neſder Thin Nala bl in onſum. pie einfache eise in d Judd 0 Pfg, Qu 51 Tel. fag . 1 Erſcheinungsweiſe: Täg lich 2mal außer Spuntag. Bezugspreife: drei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, lan Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Ne Friedrichſtr. 4, Fe Hauptſtr. 63, WOppauer Str. 8, Se Luiſenſtr.1 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Pg Anzeigenpreiſe: 32 mm breite Colonelzeile 40 Pfennig, 79 am breite Reklamezeile.50 Mk. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Zahlungseinſtellung, Vergleich oder Zahlungsverzug wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen.für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim Abend⸗Ausgabe Der feierliche Alt in Rom Meldung des Wolff⸗Büros — Rom, 20. Juli. Heute vormittag 12 Uhr fand in den Räumen Seiner Eminenz des Herrn Kardinalſtaatsſekretärs die Unterzeichnung des zwiſchn dem Heiligen Stußl und dem Deutſchen Reich abgeſchloſſenen Kon⸗ lordates ſtatt. Als Bevollmächtigter des Heili⸗ gen Stuhles unterzeichnete Seine Eminenz der Kar⸗ dinalſtaatsſekretär Eugenio Pacelli das Kon⸗ kordat, namens des Deutſchen Reiches der Vize⸗ kanzler des Deutſchen Reiches Franz v. Papen. Anweſend waren die Unterſtaatsſekretäre, Ihre Eminenzen Mſgr, Giuſeppe Pizzardo, Titularerz⸗ biſchof von Nicheo und Mſgr. Alfredo Ottaviani, Miniſterialdirektor Dr. Rudolf Buttmann, Leiter der Kulturpolitiſchen Abteilung des Reichsminiſte⸗ riums des Innern und der deutſche Geſchäftsträger beim Heiligen Stuhl, Botſchafter Dr. Eugen Klee. Nach der Unterzeichnung des Reichskonkordats wurde Vizekanzler v. Papen vom Papfſt in Privataudienz empfangen. Nach einem längeren Geſpräch von etwa 20 Minuten ſtellte Vizekanzler v. Papen Miniſterialdirektor Dr. Butt⸗ mann vor, mit dem ſich der Heilige Vater längere Zeit unterhielt, und anſchließend die übrigen Her⸗ ren ſeiner Begleitung. Kardinalſtaatsſekretär Pacelli überreichte heute dem Vizekanzler von Papen das Großkreuz des Pius⸗Ordens und dem Miniſterialdirektor Dr. Huttmann ein Lichtbild des Papſtes mit eigenhän⸗ Ager Unterſchrift. Nach Vorſtellung ſeiner Begleitung erhielt Oberregierungsrat von Boſe aus den Händen des Karbinalſtaatsſekretärs Pacelli den Komtur des Gregorius⸗Ordens und Herr v. Tſchierſchkty und Boegendorf den Komtur des Silveſter⸗Ordens. Vizekanzler von Papen überreichte dem Kardinal⸗ ſtagtsſekretär als Geſchenk der Reichsregierung eine Madonna aus weißem Meißener Porzellan. Sie iſt einen Meter hoch und eine Kopie des 1732 von dem Künſtler Kirchner in den Meißener Porzellanwerken hergeſtellten Originals. Unterſtaatsſekretär Erzbiſchof Pizzardo erhielt ein Oelgemälde des deutſchen Profeſſors Philipp Frank, den Park von Sausſouci darſtellend, und Unter⸗ ſtaatsſekretär Ottaviani einen ſilbernen Teller mit Reichsadler. Auf allen Geſchenken befindet ſich die Widmung:„Zur Erinnerung an das Reichskonkor⸗ dat 1933.“ ö Papen über das Konkordat Der Sonderberichterſtatter der„Hamburger Nach⸗ richten“, der„Schleſiſchen Zeitung“ und der„Allge⸗ meinen Zeitung“, Chemnitz, der als einziger Jour⸗ naliſt den Vizekanzler von Papen im Sonderflug⸗ zeug nach Rom begleitete, hatte kurz nach der Unterzeichnung des Konkordats folgende Unterredung mit dem Vizekanzler: „Sie haben, Herr Vizekanzler“, ſo fragte der Be⸗ richterſtatter,„ſoeben einen Vertrag mit dem Heili⸗ gen Stuhl unterzeichnet, wie er mir in der deutſchen Geſchichte einzigartig erſcheint. Aus der Theſe und Antitheſe von Kirche und Staat iſt in dieſem Ab⸗ kommen eine harmoniſche Syntheſe geworden. Iſt hiermit nicht endlich ein Weg gefunden worden, der Staat und Kirche überhaupt auf völlig neuer Grundlage einer friedlichen Zuſammen⸗ arbeit entgegenführen kann?“ „Gewiß“, erwiderte der Vizekanzler,„der ismus forderte eine Trennung von Kirche und Staat und hat in Wirklichkeit einen unfrucht⸗ Kampf zwiſchen beiden heraufbeſchworen. Während ſeiner Herrſchaft ſind beide nicht nur ein⸗ ander entfremdet, ſondern völlig verfeindet worden. den neuen politiſchen Anſchauungen, wie ſie in Dentſchland zum Durchbruch gekommen ſind, gelingt es wieder, eine erſprießliche Zuſam menarbeit zwiſchen Staat und Kirche zu gewähr⸗ leiſten. Es iſt ja gerade das Weſen der Staats⸗ ideen, wie ſie in Italien und Deutſchland herrſchen, daß alle lebensfähigen Kräfte, ſo auch der Kirche, mit dem Staat zuſammenarbeiten ſollen“ Hiernach iſt es“, ſo fragte der Journaliſt,„doch wohl als eine hiſtoriſche Tatſache anzuſehen, daß erſt der Weg der nationalſozialiſtiſchen Revolution die Vorausſetzungen zu der jetzt erfolgten ehrlichen und vorurteilsfreien Verſtändigung zwiſchen Staat und Kirche ſchuf?“ ü i „Sweifellos“, erwiderte der Vizekanzler, „der nationalſozialiſtiſche Staat will ja das Volk eilige neue Grundlagen ſtellen, von denen die ſtlichen Lehren und ihre Kirchen beſonders wich⸗ tig ſind. Es iſt daher ganz natürlich, daß mit dem der nationalſozialiſtiſchen Revolution ſofort * 1 Verſuch zu einer vorurteilsloſen und hrlichen Verſtändigung mit den chriſt⸗ lichen Kirchen gemacht wurde, der vor der Die Judenfrage in England Begeisterung des einfachen Mannes für Hitler Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters § London, 20. Juli. l In London ſoll heute eine jüdiſche Demon⸗ ſtrationſtattfinden, die als eine Gegenkundgebung gegen die kürzlich erfolgten und auch für die Zu⸗ kunft geplanten Aufmärſche der engliſchen Faſchiſten unter Sir Oswald Mosley gedacht iſt. Die Londoner Bevölkerung, man darf vielleicht ſogar ſagen: das engliſche Volk überhaupt, nimmt an dieſer faſchiſtiſch⸗üdiſchen Auseinanderſetzung leb⸗ haften Anteil. Dabei iſt es intereſſant, an Londoner Stimmungsberichten feſtzuſtellen, daß Arbeiterſchaft und mittelſtändleriſche Kreiſe in überwiegender Mehrheit gegen das Auftreten der Judenſchaft ſich wenden. Es hat vor allem lebhaften Unwillen hervorgerufen, daß der jüdiſche Großin du⸗ ſtrielle Lord Melchett, der ſich bereits hatte taufen laſſen, in demonſtrativer Form dem Ehriſtentum wieder abgeſchworen hat und in großer Aufmachung in die Synagoge zurück⸗ kehrte. Es wird in London auch ſtark beachtet, daß ähnliche Vorgänge im Augenblick auch in Spanien zu beobachten ſind, wo die Maranos, die bislang als ſpaniſche und chriſtliche Staatsbürger jüdiſcher Ab⸗ kunft galten, ſich von der chriſtlichen Kirche abwen⸗ den und zum jüdiſchen Glauben zurückkehren. In dieſem Zuſammenhang begegnet man jetzt auch in England dem Gedanken, daß ein getaufter Jude noch lange kein Chriſt iſt. 3 25 Das alteingeſeſſene engliſche Judentum hält ſich von den Vorbereitungen zu der Demon⸗ Italien, Frankreich Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters f Paris, 20. Juli. Muſſolini hat in dem franzöſiſchen Senator Henry de Jouvenel, der ſoeben nach vier⸗ monatiger Botſchaftertätigkeit aus Rom nach Paris zurückgekehrt iſt, einen begeiſterten Verehrer ge⸗ funden. Vor einigen franzöſiſchen Preſſevertretern . de Jouvenel folgende Charakteriſtik des uce: „Muſſolini ähnelt in nichts einem Diplomaten der alten Schule. Er kennt nicht die kleinen Winkel⸗ züge und Kunſtgriffe und man muß ſich hüten, dieſe gegen ihn zu gebrauchen. Dem Mißtrauen ſetzt er ein noch größeres Mißtrauen gegenüber und Ver⸗ trauen beantwortet er mit noch größerem Vertrauen. Unterbreitet man ihm einen Gedanken, ſo überlegt er eine Zeitlang und antwortet ohne Zweideutigkeit: ja oder nein. So weit kann ich gehen und nicht weiter.“ 5 De Jouvenel ſchilderte dann, wie ſehr ihn die erſte Unterhaltung mit dem italieniſchen Regie⸗ rungschef über die franzöſiſch⸗italieniſchen Beziehun⸗ nationalſozialiſtiſchen Revolution völlig ausſichtslos geweſen wäre.“ „Bei der allgemeinen, grundſätzlichen Bedeutung des Kirchen vertrages“, ſo fragte der Berichterſtatter weiter,„darf man doch wohl annehmen, daß das Konkordat als Norm auch für die Beziehungen zwi⸗ ſchen dem Reich und der evangeliſchen Kirche ange⸗ ſehen werden kann, ſoweit nicht durch das Verfaſ⸗ ſungswerk bereits die Beſonderheiten der evangeli⸗ ſchen Kirche ihre Berückſichtigung gefunden haben.“ „Sicherlich“, erwiderte der Vizekanzler. „Auch die katholiſche Kirche hat den Wunſch, daß der evangeliſchen Kirche die gleichen Sicherheiten für die Arbeit gegeben werden, wie es für die katholiſche Kirche im Konkordat der Fall iſt. Die hier getrof⸗ fene klare Abgrenzung der Einfluß⸗ ſphären zwiſchen Staat und Kirche muß naturgemäß auch für die evangeliſche Kirche gelten.“ d 5 „Die Verträge, ſo bemerkte der Journaliſt, die der Heilige Stuhl mit den Mächten abſchließt, wer⸗ den als internationales Ereignis immer beſonders hoch gewertet. Die Bereitwilligkeit des Heiligen Stuhles, mit dem neuen Deutſchland ein Abkommen zu ſchließen, darf doch wohl ohne Uebertreibung als eine grundſätzliche Anerkennung dafür betrachtet werden, daß das neue Deutſchland ein be⸗ ſonders ſtarkes Bollwerk gegen Bolſche⸗ wis mus und Gottloſigkeit iſt und in vor⸗ bildlichem Maße ſich die Feſtigung und Verbreitung des Chriſtentums in Mitteleuropa zur Aufgabe macht?“ Vizekanzler von Papen antwortete:„Der Vatikan iſt ohne Zögern an das Vertragswerk mit 144. Jahrgang— Nr. 320 onkori Der ſtarke Mann in Wien Von unſerem eigenen Vertreter 5 O Wien, Mitte Juli Das Pariſer Royaliſtenblatt„Action Frau⸗ caiſſe“ veröffentlicht von einem merkbar gutinfor⸗ mierten Gewährsmann Mitteilungen über die Lage in Oeſterreich. Es heißt darin, Oeſterreich be⸗ findet ſich in einer äußerſt ſchwierigen ausſichtsloſen Situation. Wir glauben, daß die Zeit gegen Oeſterreich arbeitet und daß der Zuſammen⸗ bruch nicht aufzuhalten iſt, wenn nicht in ganz kur⸗ zer Zeit eine entſcheidende Aktion zu Gunſten dieſes Landes, ſei es durch die Kleine Entente, ſei es durch Frankreich eingeleitet wird.“ Das Blatt bezweifelt aber ſelbſt eine Regelung zu Gunſten von Dollfuß. Die Kleine Entente ſei nicht in der Lage, ſich mit der öſterreichiſchen Regierung über die entſcheidenden wirtſchaftlichen Fragen zu verſtändigen. Deutſchland hingegen habe auf wirtſchaftlichem Gebiet das Heft in der Hand, die Entſcheidung liege ſchließlich doch in Berlin. In Wiener Meldungen tauchen daher wieder die bekannten Gerüchte um den Major Fey auf. Dieſer Heimwehr⸗Major, der zugleich Sicherheitskommiſſar im Kabinett Dollfuß iſt, ſoll dazu auserſehen ſein, noch eine wichtige Rolle als Diktator zu ſpielen. Auch der Bundeskanzler Dollfuß ſei bereit, ſich ihm bei einer weiteren Zuſpitzung der Lage unter⸗ zuordnen. Schon ſeit einiger Zeit gilt Fey als der „ſtarke Mann“ im öſterreichiſchen Kabinett und wird mit hoffnungsvollen Augen betrachtet. Man weiß in ihm die letzte Stütze der ausländiſchen Hoff⸗ nungen zu ſchätzen, wenn etwa Dollſuß im Sinne dieſer Hoffnungen„verſagen“! ſollte⸗ Der Vertreter des„Daily Expreß“ in Wien hat dem Major Fey kürzlich einen Beſuch abgeſtattet. Es iſt bemerkenswert, wie ſich dieſe Figur der öſter⸗ reichiſchen Regierung in dem Urteil eines Auslän⸗ ders ſpiegelt. Major Fey ſteht äußerlich in einem auffallenden Gegenſatz zu dem Bundeskanzler Dollfuß. Er iſt faſt zwei Meter groß und beſitzt, wie der Engländer feſtſtellt, „die Geſtalt eines Schwergewichtsboxers“, während Dollfuß bekanntlich eine ſehr kleine und unanſehn⸗ liche Figur abgibt und deshalb auch allgemein der „Miniaturkanzler“ genannt wird. In ihrer Ver⸗ folgungswut gegen die nationalſozialiſtiſche Bewe⸗ gung weiſen aber der„Miniaturkanzler“ und der Mann mit der Geſtalt eines„Schwergewichtsboxers“ eine ſehr ſtarke Aehnlichkeit auf. Major Fey iſt Monarchiſt und ein leiden⸗ ſchaftlicher Verfechter der habs burgi⸗ ſchen Monarchie. Er ſetzt ſich mit ſeiner ganzen Energie für eine Wiederherſtellung dieſer Monarchie ein und ſieht deshalb in allen Beſtrebungen, eine wirtſchaftliche oder politiſche Annäherung zwiſchen Oeſterreich und dem Reiche herbeizuführen, einen „Verrat“ an Oeſterreich. Der unmögliche Gedanke eines„ſelbſtändigen“ öſterreichiſchen Staates, dem zu gegebener Zeit die Form der habsburgiſchen Mon⸗ archie wieder verliehen werden ſoll, findet in ihm ſeinen ſtärkſten Vertreter. Er iſt ſchon aus dieſem Grunde das Rückgrat des Kabinettes Dollfuß. Als Sicherheitskommiſſar hat Major Fey die öſterreichiſche Armee in der Stärke von 20000 Mann die öſterreichiſche Polizei in der Stärke von 12 000 Mann und die Heimwehren des Fürſten Starhem⸗ berg unter ſeinem Befehl. Nach dem, was er dem engliſchen Journaliſten anvertraute, iſt er entſchlof⸗ ſen, dieſe Machtmittel für den Beſtand der gegen⸗ wärtigen öſterreichiſchen Regierungspolitik einzu⸗ ſetzen.„In demſelben Augenblick“, ſo ſagte er,„in dem die öſterreichiſche Unabhängigkeit oder das Ka⸗ binett Dollfuß gefährdet ſein ſollten, werden wir die Diktatur ausrufen. Das öſterreichiſche Par⸗ lament iſt erledigt und wir befinden uns bereits auf dem halben Wege zur Diktatur. Der letzte Schritt wird, wenn er ſich als notwendig erweiſen ſollte, raſch getan ſein“. Major Fey iſt für die ſcharfen öſterreichiſchen Re⸗ gierungsmaßnahmen der letzten Zeit in erſter Linie verantwortlich, namentlich auch für die Einſetzung von Sicherheitsdirektoren mit den größten polizei⸗ lichen Vollmachten. Bezeichnend für dieſen„ſtarken Mann“ iſt es auch, daß er den öſterreichiſchen Sozialdemokraten innerlich ebenſo feindlich geſinnt iſt wie der nationalſozialiſtiſchen Vewegung. Auch in ihnen ſieht er politiſche Feinde, die einer Wiederherſtellung der habsburgiſchen Monarchie im Wege ſtehen. In Wien iſt die äußere J ſtration am 20. Juli mit betonter Diſtanz zurück; aber man hat den Eindruck, daß auch das nur eine Tarnungsmaßnahme iſt. Die alten jüdiſchen Familien ſcheinen ſich vorſorg⸗ lich ein Alibi ſchaffen zu wollen, um ſich für den Notfall eine ähnliche Stellung zu ſichern, wie ſie die Juden in Deutſchland erhalten haben, die ihren Be⸗ rufen bereits vor 1914 nachgegangen ſind. Alles in allem: die Stimmung gegen den über mäch⸗ tigen jüdiſchen Einfluß wächſt auch in Eng⸗ land zuſehends, und die Aktionen der Faſchiſten werden überall ſtark beachtet. Wie man in den brei⸗ ten Schichten denkt, charakteriſiert ſehr deutlich der Brief, den vor kurzem ein hoher engliſcher Beamter, der in der Arbeitsloſenfürſorge tätig iſt, an den „News Chronicle“ geſchickt hat. Darin heißt es u..: „Mein Beruf bringt mich täglich mit beſchäftigungs⸗ loſen Männern und ihren Familien aus der Ar⸗ beiterklaſſe und dem Mittelſtand zuſammen. Von allen Seiten höre ich Aeußerungen der Bewunderung über Adolf Hitler, eine Er⸗ ſcheinung, die ich noch vor einigen Monaten in England nicht für möglich gehalten hätte. Ob man es bedauert oder nicht: Hitler hat in Großbritannien zwar eine ſchlechte Preſſe, aber ein außerordentlich gutes Publikum trotz einiger Kundgebungen, die von faſchiſtenfeind⸗ lichen Gruppen veranſtaltet ſind. Es hat auch nicht den Anſchein, als ob Hitler durch ſeine Angriffe auf die Juden in den breiten Maſſen des engliſchen Vol⸗ kes an Schätzung verliere. Das Gegenteil iſt viel⸗ mehr richtig.“ i und der Viererpakt gen nach der angenehmen Seite überraſcht hätte. Muſſolini habe die Dinge mit klarem, zuſammen⸗ faſſendem Blick von der geſamteuropäiſchen Seite her betrachtet. Die bekannten franzöſiſchen Streitpunkte, die Tripolis⸗Grenze, das tuneſiſche Status, ſeien ihm für das Problem einer Verſtändigung von un⸗ tergeondneter Bedeutung. Ihm käme es auf die ü bereinſtimmende Anſicht in den gro⸗ ßen internationalen Fragen an. Zum Vtermächtepakt übergehend, rühmte ſich de Jpuvenel, daß es ihm ohne peinliche Anſtren⸗ gungen gelungen ſei, den urſprünglichen Vertrags⸗ entwurf im Sinne des franzöſiſchen Regierungsvor⸗ ſchlages abzuändern. Gleichwohl beſitzt der franzö⸗ ſiſche Staatsmann genügend klaren Blick, um zuzu⸗ geben, daß die durch den Viermächtepakt herbei⸗ geführte Beſſerung der franzöſiſch⸗italie⸗ niſchen Beziehungen mehr gefühlsmä⸗ ßiger Art ſei. Die erſte praktiſche Erprobung werde auf der Abrüſtungskonferenz in Genf erfolgen. Erleide ſie einen Fehlſchlag, ſo werde auch der Vier⸗ mächtepakt eine Einbuße erfahren. dem neuen Deutſchlaud herangegangen, in der Ueberzeugung, daß der Kampf gegen den Bolſche⸗ wismus und die Gottloſenbewegung eine ſo lebens⸗ entſcheidende Aufgabe iſt, daß die Kirche jedem ihre Unterſtützung leihen muß, der ſich dieſe Aufgabe ge⸗ ſtellt hat. In dieſem neuen Deutſchland iſt hier ein beſonders ſtarker und wichtiger Faktor entſtanden.“ Zum Schluß ſagte der Berichterſtatter, daß vor wenigen Tagen der deutſche Botſchafter von Haſſell die Unterſchrift Deutſchlands unter den Friedenspakt des italieniſchen Regierungschefs Muſſolini geſetzt habe. Jetzt ſei wenige Tage ſpäter ebenfalls auf römiſchem Boden das Abkommen mit dem Heiligen Stuhl zuſtandegekomemn. Iſt es nicht richtig, wenn man vermutet, daß dieſes Zuſammentreffen in der Hauptſtadt des Faſchismus mehr ſei als eine Zufäl⸗ ligkeit. „Das Zuſammentreffen, ſo bemerkte zum Schluß Vizekanzler von Papen, iſt ſelbſtverſtändlich mehr als ein Zufall. Es iſt der Beweis dafür, daß von dieſen beiden Ländern um wäl zende Ideen ausgegangen ſind, auf denen das neue Europa auf⸗ gebaut werden ſoll. Infolgedeſſen finden ſich dieſe beiden Länder, obſchon ſie außenpolitiſch verhältnis⸗ mäßig wenig direkte Berührungspunkte haben, be⸗ ſonders ſtark in ihrer inneren geiſtigen Ver⸗ wandtſchaft. Vor allem aber zeigt ſich hier als entſcheidendes befruchtendes Element für die ſich anbahnende Neuordnung Europas die Tat⸗ ſache, daß Italien und Denutſchland je nur von einem Mann regiert werden und nicht von Parlamenten, Kabinetten und Parteien. Die Ent⸗ ſcheidungen dieſer Perſönlichkeiten bedeuten heute Weltgeſchichte.“ Herrſchaft der Sozialdemokraten noch ungebrochen. Ginge es nach dem Wunſche des Majors Fey, des öſterreichiſchen Sicherheitskommiſſars, ſo würde auch gegen die Sozialdemokraten zum Angriff geblaſen. Aber Dollfuß hat das bisher verhindert. Denn wie die Dinge liegen, wäre dieſe öſterreichiſche Regie⸗ rungsdiktatur erſt recht ein gefährliches und unhalt⸗ bares Experiment, wenn ſie ſich auch noch die Sozial⸗ demokraten zu Feinden machte. 