di 1988 — 81 UFUss nd, ein delnden MWòefks. — Tonwoche ARSEN 4 fenpplzhze * wünessbllch I. 51448 Halden .40 RM. ur.20 RM. 56. ne . r dle Mittag ⸗ nr, für dſe chm, 2 Uhr —— eee eee Käft nit beſter 5 ind zentra⸗ an chriſtl. dingungeg n die Ge⸗ biegel, krſcheinungsweiſe: Ta glich mal außer Sonntag. Bezugspreise: gret Haus monatl. RM..08 und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt RM..25, durch die Poſt RM..70 einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ ſoſſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 48, Meerfeldſtr. 18, Je Fiſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 08, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. aue Mannhein Mannheimer Genetal-Aweiger Verlag, Redaktion und Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46.— Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90.— Telegramm ⸗Adreſſe: Nemazeit Mannheim Plätzen und für telefoniſche Aufträge. Einzelpreis 10 P. Anzeigenpreise: 82 mm breite Colonelzeile RM. 40, 79 mm breite Reklamezeile RM..50. Für im Voraus zu bezahlende Familten⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Konkurſen, Ver⸗ gleichen oder Zahlungsverzug keinerlei Rabattgewährung. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Gerichtsſtand Mannheim. Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 17. Juni/ Sonntag, 18. Juni 1933 144. Jahrgang— Nr. 273 Eine Woche Weltwirtſchafts-Konferenz Das Schuldenproblem als Prüfftein— Die praktiſche Arbeit ſoll mit der nächſten Woche beginnen Zahlung nur dͤ urch Leiſtung Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 17. Juni. Auf der Weltwirtſchaftskonferenz ſind die Einlei⸗ ungsreden nun gehalten worden, und die praktiſche Arbeit in den Fachausſchüſſen ſoll nach einer kurzen Aempauſe am Montag beginnen. Es wird nunmehr hatauf ankommen, durch das Dickicht der Einzelinter⸗ ten und der taktiſchen Manöver an das Kernpro⸗ lem der großen Wirtſchaftskriſe vorzuſtoßen, ſich oſſen und klar zu ſagen, was wirklich iſt und dann z überlegen, wie man den Schwierigkeiten ſteuern kaun. Durch die Flut der Reden, die in den erſten Tagen über die Delegierten der 66 Staaten dahin⸗ baute, iſt dieſes Ziel im allgemeinen nicht ſonderlich gefördert worden. Man hat noch zu viel„Politik“ gemacht und die Vorſicht, ſich auf keinen Fall in irgend einer Richtung feſtzulegen und das vornehmlich bei en großen Staaten vorhandene Reſſentiment zu ſhonen, oft zu weit getrieben. Eine Ausnahme bil⸗ bet lediglich die Rede des deutſchen Reichs⸗ anßenminiſters, deren grundſätzlicher und pro⸗ grammatiſcher Wert für die bevorſtehenden Verhand⸗ lungen nicht oft und nicht ſtark genug unterſtrichen werden kann. Herr von Neurath hat eigentlich als Einziger ahne Umſchweife die Wurzel des Uebels aufgezeigt. Er hat— und das war bitter nötig— noch einmal hervorgehoben, daß die internationalen Schulden nur durch Waren⸗ und Dienſt⸗ leiſtungen abgegolten werden können. Er at zum anderem erklärt, daß erſt die Löſung der ſhanziellen und der Kreditfragen erfolgen müſſe, ehe man an die Behandlung der wirtſchaftlichen und handelspolitiſchen Probleme gehen könne. Bei den internationalen Schulden hat Herr von Neurath uatttrlich— es wird gut tun, ſich das immer wieder bon neuem zu verdeutlichen— nicht etwa die inter⸗ alliierte Kriegsverſchuldung gemeint, die ja im Grunde polttiſchen Charakter trägt. Vielmehr hat er an die geſamte internationale wirt⸗ ſchaftliche Verſchuldung gedacht, die—6mal Jo groß iſt wie jene. Dieſe wirtſchaftliche Verſchul⸗ dung, in die als Gläubiger und Schuldner, ſehr oft auch in beiden Rollen, alle Staaten der Welt ver⸗ ſtrickt ſind, bildet ohne Zweifel die Haupturſache der Kriſe. Man wird in London nicht einen Schritt vorwärts kommen, wenn man nicht den Mut findet, dieſe Erkenntnis zur Grundlage und zum Ausgangspunkt der Betrachtungen und Ueberlegun⸗ gen der nächſten Wochen zu machen. Ganz gleich, oh man das Ergebnis der Arbeit ſpäter in eEmpfeh⸗ lungen oder Entſchließungen niederzulegen gedenkt, man wird praktiſch nichts erreichen, wenn man die öſung der Kredit⸗ und währungspolitiſchen Fragen nicht betreibt oder zum mindeſten in erfolgverſpre⸗ gende Bahnen gelenkt hat. Die von allen denfeni⸗ gen Staaten, die bisher noch nicht zu ähnlichen Maß⸗ nahmen gezwungen waren, vielgeläſterten Deviſen⸗ beſchränkungen werden nicht eher aufhören können, bis das Problem der Weltverſchuldung gelöſt iſt. Schon in den erſten Tagen der Londoner Be⸗ ſprechungen waren hier und da Anſätze zu verſpüren, bieſe Kardinalfrage der Konferenz durch eine neue kKrebithergabe an die verſchuldeten Staaten, gewiſſermaßen eine internationale„Umſchuldung“, zu löſen. Vor ſolchen Plänen kann nicht entſchieden genug gewarnt werden. Deutſchland jedenfalls wird ſich nie und niemals darauf einlaſſen, neue inter⸗ ngkionale Verpflichtungen einzugehen, Erleichterun⸗ gen für den Augenblick von höchſt fragmentariſchem Wert durch Bindungen zu erkaufen, die uns auf Jahrzehnte belaſten. Die Periode der unge⸗ hemmten Schulden macherei iſt ein für alle Mal beendet. Darüber müſſen unſere Verhandlungspartner ſich klar ſein. An ſich ſollten guch ſie ſelbſt einſehen, daß eine Fortſetzung der in der Reparationspolitik verfolgten Praktiken nur eine neue Verſchleierung der wahren Situation be⸗ deutet, und aufs ganze geſehen, ihnen ſelbſt keinen Vorteil bringen würde. a Schon die nächſte Woche dürfte zeigen, ob die Delegationen in London den Kampf mit der rauhen Wirklichkeit aufnehmen wollen. Die Rede, die am Mittwoch der engliſche Schatzkanzler Chamberlain gehalten hat, zeigt zum mindeſten, daß die Einſicht auch bei den anderen im Wachſen iſt. Die Beſprechungen zwiſchen der deutſchen Dele⸗ gation in London und dem Reichsfinanzminiſterium, von denen wir hier berichteten, haben, wie wir hören, zu dem Ergebnis geführt, daß Graf v. Schwerin⸗ Kroſigk vorläufig noch nicht zur Welt⸗ wirtſchaftskoyrferenz fahren wird. Seine Auweſenheit in Berlin gilt im Augenblick als wich⸗ ger. Es wird von dem Verlauf der am Montag inſetzenden fachlichen Beratungen in den Kommiſ⸗ onen abhängen, ob vielleicht zu einem ſpäteren Zeit⸗ punkt die Anweſenheit des Reichsfinanzminiſters in London notwendig werden könnte. Der Kanzler bei der Jührertagung Hugenbergs Echo Ausländiſche Polemik gegen das Programm des Reichswirtſchaftsminiſters Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 17. Juni. Die wirtſchaftspolitiſchen Ausführungen, die Reichsminiſter Dr. Hugenberg geſtern in London vor der Preſſe gemacht hat, ſtehen im Mittelpunkt des internationalen Intereſſes. Die bisherige Uner⸗ giebigkeit der Konferenzdebatte, die Vertagung der Schuldenfrage und die innerhalb von 24 Stunden wieder ſtark verringerten Stabiliſterungsausſichten ſcheinen in London eine Stimmung geſchaffen zu haben, in der jedes freie Wort und jede konkrete Anregung als ſenſationell empfunden werden. Dr. Hugenberg hat mit der Autorität, die ihm als Kenner der volks⸗ und welt⸗ wirtſchaftlichen Zuſammenhänge eigen iſt, die Fragen ſo geſtellt, wie ſie für das durch eine ſinnloſe Repa⸗ rakionspolitik von Kriſe zu Kriſe getriebene und einer erdrückenden Auslandsverſchuldung ausgelie⸗ ferte deutſche Volk ſich ſtellen müſſe, wenn die Fehler der Vergangenheit endlich beſeitigt und nicht wie⸗ derholt werden ſollen. Indem Hugenberg die Welt⸗ wirtſchaft als das Nebeneinanderbeſtehen ſelbſtän⸗ diger nationgler Wirtſchaften definierte, trat er be⸗ wußt dem durch die Enwicklung und durch die Praxis aller maßgebenden Staaten längſt überholten han⸗ delspolitiſchen Liberalismus entge⸗ gen, der in doktrinärer Zuſpitzung die Welt als eine wirtſchaftliche Einheit betrachtet. Im Mittelpunkt ſeiner Ausführungen ſtand Das Problem der Wiederherſtellung und He⸗ bung der internationalen Zahlungsfähigkeit Deutſchlands als Vorausſetzung einer geſun⸗ den handelspolitiſchen Entwicklung der Welt. Dabei fand auch das in Deutſchland zur Binſen⸗ wahrheit gewordene Problem„Volk ohne Raum“, d. h. die unnatürliche Beſchränkung der wirtſchaft⸗ lichen Betätigungs möglichkeiten Deutſchlands auf ſein verkleinertes Staatsgebiet in Europa eine Er⸗ wähnung, die der mißgünſtigen Kritik in England und Frankreich den Vorwand zu merkwürdigen Uebertreibungen und Feſtſtellungen diente. Der ſozialiſtiſche„Daily Herald“ ſucht das alte Mißtrauen gegen Deutſchland neu zu beleben, indem er die Erklärungen übertreibt:„Deutſchland will wieder ein Weltreich haben, es wünſcht ein Stück von Rußland für ſeine Anſiedler.“ Das Blatt will aus dem Verlangen nach Siedlungsraum die Forderung herausleſen, daß ganz Polen, die balti⸗ ſchen Staaten, 1 und überhaupt Oſteuropa mit deutſchen Kolonien beſät werden ſoll. Weſentlich ruhiger urteilt der dem Foreign Office naheſtehende Daily Telegraph“, der die Aus⸗ führungen über Kolonial- und Siedlungsfragen als wirtſchaftliche Poſtulate und nicht als politiſche For⸗ derungen angeſehen und behandelt wiſſen will. In Frankreich iſt dagegen auch die offiziöſe Agentur Havas bemüht, die Erklärungen Hugen⸗ bergs als ſenſationelle Enthüllung der wahren Ab⸗ ſichten Deutſchlands hinzuſtellen und aus ihnen einen Vorſtoß gegen England und einen Feldzugs⸗ plan gegen Rußland herauszuleſen. Der nationali⸗ ſtiſche„Figaro“, der gleichfalls England und Deutſchland in Gegenſatz zu bringen ſucht, ſpricht von einem erſten Ergebnis des Viererpaktes, zu deſſen Erfolg Macdonald unvorſichtigerweiſe beige⸗ tragen habe. Dieſe Ausſchlachtung ſehr überlegter und ernſt zu nehmender wirtſchaftlicher Betrachtungen zu ten⸗ denziöſer politiſcher Polemik iſt nicht dazu angetan, die von Anfang an bedenklich flaue Atmoſphäre der Weltwirtſchaftskonferenz zu verbeſſern und ihr über den in naher Ausſicht ſtehenden toten Punkt hinweg⸗ zuhelfen. Franzöſiſche Rückzugsgefechte Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters V Paris, 17. Juni. „Die diplomatiſche Betriebſamkeit rings um den Viermächtepakt iſt zum Stillſtand gekommen,“ ſo be⸗ ginnt ein bemerkenswerter Stimmungsbericht des franzöſiſchen Havasdienſtes aus Rom. Ueber die Gründe des vorläufigen Stillſtandes wird mitgeteilt, daß Muſſolini vor der Einleitung franzöſiſch⸗italie⸗ niſcher Verhandlungen mit Berlin einen Ge⸗ dankenaustauſch für erforderlich hält. Nach der Rückkehr des deutſchen Botſchafters in Rom, Herrn von Haſſel, aus der Reichshauptſtadt wird Muſſolini zu den franzöſiſchen Anregungen in entſprechender Form Stellung nehmen. In dem Be⸗ richt heißt es weiter, daß die Reichsregierung vor der Ratifizierung des Viermächtepaktes eine Beſei⸗ tigung der Spannung zwiſchen Oeſterreich und Deutſchland wünſche und in dieſer Hinſicht mit Muſſolinis Bemühungen rechne. Der Havasbericht verfolgt den Zweck, die öffentliche Meinung in Frankreich, der über unmittelbar bevorſtehende fran⸗ zöſiſch⸗italieniſche Verhandlungen viel vorgeſchwätzt wurde, rechtzeitig mit der Tatſache vertraut zu machen, daß es Muſſolini nicht im mindeſten darauf ankomme, die Zweierbeſprechungen mit Fankreich zu überſtürzen. Italiens Schuldenzahlung Drahtbericht unſeres röm. Vertreters g Rom, 17. Juni. Italien hat in Anlehnung an die Stellungnahme der engliſchen Regierung eine Million Dol⸗ lars in italieniſcher Schuldenzahlung als am 15. Juni fällige Schuldenrate an Amerika bezahlt. Dieſer Betrag entſpricht einer Zahlung von 10 Pro⸗ zent derjenigen Summe, die Italien eigentlich an dieſem Termin hätte zahlen müſſen. In feiner Sitzung vom 12. Juni hatte der Große Fafziſtenrat, wie erſt heute bekannt wird, dieſe Zahlung beſchloſ⸗ ſen, um, wie es wörtlich in der Tagesordnung heißt, den guten Willen der faſziſtiſchen Regierung zu be⸗ weiſen und um gleichzeitig die Grenzen, auf die die⸗ ſer Wille ſtößt, aufzuzeigen“. Der Kampf in Oeſterreich * Mannheim, 17. Juni. Herr Dollfuß bereiſt die europäiſchen Hauptſtädte, antichambriert bei Sir John Simon und Monſieur Paul⸗Boncour und erbittet den Segen von Foreign Office und Quai'Orſay für ſeinen„Freiheits⸗ kampf“.— Nichts kann ein deutlicheres Urteil über die Wiener Regierung fällen als eben dieſe Reiſe, denn ſie zeigt mit unverwiſchbarer Klarheit, daß man am Ballhausplatz verlernte, Deutſcher zu ſein. Um dreihundert Millionen Schilling hat vor einem halben Jahr das überalterte Parlament den Pakt von Lauſanne unterſchrieben, der Oſterreich für lange Jahre die Rückkehr zum Reich verwehrt. Mit zäher Er⸗ bitterung haben die deutſchen Parteien gegen dieſe neue Verſklavung gekämpft, weil ſie ſich das Recht der freien Geſtaltung ihres deutſchen Lebens nicht nehmen laſſen wollen. Doch mit einer Stimme Mehrheit ſtimmten die Sozialdemokraten, Chriſtlich⸗ ſoztalen und Heimwehrleute dem Vertrage zu, der Oeſterreich eine neue Schuld auflud, damit es ſeine alten Verpflichtungen bezahlen könne. Verpflich⸗ tungen, die aus dem wahnſinnigen Diktat von St. Germain entſtanden waren, weil man das Volk an der Donau ſeiner natürlichen Grenzen und Lebens⸗ möglichkeiten beraubte. Von den dreihundert Mil⸗ lionen Schilling wird Oeſterreich ſelbſt faſt nichts zu ſeinem Wiederaufbau erhalten, faſt alles wird zu⸗ rückfließen in die Taſchen der Gläubiger. Die kurze Atempauſe für die öſterreichiſche Wirtſchaft wurde von Herrn Dollfuß und ſeinen Trabanten erkauft mit dem Verzicht auf die Freiheit des deutſchen Volkes an der Donau. Dieſer Verrat an Oeſterreichs Zukunft iſt die wahre Urſache der Kämpfe in unſerem Bruder volk. Gegen dieſe Politik der Selbſtpreisgabe erhob ſich in leidenſchaftlichem Kampf die nationalſozialiſtiſche Bewegung in Oeſterreich, weil ſie nicht vergaß und nicht vergeſſen laſſen will, daß das Land und Volk an der Donau deutſch war, deutſch iſt und deutſch bleiben muß. Um ihres Deutſchtums willen aber erleiden heute die Nationalſozialiſten Verfolgung durch jene Kräfte, die zu den Zeiten der Habsburger ſchon aus der Stadt Haydns, Mozarts und Beet⸗ hovens eine Metropole des Völkergemiſches machen wollten, das die Doppelmonarchie erfüllte. Hunderte und Aberhunderte wurden verhaftet, die Führer wurden mit Schikanen über Schikanen verfolgt, aber die deutſche Fahne fliegt unverzagt im Sturme, und hinter ihr marſchiert das Volk. Durch leere Gaſſen müſſen die Garden des Herrn Dollfuß und des Für⸗ ſten Starhemberg demonſtrieren. Mit den Bajonet⸗ ten ſtürmen die Soldaten der öſterreichiſchen Armee gegen ihre eigenen Brüder. Aus den Höfen und von den Bergen, aus den Fluren und den Mietskaſernen aber ſteigt das Gelöbnis der Bürger und Bauern, der Arbeiter und Angeſtellten empor: Wir wollen deutſch ſein und bleiben. Legitimiſten und Chriſtlichſoziale, Sozialdemokraten und Heimwehrleute haben das Schlagwort vom öſter⸗ reichiſchen Menſchen geprägt, der eine eigene Nation mit eigener Kultur ſein ſoll. Mit wohlgefälliger Zu⸗ friedenheit wurde dieſe„Entdeckung“ in Paris und London, in Prag und Belgrad vernommen, denn damit erhielt die Siegerwillkür von St. Germain einen Anflug von innerer Berechtigung. Die Flucht des Herrn Dollfuß nach Paris aber zeigt, welche Mächte heute in Oeſterreich herrſchen. Hinter dem kleinen Korporal im Ballhaus erhebt ſich der große Schatten Frankreichs. Oeſterreichs ſoll eingefügt werden in die Koalition der franzöſiſchen Trabanten, ſoll für immer in der Front gegen Deutſchland ſtehen. Seit Jahren geht der unterirdiſche Kampf Frankreichs um das Land an der Donau, denn Oeſterreich iſt der Keil zwiſchen Polen—Tſchechoſlowakei und der Kleinen Entente. Wird es eingegliedert in die Reihe der franzöſiſchen Vaſallenſtaaten, dann iſt der Gürtel um Deutſchland von der Oſtſee bis zur Adria ge⸗ ſchloſſen, dann ſchiebt ſich ein breiter Riegel zwiſchen Deutſchland und Italien. Dieſen franzöſiſchen Beſtrebungen hat Dollfuß durch ſeine Umtriebe in London und Paris zweifel⸗ los Vorſchub geleiſtet, denn die Verſuche des Bun⸗ deskanzlers, die beiden weſtlichen Großmächte in die Auseinanderſetzungen mit Deutſchland hineinzuzer⸗ ren, müſſen die öſterreichiſche Regierung immer mehr in die Abhängigkeit Frankreichs treiben. Nicht mehr nur eine materielle Bevormundung Oeſterreichs durch Paris droht daraus zu entſtehen, ſondern die viel gefährlichere ideelle, die den Machthabern in Wien jedes tiefere Verſtändnis für die geiſtige Hal⸗ tung des öſterreichiſchen Volkes rauben muß. Und dieſe Gefahr wird noch geſteigert durch die politiſche Welt in Wien ſelbſt. Die alten Mächte des habs⸗ burgiſchen Legitimismus, des Liberalismus und Marxismus haben eine Zufluchtsſtätte unter dem Schutz der Diktatur Dollfuß gefunden. Mit allen Mitteln der Hetze und der Verleumdung ſuchen ſie die Verwelſchung des öſterreichiſchen Volkes herbei⸗ zuführen, eine unüberbrückbare Kluft zwiſchen den 272 24180 „ Nummer Brudervölkern aufzureißen. aber wird ihnen mißlingen, denn Andreas Hofer, der ſo lange begraben n Schutt und Staub der Habsburger eder erſtanden. Frei ſoll das Land ſein, 8 ſeine Geſchicke ſelbſt beſtimmen: das iſt der Oeſterreicher in ihrem Kampf gegen ohne Volk. Nicht ein Vaſallenſtaat icht ein Obrigkeitsſtaat unter der Herr⸗ schicht will Oeſterreich ſein, ſon⸗ meinſchaft: das iſt der Sinn heute von unſerem Brudervolk W. R. gahre 8, das wird. Jlaliens Zurückhaltung Drahtber icht unſeres röm. Vertreters Rom. 17. Juni. Zu den Pariſer Gerüchten, daß der franzöſiſche Miniſterpräſident Daladier beabſichtige, den Vier⸗ t noch vor der formellen Unterzeichnung benutzen, um die augenblicklich zwiſchen und Oeſterreich beſtehenden Schwierig⸗ s Forum der Großmächte zu zitieren, die Turiner„Stampa“ Einwände, die zon geäußert wurden. Sie ſchreibt: „Es iſt ein ungewöhnliches Vorgehen. Vertrag einen anzuwenden, bevor er ratifiziert worden iſt. nd kann dafür garantieren, daß dieſes Vorgehen immung der anderen Regierungen findet. unten mit Recht davon überraſcht ſein, daß tet Frankreich darauf drängt, den Pakt be⸗ reits anzuwenden und doch nicht den Anfang damit macht, ihn zu ratifizieren. Wenn die franzöſiſche Regierung wirklich ein ſolches beabſichtigt, dann könnte der Verdacht entſtehen, daß Frankreich die Ratifizierung des Paktes davon abhängig machen will, ob dieſe Frage zu ſeiner Zufriedenheit geregelt wird.“ Dieſe Aeußerung des angeſehenen vberita⸗ lieniſchen Blattes beweiſt deutlich, daß Ita⸗ lien nicht ohne weiteres gewillt iſt, eine fra ſche Einmiſchung in das deutſch⸗öſter⸗ reichi Verhältnis zuzulaſſen oder Paris ſche als Schiedsrichter des deutſch⸗öſterreichiſchen Zwiſtes anzuerkennen. Italien legt nach wie vor auf ſein gutes Verhältnis zu Deutſchland Wert. Eine Intervention Italiens in der deutſch⸗öſterreichiſchen Meinungsverſchieden⸗ heit, die eine Familienangelegenheit iſt, kommt nicht in Frage. Anrichtige Darſtellung Waſſerbaecks Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 17. Juni. Die von dem ehemaligen Preſſereferenten ber öſterreichiſchen Geſandtſchaft in Berlin, Legationsrat Dr. Waſſerbaeck, der ausländiſchen Preſſe gege⸗ bene Darſtellung über die ihm angeblich widerfahrene rechtswidrige Behandlung anläßlich ſeiner Feſthal⸗ tung im Berliner Polizeigewahrſam trifftin kei⸗ ner Weiſe zu. Dr. Waſſerbaeck iſt entſprechend den beſtehenden Vorſchriften untergebracht und behandelt worden. Auf die ihm in Zeugengegenwart von dem zuſtändi⸗ gen Polizeidezernenten geſtellte Frage, ob er An⸗ ſtände vorzubringen habe, hat er zwar die Ausſtat⸗ tung des Unterbringungsraumes bemängelt und dar⸗ über Klage geführt, daß er um halb 7 Uhr morgens habe aufſtehen müſſen, ſich jedoch ausdrücklich dabei beruhigt, als ihm mitgeteilt wurde, daß in beiden Punkten entſprechend der geltenden Oroͤnung ver⸗ fahren ſei. Dr. Waſſerbaeck fügte aus freien Stücken bei dieſer Gelegenheit hinzu, daß er nach der erhalte⸗ nen fklärung ſich nicht veranlaßt ſehe, Beſchwerde zu erheben. Doppelmord und Selbſtmord — Bernburg(Saale), 17. Juni. Der Mechaniker Joachim Boden aus Schönebeck an der Elbe erſchoß in 8 nerxleben die 20 Jahre alte Hertha Spohr und ihr dreiviertel Jahr altes Kind. Nach der Blut⸗ tat erſchoß ſich der Mörder. Boden ſollte das Kind der Spohr als eigen anerkennen. Die Mutter der Spohr mußte hilflos der Tat zuſehen. Chineſiſcher und japaniſcher Tempel Von Walter Bloem China unnd Japan! Der Kulturforſcher mag den entwicklungsgeſchichtlichen Uebergang zwiſchen der chineſiſchen und japaniſchen Religion, Kunſt, Litera⸗ tur, Wiſſenſchaft aufweiſen. Dem Beobachter nicht des Geweſenen, ſondern des Gewordenen drängt ſich, biel ſtärker als die Erkenntnis des genetiſchen Zu⸗ ſammenhangs beider Kulturen, das Gefühl ihrer meltweiten Weſensverſchiedenheit auf. China: das ſpricht zu uns als unerſchütterliche, gebär⸗ und zerſtörungswütige, formgewaltige, maſ⸗ ſenſüchtige Naturkraft, unbändig und grenzenlos, Japan: das iſt Uebernahme fremden Schöpfungs⸗ rauſches in eine nicht zur Erzeugung, aber zur ver⸗ ſtändnuisvollen Aneignung und Umbildung fähige Phantaſtie, in ein Gemütsleben, deſſen Stärke das Maß, die Beſchränkung, der Geſchmack iſt. Stürkſter Ausdruck der Volksſeele hüben und drüben: die Architektur. Und zwar die religiöſe Architektur. Vor ihr übernahm die profane alle wesentlichen Formelemente und die Grundgedanken der Raumentwicklung. Alſo das Urgebilde des chi⸗ neſiſchen wie des japaniſchen Lebensgefühls iſt der Tempel. Die formale Abhängigkeit der religiöſen Baukunſt Japans von der chineſtſchen, ſpringt in die Augen. Nicht minder deutlich aber die Anpaſſung, die alten aus China übernommenen Motiven in Japan zu⸗ teil geworden iſt. Der chineſiſche Tempel will Rieſenhaftigkeit. Nicht im Sinne plumper Maſſen⸗ protzerei, ſondern mit dem Ziel, Erhabenheit durch Raumſymbole zu verſinnbildlichen. Darum ſtrebt der China⸗Tempel nach auffallender, greller Pracht, das Auge überrumpelnder, den Geiſt vergewaltigen den Farbenwirkung. Er iſt bunt, iſt ſchreiend, er häuft und kontraſtiert wilde Töne zu aufpeitſchen⸗ den Akkorden. Er iſt ſo ſehr auf Pomp und Knall geſtellt, daß er eigentlich nur ſo lange vollkommen iſt, als er funkelnagelneu daſteht. Wenn er Patina anſetzt, wird er unanſehnlich. Er bedürfte stetiger Auffriſchung, um feinen Hochglanz zu bewahren. Eines ſeiner Materialien, das auffallendſte, iſt über Jahrhunderte hinüber weiter beſtändig: der Majo⸗ Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe In dem großen Prozeß gegen die Mörder des SA⸗ Mannes ſch hat Kommuniſt Schoel ausgeſagt, daß in Sowjetrußland die Lebensbeding⸗ ungen unerträglich geweſen ſeien. iſt keine Phraſe, durch die etwa der Angeklagte die Sympa⸗ thien des Gerichtes zu gewinnen ſuchte. Schoel iſt bekanntlich nach Deutſchland zurückgekehrt, obwohl er wußte, was ihm hier bevorſtand. Gefangenſchaft in Deutſchland ſchien ihm aber erträglicher als die„Frei⸗ Ti e del Das us 1. heit“ der owjetunion. Dieſer Fall beleuchtet das ungeheure Elend, das in Rußland herrſcht. In vielen Gegenden Rußlands wütet ſeit Jahr und Tag der Hunger. Tauſende und Zehntauſende fallen regelrechten Hungerepi⸗ demien zum Opfer. Einen erſchütternden Beweis für die Schreckniſſe, denen in weiten Teilen des bolſchewiſtiſchen Rieſen⸗ reichs die Menſchen ausgeliefert ſind, erbringt eine Reihe von„Hungerbriefen aus der S jet⸗-Union“, die zur Zeit im Zentrum Berlins ausgeſtellt ſind. Es iſt nicht ohne Reiz feſtzuſtell daß dieſe Briefſammlung in der Nähe der ruſſiſchen Handelsvertretung ſich befindet. Die Schau zeigt auch einige Proben ruſſiſchen Brotes, wie es in der Krim, im Nordkaukaſus, im Donkohlengebiet gegeſſen wird, richtiger vielleicht, gegeſſen werden muß. Man darf mit ruhigem Gewiſſen ſagen, daß wir ſelbſt in der böſeſten Leidenszeit des Krieges ſolche Nahrung mit Entſetzen zurückgewieſen hätten. Das iſt kein Brot mehr, vielmehr ein undefi⸗ nierbares Gemiſch von Häckſel, Baumrinden⸗ mehl und, wer weiß, was noch für Beſtand⸗ teilen. Inmitten der Briefe hängen noch einige Photogra⸗ phien abgehärmter, abgemagerter Geſichter, Augen, in denen kein Hoffnungsſchimmer mehr leuchtet. Lebende Leichname, für die der endliche Tod nur Erlöſung bringen kann. Die Briefe ſind von Deutſchſtämmigen an ihre Verwandten in Deutſch⸗ land und an charitative Organiſationen gerichtet, ſie kommen ebenfalls aus dem Nordkaukaſus, der Krim und dem Dongebiet, aus Meltitopol, Archangelfk, Dujepropetroweſk, dem ehemaligen Jekaterinoſlaw und ſogar aus Dujeproſtroj, dem Standort des rieſigen Elektrizitätswerkes, das die Stromſchnellen des S o w⸗ llen, Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 17. Juni. Zu den Beſchuldigungen der Untreue gegen den bisherigen geſchäftsführenden Präſidenten des Deut⸗ ſchen Städtetages, Dr. Mulert, wird vom Deut⸗ ſchen Gemeindetag u. a. mitgeteilt: Dr. Mulert hatte vor den Notverordnungskürzun⸗ gen Geſamtbezüge von jährlich etwa 66 700 Mark. Auf Grund der Notverordnung vom 6. Oktober 1931 hätte er gekürzt nur noch 31500 Mark Gehalt und etwa 2600% Wohnungsgeld bekommen dürfen, Dr. Mulert hatte ſich daraufhin zwar einen jähr⸗ lichen Barbezug von etwa 31 500% zahlen laſſen, anſtelle des Wohnungsgeldes von etwa 2600/ ließ er ſich aber formell das ſeit vielen Jahren vom Deutſchen Städtetag immer nur zu Bürozwecken benutzte erſte Stockwerk des Städtehauſes als Dienſt⸗ wohnung zuweiſen. Dr. Mulert hat jedoch dieſe Räume weder vorher noch nachher jemals bezogen, ſondern er hat ſie noch an demſelben Tage rückwir⸗ kend dem Deutſchen Städtetag für die geſetzliche Miete von 13 500/ zurückvermietet. Dadurch erhielt er etwa 10900 Mark jährlich mehr, als erlaubt war. Dr. Mulert hat dadurch und durch weitere Außerachtlaſſung von Kürzüngsvorſchriften insgeſamt etwa 20 000 Mark mehr erhalten, als ihm nach dem Geſetz zuſtand. Abgeſehen von einigen ſonſtigen kleineren Be⸗ anſtandungen wurde durch die beim Deutſchen lika⸗Ziegel, der ſeine Dächer überzieht, wie er ſeine Tore und Geiſtermauern auf ihrer ganzen Fläche mit faſt unzerſtörbarem Farbenglanz überkruſtet. Seine Säulen ſind durchgängig aus unechtem Mate⸗ rial: Stuck über einem Latten⸗ und Drahtgerüſt. Verwittert ſein Farbenüberzug, ſo verfällt ſchnell die täuſchende Attrappenpracht. Verfällt ſie, ſo entſteht nicht eine ehrfurchtgebietende Ruine, ſondern ein widerliches Skelett. Und ſie zerfällt. Man läßt ſie zerfallen. Denn der Chineſe baut nicht für die Ewigkeit. Er beugt ſich dem Geſetz, auch in ſeiner Kunſt, das Werden und Vergehen heißt. Der japaniſche Tempel iſt unverwüſtlich, unſterblich. Er verzichtet auf grobe Farbenpracht. Seine Dächer beſtehen aus einem ſchwärzlichen Terrakotta⸗Ziegel. Altert der, ſo zeigt er ein ſchö⸗ nes, gleichmäßiges Silbergrau. Seine tragenden Teile aber, Wände, Säulen, Treppen, ſind aus „echtem Material“ geformt, aus dem Kernholz der ungeheuren ſorgſam geſchonten und von gewiſſen⸗ hafteſter Forſtwirtſchaft verwalteten Wälder, die alle Berge des Landes überziehen, während Krieg und Mißwirtſchaft die herrlich geſchwungenen und ge⸗ türmten Gebirgswälle Nordchinas entwaldet haben. Dieſes Holzwerk mag braunen Anſtrich getragen haben, bei den Toren der Shinto⸗Tempel und beim ganzen Gebälk der Schreine des Reisgottes Enari iſt er urſprünglich grellrot geweſen. Verwittert die Farbe, ſo kommt die naturgebundene kräftige Maſe⸗ rung des edlen Holzwerks zum Vorſchein. Der Verwitterung hält ſie durch zahlloſe Jahrhunderte ſtand, und eine gleichfalls ſilbergraue Patina ähnelt ſie der Farbe der Dachziegel bis zur vollſtändigen Verſchmelzung an. So ſteht der japaniſche Tempel inmitten der Berg⸗, Wald⸗ und Gartenwelt, in die große namenloſe Baukünſtler ihn hineingezaubert haben, in ewiger Jugend, während der chineſiſche, nach kurzem, rauſchhaftem Jugendprangen raſchem Verfall unterworfen iſt. Nicht minder augenfällig iſt der Gegenſatz des Innenanblicks. Auch drinnen ſucht der chineſiſche Götterſitz durch rieſige Formen und wilde Gebärden⸗ ſprache zu betäuben und in ſchlotternde Knie zu zwin⸗ gen. Nur Buddhas Geſtalt zeigt in allen ihren In⸗ karnationen die Ruhe und Reife ihres Vorbilds. Die Wächter, die ihn umdräuen, überbieten ſich durch Hungerbriefe aus Dokumente menſchlicher Not aus dem Sowjelparadies 3 1 Shuntag Sonntag Säntstag, 17. Juni 1 Dujepr zur Gewinnung elektriſcher Kraft ausnutzt und auf das die Ruſſen ſo ſtolz ſind. „Die Not iſt groß. Ich habe einen kranken Mann und drei hungrige Kinder, die am leeren Tiſche ſitzen und nach Brot ſchreien“, ſo lautet der Notſchrei einer Mutter,„das Jüngſte iſt erſt zwei Monate alt, und ich kann dem armen Es iſt ſo ſchrecklich anzuſehen, und noch für ein Mutter⸗ Die übrigen Kinder bekommen den Tag drei Ich flehe jeden Tag zu Gott, dem Allmächtigen, er möchte Wurm nichts geben. wenn ein Kind ſich quält herz. Zwiebeln 7 und ein kleines Stückchen Rüben. uns helfen.“ Eine Lehrerin aus Odeſſa ſchreibt: verhungern. Der Hunger tut ſo weh. von Beruf Lehr „ entſagen mußten. verfolgt bis auf die jetzige Stunde. war, kämpfte ich um mein Arbeit mich zu ſcheuen. meine Geſundheit ſchwand. Leben, ohne vor einer Jetzt ſind wir ſo weit, daß wir uns kaum noch bedecken können. Doch die Hauptnot iſt der Hunger. Von Haus zu Haus gehen können wir nicht, wäre auch zwecklos, denn die noch eſſen, ſind uns feindlich geſinnt, und die anderen haben auch nur zur Not. Stehlen können wir auch nicht, und ſo müſſen wir einfach zu Grunde gehen. Wir hungern ſchon ſeit dem Zweimal täglich, Doch jetzt Zuerſt und Winter, d. h. wir kochen Suppen. ganz ohne Fett, nur Waſſer und Salz. haben wir ſeit zwei Monaten nichts mehr. aßen wir das Fleiſch von krepierten Pferden Kühen. Aber das wird jetzt ſtreng verboten. Trotzdem aber waren wir ſchon nachts hin⸗ ausgegangen, gruben die Kadaver aus und holten uns Fleiſch. Denn der Hunger tut weh. Wir eſſen auch Gras. Das kochen wir mit Salz. Doch es macht ſo ſchwach und wirkt auf den Magen. ja keines, ſo daß wir an Produkte kaufen gar keine Die Beſchuldigungen gegen Mulert Städtetag vorgenommene Reviſion auch noch feſt⸗ geſtellt, daß Dr. Mulert, von einem Kredit, der dem Deutſchen Städtetag von einem öffentlichen Geld⸗ inſtitut zu beſtimmten Zwecken des Deutſchen Städte⸗ tages eingeräumt worden war, im Herbſt 1931 60 000 Mark bar abheben ließ und dieſes Geld einer Pri⸗ vatbank als Feſtgeldanlage zur Verfügung ſtellte. Mitinhaber dieſer Privatbank iſt der Schwager des Dr. Mulert. Neue Kinoͤsentführung in Amerika Meldung des Wolff⸗ Büros — Sankt Paul(Minneſota), 17. Inni. Der Sohn eines reichen Brauereibeſitzers named Hamm wurde von einer Räuberbande entführt, die den Eltern des Kindes mitteilten, daß ſie das Kind töten würden, falls nicht umgehend 100 000 Dollar an einem beſtimmten Ort niedergelegt würden. Eiſenbahnzuſammenſtoß in Derby — London, 17. Juni. Um.30 Uhr früh ereig⸗ nete ſich bei Ambergate(Grafſchaft Derby) ein Zu⸗ ſammenſtoß zwiſchen zwei Perſonenzügen. Ein Lo⸗ komotivführer wurde getötet, der andere Loko⸗ motivführer und die beiden Heizer wurden ſchwer verletzt. Wir Ich ſelbſt bin erin, 45 Jahre alt, war hier ſelbſt als Lehrerin tätig, von 1925 bis 28, alſo bis zu der Zeit, wo alle Lehrer der Kirche und dem Glauben Weil ich aber nicht gegen mein Gewiſſen handeln kann, ſo wurde ich entlaſſen und Als ich kräftig Doch meine Kraft erlahmte, Einkommen haben wir Ahnung haben wir die le te ig Jahr, wir das letztemal Ach Brot, das Brot! Doch nur einmal ſatt eſſen ſchen wir.“ N Aus dem Donkohlengebiet ſchreibt eine Frau:„Es iſt nicht zuviel geſagt, wir verhungern Wir ſterben, wenn keine Hilfe kommt. 0 über Erika 12 Jahre, Albert 8 Jahre, Erwin 6 Jah i mein armer taubſtummer Mann und ich, alle aufgeſchwollen. Ja wir ſind nur dem geweiht Im Sommer und im Herbſt haben wir fleißig gearbeitet. Aber im Dezember und im Jannar mußten wir alles Korn und andere Produkte, auch Gemüſe⸗Samen der Regierung abliefern. Auch keine Kuhrübe, kein Kukurus, keine Bohne. Ja gar nichts. Kein Hahn oder Huhn, alles iſt for, alles zur Fleiſchlieferung gegeben Meines Mannes Eltern leben in der Verbannung auf drei Jahre. Auch mein leiblicher Bruder iſt verurteilt auf fünf Jahre. So große Not! Wir ſterben bald den Hungertod.“ Dokumente men ſchlicher Not die Zeugnis legen gegen ein Syſtem, das vorgibt, Not und Elend aus der Welt beſeitigen zu könen, aber nicht einmal imſtande iſt, ſeinen Angehörigen Brot, das einfache tägliche graue Brot zu reichen, daß ſie nicht Hungers ſterben. Eine Legende des„Malin Meldung des Wol uni 1989 mün⸗ Die K re Le, Hungertode ff⸗ Büros — Berlin, 17. Juni. Der„Matin“ meldet aus Zürich, daß dank der Intervention ergebener Freunde General von Schleicher nach der Schweiz habe kommen können, wo er unter falſchem Namen als Gaſt einer in Fi⸗ nanzkreiſen ſehr bekannten Perſönlichkeit lebe. Ge⸗ neral von Schleicher ſelbſt habe erklärt, daß er ledig, lich einige Ferientage in der Schweiz verbringe und ſich erhole. Nach Erklärung aus ſeiner näheren Umgebung ſolle er aber die Vorgänge in Deutſchland ſehr genau verfolgen und Vorkehrungen getroffen haben, als ob das nationalſozialiſtiſche Regime nicht mehr lange in Deutſchland Beſtand haben würde. Er halte die Reichswehr für eine der ſeltenen Organiſationen, die noch nicht vom hitleriſchen Bazillus angeſteckt ſeien Hierzu wird von zuſtändiger Stelle erklärt, daß Herr General von Schleicher ſich nach wie vor in Neubabelsberg aufhält und weder in der Schweiz geweſen iſt, noch die Abſicht hat, ſich dorthin zu begeben. Die Herrn General von Schleicher in den Mund gelegten Aeußerungen über die Verhält⸗ niſſe in Deutſchland ſind ſämtlich frei er funden. In Kürze Der Landesverband der Polizeibeam⸗ ten Badens hat ſich aufgelöſt und das Erſcheinen der Zeitſchrift„Die Badiſche Polizei“ eingeſtellt. Zum Liquidator wurde Verwaltungsinſpektor Erwin Wolber⸗Heidelberg beſtellt. 