eckbett, 2 Zin⸗ stühle, „ Ver. 8 2 2 8.— Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, Ne Friedrichſtr. 4, Fe Hauptſtr. 63, WOppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1 Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 32 mm breite Colonelzeile 40 Pfennig, 79 am breite Reklamezetle.50 Mk. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Zahlungseinſtellung, Vergleich oder Zahlungsverzug wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen u. für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim Abend⸗Ausgabe Dienstag, 11. Juli 1933 ach dem Abſchluf 144. Jahrgang— Nr. 313 Ein Runoͤſchreiben des Reichsinnenminiſters an die Reichsſtatthalter und ſämtliche Landesregierungen Vier Millionen Arbeitsſpende Täglich 300 000 Mark— Ein verheißungsvoller Anfang Arbeitsfriede der Wirtſchaft Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 11. Jult. Der Reichsminiſter des Innern, Dr. Frick, hat an ſämtliche Reichsſtatthalter und ſämtliche Landes⸗ regierungen— für Preußen an den Miniſterpräſi⸗ denten und an den Miniſter des Innern— folgendes Rundſchreiben gerichtet: In ſeinen letzten Auſprachen an die SA⸗Führer und an die Reichsſtatthalter hat der Herr Reichs⸗ kanzler eindeutig feſtgeſtellt, daß die deutſche Revolution abgeſchloſſen iſt. Soweit neben der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiter- Partei noch politiſche Parteien beſtanden, haben ſie ſich ſelbſt aufgelöſt. Ihre Wiederkehr oder Neubil⸗ bildung iſt für alle Zeiten ausgeſchloſſen. Die Nationalſozialiſtiſche Deutſche Arbei⸗ ter⸗ Partei iſt damit der allein ige Träger des Staates geworden. Alle Macht dieſes Staa⸗ tes liegt in den Händen der von dem Herrn Reichs⸗ kanzler allein geführten Reichsregierung, in der alle entſcheidenden Aemter mit zuverläſſigen National⸗ ſozialiſten beſetzt ſind. Damit iſt die ſiegreiche dentſche Revolntion in das Stadium der Evolution, das heißt normaler geſetzmüäßiger Aufbauarbeit, getreten. Wichtigſte Aufgabe der Reichsregierung iſt es nun⸗ mehr, die in ihr vereinigte totale Macht geiſtig und wirtſchaftlich zu untermauern. Dieſe Aufgabe wird ſofort auf das Schwerſte ge⸗ fährdet, wenn weiterhin von einer Fortſetzung der Revolution oder von einer zweiten Revolu⸗ tion geredet wird. Wer jetzt noch ſo redet, muß ſich darüber klar ſein, daß er ſich damit gegen den Führer ſeloſt auflehnt und dementſprechend behandelt wird. Solche Aeußerungen ſtellen eine glatte Sabotage der natfſonalen Rerolu⸗ tion dar und ſind insbeſondere geeignet, die deutſche Wirtſchaft, die dank der von der Reichsregie⸗ rung zur Löſung des Arbeitsloſenproblems getrof⸗ ſenen Maßnahmen im erfreulichen Wiederaufbau be⸗ griffen iſt, neuen Beunruhigungen auszuſetzen und damit das deutſche Volk in ſeiner Geſamtheit zu ſchädigen. Das der Reichsregierung als Trägerin der natio⸗ nalen Revolution in ſteigendem Maße entgegen⸗ gebrachte Vertrauen, das gerade in der Belebung der Wirtſchaft und in dem ſtarken Abſinken der Ar⸗ beitsloſenziffern ſeinen ſichtbaren Ausdruck findet, darf unter keinen Umſtänden enttäuſcht werden. Jeder Verſuch einer Sabotage der deut⸗ ſchen Revolution, wie er namentlich in unbefugten Eingriffen in die Wirtſchaft und in Mißachtung von Anordnungen der Träger der Staatsautorität zu erblicken iſt, muß daher auf Grund der Verordnung zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 mit den ſchärfſten Maßnahmen(min⸗ deſtens Schutzha lh, gegen wen immer, geahndet werden. Soweit Eingriffe nötig und berechtigt ſind, dürfen ſie von nun an nur von den Trägern der Staatsautorität und auf deren aus⸗ drückliche Anordnung und unter ihrer alleiniger Verantwortung erfolgen. Aufgabe der Herren Reichsſtatthalter und der Landesregierungen, ins⸗ beſondere der zuſtändigen Miniſter des Innern, iſt es, wie der Herr Reichskanzler am 6. Juli d. J. ausdrücklich betont hat, mit allen Mitteln zu ver⸗ hindern, daß irgendwelche Organiſationen oder Par⸗ teiſtellen ſich künftig noch Regierungsbefugniſſe an⸗ maßen. Andernfalls beſteht die Gefahr, daß die Gegner des Nationalſozialismus, insbeſondere Kommuni⸗ ſten und Marxiſten, verſuchen werden, ſich in die S380 oder die Deutſche Arbeitsfront oder ſonſtige Orgauiſationen einzuſchleichen, um unter ihrem Schutze die deutſche Wirtſchaft fortgeſetzt zu beun⸗ ruhigen und der Regierung der nationalen Revolu⸗ tion Schwierigkeiten zu bereiten. Im beſonderen Auftrag des Herrn Reichskanz⸗ lers erſuche ich die Herren Reichsſtatthalter und die Landesregierungen, die Autorität des Staa⸗ tes auf allen Gebieten und unter allen Umſtänden ſicherzuſtellen und jedem Ver⸗ ſuch, dieſe Autorität zu erſchüttern oder auch nur anzuzweifeln, woher er auch kommen mag, rückſichts⸗ los und unter Einſatz aller ſtaatlichen Machtmittel entgegenzutreten. Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 11. Juli. Nicht weniger als 3978 530,61 4 wurden bis zum 30. Juni d. J. bei Finanz⸗ und Zollämtern für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit eingezahlt. Von einem Landesfinanzamtsbezirk lie⸗ gen noch keine Angaben vor, ſo daß die Zahl heute bereits vier Millionen überſchreiten wird. Die Sammlung für dieſe Spende hat etwa Mitte Juni eingeſetzt. Das Ergebnis wurde alſo in zwei Wochen erzielt. Täglich gingen annähernd 300 000“ ein, ein Anfangserfolg, wie er beſſer nicht erwartet werden konnte. Der Appell an die Opferbereitſchaft unſeres Volkes iſt alſo nicht vergeblich. In Jahren der Not und inneren Haders ſchien das Bewußtſein im Volk erſtorben zu ſein, daß alle Berufsſtände und Erwerbsſchichten ſchickſalhaft miteinander verbunden ſind. Heute iſt der Gemeinſchaftsſiun wieder erwacht und drängt zur Tat. Vertreter aller Volkskreiſe haben An⸗ teil an dem Aufangserfolg der Arbeitsſpende. In Stadt und Land hat der Ruf des Führers und Kanz⸗ lers Widerhall gefunden und was beſonders hervor⸗ zuheben: auch Arbeitnehmer haben es ſich nicht nehmen laſſen, am Lohn⸗ und Gehaltszahlungstag einen Betrag für die Spende abzuführen. 1 Weiter ſo! Dann wird aus Millionen kleiner Quellen und Bäche der Strom wachſen, der in Stadt und Land Segen ſpendet. Annahmeſtellen der Spende: Finanzämter, Zoll⸗ ämter, Hauptzollämter, Ueberweiſung an dieſe An⸗ nahmeſtellen durch: Poſt, Bank, Sparkaſſe uſw. Neue Staatsräte in Preußen Meldung des Wolffbüros — Berlin, 11. Juli. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, iſt nunmehr eine Anzahl neuer preußiſcher Staatsräte ernannt worden. Es handelt ſich hierbei um Vertre⸗ ter von Kirche, Wiſſenſchaft, Wirtſchaft, Handwerk uſw. Unter den neuen Staatsräten befinden ſich fol⸗ gende: 5 Der Biſchof Berning in Osnabrück, Rechts⸗ anwalt Graf von der Goltz ⸗Stettin, der frü⸗ here Präſident des Landwirtſchaftsrates Dr. Bran⸗ des, der Präſident des Reichslandbundes, Mein ⸗ berg ⸗ Berlin, Bankdirektor Dr. Reinhard, Dr. Schifferer, der ehemalige Oberbürgermeiſter von Duisburg, Dr. Jarres, Geheimrat. Sehring⸗ Berlin, Geheimrat Wiegand von den Staatlichen Muſeen, Prof. Karl Schmidt⸗Köln und als Ver⸗ treter des Handwerks Stange ⸗Erfurt. Großer Vauernaufmarſch in Verlin Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 11. Juli. Reichsernährungsminiſter Darré erläßt folgenden Aufruf: „Ich habe davon Kenntnis bekommen, daß die Bauernverbände mir zu Ehren am morgigen Mitt⸗ woch, den 12. Juli, eine Kundgebung im Berliner Luſtgarten beabſichtigen. Ich danke den deutſchen Bauern von Herzen für die mir zugedachte Ehrung, die ich um ſo mehr zu würdigen weiß, als ein der⸗ artiger Aufmarſch in den Mauern Berlins noch nie⸗ mals da war. Aber in Aubetracht deſſen, daß wir heute am Beginn der neuen Ernte ſtehen, bitte ich von dem Aufmarſch abzuſehen. Wir wol⸗ len warten, bis die Bauern die Ernte geſichert und damit unſere Pflicht gegenüber dem ganzen deutſchen Volk erfüllt haben. Dann wird die Zeit ſein, in machtvoller Kundgebung der Oeffentlich⸗ keit die Bedeutung des deutſchen Bauerntums vor Augen zu führen, und den erſten Bauernaufmarſch der deutſchen Geſchichte in der Reichshauptſtadt zu einer eindrucksvollen Feierſtunde zu geſtalten.“ Zu dem Aufruf des Reichsernährungsminiſters erfahren wir noch, daß der Miniſter erſt durch die Preſſe von der ihm zugedachten Ehrung erfahren hat. Die landwirtſchaftlichen Organiſationen haben vom ſich aus den großen Aufmarſch in Berlin an⸗ geregt, wobei beſonders die Verbände der Provin⸗ zen Sachſen, Brandenburg und Pommern führend geweſen ſind. Willikens Staatsſekretär Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 11. Juli. Wie der Amtliche Preußiſche Preſſedienſt mitteilt, hat der Staatsſekretär im preußiſchen Miniſterium für Landirtſchaft, Domänen und Forſten, Dr. Wis⸗ kott um ſeine Verſetzung in den einſtweiligen Ruheſtand gebeten, um eine ihm vom preußiſchen Staatsminiſterium übertragene wichtige Sonder⸗ aufgabe übernehmen zu können. Der preußiſche Miniſterpräſident Göring hat die⸗ ſem Wunſche Dr. Wiskotts mit dem Ausdruck des be⸗ ſonderen Dankes für die von ihm geleiſteten wert⸗ vollen Dienſte entſprochen und an ſeine Stelle auf Vorſchlag des Landwirtſchaftsminiſters Darrs den Abgeordneten Willikens zum Staats⸗ ſekretär im preußiſchen Landwirtſchaftsminiſte⸗ rium ernannt. Gemeine Bluttat eines Kommunisten Meldung des Wolffbüros — Königsberg, 11. Juli. Der vor kurzem aus dem Zuchthaus entlaſſene Kommuniſt Fritz Lange hat in dem ſamlän⸗ diſchen Kirchdorf Powayen eine ſchwere Bluttat ver⸗ übt. Er erſchoß auf ganz kurze Eutfernung den S A⸗Mann Willy Höllger. Es handelt ſich um einen Racheakt. Der erſchoſſene SA⸗Mann war trotz ſeiner 20 Jahre der einzige Ernährer ſeiner vier jüngeren Geſchwiſter. Laſtwagen raſt in ein Haus Meldung des Wolff⸗ Büros — Lebach(Saargebiet), 11. Juli. In der Ortſchaft Eiden born ereignete ſich ein ſchweres Unglück, dem zwei Menſchenleben zum Opfer fielen. Ein Laſtwagen einer Ziegelei fuhr eine abſchüſſige Straße von Saarwellingen hinunter. Der Führer verlor die Gewalt über das Fahrzeug, das mit großer Wucht gegen ein Haus fuhr. Giebelwand ſtürzte ein, ſodaß der Vorderteil des Wagens im Schlafzimmer ſtand. Eine Frau, die der Kraftwagenführer unter⸗ wegs mitgenommen hatte, war auf der Stelle tot. Der Fahrer erlitt ſo ſchwere innere Verlet⸗ zungen, daß er hald da rauf ſtarb. Abſturz einer Fallſchirmſpringerin Meldung des Wolff⸗ Büros — Hirſchberg, 11. Juli Die bekannte Fallſchirmabſpringerin Frau Dr. Lola Schröter ſtürzte mit dem Segelflugzeug „Wieſenbaude“ über dem Hirſchberger Flugplatz ab. Beim Aufprall auf die Erde brach ſie ſich beide Beine und mußte in ſchwerverletztem Zuſtand dem Hirſchberger Krankenhaus zugeführt werden. Lola Schröter hatte ſich mit dem Segelflugzeug von Breslau nach Hirſchberg ſchleppen laſſen, und führte tber dem Flugplatz, ehe ſie zur Landung anſetzte, einige Schleifen aus. Dabei rutſchte das Flugzeug in Die! einer Biegung über den Flügel ab und ſtürzte. —r,,r, ͥ ᷑è:?:: ³ ³⁰ tk ß— 833 Ich bitte ferner dafür zu ſorgen, daß aus dieſen] miſſariate uſw. Gründen künftig auch von der bisher geübten Einſetzung von Kommiſſaren und Be⸗ auftragten Abſtand genommen wird, da der unter ausſchließlicher nationalſozialiſtiſcher Leitung ſtehende Staatsapparat in der Lage iſt, die in Frage kommenden Aufgaben allein durchzuführen. Ich bitte daher, in eine beſchlennigte Prüfung darüber ein⸗ zutreten, wie die zur Zeit noch beſtehenden Ko m⸗ auf ſchuellſtem Wege abgebaut oder, ſoweit unentbehrlich, in den ordentlichen Staatsapparat eingeordnet werden kön⸗ nen, da jede Art von Neben regierung mit der Auto⸗ rität des totalen Staates unvereinbar iſt. Späteſtens bis zum 1. Oktober ds. Is. bitte ich mir mitzuteilen, auf welchen Gebieten ausnahms⸗ weiſe die Beibehaltung von Kommiſſaren im Staats⸗ intereſſe erforderlich erſcheint. Koſola und Lappobewegung Von Baron E. v. Ungern⸗ Sternberg Wird Finnland dem Deutſchen Reiche auf dem Wege des Nationalſozialismus folgen? Die Wahlen, die in den erſten Tagen dieſes Monats ſtattfanden, geſtatten keine eindeutige Antwort auf die Frage, aber ſo ſehr die finniſchen Reichstags⸗ wahlen auch ein Spiegelbild der im Lande herr⸗ ſchenden Stimmungen und Strömungen abgeben mögen, ſo entſcheidet doch das Ergebnis der Urnen nicht allein über das zukünftige Schickſal des Landes der Tauſend Seen. Aus den entfernteſten, welt⸗ abgelegenen Provinzen ſind die Wahlreſultate noch nicht zur Verrechnung gekommen, ſie werden eine Verſtärkung des rechten Lappoflügels ergeben, aber in den Städten haben die Linksparteien ſich gehal⸗ ten. Man hat bisher 287 000 ſozialdemokratiſche, 130000 Stimmen der konſervativen Sammlung und der nationalen Volksbewegung(Lappo), 154 000 Stimmen der Agrarpartei, 81000 Stimmen der ſchwediſchen Volkspartei, 56000 der Fortſchritts⸗ partei und 23000 der Kleinbauernpartei gezählt. Wollte man allein nach dieſen Ziffern urteilen, ſo würde der neue Reichstag ſich nicht viel vom alten unterſcheiden, nur eine leichte Verſchiebung nach rechts wäre zu verzeichnen. Die Dinge liegen aber nicht ſo unkompliziert! g Die Lappobewegung und etwa ein halbes Dutzend von ihr abgeſplitterte, aber geiſtig mit ihr verbundene Gruppen dürfen nicht als Parteien im parlamentariſchen Sinne bezeichnet werden. Sie ſind vielmehr antiparlamentariſch, antidemokratiſch und im zweiſprachigen Finnland antiſchwediſch und hetont finniſch national. Die Lappobewegung beſitzt die weitaus größte Stoßkraft; ſie fühlt friſchen Wind in ihren Segeln, und ihre antimarxiſtiſche und anti⸗ parlamentariſche Parole überſchattet den ganzen Wahlgang. Seit der Niederlage in Mänt⸗ ſälä, wo die Lappoführer ihr Hauptquartier auf⸗ geſchlagen hatten und einen bewaffneten Aufſtand gegen Helſingſors in Gang ſetzten, hat ſich Lappo unter der Bezeichnung„vaterländiſche Volksbewe⸗ gung“ neu konſtituiert, und unter dieſer Bezeichnung iſt ſie zum erſten Male gemeinſam mit den Kon⸗ ſervativen an die Wahlurnen gegangen. Die bisher zu ihren Gunſten abgegebenen 130 000 Stimmen, ſelbſt wenn ſie ſich auf 200 000 ſteigern, und wenn die Agrarpartei ſich mit ihr verbündet, ſichern ihr keine parlamentariſche Mehrheit, aber damit dürfte der Führer der Lappobewegung, der Landwirt Koſola, auch kaum gerechnet haben. Er weiß es, daß ein großer Teil der Stadtbevölkerung, das Induſtris⸗ proletariat, das allerdings in Finnland wenig zahl⸗ reich iſt, und der weitaus größere Teil der Schweden ſeinen Fahnen nicht folgen, er weiß es aber auch, daß keine Regierung es auf die Kraftprobe ankommen laſſen darf, etwas gegen ihn zu unternehmen. Ab⸗ ſtimmungen im Reichstag ſind für ihn und ſeinen Anhang nicht überzeugend. Schon vor drei Jahren nach dem Marſch der Lappoleute auf Helſingfors, nachdem er den Staatspräſident und ſeine Regierung zum Rücktritt gezwungen und die Ausſchreibung von Neuwahlen erreicht hatte, erklärte Koſola, daß, falls das Parlament den Kommunismus nicht unterdrücken und ihre Vertreter aus dem Reichstag vertreiben würde, Lappo auch über den Kopf des Reichstages hinweg handeln würde. Die Volksvertretung fügte ſich und der Kommunismus wurde in Finnland für illegal erklärt. Ohne die Entſcheidung abzuwarten, nahmen die Lappobauern zahlreiche Kommuniſten gefangen und verfrachteten ſie über die Sowjetgrenze. Jetzt nun hat Lappo nicht nur dem Kommunis⸗ mus, ſondern dem Marxismus überhaupt einen unbarmherzigen Krieg erklärt. Koſola will keinem ſozialdemokratiſchen Abgeord⸗ neten den Zutritt in den Reichstag gewähren. Da nun aber die Sozialdemokraten zum mindeſten ein Drittel der 200 Sitze des finnländiſchen Parlaments einnehmen werden und die Unterſtützung der Fort⸗ ſchrittspartei und der Schweden finden, ſo kann Koſola ſeine Abſicht nur durch einen Gewaltſtreich durchſetzen. Wird er ihn tun? Es gibt bewaffnete Lappoorganiſationen, einflußreiche Regierungsſtellen ſtehen im Einvernehmen mit der völkiſchen Be⸗ wegung, ein bereits vor Monaten erlaſſenes Uni⸗ formverbot für die Lappoanhänger iſt niemals durchgeführt worden. Die bewaffnete Macht, die den Mäntſäläaufſruhr noch zugunſten der Regie⸗ rung entſchied, dürfte heute nicht mehr hinter ihr ſtehen. Deshalb wird die Loſung Koſolas, den neu⸗ gewählten Marxiſten den Weg ins Parlament zu ſperren, keineswegs als eine leere Drohung emp⸗ funden. Man vergleicht die völkiſche Lappobewegung in Finnland mit dem Faſchismus und dem National⸗ ſozialismus. Eine Analogie iſt gewiß gegeben, aber durch die Unterſchiede dürfen nicht außer acht gelaſſen werden, Unterſchiede, die in der Weltan⸗ ſchauung und in anderen politiſchen und geographi⸗ 2. Seite/ Nummer 313 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Dienstag, 11. Juli 1933 ſchen Gegebenheiten wurzeln. Für die Anhänger der Lappobewegung iſt der Marxismus weniger eine ſoziale Irrlehre als eine Erfindung des Teufels, um die Gläubigen dem Kreuze ab⸗ trünnig zu machen. Kommuniſten und Bolſchewiken gelten ihnen als Heerſcharen des Antichriſt, die ver⸗ nichtet werden müſſen. Ferner iſt Finnland ein Raum ohne Volk, bei feiner großen Ausdehnung zählt es nur 3 Millionen Einwohner, es iſt auch weit mehr ein Agrar⸗ als ein Induſtrie⸗ ſtaat, ſo daß die Arbeitsloſenfrage nicht die ent⸗ ſcheidende Bedeutung hat, und ſchließlich hat der Führer der Lappobewegung, Koſola, nicht den Be⸗ weis geliefert, daß man ihn mit einem Muſſolini ober einem Hitler vergleichen könnte. Auch völkerpolitiſch liegen die Dinge anders in Finnland, als in Italien oder in Deutſchland. Die Bevölkerung Finnlands ſetzt ſich zu 88 v. H. aus ugro⸗mongoliſchen Finnen, zu 11 v. H. aus Schweden und ungefähr einem Prozent Ruſſen, Deutſchen, Eſten, Juden uſw. zuſammen. Die Lappo⸗ bewegung iſt ausgeſprochen nationaliſtiſch⸗finniſch mit einer ſtarken Spitzegegen die ſchwediſchen Mitbürger, die ſtaatsrechtlich durch die Verfaſ⸗ ſung gleichgeſtellt ſind, deren kulturelle Intereſſen und Traditionen aber in Stockholm wurzeln. Die Judenfrage ſpielt in Finnland als ſolche keine bedeutende Rolle, da es im Lande kaum mehr als 1000 anſäſſige Juden gibt; da jedoch die meiſten von ihnen ſich in marxiſtiſchem Sinne betätigt haben, ſo verlangt Lappo ihre Ausweiſung oder Unſchädlich⸗ machung, hauptſächlich aber wollen die Lappoanhän⸗ ger„die verſumpfte ſchwediſche Demokratie“ in ihren Rechten kürzen und die Brücke über den Botniſchen Meerbuſen abbrechen. Einige Fanatiker haben ſogar dem Heiland einen finniſchen Namen„Hubomojumala“ gegeben, einen Gott der Finnen und der ſtammver⸗ wandten Eſten. Neue Tartarennachrichten Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 11. Jult. Ein großes engliſches Nachrichtenbüro hat ſich in den letzten Tagen damit hervorzutun verſucht, daß es Tartarennachrichten über die Zahl der Schutz⸗ häftlinge in Deutſchland veröffentlichte. In der Meldung heißt es, es ſeien in Deutſchland 100 000 Perſonen in Schutzhaft. Dazu hören wir von amt⸗ licher Seite, daß ſich in ganz Deutſchland 18 000 Perſonen in Schutzhaft befinden, während in Preußen rund 12000 Schutzhäftlinge ge⸗ zählt werden. 