2. Seite/ Nummer 329 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 20. Juli 19g — 2 25— 2 2 0 ſi a 1 Auch für den„ſtarken Mann“ in dem Kabinett Gegner. Auch diesmal wäre es unvorſichtig, ſeinen— Dollfuß iſt die nationalſozialiſtiſche Be⸗ 5 Sturz zu prophezeien, obwohl der Schiffbruch der wegung der beſtgehaßte Gegner. Wie* Weltwirtſchaftskonferenz ihm einen ſchweren Schlag lange dieſe Stütze des Kabinettes noch hält, werden 8 1. N verſetzt hat. Mißerfolge haben aber in England noch 880 1 Wochen zeigen. Auf jeden Fall muß feſt⸗ 5 keinen Staatsmann geſtürzt. gehalten werden, daß auch Major Fey den Makel ö 0 der Auslandshilfe gegen die eigenen Bolksgenoſſen England will nach dem ſtarken Sturz des Dollars das Pfund weiter entwerten Telegramm Muſſolinis an Göring nicht ſcheut.„Wir haben im Auslande Freunde“ ver- Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters Präſibent Rooſevelt ſei weiter der Anſicht, 15 des Wolfbü re- 5 ſtcherte er dem engliſchen Journaliſten,„mächtige 5 daß jede Stabiliſierung im gegenwärtigen Meldung des Wo i Freunde, die uns für den Notfall ihre volle Unter⸗ 8 London, 20. Juli. Augenblick die Erhöhung der Preiſe in den— Berlin, 20. Juli. ſtützung zugeſagt haben“. Retten werden die Fran⸗ Zum erſtenmal ſeit dem September 1931, als Eng⸗ Vereinigten Staaten aufhalten würde. Miniſterpräſident Muſſolini hat auf das zoſen den ſtarken Herrn Fey auch nicht, ſie glau⸗ ben wenigſtens ſelbſt nicht mehr an die Ballhaus⸗ platz⸗Diktatoren. Reform der Eheſcheidung Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 20. Juli Aus einer Bekanntmachung des bayeriſchen Juſtizminiſters Frank an die Gerichte geht hervor, daß eine Gheſcheidungsreform erfol⸗ gen wird, die die Grundſätze des neuen Staates auch auf dieſem wichtigen Gebiet verwirklichen ſoll. Mini⸗ ſter Frank hat in dieſem Zuſammenhang ausge⸗ führt, daß die Allgemeinheit kein Intereſſe an der Aufrechterhaltung einer Ehe habe, die wegen Un⸗ fruchtbarkeit oder wegen geiſtiger oder körper⸗ licher Minderwertigkeit ihren Wert für das Volks⸗ ganze verloren habe. Dagegen könne der Staat als Schirmherr der Familie und Beſchützer der Kinder auf den Fortbeſtand einer Ehe in dem Sinne nicht verzichten, in der das Eheſcheidungsbegehren nur auf einen undeutſchen Mangel an Pflicht⸗ bewußtſein oder gar auf eine vorübergehende Laune zurückgeht. Der Strafantrag gegen Schack Meldung des Wolff⸗ Büros Königsberg, 20. Jult. In dem bekannten Prozeß gegen den früheren Rektor der Handelshochſchule in Königsberg, Prof. Dr. Schack, ließ der erſte Staatsanwalt Münzen⸗ berg von den 62 Betrugsfällen 33 als nicht erwieſen fallen, ſo daß noch 29 beſtehen bleiben. Im übrigen betonte er, daß es auf ein Dutzend Fälle mehr oder weniger nicht ankäme. Beſonders hob der Staatsanwalt das ſkrupelloſe Verhal⸗ ten des Angeklagten hervor, der als Hoch⸗ ſchulrektor und wiſſenſchaftlich führende Perſönlich⸗ leit zu einem beſonders vorbildlichen Lebenswandel verpflichtet geweſen wäre. e Der Strafantrag lautete wegen zwei Unterſchla⸗ gungsfällen auf je ein Jahr und ſechs Monate Ge⸗ fängnis und für den als fortgeſetzte Handlung an⸗ zuſehenden Betrug auf ebenfalls ein Jahr und ſechs Monate Gefängnis. Daraus ſei eine Geſamt⸗ ſtrafe von drei Jahren und ſechs Mona⸗ ten Gefängnis zu bilden. Folgenſchwerer Zuſammenſtoß Meldung des Wolff⸗Büros — Köln, 20. Juli. In der Nacht zum Donnerstag, ſtieß auf dem Oberländer Ufer ein mit 40 bis 50 Zentner Ohſt beladener Laſtkraftwagen in voller Fahrk mit einem Straßen bahnzug zuſammen. Der Kraftwagen wurde vollſtändig zertrümmert und der Führer ſofort getötet. Eine neben dem Führer ſitzende Frau ſtarb kurz nach der Ein⸗ lieferung ius Krankenhaus. der Straßenbahn wurden eine Perſon ſchwer und fünf leicht verletzt. Obwohl die Vorderplattform des Triebwagens vollſtändig eingedrückt wurde, erlitt der Straßenbahnführer nur eine leichtere Verlet⸗ zung. Für die Einſtellung als Hilfskräfte und Arbeiter bei der Deutſchen Reichspoſt kommen in erſter Linie Angehörige der NSDAP und der ihr eingefügten nattomalen Verbände in Frage. Beſonders berück⸗ ſichtigt werden die älteren und verdienſtvollſten er⸗ werbsloſen Mitglieder der NSDAP mit einer Mit⸗ gliedsnummer bis 100 000. 7 Von den Fahrgäſten laud die Goldwährung aufgab, erreichte der Dol⸗ larkurs geſtern vorübergehend die alte Parität von 4,86= 1 Pfund. Es iſt bis⸗ her noch kein Anzeichen dafür zu bemerken, daß die Abwärtsbewegung des Dollars bald zum Stillſtand kommen wird. Es ſcheint in Waſhington die Ab⸗ ſicht zu beſtehen, die Entwertung ſolange ungehindert andauern zu laſſen, bis das Programm der wirt⸗ ſchaftlichen Reorganiſation zum Erfolg geführt hat. Für England bedeutet der fortgeſetzte Dollarfall eine Gefahr, die von immer weiteren Kreiſen er⸗ kannt und erörtert wird. Als im Herbſt 1931 das Pfund auf dreiviertel ſeines Auslandswertes fiel, tat Lloyd George den berühmt gewordenen Aus⸗ ſpruch:„Endlich kann das Pfund dem Dollar ins Auge ſehen.“ Jetzt iſt es der Dollar, der dem Pfund ins Auge ſieht, und der engliſchen Valuta iſt keines⸗ wegs wohl dabei zumute. Die Tendenz zu einer weiteren Pfundentwer⸗ tung wird täglich ſtärker. Sie findet eine Stütze in der bekannten Tatſache, daß in der zweiten Hälfte des Jahres ſtets ein gewiſſer Druck auf das Pfund ausgeübt wird, der im Herbſt den Höhepunkt erreicht. Dieſe periodiſche Entwick⸗ lung hängt mit der Finanzierung der engliſchen Roh⸗ ſtoffeinfuhr zuſammen und bürfte in dieſem Jahr beſonders ſtark wirkſam werden. Die Regierung ſcheint nicht abgeneigt zu ſein, das Pfund diesmal abgleiten zu laſſen, um die Spannung zwiſchen Pfund und Dollar, unter der beſonders die britiſchen Do⸗ minien leiden, zu verringern. Einer ſolchen Politik ſteht aber der Bankgouverneur Montague Norman im Wege, der nach wie vor das Pfund im feſten Verhältnis zu den Goldwährungen halten will. Bisher iſt noch keine Regierung mit Herrn Norman fertig geworden. Aber es iſt immerhin be⸗ merkenswert, daß jetzt mit großem Eifer Gerüchte über ſeinen angeblich bevorſtehenden Rücktritt verbreitet werden. Auch in Waſhington wird der Fall der Dollars aufmerkſam verfolgt. Man glaubt in wohlunterrich⸗ teten Kreiſen, Meldung des Wolff⸗ Büros — Konſtantinopel, 20. Juli. Die Zeitung„Milliyet“ veröffentlicht eine Unterredung des Reichskanzlers Adolf Hitler mit ihrem Chefredakteur Mahmut, der gleichzeitig Abgeordneter und Vorſitzender des Aus⸗ lung iſt. In der heits kampf, den der Ghaſi vor Jahren zur Schaffung der neuen Türkei geführt habe, auch ihm ſeinerzeit die Zuverſicht gegeben habe, daß die deutſche nationalſozialiſtiſche Bewegung zum Erfolg gelangen würde. In dieſer Beziehung ſei die Bewegung der Türkei ihm ein leuchtender Stern geweſen. Wie die Türkei ſich auf das urwüchſige anatoliſche Bauerntum gründe, ſo gelte auch der Aufbau des deutſchen Bauernſtandes dem Reichskanzler als eine der wichtigſten Aufgaben im neuen Deutſchland. Wenn auch die engen Wirtſchaftsbeziehungen zwiſchen Deutſchland und der Türkei das freundſchaftliche Ver⸗ hältnis beider Länder beſtimmten, ſo gebe, führte der Reichskanzler aus, es doch ein Mehr in den Be⸗ ziehungen zwiſchen zwei Völkern, das wäre die Sympathie und das Verſtändnis, gegrült⸗ det auf der Tatſache, daß beide Völker in der gleichen Deutſchland und die Türkei wärtigen Ausſchuſſes der großen Nationalverſamm⸗ Die Schwäche des Dollars wird zum großen Teil der Spekulation auf einen kleinen Markt zu geſchrieben ſowie Terminkäufen aus⸗ ländiſcher Valuluten durch amerikaniſche Impor⸗ teure, die ſich gegen einen weiteren Fall ſchützen wollen. Man glaubt, daß die Regierung bereit iſt, einzugreifen, ſobald ſie den Augenblick für gekom⸗ men hält. J. P. Morgan, der amerikaniſche Bankier, iſt in London angekommen, um ſich von den Aufregun⸗ gen der kürzlich gegen ihn geführten Unterſuchung zu erholen. Die Zeitungen glauben, daß Morgan mit engliſchen Bankiers Fühlung neh⸗ men will und erwarten einige Aufklärung über die noch immer unüberſehbare wirtſchaftliche Entwick⸗ lung in Amerika. In der Hauptſache dürfte aber der Beſuch Morgans einem Erholungsaufenthalt auf den beiden Landgütern dienen, die er ſeit vielen Jahren in England und Schottland beſitzt und die er ſeit 25 Jahren regelmäßig beſucht. Revolte gegen Mardonald Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters § London, 20. Juli. Eine ernſte Revolte gegen die Regierung Macdonald iſt auf dem rechten Flügel der Kon⸗ ſervativen Partei im Gange. Eine Reihe von be⸗ kannten Politikern hat ſich in der letzten Zeit zu einer politiſchen Gruppe zuſammengeſchloſſen. U. a. ge⸗ hören dazu ſo bedeutende Perſönlichkeiten wie Sir Robert Horne, Sir Auſtin Chamberlain, Lord Lloyd, Winſton Churchill, Amery. Wie der liberale„News Chronicle“ mitzuteilen weiß, arbeitet die Rechtsgruppe für einen Regierungswechſel, der Sir Auſtin Chamberlain zum Premierminiſter machen würde. Das würde auf die Erſetzung der gegenwärtigen nationalen Koalitions⸗ regierung durch ein konſervatives Ka⸗ binett hinauslaufen. Es beſteht ſchon ſeit einiger Zeit eine gewiſſe Ten⸗ denz in dieſer Richtung. Aber bisher hat ſich Mac⸗ donald noch immer als geſchickter erwieſen als ſeine Richtung ihre Ziele ſähen, und dies ſei in hervor⸗ ragendem Maße hinſichtlich der Türkei und Deutſch⸗ lands der Fall. Der Reichskanzler ſchloß mit den Worten, daß ſeiner Auffaſſung nach der Präſident der Türkei im⸗ mer in der Geſchichte dieſes Jahrhunderts einen Platz in der vorderſten Reihe der großen Staatsmänner einnehmen werde. a Unterhaltung hat der Reichskanzler zum Ausdruck gebracht, daß der erfolgreiche Frei⸗ Der„Geheimvertrag“ Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 20. Juli. Von einem Geheimabkommen zwiſchen Polen und Sowjfetrußland, das den Viermächtepakt paraly⸗ ſteren ſoll, iſt in hieſigen gutunterrichteten Kreiſen nicht das mindeſte bekannt. Man erklärt die Mel⸗ dung als Ergebnis der franzöſiſchen Stimmungs⸗ mache gegen Deutſchland, die Rußland in den Ring gegen Deutſchland einziehen will. In Wirklichkeit iſt das ſtarke Verlangen Rußlands nach Frieden Garantiepakten mit den europäiſchen Mächten der Ausdruck eines allgemeinen Sicherheits⸗ bedürfniſſes, das zwangsläufig aus den großen inneren Schwierigkeiten des Bolſchewiſtenſtaates und den Komplikationen mit Japan ſich ergibt. Auch ein Triumph Von Woldemar Tröbſt Wie im Altertum die Städte um den Ruhm ſtrit⸗ ten, Homers Geburtsort zu ſein, ſo ſtreiten auch heute noch unſere früheren Gegner, wer unter ihnen den Steg an ſeine Fahnen heften darf. Bezeichnen⸗ derweiſe erheben dabei die kleinſten Staaten den größten Anſpruch. So iſt es auch mit Rumänien. Wir entſinnen uns zwar, daß es damals im Jahre 1916 ein jähes Ende nahm mit ſeiner milttäriſchen Herrlichkeit. Das hindert jedoch das muntere Völk⸗ chen auf dem Balkan nicht, einen liebevollen Kult mit ſeinem kriegeriſchen Lorbeer zu treiben. f Was iſt demnach das Wicktigſte, wenn man Mit⸗ glied des Vereins der Weltkriegsſieger iſtſt? Zweifel⸗ los der Bau eines Triumphbogens, der die Jahr⸗ tauſende überdauert und noch ſpäteſten Geſchlechtern Kunde gibt von den Taten der Väter. So beſorgt um die Nachwelt handelten denn auch die Rumänen. Sie beſtellten bei der einſchlägigen Firma angeſichts der Größe ihrer militäriſchen Leiſtung eine Luxus⸗ ausführung, gegen die alle anderen Triumphbögen der Vergangenheit nur beſcheidene Bauwerke blie⸗ ben. Einige Millionen ſpielten dabei keine Rolle, da damals noch der Reparationstopf auf dem Feuer ſchmorte. Nach ſeiner Vollendung ſtand das Monu⸗ ment breitbeinig, wie ein rieſiger Elefant, über den Bäumen der Chauſſee Kiſeleff, die in den Abend⸗ ſtunden den Korſo eleganter Wagen und Menſchen ſieht. Alle Welt war ſtolz, denn es wirkte tatſäch⸗ lich großſtädtiſch, europäiſch, ja, mehr als das— pariſeriſch! Dieſem Ideal zu gleichen iſt ja der un⸗ erfüllte Wunſchtraum der Rumänen. i „Hochkünſtleriſch“ konnte man den Bau eigentlich nicht nennen. Das Ganze war mehr Zuckerbäcker⸗ herrlichkeit, gewürzt mit ruſſiſch⸗ktürkiſchen Stilorna⸗ menten, Wappen, Emblemen, Medaillons, Fahnen⸗ bündeln und Königskronen. Auf jedem freien Fleck⸗ chen prangien ſinnige Sprüche, und hin und wieder auch einmal die Namen ſiegreicher Schlachtorte. Aber licherweiſe etwas in den Hintergrund. Wenn man dann noch die überlebensgroßen römiſchen Bronze⸗ die traten gegenüber dem ſonſtigen Zierat begreif⸗ Wacht hielten, dann braucht man durchaus kein Freund nüchterner Sachlichkeit zu ſein, um dieſem Monument weniger den Triumph des Sieges als vielmehr den der Geſchmackloſigkeit zuzuerkennen. Aber die Bukareſter waren ſelig über ihren Bogen und das blieb ja ſchließlich die Hauptſache. Leider war die Freude nicht von langer Dauer. Genau vier Monate nach den Enthüllungsfeierlich⸗ keiten rollte dem erſten Legionär der Kopf von den Bronzeſchultern und zerſchellte auf dem Pflaſter. Möglicherweiſe war ein Bierauto allzu leichtfertig unter dem Siegesbogen durchgefahren, oder die Ga⸗ rantie ſchon abgelaufen— wer wollte das ſagen? Der Unternehmer, an dem man ſich auskunfts⸗ heiſchend wandte, hatte das Weite geſuchkt, und mit ihm die Millionen, wie es des Landes Brauch von jeher war. Faſt über Nacht ſtellte es ſich heraus, daß die ganze Pracht nur aus Lattenwerk und Gips beſtand, der von geſchickten Händen in Bronze, Gold und Marmor verwandelt worden war. Solidere Bauſtoffe verwarf der tüchtige Baumeiſter mit Recht als gewinnſchmälernd. Anfangs verſuchten die Behörden, den„Invaliden an der Chauſſee“ mit Zementeinſpritzungen noch einige Jahre am Leben zu erhalten. Als er aber mit jedem Winter baufälliger wurde und ihm immer mehr Zacken aus der Krone brachen, umgürtete man ihn mit einem großen Zaun und vermietete deſſen Flächen an amerikaniſche Auto⸗ und Schuhereme⸗ firmen. Die Ruine hieß nun nicht mehr„Arcul de triumph“, ſondern ſchlickhter„Die Schande von Bu⸗ kareſt“. Und jetzt, wo auch die Marmorplatten pol⸗ ternd vom Gerüſt fallen und die Dohlen wegen friſcher Luft ausziehen, ſind maßgebende Kreiſe auf den naheliegenden Gedanken gekommen, ſich endgül⸗ tig vom Ruhmesmal zu trennen, ehe ein noch grö⸗ ßeres Unglück als dieſer Entſchluß paſſiert. arbeiten. Das iſt tragiſch für die Truppe, aber an⸗ ſchläge zu vermeiden. In Bukareſt wird in dieſen Tagen im wahrſten Sinne die„Geſchichte“ wieder richtiggeſtellt, aber anſtatt mit Blut und Eiſen ſchreibt eglonäre erwähnt, die auf Marmorſockeln dräuende Klio heute mit Hacke und Schaufel. a Die Armee, deren Sieg er verkünden ſollte, über⸗ nimmt mit einer Pionierkompanie die Abbruchs⸗ geſichts der ſchlechten Kaſſenlage des Staates der bil⸗ ligſte und zuverläſſigſte Weg, um neue Schickſals⸗ Telegramm des Miniſterpräſidenten Göring zur Unterzeichnung des Viermächteabkommens folgen⸗ dermaßen telegraphiſch geantwortet: 6 „Das mir von Ew. Exzellenz gelegentlich der gie! Unterſchrift des Paktes für die Verſtändigung und Stam Zuſammenarbeit der vier Weſtmächte geſandte Güte Telegramm hat mich ſehr erfreut. Wenn währ ich Ihnen für die an mich gerichteten freundlichen Trotz Worte danke, ſo kann ich nicht umhin, den wirk. phekan ſamen Beitrag in Erinnerung zu bringen, den Ew. Hitze, Exzellenz vom erſten Augenblick an zu den Be⸗ angef mühungen beigeſteuert haben, in denen das Reich dere, mit den anderen beteiligten Regierungen zuſammen⸗ Uebu gearbeitet hat, um die Verhandlungen durch die un⸗ Al vermeidlichen Schwierigkeiten zu jenem glücklichen ruhig Ergebnis zu führen, über das wir uns freuen. Ich ſchnun bin überzeugt, daß mit dem Abſchluß des Paktes eine Periode fruchtbarer gemeinſamer Arbeit zur Löſung jener Fragen erörtert wird, von denen der Friede und das Gedeihen Europas abhängen. Poſt über ſeinen Weltflug Meldung des Wolff⸗ Büros — Moskau. 20. Juli. Vor ſeinem Start nach Nome gab der ameri⸗ kaniſche Weltflieger Willy Poſt einem Vertreter der Telegraphenagentur der Sowjetunion in Cha⸗ barowſk ein Interwiew. Wenn ich, ſo erklärte Poſt, hier in Chabarowſk nicht auf beſſeres Wetter gewartet habe, ſondern trotz der verhältnismäßig un⸗ günſtigen Berichte der meteorologiſchen Stationen ſchon heute ſtarte, ſo tue ich das deshalb, weil ich mir zum Ziel geſetzt habe, meinen früheren Rekord um mindeſtens 24 Stunden zu unter bieten. Leider iſt mir mein urſprünglicher Plan, den Weltrundflug in vier Tagen durchzuführen, nicht gelungen. Das dürfte vor allem auch auf die außer⸗ ordentlich ſchlechte Wetterlage, während des Fluges von Berlin nach Chabarowſk zurückzuführen ſein. J bicker J Herre Dame verbo! Herwe getreu an de noch! fähr einzig In Kürze Der Bevollmächtigte des Reichskanzlers für die Angelegenheiten der evangeliſchen Kirche, Wehr⸗ kreispfarrer Müller, hat dem Reichs mini⸗ ſterium des Innern die Mitteilung überſandt, daß ſich das evangeliſche Frauenwerk in vier Ar⸗ beitsſäulen in die Reichsarbeitsgemeinſchaft deutſcher Frauenverbände eingegliedert hat. Der Bundesführer der Adler und Jalken hat die Jüngerſchaft ſeines Bundes mit dem Befehl entlaſſen, ſich der Hitlerjugend einzugliedern. Es iſt der letzte große Bund der bündiſchen Jugend, der dieſen Schritt vollzieht. Im Palais Prinz Albrcht in Berlin wurde die Schlageter⸗Geddächtnisausſtellung feier ⸗ lich eröffnet. Nach kurzer Begrüßung durch den Gaupropagandaleiter Schulze⸗Wechſungen ſprach als Sommermorgen Der Morgen tönt im Vogellied, Das jubelnd über Buſch und Ried Dem jungen Tag ſingt Lob und Preis. Die Nacht iſt hin, der Tag bricht an, Die Sonne hebt ſich in die Bahn, In ihrem Licht blüht jedes Reis. Vieltauſend Gräſer leuchten hell, Am Wieſenhang erzählt der Quell, Die Käfer treten an zum Tanz: 5 Der Morgen grüßt in Licht und Glanz. Martin Weise. U Furtwängler Staatsrat. Der preußiſche Mi⸗ niſterpräſident Göring hat, wie wir hören, General⸗ muſikdirektor Furtwängler zum preu⸗ ßiſchen Staatsrat ernannt. b. Operufeſtſpiele in Dresden. Nach der Urauf⸗ führung ſeiner„Arabella“, deren Erfolg ſich in einem halben Dutzend Wiederholungen(gleichfalls unter. Leitung von Clemens Kraus) ſteigerte, blieb Richard Strauß noch eine Woche in Dresden als gefeierter Gaſtdirigent ſeiner„Ariadne auf Naxos“ und„Aegyptiſchen Helena“ im aller⸗ beſter Beſetzung. Auf gleicher Feſtſpielhöhe ſtanden die Hellerauer Gluckwerke„Alkeſtis“ und„Iphi⸗ genie in Aulis“(dieſe in der Faſſung von Richard Wagner) und als Krönung des Wagner ⸗Jubi⸗ läumsjahres die„Dresdner Opern“ des Mei⸗ ſters:„Der fliegende Holländer“,„Tannhäuſer“ und „Lohengrin“. Mit ihnen beſtätigte der jetzt noch in Hamburg, vom nächſten Jahre ab in Dresden wir⸗ kende Generalmuſikdirektor Karl Böhm den über⸗ aus günſtigen Eindruck, den er hier als Triſtan⸗ dirigent gemacht hat. Zahlreichen Gäſten aus aller Welt bekundeten die Feſtſpiele den Ruhm der auf ſtolzer Höhe ſtehenden Dresdner Staatsoper. „Liselotte von Kurpfalz“. Der Eſſener Kom⸗ poniſt Ottmar Gerſter legt eine neue Oper„Liſe⸗ lotte von Kurpfalz“ vor. Das Stück gelangt im Städtiſchen Opernhaus in Eſſen zur Uraufführung. erſter ein alter Kampfkamerad Albert Leo Schlage⸗ prakti ters, Glombowſky, nach ihm der ſtellvertretende ſurarl Gauleiter Görlitzer. Raſen Der große Breslauer Aufmarſch der Ar⸗ Aon, beitsfront begann bereits in den frühen Morgen⸗ ſtändi ſtunden des Donnerstag. Die Stadt hat reichen kü Flaggenſchmuck angelegt. 