5 Zu Heidenheim(Wttbg.) wurde der kalhg liſche Vikar Voith mit Genehmigung der zuſtändigeß Stellen verhaftet. Er wird beſchuldigt, im Religions, unterricht die Perſon des Reichskanzlers Adolf Hit ler öffentlich herabgeſetzt und die Intereſſen der na⸗ tionalſozialiſtiſchen Bewegung geſchädigt zu haben, Der Bundesführer des Stahlhelm in Braun⸗ ſchweig Schrader, hat, nach der Amneſtie wieder die Führung des Stahlhelm⸗ Landesverbandes Braun⸗ ſchweig übernommen. Das Kommando z. b. V. hat in Hamburg eine größere Anzahl von Sozialdemokraten aus einer verbotenen Verſammlung heraus feſtgenom⸗ men. Unter ihnen befindet ſich der frühere Polizei⸗ ſenator Schönfelder, der Reichstagsabg. Dahrendorf, der frühere Senator Eiſenbarth und der hambur⸗ giſche Parteivorſitzende Meitmann. Entgegen Preſſemeldungen wird von amtlicher ruſſiſcher Seite erklärt, daß Trotzki nicht nach der Sowjetunion zurückkehren darf, da er auf Grund des Geſetzes vom 20. Febr. 1932 als Konterrevolutionär, verbannt iſt. Schreckhaftigkeit. Die Jünger, die Lochan, die ihn zu Dutzenden oder zu Hunderten umgeben, ſtreben nach markierter, oft porträthaft wirkenden Eindringlich⸗ keit der Weſensdarſtellung. Und alle zeigen ſie den wilden Farbentaumel der Tempelgehäuſe, die ihre Wohnſtatt ſind. Auch das Gebälk, das ſie umſtellt und überdacht, iſt grell, formen⸗ und kontraſtſchwel⸗ geriſch ausgepinſelt. So kommt im Beſchauer ein Gefühl der Anbetung vor überwältigender, erſchüt⸗ ternder, niederzwingender Größe der Gottheit zu⸗ ſtande, das dem Ich das Bewußtſein eigener Wert⸗ loſigkeit aufzwingt: Du Stäubchen, du Nichts im All! Das japaniſche Tempelinnere zeigt kühle, geſam⸗ melte Nobleſſe. Schwarz, Braun und Gold, das ſind faſt die einzigen Töne, die das Bild beſtimmen. Die Göttergeſtalten ſind maßvoll und gelaſſen in ihrer Haltung. Nur die älteren Verkörperungen der Na⸗ turgottheiten zeigen in deutlichem Anklang an die chineſiſchen Vorbilder ihrer Schöpfer ſchreckhaft bi⸗ zarre Phantaſtik. Der Shinto⸗Tempel gar muß der Götterbilder faſt ganz entraten, und als Gleichniſſe der Gottheit erſcheinen gerahmte oder gänzlich ſchmuckloſe Metallſpiegel. Tritt aber einmal eine Häufung von Göttergeſtalten auf— ſo in dem ſeltſam ſtarren Heer der 1001 überlebensgroßen Figuren der „elfgeſichtigen und tauſendhändigen Kwannon“, der Göttin der Liebesgnade und Fruchtbarkeit, in dem ſeltſamen hallenartigen Sanjuſangendo⸗Tempel zu Khoto— ſo ſind ſie mit gleichförmigem Goldüberzug verſehen, ohne jede Andeutung einer anderen Farbe. Die Geſamtwirkung iſt eine tiefe Beruhigung, eine zur Andacht und Verſöhnlichkeit leitende Stim⸗ mung beſchaulicher Verſenkung, die den Entrückten getröſtet, beſtätigt in den Pflichtentag entläßt. Und dieſe Empfindung iſt unverkennbar zu leſen auf den Geſichtern der zahlloſen Andächtigen, die dieſe Stät⸗ ten beſuchen, unzweifelhaft innerem Antrieb folgend und ſicher, den erſehnten Troſt im Heiligtum zu ſin⸗ den. China dagegen ſcheint religiös weit weniger durchſtrömt zu ſein— bis auf vage und trümmer⸗ hafte Vorſtellungen eines volkstümlichen Pan⸗ dämonismus, der eine Lebensmacht höchſtens im dumpfen Triebleben der Unterſchicht bedeutet. So iſt der Tempel in China wie in Japan das ausdrucksſtarke und ſtuntiefe Gleichnis zweier well⸗ weit verſchiedener Nationalcharaktere. Theater und Musik Kommende Uraufführungen. Ludwig Roſc⸗ lius hat ſoeben die Kompoſition ſeiner neuen Oper „Godiva“ beendet. Die Uraufführung erfolgt im Nürnberger Stadttheater im Auguſt. Die zweite Aufführung findet im Herbſt in Bremen ſtatt.— Heinrich Zerkaulens neues Schauspiel„Ju; gend von Langemark“ wird am 10. Novem⸗ ber, dem Jahrestag von Langemark, gleichzeitig an, fünf führenden deutſchen Theatern die Uraufführung erleben.— Franz Theodor Czekors neues Stu „Geweſene Menſchen“ ſoll in der erſten Hälfte der kommenden Spielzeit am Wiener Burgtheater ur⸗ aufgeführt werden. 5 ( Die Abonnenten entſcheiden. Im Rahmen der Werbungsaktion, die das Stadttheater Münſter zur Zeit führt, wurde, um zwiſchen der Theater- leitung und dem Publikum einen engen Kontakt her⸗ zuſtellen, bei einer Verſammlung der Abonnenten über den Spielplan des kommenden Winters abge⸗ ſtimmt. Das Publikum entſchied ſich u. a. für das Ausſcheiden der Jazzoperette aus dem Repertoire. Alte Operetten, wie„Don Ceſar“ oder„Der Vogel⸗ händler“, ſollen wieder aufgeführt werden. Im Schauſpiel iſt die Uraufführung von Paul Eruſtz Drama„Pork“ geplant. Ferner entſchied ſich das Publikum in der Oper für„Oberon“,„Madame Butterfly“,„Baſtien und Baſttenne“ und„Ariabne auf Naxos“. O Gemäldeverſteigerung in Paris. Eine ſeltene Sammlung von 34 Werken des franzöſiſchen Malers Claude Renoir gelangte in der Pariſer Städt. Verſteigerungshalle zum Verkauf. Die Sammlur ſtammte von dem Lyoner Kunſtfreund Vantheres Die meiſten Bilder erzielten Preiſe von mehr a 150 000 Franken. Zu den bedeutendſten gehörten „Weiblicher Akt auf grünen Kiſſen“(200 000 Fr), „Der kleine Maler“(220 000 Fr.) Zahlreiche deutſche, ſchweizeriſche, holländiſche, engliſche und amerikaniſche Sammler beteiligten ſich an der Verſteigerung. Millionen Franken ſind als Geſamterlös erz worden. telt Vor um Ha Sophia. mit dei brechen! ſatken freudige lagen d Kunſt ſe Moham dem me einer kletterte Whitter ſchen J ter die unter Schon! die ſilb eine St den Ge oder ei Juſtini byzanti rung d glatten zu dürf zahlrei⸗ rungen Vor al ſchen G Kunſth. 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Im ul Eruſts 9 ſich das „Madame „Ariadne ne ſeltene en Malers ſer Städt. Sammlung Vantheret mehr als gehörten 5000 Fr.), ze deutſche⸗ erikaniſche ung. 3 1 Samstag, 17. Juni/ Sonntag, 18. Juni 1933 g. Seite/ Nummer 273 5 Die Hagia Sophie Vor wenigen Monaten noch hallte Hammerſchlag um Hammerſchlag durch die Wölbungen der Hagia Sophia. Die Nachricht, daß die türkiſche Regierung, mit den Traditionen des iſlamiſchen Bilderverbots hrechend, die Freilegung der altberühmten Mo⸗ ſalken des Sophiendomes geſtatte, erregte ſteudiges Aufſehen in der ganzen gebildeten Welt, gen doch dieſe Meiſterwerke frühbyzantiniſcher Kunſt ſeit der Eroberung Konſtantinopels durch Mohammed II.— alſo faſt fünf Jahrhunderte lang— dem menſchlichen Blick entzogen, verborgen unter einer dicht verhüllenden Kalkſchicht. Baugerüſte kletterten empor, und unter der Aufſicht Profeſſor Phittemores, Leiter des amerikaniſchen byzantini⸗ ſchen Inſtitutes, begannen italieniſche Spezialarbei⸗ e Ein Christus-Mosaik ter die Auflagen von Gips und Kalk von dem dar⸗ unter liegenden polychromen Glasfluß zu löſen. Schon traten die Umriſſe der erſten Figuren zutage; die ſilbern gelichteten Schwingen eines Cherubim, eine Seraphs, blitzten in der Höhe auf, vom ſtrahlen⸗ den Goldgrund hob ſich faltenwerfend ein Mantel oder ein Habit. Es ſchien, als ſollte die Kuppel Juſtinians ſich wieder mit Heiligengeſtalten aus lyzantiniſchen Legenden zu füllen beginnen und die Wandflächen von oben bis unten in ihrer alten Gold⸗ und Silberpracht erſtrahlen. Da die Möglichkeit einer planmäßigen Orientie⸗ tung durchaus geboten iſt, glaubte man mit einem glatten Verlauf der Freilegungsarbeiten rechnen zu dürfen. Es beſtehen nämlich ſeit dem Mittelalter zühlreiche Quellenwerke mit eingehenden Schilde⸗ tungen des Innenſchmucks des Weisheitsdomes. Vor allem aber iſt es der Forſcherarbeit eines deut⸗ ſcen Gelehrten zu danken, daß der Archäologe und Kunſthiſtoriker jede Einzelheit des verhüllten Wandſchmucks kennt und ſogar prächtige farbige Abbildungen der Moſaiken beſtehen. Der deutſche elehrte Salzenberg wurde 1847 im Auf⸗ trag des kunſtſinnigen Königs Friedrich Wilhelm IV. nach dem Orient entſandt, um dort Innenaufnah⸗ men der altchriſtlichen Baudenkmäler vorzunehmen. In Konſtantinopel traf Profeſſor Salzenberg mit dem italieniſchen Architekten Foſſati zuſam⸗ . .. LDER O Das Schicksal der Neue Mannheimer Zeitung Sonntags⸗Ausgabe men, der gerade damit beſchäftigt war, das ruinen⸗ hafte, durch das Alter der Jahrhunderte gebeugte Heiligtum mit eiſernen Gurten und Traverſen zu ſtützen, eine beſonders ſchwierige und heikle Auf⸗ gabe, da auch ein großer Teil der Ziegel des Kup⸗ pelbaues durch neu gebrannte, genau in die Fugen paſſende Steine erſetzt werden mußte. Mit Hilfe der Baugerüſte der Maurer und Maler, die bis zum Scheitel der ſchwindelnd hohen Kuppel emporſtiegen, Moſaiks. Mehr als die Freskenmalerei entſpricht dieſe Art mit dem glänzenden Material, verwendet auf azurblauem und goldenem Grund, dem Ver⸗ langen nach Luxus, wenn auch die Art der Technik den Figuren einen eigenen, von der Freskenmalerei abweichenden Typus verleiht, ſo daß der Kunſt etwas Starres, Feierliches, Majeſtätiſches anhaftet. Es war der folgerichtige Geſchmack einer Zeit, in der die Kunſt, an die kanoniſchen Vorſchriften der Kirche Jas Christusbild über dem Prunktor gelang es den beiden Gelehrten, die Moſaikbilder freizulegen und an Ort und Stelle kolorierte Abbil⸗ dungen vorzunehmen. Die Mehrzahl der tiefer lie⸗ genden Bilder aber iſt für immer der Zerſtörung anheimgefallen, da gewiſſenloſe Hüter die farbigen Würfel mit der Hand herausbrachen und ſie den Be⸗ ſuchern überließen, um einen elenden Bakſchiſch da⸗ für zu verdienen. Da der Fanatismus der Mollas und Derwiſche zu jener Zeit dem Nichtmohammo⸗ daner ſogar das Betreten von Moſcheenbauten er⸗ ſchwerte, erfolgte die Enthüllung der Moſaiken mei⸗ ſtens heimlich nachts. Bewältigt von der Pracht, die ihnen entgegenſtrahlte, konnten die beiden Forſcher ſich nicht entſchließen, die Bilder wieder mit Kalk zu übertünchen und verfielen auf den Gedanken, die Koſtbarkeiten mit Leinwand zu beſpannen und dieſe in der Farbe der Wand zu übermalen, um ſpäteren Generationen, denen die Freilegung vielleicht vor⸗ behalten war, die mühſame Arbeit zu erleichtern. Die Moſaiken der Hagia Sophia ent⸗ ſtammen dem prunkliebenden Zeitalter Juſtinians, wo im Gegenſatz zur Vorliebe der Antike für Skulp⸗ tur, eine völlig neue, für die byzantiniſche Kunſt charakteriſtiſche Geſchmacksrichtung ins Leben trat, nämlich die rein bildliche Darſtellung in Form des und des Hofes gebunden, ſich auf Darſtellungen von Heiligengeſtalten und die ſymboliſche Verherrlichung des Herrſchergedankens beſchränkt. In dieſem Rah⸗ men aber wirken die für die Entfernung berechneten Moſaikbilder in der allgemeinen Harmonie des Ganzen großartig, ſchillernd in der Pracht der Farben. In dem ernſten, pathetiſchen Stil der Zeit gehal⸗ ten, Bilder ohne Lächeln, ſind auch die Mo⸗ ſaiken der Hagia Sophia. Wie in den meiſten byzan⸗ tiniſchen Kirchen beherrſchte auch hier das Bildnis Chriſtus als Weltenrichter. Dieſes Scheitelbild der Kuppel iſt leider nicht mehr erhalten. Es zeigte Chriſtus auf den Regenbogen thronend und bildete den nie übertroffenen Gipfelpunkt byzantiniſcher Moſafkenkunſt. Un verſehrt erhalten iſt das Chri⸗ ſtusbild über dem königlichen Prunk ⸗ tor. Gleichbedeutend mit göttlicher Weisheit wird es zum Symbol des Domes. Ernuſt und erhaben blickt der Heiland, die Rechte zum Segen erhoben, in der Richtung des Hauptaltars. In goldſtrotzen⸗ dem, edelſteingeſchmücktem Herrſcherornat liegt der Baſtleus(Kaiſer), Chriſti Statthalter in der öſtlichen Welt, hingeſtreckt zu des Erlöſers Füßen, den Ge⸗ danken des theokratiſchen Staats verkörpernd. Die Apostel Petrus und Paulus . 7., 25 ,,.. 2 e, 2 e, . ,,, 5, e, 5 22, BALLON 2 2 5. W 5 25 7 44 2 altberühmten Mosaiken in der Hagia Sophia Gegenüber, den weſtlichen Torbogen überragend, blickt die Mutter Gottes, durch all die Jahrhunderte die Beſchützerin von Byzanz, herab in die Halle des Domes. Die Geſtalten der Apoſtel Petrus und Paulus bilden den Mittelpunkt des groß⸗ artigen vielfarbigen Bilderberichts von Propheten, Märtyrern und Heiligen, eine grandioſe Apotheſe des byzantiniſchen Kaiſer⸗ und Gottesſtaates. Das Hauptgewicht byzantiniſcher Kunſtübung lag vor allem auf der Innendekoration, die den Effekt bis in die kleinſten Einzelheiten zu ſteigern trachtete. An Stelle der alten klaſſiſchen Tradition gelangten immer mehr orientaliſche Einflüſſe zur Geltung. Die Pracht der Farbe herrſchte vor. Die Geſtalten der Märtyrer und Schutzheiligen, der Engel u n Seraphim wechſeln mit reichem Blatt⸗ und Blu⸗ menrankenſchmuck, der wie bprientaliſche Stickerei wirkt, alles auf blauem, ſilbernem und goldenem Grund. Ueber die vielfarbigen Wände und Fußböden, wo Jaſpis, Alabaſter und Porphyr in geſchmackvoll nuan⸗ cierter Kombination wechſeln, über das Gold der Kapitäle, die althiſtoriſchen Stätten entnommenen polychromen Marmorſäulen ſtrömte das ſtarke Licht, das durch die vierzig Fenſter der großen Kuppel in den heiligen Raum drang. Nachdem eine Anzahl von Moſaikfragmenten in verhältnismäßig kurzer Zeit zutage gefördert wor⸗ den war, ſchien die Hoffnung zu beſtehen, daß es Whittemore gelingen würde, die geſamten noch er⸗ haltenen Moſaiken der Hagia Sophia binnen Jah⸗ resfriſt freizulegen. Bei dem guten Willen der tür⸗ Ein Seraph 1 kiſchen Regierung, die von dem Wunſch beſeelt war, Konſtantinopel um ein weltberühmtes Kunſtwerk zu bereichern und ſich mit voller Energie für die Sache einſetzte, erſchien dieſe Hoffnung durchaus gerecht⸗ fertigt. Nur eines vergaßen die Gelehrten in ihrer Weltfremoͤheit in Rechnung zu ſtellen, nämlich die ſtarre Unnachgiebigkeit der breiten Schichten des türkiſchen Volkes in allen Fragen, die mit der Religion und iſlamiſchen Tra⸗ ditionen zuſammenhängen. Das durch jahrhunderte⸗ alte Gewohnheit geheiligte Bilderverbot iſt heute noch tief im Bewußtſein des Volkes verankert. Ver⸗ geblich führten der Regierung in Angora nahe⸗ ſtehende aufgeklärte türkiſche Gelehrte das offenbar tendenziös gefärbte Argument ins Treffen, das Bildverbot ſei überhaupt nicht auf Suren des Koran zurückzuführen, ſondern lediglich das Ergeb⸗ nis von Verfügungen der Scheichs und Molla im ſpäten Mittelalter. Sogar das Machtwort des tür⸗ kiſchen Staatspräſidenten war in dieſer Frage ver⸗ geblich, denn viel ſtärker erwies ſich des Volkes ge⸗ heimer, faſt unkontrollierbarer Widerſtand, der die Hammerſchläge zum Verſtummen brachte und die Arbeiter zwang, ihre Gerüſte wieder abzutragen. Die abendländiſche Kultur muß heute auf die Enthüllung der Mofaiken Juſtinians verzichten. Die Moſaiken des Sophiendomes ſchlummern unter ihrem fatalen Staubſchleier weiter fort. X. H. A. 2 ce, DUNLOP 189321933 . ; , 8 e 5 2 10 Seite Nummer Neue Mannheimer Zeitung/ Sonutags⸗Ausgabe Samstag, 17. Juni/ Sonntag, 18. Jun 1939 Büchner ſcheidet aus 16. Juni Bürgermeiſter Aus der Stadtratsſitzung vom wird durch die Städt. Preſſeſtelle berichtet: Da die Stelle zweiten Bürger⸗ meiſters eingeſpart wird, ſcheidet Bürger⸗ meiſter Büchner gemäߧ 6 des Beamtengeſetzes vom 7. April 1933 aus der Stadtverwaltung aus. Die ſtädtiſchen ertreter in den Auſ⸗ ſichtsräten der Geſellſchaften, an denen die Stadt Mannheim beteiligt iſt, werden vom Stadtrat vorgeſchlagen. des N 2 Gegen wiloͤe Ordensverleihungen Schon in den vergangenen Jahren war es mög⸗ lich, unter ſehr leichten Bedingungen, aber gegen Zahlung einer nicht geringen Summe, ſich Orden und Ghrenzeichen zu verſchaffen. Dieſe wilden Orbdensverleihungen gingen von privater Seite aus und waren nichts anderes als eine Geſchäftemacherei. Die Kämpfer des Weltkrieges ſind nicht gewillt, länger zuzuſehen und fordern ſchnellſte Abhilfe. Der Rhein⸗Neckar⸗Militärgauverband hat auf ſeinem letzten Gaukriegertag folgenden An⸗ trag einſtimmig angenommen und ſeine Weiter⸗ Behandlung in die Wege geleitet: Die Frontkämpfer wiſſen den Wert und die Würde der im Kriege verliehenen Orden und Ehrenzeichen gebührend zu ſchätzen. Aus dieſem Grunde find wir Gegner von ſogenannten Ordens⸗ verleihungen, die mit Geld erlangt werden kön⸗ nen. Es dürfte allgemein bekannt ſein, daß in den letzten Jahren ſich allerlei Stellen aufgetan haben, die ſich mit der Herſtellung und Verleihung von Orden und Ehrenzeichen unter für jedermann leicht erfüllbaren Bedingungen gegen Barzahlung befaſſen. Es iſt alſo eine Leichtigkeit, daß der, der Geld hat und ſolches dafür ausgeben will, ſich die Bruſt ſchmückt mit einer Reihe gekaufter ſoge⸗ nannter Orden und Ehrenzeichen und ſich damit den Anſchein eines verdienſtvollen Mannes oder eines Helden gibt, wodurch dann die tatſächlich mühevoll und heldenhaft errungenen Auszeichnun⸗ gen ganz in den Schatten geſtellt werden. Es iſt unbedingt zu fordern, hierin Abhilfe bzw. Klar⸗ heit zu ſchaffen. Wir ſtellen daher den Antrag: 1. Verbot der Herſtellung und des Verkaufs zw. der Verleihung von Orden und Ehrenzei⸗ chen, die käuflich und nicht von Staatswegen ver⸗ liehen ſind. 2. Verbot des Tragens dieſer Abzeichen in der Oeffentlichkeit. 3. Forderung der Schaffung eines Kriegs. ehrenzeichens für die Kriegsteilnehmer 1914—18 durch die Reichsregierung evtl. in Ver⸗ bindung mit dem Kyffhäuſerbund. * Im Anſchluß an den Beſchluß des Rhein⸗Neckar⸗ Militärgau⸗Verbandes iſt es zu begrüßen, daß dem wilden Ordenshandel endlich einmal Einhalt geboten wird. Darunter fällt aber nicht die Deutſche Ehrendenkmünze des Weltkrieges, da dieſe nicht käuflich zu erwerben iſt und nur auf Antrag verliehen werden kann. Es ſind lediglich von dem Antragſteller die Selbſtkoſten zu beſtreiten, da der Staat zur Zeit über keine Mittel verfügt. In⸗ Haber und Träger der DEdW. ſind ſämtliche deutſche Fürſten, an der Spitze Wilhelm II., ſowie alle Heer⸗ führer unter Führung von Generalfeldmarſchall von Hindenburg uſw. Am 21. April wurde ſeitens des Ordensrates unter dem Ehrenmarſchall General⸗ oberſt von Einem dem Schöpfer des neuen Deutſch⸗ land, Reichskanzler Adolf Hitler, die Deutſche Ehrendenkmünze des Weltkrieges ehrenhalber ver⸗ liehen. Dies zur Kenntnisnahme aller Antragſteller. fannheimer Glocken erzählen 85 F Glockenweihe der Friedenskirche— Sechs evangeliſche Kirchen beſitzen Vronteglocken im Gewicht von 38 934 Kg Mit der morgigen Weihe der Glocken der Frie⸗ denskirche wird unſere Stadt um ein weiteres ausge⸗ zeichnetes Geläute bereichert. Es gibt nur wenige Städte, die Mannheim bezüglich muſikaliſch wertvoller Geläute übertreffen. Die gleiche Firma, die das unſerer Thriſtuskirche goß, einzigartige Geläute das ſchönſte im Badiſchen und eines der muſikaliſch wertvollſten in Deutſchland überhaupt, die Glocken⸗ gießerei Bachert in Karlsruhe, hat auch das Frie⸗ denskirchegeläute(und das benachbarte der Peters⸗ kirche) geſchaffen. Trotzdem Mannheim eine verhält⸗ nismäßig junge Stadt iſt, hat ſie trotzdem einige hiſtoriſch ſehr wertvolle Glocken. Das vermutet man umſo weniger, als durch die Zerſtörungen durch die Franzoſen Ende des 17. Jahrhunderts alle Kirchen bis auf Grundmauern niedergebrannt wurden und das edle Glockenmaterial mitgenommen wurde. Beſonders tragiſch iſt die Geſchichte der „zweifachen Nationalkirche“, der hoch⸗deutſch reformierten die und der franzöſiſch reformierten. Kaum nach ihrer Weihe(1689), wurde entgegen dem Verſprechen des Dauphin bei der Uebergabe die Stadt niedergebrannt. Die Glocken wurden Kriegsbeute. Zehn Jahre vergingen, bis die nach Neu⸗Mannheim zurückkehrenden Flüchtlinge als erſte Ausgabe für einen neuen Kirchenbau ſich eine Glocke kauften mit einem Gewicht von einem Zentner. Mit der Rückkehr der Reformierten wurde gleich an den Bau eines Kirchleins aus Brettern ge⸗ gangen, unter Benutzung der Grundmauern der nie⸗ dergebrannten Kirche im Quadrat R 2. Da dieſes Kirchlein ſich für die Reformierten, die Lutheriſchen und die Katholiken, die nach dem Simultaneum ſich darin zu teilen hatten, als zu klein erwies, wurde auf Koſten aller drei eine Behelfskirche erbaut in dem heutigen Konkordiengarten, wie Liſzt in der Geſchichte der Lutheriſchen Gemeinde Mannheim berichtet. Das in Frankfurt gekaufte Glöcklein wurde wohl gemein⸗ ſam benutzt. Ueber ſein Schickſal weiß man jedoch heute nichts mehr. Es iſt möglich, daß es auf den Rathausturm mit einer Schweſter gebracht wurde, deſſen Geläute allen Konfeſſionen zuſtand. 1706 begann die lutheriſche Gemeinde als erſte, ein eigenes Gotteshaus zu bauen. Obwohl ſie durch Eröffnung der Hygiene-Ausſtellung In Anweſenheit der Spitzen ſtaatlicher und ſtäd⸗ tiſcher Behörden, der Vertreter des Geſundheits⸗ weſens und der Frauenorganiſationen wurde heute vormittag in den Rhein⸗Neckarhallen die Ausſtel⸗ lung des Deutſchen Hygiene⸗Muſeums „Geſunde Frau— Geſundes Volk“ eröffnet. Unter den Ehrengäſten ſah man u. a. ſtellvertretender Landrat Regierungsrat Neumayer, Polizeipräſi⸗ dent Sackſofſky, Regiekungsrat Dr. Leiber, Beigeordneter Dr. Bartſch, Beigeordneter Dr. Zeiler, Regierungsrat Dr. Compter, Stadtrat Runkel, Stadtoberſchulrat Lohrer, Schulrat Gerweck, Oberbaudirektor Zizler, Baudirektor Volckmar, Direktor Schumacher, Krankenhaus⸗ direktor Dr. Kißling, Syndikus Dr. Ulm, Di⸗ rektor Dr. Fries, die Vertreter vom Handwerker⸗ und Gewerbeverein, vom Verkehrsverein uſw. Staatskommiſſar Dr. Wegner führte nach der Begrüßung der Erſchtenenen u. a. aus, daß es kein Zufall ſei, daß dieſe Ausſtellung, die vor wenigen Wochen durch Dr. Goebbels eröff⸗ net worden iſt, gerade in der heutigen Zeit durch Deutſchland wandert. Umfaßt ſie doch das Ideengut der neuen Zeit und will für die Befreiung der Frau von der Emanzipation eintreten. Wir ſehen heute wieder das Volk als eine große geſchloſſene Har⸗ monie und kommen daher zu dem Schluß: Wer keine Kinder hat, obgleich er welche haben könnte, iſt min⸗ derwertig für ein Volk. Wir wollen die Mutter als die Religionsdeklaration, bei der die Katholiken zwei und die Reformierten fünf Siebentel der Kir⸗ chengüter erhielten, leer ausgingen, vollbrachten ſie den Bau der Trinitatiskirche, die im Okto⸗ ber 1709 geweiht wurde. Natürlich durfte eine Glocke nicht fehlen. Zur Einweihung hatten die Offiziere des Iſſelbachſchen Regiments eine Glocke von 4,5 Ztr. geſtiftet. Dieſe älteſte und ehrwürdigſte Maunheimer Glocke iſt noch heute erhalten. 1917 war ſie verſchont worden, 1922 ſchien ihr Ende beſtegelt mit der Anſchaffung eines neuen Geläutes für die Trinitatiskirche. Iſt es Ironie des Schickſals, daß, nachdem ſie ſchon zum Feuertod verurteilt war, 1923 gerettet wurde. Zum Abtransport in einem Lagerhaus bereitgeſtellt, mußte der Transport unter⸗ bleiben. Ihre weitere Rettung geſtaltete ſich nicht weniger ſchwierig, da die Glockengießerei ſich nicht mit Inflationsgeld abfinden laſſen wollte. Endlich einigte man ſich auf Naturalien, d. h. Kupfer und Zinn in gleichem Gewicht mußten geſtellt werden. Da ſammelte man, denn Metall konnte man bei der Armut nicht kaufen, die Kupferpfennige und mon⸗ tierte die Regenröhren ab. Den Reſt des Metalls lieferte zu günſtigen Bedingungen eine Großhand⸗ lung. Als man die Glocke der neuerbauten Melan⸗ chthonkirche geben wollte, gaben die Franzoſen die Glocke nicht frei. Mit einer Krankenſchweſter gelang es dem Kirchendiener Friedlin, die Glocke frei⸗ zubekommen. Die Melanchthonkirche erhielt durch ein weiteres Glöcklein, das vom Oſten kam, ein edles Geläute. Die Inſchrift der älteſten Mannheimer Glocke, die nun der jüngſten Mannheimer Kirche dient, lautet: In Mannheim hat mein Nam und Klang Vor niemand hören ſchallen: Ich bin die erſte lutheriſche Glock. Ich rufe denen allen, Die ſind auf Gottes Lob und Preis Und eignes Heil bedacht, Und zeige zum Gedächtnis an Wer mich zur Welt gebracht. Mannheim anno Chriſti MD CCIX Durch das Feuer floß ich, Johann Melchior Derck in Mannheim goß mich. Ahnfrau künftiger Geſchlechter achten, denn des Wei⸗ bes höchſtes Glück iſt die Mutterſchaft. Im Namen des Oberbürgermeiſters dankte Beigeordneter Dr. Bartſch für die Ausſtellung. Er ſprach beſonders den Leitern und Organiſatoren, an der Spitze Medizinalrat Dr. Stephani, ſeinen Dank aus. An die Bevölkerung richtete er den Appell, von der einzigartigen Gelegenheit dieſer ſehenswerten Ausſtellung eifrig Gebrauch machen zu wollen. Als die Ausſtellung für eröffnet erklärt wor⸗ den war, traten die geladenen Gäſte einen Run d⸗ gang an, der die Eindrücke, die man ſchon bei der Vorbeſichtigung empfangen hatte, verſtärkte. In Schutzhaft genommen. Im Laufe des geſt⸗ rigen Tages wurden acht Perſonen aus ver⸗ ſchiedenen politiſchen Gründen in Schutzhaft genom⸗ men. * Freiwillig aus dem Leben geſchieden. Geſtern abend wurde in Feudenheim eine 58 Jahre alte Witwe in der Küche ihrer Wohnung tot auf⸗ gefunden. Die Lebensmüde hatte die Gas⸗ hahnen geöffnet. Die Tat dürfte auf Schwermut zurückzuführen ſein. * Den Verletzungen erlegen. Ein 63 Jahre alter Pferdemakler aus Großſachſen, der am 11. Juni im Stalle eines Pferdehändlers in F 5 von einem Pferd gegen den Unterleib getreten wurde, iſt geſtern im Städtiſchen Krankenhaus geſtorben. Auch die Konkordienkirche hat ein hiſtoriſcheg Geläute. Nachdem die Kirche faſt genau ſo wie die 1689 gie dergebrannte 1717 wieder erbaut war, kamen der von der franzöſiſch⸗ reformierten Gemeinde ſtellten Kirche zwei weitere Glocken der re Gemeinde. wobei die Glocken ſchmolzen. Beide benutzten Turm und Gel meinſam, bis die Kirche 1795 in Flammen aufg Die unter den 2 mern gefundenen 9000 Kilo Metall genügten nic um der im Jahre 1800 wieder erbauten Konkordien⸗ 5 ge⸗ formierten äute ge⸗ ing m 1 17 kirche zu einem Geläute zu verhelfen. Man kaufte zunächſt die beiden Glocken der von den aufgelöſten Kloſterkirche Oggersheim und gut ausgefallenen Sammlung Zentner ſchwere, günſtig in Frankfurt. Franzosen nach einer eine ſchöne, dreißig Sie iſt ein Meiſterwerk des Jürgen Balthasar in Leeuwarden in Hollannd und war urſprünglich für die Gemeinde Berlikum beſtimmt, die ſich ſchweren Herzens aus Not zum Verkauf entſchließen mußte. Ueber dis Metallhandelszentrale Frankfurt kam ſie zum Preiſe von 2000/ nach Mannheim. Damit war eine der ſchönſten Glocken auch für heutige Begriſſe erwor⸗ Dieſe wundervolle Glocke in D N ben. Grundlage des neuen Geläutes. heimer Glocken paßte die kleinere zwiſchen as und gis. und t⸗Glocke von der Gießerei Speck in 1902. 1894 kam nach einem Gutachten des mit wurde Von den Oggerz⸗ die dem Ton Neu gegoſſen wurden eine eg Heidelberg heute noch wohlbekannten Organiſten Hänlein eine b⸗Gloche hinzu, während die Oggersheimer kleinere Glocke ausgeſchieden und in das Türmlein gehängt wurde. So hat die Konkordienkirche nächſt der Chriſtuskirche das muſikaliſch ſchönſte und dazu ein hiſtoriſch wert volles Geläute. Ueber die Glocken, die die Trinitatiskirche noch erhielt, bleibt nur kurz zu ſagen, daß ſie mit dem Geläute der Friedens⸗, Johannis⸗ und Lutherkirche 1917 Vaterlandes geweiht wurden. dem Schutz des Auch von den Glocken der Notkirchen in der Neckar, und Schwetzingerſtadt ſind keine mehr erhalten, wenn auch die alte Lutherkirche in Waldhof und die ehe⸗ malige Friedenskirche in Rheinau wieder wurden. aufgebaut Ueber die heutigen Glocken der evangei⸗ ſchen Kirchen von Mannheim iſt zum Schluß noch zu berichten: Glocken in den Tönen g, b, e, zu 48 000 wicht von 1209 Kg. von Franz Schilling Apolda. Die Konkordienkirche beſitzt Die Trinitatiskirche hat drei im Ge⸗ Söhne in Has ehrwürdige Geläute mit den Tönen B, d, es, f mit einem Gewicht von 7620 Kg. von der Chriſtuskirche mit dem ſchweren Geläut mit den Tönen As, B, e, Uebertroffen wird eh 15 800 Kg. es, f. Da⸗ zu gehört die Heinrich⸗Lanz⸗Glocke, die mit 120 Zen nern ſo ſchwer iſt, wie das geläute(6345 Kg.). kirche iſt auf B, des, e, g abgeſtimmt 7200 Kg. Jetzt bedarf nur noch die Luth eines ganzen Bronzegeläutes. Den neue Friedenskirch⸗ Das Quartett der Johannis und wiegt er kirche Verhältniſſen entſprechend tut das jetzige jedoch noch ſeinen Dient Die ſechs Mannheimer Kirchen haben Bronzeglocken im Gewicht von 38 934 Kg. es 41 600 Kg. Mit dieſen muſikaliſch und hiſtoriſch Vor dem Krieg waren wertvollen Glocken gibt Mannheim Zeugnis von dem Gemein⸗ ſinn der ſangesfrohen Pfälzer, die gefühlsmäßig be⸗ griffen haben, daß die Glocke erſt eine ſchafft. Gemeinde C, T. 4 9857 LH Der letzte Dienſt Eine Geſchichte von Otto Brinkmaun⸗Herford Erſt waren die Großen mit in der Kammer ge⸗ weſen und hatten halb ängſtlich, halb neugierig auf das weiße, kantige Geſicht des Vaters geſehen. Der Doktor ſagte kurz vor Mittag, man müſſe ſich auf alles gefaßt machen, wenn ein Mann von dieſem Schlage erſt über die Sechzig ſei. Seltſam, das ſchien in den Pfoſten dieſes Bauernhauſes zu ſtecken: So⸗ bald die Männer über die Sechzig waren, legten ſie ſich zum Sterben. Als die Kleinen von der Stube her ihre Köpfe durch die Kammertür ſteckten und verwundert zu dem braunen, zweiſchläfrigen Bett hinüberſchauten, drehte der Bauer den Kopf zur Seite. Er hatte ſchon, ſeit der Doktor fort war, kein Wort geſagt. Die Bäuerin lief auf weißen Strümpfen in der Kammer umher. Sie ſtellte behutſam die Medizin auf den Binſenſtuhl und ſchickte ſich an, den kleinen Zinnlöffel an der Schürze abzuwiſchen. Der Bauer aber ſchüttelte heftig mit dem Kopf. Dann ließ er müde die Hand aus dem Bett heraushängen. Scharf und weiß hob ſie ſich auf dem Jahrhunderte alten Holz ab. Auf den Nachmittag zu wurde es ſchlimmer. Die Kinder waren alle der Reihe nach wieder aus der Kammer gegangen. Sie hatten verſtohlen zu Boden geſehen. Eigentlich hätten ſie bleiben ſollen. Der Ohm auf dem Hofe, der das Zweite Geſicht haben ſoll und dem nicht mehr viel Jahre an neunzig feh⸗ len, hatte geſagt: Kinder ſollen immer dabei ſein, wenn Vater oder Mutter ſterben. Dann ſehen ſie den Tod und vergeſſen es nie wieder im Leben. Und vyn den Eltern allein kann man lernen. Fürs Ster⸗ ben und fürs Leben. Nun lag der Bauer da, dieſer bärenſtarke Nieder⸗ ſachſe, der vor wenigen Tagen noch den ſchweren Amboß in der Schmiede von einer Stelle zur anderen getragen hatte, als ob es ein Kinderſpielzeug wäre. Wer ihn anſah, merkte die faſt unheimliche Aufmerk⸗ ſamkeit, mit der ex den Tod erwartete. Seine Augen waren groß und ununterbrochen zur Decke gewandt. Seit heute morgen wußte er es genau, daß dieſes wieder denken: Wie iſt ſie dünn und ſchmal gewor⸗ alles den Tod bedeutete: Das Geſchirr war einige Male von der Wand gefallen, die Bienen ſchwärm⸗ ten unruhig vorm Flugloch, und dann kam der Paſtor mehrere Male zu ihm. So etwas rechneten die Bauern dem Geiſtlichen hoch an. Der Dorfſpaſtor war in ſeinen jungen Jahren ſelbſt Mediziner ge⸗ weſen und nachher zum Seelendoktor umgeſattelt. Wenn der Pfarrer in die dunklen Bauernkam⸗ mern kam, in denen die unmäßig großen eichenen Bettladen wie ſturmſichere Archen ſtanden, blickten ihn die großen blauen Augen fragend an. Und der Pfarrer hatte nachdenklich in die Augen geſehen, die ſich ihm wie weite Fenſter öffneten: Bauer, es ſteht ſchlimm aus! Da hatte der knorrige Hinnerk genug gewußt.—— Der Bauer hielt noch immer die Hand aus dem Bette, und die Bäuerin ſah ſie und mußte immer den! Beſonders nach dem Gelenk zu. Sie war ſchon gelblich⸗weiß, und die Adern lagen blau und deutlich in der Haut. Als die Bäuerin dieſe Hand ſah, kamen ihr wie⸗ der die krauſen Gedanken. Das war die Hand, deret⸗ wegen der Bauer die langen Jahre leiden mußte. Ihretwegen hatten ſie ihn damals von Hof und Grund geholt, ihm dieſe Qual auf die breiten Schul⸗ tern gepackt, die ſchwerſte aller Laſten, unter deren Wucht dieſe Rieſen meiſtens zerbrechen müſſen. Alle — der Reihe nach— ſagten damals, daß dieſe Hand dort, die ſich weiß von der Bettlade abzeichnete, daß ſie es getan hätte. Die Hand des ſterbenden Bau⸗ ern, dem jetzt mit einem Male der Schweiß in kleinen Perlen auf der Stirn ſtand: die Hand ſollte Sophie Joſtmeier umgebracht haben. Der Bäuerin lief ein Fröſteln über den Rücken. Sie zog die Schultern hoch und ſteckte die Hände umter die blaue Schürze. Das war die ſchwerſte Zeit in ihrem Leben geweſen. Sicher, damals, als der Bauer die Sophie heiratete, da hatte ſie geglaubt, das wäre nun das Ende und das könnte kein Menſch ertragen. Aber das zieht ſich alles wieder hin. Das Leid breunt ſpäter nicht mehr ſo wie in den erſten Tagen. Da ſitzt es wohl noch ganz tief im Herzen. Aber es iſt nicht mehr laut und ſchweigt ſich müde. Aber das war der Keulenſchlag geweſen, ſpäter, nach vier, fünf Jahren, als es hieß, der Bauer habe die Frau umgebracht. Da hatte ſie geglaubt, daß ſie nun in die Erde ſinken müßte, weil niemand, weil kein einziger im Dorf ihr glauben wollte. Nein, er hatte es nicht getan! Nein, nein, nein ſchrie ſie ſie damals, er iſt kein Mörder.— An den Scheiben ſurrte beharrlich ein dicker Brummer. Immer wieder ſtieß er gegen die Schei⸗ ben. Des Bauern Atem ging etwas ruhiger. Er wandte den Kopf zur Seite und ſah eindringlich die Bäuerin an. Dann ſagte er ganz langſam und klar: „Du— ich bin— es doch geweſen!“ a Die Bäuerin war aufgeſtanden. Sie hielt die Hände über der Bruſt verkrampft, daß die Nägel ſich in das Zeug krallten. Die Zähne biſſen die Lip⸗ pen wund, daß gar kein Laut ausbräche, der dieſes Haus zum Einſtürzen bringen würde. Auf weißen Strümpfen ſchritt ſte lautlos auf die Hand zu, die ſich weiß und deutlich auf der braunen Bettlade ab⸗ zeichnete.— Nach zwei Stunden rief die Bäuerin die Kinder in die Kammer. Im Bauern war kein Atem mehr. Die Hände lagen fromm auf dem Kiſſen gefaltet. In einem Kranz ſtellten ſich mit einem tiefen Schauer die Kinder um das braune Bauernbett, die Großen und die Kleinen. Die Bäuerin ſagte:„Jetzt iſt er im Himmel— er iſt ſelig geſtorben. Rein und unbefleckt.— Und er iſt es nicht geweſen. Er hat es nicht getan.— In ſeinem letzten Augenblick hat er es mir bei Gott bezeugt.