erer Erſcheinungsweiſe: Täg lich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: grel Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. ob pig Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ bofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, Ne rledrichſtr. 4. Fe Hauptſtr. 63, WOppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1 eue Mannheimer Seil Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchriftt Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Y. Anzeigenpreiſe: 32 mm breite Colonelzeile 40 Pfennig, 79 am breite Reklamezeile.50 Mk. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Zahlungseinſtellung, Vergleich oder Zahlungsverzug wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen ufür fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 23. Juli 1933 144. Jahrgang— Nr. 333 Spendet für die Opfer der Arbeit! Das Reichskonkordat Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 22. Juli. Das Reichskonkordat hat folgenden Inhalt: Die Vertragſchließenden bringen einleitend ihren Willen zum Ausdruck, das Verhältnis zwi⸗ ſchen der katholiſchen Kirche und dem Staat für den Geſamtbereich des Deutſchen Reiches in einer beide Teile befriedigenden Weiſe dauernd zu kegeln. Beſonders wichtig ſind zunächſt Artikel 1 und 2, die wie folgt lauten: Artikel 1: Das Deutſche Reich gewährleiſtet die Freiheit des Bekenntniſſes und der öffentlichen Aus⸗ übung der katholiſchen Religion. Es anerkennt das Recht der katholiſchen Kirche, innerhalb der Grenzen bes für alle geltenden Geſetzes ihre Angelegenheiten ſelbſtändig zu ordnen und zu verwalten und im Rahmen ihrer Zuſtändigkeit für ihre Mitglieder bindende Geſetze und Anordnungen zu erlaſſen. Artikel 2: Die mit Bayern(1924), Preußen F ba und Baden(1932) abgeſchloſſenen Konkordate bleiben beſtehen und die in ihnen auerkannten Rechte und Freiheiten der katho⸗ liſchen Kirche innerhalb der betreffenden Staats⸗ gebiete unverändert gewahrt. Für die übrigen Länder greifen die in dem vor⸗ liegenden Konkordat getroffenen Vereinbarungen in ihrer Geſamtheit Platz. Letztere ſind auch für die oben genannten 3 Länder verpflichtend, ſoweit ſie Gegenſtände betreffen, welche in den Länderkonkor⸗ baten nicht geregelt wurden oder ſoweit ſie die früher getroffene Regelung ergänzen.— In Zu⸗ kunft wird der Abſchluß von Länderkonkordaten nur im Einvernehmen mit der Reichs ⸗ tegierung erfolgen. In den folgenden Artikeln legt das Konkordat ſeſt, baß wie bisher ein Apoſtoliſcher Nun⸗ tius in Berlin und ein Botſchafter des Rei⸗ ches beim Heiligen Stuhl reſidieren wird. Dem Heiligen Stuhl ſowie den Biſchöfen uſw. wird die ſreie Korreſpondenz zugeſichert, Hirtenbriefe, Anweiſungen, amtliche Diözeſanblätter im Rahmen kirchlicher Zuſtändigkeit können ungehindert veröf⸗ fentlicht werden. 75 In Ausübung ihrer geiſtlichen Tätigkeit ge⸗ nießen die Geiſtlichen den Schutz des Staates gegen Beleidigungen und Störungen der Amtshandlungen nach Maßgabe der allgemeinen ſtaatlichen Geſetzgebung. Kleriker und Ordensleute ſind frei von der Verpflichtung zur Uebernahme öf⸗ ſentlicher Aemter und Obliegenheiten entgegen dem kanoniſchem Recht. Zur Annahme einer Anſtellung oder eines Amtes im Staat uſw. bedürfen Geiſtliche des Nihil Obſtat ber Genehmigung) ihres Diözeſan⸗ ordinarius. Es iſt jederzeit aus wichtigen kirch⸗ lichen Gründen widerrufbar. Die weiteren Beſtimmungen ſchützen das Amtseinkommen der Geiſtlichen vor Zwangs⸗ vollſtreckung(genau wie bei Beamten), Gerichts⸗ und andere Behörden können über bei der Seelſorge anvertraute Dinge keine Auskünfte fordern, der Mißbrauch geiſtlicher Kleidung oder des Ordens⸗ gewandes ſteht unter derſelben Strafe wie der Miß⸗ brauch der militäriſchen Uniform. Die gegenwärtige Kirchenorganiſation bleibt beſtehen, die etwaige Neueinrichtung eines Bistums oder einer Kirchenprovinz bleiben der Vereinbarung mit der Landesregierung vorbehalten, gegebenenfalls mit der Reichs⸗ regierung. Dagegen können kirchliche Aemter rei errichtet und umgewandelt werden, wenn Staatsmittel nicht beanſprucht werden. Die Gemeinden, biſchöflichen Stühle, Bistümer und gapitel, Orden und religibſen Genoſſenſchaften, lirchlichen Anſtalten, Stiftungen und Vermögens⸗ fücke behalten bzw. erlangen die Rechtsfähigkeit für En ſtaatlichen Bereich nach den allgemeinen Vor⸗ chriften des Rechts. Nach Artikel 14 hat die Kirche grundſätzlich das lteie Beſetzungsrecht für alle Kirchenämter ohne Mitwirkung des Staates, ſoweit nicht durch die in Artikel 2 genannten Konkordate andere Verein- barungen getroffen ſind. Bezüglich der Beſetzung von liſchöflichen Stühlen findet auf die beiden Suffra⸗ dan⸗Bistümer Rottenburg und Mainz, mie auch für das Bistum Meißen, die für den Metropolttanſitz Freiburg getroffene Regelung ent⸗ brechende Anwendung. Außerdem beſteht Einver⸗ nehmen über folgende Punkte: 1. Katholiſche Geiſtliche in Deutſchland müſ⸗ en deutſche Staatsangehörige ſein, ein deut⸗ ſches Reifezeugnis haben, an einer deutſchen deer an einer päpſtlichen Hochſchule in Rom din dreijähriges philoſophiſch⸗ thevlogiſches Studium abgelegt haben; 2. die Ernennung don Erzbiſchöfen, Biſchöfen uſw., wird erſt Die Ehrenpflicht aller Deutſchen In die Freude an dem erſten Feiertag der nationalen Arbeit fiel die erſchütternde Kunde von dem Bergmannstod ſieben deutſcher Berg⸗ arbeiter. Reichskanzler Adolf Hitler rief damals zur Errichtung einer „Stiftung für Opfer der Arbeit“ auf, aus der in Zukunft die Hinterblie⸗ benen aller deutſchen Arbeiter, die in ihrem Beruf tödlich verun⸗ glückt ſind, unterſtützt werden ſollen.„Es darf nicht mehr vorkommen, daß in Zukunft ſolche Opfer der Arbeit auf die knappen Leiſtungen der öffentlichen Fürſorge an⸗ gewieſen ſind. Es iſt vielmehr eine Ehren⸗ pflicht aller Deut⸗ ſchen, insbeſondere aber der Begüterten unter ihnen, hier ihr Beſtes und Möglichſtes zu tun.“ hieß es in dieſem Aufruf. Der Widerhall war ungeheuer. Hunderttau⸗ ſende von Deutſchen aus allen Gauen des Reiches und aus dem Ausland, So reich und arm, alt und i e f„ 5 mals auf den dem und bekefligken i 2 A. feen, Hilfswerk zu Grunde 111 1 e 2 7 liegenden großen Ge⸗ „ 1. 5 danken der Volksgemein⸗ .„„ 8 ſchaft hin. Das Bild kinder ſammelten ihre wird denjenigen Spen⸗ Spargroſchen Vereine.— dern übermittelt, deren erhoben Umlagen. Un⸗ Gabe ohne 9 endlich viele opferten A en didte auf die Höhe 1 115 0 5 13 des Betrages ankommt ae; 5 Fe, ee, eine opferbereite Betäti⸗ Tauſende großzügiger See. 7 gung 5 Gemeinſchafts⸗ Spenden von ſeiten ein⸗ zelner und von Unter⸗ nehmungen(ſo 50 000 9 5 Reichsmark der Reichsbank und 55 000 Reichsmark des Kali⸗Vereins) gingen ein. Die Arbeitsfront ſtiftete 100 000 Reichsmark, die Beamtenſchaft ſo⸗ gar 150 000 Reichsmark. Die größten Spenden kamen 11 aus der Induſtrie: es ſind dies je eine Mil⸗ lion des Zechen⸗Verbandes in Eſſen und der nordweſtlichen Eiſen⸗ und Stahlgruppe. Der Deutſche Fußballbund veranſtaltete zugunſten der Stiftung die Meiſter⸗ ſchaft um den„Adolf⸗ Hitler⸗ Pokal“, deren Entſcheidungskampf am Sonntag im Stadion ſtatt⸗ findet. Die Sum me der Beiträge hat jetztfaſt die Grenze von 5 Millionen Mark erreicht. Alle Schichten des deutſchen Volkes haben damit ſchon jetzt ein bewunderungswürdiges Zeugnis der wieder⸗ erwachten ſozialen Ver⸗ bundenheit des deutſchen Volkes abgelegt. Unter dem Eindruck dieſes Widerhalles hat Reichs⸗ kanzler Adolf Hitler ſich jetzt entſchloſſen, als An⸗ erkennung für die in den Spenden zum Aus⸗ druck gebrachte ſoziale Geſinnung ſein neueſtes Bild zur Verfügung zu ſtellen mit einem be⸗ ſonderen, von ihm ſelbſt ſtammenden und ge⸗ ſchriebenen Denkſpruch: „Für jeden der fällt, zehntauſend die helfen“. Mit dieſem ſchönen Spruch weiſt der Kanzler noch⸗ geſinnung darſtellt. Wer für die Hinter⸗ bliebenen der tödlich verunglückten Arbeiter noch nichts gegeben hat, der reihe ſich bald unter die Helfenden ein, da das Kapital der Stiftung in An⸗ ſehung ihres hohen ſozialen Zweckes nicht hoch genug ſein kann. Zahlungen für die„Stiftung für Opfer der Arbeit“ erfolgen durch alle Banken oder Poſtanſtal⸗ ten(Poſtſcheckkonto Berlin Nr. 120) an die Reichs⸗ Kredit⸗Geſellſchaft, Berlin oder an die Reichsbank. ausgeſtellt, nachdem durch den Reichsſtatt⸗ halter feſtgeſtellt iſt, daß gegen die Ernennung Bedenken allgemeinpolitiſcher Natur nicht beſtehen. Geiſtliche Ordensobere müſſen die deutſche Staatsangehörigkeit beſitzen. Nach Artikel 16 leiſten die Biſchöfe, bevor ſie von ihrer Diözeſe Beſitz ergreifen, in die Hand des Reichsſtatt⸗ halters bzw. des Reichspräſidenten folgenden Treueid:„Vor Gott und auf die Heiligen Evan⸗ gelien ſchwöre und verſpreche ich, ſo wie es einem Biſchof geziemt, dem Deutſchen Reiche und dem Lande. die Treue. Ich ſchwöre und verſpreche, die verfaſſungsmäßig gebildete Regierung zu achten und von meinem Klerus achten zu laſſen. In der pflichtmäßigen Sorge um das Wohl und das Intereſſe des deutſchen Staatsweſens werde ich in Ausübung des mir übertragenen geiſt⸗ lichen Amtes jeden Schaden zu verhüten trachten, der es bedrohen könnte.“ Die folgenden Beſtimmungen gewährleiſten Gigentum und andere Rechte der Anſtalten, Stiftungen, Verbände uſw. der katholiſchen Kirche. Im Falle der Abänderung der vertraglichen Staats⸗ leiſtungen an die katholiſche Kirche wird rechtzeitiges Einvernehmen hergeſtellt. t giſchen Fakultäten an den ſtaatlichen Hochſchulen bleiben erhalten. Die Kirche hat das Recht, ſoweit nicht andere Vereinbarungen vorliegen, zur Aus⸗ bildung des Klerus Lehranſtalten zu errichten, die ausſchließlich von der Kirche abhängen, falls keine ſtaatlichen Zuſchüſſe verlangt werden. Artikel 21: Der katholiſche Religionsunter⸗ richt in den Volks⸗, Berufs⸗ Mittelſchulen und höheren Lehranſtalten iſt ordentliches Die katholiſchen theolo⸗ Lehrfach und wird in Uebereinſtimmung mit den Grundſätzen der Kirche erteilt. Im Religionsunterricht wird die Erziehung zu vaterländiſchem, ſtaats bürgerlichem und ſo⸗ zialem Pflichtbewußtſein aus dem Geiſt des chriſtlichen Glaubensgeſetzes mit Nachdruck gepflegt werden. Den kirchlichen Oberbehörden ſteht im Einverneh⸗ men mit der Schulbehörde die Möglichkeit der Prüfung des Religionsunterrichts zu. Art. 22: Bei der Anſtellung von katholiſchen Reli⸗ gionslehrern findet Verſtändigung zwiſchen Biſchof und Landesregierung ſtatt. a Art. 23: Die Beibehaltung und Neueinrich⸗ tung katholiſcher Bekenntnisſchulen bleibt gewährleiſtet. a (24) In allen katholiſchen Volksſchulen werden nur ſolche Lehrer angeſtellt, die der Kirche angehören und den Erforderniſſen der katholiſchen Bekenntnis⸗ ſchule entſprechen. W a (25) Orden und religiöſe Kongrega⸗ tionen ſind im Rahmen der allgemeinen Geſetze zur Gründung und Führung von Pri⸗ vatſchulen berechtigt. 26) Unter Vorbehalt ſpäterer umfaſſender Re⸗ gelung der eherechtlichen Fragen kann auch im Falle ſchweren ſittlichen Notſtandes die kirchliche Ein⸗ ſegnung der Ehe vor der Ziviltrauung vor⸗ genommen werden. (27) Die Leitung der Militärſeelſorge ob⸗ ließt dem Armeebiſchof, ſeine kirchliche Ernennung erfolgt durch, den Heiligen Stuhl im Einvernehmen mit der Reichsregierung. Die Ernennung der Mi⸗ litärpfarrer uſw. erfolgt nach Benehmen mit der zu⸗ (Fortſetzung auf Seite.) Auf Dich kommt es an! * Mannheim, den 22. Jult. „. Die ganze Provinz iſt von einer Opfer⸗ willigkeit und Begeiſterung erfaßt, die ſich nur mit der Erhebung des Jahres 1813 vergleichen läßt“... Klingen dieſe Worte nicht wie ein Satz aus einem vaterländiſchen Aufruf zu einem großen Befreiungswerk? Könnten ſie, aus ihrem Zuſammenhang losgeriſſen, von deutſchfeindlicher Seite nicht in die uns noch mit Mißtrauen gegen⸗ überſtehenden Länder der Welt hinausgefunkt wer⸗ den, um dem neu aufblühenden Deutſchland zu ſcha⸗ den und die aus der lächerlichen Angſt ihres ſchlech⸗ ten Gewiſſens heraus dauernd ſchwerbeſorgten Feinde und Neider Deutſchlands aufs neue in ſchwere Nervenkriſen und Alarmzuſtände zu ver⸗ ſetzen? Dies umſo mehr, als bei allen Kennern der deutſchen Geſchichte im Ausland die Erinnerung an jene heldenmütige deutſche Erhebung gegen un⸗ erträgliche Schmach im Jahre 1813 ſehr dazu an⸗ getan iſt, ein wenig erfreuliches Gedenken in ihrer ſchwarzen Seele wachzurufen Als friedliebende Leute, die wir Deutſchen ſind, ſchätzen wir uns glücklich, die nach Kenntnisnahme der obigen Sätze etwa beunruhigten Gemüter in aller Welt durchaus beruhigen zu können. Sie ſollen ihre geplagten Nerven nicht unnötig in geſundheitsſchäd⸗ liche Wallungen kommen laſſen. Auch die in allen Ländern der Welt noch dicht geſäten geſchworenen Abrüſtungsfeinde brauchen ſich und andere durch die obigen Sätze nicht künſtlich aufzuregen. Wir durch⸗ ſchauen ſie ſchon längſt. Wir wiſſen, daß ſie unter ſyſtematiſchem Mißbrauch ihrer Machtpolitik, mit dem ſchamloſen Willen zur dauernden Niederhaltung aller aufſtrebenden Nationen, ſtändig in der Sorge leben, die großen Summen baren Geldes beſchnitten zu bekommen, die ihnen mit der Fabrikation von Moroͤwerkzeugen und Giftgaſen fortgeſetzt in die Taſche fließen N Dieſe Herrſchaften werden in jener„Opferwillig⸗ keit und Begeiſterung wie im Jahre 1813“ auch nicht den leiſeſten Vorwand finden können, der ihrer Machtgier und ihrem Unterdrückungswillen dienen könnte. Sie werden im Gegenteil, wenn auch noch ſo widerwillig, dem neuaufſtrebenden Deutſchland ihre Anerkennung nicht verſagen können. Denn nicht von einem Krieg iſt in den dieſer Betrachtung vorangeſtellten Sätzen die Rede, ſondern vom Frie⸗ den, von ausgeſprochenen Werken des Friedens. Zwar handelt es ſich auch hierbei um einen Kampf, aber um einen Kampf, bei dem wir mit echt deutſcher Zähigkeit und mit unſerem Organiſationstalent in ganz kurzer Zeit ſo große Erfolge erzielten, daß die ganze Welt uns darum beneiden wird, um den Kampf gegen die Arbeitsloſigkeit Mit einem Aufatmen der Erleichterung, mit größ⸗ ter Genugtuung und Freude hat geſtern ganz Deutſchland, und darunter auch die Leſer der NM (in der Königsberger Meldung unſeres geſtrigen Abendblattes), von den wirklich verblüffend raſchen und großen Erfolgen Kenntnis genommen, die Oſt⸗ preußen in ſeinem Kampf gegen die Arbeitsloſig⸗ keit erzielt hat. Aus dieſer Königsberger Meldung, die überall in deutſchen Gauen erfreuliches Aufſehen und neue frohe Zuverſicht erweckt hat, ſtammt auch der Satz, mit der wir dieſe politiſche Abhandlung eingeleitet haben. Was alle deutſchen Menſchen dabei beſonders gern gehört haben und was wir auch an dieſer Stelle nochmals unterſtreichen möchten, iſt die ebenfalls in dieſer Königsberger Meldung enthaltene Mitteilung, daß geradezu„rührend iſt die Freude und die Begeiſterung der Arbeitsloſen ſelbſt, die mit allen Kräften am Gelingen des großen Werkes mithelfen.“ Wo aber Arbeit mit ſolch rückhaltloſer Hingebung des ganzen Menſchen geleiſtet wird, da kann trotz Tod und Teufel der Erfolg letzten Endes nicht ausbleiben. Hier wird wieder einmal unter Beweis geſtellt, welche unſchätzbare Befruch⸗ tung jede Arbeit dadurch erhält, daß ſie mit Begeiſte⸗ rung und vollſtem Vertrauen für das Gelingen des Werkes und an eine beſſere Zukunft geleiſtet wird. Statt des einſt von Hetzern geprägten und miß⸗ brauchten Schlagwortes von dem Fluch der Arbeit, iſt jetzt überall in Deutſchland nur von dem ewi⸗ gen Segen der Arbeit die Rede. Wenn man danach fragen will, ob die wie ein Fluch ſich über die ganze Welt erſtreckende Arbeits⸗ loſigkeit nicht auch eine günſtige Auswirkung gehabt hat, kann es nur die ſein, daß jetzt allen Menſchen überzeugend klar geworden iſt, welch unermeßlicher Segen für jeden Einzelnen von uns in der Arbeit liegt, daß jeder ſich glücklich ſchätzen muß, der in den großen Arbeitsprozeß ſeines Volkes noch irgend wie und wo eingegliedert iſt. Bete und arbeite! muß, wie in der Zeit unſerer Väter, wieder unſer Loſungswort ſein, das ſtillſchweigend von Mann zu Mann weitergegeben wird, wobei wir unter beten nicht irgend eine gedankenloſe Trägheit des Herzens 2. Seite/ Nummer 333 Neue Maunheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 23. Juli 1999 verſtanden wiſſen wollen, ſondern das durch nichts und durch niemanden zu beirrende Gottver⸗ trauen auf einen Wiederaufſtieg von Volk und Vaterland. *. Mit einem Glauben, der Berge verſetzen kann, müſſen wir alle auf dieſes Ziel hinſteuern. Die aus ſolcher Geiſtesverſaſſung heraus bereits erzielten Erfolge müſſen uns ein Anſporn ſein, immer grö⸗ ßere Leiſtungen zu vollbringen. Erſt heute wieder haben alle deutſchen Menſchen aus der Preſſe leſen können, daß die Arbei ſigkeit nicht nur in Oſtpreußen, ſon⸗ dern auch überall in Teutſchland erfreulichſte Fort⸗ ſchritte dacht hat. Es geht jetzt wirklich d wahrhaftig wieder aufwärts! Wäh⸗ ud in der erſten Julthälfte des Vorjahres die der Arheitsloſen um rund 16 500 bedonerns⸗ Opfer egen iſt, konnten in der erſten Julthälfte dieſes Jahres rund 40 000 Arxbeitsloſe wieder in die deutſche Wirtſchaft eingegliedert wer⸗ den. Das oſtpreußiſche Beiſpiel und Vorbild hat allenthalben Schule gemacht. Ueberall in Deutſch⸗ iſt jetzt ein edler Wettſtreit entbrannt, um in 1 Zeit noch einer großen Anzahl von noſſen wieder Arbeit und Brot zu ſchaffen. Wenige Monate nach einer Revolution, die ſo grund⸗ ſätzliche Veränderungen mit ſich brachte wie keine in der Weltgeſchichte, iſt das Vertrauen in die Stabilität der politiſchen Verhält⸗ niſſſe und die Gewißheit der abſoluten Staatsautorität und Rechtsſicherheit Gemeingut der geſamten Nation geworden. Damit iſt auch die Arbeitsruhe und die vertrauens⸗ volle Zuverſicht in unſere weitere Entwicklung ge⸗ geben, die wir als unerläßliche Vorausſetzung für alle gedeihliche Aufbauarbeit brauchen. * Noch ſind wir freilich nicht über den Berg. Es liegt noch eine unabſehbar große und ſchwierige Strecke vor uns, bis wir oa ſind, wo wir hin wollen und hin müſſen. Die Nationalſozialiſtiſche Partei iſt zum Fundament des Nationalſtaates geworden, zum Fundament, das uns alle trägt. Das ſollten in ihrem eigenſten Intereſſe ſich ſtets auch die vor Augen halten, die aus törichtem Unverſtand auch jetzt noch abſeits ſtehen. Die einſtige Partei iſt jetzt der deutſche Staat geworden und ſelbſtverſtändliche Ehrenpflicht jedes Deutſchen iſt es, in dieſem neuen deutſchen Nationalſtaat mit reſtloſer Hingabe opfermutig mitzuarbeiten. Dabei möge ſich jeder einzelne Deutſche von jenem freudi⸗ gen Verantwortungsbewußtſein tragen laſſen, das man nicht treffender zum Ausdruck brin⸗ gen kann als mit den Worten: Und handeln ſollſt Du ſo, als hinge von Dir und Deinem Tun allein das Schickſal ab der deutſchen Dinge, und die Verantwortung wär Dein! H. A. Meißner. Das Neichskonkordat (Fortſetzung von Seite.) ſtändigen Reichsbehörde durch den Armeebiſchof. Nähere Beſtimmungen über die Organiſation der katholiſchen Heeresſeelſorger erfolgen durch die Kirche. (28) In Krankenhäuſern, Strafanſtalten uſw. wird die Kirche zur Seelſorge und zu gottes⸗ dier)en Handlungen zugelaſſen. (29) Die innerhalb des Reiches wohnhaften katho⸗ liſchen Angehörigen einer nichtdeutſchen völki⸗ ichen Minderheit werden bezüglich ihrer Mutterſprache nicht weniger günſtig geſtellt, als es der rechtlichen und tatſächlichen Lage der Angehöri⸗ gen deutſcher Abſtammung innerhalb fremder Staa⸗ ten entſpricht. (80) An den Sonn⸗ und Feiertagen wird in den Kirchen ein Gebet für das Wohler⸗ gehen des Deutſchen Reiches und Volkes eingelegt. Beſonders wichtig ſind dann folgende beiden Artikel: Artikel 31: Diejenigen katholiſchen Orga⸗ niſationen und Verbände, die ausſchließ⸗ lich religiöſen, rein kulturellen und karitativen Zwecken dienen und als ſolche der kirchlichen Be⸗ hörde unterſtellt ſind, werden in ihren Einrichtungen und ihrer Tätigkeit geſchützt. Diefenigen, die außerdem auch anderen, darunter auch ſozjalen und berufsſtändiſchen Auf⸗ gaben dienen, ſollen unbeſchadet einer etwaigen Einordnung in ſtaatliche Verbände den obengenann⸗ ten Schutz genießen, ſofern ſie Gewähr dafür bieten, daß ſie ihre Tätigkeit außerhalb jeder politiſchen Partei entfalten. Die Feſtſtellung der Organiſationen und Verbände, die unter die Beſtimmungen dieſes Artikels fallen, bleibt der Vereinbarung zwiſchen Reichsregierung und deutſchem Epiſkopat vorbehalten. Inſoweit Reich und Länder ſportliche oder andere Jugendorganiſatigpen betreuen, wird Sorge getragen, daß deren Mitglieder die Aus⸗ übung ihrer kirchlichen Verpflichtung an Sonn⸗ und Feiertagen regelmäßig ermöglicht wird und ſie zu nichts veranlaßt werden, was mit ihren religiöſen und ſittlichen Ueberzeugungen und Pflichten nicht wereinbar wäre. Artikel 32: Auf Grund der in Deutſchland be⸗ ſtehenden beſonderen Verhältniſſe, wie im Hinblick auf die durch die Beſtimmungen des vorſtehenden Konkordats geſchaffenen Sicherungen einer, die Rechte und Freiheiten der katholiſchen Kirche in Reich und Ländern wahrenden Geſetzgebung, erläßt der Hei⸗ lige Stuhl Beſtimmungen, die für die Geiſtlichen und Ordens leute die Mit⸗ gliedſchaft in politiſchen Parteien und die Tätigkeit in ſolchen Parteien ausſchließen. (33) Die in den vorſtehenden Artikeln nicht behan⸗ delten Dinge werden für den kirchlichen Bereich dem kanoniſchen Recht gemäß geregelt. Bei Meinungsver⸗ ſchiedenheiten der Auslegung oder Anwendung wer⸗ den das Reich und der Heilige Stuhl in gemeinſamem Einvernehmen eine freundſchaftliche Löſung herbei⸗ ühren. 8 e 34 regelt die Ratifikation und das Inkrafttreten. Das Konkordat kritt mit dem Tag des Austauſches der Ratifikationsurkunden in Kraft. Das Werk der Deutſchen Chriſten Der Dank des Reichskanzlers an Wehrkreispfarrer Müller Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 22. Juli. Der Reichskanzler hat dem Wehrkreispfarrer Müller folgendes Schreiben geſandt: München⸗ Berchtesgaden, 19. Juli 1933. Lieber Herr Pfarrer! Zum glücklichen Abſchluß des großen Reform- und Einigungswerkes der evangeliſchen Kirche möchte ich Ihnen herzlich danken. Nicht nur, daß Sie ſelbſt ſchon ſeit vielen Jahren für dieſes Werk der Herſtellung einer einigen Reichs kirche eingetreten ſind, haben Sie als mein Vertrauensmann für die Verwirklichung dieſer großen Idee Außer⸗ ordentliches geleiſtet. Ihnen und den Deutſchen Chri⸗ ſten wird die Geſchichte einmal das Zeugnis ausſtel⸗ len können, in erhabenſten Taten die Religionsgeſtal⸗ tung des Lebens unſeres Volkes gewollt, gefördert und am Ende mit vollbracht zu haben. Ich möchte daher Ihnen und den Deutſchen Chriſten danken und Sie auch für alle Zukunft meines beſonderen Ver⸗ trauens verſichern. Mit deutſchem Gruß! gez. Adolf Hitler. * Das Büro des Wehrkreispfarrers Müller teilt mit: 1. Die Gegner der Deutſchen Chriſten berufen ſich bei der Vorbereitung der Kirchenwahlen mit Vorliebe auf Hitlerworte. In einem Aufruf heißt es z..: Wir wollen es in der Kirche ſo halten wie es auch Hitler ſo halten will, der in„Mein Kampf“ ſchreibt:„Religion iſt nicht mit parteipolitiſchem Un⸗ fug zu verquicken. Wer über den Umweg einer poli⸗ tiſchen Organiſation zu einer Religionsreformation ſchreiten zu können glaubt, zeigt nur, daß ihm auch jeder Schimmer vom Werden religiöſer Vorſtellun⸗ gen oder gar Glaubenslehren und deren kirchlichen Auswirkungen abgeht.“ Folglich wird jeder wahre Nationalſozialiſt ſeinem Führer folgen und dafür ar⸗ beiten, daß Kirche Kirche bleibt und die Deutſchen Chriſten unwahre Nationalſozialiſten ſeien. In einer Propagandaanordnung der jungrefor⸗ matoriſchen Bewegung heißt es ſogar unter feier⸗ licher Beglaubigung, der Kanzler habe grundſätzlich zugeſtimmt, die Vollmacht von Wehrkreispfarrer Müller, die jetzt ihren Sinn verloren hat, zurück⸗ zuziehen. 2. Die Un haltbarkeit dieſer Wahltak⸗ tik wird durch den Brief des Reichskanzlers an Pfarrer Müller vom 19. Juli 1933 für jedermann ins rechte Licht gerückt. 3. Die ſogenannte jungreformatoriſche Wahl⸗ agitation arbeitet willkürlich gegen die Willensäußerungen des Führers. Das iſt nun erwieſen. Ein anderes aber iſt die Frage, was man unter dieſen Umſtänden vom Gebrauch der Worte:„Evangelium und Freiheit der Kirche“ als einer Wahlparole wird halten müſſen. Sollten dieſe Worte ebenſo gehandhabt werden wie die genannten Hitlerworte? Das Schlußprotokoll zum Reichskonkordat Bei der Unterzeichnung des am heutigen Tage ab⸗ geſchloſſenen Konkordats zwiſchen dem Heiligen Stuhl und dem Deutſchen Reich haben die ordnungsmäßig bevollmächtigten Unter⸗ zeichneten folgende übereinſtimmende Erklärungen abgegeben, die einen integrierenden Beſtandteil des Konkordats ſelbſt bilden. Zu Artikel 3: Der apoſtoliſche Nuntius beim Deutſchen Reich iſt, entſprechend dem Notenwechſel zwiſchen der apoſtoliſchen Nuntiatur in Berlin und dem Auswärtigen Amt vom 11. und 27. März 1930, Doyen des dort akkreditierten diplomatiſchen Korps. Zu Artikel 13: Es beſteht Einverſtändnis dar⸗ über, daß das Recht der Kirche, Steuern zu erheben, gewährleiſtet bleibt. Zu Artikel 14, Abſatz 2: Es beſteht Einver⸗ ſtändnis darüber, daß, ſofern Bedenken allgemein⸗ politiſcher Natur beſtehen, ſolche in kürzeſter Friſt vorgebracht werden. Liegt nach Ablauf von 20 Ta⸗ gen eine derartige Erklärung nicht vor, ſo wird der Heilige Stuhl berechtigt ſein, anzunehmen, daß Be⸗ denken gegen den Kandidaten nicht be⸗ ſtehen. Ueber die in Frage ſtehenden Perſönlichkeiten wird bis zur Veröffentlichung zur Ernennung Ver⸗ traulichkett gewahrt werden. Vetorecht ſoll nicht begründet werden. Zu Artikel 17: Soweit ſtaatliche Gebäude oder Grundſtücke Zwecken der Kirche gewidmet ſind blei⸗ ben ſie dieſen, unter Wahrung etwa beſtehender Ver⸗ träge, nach wie vor überlaſſen. Zu Artikel 19, Satz 2: Die Grundlage bie⸗ tet zurzeit des Konkordatsabſchluſſes beſonders die apoſtoliſche Konſtitution„deusscientiarum dominus“ vom 24. Mai 1931 und die Inſtruktion vom 7. Juli 1932. Zu Artikel 20: Die unter Leitung der Kirche ſtehenden Konvikte an Hochſchulen und Gymnaſien werden in ſteuer⸗rechtlicher Hinſtcht als weſentliche kirchliche Inſtitutionen im eigentlichen Sinne und als Beſtandteil der Dibzeſanorganiſation anerkannt. Zu Artikel 24: Soweit nach Neuordnung des Lehrerbildungsweſens Privatanſtalten in der Lage ſind, den allgemeinen geltenden ſtaatlichen An⸗ forderungen für Ausbildung von Lehrern oder Leh⸗ Ein ſtaatliches f rerinnen zu entſprechen, werden bei ihrer Zulaſſung auch beſtehende Anſtalten der Orden und Kongre⸗ gationen entſprechend berückſichtigt werden. Zu Artikel 26: Ein ſchwerer ſittlicher Notſtand liegt vor, wenn es auf unüberwindliche oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu be⸗ ſeitigende Schwierigkeiten ſtößt, die zur Eheſchlie⸗ ßung erforderlichen Urkunden rechtzeitig beizubrin⸗ gen. Zu Artikel 27, A b ſ. 1: Die katholiſchen Offi⸗ ziere, Beamten und Mannſchaften, ſowie deren Fa⸗ milien gehören nicht den Ortskirchengemeinden an und tragen nicht zu deren Laſten bei. A bſatz 4: Der Erlaß des apoſtoliſchen Breve erfolgt im Benehmen mit der Reichsregierung. Zu Artikel 28: In dringenden Fällen iſt der Zutritt dem Geiſtlichen jederzeit zu gewähren. Zu Artikel 29: Nachdem die deutſche Reichs⸗ regterung ſich zu dem Entgegenkommen in bezug auf nichtdeutſche Minderheiten bereitgefunden hat, erklärt der Heilige Stuhl, in Bekräftigung ſeiner ſtets ver⸗ tretenen Grundſätze bezüglich des Rechtes der Mut⸗ terſprache in der Seelſorge, im Religionsunterricht und im katholiſchen Vereinsleben, bei künftigen kon⸗ kopdatären Abmachungen mit anderen Ländern auf die Aufnahme einer gleichwertigen, die Rechte der deutſchen Minderheiten ſchützenden Beſtimmung Be⸗ dacht nehmen zu wollen. Zu Artikel 31, Abſatz 4: Die in Artikel 31, Abſatz 4 niedergelegten Grundſätze gelten auch für den Arbeitsdienſt. Zu Artikel 32: Es herrſcht Einverſtändͤnis darüber, daß vom Reich bezüglich der nichtkatholiſchen Konfeſſionen gleiche Regelungen betreffend partei⸗ politiſcher Betätigung veranlaßt werden. Das den Geiſtlichen und Ordensleuten Deutſchlands in Aus⸗ führung des Artikels 32 zur Pflicht gemachte Ver⸗ halten bedeutet keinerlei Einengung der pflichtmäßi⸗ gen Verkündigung und Erläuterung der dogmatiſchen und ſittlichen Lehren und Grundſätze der Kirche. In der Vattkanſtadt, am 20. Juli 19g. Eugenio Cardinale Pacelli. Franz von Papen. Die Neuoröͤnung des Vühnenweſens Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 22. Juli. Staatskommiſſar Hinkel erörterte in einer Preſſebeſprechung in Frankfurt u. a. auch die Frage des Bühnennachwuchſes und zugleich die troſtloſe und niederdrückende Art, wie bisher, namentlich in Ber⸗ lin, die Arbeitsvermittlung für den ſtellungsloſen Künſtler durchgeführt wurde. Zur Förderung des Nachwuchſes werde noch im Herbſt vom preußiſchen Staat eine eigene ſtaat⸗ liche Schauſpielſchikle errichtet und damit im Zuſammenhang eine grundſätzliche Neuord⸗ nung der Bühnen vermittlung durchgeführt werden. Damit werde mit dem bisherigen Syſtem, das nahezu an Sklavenhandel grenze, gründlich auf⸗ geräumt. Man müſſe hierbei den Menſchen beſſer er⸗ faſſen und ihm näherzukommen verſuchen, und zwar vordringlich dem künſtleriſchen Menſchen. Erſt in zweiter und dritter Linie kämen ſozialpolitiſche und tarifrechtliche Fragen, die viel beſſer von den ſtaat⸗ lichen Stellen gelöſt würden. Dieſe neue Schule, fer⸗ ner eine ſtaatliche Opernſchule, die ja in der Hochſchule für Muſik ſchon teilweiſe vorhanden ſei, und die Bühnenleiter ſeien die drei Glieder dieſer Neuordnung, die ſich um den Bühnenkünſtler zu küm⸗ mern hätten und dafür ſorgen müßten, daß der wirk⸗ lich künſtleriſch Befähigte vorwärtskomme und nicht abrutſche. Dabei müſſe auch endlich einmal damit aufgeräumt werden, daß der Bühnenleiter bei Künſt⸗ lerinnen womöglich zuerſt frage, was ſie an eigener bühnenmäßiger Kleidung beſitzen. Man werde zu der Beſtimmung kommen, daß auch die Hauptdarſtellerin⸗ nen nicht mehr in eigener Kleidung auf⸗ treten dürften. Der Stand der Bühnenkünſtler müſſe wieder vollwertig im beſten Sinne werden, damit nicht, wie jetzt, nur die großen Hauptdarſteller die ſogenannte Geſellſchaftsfähigkeit haben. In der Betriebszellen⸗Organiſation des Gaus Groß⸗Berlin der NSBO. iſt vor kurzem eine neue Abteilung„NS BO⸗ Bühne“ gegründet worden, die ſich den Kampf gegen die Erwerbsloſtgkeit der Bühnenkünſtler zur beſonderen Aufgabe gemacht hat. Man denkt vor allem daran, erwerbsloſe Bühnen⸗ künſtler zu Wandertruppen zuſammenzufaſſen, die in den theaterloſen Stadtrandbezirken Vorſtel⸗ lungen geben ſollen. Der Anfang iſt mit dem ſo⸗ genannten Berliner Prater in der Kaſtanien⸗ allee gemacht worden. Das Zentraltheater wird An⸗ fang Auguſt zu ſpielen anfangen; man beabſichtigt, ſpäterhin auch noch das Kleine Theater Unter den Linden, das in den letzten Jahren faſt alle vierzehn Tage ſeine Direktionen wechſelte, als Kammerſpiel⸗ bühne der NSBO.