128 Sonderzüge aus ganz unter Schleſten trafen in Breslau ein. Insgeſamt rechnet ſic al man mit dem Aufmarſch von über 200 000 Mitglie⸗ Tator dern der Arbeitsfront.. Beach und Im Prozeß gegen die Mörder der Sa, Agi Männer Winterberg und Spangenberg beantragte em 2 der Staatsanwalt gegen die acht Hauptbeſchuldigten Ne neben hohen Zuchthausſtrafen die Todesſtrafe⸗ 728075 Großherzogin Eliſabeth von Mecklenburg ⸗Strelitz gerin iſt heute vormittag einem Herzkrampf erlegen. Gebel a 5 räube⸗ 00 Die Berliner„Arabella“ Aufftthrung. De. gte mit rieſigem Erfolg in Dresden uraufgeführte R⸗ und se chard⸗Strauß⸗Oper„Arabella“ kommt am 12. Ok⸗ ſalſch tober unter Wilhelm Furtwänglers Stabfüh⸗ der N rung in der Berliner Staatsoper zur Erſtauffüh⸗ Herrch rung. Ob Lotte Lehmann oder Viorica Urſuleae, Rani die Dresdener Arabella, die Titelpartie ſingen wird, und 5 iſt noch nicht entſchieden; die männlichen Haupt⸗ gegen partien werden mit Herbert Janſſen(Mandryka) melſe und Helge Roswaenge(Mattſoj! beſetzt. Rück: Ehrung der Feſtſpiel⸗Jubilare in Bayreuth. warte Im Rahmen einer von der Stadt veranſtalteten gewiſſ Wiederſehensfeier der Bürgerſchaft mit den Mit, ihren wirkenden an den diesjährigen Feſtſpielen fand eine Ehrung einer Reihe von Jubilaren durch den Bay!* reuther Magiſtrat ſtatt. An 19 Angehörige dez verſan künſtleriſchen und techniſchen Perſonals, die alleſamt„iede 25 Jahre und länger im Dienſte des ſa mu Bayreuther Werkes ſtehen, wurden in Gegen⸗. gesord wart von Frau Winifred Wagner und Frau Da- Nach! niela Thode Ehrengaben verteilt. Vier Teilnehmern desgry an der Ehrung(Magdalena Bauer, Karls⸗ ten ur ruhe; Luiſe Eilers, Zittau; Karl Grell, Meiningen; Schleſt Oskar Jünger, Bayreuth) betätigen ſich ſeit 40 Jah⸗ führer ren im Feſtſpielhaus, die Kammerſängerin und Re- die M giſſeurin Luiſe Reuß⸗Belee, Berlin, ſogar ein halbes nation Jahrhundert lang. An Frau Reuß⸗Belee verlieh die Stadt Bayreuth einen Ehrenbrief. 5 Uraufführungen in Deutſchland. Das Leip⸗ ziger Schauſpielhaus hat die hiſtoriſche Legende „Canoſſa“ von Erich Ebermayer und Milan Fürſt, die den Zwieſpalt zwiſchen dem deutſchen Kaiſet Heinrich. und dem Papſt Gregor VII. behandelt, zur alleinigen deutſchen Uraufführung angenommen, Die Uraufführung der neuen Komödie„Nickel ſtirbt zum erſten Mal“ von Hans Chriſtoph Kärgel findet im September dieſes Jahres im Bayriſchen Staatstheater München ſtatt. Das The⸗ gater in der Behrenſtraße in Berlin hat die reichs deutſche Uraufführung des Luſtſpiels„Ho⸗ruck“ von Paul Vulpius erworben. Die Uraufführung der Komödie„Alles für die Katz“ von Hansheinrich Kaul iſt für das Stadttheater Altona vorgeſehen. Das Richard⸗Wagner⸗Drama„Genius im La“ byrinth“ von Herbert Roden iſt zur Urauffüh⸗ rung vom Schauspielhaus Bremen erworben worden. . 5 8 9 g uli. das zur Igen⸗ der und andte Wenn lichen wirk⸗ Em. Be⸗ Reich men⸗ e un⸗ lichen Ich aktes mer wird, opas It. meri⸗ reter F ha⸗ lärte zetter 3 un⸗ onen mir o rd ter⸗ Plan, nicht ußer⸗ uges ö lopp auf und davon. 4 ö 1 ö 1 Beachtung, ſondern verwandte keine Miene von dem 5 zesordnung ſtand die Gleichſchaltung des Vereins. ach einem eingehenden Bericht des von dem Lan⸗ Donnerstag, 20. Juli 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 3. Seite“ Nummer 329 ——ůů Maunheim, den 20. Juli 1933 Ata bewährt ſich Geſtern hat Aſta ihre große Prüfung abgelegt. Sie war zwar nicht ängſtlich davor geweſen, denn Stammbaum und untadelig reines Blut einer auf Güte gezüchteten Ahnenreihe boten hinreichend Ge⸗ währ, daß ſie allen Anforderungen genügen würde. Trotzdem— man kann nie wiſſen. Prüfungen ſind bekanntlich immer ein bißchen Glückſache. Dazu die Hitze, die von Gewitterſtürmen und Regenahnungen angefüllte Luft— ſo etwas hatte ſchon ganz an⸗ dere, ältere Kämpen auf dem grünen Raſen des Uebungsfeldes nervös gemacht Aber Aſta ließ ſich nicht verblüffen; ſie blieb ganz zuhig, warf keines der Kommandos durcheinander, ſchnupperte bei der Naſenarbeit trotz Staub und bicker Luft weder nach rechts noch links und brachte Herrchen denn auch die Geſamtnote„Vorzüglich“ eim. 0 Aſta war ſehr ſtolz, weil Herrchen ſagte, daß ſie nun ein richtiger Polizeihund ſei, der ſich vor keiner noch ſo prächtigen Uniform zu ſchämen brauchte, da er ſeine Papiere und Zeugniſſe alle beieinander hätte. Herrchen iſt ſelber auch beinahe Poltzeibeam⸗ ter: nämlich der Waldparkflurſchütz, der im grünen Habit mit Stock und Mütze durch Mann⸗ heins Anlagen ſtreift, um aufzupaſſen, daß die Bür⸗ ger ſie auch wirklich ſchützen und in Ordnung halten. Aſta aber heißt mit ihrem vollen Namen„von der Rhein⸗Neckarhalle“ und iſt eine ſchöne, hell⸗ geſtrömte Schäferhündin mit großen, dunkeln Stehohren und guten, geſcheiten Augen. Heute iſt nun folgendes paſſiert: Herrchen ging vom Schloß her in ſein Revier, weil er nach einer Dame fahnden wollte, die angeblich allmittäglich auf verbotenen Wegen quer durch den Waldpark zum Herweck radelt und dadurch den Unwillen vorſchrifts⸗ getreuer Spaziergänger erregt. Herrchen hatte Aſta an der Leine. Beide gaben acht, ob ſich die Dame noch nicht blicken ließ. Wie ſie nun ſo von unge⸗ fähr an den großen Kirſchbaum kommen, der als einziger ſeiner Art unweit vom Stephanienufer für die Waldparkamſeln angepflanzt iſt, laufen plötzlich dicht vor ihnen zwei halbwüchſige Burſchen im Ga⸗ Aſta möchte ihnen natürlich nachſetzen; denn davonlaufende Leute haben im Zweifel immer etwas auf dem Kerbholz, und man muß ſie deshalb ſtellen. Aber Herrchen kann Aſta nicht hinterherſchicken, weil ſie keinen Maulkorb anhat. Und das war entſchieden gut, denn wie ſie ſo zehn Schritte vor dem Amſelkirſchbaum ſtehen, entdecken Aſta und Herrchen gleichzeitig einen ritten Uebeltäter, der hochoben in den Zwei⸗ gen thront, die eine Hand voll abgerupfter Kirſchen hält und ſich am liebſten vor des Schützen Blick is allerkleinſte Aſtlöchlein verkriechen möchte. Aſta ſpringt voll Zorn am Baumſtamm hoch und bekbellt den Räuber, der, dem Auge des Geſetzes ſchutzlos preisgegeben, auf ſeinem ſchwanken Sitze hockt. f 5 Und nun kommt Aſtas erſte große Tat,— die praktiſche Nutzanwendung aller mühſamen Dreſ⸗ ſurarbeit: Herrchen legt die Leine loſe über das Raſengitter, befiehlt„Auf paſſen“ und geht da⸗ von, um aus der nächſten Fernſprechzelle den zu⸗ ſtändigen Polizeibezirk anzurufen, damit ein Schutz⸗ mann kommt und den loſen Vogel vom Baum her⸗ unter abführt. Und wie hat Aſta aufgepaßt! Obwohl ſich alsbald eine ganze Menge Neugieriger um den Tatort ſammelte, ſchenkte ſie ihnen nicht die mindeſte Kirſchendieb. Voll Anmut und Würde ſaß ſie unter dem Baum, hielt den klugen Kopf halb ſchräg nach ohen und ließ von Zeit zu Zeit ein leiſe bedrohliches Knurren hören. Wenn jedoch der droben ſich nur im geringſten zu rühren wagte, brach ſie in ſo wütendes Gebell aus, daß man im Geiſte die Kirſchbaum⸗ räuberhoſe in Fetzen herumfliegen ſah. Das ging ſo eine ganze Weile, bis mitten in der ſchönſten Aufpaßtätigkeit der Schupo angeradelt kam und ſeines Amtes walten wollte. Aber da hatte er falſch gerechnet: Aſta, die adlige Schäferhundedame mit der Note„Vorzüglich“, weiß genau, daß ſie allein Herrchen verantwortlich iſt. Sie ſcheute deshalb nicht einmal offenen Widerſtand gegen die Staatsgewalt und verteidigte ihren diebiſchen Schützling ſo wacker gegen jede Annäherung von unten, daß dem Wacht⸗ meiſter nichts anderes übrig blieb, als in Geduld die Rückkunft Herrchens aus der Fernſprechzelle abzu⸗ warten, worauf dann unter vielen Belobigungen der gewiſſenhaften Wächterin die waltende Gerechtigkeit ihren Lauf nahm. M. B. Der Schleſier⸗Verein Mannheim⸗Ludwigshafen verſammelte ſeine Mitglieder im Vereinslokal Liedertafel“, K 2, 32, zu der monatlichen Zu⸗ ſammenkunft. Als wichtigſter Punkt der Ta⸗ desgruppenführer Schölzel in Darmſtadt ernann⸗ ten und von der Leitung des Reichsbundes der Schleſter e. V. Berlin beſtätigten Ortsgruppen⸗ führers Max Bauſch, Uhlandſtr. 31, forderte dieſer die Mitglieder auf, in echt deutſchem Geiſte den nattonalſozialiſtiſchen Staat zu unterſtützen und ſich 25 Fahre Gilcherbund Mannheim Der Silcherbund Mannheim, die Sänger⸗ runde der Bäckerinnung, begeht das 25 fährig e Be⸗ ſtehen am kommenden Samstag mit einem Feſt⸗ konzert im Nibelungenſaal. Die mit feinem Ge⸗ ſchmack zuſammengeſtellte Vortragsfolge ſetzt ſich aus Chorgeſängen, Konzertſtücken und ſoliſtiſchen Dar⸗ bietungen zuſammen. Zur Mitwirkung ſind die Konzertſängerin Frl. Ellen Pfeil(Sopran) und das Philharmoniſche Orcheſter gewonnen. An das Konzert ſchließt ſich ein Feſtbankett. Der Be⸗ grüßung durch den Vorſitzenden Georg Hettinger folgen Prolog, Ehrungen und Anſprachen. Außer Fritz Feg beutel treten zwei Solotänzerinnen des Nationaltheaters auf. Die Geſchichte der Vereinigung Die Gründung der Sängerrunde geht auf eine Anregung des im vorigen Jahre verſtorbenen Ober⸗ meiſters Gg. Schneider zurück, der im November 1907 bei der Beratung über eine Winterveranſtaltung den Vorſchlag machte, nach dem Vorbild anderer Städte eine Geſangsabteilung zu gründen. Dieſer Vorſchlag ſtieß überall auf freudigen Widerhall, be⸗ ſonders weil es den Bäckern wegen der Nachtarbeit nicht möglich iſt, ſich einem allgemeinen Geſangverein anzuſchlteßen. Am 23. Juli 1908 ſaßen nach einer Beſichtigung der Preßhefefabrik am Induſtriehafen eine Anzahl Bäckermeiſter bei ihrem Kollegen Ga⸗ briel Sommer auf dem Waldhof. Man ſang fröh⸗ liche Lieder. Da ließen der Obermeiſter S chneider und Friedrich Auch eine Beitrittsliſte herumgehen. Etwa 35 ſtimmbegabte Männer hatten unterſchrieben. Schon am 5. September 1908 fand die erſte Probe unter Leitung des Hauptlehrers Schmidt ſtatt, der bereits auf dem Sängertag in Worms ſchöne Erfolge erzielte. Die Vereinigung erhielt den Namen „Sängerrunde der Bäckerinnung Mannheim“. Am 30. Juni 1930 beſchloß der Vorſtand, der Sängerrunde den Namen„Silcherbund Mannheim“ zu geben, um Verwechſelungen mit einem Vereine zu verhindern, der ebenfalls Sängerrunde hieß. Der erſte Vorſtand ſetzte ſich zuſammen aus Fritz Sieber, Adolf Röhm, Hermann Metzger, Karl Heuberger, geſchloſſen hinter die neue Regierung zu ſtellen. Da ſich der Schleſtier⸗Verein Mannheim⸗Ludwigshafen ſchon immer im nationalen Sinne betätigt hat, war es ſelbſtverſtändlich, daß ſich kein Widerſpruch erhob. Damit iſt die Gleichſchaltung vollzogen. Der feier⸗ liche Akt klang in dem Gelöbnis aus, vollſtes Ver⸗ trauen unſerem Führer dem Volkskanzler Adolf Hitler entgegenzubringen in der Hoffnung, daß es ihm gelingt, die geliebte Heimat Schleſien von dem drückenden Polenjoch zu befreien. Mit einem„Sieg Heil!“ wurde die Verſammlung geſchloſſen. * Beſuchsſperre iſt wegen ſtarker Geſchäftsüber⸗ häufung in den Perſonalabteilungen des Miniſte⸗ riums des Kultus, des Unterrichts und der Juſtiz — Abteilung Juſtiz— für die Perſonalvor⸗ ſtände vom 19. bis 26. Juli angordnet. Vintenz Mechler 80 Fahre alt Ein Sängerveteran, der im Ruheſtand lebende Faktor Vinzenz Mechler, begeht morgen geſund und rüſtig wie ein Sechziger ſeinen 80. Geburts⸗ tag. Am 21. Jult 1853 zu Schloſſau, Amt Buchen, geboren, kam Mechler mit ſeinen Eltern im Jahre 1860 nach Mannheim, Nach Beſuch der ſechsklaſſigen erweiterten Volksſchule trat er in die Buchdruckerei von Johann Schneider, heute Mannheimer Vereins⸗ druckerei, ein, um ſich der ſchwarzen Kunſt zu wid⸗ men. Als Setzer und Maſchinenmeiſter ging er nach kürzerer Tätigkeit in einer anderen hieſigen Drucke⸗ rei auf die Wanderſchaft, die ihn zunächſt nach Kob⸗ lenz führte. Nach halbjähriger Wirkſamkeit in der ſchönen Rheinſtadt führte den jungen Gehilfen der weitere Weg über Köln durch Norddeutſchland bis nach Königsberg. Nach Mannheim zurückgekehrt, ſetzte bald wieder die Wanderluſt ein, die ihn durchs badiſche Land nach der Schweiz und nach Wien führte. In Hagen i. W. wurde Mechler endlich ſeßhaft. Er Übernahm dort den Faktorpoſten ſeines verſtorbenen Bruders. Aber ſchon nach zwei Jahren bewog ihn die Sehnſucht nach der ſüddeutſchen Heimat, weiter zu ziehen. Er arbeitete vorübergehend in Straßburg und Gebweiler, um ſchließlich 1878 in Heidelberg im Verlag Julius Groß zu landen. Im Jahre 1890 ſiedelte Mechler nach Mannheim über. 1894 übernahm er die Betriebsleiterſtelle bei der Firma Gremm& Lorenz(Neues Mannheimer Volksblatt). In dieſer Eigenſchaft war er 33 Jahre tätig, um alsdann in den wohlverdienten Ruheſtand zu treten. Im Jahre 1900 verlor Mechler bereits die treubeſorgte Lebensgefährtin, die er in Gebweiler kennengelernt hatte. Mit zwei Söhnen und drei Töchtern blieb der Witwer zurück. Die zweite Ehe, aus der ein Sohn hervorging, war ebenfalls nur von kurzer Dauer. Der Weltkrieg raffte die beiden älteſten Söhne dahin. Daß Mechler heute noch un⸗ gewöhnlich friſch und elaſtiſch iſt, darf wohl haupt⸗ ſächlich auf ſeinen geſunden Humor und die Freude an froher Geſelligkeit zurückgeführt werden. Er iſt als Inhaber der goldenen Sängermedaille und des Ehrenbriefes des Deutſchen Sängerbundes heute noch aktives Mitglied des Mannheimer Singvereins. Auch dem Kirchenchor der Unteren Pfarrei gehört er als Gründungsmitglied noch an. Ebenſo gründete er mit den Deutſchen Faktorenbund. Während des Auserlesene Rohskoffe. Wundervoller Geschmack. Unübertroffene Wirksamkeit Dabel kostet dle grobe Tube nur 50 Pfg. Versuchen bite auch Sie einmal diese Zahn- parfd. 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Im September 1910 ſchloß ſich die Sängerrunde der Sängervereinigung badiſcher Bäckermeiſter an, durch die ein enger Zuſammenhang der Mitglieder des badiſchen Bäckerhandwerks geſchaffen worden iſt. Als der erſte Vorſitzende Friedrich Sieber im September 1923 ſtarb, wurde Georg Hettinger ſein Nach⸗ folger. Im Jahre 1928 erhielt der Dirigent Ri⸗ chard Holzer für 25jährige Tätigkeit im Badiſchen Sängerbund die ſilberne Ehrennadel und die Diri⸗ gentennadel. Leider ſtarb er ſchon am 30. Oktober 1929. Sein Nachfolger wurde Muſikdirektor Willi Bilz, dem es in kurzer Zeit gelang, ſeine Sänger⸗ ſchar in hervorragender Weiſe zu führen. 25 Jahre der Geſelligkeit, der Schaffung von Kameradſchaft haben den Grundſtein gelegt zum weiteren Ausbau des Silcherbundes Mannheim. Wie die Innung die Standesfragen, die Genoſſen⸗ ſchaft die Wirtſchaftsfragen des Mannheimer Bäcker⸗ handwerks pflegt und fördert, ſo möge es dem Sil⸗ cherbund auch im zweiten Vierteljahrhundert beſchie⸗ den ſein, ein wahres Herzensbündnis zwiſchen den Mannheimer Bäckermeiſtern durch den Geſang zu ſchaffen, den Geſang, der das Herz erfreut und der die Menſchen immer wieder zuſammenführt nach dem Wahlſpruch: Feſt und treu zu jeder Stund' Hoch deutſches Lied, Heil Silcherbund! Weltkrieges ſtellte er ſeine Dienſte dem Vaterlande als Sanitäter der Hilfskolonne Mannheim zur Ver⸗ fügung. Der Großherzog verlieh ihm für dieſe Tätig⸗ keit das Badiſche Verdienſtkreuz. Außerdem war Mechler 29 Jahre ſtädtiſcher Armenpfleger und Be⸗ zirksvorſteher. Wir wünſchen dem Jubilar, der auch ein treuer Leſer unſeres Blattes iſt, daß er noch recht viele Jahre ſo rüſtig und geſund wie heute bleiben möge. 85 Spenden zur „Förderung der nationalen Arbeit Der Vorſtand des Bezirksvereins Mann⸗ heim im Reichsverband der deutſchen Preſſe hat beſchloſſen, 500 Mk. zur Förderung der nationalen Arbeit zu ſpenden. Der Vorſtand des Vereins gedienter Bayern hat in ſeiner jüngſten Sitzung den Be⸗ trag von 25 Mk. als Spende zur Förderung der nationalen Arbeit bewilligt. Der Betrag wurde dem Poſtſcheckkonto Finanzamt Mannheim⸗Stadt überwieſen. Die Beamten und Angeſtellten der Gerichts⸗ vollzieherei Mannheim haben in einer ſchriftlichen Erklärung die Landeshauptkaſſe Karls⸗ ruhe ermächtigt, von ihren zum größten Teil ſehr bemeſſenen Bezügen vom 1. Auguſt 1933 bis ein⸗ ſchließlich März 1934 durchſchnittlich monatlich 1 v. H. als freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit an das zuſtändige Finanzamt abzuführen. Die im Betrieb der Badiſchen Aſſecuranz⸗ Geſellſchaft AG. durchgeführte Sammlung er⸗ gab einen Betrag von 75 Mk., der dieſer Tage durch das Finanzamt an die zuſtändige Stelle weitergelei⸗ tet werden konnte. Das Perſonal der Firma Walter Lan dauer beſchloß, für die Spende zur Förderung der nativo⸗ nalen Arbeit vom 1. Auguſt ab 1 v. H. des Gehaltes und der Arbeitslöhne bis auf Widerruf abzufüh⸗ ren. Der Inhaber der Firma wird ſich mit einem Betrage in Höhe der Geſamtſumme der Abzüge bei der Ablieferung an das Finanzauit beteiligen. Kurszettel oͤer Hausfrau Großeinmachezeit Kirſchen, Heidelbeeren und Johannisbeeren wur⸗ den auf dem heutigen Wochenmarkt wohl am meiſten gekauft. Aber trotz verhältnismäßig niederem Preiſe war die Nachfrage noch lange nicht groß ge⸗ nug, um den ganzen herrlichen Segen abzuſetzen. Geſellen ſich doch zu den Obſtpreiſen nicht nur die teuren Feuerungskoſten und vor allem der teure Zucker. So waren die Klagen der Händler ver⸗ ſtändlich, ebenſo größere Lücken an Verkaufsſtänden — ein um dieſe Zeit ganz ungewohntes Bild. Die Preiſe waren bei Kirſchen und Johannisbeeren gleich geblieben. Bei Heidelbeeren koſtete das Pfund jetzt 25 Pfg. Ein auffallender Preisſturz(um 10 Pfg.) iſt bei deutſchen Tomaten eingetreten. Sie koſteten heute 22—25 Pfg. Entſprechend ſanken auch die Pfirſiche gab es reichlich, auch Birnen und erſte Fall⸗ äpfel. Wunderſchöner Neuſeeländer Spinat, ohne Abfall, koſtete 20 Pfg.; er eignet ſich ganz vorzüg⸗ lich, in ganzen Blättern gedämpft mit Bechames⸗ tunke und Käſekruſte, für ein vegetariſches Mittag⸗ eſſen. In Bohnen war faſt eine Ueberfülle zu verzeichnen; ſie ſind dementſprechend ſehr billig ge⸗ worden. Das feuchte Wetter der vergangenen Woche und die jetzt beſtehende gleichmäßige Wärme ließen ſie zu ausgezeichneter Beſchaffenheit gedeihen. So wurden ſie gerne auch zu Einmachzwecken gekauft. Gelbe Rüben koſteten 9 Pfg., Karotten 12 Pfg. das Pfund, ebenſo Erbſen. Empfehlenswert iſt ein Miſch⸗ gemüſe aus allen friſchen Gemüſen, wie Kohl⸗ räbchen, Karotten, Erbſen, Weißkrautblättern, und jungem Hammelfleiſch. An Gurken gab es neben ſchönen deutſchen Schlangengurken auch noch ziemlich viel holländiſche, ebenſo die erſten Einmach⸗ gürkchen, zu Eſſiggurken das Stück 27% Pfg., zu Salzgurken 3 Pfg. das Stück. An den Fiſchſtänden fiel das⸗ billige Angebot an Blaufelchen auf, die, bereits geputzt und aus⸗ genommen, 80 Pfg. das Pfund koſteten. Vom Städtiſchen Büro für Preisſtatiſtik wurden folgende Verbraucherpreiſe für ein Pfund in Pfg. ermittelt: Kartoffeln, alte—3,5; neue—4; Salat⸗ kartoffeln 10; Wirſing—10; Weißkraut—8; Rot⸗ kraut 15—16; Blumenkohl, Stück 10—40; Karotten, Bſchl.