. RSp Feudenheim und dem Mannheimer FC Phönix auf dem Vſgi⸗Plotz am Mitt⸗ wochabend wohnten ungefähr 1500 Perfonen bel. Feuden⸗ heim konnte ſich zum zweiten Mal den Pokal holen in einem ſehr harten, aber im Grunde doch anſtändigen Spiel. Die Feubenheimer, die ohne ihre beiden beſten Spieler Ueberrhein und Sohn antreten mußten, gewannen das Endſpiel verdient auf Grund ihrer beſſeren Geſamtleiſtung. Was in dieſem Spiel gezeigt wurde, war ein typtiſches Pokalſpiel mit allen ſeinen Begleiterſchet⸗ nungen. Die Schönheiten des Spiels kamen erſt in zwei⸗ ter Linie, hier galt nur der Erfolg. Man hatte diesmal Piönix eine gewiſſe Siegeschance eingeräumt, die aber nicht ausgenutzt werden könnte. Das Spiel wurde bereits in der erſten halben Stunde durch zu hartes Spiel ver⸗ loren. Feudenheim ließ ſich auf gar nichts ein, ſondern ſpielte konſequent auf Erfolg, der dann auch in der 19. inute prompt eintrat. Der Spielverlauf in ſeiner Geſamtheit iſt raſch ſkizziert. Sofort nach Be⸗ ginn iſt Feudenheim in Fahrt nud im Bilde. Phönix 80 91 5 5 des Vereins an den Veranſtoltungen les jeden Sportzweigs teilnehmen laſſen. Nur der 2 75 annte Spitzenverband hät das Recht, im er Haften, o kalſpiele, Reihenſpiel Al n feinem Sport austragen zu laſſen, Alen anderen Gemeinſchaften iſt die Dur ch⸗ 1 ſolcher Veranſtaltungen ver⸗ muß hart verteidigen. Die Hintermannſchaft von Phönix bleibt Herr der Lage. Feudenheim ſetzt ſeine Flügel ſehr Reichs⸗ jeder⸗ endgültige ſportkommiſſo igung 1 erfolgt 8 zeitigen Da s iſt bet allen Ver Die Un in dem bis⸗ ſtarke Verſchieden⸗ adurch vollkommen nige Verbände herigen Turn⸗ und artigkeit auf, daß die unftberſichtlich geworden 1 d hrend iſt. nur Vereine lieder haben keine Unter⸗ glieder wg andere arker Zentral⸗ gewalt in ei dieſen ſind die Kreiſe ehörde. Or . 8 ſich Zentre jede voll⸗ inſtanz Führer⸗ Organiſati ſondern es würde r auszuſbende Auf⸗ ſplitterung iſt nicht nur der und Vereine untereinander erf auch die von dem Reichsſportko ſicht ſtark behindert ſein. Es wird daher eine Neugl nerbände vorgeſchrieben. Gliederung aller Verb immer mögli ſein, Fall angeſtre werden. derung eingeführt: Die V bände werden in Gaue eingeteilt. ug der Fach⸗ 17 leichart 15 d nicht jeden Glie⸗ folgende Ver Die Gaue entſprechen einem größeren Bun⸗ desſtaat bzw. einer preußiſchen Provinz. Nach Bedarf erfolgt dann eine Unterteilung dieſer Gaue in Kreiſe. Die Verwaltung iſt in allen Teilen einfach und ſparſam zu geſtalten. Die Geſchäftsſtelle des Deutſchen Reichausſchuſſes für Leibesübungen wird zur Geſchäfts⸗ ſtelle des Reichsführerrings umgewandelt werden. Von hier aus erfolgt nach Anordnung des Reichs⸗ ſportkommiſſars die Bearbeitung der für mehrere Sport⸗ zweige gemeinſamen Fragen und auch die Verleihung des Jeudenheim gewinnt zun Phönir Mannheim verliert im Enoſpiel gegen Bf. u. R. Jeudenheim:2(:2) VIT. u. R. Mannheim-Feudenheim Deutſchen Turn⸗ den und das Sportabzeichens. kiten künftig Fr Gaa, der epſchtedenen ſehr guten n 0 he inen blick noch N abſtoppen. Das Spiel iſt bann etwas verteilter geworden, Phönix bekommt hinten etwas mehr freien Raum. Die erſte Ecke für Phönix verſchießt Heinz 2 in ausſichts⸗ reicher Stellung. Ueberhaupt werden mehrere ſichere Tor⸗ gelegenheiten von dem unbeholfenen Sturm von Phönix glatt vergeben. Feudenheim iſt wieder einmal gut durch⸗ gekommen, Rohr kann nur noch zur Gcke retten. Dieſe wird von Dütſter ſehr gut getreten, Gao nimmt den Ball 0 dem Kopf und erzielt auf kraſſen Deckungsfehler von hönix in der 18. Minute das erſte Tor für FFeudenheim, Die Hintermannſchaft von Phönix muß dann weiter ſchwer arbeiten. In der. Minute verſchuldet Rohr durch Faul im Strafraum einen weiteren Elfmeter. Spatz ſtellt durch Elfmeter auf 220 für Fendenheim. Der Phönkx⸗Augriff kann ſich auch in der Folge nicht durchſetzen. Man treibt zu viel Innenſpiel, vernachläſſigt dabei die Flügel und ſpielt zu hoch. Bei einem über⸗ raſchenden Durchbruch macht Rohr am Strofraum Hände — der Oberkörper und der Ball waren außerhalb des Strafroums— Spatz verſchießt dieſen Elfmeter. Hoff⸗ mann zeigt verſchiedentlich ſehr gute Leiſtungen. Phönix kommt jetzt mehr auf und drückt Feudenheim zurück. Der Namen„Deutſches Reichsabzeichen für Lei⸗ bes übungen“ führt. Beauftragte des Reichsſportkommiſſars Zur Durchführung der ſtaatlichen Aufſicht über die in allen Gauen Deutſchlands ausgeübten Leibesübungen er⸗ nennt der Reichsſportkommiſſar⸗Beauftragte bei den Re⸗ gierungen der Länder, den Regterungspräſidenten, Kreiſen uſw. Dieſe Beauftragten haben keine Verwaltungsbefug⸗ nis, ſie haben nur das Turn⸗ und Sportleben in ihrem Bezirk zu überwachen, insbeſondere darauf zu achten, daß an der Spitze der Turn⸗ und Sportvereine die geeigneten Führer ſtehen. Sie haben weiter darauf zu achten, daß die Ausübung des Turn⸗ und Sportbetriebs in den Ver⸗ einen im Sinne der vom Reichsſportkommiſſar aufgeſtellten Richtlinien durchgeführt wird, jedoch nicht das Recht, einen Eingriff in das Vereinsleben oder in die Verwaltung des Turn⸗ und Sportweſens vorzunehmen. Haben ſie zu Be⸗ denken Veranlaſſung, ſo ſind dieſe Bedenken dem Reichs⸗ ſportkommiſſar unverzüglich mitzuteilen, der die Abſtel⸗ lung berechtigter Bedenken durch die Fachverbände ver⸗ anlaſſen wird. Soweit der vorläufige Plan. Die Ausführung im ein⸗ einzelnen bedarf der Mitwirkung aller, um zu einem tat⸗ ſächlichen Erfolg zu führen. Schon jetzt hat ſich gezeigt, daß die geſetzliche Grundlagen der verfloſſenen Zeit bei weitem nicht die Handhabe bieten, um dem Umbruch auf allen Gebieten des deutſchen Lebens, auch bezüglich des Sports zum endgültigen Siege zu verhelfen. Die Regie⸗ rung wird daher nicht zögern, hierin die Initiative zu ergreifen, um den beſtehenden Mängeln, ſoweit ſie nicht ſchon freiwillig beſeitigt werden, durch ein beſonderes Reichsgeſetz für Leibesübungen abzuhelfen. Der Weg iſt lang. Der Weg iſt ſchwer. Aber wenn er gebahnt iſt, wird er für Jugend und Alter wegweiſend zur eigenen Freude und zum Beſten der deutſchen Ge⸗ al den„Pokal der Sturm verſchießt aber immer wieder die ſicherſten Sachen. Raßmus und Kolb wechſeln ſich im Verſchießen ab. Die Auserlesene Rohstoffe. Wundervoller Ceschmack. Undbertroffene Wirksamkeit. Dabei kostet die grobe Tube nur 50 Pig. Versuchen bitte auch die einmal diese Zahn- pasta. Sie werden zufrieden Pe Ol emnreiben. Dos verstärkt dle Brunung und ver- mindert gleichzeitig die Gefahr des Sonnenbrandes. Woher die Wirkung? Vom Euxerft. keinem anderen Häautpflegemittel der Welt enthalten. NIveo ist also nicht zu ersetzen. NIVEA ist preiswert, Creme:[5 Pf. bis RM I Ol. 50 Pf, NM=. 