“——— Sie ſprach ein Gebet. Das ſchloß mit den Wor⸗ ten: Wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wohl! Dann ging ſie hin und legte über das kantige Bauerngeſicht des Toten ein weißes Tuch. Kunſtſchätze durch Feuer vernichtet. In der Villa der ungariſchen Malerin Freifrau von Var⸗ nadi in Bad Kohlgrub brach ein Brand aus, der großen Schaden anrichtete. Das Feuer zerſtörte wertvolle Kunſtſchätze, Antiquitäten, Möbel uſw. Der Schaden wird auf 180 000 Mark geſchätzt. Die Be⸗ ſitzerin befindet ſich auf der Reiſe. „Geiſt der Freiheit Uraufführung in Leipzig Im Leipziger ſtädtiſchen Alten Theater kam daß Schauſpiel„Geiſt der Freiheit“ von Paul Beyer, dem Dichter des Schlageter⸗Dramas„Düſſeldorfer Paſſion“ zur Uraufführung. Als Zentralfigur hat der Autor Theodor Körner in die Hauht⸗ handlung geſtellt, die von einer in der Gegenwart ſpielenden Rahmenhandlung umkleidet wird. Unter ſparſamſter Verwendung von Gegenſpielern zeigt Paul Beyer die Atmoſphäre von 1813 auf, deren Schwingungen die deutſche Seele auch heute wie⸗ der erregen. Der Dichterheld, der Arbeit, ſeinen jungen Ruhm und ſeine Liebe dem Vaterlande opferte, erfährt in dem vorliegenden Sti eine eindringliche und würdige Darſtellung. Körner ſeine fanatiſche Hingabe an die Ideale ſeiner Poeſte wird hier von einem freiheitsbegetſterten Dramatiker zu einer herbiſchen Legende verklärt, deren Ewigkeitswerte in ſich trägt. Tendenz Bemerkenswert an dem Schauſpiel iſt die knappe, durchſchlagkräftige Formulierung des Paul Beyer blieb den Bezirken der hohlen Dialoges Phraſe in jedem Abſchnitt ſeines Stückes fern. In dem jungen Peter Elsholtz ſtand dem Regiſſeur Detlof Sierck ein idealer Darſteller für die Körner⸗Rolle zur Ber- fügung. Stück und Aufführung (Bühnenbilder Franz Nitſche) hinterließen auf die Zuſchauerſchaſt ſtärkſte Eindrücke. wurden lebhaft gefeiert. Eine neue Freilichtbühne. In Deſſau Der Dichter und ſeine Helſer WI. wurde die neue Freilichtbühne des Friedrichtheaters(anal tiſches Landestheater) mit einer Aufführung u Shakeſpeares„Was ihr wollt“ eröffnet. Die Bühne liegt inmitten der ausgedehnten Gartenanlagen ein ehemaligen Schloſſes im Herzen der Stadt, Baumbeſtände des Parkes ſchenken den aufführungen eine reizvolle Szenerie. die alten Freilich W. 1 f * N * „Je das w früher ausſto pielleit was e waſſ ſtäblich auf die Dazun jene 8 wo, ſo niſcher „ſo hei von s Wah der le feiern Die Belan Jubile vielhu in Mi heims Mann gal ſie alle Tradit geſchaf Do lang e ſorgur tale: wandf in da wurde Abwä durch Stadte um 18 Feſtur Wund und 8 Ku ſich ur Verhä tatſäch ßen 2 für N Durch Denn ſind d mer Bis heutig mein Bergſt wa ſſ forma. Idee Naß„ Odenn tigſten führba ferm Küfe laufen kommi das K kam d meiſt lich vi auszu Schiffe befvag! 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Vielleicht hat es eine Art pon ſymboliſcher Bedeutung, daß Mannheims Pahrzeichen gerade ein Waſſerturm ſein muß, der leider erſt 1938 ſein fünfzigjähriges Beſtehen feiern wird. 55 7 Dieſe Klage gilt nicht etwa den kulturhiſtoriſchen Belangen unſerer Stadt, die durch ein ſo junges Zubiläumsobjekt gegenüber anderen Städten mit pielhundertjähriger architektoniſcher Vergangenheit in Mißkredit kommen könnte. Oh, nein,— Maun⸗ heims Schloß mit ſeinen herrlichen Muſeumsſchätzen, Mannheims Barockkirchen, die Sammlungen des geughauſes, die Sternwarte, das Nationaltheater,— ſie alle legen Zeugnis ab für eine große und reiche Tradition und unverlierbares Kulturgut, das hier geſchaffen wurde. Doch erſt um 1880, nachdem man genau 200 Jahre lang an dem Problem der Mannheimer Waſſerver⸗ sorgung herumgedoktert hatte, entſtand das Käfer⸗ taler Waſſerwerk, von dem aus wirklich ein⸗ wandfreies, ſeuchenſicheres Trinkwaſſer in das Hochreſervoir des Waſſerturmes geleitet wurde.... Bis faſt um die gleiche Zeit floſſen alle Abwäſſer aus Haushaltungen und Gewerbebetrieben durch offene Straßenrinnen in den gleichfalls offenen Stadtgraben, der nach Schleifung der Feſtungswerke um 1800 an Stelle von fauligem Moraſt angefüllten Feſtungsgräben angelegt worden war.... Kein Wunder, daß alljährlich zahlreiche Typhusfälle und Sumpf⸗ und Wechſelfieber Mannheim * Kurfürſt Karl Ludwig war der erſte, der ſich um 1680 für eine Abänderung dieſer traurigen Verhältniſſe intereſſierte. Und nun wiederholen ſich tatſächlich 200 Jahre lang in mehr oder minder gro⸗ ßen Abſtänden die Verſuche, geſundes Trinkwaſſer für Mannheim zu erlangen, wie auch eine ſtändige Durchſpülung der Feſtungsgräben herbeizuführen. Denn nicht weniger ſchlimm als die Trinkwaſſernot ſind die unvorſtellbaren Zuſtände um das„Manne⸗ mer Kandelwaſſer“. Bis in die allerletzte Zeit vor der Erbauung des heutigen Waſſerwerks im Käfertaler Ge⸗ meindewald, das aus dem großen, von der Bergſtraße her dem Rheine zufließenden Grun d⸗ waſſerſtrome geſpeiſt wird, ſind ſämtliche Re⸗ formatoren der Mannheimer Waſſerfrage von der Idee beſeſſen, man müſſe das köſtliche, quellklare Naß„vom Gebürg bei Rohrbach“ oder ſonſtwo vom Odenwalde herleiten. Es werden die verſchiedenar⸗ tigſten Projekte gemacht, deren keines ſich als durch⸗ führbar erweiſt. 1770 z. B. wollte der biedere Kü⸗ ſermeiſter Mansperger das Waſſer in einem Küferſchlauch von Rohrbach nach Mannheim laufen laſſen, worauf ihn die ſtadträtliche Prüfungs⸗ kommiſſton kurzerhand für wahnſinnig erklärte. Als das Küferhandwerk kein Waſſer herbeiſchaffen konnte, kam die Reihe an die Bäckerzunft. Der Bäcker⸗ meiſter Bieſinger aus Mannheim ſchlug näm⸗ lich vor,„mit einer Faßmaſchin“ den Rhein auszuſchöpfen und in die Gräben zu leiten. Die Schifferzuuft wurde höchſten Ortes über dieſen Plan befragt, proteſtierte aber ſo heftig gegen ſolchen neuen Rheinfall, daß die Sache auf ſich beruhen blieb. Von den ſpäteren Projekten iſt beſonders ergötzlich der Vorſchlag, den Bau der Eiſenbahn zwiſchen Heidel⸗ „Kaiſerlicher und Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 7 5. Seite“ Nummer 273 heimſuchten, bis ſie gleich den Blattern mit Trockenlegung der Sumpfgebiete gänzlich ver⸗ ſchwanden. Einige intereſſante Dokumente der Zeit mögen die Verderblichkeit des Kandelwaſſers und die geſundheitswidrige Beſchaffenheit des Brunnen⸗ waſſers recht deutlich machen. Einen großen Teil Schuld an den Uebelſtänden trug natürlich Mann⸗ heims örtliche Lage auf dem Rhein⸗Neckar⸗Delta, das ſeiner Entſtehung nach eigentlich reines Ueberſchwem⸗ mungsgebtet iſt. Faſt alle Häuſer hatten alſo Brun⸗ nen, deren Waſſer durch faulige, verſchlammte Erd⸗ ſchichten filtrieren mußte. Nur in der Oberſtadt, in der Nähe des Schloſſes, wo eine große Kies⸗ und Sandbank dem Rheine zu den Ufergrund bildet und das ganze Gebiet um ein paar Meter höher gelegen iſt, gab es einige ſogenannte„Geſund brunnen“, die ſich ihres faſt klaren Waſſers wegen eines guten Rufes erfreuten. Die Beſchaffenheit des ſonſtigen Brun⸗ nenwaſſers wird von Zeitgenoſſen noch im Jahre 1790 wie folgt geſchildert:„Wenn man über Nacht eine Bouteille Waſſer hinſtellet, wird ſich andern Tags früh bald mehr, bald weniger, ein ſchlammiger Bodenſatz zeigen, der bei der Austrock⸗ nung einen faulartigen Geruch und Geſchmack von ſich gibt... Fremden, beſonders jenen, welche in einer gebirgigten Gegend erzogen, an gutes Waſſer gewöhnt ſind, iſt das ſtädtiſche Waſſer ein unge⸗ nießbarer Trank; ſogar die Pferde, Hunde und anderes Vieh ſaufen das Waſſer von vielen Brünnen nicht. Wer daran zweifelt, laß einem frem⸗ den Pferd oder Hund Waſſer aus dem Brunn im Kaufhauſe, und aus andern ſchlechten Brünnen hin⸗ ſtellen, er wird ſich bald von der Wahrheit über⸗ zeugen. Das in ſolchem Waſſer gekochte Fleiſch be⸗ kommt eine blaulichte Farbe, und ſalpeterartigen Schaum.“ An anderer Stelle wird berichtet, daß die Hof⸗ haltung in Mannheim ihr Waſſer„aus dem Gebirg beigeführet“ Die Hofkammer hatte deshalb einen beſonderen Waſſerwagen anfer⸗ tigen laſſen, der zeitweiſe täglich nach Heidelberg fuhr und das Waſſer„aus dem Fürſtenbrunnen oben am Schloß ablangte“. ö Oer Mampf um gufes IUuasser berg und Mannheim mit der Waſſerfrage zu ver⸗ quicken und eine Rohrleitung in den Dam m⸗ körper der Bahnſtrecke einzubauen. Leider verwahrte ſich jedoch die Eiſenbahndirektion energiſch gegen dieſes Anſinnen und beſtand darauf, daß die Leitung— wenn überhaupt— nur neben dem Bahn⸗ körper geführt werden dürfe, worauf der Gemeinde⸗ rat die Sache nicht weiter verfolgte. Von ganz großen Ausmaßen war zweifellos der Plan des Herru von Traitteur, der als Reichs⸗Ingenieur⸗Oberſtlieute⸗ nant“ und„Profeſſeur du Genie auf der Univerſität Heidelberg“ in jeder Hinſicht der rechte Mann für dieſes Werk zu ſein ſchien und auch tatſächlich mehr als ein Jahrzehnt ſeines Lebens daran ſetzte, um ſchließlich unter Opferung beträchtlicher Vermögens⸗ werte nur Mißverſtehen und Undank zu ernten. Traitteur ſtellte übrigens in ſeiner 1798 erſchienenen Denkſchrift an den Kurfürſten Karl Theodor über die ſeit acht Jahren im Bau befindliche Waſſerleitung feſt, daß der Kurfürſt„während ſeiner beglückten Regierung über 36 Millionen für Künſte und Wiſſen⸗ ſchaften zu Nutzen ſeiner Staaten verwendet hat“, für die allerdringendſten hygieniſchen Bedürfniſſe der vormaligen Reſidenz Mannheim aber kein Verſtänd⸗ mis zeigte. Das war das Nandeſwasser Bei Traitteur finden wir denn auch jene gran⸗ dioſe Schilderung des„Mannemer Kandelwaſſers“, auf Grund deren man erſt den tiefen Sinn der ein⸗ gangs zitierten Drohung ganz verſtehen kann. „In allen Häuſern iſt die Einrichtung ſo ge⸗ troffen, daß das Küche n⸗ Waſch⸗ und anderes Ein etwas düsteres Kapitel aus der Geschichte der Mannheimer Wasserversorgung unreine Waſſer der Gewerbsleuten in be⸗ ſonderen Kändeln durch die Hausgänge auf die Straße fließt. Sogar viele Abtritt⸗ Behälter ſind mit Pumpenſtöck verſehen, damit, wenn der Behälter angefüllet iſt, man ſolchen öfters auspum⸗ pen, und auch die nämliche Kändel auf die Straße kann laufen laſſen, wodurch das öftere Ausputzen er⸗ ſparret wird. Dieſes unreine Küchen⸗, Waſch⸗ und anderes ſchlammige Waſſer vermiſcht mit dem Unrath bleibt nun in den Straßenkändeln ſtehen, weil die Kändel theils gar keinen theils zu wenig Fall haben, um fortzulaufen. Das ſtehende unreine Waſſer gehet alſo in noch größere Fäulnis über, und füllet die Straßenkändel mit einem ſchwarzen ſtinkenden dicken Moraſt. Wenn der Kandel nun zu voll wird, und überlaufen will, dann kommen die Hausmägde und ſuchen mit ſtarken Beſenreiſern den dün⸗ nen wäſſerichten Unrath weiterzutreiben, den dicken Moraſt aber haufenweiſe aus den Kändeln auf die Straßen zu werfen und ſo den Bezirk ihres Hauſes zu reinigen. Auf ſolche Art ſpielet ein Haus, ein Quadrat der Stadt dem anderen mit einem uner⸗ träglichen Geſtank den Unrath zu. Ein ſtar⸗ ker Regen ſchwemmet die ausgeworfenen Moraſt⸗ Häufen(welche ſelten gleich hinweggeführet werden) wieder in die Kändel zurück, und dann wird die vorige Manipulation noch einmal wiederholet, bis endlich der durch alle Straßenkändel fortgetriebene faule Schlamm an den Ecken der Stadt in die Fe⸗ ſtungsgräben ſeinen Abfluß erhält und dort beim Fallen des Waſſers die für die Geſundheit der Stadt ſoſchädliche Aus dünſtung hervorbringt.“ II. Nach ſoviel Schreckniſſen von heute ſei zum Schluß und zur Beruhigung eine kleine Stelle aus dem amtlichen Gutachten bei Abnahme des Waſſerwerkes durch die Stadt im Jahre 1889 angefügt, wo es von dem neuen Trinkwaſſer heißt:„Mikroſko⸗ piſcher Befund: in jeder Beziehung unverdäch⸗ tig, d. h. es konnten Organismen, welche mit Krank⸗ heitserſcheinungen in Verbindung gebracht werden, ebenſowenig gefunden werden, als Fäulnisbakterten. Hierzu iſt weiter noch zu bemerken, daß eine Probe des Waſſers ſeit vier Wochen unter leichtem Verſchluß in der Luft ſtehend, bis heute voll⸗ ſtändig klar geblieben iſt, alſo keine Ausſchei⸗ dungen organiſcher oder mineraliſcher Natur ſtatt⸗ gefunden haben. Dieſelbe iſt heute noch ſo glänzend hell und klar und ihrem Geſchmacke ſo untadelhaft, wie am Tage der Entnahme aus dem Brunnen.“ Daß die Kändel wie der vielgeſchmähte Stadt⸗ graben gleichfalls einer modernen Anlage gewichen ſind, ergibt ſich aus dem Augenſchein unſerer ſau⸗ bern, ſpiegelglatten Straßen. Wer aber auf dieſe wäſſrige Geſchichte hin nach noch mehr Feuchtigkeit Verlangen trägt und ſich am Leitungswaſſer nicht den Magen verkühlen will, der greife ruhig zu einem tüchtigen Schluck Pfälzer Weines, deſſen Quellen ſchon zu Zeiten mangelhafter Kanaliſation und ſchlechter Brunnen gut und reichlich floſſen, und der ſeit je der beſte Trank für alle Neckarſchleimer und Pfälzer Kriſcher war, ob ſie nun mit oder ohne die Segnungen des Kandelwaſſers ihr Daſein in Mannheim beſchließen. M. Bertram. eee Berberlömen im Narlstern- L000 Vier prächtige Berberlöwen haben, wie wir kürz⸗ lich mit einigen Zeilen mitteilten, in den Tier⸗ garten im Käfertaler Wald ihren Einzug gehalten. Zugleich mit dem Dompteur Hans Lange, dem ſte gehören. Herr Lange, des Wanderlebens Dompteur Lange mit„Simba“ müde, will ſich hier ſeßhaft machen. Deshalb hat er ſeine Gattin und ſein elf Jahre altes Söhnchen mit⸗ gebracht, die mit ihm in einem Wohnwagen Unter⸗ kunft gefunden haben, der neben der Behauſung der vier Löwen im Tiergarten ſteht. Der Beſucher, der die Löwen in ihrem geräumigen Käfig betrachtet, wird die Feſtſtellung machen, daß es ſich um ausgeſucht ſchöne Exemplare handelt. Ste ſind gleich alt, vier Jahre, gleich groß und von glei⸗ cher Farbe. Man könnte ſie für Vierlinge halten, ſo wenig Unterſcheidungsmerkmale ſind vorhanden. Aber wenn Herr Lange die Tiere aus ihrem Auf⸗ enthaltsraum in den kreisrunden Vorführungskäfig läßt, der ſich direkt daneben befindet, dann merkt auch der Laie, daß die Temperamente doch verſchieden ſind.„Simba und Cäſar“, ſo bemerkte Herr Lange, mit dem wir uns nachher ein wenig im Karlſtern⸗ Reſtaurant unterhielten,„ſind durchaus willig und zuverläſſig. Romeo und Michel iſt dagegen nicht zu trauen. Aber ich habe trotzdem alle Vier ſo in der Gewalt, daß ich bisher immer ohne Peitſche in den Zwinger gegangen bin. Hier im Tiergarten, in der freien Natur, muß ich etwas in der Hand haben, weil die Tiere durch ihre Umgebung noch zu ſehr abge⸗ lenkt werden. Vor allem ſtechen ihnen die Edel⸗ und Damhirſche in die Augen.“ Herr Lange hat die Tiere gekauft, als ſie ein Jahr alt waren. Als wir ihn fragten, ob ſie aus der Wildnis oder aus der Gefangenſchaft ſtammten, erwiderte er, das könne er nicht mit Beſtimmtheit ſagen. Aber aus dem Preiſe, den er bezahlt habe, könne der Schluß gezogen werden, daß die Tierhandlung nicht flunkerte, als ſie verſicherte, die Löwen ſeien importiert. Herr Lange, ein biederer Sachſe, der den Kaufmannsberuf an den Nagel hing, als er ſeine Fähigkeiten als Dompteur entdeckte, iſt mit ſeinen Lieblingen ſchon viel in der Welt herumgekommen. Wir werden noch Gelegenheit nehmen, von ſeinen Wanderfahrten zu erzählen. Vorläufig ſei nur eine Epiſode regiſtriert. Als er für eine ſchwediſche Zir⸗ kusreiſe verpflichtet war, wurde er anfänglich von den Zeitungen völlig nebenſächlich behandelt. Mit einem Satz wurde meiſt ſein Auftreten abgetan. Des Rätſels Löſung war recht originell. Die Löwen⸗ nummer, für die eine hohe Gage bezahlt wurde, war den Schweden zu zahm. Daß der Dompteur mit ſeinen Tieren wie mit manierlichen Hunden umging, imponierte den Schweden ganz und gar nicht. Die Löwen müſſen, wenn ſie Löwen ſein wollen, den Rachen aufreiſen, brüllen, nach dem Dompteur mit den Tatzen ſchlagen, kurz geſagt: ſie mußten ſich wie 2 992 20 Nummer n Au⸗ m ſie ſich auf ihren Herrn ſtür⸗ e ſich das Publikum und zuckte Was blieb Herrn Lange en Klamauk zu machen, den ſich wünſchten. Das Echo in der Preſſe war Man bildete Herrn Lange mit ſeinen r auf der erſten Seite ab und widmete mlange enthuſigſtiſche Artikel.„Wenn Sie r einmal beſuchen,“ bemerkte Herr Lange, ſen Ausſchnitt aus ſeinem Wanderleben er⸗ in werde ich Ihnen die ſchwediſchen Zet⸗ sigen, damit Sie nicht denken, daß ich Mär⸗ hlt habe. Romeo und Michel ſind mir durch dmacherei ein wenig verdorben worden. Sie auch bei der Vorführung geſehen, daß ich mit ihnen weniger beſchäftige, als mit Simba iſar, die mir ja ſogar Küßchen geben.“ r Lange ſtellt mit ſeinen Tieren verſchiedene en, läßt ſie durch Reifen ſpringen, den einen en andern ſetzen. Zum Schluß ſauſen alle vier am Boden liegenden Dompteur in ihren ig zurück. Das prächtige Ausſehen der Tiere der Vorführung in vollem Maße zur Der Beſucher ſcheidet mit dem Eindruck, Nd. bei Tiergarten um eine ganz beſondere Anziehungskraft reicher iſt. err Sommer, der Beſitzer des Tiergartens und des modern ausgeſtatteten Reſtaurants, trägt ſich mit weiteren Ausbauplänen. Zu ihrer Perwirklichung wird er vor allem des Entgegenkom⸗ mens der Stadtverwaltung bedürfen. Aber auch die muß durch recht ſtarken Beſuch des dafür ſorgen, daß er erweitert werden ir haben uns von neuem überzeugt, daß der d überaus intereſſant und unterhaltend iſt. Die Bären machen die ſchönſten Männchen, wenn man ihnen ein Stückchen Brot zuwirft. Auch Hans, der Edelhirſch, deſſen Geweih noch im Baſt ſteckt, mit, der Schnauze durch das Holzgitter, wenn in ihm einen Biſſen entgegenſtreckt. Und wenn an für fünf Pfennig eine Portion Vogelfutter er⸗ bt, dann ſetzen ſich die Tauben ohne Scheu auf Hand. Selbſt die Erwachſenen haben ihre Freude eren, bei weitem mehr ſelbſtverſtändlich „die hier einen überraus lehrreichen An⸗ unterricht genießt. Wenn dem verregneten Früh ſchöne Sommerwochen folgen, dann wird auch Herr Sommer ein zufriedeneres Geſicht machen. r den Urlaub noch vor ſich hat, ſollte in ſein Aus⸗ flugsprogramm unbedingt den Beſuch des Karlſtern⸗ Reſtaurants und des Tiergartens aufnehmen. Sch. Die Front des Deutſchen Rechts Im Rahmen der Gleichſchaltung der juriſtiſchen Fachvereinigungen ſind auch in Baden die Vereini⸗ gungen der Juriſten in den Bund Nationalſozlali⸗ ſtiſcher Deutſcher Juriſten eingegliedert worden. Der Badiſche Richter verein hat in ſeiner außer⸗ ordentlichen Mitgliederverſammlung vom 25. Mai ſeinen körperſchaftlichen Beitritt zum BNS DJ er⸗ klärt und hat den vom BNSꝰDJ in den Vorſtand entſandten Vertrauensmann, Amtsgerichtsrat von Frankenberg ⸗Baden⸗Baden, zum Vorſitzenden gewählt. Dem Vorſitzenden ſind weiter als Beiſitzer beigegeben worden: Amtsgerichtsrat Dr. Trunk, Re⸗ gierungsrat Backfiſch⸗Karlsruhe, Amtsgerichtsrat Stritt⸗ Karlsruhe, Oberlandger.⸗Rat Ruolff⸗Karls⸗ ruhe und Landgerichtsrat Luger⸗Konſtanz. Der Deutſche Anwaltsverein iſt bereits ſeiner außerordentlichen Mitgliederverſammlung zom 12. Mai körperſchaftlich Mitglied der BRNS D geworden und wird als Berufsgruppe dem BNS De liedert. Als Fachleiter dieſer Berufsgruppe Baden iſt Rechtsanwalt Dr. Schüßler⸗Wein⸗ heim, als Stellvertreter Rechtsanwalt Rupp benannt. Der Badiſche Notarverein hat ebenfalls Der als Glied des Deutſchen Notarvereins ſeinen Bei⸗ tritt zum BNS DJ. erklärt und auf dem Landes⸗ vom 21. Mai den Vertrauensmann des J, Juſtizrat Dr. Rimmelin⸗ Villingen, 1 Vorſitzenden, Juſtizrat Dr. Sedlasczek Durlach 8 Schriftführer beſtellt.— In der gleichen Weiſe irtſchafts führer und Volkswirte, Diplom⸗ Kaufleute und Referendare dem BNS angegliedert worden. Durch den kor⸗ Popattven Beitritt der Fachvereine zum BNS De wird für die einzelnen Mitglieder kein Anſpruch auf Aufnahme in die BNS begründet. Alle ariſchen Mitglieder der körperſchaftlich über⸗ getretenen Berufsvereinigungen werden auch als Einzelmitglieder dem BNS” beitreten. Dabei d die Einzelmitgliederſchaft einſtweilen auch bei den körperſchaftlich aufgenommenen Organiſationen und Berufsvereinen aufrechterhalten. Eine Beitrags⸗ ißigung bei dieſer doppelten Mitgliedſchaft iſt in Ausſicht geſtellt. * Unterbrechung der Sprechſtunde im Fürſorge⸗ amt. Die bisher von dem Vertreter des Stadtrats Runkel im Fürſorgeamt R 5, Zimmer 58, abge⸗ hal Sprechſtunde wird von Montag, 19. Juni, ab bis auf weiteres aufgehoben. Den Ter⸗ min des Wiederbeginns werden wir wieder bekannt⸗ geben. ne ene 3 1 5 5⸗Millionen⸗Defizit⸗Etat verabſchiedet * Darmſtadt, 12. Juni. Unter dem Vorſitz des neuen kommiſſariſchen Oberbürgermeiſters Staats⸗ miniſter a. D. Dr. Müller hielt der Stadtrat am Freitag eine veiche Arbeitsſitzung ab. Zunächſt wurden zwei ſozialdemokratiſche Stadträte, die ihr Mandat nicht niedergelegt hatten, verpflichtet. De⸗ battelos wurden die zahlreichen Punkte der Tages⸗ ordnung angenommen. U. a. wurde der Vor⸗ anſchlag für 1933 verabſchiedet, der mit einem Fehlbetrag von 5 421 400/ abſchließt. Der Ausbau der Waſſerverſorgung der Riedgemeinden wurde ge⸗ billigt. Durch das Arbeitsbeſchaffungsprogramm ſind der Stadt Darmſtadt 681 000„/ für die Ried⸗ waſſerverſorgung genehmigt worden, die von dem Stadtrat über die Deutſche Rentenbank⸗Kreditanſtalt in Anſpruch genommen werden. TABLETTEN 5 Nene Mannheimer Zeitung/ Sountags⸗Ausgabe 8 Nada Nachdem über das Thema Rad⸗ Derwbanfarizung aufbewahrung ſchon ſo viel ge⸗ ſchrieben wurde, ohne dem Ziele näher zu kommen, wäre es wirklich zu begrüßen, wenn man den Dauergäſten des Strandbades in Punkto Radabſtellung dadurch gerecht würde, daß man ihnen Saiſon⸗Abonnementskarten für die Radaufbewahrung ausſtellt, natürlich nicht übertragbar. Es iſt dies ſchon mehrmals in früheren Jahren angeregt worden, aber immer wieder konnte man die Erwiderung hören, die Karte käme viel zu teuer und viele hätten doch kein Intereſſe daran. Darauf iſt zu erwidern: man nenne doch mal den Preis für eine ſolche„Fahrradaufbewahrungskarte“, dann werden ſich ſchon Intereſſenten melden. Wäre dieſe Einrichtung geſchaffen, ſo blieben nur die„Ge⸗ legenheitsſtrandbadler“ übrig, für die der Obolus von 10 Pfg., nicht zu hoch iſt. Man ſage nicht, die Dauergäſte wären doch nur Erwerbsloſe. Nein, es gibt ſo und ſo viele, die ſich ihrer beruflichen Tätig⸗ keit wegen des abends an keiner Veranſtaltung be⸗ teiligen und erfreuen können, und ſo bleibt ihnen mur im Sommer das Strandbad. Und dieſe Freude will man den Arbeitenden, die doch ſchon reichlich ſteuerlich belaſtet ſind, noch derart verteuern? Alſo her mit der Saiſon⸗Fahrradaufbewahrungskarte 19331! Viele warten darauf, aber Eile tut not. K F. Dauerhafte Zum Thema„Städtiſches M. Frame bpadl Frauenbad“ möchte ich höf⸗ lichſt um Veröffentlichung folgender Zeilen bitten: Seit meinem 5. Lebensjahre bade ich im Rhein. Jetzt bin ich 54 Jahre alt. Man wird mir deshalb glauben, wenn ich ſage, daß ich an's Baden gewöhnt bin. Außerdem hat mir mein Arzt dringend geraten, Flußbäder zu nehmen. Es war auch für mich eine unangenehme Ueberraſchung, Briefe die uns erreichfen e e e als es in der Badeanſtalt hieß:„Bezahlen für's Baden im Rhein!“ Nach langem Ueberlegen ent⸗ ſchloß ich mich zur Dauerkarte. Ich ſparte mir die 7,50 Mk. am Munde ab. Mein Mann iſt leider auch nur drei Tage in der Woche beſchäftigt. Aber o Schreck! Nun iſt das Baden nur noch von—4 Uhr fret, Als Hausfrau und Mutter iſt es mir unmög⸗ lich, in dieſen Stunden zu baden, da in der Familie nicht alle gemeinſam zur Mahlzeit kommen. Punkt 8 Uhr kommen Geſchäfts⸗ und Beamtefrauen uſw., die zumteil ein Dienſtmädchen oder eine Stunden⸗ frau beſchäftigen. Das kann doch eine Arbeitersfrau ſich nicht leiſten. Warum nimmt man nicht wie in den ber Jahren vormittags 15 Pfg. und gibt den Nachmittag frei? Ich möchte unſern allverehrten Oberbürgermeiſter Renninger bitten, doch ſo gut zu ſein und den Frauen, die Dauerkarten haben, eine Rückvergütung zu gewähren, damit ſie gegen die Nichtzahler nicht benachteiligt ſind. In der Erwar⸗ tung, daß dieſe Bitte Gehör findet, dankt eine Waſſer⸗ ratte im Namen aller Dauerkarten⸗Beſitzerinnen. X. Misfiestförnng Der Ruhe wegen zogen wir vor einigen Jahren in die Kronprinzenſtraße und nahmen dafür den weiten Weg zur Stadt in Kauf. Seit Eröffnung des Müt⸗ ter⸗ und Säuglingsheimes iſt es mit dieſer Ruhe vorbei. Täglich werden ungefähr 50 Betten auf die DTerraſſe geſtellt. Die Anwohner dürfen ſich das Ge⸗ ſchrei der Kinder mit anhören. Wäre dieſe Ange⸗ legenheit eine vorübergehende könnte man ſie ertra⸗ gen, ſo iſt es aber im Sommer ein Dauerzuſtand. Ob die Hausbeſitzer einverſtanden ſind, daß die Mieter dieſer Ruheſtbrung wegen kündigen, bezweifle ich. Lieber Leſer, ſtelle Dir vor, wie es einem zu Mute iſt, wenn von morgens 7 Uhr bis abends 7 Uhr nur ein Teil der Kinder ſchreit. Abhilfe tut not. A. 3 Braunkohlen unter Käfertal Bei Brunnengrabungen im Alt⸗Käfer⸗ wechſelte recht oft. Jede Ueberſchwemmung brachte taler Gemar kungsgebtiet wurden Braun⸗ kohlen gefunden, Wieſo finden ſich bei uns Braunkohlen und warum wurden ſte erſt ſo ſpät ent⸗ deckt? Ehe das Waſſerwerk im Käfertaler Wald er⸗ baut war, wurde bei—3 Meter Tiefe Waſſer ge⸗ funden. Das war der Grundwaſſerſpiegel. Die Ent⸗ ziehung von täglich 30—40 000 Kubikmeter Waſſer durch das Städtiſche Waſſerwerk ſenkte nach und nach das Grundwaſſer auf—10 Meter. Die zuletzt ge⸗ grabenen Saugbrunnen im Käfertaler Wald wurden 16 Meter tief. Verſuchsweiſe ſetzte man dieſe Gra⸗ bungen bis 50 Meter fort. Dabei ſtieß man in 28 Meter Tiefe auf Holz. An einer Stelle brachten die Bohrer Holzſpäne, hart und ſpröde wie Glas, ja im Grundwaſſer ſo gehärtet, daß die Meſſer nicht mehr angriffen, zutage. Dabei gelang es an einer anderen Stelle, die Holzſchicht zu durchſtoßen und man geriet zwiſchen 28—38 Meter Tiefe auf eine Braunkohlen⸗ ſchicht, die mit Moos und Laub zuſammen mit Sand und Kies vermiſcht war. Erſt die Notwendigkeit, tiefer zu graben und zu bohren, führte zu dem über⸗ raſchenden Ergebnis, daß ſich Braunkohlen in unſe⸗ rem Gebiet finden. Wie iſt der Boden nun über und unter dieſer Braunkohlenſchicht beſchaffen? Unter dem jetzigen Waldboden iſt eine Sandſchicht von—5 Meter Dicke, dann kommt eine Lehmlage von—3 Meter Dicke, wieder folgt Kies mit Sand vermengt, darunter iſt eine Lettenſchicht, die kein Waſſer durchläßt, weiter wechſeln Sandſchichten bis zur Braunkohlenlage. Bei den Verſuchsbohrungen, die ſich bis 50 Meter Tiefe erſtreckten, fand ſich unter⸗ halb der Braunkohlen reiner, weißer Sand. Eine Erklärung für dieſe wechſelvollen Ausgrabungen und zugleich eine Erklärung für das Vorhandenſein von Braunkohlen in unſerem Gebiet geben uns die Geo⸗ logen. Nach ihrer Annahme war vor ungezählten Jahren das Rheintal durch ein Gebirge überſpannt, ſo daß der Schwarzwald mit den Vogeſen, der Oden⸗ wald mit der Hardt verbunden war. Der Rhein floß ehedem von Baſel aus ſüdlich in das Mittelmeer. In langen Zeiträumen hat das Sickerwaſſer der Ge⸗ birge das Grundgeſtein unterhöhlt und bei tektoni⸗ ſchen Erdbeben brach die mit Laub⸗ und Nadelwald bedeckte Oberſchicht in die Tiefe. Da ja alle Kohlen aus verſunkenen Wäldern entſtanden ſind, ſo war dieſer Einbruch die Urſache für das Entſtehen von Braunkohlen in unſerem Gebiet. Der Rhein verriegelte ſich durch Geröllablage⸗ rungen den Südlauf und ergoß ſich in das Senk⸗ gebiet in nördlicher Richtung. Das„deutſche Meer“ füllte das Rheintal. Vom Hochgebirge brachte— und bringt heute noch — ſiehe Ludwigshafener Sandbank— der Rhein Geröll und füllte in einem Zeitraum von vielen Jahren das Tal mit Sand und Kies wieder aus. Ein Rätſel bleibt noch offen. Woher kommen die Lehm⸗ und Lettenſchichten, die nicht durch den Ein⸗ bruch der Rheinebene verurſacht wurden? Bekannt⸗ lich beſtehen ſowohl die Alpen im Quellgebiet des Rheins als auch die hohen Berge des Schwarzwalds und der Vogeſen faſt ausſchließlich aus den Ur⸗ geſteinen Granit und Gneis. Der Neckar dagegen durchfließt ein Buntſandgebirge, aus dem Lehm und Letten in das Mündungsland getragen wurden. Da⸗ mit baben auch die Lehm⸗ und Lettenſchichten ihre natürliche Erklärung gefunden. Die Wechſelſchichten von Sand und Lehm ſind alſo Ablagerungen von Rhein und Neckar. Das Flußbett dieſer Gewäſſer ve epische Schuttablagerungen aus ihrem Oberlaufe mit. Daher läßt ſich das Wechſelſpiel von Rhein und Neckar in alten Zeiten erklären. Sobald das Waſſer des„deutſchen Meeres“ bei Bingen das Gebirge durchnagt hatte und in die nord⸗ deutſche Tiefebene abfließen konnte, entleerte ſich das ſüdliche Rheinbecken allmählich. Der einſtige Meeresboden kam ans Tageslicht und bildete ſomit die fruchtbarſte Grundlage für einen üppigen Pflanzenwuchs. Ein zweftes Mal bedeckten dichte Wälder unſere Gegend. Die menſchliche Hand rodete, grub und baute eine Heimſtätte auf Lehm und Sand, welche die auf⸗ bauende Tätigkeit des Waſſers in Jahrmillionen an⸗ geſchwemmt hat, ohne zu ahnen, daß eine verſunkene Entwicklungsperiode unter den Füßen begraben liegt. Werden einmal künftige Geſchechter mit ihrer ver⸗ beſſerten Technik die geſunkenen Schätze heben können? L. K. * Tragen von Schulterriemen. Entgegen anders⸗ lautenden, in der Oeffentlichkeit verbreiteten Mei⸗ nungen wird amtlich mitgeteilt, daß ſeitens der Re⸗ gierung das Tragen von Schulterriemen durch Angehörige von Jugendverbän⸗ den nicht verboten worden iſt. Zu einer Sonderbeſichtigung we das Heinrich⸗Lanz⸗ Krankenhaus einge, laden worden, wo in den Kellerräumen von Dr Berthold, Kreisarzt vom Stahlhelm und Kam gasſachverſtändiger, Dr. Haas, leitender Chefarzt der chirurgiſchen Abteilung, Beirat des Stahlhelm und Dr. Fr. Heck, Chefarzt der inneren Abteilung und Landesſanitätschef des Stahlhelms, unter Mit wirkung der Frau Oberin Paula Neiß ein in medi, ziniſcher und militäriſcher Hinſicht allen Anforderm, gen des modernen Gaskrieges entſprechenden Kampfgaslazarett eingerichtet wurde. en ſprechend der Bedeutung des Senfgaſes und dez Phosgen hat man das Gaslazarett in zwei Abtellun, gen gegliedert: für Senfgasvergiftete und Phosgen, vergiftete. 5 Die Senfgasſtation darf erſt betreten werden, wenn der Verletzte beidg Schuhe in einem im Hausflur ſtehenden Kübel der mit pulveriſtertem Chlorkalk, verſchnitten mit Ton gefüllt iſt, desinfiziert hat. Schwere angeſfeuchtel Vorhänge ſchließen das Lazarett von der Außenpelt ab und bilden zugleich die Gasſchleuſe. Im Keller angelangt, findet man zuerſt einen Kaſten, der mt Sägemehl gefüllt iſt, das mit Eiſenchlorit getränkt iſt. Durch dieſes präparierte Sägemehl werden die letzten Spuren des Giftgaſes von den Schuhen ge⸗ nommen. Nach Paſſieren eines zweiten Vorhangez gelangt man in die Hauptſchleuſe, in der der Boden fußhoch mit trockenem, feinen Rheinſand bedeckt it, der das mit den Kleidern hereingeſchleppte Senfgas gierig aufſaugt und feſſelt. Im abgeſchloſſenen Raum entgiftet trockener Rheinſand die Luft von Senfgaßs. Die Helfer in der Hauptſchleuſe arbeiten mit Gas. masken, Gummihandſchuhen, Gummiſchürzen, Gum⸗ miſtulpen und beſonderen Schuhen. Mit Pinzetten und Klammern werden die vergifteten Oberkleider entfernt und in einen luftdicht abgeſchloſſenen Kübel der mit dreiprozentiger Sodalöſung gefüllt iſt, ge. worfen. Dann erſt gelangt man durch einen weiteren Vorhang in das eigentliche Gaslazarett. Hier ſind die vielerlei Vorbereitungen getroffen für die no wendig werdenden Behandlungen. Hier liegen auch die Medikamente bereit. Heißes Waſſer und See als beſtes Gegenmittel gegen Senfgas fehlen eben ſowenig, wie die Warmluftduſchen. Ein Abtrocknen mit dem Handtuch kommt wegen der empfindlich ge⸗ wordenen Haut nicht in Frage. Unter Berückſichtigung, daß das Phosgengas ein ausgeſprochenes Lungengift iſt, wurde die Phosgenſtation ausgebaut. Unter abſoluter Ruhe, Wärme, Flüſſigkett⸗ und Sauerſtoffzufuhr heilt meiſt reſtlos die Krankheit, Vorhanden ſind neben den Ruheſtätten ein Operg⸗ tionsraum, der den Vergifteten durch Aderlaß und Herzmittel zur Behandlung dient, und ein zweier großer luftdicht abgeſchloſſener Operationsraum, der alle nur denkbaren Einrichtungen enthält. Wie in der Senfgasſtation iſt auch in der Phosgenſtatiog ein Prüfſtand vorhanden, der ähnlich dem Prüfſtand in den U⸗Booten zur Kontrolle der Luft dient, Dr. Berthold, der über eine mehr als 15fäh⸗ rige Erfahrung auf dieſem Gebiete verfügt, zeigte in einem beſonderen Raum, wie Lebensmittel bot Gasvernichtung geſchützt werden. Es genügt de ſorgfältige Umhüllung mit Cellophanpapier. Waſſer wird in Flaſchen abgefüllt und ebenfalls mit Cell, phan verkapſelt. An der Beſichtigung nahmen u noch teil Dr. Ritter und Dr. Pfaundler vo der J. G. Farben, Dr. Hirſchfeld⸗ Warnecke und Dr. Schroeder. Das Kampfgaslazarett wurde anläßlich der Luftſchutzübung eingerichtet und, wit mitgeteilt, nach Abſchluß der Uebung von den ge⸗ ladenen Gäſten ebenfalls unter regſter Anteilnahme beſichtigt. Dr. Berthold verknüpfte mit ſeinen Er⸗ läuterungen den Wunſch, daß eine weiſe Staats, führung alle dieſe Vorbereitungen illuſoriſch mache * Plötzlicher Tod. Geſtern vormittag erlitt ein Mann aus Friedrichsfeld im Hof des Arbeitsamts einen Gehirnſchlag, der den sofortiges Tod zur Folge hatte. Kochkunſt-Ausſtellung Kochkunſt— ſchüttelt da nicht mancher den Kopf und bemerkt ſpöttiſch:„Kunſt?“ Ein Beſuch der Ausſter⸗ lung im Damenheim des Badiſchen Frauen ⸗ vereins vom Roten Kreuz würde den Skeptikern gezeigt haben, daß auch das Kochen eine Kunſt iſt. Wie alljährlich hatten ſich im Damenheim, I. 3, 1, nicht nur die Stammgäſte, ſondern auch neue Freunde in großer Zahl eingefunden, um gemütlich im ſchönen, alten Inſtituts⸗ garten Kaffee zu trinken und zuguterletzt einen leckeren Kuchen oder eine hübſche Abendplatte mit nach Hauſe zu nehmen. Was lernt man doch auch immer wieder! Wieviel neue Anregungen erhält die Hausfrau; denn es ſoll ja nicht nur gezeigt werden, daß die jungen Kochſchülerinnen„kochen“ gelernt haben, ſondern bis zu welcher Vollendung ſie es in dieſer Kunſt gebracht haben. Da gibt es garnierte Speiſen, Platten, Torten, daß das Waſſer im Munde zuſammenläuft. Möchte man nicht gleich am feſtlich gedeckten Tiſch Platz und am„Jagdeſſen“ teil⸗ nehmen? Bildſchön ſieht der Tiſch mit ſeinem künſtleri⸗ ſchen Chelſeaſteingutgedeck aus! Als Vorſpeiſe locken neu⸗ artige Ochſenaugen, die in ausgehöhlten Brötchen auf einer leichten Schicht Anchovispaſte gebacken wurden. Und dann die gerollte Rehkeule mit Steinpilzen, Pfifferlingen, Morcheln und natürlich Preiſelbeeren! Dazu außer Rahm⸗ tunke die neue„Deutſchlandtunke“, eine hervorragende Zuſammenſtellung von weißem Käſe, ſaurem Rahm, Senf, Johannisbeergelee, Zitrone, Rotwein und Gewürze; ihre Erfinderin iſt die bewährte Abendkochkursleiterin, Fran Kuhn. Auf dem Mitteltiſche waren die herrlichſten Kuchen und Torten aufgebaut. Nachdem die Fronb der verführeriſchen Süßigkeiten ab⸗ geſchritten war, wurden Vorſpeiſen, Bratenplatten uſw. inſpiziert. Auch hier gob es eine Reihe Neuheiten zu ent⸗ decken. Beſonders wirkungsvoll präſentierten ſich„Wiener Eier“. Harte Eier, die in mit Fleiſchſalgt gefüllte Blätter⸗ teigpaſtetchen geſetzt und mit Lachs und Kaviar ſehr amü⸗ ſant garniert waren. Als Beilage zu kalter Zunge dienten Tomaten, die zur Abwechſlung mit geriebenen Kohlrabi in Mayonnaiſe gefüllt wurden oder ſolche mit Reis⸗ ſalat. Jetzt kann man den ſo geſunden Reis auch mal in anderer Form auf den Tiſch bringen. In Salgzwaſſer abgekocht, mit Zitronenſaft längere Zeit mariniert und Nl. zen Ser Nidtöne⸗ uetden de ſchließlich mit Mayonnaiſe angemacht, ſtellt er eine en friſchende Zugabe Har. Eine beſonders künſtleriſche Note konnte ein Schmekter⸗ ling aus halbierten Ananasſcheiben mit einem Leib aus einer halben Banane, Augen aus Oliven und Mayonnoſſe⸗ fühler aufweiſen. Täglich eſſen im Damenheim 110—120 Perſonen zu Mittag, da gilt es für die Kochſchülerinnen und vor allem für die Leiterin der Tageskurſe, Frl. Olgo Neufoang, ſtramm auf Poſten ſein. Dadurch lernen die Schülerinnen aber auch Umſicht, Gewandheit und Geſchicklichkeit, Fat toren, die die Tätigkeit im eigenen Haushalt ſpäter ſeht erleichtern. So kann man die Kochkurſe des Damenheimz warmen Herzens empfehlen; wer nicht an einem Tageskurs teilnehmen kann, dem iſt in den Abendkurſen(Frat Kuhn) günſtige Gelegenheit geboten, die gerade auch Be⸗ rufstätige mehr ausnützen ſollten. Wirtſchaften und haushalten können, das ſind heute wie immer unerläßliche Forderungen. Wer aber dem einfach Gegebenen noch eine anſprechende Note verleihen kann, der macht und empfindet Freude. Fräulein Fingerlin, die rührige Vorſteherin des Do⸗ menheims, war im Verein mit Frau Heſſe, der Vor⸗ ſitzenden des Roten Kreuzes, aufs elfrigſte um das Wohl ihrer Gäſteſchar beſorgt, ſo daß die Teilnehmerinnen ert nach Stunden hochbefriedigt das gemütliche Heim 1 —— *„Der Deutſche Jäger“. Die Durchſicht der im Monat Mai erſchienenen Hefte des„Deutſchen Jägers“, 55. Jahr⸗ gong, F. C. Mayer⸗Verlag, München, gibt wiederum ein Bild von dem gediegenen Inhalt bieſer Wochenſchrift. Heft 19 bringt beſonders viel aus Württemberg, ſy einen Aufſatz„Jagogeſchichtliches aus dem Calwer Wals“ Die Abteilung„Der Gebrauchshund“ Fieſes Heftes iſt W ders reichhaltig und ſchön illuſtriert. Sun intereſſa iſt die Beſchreibung eines Rackelhahnes mit Auerhahn typ, Von beſonderem praktiſchem Wert iſt ein Aufſatz über Hoch ſitze. Das nächſte Heft bringt einen Artikel„Berghähne von Oberforſtmeiſter Eppner, Marquartſtein. Weiter 11 erwähnt„Tuberkuloſe beim Rehwild“ von Amtstierarz Dr. W. Kerſchagl und„Anregungen für die Anlage ven Pürſchſteigen“ von Ing. F. Peſchke. Heft 21 enthält einen ausführlichen Originalbericht über die Kölner Jagdone ſtellung von Carl von Dombrowfki mit Zeichnungen 7 Verfaſſers. Dieſes Heft bringt auch allerlei„Für den 8 cher“. In öieſem Monat begann auch ein neuer Roman „Der Wildmeiſter von der Felſenburg“ von E. v. Rieſenthol, . 