—7; Gelbe Rüben—15; Rote Rüben 8 bis 10; Spinat 20—25; Mangold 10—15; Zwiebeln —10; Grüne Bohnn 10—22; Grüne Erbſen 10—15; Kopfſalat, Stück—10; Endivienſalat, Stück 810; Oberkohlraben, Stück—6; Rhabarber—7; Toma⸗ ten 15—25; Radieschen, Bſchl.—4; Rettich, Stück 410; Meerrettich, Stück 10—40; Schlangengurken (groß), Stück 15—35; Pfifferlinge 30—40; Suppen⸗ grünes, Bſchl.—5; Peterſilie, Bſchl.—5 Schuttt⸗ lauch, Bſchl.—5; Lauch, Stück 5; Aepfel 25—45;: Birnen 16—25; Kirſchen 20—35; Erdbeeren(Ananas) 28—35; Pfirſiche 20—35; Heidelbeeren 25—30; Him⸗ beeren 25—30; Johannisbeeren 12—15; Stachelbee⸗ ren 15—20; Zwetſchgen 20—30; Zitronen, Stück—7; Orangen 15—28; Bananen, Stück—10; Süßrahm⸗ butter 135—150; Landbutter 115—130; Weißer Käſe 25; Eier, Stück—11; Aale 100; Hechte 100; Barben 60; Karpfen 80; Schleie 100; Breſem 50; Backfiſche 35—40; Kabeljau 25—35; Schellfiſche 40—50; Gold⸗ barſch 40; Seehecht 60; Hahn, geſchlachtet, Stück 80—300; Huhn, geſchlachtet, Stück 180400; Enten, geſchlachtet, Stück 350—500? Tauben, geſchlachtet, Stück 60—80; Gänſe, geſchlachtet, Stück 500700; Gänſe, geſchlachtet 100—110; Rindfleiſch 75; Kuh⸗ fleiſch 60; Kalbfleiſch 80; Schweinefleiſch 75. Jugenofeſt in der Blindenanſtalt Wie alljährlich, wenn die Badiſche Blindenanſtalt in Ilvesheim zu ihrem Jugendfeſt einlädt, war auch geſtern nachmittag die Zahl der erſchienenen Freunde und Gönner wieder recht groß. Unter den ſchatten⸗ ſpendenden Bäumen des Parks ſahen und hörten die Gäſte mit großem Vergnügen, was ihnen von den kleinen Schloßbewohnern dargeboten wurde. Der Chor der Knaben und Mädchen ſang einleitend ein hübſches Sommerlied nach einer alten Weiſe aus dem Jahr 1545. Dann folgten einige Reigenſpiele der kleineren Kinder. Reizend waren die Spiele„Das Wetterhäuschen“,„Die kleinen Soldaten“ und„Der deutſche Wald“. Die größeren Mädchen tanzten eben⸗ falls einen Reigen. Da wollten aber die Buben nicht zurückſtehen und zeigten, was ſie alles beim Turn⸗ lehrer gelernt haben. Schon die kleinſten blinden Knaben zeigten beachtliche Leiſtungen am Pferd und am Barren. Die Großen aber führten ſchwierige Uebungen vor, die man ihnen nicht zugetraut hätte. Die Bodenübungen der Buben und Mädchen ſind jedenfalls ganz geſund und können zur Nachahmung empfohlen werden, ebenſo die tägliche Gymnaſtik der Knaben. Bei den Barrenübungen und im Verlauf der Einzel⸗ und Mannſchaftskämpfe am Baren gab es auch einige heitere Szenen, die den kleinen Tur⸗ nern offenſichtlich ſelbſt Spaß machten. Direktor Koch konnte auch einen jungen Mann vorſtellen, der, obwohl vollſtändig blind, das Reichsjugendſport⸗ Abzeichen erworben hat; er heißt Knarl Weigel und hat 300 Meter Schwimmen, Weitſprung, Barren⸗ übungen, 1000⸗Meter⸗Lauf und 3000⸗Meter⸗Lauf tadellos beſtanden, die Laufübungen ſogar unter der vorgeſchriebenen Zeit. Bisher haben aus der Anſtalt nur drei Sehſchwache das Sportabzeichen erworben. Umſo erfreulicher iſt es, daß ſelbſt völlige Blindheit der ſportlichen Ertüchtigung nicht im Wege ſteht. Ein Beweis aber auch für die gründliche Arbeit, die in der Blindenanſtalt auf dem Gebiet der Körper⸗ pflege und der Leibesübungen geleiſtet wird. Man ſteht es den Kindern an, mit welcher Freude ſie zum Turnen antreten. Einige Volksweiſen und der Sprechchor„Unſer die Sonne“ leiteten zu dem abſchließenden Spiel „Jung Siegfried“ über, das von einem halben Dutzend Knaben mit großer Hingabe dargeſtellt wurde. Als der Held den grimmigen Drachen er⸗ ſchlug, da waren ſelbſt die erwachſenen Zuſchauer ganz in den Bann der Dichtung gezogen. Zu er⸗ wähnen ſind auch noch die beiden blinden Mädchen, die ſich mit ihrem flotten und ſicheren Klavierſpiel nützlich machten. Zum Schluß hielt Direktor Koch eine Anſprache, in der er für das an der Anſtalts⸗ arbeit gezeigte Intereſſe dankte. Geduld müſſe der Blindenlehrer von Anfang an mitbringen, dafür habe er dann die Freude, zu ſehen, wie ſich die Kin⸗ der um die beſten Leiſtungen bemühen und immer wieder Neues lernen wollen. Mit dem Horſt⸗Weſſel⸗ Preiſe für ausländiſche auf 17—18 Pfg. Deutſche Luftboaden! Sonnenbaden! Genießen Sie es, 80 0ſt die Können! Aber vorher mit Nived-Creme oder -Ol einreiben. Dos verstärkt die Bräunung und ver- mindert gleichzeitig die Gefahr des Sonnenbrondes Woher die Wirkung? Vom Euzeft. Das st in keinem anderen Hautpflegemittel der West enthalten. Niveg ist also nicht zu ersetzen. NIVEA jet preiswert: Creme: 15 Pf. bis RMI, Ol 50 Pf., RM I- u. 60 V Lied und dem Deutſchlandlied fand der ſchöne Nach⸗ mittag ſeinen Abſchluß. el 2 — — 8 eee 8 N 4. Seite/ Nummer 329 Neue Mannheimer Zeitung 7 Abend⸗Ausgabe Donnerstag, 20. Juli 199g 2000 Kilometer oͤurch Deutſchland! Die Tücken der Strecke Deutſchland nur auf der Und die Strecke ſelbſt? Die Wagenfahrer und Motor⸗ rad⸗Seitenwagenfahrer haben gleich ab Baden-Baden ſchwerſtes Straßenſtück! Trotz der guten Geradſtrecken ab Böblingen erſcheint mir es ausgeſchloſſen, daß bis Stutt⸗ gart die geforderten Durchſchnitte eingehalten werden kön⸗ nen. Dafür wird es trotz der Hohen Steig vor Ulm mög⸗ lich ſein, ab Stuttgart bis Ulm die Sollſchnelligkeit zu halten, und die gut ausgebeſſerte Strecke Ulm— München wird Gelegenheit bieten, den Schwarzwald⸗Verluſt auf⸗ zuholen. Von München nach Ingolſtadt wird der Durch⸗ ſchnitt zu halten ſein, ab Ingolſtadt bis Nürnberg die Sollzeit ob guter Teermakademſtraßen ſogar noch unter⸗ boten werden können. Und auch Nürnberg—Hof iſt nicht mehr in dem häßlichen Zuſtand wie noch vor zwei Jahren. Fränkiſche Straßenbauer haben erfolgreich Ausbau und Neubau geleiſtet. Trotz einiger gemeingefährlicher Dorf⸗ bogen iſt drum vorauszuſagen: auch Nürnberg—Hof iſt im geforderten Zeit⸗Soll möglich! Dann kommen die ſächſiſchen Muſterſtraßen des beſten deutſchen Staatsſtraßenbauers, Miniſterialrat Dr. Speck! Und mag es auch ab Hof über Zwickau—Chem⸗ nitz immer und immer wieder bergauf und bergab gehen auf den Straßenſpeck⸗Straßen ſind die Durchſchnitte zu halten. Man könnte Bedenken haben: Stadtdurchfahrten wie durch Zwickau, durch Chemnitz, durch Freiberg, durch Dresden— werden ſie nicht aufhalten? g Nein, ſie werden nicht aufhalten, denn SA, SS und NS werden insgemein mit Schupo und den Vertretern des A. v. D. und ADAC die Straße ſo abſperren, daß kein Fuhrwerk, kein Kind, kein unerwartetes Hindernis die Fahrer behindern wird. Man wird SS⸗Wagen, Horch und wie ſie alle heißen, im 100⸗Km.⸗Tempo durch Großſtadt⸗ ſtraßen ſehen, kein Gendarm wird ſein Notizbuch ziehen, um Strafe zu diktieren, ſondern Hunderttauſend, ja Mil⸗ lionen von Menſchen werden den Fahrern zujubeln! Dresden— Herzberg— Berlin iſt unſchwer. Da hab ich auf ungeſperrter Straße mit normalem Touren⸗ wagen ſchon über 70 Km. Durchſchnitt gefahren! Berlin Magdeburg iſt Rennſtrecke! Lang, gerad, gut die Straßen! Ueberhaupt: allen Wagenfahrern, denen vorher Schwarz⸗ wald und Rauhe Alp, Fichtelgebirge und die ſächſiſchen Berge Sorge gemacht haben ſollten, bietet die Strecke ab Dresden bis Magdeburg wieder Zeit zum Aufholen. Die Strecke von Magdeburg bis Braunſchweig da⸗ gegen hat es in ſich. Hier gibt es ein paar tückiſche Dörfer, gibt es verſchiedene Bogen, die beſſer ausſehen, als ſie ſind,— aber wenn man weiß, daß niemand entgegen⸗ kommt, keine Kinder über die Straßen laufen, dann iſt die Sache halb ſo ſchlimm. Und eben deshalb wird vielleicht, allen Unkenrufen zum Trotz, doch eine erheblich größere Zahl der 2000⸗Km.⸗Fahrer die Deutſchlandfahrt beenden, als man annimmt. Braunſchweig— Hameln iſt zwar keine Renn⸗ ſtrecke, bietet aber ebenſo wie der Kurs bis Paderborn keine Schwerniſſe. Paderborn— Erwitte gleicht der Avus. Erwitte—Olpe dagegen... und Olpe—Köln.. ich emp⸗ fehle„auf Vorrat“ zu fahren! Wogegen Köln—Nürburg⸗ ring Erholung ſein wird. Denn die Straße Köln Bonn iſt neben der Avus das weitaus beſte Stück der Langſtrecke, und Bonn— Nürburgring bietet bis Altenahr weite, breite Schnellſtrecken! Auf dem Nür⸗ burgring dagegen werden die mittleren Wagen⸗ und Mo⸗ torradklaſſen ihre Sollzeiten nicht halten können. Auch die Berg⸗ und Talſtrecke ab Nürburgring bis Idar — über Bernkaſtel— wird nur gerade, gerade noch Er⸗ füllung der Sollbedingungen geſtatten. Dafür iſt die Schlußſtrecke Idar— Katſerslautern und Kaiſerslautern Mannheim Karlsruhe—Baden⸗Baden weſentlich ſchneller. Die ſchwerſten Strecken der 2000 Kilometer? Die erſten 100 Km. ab Baden⸗Baden durch den Schwarz⸗ wald. Die Strecke Erwitte—Olpe. Der Kurs ab Nür⸗ burgring bis Idar. Die ſchnellſten Strecken? Avus, Köln— Bonn und als Geſamtſtrecke Chemnitz— Dresden— Berlin— Paderborn— Erwitte. Ebenſo Kaiſerslautern— Mann⸗ heim und Karlsruhe— Baden-Baden. Ab 22. Jult werden unſere Ritter vom Steuer beweiſen können, was Wahrheit iſt und was Dichtung war. Denn wie ging es doch abends von Mund zu Munde„. hat 90 Km. Durchſchnitt gefahren..“ Papperlapapp Nach über 500 000 Km. am Steuer darf ich frei heraus ſagen: nur ein halb dutzendmal in meiner Fahrerlauf⸗ bahn habe ich je über 90 Km. Durchſchnitt gefahren,— in 80 Beden- Beden o Stuntgart Strecke Münſter—Weſel, und ſonſt nur in Frankreich und Spanien. Rund 500 Teilnehmer hat die 2000⸗Km.⸗Fahrt geſunden, darunter manchen Neu⸗ ling. Was ſportlich erfreulich iſt. Sie alle aber, ſie alle ſollen nur beweiſen: wir können fahren, unſere Maſchinen ſchaffen es... wir kämpfen für Sieg deutſchen Sports und Sieg deutſcher Technik! — Grencenbügga, Helin Sau helg(Avus) 5„ 14 Dee ee Hege burg terbog Herber 15 Streche und Profil O de. 2000 Am dureh Deutschland 8 00 Bonn S 8 Warburg Hing Das Frofſl jst SO fach überhöht Wonberg Kersruhe 25 Stage Sscen- Baden Stert und Ze 7¹⁰ 72 9 Um Peha Fediel⸗ 0 8 Vogllen Schweiz 9880. Stegebitge 285 475 100 g 8 5 J e 1 g/ OMagdeburg ss Staunschweig 95 fſameſa 74 ß Hunsrück Ales 2 8 Haardt 3 2 630 3 770 5 S 5 Oderrhelnieche Tlefebene 2 85 Vorburg- Fein Setncasſe 69 5 Der Auftakt der Fahrt in Baden Baden Jetzt ſind ſie faſt alle im ſommerlichen, wieder hoffnungs⸗ vollen und ſportfrohen Baden⸗Baden eingetroffen: die Herren der Fahrtleitung und die Führer deutſcher Auto⸗ mobil⸗ und Zubehör⸗Induſtrie. Auch die Mehrzahl der ob Baden⸗Baden ſtartenden Teilnehmer der 2000⸗Km.⸗ Fahrt iſt verſammelt. Man ſieht den Chef des NS, Major a. D. Him lein, Konſul Fritſch, der Fahrtleiter und Vizepräſident des AvD. Sportpräſident Kroh vom ADAC trifft ſoeben am 5 770 ſeines Mer⸗ cedes⸗Benz in Baden⸗Baden ein. Direktor Claus Detlef v. Oertzen von der Auto⸗Union kam am Mittwoch abend an, nachdem er am Steuer ſeines wunderſchönen Horch die ganze 2000 Kilometerſtrecke gewiſſenhaft abgefahren hatte. Auch Generaldirektor Lelſch von Hanomag iſt ſchon in Baden⸗Baden mit ſeinen Getreuen Buthenuth und Bolliſch, die Direktoren der techniſchen und Konſtruk⸗ tionsabteilung der Hanomag. Alle drei, Generaldirektor und Direktoren bilden wieder eine Hanomag⸗Mannſchaft der 2000⸗Km.⸗Fahrt, die als beſonders ausſichtsreich gelten darf, denn bei der Reichsfahrt, Oſtpreußenfahrt und AD AC⸗ Harzfahrt hat dieſe Direktoren⸗Mannſchaft bewieſen, was ſie kann. Daß Induſtrieführer wie v. Oertzen auf Horch ſelbſt am Steuer bei der 2000⸗Km.⸗Fahrt fahren werden, iſt erfreulich. Die Führer Heutſcher Kraftfahrzeug⸗ und Zubehör⸗Pro⸗ paganda ſind gleichfalls ſchon im Tal der Oos verſammelt. Zuerſt war Kapitän a. D. Rohde von der DA PHH.⸗Ham⸗ burg zur Stelle, dann folgten die Herren der Olex. In⸗ wiſchen iſt auch Dr. Voſelter nach Baden⸗Baden ge⸗ kommen, der fetzt die Belange der Auto⸗Union vertrftt, nachdem er einſt für Daimler⸗Benz propagansiſtiſch tätig war. Für Conti ſind Wilhelm Holtzheuer, als Leiter der Werbeabteilung und der bekannde Motorradmeiſter⸗ fahre Wieſe, Referent der Conti⸗ Werbeabteilung ge⸗ kommen. Preſſechef Meurer und Sekretär Hemann 1225 Au D. ſind die meiſtbeſchäftigten Leute der Fahrt⸗ eitung. Erfreulich mitzuteilen, daß die große Mehrzahl der Schulen der an der Strecke liegenden Ortſchaften den Tag der 2000⸗Kilometer⸗Fahrt als Feſtdeutſcher Sport⸗ jugend betrachten und die Stunden der Durchfahrt als ſchulfrei erklärt hat. Soeben kommt die Nachricht, daß heute(Donnerstag) vormittag gegen 12 Uhr die Mercedes⸗Benzfahrer von Kai⸗ ſerslautern kommend, um 1 Uhr Mannheim durchfahren und um 4 Uhr im geſchloſſenen Zuge in Baden⸗Baden ihren Einzug halten werden. Damit dürfte öͤͤie Teilnehmer zahl der von Baden⸗Baden ab fahrenden 2000⸗Kilometer⸗ Fahrer annähernd vollzählig ſein, denn auch den Motor⸗ radfahrern, die ebenfalls ab Baden⸗Baden fahren, be⸗ gegnet man in allen Straßen und Plätzen der ſportfrohen Kurſtadt. * Ueber den Weg, den die Teilnehmer der 2000⸗ Kilometer⸗-Fahrt in Mannheim nehmen, iſt nun end⸗ gültig Klarheit geſchaffen. Die Rennſtrecke führt von der Rheinbrücke kommend über den Lindenhof⸗Uebergang, Kellerſtraße, Lindenhofſtraße, Neue Autoſtraße zum Strand⸗ bad, Rheingolöſtraße, Friedrichſtraße. Die Mannheimer Kontrollſtelle befindet ſich bei der Leunatankſtelle in Neckarau, Ecke Rheingold⸗ und Neue Autoſtraße zum Strandbad. Die Deutſche Gaſolin Aktiengeſellſchafb, die den Vertrieb des Leunabenzins der JG. Farbenindu⸗ ſtrie Aktiengeſellſchaft in Händen hat, hat ſofort nach Be⸗ kanntgabe der Kontrollſtelle zuſammen mit den Kontroll⸗ organen alles in die Wege geleitet, um eine glatte Abwick⸗ Alle 40 Fahrer geſchloſſen in Vorbeaur Die Deutſchen auf dem 7. Rang Auf der am Mittwoch erledigten 19. Strecke der„Tour de France“ hatten die noch 40 im Rennen befindlichen Fahrer eine leichte Strecke zu bewältigen. Wenn auch einige Gewitterregen den Teilnehmern das Rennen ver⸗ ſchiedentlich erſchwerten, ſo blieb das Feld doch ſtets bei⸗ ſammen und die durch Reifenſchäden und Stürze zurück⸗ gefallenen Fahrer konnten ſtets„in Ruhe“ wieder auf⸗ ſchließen. a Mit einem verhältnismäßig geringen Stundenmittel erreichten die„Helden der Landſtraße“ die Rennbahn in Bordeaux, wo ſie von einer nach Tauſenden zählenden Zu⸗ ſchauermenge ſtürmiſch begrüßt wurden. Hier gab es dann einen ſpannenden Endkampf zu ſehen, den der ſchnelle Bel⸗ gier J. Aerts nach einer Fahrzeit von:54:01 zu ſeinen Gunſten entſchied. Hinter ihm belegten Le Greves, der Spitzenreiter im Geſamtergebnis Speicher, Guerra, Le Calvez und Lapebie die nächſten Plätze. Alle übrigen 34 Fahrer, darunter auch die drei Deutſchen Stöpel, Geyer und Thierbach, wurden mit der gleichen Zeit auf den 7. Rang geſetzt. Die Einzel⸗ und Länderwertung hat ſich nach dieſer Strecke nicht geändert. Frankreich führt weiter vor Bel⸗ gien, Deutſchland, der Schweiz und Italien. Nach der am Mittwoch zurückgelegten 19. Strecke der „Tour de France“ haben die Geſamt⸗Ergebniſſe folgendes Ausſehen: Einzelwertung: 1. Speicher 120:57:48; 2. Martano: 121:02:56,3 3. Guerra 121:04:49; 4. Lemaire 121:13:333 5. Archambaud 121:19:10; 6. Trueba 121:25:15 7. Level 121:33:52; 8. A. Magne 121:34:25; 9. Stöpel 121:43:16; 10. Jean Aerts 121:44:00; 12. Geyer 121:54:52 20. Thierbach 22:45:53. Länder wertung: 1. Frankreich 36:51:23; 2. Belgien 365:15:87; 8. Deutſchland 36624101; 4. Schweiz 367:51:31; 5. Italien 369:08:88. ebungsſpiel der Berliner Fuß ball-Kurſiſten Eine weſtdeutſche Elf ſiegt:2(:2) Die in Berlin zu einem mehrwöchigen Kurſus zuſam⸗ mengezogenen Fußballſpieler, unter denen ſich zahlreiche Internationale befinden, trugen am Mittwoch abend vor 5000 Zuſchauern auf dem Berliner Preußen⸗Platz ein Uebungsſpiel zweier kombinierten Mannſchaften aus. Eine vornehmlich aus weſtdeutſchen Spielern zuſammen⸗ geſetzte Elf beſtegte eine Elf aus Spielern von Nord⸗, Mittel⸗ und Süddeutſchland:2(:). Sehr gut ſpielte Kobierſki, der in Kuzorra, Wigold und Hohmann aus⸗ gezeichnete Nebenleute hatte. Hohmann brachte den Weſten in Führung, aber Pörtgen⸗Nürnberg und Langenbein⸗ Mannheim brachten die Kombinierten:1 in Front. Bis Halbzeit glich Kobierſki wieder aus. Nach dem Wech⸗ ſel wurde der Kampf ziemlich einſeitig. Kobierſki ſtellte Muſik für Klavier und Bratſche. 1 r lung der Kontrolle zu gewährleiſten. Eine Poltzelfunt⸗ ſtelle wird an der Kontrollſtation noch errichtet. Die Deut, ſche Gaſolin Akttengeſellſchaft, die ebenfalls regen Anteſl an dem Verlauf des Rennens nimmt, iſt ſeit Wochen dam beſchäftigt, an ihren an der Rennſtrecke liegenden Tan ſtellen einen Blitzdienſt einzurichten, der es ermöglicht, dh 0 mehrere Fahrzeuge ohne jeden Zeitverluſt bedient werden können. Den Fahrtteilnehmern ſtellt bie Deutſche Gaſolin Aktiengeſellſchaft, Berlin noch Streckenkarten zur 15 fügung, in denen die einzelnen an der Rennſtvecke liegen, den Tankſtellen eingezeichnet ſind. Der Benzol⸗Verband, Bochum, die Ver⸗ kaufsorganiſation des deutſchen Bergbaus, had ſein gu⸗ ausgebautes Zapfſtellennetz in den Dienſt der Sache ge. ſtellt. An den Tankdienſtſtellen, ſowie an zahlreichen in regelmäßigen Abſtänden ſtehenden blau⸗weißen Zapfſtellen iſt Vorſorge getroffen, daß die Fahrtteilnehmer ſchnell und ohne Zeitverluſt BV.