FFB SB 2 1 2 8 A . —— och alle Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg⸗Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, Ne Friebrichſtr. 4, Fe Hauptſtr. 63, WOppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1 Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 1 0 5 Anzeigenpreiſe: 32 mm breite Colonelzeile 40 Pfennig, 79 mm breite Reklamezeile.50 Mk. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Zahlungseinſtellung, Vergleich oder Zahlungsverzug wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen.für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim — Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 19. Juli 1933 lusſprache Hitler-Henderſon in Münch 2 144. Jahrgang— Nr. 3 Es iſt in Ausſicht genommen, daß der Präſident der Abrüſtungskonferenz in München eine Besprechung mit Hitler haben wird Rieſenbrand in Marokko 60 qkm FJarm- und Weideland brannten nieder— 30 Todesopfer Henderſons Eindrücke Drahtbericht unſeres Berliner Büros J Berlin, 19. Juli. Die Beſprechungen, die der Präſident der Ab⸗ küſtungskonferenz, Henderſon, während ſeines Berliner Aufenthaltes mit dem Reichsaußenminiſter, dem Reichswehrminiſter und dem Führer der deut⸗ ſchen Abrüſtungsdelegation, Botſchafter Nadolny, geführt hat, ſind geſtern nachmittag abgeſchloſſen worden. Eine amtliche Verlautbarung unterrichtet in der üblichen Weiſe über ihren Verlauf. Hen⸗ derſon wird heute vormittag Berlin verlaſſen und wird ſich nach Prag begeben, wo er mit dem tſche⸗ chiſchen Außenminiſter Beneſch konferieren wird. Darnach wird der Konferenzpräſtdent noch einmal Paris aufſuchen und von dort über München, wo eine Begegnung mit Reichs⸗ kanzler Adolf Hitler vorgeſehen iſt, nach London fahren. Vielleicht wird es dann noch notwendig ſein, weitere europäiſche Hauptſtädte auf⸗ zuſuchen, ehe das Büro der Abrüſtungskonferenz im September von neuem ſich verſammelt. Henderſon hat hier in Berlin den Wunſch geäußert, auch vom Reichskanzler empfangen zu werden. Das war indes nicht möglich. Aus dieſem Grunde wurde die Ver⸗ einbarung getroffen, daß er den Kanzler in München aufſucht und mit ihm über die Abrüſtungsfragen ſich unterhält, ebenſo wie ex in Paris mit dem fran⸗ zöſiſchen Miniſterpräſidenten und in Rom mit Muſ⸗ ſolini geſprochen hat.. Henderſon hat ſich am Nachmittag vor den Vertretern der ausländiſchen Preſſe über ſeine Ber⸗ liner Beſprechungen geäußert und dabet erklärt, daß ſein Beſuch in der Reichshauptſtadt ſich als außerordentlich nützlich erwieſen habe. Ohne irgend wie die Schwierigkeiten ver⸗ kleinern zu wollen, habe er den Eindruck ge⸗ wonnen, daß in verſchiedenen Punkten die Meinungsgegenſätze bis zu einem gewiſſen Grade ſich vermindert haben, ſo daß er hoffnungsvoll über die Möglichkeiten den⸗ ken zu können glaubt, praktiſche Ergebniſſe auf der Abrüſtungs konferenz zu erzielen. Allerdings gebe es einen weſentlicken Faktor, den man dauernd im Auge behalten müſſe, wenn ſchließ⸗ lich ein Erfolg herbeigeführt werden ſoll, und das ſei die Bedeutung einer freundſchaftlichen Verſtändi⸗ gung zwiſchen Deutſchland und Frankreich. Hier liege der Schlüſſel für das Schickſal der inter⸗ nationalen Beziehungen in Europa. Henderſon hat dabei bemerkt, daß die Unter⸗ zeichnung des Viermächtepaktes an ſich ſehr begrüßenswert ſei, daß ihr alle ſofort eine herzliche Ausſprache zwiſchen dem deutſchen Reichskanzler und dem franzöſiſchen Mini⸗ ſterpräſidenten Daladier folgen müſſe. 5 Nur auf dieſe Weiſe könnten die Zweifel und Be⸗ fürchtungen wie das Mißtrauen aus dem Wege ge⸗ räumt werden. Ehe das nicht geſchehen ſei, werde auch die Bedeutung des neuen Paktes nicht in vol⸗ lem Maße ſich erweiſen können. 5 Die Erklärungen Henderſons ſind außerordent⸗ lich bedeutungsvoll und gehen eigentlich über den Rahmen der in ſolchen Fällen üblichen zumeiſt recht nichtsſagenden Mitteilungen an die internationale Preſſe erheblich hinaus. Es iſt ſehr erfreulich, daß Henderſon auch vom Standpunkt der Abrüſtungs⸗ frage aus, in der er doch eigentlich die berufenſte Autorität darſtellt, die ſchlechthin lebenswichtige Bedeutung einer deutſch⸗ franzöſiſchen Verſtändigung unterſtrichen hat. Ueber die Möglichkeit und den Zeitpunkt einer Zuſammenkunft zwiſchen Hitler und dem franzöſiſchen Miniſterpräſidenten zu ſprechen, iſt im Augenblick wohl noch etwas verfrüht. Die amtliche Mitteilung Amtlich wird mitgeteilt: Der Präſident der Ab⸗ rüſtungskonferenz, Henderſon, iſt in Begleitung des Direktors der Abrüſtungsabteilung des Völker⸗ bundsſekretartats, Aghnides, geſtern hier einge⸗ troffen und hat mit dem Reichsaußenminiſter, dem Reichswehrminiſter, dem Führer der deutſchen Dele⸗ gation auf der Abrüſtungskonferenz, Botſchafter Na⸗ dolny, und dem Vertreter des Reichsluftfahrtsmini⸗ ſters geſtern und heute eingehende Beſprechungen über die auf der Abrüſtungskonferenz behandelten Fragen gehabt. Dabei wurden insbeſondere die in der letzten Zeit im Büro der Konferenz ausgearbei⸗ teten Fragen einer eingehenden Erörterung unter⸗ zogen und der deutſche Standpunkt dazu Herrn Hen⸗ derſon mitgeteilt. Die Beſprechungen wurden bei⸗ derſeits in freundlichem Geiſte und in dem Beſtreben geführt, einen Erfolg der Abrüſtungs⸗ konferenz vorzubereiten. a Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters Paris, 19. Juli. Einer unteheueren Brandkataſtrophe in Marokko ſind über 30 Eingeborene zum Opfer ge⸗ fallen. Außerdem mußten über hundert Schwer⸗ verletzte, darunter zahlreiche Europäer, mit lebens⸗ gefährlichen Brandwunden in die Krankenhäuſer von Mekue Fez und Port⸗Liauthey eingeliefert werden. Der Sachſchaden wird nach den erſten amt⸗ lichen Schätzungen auf 40—50 Millionen Franken, d. h. etwa—8 Millionen Mark be⸗ rechnet. Zahlreiche Farmen europäiſcher Beſitzer, die ſchon mit Erntevorräten angefüllt waren, ſowie mehrere Eingeborenendörfer ſind vollkommen ein⸗ geäſchert. Der Brand wurde durch zurückſchlagende Funken eines Traktoreumotors auf einem Gehöft in der Nähe von Kenitra verurſacht. Ein großer Stroh⸗ haufen ſtand ſofort in hellen Flammen, die ſich bei dem herrſchenden Winde und der großen Dürre mit raſender Geſchwindigkeit ausbreiteten. Binnen kur⸗ zem bildeten das Gehöft und die umliegenden Ein⸗ geborenendörfer ein einziges Flammenmeer, und eine Stunde ſpäter loderte eine mehr als 30 Kilo⸗ meter breite Flammen⸗ und Rauchſäule zum Himmel. Da viele Europäer und Eingeborene vor dieſer plötzlichen Kataſtrophe nicht flüchten konnten, iſt die hohe Zahl der Opfer leicht verſtändlich. Trotz der mit aller Aufopferung durch die benachbarten Gar⸗ niſonen und Polizeiſtationen unternommenen Löſch⸗ arbeiten dauerte der Brand vom Montag bis Dienstagnacht. Er konnte ſchließlich in der Gegend von Petit⸗Jean eingedämmt werden. Die Flammen haben auf einer Fläche von 60 Qkm. alles ver⸗ nichtet, was ſich ihnen in den Weg ſtellte. Die Aus⸗ breitung des Feuers wurde durch einen gleichzeitig einbrechenden Schirokko begünſtigt. Die Opfer ſind meiſt Mütter mit Kindern, die ſich nicht mehr rechtzeitig retten konnten. Die Viehverluſte ſind noch nicht zu überſehen. Der Viehbeſtand der Gegend 5 etwa 500 000 Stück Rindvieh und 1% Million afe. Waloͤbranoͤſtifter in Südfrankreich Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters Paris, 19. Juli. Die zahlreichen Waldbrände, die ſeit einigen Tagen an der franzöſtſchen Mittelmeerküſte wüten, wurden bisher von der Polizei auf Fahrläſſigkeit und Leichtſiun der Touriſten zurückgeführt. Man entdeckte dann jedoch, öaß die Brandherde nach einem wohlüberlegten Plan angelegt waren und ſich rund um das größte ſüdfranzöſiſche Pulvermagazin gruppieren, das ſich auf dem ſtark befeſtigten Mont⸗Chauve⸗Berg befindet. Nach die⸗ ſer Entdeckung haben die benachbarten Polizeibehör⸗ den die ſchärfſte Bewachung der Gegend angeordnet, um weitere Attentate auf das Pulverlager zu ver⸗ hindern. Die Jackel von Copſa Meldung des Wolff⸗Büros f„ Bukareſt, 19. Juli. In der Nähe von Copſa in Siebenbürgen iſt aus einem früheren vulkaniſchen Krater unter den Er⸗ ſcheinungen einer heftigen Exploſion eine 300 Meter hohe Methan⸗Gasflamme hervor⸗ geſchoſſen, die ſeit nunmehr fünf Tagen unaufhörlich brennt und bisher allen Verſuchen, ſte zu löſchen, Trotz bietet. Die ganze Gegend iſt in einem Um⸗ kreis von 10 Km. taghell erleuchtet. Thyſſen gegen wilden Konkurrenzkampf — Berlin. 19. Juli. Dr. Fritz Thyſſen hat ſich im„Berliner Börſen⸗Courier“ mit Ausführungen über Fragen der Wirtſchaftspolitik an die Oeffentlichkeit gewandt. In ſeiner Eigenſchaft als Mitglied des Preußiſchen Staatsrates gibt der Großinduſtrielle von einem Schreiben der Gauleiter von Eſſen, Düſſeldorf, Weſt⸗ falen⸗Nord und Weſtfalen⸗Süd der NSDAP Kennt⸗ nis, in dem erklärt wird. daß Thyſſen für das Wärtſchaftsgebiet der oben genannten Gaue die oberſte ſtaatliche Autorität geworden ſei. Alle die Stellen dieſes Gauwirtſchaftsgebietes ſeien angewieſen, ſich in allen Fragen der Wirtſchaftspolitik mit Ausnahme agrar⸗ politiſcher Fragen ausſchließlich an Dr. Thyſſen zu wenden und ſeine Entſcheidung als bindend anzuſehen. Dr. Thyſſen führt aus, daß er die in dieſem Schreiben zum Ausdruck kommende Diſsiplin nun auch von der Wirtſchaft ſelbſt erwartet. Es ſeien Stimmen laut geworden, die eigenmächtige Handlun⸗ gen der Wirtſchaft im liberaliſtiſchen Sinne für ge⸗ boten gehalten hätten. Solchen Auffaſſungen müſſe er auf das nachdrücklichſte entgegentreten. Beſonders der wilde Konkurrenzkampf liege nicht im Sinne einer geordneten Wirtſchaft und auch ſicher nicht im Sinne einer berufs⸗ ſtändiſchen Neuordnung. Die erſte und wichtigſte Vorausſetzung, erklärt Dr. Tyſſen die fetzt unſer nächſtes Ziel iſt, liegt dar⸗ in, daß ſich in Zukunft alle Wirtſchaftsbeteiligten (Unternehmer wie Arbeiter) auf eine ruhige, die ge⸗ ſetzliche Neuordnung in keiner Weiſe ſtörende Ent⸗ wicklung verlaſſen können. Ich darf darum von der Wirtſchaft erwarten, daß ſie dieſe Vorausſetzung überall und jederzeit erfüllt, und werde etwaigen Störungsverſuchen mit dem mir durch die Berufung zum Staatsrat eingeräumten Einfluß auf die zuſtän⸗ digen ſtaatlichen Organe zuvorkommen. Weitere 20000 Siesdlerſtellen Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 18. Juli. Aus den Mitteln, die auf Grund des Geſetzes zur Verminderung der Arbeitsloſigkeit vom 1. Juni 1933 von der Reichsregierung zur Verfügung geſtellt ſind, gelangte in dieſen Tagen ein Teilbetrag von 50 Millionen Mk. für die Fortführung der vor⸗ ſtäddtiſchen Kleinſiedlung durch den Reichs⸗ arbeitsminiſter zur Verteilung. Bisher ſind rund 120 Millionen Mk. für die Kleinſiedlung verwendet worden, mit denen rund 46 000 Siedlerſtellen geför⸗ dert wurden. Mit den neuen 50 Millionen Mk. hofft man, weitere 20000 Stiedlerſtellen ſchaffen zu können. In einem Rundſchreiben an die Regierungen der Länder weiſt der Reichsarbeitsminiſter u. a. auf die Geſichtspunkte hin, nach denen die Vertei⸗ lung der Mittel zu erfolgen hat. Danach iſt eine rein kontingentmäßige Verteilung der Stellen nicht zu⸗ läſſig. An Orten, an denen die Kleinſtedler voraus⸗ ſichtlich künftig keinen Erwerb finden werden, dürfen Kleinſiedlungen nicht geſchaffen werden. Der Reichsarbeitsminiſter weiſt ferner auf die Schaffung von Kur zarbeiterſiedlungen induſtrieller Betriebe hin, durch die ein möglichſt großer Erfolg hinſichtlich der Entlaſtung des Arbeitsmarktes er⸗ gielt werden ſoll. Zum Zwecke der Entlaſtung der Großſtädte und Induſtriebezirke ſollen weiter bevor⸗ zugt ſolchen Perſonen Siedlungsdarlehen gegeben werden, die aus dem Lande in die Stadt ge⸗ zogen und nunmehr willens ſind, auf das Land wie⸗ der zurückzukehren, um dort eine neue Exiſtenz zu gründen In den Großſtädten mit über 100 000 Ein⸗ wohnern ſollen Kleinſtedlungen nur in der Form der Kurzarbeiterſiedlung oder der Ein⸗ zelſtedlung vorgeſehen werden. Während bisher als Kleinſiedler nur ſolche Perſonen angeſetzt werden konnten, die eine Unterſttttzung aus öffentlichen Mitteln bezogen, können nunmehr allge⸗ mein ſolche Familien als Siedler ausgewählt wer⸗ den, deren Einkommen das durchſchnittliche örtliche Einkommen von Erwerbsloſen nicht weſentlich über⸗ ſteigt. Vollbeſchäftigte Arbeiter können jedoch ange⸗ ſichts der beſchränkten Mittel noch nicht zugelaſſen werden. Dagegen können kinderreiche minderbe⸗ mittelte Familien mit fünf und mehr minderjährigen Kindern auch dann als Siedler angeſetzt werden, wenn der Siedleranwärter in voller Arbeit ſteht. Da⸗ mit verfolgt der Reichsarbeitsminiſter weiterhin die Förderung der kinderreichen Familien. Anträge auf Gewährung von Siedlungsdarlehen ſind allein an die örtliche Gemein debehhr ge zu richten. 0 Deutſcher evangeliſcher Chriſt Am Sountag, den 23. Juli 1933, ſollſt Du die Männer Deines Vertrauens zur Führung Dei⸗ ner Kirche wählen. Der Führer ſelbſt hat Dich zur Wahl aufgerufen. Er erwartet von Dir, daß Du Deine Stimme abgibſt. Auſpruch auf Deine Stimme haben nur Volks⸗ genoſſen, die ſich vorbehaltlos zum Dritten Reich bekennen. Beachte folgendes zur Wahl: Wer darf wählen? Wählen können alle männlichen und weiblichen Gemeindemitglieder, die am Wahltage das 24. Le⸗ bensjahr vollendet haben und in den kirchlichen Wäh⸗ lerliſten ihrer Gemeinde eingetragen ſind. Wer nicht in der Kirchenwählerliſte eingetragen iſt, muß dies ſchriftlich bis zum 20. Juli nachmittags drei Uhr beantragen. Jedes Pfarramt gibt koſten⸗ los entſprechende Vordrucke aus. Wer ſich nicht bis zum vorgeſchriebenen Termin hat eintragen laſſen, kann nicht wühlen. Waun wird gewählt? Gewählt wird am Sonntag, den 23. Juli, im An⸗ ſchluß an den Hauptgottesdienſt bis nachmittags um 6 Uhr. Die genauen Wahltermine und den Wahlort gibt jede Kirchengemeinde durch Anſchlag bekannt. Wie kann der Urlauber wählen? Vorübergehend Abweſende können ihre Stimme durch ein wahlberechtigtes Mitglied ihrer Kirchen⸗ gemeinde abgeben laſſen, dem ſie eine Vollmacht er⸗ teilen mütſſen. Die Vollmacht muß von einer amt⸗ lichen Stelle, auch Pfarrer, beglaubigt ſein. Die Beglaubigung erfolgt koſtenlos. Wahlbeteiligung iſt Pflicht Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 19. Juli. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, hat, wie die NS berichtet, folgende Anordnung erlaſſen: Jeder, der ſich zur nationalſozialtſtiſchen Welt⸗ unſchauung bekennt, hat ſich bis ſpäteſtens 20. Juli 1988 in die Wahlliſte fiir bie bevorſtehenden Kirchen⸗ wahlen einzutragen. Die Wahlliſten liegen bei den Kirchengemeinden auf. Die Beteiligung an der Wahl iſt Pflicht. Kanzler und„Deutſche Chriſten“ Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 19. Juli. Die Kanzlei des Reichskanzlers Adolf Hitler teilt mit: Die von mehreren Seiten, u. a. auch durch Flug⸗ blätter, verbreitete Behauptung, Adolf Hitler habe ſich von den„Deutſchen Chriſten“ losgeſagt, ent⸗ ſpricht in keiner Weiſe den Tatſachen. Nationalſozialismus und Kirche Meldung des Wolff büros — Mſtuchen, 19. Jult Geſtern ſprach im überfüllten Bürgerbräukeller auf Einladung der Glaubensgemeinſchaft Deutſche Chriſten der Vertrauensmann des Reichskanzlers, Wehrkreispfarrer Müller, über die evan⸗ geliſche Kirche im neuen Staat. Der Redner ſchil⸗ derte zunächſt, wie er mit dem Nationalſozialismus und dem Führer in Beziehung gekommen ſei. Dabei habe er Adolf Hitler als einen Kämpfer mit größtem Gottvertrauen kennengelernt. Die Kirche ſolle dem einzelnen deutſchen Menſchen die frohe Botſchaft von Chriſtus bringen in einer Art und Sprache, die der Menſch heute verſtehe. Als der Reichskanzler ihn bevollmächtigt habe, in den Fragen tätig zu ſein, die Staat und Kirche an⸗ gingen, da ſei der Gedanke ganz klar geweſen, daß wir wieder in Deutſchland, nachdem im Staate die Menſchen Kameraden geworden wären, auch eine einige evangeliſche Kirche brauchten. 28 evangeliſche Landeskirchen habe es gegeben. Jeder, der den Führer kenne, wiſſe, daß ihm nichts ferner liege, als in die innerſten Dinge der Kirche einzugreifen. Er wünſchte aber, daß ſich hinter dem Kreuz Chriſti nicht eine ſtaats⸗ oder volksfeindliche Reaktion verkrieche. Es ſei ein ſchweres Stück Arbeit geweſen, dieſe 28 Kirchen unter einen Hut zu bringen Der Ruf der . ſei, daß das Volk wieder ſeine Kirche lieben erne.: 2. Seite/ Nummer 326 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 19. Juli 1988 Zentrum und NS DAN Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 19. Juli. Die„Germania“ befaßt ſich mit den kommenden Verhandlungen der nationalſozialiſtiſchen Fraktions⸗ führer mit den Verbindungsmännern der bisherigen Zentrumspartei über die Frage, welche Abgeord⸗ neten in ein Hoſpitanten verhältnis zu den Nationalſozialiſten treten können. Außer ſämtlichen weiblichen und geiſtlichen Abgeordneten und den Abgeordneten im Alter von über 60 Jahren werden auch vorausſichtlich die Mitglieder früherer Regierungen nicht über⸗ nommen werden. Damit würden ausſcheiden die ehemaligen Reichs⸗ oder Länderminiſter Dr. Brüning, Dr. Wirth, Dr. Stegerwald, Dr. Bell, Hirtſiefer, Dr. Schmitt⸗Karls⸗ ruhe und Dr. Bolz⸗Stuttgart. Als Geiſtliche dürften ausſcheiden der ehemalige Zentrumsvorſitzende Prä⸗ lat Dr. Kaas⸗Trier, Prälat Dr. Föhr⸗Freiburg t. Br., Prälat Dr. Schreiber⸗Münſter, Prälat Ulitzka⸗Ratibor und Paſtor Offenſtein⸗Hannover⸗ Linden. Als Folge des Ausſcheidens dieſer Abge⸗ ordneten würden demnach im Reichstag 30 v. H. und im preußiſchen Landtag 37 v. H. des urſprünglichen Mitgliederbeſtandes der Zentrumsfraktion zu er⸗ ſetzen ſein. Nicht Steinhoff, ſondern von Jagow Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 19. Juli. Wie wir erfahren, iſt zum Führer der Ober⸗ gruppe V der SͤA mit dem Sitz in Frankfurt a. M. nicht der Obergruppenführer Polizeipräſident Stein⸗ hoff in Frankfurt a. M. ernannt, ſondern Ober⸗ 5 gruppenführer von Jagow. Balbo-Veſuch in Verlin? Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin. 19. Juli. Wie wir erfahren, wird der Rückflug des Balbo⸗ Geſchwaders über den Atlantiſchen Ozean in folgen⸗ den Etappen vor ſich gehen: 1. Chicago⸗Neuyork, 2. Neuyork⸗Shediac, 3. Shediae⸗Shoal Har⸗ do x, 4. Shval Harbor⸗Valencia(Irland II), 5. ge⸗ gebenenfalls kann bei ungünſtigen Wetterverhält⸗ niſſen der Rückweg auch über die Azoren genommen werden. Vermutlich wird das Balbo⸗Geſchwader von Irland aus mehrere europäiſche Hauptſtädte beſuchen. Wie wir dazu erfahren, kommt vie lle icht auch ein Beſuch von Berlin in Frage. In dieſem Falle würde das Balbo⸗Geſchwader auf dem Müggel⸗ ſee waſſern. Die Möglichkeiten dazu ſind bereits vor einigen Wochen erprobt worden. Drei Todesurteile beſtätigt Meldung des Wolff⸗Büros — Leipig, 19. Juli. Das Reichsgericht verwarf die von fünf Angeklagten gegen das Urteil des Magdeburger Schwurgerichtes eingelegten Reviſionen als unbe⸗ gründet. Durch dieſes Urteil waren der Malergeſelle Träger und die Arbeiter Meißner und Bartels we⸗ gen gemeinſchaftlichen Mordes zum Tode ver⸗ urteilt worden. Die Burſchen hatten im ver⸗ gangenen Jahre in Genthin und Umgebung eine große Anzahl von Raubüberfällen ausgeführt, deren Opfer in der Hauptſache alte alleinſtehende Frauen waren. Die jugendlichen Räuber drangen nachts in die abſeitsliegenden Wohnungen ein, knebelten und droſſelten die Frauen, durchwühlten alle Behälter und ſtahlen das Geld und die Wertſachen. Bei einem dieſer Beutezüge wurde die 71jährige Witwe Mäſer ermordet. Der badiſche Staatshaushalt Die Rechnungslegung für das vergangene Jahr Meldung des Wolff⸗Büros — Karlsruhe, 19. Juli Der endgültige Jahresausweis über die Einnah⸗ men und Ausgaben des Landes Baden in der Zeit vom 1. April 1932 bis 31. März 1933 verzeichnet im ordentlichen Haushalt an Ausgaben insge⸗ ſamt Mk. 177 983 000(Jahresſoll Mk. 186 841 000), an Einnahmen insgeſamt Mk. 171227000(Jahresſoll 182 566 000), ſomit eine Mehrausgabe von Mark -756 000. Im einzelnen iſt zu bemerken: Die Steuereingänge beziffern ſich auf 111832 000 Mark(122 365 000), die Ueberweiſungen an die Ge⸗ meinden u. Kreiſe betragen 16 382 000(21 335 000) Mk. Von den Ausgaben beanſpruchte die innere Verwaltung einſchließlich Polizei den Betrag von 36 083 000(38 127 000), die Rechtspflege einſchließlich Strafvollzug die Summe von 17 589 000(18 805 000), das Verkehrsweſen(Straßen⸗ und Waſſerbau) er⸗ forderte 12 823 000(16 423 000), das Schulweſen, Wiſ⸗ ſenſchaft, Kunſt und Kirche Mk. 65 974 000(67 846 000). Die Ruhegehälter und Hinterbliebenenverſorgung beanſpruchte Mk. 22 302 000(21 552 000). Im außer ordentlichen Haushalt ergibt ſich eine Mehreinnahme von 70000 Mk. Hier betra⸗ gen die Ausgaben insgeſamt 824 000 Mk., die Ein⸗ nahmen insgeſamt 894000 Mk. gegen ein Jahresſoll auf beiden Seiten von 1001000 Mk. Die Einnahmen und Ausgaben für das Wohnungsweſen, die außer⸗ halb der Hauptſtaatsrechnung verrechnet werden, ſind in dieſem Nachweis nicht enthalten. Das Jahresſoll beläuft ſich in Einnahmen und Ausgaben auf Mark 8 495 000. 1 Im Rechnungsjahr 1932 betrugen die Einnahmen Mk. 10 990 668 und die Ausgaben Mk. 10 857 085, die Mehreinnahmen alſo Mk. 133 583. Einführung des Hitlergrußes Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Der bereits durch die Preſſe bekannt gewordenen Anregung des Reichsminiſters des Innern entſpre⸗ chend wird für den Bereich der badiſchen ſtaatlichen Behörden und Anſtalten, der ſtaatlichen Betriebe und Betriebe mit Staatsbeteiligung ſolgende Anordnung getroffen: 1. Sämtliche Beamte, Angeſtellte und Arbeiter grüßen im Dienſt und innerhalb der dienſtlichen Gebäude und Anlagen durch Erheben des rechten Armes. 2. Beamte in Uniform grüßen in mili⸗ täriſcher Form. Wenn ſie keine Kopfbedeckung tragen, grüßen ſie durch Erheben des rechten Armes. 3. Es wird von den Beamten erwartet, daß ſie auch außerhalb des Dienſtes in glei⸗ cher Weiſe grüßen. Den Gemeinden und anderen Körperſchaften des öffentlichen Rechtes wird eine entſprechende Anordnung für die ihnen unterſtehen⸗ den Beamten, Angeſtellten und Arbeiter dringend empfohlen. Der Präſident der Reichsanſtalt für Arbeitsver⸗ mittlung und Arbeitsloſenverſicherung hat an die ihm unterſtellten Landesarbeitsämter und Arbeits⸗ ämter einen Erlaß herausgegeben, den deutſchen Gruß als Ausdruck des Gemeingeiſtes im Ge⸗ ſchäftsbereich anzuwenden. Mitarbeit am nationalſozialiſtiſchen Staat Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 19. Juli. Wie der Amtliche Preußiſche Preſſedienſt mitteilt, hat Miniſterpräſibdent Göring nachſtehenden Erlaß an die preußiſche Bamtenſchaft gerichtet: Anläßlich der Uebernahme der Dienſtbezirke des preußiſchen Miniſteriums des Innern habe ich die Beamtenſchaft aufgefordert, gemäß den Idealen eines preußiſchen Beamtentums Preußen wieder zum Hort der Sauberkeit, Sparſamkeit und hinge⸗ benden Pflichterfüllung zu machen. Ich habe in meiner Rede als Miniſterpräſident vor dem Landtage am 18. Mai 1933 dieſe Grundſätze erneut als oberſte Richtlinien für die öffentlichen Verbände herausgeſtellt. Wenn die Beamtenſchaft gewillt iſt, in freudiger Mitarbeit nach beſten Kräften zum Aufbau des natio⸗ nalſozialiſtiſchen Staates beizutragen, kann ſie den Beweis am ſichtbarſten liefern, indem ſie dieſe alten preußiſchen Beamtentugenden beſtätigt, um ſo mehr, als ſie den Grundanſchauungen des Nationalſozialis⸗ mus vom Weſen und den Pflichten des Beamten vollauf entſprechen. Ich habe Veranlaſſung, erneut darauf hinzu⸗ weiſen, daß es Pflicht jedes Beamten iſt, die⸗ ſen Zielen nachzuleben. Dazu gehört in erſter Linie, daß jeder ſeine eigenen Wünſche, Inter⸗ eſſen und vermeintlichen Anſprüche zurückſtellt gegenüber dem Dienſt am Ganzen. Dies aus innerer Ueberzeugung zu tun, wird einem jeden um ſo leichter gelingen, je mehr er be⸗ ſtrebt iſt, ſich mit dem Gedankengut der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Weltanſchauung und Staatsauffaſſung vertraut zu machen. Nur dann wird die Gewähr gegeben ſein, daß die Arbeit der Behörden volksverbunden bleibt und die richtung⸗ gebenden Anordnungen der Staatsführung verſtänd⸗ nisvoll, ztelbewußt und einheitlich ausgeführt werden. Alle Behördenleiter haben die Beamten zu eingehender Beſchäftigung mit den Grund⸗ ſätzen der heutigen Staatspolitik und mit dem Gedankengut des Nationalſozialismus anzu⸗ halten. ö Sie haben dafür zu ſorgen, daß jedem Beamten ſo⸗ wohl die grundſätzlichen Ausführungen der Landtags⸗ rede vom 18. Mai 1933 als auch insbeſondere die wichtigſten Seiten des nationalſozialiſtiſchen Schrift⸗ tums in ausreichendem Maße zugängig gemacht wer⸗ den. Auf das Buch des Führers„Mein Kampf“ weiſe ich beſonders hin. Ich erwarte, daß alle Behörden⸗Büchereien der Anſchaffung des natitonalſozialiſtiſchen Schrifttums und ſeiner Verbreitung unter der Beamtenſchaft ihr beſonderes Augenmerk zuwenden. Die Leiter von Behörden, die über keine eigene Bü⸗ cherei verfügen, haben aus den ihnen für Geſchäfts⸗ bedürfniszwecke zur Verfügung ſtehenden Mitteln wenigſtens die wichtigſten Schriften zu beſchaffen und ihre Beamten darauf hinzuweiſen. 8 Den Behördenleitern mache ich zur Pflicht, auch perſönlichaufklärend und belehrend auf die Beamtenſchaft in dieſem Sinne einzuwirken und ſich bei Gelegenheit davon zu überzeugen, daß den Beamten das weſentliche Gedankengut der Bewegung nicht mehr fremd geblieben iſt. Der Reichsſtatthalter in Württemberg hat auf Vorſchlag des Miniſterpräſidenten den bisheri⸗ gen Leiter des Wirtſchaftsminiſteriums, Univerſitäts⸗ profeſſor Dr. Oswald Lehnich, zum Wirt⸗ ſchaftsminiſter ernännt. In Kürze Die Preffeſtelle beim badiſchen Staatsminiſterium teilt mit: Der Bund religiöbſer Sozitaliſten Deutſchlands wird auf Grund des§ 1 der Verord⸗ nung zum Schutz von Volk und Staat vom 28. 2. 38 für den Bereich des Landes Baden auf⸗ gelöſt und verboten. Die Monatszeitſchrift„Reli⸗ gion und Sozialismus“, Herausgeber Profeſſor Wünſch⸗Marburg, wird für den Bereich des Landes Baden verboten. Die Aktiengeſellſchaft für Stickſtoffdünger in Knap⸗ ſack bei Köln verzeichnet eine ſtarke Geſchäfts⸗ belebung. In den letzten Monaten konnten ins⸗ geſamt 179 Arbeiter neu eingeſtellt werden. Die NSBO. der Firma C. D. M agirus A., die in Ulm⸗Donau ihren Sitz hat, hat bis auf wei⸗ teres ein Prozent ihres Verdienſtes der Spende zur Förderung der nationalen Arbeit überwieſen. Miniſterpräſident Reichsluftfahrtminiſter G ö. ring hat an den litauiſchen Miniſterpräſidenten fol. gendes Beileidstelegramm gerichtet:„Ihnen, ſehr geehrter Herr Miniſterpräſident, ſpreche ich zu dem nach heldenmütigem Fluge kurz vor Erreichen der Heimat beſonders tragiſchen Tode der litauiſchen Ozeanflieger die herzlichſte Anteilnahme der deut⸗ ſchen Luftfahrt aus.“ f Die Schwiegertochter des ehemaligen bayeriſchen Kronprinzen Rupprecht gab einem geſunden kräftigen Knaben das Leben. Es iſt das dritte Kind, da die Prinzeſſin bereits früher einem Zwillingspaar das Leben geſchenkt hat. f Geſtern fand vor dem Düſſeldorfer Sondergericht die Verhandlung gegen einen Kommuniſten ſtatt, der vor einiger Zeit den SA⸗Mann Winkler durch Meſſerſtiche ſchwer verletzt hatte. Der Angeklagte wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Kurz nach der Urteilsverkündung ſtürzte ſich der Bru⸗ der des angeklagten Kommuniſten auf dem Flur des Gerichtsgebäudes auf den S A⸗ Mann Winkler, der der Verhandlung als Zeuge beigewohnt hatte, und verſetzte ihm einen Meſſerſtich in den Kopf. Mit ſehr ernſten Verletzungen mußte der SA⸗Mann in das Krankenhaus übergeführt werden. Der Täter konnte ſofort verhaftet werden. Bei Caſablanca überfielen etwa 30 Ein⸗ geborene ein franzöſiſches Panzerauto, das Löh⸗ nungsgelder transportierte. Die Beſatzung des Autos ließ das Maſchinengewehr ſpielen. Die Ein⸗ geborenen verloren 20 Tote und Verletzte. Einem Telegramm aus Caſablanca zufolge iſt der deutſche Flieger Wipfſchaft, der geſtern aus Berlin kommend in Caſablanca gelandet war, am gleichen Tage nach Fort Louis weitergeflogen. Er beabſichtigt, den ſüdatlantiſchen Ozean von Fort Louis nach Natal zu überfliegen. Der amerikaniſche Weltflieger Wiley Poſt iſt geſtern in Irkutſk um 15.45 Uhr Ortszeit gelandet und bereits wieder nach Chabarowſk unterwegs. Das Paſſagier⸗ und Poſtflugzeug, das zwiſchen Athen und der Inſel Rhodos verkehrt, iſt über⸗ fällig. Es hatte vier Mann Beſatzung und zwei ita⸗ lieniſche Fahrgäſte an Bord. Griechiſche und italie⸗ niſche Torpedobvote ſtellen Nachforſchungen an. Einem jungen Manne von 18 Jahren gelang es heute als erſten, die Stromſchnellen des Niagara zu durchſchwimmen. Der Schwim⸗ mer ſtürzte ſich auf der amerikaniſchen Seite Fluſſes ganz nackt in den Fall hinein, wurde wieder⸗ holt von den Strudeln mitgeriſſen, konnte aber trotz⸗ dem nach zweieinhalbſtündigem ſchweren Kampf mit dem Element das kanadiſche Ufer erreichen. Dort wurde er unter der Anſchuldigung der Vagabundage und der Uebertretung des Verbotes, den Niagara zu durchſchwimmen, in Haft genommen. Die Mehrheit des Ausſchuſſes, der die Verfaſſung des Mandſchukuo berät, ſoll für die Einführung der konſtitutionellen Monarchie ſein. Man hält es für ſehr wahrſcheinlich, daß der derzeitige Staatschef Pujti, der dem chineſiſchen Kaiſerhaus entſtammt, zum König des Mandſchukuo gekrönt wird. b e Die Aufgaben des Feuilletons Zum erſten Male fand geſtern eine kulturpolitiſche Preſſekonferenz im Reichsminiſterium für Volksaufklärung und Propaganda ſtatt. Im Mittelpunkt der Veranſtaltung ſtand ein auf⸗ ſchlußgebender Vortrag des Referenten Dr. Bade, der in ſeinen Ausführungen die Aufgaben des deut⸗ ſchen Feuilletons ſcharf umriß. Er führte u. a. aus, daß während der letzten 14 Jahren die kulturpoli⸗ tiſche Berichterſtattung, das Feuilleton, im Verhält⸗ nis zur politiſchen und wirtſchaftlichen Berichterſtat⸗ tung gerade bei der Rechtspreſſe zu kurz gekommen ſet. Mit der Revolution der nationalen Erhebung ſei jetzt, wo ſie in eine Evolution übergeleitet iſt, auch dem Feuilleton ein neuer Weg gewieſen. Ge⸗ rade das Feuilleton habe die hohe Aufgabe erhalten, an der Arbeit, den neuen deutſchen Men⸗ ſchen zu ſchaffen, tatkräftig mitzuwirken. Dafür ſei die Buchbeſprechung beſonders wichtig! Der Vortragende verwies in dieſer Hinſicht auf die franzöſiſche Kulturpolitik, die geradezu mu⸗ ſtergültig genannt werden könnte. Er würde es be⸗ grüßen, wenn z. B. jährlich ein Wettbewerb unter den Blättern ausgeſchrieben würde, durch welchen feſtgeſtellt werden ſollte, welches Blatt das beſte Buch eines unbekannten deutſchen Dichters beſpro⸗ chen und der Oeffentlichkeit vermittelt habe. Selbſtverſtändlich müßten in der gleichen Linie Filme beſprochen werden. So wie der politiſche Philiſter von der Bühne verſchwunden iſt, ſo müſſe auch endlich der„Kulturphiliſter“ von ihr abtreten. Ein großer Fehler ſei inſofern gutzumachen, als ſich die kulturpolitiſche Berichterſtattung der jungen Ge⸗ neration künftighin mehr anzunehmen habe als dies Hisher der Fall war. Es ſei ein Verdienſt der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Preſſe, in den letzten Jahren junge Künſtler, junge Autoren der Oeffentlichkeit vorge⸗ ſtellt zu haben.. Beſtätigungvonzntendanten in Wreußen Der Amtliche Preußiſche Preſſedienſt teilt mit: Nach eingehender Prüfung durch den Amtlichen Preußiſchen Theater⸗Ausſchuß und nach Vorſchlag durch deſſen verantwortlichen Leiter Staatskommiſ⸗ ſar Hinkel, M. d.., hat der preußiſche Miniſter⸗ präſident Göring in ſeiner Eigenſchaft als Mini⸗ ſter des Innern folgende endgültige Entſcheidung getroffen:. der, Liegnitz: Intendant Otto Müller, Als beſtätigt gelten: Allenſtein: Intendant enſt Theiling, Bonn: Intendant Ernſt Mür⸗ ler⸗Multa, Bielefeld: Intendant Geer, Cott⸗ bus: Intendant Thiede, Eſſen: Intendant Nol⸗ Jer, Görlitz: Intendant Hoenſelaers, Göttin⸗ gen: Intendant Stiegler, Greifswald: Intendant Emanuel Voß, Halle⸗Saale: Intendant Dietrich, Hannover: Operndirektor Kraſſelt und Verwal⸗ tungsdirektor Pfahl, Hildesheim: Intendant Wil⸗ helm Bueller, Kiel: Intendant Martin, Kö⸗ nigsberg: Intendant Kurt Hoffmann, Leiter des Schauſpielhauſes, Landsberg⸗W.: Direktor Schnei⸗ Neiße: Intendant Singe, Remſcheid: Direktor Bur⸗ meſter, Wuppertal: Intendant Smolny, Altona: Intendant Gerdes, Stettin: Intendant Siems, Magdeburg: Klitſch. Die Beſtätigung von Opern⸗ und Schauſpieldirek⸗ toren, Kapellmeiſtern und Regiſſeuren behält ſich der preußiſche Miniſter des Innern vor. Die Veröffent⸗ lichung diesbezüglicher amtlicher Entſcheidungen folgt. Die Inſel im Meer Von Will Veſper Ich werde den Namen der Inſel lieber nicht nen⸗ nen. Es iſt mir heute, als ſchwebe ſie irgendwo in einem Traumland über blauen Waſſern eines mär⸗ chenhaften Meeres. Vor dem Kriege lag ſie im Mit⸗ telmeer, nicht weit von der italieniſchen Küſte. Es könnte aber ſein, daß ſie ſich inzwiſchen nach anderen beſſeren Geſtirnen erhoben hat, von denen ſie ſchon damals zu ſtammen ſchien. Sie ſchwebte auf ſilber⸗ nen Fittichen, den Flügelſchlägen der Brandung. Wir waren in irgendeinem einſamen Hafen auf einen kleinen Dampfer geſtiegen. Eine Stunde ſpä⸗ ter war von der Erde nichts mehr zu ſehen. Sie war verſunken. Ein glühender Sirocco wehte. Zwi⸗ ſchen dem flammenden Himmel und der leuchtenden blauen Tiefe ſchwebten wir taumelnd irgendwo in einer anderen Welt. Ein kriſtallenes kochendes Blau unter uns, um und über uns. Wogen wie Berge, durch deren Gipfel golden und grün die Sonne ſah, ſtürzten über uns und drohten uns in dem Abgrund, in den wir hinabſauſten, zu begraben. Aber ſie fcherzten nur auf eine göttliche Art, ſchoben ihre mächtigen Rücken unter unſere ſchwankende Schale und hielten ſie mit tauſend giſchtſprühenden Händen der Sonne entgegen. Ein Meeresrieſe warf ſie dem anderen zu, höher und höher hinauf. Wer weiß, wohin die Erde geraten war. Jeden⸗ ſalls mußte ſte irgendwo weit unten hinter uns ge⸗ blieben ſein. Wir aber wurden von mächtigen Armen 1 himmelan getragen, ſtundenlang, tagelang. Jede Stunde war vielleicht eine Ewigkeit. Was weiß ich. Aber immer war Tag in dieſer Welt, und eine glühende Sonne kreiſte über uns. Plötzlich aber blieb ſie oben wie an einer dunklen Hand hängen. Ver⸗ ſchwand in ihr. Nein, hinter gewaltigem Berghaupt ſchoß ſie ihre Strahlen um den Gipfel. Dort alſo war unſer Ziel. Ueber allen Wogen die Inſel, ſo hoch, daß ſie die Sonne am Himmel zu⸗ deckte. Wie mit dunklen Armen griff ſie über das Meer, um unſer Schiff, und zog uns, nun auf nur leiſe noch ſchaukelnden, beruhigten Wellen, in den Hafen der Nacht. Freundliche Lichtlein am Ufer und Wände mächtiger Häuſer, Dächer und Türme. Wir landen, ſchreiten über den ſchmalen ſchwankenden Steg in eine andere Welt. Fremde Laute, wohlklin⸗ gender Art, und irgendwo Geſang. Ein Marktplatz jetzt, unter dem Mond, der plötzlich irgendwie, zart und ſilbern, mitten im Himmel ſteht, noch höher als wir, ſilbernes Horn am Dache der Welt, ſanfttönend wie ferner Schrei vieler Vögel. In der Herberge noch, vom Bett im fremdartigen Gemach, durch das offene Fenſter, hörten wir das leiſe Zwitſchern von oben, vermiſcht mit dem Rauſchen der Brandung in der Tiefe. Am anderen Tage ſahen wir, daß die Luft über der Inſel dunkel war von ſchwärmenden Schwalben, die hier auf irgendeiner Wanderſchaft durch das Weltall, ehe ſie ganz in die himmliſche Höhe ent⸗ flogen, noch einmal um die Dächer der Menſchen, um Bäume und Felſen, um den Gipfel der Welt, ihre ſauſenden Fittiche ſchlugen. Denn Menſchen wohnten hier doch, ein dunkles Geſchlecht, mit bron⸗ zener Haut, ſchwarzem Haar, ſchwarzen funkelnden Augen freundlich und zutunlich wie Kinder, immer den Mund voll Geſang.. wenn ſie Boote hinaus⸗ oder heimführten oder, irgend ein rotes, krabbeln⸗ des Meerungeheuer in erhobenen Händen vor ſich haltend, über die Straße liefen, Netze mit ſilbernen Fiſchen ausſchüttetͤn oder, ſchöner noch, vor dem Städtchen hinter dem Stier und dem heiligen Pfug wandelten und das Erdreich wendeten, ſoweit es den Berg hinan ſtieg. Wie eine koſtbare Schleppe lag unten rings um den ganzen Berg das bebaute, fruchtbare Land, Oel⸗ gärten und künftige Kornfelder, Wein überall und Roſen wild in den Hecken. Bäche, zu ſanfterem Lauf gezähmt, rieſelten allenthalben. Aber höher hinan hatten ſte tiefere Schluchten gefreſſen, breit unten, mit mächtigen Kaſtantenkuppeln gefüllt, aber ſchma⸗ ler immer und ſchroffer, und dann verſchwindend im Gürtel der blühenden Eriken, der goldenen Ginſter⸗ 45. büſche und der weißen, ſchaumigen Ciſtus. Ein Feld roten Mohns noch hier und dort. Und wie wir hin⸗ aufſtiegen, ſchwebte das alles wie in der Luft über dem Meer. Und oben ragte der Gipfel, grau, ſtei⸗ nern und unfruchtbar, drohend in den Himmel hin⸗ ein. Leichtere Luft wehte hier, dünn und wie Wein in der Bruſt. Das Herz voll Rauſch und voll ſüßer Vergeſſenheit. In einer Hütte unten am Meer haben wir lange gewohnt, eine Ewigkeit lang. Keine Zeit mehr, keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur die Gegenwart unſerer Liebe im Lande des Traumes. Und allent⸗ halben um uns wohnten Liebende in den Weinbergen und den Hütten in den Gärten. Manche vereint und andere getrennt. Und wenn es Abend wurde, traten ſie alle vor die Türe, auf die kleine Terraſſe am Haus und riefen vom Berg herab und über das Meer ſinn⸗ loſe kleine Schreie, laut und hell wie Rufe von Vö⸗ geln, Schreie, die nichts bedeuteten als vollkommene Seligkeit. Ein Herz antwortete dem anderen, und eine Weile ſchallte die Inſel von dieſen Rufen, daß die Brandung ſchwieg und verwundert ſogar die Schwalben. Dann war eine Stille. Und dann ſeufzte das Meer wie aus tiefer, glückbeladener Bruſt. Dis ganze Nacht ſchliefen wir Hand in Hand, nie zu tief, um doch das Rauſchen immer zu vernehmen und das Glück innen zu fühlen in den Herzen, die leiſe unter unſeren Händen ſchlugen. Auf dem Gipfel des Berges aber, hoch über allem Leben, in dem grauen Geröll der Steine, durch das wir nie ganz hinaufgekommen ſind, hauſte, wie man uns ſagte, ein Einſiedler, ein Greis, uralt, einſam und menſchenſcheu. Nur in der Nacht kam er zu⸗ weilen zu den nächſten Hütten herab und nahm eine Frucht, oder von bekannter Stelle ein Brot, das man ihm hingelegt. Wenn er einen Menſchen ſah, blieb er hinter einem Baum oder einem Stein, oder floh auf die andere Seite des Berges. Er war einſt ein Fürſt, ſagte man, in einem nördlichen Lande, ein mächtiger Herr. Aber er hatte alles verlaſſen, Krone und Reichtum, Wohlleben und Heimat. Und zwiſchen den Steinen über der Inſel der Liebenden ſchrie en einſam zu Gott in den Himmel hinauf. Einmal, mitten in der ſchönen Nacht, hörten wir ſeinen Schrei, laut und ſchrill vom Berge herab, daß wir in unſeren Betten auffuhren und ängſtlich horch⸗ ten. Und da vernahmen wir mit Entſetzen über der fremden Erde einen Ruf in der Sprache unſoerer Het⸗ mat. Wie Eulenſchrei klang es und war doch die Stimme eines Menſchen, der da ſchrie:„O Gott! O Gott!