5 7 leinen krſcheinungs weiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hoſſtr. 2, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeloſtr. 18, Ne Fried richſtr. 4, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1 .25 Geſchäftsſtellen abgeholt Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Anzeigen- mm breite Rekl e- Me Familien⸗ und Gele. Zahlungseinſtellung, Vergle einerlei Nachlaß gewährt. Keine mten Ausgaben, an beſonderen Plätzen u. le Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim unn Morgen⸗Ausgabe ——— Montag, 21. Auguſt 1033 144. Jahrgang Vr. 382 bern führen!“ Reichskanzler Adolf Hitler verlangte vor der Reichs ⸗Stabsführertagung ſchärffte politiſche Führerausleſe Führung und Zukunft Meldung des Wolffbüros — Bad Godesberg, 20. Auguſt. Reichskanzler Adolf Hitler traf am Samstag bachmittag hier ein, um an der bis zum Dienstag kattfindenden Reichsſtabführertagung der SA, Ss und des Stahlhelms teilzunehmen. Stabschef Röhm führte, wie die NS mit⸗ teilt, in ſeiner großen Einführungsrede u. a. aus: Die kommenden Monate würden vor allem der durch bas zahlenmäßige Anwachſen bedingten Neuord⸗ nung der S A und der Eingliederung des Stahlhelms in ihre Reihen dienen. Unter kei⸗ nen Umſtänden werde er dulden, daß die braunen Kämpfer der Bewegung ſich von ihrem Ziel ablen⸗ ken laſſen durch äußeren Glanz und Prunk, ſondern er verlange von jedem SA⸗Mann und Führer die alte Schlichtheit und Einfachheit. Es werde dfaür geſorgt werden, daß dem politiſchen Soldaten ſein Recht im neuen Staat, den er erkämpft hat, gewahrt werde. Im heutigen Deutſchland ſei bereits Ungeheures geleiſtet worden, aber noch ſtehe Gewaltiges zu tun bevor. Die offenen Gegner des Nationalſozia⸗ Usmus ſeien zu Boden geſchlagen, aber noch nicht berſchwunden. Mit allen Mitteln werde es die SA perhindern, daß der geſchlagene Feind ſich wieder er⸗ hebe. Vor den zur Tagung verſammelten Stabsführern hielt ber Führer Reichskanzler Hitler wle die NS. meldet, eine zweieinhalbſtün⸗ ige Rede, in der er ſich mit grundſätzlichen Fragen unſeres weltanſchaulichen und poltttiſchen Kampfes befaßte. Es iſt kennzeichnend für die un⸗ erhört tiefe und weſenhafte Auffaſſung ſeiner gro⸗ zen Miſſion, daß der Führer ſich hier vor den kämpferiſchen Willensträgern der deutſchen Revolu⸗ lion nicht in eng begrenzter Zielſetzung erſchöpfte, ſondern Gedanken entwickelte, die von innen her das Weſen der deutſchen Erhebung in ihrer ganzen Tiefe erfaßten. Nach einleitenden hiſtoriſchen Perſpektiven der Ibeenumwälzungen in der Geſchichte der Völker geißelte er die inneren Widerſprüche der Demokratie, des Liberalismus und des Marxismus, 8 das nun vergangene Jahrhundert beherrſcht aben. Die innere Unwahrhaftigkeit dieſer Lehren, die ſſch auf die wirklichkeitsfernen Begriffe von Indivi⸗ dum und Menſchheit aufbauten, hätte naturnotwen⸗ lg bie Zeitenwende durch den National⸗ lozialismus herbeigeführt, der die liberaliſtiſche Jormalauffaſſung des Staates durch die lebendige Axffaſſung des Volkes überwunden habe. Unſere kroße Aufgabe ſei es nun, eine neue politiſche Iührerausleſe zum Träger der Erhaltung unſeres geſamten Volkstums und damit der deutſchen Zukunft zu erziehen. Es müſſe ſyſtematiſch eine Jührungshierarchie auf politiſchem Gebiet entwickelt werden, die die ganze Nation wie eine mmer zuſammenhalte. Dieſer Prozeß ſei un⸗ bedingt notwendig, weil die natürliche Baſis für dieſe Ausleſe bei uns nicht mehr vorhanden ſei. Es gelte, die neue Weltanſchauung in Deutſch⸗ ſo tragfähig auszuprägen, daß ſie das zuſam⸗ henhaltende Element in unſerem Volk darſtelle. Das el das Entscheidende für die Zukunft. Er habe die leberzeugung, daß das Werk erfolgreich zu Ende ge⸗ würde in eine weiteſte Zeiträume Aberbauernde natürliche Evolution. Die SA habe die Aufgabe, den erzieheriſchen Ge⸗ banken unſerer Weltanſchauung praktiſch zu geſtalten. Das Volk wolle geführt ſein, aber es wolle, daß die, die es führen, zur Führung fähig und daz u deboren ſeien. Das Volk habe ein Recht zu ordern, daß ſeine Führung genau ſo heroiſch ſei, wie dieſe es vom Volk fordere. Nicht verwalten wollen ſes wertvolle, uns anvertraute Gut, ſondern hren dadurch, daß wir eine dauernde lebendige 9 5 des Volkes zur tragenden Staatsidee en. Der Führer behandelte ſodann das Verhält⸗ 1 zur Armee. Er führte dabei u. a. aus: le Organisationen müßten ihre Funktionen klar n und gegeneinander abgrenzen. Das Ver⸗ 1 der SA zur Armee ſei das gleiche wie das ie net ichen Führung zur Armee. Beide 5 nicht Selbſtzweck, ſondern dienten nur dem 1235 Zweck: der Erhaltung unſeres Vol⸗ lehne Von dieſen Gedanken des Volkstums aus 5 er auch die Germaniſierung von unſerem Volke inden Menſchen und Völkern ab, da dieſe nie eine äſtigung und Stärkung, ſondern höchſtens eine a ung des Raſſenkerns unſeres Volkes bedeu⸗ würden. Aus dieſem Geſichtspunkt der Geſchloſ⸗ it und Humanität heraus verlange er auch von SA⸗Führern, daß ſie immer nur das Veränderungen im Austwürkigen Dient Wichtige Neubeſetzungen— Am Anfang einer großen Amgeſtaltung Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 20. Auguſt. Wie wir von unterrichteter Seite hören, iſt zu⸗ nächſt folgendes Revirement im Answärti⸗ gen Dienſt beabſichtigt: Der Botſchafter Voretzſch, der das Reich fünf Jahre in Tokio vertreten hat, erreicht demnächſt die Altersgrenze, an ſeine Stelle wird Botſchafter von Dirckſen kommen, der in Moskau durch den bisherigen Botſchafter in der Türkei, Nadolny, erſetzt wer⸗ den ſoll. Geſandter von Roſenberg in Stock⸗ hohm ſoll zum Botſchafter in Ankara und der frühere Geſandtſchaftsrat Prinz zu Wied, der zuletzt Geſchäftsträger in Budapeſt war, zum Ge⸗ ſandten in Stockholm ernannt werden. * Unter den Neubeſetzungen auf den außenpoliti⸗ ſchen Poſten des Deutſchen Reiches, die das jüngſte diplomatiſche Revirement bringt, iſt ohne Zweifel die Ernennung Nadolnys zum Botſchaf⸗ ter in Moskau die wichtigſte. Zunächſt einmal darum, weil Nadolny einer unſerer fähigſten Diplomaten iſt und gerade der Moskauer Poſten in den kommenden Jahren wie auch im gegenwärtigen Augenblick eine beſondere Bedeutung hat. Der vor einigen Tagen abge⸗ ſchloſſene italieniſch⸗ruſſiſche Nichtangriffspakt und die Reiſe Herriots nach Moskau beweiſen, daß die Rußlandpolitik der Großmächte zur Zeit außerordentlich aktiv iſt und daß ihr eine erhöhte Aktivität der Sowjet⸗Diplomaten entſpricht. Es iſt ferner wichtig, daß wir gerade in Moskau einen Botſchafter haben, der ſeit Jahren mit den politiſchen Ideen des Nationalſozialis mus aufs innigſte vertraut und darum in der Lage iſt, auch die Weltanſchauung des neuen Deutſchland ge⸗ genüber der kommuniſtiſchen Ideologie zu vertreten. Dazu kommt, daß Nadolny als ein beſonderer Kenner der öſterreichiſchen Verhält⸗ miſſe gelten darf. Er hat ſchon während ſeiner Tätigkeit in Ungarn vielerlei Gelegenheit gehabt, ſich mit jenem öſtlichen Machtbezirk vertraut zu machen, in dem die Sowjets beſonders tätig ſind. Schließlich iſt Nadolny durch ſeine Arbeit in Genf auch ein beſonderer Kenner der Probleme des Fernen Oſtens, was ihm ſelbſtverſtändlich in Moskau ebenfalls von Nutzen ſein wird. Das heute bekanntgegebene Revirement ſteht im übrigen nur am Anfang einer großen Um⸗ geſtaltung des auswärtigen Dienſtes. Es gibt kein Gebiet unſerer Politik, auf dem die Perſonal⸗ politik eine ſo entſcheidende Rolle ſpielt. Schon aus dieſem Grund geht die nationale Regierung gerade hier mit beſon derer Sorgfalt vor. Adolf Hitler hat wiederholt geſagt, daß es nicht allein auf die neue Beſetzung der Poſten ankomme, ſondern vor allem auf die Perſön lichkeiten, die für dieſe neuen Beſetzungen zur Verfügung ſtehen. Perſönliches Der neue deutſche Botſchafter in Moskau, Ru⸗ dolf Nadolny, der im Juli das 60. Lebensjahr vollendet hat, iſt gebürtiger Königsberger und gehört dem Auswärtigen Amt ſeit länger als 30 Jahren an. In der Vorkriegszeit war er eine Zeitlang Vizekonſul in Petersburg und wurde ſpäter ver⸗ ſchiedentlich mit Sonderaufträgen nach Perſien und Bosnien geſandt. Bis zum Kriegsausbruch war er Geſchäftsträger in Durazzo und leitete während des Krieges eine Zeitlang die Geſandtſchaft in Perſien. Anfang 1920 ging er als Geſandter nach Stockholm und wurde 1925 unter Verleihung des perſönlichen Charakters als Botſchafter nach Angora(Ankara) verſetzt. Dr. Friederie von Roſenberg, der 59 Jahre zählt, iſt aus dem Konſulardienſt hervorge⸗ gangen, kam aber bald ins Auswärtige Amt, wo er lange Zeit das Referat über die Balkanfragen ver⸗ ſah, das auch die geſamte türkiſche Politik umfaßte. Im Jahre 1920 ging er als Geſandter nach Wien, kam dann als Geſandter nach Kopenhagen und fun⸗ gierte im Kabinett Cuno als Miniſter des Auswär⸗ tigen. Seit Mat 1924 war er Geſandter in Stock⸗ holm. Jetzt geht er als Botſchafter nach Angora. Herbert von Dirckſen, der neue Botſchafter in Tokio, wurde 1882 in Berlin geboren. Er war nach abſolviertem Studium im preußiſchen Verwal⸗ tungsdienſt tätig, machte den Krieg bei den Garde⸗ ulanen mit, und trat im Jahre 1918 endgültig in den diplomatiſchen Dienſt über. Er war diploma⸗ tiſcher Vertreter Deutſchlands in Kiew, hatte wäh⸗ rend der Zeit des Korfanty⸗Aufſtandes in Ober⸗ ſchleſten die ſchwierige Miſſion als Geſchäftsträger der deutſchen Geſandtſchaft in Warſchau, leitete zwei Jahre lang die polniſche Abteilung im Auswärtigen Amt, wurde deutſcher Generalkonſul in Danzig und ſpäter Miniſterialdirektor im Auswärtigen Amt. Seit 1928 iſt er deutſcher Botſchafter in Moskau. Alle Auseinanderſetzungen innerhalb der Nation halte er heute für vollkommen ausgeſchloſſen. Das Volk, das heute wieder Glaube, Zuverſicht und Ver⸗ trauen gewonnen habe, verſtehe alles, was wir tun, wenn wir es geſchloſſen tun. Wenn wir in einem ſolchen unzertrennlichen Bund in granite⸗ Die 21. Deutſche Meldung des Wolff⸗ Büros — Königsberg, 20. Auguſt. Die 2. Deutſche Oſtmeſſe wurde heute mittag feierlich eröffnet. Unter den zahlreichen Ehrengäſten ſah man u. a. Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Sich mitt, Staatsſekretär Feder und den deutſchen Botſchafter in Moskau, Dr. von Dirckſen. Das Erſcheinen der vielen offiziellen Gäſte und der zahlreichen Ausſteller aus dem Reiche und dem Ausland bezeichnete Oberbürgermeiſter Dr. Will als Ausdruck der Wertſchätzung der Deutſchen Oſt⸗ meſſe, als Wirtſchaftsbarometer des deutſchen Oſtens. Dieſe Meſſe bringe eine Schau, die den Selbſtbehauptungswillen und den fortſchrei⸗ tenden Wiederaufbau der oſtpreußiſchen und der deutſchen Wirtſchaft erkennen ließen. Im Brennpunkt ſtehe die Frage der Ausfuhr der deutſchen Erzeugniſſe nach den wenig erſchloſſenen Märkten Oſteuropas. Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Schmitt richtete Grüße des Miniſterpräſidenten Göring als Schirmherrn der Oſtmeſſe aus. Die Deutſche Oſt⸗ meſſe habe ſich zur Aufgabe geſetzt, im Rahmen des deutſchen Aufbauprogramms die Verbindung zur übrigen deutſchen Wirtſchaft zu pflegen und ein Mittler zu ſein zwiſchen Deutſchland und den benachbarten Ländern im Oſten. Auf weitere Ausführungen über die Wirtſchaft verzichtete der Miniſter, weil es wichtiger ſei, zu handeln als zu reden. Der Miniſter dankte Oberpräſident Koch und ſeinen Lerbinden de, nicht das Trennende ſähen.] Mitarbeitern nochmals dafür, daß es gelungen ſei, ner Treue zuſammenſtünden, dann werde das deut⸗ ſche Volk nicht der Sklave anderer, ſondern der Herr ſeiner ſelbſt ſein. Stabschef Röhm ſchloß die glänzend verlaufene Tagung mit einem dreifachen, begeiſtert aufgenom⸗ menen Heil auf Deutſchland und ſeinen Führer. Oſtmeſſe eröffnet die Arbeitsloſigkeit in Oſtpreußen als dem erſten deutſchen Landesteil zu beſeitigen und gab der Hoff⸗ nung Ausdruck, daß die weitere Arbeit dieſen Er⸗ folg zu einem dauernden geſtalten möge. Er ſprach die Ueberzeugung aus, daß Oſtpreußen jetzt und in der Zukünft den Vorteil dieſer Maßnahmen genie⸗ ßen werde. g Wie er ſelbſt, ſo ſei hier alles von einem tiefen Zukunftsgedanken durchdrungen, der auch wirtſchaftlich die Vorausſetzung für unſeren Wiederaufſtieg ſei. Denn unwiderſtehlich ſeien der Glaube und die Hoffnung, daß Land und Volk nicht nur Oſtpreußens, ſondern ganz Deutſchlands wieder ihr früheres Anſehen, ihr großes Können in poli⸗ tiſcher und wirtſchaftlicher Hinſicht wieder erlangen müßten. Der Miniſter ſchloß mit der frohen Zuverſicht, daß Oſtpreußen blühen und wachſen werde und mit Oſtpreußen unſer ganzes Vaterland; er gedachte des ehrwürdigſten Sohnes Oſtpreußens, des allverehrten Reichspräſidenten Generalfeldmarſchall von Hin⸗ den burg. Oberpräſident Gauleiter Koch führte u. a. aus, daß ſich Oſtpreußen ſeiner hohen Miſſion bewußt ſei. Die Deutſche Oſtmeſſe ſoll den Leiſtungsnachweis des deutſchen Volkes bilden. Für uns ſteht Arbeit höher als Geld, Leiſtung höher als Beſitz. Wir wollen nichts anderes, als dem ſchaffen⸗ den deutſchen Arbeitsmenſchen innerhalb der Gren⸗ zen ſeiner Nation Arbeit und Brot garantieren, wir wollen nicht imperialiſtiſche Wirtſchaft treiben, ſon⸗ dern wir verlangen das, was ein Volk als ſelbſt⸗ verſtändlich für ſich in Auſpruch nehmen darf. Deutſchland und Oeſterreich Aus Paris und London kommen ſeltſame Nachrich⸗ ten. Zwar hat man in den weſtlichen Hauptſtädten offenbar eingeſehen, daß der Schritt in Berlin nicht gerade ſehr ſinnvoll war, und daß es noch ſinn⸗ loſer wäre, ihn zu wiederholen; aber man geht offen⸗ bar mit dem Gedanken um, den deutſch⸗öſterreichi⸗ ſchen Konflikt vor das Forum des Völker⸗ bundes zu bringen. Der„Temps“ geht ſogar ſchon ſo weit, zu erklären, der Erfolg eines ſolchen Ver⸗ fahrens ſei von vornherein geſichert, Oeſterreich werde in Genf Recht