60 meinſchaft ſein. erſte Halbzeit geht mit einer gewiſſen Ueberlegenhelt von Phönix zu Ende, Die zweite Halbzeit ugriſſen yon Phönix ein. Zwei Ecken(Stand Der Besiegte: Mannheimer FC. Phönix 02 :2) werden kurz nacheinander erzlelt. Die Verkeſogun von Feudenheim, die am Anfang des Spiels ziemlich un⸗ ſicher wirkte, iſt jetzt ganz gut geworden. Beſonders Krämer im Tor iſt im letzten Augenblick immer wieder da. Raßmus läuft einmal ſein durch, er vergtbt jedoch auch dieſe totſichere Gelegenheit. Beide Mannſchaften ſtellen dann um. Bei Feudenheim geht Boxheimer für Fuchs 2 in den Sturm, bei Phönix geht Greiner in die Vertei⸗ digung für Hauth, Rohr tauſcht mit Raßmus Der Sturm von Phönix gewinnt durch dieſe Umſtellung, die allerdings ein Experiment bedeutete, an Durchſchlagskraft. Rohr läßt einige Bombenſchüſſe los, die aber von Krämer ge⸗ halten werden. Durch einen wegen Honsſpiel verhängten Elfmeter erhält Phönix eine große Chance. Rohr ſchießt den Torwart an, ſo daß auch dieſe Gelegenheit nicht aus⸗ genützt werden konnte. Krämer wird immer beſſer, je mehr Phönix drängt und ſchießt. Eine ſehr gut getretene Ecke ſchlügt er im Fallen ins Feld. Wenige Minuten vor Schluß kaun daun Ofer endlich das erſte Tor für Phönix erzielen Phönix verſtärkt, nachdem es vorher längere Zekt reſig⸗ niert hatte, das Tempo noch einmal gewaltig und örückt ſtark auf den Ausgleich, der tatſächlich in dieſen letzten Minuten möglich geweſen wäre Feudenheim verteidigte ge⸗ ſchickt und mit Glück, ſo daß es bei dem knappen, aber ver⸗ dienten:1 Sieg blieb. 8 M e Das ist in 6. S eite/ Nummer 239 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen Ausgabe Fre ita 28. ttag, 26. Mai 192 Die Leiſtungen der Mannſchaften Beim Sieger fiel Wille zum Si auf. richtig, indem ſie ihre immer wieder einſetzte. Die Vertei unſicher wirkte, wuchs mit dem Spiel und war Schluß ſehr gut. Ueberraſcht hat de überlegte 1 blütige Arbeit des kleinen Torhüters Krämer. Feudenheim mit an erſter Stelle dieſen von vornherein der und Die Mannſchaft ſpfelte ſchnellen Flügel Gag und 55 zweiten P zu v tken. In der Läuferreihe war Bo Aufbau d in der Abwehr gleich gut. Di läufer ar eten ſehr unauffällig und n famte Sturm war nur auf Erfolg eingeſtellt. langes Ballbehalten. Maier in der Mi wieder ſeine Außenſtürmer ein und zog f dem Tor von Phönix in die Breite. Sonderleiſtunc man von keinem der Stürmer. 5 Phönix hat das Spiel durch die Härte der Halbzeit und durch die Unentſchloſſenheit des ganze Sturmes verloren. Die geſamte Hintermanuſchaft war t, nur hätte Rohr auf Grund feiner großen S es nicht nötig gehabt, ſo hart zu ſptelen. Mittelläufer Grei⸗ ner war im Nehmen der hohen Bälle ausgezeichnet, im Aufbau wirkte er aber recht ſchwach, da er alle Bälle viel zu hoch und ungenau zuſpielte. Boxheimer wor ihm überlegen. Die beiden Außenläufer lieferten br Arbeit, ſie mußten aber die Außenſtürmer von 8 heim oft an ſich vorbeilaſſen. Im S war noch der beſte Mann. Er verſuchte U wieder f Sturm nach vornen zu reißen, da aber Raßmus nicht tig im Bild war, ſah man ſehr ſelten eine