5 Gefälſchte Aktien für 20 Millionen Meldung des Wolff⸗ Büros — Paris, 11. Juli. Die in Umlauf befindlichen geſälſchten Suez⸗ Kanal⸗Aktien ſollen über insgeſamt 20 Mil⸗ [tonen Franken lauten. 70 Aktien ſind bereits feſtgeſtellt worden, die übrigen 30 würden entdeckt werden, wenn der Verſuch gemacht werden ſollte, die Zinsſcheine einzulöſen. Außer den beiden Hollän⸗ dern ſollen der Genfer Bankier Caduß und der Pa⸗ riſer Finanzmann, Ramu die Urheber des Schwin⸗ dels ſein. Die Falſchſtücke ſollen aus Holland ſtam⸗ men. Dampferuntergang im Gelben Meer Meldung des Wolff⸗ Büros — Dairen, 11. Juli. Der chineſiſche Dampfer„Tovonan“ iſt mit einem japaniſchen Dampfer im Gelben Meer zuſammen⸗ geſtoßen und gekentert. Das Unglück trug ſich auf der Höhe der Küſte von Shantung zu. 168 Paſſa⸗ giere und die Beſatzung werden ver⸗ mißt. 89 Perſonen konnten gerettet werden. Die Behörden in Japan ſind einer terroriſti⸗ ſchen Verſchwörung auf die Spur gekommen, als deren erſte Opfer der japaniſche Premierminiſter und der Kriegsminiſter hätten fallen ſollen. nugtuung für Deutſe Die Aufbauarbeit Hitlers und die Verleumdungspolitik der Internationale Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 11. Juli Internationale Arbeitsamt in Genf hat geſtern feſtgeſtellt, daß in Deutſchland der Kampf gegen die Arbeitsloſigkeit bisher am erfolgreichſten durchgeführt worden iſt. Damit haben die Tatſachen, denen ſich auch dieſe internationale Inſtanz nicht verſchließen kann, auf dieſem geger härtig wichtig⸗ Das jetzt in ſo verheißungsroller Weiſe recht geben, wer⸗ den allmählich auch über dieſe Störungsfaktoren des internationalen Lebens hinweggehen. Zu den Feſtſtellungen des Internationalen Ar⸗ beitsamtes über die Verminderung der Arbeits⸗ loſigkeit in Deutſchland erfahren wir von unterrich⸗ teter Seite noch: Das Internationale Arbeitsamt in Genf führt bereits ſeit einer ganzen Reihe von Jahren Sta⸗ ſten Gebiet der geſamten Sozialpolitik ſehr raſch dem deutſchen Syſtem recht gegeben, das, dem An⸗ chen in provozierendſten des orthodoxen 95 wie erinnerlich, noch vor wenigen gleichen Genfer Milieu den Das Internationale Arbeitsamt mußte in ſeiner Statiſtik zugeben, daß die Arbeits⸗ loſigkeit in den anderen Ländern, insbeſon⸗ dere in denen mit ſtarkem marxiſtiſchem Einfluß, unvermindert auhält oder ſogar zu⸗ genommen hat. Dieſer Kontraſt iſt kein Zufall, ſondern das notwen⸗ dige Ergebnis der Verſchiedenartigkeit der Staats⸗ und Wirtſchaftsauffaſſung. Die in der Amſterdamer Internationale zuſammengeſchloſſenen Gewerkſchaf⸗ ten, die im Genfer Arbeitsamt die beherrſchende Rolle ſpielen, ſtehen auf dem Boden des proletari⸗ ſchen Klaſſenkampfes und ſind daher in ihrer Aktion wirtſchaftszerſtörend. Das undiſziplinierte und planloſe Vorgehen dieſer Gewerkſchaften iſt überall dort, wo ſie noch beſtehen, insbeſondere in Frankreich, eine Quelle ſtändiger politiſcher und wirt⸗ ſchaftlicher Beunruhigung. Der Arbeitsloſigkeit, die in ihrem Programm über⸗ haupt keine Rolle ſpielt, weil ſie ſich in einer Epoche der aufſteigenden Wirtſchaft entwickelt haben, ſtehen ſie mit ihrem Syſtem des organiſierten Kampfes Aller gegen Alle verſtändnislos gegenüber. Eine umſo lebhaftere Tätigkeit entfalten ſie, wie die Gen⸗ fer Zwiſchenfälle und die verſchiedenen Verleumdungsſeldzüge gegen Deutſchlaud bewieſen haben, auf dem Gebiete der internationalen Politik, wo ſie ſich als die berufenen Hüter der Ar⸗ beiterintereſſen und des Völkerfriedens anpreiſen. Die Tatſachen, die der deutſchen Sozialpolitik ſchon tiſtiken über den Beſchäftigungsgrad in den ver⸗ ſchiedenen Ländern. Der Beſchäftigungsindex iſt in einer An⸗ zahl von Ländern— beſonders in Deutſch⸗ land und Großbritannien— geſtiegen, in Deutſchlaud nach den Berechnungen des Internationalen Arbeitsamtes um 10,6 v.., in Großbritannſen allerdings nur um 2,6 v. H. Auch die Statiſtik der Arbeitsloſigkeit zeigt dementſprechend für Deutſchland einen Rückgang um 7,7 v. H. Die Ziffern, die das Arbeitsamt errechnet, ſtützen ſich in Deutſchland auf die Statiſtiken der Arbeits⸗ loſenverſtcherung, in anderen Ländern auf die frei⸗ willige Arbeitsloſenverſicherung bzw. auf die Ge⸗ werkſchaftsſtatiſtiken. Obwohl dieſe Zahlen unter einander nicht vergleichbar ſind, läßt ſich jedenfalls in Deutſchland eine ſtarke Aufwärtsbewegung feſt⸗ ſtellen. Landespropagandaſtelle in Karlsruhe Meldung des Wolſf⸗ Büros — Karlsruhe, 11. Juli. Der Reichsminiſter für Volksaufklärung und Pro⸗ paganda, Dr. Goebbels, hat den Preſſechef des badiſchen Staatsminiſteriums, Franz Moralle 5 mit der Leitung und Organiſation der Landes⸗ ſtelle Baden⸗Württemberg für Volksauf⸗ klärung und Propaganda beauftragt. Die Landes⸗ ſtelle Baden⸗Württemberg übernimmt damit die Funktionen des Reichspropagandaminiſteriums in den genannten Ländern. In den Aufgabenkreis der neuen Stelle, deren Sitz in Karlsruhe iſt, werden alle Faktoren der öffent⸗ lichen Meinungsbildung, ferner Verkehrswerbung, Wirtſchaftspropaganda uſw. einbezogen werden. Die Geſchäftsräume befinden ſich im Staatsminiſterium. Luftſchutz die Jorderung der Nation Meldung des Wolffbüros — Berlin, 11. Juli. Vom Präſtdium des Reichsluftſchutzbundes wird mitgeteilt: Die Ueberfliegung deutſcher Gebiets⸗ teile durch landfremde Flugzeuge und der heraus⸗ fordernde Abwurf von Hetzflugblättern über der Reichshauptſtadt am 23. Juni haben im ganzen Volk einen Sturm der Entrüſtung ausgelbſt. Die vor einigen Tagen bekannt gewordene Grenzver⸗ letzung eines ganzen polniſchen Fluggeſchwaders hat die Empörung noch verſtärkt. Aus allen Teilen des Landes ſind uns zahlloſe Aeußerungen in dieſer Angelegenheit zugetragen worden. Körperſchaften und Organiſationen unter⸗ ſchiedlichſter Art, Einzelperſonen aus allen Schichten des Volkes haben ſich vertrauensvoll an uns ge⸗ wandt. Aus allen Untergliederungen ſind uns die immer gleichen Erkenntniſſe und Forderungen be⸗ kannt gegeben worden. Aus allen Stimmen ſpricht die wachſende Sorge um die Sicherheit der Bepölkerung. Sie alle ſind der berebte Ausdruck des Ver⸗ langens nach wahrem Frieden und wirklicher Gleichberechtigung. Sie geben aber dem Zorn über die angetane Schmach und der Erbitterung über die Unfreiheit Deutſchlands in der Luft leidenſchaftlichen Ausdruck. Es iſt uns unmöglich, auf alle dieſe Aeußerungen zu antworten. Wir benutzen deshalb den Weg ſütber die deutſche Preſſe, um allen Freunden im Lande und darüber hinaus dem ganzen Volke für das Ver⸗ trauen zu danken, das aus den zahlreichen Stim⸗ men ſpricht, und das dem Bunde in allen ſeinen Gliederungen in ſo hohem Maße entgegengebracht wird. Die einzige troſtreiche Zuſicherung, die wir auf alle verängſtigten und entrüſteten Zuſchriften geben können, iſt die, daß jeder Volksgenoſſe in der Reichsregierung die ſicherſte Garantie für eine zweck⸗ entſprechende und hoffnungsvolle Behandlung des großen Gebietes der Luftgefahr und des Luftſchutzes ſehen kann und ſoll. Die Regierungen und Behörden des neuen Staa⸗ tes ſind offenſichtlich ſo ſehr von der Erkenntnis der Luftgefahr, der Notwendigkeit ihrer Abwehr und des Schutzes der Bevölkerung durchdrungen, daß von dort aus zweifellos alles getan wird, was die Ge⸗ fahr für das Volk herabzumindern geeignet iſt. Beſonders die Tatſache, daß der Miniſter Göring die Verantwortung für alle Fragen der deutſchen Luftfahrt trägt, und von Mit⸗ r 5 5 e 2 arbeitern ſeines Vertrauens unterſtützt wird, beweiſt, daß die Dinge an Männer gekom⸗ men ſind, die klaren Sinnes und kalten Her⸗ zens für den Schutz der Heimat einſtehen. Des gleichen Vertrauens bedarf aber auch der Reichsluftſchutzbund, um ſeine ihm vom Reichs⸗ miniſter Göring übertragenen Aufgaben erfüllen zu können. Der Reichsluftſchutzbund iſt die Gemeinſchaft aller derer, die durch Selbſtſchutz dem Volke dienen wollen. Durch ſeine Schule muß jeder Volks⸗ genoſſe gehen, wenn er ſich und die Seinen vor den Gefahren eines Luftkrieges ſchützen will. Jeder Deutſche muß ſich losſagen von einer ande⸗ ren Hilfe und einem anderen Schutz als den durch ſeine eigene Umſicht und durch ſeine eigene Tatkraft, denn die feindliche Luftwaffe gefährdet jeden und das ganze Volk. Ohne bereitwillige Eingliederung der Bevölkerung, ohne ihren Willen zum Selbſt⸗ ſchutz werden auch die vorſorglichſten Maßnahmen der Behörden unwirkſam. Unſere Antwort auf die aus den Ereigniſſen der letzten Zeit erwachſenen und an uns herangetrete⸗ nen Stimmen kann daher nur in der Aufforderung an die geſamte Bevölkerung ausklingen: Helft dem Reichs luftſchutzbund, damit er auch helfen kann! Tretet ſeinen Ortsgruppen bei oder gründet ſolche, wo ſie noch nicht beſtehen. Luftſchutz iſt das Gebot der Stunde Luftſchutz iſt die Forderung der Na⸗ tion! In Kürze Als neuer Leiter der Reichs führerſchule der NSDAp in Bernau, die Reichskanzler Adolf Hitler kürzlich eingeweiht hat, wurde Dr. Winter aus Düſſeldorf beſtellt. Die für heute angeſetzte Verhandlung vor dem Haager Ständigen Internationalen Gerichtshof in der deutſch⸗polniſchen Klageſache wegen der rechtswidrigen Anwendung der polniſchen Agrar⸗ reform auf die deutſche Minderheit in Poſen und Pommerellen iſt auf den 19. Juli verſchoben worden, weil die polniſche Regierung noch keinen Vertreter entſandt hatte. In Berlin ereigneten ſich in der vergangenen Nacht mehrere ſchwere Verkehrsunfälle, bet denen zwei Perſonen verletzt und eine Perſon ge⸗ tötet wurde. 5 In Rheydt wurde einem Arbeiter von ſeinem Wohnungsnachbarn mit einer Eiſenſtange der Schä⸗ del eingeſchlagen. Der Getötete hinterläßt Frau und Kinder. Das Luftſchiff„Graf Zeppelin“ befand ſich heute morgen um 17.30 Uhr MeEz öſtlich der Kanari⸗ ſchen Inſeln in Höhe von Cap Juby. Bei einem Zugzuſammenſtoß in Mäh⸗ riſch⸗Schleſien wurden drei Perſonen ſchwer, 26 leicht veletzt. Die engliſch⸗ruſſiſchen Verhandlun⸗ gen über einen neuen Handelsvertrag wurden ge⸗ ſtern aufgenommen. Zunächſt iſt der im März plötz⸗ lich geſprengte Ausſchuß für die Prüfung der eng⸗ liſch⸗ruſſiſchen Handelsbilanz wieder zuſammen⸗ getreten, und hat die damals abgebrochenen Verhand⸗ lungen an der Stelle genommen. Die rumäniſche Preſſe meldet einen Plan zur Schiffbarmachung des Dufjeſtr bis zum Schwarzen Meer und zur Verlängerung des Waſſer⸗ weges nach Polen durch einen Kanal zur Weichſel. Der von Edinburgh kommende Expreßzug fuhr im Bahnhof von Little⸗Salfeld(Cumberland) auf einen haltenden Güterzug auf. Die Lokomotive und alle acht Wagen des Expreßzuges ſowie ein Teil des Güterzuges entgleiſten. Fünf Perſonen wurden ſchwer mehrere leicht verletzt. Im Zuſammenhang mit der Aufdeckung revolu⸗ tionärer Bewegungen ſind der frühere portugieſiſche Miniſter Dr. Sergio und der frühere Oberſt Arago nach ihrer Rückkehr aus Spanien von der portugieſiſchen Regierung verhaftet worde. des Abbruchs wieder auf⸗ Stefan George Zu ſeinem 65. Geburtstage am 12. Juli Als der Weltkrieg mit apokalyptiſcher Bedrohung alle Werte erſchütterte, als die donnernde Hölle nicht nur draußen in den Schlachten um Deutſchland wuchs, ſondern auch in den Seelen, da trat für die Suchenden eine Geſtalt immer gebieteriſcher ins Licht: Stefan George. Was in ſeinen Gedich⸗ ten vor dem Weltbrande verwunderlich anmutete, was dem Bildungsmeunſchen„geſucht“ und dem Gleich⸗ gültigen abſurd und unverſtändlich erſchienen war— das dröhnte nun als Wirklichkeit um uns und in uns. Und als Strindbergs Kammerſpiele mitten im Kriege vom artiſtiſchen Theater aus die Kataſtrophe der bürgerlichen Welt ankündigten, da verhieß Georges Dichtung dem Weiterſchauenden eine neue Volkwerdung. Es war damals nicht ſo leicht wie heute, zu dem ewigen Volke durchzudringen, das hinter tauſend Masken lebte. In Stefan Georges Gedicht„Der Krieg“, das 1917 erſchien, iſt das furchtbare Ringen des Deutſchen um Reinigung und Bewährung Ge⸗ ſtalt geworden, das damals faſt wie Selbſtvernich⸗ tung erſcheinen mußte. Man hat George— vor allem im Auslande— mit dem füngſtverſtorbenen Paul Ernſt zuſammengenannt als die beiden ent⸗ ſcheidenden Dichter der Weltkriegsepoche:— ſoviel iſt daran richtig, als ſie beide erkannten, daß, wie Ernſt es einmal ausdrückte:„dieſer Krieg ein gro⸗ ßes Unglück für uns werden müſſe, um uns zu rek⸗ ten.“ Man hat andererſeits Stefan George einen„Bil⸗ dungsdichter“ genannt, einen immer zur Unvolks⸗ tümlichkeit verurteilten„Aeſtheten“. So konnte nur ſprechen, wer nicht in ſich ſelber ſpürte, daß alles Wort unter uns abgeſtorben war, daß alle Werte umgewertet werden mußten, um die Deutſchen zu ſich ſelber zurück⸗ oder hinaufzuführen. George rief die Dinge neu an und in ihnen Gott, denn er iſt der Fortbildner einer Gottesſchau, die in den Griechen und Deutſchen, in Platy und Hölderlin, in Goethe und Nietzſche ihre Gipfel hat. Er ſpürte, wie im neuen, freilich ſelten und wunderlich anmutenden Dichterwort, mit friſchem Saft die alten Götter ge⸗ ſchwellt wurden, wie zugleich alles abgeſtorbene Wort der Welt ſich neu erfüllte und damit alles Sagen und Denken einen neuen Inhalt bekam. Dergleichen geht f immer auf den Höhen der Weltdichtung vor ſich, von wenigen zuerſt erkannt Damals, mitten im Kriege aber und kurz danach, wurde den Suchenden, die ihn überſtanden hatten, einer ſehr ſkeptiſchen und zugleich ſehr glaubens⸗ willigen Jugend dieſer Dichter mit ſeinem wachſen⸗ den Werk zur faſt einzigen Beſtätigung und Bekräf⸗ tigung ihrer Sehnſucht. Sie ſahen in ihm das Volk Hölderlins und Goethes ſinnlich lebendig und wenn ſie ihm in den alten Städten am Rhein und am Neckar leibhaft begegneten, ſo galt ihm ihre ſcheue und unbegrenzte Ehrfurcht. George war, das fühlten ſie, in einer Tiefe zum deutſchen Volkstum vorgeſtoßen, die bisher unerhört war. Das ergab ſich nicht erſt aus ſeinem uns alle tief erſchütternden Gedicht„Der Krieg“. Bald wurde uns deutlich, daß ſchon in den lange vor dem Kriege entſtandenen Gedichten der Folge„Teppich des Lebens“ die bluthafte Weſenheit des Volkes in Georges Werk aufgebrochen war. Er hatte die Subſtanz, die Kraft, die Fülle geſchaut, die in unſerem Volke lebte, er hatte ſte in neuen Sinnbildern ver⸗ dichtet, die aber in ihm, in ſeiner Perſon, Wirk⸗ lichkeit waren: nicht Privatmythologie, ſondern „Sage“. Doch die„Löſung“, die er im Bilde ſeines „Teppichs“ gibt Sie iſt nach willen nicht: iſt nicht für jede Gewohnte ſtunde: iſt kein ſchatz der gilde. Sie wird den vielen nie und nie durch rede Sie wird den ſeltnen ſelten im gebilde. Griffen wir aber zu ſeinem„Siebenten Ring“, ſo ſahen wir die erhabene Geiſtwelt, die Welt der Antike, wie ſie uns noch in der Trierer Porta Nigra entgegentritt auf heimiſchem Gefild, der nordiſchen Vorzeit, aber auch die Welt Dantes, Goethes, Nietzſches, Boecklins, in lebendige Be⸗ ziehung geſetzt zu unſerem Leben, ſo wie es wer⸗ den mußte. Hier ſtellte ein Dichter neue Tafeln der Verpflichtung auf, nachdem der Krieg— den unſere Feinde den„Krieg Nietzſches“ nannten— die alten gründlich zerbrochen hatte. Keine herkömmliche Macht oder Schicht konnte dieſen Dichter für ſich in Anſpruch nehmen, wohl aber konnten und durften es die, die„im Blut ein uralt unerſchöpftes Erbe“ fühlten und dafür ihr Leben ganz einſetzten. Wir finden alſo das Bekenntnis zu George bei den Front⸗ ſoldaten und bei den Freikorpskämpfern, bei den „neuen“ Nationaliſten, den Nattonalſozialiſten, und bei den Bekennern deutſchen Volkstums in Kunſt und Sitte. George hatte den jungen ritterlichen Men⸗ ſchen, den Helden im Jünglingsbilde, neu aufgerufen, er hatte ihn als den einzigen Sinn dieſes wirren und mörderiſchen Krieges, dieſer Orgie des Materia⸗ lismus, geſchaut. Er hatte den Deutſchen den Glau⸗ ben an eine heilige Jugend wiedergegeben, die zu den Urbildern Siegfried und Konradin, den tragi⸗ ſchen Jünglingsbildern der Deutſchheit, mit In⸗ brunſt emporſchaute.