⸗Aral und Autoöl tanken können. In Mannheim⸗Neckorau befindet ſich eine ſolche Bereitſchaſtz⸗ tankſtelle in der Rhenaniaſtraße. Dort ſteht auch der tech niſche BV.⸗Kundendienſt zu Hilfeleiſtungen für die Fahrer zur Verfügung. Die Deutſch⸗Amerikaniſche Petroleum Geſellſchaft hat im Rahmen ihres„Standard⸗Kunden⸗ dienſtes“, auch dieſes Mal wieder alles aufgeboten, um den Teilnehmern an der Fahrt alle erdenklichen Erleichterungen zu bieten. Die Tankſtellen wurden angewieſen volle Dienſtbereitſchaft zu halten. Die Leitung hat für jede Klaſſe Hefte herausgegeben, Streckenverlauf, Kilometer⸗Angaben und die Solffahrt⸗ zeiten für die perſchiedenen Fahrzeug⸗Klaſſen ſind genau aufgeführt. Nach dieſen Angaben, denen auch noch die ver, ſchtedenen Tankſtellen beigefügt ſind, zu fahren, wird jedem Fahrer die ſchwierige Fahrt erleichtern. Die Zuſammen⸗ ſtellung in den Standard⸗Heften muß als vorbildlich be⸗ zeichnet werden. das Spiel auf:2, dann ſchoſſen Kuzorra und Wigold e noch drei Treffer. Beſonders aufſchlußreich über das Kün⸗ nen der einzelnen Spieler war dieſe Probe gerade nicht Was hören wir? Freitag, 21. Juli Südfunk .10: Frühkonzert(Schallpl.).— 10.10: Schallplatten, — 10.40: Klaviermuſik.— 12.00: Unterhaltungs konzert. 13.30: Volksmuſik(Schollpl.).— 14.30: Engliſch.— 18,45; Wandervorſchlag.— 16.00: Muſizierſtunde.— 16.30: Kur⸗ orcheſter Badenweiler.— 17.45: Vortrag: Kulturelle Auf⸗ gaben der deutſchen Chriſten.— 18.00: Neue Reichsgeſetze 19.00: Stunde der Nation.— 20.05: Der zerbrochene Krug(Hörſpiel aus Königsberg). 21.15: Schwäbische Komponiſten.— 22.00: Giftgas.— 23.05: Konzert. Frankfurt .15: Frühkonzert(Schallpl.).— 13.30: Böhmiſche Kom⸗ poniſten.— 15.20: Muſik. Zeitvertreib.— 20.05: Rhein. ſches Volk erzählt und muſtziert(aus Köln). Heiterer Abend(aus Köln).— 22.45: Nachtkonzert. München .00: Frühkonzert(Schallpl.).— 10.00: Für die Haus, frau.— 13.30: Feſt und reſch(Schallpl.).— 15.00: Stunde der Mutter.— 16.05: Jagd funk.— 16.30: Veſperkonzert — 20.00: Die letzte Hexe(Velksſtuch— 21.20: Funkzeſt. ſpiegel aus Deutſchland und Oeſterreich.— 21.40: Minia⸗ turen(Konzert). 20.45: Langenberg .05: Morgenkonzert(Schallpl.).—.05: Morgenkon⸗ zert.— 12.00: Unterhaltungskonzert.— 13.15: Mittags⸗ konzert.— 16.30: Veſperkonzert.— 18.15: Volk muſtzlirt, — 20.45: Schrumm, ſchrumm, der Brummbaß brummt Heilsberg .20 Frühkonzert(Schullpl.).— 11.30: Mittagskonzetz, 13.05: Schallplatten.— 15.30: Kinderſunk.— 10h: Frauenſtunde.— 16.30: Kurorcheſter Zoppot.— 21545: Briefkaſten * Frau M. 1. Wenden Sie ſich am beſten an Geigenbau⸗ meiſter Arnold Schmidt, O 7, 1: 2. Hierüber kann Ihnen der Hausfrauenbund genau Auskunft geben. Frau K. Der Hof muß von der Mietpartei im 1. Stoc gereinigt werden. Hauptſchriftleiter: H. A. Meißner Verantwortlich für Politik und Feuilleton: Dr. W. Reinhardt ⸗ Handels. tetl: K. Ehmer-Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport und Vermiſchles W. Müller- Südweſtdeutſche umſchau, Gericht und den übrigen Lei E. W Jennel— Anzeigen und geſchäftliche Mittellungen: J. A. ſämtlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verleger! Drucke Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, Mannheim, R 1,—6 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückport Utheberechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Wer dau/Sa. Orlgalnalroman von Hans Hlrthamer 5 Mit einemmal empfand der junge Menſch ſein Daſein mit neuen Aufgaben beſchenkt. Vielleicht durfte man dieſer armen Frau ein Helfer ſein. Das Leben war ihm bedeutſam verwandelt, aufwärts führte die ſchönere Bahn, beglückende Wunder ſchtenen ſich einſtellen zu wollen. Währenddeſſen hatte ſich Frau Prenner in einem der Korbſeſſel niedergelaſſen und eine hauchzarte Stickerei zur Hand genommen. „Einen Augenblick noch, Herr Märckl, das Mäd⸗ chen wird gleich mit dem Tee herauskommen!“ Bald darauf, als das duftende Getränk bereits auf dem Tiſch ſtand, wurde vom Park her eine helle Stimme hörbar. Frau Prenner wandte ſich um und hob winkend den Arm. Eine junge Dame in blivgrünem Gabardin⸗ mantel ſprang lachend die Freitreppe hinauf. Aber erſt als ſie um die Ecke der ſteinernen Baluſtrade bog, ſah ſie, daß Frau Prenner nicht allein war. „Ach, Verzeihung!“ rief ſie verlegen und ſtrebte der Haustüre zu. Aber Frau Prenner war ſchon aufgeſtanden und zog ſie an den Tiſch. „Seit wann läufſt du denn vor jungen Herren davon?“ ſcherzte ſie und machte die beiden bekannt. Märckl erfuhr, daß die junge Dame zum Haus gehörte. Wenn man Frau Prenners Angaben Glauben ſchenken durfte, übte ſie die mannigfaltig⸗ ſten Funktionen aus. ſchafterin, Zeichenlehrerin und weiß der Himmel was ſonſt noch. g 5 Vor allem aber erwies ſich Lieſe Bergius als ein ſehr fröhlicher und übermütig luſtiger Menſch. Die tiefblauen Augen ſchienen immerfort zu lachen und das lichtblonde Haar wirbelte in wilden Wuſcheln um ihren Kopf. Das entſprach zwar nicht der letzten Mode, aber es war für Lieſe Bergtus die einzig paſſende Friſur. Sie nahm die weiße Baskenmütze ab, öffnete den Mantel und ſetzte ſich an den Tiſch. „Alſo dein Wagen iſt wieder in Ordnung, Jenny!“ berichtete ſie.„Herr Helmer hat den Ver⸗ gaſer ausgewechſelt. Er will nur noch die Schmie⸗ rung nachſehen, heute abend fährt er den Wagen herauf. Er meinte, der Gute, du ſollteſt das Wägel⸗ chen beſſer ſchonen. Ich habe ihm hoch und heilig verſprechen müſſen, daß ich dir in Zukunft ein biß⸗ chen auf die Finger ſehe.“ „Du lieber Himmel!“ lachte Frau Prenner.„Und wer erhebt immer gleich ein Gezeter, wenn ich ein⸗ mal auf den Bremshebel drücke? Es wird nichts anderes übrigbleiben, als daß wir uns nach einem Chauffeur umſehen!“ 5 Sie wandte ſich lächelnd an Märckl.„Wie ſteht es, können Sie nicht fahren? Das wäre reizend!“ Märckl ſchluckte haſtig den Biſſen hinab, den er eben im Mund hatte.„Ein wenig, gnädige Frau! Ich habe zwar vor Jahren, als ich bei der Tech⸗ niſchen Nothilfe war, die Fahrprüfung abgelegt, aber ſeitdem hatte ich kaum mehr Gelegenheit, meine Kenniniſſe aufzufriſchen.“ „Na alſo!“ freute ſich Lieſe Bergius.„Da wer⸗ den Sie kaum in Verſuchung kommen, einen neuen Schnelligkeitsrekord aufſtellen zu wollen. Los, Jennn, willſt du Herrn Märckl nicht in aller Form zu unſerem Chauffeur ernennen?“ „Aber, meine Liebe, ſo einfach geht das nicht! Ich fürchte, daß uns da unſere Herren Direktoren einen Strich durch die Rechnung machen. Außerdem zweifle ich, ob Herr Märckl beſondere Luſt haben wird, als Chauffeur ſein Brot zu verdienen.“ Märckl geriet in Eifer.„Was glauben Sie! Ich könnte mir nichts Angenehmeres denken, als Sie beide Tag für Tag ſpazieren zu fahren.“ Lieſe Bergius ſchwang übermütig ihre Mütze. Sie war Fims humne, Gesell,„Aha, ich merke ſchon, woher der Wind weht!— Nun, was die Herren Chefs betrifft, mit denen werden wir ſchon fertig werden! Was meinſt du, Jenny?“ 3. Kapitel.. Vier Monate waren ſeitdem verſtrichen. Paul Märckl tat ſeine Acbeit in der Fabrik, die ihn zwar nicht beglückte, aber ihm doch wenigſtens die Genug⸗ tuung erfüllter Pflicht verſchaffte. Man wußte am Abend, daß man ſein Tagewerk getan hatte, und das war ſchon etwas wert. Zudem hatte Herr Buſſe einige Andeutungen fallen laſſen, daß man bald würde daran denken können, den fungen Mann mir verantwortungsvolleren Aufgaben zu betrauen. Dagegen hatte ſich Paul Märckl immer tiefer in eine bitterſüße Liebe zu Frau Jenny verloren, ob⸗ wohl ihm ſeine Gaſtgeberin nicht den geringſten An⸗ laß geboten hatte, irgendwelche Hoffnungen zu hegen. Seit jenem erſten Tag war ſie ihm ſtets mit betonter Zurückhaltung begegnet. So freundlich ſie war, ſo bereitwillig ſie auf alles einging, was er zu ſagen wußte— ſobald er durch ein vorſichtig taſtendes Wort in die Bezirke ihres Gefühlslebens vorzudrin⸗ gen verſucht, verwies ſie ihn mit einer Geſte, mit einem verweiſenden Blick in ſeine Schranken. Dabei ſah er immer klarer in ihre Welt, er ſah, wie ſie litt, wie ſie gepeinigt wurde von der tücki⸗ ſchen Bosheit ihres Mannes. Er wurde Zeuge von überaus unſchönen Zwiſchenfällen, die ſeine Ab⸗ neigung gegen Prenner zu einem wühlenden 10 ſteigerten. Mehr als einmal war er nahe daran ge⸗ weſen, ſeinen Gefühlen die Zügel ſchießen zu laſſen, aber Frau Jennys müde Blicke hatten ihn ſtets davon abgehalten. „Es muß aber doch etwas geſchehen!“ ſtöhnte er und ſchlug mit einer jähen Bewegung das Buch zu, in welchem er die ganze Zeit gedankenlos beblättert hatte.„Es kann doch nicht ſo weitergehen!“ Er ſtand auf und lief einige Male in der Stube hin und her, während ſich vor ſeinem Geiſt die Szene wiederholte, die ſich vor einer Stunde ab⸗ geſpielt hatte. 1 Er war nach der Beendigung ſeiner Tagesarbeit von der Fabrik herübergekommen, und Frau Pren⸗ ner hatte ihn gebeten, mit ihr in die Stadt zu fahren, da eine Handverletzung ſie hinderte, ſelbſt das Steuer zu bedienen. ö In der Stadt hatte ſie ihn vor einem Bank⸗ gebäude halten laſſen, und es dauerte lange Zeit, bis ſie wieder aus dem Haus kam. Er war ſchon etwas ärgerlich geworden, aber dann ließ ihn ihr ſchreckensbleiches, verfallenes Geſicht alles vergeſſen. Sie ſtieg ins Auto, lehnte ſich kraftlos zurück — und wurde mit einem Male von dem Anfall eines haltloſen Schluchzens geſchüttelt. 5 Paul Märckl beugte ſich faſſungslos zu ihr:„Un Gottes willen, was iſt Ihnen, gnädige Frau!“ Sie nahm ihr Spitzentuch aus der Handtasche und trocknete haſtig die Tränen ab.„Fahren 8e nach Hauſe, Herr Märckl!“ bat ſie mit einem rühren⸗ den Verſuch, ihre Haltung zurückzugewinnen.„Ih habe mich einen Augenblick gehen laſſen, entſchulbl⸗ gen Sie!“ Märckl brachte den Wagen in Gang. Er hatte ge⸗ hofft, daß ſie ihn nun endlich zum Vertrauten ihre Schmerzes machen würde.. Während der Fahrt grübelte er verzweifelt, wn geſchehen ſein mochte. Natürlich hing es mit dem Aufenthalt in der Bank zuſammen. Hatte ſie un⸗ erwartete Geldverluſte erlitten? Als der Wagen vor der Freitreppe hielt, ſaß Prenner auf der Terraſſe und las die Zeitung. Bel Jennys Ankunft legte er das Blatt weg. „Ah, eine kleine Spazierſahrt gemacht?“ rief el ſpöttiſch, mit einem verächtlichen Seitenblick auf ihren Begleiter. f 8 Frau Prenner grub die Finger in das Leder ihrer Taſche.„Ich war auf der Bank und wollte eint größere Summe von meinem Konto beheben.“ C Prenner zuckte zuſammen, aber im nächſten Augenblick hatte er ſich wieder in der Gewalt.. „Ach ſo— ich verſtehe!“ ſagte er mit gekräusel⸗ ten Lippen.„Aber ich denke, liebe Jenny, wir wollen das lieber unter vier Augen beſprechen“ Jenny lachte bitter auf.„Das kann ich begrei⸗ fen!“ Sie drehte ſich nach Märckl um, ihr Geſicht war verzerrt.„Ja, bitte, Herr Märckl, gehen Siel Es i für eine Frau nicht leicht, ihren eigenen Mann vor fremden Ohren einen Dieb nennen zu müſſen.“ „Jennyl“ 3 Aus Prenners Ausruf drangen Wut und Haß Er ſtürzte auf die Frau zu und hob die Hand. Märckl wollte ihr zu Hilfe eilen, aher Jenny war mit einem Male ganz ruhig geworden.„Willſt ou auch dieſe Schmach noch zu allem andern fügen?“ Prenner zuckte wegwerfend die Schultern und wandte ſich zum Gehen.„Ich lehne es ab, hier vor aller Welt eine Poſſe aufzuführen. Wenn du mir etwas zu ſagen haſt— ich bin in meinem Arbeits zimmer!“ 8 Er nahm die Zeitung vom Tiſch, klatſchte ſich mit auf die Schenkel und ging pfeifend ins Haus, (Fortſetzung folgt) 5 „ Sta rufe Dr rektt dent über delb App Frei teilt erhe we: Bet! diſch aus auch laſſe giert Heid fere 8 ſtark Run wart Krei delb. R. 2 Mac Zuk! L und tag im! tung eine allen blieb * Unte der ſchlie Die vorg * Pro Rech ralv don gliel * wag, Füh Wag Söh. drüc ſchw ſtarb — r 2 N— 193g ——— ſelfunk⸗ e Deut⸗ Anteſl pfſtellen rell und len. In tſchaftz⸗ er tech Fahrer eum kunden⸗ um den erungen volle gegeben, ollfahrt⸗ genau die ver⸗ d jedem ammen⸗ lich be⸗ old 1 Küön⸗ nicht. platten. zert. 16.4 ): Kur⸗ le Auf- sgeſetze. drochene wäbiſc de Kom⸗ Rheinſ⸗ f 20.451 Haus⸗ Stunde konzert. unkzeit⸗ Minia⸗ — 1— eite ittags⸗ uſtzlert. mmt. konzert, 108.00: 21706: Handels⸗ miſchles igen Teil „ Faube, Drucker —6 Rückport . :„Um 75 tötaſche en Sie a Donnerstag, 20. Juli 1938 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Aus Baden Hitlerjugend ehrt Volksdichter * Freiburg i. Br., 20. Juli. Geſtern abend ehrte auf dem Franziskanerplatz die Freiburger Hitlerjugend den badiſchen Volksſchrift⸗ ſteller und Pfarrer der Franziskanerkirche St. Martin, Heinrich Hans jakob, mit einer gro⸗ ßen Ku ndgebu ng. Die einzelnen Gruppen der Hitlerſugend nahmen Aufſtellung auf dem Karls⸗ platz und marſchierten von dort geſchloſſen in einem Fackelzug durch die Kaiſerſtraße nach dem Franzis⸗ kauerplatz, wo ſie von einer tauſendköpfigen Menge unter Marſchmuſik der NS Dal P⸗Kapelle empfangen wurden. Auf der Empore des Rathauſes nahm die Fahnenabordnung neben Oberbürgermeiſter Dr. Kerber und dem Redner des Abends, dem Dichter und Schriftſteller Dr. Heinrich Mohr Aufſtellung. Nach einer kurzen Begrüßungsanſprache durch den Führer der Hitlerjugend ſprach Dr. Mohr über das Leben und die Dichtung des von ſeiner Heimat innig geliebten Mannes des Volkes. Hansjakob ſei ein Wegbereiter des Dritten Reiches, und wenn er noch leben würde, ſo wäre er einer der begeiſtertſten Anhänger Adolf Hitlers. Ober⸗ hürgermeiſter Dr. Kerber wies auf die innige Verbundenheit zwiſchen der Stadt Freiburg und dem Dichter hin. * Heidelberg, 20. Juli. Geſtern abend fand in der Stadthalle eine vom Verkehrsverein einbe⸗ rufene Verſammlung ſtatt, in der Oberbürgermeiſter Dr. Neinhaus, Bürgermeiſter Wetzel, Univerſitäts⸗ rektor Profeſſor Andreas, Handwerkskammerpräſi⸗ dent Neher und Fremdenverkehrskommiſſar Gabler über die Bedeutung des Fremdenverkehrs für Hei⸗ delberg ſprachen und an die Bevölkerung einen Appell zur Mitarbeit bei der Werbung für den Fremdenverkehr richteten. Der Oberbürgermeiſter teilte mit, daß in den neuen ſtädtiſchen Voranſchlag erheblich größere Mittel für Verkehrs⸗ werbung eingeſtellt würden, weil der bisherige Betrag unzureichend war. Er wünſchte, daß die ba⸗ diſche Regierung von den erheblichen Einnahmen aus den Eintrittspreiſen bei Schloßbeſichtigungen auch der Stadt Heidelberg einen Anteil zukommen laſſe und/ im übrigen baten alle Redner, die Re⸗ gierung möge den Bandhausſaal des Heidelberger Heidelberger Schloſſes ſobald wie möglich als Kon⸗ ferenzſaal ausbauen laſſen. gg. Nußloch, 19. Juli. Die über 60 Mitglieder ſtarke Ortsgruppe des Reichsverbandes Deutſcher Rundfunkteilnehmer hielt unter Leitung von Funk⸗ wart Georg Wagner ihre erſte Verſammlung ab. Kreisfunkwart Architekt Natter müller aus Hei⸗ delberg, hielt einen Vortrag über die Kampfzeit des R. D.., für einen deutſchen Rundfunk vor der Machtergreifung durch Adolf Hitler und über ſeine Zukunftsaufgaben im nationalſozialiſtiſchen Staat. L. Hockenheim, 19. Juli. Der Fußballverein 1908 und der Sportverein Schwetzingen trugen am Sonn⸗ tag hier den leichtathletiſchen Rückkampf aus. Wie im Vorkampf, ſo konnten auch dieſes Mal erwar⸗ kungsgemäß die erfahrenen Schwetzinger Athleten einen ſicheren Sieg davontragen und wurden in allen Diſziplinen erſter Sieger. Im Endergebnis blieb Hockenheim mit 32,5:65,5 Punkten im Nachteil. * Achern, 19. Juli. Die Schwarzwalodhochſtraße Untersmatt-Mummelſee—Hornisgrinde, die eines der ſchönſten Gebiete des badiſchen Schwarzwalds er⸗ ſchließt, darf jetzt als fertiggeſtellt bezeichnet werden. Die Einweihungsfeier iſt für Sonntag, den 30. Juli, vorgeſehen. Freiburg i. Br., 19. Juli. Der emeritierte ord. Profeſſor des römiſchen und deutſchen bürgerlichen Rechts, Geheimer Rat Prof. Lenel, iſt in der Gene⸗ ralverſammlung der Akademie⸗Mitglieder in Lon⸗ don am 12. Juli 1933 zum korreſpondierenden Mit⸗ glied der Britiſchen Akademie gewählt worden. * Maulburg, Amt Lörrach, 20. Juli. Ein Kraft⸗ wagenbeſitzer aus Lörrach, der noch nicht ſeine Führerprüfung abgelegt hatte, fuhr mit ſeinem Wagen gegen eine Mauer, wo ſich das vierjährige Söhnchen des Landwirts Renk aufhielt. Der Wagen drückte das Kind an die Wand und brachte ihm ſo 0 Verletzungen bei, daß es kurze Zeit darauf ſtarb. EULBACHERNHAR NT in EHHACHi./ O. geld ge, lle el aus Habonſ b: bee,. 