⸗Bühne anzuſchließen. In der Provinz ſollen Wanderthea⸗ ter ſpielen, wobei man Erfahrungen für die künftige Errichtung von Zentralſpielorten ſammeln will. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß hierbei beſondere künſtleriſche Sorgfalt ſowohl in der Auswahl des Spielsplans als auch der Darſteller obwalten wird. Die Eintrittspreiſe der NSBO.⸗Bühne werden ſehr niedrig ſein und in keinem Fall über die üblichen Kinveintrittspreiſe hinausgehen. Um den zu erwartenden Andrang unzulänglicher Kräfte ab⸗ zuwehren, wird durch Uebernahme der Stempel⸗ ſtellen ein genauer Ueberblick über die erwerbsloſen Künſtler ermöglicht werden. Nur wer wirklich die Berechtigung habe, ſich Bühnenkünſtler zu nennen— das ſeien von 15 000 erwerbsloſen Schauſpielern beſtenfalls 5000—, werde auf Beſchäftigung bei der NSBO.⸗Bühne rechnen können. Göring in Berlin Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin. 22. Juli. Miniſterpräſident Göring, der ſeinen Urlaub auf kurze Zeit unterbrochen hat, traf heute mittag um 12 Uhr mit einem Sonderflugzeug in Begleitung des Staatsſekretärs Nörner auf dem Tempelhofer Feld ein. Nach einer kurzen Unterredung mit dem italieni⸗ ſchen Flieger de Bernardi, der den Nonſtop⸗Flug Mai⸗ land—Moskau durchgeführt hatte und heute um 11.15 Uhr auf dem Rückfluge in Berlin gelandet iſt, begab ſich der Miniſterpräſident, der von dem Staatsſekre⸗ tär im Luftfahrtminiſterium, Milch, und dem Lei⸗ ter des Geheimen Staatspolizeſamtes, Miniſterialrat Diels abgeholt wurde, ſofort in ſein Miniſterium. zum 21. Juli ausbrechen. Die Verſchwörer zäh —— Wer darf das Braunhemd tragen; Meldung des Wolff⸗ Büros — München, 22. Juli Die Reichspreſſeſtelle der NS DA teilt mit: Die heutige NS enthält eine Bekanntgabe dez Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, über die Berechtigung zum Tragen des Braunhemdes. Danach darf das Braunhemd nur von Angehörigen der S A, SS und von Parteimitglieder getragen werden, die ihre Aufnahmeerklärung vor dem 30. Januar 1933 abgaben und endlich vo ſolchen nach dem 30. Jannar 1933 eingetretenen Per⸗ ſonen, die im Beſitz eines beſonderen Aus, weiſes der Parteileitung ſind. Die neue Reichsautoſtraße Telegraphiſche Meldung Berlin, 22. Juli. Der„Völkiſche Beobachter“ berichtet aus⸗ führlich über die geplante neue Reichsautoſtraße und teilt mit, daß nach Feſtlegung der Linienführung der erſten Teilſtrecke Wiesbaden— Mainz Frankfurt— Mannheim— Heidelberg verſchiedene Fragen gelöſt ſind und mit der Ver⸗ gebung der Arbeiten begonnen worden iſt. In etwa acht Wochen wird der erſte feierliche Spatenſtich erfolgen, den aller Vorausſicht nach Reichskanzler Adolf Hitler ſelbſt vor⸗ nehmen wird. Vertreter der Reichs⸗ und Landesregierungen, ſowie zahlreiche Innenminiſter ſind zu dieſem feierlichen Akt eingeladen worden. Durch den Bau der erſten 100 Km. langen Teilſtrecke erhalten 13000 Volks⸗ genoſſen Arbeit und Brot. Die erſte Teilſtrecke ſoll im September näch⸗ ſten Jahres fertiggeſtellt ſein. Den Teilnehmern an dem zur Zeit in München tagenden Internationalen Kongreß für Autoſtraßen ſoll ſie als Muſteranlage vorgeführt werden. Es ſollen völlig neue Gedanken in die Tat umgeſetzt werden. Das wichtigſte iſt die Teilung des Fahr⸗ dammes in Doppelbahnen. In der Mitte zwiſchen beiden ſoll ein breiter Grasſtreifen geſchaffen wer⸗ den, der mit Querhecken bepflanzt wird, die daz blendende Scheinwerferlicht entgegenkommender Kraftwagen aufnehmen und vernichten. Außerdem ſind auf den einzelnen Bahnen Spurſyſteme vorgeſehen und zwar je drei Spuren, ſo daß jeder Wagen die ihm zuge⸗ wieſene Spur einhalten muß. An den Seiten ſollen die Autobahnen ebenfalls mit Hecken verſehen werden als wirkſamen Schutz beim Abrutſchen. Bei Strecken, die durch den Wald füh⸗ ren, ſollen die Bahnen 50 Meter weit von einander geführt werden, um das Motorengeräuſch entgegen⸗ kommender Wagen zu dämmen. Manfred von Brauchitſch verunglückt Telegraphiſche Meldung Nürnberg, 22. Juli. Bei der Kontrollſtelle Nürnberg lief um.16 Uhr die Meldung ein, daß der bekannte Rennfahter Manfred von Brauchitſſch 10 Kilometer d Weißenburg verunglückt iſt. Der Wagen liegt im Straßengraben. Ueber den Unfall iſt Näheres noch nicht bekaunt. Die Meldung wurde unterwegs von dem Fahrer des Wagens Nr. 90 in Weißenbn durch Abwurfmeldung bekanntgegeben. 52 Zur Ergänzung erhalten wir noch folgende Meldung: 85 Kurz nach 3 Uhr verunglückte der bekannte Reun⸗ fahrer Manfred v. Brauchitſch 700 Meter außerhalb der Ortſchaft Rothenſtein. Von dem in großer Fahrt befindlichen Wagen löſte ſich ein Rad, wodurch ſich der Wagen einige Male ſtberſchlug und beſchädigt wurde. Von den Ji ſaſſen wurde glücklicherweiſe niemand verlegt Rücktritt des italienifchen Kriegsminiſters Drahtbericht unſ. römiſchen Vertreterß Rom, 22. Jul., Der bisherige italieniſche Kriegsminiſter Gage zera iſt heute von ſeinem Amt auf ſeinen eigenen Wunſch entbunden worden. Muſſolini ſelbſt über⸗ nimmt das Miniſterium. Der Unterſtaatsſekretir im Kriegsminiſterium Mauareſi iſt zur üc, getreten. An ſeiner Stelle übernimmt der bisherige Kommandierende General des in Verona ſtehenden Armeekorps, Baiſtrochi, das Unterſtaatsſekretariat. General Baiſtrochi war über fünf Jahre lang Mini⸗ ſter und ebenſo Staatsſekretär im Kriegs miniſte⸗ rium. Muſſolini hat das Kriegsminiſterium be⸗ reits von 1925 bis 1928 verwaltet. In Kürze Das Geheime Staatspolizeiamt hat die Tages⸗ zeitung„Ludendorffis Volkswarte“ mit ſo⸗ fortiger Wirkung bis zum 22. Okt. 193g einſchließlich verboten und das bis zum 22. Juli 1983 ausge⸗ ſprochene Verbot der periodiſchen Druckſchrift„Der Führer“, Monatsſchrift für Führer und Helfer ber Arbeiterjugendbewegung, bis auf weiteres verlän⸗ gert. Aus Paris verlautet, daß der Diplomat Baron de Chabrun zum franzöſiſchen Botſchaf⸗ ter in Rom ernannt werden ſoll. 5 75 Die deutſche Fliegerin Elly Bein horn traf an Bord ihres Flugzeugs aus Caſablanca in Ora ein und flog im Laufe des Nachmittags weiter Fräulein Beinhorn war am 4. 4. in Berlin zu einem Afrikaflug geſtartet, den ſte nunmehr zum Abſchluß gebracht hat. i 3 Flieger und Fliegerin Molliſon ſind dom Flugplatz Stake Lane(London) zunächſt nach Peue dine Sands lan der Weſtküſte Englands) geſtarte wo ſie Betriebsſtoff auffüllen werden, um noch nor Mittag den Ozeanflug nach Neuyork anzutreten. 1 Die Regierung von Chile hat ein wn früheren Militärs, Politikern und Anhängern des ehemaligen Diktators Ibanez geſchniiedetes Kom plott entdeckt. Die Beweg g ſollte in der Nacht 1500 Ar hänger, unter ihnen mehrere Fliegerunter⸗ offtziere. ö Ma komme f Auslag f in der Mabdri! Vittori neben manter Golf g Elfe! unerhö worder an den der wi ſchimm keine d Sevilla ſein, w die vor kleinen Erb einhall ſchreibe gegrün von E. unendl burtsſt 2 geword die etn 0 verſteh der de⸗ zuwach ſamer fahren die ne geſeher Es dieſer der 1 r gen ern vor von Per⸗ u 8 Li. aus. raße rung 1 erg Ver⸗ owie ichen rſten Es- 1 2 geworden. Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 23. Juli 1933 Neue Mannheimer Zeitung! Sonntags⸗Ausgabe 8. Seite/ Nummer 338 Kämpfende Hirsche— ein Meisterwerk der Erbacher Kunst(O. G0 Man mag in Europa, Aſien und Amerika hin⸗ kommen, wohin man will, mag mag die koſtbaren Auslagen der Juweliergeſchäfte auf dem Broadway, in der Rue de la Paix, auf der Puerto del Sol in Madrid, in den Mailänder Galerien am Corſo Vittorio Emanuele betrachten und man wird darin neben teuren Geſchmeiden aus Rubinen und Dia⸗ manten, neben Ketten aus Perlen, die im Perſiſchen Golf gefiſcht wurden, auch reizende Broſchen aus Elfenbein entdecken, die von Künſtlerhand in unerhört geſchickter und gekonnter Weiſe gearbeitet worden ſind. Die Augen der ſchönen Frauen, die an den Auslagen haften bleiben, gleiten immer wie⸗ der wohlgefällig über dieſe Schmuckſtücke aus dem ſchimmernd weißen Bein der Elefantenzähne. Und keine Frau, mag ſie nun Italienerin ſein, mag ſie in Sevilla geboren oder in der 5. Avenue beheimatet ſein, wird ahnen, daß dieſe zierlichen Anſtecknadeln, die von Blumenornamenten umrankt ſind, aus einer kleinen Stadt im heſſiſchen Odenwald kommen. Erbach, dieſe heſſiſche Kreisſtadt, die bereits ein⸗ einhalb Jahrtauſende alt iſt, die von dem Geſchichts⸗ schreiber Karl des Großen, dem berühmten Einhard, gegründet worden iſt und ſpäter von den Grafen von Erbach beherrſcht und in baulicher Beziehung unendlich bereichert wurde, iſt heute als die Ge⸗ hurtsſtätte der deutſchen Elfenbeininduſtrie bekannt Das heißt: Natürlich nur in der Welt, die etwas von Elfenbein und ſeiner Verarbeitung verſteht. Die allerdings kennt die ſtille Stadt, über der der grüne unergründliche Wald faſt zuſammen⸗ zuwachſen ſcheint. Für dieſe Welt iſt ſie ein bedeut⸗ ſamer Platz, nach dem alljährlich die Einkäufer zu fahren pflegen, wenn ſie auf der Leipziger Meſſe die neueſten Schöpfungen der Erbacher Induſtrie geſehen haben. Es iſt beinahe jedes dritte Haus in dieſer maleriſchen Kleinſtadt eine Werkſtätte, in der man Elfenbein zu künſtleriſch wertvollen 0, Glenz, ein Führer der Erbacher Elfenbeinschnitzer Schmuckſtuchen verarbeitet, die ſpäter einmal auf den teueren Kleidern ſchöner Frauen ſchimmern wer⸗ den. Etwa 30—35 ſolcher Werkſtätten findet man in Erbach. Darunter gibt es—8 Großbetriebe, die mit vielen Arbeitern und Arbeiterinnen den prachtvollen Schmuck herſtellen. Faſt möchte man ſagen an fließen⸗ dem Band. Aber es gibt auch noch Werkſtätten, die noch nicht vom Tempo des Jahres 1988 erfaßt ſind, die noch immer den Rhythmus von geſtern ſpüren laſen. Den Rhythmus liebevoller Künſt⸗ lerarbeit. Ich betrete einen Hof, deſſen Mauern zon wildem Wein üppig überwuchert ſind, deſſen Tore noch die Male der Vergangenheit tragen, an 80 Froß sind Elefantenzähne! den ſich ein Garten anſchließt, der voll der Poeſie der Tage unſerer Großväter iſt. Im Haus ſelbſt empfängt mich wohl der älteſte Erbacher Elfenbein⸗ ſchnitzer. Ein würdiger Herr, dem man anſieht, daß die Haſt der heutigen Maſchinen ihm zuwider jſt. Er führt mich über einen Gang, in dem die Kühle des Morgens wohltuend geblieben iſt, in ſeine kleine Werkſtatt, die ganz den Geiſt des Künſtlers atmet. Da ſtehen Modelle aus Wachs, die Wiſente, zornige Büffel aus den Prärien des wilden Weſtens, be⸗ ſchwingte Göttinnen und kraftvolle griechiſche Helden darſtellen. Zeichnungen liegen da herum und alte Kupferſtiche und vergilbte Daguerrotypien hängen an den Wänden. Der Meiſter erzählt von ſeinem Schaffen und vom Elfenbein, das ſeine Phantaſie er⸗ füllt und auch erfüllen kann, wenn man bedenkt, wie fern die Zonen ſind, aus denen dieſer koſtbare Stoff ſtammt. „Ja, lieber Herr,“ erzählt er mir.„Wiſſen Sie, daß mein Material faſt ſämtlich aus Afrika kommt, daß es in rieſigen Ladungen nach Hamburg gelangt, in die Dampfer verladen, die unter deutſcher, hol⸗ ländiſcher, engliſcher oder franzöſiſcher Flagge nach Europa, nach Indien, Oſtaſten oder Amerika fahren. Der Handel mit dem Elfenbein liegt, wie mir der alte wohlunterrichtete Herr weiter feſſelnd zu erzäh⸗ len weiß, ausſchließlich in den Händen engliſcher und niederländiſcher Handelsgeſellſchaften. Jährlich fin⸗ den Verſteigerungen in London und Antwerpen ſtatt, wo die bereits nach Gewicht und Güte ausgeſuchten Zähne nach der ganzen Welt verkauft werden.“ „Wie teuer iſt eigentlich ſo ein Elfenbeinzahn?“ frage ich mein Gegenüber und deute auf ein Bündel mächtiger weißer Zähne, das in der Ecke ſteht. Der Preis des Elfenbeins, ſagt er, wird nach dem Ge⸗ wicht berechnet. Im Kleinhandel zahlt man heute bei ganzen Zähnen bis zu 50 Mark je Kilogramm. Bei kleineren Zähnen von jungen Tieren koſtet das Kilogramm etwa 20 Mark. Im Durchſchnitt beträgt das Gewicht eines Zahnes etwa 40 Kilogramm. Aber es finden ſich auch Zähne, die von Elefanten⸗ bullen abſtammen und das beachtliche Gewicht von Der anmutige Platz vor dem Erbacher Schloß Im Vordergrund: Denkmal des Grafen Franz zu Er bach-Erbach, der Vater der Elfenbeinindustrie um von dort über Frankfurt zu uns in die Ver⸗ borgenheit des Odenwaldes geſandt zu werden. In den Savannen des Sudans werden die Elefanten gejagt, deren Stoßzähne das begehrte Elfenbein liefern. Dieſe rieſigen unförmigen Tiere, die unter wildem Trompetenlärm durch das Gras und den niedrigen Buſch der heißen Steppen raſen, wiſſen wohl, daß ſchwarze und weiße Jäger ihnen auf⸗ lauern, um mit der Gewalt ihrer ſchwerkalibrigen Gewehre ſie zu töten und ihres Zahnbeines zu be⸗ rauben. Wie wertvoll dieſes Bein geweſen und heute noch iſt, erklärt die Bezeichnung„ſchwarzes Elfenbein“, mit der die arabiſchen Sklavenhändler die von ihnen verkauften und verſchleppten Neger belegten. Elfenbein iſt in Afrika ſo viel wert wie Gold und Edelſteine. Und wer in früheren Jahr⸗ zehnten unter den ſchwarzen und-braunen Deſpoten des mittleren und ſüdlichen Afrikas ein Gebiet be⸗ ſaß, das von vielen Elefantenherden bevölkert war, galt weit und breit als milliardenſchwerer Mann. Auf den Schultern der ſchwarzen Träger wandern heute noch die koſtbaren Elfenbeinzähne aus dem ſonnendurchglühten Innern an die Küſte des In⸗ diſchen Ozeans. Dort wird die Menge des Beins 75 bis 80 Kilogramm aufweiſen, dabei oft zweineinhalb bis drei Meter lang ſind. Die Zähne werden nur von getöteten Tieren genommen und es iſt daher kein Wunder, daß rieſige Länder in Afrika von Elefanten vollkommen entvölkert wur⸗ den. Die Jäger mit den modernen europäiſchen Waf⸗ fen haben hier ſchrecklich gehauſt und waren würdige Kollegen der Büffelmörder in den nordamerikani⸗ ſche Steppen. Der alte Herr, der mit einigen Ge⸗ ſellen arbeitet, iſt im weſentlichen auf das Werk ſeiner Hände angewieſen. Er ſcheint die Maſchinen zu verachten. Er bohrt und fräßt und feilt und ſchnei⸗ det und ſchnitzt die koſtbare Maſſe ſelbſt aus der Hülle des Zahns heraus. Bedient ſich nur zur Vor⸗ arbeit des elektriſchen Bohrapparates. Gibt ihr Ge⸗ ſtalt. Formt das rohe Material zu reizenden künſt⸗ leriſch wertvollen Figuren. Schnitzt daraus Heilige und Madonnen, Amazonen und antike Götter von unerhörtem Adel. Entwirft in Tage währender Arbeit Geſtalten fremdländiſcher Tiere und zaubert Rokoko⸗ und Schäfergruppen herbei, die immer wie⸗ der den Beifall aller währen Kunſtfreunde finden. Anno 1780 iſt dieſe heute ſo wichtige eigen⸗ artige Induſtrie im inneren Odenwald entſtan⸗ Blick in die Werkstatt eines Großbetriebes Die kleine Stadt im Odenwald, ein Sitz der deutschen Elfenbeinschnitzerel Kein Marmor, sondern Elfenbein den. Graf Franz l. von Erbach, der weite Reiſen in der ganzen Welt unternommen hatte und in Italien damals Elfenbeinſchnitzer zum erſtenmal ſelbſt bei ihrer Arbeit ſehen konnte, der auch in Dieppe beobachtete, wie ein Großteil der Bevölke⸗ rung von der Maſſenherſtellung von Elfenbeinkruzi⸗ fixen lebte, legte in ſeiner Reſidenz Erbach den Grundſtein zur Begründung der heutigen Weltindu⸗ ſtrie. Er hat ſie in jeder Beziehung gefördert. Bil⸗ dete ſich ſelbſt in dieſer Kunſt des Schnitzens aus und zog ſich bald einen Stamm von tüchtigen Elfenbein⸗ ſchnitzern heran, von denen einige ſogar Akademien und Kunſtgewerbeſchulen beſuchten. Vom Grafen ſelbſt werden heute noch in den Vitrinen des alten prachtvollen Reſidenzſchloſſes Schnitzwerke ge⸗ zeigt, ſpringende Hirſche und hübſche Tabaksdoſen, die bezeugen, welche Fertigkeit dieſer raſtlos arbei⸗ tende Mann beſeſſen hat. Seit 1890 beſteht in Erbach auch eine ſtaatliche Fachſchule für Elfenbeinſchnitzer und verwandte Berufe. Daß der Niedergang der Weltwirtſchaft nicht ohne Folgen für die Erbacher Induſtrie geweſen iſt, iſt ſelbſtverſtändlich. Aber trotzdem haben die Schnitzer den Kopf nicht hängen laſſen, ſondern haben ſich mit vorbildlicher Tatkraft für ihr Werk, für ihre hohe Kunſt eingeſetzt und ſich immer noch in allen Erdteilen Abſatzfelder erhalten. Zwar iſt man nach dem Krieg dazu übergegangen, neben dem edlen Elfenbein Leukorit, einen Erſatzſtoff, be⸗ ſonders in der Maſſenerzeugung von Schmuck⸗ und Ziergegenſtänden zu verwenden. Und es darf geſagt werden, daß dieſe Arbeiten, die faſt ſämtlich auf rein maſchinellem Wege verfertigt werden, bei weitem nicht den hohen künſtleriſchen Wert der Schnitzereien beſitzen, die aus wirklichem Elfenbein hergeſtellt ſind und auf die von den Künſtlern ein weſentlich höherer Aufwand von Können geſetzt worden iſt. Im Großbetrieb nebenan ſurren die Bohrer und die kleinen Fräßrädchen über das Elfenbein. In lichten Räumen, durch deren Fenſter die Sonne hineinſieht, ſitzen etwa zwanzig Arbeiter und Arbei⸗ terinnen immer vier bis fünf an einer Werkbank. Vor ſich das Material: rohe Elfenbeinſtücke. Der In⸗ haber des Betriebs iſt zugleich ſein eigener Künſtler. Er entwirft und zeichnet die Schablonen, nach denen dann ſeine Arbeiter den Schmuck, die Blumen und die neckiſche Elefanten, Einhörner, Hirſche und ſpringende Geparden herſtellen. Zuerſt, nachdem die Schablone auf das Elfenbeinſtück aufgetragen iſt, wird dieſes an⸗ geſägt. Dann treten feine Rädchen in Arbeit, die, ähnlich wie die Rädchen an der„Höllenmaſchine“ des Zahnarztes, ſich in die weiße Maſſe einbohren. Elektriſche Bohrer, von leichter Hand geführt, Auf Brettern werden geschnitzte Broschen aufgereiht E 4. Seite/ Nummer 333 2 Neue Mannheimer Zeitung/ Sounkags⸗Ausgabe Mannheim, den 22. Juli 1993. Geſtaltungskraft Wenn wir jetzt nach der Heuernte über unſere Wieſen gehen, können wir beobachten, wie die ab⸗ geſchnittenen, in der Erde wurzelnden Halme anfan⸗ gen, ſich zu erneuern und wieder aufzubauen. In einigen Tagen hat der Halm wieder ſeine frühere Ge⸗ ſtalt. Aus dem Bruchſtück iſt wieder ein Ganzes ge⸗ worde Die Schnittfläche iſt verſchwunden, die fei⸗ nen Rillen laufen wieder in der neu entſtandenen Spitze zuſa en. Die Pflanze hat ein kleinſtes Be⸗ ſtandteil nach dem andern von außen herangeholt und dieſe aneinandergeſetzt zu der Form, die ihr die Natur beſtimmt hat. Wie ſolch planmäßiges Schaf⸗ fen in dem Grashalm möglich iſt, wird immer zu den Geheimniſſen gehören, die uns auf Schritt und Tritt umgeben. Wir wiſſen nur, was da arbeitet, iſt Ge⸗ ſtaltungskraft. Alle Geſchöpfe haben teil an dieſem Geſtalten und Wachſen. Auch der Menſch. Das Kind wächſt zum Mann. Wir können's beobachten, wie die Glieder größer werden und ſich ergänzen. Aber auch der Er⸗ wachſene wächſt noch ſein ganzes Leben lang. Der Körper baut ſich immer wieder neu auf, wirft Be⸗ ſtandteile ab und holt andere heran. In ſieben Jah⸗ ren iſt, wie man ſagt, der Körper ſo erneuert, daß kein Teilchen von früher mehr an ihm iſt. Ein neuer Menſch iſt entſtanden. Dieſe Geſtaltungskraft lebt und wirkt auch im Menſchengeiſt. Indem wir uns mit unſerer Um⸗ melt beſchäftigen, nehmen wir eine beſtimmte Stel⸗ lung zu ihr ein, wir formen und geſtalten ſie. Kein Menſch ſieht die Dinge ſo, wie ſie ſind, ſondern, in⸗ dem er ſie wahrnimmt, formt und geſtaltet er ſie unbewußt ſo, wie er ſie nach ſeiner Veranlagung und ſeinen Neigungen haben möchte. Damit aber bilden und geſtalten wir uns ſelbſt. Drum hat jeder Beruf mit der Zeit einen deutlich bemerkbaren Ein⸗ fluß auf den Menſchen. Die ganze Weltbetrachtung und das ganze Streben des Menſchen bildet ſich dar⸗ nach. Wir geſtalten uns durch die Bücher, die wir leſen, durch die Menſchen, mit denen wir zu tun haben.„Sage mir, mit wem du umgehſt, und ich will dir ſagen, wer du biſt.“ Wer nur Kleinlich⸗ keiten ſehen will und das Große überſieht, wird ſelbſt kleinlich werden. Wer nur das ſieht, was vor Augen iſt, verliert die Fähigkeit, über den Augen⸗ ſchein hinauszuſehen und das Tiefere zu erkennen. Er wird am Alltäglichen hängen und zum Alltags⸗ menſchen werden. Es gibt noch andere Dinge, als die Mühen des Alltagslebens, die Schätze der Erde, die Sorgen um Nahrung und Kleidung. Es gibt noch andere Fragen, als die immer wiederkehrenden: Was werden wir eſſen? Was werden wir trinken? Womit werden Wir uns kleiden? Im Sprachzebrauch der Bibek nennen wir ſie die himmliſchen Dinge und die Fra⸗ gen nach dem Ewigen. Liebe, Treue, Glaube, Hoff⸗ nung und viele andere ſind's. Ste meint Jeſus, wenn er ſpricht:„Trachtet am erſten nach dem Reiche Gottes und nach ſeiner Gerechtigkeit, ſo wird euch ſolches alles zufallen“(Matth. 6, 33). Das ſoll heißen: Dann werdet ihr euch zu Ewigkeitsmenſchen geſtalten, die allzeit wiſſen, daß ſie Kinder des Va⸗ ters im Himmel ſind, und die drum über das All⸗ tägliche hinauswachſen. —— * Die Hundstage beginnen morgen kalender⸗ mäßig. Es iſt hierbei genau wie bei den Eishetligen. Beginn und Ende werden nicht immer genau ein⸗ gehalten. Auch diesmal iſt die Hundstagshitze um einige Tage vorausgeeilt. Die Schwüle, die die Mannheimer plagt, will keiner Abkühlung weichen, obwohl wie geſtern die Gewitter ganz nahe an die Stadt heranrücken. Wir müſſen aber wohl oder übel die Hitze in Kauf nehmen, weil ſie wieder gut machen muß, was in den hinter uns liegenden Wochen durch Näſſe und Kälte verdorben wurde. Den wenig ſchönen Namen Hundstage verdankt man der Himmelsforſchung, nicht etwa anderen volkstüm⸗ licheren Auslegungen. Während der Zeit vom 23. Jult bis 24. Auguſt befindet ſich nämlich die Sonne in der Nähe des Sternbildes des„Großen Hundes“, deſſen glänzendſter Stern der Firxſtern Sirius, bekannt unter dem Namen„Hundsſtern“, iſt. Am 23. Juli geht der Hundsſtern noch einige Zeit nach der Sonne auf, am 9. Auguſt zugleich mit ihr. Von da ab erſcheint die Sonne, die im Zeichen des Löwen ſteht, immer ſpäter, der Hundsſtern immer früher am Morgenhimmel. (FJortſetzung von Seite 3) ſchnitzen endlich die letzten und feinſten Umriſſe her⸗ aus und laſſen ſo Schmuckgegenſtände und allerlei niedliche Fabeltiere entſtehen. Nicht nur die Luxusgeſchäfte in den großen euro⸗ päiſchen und amerikaniſchen Hauptſtädten werden von der Erbacher Elfenbeininduſtrie beliefert, ſondern ſehr viele Kunſtgegenſtände wandern in die Klöſter und Kirchen in Deutſchland, Frankreich und Spanien, die zu den Abnehmern der Elfenbeinkünſtler aus der kleinen Odenwaldſtadt gehören. Die Kraftwagen der Einkäufer erſcheinen ſehr häufig in Erbach. Es ſind Einkäufer aus aller Herren Länder, die nach der Leip⸗ ziger Meſſe in den ſtillen Ort kommen, die ſich über die neueſten Schöpfungen der Erbacher Kunſt unter⸗ richten wollen und größere Einkäufe tätigen, die auf Rechnung von Häuſern in Paris, Genf, Warſchau, Neuyork, London, Kairo und Kapſtadt gehen. Vier Fünftel dieſer Schnitzwaren werden heute immer noch ins Ausland ausgeführt. Erbacher Kunſt findet ihren Weg in alle Läuder der Welt, nach den malatiſchen Inſeln, nach Indien, Japan und China, nach den Vereinigten Staaten, nach Süd⸗ amerika und nach dem immer noch dunklen Erdteil Afrika. Und immer iſt die Farbe und die Form dieſer künſtleriſchen Schöpfungen auf den Geſchmack der verſchiedenen Länder abgeſtimmt. Erbach iſt ſo in allen fünf Erdteilen als die Elfen beinſtadt bekannt und wird auch allen Kriſen zum Trotz die⸗ ſen Ruf dank dem hohen Können ſeiner Künſtler nicht verlieren. C. W. Fennel. Mannheit Wohl biſt du der ſchönſten eine Von den Städten groß und klein, Wie ſie ſich am deutſchen Rheine Brüderlich zuſammenreihn. Bunt beflaggte Schiffe fahren Deinen Hafen aus und ein, Und wohl wirſt nach wenig Jahren Tyrus du im kleinen ſein. Dieſe Verſe wioͤmete anfangs der 1840er Jahre, alſo vor rund 100 Jahren, Heinrich Jacobi der Stadt Mannheim.„Tyrus im kleinen“ war ſie ſchon damals, Tyrus im großen iſt ſie ſeitdem raſch geworden. Jacobi iſt ganz begeiſtert von der Stadt Mannheim.„Infolge ihres lebhaften Handels, welcher neuen, bedeutenden Aufſchwung durch den der Stadt verliehenen Freihafen und durch den An⸗ ſchluß des Großherzogtums an den deutſchen Zoll⸗ verein erhielt, hat ſich Mannheim, welches zugleich Sitz des Oberhof⸗ und Hofgerichts ſowie einer be⸗ deutenden Garniſon iſt, binnen kurzem zu ſolcher Opulenz emporgeſchwungen, daß es mit den bedeu⸗ tendſten Handelsſtädten kühn in die Schranken tre⸗ ten kann.“ Etwas ungemein Freundliches und Ein⸗ ladendes habe die Stadt von innen wie von der Außenſeite.„Umringt von einem Kranze ſchöner Gärten und geſchmackvoller Anlagen, aus welchen mannigfaltige Luſthäuſer ſich erheben, trägt ſie den Charakter des Großartigen, ſo wie ſie durch ihre Regelmäßigkeit im Innern und eine Menge anſehnlicher Gebäude wohl eine der ſchönſten Deutſchlands iſt. In einer Größe und Eleganz, wie ſie der bedeutendſten Städte nicht un⸗ würdig wären, dehnen die Hafengebäude an den Ufern des Rheins ſich hin, dem Fremden ſchon von weitem den Wohlſtand verkündend, welcher erſt nach und nach noch aus ihnen hervorgehen wird.“ Und weiter:„Da die Stadt mit vielen Annehm⸗ lichkeiten keine zu teure Lebensweiſe verbindet, ſo iſt ſie, namentlich zur Winterszeit, häufig der Aufenthalt von Engländern und ſonſtigen Fremden, denen das Theater und manche andere, ſonſt nur größeren Städten eigentümliche Zerſtreuungen hinlängliche Ab⸗ wechſlung gewähren. Auch die Karnevalsbeluſtigun⸗ gen haben hier ſeit einigen Jahren Wurzel geſchlagen und würden denen der Städte Mainz und Köln wohl um vieles nicht nachſtehen, wenn man ſie in dem Geiſte, wie es von Anfang herein geſchah, kultivieren wollte.“ Mannheim und die Rheinſchanze, das ſpätere Ludwigshafen, waren damals durch eine Schiffbrücke verbunden. Die Rheinſchanze„prangte“ mit mehre⸗ ren ſchönen Häuſern. Schon aber ſind Ingenieure vor hundert Jahren mit Vermeſſungen beſchäftigt,„welche die Anlage einer, wahrſcheinlich Neu⸗Mannheim benannt wer⸗ denden Stadt ohne Zweifel zum Zweck haben.“ Die neue Stadt iſt wohl raſch aus der Erde gewachſen, aber Neu⸗Mannheim wurde ſie nicht getauft. Von beſonderen Sehenswürdigkeiten wird an erſter Stelle erwähnt das Schloß, damals Reſidenz der verwitweten Großherzogin Stephanie, die 1772 unter einem Koſtenaufwand von 70000 Gulden errichtete Sternwarte, die in den Jahren 17331756 erbaute,„mit Vergoldungen, Ge⸗ mälden und Marmorbildwerken faſt überladene Jeſuitenkirche“, das Zeughaus,„welches ſeiner einfachen, ſchönen Bauart wegen den Beſuch jedes Fremden verdient“, das auf 72 Pfeilern ruhende Kaufhaus, das damals„die Paßbüros und die mehrerer anderen Beamtungen“ enthielt, das Schauſpielhaus, das Harmonie⸗Lokal und ver⸗ ſchiedene Privathäuſer. Von öffentlichen Plätzen werden aufgeführt der Schloßplatz, der Theaterplatz der Paradeplatz mit dem Kaufhaus und endlich der Markt mit dem Kaſinogebäude und dem Baſſermann⸗ ſchen Haus. f Dem geiſtigen Verkehr dienten ſieben Buchhand⸗ lungen,„unter denen ſich die erſt jüngſt errichtete Verlagshandlung des Deputierten Baſſermann befindet, die, mit den bedeutendſten Fonds ausgeſtat⸗ tet, manches ſchöne literariſche Unternehmen zu Tage zu fördern verſpricht.“ Das zugleich mit anſehn⸗ lichem Kunſthandel verbundene, rühmlichſt bekannte Unternehmen der Herren Artaria und FJon⸗ taine beſchäftigt ſich vorzugsweiſe mit dem Ver⸗ kauf von ausländiſchen literariſchen Werken. Von Gaſthöfen erſten Ranges werden genannt der Pfäl⸗ zer⸗, der Rheiniſche und der Ruſſiſche Hof,„denen ſich noch viele andere, durch gute und billige Bedienung ſich auszeichnende anſchließen.“ Der Verfaſſer hat ſich auch die Bewohner Maunheims angeſehen. Sie ſind,„wie die Pfälzer überhaupt, ein heiteres, lebensfrohes Völkchen, das jedem, Geiſt und Herz erquickenden Genuſſe ſich gern hingibt.