— Dieſer Jugend, der„heilgen Jugend unſres Volks“, hatte er im„Stern des Bun⸗ des“ die„heilig nüchterne“ Lehre eines neuen Lebens gegeben. Dieſe Gedichte waren vor dem Kriege ent⸗ ſtanden, aber denen, die im Weltbrande ihre Reife⸗ zeit erlebten, wurden ſie nachher zur Richte und zum Maß der kommenden Dinge. Ihnen galt vorläufig noch: Und dieſen ſpruch verſchließe für dich: daß auf erden Kein herzog kein heiland wird der mit erſten hauch Nicht ſaugt eine luft erfüllt mit profeten⸗muſik Dem um die wiege nicht zittert ein heldengeſang. Darin erkannten ſie George als jenen Dichter von höchſtem Rang, der„auch in der Zeit vor allem die heilige Stimme, das Maß der wandelloſen Ordnung und mitten im Stürzen und Steigen der Reiche der Hüter des bleibenden Sinns, kraft deſſen ſie ſtürzen und ſteigen“ iſt. Als der erſchien George aber vollends in ſeinen wenigen Gedichten, die im Kriege und nach dem Kriege erſchienen. Heute liegen ſie mit anderen— ſeit 1928— in dem Bande„Das neue Reich“ vor. Das ſchon mehrfach erwähnte große Gedicht„Der Krieg“(1917) wurde zu einem abſolut gültigen Gericht über unſer Volk und über die Welt⸗ zeit des Erſten Weltkrieges. Was George hier aus⸗ ſprach, ſteht völlig jenſeits der öffentlichen und par⸗ tetiſchen Meinung, jenſeits auch aller kirchlichen Be⸗ kenntniſſe, es ſchrieb unſer Verhängnis mitten im Kriege, als ſich die Selbſtzerfleiſchung im Lande erhob (1917), mit glühenden Lettern an den Himmel. Wäre nicht jedes Volk heute Maſſe, ſondern beſtünde es aus den wenigen einſichtigen großen Männern, zu denen es— nach Nietzſches Wort— kommt, um wieder um ſie herum zu kommen: dann hätten die Deutſchen aus dieſem einzigen Gedicht mitten im Kriege leſen können, was nottat. Doch George, der unerbittliche Richter, entläßt ſeine jungen Leſer nicht mit Fluch. Er ſchaut die Verheißung. Er ſah die Jugend, die die „Götter aufrief“,„Erſtandne wie Ewige nach des Ta⸗ ö ges Fülle Und Apollo lehnt geheim An baldur: Eine weile währt noch nacht— Doch diesmal kommt von oſten nicht das licht.“ Der kampf entſchied ſich ſchon auf ſternen: ſieger Bleibt, wer das ſchutzbild birgt in ſeinen marken Und herr der zukunft wer ſich wandeln kann. Und dann, nach dem Kriege, kam ſein Lobpreis der Toten, der Helden: Wenn einſt dies geſchlecht ſich gereinigt von ſchande Vom nacken geſchleudert die feſſel des fröners Nur ſpürt im geweide den hunger nach ehre: Dann wird auf der walſtatt voll endloſer gräber Aufzucken der blutſchein„ dann jagen auf wolken Lautoͤröhnende heere dann brauſt durchs gefilde Der ſchrecklichſte ſchrecken der dritte der ſtürme: Der toten zurückkunft! Hier wurde George nun endlich einem ganzen Volk zum Seher, hier ſprach er zu allen. Jetzt wuchs unter ſeinem Wort das Volk zu ſich ſelber hinauf. Man hörte ſeinen Namen, man hörte ſeine Verſe in den Maſſen der Jugend. Er aber blieb in der Stille. Weder der Ruf der Menge noch die ihm geſtifteten Dichterpreiſe konnten ihn bewegen, her⸗ vorzutreten, und es iſt bisher auch nicht gelungen, ihn zum Eintritt in die Dichterakademie zu veran⸗ laſſen. George, ſelber ein Mythus geworden, braucht nicht in der Menge oder vor der Menge zu erſchei⸗ nen. Er iſt in ſeinem Volke. Er ſchuf dieſes Volk, das da kommt, ſelber. George gehört ſchon jetzt zu den„ewigen Deutſchen“. Curt Hotzel GDS. Das Nationaltheater Mannheim teilt mit: Intendant Brandenburg hat die Volkskomödie„Die Kickers“ von Fritz Peter Buch zur alleinigen Uraufführung am Nationaltheater Mannheim er⸗ worben.— Die am Donnerstag erfolgende Erſtauf⸗ führung der Münchener Neubearbeitung von Zellers Operette„Der Vogelhändler“ weiſt folgende Beſetzung auf: Adam: Heinrich Kuppinger, Chriſtel: Elſt Bodmer vom Stadttheater Baſel, ab Herbſt als Opern⸗ und Operettenſoubrette ans Nationaltheater Mannheim verpflichtet, Kurfürſt: Walter Jooß, Kurfürſtin: Sophie Karſt, Adelaide: Hermine Ziegler, Weps: Karl Mang, Stanislaus: Bum Krüger, Schnurpel: Joſeph Offenbach, Poſt⸗ halter: Joſeph Renkert, Emerenz: Luiſe Böttcher⸗Fuchs, Auktionator: Karl Zöller. Die muſikaliſche Leitung Die Regie führt Richard Dornſeiff. Schneck: Fritz Bartling, bat Karl Klauß. könn die der! der Stra ſich Dru ſtran Anfa abfa! der weil über nim! End Näh. mun und Die Lank zuſan mer ahn fen in f ſicher Stra auſte * heim luſt“ lun noch Verl betr. ee 1 Neue Mannheimer Zeitung Abend⸗Ausgabe 3. Seite Nummer 313 Mannheim, den 11. Juli 1933. Merkblatt für Badende vom Landesverband Baden Lebens⸗Rettungsgeſellſchaft Herausgegeben der Deutſchen 1. Bevor du ſchwimmen lernſt oder deinen Kör⸗ per dem kalten Waſſer auszuſetzen gedenkſt, frage deinen Hausarzt, ob dein Körper den Einwir⸗ kungen, die dabei auftreten, gerecht werden kann. 2. Häufigkeit und Dauer des Schwimmens iſt eine Frage körperlicher Veranlagung, die nur dein Arzt feſtſtellen kann. 3. Gehe nicht erhitzt in kaltes Waſs⸗ ſer(8. B. nach ſchnellem Lauf oder langem Son⸗ nenbad), ſondern gönne dir die Zeit, deinen Kör⸗ per etwas abzukühlen(Duſche, Luftbad). 4. Erkundige dich über die Waſſertiefe, bevor du ius Waſſer gehſt. 5. Springe als Schwimmer nicht mit Kopfſprung in ſeichtes oder trübes unbekanntes Gewäſſer. 6. Gehe als Nichtſchwimmer nicht in über bruſt⸗ ttefes Waſſer. 7, Ein voller Magen verurſacht beim Ba⸗ den oft Uebelkeit, darum nicht ſofort nach dem Eſſen baden. 8h Bleibe bei einer Waſſerwärme von unter 15 Grad nicht länger als 5 Minuten im Waſſer. Kindern, welche den ſtarken Wärmeentzug im Waſſer noch weniger vertragen als Erwachſene, iſt uch ſchon längeres Verbleiben in wärmerem Waſſer zu unterſagen. g. Schwimme in offenem Waſſer(Strom oder See) nur in Begleitung und meide ſumpfi⸗ ges oder ſchilfdurchwachſenes Waſſer. 10, Vermeide das Anſchwimmen an ver⸗ ankerte oder vorbeifahrende Schiffe. Sie bergen mannigfache Gefahren und haben man⸗ chem den Tod in den Wellen gebracht. 11. Durch Stromregulierung nehmen manche Ströme jetzt einen neuen Weg. Eingebaute Buhnen können gefahrvoll werden, auch bei niederem Waſſer⸗ ſtand den Schwimmer verletzen. Achte genau auf die Strömung und das Wellenbild. Sie zeigen ge⸗ nau ſolche gefahrvollen Stellen an. 12. Wenn deine Freunde behaupten, daß Oben⸗ geſagtes ihnen nichts ſchade, ſo traue ihnen nicht, denn ſie kennen deinen Körper nicht und außerdem beweiſt dies nur, wieviel Spielraum die Natur bis⸗ weilen der menſchlichen Unvernunft geſtattet.(Aus 1 5 Taſchenbuch für den deutſchen Schwimm⸗ port. * Zur Vorſicht im Strandbad mahnt von neuem der Unglücksfall am Sonntag. Es iſt notwendig, in der Badezeit immer wieder auf den Verlauf des Strandes und die Strömung des Waſſers unſeres an ſich abſolut gefahrloſen Strandbades hinzuweiſen. Druck und Zug der Waſſerſtrömung haben dem Bade⸗ ſtrand ſeine Struktur gegeben: den etwas ſteileren Anfang, die flachere Mitte und das beſonders ſteil abfallende Ende des Strandes. Am Anfang und in der Mitte ſind kaum Unglücksfälle vorgekommen, weil der Badende, der ſich der Strömung des Waſſers überläßt, wenigſtens ſolange der Strandbogen zu⸗ nimmt, ſtets der Landſeite zugetragen wird. Am Endteil des Strandes dagegen, beſonders in der Nähe der Badegrenze, verhült ſich die Waſſerſtrö⸗ mung gerade entgegengeſetzt; ſie ſtrebt vom Lande ab 11 und trägt den Badenden ſehr raſch in tieferes Waſſer. Die beſondere Steilheit des Strandes und die vom Lande abſtrebende Strömung des Waſſers wirken zuſammen. Dies kann vor allem den Nichtſchwim⸗ mern leicht verhängnisvoll werden. Weil viele ſich ahnungslos dem Genuße des Bades hingeben, häu⸗ fen ſich an dieſem Teil des Strandbades die Unfälle in ſo erſchreckendem Maße. Perſonen, die keine ſicheren Schwimmer ſind, ſollten den oberen Teil des Strandbades benützen und auch da die Vorſicht nie außer acht laſſen. * Der Mannheimer Schiffer⸗Verein e. V. Mann⸗ heim hielt dieſer Tage im Vereinslokal„Zur Rhein⸗ luſt“ eine ſehr gut beſuchte Monats verſamm⸗ lung ab. Der 1. Vorſitzende Peter Kühnle gab nochmals ausführlichen Bericht über die weiteren Verhandlungen mit der Badiſchen Hafenverwaltung betr. Wiedereinführung von Hafenbezir⸗ ken. Es iſt in aller Kürze zu erwarten, daß durch das Miniſterium der Vorſchlag der Kommiſſion zur Durchführung gelangt. Weiterhin machte der 1. Vor⸗ ſitzende von der Unterredung beim Bayeriſchen Waſſer⸗ und Straßenbauamt Speyer ausführliche Mitteilungen. Wie gemeldet, wurden von einer großen Anzahl Schiffsbeſitzer und Schiffahrtsinter⸗ eſſenten lebhafte Klagen über die Kontrolle der Schleppzüge während des Aufnehmens und der Durchfahrt unter der Rheinbrücke wegen der damit verbundenen großen Gefahr laut. In dieſem Zu⸗ ſammenhang wurde auch an dem Verhalten der Giſtmordverſuch an der eigenen ukter Verhandlung vor dem Mannheimer Schwurgericht Ein harmlos ausſehender junger Burſche ſteht unter der Anklage, einen Giftmordverſuch an ſeiner Mutter unternommen zu haben. In der Familie Tr. in Brühl herrſchte ſtändig eine Spannung wegen des Liebesverhältniſſes des erſt 20 Jahre alten Sohnes Hermann mit einem Mäd⸗ chen. Die Mutter war beſonders gegen dieſe Liebelei, weil der Sohn dadurch leichtſinnig geworden ſei, auch nicht mehr gearbeitet habe. Aus dieſer Einſtellung gegen das Mädchen entwickelte ſich nach und nach bet dem Sohne eine feindliche Stimmung gegen die Mutter. Am 13. Mai, dem kritiſchen Tage, be⸗ ſtahl er zunächſt den eigenen Bruder Ludwig, der als Ehemann zwei Zimmer im Hauſe der Mutter inne hat. Aus einer Pappſchachtel im offenen Schranke nahm er zwei 5⸗Markſtücke. Dann begab er ſich auf den Speicher und entnahm aus einem Packetchen „Urianso“(Schweinfurter Grün) das äußerlich als „Gift“ gekennzeichnet war und zur Schädlingsbe⸗ kämpfung dient, eine kleine Menge, mit dem ſchreck⸗ lichen Vorſatz, die Mutter aus dem Leben zu ſchaffen, und in dem Bewußtſein, daß die Möglichkeit nicht ausgeſchloſſen war, daß die ganze Familie: Mutter, Tochter und Bruder ſeinem ver⸗ brecheriſchen Vorhaben zum Opfer fallen konnten. Er befand ſich allein im Hauſe, als er die Tat aus⸗ führte. Er tat das Gift in den Kaffee, der für die Familie beſtimmt war. Die Mutter pflegte morgens den Kaffee für den ganzen Tag zu kochen. Abends wurde der Kaffee nicht aufger mt, ſondern kalt ge⸗ trunken. Zu ſeinem Schreck ſah er, daß das Gift in der Kanne ſich nicht mit dem kalten Kaffee vermiſchte, ſondern oben ſchwamm. Die Mutter merkte ſpäter, daß mit dem Kaffee etwas paſſiert ſei. Sie zeigte ihn der 15 Jahre alten Tochter, die ſofort auf den Gedanken kam, daß Gift darin ſein könnte. Der verbrecheriſche Sohn hatte ſich nach der Tat in eine Wirtſchaft begeben, dort mit dem geſtohlenen Gelde einige Glas Bier getrunken, war dann zu ſeiner 21 Jahre alten Braut gegangen. Der verheiratete Bru⸗ der war ihm ſofort nachgefahren und erreichte ihn mit ſeiner Braut auf dem Wege zum Kino in Schwet⸗ zingen. Er ſagte ihm das Verbrechen auf den Kopf zu. Nach anfänglichem Leugnen geſtand dieſer auch die Tat ein. Abends noch wurde er von der Gen⸗ barmerie verhaftet. Ganz widerſprechend waren die Ausſagen des Angeklagten über ſeine Abſichten bei Ausführung der Tat. Einmal ſagte er, er hätte nicht gedacht, daß ſeine Mutter von dem Kaffe trinke, früher aber hatte er ſich geäußert, wenn ſie an dem Gift geſtorben wäre, dann hätte er ſeine Ruhe gehabt. 40 Der Bruder Hermann machte nur kurze An⸗ gaben, er iſt im Sprechen ebenſo ſparſam wie ſein Bruder, den er als wortkarg bezeichnet. Die Mut⸗ ter ſuchte das eigene Blut, das ſich ſo an ihr ver⸗ ſündigte, noch zu entlaſten. Aus den Ausſagen der Geliebten geht hervor, daß Beide ernſtliche Abſichten hatten, einander zu heiraten. Ihr erzählte der An⸗ geklagte den Diebſtahl, nicht aber den Vergiftungs⸗ verſuch. Das techniſche Gutachten über den Inhalt des Kafſees erſtattete Prof. Dr. Schwarzacher⸗Hei⸗ delberg, das pſychologiſche Med.⸗R. Dr. Götzmann. Dieſer hält den Angeklagten für geiſtig normal, aber leicht erregbar durch ein ſchwaches Nervenſyſtem. Er erklärt ſich die Handlungsweiſe des Angeklagten aus den durch die erſtmalige Bekanntſchaft mit einem Mädchen, das er liebte, geſteigerten Entwicklungs⸗ ſtörungen in der Pupertätszeit. Zweifellos ſei die Tat als eine unüberlegte anzuſehen. Der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Dr. Mülleir, kam bei der Schwere der Tat zu dem Antrage auf 2 Jahre Zuchthus, mit dem Diebſtahl zu einem ſolchen auf 2 Jahre 10 Monate Zuchthaus. Der Verteidiger Dr. Bechtel plädiert auf die ge⸗ ringſtmögliche Strafe. Das Urteil: Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Totſchlagsverſuch ſowie einem fort⸗ geſetzten ſchweren und einem einfachen Dieb⸗ ſtahl zu einer Geſamtzuchthausſtrafe von 2 Jahren 7 Monaten, auf welche die Unter⸗ ſuchungshaft angerechnet wird. In der Urteils⸗ begründung wurde erwähnt, daß der Angeklagte ſchon einmal gegenüber ſeiner Geliebten von einem Gift⸗ mordverſuche geſprochen habe, was darauf ſchließen laſſe, daß der Angeklagte ſich ſchon länger mit dieſem Gedanken getragen habe. Die geiſtige Lage der wijſenſchaftlichen Berufe Das evang. kirchl. Sozial⸗ und Preſſeamt für Baden veranſtaltete gemeinſam mit den Studenten⸗ ſchaften der badiſchen Hochſchulen auf der Falken⸗ burg bei Herrenalb eine Studentenfreizeit. Was bei allen Vorträgen, die von ausgezeichneten Vertretern der verſchiedenſten Wiſſensgebiete gehal⸗ ten wurden, klar heraustrat, war zweierlei: 1. daß eine andere Einſtellung herrſcht, in der nicht mehr gilt, was noch vor zwanzig Jahren galt, wo Geiſtes⸗ und Naturwiſſenſchaften ohne Vorausſetzungen lehr⸗ ten. Und zweitens, daß dieſe Vorausſetzungen an⸗ erkannt werden. Vorausſetzung aber iſt die Volk s⸗ gemeinſchaft. Als Arzt ſieht Prof. Dr. Stein ⸗Heidel⸗ berg, dieſe neue Wirklichkeit in der Beherr⸗ ſchung eines Ausnahmezuſtandes in der Natur des Menſchen. Es gilt den Gegner in der Krankheit zu ſehen. Schlecht iſt nur der zögernde, der in Theorien ge⸗ ſchützte Arzt. Er gerät in Mitleid und überläßt ſo⸗ mit den Kranken ſeiner Not. Die unbedingte Ein⸗ gliederung in die Gemeinſchaft iſt Forderung der Natur, nicht nur des Volkes. Aus derſelben Grundeinſtellung heraus formt Prof. Dr. Ludewig ⸗ Mannheim als deutſcher Rechtsgeſchichtler ſeine Forderungen. Er verlangt, daß endlich die unſerem Volke ureigenen Kräfte bei der Neugeſtaltung des Rechts zu wirkſamem Aus⸗ druck kommen, daß es frei wird von römiſcher Zweck⸗ mäßigkeit und Selbſtſucht. Als letzter Grund der Rechtsſchöpfung überhaupt wird ein Gerechtigkeits⸗ ideal gefordert, das in uns allen lebt, das ſeine Wurzeln in den ſittlichen Kräften des Volkstums hat und niemals international ſein kann. Privatdozent Dr. Wendt ⸗ Mannheim als Volks⸗ wirtſchaftlicher und Prof. Dr. Wehrle⸗Karlsruhe als Techniker ſehen als Mittelpunkt ihrer Probleme] die es aus ſich ſelbſt heraus hatte. die völlige Zerſchlagung des individualiſtiſchen Wirt⸗ ſchaftsliberalismus. Nicht die Techniſierung der Betriebe trägt die Schuld an der jetzigen Arbeitsloſigkeit, ſondern allein die falſche Anwendung der Technik. Nur einer Wirtſchaftspolitik, deren oberſte Sinn⸗ beziehung die Volksgemeinſchaft iſt, wird es mög⸗ lich ſein, die für das Volk nötigen Lebensmöglich⸗ keiten zu ſchaffen. An die proteſtantiſche Kirche kommt heute von außen die Frage heran: beſinnt euch, ob ihr als Kirche etwas zu ſagen habt. Prof. D. Oden wald⸗ Heidelberg gab darauf die Antwort. Wenn wir als evangeliſche Menſchen nach dem letzten Sinn des Lebens fragen, können wir ſchlechterdings nichts anderes, als die Bibel befragen. Hier haben wir uns zu entſcheiden. Das, was wir dem neuen Staate zuerkennen, iſt, daß er der chriſtlichen Kirche einen weiten Miſſionsraum einräumt. Aber er ſpricht nur vom deutſchen Volke und ſeiner germaniſchen Herkunft, wir aber vom chriſtlichen Glauben, der die letzte Tiefenſteuerung des nationalen Wollens ver⸗ langt. In dem die Vortragsreihe abſchließenden Vor⸗ trag führt Privatdozent Dr. Wendland ⸗Heidel⸗ berg die aufgezeigten theologiſchen Linien weiter ins Praktiſche hinein. Er greift nochmals die Frage nach der Gemeinſchaft auf, die bei allen Vorträgen die