8 0 folgt, v wärtige hungen heit iſt. Zun die G ſind im Grund, den kar bären. ern de geborer leiſtung vom er gepfleg perliche und Ji Dingen ſchickſal gend⸗ P wieder den er unſere Geſellſe Wichtig ſchaft a muß hi lich u andere, itgend Die aber le Frauen nicht ſo folgede der Ve gekomr ſondere Zun Uebe Mann nur de auch n immer hinzu, ſuchen, machen der La muß 9 Hof, G. gehen. Hilfskr Geſchä hörte 2 letzte e der La einer fund ſtellung genug Selbſth einig gabe ſie dieſ Frauen Fraue Arbeit ſpart etwa u neuen d. h. w Juni 199 3 3 Preſſe in us einge, en von Dr. und Kampf, der Chefarzt Stahlhelm n Abteflung unter Mit⸗ ein in 18 Anforderun, tſprethenden zurde. Ent 5 und dez ei Abteilun⸗ 1d Phosgen, 5 Nübel, der en mit Ton, angefeucht te r Außenwelt Im Keller ten, der mit rit getränkt werden die Schuhen ge⸗ Vorhanget, r der Boden 5 bedeckt it pte Senfgas ſenen Raum on Senfgas, n mit Gas, irzen, Gum⸗ it Pinzetten Oberkleider ſenen Kübel, füllt iſt, ge⸗ ien weiteren Hier ſind für die not⸗ liegen auch r und Seile fehlen eben⸗ Abtrocknen pfindlich ge⸗ Sgengas urde die igkett⸗ und Krankheit. ein Operg⸗ Aderlaß und ein zweiter ns raum, der ilt. Wie in osgenſtation m Prüfſtand ft dient, r als Jöfäh⸗ pfügt, zeigte Smittel bot genügt die ier. Waſſet mit Cello⸗ ahmen u. g ndler von zarnecken zarett wurde et und, wik bon den ge⸗ Anteilnahme ſeinen Er⸗ ziſe Staats- hriſch macht. g erlitt ein Arbeitsamts fortigen er eine er. in Schmeltek em Leib aus Mayonnoiſe⸗ perſonen zu ind vor allem Neufang, Schülerinnen lichkeit, Fal⸗ t ſpäter ſeht Damenheims m Tageskurs irſen(Frat ade auch Be⸗ ſind heute gen. anſprechende ndet Freude. erin des Da⸗ im perlen W. er im a 8% 55. Jahr viederum elt 26 5 o ei Wild, d es iſt beſon⸗ intereſſa 180 (tz über Berghähne Weiter ſel Amtstierarzt 1 — i 4 e 5 e e Haften in der Zeit vom 17. 1 dis 8 uli 1933 Sonderbeilage der Neuen Mannheimer Zeitung, 17. Juni 1933 Die Grundlage der Volksgesundheit Warum iſt das Thema„Geſunde Frau— Geſun⸗ bes Volk“ ſo brennend? Weil in Notzeiten der Ein⸗ bruch in die Volksgeſundheit ſtets an der ſchwächſten Stelle im Volk, die zugleich auch die wichtigſte iſt, er⸗ folgt, und das ſind Frauen und Kinder. Vergegen⸗ wärtigen wir uns raſch einmal, in wieviel Bezie⸗ hungen die Frau entſcheidend für die Volksgeſund⸗ heit iſt. Zunächſt ſind geſund geborene Kinder die Grundlage der Volksgeſundheit, ſo ſind im letzten Grunde geſunde Mütter der feſte Grund, auf dem die Volksgeſundheit aufgebaut wer⸗ den kann, da nur geſunde Mütter geſunde Kinder ge⸗ büren. Ohne geſunde Mütter keine dau⸗ ernde Volksgeſundheit. Aber auch geſund geborene Kinder wachſen zu kräftigen, geſunden und litungsfähigen Menſchen nur heran, wenn ſie ſchon bom erſten Tage an richtig ernährt werden, richtig gepflegt und erzogen. Da ſich unſer Schickſal in kör⸗ perlicher und ſeeliſcher Beziehung in den Kinder⸗ und Jugendjahren entſcheidet, ſo entſcheiden vor allen Dingen die Frauen und Mütter über unſer Lebens⸗ ſchickſal. Die Unterſuchungen der Kinder⸗ und Ju⸗ gend⸗Pſychologen haben in den letzten Jahren immer wieder den Beweis gebracht, daß die Eindrücke in ben erſten Lebensjahren ſchlechthin entſcheidend für ünſere Stellung zur Welt, für unſere Einſtellung zur Geſellſchaft, zum Leben ſind. Es gibt alſo gar nichts Wichtigeres für ein Volk, für die menſchliche Geſell⸗ ſchaft als körperlich und ſeeliſch geſunde Mütter. Es muß hier immer wieder geſagt werden: körper⸗ lich und ſeeliſch. Eines iſt ſo 8 1 0 itgend einen Vorrang vor 9 anderen Die Wichtigkeit und der Wert der Frau iſt nun aher leider immer noch nicht genug anerkannt. Ja, die Frauen ſelbſt ſchätzen ſich in dieſer Beziehung noch nicht ſo ein, wie es nötig wäre und verhalten ſich in⸗ ſolgedeſſen auch noch nicht ſo, wie es im Intereſſe der Volksgeſundheit erforderlich iſt. So iſt es denn gekommen, daß die wirtſchaftliche Not ſich ganz be⸗ sonders auf die Frauen und Kinder geworfen hat. Zunächſt hat ſie zu einer fürchterlichen leberlaſtung der Frau geführt. Wenn der Mann arbeitslos iſt, dann liegt auf der Frau nicht nur der Haushalt, die Pflege der Kinder, es kommt auch nicht nur die ſeeliſche Belaſtung durch den immer unruhiger werdenden, verſtimmten Mann hinzu, ſondern ſehr häufig muß nun die Frau ver⸗ ſuchen, neben aller Arbeit durch Waſchen, Reine⸗ 992 uſw. ein wenig Geld hinzuzuverdienen. In der Landwirtſchaft iſt es nicht anders. Am Geſinde muß geſpart werden, die Frau muß allein Haus, Hof, Garten verſorgen und ſehr oft noch mit aufs Feld gehen. Und im Kleingewerbe? Auch hier werden Hilfskräfte eingeſpart, die Frau hat Haushalt und Geſchäft zu verſorgen. Wo wir hinſehen, eine uner⸗ hörte Belaſtung der Frauen. Sie ſind ſehr häufig die letzte Stütze für die Familie. Bricht die Frau unter der Laſt zuſammen, wird ſie krank, dann bricht mit einem Mal auch der letzte Halt der Familie noch ein. Und da kommt das deutſche Hygiene⸗Muſeum mit einer Wanderausſtellung„Geſun de Frau— Ge⸗ ſundes Volk“? Was ſoll eine ſolche Wanderaus⸗ ſtellung helfen?— Nun, weil eben den Frauen nicht genug geholfen wird, bleibt ja nur eines übrig, die Selbſthilfe. Dazu aufzurufen, zur Selbſthilſe einige Wege zu zeigen, das iſt die Auf⸗ gabe der Wanderausſtellung. Und wenn ſie dieſe Aufgabe löſt, dann hat ſie tatſächlich auch den Frauen ein großes Stück geholfen. Selbſthilfe der Frauen, das heißt Nachdenken darüber, wo etwas die Arbeit bereinfacht werden kann, wo ohne Schaden ge⸗ ſpart werden darf und wo nicht, wie der Haushalt etwa umgeſtellt werden kann, ſo daß er auch unter der 1 5 Belaſtung noch läuft. Selbſthilfe der Frauen, . h. wirtſchaftliche Kenntniſſe ſich aneignen, um nicht nur nach äußerem Schein, auch nicht nur nach der beſten Reklame, ſondern nach dem wirklichen Wert einzukaufen. Selbſthilfe der Frauen heißt unter Um⸗ ſtänden Zuſammenſchluß der Frauen, um mit mehr Nachdruck ihre Forderungen zu vertreten, um Raum 31 ſchaffen für die volkswichtigſten Aufgaben der Frauen, um Raum zu ſchaffen für die Mutter. Die Wanderausſtellung„Geſunde Frau Geſun⸗ des Volk“ vermittelt alſo zunächſt einmal Kenntniſſe. Kenntniſſe über die Eigenart des weiblichen Körpers, Kenntniſſe über richtige Säug⸗ lings⸗ und Kinderpflege, aber ebenſo auch über rich⸗ tigen Einkauf, über Arbeitskleidung, Arbeitshaltung, Wohnungseinrichtung, Wohnungspflege, Körperpflege, kurz über all das, was die Frau in ihrem ſchweren tigſte Volksgut, g loren geht. Und noch einmalt Hilft dazu eine Ausſtellung? Ja, ſie kann helfen. Ausſtellungen haben ſchon ſehr häufig große Auswirkungen ausgelöſt, haben am Be⸗ ginn großer Bewegungen geſtanden. Ausſtellungen ſtellen ja in weithin ſichtbarer Form Dinge und Fra⸗ gen vor das Auge des Mitmenſchen, die bisher ſo nicht geſehen wurden, die untergegangen waren im eſunde Frauen, nicht noch ganz ver⸗ Alltag. Auch der Ausſtellung„Geſunde Frau— Geſundes Volk“ iſt es bisher gelungen, dort, wo ſie gezeigt wurde, die Dinge in Fluß zu bringen. Der Beweis dafür iſt die Anteilnahme, die die geſamte Bevölkerung an ihr genommen hat. Zwei Beiſpiele: In Stuttgart haben innerhalb drei Wochen 48 000 Kampf mit der Not wiſſen muß.— Die Durchfüh⸗ rung bleibt ſelbſtverſtändlich den Frauen überlaſſen. Auch wenn die Ausſtellung Mannheim wieder ver⸗ laſſen hat, darf all das, was ſie an Anregungen ge⸗ bracht hat, nicht wieder einſchlafen, im Gegenteil, die Früchte einer ſolchen anregenden und belehrenden Ausſtellung müſſen in den Monaten nach ihrem Schluß erſt ausreifen. Die Frage:„Geſunde Frau— Geſundes Volk“ geht aber nicht etwa nur die Frauen an— dee geht alle an. Gerade Männer müſſen ſich damit beſchäf⸗ tigen, müſſen nachdenken und helfen, daß das wich⸗ Die Hygiene- Ausstellung in Mannheim Die Bezeichnung, die das Deutſche Hygiene⸗ muſeum in Dresden ihrer neuen Wanderausſtellung gegeben hat, iſt weit umfaſſend und dopeplt bedeu⸗ tungsvoll in den Tagen, Monaten und Jahren, in denen ſich die Wiedergeburt eines feſt geeinten deut⸗ ſchen Volkes vollziehen ſoll und muß. Der über⸗ wältigende Verſchmelzungsprozeß, der alle Mit⸗ glieder unſeres Volkes zu einer Gemeinſchaft eini⸗ gen ſoll, geht jeden einzelnen an, weil er nur gelin⸗ gen kann, wenn Zeder ſich als ſelbſtverantwortlich, dienendes Mitglied des ganzen Deutſchtums fühlen lernt. Phot. Bechtel Menſchen, in Breslau innerhalb vier Wochen 62 500 Menſchen die Ausſtellung beſucht. Eifrig ſind ſie den Führungen gefolgt, haben ſie den Vorträgen zuge⸗ hört, die Zeitungen waren voller Berichte. In der ganzen Stadt regte es ſich, wurde geſprochen über die Pflege einer geſunden Frauenſchaft. Hoffentlich wird das auch in Mannheim, daß Männer und Frauen aller Schichten angeregt werden, gründlich nachzudenken, daß ſie zunächſt die Gelegenheit, ſich über alle die Zuſammenhänge„Geſunde Frau— Ge⸗ ſundes Volk“ zu unterrichten, eifrig und gründlich wahrnehmen. Die Ausſtellung wendet ſich in erſter Linie an die Frau. Ihr ſoll gezeigt werden, wie ſie in allen Le⸗ benslagen durch Einſatz einer vollkräftigen Perſön⸗ lichkeit die geſunde und glückhafte Geſtaltung des Weiterbeſtandes eines ſtarken Volkstumes gewähr⸗ leiſten kann. Durch ſtatiſtiſche und leicht verſtänd⸗ liche bildliche und plaſtiſche Darſtellung ſoll in der Frau das Bewußtſein geſtärkt werden, daß ſie neben dem Manne ein gleichwertiger Beſtandteil des Vol⸗ kes iſt und bleiben muß.— Die höchſte und „ Aufgabe im Frauenleben s Ahnfrau ſpäterer Geſchlechter, erlegt jedem weib⸗ lichen Einzelglied des Volkes rieſenhafte Verank⸗ wortung auf, die durch die Ausſtellung erkannt wer⸗ den ſoll. So erſcheint die Frau als wertvollſter Beſtandteil unſeres Volkes, der von Jugend auf für ihre hohe Aufgabe ſorglich vorbereitet und ſinnvoll erzogen werden muß.— Neben der Pflege der perſönlichen Geſundheit geht die Schöpfung des Deutſchen Hygienemuſeums auf die wirtſchaftliche Bedeutung der Frau und auf die planmäßige Geſt a 1 tung des Alltagslebens in der Haus wirt⸗ ſchaft ein, um zu zeigen, wie durch vernüftige Ein⸗ teilung der Arbeit ſich die Frau ſelbſt am beſten ihre Kräfte zu ihrem eigenen Nutzen und zum Wohl der ganzen Familie lange erhalten kann. Ein ach⸗ tungsgebietendes und hehres Frauen⸗ tum bedarf für ihre Lebensaufgabe ferner einer feſten ſittlichen Grundlage, auf die immer wieder hingewieſen wird, um die Harmonie der Geſamt⸗ darſtellung glücklich abzurunden. Eine reiche Tagesordnung von erläuternden Füh⸗ rungen und anſchließenden Vorträgen ſoll während der Ausſtellung zu dem Schauwerk das erklärende Wort geben. Die Ausſtellung„Geſunde Frau— Geſundes Volk“ wendet ſich aber auch an die Männer im Volke, denen hier die Eigenart der Frau zur ver⸗ ſtändnisvollen Erkenntnis gebracht werden ſoll. Auch der Mann muß immer wieder darauf hingewie⸗ ſen werden, daß die beruflichen Aufgaben der Haus⸗ frau und Mutter der Lebensarbeit des Mannes un⸗ bedingt gleichwertig ſind. „Ernſter Dienſt am Volksleben“ iſt der Ausſtellung höchſter Sinn und letztes Ziel. Die Feſtigung eines tief innerlichen Verſtändniſſes für die Bedeutung der Frau als Einzelglied des Volks⸗ ganzen ſoll mitwirken beim Wiederaufbau deutſcher Art und deutſcher Sitte für eine glücklichere Zukunft unſeres Vaterlandes. Erhalte Deine Gesundheit! Tag für Tag, oft bis in die Nächte hinein und wieder am frühen Morgen beginnend, leiſtet die Frau in Stadt und Land ein außerordentliches Maß Arbeit, deren Bedeutung noch viel zu wenig an⸗ erkannt iſt. Sie iſt die Erſte, wenigſtens in einem geordneten Hausweſen ohne Hilfe, die aufſteht, um für den Mann und die Kinder zu ſorgen. Sind die Kindellr größer und gehen zur Schule, hat der Mann Arbeit, ſo kann ſie die häusliche Arbeit leichter bewäl⸗ tigen, aber ſind die Kindey noch klein und der Vater gar arbeitslos, ſo liegt Aicht nur vermehrte Arbeit, ſondern auch ein ſtete⸗ Druck auf ihr, den nur eine gute Geſundheit eben ſtarkem Willen ertragen läßt. In vielen Rushaltungen, die ſich früher eine Hilfe leiſten kannten, ruht heute alle Laſt auf den Schultern det Hausfrau allein. Es gibt viele Män⸗ ner, die der Leiſtung der Frau Verſtändnis entgegen⸗ bringen, viele jedoch empfinden ein Mithelfen als ſigend Als ob„Arbeit“ überhaupt je ent⸗ td wäre! Deshalb muß die Frau vor allem „ was ihr not tut, um ſich geſund und damit Sfähig zu erhalten, damit ſie durch geſchickte beitseinteilung auch einmal eine Pauſe zum„Auf⸗ ſchnaufen“ hat. Pünktliche Körperpflege iſt eine Not⸗ wendigkeit; vor allem muß man am Abend eine gründliche Waſchung vornehmen; am Morgen ge⸗ nügt ein raſches, kaltes Waſchen des ganzen Körpers und ſofortiges kräftiges Trockenreiben, um die Blut⸗ zirkulation zu beleben. Wo ein Badezimmer vor⸗ haden, empfiehlt ſich ein allwöchentliches warmes Vollbad(mehr iſt nicht nötig!)); zum Behelf beim Fehlen des Baderaumes dient die„Volksbade⸗ wanne“, die bequem nach dem Gebrauch wieder in einem Verſchlag aufbewahrt werden kann und da⸗ durch nicht viel Platz beanſprucht. Findet man im Sommer Gelegenheit zum Baden im Freien, ſo ſoll es mehr eine Gelegenheit zum Luftbaden ſein, 9 ef „ 5 PFG. TaSLicH 1 aba Stem u. lin tenſidltuungs r 255 dee e eee HokEN? dle 25 8. Seite/ Nummer 273 da zu langer Aufenthalt im Waſſer ſchäblich iſt. Aber gerade das Luftbad verlangt beſondere Vorſicht; zu langes Liegen in der Sonne kann eine ſtarke Ver⸗ brennung hervorrufen oder auch bei weniger emp⸗ findlicher Haut eine Reizbarkeit der Nerven, die neben Kopfſchmerzen Arbeitsunluſt, Mattigkeit und ſchlechte Laune verurſachen. Ueberhaupt die Nerven! Von berufener Seite iſt erſt vor einiger Zeit in einem Vortrag des Haus⸗ frauenbundes darauf hingewieſen worden, wo die tieferen Urſachen der Nervoſität der Frau zu ſuchen ſind. In erſter Linie durch das durch nichts berechtigte Gefühl des minderen Wertes dem Manne gegenüber, das ſie einmal aus einer gewiſſen körperlichen Schwäche und ebenſo oft durch das Empfinden eines gewiſſen Bildungsmangels ab⸗ leitet. Sie unterſchätzt ihre eigenen Leiſtungen und überſchätzt die des Mannes, wodurch eine innere Reizbarkeit entſteht, die zu den bekannten„Explo⸗ ſtionen“ führt. Der viele Kleinkram, der täglich er⸗ ledigt werden muß, das immerwährende Bereitſein⸗ müſſen für alle Anſprüche der Familienmitglieder und ein ſtarkes Empfinden eigener Unſelbſtändigkeit ſind die Faktoren, die, in noch verſtärktem Maße bei wirtſchaftlicher Not, dazu beitragen, die Hausfrau nervös reizbar zu machen, ſo daß man ſie als „launiſch“ bezeichnet. Kann ſie da nicht auch einmal eine ſtarke Ermüdung verſpüren, kann ihr da nicht auch einmal etwas Arbeit von andern Gliedern der Jamilie abgenommen werden? Aber noch ein anderes kommt hinzu. Die Frau hat, wenn ſie ſich den ganzen Tag in ihren vier Wän⸗ den mit Ausnahme des Einholens aufgehalten hat, das Bedürfnis, ſich auszuſprechen. Die⸗ ſem Bedürfnis ſollten Mann und Kinder Verſtänd⸗ nis entgegenbringen. Nur darf die Frau ſie nicht, wenn ſie müde von ihrer Berufsarbeit nach Hauſe kommen, mit Fragen und Klagen überſchütten, ſon⸗ dern erſt, nachdem ſie ſich etwas erholt haben, mag der Gedankenaustauſch beginnen. Während des Eſſens ſoll man„plaudern“. Dieſe Kunſt iſt eine Aufgabe der Hausfrau, um Mann und Kinder während der Mahlzeit von Berufs⸗ und Schulſorgen abzulenken. Es iſt durchaus falſch und trägt viel zur Nervoſität der Hausfrau bet, wenn gerade bei Tiſch, wo man den Fleiß der Hausfrau anerkennen ſollte, die pädagogiſchen Fähigkeiten auf mehr oder minder anregende Art erprobt werden. Die dadurch hervorgerufene Ungemütlichkeit läßt ſich für den ganzen Tag nicht verwiſchen. Eine ruhige Ausſprache nach Tiſch kann ganz andere Erfolge er⸗ ztelen und die Harmonie wird weniger geſtört. Eine Ruhepauſe von oft wenigen Minuten, das ruhige Sitzen bei den Mahlzeiten und ein kleiner Spaziergang ohne Beſorgungen zu machen, erzielt weit anhaltendere und tiefergehende Erfolge als alle Nervenſtärkungsmittel. Ausreichende Nachtruhe iſt weiterhin ein Haupterfordernis, um die Frau elaſtiſch zu erhalten; und dann ſoll der Sonntag nicht vermehrter Ar⸗ beit, ſondern wirklich der Ruhe gewidmet ſein. Ge⸗ rade dagegen wird oft geſündigt, indem das große Sonntagseſſen gekocht werden muß, nachmittags kom⸗ men Gäſte, und abends ſteht die Hausfrau todmüde vor einem Berg Geſchirr, ſo daß der Sonntag nicht der ſfeſtliche Tag der Ruhe nach arbeitsreicher Woche, ſondern der Anfang einer ebenſo arbeitsreichen bildet. Biel könnte gewonnen werden, wenn auch jeder Hausfrau einige Urlaubstage zu ermöglichen wären, die ſie einmal vom Kochtopf und Haushalt⸗ ſorgen entfernen. Eine ſolche Urlaubszeit führte im letzten Jahre durch die Müttererholungsfürſorge zu erfreulichen Reſultaten, aber leider konnten doch nur ſehr, ſehr wenige erfaßt werden. Wer Verwandte in ländlicher Gegend hat, kann vielleicht gegen leichte zliche Mithilfe einige Erholungstage dort ver⸗ ngen; umgekehrt vermittelt aber auch der Land⸗ Neue Mannheimer Zeitung Sonntags⸗Ausgabe ( frau ein kurzer Stabtaufenthalt ſo viele neue Ein⸗ drücke, daß ſie noch lange Anregung und dadurch Friſche erhält. Die beſte Erholung für die Hausfrau iſt das Wandern. Wo ſich Gelegenheit dazu bietet, ſollte ſie Gebrauch davon machen. Das Wandern ſollte der Sport der Hausfrau ſein. Die vielerlei Bewegungsmög⸗ lichkeiten im Haushalt erübrigen faſt die Leibesübun⸗ gen; nur wenige werden für einen regelmäßigen Sport Zeit finden. Zum Wandern aber ſteht der Sonntag zur Verfügung, der auch bei ſchlechtem Wetter voll ausgenützt werden ſollte. Gutes Schuh⸗ werk, nötigenfalls waſſerdichte Mäntel und im Ruck⸗ ſack geeigneter Proviant ſind unerläßliche Bedingun⸗ gen. Ein frohes Ausſchreiten im ſchattigkühlen Wald an heißen Tagen, Herz und Sinn weit offen für Gottes herrliche Welt, Vollpumpen der Lungen mit köſtlicher Landluft— das macht die Hausfrau geſund und arbeitskräftig. Aber auch hier gilt es vor Uebertreibungen zu warnen. Bei Ermüdungserſcheinungen, hauptſächlich der Beine und Füße, gilt es, rechtzeitig Vorbeuge⸗ maßnahmen durch geeignete Fußpflege, Tragen von Einlagen uſw. zu treffen. Vernachläſſigte Bein⸗ leiden führen zu ſchwerſten geſundheitlichen Schäden, Schwerfälligkeit, Gelenkerkrankungen und Störun⸗ gen im Organismus. Wie Haare und Zähne unentwegter Pflege bedür⸗ fen, damit die Frau„gut“ ausſieht, was doch jede möchte, ſo iſt regelmäßige Handpflege ebenſo ſelbſt⸗ verſtändlich. Unſaubere Fingernägel entſtellen jede Hand; auch die Arbeitshand kann ſchön wirken, wenn ſie nicht vernachläſſigt iſt.„Sauberkeit“ iſt in allem die Grundbedingung. Seeliſche und körperliche Geſundheit hängen eng zuſammen, ſo iſt es auch mit innerer und äußerer Sauberkeit; ſie geben das Gepräge der wirklich ge⸗ ſunden deutſchen Frau. W. Woran sterben die Völker! Wüſtenſand weht über vereinzelte Steintrümmer. Selten einmal zieht eine einſame Kamelkarawane ihren Weg. Forſcher aus dem Abendland haben ihre Zelte aufgeſchlagen. Mit ihrem Spaten legen ſie frei, was unter dem Wüſtenſand begraben liegt. Sie ſuchen, ſich ein Bild zu machen von dem Volk, das einſt hier lebte und ſchaffte. Und ſie entrollen uns dann ein Bild von blühender Landſchaft, fruchtbar bewäſſerten Gärten, volkreichen Dörfern und Städten. Und heute gedeiht kein Kraut, kein Baum hier, iſt überall menſchenleere Oede. So ſind die Babylonier, ſo ſind die Aſſyrer, ſo ſind Völker über Völker ſchon dahingegangen. Andere Völker leben in unverminderter Friſche noch heute, Völker, die ſchon vor den Babyloniern und Aſſyrern begannen, den Acker zu bebauen. Die In⸗ der, beſonders die Chineſen blicken auf viele Jahr⸗ tauſende eines geſchloſſenen Völkerlebens zurück und ſind nicht weniger geworden, ſondern der Baum ihres Lebens breitet ſich immer mehr aus. Warum mußten manche Völker ſterben? Und warum leben die anderen heute noch? Weil die einen das Naturgeſetz beachteten, die anderen nicht. Die Chineſen haben ein Sprichwort:„Wer das Natur⸗ geſetz beachtet, der wird glücklich, wer es nicht beach⸗ tet, wird unglücklich. Es iſt wie der Schatten und das Echo“. Wir Menſchen als Glieder der lebendi⸗ gen Schöpfung ſind eingeſchloſſen in das große Na⸗ turgeſetz vom Werden und Vergehen des Einzelnen und vom ewigen Leben der Art durch die ſtete Verjüngung im Kind. Wenn wir in die Na⸗ tur hineinſchauen, ſehen wir, wie jedes Lebeweſen bedacht iſt, für den Beſtand ſeiner Art durch Nach⸗ kommen zu ſorgen. Aufmerkſame Gärtner haben ſchon lange beobachtet, daß ein Raum, dem Gefahr droht, noch einmal überreich Früchte trägt. Tiere, die beſonderen Nachſtellungen ausgeſetzt ſind, haben Hunderttauſende und Millionen von Nachkommen. Und die Natur nimmt oft keine Rückſicht auf das Einzelweſen, weil ihr die Erhaltung der Art alles bedeutet. So zwingt auch ein tiefer, in die Bruſt des Menſchenweibes gelegter Trieb jede geſunde Frau ihr Leben immer wieder zu wagen, um ihre und des geliebten Mannes Art auf fernere Zeiten zu erhalten, und jede geſunde Frau ſucht ſich den beſten und tüchtigſten Mann aus, den ſie finden konnte. Wo die Frauen dieſem ewigen Naturgeſetz Folge leiſten, wo ſie Glück und Erfüllung ihres Lebens darin ſehen, Mütter zu ſein, da lebt ein Volk ewig. Die Natur iſt ja nicht grauſam, ſie iſt nur unerbittlich gerecht. Es iſt wirklich ſo, wie der Chineſe ſagt: Wer ihre Geſetze befolgt, der wird glücklich. Geſunde Kinder zu haben, das iſt das ſchönſte Glück für Mutter— und Vater. Was wiegen denn dagegen die ſogenannten Entbehrungen, die die Eltern ſich aufzuerlegen haben? Was be⸗ deutet es denn dagegen, ein mäßiges, tätiges Leben zu führen? Die Natur belohnt ja auch das mäßige und tätige Leben an ſich ſchon mit ihrem Lohn, dem Glücksgefühl. Wo aber der Bauch zum Gott gemacht, wo gar dem Gaumen geopfert wird, wo Genußgifte des Lebens Inhalt ausmachen, da ſtraft ſie mit kör⸗ perlichem Siechtum, mit Verſchlechterung und Ver⸗ giftung aller Säfte und mit Kümmerwuchs der Nach⸗ kommen. Und wo gar die Luſtprämie, die die Natur eingeſetzt hat, um die Fortpflanzung zu erzwingen, in gieriger Weiſe eingeheimſt wird, ohne daß die be⸗ treffenden Menſchen ſich den Naturgeſetzen unter⸗ werfen, wo alles, Geſchlechtsgenuß und Fortpflan⸗ zungsverpflichtung voneinander losgelöſt werden, da ziehen Verderbnis des inneren Lebens und Verfall des Volkes ein. Doch Achtung der Naturgeſetze, Ehrfurcht vor ihrem großen und tief verborgenem Walten iſt im Grunde dasſelbe wie Religioſttät. Religion heißt ja Bindung, Bindung an das über uns Stehende, über uns Hinausreichende. Die Antwort auf die Frage: Woran ſterben die Völker? kann alſo kurz gegeben werden: ſie ſterben an der Religionsloſig⸗ keit, ganz gleichgültig, wie nun der kultiſche oder dogmatiſche Inhalt der betreffenden Religion iſt. Das Wichtigſte iſt das Gefühl der Verbundenheit und Verpflichtung. Dieſes Gefühl iſt zu allen Zeiten in den Frauen ſtärker geweſen als in den Männern. Darum iſt die Frau ſtets Hüterin der Sitte und Sitt⸗ lichkeit geweſen. Wo ſich die Frau von der Sittlich⸗ keit losſagt, da ſtirbt ein Volk; denn wenn auch Män⸗ ner die Geſchichte machen, Staaten lenken und der Geſchichte die Form geben, entſchieden wurde in den Jahrtauſenden die Weltgeſchichte biologiſch, alſo von den Müttern. Die höchſte Kultur, der reichſte und größte Staat muß zerfallen in Schutt und Wüſten⸗ ſand, wenn der lebendige Schoß der Mütter verſiegt. Pflicht... Iſt ſie für viele nicht gleichbedeutend mit Zwang, den abzuſchütteln ſehnlichſtes Ziel bedeutet? Aller⸗ dings ſind dies Menſchen, denen der Begriff der Pflicht nur deshalb fremd iſt, weil ſie niemals ein Gefühl 5 Verantwortung gekannt haben. Wenn alle Frauen, die die Sehnſucht nach einem gi haben, ſich gleichermaßen bewußt wären, was es heißt einem neuen Menſchen das Leben zu geben, es würde weit beſſer um dieſe Welt beſtellt ſein. Ja... es muß leider geſagt werden, das Gefühl der Verantwortung iſt dem Menſchen von Heute faſt verloren gegangen. Viele Frauen haben vergeſſen, daß Mutter ſein die Erfüllung einer hei⸗ ligen Miſſion bedeutet. Eine Frau ſollte ſich nur dann ein Kind wünſchen, wenn ſie ſich auch der hohen Verant- wortlichkeit bewußt iſt, die ſie damit übernimmt. Heiraten iſt leicht für eine hübſche Frau. Man ſpricht von„Liebe“ und braucht für die Ehe doch nur Sympathien .. denkt manche Frau, die heiraten will. So treiben g Frauen in die Ehe, ohne ſich darüber klar zu ſein, daß eine ſolche Ehe bereits zum Unglücklichſein verdammt iſt; plötzlich türmen ſich Zwang und Pflichten auf, die nicht nur geduldig, ſondern mit frohem Herzen getragen werden wollen. Es liegt in der Natur der Frau, faſt nichts mehr zu wollen, als Liebe verſchenken zu dürfen, und wo ſie nur Sympathie zu vergeben hat, fühlt ſie ſich unbefriedigt und leer. Sie beginnt ſich mit allen Fibern nach einem Kind zu ſehnen, es ſoll ihr dieſe Leere ausfüllen. Mit der Er⸗ füllung des Wunſches iſt ſie dann nicht mehr allein. Ihr ganzes Sein klammert ſich an das kleine Weſen alle brachliegende Liebe hat nun ihren Inhalt gefunden. Dann wird aber die Ahnung aufdämmern, daß Mutter ſein ſich ſelbſt entſagen heißt und ein Kind kein Spielzeug iſt, ſür das es genügt, ihm hübſche Kleider, Eſſen und Trinken zu geben, ſondern daß es ſich um das Sein eines wehrlosen Geſchöpfes handelt, dem die gütige Wärme eines Mutter⸗ herzen Atem und Sonne zugleich bedeutet. Solch kritiſche Augenblicke erwecken das Gefühl der Pflicht und Ver⸗ antwortlichkeit und, wenn ein Entſagen zu ſchwer er⸗ ſcheint, wird ein Blick in die traurigen Augen des Kindes genügen, die Mutterliebe hundertfach aufflammen zu lafſſen, Der Konflikt Mutter und Frau iſt ſeltſamerweiſe noch niemals künſtleriſch geſtaltet worden, obgleich dies eines der wichtigſten Probleme iſt, da es jede Frau angeht. Man muß das Thema heikel nennen, aber hat nicht gerade die Kunſt, will ſie nicht ihres eigentlichen Themas beraubt ſein, die Aufgabe, dem Menſchen ſein eigenes Handeln bewußt zu machen? Nur ſo kann ſie ihrer großen er⸗ zieheriſchen Miſſion gerecht werden. Der neue Film im Univerſum„Brennendes Ge⸗ der heimnis“, der jetzt in den Tagen der Ausſtellung„Ge⸗ ſunde Frau— Geſundes Volk“ läuft, behandelt dſeſes Thema. 25 Jahre Hautölung! Auf der Internationalen Hygiene⸗ Ausſtellung in Dresden 1931 wurde den Diaderma⸗Erzeug⸗ niſſen die bronzene Medaille verliehen, dadurch wurde die Pionier⸗Arbeit M..G. Gottliebs anerkannt der ſchon im Jahre 1908 das Hautfunktions⸗Oel„Diaderma“ ſchuf. Da⸗ mit hat Gottlieb als Erſter den Gedanken der Hautölung in die Neuzeit eingeführt und hat dieſe moderne, biologtſche Körperpflege in jahrelangem Aufklärungskampf gegen alle Anfeindungen und Widerſtände populär gemacht. Heute iſt die Hautölung aus der Körperkultur, aus dem Sport, aus der Schönheitspflege der Frau, und vor allem aus dem Sonnenbad nicht mehr hin wegzudenken. Das Diaderma⸗ Hautfunktionsöl iſt alſo ſeit 25 Jahren das bewährte Hautpflegemittel. Unzählige Anerkennungen beſtätigen ſeine Wirkſamkeit! „Ueberlaß es nicht dem Zufall“. Haben Sie die zeitge⸗ mäße Ausſtellung in den Rhein⸗Neckarhallen ſchon beſucht? Waß ſie dem äufmerkſamen Beſucher bietet geht weit über das hinaus was man ſich etwa unter Geſundheitspflege für und durch die Frau vorſtellt. Wir bekommen da ein abge⸗ rundetes Bild von der ſozialen ethiſchen und volkswirt⸗ ſchaftlichen Bedeutung der Frau als Gattin Mutter und Erwerbstätige. Vorträge und Vorführungen mannigfacher Art— ſind überaus lehrreich. Die Ausſtellung zeigt auch, wie die Lage der Frau durch Abnahme der Sorge um die Zukunft erleichtert werden kann. Dieſem Zweck dient der täglich in den Nachmittagsſtunden zur Aufführung gelan⸗ gende Film„Ueberlaß es nicht dem Zufall!“ Vom Nachrich⸗ tendienſt der Ausſtellung wird den Beſuchern jeweils der genaue Zeitpunkt der Vorführung durch Lautſprecher be⸗ kanntgegeben. Besuchen Sie in der Ausstellung die interessante DEFA, SEH ABTEILUNG 58 BIS 60 GEGENUBER DEM STAND DER STADTISCHEN WERKE Wir zeigen hygienische Küchen Möbel und Cerdte, zeitgemdſße Unterkleidung, Bade- Mdsche und Ausrüstung DEFAKʒ n, Deutsches Familien- Kaufhaus embfl., N 7, 3 TURMHAUS Auf der Internetionelen Hyglene-Ausstellung Dresden 1951 wurden —— de Dldderma-EZzeugnisse mſt der bronzenen Nedaille ausgezeichnet Dladerme-Haeutfunktlonsél zur natürlichen Schönheſtspflege, ernöhtt dle Haut, macht se geschmeldig, funktlonstüchtig und schön! Benutzen Se such die besonders milden Dladefme-pflenzenöl-seifen! M. E. G. Gottlieb NEIDE LL BRG NMeil mittel Solbäder: Inhalationen: Trinkkuren: Radium-Sol-Bad Radiumsalzreichste Thermal-Heilquelle BA d Heidelberg A.., Heidelberg, TSIS PRO SNR Neldelberg Badehaus: Vangerowstrage 2 Muskel- und Gelenkrheumatismus, Neuralgien. besonders ischias. Gicht, Skrophulose. Rachitis, Frauenkrankheſten. Arteriosklerose, Hippertonten, Schwächeaustände, funktio- nelle und organische Nerbenkrankheiten (Neueingerichtetes Inhalatorſum) chrontsche und subakute Hatarrhe der Mese, des Rachens, den Nebenhöhlen des Hehlkopfes und der Puftröhre (mit Radium- Heilwasser. Sommergarten des Cafe Wellen- reuther am Haiserring u. Rheineafè im Bindenhof) chronische Magen- u. Darmkatarrhe, chronische Verstopfung, Erkran- Rung der Beber- u. Gallenwege, Zuckerkrankheit I denerel- vertrieb von Radtum- Heilwasser Fa. Hans Schüler, Heidel- berg. Güterbahnhofstraße 9/18. Telephon 3138) Schokolade nach Schwelzer Art nur vd schokinag, Schokolade-Induskrie.-G. 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Am weſtlichen Ausgang der weiten Bucht liegen an die Inſel Cava die dem Feinde ausgelieferten, lwaffneten und entmannten deutſchen Kriegsſchiffe 1 Anker. munterbrochen reiten die Wellen heran, ſchlagen Tumpf klatſchend gegen die Bordwände und ſpülen i den Geſchützpforten in die Kaſematten. Regen⸗ euer fegen über die verlaſſen daliegenden Decks, ehumächtig zerren die verratenen Schiffe an den Akerketten, wie zitternd und ſtöhnend ob der hmach tauchen ſie auf und nieder. Die Torpedoboote, welche in Gruppen aneinander gemacht ſind, ſchlagen bei dem Seegang dͤröhnend gheneinander. Die Luft iſt hier vom Waſſer erfüllt, ies in tauſend Tropfen zerſtiebt. ſteine Flagge kündet die Nationalität der T⸗Boote ind Schiffe, nur von dem kleinen Kreuzer„Emden“ Jieht einſam die Admiralsflagge. Genau ſo troſtlos und trübe wie dieſer welt⸗ illegene Winkel war der Zuſtand unter den Wach⸗ ummandos der deutſchen Schiffe. Klein und häßlich übte auf engem Raum beſchränkt der Kampf Aller gegen Alle. Fünf Monate Internierung hatten die Geiſter ge⸗ bieden. Alles, was ſchwach, wankelmütig, gleichgültig lar, ſtand im Bann gewiſſenloſer roter Hetzer. Maß⸗ le Forderungen mußten Ablenkung ſchaffen, denn 15 Geſchütze der Schiffe des engliſchen Bewachungs⸗ Jiſchwaders dokumentierten zu handgreiflich die inter⸗ Felonale Verbrüderung. Alltagskämpfe. * krachend ſchlägk der Kommandant eines der llernierten Linienſchiffe die Tür der Kafüte zu. unn wirft ſich die hohe Geſtalt in den Seſſel. Die ünſte aber bergen den Kopf, deſſen Schläfe zum erſpringen hämmern. Hart angelaſſen hat ihn ſoeben ſein Admiral, weil hen Vorſchlag wagte, dieſem unwürdigen Zuſtand lch Verſenkung der Schiffe ein Ende zu machen. Wie Feuer flackert es vor ſeinen Augen. War kun ſchon alles in dieſem grenzenloſen Wahnſinn buſtrickt? Dann aber ſcheint es ihm, als ob trotz kel schroffen Abſage ein Leuchten in den Augen ſei⸗ ie Vorgeſetzten war. Durch das offene Kajüten⸗ ter dringt das Motorengeräuſch des vorbetfahren⸗ ien Bootes des Admirals. Aufſtehend ſieht er mit kennenden Augen dem Manne nach, in deſſen Hän⸗ 5 die Ehre der einſtmals ſtolzen deutſchen Flotte ſegt. Das Chefboot nimmt indes in ſchneller Fahrt et Weg zum Flaggſchiff„Emden“. Admiral Ludwig von Reuter blickt ſinnend vor Iich hin. 5 Wieder hat er einen Kameraden wegen des Ge⸗ Tunkens der Verſenkung ſchroff zurechtweiſen müſſen. Meder hat er entgegen ſeiner Ueberzeugung Worte ag, die ihn ſelbſt ſchmerzten. Aber all das mußte lig, um das Geheimnis ſeines Herzens zu hüten, i die Stunde des Handelns gekommen. a Wohltuend war es für ihn, überall zu hören, daß uc) Männer vorhanden, bereit zur Ehrenrettung er verratenen Schiffe. Wie Wetterleuchten zuckte über das ernſte Geſicht des Admirals. Solche lomente ließen die Widrigkeiten und den Schmutz ß Wochen und Monaten dieſer erbärmlichen Zeit etgeſſen. N 8 e Ein Schiff der„Köntg“⸗Klaſſe. f wirkungen übermäßigen Genuſſes von Alkohol; das it Mut. Der Oberführer ſchleudert eine aufreizende Randrede in den verqualmten Raum. Blöder Bei⸗ l unterſtreicht jedes Schlagwort. Aus Blechkumps fürzen ſie den Branntwein viertelliterweiſe hinunter. dus Schreien und Brüllen läßt die hohlen Schiffs⸗ Hume dumpf erdröhnen. Draußen kreuzen engliſche otronillenfahrzeuge um das lärmende Schiff. Mit Verſchränkten Armen ſtehen zwei hünenhafte Boots⸗ launsmaate an der Schottür zur Steuerbord⸗Kaſe⸗ atte und ſehen angeekelt dem zügelloſen Treiben g 8 Kokarde. Längſt ſind ſie das Ziel ſpöttiſcher Jurufe. „Verräter!