“ Immer nur dieſe zwei Silben von un⸗ ſagbarer Verzweiflung. des 5 Mittwoch, 19. Juli 1933 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 326 Mannheimer Eine denkwürdige Vürgerausſchußſitzung— Eindrucksvolle Einführungsrede des Oberbürgermeiſters Nenninger In 40 Minuten eine elf Punkte umfaſſende Tagesordnung erledigt N . f Fp. Wenn wir auf unſere beinahe 40jährige Tätigkeit als Berichterſtatter der Mannheimer Bürgeraus⸗ ſchußſitzungen zurückblicken, ſo können wir uns nicht erinnern, daß jemals der ſtädtiſche Voranſchlag ſo ſchnell erledigt worden wäre, wie es geſtern der Fall war. Es iſt immer in Mannheim eine Beſonderheit der Beratung des Haushaltplanes geweſen, daß die Ausſprache ungewöhnlich in die Breite ging. Die all⸗ gemeinen Ausführungen nahmen gewöhnlich einen Sitzungstag in Anſpruch, während die Einzelaus⸗ ſprache vier, fünf und ſechs Tage benötigte. Die Stadtverwaltung richtete ſich immer auf eine Woche ein, in der die Bürgermeiſter und Amtsvorſtände Rede und Antwort ſtehen mußten. Je unhaltbarer die politiſchen Verhältniſſe vor der nationalen Er⸗ hebung wurden, deſto unausſtehlicher wurden die Bürgerausſchußſitzungen, die ſich von der ſachlichen Beratung immer mehr entfernten. Am ſchlimmſten gebärdeten ſich die Kommuniſten, die unter dem Ge⸗ johle der Galerie ſtundenlang ihre bolſchewiſtiſchen Anſchauungen entwickelten und die perſönliche Ver⸗ unglimpfung des Gegners ins Maßloſe ſteigerten. Welch ein Unterſchied zwiſchen damals und heute. In kaum 40 Minuten war nicht nur der Haushalt⸗ plan erledigt. Auch die übrigen zehn Punkte der Tagesordnung wurden in dieſer kurzen Zeit ver⸗ abſchiedet. Keine ſtundenlangen Reden zum Fenſter hinaus, kein wüſtes Geſchimpfe, ſondern ohne weite⸗ res Verabſchiedung der Vorlagen in der vom Stadt⸗ rat vorgeſchlagenen Form. Das war wirklich prak⸗ tiſche Schnellarbeit, an der man ſeine helle Freude haben mußte. Oberbürgermeiſter Renninger hat ſich vorzüglich eingeführt. Seine einleitenden Ausführungen zeigten, daß er als Stadtoberhaupt feſt im Sattel ſitzt. Die geſamte Mannheimer Bürgerſchaft wird gern ſeiner Aufforderung ſol⸗ gen, am Wiederaufbau in allen ſtädtiſchen Ange⸗ legenheiten tatkräftig mitzuarbeiten. Nicht zer⸗ ſetzende Kritik darf es mehr geben. Verſtändnisvolle Förderung aller Maßnahmen, die die Stadtverwal⸗ tung in dem Bemühen ergreift, uns wieder beſſeren Zeiten entgegenzuführen, iſt das Gebot der Stunde. Die Ausführungen des Oberbürgermeiſters über den Haushaltplan waren ſo einleuchtend, gaben einen ſo guten Ueberblick über die ſchweren Auf⸗ gaben, vor die ſich die Stadtverwaltung geſtellt ſieht, daß man ſofort im Bilde war. Mit beſonderer Ge⸗ nugtuung durfte man vernehmen, daß es das ganz beſondere Beſtreben des Oberbürgermeiſters iſt, die Arbeitsloſigkeit, die die Fürſorgelaſten ins unge⸗ heure geſteigert hat, zu mildern. Hier hat in erſter Linie die tatkräftige Unterſtützung durch die Bür⸗ gerſchaft einzuſetzen. Daß es vorwärts geht, zeigt die Mannheimer Induſtrie, die in letzter Zeit von recht erfreulichen Anzeichen von Wirtſchaftsbelebung berichten konnte. So hinterließ die geſtrige erſte Sitzung unter nattonalſozialiſtiſcher Führung in jeder Beziehung den günſtigſten Eindruck. Sie war in ihrer Einmütigkeit und Geſchloſſenheit ein ge⸗ treues Spiegelbild der völlig veränderten Verhält⸗ niſſe. Kein tagelanges fruchtloſes Geſchwätz, keine Schimpferei und Schlägerei, ſondern praktiſche Auf⸗ bauarbeit. Wirklich, die Zeiten haben ſich grund⸗ legend gewandelt. Auch in der Gemeindeverwaltung. Der Sitzungsbericht Der Sitzungsſaal iſt feſtlich geſchmückt. Mächtige Hakenkreuzfahnen und die Farben ſchwarz⸗weiß⸗rot bedecken die Wand hinter dem Stadtratstiſch. Die beiden Preſſelogen ſind mit den Stadtfarben, die Galeriebrüſtungen mit Hakenkreuzfahnen geſchmückt. Lorbeerbäume ſind zu beiden Seiten der Türen auf⸗ geſtellt, die in den Sitzungsſaal führen. Vor dem Platz des Oberbürgermeiſters und auf den Tiſchen der vortragenden Beigeordneten und Amtsvorſtände und des Stadtverordnetenvorſtandes ſtehen Schalen mit Blumen. Der Saal iſt, da die Zahl der Stadt⸗ verordneten auf 53 vermindert wurde, nur noch zu zwei Dritteln in Anſpruch genommen. Die mit Karten zugängliche Galerie iſt ſtark beſetzt, aber nicht überfüllt. Zuerſt betreten die Zentrums⸗ ſtabtverordneten den Saal und nehmen, vom Stadt⸗ ratstiſch aus geſehen, auf ſechs Sitzen auf der linken Seite Platz, wo früher die nationalſozialiſtiſche Fraktion ſaß. Gleichzeitig erſcheinen die beiden Zen⸗ trumsſtadträte. Kurz vor 5 Uhr betreten die Natio⸗ nalſozialiſten geſchloſſen je zu Zweien in Uniform den Saal und beſetzen die übrigen Plätze auf der rechten Seite und in der Mitte. Die vier letzten Sitze in der Mitte werden von den Vertretern der bür⸗ gerlichen Gruppen eingenommen, die noch im Bür⸗ gerausſchuß verblieben ſind. Stadtv. Ludwig iſt in Stahlhelmuniform erſchienen. Punkt 5 Uhr eröffnet Oberbürgermeiſter Ren⸗ ninger, ebenfalls in Uniform, die Sitzung mit der Anordnung des Namensaufrufes, um alsdann feſt⸗ zustellen, daß der Bürgerausſchuß beſchlußfähig iſt, da von den 68 Mitgliedern mehr als die Hälfte er⸗ ſchienen iſt. Es fehlen nur ſieben, die wegen Er⸗ krankung oder Beurlaubung entſchuldigt ſind. Staoͤtrat Runkel ergreift vor Eintritt in die Tagesordnung das Wort, um darauf hinzuweiſen, daß nach der revolutionären Bewegung zum erſten Male eine ausgeſprochen nattonalſozialiſtiſche Bürgerausſchußſitzung ſtattfinde. Er möchte die Gelegenheit wahrnehmen, den Pg. Oberbürgermeiſter Renninger zu begrüßen. Während ſich die Bürgerausſchußmitglieder erheben, fährt der Rebner fort, ſeiner Freude darüber Aus⸗ druck zu geben, daß wir in Mannheim endlich einen nationalſozialiſtiſchen Oberbürgermeiſter haben. Wir wünſchen, ſo ſchließt der Redner, dem Pg. Rennin⸗ Jauss altplan ger für ſeine künftige Arbeit alles Gute und wollen hoffen, daß er vor allen Dingen ſeine ganze Tatkraft dafür einſetzt, daß in Mannheim die Arbeitsloſigkeit zurückgeht. Wir verſichern, ihm feſt zur Seite zu ſtehen. Heil! Oberbürgermeiſter Renninger der nunmehr zu längeren Ausführungen das Wort nimmt, dankt zunächſt für die freundlichen Worte der Begrüßung und für das Vertrauen, das bei ſeiner Wahl zum Ausdruck kam. Er gebe die Verſicherung ab, daß er ſein Amt ſtets im Geiſt der national⸗ ſozialiſtiſchen Bewegung führen werde. Bei einem Rückblick auf die Zeit ſeit der letzten Bürgerauskchuß⸗ ſitzung im Winter 1932 bemerkt der Oberbürgermei⸗ ſter, daß man erfüllt ſei von Bewunderung und ſtol⸗ Kampf, den unſer großer Führer Adolf Hitler ge⸗ führt hat, in dem Bemühen, das deutſche Volk vor dem Sturz in den Abgrund zu retten, iſt nicht ver⸗ geblich geweſen. Wir danken ihm dafür auch an die⸗ ſer Stelle von ganzem Herzen. Wir können ermeſſen, welche Kräfte darin liegen, wenn das deutſche Volk von ſich aus ſich hinter den Führer ſtellt, um in Einigkeit und Geſchloſſenheit die Stellung zurückzu⸗ erobern, die durch den Krieg verloren wurde. Wir danken unſerm Führer und den geſamten Braun⸗ hemden, die nicht müde wurden, ſich für den National⸗ ſozialismus mit ihrem Leben einzuſetzen. Für uns in Mannheim ergibt ſich heute die ſchwere Aufgabe, den Wiederaufſtieg der Wirtſchaft und der Verwaltung in die Wege zu leiten. Wir müſſen den gleichen Weg gehen, der von unſerm Führer vorgezeichnet iſt. Wir wollen unſere ganzen Kräfte einſetzen, damit das Ziel erreicht wird. Die Maßnahmen der Regierung können nur die großen Richtlinien angeben. Alle Kräfte müſſen auf⸗ gerufen werden, damit es gelingt, zu einem Erfolge zu kommen. Wir können mit Freude feſtſtellen, daß alle Kräfte ſich in Mannheim bereits in den Dienſt dieſer Aufgabe ſtellen. Wir haben hier verſchiedene Maßnahmen eingeleitet, die uns dieſem Ziele näher⸗ bringen. Ich erwähne vor allem den Freiwil⸗ Haushaltrede des Oberbürgermeiſters Oberbürgermeiſter Renninger ergreift, als ſich der Bürgerausſchuß damit einverſtanden erklärt hat, daß zuerſt der Haushaltplan der Haupt⸗ ſtadt Mannheim für das Rechnungs⸗ jahr 1933 aufgerufen wird, von neuem das Wort zu folgenden aufſchlußreichen Ausführungen: Im Haushaltplan der Stadt Mannheim für das Rechnungsjahr 1933, der in ſeiner äußeren Form gegenüber 1932 keine Aenderung aufweiſt, liegen im weſentlichen die Verhältniſſe im letzten Kalender⸗ viertelfahr 1932 zugrunde. Lediglich die Steuer⸗ erträge ſtützen ſich auf die Geſamtergebniſſe des Rech⸗ nungsjahres 1932. Die Maßnahmen, die von der jetzigen Stadtverwaltung zur Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung getroffen wurden und ſehr durchgreifende Sparmaßnahmen vorſehen, konn⸗ ten ſelbſtverſtädlich im Haushaltplan 1933 noch nicht in Erſcheinung treten; ſie werden in ihrer vollen Auswirkung erſt im Voranſchlag 1934 zu erkennen ſein. Der Fehlbetrag im Haushaltplan beläuft ſich auf 4 927 600 Mk. Die Urſachen für dieſe ungünſtige Entwicklung der Abſchlußziffern liegen weniger auf der Ausgaben⸗ als auf der Einnahmenſeite und ſind hauptſächlich in dem außerordentlichen Rückgang der Steuererträge be⸗ gründet. Bei einem Vergleich der Geſamtausgaben ö AlIlWeffer- Creme ohne zer Freude über das, was wir erlebt haben. Der ligen Arbeitsdienſt, der ſich wunderbar ent⸗ faltet hat. Weit über tauſend junge Männer haben ſich wie dereinſt die Männer von 1914 in Reih und Glied geſtellt, um im Geiſt der Ordnung und Recht⸗ ſchaffenheit die Arbeiten auszuführen, die für den Freiwilligen Arbeitsdienſt beſtimmt ſind. Der Oberbürgermeiſter erwähnt in dieſem Zuſammen⸗ hang die Arbeiten im Sandtorfer Bruch, die ge⸗ plante Errichtung von—700 Häuſern bei Fried⸗ richsfeld und den Dammbau auf der Frieſenheimer Inſel, der die Rheinkorrektion im Geiſte des Stadt⸗ baudirektors Eiſenlohr abſchließen werde. Nach der Errichtung des Dammes könne neues Land für Gärtnerſiedlungen und für landwirtſchaftliche Zwecke erſchloſſen werden. Wenn die Reichsregierung größere Mittel zur Verfügung ſtelle, könnten allein photo: Tillmann Matter mit Tiefbauarbeiten weitere 2500 Mann beſchäftigt werden. Die Mannheimer In duſtrie, ſo führt der Oberbürgermeiſter weiter aus, ſtellt ebenfalls grö⸗ ßere Mengen Arbeiter ein. Ueberall geht es vorwärts. Ueberall ſpürt man, daß das Vertrauen zurück⸗ gekehrt iſt. Wir dürfen nicht auf die Regierungs⸗ maßnahmen warten. Jeder einzelne muß ſich die Frage vorlegen, wie er ſich in den Prozeß einſtellt, der endgültig zur Geſundung führt. Wir ſind glück⸗ lich, daß die Strecke Frankfurt Mannheim Heidel⸗ berg die erſte des großen deutſchen Kraftwagenſtra⸗ ßennetzes iſt, das zur Ausführung gelangt. Die großen Aufgaben können nur gelöſt werden, wenn der gute Wille auf allen Seiten vorhanden iſt. Ich bin davon überzeugt, daß der gute Kamerabſchafts⸗ geiſt tatſächlich vorhanden iſt. Ein Weg, ein Volk! Dann wird es vorwärts gehen. Hinter den Führer Adolf Hitler müſſen wir uns ſcharen. Seiner Stimme müſſen wir folgen. Dann wird der Sieg auf unſerer Seite ſein. Heil! Nach dieſer überaus eindrucksvollen Anſprache wird in die Tagesordnung eingetreten. Zunächſt wird auf Vorſchlag des Vorſitzenden beſchloſſen, die Punkte 12 bis 16 der Tagesordnung in geheimer Sitzung zu erledigen. mit dem Haushalt 1932 muß der Fehlbetrag aus dem Rechnungsjahr 1931 mit 1316 680 Mk. eigentlich ausſcheiden, da er eine erzwungene Be⸗ laſtung des Haushalts darſtellt, die keinesfalls zu den 12 Ausgaben im Haushaltjahre zu rech⸗ nen iſt. Die vergleichbaren Geſamtausgaben nach Abzug der durchlaufenden Poſten betragen daher: 74 942 976 Mark gegenüber 79 559 015 Mk. im Jahre 1932. Die Geſamtausgaben ſind hiernach um 4616 039 Mk. oder 5,8 v. H. zurückgegangen. Dieſer Rückgang erſtreckt ſich auf alle Arten von Ausgaben. Verhältnismäßig am ſtärkſten iſt er bei den fachlichen Ausgaben, und hier wieder insbeſondere bei den außerordentlichen Ausgaben und Wohlfahrtsausgaben. So erfreulich die Tatſache iſt, daß hauptſächlich im Wege der Selbſthilfe die Geſamtausgaben, obwohl ſchon in den Vorjahren eine ſtarke Droſſelung vorge⸗ nommen wurde, gegenüber 1932 um weitere 4600 000 Mark geſenkt werden konnten, ſo unangenehm iſt die Feſtſtellung, daß die Einnahmen weiterhin außer⸗ ordentlich ſtark zurückgegangen ſind. Unter Außer⸗ achtlaſſung der im Voranſchlag Nr. 106 vereinnahm⸗ ten Rückſtellungen der Werke aus früheren Jahren, die zur Deckung des Fehlbetrags des Rechnungs⸗ jahres 1931 dienen, ſind die Einnahmen mit zuſam⸗ 5 usſprache geneh Mark für 1932 iſt hiernach eine Verſchlechterung um 4 505 660 Mk. eingetreten. Wenn es nicht gelungen wäre, die Ausgaben um 4600 000 Mk. zu droſſeln, wäre der Fehlbetrag auf 9 500 000 Mk. geſtiegen. Den Haupteinnahmeausfall bringen die Werke, namentlich aber die Steuern, ſowie der Wegfall eines einmaligen Einnahmeanſatzes im Haushaltplan 1932(654 000 Mk. Rücküberweiſung des für die Real⸗ ſteuerſenkung 1931 nicht benötigten Teils der Ge⸗ bäudeſonderſteuer durch das Land). Infolge des durch die wirtſchaftlichen Verhältniſſe hervorgerufenen Rückgangs des Verbrauchs haben ſich die Werkein⸗ nahmen um run d 1100 0000 Mk. gemindert. Durch Herabdrückung der Erzeugungskoſten konnte zwar der größte Teil des Einnahmeausfalls ausge⸗ glichen werden; immerhin ſind aber die Ueberſchüſſe der Werke, die mit 2 100 000 Mk. eingeſetzt ſind, gegen⸗ über 1932 um rund 200 000 Mk. zurückgegangen. Auch bei den Verkehrs betrieben iſt eine rückläufige Entwicklung der Einnahmen zu ver⸗ zeichnen. Bei der Straßenbahn iſt es erfreu⸗ licherweiſe gelungen, durch Betriebseinſchränkungen und Sparmaßnahmen nicht nur den Einnahme⸗Aus⸗ fall zu decken, ſondern auch darüber hinaus den Zu⸗ ſchußbedarf noch um rund 100 000 Mk. zu ſenken. Bet der Oberrheiniſchen Eiſenbahn⸗Geſell⸗ ſchaft ließ ſich dies leider nicht erreichen; hier iſt durch den Rückgang der Einnahmen der Zuſchuß⸗ bedarf um 164000 Mk. geſtiegen. Auffallend iſt auf der Einnahmeſeite der Rückgang der Steuererträge. Der Ertrag ſämtlicher Steuern und Steueranteile, die der Stadt zufließen, iſt mit rund 17,4 Millionen Mark eingeſetzt. Gegenüber 19,3 Millionen in 1932 iſt der Steuerertrag ſomit um 1,0 Millionen Mark geſunken. Vergleichsweiſe ſei erwähnt, daß allein der Zuſchuß bedarf für das Wohl⸗ fahrtsweſen rund 199 Millionen Mk. beträgt, der geſamte Steuerertrag alſo um rund 2,5 Millionen Mark unter dieſer Belaſtung bleibt. Die Anteile der Stadt an den Reichsüberweiſungs⸗ ſteuern ſind gewaltig zurückgegangen. Sie ſind für 1933 mit 3 470 000 Mk. veranſchlagt, gegenüber 4 400 000 Mk. im Voranſchlag 1932. Tatſächlich ſind 1932 nur 3 440 000 Mk. eingegangen. Es iſt dies die geringſte Summe, die bisher überwieſen wurde; ſte beträgt etwas mehr als ein Drittel(37,5 v..) von 1928(9 148 800 Mk.). Dieſe Gegenüberſtellung zeigt deutlich den enormen Rückgang des Erträgniſſes die⸗ ſer Steuer. Der Finanzanteil der Stadt an der Gebhäu de⸗ ſonderſteuer mindert ſich von 2847 800 Mk. auf 2 606 200 Mk. Der geringere Ertrag iſt auf die Ab⸗ löſung der Steuer bei einer Reihe von Gebäuden zurückzuführen. Die gemeindliche Grund⸗ und Gewerbeſtener ſelbſt weiſt ebenfalls eine Ertragsminderung von 7 688 000 Mk. auf 6 965 000 Mk., alſo um 723 000 Mk. auf. Die Urſache liegt in dem Rückgang des Ge⸗ werbeertrags infolge der Verſchlechterung der wirt⸗ ſchaftlichen Lage. Vei der Bierſteuer, bei der die vorjährige Entſchädigung aus Reichsmitteln für den Ausfall aus der Steuerſenkung mit 257 500 Mk. weg⸗ fällt, iſt außerdem mit einem Verbrauchsrückgang zu rechnen, ſodaß ſtatt 1 267 000 Mk. für 1932 nur 880 000 Mk. für 1933, alſo 387000 Mk. weniger vor⸗ geſehen werden können. Der Ertrag der Ge⸗ tränkeſteuer, der Vergnügungsſteuer und der Wertzuwachsſteuer mußte nach dem Ergebnis des Rechnungsjahres 1932 um 30 000 Mk., 62000 Mk. und 30 000 Mk. niedriger eingeſetzt wer⸗ den. Der Reinertrag der Stadt aus der Hun de⸗ ſtemer iſt wegen des Rückgangs der Zahl der verſteuerten Hunde, insbeſondere aber wegen der Ermäßigung des Gemeindezuſchlags zur Hunbe⸗ ſteuer von 144000 Mk. auf 100 000 Mk. zurück⸗ gegangen. Die Wohnungsluxusſteuer wird ſeit 1. April 1933 nicht mehr erhoben. Der Einnahme⸗ Ausfall beträgt 60 000 Mk. Erfreulicherweiſe kann die Grunberwerbsſteuer etwas höher, näm⸗ lich mit 250 000 ſtatt 280 000 im Vorfahr eingeſetzt werden. Auch die Bürgerſteuer bringt in der Unterſtellung, daß die Steuer auch für das letzte Viertel des Rechnungsjahres 1933 erhoben werden kann, einen um 500 000 Mk. höheren Ertrag. Einen teilweiſen Ausgleich für die erheb⸗ lichen Steuerausfälle bringt die erwartete Erhöhung der Reichsbeihilfe zu den Wohl⸗ fahrtslaſten von 3 378 000 Mk. auf 4 000 000 Mark und die erſtmalige Einſtellung der nachgenannten Einnahme⸗Anſätze: a) Zinſen aus Erbbaurechten 110 000 Mk.(ſeither in der Vermögenskaſſe verein⸗ nahmt), b) Kursgewinne aus Anlaß der Tilgung ſtädt. Anleihen 180 000 Mk.