gemeinſame Grundlage bildete, um von da aus die Frage nach der Kirche in der heutigen Situation nochmals zu beleuchten. Mögen auch hier die Worte ſtehen, mit denen Prof. Stein ſchloß: Werden wir noch einmal das Volk, das am Anfang einer Ge⸗ ſchichte ſteht und das erſte Volk war, welches als ge⸗ ſchloſſenes Ganzes nur die Kräfte in ſich entwickelte, esk. bayeriſchen Rheinpoltzei Kritik geübt. Unter der Führung des 1. Vorſitzenden ſind die gewählten Kom⸗ miſſionsmitglieder beim Bayeriſchen Waſſer⸗ und Straßenbauamt Speyer empfangen worden. Der Vorſtand dieſes Amtes hat die Wünſche der Kom⸗ miſſion angehört und großes Verſtändnis bezüglich den berechtigten Beſchwerden gezeigt. In Zukunft muß jede Kontrolle eines Schleppzuges während des Aufnehmens und während der Durchfahrt unter der Rheinbrücke unterbleiben. Eine Kontrolle darf erſt dann ſtattfinden, wenn ſich der Schleppzug in Ord⸗ nung und in Fahrt befindet. Die Frage der Be⸗ mannung der Schiffe werde ſo milde als mög⸗ lich behandelt und auf die ſchlechte Wirtſchaftslage der Rheinſchiffahrt in beſonderen Fällen Rückſicht genommen. Mangelnde Bemannung ſoll auch nur bei beſonders kraſſen Fällen geahndet werden. Es dürfe aber nicht vergeſſen werden, daß es ſich hier um eine reichsgeſetzliche Vorſchrift handelt, die nicht umgangen werden dürfe. Aus der Mitte der Ver⸗ ſammlung heraus wurde noch angeregt, dafür ein⸗ zuſtehen, daß am ſogenannten„Rennershof“ eine weitere Trinkwaſſeranlage errichtet wird. Der Vorſitzende teilte darauf mit, daß bereits vor n drei Brunnen auf ſ. Zt. am Rennershof Umbauarbeiten ſtattgefunden mußte dieſer Antrag zurückgeſtellt werden. jedoch die Anregung mit ent⸗ ſprechender Begründung erneut dem Oberbürger⸗ meiſter empfehlend überweiſen. Es ſei anzunehmen, daß dieſes Verlangen auf keinen großen Widerſtand ſtoßen wird, da die Herbeiſchaffung von gutem Trink⸗ waſſer an dieſer Stelle mit keinen großen Schwie⸗ rigkeiten und Unkoſten verbunden ſei. „ Die„Feuerio“⸗Fahrt in's Weißblaugrüne, in die ſonnige Pfalz, die am Sonntag vonſtatten ging, dürfte den Teilnehmern kaum weniger Vergnügen bereitet haben, als den Inſaſſen des Sonderzuges, der am gleichen Tage die zweite„Fahrt ins Blaue“ unternahm. Drei Autobuſſe der OCG. ſtanden punkt 8 Uhr früh vor'm„Habereckl“, wo bereits nicht viel weniger als hundert männliche mit weißen Kapi⸗ tänsmützen behauptete Feueribaner auf das Signal zum Einſteigen warteten, das der Fahrtleiter, Elfer⸗ ratsmitglied Ingenieur Rimbach, fünf Minuten ſpäter gab, ſo daß der Wagenzug präzis.11 Uhr ſich in Bewegung ſetzen konnte. Welche Ziele er ver⸗ folgte, taten einige Rundplakate kund, von Kunſt⸗ maler Birkenmeier an der Stirnſeite des erſten haben, Der Vorſtand wird reſp. an der Hinterſeite des dritten Wagens an⸗ gebracht, mit der Inſchrift:„Vatertag! Endlich allein!“ Es war nämlich ein Herrenausflug. Einige weitere Aufſchriften und Bildniſſe ließen die Umwelt nicht im Zweifel, daß es ſich um den „Feuerio“ handelte. Die Fahrt bis Elmſtein ging über Ludwigshafen— Mundenheim— Mutterſtadt Meckenheim— Mußbach— Neuſtadt— Lambrecht— Frankeneck. In Elmſtein war im Gaſthaus„Zur Burg“ kurze Frühſtücksraſt. Nach einer halbſtün⸗ digen Fahrt durch ſtille, im ſatteſten Grün prangende Wald⸗ und Wieſentäler wurde Johannis kreuz erreicht, deſſen idylliſche Ruhe zu dreiſtündigem Auf⸗ enthalt und zum Mittagsmahl im Gaſthaus„Bra⸗ band“ einlud. Hier ſetzte Präſident Brenner ſeine in Elmſtein begonnene Begrüßungsanſprache fort. Ueber Kurshaus Karlstal, am Familienbad Gelters⸗ woog vorbei— der 1½ſtündige Aufenthalt wurde zur Beſichtigung und von einigen Feueribanern zu einem kühlenden Bad benützt— erreichte man gegen 4 Uhr nachmittags Kaiſerslautern, wo im „Auguſtinerkeller“ bei Muſik, Geſang und Vorträ⸗ gen die gewohnte„Feuerio“⸗Fidelitas unter Mit⸗ wirkung des„Flora“ ⸗ Quartetts, der bekann⸗ ten Humoriſten Toni Kunz, Fritz Weinreich und Gorenflo in Erſcheinung trat; auch zur Freude der anweſenden Kaiſerslauterer. Draußen ging unterdeſſen ein Platzregen nieder, nach dem die Heimfahrt über Bad Dürkheim mit kurzer Unter⸗ brechung im dortigen Hotel„Terminus“ erfolgte. Ohne Unfall erreichte man gegen 9 Uhr die End⸗ ſtation„Habereckl“, wo der Schlußſchoppen eingenom⸗ men wurde. * Seinen 70. Geburtstag feiert morgen Herr Joſ. Schönſtein, Poſtaſſiſtent a.., wohnhaft U 4, 19a. Der Jubilar iſt langjähriger Bezieher der„Neuen Mannheimer Zeitung“. * Ein Darlehen bis zu 1000 Mark können nach dem Reichsgeſetz vom 1. Juni 1933(Reichsgeſetzblatt Seite 323) deutſche Reichsangehörige, die ſeit dem 3. Juni d. J. die Ehe eingegangen ſind oder ein⸗ zugehen beabſichtigen, erhalten. Die Anträge ſind auf amtlichen Vordrucken zu ſtellen, die beim Stan⸗ desamt unentgeltlich abgegeben werden. Im übri⸗ gen verweiſen wir auf die Bekanntmachung des Oberbürgermeiſters im Anzeigenteil des heutigen Mittagsblattes. * Ein Mannheimer Heilkundiger, der in mehreren ſüdpfälziſchen Orten in letzter Zeit nicht wenig Fa⸗ milien durch ſeine Schwindelgeſchäfte recht empfind⸗ lich hereinlegte, wird geſucht. Es handelt ſich um den am 2. Juni 1904 in Rottenburg a. N. geborenen, zu⸗ letzt in Mannheim wohnhaften Erwerbsloſen Alfred Palm, der ſein Unweſen wahrſcheinlich in anderer Gegend fortſetzt. * eber Maßnahmen der Stadt Ludwigshafen teilt das Bürgermeiſteramt mit: Gegen Beſchwer⸗ den wird in Zukunft, falls ſie von Mitgliedern der Noe DDA fahrläſſig vorgebracht werden, aufs ſtrengſte vorgegangen werden. Die Stadtverwaltung hat ver⸗ fügt, daß in den nächſten Tagen ſämtliche noch be⸗ ſtehenden Handwerksbetriebe in den Wa⸗ renhäuſern geſchloſſen werden. Darunter fallen insbeſondere Putzmacherei, Polſtererbetrtebe, Dekorations⸗ und Schneiderabteilungen. Um die Schwarzarbeit auf den Friedhöfen zu unterbinden, hat das Bürgermeiſteramt vorbehaltlich der Geneh⸗ migung durch den Stadtrat verfügt, daß eine ge⸗ werbsmäßige Errichtung und In⸗ ſtandſetzung von Grabmälern und Ein⸗ fafſungen nur den ortsanſäſſigen Gewerbetrei⸗ benden geſtattet iſt, die im Beſitz eines vom Bürger⸗ meiſteramt ausgeſtellten Berechtigungsſcheins ſein müſſen. Hinweis * Unter der ſchwarzen Bauernfahne heißt der große Bauernfilm, der von morgen an im Capitol zum erſtenmal in Mannheim läuft. Er ſchildert mit packender Wucht die Not und den Kampf der Bauern um ihre Rechte und gegen das ſchwarzrote Syſtem. M Ii I 5 i t d t N N isl aus besonders leichlen Schl. mazedonischen und rürkischen Jabaken herqe. %% 555 1 8 stell und daher eine von F I N e e T A M DM K TEN IA CTA, Mdfur äußerst milde zuqleich ber sehr àromdlische Osten raliscug CIA EN SODA SE SE AE Zig d rete. FFFFCCTCCTFTCTCFͥ᷑ ͤ VFFbbbbVVVbVFFbFbTbTbTbFbTbVbTbTbPTbTbTbTbTbVTVTVTbVbVTVTVTVTVVVVCVCVCVCVCVCVCVCVCVCVVVV——! ö 4. Seite Nummer 313 Reue Mannheimer Zeitung Abend⸗Ausgabe Dienstag, 11. Juli 1933 Der Reichsſportkommiſſar in Hannover Die große ſchöpferiſche Aufgabe iſt der Wehrſport— MReichsſportkommiſſar von Tſchammer⸗Oſten weilte am Montag in Hannover, um vor einem geladenen Kreis von Turn⸗ und Sportführern, Sportlehrern, Aerzten uſw. über as Thema Reichsſportſührung im neuen Deutſch⸗ land zu ſprechen. Nachdem der Reichsſportkommiſſar das Spalter der hannoverſchen Turn⸗ und Sportjugend durchſchritten hatte, wurde er im Beethovenſaal von ſeinem Beauftragten für Hannover, Krachmer, und anſchließend von Ober⸗ bürgermeiſter Dr. Menge im Namen der Stadt Hanno⸗ ver begrüßt. Reichsſportkommiſſar von Tſchammer⸗Oſten dankte und richtete Begrüßungsworte an den Oberpräſi⸗ denten Lutze. Er m dann darauf hin, daß er nicht gedenke, mit programmatiſchen Worten aufzuwarten, viel⸗ mehr ganz allgemein über die Geſtaltung des deutſchen Sportweſens ſprechen wolle. Er habe eine neue Truppe bekommen, nur ſei ſie viel komplizierter als oͤte Sa, viel umfaſſender in ihrer Organiſation mit vielen Köpfen, wo jeder etwas zu ſagen hätte. Für den Eingeweihten ſei e r geweſen, daß die deutſche Sport⸗ bewegung in ihrer Vielſeitigkeit nicht mehr entwicklungs⸗ fähig ſei. Was an Bauten, an Stadien und Bädern ge⸗ ſchaffen wurde, ſei phänomenal, aber den jungen Menſchen ſet nichts gegeben worden. Set nicht gegeben worden der Ethos, die unbedingte Liebe und Begeiſterung für ſeine Sportart, für ſeine Organiſation. So hätten ſich Staat und Verbände von ſelbſt getrennt. Ich ſehe, betonte der Reichsſportkommiſſar, heute die Aufgabe darin, durch den Staat ein gewiſſes Vertrauen zu dem Staat zu geben, um die Turn⸗ und Sportbewegung dem Staat und dem Volk nutzbar zu machen.— In der Jugend ſet ein Wandel bereits vorgegangen. Wenn man ſehe, wie ſie in Begeiſterung der neuen Zeit gegenüberſtehe und ſie mit der Zeit vor einem Jahr vergleiche, könne man ſehen, daß eine Etappe bereits erreicht ſei. Zur Führerfrage äußerte ſich der Redner eingehend. Er will nicht etwa die Alten durch die Jungen erſetzen, vielmehr redete er mit zündenden Worten einem echten Veteranentum das Wort. Aus den Reihen der Frontkämpfer müßten ſich die Veteronen heraus⸗ ſchälen, die mit der Jugend arbeiten wollten, und wenn dann SA und SS aufmarſchiert, ſo müßten ſie in Ver⸗ ehrung an den Alten vorbeimarſchieren. Kurz ging dann der Reichsſportkommiſſar auf die Umorganiſation des Turn⸗ und Sportweſens ein. Manchen ſei das Tempo zu langſam. Er wolle aber keine überſtürzte Miniſterarbeit am grünen Tiſch. Er wolle nachprüfen und nachſorſchen bis in die Seele der ihm unterſtellten Men⸗ ſchen hinein. Er habe dabei die Ueberzeugung, daß die erſte Etappe der Umorgantſation ſo gelungen ſei, daß die zweite begonnen werden könne. Die Ausführungsbeſtim⸗ mungen würden aber ſo ſein, daß ſich alle wundern wür⸗ den, da ſte auf einen einfachen und knappen Nenner ge⸗ bracht werde. Die große ſchöpferiſche Aufgabe ſei der Wehrſport. Mit dem Vlerfahresplan des Führers verbinde ſich für Turnen und Sport die große Aufgabe, den jungen Menſchen zum wehr willigen und wehrfähi⸗ gen Mann zu machen. Wehrſport werde künftig nach einer Richtlinie getrieben. In Bezug auf die Organiſa⸗ tion und die Arbeit mit den Verbänden habe er ſich zwei grebe Bereiche geſchaffen: den Reichsſportführer⸗ ing der zehn Fachverbände und den Ring ſeiner Beauftragten. Die Perſonenfrage ſei nur erſt vor⸗ läufig geregelt, aber er glaube, ſich bindend hinſichtlich der Verteilung der Führerrollen bis zum 30. September ent⸗ ſcheiden zu können. Zur Frage der Neueinteilung der Fachverbände führte von Tſchammer⸗Oſten eine temperamentvolle Sprache an die Adreſſe der DT, aus deren Reihe ihm Vorwürfe und Unterſtellungen wegen der Begrenzung des Arbeitsberei⸗ ches gemacht würden. Er wies es weit von ſich, auch nur einen Moment eine mißgünſtige, feindſelige oder gar acht⸗ loſe Stellung gegenüber der Dr gehabt zu haben. Ich habe der D wieder die Stellung gegeben, die ſie in den letzten 14 Jahren nicht gehabt hat. Die Di ſei nach ſeiner Anſicht für die Zukunft ſogar mit ihrem Mitgliederbeſtand der beſte Begleiter der SA. Er habe ſich woch mit ihr zu unterhalten, aber er garan⸗ tlere für einen erfreulichen Ausgang diefer Unterhaltung. Die übrigen Organiſottonen würden Umwandlungen durch⸗ machen müſſen hinſichtlich ihrer Grundeinſtellung und ihrer Auffaſſung vom Wettkampfweſen. Für die Turn⸗ und Sportlehrer will der Reichsſportkommiſſar eine gefeſtigte Stellung ihrer Exiſtenz ſchaffen. Seine Beauftragten ſeien die Kanäle, durch die alles bezüglich der Aufſicht und Für⸗ ſolle. für die deutſche Turn⸗ und Sportbewegung ſtrömen olle. Sehr bemerkenswert waren ſchließlich die Ausführungen von Tſchammer⸗Oſten über die werdende Volks Die Stellung zur De. gemeinſchaft. Es 9 idele ſich darum, auch mit den 5. Angehörige PD und KPD zuſammenzu⸗ gehen.„J nen Führern, mit erhobener Naſe an fr und KPD⸗ Mitgliedern vorüber⸗ zugehen. h auch deutſche Arbeiter.“ Hinſicht⸗ lich des Spitzenſports und der Vertretung des deutſchen Sports international, ſei er kraſſer Gegner„überkandidel⸗ ter Cracks“, die für ihn nicht in Frage kommen. Er führte dann noch aus, in wel Geiſte jede internationale Ver⸗ tretung an ihre Sache angehen und herangebracht wer⸗ den mi ſchickſalshafte Fügung auf, daß die O in Deutſchland ſtattfinden weil dann d her eten könne. Mit zuverf ten ſchloß der Reichs ſportkom⸗ Das amtliche Avus-Ergebnis Erſt in den ſpäten Abendͤſtunden konnte man von der Rennleitung des Großen Motorradpreiſes von Deutſch⸗ land die genauen Ergebniſſe erfahren, die teilweiſe we⸗ ſentliche Veränderungen ergaben. Die Sieger in den ein⸗ zelnen Klaſſen blieben zwar die gleichen, doch Zeiten und Durchſchnittsgeſchwindigkeiten mußten eine Aenderung erfahren. Die offiziellen Ergebniſſe: Bis 1000 cem: 1. Kratz⸗Oberohmen(BMW):00,40 (166,1 Stokm.); 2. Buvgin⸗Königsberg(BMW]:07:19,8 (148 Stökm.); 3. Roſe⸗Düſſeldorf(BW):29:28,8(145,5 Stökm.); 4. Brudes⸗Breslau:10:36,1(14 Bis 5000 cem: 1. Steltze r⸗München( (161,2 Stokm.), beſte Zeit des Tages; 2. Su noͤquiſt⸗Schwe⸗ den(Husquarna):58:27,(159,1 Stoͤkm.); 3. Kalen⸗Schwe⸗ den(Husquarna) 1„4(157,2 Stoͤkm.); 4. Rieſe⸗Frei⸗ burg; 5. Tyrell Smith; 6. Oettinger⸗Neckarſulm; 7. Bau⸗ hofer⸗München(BMW].: Bis 350 cem: 1. Loof⸗Godesberg(Imperia):04:10, (142,3 Stoͤkm.); 2. Richnow⸗Berlin(Rudge):04:10,8(142,2 Stokm.); 3. Ahlswede⸗Hamburg(Velovette) 2215258(130,9 Stökm.); 4. Frentzen⸗Bonn(Rusdge):15:41,3. Bis 250 cem: 1. Dod ſon⸗England(New Impertal) :59:32,8(138 Stoͤkm.); 2. Sandri⸗Italien(Guzzi):59:83, (187,9 Stoͤkm.); 3. Geiß⸗Pforzheim(Da W) 22 10:2 (156,5 Stoͤkm.) Streckenlänge für 1000 und 500 cem: 950 cem: 294,426, bis 250 cem: 21, 333,999 Km., bis 274,853 Km. Der großen Radſport⸗Veranſtaltung am Sonntag in Leipzig wohnten bei ſchönem Sommerwetter 8000 Zu⸗ ſchauer bei, die im Länderkampf einen überlegenen deut⸗ ſchen Sieg von 52:28 Punkten über die däniſchen Vertreter erlebten. In allen vier Wettbewerben des Länderkampfes ſetzten ſich die Deutſchen erfolgreich durch. In den Zweier läufen erlitt nur der Kölner Merkens durch Anker Meyer Anderſen eine Niederlage, während Mark⸗ lewitz, Golz, Ungethüm, Lorenz und Gleim⸗Frankfurt ihre Zweierläufe ſämtlich ſicher an ſich brachten. Im Mal⸗ fahren waren dann die Deutſchen Lorenz, Golz, Mark⸗ lewitz und Merkens in dieſer Reihenfolge auf den erſten vier Plätzen, erſt dann folgten die Dänen. Das Ver⸗ folgungsrennen ſticherten ſich unſere Vertreter in :07,1 und 12 Punkten überlegen vor Dänemark(109,2, 6 Punkte) und auch im Zweiſitzer fahren war ein deutſcher Sieg zu verzeichnen. Lorenz⸗Golz gewannen hier mit 7 Punkten vor ihren Landsleuten Merkens⸗Ungethüm mit 5 Punkten. Rasmuſſen⸗Ree Anderſen folgten erſt als Dritte. Neben dem Länderkampf gab es noch erſtklaſſig beſetzte Dauerrennen um den Großen Preis der Stadt Leipzig, in dem die Fahrer insbeſondere gegen die ſtarke Hitze anzukämpfen hatten. Metz e gewann, nach⸗ dem Möller noch bis wenige Runden vor Schluß an der Spitze gelegen hatte, in:28:42(100 Kilometer) vor Möl⸗ ler, Schindler und Hille. Dederichs hatte nach 67 Kilo⸗ meter aufgegeben und Wißbröcker hatte ſogar ſchon beim 40. Kilometer die Waffen geſtreckt. Deutſche Raſen-Maodballmeiſterſchaft Schöne Erfolge der Die von der Hanauer Kanu⸗Geſellſchaft durchgeführte Regatta hatte einen guten Erf zu verzeichnen. Sämtliche Rennen waren gut beſetzt und zeigten, daß es mit dem Kanu⸗ Rennſport aufwärts geht. Zahlreiche Zuſchauer umſäumten die Ufer und gaben ſo der Regatta einen würdigen Rahmen. Den Hanauer Stadt⸗Zweier konnte die Kanu⸗Geſellſchaft Hanau an ſich bringen. Dex erfolgreichſte Verein waren die Rheinbrüder Karlsruhe mit 6 Siegen, gefolgt vom Poſt⸗ ſportverein Frankfurt mit 4 Siegen. Frankfurter Kanu⸗Verein bewies mit zwei Siegen Ueberlegen⸗ heit im Kanadier. de Der ſeine Die Ergebniſſe: Hanauer Stadtzweier: 1. Kanu⸗Geſellſchaft Hanau:05 Min.; 2. Hanauer Faltbeotklub 4108 Min. Einer⸗Faltboot, Anfänger: Ahteilung 1: 1. Rhein⸗ brüder Karlsruhe(W. Dörrſchuck) Min.; 2. Frankenthaler Kanu⸗Club(G. Kleiber):24,8; burger Kanuklub(B. Schneider) 539,4.— Abtei 1. Poſtſportverein Frank Min.; 2. Mainzer Kanuklub(E. Ri Jungdeutſchland Darmſtadt(H. Kolb) lung 3: 1. Abtei Mannheimer Kanu⸗Club(L. Sonns); 2. Fronkfurter Kanu⸗Club(K. Zahn); 3. Marburger Kanu⸗ Club(W. Dehn). Zweier⸗Kanadier: 1. Frankfurter Kanu⸗Verein u :28,6; 2. Frankfurter Kanu⸗Verein 2. Boot 633,2. Einer Faltbvot für Damen⸗Senioren: J. PSV Frank⸗ furt(G. Wenzel) 382,3; 2. Mannheimer KG(5. Becker):8 8,4 Damen⸗Anfänger: 1. Jung deutſchland Darm⸗ ſtaödt(E. Horſt):45,6; 2. J ütſchland Darmſtadt (E. Meinhardt:46,6; 3. Frankenthaler KC(M. Seeber) :47,4. Zweier ⸗Faltboot, Junioren: 1. Abteilung: 1. Mainzer K 442,4; 2. Rheinbrüder Karlsruhe:50; 3. Rotweiß Darmſtadt:51.