“ Es fehlt darum auch nicht an allen geſelligen Vergnügungen, deren ſich andere größere Städte erfreuen. Viel be⸗ ſuchten die Mannheimer die Dörfer Käfertal, Neckarau u.., namentlich zur Zeit der Kirchweihen. Das iſt heute noch ſo, wie auch der lebensfrohe Mannemer geblieben iſt, was er von Anſang an ge⸗ weſen iſt. Hier im Volkscharakter, hat ſich alſo nichts geändert in dem vergangenen Jahrhundert. Um ſo gründlicher war die Entwicklung der Stadt. Daß Mannheim in verhältnismäßig kurzer Zeit zur Großſtadt, zur Handelsmetropole aufwärts ſchreiten würde, mag für Heinrich Jacobi ein zu kühner Ge⸗ danke geweſen ſein. F. M. * Flaggenſchmuck tragen morgen alle Mannhei⸗ mer evangeliſchen Kirchen anläßlich der feierlichen Einführung des Landesbiſchofs in Karlsruhe. * Das Mannheimer Jungvolk, das unter dem bewährten Bezirksfühter Hans Kreis mit 609 Jungen und 50 Führern zu der Kundgebung am vergangenen Mittwoch angetreten wax, wurde von Miniſter Dr. Wacker beſichtigt. Wenn man ſah, wie ſich der Herr Miniſter mit den Jungen unter⸗ hielt, ſie nach Namen und Alter fragte, mußte man unwillkürlich Vergleiche mit den vergangenen Zeiten ziehen, in denen man jede Verbindung mit der Jugend vermied. Dr. Wacker ſetzte hier den In⸗ halt ſeiner bedeutungsvollen Rede in die Tat um. Im Gefolge des Herrn Miniſters ſah man Kreis⸗ leiter Dr. Roth, Jungbanninſpektor Oeſtreicher, Unterbannführer Lampart, Standartenführer Feit und Prof. Daub, die ſich ſehr lobend über die Haltung des Jungvolkes äußerten. Am Schluſſe der Veranſtaltung ſprach Miniſter Dr. Wacker dem Jungbanninſpekteur Fritz Oeſtreicher ſein Lob über das Jungvolk aus. Miniſter und Jungvolk! Auf dieſe Art baut man Brücken von Geſchlecht zu Geſchlecht. kume. * Die Vereine ehemaliger babiſcher gelber und roter Dragoner und andere Mannheimer Waffen⸗ vereine waren, wie wir in Ergänzung unſeres in Nr. 323 veröffentlichten Berichts mitteilen, mit einer großen Anzahl Mitglieder beim Soldatentreffen am letzten Sonntag in Schwetzingen mit Standarten und Fahnen vertreten. Außer gelben und roten Dragonern ſah man noch Ulanen und Jäger zu Pferde in Friedensuniform. Ländliche Reitervereine und NoS⸗Reiterſtürme vollendeten das farbenpräch⸗ tige Bild des Feſtzuges. * Erkannt wurde die Leiche des jungen Mannes, der in der vorigen Woche in Friedrichsfeld auf dem Gleis Mannheim Heidelberg aufgefunden wurde. Es handelt ſich um einen 19 Jahre alten Bäcker aus Hechingen, der zuletzt in Ludwigshafen in Stel⸗ lung war. Der Lebensmüde hat bei ſeinem Arbeit⸗ geber einen Brief hinterlaſſen, in dem er mitteilt, daß das Leben keinen Wert für ihn mehr habe. Da kein ſtichhaltiger Grund für die Tat angegeben wurde, nimmt man an, daß Geiſtesſtörung die Ur⸗ ſache war. * Das Reichspoſtminiſterium hat, um die enge Verbundenheit der Deutſchen Reichspoſt mit der Perſon des Reichskanzlers Adolf Hitler auch äußerlich darzutun angeordnet, daß die wichtigſten Dienſträume mit dem Bilde des Herrn Reichs⸗ kanzlers ausgeſtattet werden. Sommerfreuden im Rhein In den Rheinbädern herrſcht Hochbetrieb. Die Fahrgäſte die einen Ausflug nach Speyer unterneh⸗ men, erfreuen ſich immer wieder an dem ſchönen Anblick, den das großzügig angelegte Strandbad bietet. Das ſtädtiſche Männer⸗ und Frauenfreibad bietet hauptſächlich den vielen Berufstätigen, die nur über wenig Zeit verfügen, angenehmen Auf⸗ enthalt. Manche Mittagspauſe im Geſchäft wird zum Beſuch des Bades benützt und das mitgenom⸗ mene Eßpaket oft erſt während des Ankleidens ver⸗ zehrt, damit nur keine Minute der Badezeit ver⸗ loren geht. Schon von der Schloßgartenſeite aus ſteht man wagemutige Springer und Waſſerbahnrutſcher im Familienbad Herweck ſich tummeln. Auch im Arnold⸗ ſchen Frauenbad herrſcht Großbetrieb. Vom nied⸗ lichen Backfiſchchen bis zur Großmutter erleben dort alle Altersklaſſen frohe Stunden. Entzückende Auf⸗ nahmen könnte man im Kinderbaſſin machen. Im vorigen Jahrhundert hielten ſich diejenigen, die das Schwimmen erlernten, mit Schweinsblaſen über Waſſet, die ſie ſich durch gute Worte vom Metzger verſchafften. Die Badeanzüge der Frauen und Mäd⸗ chen waren lang bis faſt zum Knöchel, weit und hochgeſchloſſen, die Badeanſtalten hoch umlattet, da⸗ mit kein Unbefugter hineinſehen konnte. Von Zep⸗ pelinen und Flugzeugen drohte auch keine Gefahr. Und heute? Die Zeiten haben ſich auch im Bade⸗ betrieb gewaltig geändert. Nur Vater Rhein iſt der gleiche geblieben. Genau wie vor vierzig Jahren erfriſcht er Klein und Groß. N. B. Des Sängers Fluch Einem Sänger, der im Hofe neulich ſtörte meine Ruh, warf ich bei der erſten Strophe einen großen„Vierer“ zu. In Papier gut eingeſchlagen konnt' der Mann, der ihn empfing, ſchließlich gar zu hoffen wagen, 's wär darin ein Silberling. Doch der Sänger ſah mit Schmerzen daß der Inhalt ihn betrog, und aus tiefempörtem Herzen kam hervor ein Monolog: „Holder Vierer, laß dir ſagen, heut biſt du noch groß und ſchwer, doch bald wird dein Stündlein ſchlagen und dann ſieht man dich nicht mehr, dann iſt all dein Glanz verloren, und ich ſag' beim Lebewohl, aus der Zeit, die dich geboren warſt und biſt du ein Symbol. Denn auch du haſt mit Getöſe, und mit Umfang uns betört, denn auch du warſt eine Größe, denn auch du warſt nicht viel wert. Auch an dir wird ſich erfüllen das Geſchick, ſtreng und gerecht!“——— Und da dachte ich im ſtillen, „Meiner Treu, der Mann hat recht.“ Jakob Frank. Hinweise Auf die Fortbildungsſchulpflicht weiſt eine An⸗ zeige dieſer Nummer hin. In Mannheim müſſen Knaben und Mädchen drei Jahre die Fortbildungs⸗ ſchule beſuchen. Die Eltern, Arbeits- oder Lehr⸗ herren werden ganz beſonders auf ihre Anmeldungs⸗ pflicht aufmerkſam gemacht. * Die Ausgabe der Reichsverbilligungsſcheine für Speiſefette an den erweiterten Perſonenkreis findet, wie aus der Anzeige in dieſer Nummer hervorgeht, nochmals am kommenden Dienstag und Donners⸗ tag ſtatt. *. f Verkaufsſtellen zur Entgegennahme von Bedarf. deckungsſcheinen aus Eheſtandsdarlehen werden nun⸗ mehr zugelaſſen. Alles Nähere iſt aus der amtlichen Bekanntmachung im heutigen Mittagsblatt erſichtlich. Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 28. Juli 193g 5. und ihr Ratschlag wird Ihnen nũtælich sein. Die HFersildume vill Sie in allen Wdschefragen be- raten und Ihinen zeigen, vie man schneller und bequemer ꝛᷣdscht. Des- halb tun Sie gut daran, sie au empfangen und alle Fragen der Hasche und der hiduslichen Reinigung mit ihr zu besprechen. Ani en Zum 5 Henleo MWascle und Bleichæ Soda! We haupte Induſt heit m Natior willige Stadt Sie a N ſie kar mit il umrän und ei menſch. kann d ten mi nerven Kein 9 bei ſch ſtöhnt. Lai Die vi tung anlagei standen Hektar tiſche Dazu gebiete herzähl wollen Güterr markun die A! ſtattlich die z. Verde — hintere Daß für M. ſenden verzwe lernen, Pert hauſes bensw. gelber und d deutlic zenque Vorn um Ueb Herr J trieb pfleger ſämtlic Luiſen eigentl let wi! Waldp wird v — Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe 5. Seite/ Nummer 333 N MANN EN Dece 550 URC SOS SIND ST EMEN 19 O00 AEON N DEU aN ENE sTNASSE O C LANE(MANNHE lt FRANK FUT) BEIDE ROE GE PEEANZEN KONNTE Wenn irgendwo von unverſtändigen Leuten be⸗ hauptet wird, Mannheim ſei eine unxromantiſche Induſtrieſtadt, der man allenfalls ihre Vergangen⸗ heit mit den Franzoſen oder Karl Theodor und ihr Nationaltheater laſſen könnte, ſo iſt das eine bös⸗ willige Verleumdung. Denn dieſe poeſieloſe“ Stadt hat viele wunderſchöne Grünanlagen. Sie atmet kräftig durch ihre Großſtadtlungen; ie kann mit ihrem Grün und ihren Blumen, Amit ihren Schwanenweihern und ihren blüten⸗ e . e umränderten Waſſerkünſten, mit lauſchigen Pläschen und einſamen Waldwegen dem gehetzten Arbeits⸗ menſchen durchaus den rechten Ausgleich ſchaffen; ſie kann den chemiſchen Dünſten, den rauchenden Schlo⸗ ten mit Waldozon, dem haſtenden Verkehr mit einem nerven beruhigenden„Zurück zur Natur“ begegnen. Kein Mannheimer ſollte das unterſchätzen, wenn er hei ſchönem heißen Wetter über Staub und Hitze ſtöhnt. Last erst eimmaf ZTaſaſen reden Die von der ſtädtiſchen Garten verwal⸗ tung betreute Fläche der Grün⸗ und Schmuck⸗ anlagen macht ein Viertel des mit Häuſern be⸗ standenen Grund und Bodens aus; d. h. den 1,435 Hektar überbauter Fläche ſtehen 355 Hektar ſtäd⸗ liſcher Park und Zieran lagen gegenüber. Dazu kommen noch eine ganze Reihe von Sonder⸗ gebieten, die ſich ſo eins, zwei, drei gar nicht alle herzählen laſſen. Von den Friedhöfen der Vororte wollen wir nicht reden; auch von den ſtädtiſchen Gütern nicht, die außerhalb der Manaheimer Ge⸗ markung liegen. Am leichteſten zu erfaſſen ſind noch die Allee⸗ und Obſtbäume, die eine wahrhaft ſattliche Reihe ergeben. Die Anlagenhecken und jene, die z. B. an der neuen Rheinbrückenauffahrt zur Verdeckung häßlicher Gleisanlagen dienen, würden bintereinander angepflanzt 6,12 Km. lang ſein. 0 Das Hochbauamt ſelber, als oberſte Behörde für Mannheims Gartenpflege, hat uns dieſe verblüf⸗ ſenden Zahlen bekanntgegeben. Um nun den viel⸗ verzweigten Betrieb noch ein wenig näher kennen zu lernen, wandten wir uns an Gartenarchitekt Pertl, der in einem der Nebengebäude des Rat⸗ hauſes in anheimelnd bayriſchem Tonfall auf das Lie⸗ benswürdigſte Auskunft gab. Schon der große Buſch gelber Ringelblumen auf ſeinem Schreibtiſch und die hohe Blattpflanze im Fenſter bekundeten deutlich, daß man in dieſem Amtszimmer den Pflan⸗ zenquellen der Stadt Mannheim beſonders nahe iſt. Dom Falzen, Farmhrärzterm A Lorbeer pbäünmmen Ueber hundert Gärtner und Arbeiter, ſo plauderte Herr Pertl, ſind ihm unterſtellt, die das in vier Be⸗ kriebsabteilungen gegliederte Grünland zu Alegen haben. Die erſte Betriebsabteilung umfaßt ſäntliche Anlagen und Bäume der Innenſtadt, den Lülſenpark und den Schloßgarten, der zwar Staats⸗ eigentum iſt, aber von der Stadt Mannheim verwal⸗ let wird. Die zweite Betriebsabteilung beſteht aus Waldpark, Reißinſel, Neckarau, Rheinau. Die dritte wird von dem Bezirk nördlich des Neckars mit Wald⸗ hof, Sandhofen, Scharhof, Käfertal, Wallſtadt, Fried⸗ richsfeld, Seckenheim gebildet, wozu noch Neuoſtheim und die Oſtſtadt kommen. Die vierte und wichtigſte Betriebsabteilung iſt die Stadtgärtnerei mit Palmenhaus und botaniſchem Schul⸗ garten. Ja, das Palmenhaus! Wer kommt ſchon dort⸗ hin? Und dabei iſt es mit ſeinen rieſigen, bis zwei⸗ hundert Jahre alten Veteranen von der großen Gar⸗ tenbauausſtellung wirklich ſehenswert. Im Jahre 1907 kamen die Palmen, die damals ſchon gewaltige Ausmaße hatten, einzeln in Eiſenbahnwagen ver⸗ packt unmittelbar von Borddighera. Jahre lang friſteten ſie ihr Daſein in einer vorläuſigen Halle zwiſchen Auguſta-Anlage und ſtraße, wo es zu jener Zeit noch keine Häuſer gab. 1910 wurde dann das heutige Palmenhaus errichtet, deſſen Größe man daran abſchätzen kann, daß zu ſeiner Bepflan⸗ zung für die Hauptbeſichtigungszeit der Winter⸗ monate jährlich an die 30 000 Farne und dergleichen Kleingewächſe nötig ſind. Auch der große Beſtand von einigen hundert Lorbeerbäumen wird mit Eintritt der kühleren Jah⸗ reszeit teilweiſe darin untergebracht. Die Lor⸗ beer⸗ und Dekorationsbäume ſpielen eine wichtige Rolle. Bet allen feſtlichen Anläſſen muß die Stadtgärtnerei mit ihrer Hilfe das Ausſchmücken beſorgen. Drei nd mn laut Buren sprechen! „Sehen S,“ ſagt Herr Pertl„die Gartenverwal⸗ tung, die iſt oft die reine Fürſorgeanſtalt. Aber man macht's ja gern, damit die Leut' auch a Freud' haben.“ Da legt das Arbeitsdienſtlager Sell⸗ weide eben ein Wappenbeet an: aus ſchwarzem Kies haben die jungen Leute das Arbeitsdienſt⸗ dieſem Frühjahr an Erwerbsloſe abgegeben und der Grasſchnitt von Schmuckraſenflächen, der megen des häufigen Mähens zum Verpachten oder Verſteigern zu kurz iſt, bleibt ihnen gleichfalls über⸗ laſſen. Wie iſt es aber nun mit den Bepflanzungen ſelber? „Da ſind wir heuer auch zu neuen Arten über⸗ gegangen“, erläuterte Herr Pertl.„Die Bepflan⸗ zung mit einjährigen Blumen hat ſoviel ge⸗ koſtet, daß wir ſie nur noch für die Hauptlagen, wie Friedrichsplatz, Paradeplatz, die Rathausbalkone uſw. aufrechterhalten. Für alles andere, wie z. B. Schiller⸗ platz oder Charlottenplatz, verwenden wir Roſen und Stauden, die mehrere Jahre ausdauern. Trotz dieſer Sparmaßnahmen beläuft ſich aber der Bedarf an Neupflanzen immer noch auf 90—100 000 Stück, das Palmenhaus nicht mitgerechnet. Der Friedrichsplatz, der das Schmuckkäſtlein der Gartenverwaltung iſt, ebenſo auch der Paradeplatz, werden von Frühjahr bis Herbſt dreimal neu be⸗ pflanzt. Da kommen ſo Ende März zuerſt die Stief⸗ mütterchen, ooͤer wir nehmen Pechnelken oder Primeln. Mit ſchuldiger Ehrfurcht vor den Eisheili⸗ gen wird dann Ende Mai vorſichtig zur Sommer⸗ bepflanzung hinübergewechſelt. Sie muß in zwei bis drei Tagen fix und fertig ſein, damit das Stadtbild nicht leidet. Alle Gärtner werden einge⸗ ſetzt. Sozuſagen über Nacht ſind die Geranien oder Dahlien an ihrem Platz— wie angewurzelt.“ In dieſem Jahr hat der Plan der Gartenver⸗ waltung für den Friedrichsplatz ausnahmsweiſe eine gemiſchte Bepflanzung vorgeſehen, ſo daß zur Zeit rund zwanzig verſchiedene Blumen⸗ ſorten um den Waſſerturm herum in Blüte ſtehen. Wenn die Tage kürzer und die Nächte kühler werden, kommen ſchließlich die Chryſanthemen an zeichen— den Spaten mit den Aehren— geformt; ringsum iſt das Feld aus weißem Sand und nun wollen ſie zum Abſchluß einen Kranz lebender roter Begonien, die ihnen die Stadtgärtnerei natürlich koſtenlos überläßt. Oder das Kinderheim Sandtorf braucht etwas für ſeine Blumenkäſten; oder es gibt Balkonprämiierungen, für die in dieſem Jahre wieder 400 Topfpflanzen bereitgehalten wer⸗ den. Auch ſonſt tut die Gartenverwaltung allerhand Gutes: ſo wird das Aſtholz beim Bäumefällen ſeit die Reihe, die meiſt bis Mitte November durchhalten. Und dann kommt der Winter, der weder drinnen in der Verwaltung noch draußen in Anlagen und Gärtnereien eine Ruhepauſe bedeutet. Herr Pertl zeichnet ſeine Pläne. Die fleißigen Gärtnersleute aber decken Roſen ein, erledigen nach und nach den Baum⸗ und Sträucherſchnitt, die angeordneten Wege⸗ änderungen, die Bodenbearbeitung, oder ſind in den zehn Gewächshäuſern der Stadtgärtnerei mit der Heranzucht ihrer vielen Pflanzenkinder für das mächſte Frühjahr beſchäftigt. lt SN ND SCHMUCK: ANLAGEN NMANNHEINAs EINE FAN C AE, AF bEN NaN 50 Atrrugeg OENNAO ER (ONE SS SNSEN SNN Pom ‚ofſisieſſen“ und„F imofffrieſſen ieren Wie wir ſo vom Winter reden, kommen wir ganz von ſelber auch auf das Tierleben in Park und Anlagen zu ſprechen, weil ſich's bei Kälte doch viel ſchwerer tut und ſicher manche Arbeit macht. „Ja freili“, ſagt Herr Pertl,„die Viecherln, die ham mir auch unter uns.“ Und ſchon ergibt ſich die Einteilung in„offizielle“ und„inoffizielle“ Tiere, mit denen es die Gartenverwaltung zu tun hat. gehören die 39 Schwäne des Luiſenparkweihers. Sie fühlen ſich ſo wohl in Mannheim, daß es des Eierlegens und Brütens kein Ende hätte, wenn hier nicht die hohe Obrigkeit entgegen allem Zeitgeiſt für ſtrenge Ge⸗ burtenbeſchränkung ſorgen würde. Den armen Schwanenweibchen werden alſo ihre ſchönen, großen Eier einfach weggenommen, ſo daß es dieſes Frühjahr nur vier Schwanen küken gegeben hat, Die Schleien, Goldorfen, Karpfen und Hechte im Luiſenparkweiher ſind zwar amtlich zu⸗ gelaſſen, aber im Gegenſatz zu den vor allem Win⸗ ters recht anſpruchsvollen Schwänen ganz auf die Mildtätigkeit der Bevölkerung angewieſen. Nur wenn die Hechte im Karpfenteich zu üppig werden, wird be⸗ hördlicherſeits eingeſchritten und durch einen kleinen Fiſchzug mit Reuſen Abhilfe geſchaffen. Und nun gar das Wild auf der Reiß⸗ inſel! Das wird natürlich mit der größten Sorg⸗ falt gehegt, wie ja die Reißinſel überhaupt ein wahres Eldorado für Pflanze und Tier iſt, das man ſchon beinahe als Naturſchutzgebiet anſprechen kann. 35—40 Rehe gibt es dort, und—600 F a⸗ ſanen, von Haſen und Kaninchen ganz zu ſchwei⸗ gen. Aber auch da wacht eine wohllöbliche Stadt⸗ verwaltung mit ſachkundiger Strenge, daß die Böck⸗ lein und die kampfesfrohen Faſanenhähne nicht zu raufluſtig werden; Herr Kohl, der Herrſcher über alle Herrlichkeiten der Reißinſel, muß gelegentlich mit der Flinte über der Schulter auf den Pirſch gehen, damit der Burgfriede in ſeinem Bezirk gewahrt bleibt. Von den„inoffiziellen“ Tieren können wir nur die wichtigſten Vertreter nennen, denn ihnen gehört ja eigentlich vom Regenwurm angefan⸗ gen alles zu, was irgend in Mannheims Anlagen fleucht und kreucht. Die einen, wie Mäuſebuſſarde, Fiſchreiher, die nahe bei der berühmten Klematis⸗ gruppe auf der Reißinſel horſtenden Turmfal⸗ ken, die Eisvögel, Spechte, Eulen, die Wieſel, die Iltiſſe, auch die zahmen Eichhörnchen und ausnahms⸗ weiſe vorkommenden Füchſe werden als ſeltene Gäſte gern geſehen. Die andern, wie das große Heer der Singvögel, ſind ſozuſagen halbamtlicher Natur. Sie bekommen ihre guten Niſtkäſten für den Sommer, und für den Winter ihre Fut⸗ terhäuschen, zu deren Unterhaltung ein ganzer Zentner Vogelfutter im Voranſchlag verbucht iſt. Dafür helfen ſie der Gartenverwaltung in ihrem Kampf gegen manchen gefährlichen Feind, der den Gärtnern das Leben ſchweer macht. Hier kann man nicht gnug Bundesgenoſſen haben, denn die Schä d ⸗ lingsbekämpfung iſt ein großes Kapitel für ſich, das bei den Schnaken anfängt und bei Froſt⸗ ſpanner, Meltau und Blutlaus aufhört. Woran ſo eine Gartenbaudirektion überhaupt alles denken muß! Wo eine Sitzlatte an den Garten⸗ Zu den amtlichen SEIBT ROLAND 23. der neue überragende Einkreis-Allwellenempfünger der Dr. Georg Seibt AG! Verblüffend trennscharfer und tonschöner Empfang der Groß- und Ueberseesender- auch am Tage! Stationsgenau geeichte Vollsichtskala, Präzisionsabstimmung mit SUPRA-Schwingkreisen! Prüfen Sie selbst diese überlegene Leistung bei einer unverbindlichen Vorführung oder verlangen Sie kostenlose Drucksachen von der Dr. Georg Seibt AG, Berlin-Schöneberg, Kolonnen- Straße 29, Abteilung II. 2 , . LULU I DEUTSCH die ARBEIT! DEUTSCHE die LEISTUNG! 2 EAA SEIBRT ROLAND 23L. mit eingeb. dyn. Lautsprecher RM. 125.— ohne Röhren Rohren. RAM. 3150 mmi I 6. Seite Nummer 333 Neue Mannheimer Zeitung/ Sonntags⸗Ausgabe Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 28. Juli 198g bänken zerbrochen, ein eiſernes Schutzgitter von Kraftwagen angefahren, der Lack einer War⸗ mungstafel ſchadhaft geworden iſt, wo eine Bauhütte erſtellt, ein Gärtnerkarren oder ein Gerät ausgebeſſert werden ſoll, da weiſt ſte aus ihren eigenen Schreiner-, Schloſſer⸗ und Tün⸗ cherwerkſtätten Leute an. Oder es kommt einer der ſechs Flurſchützen und macht ſeine Meldung. Oder ein Gärtnermeiſter fragt durch den Fernſpre⸗ cher um Rat, wie er in ſeinem Bezirk den Klee vertilgen kann, der zwiſchen dem Raſen wächſt. Die Kleeblüten locken nämlich die Bienen an, vor denen ſich die durch Erfahrungen gewitzigten Parkbeſucher fürchten. Oder Herr Pertl fragt raſch einmal nach dem Befinden der zwet jungen Bäume, die bei der letzten Sonnwendfeier angepflanzt wurden. Wir aber brechen dankend auf, um uns nach ſo viel anſchaulicher Belehrung nun noch ein wenig an Ort und Stelle umzutun. Seim städtischen Obergärtner In der Stadtgärtnerei ͤraußen am Stadion nimmt uns Obergärtner Dieffenbach in Empfang; d. h. wir holen ihn einfach von ſeiner beweglichen Berieſe⸗ lungsanlage auf dem Chryſanthemenfelde weg. Und nun bekommen wir in Wirklichkeit zu ſehen, was vorhin nur als Zahl und als Begriff genannt war: da ſind die Rieſenpalmen, die Herr Dieffenbach ſeit dem Tage ihrer Ankunft kennt, denn er iſt 33 Jahre bei der Stadtgärtnerei angeſtellt und, wie er ſagt, „mit der Zeit ſelber ſchon ein Stück Inventar ge⸗ worden“. Da ſind die jetzt allerdings nur teilweiſe beſetzten Gewächshäuſer, in denen ſo mancher ſchöne Topf darauf wartet, als ſtädtiſche Geburts⸗ tags⸗ oder Jubiläumsgabe an verdiente Be⸗ amte verſchenkt zu werden. Da iſt die Schatte n⸗ halle aus Rundholzſtäben, in der die kleineren, moch tragbaren Palmen vor Hagel und Sonnenbrand geſchützt die friſche Luft genießen dürfen. Es duftet nach Leukoien, ein Feld Roſen ſteht in vollem Flor, bunte Farbflecke blühender Beete, wohin man ſieht. „Es wird uns nämlich in den Anlagen auch viel geklaut“, meint Herr Dieffenbach betrübt,„da⸗ für müſſen wir hier immer gleich Erſatz liefern kön⸗ nen,“ Und als wir uns über den reizenden Inhalt der Waſſertonnen verwundern, ſagt er ſchmun⸗ zelnd:„Ja, die Goldfiſche, die halten ſich dle Gärtner, damit's keine Schnaken gibt. Wo Fiſche ſind, kommt auch im ſtehenden Waſſer die Schnaken⸗ brut nicht durch.“ Alſo ſchwimmen, wo immer auf dem weiten Gebiet der Stadtgärtnerei eine Zapfſtelle und ein Waſſerbehälter iſt, ein paar ſolcher gemüt⸗ lichen Dickköpfe herum. Manche ſind ſo zahm, daß ſie die eintauchende Hand mit dem Mäulchen„be⸗ ſchnuppern“ oder ſogar hineinſchlüpfen. Noch einen Blick in die ſauber gekachelten Bade⸗ kabinen und in den Tagesraum der Gärtner, wo die braungebrannten Geſellen in blauen Kitteln und hier nun ohne ihre großen Strohhüte gerade zur Mittagspauſe beieinander ſitzen. Dann führt uns Herr Dieffenbach nebenan in den botaniſchen Schul⸗ garten, mit dem wir unſeren„Ausflug ins Grüne“ beſchließen wollen. Der Dotamis ce Fahufgarfen Hier waltet Schulgärtner Schneider ſeines Amtes, ein beſinnlicher Mann, der mit ſeiner Brille auf der Naſe ſelber halb wie ein Profeſſor drein! ſchaut. Zu ſeinen Hauptaufgaben gehört es, die Mannheimer Schulen mit Zeichen und An⸗ ſchauungsmaterial zu verſorgen. Allmorgendlich ſchickt er einen Boten in die Stabt, der auf ſeinem Fahrrad von einer Schule zur andern flitzen und das beſtellte gekſtige Grünfutter abliefern muß. Im letzten Jahre ſeien es, erzählt uns Herr Schneider, ungefähr 50 000 Pflanzen und Pflanzen⸗ teile geweſen, die er an die Schulen ausgegeben hat. Der Garten iſt nach beſtimmten Pflanzen ⸗ gemeinſchaften eingeteilt: auf dem Stück Laub⸗ wald wächſt noch der ſonſt ſehr ſeltene Speier⸗ lingsbaum; der Teich weiſt mannshohe Rohr⸗ kolben, Kalmus, Waſſerroſen auf. Ein paar er⸗ ſchrockene Fröſche retten ſich mit lautem Plumpſer ins Waſſer. Im Sumpfland gibt es Eibiſchſtauden; die Abteilung Landwirxtſchaft zeigt alle Getreidearten bis zu Hirſe und Buchweizen. Auch Heil⸗ und Küchen⸗ kräuter ſind vorhanden. Das Schönſte aber iſt Herrn Schneiders Alpi⸗ num ein leuchtendes, blühendes Alpengärtlein, auf das er alle ſeine Gärtnerliebe und alle ſeine Samm⸗ Blick in die Gerichts ſäle 10 000 Mark unterſchlagen An Geldern der Gemeinnützigen Eigenheim⸗ Baugeſellſchaft in Weinheim vergriff ſich der 56 Jahre alte Kaufmann A. H. B. von dort. Von März 1921 bis zum Jahre 1931 war er Geſchäfts⸗ leiter. Die Geſellſchaft ſollte hauptſächlich Kriegs⸗ verletzten und Kriegerhinterbliebenen mit Baugel⸗ dern unter die Arme greifen. Mit dem Nieder⸗ gang der Bautätigkeit kündigte man dem Ange⸗ klagten ſeine Stellung. Bis zum Ende ſeiner Tätig⸗ keit als Geſchäftsleiter bezog er ein Gehalt von 250 Mk. monatlich. Trotzdem dieſes Einkommen noch gerade für ihn ausreichte, ſtellte er eine Büro⸗ hilfe für 140 Mk. monatlich ein. Um die Anſtellung hatte er den Vorſtand nicht gefragt. Dabei ſpielte er den großen Mann, lud zu Geſellſchaften ein, machte einem Turnverein Geſchenke uſw. Nach ſeiner Kün⸗ digung erhielt er nur noch eine Vergütung von 40 Mark monatlich, behielt aber ſeine früheren Ge⸗ wohnheiten bei. So kam es, daß er dann monat⸗ lich etwa 200 Mk. der Kaſſe entnahm. Die Veruntreuungen ſeit dieſer Zeit belaufen ſich auf 4600 Mark. Es fehlte auch an der ausreichenden Ueberwachung. Die Bücher und die Kaſſe gingen in Ordnung, aber die Belege wurden nicht nachgeprüft. Er hatte einfach die Quittungen bei Seite geſchafft. Der Angeklagte gibt ſeine Verfehlungen zu. Seither hat er ſich gut geführt. Von 1915 bis 1918 war er im Kriege. Er ſtellt entſchieden in Abrede, daß er irgendwie Geld gehamſtert hat, iſt auch bei der Art, wie er über ſeine Verhältniſſe lebte, kaum anzunehmen. Der Sachverſtändige Dr. Fluch rechnete einen Geſamtbetrag von 9910 Mk. als unter⸗ ſchlagen heraus. In Anbetracht, daß es ſich um Gelder der ärmſten Schichten des Volkes handelt, beantragte Staatsanwalt Dr. Weinreich eine Ge⸗ fängnisſtrafe von 1 Jahr 6 Monaten und 3 Jahre Ehrverluſt. Der Verteidiger Dr. Leder le verwies darauf, daß der Angeklagte zuletzt doch nur 40 Mk. monatlich bezog, von denen er unmöglich hätte leben können. Eine bedeutend mildere Strafe erſcheine darum angemeſſen. Das Gericht(Vorſttzender Amtsgerichtsdirektor Dr. Wolfhard) ſprach wegen Unterſchlagung eine Gefängnisſtrafe von 1 Jahr 3 Monaten aus. Von Aberkennung der Ehrenrechte wurde ab⸗ geſehen, da der Angeklagte nur einmal vorbeſtraft iſt. Er bleibt in Haft. Arteile oͤes Sondergerichts Das Sondergericht hatte ſich in ſeiner letz⸗ ten Sitzung in fünf Fällen mit der Verbreitung verbotener Schriften zu befaſſen. Der 1909 in Mannheim geborene Techniker Hermann G. der eine Nummer der verbotenen„Arbeiter⸗Zei⸗ tung an eine Frau K. aus Pforzheim, eine Funk⸗ tionärin der Komuniſtiſchen Partei weitergegeben hatte, wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Der ledige Arbeiter Karl Sch. aus f oſt“ weidach gab die„Rote Fahne“ und die„Rote mehrere Male an einen kommuniſtiſchen Geſin⸗ nungsgenoſſen. Das Gericht erkannte gegen ihn auf eine Gefängnisſtrafe von 8 Monaten. Der Ma⸗ ſchinenſchloſſen Karl E. aus Hauſach, der am 29. und 30. April einige kommuniſtiſche Schriften über die ſchweizer Grenze geſchmuggelt hatte, wurde mit 1 Jahr Gefängnis beſtraft. Der 1908 in Adelboden in der Schweiz geborene Schreiner Friedrich., der bei einem Ausflug nach Lörrach mit einem Antifa⸗ Zeichen ſowie verbotenen Zeitungen betroffen wurde, kam mit 3 Monaten Ge⸗ fängnis davon. Bei dem Töpfer Wilhelm Sch., der in Friedrichsfeld wohnt und der Polizei als jahre⸗ langer kommuniſtiſcher Parteigänger bekannt iſt, wurden einige Stücke der Schrift„Die Wahrheit über den Reichstagsbrand“ gefunden, von denen Schn. zwei Stück dem 44jährigen Gummiarbeiter Heinrich M. gab. Schn. wurde zu 15, M. zu 5 Mona⸗ ten Gefängnis verurteilt. Der Metzger Anton., von Heiligenberg bei Salem, der als Abgeordneter am Geſellentag in München teilgenommen hatte be⸗ richtete zu Hauſe über angebliche Ausſchreitungen der SA⸗Leute. Das Gericht erkannte auf 3 Monate Gefängnis. Um denſelben Vorgang handelt es ſich bei der Anklage gegen den Zimmermann Franz M. und ſeinen Berufskollegen Friedrich., beide von Echbeck bei Pfullendorf. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisſtrafe von 4 Monate gegen M. und auf 5 Monate gegen A. Jilmrunoſchau Univerſum:„An heiligen Waſſern“ J. C. Heers Roman wurde verfilmt. Das Wagnis iſt nicht ganz geglückt, denn die techniſch bedingte Beſchränkung des Objektivs auf das rein Bildmäßige kann in dieſem Falle— wo anders lag es auch ſchon umgekehrt— die Dichtung nicht ganz ausſchöpfen. Auf dem Hintergrund der unerhört großen und ſchönen Land ſchaft am Furkapaß, mit ihren weltweiten und abgrundtiefen Tälern, mit den rieſtgen Rhonegletſchern und den eigenartigen Bergdörfern, hat Erich Waſchneck aber einen Film gedreht, der für ſich ſelbſt, bildmäßig wie auch darſtelleriſch, mit zum Beſten des neueren Film⸗ ſchaffens gehört. Nur eben konnte er nicht den ganzen Stimmungsgehalt und die wunderbare Men⸗ ſchenſchilderung des Heerſchen Romanes in ihrer Gänze einfangen. Das iſt wohl überhaupt unmög⸗ lich, und ſo kann bei einer Verfilmung des Heer⸗ ſchen Buches dieſes immer nur als Unterlage und Anhalt dienen. Abgeſehen von dieſer grundſätzlichen Feſtſtellung, iſt, wie ſchon geſagt, ein Filmwerk entſtanden, das durch die ſchönen Naturaufnahmen, die die Span⸗ nung der Handlung von ſich aus ſteigern, und durch die volkliche Darſtellung, die das Leben der Berg⸗ bewohner im Kollektiv und nicht in der Einzel⸗ leiſtung zeigt, beſondere Beachtung verdient. Karin Hardt bemüht ſich mit großem Geſchick, die recht⸗ ſchaffene Tochter eines ſtiernackigen und ſelbſtſüchti⸗ gen Bergwirtes zu ſein. Wenn ihre Erſcheinung und ihre Art nicht ganz befriedigt, dann liegt das nicht an ihr, ſondern an der ihr doch etwas weſens⸗ fremden Umgebung. E. v. Win terſtein dagegen lerfreude vereinigt. Denn hier handelt es ſich um botaniſche Seltenheiten, die in keiner Gärtnerei zu kaufen ſind: Edelweiß und Enzian und echte Alpenroſen, wie ſie ſonſt nur der Höhenwan⸗ derer kennt. Sie alle pflegt Herr Schneider und iſt dabei bemüht, auch der ſchauluſtigen Schuljugend, die den Garten beſichtigen kommt, etwas von ſeiner Freude an den Pflanzen und von ſeiner ſorgſamen Achtung vor ihrem lebendigen Daſein zu vermitteln. Mal dle Moral von der Sescqfaicefftt Manches Statiſtiſche iſt bei unſerm Plaudern über „Mannheim im Grünen“ vorgekommen. So Harf denn zum Schluß noch eine letzte Zahl genannt wer⸗ den, die jeder Bürger unſerer Stadt mit Dankbar⸗ keit und Freude zur Kenntnis nehmen ſollte:.80 2 5 Reichsmark im Jahr macht für den einzelnen Mannheimer die ſteuerliche Belaſtung aus, die er für ſeinen Mitgenuß an Duft und Farbe, an Waldesgrün und guter Luft zu zahlen hat. Für.80 Mark im Jahr oder 15 Pfennige im Monat bietet ihm die Stadt all' die Spaziergänge, die er⸗ holſamen Aufenthalte, die überſchatteten Straßen⸗ züge. Bietet ſie ihm ganz nebenbei auch das Ver⸗ gnügen, am unrechten Fleck Papiere wegzu⸗ werfen, ſeine Hunde in Blumenbeeten jagen zu laſſen, über abgeſperrte Wege zu ſchimpfen, Zweige und Blüten abzureißen, kurzum, gerade dasjenige nicht zu tun, was man bei 15 Pfennig monatlicher Abnützungsgebühr als allererſte Selbſtverſtändlichkeit erwarten dürfte und was wir zur Beherzigung ganz groß ans Ende ſetzen: „Bürger, ſchützt Eure Anlagen!