(ſeither in der Fonds⸗ kaſſe vereinnahmt), e) Einnahmen aus Steuergut⸗ ſcheinen für Steuerzahlungen der Stadt 80 000 Mk. Aus der geſchilderten Lage des ſtädt. Haushalts ergibt ſich zwingend, daß wie 1932 auf Abſchreibhun⸗ gen, Fondszuführungen und den Schuldendienſt für die Fondsentnahmen mit zuſammen rund 4 Millio⸗ nen Mk. verzichtet werden muß. Dieſe Maßnahme bedeutet natürlich eine Vermögenseinzehrung und iſt deshalb auf die Dauer bedenklich; ſie läßt ſich aber unter den vorliegenden Verhältniſſen nicht ver⸗ meiden. Auch der Haushaltplan 1938 wird wie die Voranſchläge der letzten Jahre außerordentlich be⸗ herrſcht von einer trotz eingetretener Bedarfsminde⸗ rung immer noch ungeheuren Belaſtung mit Wohl⸗ men 69 999 355 Mk. eingeſetzt. Gegenüber 74 505 015 Der ideale Haut u. Freiluft Creme fahrtsaufwendungen und einer ſtark geänderten Ge⸗ 4710 Braunt, schützt nährt und strafft die Haut Dosen u. 5 pig, rube 80 P. — Seite/ Nummer 326 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 19. Juli 198 ſtaltung der Steuererträge, Nach der Gemeindevor⸗ anſchlagsordnung muß ſich der Haushaltplan in Ein⸗ nahme und Ausgabe ausgleichen. Dieſer Ausgleich war bei den vorliegenden Verhältniſſen, obwohl die Ausgaben auf das ſchärfſte gedroſſelt wurden, nicht möglich. Der voranſchlagsmäßige Fehlbedarf iſt, Wie erwähnt, 4927 600 Mk. Der Haushaltplan bildet die Grundlage für die geordnete Wirtſchaftsgebarung der Gemeinde. Nach Lage der Dinge ſtellt der vorliegende Haus⸗ haltplan zudem nur einen Rahmen dar, da eine Reihe einſchneidender Aenderungen zu erwarten iſt, die auf die Wirtſchaft der Gemeinden einen weſent⸗ lichen Einfluß haben werden. Wie Sie wiſſen, ſteht eine Aenderung der Steuergeſetzgebung bevor, ebenſo iſt eine Neuregelung der Wohlfahrtslaſten und ihrer Verteilung, ſowie eine Zinsſenkung zu erwarten. Dieſe und andere Aenderungen können aber nicht abgewartet werden, wenn nicht die Wirt⸗ ſchaftsgebarung der Stadt beeinträchtigt werden ſoll. Ich beantrage daher in eine Einzelberatung des Vor⸗ anſchlags nicht einzutreten, ſondern den Haus⸗ haltplan als Ganzes anzunehmen. Ich gebe dabei die Zuſicherung, daß die Verwaltung mit größtmöglicher Sparſamkeit wirtſchaften, alle unnötigen Ausgaben vermeiden und in ihrer Reformarbeit weiterfahren wird. Da ſich kein Widerſpruch erhebt, iſt der Haushalt⸗ plan mit dem ſtadträtlichen Antrag einſtimmig ungen ommen. Die übrigen Punkte der Tagesordnung wer⸗ den ebenfalls ohne Ausſprache einſtimmig genehmigt. Für die Herſtellung der öſtlichen Hälfte der Steu⸗ benſtraße zwiſchen Speyerer⸗ und Germaniaſtraße in Neckarau bewilligt der Bürgerausſchuß 163 500 Mark, zur Herſtellung der Florian⸗Mördes⸗ Straße zwiſchen Streuber⸗ und Brentanoſtraße in Neckarau 15600 Mk. Weiter wird der Aus ſchei⸗ dung von 2, Hektar im Käfertaler Wald an der Straße von Käfertal nach Viernheim und von zwei Waldſtücken im Umfang von 7,85 Hektar im Sand⸗ hofer Wald zugeſtimmt. Das erſte Waldſtück iſt be⸗ reits in Ackerland verwandelt worden, weil es forſt⸗ wirtſchaftlich wegen der Unmöglichkeit der Erhaltung des Baumbeſtandes keinen Wert hatte. Das zweite Waldſtück wird für Aushub größerer Erdmaſſen für den Sandtorfer Bruch benötigt und das dritte fur die Gärtnereiſiedlung beanſprucht. Ferner werden die Kreditſchließungen für außerordentliche Unternehmungen und die Gemeindeſteuer für das Rech⸗ nungsjahr 1933 genehmigt, ebenſo die Ge⸗ bühren für die Benützung der Kanäle, der Müllabfuhr⸗ und Straßenreini⸗ gungsanſtalt. Nach einem weiteren Beſchluß wird die Wohnungsluxusſteuer⸗Ordnung mit Wirkung vom 1. April 1933 aufgehoben und der Gemeindezuſchlag zur ſtaatlichen Hundeſteuer vom 1. Juni 1933 ab auf 36 Mk. für den erſten, auf 72 Mk. für den zweiten und auf 108 Mk. für den dritten und jeden weiteren Hund des gleichen Be⸗ ſitzers feſtgeſetzt. Die letzten beiden Vorlagen be⸗ treffen den Beſchluß, die Zahl der ſtellvertretenden Bürgermeiſter und der beſoldeten Stadt⸗ rätte auf je einen feſtzuſetzen und die Neufaſ⸗ ſung der Vergnügungsſteuer⸗Ordnung. Damit ſchließt um.40 Uhr die öffentliche Sitzung. Ehe die Zuhörer die Galerie räumen, fordert Ober⸗ bürgermeiſter Renninger zu einem dreifachen Steg Heil! auf Reichskanzler Adolf Hitler und Reichsſtatthalter Wagner auf, das brauſenden Widerhall findet. Die nichtöffentliche Sitzung, in der noch fünf Punkte zu erledigen ſind, nimmt auch nur einige Minuten in Anſpruch. Sch. * Wahl des beſoldeten Stadtrats Vor Beginn der geſtrigen Bürgerausſchußſitzung wurde die Wahl des beſoldeten Stadtrats vor⸗ genommen. Von 67 Stimmberechtigten ſtimmten 60 ab, die ſämtlich Stadtbauamtmann Ludwig Hof ⸗ maun wählten. Sieben Bürgerausſchußmitglieder waren durch Beurlaubung oder Erkrankung ent⸗ ſchuldigt. Von den Nöten des Hausbeſitzes Eine Aeußerung der Mietervereinigung Mannheim Auf den unter dieſer Ueberſchrift in Nummer 315 der„Neuen Mannheimer Zeitung“ erſchienenen Artikel des Haus⸗ und Grundbeſitzervereins Mann⸗ heim möchte die Mietervereinigun g Man n⸗ heim E. V. folgendes antworten: Auch wir haben alle Handelskammern und Hanb⸗ werkskammern ſchon lange darauf aufmerkſam ge⸗ macht, daß eine Ankurbelung der Wirtſchaft dann möglich ſei, wenn die Hausbeſitzer die Gelder, die ſie in der Miete ſchon ſeit Jahren für Inſtand⸗ ſetzungsarbeiten erhalten haben, auch für dieſen Zweck verwendet hätten und dauernd verwenden würden. Allein für das Jahr 1931 ſtanden dem Mannheimer Hausbeſitz 8,61 Millionen Mk. und für das Jahr 1932 8,64 Millionen Mk. zur Verfügung. Rund 720 000 Mk. zahlen die Mannheimer Mieter monatlich in ihren Mieten an Inſtandſetzungskoſten. Würden dieſe Gelder regelmäßig auch für Inſtand⸗ ſetzungszwecke ausgegeben, ſo könnten in Mannheim rund 2000 Arbeiter jahraus, jahrein beſchäftigt wer⸗ den. Wenn der Hausbeſitz weiter behauptet, daß die Vergünſtigung, die er bei der Verzinſung durch die Aufwertung der Hypotheken erhalten habe, nicht mehr in Anſatz gebracht werden dürfe, weil er mehr als den gleichen Betrag ſeiner Aufwertungshypo⸗ theken an Gebäudeſonderſteuer habe bezahlen müſ⸗ ſen, ſo iſt auch das nicht richtig, denn die Erſparnis an Zinſen war immer höher als die Gebäudeſonder⸗ ſteuer ſamt den Betriebskoſten. Die Zuſatzhypothe⸗ ken, die der Hausbeſitzer angeblich aufzunehmen ge⸗ zwungen war, hatten doch mit dem Haus als ſolchem im allgemeinen nichts zu tun. Für große Reparaturen erhielten die Hausbeſitzer regelmäßig von der Stadt ſehr billige Darlehen. Wenn ſehr viel Hausbeſitzer von dieſem Entgegen⸗ kommen der Stadt keinen Gebrauch gemacht haben, ſo vielfach deshalb, weil ſie verlangten, daß ihnen das Geld zinslos gegeben oder gar geſchenkt werden müſſe. Der ſolide Mannheimer Hausbeſitz— und dazu rechnen auch wir den größten Teil des Haus⸗ beſitzes— wurde Dank dem Reichsmietengeſetz vor einer Verſchuldung bewahrt und blieb bis heute durchaus kriſenfeſt. Dieſe Anſicht teilt mit uns auch das Inſtitut für Konjunkturforſchung. Es iſt eine Tatſache, die auch vom Hausbeſitz kaum bezweifelt werden kann, daß die normale Belaſtung eines Mannheimer Hauſes heute nicht höher iſt, als in Friedenszeiten. Für private Ueberbelaſtungen kann weder die Mieterſchaft noch die Allgemeinheit irgendwie verantwortlich gemacht werden. Das Hand⸗ werk wird Arbeit finden die Fürſorge wird entlaſtet, wenn von der Regierung angeordnet wird, daß die in der Miete von den Mietern bezahlten Inſtand⸗ ſetzungsbeträge auch für dieſe Zwecke ausgegeben werden müſſen. Eine Verwendung von Mitteln aus der Gebäudeſonderſteuer für Inſtandſetzungszwecke könnte nur in ſolchen Fällen befürwortet werden, in denen der Hausbeſitzer trotz ordnungsgemäßer Haus⸗ bewirtſchaftung etwa durch Mietausfälle in Schwie⸗ rigkeiten geraten iſt. * Heute abend 8 Uhr ſpricht im Nibelungenſaal Miniſter Dr. Wacker. Es ſingen die ſchleſiſchen Hitler⸗ Jugend⸗Chöre(50 Mädel— 50 Buben). Die Veran⸗ ſtaltung iſt beendet gegen 22 Uhr. Die Einwohner Mannheims werden noch einmal recht herzlich ein⸗ geladen. Kartenvorverkauf Haus der Jugend, Luiſenring 49. * Der Abſchied von Karl Orth geſtaltete ſich geſtern zu einer ergreifenden Trauerfeier. Die weihevollen Klänge des Pilgerchors aus„Tannhäu⸗ ſer“ durchfluteten das Krematorium. Der Sänger⸗ chor der Fleiſcherinnung vertiefte unter Stabführung von Kapellmeiſter Hans Leger mit dem Lied „Stumm ſchläft der Sänger“ die feierliche Stim⸗ mung. Dekan Maler würdigte unter Zugrunde⸗ legung des Bibelwortes„Seid getroſt, ich bin es, fürchtet euch nicht“ die Bedeutung des Verſtorbenen. Im Namen der Fleiſcherinnung und ihrer wirt⸗ ſchaftlichen Organiſationen ſprach ſtellvertretender Obermeiſter Georg Beck, der ausführte, daß mit Karl Orth ein Handwerker dahingeſchieden iſt, der kein Freund großer Worte war, der aber durch Arbeit und zielbewußtes Streben ſich für die großen Ziele zum Wohle des Vaterlandes und des Hand⸗ werks einſetzte. Als geborener Handwerker vertrat er ſtets die Intereſſen des Handwerks. Schon in jungen Jahren kämpfte er gegen den Klaſſengeiſt, da er das Ziel des Handwerkers klar erkannt hatte. Seinem Einſatz iſt es auch zu verdanken, daß das patriarchaliſche. Verhältnis im Metzgergewerbe hoch⸗ gehalten wurde. Mit der gleichen Treue, mit der er ſich für ſeinen Berufsſtand einſetzte, diente er auch dem deutſchen Lied, für deſſen Ideale er ſtets ſehr viel übrig hatte. Mit goldenen Lettern iſt der Name Karl Orth in den Büchern der Berufsvereini⸗ gung, die dieſen verdienten Mann zum Ehrenmit⸗ glied ernennen konnte, eingetragen. Im Namen der Fleiſcherinnung, des Sängerchors der Fleiſcher⸗ innung und der Schlachtviehverſicherung legte Herr Beck drei Kränze nieder, während die Sübdeutſche Fettſchmelze durch Herrn Rupp einen Nachruf widmete. Das von dem Sängerchor geſungene Lied „Ruhe ſanft“ und der von Organiſt Renſch ge⸗ ſpielte Trauermarſch von Chopin beendeten die Trauerfeier. * Polizeibericht vom 19. Juli. Verkehrsunfälle. Auf der Seckenheimer Haupt⸗ ſtraße ſtießen ein Perſonen⸗ und ein Kleinkraftrad zuſammen. Der auf dem Soziusſitz befindliche Bei⸗ fahrer wurde herabgeſchleudert und trug leichtere Verletzungen davon.— In der Röntgenſtraße platzte während der Fahrt der Vorderreifen eines Kraft⸗ rades. Der Führer verlor die Herrſchaft über das Fahrzeug, fuhr auf den Gehweg und ſtieß mit dem Kopf an eine Mauer, wobei er ſich derart ver⸗ letzte, daß er in das Krankenhaus verbracht werden mußte.— In der Spatenſtraße kam es dadurch zu einem Verkehrsunfall, daß ein Perſonenkraftwagen, der auf der Straße hielt, von einem herannahenden Laſtzug angefahren wurde. Der Führer des Perſonenkraftwagens, der im Begriff war, in ſeinen Wagen einzuſteigen, wurde durch den An⸗ prall vor den Laſtzug geſchleudert und einige Meter geſchleift. Er zog ſich erhebliche Kopfver⸗ letzungen und vermutlich auch innere Verletzun⸗ gen zu und fand Aufnahme im Krankenhaus.— In den Q⸗ Quadraten wurde ein Radfahrer dadurch ver⸗ letzt, daß der Führer eines Laſtkraftwagens die Tür ſeines Fahrzeuges nach der Fahrbahn zu plötzlich öffnete. Der Radfahrer fuhr gegen die Tür, kam zu Fall und zog ſich Hautabſchürfungen zu. Unfälle. Auf der Friedrichsbrücke kam eine 25 Jahre alte Radfahrerin in die Schienen der Straßenbahn, fiel von ihrem Rad und zog ſich eine Knöchelverſtauchung zu.— Ein 7 Jahre alter Volksſchüler fiel in der Wohnung ſeiner Eltern in den J⸗Quadraten zu Boden und brach ſich den rechten Oberſchenkel. Er fand Aufnahme im Krankenhaus. * Ernannt wurde Profeſſor Adolf Müller 1 an der Tulla⸗Oberrealſchule in Mannheim zum Direktor der Oberrealſchule in Ueberlingen. * Seinen 60. Geburtstag begeht morgen Herr Karl Friedrich Litſchinger, Meßplatz 4. * Die Beſuchszeit beim Reichsſtatthalter iſt wie folgt feſtgeſetzt: Täglich(ausgenommen Sonn⸗ und Feiertags) vormittags zwiſchen 11 und 13 Uhr und nachmittags von 17,30 bis 18,30 Uhr. Außer dieſer Zeit werden keine Beſuche empfangen. Auswärtige Beſucher wollen ſich vorher ſchriftlich anmelden. Nichtangemeldete auswärtige Beſucher haben keine Ausſicht, angenommen zu werden. „ Verſetzt wurde in gleicher Eigenſchaft Verwal. tungsinſpektor Wilhelm Haiſch bei der Schul⸗ inſpektion Mannheim an das Kreisſchulamt Karls. ruhe. * Der Geſangverein„Liederkranz“ Wallſtadt ez freute am Samstag die Kranken mit ſeinen vortreff⸗ lichen Liedern. Der Beſuch galt hauptſächlich ſeinem langjährigen Kaſſter Valentin Büttmer, der zur⸗ zeit im Diakoniſſenhaus krank darniederliegt. Ez wurden ernſte und heitere Lieder geſungen, die unter der Stabführung des Herrn Fritz Müller vortrefflich vorgetragen wurden. Herr Pfarrer Scheel vom Diakoniſſenhaus begrüßte den Verein und führte die Sänger durch die Abteilungen. Nach eineinhalbſtündigem Aufenthalt verabſchiedete ſich der Verein. Weller- 1 a9 b g I. Obi s, LL F 2 e 705 O wolkenlos. O dener O hald degeckxt,& Wolkig S degeckt Regen Schnee& ofeupein e dedel K Gewitter, SOengastine. Os Sent leſchter Ost massiger Sugsuowest stürmischer dorgwesz Die Pfeile ſnegen mit gem winde die der gen Staioneg stenengden Laß len geden die fkemperatur an. Die Linen-verdingeg Orte mit gleicgem auf Reeresniteau umgerechgeten Cuftoruck Vorausſage für Donnerstag, 20. Juli Heiter, trocken und warm Bericht der Badiſchen Landeswetterwarte vom 19. Juli: Der hohe Druck wird auch in der jetzt kommenden Zeit ſeines Verfalles die Witterung Mitteleuropas beherrſchen. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juli Rhein⸗Begel 15. 16. 17. 18. 19. 8 26% 265/27 Waldshut. 3,54 3,84 4,10 4,12 3, e 5 1 8905 Rheinfelden.27 3,40.0 568 1 3 Vreiſach...55 2,88 3,42 3,41 3,18 Maun gem. 4,10 4,20.484% eh 20 50 55052515 Jagſtfeld.— 1,04 0,8 08 Maxau. 5,29 5,30 5,50 5,92 6,12 Heilbronn.— 1,27 1,2114 Mannheim 2502 5255 4,50 4,90] Plochingen.— 17% Kaub 2280.70 2,78.933,12 J] Diedesheim..01.051,08 105 Höchſttemperatur in Mannheim am 18. Juli 24,9 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 19. Juli 12,6 Grad; heute früh 8 Uhr 15,7 Grab. In den Rheinbädern wurden geſtern nach⸗ mittag 4 Uhr. 19 Grad Waſſer⸗ und + 25 Grad Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 49 Uhr 18% Waſſer⸗ und + 177, Grad Luftwärme. —...—— T——————.:::— kQ0m'ęũ)1? Der Rauchklub Eine Geſchichte von Ludwig Thoma Wenn einer von den geneigten Leſern nach Kragl⸗ fing kommen ſollte, was ja am Ende auch nicht aus⸗ geſchloſſen iſt, da wird er im Nebenſtübl des Wirts⸗ hauſes einen blau und weiß gefärbten Schild be⸗ merken mit der Inſchrift: „Rauchglupp Kraglfing“. Was iſt das? 5 Allererſtens iſt es ein Schreibfehler vom Schrei⸗ nermeiſter Wagerer, der es nicht beſſer verſteht, und es ſoll„Rauchklub“ heißen. Des zweiten und letzten aber iſt es ein Zeichen, daß man auf dem Lande nach und nach das Bedürfnis fühlt, nicht bloß Feuerwehr-, Veteranen⸗ und Schützenvereine, ſondern auch andere Vereine zu haben. Es iſt auf dem Land wie in der Stadt. Wenn ſo ſechs oder ſieben Leute alle Abend beiſammenſitzen, dann geht ihnen das Gefühl auf, als müßt es ſo ſein, als erfüllten ſie eine Pflicht. Und je weniger oft einer ſonſt von Gehorſam oder Pflicht wiſſen mag, deſto merkwürdiger und wichtiger kommt es ihm vor, daß er im Wirtshaus ſo pünktlich iſt, und er findet eine ordentliche Genugtuung darin. So, daß er ſich ſelber vorredet, was er für ein gewiſſenhafter Menſch iſt. „So gern tät ich heut daheimbleiben,“ ſagt er zu der Frau oder gar zu ſich ſelbſt,„ſo gern; ganz froh wär ich, wenn ich nur einmal ausraſten dürft, aber es geht nicht, es geht wirklich nicht. Ich muß zum Unterwirt. Ein wahres Kreuz iſt es, aber was willſt machen?“ 5 Und im Wirtshaus fängt er dann zu ſinnieren an; alles gewinnt eine gewiſſe Bedeutung. Der Platz, den er mit lauter Draufſitzen blank gehobelt hat, zeigt ihm die Spur gewiſſenhafter Tätigkeit; das Krügel, welches er jeden Abend zur Hand nimmt, gewinnt er lieb, ſchier wie einen langjähri⸗ gen treuen Gefährten in der Arbeit. Und was ihm nur der Wirt verdankt! Was ihm nur der Mann Dank ſchuldig iſt. Der muß ihn doch anſchauen wie einen Brotgeber und Herrn! Er ſieht ihn gern in der Stube hantieren; da fühlt er ſich recht als Gönner und überzählt in Gedanken die Liter und Hektoliter, welche er weggetrunken hat. Das iſt ein ſaures Stück Arbeit, was er hinter ſich hat, das Bier muß fort aus der Welt, und er hat ſein redlich Teil daran. Und.. ja ſo, da wäre ich jetzt beinahe in das Predigen hineingekommen, und ich habe doch bloß vpm Kraglfinger Rauchklub erzählen wollen. Ich bin nämlich ſo glücklich geweſen, einer Generalver⸗ ſammlung beizuwohnen. Und das kam ſo. Der Lehrer und der Förſter haben mit mir Tarock geſpielt. Beim vorletzten Umgang, Schlag ſechs Uhr, ſind auf einmal die ſämtlichen Mitglieder des Vereins gekommen, und weil ſie mich nicht hinaus⸗ ſchaffen wollten, vielleicht auch weil ſie meinten, ich könnte am Ende korreſpondierendes Mitglied wer⸗ den, haben ſie erlaubt, daß ich der lehrreichen Be⸗ ratung zuhören durfte. Zum Zeichen meiner Dank⸗ barkeit will ich den Hergang gewiſſenhaft und wahr⸗ heitsgetreu erzählen. Als die amtlichen Mitglieder erſchienen waren, nahm der Vorſtand, der Badermeiſter Lippl, den Schlüſſel und ſperrte das Vereinsarchiv auf. Das⸗ ſelbige war ein hoher Kaſten, in welchem viele Pfei⸗ fen hingen, welche nun insgeſamt in die Hände ihrer Beſitzer gelangten. 0 Der Förſter machte mich aufmerkſam, daß dies ein ſehr feierlicher und wichtiger Moment ſei. Kein Mitglied iſt nämlich berechtigt, ſich ſelbſt die Pfeife zu holen, oder gar ſte mit nach Hauſe zu nehmen. Jeder iſt gehalten, den Tabak zu rauchen, welcher vom Ausſchuß als jeweiliger Vereinstabak beſtimmt wird, und es wird genau Protokoll geführt, wie viele Pakete Tabak ein jedes Mitglied im Monat ver⸗ braucht. Am Schluſſe des Jahres wird verkündet, wer den größten Konſum aufweiſen kann, woran ſich etwa eine Belobigung für bewieſene Anhäng⸗ lichkeit reiht. 8 Wenn mich der Förſter nicht angelogen hat, ſo iſt die Anerkennung jedem Mitgliede mindeſtens ſo viel wert, als eine Belobigung von ſeiten der Kreis⸗ regierung. 8 Alſo, nachdem dieſe Zeremonie vorüber war und die Unruhe des Pfeifenſtopfens und des Anzündens ſich gelegt hatte, ſtand der Herr Vorſtand auf und tat einen kräftigen Räuſperer. „Bſt! Bſt!“ machten die andern. 1 „Meine Herren!“ fuhr der Herr Vorſtand fort. „Meine Herren! Indem, daß unſer Verein ſchon zwei 3 Jahre beſteht, und indem, daß er beſteht, trotz aller Angriffe und Hinderniſſe..“ „Aha! Da moant er ſei Frau damit,“ ſagte der Förſter 5 „Das muß ich mir ſchon verbitten,“ ſchrie Herr Lippl,„verſtehen S' mich, ich laß mich von keinem Menſchen durchaus nicht zerblecken.“ „Ruhe, Ruhe! Ausreden laſſen! Was war denn jetzt dös! Laſſen S' doch unſern Herrn Vorſtand mit Eahnere Witz aus,“ ermahnte der Protokollfüh⸗ rer, bis ſich die Entrüſtung gelegt hatte „Jawohl, meine Herren! Zwei Jahre hat unſer Verein ſchon ſeine ſegensreiche Wirkung geübt, und immer haben wir, oder hätten wir, muß ich leider ſagen, ſeine Fahne hochgehalten, wenn das nicht un⸗ möglich wäre. Aber wir haben immer noch keine, ob⸗ wohl ich ſchon bei der Gründung gleich geſagt habe: „Eine Fahne gehört zu allererſt her.“ Und das iſt auch der Grund unſeres heutigen Beiſammenſeins. Wir müſſen endlich einmal uns entſchließen, ob wir wie die anderen eine Fahne haben wollen, oder ob der Verein zugrund gehen ſoll. Ich bitte Ihnen, daß Ste jetzt Ihre Meinung abgeben..“ .. Bravo! Recht hat er! Bravo...