“—„Lumpen!“„Strolche!“— aus!“—„Haut ihn!“ gröhlt es im Chor, und ſchon ö fliegt ein Blechkumps gegen die breite Bruſt des (ten. Andere Gegenſtände folgen unter dem Hohn⸗ belächter der beſoffenen Meute. da ſchnellen wie Panter zwei reckenhafte Körper A wuchtigem Satz durch den niederen Raum. Se⸗ landen ſpäter fliegt der Haupthetzer in die Gruppe er brüllenden roten Matroſen, dieſe zu Boden rei⸗ bend. Krachend ſchlägt ein anderer Schreier auf die back nieder, mit dieſer zuſammenbrechend. Heulend kügeln ſich in dem Gewühl die eigenen Genoſſen. die Männerfäuſte der zwei Maate faſſen nach, jetzt 8 ientust von marinetreuen Matroſen. Nach wenigen Kinnten fliegen die letzten Roſa Luxemburger ſchwer griert durch die Backbordſchottür. Die Ruhe im ff iſt wieder hergeſtellt. Schweigend gehen die Bootsmannmaate nach kern durch das öde, leere Schiff, um pflichtgemäß Vorfall zu melden. Die Fälle von Ausſchreitungen und Gewalttätig⸗ en mehren ſich. Weitere Ruheſtörungen und Meu⸗ rſchüttern den Internierungs verband. Die In der Vorderbatterie geht es wüſt zu. Die IMiglieder der„roten Garde“ ſtehen unter den Aus⸗ i Ueber dem Mützenband beider prangt die ſchwarz⸗ Tag von She die Ehrenrettung der verratenen flotte— Ein Gedbenkblatt zum 21. zuni 1910— Von Tubwig Freiwald marinetreuen Elemente unter den Maaten und Mannſchaften organiſieren die Abwehr der roten Uebergriffe. Es droht zu folgenſchweren Auseinander⸗ ſetzungen zu kommen. Die Gefahr der Beſetzung durch die Engländer rückt dadurch nahe. Admiral von Reuter ſchreitet entſchloſſen zu wei⸗ teren Reduzierungen der Beſatzungen. Berlin und London genehmigen es ſchnell. Mitte Juni treffen die Transportdampfer in Skapa Flow ein. Am 17. Juni legte der letzte Dampfer mit dem Reſt der Abkommandierten vom großen Kreuzer „Seydlitz“ ab und nahm Kurs nach Deutſchland. Die Generalreinigung von allen unzuverläſſigen, dienſtüberdrüſſigen und ſportakiſtiſchen Elementen war geglückt. Der große Befelel Zum zweitenmal las Korvettenkapitän Schumann den Befehl ſeines Admirals den ſoeben das engliſche Poſtboot gebracht hatte. Schwarz auf weiß ſtand es da: „Kommando des Internierungsverbandes B. Nr. 39 den 17. Juni 1919, Nur durch Offiziere! Perſönliches! An alle Kommandanten. 1. Es ſind ſofort die notwendigen Vorbereitungen zur Verſenkung der Schiffe ſo zu treffen, daß ſicher⸗ geſtellt iſt, daß das Schiff bei Empfang eines Be⸗ fehls ſo ſchnell wie möglich ſinken wird. Vollſtändige Vorbereitungen ſind zu treffen, nach⸗ dem die Mannſchaften ausgeſchifft ſind. Es wird einzelnen Kommandanten anheimgeſtellt, zu ent⸗ ſcheiden, inwieweit einzelne Mannſchaften dabei helfen und von der Abſicht Kenntnis erhalten können, ohne dieſe Abſichten in irgendeiner Be⸗ ziehung, wie z. B. durch Verrat an die Engländer zu gefährden. 5. Die Verſenkung hat ſtattzufinden: ) im Falle einer gewaltſamen Beſetzung ſeitens der Engländer, b) beim Empfang eines beſonderen Befehls von mir. Es folgten dann noch weitere Anweiſungen ſowie das Verſenkungsſignal. Der Schluß lautet: 712. Die Kommandanten haben dieſes Schriftſtück unter Verſchluß zu halten es darf nicht in Fein⸗ deshand fallen.“ Befreit atmete er auf. Geglättet waren die Wo⸗ gen der Gedanken in ihm. Obwohl nun das Schwerſte kam. Die Trennung von dem einſt ſo ſtolzen Schiff. In die Hand des Engländers ſollte es nicht fallen, dafür wollte er mit ſeinem Leben einſtehen. Als er den Befehl verſchloß, fiel ſein Blick auf die im Fach liegende Kriegsflagge. Er nahm ſie heraus und breitete das Tuch über den ſchmalen Tiſch. Liebevoll glitten die Augen über die ſchöne Flagge. Bald 2 würde ſis zum letzten Male vom„Markgraf“ wehen. O, wie das ſchmerzte. Nur nicht weiter denken. Haſtig ſchloß er ſie ein und verließ die Kajüte, um die erſten Vorbereitungen zu treffen. 10 8 Der Schlachtkreuzer„Derfflinger“. Alles Leben iſt in dieſem gewaltigen Schiff er⸗ ſtorben. Totenſtille in den Wohndecks. Grabesruhe im Achterſchiff. Aus den Niedergängen vom Zwiſchendeck ſteigt es wie aus Totenkammern, kalt und unwirklich hu. Es iſt der Fluch der Verräterei, der auf dem kaynpf⸗ erprobten Panzerkreuzer laſtet. 7 Plötzlich hallen dumpfe Schritte durch die leeren Räume. Schaurig tönt der Schall weiter. Der Kom⸗ mandant geht kontrollierend durch alle Decks. Sämtliche Schottüren, Lukniedergänge, Bunker⸗ und Mittelgangsſchotten, die Türen zu den Hellegats und ſonſtigen Unterwaſſerräumen ſind geöffnet, daß ſie nicht zuſchlagen können. Desgleichen ſtehen die Seitenfenſter, Ventilatoren, Oberlichſter ſtändig offen. Alles iſt zur Fahrt in die Tiefen vorbereitet. Nur wenige Griffe, dann kann das Waſ ſer durch Torpedo⸗ rohre, Schleuſen, Flutventile und Kondenſatoren ins Schiff einbringen. 7 Der Kommandant nickt bitter vor ſich hin. In den Kaſematten blicken die desarmierten Ge⸗ ſchütze ihn vorwurfsvoll an. Jede Gefechtsſtation zeigt die Schande der Entwaffnung. Tiefe Runen haben dieſe letzten Gänge Schiff in ſein Geſicht gegraben. Die Spannung wuchs ins Unerträgliche. Lange durfte dieſer Zuſtand nicht dauern. * durchs Sonnenwende! Zeichen der Wiedergeburt! Vorahnung des Kommenden! Die Bucht von Skapa Flow war in feurige Lohe gehüllt. Langſam ſtieg die Sonne, neues Leben kündend, am Morgen des 21. Juni 1919 höher und höher am wolkenloſen, blauen Himmel. Einem Fanal gleich glänzten die deutſchen Schiffe in ihrem neuen, hellen Anſtrich und zeigten ſich noch einmal in ihrer ganzen Wucht und Größe. Dunkel und drohend wie das Schickſal ſelbſt hoben ſich da⸗ gegen durch ihren faſt ſchwarzen Anſtrich die Groß⸗ kampfſchiffe des engliſchen Bewachungsgeſchwaders ab. Verſtärkte Rauchſchwaden zeigten erhöhte Fahrt⸗ bereitſchaft dieſes Geſchwaders an, und gegen 9 Uhr vormittags ging es einſchließlich der Zerſtörer Anker auf und ſtach in See. Eine Stunde ſpäter war es am Horizont ver⸗ ſchwunden. * Flaggſchiff„Emden“. Das Auslaufen des engliſchen Bewachungsge⸗ ſchwaders iſt beobachtet worden. Ein Fingerzeig des Schickſals. Fregattenkapitän Oldekop eilt ſofort zum Ad⸗ miral von Reuter. „Das Auslaufen des Engländers iſt verdächtig. In zwei Stunden läuft der Waffenſtillſtand ab.— Die Entente verlangt bedingungsloſe Auslieferung der Schiffe.— Es iſt ausgeſchloſſen, daß dieſer Frie⸗ densvertrag angenommen wirdl“ Eindringlich trägt er dies alles ſeinem Chef noch⸗ mals vor. ö Die Zeit drängt. Admiral von Reuter iſt mit ſich im Reinen. Als Seebefehlshaber im Auslande ohne Verbin⸗ dung mit der Heimat war er verpflichtet, in Fällen von Not, Gefahr oder Krieg ſelbſtändig zu handeln. Nach Lage der Dinge mußte ſich Deutſchland ab 12 Uhr mittags wieder im Kriegszuſtand mit Eng land befinden. Dadurch trat eine weitere Vorſchrift in Kraft:„Deutſche Kriegsſchiff deshand fallen.“ Die Schiffe des Internierungsver⸗ bandes waren vollſtändig abgerüſtet, ein ehrenvoller Kampf alſo ausgeſchloſſen. Es blieb deshalb nur der eine Weg, die Schiffe ſofort zu verſenken. Jedes Zögern konnte den Erfolg herabmindern. Die Stunde der Tat iſt da! Um 10 Uhr 40 flattert vom Gefechtsſignalſtand der„Emden“ das hiſtoriſche Signal: 5 „An alle Kommandanten Paragraph 11. Beſtäti⸗ gen. Chef J..“ Das heißt:„Schiffe ſofort verſenken!“ Von Schiff zu Schiff eilt das Signal durch den Verband. Die Fahrt auf den Grund Das Linienſchiff„König Albert“ ſchreckt aus ſeiner Ruhe auf. Jäh ſpringt der Pfiff der Bootsmaats⸗ pfeifen durch die Decks. „Alle Mann aus dem Schiff!“—„Alle Mann aus dem Schiff!“ 1 Haſtig ſchallt der Rruf durch die leeren Räume. An Oberdeck eiligſes Laufen und Rennen. Boote werden zu Waſſer gelaſſen. Aus den Lucks drängt die kleine Beſatzung mit Kleiderſäcken und Handgepäck nach oben und eilt zur Schanz. Da flattert etwas über ihnen. Aufblickend ſeihen ſie neu und rein die alte Flagge wehen. 5 Die Augen brennen, hart greift es allen ans Herz. Plötzlich lauttönende Einzelſchläge der Schiffs⸗ glocke„Frfedrichs des Großen“. Das Flottenflagg⸗ ſchiff aus der Seeſchlacht am Skagerrak iſt Spitzen⸗ ſchiff bei der Fahrt in den Grund. Es legt ſich als erſtes und gleitet lautlos in die Tiefe. Sie ſteigen in die Boote. Es rauſcht und brauſt im Schiff, langſam und ſtetig ſackt„König Albert“ tiefer. Wie fernes Gewitter grollt es im Innern. Die Boote legen ab. Zur rechten Zeit. Das mäch⸗ tige Schiff neigt ſich ſeitlich über. Gurgelnd ſtrömt dets Waſſer durch die Seitenfenſter. Das iſt das Ende. Ein letztes Aufbäumen. Seitliche Waſſer⸗ fäulen. Dann verſinkt„König Albert“ in den Flu⸗ ten. Drei Hurras aus rauhen Männerkehlen ſind letzte Grüße... Große Luftblaſen und Schiffsteile treiben auf der leeren Stelle. 8 Es iſt 1 Uhr. Noch einmal reißt im Niedergang dieſer Zeit ein großer Augenblick alle mit. Die gewaltige Tat eint ſie. Boote auf Boote, beſetzt mit dem Wachkomman⸗ dos, ſtoßen von den ſinkenden Schiffen ab. Immer wieder ſchallen ihre Hurras als letzte Grüße übers 5 Meer, * nicht ein. Der kühne kleine Kreuzer„Brummer“, der Pan⸗ zerkreuzer„Moltke“, die Linienſchiffe„Kronprinz Wilhelm“,„Kaiſer“,„Prinzregent Luitpold“,„Gro⸗ ßer Kurfürſt“, der Kleine Kreuzer„Dresden“, alle fahren mit wehender Flagge in den Grund. Eine gigantiſche Vernichtung materieller Werte. Eine gewaltige Tat idealer Größe. Hochauf bäumt ſich manches Schiff wie in wildem Weh, dabei klir⸗ rend die Ankerketten zerreißend. Im hellen Son⸗ nenſchein leuchten grüßend die Schiffswappen. Aus den Windſchächten und Schornſteinen austretende Luft wirft hohe Waſſerſäulen aus. Es iſt, als ob Lebeweſen ihre Seele aushauchen. Schiffstrümmer, Rettungsbojen, Offiziere und Mannſchaften treiben ſchwimmend auf dem Waſſer. Da peitſchen Schüſſe über die See. Engliſche Wachtfahrzeuge, bar jeder Ueberlegung, raſen wie beſeſſen zwiſchen den Booten. Die engliſchen Be⸗ ſatzungen aber knallen mit Piſtolen und Gewehren blindlings in die dicht beſetzten Boote und auf die Schwimmenden.. Aufſchreie getroffener deutſcher Seeleute. Eng⸗ liſche Flüche und Verwünſchungen. Trotz zeigen der weißen Flagge ſtellen die Engländer das Feuer * Mit halber Fahrt durchſchneiden die Rieſen⸗ ſchiffe der„Royal Sovereign⸗Klaſſe“ die blaugrüne See. ö Auf der vorderen Brücke H. M. S.„Revenge“ ſteht in überlegener Ruhe der engliſche Vizeadmiral Sir Sidney R. Freemantle und muſtert die ſtolzen Schiffe ſeines Geſchwaders. Ihm war die Aufgabe zuteil geworden, in zwei Tagen die deutſchen Kriegsſchiffe in engliſchen Beſitz zu überführen. Da haſtet der Läufer F. T. Raum zur Brücke hoch und überreicht dem Admiral einen Funkſpruch „German ships are sinking“ lieſt er erſchreckt. „Damned“ ziſcht es zwiſchen ſeinen Lippen, um einen Ton bleicher erſcheint das ſeemänniſch ge⸗ bräunte Geſicht. Dann hat er ſich wieder ganz in der Gewalt.„Gegenkurs!“ befiehlt er und„Aeußerſte Kraft voraus!“ „Die deutſchen Schiffe ſinken 855 Wie eine Bombe platzt die Nachricht in die Gruppe der Stabsoffiziere. „Klar Schiff zum Gefecht!“ geht durch Telephon und Sprachrohr der Befehl an alle Stellen. Donnernd wühlen ſich die gewaltigen Schiffe durch die See und jagen zurück zur Bucht. * 18 Der herviſche Kampfgeiſt bei Offizier und Mann zeigt ſich noch einmal in ſeiner ganzen Größe. Das Werk gelingt. i Gegen 2 Uhr legt ſich das Heldenſchiff„Seydlitz“ um. Ströme von Waſſer ergießen ſich durch die Seitenfenſter, es kentert nach Backbord. Der kleine Kreuzer„Köln“ verſinkt ſchnell. Die Linienſchiffe„König“ und„Kaiſerin“, der Panzer⸗ kreuzer„Von der Tann“ kämpfen den letzten Kampf. Ueber Back und Schanz fluten die Wellen, dann kün⸗ den rieſige Waſſerſtrudel das Ende. Das Großkampfſchiff„Bayern“ kränkt plötzlich ſeitlich. Die Beſatzung klettert in die ausgebrachten Boote. Da ſtürzt wie ein wilder Stier ein engliſcher Zer⸗ ſtͤrer gegen das Schiff. Maſchinengewehrfeuer ſpult ab und ſchlägt vernichtend in die Boote. Wildgeſtikulierend befehlen die Engländer das Verlaſſen der Boote und treiben die Schiffbrüchigen zurück auf das ſinkende Schiff. Die zu Tode Ge⸗ hetzten ſpringen an der anderen Seite ins Waſſer. Der kleine Kreuzer„Bremſe“ wird von engliſchen Zerſtörern geentert. Bewaffnete engliſche Matroſen beſetzen das Schiff. Es wird ins Schlepp genommen. Ein harter Kampf ſpielt ſich ab. Den möchten die Engländer gern haben, wohl eingedenk der kühnen Taten dieſes ſchnellen Schiffes bei den Shetland⸗Inſeln. Trotz Bedrohung mit dem Tode gelingt es dem wackeren Oberleutnant zur See Schacke, dem Waſſer Eintritt ins Schiff zu verſchaffen. „Bremſe“ kentert. ö Die engliſchen Zerſtörer kappen die Troſſen und fiſchen die über Bord geſprungenen Seeleute auf. 8 Es geht auf 3 Uhr. 5 Der Schlachtkreuzer„Derfflinger“, deſſen Nams mit der Seeſchlacht am Skagerrak auf ewig verbun⸗ den iſt, liegt im Todeskampf. Vor, und Achterſchiff werden bereits vom Waſſer überſpült. Gierig lecken die Wellen höher. Unheimliches Grollen, zum Don⸗ ner anſchwellend, bricht aus den verſunkenen Räu⸗ men. Die See bebt. Schauer des Todes laſſen die Maſten erzittern. Feurige Lohe fährt aus den Schloten zum Himmel, dem alten Derfflinger droben zu melden, daß ſein Patenſchiff ſeiner Pflicht getreu die Ehre gerettet und die Fahrt in die Tiefe ange⸗ treten. Noch einmal bäumt ſich das Reckenſchiff hoch. Dann hat es ausgelitten. Mit wehender Flagge fährt es hinab ins kühle Seemannsgrab. *. Es iſt vollbracht! f Nur wenige Schiffe halten ſich noch ſchwimmend. Gegen 4 Uhr verſchwindet der kleine Kreuzer „Karlsruhe“ in den Fluten. Das Linienſchiff„Mark⸗ graf“ iſt der Schauplatz einer erſchütternden Tra⸗ gödie. Engliſche Drifterbeſatzungen erſchießen den wackren Kommandanten Korvettenkapitän Schumann und zwei pflichttreue Maate. Die Schreckenstaten können die weitere Durch⸗ führung der Verſenkung nicht aufhalten. 1 4 Uhr 30 verſinkt„Markgraf“. Nur„Hindenburg“ kann nicht ſterben. Aufrecht ſtehend ſackt das Rieſenſchiff Zoll für Zoll tiefer. Schornſtein und Maſten ragen noch am Abend einſam über das leicht 1 0 Waſſer. An Bord des engliſchen Flaggſchiffes„Revenge“ ſtehen ſich die Vertreter zwei Völker der nordiſchen Raſſe gegenüber. Der deutſche Admiral Ludwig von Reuter meldet dem engliſchen Admiral Sir Sidney Freemantle:„Ich habe Befehl gegeben, die deutſchen Schiffe zu verſenken und trage dafür allein alle Folgen!“ Als Antwort läßt Freemantle den Admiral von Reuter als Kriegsgefangenen erklären und von „Royal Mariners“ mit aufgepflanztem Seitengewehr abführen. Als die deutſchen Matroſen, Maate, Deckoffiziere und Offiziere als Gefangene auf die engliſchen Kriegsſchiffe gebracht werden, breitet die ſinkende Sonne roten Purpur über das Grab der deutſchen Flotte. Gleich Sonnenwendfeuern glühen die Berge der Orkney⸗Inſeln. Die Wellen aber raunen von dem unvergänglichen Ruhm der verſunkenen Schiffe und umſpülen leiſe die hier und dort wie Grab⸗ kreuze aus dem Waſſer ragenden Maſtſpitzen. 25 Dann ſenkte ſich wohltuend mildes Dunkel über die Bucht von Skapa Slom. Sonnenwende— Schickſalswende! Funkſprüche künden das erſchütternde Ende der zweiten deutſchen Kriegsflotte. Millionen Deutſche heben die Köpfe. ö 8 8 Die Welt horcht auf. 5 Gleich einer Fackel leuchtet dieſe erſte Mannestat an die Not und Nacht der deutſchen Seele. — 7 N ö 8 UND 1 TSCHAFT S- U der Neuen Mannheimer Zeitung Die ee, a ben er 8 zum un 2 M di A 2 8 men, de 5 ährun S/ 0 11 ill 81 d preiserhöhungen haben, neben echten Käufen des edio-Ausweis der Reichsbank auf der 9 a Ens 1 S II 8 Konſums ſpekulative Engagements eine große Rolle Teilrückzahlung des eee rect lis Entwick. 3 5 N 5 5 a 8 3 geſpielt. Die Ankündigung eines Währungswaffen⸗* Berlin, 17..(Eig. Tel.) Noch 9 and der Weltwirtſchaftskonferenz hat jetzt][ noch nicht zu überſehen ſind. Wenn das amerikani⸗ ſtillſtandes hat nun bereits die Newyorker Börſe der Reichsbank vom 15. Juni hat Als dar meinen freien Ausſprache ge⸗ ſche Preisniveau hochgehalten werden kann ohne verfloſſenen Bonkwoche die geſamte K gegen ſä e Haupt 5 5 ſprach 90 ef ere ie ng dern 0 5 verflaut, den Dollar feſter werden laſſen und gleich⸗“Bank in Wechſeln a0 Schecks, Lom Geg 0 ie Hauptarbeit wird von nun an von den eine weitere Dollarentwertung, ſo würden die Ame⸗ zeitig einen weſentlichen Druck auf die Baumwoll⸗ um 38,5 auf 34805 Mill./ verrin herausſt ione 51 1 1 Als ikaner ſi zweifellos auf die Neſtſetz ines 0 7 5 e 5 1 onen geleiſtet werden müſſen. Als Ergeb⸗ rikaner ſich zweifellos auf die Feſtſetzung eines an- und Weizenpreiſe ausgeübt. Denn, wenn der Dol⸗ baben die Bestände an Honde 1 5 1 Sherigen rhandlungen beſteht die Aus⸗ nehmbaren Paritätsſatzes zwiſchen Dollar und lar auch nur für kurze Zeit fest verankert wird,- ſchecks um 17,6 auf 3041, M ber 528 auf einen Währungswaffenſtillſtand, der zu⸗ Pfund einlaſſen. Trotzdem beſteht auch auf dieſer dürfte die Stabilität des D Dollars auch eine gewiſſe 1„ 5„4. für die Dauer 1 S kon de 8 i 5 daß 8 Pf 0 ius 8 die Eff 1 beſtände um 0,4 au 9,5 ö die Dauer der e ftskonferenz zinie wieder die Gefahr, daß das 5 fund gemeinſam Stabilität der Preiſe nach ſich ziehen. Zum minde⸗ genommen, die Lvmbard beſtände um 3,7 Aus ſicht tabiliſierung des ollars und mit dem Dollar gegenüber dem Franc zurückgeht, ſten würde das ſpekulative Moment zunächſt ſtärker Mark zugenommen. baltefras Pfundes bringen ſoll. Alſo eine vorläufige]was höchſtens eine private angelſächſiſche Stabiliſte⸗ It 5 5 55 An Reichsbanknoten und Re Eine! zunächf. eh kur ae Stabiler rung bedeuten würde Das würde aber eine, ee ſind 86,2 Mill.& in die Fal der Re zunächſt nur ſehr urzfriſtige Stabiliſierung, ung bedeuten würde. Das würde aber keine be⸗ Im Intereſſe der Weltwirtſchaft iſt dieſer Plan gefloſſen, und zwa t ſich der Tag Ju * f* 5 2 333 27 842 5 95 + 2 N 8 9 U„ 7 r ha ch der nd auf einem„Gentlemen⸗Agreement. Im- friedigende Löſung für die Weltwährungsverhält⸗ eines Wührungswaffenſtillſtands als vorläufiges Er⸗ ban enoten um 88,0 auf 9284.0 Mill wirku merhin bedeutet dieſer Entſchluß einen gewiſſen Er⸗ niſſe darſtellen. f gebnis einer Konferenz, der man bereits ein Fiasko jenige an Rentenbankſcheinen um 9 folg, nachdem es bisher ſo ausgeſehen hatte, als Auf jeden Fall wird dieſer vorläufige Währungs⸗ agt hatte 1 begrüßen. Freilich will ſich erhöht. Der Umlauf an Scheidemi inzen die Mel hätt e man in den Vereinigten Staaten durchaus keine frieden noch nicht eine definitive Stabiliſierung mit e 7 5 5 VVV 3 eee e 5 Amerika anſcheinend eine weitere Dollar⸗ bank an Rentenbankſcheinen hab Unterne ebe für den Gedanken, den Dollar zu ſtabili⸗ ſich bringen, aber er wäre immerhin ein Schritt ent wertung vorbehalten, falls die von 25,7 Mill.„ ermäßigt, diejeni S e 5 nahm n „ wenigſtens nicht auf ſeinem augenblicklichen] auf dieſes Ziel hin. Die Amerikaner haben wohl] Rooſevelt angeſtrebte Steigerung der Waren⸗ auf 29% mill. erbüht. Die den Gen ace anftr Wertniveau. Ja, ein Mitglied der amerikaniſchen boch inswiſchen eingeſehen, daß ihnen die beſtänbi⸗[preiſe zum Stillſtand kommt. Die Bölker e ene un n un 24½ wil önkti 12* 7 A 2 ne 8 58 F: f G 2 55 N Auord hat noch kürzlich der engliſchen Preſſe] gen Schwankungen des Dollars Nachteile bringen, beginnen aber einzuſehen, daß Währungsverſchlechte⸗[ fähigen Deviſen 1 5 ſich um 9008 1 9915 brle Ve gegenüber mit Nachdruck betont, daß eine„endgültige weil die Welt ſich immer mehr von der Fakturie⸗ rung kein Heilmittel gegen die Weltkriſis iſt, daß viel- Mark verringert. Im 1 haben die Gold⸗ Marasn itwer nung des Dollars unter allen Umſtänden“] rung und der Kalkulation in Dollar zurückzieht. leicht vorübergehend eine Valutaabwertung dem ein⸗ b 5 0 85„ ee gun ö 5 inden würde. Ein Teil der amerikaniſchen Ueberaus bemerkenswert ſind die ſofortigen zelnen Lande Exportvorteile und ſeinen Schuldner⸗ 1255 angenommen. en te e ue 1985. en lichtet 5 diert für eine Entwertung Rückwirku ngen der Stabiliſierungsge⸗ kreiſen Entlaſtung bringt, daß aber, wenn ein allge⸗ beſtände hängt in der Hauptſache mit der Tei Bem des Do lars bis zu 50 v.., ein anderer rüchte auf die amerikaniſchen Preiſe. In meiner Kampf der Währungen ausbricht, die Vorteile zahlung auf den über die deutſche Gol dd 9 n! ſchäftslo Teil würde ſich mit einer Entwertung von den Vereinigten Staaten hat man ſich auf eine! der verſchiedenen, von der Parität abgewichenen Län⸗ 8e e 1 skredit zuſammen Effekten 20—30 v. H. zufrieden geben. Dieſe letztere Zahl]weitere Entwertung des Dollars eingeſtellt und da⸗ der einander aufheben. Es iſt zu hoffen, daß der] Aozug ber noch bees rurgſriſtigen Der e nie in mag wohl vor allem aus taktiſchen Gründen in die mit auf eine Periode weiterer Preisbeſſerungen an Währungs⸗Waffenſtillſtand in einem wirklichen Wäh⸗ tungen in Höhe von 28 Mill. Dollar 76 v. H. gegen 75 Die Debatte geworfen worden ſein. den Warenmärkten. Bei den bisherigen Waren⸗ rungsfrieden aller Länder münden wird. v. H. am Ende der Vorwoche. daß mar 98999 957. los min Anfang März, auf dem Höhepunkt der ame⸗ 5 e e ee 1 len, 5 pi en Bankenkriſis rein Goldausfuhr 3 8 5 geh V. wurde der dieſer J ik, 85 zen Bankenkriſis, war ein Goldausfuhrverbot Kallsruher Nähmaschinen vorm. Haid Neu Mill. 19901. Die im Herbſt 1 1 Abſchluß für 1932 ohne Debatte genehmigt und der Vereinigten Staaten erlaſſen worden, das aber 5 7 5 5 2 i g ermöglichte eine Verſtärkung der Belegſchaft, die am Jah⸗ Ent la ſt teilt. Das Geſchäftse 1175 5 bald durch die Goldlizenzen gemildert wurde. Da⸗ Die Geſellſchaft berichtet über 1931/2(30. Juni), daß resſchluß 10800 Mann gegen 10 400 i. V. betrug. Die At kaſtüng erteilt das de häfts fahr 932 brachte bald 55 1255 85 10 1 05 5 5 i ade 5 es gelang, den vorjährigen Inlandsumſatz zu Lagervorräte konnten von 375 000 auf 250 000 Tonnen ver⸗ bekanntlich einen Reingewinn von 91274% aus dem d, 0 konnte man noch die einung en daß überſchreiten. Es wurde eine neue Zentralſpul⸗ mindert werden. 8. auf VA. und 2 v. H. auf die StA. verteilt werden. Mit⸗ zinigten Staaten den Goldſtandard in Wirk⸗ gewerbemaſchine eingeführt, bet der konſtruktiv neue Wege— teilungen über den bereits bekannten Geſchäftsberict 0 lichkeit nicht verlaſſen hätten. Wie ſehr damals alle eingeſchlagen wurden, die ſich bewährten. Die Ab ſatz⸗„ Rheiniſch⸗Weſtfäliſche Stahl⸗ und Walzwerke., hinaus wurden in der Verſammlung nicht gemäht Länder ſich darüber im Klaren waren, daß ein Ab⸗ verhältniſſe im Aus land haben ſich dagegen noch Gelſenkirchen. Die Geſellſchaft, die ihren eigenen Ge⸗ Abschlüsse bayerischer Groß kraffwerke weichen der Vereinig en Staaten vom Goldſtandard wei ter verſchlechtert Liefermengen und Preiſe ſchäftsbetrieb infolge Uebernahme der geſamten Betriebs⸗ Die Bayernwerk A., München, ſchließt das die geſamte Weltwirtſchaft bedrohen würde, geht dar⸗ ſind in beinahe ſämtlichen Ländern infolge der ſich ſtändig anlagen durch die Ruhrſtahl Ach. bereits ſett März Geſchäftsjahr 1931.32(30..) nach insgeſomt 2% Mil. Auch aus hervor, daß, wenn auch nur gerüchtweiſe, von verſchärſenden Ausfuhrhemmniſſe 1 Bochmertige We 1930 eingeſtellt hat, ſchließt das mit dem 31. Juli 1932 be⸗ Abſchreibungen und 0,16 Mill. 4 Rückſtellungen unter Be hauptete einer Anleihegewährung der europäiſchen Notenban⸗ Fertigwaren erheblich zurückgegangen. Das Ueberſee⸗ endete Geſchäftsſahr mit einem Abwicklungsgewinn von 9 8 einer Zuweiſung aus dem Reſervefonds von gestern ken zum Zwecke der Stabilhalt des Dollar„geſchäft iſt beinahe lahmgelegt. Beſonders nachteilig wirkte 7745 /, wodurch ſich der Verluſtvortrag aus dem Vorjahr 0,95 Mill. und nach Verrechnung des Gewinnportrages 9 v. en zu Zwecke der Stabilhaltung des Dollars ge 55 8 1 2 7 z f a 8 8 Durl e de. i deen ea Fand der Sturz der engliſchen und nordiſchen Währungen. Es auf 10 940 4 vermindert.(J. V. erhöhte ſich der Verluſt⸗] aus dem Vorfahr ohne Gewinn und Verluſt ab.(Der por, Durlach [Prochen wurde. In dieſen Tagen war England, von ſei zu hoffen, daß mit dem allmählichen Wegfall der Hemm⸗ vortrag von 18 601„ um einen Abwicklungsverluſt von tährige Reingewinn von 35 574/ wurde 0 5). böher ge Der Furcht vor einem Abweichen Amerikas 1 5 Golde niſſe des Welthandels ſich auch das Nähmaſchinengeſchäft 92 994% Abſchre M ättlere J. 0 1 11 5 55 ü nchen, schießt nach Handhri beſeelt, einer Stabiliſterung des engliſchen Pfundes wieder beleben wird. Man werde jedoch kaum damit rech-“ f(bſchreibungen von.73 Mill.„ unter Bexückſichtigung geneigter geweſen. Vielleicht wäre die Zuſpitzung nen können, daß die Ausfuhrziffern der Vorkriegsjahre Bayerische Moſlorenwerke zuversichſlich 9 Zuwelfung 1 Hen Miezen 1 555 Mill. An d 1 5 1 N 911 8 a 0 l 7. 5 1 l 8 J und nach Verrechnung des aus dem Vorjahr vorgetragenen schwa d der Entwicklung im letzten Vierteljahre nicht einge⸗ wieder erreicht werden. Die Geſellſchaft habe ſich ent⸗ O München, 17. Juni.(Eig. Tel.) In der GV, die Reingewinnes von 30 529/ gleichfalls ohne Saldo ab. bet treten, hätte man damals bereits eine Einigungs⸗ ſchloſſen, auch bilanzmäßig die Folgerungen aus dieſen den 75 17 55 ee e 9 e e Auch die Walchenſeewerk A, München, schließt 1 2 2 2 1 1 5 77 2 4 1e 2 24** 17 2 1 8 80 12 M! 0 7 12 2 2 2 1 65 0 8 formel gefunden. Aber die amerikaniſchen Kreiſe, die i zu ziehen. Es wird deshalb die ſchon ge⸗ 15 05 Aar weſen. 55 0 8 96 nach 0,634 Mill.“ Abſchreibungen ſowie 9,000 Mill.„ Rück⸗ ireun für eine Kreditausweitung inflationiſtiſchen Charak⸗ meldete Her a b 0 2 1 ng 5 5 G u nd E api tals:2 Belebung des Automobilgeſchäfts und auch eine Beſſe⸗ e 57 05. 1 ch 80 aus 1 jandlun 1 925 3 5 8 des Dollars ein⸗ von 8, 0 auf 1,2 Mill./ bei gleichzeitiger Reſerve⸗ 0 Motorradgeſchäftes gebr. cht habe. In Flug⸗ Reſervefonds von 0,55 Mill/ und nach Verrechnung des kochwirk ters und für eine ſtarke Entwertung des Dollars ein i 5 73 5 5 rung des Moto öge A 9 Gewinnvortrages von 23577/ ohne Gewinn und Ver, b 8 g minderung auf 0,20 Mill./ vorgeſchlagen. Der Buch⸗ motoren iſt dos Werk ebenfalls für einige Monate mit 3755 e* 5 5 Haltung traten, waren zu mächtig. Auf der einen Seite f 190 Mill. 4 die it 595 821„ ret, kuſt ab. ier 1 i. a a gewinn von 1/90 Mill.„ dient mit 595 821„ zu Abſchrei⸗] Aufträgen verſehen, ſo doß man mit Zuverſicht in die 5„ 5 oner wünſchte man in den Vereinigten Staaten eine bungen auf Gebäude, 498 642/ auf Fabrtkein richtungen, Zukunft blickt. 1 0 r 25 815 75 e Köln n Berlin.— über Her eng bte gende ara den eee e e ee ee e deere— e e a e en e e ner durch Valutaentwertung, auf der anderen Seite Mark auf Wertpapiere, 100 000„ dienen zur Bildung OG. D. Magirus Ach., Ulm.— Kleiner Verlust.(Sig. Der 6 am 30. Juni wird die Aus ſchüttunn 5 wollte man es gewiſſermaßen nicht hingehen laſſen, eines Delkredere, 112 603/ zur Deckung des Verluſtes. Tel.) Die Bilanz für 1932 ſchließt mit einem Verluſt] Dividende von wieder 3 v. H. vorgeſchlogen, 5 i 8„ 0 7955 f i 5 gelle Der daß England allein in den Genuß ſeiner Exportvor⸗ Gleichzeitig wird eine Wiedererhöhung um 800 000 4 auf von 1500 /, nachdem i. V. eine Kapitalzuſammen⸗ Schloßhotel und Hotel Bellevue AG., Heidelberg.— blieben teile durch die Entwertung des Pfundes gelangte. 2,0 Mill.& vorgeſchlagen. e a e 5 5 70 1255 15 4 15. e e W 15 1 0 5 i g a er ebererhöhung au erfolgte e Be⸗ 0 5 36) J, wovon Betriebsunkoſtez neut K wähnt, daß auf der O Koch u. Adler, Nähmaſchinen⸗Werke AG., Bielefeld. ſchäftigung ſowie die finanzielle Lage des Unterneh⸗ 99 387(145 161)„ erforderten; Abſchreibungen wurden für Alth N een isch 1 5 8(Gig. Tel.) Die Geſellſchaft ſchließt das Geſchäftsſahr 1992 mens haben ſich gebeſſert. Die Ausſichten insbeſon⸗] Höhe von 21 372(22 348)% vorgenommen. Es verbleit N. H. fe 850 2 5 n zaffenſtill tt d ee kommen ſoll. bekanntlich mit einem Ver lu ſt von 0,152 Mill. 4, der dere des Kraftfahrzeughaues ſcheinen ſich zu beleben. Die][ein Verluſt von 11 002 /, der ſich zuzüglich n 70 Aal klei 3 5 15 15 5 25 5 18 0 9805 5 e bee norgetkaden„werden ſoll. J. V. wurde ein Reingewknn Belegſchaft wurde ſeit dem Winter um 300 auf rund 1000 Verluſtvortrag auf 41 767 erhöht und auf neue Rechnung 150 85 eſer Waffenſtillſtand der Wäh 9 5 0 von 56 000„ erzielt, aus dem noch 6 v. H. VA.⸗Dividende Angeſtellte und Arbeiter vergrößert, vorgetragen werden ſoll.— Nach dem Vorſtandsbericht wat U. H. ur ſeinen Ausdruck finden, daß D 11 a r, Pfund und ausgeteilt werden konnten. Der aus der in der vorfähri⸗ O Dampfkeſſelfabrik vorm. A. Rodberg Ac, Darmſtadt. infolge der weiter ungünſtigen Wirtſchaftslage ein er⸗ 8 franzöſiſcher Franken für die Dauer der gen v. GV. beſchloſſenen Kapitalherabſetzung von 3,05 auf— Erhöhte Unterbilanz.(Eig. Tel.) Die zur Gruppe neuter Umſatzrückgang im abgelaufenen Jahr zu ver⸗ 15 Konferenz in ſtabile Proportionen gebracht 2,805 Mill. 44 gewonnene Buchgewinn wurde zur Deckung] Adler fr. in Frankfurt a. M. gehörende Geſellſchaft] zeichnen. 7 n t, wobei ein kombinierter Währungs⸗ 155 17 e ee e,; 8 9 0 1 4 ee e e 5 Unkerdtkanz 0 Verlängerung des Amerika-Krediis Bayerns lich 8 9 Sg lei 871 8 3 Hilfe E 90 1* 1 00%. 5 4 0„ 8 f ze 31 755 9 1 9 lei ch 81 8 n d zu Hilfe genommen werden ſetzlichen Reſervefonds verwendet. Das Berichtsjahr drachte 116996(60 121)„ bei 350000„ AK. Die Bilanz per 5 0 München, 17. Juni.(Eig. Tel.) Der dieſer Tage fäl, ſchaft 10 würde. Die Vereinigten Staaten ſollen die Garantie] im Inlands⸗ und Auslandsmarkt einen Umſfatzrückgang 90. September 1982 1890 241 368(224 485)/ Kreditoren, lige, 7,5 Mill. Dollar betragende Amerika⸗Krebit eingang für einen Teil der ſich hieraus etwa ergebenden Ver⸗ andererſeits waren beachtliche Verkaufserfolge in einigen 175 96.277 89 692)/ Vorräte und nur 555 der Bayeriſchen Staatsbank, für den entſore⸗ Nieder luſte übernehmen wollen. Man nimmt an, daß das neu herausgebrachten Nähmaſchinentypen zu verzeichnen. e 1 Se dn een e n en e chend Schatmeßcfer des baueriſchen Staates Hane un gen m Verhältnis zwiſchen Dollar und Pfund etwa 4,05 Auch die Beſchäftigung der Eiſengießeret war zufrieden-] 1 8 9 wurde abermals verlängert. Der Krebit iſt 1927 von kin den ſtär 925„ 8 2 ſtellend. J 1 5 Geſchäfts 5 5* Emil Waeldin Lederfabrik AG., Lahr.— Erhöhter amerikaniſchen Bankengruppe unter Führung der Bankers kaum vr zum Pfunde betragen würde. So lautet fetend. Der pere den kuh een b bat uh Verlustvortrag. Der Ertrag aus Waren- und Lohngerbung Trust u. Co. in Höhe von 20 Mill. Dollar dem bayerſſhel J dis zu 5* 7 0 2 f 5 5 17 Ar 8 N* 5 5. 5 2 2 9 1— falls der amerikaniſche Vorſchlag. Da der fran⸗ eine leichte Beſſerung fühlbar gemacht. Der Um, ging veiter zurück auf 341 057(680 412) 4, andererſeits Staat eingeräumt und iſt bis den genronten A iche rare 5 F Gold 8 11 ſatz in den erſten vier Monaten war nicht unweſentlich r 7 5 9 8 5 eingergumt und iſt bi auf en genannten mit min zöſiſche Franken noch auf Goldparität ſteht, würde höher als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. In erfordegten Löhne und Gehälter 247 823 /, ſoziale Ab⸗abgezahlt worden, nachdem er ſeit dem Ausbruch der Ban⸗ der Gen ein Schutz für ihn nicht vonnöten ſein. Die Bank[der Bilanz erſcheinen: Schulbner von 1,2 77 auf 9,181, gaben 18613 /, Zinſen 13 881, Steuern 23 806„, ſon⸗ kenkriſe jeweils um ſechs Monate verlängert worden wat, Unte: von Englaud ſoll angeblich bereits an alle Banken Bankguthaben von 9,100 auf 0,002 Mill.„ vermindert, ige„Un osten 118002„(i. V. Fabrikationsunkoſten Zum Zweck der leichteren Verwaltung ſoll der Krebit] im Aus und Mitglieder des Stock Exchange ein Rundſchrei⸗ Warenbeſtände betragen 1,192 gegen 1,120 Mill. /. Die 14 85 1 0 e 5 8 J. unter das Stillbalteabkommen gebracht wer, lat ett ben mit beſtimmten Richtlinien für alle Transaktio⸗ Bankſchulden ſtiegen von 0,484 auf 0,628 und die Gläu⸗ 40 5 125. erhöht. 125 1 5 den, wozu die Formalitäten bereits eingeleitet ſind. mit plu nen in Dollar erlaſſen haben. Dies ſieht man als biger von 9 520 auf 0,937.(in 4: Roh⸗, ilfs⸗ und Betriebsſtoffe 76 074, Halbfabri⸗ Grofhandelsindex 1155 0 Vorzeichen für eine Pfundſtabiliſierung an. Nheinische Sfahlwerke AG. kate 117 784, Fertigfabrikate 697 940(zul. 988 627), For⸗* Berlin, 17. Juni.(Eig. Tel.) Die vom Stat. Reich- aber dor 8 3 j 5 0 1 4. 0 9 Vel der Ausmantpullerung des als Grundlage Wedergulnahme der pividendenzanlung mi 3 vil. Sapntgekendaskebe nd 209 doc, G randiger 1000 010 bergelspteiſe teilt h ou ge f A gegen be e 5 für die vorläufige Stabiliſierung anzuſetzenden Dol⸗ OEſſen, 17. Juni.(Eig. Tel.) Zum 91. März 199g 79000 400). Aus del AR. ſchteb durch Tod 815 W. Bauer, woche(93,0) wenig veränbert. Die ee det 9 15 larkurſes beſteht allerdings die Schwierigkeit, daß ergibt ſich nach 60 Mill. Abſchreibungen ein Rein⸗ Offenburg, desgl. aus dem Vorſtand Herr Feldmüller, Hauptgruppen lauten: Agrarſtoffe 85,1(— 0, v. 120 5 die Wirkungen der offiziellen amertkaniſchen Infla⸗ gewinn von 5,43 Mill. /, woraus die Dividenden ⸗ 5 0 An. 0 7 A Rohſtoffe und Halbwaren 89,(4. e 5 g a 8 Feu un mit g v. H. wieder aufgenommen wird. Der Jahr. In den gewählt wurde Herr Gül ich, Worms 0,1 v..) und induſtrielle Fertigworen 112,0(un, kionspolitik auf die Geſtaltung des Dollarwertes eſamtumfatz betrug 1392 44,9 gegen 59.0 f. V. und 74.4 am Rhein. verändert) —.....— . 17. 16. 17. 16. 17 10. 1, Aktien und Auslandsenlelhen in Prozenten. K 1 d 10 7510 n. i 1 Donati Tru 64.— 69.— Carl gindſtrm—.——.— Vogel Telegraph. 68.— 63 80 5 Urszettel der Neuen 3 859 eimer* uns del Stele. metſengen in ect Je Siber 7 gergeſ r B b 2888 4255 Aae Selbe,.. Peer 270 g 858 Frelyertehre 8 a . Dortm. Actienbr.———.— Magirus.⸗G. Voigt& Hae 2 2 3—.— kei 55 Mannheimer Eftektenbörse 5 120 Berliner Börse Dor m. Unionbr.. e Hannemann e i. 16. 1 e 135. 8 18. 