Sturmleiſtung. Schiedsrichter Frei länder nicht ſeinen beſten Tag, er traf verſchiedene Fe dungen und pfiff einige Male viel zu ſpät. Er lich dorouf, daß das harte Spiel nicht ausartete. Nach Schluß des Spieles ſprach der Kreisvorſitzende 75 ter dem Verlag der NMz für die Stiftung des Po⸗ als den Dank der Kreisbehörde aus. Redakteur Mül⸗ ler übergab dem Pokalſieger mit nung den Pokol. Worten der Anerken⸗ Freunoͤſchaftsſpiele 8 Mannheim Olympia Worms:0 In einem Abendͤſpiel ſtanden ſich am Mittwoch die Wormſer Al/ Ol und Fc 08 Mannheim gegenüber. Den mit drei Erſatzleuten ant tetenden Gäſten ſtellten die Lin⸗ denhöfer eine kombinierte Mannſchaft entgegen, in der der frühere Neckarauer Broſe erſtmals den G⸗Dreß trug. Broſe wor einer der beſten Spieler auf dem Platz. Das Remis iſt für die Ser ein Achtungserfolg, zu⸗ mal dank der ausgezeichneten Hintermonnſchaft der Monn⸗ heimer das torloſe Ergebnis nicht Zufälligkeiten ſein Ent ſtehen verdankt. Audererſeits hatten aber auch d ſer in der Tordeckung ihre beſten Mannſche man ſich bei falrem, flottem Spiel„in die Punkte teilte“. Schtedsrichter Böhnig ⸗(7 Mannheim hatte bei dem freundſchaftlich durchgeführten Treffen als Schiedsrichter einen leichten Stand. lent 5 ah pein⸗ 1 s Mannheim Germania Brötzingen:3:2) Trotz der ſchlechten Witterung hatten ſich ſpannenden Freundſchaftstreffen, das Teams in beſter Be⸗ ſetzung beſtritten, etwa 300 Intereſſenten eingefunden. Die Burkhardt⸗Elf lieferte in der erſten Hälfte ein ausgezeich⸗ ketes Kombinattonsſpiel, deſſen Ausbeute zwei Tore des Sonner kn. und Mittelſtürmers waren. 08 erzielte durch Zöllner kurz vor dem Wechſel den erſten Gegentreffer. Nachdem Brötzingen durch ſeinen Mittelſtürmer den:1⸗ Stand erreicht hatte, mußte Lindenhofs Mittelſtürmer Schiefer wegen unſportlichen Benehmens den Platz ver⸗ laſſen. Trotzdem kommen die Platzherren in der Folge mächtig auf und holen ſich Tore Engſter, Synok und Dorſch (2) den vollauf verdienten:3⸗Sieg. Hatten die Brötzinger in dem Internationalen Burck⸗ haröt, dem Mittel⸗ und linken Läufer ſowie den Innen⸗ ſtürmern die beſten Leute, ſo überwiegt bei den Linden⸗ höfern das Schlußtrio und Synok und Dorſcht im Sturm. Schiedsrichter Bruſt⸗Vfg. Mannheim hätte bei der har⸗ tog Spielweiſe nach dem Wechſel energiſcher durchgreifen mſtſſen. Rheinſtaffel-Lauf Am Donnerstag wurde zum zwölftenmal Weſtdeutſch⸗ Jonds 1 Staffellauf, die Rheinſtaffel aur Durchführung gebracht. Diesmal führte der Weg von Düſſeldorf nach Neuß. Leider war das Nennungsergebnis nicht ſo gut wie in den letzten Jahren ausgefallen. 3 fehlten der vorjährige Sieger Heſſen⸗Preußen Kaſſel, der vorfährtge Zweite, Spielvereinigung Hamm und als wei⸗ terer ausſichtsreicher Verein Schwarz⸗Weiß Eſſen. Es traten zur Hauptklaſſe über 1,8 Km. nur ſteben Mannſchaften an. Düſſeldorf 99 ſiegte in 29:29 vor dem Deutſchen SC Düſſeldorf 90:00 und Polizei Duis⸗ burg⸗Hamborn 30:05. a In der Klaſſe 2 behtelt der Olympiſche S Hoerde vor Eſſen⸗Margarethenhöhe die Oberhand; bei den Schwimmern in der Klaſſe 3 blieb Düſſeldorf 09 ſiegreich. Im Eußer Stadion hatten ſich zur Ankunft der Läufer etwa 5000 Zuſchauer eingefunden. Mannheimer Raoͤrennen Die für den Himmelfahrtstag vorgeſehenen ſchaftsradrennen