“ Jetzt ſtand der Andreas Rogler, Bauer von Kraglfing, auf und ſchrie:„Staad ſein ein bißl! Ich hab' auch ein Gſſätzl zum Herſagen. Meine Herrna! Ueberall, wo man hinſchaut, iſt ein Bannür(Panier), überall ſteht geſchrieben und gedruckt: wir wollen dem Bannür treu bleiben, das Bannür gült als ein Zimboltum der Eintracht und der Dreie. Deßweng haben ſie auch bei alle Vereinigungen eine Fahnen. Bei der Militari, bei die Turner, bei die Schützen. Und unſere Veterana hamm ſögar zwoa! Warum ſollen denn mir kban Fahnen hamm? Gerade ſo gut, als bei uns die Eintracht und die Dreie notwen⸗ dig is, braucha mir aa ein Zimbolium. Ich bin 5 e „Bravo!“ ſchrie der Vorſtand;„das is amal a Manneswort“ N i „Dös haſt ſchön auswendi'lernt, Roglerbauer,“ ſagte der Förſter. ä 5 Beinahe wäre wieder ein Streit ausgebrochen, wenn nicht der Hofbauer ſchon dageſtanden wäre und mit dem Krugdeckel geklappert hätte.„Bſt! Bſt!“ „Meine lüben Vereinsbrider, Kameraden! Oha! Jetzt waar i beinah in mei Veteranared neikomma! Alſo meine Herrna! Indem daß der Rogler von dh zwoa Fahna'redt hat, die wo wir bei unſerm Veteranaverein hamm, und indem daß i ſchon zehn Jahr Vorſtand bin, muaß i ſagn: Wann er ſpötteln hat wollen, nachher zünd i eahm a Licht auf, wann er aber dös ernſt moant, alle Anerkennung. Reſpekt, ſag i, und recht hat er. A Fahna muß her.(Bravo) Denn, meine Herrna, als alter Vorſtand kenn! die 'ſchichten. Wo a Fahna is, da is aa a Fahnaweih (Bravo! Bravo“! Und wo a Fahnaweih is, da kemma Leut'ſamm. (Bravo!) Da kemma Verein'ſamm aus ſechs Stun, den in der Rund.(Bravo!) Und da braucht der Wirt was(Bravol), und wenn der Wirt was vodeant, bringe mir unſere Säu und Kaibln aa umda ſchön's Geld an.(Bravo, Bravol) J ſag allaweil: Rühren muaß ſie was. Und no vans! Was gibt's denn Schöners, als wann der Verein mit da Fahna und d' Muſi voro aufziagt. Dös is a Leben, und macht an Anſehn.(Bravo!) So, fetzt wißt's ös.“ 5 Man hat in Kraglfing ſchon lange gewußt, daß der Hofbauer ein geſundes Maulwerk hat, aber ſo— das hätt' ihm doch keiner zugetraut. ö Alles hat geſchrien und mit Händen und Füße getrommelt— und was die Hauptſache war, alle ohne Ausnahme haben ſich überzeugen laſſen. Das ſoll ein anderer nachmachen! Es iſt alſo der Beſchluß einſtimmig gefaßt wor⸗ den, daß der Verein Rauchklub eine ſeidene Fahne erhält. Die Koſten ſeien zwar groß, meinte einer, aber die gute Sache verlangt es, da gibt es kein Rä⸗ ſonieren. Ich habe nichts mehr zu erzählen, als daß der Herr Badermeiſter Lippl ein Hoch auf den Hofbauern ausbrachte; er betonte, daß der Verein glücklich ſei, ſo edle Männer als Mitglieder zu haben, die ſich auf⸗ opfern und das Herz auf dem rechten Flecke haben. Worauf dann der Hofbauer erwiderte, daß auch ein ſolcher Vorſtand ein ſeltenes Exemplar ſei, der ſich ſo unvergeßliche Verdienſte um den Verein erwerbe. „Unſer Herr Fürſtand ſoll leben, hoch, hock, hoch, hoch! Mit gedämpfter Stimme hooch!“ Wirt, ſondern auch das Gericht und der Advokat etwas zu verdienen. i Bei der Fahnenweihe aber bekam nicht bloß der 4 2 Mit 2 50 * Deu der tag k Bei Präſ ische auf einel des 155 eine der den Nach ben verei SA Auf ſtatt. Dr. und ztehu gebu Fitz richte 0 geber Wahl wahl! 19. d. die 6 geme Kreis Deka 5. W. Nachd Gau bereit Liſten men komm nüchſt 1 5 ratsſi nomn wurde rung verge einigt Verpe Verſa Abbeim aus den b zum! ſoll 1 zirksc Geſuc ſchaft rung Schlie keine licher ſchaft in Hi wieſet fande! ſchlag das 2 ſchulg Schul * delbe För Betr. Die ah 1. der 2 meche vor n geleg ſelbſt ſuchun dauer — dem Mai Weiſe ausde Woh 3 men Bran miert willig arbeit 939 erwal. Schul⸗ tarlg⸗ dt ez rtreff⸗ einem on db tſerm zehn tteln un er ſpekt, avol) i die weihl amm. Stun, Wirt eant, hön's ihren erein 8 is jetzt daß ſo— ſtßelt alle wor⸗ ahne iner, Rä⸗ der uern j ſei, auf⸗ rben. ein ſich erbe. hoch, der okat 1 Mittwoch, 19. Juli 1933 r 2 Aus Baden 30 Jahre Odenwälder Sängerbund * Buchen, 19. Juli. Der dem Badiſchen und Deutſchen Sängerbund angeſchloſſene Odenwäl⸗ der Sängerb un d beging am Samstag und Sonn⸗ tag das Fe ſt ſeines 50 jährigen Beſtehens. Hei einem Feſtbankett in der Schützenhalle hielt der Präsident des Odenwälder Sängerbundes, kommiſſa⸗ lſcher Bürgermeiſter Berber lich, einen Rückblick auf die Geſchichte des Bundes. Sonntag fand nach einem Feſtgottesdienſt in der Stadtkirche am Grabe des Gründers und langjährigen Leiters des Oden⸗ wälder Sängerbundes, Hauptlehrer Karl Trunzer, eine Gedächtnisfeier ſtatt. Bei dem Feſtkonzert in der Schützenhalle wirkten über 400 Sänger aus den verſchtedenen Orten des Odenwaldes mit. Am Nachmittag bewegte ſich ein Feſtzug durch die Stra⸗ ßen der Stadt, an welchem ſich über 20 Geſang⸗ hereine, ſämtliche Vereine der Stadt, ſowie die SS, Sa und HJ von Buchen und Umgebung beteiligten. Auf dem Feſtplatz ſand dann ein großes Konzert ſtutt. Der Präſident des Badiſchen Sängerbundes, Dr. Metzger⸗Freiburg, feierte das deutſche Lied und ſeine Bedeutung für die vaterländiſche Er⸗ ziehung. Dem Feſtzug war eine vaterländiſche Kund⸗ gebung vorausgegangen, bei der Jugendführer Anton Fitz begeiſternde Worte an die jungen Scharen richtete. * Karlsruhe, 18. Juli. Für die Kirchen wahl am 28. Juli wurde vom Oberkirchenrat u. a. an⸗ geordnet: Wahlberechtigt ſind alle Gemeinde⸗ mitglieder, die am Wahltag das 25. Lebensjahr voll⸗ enbet haben und nicht vom Stimmrecht ausgeſchloſ⸗ ſen ſind. Es wird noch Anordnung ergehen, daß bei dieſer Wahl niemand wegen rückſtändiger Kirchen⸗ ſteuer ausgeſchloſſen wird. Die Steuer gilt als ge⸗ ſtundet. Die Wahlliſten, die ſowohl für die Landes⸗ ſynodalwahl wie für die Ortskirchenwahl gelten, werden am 19. und 20. Juli in den örtlich ange⸗ gebenen Stellen zur Einſichtnahme aufliegen. Die Wahlvorſchläge ſind ſowohl für die Landesſynodal⸗ wahlen wie für die örtlichen Wahlen bis zum 10, d.., abends 6 Uhr, einzureichen, und zwar ſür die örtliche Wahl bei dem Vorſitzenden des Kirchen⸗ gemeinderats und für die Landesſynodalwahl beim Kreiswahlleiter. Dies ſind für den 4. Wahlkreis Dekan Kirchenrat Maler in Mannheim und für den 5. Wahlkreis der Dekan Eberhardt in Neckargerach. Nachdem die Glaubensbewegung Deutſcher Chriſten Gau Baden und die Kirchlich⸗Poſitive Vereinigung Nreinbart haben, für beide Wahlen gemeinſame Liſten einzureichen, und mit Beſtimmtheit anzuneh⸗ men iſt, daß von anderer Seite Wahlvorſchläge nicht kommen, darf erwartet werden, daß ein Wahlakt am nächſten Sonntag nicht erforderlich iſt. * Ladenburg, 18. Juli. In der letzten Gemeinde⸗ katsſitzung wurde zu folgenden Punkten Stellung ge⸗ nommen: Der Antrag der Variete⸗Schau Haupt wurde abgelehnt.— Die Kohlen⸗ und Koksliefe⸗ rung für die nächſtwinterliche Heizperiode wurde vergeben.— Von der Entſcheidung des Jagdpacht⸗ einigungsamts Mannheim vom 23. Juni 1933 über Verpachtung des Waiſenhausgrundſtücks nahm die 7 Verſammlung Kenntnis.— Der auf dem Marktplatz (beim Hauſe Thome) gelegene Einſtieg zum Bach ſoll aus geſundheitlichen und heimatpflegeriſchen Grün⸗ den beſeitigt werden.— Das Geſuch um Erlaubnis zum Betrieb der Gaſtwirtſchaft zum goldenen Hirſch ſoll unter Bejahung der Bedürfnisfrage dem Be⸗ zirksamt befürwortend vorgelegt werden; ebenſo das Geſuch um Erlaubnis zum Betrieb der Gaſtwirt⸗ ſchaft zum Löwen. Gegen die beantragte Einfüh⸗ kung einer Wachbereitſchaft ſeitens der Wach⸗ und Schließgeſellſchaft Mannheim⸗Ludwigshafen wurden keine Bedenken erhoben. Die Mietezuſchüſſe ſämt⸗ licher in Häuſern der Gemeinnützigen Baugenoſſen⸗ ſchaft wohnenden Unterſtützungsempfänger werden in Hinkunft unmittelbar der Baugenoſſenſchaft über⸗ wieſen.— Die Anträge auf Realſchulgeldbefreiung fanden im dem vom Beirat der Realſchule vorge⸗ ſchlagenen Ausmaß Genehmigung.— Die Koſten für das Anbringen einer Gefallenengedenktafel im Real⸗ ſchulgebäude werden aus Anlaß des 70jährigen Schuljubiläums auf die Gemeinde übernommen. * Heidelberg, 18. Juli. Die Lehrerſchaft der Hei⸗ delberger Volksſchule hat für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit den Betrag von 10003 Mk. an das Finanzamt abgeführt. Die Polizeibeamten ſammelten 295 Mk. und ſtellen ab 1. Auguſt ein Prozent ihres Gehalts für die Opfer der Arbeit zur Verfügung. Rohrbach bei Landau, 19. Juli. Der Elektro⸗ mechaniker J. Ferner von hier, deſſen Anweſen bor wenigen Wochen durch Feuer zum Teil nieder⸗ gelegt wurde, iſt unter dem Verdacht, den Brand ſelhſt gelegt zu haben, auf Veranlaſſung des Unter⸗ ſuchungsrichters feſtgenommen und in das Lau⸗ dauer Gefängnis eingeliefert worden. Weinheim, 19. Juli. Heute nacht entſtand in dem Stallſchuppen des Stellwerkmeiſters Albert Raler in der Annaſtraße auf noch ungeklärte Weiſe ein Brand, der ſich auch auf das Wohnhaus ausdehnt. Der Stallſchuppen und der Wohnhaus dachſtock brannten vollkom- men aus. Das Vieh konnte gerettet werden. Der Brand wurde innerhalb kurzer Zeit durch die alar⸗ mierte Freiwillige Feuerwehr gelöſcht. Der Frei⸗ 0 8 Arbeitsdienſt beteiligte ſich an den Löſch⸗ eiten. Achern, 19. Juli. Die Schwarzwaldhoch⸗ ſtraße Unterſtmatt⸗Mummelſee⸗Hornisgrinde, die eines der ſchönſten Gebiete des badiſchen Schwartz⸗ waldes erſchließt, iſt nahezu fertiggeſtellt. Die Linweihungsſeier iſt für Sonntag, 30. Juli, vorge⸗ 4 ſehen. Man erwartet, daß maßgebende Perſönlich⸗ ten der badiſchen Regierung hierbei anweſend ſein werden. 4 Tägliche Berichte der Neuen Mannheimer Feitung Trichinenſchau in Baden eingeführt Ein begrüßenswerter Veſchluß der Regierung * Karlsruhe⸗ 19. Juli. Die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium teilt mit: Durch die im Geſetz⸗ und Verordnungsblatt vom 12. Juli 1933 verkündete Verordnung des Bad. Miniſters des Innern iſt die Einführung der Trichinenſchau für das ganze Land Ba⸗ den angeordnet worden. Damit iſt Baden dem Bei⸗ ſpiel der übrigen deutſchen Länder gefolgt. In Preußen mit ſeinen langen Grenzen im Oſten und der dadurch erhöhten Trichinengefahr wird die Tri⸗ chinenſchau ſchon ſeit Jahrzehnten durchgeführt. 5 In Baden war es bisher aufgrund bereits be⸗ ſtehender Vorſchriften den einzelnen Gemeinden ſelbſt überlaſſen, von ſich aus die Unterſuchung des Fleiſches von Schweinen und Wildſchweinen, bevor es in Verkehr gebracht wird, auf Trichinen vorzu⸗ ſchreiben. Von dieſer Möglichkeit hat indeſſen nur eine verhältnismäßig kleine Zahl von Gemeinden, namentlich die größeren Städte, Gebrauch gemacht. Da Baden ein Land mit ſtarkem Frem⸗ den verkehr gerade aus ſolchen Ländern iſt, in denen die Trichinenſchau ſchon ſeit längerer Zeit vorgenommen wird, hat ſich zunächſt von dieſer Seite ein ſtarkes Bedürfnis nach einer allgemeinen Einführung der Trichinenſchau ergeben. Die Not⸗ wendͤigkeit hierfür ergab ſich auch aus der erheblichen Gefahr des Auftretens von Trichinoſeerkrankungen unter der Bevölkerung infolge der Aenderung in der Verſorgung des Landes mit Schlachtſchweinen. Im Gegenſatz zu früher wird heute der Bedarf an Schlachtſchweinen in zunehmendem Maße aus öſtlichen Grenzgebieten gedeckt, in denen mit dem Vorkommen von Trichinen jederzeit zu rechnen iſt. In der Tat ſind auch neuerdings bei der Unter⸗ ſuchung von Schlachtſchweinen und anderen Tieren, deren Fleiſch zum Genuß für Menſchen beſtimmt war, Trichinen, wenn auch nur in geringem Maße, feſtgeſtellt worden. Nach der Verordnung unterliegt dem Trichi⸗ nenſchauzwang alles Fleiſch von Schweinen, Wildſchweinen, Bären, Hunden, Katzen, Füchſen, Dächſen und ſonſtigen fleiſchfreſſenden Tieren, ſo⸗ feen es zum Genuß für Menſchen beſtimmt iſt. Wegen der Eigenart der Uebertragung von Trichi⸗ nen wurden auch die Hausſchlachtungen, bei denen Fleiſch nur für den eigenen Haushalt verwendet wird, dem Trichinenſchauzwang unterworfen. Eine Ausnahme iſt mit Rückſicht auf die vorliegenden be⸗ ſonderen Verhältniſſe bis auf weiteres nur zuge⸗ laſſen für Hausſchlachtungen in Gemeinden, iy denen kein öffentliches Schlachthaus beſteht. Durch beſondere orts⸗ oder bezirkspolizeiliche Vorſchrift kann aber auch hier der Trichinenſchauzwang vor⸗ geſchrieben werden. Jede einzelne Gemeinde iſt da⸗ durch in der Lage, ihren beſonderen Bedürfniſſen Rechnung zu tragen. Es iſt zu wünſchen, daß ins⸗ beſondere Orte mit nennenswertem Fremdenverkehr von dieſer Möglichkeit Gebrauch machen. Der Zeit⸗ punkt, bis zu dem die Trichinenſchau eingerichtet ſein muß, iſt auf 1. April 1934 feſtgeſetzt worden. Für einzelne Gemeinden kann beim Vorliegen einer beſonderen wirtſchaftlichen Notlage dieſer Termin bis zum 1. Okt. 1934 hinausgeſchoben werden. Die Durchführung der Trichinenſchau verurſacht nur unerhebliche Koſten, ſo daß eine Beeinfluſſung der Fleiſchpreiſe nicht zu befürchten iſt. Die Anordnung, die dem Schutz der menſchlichen Geſundheit dienen ſoll, dürfte daher allgemein begrüßt werden. Arbeit im Geiſt der Bauerngemeinſchaſt Ein Aufruf des badiſchen Landesbauernführers Huber * Karlsruhe, 19. Juli. Der Landesbauernführer L. Huber erläßt fol⸗ genden Aufruf an die badiſchen Bauern: Vom Miniſter für Landwirtſchaft, Walter Darré, Reichsbauernführer, bin ich zum badiſchen Landes⸗ bauernführer ernannt. Damit werden die beſtehen⸗ den bäuerlichen Vereinigungen in eine einheitliche Form und Haltung gebracht. Was früher unmöglich erſchien, iſt wahr geworden. Wir haben nur noch eine große Bauernorganiſation, die Badiſche Bauernſchaft, unter Führung der NSDAP. Die Theſe früherer Regierungen, daß der Bauernſtand nur ſchwer oder überhaupt nicht unter einen Hut zu bringen ſei, iſt damit zuſammengebrochen. Richtig iſt, daß im frühe⸗ ren parlamentariſchen Staat die Einigung der Bauern am Eigennutz weniger Wichtigtuer und Nichtbauern ſcheiterte. Die badiſchen Bauern be⸗ grüßen es, daß nun ihr alter Wunſch in Erfüllung gegangen iſt. Der badiſche Bauer weiß aber auch, daß er dies nur einem Mann zu verdanken hat, dem Volkskanzler Adolf Hitler. Der badiſche Bauer iſt ſich auch klar darüber, daß ohne unſeren Führer der badiſche Bauernſtand noch Jahrzehnte lang auf eine ſolche Einigung hätte warten müſſen. Bis zum 1. Oktober werden wir ſo weit gekommen ſein, daß wir mit der Herausgabe einer Einheits⸗ bauernzeitung, Organ der badiſchen Bauernſchaft, beginnen können. In den Kreiſen(Amtsbezirken) muß bis zu dieſem Termin die endgültige Zuſam⸗ menlegung der bäuerlichen Organiſationen unter Leitung unſeres Kreisbauernführers durchgeführt ſein. Badiſche Bauern! Ich gelobe, meine ganze Kraft in eueren Dienſt zu ſtellen,f um im Rahmen der großen Bauerngemeinſchaft unſere Ziele verwirklichen zu können. Der Gedanke von Blut und Boden muß der Leitſatz unſeres Wir⸗ kens ſein. Um unſerem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler in beſcheidenem Rahmen unſeren Dank abſtatten zu können ordne ich an, daß jeder Kreis (Amtsbezirk) ab heute bis zum 1. Oktober eine Kundgebung durchführt. Mit dieſer Kundgebung kön⸗ nen Erntedank⸗ und Trachtenfeſte verknüpft werden. Die badiſche Regierung iſt jeiweils dazu einzuladen. Badiſche Bauern! Das große Werk iſt gelungen. Helfe jeder mit zum Segen aller an der Arbeit. Heil Hitlerl!. Badiſch⸗Pfälziſche Zimmermeiſter tagten * Karlsruhe, 18. Juli. Hier fand dieſer Tage die 35. Generalverſammlung der Badiſch⸗ Pfälziſchen Zimmermeiſter ſtatt. Verbands⸗ vorſitzender Ambes⸗Freiburg hieß die Kollegen und Gäſte, darunter den Präſidenten des Bundes deut⸗ ſcher Zimmermeiſter, Eckard⸗Kaſſel, und den Ver⸗ treter des Schweizeriſchen Zimmermeiſterverbandes, Seger⸗Zürich, willkommen. Darauf erſtattete Syndikus Dr. Bruder den Geſchäftsbericht, um ſich ſodann über den gegenwärtigen Stand des be⸗ rufsſtändiſchen Aufbaues zu äußern. Danach iſt der Aufbau des Bauhandwerks ſo gedacht, daß vier Säulen geſchaffen werden: 1. Der Arbeit⸗ geberbund, 2. das Zimmerhandwerk, als ſelbſtändige Fachorganiſation, 3. die Gipſer und Stukkateure, 4. die Dachdecker. An der Spitze ſoll eine Arbeits⸗ gemeinſchaft in engerem Rahmen ſtehen, die alle jene Fragen zu behandeln hat, die das Bauhandwerk Ze⸗ meinſam berühren. Die Regierung hätte ſomit nur mit einer Stelle zu verhandeln. Die Vorarbeiten zur Durchorganiſierung in Baden ſind bereits ge⸗ troffen.— Bundespräſtdent Eckard begrüßte das Be⸗ ſtreben, Arbeitgeber und Arbeitnehmer einander näher zu bringen. Der Sonntag brachte eine öffent⸗ liche Kundgebung im Coloſſeumſaal, die unter dem Motto„Das Holz als Bauſtoff“ ſtand. Mit einem Ausflug nach Baden⸗Baden fand die Tagung ihren Abſchluß.— Am 17. Juli ſtattete der Landes⸗ biſchof der evangeliſch⸗proteſtantiſchen Landes⸗ kirche Badens dem Reichsſtatthalter einen Beſuch ab. Bei dieſer Gelegenheit kamen auch die kirchlichen Bedenken gegen die geplante Errich⸗ tung einer Spielbank in Baden-Baden zur Ausſprache⸗ Der Zivilingenieur Karl Herr⸗ mann in Karlsruhe⸗Rüppurr wurde als ehrenamt⸗ licher Vertrauensmann für die politiſche Gleich⸗ ſchaltung der Gemeinnützigen Wohnungsunterneh⸗ mungen in Baden beſtellt. Der Viehhandel wird bereinigt * Karlsruhe, 18. Juli. Es ſteht zu erwarten, daß in Bälde reichsrechtlich die Erlaubnispflicht für den Viehhandel eingeführt wird. Zur grundlegenden Bereinigung des Viehhandels im Lande Baden hat der Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſter Köhler ſchon jetzt eine Reihe von Maßnahmen an⸗ geordnet. So iſt binnen drei Monaten im einzelnen eine ſorgfältige Nachprüfung anzuſtellen, ob die In⸗ ſitzen. haber von Viehhandelsgeſchäften und die ſonſtigen Viehhandel treibenden Perſonen nach ihrem bisheri⸗ gen Geſchäftsgebaren wie nach ihrer perſönlichen Lebensführung die erforderliche Zuverläſſigkeit be⸗ Bei der Prüfung iſt ein ſtrenger Maßſtab an⸗ zulegen. Insbeſondere iſt ein wiederholtes in der Oeffentlichkeit bekannt gewordenes unredliches Ver⸗ halten bei Abſchluß von Viehgeſchäften als Unzuver⸗ läſſigkeit zu werten.— Ein beſonderes Augenmerk iſt auf die mitunter üblich gewordene Verbindung unreeller Geld⸗(Kredit⸗, Darlehens⸗) Geſchäfte mit dem Viehgeſchäft zu richten. Eine weitere wucheriſche Ausbeutung des Bauern durch ungewöhnlich hohe Zinsforderungen und durch bewußte Verſchleierung des jeweiligen Schuldenſtandes muß auf alle Fälle verhindert werden. Auch muß das zur Uebung ge⸗ wordene Vorgehen der Viehhändler, namentlich der Pferdehändler, bei ihren Viehgeſchäften die Bauern formularmäßige Verträge unterſchreiben zu laſſen, nach denen Streitigkeiten aus dem Vertrag aus⸗ ſchließlich vor einem ſtändigen, unter maßgebendem jüdiſchen Einfluß ſtehenden Schiedsgericht zu erledi⸗ gen ſeien, als eine unredliche Ausnutzung der Not⸗ lage oder Unerfahrenheit der Bauern angeſehen werden. Gegen in ſolcher Weiſe unzuverläſſig erſchei⸗ nende Elemente iſt unnachſichtlich einzuſchreiten und der Handel mit Vieh jeder Art— einſchließlich der Pferde— ſofort zu unterſagen. Nötigenfalls, nament⸗ lich wenn Verdacht beſteht, daß in den Geſchäftsräu⸗ men weiterhin verbotswidrig Handel betrieben würde, ſind dieſe polizeilich zu ſchließen. bp. Heidelberg, 19. Juli. Vom 11. bis 16. Sep⸗ tember d. J. wird in Heidelberg die Tagung der Deutſchen Paläontologiſchen Geſell⸗ ſchaft ſtattfinden. Privatdozent Dr. Georg Dahm hat einen Ruf auf den Lehrſtuhl für Straf⸗ recht, Strafprozeß, Kriminalpolitik und Zivilprozeß⸗ recht an der Univerſität Kiel erhalten und an⸗ genommen. * Sinsheim a. d.., 19. Juli. Das bei Hellſtadt gelegene Sägewerk Hornung wurde ein Raub der Flammen. Der Schaden beträgt etwa 30 000 Mk. Der Geſchädigte iſt nicht verſichert. Man vermutet Brandſtiftung. * Offenbach bei Landau, 19. Juli. Wegen Be⸗ leidigung der nationalen Regierung wird ſich der frühere hieſige Bürgermeiſter Jakob Da mm, der dem Zentrum angehörte, am 19. Juli vor dem Lan⸗ dauer Schöffengericht zu verantworten haben. 