— 2. Abteilung: 1. PS VB Frankfurt 489,3; 2. Frankfurter KG 486,2, 8. Mainzer KG 488,3. Einer⸗Faltboot: 1. Marburger KC(J. Kaphingſt); 2. Mainzer KV(O. Henrich); 3. PSW Frankfurt(F. Engel). Einer⸗Kanadier: 1. Frankfurter K(E. Stein⸗ brenner):52,2; 2. Frankfurter KV(Ernſt Steinbrenner) :56,3. Zweier⸗Faltboot, Jugend: 1. Rheinbrüder Karls⸗ ruhe 1. Boot 321,2; 2. Rheinbrüder Karlsruhe 2. Boot :21, Einer⸗Faltboot, Altersklaſſe: 1. Jung deutſchland Darmſtadt(L. Müller):41; 2. Mannheimer K G (L. Sonns) 342,1; 3. PS Frankfurt(H. Schott) 345,2. Zweier⸗Kajak: 1. Rhein brüder Karlsruhe Deulſtcher Sieg im Radländerkampf gegen Dänemark Die Deutſchen Saalſport⸗Meiſterſchaften fanden am Montag mit der einzigen„Freiluft⸗ Konkurrenz“, der Sechſer⸗Raſenraöball⸗Meiſterſchaft, ihren Abſchluß. Ueber :81,83; 2. KC Mainz 432,4; 3. PSW Frankfurt 485,6. Einer⸗Faltboot, Jugend: 1. Rhein brüder Karls⸗ dem Frankfurter Stadion lag eine wahre Hundstagshitze, als die fünf Titelbewerber zum Kampf antraten. In den Vorkämpfen beſiegte Opel Rüſſelsheim die zweite Mannſchaft von Wandͤerluſt Frankfurt mit 61(:), während der RAC Frankfurt Oberrad die Er⸗ furter Turnerſchaft 70(:0) abfertigte. In einem wei⸗ teren Ausſcheidungsſpiel war der Titelverteidiger Wan⸗ derluſt 1 Frankfurt über Opel Rüſſelsheim:1(:1) erfolgreich. Für das Endſpiel hatten ſich damit zum vierten Male hintereinander die beiden Frankfurter Clubs Wanderluſt und RC Oberrad qualifiziert. Dies⸗ mal glückte den Oberrädern der große Wurf, ſie konnten ihren alten Rivalen mit:1(:1) ſchlagen. Im Kampf um den dritten Platz fertigte Opel Rüſſelsheim die Erfurter Turnerſchaft:3(:9) ab. Länderkampf der Tennislehrer Amerika ſchlägt Deutſchland:1. Den Schlußkämpfen des deutſch⸗amerikaniſchen Tennis⸗ wettſtreites auf der Berliner Blauweiß⸗Anlage wohnten am Sonntag 4000 Perſonen bei, auch Reichsminiſter Dr. Goebbels mit Gattin war wieder unter den Zu⸗ ſchauern. Im Geſamtergebnis trugen die Amerikaner Tilden und Barnes einen überlegenen Sieg mit 441 Punkten davon. Barnes konnte im Eröffnungsſpiel nach einen ſchweren Fünſſatzkampf Roman Najuch 411, :2,:6,:8, 624 ſchlagen. Der deutſche Altmeiſter ließ ſich auf die Spielunterbrechungen des oft geſtürzten Ameri⸗ kaners ein und hätte vielleicht bei einem glatten Verlauf gewinnen können. Im Hauptkampf vermochte Tilden den deutſchen Meiſter Hans Nüßlein abermals mit 416, :8,:2,:2 zu ſchlagen. Nüßlein war zuerſt großartig im Schwung, er hatte ſich aber die Füße wundgelaufen und konnte zum Schluß nicht mehr recht mithalten. In einem Doppelſpiel außerhalb des Länderkampfes ſiegten Najuch⸗Bartelt über Tilden⸗Barnes:2, 614. DER KGUNIG/ DER HEIDE Roman aus historischer Zeit von Johannes Hollstein 4⁰ Da zerfällt Ebeneders Lügengewebe mit einem Ruck vor den Augen des Notars. In ſeiner Auf⸗ regung ſchlägt er mit der Fauſt auf den Tiſch.„Dam⸗ ned, dieſer Schurke!“ Rubolfa ſieht ihn erſchrocken und überraſcht an. „Ich verſtehe nicht, Herr Notar!“ „Oh, gnädigſtes Fräulein, ich bitte um Verzeihung. Ich will Ihnen alles erzählen!“ Er berichtet genau über alles, was ſich ereignet hat, bringt Ebeneders Brief, ſchildert die Ausein⸗ anderſetzungen mit ihm, ſpricht von dem Mädchen, das er ihm vorgeſtellt hat, und wie er durch Zufall auf Marie durch die ganz gewaltige Aehnlichkeit auf⸗ merkſam wurde. Rudolfa iſt überraſcht und erfreut. „So glauben Sie, daß Marie jenes Kaufmanns Liſter iſt?“ N „Ja, mein gnädigſtes Fräulein, ſie iſt es, ganz ge⸗ wiß iſt ſie es! Der Schurke hat eine andere unter⸗ ſchieben wollen, wahrſcheinlich, um dann das erſchli⸗ chene Erbe mit ihr zu teilen. Welch' Glück, daß mich 9 Zufall hinter dieſen Schurkenſtreich kommen läßt!“. „Wollen Sie mit Marie ſprechen, Herr Notar?“ „Noch nicht, erſt will ich abrechnen mit dieſem Ha⸗ lunken! Dann melde ich mich wieder bei Ihnen.“ „Noch eine Frage, Herr Notar, ich bin neugierig. Maries Vater war wohl ſehr vermögend?“ „Ja, enorm reich. Der größte Kohlenexporteur aus England, der nicht nur in Hull, ſondern überall in England Geſchäftsſtellen unterhielt. Das rieſige Vermögen iſt nach dem Tode der Eltern an die El⸗ tern des Liſter zurückgefallen, da keine anderen Erben da waren. Mrs. Liſter war auch eine Waiſe, Mr. Liſter war der einzige Sohn. Er dürften gut 500 000 Pfund an Vermögen zur Verfügung ſein.“ Rudolfa ſchüttelt vor Staunen den Kopf. Sie kann es kaum faſſen. So reich wird die kleine Marie ſein! i Urhesber- Rechtsschutz Mitte deutsche Roman- Korrespondenr Lelprhg C1 die Tochter „Oh, ihr gönne ich's von Herzen. Sie iſt ſo gut, ſo rein wie ein Kind, und die Großeltern werden Freude an ihr haben. Und noch eins.. fetzt wird ihrer Liebe Erfüllung beſchieden ſein. Sie liebt den Hauptmann von Wachwitz.. jetzt wird einer Heirat nichts mehr im Wege ſtehen?“ „Iſt er ein wackerer Mann?“ „Das iſt er! Ein prächtiger, ehrenhafter Menſch, der die beſte Frau verdient!“ „Dann mag er mit ihr zuſammen zu uns nach drü⸗ ben kommen. Er wird mit ihr willkommen ſein.“ Als der Notar fort iſt, denkt Rudolfa, wie wunder⸗ bar und ſeltſam das Schickſal handelt, indem es den ſchlechteſten, den Juden Ebeneder zum Handlanger beſtimmt. Und ſie hat plötzlich Hoffnung, daß auch ſie ihr Glück finden wird. * Der Fürſt hat Wort gehalten und mit dem Rat von Lüneburg Rückſprache genommen, aber er findet ihn ſehr zugeknöpft. Man ſträubt ſich gegen jeden Gnadenakt. Es ſteht ſchlecht um Helge. Am gleichen Tage bitten der Brackenhofbauer und Iſabel um eine Audienz beim Fürſten, die ihnen ge⸗ währt wird. Der Fürſt begegnet ihnen beiden ſehr freundlich. Iſabels Schönheit wirkt auf ihn, und er kommt ihr reſpektvoll entgegen. Iſabel bittet um das Leben ihres Bruders. Sie erzählt von den Ereigniſſen auf dem Barten⸗ hofe, daß der Bültbauer faſt von ſeinem Sohne ver⸗ giftet worden wäre, der ſchwediſcher Obriſt war, den Eckelohof anzünden und ihre Eltern aus Rache habe ermorden laſſen, ſpricht von der Schmach, die ſie durch den Ollmer Bült erlitten hat und von ſeinem elenden Ende. Sie weiſt ihm das Buch des alten Schäfers. Der Fürſt iſt aufs tiefſte erſchüttert. Er blickt in einen Abgrund von Schlechtigkeit und vermag's kaum zu glauben. „Und. wenn einer den Ueberfall begangen hat, gemordet hat. ich glaube feſt, daß es niemand anders geweſen ſein kann, als der Bültbauer mit ſeinen Spießgeſellen.“ 5 Sie begründet es, erzählt, daß er am gleichen Tage nachmittags mit dem inzwiſchen verſchwundenen An⸗ ders Kühle fortgegangen ſei. Am Abend ſeien ſie zurückgekehrt mit einer ſchwe⸗ ren Laſt. 5 5 Sie erzählt, was ſte erlauſcht, daß der Bültbauer ſein Vermögen, mit dem er den Hof gekauft hat, als Strandräuber zuſammengeſcharrt habe. Der Fürſt iſt außer ſich und klingelt Wachwitz. Wachwitz kommt. „Hauptmann, ſagten Sie mir heute morgen nicht, daß der Bültbauer in Lüneburg weilt?“ „Ja, Durchlaucht, er hat in den Schenken erzählt, er ſei nur gekommen, um zu ſehen, wie man dem Helge Vlies den Kopf abſchlage.“ „So, das hat er erzählt! Hauptmann Wachwitz, ich habe einen ganz delikaten Auftrag für Sie. Neh⸗ men Sie ſich 10 Mann und reiten Sie mit ihnen nach dem Brackenhof. Den kennen Sie?“ „Jawohl, Durchlaucht!“ „Dort weilt der junge Elvorſon, der Ueberlebende von dem Raubüberfall. Den nehmen Sie mit nach dem Bartenhof. Dort halten Sie in meinem Namen .. hören Sie.. in meinem Namen eine peinlich genaue Hausſuchung ab. In Gegenwart des jungen Elvorſon, er ſoll feſtſtellen, oͤb von dem geraubten Gute etwas bei dem Bültbauern zu finden iſt.“ „Durchlaucht meinen.. der Bültbauer..“ „Ja, Wachwitz, es ſieht ſo aus! Riskiere allerhand damit, aber ich denk', wir kommen zum Ziel.“ „Jawohl, Durchlaucht!“ Wachwitz tritt ab. Der Kammerdiener kommt.„Durchlaucht, das gnä⸗ digſte Fräulein von Lauffenburg bittet allerunter⸗ tänigſt um eine Audienz!“ „Das Fräulein von Lauffenburg!“ ſagt der Fürſt gutgelaunt.„Ich laſſe bitten!“ Dann wendet er ſich an den Bracken. „Staunt er nicht, Brackenbauer. das Fräulein von Lauffenburg hat bei mir um Seines Enkels Le⸗ ben gebeten. Iſt aus altadeligem Geſchlecht.. aber die Liebe fragt nicht darnach.“ „Rudolfa tritt über die Schwelle, als ſie den Brak⸗ ken und Iſabel ſieht, zögert ſie. „Kommen Sie näher, Komteſſe! Sind Freunde von Ihnen, die bei mir ſind. Das iſt der alte, ehren⸗ hafte Bracke vom Brackenhof.. und das iſt Helge Vlies' Schweſter Iſabel. Sie bitten wie Sie um das Leben Helges.“ 5 5 Die beiden fungen Mädchen ſehen ſich an, dann eilt Iſabel ſtürmiſch auf ſie zu und umarmt ſie. „Wie gut Sie ſind, gnädigſtes Fräulein!“ ſtam⸗ melt Iſabel. Sechſte Hanauer Kanu-Regalta des Ueberfalls geweſen ſein kann.“ N Mannheimer Vereine ruhe(O. Körner):05; 2. Kc Hanau(H. Becker) 4705 3. Frankfurter KC(P. Hofmann):07,2. f Zweier⸗Faltboot, Damen⸗Senioren: 1. Ma un hei me K G 332,2, Jungdeutſchland Darmſtadt:87,67 8. Frankfurt 8,3. Einer⸗Kajak: 1. Eichfelder) 415,2; 2. 3. Mainzer KV(DO. Henrich):18,2. 2. Mainzer KV 422,1; 3. Frankfurter KC:5. Zweier⸗Faltboot: 1. R 5 :43,8; 2. KG Mainz 447,3; 3. ſtadt:47,6. Die Engländer in Frankfurt Auf der 42. Großen Ruderregatta des Frankfurter Re⸗ gatta⸗Vereins, zum erſtenmal auf an der neuen Stauſtufe i anſtaltet, wird es zu einer Revanche für Henley im Erſten Vierer ohne S Bezwir lauf des oͤieſem Rennen über den Mannheimer R V„Ami citia“, die Cambridger Mannſchaft des Pem RV„Amicitia“ und der „Stürmvogel“. Bis hofft man auch für dieſes Rennen noch den Vierer dez Berliner RC zu bekommen. Endlauf mit 1 Längen geſchlagen. Man darf geſpann ſein, welches Ergebnis das Rennen diesmal auf Heutſchen Gewäſſern bringen wird. Zwei der engliſchen Ruderer die am 28). Juli ſtattfindet, wird zum erſten Male ſeſt der engliſchen Mannſchaft auch Meldungen von holländiſchen Booten vorliegen. Acht Tage vorher, am 22/23. Juli vet⸗ gatta. Es iſt möglich, daß die Engländer ſchon hier an den noch nicht abgeſchloſſen. Hilde Krahwinkel und Gottfried von Era m m ſiegten in der Schlußrunde des gemiſchten Doppels ven Wimbledon und errangen damit einen der größten Triumphe, die der deutſche Tennisſport ſeit den ſechs Fahrzehnten des Beſtehens der Wimbledon⸗Spiele an dieſer klaſſiſchen Kampf⸗ ſtätte aufzuweiſen hat. Der Bracke aber ſteht mit geſenktem Haupte un! preßt die Lippen zuſammen, um ſeine heftige Bewe⸗ gung vor ſeinem Fürſten zu verbergen. Der Fürſt unterrichtet Rudolfa über alles, was nen dazu gekommen iſt, Rudolfas Hoffnung wächſt von Wort zu Wort. „Durchlaucht... wie gütig Sie ſind!“ ſpricht ſie und es kommt aus dem Herzen. 55 8 nie hat den Fürſten ein Wort ſo gefreut wi eſes. Dann nehmen ſie Abſchied. Rudolfa und Jſabel ſind wie Schweſtern. Sie gehen Arm in Arm. Ru⸗ dolfa nimmt ſie und den Brackenbauern mit in ihr Heim, bietet ihnen Gaſtfreundſchaft und bis in bie Nacht haben ſie ſich zu erzählen. * Der Fürſt kommt an dieſem Tage nicht zur Ruhe. Graf Lermada hat ſich anders beſonnen, er iſt auf dem Wege nach Uelzen wieder umgekehrt, kommt wie⸗ der nach Lüneburg, denn er will ſich von Hamburg nach England einſchiffen, denn er hofft dort beſſere ten deutſchen Lande. In Lüneburg hört er von der ſenſationellen Ver⸗ haftung des„Königs der Heide“. Er erzählt, daß er ihm das Leben verdankt, und die Bürger bitten ihn, a bei dem Fürſten um Audienz nachzuſuchen und ihm alles zu berichten. Graf Lermada, der ſpaniſche Abenteurer, geht dar⸗ auf ein. Er ſpricht das Deutſche gut genug, um ſich mühelos zu verſtändigen. 5 Der Fürſt empfängt ihn nicht ohne Neugierde. Der Spanier berichtet von ſeinem Erlebnis, von dem Ueberfall und ſeiner Errettung durch den„Kö⸗ nig der Heide.“ 5 Der Fürſt iſt über alle Maßen überraſcht. „So wäre das ein Beweis, Graf Lermada.. daß der Verhaftete nicht zu den Straßenräubern gehört? „Nein, mein Fürſt.. beſtimmt nicht! Er iſt ein Edelmann vom Scheitel bis zur Sohle“, entgegnet der Spanier überzeugungsvoll. „Ihm wird Gerechtigkeit widerfahren, Graf Ler⸗ mada! Ihnen danke ich für Ihre Mitteilungen. Ich der Ihnen den Schuldſchein übergab.. die Urſache Damit verabſchiedet er ſich von dem Spanier. f Ihm iſt leichter zu Mute, er glaubt jetzt das scharfe Vorgehen gegen den Baxtenhofbauern verantworten zu können. 8 f „Schweſter!“ antwortet Rudolfa.„Wir lieben ihn ja.. du wie ich!“ 5 Fortſetzung folgt) 5 Die Mannheimer wurden bekanntlich von Pembroke im werden außerdem im Riemenzweier rudern. Die Regatta, längerer Zeit wieder international beſetzt ſein, da neben anſtaltet der Mainzer RV ſeine 49. Internationale Re. Start gehen werden, doch ſind die Verhandlungen darüber Die Woltmeiſter Krahwinkel/ v. Cramm Rheinbrüder Karlsruhe. Marburger KC(J. Kaphingſt) 41, Zweier⸗Kajak, Junioren: 1. PS V Frankfurt 4227 Rheinbrüder Karlsruhe Jungdeutſchland Darm der 2000⸗Meter⸗Bahn Frankfurt⸗Main⸗Griesheim ver euermann, Preis vom Main kommen. Der ger des Spindlersfelder RV„Sturmvogel“ im Vor⸗ s Stewards Cup und der Sieger des Endlaufes in broke College, wird hier an den Start gehen. Außer⸗ dem haben ihre Beteiligung feſt zugeſagt, der Mannheimer Spindlersfelder RV Bis zum Meldeſchluß am 19. 1 Geſchäfte zu machen, als in dem armen ausgepower⸗ 9 teile Ihren Verdacht, daß ſich der Bartenhofbauer, Sen ab S SGG SOS 8 Dienstag, 11. Juli 1933 Aus Baden Segelflieger trafen ſich in Eberbach Zum Samstag und Sonntag waren die Segel⸗ tlieger von Nordbaden, auch von Ludwigs⸗ hafen und Worms, zu einem Treffen nach Eber⸗ bach gekommen. Am Samstagabend warb der Flug⸗ ſport in Eberbach durch einen Umzug mit Flug⸗ zeug und Modellen. Dann fand in der Turn⸗ halle ein wirkungsvoller Lichtbildervortrag über das Fliegen von Gander⸗Heidelberg und Dahl⸗Mann⸗ heim ſtatt. In der Frühe des Sonntags zogen die zahlreich erſchienenen Sportflieger zu dem Flugplatz am Kat⸗ zenbuckel. Mit zwei Flugzeugen, einem Eindecker vom Typ„Holsderteufel“ und einem Doppeldecker des Herrn Hübner⸗Mosbach wurden am Vormittag und Nachmittag mehrere gelungene Segelflüge durchgeführt und Prüfungen A und B von Flug⸗ ſchülern abgelegt. Die beſte Flugzeit war 74 Se⸗ kunden. Außerdem wurden zahlreiche Modelle aus⸗ probiert. Die Leiter der Veranſtaltung, Landesgruppen⸗ führer Schlerf⸗Mannheim und Gander⸗Hei⸗ delberg ſprachen ſich über das Gelände am Katzen⸗ buckel ſehr günſtig aus. Es ſei zu Schulungszwecken ſehr gut geeignet. Mit der Gemeinde Waldkat⸗ zenbach und den Beſitzern der Wieſengelände wurden bereits Verhandlungen gepflogen. Es be⸗ ſteht die Abſicht, ſchun im Herbſt am Katzen⸗ buckel ein Flugſchule zu errichten, wozu Flug⸗ zeugſchuppen und Baracken zur Unterbringung der Segelflugſchſtler erſtellt werden ſollen. * Karlsruhe, 8. Juli. Der Landesverband der Lichtſpieltheaterbeſitzer von Baden, Pfaltzund Saargebiet e.., der bald auf ein 925 jähriges Beſtehen zurückblicken kann, hat hier eine ſehr gut beſuchte außerordentliche Generalverſammlung abgehalten. Den Vor⸗ ſitz führte Kreispropagandaleiter Fritz Schmitt⸗ Karlsruhe, der kommiſſariſch mit der Neugeſtaltung des Verbandes beauftragt war. Reichsverbandsprä⸗ ſtdent Engel ſprach über die beruflichen und ideellen Intereſſen des Lichtſpieltheaterverbandes. Die Vor⸗ ſtandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorſitzen⸗ der Pg. Eugen Kiſtner, Karlsruhe, Uniontheater, 2. Vorſttzender Pg. Schulte, Ver. Lichtſpiele Neu⸗ ſtadt a. d.., 3. Vorſitzender Pg. Keller, Palaſt⸗ theater Friedrichstal, Saar. Herr Kiſt ner dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und ſicherte die Führung des Verbandes im nationalſozia⸗ liſtiſchen Sinne zu. Herr Engel dankte dem bis⸗ herigen Geſchäftsführer des Verbandes, Syndikus Dr. Kölſſch, der ſich in ſeiner ſiebenjährigen Tüch⸗ tigkeit große Verdienſte um den Verband erworben hat. Die Geſchäftsführung des Landesverbandes liegt nunmehr in den Händen des erſten Vorſitzenden Eugen Kiſtner. Die Geſchäftsräume des Ver⸗ bandes wurden in das Uniontheater Karlsruhe, Kaiſerſtraße 211, verlegt. Tr. Ladenburg, 11. Juli. Ein Ladenburger be⸗ liebtes Ehepaar, Valentin Kinzig und ſeine Ehe⸗ frau Gertraute geb Egenmaier, feierte jetzt das Feſt der Goldenen Hochzeit. An Ehrungen fehlte es nicht. So ließ der Reichspräſident dem Jubelpaar eine künſtleriſche Urkunde über⸗ ſenden. Die badiſche Staatsregierung hatte Bürgermeiſter Hagen beauftragt, ihre Glückwünſche zu übermitteln und Staatsrat Prof,. Dr. Schmitt ⸗ heuner⸗ Heidelberg beglückwünſchte den braven ehemaligen Kameraden des 110er Regimentes.— Ein ausgezeichnetes Konzert, deſſen Ertrag für die Schaf⸗ fung einer Ehrentafel für die„Lopodunia“ beſtimmt war, veranſtaltete dieſer Tage Frau Direktor Dr. Schwarz unter Mitwirkung namhafter Künſt⸗ ler. Den Beginn des Konzerts machte Beethovens Sonate in-dur op. 63, welche Frau Direktor Schwarz am Flügel und Muſiklehrer Adolf Müller(Heidelberg) als Celliſt vortrugen. Die Muſtiklehrerin und Sopraniſtin Käthe Max ſang mit volltönendem, weichen Sopran. Im Mittelpunkt des Konzerts ſtand die künſtleriſche Leiſtung der begab⸗ ten Pianiſtin Irmgard Weiß aus Heidelberg. Heidelberg, 11. Juli. Heinz Hor muth, der Geſchäftsführer der Heidelberger Ortskrankenkaſſe, wurde durch den Landesobmann Südweſt der NSBO., Plattner, zum Gaubetriebszellen⸗ inſpekteur ernannt. Die Aufgabe des neu⸗ ernannten Gaubetriebszelleninſpekteurs beſteht, wie die„Volksgemeinſchaft“ mitteilt, vor allem in der Durchführung von Schulungskurſen, der Bearbei⸗ tung von Organiſationsfragen der Kreisbetriebs⸗ zellenleiter in NSBO⸗ und Gewerkſchaftsfragen.