der Ortsgruppe Mannheim der Dyſlt ſtelen dem Regen zum Opfer. Die Rennen, die bekannt⸗ lich in der Durchführung der Meiſterſchaften über 1,5 und 10 Kilometer ihren Höhepunkt erreichen, werden nun am kommenden Samstag(2 7. Mai) nachmittags ausgetragen. zu dieſem ſtets Meiſter⸗ Elfte Heidelberger Regalla Meloeergebnis für die Regatta am 4. Juni Gegenüber dem Vorjahre(25 Vereine mit 78 Booten und 425 Ruderern und Steuerleuten) ſind die Meldungen zu der am 4. Juni ſtattfindenden Heidelberger Regatta recht mäßig ausgefallen: 20 Vereine mit 50 Booten und 266 Ruderern und teuerleuten. Hieraus geht klar und unzweideutig hervor, daß die Not der Zeit im Augenblick eben doch ſehr ernſtlich an den Toren der ruder⸗ ſporttreibenden Vereine rüttelt. Für die folgenden Regat⸗ ten gibt gerade das Heidelberger Meldeergebnis keine allzu hoffnungsvolle Perſpektive. Wenn auch da und dort einige Vereine wegen Unfertigkeit der Mannſchaften erſt e E zu ſpäteren Terminen ſtarten, ſo fallen andere je nach Ausgang der Rennen wieder ab. Die Lage der Vereine dokumentieren am treffendſten die zahlreichen Einer. Fünf Rennen, darunter erſter Vierer mit und erſter Achter fallen aus und ht Rennen beſchränken ſich auf zwei Meldungen. Geſch treten die Mannheim⸗Lud⸗ wigshafener Vereine Das Meldeergebnis: Jungmann⸗Vierer: 1. RG. 0 auf. Worms, 2. RG. Ludwigs⸗ hafen a. Rh., 3. RG. Heidelberg. Junior⸗Achter fällt aus, keine Meldung eingegangen. Jungmann⸗Einer: 1. Stuttgarter., 2. Frankfurter R.„Sachſenhauſen“, 3. Heidelberger., 4. Man n⸗ heimer RV.„Baden“, 5. RG. Heidelberg. Zweiter Vierer: 1. RC.„Naſſovia“ Höchſt, 2. heimer RC. Erſter Vierer: einging. Anfänger⸗Vierer: 1. Rheinklub ruhe, 2. Mannheimer RC. Dritter Vierer: 1. RV. Heilbronn, 2. Saarbrücker RG. Man n⸗ Rennen fällt aus, da keine Meldung „Alemannia“ Karls⸗ Der dritte Sieg der Schotten „Undine“, 3. RG. Worms, 4. RG. Ludwigshafen, „Oberrad“. Offenbacher RG. furter RG. Erſter Einer: 1. furter RG.„Sachſenhauſen“. Leichtgewichts vierer: heimer RG., 3. RG. Worms, 4. Heilbronner RG. t „Schwaben“. Im Junior⸗Einer: 1. Rheinklub„Alemannia“ Karlsruhe, baer 2. Mannheimer RV.„Baden“, 3. Stuttgarter., 1 4. Frankfurter RG.„Sachſenhauſen“, 5. Hanauer RG. Die im Vierer ohne Steuermann: 1. Mannheimer R. „Amicitia“, 2. Saarbrücker RG.„Undine“. als die der Jungmann⸗ Achter: 1. Mannheimer RV.„A mi⸗ auf Norton citia“, 2. Mannheimer., 3. RG. Worms, 4. häuſer auf R Rheinklub„2 Junior⸗Vierer: 1. „Oberrad“. Zweiter Worms. Akademiſcher Vierer fällt aus, da keine gegangen. Zweier ohne „Amicitia“, 2. Ludwigshafen, 3. RG. Doppelzweier fällt aus, keine Meldung eingegangen. 1. Heilbronner RG.„Schwaben“, Mannheimer Rö. Leichtgewichts vierer: 2. RV. Heilbronn, 3. Alemannia“ Karle Achter: 1. Steuermann: 1. Ludwigshafener RV. 0 Ermunterungsvierer: 1. Mannheimer., 2. 1. RV. Heilbronn, uhe. „Undine“, 5. Frank⸗ 5 ö. Frank feuchter * Kil 2. Frank⸗ Mann⸗ 5 Dritter. Ganz RG. Worms, 2. Frankfurter RG. 15 Mannheimer., 2. RG. DK W weitaus Meldung ein Heidelberg. garter RG., 5. Wormſer RV. Dritter Achter: 1. „Oberrad“. Erſter Achter: fällt aus, da keine Meldung einging. RG. Worms, 2. Mannheimer R 4. Frankfurter Stutt⸗ RG. Ferner: Grenz⸗Nürnb motorräder war Giggenbach auf Rudge nich z zu ſchlagen. 