erhalten. Es bleibt abzuwarten, ob ſich dieſe Nachrichten be⸗ ſtätigen. Vom rein diplomatiſchen Standpunkt aus kann immerhin ſchon heute geſagt werden, daß Deutſch⸗ land ein ſolches Verfahren keineswegs zu fürchten braucht. Es gibt eine Reihe von Themen, die wir bei dieſer Gelegenheit einmal zur Sprache bringen könn⸗ ten. Wir hätten z. B. die Möglichkeit zu fragen, warum denn eigentlich der Anſchluß verbo⸗ ten ſein ſoll, und wie ſich dieſes Verbot mit dem Selbſtbeſtimmungsrecht der Völker in Ein⸗ klang bringen läßt. Wenn heute in Oeſterreich Wahlen ſtattfän⸗ den, ſo wäre— das beſtätigt jetzt ſogar ein Blatt wie das„Echo de Paris“— der Sieg des Nationalſozialismus ſicher. Die Folge dieſes Sieges wäre das Wiedererwa⸗ chen des Anſchlußgedankens in Oeſterreich. Dieſe Entwicklung wird heute nur durch eine Polttik ſchärfſter Unterdrückung verhindert. Wir könnten in Genf auch einmal die Maſſenverhaftungen, die das Dollfuß⸗Kabinett verfügt hat, zur Sprache bringen. Dieſe Regierung will jetzt durch ein Geſetz 7000 nationalſozialiſtiſch geſinnten Oeſterreichern die Staats angehörig⸗ keit nehmen. Man erwidere nicht, daß ähnliche Geſetze in anderen Ländern beſtehen. Als Italien ein ſolches Geſetz erließ, wurden davon nur 17 Feinde des Staates betroffen. Aber 70001! Eine ſolche Zahl dürfte ihren Eindruck auf niemanden verfehlen. Im übrigen gibt es lediglich einen Artikel, auf Grund deſſen der deutſch⸗öſterreichiſche Konflikt vor den Völkerbund gebracht werden könnte: den Art. 11, der jedem Mitglied des Völkerbundes das Recht gibt, die Aufmerkſamkeit der anderen Mitglieder auf irgendwelche friedenſtören den Vorgänge zu lenken. Ehe es auf Grund dieſes Paragraphen zu einem Verfahren kommt, muß jedoch die Ein ſtim⸗ migkeit der Bundesmitglieder vorliegen, und mit einer ſolchen Einſtimmigkeit iſt unter keinen Umſtän⸗ den zu rechnen. Sollte man ſtatt deſſen an die An⸗ wendung des Art. 15 denken, der ſich auf die Sau k⸗ tionen bezieht, dann wäre auch das ein Ding der Unmöglichkeit, weil im deutſch⸗öſterreichiſchen Kon⸗ flikt der ſchuldige Teil zumindeſt noch nicht feſtſteht. Im übrigen ſollte man ſich doch auch in Frankreich darüber klar ſein, daß ſich das ganze deutſch⸗öſterreichiſche Verhältnis nicht in Paragraphen einfangen läßt. Es handelt ſich hier um einen Konflikt zwiſchen zwei Staaten, die durch Raſſe, Volkstum, Sprache, Ge⸗ ſchichte ſo innig miteinander verbunden ſind, daß nur Angehörige dieſer Staaten in all dieſen Fragen mit⸗ ſprechen können. Die öſterreichiſch⸗deutſchen Dinge liegen viel, viel tiefer und verwickelter, als man es ſich jenſeits der Grenze des deutſchen Sprach⸗ und Kulturgebietes träumen läßt. Eigenlich ſollte darüber nur zwiſchen Deutſchen und Oeſterreichern die Ausſprache geführt werden. Und deswegen möchten wir hier auf einen Artikel zu ſprechen kommen, den die„Neue Zürcher Zeitung“ veröffentlicht. Er ſtammt„von einem öſterreichiſchen Publiziſten“, Bei dem Weſen dieſer Schweizer Zeitung darf man annehmen, daß dieſer anonyme„öſterreichiſche Publiziſt“ ein Mann iſt, der zumindeſt bei den regierenden Kreiſen ſeines Landes Anſehen genießt und berechtigt iſt, im Namen eines größeren Kreiſes zu ſprechen. Er iſt grundſätzlicher Gegner des Anſchluſſes. Er lehnt von vornherein jede ſtaatliche Verbindung zwiſchen Deutſchland und Oeſterreich ab und ſagt von der be⸗ kannten politiſchen Gleichung„Ein Volk— ein Reich!“, ſie ſei ein Dogma, das ſich,„bei Licht be⸗ trachtet als durchaus nicht gründlich fundiert und höchſt anfechtbar erweiſt.“ Um dieſe ſeine Behaup⸗ tung zu beweiſen, holt der Verfaſſer außerordentlich weit aus. Er zieht die Probleme der Raſſe, der Sprache, der Kultur und der Sitte in ſeine Betrach⸗ tung. Es lohnt ſich und iſt vielleicht ſogar notwen⸗ dig, im einzelnen auf ſeine Argumente einzugehen. Daß zwiſchen dem bajuvariſchen und alemanniſchen Stamm einerſeits und den Oeſterreichern anderer⸗ ſeits Stammesverwandtſchaft beſteht, will der Verfaſſer nicht beſtreiten. Aber die Nieder⸗ ſachſen, Hanſeaten und Frieſen, ſo meint er, ſtänden den Dänen und Holländern, ja ſelbſt den Engländern näher als den Oeſterreichern.„Die Preußen Nummer 382 erklärt er weiter,„ſind von als die Oeſterreicher, wofern wir unter Wort„Raſſe“ die Blutmiſchung Irpäter ſind Nordſlawen geweſen, heutigen Deutſchen Reiches hat Na an⸗ jeht aus dieſen Aeußerungen „ob der Verfaſſer das Problem ſehen will oder Raſſe“ ein„vieldeutiges 5 tsgeſprochenen Raſſe⸗ 18 polemiſieren zu Vort“, ſeine Argumente rein Was er aber auch immer Fällen iſt ihm ſein Unrecht 1 eiſen. Stellt er ſich nämlich auf den hiſtoriſch Gewachſenen, uf den St r Tradition, ſo muß ihm erwidert 1 Jahrhunderten deutſcher Ge⸗ j tindeſtens ſo entſcheidend war wie die deutſche Tradition des Oeſterreichertums. uf dem raſſiſchen Standpunkt, ſo kann gegenhalten, daß in den Adern vieler 1 ſlawiſches Blut fließt, daß ſie aber Blut in ſich überwunden haben, ebenſo wie Vorfahren die ſlawiſchen Anſiedler überwanden, „was das Preußentum charakteriſiert, jthin deutſch iſt. r ſpricht der Verfaſſer von jenen„gewiſſen Geſell Sſchichten“ Wien's, in denen infolge man⸗ nigfacher Blutmiſchung eine ganz eigene Raſſe entſtand,„eine Raſſe, die ſich zwar der deutſchen Sprache als Mutterſprache bedient, aber in ihrem ganzen Weſen von dem der deutſchen durchaus ver⸗ ſchteden iſt, ſo daß man ſie als Oeſterreicher im eigentlichen Sinne bezeichnen muß.“ Dieſe Nur⸗ Oeſterreicher hätten gerade in jener Geſellſchaft vorgeherrſcht, die in Oeſterreich den Ton angab und das ſtaatserhaltende Element bildete, alſo am Hofe, in der Ariſtokratie, im Offisierkorps und in einem Teil der Beamtenſchaft, Es iſt nicht ſehr geſchickt, ſich gerade auf dieſe Geſellſchaftsſchicht zu berufen, wenn man von den nationalen Fragen des Deutſch⸗ tums ſprechen will. Dieſe Schicht iſt ein Produkt der alten öſterreichiſch⸗ungariſchen Monarchie mit ihrem Völkergemiſch. Sie iſt ein Produkt des habsburgiſchen Hofes. Sie gehört reſtlos der Ver⸗ gangenheit an. Es kann von den deutſch fühlenden Menſchen, die das heutige Gebiet der öſterreichiſchen Republik bewohnen, nicht mehr erwartet werden, daß ſie ſich von dieſer internationalen Schicht führen laſ⸗ ſen, die für die alte Donaumonarchie maßgeblich und brauchbar geweſen ſein mag. Wenn das neue Dentſchland mit dieſen Kreiſen nichts zu tun haben will, ſo eben darum, weil dieſe Kreiſe von jeher für na⸗ tionale Fragen kein Verſtändnis gezeigt haben. Nicht einmal die Sprache iſt für dieſen„öſter⸗ reichiſchen Publiziſten“ ein Argument für den An⸗ ſchluß. Es gebe, ſo meint er, viele Fälle, in denen Einheit der Sprache keineswegs Einheit des Volkes bedeute. Als Beweis führt er Engländer und Nord⸗ amerikaner, Spanier und Mexikaner, Portugieſen und Braſilianer an. In allen dieſen Fällen hinkt der Vergleich ſchon deswegen, weil dieſe Länder durch den Ozean von ihrem Mutterland getrennt ſind, während die Grenzen Oeſterreichs und Deutſch⸗ lands unmittelbar zuſammenfallen. Wenn der Ver⸗ faſſer auch die Kroaten und Serben erwähnt, ſo richtet ſich dieſer angebliche Beweis gegen ihn ſelbſt. Denn die Kroaten und die Serben bilden hekanntlich einen Staat, obwohl ſte durch Religion, durch die Schrift und zum Teil auch durch die Sprache von einander viel ſchärfer getrennt ſind als Deutſche und Oeſterreicher. Wenn der Verfaſſer weiter anführt, daß ein Tiroler oder Steirer Bauer ſich mit einem Berliner oder einem Oſtpreußen überhaupt nicht verſtändigen könne, ſo kann man dem entgegenhalten, daß das gleiche etwa für einen Lombarden und einen Sizilianer, für einen Breto⸗ nen und einen Bewohner der Provence gilt und daß Italiener und Franzoſen trotzdem feſtgefügte Einheitsſtaaten gebildet haben. Den größten Irrtum aber begeht der öſterreichiſche Verfaſſer, wenn er am Schluß ſeines Aufſatzes Bis⸗ marck als Kronzeugen gegen den Anſchluß zittert. Folgende Stelle hat er ſich aus den„Ge⸗ danken und Erinnerungen“ herausgeſucht:„Deutſch⸗ Oeſterreich könnten wir weder ganz noch teilweiſe brauchen. Eine Stärkung des preußiſchen Staates durch Erwerbung von Provinzen wie Oeſterreichiſch⸗ Schleſien und Stücken von Böhmen wäre nicht zu gewinnen. Eine Verſchmelzung des deutſchen Oeſter⸗ reich mit Preußen würde nicht erfolgen, Wien als ein Zubehör von Berlin aus nicht zu regieren ſein.“ Man vergeſſe doch nicht, daß dieſe Sätze aus einem Vortrag ſtammen, den Bismarck unmittelbar nach dem Siege von Königgrätz König Wilhelm J. hielt! Er wollte durch dieſe Argumente den Monarchen im geſamtdeutſchen Intereſſe von Eroberungen in Oeſterreich abhalten. Seitdem Bismarck das einige Deutſchland geſchaffen hat, ſeitdem dieſes einige Deutſchland zu einer politiſchen Form gewor⸗ den iſt, in der das preußiſche Königtum aufging, ſind dieſe Sätze überholt. Das heutige Deutſch⸗Oeſter⸗ reich und das heutige Deutſchland, in denen wede⸗ die Jutereſſen des preußiſchen Königtums noch die der Habsburger eine Rolle ſpielen, ſondern deren entſcheidender Inhalt eben ihr gemeinſames Deutſchtum iſt, ſind nach Raſſe und Sitte, durch Sprache und Geſchichte darauf angewieſen, ſich in dieſer deutſchen Gemeinſamkeit zu finden und für immer zu vereinigen. —— Der Volksempfänger vergriffen — Berlin, 20. Auguſt. Die Nationalſozialiſtiſche Rundfunkkammer teilt mit: Der erſte Tag der Funkausſtellung, die im Zeichen der nationalſozialiſtiſchen Maſſenwerbung für den Volksempfänger V. E. 301 ſteht, hat einen geradezu ſenſationellen Verkaufserfolg gebracht. Es hat ſich nämlich gezeigt, daß die zunächſt herausgebrachte Auflage von 100 000 Geräten den Bedarf der Hörer nach einem billigen Einheits⸗ empfänger ſchon am erſten Tage bei weitem nicht mehr genügt. Aus dieſem Grunde hat ſich die Funk⸗ induſtrie entſchloſſen, weitere 100000 Geräte ſchnellſtens in Auftrag zu geben. 200 000 Empfänger bedeuten einen Umſatz von 15,7 Millionen Mark. Dieſer beiſpielloſe Markterfolg des Volksempfän⸗ gers iſt ein Beweis dafür, wie ſehr die Schaffung dieſes Gerätes eine ſoziale Tat dürſtellt. Blut in den Adern als juſt nicht. Er Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe Montag, 21. Auguſt 198g Tag der Staalsſekretar Meldung des Wolffbſtres Danzig, 20. Auguſt. Danzig ſtand geſtern im Zeichen der beiden gro⸗ ßen Tagungen, die hier vom Geſamtverband der deutſchen Angeſtellten und vom Kampfbund für deutſche Kultur unter Teilnahme führender Perſönlichkeiten des national⸗ ſozialiſtiſchen Deutſchland abgehalten werden. Geſtern morgen wurden Staatsrat Dr. Ley und Alfred Roſenberg von Vertretern des Senates und der' Gauleitung vom Flugplatz abgeholt. Im Sitzungs⸗ ſaal des Volkstages wurden ſodann die internen Beratungen des Geſamtverbandes der deutſchen An⸗ geſtellten fortgeführt. Im Mittelpunkt ſtanden grundlegende Ausführungen des Führers der Deut⸗ ſchen Arbei nt, Staatsrat, Dr. Ley. Auf der Oſtdeutſchen Tagung des Kampfbundes für deutſche Kultur hielt Staatsſekretär Fe⸗ der eine Rede über„Die Würde der Tech⸗ nik“. Er entwickelte aus dem inneren Zuſammen⸗ hang zwiſchen Technik, Volkstum und Wirtſchaft die Grundzüge der gigantiſchen Pläne zur völligen Um⸗ und Neugeſtaltung der deutſchen Nationalwirt⸗ ſchaft. Im Gegenſatz zur marxiſtiſchen Auffaſſung wolle der nationalſozialiſtiſche Staat freie Entfaltung der ſchöpferiſchen Unternehmer⸗ perſönlichkeiten ſichern. Aufgabe des Staates ſei die Führung und die ziel⸗ bewußte Initiative in den großen Geſamtproblemen. Staatsſekretär Feder gliederte das Problem der Arbeitsbeſchaffung in drei große innerlich zuſam⸗ menhängende Kretſe: den pſychologiſch⸗politiſchen und handelspolitiſchen, den techniſch⸗wirtſchaftlichen ſowie den finanzpolitiſchen. Der Technik, die, gleich dem Bauern, das Geſicht der Erde furche, falle die Führerrolle zu, denn es widerſtrebe der künſtleriſch ſchaffenden Technik, daß der Bankier ihr die Ziele ſtecke. Der Staatsſekretär entwickelte dann die prakti⸗ ſchen Pläne zum wirtſchaftlichen Aufbau des natio⸗ nalſozialiſtiſchen Deutſchland, deren Ziele es ſei, das Geſicht des Weſtens nach Oſten zu drehen. Die pſy⸗ chologiſch⸗handelspolitiſche Aufgabe ſei die Erziehung zum Kauf deutſcher Erzeugniſſe und Fertigwaren. Bezüglich der techniſch⸗wirtſchaftlichen Aufgaben ging der Redner von der Erkenntnis aus, daß erſt nach der Machtergreifung durch den Nationalſozialismus deutſchen Arbeit in Danzig Feber über den wirtſchaftlichen Aufbau Deutſchlands die großen Generalaufgaben der Technik für die Wirtſchaft einheitlich erkannt und durchgeführt wer⸗ den könnten. So werde jetzt nach einheitlichem Willen der Auto⸗ ſtraßenbau durchgeführt. Die zweite Maßnahme werde in einem großzügigen Ausbau der Waſſer⸗ ſtraßen beſtehen, wobei man als Rückgrat der Oſt⸗ raumpolitik den Hanſakanal bauen werde. Weiter werde die geſamte Energiebewirtſchaſtung neu ge⸗ ordnet werden. Sämtliche Bodenſchätze(Bergbau, Erdöl) würden unter Führung des Staates einer Neuordnung entgegengeführt werden. Durch Neu⸗ ordnung der bisher unproduktiven Hauszinsſteuer werde man das Baugewerbe als das wichtigſte Schlüſſelgewerbe wieder in Gang bringen. Die Kundgebung der Deutſchen Arbeitsfront in Danzig, die geſtern gegen Abend unter freiem Himmel auf dem Wiebenwall ſtattſand, wurde zum gewaltigſten Aufmarſch, den Danzig je geſehen hat. Die Organiſation der NS DA p und NS meldeten allein 57 000 aufmarſchierende Teil⸗ nehmer. Da mindeſtens die gleiche Anzahl von nicht⸗ organiſterten Teilnehmern den Platz und die umlie⸗ genden Straßen umſäumten, hat nahezu jeder zweite Bewohner der Stadt Danzig an dem Aufmarſch teil⸗ genommen. Gauleiter Forſter, der die Kundgebung eröff⸗ nete, erklärte, dieſer ungeheure Aufmarſch ſei ein Zeichen dafür, daß auch in Danzig die Parteien enoͤgtltig überwunden ſeien. Es ſprach dann der Führer der Arbeiterſäule in der Deutſchen Arbeitsfront, Staatsrat Schuh⸗ mann. Es gibt, ſo ſtellte er unter jubelnder Begei⸗ ſterung feſt, in Deutſchland keinen Klaſſen⸗ kampf mehr, und wer bei uns nochmal Klaſſen⸗ kampf predigt, dem ſchlagen wir den Schädel ein. Zum Schluß legte der Führer der Deutſchen Ar⸗ beitsfront, Staatsrat Dr. Ley, ein leidenſchaftliches Bekenntnis zur deutſchen Arbeiterſchaft ab, die durch die nationalſozialiſtiſche Erziehung von dem marxi⸗ ſtiſchen Minderwertigkeitsgefühl bereit ſei und wie⸗ der ſtolz auf ihre Leiſtung und ihr Deutſchtum empfinde. Bei Anbruch des Abends wurde die inzwiſchen von Tauſenden von Fackeln beleuchtete Kundgebung von Gauleiter Forſter mit einem Treueſchwur der Hunderttauſenden zur Einigkeit und zum unzer⸗ ſtörbaren Deutſchtum Danzigs geſchloſſen. Die Zuſammenkunft Meldung des Wolff⸗Büros — Riccione, 20. Auguſt. Bundeskanzler Dollfuß iſt geſtern abend in Riccione eingetroffen. Miniſterpräſident Muſſo⸗ lini hat dem Bundeskanzler im Hotel einen Veſuch abgeſtattlet. Der eingehenden Ausſprache gwiſchen den beiden Staatsmännern wohnte auch Unterſtaats⸗ ſekretär Suvich vom italieniſchen Außenminiſte⸗ rium bei. . Das Wochenende von Riccione dürfte für den ge⸗ ſamten politiſchen Fragenkomplex, in deſſen Mittel⸗ punkt Oeſterreich ſteht, von größter Bedeutung ſein. Ueber drei Probleme dürften Muſſolini und Dollfuß vor allem verhandelt haben. 