— Das Heidelberger Schwurgericht beſchäftigte ſich mit einem Meineidsfall, der vier An⸗ geklagte: die 36 Jahre alte verwitwete Johanna Schnepf, die 23 Jahre alte Wilhelmine Schlapp, den 32jährigen Dreher Friedrich Bortz und den 2jährigen Schwebler vor die Schranken des Ge⸗ richtes brachte.— Die Anklage fußte auf einer Be⸗ gebenheit aus einem Eheſcheidungsprozeß, in dem die Angeklagten unter Beihilfe von Schwebel von Bortz zu einem Meineid verleitet worden waren. Der Tatbeſtand konnte vollkommen geklärt werden. Hauptangeklagter Bortz erhielt wegen Anſtiftung zum Meineid 2 Jahre und einen Monat Zuchthaus und 3 Jahre Ehrenrechtsverluſt. Johanna Schnepf und Wilhelmine Schlapp wurden je zu 4 Monaten 15 Tagen Gefängnis verurteilt, während Schwebler freigeſprochen wurde. L Zaiſenhauſen, Amt Bretten, 11. Juli. Der Krtkegerverein Zaiſenhauſen feierte am Samstag und Sonntag ſein 50fähriges Be⸗ ſtehen. Der ganze Ort, das ſich durch ſeine natio⸗ nale Geſinnung von jeher ausgezeichnet hat und wohl die erſte Gemeinde im Bezirk war, die un⸗ ſerem Volkskanzler die Ehrenbürgerrechte verlieh, nahm an dem Feſte regſten Anteil. Neue Maunheimer Zeitung Abend⸗Ausgabe 5. Seite/ Nummer 313 Die zehnjahresfeier in Liedolsheim Eindrucksvolles Treuebekenntnis zu Adolf Hitler Der Aufmarſch der 25000 * Liebolsheim, 11. Juli. In der Einwohnerſchaft herrſchte in dieſen Tagen der Feier des 10jährigen Beſtehens der Orts⸗ gruppe der NSDAP. hohe Feſtſtimmung. Lie⸗ dolsheim zeigte ſich in einem ſchmucken Feſtgewand von Fahnen, Girlanden und Blumen und freute ſich herzlich über die unzähligen Tauſende der S A⸗ und SS⸗ Kameraden, die aus dem ganzen Lande in unaufhörlichen Kolonnen gekommen waren, um den Kampf und Sieg zu feiern und ein ma ch t⸗ volles Treuebekenntnis zum großen Führer Adolf Hitler abzulegen, deſſen Bild über dem Treppenaufgang des Rathauſes grüßte. Das Feſt wurde am Samstag abend durch ein Konzert der Liedolsheimer SA⸗Kapelle auf dem Adolf⸗Hitler⸗Platz eingeleitet. Dann folgte ein Fak⸗ kelzug der SA, SS, Hg und des Freiwilligen Ar⸗ beitsdienſtes und anſchließend ein erhebender Gedenkakt am Gefallenendenkmal. Hier ſprach zunächſt Gaupropagandaleiter Kramer. der gelobte, für ein Deutſchland zu kämpfen, in dem ſich jeder der untrennbaren Schickſalsverbundenheit mit dem Vaterlande bewußt iſt. Nachdem die er⸗ greifende Weiſe vom guten Kameraden verklungen war, nahm Landtagsabgeordneter Albert Roth das Wort, um gleichfalls die Kämpfer zu ehren, die im Weltkrieg und für das neue Deutſchland gefallen ſind, darunter der Mitbürger Kammerer, der den Opfer⸗ tod gegen die Marxiſten erlitten hat. Albert Roth legte einen prächtigen Kranz nieder und ſchloß mit einem„Sieg Heil“ auf den Volksführer und Kanzler Abolf Hitler und das neue deutſche Vaterland. Dann erklang in die Nacht hinein der begeiſterte Geſang des Deutſchland⸗Liedes. Der Samstag fand ſeinen Abſchluß mit einem Bankett auf dem Feſtplatze. Am Sonntag früh 6 Uhr erklang der Weckruf in den Straßen. Von dieſer Zeit ab rollten in un⸗ unterbrochener Folge Laſtwagen auf Laſtwagen mit SA, SS und Stahlhelmern in das ſonſt ſo ſtille Dorf. Um 9 Uhr fand ein proteſtantiſcher Feldgottes⸗ dienſt ſtatt, bei dem Landeskirchenrat und Stan⸗ dartenpfarrer Voges ſeiner Predigt das Wort Paulus aus dem 1. Kapitel des Römerbriefes zu⸗ grunde legte:„Ich ſchäme mich des Evangeliums Jeſus Chriſtus nicht, denn es iſt eine Kraft Gottes!“ Um 12 Uhr formierte ſich ein rieſiger Feſt⸗ zug, deſſen Vorbeimarſch um 1 Uhr Reichs⸗ ſtatthalter Robert Wagner abnahm. Der Vorbeimarſch der 25 000 Mann der SA, SS, HJ und des Stahlhelms dauerte über Stunde. Um 2 Uhr fand auf dem Feſtplatz die offi⸗ zielle Gründung feier ſtatt, zu der Reichs⸗ ſtatthalter Robert Wagner, Kultusminiſter Dr. 5 Far fpeoyn ar 1 82. 3 Wacker, ferner die Reichstagsabgeordneten Fritz Plattner und Albert Roth, ſowie der Jugendführer Friedhelm Kemper und die Führer der SA, SS, des Stahlhelms uſw., ſich eingefunden hatten. Als erſter Redner begrüßte Reichstagsabgeordͤne⸗ ter Albert Roth vor allem die alte Garde der Partei, ſein Bruder Robert Roth forderte ſo⸗ dann die Anweſenden auf, weiter treu zum Führer zu ſtehen. Nach einer kurzen Anſprache des Kultusminiſters Dr. Wacker dankte Reichsſtatthalter Robert Wa g⸗ ner den Männern und Frauen der Ortsgruppe Liedolsheim, die große Opfer für das neue Deutſch⸗ land gebracht hätten. Es gelte heute, das dritte Reich auszubauen. Jetzt beginne der Kampf um die Feſtigung der eroberten Stellungen. Dabei müſſe man einige Gruppen beſonders ins Auge faſſen, nämlich den Marxismus, ferner die Kreiſe, die ſich um die aufgelöſte Zentrumspartei und ihre Ver⸗ bände geſammelt hätten und letzten Endes die Gruppe, die wir die Reaktionäre neunen. Nach einem wirtſchaftspolitiſchen Ausblick ſchloß Robert Wagner mit der Aufforderung, dem Führer Ver⸗ trauen entgegen zu bringen. Stürmiſcher Beifall dankte dem Reichsſtatthalter für ſeine Ausführung. Das Deutſchland⸗ und das Horſt⸗Weſſel⸗Lied be⸗ ſchloſſen die Kundgebung. Gegen Zerſplitterung im Vauernſtand Große Kundgebung der Odenwaloͤbauern in Beerfelden * Beerfelden(Heſſ. Odenw.), 11. Juli. In Beerfelden fand jetzt das große Bauern⸗ tre ffen des ganzen ſüdlichen Odenwaldes, das mit einer Tier⸗ und Landwirtſchaftsſchau verbunden war, ſtatt. Eingeleitet wurde das Treffen am Sonntag mit einem Reit⸗ und Fahrturnier, das unter Lei⸗ tung von Rittmeiſter a. D. Gallo und Hauptmann a. D. Rettig ⸗Darmſtadt ausgetragen wurde. Glänzende Leiſtungen vollbrachte die Abteilung der heſſiſchen Landespolizei Darmſtadt. Auch die von⸗der SA ⸗Reiterſtaffel vorgeführten Schaunummern fan⸗ den großen Beifall.— Dem Hauptmarkttag am Mon⸗ tag war beſſeres Wetter beſchieden. Auftrieb und Be⸗ ſuch waren zahlreicher denn je. Das aufgebotene Pferdematerial war hervorragend und unter dem Rindvieh war beſonders der rote Odenwälder Schlag ſehr ſtark vertreten. Handel und Preiſe bewegten ſich auf mittlerer Linie. Bei der Prämiterung wurden für Pferde 57 Geldpreiſe zuerkannt, für Rind vieh ca. 80 Geldpreiſe und zahlreiche klingende Anerkennun⸗ gen. Am Montag nachmittag fand an den Schießſtän⸗ den hinter der Turnhalle eine große Kundgebung ſtatt, zu der auch der heſſiſche Miniſterpräſident, Pro⸗ feſſor Dr. Wer ner, und der Führer der heſſiſchen Bauernſchaft, Staatskommiſſar Dr. Wagner, er⸗ ſchienen waren. Miniſterpräſident Dr. Werner zeichnete in längeren Ausführungen die Ziele des neuen Staates, ſpeziell für Heſſen, und wies darauf hin, daß ſchon vieles in Angriff genommen iſt, was uns wieder zur Höhe bringen muß. Dr. Werner erinnerte aber auch an die Pflicht, die jedem ein⸗ zelnen aus der Sorge um das Wohl des Ganzen er⸗ wachſe. Ein dreifaches Siegheil auf das Vaterland und ſeine Führer erklangen als Gelöbnis.— Staats⸗ kommiſſar Dr. Wagner bemerkte einleitend, daß es ihm eine beſondere Freude ſei, den Beerfeldener Markt zu beſuchen, und zeichnete in kurzen Ausfüh⸗ rungen den Weg, wie die nationalſozialiſtiſche Be⸗ wegung den Staat neu aufbauen will in verwal⸗ tungs⸗ und berufstechniſcher Beziehung. Die Zer⸗ ſplitterung im Bauernſtand muß einer Organi⸗ ſation Platz machen. Dr. Wagner behandelte dann weiter die„Säulen“ des Bauernſtandes eingehend: die Bauernkammer, das Genoſſenſchaftsweſen, den Landhandelsbund und was auf dieſem Gebiet ſchon veranlaßt wurde. Den Landwirten legte der Staats⸗ kommiſſar ihre Pflichten ans Herz und ſchloß mit einem Heil Hitler. Nach dem Abſingen des Horſt⸗ Weſſel⸗Liedes fand die eindrucksvolle Kundgebung ihr Ende. L Walldorf, 11. Juli. Heute traf hier die ſchreck⸗ liche Kunde ein, daß der in Rheingönheim beſchäftigte Emil Nauert von hier, ein junger Mann im Alter von 19 Jahren, beim Baden im Rhein ertrunken iſt. * Obergrombach(Amt Bruchſal), 11. Jult. In der Nacht zum Sonntag iſt die hieſige Hitlerlin de abgebrochen worden. Vom Täter hat man keine Spur. In Forſt iſt die Hitlerlinde am Tage der Verurteilung des erſten Täters wiederum abgebro⸗ chen worden. * Freiburg, 11. Juli. Wie die Handelskammer Freiburg mitteilt, hat der bisherige Präſident, Kom⸗ merzienrat Dr. Schuſter, mit dem 1. Juli ſein Amt infolge der durch die Kammerreform bedingten Umgeſtaltung der Handelskammer niedergelegt. Kom⸗ merzienrat Dr. Schuſter hat die Geſchicke der Frei⸗ burger Handelskammer ſeit über 20 Jahren geleitet. * Eichberg(Bez. Waldshut), 11. Juli. Im Alter von 79 Jahren ſtarb vor einigen Tagen der über das Oberland hinaus bekannte Volksſchrift⸗ ſteller Alexander Würtenberger an den Folgen eines Herzſchlages. Der Verſtorbene hat zahlreiche Schriften und Werke verfaßt. Eines der vielgeleſenſten ſind die„Alten Geſchichten vom Oberrhein.“ Amtliche Perſonal veränderungen Ernannt: Landgerichtsrat Ludwig Luger in Konſtanz zum Erſten Staatsanwalt in Karlsruhe, Amtsgerichtsrat Felix Weis in Wolfach zum Land⸗ gerichtsrat in Konſtanz, die Juſtizaſſiſtenten Georg Steinmann beim Notariat Lörrach und Maximilian Braun beim Notariat Radolfzell zu Juſtizſekretären, Bürogehilfe Johann Wolf beim Bezirksamt Pforz⸗ heim zum Verwaltungsaſſiſtenten. Aus der Pfalz * Hertlingshauſen(Bez. Frankenthal), 10. Jult. Hier fand die Einweihung des Arbeits dienſt⸗Stammlagers unter zahlreicher Be⸗ teiligung der Bevölkerung ſtatt. Die Gemeinden des Bezirks waren durch ihre Bürgermeiſter bzw. Ortsgruppenleiter der NS DA vertreten. Die Glückwünſche der Gemeinde Hertlingshauſen über⸗ brachte Bürgermeiſter Villechner, ferner ſprachen u. a. ein, Vertreter des Bezirksamts Frankenthal, der Leiter des Lagers, Ludwig⸗Grünſtadt, Stadtrat Kleemann, Grünſtadt und für die Handwerker, die das Haus errichteten, Scheffel⸗Grünſtadt. Das Haus iſt in verhältnismäßig kurzer Zeit etwa 400 Meter von dem ehemaligen Naturfreundehaus entſtanden und liegt in einem Waldtälchen. Es enthält u. a. zweit große Schlafräume, einen Tagesraum uſw. In dem neuen Lager werden Führer für den Ar⸗ beitsdienſt herangebildet. Der erſte Kurſes hat be⸗ reits begonnen. Die Finanzierung übernimmt ein eigens zu dieſem Zweck gebildeter Zweckverband. Die Einweihungsfeterlichkeiten wurden zu einem Bekenntnis zum neuen Deutſchland. * Speyer, 11. Juli. Die Zahl der nach Trier zum heiligen Rock wallfahrenden Pfälzer wird be⸗ reits im Juli 10000 überſchreiten. Schon für 30. Juli ſind rund 8400 Pilger angemeldet, die mit etwa 10 Sonderzügen befördert werden. Die Züge ver⸗ laſſen die Pfalz morgens zwiſchen—5 Uhr und ſind gegen 8 Uhr in Trier. Bereits am Samstag, 209. Juli, werden zwei Sonderzüge abgefertigt für Pil⸗ ger, die über Nacht bleiben wollen. Einer dieſer Züge geht über Kaiſerslautern Homburg, der an⸗ dere über Biebermühle— Zweibrücken ab Landau. Ein weiterer zweitägiger Sonderzug wird am 3. Auguſt abgefertigt; in den zweitägigen Zügen lauf Krankenwagen mit. Außerdem werden von der Reichsbahn zahlreiche Sonderfahrten beſonders von der Weſtpſalz ausgeführt. Ein dreitägiger e zug läuft ab 3. September von Ludwi dem eine Rheinfahrt über Mainz bunden iſt. Inf K 01 * Neuſtadt a. Hd., 10. Juli. Von der Gau⸗ leitung der NSDAP. wird der Preſſe mitgeteilt: In der Nacht vom 9. auf 10. Juli mußte in Dirmſtein(Rheinpfalz) ein ehemaliger marxi⸗ ſtiſcher Funktionär, Hermann Rupppert, der in der Maske eines Stahlhelmers noch am Nachmittag gegen die nationale Regierung ſchwerſte Beleidigun⸗ gen ausſtieß, als Amokläufer unſchädlich ge⸗ macht werden. Mit der Piſtole in der Hand raunte er durch die Straßen und bedrohte damit je⸗ den Nationalſozialiſten. von der Polizei unnd SA ſofort unternommene Verfolgung führte zu ſeiner Feſtnahme, nachdem er auf ſeine Verfolger mehrere Schüſſe abgegeben hatte und dieſe daraufhin das Feuer erwiderten. Trotz Verwun⸗ dung ſchoß er weiter, bis eine Ladehemmung ihn hinderte, weiteres Unheil anzurichten. Bei ſeiner Feſtnahme wurden noch 17 Schuß Munition vorge⸗ funden. * Bad Dürkheim, 11. Juli. Zum Gauführer des Stahlhelms,.d.., Gau Pfalz, wurde vom Landes⸗ führer Bayern der bisherige 2. Gauführer Oskar Riel⸗Bad Dürkheim ernannt. * Ottenheim, 10. Juli. Geſtern nachmittag for⸗ derte der Rhein wieder ein Todesopfer. Beim Baden unweit der Schiffsbrücke ging der 20 Jahre alte Schreiner Karl Schneider aus Lahr vor den Augen ſeiner Freunde unter und wurde von den Wellen fortgetrieben. Die Leiche iſt noch nicht ge⸗ ländet. * Schuttern, 11. Juli. Der fünf Jahre alte Stief⸗ ſohn des Hermann Maſt ſtürzte beim Spielen in den ziemlich tiefen Schutter⸗Mühlenbach, Obwohl das achtjährige Schweſterchen um Hilfe ſchrie und dazukommende Leute das Kind bald aus dem Waſſer zogen, war es bereits einem Herzſchlag erlegen. * Oberndorf, 11. Juli. Der Hauptſchriftleiter des „Schwarzwälder Bote“ iſt am 1. Juli nach 32jähriger Tätigkeit in den Ruheſtand getreten. Kleine Nachrichten Frankenthal. Hier fand Herr Franz Adam in ſeinem Garten einen Luftballon, der von einem Brüſſeler in der belgiſchen Hauptſtadt aufgelaſſen worden war.— Albersweiler. Hier wurde zur Be⸗ kämpfung des Feldfrevels verfügt, daß. die Namen aller Feldfrevler öffentlich bekanntgemacht werden. Bei größeren Freveln und ehrenrührigen Fällen werden die Betreffenden, mit einem Schild behangen, im Ort herumgeführt.— Böhl. Sanitätsrat Dr. Benker in Böhl hat der Gemeindeverwaltung mit⸗ geteilt, daß er ſolange auf ſeine Bezüge als Für⸗ ſorgearzt verzichtet, als die Gemeinde Böhl Wohl⸗ fahrtserwerbsloſe zu unterſtützen bat. Was hören wir? Mittwoch, 12. Juli Frankfurt .15: Schallplatten.— 10.10: Schulfunk.— 10.45: Für die Hausfrau.— 12.00: Konzert.— 13.90: Schlusnus ſingt (Schallpl.).— 18.00: Vortrag.— 19.00: Stunde der Nation. — 20.10: Die Lokalbahn(Hörſpiel).— 20.50— 24.00: Tanz⸗ muſtk.—.15—.15: Konzert. Heilsberg .20: Konzert.— 11.30: Mittagskonzert.— 13.05: Schall⸗ platten.— 16.30: Konzert.— 20.05: Kampf um Berlin.(Hör⸗ folge).— 22.10: Tanzmuſik. Langenberg .05: Schallplatten.—.03: Konzert.— 12.00: Konzert. — 16.30: Konzert.— 17.50: Frauenſtunde.— 20.10: Stefan George(Hörfolge).— 21.15: Unterhaltungskonzert.— 22.45—24.00: Tanzmuſik. München .80: Choral.—.00: Frühkonzert.— 12.00: Konzert. — 13.90: Schallplatten.— 14.50: Konzertſtunde.— 16.00: Kinderſtunde.— 16.30: Konzert.— 20.10: Fahrt ins Weiß⸗ blaue. Südfunk .10: Schallplatten.— 10.40: Der junge Wagner.— 12.00: Konzert.— 18.30: Julius Patzak und Heinrich Reh⸗ kekper(Schallpl.).— 15.15: Märchen und Kinderſtunde. — 16.30:.— 17.45: Vortrag: Das altrömiſche Luſt⸗ spiel.— 20.05: Antlitz der Heimat— 21.00: Enrieo Ca⸗ mu— 21.35: Brahms⸗Konzert.— 22.50: Tanz⸗ muſik. Wien 19.00: Findes Wien.— 22.00: Abenödkonzert. Aus Mannheim 10.00—10.40: Muſizterſtunde. Ausführende: Alfred Fär⸗ bach, Sophie Hoermann, Lotte Kramp, Helmut Schuh⸗ macher.— 11.25—11.40: Badiſcher Wirtſchaftsdtenſt. 22.35.30: Zum 15. Deutſchen Turnfeſt. Aus dem Ausland Beromünſter: 21.00: Slawiſche Muſik. Nom: 20.45: Opernabend. Prag: 18.30: Deutſche Sendung.— 20.05: Promenade⸗ konzert. Sie Goltesdienſt- Ordnung Evangeliſche Gemeinde Wochen ⸗Gottesdbienſte: Trinitatiskirche: Mittwoch vorm. 7 Morgenandacht. Konkordienkirche: Donnerstag ab. 8 Andacht, Vikar Barner. Johanniskirche: Mittwoch vorm. 7 Schülergottesdienſt.— Donnerstag abend 8 Andacht, Vikar Staubitz. Fendenheim: Donnerstag vormittag.15 Morgenandacht, Pfarrer Kammerer. Matthäuskirche Neckarau: Mittwoch vorm. 7 Schttlergottes⸗ ödtenſt, Vikar Kehr. Pauluskirche Waldhof: Mittwoch abend 8 Andacht im Kon⸗ firmandenſaal, Pfarrer Clormann. rf AAA Hauptſchriftleiter: H. A. Meißner Verantwortlich für Politik und Feuilleton: Dr. W. Reinhardt Handels⸗ teil: K. Ehmer Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport und Vermiſchtes: W. Müller Sübweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil: C. W. Fennel Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: J. Faude, ſämtlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, Mannheim, R 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückporto 2 eee ee e 8 8 88. ee eee, ieee 5 Aaſſee III Hlucheselcc.. doppelter Genuss! 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In breiter Front haben die Bugarmee und die U. Armee Großfürſt Nikolai Nikola⸗ jewitſchs Gebirge aus Menſchenleibern durch⸗ brochen. Die Ruſſenfront bröckelt ab, zerfällt, der deutſche Sturm bricht los. Alle Fronten quellen auf, kommen ins Gleiten, ins Laufen. In Paris fegt am 13. Juli der Tiger Clemenceau in das Allerheiligſte des Herrn Poincaré, wirft ihm ein Telegrammformular auf den Schreibtiſch:„Wiſſen Sie, was das bedeutet? Das heißt, daß die Ruſſen erledigt ſind!“ Marſchall Galiéeni iſt im Zimmer:„Man wird ſie wieder auffangen! Durch den Narewgürtel kommt keine Armee der Welt, es ſei denn in einer Belage⸗ rung von drei Jahren. Die Ruſſen ſind Mei⸗ ſter des Rückzuges. Sie werden ſich von den Deutſchen löſen. Die deutſchen Kavallerie⸗Diviſionen in Kurland liegen feſt, und die Infanterie der Boches kann nicht fliegen!