24. S0. Leal. 933 Nucl din B. Seite Nümmer 329 Sdbbaches Marht Erbach im Odenwald, ein Anziehungspunkt aller Wanderfreunde Mitten im herrlichſten tiefſten Odenwald, längſt auf heſſiſchem Boden, umſchloſſen von einem grünen Wall liegt Erbach. Ein Luftkurort und zugleich ein betriebſames Städtchen, das allerlei wichtige Betriebe beherbergt. Lange Jahre war es ein verwunſchenes Dornröschen, das einen viel dertjährigen Schlaf gehalten hat und im Verb ken blühte. Die ſchichte und ihre Geſchehniſſe a 803 5 umwittern die alten ſtillen Häuſer, das Schloß der Grafen von Erbach, die traulichen Gaſſen, prächtige Brunnen, alte Brücken. Die Gründung des Städtchens geſchah zu der Zeit als Karl der Große das Szepter des Heiligen Römiſchen Reiches deutſcher Nation trug. Durch den Geſchichtsſchreiber des großen Kaiſers, dem berühm⸗ ten Eginhard iſt der Ort bekannt geworden. Egin⸗ hard verſchenkte nämlich anno 819 Erbach an das Kloſter Lorſch. Damals begann ſeine Geſchichte. Altes, verträumtes Erbach Oben: Rathaus. Mitte: Gräkliches Schloß. Unten: Schloßhof Wohl der älteſte Zeuge der Vergangenheit des Städtchens iſt der alte, ſteilragende Burgfried im Hof des Gräflichen Schloſſes, der viele kriegeriſche Stürme erlebt, aber allen trutzig und ſtreitbar ſtand⸗ gehalten hat. Der Dreißigjährige Krieg mit ſeinen Brandſchatzungen, fruchtbaren Kroatenüberfällen, die Napoleoniſchen Kriege im Jahre 18061814 und die bewegten Tage von 1844 und 1866 ſind an Erbach nicht ſpurlos vorübergegangen. Heute iſt es ein Kur⸗ ort und zugleich die Hauptſtadt des Kreiſes gleichen Namens. Seine Bevölkerung iſt eng mit der auf⸗ ſtrebenden Induſtrie, die teils Diamant⸗, Textil, Schuh-, Holz, teils Elfenbeinſchnitzerei⸗ und Frem⸗ deninduſtrie iſt, eng verwachſen. Heute im Zeitalter des Kraftfahrzeuges, in einer Zeit, wo die Technik beinahe über den Menſchen ge⸗ ſiegt hat, wo Entfernungen zu einem Nichts zuſam⸗ menſchrumpfen und der Kraftwagen die Eiſenbahn auf vielen Wegen verdrängt hat, iſt Erbach inniger mit den Strömen der Welt verbunden denn je. Ein. Ereignis, das alljährlich Tauſende von Menſchen aus der nahen und ferneren Umgebung, von Land⸗ wirten aus den Dörfern des weiten, waldreichen EUL BAUER NAR in SBBACf/ O. — 5 Odenwalds in Erbach zuſammenkommen läßt, iſt der Erbacher Markt, der auch Eulbacher Markt genannt wird und der zu den feſt verwurzelten Traditionen der Stadt gehört. Heuer findet der Markt am 23., 24. und 30. Juli ſtatt. In dieſen Tagen geben ſich Alt und Jung dort ein Stelldichein. Aus einem Um⸗ kreis von 100 Km. ſtrömt man zuſammen, um ein wahrhaftig urwüchſiges, zünftiges Volksfeſt mitzu⸗ machen. Es iſt bereits die Parole des Eulbacher Marktes geworden das Wort: Wer die Sorgen des Alltags vergeſſen will, der beſuche den Erbacher Wieſenmarkt! Volksbeluſtigungen aller Art ſteigen dort. In den geräumigen Bierhallen rinnen die Quellen koſtbaren goldfarbenen Naſſes und Gott Gambrinus blickt wohl⸗ gefällig auf ein feuchtfröhliches Treiben ſeiner Jün⸗ ger herab. Auf dem Feſtplatz aber werden nicht nur kräftig die Humpen geleert, knallen nicht nur die Büchſen in den Schießbuden, erklingen nicht nur die Karuſſelorgeln, ſondern es wird auch der Tanzluſt ein Tribut gezollt und die Odenwälder zeigen auf dem Boden der Feſthalle, daß ſie ſich auch aufs Tan⸗ zen ausgezeichnet verſtehen. Am zweiten Markttag, dem 24. Juli findet neben allerlei Volksbeluſtigungen in den Nachmittagsſtunden ein Reit⸗ und Fahrturnier ſtatt, das von den ländlichen Reiter⸗ und Fahrver⸗ einen, ſowie von den Reiterſtürmen ausgeführt wird. Dieſer Tag ſteht ganz im Zeichen der Odenwälder Landwirtſchaft und wird auch von der Stadtverwal⸗ tung getreu der Ueberlieferung weiter im alten Rah⸗ men gehalten. Der letzte Markttag, 30. Juli, hat ſich innerhalb der letzten Jahre zu einem Höhepunkt des Markt⸗ treibens entwickelt. Während in den Vormittags⸗ ſtunmden und zwar ab 10 Uhr ein Fußballpropa⸗ gandaſpiel zwiſchen dem Fußballverein Darmſtadt 1898 und dem Verein für Raſenſport Erbach i. Odw. ausgetragen wird, finden am Nachmittage und zwar ab 1½ Uhr große öffentliche Halb⸗ und Voll⸗ blutrennen mit Totaliſatorbetrieb ſtatt. Die Rennen ſelbſt finden auf der bei dem Feſtplatz befindlichen Pferderennbahn ſtatt, ſo daß den Beſuchern des Marktes gleichzeitig mehrere Möglichkeiten der Be⸗ luſtigung geboten werden. Dieſe Rennbahn iſt die einzige Rennbahn in Heſſen, auf der öffentliche Rennen veranſtaltet werden. Neben dieſen öffent⸗ lichen Halb⸗ und Vollblutrennen findet ein Ama⸗ zonenrennen ſtatt, welches innerhalb der letzten Jahre großen Anklang gefunden hat. Auch ein Totaliſator iſt da, um den Wettluſtigen Gelegenheit zu geben, auf Pferde zu ſetzen und ſo vielleicht von der Glücksgöttin ausgezeichnet zu wer⸗ den. Das Rennen beginnt am Sonntag, den 30. Juli, nachmittags.30 Uhr, und es wird alle Freunde des Turfs intereſſieren, daß ſieben Rennen mit Totali⸗ ſatyrbetrieb gelaufen werden. Daß es dabei allerlei herzhafte Freude und echt Odenwälder Begeiſterung gibt, iſt bei dem Temperament dieſes lebhaften Men⸗ ſchenſchlages ganz ſelbſtverſtändlich. Drei Tage wird das bunte lärmende Markt⸗ und Feſttreiben die ſonſt ſo ruhige Stadt erfüllen, drei Tage werden Hunderte und Aberhunderte von Kraftwagen und Krafträdern durch die Straßen brummen und Bauerngeſpanne aus allen Bezirken des rieſigen Waldgebietes, aus dem Neckartal wer⸗ den ſich im Gelände des Marktes ein Stelldichein geben. Neues Blut fließt dann wieder in die Adern der Erbacher Wirtſchaft, die dieſe Auffriſchung nötig hat, wie der Menſch die roten Blutkörperchen. Der Feſtausſchuß hat wacker alle Vorbereitungen erledigt und es bedarf jetzt nur noch eines günſtigen Ver⸗ trages mit dem Wettergott, der hoffentlich ein ehr⸗ licher Partner ſein wird, um dem Feſt ſeinen letzten nötigen Erfolg zu ſtichern. ow f. * Zweibrücken, 20. Juli. Da auch nach dem frei⸗ willigen Ausſcheiden der Mitglieder der Fraktionen BVpP, Zentrum und SPD die nationalſozialiſtiſche Stadtratsfraktion mit 13 Mandaten mehr als die Hälfte der geſetzlichen Sitze(20) inne hat, wird eine Ergänzung des Stadtrates Zweibrücken unterbleiben. Stadtratsmitglied Dipl.⸗Ing. Moeller wird bei der NS⸗Fraktion als Hoſpitant geführt. Bezirts-8 Oeffentliche mündelsichere Sparkasse (.. dddddddßddGddßdßdGGGßdG.ꝓſꝙo%öcccc 0 ĩ df Annahme von Spareinlagen, Scheck, Giro- und Kontokorrent-Verkehr Einlösung v. Reisekreditbriefen(Robs), Erledigung sämtl. Geldgeschäfte parkasse Erbach ben, Zweigstellen Michelstadt und Reichelsheim Annahmestelle in Beerfelden Aus der Pfalz Der Frauenmörder auf der Flucht * Gräfenhauſen b. Annweiler, 20. Juli. Die des Tag über bis zum Abend durchgeführten Streifen in den umliegenden Wäldern nach dem 64jährigen Kleinrentner Funk, der ſeine 23 jährige Fra 1 erwürgt hat, waren l ergebnislos. Es ſcheint, daß Funk nicht, wie er in dem hinterlaſſenen Brief mitgeteilt hat, Selbſtmord beging, ſondern daß er ſich nach der franzöſiſchen Grenze gewandt hat. Funk erfreute ſich übrigens nicht des beſten Rufes. Wie bekannt wird, ſoll er ſchon am Todes⸗ tage ſeiner erſten Frau an verſchiedene Frauen mit unſittlichen Anträgen herangetreten ſein. Die ärzt⸗ liche Unterſuchung der Leiche der Frau Funk hat ein⸗ wandſrei ergeben, daß der Tod durch Erwürgen her⸗ beigeführt worden iſt. * Rheingönheim, 20. Juli. Der 48jährige Auguſt Kloſe aus Ludwigshafen ſtürzte ſich in den Rhein und ertrank. Der Lebensmüde hinterläßt Frau und zwei Kinder. * Speyer, 20. Juli. Der Kreiswahlleiter der proteſtantiſchen Landeskirche in der Pfalz teilt mit:„Die Durchſagen der verſchiedenen Sender haben Anlaß zu allerhand Unklarheiten ge⸗ gegeben. Demgegenüber ſei darauf hingewieſen, daß das Wahlrecht in unſerer pfälziſchen Landeskirche nach wie vor an das vollendete 25. Lebensjahr(nicht wie anderwärts 24.) gebunden iſt. Die Wählerliſten werden durch das Pfarramt von Amtswegen auf⸗ geſtellt. Eine Anmeldung zur Wählerliſte durch die Wahlberechtigten iſt nicht erſorderlich. Bei der Schnelligkeit, in der die Wählerliſten erſtellt werden müſſen, iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß ein Wahl⸗ berechtigter überſehen wird. Hier iſt durch die neue Beſtimmung Vorſorge getroffen, nach der ein Wahl⸗ berechtigter, der nicht in die Wählerliſte eingetragen iſt, dennoch wählen darf, wenn der Wahlvorſtand ſeine Wahlberechtigung anerkennt.“ * Grünſtadt, 18. Juli. In Aſſelheim ſtürzte der 23jährige Rudolf Armbruſt, der an epilep⸗ tiſchen Anfällen litt, in den Eisbach und ertrank. Sein Bruder, der nach dem Vermißten ſuchte, zog ihn tot aus dem Waſſer. i Kaiſerslautern, 20. Juli. Wie durch den Pfäl⸗ ziſchen Jagdſchutzverein bekannt wird, hat Miniſter⸗ präſident Göring die Schirmherrſchaft der deutſchen Jäger übernommen und in Ausſicht geſtellt, daß in Zukunft im Deutſchen Reiche nur noch eine Jagdvereinigung mit einem Willen und einem Ziel anerkannt wird. Dieſe Vereinigung ſoll aber eine Zwangsvereinigung darſtellen, der jeder jagdausübende deutſche Weidmann angehören muß. Im Zuſammenhang mit dieſer Neugeſtaltung der deutſchen Jagovereinigung ſind in der Pfalz die Be⸗ zirksgruppen angewieſen worden, bei Neuanmeldun⸗ gen von Mitgliedern darauf zu achten, daß nur weidgerechte Jäger aufgenommen werden. * Landau, 20. Juli. Der frühere Oberbürger⸗ meiſter, Geheimer Hofrat Mahla, hat ſich ent⸗ ſchloſſen, von ſeinen Einkünften jedes Jahr freiwil⸗ lig einige tauſend Mark zu Gunſten der Wohlfahrts⸗ pflege der Stadt Landau zur Verfügung zu ſtellen. Richtfeſt bei der Lampertheimer Randſiedlung h. Lampertheim, 17. Juli. Dieſer Tage fo 85 das erſte Richtfeſt der vorſtädtiſchen Randſiedlung an der alten Wormſer Land⸗ ſtraße ſtatt. An der Bauſtelle hatten ſich Bürger⸗ meiſter Dr. Köhler, die Beigeordneten Zöller und Göbel, Pfarrer Weber und Gemeindebaumeiſter Rockenfeld, ferner die Kolonnen der ev. Bruderſchaft, und die Erwerbsloſen⸗Siedlungsgemeinſchaft einge⸗ funden. An der genannten Siedlungsſtelle werden etwa 16 Häuſer mit 32 Wohnungen erſtellt. Die bei⸗ den erſten ſind im Rohbau bereits fertig. Das Richt⸗ feſt wurde mit einem Choral durch den ev. Poſaunen⸗ chor eingeleitet. Bauleiter Walter Dubois hielt eine Anſprache, in der er all derer gedachte, die das Werk ermöglichen halfen. Bürgermeiſter Dr. Köh⸗ ler ſprach Dankesworte den Arbeitsleuten und Helfern für die an dem Werke geleiſtete Arbeit, Pfarrer Weber gab einen Rückblick über die Bauge⸗ ſchichte und Siedlung. Und nach dem Wiesen- markt zum Tuchfabik G. M. Kumpf Attenges--EIbaeh oe Natel Odenwald Neckarstr. 3 Bekannt vorzügliche Küche, Eutgepflegte Weine und Biere, Garagen. Telefon 488 N Heinrich Sieipp Küchenchef Uniformtuche jeder Aft Tuchmachethendwerk selt 1618 Uleferung nur en Behôrden, Groghandeſ und Feine pàletot- Uu. Ulsterstoffe Velours, Cheviots Kleiderfabriken Das gute ETacter draunauspler kommt zum Ausschank in sàmtiſchen Schnkłstellen des Fufbàcher Herktes. Spezlalſtôt: Erbacher Pilsner Hotel u. pension Schiltzenhof Haus für Geschäfts- und Vergnügungs- reisende. Erholungssuchende, Pension Ab.50 Mk.— Auto-Garagen. Besitzer: J. Ecterlin langjahr. Küchenchef An den Markttagen; Festball. Unter gleicher Leitung: Siädfische Fesſhalle Brauefreſsusschenk an def Hümlingbrücke „Unter den Linden“— Sonderveran- staltungen während des Marktes. 6230 bach in Odleucoalcdl, die Staclt cles Allerlei aus der Landwirtſchaft Mutterloſes Fohlen? Man braucht hier durchaus nicht ohne Hoffnung zu ſein. Eine große Hauptſache iſt, daß ſich kein Durchfall einſtellt. Daher müſſen die Gefäße ſtets peinlich ſauber ſein. Der Kuh⸗ oder Ziegenmilch wird anfangs zur Hälfte angewärmtes Zuckerwaſſer hinzugeſetzt, ſpäter nur noch ein Drittel. Zuerſt wird häufig getränkt, mindeſtens fünfmal am Tage. Später kann man der Milch etwas Leinſamenſchleim beimiſchen. Bald gibt man auch gequetſchten Hafer und beſtes Heu(kein Grummetl). Wenn das Fohlen erſt feſte Nahrung aufnimmt, dann kommt es auch durch. Die Milch ſoll keinesfalls ſäuerlich ſein. Beim erſten Anzeichen von Durchfall gibt man—2 Tropfen Opium in die Milch. Zum Haferſchrot miſcht man ferner etwas pulveriſierte Holzkohle, die aber nicht riechen darf. Iſt ein Fohlen erſt vier Wochen alt, ſo gedeiht es auch bei vollſaurer Vollmilch. Vet. Melken und Tränken der Kuh nach dem Abkalben? Einige beachtenswerte Fragen, die bei gelegent⸗ licher Beſichtigung ſteiriſcher Zuchtſtälle Erwähnung fanden: 1. Soll man nach dem Abkalben kaltes oder warmes Waſſer geben? 2. Soll man ſoviel Waſſer laufen laſſen wie die Tiere wollen? 3. Schadet kaltes Waſſer nicht? 4. Iſt es beſſer, eine Kuh gleich nach dem Abkalben zu melken oder erſt ſpäter? Als Antwort hierauf kann für Nr. 1 geſagt werden, daß, wenn eine Kuh infolge einer ſchweren Geburt ganz verſchwitzt iſt oder das Trinkwaſſer im Winter eiſig kalt iſt, etwas überſchlagenes Waſſer, das bei weitem nicht warm zu ſein braucht, ſon⸗ dern nur etwas abgeſtanden, ſehr ratſam wäre. Wenn aber die Kühe immer dasſelbe kalte Waſſer ſaufen, kann man bald wieder kaltes Waſſer reichen, damit die Tiere nicht verweichlicht werden. Nach dem Abkalben iſt es beſſer, die Kühe nicht bis zur vollen Befriedigung ſaufen zu laſſen, alſo nicht zu viel. Am ratſamſten iſt es immer, ſobald die Unterbringung des Kalbes und das Tränken der Kuh erfolgt iſt, was etwa eine kleine halbe Stunde in Anſpruch nimmt, die Kuh aus zumelken. Wieviel Obſtbänme gibt es in Vaden? Auf Grund einer, vor einiger Zeit vorgenommenen Obſtbaumzählung, die im letzten Winter vom Stat. Landesamt vorgenommen worden iſt, wurden im Lande Baden insgeſamt rund 11,6 Millionen Obſt⸗ bäume ermittelt. Davon ſind 4962 900 Apfel⸗, 2 402 300 Birn⸗, 2 444 000 Pflaumen⸗ und Zwetſchen⸗, 1048 900 Kirſchen⸗, 304 500 Nuß⸗, 11 400 Aprikoſen⸗ und 1500 Mandelbäume. Gegenüber der Obſtbaumzählung 1918 ergibt ſich nur ein Zugang von 100 000 Stück. Während die Zahl der Apfelbäume von 4½ auf 4,9 Millionen, die der Birnbäume von 2,3. auf 2,4 Mil⸗ lionen und die der Pfirſichbäume von rund 196 000 auf 295 000 geſtiegen iſt, verminderte ſich die Zahl der Pflaumen⸗ und Zwetſchenbäume von 3,4 auf 2,4 Mil⸗ lionen Stück Die Kirſchbäume haben einen Rückgang von 12 auf 1,0, die der Nußbäume von 326 000 auf 304 000 aufzuweiſen. Baden iſt mit ſeinem dichten Obſtbaumbeſtand von rund 1500 Bäumen auf 100 Hektar landwirtſchaftlich benutzte Fläche, eines der obſtbaureichſten Länder Deutſchlands. Welche Be⸗ deutung der Obſtbau für die badiſche Landwirtſchaft hat, geht daraus hervor, daß der Wert der Obſternte mit durchſchnittlich 20 Millionen Mark dem der Wein⸗ ernte gleichzuſetzen iſt und den Wert der Tabakernte weſentlich überſteigt. Wiederholt wurde ſchon auf die Bedeutung des Humusgehaltes im Boden hingewieſen. Gut verrotteter Stallmiſt oder Kompoſt fördert die Humusbildung und ſchafft den Pflanzen günſtige Wachstumsbedingungen. Mit der unmittelbaren An⸗ wendung von Latrine und Jauche im Gemüſebau muß man vorſichtig ſein. Aus geſundheitlichen Grün⸗ den dürfen dieſe Stoffe während der Wachstumszeit nicht gegeben werden. Eine große Rolle im Klein⸗ garten ſpielt mit Recht der Torf zur Streckung des Durch Züngung zu beſſerem Voden ſehr raſch in den ſogenannten Garezuſtand verſetzt. Es iſt zweckmäßig, die Huminal⸗Ballen vor dem Ge⸗ brauch zu zerkleinern und unter dauerndem Um⸗ ſchaufeln erſt leicht, ſpäter durchdringend mit Waſſer benetzen. Auf einen 75 Kg.⸗Ballen rechnet man etwa 275 Liter Waſſer. Man erhält dann 7 Zentner einer dunkel gefärbten Humusmaſſe. Bei zeitigem Aus⸗ bringen vor der Saat oder Pflanzung kann Huminal auch trocken ausgeſtreut werden. Kurz vor der Saat oder während der Wachstumszeit iſt dagegen vor und Mittagsstunde im Bauernhof Kompoſthaufens und damit der Humusquelle. Da der Torf nur ſchwer benetzbar iſt und eſt nach län⸗ gerer Lagerung im kalkhaltigen Boden die günſtigen Eigenſchaften des milden Humus annimmt, iſt man lange Zeit beſtrebt geweſen, durch Beimiſchung eines geeigneten Stoffes vor dem Preſſen der Ballen den Torf ſy vorzubereiten, daß er bei ſpäterem Hin⸗ zutritt von Feuchtigkeit ſchnell in milden Humus um⸗ gewandelt wird. In einem waſſerlöslichen, kohlen⸗ ſauren Stickſtoffſalz hat man nun ein Mittel gefun⸗ den, welches den Torf durch einen beſonderen Fabri⸗ kationsprozeß mit Stickſtoff anreichert und ihn gleich⸗ zeitig in einen geeigneten ſofort anwendbaren Humusdünger verwandelt. Entſprechend den Be⸗ dürfniſſen der verſchiedenen Verbraucher werden zwei Sorten in den Handel gebracht, und zwar Huminala, ein Humusſtickſtoffdünger mit 2,5 v. H. Geſamtſtickſtoff, davon mindeſtens 1,7 v. H. leichtlös⸗ lichem Stickſtoff und etwa 50 v. H. aktiver organiſcher Subſtanz, erhältlich in Normalballen(75 Kg.) Huminal B, ein Humusvolldünger mit 2,5 v. H. Geſamtſtickſtoff, davon mindeſtens 1,7 v. H. leichtlös⸗ lichem Stickſtoff, 1,3 v. H. leicht löslicher Phosphor⸗ ſäure, 2,1 v. H. Kali, ferner etwa 50 v. H. aktiver organiſcher Subſtanz, erhältlich, in ¼ Ballen(75 Kg.), in 7 Ballen(35 Kg.), 6 Ballen(8 Kg.) und Packun⸗ gen von 1 Kg. Huminal B eignet ſich ganz beſonders zur Ver⸗ wendung im Garten. Huminal benetzt ſich leicht und geht bei Hinzutritt von Feuchtigkeit ſchnell in ſchwarzen krümeligen Humus über, der den Boden —— Aufſchwung im Pfälzer Frühkartoffelanbau Unter den Erwerbszweigen der vorderpfälziſchen botaniſch und klimatiſch begünſtigten Landwirtſchaft hat in den letzten Jahren neben dem Rübenbau hauptſächlich die Frühkartoffeler zeugung eine wirtſchaftlich große Bedeutung gewonnen. Durch ihre Moderniſierung hat nun ſeit dem Jahre 1926 eine fortdauernd planmäßige Bewirtſchaftung Plaß gegriffen, die heute beachtenswerte Fortſchritte zu erkennen gibt. Während man ſich vor Jahren bei dieſem moderniſierten Frühkartoffelanbau noch mit verſuchsweiſem Anbau beſchäftigt, wird heute der Frühkartoffelanbau mit vorgekeimten Saatkartoffeln in erheblichem Umfange betrieben. Dieſer neue Pro⸗ buktionszweig hat hauptſächlich in den Bezirken Frankenthal, Ludwigshafen und Speyer ſo Fuß ge⸗ faßt, daß jetzt von einer ganz beträchtlichen Ausbeh⸗ nung geſprochen werden kann. Allerdings liegen über das Geſamtkontingent auch von ſachverſtändiger Seite noch keine einwandfrei genauen Ergebniſſe vor. Im Bezirk Frankenthal, wo der moderni⸗ ſterte Frühkartoffelanbau auf genoſſenſchaftlicher Grundlage vorbildlich Aufſchwung nahm, werden heute von rund 510 Hektar Land etwa 300 Hektar mit Frühkartoffeln bebaut. Auch in vielen anderen vorderpfälziſchen Gemeinden haben ſich die Land⸗ wirte auf dieſen neuzeitlichen Produktionszweig ver⸗ legt. Unentwegt zielt man überall darauf ab, auch die Selbſterzeugung vorgekeimter Saatkartoffeln auf gemeinſchaftlicher Grundlage zu fördern. Muſtergül⸗ tig hat ſich dieſer Gedanke im Bezirk Frankenthal durchgeſetzt. Dort hat eine Erzeugergenoſſen⸗ ſchaft mit Sitz in Flomersheim zur Gewin⸗ nung größerer Mengen vorgekeimter Saatkartoffeln ein nach erfahrungsreichen techniſchen Errungenſchaf⸗ ten ausgeſtattetes Vorkeimhaus erſtellt. In ſeiner Konſtruktion übertrifft dieſes nach Plänen des Kreis⸗ ſachverſtändigen für Obſt⸗ und Gartenbau, Landwirt⸗ ſchaftsrat Stutzmann, ausgeführte Vorkeimhaus gleiche Einrichtungen des Hauptkonkurrenzlandes Holland. Zur weiteren Hebung der Frühkartoffel⸗ erzeugung haben ſich die Pflanzen des Bezirks Fran⸗ kenthal jetzt für die Errichtung eines zweiten Vor⸗ keimhauſes in gleicher Größe und Ausgeſtaltung ent⸗ ſchloſſen, deſſen Bau bereits in Angriff genommen wurde. Man erſtrebt damit, die Selbſterzeugung vörgekeimter Frühkartoffeln noch weſentlich auszu⸗ dehnen und gute, ertragfähige Sorten in weit größe⸗ ren Mengen verfügbar zu machen. In den an dieſem moderniſierten Frühkartoffel⸗ anbau beſonders intereſſierten Erzeugerkreiſen mißt man der Vorkeimung deshalb ſo viel Bedeutung bet, weil mit ihr eine vorteilhafte Frühreife der Ausſaat, mithin auch ein um 3 bis 4 Wochen früherer Ernte⸗ beginn, erreicht wird. Markt⸗ bzw. handelstechniſch und vor allem auch in preispolitiſcher Hinſicht iſt für die vorderpfälziſche Landwirtſchaft dieſe neuzeitliche Produktion beſonders ertragreich, was ſich bei eini⸗ germaßen günſtigem Wetter noch fühlbarer bemerk⸗ bar macht. Vorausſetzung für die Nutzbarkeit ſind vor allem geeignete Bodenverhältniſſe, wie ſie gerade die Vorderpfalz hat. Obwohl man in der Pfalz zwar ſchon ſeit Ende der 90er Jahre ſich mit der Wiſſenſchaft der Vorkeimung befaßte, ließ ſich erſt ſeit dem Jahre 1926 ein planmäßig durchgeführter Anbau mit Hilfe der wachſenden Organiſterung der Landwirte ermöglichen. Den Hauptausſchlag hierbei gab die immer fühlbarer gewordene Aus lands⸗ konkurrenz in Frühkartoffeln, die hauptſächlich die abſatzſicheren deutſchen Großſtadtmärkte überſät⸗ tigte, ſo daß ſich für die vom Inland verſpätet in den Handel gebrachten Frühkartoffeln unrentable Preiſe erzielen ließen. Mit beſonderen Maßnahmen der Reichsregierung wurde in zollpolitiſcher Hinſicht aber erſt neuerdings wieder ein Anlauf gegen dieſe wirt⸗ ſchaftsſchädigende Auslandskonkurrenz in Frühkar⸗ toffeln unternommen. nach dem Ausbringen gründlich zu gießen, ſofern kein ſtarker Regen zu Hilfe kommt Gibt man an Stelle des Humusvolldüngers„B“ den nur Stickſtoff enthaltenden Huminal„“, ſo müſſen Phosphorſäure und Kali in Form von Thomasmehl letwa 5 Kg. je Ar) und 40 v. H. Kaliſalz (etwa 3 Kg. je Ar) geſondert verabreicht werden, wenn man eine Volldüngerwirkung erzielen will. Die Nährſtoffmengen die wir mit den üblichen Gaben von Stallmiſt, Kompoſt oder Huminal verab⸗ reichen, genügen natürlich nicht, um von ſtark zehren⸗ den Gemüſen Höchſterträge zu erzielen, ganz beſon⸗ ders auch deswegen nicht, weil jedes Beet—3 Ern⸗ one Humus nein L. Ben NUM INAL e. Huminal verbessert die Boden- struktur, fördert das Bakterien- leben u. verhindert Bodenmüdig- keit.