1. Ueber die öſterreichiſch⸗ungariſchen ſchafts beziehungen im den Wirtſchaftsbeziehungen garns zu Italien. 2. Ueber den deutſch⸗öſterreichiſchen Kon⸗ flikt und 3. über die von Paris aus angekündigte wirtſchaſt⸗ liche Hilfsaktion für Oeſterreich. Zu den ungariſch⸗öſterreichiſch⸗italieniſchen Wirt⸗ ſchaftsfragen iſt zu ſagen, daß die Verhandlungen zwiſchen Rom und Budapeſt, deretwegen ſich der ungariſche Wirtſchaftsminiſter ſeit mehreren Wochen in Rom aufgehalten hat, offenbar vor einem Ab⸗ ſchluß ſtehen, trotzdem die Schwierigkeiten, die es dabei zu überwinden galt, keineswegs gering waren. Es ſcheint, daß Italien den Ungarn die Abnahme gewiſſer Mengen von landwirtſchaftlichen Erzeug⸗ niſſen zugeſtanden hat. Dagegen läßt ſich nur ſchwer ſagen, welcher Art die ungariſchen Gegenkonzeſſio⸗ nen ſind. Sicher ſpielt in den italieniſch⸗ungariſchen Wirt⸗ Zuſammenhang mit Oeſterreichs und Un⸗ Meldung des Wolfſf⸗ Büros — Eſſen, 20. Auguſt. Daß bisher größte Vorgehen in Eſſen gegen Unterſtützungsbetrug und Schwarzar⸗ beit wurde geſtern vormittag auf den beiden großen Märkten in der Altſtadt, dem Kopſtadtplatz und Weberplatz, durchgeführt. Nicht weniger als 2500 SA⸗Leute waren für die Abſperrung des Stadtteiles notwendig, 100 Se⸗Leute hatte man zur Unterſtützung der Wohlfahrtsbeamten eingeſetzt: außerdem waren noch Schupobeamte, Kriminal⸗ beamte, Beamte der Gewerbepolizei und der politi⸗ ſchen Polizei an der Maßnahme beteiligt. 45 5 Per⸗ ſonen wurden bei der Kontrolle feſtgenom⸗ men, von denen 151 unberechtigt Unterſtützung be⸗ zogen. In 39 Fällen mußte feſtgeſtellt werden, daß die Arbeitnehmer nicht ordnungsgemäß verſichert waren. Auch ein Jude wurde in Schutzhaft genom⸗ men. In nächſter Zeit werden derartige Maßnah⸗ men in größerem Umfange fortgeſetzt. 7,2 Millionen Mark Bauaufträge Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 20. Auguſt. In Durchführung des Reichsgeſetzes zur Vermin⸗ derung der Arbeitsloſigkeit vom 1. Juni 1938, war durch die enge Zuſammenarbeit aller beteiligten Stellen im preußiſchen Staate als erſtem durch die Deutſche Geſellſchaft für öffentliche Ar⸗ beiten(Deffa) für Inſtandſetzungen und Ergänzungen an Staatsgebäuden, ein Darlehen von 10 Millionen Mark zur Verfügung ge⸗ eee. Mufſolini— Dollfuß Abmachungen der Hafen von Trieſt eine be⸗ deutende Rolle. Daß auch die deutſch⸗öſterreichiſche Frage zur Debatte ſteht, wird ſchon dadurch be⸗ wieſen, daß Dollfuß vor ſeiner Abreiſe aus Wien den öſterreichiſchen Geſandten in Berlin und den öſterreichiſchen Geſandten in Rom empfangen hat. Ueber den Standpunkt, den Italien in dieſer Frage zur Zeit einnimmt, gibt ein Leitartikel Aufſchluß, den geſtern die römiſche„Tribuna“ veröffentlichte. Darin wird eine ſcharfe Warnung an Frankreich ausgeſtoßen, daß es in der öſterreichiſchen Frage ſtets nur negativ und niemals poſitiv gehandelt habe. Unter dem Hinweis auf den Viermächtepakt wird Frankreich dringend geraten, ſich von der„Kleinen Entente“ und ihrer Politik zu befreien. Was ſchließlich die franzöſiſche Hilfs⸗ aktion für Oeſterreich anlangt, ſo bleibt abzuwar⸗ ten, was an den Pariſer Preſſeſtimmen Wahres iſt und vor allem, was Italien zu dieſer Aktion zu ſagen hat. Sehr exakt charakteriſiert heute der „Völkiſche Beobachter“ dieſe Aktion, und er ſchreibt:„Trifft die Meldung zu, ſo beſagt ſie nichts anderes, als daß Dollfuß tatſächlich am Ende iſt. Bekanntlich iſt auch die letzte„Hilfs⸗ aktion“ für die Feyn und Vaugoin in das Faß ohne Boden, das die öſterreichiſche Finanzpolitik darſtellt, ſpurlos und ergebnislos verſchwunden. Ob nun dieſes öſterreichiſche„Geſchäft“ den Weſtmächtenach⸗ barn einige Millionen wert iſt, muß ſich erſt zeigen. Vorerſt handelt es ſich ja wohl lediglich um eine neue„moraliſche Spritze“ für die Wiener Herren, die gerade jetzt wieder wütende Kämpfe auch unter⸗ einander ausfechten.“ a Eſſen wehrt ſich gegen Schwarzarbeiter ſtellt. Die Vorarbeiten im preußiſchen Finanz⸗ miniſterium ſind— wie der Amtliche preußiſche Preſſedienſt mitteilt— inzwiſchen ſoweit vorge⸗ ſchritten, daß die Regierungspräſidenten bereits an⸗ gewieſen werden konnten, im Einvernehmen mit den Landesarbeitsämtern, Aufträge im Geſamtbetrage von 7,2 Millionen Mark an die Bauwirtſchaft zu vergeben. Deutſche Modenſchau Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 20. Auguſt. Die erſte Modellſchau des Deutſchen Modeamts in den Räumen des Berliner Zoo hat eine gute Preſſe. Man hebt die Mannig⸗ faltigkeit wie geſchmackliche Vielgeſtaltig⸗ keit der Schau hervor, bei der hunderte von Modellen zu ſehen waren. Die Berliner Großkon⸗ fektion war vollzählig unter den Gäſten, aber auch viel Privatpublikum. Intereſſant war, daß die Namen der vorfüh⸗ renden Modellfirmen ungenannt blieben, um die übliche Bevorzugung ſchon bekannter Herſteller zu vermeiden. Der Verkauf erfolgte allein auf Grund der Nummern, die die Vorführdamen trugen. So konnte es geſchehen, daß ſchon am erſten Tag und vor Beginn des eigentlichen Verkaufs ein Modell einer Berliner Schneiderin 28 Intereſſenten fand, und daß ein anderes Kleid beim erſten Vormittagsver⸗ kauf 35mal beſtellt wurde. Aus dieſen Zahlen ſpricht das zunehmende Intereſſe an guter, ſchlichter Ware. —— über Schiffspfandbrief-Banken Meldung des Wolff⸗ Büros Berlin, 20. Auguſt. Wie das VDag⸗Büro meldet, hat die Reichsregle rung ein Geſetz über Schiffspfand brief, banken beſchloſſen. Das Geſetz beſtimmt, daß Aktiengeſellſchaften und Kommanditgeſellſchaften auf Aktien, bei denen der Gegenſtand des Unternehmenz in der Gewährung von Darlehen gegen Beſtellung eines Schiffspfandrechtes und in der Ausgabe von Schuldverſchreibungen auf Grund der erworbenen Pfandrechte beſteht, zur Ausübung ihres Geſchäfte betriebes Genehmigung der Reichs regierung bedürfen.. delsgeſellſchaſ⸗ ten, Kommanditgeſellſchaften, Geſellſchaften mit he⸗ ſchränkter Haftung, Genoſſenſchaften, Vereine und einzelne Perſonen dürfen ein ſolches Unternehmen nicht betreiben. 5 Die Schiffpfandbriefbanken unterltegen der ſtaat⸗ lichen Aufſicht, die ſich auf den ganzen Geſchäfts⸗ betrieb erſtreckt. Das Geſetz trifft dann im eir nen Beſtimmungen über die Umlaufgrenze für Schiffpfandbriefe, über die Vorausſetzungen für die Beleihungen eines Schiffes, Beſtellung von Treu⸗ händern, über die Beſtrafung von Verſtößen g die Deckungsvorſchriften uſw. Das Geſetz tritt am 1. Oktober in Kraft. Auf»die bereits beſtehenden chiffspfandbriefbanken findet es erſt nach Ablauf eines Jahres Anwendung. Eröffnung ber Lutherwoche in Cisleben Meldung des Wolff⸗Büros — Eisleben, 20. Auguſt, Unter ſtarker Beteiligung der Bevölkerung und weiter Kreiſe des In⸗ und Auslandes wurde geſtern abend die Luther⸗Feſtwoche in Eisleben aus Anlaß der 450. Wiederkehr von Luthers Geburtstag mit einer Anſprache des Bürger⸗ meiſters von Eisleben, Heinrich, eröffnet. Im Feſtzelt, das auf dem Platze des alten Lutßer⸗ gymnaſtums errichtet worden war, hielt Pfarrer Hoſſenfelder eine Anſprache, die durch Lautſpre⸗ cher auf dem Marktplatz übertragen wurde. Dr. Martin Luther, ſo führte der Reöner auz, der egen ſet nie ein welt⸗ und volksfremder Theologe ge⸗ weſen, der ſich über die Schickſale ſeines Volkes hin⸗ wegſetzte. Er ſei zutiefſt mit ſeinem dent ſchen Volke verwurzelt geweſen. So wie damals, als Luther mit ſeinem Theſenanſchlag dem Weſen eines Volkes die Tat zur Seite ſtellte, ſo brach auch heute wieder ein Schrei der Gottesſehn⸗ ſucht von Millionen auf. Noch einmal ſei der all⸗ mächtige Gott gnädig geweſen und habe dem deut⸗ ſchen Volke einen Acker und Zeit gegeben, ihn zu bebauen, und Menſchen, die wie Luther das Opfer als das Höchſte zu geben freudig bereit ſeien. Luther ſelbſt aber habe ſeine lebendige Auferſtehung geſun⸗ den in der Geſtalt des Volkskanzlers Adolf Hitlet Auf dem hiſtoriſchen Marktplatz ging dann das Lutherfeſtſpiel„Der Bergmann Got tes“ in Szene, das in bunten Bildern Ereigniſſe im Leben Luthers vorüberziehen ließ. Der heutige Hauptfeſttag wurde mit dem Gelant ſämtlicher Glocken eingeleitet. Um 9 Uhr fanden in allen Kirchen Feſtgottesdienſte ſtatt. e Darauf folgte der große Feſtakt am Luther benk⸗ mal bei dem nach Bürgermeiſter Heinrich und nach dem nationalſozialiſtiſchen Kreisleiter von Alvens⸗ leben der Präſident des Evangeliſchen Bundes, Dr. Fahrenhorſt und der Generalſuperintendent des Lutherſprengels der Provinz Sachſen, Dr. Loh⸗ mann ſprachen. Luthers Trutzlied„Ein feſte Burg iſt unſer Gott“ leitete über zu der Anſprache des Reichskulturreferenten der Deutſchen Chriſten, Bier⸗ ſchwale. Der Choral„Nun danket alle Gott“, der von den Tauſenden mitgeſungen wurde, ſchloß die er⸗ hebende Feier. Verhaftung eines holländischen Konsuls Meldung des Wolff⸗ Büros — Hannover, 20. Auguſt. Der holländiſche Konſul Tiefers wurde beim Verlaſſen des Konſulatsgebäudes in Gegenwart ſeiner Frau und Tochter von Kriminalbeamten feſt⸗ genommen und in das Gerichtsgefängnis ge⸗ bracht. Die Feſtnahme erfolgte wegen fortgeſetzter Untreue zum Nachteil der Braunſchweig⸗Hannover⸗ ſchen Hypothekenbank. Tiefers war bis 1. Mai d. J. erſter Direktor bei dieſem Bankinſtitut. Tiefers verſuchte, ſich geſtern abend im Gerichtsgefängnis zu erhängen. In Kürze Der Sͤa⸗Mann Joſeph Pohl vom Sturm 15/156 Beuthen wurde in der Nähe des Bahnhoßs Scharley⸗Piekard von der polniſchen Polizei verhaf⸗ tet. Pohl, der SA⸗Uniform trug, ſoll in Begleitung von vier Perſonen die polniſche Grenze verſehentlich überſchritten haben. Er wurde dem Tarnowißer Gericht übergeben. Auch in Rybnik wurden von der polniſchen Polizei zwei Reichsangehß⸗ rige aus Gleiwitz verhaftet. Es ſoll gegen ſie der Verdacht beſtehen, Spionage betrieben zu haben. In der Gerichtsverhandlung gegen den Amert⸗ kaner Charles Manger, der an Bord des Dampfers„Bremen“ aus Fahrläſſigkeit ſeinen Freund Heye erſchoſſen hatte, lautete das Ur? teil auf eine Gefängnisſtrafe von drei Monaten, die bis zum 30. 9. 1936 ausgeſetzt wird unter der Bedingung, daß der Angeklagte eine Buße von 9000 Reichsmark zahlt. Der franzöſiſche Aviſo„Anere“, der ſh mit 50 Lotſenſchülern auf einer Auslandsausbil⸗ dungsreiſe befindet, traf am Samstag nachmittag i Altona ein und machte im Neumühlener Hafen feſt. Der offizielle Beſuchaustauſch folgt am Montag Das Diſziplinargericht des Konſiſtoriums des Memelgebietes hat heute mittag Pfarkek Freiherr von Sachs, den Führer der Chriſ⸗ lich⸗Sozialen Arbeitsgemeinſchaft, wegen Schädigung der Intereſſen der evangeliſchen Kirche des Meniel“ gebietes und wegen Beharrung im Ung dene gegen ſeine vorgeſetzte Behörde aus dem Dien ſe⸗ entlaſſen. l * Graf Zeppelin nach Südamerika geſtartet. Das Luftſchiff„Graf Zeppelin“ iſt geſtern abend mie Führung von Kapitän Lehmann zu ſeiner 5. 1 8 jährigen Südamerikafahrt geſtartet. An Bord finden ſich Paſſagiere. 