“ M. Bertram paßt ſich als breitſchultriger Gemeindepreſt un! Bergwirt vollſtändig dieſer Umgebung an. A. Schlettow, Otto Kronburger, Karl Bale haus, Reinhold Bernt, Theodor Loos, Petez Erkelenz und Martha Ziegler, ſie alle haben rechtſchaffen teil an dem Gelingen des Ganzen. * Capitol:„Das Teſtament des Cornelius Gulden⸗ Magda Schneider und Georg Alexander: das ü ein Beweis dafür, daß der Film im Capitol unter haltſam iſt. Er wälzt keine großen Probleme und bringt keine neuen Gedanken, aber er iſt ſauber ge, arbeitet und hat manche nette Szene. Die beiden Hauptdarſteller ſpielten außerdem ein ſo liebenz⸗ würdiges Spiel und bringen ihre Lieder ſo nett, daß man ſich ſehr gut unterhält. Natürlich gibts ein Happy End nach manchen ſchweren Stunden. Im Beiprogramm läuft ein zweiter Film„Der Knalleffekt“, der eine heikle Epiſode vom Leben eines berühmten Sängers mit viel Humor behandelt. Was hören wir? Sonntag, 23. Juli Südfunk .15: Hafenkonzert(aus Bremen).—.30: Ev. Morgen. feter.—.20: Alte und neue Kirchenwetſen.— 10.10 Kath. Morgenfeier.— 11.00: 2000⸗Km.⸗Fahrt(Sbrberig von der Durchfahrt durch Köln u. a. d. Nürburgring). Standmuſik(aus München).— 13.00: Buntes Unterhal, tungskonzert(Schallpl.).— 14.05: Für den Landwirt. 14.30: Gitarre und Klavier.— 15.00: Bunte Kinderſtunde⸗ — 16.15: Deutſches Turnfeſt(Hörbericht: Feſtzüge, Eip⸗ weihung der Kampfbahn).— 16.45: Wiesbadener Kurkon⸗ zert.— 17.50: Chorkonzert.— 18.35: Siegfried Grundeiz spielt.— 19.05: Dus 700jährige Ellwangen.— 2000: Geſamtergebnis der 2000⸗Km.⸗Fahrt.— 20.15: Hallo, hall, Ju iſt der Südfunk, volkstümliches Potpourrt).— 22.00 uſtinus⸗Kerner⸗Lieder.— 22.45: Bunte muſtkal. Stunde Frankfurt .00: Kath. Morgenfeier.— 10.00: Chorgeſang. 11.15: Eine Nacht bei den Aalfiſchern im Rheinſtrom.— 12.00: Grenzlandkundgebung(aus Köln).— 13.00: Deuiſche Oper(aus Köln).— 14.00: Landw. Funk.— 18.28: Fröhl. Zwiſchenſpiel.— 19.00: Arbeitsdienſt macht uns frei.— 20.00: Buntes Brettl.— 21.10: Unterhaltungskonzert(auz Köln). München .15: Kammermuſtk.—.10: Chorgeſang.— 10.00: Franz Liſzt.— 11.00: Lied und Tonz im Rokoko.— 1800. Muſik für Jedermann(Schallpl.).— 14.50: Konzert bet Muſtklehrervereinigung Nürnberg.— 16.30: Veſperkonzert. — 17.55: Hörbericht vom Endſpiel um den Hitler⸗Pokal. — 18.50: Gemütl. Ecke.— 21.45: Der gemütliche Teiſel (Zauberſpiel)]. Langenberg .30: Evang. Feſtgottesdienſt.— 10.00: Fanfaren dez Dritten Reiches.— 11.00: Hayoͤn(Schallpl.).— 15,0 Woher ſtammen Europas Nationalhymnen(Schallpl.). 18.00: Ernſt und Heiter.— 18.45: Weſtd. weiſterſchaften.— 20.15: Anno Oberbrettl.— 21.10: Unter⸗ haltungskonzert der fröhlichen Fünf.— 22.25: Deutſche Stehermeiſterſchaft.— 22.45: Tanzmuſik. Heilsberg .20: Frühkonzert.—.00: Evang. Morgenandacht.— 11.30: Bandonionkonzert.— 12.00: Zoppoter Mittags, konzert.— 14.0: Jugendſtunde.— 15.00: Liederſtunde. 10.45: Nachmittagskonzert.— 18.15: Kommermuſtik. 20.05: Operetten⸗Querſchnitt. Königswuſterhauſen 11.30: Im Dorfkrug.— 13.05: Mittagskonzert. 14.20: Schallplatten für Kinder.— 15.00: Der deutſche Feloͤſoldat.— 15.25: Neuere Klaviermuſik.— 16.30: Kur⸗ orcheſter Swinemünde.— 18.00: Ein Kind— bein Kind (alſo viele Kinder).— 18.25; Liebesfreud und Liebesleſd. — 21.50: Tanzmuſik.— 23.20: Hörbericht vom Endspiel um den Hitker⸗ Pokal. 5 g Wien 19.40: Lieder oberöſterreichiſcher Gegenwart.— 20.15: Die Liebesſchaukel, Abendkonzert. Aus Mannheim 11.30: Flbtenmuſtk. Ausführende: Flötenguartett 205 Schmiedel, Bruno Krämer, Robert Friedlieb, Jean Kay⸗ 5 Quartett op. 108 für vier Flöten von Friedr. Kuhlau. Komponiſten der Luſtſpiel.— ol Da freut sieh jeder, der sein Haar lieb hat. Dr. Dralle's Birkenwasser erhält man feit schon für RN..50 Altbewährte Qualität.— Reue Packung. — Der falſche Lolſe Eine luſtige Geſchichte von Herm. Scharfenberg Ihren Namen hatte er bereits feſtſtellen können. Sie hieß Margot Norrwind und wohnte bei ihrem Onkel, der am Heiderande, hart über den e ein Haus beſaß. Sie mußte ein herrliches Weib ſein, 1190 28 Jahre alt. Einmal vermochte er ihr Antlitz zu ſehen, als ſie ihren Südweſter vom Kopfe nahm, um ihr Flachshaar zurückzuſtreichen: Augen von unſagbarer leuchtender Bläue, Wagen— zart und ſo rot, als ob ſie aufgemalt waren. Und kühn war dieſe Frau. Jeden Tag, bei Sonnenſchein und Sturm, fuhr ſie mit dem alten Schiffer Moog hinaus aufs Meer, und wenn bei ihrer Heimkehr die Flut gekommen war, dann trug ſie Geerd, der junge Lotſe und Neffe des alten Moog, vom Boot ans Land. Dre Paul Kannenſchmidt war ein junger Aſſiſtenz ⸗ arzt im ſtädtiſchen Krankenhaus in Kopenhagen. Er verſtand mancherlei Krankheiten zu heilen und trieb auch in beſcheidenem Maße Sport. Ein ausgemachter Schwächling war er keineswegs; aber mit einem wetterfeſten Schiffer konnte er ſich nicht meſſen; er wußte dies auch. Und dennoch ſtieg es in ihm wie eine Kampfesluſt auf. Er beneidete den Schiffer, der täglich die herrliche Frau in leinen braungeſengten Armen halten durfte. f Paul Kannenſchmidt ſann darüber nach, welche Weiſe er die Frau erringen konnte. Zunächſt war es nötig, den Lotſen zur Seite zu ſchieben. Er haßte ihn; aber mit Herausforderung oder Skandal war hier nichts zu machen. Er, der Städter, hätte dabei wohl den kürzeren gezogen. Da kam ihm ein Gedanke. Er begab ſich zum alten Moog. Der war ein Freund von Brannt⸗ wein und ein Feind der gelehrten Leute. Kannenſchmidt ihm eine Flaſche Schnaps verehrt und der Schiffer ſie zur Hälfte geleert hatte, begann der Arzt auf die Studierten zu ſchimpfen; er ſei bereit, 9 5 zu werden. Nachdem auf langen grauen Locken. Er möchte zunächſt einmal einen Verſuch machen, meinte Aſſiſtent Kannenſchmidt. Ohne weiteres ſchlüpfte er in die gewaltigen Waſſerſtiefel des Geerd, die auf der Stange vor dem Ofen hingen, und drückte ſich den Lotſenhut auf. Dadurch wurde die heitere Stimmung, die der Branntwein und das verächtliche Reden von den„Studierten“ erzeugt hatten, noch gehoben. Auf den Lärm kam Geerd, der Lotſe, herein. Der mußte auch lachen, aber etwas verächtlich; denn die Figur des Mediziners paßte nicht ganz in die Schiffertracht. „Was meinen Sie, Geerd. wenn ich morgen das gnädige Fräulein aus dem Boote trage?“ fragte Paul Kannenſchmidt. „Immerzu, Herr Doktor!“ lachte Geerd. Nun nahm der Aſſiſtenzarzt eine rechte geſchäfts⸗ mäßige Miene an. Alſo, Geerd, ich übernehme für die nächſte Woche Ihre Trägertätigkeit.“ Der junge Mann ſah ſeinen Onkel an; dieſer blickte ſinnend zurück. 5 Dr. Kannenſchmidt fuhr fort:„Ich will ſogar meine Arbeit bezahlen. Sie bekommen zwanzig Mark.“ „Abgemacht!“ lachte wiederum der blonde, braun⸗ gebrannte Burſche. „Und eck?“ meldete ſich der Alte. „Eine Flaſche Aquavit.“ „Man to! Awwers die ſupen wir glick.“ geſchah. 288 Aſſiſtent Kannenſchmidt verbrachte eine unruhige Nacht. Noch weniger Ruhe ſand er am Tage. Die Sonne lag auf dem Meere, die Wellen zuckten wie Flammen auf, und die Möwen kreiſchten. Sein Herz klopfte. Seit einigen Stunden ſtak er in den Waſſerſtiefeln und der Tranjacke. Er mußte geſtehen, daß er— trotz des großartigen erhabenen Zweckes, ſich nicht ſehr wohl darin fühlte. Das Da— mit einem Male— hielt das Boot des alten e etwa 5 Schritt vom 5 entfernt. Der alte Moog kratzte ſich nachdenklich in ſeinen Himmel, jetzt hatte Paul Kannenſchmidt das Ziel ſeiner Sehnſucht erreicht. Jetzt durfte er die gött⸗ liche, geheimnisvolle, unnahbare Frau in den Armen halten. Der alte Moog war bereits aus dem Boot ge⸗ ſprungen. Der junge Arzt ſtürmte durchs Waſſer. Die Stiefel waren noch einmal ſo ſchwer geworden, und als ſie ihren Arm auf ſeine Schultern legte, knickte er beinahe zuſammen. Sie war nicht ſchwer, und doch ſchlotterten ſeine Knie.„Ach, ein anderer“, ſagte ſie.„Iſt Geerd auf Fahrt?“ Kannenſchmidt vermochte nicht zu antworten. „Um Himmels willen, Sie werden mich doch nicht fallen laſſen!“ ſtieß ſie mit einem Male hervor, als er einige Schritte getan hatte. „O nein, gnädiges Fräulein!“ keuchte der Aſſiſtent. „Ich bin eine Frau“- Da lagen ſie! Sie ſtieß einen Schrei aus und erhob ſich ſchneller als ihr Träger, ohne aber zu ſchimpfen. Sie ſchüttelte ſich und ging dem Ufer zu. Ehe der alte Moog hinzu⸗ ſpringen konnte, kam Geerd, der den heimlichen Be⸗ obachter geſpielt hatte, barfuß durch das Waſſer geſauſt. Wie Paul Kannenſchmidt nach Haufe gekommen war, das wußte er nicht. Er konnte ſich nur einer Menge Menſchen erinnern. Geerd war die Sache gleichgültig; ſeine 20 Mark hatte er in der Taſche. Aber der alte Moog ſchimpfte:„Jeden Tag hebb eck twei Mark verdeent. Dat is nu vörbi wegen dem twaatſch Kirl!“ Am anderen Tag machte ſich Aſſiſtent Kannen⸗ ſchmidt auf zum Gut Norrwind. Erſfreulicherweiſe brauchte er ſich nicht melden zu laſſen; denn ſie ſtand vor dem Hauſe und ſchaute über die Dünen zum Meer hinab. Er ſtellte ſich vor. „O das iſt rührend. Aber wir haben einen Haus⸗ arzt. Und überdies hat die Tollpatſchigkeit. dieſes Burſchen durchaus keine ſchlimmen Folgen gehabt“, ſagte ſie, ihm die Hand reichend. Daran hatte er gar nicht gedacht. als dieſer e entlarvte, nahm ſie ihn mit Als er ſich hinein und hörte gerührt die Geſchichte an.„Fllr mich kommen Sie leider nicht in Frage“, meinte ſie taktvoll, eine Träne im blaublitzenden Auge.„Aber meine Tochter...“ Bei einer ſtarken Taſſe Kaffee kam Aſſiſtent Paul Kannenſchmidt wieder zu ſich. Weihnachten darauf heiratete er die Tochter der Frau Margot Norrwind. Uraufführungen. Der Spielplan des Stadt⸗ theaters Bamberg, der in erſter Linie dem neuen Deutſchland Rechnung trägt, ſieht als Uraufführung das Drama„Tragödie Kleiſt“ von Karl Föhlet vor. Außerdem plant Intendant Pfaff die Urauf⸗ mann.— Im Stadttheater Bremerhaven findet die reichsdeutſche Uraufführung des Lambertusſpiels von Franz Ludwig⸗Münſter ſtatt. Der Spielplan zeigt außerdem eine Aufführungsreihe an, die die Entwicklung des deutſchen Luſtſpiels von Hans Sachs bis in die Gegenwart zeigen will. Auch das Shake⸗ ſpeare zugeſchriebene Drama„Der Londoner ver⸗ lorene Sohn“ iſt zur Aufführung vorgeſehen.— Die Direktion Walter Bäuerle der Breslauer Schauſpielbühne hat die Komödie„Kuhhandel“ von Gerhart Pohl zur Werten angenommen. Die Kammerſpiele im Thalia⸗ burg erwarben die Komödie„Ein glückliches Leben“ von Barbara Boſch zur Uraufführung. Die Berliner Uraufführung der Komödie findet im N in der Streſemannſtraße ſtatt. O Auffindung unbekannter Gemälde in Neapel, nung der Gemäldegalerie in Neapel ſind eine Reihe von Bildwerken neu gefunden worden, die bis dahil magaziniert geweſen waren. Es handelt ſich dabei Malerei. Die Gemälde bedeuten einen vor allem Neapels beleuchten. Die Neuordnung iſt von den Direktor des Inſtituts,. eee alt 1 0 worden. 2 Leichtathletik, führung des Werkes„Aurora“ von E. T. A. da Theater Ham, Während der in dieſen Tagen vollendeten Neun N hauptſächlich um Werke der Neapler Frührenaiſſane? in kunſthiſtoriſcher Beziehung wichtigen Fund, du ſe eine weniger gut bekannte Epoche der Malere! rgen⸗ 10.10 ſericht 0 rt unde. Ein⸗ irkon⸗ ndeis 20.00: hallo, 22.00: kunde. 1 m. utſche Iröhl, el. (aus 10.00: 19.90: t det uzert. Pokal Tetfel t.— de.— Kleid. dſpiel der 22.0 l Max Kay⸗ rieor. . — Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 23. Juli 1933 Neue Mannheimer Zeitung Sonntags⸗Ausgabe 7. Seite Nummer 383 Aus Baden In die H überführt Karlsruhe, 22. Juli. Wie der Jugendführer des Landes Baden mitteilt, werden sämtliche Kolonial⸗ Jugendverbände, Kolo⸗ nial⸗ Pfadfinder, Kolonial⸗Jugend⸗Korps und ſonſtige In Gruppen am 1. Auguſt d. J. Baden auf ⸗ gelöſt und in die Hitlerjugend über⸗ führt. Auf beſonderen Wunſch des Reichsſtatthal⸗ lers von Epp werden in ſolchen Orten, wo Kolonial⸗ jugendgruppen mit mehr als 30 Mitgliedern beſtehen, die Gruppen als geſchloſſene Kolonialſcharen der bitleriugend übernommen werden. Die Kolonial⸗ ſcharen werden im übrigen genau ſo behandelt wie die ſonſtigen Scharen der HJ. Sie haben lediglich das Recht, zum Dienſtanzug braunes Hitlerjugend⸗ emd oder Hitlerjugenduniform(das Kreuz des Südens auf dem linken Unterarm) zu tragen. Darüber iſt die HJ⸗Armbinde anzulegen. Das große Kolontal⸗Pfadfinderlager findet in Gengen⸗ bach ſtatt. Am 1. Auguſt wird die feierliche Ueber⸗ nahme durch mich vorgenommen. Karlsruhe, 22. Juli. Die nichtariſche Lehr⸗ amtsaſſeſſorin Frau Dr. Dora Buſch Wwe., geb. gellinek, an der Mäbdchenoberrealſchule in Heidel⸗ berg, wurde auf Grund des Reichsgeſetzes zur Wie⸗ derherſtellung des Berufsbeamtentums aus dem ſtaatlichen Dienſt entlaſſen. Ebenſo wurde der ſtellvertretende Ar beitsamtsdirektor beim Arbeitsamt in Heidelberg aus dem Dienſt ent⸗ laſſen.— Im Zuſammenhang mit der Aufhebung fümtlicher bayeriſcher Konſulate iſt auch das baye⸗ riſche Konſulat in Karlsruhe mit ſofortiger Wirkung aufgehoben worden.— Der Geſamt⸗ beſuch der Badiſchen Holzſchau in den erſten 14 Tagen beläuft ſich bereits auf über 25 000 Perſonen. Allein am letzten Sonntag haben etwa 6000 Beſucher die Ausſtellung beſichtigt. 9 Heidelberg, 22. Juli. Am 12. April d. J. abends gegen 6 Uhr arbeitete der Schloſſerlehrling Karl Knauf in vier Meter Höhe auf einer Leiter an her überaus gefährlichen Kurve an der Neckarbrücke in Neckargemünd. Von dem aus Neckarſteinach kom⸗ menden Wagen des in Neckargemünd wohnhaften Dr. C. wurde er dabei geſtreift, ſo daß er von ſeiner Leiter herab zu Boden ſtürzte. Mit zahlreichen ſchwe⸗ ten Verletzungen wurde Knauf in die Orthopädiſche Klinik gebracht, wo er am nächſten Tag an den Fol⸗ gen eines ſchweren Schädelbruches ſtarb. Jetzt hatte ſich die zweite große Strafkammer mit dem Fall zu beſchäftigen. Im Anſchluß an die Ver⸗ nehmung des Angeklagten Dr. Gr. und des mitange⸗ klagten Meiſters des Knauf fuhr das Gericht zum Unfallort. Dann wurde die Verhandlung im Bür⸗ gerausſchuß⸗Saal in Neckargemünd zu Ende geführt. Wegen fahrläſſiger Tötung wurde Dr. Gr. zu 800 Mark Geldſtrafe anſtelle von zwei Monaten Gefängnis, der beſchuldigte Schloſſermeiſter zu 200 Mark Geldſtrafe anſtelle von drei Wochen Gefängnis verurteilt. UI Weinheim, 22. Juli. Durch die hieſige Polizei wurden ein Franzoſe und ein Marokkaner, die bei ihrem Truppenteil durchbrannten und ohne Ausweispapiere über die deutſche Grenze ge⸗ kommen waren, feſtgenommen. a Hemsbach, 22. Juli. Die hieſigen Gemeinde⸗ beamten und Angeſtellten ſind dem Wunſche des Gemeinderats nachgekommen und haben infolge der ungünſtigen Finanzverhältniſſe der Gemeinde, zu⸗ gunſten des erheblichen Fürſorgeaufwandes auf einen Teil ihrer Bezüge verzichtet. Für die ausgeſchiedenen Gemeinderatsmitglieder der SPD. Hch. Hohn und Oswald Ehret treten die der Ned angehörenden Mitglieder H. Becker und Hch. Gberle in den Gemeinderat ein. * Dogern(Amt Waldshut), 22. Juli. Geſtern abend ertrank beim Baden in einem Waſſerloch, das durch Kiesentnahme zum Kraftwerkbau Alb⸗ bruck⸗⸗Dogern entſtanden war, der jährige Max Maler ⸗Ehrsberg. Maier war des Schwimmens unkundig. Von der Fofkutſche zur Eiſenbahn Ein Eiſenbahn-Jubiläum im Anterland Als die Pfalzgrafen das Schwetzinger Schloß als Quartier zur Erholung von ihren Regierungs⸗ geſchäften eingerichtet hatten, mußte natürlich auch für gute Straßen geſorgt werden, auf denen die damaligen ſchweren Kutſchen ohne Gefahr ſicher und raſch dahinfahren konnten. So ſehen wir die Straße von Mannheim nach Schwetzingen in guter Ordnung. Steckenbleiben im Straßen⸗ ſchlamm oder in einem tiefen Loch, Radbruch oder ſonſtige Unfälle gehörten ja in früherer Zeit zu den Unannehmlichkeiten einer Reiſe, und wenn's gar den Berg hinauf ging, was ja zwiſchen Mann⸗ heim und Schwetzingen nicht der Fall war, hieß es gar oft:„Alles ausſteigen! Zu Fuß gehen!“ Hatte der Poſtillon ſchwache Gäule und eine ſchwere Fuhre, dann griffen die Herren unter den Paſſa⸗ gieren in die Speichen der Räder, damit die Poſt⸗ kutſche nicht ſtecken blieb. Als Unterwegspoſtſtation zum Pferdewechſeln ſtand in der Nähe der Rheinau das Relatis⸗ haus. Friſche Pferde vor der Kutſche nahmen den Weg mit neuen Kräften auf. Für Sereniſſimus und feinen Hofſtaat führte außerhalb Schwetzingens eine ſchöne gerade Lindenallee direkt in den ſchönen Schloßgarten hinein, ohne daß die Stadt berührt werden mußte. Die braven Bürger brauchten nicht immer zu wiſſen, wann der Hohe Herr draußen in den ver⸗ ſchwiegenen Gärten und Laubgängen ein Schäfer⸗ ſtündchen halten wollte. Deshalb ſchuf auch ſchon Kur⸗ fürſt Karl Ludwig, der ja ſeine Geliebte, die Degen⸗ feld, im Schwetzinger Schloß in Sicherheit gebracht hatte, auch von Heidelberg nach Schwetzin⸗ gen eine ſchnurgerade Straße, auf der die kurfürſtliche Karoſſe ſehr oft in ſchneller Fahrt dahin⸗ ſauſte. Denn der mit Charlotte von Heſſen verheira⸗ tete Kurfürſt beſaß ein ſehr liebesbedürftiges Herz. Er ließ ſogar auf einem der Schloßtürme eine Fahne anbringen, um damit der in Schwetzingen weilenden Geliebten Grüße zuzuwinken. Flaggen⸗ zeichen waren ja ſchon von jeher üblich. Nicht alle Beſucher des Schwetzinger Schloß⸗ gartens wiſſen, daß dieſe kurfürſtliche Straße Hei⸗ delberg— Schwetzingen in gerader Richtung König⸗ ſtuhl-Kalmit verläuft. Stehen wir unter dem Schloßportal in Schwetzingen, ſo vermögen wir die beiden genannten Berge zu fixieren. Zu beiden Sei⸗ ten der Straße ließ der praktiſche Kurfürſt Maul- beerbäume anpflanzen; ſie ſollten Schatten geben, daneben den Seidenraupenzüchtern das nötige Futter für ihre Seidenraupen liefern. Denn ſchon Karl Ludwig als vielgereiſter Mann— er hatte als Sohn des geflohenen Winterkönigs Friedrich V. während des Dreißigjährigen Kriegs den holländi⸗ ſchen Gartenbau, Ackerbau und Handel kennen⸗ gelernt— führte zur Hebung des Wohlſtands ſeiner Untertanen manchen neuen Erwerbszweig ein. Doch erſt Karl Theodor ſchuf das große Seidenmonopol, das die Bauern wegen der ſtrengen Vorſchriften über Anbau von Maulbeerbäumen und der unent⸗ geltlichen Abgabe der Blätter dieſes Baumes an jeden beliebigen Züchter gewaltig empörte. Als mit der franzöſiſchen Revolution ſich auch die Zügel der ſtrengen Regierung in der Kurpfalz zu lockern be⸗ gannen, da hieben die erregten Landleute die Maul⸗ beerbäume zu Hunderten nieder. An der Straße Heidelberg Schwetzingen wucher⸗ ten die Maulbeerhecken ruhig weiter. Noch vor 40 Jahren konnte man ſie dort ſehen. Auch der rechte Neckardamm in Mannheim unterhalb der Eiſenbahn⸗ brücke hat noch einige Maulbeerbäume zu uns her⸗ übergerettet. Als nun nach dem 7er Krieg die Beſtrebungen zur Erſtellung einer Eiſenbahn von Heidelberg nach Schwetzingen einſetzten, war man ſich über die Linienführung bald einig. Die alte kurfürſtliche Straße lag verlaſſen; der Verkehr neigte ſich mehr Mannheim zu, und ſo legte man die Schienen der neuen Bahn Heidelberg Schwetzin⸗ gen auf den Straßenkörper der alten Verkehrsſtraße. Heute vor 60 Jahren! Das war 1873. Bis in die Jahre vor dem Krieg führte die Bahnlinie auch ſchnurgerade nach Heidel⸗ berg herein. Als dann die Arbeiten für den neuen Bahnhof vor den Toren der Stadt Heidelberg be⸗ gonnen wurde, mußte die Bahnlinie verlegt werden. Sie biegt bet Eppelheim bereits nordwärts ab, um dann neben der Mannheimer Linie in den Bahnhof Heidelberg einzumünden. Heute wie früher iſt der Verkehr auf dieſer Strecke nicht übermäßig ſtark. Eine kleine Lokomotive— der Volksmund hat ſie Kaffeemühle getauft— pendelt hin und her, ſogar bis an die Schiffsbrücke von Speyer, wo dann eine noch leichtere Maſchine die wenigen Wagen über den Strom holt. Dieſer Zuſtand wird aber nicht mehr lange dauern. Bereits iſt man mit den Vorarbeiten zur feſten Eiſenbahnbrücke beſchäftigt. O —————— ͤ— Ratſchreiber tagten in Meckesheim Meckesheim(Amt Heidelberg), 22. Juli. Nach längerer Pauſe fand eine ſehr gut beſuchte Rat⸗ ſchreiber⸗Bezirksverſammlung ſtatt. Auf dem Arbeitsplan ſtand der Bericht des neuen Lan⸗ despräſidenten Sickmüller über die Neuorgani⸗ ſation der Beamtenſchaft nach dem 5. März 1983 und die Veränderungen innerhalb des Badiſchen Rat⸗ ſchreiber⸗Vereins, die künftige Beitragsregelung, die Eheſtandsdarlehen und die Eheſtandsbeihilfe und noch verſchiedenes vorgeſehen. Die Rechts⸗ und Beſol⸗ dungsverhältniſſe der Gemeindebeamten im Sinne des Erlaſſes des Miniſters des Innern vom 21. Jun 1933 wurden zur Kenntnis gebracht. Die Ausfüh⸗ rungsbeſtimmungen über Gewährung von Ehe⸗ ſtandsdarlehen vom 20. Juni 1933 wurden einer ein⸗ gehenden Beratung unterzogen. Für die Opfer der Arbeit wurden bereits aus der Ratſchreibervereins⸗ kaſſe 300 Mk. gezeichnet. Weitere 500 Mk. ſollen noch gezeichnet werden. Der Landespräſident ſchloß die rege verlaufene Verſammlung mit Worten des Dan⸗ kes und der Aufforderung, daß jeder Kollege zum Wiederaufbau und zur Arbeitsbeſchaffung im Sinne des Arbeitsbeſchaffungsprogramms ſeine ganze Ar⸗ beitskraft zum Segen des Ganzen anzuſetzen habe. L. Elſenz, 19. Juli. Der aus dem katholiſchen Kirchenchor hervorgegangene Männergeſangverein „Konkordia“ feierte jetzt ſein 40jähriges Jubiläum. Die Mitglieder Gg. Höhn, Karl Wickenhäuſer und Stefan Ledermann wurden für 40. bzw. 25fährige Mitgliedſchaft ausgezeichnet. Dem umſichtigen und tüchtigen 1. Vorſitzenden Philipp Stather wurde die Ernennung zum Ehrenvorſtand zuteil, während der Dirigent des aufſtrebenden Vereins, Hauptlehrer Lachenmaier, mit dem Dirigentenſtab aus⸗ gezeichnet wurde. Der ebenfalls anweſende Mit⸗ begründer des Vereins Hauptlehrer a. D. Schroff, wurde zum Ehrendirigenten erkoren. . Obergrombach, 21. Juli. Die hieſige Sa hat wieder eine Hitlerlinde geſetzt, nachdem die erſte bei der Bürgermeiſterwahl heimtückiſcher Weiſe derſtört worden iſt. * Villingen, 21. April. Ein gefährlicher Brand brach hier nachmittags in dem land⸗ wirtſchaftlichen Anweſen des Georg Wagner aus, das in der mit Heuvorräten gefüllten Scheune reiche Nahrung fand. Durch das raſche Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand auf den Dachſtock beſchränkt werden. Dieſer iſt ausgebrannt, während das übrige Wohnhaus ſtarken Waſſerſchaden erlitt. Die brandgeſchädigte Familie befand ſich um dieſe Zeit auf dem Felde. Eine in Miete wohnende Frau, die dem Erſticken nahe war, konnte durch die Feuer⸗ wehr noch rechtzeitig gerettet werden. Während der Löſcharbeiten fing es in der gleichen Straße in einem anderen Hauſe ebenfalls zu brennen an. Doch wurde das Feuer rechtzeitig im Keime erſtickt. LINIE PREISE im Werte von Mk. 65,000 ————̃ Wollen guch Sie einen Preis gewinnen? Dann machen Sie mit! Im Aus der Pfalz Schmuggel und kein Ende Zweibrücken, 22. Juli. Der Tagner Henn, der Maurer Faß, der Dreher Sundheimer und der Heizer Brendel, ſämtlich aus Kaiſers⸗ lautern, fuhren am 6. Februar 1933 nach Homburg, wo ſie 4100 Büchelchen Zigarettenpapier, 3750 Ziga⸗ retten und etwa 190 Pakete Feinſchnitt⸗Tabak ein⸗ kauften. Auf dem Bahnhof Homburg verſtauten die Angeklagten die Schmuggelware in und unter einem nach Neidenfels beſtimmten Kohlen wagen. In Bruchmühlbach wurde aber der Trick entdeckt und die Angeklagten in Neidenfels feſtgenom⸗ men, als ſie die Schmuggelware abholen wollten. Sie waren geſtändig und wurden wegen gemein⸗ ſchaftlich begangenen verſuchten Schmuggels zu je 22 000 Mk. Geldſtrafe, eventuell 55 Tage Gefängnis, außerdem Henn zu 7 Monaten Gefängnis, Faß zu 8 Monaten Gefängnis(beide ſind rückfällig), Sund⸗ heimer und Brendel zu je 4 Monaten Gefängnis koſtenfällig verurteilt. Die beſchlagnahmte Schmug⸗ gelware und drei zur Schmuggelfahrt benutzte Fahr⸗ räder ſowie ein Koffer wurden eingezogen. Die er⸗ littene Unterſuchungshaft wurde keinem der Ange⸗ klagten in Anrechnung gebrackht, da ſie die Länge der Unterſuchungshaft durch ihr anfängliches hart⸗ näckiges Leugnen ſelbſt verſchuldet haben. Gegen Henn und Faß wurde Haftbefehl erlaſſen, da wegen der Höhe der Strafe und der Nähe der Grenze Fluchtverdacht beſteht. Ludwigshafen, 22. Juli. Freitag nachmittag ſtießen an der Straßenkreuzung Kafſer⸗Allee und Arnulfſtraße ein Kraftradfahrer und ein Lieferkraft⸗ wagen zuſammen. Durch den Zuſammenſtoß wurden der Kraftradfahrer und ſein Mitfahrer verletzt und mußten durch die Unfallwache in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht werden. Das Rad wurde ſtark beſchädigt. nd. Oggersheim, 22. Juli. Die urſprünglich zum 1. Juli angeordnete Amtsenthebung bzw. Beurlau⸗ bung des Leiters der Steuer⸗ und Stadteinnehmerei, Rechnungsrat E. Frey, iſt noch nicht ausgeſprochen worden. Rechnungsrat Frey wurde bis auf wei⸗ teres auf ſeinem Poſten belaſſen. * Grüunſtadt, 22. Juli. Rechtsk. 1. Bürgermeiſter Dr. Lauterbach iſt beurlaubt worden und wird nicht mehr in ſein Amt zurückkehren, da die Stelle eines Berufsbürgermeiſters mit dem 1. Oktober 1933 auf⸗ gehoben wird. nd. Neuburg a. Rh., 21. Juli. Der hieſigen Gen⸗ darmerie und der Hilfspolizei iſt es gelungen, un⸗ mittelbar an der Grenze 3 unverbeſſerliche Grenzſchmuggler zu faſſen, die aus Au a. Rh. ſtammen. Alle drei Schmuggler wurden feſtgenom⸗ men und in das Kandeler Amtsgerichtsgefängnis in Unterſuchungshaft eingeliefert. Sie haben, wie ſich herausſtellte, fortgeſetzt Tabakwaren und auch Ziga⸗ rettenpapier als Schmuggelware in das Reichsgebiet eingeführt und damit gewerbsmäßige Geſchäfte ge⸗ trieben. Man glaubt in ihnen erneut Mitglie⸗ der einer organiſierten Schmuggler⸗ bande unſchädlich gemacht zu haben, die ſich auch im Badiſchen ein weitverzweigtes Abſatzgebiet unter Zuhilfenahme von Hintermännern bzw. Zwi⸗ ſchenhändlern erſchloſſen haben. 1 * Annweiler, 21. Juli. Geſtern mittag wurde der Mörder Funk, der ſeine Ehefrau in Grä⸗ fenhauſen erwürgt hatte, in einem hieſigen Gar⸗ tenhäuschen in der Nähe des Schwimmbades er⸗ hängt aufgefunden. * Landau, 20. Juli. Der Kaufmann Willi Er⸗ tel aus Nußdorf, der wegen Deviſenſchiebungen ver⸗ folgt wurde, iſt nach Frankreich geflüchtet. Ertel hatte ſich ſchon in der Separatiſtenzeit beſon⸗ ders mit großen Spritſchiebungen hervorgetan und ſtand in der beſonderen Gunſt der Franzoſen. Nun hat ſich dieſer Vaterlandsverräter erneut unter fran⸗ zöſtſchen Schutz begeben. * Landau, 21. Juli. Der bisherige Kreisbrand⸗ direktor des pfälziſchen Feuerwehrverbandes, Wirkl. Rat Lang, wurde zum Ehren⸗Kreisbrandinſpektor ernannt. Schaufenster fast aller einschlägigen Geschäfte ist eine originelle Dekoration gofgestfellt, und Sie sollen nun feststellen: O Wieviele Gesamtzahl) der in der Dekoration ab- gebildeten Gegenstände können mit VM geputzt Werden? D Viele lockende Preise sind ausgesetzt. Wundervolle Seereisen l. Klasse duf Hapag- Loxusdampfern nach den Atlan- ischen Inseln- nach England, Frank- reich und Helgoland! Außerdem: Motor- räder, Tafelservice, Schreibmaschinen, Grammophone, Nähmaschinen, Köhl- schränke und viele andere, Wertvolls Dinge Dazu viele ſausende von Trost- preisen! Die vollständigen Bedingungen för dos Preisqusschreiben und die Finger- Wie heißen die Geschwister von putzfrau VIMe zeige för die richtige Auflösung finden Sie quf einem in den Schaufenstern qus- gestellten Plakat. ln den Geschäften können Sie kostenlos einen Prospekt erhalten, der die Liste der Preise ent- hölt und in dem die Schaufensterdeko- ration noch einmal abgebildet ist. Sie können daher die Lösung, die Sie vor dem Schaufenster gefunden haben, zu Hause in aller Rohe nachpröfen. Also mitmachen und mitgewinnenl 005 V- 2 2 8. Seite/ Nummer 333 Neue Maunheimer Zeitung/ Sountags⸗Ausgabe Samstag, 22. Jult/ Sonntag, 23. Juli 1998 Das große Stuttgarter Schulturnfeſt Nahezu 70 000 Zuſchauer— Deutſchlands Jugend, Deutſchlands Zukunft Schon in den Morgenſtunden des erſten Tages des großen Schulkampffeſtes, das den Auftakt zu dem 15. Deut⸗ ſchen Turnfeſt in Stuttgart bildet, ſtrömten Maſſen und wieder Maſſen hinunter auf den Cannſtatter Waſen, zu den rieſigen Feſtplatzanlagen. Schon lange vor Beginn des Feſtes der Mädchen waren die großen Tribünen mit Zehntauſenden von Zu⸗ ſchauern beſetzt. Drohende ſchwarze Gewitterwolken ſtan⸗ den am Himmel, aber die Maſſen ließen ſich nicht abhal⸗ ten, um Zeuge des Turnens der Mädchen aller Groß⸗ ſtuttgarter Schulen zu ſein. Unter den zahlreich erſchie⸗ nenen Ehrengäſten bemerkte man den Württembergiſchen Mintiſterpräſidenten und Kultusminiſter Prof. Mergen⸗ thaler, Präſident Bracher für die Mädchenmittel⸗ ſchulen, Miniſterialrat Löffler vom Kultusminiſterium, Oberſchulrat Hillburger, Oberſtleutnant Fiſcher von Weikersthal als Vertreter der Reichswehr, Oberbürgermeiſter a. D. Lautenſchläger, Bürger⸗ meiſter Dr. Ludwig, Kreisleiter Maier der NSDA p M. d.., Vertreter ſtaatlicher und ſtädtiſcher Behörden, der Polizei und ſelbſtverſtändlich zahlreiche Mitglieder des Hauptfeſtausſchuſſes für das 15. Deutſche Turnfeſt, an der Spitze den nimmermüden erſten Vorſitzenden, Dr. W. Obermeyer. Die Oberleitung der Veranſtaltung lag in den Händen des Leiters der württembergiſchen Landesturnanſtalt, Oberſtudiendirektor Dr. Eberhardt, die Vorführungen leitete Reallehrer Schneider von der Württembergi⸗ ſchen Landesturnanſtalt. Bei Beginn der mit Spannung erwarteten Vorfüh⸗ rungen der insgeſamt 11000 Mädchen zählte man dann 60 000 bis 70 000 Zuſchauer! Die vielen Flaggen, die rund um die große Feſtwieſe aufgezogen waren, wehten in leichtem Winde und gaben einen feſtlichen Rahmen. Unter Leitung von Obermuſik⸗ meiſter Benning begleitete die Muſikkapelle der Stutt⸗ garter Schutzpolizei die prächtigen Vorführungen. Feine Ausſchuitte aus dem deutſchen Schulturnen waren zu ſehen und immer wieder wurde den prächtig gelungenen Vorführungen ſtürmiſcher Beifall gezollt. Lebender Raſen betitelte ſich die erſte Uebungs⸗ folge. Dreitauſend Mädchen vom 5. und 6. Schuljahr aus 98 Schulklaſſen zeigten fröhliche Uebungen. In vielen Kreiſen ausgeteilt, boten ſie in bunter Folge ſehr anſpre⸗ chende Bewegungsübungen. Wieder waren es dreitauſend Schülerinnen, dieſes Mal vom 7. und 8. Schuljahr, die bunte Tänze zeigten. In ſieben großen Kreiſen konnte man dreitauſend Mädchen, gekleibet in buntfarbige leichte Gewänder, beim Volkstanz bewundern. Ein wogendes Gebilde! Dann geht es links Und rechts in feinem Rhythmus nach dem Takte der Muſik. Schwingende Beine, Arme hoch auf und zum Schluß nach der Melodie:„Der Graf von Luxemburg“— ein luſtiger Tanz, der toſenden Beifall auslöſte. Die Volkstänze waren von Frl. Unger und Frl. Schad zuſammengeſtellt. Die höheren Mädchenſchulen zeigten in einer Sonder⸗ vorführung einen fein gelungenen Aufmarſch, der tadellos klappte. Die gymnaſtiſche Bearbeitung der Uebungen ſtammte von Frl. Burger.