17. 167 17 1998 Lieferun 7 92.50 90.80 Mansfelder Akt. Baß 1 1800—.— 75 8e 1350 103 en e 8 N 5 10 in.⸗ 5. n.„ r„„ 18.1 e Bab. St⸗ U. 27 88.— 88.— Konſerven Braun 26.— 2 Dortm. Ritterbr. 97g 97.8. Jubrwigsg. Walz, 60.— 89.8 bestyerzinsllche Werte Dart. n. N. 8.—.——.— adi e e e e 9908 5 Wiſſener Metall. 88.— 88.— Diamond. 2 15 800% B. Rom. Gd. 80.— 80,—. Lubwigsh. A. 015 74.— 74.— Henninger St. K. 91.80 92.50 Mainkraftwerke. 70.— 68,50 Pestverzinsſiehe e Dt. 11 atiſche Bk., Enzinger; Union 78.80—.— Maſch. Buckau⸗ Jellſtoff Verein.—.—.— Hochfrgeneng.——, welter N 2. 80.— 80.— dudwigſe Walzm. 80.— 80.— Ibwen München 216,5 216,0 Metallg. Frankf. 88,— 37.75 65% Reichsanl. 27 8485 94.65 Deutſche Disconto 59.50 58.— Eſchw. Bergwerk———.— Maximil.⸗Hütte Beute Wathej 50.— 50,50 See„ eiteren 10.— 70. Pfälz. Mint lenw. 78.— 18.— Mainzer Brauer.—.— 75, Mez Söhne...—.— Diſch. Ablöſgſch. 1 77,30 78.— Otſch Ueberſee Pk. 27.28 27.25., Life— Merkur Wollw. Deutſch⸗Oſtafrika 45.——— Sloman Salpeſek—— Eherig 25.— 1, fäl, Preßhefe! 82.— 82.— Schöfferh. Bindg. 1700 170.8 Miag Müh...„„ obne 12.28 1288 Dresdner Bank. 47.— 47.— Jabber ud A. 1875 181 Mes Sohne en- Hude—.— 1500 Südſee Phosphat——. ten be (0% Pf. r 65.50 8e 80 fh Eleker Mech. 9850 67.— Schwarz Storchen.— 8.— Renee e A. 80.— 80— D. Schutgebiele. 805.80 Meiningerpypbk. Salt J.. 181 fals Miag⸗Mühlen. 5725 58.50 Olav Minen.. 16,28—,— uUfa⸗Film—— lr den 80 Nad 101 125 1170. ah 2000 S 2 Abet 5 f. 94.— 94.— 5% Bad. Kohlen Deſterr. Ersditbk“——. Gut 85.15 5475 Mimofa... 20.0 209,0. 2 Mark, 9 hen 5 8 1 W̃.—— inelektr. 3 2. e e 4 2 3 %o Farbe ee Sd 7 87.— 67. 3 3 St. A, 96. 5% Grkr. Mh. K. 3 e 5 1750 8 Ford Motore:—.——— Mir 4 Geneſt. 29,— 29.— Fortlaufende Notlerungen(Schluß) Einlage Drem⸗Beſigh Del 78.— 79,.— Sellind. Wolff. 23.— 23.— fl Er G.„„ n e Koeder, Gebr. D. 50.— 50,— 5% Roggenwert.. t Alans Leben 1———— Müßhlteim Berg. 89,50—,— Accu 180,0 190. Labmener& Co. 122. 77 120—125 Brown, Boveri, 25.— 25.— 5 11 55 Aſchaff. Buntpap.—.— 242,. 805% g— D— Adianz Leben. 210,0 212.0 Gebhard Textil, 8 1—— 22 4 85 1655 Fementw. e 0 Südd. Zucker„ 152,0 152,0 Bd. Maſch. Durl..— Rütgerswerke.. 58.50 58,50 5% Roggenrentb.—.——. 5 5 Gehe& Co—.——,— Niederlauſ. Kohle—.— 188.0 Aku 39,.— 89,25 Neue* 10 1835 445 N lage⸗Tan Daimler-Benz. 20.80 80.— Wrftare tell. 181.0 1510 Fat Nürnberg..— Schnener Jrldl. 50 e.— 6. p bed. 880.50 Industrie- Aktien Gelſenk Bergror. ars amen ene e uch a b ge e 8 ur ir Deutſche Zinol., 50,— 40,— Sento W. lödof 2310 181.0 Brem.⸗Beſig. Del 80,— 80.— Schramm fact, 88.— 35,— Geo do. Com 1——— Gentchow& 17.— Oberſchl. E. Bed. 11.50 11.45 Aſchaffenb. Zell. 22.. Mannesmannrß. 90.28 655 R Durlacher Hof: 50— 51.— Zellstoff Wa hof 50.— 50.— Brown Boveri.—.——.— SchuckertRüenbg. 1118 112,5 60% P. d. Pfdb. 19 84.75 84,40 Accumulatoren 185.0 180.0 Germ Portld. 8——.—Sberſchl. Koksw.—.——— Baper. Mot.⸗W. 190,0 129,5 Mansfeld.⸗G. 24.50 116 ſeucht Eichbaum Werget 70.— 71.— Bapiſche Bank. 1070 1070 Cement Heidelbg. 80.— 90. Seilinduſt. Wolff—. 60%„„ 21 83.25 84,25 Aku.... 30 90,15 Gerresheim. Glas 45, Orenſt.& Koppel 47.88 47.85 J. P. Bemberg. 49.25 40.— Maſchinenbau⸗ U. 82.— 145 2 Enzinger Union 74.— 74.— Otſch. Bk. u. Disc. 58.50 58,50„ Narſtadt 79.— 79. Siemens u. Halske 186.0 164,5 6% 20———— Allg. Elektr.⸗„.“, 24.80 24,50 Gef. f. elektr. Unt. 91, 81.25 Polyphon 36.75 n Ber er Tieſb. 167,0 186.0 Maximiliansb. 9555 und Tri Farbeninduſtrie 181.5 1810 Pfätz. Hppoth. B. 69.— 68.— Chemiſche Albert 50] Südd. Zucker 5 1 Mexikaner 11,80 11,30 Ammendorf Pap 88.5—.— Goedhardt Gebr.— Phönig Bergbau 89.75 40.— Berlin⸗Karlsr. J. 75, 28, Waesche 9— 815 chſen 40% Grkr M. Ba. 108,0 109.0 öh. Hypoth. Bk. 97.— 98.— Chade„ 10 17.— 17.40 Anhalt Kohlenw. 95.5 5. Kolbſchmid. Ty 59 85 50.755 5 g Berliner Maſch. 38,75 39 85„Montecatini. n ſtarker! Kleinlein Hdlbg. 51.— 51. Bad. Aſſecuranz.—.——.— Daimler 90.55 31.— ek e Oeſt. Schag.. 17.— Alge N. ellſt. 22.— 21.75 Gritezner Maſch. 27,25 26,50 111 5 5 89—.——.—Praunk. u. Brik. 1870 186,5 Oberſchl. Kolsw. n 5 lich wor . H. Knork. 195.0 195.0] Mannz. Verſich.. 26,— 26.— Dt. Allant.⸗T.. 115,0 1172 Ver. Shen 1 1„ Goldrente—.—.80 Augsb. N. Masch 61,50 61,25 Gebr. Großmann—.— ee D D Bremer Won⸗Kä. 166.8. Orenſtein& Kopp 4750 47 60 Um 2 Dt. Eiſen unde—— Ver. deütſch. de 85,.— 85,.— 4000„ Kronen 9 Grün& Bilfinger—. Rhein. Braunk. 2080 207,00 Buderus Eiſenw. 75,.— 75,75 89.75 806 ela Frankfurter Börse Dt. Erd„ 4187 116,0] Ver. Zellſt. Berlin—— 44% conv, Rente 1—— Balke Maſchinen., Gruſchwiz Tertil 84.50 88,285 Rhein. Elektrizit. 94,50 87.— 28 77.— 78.85 98 Bergbau 97— f gt 33 j D. Gold. u. S. Ant. 1700—. Voigt& Häffner 31.— 30. 4½/„ Silb.⸗R. 125—.— Bayer Motorenm 189,8 129,5 Guanv⸗Werke. 58.15—,—( Rheinſtahl... 92,45 98,75 harlott. Waſſer 77 35 Polyphonwerke. 87. 5 rung di Festwerzineliche Werte Sank-Akktien A. dmeleum. 435 fe a8 Joi eite..— A eee we. Je enen 406 40 ace.. 21 gen. ⸗ Fan: 2828 8750 Som en en. 4809 1810 Mbenrogfrür. 90 50 b lern 2 Werte(Gold) 8 840 Aug, D. Eredit. 45.— 2,— Dt. Perlag.... 74.— 74.— Wayß 8 r lreitag. 4% Türk Ad. Anl..00.80 U VBemberg 4050 18. Halleſche Maſch—— 52.78 5 Zucker 59.——.— Aae e 48 15 48.35 Rhein. Elektr... 3 50% gorren 8% Reichsanl. 84.50 684.50 Badiſche Bank Dres d. Schnellpr. 28.——.— W. Wolff...= 4%„Bagd.⸗E. lt 6,80 620 Dergmann Elekt. 14.75 13,75 Ane forth. Ferd. 49.— 80.— ntaledin. 35 f„Siahlwerks 92.85 v. 5 N 20 90,50 90.75 Bank f. Brau. 1 84.50 96.50 Dürrwerke.. 29,50 283,50 Zellſtoff Aſchffög. 22.— 22.— 4% i Berlin. Gubener e gene. Hann. Egeſt———.— Rütegerswerke. 58,50 58.85 Daimler Benz 30,15 39.75 Rh.⸗Weſtf. Elektr. 98 905 8 5 0 D Barmer Bankver.—.— Dyckerh.& Wibm. 18,— 16.—„ Memel 20.— 20.— e„Zollobl. 1811.0.20 5 Ind 590 85 burg ch. 0 5 26—. 5 ſenwerk 86.— 86.— Heel ont: 1180 1150 Niigers werte Ja eines 5 1. 7128 78.—, agr. pp. u. Wo. 08,— 87.50 El. Licht u. Kraft 1120 1110. Waldhof—— 5080 EEVVVVCVCC Herter Ste er e e Salzbetfurtg.: 1740 1785 Feleſcer Gas: 118 1188.82 rng 8 1720 U 5 ohne 12.20 12.30 75 50 15 8950 Elektr. Lieferung 51,5—.— ufa(Freiverk.) 81.— 81.— 5 Braunk. u. Brikett 187,0—— Harpener Bergb. 105,0 104,7] Sarotti... 76,— 75. e„68.— 89.75 Schi erg 55 hre e 4% Schug. 14. 845.825 Com. u. Privatb. 81.— Emag Frankfurt—.——.— Raſtatter Wagg.80.50 100% ung. Str.—.——.— FPraugſchw kee Js s 1085 bedigs due—.——— Schl. Si u des 1015 106,0 Deus gel. 2389 40. Sc Ib er e de Jer l in. 7% Heldelbg. 26 61,— 61,50 Darmſt, u. Nat.—.——— Enzinger⸗Union 74.— 73,80 440.— 2 r. Beſigb, Delf 77.——,— Hilpert Maſch.—.——.— Huge Sohneider 48——.— Deut 5 21705„51.25—.— Schubert ee Salzer 181.5 27 deutſchen 6% Judwig 8h. 26 80.— 88,— Deutscher iscono 8850 89.— Tßinger Masch.———— Montan-Aktlen 40 ung, we 860 096 drug 88 8e Pirsch a Uu e e Schöſſerhe Pran. 1895 180.5 Dorint une 21.0—— Schugert e Es, died i ergröß 8½ Mhm Bb. 20 74.— DeAſtatiſche Ir. e e Eftünger Spinn.———.— 40%, J. Krenenf, 989„980 Sremet Wolle 185.2 168,0] Hirſch Kupfer:.15—.— Schuberts Salzet 188.5 181.5 Doren Union e 210. Schulth. eb 144 f mehr i 5 D. Effekten⸗Bank—.— 78.— n—.— 34.50 Buderus Eiſen.—.— 76.25 4 /%„Anat. S. 1— 111 8 Brown, Bop.& E—.——.— Hirſchberg Leder 148,5 144.0 Schuckert& G0 112.1 112 7 Eintracht Braunk. 180,8 175.0 Siemens KHalske 163,1 1650 werd D. Hop. u. Wok.—.— G. Farben.. 131.7 131.1] Eſchweil. Bergw 210,0 2100%% I 27.75 28.— Suderus Eiſenw. 75,25 75,5 l 5 5 Schultheiß 125.5 126.4 Clektrizitäts⸗S.. 98.25 99,25 Stöhr, Kammg. 111.7 1120 rden D. Ueberſee⸗Bank 28— 20.75 5„Bonds 28 1125 112,7 Gelfenk. Bergw 62.— 61.25 5% Leh. Mat giall..50.580 5 43 755 Eiſen 88,—.— Siemensck F aiske 186,5 164,7 Cl. Licht u. Kraft 110,5 111.7 Stolberger 8i. Dresdner Bank 47.— 47.— Feinmech. Jetter 35,50 35,50 Harpener Bergw.—.— 105.7 Charlott. Waſſer 11 60 78.25 Hohenlohe⸗Werke— 5 1 Sinner A 0 88.15—. Engelh. Brauerei 118,0 117,2 Südd. Zucken. Frankf. Zank. 88s—— Felt. Guillaume 55.75—.— Ilſe Genuß.—.— 1215 Transport-Aktien Len bdundenſen 858 3380 Lolsmann. Bolt. 185 57 Stettiner Gkzamt. 20,— 11,18 J. G. Farben.. 1812 12146 Thür. Gag. 707 0 n Pear Hyp.„Bk. 74.78 75.— Geſfürel 92. Ilſe Bgb. St. A. Ach.. Verkehrw. 49.68 50.75 Shen 1 2 Juee Jade„1590 157.5 Stoehr Kamemg. 111.2 1120 Feldmuhle Pap.—. 65.— Leonhard Tie 29.85 2870 um W̃ 755 red.⸗Anſt. oss css Golbſchmidt Th. I. Kali Chemie 1370 1850 Allg. Lo, u. Kraft 90,— 89,50 C 8 45 e. 84— 52.— Gebr. Juughans 33.25 83,65 Stolberger Zinakh. 41.— 41.50 Felten& Guill. 55,.— 54,75 Ver. Stahlwerke 3850 40 treid. 6%—Ffüßz Sr⸗Bk. ee ee Grtener dr Dag. 2150 26.— Tal! Aſchersleben 1210 189. Süsd. Eiſendahn—.—. Chen bade 2808 7678 Kahla Porzellan 045 10.78 Süd. Inmefdfl. 10 28 10 Gheiſent Beramt. dl. 80 61.25 Vogel Tetegr 25 G mit Int 7 8 e e hen pub 55. 8889 100) Pai g deaf nder 1205 12.— all Weſergenn 118 11,0 Cana en,.—.— Con. ac ede 4508 115 Kabir. Uſchergl. 1820 402. Jude 1588 1560 SHeſſhrel. 2778 2488 Weſteregeln dan 86, zer Har 5 2 Bab. Kom- Gb. 25 50 J9 50 Südd. Boden. ⸗E. Ser der Handen Fuſſen 3450 3350 Klönen. 56 48 88,— Haug Abliſer. J 175 Sone Linoleum 48.25 40,25 fl nen n,. 80.— 550 Thor g oer ele 78.— 7925 Goldſchmidi Tü. 50.50 50.15 ellſtoff Waldbef 86. ur ge 20. 80 85,— 8 er Bankver, 128 128 8 5 ir. 38.— 88,— Mannesm, Röhe—.— 688778 ateildamertla.. Daimler Motoren 90,18 39,68 Cletierderte.—.—. Tietz, Leondarß 28.— 2025 damen let e zee ada ank eleri Werte 82 en wie N 8%„„Aus!.„Notenbk. 95.— 98.— Zu e 5 1 1 ,, eee e C 5 Knorr 33 Transrabio„.—.. Lergbau 104.7 97 5 Hank für Prau.. 1369 1 für Br; ö 2770 W a 2. 5 1 8 85,50 Allianz. 5 8 555 ochttef A. 1000 109.2 Oberbedarf.. 11.— 11.— Nordd Stood 18.25 18,28 Deſſaner Gas:. 1180 118. Kenmare Jourd 17.— 1775 Varziner Pafrzier 13.28 11.25 Hofſch Kalz:.. 5½.— Fends dan: 400 run M ,,. 5 8 5 1 40,50—.— 1 t bel 55 Dees. Stſch Ricke lw. 79.„ 3 gem, Lokalb.. 25. ö reaneem lachen daa 54.—— Rhein Senate 2960. Sand- Alden Leuch dne 80 A8 Feng ede 25 875 f Se d e e, J Ge 1518 i512 F 5 us J deſtone 84. 17.25 1205 arſtadt Rud..—.— Rheinſtahl.. 92.75 93.25 Bank. f. el. Werte 6625 66,50 Diſche Steinzeug.. e Sreußprinz Met.—.— 275 B. Harz Porti. 2 68.——.— 10 Gen ußſch.. 121,5 121.2 Hapag.50 170 und Ge 2 1 2 Klein. Sch. Beck———.— Salzw. Heilbr.. 205,0 210,0 Bank f. Brauerei. 84.— 86.— Deufſch. Eiſenhdl 8145 51.15 Kyffhäuſer Hütte.. J. Schuhf. B.& dor 52 5—. 33.50 Lane Süd. D. 6½% Meining. B. 84. 19.50 1800 Knorr Heilbronn 1940—.— Tellus Bergbau. n der Harmer Bankver.—.— ,. Dredd Schnellyr 28.75 23.— Lahmever& Go. 1220 1230 Ber. Stahlwer ie 89.45 39.50 Kalt Chemie.. 84.— 87,75 Hanſa Dampfſch. 4% 0% Rhein. Lig. 86,28 31.50 31.35 Konſerven Braun 28.— 28.— Pet u Laurahütte 18.75 19.25 Berl, Handelsgeſ. 91.— 91.25 Dürener Metall—.——— Laurahütte 19.35 18,65 V. Stahl..d. Z yp.—— Kalt Aſchersleben e= ordbd. Lob % Südbo, Lig, 8735 50.— 59,— Flaus ä Co Lock———— Ber Stablwerke—.— 40,—(Tom u. Prlotbl 51. 51.— Türkoppwerke.—.——— Linde'sEismaſch. 80.——.— Ber. Ultramar in. 105 01 Klöckner Werke, 58.— 57,85] Dian Minen zankſcheinen kzurück⸗ an Reichs iF 85,0 Mill, Deckungs⸗ Leilrück⸗ diskond⸗ ammen. Juni nach ſenverpflich⸗ 9. gegen 73 . Lambrecht. wurde der 'migt und 932 brachte us dem 8 9. verden. Mit⸗ ſchäftsbericht nacht. werke ſchließt das 2,0 Mill. 4 n unter Be⸗ vefonds von inn vortrages .(Der vor, zetragen), ſchließt nach rückſichtigung 9,64 Mill. orgetragenen Salo ab. chen, ſchließt till.& Rück⸗ ung aus dem rechnung des n und Ver⸗ t Berlin.— weiſt einen i. V. aus, tung einer eſchlagen. eidelberg.— ufen ſich ür riebsunkoſten t wurden iß 58 verblei ch 30 765 4 ue Rechnung 8bericht war age ein er⸗ ihr zu ver⸗ Bayerns ſer Tage fäl⸗ a⸗Kredit den entſpre⸗ nterlegt ſind, 27 von einer der Bankers n bayerſſchen anten Betrag uch der Ban⸗ 1 worden war. der Kredit zebracht wer⸗ t ſind. Stat. Reichs⸗ r der Groß⸗ ber der 11 exziffern det — 0,0 v..) en 89,9(4. u 112,0(un⸗ — 10. 11, hrs- Kurse dab. 0 61 50 615 1 7 18.50 18,50 .. 48850 44,5 Samstag, 17. Juni/ Sonntag, 18. Juni 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Sountags⸗Ausgabe Abwarfende Effekfenmärkie Die Börſe iſt ganz auf Abwarten eingeſtellt. In ben erſten Tagen hing die Zurückhaltung, deren ſich Publi⸗ zum und Spekulation befleißigte, mit dem Gefühl zuſam⸗ men, daß man die erſten programmatiſchen Erklärungen auf der Weltwirtſchaftskonferenz ſowie die Entwicklung des deutſchen Transfermoratoriums and der deutſchen Stillhaltefrage abwarten müſſe. Als bann auf der Weltwirtſchaftskonferenz ſogleich ernſte Hegenſätze zwiſchen den Mächten ſich zeigten, als es ſich heraus ſtellte, daß im günſtigſten Falle nur mit Teil⸗ löfungen ſowohl in der Kriegsſchuldenfrage wie in der Frage der Neuſtabiliſierung der Weltwährungen ge⸗ rechnet werden könne, verſtärkte die Enttäuſchung hierüber die Geſchäftsloſigkeit noch mehr und nur die Ausſichten auf eine befriedigende Entwicklung in der Still⸗ haltefrage bildeten ein Gegengewicht. Einen Rückhalt erhielten die Märkte durch die von Tag zu Tag ſich deutlicher bemerkbar machenden Aus ⸗ wirkungen des Arbeitsbeſchaffungspro⸗ ramms. Mit lebhaftem Intereſſe verfolgte die Börſe die Meldungen über bedeutende Aufträge für Werkrepara⸗ turen, zumal dabei die Liquidität einer großen Anzahl von Unternehmungen ſich deutlich offenbarte. Mit Befriedigung gahm man auch von den neuen Ueberbrückungs⸗ gufträgen der Reichsbahn ſowie von der Pro⸗ Inktionszunahme in der Eiſen⸗ und Kohlenindu⸗ trie Vermerk. Aber alle dieſe Momente vermochten den Marasmus der Börſe nicht zu brechen. Das Publikum ver⸗ hält ſich weiter völlig abwartend, der berufsmäßigen Spe⸗ kulation fehlt aber deshalb der Mut zu neuen Unterneh⸗ mungen. Bemerkenswert bleibt dabei, daß dieſe hochgradige Ge⸗ ſcäftsloſigkeit und Apathie, die in früheren Fällen die Eſſektenbeſitzer allmählich mürbe machte, keinerlei irgend⸗ wie in Betracht kommendes Angebot an die Märkte bringt. Die Vertrauenszunahme, vielleicht auch die Erwägung, baß man bei Effektenverkäufen gezwungen iſt, für den Er⸗ ls minimale Zinsvergütungen bei den Banken zu erhal⸗ leu, haben zur Folge, daß die Wertpapierbeſitzer auch in diefer Periode wichtiger Entſcheidungen an ihrem Be⸗ is ſtande feſthalten. Bemerkenswert iſt dabei, daß das Ausland auf den günſtigen Stand der deutſchen Stillhalteverhandlungen ſowie auf die Zunahme der deut⸗ ſchen Produ tion hin neuerdings ziemlich lebhaftes In⸗ tereſſe für deutſche Papiere bekundet, und zwar nicht nur für die deutſchen Auslandsanleihen, ſon⸗ dern auch für die im Auslande gehandelten deutſchen In⸗ duſtriepapiere. Damit ſteht es im Zuſammenhang, daß im Laufe der letzten Woche der Kurs der Sperrmark im Auslande um 12—14 v. H. geſtiegen iſt. Im Inlande griff dagegen die Geſchäftsloſigkeit auch auf den Rentenmarkt über. Nachdem in der Vor⸗ woche das Geſetz über die landwirtſchaftliche Entſchuldung die Beſorgnis vor neuen Zinseingriffen beſeitigt und neue Kursbeſſerungen ſpeziell am Markte der Pfandbriefe der Hypothekenbanken und der landſchaftl. Pfandbriefe ge⸗ bracht hatte, hat fetzt das KRaufintereſſeſtark nach⸗ gelaſſen und die Kurſe bröckelten leicht ab. Eine Aus⸗ nahme bildeten nur die Altbeſitzan leihe, die immer wieder von zwei Großbanken aus dem Markt genommen wird, ferner zeigt ſich auch Anlageintereſſe für die Vor⸗ zugsaktien der Reichsbahn; die Neubeſitzanleihe hatte in den erſten Tagen einen lebhaften Markt, weil aus ge⸗ wiſſen Anzeichen gefolgert wurde, daß bei einer kommen⸗ den Arbeitsbeſchaffungsanleihe aller Vorausſicht nach dieſe Anleihe, die ſeinerzeit mit 34 v. H. eingeführt wurde, zu loyalen Bedingungen in Zahlung genommen werden dürfte; in den letzten Tagen ließ aber das Intereſſe auch für dieſes Papier wieder nach. Parallel mit den Kursbeſſerungen deutſcher Papiere im Auslande gingen an der Berliner Börſe Aus lands ⸗ käufe aus Sperrmarkkonten. Käufe dieſer Art bemerkte man in den erſten Tagen ſpeziell in Reichsbank⸗ anteilen, in Braunkohlenwerten, in einzelnen Tarifwer⸗ ten, wie R. W. E. und Bekula, ferner in Schuckert und in Reichsbahnvorzugsaktien. Als dann auch dieſe Auslads⸗ käufe aufhörten, verfiel die Börſe in völlige Geſchäfts⸗ loſigkeit, in eine Geſchäftsloſigkeit, die aber dennoch die innere Widerſtandskraft der deutſchen Börſen nicht zu beſeitigen vermochte.⸗ Geschäffsloser Börsen- Wochenschluß Weiler nur schwache Publikums-Bejeiligung/ Unregelmäßige Kursbildung Gegen Schluß Spezialbewegungen Maunheim behauptet Auch am Wochenſchluß war die Börſe bei knapp be⸗ houpteten Kurſen ſehr ſtill. Farben notierten gegen gettern faſt unverändert 131 v.., Daimler 30, Linoleum ny. H. Eine Kleinigkeit feſter waren Eichbaum und Durlacher Hof. Von Bankwerten waren Rhein. Hyp.⸗Bk. böher geſucht. Am Rentenmarkt lag Altbeſitz feſter. Gold⸗ Randbrieſe behauptet. Frankfurt ſtill An der Wochenſchlußbörſe konnte ſich infolge der nur ſchwachen Publikumsbeteiligung kein! nen⸗ nenswertes Geſchäft entwickeln, doch war die Stim⸗ mung im Anſchluß an die Abendbörſe weiterhin etwas ſteundlicher, wobei der Abſchluß der Stillhaltever⸗ gandlungen und die aktive Außenhandelsbilanz etwas kachwirkten. Etwas Anregung ging auch von der ſeſten Haltung der Reichsmark aus, daneben werden die Lon⸗ dener Verhandlungen weiter optimiſtiſch beurteilt. Gegen⸗ über der Abendbörſe war ie Kursgeſtaltung zwor kecht uneinheitlich, es überwogen aber meiſt Beſſerun⸗ gen von—1 v. H. Schwach eröffneten Akkumulatoren mit minus 8 v. H. Der Verlauf war nahezu umſatz los, die Kurſe klieben gegen den Anfang ziemlich behauptet, zumal kein Angebot herauskam. Am Rentenmarkt zeigte ſich er⸗ geut Kaufintereſſe für deutſche Anleihen, beſonders ür Altbeſttz⸗ und Schutzgebietsanleihe, die um ½ bzw. 0,30 H. feſter lagen. Der Pfandbriefmarkt tendierte hel kleinſten Umſätzen uneinheitlich, die Veränderungen hach beiden Seiten betrugen etwa 4— 7 v. H. Staats⸗ und Stadtanleihen geſchäftslos. Tagesgeld war zu 3,75 9 H. unverändert. 5 Berlin geſchäftslos Auch der heutige Wochenſchluß brachte keine Ge⸗ häftsbelebung mehr. Obwohl wieder einige ziem⸗ lich anregende und intereſſante Momente aus der Wirt⸗ ſchaft vorlagen, ſo genügten dieſe bei dem geringen Order⸗ eingang aber nicht, um die Kurſe ſtärker zu beeinfluſſen. Mieder waren die erſten offiziellen Notierun⸗ gen mehr vom Zufall abhängig, und auch bel ben ſtärker veränderten Werten lagen ſachliche Momente kaum vor. Im allgemeinen betrugen die Abweichungen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten. Accumulatoren waren mit minus 8 v. H. etwas ſtärker gedrückt.(Verſchiebung der Generalverſammlung.) Unter dem Eindruck der weiter feſten deutſchen Anleihen im Auslande war in einigen Renten werten das Ge⸗ ſhäft etwas lebhafter. Die Führung hatte wieder Altbeſitz mit plus 40 Pfg. Am Geldmarkt machte die Erleichte⸗ kung nach dem Medio Fortſchritte. Auch im Verlaufe blieb das Geſchäft weiter recht ſtill. Vereinzelt ſetzten ſich aber doch kleine Kursbeſſerungen bis zu ½ v. H. durch, J. G. Farben waren um 36 v. H. gebeſſert. Im weiteren Verlauf wieſen Altbeſitz und die Schutz⸗ hebtetsanleihe Beſſerungen auf. Am Kaſſamarkt war Verslärkfe Umsäße oͤte Tendenz uneinheitlich. In der zweiten Börſen⸗ ſtunde wurde es allgemein etwas freundlicher. Sonder⸗ bewegungen hatten Siemens mit plus 2,25 und Kali⸗ Chemi mit plus 3,50 v.., aber auch die Stondardwerte wie Farben, Reichsbank, Schultheiß uſw. waren etwas ſtärker gebeſſert. Die Nachbörſe war geſchäftslos. Altbeſitz 78, Neubeſitz 12,40, J Farben 131,75 und Reichsbank 13926. Steuergutſchein⸗Notierungen vom 17. Juni.(Eig. Tel.) Berlin und Frankfurt, Fälligkeit 1934 9678: 1115 9075 1936 84,50; 1937 7976; 1988 7676; Verrechnungs⸗ urs 85,75. Berliner Devisen Diskontsatz: Relchsbank 4, Lombard 5, prat 37% v. H. Amtlich in Rm. Dis- Parität 16. Jun 17. Juni für kont M. Geld Brief Geld Brief Buenos⸗Aires 1Peſo 7 1,782 0,918] 0,917 0,918 0,922 Ranada Ikan. Dollar 4,199] 3,147.158.132.188 Japan. en 6,57 2,092.894 0,96 0,889.891 Kairo.„ iägypt. Pfd. 5 Türkei.. IIürk. Pfd..942 London... 18Sterl. 2 20,429 14,34 14,39 14.325 14,365 New York. I Dollar 2 1„ Rio de Janeirol Millr..502 0,229 0,281].229.231 Uruguay 1Goldpeſo— 4,48.449.451.449.451 Holland. 100 Gulden 3 188,789 179,13 170,47 179.13 179.47 Athen 100 Drachmen 9.4—.458 2,462.458 2,462 Brüſſel 1002 J 3½ 59,37 59,04 59,16. 59,04 59.16 Bukareſt. N 81 5 5 2,488 2,492.488 2,492 4 75,——— 8 el Ungarn.. 100 Pengö 4 Danzig 100 Gulden 4 1 Helſingfors 100 9M 1 10,587.389 6,351].389.351 Italien... 190 Lire Jugoflavien lo Dinar ½ 81,00 5,195 5,205 5,195 3,205 Rowno. 100 Litas 1 111150 5 115 870 835 Kopenhagen. 100 Kr. 5„„ 79 0 Lissabon 100 S rde 5% 459,5) 13,05 13,07 18,04 18,06 Dslo 100 Kr. 3½ 112,50 72,48 72.82 72,88 72.52 Paris... 100 Fr. 2½ 16,44 16,62 16,66 15,62 16,88 Prag. 100 Kr. 4½ 12,438 12,9 12,51 12.54 12,58 Schweiz.. 100 Fr. 2 81,00 5 5 Sofia.. 100 Lewa 9½ 3,033] 3,047.053 3,047.058 Spanien 100 peſetren 6½½ 81,00] 38,08 36,14 36,06 36,14 Stockholm. 100 Kr. 3 112,24 78,88 78.82 78,88 78, 82 Eſtland. 100 Eſtem. 5½ 112.50 110,39 110,61 110,39 110,61 Wien 100 Schilling 5 59,07[46,95 47,05 46,95 47,05 Tägl. Geld: 4½¼ und darüber, vereinzelt 4 Monatsgeld 57% Dollar unter Schwankungen behauptet Der Dollar konnte ſich unter Schwankungen im all⸗ gemeinen ziemlich gut behaupten, auch das engliſche Pfund zeigte kaum Veränderungen gegen den Vortag. Eine gewiſſe Verſtimmung wurde durch die Erklärung des Präſidenten Rooſevelt hervorgerufen, der im Gegenſatz zu den Nachrichten aus London betont, daß eine Stabili⸗ ſierung des Dollar noch nicht ſo ſchnell zu erwarten ſei. Der Abſchluß der Stillhalteverhandlungen wurde mit Befriedi⸗ gung aufgenommen und die Reichsmark zeigte keine veränderte Tendenz; ſie ſtellte ſich in London auf 14,26 ½, in Amſterdam auf 59,05, in Zürich auf 122,85 und in Paris auf 602. Das Pfund notierte gegen den Dollar 4,07, gegen Paris 86,07, gegen Amſterdam 8,42% und gegen Zürich 17,50. in Inland-Tabaken Milverwendungszwang zur Förderung des Iabakbaues geforderi Am Markt für Inlandtabake blieb die Tendenz et und das Geſchäft lebhoft bei verstärkter Umſatztätig⸗ leit. Es zeigt ſich bereits, daß die Auswahl unter den inländiſchen Beſtänden bedeutend kleiner geworden iſt als noch vor einigen Monaten. Die Prei ſe konnten infolge⸗ eſſen anziehen und man glaubt auch, daß noch mit einer weiteren Beſeſtigung zu rechnen ſein wird, da ſich der bisherige Preisunterſchieds zwiſchen den einzelnen Quali⸗ täten bereits ſtark verringert hot. Gefordert wurden u. a. für den Zentner Pfälzer Losblott in la Qualität 90100 Mark, Pfälzer Einlage mit Umblatt 105—115 /, für beſte Einlagen 110120, geringere Sorten 8090 /, Umblatt 120—125 /. Beſonders gefragt blieben inländiſche Ein⸗ lage⸗Tabake der Jahrgänge 1931 und 1932. Angebot be⸗ ſtand in Ückermärker Nachttabaken zu 60. Rippen lagen ziemlich unverändert. Die abwechſelnd euchte und warme Witterung hat den Fermentations⸗ und Trocknungsprozeß in den Vergärerlagern wie das chſen der Setzlinge im Felde gefördert. Wo wegen zu karker Regenfälle ein Nachſetzen von Pflänzchen erforder⸗ lich wor, zeigen dieſe gutes Anwachſen. Um den Abſatz auch der der neuen Ernte zu ſichern, langt man in Tabakpflonzerkreiſen erneut ſeine Förde⸗ zung durch Mitserwendungs zwang. Dieſer ſoll o ſormulfert werden, daß die Zigaretten 10 v.., die Zi⸗ gorren 20 v.., der Krüll 25 v. H. und der Feinſchnitt 0 p. H. ihres geſamten Rehtabakverbrauches mit Tabak zus deutſcher Herkunft decken müßten. Bei Einführung eines ſolchen Mitverwertungszwanges könnte im nächſten ahre eine Erweiterung der Tabakbaufläche um 10—15 v. H. ohne Gefahr für die Abſatzmöglichkeit des deutſchen Gewächſes in Frage kommen. Mit 1500 Hektar Vergrößerung könnten wieder 15 000 Kleinbauernfomilien mehr in regenormen Sandlagen am Tabakbau beteiligt werden. Lusfloser Geireidemarki Berliner Probuktenbörſe vom 16. Junj.(Eig. Tel.) um Wochenſchluß war die Unternehmungs lu ſſt am treidemarkte wieder gering. Die ſtaatliche Stelle hielt mit Interventionen ſehr zurück und auch die Mühlen und der Handel bekundeten ſelbſt auf ermäßigtem Preisniveau kur geringe Kaufneigung, zumal die Waſſerfrach⸗ en wieder erhöht worden ſind. Die Promptnotizen ür Brotgetreide wurden um 1/ ermäßigt, am Lie⸗ rung es markt war Roggen weniger ſtark gedrückt. Wet⸗ zen⸗ und Roggen mehle waren ſelbſt bei Preiskon⸗ geſſionen der Mühlen nur vereinzelt abzuſetzen. Hafer und Ger ſte ruhig und im Einklang mit der Allgemeinten⸗ enz eher ſchwächer. Eoſin⸗Weizenſcheine blieben weiter feſt. milich notierten: Weizen 191—193 ruhig; Roggen 152 bis 154 ruhig; Futter⸗ und In duſtriegerſte 195—175 ruhig; Hafer 196—141 ruhig; Weizenmehl 22,75—27,00 ruhig: Roggenmehl 20,75 22,85 ſtetig; Weizenkleie 9,25— 9,45 ſtetig; Roggenkleie 9,25—9,45 ſtetig; Stimmung ſchwächer. — Viktorigerbſen 24— 29,50; kleine Speiſeerbſen 20—21,50; Futtererbſen 13,50—13; Peluſchken 12,25—14; Ackerbohnen 1214; Wicken 12,25—14; Lupinen blaue 9,70— 10,90; dto. gelbe 13—14; Trockenſchnitzel 8,60; extrahiertes Sojabohnen⸗ ſchrot ab Hamburg 13,30; dto. ab Stettin 13,60; Kartoffel⸗ flocken 13,30—13,50.— Handelsrechtliche Lieferungsgeſchäfte: Weizen per Juli 203,25; Roggen per Juli 165,75. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 17. Juni.(Eig. Tel.) Schluß: Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Juli 4,22% Sept. 4,27%; Nov. 4,35; Jan. 4,45.— Mais lin Hfl. per Laſt(2000 Kilo) Juli 59; Sept. 614; Nov. 64% Jan. 68. * Liverpooler Getreidekurſe vom 17. Juni.(Eig. Tel.) f Weizen(100 lb.) Tendenz ſtetig; Juli 5,13 5,16 Okt. 5,376(5,36); Dez. 5,4%(5,5%).— Schluß: Tendenz ruhig; Juli 5,1(5,16); Okt. 5,8(5,396); Dez. 5,4(5,5%). * Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 17. Juni. (Eig. Tel.] Juni 5,60 B 5,0 G; Juli 5,60 B 5,40 G: Auguſt 5,70 B 5,50 G; Sept. 5,70 B 5,60 G: Okt. 5,80 B 5,00 G; Nov. 5,90 B 5,70 G; Dez. 6,10 B 5,90 G; Tendenz ruhig.— Gemahl. Mehlis per Juni 32,35 u. 32,40; Ten⸗ denz ruhig; Wetter warm. * Bremer Baumwolle vom 17. Juni.(Eig. Tel.] Amerik. Univerſal. Stand. Midoͤl.(Schluß) 10,57. * Liverpooler Baumwollkurſe vom 16. Juli.(Eig. Tel.) Amerik. Univerſol. Stand. Middl. Anfang: Juli 595 Okt. 595; Jan.(34) 598; März 602; Juli 606 März(35) 617; Tagesimport 7100; Tendenz ſtetig.— Schluß: Juli 589; Auguſt 588; Sept. 588; Okt. 588; Nov. 589; Dez. 591; Jan.(34) 592; Febr. 593; März 595; April 596 Mai 508) Juni 591; Juli 599; Okt. 601; Jan.(35) 604; März 609; Mai 612; Loco 619; Tugesimport 7100; Tendenz kaum ſtetig. * Berliner Metall⸗Notierungen vom 17. Juni.(Eig. Tel.) Freiverkehr: Elektrolytkupfer(wirebors) prompt 59,75/ für 100 Kilo; Raffinadekupſer loco 54,75 bis 55,50; Stondordkupfer loco 50,50—51; Standard⸗Blei per Juni 17,50—18,50; Originalhüttenrohzink 2323,50; Banka⸗ Straits⸗, Auſtralzinn 936 l. Nürnberger Hopfenmarki s. Nürnberg, 16. Juni(Eigenbericht) In der heute ſchließenden Berichtswoche war die Ge⸗ ſchäftslage am Nürnberger Hopfenmarkt äußerſt ruhig. Die Marktlager ſind foſt vollkommen ge⸗ leert, es beſteht faſt kein Angebot mehr. Anderer⸗ ſeils iſt aber auch die Nachfrage weſentlich zurückgegangen. 11. Sekte/ Nummer 273 .—— Trotz dieſer ruhigen Geſchäftsla⸗ ſich die Preiſe bisher unverändert oͤer letzten Notierungen halten. Der geſamte Wochen um ſa tz betrug nur 20 Ballen, während Zufuhren überhaupt nicht hereingekommen ſind. Von Hopfen der Ernte 1981 wurden nur noch kleinere Poſten zwiſchen 100 und 125/ gehan⸗ delt. Bei Wochenſchluß notieren nach amtlicher Feſtſtellung in„ per Zentner: Primo Mittel Hallertauer 280—295 260—275 Tettnanger 285— 295— Spalter 285— 295 Hersbrucker Gebirg 240260 Stimmung ſehr ruhig bei unverändert feſten Preiſen. Bei den noch immer anormalen Tages⸗ und Nachttempera⸗ turen geht das Wachstum der Pflanzen immer noch nicht ganz zufriedenſtellend vor ſich. Die Peronoſpora⸗ Belämpfung wird überall eifrig betrieben.— Auch am Sgazer Markt haben Angebot und Nachfrage nachgelaſ⸗ ſen. Die Käufe erfolgen nach wie vor für amerikaniſche Rechnung. Bei ruhigfeſter Stimmung Notierungen von 2150—2450 Kronen.— Der belgiſche Mark zeigte in der letzten Woche eine unentſchloſſene Tendenz. Notie⸗ rungen von 1050—1150 Franes. Gefreidekonferenz in London § London, 17. Juni.(Drahtung unſeres Londoner Ver⸗ treters.) Im Tagungsgebäude der Weltwirtſchaftskon⸗ ferenz traten geſtern die Vertreter der großen Getreideländer, alſo Kanadas, Auſtraliens, Argen⸗ tiniens und der Vereinigten Staaten zu einer Beſprechung tber die internationale Regelung der Wei⸗ zen produktion zuſammen. Es handelt ſich um eine Fortſetzung der Verhandlungen, die ſchon einige Wochen vor der Weltwirtſchaftskonferenz in Ge nf be ⸗ gonnen wurden. Der Gedanke, die gewaltigen Wefizen⸗ vorräte, die ſeit der Rekordernte von 1928 den Getreide⸗ markt belaſten, durch Produktionseinſchränkung zu beſeiti⸗ gen, ſtößt nach wie vor auf unüberwindlichen Wi⸗ derſtan d. Auch die Beſprechungen über eine Regelung des Weizenexports kamen bisher nicht von der Stelle. Die Ausſichten der Verhandlungen werden peſſimiſtiſch beur⸗ teilt. Mefallpreisindex Die Preisindexzifſer der„Metallwirtſchaft, Metallwiſſen⸗ ſchoft, Metalltechnik“ ſtellte ſich am 14. 6. 1933 auf 58,3 gegen 59,8 am 7. Juni(Durchſchnitt 1909-13 gleich 100), fiel alſo um 2,5 v. H. der Ziffer vom 7. Juni. Für die einzelnen Metalle wurden nach dem Preisſtonde vom 14. Juni fol⸗ gende Einzelindexziſfern errechnet: Kupfer 46,3(am 7. Jageshaleucles Sonntag, 18. Juni Nationaltheater:„Annelieſe von Deſſau“, Operette von Robert Winterberg, Miete H, Anfong 20 Uhr. Neues Theater im Roſengarten:„Alt⸗ Heidelberg“, Schau⸗ ſpiel von W. Meyer⸗Förſter, Anfang 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung, 17 Uhr Vorführung mit Lichtbildervortrag„Der Sternhimmel im Juni“. Rhein⸗Neckar⸗Hallen: Ausſtellung des Deutſchen Hygiene⸗ Muſeums, Dresden:„Geſunde Frou— Geſundes Volk“. Geöffnet von 10 bis 20 Uhr. Von 11.15 bis 12.45 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Teutſchländer:„Urſache und Verhütung der Krebskrankheiten“. 5 Köln⸗Düſſeldorfer Rhein⸗Lokalfahrten: 7 Uhr Wiesbaden⸗ Biebrich— Rüdesheim— Aßmannshauſen und zurück; .40 Uhr Speyer und zurück; 12 Uhr Worms und zu⸗ rück; 14.30 Uhr Speyer— Germersheim und zurück; 19.45 Uhr 2½ſtündige Abendſahrt Worms und zurück. Autobusſonderfahrten ah Paradeplatz: 8 Uhr Heidelberg — Neckarſteinach— Hirſchhorn— Eberbach— Gundels⸗ heim— Jagſtfeld— Beſichtigung des Solzbergwerkes— Wimpfen— Rappenau— Sinsheim— Mannheim. Friedenskirche: 20 Uhr Kirchenkonzert anläßlich der Glockenweihe. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Fremdenvorſtellung; 20.15 Uhr Gaſtſpiel Rekrut Reimers. Friedrichspark: 15.30 und 20 Uhr Konzerte des Philhar⸗ moniſchen Orcheſters. Pfalzbau⸗Kaffee: Mittags Konzert, abends Konzert mit Einlagen. Lichtſpiele: Univerſum:„Brennendes Geheimnis“ und Bühnenſchou.— Schauburg:„Kaiſerwalzer“. — Alhambra:„SA⸗ Mann Brand“.— Roxy ⸗ Theater:„Ich mach noch einen Mann aus Dir“.— Copitol:„Die Tochter des Regiments“. — Gloria⸗Palaſt:„Ein blonder Traum“.— Scala⸗ Theater:„Ein Lied für Dich“. Sehens würdigkeiten Städtiſches Schloßmuſeum: Sonderausſtellung:„Badiſch⸗ ſchwäbiſche Volkstrachten“, Geöffnet von 11 bis 17 Uhr. Städtiſche Knuſthalle: Ausſtellung von Werken Mann⸗ heimer Bildhauer und Maler. Geöffnet von 11 bis 13.90 und von 15 bis 17 Uhr. Im Leſeſaal des graphi⸗ ſchen Kabinetts ſind. Tuſchzeichnungen von Paul Bürck⸗ München ausgeſtellt. Mannheimer Kunſtverein L 1, 1: Moderne Kunſt. Ge⸗ öffnet von 11 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: Ge⸗ öffnet von 11 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Was hören wir? Sonntag, 18. Juni Frankfurt .25: Morgenfeier.—.30: Chorgeſang.— 10.30: Ein Gang durch den Zoo.— 12.05: Konzert.— 13.00: Szenen aus Tannhäuſer.— 14.30: Landwirtſchoftliches.— 18.00: Die letzten deutſchen Flößer.— 18.35: Fröhliches Zwiſchen⸗ ſpiel. Heilsberg .20: Konzert.—.00: Kath. Morgenfeier.—.09: Evang. Morgenandocht.— 12.00: Konzert.— 14.30: Ju⸗ genoͤſtunde.— 15.30: Alte Zeit— neue Zeit.— 16.00: Konzert.— 18.30: Die deutſche Novelle.— 19.00: Brahms⸗ lieder.— 19.35: Zwei Brieſe an den lieben Gott.— 21.40: Heitere Versſolge mit Muſik. Königswuſterhauſen .55 Morgenfeier.— 19.30: Orgelkonzert.— 14.00: Er⸗ innerungsfeier an die Schlacht von Fehrbellin.— 15.00: Menſchen im Freien— Menſchen im Dienſt.— 16.00: Hör⸗ bericht von der nationalen Flugſchau in Tempelhof.— 16.35: Konzert.— 17.30: Hörbericht von den Luftſchutz⸗ ülurgen in Tempelhof.— 18.30: Blasorcheſter.— 20.80: Der Freikorporal.— 21.15: Vom Hundertſten ins Tau⸗ ſendſte. Langenberg .00: Deutſche Selbſtbeſtimmung am Rhein.—.30: Serenaden.— 10.15: Evang. Morgenfeier.— 12.05: No⸗ velle.— 12.30: Bergmannsſchickſal.— 13.00: Konzert. 15.20: Ein Aushilfskellner hat das Wort.— 18.00: Alten⸗ berger Dom und Kloſter.— 19.00: Ernſt und heiter.— 21.40: Abendmuſik.— 23.00: Ballmuſik. München .15: Poſaunen.—.10: Chorgeſang.— 10.00: Kath. Morgenfeier.— 10.45: Geläute.— 13.10: Milchwirtſchaft und Volksgeſundheit.— 13.30: Schallplatten.— 14.00: Sängerfeſt.— 15.00: Lieder ſchaffender Frauen.— 15.20: Kompoſitionen von Joſ. Suder.— 15.45: Die nationale Revolution.— 16.05: Humor in Oeſterreich.— 17.30: Konzert.— 19.00: Sechs Stückchen Augsburger Tafelkon⸗ fekt.— 19.40: Deutſchtum in der Muſik.— 20.00: Militär⸗ konzert.— 21.00: Altmünchener Originale.— 21.20: Konzert. Südfunk .15: Hafenkonzert.—.30: Evang. Morgenfeier.— .20: Weiheſtunde.— 10.10: Kath. Morgenfeier.— 11.30: Bachkantate Nr. 20.— 12.00: Konzert.— 13.00: Kleines Kapitel der Zeit.— 13.15: Schallplatten.— 14.30: Chor⸗ ſtunde.— 15.30: Kaſperl⸗Stunde.— 16.30: Konzert.— 18.00: Mandolinenkonzert.— 18.30: Quartett.— 19.30: Zum 15. Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart.— 20.00: Poſſe mit Geſang.— 21.30: Der Liebestrank.— 22.50: Unter⸗ haltungskonzert und Tanzſunk. Wien 16.50: Konzert.— 18.50: Eine Stunde Kleinkunſt.— 20.10: König ⸗Ottokars Glück und Ende.— 22.55: Schall⸗ platten. Berlin-Karlsruher Indusirlewerke AG. Auf 31. Dezember 1932 wird ein Rohertrag von 2,64 Mill.