89 t. egie ef. daß auf nens lung non enen äfta⸗ ch s. chaf⸗ ehn⸗ 1 Montag, 21. Auguſt 19388 Neue Maunheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 382 — Mannheim, den 21. Auguſt 1933. Doch noch ſchöner Sonntag Wenn wir dieſe Ueberſchrift für die Zeilen wäh⸗ len, die wir dem geſtrigen Sonntag widmen, ſo wollen wir damit andeuten, daß der allerdings nur kürzere Regen am Samstag abend und die ſtarke gewölkung am Sonntag vormittag die Hoffnungen auf ſchönes Ausflugswetter ſehr herabſtimmten. Wi⸗ her Erwarten ſetzte kein Regen ein, dafür aber ein acht ſtarker böiger Wind, der die Wolken zerriß und ſortjagte, ſo daß die Sonne die Oberhand gewann. Die vorgeſehenen Nachmittagsſpaziergänge konnten holgedeſſen ausgeführt werden, ohne daß der Re⸗ genſchirm in Anſpruch genommen werden mußte, den nele Vorſichtige mitgenommen hatten. Die Anlagen boten das übliche Bild. Auf den Bänken war nur Iſchwer Platz zu bekommen. Aber auch in den Wirt⸗ ſhaftsgärten konnte man ſich unbedenklich nieder⸗ laſen, da der Wärmemeſſer am nachmittag in der Zunenſtadt 26 Grad zeigte. Der Strandbadbeſuch war am Samstag und am Sonntag ganz dem Wetter angemeſſen. Nach der Wärmeſteigerung am Sams⸗ ung hatten ſich rund 2500 Badegäſte eingefunden, die aber mehr zu Luft⸗ als zu Sonnenbädern kamen. Obgleich am Sonntag vormittag zeitweilig die Sonne recht verlockend vom Himmel ſtrahlte, ſetzte doch nicht der Zuſtrom ein, den man erwartet hatte. Offenbar traute man dem Wetter nicht ganz. Als man am Nachmittag erkannt hatte, daß es trocken kleiben würde, entſchloß man ſich doch zu einem Strandbadbeſuch. Nach vorläufigen Schätzungen kürften im Laufe des Tages immerhin 5000 Bade⸗ gäſte zuſammengekommen ſein. Der ſtarke Wind, der um die Mittagszeit aufkam und der den Nachmittag über anhielt, beeinträchtigte ſehr das Strandleben. Wenn man ſich keine Bewe⸗ gung verſchaffte, fror man bald und ſo kamen die mitgebrachten Decken, die ſonſt nur als Unterlage herwendet werden, zu Ehren. Ueberall begegnete man eingewickelten Geſtalten. Tüchtig ſchimpfte man über die rote Maſſe, die jenſeits des Rheins ge⸗ lagert iſt und durch den aus Weſten kommenden Wind auf das Strandbad geblaſen wurde. Die roten Staubteilchen wurden mit ungeheurer Geſchwindig⸗ leit über den Rhein getragen, was nicht verwunder⸗ lich war, wenn man bedenkt, daß der außerordentlich böige Wind Stärken bis zu 12 Sekundenmeter er⸗ keichte, Die Kleider wurden im Nordteil des Stran⸗ bes ſehr beſchmutzt, abgeſehen davon, daß der rote Staub den Augen nicht zuträglich war. Man ſprach eifrig darüber, ob hier keine Abhilfe geſchaffen wer⸗ den kann, denn die Tatſachen bewieſen nur zu deut⸗ lich, daß hier etwas geſchehen muß, da auch geſund⸗ heitliche Schädigungen zu erwarten ſind. Abflug zum Deutſchlanoflug Auf dem Mannheimer Flughafen wurde es am Sonntag vormittag ſchon frühzeitig lebendig, denn die vier an dem Deutſchlandflug teilnehmenden Ma⸗ ſchinen ſollten nach Berlin überführt werden. Am Samstag war noch fieberhaft gearbeitet worden, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und die von der Flugleitung zugeteilten Nummern anzubringen. Die Maſchinen erhielten keine fortlaufenden Kenn⸗ ziffern, ſondern einen Buchſtaben und eine Zahl, die zuſammen das für den Deutſchlandflug gültige „Nennzeichen ergeben. Die Maſchine D 2447 mit Flie⸗ ger Bihlmaier fliegt unter dem Zeichen S 8, die Naſchine D 2145 mit Lochner hat das Zeichen S 9; die D 2493 mit Lack wird unter T 1 geführt und ließlich hat D 2428 mit Hamſter das Kennzeichen 1 erhalten. Vor 6 Uhr ſtanden die vier Maſchinen bereits ausgerichtet auf dem Platz, während die Flugzeug⸗ beaazungen ihre Landkarten, die man in große durch⸗ ſihtige Schutzhüllen ſteckte, in Empfang nahmen. Die Luſtpolizei brachte inzwiſchen die Bordbücher in Ord⸗ hüng und forderte von Frankfurt eine Wetterbera⸗ lung ein. Im Nordweſten hatte ſich eine Wolken⸗ wand aufgebaut, die einer Bergkette glich und die ſich über den ganzen Himmel ausbreitete. Die benigen Regentropfen konnten die Stimmung der Flieger nicht beeinträchtigen, zumal der Spritzer bald zu Ende war. Nicht lange darauf riß die Bewöl⸗ lung auf und da noch keine Wetternachrichten aus Ateldeutſchland eingetroffen waren, entſchloß ſich Vihlmater zum Abflug..54 Uhr ſprangen nach⸗ dander die Motoren an und um.57 Uhr rollte Führer Bihlmaier mit ſeiner 8 8 als erſter auf den Ratz In kurzen Abſtänden folgten T1, 89 und ſchließ⸗ lch T 2, ſo daß der Abflug im Geſchwader erfolgte. dach einem großen Bogen über Neckarau überflog lan in etwa 150 Meter Höhe den Flugplatz, um bald in der Richtung Darmſtadt den Blicken zu entſchwin⸗ Herzliche Wünſche begleiteten die acht Flieger, 5 man zum Abſchied kleine Blumenſträuße in ie Hand gedrückt hatte. Die Maſchine D) 2123 war Henfalls aufgeſtiegen, um den zu fliegeriſchen Taten ſusziehenden Kameraden ein Stück Wegs das Ge⸗ eite zu geben. 5 Lieſel Bach in Mannheim Auf dem Wege von Baden⸗Baden nach Köln Außte am Samstag abend im Mannheimer Flug⸗ laſen die deutſche Kunſtflugmeiſterin Lieſel Bach aue Zwiſchenlandung vornehmen, da ein den am Oelrohr einen Weſterflug unmöglich 9 Als der ſilberne Vogel mit der Zulaſſungs⸗ 8 D 2160 vor die Flugzeughalle gerollt war, unte man feſtſtellen, daß Lieſel Bach das Klemm: hren ſeuazeug benützte, das von Elly Beinhorn zu tem berühmten Weltflug benützt wurde. Zur Er⸗ erung an dieſe Tat trägt auch heute noch die Au ſhine unterhalb der beiden Sitze am Rumpf die Bagel„Dieſes Klemm⸗Flugzeug benützte Elly 1 uhorn auf ihrem Weltflug durch Europa weng, Auſtralien und Amerika 1931/1932.“ Nicht 1 als 28 Flaggen der auf dieſem Fluge be⸗ 80 en Staaten und Länder und die aufgeführten 8 utlandeplätze des Weltfluges unterſtreichen die aſchriſt. Dem Flugzeug, das in der Zwiſchenzeit en neuen Anſtrich bekommen hat, ſieht man na⸗ Abſchied der Berliner Hitler⸗Jugend Ankunft der Hallenſer im Mannheimer Flughaſen Die 15 Berliner Jungens haben ſich an den beiden] nach der Landung jedem der Hallenſer der Umſchlag letzten Tagen in Mannheim nock außerordentlich wohlgefühlt, zumal ſie am Freitag eine eindrucks⸗ volle Fahrt nach Worms unternehmen durften. Zuerſt ging es mit dem Boot durch die Mannheimer Hafenanlagen nach der Großmühle der Großein⸗ kaufsgeſellſchaft deutſcher Konſumvereine, wo die Jungens in einem lehrreichen Vortrag mit der Art der Großeinkaufsgeſellſchaften vertraut gemacht wur⸗ den. Unterhaltungen mit Arbeitern des Betriebs vertieften die Eindrücke. Mit einer Atzung für die Stromfahrt verſehen, ließ man ſich nach Worms bringen, um dort ein Stück deutſcher Geſchichte zu er⸗ leben. Beſonders lobte man die gute Führung und nicht zuletzt auch das von der Stadt Worms geſpen⸗ dete Eſſen. Als es wieder mit dem Schiff heimwärts ging, war man rechtſchaffen müde. Man mußte ſich ſchon ordentlich zuſammenreißen, um ſpäter im Planetarium den Darbietungen folgen zu können. Die noch zur Verfügung ſtehende Freizeit nützte man nicht, wie vorgeſehen, zur Abfaſſung von Reiſeberichten, ſon⸗ dern meiſt zu einem Stadtbummel, zur Tätigung von Einkäufen und Beſchaffung von Reiſeandenken. Recht ſchwer wurde der Abſchied von den Leuten, die ſo ſehr um das leibliche und geiſtige Wohl beſorgt waren. Die Abſchiedsſtunde wurde um genau hun⸗ dert Minuten hinausgeſchoben, ſo daß man im Ka⸗ meradenkreiſe auf dem Flugplatz noch manches Wort tauſchen konnte. Ein klein wenig neidvoll blickte man auf die Hallenſer Kameraden, die als„Ablö⸗ ſung“ kamen und die die von den Berlinern durch⸗ lebten acht Tage noch vor ſich hatten. Unter Füh⸗ rung von Flieger Noack war die Junkers G 81 D 1787„Weſtmark“ um 10.59 Uhr in Halle abgeflogen, um die„nächſten fünfzehn“ nach Mannheim zu brin⸗ gen. Um halb 2 Uhr kam die Maſchine in Sicht und landete wenige Minuten ſpäter nach einer Runde über den Rhein hinweg ſicher auf dem Rollfeld. Et⸗ was blaß waren die Jungens, die erzählten, daß es auf der ganzen Strecke ziemlich unruhig in der Luft geweſen war. Von wenigen Augenblicken Wolken⸗ flug abgeſehen, hatten ſie aber freie Sicht nach unten und konnten ſo das deutſche Land unter ſich herziehen ſehen. Die 15 Hallenſer, die im Alter von 16 bis 18 Jahren ſtehen, ſind aus allen Berufen ent⸗ nommen und ſtammen meiſt aus dem Handwerk. Führer iſt ein Konditor, während die übrigen Jungens Klempner, Bäcker, Schloſſer uſw. ſind. Nur ein Schüler befindet ſich unter ihnen. Die Ver⸗ teilung in die Unterkünfte iſt wie bei den Berliner Jungens ſorgfältig vorbereitet worden, ſo daß gleich mit Ausweiſen, Fahrſcheinen und Führern in die Hand gedrückt werden konnte. Verkehrsvereins⸗ direktor Hieronymi hieß im Namen des Ober⸗ bürgermeiſters und der Stadtverwaltung die Jungens willkommen und gab der Hoffnung Aus⸗ druck, daß ſte in Mannheim und Umgebung ſorgloſe Tage verleben mögen. Weitere Begrüßungsworte ſprach Dr. Meyer der die Gäſte bat, mit offenen Augen durch das Land zu wandern und nicht zu ver⸗ geſſen, daß die acht Tage ſo ſchnell vergehen werden, wie der zurückliegende Flug. Nach der Ermahnung, gute Kameradſchaft zu halten, brachte die angetretene Mannheimer Hitler-Jugend ein dreifaches Sieg Heil! aus, das die Hallenſer ſofort erwiderten. Für einige Zeit ſchwirrten Berliner, Mannheimer und ſächſiſche Laute durcheinander, ohne daß eine An⸗ näherung zwiſchen den zum Rückflug bereiten Ber⸗ linern und den ſächſelnden Hallenſern zuſtande kam. Die neuen Gäſte rückten möglichſt raſch in ihre Unterkünfte ab, denn der Flug hatte ſie doch mächtig angeſtrengt. Während das Flugzeug für den Rückflug nach Berlin fertiggemacht wurde und die Beſatzung— der Funker war ein Mannheimer— ſich ſtärkte, feierte Mannheim⸗Berlin Abſchied. Als die Abflugzeit herangerückt war, ſprach Dr. Meyer Abſchiedsworte und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es den Ber⸗ linern in Mannheim gefallen hat. Weiterhin be⸗ ſtätigte er ihnen, daß ſie ſich als feine Jungens ge⸗ zeigt haben. Auch die Mannheimer Hitler⸗Jugend verabſchiedete ſich mit herzlichen Worten. Die über⸗ reichten Blumen ließen neben Aeußerungen erken⸗ nen, daß die Berliner Jungens nicht ganz ohne Ein⸗ druck auf verſchiedene Mannheimer Mädels geblie⸗ hen waren. Dankesworte ſprach ſchließlich der Füh⸗ rer der Berliner, der beſonders für die freundliche Aufnahme dankte und der Hoffnung Ausdruck ver⸗ lieh, auch die Mannheimer bald in Berlin begrüßen zu dürfen. Man ſang noch Lieder und dann hieß es endgültig Abſchied nehmen. Unter lebhaftem Winken der Davonfliegenden und der Zurückgebliebenen rollte die D 1786 über den Platz, um nach zwei Run⸗ den über Mannheim zu fliegen, womit der Flieger einen Wunſch ſeiner jugendlichen Fluggäſte erfüllte. Die Hallenſer wurden am Nachmittag nach dem Strandbad geführt, wo ſie ſich durch ein Bad im Rhein erfriſchten. Nach der Rückkehr zur Stadt konnten ſie frei über ihre Zeit verfügen. Unter Füh⸗ rung von SA⸗Mann Oehler und in Begleitung von drei Mannheimer Hitler⸗Jungens fuhr man am Sonntag nach Weinheim, um auf gleichen Wegen wie acht Tage zuvor die Berliner den Odenwald zu durchwandern. j. türlich nicht mehr an, welche Leiſtung mit ihm voll⸗ bracht worden iſt. Sonntag früh traf aus Köln ein Fluglehrer ein, der die Störung beſeitigte, ſo daß die Maſchine gegen 11 Uhr weiterfliegen konnte. Da der Fluglehrer den Motor auf dem Fluge über⸗ prüfen wollte, wurde die Maſchine von ihm ge⸗ ſteuert, während Lieſel Bach mit dem Kraftwagen nach Köln zurückfuhr. Einbruch bei Juwelier Feſenmeyer In Ergänzung unſerer Mitteilungen über den erſten Einbruch bei Juwelier Feſen meyer in der Nacht zum 13. Auguſt wird uns geſchrieben: Das Notrufkommando wurde um.30 Uhr geru⸗ fen. Beim Eintreffen am Tatort war die Haustüre verſchloſſen. Sie konnte erſt geöffnet werden, nach⸗ dem von einem Hausbewohner der Haustürſchlüſſel herabgeworfen worden war. Beim Eindringen in den Hausflur wurde feſtgeſtellt, daß die nach dem Hausgang führende Ladentüre mit einem Rolladen verſchloſſen war. Ebenſo war die nach dem Hofraum führende Tür geſchloſſen. Der ganze Häuſerblock wurde durch die Polizei abgeriegelt und der Inhaber Feſenmeyer fernmündlich, von dem Einbruch ver⸗ ſtändigt. Der im Hauſe wohnende Hausmeiſter er⸗ ſchien bald darauf und öffnete die Türe nach dem Hof. Dort wurde feſtgeſtellt, daß eine Fenſterſcheibe nach dem Juwelierladen eingeſchlagen und ein Stab am Gitter abgeſchnitten und hochgebogen war. Die Diebe waren inzwiſchen über die Hofmauer geflüchtet, wie aus den Zurufen von Hausbe⸗ wohnern hervorging. Während zwei Polizeibeamte und der Hausmeiſter zur Bewachung des Ladens zu⸗ rückgelaſſen wurden, nahmen der Notrufführer und der anweſende Kriminalbeamte die Verfolgung der Täter über die Mauer auf. Hierbei wurden die an⸗ ſtoßenden Gebäude einſchließlich der Dächer durch⸗ ſucht. Im Hauſe P 1, 3a ſtand die Haustür nach der Straße zu offen. Im zweiten Stock wurden in einem offenſtehenden Raum Kleidungsſtücke, die den Ein⸗ brechern gehörten, vorgefunden. Bei der Durch⸗ ſuchung der Dächer P 1, 3a, P 1, 3 und P 1, 4(Schmol⸗ ler), die mit Hilfe von inzwiſchen eingetroffenen Verſtärkungen vorgenommen wurde, wurde einer der Einbrecher auf einer Veranda, die ſich etwa .50 Meter unterhalb des Daches befindet, feſtgenom⸗ men. Trotzdem die übrigen Gebäude einſchließlich der Dächer weiterhin genau durchſucht wurden, konnte der zweite Täter nicht ermittelt werden. Eine inzwiſchen nach dem Eintreffen des Juweliers Feſen⸗ meyer im Laden vorgenommene gründliche Durch⸗ ſuchung blieb ebenfalls ergebnislos. Nach Angaben des feſtgenommenen Täters hat ſein Genoſſe beim Eintreffen des Notrufs mit ihm durch den Hof und über die dort befindliche Mauer die Flucht ergriffen. Kehraus in einer Konditorei »Mit dem heutigen Tage iſt das Konditorei⸗ Kaffee im Warenhaus Wronker ge⸗ ſchloſſen. Die noch vorhandenen Vorräte wurden am Samstag nachmittag auf eine vorbildliche Weiſe verwertet. 120 arme Kinder nahmen an einer Kaffeeſtunde teil, die den Kleinen gewiß noch lange in angenehmer Erinnerung ſein wird. Etwa 70 Kinder aus der Siedlung für Kinderreiche auf dem Waldhof kamen mit einem Sonderzug der Straßen⸗ bahn, weitere 50 Kinder aus ebenfalls kinderreichen Familien anderer Stadtteile einzeln und in Gruppen. Um 3 Uhr begann die Kaffeeſchlacht im wahrſten Sinne des Wortes, denn es galt, erhebliche Mengen Schlagſahne und Kuchen bis auf den letzten Reſt zu vertilgen. Da machten ſich die Buben und Mädels wacker ans Werk. Viele von ihnen dachten in rührender Weiſe an ihre Eltern und Geſchwiſter, für die manches Stück Kuchen und Torte eingewickelt wurde. Der Geſchäftsführer nahm es auch nicht ſo genau, als nach und nach mehrere uneingeladene kleine Gäſte erſchienen und ihm bekanntgaben, daß ihre Väter arbeitslos ſeien; ſie durften ohne weiteres Platz nehmen und hatten gleich eine Taſſe des herr⸗ lich dampfenden Getränks vor ſich ſtehen. Der zweite Vorſitzende der Ortsgruppe des Bundes der Kinderreichen, Studienrat Schenkel, richtete einige heitere Worte an die Kinder und forderte ſie auf, den Spendern durch ein dreifaches„Sieg Heil!