144. Jahrgang/ Nummer 326 8 7 Aus der Pfalz Die Wallfahrt zum Heiligen Rock * Ludwigshafen a. Rh., 19. Juli. Die Reichsbahn, direktion teilt mit: Die letzten großen Vorarbeiten für die geordnete und pünktliche Beförderung der zahlreichen Pilgerzüge aus allen Teilen des Reiches ſind gelöſt. Bis jetzt ſind nahezu 900 Sonder⸗ züge nach Trier auf Tag und Stunde feſtgelegt. Täglich kommen neue Züge hinzu. Beſonders ſtark belegt ſind Sonntag, 30. Juli, mit 30 000 Pilgern in 40 Zügen und Montag, 31. Juli mit 25 000 Wall⸗ fahrern in 30 Zügen. Man darf überzeugt ſein, daß die Reichsbahn in der Lage iſt, noch hunderte von weiteren Sonderzügen glatt und pünktlich durchzu⸗ führen. Die ſchnellfahrenden, billigen Pilger⸗Sonder⸗ züge der Reichsbahn ſind beſonders beliebt, weil ſie der Eigenart der Wallfahrt am beſten entſprechen und die Teilnehmer während des vorgeſehenen Auf⸗ enthaltes in Trier geſchloſſen zum Heiligen Rock wall⸗ fahren und pünktlich wieder zurückkehren können. * Frankenthal, 19. Juli. Ein Kraftdreirabd, das in der Wormſer Straße die rechte Fahrbahn ver⸗ ließ und auf der linken Straßenſeite anhalten wollte, fuhr dabei einen Radfahrer an. In ztemlich ſchwer verletztem Zuſtande mußte dieſer in das Städt. Krankenhaus verbracht werden. * Bad Dürkheim, 19. Juli. Die hieſige Polizei hat eine größere Menge„Zucker in aufgelöſtem Zu⸗ ſtande“, der zu verbotener Weinherſtellung verwendet werden ſollte, feſtgeſtellt. Der Verkäufer des Zucker⸗ waſſers, ein Dürkheimer Geſchäftsmann, ſowie ein Weinhändler aus Rhodt, für den er beſtimmt war, wurden unter dem Verdacht der Weinfäl⸗ ſchung in Unterſuchungshaft genommen. * Neuſtadt a. Haardt, 18. Juli. In Schutzhaft wurden im Laufe des Dienstag der Malermeiſter Jean Sauer, der Gipſer Philipp Witzel aus Neuſtadt, ſowie ein gewiſſer Ludwig Krämer aus Lambrecht, genommen. Die Verhafteten ſtehen im Verdacht, bei der Schießerei auf marſchierende SA und SS am 10. Juli 1932 in Neuſtadt a. H. beteiligt geweſen zu ſein. Wie verlautet, ſoll die Verhand⸗ lung vor dem Schwurgericht Frankenthal am ver⸗ gangenen Freitag, die mit der Verurteilung des Eiſenflechters Karl Adrian aus Neuſtadt zu vier Jahren Gefängnis endete, Material gegen die fetzt Verhafteten zutage gefördert haben, das ſie der Mittäterſchaft oder der Mitwiſſerſchaft bei dem Ueber⸗ fall beſchuldigt. Näheres wird iee Unterſuchung er⸗ geben. * Landau, 18. Juli. Wie man hört, wird der Landauer Stadtrat, der auf Grund der Bekannt⸗ machung des Staatsminiſteriums ergänzt werden könnte wahrſcheinlich nicht ergänzt werden, da die maßgebenden Stellen ein Bedürfnis hierzu nicht für vorliegend erachten. Tages hal eucles Mittwoch, 19. Juli Nationaltheater:„Der Vogelhändler“, Operette von Karl Zeller, Miete M, Anfang 19.30 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung. Rhein⸗Neckar⸗Hallen:„Dela“ Deutſche Luftſahrtausſtellung. Täglich geöffnet von 10 bis 19 Uhr. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Hausfrauen⸗Kabarett; 20.15 Uhr: Die große Varieté⸗ und Kabarett⸗Revue. An⸗ ſchließend Tanz. C. van Moli mit ſeiner„Revne der tauſend Wunder“: 20.80 Uhr Vorſtellung im Caſinoſaal(R). Köln⸗Düſſeldorfer Rhein⸗Lokalfahrten: 14.30 Uhr Worms und Weiterfahrt nach Oppenheim und zurück(Kaffee⸗ fahrt); 19.45 Uhr 2½ſtündige Abendfahrt gegen Speyer und zurück. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Birkenauer Tal, Lindenfels, Bensheim.— Sonderfahrt: Bir⸗ kenauer Tal, Tromm, Siedelsbrunn. Odeon⸗Kaffee: Konzert(Verlängerung). Pfalzbau⸗Kaffee: Damennachmittag, Konzert mit Einlagen; 20 Uhr Konzert; 21 Uhr Tanz. Sehens würdigkeiten Städtiſches Schloßmuſeum: Ausſtellung„Dos beutſche Märchen in Schrift und Bild“. Geöffnet von 10 bis 18 und von 15 bis 17 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: Ausſtellung von Werken Mann⸗ heimer Bildhauer und Maler.— Im graphiſchen Kabi⸗ nett werden Max Klingers„Intermezzi“, eine Folge von zwölf Radierungen, gezeigt. Geöffnet von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: Ge⸗ öffnet von 15 bis 17 Uhr. Mannheimer Kunſtverein L 1, 1: Moderne Kunſt. Ge⸗ öffnet von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Städtiſche Schloßbücherei: Gehffnet von 9 bis 18 und von 15 bis 10 Uhr. Städtiſche Bücher⸗ und Leſehalle im Herſchelbad: Buchaus⸗ gabe von 10.30 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr. Leſehalle geöffnet von 10.30 bis 19 und von 16.90 bis 21 Uhr. Lichtſpiele: Univerſum:„Glück über Nacht“ und ühnenſchau.— Alhambra:„Das Lied iſt aus“.— Roxy⸗ Theater:„Eliſabeth von Oeſterreich“. Schauburg:„Unmögliche Liebe“. Glorta⸗ Pa laſt:„Eine Frau wie Du“. DSS H———...—... Hauptſchriftleiter: H. A. Meißner Verantwortlich für Politik und Feuilleton: Dr. W Reinharbt⸗ Handels⸗ teil: K, Ehmer Lokaler Tell: R. Schönfelder Sport und Vermiſchtes: W. Müller- Südweſtdeutſche umſchau, Gericht und den übrigen Teil C. W. Fennel Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: J. Faube, ſämtlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verleger? Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, Mannheim, R 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückporto Geſchäftliche Mitteilung Kleinigkeiten von Bedentung Oft ſind es Kleinigkeiten, die entſcheidend dazu bei⸗ tragen, einem neuen Erzeugnis roſch die Wege zu ebnen und ihm einen anhänglichen Freundeskreis zu werben. Einen neuen Beweis für dieſe alte Tatſache liefert die „Flagge“ ⸗Zigorette. Obwohl ſie nur 375 Pfg. koſtet, wird ſte in einer ſchwarz⸗weiß⸗reten Pockung geliefert, die auf den erſten Blick anſpricht. Die kleine, flache Schachtel für 6 Zigaretten iſt gefällig in der Form, ſo daß man ſie bequem in der Taſche unterbringen kann und dabei— etwas in dieſer Preislage nicht Alltägliches— von ſo feſter Beſchoffenheit, daß die Zigaretten nicht leiden, wenn die Schachtel einmal etwas„rauh“ behandelt wird. Daß der äußeren Form auch der Inhalt entſpricht, bedarf wohl keiner Erwähnung. V407 1 6. Seite/ Nummer 326 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 19. Juli 1983 18. Deutſches Bundeskegeln in Frankfurt Schweden ſiegt im Drei⸗Länderkampf— Erſte Entſcheidungen Nachdem am Montag der ſchwere Regen in den Abend⸗ zumindeſt den Rahmenvera 0 5 5 Frankfu in 285 ſchweren ch e ſich in kögen wieder erren paſſiert ben. Das Höhepunkt mit eine Ee 1 2 1 ing es am Dienstag zr früh ab rollten auf allen 46 Kugeln. Der Tag war in erſter Linie 0 Teil der Deutſchen Einzel⸗Meiſterſchaft ge⸗ et, daneben wurden aber auch die Club terſchaf⸗ der Wettbewerb um den Joe⸗Thum⸗Pokol, ſowie das enbahn⸗Kegeln und die Bewerbungen um das Sport⸗ abzeichen gefördert. In den ſpäten Abendſtunden des Vortages war noch der Drei⸗Länderkampf Schweden, USA und Deutſchland zum Abſchluß Der Kampf wurde von Fünfer⸗Mannſchaften rnationalen Bahn zum Austrag gebracht. An⸗ hrte Deutſchlond J, dann kamen jedoch die tech⸗ ichneten Schweden mit Monn⸗ „ während USA durch eir ger aus⸗ ickftel. Als ſpäter die zweiten Mannſchaften 1 und Deutſchland eingriffen, änderte ſich das 0 rraſchend. Schweden II erreichte die höchſte Punkt⸗ 7 und dank guter Leiſtungen des Frankfurters Hart⸗ mann erreichte Deutſchlond II den iten Platz. Das Endergebnis war: 1. Schweden JI 8(Björkonder, H. Edlund, W. und Oe. Erikſon, Törnquiſt); 2. Deutſchlond 11 rtmann, Sommer, Decker, Nirk, Riedel) 3588 Punkte; Schweden I 3426.; 4. Deutſchland I 33.; 5. USA P. Beſte Einzelkegler: 1. Rutkowſki⸗uS A 785.; 2. Törnquiſt⸗Schweden 774.; 3. Hurtmann⸗Deutſchland 768 Punkte. ö Ueberraſchung im Joe⸗Thum⸗Pokal Der Joe⸗Thum⸗Pokal wird von 14 Dreier⸗Mannſchaften guf der Internationalen Bahn ausgelämpft. Der Wett⸗ 0 rb um den wertvollen Pokal des amerikaniſchen Senioren kommt zwar erſt am Mittwoch zum Ab⸗ 15, jedoch dürfte ſchon jetzt die Froge nach dem Sieger cht mehr zweifelhaft ſein. Die Dresdener Mann⸗ ſchaft wartete nämlich am Dienstagnachmittag mit einer großen Ueberraſchung auf, ſie erreichte die geradezu ſenſa⸗ tionelle Punktzahl von 2290, die kaum noch von einer andeten Mannſchaft erzielt werden dürfte, obwohl die Geg⸗ ner erſtklaſſig ſind. In der Dresdener Mannſchaft erzielten Niederley 804(!), Muck 770 und Menzel 716. Dieſe Zah⸗ len ſprechen für den Fachmann Bände. In der Deutſchen Club⸗Meiſterſchaft die ſich auf mehrere Tage erſtreckt, führen zur Zeit: Asphalt: Darmſtadt 1911 825., Sch. K. Halberſtadt 824., 1 G. K. iche Breslau 1110.; D. H. K. Hamburg 1049, KS 1914 Hannover 045; A. 1921 Berlin 1043.; Internationale Bahn: K. K. Roland München 1048.,„Onkel Thum“ Leipzig 1000., Wotan Dresden 999 P. Erſte Entſcheioͤungen bei den Deutſchen Einzel⸗Meiſterſchaften Die Bundesmeiſterſchaften wurden mit den Einzel⸗ Meiſterſchaften auf Aſphalt, Schere und.⸗Bahn eröffnet. Die Kämpfe auf Schere und Aſphalt kommen erſt in den ſten Tagen zum Abſchluß, dagegen fielen in den Abend⸗ ſtunden des Dienstags bereits auf der J. Bahn und bei der Frauen⸗Meiſterſchaft die Entſcheidungen. Bundes⸗ meiſter auf der.⸗Bahn wurde Pils⸗ Buchholz Sa. vor Graf⸗Nürnberg und Hartmann⸗Frankfurt, während bei den Frauen der Titel an Frl. Piehler⸗Werdau fiel. Die Ergebniſſe waren: Herren⸗Einzelmeiſterſchaften auf Internationaler Bahn: 1. Pils⸗ Buchholz/ Sa. 1508.; 2. Fritz Graf⸗Nürnberg 1473.; 3. Hartmann⸗Frankfurt 1466.; 4. Riedel⸗Ham⸗ burg 1450.; 5. Andres⸗Mainz 1424.; 6. Muck⸗Dresden 1410 Punkte. Frauen⸗Einzelmeiſterſchaft auf Aſphalt: 1. Frl. Pleh⸗ ler⸗ Werdau 565.; 2. Frau M. Wolf⸗Dresden 539.; 3. Frau Burkhardt⸗Dresden 538.; 4. Frau L. Albert⸗ Leipzig 587.; 5. Frau J. Günnel⸗Auerbach/ Sa. 530.; 6. Frau Ehrich⸗Kiel 527 Punkte Paul Schluck Führer des internationalen Verbandes Die International Bowling⸗Aſſpeiation(Welt⸗Kegler⸗ Verband) hielt am Dienstag in Frankfurt eine Sitzung ab, die von Vertretern aus den USA., Schweden, Finn⸗ land, Holland, Südafrika, ſowie der Schweiz beſchickt war. 2 8 t — — 2 2 * 0 2 S 85 — 1 — — 2 Rumänien erklärte ſich mit den Beſchlüſſen der Tagung ſchriftlich einverſtanden, während die belgiſchen Vertreter erſt noch eintreffen. Der Deutſche Bundesführer Paul Schluck konnte die erfreuliche Mitteilung machen, daß der Welt⸗Kegler⸗Verband Anſchluß an das Bureau Permanent Internationale Sportif in Paris gefunden hat. Dies ſei die Vorſtufe, um Ausſicht zu haben, daß der Kegelſport einmal in das olympiſche Programm komme. Bei den Satzungsänderungen hatte die Feſtſtellung beſondere Be⸗ deutung, daß Berufsſpieler im organiſierten Kegelſport nicht geduldet werden. Die Verſammlung wählte dann noch den bisherigen Präſidenten Joe Thum ⸗Neuyork zum Ehrenpräſidenten und den Deutſchen Bundesführer . 2 2 Glockenruf— zum Olympia 1936! Ein Wahrzeichen für die XI. Olympiſchen Spiele Berlin 1936 Der Vorbereitungs⸗Ausſchuß für die XI. Olympiſchen Spiele teilt mit: Der Vorberetitungs⸗Ausſchuß für die XI. Olympiſchen Spiele hat als Wahrzeichen für die Veranſtaltung, die im Jahre 1986 in der Zeit vom 1. bis 16. Auguſt die ſport⸗ freudige Jugend der ganzen Welt zu einem gewaltigen Feſt in Berlin verſammeln ſoll, eine— Glocke gewählt. Sie trägt die Aufſchrift:„Ich rufe die Jugend der Welt“. Von der urſprünglich lateiniſch gefaßten Inſchrift „ver saerum gentium voeo“ wurde Abſtand genommen. Dieſes Wahrzeichen, von dem Graphiker Johannes Boehland entworfen, ſoll bereits bei den Arbeiten für die Vorbereitung der Spiele als Zeichen auf Briefköpfen und Druckſachen Verwendung finden. Für die Spiele ſelber aber ſoll eine wirkliche Glocke hergeſtellt werden in der Größe und von dem Ton der kleinen, etwa 60 Zentner ſchweren und faſt mannshohen Glocke des Berliner Doms. Sie wird auf der Vorderſeite den deutſchen Reichsadler mit den fünf Ringen um den vorgenannten Spruch tragen. Der Schöpfer der großen Glocke des Berliner Doms, der Bildhauer Walter E. Lemcke, hat das Vorbild auch für die Olympiaglocke geſchaffen und wird die weiteren künſt⸗ Das Bundesbanner in dem Festzug Paul Schluck zum neuen Präſidenten des Welt⸗Kegler⸗Ver⸗ bandes. Bundestagung der deutſchen Kegler Der Verſammlung des internationalen Verbandes vor⸗ auf ging eine Tagung des Deutſchen Kegler⸗Bundes. Es wurde nicht lange verhandelt, einige wenige Punkte waren ſchuell erledigt. Der Ort für das nächſte Bundesfeſt 1937 wird erſt bei einer Vorſtandswahl 1935 beſtimmt Die Ver⸗ ſammlung ſprach ihre Genugtuung darüber aus, daß der Reichsſportkommiſſar den bisherigen Vorſitzenden des Kegler⸗Bundes, Paul Schluck, zum Führer des neuen Kegler⸗ und Billard⸗Verbandes berufen hat Dem Führer wurde das einſtimmige Vertrauen der Verſammlung zum Ausdruck gebracht Paul Schluck hat als Führer alle Voll⸗ machten, um Maßnahmen zu treffen, die zur Eingliederung des Bundes in das Programm des Reichsſportkommiſſars notwendig ſind. Poſtſchwimmer in Worms ſiegreich Die Schwimmer des Poſt⸗Sport⸗Vereins Mannheim er⸗ rangen bei den ſüdweſtdeutſchen Meiſterſchaften in Worms ſchöne Erfolge. Der alte Kämpfer W. Fitzner wurde im Rückenſchwimmen Kl. 2b Sieger und konnte die Er⸗ innerungsplakette des Tages von Potsdam in Empfang nehmen. Winter wurde im gleichen Rennen Zweiter. Beim Herren⸗Bruſtſchwimmen 100 Meter Kl. 2b, das mit 20 Wettkämpfern beſetzt war, konnte Karl Kuhn Zweiter werden. V. Zimer wurde im gleichen Rennen 3. Preis⸗ träger. Das Herren⸗Kraulſchwimmen 100 Meter 2b ſah Kießer vom PSW als Zweiter. Der Sieger Römmiſch⸗ Ludwigshafen war nur ¼10 Sekunden beſſer. Bei den alten Herren konnte Hans Leinberger im 50 Meter Kraul⸗ und 50 Meter Bruſtſchwimmen Zweiter und Dritter werden. Ueber die Erfolge der Poſt⸗ lerinner bei den ſüddeutſchen Meiſterſchaften haben wir bereits berichtet. Beide Veranſtaltungen in Darmſtadt und Worms waren von vaterländiſchen Feiern umrahmt. Es war ein erhebender Augenblick, als die Saardeutſchen Schwimmer unter Führung des Kreisſchwimmwarts Wer⸗ ner⸗Saarbrücken den Treueſchwur an das deutſche Vater⸗ land leiſteten. Danlesagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme Anläßlich des Ablebens meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Herrn Friedrich Reichert sprechen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank aus Mannheim, den 18. Juli 1933 Schwetzinger Straße 28 Frau Friedrich Reichert umd Minder leriſchen Arbeiten bis zur Ausführung vornehmen. Die Glocke wird im Olympia⸗Stadion aufgehängt und hier zum erſten Mal am Samstag, 1. Auguſt 1936, geläutet werden. Nach dem Verſtummen der Glocke werden ſich dann die Tore der Kampfbahn öffnen, und die Sportmannſchaften der Völker werden einziehen, um feierlich die Eröffnung der Olympiſchen Spiele zu begehen. Auf gleiche Weiſe ſollen die Spiele bei der Schlußfeier abgeläutet werden. Es iſt auch daran gedacht, die im Stadion vor ſich gehenden Entſcheidungen jeweils durch einen einzelnen Glockenſchlag anzukündigen. cf Kleine Nachbildungen der Glocke in verſchiedenen Größen und in verſchiedenen Metallen ſollen als Erinnerungs⸗ zeichen gegeben und auch an die Zuſchauer und das ge⸗ ſamte Publikum verkauft werden. Um eine unbefugte Be⸗ nutzung und Ausnutzung des Glockenwahrze hens von vornherein unmöglich zu machen, hat ſich der Vorbereitungs⸗ Ausſchuß den Modell⸗ und Muſterſchutz für den Entwurf geſichert. Für die IV. Olympiſchen Winterſpiele, die vom 6. bis 16. Februar 1936 in Garmiſch⸗Partenkirchen ſtatt⸗ finden, wird ein beſonderes Wahrzeichen geſchaffen werden. „Die Olympiſchen Spiele 1932“ im Film Die Deutſche Sportbehörde läßt z. Z. unter der Leitung des Sportlehrers Schmidt München den Film„Die Olympiſchen Spiele 1932“ in allen größeren Städten Deutſchlauds vorführen. Die Mannheimer Turn ⸗ geſellſchaft ließ den Film am Montagabend im über⸗ füllten Saol des Wartburg⸗Hoſpizes vorführen. Eingangs wies der Führer der MTG, Wentzell, auf die Bedeu⸗ tung der Dlympiſchen Spiele und des Sports hin, der gergde im neuen Staat ſeiner Bedeutung entſprechend gefördert würde. Sportlehrer Schmidt ging kurz auf die Entwicklung der Olympiſchen Spiele ein, Er behandelte donn die Erfolge der Deutſchen in Amſterdam und Los An⸗ E les. Der Film, der dann gezeigt wurde, gab einen Ein⸗ und Ueberblick über die Olympiſchen Spiele in Los Ange⸗ les. Die Leichtathletik und das Schwimmen ſind im dieſem Film ausführlich behandelt. Ganz vergeſſen ſind die Athletik, Boxen, Fechten, Fünfkampf uſw. Aber ſchon der Teilausſchuttt, der vorgeführt wurde, führte mitten in die Geſchehniſſe von Los Angeles ein. Schon im blick auf die Olympiſchen Spiele 1936 in Berlin wird dee Olympia⸗Film ſeine Werbewirkung nicht verfehlen. Mit einem Dank an Sportlehrer Schmidt und de Aufforderung, die Olympiſchen Spiele zu unterſtützeg ſchloß Herr Wentzell den gelungenen Film⸗Abend. 