„ ausgewieſen, der ſich durch Zinseinnahmen von 0,446, durch ao. Erträge von 0,961 und durch den Ger winnvortrag von 0,528 Mill.„ auf 4,576 Mill. 4 erhöht (i. V. Fabrikationsgewinn 1,427 Mill.%). Löhne und Ge⸗ hälter erforderten 1,704, Sozialabgaben 0,129, ſonſtige Auf⸗ wendungen 0,792(i. V. Handlungsunkoſten 1,080), Steuern 0,585(0,504) und Abſchreibungen 0,277(0,327) Mill. I. Es verbleibt ſomit für 1932 ein Reingewinn von 0,559 Mill., der ſich um den Vortrag von 0,527 Mill. A, der bekanntlich i. V. nach Vornahme der Sonderabſchreibungen und Deckung des Jahresverluſtes von 0,484 Mill.„ aus dem Buchgewinn aus Einziehung von 12,5 Mill.„ eigener Aktien verblieb, auf 1,087 Mill.„ erhöht. Der GV. am 29. Juni wird vorgeſchlagen, 0,471 Mill.„ dem Penſions⸗ fonds zu überweiſen und 0,625 Mill./ vorzutragen. Beſonders das Exportgeſchäft wurde durch die Autarkie⸗Maßnahmen und Währungsunſicherheiten ſchwer behindert. Inſolgedeſſen iſt der Umſatz wertmäßig um 28 v. H. gegenüber 1931 geſunken. Erſt im Jahre 1938 waren Anzeichen einer Geſchäftsbelebung feſt⸗ zuſtellen. Die Beteiligungsgeſellſchaften haben Dividenden nicht gebracht. In der Bilanz werden die Anlagen mit 10,223(10,582), Beteiligungen mit 3,67(Effekten und Be⸗ teiligungen mit 3,92) Mill./ ausgewieſen. In dieſem Poſten iſt das geſamte AK. von nom. 8 Mill./ der Mauſer⸗ Werke AG. Oberndorf, ſowie 54,6 v. H. von nom. 2,184 Mill./ Aktien der Dürener Metallwerke AG. enthalten. Beſtände aktivieren mit 1,097(1,243), Bankguthaben mit 2,032(0,55), Warenſchuldner mit 0,54(2,7), Forderungen an Geſellſchaften mit 1,25, Reſtkaufgelder mit 1,72 und Aktiy⸗ hypotheken mit 2,05(i V. zuſ. 3,475 Mill. /. Bei un. 17,5 Mill./ A. werden Verbindlichkeiten mit nur 0,993 (0,977) Mill./ ausgewieſen. Juni 48,0), Blei 60,2(62,5), Zink 49,3(48,8), Zinn 91,8 (89,2), Aluminium 111,1(111,1), Nickel 101,5(101,5), An⸗ timon 59,9(59,8). * Deutſche Dampfſchiffahrts⸗Geſellſchaft„Hauſa“, Bre⸗ men. Der Abſchluß für 1932 weiſt einen Ver luſt von rund 1,7 Mill. 4 aus, der aus der i. V. gebildeten Sonderrücklage von 3 Mill./ gedeckt wird. Abſchreibun⸗ gen auf den Schiffspark ſind nicht für erforderlich erachtet worden, nachdem der vorjährige Sanierungsgewinn ſolche in Höhe von 8,57 Mill.& ermöglicht hatte. Meldung der Landes wefferwarie Karlsruhe Vorausſage für Sonntag, 18. Juni Nach verbreiteten Gewittern unbeſtändig und kühler bei weſtlichen Winden. Beobachtungen der Landeswetterſtellen.26 Uhr vormittags See“] Luft⸗ 8 Wind ö Stationen höhe„ 1 5 Nicht. Stärte. Wertheim 11131 N keicht Königsſtuhl] 563 754, 14 8 ſchwach Karlsruhe 120 754,2 15 SW. eich! er Bad.⸗Baden 213 754,7 16 80 leicht heiter Villingen 712 758,0 11* leicht halbbedeckt Bad. Dürrh.] 701— 11 80 leicht wolkig St. Blaſien 780— 11[SW leicht bedeckt Badenweiler] 422 755,7 15 SW. ſchwach heiter Feldberg Hofſ1275 632,9 7 SW. mäßig Nebel chauinsld. 1268 055,6 9 8 teich! halbbedeckt Die Wetterlage geſtaltet ſich um. Das geſtern bei Island erſchienene Tief baut im Vordringen gegen Oſten das ſkandinaviſche Hoch ab. Gleichzeitig entwickelt ſich ein kräftiger Ausläufer nach Südoſten. Die kühleren maritimen Luftmaſſen in ſeinem Be⸗ reich werden noch heute nachmittag oder abend unter verbreiteter Gewittertätigkeit auch in unſer Gebiet vordringen. Morgen herrſcht bei weſtlicher Luftzu⸗ fuhr un beſtändiges und etwas kühleres Wetter. N Hreuzworkrätſel 1 5 b 5 5 5 6 8 90 1 11 2 1 14 1 6 17 I 19 20 21 2 2 84 20 Waagerecht: 1. Land in Oſtafrika, 4. Artikel, 5. Zeiterſcheinung, 7. Eingang, 9. Heizmaterial, 11. Trinkſtube, 13. ru⸗ mäniſche Münze, 14. Urlundsbeamter, 17. Stadt am Schwarzen Meer, 18. Titel, 20. ſeemänniſcher Aus⸗ druck, 22. Stand, 24. perſönliches Fürwort, 25. Schwung, 26. Fragewort, 27. Futterpflanze. Senkrecht: 1. Engliſcher Adelstitel, 2. altes Gewicht, 3. Abgott, 4. Gotteshaus, 6. Hausflur, 7. norwegiſche Steppe, 8. Provinz der ſüdafrikaniſchen Union, 10. muſtka⸗ liſcher Schlußſatz, 11. Winterſportgerät, 12. Rätſel⸗ löſen, 15. franzöſiſch: Straße, 16. Inſektenlarve, 19. Schweizer Nationalheld, 21. perſönliches Für⸗ wort, 23. Temperaturbezeichnung, 24. Gewäſſer. Auflöſung des letzten Kreuzworträtſels LAIL UD WMIAINII 0 N g INL NEFEE 8 rn 2 OO DYMO . E S E 2 QO — 0 2 5 12. Seite/ Nummer 273 Neue Mannheimer Zeitung Sountags⸗Ausgabe 72 Nach dem Großkampftag vom 11. Juni geht es im deut⸗ ſchen Sport am bevorſtehenden Wochenende etwas weniger lebhaft zu. Der Raſenſport geht langſam dem Ende ſeiner Saiſon entgegen; ein beſonderer Höhepunkt iſt hier noch die tſche Handͤballmeiſterſchaft, die in dieſem Jahre mit beträchtlicher Verſpätung ausgetragen wird. Von den übrigen Sportarten ſind das internationale Leichtathletik⸗ Feſt des bortelubs Charlottenburg, die Große Grünauer Regatta, das Keſſelbergrennen, der Beginn der Derby⸗ Woche in Hamburg⸗Horn und der Waſſerball⸗Länderkampf gegen Holland in Rotterdam zu erwähnen. Fußball Hier wird es nun nach der Vergebung der deutſchen Meiſterſchaft ruhiger. In Süddeutſchland nehmen die Aufſttegsſpiele ihren Fortgang, bei denen aber auch in einzelnen Gruppen die Entſcheidungen bereits gefallen find. Am Sonntag ſpielen: Gruppe Rhein: SC. Kaiſerslautern— TSV. Altrip. Gruppe Saar: Weſt⸗ mark Trier— VfR. Pirmaſens. Gruppe Main: SV. Bonames— Vikt. Aſchaffenburg, Sppyg. Fechenheim gegen VfB. Groß⸗Auheim, Spog. Griesheim Blauweiß Bür⸗ gel. Gruppe Heſſen: SV. Koſtheim Polizei Darmſtadt, Haſſia Bingen— Starkenburgia Heppenheim. Gruppe trttemberg: Spfr. Stuttgart— SV. Reutlingen, SV. Göppingen— Spog. Cannſtatt. Gruppe Baden: FV. Kehl— FC. Rheinfelden, FC. Konſtanz gegen Sfr. Freiburg. Gruppe Südbayern: Vfg. Heidenheim— VfB. Ingolſtadt⸗Ringſee, FC. Straubing gegen SV. Roſenheim, BC. Augsburg— FC. Luſtenau. Gruppe Nordbayern: FC. Burgkundſtadt— FSV. Nürnberg, Vfg. Schweinfurt— Bayern Hof. Ein Wieder holungsſptel der ſüddeutſchen End⸗ runde führt am Samstag in Karlsruhe den VfB. mit dem KFV. zuſammen. Es handelt ſich hier um eines der üblichen Vorbehaltsſpiele, auf deſſen Durchführung der Verband nun Wert legt. Das Privatſpielpro⸗ gramm am Wochenende iſt nicht ſo umfangreich wie ſonſt. Handball Endlich kommt die ſüddeutſche Meiſterſchaft unter Dach. Der Deutſche Handͤballmeiſter Sportver⸗ ein Waldhof hat ſich nämlich noch den von der Spiel⸗ vereinigung Fürth verteidigten ſüddeutſchen Mei⸗ ſtertttel zu holen. Die beiden Mannſchaften gewannen je eines der um die Meiſterſchaft angeſetzten Spiele und zu einem dritten Spiel war bisher keine Zeit, denn Waldhof hatte Wichtigeres zu tun. Nun ſtehen ſich die beiden Mannſchaften am kommenden Sonntag in Mannheim gegenüber. Wir zweifeln nicht daran, daß der neue deutſche Meiſter ſein erſtes Spiel in dieſer Würde zu Hauſe nicht verlieren wird und ſehen in dem SV. Waldhof auch den ſüddeutſchen Titelträger. Die Turner holen noch zwei Zwiſchenrundenſpiele ihrer Turnfeſtrunden nach, und zwar: Tgſ. Stuttgart gegen TV. Algenrodt und TV. Kettwig— Turnklub Hannover, während der Staödtſportverein Frankfurt, deſſen Spiel gegen Mannheim am letzten Sonntag ebenfalls ausfiel, bereits als Endſpielteilnehmer der Frauen aufgeführt iſt. Leichtathletik Das„Internationale“ des SCC iſt das erſte große Ereignis der Bahnſaiſon. Italiener und Holländer n dem Sportfeſt, bei dem ſelbſtverſtändlich auch die he Elite an den Start geht, das internationale Ge⸗ Frankfurt am Main iſt der Schauplatz der ſüddeutſchen Gruppenmeiſterſchaft und zwor der Gruppe Main, während die Meiſterſchaften der übrigen ſieben Gruppen erſt am 25. Juni ſtattfinden. Mit den Oſtdeutſchen Kampfſpielen in Breslau erlebt eine alte traditionelle Veranſtaltung ihre Wieder⸗ erſtehung. Rub udern Die„OGHroße Grünauer Tegatta“ hat in dieſem Jahre eine Bedeutung wie bisher noch nie. 140 Boote mit 712 Ruderern aus 59 Vereinen gehen an den Start. Da 7 arunter befinden ſich Teilnehmer aus Italien, Jugo⸗ awien und Amerika. Im Kaiſer⸗Vierer kommt es dabei einer Olympia⸗Revanche zwiſchen dem Olympiaſieger Berliner Ruderklub und der italieniſche Mannſchaft Liber⸗ tas⸗Capo d' Iſtria. Die wichtigſten weiteren Regatten des Sonntags ſind die in 7 und Koblenz. Hanau, Stuttgart Kanu ⸗ Regatten finden in Freiburg, München und Saar⸗ rücken ſtatt. Motorſport Das Keſſelbergrennen für Wagen und Motor⸗ räder, das als Lauf zur deutſchen Motorrad⸗Bergmeiſter⸗ ſchaft gewertet wird, iſt das einzige nationale Ereignis von Bedeutung. Aus dem Ausland iſt der Große Motorrad⸗ preis von Polen zu nennen, an dem ſich auch einige deutſche Fahrer beteiligen. Tennis Am Wochenende iſt der Betrieb im„weißen Sport“ nicht ehr groß. Ein mehrtägiges Turnier in Barmen bringt die Weſtaeutſchen Meiſterſchaften und in Leipzig geht ein Tur⸗ nier in internationaler Beſetzung in Szene. Am Montag beginnen in London die Londoner Meiſterſchaften, an denen Deutſchlond durch eine kleine Expedition beteiligt iſt. Pferdeſport Mit dem„Großen Hanſa⸗ Preis“ nimmt die Derby⸗Woche in Hamburg⸗Horn ihren Anfang. Einige der elf für das Derby ſtehen gebliebenen Pferde liefern ſich hier bereits eine Vorprobe und zwar Caſſius, Gregorovius und Ideolog. Weitere Galopprennen ſtelgen in Halle, Köln, Kreuznach. 8 Schwimmen In Rotterdam trägt der Deutſche Schwimmverband gegen Holland ſein erſtes Waſſerball⸗Länderſpiel nach den Olym⸗ piſchen Spielen aus. Bisher haben wir gegen Holland alle ſechs ausgetragenen Spiele gewonnen. Das ſiebte Spiel Der Sport am Sonntag wird aber auf holländiſchem Boden ausgetragen und deut⸗ ſcherſeits mit einigen neuen Leuten beſtritten, denen bisher die Gelegenheit fehlte, ſich einzuſpielen. In Offenbach geht ein ſehr gut beſetztes Damen⸗Schwimmfeſt in Szene. Fechten Die Europameiſterſchaften im Fechten, on denen Deutſch⸗ land nicht beteiligt iſt, gehen in Budapeſt zu Ende. Verſchiedenes Das 1. Nationale G geht am Wochenende in den dortigen Ausſchuß fi ländeſport⸗Treffen Deutſchlands urg i. Br., durchgeführt durch Leibesübungen, in Szene.— In München findet am Samstag ein„Feſt der Sportpreſſe“ im Danteſtadion ſtatt, das eine bunte Schau aus dem Münchener Turn⸗ und Sportleben bringt. Trollmann ohne Titel In der Vollverſammlung der Borxſportbehörde Deutſch⸗ lands, in der noch 1 äglich Graf Helldorf und Rüdiger⸗ Berlin in das Pr um gewählt wurden, beſchäftigte mon ſich nochmals mit dem letzten Meiſterſchaftskampf Trollmann— Witt in der Berliner Bockbrauerei. Es wurde beſchloſſen, das Urteil aufzuheben und den Kampf wegen ungenügender ſportlicher Leiſtungen als„Kampf ohne Entſcheidung“ zu werten. Der Titel im Halbſchwer⸗ gewicht iſt ſomit wieder frei und wird neu ausgeſchrieben werden. Jußballvereine feiern Jubiläum 25 Jahre Mannheimer Jußball-Club 08 Am 21. März 1908 wurde von einigen jungen Männern der Mannheimer Fußballklub 1908 Linden⸗ hof gegründet. Man ſpielte damals auf der Lanzchen Wieſe. Das erſte Spiel gegen den Fußballverein „Uranicg“ endete mit einem:0⸗Sieg. Im Juni 1909 erfolgte die Aufnahme in den Süddeu en„Fußball⸗ Verband, wo in der C⸗Klaſſe geſpielt wurde. 1912/13 wurde die Meiſterſchaft der C⸗Klaſſe und damit der Auſſtieg in die B⸗Klaſſe errungen.. 8 Der Krieg brachte auch dieſem Verein einen empfind⸗ lichen Rückſchlog. Der Verein ſpielte nach Kriegsende in der A⸗Klaſſe und konnte die Gaumeiſterſchaft er⸗ ringen. Nachdem der Verein in die Bezirksliga auf⸗ geſtiegen war, mußte er 1922/23 wieder in die Kreisliga abſteigen. 1926 war die Bezirksliga wieder erkämpft. Seit dieſer Zeit nahm der Verein an den Kämpfen der Bezirksliga teil. Auch im Handball war 08 beſonders erfolgreich, die Mannſchaft wurde 1. Badiſcher Handballmeiſter. Die Leiſtungen der Damenabteilung ſind bekannt. Der Box⸗ ſport fand bei 08 lange Jahre eine gute Pflegeſtätte. Im Jahre 1932 machte ſich die Boxabteilung ſelbſtändig. Der neue Vorſtand ſetzt ſich aus folgenden Herren zu⸗ ſammen: 1. Vorſitzender Willy Froſch 2. Vorſitzender Fritz Steimer; 3. Vorſitzender Julius Kaißling; Kaſſierer Heinrich Dengel; Splelausſchußvorſitzender Jakob Brunner. Der neue Vorſtand hat die Arbeit des früheren auf dem Gebiet der Jugendpflege fortgeſetzt und gute Erfolge er⸗ zielt. Wenn der MFC 8 heute abend ſein ihriges Beſtehen feſtlich begeht, kann er mit Stolz auf die bis jetzt im Dienſte des Sports und damit am deutſchen Volk geleiſtete Arbeit zurückblicken. Letzter Tag der AD AC-Dreitagefahrt im Harz Abſchluß der überaus ſchwieriegen Fahrt Schierke, 16. Juni. Der dritte und letzte Fahrtag der AD AC⸗Dreitagefahrt brachte wieder eine Fülle von Schwerſtſtrecken. Den Fah⸗ rern wurden Geländefahrten zugemutet, die zu bezwingen nicht nur eine ans Artiſtiſche grenzende Geſchicklichkeit ge⸗ hörte, ſondern auch reichlich viel Glück. Dazu ſelbſtver⸗ ſtändlich ein bis ans Aeußerſte durchhaltendes Material. Die Startprüfung brachte heute auch Mannſchaften ins Ihm ſprang vor Romkerhall ein Hirſch in die Maſchine. Das Motorrad wurde dadurch beſchädigt ſo daß der Fah⸗ rer, der ſelbſt unverletzt blieb, ſeine Weiterfahrt ein⸗ ſtellen mußte. Bis zur Mittagskontrolle Goslar waren aus⸗ geſchieden Fahrer Berchthold(München) auf NSU wegen Oelleitungsſchaden, Jahn(Dresden) auf Viktoria, Freiherr von Hanſtein(Göttingen) auf BSA, Georg Mühlbach auf BMW infolge Kolbenſchadens, Wer ⸗ Motorräder beim Durchfahren Hintertreffen, die bisher ſtrafpunktfrei geweſen waren und nun wegen verſpäteten Anſpringens des Motors am Start⸗ platz zu Strafpunkten kamen. So z. B. durch einen Straf⸗ punkt des Münchener Stelzer der bis dahin ſtrafpunkt⸗ ſrei geweſene Motorradgruppe von BMW. Auch ſechs Sonderprüfungen gab's am dritten Fahrtag. Be⸗ ſonders intereſſant waren die Schnelligkeits⸗ ſonderprüfungen auf der Rodelbahn von Lauten⸗ tal und die Waſſerdurchfahrt in Abbenrode. Laut Fahrtleitungsbericht ſind nach Abſchluß des zweiten Fahrtages noch ſtrafpunktfrei insgeſamt 89 Fah⸗ rer. Von den Krafträdern über 200 cem. hatten 31 Fah⸗ rer bis zum Startbeginn des dritten Tages alle Schwierig⸗ keiten gemeiſtert— in der Kraftradgruppe bis 200 cem. drei Fahrer, im Seitenwagenwettbewerb lediglich der un⸗ verwüſtliche, draufgängeriſche Mauer mayer auf BMW. Im Seiten wagen wettbewerb über 600 com. Griſard auf Ardie und Schäfer auf Viktoria. Im Wagen wettbewerb über 1200 cem. ſind 36 Fahrer ſtrafpunktfrei, im Wettbewerb der Wagen bis 1200 cem. 8 Fahrer. Im Laſtkraftwagenwett⸗ bewerb ſind gleichfalls 8 Fahrer ohne Strafpunkte. Von den 40 Klubmannſchaften iſt lediglich die Vorjahrs⸗Siegermannſchaft der 1. Kom p. 6 Pr. Kraft⸗ fahrabteilung Münſter i. Weſtf. uf BMW⸗ Motorrädern ſtrafpunktfrei, von Wagen ⸗Klub⸗ teams zwei Mercedes⸗ Benz Mannſchaften des SS⸗Motorſturms München und der Gruppenſtaffel Süd weſt der SA Stuttgart⸗Zuffenhauſen. Von den 15 Faobrikmannſchaften waren nach dem 2. Fahrtage noch ſtrafpunktfrei: bei den Motor⸗ Motorrädern: Triumph, Zündapp, NSu und Puch, bei den Wagen: 1. Adler⸗Gruppe(Adler⸗Primus), die Da W- Mannſchaft, die Mereedes Benz und die Opel⸗Mannſchaft. Infolge Nichterfüllens der Startbedingungen erhielten om dritten Tage die folgenden, bisher ſtraftpunktfrei geweſenen Fahrer Strafpunkte: Stelzer(München] auf BMW, Billert(Münſter) auf BMW, Oberlt Ma⸗ terne(Wünsdorf) auf Adler⸗Wagen, t. Freyer (Berlin) auf Adler, Oberlt. Engels(Münſter) auf Wanderer, Haſſe(Mittweida! auf Adler⸗Primus und Oberlt. Görkemeier(Würzburg) auf Wanderer. Einen intereſſanten, für den Fahrer aber bedauerlichen Zwiſchenfoll erlitt der BMW⸗Fohrer Mundhaenke, Hisher ſtraftpunktfrei geweſen und ſtets ſiegesgewiß daßei. „Jeſt der Jugend“ am 24. und 25. Juni Die Reichsregierung hat zum„Feſt der Jugend“ auf⸗ gazufen. In Auſmarſch, Spiel, Geſang und Wettkampf ſoll die Jugend aller Gaue Deutſchlands um die Zeit der Sommerſonnenwende dieſen Tag als vaterländiſches Volksfeſt feiern. In einer Sitzung im Schloßhotel wurde geſtern mit den Vertretern der Verwaltungsbehörden und Schulen die Durchführung dieſes Jugendfeſtes in Mannheim beſpro⸗ chen. Der Beauftragte des Reichsſport⸗Kommiſſars, W. Körbel, wies in ſeiner Begrüßungsanſprache einleitend auf das vom Herrn Reichsminiſter des Innern ergangene Rundſchreiben hin und gab in kurzen Umriſſen zu ver⸗ ſtehen, wie die Durchführung des Jugendfeſtes in Mann⸗ heim gedacht iſt. 5 Der Samstagvormittag(24. Juni) gehört den Schulen, die als ſportliche Wettkämpfe die alten„Reichsjugendwett⸗ kämpfe“ zur Durchführung bringen. Heimatliche und landsmannſchaftliche Eigenart des Ortes und der Teilneh⸗ mer werben dabei in Anſprachen unter Hinweis auf das große gemeinſame Vaterland dem Feſtgedanken nutzbar ge⸗ macht. Für den Nachmittag iſt für Volksſchüler der Beſuch von zweckentſprechenden Aufführungen in Lichtſpielthea⸗ tern, der Schlageter⸗Aufführung des National⸗Theaters vorgeſehen. Für den übrigen Teil der Volksſchüler ſollen Bootsfahrten auf dem Rhein und Haſenrundfahrten er⸗ möglicht werden. Abends findet dann der geſchloſſene Aufmarſch nach dem Flugplatz oder dem Platz hinter den Kaſernen ſtaͤtt, wobei die Jugendlichen innerhalb der Turn⸗ und Sportvereine mitzumarſchieren haben. Anſprachen, Geſang des Mann⸗ heimer Schülerkorps, Sonnenwendfeuer, eventl. Feuer⸗ werk, gemeinſamer Geſang des Deutſchland⸗ und Horſt⸗ Weſſel⸗Liedes bilden dort den feierlichen Schlußakt des erſten Tages des Feſtes der Jugend. Am Sonntag vormittag(25. Juni) wird der gelände⸗ ſportliche Mannſchaftskampf von den über 18jährigen männlichen Jugendlichen ausgetragen. Es iſt dies ein Fünfkampf beſtehend aus: 1. 25 Km. Gepäckmarſch mit 25 Pfd. Belaſtung, Keulenwurf(500 Gr.), Weitſprung, 800 Meter⸗Lauf, „Kleinkaliberſchießen auf Meter Entfernung. *. g 12er Ringſcheibe über 50 Zu dieſem Wettkampf hat jeder Turn⸗ und Sportverein mindeſtens eine Mannſchaft zu ſtellen. Mindeſtſtärke der teilnehmenden Mannſchaft: 10 Mann. Nachmittags ſollen, ſoweit es die Zeit noch zuläßt, Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung vorgenommen werden. Das Feſtabzeichen ſoll möglichſt von jedem Teilnehmer, aber auch von allen übrigen Perſonen der Mannheimer Bürgerſchaft getragen werden, um ſo die Verbundenheit mit der Jugend wirkſam zum Ausdruck zu bringen. Eine Woche ſpäter wird den Siegern der Mannſchaſts⸗ und Ein⸗ zelkämpfe die vom Herrn Reichspräſidenten geſtiftete Ehrenurkunde in feierlicher Weiſe ausgehändigt. eines 1 Flüßchens bei Scharzfeld im Harz. nicke(Halle) auf Ardie, Eiſellt(Dresden) auf Ardie, Karl Krüger(Döberitz! auf BMW einfolge Zylinder⸗ ſchaden, Hugo Schulz(Berlin) auf Puch, Pfiſterer (Stuttgart) auf NSlt, Schäfer(Nürnberg) auf Vikto⸗ ria, Pol lich(Hannover) auf Hanomag und Franke (Blankenburg) auf Mercedes-Benz. e 8 i. 25 Fahre 5 08 Hockenheim Liebe zum Sport, Tatkraf Leitmotive einiger junger gewohnte Spiel mit dem Männer, die 5 2 um d Gummiboll dur as gewoh 2 n 5 eines Lederballes zu erſetzen, ſich endgültig Monat Mas aa 5* 97 17 5 i V 1 7 5 1908 zuſammenſchloſſen, um die Badenio 1908 Hockenheim zu gründen. mä Sportlern, ſich kräftig auch n kaum war hier Allmählich gelang es dann durchzuſetzen. Do 1 der Anfang gemacht, als an unſerem teren Himmel ſchwere dunkle Wolken heraufzogen und unſer Vaterland im Jahre 1914 in den großen Weltkrieg verwickelt wurde Waren es nicht lauter junge, wehrhafte Männer, die den Verein bild 1 und ſofort zur Fahne eilten, um unſer geliebtes Vaterland zu verteidigen. Leider mußten auch in dieſem gewaltigen Ringen Mitglieder des Vereins ihr junges Leben fürs Vaterland laſſen und ſtets wollen wir ihrer treu gedenken. Nach Beendigung des Krieges regte ſich wieder der alte Sportgeiſt und nicht lange ſollte es dauern und alle Ver⸗ eine des Lederballes, auch die, die ſich während des Krieges bildeten, fanden ſich zuſammen unter dem heutigen F 08 Hockenheim. In kurzer Zeit war 08 einer der führenden Vereine in Hockenheim. Nach langen Verhandlungen mit der Stadt wurde ein Sportplatz am Pumpwerk zur Ver⸗ fügung geſtellt, der im Jahre 1925 wieder verloren gin Zur Einweihung des Platzes am Pumpwerk wurde 8. der Altmeiſter Phönix Karlsruhe verpflichtet. Gleich In⸗ nach wurde die Aufnahme in den SV vollzogen und al deſſen Mitglied entwickelte ſich dann ſehr raſch eine ſpiele⸗ riſche Tätigkeit. Der Verein blickt in den Tagen vom 17. bis 19. Junt auf ein 25jähriges Beſtehen zurück. Aus dieſem Anlaß hat der Verein ein Programm aufgeſtellt, das ſich ſehen laſſen kann. Gute Vereine der näheren Umgebung haben ihre Unterſtützung zugeſagt. Es ſind dies Eppelheim, Plankſtadt, Oftersheim, Ketſch und Waldhof, ſowie die bei den Hockenheimer Turnvereine und Geſangvereine. Das Feſt wird am Samstag, den 17. mit einem Spies gegen Eppelheim eröffnet. Am Abend des gleichen Tages wird ein großangelegtes Feſtbankett abgehal⸗ ten, während am Sonntag Werbeſpiele vorgeſehen ſind Den Abſchluß bildet ein AH⸗Spiel gegen eine Ac ⸗Mann⸗ ſchaft der Hockenhetmer SA. Führerwahl im Tb., Germania Die außerordentliche Hauptverſammlung des Mann heimer Turnerbundes„Germania“ fand am 14. Junt in den Räumen des Reſtaurants Rennwieſe ſtatt. Die Beteſ⸗ ligung an dieſer außerordentlichen Hauptverſammlung war außergewöhnlich ſtark, was hauptſächlich darauf zurück⸗ zuführen war, daß ein neuer Führer gewählt werden ſollte. Nach kurzen einleitenden Worten durch den bisherigen Führer Turner Ernſt Ufer wurde, der Bedeutung der Stunde angemeſſen, von der Verſammlung„Des Turners Schwur“ geſungen. Nachdem die Strophen verklungen waren, ergriff Turner Ufer erneut das Wort, um auf die nationale Erhebung und die hieraus erwachſenden Auf; gaben für die DT und die einzelnen Führer einzugehen Anſchließend daran ergriff der frühere Vorſiende Turner Anſchließend daran ergriff der frühere Vorſitzende Turner zu berichten und bekonntzugeben, daß ſich dieſer auf Tur⸗ ner Ernſt Ufer als Führer geeinigt habe. Die Wahl erfolgte durch einſtimmigen Zuruf, ſo daß bis zur nächſten Generalverſammlung die Führung des Vereins in den Händen von Turner Ufer liegt. Dieſet dankte der Verſammlung für das ihm geſchenkte Vertrauen. Er verſprach im Geiſte des Gründers der Dr und als treuer Gefolgsmann der neuen deutſchen Reichsregierung zum Wohle des Tb„Germania“ und zum Segen der All gemeinheit zu arbeiten. Der neue Führer Ufer gab in großen Zügen die bisher erfolgten Umänderungen und Angleichungen bekannt Zum Turnwehrführer iſt ſchon vor einiger Zeit Turner Carl Müller beſtellt worden, der eifrig damit beſchäftigt ist, die Organiſation innerhalb des Vereins auſtzubauen. Am 22. Juni wird die letzte Einteilung der Turnerwehr⸗Riege erfolgen und ſpäter ſoll in würdigem Rahmen die feier⸗ liche Verpflichtung der Turnerwehrleute ſtattfinden. Ufer gab weiter einen zuſammenfaſſenden Bericht über das in allernächſte Nähe gerückte 15. Deutſche Turnfeſt. Die Be⸗ teiligung durch den Verein iſt äußerſt ſtork; es haben ſich ſchon annähernd 100 Teilnehmer gemeldet. Mit dem alten Turnerlied„Turner auf zum Streite“ wurde die Verſammlung geſchloſſen. 71 Fahrer ſtrafpunktfrei Am Samstag vormittag wurde das Geſamtergebnis der 5. AD AcE⸗Dreitagefahrt in Schierke im Beiſein des Chefs der Heeresleitung, General von Hammerſtein und anderen Generälen, von Vertretern der Reichs⸗ und Staats⸗ behörden, SA⸗, SS⸗, und NScick⸗(Nationalſozialiſtiſches Kraft⸗Korps) Führern bekannt gegeben. Die im Vergleich zu füheren AD AC⸗Dreitagefahrten unverhältnismäßig viel größere Zahl der Fahrerausfälle und die geringe Zahl der ſtrafpunktfreien Mannſchaften beweiſt klar und ein⸗ deutig, daß die Drettagefahrt 1933 noch ſchwerer war als ihre Vorgänger. Die NS U⸗Motorradfabrik⸗Mannſchaft(Fah⸗ rer Rüttchen, Oettinger, Zeune⸗Heilbronn) beendete die AD AC⸗Dreitagefahrt zum vierten Male ſiegreich. Strafpunktfreie Motorradfabrik⸗ Gruppen ſind ferner die von DW, Triumph⸗Nürnberg. Mit nur zwei Straf⸗ punkten hat die Puch⸗Mannſchaft vor Zündapp mit 28 Strafpunkten und vor der BMW⸗Gruppe mit 59 Straf⸗ punkten, die ſich Weltrekordmann Henne infolge Verfah⸗ rens am zweiten Fahrtage holte, die Fahrt beendet. Von 40 Klubmannſchaften waren 28 Motorrad⸗ und 12 Wagen⸗Mannſchaften. Im Wettbewerb von den Motorrad- Klubmannſchaften kam keine ſtrafpunktfrei ans Ziel, denn auch die beſte Motorradmannſchaft der 1. Kompagnie 6. Preußiſche Kraftfahr⸗Abteilung, Münſter auf BMW hat einen Strafpunkt, den ſich ein Fahrer dieſer Mannſchaft am dritten Fahrtag als Startſtrafpunkt holte, weil ſein Motor einige Sekunden zu ſpät in Gang kam. Der Füh⸗ rer der Münſteriſchen Klub⸗Siegermannſchaft auf BMW, Leutnant Billert, war auch im Vorjahr bereits Führer einer Siegergruppe. Die Klubwertung hat folgendes Er⸗ gebnis: 1. 1. Kompagnie 6. preußiſche Kraftfahr⸗ Abteilung auf BM We Strafpunkt; 2. Kommando der Berliner Station der Nordſee Wilhelmshaven⸗Kux⸗ haven auf BMW 16 Straſpunkte; 3. SA⸗Gruppe Sachſen Dresden auf DW 101 Strafpunkte; 4. Motorradabteilung der Sportvereinigung Polizei Hamburg auf Ardie 102 Strafpunkte; 5. Polizeiſportverein Berlin auf Ardie 158 Strafpunkte. Klubmannſchafts⸗Wagenwertung 1. SA Motorſturm 2/1 München quf Mer⸗ cedes⸗Benz, Fahrer Brack von Michel Tüß⸗ ling und Hedderich. Strafpunktfrei. 2. Klubſtaffel Südweſt der SA Stuttgart⸗Zuffenhauſen auf Mercedes⸗ Benz. Strafpunktfrei. 3. 5. Kraftfahrt⸗Abteilung Cann⸗ ſtatt auf Mercedes⸗Benz. 1 Strafpunkt. 4. 4. Kompagnie 4. Kraftfahrabteilung Magdeburg(zwei Wanderer, ein Mercedes Benz) 19 Strafpunkte. Klubmanuſchaftswertung— Laſtkraftwagen N. S. K. K. Landes führung Niederſachſen⸗ Hannover auf Ford ſtrafpunktfrei. Von den 15 Fa⸗ brikmannſchaften waren 8 Motorrad⸗ und 7 Wagen⸗Mann⸗ ſchaften. Von den 7 Wagengruppen ſind drei ſtrafpunktfret und zwar die D W: Fahrer Macher, Meffert und Träg⸗ ner; Mercedes⸗ Benz: Fahrer Neuhauer, Kappler und Bernet und die Opelmannſchaft: Fahrer Gade⸗ buſch, Diehl und Schmitt. Vier Strafpunkte erhielt die Adler⸗Mannſchaft auf Adler ⸗Primos⸗ Wagen. Fahrer: Hanſen, Gutknecht und Haſſe. Ausgeſchieden ſind durch Ausfälle einzelner Fahrer die Gruppen von Hanomog, Wanderer und Adler⸗Triumph. Mercedes⸗Benz iſt ſomit durch drei Wagenmannſchaften(zwei Klub⸗ und eine Fabrikgruppe) und durch 5 Einzelfahrer mit insgeſamt 14 Wagen erfolgreichſtes Wagenfſabrikat. Von den 18 Reichswehrmannſchaften kamen fünf an's Ziel. Von 11 Polizeigruppen haben zwei die Fahrt erfolg⸗ reich beendet. Von acht Sa⸗ und SS⸗Mannſchaften ſind ebenfalls zwei noch in Schlußwertung und beide ſtraſpunkk⸗ frei auf Mercedes⸗Benz. Von den ſechs Gruppen der N. S. K. K. iſt nur eine ausgefallen, drei blieben ſtraf⸗ punktfrei(auf Da., Mercedes⸗Benz ſowie auf Ford“⸗Leichtlaſtkraftwagen). Von den 30 SA⸗ und Ss⸗ Teilnehmern ſind 13 ſtrafpunktfrei geblieben. Von den 32 Fahrern der N. S. K. K. blieben 14 ſtraſpunktfrei. Slegfried Doerschlag. Der neueſte Amateur-Skandal Olympiaſieger Kuſoczinſki verlangt 1500 Dollar Die ſchwediſche Sportzeitung„Idrottsbladet“ berlchtet ausführlich über eine neue Skondalafſäre, in deren Mittel⸗ punkt der polniſche Olympiaſieger Kuſoczinſki ſteht, der zuſammen mit ſeinem Manager Preisman die Amateur⸗ beſtimmungen gröblichſt verletzt haben ſoll. Donach wurde der Pole von einem finniſchen Verein zu einer Veronſtal⸗ tung eingeladen und um Mitteilung ſeiner Ansprüche() gebeten. Kuſoczinſki verlongte daraufhin 1000 Dollar für den Start. Darob großer Proteſt bei dem finniſchen Club, der den Polen wiſſen ließ, daß ihm das zu teuer ſei. Er bekam jedoch die gewiß nicht erwortete Antwort, daß der Pole wegen der in der Zwiſchenzeit eingelaufenen vielen Anfragen ſeine Forderung auf 1500 Dollor(2000 Zloty) erhöhen müßte. Daraufhin langes Feilſchen und ſchließlich wurde man auf der Grundlage von 9000 Zloty und der Extravergütung von Reiſe⸗ und Aufenthaltskoſten einig. Der finniſche Verein beruhigte ſich jedoch nicht damit und beſchwerte ſich gleichzeitig bei ſeinem Sportführer Kekkonen. Dieſer gab ihm zur Antwort, daß ihn die Geſchichte nichts anginge. Wenn ein Verein eine Senſa⸗ tionsnummer aufziehen wolle, müſſe er auch dafür be len. Soweit„Jörottsbladet“. Man dorf der weiteren Entwicklung der Dinge mit Intereſſe entgegenſehen. Ins⸗ beſondere intereſſiert die Stellungnahme des Internatio- nalen Leichtathletik⸗Verbandes, nachdem der Olympische Kongreß in Wien ſich erſt vor einigen Togen mit aller Deutlichkeit für ſtrikte Einhaltung der Amateurbeſtimmun⸗ gen ausgeſprochen hat. „Sport im Bild. Moden am Badeſtranz. Neben Strandſchürzen werden auch in dieſem Jahr wieder Pyjamas zu ihrem Recht kommen. Des große Reiſe⸗ und Badeheft von„Sport im Bild“ zeigt viele reizende Mo⸗ delle und gibt praktiſche Winke, was man ſonſt noch am beſten mit auf die Reiſe nimmt. Scherl⸗Verlag Berlin. Sonntag abend auf allen Straßen und Plätzen, in allen lekalen immer die NM verlangen. 10. Der ber Hi mit ſof in Bad Adelsh. heim: bie Bez Friedri (Mann amp tuhe u! für die Jg. W. Offenbi Offenbi Pfullen eſchinge Bezirke Robert Dur, Stan da. tuhe, 2 Heidelbe 7 Am Landtag Hitle; ſchen He ihren S em p Worte geleiſtet und dur licher, u jungen entwickl, Revolut als die ihrer Fi daſteht, nach Be mit alle der dem die Jug große Z Muſterg' Augen f Prof. ragen. Organiſ der Unt einer wi in den hletsinſt Führern kzt Dr. 59. 2 Baur paganda badiſche gutes S erztehun züge det Referate zu dem der badi und ein der deut 285 geſchaffe werden henha brüchen ſpricht. bereits b bald mit kits vo bewachſe geſetzt. unser E erhält. — m waren die um haz en eines onat Mat ockenheim einigen war hier Himmel Vaterland wurde. „ die den um unſer ßten auch reins ihr ollen wir r der alte alle Ver⸗ s Krieges en FV 08 führenden ingen mit 1 und als ne ſpiele⸗ 19. Junk em Anlaß ſich ſehen ing haben ppelheim, e oͤte bei⸗ ⸗Monn⸗ nia Mann Junt in Die Betezs⸗ ung wax f zurück⸗ den ſollte. bisherigen utung der Turners erklungen m auf die den Auf inzugehem de Turner de Turner auf Tur⸗ be. Die u ruf, Führung it. Dieſer Bertrauen. und als zregierung n der All⸗ die bisher innt. Zum rner Carl häftigt iſt, zuen. Am vehr⸗Riege die feier⸗ den. Ufer er das in Die Be⸗ haben ſich n Streite“ iften ſind ſtrafpunkt⸗ uppen der eben ſtraf⸗ ſowie auf und Ss⸗ Von den frei. hla g. dal Dollar berichtet en Mittel⸗ ſteht, der Amateur⸗ ach wurde Veranſtal⸗ prüche()) Dollar für 000 Zloty für bezoh⸗ weiteren hen. Ins⸗ internatto⸗ Olympiſche mit aller heſtimmun⸗ Berlin. eee nd und „kalen 1 10 1 Samsta g, 17. Juni/ Sonntag, 18. Juni 2 Aus Vaden Die badiſchen Kreisjugendführer — Karlsruhe, 16. Juni. Der Badiſche Landesjugendführer, Gebietsführer ber Hitler⸗Jugend, Friedhelm Kem per, hat mit ſofortiger Wirkung folgende Kreisjugendführer in Baden ernannt: Für die Bezirke Mosbach, Adelsheim, Buchen, Tauberbiſchofsheim und Wert⸗ heim: Ig. Hauptlehrer Sutor, Unterſchefflenz; für lie Bezirke Heidelberg, Wiesloch und Sinsheim: Pg. Friedrich Sommer, Heidelberg; für die Bezirke [NRannheim und Weinheim: Ig. Otto [ampart, Mannheim; für die Bezirke Karls⸗ zuhe und Ettlingen: Ig. Otto Haßmann, Karlsruhe; für die Bezirke Raſtatt, Baden⸗Baden und Bühl: 99. Walter Bachſtein, Steinbach; für die Bezirke Offenburg, Kehl und Oberkirch: Ig. Fritz Enderle, Offenburg; für die Bezirke Konſtanz, Ueberlingen, Pfullendorf, Meßkirch, Stockach, Engen, Donau⸗ eſchingen: Ig. Guſtav Hübſter, Konſtanz; für die Bezirke Pforzheim, Bretten und Bruchſal: Ig. Robert Schenkel, Pforzheim. Oberführer der SA Durch Verordnung des OSAcß wurden die Standartenführer Lucke(Standarte 109) in Karls⸗ the, Waß mer in Freiburg und Ziegler in Heidelberg zu Oberführern ernannt. Führertagung der Hitlerjugend — Karlsruhe. 17. Juni. Am vergangenen Donnerstag fand im Badiſchen dandtag eine Unterbannführertagung der Iltler jugend ſtatt. Aus allen Teilen des badi⸗ ſcen Heimatlandes waren die Unterbannführer mit ihten Stäben vollzählig zur Stelle. Gebietsführer Lemper richtete an ſeine Führerſchaft herzliche Porte des Dankes für die in den letzten Monaten geleiſtete Arbeit. Nur durch zielklare Richtlinien und durch bewußte Schulungsarbeit in weltanſchau⸗ licher, wie auch in körperlicher Hinſicht, werden dem jungen Menſchen die Grundlagen für ſeine Weiter⸗ ellwicklung im Geiſte der nationalſozialiſtiſchen fevolutton gegeben werden. Es gilt eine Jugend als die Trägerin einer neuen Weltanſchauung, die in her Form und in ihrem Aufopferungswillen einzig haſteht, zu ſchaffen. Die nächſten Kampfziele werden lach Beendigung der kulturellen Kampfwochen ſein, Mit allen Mitteln den Badiſchen Landesjugendtag, e dem Kutlusminiſterium weſentliche Mittel für die Jugendpflege bringen muß, zu fördern. Drei Roße Zeltlager ſollen der badiſchen Bevölkerung die muſtergültige Jugendertüchtigungsarbeit der HJ. vor Augen führen. Prof. Dr. E. Jehrle ſprach über Schulkampf⸗ tagen. Stabsführer Otto Heidt, der die geſamte Organfſation des Gebietes und die Neueinſtellungen her Untergliederungen vortrug, ſtellte den Grundſatz einer wohl durchdachten und einfachen Organiſation i den Vordergrund ſeiner Ausführungen. Ge⸗ letsinſpekteur Körbel behandelte die Fragen des Füßhrernachwuchſes und des Geländeſports. Gebiets⸗ . let Dr. Wolff ſprach über das Sanitätsweſen der 59. Der Gebietspreſſe⸗ und Schulungsleiter E. Baur behandelte die Fragen der Preſſe⸗ und Pro⸗ hägandatätigkeit. Die ab 1. Juli neu erſcheinende hadiſche Jugendzeitung„Die Volksjugend“ wird ein gutes Schulungsmittel auf dem Gebiete der Jugend⸗ kizlehung darſtellen und in ſich alle neuen Grund⸗ züge der Jugendarbeit vereinigen. Nach weiteren Reſergten ſchloß die Tagung mit einem Bekenntnis u dem Führer Adolf Hitler und dem Schirmherrn her badiſchen HJ, Reichsſtatthalter Robert Wagner, und einem dreifachen Sieg Heil! auf die Zukunft her deukſchen Jugend. Nachbargebiete Lampertheim ſoll ein Ehrenmal erhalten l. Lampertheim, 17. Juni. Seit Jahren trägt man ch hier mit dem Gedanken, unſeren gefallenen Hel⸗ gen ein Denkmal zu errichten. Ein Ausſchuß be⸗ ſaßte ſich wiederholt mit dieſem Plan, mußte aber egen Mangel an Geld die Sache immer wieder zu⸗ lückſtellen. Stiftungen und Sammlungen, die den Betrag von faſt 6000 Mark erreicht haben, wurden le pieſigen Banken angelegt, ſind aber bis jetzt nicht greifbar geweſen, da ſie teilweiſe in die Vergleichs⸗ maſſe der Vereinsbank gefallen ſind. Da man in letzter Zeit wiederholt die Erſtellung eines Denk⸗ mals verlangte, ſoll verſucht werden, den größten eil des Geldes flüſſig zu machen und dem Projekt näherzutreten. Im vorigen Jahre wurde bereits am alten Friedhof durch Erwerbsloſe eine Anlage geſchaffen, in deren Mitte das Denkmal errichtet werden ſoll. In Verbindung hiermit ſoll eine Lei⸗ henhalle erſtellt werden, da die alte den An⸗ prüchen einer ſo großen Gemeinde nicht mehr ent⸗ richt. Mit dem Abbruch der alten Halle hat man bereits begonnen. Man rechnet damit, daß nun auch hald mit dem Denkmalbau begonnen wird. Die be⸗ zeits vorhandene Anlage iſt inzwiſchen mit Gras kwachſen und auch die Bäumchen haben gut an⸗ Aeſetzt. Die Anlage bietet die Gewähr dafür, daß meer Ehrenmal einen ſchönen und würdigen Platz erhält. 