“ auf den Führer zu danken, was mit großem Stim⸗ menaufwand geſchah. Es iſt bemerkenswert, daß bei dieſem Kinder⸗ Kaffeekränzchen Familien vertreten waren, die bis zu zwölf Kinder ihr eigen nennen. Nach getaner Arbeit rüſtete ſich die fröhliche Kin⸗ derſchar zum Aufbruch. Vorher aber erhielten die Kinder Lebensmittelpakete, die ſie chren Angehörigen mit nach Hauſe nehmen konnten. Jedes der Pakete enthielt Konſerven und andere Lebens⸗ mittel im Werte von etwa 2 Mark. Dazu wurde noch eine Tafel Schokolade und ein kleines Spiel⸗ zeug für die Kinder gegeben. Auf dieſe Weiſe wur⸗ den die Vorräte der demnächſt ebenfalls zur Auf⸗ löſung gelangenden Lebensmittelabteilung des Warenhauſes Wronker erheblich gelichtet. Für be⸗ ſonders große Familien wurden je nach der Kinder⸗ zahl zwei und mehr Pakete mitgegeben. Um 4 Uhr brachte der Sonderzug der Straßenbahn die Kinder vom Waldhof heimwärts. Auch die anderen beeilten ſich, hren Eltern das ſchöne Geſchenk zu überbringen. Durch die Auflöſung der beiden Abteilungen wer. den 33 Angeſtellte frei, von denen 20, und zwar die höchſtbezahlten, in andere Abteilungen des Hauſes übernommen werden, während die reſtlichen 13 wohl alle in hieſigen Kleinbetrieben untergebracht wer⸗ den können. * Polizeibericht vom 20. Auguſt. Verkehrsunfälle. An der Kreuzung Kloppen⸗ heimer⸗ und Zähringerſtraße ſtießen drei Motorräder zuſammen, wobei zwei Per⸗ ſonen leicht verletzt wurden. Die Motor⸗ räder wurden beſchädigt. Nichtbeachtung des Vor⸗ fahrtsrechtes, ſchnelles Fahren und Nichteinhaltung der rechten Straßenſeite waren die Urſachen des Zuſammenſtoßes.— Durch eigene Unvorſichtigkeit wurde eine Radfahrerin, die aus der Schul⸗ ſtraße in die Neckarauerſtraße einbiegen wollte, von einem Perſonenkraftwagen erfaßt und zu Boden ge⸗ worfen. Hierbei erlitt die Radfahrerin einen Schlüſ⸗ ſelbeinbruch.— Bei zwei weiteren Zuſammenſtößen entſtand nur geringer Schaden. Wegen groben Unfugs und Ruheſtörung wurden 22 Perſonen angezeigt. * Mit einem Sonderflugzeug reiſte am Samstag der Generalinſpektor für das deutſche Straßenweſen, Dr. Todt, von Mannheim nach München. Dr. Todt, der an der Generalverſammlung der Hafraba in Frankfurt teilgenommen und dort, wie mitgeteilt, richtunggebende Ausführungen über die Reichsauto⸗ bahnen gemacht hatte, fuhr mit dem Kraftwagen zur Beſichtigung der Strecke Frankfurt Mannheim ab, um im Mannheimer Flughafen die Sondermaſchine zum Rückflug nach München zu be⸗ nützen. Das Flugzeug D 1597, eine Junkers 1/18, Es gehört mit dieſer ausführen wurde von dem Flieger Mack geſteuert. der Badiſch⸗Pfälziſchen Luft⸗Hanſa, die Maſchine regelmäßig ſolche Sonderflüge läßt. * Ernannt wurden Amtsgerichtsrat Kurt Mül⸗ ler in Mannheim zum Landgerichtsrat hierſelbſt und Staatsanwalt Dr. Heinrich Gulden in Offen⸗ burg zum Amtsgerichtsrat in Mannheim. * Verzichtet auf Zulaſſung hat Rechtsanwalt Dr. Chriſtian König beim Landgericht Mannheim. * Ein ſchwerer Zuſammenſtoß ereignete ſich Sonn⸗ tag früh kurz nach 7 Uhr am Parkhotel. Ein vom Friedrichsplatz herkommender Kraftwagen wollte den Ring überqueren, ohne daß der Fahrer dem vom Tatterſall kommenden Kraftradlenker das Vor⸗ fahrtsrecht einräumen wollte. Das Kraftrad fuhr wohl ziemlich raſch, wurde aber lange vor der( eu⸗ zung abgebremſt. Der Kraftwagen wurde hing ö ſehr langſam über die Kreuzung gefahren, ſo daß der Kraftradfahrer keine Möglichkeit mehr ſah, vor oder hinter dem Perſonenwagen herumzukommen. Der Aufprall erfolgte mit voller Wucht, wobei der Krafſtradfahrer ſchwer verletzt wurde. Er konnte aber noch einen in der Nähe wohnenden Arzt aufſuchen, der die Wunden an der Hand, am Kopf und unter dem Auge behandelte. Bei dem Perſonenwagen wurde die ganze Seiten ⸗ wand eingedrückt, die Scheiben zertrümmert und die Kotflügel verbeult. Das Kraftrad konnte wegen ſeiner ſchweren Beſchädigungen gar nicht mehr vom Platze gerollt werden. Als der verletzte Kraft⸗ radfahrer vom Arzt zurückkam, bat er den Wacht⸗ meiſter, der den Lenker des Wagens bereits vernom⸗ men hatte, noch etwas mit ſeiner Vernehmung zu warten, denn ſeine ganze Sorge galt ſeinem ſchwer beſchädigten Fahrzeug. Die Schuldfrage muß erſt noch geklärt werden, da noch nicht feſtſteht, ob der Zuſammenſtoß durch unvorſchriftmäßig ſchnelles Fah⸗ ren des Kraftradlenkers oder durch Nichtbeachtung des Vorfahrtsrechtes des Kraftwagenfahrers verur⸗ ſacht wurde. * Das Gartenkonzert im Friedrichspark, das am Samstag vorwiegend von der Standartenkapelle 171 beſtritten wurde und für das der Sturm 13/171 ver⸗ antwortlich zeichnete, hatte einen überraſchend guten Beſuch aufzuweiſen. Sehr drangvoll ging es im großen Saale zu, der bis auf einige Seitentiſche vollſtändig ausgeräumt worden war, um den Tanz⸗ luſtigen Gelegenheit zum Schwingen des Tanz⸗ beins zu geben. Unter den Klängen einer Abteilung der Standartenkapelle tanzte man ſelbſtverſtändlich faſt ausſchließlich deutſche Tänze. In den Garten⸗ ſälen war überhaupt kein Platz mehr zu bekommen. Selbſt im Wirtſchaftsgarten waren nur ſehr ſchwer noch freie Stühle zu entdecken. Die Anlagen hatten ein feſtliches Gewand angelegt. Die Hauptwege waren mit bunten Lampionketten eingefaßt, wäh⸗ rend die Raſenfläche, auf der die Vorführungsbühne ſtand, mit roten Lampions umſäumt war. Der milde Abend geſtattete das Verweilen im Freien. Im Muſikhaus hatte die Standartenkapelle 171 Platz genommen, die unter Leitung von Muſikzugführer Homann⸗Webau mit ausgezeichneten Darbie⸗ tungen unterhielt. Die künſtleriſche Wiedergabe der Muſikſtücke rief ſtarken Beifall hervor, ſo daß es ohne Zugaben nicht abging. Eine nette Abwechflung brachte das Auftreten des Geſchwiſterpaares Storck das mit gewohntem Schwung und mit dem nie ſeine Wirkung verſagenden Humor tanzte. Zwiſchendurch richtete der Sturmfüßchrer einige Begrüßungs⸗ worte an die Gäſte und verlieh ſeiner Freude über den ſtarken Beſuch Ausdruck. Unter Abbrennen von rotem Feuerwerk ließ ſich ein aus SA⸗Leuten des Sturms 13 gebildeter Sprechchor vernehmen, der mit den Worten„Nun flattern die alten Fahnen im Wind—— Nun aber iſt Deutſchland erwacht!“ die Vorbereitung für den großen Zapfenſtreich ſchuf, der den Schluß des Gartenkonzertes bildete. Nach Auf⸗ marſch des Sturmes ſpielten Muſikzug und Spiel⸗ mannszug den Zapfenſtreich, der bei allen Anweſen⸗ den den ſtärkſten Eindruck hinterließ. Im Saale tanzte man ſpäter noch flott weiter, bis zur Polizei⸗ ſtunde. i Die künſtleriſche Plan bearbeitung und Ban⸗ leitung der Funkausſtellung Berlin wurde von dem Architekten Dipl.⸗Ing. Albert Speer jun., Mann⸗ heim⸗Berlin in Gemeinſchaft mit dem Architekten Utzlen, Berlin, ausgeführt. * * An freiwilligen Spenden zur Förderung der nationalen Arbeit ſind, wie die Preſſeſtelle beim Staatsminiſterium mitteilt, bei den Finanzämtern, Hauptzollämtern und Zollämtern des Landesfinanz⸗ amtsbezirks Karlsruhe bis Ende Juli insgeſamt 822 653 Mark eingezahlt worden. Die innere Miſſion in Baden Die Innere Miſſion iſt eine der Lebensäußerun⸗ gen der evangeliſchen Kirche und fühlt ſich zum Dienſt an den der Kirche Entfremdeten, an Hilfs⸗ bedürftigen, Kranken, Verführten und Notleidenden, an den Kindern unſeres Volkes wie überhaupt zum Dienſt für Volk und Vaterland verpflichtet. In bald hundertjähriger Geſchichte hat die badiſche Innere Miſſion mit ihren zahlreichen Liebeswerken ein um⸗ fangreiches chriſtliches und ſoziales Hilfswerk ge⸗ ſchaffen, das dem badiſchen Volke viele wertvolle Dienſte leiſten durfte. Sie beſitzt 175 Anſtalten mit 6267 Betten. Ueber 1000 Arbeitskräfte ſind be⸗ ruflich und Hunderte ſind ehrenamtlich tätig. Die 385 Kindergärten werden von 20 000 Kindern beſucht, 325 Gemeindepflegeſtellen wirken in reichem Segen. In Kindergärten und Gemeinde⸗ egen ſtellen ſind im ganzen 1100 Diakoniſſen tätig. Wei⸗ ter beſtehen ſechs evangeliſche Jugend⸗ un d Wohlfahrtsdienſte in den größten badiiſchen Städten ſowie 49 Bezirksjugend⸗ und Wohlfahrts⸗ dienſte in den Amtsbezirken des Landes mit nur ehrenamtlichen Kräften. Dem Evangeliſchen Frauen⸗ verband für Innere Miſſion gehören 28 000 Mit⸗ glieder an. An Kranken⸗ und Pflegeanſtalten ſind vorhanden: 6 Krankenhäuſer mit 696 Betten, 2 Heil⸗ und Pflegeanſtalten für Epileptiſche und Schwach⸗ ſinnige mit 540 Betten, 1 Krüppelheim mit 35 Bel⸗ ten, 16 Alters⸗ und Siechenheime mit 516 Betten, 2 Verſorgungshäuſer für Mütter und Säuglinge mit 128 Betten. Dem Erziehungsweſen dienen 16 Erziehungs⸗ und Waiſenhäuſer(darunter 2 große Fürſorgeerziehungsanſtalten), 7 Haushaltungsſchu⸗ len für 280 Schülerinnen, 1 Knaben⸗ und 3 Mädchen⸗ ſchulen für 200 Schüler und Schſleriunen, 1 Bauern⸗ hochſchule mit 32 Schülern, 5 Schüler⸗ und Studen⸗ tenheime für 170 Inſaſſen, 8 Heime für berufstätige 4. Seite Jugendli horte für? Innere und Heilſtätte liche Kindererhol chulkinder⸗ zt die badiſche tugsheime 1 Mi iche Erholungs Betten, 17 Jugenderholungs⸗ und Ferien⸗ er evangeliſchen Baden mit 677 5 chriſtliche Hos nit 344 Betten und bergen en, 4 Stadtmiſſio⸗ mi hei Betten, 5 Wan nen, 19 Bah miſſionen für Frauen und Mäd⸗ chen, Bahnhofsdienſte für junge Männer und 2 Be⸗ f ratungsſtellen für A ſtätten ſtehen Kinder⸗ ziale swanderer. An Ausbildungs⸗ zur Verfügung 7 Mutterhäuſer für ind Krankenpflege mit 2480 Schweſtern, Frauenſchule mit Plätzen, 2 Pflegerin⸗ und 2 rgärtnerinnenſeminare. Winter 33 hat die Winterhilfe „Kleidu und Bargeld im Ge⸗ ſamtwert von 222 000 Mk. für die Hilfsbedürftigen gufgewendet. f Nicht Mehrheit, ſondern Güte! In das handwerkliche Erzeugnis iſt weit die rein techniſche Maſſenherſtellune ändige Arbeit des einzelnen deutſchen gewirkt. Wir müſſen es a Ware in einem ganz beſond Handwerksarbeit fördert, fördert damit gleichzeitig die Familienbildung in ſolchen Kreiſen unſeres Mittelſtandes, die ſich die wirtſchaftliche Selbſtändigkeit und damit die Selbſt⸗ 40 mehr, die bo⸗ Menſchen ſo betrachten als en, viel nöhe⸗ ſtändigkeit des Fühlens, Denkens und des Schaffens bewahrt haben. Nicht vom Ozean der Maſſenarbeit und der Großbetriebe, ſondern ausſchließlich von Handwerkli Wertarbeit muß im neuen Deutſch⸗ land die ſtilbildende Kraft ausgehen. Das gilt nicht allein für das handwerksnahe Kunſtge⸗ werbe, ſondern für das ganze Handwerkertum ſchlechthin. Es iſt natürlich nicht möglich, die Maſchinen ein⸗ fach zu zerſchlagen. Einerſeits wäre dies auch gar uicht Handwerkerart und auf der anderen Seite iſt ihm die Maſchine ſelbſt ein unentbehrliches Hilfs⸗ mittel. Der Handwerker iſt aber nicht der Sklave der Maſchine, wie es die Menſchen in den großen Fabriken nachgerade geworden ſind. Aber es muß möglich ſein, im ganzen deutſchen Volk den Sinn für die Unterſcheidung von maſſenmäßig hergeſtellten äußerlichen Blendern und der wertvollen Güte⸗ arbeit des Einzelnen wieder zu wecken. Ge⸗ rade unſere jungen Eheleute, die als Urquelle der deutſchen Zukunft die weltgeſchichtliche Verant⸗ wortung für den künftigen Geiſt in der Familie tra⸗ gen, ſollten hieran ſchon beim Anſchaffen ihrer Woh⸗ nungsein richtung denken. Handpwerklicher Wertarbeit gebührt ein höherer Preis. Aber dieſer Preisunterſchied iſt nur ſcheinbar, weil ſie der Maſ⸗ ſenware gegenüber jenes Mehr an Zweckmäßigkeit, Schönheit und Dauerhaftigkeit hat, das unſere Zeit ſo häufig zu überſehen pflegt. 50 Jahre Der Artist Die bekannte Fachzeitſchrift„Der Artiſt“(Ver⸗ lag Ed. Lintz.⸗G., Düſſeldorf), die im Juli 1883 als überhaupt erſtes artiſtiſches Fachblatt Europas in Düſſeldorf ins Leben trat, begeht das goldene Jubiläum durch eine umfangreiche reich bebil⸗ derte Feſtſchrift mit zahlreichen leſenswerten Beiträgen aus Fachkreiſen, von Behörden und Wirtſchaftlern. Die Schrift gewährt einen aufſchluß⸗ reichen Einblick in einen Berufskreis, der früher Zirkus und Varietée umfaßte, in den letzten Jahren aber in der Hauptſache ſich aus den Kapellen und Muſikern zuſammenſetzte, die für Kleinkunſtbühnen, Kaffeehäuſer und Wirtſchaften verpflichtet werden. In dem Jubiläumsartikel der Schriftleitung, der den reichen textlichen Inhalt der Feſtnummer ein⸗ leitet, wird u. a. ausgeführt:„Unzweifelhaft, daß der mutige Verleger, der mit der Abſicht, ein Artiſten⸗ Fachblatt zu gründen, an die Oeffentlichkeit trat, da⸗ mit auch für ſein eigenes Unternehmen pekuniäre Vorteile erhoffte. Aber alle Ideen— auch ſolche wirtſchaftlicher Art— tragen ihre Geſetze in ſich und wirken ſich mitunter ganz zwangsläufig in Idea ⸗ len aus.„Der Artiſt“ iſt ein Schulbeiſpiel dafür. Der ſo ſelbſtverſtändliche Gedanke des„Artiſt“⸗Gründers — Carl Kraus war ſein Name— die umherreiſenden Künſtler mit den Direktoren unter einen Hut zu bringen, hat gewiſſermaßen die ganz außerordent⸗ lichen— über Jahrzehnte ſich erſtreckenden— wirt⸗ ſchaftlichen und ſozialen Kämpfe zwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Vergnügungsgewerbe vorweg⸗ genommen und auf einer höheren Ebene gelöſt, bevor Aus dieſer ſo ſie überhaupt gegenſtändlich waren. Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe Montag, 21. Auguſt 1983 Es Herrgott zum fen. Tauſendfälti der freien Natur. Wunder tun ſich auf vor den ſcharf beobach⸗ tenden Augen des aufmerkſamen Kindes, das mit uns wandern darf. Wir nennen es Wandern, es iſt jedoch in Wirklichkeit ein gemächliches, bedachtſames Streifen durch die heimatliche Natur. Denn wir haben ja auf die geringere Leiſtungsfähigkeit und die keſonderen Bedürfniſſe des uns begleitenden Kindes, das nicht durch eintöniges Marſchieren über⸗ anſtreungt werden darf, die gebührende Rückſicht zu nehmen. Um allen Zwang zu vermeiden, überlaſſen wir die anzuſchlagende Wanderſchnelligkeit möglichſt dem Kind. Wir kommen dabei nicht zu kurz. Der Eifer des Kindes, Neues zu ſchauen und zu erleben, wächſt in dem Maße, in dem wir ihm den Aufenthalt in der Natur froh und anziehend zu geſtalten verſtehen. Dazu bedarf es keiner beſonderen Fähigkeiten. Die Allmutter Natur macht es uns ja ſo unendlich leicht, wenn wir unſere geſunden Sinne gebrauchen. Wir ſelbſt werden dabei angeregt, wieder jung und froh. Trotz mancher durch Entdeckungen und kleine Erleb⸗ niſſe uſw. veranlaßte Aufenthalte, bei denen wir ſtillvergnügte Zuſchauer ſind oder belehrend und er⸗ klärend eingreifen, bewältigen ſelbſt kleinere Kinder von 4, 5 oder 6 Jahren oft erhebliche Wanderſtrecken, wie wir mit Erſtaunen bemerken. Für uns kommt es darauf an, daß das Kind Erlebniſſe ſammelt, Wiſſen in ſich aufnimmt, daß es die heimatliche Na⸗ tur, die Pflanzen und Tiere aus eigener Anſchau⸗ ung kennen lernt. Daraus erwächſt das innige Ver⸗ bundenſein mit der Heimat: die wahre, echte Hei⸗ matliebe. Das muß der Grundgedanke für jeden ſein, der mit Kindern wandert; mögen es die eigenen oder anvertraute fremde Kinder ſein. Das ſchönſte und gewinnbringendſte Wandern iſt naturgemäß das mit der Familie. Und zwar beſon⸗ ders deshalb, weil es in ſeiner Auswirkung das Er⸗ ziehungswerk der Eltern vereinfacht und verſchönt. Die Natur bietet ja für alle Fragen, die die Erzie⸗ hung der heranwachſenden Kinder betreffen, eine Fülle von Anknüpfungspunkten, bei deren kluger Benut⸗ zung oft ſchwer ſcheinende Erziehungsfragen meiſt ſpie⸗ lend leicht ihre Erledigung finden. Oder auch das Wandern mit einer zahlenmäßig ganz kleinen Kin⸗ dergruppe, die ein familiäres Umſorgen noch ermög⸗ licht. Auf das Zufriedenſtellen von Geiſt und Seele muß dieſes Wandern mit Kindern eingeſtellt ſein. Der Körper kommt dabei ganz von ſelbſt zu ſeinem Recht. Zeit und Muße laſſen zum Studieren der Umgebung, zum Beobachten und Entdecken, nicht müde werden im Erklären und in der Beantwor⸗ tung geſtellter Fragen; darauf kommt es an. Bald wird das Kind ſchon von ſelbſt ſtill und beſinnlich, wenn die Fülle des Erlebens auf es eindringt und ſeine Gedanken vollkommen beſchäftigt. Oder wenn es die Erfahrung macht, daß es beim Stilleſein am Die Kenntnis der Pflanzen erlernt meiſten erlebt. das Kind, aber die Tiere erlebt es. Abgeſehen von den größeren Tieren, die ſich auch dem Stillen ſel⸗ tener und meiſt nur flüchtig zeigen, iſt es beſonders die Kleintierwelt, die das beobachtende Kind in ihren Bann zwingt. Atemlos, mit weit offenen Augen, ſieht es die Spinne ihr Netz bauen, oder ihre Beute beim Einſpinnen drehen und wenden. Bei ein paar Ameiſen, die in gleichbleibender Emſigkeit ihre Geſchäfte beſorgen, kann es ſich ſtundenlang verweilen. Der weidenden Schnecke ſteht es gleich⸗ falls höchſt aufmerkſam zu. Kurz, das Wirken, die Liebesſpiele und Kämpfe der kleinen und kleinſten Lebeweſen, ihre Luſt und ihre Not vermitteln dem beobachtenden Kind vielfaches Erleben und ein faſt nebenbei erworbenes Wiſſen, das zu weiterem For⸗ ſchen und Denken Anreiz gibt. Kinder, denen beim Wandern ſo Gelegenheit ge⸗ geben wird, die Natur zu erleben, werden nie von Langeweile geplagt und werden darum auch nicht ſelbſt zur Plage. Sie brauchen auf der Wanderung keine Spielgefährten und laſſen ſich die Geſellſchaft ihres Betreuers vollauf genügen. Das kameradſchaftliche Verhältnis zwiſchen Eltern und Kind erfährt in der Schönheit der Natur und im Auſeinanderangewieſenſein während eines Wandertages eine Vertie⸗ fung, wie ſie kaum eine andere Gelegenheit bietet. Die Erinnerungen an ſolche Tage ſind im ſpäteren Leben des Kindes immer lebendig, froh und licht, ſie verblaſſen nie. Das Wandern in größeren Gruppen, etwa in Schulklaſſen, kann für die Kinder auch froh und genußreich ſein, wenn ihr Führer ſeiner nicht kleinen Aufgabe gewachſen iſt. Die nicht zu vermeidende Unruhe und die gegenſeitige Inan⸗ ſpruchnahme und Ablenkung ſind jedoch dem Ver⸗ trautwerden mit der Natur hinderlich. Es iſt auch ermüdender und einförmiger für die Kinder, wenn ſie in größeren Gruppen wandern, weshalb in die⸗ ſem Falle mehr geraſtet und geſpielt als gewandert werden ſollte. Beſonders auch deshalb, um den ſchwächeren Kindern nicht zuviel zuzumuten. Die Mitnahme einer Taſchenapotheke und Verbandzeug iſt für den Führer einer größeren Gruppe unerläß⸗ lich. Die öftere Teilnahme ſchulpflichtiger Kinder an Vereinswanderungen Erwachſener iſt nicht zu empfehlen. Wenn auch ein geſundes, gut genährtes Kind von 11 oder 12 Jahren die feſtſtehende Wan⸗ derfolge der Erwachſenen ohne körperliche Schädi⸗ gung bewältigt, wird es doch kaum einen ſeeliſchen oder geiſtigen Gewinn von der Wanderung haben. Das ſchwächliche oder nervöſe Kind iſt für alle Fälle von Vereinswanderungen fernzuhalten. Dagegen ſoll es recht oft mit den Eltern auf die hier be⸗ ſprochene Art wandern. Der wohltuende Einfluß ſolcher Ausflüge wird ſich bei ihm bald zeigen. Das Wandern mit der Familie iſt auch in der jetzigen Notzeit noch möglich. Es braucht ja nicht immer in die Ferne zu gehen und Geld zu koſten. Wer in der Umgebung Mannheims und Ludwigshafens wan⸗ dert, wird mit Erſtaunen feſtſtellen, wie ſchön doch unſere engere Heimat iſt. Fr. Fl. natürlichen Ur⸗Einſtellung iſt dem„Artiſt“ ſein Le⸗ bensgeſetz erwachſen, das er die ganzen fünf Jahr⸗ zehnte hindurch faſt ſonder Schranken— gleichviel, wer das Blatt gerade betreute— zu erfüllen ver⸗ ſucht hat, nämlich: über den Parteien zu ſtehen und am Ausgleich der aufeinander angewieſenen und ſich befehdenden beiden großen Gruppen ehrlich und mannhaft— keinem zu Leide und allen zu Liebe— mitzuarbeiten. Immer wieder ſchwankte das Züng⸗ lein an der Waage des„Artiſt“, einmal nach dieſer, das anderemal nach der anderen Seite, und wenn ſich auch ganz von ſelbſt allmählich der Zuſtand her⸗ ausbildete, daß die nomadiſierende Gruppe die ſtär⸗ kere Aktivität entfaltete und im„Artiſt“ ihre geiſtige Heimat ſah, ſo iſt es doch kaum jemals dazu gekom⸗ men, daß das Grundgeſetz dieſes Blattes: ſich durch nichts und niemand in die Einſeitigkeit hinein⸗ manöprieren zu laſſen, mehr als vorübergehend ge⸗ fährdet oder verletzt wurde.“ In einem Bericht über die und Karlsruhe verpflichteten Kapellen wird u. a. ausgeführt:„Seit der Eröffnung des Clou(Kafaſö⸗Betrieb) im Januar d. J. iſt mit der Direktion auch Kapellmeiſter Hans Frank ein⸗ und umgezogen. Er hat vorher ſchon ein Jahr lang in Mannheim — Berlins aſtronomiſche Wunberuhr iſt wieder im Gang. Die Uhr war lange Jahre außer Gang, denn im Repvolutionsnovember 1918 zerſtörten Auf⸗ rührer die Uhr, die im Schloß ſtand. Die Gewichte wurden abgeſchnitten und verkauft, und das alte Werk, das aus dem Jahre 1791 ſtammt, wurde durch rohe Bajonettſtiche ſo beſchädigt, daß auch die Fach⸗ leute eine Ausbeſſerung zunächſt für unmöglich hielten. Den Beſuchern des Staatlichen Schloß⸗ muſeums wurde die Uhr ſtets mit der Bemerkung gezeigt, daß eine Wiederherſtellung dieſes Wunder⸗ werkes nicht mehr möglich ſei. Bei einer ſolchen Ge⸗ legenheit ſah auch einmal der Berliner Uhrmacher Franz Stegemann das zerſtörte Werk, und es ge⸗ lang ihm, in 160 Stunden die Uhr, die man ſchon „totgeſagt“ hatte, wieder in Gang zu bringen. Da⸗ mit iſt eine einzigartige Leiſtung früherer Hand⸗ werkskunſt gerettet worden. Von dem Wunderwerk läßt ſich viel erzählen. So beſitzt die Uhr zum Bei⸗ ſpiel eine Einrichtung, die jeden Tag pünktlich zur Zeit des Sonnenaufgangs die Sonne erſcheinen läßt und ebenſo bei Sonnenuntergang die Sonne ver⸗ ſchwinden läßt. Das Schlagwerk iſt derart einge⸗ richtet, daß es während der Zeit von 21 Uhr bis 6 Uhr ausſetzt, wohl um die Nachtruhe nicht zu ſtören, die in Berlin damals wohl an andere Zeiten wie heute gebunden war. Zu den Wundern des Werkes gehört dann u. a. auch ein Rad, das ſich in Hundert Jahren nur einmal vollkommen dreht, wäh⸗ rend ein anderes Rad ſich ſogar nur einmal in vier⸗ hundert Jahren dreht. — In der Nähe einer franzöſiſchen Feſtung in Tunis war infolge der großen Hitze ein Step⸗ peubrand ausgebrochen, der mit raſender Ge⸗ ſchwindigkeit um ſich griff. Bedrohlich näherte ſich das Feuer, der auf einer Anhöhe gelegenen Pul⸗ verkammer. Es war unmöglich, den Brand ein⸗ zudämmen. Innerhalb weniger Minuten war der ganze Hügel ein Flammenmeer. Unter den Ein⸗ geborenen brach eine furchtbare Erregung aus. In wilder Flucht verſuchten ſie, aus dem Gefahrengebiet zu entkommen. Das Unglück wurde jedoch durch einen faſt vier Meter breiten Graben, der den Pul⸗ verturm umgibt, verhütet. Ein kniſternder Flam⸗ menring züngelte um den Pulverturm; den breiten Graben konnten die Flammen jedoch nicht über⸗ ſpringen. Stundenlang kämpften vier Kompaguten eingeborener Jäger und 400 Mann Artillerie ge⸗ meinſam mit der Feuerwehr mit dem wütenden Feuer und endlich gelang es ihnen die Gefahr zu be⸗ ſeitigen * — In den franzöſiſchen Pyrenen iſt jetzt die höchſte Gebirgsſtraße in Europa, die zu dem Pio du Midi de Bigorre führt, eröffnet worden. Sie führt unterhalb der Wetterwarte vorbei, die in der Nähe des Gipfels, der 3770 Meter hoch iſt, liegt. Die Mitglieder der franzöſiſchen Akademie der Wiſſen⸗ ſchaften ſetzten dieſe Wegführung 200 Meter unter dem Obſervatorium durch, weil ſie befürchteten, daß die feinen Inſtrumente erſchüttert würden, wenn Wagen in größerer Nähe an der Warte vorbeifahren würden. * — Vor einiger Zeit iſt der engliſche Schiffahrts⸗ könig, der aus Deutſchland ſtammende Sir John Ellermann geſtorben. In einer phantaſtiſchen Lauf⸗ bahn war Ellermann zu einem der reichſten Männer im„Wintergarten“ mit der gleichen Direktion Ge⸗ ſchäftsfreud und Leid geteilt. Kapellmeiſter⸗Pianiſt Frank iſt im Laufe der Jahre geradezu in den Charakter des Hauſes hineingewachſen. Er kennt jeden Gaſt und ſeine Sonderheiten. Stets wandert er mit ſeinem Akkordeon im Parkett, virtuos ſpielt er das Inſtrument, unerſchöpflich ſind ſeine muſi⸗ kaliſchen Ideen.“ Zum Schluß wird bei der Bewer⸗ tung der Mannheimer und Karlsruher Kapellen feſtgeſtellt, daß die Leiſtungen einen erfreulichen Hochſtand aufweiſen. * Die Durchführung der Verordnung über die Abſchaffung des Doppeljochs vom 13. Juni 198 ſtößt nach den inzwiſchen gemachten Wahrnehmungen vor allem in den gebirgigen Teilen des Landes auf ge⸗ wiſſe Schwierigkeiten. Die Bezirksämter werden daher ermächtigt, in ſolchen Fällen, in denen die Be⸗ ſeitigung des Doppeljochs infolge der gebirgigen Geländeverhältniſſe beſondere Schwierigkeiten be⸗ reitet, die Friſt für die nach§ 2 zuläſſigen Aus⸗ nahmebewilligungen bis zum 1. Juni 1934 auszudehnen. Die Polizei⸗ und Gendarmerie⸗ beamten ſind mit entſprechender Weiſung zu ver⸗ ſehen. Aus Vaden * Tauberbiſchofsheim, 18. Auguſt. Das Bezirks, amt hat auf Grund des vierten Geſetzes zur Durch ⸗ führung der Gleichſchaltung von Reich, Ländern, Ge⸗ meinden und Gemeindeverbänden im Lande Baden den Gemeinderat und Bürgerausſchuß Tauber⸗ biſchofsheim aufgelöſt. Der Grund zur Auflöſung war dadurch gegeben, daß zwei Mitglieder der frühe. ren Zentrumspartei nicht freiwillig von ihren Man⸗ daten zurücktraten. * Pforzheim, 20. Auguſt. Am Freitag nachmittag trug ſich auf dem Buckenberg ein ſchrecklicher Unfall zu. Zwei Knaben waren mit Holzhacken beſchäftigt wobei der 10fäbrige Schüler Otto Müller enn Stück Holz aufheben wollte. Gleichzeitig ſchlug der andere, ein 13jähriger Knabe, mit einer friſch ge, ſchliffenen Axt von oben herab auf den Kopf dez Müller. Vom Wirbel bis zur Stirn wurde dem Knaben die Schädeldecke zerſpalten. Daz Hirn blieb unverletzt. Der Verunglückte wurde ins Krankenhaus verbracht, wo er lebensgefährlich verletzt darniederliegt. Bei Pforzheim wird zur Zeit auf einem Berghang im Wurmtal ein Alpengarten aufgebaut, der nach ſeiner endgültigen Fertigſtellung im Frühjahr des nächſten Jahres der größte Alpengarten Süddeutſchlandz ſein wird. Auf einem Raume von rund 2500 qm wird er über 50 000 alpine Pflanzen aufweiſen, die hier in einer großartigen natürlichen Gartenanlage vereinigt werden. Amtliche Perſonal veränderungen Ernannt: Miniſterialrat Karl Götz und Ober⸗ regierungsrat Heinrich Reinle im Miniſtertum bes Kultus, des Unterrichts und der Juſtiz— Abteilung Juſtiz—, erſterer zum Landgerichtspräſidenten in Konſtanz, letzterer zum Miniſtertalrat in dieſem Miniſterium; Landgerichtsrat Kund Ruppert in Karlsruhe zum Oberregierungsat, die Staats⸗ anwälte Erich Dittus in Pforzheim zum Land⸗ gerichtsrat in Konſtanz; Friedrich Kauffmann in Offenburg zum Amtsgerichts rat daſelbſt, und Dr, Otto Himmelmann in Heidelberg zum Amts⸗ gerichtsrat in Stockach. Verſetzt: Die Amtsgerichtsräte Max Güde in Bruchſal nach Wolfach ſowie Juſtizſekretär Jakob Demmer beim Miniſterium des Kultus, des Unter⸗ richts und der Juſtiz— Abteilung Juſtißz— zum Oberlandesgericht. Förſter Wilhelm Baro in Keiſh nach Stockmatt(Gemeinde Wies bei Schopfheim), Uebertritt in den Ruheſtand: Land⸗ gerichtspräſident Dr. Adolf Homburger in Konſtanz auf 1. November 1933. Aus der Pfalz * Roxheim bei Frankenthal, 20. Auguſt. Nachdem in letzter Zeit auch hier die Feloͤdiebſtähle zugenom⸗ men haben, wurde in den Abendſtunden ein Gur⸗ kendieb mit einem Schild auf der Bruſt und auf dem Rücken mit der Aufſchrift:„Ich habe Gurken geſtohlen“ unter Vorantritt von Trommlern und in Begleitung einiger SA⸗Leute und einer großen Schar Jugend als abſchrecken⸗ des Beiſpiel durch die Dorfſtraßen geführt. bp. Annweiler, 18. Auguſt. Auf dem Kreisfugend⸗ heim des Pfälzer Turnerbundes wird zur Zeit ein Werbefilm von Annweiler und ſeiner Um⸗ gebung hergeſtellt. Vor einigen Tagen wurde auf der Reichsfeſte Trifels gefilmt. Der Film ſoll im gan⸗ zen Reich vorgeführt werden. bp. Kandel, 18. Auguſt. Schloß in Steinweiler erklärt. * Landau, 18. August. In einer Beſprechung des Bezirksamtes Landau wurde im Rahmen des Ar⸗ beitsbeſchaffungsprogramms die Durchführung eines großen Waſſerleitungsbaupla⸗ nes für die Gemeinden Eſſingen, Knörlingen und Walsheim beſchloſſen. Dadurch ſollen einige hundert Erwerbsloſe dieſer Gemeinden Arbeit bekommen, Bei der Stadtverwaltung Landau nahmen die Bera⸗ tungen über die Arbeitsbeſchaffung ebenfalls ihren Fortgang. Man plant die Niederlegung alter un⸗ verwendbarer Militärgebäude im Innern der Stabt, die Schaffung einer Markthalle und den Neußpau eines Krankenhauſes. Erſter Bürgermeiſter hat ſeinen Rücktritt Englands geworden. Nach ſeinem jetzt veröffent⸗ lichten Teſtament hinterläßt er ein perſönliches Ver⸗ mögen von 230 Millionen Mark. In dieſem Ver⸗ mögen ſind die umfangreichen Intereſſen Eller⸗ manns in der engliſchen Schiffahrt und anderen In⸗ duſtriezweigen nicht einbegriffen. Von dem perſön⸗ lichen Vermögen ſind bereits 112 Millionen Mark an Erbſchaftsſteuer abgeführt worden. Der Haupt⸗ teil des Vermögens fällt an die Familie. Daneben ſind Stiftungen für Angeſtellte, die Dienerſchaft und verſchiedene Krankenhäuſer ausgeſetzt. Was hören wir? Montag, 21. Auguſt Frankſurt .15: Schallplatten.