— Unentbehrlich für Blumen Gemlise Rasen 5 Zur Nachdüngung HMNAKAPHOS 5 das ideale Pflanzen- Nährsalz packung 25 kg, 10 kg, 5 kg, 500 g, 100 g Zu beziehen durch: Dungerhandel, benossenschaften, Samenpandel usw, ( weitere Bezugs duellen und Beratung durch: mania dun Men Giegkannen Garten- schlauch Rasen- mäher erhalten Sie billigst bei Adolf Pfeiffer K 1, 4(Breltestrage) K 1, 4 Elsenwaren Werkzeuge Haushaltartikel ten bringen muß. Die fehlenden Nährſtoffe müſſen Der wir vielmehr in Form von Handelsdüngern erſetzen. und. Der Gartenvolldünger Hakaphos enthält dis 157 für die Ernährung der Pflanzen notwendigen Kern⸗ winn nährſtoffe Stickſtoff, Phosphorſäure und Kalt in ef leicht löslicher Form und in einem Verhältnis, das 115 dem Nährſtoffbedürfnis der Gartengewächſe beſon⸗ 1 ders gut angepaßt iſt; grobe Düngungsfehler können gemac bei ſeiner Anwendung daher nicht gemacht werden 1555 Hakaphos, kann ſowohl in feſter als auch in flüfft⸗ ſantal ger Form bequem angewandt werden. In feſter Mork Form gibt man den Volldünger im Freiland am 112 9 beſten—10 Tage vor dem Auspflanzen. Zur Er⸗ 1 höhung der Wirkung iſt der Dünger möglichſt gleich, 1 Al mäßig über den Boden zu verteilen und durch Ein, Al(wie rechen unterzubringen. Man vermeide es, den Dün⸗ A2 e ger direkt auf Samen auszuſtreuen, ihn mit dieſem Lebte zu vermiſchen oder ihn unmittelbar beim Auspflan⸗* und J zen zu verabreichen. Man achte darauf, daß grüne werte Pflanzenteile nicht mit der Nährlöſung benetzt wer⸗ 95 den, andernfalls gieße man mit klarem Waſſer nach, 11161 Für die Höhe der Handelsdüngergaben laſſen ſic Keit keine genauen Rezepte geben. Man hat ſich nach 115 Klima, Bodenverhältniſſen und nach der Vordüngung i mit Wirtſchaftsdünger oder organiſchen Dünge⸗ könne mitteln zu richten. auf da 1 92 1 2 wied Kopfsüngung im Gemüſegarten Es kommt nicht ſelten vor, daß aus irgend einen 0 Grunde die Düngung vor der Saat oder Pflanzung tember ganz oder zum Teil unterbleibt; dann muß ſie in mit de 855 5 1 bende Form einer Kopfdüngung nachgeholt werden. der git Hierbei ſind folgende Geſichtspunkte zu berückſichti⸗ ſellſcha gen. Zunächſt hat die Kopfdüngung im Rahmen geſch einer Volldüngung zu erfolgen, mit anderen Ausna Worten: ſoweit die Kernnährſtoffe Stickſtoff, Kall und p und Phosphorſäure vor der Saat oder Pflanzung ahl un uicht(oder nur teilweiſe) verabreicht wurden, muß dlabſteie 5 8 0. 2 22 Mil die Düngung mit den zu ergänzenden Nährſtofſen Wirkel nachgeholt werden. 5 8 Wegen der vorgerückten Zeit wendet man natur 5 gemäß ſolche Handelsdünger an, die verhältnismäßig 1 5 855 1305 00 7—. 9 Streitf. raſch wirken. So gibt man von den Kalidüngern; 8 5. i einsobl zweckmäßig das 40proz. Kalidüngeſalz oder die behalt ſchwefelſaure Kalimagneſia, von den Phosphordüngern Sie h das Superphosphat(mit ſeiner waſſerlöslichen zugeben Phosphorſäure) und von den künſtlichen Stickſtoff⸗ pollerfü düngern den ſchnell wirkenden Natronſalpeter. haben Ferner ſoll man den Kopfdünger nicht eher verab⸗ 5 m. reichen, bis die Saat aufgegangen oder die Pflänzchen den 5 gut angewachſen ſind, weil dann nicht ſo leicht Be⸗ 05 1 ſchädigungen der Saat oder Pflanzung eintreten, ird Immer iſt auch darauf zu achten, daß der Kopfdünger 82 nicht zu nahe an die Saat⸗ oder Pflanzreihen geſtreut 3 wird. Auch vermeide man ſtarke Gaben von Kopf, eben dünger. Niemals laſſe man den Kopfdünger obenauf Fezulaz liegen, ſondern vermenge ihn durch Hacken oder auf 17 flaches Graben mit der Bodenkrume. Wenn irgend 1 55 möglich, iſt die Kopfdüngung auch flüſſig zu ver⸗ führun, abreichen. Hs. Konſegi durch d der den 05 1 unter fang de er ne Aktionä den, zu Aſtenkofer'sche ö abet g Wühlmaus- u. Maulwurfsfalle i 9 g, f falle mit Stellnoz und Haken Mark 90 Bedeut Badisches Samenhaus.7 V S 85 r Außer Oe legt erſt 1989 ab bettslof ſumente Abſat für Feld und Garten 8 nur erstklassig Rui 525 s 6, 10 600 er 1000 1 1 0 U. ö We Rh. Fritz Seidler, dannen Neerädterstraße 91 Fernspr. 28116 ae Staudenkulturen, Rosen-u Baumschule Lindenhof Joiner Beratung in allen Gerten- und Ffledhofanlagen nder Unterhaltung: Planung und Ausführung blumenrelcher dchbaum, Gartenschöpfungen Uzinger Besonderheit: Stein- und Staudengärten nach Farben- 5 Went harmonie— Trockenmauern 0202 merke 0 85 ö. 0 Constantin& Löffler's 5 Frar estyet erstklassige Gemüse- und Blumen- Same 8 8 sind gleichmäßig gut und preiswert 1% Reich Suüdd. Samenhaus C0! d 8 (Constantin 8 Löffler Mannheim wizhungſ F 1, 3 Breitestraße(neben Daut) 9% Schu 2 Heid 2. n f 9% Abm. gt Sen 80% 5 Aden. 90 ein. LE B INS EI non a 0 gar. reiner Leinölkitt 1785 Bad. R Obstbaumkarbolineum„ bel 0201 egi ichaell 2290 chaelis⸗ r. Z. Erledr. Berker Drogerie 8%.6 Tel. 207 40/1 2, 2. — — 329 — müſſen rſetzen. ält die Kern⸗ dali in 18, das beſon. können verden. flüſſi⸗ i feſter ind am ur Er⸗ gleich⸗ ch Ein⸗ 1 Dün⸗ dieſem Spflan⸗ 7 grüne zt wer⸗ r nach. ſen ſic h nach ingung Dünge⸗ 1 einem inzung ſie in verden. ckſichti⸗ ahmen nderen F, Kali natur, ingern slichen ickſtoff⸗ verab⸗ inzchen yt Be⸗ treten, bünger eſtreut Kopfe, benauf 1 oder irgend u ver⸗ Hs. 112 604) ionen begrenzt ſei. Die Rückgewinnung der Handlungs⸗ * 22 8 20. Juli 19 Josef Hofmann& Söhne A6. Nach Rücklagen-Aullösung kleiner Gewinnvorirag Die Joſef Hoffmann u. Söhne A G(Unter⸗ nehmung für Hoch⸗, Eiſenbeton⸗ und Tiefbau) Lu d w hafen a. Rh., n ihrem Jahresbericht u. daß das Baugewerbe 1 b werbeſchichten unter de Der Auftragseingang und te eine ganz un⸗ entſprechender Ge⸗ winne öglit Das Betrieb 35 168), ſonſtige Erträs doch iſt bei z 765 ſtrechnung nach f= ſo daß die Oergle j 10 5/ Abſchreibr auf Anlagen(78 936 ſondere Abſe bungen), 77 912(89 159)/ en und Steuern, 15 479/ Zinſen und 36 860 n Aufwendungen ergibt ſich rch Auflöſung ungen ein Gewinn von „V. nach Bilanzbereinig „der vor⸗ von Rückſ a ohne Gewinn getragen wi. und Verluſt). Aus der Bilanz: Hypotheken und Darlel wie i.), Kreditoren für Warenlieferun 5 Ak. unv. 223 000, Rücklage 1 unv. 22 000, Delkredere 58 000(—), andere Debktoren 154 444(14), Bankguthaben 4482(95 und Materialvorräte 15(22 890). Die Geſamtanlage⸗ werte errechnen ſich auf 408 003 008), oͤte darin lie⸗ genden Bilanzpoſten lind zum Teil auf 1/ abgeſchrieben. In der heutigen GV. wurde der Bericht ge neh⸗ migt und neu in den Ag. gewählt Direktor Valentin Ketterle(Wöllner⸗Werke⸗Rheingönheim). Rechtsanwalt Dr. Franz Roſenfeld⸗ Mannheim hat ſein Mandat niedergelegt. Wie ſich der Baumarkt in Zukunft geſtalten wird, könne nicht beurteilt werden. Große Hoffnungen ſetzt man auf das Beſchaffungsprogramm der nationalen Regierung A. Riebecksche Monfanwerke 48 Meder 4,2 VH. Dividende und großes Jubiläums- geschenk an die Belegschali Halle, 20. Juli.(Eig. Mel.) Der GV. am 27. Sep⸗ tember wird vorgeſchlagen, auf Grund des JG.⸗Vertrages mit der J. G. Farbeninduſtrie wieder 4,2 v. H. Divi⸗ dende auszuſchütten. Anläßlich des 75jährigen Beſtehens der Riebeckwerke und des 50jährigen Jubiläums der Ge⸗ ſellſchaft werden 360 0/ als Jubiläums- geſchenk an Arbeiter und Angeſtellte, mit Ausnahme des Vorſtandes, verteilt. In 1933 ſind Abfatz und Produktion nicht mehr zurückgegangen. Bei einer An⸗ zahl von Erzeugniſſen iſt ſogar erfreulicherweiſe eine Ab⸗ ſatzſteigerung ſeſtzuſtellen. Für die nächſte Zeit ſollen 2 Mill. Inveſtitionen in den Betrieben vorgenommen werden. Stahlverein erkennf Vorbehalf an Berlin, 20. Juli.(Eig. Tel.) In der bekannten Streitfrage der Couponhonorierung der Stahlver⸗ einsobligationen hatte die Geſellſchaft bisher einen Vor⸗ behalt der Gläubiger bei Zinsannahme nicht anerkannt. Sie hatte die Banken veranlaßt, Zinsſcheine zurück⸗ zugeben, wenn der Gläubiger kein Anerkenntnis einer vollerfüllten Leiſtung abgeben wolle. In dieſer Frage haben nun lt. K. Z. Zwiſchenverhandlungen ſtattgefun⸗ den, mit dem Ergebnis, daß die Verein. Stahlwerke jetzt den Borbehalt anerkennen. Es werden alſo jetzt auch Coupons mit Vorbehalt honoriert, ohne daß dadurch aber die bekannte Stellungnahme der Geſellſchaft berührt wird. lage 2 90 000(70 000), (J Mansfeld AG. für Bergbau und Hüttenbetrieb, Eis⸗ leben, 20. Juli.(Eig. Tel.) Die GV. genehmigte die Regularien für 1932 ſowie die Sanierung des AK.:1 auf 17,019 Mill.„ und den mit dem Reich abgeſchloſſenen Kupfervertrag per 1. März 1933. Generaldirektor Stahl erklärte, teilweiſe in Wiederholung ſeiner früheren Aus⸗ führungen, daß das Opfer für die Aktionäre nur die letzte Konſequenz der internationalen Preisentwicklung und der durch den Mangel an Schutzzoll verurſachten Unrentabilität der deutſchen metallerzeugenden Betriebe darſtelle. Man habe das feſte Vertrauen zur nationalen Regierung, daß unter Berückſichtigung der Verbraucherintereſſen eine Lö⸗ lung des Metallproblems gefunden werde. Die Gründung der neuen Kupfergeſellſchaft müſſe auch von den Aktionären als weſentlicher Fortſchrittt begrüßt wer⸗ den, zumal das Riſiko auf einen Höchſtbetrag von 0,5 Mil⸗ keiheit ſei für den Kredit der Geſellſchaft von erheblicher Bedeutung. Verlusfabschluß Neufang-Jaenisch Außerordeniliche Abschreibungen ergeben größeren Verlusſvorirag Saarbrücken, 20. Juli.(Gig. Tel.) Die Geſellſchaft legt erſt jetzt ihren Geſchäftsbericht über das am 30. Sept. 18g abgeſchloſſene Geſchäftsjahr vor. Die wachſende Ar⸗ leltsloſigkeit und die vielen Feierſchichten bei den Kon⸗ ſumenten verurſachten einen weiteren Rückgang des Abſatzes. Nach Durchführung der hierdurch notwendig rr heimer Zeitung 2 gewordenen Sparmaßnahmen konnte noch ein Brutto⸗ gewinn von 961 192 Fr. erübrigt werden. Da auch im neuen Jahr nicht mit einer Hebung des Abſatzes zu rech⸗ nen ſei und die allgemeine Wirtſchaftslage der Brauereien im Saargebiet eine weitere Verſchärfung erfahren hätte, habe die Verwaltung ſich entſchloſſen, den Riſiken bei den im großen Umfang angelegten Kapitalien der Geſellſchaft in weitgehendem Maße Rechnung zu tragen. Nach Durchführung einer ſorgfältigen Prüfung aller durch die heutigen Verhältniſſe mit Riſiken verbundenen Schuldnerkonten ſeien in der Bilanz große außer⸗ ordentliche Abſchreibungen vorgenommen wor⸗ den, und zwar mit 4,562 Mill. Fr., wozu noch die üblichen Abſchreibungen auf Anlagen mit 0,64 Mill. Fr. kommen. Unter Abrechnung des Betriebsgewinns und nach Heran⸗ ziehung der in der Bilanz vorhandenen Reſerven in Höhe von 18 Mill. Fr. verbleibt noch ein Ver luſt⸗ vortrag von 2,399 Mill. Fr. Im Abſatz des neuen „ Geſchäftsfahres ſei zwar der Rückgang noch nicht ganz zum Stillſtand gekommen, aber die Durchführung eines um⸗ fangreichen Sparprogramms würde dieſen Rückgang aus⸗ gleichen und für die Folge einen befriedigenden Nutzen ſichern. Die Verwaltung glaubt daher, den Verluſtvortrag in abſehbarer Zeit wieder ausgleichen zu können. * Württembergiſche Sammelſchienen AG, Stuttgart.— Wieder 5 v. H. Dividende. Die Geſellſchaft, die 9 württem⸗ bergiſche Ueberlandwerke verbindet und an der auch der württembergiſche Staat mit 26 v. H. beteiligt iſt, hatte ouch 1932 eine S 7 1, der Ertrag aus Be⸗ Noch Abzug aller Unkoſten ver⸗ t im Berichtsjahr ein Reinertrag von 175 916 (177 518), wovon dem Reſervefonds wieder 25 000/ zu⸗ gewieſen und auf das Ac eine Diyidende von wieder 5 v. H. ausgeſchüttet werden. ble Geschäfisschrumpfung am Effekfenmarkf Zurückhalfende Kundschaff, abgebende Spekulaſion/ Verlauf sfill und behaupfei Mannheim ſtill Der ſcharfe Rückſchlag an der geſtrigen Neuyorker Börſe veranlaßte auch die deutſchen Börſen zur Zurückhaltung. Die Tendenz war daher eher ſchwächer, was jedoch bei der Kursbildung kaum zum Ausdruck kam. Farben notierten wenig verändert 132,50 v. H. Von Nebenwerten waren BBC. ſchwächer. Von Brauereiaktien wurden Ludwigs⸗ hafener Aktien⸗Brauerei mit 76 umgeſetzt. Bank⸗ und Ver⸗ ſicherungsaktien blieben geſchäftslos. Der Rentenmarkb war behauptet. Neubeſitz war feſter mit 11,78. Goloͤpfand⸗ briefe unverändert. Frankfurt ſchwankend Die auf den amerikaniſchen Waren märkten eingetretene Baiſſe und der Kurseinhbr uch an der Neuyorker Effekten börſe auf Grund des feſteren Dollars blieben zwar kursmäßig an der hieſigen Börſe ohne Einfluß, aber ſtimmungsmäßig zeigte ſich doch eine gewiſſe Verwirrung. Da auch von der Kundſchaft nur ge⸗ ringe Aufträge zur Verfügung ſtanden, und der Reuten⸗ markt nach der geſtrigen Befeſtigung zum Tei merklich ſchwächer war, bekündete die Kuliſſe weit⸗ gehende Zurückhaltung. Indeſſen, die Grunoͤſtimmung war nicht unfreundlich, und bald nach den er ſten Notie⸗ rungen kam wieder eine beſſere Stimmung zum Durchbruch. Hierbei bot das anhaltende Kaufintereſſe aus dem Revier für Montanaktien der Geſamtbörſe eine ſtarke Stütze, beſonders die Werte der Stahlvereinsgruppe blieben beachtet. In der zweiten Börſenſtunde ſtockte das Geſchäft faſt vollkommen, etwas Intereſſe erhielt ſich für einzelne Montanwerte bei unveränderten Kurſen, dagegen bröckelten die übrigen Papiere meiſt 4 und Farben um 1 v. H. ab. Auch deutſche Anleihen und ſpäte Schuldbuch⸗ forderungen gaben erneut um A v. H. nach. Gold⸗ und Liquidationspfandbriefe ſowie Kommunalobligationen wa⸗ ren gut behauptet, zum Teil bis zu. v. H. höher. Tages⸗ geld war zu 3 v. H. unverändert. Berlin gehalten Nicht der geſtrige Kurseinbruch in Neuyork und die auf die Dollarbeſeſtigung ſchwachen Warenpreiſe, ſondern eine nach der Lebhaftigkeit der Vortage ſtärker auffallende Ge⸗ ſchäftsſchrumpfung war der Grund für die heute teilweiſe eingetretenen KRursabſchwächun gen. Da es an beſonderen Anregungen fehlte, war das Publikum nur mit wenigen Kaufaufträgen im Markt. Andererſeits trat die Spekulation, die von geſtern Wäre übrig hatte, als Abgeber auf, ſodaß ſelbſt die Marktgebiete, für die noch Kaufaufträge vorlagen, ihre Kurſe nicht immer voll behaupten konnten. 5 Für Renten war die Lage dagegen etwas günſtiger. Kursverluſte waren aber auch hier nicht immer zu ver⸗ meiden. Die deutſchen Anleihen und Reichsſchulöbuch⸗ forderungen büßten bis 2% v. H. ein. Am Geldmarkt hatte der rheiniſche Zahltag ein leichtes Anziehen der Sätze auf 436 bzw. 4 v. H. zur Folge. Privatdiskonte waren eher angeboten. Das Intereſſe für Reichsſchatzanweiſungen blieb aber beſtehen. Im Verlaufe ſetzten ſich zwar eher kleine Beſſerungen, für Aktien um 1 v. H. durch, das Geſchäft blieb aber weiterhin ziemlich klein. Nur Montane unter Führung von Stahlverein und Phönix und Reichsbahnvorzugsaktien fanden Beachtung, wobei mon bei letzteren von Sperrmarkkäufen ſprach. Am Markt der feſtverzinslichen Werte zogen im Ver⸗ laufe Hypotheken⸗Goldpfandbriefe um etwa 729, an. Kom. Pfandbriefe wieſen Steigerungen bis v. H. auf. Provinzanleihen ſtill, aber behauptet. Feſt veranlagt waren Staatsanleihen mit Beſſerungen bis 2 v. H. Ppung⸗ anleihe gewannen 32, die Wertbeſtändige büßte dagegen 1% v. H. ein. Induſtrie⸗Obligationen lagen bis 1 v. H. höher. Neubeſitzanleihe verloren aber gegen den Anfang 15 Pfennige. Der Kaſſamarkt war wieder recht un⸗ einheitlich. Am Markt der variabel gehandelten Ak⸗ tien wurde das Geſchäft gegen Schluß der zweiten Bör⸗ ſenſtunde ſehr ſtill, lediglich in Stahlverein und Phönix wurde noch etwas Material umgeſetzt. Die Kurſe blieben jedoch faſt auf der ganzen Linie behauptet. gehalten. J. G. Farben 32½. Dollar wieder etwas feſter Nachdem der Dol lar geſtern ſeinen bisherigen Tief⸗ ſtand mit 4,87 gegen das engliſche Pfund erreicht hatte, konnte ſich heute eine Befeſtigung durchſetzen. Gegen das Pfund zog er nach anfangs 4,81 ſprunghaft auf 4,72% an. Worauf dieſe Entwicklung zurückzuführen iſt, iſt noch nicht klar erſichtlich. Beruhigend dürfte aber der Hinweis gewirkt hoben, daß dos Bundesreſerveamt und das Schatz⸗ amt genügend Gold in Händen hätten, um zu einem paſſenden Zeitpunkt einzugreifen. Das engliſche Pfund zeigte keine ganz einheitliche Tendenz, blieb aber mit .2352 gegen Amſterdam, 17,20 gegen Zürich und 84,88 gegen Paris kaum weſentlich verändert, lag aber doch eher etwas feſter. Eine kaum veränderte Haltung zeigte die Reichs ⸗ mark mit 59,05 in Amſterdam, 123,30 in Zürich, 609 in Paris und 13,94%½ in London. Berliner Devisen Nachbörſe Ulskantsgtz: felchshank 4, Lombard 5, priwat 37% u. f. Umtlich in Rm. Dis- Parttätf 18. Full 20. Full für kont M. Geld Brief Geld Brief Buenos-Aires 1Peſo 7.782 0,928.932.928 0,982 Ranada itkan. Dollar—.198.797 2,793 2,827 2,833 Japan. 