5 maſchinen erzielten Geſchwin Wiesbadener Automobilturng Dem Bericht über das Wiesbadener Automobil iſt noch nach tragen: O. Braun ⸗Man Seitenwagenrennen 600 cem. gab es harten Zweikampf München auf Rudge Möritz auf Viktoria. Seppenhäuſer blieb ſiegrei 5 iegreich. Rennen der groß Klaſſe. Der 9 im 84⸗Kilome 350er ſchlug iches Wagen r und mit Hand E. von D chſchnitt ſchlug vorzüg t Kopf nie und Bäumer auf BMW. überlegen und ſchnellſte Zeit al Selbſt Ernſt Günther Burgaller auf ſeinem Bugatti war langſamer, wobef allerdings geſagt ſein 0 daß Burgaller, ſieghaft an der Spitze ſeiner Klaſſe liege nicht auf Rekordzeit, ſondern nur auf Klaſſenſteg fuhr er ja ſeinen Bugatti⸗Kennwagen für das am Sonntoz 50 vorſtehende ADAc⸗Nürburgring⸗Rennen ſchonen wol Das Rennen der Tourenwagen gewann Nie Oberramſtadt hatte erfreulich große Beteili das Autoballſpiel, lers, das als letzter Wettbewerb vo gödie ausgetragen wurde. 2Liter⸗Mercedes⸗Schwingochſer. Sein Gegner war Ru auf Ford. digeren Wagen und gewann 210. Pferderennen im Reich Hamburg⸗Großborſtel(25. Mai) 1. Bahrenfelder Rennen. 2200 l, 1200 Meter: 1. Preisträger(R. Schmidt); 2. Cembalo; 3. Schwadroneg Verdi, Lottchen, Indſtta. Tah auf Röhr. Der Zi gung eine Kapp Geſchicklichkeitsmeiſter Turnierfeier, elius Anregung Karl — urg F tegen a nilt zzz it gutem Vorſprnn 5 1 Gr 5. nheim auf Borer n der Maſchinen 1 zwiſchen Seppez, und dem Europa e n Sekten wagen, gkeiten waren geiſen theinländer Scheit Dir r⸗Durchſchnitt S 5 ide 8 per, ennen, gleich aut fuhr der Sieger in auf BMW. Simon⸗Berlin fuhr It ahrer 1 Ui er ler Wagen fuhr, wei ö 1% elf lug nach Wiesbahe gefunden. Neuartig un arl Kapz, r or der Flugzeug ler ſtartete auf eig 5 It Kappler hatte den wen! Grahl lasgow Rangers beſiegen die 55-Elf:0(:0) Das Fußballſpiel Glasgow Rangers gegen eine D B⸗ Elf in Bochum ſtaud unter einem ungünſtigen Stern. Wegen des allzu ſtarken Regens fing man zunächſt einmal mit einer Viertelſtunde Verſpätung an. Die geöffneten Himmelsſchleuſen hatten zudem die Zuſchauer fern⸗ gehalten, ſodaß die anfäaglich gekommenen 1000 Per⸗ ſonen ſich zur Pauſe nur noch auf 2000 verdoppelten. In der Dy B⸗Elf ſpielte für Fath⸗Worms Heuſel vom JSV Frankfurt, Schiedsrichter war Hundt⸗Remſcheid. Die en ſpielten von vornherein, um den ſofort ein⸗ Druck der wieder ausgezeichnet arbeitenden otten halbwegs egaliſieren zu können, mit zurück⸗ enen Halbſpielern. Die Rangers dominierten von ng an, ließen aber zunächſt eine ganze Reihe von legenheiten aus. Einmal hatte auch Hohmann eine große Chance, aber er ließ die Flanke Henſels vom Fuß. Nach einer halben Stunde täuſchte der Mittelſtürmer der Schotten, Cigliſh, geſchickt und der freiſtehende Halbhinke Me. Phail ſchoß ein. Wenig ſpäter ſtand es:0. Der Schottenlinksaußen raſte die Linie entlang, umging Hund und knallte aufs Tor, wo der Ball infolge ſeiner Glätte Buchloh ausrutſchte und über die Linſe ging. Für den Reſt der Spielzeit kamen die deutſchen Vertreter zwar beſſer auf, aber zwei gute Torchancen konnten nicht aus⸗ gewertet werden. Nach dem Wechſel fing es wieder an zu regnen und bis zum Schluß hörte das unſchöne Wetter nicht mehr auf. Die Schotton waren weiter überlegen und in der 