— 13.30: Heimkabarett(Schallpl.). 14.20: Jeder hört zu.— 15.00: Hausmuſik.— 18.25: Vom Heldiſchen.— 20.00: Konzert.— 21.45: Neuere deutſche Lieder. Heilsberg .20? Morgenmuſik.—.30: Gymnaſtik.— 10.00: Kon⸗ zert.— 11.80: Schloßkonzert.— 16.05: Schallplatten.— 15.30: Für die Kinder.— 16.00: Jugendbühne.— 16.30: Konzert.— 20.05: Tanzabend.— 21.05: Brahms ⸗Lieder. Langenberg 6,00: Morgenruf.—.05 u..05: Konzerte.—.08: Für die Frau.—.15: Gymnaſtik.— 10.05: Ferienkonzert. 11.50: Wir marſchieren weiter.— 13.00: Schallplatten. 16.20: Konzert.— 15.50: Jugendſunk.— 16.30: Die Ber⸗ liner Funkausſtellung und der Boſtkler.— 16.40: Krieger werden Sterne.— 17.00: Jungvolk ſingt.— 18.00: Kon⸗ zert.— 20.05: Lieder.— 21.00: Von der Singſpielbühne ins Volk. München .00: Schallplatten.— 10.00: Für die Hausfrau.— 10.50: Blasercheſter.— 19.30: Aus deutſchen Opern.— 14.50: Konzert,— 15.15: Für die Kleinſten.— 15.85: Leſe⸗ ſtunde.— 17.45: Junge Generation.— 18.05: Klavier⸗ muſik.— 20.00: Konzert.— 20.50: Magdalena(Volksſtück). Südfunk .10: Schallplotten.— 10.10: Klaptertrio.— 12.00; Fon. zert.— 13.30: Deutſche Tentre.— 16.30: Konzert.— 17.5 Siehe Mannheim.— 10.00: Stunde der Notion.— 2048 Walzer und Polka.— 21.00: Siehe Mannheim.— 25 Zitherkonzert.— 22.45: Unterhaltungskonzert. Wien 19.00: Blasmuſik.— 20.30: Orcheſterkonzert.— 2245 Abend konzert. Aus Mannheim 17.85—18.00:„Die höhere Schule im neuen Staal“ Vor- trag von Prof. Ernſt Weis.— 21.00—21.45:„Bei Kue bachs werd eigebroche“(eine Mannheimer Odyſſee. Mit⸗ wirkende: Fritz Fegbeutel, Lene Kamuff, Anna Brenlen, Otto Sommer, Baſtian, Robert Vogel. Sageslaleucles Montag, 21. Auguſt Köln⸗Düſſeldorſer Rhein⸗Lokalfahrten: 13980 Uhr Worms — Oppenheim— Nierſtein— Mainz und zurück.. Autobusſonderfahrten ab Paradeplag: 14 Uhr Schrie heimer Hof— Heidelberg— Schwetzingen. 1 Kleinkunstbühne Libelle: 20.1 Uhr Gaſtſpiel Kölliſch große Lachſchlager⸗Reyue. Anſchließend Tanz. Odeon⸗Kaffee: Konzert(Verlängerung). Pfalzbau⸗Kaffee: 17 Uhr Tanztee, abends Konzert und Tang Lichtſpiele? Univerſum:„Saiſon in 5 1 5 Bühnenſchau. Scala:„Moderne 6 9 1 Alhambra:„Schweſter Angelika“.— Ca 9 5 „Helden des Alltags“,— Roxy Theater ter: 5 verfluchten Gentlemen“. Scala⸗Thea „Moderne Mitgift“. Ständige Darbietungen 4 Städt. Schloßmuſeum: Sonderausſtellung: Daa ö Märchen in Schrift und Bild“. Geöffnet von 1 und von 15 bis 17 Uhr. Stäbt. Schloßbücherei: Geöſſnet von 9 bis 1 15 bis 19 Uhr. 3 und von * * 2 . 22722C7C7C7C7CcCcCcCcC C ˙.. CK .. W M e ann 10 l E=— Kg gr SS zirks⸗ Durch⸗ n, Ge⸗ Baden auber⸗ löſung frühe⸗ Man⸗ mittag Unfall äftigt, rein 1g der ch ge⸗ pf det e dem Daz wurde ihrlich wird ein tigen 8 der a nds am u, die inlage Ober⸗ n des ilung en in ieſem rt in taats⸗ Land⸗ mann d Dr. lmts⸗ de in Jakob inter⸗ zum Retſch ). Jand⸗ stanz Kon⸗ 17.85: 20.15: 145: .451 Vor⸗ orze⸗ Mit⸗ nen, 0 Morgen- Ausgabe 8 Montag. 21. August 1933 2 144. Jahrgang/ Nr. 382 Deutſchland gewinnt in London auch den dritten Leichtathletik-Länderkampf gegen England mit 76:59 Punkten Die 10 000 Zuſchauer, die am Samstagnachmittag im White City⸗Stadion zu London dem g. Leichtathletikländer⸗ kampf zwiſchen Deutſchland und England beiwohnten, waren anfänglich durchaus optimiſtiſch. An der gleichen Stelle hatte erſt vor kurzem Englands Mannſchaft die ſranzöſiſche Vertretung geſchlagen. Aber die Hoffnungen, baß auch gegen Deutſchland ein Erfolg gelingen könne, wurben bald zunichte gemacht. Als gegen die Berechnungen der Briten Jonaths Stellvertreter Borchmeyer die Sprinter⸗ ſtrecken ganz überlegen gewann, da hatten die Erwartungen zer Engländer keinen Halt mehr. Wie in den beiden vor⸗ aufgegangenen Kämpfen(London 1929 und Köln 1981), ſo ſiegte auch diesmal die deutſche Mannſchaft überzeugend. Sie kam auf 76 Punkte gegen 59 der Engländer und etſocht 9 Einzelſtiege gegen 4 des Gegners. herzlicher Empfang. Die Deutſchen machen Eindruck Mit einiger Verſpätung war die deutſche Maunſchaft am Freitagabend auf dem Luftweg in der engliſchen Haupt⸗ tabt eingetroffen. Auf dem Flugfeld von Croydon wurde die vom Vertreter der Deutſchen Botſchaft, durch eine grö⸗ ßere Abordnung des engliſchen Verbandes und zahlreiche andere Sportfreunde ſehr herzlich begrüßt. Am Samstag herrſchte in London ſchönes Sommer⸗ wetter. Das rieſige Rund des White City⸗Stadions wies war nicht ſo ſtarken Beſuch wie bei Fußballkämpfen auf, 15 war die Zuſchauerziffer für Leichtathletik⸗Verhältniſſe kecht ſtattlich. Bereits der Einmarſch der geſchloſſenen zentſchen Mannſchaft in dem mit dem Union Jack und den zeutſchen Flaggen— Schwarz⸗Weiß⸗Rot und Hakenkreuz geschmückten Stadion geſtaltete ſich zu einer eindrucksvollen Kundgebung für das neue Deutſchland. Die ſehr zahl⸗ teich an weſen den deutſchen Landsleute kie⸗ gtüßten unſere Mannſchaft mit nicht enden⸗ wollenden Heilrufen. Sehr ſtarken Eindruck machte auch bei dem engliſchen Publitum die Ehrenbezeu⸗ gung der deutſchen Mannſchaft, die bei dem Deutſchland⸗ * 2 . lied ſtramm in einer Front zur Haupttribüne gerichtet den deutſchen Gruß ausbrachte. Der Verlauf der Kämpfe Es gab für uns einige leichte Enttäuſchungen. Vor Allem unſere jungen Leute erfüllten einige Male die Er⸗ wartungen nicht ganz. Sie blieben hinter den älteren Kämpfern, die ſie in Köln bei den Meiſterſchaften noch ge⸗ ſchlagen hatten. Aber dieſe kleinen Enttäuſchungen wur⸗ den durch ſehr angenehme Ueberraſchungen wie die Siege Borchmeyers, Metzners und Syrings— mehr als hin aus⸗ 1 1 n e Kämpfe wurden eingeleitet mit dem 100 Hards⸗ laufen. Der Deutſche Meiſter Borchmeyer lief auf der kurzen, recht ungewohnten Strecke vom Ablauf weg mit nollſter Kraft und gewann unangefochten in 10 Sek. kit faſt 1,50 Meter Vorſprung vor den Engländern Saun⸗ ders und Davis, die erſt kurz vor Schluß den bis dahin born liegenden Hendrix ganz knapp alfangen konnten. Durch ſeinen Sieg über 220 Pards konnte Borch⸗ meger wenig ſpäter einen Doppelerfolg feiern. In N, 1 Sekunden ging der Deutſche mit gut einem Meter Vor⸗ ſprung vor dem Engländer Reid und dem Hamburger Schein durchs Ziel. Noch etwa 15 Meter vor dem Band lagen alle drei Läufer geſchloſſen auf einer Höhe, dann ſplelte Borchmeyer ſeinen Endſpurt aus, während Schein einen knappen halben Meter hinter Reid blieb, aber den zweiten Engländer, Davis, ſicher halten konnte. Einen dritten deutſchen Sieg gab es bald im 440 Hardslaufen. Metzner gewann das Rennen durch kaktiſch kluges Laufen in 49,4 Sek. vor dem Engländer Volff, dem Deutſchen Meiſter Voigt und Rathkone. Der Endkampf war äußerſt hart. Wolff war zum Schluß in mächtiger Fahrt, konnte aber Metzner nicht mehr gan erreichen und blieb um Bruſtbreite geſchlagen. Noch erbitterter geſtaltete ſich das Ringen um den Sieg über die halbe Meile(880 Paros). In dieſem Rennen mußten die Deutſchen mit den undankbaren Plätzen vor⸗ lleknehmen. Bemerkenswert iſt, daß die Engländer und die Deutſchen jedesmal in totem Rennen einkamen. Ubltehegd und Serimfhaw ſiegten zuſammen in:55 Min. Kiwa 12 Meter zurück folgten der Deutſche Meiſter König und der Stuttgarter Paul Bruſt an Bruſt. Eine weitere deutſche Niederlage gab es im Meilenrennen. Sowohl üer Meiſter Kauffmann, als auch der Magdeburger ürkner konnten über die 1609 Meter lange Strecke die bete Schnelligkeit der Engländer Thomas, Ridall, de ſich geſchickt in der Führung abwechſelken, nicht ganz Athalten. Auf halbem Wege kam zwar Kauffmann etwas heran, er mußte aber Thomas im Enoſpurt ziehen laſſen. Engländer gewonn in 4178 Min. Kauffmann drang 2 energiſch auf Ridell ein, doch konnte der Engländer b kaum erkennbarem Vorſprung das Ziel paſſieren. Im Jards Hürdenlaufen hatte Meiſter We⸗ 3 großes Pech. Er lag klar in Front, riß jedoch bie 9 0 Hürde, kam dadurch aus dem Schwung und wurde 30 von dem Engländer Finlay knapp abgefaßt. Finlays 7 57 14,9 Sek. Notthsock⸗Köln, der Welſcher⸗Frank⸗ ür erſetzte, und Harper belegten die nächſten Plätze. 1 1 Dreimeilen laufen gewann Syring, der 10 4828 Meter lange Strecke in der hervorragenden Zeit 5 14.43 Min. durchlief. Syring, der Engländer Even⸗ 11 und Gebhardt⸗Chemnitz legten Runde um Runde ge⸗ 5 zurück. Später verſchärfte Syring ſeine Schnel⸗ 3 wohei ſeine Gegner etwas zurückfielen. Hierbei gu Gebhardt— ein überflüſſiges Mätzchen— die 2 00 der Engländer, konnte aber nicht verhindern, daß 1 9 5 auf den zweiten Platz ging, während Mabey gehe leicht geſtolpert war— an letzter Stelle folgte. Die 885 enfolge blieb bis zum Ziel unverändert, doch wurde hardt wegen ſeines Kreuzens disqualifiziert. In den techniſchen Uebungen 1 7 55 wegen der mangelhaften, völlig unge⸗ . Anlaufbahnen und Wurfſtellen boch nur Durchſchnittsleiſtungen erzielt. Im Stab⸗ 1 ru ug hatte Wegner ⸗ Halle mit 3,725 Meter 0 1 0 bereits ſicher. Der Engländer Philippſen konnte 08 Meter dem Berliner Schulz mit 3,58 noch den 70 n Platz erreichen. Der Engländer Webſter kam ſo⸗ nur äber 3,52 Meter. Das Diskuswerfen holte 5 Zehnkampf⸗Weltrekordmann Sievert mit Meter vor Hirſchfeld 49,10 Meter. Die Engländer 1 nicht einmal auf 40 Meter und ſie blieben auch im 1618 wu ſen ben weit zurück, das pon Hirſchfeld mit Meter vor Sievert mit 148 Meter gewonnen wurde. 5 anders war es auch im We itſprung. Hier ſiegte in dereemeler Leichum Stettin mit 7,32 Meter vor 0 05 5 8 Meiſter Long⸗Leipzig mit 7,30 Meter. In ein n 35 0 Abſtande folgten die beiden Engländer Dun⸗ 1 9 5 Pallet mit je 6,58 Meter. Im Hochſprung Reihe alle vier Teilnehmer über je 1,85 Meter. Die 1 8 1. Weinkötz, 2. Martens(Kiel), g. Weſt, .(mußte durch Stechen entſchieden werden). lie an, Aöſchluß bildete die Olymplſche Staffel, . zur Freude der Zuſchauer noch mit einem Siege engliſchen Mannſchaft in 382,4 Min. mit ib fünf Metern Vorſprung endete. Nach den erſten 100 Meter wechſelten der Kölner Nottbrock und Barnes gleichzeitig. Auch die erſten 200⸗Meter⸗Läufer, Engel⸗ hart und der Hamburger Schein, blieben gleich, jedoch klappte bei den Engländern der Wechſel nicht, ſo daß Hendrix ſofort im Antritt drei Meter gewann. Hendrix wurde jedoch von dem Engländer Reid nicht nur geholt, ſondern auch noch überſpurtet, ſo daß Englands 800⸗Meter⸗ Mann mit zwei Meter Vorſprung auf die Reiſe gehen konnte. Der Wittenberger Turnfeſtſieger Mertens konnte trotz vorzüglichen Laufens dieſen Abſtand nicht mehr ver⸗ ringern und blieb knapp geſchlagen. Dieſe Niederlage wäre bei einer vernünftigeren Aufſtellung unſerer Staf⸗ fel zu vermeiden geweſen. Die Ergebniſſe: (D Deutſchland, E= England) 100 Yards: 1. Borchmeyer⸗D. 10 Sek., 2. Saunders⸗E. 1,5 Meter zurück, 3. Davis⸗E., 4. Hendrix⸗D. 220 Nards: 1. Borchmeyer⸗D. 22,1 Sek., 2. Reid⸗E. ein Meter zurück, 3. Schein⸗D., 4. Davis⸗E. 440 Pards: 1. Metzner⸗D. 49,4 Sek., 2. Wolff⸗E. Bruſtbr. zur., 3. Voigt⸗D., 4. Rathbone⸗E. 880 Yards: 1. Whitehead⸗E. und Serimſhaw⸗E. totes Rennen in:55 Min., 3. König⸗D. und Paul⸗D. totes Rennen, 19 Meter zurück. 1 Meile: 1. Thomas⸗E. 417,8 Min., 2. Ridell⸗E. drei Meter zurück, 3. Kaufmann⸗D. Handbreite zurück, 4. Würkner⸗D. 3 Meilen(4828 Meter]: 1. 2. Evenſon⸗E. 15 Meter zurück, England. Olympiſche Staffel: 1. Deutſchland 5 Meter zurück. 