“ Aber marſchieren können ſie, Herr Marſchall, und ſie marſchieren. Tag um Tag und Nacht um Nacht. Der Ruſſe iſt Meiſter des Rückzuges, aber diesmal kommt er nicht los. Er wird keine Zeit finden, ſich hinter den Wällen von Iwangorod, Lomza, Oſt ro⸗ lenka, Kowno, Oſſowiec, Breſt⸗Litowſk, Olita und Nowo⸗Georgiewſk neu zu formieren. Die Reſerven aus der Krim und aus der Ukraine werden nicht mehr zurecht kommen. Die Hoffnung vom Quai d Orſay, die Ruſſen doch noch vor Berlin zu ſehen, iſt endgültig dahin. Die Deutſchen marſchieren. Hoch oben im Norden, da liegen die Kavalleriediviſionen auch nicht mehr feſt. Belows Reiterdiviſionen haben wieder auf⸗ geſeſſen. Küraſſiere, Ulanen und Dragoner Sie reiten durch den Tag, ſie reiten durch die Nacht! Ste reiten durch Sumpf und Wald und durch das reifende Korn, das Menſch und Tier ernährt. Gol⸗ dingen fällt und Popeljauy und Schaulen. Im Süden trommelt Mackenſen. Lublin, Cholm, Tera⸗ tyn. Der Oſten macht den Sturmlauf von der Marne nach. Sie marſchieren und reiten durch den Tag und durch die Nacht. Sie waten durch die Flüſſe und Sümpfe. Sie ſtecken bis zum Hals in den Waſſern der Rawka, Bzura und Sucha und lachen in das tolle Feuer der Ruſſen hinein und gehen vor, immer wei⸗ ter vor. Sie nehmen Stellung auf Stel⸗ lung, Werk auf Werk und—— marſchie⸗ ren weiter. Schleſier und Bayern, Württember⸗ ger und Preußen nehmen mit den Ungarn gemein⸗ ſam Jwangorod. In regendunkler Nacht ſind ſie über die Weichſel geſetzt, geſchwommen, auf den e 5 Die Chicagver Weltausſtellung auf der Briefmarke Die amerikaniſche Poſtverwaltung hat eine Brief⸗ marken⸗Serte herausgebracht, die Darſtellungen von den markanteſten Gebäuden der Chicagoer Welt⸗ ausſtellung„Jahrhundert des Fortſchritts“ zeigt. mit Heu gefüllten Fourageſäcken getrieben. Oſtro⸗ lenka und Lomza fallen.„Wie irdene Töpfe werden die ruſſiſchen Feſtungen von unſeren Sol⸗ daten zerſchmiſſen,“ ſagt am Abend des letzten Juli⸗ tages Bethmann⸗Hollweg zum Kaiſer. In Paris hält Poincaré eine öffentliche Rede und ſpricht von„Lügennachrichten aus Rußland“. Am gleichen Tage hat in London Lloyd George öffentlich Rechenſchaft abzulegen und er tut es mit größerer Ehrlichkeit als ſein„Verbündeter“. Da heißt es in ſeiner Rede, die geſchichtlich geworden iſt:„Ich ſehe die dunklen Wolken, die ſich im Oſten zuſammen⸗ ballen und den grauen Himmel, der ſchwer über Frankreich und Flandern liegt!“ Kriegsrat der Alliierten! Sir French erklärt klipp und klar, daß man nicht mehr mit Rußland rechnen dürfe, wenn es den deutſchen Truppen gelin⸗ gen ſollte, das ruſſiſche Bollwerk am Bug völlig ein⸗ zudrücken, bevor Nikolajewitſch ſeine Reſerven an⸗ ſetzen könnte.„Und es ſieht ſo aus, als ob es zu ſpät iſt. Die Dentſchen ſind unſere Feinde, aber wer wollte es leugnen: die deutſchen Soldaten ſechten beiſpiellos!“ Dem deutſchen Soldaten gilt dieſe Reverenz eines Feindes, und Sir French weiß nicht, daß faſt um die gleiche Zeitwende feldgraue Soldaten, einfache Land⸗ wehrmänner, im Oſten in die Waage des Schickſals greifen ſollten. Ausgezehrte, abgeriſſene Männer, zermürbt von den Wochen des unvergleichbaren Sturmlaufs auf feuerſpeiende,„uneinnehmbare“ Feſtungswerke. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Je⸗ den Tag ein neues! Und jetzt wenden ſie das Rad der Weltgeſchichte, jetzt entſcheiden ſie— den Feldzug im Oſten. Alle Feſtungen ſind niedergekämpft. Nur Nowo⸗ Georgiewſk ragt noch als einſamer Turm aus der feldgrauen Sturmflut. Mit allen Kräften, mit einer herviſchen Verbiſſenheit verteidigen die Ruſſen dieſe Feſtung. Sie ſperrt die wichtigſten Bahnen und Brücken am Zuſammenfluß von Weichſel, Bug und Narew. Mit ihr können ſte den deutſchen Nachſchub hindern, können den aufmarſchierenden Reſerven des Großfürſten Luft zur Entwicklung geben. Fällt die Feſtung vorher, ſo gibt es für Rußland von nun an nur noch die Defenſive. Jeder Tag, jede Stunde, die Georgiewſk gehalten wird, iſt eine gewonnene für Rußland, für die Alliierten. —„Melde. Jort XV genommen auf ſeine Feſtungsgeſchütze und glaubt offenbar ſel⸗ ber feſt an die acht Monate des Herrn Naudeau. Eine friedliche Landſchaft! Man könnte ver⸗ ſucht ſein, hier den Krieg zu vergeſſen. Harmloſe, idylliſche Hügel von ſattem Grün und kleine, behagliche Kuppen wie Felſen im Harz. Forts und Bunker, und wenn die tollkühnen Kerle in Feloͤgrau nicht als Jungen ſo gut ihren Karl May geleſen hätten oder wenn ſie— was wahrſchein⸗ licher iſt— nicht daheim auf dem Kaſernenhof ſo gottesjämmerlich geſchliffen worden wären, dann hät⸗ Das Eiſenbahnunglück bei Apolda Oben: Die umgeſtürzten Wagen. Unten: Die Wagen nach der Wiederaufrichtung. 8 Aus bisher noch nicht ganz aufgeklärten Gründen gerieten bei Apolda mehrere Wagen des D⸗Zugs Stuttgart Berlin aus dem Gleis und fielen um. „Es wird reichen“, triumphiert in Paris der Tiger.„Die Deutſchen werden vor Nowo⸗ Georgiewſk ihre Marne des Oſtens erleben.“ Er hat aus dem ruſſiſchen Großen Hauptquartier ein Telegramm ſeines Berichterſtatters Georges Nau⸗ deau erhalten. Naudeau hat ihm gekabelt, die Feſtung werde ſich unter allen Umſtänden bis zum Einſetzen einer neuen ruſſiſchen Offenſive halten. Mindeſtens ſei die Zeit, die ſie Widerſtand bieten werde, auf acht Monate anzuſetzen. Erfreuliche Worte für Pariſer Ohren. Man befindet ſich in Siegesſtimmung und gibt entſprechende Bul⸗ letins aus. Am Abend werden in unzähligen fran⸗ zöſiſchen Eſtaminets unzählige Hochrufe auf den glor⸗ reichen ruſſiſchen Verbündeten ausgebracht. On les aura! Man wird ſie doch noch kriegen, dieſe Deut⸗ ſchen, die ſchon glauben, Rußland erledigt zu haben. Und wieder einmal werden die Ruſſen„im Ok⸗ tober ſpäteſtens“ in Berlin ſein! Wie ſchon ſo oft! Um die gleiche Zeit liegt im Vorgelände von Nowo⸗Georgiewſk eine kleine Patrouille hannoperſcher Landwehrleute. Acht Mann, ein Unteroffizier. Sie ſind mit der ſonnen⸗ gedörrten ruſſiſchen Erde verwachſen. Ihre Auf⸗ gabe iſt, die Zwiſchenſtellungen zwiſchen zwei Wer⸗ ken zu erkunden. Immer weiter ſchieben ſich die Hannoveraner vor. Jetzt ſind ſie ſchon weit im Fortgürtel. Von Zwiſchenwerken, von Gräben oder gar feſten Stel⸗ Vier Perſonen wurden getötet und 16 verletzt. ten ſie ſich nicht bis hierher anſchleichen können, dann hätte man ſie längſt geſehen und dann würden die idylliſchen Hügelchen jetzt den Tod gegen ſie aus⸗ ſpeien. So ſchön iſt es, man möchte am liebſten über⸗ haupt nicht mehr zurück. Und da erſcheint doch wirk⸗ lich hinter dem einen Fortmaſſiv ein Auto und gon⸗ delt in aller Gemütlichkeit, als gebe es überhaupt keinen Krieg und keine hannoverſchen Landwehr⸗ leute. Ein reizendes, knallgelbes Auto und— es nimmt geraden Kurs auf ſie zu. Den Feldgrauen ſtockt der Atem, aber auf vierhundert Meter ſchwenkt das Auto herum und fährt auf das Werk weſtlich von ihnen zu. Jetzt können ſie deut⸗ lich erkennen, daß zwei Perſonen im Wagen ſitzen. Der Chauffeur, ein Muſchik, und im Fond ein Offi⸗ zier mit roten Aufſchlägen. Unter Umſtänden der Feſtungskommandant ſelber. Wer hat ſonſt hier in dieſen kritiſchen Stunden im Auto herum⸗ zugondeln? Sie ſehen ſich an. Wenn ſie jetzt ſchießen, dann müſſen ſie die Ruſſen entdecken, und wenn ſie Augen wie Blindſchleichen hätten. Aber nicht ſchießen, mit ſolch einem Ziel vor Augen. Da hat einer eine irrſinnige Idee. Mit fliegendem Atem iſt ſie mit⸗ geteilt. Ein Prozent Erfolgschance! Den Land⸗ wehrleuten genügt ſie. Neun Sicherungsflügel fah⸗ ren herum, neun Achtundneunziger beginnen zu bläffen. Auch drüben beim ruſſiſchen Auto knallt es. Die Pneumatiks! Sie haben darauf gezielt lungen iſt keine Spur. Der Ruſſe vertraut völlig] und— haben getroffen! Auf vierhundert Me⸗ Die Trauerfeier für Marga von Etzdorf in Hamburg Mitglieder des Hamburgiſchen Fliegerſturms ſtellen die Ehrenwache Die Einweihung des Kolonial⸗Kriegerdenkmals 1 dei in Halle. 5 Die Feier vor dem neuen Denkmal, das einen gewif deutſchen Soldaten in der Uniform der ehemaligen Südweſt⸗Schutztruppe zeigt. Das Denkmal, das der Erinnerung an unſere Kolonie und dem Gedenken e br ü an die dort gefallenen deutſchen Soldaten gewidmet das iſt, iſt eine Schöpfung des Berliner Bildhauers nich K. Möbius. 10. J kaff i 5 übun ter! Bei fahrendem Auto! Dieſe Schüſſe zwiſchen Erfüil den Werken von Nowo⸗Georgiewſk wollen erſt noch Ae nachgemacht werden. Die Landſer aber haben jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken, daß ſie eigentlich alle die Schützen⸗ ſchnüre verdient hätten. Wie neun entfeſſelte Teu⸗ ese fel raſen ſie auf das Auto zu, wo entſetzt und faf⸗ ſungslos zwei Ruſſen ihnen entgegenblicken und traumhaft automatiſch die Hände heben. „Raus!“ Der Muſchik fliegt hinter dem Steuer⸗ rad hervor, ein Landſer dahinter.„Los!“ Rauf mit dem Knobelbecher auf das Gaspedal! Schwankend wie eine Fregatte im Taifun ſchießt der Wagen los, Schneller! Es geht ſchneller. Der Wagen iſt ein deut⸗ ſcher Brennabor und läuft trotz ſeiner„Lat⸗ ſchen“ wie der Teufel. Aber man hat ſie jetzt entdeckt. Von allen Seiten knallt es jetzt. Irgendwo rat⸗ tert die Todesknarre eines Maſchinengewehrs. Ausſichtslos. Einen Wagen mit einer Traube von Menſchen dran und drin muß man treffen. Der Unteroffizier ſchreit:„Alles im Wagen hinlegen Zieht euch den Rußki über den Rücken!“ Es geht, das Feuer wird ſchwächer. Jetzt wagen nur noch die Scharfſchützen zu knallen. Gleich iſt man über die Traſſe. Der Motor jubelt in hohen Touren. ihren Braves Stück Metall! So kommt deutſche Werk⸗ 4 mannsarbeit doch noch deutſchen Jungen zugute. los. Dem Unteroffizier fährt ein Infanteriegeſchoß durch Int die Schulter, dem Fahrer eines durch den Oberarm. ſtzung Sie fahren weiter. Von den dreien, die auf dem loſer Trittbrett ſtehen, ſchreit einer auf, fällt. Der Teu⸗ jahr! felskerl am Steuer tritt die Bremſen. Sie ſchauen 1 zurück. Still liegt der Kamerad. Zähne zuſammen, 00 wir können ihm nicht mehr helfen. Kann dir die abſchl. Hand nicht geben das N Und ſie ſchaffen es. Am Waldrand heraus aus der A dem Wagen, fort. Der Ruſſe funkt ihnen zwecks jetzt mit Feldgeſchützen nach. Zu ſpät.„Pa. von! ſcholl, Herr mit den roten Bieſen und Klappen!“ Zwei inden Stunden ſpäter ſind ſie mit ihm bei der erſten deut. 7 5 0 ſchen Feldwache. N W ispr Am Abend hält General v. Beſeler einen gewiſſn dreib Bericht und ein dickes Bündel Papiere in dr bünge Hand. Seine Augen leuchten.„Mit den Sol⸗ 7 wendy daten holt man den Teufel aus der Hölle!“ Ss er Die Hannoveraner haben zwar nicht den e, fa ſtungskommandanten, aber den erſten Genieoffi⸗ iinem ztier geraubt, den techniſchen Leiter de Berich Feſtung. Und bei ſich hatte er ſämtliche Feſtungs⸗ iſt ſchr pläne. Jede Stellung, jedes Geſchütz, jeder Ma⸗ ſihlige ſchinengewehrſtand eingezeichnet. Eine Nacht hin⸗ gen w durch wurde kopiert. Am nächſten Morgen begann 0 die Beſchießung der deutſchen ſchweren Artillerie. verluf Vernichtungsfeuer auf die Munitionsdepots der Werke Dembe und Zegrſhe. Dann auf die Werke Nb zwiſchen Narew und Wkra und dann— Sturm! ö U Die Zugänge ſind bekannt, die Ausfall N tore, die geheimen Rückzugs⸗Stollen. Rückſichts log a ſtürmen ſächſiſche und ſchleſiſche Landwehrleute Feuervorbereitung? Wir brauchen keine. Wir haben 90575 ja die Pläne! Die Hannoveraner ſollen nicht um⸗ 100% ſonſt ihre Haut zu Markte getragen haben. Sturm! 19000 Sturm! 999955 Sie kümmern ſich nicht um Verluſte, ſie kümmern 1 ſich nicht um die eigenen Wunden. Sie vergeſſen die dDrem⸗ Zeit und die Erde. Da liegt der letzte Trutzturm der e Ruſſen und der muß fallen! Dante Es bleibt nur noch das Fort XV. Mit letzten euch Kräften arbeiten ſie ſich heran. Ein Hauptmann und eine Handvoll Landſer. Die Pläne heraus! Die Pläne, die uns die Hannoveraner aus der Hölle ge⸗ holt haben! Rein in die Kehlgräben. Da iſt das Gitter! Grabenmine heran. Deckung! Weiter! Links liegt der Kaſematteneingang! Die Ruſſen haben ge⸗ merkt, was mit den Plänen ihres Ingenieurs los war. Sie haben geſprengt! Meldung nach hinten! Minuten ſpäter heult eine 42⸗Zeutimeter⸗ Granate heran und ſchlägt haargenau in das Geröll vor dem Eingang. Sie haben ja die Pläne hinten. Der Weg iſt freil Hinein in die Kaſematten! Ein aufbrauſendes Hurra, dumpfes Krachen von Handgranaten, zuckende Bajonettblitze. Es iſt bald vorbei. Auf dem ausgetretenen Steinboden liegt der Hauptmann, eine Decke über dem zerſchmetterten Leib. Die Hand ſchreibt, ſchon erſtarrt faſt, die letzte Meldung. Im Potsdamer Archiv liegt ſte bewahrt, Ein Zettel, blutverſchmiert und in hilfloſen, tau⸗ melnd auseinanderfallenden Schriftzügen die Worte, die hiſtoriſch wurden:„Melde. Fort XV genommen!“ Nowo⸗Georgiewſk war niedergerungen, der letzte Pfeiler der allgewaltigen ruſſiſchen Feſtungskette zertrümmert! Nowo⸗Georgiewſk war Geſchichte und — eines der vielen, vielen Heldenlieder vom unbe⸗ kannten Kämpfer in Feldgrau geworden! 0 85 Ift. 2 Dienstag, 10 3 1933 11. Juli Jahr iſt bei verſchiedenen Unterneh⸗ Mannheimer ene Pfalz. Wirischafflsbank Ludwigshafen 1932 nach 0,15(0,16) Mill./ Abſchreibungen auf Anlagen ten. Im laufenden er V und 0,071 anderen Abſchreibi Bete en 75 15„ 5 Die unter Vorſitz von Klern⸗ mit 9 6 05 N)reibungen, 40 7 eteikigungen, mungen eine Beſſ rung eingetreten, die größtenteils auf Amtlicher Preis für je 50 ng Lebendgen 3769 Stück rankenthal abgehaltene GBV, in Ac ver⸗ nit einem Neuverluſt von 178 525 J, A 1 ſich der die Arbeitsbeſchaffungs maßnahmen zurück⸗ 215 waren genehn 0 die ohn Geſamtverluſt auf 413 559/ erhöht. Im letzten Jahr gefüthr 11 8 9 25 1 Oensen 844 Kkupe 2000 senweine f Ve 0 f geführt wird. e vollfl. 30/32 fl. 22 155 wurde der Verlu ſt von 262 249/ durch den Gewinnvortrag Gewinn und Ver eluſt abſch 23 7 5. Gem auf 23 4 ermäßigt und in dieſer Höße vorgetragen. kirmenänderungder Leonhard Tietz AG. Köln eu ige 2578 fleiſchige heimrat D Dr. Troeltſch erklärte, daß die vor öommen Gegen 5 5 des Geſchäfts far l 55 re 8 de des Geſchäftsjahres trat ein Verluſtſtillſtand Abſchreibungen für Zinsru än de unter keinen Un 1 9 5 2 b 18 94 Bullen 284 Fürsen fanden 51 985 irrigen Auf uhren dürften daß dieſe ein und es wurden gewiſſe Ueberſchüſſe erzielt. Ein O Berlin, 11. Juli.(Eig. Tel.] In der o. G machte junge vol„ e131 92 7 ande etwa nicht bez(Ein Teil dauerndes beſſeres Ergebnis hänge von der Beſſerung der der V 5e Ausf ührungen über die gegenwärtige 1 5 ſonſtige. 24/6 e Geſamtwirtſchaftslage ab. der Geſell Das Un te rnehmen habe bis he fleiſchig. 212⁴ ingwiſchen. auch eing zegang zen. Man riedenſtellend entwie auf die Ware 8 Der heutige Auftrieb zum 7 me markt lag mit 94 Farren, 133 Ochſe Kühen, zuſam 855 Tieren, über dem 7 Wieder 8 vH. bei Schering-Kahlbaum Noth 1 30 ns ſätze ſei z wenigen Fa Verwaltung Zeit la ſie ja mit Der o re 81 ahr 1932 weiſt einſchl. ede 7715 henem Geld der ſt ver wal⸗ f in Hö 2268 944 e o geb. woche. Geſchäft entwickelte ſich ruh Bruttoüberſchuß von, bleibenden Preiſen. Kühe dagegen 16 00 10 1(6 444 verloren Mark aus. Die Verwaltun lägt vor, von dem ſich n Abſchreibungen von 1668 168(1 925 607)/ ergebend Reingewinn von 4424 433(4 518 460)/ eine D dende von 8 v. H.(wie i..) auf das dividendenberech Kapital von 27 750 000/ zu verteilen und den nach Abzug der Tantieme bes AR und einer Zuweiſung von 2 ſes für ihre Tätigkeit bezeugt. in den Age. Mark an den Penſtonsonds für Beumten und Arbeit Fadden Reichsbahnoberroat Bauer ⸗Ludwigshaſen verbleibenden Reſt von 1974 901(2 268 944)„ vorzutragen. Bürgermeiſter J ml bt⸗Kuſel, Bauf ihrer i m⸗ Landau 77 1 1 Kraftfahrer Schoner ⸗Kaiſerslautern. Geheimrat AG. für Verkehrswesen klein ſch oß die Verſamml ung mit einer Ermunt terung O Berlin, 11. Juli.(Eig. Tel.) Nach Einſtellung von * den Vorſt 1512 15 5 8 ufbauarbeit des 1,74 Mill./ Warenberichtigungskonto und 1,18 Mill. . cha k. 5 25 ith jbar⸗ 8 Rach 5 0 Erneuerungsfonds, Spezialreſervefonds und Tilgungs⸗ ziſche Wirtſch Aftsbank berufen dei erte an rücklage für eigene Bahnen unter Paſſiven der Bilanz von 0 1932 ergibt ſich ein vorzutragender Gewinn von 1 gen ein elder von der in ſehr gering arbeite, mit der icht ſth Loſſ 5 15 e cht ſtören dene 0815 nügender auswärtiger Käufer erſcheine al ſentlich, daß man keine Gold⸗ Ochſen 32 Pfg., für Rinder 33 g 118 o*„ n* S 34*. 1* 7 b. deſſen e ee mung des Marktes.— Am Kälbe rmarkt war der tionen au Sgegeben habe. Im neuen Jahr erfülle die Auftrieb von 761 Tieren in Verbi udung mit dem ruhig Situation der Warenhäuſer die Verwaltung mit ſchwe⸗ 1 2 55 Metz 75 Anlaß zu einem ſt re orgen. Dex Abſchluß 1933/4 werde aber wahr⸗ d eie 2 1 A ſchlag m cht 3 bi Stall 2 Het!. fried E Prei. 1* 1 8 7 15 5 70 925 1 5 5. e 4 0 aus.. Höchſtnotig 40 Pfg. bei langſamer Räumung.