2000 km-Fahrt oͤurch Deutſchlanz Die großen Erwartungen, die von allen Seiten in di t Veranſtaltung geſetzt werden, dürſten wohl beſtimmt no⸗ übertroffen werden, zumal wir Gelegenheit hatten, ung mit einer der für die Verſorgung der einzelnen Fahrer müßgebenden Betriebsſtoff⸗Firmen, der Shell Rheng nia⸗Oſſag, näher zu unterhalten. Wenn oͤie Vor⸗ bereitung dieſes Rennen an und für ſich ſchon große Anſo, derungen ſtellt, ſo dürfte es zum mindeſten aufſchlußcen Näheres über die Anſtrengungen zu hören, ie die Shell Rhenonia⸗Oſſag zu bewältigen hoß um die Verſorgung der vielen Fahrer, die deren Produkt verwenden, ſicherzuſtellen. Zuerſt müſſen ſämtliche Stellen, die vorausſichtlich für die Ergänzung der Betriebsſtoffe und Autoßle angefahren werden, festgelegt ſein. Die betreffenden Verwalter ind eingehend zu unterrichten, da gerade in der Schnelligkeſt der Abfertigung der Vorteil der einzelnen Fahrer fegt Die Speziolöle müſſen bereit gehalten werden, an 5 Hilfeleiſtung, die in Frage kommt, iſt gedacht, Hie hierſſe erforderlichen Mittel hahen bereitzuſtehen. Alle Fahrer haben Wünſche, die für dieſe Veranſtaltung zu berückſch⸗ 0 tigen ſind, die anfallenden Arbeiten können nur dadurch bewältigt werden, daß auch die Betriebsſtoff⸗Firmen hee Kenntniſſe in den Dienſt der Sache ſtellen. Denn jeder ſoll ſeinen Teil dazu beitragen, daß dieſe 2000⸗Km. Fahrt nicht nur eine die verſchiedenen Teilnehmer betrefſenhe Angelegenheit iſt, ſondern ein Beweis für die Schlagfertig. keit des geſamten deutſchen Kraftfahrweſens. Turnierſchluß in Luzern Schlechtes Abſchneiden der Deutſchen Nach ihren glanzvollen Erfolgen an den vorangegange⸗ nen Tagen gingen die deutſchen Reiter am Schlußtage dez Luzerner Turniers faſt ganz leer aus. Nur Oblt. Groß reutz holte mit Wange im Preis vom Pilatus, dem über einen 675 Meter langen Parcours mit 12 Hinderniſſen führenden Abſchieds⸗Jagdſpringen, unter 49 Teil nehmern den vierten Platz heraus. Viel Pech hatten die Deutſchen im Preis der Stadt Luzern, einem ſchweren Jagdſpringen über eine mit 14 Hinderniſſen verſehent, 789 Meter lange Bahn. Oblt. Haſſe auf Derby unter liefen 24 Fehler, er kam damit für die Plazierung nicht in Frage, und Oblt. Momm ſtürzte mit Finette und gab auf. Der Sieg fiel an den Ungarn Prinz Nikolaus Obe⸗ ſealchi auf Don Juan, neben dem nur noch der Schweizer Major Bühler auf Romaneſea fehlerlos über den Parcoutz kam. Die Ergebniſſe: Preis der Stadt Luzern: 1. Prinz N. Odeſeglch (Ungarn) auf Don Juan, 0 Fehler,:02,22. Maj. Bühlet auf Romaneſca, 0.,:09,2; 3. Maj. Olivieri⸗Italien auf Eglantine, 4 F. Preis vom Pilatus: 1. Frl. O. Schuſter⸗ Italien auf Sébscourt, 0., 142,6; 2. P. Baudoin⸗Belgieg erer tee een, ere auf Ibrahim, 0.,:54; 3. Lt. Chavaills⸗ Frankreich auß Reine Olga, 4.,:33,8; 4. Oblt. Großkreutz⸗Deutſchland auf Wange, 4.,:42. Strausberg(18. Juli) 1. Keſſelſee⸗Hürdenrenuen. Dreijährige. 1500 J. 8400 Meter: 1. Dr. H. Heß' Fix und Fertig(Hauſer); 2. de⸗ danus; 3. Inge. Toto: 39; Platz: 15, 11, 50. Ferner: Manufkript, Felda, Teifi, Bamberg, Reiß aus, Paus, Ekraſit. 2. Preis vom Lattſee. Zweijährige. 1500 L. 1250 Meter; 1. Nemos Fiole(Ludwig); 2. Jawort; 3. Ninon. Toto: 60) Platz: 16, 42, 125. Ferner: Wieland, Sperling, Tanne, Eichel. 3. Gamenſee⸗Jagdreunen. Dreijährige. 1500%, N! Meter: 1. Geſtüt Ebbeslohs Schwarzwalödreiſe(Wolff z. Puſchke; 3. Glaueo; 4. Federbriede. Toto: 19; Platz: 3 11, 92, 19. Ferner: Tammuh, Nickelländer, Samar, Jota, Jovita, Minenwerfer, Kämpfer, Landſchaft, 4. Ihlandſee⸗Jagdrennen. 1500 /. 4000 Meter: 1.. Priegers Ilſha(Ahr); 2. Oſtfranke; 3. Hebe. Tyto: 5ʃ Platz: 18, 15. Ferner: Dorado 2, Zarentochter, Wohlauf. 5. Preis vom Mittelſee. 1500 l. 1500 Meter: 1. Stal Vierlandens Courtiſane(Stein); 2. Chryska; 3. Tumult. . 1 Toto: 216; Platz: 46, 31, 65. Ferner: Verräter, Ginſter⸗ blüte, Pati, Mauſi, Cocktail, Goldene Aue, Lykurg, Graue Wolke. 6. Fängerſee⸗Jagdrennen. 1500 /. 3200 Meter: 1. Di, 5. Heß Seſam(Hauſer); 2. Els; 3. Comteſſa Iſola. Toto; 194 Platz: 11, 11, 12. Ferner: Antonius, Pythia, Freude, Himmelfahrt. 7. Strausſee⸗Ausgleich. Ehrpr. u. 1500 J. 1800 Meter; 1. C. O. Koberſteins Cusco(Hiller); 2. Nebukadnezar; 3 Alfio. Toto: 78; Platz: 20, 21, 28. Ferner: Everont, Rhodeſia, Wigbert, Puma, Verfüherin, Paß auf. Siegdoppelwette: 3. und 5. Rennen: 52410. — Amtliche Bekanntmachungen Vollzugsreiferklärung. Die vom Stadtrat Mannheim beantragte Neu⸗ einteilung der auf Gemarkung Mannheim ge⸗ legenen Grundſtücke Lgb. Nr. 6679, 6661, 6660, 66574, 6659, 6661/2, 6662, 6662/1, 6681 und 6680 wird hiermit nach Maßgabe des darüber ent⸗ worfenen, vom Stadtrat genehmigten und mit entſprechendem diesſeitigem Vermerk verſehenen Planes vom 27. Mai 1932 auf Grund des 8 21 [des Ortsſtraßengeſetzes für vollzugsreif erklärt. Als Zeitpunkt für den Uebergang des Eigen⸗ tums und der Rechte dritter Perſonen wird der 1. Auguſt 1933 beſtimmt. 13 Karlsruhe, den 26. Juni 193g. Der Miniſter des Innern Im Auftrag: gez. Steigerwald. Amtl. Veräffentlehungen der Staut Mannheim 5 Bei der heutigen Wahl iſt Herr Stadtbau⸗ amtmann Ludwig Hofmaun zum beſoldeten Stadtrat der Stadt Mannheim gewählt worden. Die Wahlverhandlungen liegen gemäß 8 27 [der Gemeindewahlordnung im Zimmer 7 des Rathauſes(N 1) vom 19. bis 25. Jult einſchl. offen. Jeder Wahlberechtigte kann innerhalb dieſer Friſt die Wahl wegen Verletzung der ge⸗ ſetzlichen Vorſchriften beim Oberbürgermeiſter hre Verlobung geben bekannt Martha Hanoffsk Armin Bergdolt Worms d... im Juli 33 Mannheim oder beim Landeskommiſſär ſchriftlich od. münd⸗ lich mit ſofortiger Bezeichnung der Beweismittel anfechten. Wahlberechtigt waren nur die Mitglieder des Bürgerausſchuſſes der Stadt Mannheim. 1 Mannheim, 18. 7. 33. Der Oberbürgermeiſter. Das Städt. Leihamt iſt am Donnerstag. den 20. d.., nachmittags wegen Reinigung ge⸗ ſchloſſen. Geöffnet ſind dagegen die amtlichen Pfänderſammelſtellen in J 4a. 9, Lortzingſtr. 12 und D 4. 2. Städt. Leihamt. 8¹ Verkaufe prachtv. Klavier, Leder-Clubgarnitur Herren⸗, Speiſe⸗ und Schlafzimmer, Küchen, 35 verſch. Schränke, Eisſchränke, Matratz., Büro⸗ 2 afona Negiatriep age Fleganteste Couch und Polstersessel Metall-Bettstellen in jeder Preislage Grünfeld's Bettenabteilung eig. Polster werkstätte f Kleiderschränke-, Z- u. Sil. 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H. ar Es beſt rückgan, späteren ſprechen Fertigin aus ihr Eine kohlenb wenn d ſchließu von nei Braunk gründu Reichst bedeuty durch d Einzel Der Sichern zum T der Wi geeigne die Uet beeintr die den ten ir ſtellen. nalſozi beſitzt, und M 1983 im und der erſtützeg wende. and in dieſe umt noch ten, ung 5 Fahrer theng, e Vor⸗ 58 Anfot⸗ Hluß eich Iren, die tigen hat Produkt 'tlich für gefahren lter ſind nelligkeit er liegt, an ehe e hierflle ne erückſich⸗ dadurch nen ihre un jeder m. Fahrt trefſende lagferiig⸗ gegange⸗ tage dez Gro 5¹ hem über derniſſen 49 Tell⸗ atten bie ſchweren erſehene, Y unter- nicht in und gab us Ooͤk⸗ ſchweizer zarebutz cglcht Bühler lien auf h u ſter⸗ Belgien reich auf utſchland 6. 3400 1 Ferner: Paus, ) Meter: Toto: „ Tanne, U. N00 zolff); 2. Glatz: 12 Samar, „ oto: 54; Wohlauf. 1. Stall Tumult. Ginſter⸗ „ Graue 1. Dr. . Toto: Freude, ) Meter iezar; g. Everont, wird der n. UHittwoch, 19. Juli 1933 der Neuen Mann LETT Mittag-Ausgabe Nr. 3 Deuische Sieinzeug Friedrichsfeld Ausgeglichene Bilanz em vorliegenden Geſchäftsbericht der Steinzeuawarenfabrik e ee And chemtſche Induſtrie in Mann rlebrichsfeld wird von einer weiteren Ver terung des Abſatzes als Folge der Fortdauer der allgemet⸗ nen Geſchäftskriſe und der faſt vollſtändigen Droſſelung tigkeit im Geſchäftsjahr 1932 berichtet. Durch gerkürzung der Arbe zeit konnte die Pro⸗ zuktlon im Hauptwerk Friedrichsfeld der verminderten Nachfrage angepaßt werden. Das Zweigwerk war ebenfalls nur in beſchränktem Umfang in Hen ngen, das Mißverhältnis zwiſchen Unkoſten und Umſatz zu beſeitigen, wurden bis an die Grenze des Mög⸗ lichen ſortgeſetzt. Es gelang, das völlige Gleichgewicht in den Einnahmen und Ausgaben herzuſtellen. gur teilweiſen Deckung der Abſchreibungen— 163 361 gegen i. V.— wurde eine angeſammelte Warenrück⸗ lage bis zum Betrage von 153 243/ herangezogen und im Kohgewinn verrechnet. Der Beſtand an eigenen Aktien elrug am Jahresende nom. 190 200%. Durch gegenſeiti⸗ 5 Austauſch mit der Deutſchen Ton⸗ un d Stein⸗ ugwerke AG. entſtand ein Zugang von nom. 40 000 Murk, angekauft wurden nom. 24 000 zum Durchſchnitts⸗ preis von 64,37 v. H. Die eigenen Aktien ſtehen mit 111943 Nark zu Buch. Die endgültige Abrechnung für 1932 aus bet J. G. mit der Deutſchen Ton⸗ und Stein⸗ zeugwerke A. G. Berlin ⸗ Charlottenburg khunte bis jetzt nicht erfolgen; für eine eventuell von der Gel ſchaft zu leiſtende Ausgleichs zahlung wurde eine Rückſtellung in Höhe von 269 903/ gemacht. In der Vermöbgensaufſtellung(alles in Mill. Mark) ſenkten ſit Verbindlichkeiten von 0,54 auf 0,14 bei Inv. 4 447 500 As., 0,44 geſetzlicher Rücklage, 0,11 Rück⸗ loge 2, 0,00 Rücklage für Reparaturen und Erweiterungen, .25 Penſionsfond. Auf der Aktivpſeite ſtehen SN at 010(0,11), Grundſtücke unv. mit 0,290, Gebäude mit 41(17) und Einrichtungen mit 0,75(0,82) zu 5555 Ffiekten für Daueranlagen erſcheinen mit 9,99(1,00), ren und Betriebsſtoffe mit 0%(0,84), Debitoren mit 8 050), Wechſel mit 0,49(0,22) und Bankguthaben mit 068(0,67) Mill. AI. In den letzten Monaten des neuen Geſchäfts⸗ jahres zeigte ſich eine leichte Belebung des Ab⸗ ſaßes; ſie dürfte an eſichts der vorliegenden Projekte der Kommunen in der Rhrenabteilung vorausſichtlich anhalten. Burbach-Konzern Glafler Verlauf der Generalversammlungen Während früher die Burbach⸗Verſammlungen meiſt zu lebhaften Diskuſſtonen führten und mehrere Stunden lang dauerten, verliefen die geſtern in Magdeburg abgehaltenen ewerkenverſammlungen ſehr ruhig und waren in kurzer Zeit beendet. In der Gewerkenverſammlung der ewerkſchaft Burboch wurden fämtliche Punkte der TO Inſtimmig ohne Ausſprache genehmigt. Die Ausbeute wurde auf 125(150)„ je Kux feſtgeſetzt. Auch die ewerkenverſammlung der Gewerkſchaft Beienrode Königslutter erledigte einſtimmig die Regularien. Der Verlust von 50 753/ wird vorgetragen. Die Ver⸗ baltung teilte mit, daß ſie glaube, im nächſten Jahr eine Ausbeute zahlen zu können. Zum Geſchäftsbericht wurde erklärt, daß die nicht zuſammengelegten Burbach⸗Aktien in Höhe von 2 Mill./ durch Sonderabſchreibungen auf den Pariſtand gebracht worden ſeien. 4 Zuckerfabrik Zeitz Gmb in Zeitz.— Wieder 6 v. H. Dibidende. Die o. GW genehmigte den Abſchluß für 1932 und ſetzte die Dividende auf wiederum 6 v. H. für 4 000/ Stammkapital feſt. Deutſchen In d i ation W J. Die — 1 Der Vorſitzende des Deutſchen Braunkohlen⸗ IAnduſtrie⸗Vereins E.., Dr. Ing. e. h. Heubel, Heneralötrektor der F. C. Th. Heye Braunkohlenwerke OAmb e, äußert ſich über das Thema„Braunkohlenbergbau und Wirtſchaftsbelebung“ u. a. folgendermaßen: „Das Geſetz zur Verminderung der Arbeitsloſtgkeit vom 1 Juni 5, J. bezweckt eine Belebung der Wirtſchaft und baburch eine Verminderung der Arbeitsloſigkeit. Die von dem Geſetz beſchrittenen Wege zur Verminderung der Ar⸗ eitsloſigkeit laſſen erkennen, daß die Wirtſchaftsbelebung 1 erſter Stelle den Fertiginduſtrien zugute kom⸗ en wird. Das gilt insbeſondere auch hinſichtlich der Slewerfreiheit für Erſatzbeſchaffungen, welche den Maſchi⸗ genfabriken und Apparatehauanſtalten Aufträge zuführt. Wenn ſich erſt die Wirtſchaftsbelebung einige Zeit in den Fertiginduſtrien behauptet hat, wird eine belebende Rückwirkung auch auf die Rohſtoffinduſtrien, d, h. auf den Stein⸗ und Braunkohlenbergbau ſtattfinden. Es beſtätigt ſich die alte Erfahrung, daß ein Konjunktur⸗ kͤckgang zunächſt die Fertiginduſtrien und erſt in einem piteren Zeitpunkt die Rohſtoffinduſtrien trifft. Ent⸗ ſprechend kommt eine Wirtſchaftsbelebung zunächſt den Fertiginduſtrien zugute die Rohſtoffinduſtrien vermögen aus ihr erſt in einem ſpäteren Zeitpunkt Nutzen zu ziehen. Eine unmittelbare Belebung darf der Braun⸗ kohlenbergbau durch das Geſetz vom 1. Juni erwarten, wenn der Anreiz des Eheſtandsdarlehens Ehe⸗ ſchlſeßungen in größerem Umfang und damit Gründungen don neuen Haushaltungen im Gefolge haben wind. Dem Braunkohlenbergbau kommt bet dieſen neuen Hausſtands⸗ gründungen ſeine ſtarke Stellung auf dem Hausbrandmarkt zugute, wurden doch von dem Brikettabſatz der mitteldeut⸗ ſchen Braunkohle nicht weniger als 70 v. H. vom Haus⸗ Die Hauptſchlochk gegen die Arbeitsloſigkeit hat be⸗ gonnen. Das gigantiſche Arbeitsbeſchaffungsprogramm der Reichsregierung eröffnet auch für den Einzelhandel bebeutungsvolle Ausſichten wirtſchaftlicher Belebung. Es zag in dieſem Zufammenhang nur an die einkaufsbeleben⸗ n Wirkungen erinnert werden, die nicht nur durch die Aeghreinſtellung von Arbeitnehmern, alſo Verbrauchern, . 90 Industrie und Landwirtſchaft mittelbar entſtehen, ſon⸗ 128 auch unmittelbar z. B. durch Eheſtandsdarlehen, durch 155 erweiterten Inſtandſetzungsarbeiten beim Hausbeſttz, urch die Steuerfreiheit für Erſotzbeſchaffungen uſw. dem inzelhandel zugute kommen. a und M eine der wichtigſten Grundlagen ſeiner wirtſchaftlichen fe e kennt. Dieſen mittelſtändiſchen Betrieben 9 alſo mehr re iſt guch für den Einzelhandel die Bohn 8 mit allen Mitteln in den Dienſt des Geſamtwerks oll d rheitsbeſchaffung zu ſtellen. Er kann und ien zu Mut haben, an das Gelingen des großen Werkes 8 Mitwirkung— Vor allem muß der Einzelhändler 0 e r um Mehreimſtellungen in e e Jen 15 ehen zu fördern. Unter keinen Umſtänden dür⸗ Juen geg acbelebungen in den Geschäften zu Mehrbelaſtun⸗ 10 es vorhandenen im Verlauf der Kriſe ſehr zuſommen⸗ 15 rumpften eee führen; ſie müſſen ſich mehr in Neueinſtellungen arbeitsloſer Kaufmanus⸗ glauben; ihm erwachſen dabei wichtige Aufgaben ſeinen Anmeldepflichi ausländischer Weripapiere „Durch das Geſetz gegen Verrat der Deutſchen Volks⸗ wirtſchaft und eine ſpäter erlaſſene Durchführungsverord⸗ nung iſt ſowohl für Auslandsvermögensſtücke als auch für Deviſen eine bis zum 31. Auguſt 19383 aus zu⸗ ü bende Anzeigepflicht vorgeſchrieben. Angeſichts ber ſcharfen rafandrohungen bei Zuwiderhandlungen muß die Prüfung, ob im Einzelfalle eine Anzeigepflicht gegeben iſt, mit ganz beſonderer Sorgfalt vorgenommen werden. In z haf ällen dürfte es ſich empfehlen, innerhalb der v n Friſt eine vorſorgliche Anzei an 0 mt zu richten. Die Anzeige⸗ pflicht triff ht nur etwa diejenigen, die Steuern hin⸗ terzogen haben oder die ſich eine Deviſenzuwiderhandlung haben zuſchulden kommen laſſen, vielmehr ſind Auslands⸗ sſtücke auch dann anzumelden, wenn ſie ſteuerlich und in deviſenrechtlicher Hinſicht durchaus korrekt behandelt wor den ſin d. Im Hinblick auf die zahlreichen Grenzfragen, die ſich in der Praxis 9e ergeben werden, verdienen die Richtlinien des Zentralverbandes des Deutſchen Bank⸗ und Bankiergewerbes erhöhte Beachtung. In einem Rundſchreiben des Zentralverbandes über die An⸗ zeigepflicht heißt es u..: Selbſt wenn ein Gegenſtand nicht„Aus lands ver⸗ mögen“ iſt, ſo kann er„Deviſee“ ſein und aus dieſem Grunde der Anzeigepflicht unterliegen. Ebenſo kann unm⸗ gekehrt ein C ſtand, wenn er nicht Deviſe im Sinne Volksverratsgeſetzes iſt, trotzdem der Verpflichtung zur Anmeldung unterliegen, weil er ein Auslandsver⸗ mögensſtück iſt. Auslandsvermögensſtücke können auch ſolche Gegenſtände ſein, die ſich am 1. Juni 1933 im In⸗ lande befanden. Dies gilt namentlich für: Ausländiſche Aktien, die im Inlande aufbewahrt werden, weil ſie Be⸗ teiligungen an ausländtſchen Geſellſchaften darſtellen, dle in Wertpapieren verbrieft ſind, ausländiſche Obligationen, die im Inlande aufbewahrt werden, ſowie Wechſel und Schecks, aus denen ein ausländiſcher Bezogener haftet, weil ſte Wertpapiere über Forderungen gegen Ausländer darſtellen. Die Anzeigepflicht nach dem Geſetz iſt grund ⸗ ſätzlich gegeben a) als Aus landsvermögens⸗ ſt ü cke für alle diejenigen im 8 2 des Geſetzes bezeichneten Vermögenswerte, die zur Vermögensſteuer zu veranlagen wären, wenn nach dem Stande vom 1. Juni 1938 eine Veranlagung zur Vermögensſteuer ſtattgefunden, eine Freigrenze aber nicht beſtanden hätte, b) als Deviſen für alle diejenigen Gegenſtände einſchließlich Forderungen, die nach den bisher geltenden Vorſchriften der Deviſen⸗ bewirtſchaftung anbietungspflichtig geweſen ſind. Die Anzeigepflicht iſt nicht gegeben a) für Auslandsvermögensſtücke, wenn die Gegenſtände auch als Deviſen nicht anzeigepflichtig ſind und wenn 1. der Eigen⸗ tümer am 1. Juni 1933 Auslandsvermögensſtücke im Ge⸗ ſoamtwert(Kurswert, ausmachenden Betrag) von nicht mehr als 1000/ beſaß, oer 2. die Auslanosvermögensſtücke zur Vermögensſteuer auf den 1. Januar 1981 oder danach bis zum 1. Juni 1988 dem Finanzamt ſo genau angegeben wurden, wie dies jetzt für die Anzeige vorgeſchrieben iſt. Dies dürfte jedoch bei Wertpapieren kaum jemals geſchehen ſein; b) für Deviſen, wenn die Gegenſtände auch als Aus⸗ landsvermögensſtücke nicht anzuzeigen ſind, und wenn 1. die fraglichen Deviſen am 1. Juni 1933 einen Wert von nicht mehr als 200/ hatten, 2. die Deviſen nach den bis⸗ herigen(und weiter geltenden) Beſtimmungen nicht an⸗ bietungspflichtig waren, hauptſächlich alſo Wertpapiere, die des Es gehf aufwärls! Stimmen zum Arbeifsbeschaffungs- Programm brand aufgenommen, dem induſtriellen Verbrauch werden nur 30 v. H. zugeführt. Der Rohkohlenabſatz hängt an erſter Stelle von einem erhöhten Stromverbrauch und von einer Belebung der chemiſchen Ind u ſtr ie ab. Von dem Rohkohlenabſatz des Mitteldeutſchen und Oſtelbiſchen Braunkohlenſyndikats entfallen nicht weniger als etwa 46 v. H. auf Kraftwerke und etwa 21 v. H. auf die chemiſche Induſtrie. Die überaus ſtarke Abhängigkeit des Rohkohlen⸗ abſatzes von dieſen beiden Induſtrien iſt mit dieſen Ziffern deutlich dargetan. Enge, wenn auch nicht ſo bedeutungsvolle Abſatzmöglichkeiten bieten ſich der Rohbraunkohle in der Zuckerinduſtrie, in der Papter⸗ und Zellſtoffinduſtrie, ſowie in der Textilinduſtrie. Von dem Rohkohlenabſatz der bei⸗ den mitteldeutſchen Syndikate entfallen auf die genannten Induſtrien etwa je 5 v. H. Einen weiteren weſentlichen Erfolg verſpricht ſich der mitteldeutſche Braunkohlenbergban von dem Ausbau der Treibſtoff⸗ und Mineralblinôöuſtrie auf deutſcher Braunkohle im Zuſammenhang mit der ſtarken Förderung des Kraftverkehrsweſens als Folge der Beſeitigung der Kraftfahrzeugſteuner für neue Fahrzeuge und des im Auftrage des Reichskanzlers ent⸗ worfenen Netzes von Autofahrſtraßen. Die deutſche Mine⸗ ralöl⸗ und Treibſtoffverſorgung erfolgte bisher zum aller⸗ größten Teil durch Einfuhr ausländiſcher Fertigprodukte. Abgeſehen davon, daß hierdurch alljährlich große Dey i⸗ ſenbeträge ins Ausland fließen, macht uns die Ein⸗ fuhr ausländiſcher Treibſtoffe und Mineralble in wehr⸗ politiſcher Hinſicht in unerträglicher Weiſe vom Auslande abhängig. Dieſe beiden Geſichtspunkte weiſen darauf hin, die Gewinnung von Mineralölen und Treibſtoffen mög⸗ lichſt aus deutſchen Bodenſchätzen mit allem Nachdruck zu fördern. Aufruf der Haupigemeinschaff zur Arbeiisbeschaffung gehilfen auswirken.— Es wird weiter notwendig ſein, die vielfach allzu eng geholtenen Sortimente grundfätzlich unter dem Geſichtspunkt zu überprüfen, ob nicht Mehraufträge bei den Lieferanten möoſich ſind, die ſowohl im Intereſſe der Wirtſchaftsbelebung wie auch der ttätspflege liegen, die dem mittelſtändiſchen Spezial⸗ eſchäft beſonders obliegt. Der Einzelhandel wird schließlich an ſeinem Teil dorüber wachen müſſen, doß die Entwicklung der Weltmarktpreiſe nicht im Inland uner⸗ wünſchte Preisbewegungen der Fertigwaren hervorruft; denn nur ein für den Konſumenten tragbarer Preisſtand konn eine dauerhafte Wirtſchaftsbelebung auch in der Sphäre der Waren verteilung ſtcherſtellen.