7. Minute konnte ihr Mittelſtürmer Engliſh eine Flanke des Rechtsaußen einköpfen. Vorher hatte Hohmann eine Chance nicht auswerten können, ſeinen Schuß lenkte der Schottentorwart zur Ecke. Kurz darauf hatte er Pech, als er eine ſeine Flanke von Ulrich ebenſo ſchön aufs Tor köpfte, wo aber der Torwart gerade noch wehren konnte. Die deutſchen Lüngriſſe mehrten ſich jetzt und etwa 15 Mi⸗ nuten lang lag Deutſchland ſtark im Angriff. Aber der Sturm ſpielte zwar re efährbich, erreichte jedoch nur Ecken. Selbſt ein Bomben⸗Nachſchuß von Rohwedder Spielphaſe wirklich Herdienten ab weit ins Feld zurück. führte nichr zu dem in dieſer Tor, er ſprang von der La Fünf Minuten vor Sch ſchoß dann wieder Me. Phail eminent ſcharf zum vierten Tor ein. Buchloh hatte den Ball zwar noch berührt, aber zu halten war er nicht mehr. In der letzten Spielminute gab es dann noch einen präch⸗ digen Kombimationszug der Schotten, der mit einem aus vollem Lauf abgefeuerten Bombenſchuß des Mittelſtürmers Engliſh endete. 510. Daß die Schotten Extraklaſſe ſind, bewieſen ſie bei die⸗ ſem Spiel wieder. Die Deutſchen hatben ſchwer zur ſchaf⸗ fen, aber ſie bemühten ſich um ein offenes Spiel. Die Läuferreihe war zwar in die Defenſive gedrängt, aber im Sturm waren insbeſondere die Aktionen Hohmanns äu⸗ ßerſt gefährlich. Die übrigen gingen an, Buchloh war gut. Frankreichs Tennis-Meiſterſchaſten Ein bemerkenswerter deutſcher Sieg Einige bemerkenswerte Siege gab es am Mittwoch bei den internationalen franzöſiſchen Tennismeiſterſchaften. 75 Im Gemiſchten Doppel ſchlugen Hilde Kra hwinkel⸗ G. v. Cra mm, das in dieſem Wettbewerb ſtärkſte fran⸗ zöſiſche Paar, Frau Mathieu⸗Brugnon nach Ver⸗ luſt des erſten Satzes:7, 613,:2. Recht inte reſſante Spiele gab es auch im Herrendoppel. Leider mußten ſich unſere Vertreter G. v. Croamm⸗Kaj Lund trotz heftigen Widerſtandes von den Deutſchböhmen Roderi ch Men⸗ zel⸗Rohrer:4,:6,:6,:3,:8 geſchlagen bekennen. Die Ungarn von Kehrling⸗Gabrovits ſchalteten die ita⸗ lieniſchen Davispokalſieger de Stefani⸗Sertorio:6, 614, :6,:0 aus. Die Franzoſen Bouſſus⸗Bernard beſiegten die Südafrikaner Robbins⸗Condon:6, 876, 68,:1, Cochet⸗Merlin waren:4,:6,:2,:8 über die Schweizer Aeſchlimann⸗Fiſher erfolgreich und Legeay⸗Leſuerr ſetzten ſich 416,:3,:0,:6,:1 über die Tſchechen Hecht⸗Malatek durch. Europameiſterſchaften der Polizeiboxer Vier deutſche Europameiſter In Berlin wurden am Dienstag zum erſten Male die Europameiſterſchaften der Polizeiboxer ausgetragen. Da⸗ bei konnten die deutſchen Polizeiboxer einen über Er⸗ warten großen Erfolg erringen, denn nicht weniger als viermal blieb der neue Europatitel im Lande und viermal konnten die begeiſterten Zuſchauer ſtehend das Deutſchlondlied anhören. Den einzigen Erfolg für das Ausland eroberte im Halbſchwergewicht der Engländer Brennan. Die neuen Europameiſter der Polizeiboxer heißen: Leichtgewicht: Mietſchke⸗ Berlin, Welter⸗ gewicht: Cam pe⸗Berlin, Mittelgewicht: Horne m a n n⸗ Berlin, Halbſchwergewicht: Bren nan⸗England, Schwer⸗ gewicht: Surma⸗ Berlin. Die Ergebniſſe Vorkämpfe: Leichtgewicht: Mietſchke⸗Berlin ſchlägt Goode⸗England durch Aufgabe, Radtke⸗Danzig ſchlägt Domke⸗Berlin nach Punkten. Weltergewicht: Heinrich⸗ Stuttgart ſchlägt