2 8 —— U Weida 1 Arbeitsbeſchaffung in Als vor Jahresfriſt die Idee des Freiwilligen Arbeitsdienſtes zum Durchbruch gelangte, ging man im Angelbachtal energiſch daran, die teilweiſe Verlegung des Angelbachbettes vorzunehmen, ein Projekt, das ſchon ſeit einer Reihe von Jahren in Ausſicht genommen war, aber ſtets an der Gelbfrage ſcheiterte, wobei man neben den erzieheriſchen Vorteilen durch die Einrichtung eines Arbeitsdienſtes eine Herabminderung der Arbeits loſenziffer erhoffte, die denn auch den Gemeinden eine bedeutende Entlaſtung gebracht hat. Die Gründe zu dieſer teilweiſen Verlegung des Flußbettes lagen darin, daß alljährlich, hauptſächlich zur Sommerszeit, bei auftretenden Gewittern der Angelbach große Ueberſchwemmungen verurſachte, die oft erhebliche Schäden verurſachten. So ſteht die letzte Unwetter⸗ kataſtrophe im vorigen Jahre, die ſich beſonders im hinteren Angelbachtal in der Gegend von Waͤldangel⸗ loch bis nach Eichtersheim ſtark auswirkte und weite Strecken Landes in einen See verwandelte, noch in lebhafter Erinnerung. Um dem Bachbett eine beſſere Abflußmöglichkeit zu verſchaffen, hat man ſich im Freiwilligen Arbeits⸗ dienſt in erſter Linie mit der Beſeitigung der ſtärkſten Krümmungen befaßt, die häufig die Urſache der Ueberflutungen waren oder ſie zum mindeſten begünſtigten. Nachdem nunmehr die Korrektion oberhalb Mühlhauſen voll⸗ ſtändig beendet iſt und auch ſchon unterhalb des Dor⸗ fes in Richtung Rotenberg begonnen wurde, wurden die Arbeiten vorläufig eingeſtellt. Es war beabſich⸗ tigt, ein geſchloſſenes Lager einzurichten, ſo daß für die Gemeinde Mühlhauſen, aus welcher die Arbeits⸗ willigen großenteils ſtammen, wieder neue Laſten ent⸗ ſtanden wären. Wie man aber hört, hat die Ge⸗ meinde um Verlängerung der Förderungszeit auf die mer Feit de Dauer von ſechs Wochen nachgeſucht, dami planten Arbeiten ihrer Vollendung entgegen werden. Insgeſamt fanden ſeither 25 Juger Beſchäftigung. Ein weiteres Projekt iſt die Beſeitigung der zahlreichen Kurven der Straße, die nach Waldangelloch führt, womit man ſich neuerdings wieder lebhaft beſchäf⸗ tigt, nachdem man ſchon ſeit langem bemüht iſt, die kurvenreiche und größtenteils auch unüberſichtliche Straße, vor allem auf der Strecke zwiſchen Roten⸗ berg und Mühlhauſen, einer den heutigen Verkehrs⸗ bedürfniſſen entſprechenden Korrektur zu unterziehen. Damit verſchwindet zur Freude der Autofahrer und Fußgänger— die Todeskurve beim Bierkeller, der, wie verlautet, in einen Teer⸗ keller umgewandelt werden ſoll, von der Bildfläche. Da die Straße auch zum Teil eine Verbreiterung erfährt, iſt eine Verlegung des Angelbachs von hier ab bis zur Käſerſchen Mühle ſowie eine ſolche des Wehres notwendig. Aus dieſem Grunde hat der neue Bürgermeiſter der Gemeinde Roten⸗ berg, Gaſtwirt Joſef Greulich, mit den Grund⸗ ſtücks⸗ und Wieſengeländebeſitzern, durch deren Eigen⸗ tum das Bachbett gehen ſoll, verhandelt. Es wurde dahingehend eine Einigung erzielt, daß die Eigen⸗ tümer pro Quadratmeter abgetretenes Ackerland 1,20% und für Wieſengelände 80 Pfg. erhalten ſollen. Die Arbeiten, die in dieſem Falle nicht durch den Freiwilligen Arbeitsdienſt, ſondern von Ar⸗ beitsloſen aus den Gemeinden Rotenberg und Mühlhauſen vorab verrichtet werden ſollen und deren Koſten ſich auf rund 40 000/ belaufen, wer⸗ den mit aller Beſtimmtheit noch in dieſem Monat begonnen, da ſie bis Ende Juli erledigt ſein ſollen. M. Wo batkt man die Pfannkuchen nur auf einer Geile? Wenn man vor 40 Jahren mit der Bahn längs des Neckars von Heidelberg aufwärts fuhr, dann konnte man oft hören, daß ein Fahrgaſt zu einem fremden Gegenüberſitzenden ſagte, ſobald drüben Ziegelhauſen in Sicht kam:„Das Dorf dort drüben iſt Ziegelhauſen. Da werden die Pfannkuchen nur auf einer Seite gebacken!“ Alle, die im Abteil ſaßen und die Geſchichte nicht kannten, ſpitzten die Ohren. Jeder dachte:„Wo will das hinaus?“ Und als nun der Fremde nach langem Beſinnen des Rätſels Löſung doch nicht fand, mußte er notgedrun⸗ gen an ſein Gegenüber die Frage ſtellen:„Ja, wa⸗ rum denn werden hier die Pfannkuchen nur auf einer Seite gebacken?“ Vielleicht kam auch eine andere aber ähnliche Frage aus ſeinem Mund. Der Pfälzer Spaßmacher hatte auf dieſe Frage längſt ge⸗ lauert und erwiderte lachend: „Ja, weil nur auf einer Seite Häuſer ſtehen!“ und hatte damit die Lacher auf ſeiner Seite. Damals beſaß Ziegelhauſen noch nicht die heutige ſtarke Be⸗ bauung. Man vergnügte ſich im Eiſenbahnwagen aus Zeitvertreib mit dieſem Wortſpiel, wenn es auch ein wenig hinkte. Auch vom Dorfe Zwingenberg am Neckar ging die gleiche Frage. Damals wurden dort die Pfannkuchen auch nur auf einer Seite gebacken. Noch für viele andere Orte ließe ſich dieſes Wort⸗ ſpiel anführen. In den heſſiſchen Blättern für Volkskunde ſind ähnliche Fragen angeführt. In Oſtpreußen, wohin ja viele unſerer Landeskinder in den freiwilligen Arbeitsdienſt zogen, ſagt man zu einem, der eine Arbeit linkiſch oder nur halb macht: „Du biſt wohl von Radſche, wo ſie den Flinſe(Buch⸗ weizenkuchen) auf einer Seite backen und den Wa⸗ gen auf einer Seite ſchmieren.“ Dort iſt auch der Scherz zu Hauſe: „Wo werden die Fiſche auf einer Seite gebraten?“ Die Bürger von Voß winkel ſind ſparſam und klug, denn ſie ſchmieren ihre Wagen nur auf einer Seite. In Feigenhofen wird das Kraut nur auf einer Seite gekocht!“ In dem Dorfe wird ſogar beim Schlachtfeſt das Schwein nur auf einer Seite gebrüht. Und der Neugierige bekommt zur Ant⸗ wort:„Wil ſe nurr uf ein re Sit Hiſer han!“ Ueber ganz Deutſchland iſt dieſer Sprachſcherz verbreitet. Er bann in jedem Dorf angewandt wer⸗ den, in dem ein neuer Straßenzug nur auf einer Seite Häuſer hat. Derſelbe Gedanke liegt übrigens au Grunde, wenn der ſiebenbürgiſche Volkswitz am Karſamstag, an dem auch in der ärmſten Hütte der Rauch aus dem Backofen aufſteigt, ſagt:„Da wird die Hanklich auf beiden Seiten geſchmiert!“ Damit meint man einen volkstümlichen Kuchen, der mit einem Guß von Eidotter und Butter beſtrichen wird, natürlich nur auf einer Seite des Kuchens, aber auf beiden Seiten der Gaſſe. 2 Das erſte Urteil in der Roiſeſcheck-Deviſenſchieberei nd. Ludwigshafen, 17. Juni. Im Zuſammenhange mit den bisher an der Grenze erfolgten zahlreichen Verhaftungen von Reiſeſcheck⸗Deviſenſchiebern teilt die Zollfahndungs⸗ ſtelle Ludwigshafen zur allgemeinen Warnung mit, daß durch das Schöffengericht in Zweibrücken nun⸗ mehr das erſte Urteil mit exemplariſchen Geldſtra⸗ fen gefällt wurde. Es hatte ſich wegen Verfehlung gegen die geltenden Deviſenbeſtimmungen die erſte an der Grenze durch Zollbeamte gefaßte Geld⸗ ſchmugglerin, die 27jährige Konditorsehefrau Anni Jochum aus Saarbrücken, zu verantworten. Sie hat am 19. Mat bei der Röchlingbank Saarbrücken einen Reiſeſcheck über 1300 Frs. erworben, um ihn am gleichen Tage bei der Dedi⸗Bank Zweibrücken zum vollen Nennwert von 250, alſo mit einem 15prozentigen Gewinn, einzulöſen. Auf der Heim⸗ fahrt wies ſie ſich bei der Kontrolle nur mit ihrer roten Identitätskarte für Saarländer aus. Ihren Reiſepaß, der die Eintragung über das Reiſeſcheck⸗ geſchäft aufwies, hielt ſie mit dem Gelde verſteckt. Sie täuſchte vor, nur etwa 5/ Bargeld zu beſitzen, wurde aber nach Verbringung in das Zollbüro ent⸗ larvt. Das Zweibrücker Schöffengericht verurteilte die Angeklagte zu 12 Tagen Gefängnis, die durch die Unterſuchungshaft als verbüßt erklärt wurden. Außerdem wurde ſie in eine Geldſtrafe von 500 4 genommen. Ferner wurde die Einziehung des be⸗ ſchlagnahmten Geldbetrages ausgeſprochen. Dieſes Urteil veranlaßt die Zollbehörde erneut zur dringenden Warnung, daß feder Reiſeſcheck⸗ inhaber, der mit dem abgehobenen Reiſeſcheckbetrag nochmals die Grenze betreten will, das Geld nach⸗ weislich bei einer deutſchen Bank erſt zu hinterlegen schreiben Sie noc heute an: hat. Auch wird darauf hingewieſen, daß jeder abge⸗ hobene Betrag in dem Reiſepaß vorgetragen wird, mithin eine faſt lückenloſe Kontrollmöglichkeit ge⸗ ſchaffen iſt. Mit den Reiſeſcheckgeldern darf lediglich der ſächliche Reiſebedarf, wie Sportkleidung, Lebens⸗ mitel uſw., beſtritten werden. Auch wird bekannt gemacht, daß alle deutſchen Banken angewieſen ſind, jedes Reiſeſcheckgeſchäft den Grenzbehörden ſofort telephoniſch anzuzeigen, wodurch die Paß⸗ und Per⸗ ſonenkontrolle eine außerordentliche Verſchärfung er⸗ fahren hat. Jeder Reiſeſcheckinhaber tut darum gut, ſich an die beſtehenden Vorſchriften zu halten, wenn er ſich vor exemplariſchen Beſtrafungen ſchützen will. In den Rhein geſtürzt * Landau, 14. Juni. Von der Grenze bei Berg wird ein weiterer Fall bekannt, bei dem auf der Flucht ein Ausländer den Tod gefunden hat. Von der badiſchen Seite ließ ſich am Sonntag von der Rheinfähre bei Lauterburg ein Mann über⸗ ſetzen, der in tſchechiſchem Gelde die Ueberfahrt be⸗ zahlte. Als er auf der linken Rheinſeite, dicht bei der elſäſſiſch⸗pfälziſchen Grenze, gelandet war, ergriff der Mann beim Erſcheinen eines deutſchen Zoll⸗ beamten die Flucht und ſtürzte ſich in den Rhein. Nach den Beobachtungen des Zollbeamten iſt der Mann ertrunken. Die Leiche konnte bisher noch nicht geländet werden. Von der Staatsanwaltſchaft Landau wurden alle Beobachtungsſtationen am Rhein verſtändigt, nach der Leiche Ausſchau zu halten, um die Perſonalien des Toten feſtſtellen zu können. Es handelt ſich vermutlich um einen tſchechiſchen Staats⸗ angehörigen, der ſich nach dem Elſaß einſchmuggeln wollte. 144. Jahrgang/ 78 Aus der Pfalz Feſtnahme wegen politiſchen Vergehens „0 Ludwigshaſen, 17. Juni. In den letzten Tagen wurden wiederholt kommuniſtiſche Flugblät⸗ ter hochverräteriſchen Inhalts zur Verbreitung ge⸗ bracht. Drei der Verteiler konnten feſtgenommen werden; ſte haben ſich vor dem Sondergericht zu ver⸗ antworten.— Zwei Perſonen wurden wegen Belei⸗ digung der Reichsregierung und unbefugten Tragens eines Hoheitszeichens verhaftet.— In einer Wirt⸗ ſchaft des ſüdlichen Stadtteils verübten 5 Perſonen groben Unfug. Vom Wirt auf die Straße befördert, ſetzten ſtie ihr Toben fort, worauf die Polizei ſie hin⸗ ter Schloß und Riegel brachte. * * Ludwigshafen, 17. Juni. Seit 10. Juni wird die Ehefrau von Adolf Schröder, geb. am 14. April 1897 zu Enkenbach, Ludwigshafen a. Rh., Blücher⸗ ſtraße 33 wohnhaft, vermißt. Sie iſt 1,67 Meter groß, vollſchlank, hat ſchwarze Haare, Bubikopf, dunkel⸗ braune Augen, oben künſtliches Gebiß, die beiden Schneidezähne ſind mit Gold überzogen, trägt gelbes Sommerkleid, blaues Tuchjäckchen mit Meſſingknöp⸗ fen, ſchwarze Wildlederſpangenſchuhe. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Polizeidirektion Ludwigs⸗ hafen a. Rh. Die Nachwehen beim Landgemeinden verband * Mutterſtadt, 17. Juni. Die Unſtimmigkeiten beim Landgemeindeverband Pfalz haben nun auch die Gemeinde Mutterſtadt veranlaßt, auf Grund eines Gemeinderatsbeſchluſſes den Austritt aus dem Landgemeinden ver band zu erklären. Dieſem Schritt ſind außer den Gemeinden Oggers⸗ heim und Mutterſtadt bereits auch andere Gemein⸗ den gefolgt. Allerdings bietet die Rechtslage den ausgetretenen Gemeinden keine Möglichkeit, mit ſo⸗ fortiger Wirkſamkeit ihr Ausſcheiden aus dem Ver⸗ band geltend zu machen. Neuer kommiſſariſcher 2. Bürgermeiſter * Frankenthal, 17. Juni. Der kommiſſariſche 2. Bürgermeiſter Reidenbach wird bis auf weiteres beurlaubt, da er geſundheitlich nicht in der Lage iſt, ſein Amt weiter zu verſehen. An ſeiner Stelle iſt Rechtsanwalt Dr. Straub in Frankenthal als kommiſſariſcher 2. Bürgermeiſter beſtellt worden. Dr. Straub iſt ehrenamtlich tätig und wird das Amt eines kommiſſariſchen 2. Bürgermeiſters bis zur endgültigen Wahl des 2. Bürgermeiſters führen. Adjutant des Gendarmeriekommandeurs nd. Speyer, 15. Juni. Der 2. Offizier an der Gen⸗ darmerieabteilung bei der Regierung der Pfalz, Kammer des Innern, Hauptmann Konrad Hitſch⸗ ler, wurde mit Wirkung vom 16. Juni zum Adjutan⸗ ten des Kommandeurs der bayeriſchen Gendarmerie ernannt. Hauptmann Hitſchler iſt ein in Winnweiler geborener Pfälzer, wirkte 7 Jahre als ſtellvertreten⸗ der Chef an der Gendarmerieabteilung der Pfalz, nachdem er am 1. Oktober 1925 nach halbjähriger Tätigkeit bei der Gendarmerieabteilung von Ober⸗ bayern in die Pfalz verſetzt war. Während ſeiner mehrjährigen Dienſtleiſtung in der Pfalz hat ſich der nach München ſcheidende Beamte auch um den Auf⸗ bau der pfälziſchen Sicherheitsbehörden in und nach den Jahren der Beſatzung große Verdienſte er⸗ worhen. Im Streit um Zigarettenpapier erſtochen * Kaiſerslautern, 17. Juni. Mittwoch abend er⸗ eignete ſich in der Bierſtraße eine ſchwere Blut⸗ tat. Zwei Burſchen namens Hochadel und Folz (beide von hier) kamen wegen geſchmuggelter Ziga⸗ rettenblättchen hintereinander. Im Verlaufe der Auseinanderſetzung gingen beide mit dem Meſſer aufeinander los. Dabei trug Hochadel einen Stich in den Oberſchenkel davon, während er ſeinerſeits dem Gegner das Meſſer direkt ins Herz ſtieß, ſo daß Folz ſofort verſchied. Hochadel mußte ſo⸗ fort ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Feuerwehrkommandant, wie er nicht ſein ſoll⸗ * Lemberg, 17. Juni. Durch die Gendarmerie in Pirmaſens wurde geſtern der Feuerwehrkomman⸗ dant von Lemberg, Albert Sommer, verhaftet und ins Gefängnis eingeliefert. Er wird beſchuldigt, während der Bezirksfeuerwehrtagung in Rodalben ein mit ſeinem Amte nicht zu vereinbarendes Be⸗ nehmen an den Tag gelegt und insbeſondere gegen den Bezirkskommiſſar Dr. Caſpary ſchwer beleidi⸗ gende Aeußerungen gebraucht zu haben. Sommer iſt bereits ſeines Poſtens enthoben worden. „Wir fordern die Gemeinſchaftsſchule!“ * Bergzabern, 17. Juni. Der Bezirks leh⸗ rerverein Bergzabern und der SN⸗Leh⸗ rerbund des Bezirks Bergzabern faßten folgende Entſchließung:„Wir fordern die Ein⸗ führung der deutſchen chriſtlichen Gemeinſchafts⸗ ſchule, weil ſie ein Segen iſt für Volk, Gemeinde und Kind. Die Einführung der deutſchen chriſtlichen Ge⸗ meinſchaftsſchule liegt im Intereſſe des Volkes Die Volksverbundenheit und die wahre Volksgemein⸗ ſchaft beſitzt in der deutſchen chriſtlichen Gemein⸗ ſchaftsſchule die erſte und beſte Grundlage. Die deutſche chriſtliche Gemeinſchaftsſchule gewührt durch die beſſere Schulgliederung einen höheren erzieheri⸗ ſchen und unterrichtlichen Erfolg. Die Einführung der deutſchen chriſtlichen Gemeinſchaftsſchule erſpart der Gemeinde doppelte Ausgaben.“ 6 Vnd doppeit, commts arwernofft. fbberen 8 i 0 2 Sie doch ihr luck, beteiligen Sie sich an dem grogen aber kinderleichten Frigeo-Preisaus- 85 schreiben- RM 2000, in bar und tausend 5. 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Juni 19 3 DER KUG DER HEIDE n aus historischer Zelt von Johannes Hollstein 20 Das Geſicht der Marquiſe war nicht gerade geiſt⸗ reich. „Das ſind die Schnucken!“ lachte der Hauptmann kräftig auf.„Ver⸗ Frau Marquiſe, daß ich Sie nicht gleich ete, aber... ich wollte Sie überraſchen. dsmann hat ihnen da eine tolle Geſchichte 41“ „u! werde ihn blamieren, daß ihm die Augen n! Schafe.. alſo kein wildes Volk, kein berhaupt.“ ſanfte Schafe! Wie gefallen Sie Ihnen konnte nicht antworten, denn Tolke kam in 1 Laufe herangeſtürmt. Es ſah gefährlich aus, eine Lichter wild loderten. Die Marquiſe wurde unruhig im Sattel. ein ſchriller Pfiff! Der Hund Noch ein Pfiff, und er lief zum Schäfer zurück. Langſam trabten die Pferde heran bis zum Schä⸗ fer. Helge ſah ſie kommen und ſchritt ihnen entgegen. iel Neugier ſah ihn die Marquiſe kommen, andte ſie ſich überraſcht zu ihrem Begleiter. 5 ſtand. Monſieur... ſehen Sie! Er iſt ſo wie ſeine Schweſter! Welch ein Mann! Sind der Heide ſo ſchöne Menſchen?“ Ich bin ſo überraſcht wie Sie! Der „Nein, nein! n iſt ein Bild von einem Menſchen. edle Geſicht und ein Schäfer?“ lge begrüßte ſeine Gäſte. Wie ein Edelmann tat er es, jede ſeiner Bewe⸗ gungen war von vollendeter Schönheit. Auch er bediente ſich der Marquiſe gegenüber der franzbſiſchen Sprache und lud ſte ein, ſich niederzu⸗ ſetzen. Die Die Me Dieſes H Marquiſe und der Hauptmann folgten der Aufforderung und nahmen auf den glatten ſauberen Findlingsſteinen Platz. Die Marquiſe ſagte ihm allerhand Schmeichel⸗ haftes, daß er der charmanteſte Schäfer ſei, den ſie je geſehen, daß ſie die Heide liebe— was ein wenig übertrieben war— und daß ſie ſich wundere, daß er die Sprache ihrer Heimat ſpreche. „Ich bin eines großen Bauern Sohn, aus Fries⸗ land, Madame. Die Schweden haben unſeren Beſitz niedergebrannt und verwüſtet. Mein Vater ließ mir und meiner Schweſter eine gute Erziehung ange⸗ deihen. Ich habe einen Lehrer gehabt, der war ein smann von Ihnen und der hat uns unter⸗ richtet.“ „Und jetzt ſind Sie Schäfer geworden, Monſieur „Wir ſind arm geworden, Marquiſe. Wir mußten den Beſitz verkaufen. Wir hatten nichts, um zu leben, nichts, um neu aufzubauen. Die Not zwang uns 9˙⁰¹ dazu. Und iſt doch nicht ſchlecht, ein Schäfer zu ſein.“ Geborene: . Mai⸗Juni 1933. fmaun Willy Dobrunz 1 T. Ilſe Maria mann Friedrich Weißmann 1 S. Horſt Günter er Guſtav Schweiker 1 T. Maria Margareta kdirektor Hans Forſtner 1 S. Hans Georg Gerrit Kaufmann Walter Rehder 1 S. Jürgen Walter mann Karl Heberle 1 S. Karl Heinz Ludwig Hieber 1 S. Heinz Ludwig bel 1 T. Ruth Hilde eamter Rob. Fürniß 1 S. Günter Kaufmann Fridolin Lauer 1 T. Urſula Kathinka Dipl.⸗Volkswirt Otto Pfeil 1 T. Giſeln Luiſe Alb. Arbeiter Johann Meyerhoff 1 T. Senta Rottenmeiſter Joſef Anton Haas 1 T. Doris Ingeborg Kaufmann Hch. Greiß 1 S. Heinz Aug. Kaufmann Johann Friedrich Stöhr 1 T. Doris Maria Maurer Adam Knecht 1 T. Ruth Martha Mechanikermeiſt. Friedr. Speer 1 S. Wolſg. Wilh. Friedr. Metzger Max Strauß 1 T. Elfriede ahnarzt Dr. Rud. Boſſert 1 T. Urſula Kaſſierer Willi Kohls 1 S. Joachim Guſt. Adolf Poſthelfer Friedrich Klein 1 T. Hildegard Ida Maria „Aber ſo einſam, Monſieur?“ „Ich bin nicht einſam!“ ſagt Helge und ſein Blick ſchweift über die Heide.„Ich bin mit den Tieren verwachſen, ich muß wie ein Vater zu ihnen ſein. Und ich bin Gott nahe, hier in der einſamen Heide Gott und der allgewaltigen Natur, die er ſchuf.“ Die Marquiſe lauſcht der ſamtenen Stimme. In ihrem Blick iſt Bedauern, ſie kann es nicht verſtehen, daß ein Mann wie er, ſchön und mit den glänzendſten Gaben ausgeſtattet ſich hier in der Einſamkeit ver⸗ gräbt. Sie hielte es nicht eine Woche aus. Wie ſchön er iſt, wie edel und kraftvoll ſind ſeine Züge. Ihr dünkt, als habe ſie noch nie einen Mann geſehen, der ihm vergleichbar ſei. Und iſt doch nur ein Schäfer. Sie plaudern lange zuſammen. Bis der Schäfer ſagt:„Herr Hauptmann, wollen Sie noch nach Lüneburg zurück? Sie werden's kaum noch ſchaffen vor Einbruch der Nacht!“ „Meint Ihr, Schäfer?“ „Was tun wir da?“ fragt die Marquiſe erſchrocken. „Es iſt nicht ſchlimm!“ lächelt der Schäfer.„Blei⸗ ben Sie unſer Gaſt über Nacht. Kann ich Ihnen auch kein reiches Lager bieten, ſo doch eine ſaubere Bett⸗ ſtatt, auf der Sie gut ruhen werden. Sie, Herr Hauptmann, müßten freilich mit einer Schütte Stroh vorliebnehmen, aber ich denke, das wird einen Krie⸗ ger nicht anfechten.“ Sie ſind einverſtanden. Für die Marquiſe iſt's wie ein kleines Abenteuer, ſie klatſcht begeiſtert in die Hände. Alſo blieben ſie die Nacht. de Die Marquiſe hat ſich zur Ruhe begeben. Iſabel hat ihr das eigene Schlafgemach eingeräumt. Die Kiſſen ſind weich, und ſie ſtreckt ſich wohlig in dem ſauberen Linnen. Die Nacht iſt mild. Der Hauptmann ſitzt vor dem Hquſe unter den Eichen und läßt ſich vom Zauber der Nacht einſpinnen. Es iſt ihm ſo ſeltſam zu Mute, die tiefe Stille, die ſelten nur ein Laut durchbricht— mal ein Hunde⸗ gebell, mal das Blöken eines Schafes— ergreift ihn. Er muß an das liebliche Kind in Lüneburg den⸗ ken, und Sehnſucht erwacht in ſeiner Bruſt. Die Liebe, die er jahrelang durch die Pflicht zurückhielt, will erwachen. Mit keinem Gedanken iſt er bei der Marquiſe. Nur Maries reines Antlitz iſt bei ihm. Er ſieht die vertrauensvollen Augen, ſpürt ihre Nähe. „Wollen Sie nicht ſchlafen gehen, Herr Haupt⸗ mann?“ Iſabel iſt's, die zu ihm ſpricht. lich zuſammen. „Die Nacht iſt ſo ſchön, Mädchen! Schütte Stroh, ich will hier ruhen!“ „Nein, Herr Hauptmann! Es iſt nicht ohne Ge⸗ fahr!“ „Was hat die Heide an Gefahren?“ „Ein großer Wolf ſtreicht ſchon ſeit Wochen um die Schäferei! Helge hat ihn noch nicht erlegen können.“ „Jetzt im Sommer?“ „Ja, das iſt das Seltſame! Jetzt im Sommer! Und wenn er ſchreit, dann iſt's, als müſſe einem das Blut in den Adern gefrieren. Die Muhme meint, es iſt der Werwolf. Aber daran mag ich nicht glauben!“ Er ſchrickt förm⸗ Gebt mir eine Verkündete: Juni 1038 Poſtſchaffner Heinrich Weiß— Eliſabeth Imhof Maler Jakob Rothermel— Marta Reichert Arbeiter Richard Dorer— Anng Neuer geb. Wagner Matroſe F. Metzger— Luiſe Wagner geb. Furtwängler Bäcker Karl Roth— Auguſte Frank Hafenarbeiter Ph. Dieter— Barbara König geb. Glaab Arbeiter Joſeph Bindl— Anna Auguſtin Maſchinenſchloſſer Friedrich 3— Frieda Schmitt Poſthelfer Heinrich Brümmer— Anna Baier Arbeiter Georg Bergbold— Maria Schmidt Kaufmann Hugo Schmitt— Johanna Fiſcher Friſeur Michael Stock— Maria Kritſch Schaffner Albert Lorenz— Alma Engert Techniker Alfred Zollinger— Bertha März Regiſtrator Adam Link— Sophie Raab Jugendpfleger Martin Sponagel— Anna Weber Straßenbahnſchaffner Joſef Jäger— Maxia Heß Poſthelfer Heinrich Schaible— Elſa Engert Arbeiter Emil Bayerle— Paulina Gerold Arbeiter Friedrich Haas— Eliſabetha Reiß Zimmermann Adam Biereth— Hilda Müller „Sind auch Ammenmärchen, die den Kopf ver⸗ wirren! Aber... ich will Eurem Rate folgen, Mädchen!“ * Die Marquiſe fährt aus ihren Kiſſen mitten in der Nacht jäh hoch. Was war das? Ein entſetzlicher Schrei iſt an ihr Ohr gedrungen. Sie fürchtet ſich, kleidet ſich an und ruft nach dem Hauptmann. „Haben Sie gehört, Monſieur? Den Schrei in der Nacht?“ „Ein Wolf, Frau Marquiſe!“ „Ich fürchte mich ſo!“ „Seien Sie ohne Sorge. Hier herein kommt kein Wolf, und käme er, wir wüßten uns ſeiner zu er⸗ wehren.“ Die Marquiſe kann in dieſer Nacht keinen rechten Schlaf mehr finden, und als die erſten Strahlen der Sonne ſie berühren, da ſteht ſie auf und tritt aus dem Hauſe. Wie befreit reckt ſie die Glieder. Ganz anders iſt ihr zu Mute. Wie die Vögel um ſie jubilieren. iſt das! Alles lebt um ſie. Aus dem Stalle klingt das dumpfe Muh der ge⸗ ſcheckten Kuh. Da.. die Hoftür öffnet ſich. ſtürzt kläffend herein und ihm folgt Helge, Schäfer. Was trägt er auf ſeiner Schulter? Die Marquiſe ſtößt einen Schrei aus. Entſetzt erkennt ſie, daß es ein toter Wolf iſt, ein kapitaler Burſche, den Helge mit kräftigem Ruck von der Schulter auf den Erdboden wirft. „Erſchrecken nicht, Madame!“ ſagt er ruhig. „Er iſt tot! Dieſe Nacht hat er uns geſchreckt. Aber ich habe ihn geſtellt mit den Hunden, und da mußte er dran glauben!“ „Sind Sie verletzt, Monſieur?“ „Nein, Madame! Ich bin meines Meſſers ſicher! Er war ſofort tot! Die Hunde haben wacker mitge⸗ holfen!“ Der Hauptmann kommt aus dem Hauſe, gefolgt Sie horcht auf. Und ein Geſumme Einer der Hunde der 10 Sle von Iſabel und der Muhme. Alle beſtaunen den Wolf. „Jetzt wird kein Wolf mehr ſchreien!“ atmet Iſa⸗ bel auf. „Du irrſt, Schweſter! Das iſt nicht der große Wolf, deſſen Spur und Fährte ich dreimal feſtſtellte. Auch ein kapitaler Burſche, aber der große Wolf iſt's nicht! Den müſſen wir noch fangen!“ Voll Bewunderung liegen die Augen der Mar⸗ quiſe auf der kraftvollen Geſtalt des Schäfers. Der Hauptmann ruft Helge zu:„Hochachtung, Schäfer! Ihr ſeid auch ein großer Jäger vor dem Herrn!“ „Was nötig iſt, Herr, das muß getan werden! Sind durch den Krieg auch in der Heide die Wölfe wieder zahlreicher geworden, aber lange werden ſie ſich nicht halten. Der Heidjer jagt gern, und der Wolf iſt ihm ein edles Wild, das wert zu jagen iſt. Iſt ja der Jäger unter den Tieren.“ „Was macht Ihr mit dem Fell, Schäfer?“ „Das Fell iſt unſerem Gaſte zugedacht! Madame, darf ich's Ihnen ſchenken, für die Ehre, die Sie uns angetan haben?“ . Geſtorbene: Mai⸗Juni 1933. Johanna Suſanna geb. Horher, Ehefrau des Kaufmanns Friedr. Alfons Hoffmann, 55 J. 3 M. Stadtarbeiter Johannes Jäger, 49 J. 1 M. Emma geb. Riva, Ehefrau des Krankenkaſſenbeamt. a. D. Peter Schuhmacher, 49 J. 11 M. Veronika geb. Rothweiler, Witwe des Schneidermeiſters Franz Xaver Bieber, 79 J. Louiſe geb. Manſer, Ehefrau des Karl Jof. Wilhelm, 56 J. 10 M. Magdalena geb. Schäfer, Ehefrau des Oberlehrers a. D. Jak. Kling, 62 J. 4 M. Karoline Eliſabeth geb. Dieruff, Witwe des Backofen⸗ bauers Peter Andres, 74 J. 2 M. Friedebert Klemm, 5 J. 7 M. Ratſchreiber Jakob Löſch, 61 J. 1 M. Arbeiter Georg Sauer, 83 J. Barbora geb. Fath, Witwe des Sattlers Valentin Leon⸗ hard, 68 J. 4 M. Werkmeiſter Engelbert Wieland, 68 J. 6 M. Alfred Philipp Karl Kritzer, 9 J. 5 M. Led Hausangeſtellte Sofie Strößler, 54 J. 7 M. Malers Die Die quiſe iſt überraſch „Gern neh's an und wen 1 5. Aber n mir erlauben, Monſieurn daß ich egelring verehre, zum Andenken an Sie müf Ihnen dieſen Si mich!“ „Er iſt zu koſtbar, Madame! Was ſoll ſolch koſt⸗ bares Gut an eines Schäfers Hand?“ „Wär' beſſer, Monſteur, Sie blieben nicht hier in der Einſamkeit. Ein Mann wie ſie gehört nach Paris!“ 5 „Ich bin Deutſcher, Madame „Was iſt Deutſchland, ein Nichts! Zerriſſen in hundert kleine Staaten, Frankreich hat's beſſer. Wir haben— wenn's ſchlecht geht, einen Deſpoten, ihr habt handert!“ „Ihr ſprecht die Wahrheit aus, mein Herz gehört der deutſchen Erde. Ich tauge nicht für die großen Städte. Er ſprach das ſo entſchloſſen, daß wagte, ihn noch einmal zu bitten. * 174 Madame; aber Ich liebe ſiel ſie nicht mehr Eine Stunde ſpäter ritten Marquiſe und Haupt⸗ mann gen Lüneburg. Der Rappe des Hauptmanns wollte das Fell des Wolfes gar nicht auf ſeinem Rücken dulden und war dauernd unruhig. Es dauerte lange, bis er zur Ruhe kam. Als ſie eine Stunde dahingeritten waren, fragte der Hauptmann ſeine Begleiterin:„Sind Sie mit Ihrem Führer zufrieden, Frau Marquiſe?“ Sie ſah ihn nachdenklich an und entgegnete leiſe: „Unſer Leben iſt arm an Erleben! Die Stunden in der Heide brachten es nahe! Und ich weiß eins ge⸗ wiß.. das Bild des Schäfers, das wird immer vor mir herziehen! Er iſt ja ſchöner als das ſchönſte Bild! Und ich fühl's... hier verbirgt ſich unter dem Schäferkleide ein Auserwählter. Ein Geheimnis um⸗ gibt den Schäfer!“ „Vielleicht fühlen Sie unbewußt die Wahrheit!“ Um die Mittagszeit erreichten ſie Lüneburg, und der Fürſt war froh, daß ſein charmanter Gaſt wieder heimgekehrt war. a. An demſelben Morgen kam Ebeneder, der ſich von den Prügeln einigermaßen erholt hatte, auf die Schä⸗ ferei. Ebeneders Augen ſahen ſtechend auf Iſabel, die ihn willkommen hieß und einzutreten bat. Sie fühlte, wie der Blick frech an ihrem Körper herabglitt, förm⸗ lich ihren Leib abtaſtete, und ſie mußte an ſich halten, daß ſie ihn nicht grob anfuhr. „Was wollt Ihr von Helge, Schreiber?“ „Zuvörderſt bin ich kein Schreiber, mein ſchönes Kind, ſondern des Herrn vom Bartenhofe geheimer Sekretarius und Rechtsberater. Und zum anderen will ich nichts von Eurem Bruder, ſondern die Bot⸗ ſchaft meines Herrn geht Euch an, Jungfer!“ „Macht nicht ſo viel Wortel Was iſt des Herrn Begehr?“ „Der Herr läßt Euch durch mich bitten, ſich ſeines verwaiſten Haushalts anzunehmen. Ihm fehlt eine Schafferin im Hauſe, die Ordnung hält und ihn gut bedient! Ihr habt ihm gefallen, er glaubt wohl, daß Ihr ſeiet die Rechte, die mit Ernſt und Würde und Geſchicklichkeit für den Herrn wirtſchaften könne!“ (Fortſetzung folgt) Gelraute: Juni 1938 Bäckermeiſter Paul Böttinger— Emilie Mauch Kaufmann Erich Belinger— Margarete Wagner Bankbeamter Alois Scheurich— Erna Muhl Schneider Ludwig Stecha— Lina Düll Arbeiter Adolf Göckelmann— Karolina Weber Kaufmonn Philipp Hildmann— Frieda Schank Techniker Wilhelm Vieten— Emilie Schmidt Mechaniker Willi Heinrich— Eliſabet Holl Schloſſer Jakob Schenkel— Margaretha Schmidt Bahnaorbeiter Maximilian Netzer— Maria Adelmann Schauſteller Wilhelm Seitz— Elſa Mohr Maler Paul Eid— Maria Mildenberger Maäſchinenformer Ernſt Göller— Juliane Pohle Ing. Curt Lindenau— Gertrud Kugel Monteur Albin Vogel— Pauline Kurz Das Brauſpdar Kauft seine Crauringe 8 ö bel . Fesenmeger, mannheim, P. 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Otto Schleſinger— Eliſabeth Finck Koch Friedrich Jeske— Pauline Dietrich Kaufmann Erich Mehler— Margarete Hirſchland Juſtizoberſekretär Eugen Hofmann— Elſa Pfeiffer Kaufmann Heinrich Mettler— Margarete Tannert Metzger Wilhelm Platt— Johanna Maurer Fabrikarbeiter Hugo Schlindwein— Eliſe Schäfer Bankb. i. R. Louis Schönhals— Anna Grün geb. Michel Dr. jur. Joſef Disdorn— Maria Heidger Muſikor Wilhelm Heck— Eliſabeth Hegele Geſchäftsführer Hugo Fetteroll— Ruth Romanſky Orthopad Johann Schad— Viktoria Baatz Für Reise und Sport! Touristen- Salami pfund... Mk..30 galami, ungarscher Art pfungd.. Mk. 1. 40 2 besonders billig! D 1,! Zerr, felnkost Telephon 26677 Mechaniker Anton Fritz— Friedo Alberſtadt geb. Glück Kaufmann Jakob Jonuſchat— Alice Jockel Hotelbeomte Max Hahn— Marta Wackernagel Ingenieur Franz Gaßer— Joſefine Zimmermann Steueranwärter Hans Sennholz— Eliſabetha Haberer Tüncher Ernſt Koch— Katherina Schwamm Kraftwagenführer Leopold Volk— Maria Krämer Schmied Ernſt Hintenach— Anna Vogt Handlungsgehilfe Paul Ruch— Erna Heck Rottenmeiſter Joſef Kunz— Anna Streckfuß Polſterer Wilhelm Oeſtreich— Margarete Hollſchuh Rechtsanw. Dr. jur. Stef. v. Buchmald— Hedwig Rühle Schlafzimmer Huchen und Wohnmimmer kaufen Sie am besten nur bei Frledridi Hrämer 1„ Wirt Georg Brunner— Suſanng Weller geb. Roland Eiſendreher Philipp Rühle— Sieglinde Jäger Arbeiter Louis Stahl— Margareta Werner Schmied Auguſt Binder— Katharina Köhler Monteur Hermonn Jud— Wilhelmine Klenk Reichsbahninſpektor Georg Thomä, 52 J. 7 M. Led. Schneiderin Elſa Rinklef, 28 J. 9 M. Margarete geb. Dann, Ehefrau des Kaufmanns Chriſt. Waßmuth, 74 J. 8 M. 5 Luiſe Emilie Karoline geb. Lang, Witwe des Baumeiſters Joh. Hch. Langenbach, 68 J. 7 M, Arbeiter Ehriſtian Jakob Zins, 69 J. 4 M. Led. Arbeiter Karl Kiefer, 30 J. 1 M. Malerlehrling Hermann Wilh. Schwarz, 16 J. 1 M. Margaretha geb. Pfeffer, Witwe des Monteurs Johann Hiller, 64 J. 9 M. Rainer Steuerwald, 1 M. 27 T. Rentenempfänger Wilhelm Schwab, 67 J. 6 M: Elsbeth geb. Bundi, Ehefrau des Heilgehilfen Otto Nies, 58 J. 6 M. Maria geb. Menzel, Witwe des Fabrikanten Johannes Scharake, 71 J. 4 M. Led. Volkswirt Dr. Gg. Phil. Karl Ehret, 36 J. 9 M. Magdalena geb. Becker, Witwe des Privatmanns Gg. Hartmann, 79 J. 3 M. Elektriker Adolf Kemp, 35 J. 9 M. Oberpoſtſchaffner Wilhelm Knecht, 51 J. 7 M. Margareta geb. Ziegler, Ehefrau des Schmieds Joſef Adam, 61 J. Herbert Alwin Fecker, 6 M. 16 T. Arbeiter Rudolf Kemmer, 42 J. 4 M. Katharina geb. Weber, Witwe des Stellwerkmeiſters Se⸗ baſtian Walz, 75 J. 5 M. Ehriſtiane Katharina geb. Gaudel, Witwe des Straßen⸗ bahnführers Karl Speck, 68 J. Katharina geb. Müller, Witwe des Arbeiters Johann Wilhelm Menges, 81 J. 8 M. Luiſe geb. Lenz, Ehefrau des Wagenmeiſters Georg Pet. Scholl, J. 6 M. 5 2. 2 5 2. 2 poliert 180 breit, schw. Arbeit mit Fris.-Fotlette für nur Mk. 430. elche m. Nußbaum, madern, 0 komplett nuͥiun. Ak. 29* Schlafzimmer Speisezimmer Küchen in groger Auswahl. von din. 110.-en Polsfer waren billigsf bei E 3, ii Dietrich FEZ, i Flllalen inswetzingen und Lampertheim Gasherde/ Kohlenherde Oefen Waschkessel F kaufen Sie gut und billig im Spezialhaus F. H. Esch Kaiserring 42 Heuschnupfenplage Ist schrecklich, aber nieht mehr nach Sebrauch von Kilo! Dr. S. schreibt: 3 Patienten- 3 Ex- folge, Klixol ist gut. In sämtl. 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Meyer- Förster Regie: Hermann Albert Schroeder Anfang 20 Uhr Ende 22.45 Uhr Personen: Karl Heinrich. Erbprinz von 4 Zachsen-Karlsburg Frits Schmiedel Staatsminister v. Haugk, Exzell. Karl Marx Hofmarschall Freiherr von Passarge, Exzellenz Hans Godeck Kammerherr von Breitenberg Fritz Linn Kammerherr Baron v. Metzing Armin 5 legge Dr. phil. Jüttner Hans Finohr Lutz, Kammerdiener Willy Birgel Grat von Asterberg Erwin Linder Franz Bartenstein Karl Bilz im Bun Krüger Kurt Engelbrecht 85 Hans Simsbäuser von Bansin Sachsen[Gustl Römer-Hahn Ludwig Volk Carl Raddatz Josef Renkert Luise Böttcher-Fuchs Hermine Ziegler Fritz Linn Annem. Schradiek Ludwig Praml Jos, Offenbach-Ziegler von Reinicke von Wendell, Saxo-Borussia Rüder, Gastwirt Frau Rüder Frau Dörffel, deren Tante Kellermann Kathie Ein Musikus Schölermann Ake Börse Reute und Mittwoch Verlängerung! 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Gemäߧ 16—22 vormittags 11% Uhr, Untere Neckarſtraße 4, Nachſ., O 2. 18 Vorlage der Bilanz S S Württembergische Iransport versiherungs-Gesellsdiaft Zu Heilbronn 5 unſerer Statuten laden wir hiermit die Herren Aktionäre unſerer Geſellſchaft zu der am Freitag, den 30. Juni 1933, im Sitzungszimmer der Geſellſchaft, Heilbronn, ſtattfindenden ilauddelnaben Aidenlachen beeauemammung Tagesordnung: und der Gewinn⸗ und Verluſt⸗Rechnung für 1932; Bericht des Vorſtands und des Auſſichts rats; „Bericht über das Ergebnis des Prüfungsberichts gem. 8 61 des Geſetzes über die Beaufſichtigung der privaten Verſicherungsunternehmungen; Verwendung des Reingewinns; Entlaſtung des Vorſtands und des Aufſichtsrats; Wahl zum Aufſichtsrat. Heilbronn, den 18. Juni 193g. 7136 Der Vorſtaud: Neumüller: Graf Wrangel. ci. 100 em breit Die neuesten Blötendessins auf einer schweren rein- seidenen Grundware in nur modernen hellen und dunkel. 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