1 en 5,84 2,092.879.881.8704 0,876 fairo.. lägypt, Bid. 20,953 14,36 14,40 14.32 14.36 Türkei„ türk. Pfd.— 18,458.999 2,002] 1998 2002 London LSterl. 2 20,429 13,98 14,02 13.94 18.98 New Pork. Dollar 277.198.877 2,883.967 2,973 Rio de JaneirotMillr.—.502 0 234.236 0,234 9,286 Uruguay 1 Goldpeſo— 443.4 1451 1449.451 Holland 100 Gulden 3 168,79 169,68 170.02 169.63 1869,97 Athen 100 Drachmen 9.45.408 2,412 2,408 2,412 Brüſſel 100-500 3½ 59.37 39,59 58,71 59 58,71 Bukareſt... 100 Lei 6.511 2,466.492 2,488 2,492 Ungarn 100 Pengß 4½ 78,421]—.— e 8 Danzig. 100 Gulden 3 81,72 81.72 81.88 81.72 81.88 Helſingfors 100 FM 6 10.537.174.188 6,164 6,176 Italien... 100 Lire 4 22.094] 22,18 22,22 22,18 22,22 Jugoſlavientoo Dinar 7½ 81,00.195 8,205 5,195 5,205 Kowno 100 7 1130 5 7 41,79 95 11 41 Kopenhagen 100 Kr. 3 1 40 62,61.2 2. Alſſadon 100 Etude 8 45 12% 12½ 1288 2 Dslo. 100 Kr. 3 112,50 70.28 70.42 70,08 70.22 Paris.. 100 ffr. 2½ 16,44 16,45 16,49 16,44 16.48 Prag... 100 Kr. 3½ 12.488 12.52 12.54 12.52 12.54 Schweiz.. 100 Fr. 2 81.00 81.12 81,28 81.12 81.23 Sofia... 100 Lewa 9½ 3,033] 3,047.059.047 8,053 Spanien 100Peſeren 6.00 J 35,06 35,14 35,06 35.14 Stockholm 8 0 72.09 72,22 71.93 72.07 Eſtland. ö 71,43 71.57 71,3 72.57 Wien 100 Schilling! 5 46.95 47.05[ 46.95 47,05 Tüg. Gelo; 3¼½% und darüber, vereinzelt 4¼% Monatsgeld 57% Berimer Meiallbörse vom 19. Juli Kupf. Kup. Kupf.] Blei Blei Blei Zink Zink int 5 bez, Brief Getd e bez. Brief Geld dez. Brief Geld Sera.— 8378 53 25—. 20.80 19,75—,— 26.— 28,50 ebruar[—.— 84.28 53,50—.— 20.75 2025— 26.50 25,50 Mürz.—.— 35.— 84,——.— 21.25 2078„ 26 50 25.75 April..— 55.80 54.25—.—22.— 20.75—.— 26.75 26.— Mai. 55 50 54.75—.—22,.— 21. 27.23 26,25 3 00 55,75 85.——,— 22.25 21.—[—.— 2725 26.75 Juli. 52,50 52.78 82 50—,— 22. 18.——— 2429 23,75 Auguſt.— 52,50 52.— 325 18.25 24 25 23,75 Septr.. 52.75 52.25. 1 8 5 2 Oktober“—— 58,.— 84,75. 5 Novemb 52.75 63.— 52,75- Dez.. 58.— 53.25 58.——.— Londoner Meiallbörse vom 19. Juli Metalle 6 per To. Platin( per 20 Dunces) Silber(Pence per OQunce Kupfer, Standard 38,35] Zinn, Standaro 218 0 Aluminium. 3 Monate 38 55 3 Monate 212.7] Antimon Settl. Preis 33,25 Settl. Preis 212,7] Queckſilber Elektrolyt. 42.80 Banka 219.2 Platin beſt ſelecied 42, Straits. 218.2 Wolframerz ſtrong ſheets—.— Blei, ausländ.. 1350 Nickel El'wirebars 42 50 Zink aewöbulſch 185.7 17.25 Weißblech Rurszettel der Neuen Mannh Mannheimer gtftektenbörse 3 Lahme... 1238 12% Berliner Börse VVV 5 19. 20. 19. 20. Industrie-Aktien ede Gai, 5050 81.— 19. 20. e 19. 20. Eletr. Licht u. K 104.2 102.5 Maſchln.⸗Antern. Bad, St⸗ N. 2 85.— 85.— 1 59— 58.—„ RMitterbr.—.——— Fudwigsh. Walz. 89,50.. armſt. u. K... Engelhardt. 106.0 106,0 Markt u. Kühlh. 50%, Kom, Gd. 90.— 80.— 1 76.— 76.—. 95. 83. Nainkrafewerke. 84. 8880 Pestusrzinsliche Werte Di- Maische Bt, 1050 1050 Enger Unten 78 esch bien e,„ 78. 78.— Ludwigs. Walzm. 68.— 69.— 17751 München 220.90 220,0 Metallg. Frankf. 58. 55.— 6% Reichsanl. 27 98.— 63.25 Deutſche disconto 54.50 55. Eſchw. Bergwerk—.— 213.0 Maximil.⸗Hütte 1 e 80,— 60.— Pfalz. Mühtenw. 74.— 74.— Mainzer Brauer, 195 1 55 Miag, Muss 5 5 50.— 0 1 755 41 75. 5— gate eite e 55 e m. Gold 64.— 65.— Pfälz. Preßhefe. 83.— 83.— Schö„Bindg. 158, 0 5* 84.8.„ ohne 1.„. 5 1 uind 50 1 ez Söhne 1199 9— 68— ff Eicke. B. 0. 9850 8880 eee nenn Gena ch.. 2.— Dechugzediee 7s 7e Neinungergorot, seg 70— Faldaſle paper 31 300 Mag Mühen Ae 28 155 15 N 1 175 1500 5 Brauerei. 78.— 1 Rhelnelektradd.„ e Nee 7 1675 175 15 4 Gulll. 80.88 50.75 Mimoſa 16, 0 Schoarß Swe 5 ergern!:.78 22„„ St. A.—.—% Erkr Mh. K.—.——.— Alllanz Allg 4 2080 205 0 Ford Motoren 45,— 48,— Mix& Geneſt Aae dd 6— 12.— Sellin Wolff. 15.— 12.— ff ge,.25 22— Reder, Gebe. B. 50. 80.— de Roggenmert.. Alllanz Leben. 198.0 198,0 Gebhard Textil.—.—. Müblbeim Berg. Kane genden 88— 88.— Fͤdd. Jucer: 1810 1810 Jenin Bug..—— Matgerzwerte. 80 2s 5080 5%okvagenrentd 480 8880 eee dene; e dee gamen . 5 f 5 2 ere 12 8 5 1 1„Eiswerke Daimler⸗ He 81,— 81.— Verein Stſch. Hel. 64. 684. Jaſt Nürnberg.—.——.— Schnellpr aße—%% P Cir. Bd.] 90.50 81.— Industrie-Aktien Gelſenk. Bergwt. 64.65 64.85 Nordd. Ei 45 ſtereg. Alkali. 128.58 125.8„Beſi.50 Schramm Lack..—.——.— 6½% bo. 8 Gentchow& Co.—.——.— Oberſchl. E. Bed. ee ee, e 21. Jelſtef meldpof 40s 405 ron oben 8 Wc Scheren Jos Js 0 db ufer. Js 54 9 5 geen tete 1700 1b Genn, Ford 74059 785 Oberſcht. Kota. zulacher Hof, 81— 51.— Zellſtofß 5 40.75 Brown Boverf.. 5 0 P. Ob. f 84,— 84. 5 Po cüaumſFerger 63.— 68.— Badiſche Bank 106,0 106,0 Cement Heidelbg. 98. 2 25 Seilinduſt. Wolff 18.15—— 6%„„ 21 83.50 84,— An„„ 90.50 8 Gerresheim-Glas 4150 42,— Orenſt& Koppel Tanger Unton 72.— 72.— Diſch. k. u. Dise. 84.80 84.30 Karſtabdt 77. 1. Siendend u dalske 189.0 182%„„ 20 70.25 72 25 Allg. Elektr. h. 22.50 22,25 Geſ. f. elektr. Unt, 6850 95.50 Polyphon 0 nion 72.— 72,.—Itſch. Bk. u. 5 1. 50 Süd. Zucker„. 1510 1580 3% Mexikaner.— 6˙.— Ammendorf Pap 56.——.— Goedhardt Gebr. 55,25 59.—. eren e n e 75 1 100. 25285 8 Tricot. Beſigheim„ Anhalt Koh lenw. 76 50 77.28 Goldſchmid, Th 48,— 49,75 dbu Bergbau e ee e 1 d Kine dog Woo dee 50 75 80 5 Tölke dieß Heth 69. 70 4% gg. Shag 1450 140 gg. na 1. gen 2 2 5 geen 6 6. Snort s. 11870 150 Maunb. Berſicl. 23.— 28.— Di. Atlan T. 1110. Ver. Chem And.———.— 9 r Kronen. des.—.. Masch 78.— 68.— Geer Broßnann———— hein dee l 175. FFF) der denlſch if; nm.. Grün& Bilfinger—.——.—„Bran Dt Eiſenhandel.—.—. 5 an 4%„conv. Rente.20.20] Halte Maſchinen e= Gruſchwig Teziil Rhein. Elektrizit. frankfurter Börse S. Gold.8 ein. 171) 1717 Beſgt r Hoffer 5%, Sie. 1d—— Fader Neteene lde ddr Gand derte 1 Festverzinsliche Werte] Bank- Aktien Di. Ainetenm, 19 21 Polſb Seil. u K. 25.—. 4 Ban-. 20—.— ae e dee e Saen 50 Rhein.. Kalk: 8, Berto(Hold) 63 85.— Aug d. Eredit 468.7 Dt. Verlag.. 70. 70.—] Wanß&. freitag———.—, 4% Türk. Ab, An..88.80 J. P. Bemberg. 52.— 51.30 Halleſche Maſch Roſitzer Zucker Keichsanl. 88.— 83.— Sadiſche Bank 168.5—.— Dresd. Schnellpr. 21.25—.— W. Wolff e, en= 4%„ Bagd.⸗E. e.75.— Bergmann Elekt. 10,50] Hammers. Spinn Rückforth. Ferd. 75.— 88, Di— 22.— Zellſtoff Aſchſſbͤg 18.75—. 0. f—.——— bann M.& Rütgerswerke. den ane e e Fuer wc e, dene 88 2850 FFW Sachſenwert 35 ſanw..——,— Barmer Bankver.—.— e Dyckerb. K Widm.—.— 13. 5 5* e„Bollobl.„ 5 exl, Karls. Ind a„500 Harburg Gu. achſenwerk bfungſch. II. Bayr. Hyp. u. Wb. 62.— 62,— El. Licht u. t—.——.—„ Waldhof,.„400 Fr. os.50.30 Berliner Maſchb 70.— 69.25 Harkort St.⸗Pr. Salzdetfurth 5 5 1 1105 11 75 Verl. Handelsgeſ 90.25 89. Kern le rung 8750.50 ufa(Freivert)„% Ung. Str. 13——.78 Braunk u. Brikett 163.0 182.9 Harpener Bergb. S 5 90 Schung 14 720.10 Com. u. Privatb 50.— 50.25 Emag Frankfurt——. Raſtatter Wagg 7— 7. 5½%„„14—.— 5. Jraunſchw. A. G 202.5 401,0 lier fe.—.— 280 Schl. 5 u Gas JJ%%%%%Vh0(. 24.— 2 8 l 4% a mene, 8e dag rener ten f 2 Finden s& Auff 54.75 58.— Schere ren en d e Sd 8 Deere r e Eher Sen. e montan- Alen 7 lnete.1 2480 24 25 rener ale D de ie dee dr 3 Sanders sage e n e 8 D. eſetten Hanf 8— 3980 95 00 Se 45 79752 ee„%%% 36 16 en dhe e 0 9 5 1 67.— J. G. 85 b 5 weil.„ 5* 5 78,— 75.— f ultheis, t 2 5 1525 D Kebeaſer. Bent 2— 83 59 0%„ Pendz 20 116 5 1452 Sehen. Lerew s 54% e mrstell. 420 Saber Eile 20%. ehen e. Siemens Faist⸗ et ba 21 70 1, Dresdner Jank 49.50 48.25 Feſumech. Jetter 38.— 36, Horpener Berzw 7— 5 1 Keaton mae 1517 1070 Fan aan. 0 ll. 38.80 8250 Sinner A. Ae d 150 700 Frankf. Bank..25 81.25 Fell Guilleaume 50,50. 15 9 1010 14.9 ransport-Aktien a e 64,— 83.35 885 1545 1 Stone Cham. 9 S f 8. nkf. Hyp.⸗Bk. 67.50 68 fil—.— 84.25 Ilſe Bgb. us. f. Verkehrw.— u 5 toehr Kammg, d T5. 47 2 8025 al chene. S l dag ber n Ke: 2. Shen Men, h de Auen e e Siaßzetger. 9% Grt 5. 83 50 68.78 Pfälz. Hyp.⸗Br. 62.80—— Gritzner M. Durl. 21.——.— Kall Aſchersleben 1780 173.0 Süß. Eiſen bahn 1 1 1815 173.0 Kahla Porzellan.——,— Südd. Immobil. F c dg 7880 74.— Reichsbank. 1497 180.0 Grin Hiszurl. 1840—— Kalt Salzdelfurtd.3 Baltimore Ohie e, Hiſp. Ehade, 8 Kaliwk. Aſchersl. 1280 12% Zucker ch Grün& Bilfi 84 159.2 156.8 ch Nee 18 77 80 ben Hop ⸗ör W885 400 5 an l e e 4 11 791 Weſteregeln 128.9 5 Canada Abliefer 882 8„ Keane„ 80 8815 Jbdrrg der ele 70 9 8450 8450 Südd Boden.⸗E ee ge Hanfwerk. Füffen 83, 38.— flöckner Hapag. löcknerwerke. 60,— 58,15 Tietz, „ 0 84 50 84500 Wiener Banter 080.80 Steer Arcen e eee ie e ee e 180, Daumler groteren 21,40 50e C 6 Knorr.. 1780 Trenszabe ard edle ans! Die De Württ. Notenbl... Hirsch Kupfu m 75.5 Nensfelder. 2489 2850 Hana Dichiff 18.88.28 Diſch.⸗ Atlan 110. 5 8 jTVVJVVJJV%%%oSE ß e 3, Lig. 350 86 Mannb. Verf ee e, Holzmann Phil 55,15 54.— Stadſeinen des ie. 5 65.78 65,75 Kölitzer Kunſtied 68,50 56,50. iet are , gr B. B. Lig.—.— Phi bau 39,30 4125 8 Deutſche Kabelw 65.75 65,7. F. Disch Nickel b. 85 555.9 8 5 Transport- Aktien Aang———— Fee 61 4180 8745 8. 1 Sc ge 44,50 45,—„= 1 8250 8— 5 r—.—— ſtahl. 5 1 J. erte 87, 5 Steinzeug——.. 3 8. 8 88 1 6 7 5 5 40,50 41.— 5 Pede 188,0 Bonk f Hraueret.50 86,25 Deutſch. Eiſenhdl 45.— 44.— Kyſſhäufſer Hütte—.„. Schuhf. B.& 9 Heldelb Straßend 16.18 16.— Knort Heilbronn—.—. Tellus Zergban—— de, Barmer Bankver—.—. Trezd Schnellyr—— 21.18 Lahmenger 4 Co 1240 124.9 Ber. Stahlwerke 85 85 90 Nord Lloyd. 18,.— 5 rr 5—.——— D u. Laurahültt, 17. 10.50 Berl, Handelsgef. 8850 99.— Dürener Meral„ 64.— Laurahüfte.. 1,50 16.85 B. Stahl. v. d. Zyp 5— 0 e 2 785 5 8 13 5 5 5 de. der Stoblwerkt 80,80 40 75 Som u Privibf 50.50 50.25 Dürkeppwere——. Linde sSiemaich 71.— 76.— Der Attam aten * 2 5 8 W Aktien und A Eiwas abgeschwächier Geireidemarki * Berliner Produktenbörſe vom 20. Juli.(Eig. Mels.) Obwohl der Preisein bruch an den ſe e ſchen Getreidetermin märkten ſtimmungsmäßig einen Eindruck mach im Getreideverkehr heute erneut 11 vom Mehlmarkte fehlten w H. I Inlandsangebot völlig ausreichend, ſie Im Lieferungs geſ erhältlich waren, lauteten geſtern. temberſichten verſchiedentlich Intervent jedoch gaben die Notierungen trotzdem um 1 Hafer markte waren die Preiſe für gute Qua hauptet, während geringe Sorten vernachl Das Angebot in Wintergerſte hatte ſich Forderungen und Gebote woren aber noch ſchwer klang zu bringen. A ich notiert wurden: Märk. Roggen 158. Wintergerſte 151—57 matter; Märk. Hafer 198 51 22,75— 26,90 ruhig; Roggenmehl ruhig; Weizenkleie 9,30—9,40 ruhig; Roggenkl ruhig; Viktoriaerbſen 24— 29, 22) Futtererbſen 13,50—15; Peluſchken bohnen 1415,50; Wicken 14,2510) Luf etwa 1 ten bis 14; dto. gelbe 1617,50. Einſchl. Monopol⸗ tierten: Leinkuchen 14,50—14,7 Eroͤnußkuc 5 14,80; Erdnußkuchenmehl ab Hbg. 15,4 8,60—8,70; Extr. Sojabohnenſchro 1 Stettin 14,30; Kartoffelflocken Früthkartoffeln(Erſtlinge a Tendenz ruhig. Handelsrechtliches Weizen Juli 190,50—91; Sept. 190 u. G. bis 65,50; Sept. 160. * Mannheimer Produktenbörſe vom 20. Juli.(Eigen⸗ bericht). Der Eintritt guter Witterung und Zuſammen⸗ hang damit, die günſtige Beurteilung der ſtehenden Ernte, hat die ruhige Tendenz am heimiſchen Brot⸗ getreidemarkt verſtärkt. Mehl war in der Preislage geringer Nachfrage unverändert. Bei Futtermitt die Feſtigkeit für ölhaltige Ware an. Im nichto Verkehr wurden folgende Preiſe genannt(in% 100 Kilo netto, waggonfrei Mannheim, bei Wo egzug Inl. Weizen alter 20,75 dto. neuer 2020,10; Roggen nord. 18,50; inl. Hafer 16; Braugerſte ohne Angebot; neue Wintergerſte 16,50—17; Futtergerſte 165 Mais 20,5021 Biertreber 12,75—13; Erònußkuchen 15,50; Rapskuchen 14,50 bis 12, Pa bis 14,25 8 zenmehl Spez. 0 mit Austauſchw. 31,7592; dto. aus In⸗ landweizen alte Ernte 30,50; to. neue Ernte 29; Roggen⸗ mehl 70—60proz. nordd. 23,25. 24,50; to. pfälz. und füdd. 24,50—25,50; Weizenkleie, feine 7,70— 7,80; Roggenkleie 8,50 bis 8,75; Weizenfuttermehl 10,75; Leinkuchen 15,5016. 902 O Keine Erhöhung der deutſchen Weizeneinfuhr. Ber⸗ lin, 20. Juli.(Eig. Meld.) Zu der Londoner Meldung über eine Einigung der europäiſchen Weizenlät wird von zuſtändiger deutſcher Stelle mitgeteilt, daß Hieſe Einigung lediglich auf die Tagesordnung für die Beratung bezieht, die im September in Genf ſtattfindet. Im übrigen wird in dieſem Zuſammenhang hinzugefügt, daß irgendeine Erhöhung der deutſchen Weizeneinfuhr nicht zu⸗ geſtanden worden iſt. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 20. Juli.(Eig. Meld.) Anfong: Weizen(in Hl. per 100 Kilo), Juli—; Sept. F Nov. 4,90; Jan. 5,05.— Mais(in Hfl. per Laſt 2) Okt. Mehl un. Okt. 5,10% (6,1 /½); Dez. 6,096(6,34); März—(6,594); Mehl un. * Magdeburger Zucker⸗Notierungen vom 20 i Meld 5 5,20 B Nov. 20 Ballen; Meld.) Bremer Baumwolle vom 20. Juli.(Eig. Micdl.(Schluß) 12,85. * Amerik. Univerſal. Stand. * Liverpooler Baumwollkurſe vom 20. Juli. (Eig. Meld.) Amerik. Univerſal. Stand. Middl. Anfange Juli 606; Okt. 608610; Dez. 615; Jan.(34) 6146157 März 621; Mai 623625; Tagesimport 8000; Tendenz ſtetig.— Mitte: Juli 610; Okt. 614; Dez. 617; Jan. (4) 619; März 629; Mai 627; Juli 630; Okt. 633; Jon. (85) 637, Mürz 640; Mai 648; Loco 635; Tendenz ſtetig. * Klein⸗Viehmarkt in Maunheim vom 20. Juli. Zu⸗ fuhr insgeſamt 921 Stück Im einzelnen wurden zugefahren 4 Kälber, nicht notiert. 25 Schafe, nicht notiert, 133 Schweine, nicht notiert, 756 Ferkel und Läufer. Ferkel bis 4 Wochen—11; dto. über 4 Wochen 12—14; Läufer 15 bis 18. Marktverlauf: Kälber, Schweine, Schafe nicht no⸗ tiert. Mit Ferkeln und Läufern ruhig. * Weiſenheimer Obſtgroßmarkt vom 20. Juli. Es notter⸗ ten: Johannisbeeren—10, Stachelbeeren grün 10—12, rot —14; Pfirſiche 12—25; Aprikoſen 2528; Pflaumen 187 Birnen—10; Weichſelkirſchen 2022; Aepfel 20253 Zwetſchgen 22—24; Bohnen—10 Pfennig. Die Anfuhr betrug 520 Zentner. * Gebr. Dix AG., Gera. Die mit 1 Mill./ kapitali⸗ ſierte Geſellſchaft, die bekanntlich weſentlich an der Mo⸗ r itz Jahr A G. beteiligt iſt, weiſt nach 0,192 Mill. I Ab. ſchreibungen(i. V. 0,039 Mill. /) einen non 5808 auf 8605 Mark erhöhten Gewinnvortrag aus. 5 N 19. 20. 3 leihen in Pt eimer Zeitung 19. 20. 19. 20. bel Stücke-Notierungen in Mark je Stück Dynamit Truſt. 83.75 69,50 Dyckerhoff& Wid 12.25 12.50 Dortm. Actienbr.———.— Carl Lindſtröm Lingel Schuhfabr. Magirus.⸗G. 19. —.——— Vogel Tele, =—.—Vogtländ. Naſe Bofgt& Haeffner———.— Wanderer Werke 92,.— 90.— We ene 125.5 125,0 Weſtf. iſen 75.50 Wiſſener Metall, 79.— 7450 3650.65 ellſtoff Waldhof 40,85 40,75 Heutſch⸗Oſtafrika 40,80 41.— 2——.— Neu-Guinea.. 140.0 Otavi Minen„„ 14,28 14.25 Fortlaufende Nollerungen(Sehlußz) Accu 1700 1705 Sahmeyer& Co, 124,0 ABB 35,75 Laurahütte. 17.50 Asch Glektr. Geſ. 22,50 Leopoldgrube. 40,75 Aſchaffenb. Zell. 21.50 Mannesmannrd. 68,85 „ Bager. Mot.⸗W. 129,1 Mansfeld.⸗G. 25.50 37.— 105 Vemberg 51,75 Maſchtnenbau⸗ U, 47.— 27,78 Jul. Berger Tiefb..— din Mapimiliansh.. 0 Berlin⸗Karlsr. J. 78.— Metallgeſellſchaft 8 Maſch. 177 95„Montecatini“, raunk. u. Brik.—,— 1 —— Oberſchl. Koksw. Zremer Weweg. Orenſtein& Kopp Buderus Eiſenw. Bhbniz Bergbau e Polophonwer be 28, Comp. Hiſpano. 9 Lon umme. Ader e „—Continentalegin. N 1 Datmler Benz.⸗Weſtf. Elektr. 85,.— 7 55 8 1 Rütgerswerke eſſauer Gas 8. Deutsche Erdöl Schleſ erg. 24 Deutſche Kabelw, 6 S 5 5 u. Gas Deuiſche Linol Schuler Saler Deutscher Eiſeng Schuckert& Co. Dortim Unton.⸗B e 2 Eintrachtdraunt Stemens Halske Elektrizſtäts⸗L.. 89,. El. Licht u Kraft Engelh Brauerei 5 G. Farben Feldmühle Pay Felten& Guill 19. „59.— 19. 20. Freiverkehrs-Kurse Petersb. J. Habt.- Ruſſenbank Deutſche Petrol. Burbach Kali Diamond....75 n 2 S 61.50 16,35 — eckarſulm, Fahrz 9.— 2 loman Salpeter—— Südſee Phosphat Ufa⸗ſrülm * Stöhr, 4 Stolberger Zin 5 Sübd. 5* Thür. Gas 5 Leonhard Tietz Ver. Stahl Seiten Berat 80 Loge Teige Geffüre 1. 7 Weſteregeln Alkali —.— 2 Th 48 25 115 Zellſtoff Waldhof Hambg Elek. Bank elettr Werte. Harpen. Bergbau Bank für Brau. 86 ee 167 Reichsbank. olzm„ A. G. fü Hotelbetriebsgeſ. Angehte Fete lſe Bergbau 158.0 D Reichsbahn B. lſe Genußſch aßag ebr. Junghans h Süd. d Kalt Chemie— 7 Dampfſch orded. Lloyd Dtani Minen 1000 10 15,40 — 1e 16.15 14,25 125.0 r. Kali Aſchersleben 0 15 9775 I bckner Werke 14.55 Donnerstag, 20. Juli 1999 8. Seite/ Nummer 329 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe S 1 Bedensee- 58329 meraugen 15 Mein lieber guter Mann, unser treubesorgter Vater und Großvater Meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe Mutter 2 ö EI f* h En ferllen aus 0 II. und Schwiegermutter, Frau 5 5 I— Pfund nur 90 Pig. err Georg WInter Magdalena Pflenning seelische b Haupilehrer I. R. geb. Diemer Neue Matjesheringe wurde von seinem langen, schweren, mit großer Geduld ertragenem ist 81211 d tet im 58. Lebensjah Leiden im Alter von 66 Jahren erlöst n e e eee ee e 5 e Mannheim(Landteilstr.), Heidelberg, den 20. Juli 1933 Mannheim(U 1. 10, den 20. Juli 1088 1 5 N 1 Im Namen der Hinterbliebenen: TLernsprecher 43224 1755 Frau Kafh. Winfer geb. Weinsheimer jedrich pfenni Ia. Welg weln 65 Pfg.8 Heſch Dr. Herberi Winſer Friedrich Pfenning Erſtkl, Obstwein 28 Pfg. 00 Pf Frau Anne Winfer geb. Lang Friedrich Pfenning jr. u. Frau p. e 9 17. 5 hofſtr und Enkelkind c 5 d 2 Gig Fianten Rach dieſem milchigen e 8 g 8 8 Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. Juli 1933, 4— Die Einäscherung fand im Sinne unseres lieben Entschlafenen in alle 3½,Ä U 2 N ffh 1 F 5 i Stille statt.— Von Kondolenzbesuchen bitten wir dankend aßsshen. e 1 8 ö Ihr Bild 1 aller 0 f ligen l bad Mi zu wollen. 8 6 Poſtkarten 4.50 an Schneiden Sie niemals ein Hühnerauge,— Berliner Ateſſer U 3,8 Es iſt gefährlich. Um ſie ſchmerz⸗ unß 5 gefahrlos los zu werden, fügen Sie Wohnungs⸗ u. Büro⸗ Saltrat Rodell dem Waſſer zu, bis es wie umzüge durch Prom⸗ Milch ausſieht. Wenn Sie Ihre Fuße in wersberger, D 5, 10. dieſes milchige Bad ſtecken, werden die 4177 Hühneraugen weich, ſo daß Sie ſie mei D K Umzüge u. ſonſt kleine mit Wurzeln und allem vollkommn Danlsagun mksagung Lohn⸗Fuhren macht ſchmerzlos herausnehmen können. Durch Quang 5 1 5 bill. u. prompt 4138 Ueberanſtrengung entſtandene Schwellyn⸗ 4 5 Für die vielen Beweise herzl. Teilnahme und L. 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