Schulz⸗Lübeck nach Punkten, Campe⸗Berlin ſchlägt Mialkas⸗ Wittenberg nach Punkten. Mittelgewicht: Gibbons⸗England ſchlägt Blackwell⸗Irland nach Punkten, Hornemann⸗Berlin ſchlägt Schöllkopf⸗Stuttgart nach Punk⸗ ten. Halbſchwergewicht: Gaikowſki⸗Berlin ſchlägt Da⸗ niels⸗Berlin im Ausſcheidungskampf nach Punkten, Bren⸗ nan⸗England ſchläat Lang⸗München nach Punkten, Gai⸗ kowſki⸗Berlin ſchlägt Zehetmaier-Wien nach Punkten. Schwergewicht: Surma⸗Berlin ſchlägt Wabnik⸗Dresden nach Punkten, Eckſtein⸗Lübeck ſchlägt Senſt⸗Berlin nach Punkten. Endkämpfe: Leichtgewicht: Mietſchke⸗ Berlin er⸗ ringt einen äußerſt knappen Punktſieg über Radtke⸗Bres⸗ 22:10; Platz: 12, 22, 18:10. 2. Niendorfer Rennen. Verkauſsrennen, 2200, 10h Meter: 1. Et. Schwickert Boreas(Höllein); 2. Mabdorz Laffitte; 3. Siegfried. Ferner: Krokus, Schumi Marz Violett, Fürſtin, Ehinafreude, Otrune. Toto: 217710 Pie 24, 14, 14:10. 3. Amſinck⸗Memorial. Ausgleich 2, 2800, 1800 Melt 1. Stall Hannover Chrysler(F. Stein); 2. Eſto Bit Faland. Ferner: Pommernländer, Mareciauus, Ozeuler Toto: 91:10; Platz: 56, 23:10. 4. Borſteler Pokal. Ehrenpreis und 2800, 1400 Ne ter: 1. Hauptgeſt. Graditz Scharnhorſt(R. Schmidt Napoleon; 3. Winkelried. Ferner: Inſtanz, Fatra. To 44:10; Platz: 18:20. 5. Großer Preis von Hamburg. Ehrenpreis und 100% Mark, 22 Meter: 1. Hauptgeſt. Graditz Arjamon 1 Schmidt); Hauptgeſt. Graditz Lord Nelſon(E.„ J 3. Frfr. S. A. v. Oppenheim Aventin. Ferner: d' Arezzo, Roſenfürſt, Makarius, Baſtler. Toto: d „81:10. 6. Himmelfahrt⸗Ausgleich. Ausgleich 3, 2200% Meter: 1. Frau J. v. Opel Rodrigo(K. Narr); 2. Deundz 3. Lyſtas. Ferner: Tedoy, Gemma, Firlefanz, Melampoz Orontes, Paug. Toto: 46:10 Platz: 17, 24, 21110. 7. Stellinger Ausgleich. Ausgleich 3, 2200, 1400 Me ter„K. Krahmer Stauff(J. Staroſta); 2. Leider 3. Lach f Ferner: Compo Santo, Vicky, Tas man Perl Fundus, Pporne, Colonna. Toto: e Platz: 19, 15, 1810. Dortmund(25. Mai) 1. Offiziers⸗Jagdrennen. 2. Markgrafen⸗Rennen. B. Bauers Argilſt; 2. Pollyduck, Muſchel, Platz: 18, 20:10. 3. Mark⸗Jagdrennen. 1900 /, 3700 Meter. 1. H. 1. 9 kepicks Nervi(H. Glitſch); 2. Traumulus; 3. Rofenkliez Ferner: Fino, Fviſchling, Feuerreiter, Arleechino, Wes mannsheil. Tot.: 16:10; Platz: 11, 14, 12:10. 4. Landgrafen⸗Rennen. Für Dreijährige, Ehrenprel und 2300, 1600 Meter: 1. A. Weber⸗Nonnenhof Site chan(R. Baloun); 2. Gnom; 3. Elmar. Ferner: Muſter knabe, Oberſteiger, Robinſon, Meerjunge. Toto: 1140 Platz: 28, 15, 29:10. 5 5. Freiſtuhl⸗Hürdenrennen. Ausgleich 3, 1750% 8 Meter: 1. H. Schetter Gralskönig(5. Janzen); 2. Scha. ſinder; 3. Schwerthieb. Ferner: Heuernte, Pralinee, Ei, 7 brecher, Carpe diem, Laſſo. Toto: 27:10; Platz: 15, 17:10. 6. Birkenbaum⸗Rennen. Ausgleich 2, 2200, 1000 Ne ter: 1. J. Janßen Jahrtauſend(A. Zimmermann); 2. Boh, (Halbblutrennen!. 1700 /, 1400 Meter. Mogul; 3. Jägermeiſter. Maekubee, Panorama. Tot: lau. Weltergewicht: Heinrich⸗Stuttgart knapp Hornemann⸗Berlin Halbſchwergewicht: nach Punkten. erringt einen glatten Punktſieg über Schwergewicht: nach Punkten. S ur m a⸗Berlin Europameiſter nach Punkten. ſchlägt ſchlägt Campe Mittelgewicht: Gibbons⸗England ſicher Brennan ⸗Eng Gaikowſki⸗Berlin. 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