— 1 9 ein e Mill. 4 950 1 9 Am Schweinemarkt kam trotz geringeren An⸗ 1 E 1) f. 5 A 1 2 8 Ke 0 ei 1 f. ſti mmig genehmigt und 5 gebots von 2009 Tieren ein ruhiges Geſchüft zuſtande. Aus⸗ den Nauer des Unterneh 1 Wet geſuchte Qualitätstlere lagen gefragter, während geringere Ka 1 1 A N i 1 10 8 555 8 Q malitäten vernachläſſigt blieben. Die Preiſe zogen in An⸗ e 2 2 5 Wbe z ſung an die anderen Märkte um l bis 2 Pfg. an, Höchſt⸗ Dern. 0* 75 N 1 2 8— notiz 39 bis 41 Pfg. bei Ueberſtand. ſtändigung in der Weizenfrage. London, 11. Juli. Lusfloses Gelreidegeschäff iſe N 1. W verhandl 8 de. 1 5 N 1 cr: gewiſſe R olle zu ſpielen. 8 2 5 5. 7 84.) In den eizenverhandlungen der vier gro⸗* Berliner Produkten börſe vom 11. Juli.(Eig. Meld.) ———̃—— 1705, nachdem im Vorjahr eine Bilanzbereinigung durch zenerzeugenden Lnäder Bereinigt e Staaten, Kanada, Bei ſehr luſtloſem Geſchä! ſich am Ge⸗ 0 Verbotene Zweckſparkaſſen im Saargebiet. Saar⸗ Herabſetzung des As. von 50 auf 36 Mill.& und entſpre⸗ Auſtra lien und Argentinien mit den eur opäiſchen treidemarkte ouch heute keine uſetzen Die brücke n, 11. Juli(Eig. Tel.) Durch Erlaß betreffend 18 roc bios ggquo sage sens 9 bunbig puch denocp We ländern wurden am Montag gewiſſe Fort] Käufer waren mit Anſchaffun ˖ ſichtigt. Für das Verbot des Gee weigere, im Sgargebiet von Betriebseinnahmen der Verkehrsunternehmun⸗„Fina News“ zufolge, haben die Brotgetreide alter Ernte waren Gebote ſchwer erhältlich, 2 1 5 1 7 2 3 1 1 87 8 0 st a 1 N 11g 2 7 er x. 1 t 7 5 nicht ſaarländiſchen Zweckſparkaſſen vom gen ſanken in 1932 um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr rene en Donauſtaaten und Polen eine auch für Roggen hatte ſich die Kaufluſt verringerk. Das 7 N Höch ſt z ziffer für ihre Geſamtausfuhr an⸗ f 1 r 9 2 0 a g. 5 5 1 a 5 3 10, Juni 1933 ſind fetzt die Anträge von 34 Zweckſpar⸗ während die Betriebsausgaben um etwas mehr ae, b 5 rtenmaterkal in Neugetreide blieb auf dem niedrigeren genommen. Die Einzelheiten des Planes werden auf reisniveau mäßig, andererſeits zeigte ſich auch wenig äßigung des Zins 1 ſtrieobligationenbank ſeien ge nach der Pfalz Vier aus 0 Bank eit ihrer 0 J 0 ondere hei rat Strobel ⸗ Pi Ear kaſſen, die ihren Sitz im Reich haben) in der Aus⸗ N 1 9 f als ein Fünftel geſenkt werden konnten. Schaffung von einer Weize 6 übung ihres Geſchäftsbetriebes verboten worden. Die 8 5 2 805 N t einer Weizenkonſerenz mit den weizenausführenden euro⸗ b ſt, d an über die wei Marktgeſ ig f hen Erfüllung bisher abgeſchloſſener N durch die Kraftfahrlinten konnte den Verkehrsrückgang nicht aufhal⸗ I päischen Ländern am Dienstag beſprochen werden. Ankle l A g Abſfee 5 „ V dick l f 2 5055 5 2 , 5 2 Beten g cken eee 1 zer fe ele in urn beben Kleines Geschäff an den Effekfenmärkſfenn e nee e 5 verenice Stalunerue Bel großer Marhi hwankendes Kursni 0 ute An ae eee le,, . 1— 7 tchender ne fa matter. eu- Wesenilich gebesserſer Umsaß und Aufiragsbesfand 9 e 191 8 ursmiteau egen Schluß aul Käufe in Farben Amtlich notiert wurden: Märk. Weizen 18991 ſchwäch.; faſ⸗ 3 Ehen 11. Juli.(Eig. Tel.) Die Produktion in und Reichsbankanieillen freundlicher Nachbörse behaupfei di eaten 1 7 beten ie 85 abe e 154—159; und den wichtigſten Erzeugniſſen ſtellt ſich im dritten Ge⸗ 5 218 5 5 ter⸗ und Induſtriegerſte 157— 6 ruhig; 2 ärk. Hafer cätsviertekfahr 1032, das ſind die Monate April Mannheim ſtill 1 2 Dollar etwas befeſtigt 125 1 ſchwach; Weizenmehl! 23.— uhig; Roggenmehl bis Juni, im Vergleich zum Vorvierteljahr in 1000 To. Der Börſe fehlte es heute an Anregungen. Die Kurſe Im i nte n atio nalen Deviſen verkehr 21,30 85 rubig;, Weizenkleie 980—9 Ros igenkleie 9,50 ter⸗ wie folgt: Kohlen 8626(808), Koks 1025(10f8), Roheiſen halten etwa auf geſtriger Baſis. Farben notierten 129,75, konnte ſich der Dollar wieder etwas hefeſtigen, er zog bis 9,88 ruhig. Viktorigerbſen 24. Kleine Speiſe⸗ mit 884(580, Rohſtabl 713(609). Für die bisher neun Monate Waldhof 40, etwas höher Weſteregeln mit 125 G. Bank⸗ engl. Pfund mit 4,7576 nach anfangs 4850 an. zebſen e Futtern ane 1 ſchen 1415,50 end des laufenden Geſchäftsfahres ergeben ſich im Vergleich zum werte b blieben unverändert. Von Verſicherungsaktien waren f und zeigte mit 8,2294 gegen den Gulden, Ackerbohnen 1314,50, Wicken 19,7514,75. b 95 blaue los 1 ehenden Geſchäftsjahr folgende Ziffern: Kohlen Frankonen niedriger, Mannheimer Verſicherung blieben 84.78 gegen Paris und 17/11 gegen Zürich behauptete Hal⸗] 2,50 18,5, dtv. chelb⸗ 15,7517. Einſchl. Monopol⸗Zu⸗ 3 710 900), Koks 3180(2971), Roheiſen 1768(1687), Roh⸗ angeboten. Auch der Rentenmarkt war ruhig. S tung. Die Reichs merk kam aus Amſterdam mit 50,20, ſchlag notierten: Leinkuchen 14% 0 18,89, Erd nußkuchen ad 11 1987(1747). Schuldbücher wurden mit 77,25 genannt. Golöpfandbrief aus Zü 0 mit 123. 20, aus Paris mit 610 und aus London e ab Hbg. 15,2 Die Zahl der Arbeiter hat ſich Ende Juni auf knapp behauptet. mit 13.80. Die Golddeviſen waren im großen eee, 92 600 gegen 91 100 Ende März und 81 800 Ende Oktober Frankfurt uneinheitlich, ſtill und ganzen gehnklen dto. ab Stettin 18,70% Kartoffelf locken 18,50— 13,0, 198 erhöht, während die Zahl der Angeſtel lte n 11 200 5 0 Berliner Devisen ſter ti der de een e mae e ee egen 11100 bzw. 11300 betrug. Der Umſatz mit Die Frankfurter Mittagsbörſe verzeichnete mangels jeg⸗ Roggenſtroh 0,40—0,55 e Haferf remden belief ſich im dritten Geſchäftsviertelfahr auf licher Anregung nur ſehr kleines Geſchäft. Von Oiskontsatz: Reſchsbank 4, Lombard 8, prwat 37% v. f. dee weten an en, ekund, Rue glaane %s Mill.„ gegenüber 122,48 im Vorvterteljahr, wovon der Kundſchaft waren nur unbedeutende Aufträge einge⸗ Amilich in Rm. 513 Parſtzt 0 al 5 Full 9,60..90‚ bindfadengepr. Roggenſtroh 60,40 0,60; Weizen⸗ rat⸗ 50,87 gegen 44,08 Mill./ auf das Ausland entfielen. troffen und auch die berufsmäßige Spekulation übte einige ür font M. Geld Brief Geld f Brief ſtroh 7505 Häckſel 1 Autes Heu alte Ernte 13. In den erſten neun Monaten des laufenden Geſchäftsjahrs Zurückhaltung. Infolge des kleinen Umſatzes bewirkten Zuenos⸗Ajres 1Peſo 7.782 0,23 982 9,928 9932 2102,50 dto, neue Ernte 1/00.—2,307 Luzerne 5 2705 6 wurden 408,26 gegen 382,27 Mill.„ in der gleichen Vor⸗ ſchon kleinſte Beträge nach der einen oder anderen Sekte Kanada lkan. Dollar 4,199.797.803.817 2,823 Ernte 2,302,600; Thymotee loſe neue Ernte 2,4020; 805 ohteszeit umgeſetzt, wovon 146,55 gegen 152,79 Mill./ ein Abweichen der Kurſe. Gegenüber der Abend⸗ Nane 1 9158 5,84 3 7705 1 7 0 1 0 5 1 0 n der 5020 2,60; orahtgepr. ben 50 900 Der auf das Ausland entflelen. 5 b ö rſe war die Börſe bei Eröffnung recht uneinheit⸗ Kairo.„Jäggpt. Bid,— 928 5 45„ 5355 Über Notiz 07 4 g. Tens eng matter.— Hans Srechtetches en! Ale ſpediftzterten Auftragsbeſtände der Hütten. eich und ſpater eber etwas ch wüche r wenn auch die onen keine. 4e d, n ne, Lecerunongelchiſ: Been ili; Sept. d 10 Nog⸗ und Verfeinerungsbetriebe in Eiſen⸗ und Stahlerzeugniſſen Veränderungen meiſt nur Bruchteile eines Prozentes aus⸗ New Vork. IDDollar 2.1980 2917 228.947 2953 gen Juli. G: Sept 161-161, Hafer Juli 194,59 bis gen machten am 30. Juni etwa 115 v.., des entſprechenden machten. 75 leichfals in fes 3 ee ee 155 1255 4 705.229.231 e ee ee an 5 5 5 Auftragsbeſtandes des Monatsdurch itts Geſchäfts Der Rentenmarkt ſetzte gleichfalls in feſter Ge⸗ Muguay„ 1Goldpeſo!( 45.449 451.449 1451 otterdamer Getreidekurſe vom 11. Juli.(Eig. Tel, nan a res 10813 32 125)FFFVVVVVV ſchäftsſtille ein. Etwas höher notierten proz. Stahlverein Holland 100 Gulden 3[169,739 169.89 170,17, 169,43 169,7 Anfang: Weizen lin Hfl. per 100 Kilo) Sept. 4,58; 10 jah 3 8.(plus 7 v..) und ſpäte Reichsſchuldbuchforderungen Agen 10 Frachmen 304 20„f as dle Nop. 4,8776, Jon. 5,00.— Mais lin Hfl. per Laſt 2000 Kilo) 5(plus g v..), d ölteben deutſche Anleihen und Sreg 0 i Juli 61,50, Sept. 65,50; Nov 68,25; Jan. 71. k⸗; S 1 5 98(plus v.„dagegen blieben der Guan 0 2511.488 2492.498 2492 f 5,50; 7 1 5 5* Bageriſche Stickſtoffwerke Ac.— Wieder dividenden⸗ Reichsbahn⸗Vorzugsaktien nur knapp gehalten. Im Ver⸗ 10065 e Liverpooler Getreidekurſe vom 11. Juli Tel.) ute. Jos. Wie verlantet, hat ſich das Geſch hr 1932 um laufe blieb das Geſchäft klein, und meiſt bröckelten die Haltzig. 100 Gi 81,2 31.92 32.08 81,32 81.08 Weizen(100 1b.) Tendenz feſt; Juli 5,8(5,66); Okt. 5,10 urch 190 5 05 der nk 1 90 f 5 cee Kurſe leicht ab, nur JG. Farben lagen recht widerſtands⸗ 81 Kaaters 10 N 7755 22380 220 23325 Len en Dez. 841% Mürz 85 040% 8 1 Zuſelge der ungenügenden Preiſe u in der Bilan fähig und Südd. Zucker gewannen 1 v. H. Soweit ſonſt F 5 5 0 98.. 570 Tendenz ſtetig; Juli 5,794(5,676); Okt. 5,10%(5,876); rm. 1 5 18 fähtg nd S 8 0 0— L 8 8 1 17 8 205 2 zun e in diefer Woche ſt indet vidender 1 5 8 Jugoſtanienio0 Dinar 81.00 5,195 5,205 5,195 5,205 6,0%(5 18 6,27 e 1 4 557 1 558 e W 1 en- noch Kurſe zur Notiz kamen, ſtellten ſie ſich faſt überwiezend owno, 100 Litas 7 4188 415 4204 41.98 4204 875 8 Arg n 15 . 100 n ten Ge ha bis zu 1 v. H. ſchwächer. Der Rentenmarkt lag Kopenhagen 100 Kr. 3 112,50 5249 6361 524 69485 9 1 ag rger Zu r⸗Notierungen vom 11. Jul(Eig. eu. ahr hat das Frühjahrsverſandgeſchäft wiederum eine gleichfalls äußerſt ſtill, doch zeigten ausländiſche Renten Liſſabon 100 Eskudo 30 45337 7% J, 265 eld.) Juli 5,0 B 5,20 G; Auguſt 5,40 B 5,90 Gf Sept. uen merkliche Belebung gebracht und, zur Neueinſtellung von auf der ganzen Linie eine Befeſtigung von 7 bis 2 v. H. Oslo. 100 Kr. 3½ 112.50 70,28 74% 10.09 70.17 5,50 B 5,30 G; Okt,.80 B 5,60 Gf Nov. 5,80 B 5,60 G: zen, mehreren Hundert Arbeitern geführt. Tagesgeld war weiter leicht mit 3 v. H. 1 90 190 12 41 15085 290 1250 5 1055 9 0 90.5 175 80 1 62 917. G; 180 6,40 B f. D. Magirus AG., Ulm a. D.— Der Verluſt⸗ 1 bel:. 100 fr. 35 1 0 f UU die 0 irus AG.,. er Berlin ſchwankend Schweiz:. 100 Fr. 3 sd sbs 81 öl, s. und 92.55, Tendenz ſetig: Wetter tr abſchluß. 11. Juli.(Gig. Tel.) Die Geſellſchaft, die i. V. 5 Sofia. 100 Lewa 9½ 3038 3047 3,058 3047.053 md 32,55, Tendenz ſtetig; Wetter trübe. . das Ag. von 5,005 auf 2 Mill. J durch Zuſammenlegung Der Vormittag konnte mit einer freundlichen Spanien 100 Peſeten 6 51,00 35,21 35,29 35,11 35,19* Bremer Baumwolle vom 11. Juli.(Eig. Tel.) Amerik. aus der Aktien und Wiedererhöhung auf 2 Mill./ her röbſegte Grundſtimmung eröffnen. Das Geſchäft an ſich Stockholm. cor.“% n, ens 7, ee 0 Univerſal. Stand. Middl.(Schluß! 12,16. en zwecks Deckung des Berluſtes aus 1931 glich Vort blieb wieder ſehr klein, zumal das Publikum weitere Bien 160 line e ee* Liverpooler Baumwollkurſe vom 11. Juli.(Eig. Tel.) 1 5 5 2 aus 1931 zuzüglich Vortrag Zurückhaltung übte. Immerhin zeigte das Kursniveou bei Wien Schilling*: 135 95 Amerik. Univerſal. Stand. Midoͤl. Anfang: Okt. 396 Pa⸗ 0 von insgeſamt 2,234 Mill., legt der am 1. Auguſt ſtatt-] Fröffnung eine eher anſteigende Tendenz, Tägl Gelo 4% und darüber, vereinzelt% Monatsgeld 87% bis 598; Dez. 599; Jan.(84) 600601; März 605; Maf 600; wei iindenden o. GV. wieder einen Verluſtabſchluß vor. wenn auch die Veränderungen gegenüber dem Vortags⸗* Berliner Metall⸗Notierungen vom 11. Juli.(Eig.] Tagesimport 26 200; Tendenz ſtetig.— Milte: Juli ut. Der Fabrikationserlös betrug im 5 3,528(2,8), ſchluß im Durchſchnitt über ein Prozent nicht hinausgingen. Tel.) Amtlich: Elektrolytkupfer(wirebors] prompt 590; Okt. 396; Dez. 599; Jan.(34) 601; März Mai 1 der außerordentliche Ertrag 0,148, Löhne und Gehälter be⸗ Der Rentenmarkt verkehrte in ſehr ruhiger Haltung, 61,75/ für 100 Kilo, Raffinadekupfer loco 58—59; Stan- 609, Juli 612; Okt. 614; Jan.(85) 619; März Mai * Funſpruchten 1,772(2,024), ſoztale Abgaben 0,124(0,138)), Ab⸗[da nennenswerte Order kaum vorlagen. ogg war bardkupfer e Standard⸗Blei per Juli 18,50 625; Loco 615, Tendenz ſtetig. . ſbreibungen auf Anlagen 0,149(0,180), andere Abſchrei⸗ mit 4,25 bzw. 476 v. H. zu haben. Der Verlauf war bis 19,50; Originalzüttenrohzink 2,5025, 50 Original- Berliner Meiallbörse vom 11. Juli ö ungen 0,265(—), Zinſen 0,224(0,887) und ſonſtige Auf⸗ bei der Enge des Marktes Schwankungen nach beiden Hütten⸗Al e 98—99proz. in Blöcken 160; desgl. in. wendungen.124(i. B Handlun gunkoſts 1,042) Mill. 10 Seiten„ Die Ausſchläge gingen jedoch über[Walz oder Drahtbarren 164; Banka⸗, Straits⸗, Auſtral⸗ Kupf. gut Kuof.] Fei] Ber bes Zink Nee ce e everlut 1 6 J Das Be. bis 7 v. H. kaum hinaus. Zinn 318; Reinnickel 98 Hoproz. 330; Antimon⸗Regulus de e, ahr 105 155 N 9 1 5 85 Das 1 55 Der e 5 9 99 jedoch 3941; Silber in Barren etwa 1000 fein per Kilo 3740. 8 5775 tg 9170. 125 1 5 Fe⸗ ud wie das Vorſahr im Zeichen der überwiegend ſchwächere Tendenz. Gegen Schluß der zwei⸗ Londoner Mefallbörse vom 11. Juli Mã—.— 58.50 88.——— 21.0 19.78 fi fortdauernden Wirtſchaftskriſe, die ſich in ten Börſenſtunde trot ein freundlicherer Grundton zn 577270 e 505 l 8 Apr 5 3 5 55.25—.—.5 10 5 N einem Rückgang des Umſatzes auswirkte. Dem im Tage, ausgehend von Käufen in 3 Farbenakt ien und 5 1 1 5 Aa. er(Pence per dunce Mat—.— 5680 50,50—.— 22. 20.28 er Berichtsjahr entſtandenen Verluſt und Wertminderungen[ Reichsbankanteilen, die auf 181 bzw. 143,50 anziehen konn⸗ 98 N 3351 311 9 e 211.5 Ae 3 Aal.— 2— 85.75—— 2280 20 80 gs- iſt ſchon in der Sanierungsbilanz des Vorjahres durch vor⸗ ten. Nachbörſe: Schlußkurſe eher behauptet; J Set tl. Breis.65 Seltl. Preis 2115 Aueckſilber.. Auguſt 52.30 7 755 5755— 5 1 75 1655 Na⸗ ſihtige Bewertung und durch Rückſtellung Rechnung getra- Farben 1811815, Höſch be 50. Elektrolot..75 Danka 1 5 Platinn eptr.. 53.25 52.50—.— 19.50 18 50 hin⸗ gen worden.* Steuergutſchein⸗Notierungen vom 11. Juli.(Eig. beſt ſeloeled 4,78] Strafts.. eie s] Wolframerz Sklober.— 53.75 53,.——.— 19.50 18.75 Meld.) Berlin und Frankfurt, Fälligkeit 1934 ſtrong ſheets Plei, ausländ. 18,30 Nickel Novemb]—— 54.— 53.50—.— 20.— 19. 11 J. Hartmann u. Braun Ach, Frankfurt a M.— Neu: 97e; loss dus; 1936 8476 1987 5050; 1088 7756 Verrech⸗ Erie e e a bee ü Wee e de e o en— 20.50 19.— rie. verluſt. 11. Juli.(Eig Tel!) Die Geſellſchalt. 8 86. Tendenz: Kupfer, Zink willig; Zinn, Blei ſtetig. 8 Kupfer flan; 0 dafl 25 5 10. 11. 10. II. 1 1 Aktien und Auslandsenleihen in Prozenten erke 11 ö urszettel der Neuen Mannheimer Zeitung bol Stüöcke-NMotlerungen in Mark Je Stück Duckerheſ 4 81d 5 5 8 Age en. 5 Vogtland. Raft. 2 5 8 Frelverkehrs- 5—5 Petersb. J. Habk. all 10. 11 Dortm. Actienbr.———.— Magirus.⸗G.—.— 2, Poigt& Haffner———.— los Hannheimer Sffektenbörse 5 W 1197 Berliner Börse Dortm. Unionbr.———— Mannesmann 60.50 58.75 Wee Werke 96.25 84. 8 1 ute. 10. 10. 11. Industrie-Aktien 3 10. 11. 10. 11. 1 11. 10775 155 9 4015 1535 We—5ů.1230 5. 5 1 7 1155 ben% Bad. St.⸗A. 27 82.— 5 Fonſeden Aran 50— 50. Dortm. Ritterbr.—.— 88.— Ludwigsh. Walz..—.8 Festverzinsliche Werte Darmſt. u. R. B.—.—. Engelhardt.. 1047 103.1 Markt, u. Kühlh.—.——.— Wiſſener Metall. 70,— 09.— Diamond.. 478—.— 80% 5 8 5 3 Ma berke, 64.— 63.25 FSStverzins Bk.—— 175 i .Kom. Gd. 77.— 77. Br. 15.50 78.60 0 St. K. 92„ Mainkraftwerks Dt. Aſtatiſche Bk.—.— 17,0 Enzinger Union 71.50—.— Maſch Buckau⸗W. 58.— 54.50 Jellſtoff Verein.—.— 2,25 Hochfrgeuer——— im- 9600800 77. 77.— 63.— en München 218.0 215.0 Metallg. Frankf. 57.59 86/25 6% Reichsanl. 27 63,50 83.29 Deutſche Disconto 84.— 54.— Eſchw. Bergwerk 2030—— Maximil.⸗Hütte 1150—. Zellſtoff Waldhof 40.— 40.— Neckarſulm. Fahrz 89.—.— d age 80.— 60.— Pfälz. 78.— Mainzer Brauer. 75,„ Mes Sohne. 50,— 50.— Diſch. Ablöſgſch. 1 75.50 75.75 Otſch lieberſee Bk. 2750 28.— n.. Oſtafri— 40.— Sloman Salpeter—-—. em! fats 3 571 8 5 8 9 8 Fahlb. Liſt& Co..—— Merkur Wollw. 82—Deutſch⸗Oſtafrika 42.— 40 alpeler——— 10% ö. Gold 85.50 68.50 Pfälz, J 98.— Schöfferh. Bindg. 1610—.— Miag, Mühlb.. 55. 8.— ohne 10.0 10-30 Dresdner Bank 48,25 48.25 Farbenind J. 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Ota Minen 15. 16.— 8. Seite/ Nummer 318 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Dienstag, 11. Juli 1988 — Ballhaus-Garfen NMiftwoch, den 12. Juli mittags 4— 6 Uhr: Streich-Ronzert hatten abends 8½ 10½ Uhr: Reisekoffer, amm Reise Iltensilien a f Großes Konzert dener Damentaschen, lederwaren dusgefünrt durch die Ss-Lapelle, Leltung: M.-.-Fuhrer Oskar Lange. Unkosten Beitrag 20 Pfennig 3156 Schicksal, charakler, Iebensheralung Automarkt Wissenschaftl. Handlesen Erna Daechler—— Schwetzingerſtraße 5,1 Treppe(Tatterſall). 8140 3 Sprechz.: von 11 20“. Sonntags von 116. Mäßiger Preis Nur kurze Zeit] Kaufe 3141 g u um Auto f Sporigurtel, Rucksäcke, Tornister N ale Fm u Kohlen 4 Sitzer, wenn gutes Sport-Zefir für Kleider und Koppel, schulferriemen Hosenträger r deen ee e Hege ie VV del 5 1 in Zahlung genom⸗ men wird. Angebote unter Qu H 23 an die Geſchäftsſt. ds. Blatt. NNAfZ eri Sie die fefzf moch Uu sfi ger Preise, de Beiderwand der prekt. Wasch- stoff, für Haus- u. 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