— Zweitauſendeinhundert⸗ ſiebzig Schülerinnen marſchierten jetzt zu den Staffel⸗ läufen, die gleichzeitig auf neun Feldern durchgeführt wurden, in die Feſtwieſe ein. Und nun belebte ſich die Feſtwieſe mit den Spielerinnen. Auf zwölf Feldern wurde Schlagball geſpielt, auf vier Feldern zeigten die Schülerinnen Trommelball und dreißig Spielmann⸗ ſchaften führten auf fünfzehn Feldern Grenzball⸗ ſpiele vor. In der Mitte des Feldes ſtanden ſich zwet Handballmannſchaften gegenüber. Bei allen Spielmann⸗ ſchaften wurde mit größtem Eifer um den Sieg gekämpft. Der Höhepunkt des Schulturnfeſtes der Mädchen war unſtreitig der Einmarſch von 11000 Schülerinnen! In vier mächtigen Säulen marſchterten die Tauſende ein. Ein farbenprächtiges, unvergeßlich ſchönes Bild! Den Säulen voran ſchritten Fahnenſchwingerinnen mit Tur⸗ nerfahnen. Die 11000 Schülerinnen wurden von dem erſten Vorſitzenden des Hauptfeſtausſchuſſes, Dr. Ober⸗ meyer, mit herzlichen begeiſternden Worten begrüßt. Er gab ſeiner beſonderen Freude darüber Ausdruck, daß es gerade die Schuljugend ſei, die den Auftakt zum gewal⸗ tigen großen Deutſchen Turnfeſt geſtalten dürfe. Am Schluß der Anſprache Dr. Obermeyers brauſte freudig von allen den Zehntauſenden, die zugegen waren, der Turner⸗ ruf„Gut Heil!“ zum Himmel empor. Das ſchönſte Bild des Schülerinnenturnfeſtes war un⸗ ſtreitig das, wie dann die elftauſend Schülerinnen nach der von Reallehrer Karl Reiff komponierten Muſik Frei⸗ übungen turnten. Die Reihen ſchloſſen ſich zuſammen und marſchierten in ihren Säulen zur Haupttribüne vor. Mit⸗ niſterpräſident Mergenthaler führte in einer immer wieder von ſtürmiſchem Beifall unterbrochenen Rede aus, daß ein neues Deutſchland mit dieſer deutſchen Jugend auf⸗ erſtanden ſei. Deutſchland wird nicht untergehen, Deutſch⸗ land wird ewig leben! Seid einig im Glauben an Deutſch⸗ land, ein Wille beſeele euch, eine Sehnſucht brenne in euch und ein Glaube lodere in euch und er heiße: Deutſchland über alles! Zehntauſende und wieder Zehntauſende ſangen in ſtür⸗ miſcher Begeiſterung die deutſche Nationalhymne und das Horſt⸗Weſſel⸗Lied. Das Mäbdchenſchulturnfeſt klang ſomit aus in einem mächtigen Bekenntnis zum neuen Deutſch⸗ lanb. Das Mannheimer Aufgebot für Stuttgart Schon immer und von Anfang an hat Mannheims Tur⸗ werſchaft regen Anteil genommen an dem Werden und den Geſchehniſſen des großen Verbandes der Deutſchen Turner⸗ ſchaft. Es iſt wohl kaum ein Deutſches Turnfeſt vorſtber gegangen, mag der Feſtort auch noch ſo entlegen geweſen ſein, ohne daß unſere Vaterſtadt vertreten geweſen wäre. Kein Wunder, daß die Turnvereine im Bezirk Mannheim auch in Stuttgart eine ſtarke Säule der Badiſchen Turnerſchaft bilden. Beim vorläufigen Melbeſchluß hatte der Mannheimer Bezirk mit etwa 85 0 Turnfeſtfahrern die höchſte Beteiligungsziffer aller badiſchen Bezirke aufzuweiſen. Durch Neuanmeldungen in beinahe allen Vereinen dürfte heute jedoch das erſte Tau⸗ ſend bereits überſchritten ſein. Man muß, nach dem überall zum Ausdruck gebrachten Intereſſe, mit einer noch rößeren Zahl rechnen. Es iſt bekannt geworden, daß im N v. 1846 mehr als 400 Turner und Turnerinnen die Fahrt nach Stuttgart an⸗ treten, ſo daß die 184ger die zweitſtärkſte Beteiltgung in der Deutſchen Turnerſchaft zu verzeichnen haben. Beim T Jahn Neckarau iſt die Zahl 100 erreicht. Ebenſo erfreulich iſt, wie vor zwei Wochen das Be⸗ zirksturnen auf dem Waldhof bewies, daß auch in tur⸗ nertſch fachlicher Hinſicht der Mannheimer Bezirk gerltſtet ist, denn die große Maſſe der teilnehmenden Turner und Turnerinnen iſt aufs beſte vorbereitet. Das gleiche gilt auch für die Wettkampfmannſchaft. Wer wird Turnfeſtſieger? 9000 Turnerinnen und Turner greifen in Stuttgart mach dem ſchlichten Eichenkranz, darunter 485 Angehörige der Badiſchen Turnerſchaft. Wenn es noch eines Beweiſes bedarf, daß der Bezirk Mannheim in den Wettkampflei⸗ ſtungen ebenfalls mit an der Spitze ſteht, ſo iſt derſelbe ge⸗ liefert durch die Tatſache, daß die Bezirksvereine mit 83 Weitkämpfern in Baden gleichfalls die erſte Stelle einnehmen. Dieſe verteilen ſich wiederum auf den ganzen Bezirk, wenn auch der Turnverein 1846 mit 42 Be⸗ werbern den Lbwenanteil für ſich beanſprucht. Auffollend ſtark iſt der Bezirk zahlenmäßig in den 55 miſchten Wettkämpfen(Geräte⸗ und Volksturnen zu 5 den). Im 12⸗Kampf ſtehen 17 Turner. Nach den Lei⸗ ſtungen beim Ausſcheidungsturnen muß man Karl Kö⸗ nig, der allerdings in Augsburg weilt, aber für ſeinen Mannheimer Verein antritt, an erſter Stelle nennen. Er kam auf 189 Punkte. Beim Bezirksturnen auf dem Wald⸗ hof haben ſich insbeſondere Ann a⸗Feudenheim und Schmelche r⸗TV 46 in den Vordergrund e Aber auch Hoffman n⸗Thbo Hockenheim, Th. Kön i g⸗TV 46 und Brauch⸗Feudenheim ſind zuverläſſige Leute. In der Altersklaſſe(32—89 Jahre) iſt Ebel⸗Jahn Neckarau im 9 Kampf Klaſſe 3(über 40 Jahre) Orth vom TV Schwetzingen hervorzuheben. Der 10⸗Kampf, als reiner Gerätewettkampf, gibt einer Reihe bewährter Kräfte Ge⸗ legenheit, Probe ihres Könnens abzulegen. In Karlsruhe war End re ß⸗TW 46 vorne, auf dem Waldhof Fiſcher und Cuntz vor Hafner, Endreß und Wühler, fämtliche vom TV 46. Aber auch Er n ſt⸗TV 46 und Gutfleiſch⸗Feudenheim ſind mit dabei. Im volkstümlichen 5⸗Kampf haben 14 Turner der Bezirksvereine die Möglichkeit unter den Siegern zu ſein. Hier berechtigen die bekannten Mehrkämpfer Jäger⸗ Tode Käfertal. Greulich⸗TV 46, Mö l l⸗TV Secken⸗ heim neben den beiden weiteren Seckenheimern Huber und Jörger und den 1846ern Gebrüder Köppen zu guten Hoffnungen. In der Klaſſe der 32—99jährigen ſind es Kölle⸗Tgoe Käfertal, Altmaye r⸗ V 44 und Baumgartner TV Schwetzingen, bei den über jährigen in exſter Linie Ku nß⸗MTG, Rau, Kunz und Vol ker t⸗TV 44, Ufe r⸗Tbd Germania und Ben⸗ zin ger⸗Feudenheim. Der Turnerinnen 7⸗Kampf ſieht in Baden nach dem Ausſcheidungsturnen auf dem erſten Platz Frl. Zimmerman n⸗TV 4, an zweiter Stelle Frl. Höfler bER UNMSATZ STE IE DAS GUTE Rich sten BA vom gleichen Verein, und an vierter Stelle Frl. Grei⸗ ne r- Rheinau. a Gute Ausſichten haben aber auch die Turuerinnen Szemkus, Hettinger und Betz ga⸗TV 46, Vol z⸗ TW Seckenheim und Gro h⸗TW' Schwetzingen. In dieſem Kampf vermißt man Frl. Greulich vom TV 46, die erſte Stegerin vom Landesfrauenturnen in Gaggenau und Offenburg. Im volkstümlichen 4 Kampf der Turnerinnen kann ſich der Mannheimer Bezirk u. a. auf die Geſchwiſter Wolperts⸗Jahn Neckarau, Fräulein Bechtler, Frau Brechter, Frl. Bäurle, Frl. An⸗ d reae vom TV 46 und Frl. Treiber vom TV Secken⸗ heim ſtützen. Gute Leiſtungen der Mannheimer Volksturner inden ihren Niederſchlag durch zahlreiche Vertre⸗ ng der Badiſchen Turnerſchaft in den Einzelwett⸗ mpfen. Es ſind gemeldet für 100 Meter Eichin und Kohl vom TW 46, für 400 Meter Weiß e r⸗TV 46, für 1000 Meter Scho o p⸗TW 46, 5000 Meter Heſſenauer⸗ TV 46 und Wil d⸗TW Schwetzingen, für Dreiſprung Köppen⸗TW 46, für Kugelſtoßen und Diskuswerfen Greuli 40, auch in der 4⸗mal⸗100⸗Meter⸗ und B⸗mal⸗1000⸗Meter⸗Staffeln vertritt der TV 46 Mannheim zuſammen mit der Tgde und der Polizei Heidelberg die Badiſche Turnerſchaft. Bei den Turnerinnen ſind eingereiht für 100 Meter Frl. Bechtler und für Dis⸗ kuswerfen Frl. Bäurle beide TW 46. Dazu kommt noch dte Teilnahme des TV 1846 an der 100⸗mal⸗100⸗Meter⸗ Staffel. An den Fauſtballſpielen nimmt der TW Sand⸗ hofen teil, am Waſſerball der TW 46, und im Fechten iſt es Höfler, der die Mannheimer Farben vertritt. Für die Fahrt nach Stuttgart begleiten die Turner und Turnerinnen des Bezirks Mannheim alle guten Wünſche, mögen ſie auf dem 15. Deutſchen Turnfeſt ebenſo ehrenvoll abſchneiden, wie auf den vorausgegangenen. 7 auf grünem DaW⸗Wagen und H. Sch iſckes Turnfest Stunt — Das größte Rennen der Welt Die 2000 Kilometerfahrer auf der Strecke— Guter Veginn in Baden-Baden (Eigener Drahtbericht) Baden⸗Baden, 22. Jult Hell ſtrahlt die Sonne über den Schwarzwaldbergen und köſtlich iſt der Tag der großen 2000⸗Kilometer⸗Fahrt durch Deutſchland geworden. Mit dem Wetter war es, wie überhaupt mit der Entwicklung dieſes größten aller Kraft⸗ fahrzeugwettbewerbe der Welt: erſt lau, keine richtige Stimmung, Wolken am Horizont und dann, als die erſten zehn Fahrer bei rieſelndem Regen geſtartet waren, Auf⸗ klärung und ab 8 Uhr vormittags Sonnenwetter. Froh iſt die Stimmung der Fahrer, ſieghaft ihre Zuverſicht. Am Freitagabend hatte Obergruppenführer Nafor a. D. Hühnlein auf dem Baden⸗Badener Adolf⸗Hitler⸗Platz bei Raeeb nt Fahnenweihe in großer Rede die 2000⸗ Kilometer⸗Fahrt gewürdigt und ihre Erſchaffung be⸗ gründet. Am Samstag früh war Major Hühn lein am Ablauf und mit ihm Fahrleiter Konſul Fritſch vom AvD, der Präſident des AvD, Herzog von Mecklenburg, Sportkommiſſar v. Tſchammer⸗Oſten, das ADA D⸗ Präſidium, Vizepräſident Grunwald vom DMV, Füh⸗ rer und Werbechef der deutſchen Automobil⸗, Motor⸗ und Zubehörfabriken. Und nur einer ſtand ſtill und traurig inmitten der ſportfrohen Fahrer und Amtswalter: Prinz Schaumburg ⸗Lippe. Er hatte ſeinen ſchnellen Merecedes⸗Benz SSc⸗Wagen gemeldet. Auf der Anfahrt nach Baden⸗Baden zerknallte aus bisher unergrüneter Ur⸗ ſache der Benzintank, 180 Ltr. Benzin fingen Feuer. Prinz Schaumburg und ſein Beifahrer konnten ſich retten, muß⸗ ten aber ihren Wagen verbrennen ſehen. Deutſchlands Automobilinduſtrie iſt mit ihren Glanz⸗ ſtücken vertreten. Deutſche Wagen ſind zu einer Schnellig⸗ keit und Raſſe gelangt, die noch vor Jahresfriſt ſagenhaft erſchten. Am Samstag um 5 Uhr früh ging der erſte Fahrer des Rieſenfeldes, Reichswehrhauptmann Hennig Schreiber auf ſeiner BSA ⸗Seitenwagenmaſchine, gleichzeitig geſtartet, auf die 2088 Km. lange Fahrt durch Deutſchland. Eine Minute ſpäter folgte H. Rasmuſſen fun. auf DaW⸗Wagen, gleich⸗ zeitig abgelaſſen mit Vockordt⸗Berlin auf Rudge⸗Seiten⸗ wagenmaſchine. Es folgten Oye Raßmuſſen als DaW⸗ Fahrer und der Hamburger Pelzer als Fahrer einer Da W⸗Seitenwagenmaſchine. Immer gingen die Bei⸗ wagenmaſchinen ſchneller vom Start als die Wagen. Daß aber nicht nur Renntempo, ſondern ſehr bedacht gefahren werden muß, ergab ſich für einige der Motorradſeiten⸗ wagenfahrer ſchon auf der erſten Strecke. Vockordt, der Nürnberger Lehner auf Ardie und der Magdeburger Kotz auf Ardie wurden ſchon vorn Gernsbach aus einer Kurve herausgetragen. Aber nur Lehner verlor durch Reparatur Zeit, die beiden anderen kamen raſch in Fahrt. Eigens für die 2000⸗Km.⸗Fahrt zugeſtutzte Sportwagen und durchaus ſerienmäßige Tourenwagen löſten einander ab. Inmitten des Fahrerfeldes der Gruppe 5(Kleinwagen bis 1000 cem) bie ſogenannten Liliputaner der Wagen⸗ kolonne, die neuen kleinen Standardwagen mit Heckmotor. Niedliche Wägelchen, die ihrem Aeußeren nach zunächſt moderniſierte Hanomags früheren Typs zu ſein ſcheinen. Dieſes Standorddreigeſtirn(die Wagen haben Motörchen von knapp 500 cem) kommt flott vom Start. Siegheil⸗ Rufe begleiten die ſchneidige NSu⸗Motorradbeiwagen⸗ mannſchaft der 1. SS⸗Staffel München. Ab.80 Uhr geht der Ablauf der großen Motor⸗ rad beiwagenklaſſe vor ſich, die Münchener Gmelch, Stelzer und Mauer meyer, alle auf BMW. in die Schwarzwaldberge. Die Wagen gingen weiter auf die Strecke, wir rannten auf den Flugplatz. Rennbeobachtung aus der Luft war die Loſung. Das Ergebnis war reſtlos negativ. Kein Wagen, geſchweige denn Motorrad war zu erkennen. Ueber die Schwarzwalöberge muß hoch hinweggeflogen werden, die Schwarzwaldſtraßen aber ſind baumbeſchattet. Weil Ueberſicht über das Rennen aus der Luft unmöglich, ging es nach der Landung ſchleunigſt auf Umwegen mit dem Wagen nach Gernsbach, das wir gerade noch erreichten, als die meiſtbeſchickte Wagenklaſſe, der Wagen bis 2 Liter, dort durchkam. Was für ein Unterſchied im Fahren, ſelbſt bei Kleinigkeiten, SA⸗ und SS⸗Fahrer, ſelbſt auch viel⸗ bewährte Sportfahrer von Rang und Ruf nahmen die Rechtwinkelkurve vor der Murgbrücke verhalten, andere aber kamen mit ſchleifenden Reifen gerade noch durch. Der Magdeburger Nathuſius jagte ſeinen Mereedes⸗ Schwingachſer aber in ſo hölliſchem Tempo über die Murg⸗ brücke, daß er ſich in der Rechtwinkelkurve am Murg⸗ ufer nahezu überſchlagen hätte. Und ſchon in Gernsbach, alſo nach nur 12 Km.⸗Fahrt, hatte ſich das Feld verſchoben. Die DaW⸗Wagenmannſchaft mit den 1000er⸗DaW⸗Wagen⸗ Fahrern Röſſig, Träger und Zentzytzki hatten ſich bald nach vorn georbeitet. Von den Motorradfahrern lagen Schäfer Nürnberg auf ſeiner Viktoria⸗Seiten⸗ wagenmaſchine an der Spitze gefolgt von Geyer ⸗Nürn⸗ berg auf otoſacoche, Polizeihauptmonn Meſſert als Da W⸗Wogenfahrer fuhr ſehr ſchneibig und war ſchon nach dem Start mit gutem Vorſprung anderen Fahrern ſeiner Klaſſe voraus. Eine Meldung aus Ulm von 10 Uhr vormittags beſagt, daß Trägner, Stelzer und Zentzytzki, alſo oͤte DaW⸗Wagen mit weitem Vorſprung und mit Unterbietung ihrer Sollzeit führen. Die Fahrer der ſtarken Wagen, die ſpäter ſtarteten, werden erſt in Sachſen an die kleineren Wagen allmählich heran⸗ kommen. Von den Wagenfahrern beſagt die Ulmer Drah⸗ tung, daß Schneider⸗Berlin auf IN wegen Ventilbruchs Der Sport am Sonntag Auch der vierte Juli⸗Sonntag bringt wieder ein außer⸗ ordentlich reichhaltiges Sportprogramm. Zwei große Er⸗ eigniſſe im deutſchen Turn⸗ und Sportleben begegnen ſich miteinander. Der Ausklang des 18. Deutſchen Bundes⸗ kegelns in Frankfurt am Main fällt mit den Vorfeſtlich⸗ keiten zum 15. Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart zuſammen. Das Sportprogramm bringt aber noch weitere bedeutende Ereigniſſe und zwar das Endſpiel um den Adolf Hitler⸗ Fußballpokal zwiſchen Brandenburg und Bayern in Ber⸗ lin, die Leichtathletik⸗Meiſterſchaften von Weſt⸗, Nord⸗, Südoſt⸗, Mittel⸗, Oſtdeutſchland und Brandenburg, den Schluß der„Tour de France“, die 2000⸗Kilometer⸗Fahrt durch Deutſchland, das Interzonenfinale um den Davis⸗ pokal zwiſchen USA und England in Paris, den Box⸗Län⸗ derkampf Deutſchland— Italien in Eſſen und zahlreiche Veranſtaltungen im Ruderſport, Schwimmen, Pferdeſport uſw.— Im Fußball. der in dieſem Jahre im ſonſtigen Sperrmonat durch dite zahlreichen Spiele zu Gunſten der Spende für die Opfer der Arbeit überhaupt nicht zur Ruhe kommt, wird der Hauptwettbewerb dieſer Wohltätigkeits⸗Spiele, der„Adolf Hitler⸗Pokal“, abgeſchloſſen. Aus einer Schar von 16 Bewerbern haben ſich die Mannſchaften von Branden⸗ burg und Bayern für den Endkampf qualifiziert, der am Sonntag im Deutſchen Stadion zu Berlin⸗Grunewald aus⸗ getragen wird. Beide Verbände werden den Kampf mit A E ihren ſtärkſten Vertretungen beſtreiten. Bayern er⸗ ſcheint mit der aus den letzten Spielen bewährten Mann⸗ ſchaft mit Jakob; Haringer, Wendl; Breindel, Goldbrun⸗ ner, Oehm; Bergmater, Krumm, Rohr, Lachner, Frank und Berlin ſtützt ſich auf Riehl⸗Spandau; Emmerich, Brunke (beide Tenn.⸗Bor.); Geiger⸗Vikt., Normann⸗Vikt., Appel⸗ BS.; Ruch⸗Hertha, Sobeck⸗Hertha, Katzer 1..⸗B, Kir⸗ ſey⸗ Hertha, Pahlke⸗T. B. Nach den bisherigen Ergebniſſen muß man beide Mannſchaften als ungefähr gleichwertig betrachten. Der Ausgang des Kampfes iſt angeſichts der ungewohnten Spielzeit vollkommen offen. Hoffentlich wird der Zweck dieſer Pokalſpiele wenigſtens in finanzieller Hinſicht beim Endſpiel erreicht. Es gibt außerdem im Reich noch eine Reihe von Treffen zu Gunſten der Spende für die Opfer der Arbeit. Wir nennen u..: Städteſpiel Aſchaffenburg— Frankfurt(Sa.), Villingen 08— 1. Fc Nürnberg(Sa.), Freiburger FC— 9 Karlsruhe, Schramberg⸗Villingen— 1. FC. Nürn⸗ erg. Tennis Durch die Neuordnung der Davtspokalſpiele treffen bereits alte und neue Saiſon zuſammen. In Paris be⸗ ſtreiten U. S. A. und England den Kampf um den Inter⸗ zonen⸗Sieg, deſſen Gewinner gegen Frankreich den End⸗ kampf austrägt. Außerdem ſind aber bereits die Aus ſchei⸗ dungen für die neue Runde im Gange, von der bereits das 1 Act W /ix VOR Müf SGUrScHEINN UND UNIFORM BHD und Geyer⸗Nürnberg infolge Maſchinenſchadens aufgeben mußten. Um 10.36 Uhr begann Klink⸗Berlin auf NAch als letz, ter Fahrer des gewaltigen Wettbewerbs, nachdem zuvor die weißen Mercedes⸗Benz SSͤK⸗Sportwagen und Hanz Stuck diesmal erſtmals auf Horch, geſtartet waren. Mit Ablauf des letzten Fahrers nahm auf dem Baden⸗ Badener Kurhausplatz der Internationale Automohfl⸗ Schönheitswettbewerb ſeinen Anfang. Meldungen von der Strecke Stuttgart von faſt allen Fahrern durchfahren Die erſte Kontrolle wurde von den Teilnehmern um 77 Uhr erreicht. Ein leichter Regen machte die kurvigen Straßen ziemlich rutſchig; trotzdem verringerten die Fahrer das Tempo kaum und Unfälle waren nicht zu verzeichnen. Als erſter traf um.33 Uhr der Beiwagen⸗ Fahrer Schreiber ⸗ Berlin(BSA), herzlich begrüßt von den zahlreichen Zuſchauern, in dem Stuttgarter Voror⸗ Degerloch ein, aber ſchon zwei Minuten ſpäter erſchien der erſte Wagenfahrer Meffert auf DKW. Geſchloſſen fuhr die Brennabormannſchaft durch den Ort. Bis.45 Uhr waren faſt alle Fahrer der um 5 Uhr geſtarteten Fahr⸗ zeuge durch Stuttgart gekommen, es fehlten lediglich viet Beiwagenmaſchinen und ein Wagenfahrer. Die Fahrer in Ulm Um.44 Uhr durchfuhr als erſter Wagen Nr. 100 f. Meffert(Polizei) auf DW die Hauptkontrollſtelle in Ulm, In der erſten Stunde kamen insgeſamt 52 Wagen und Be, fahrer durch die Kontrolle. Das erſte Unglück auf der ce; ſamtſtrecke ereignete ſich um.16 Uhr in Ulm ausgangs der Kurve des Friedhofberges. Das Motorrad mit Beifahret Nr. 219, deſſen Fahrer und Beifahrer kurz vorher die Plätze gewechſelt hatten, flog aus der Kurve und fuhr auf einen Kilometerſtein auf. Der Fahrer O. Bachmann⸗ Fürth wurde ſchwer, der Beifahrer M. Gauer⸗Nürnberg leicht verletzt. Gegen 8 Uhr wurde gemeldet, daß Nr. A P. Schneider⸗Berlin ADAC auf EN infolge Ventllbruchez auf der Geislinger Steige ausſcheiden mußte. München im Zeichen der 2000⸗Kilometer⸗Fahrt Nachdem die erſten DaͤW⸗Wagen die Kontrolle am Braunen Haus in München durchfahren hatten, folgten weſtere Da W⸗Wagen der Gruppe 5(Roehm), um 10.01 Uhr erſchien dann vielfach bejubelt Hie erſte Beiwagenmaſchin Nr. 215 mit Ba ſt⸗Berlin. Es ging dann weiter mit kleinen Wagen, bis um 10.06 die zweite Beiwagenmaſchine Müller⸗Nürnberg auf Viktoria durch die Kontrolle fuhr, Um 10.08 kam mit Engeſer⸗Karlsruhe der 1. Opelfahrer durch die Kontrolle. Als 15. Fahrer folgte um 10.10 Uhr Nr. 146, Freymuth auf Da W. Treffen Oeſterreich— Spanien zu Gunſten der Oeſter⸗ reicher entſchteden iſt. Deutſchland iſt auch bereits beteiligt, und zwar treffen unſere Vertreter von Cramm, Frenz, Dr. Kleinſchroth und Nourney in Dublin auf Irland. In Brüſſel ſpielen Belgien und Ungarn. Boxen Deutſchlands Amateurboxer haben wieder einen Länder⸗ kampf zu beſtreiten, und zwar wiederum gegen Italſen, der am Sonntag in Eſſen ſtattfindet. Die deutſche Staffel, vom Fliegen⸗ bis Schwergewicht, tritt wie folgt anz Spannagel⸗Barmen, Beck⸗Düſſeldorf, O. Käſtner⸗ Erfurt, Kartz⸗Oberhauſen, Kugler⸗München, Blum⸗Altena, Kyfuß; Gevelsberg, Vooſen⸗Köln.— Aus dem Berufsboxſport in⸗ tereſſiert die Revanche zwiſchen Pierre Charles und Pao, lino in Brüſſel. Rudern Die wichtigſte Regatta des Sonntags iſt die 49. Main⸗ zer Regatta, die international ausgetragen wird. Die Regatta wird hervorragend beſchickt, ſo daß alle ausgeſchrie⸗ benen 32 Rennen auch gerudert werden können. Die Be⸗ ſetzung iſt ſogar international, und zwar erſcheinen ber Skuller Rutherford(USA.), der Londoner Pembrocke⸗ Vierer, der Seeklub Luzern und der Deutſche Rudervereig Zürich und Wiking⸗Linz am Start. Pferdeſport Das Reitturnier in Aachen und die Galopprennen in Hoppegarten, Krefeld, Kreuznach und Maions⸗Lafſitte ſind die wichtigſten Ereigniſſe. Schwimmen Zwei deutſche Meiſterſchaften ſtehen am Sonntag auf dem Programm, und zwar die Meiſterſchaft ber deutſchen Meere in Danzig und die deutſche Strom⸗Meiſterſchaft in Koblenz. Fates bene Da dae, Stattgal findest Du auch dort Deine NMZ. in Zuffenhausen, wo alle Turnef aus Baden wohnen, hält Herr 8 Mitscherlich, Wilhelmstr. 21, die NMZ hereit. 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Arbeit ſchaffen ſei die beſte Mittelſtands⸗ politik. Die Aufgabe des Kampfbundes ſei es, den Mittelſtand ſauber zu halten und bei jeber Gelegenheit den Kampf um die Arbeit und die Gedanken des Führers volkstümlich zu machen. Der Präſident der Badiſchen Handelskammer, Dr. KHen⸗ trup, ſchloß ſich den Ausführungen des Miniſter⸗ präſtdenten an und führte weiter aus, dem einzelnen könne erſt geholfen werden, wenn der Geſamtheit geholfen wird. Die weitergehenden Maßnahmen würden in der Verwaltungsvereinfachung und in einer grundlegenden Steuerreform beſtehen. Die heute von Beamtentöchtern ausgefüllten Arbeits⸗ plätze müßten ſo raſch wie möglich für arbeitsloſe SA⸗ und Ss⸗Männer freigemacht werden. * Karlsruhe, 22. Juli. Im Zuge der Neuorgani⸗ ſation der Abteilung Volksbildung der NSDAP Gau Baden wurde der Miniſter des Kultus, des Unterrichts und der Juſtiz, Pg. Dr. Wacker, zum Leiter der Abteilung ernannt. Da dem Miniſter als Gaukulturwart ſämtliche kulturellen Einrichtungen und Veranſtaltungen innerhalb der NSDAp in Baden unterſtehen, wird auf dieſe Weiſe eine in jeder Hinſicht erfolgreiche kulturpolitiſche Zuſam⸗ menarbeit zwiſchen Miniſterium und Partei gewähr⸗ leiſtet. Der Miniſter ernannte zu ſeinem Stellver⸗ Oberhemden, Unfer wäsche treter Miniſterialdirektor Pg. Frank; Geſchäftsfüh⸗ rer der Abteilung Volksbildung iſt Pg. Prof. Dr. Ernſt Fehrle. Kaſſenwart und Geſchäftsführer Pg. Werner Grimm. * Heidelberg, 22. Juli. In der„Harmonie“ fand eine Tagung der hauptſächlich an öffentlichen Fach⸗ ſchulen des Bezirks Pfalz und Unterbaden im Lan⸗ desverband der Lehrer an badiſchen Fachſchulen täti⸗ gen Lehrer und Lehrerinnen ſtatt. Der Verbands⸗ führer, Studienrat Dr. Sock⸗ Heidelberg behandelte in großangelegter Rede die Stellung der Fachſchulen im neuen Staat. Die Fachſchule ſei in erſter Linte Erziehungs⸗ und Charakterſchule und erſt in weiterem Sinne reine Wiſſensſchule. Der Sachbearbeiter für das Fachſchulweſen im Miniſterium des Kultus une Unterrichts, Oberregierungsrat Federle⸗ Karls ruhe ſtellte die Lehrerperſönlichkeit in den Mittel⸗ punkt ſeiner Anſprache. Allein der Lehrer in ſeinem Weſen als Führer junger Menſchen ſei berufen, die Erziehung im neuen Staat erfolgreich durchzuführen. Der Verbandsführer gab noch beſondere Richtlinien für die Arbeit in dem neugegründeten Bezirk Pfalz und Unterbaden; zum Bezirksleiter wurde Studien⸗ rat Friedrich Hehn⸗Mannheim ernannt. Im Hauſe Römerſtraße 30 ſtürzte die 49 jährige Ehefrau Sophie Kohler aus einem Fenſter des 3. Stock⸗ werkes in den Hof hinab, nachdem ſie ſich vorher die Pulsadern beider Arme durchſchnitten hatte. Die Frau wurde beim Sturz ſo ſchwer verletzt daß ſte bei der Einlieferung in die Klinik bereits geſtor⸗ ben war. L Heddesheim, 20. Juli. In einer der Nächte wurde in das Magazin des Gutspächters Heinrich Joachim, auf dem Muckenſturmer Hof, eingebrochen und eine große Menge Kraftfutter geſtohlen. Vor kurzer Zeit wurden bei dem Guts⸗ letzten deutsches heſitzer Georg Gaßner ebenfalls drei Säcke Kraft⸗ futter geſtohlen. L. Bab Rappenau, 21. Juli. In ſchlichter, aber eindrucksvoller Weiſe wurde hier durch die Jugend⸗ verbände der Heimat⸗ und Mundartdichter Prof. Dr. Meiſinger, der bekannte heimatgeſchichtliche For⸗ ſcher, geehrt. Jugendleiter Hauptlehrer Scheeder und Propagandaleiter Halder hielten Anſprachen. in denen die Bedeutung des deutſchen Kulturgutes gewürdigt wurde. Prof. Dr. Meiſinger dankte mit einem Mahnruf an die Jugend, ſich für das Vater⸗ land einzuſetzen. * Buchen, 20. Juli. Der Kanzler und Führer des Deutſchen Volkes, Adolf Hitler, ſchreibt an den Gemeinderat der Stadtgemeinde Bu⸗ chen im Odenwald:„Die Verleihung des Ehren⸗ bürgerrechts von Buchen erfüllt mich mit aufrichtiger Freude. Ich nehme den Ehrenbürgerbrief an und bitte, dem Gemeinderat meine beſten Glückwünſche für das Blühen und Gedeihen von Buchen aus⸗ ſprechen zu dürfen. Mit deutſchem Gruß! Adolf Hitler.“ * Gauangelloch, 22. Juli. Hier war der 22jährige verheiratete Maurer Hermann Müller mit Dach⸗ ausbeſſerungsarbeiten beſchäftigt. Plötzlich ſtürzte er vom Dach und zog ſich dabei ſo ſchwere Verletzun⸗ gen zu, daß er kurze Zeit darauf ſtarb. I Dühren, 21. Juli. Hier wurde eine Liſte aufge⸗ legt, in die ſich alle die Mitglieder der jetzigen Feuer⸗ löſchmannſchaft einzeichneten, die für die Schaf⸗ fung einer regelrechten Freiw. Feuerwehr ein⸗ Nandesamiſidie Naciricſiſen treten. Dabei ergab ſich die erſreuliche Tatſache, daß ſich etwa 50 junge Männer für den edlen Zweck zur Verfügung ſtellten, ſo daß die Gründung einer Feuerwehr nicht mehr lange anf ſich warten laſſen wird. Nachbargebiete Muſeum„Großes Hauptquartier“ Bad Kreuznach, 21. Juli. Am Sonntag, 2 Juli, wird in Bad Kreuznach im Oranienhofpark ein Muſeum„Großes Hauptquartier 1917/18 in Bad Kreuznach“ eröffnet. Unter den Ehren⸗ gäſten befindet ſich auch General d. Inf. v. Kuhl, ehemaliger Chef der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht von Bayern und zur Zeit der Marne⸗ ſchlacht Generalſtabschef der. Armee. Das Muſeum iſt errichtet mit Unterſtützung des Reichsarchivs zur Erinnerung an die Anweſenheit des Großen Hauptquartiers in Bad Kreuznach während des Weltkrieges. Es enthält hochwichtige Karten, Bilder und Schriftſtücke, ſowie Stiftungen Kaiſer Wil⸗ helms II., vieler Heerführer und anderer Perſön⸗ lichkeiten. * Erbach i. O. 22. Juli 1938. Auf Einladung der Stadtverwaltung Erbach wird am kommenden Mon⸗ tag Reichsſtatthalter Sprenger, Miniſterpräſident Prof. Dr. Werner und die Mitglieder der Kreis⸗ leitung der NSDAp das Reit⸗ und Fahrturnier in Erbach beſuchen. Alle Vorbereitungen für die Ver⸗ anſtaltungen ſind bereits getroffen. Die Nennungen haben ſich bedeutend vermehrt. Seitens der heſſiſchen Schutzpolizet wird neben dem einen berittenen Zug eine Dreſſurprüfung und ein Jagdſpringen gezeigt werden. Zahlreiche wertvolle Ehrenpreiſe ſtehen zur Verfügung. Ihre Damen- und Herren-Garderobe, sowie Vorhänge bekommen Sie schnell, billig und gut gereinigt und gefärbt bei Färberei Bischoff Päden: Qu 1. 12, F A. 10, B 3. 8 Annahmestellen: Meerfeldstr. 59. Stieherei Schober. Göts-Hetssmangel: T 6. 88. Dekatur- 1 BOhf silberne und versilpberfe Anstalt Bamberger, u 5 2 u. Puta, Rg. 5, Tel. 320 60 — die Zierde jeder rafel heute bedeutend billiger Wie in Vorkrlegszeiten Reichhelfiges Eger! Cäsar Fesenmeyer hren, Juwelen, Gold- und Silberwaren Breite Streide MANNHEIM= P I, 5 Nedlarbbrol Uberell erblich! Kornpleffe Bade Einrichtungen Waschbecken— Spdlsfeire Klosefls— Elsschrerike Usw. paul Kaltenmaier, N 6, 62 ar- u. Bauwerein e. d. m. h. H. Mannheim vermietet preiswerte Neubauwohnunge in guten Wohnlagen. 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Sauter Schloſſer Karl Kühnle— Eliſabeth Schmidt Kaufmann Konſtantin Schwarz— Helene Keller Angeſt. Friedrich Wagner— Julie Schweizer Maler Rudolf Grambitter— Dorothea Haßemer Kaufmann Johann Griesheimer— Erna Egender Matroſe Joſef Hepp— Roſa Zahnleiter Arbeiter Helmut Ries— Elſa Schlegel Bleilöter Theodor Augſtein— Margareta Weber Bote Willy Steinmayer— Wilhelmine Moraſch Kaufmann Dr. ver. pol. Adolf Schickert— Elſe Thron Kaufmann Karl Weil— Gertrud Rief Kraftwagenführer Karl Jung— Borbara Kopfmüller Elektromonteur Paul Thieme— Eliſab. Völker Geborene: Juni⸗Jult 1998 Betriebsleiter Richard Chriſt 1 S. Richard Bildhauer Willt Krampf 1 S. Werner Philip Kaufmann Theobald Herrmann 1 S. Hans olf Taglöhner Jakob Schubert 1 T. Giſela Hilfsarbeiter Friedrich Frank 1 T. Ilſe Klaro Efm. Karl Wilhelm Kellenbenz 1 S. Lothar Paul Friedr. Dreher Wilhelm Bahm 1 S. Harry Willi Kaufmann Theodor Emil Caßgcus 1 S. Gerhard Herm. Maſchinenſchloſſer Walter Böhler 1 T. Elſe Kraftwagenführer Helm. 