— Die Reichsregierung wird dem Einzelhandel überall helfen, wo ses zur Durchführung des Arbeitsbeſchaffungsprogramms auf den ihm zufallenden Gebieten erforderlich iſt, ſo z. B. in der Herſtellung tragbarer Kreditverhältniſſe, in der Unterſtützung ſeiner Beſtrebungen auf möglichſte Koſten⸗ ſenkung und guf Erhaltung eines entſprechenden Preis⸗ utveaus. a Schliezlich aber erwächſt dem deutſchen Einzelhondel mit ſeinen vielen hunderttauſend großen, mittleren und kleineren Betrieben die wichtige Pflicht, auch in der Bepblkerung für das erk der Arbeits⸗ beſchaffung zu werben. Jeden Tag ſtrömen Mil⸗ lionen von Menſchen in die Geſchäfte der mittelſtändiſchen Einzelhändler; außerordentlich vielfältig ſind daher die Möglichkeiten des Ladenkaufmanns, unter den Maſſen der Konfumenten den Glauben an den Wiederaufſtieg der Wirtſchaft, an die Ueberwindung der Arbeits loſigkeit, on die Pflicht eines jeden zur Mithilſe am Geſamfwerk zu ſtärken. Der deutſche Einzelhändler hilft der Reichs regie⸗ rung bei dem Werk, wenn er den Verbraucher immer wie⸗ der darauf hinweiſt, daß das Kaufen deutſcher Waren Arheit ſchafet, daß hingegen das Horten von Geld nicht nur ſinnles iſt, ſondern die Ueberwindung der Arbeitsloſigkeit behindert. Jeder Einzelhändler ſollte ſich täglich gerade Hieſe Art ſeiner Mitwirkung am Ar⸗ beitsbeſchaffungsprogramm der Reichsregierung vor Augen halten, er ſollte zuverſichtlich und freudig, wo immer er kann, am großen Werke mitarbeiten; denn von ſeinem Ge⸗ lingen hängt guch ſein Schickſal ab. mit Genehmigung der Deviſenſtelle oder die genehmigungs⸗ frei im Tauſchwege erworben worden waren, 3. wenn die Deviſen vor dem 1. Juni 1933 der Reichsbank angeboten worden ſind oder 4. wenn die Deviſen bis zum 31. Auguſt 1933 der Reichsbank oder einer Deviſenbank angeboten werden. Praktiſch laufen die Beſtimmungen darauf hinaus, daß a Sländi Wertpapiere, ſämtliche deutſchen angezeigt nicht die Freigrenze von 1000 4 eingreift oder die Stücke genau dem Finanzamt an⸗ waren. Der Zentralverband glaubt in ng noch auf folgende Punkte hinweiſen zu iſche Aktien ſtellen Beteiligungen an aus⸗ ländiſchen Geſellſchaften dar, die in Wertpapieren verbrieft und nach§ 2 Abſ. 1 Ziff. 3 des Geſetzes anzuzeigen ſind, gleichgültig, ob ſie im Inland od i Ausland auf⸗ bewahrt werden. Ausländiſche Obligationen ſtellen Wert⸗ papiere über Forderungen dar, de Schuldner im In⸗ lande weder einen Wohnſitz noch einen Sitz oder Ort der Leitung hat. Dieſe Obligationen ſind nach§ 2, Abf. 1 Ziff. 4 des Geſetzes anzuzeigen ohne Unterſchied, ob ſie ſich im Inland oder Ausland befinden. 0 Deutſche Auslandsbonds ſind zwar an ſich in⸗ ländiſche Wertpapiere, nach wohl allen Anleihebedingungen ütſſen aber die Dotationen an eine ausländiſche Treuhand⸗ erwieſen werden, und der Inhaber der Bonds darf che nur gegen dieſe geltend mach ſetzes Wertpapiere über Forderungen ch nicht im Inlande anſäſſig ſind. Die Stücke ſind nach 8 2 Abf. 1 Ziff. 4 anzuzeigen ohne Unterſchied, ob ſie ſich im In⸗ lande oder Auslande befinden. Die ſogenannten Aus⸗ landsmarkſchuldverſchreibungen ſind zwar inländiſche Wert⸗ papiere. Für einen Teil dieſer Anlethen laufen aber nicht Originalſtücke um, ſondern Zertifikate einer aus⸗ ländiſchen Treußanoſtelle, bei der die Pfandbriefe hinter⸗ legt find. Die Anſprüche können nur gegen dieſe Treu⸗ hanöſtelle geltend gemacht werden; die Pfandbriefe ſtellen mithin Wertpapiere über Forderungen gegen einen gusländiſchen Schuloner dar. Die Zertifikate ſolcher An⸗ leihen ſind gleichfalls nach 8 2 Abſ. 1 Ziff. 4 anzuzeigen ohne Rückſicht darauf, ob ſie ſich im Inlande oder Aus⸗ lande befinden. In der Regel iſt die nach dem Stichtage des 1. Juni 1938 aufgeſtellte Anzeige bis zum 381. Auguſt 1933 an das Finanz⸗ amt zu richten. Ste kann auch an irgend eine andere Be⸗ hörde der Finanzverwaltung gehen, wozu die Zollfahn⸗ dungsſtellen gehören. Die Anzeige an das Finanz⸗ amt gilt gleichzeitig als Anbietung. Es iſt alſo nicht notwendig, Deviſen, die man beim Finanzamt anzeigt, nochmals beſonders anzubieten. In einem Ausnahmefalle genügt die Anzeige an das Finanzamt nicht, nämlich dann, wenn man anbietungspflichtige Deviſen widerrecht⸗ lich verbraucht hat. Will man in dieſem Falle die durch das Geſetz zugeſicherte Straffreiheit in Anſpruch neh⸗ men, ſo muß man die Anzeige an die Reichs bank richten. Deviſen, die man beſitzt, können der Reichsbank angeboten werden. Eine Anzeige iſt dann nicht erforder⸗ lich, ausgenommen, wenn die Deviſe gleichzeitig ein Aus⸗ landsvermögensſtück iſt. Außer der Anbietung iſt mithin die Anzeige an das Finanzamt erforderlich, wenn auslän⸗ diſche Zahlungsmittel im Auslande liegen oder wenn es ſich um ausländiſche Wertpapiere im Inlande oder Aus⸗ lane handelt. Im Ausland befindlich ſind Gegenſtände dann nicht, wenn ſie im Saargebiet ruhen. Dementſprechend ge⸗ hören auch die im Saargebiet anſäſſtgen Geſellſchaften nicht zu den ausländiſchen. Die von ihnen ausgegebenen Aktlen und Obligationen gelten deshalb als inländiſche Wert⸗ papiere, die nur dann angezeigt werden müſſen, wenn ſie ſich im Auslande befinden. Dagegen gehören die im Saar⸗ gebiet anſäſſigen Kreditinſtitute nicht zu den inländiſchen Kreöttanſtalten. Zahlreiche Inhaber von Werten, die fetzt anzeigepflich⸗ tig ſind, haben den Wunſch, nicht nur dieſer Anmeldepflicht zu genügen, ſondern auch die Werte nach dem Inlande zu bringen. Wenn infolge der neu eingeführten Nachſchau die Zollfahndungsſtelle z. B. Kenntnis von einer Anwef⸗ ſung an die ausländiſche Depotſtelle erhält, die Stücke nach Deutſchland zu ſenden, kann u. U. bie Anzeige an das Teilrückzahlung der Heidelberger Schafzanweisungen Nach einer Bekanntmachung der Heidelberger Stadtverwaltung hat der Bürgerausſchuß dem in der Gläubigerverſammlung vom 1. Juni d. J. zum Beſchluß erhobenen Antrag des Vertreters der Inhaber von Schatz⸗ anweiſungen der Stadt Heidelberg zugeſtimmt, ebenſ wurde auch von der Staatsaufſichtsbehörde die vorgeſe bene Genehmigung zu dem Abkommen erteilt, das ſomit Rechtskraft erlangt Hiernach hat die Stadt Heidel⸗ berg auf die Schatzanweiſungen ſpäteſtens bis 20. Jult 1938 eine Kͤapitalrückzoahlung von 10 v. H. ihres Nennwerts vorzunehmen. Die Teilrückzahlung beträgt für Stücke über nom. 5000 4 509,17 J, über nom. 2000 4 203,67 über nom. 1000 4 101,84/ und über nom. 500 4 50,92. Eine Verzinſung der Teilzahlungsbeträge über den 20. Juli hinaus findet nicht ſtatt. Ferner iſt die Stadt verpflichtet, Schatzonweiſungen unter gewiſſen Be⸗ dingungen zur Erfüllung beſtehender Kapitalforderungen zu Pari in Zahlung zu nehmen. Finanzamt zu ſpät kommen. Es wird deshalb dringend empfohlen, in ſolchen Fällen zuerſt die Anzeige zu erſtat⸗ ten und erſt dann die zur Anbietung uſw. erforderlichen Anweiſungen zu geben. Die anzeigepflichtigen Gegenſtände ſind nach dem Stande vom 1. Juni 1933 feſtzuſtellen. Die Anzeigepflicht für Aus landsvermögensſtücke wird nicht da⸗ durch beſeitigt, daß die Gegenſtände, namentlich Wert⸗ papiere, nach dem 1. Juni 1933 verkauft worden ſind. Die Anzeigepflicht für ausländiſche Wertpapiere bedeutet an⸗ dererſeits nicht, daß man die Stücke nicht mehr verkaufen darf. Insbeſondere iſt es auch weiterhin zuläſſig, die Werte im Auslande zu verkaufen und für den Erlös andere ausländiſche Werte zu erwerben. Die Anzeigepflicht wird aber dadurch nicht aufgehoben. s Bad Heidelberg AG., Heidelberg. Die mit 250 000 4 Ack. arbeitende Geſellſchaft(1931 Aitſammentezung von 85 000 auf 3500% und Wiedererhöhung auf 250 900% unter Mitwirkung der Gläubiger und der Stadt Heidel⸗ berg(71 500), Grün u. Bilfinger AG., Sächſ. Wohlfahrts⸗ hilfe Dresden(53 000 bzw. 112 000%) wetſt für 1932 einen Betriebserlös von 96 432(77 466)/ aus. Zinſen erfor⸗ derten 26 885(52 530) 4, Steuern 9 928(11 403) I. Be⸗ triebskoſten 61 201(49 991)„ und Abſchreibungen 14243% (—, ſodaß erſtmals wieder ein Ver kuſt von 15 317 entſteht. Aus der Bilanz: Hypotheken 425 000 4(unv.), Gläubiger 51 882(23 404), andererſeits Grundſtücke, Quelle 276 000(280 000), Gebäude, Anlagen 38g 263(387 880), Bank 36 189(9 225), Schuldner 6 221(10 781) l. Frankfurfer Abendbörse freundlich Angeſichts der weiteren Auſwärtsbewegung an der Neuyorker Börſe zeigte ſich auch im heutigen Abendverkehr kleines Kaufintereſſe der Spekulation, wäh⸗ rend ſich die Kundſchaft kaum am Geſchäft beteiligte. Die Stimmung war weiter leicht befeſtigt, gegenüber dem Ber⸗ liner Schluß zogen Bekula, Deutſche Erdöl und JG Far⸗ ben bis zu 7 v. H. an, während am Montanmarkt Gelſen⸗ kirchen ihren Höchſtſtand von mittags nicht ganz behaupten konnten. Am Rentenmarkt erhielt ſich einige Nachfrage nach deutſchen Anleihen. Das Geſchäft war aber auch hier klein. Späte Reichsſchuldbuchforderungen nannte man mit 796—56 v. H. U. a. notierten: Younganleihe 80,50; Neu⸗ heſttz 11,50; Altbeſitz 76 G; Reichsbank 149,25; J Farben 182,50—1326; Lahmeyer 123 und Siemens 157,50. * Holländiſche Oppoſition gegen den neuen Entwurf der Rheinfahrt⸗Akte. Haag, 19. Jult. Von zuſtändiger Stelle verlautet über den neuen Entwurf der internationalen Rheinfahrt⸗Akte, daß die holländiſche Regierung ſich entſchieden dagegen zur Wehr ſetzen werde, daß die⸗ ſer Entwurf jemals zum Vertrag erhoben werde. Die be⸗ reits ſeit längerer Zeit von Frankreich, insbeſondere aber von Belgien betriebene Ausdehnung der Befug⸗ niſſe der internationalen Rhein fahrtkom⸗ miſſion können für die niederländiſche Regierung über⸗ haupt nicht in Frage kommen. Holland werde keinerlei Beeinträchtigung ſeiner Souveränität zulaſſen. Hierüber hätten die holländiſchen Vertreter die franzöſiſch⸗belgiſche Mehrheit der internationalen Rheinfahrtkommiſſion nicht im Zweifel gelaſſen und an dieſem Standpunkt werde die Regierung auch in Zukunft feſthalten. Mindesipreise fiir Raps und Leinsaaf * Berlin, 18. Juli. Amtlich wird mitgeteilt: Das Fettprogramm der nationalen Regierung macht eine För⸗ derung des dentſchen Oelſaatanbaues neben der bereits in Angriff genommenen Förderung der Erzeugung einheimi⸗ ſcher tieriſcher Fette erforderlich, um den deutſchen Bedarf an Fettſtoffen in zunehmendem Maße aus eigener Erzeu⸗ gung zu ſichern. Die Reichsregierung wird deshalb Vorkehrungen tref⸗ fen, die die Delmühlen in die Lage verſetzen, den An⸗ bauern künftig einen Preis von mindeſtens 30/ je Dop⸗ pelzeutner Raps und Rübſen und mindeſtens 22„ je Dop⸗ pelzentner Leinſaat in dieſem Jahre von mindeſtens 24 1 je Doppelzentner Leinſaat im nächſten Jahr zu zahlen. Die genannten Preiſe werden gelten für gute, geſunde, trockene Ware(zur Herſtellung von Speiſeöl geeignet) ab Zollbahn⸗ ſtation des Landwirtes bei Lieferung von vollen Waggon⸗ ladungen, desgleichen für jedes Quantum bei Anlieferung frei Mühle. Landwirten, die Raps und Lein in Lohn bei Oelmühlen ſchlagen laſſen, wird empfohlen, beſondere Nachrichten darüber von Seiten der Reichsſtelle für Getreide, Futter⸗ mittel und ſonſtige landwirtſchaftliche Erzeugniſſe zu be⸗ achten, damit auch ihnen die eutſprechenden Vorteile zugute kommen können. Auf Grund der getroffenen Regelung hat der deutſche Landwirt für ein weiteres Arbeitsgebiet ſicher Ausſicht auf einen gerechten Lohn. Deuischer Zuckerrübenanbeu 1933 Vermehrung um 24, 4 v. H. Nach den Erhebungen des Statiſtiſchen Reichsamts wer⸗ den in der Kampagne 1938/34 vorausſichtlich 209 Fabriken mit Rüben verarbeitung in Betrieb kommen, während 32/33 200 Fabriken in Betrieb waren. Für dieſe Fabriken ſind 1938: 277 764(i. V. 228 240) Hektar im Inland und 2082 (1678) Hektar im Ausland mit Rüben angebaut Im Jahre 1932 betrug die Erntefläche 223 36 Hektar im Inland und 1695 Hektar im Ausland. Gegenüber dem Vorfahr ergibt ſich alſo eine Vermehrung der Anbaufläche um 54 815 Hektar oder 24,4 v. H. . * Verminderter Zuckerrübenauban in Baden und Würt⸗ temberg. Die Erhebungen des Stat. Reichsamtes über den Zuckerrübenanbau 1933 zeigen für Baden und Württemberg bei 7991(i. V. 8103) Hektar Erntefläche eine Verminderung von 1,4 v. H. gegenüber dem Vorjahre. Vorausſichtlich werden hier wiederum drei Fobriken in Betrieb kommen. Die Anbaufläche an Eigenrüben iſt hierbei von 18090 auf 1908 Hektar geſunken, die für Kaufrüben von 6297 auf 6688 Hektar geſtiegen. Obsf-. und Gemũse-Großmärkie Weinheim, 18. Juli. Heute notierten: Johannisb. rote 1012; ſchwarze 15—19; Zwetſchgen von 1823; Plaumen 1520, Kirſchen—20, Stachelb.—13, Ueberſtand; Pfir⸗ ſiche 1022 Himb. 1828: Aprikoſen 30, Spillinge 1820; Birnen 10—16; Aepfel 1521 Pfg. Anfuhr 180 Zentner, Nachfrage gut, mit Ausnahme von Stachelbeeren. Handſchuhsheim, 18 Juli. Anfuhr und Nachfrage ſehr gut Kirſchen 14—19 und 713, Erdb. 21—29; Walderdb. 6966 ſaure K. 1418; Himb. 16—19; Johannisb. 913; Stachelb. 16—21 und 12—15; Pfirſiche 20—24 und 1719; Frithbirnen 10— 20 Pflaumen 19; Aepfel 14—18; Tomaten 17-19; Bohnen 10-183; Gurken 17-21; Erbſen-9 Pfg. * Meckenheim, 18. Juli. Anfuhr an Johannis⸗ und Stachelbeeren gut, Abſatz flott. Stachelbeeren rote—46, grüne 10—15; Erbſen-8; Bohnen—10; Birnen 10,5 bis 15; Aepfel 13. Neuſtadt a. d.., 18. Juli. Aepfel 10—14; Aprikoſen 88 bis 42; Birnen—14; Heidelb. 23—0; Himb. 8540; Jo⸗ hannisb.—12; Kirſchen 13—25; Mirabellen 18—20, Pfir⸗ ſiche—25; Stachelb. 10—14; Türk. Kirſchen—12 Pfg. An⸗ fuhr mittelmäßig; Handel ſehr gut. Bad Dürkheim, 18. Jult. Verſteigerung: An⸗ fuhr 200 Zentner. Abſatz flott, Nachfrage ſehr gut. Man nannte: Kirſchen rote 18—415; ſchwarze 15—20, Johannisb. rote—10; weiße—8; Stachelb. grüne—12; rote 12—17; Heidelb. 9092; Tafelbirnen 15—17 und—10, Aepfel frühe 15—17; Spillinge 19—22 Bohnen—9 Pfg.— Freier Markt: Anfuhr 210 Zentner. Nachfrage gut. Abſatz flott. Kirſchen ſchwarz 1520, Napoleon 18-27, Eroͤbeeren 2325; Johannisb.—10; Stachelb. grüne-9; rote 12 bis 17; Pfirſiche 12—20; Spillinge 19—22; Tafelb. frühe 12 bis 15: mittelfrühe 710; Aepfel 12—15; Heidelb. 82; Bohnen 8 Pfennig. Freinsheim, 18. Juli. Kirſchen 15—16; Napoleon 22; Johannisb.—10 Stachelb. grün 810; rot 1215; Birnen 15—29 und—12; Aepfel 15; Pflaumen 20; Pfirſiche 16—20 und 12—16; Spillinge 23— 24; Mirabellen 15; Erdb. 20 Bohnen breite—10 runde 10—12 Pfg. Anfußhr 540 Ztr.; Abſatz und Nachfrage gut. * Weiſenheim a.., 18. Juli. Anfuhr 380 Zentner, meiſt Johannis⸗ und Stachelbeeren, Abſatz gut. Weichſel⸗ kirſchen 15—24; Johannisbeeren 10—41; Stachelbeeren grün 10—13, rot 12—44; Pfirſiche 15—20; Aprikoſen 21—24; Pfaumen 22—24; Bohnen 10—14; Mirabellen 20—22; Bir⸗ nen 1. Sorte 12—14; Aepfel 1820. Ellerſtadt, 18. Juli. Es wurden notiert: Sauerkirſchen 20 Johannisb.—10; Stachelb. 12—17; Aepfel 12—15; Pfirſiche 16—18; Bohnen—12 Pfg. Anfuhr 150 Zentner, Abſatz und Nachfrage ſehr gut. * Nürnberger Hopfenmarkt vom 18. Juli. Keine Zu⸗ fuhr, 10 Ballen Umſatz, Hallertauer 270— 280 /, ruhig. * Weitere Befeſtigung des italieniſchen Haufmarktes. Der Verbond der Deutſchen Hanfinduſtrie berichtet für die Zeit vom 10.—16. Juli 1993: Die immer ſtärker fühlbar werdende Verknappung, der noch verbliebenen Reſtmengen hatte in Italien eine weitere Verſteifung der Preiſe zur Folge. Einheimiſche und ausländiſche Spinnereien waren mit kleineren Käufen im Markt. In Süd [awien ruhte das Geſchäft nahezu völlig. Frankfurſer Häufeaukfion O Frankfurt, 19. Juli.(Eig. Meld.) Für das Frank⸗ furter⸗Rheingau⸗ und Umgegendgefälle wurden folgende Preiſe erzielt(in Pfg.): Kuhhäute: Rote ohne Kopf bis 30—49 Pfund 3843.25, 50—59 Pfund 3946.75, 60—79 Pfund 45.50—52.50, 80—99 Pfund 49.75—52.—. Ochſenhäute: Rote ohne Kopf bis 29 Pfund 36½, 39—49 Pfund 38, 50—59 Pfund 3674444, 60—79 Pfund 39—46, 80—99 Pfund 4144,75.— Rinder⸗ häute: Rote ohne Kopf bis 29 Pfund 3692, 30—49 Pfund 52 bis 54, teils zurück, 50—59 Pfund 43,25—50.— Bullenhäute: Rote ohne Kopf 30—49 Pfund 3749, 5059 Pfund 38 bis 40, 60—79 Pfund 3540, 8099 Pfund 32—37. 100 und mehr Pfund 2732.50. Angebot: 8 596 Stück Groß⸗ viehhäute. Tendenz: Beſuch gut. Kalbfelle: Rote ohne Kopf bis 9 Pfund 6870, 9,115 Pfund 6465.25, Schußkalbfelle 36. Angebot: 9162 Stück Kalbfelle. Freſſerfelle: Rote ohne Kopf bis 20 Pfund 38% An gebot: 9 162 Stück Kalbfelle und 24 Stück Freſſerfelle. Schafſelle: grobwollig, Blöſſen 252%, Angebot: 926 Stück. Tendenz: Leichte Aufſchläge. 8. Seite Nummer 925 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗ Ausgabe Mittwoch, 19. Juli 199 Pa eee RON National-Theater Mannheim 4 * HAU 1 15 0 AHA un en ba eee; dr. e— der 1e b. 0. Der Vogelhändler Operette von M. West und L. Held Musik von Carl Zeller. Münchner Fassung in drei Akten(sechs Bildern) Textliche Neubearbeitung von G. Quedenfeld und W. Brügmann 150 Musikal. Neubearbeitung von Arthur Bauckner Musikalische Leitung: Karl Klauß Spielleitung: Richard Dornseiff 5 Alttwooh, 9 Nur 3 Tage kehre: 428, 700. 8 80 Die deuischen Fllmlieblinge: Liane Haid Gg. Alexander Adele Sandrodt, Fritz Hampers 1 Aus dem en 8 in Neuaufführung! 1 Dasover 5 berühmien Künsflerin N WI 1 1 1 7 F Or 1 i H Elisabelh a LI n n 2 A 1— ö llama e in dem internationalen von Tanzleitung: Gertrud Steinweg Georgia Lind Fritz Odemar ö E 3 535 5 oesterreich 1 5 8 5 5 in dem pikanten Ton-Lustspiel Erſ echnische Einrichtung: Walter Unru 5. 5 Magda 8 1 Fre f eannnamgdnmehg, A nkang 19.30 1 Ende gegen 22.45 Uhr.. ö keinen Ges 5 5. e r S One n: 8. 5 5 1 8 Oer Leidensweg per Kurfürst von Bayern. Szöle Szabal 55 8 einer Die Kurfürstin Maria Antoinette Sophie Karst in 90 5 9 unglücklichen Komtesse Adelaide von Meer- g Kaiserin) schaum, ihre Hofdame Hermine Ziegler Baron Weps, kurf. Wildmeister Karl Mang Graf Stanislaus, ein junger ( adlau, mein kleiner Uardeotfiner.) mit alen mit 8 Hofherr, sein Neffe Bum Krüger E E. vereb N 5 Maria Solveg Schnurpel. Geheimkanzlist in 5 3— erebes— 0. Wal burg 5 kurfürstlichen Diensten Jos. Offenbach-Ziegler„ 5 M. Schlegel. Charl. Ander Adam, Vogelhändler aus Tirol Heinrich Kuppinger 5 5 Der Posthalter v. Bayrischzell Joseph Renkert 95 N Regie: Geza v. Bolvary Neueste Tonwoche! Christel, genannt die Post- 5 Die nue 11 Christel, seine Tochter Elsi Bodmer 5 ˖ alm. Musik: Robert Stolz f Operette m. Schl. 00.00.10.30 Schneck. Gemeindevorstand 5 gern. die bald alle 35 8 5 7 e. von Bayrischzell Fritz Bartling entzückend, charmant, berauschend summen werden. Die nicht alltägliche Geschichte 24010 Emerenz, seine Tochter L. Böttcher-Fuchs— UFA 70 4 von Liebe und Entsagung Umæzuge Ein Zeremonienmeister Lothar Heyl Im 1 Flum in der Militär- woche 0 aus d. Leben einer Frau v. Format Ferntransporte m. ge⸗ Der Auktionator„ 5 Jrots ale, Culturfüm 5 e ſchloſſ. Möbelanto ge⸗ 70 e. 3 Ein Sergeani fliegi durch die Lufj BUHNE* ne Einzigarſig und unvergeßlich wiſſenhaft und billig. Ein kurfürall. Kammerdiener Alois Bete Bie 8 Ut k fig. klahbt. rel 40 Pts. 8 AKO der Charme und Reichſum an N origineller vorn, H 7, 2. 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