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Seyfriedt— Roſa Pfriemer Bäcker Robert Zimmermann— Emma Effinger Techniker Oskar Uhland— Karoline Krämer Former Jakob Petri— Eliſe Keitel Konditormeiſter Erich Mill— Ling Wöhrle Steuerpraktikant Karl Fiſcher— Franziska Lutz 5 Maſchinening. Wilhelm Groß— Chana Schärf geb. Pik Kaufm. Angeſtellter Ludwig Ruß— Maria Kohl Kaufmann Georg Foshag— Frieda Schell Wagenwärter a. D. Joh. Reicherdt— Anna Perlungher geb. Egner Schreiner Oskar Schwörer— Eva Band geb. Schuhmacher Koch Franz Englert— Ilſe Vogt Schloſſer Joh. Fellhauer— Maria Lippler Schiffer Wilh. Ebner— Marg. Wilhelm Schreiner Rudolf Schäfermann— Kath. Geier Dipl.⸗Kaufmann Hans Schäfer— Gertrud Rüger Arbeiter Karl Hanauer— Eliſabeth Keller Archit. R. Oberbauer— Hilda Schmitt geb. Morſchheuſer Bahnarbeiter Joſef Heck— Emma Edelmann Arbeiter Albert Griesheimer— Anna Stauder Geſtorbene: Ju ni⸗Jult 1089 Nelly geb. Kahn, Ehefrau des Kaufmanns Jonas Stern⸗ heimer, 38 J. 10 M. Privatmann Leon Leci, 74 J. 1 M. Kath. geb. Kühner, Ehefrau des Friedrich Gieſer, 78 J. Anna geb. Blumhofer, 85 J. Stadtbaurat a. D. Herm. Lippel, 71 J. 1 M. Emilte geb Oßwenſtein, Ehefrau des Kaufmanns Meier Levi, 88 J. 1 M. Schneidermetſter Ignatz Blau, 77 J. 4 M. Hafenarbeiter Eugen Paul Grtmm, 36 J. 8 M. Heizer Jakob Gayer, 31 J. 5 M. Karoline Franz. Schuhmacher geb. Karl, Ehefrau des Moibelpackers Heinrich Schuhmacher, 32 59 7 M. Rentenempfänger Karl Deckert, 75 J. 1 M. Betonmeiſter Karl Weidt, 67 J. 1 M. i Babette geb. Grünewald, 71 J. 6., Ehefrau des Buchh. Selmann Oppenheimer Barbara geb. Guthier, Ehefrau des Fabrikarbeiters Joh. Michel, 53 J. 6 M. Led. Dentiſtenpraktikant Max 18 20 J. 8 M. Led. Mechaniker Joſef Herrmann, 80 J. 4 M. Anna Marg. geb. Wittner, Ehefrau des Flechters Karl Volz, 27 J. 5 Hannelore Emma Dürr, 5 M. i Kath. geb. König, Ehefrau ö. Dreh. R. Krump 57 J. 4 M. Bäckerlehrling Erich Paul Appel, 14 J. 5 M. Joſef Moſer, 1 T. Mechaniker Karl Alfred Ohneſorg, 30 J. 5 M. Hilda Maria Luiſe Kraft, 2 M. 14 T. Katharina geb. Gallei, 69 J. f 5 Chriſt. Barbara geb. Häfner, Witwe des Platzmetſters Friedrich Walter, N J. 4 M. Marta Karolina geb. Lehn, Ehefrau des Kaufmanns Philipp 90 49 J. 1 M. Schloſſer Leonhard Stetter, 61 J. 7 M. Artiſt Friedrich Ding, 5 J. 9 M. Rentenempfängers 5 f Bettwäsche Gasherde F Damen- Modehaus Ii I 11 Bettdamaste Eisschränke deim enerlterru gie SPSZEIAIheSus 1 8 c 1, 18 dhe Theater Halbleinen Badeeinrichtungen Hellmannse Hes d Mäntel, Kostüme Tischwäsche 1 ermas& M an K e Breltesftraße Qu 1, 5 u. 6 Das gute Spezialgeschäft für die deutsche Frau in allen Preislagen, in großer Auswahl: ou 3, 3 MANNTIEIMT qu 3, 3 Achtung preisabbau 1 Worum Steinmetz- Brot! Weil es seit Jahrzehnten bekannt ist als das Brot aus gewaschenem und enthülstem Getreide. Alleiniger Hersteller L. Eisinger, Mannheim, B 2, 16 Nur echt mit dem Namen Steinmetz! Hager A LUISEN RING SI IELEEON 20560, 2056. GEGRUNOET 1866 ichen, Jchlal- Ind personen Stets günst. 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Juli 1933 HANDELS- U WIRTSCHAFT-ZETTUNG der Neuen Mannheimer Zeitung Sonntags-Ausgabe Nr. 333 Wirischaffspoliſik für den Miffelsiand Die Linie der neuen Wirischafisgeseße Getreu den grundſätzlichen Forderungen und An⸗ des Nationalſozialismus hat das erſte Beſetzeswerk der nun auch wirtſchafts⸗ i itlichen Reichsregierung praktiſch den eſunden Mittelſtandspolitik 1. Dies kommt weniger in etwaigen grund⸗ neuen großen Geſetzen zum Ausdruck als in ſte, der die Geſetzgebung beſtimmt hat, und tn zahlreichen verſtreuten Beſtimmungen, die erſt im Zuf nenhang die Richtung der neuen Wirtſchafts⸗ politik erkennen laſſen. Dabei iſt von grundſätzlicher Bedeutung, daß der Grundſatz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ auch in der mittelſtändleriſchen Wirtſchaftspolitik betont wild indem die Grenze gezogen wird zwiſchen eigenen Intereſſen mittelſtändleriſcher Gewerbe und dem höheren Gemeinwohl. Dies eben iſt die deutliche Ab⸗ ſage nationalſozialiſtiſcher Wirtſchaftspolitik an einen Intereſſenegoismus vom Syſtem der Wirtſchaftspar⸗ tei, und ſo mag vielleicht der eine und andere, der „Mittelſtand“ gerufen, aber„Wirtſchaftspartei“ ge⸗ meint hat, ſeine eigenen Intereſſen nicht in dem erhofften Maße gewahrt ſehen. Natürlich kann auch eine betont eingeſtellte Mittelſtandspolitik nur vorſichtig und ſchrittweiſe vorgehen, um die empfind⸗ lichen Zuſammenhänge des Wirtſchaftskörpers nicht zu zerſchneiden, um ſo mehr, als die Hauptaufgabe im Sinne des Führers iſt: Arbeit!l und immer wie⸗ der: Arbeit! Suchen wir einige Leitgedanken der neuen wirt⸗ ſchaftspolitiſchen Linie aus der Menge der Geſetze herauszuſchälen. Da iſt von großer Bedeutung die Preisfrage. Im Sinne des Volksganzen geſehen hat ſie ein doppeltes Geſicht: eines für den Erzeuger bw. den Leiſtungsgeber und eines für den Verbrau⸗ cher bzw. Leiſtungsnehmer. Hier den Ausgleich zu finden iſt ſowohl eine der wichtigſten wie ſchwie⸗ rigſten Aufgaben der Wirtſchaftspolitik, die nur all⸗ mählich zu einer befriedigenden Löſung gebracht wer⸗ den kann. Der Sinn der neuen Geſetze iſt, dem dop⸗ pelten Geſicht der Preisfrage Rechnung zu tragen, indem einmal die Möglichkeiten geſtützt werden, ausreichende Preiſe zu erhalten, andererſeits aber eine Ausbeutung der Verbraucher ver⸗ hindert wird. Preiswucher und Preisſchleuderei ſind vom Standpunkt des Gemeinwohls aus geſehen beide ſchädlich und zu bekämpfen. Die praktiſchen Formen einer ſolchen Preispolitik werden ſich aller⸗ dings erſt entwickeln müſſen, diesbezüglich legen die Geſetze mehr Richtlinien als Einzelheiten feſt. Es iſt licht ganz ohne Bedeutung, daß die Einrichtung des Preiskommiſſars dahin abgeändert wird, daß ſeine Aufgaben und ſeine Zuſtändigkeit auf das Reichsernährungs⸗ und Reichswirtſchaftsminiſterium aufgeteilt werden. Mittelſtändiſche Wirtſchaftspolitik kommt auch zum Ausdruck in einer weiteren Beſchränkung der Gewerbefreiheit. Im einzelnen richten ſich die Beſtimmungen gegen ein wildes Außenſeitertum, das praktiſch doch nichts anderes iſt als eine Art wirtſchaftliches Raubrittertum. Es gibt Wirtſchaftsgebiete, auf denen unter der Flagge an⸗ geblichen Mittelſtandes und im Schutze kartellmäßig gereglter Markt⸗ und Preisverhältniſſe privatwirt⸗ ſchaftlich ſehr lohnende, volkswirtſchaftlich aber äußerſt ſchädliche Beutezüge gemacht wurden, wie beiſpielsweiſe in der Zementinduſtrie. Wichtig iſt die Schaffung des Begriffs der wirtſchaftlichen „Unzuverläſſigkeit“, die u. a. dann beſteht, „wenn in dem Geſchäftsbetrieb die Güter oder Lei⸗ ſtungen, auf die ſich die Maßnahmen beziehen ſollen, zu Preiſen angeboten oder verkauft werden, die unter Würdigung der Belange des Betriebes ſowie der Geſamtwirtſchaft und des Gemeinwohls als volkswirtſchaftlich ungerechtfertigt anzuſehen ſind.“ Damit iſt aber der Begriff der Unzuverläſſigkeit nicht erſchöpft; ſie liegt beiſpielsweiſe auch dann vor, wenn ein Unternehmer in ſozialpolitiſcher Hinſicht gegen den Geiſt der neuen Wirtſchafts⸗ politik verſtößt. Eine weitere Einſchränkung der Ge⸗ werbefreiheit bedeutet die Beſtimmung, daß inner⸗ halb eines Wirtſchaftszweiges die Errichtung neuer Unternehmungen ſowie die Erweite⸗ rung des Geſchäftsbetriebs oder der Leiſtungsfähig⸗ keit beſtehender Unternehmungen für eine beſtimmte Zeit unterbunden oder von der Einwilligung des Reichswirtſchaftsminiſters abhängig gemacht werden kann. Damit wird der vorläufige Schutz des Einzelhandels erweitert und auf die ganze Wirtſchaft ausgedehnt. Bezeichnend für die amtliche Linie der Mittel⸗ ſtandspolitik ſind die Richtlinien für das Ver⸗ gebungsweſen bei öffentlichen Aufträ⸗ gen. In dieſem Verdingungsweſen hatten ſich im Laufe der letzten Jahre inſofern Mißſtände heraus⸗ gebildet, als der beabſichtigte Schutz des heimi⸗ ſchen Gewerbes vielfach in eine blinde Aufrich⸗ tung von wirtſchaftlichen Schlag bäumen ausgeartet war, indem mit der praktiſchen Ausſchal⸗ tung auswärtigen Wettbewerbs volkswirtſchaftlicher Schaden angerichtet wurde. Die neuen Richtlinien ſuchen auch hier das Intereſſe des heimiſchen Ge⸗ werbes mit dem größeren volkswirtſchaftlichen zu vereinbaren, indem ſite die Berechtigung einer beſon⸗ deren Berückſichtigung ortsanſäſſiger Unternehmer anerkennen, allerdings nur im Rahmen der Ver⸗ din gungsorön ung für Bauleiſtungen. Es ſollen alſo unter ſonſt annähernd gleichwertigen Angeboten im allgemeinen einheimiſche Bieter be⸗ vorzugt werden. Als„einheimiſch“ werden jene be⸗ zeichnet, die am Ort der Leiſtung oder in deſſen Nähe den Auftrag im eigenen Betrieb ausführen und hauptſächlich ortsanſäſſige Arbeiter beſchäftigen. Of⸗ fenſichtlich günſtigere Angebote auswärtiger Bieter ſollen dagegen im Hinblick auf geſamtwirtſchaftliche Vorteile berückſichtigt werden. Das ſoll verhindern, daß ein Gewerbe ſich im Schutze beſonderer Begün⸗ ſtigung einem volkswirtſchaftlich geſunden Wett⸗ bewerb entziehen kann, der zur Höchſtleiſtung zwingt. Das würde der Abſicht nationalſozialtſtiſcher Wirtſchaftspolitik, die gerade eine gewaltige Entfal⸗ tung der wirtſchaftlichen Kräfte des Volkes erſtrebt, durchaus widerſprechen. Abschlüsse des Röchling-Konzerns Nöchlingsche Eisen- und Siahlwerke Die Geſellſchaft ſchließt das Geſchäftsjahr 1982 mit einem Rohgewinn von 26,09(27,22) Mill. Fr. Die Unkoſten ſind von 19,31 auf 14,91 Mill. Fr. zurückgegangen. Für Abſchreibungen werden 10,65(7,62) Mill. Fr. verwen⸗ det, ſo daß ein Reingewinn von 90,53 Mill. Fr.(i. V. 0,29 Mill. Fr.) verbleibt. Aus früheren Rückſtellungen ſtehen 3,09 Mill. Fr. zur Verfügung, ſo daß 3,6 Mill. Fr. auf neue Rechnung vorgetragen werden können. In dem Geſchäftbericht wird ausgeführt, daß das immer ſtärkere Abſinken der Aufnahmefähigkeit aller Märkte durch die Heranziehung neuer Arbeiten zum Teil hätte ausgeglichen werden können. Man habe in der erſten Jahreshälfte mit dem Eiſen⸗ und Stahlwerk Pompey, das ſeine Roheiſen⸗ und Rohſtahlproduktion ſtillgelegt hatte, ein Abkommen auf Lieferung des geſamten von ſeinem Walzwerk benötigten Halbzeug außerhalb der franzöſiſchen Verbandsquote abgeſchloſſen. Die Fortſetzung dieſes Geſchäfts ſei jedoch nicht möglich, da von franzöſiſcher Seite dieſe Abwanderungen von Arbeiten Frankreichs nach ausländiſchem Gebiet nicht länger geduldet würde. In der zweiten Hälfte des Jahres habe man mit dem Deut ⸗ ſchen Stahlwerksverband eine Vereinbarung getroffen, auf Grund deren eine Export möglichkeit auf längere Zeit hinaus eröfnet wurde. Während das Halbzeuggeſchäft mit Pompey wenigſtens die rohen Betriebskoſten gedeckt hätte, ſei der größte Teil des Son⸗ derexportes nur durch finanzielle Opfer möglich geworden. Immerhin habe man durch dieſe Abmachungen im Monatsdurchſchnitt etwa 500 Leute mehr im Betrieb halten können. Die geſamte Belegſchaft betrug im Durchſchnitt 5125 gegen 5822 Mann im Jahre 1931. Die geſamte Roh⸗ etſener zeugung wird mit 444 260 To. gegen 448 300 Tonnen bzw. 482 737 To. im Jahre 1930 angegeben. Die Thomasſtahlerzeugung betrug 368 799 gegen 334573 To. und die Erzeugung der Fertigprodukte 264 573 To. gegen 291 327 To. bzw. 325 140 To. im Jahre 1930. Der Geſamtproduktions wert des Werkes betrug. 32,24 Mill. Fr. gegen 40,58 Mill. Fr. im Jahre 1981, immerhin ein Rückgang um 20,57 v. H. Die Bilanz zeigt(alles in Mill. Fr.), Aktienkapital 10, Reſerven aus Rücklagen 44,6, Hypotheken 113,3(113,66), Kreditoren 157,68(150,78), Außenſtände werden mit 192,59 (131,09) ausgewieſen; daneben Warenbeſtände und Wechſel mit 12,74(1,09), Grundbeſitz, Gebäude, Werksanlagen ſtehen mit 85,78(89,4) Mill. Fr. zu Buch, Rohſtoffe und Fertig⸗ fabrikate mit 24,67(81,14); Beteiligungen werden mit 57,21 (56,66) Mill. Fr. ausgewieſen und an Effekten 16,28(12,76) Mill. Fr. In dem neuen Geſchäfts jahr zeige ſich auf der ganzen Linte eine Belebung des Geſchäfts. Insbeſon⸗ dere habe der Abſchluß des Internationalen Stahlverban⸗ des eine weſentliche Hebung der Preiſe gebracht. Mit dem Wiedererſcheinen der übrigen deutſchen Werke auf dem Exportmarkt werden zwar die bisherigen Sonderexport⸗ möglichkeiten vermindert und man müſſe mit einem ge⸗ wiſſen Beſchäftigungsrückgang rechnen; die großen Hoffnungen, die man an die Maßnahmen der nationalen Regierung im Reiche knüpfe, dürf⸗ ten jedoch den notwendigen Ausgleich bringen, ſo daß für 1933 mit einem beſſeren befriedigenden Ergebnis gerechnet wird. Edelsſahl Röchling in Völklingen Die Geſellſchaft ſchlteßt 1932 mit einem Rohgewin n von 5,88 Mill. Fr. gegen 6,34 Mill. Fr. im Vorjahr ab. Der Außenhandel der Anderen Milliarden Defizif des französischen Außenhandels Im erſten Halbjahr 1993 betrug der Paſſiv⸗ ſaldo der franzöſiſchen Handelsbilanz 6,129 Milliarden Fr. gegenüber 5,1 Milliarden im erſten Holbjohr 1932. Die Einfuhr erreichte im erſten Halbjahr 1989 einen Wert von 15,105 Milliarden(15,235 Milliarden im Jahre 1932). Die Ausfuhr erreichte den Wert von 8,976 Milliarden (10,080 Milliarden im Jahre 1992). * * Der ſchweizeriſche Außenhandel im erſten Halbjahr. Die Einfuhr ging, verglichen mit der gleichen Zeit des Vorjahres, um 111 auf 794, Mill. ſfrs. zurück. Die Ausfuhr erhöhte ſich um 1,1 auf 417,5 Mill. ſſrs. Bei sieſen Zahlen muß allerdings berückſichtigt werden, daß in der Einfuhrziffer 41,8 Mill. ſfrs und in der Ausfuhr 51,9 Mill. ſfrs. für den Veredelungsverkehr enthalten ſind, die im vergangenen Jahre nicht in der Statiſtik mitgeführt wurden. Der Paſſivſaldo der Handelsbilanz beträgt für das erſte Halbjohr 887, bzw. 377,1 Mill. ohne Ver⸗ edlungsverkehr gegenüber 489,2 Mill. ſfrs im erſten Halb⸗ jahr 1032. Der Handel mit Deutſchlond hat ſich ſo entwickelt, doß die Schweiz für 4% Mill. ſirs. weniger bezogen hat, bei 223,6 Mill. ſfrs. Geſamtbezügen. Die Aus⸗ fuhr nach Deutſchland nahm um 11 Mill. ſfrs. zu und beläuft ſich ſomit auf 73,2 Mill. ſfrs. Unter den Liefe⸗ ranten und den Abnehmern ſteht Deutſchland nach wie vor an erſter Stelle. Frankreich lieferte nur für 137, Mill. ifrs. nach der Schweiz und bezog von ihr für 60,8 Mill. ſfrs. * Der öſterreichiſche Außenhandel im erſten Halbjahr. Nach den ſoeben veröffentlichten handelsſtatiſtiſchen Ziffern Hat die öſterreichiſche Sinfuhr im erſten Halbfahr 1933 von 752,0 Mill. S. in der Vergleichszeit des Vorjahres auf 586, Mill. S. abgenommen, während ſich die Ausfuhr von 389 Mill. S auf 362,9 Mill. S. verminderte. In der Berichtszeit iſt olſo der Wert der Einfuhr 9 dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 196,5 Mill. S. d. ſ. 26 v.., der Wert der Ausfuhr jedoch nur um 26,7 Mill. S. d. f. 7 v.., geſunken. Der Einfuhrüberſchuß iſt alſo um 169,8 Mill. S. oder 47 v. H. geringer. In der bei⸗ gegebenen Erläuterung wird jedoch darauf aufmerkſam ge⸗ macht, daß ſich die Bewertungsmaßſtäbe gegenüber dem Vor⸗ fahr etwas geändert haben. * Der Außenhandel Italiens im Juni und erſten Halb⸗ jahr, Im Monat Juni wurden in Italien Waren im Werte von etwa 785 Mill. Lire eingeführt, während die Ausfuhr einen Wert von rd. 690 Mill. Lire dar⸗ stellte. Im gleichen Monat des Vorjohres betrug die Ein⸗ fuhr etwa 983 Mill. Lire und die Ausfuhr etwa 703 Mill. ire— Im erſten Halbfahr 1933 wurden etwa 3910 Mill. Lire Waren gegen 4727 Mill. Lire in der Vergleichs⸗ zeit des Vorjahres eingeführt, während andererſeits die Ausfuhr etwa 3120(11615) Mill. Lire betrug. Be⸗ merkenswert iſt der Rückgang der Paſſivität der Handels⸗ bilanz in der Berichtszeit gegenüber dem erſten Halb⸗ jahr 1992. * Japaus Außenhandel im erſten Halbjahr. Die Mu s⸗ fuhren in den erſten 6 Monaten bis Ende Juni er⸗ reichten insgeſamt 829 Mill. Yen, die Einfuhren 1,015 Milltarden, ſo daß ſich ein Einfuhr⸗Ueberſchuß von 188 Mill. ergibt. Mit den Zahlen des Vorjahres verglichen, zeigen die Ausfuhren eine Zunahme von 50,9 v.., die Einfuhr eine Zunahme von 24,4 v.., während der Ein⸗ fuhr⸗Ueberſchuß um etwa 30 v. H. geſunken iſt. Der Umbau von Hermann Iieß Die Verhandlungen zur Umorganiſation des Berliner Warenhauſes Hermann Tietz ſind, wie verlautet, erfolgreich zu Ende geführt worden, an denen mit Ausnahme der ausländiſchen Gläubiger alle die Kreiſe beteiligt waren, die ſeit Jahren mit Hermann Tietz in Geſchäftsverbindung ſtehen. Dieſe Gläubigerkreiſe haben ſich zur Durchführung des San klerungswer⸗ kes zuſammengefunden. Das Leitmotiv bei dieſen Be⸗ ſtrebungen war, im Intereſſe der 15000 Angeſtell⸗ ten die Fortführung des Betriebes zu ſicher n. Es galt aber auch, das Intereſſe von annähernd 20000 Warengläubigern zu wahren, die als Lieferanten mit Millionenforderungen um die Zukunft des Warenhauſes beſorgt waren. Das nunmehr abgeſchloſſene Sanierungsprogramm ſieht bereits für die nächſten Tage eine Gleichſchaltung des Hauſes Hermann Tietz vor. Im Zuſammenhang hier⸗ mit wird eine Vertretung der Gläubigerſchaft in Form einer G. m. b. H. als Teilhaber, ausgeſtattet mit beſon⸗ deren Stimmrechten, in die offene Handelsgeſellſchaft Her⸗ mann Tietz eintreten. Ob im Zuge dieſes Umbaus ſpäter einmal die Firma Hermann Tietz in eine AG. geändert werden ſoll, wird Gegenſtand ſpäterer Erwügungen ſein. Für die Aufbringung der notwendigen Betriebskre⸗ dite von rd. 13 Mill.„ haben ſich unter Hinzuziehung der Garantie⸗ und Akzeptbank alle privaten Banken, die Hypothekeninſtitute und die verſchtiedenen Gläubigergrup⸗ pen zuſammengeſchloſſen. Die Garantie⸗ und Akzeßtbank wird die vertraglich feſtgelegten Gelder teils für eigene Rechnung, teils im Auftrag der beteiligten Banken zur Verfügung ſtellen. Die Unkoſten ſind von 6,38 auf 4,24 Mill. Fr. zurückgegan⸗ gen. Für Abſchreibungen werden 1,57(1,05) Mill. Fr. verwandt. Es verbleibt ein Reingewinn von 17 616 Franken(i. V. 1,08 Mill. Fr. Verluſt, der durch den Ge⸗ winnvortrag abgedeckt werden konnte). An Vorträgen ſtehen hieraus noch 58 134 Fr. zur Verfügung, ſo daß ein Geſamtüberſchuß von 75 755 Fr. verbleibt. Das Fabrikationsprogramm konnte weiter ausgebaut werden. Die Erzeugung von Siemens⸗Martin⸗ und Elektroſtahl betrug 96 305 To. gegen 95 695 To. und die Erzeugung von Walz⸗ und Schneideerzeugniſſen 71 527 Tonnen gegen 68 790 To. Der Abſatz von Autofedern nach Deutſchland ſei zurückgegangen. Der größte Teil des Ab⸗ ſatzes gehe nach Frankrich. Die franzöſiſche Stahlinduſtrie verſtärke ihre Bemühungen immer mehr, die ſaarländiſchen Erzeugniſſe auf den franzöſiſchen Markt zurückzubringen. Bis fetzt ſei der Abſatz noch durchaus befriedigend, wenn auch die Preiſe zurückgegangen ſeien. Aus der Bilanz(alles in Mill. Fr.): Aktienkapital un v. 2, Reſerve und Rücklage ſind von 5,02 auf 4,02 zurück⸗ gegangen, da bei der Bewertung der Warenvorräte der rückläufigen Preisbewegung Rechnung getragen und die früheren Beſtandsreſerven in Höhe von 1 Mill. Fr. auf⸗ gelöſt wurden. Hypotheken 23,83 gegen 23,89, Kreditoren 32,16(31,65), Debitoren dagegen 21,94(20,95). Waren⸗ beſtände und Wechſel 0,12(0,11), Grundbeſitz, Gebäude, Werksanlagen 23,5(23,62), Rohſtoffe und Fabrikate 10,15 (9,99), Beteiligungen 6,39(7,04). Simonius Cellulose AG. Fockendorf Kleiner Reingewinn Die Geſellſchaft, die der Zellſtoffabrik Wald⸗ hof naheſteht, weiſt für das Geſchäftsjahr 1932 nach 0,415 (0,722) Mill.„ Abſchreibungen einen kleinen Rein⸗ gewinn von 4461 4 aus, während im Vorjahre nach Aufzehrung von 75 821 4 Gewinnvortrag ein Verluſt von 172 847 aus der Reſerve gedeckt werden mußte. Die Ge⸗ ſellſchaft hat verſucht die Schrumpfung des Inlandsgeſchäfts durch vermehrte Betätigung im Ausland teilweiſe aus⸗ zugleichen. Die Preiſe des Auslandsgeſchäfts waren jedoch ſehr ungünſtig. In der Bilanz erſcheinen Vorräte mit 0,769(0,875), Warenforderungen mit 0,773, Forderungen an Konzerngeſellſchaften 0,058, Bankguthaben 0,042(i. V. zuſammen 0,975) Mill. 4. Auf der anderen Seite betragen Verbindlichkeiten 3,051(3,485), darunter 2,6 Mill. 4 Bank⸗ ſchulden. Die Anlagen ſtehen mit insgeſamt 4,431(4,626) Mill.„ zu Buch. Beteiligungen und Wertpapiere werden unverändert mit 0,21 Mill./ ausgewieſen. Kleiner Gewinnabſchluß der Chemiſche Werke Brock⸗ hues AG., Niederwalluf⸗Rh. Die Geſellſchaft konnte im Geſchäftsjahre 1932 erhöhte Abſchreibungen voll verdienen (i. V. 72 000%] und wird darüber hinaus noch einen kleinen Gewinn von etwa 50 000 4 ausweiſen, der vorgetragen werden ſoll.(Der Vorjahrsverluſt von 95 703 Mark wurde aus der Reſerve 2 gedeckt). Eine Dividenden⸗ ahlung kommt allerdings nicht in Betracht. Im laufenden Jahre hot die befriedigende Entwicklung angehalten. Triumphwerke Nürnberg AG. Die Sanierung O Nürnberg, 22. Juli.(Eig. Melb.) Bei 365 000 gegen 359 000„ Abſchreibungen auf Anlagen und 249 000& ſon⸗ ſtigen Abſchreibungen ſchließt die Geſellſchaft 1981/2 mit einem Bilanzverluſt von 789 000 4, während ſich im Vorjahr nach Auflöſung von 309 000& geſetzlicher Reſerve ein Verluſtvortrag von 98 000 4 ergeben hat. Zur Ver⸗ luſtbeſeitigung, zum Ausgleich von Wertminderungen im Vermögen ſowie zur Neubildung von Reſerven wird das Stammkapital im Verhältnis von 3 zu⸗ ſammengelegt, 5000 4 VA. eingezogen und die Delkredererücklage von 75 000 4 aufgelöſt. Der Ge⸗ ſamtumſatz blieb im Berichtsjahr um 43 v. H. gegen⸗ über dem Vorjahr zurück, während die Unkoſten um etwa 84 v. H. geſenkt werden konnten. Der Motorradumſatz und Schreibmaſchinenverkauf litten insbeſondere durch die verſchärfte Kriſe und die Ausfuhrdroſſelung. Der Stück⸗ umſatz in Fahrrädern konnte erhöht werden. Die neuen Motorradmodelle fanden gute Aufnahme. Zur Verrech⸗ nung eines entſprechenden Teiles ihrer Forderungen ſol⸗ len 665 000 4 fung e Aktien, um die das Grund⸗ kapital auf 1,691 Mill. wieder erhöht werden ſoll, Bankgläubigern in Option gegeben werden. Das neue Geſchäftsjahr iſt bisher befriedigend verlaufen. O Eiſenbahnverkehrsmittel AG. Berlin, 22. Juli. (Eig. Tel.) In der GW, die für 1932/33 die Dividende auf wieder 6 v. H. feſtſetzte, wurde berichtet, daß das erſte Viertel des neuen Geſchäftsjahres eine leichte Be⸗ lebung im Waggonleißgeſchäft gebracht habe, bei der es ſich jedoch meiſt um kurzfriſtige Verträge handle. Die Ausnutzung des Spezialparks laſſe noch zu wünſchen übrig. Der Reichs bahnauftrag gebe der Triebwagen⸗ und Waggon⸗ fabrik in Wismar bis zum Frühjahr 1934 Beſchäftigung, ſe⸗ doch könnten die Parkanlagen nur zum Teil ausgenutzt werden. Die Umbildung bei Heilmann& Lifimann Wie die Heilmann u. Littmann Bau⸗ und Immobiliengeſellſchaht, München ⸗ Berlin. mitteilt, ſell die Ueber führung ihres Vau⸗ geſchüftes in eine beſondere AG erfolgen, weil ſich die Verbindung des Grunoſtücksgeſchäftes mit dem Baugeſchäft bei der jetzigen Entwicklung der Verhältniſſe in vielen Beziehungen nicht als zweckmäßig erweiſt und die Trennung der organiſch nicht zuſammengehörigen Be⸗ triebe der heutigen Wirtſchaftspolitik entſpricht. Der neuen Baugeſellſchaft ſollen die zur Fortführung des Baugeſchäftes erforderlichen Vermögenswerte ge⸗ gen Gewährung von Aktien an die Mutter, geſellſchaftüberlaſſen werden. Eine Mitwir⸗ kung der Aktionäre der Heilmonn u. Littmonn Ach kommt nicht in Frage. Die Aktien der Baugeſellſchaft werden ausſchließlich im Beſitz der Muttergeſellſchaft verbleiben. Eine Veräußerung an Dritte oder eine Weitergabe an die Aktionäre iſt nicht beabſichtigt. O Dyckerhoff u. Widmann AG.— Sanierung geneh⸗ migt. 22. Juli.(Eig. Tel.) Die o. GV. genehmigte den Abſchluß für 1932, die Kapitalzuſammen⸗ legung 511 auf 1,44 Mill.„ und die Wiedererhöhung auf 3,5 Mill. 4. Von den neuen Aktien werden 0002 Mill./ von der Dresdner Bank, 0,67 Mill.„ von der Deutſch⸗Südamerikaniſchen Bank und 0,47 Mill. 4 von der Al,. für Verkehrsweſen unter Einbringung von For⸗ derungen übernommen. Der AR. wurde entſprechend die⸗ ſer Kapitalverſchiebung in ſeiner Geſamtheit neu gewählt, Man hofft, nunmehr für die Zukunftsaufgaben, insbeſon⸗ dere aus dem Arbeitsbeſchaffungsprogramm, gerüſtet zu Si f O Odenwälder Hartſteininduſtrie AG., Darmſtadt. 22. Juli.(Eig. Tel.) Nach unſeren Informationen ſchließt die Odenwälder Hartſteininduſtrie 1932 mit einer ziemlit ausgeglichenen Erfolgsrechnung ab, nachdem rund 106 000 4 aus der ſtillen und Sonderreſerve(letztere 50 000%) vorgenommen wurden. Es liegt alſo gegen⸗ über 5 v. H. Dividende aus 76848„ Reingewinn im Vor⸗ jahr diesmal ein Verluſtabſchluß vor. Die Abſchreibungen von etwa 100 000(139 348)/ hat man deswegen niedriger bemeſſen, weil die Betriebe der Geſellſchaft im abgelaufe⸗ nen Geſchäftsjahr längere Zeit ſtilllagen. Im neuen Jahr liegt eine tatſächliche Beſſerung vor.(GV. 30. Auguſt.) * Weitere Abnahme der aufgelegten Seeſchiffstonnage⸗ Ebenſo wie die im Homburger Hafen aufliegende Tonnage hat auch der aufgelegte geſamtdeutſche Seeſchiffsroum eine beträchtliche Abnahme erfahren. Dieſe betrug am 1. Jult 182 Schiffe mit 703 031 BRT, d. ſ. 20,4 v. H. der Tonnage des Vereins deutſcher Reeder. Am 1. Juni war die Zahl der aufgelegten Schiffe noch 254(940 228 By t] und am 1. Mai noch 319 Schiffe(1 008 575 Bot). Geschäffslose Frankfurfer Effekfenbörse Die Wochenſchlußbörſe hatte trotz des Ausfalls der Ber⸗ liner Börſe kaum Auftragseingang zu verzeichnen, ſo daß die Umſatztätig keit beinahe gleich Null war. Die neuerlichen Kursverluſte an der Neuyorker Börſe, wie überhaupt die ungeklärte Lage drüben, haben die Zurück⸗ haltung weitgehender Börſenkreiſe verſtärkt und mebſt kleine Abgaben im Gefolge. Die Rückgänge bewegten ſich indeſſen in engen Grenzen und hielten ſich meiſt im Rahmen von 1 v.., dagegen konnten ſich Reichsbankan⸗ teile bei kleiner Nachfrage um 1, Ach für Verkehr um ebenfalls 1 und Mansfelder um 77 v. H. erhöhen. Nach den erſten Notierungen waren einzelne Papiere um Bruchteile eines Hunderts erhöht, wobei man auf die weitere Abnahme der Arbeitsloſenziffern ver⸗ wies. Auch der Rentenmarkt lag faſt geſchäftslos. Altbeſitz eröffnete 96 v. H. niedriger, Neubeſitz waren etwa 0,20 v. H. höher, während Reichsſchuldbuchforderungen in mittleren und ſpäten Fälligkeiten behauptet blieben. Im Verlaufe erfuhr das Geſchäft keine Belebung, die Kursbildung war nicht ganz einheitlich, Erholungen traten jedoch nicht ein. Reichsbank, Mansfelder gingen um je(2 v..) und Siemens um(1 v..) zurück. Am Pfandbriefmarkt war die Haltung überwiegend nachgebend. Am Kaſſamarkt erſchienen Grün u. Frankfurter Börse 11. 22. A Festverzinsliche Wert Bank-Aktien D. Wertb.—.—— Ang. D. Credit, 44, 44.75 9500 Neichsanl. 89.— 88.— Babiſche Bank—— 1080 7⁰ 20 89.50 . Bank f. Brau. 87.— 4% D. Schazanw.—. Barmer Bankver.—.——.— Ablsſungſch. l. 75,50 78,0 Bayr. Hyp. u. Wb. 62,.— 62.50 ch. 5: 1180 11.25 Berl. Fandelsgef. 99.25 89.— 4% Schutzg.*.57 68.97 Com. u. Privatb, 49,75—— 76% Ledig 81.— 60.— Darmſt. u. Nat.———.— 8% Ludwigs. 28 60.— 61.— Deutſchedisconto 58,50 55.— 2 Mhm. Bb. 20 60.— 65.50* eke n „„ e D. Effekten⸗Banf 78.— 78.— Dep. u. Wok. 70.— 70.— 5„— 8 89 f.5524.80 8 5 Frankf. Bank 885 8882 8% Sid Fetwb. 280.30 Per. eſt. Cred.⸗Anſt.-..40 fälz. Hyp.⸗Bk.. 64.388 68.— eichsbank... 1525 152,7 Rhein. Hyp.⸗Bkl.. 100,1. Südd. Boden.⸗ C.. 5* 84.50 Wiener Bankver. 0,80 0,90 e, 0 er--9 86, 86,50 R N %8% 15„Lig. 8025 86.— Mannb. Verf..———.— . Br. B. B. Lid. 84.— 84.25 8% Rh. Hyp. 59.50 84.50 Transport- Aktien 8%„„101 84.— 84. Hapeg„ 5%„„12.18 84.— 84.— Fan irg—— W 85.90 85.75 ordd, Lloyd.. 18.— 16.28 4½0% Rhein. Lig, 86.35 86— SchantungéEiſend 45,50 45.— %% Südbo. Lig. 88.85 Südd Eiſenbahn 54..— 83. Bilfinger erneut mit minus⸗Zeichen und die Tape er⸗ mäßigte ſich auf etwa 175(zuletzt amtlich 188) v. H. Da⸗ gegen waren Klein⸗Schanzlin mit plus⸗Zeichen angeſchrie⸗ ben und zu 43 v. H. etwa 3 v. H. höher. Tagesgel! ölteb leicht und zum Satz 3.e H. unverändert. „ Steuergutſchein⸗Notierung vom 22. Juli.(Eig. Meld.) Fr 4 keit 1094 97567 1985 91566 1950 E 1987 80%: 1988 77; Verrechnungskurs 86. 21. 22. 21. 15 0„ 128.5 12 industrie-Aktien Sagen::: Dortm. Ritterbr.—.— 86.— e St. RK. 92.— 92.— wen München 220,0 220, Mainzer Brauer. 70.. Schöfferh. Bindg. 159,0 158.5 Schwartzstorchen 83.— 83.— Tucher Brauerei 78.— 78. Wer ger 65— 65.— A. E. G. 221.35 21,75 Aſchaff. Buntpap.. Bd. Maſch. 5 117.0 117.0 Metallg. Frankf. 34.50 84.— Nes Seane e 50 37 Miag, Mühlb.. r Moenus St. A. Rein. Geb. Sch, 50.— 50. Rheinelektrad. A.—— 7 1 1 RB„ Roeder, Gebr. D. 80. 50. Rütgerswerke. 59.— 525 Haſt Nürnberg. 257.0 1870 Schnellpr Frkthl, 7— 7 Brem.⸗Beſig. Hel 75,0 78,0 Schramm Naa—.— 400 Brown Boveri„. ½, Seen— 826— 82.50 lünduft.„ . 77.— 77.— Sid.—— 1⁰⁵ Zucker San 8 5 Tricot. Beſigheim—— Thür, Lief. Gotha 70. J Ver. Chem. Ind.— Ber. eue If.—— 88% Daimler.„ 30,.— 30.— Dt. Atlant.⸗...— 109.5 Dt. i e 0 Erdöl. Dt. 5 112.7 112.0 Der. Bellſt. Berlin———— D. Golb. u. S. Anſt. 172.7 171.5 Voigt& Fee. Dt. Linoleum 4450 43,75 Volih Seib u,—— Dt. Verlag.... 69,25 69.— Wayß& Freitag—— 2. Dresd. Schnellpr. 21.35—.— W. Wolff„ Dürrwerke..„ 22,— 22. Zellſtoff Aſchffbg. 15 45 Dockerh.& Wibm. 12.50 18.„Demel 208 4 El. Licht u. Kraft—— 100.5„Waldhof— Elektr. Lieferung 88.— 88,.— ufa(Freiverk.)— Emag Frankfurt—— Raſtakter Wagg.—. Enzinger⸗Unſon 71.50 71,50 Eßlinger Maſch. 27.— 28.50 ntan · Aktlen Ettlinger Spinn. Montan: Alt aber& Schleich. 38,50 86.50 Buderus Eiſen „G. Farben.. 180,5 180.2 Eſchweil, Bergw 6705 %„ Bonds 280 114. 1140 Helſenk, eraw 9728 dl ge Jetter 32.50 32,50 arpener Bergw. 11.5 1 lt. Gulneaume 50.65 50.— ll. 865. 85 f n Geſfürel. 8 89.— ieee ee Kall Chemie 2 2. Gedern d Zali Aschersleben 10 1 Gritzner M. Durl. 20.50 21.— 1780 1710 Grün& Bil e Kall Salzdetfurth 1237 Halt& Nen de. 12— 13— gal. Weſeregen 2880 888 W 1 Füſſen 33.— 33.— 1 1. 8055 6350 88 5 ex ann annesm. Kr. 8 Hieſc aurfem. 780 2 9 Mansfelder. 28.50 920 Hochtief.-.. 8950 89,50 Oberbedarf. 89 Holzwann hit 88.— 82.50 Stavis Minen 14.5 3945 e 3 Pbönie Bergbau 39,25 10 d 5. 3 5 755 DTB 1 5 arſtadt Rub., ein 2 Klein. Sch. Beck“—.— 48.— Salzw. Heilör. 1800 109 Knorr Heilbronn 180,0 180.0 Tellus Bergbau. Ronſerven Braun—— 355. deu Laurahütte.— 45 Kraus a Co Loc, Ver Stablwerle 80, bis wei! 1 käm Abn gew gefä Bed die * Wei nur Fra Hekt je n liter 0 N ſchei Rhe zahl Mar je 2 der die 8 * ö D der Gre zu v ver geme ſolge ate tattel für. tende D Nats folge erhol höhe anfli betrö nicht V Melee Umfe gelaf Hopf luſt ählt. eſon⸗ t zu ſtadt. ließt mlich hdem tztere egen⸗ Vor⸗ ngen riget aufe⸗ Jahr ſt.) nage. nage eine Jult nage die und * 2 Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 23. Juli 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Sountags⸗Ausgabe 11. Seite/ Nummer 333 4½ Mrd. Dosen Jahresleisſung der U. S. A. s Konservenindusfrie Der von der Neuyork Truſt Co. herausgegebene„In⸗ der beziffert die gegenwärtige Jahresleiſtung der Kon⸗ erveninduſtrie der Ver. Staaken auf rd. 4 Mrd. Doſen 15 etwa 200 verſchiedenen Produkten. Gegenüber dem charfen wertmäßigen Umſatzrückfall von 786,6 Mill. Dollar 10 1029 auf 498,3 Mill. Dollar in 1981 bleibt der mengen⸗ mäßige weit zurück. Bei Früchten z. B. betrug der mengen⸗ mäßige Unſatzverluſt in der gleichen Zeit nur 2 v.., der wertmäßige aber 42 v. H. Schätzungen für hauptſächliche produkte ergaben für 1932 etwa 70 v. H. der Erzeugung von 1931. Der Export hat ſich ziemlich widerſtandsfühig er⸗ wieſen, zumal neuere Produkte wie z. B. Grape Fruit⸗ und Früchtfalatkonſerven einen Teilausgleich für Verluſte auf anderen Gebieten gebracht haben. Bank für internationalen Zahlungsausgleich. Baſe I, 22, Juli.(Eig. Meld.) Vor der am Montag ſtattfindenden Verwaltungs ratsſitzung werden die Noten bankprä⸗ denten über die ſchwierigen Währungsfragen am Sonntag eine Annäherung im kleinen Kreiſe verſuchen, nachdem das Unterkomitee der Londoner Wirtſchaftskon⸗ ferenz zur Wiebderherſtellung eines internationalen Wäh⸗ rungsſtandards die B. J. Z. mit der Weiterbearbeitung die⸗ ſer Angelegenheit beauftragt hatte. * Ruberoidwerke AG, Hamburg. abschluß. Nach 128 285(155 6000 1 Neuer Verluſt⸗ eßt das Geſchäftsjahr 1932 mit einem Ver luſt von 95 723 575] J, um den ſich der Verluſtvortrag weiter auf 2 015 410/ bei.55 Mill. Grundkapital und 586 000 Mar geſ. Referveſonds erhöht. Im neuen Geſchäftsjahr hat ſich für die Geſellſchaft bisher noch keine nennens⸗ werte Beſſerung ergeben.(GV am 8. Auguſt.) * Bierbrauerei Gebr. Joſt AG., Grünſtadt(Pfalz.) Das Geſchäfts jahr auf Ende 1932 ſchließt nach 26 300(87 246) Abſchreibungen mit einem Verluſt von 60 627(29 958) het 0,32(0,36) Mill. AK. Infolge der allgemeinen Wirt⸗ ſchaftsverhältniſſe und der immer noch ſtark überſpannten Steuerſätze war der Abſatz weiter rückgängig. Im neuen Jahr iſt zwar der Abfatz etwas geſtiegen, doch könne von einer bemerkenswerten Beſſerung noch nicht berichtet wer⸗ den. Die Neuordnung im süddeufschen Eisenhandel Bedeuiung und Auswirkung der neuen Organisaſion Zu der bereits mitgeteilten Neuordnung im ſüddeutſchen Eiſenhandel erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Die Bedeutung der Neuorganiſation liegt darin, daß man von ihr vor allen Dingen eine ſtraffere Hal tung in den Preisfra gen erwartet. Dem Handel muß außerordentlich viel daran liegen, daß die alten Miß⸗ ſtände aufhören, und keine„Unterwaſſerverſchiffungen“ d. h. Verkäufe unterhalb der feſtgeſetzten Preisgrenze mehr ſtattfinden. Das iſt bisher in großem Umfange der Fall geweſen und zwar haben namentlich die größeren Eiſen⸗ firmen auf dieſe Weiſe ſtark gegeneinander gearbeitet und ſich das Leben ſauer gemacht, indem ſie dieſen Kon kur⸗ renzkampf auch auf das Lan d hinausgetra⸗ gen haben. In dieſem Zuſammenhang ſoll auch mit der Ueberſetzung des ſüddeutſchen Eiſen⸗Einzel⸗ handels aufgeräumt werden, wie er ſich aus der Tatſache ergibt, daß kleine Schmiede⸗ und Schloſſerfirmen auf dem flachen Lande oder in kleinen Landſtädten neben ihrem Handwerk auch noch, zum Teil unter Mithilfe ihrer Frau, einen Eiſen⸗ und Eiſenwaren⸗ laden betrieben, wo ſich der Landwirt nebenbei mit Draht⸗ ſtiften und Wagenreifen verſorgen konnte. Namentlich ſoll es eine mürttembergiſche Firma geweſen fein, die ſolche Eiſenkleinhändler geradezu züchtete. Sie hatte den Ehrgeis, faſt überall einen ſogenannten„ſelbſtän digen zu beliefern. Die Belieferung dieſer kleinen den erfolgte zu Händlerpreiſen, was dann noch die Rückwirkung hatte, daß die ſo belieferten Hand⸗ werker s ihren ortsanſäſſigen Wettbewerbern gegen⸗ über im Einkauf günſtiger ſtellten, womit jetzt Schluß ge⸗ macht werden ſoll. Vas das Feſthalten an den werden, abgeſehen von die jetzt eingeführten drakoniſchen Strafmaßnahmen im Sinne einer Ge⸗ ſundung des Geſchäftes ſich auswirken, da die Konventionalſtrafen durch ihre Vervielfachung im Wiederholungsfalle ſich geltend machen und notwendigen⸗ falls auch der Ausſchluß aus der Organiſation vorgeſehen Händler“ Gewerbetrei Verbandspreiſen anlangt, ſo den moraliſchen Bindungen, auch Nur ein mäßiger Weinherbsf in Sicht In Baden befriedigt in der oberen Markgraf⸗ ſchaßt der Geſcheineanſatz nicht; man rechnet deshalb im allgemeinen mit einem geringen Herbſt. In der mittleren und unteren Markgrafſchaft werden die Ausſichten beſſer beurteilt. Am Kaiſerſtuhl ſind die Ertragsausſichten ſehr verſchieden; im ganzen glaubt man, daß kaum ein halber Herbſt zu erwarten ſein wird. Auch in der Ortenau ſind Rebwachstum und Blüte ſehr gehindert worden, Im baädiſchen Neckartal befriedigt der Ge⸗ ſcheineanſatz nur bei einigen Sorten. Unter dieſen Um⸗ ſtänden ſind die Weinpreiſe in Baden feſt geblieben. Bei letzten Uebergängen nannte man 1982er Weiß⸗ und Rotweine am Kaiſerſtuhl mit 45—90, im Mark⸗ gräfler land mit 95—105„ je Ohm(150 Liter). In der Ortenau Bergweine mit 65—70, Klingelberger mit 100 bis 105, Ruländer mit 95—105, Kleuner mit 100—115, Rot⸗ weine mit 120—130/ je Hektoliter. In der Rheinpfalz ſind die Winzer mit der Be⸗ kämpfung der tieriſchen Schädlinge durch Verwendung von Abwehrmitteln beſchäftigt. Infolge des lange regneriſch; geweſenen Wetters ſind manche Lagen durch die Stielfäule gefährdet. Geſchäftlich haben ſich in der Hauptſache Bedarfsdeckungen fortgeſetzt, wogegen ſich der Handel auf die Deckungen ſeines dringenden Bedarfs beſchränkt. In Franken und auch in Württemberg lag das Weingeſchäft ſehr ruhig, die Umſätze erſtreckten ſich meiſt nur auf Konſumweine. Von dieſen nannte, man 19g1er Frankenwein mit etwa 6580, 1932er mit 6070/ je Hektoliter, württembergiſche 1932er Weiß⸗ und Rotweine, je nach Poſten und Lage, mit 200—345, je Eimer(8 Hekto⸗ liter). 0 In Rheinheſſen und im Rheingau iſt der Ge⸗ ſcheineanſatz gut, der Stand der Reben befriedigt. In Rheinheſſen lagen die Weinpreiſe feſt, im Rheingau be⸗ zahlte man im freihändigen Verkauf für 1932er 350400 Mark; im mittleren und oberen Rheingau verlangte man je Halbſtück etwa 375500 l. An der Ahr und Moſel haben ſich die Preiſe infolge der zuſehends geringer werdenden Beſtände gut gehalten, 6 die Umſätze blieben jedoch klein. Nürnberger Hopfenmarkf 8. Nürnberg, 21. Juli.(Eigenbericht). Die Nachfrage nach 1932er Hopſen hielt ſich auch in der heute ſchließenden Berichtswoche in recht engen Grenzen und es ſind wieder drei geſchäftsloſe Marktage zu verzeichnen. Aber auch das Angebot hat ſich weiter verkleinert, es war nur eine Zufuhr von 10 Ballen gemeldet, während 30 Ballen zum Verkauf gelangten. In⸗ ſolge der anhaltend ruhigen Geſchäftslage bröckelten die Preiſe weiter ab; für beſtrorhandene Holler⸗ lauer wurden noch am Schluſſe der Berichts woche 265—275, für Gebirgshopfen 220250„ je Zentner bezahlt. Schluß⸗ lendenz rühig. Preiſe unverändert zu Gunſten der Käufer. Der Pflänzenſtand, der noch am Anfang des Mo⸗ nats ſehr zu wünſchen übrig gelaſſen hat, konnte ſich in⸗ ſolge der warmen Witterung der letzten Tage ſehr raſch erholen. In den meiſten Anlagen haben die Stöcke Draht⸗ hahe erreicht und vereinzelt ſieht man auch ſchon Blüten⸗ anflug. Die Neuonlagen der Hopfenfelder ſind nicht un⸗ beträchtlich, kommen aber für die diesjährige Ernte noch nicht in Betracht... Bom Saazer Markte fehlen in dieſe⸗ Woche jegliche Meldungen; nach privaten Mitteilungen ſind auch dort die Umſätze weiter zurückgegangen und die Preiſe haben nach⸗ gelaſen. An den weſtlichen Märkben hat das Hopfengeſchäft ſeine ruhige Haltung beibehalten. Berliner Produkfen- Freiverkehr Infolge des Börſenruhetages war die Unternehmungs⸗ lust an ſich gering, doch war die Abgabeneigung auf Grund des z. T. ſehr ſchlechten Wetters in der Provinz kleiner geworden. Dies gilt insbeſondere für Winter⸗ fekte die tendenmäßig feſte Veranlagung zeigt. Am Lie, frungsmarkt wurden die Preiſe im allgemeinen 2 unter Börſenſchlußniveau geſprochen. Weizen chelne nee 117,50—18,50 Br., Roggenſcheine per Auguſt 98,50 bis Br., erſte Hälfte Sept. 98,50 Br., Matsſcheine 100 Br. Münchener Produktenbörſe vom 22. Juli. Roggen 788,10; Wintekweizen 9,30—9,50; Sommerweizen 9,70 bis 10,20; Futtergerſte 7,2070; Induſtriegerſte 7,80 bis 0, Wintergerſte zweizeilig neu 7,40— 7,80; Wintergerſte merzeilig neu 6807,10; Weizenkleie 3,50—3,70; Roggen⸗ tele 3,45—3,65; Heu neu, noch nicht ausgegoren, 1. Qual. Fe e. Qual. 150—1½0; Stroh gebündels 0,7000; alte Kartoffeln ohne Angebot, neue 1 Kartoffel ind noch nicht im Markte. Weizenmehl 2,25—33,35; Rog⸗ nz ruhig.. genmeßl 28,00— 5,90. Tende i Amerkkaniſche Getreidebörſen auch heute geſchloſſen. lie ago, 22. Juli.(Eig. Meld.) Die Chicagoer Ge⸗ kreidebörſe bleibt auch heute geſchloſſen. Das gleiche iſt der Ine 15 Getreidebörſen in Kanſas Eity, Dundee und Lapolis. 7 90 Fogleteng der Getreidehändler in Neuyork. Neu⸗ Jer Juli.(Eig. Meld.) Die amertkaniſchen ö etreidehändler ſind für Montag zu einer Kon ⸗ 1 89 noch Neuyork eingeladen worden. Es follen die nuf nabmen geprüft werden, die man zur Aufrechterhal⸗ i der Getreidepreiſe für die Farmer treffen könne. Tie gegtekung ſol, wie die Bläfler melden, zur Stabili⸗ ſterung der Getreidepreiſe bereit ſein, notfalls unter An⸗ e der ihr aus dem Agrarſchutzgefetz zuſtehenden Be⸗ fugniſſe. * Rotterdamer Getreidekurſe vom 22. Juli.(Eig. Meld.) Anfang, Weizen(in Hfl. p. 100 Kg,) Juli 4,55; Sept. 4,57; Nov. 4,5776, Jan. 4,70.— Mais(in Hfl. p. Laſt 2000 Kg.) Juli 63; Sept. 65,50; Nov. 67,75; Jan. 70,25. Liverpooler Getreidekurſe vom 22. Juli. Anfang, Weizen(100 lb.) Tendenz ruhig, Juli—(.64): Okt..8(.); Dez..10 ¼(.10%); März.—(.096). Schluß willig, Juli.54(.674, Okt..77(.); Dez. .9%(.1076) März.11(.05); Liverpool Straights 26,50; London Weizenmehl 21,5090. i Magdeburger Zuckerterminnotierungen vom 22. Juli. (Eig. Meld.) März 6,00 B 5,80 G; Mai 6,30 B 5,10 G; Juli 5,10 B 5,00;: Auguſt 5,10 B 5,00 G; Sept. 5,30 B 5,0 G; Okt. 5,50 B 5,20 G; Nov. 3,60 B 5,0 G; Dez. 5,70 B 5,50 G; Tendenz ſtetig.— Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 32,25; Juli 32,45 u. 32,55, Tendenz ſtetig; Wetter ſehr warm. * Weiſenheimer Obſtgroßmarkt vom 22. Juli. Heute wurden notiert: Pflaumen 20; Birnen 1416, Mirabellen 1822; Aprikoſen 16—20, Weichſelkirſchen 20; Frühzwetſch⸗ gen 1821; Spillinge 16; Bohnen—8 Pfg. Nenſtadter Obſtgroßmarkt. Aufuhr gut, Verkauf flott. Aepfel d 07 Aprikoſen 30—40 Birnen 820; Hei⸗ delbeexen 2529; Himbeeren 9540; Johannisbeeren 10 518, 14 Kixſchen 15„ Mixgbellen 1520; Pfirſiche 8 bis 22, Pflaumen 12 Stachelbeeren 1013; Zwetſchgen 20; Vöhen. (Eig. Meld.) * Liverpooler Banmwollkurſe vom 22. Juli.(Amerik. Univerſal Stand Middl.) Anfang Juli 594; Okt. 58688; Jan. 590—91; März 594—95; März(85) 610; Tagesimport 5500; Tend. ſtet.— Schluß Juli 589; Aug. 591; Sept. 5923 Okt, 593; Nov. 594; Dez. 596, Jon. 597; Febr. 599; März 601; April 3; Mai 605; Juni 606; Juli(34) 608; Okt. 610 Jan.(35) 614; März 617; Mai 620; 612; Tendenz gut behauptet. * Berliner Metallnotierungen vom 22. Juli. Eig. Meld.) Amtlicher Freiverkehr: Elektrolytkupfer(wire⸗ bars) prompt eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 59, ſchwächer; Raffinadedupſer loco 55—356 Standardkupfer Ioco 50—51; Standoròd⸗Blei per Juli 1818,75; Original⸗ hüttenrohzink ab nordd. Stationen 23,75 24,25; Banka⸗, Straits⸗, Auſtralzinn 908. Unſere Rätſelecke. Kreuzworträtſel 1 3 4 5 66 7 8 9 11 15 17 22 28 26 27 20 Bedeutung 85 einzelnen Wörter. a) von links nach rechts: 1 Mittelmeerinſel, 4 Oſtſeehalbinſel, 7 Bad in Bayern, 9 Grundlage, 10 Trinkgefäß, 11 Schulgerät, 13 Kloſterſtift, 15 ſthi⸗ riſcher Strom, 16 Shakeſpeareſcher Dramenheld, 17 Stadt am Rhein, 20 Amtstracht, 23 niedrigſte indiſche Kaſte, 24 Kampfplatz, 26 Laubbaum, 27 Stadt in Hannover, 28 Stadt im Rheinland, 29 Spitze, 30 Stadt in Rußland; b) von oben nach ee eee 2 Gaſtwirtſchaft, 8 europã ge, 4 deutſcher 708 5 Hohlmaß, 6 Stadt in Italien, 8 fran⸗ zöſiſcher Romanſchriftſteller, 9 phöniziſcher Gott, 12 Element der Alten, 14 Hausgeflügel, 17 Gelände⸗ darſtellung, 18 weiblicher Vorname, 19 Nichtfachmann, 20 Feldblume, 21 Figur aus Goethes Iphigenie, 22 Verwandter, 23 Verkehrsanſtalt, 25 8 Vorname. ze Sodbrennen N ſagenbescherden iſt. Die Vertragsſtrafen werden feſtgeſetzt vom Ge⸗ ſchäftsführer des Süddeutſchen Eifengroßhandels⸗Verban⸗ des und des Süddeutſchen Eiſen⸗Einzelhandels⸗Verbandes, die mit einem neutralen Treuhänder das Schiedsge⸗ richt bilden und das Urteil fällen. Das Urteil dieſer In⸗ ſtanz kann bei Strafbeträgen von 1000/ und mehr durch ein weiteres dreikö es Schiedsgericht angefochten werden. Für dieſes Schiedsgericht gelten die Satzungen der ein⸗ zelnen Fachgruppen des Süddeutſchen Eiſen⸗Groß⸗ handels⸗Verbandes. Preisüberwachung und die Durchführung der Beſchwerdeverfahren obliegt für die Mitglieder des Süddeutſchen Eiſengroßhandels⸗ Verbandes und ſeiner Vertragshändler dieſem Verband, für die Mitglieder des Süddeutſchen Eiſen⸗ Einzelhandels⸗ Verbandes dem letzteren. Der Großhandelsgrundpreis bei Lieferungen ab Werk oder ab Schiff in Ladungen be⸗ trägt pro Tonne: RN Die in Rm. Händler Verbraucher Formeiſen 111,90 118,70 Neunkirchen tabeiſen 114.50 118,80 dto. Univerſal⸗Eiſen 126,70 128,50 Dillingen Band⸗Eiſen 185.50 187,0 Homburg Grob⸗Bleche 189,20 141,00 Dillingen o. Eſſen Mittel⸗Bleche 142,80 144.80 dto · Fein⸗Bleche 151.30 153 10 Dilling⸗n o. Siegen Fein⸗Bleche kaſtengeglüht 160.70 162.50 dito. Falls eine Komplettierung auf 15 To. nicht erreicht wird, ſind alle Mengen einer Ladung unter 15 To. in Formeiſen leinſchl. Breitflanſchträger) und Stabeiſen bei unter 5 To. in Univerſaleiſen, Bandeiſen, Grob⸗ und Mittelblechen (letztere kombiniert) für Mitglieder des S E. Z. und Groß⸗ verbraucher der beſonderen Liſte zu den Preiſen der Händ⸗ lerpreisliſte Nr. 4 zu berechnen. Für ſonſtige Abnehmer gelten die Preiſe der Preisliſte der S. E. Z. und des S. E. G. und die jeweils gültigen Erleichterungen. Die Preiſe für Feinbleche ſind bis zu einer end⸗ gültigen Regelung nur als Richtpreiſe anzuſehen. Auf dieſe Preiſe werden je nach der Menge die Händler⸗Rabatt⸗ Klaſſen eingeſtuft, die ſich nach der Jahresmenge berechnen und wonach Rabatte von 50 Pfg. bis 4/ pro Tag gewährt werden. Außerdem wurde noch eine Sonderklaſſe geſchaffen, deren Angehörige als Vertragshändler geführt werden und welche die Firmen umfaſſen, die keine Groß⸗ händler ſind, ſondern eine Mittel⸗ oder Zwiſchenſtufe zwi⸗ ſchen dem eigentlichen Großhandel und dem Einzelhandel bilden. Die Angehörigen dieſer Sonderklaſſe werden zu reinen Stahlverbandspreiſen behandelt. Zwiſchen dem Eiſengroßhandels⸗Verband und dem Einzelhandels⸗Verband iſt ein Kartellvertrag ge⸗ ſchloſſen worden, der, um ein reſtloſes Funktionieren zu den feſtgeſetzten Preiſen zu gewährleiſten, die Beſtimmung enthält, daß alle alten Abſchlüſſe bis zum 19. Juli ſpezifiziert ſein mußten. Es wurde fedoch vereinbart, daß ganz beſtimmte Ausnah⸗ men zugelaſſen werden, und zwar, wenn es ſich um Ma⸗ terialien handelt, die für ein beſtimmtes Objekt benötigt werden(Konſtruktionen, für die die beſtellende Behörde die Abmeſſungen noch nicht angegeben hat, vertraglich zu⸗ geſagte Lieferungen an die Reichsbahn, die Reichspoſt oder ſonſtige ſtaatliche und kommunale Behörden, mit dem An⸗ ſpruch, die Materiallieferungen zum vereinbarten Pretſe zu fordern). Für die verarbeitende Induſtrie wird eine Auswirkung der Neuorganiſation, zunächſt inſoweit Her⸗ vorkreten, als nunmehr die feſtgeſetzten Preiſe tat⸗ ſächlich bezahlt werden müſſen, während bisher bei den herrſchenden Kampfpreiſen, bei denen der Händler mit einem Nutzen von nur noch 2 v. H. einſchließlich aller ſeiner Speſen und ſeines Riſikos arbeitete, faſt immer von Fall zu Fall unter den Liſtenpreiſen anzukommen war. Eine Preiserhöhung für die Induſtrie bedeuten die oben genannten Preiſe alſo nur inſoweit, als jetzt keine Unterbietungen mehr mögkich find. Anſtatt 2 v. H. dürfte der als angemeſſen zu erachtende Nutzen des Großhändlers von fetzt ab ſich auf etwa 4 v. H. auf den Stahlwerksver⸗ baudspreis berechnen. Für die Abnehmer ganz kleiner Poſten werden ſich die 1 Aenderungen etwas mehr auswirken, denn während dieſe Abnehmer, was die Großabnehmer als grotesk bezeich⸗ neten, bisher Poſten von 100 Kg. infolge der Kampfpretſe zu dem gleichen Betrag beziehen konnten, wie der Groß⸗ abnehmer bei waggonweiſem Bezug, werden ſich dieſe Kleinſtbezüge gegenüber den Großbezügen etwas ver⸗ teuern. In der Eiſenwirtſchaft ſieht man dies als berech⸗ tigt an und glaubt, daß hierdurch erhöhte Solidität ins Geſchäft kommen wird. Nöſſel ich dem es geh ſprung drau ich mir ver raſt met fühl ſtadt daß zu ach irrt ßen hat at ſchült den lenz früh los wird ſchlief ten ra ße ben fn det weil] den] ver ten gro ſig tief be er drun wie ling mein drun der durch er ten 1e ßen ſtein die bers tief ei de 271 Soͤlbenrätſel a— bob— cho— dam— das de di e e— e. fen— gen— haus— hirsch— in leih— li— lot— mi— mie— mor— na— na — non— pa— rie— stan— stern— te — tri— va 8 Aus vorſtehenden 32 Silben ſind 11 Wo zu bilden, deren Anfangsbuchſtaben von oben nach un⸗ ten, und deren Endbuchſtaben von unten nach oben geleſen, ein Wort aus dem 1. Theſſalonicherbrief er · geben(ch ein Buchſtabe). Bedeutung der einzelnen Wörter: 1. helles Ge⸗ ſtirn, 2. türkiſcher Ehrentitel, 3. Arbeits ger, 4. Hochwild, 5. thebaniſcher Feldherr, 6. Geſtalt aus einer Wagner⸗Oper, 7. be e Wiſſenſchaft, 8. ſoziale Einrichtung, ie 10. Wiberhan. A ende Mann. 8 Ausſchaltrãtſel Büd— Wade, Mauer— Ml, Beweis— Sudan, Mut— Korb. Naemi— Uhr, froh— Oboe, keck— halb Aus den vorſtehenden 7 Wortgruppen laſſen ſich 7 deutſche Bäder bilden, wenn man aus jeder Wortgruppe einen Buchſtaben herausnimmt. Die herausſpringenden Buch⸗ ſtaben, in richtige Reihenfolge gebracht, ergeben eine an⸗ Eine große Gefahr ſieht die eiſen verarbeitende Induſtrie allerbings in der Möglichkeit, daß ſte „in die Schere“ genommen werden könnte, indem auf der einen Seite die Eiſenpreiſe ſyndikatpäßis beſtimmt und feſtgehalten werden, während auf der anderen Seite die Abnehmer der Induſtrie erklären, es falle ihnen nicht im Traume ein, mehr zu bezahlen. Für den Eiſen handel ſelbſt ergibt ſich in Süöd⸗ deutſchland zunächſt eine Wirkung, die nur vorübergehen⸗ der Natur iſt: es wird in der nächſten Zeit geſchäftlich ſehr ruhig hergehen, weil der Gang der Verhandlun⸗ gen von den beteiligten Kreiſen mit großem Intereſſe ver⸗ folgt wurde und weil infolgedeſſen in den letzten Wochen viel verkauft worden iſt. Bis die vor dem Abſchluß des neuen Abkommens verkauften Mengen hergeſtellt, nach den obigen Kartellbeſtimmungen geliefert und verarbeitet ſind, muß im ſüddeutſchen Eiſenhandel geſchäftlich faſt mit einer Art Vakuum gerechnet werden. Erſt wenn dieſe Uebergangszeit vorüber iſt, wird ſich zeigen, ob die eingegangenen Bindungen auch allenthalben voll eingehalten werden und ob inbezug auf die Preiſe keine Durchſtechereien mehr verſucht werden. Die Treuhändereinrichtung, die mit der Durchführung des Strafſtatutes befaßt iſt, wird alſo, be⸗ ſonders zu Anfang, gut aufzupaſſen haben und ſie wird gegebenenfalls mit aller Schärfe durchgreifen müſſen, nach⸗ dem man früher in dieſer Richtung ziemlich großzügig ge⸗ weſen iſt. Zusammengeschrumpffer Nheinverkehr Die Duisburg⸗Kuhrorter Häfen Ac ſchließt das Geſchäftsjahr 1932 mit einem Verluſt von 0,98(t. V. 1,09) Mill./ ab, der aus der geſetzlichen Rücklage abge⸗ bucht werden ſoll, da nicht damit gerechnet werden kann, 1933 einen entſprechenden Gewinn zu erzielen. Der Ge⸗ ſchäfts bericht gibt wie immer über den Rheinverkehr und die Duisburg⸗Ruhrorter Häfen ein aufſchlußreiches Bild. Die Kriſe der rheiniſch⸗weſtfäliſchen Großinduſtrie haben die Dutsburg⸗Ruhrorter Häfen am meiſten zu ſpſtren bekommen. Der Verkehr betrug 1932 10,8 Mill. Tonnen gegen 15 Mill. Tonnen 1931 und 22,5 Mill. Tonnen 1929; der Kohlenverkehr allein 8,19(11,44) Mill. Tonnen. Auf den Rhein⸗Herne⸗Kanal wurden 6,62(8,19) Mill. Tonnen abgefahren, vom Lippe⸗Seitenkanal wurden 9,81(0,88) und aus den Rheinzechenhäfen 2,93(2,94) Mill. Tonnen. Der Bericht folgert hieraus, daß die Abwanderung des Verkehrs auf die Häfen der Kanäle, öte heute den größten Teil des Ruhrgebiets wie einen geſchloſſenen Ning umgeben, endgültig zum Stil kſtan d gekommen iſt. Auf dem Weg über Emmerich entfällt eine Minder⸗ ausfuhr von 4 Mill. Tonnen mit 12,27 gegen 14,69 Mill. Tonnen. Die Eiſenabfuhr aus den Dutsburg⸗Ruhrorter Häfen betrug 1932 nur noch 193 000 Tonnen gegen 334 000 Tonnen 1931. Den Hauptanteil an dem Rückgang der Eiſenabfuhr, die 1929 noch 900 000 Tonnen ausmachte, hat die Stillegung der Hütte Ruhrort⸗Meiderich. An Erzen ſind 1932 nur noch 0,25 Mill. Tonnen abgefahren worden tegen 9,61 Mill. Tonnen 1931 und 2,31 Mill. Tonnen 1930. Getreide 0,27(0,28), Holz%(0,8), Kies und Sand 90,32 0,6) und Mineraöl 0,08(0,09) Mill. Tonnen. Werinapierausgabe gesunken Im Mai 1993 betrug die Ausgabe von Wert⸗ papieren lt.„Wirtſchöft und Statiſtik“ 29 Mill., wovon auf Aktien 7,79(4,46) Mill.„ entftelen. Ste iſt gegenüber dem Vormonat(34,6 Mill. /) etwas zurück⸗ gegangen. Vor allem hat die Ausgabe von Pfandbriefen und Kommunalobligationen gegenüber dem Vormonat ab⸗ genommen, während die Aktienemiſſionen angeſtiegen find. Auf die ſteuerfreie Reichsbahn⸗Anleihe wurden 0,2 Mill. Mark eingezahlt. * Die öffentlichen Lebensverſicherungsanſtalten Deutſch⸗ lands im Juni. Der Verband öffentlicher Lebensver⸗ ſicherungsanſtalten teilt mit: Im Juni 1939 wurden bet den im Verbande öffentlicher Lebensverſicherungsonſtalten in Deutſchland zuſammengeſchloſſenen öffentlichen Lebens⸗ verſicherungsanſtolten 9392 neue Verſicherungen mit 14,66 Mill./ Verſicherungsſumme beantragt. Die durchſchnitt⸗ liche Verſicherungsſumme betrug in der Großlebensverſiche⸗ rung 3,743 gegenüber 3,747 im Juni 1932 und in der Sterbegeldverſicherung 436/ wie im gleichen Monat des Vorjahres. * Deutſche Photomaton., Berlin. Beſttzwechſel. Ein nennenswerter Teil des Aktienkapitals der Deutſchen Photomaton AG., Berlin, iſt in andere Hände itber gegangen, ſo daß die Mehrheit ſich jetzt in ariſchem Beſitz befindet. Einer der neuen Großaktionäre, Werner Graf v. d. Recke v. Volmerſtein, iſt in den Vorſtand der Geſellſchaft eingetreten. Der Vorſtand be⸗ ſteht jetzt aus den Herren Graf v. d. Recke v. Volmerſtein und Hermann Horn. Aus dem AR. ausgeſchieden iſt Herr Walter Horſchitz⸗ Horſt, dere Bezeichnung für dieſe Badeorte. 15486 neu eingetreten Herr Erich Uf fel. Kaſtenrätſel d dd aa a a a, ec c, d, eeee eee eee, 5, gg g. h- D M h. iii Hi K E III lnnn n n, o o, p. Lrrrrrr. 3 8, f f f, u à u u, * V. 2 2 Die Buchſtaben ergeben, richti abe in den ſenkrechten 5 Wörter folgender Bedeutung: J. iſlamiſche Würde, 2. moderner Komponiſt 155 3. Stadt in Schleſien, 4. temberg, 6. Teil der Schif Inſel, 8. Stadt in Belgien, terſportplatz im Arlberg tung, 12. ägyptiſcher 14. großer Komponiſt im baum. oſtblatt, 5. Stadt in Würt⸗ sausrüſtung, 7. weſtindiſche 9. Kleidungsſtück, 10. Win⸗ ebiet, 11. alkgriechiſche Dich⸗ önig, 13. Truppengattung, 18. Jahrhundert, 15. Laub⸗ Bei richtiger Löſung nennt die oberſte Waa erechte zwei Blumen, die durch das in der unterſten Waage⸗ rechten Genannte zur Entfaltung gebracht werte 4 Geſchaftliche Mitteilung Die ganze Welt im neuen Seibt! Immer häufiger hört man jetzt dieſes Schlagwort, das die neuen Empfänger⸗ ſchöpfungen der Dr. Georg Seibt.⸗G., Berlin⸗Schöne⸗ berg, begleitet. Kurzwellenempfang, bisher noch die Sehn⸗ ſucht Vieler, iſt jetzt eine Selbſtverſtändlichkeit des moder⸗ nen Rundfunkempfängers. Der neue Seibt Roland 23, ein Einkreisgerät höchſter Leiſtung, das ſchon am Tage laut⸗ ſtarken Fernempfang bringt, koſtet nur 125 Mk. o. R. und bringt auch Ueberſee⸗Empfang wie aus nächſter Nähe des Empfangsortes. Die unerhörte Trennſchärfe und Reich⸗ weite dieſes Geräts wird aber auch durch neue ungewöhn⸗ liche Mittel erreicht: durch modernſte Supra⸗Schwingkreiſe und durchgehende Verwendung des neuen hochwertigen Iſoliermaterials Calit! Schon eine unverbindliche Vor⸗ führung bietet einen ſo großen Hörgenuß, daß der Wunſch, dieſen Empfänger zu beſitzen, nur zu berechtigt erſchernt. Es iſt darum zu begrüßen, daß der Preis des Geräts allen Kreiſen die Anſchaffung ermöglicht. V517 OOgrm nur 025 ſJahle fen HF U20 12. Seite/ Nummer 338 Neue Mannheimer Zeitung/ Sountags⸗Ausgabe Samstag, 22. Juli/ Sonntag, 23. Juli 10g Das Drama des letzten deutſchen Angriffs Der gewaltigſte Artilleriekampf des Weltkriegs—* Zeit plus 220 Minuten— Der Aebergang über die Marne Um die Mitternacht des 15. Juli 1918 begann beiderſeits von Reims der letzte deutſche Angriff. Er ſollte der vierte Stoß der im März eingeleiteten Offenſive ſein. Von dem fünften erwartete man den endgültigen Sieg. Es kam nicht dazu. Der vierte Stoß endete am 19. Juli. Er war ſiegreich von den zu Tode erſchöpften deutſchen Truppen bis zur beſtimmten Linie vorgetragen worden. Dieſe Linie war gegen das unerſchöpfliche Material und die un⸗ geheuren friſchen Reſerven der Amerikaner nicht zu halten. Die deutſchen Truppen beſaßen keine Mu⸗ nition mehr. Zum letzten Mal hatte der feldgraue Frontkämpfer geſtürmt. Es war vor fünfzehn Jahren. * Es regnet ſeit Tagen. Nur auf Stunden fegte zuweilen ein ſchon herbſtlicher Wind die Wolken⸗ maſſen auseinander. Sie ballen ſich dann um ſo feſter wieder zuſammen. Durch die Nacht ſchieben ſich die Kolonnen der Angriffsdiviſionen vorwärts. Auf der ganzen Frontbreite zwiſchen Gland und Tahure herrſcht hinter den Linien dies geſpen⸗ ſtiſche Treiben. Düſtere Menſchenſäulen, Klirren von Metall auf Metall, unterdrückte Flüche, ge⸗ dämpfte Befehle. Und unaufhaltſam ſchiebt die Flut ſich vorwärts, ſtumm und drohend und gewaltig. Regenſchauer und Gewittergüſſe praſſeln hernie⸗ der. Alles, was marſchiert— und was marſchiert nicht?— iſt durchnäßt bis auf die Haut. Keiner ver⸗ liert ein Wort darüber. Bagatelle, wo es jetzt dem Schickſal ſelber an den Hals geht. Die Front mar⸗ ſchiert und weiß, wohin. Zum letzten Angriff aus letzter Kraft. Er wird der letzte ſein, ſo oder ſo! Da und dort ſteckt ein Geſchütz, ein Fahrzeug im Schlamm. Sie werfen ſich daneben und wühlen mit den Händen die Räder frei. Platz! Das Kampfheer will zum letzten Sturm! Vereinzelt gehen noch Batterien in Stellung. Sie haben Standorte ohne Deckung und können alſo erſt in letzter Minute abprotzen. Der Feind ſtreut in ſeltſamer Unruhe das ganze Gelände ab. Bei der erſten Armee ſchießt er mit Phosgengranaten. Er bringt vorübergehend Verwirrung in dieſen gewaltigen Aufbruch eines Heeres, mehr aber nicht. Die Flut iſt nicht aufzu⸗ halten. Langſam laufen bei den Stäben die Mel⸗ dungen ein. Um elf Uhr haben ſämtliche Artillerie⸗ führer„Feuerbereitſchaft“ angezeigt; gegen Mitter⸗ nacht ſind faſt alle Sturmdiviſionen in den Bereitſchafts⸗ Stellungen. Nur Teile der ſiebenten Armee ſind noch unterwegs. Ihre An⸗ marſchſtraßen müſſen vom Gegner erkannt worden ſein. Oder... Es wimmelt ſeit Wochen von feind⸗ lichen Spionen hinter der Front. Jedenfalls liegt ee eee eee Das offizielle Feſtabzeichen der Teilnehmer am 15. Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart. ſchwerſtes Zielfeuer auf den Kolonnen. Die letzten Abſchnitte werden ſie im Laufſchritt durcheilen müſ⸗ ſen, um dann ſofort— zum Sturm vorzugehen. Es iſt ein Uhr nachts. Bei den Stäben ſtehen die Artillerieführer mit der Uhr in der Hand, den Kopf vom maſſigen Bügel der Kopfhörer überſpannt. Noch zehn Minuten, dann iſt die erſte„X⸗Zeit“. Auf der ganzen Frontbreite wird die Hölle losbrechen. Sie wird aus allen deutſchen Geſchützrohren hervorbrechen, in allen Kali⸗ bern zum Feinde hinübergreiſen. Die ungeheuerliche Orgel des Todes wird auf⸗ rauſchen, ſie wird. Da brüllt ihr erſter Choral ſchon durch die Nacht. Die zerfetzte Luft wimmert. Es heult und ſauſt und gurgelt und ſchleift. Es iſt ein Uhr. Der Feind ſpielt auf der Todesorgel. Aus allen Rohren jagt er den Tod. Hinter den deutſchen Stellun⸗ gen, zwiſchen den Batterien, bei den Befehlsſtellen, auf den jetzt faſt gänzlich leeren Anmarſchſtraßen, überall tanzen die ſchaurigen Feuerwirbel. Plan⸗ los iſt das Feuer trotz ſeiner Gewalt. Es iſt, als ob die drüben in pantſcher Angſt nur um ſich ſchla⸗ gen, nur ſich wehren wollen. Ein blaſſes Gerücht kriecht lähmend durch die dichten Reihen der Sturm⸗ bataillone, gedrängt und zuſammengeknäult in halb⸗ hohen Bereitſchaftsräumen. Verrat! Der Angriff iſt verraten! Jählings ſtürzt das Gewölbe der Welt ein. KX⸗Zeit. Das deutſche Vorbereitungs⸗ feuer bricht los. Für Minuten tobt der ge⸗ waltigſte Artilleriekampf des ganzen Weltkrieges, der geſamten Weltgeſchichte. Langſam wird das Feuer auf der anderen Seite ſchwächer, verſiegt im⸗ mer mehr und mehr und— verſtummt dann ganz. Die deutſchen Kanoniere haben jetzt allein das Wort. Und es dröhnt, als wolle es den Kosmos ſprengen. Geſchütze und Minenwerfer, beſonders auf⸗ gebaute Feſtungshaubitzen und Schiffslang⸗ rohre, alles, was den Tod in die Ferne ſchleudern kann, iſt jetzt am Werk. In den Bereitſchafts⸗Stellungen der 1. und 8. Armee zieht plötzlich ein ſüßlicher, widerlicher Geruch durch die Luft. H Gaaas Gaaas!“ Wo kommt das Kampfgas her. Der Tommy iſt doch ſtill, hockt doch in ſeinen ſicheren Betonbunkern! Wo kommt das Gas her? Der Himmel hat ſich auf die Gegenſeite geſtellt. Um k⸗Zeit wehte der Wind von Norden. Jetzt hat er ſich auf einen Schlag gedreht und treibt die Schwaden des eigenen Artilleriefeuers von Süden her weit in die eigene Stellungen, in das Hinter⸗ land hinein. Sogar bei den Diviſions⸗Stäben müſſen ſie ihre Gasmasken hervorkramen. Hält der Himmel das aus, dieſes Wüten und Gellen, dieſen feurigen, ſtählernen und ewig wäh⸗ renden Biß in ſeine Luft. Hält der Menſch das noch lange aus? Kann er etwas anderes tun als den Leib an die Erde ſchmiegen und den zerſpringenden Schädel unterm Stahlhelm hineinwühlen? Herrgott, was kann der Menſch alles, und was muß erſt der in Feldgrau alles können. Während die Erde bebt und das Firmament erzittert, während Lage auf Lage. Der Feind kennt die Brücke, der Feind kennt ihre Bedeutung! Der Feind kennt den ganzen Sturmplan! Zum Teufel, es ſoll ihm nichts helfen! Die Front ſtürmt zum letzten Mal! Selbſt das Kriegsarchiv weiß nichts Genaues von dieſem Uebergang zu vermelden. Die meiſten Brücken zerſchoſſen, wenn nicht ſchon auf dem Transport zu Kleinholz gemacht von den engliſchen Langrohren. Die Pontons durchſiebt. Ein Höllenfeuer auf dieſer ſo bequemen Ziel⸗ ſtrecke. Ein Wunder, hier herüber zu kommen. Sie haben's vollbracht. Wie, das weiß heute niemand mehr. Nach den Geſetzen der Strategie war der An⸗ griff ſchon im Vorbereitungsſtadium geſcheitert. Die Tatſache aber war, daß ſie ſich am Südufer feſt⸗ gebiſſen hatten und nicht locker ließen und ſchließlich — Reſervemunition kam nicht hinüber!— den Geg⸗ Ein Denkmal der deutſchen Erhebung In dem mittelfränkiſchen Dorf Hilpoltſtein wurde das erſte Denkmal der nationalen Erhebung, ein breiter Obelisk, der von einem Hakenkreuz gekrönt iſt, errichtet. meterhoch, unüberſehbar und unſichtbar das Gas ein Territorium des großen Schnitters bildet, während aus den ſicheren Bunkern der Feind mit unzähligen ſchweren..s das Niemandsland abharkt, ſchleichen ſich deutſche Pioniere vor. Die Füße haben ſte mit Gras und Sandſäcken umwickelt, ſie tragen keine Waffe, um auch den geringſten Laut zu ver⸗ meiden. Sie ſchleppen Pontons. Unaufhörlich, einen nach dem anderen. Auf der Ablauflinie, vierhun⸗ dert Meter vor der Marne, werden ſie niedergelegt. Gegen fünf Uhr wird es eine kurze, ſchlagartige Feuerpauſe geben. In der Zeit müſſen ſie mitſamt den Pontons unentdeckt an das Ufer kommen. Um 2,50 Uhr ſind die Pioniere mit ihren Vorbereitungen fertig. Die Pontonſtaffelu ſammeln ſich. Da kommt der neue Befehl: Pontonſtaffeln über⸗ ſetzen! Feindliche Brückenköpfe ſind zu nehmen. Sie ſetzen über, und der Feind merkt es nur zu gut. In ſeinem direkten Feuer aus den Brücken⸗ köpfen zerſpringen die Pontons. Sie ſchwimmen in voller Ausrüſtung hinüber. Ran, nur ran. Die zweite Landwehr⸗Pionierkompagnie des ſiebenten Korps vergißt, daß ſie Brücken ſchlagen ſoll und ſtürmt mit. Ran, ran Die jenſeitige Uferböſchung der Marne iſt ſteil. Sie kommen hoch. Zum Teil brauchen ſie Leitern dazu. Hinter ihnen ſchlagen die Reſervepioniere jetzt die Brücken für die Artillerie. Der Gegner ſetzt ſeine Artillerie er⸗ neut ein. Er weiß nur zu gut, worum es geht. In ſeinem Abwehrfeuer zerkrachen die Pon⸗ tonhrücken. Nur eine, die ſechsbordige bei Vin⸗ celles halten die Pioniere. Als lebende Strebe⸗ pfeiler klammert ſie ſich in's Gebälk und verhindern ſo, daß der Strom die Brücke auseinanderfetzt. Lage auf Lage haut der Feind die ſchweren Brocken in die Brücke hinein. Die Pioniere halten. Wo einer im wilden Schmerz des letzten Todeskampfes loslaſſen muß, ſpringt der nächſte ein. Nur halten, halten, während die zweiten und dritten Sturmlinien hin⸗ überkeuchen, während in wildem Sturm die Feld⸗ artillerie hinüberpreſcht. ner mit Spaten und Bajonett aus ſeinen Brücken⸗ köpfen warfen. Währenddeſſen hatte das Höllenkonzert der Todes⸗ orgel keine Sekunde Pauſe gehabt. Jetzt aber ſehen an tauſend und abertauſend Geſchützen, an Gebirgs⸗ mörſern und leichten Feloͤſtücken, an Schiffsrohren und Haubitzen die Richtkanoniere nervös auf die Uhr. Noch Sekunden, und ſie werden mit fliegenden Händen am Richtkranz drehen. Ueberall raſen die Finger der Batterteführer in dieſen Sekunden durch die Beſchuß⸗ Tabellen. Um X⸗Zeit plus 220 Sekunden beginnt die Feuerwalze! So ſtand es im Befehl. Um X⸗Zeit⸗plus 220 Sekunden beginnt der wan⸗ dernde Tod zu laufen. Um X⸗Zeit plus 220 Se⸗ Ein Gaunertrick, dem Film abgeſehen Durch einen Zufall gelang es einem Berliner Kaufmann, ein Gaunerpaar zur Strecke zu bringen, das in den letzten Wochen zahlloſe Geſchäftsbeſitzer regelrecht ausgeplündert hatte. Und zwar am hellen Tage. 5 Der Kaufmann, Inhaber eines Radiogeſchäf⸗ tes, empfing um die Mittagszeit den Beſuch eines ungewöhnlich großen und ſehr dicken Kun⸗ den. Der Mann ließ ſich verſchiedene Auskünfte geben und verſchwand wieder, ohne etwas gekauft zu haben. Der Beſitzer verließ ſelbſtverſtändlich dann auch den Laden und ſetzte ſich in einem Hinterraum zum Mittageſſen nieder. Zu ſeinem Erſtaunen aber begann plötzlich das Alarmſignal in ſeinem Laden zu raſſeln. Der Mann ſtürzte in den Ladenraum und konnte auch gerade noch einen Un⸗ bekannten abfaſſen, der mit einem wertvollen Ap⸗ parat unter dem Arm das Weite ſuchen wollte. Ge⸗ ſchrillt hatte aber nicht die Ladenklingel, ſondern die durch einen Zufall nicht abgeſtellte und an beſonders wertvolle Apparate angeſchaltete Alarmvorrichtung für die Nacht. Es ergab ſich, daß man einem gefähr⸗ lichen Gaunerpaar auf die Spur gekommen war, das Hier ſtand das Paſſionsſpieltheater von Erl Blick auf die Brandſtätte des Feſtſpielhauſes in Erl(Nordtirol), das durch eine Feuers⸗ brunſt völlig zerſtört wurde. Das Bauernſpiel vom Leiden Jeſu Chriſti hatte ſtets viele Tauſende von Reiſenden nach Erl gelockt, das nun wirtſchaftlich aufs ſchwerſte gefährdet iſt. — 0 Der Sitz des Raſſeamts der S8 2 A 9 9 er et 55 be 1 Die Burg Schwalenberg in Lippe wurde auf 5 90 Jahre gepachtet, um dort eine Raſſenſchule det SS.⸗Führung einzurichten. Es werden achtwöchige ö. Kurſe eingerichtet, an denen je etwa 80—100 An⸗ A wärter teilnehmen können. ö ve kunden, um 4 Uhr 50 ſind unſere Jungen über be 5 Marne und auf der Ausgangslinie. Um f. Jetzt! Jetzt iſt es ſoweit! Feuerpauſe und danz ö1 ein großes Kommando an der ganzen Frontbreitz Der Orkan bricht los. E⸗Zeit plus 220 Sekunden 1 Das deutſche Kampfheer geht vor zum letzten Sturn 1 Am 19. Juli 1918 war er vorbei! ö 1 . f 11 ö a1 7 7 ö Im eigenen Netz gefangen Ein eigenartiger Unglücksfall ereignete ſich h ſie der franzöſtſchen Hafenſtadt Arcachon. Meh reg 1 Fiſcherboote waren hinausgefahren, um die Net* „einzuholen. Durch eine ungeſchickte Bewegung vet, n lor ein junger Fiſcher das Gleichgewicht un ſtürzte über Bord. Sofort ſprangen ihm ſein et Kameraden nach, um ihn zu retten, es gelang jebotz bi nicht, den Verunglückten aufzufinden. Nach längere erfolgloſer Suche kam einer der Männer auf bez ei Gedanken, das große Netz heraufzuziehen, vielleich ka hatte ſich der Untergegangene darin verfangen. M. ſe vereinten Kräften zog man das Netz an Bord, und de in den Maſchen hing tatſächlich der lebloſe Küren des jungen Fiſchers. Die ſofort angeſtellten Wieder, 2 a belebungsverſuche hatten Erfolg und brachten ben 1 an Verunglückten zum Bewußtſein zurück. Die Wiloͤente ſtirbt aus 5 ih Die Zacl der in Europa lebenden Wildenteg ſte iſt in den letzten Jahren erheblich zu rückge⸗ di gangen, ſo daß man in Fachkreiſen das Aus, ge ſterben dieſes Vogels befürchtet. Als Hauß⸗ urſache ſieht man das Entenködern in den eigen die zu dieſem Zweck angelegten Lockteichen au. In dieſen ſe Lockteichen werden jährlich große Mengen von W⸗ geln gefangen, die zur Verſorgung der europäſſchen Geflügelmärkte dienen. Um die Wildente vor dem Ausſterben zu ſchützen, wird wahrſcheinlich eine Re⸗ ſtimmung herauskommen, die die Jagd einſchränkt und nach dem Vorbild Englands dieſen Vogel al Handelsartikel nicht zuläßt. mit einem einfachen aber ſehr wirkungsvollen Tic arbeitete. a Hinter dem großen und dicken Gauner ſchlich ſich in deſſen breitem Rücken ſein ungewöhn⸗ lich ſchmächtiger und kleiner Komplieeg ein und kauerte ſich hinter dem Ladentiſch nieder Der Große verließ dann das Geſchäft, und der J deninhaber— die beiden ſuchten immer nur kleinen Geſchäfte auf— verſchwand in ſeinen Hinterräumg in dem feſten Vertrauen, daß ihn die Ladenklinge ſchon herbeiholen würde, wenn ein Kunde käme aller Ruhe konnte dann der ſchmächtige Dieb den d den plündern und mit ſeiner Beute verſchwinden Bis die nun anſchlagende Glocke den Beſitzer herbe geholt hatte, waren die beiden Gauner längſt über alle Berge. 5 Durch die Angaben des feſtgenommenen Diebe! konnte auch ſein Komplice verhaftet werden, Bei dez Vernehmung ergab es ſich, daß die beiden auf diet Weiſe zahlloſe Geſchäfte heimgeſucht hatten. Den Trick hatten ſie ihrer Erklärung nach aus dem Jil aus einer amerikaniſchen Groteske, entlehnt. Dig, ſtiſch genug iſt er dazu. Das Duell als Jamilienüberlieferum Der franzöſiſche Politiker M. de Caſſag nie hat mit dem ruſſiſchen Prinzen Galitzine⸗Oſten mann nach der gegenſeitigen Verabreichung bun Ohrſeigen ein Duell ausgefochten. Der ruſſſche Prinz iſt der Vorſitzende der Internationalen Anti- 5 bolſchewiſten⸗Liga. Er machte in einer Verſamm lung, in der Caſſagnac über die Ehe in Sowfelruß land ſprach, den Zwiſchenruf, der Redner habe kein. Recht, über das Thema zu ſprechen, da es kein 5 land mehr gebe. Darauf kam es zu Handgreiflic⸗ 5 keiten.. Caſſagnac ſtammt aus einer Familie, in der daß Duell zu den älteſten Ueberlieſer un gen gehört. Sein Vater beſtand 20 Duelle Großvater mehr als 30. Seine drei Oheime krae zuſammen in 45 Duellen auf, die Väter fein Oheime in mehr als 30 Duellen. Es handelt dabei in allen Fällen um die bekannten franzbſiſher Duelle, die in aller Oeffentlichkeit angekündigt mit großem geſellſchaftlichen Zeremoniell durchgefüſ werden. Sie ſichern denen, die ſich an ihnen b ligen, eine beſonders lange Lebensdauer. Fälle! denen die Kugel einmal ein anderes Loch als in Luft geſchoſſen hätte, ſind nicht bekannt geworden Hauptſchriftleiteß- H. A. Meißner 1 Verantwortlich für Politik und Feulleton: Dr. W. Reinhardz⸗ 1 tell! K. Ehmei Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport und Verm Tab* 1 Müller Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den üb! C. W. Fennel- Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen; J ſümtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Verleger! Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, Mannheim, K% Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bel Rünpeh ſich i. Nehren e Netzt ng ver, cht un m ſeint J jedot ingeren nuf bet ielleich n. Mi * leinen räumen iklingel me. den Lu, winden. herben ſt übet Diebes Bei der! if diet Des i Filn, Dra⸗ 1 Sonntag, 23. 1 . 8 Juli 1983 OUrheberrechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. Oelginalroman von Hans Hlrthamer 5 Als ſie jedoch das Zimmer verlaſſen wollte, hielt Prenner ſie am Arm zurück. Sein Zugriff war ſo gewalttätig, daß ihr ein leiſer Ausruf des Schmerzes eutſchlüpfte. „Nein, meine Liebe,“ ziſchte er,„ſo ungeſchoren entkommſt du mir nicht! Ich frage dich noch einmal: biſt du bereit, mir in kürzeſter Friſt fünf Mille zu beſchaffen? Dein Vetter iſt doch Junggeſelle, der wird einer hübſchen Kuſine keine Bitte abſchlagen.“ „Laß mich los!“ ſtöhnte Jenny.„Gut, daß du endlich dein wahres Geſicht zeigſt!“ Als er keine Miene machte, ſeine Umklammerung zu löſen, riß ſie ſich herum und ſtieß ihm mit dem Aufgebot alls ährer Kräfte die Fauſt vor die Bruſt. Prenner, der ſich eines ſolchen Angriffs nicht verſehen hatte, taumelte zurück und mußte ſich, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, mit beiden Händen am Schreibtiſch feſtgehalten. Bis er wieder ſicher auf den Beinen ſtand, war Jenny bereits draußen. Sie jagte die Treppe hinauf, in ihr Zimmer. Aufweinend, der Verzweiflung nahe, warf ſie ſich über ihr Bett. Das alſo war ihr Leben. Ach, nichts mehr zu wiſſen von allem! Einſchlafen dürfen, um nie mehr aufzuwachen! Man ſollte ihm die Schande antun, ein Ende machen! Allmählich kehrte jedoch die geſunde Ueber⸗ legung wieder zu ihr zurück. Das fehlte noch, daß ſie dieſem Menſchen ihr Leben opferte! Es gab nur einen Weg: ſofortige Flucht. Frei ſein, frei ſein! komme, was wolle! Lieber Not leiden, lieber ums nackte Daſein kämpfen,— aber frei ſein! Sie begann zu überlegen. Wenn ſie wenigſtens etwas Bargeld gehabt hätte! Nur für die erſte Zeit, bis man das Schlimmſte hinter ſich hatte! Emils unverfrorenes Anſteinen fiel ihr wieder ein. Ihr Vetter Werner Soenken! Er war ein be⸗ kannter Kunſtmaler'in München, ein einfacher, ab⸗ ſeitiger Menſch, der ihr ſeit der allgemeinen Kinder⸗ zeit in ſtiller Verehrung anhing. So entſchieden ſie die Zumutung ihres Mannes zurückgewieſen hatte— es war immerhin ein ganz anderer Fall, wenn ſie Werner für ſich ſelbſt um Hilfe bat. Soenken hatte aus ſeiner tiefen Abneigung gegen Emil Prenner nie ein Hehl gemacht— und hatte ihr mehr als einmal in ſeiner feinen Art zu ver⸗ ſtehen gegeben, daß ſie ſeines Beiſtandes gewiß ſein dürfe, wenn ihre Ehe eines Tages in die Brüche gehen ſollte. Jenny blickte mit einer verlorenen Sehnſucht in die dunkle Ecke des Zimmers. Ob wohl Werner ſich ſeines Verſprechens noch erinnerte? Sie hatte lange Neue Maunheimer Zeitung Sonntags⸗Ausgabe 18. Seite Nummer 338 nichts mehr von ſich hören laſſen. Ob er wohl be⸗ reit war, ihr mit dem Nötigſten auszuhelfen? Sie ſtand auf und lehnte ſich ans Fenſter. kühle Abendluft tat ihr wohl. Wenn ſie ihm ihre Lage ſchilderte, wenn ſie ihm erzählte, was geſchehen war, er würde kaum zögern, ihr beizuſtehen. Nach einer Weile ſah ſie ihren Mann das Haus verlaſſen und den Weg in die Fabrik einſchlagen. Er hatte drüben ſeinen Wagen, wahrſcheinlich fuhr er in die Stadt. Wie ein ſchmerzlich ſüßes Heimweh ſtieg es plötz⸗ lich in ihr hoch, Heimweh nach der vertrauten Um⸗ welt jener früheren Tage, da ſie noch in Werners Atelier herumgetollt war und ihn mit den ſchreck⸗ lichen Ergebniſſen ihrer Malverſuche in helle Ver⸗ zweiflung gebracht hatte. Wie gut, daß ſie ſeine Fernſprechnummer noch wußte! Ach Gott, man hatte ſich ja damals alle Augenblicke angeruſen. Gleich jetzt wollte ſie mit ihm ſprechen und ihm ihr Herz ausſchütten. Dann würde alles ein bißchen leichter ſein Sie kehrte in das Arbeitszimmer ihres Mannes zurück, aber es dauerte für ihre Aufregung beäng⸗ ſtigend lange, bis die Verbindung mit München hergeſtellt war. Endlich!— Ja, er war da, Gott ſei Dank! Mit leidenſchaftlicher Bewegtheit ſchilderte ſie ihm das Geſchehene, ihre Verzweiflung, ihre Abſicht der Flucht— und rang ſich die Bitte um Geld ab. Bis ſie plötzlich zu ihrem Entſetzen vernehmen mußte, daß ſie ihre Not einem fremden Menſchen preisgegeben hatte— und daß dieſer Unbekannte ihr ſeine Hilfe anbot. Während ſie noch, ganz aufgelöſt vor Schreck und Verwirrung, hilfloſe Worte ſtammelte, kam Prenner ins Zimmer. „Ich hab mir's ja gleich gedacht, daß hier ein heimliches Spiel getrieben wird!“ ſchrie er wütend und knallte die Tür hinter ſich zu.„Man plaudert ein wenig aus der Schule, was?“ Jenny hatte vor Entſetzen den Hörer fallen laſſen und flüchtete, auf einen tätlichen Angriff gefaßt, hinter den Schreibtiſch. Dabei riß ſie die Tiſchlampe um, der Porzellanſchirm zerbrach in tauſend Scher⸗ ben. f „Ich tu dir ja nichts!“ ziſchte Prenner.„Ich werde mich hüten. Aber ich möchte dich dringend warnen, etwas gegen mich zu unternehmen.“ Als er den Hörer nahm und auf die Gabel legte, durchzuckte es Jenny wie ein tiefer Schmerz. Es war ihr, als ſei ſie von einer tröſtlichen Gemein⸗ ſchaft ausgeſchloſſen worden. Aus der großen Welt draußen war eine warme, gute Stimme gekommen und hatte an ihrer Not teilgenommen. Vorbeil Nun blieb für den Augenblick nur noch einer: Paul Märckl! Jenny überlegte blitzſchnell. Die Ver⸗ zweiflung beflügelte ihre Entſchlüſſe. „Erlaube, daß ich mich auf mein Zimmer zurück⸗ ztehe! Ich bin müde. Morgen werde ich dir für eine ſachliche Unterredung zur Verfügung ſtehen.“ Mit einer chevaleresken Gebärde gab Prenner den Weg frei.„Es ſoll mich freuen, wenn du bis dahin zu der Einſicht gekommen biſt, daß meine Vor⸗ Di Jenny atmete auf. Gottlob, er hegte keinen Ver⸗ dacht! Während ſie wieder in ihr Zimmer hinaufſtieg, bedachte ſie die Einzelheiten ihres Fluchtplanes. Emil hatte heute ſeinen Klubabend, er mochte wohl in einer Viertelſtunde aus dem Hauſe ſein. Lieſe Bergius war ſeit dem Nachmittag in der Stadt und wollte den Abend im Theater verbringen. Auch von ihr war alſo nichts zu befürchten. Oder ſollte man die gute Lieſe ins Vertrauen ziehen? Sie ſtand ſo klug und ſicher im Leben, be⸗ ſtimmt würde ſie für ſpäter mancherlei Wege zu finden wiſſen. Aber es war jetzt keine Zeit mehr zu verlieren. Wenn ſie erſt in Sicherheit war, konnte ſie ſich immer noch mit ihr in Verbindung ſetzen. Als ſie ihre Zimmertüre erreicht hatte, lauſchte ſie eine Zeit mit zurückgehaltenem Atem. Dann ſperrte ſie von außen ab. Wenn wirklich jemand heraufkam, mochte man annehmen, daß ſie bereits ſchliefe. Auf den Zehenſpitzen, ſorgſam jedes Knarren der Stufen vermeidend, ſchlich ſie die zweite Treppe empor. Sie mußte ein Gefühl brennender Scham überwinden, ihres Mannes anzügliche Worte fielen ihr wieder ein. Sie preßte die Lippen zuſammen und warf trotzig den Kopf zurück. Es ging um die Freiheit! Wenige Stunden noch, dann lag alles hinter ihr. Paul Märckl glaubte nicht recht zu ſehen, als auf ſein verwundertes„Herein“ Jenny Prenner ins Zimmer trat. Er ſtarrte die Frau mit ſolch ent⸗ geiſterten Blicken an, daß ſie ſich eines ſchwachen Lächeln nicht erwehren konnte. Sogleich wieder ernſt werdend, ſetzte ſie ſich ohne viel Umſtände an den Tiſch. „Entſchuldigen Sie mein dreiſtes Eindringen!“ ſagte ſie mit gedämpfter Stimme.„Es iſt jetzt keine Zeit, Ihnen lange Aufklärungen zu geben. Das läßt ſich, ſoweit es nötig iſt, ſpäter nachholen.“ Paul Märckl fühlte ſich in ein Wunder verſinken. Wos er eben erſt in allzu kühnen Phantaſien ſich ausgemalt hatte, war Wirklichkeit geworden. „Ich habe mich entſchloſſen, noch in dieſer Nacht das Haus zu verlaſſen— für immer. Ich hatte nicht gedacht, daß ich ſchon ſobald von Ihrer Hilfsbereit ſchaft Gebrauch machen würde. Wollen Sie mir nun helfen, Herr Märckl?“ Natürlich wollte er. Endlich! Er war ſofort Feuer und Flamme. Mit Mord und Totſchlag hätte er ſein braves Gewiſſen beladen, wenn ſie es ver⸗ langte. Jenny ſetzte ihm haſtig ihren Plan auseinander. Märckl ſollte den Wagen fertigmachen und in zwei Stunden an einer beſtimmten Straßenkreuzung in der Nähe der Fabrik auf ihre Ankuuft warten. Natürlich wäre es vorteilhaft, wenn es ihm gelänge, jedes Aufſehen zu vermeiden. „Ja, ja!“ ereiferte er ſich mit einem Geſicht, das vor Begeiſterung gerötet war.„Sie werden zu⸗ frieden ſein. Ach, ich danke Ihnen ſehr für Ihr Ver⸗ trauen!“ Jenny nickte und ließ ihm die Hand.„Noch etwas, Herr Märckl!“ ſagte ſie verlegen.„Es iſt— haben Sie etwas Geld? Ich bin ohne alle Mittel. ſchläge außerordentlich vernünftig ſindl“ Aber ſobald ich meinen Schmuck verkauft habe.“ Kenntnis zu geben. Verlust bedeutet. Sein angenehmes Wesen und sein Andenken. Mannheim, den 20. Juli 1933 Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, von dem Hinscheiden unseres langjährigen Prokuristen Herrn Anton Schuster Wir verlieren in dem Verstorbenen, der 25 Jahre bei uns tätig war, einen aufrichtigen Freund und Pflichtbewußten, unermüdlichen Mitarbeiter, dessen Tod für uns einen herben bewahren dem Dahingeschiedenen bei uns stets ein ehrendes Cebrider Neis, Möbelfabrik Am 19. Juli wurde meine liebe Frau, unsere treubesorgte Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante krou Henny Veiter von uns genommen Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Carl Vefiſer Ella Barschall geb. vetter Waller Barschall und 2 Enkelkinder lauterer Charakter Die Einäscherung fand in aller Stille statt Benutzen Sie tlie Ferienzeit und lassen hre(5685 Mafraſzen und stattgefunden. Die Beerdigung hat auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille Polsfermöbel Aufarbeiten. aber nur beim fachmann. Schwetzingerstraße 126 Fernsprecher 403 23. IJodes-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, uns unseren Vater, Großvater und Urgroßvater, Herrn F erd. Braucdz im Alter von 85 Jahren durch den Tod zu entreißen Mannbheim-Luzenb erg, den 22. Juli 1933 Drosselstr. 19 In tiefer Trauer: K. Kreiß und Frau geb. Brauch A. Bauer und Frau geb. Brauch G. Brauch und Frau geb. Regelein Enkel und Großenkel Die Beerdigung findet Montag, 34. jull. nachm. 352 Uhr, statt Weinpsfen Veredeln bccbte Rezepte u. Auſeitongen enthlt. Des eue Weinbuch- Peis 25 Pfg. Verleng Sie in Drogerien u. Apolhe ken eus: dwelſtech Mielke W einbefen v. velzen Si jeden Erzetz zuruck Dick SAUER Be ASH SOT FRlk F Aach 1ährig. i an der Chirurgischen Unipersitätsklink der Charité Berlin(Prof. Hildebrand), der Orthopäd. Unſversſtätskltnih Heidelberg(Prof, von Baecher), der Orthopäd Anstalt Berlin-Dahlem(Prof. Blesalskij und der und ſeeliſchen Derſtimmungen freihalten! Durch neuzeitli. Ehirurgtschen Ilinik des Hrankerhauses Berg- 3 9 5 zeitliche mannsfell Bochum(Professor agnus) 155 5 1 Durch Anwendung der Reform⸗Damenbinde ich mich als Va2 Tächarzt für kann t Orthonadie in Mannheim niedergelassen. Sie müssen mehr derehrte Leſerin! Was nützt es, wenn Sie ſich in kritiſchen Zeiten veralteter Methoden bedienen und ſcheinbar etwas 10 einſparen! Für Sie Spiel: Ihre Geſund nendes Außere! f Sie nur, wenn Sie ſich in kritiſchen Zeiten von Beſchwerden „Camelia“ Ihr Aörper nützt ſich nicht mehr vorzeitig ab. Welch köſtliches Gefühl, in keiner Weiſe 1 verhindert 1 55 ſeinl„Camelia“ erfülſt die höchſten hugien. 0 Billig im Gebrauch. Verlangen Sie ausdrücklich„Camelia“ 15 Paul Märckl ſtrich mit ſcheuer Zärtlichkeit über ihre Finger.„Ich habe nicht ſehr viel, gnädige Frau,— aber Sie werden mich glücklich machen, wenn Sie darüber verfügen wollen. Wenn es nod⸗ wendig wird, werde ich verſuchen, in Kürze mehr zu beſchaffen.“ Sie dankte ihm mit einem warmem Blick. fahren irgendwohin in ein kleines Neſt, wo ich fürs erſte ſicher bin. Sie werden mit der Bahn hierher zurückkehren.— Alſo: in zwei Stunden!“ Märckl nickte mit dem Kopf und preßte Jennys ſchmale Hände. So leiſe, wie ſie heraufgekommen war, taſtete ſich Frau Prenner in ihr Zimmer zurück. Dort be⸗ gann ſie ſogleich ihren Koffer zu packen. 4. Kapitel An dieſem Abend arbeitete Direktor Buſſe ziem⸗ lich lange in ſeinem Büro. Es war ſchon dunkle Nacht, als er ſich endlich erhob und das dicke Akten⸗ bündel, mit dem er ſich beſchäftigt hatte, im Schreib⸗ tiſch verwahrte. „Das ſind ja ſaubere Geſchichten!“ brummte er. Gut, daß ich dir rechtzeitig auf die Schliche komme, du Gauner! Na, mein Lieber, ich werde dir ſchon das Handwerk legen! Möchte bloß wiſſen, was der Schurke mit dem vielen Gelde angefangen hat!“ Nach dieſen geheimnisvollen Worten verließ er die Fabrik, um ſich zu Fuß nach ſeiner Junggeſellen⸗ wohnung auf den Weg zu machen. Als er an der Prennerſchen Garage vorüberkam, ſtutzte er. Aus der halboffenen Tür drang Licht⸗ ſchein. Was ſollte das heißen? Prenner, der Lump, war in der Stadt, und ſonſt war doch niemand auf nächt⸗ liche Ausflüge erpicht. Vielleicht hatte man ver⸗ geſſen, die Beleuchtung auszuſchalten. Er näherte ſich neugierig und war nicht wenig er⸗ ſtaunt, als er Paul Märckl vorfand, der eben den Benzintank von Frau Jennys Wagen füllte. „Nanu, Paul,“ rief er kopfſchüttelnd, was iſt denn los? Wohin willſt du denn ſo ſpät noch mit dem Wagen?“ Paul Märckl war von dem plötzlichen Anruf nicht wenig erſchrocken.„Was ſoll denn los ſein?“ ent⸗ gegnete er ausweichend, während er angeſtrengt nach einer Ausrede ſuchte.„Frau Prenner will, ſoviel ich weiß, jemand von der Bahn abholen— eine Freundin.“ Buſſe wollte ſich ſchon zufrieden geben, da be⸗ merkte er Frau Prenners großen Reiſekoffer, den Märckl mit heruntergenommen hatte. Sofort erwachte ſein Mißtrauen. „Was du nicht ſagſt!“ braucht ſie den Koffer?“ „Den Koffer?— Ach, ich weiß auch nicht!“ Märckk konnte ſeine Verlegenheit nicht verbergen. Buſſe machte ein ernſtes Geſicht.„Hör mich mal an, Paul! Mir ſcheint, du biſt im Begriff, dich in eine verdammt brenzliche Geſchichte einzulaſſen. Meinetwegen tu, was du willſt!— Aber wenn ich dir einen guten Rat geben darf: Laß deine Finger von Frau Jenny! Gut, mag ſie abſchieben, bevor die Bombe platzt, recht hat ſie! Aber was geht das dich 1 Wir „WI ſpottete er,„Und dazu an? Es wird für dich nichts Geſcheites heraus⸗ kommen.“(Fortſetzung folgt) 9 auf sich sehen, ſteht aber etwas Wichtigeres auf dem eit, Leiſtungsfähigkeit und Ihr gewin⸗ Dieſe edlen Güter bewahren und gewinnen orderungen. Dr. Fredrich Warner Heilanstalt f. Orthopädie u. Unfallheilkunde Mannheim, M 7, 23 Tel. 324 20 Sprechstunden 11—13 und 15—17 Uhr, außer Mittwoch und Samstag nachmtttag. oc. „Camelia“ erfüllt alle Wünsche: 98 Saugfähigkeit. derber weich enschmiegend. Schutz vor Beschwerden, folglich vorzü zend begute Der„Camelis“- Gürtel mit Sicherheits befestigung eruchbindend. Wun⸗ Erksltungen Keine Verſegenheifl Abgerundete Ecken, Ae Paßform. Wäsche schutz. Wissenschaftlich glän- el. Höchste Sicherheſt. 2440 Trauerhüte Frauerschleier erhelten Ste bel Anruf Nr. 27851 sofort für jede figur in aller Prelslogen zur Auswahl Lori Miiller⸗Velfen Herberf Cherles Seldon A 5 Citekct Verlobfe Niernhem Ju 1035 London Rosengartenstr. 14 East- Fuchley Gegtbe tsch 20 fes einberellong Beruf. 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Juli d.., in den Fürſorgeamts⸗ Kreis und ⸗Nebenſtellen und in den Gemeinde⸗ ſekretariaten ſtatt. Auf die Bekanntmachung vom 17. d. M. wird verwieſen. 10 Mannheim, den 22. Juli 193g. Der Oberbürgermeiſter. Das Volksbad Neckarſtadt iſt wegen Inſtand⸗ ſetzungsarbeiten vom.—15. Auguſt geſchloſſen. 34 Maſchinenamt. Gemäß 8 9 des Geſetzes vom 19. 7. 1918, die allgemeine Fortbildungsſchule betr., ſind Knaben drei Jahre und Mädchen zwei Jahre nach ihrer Entlaſſung aus der Volksſchule zum Beſuche der Fortbildungsſchule verpflichtet. Durch ſtatuta⸗ riſche Beſtimmung kann auch die Fortbildungs⸗ ſchulpflicht der Mädchen auf drei Jahre aus⸗ gedehnt werden. Laut Ortsſtatut vom 19. März 1925 iſt die Fortbildungsſchulpflicht der Mädchen in Mannheim von Oſtern 1923 ab auf drei Jahre ausgedehnt. Eltern oder deren Stellvertreter, Arbeits⸗ oder Lehrherren ſind verbunden, die in ihrer Obhut ſtehenden, zum Beſuché des Fort⸗ bildungsunterrichts verpflichteten Kinder zur Teilnahme an demſelben anzumelden und ihnen die zum Beſuche desſelben erforderliche Zeit zu gewähren. Zuwiderhandlungen werden beſtraft. Ferillldungſchulpflichtige Dienſtmädchen, Lehr⸗ linge uſw., die von auswärts hierherkommen, ſind ſofort anzumelden, ohne Rückſicht darauf, ob dieſelben ſchon in ein feſtes Dienſt⸗ oder Lehr⸗ verhältnis getreten, oder nur verſuchs⸗ oder probeweiſe aufgenommen ſind. 63 Mannheim, den 15. Juli 193g. Stadtſchulamt. Geſucht wird ein Ingenieur Carl Lösch der aus Frankfurt a. Main oder Mannheim ſtammt und während des Krieges in Amerika gelebt hat. Mitteilungen ſind zu richten an den Abweſenheitspfleger: 8392 Rechtsanwalt Dr. Curt Eckſtein in Berlin NW. 7, Mittelſtraße 18. 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