120 Pards Hürdenlaufen: 1. Syring⸗D. 14:43 Min., 3. Gebhardt⸗D. 4. Mabey⸗ England:82,4 Min., 2. Fin la y⸗E. 140 Sek., 2. Wegener⸗D. Hanbbr. zur., 3. Nottbrock⸗D., 4 Harper⸗E. Hochſprung: 1. Weinkbtz⸗D., 2. Martens⸗D., 3. Weſt⸗ ., 4. Bradbroke⸗E., alle 1,85 Meter, durch Stechen entſch. Weitſprung: 1. Leichum⸗D. 7,32 Meter, 2. Long⸗D. 7,80 Meter, 3. Duncan⸗E. und Pallet⸗E., beide 6,58 Meter. Stabhochſprung: 1. Wegener⸗D. 3,725 Meter, 2. Philip⸗ ſen⸗E. 3,65 Meter, 8. Schulz⸗D. 3,58 Meter, 4. Webſter⸗E. 3,52 Meter. Diskuswerfen: 1. Sievert⸗D. 43,36 Meter, 2. Hirſch⸗ feld⸗D. 43,10 Meter, 8. Pridie⸗E. 38,96 Meter, 4. Bell⸗E. 88,11 Meter. Kugelſtoßen: 1. Hirſchfelb⸗D. 15,15 Meter, 2. Sie⸗ vert 14,68 Meter, 8. Reeves ⸗E. 13,92 Meter, 4. Howlanb⸗E. 18,66 Meter. Geſamtergebnis: 1. Deutſchland 76., 9 Einzel⸗ iller-Handball⸗ ſiege; England 59 Punkte, 4 Einzelſiege. Vokal“ Wuppertal beſiegt Leipzig:4— Magdeburg gewinnt gegen Berlin 13:8— Wuppertal und Magdeburg im Enoſpiel Wuppertal ſiegt in Leipzig:4 Zu dem Vorſchlußrundenſpiel um den vom Reichs⸗ kanzler Adolf Hitler geſtifteten Pokal im Handball hatten ſich am Sonntag in Leipzig auf dem Platz der Sport⸗ freunde etwa 20002 Zuſchauer eingefunden. Neben zahl⸗ reichen Vertretern von Staat und Behörden wohnte als Vertreter des Reichsſtatthalters der ſächſiſche Landtags⸗ präſtdent Dönicke dem Spiele bet. Die beiden Mannſchaften von Wuppertal und Leipzig betraten unter Führung eines SS⸗Sturmes den Platz und brachten vor der Tribüne auf den Führer Adolf Hitler ein dreifaches Sieg Heil aus. Während Leipzig in der vorgeſehenen Aufſtellung an⸗ trat, hatte Wuppertal Braß von Rhenanig⸗Wuppertal im Tor. Nach durchweg ſpannendem Kampfe kamen die Weſt⸗ deutſchen mit:4,(:1) zu einem zwar ſehr knappen, aber unbedingten Siege und erwarben ſich damit die Teilnahme am Endſpiel am 3. September. Die erſte Viertelſtunde verlief vollkommen ausgeglichen, zumal beide Stürmerreihen noch reichlich nervös ſpielten. Erſt nach 20 Minuten kamen die Gäſte nach flottem und rafftniertem Angriff durch Kleine in Führung, jedoch ließ der Ausgleich durch Thimmler nicht lange auf ſich warten. Fiſcher im Leipziger Tor mußte jetzt ſchwere Abwehrarbeit verrichten, was er in gewohnt ſicherer Weiſe erledigte. Kleine warf ſeinen Angriff immer wieder nach vorn, aber erſt kurz vor der Pauſe konnte Braſſelmann erneut die Führung für den Weſten herausholen. Trotz aller Be⸗ mithungen und allem Eifer gelang es den Einheimiſchen nicht mehr, bis zur Pauſe den Ausgleich zu erzwingen, Kurz nach Wiederbeginn konnte Braß 1 auf 811 erhöhen. Nun verdoppelte Leipzig ſeine Anſtrengungen; mit aller Macht verſuchte der Sturm zu Erfolgen zu kommen. Braß im weſtdeutſchen Tor mußte alle Kunſt aufwenden, um ſein Heiligtum reinzuhalten. Schließlich konnte Berthold in der 20. Minute einen raffinierten Wurf zum zweiten Treffer anbringen, und wenig ſpäter ſchaffte Thimmler ſo⸗ gar den Ausgleich. Der Kampf wurde immer ſchärfer. Beide Mannſchaften gaben alles aus ſich heraus und kämpften mit letzter Kraft. Erſt gegen Schluß kamen die Wupperthaler wieder auf. Sie erzielten durch den Links⸗ außen Kniep und durch Braſſelmann zwei Tore, womit die Partie 518 geſtanden hätte, wenn nicht noch im letzten Augenblick für Leipzig der 4. Treffer gefallen wäre. Damit ſicherten ſich die Wuppertaler mit:4 Toren die Teilnahme im Endſpiel. Magoeburg-⸗VBerlin 13:8 Vor einer ſehr großen Zuſchauermenge fand in Magde⸗ burg das zweite Vorrundenſpiel um den Hitler⸗Handball⸗ Pokal zwiſchen den Städtevertretungen von Magdeburg und Berlin ſtatt. Magdeburg kam in dieſer Begegnung zu einem etwas unerwartet hohen 13:8⸗Sieg über Ber⸗ Un, das ſehr ſchwer gegen die Einheimiſchen zu kämpfen hatte und das Spiel niemals gegen die hervorragend zu⸗ ſammenſpielende Magdeburger Mannſchaft hätte gewinnen können. Deulſche Siege in Prag Bei den Kann ⸗Europameiſterſchaften Am Samstag begannen in Prag die von der Inter⸗ nationalen Repräſentation für Kanuſport zum erſtenmale ausgerichteten Europameiſterſchaften der Paddler u.anu⸗ fahrer, die von neun Nationen beſchickt ſind. Die deutſche Mannſchaft, die unter Führung von Dr. Ecker t⸗Ham⸗ burg ſteht, wurde überaus herzlich und feierlich empfan⸗ gen. Der Stadtkommandant von Prag, Diviſionsgeneral Klecander, nahm ſich perſönlich der Deutſchen an. Während des Nachmittags waren unſere Vertreter Gäſte des Gene⸗ rals, am Abend gab dann die Stadt Prag ein offizielles Bankett zu Ehren aller Teilnehmer. Gleich am erſten Tage konnten dle deutſchen Paddler zwei ſchöne Erfolge erringen. Unter dem Jubel der zahl⸗ reich erſchienenen Zuſchauer— iſt doch Prag eine Hoch⸗ burg des Kanuſportes— ging am Siegesmaſt zweimal die deutſche Flagge empor. Im Faltboot⸗ Zweier ſetzten ſich die deutſchen Meiſter Schneider Wevers(Vik Köln) gleich am Ablauf an die Spitze und verteidigten dieſe auf der 10 Kilometer langen Strecke zäh und mit Erfolg gegen die ſtändig ſtark drängenden, gleichfalls den Titel„Deutſche Meiſter“ tragenden Linzer Kaliſch⸗Steinhuber, die ſie in 52:55,7 mit zehn Sekunden Vorſprung ſicher auf den zwei⸗ ten Platz verweiſen konnten. Pfaff⸗Wörle(Tad. Mün⸗ chen) hatten den dritten Platz ſtets ſicher. Im Faltboot⸗Einer hatte der hervorragende Oeſter⸗ reicher Hradetzky, der am vergangenen Sonntag die Deutſche Meiſterſchaft überlegen an ſich brachte, keinen Gegner zu fürchten und ſiegte überlegen in 54:59½. Um den zweiten Platz lieferten ſich die beiden Deutſchen Eberle⸗Stuttgart und Rein⸗Düſſelborf einen erbitterten Kampf, den ſchließlich der Stuttgarter nur mit einer Sekunde Vorſprung in 57208, für ſich entſchled. Den zweiten deutſchen Sieg gab es im Die Magbeburger ſicherten ſich ſchon in der erſten Halb⸗ zeit einen klaren 10:3 Vorſprung und als die Berliner nach dem Wechſel beſſer wurden, genügte der Vorſprung zunächſt zum Sieg, ja es wurden ſogar noch weitere drei Tore erzielt, die dann zu dem eindeutigen Sieg verhalfen. Magbeburg trifft im Endſpiel nun auf Wuppertal. Schon kurz nach Beginn eröffnete Klingler den Tor⸗ reigen. Berlin konnte zwar durch Kaundynia noch ein⸗ mal ausgleichen, aber Magdeburg ſchaffte ſich durch zwei weitere Tore von Kurmeiſter und Böttcher ſchon eine 311⸗ Führung. Chuchra im Berliner Tor hatte ſehr viel Ar⸗ beit und konnte für einige Zeit ſein Tor noch rein halten. Die Berliner kamen ſogar durch ein weiteres Tor auf 21:8 heran. Dann aber ſpielte Magdeburg. Klingler erzielte drei Tore, Stahr drei und Kurmeiſter einen Treffer, wäh⸗ rend Berlin vor dem Wechſel noch ein drittes Tor auf die Beine brachte, Nach dem Wechſel erhöhte Klingler auf 11:3, Berlin kam auf:11 heran, Kurmeiſter erhöhte auf 19:6, Berlin warf zwei weitere Tore, doch Klingler ſtellte das End⸗ ergebnis von 13:8 her. Ackermann(Hannover) leitete gut, vielleicht etwas zu nachſichtig. Deutſche Frauen- Deutſche Mannſchaft geändert Zum Leichtathletik⸗Länderkampf gegen die Schweiß 5 Die bereits veröffentlichte Mannſchaftsaufſtellung für den Leichtathletik⸗Länderkampf gegen die Schweiz am 27, Auguſt in Baſel mußte infolge von Abſagen und Ver⸗ letzungen auf verſchiedenen Punkten geändert werden. Die deutſchen Farben werden jetzt von folgenden Athleten vertreten: 100 Meter: Mährlein⸗Frankfurt, Kurz⸗Offen⸗ bach; 200 Meter: Kurz⸗Offenbach, Single⸗Eßlingen; 400 Meter: Metzner⸗Frankfurt, Nehb⸗Raſtatt; 800 Meter: Paul⸗Stuttgart, Deſſecker⸗Stuttgart; 15009 Meter: Stadler⸗ Freiburg, Eitel⸗ Eßlingen; 5000 Meter: Helber⸗Stuttgark, Schwarz⸗Ulm; 110 Meter Hürden: Welſcher⸗Frankſurt, Schwethelm⸗Wiesbaden; Hochſprung: Haag⸗Göppingen, Brodbeck⸗Heilbronn; Weitſprung: Bäumle⸗Ulm, Huber⸗ Stuttgart; Stabhochſprung: Müller⸗Kuchen, Waibel⸗Stutt⸗ gart; Kugelſtoßen: Berg⸗Frankfurt, Schneider⸗Darmſtadt; Diskuswerfen: Lampert⸗Karlsruhe, Berg⸗Frankft.; Speer⸗ werfen: Barth⸗Stuttgart, Huber⸗Stuttgart; 4 mal 100 m: Mährlein, Welſcher, Kurz, Single; 4 mal 400 m: Metzner, Nehb, Paul, Single. jeifterſchaften Ausgezeichnete Leiſtungen— Naeue Höchſtleiſtungen Auf ber Thüringiſchen Landeskampfbahn in Weimar nahmen am Samstag die Deutſchen Leichtathletik⸗Meiſter⸗ ſchaften der Frauen einen recht verheißungsvollen Auftakt. In zwei Wettbewerben konnten die beſtehenden Höchſtlei⸗ ſtungen erreicht werden, leoͤiglich im Diskuswerfen blieben die Ergekniſſe hinter den Erwartungen zurück. Im 100⸗Meter⸗Laufen ſpielte Frl. Krauß⸗Dres⸗ den eine ganz überlegene Rolle, ſie ſiegte in der beſtehen⸗ den Beſtzeit von 12 Sek. vor Frl. Dollinger ⸗ Nürnberg, die 12,2 Sek. benötigte. Die Berlinerinnen Dörffeldt und Frau Köhler ⸗ Gericke belegten die nächſten Plätze. Auch im Hochſprung konnte die Siegerin Fräulein Niegerhof f⸗Velbert mit 1,58 Meter die beſtehende Höchſtleiſtung erreichen. Die Beſetzung der nächſten drei Plätze konnte erſt nach„Stechen“ vorgenommen werden, da die öret Damen Grieme⸗Bremen, Kluſenwerth⸗ Charlottenburg und die Titelverteibigerin Notte⸗Düſſel⸗ dorf ſämtlich 189 Meter Überſprangen. Schwächer waren— wie ſchon geſagt— die Leiſtungen im Diskuswerfen. Hier ſiegte die Olympia⸗Deil⸗ nehmerin Ellen Braumüller⸗Berlin mit 38,775 Meter vor Frl. Reutbter⸗Frankfurt am Main(387,70 Meter) und 175 Mollen haue r⸗Hamburg(87,28 Meter). Die vorjährige Metſterin Grete Heublein konnte ſicht nicht ein⸗ einmal für die Entſcheidungen quallſizieren. Die Entſcheidungen bes erſten Tages: 100 Meter: 1. Krau ß⸗Dresbener Sc 12 Sek.; 2. Dol⸗ linger ⸗l. Fe Nürnberg 12,2 Sek.; 8. Dörffeldt⸗Berlin 12,3 Sek.; 4. Köhler⸗Gericke⸗Sc( Charlottenburg 12, Sek. Hochſprung: 1. Nieder hoff⸗ Velbert 1,58 Meter; Schwebenkajfak⸗CEiner über die gleiche Strecke. Der Münchener Krebs(Tgb) hatte auf halbem Wege den in Führung liegenden Wallin⸗Schweden erreicht und konnte nach längerem Bord⸗an⸗Bord⸗Kampf in 52:21, überlegen als Sieger vor dem weit abgeſchlagenen Schwe⸗ den das Ziel paſſieren. Um den dritten Platz mußte der Düſſeldorfer Klecker ſchwer kämpfen, um Janſon⸗Schweden auf den vierten Platz verweiſen zu können. Die Ergebniſſe: Faltboot⸗Einer(10 000 Meter): 1. Schneider⸗Wevers (Bf Köln) 52:55,7; 2. Kaliſch⸗Steinhuber(Linz) 53:05,6; 3. Pfaff⸗Wörle(MTV 790 München) 53:59,8; 4. Sommer⸗ Kodat(CSR) 5411, 5. Frühwirt⸗Huber(Oeſterr.) 55:26,8. Faltbvot⸗Einer: 1. Hradetzky(Oeſt. KB) 54:59,3; 2. Eberle (Stuttgart) 57:08,2; 3. Rein(Düſſeldorf) 57:09,4; 4. Reif (CSR) 57:67; 5. Mares[(CS):00,03. Schwedenkajak⸗ Einer: 1. Krebs(Tgd München) 52:21,4; 2. Wallin(Schwe⸗ den) 52:46,3; 8. Kleckers(Düſſeldorf) 53:21,8; 4. Janſon (Schweden) 58:22,4; 5. Lopgreen(Dänemark) 53 744,7. Weitere deutſche Erfolge am Sonntag Schwedenkajak für Damen(600 Meter): 1. Frl. We n⸗ ze l⸗Deutſchland 806,5, 2. Frl. Brettſchneider⸗Deutſchland :12, 3. Frl. Paptis⸗Tſchechoſlowakei:15,7.— Schweden⸗ kajak⸗Einer(1000 Meter): 1. Cämmerer⸗Deutſchland :35,53, 2. Wallin⸗Schweden 438,7, 3. Behnken⸗Deutſchland 441,8. Kann(Einer(1000 Meter]: 1. Silny⸗Tſchechoflowa⸗ kei:87,8, 2. Karlik⸗Tſchechoflowakei 589,2, 3. Der dan ⸗ Deutſchland 542,2. Kaun⸗Schweizer(1000 Meter]: 1. Tſchechoſlowakeli(Eigner⸗Sanda):53,83, 2. Tſche⸗ choſlowakei(Rus⸗Felix) 454,2, 8. Deutſchland(Fü⸗ rus⸗Bachmann!:56,83, 4. Deutſchland(Swintek⸗Lewan⸗ dowſki):28. 2. Grieme⸗Bremen; 81 Kluſenwerth⸗Charlottenburg; 4. Notte⸗Düſſeldorf, alle 1,52 Meter, durch Stechen entſchieden. Diskuswerfen: 1. Ellen Braumülle r⸗Berlin 38,785 Meter; 2. Reutter⸗SC 80 Frankfurt 37,70 Meter; 3. Mollen⸗ hauer⸗Hamburg 37,28 Meter. Die Kämpfe am Sonntag Die Frauen wollten den Männern nicht nachſtehen und warteten bei ihren Titelkämpfen auf der Thüringer Kampf⸗ bahn ebenfalls mit Glanzleiſtungen auf. Bei den Haupt⸗ kämpfen am Sonntag gab es allein zwei neue deutſche Höchſtleiſtungen. Alber auch in den ührigen Wettbewerben ſtanden die Leiſtungen auf hoher Stuſe. Die Vor fahrsergebniſſe wurden faſt durch⸗ weg übertroffen. Die äußeren Umſtände waren den Veranſtaltern ſehr günſtig. Es herrſchte ſchönes Wetter und auch der Beſuch war durchaus befriedigend. Staat und Stadt hatten ihre Vertreter entſandt. Die erſte Höchſtlei⸗ ſtung gab es bereits am Vormittag bei den Vorkämpfen. Die Inhaberin der Hochſprunghöchſtleiſtung Helma Not be⸗ Düſſeldorf brachte jetzt auch die Höchſtleiſtung im 0 ⸗Me⸗ ter⸗ Hürdenlauf an ſich, wo ſie in ihrem Vorlauf 12,2 Sekunden herauslief und damit die alte Beſtleiſtung von Frl. Pirch(Sc Charlottenburg) um eine Zehntelſekunde verbeſſerte. Ganz bervorragend iſt die neue Höchſtleiſtung im Fünfkampf, die Frl. Mauer meyer⸗Neuhanſen auf 357 Punkte ſchraubte. Die alte Höchſtleiſtung betrug nach der neuen Tabelle nur 387 Punkte und wurde von Ellen Braumüller gehalten. Die Einzelleiſtungen von Frl. Mauermeyer waren: Kugelſtoßen 12,90 Meter, Weitſprung 5,32 Meter, Speerwurf 38,06 Meter, Hochſprung 1,46 Meter, 100⸗Meter⸗Lauf 18,2 Sek. Im Endlauf der 80 Meter Hürden enttäuſchte Helme Notte, ſie wurde in weitem Abſtand nur Letzte. Den Titel holte ſich Frau Engelhard⸗Berlin in 12,3 Sek., während Frl. Kluſen Werth⸗SCC und Frau Böſe⸗Halle in diefer Reihenfolge in der gleichen Zeit von 12,5 Sek. elnkamen. Ueber 200 Meter wurde Frl. Krauß Dresden durch Marie Dollinger ⸗ Nürnberg entthront, ſo daß die beiden Sprinterinnen nunmehr die Titel über 100 und 300 Meter in umgekehrter Weiſe inne haben. Frl., Dollinger benötigte glatt 26, während Frl. Krauß auf den letzten 50 Metern viel Boden verlor und erſt in 20,4 Sek. durchs Ziel ging. Dritte wurde die Turnerin Dörffelo⸗ Karlshorſt in 26,8 Sek. Ein ganz ſeltſames Ergebnis gab es in der mal 100-Meter⸗ Staffel. Nach überaus ſpannendem Kampf zerriſſen Eintracht Frankfurt und der Dresdner Sportklub in totem Rennen in 21 Sek. das Zielband, ſo⸗ daß in dieſem Wettbewerb zwei Meiſter vorhanden find, waß natürlich nicht angängig iſt. Der Titel dürfte ſomit offen bleiben. Mit Erſolg konnte Frl. Grie me⸗Bremen ihren Titel im Weitſprung behaupten den ſie mit der neten Höchſtleiſtung von 5,79 Metern vor der jungen Hoffnung Frl. Maſcher⸗Erfurt mit 5,69 Metern und Göppner⸗Danzig mit 5,52 Metern gewann. Sehr beachtlich war auch die Lei⸗ ſtung von Frl. Buhl⸗Nordhauſen im Schlag boll⸗ Wefitwurf mit 72,68 Metern, was eine neue Höchſtlei⸗ ſtung darſtellen würde, die jedoch von der DS nicht ge⸗ führt wird. Zweite würde Frl. Schellmann⸗Kaſſel mit 72,65 Metern vor Frl. Richters⸗Wiſchhafen mit 71,75 Metern. Im Speerwerfen wurde die vorzügliche Vorjahrs⸗ leiſtung von Tilly Fleiſcher⸗Frankfurt a. M. mit 4407 Mir. bei weitem nicht erreicht. Grete Schu mann⸗Eſſen ge⸗ wann die Meiſterſchaft bereits mit einem Wurf von 39,95 Metern, während die Titelverteidigerin Frl. Fleiſcher mit 37,50 Metern nur Dritte hinter Frl. Linke ⸗Siegen mit 37,89 Metern wurde. Die ſüddeutſche Turnerin, Frau Schröder ⸗Mundenheim, holte ſich erneut die Meiſter⸗ ſchaft im Kugelſtoßen, wo ſie mit dem fabelhaften Wurf von 19,60 Metern ihre Vorfahrsleiſtung erheblich übertraf. Zweite wurde Grete Heublein⸗Barmen mit 12,72 Metern vor Mauermeyer mit 12,44 Metern. Die genauen Ergebniſſe werden nachgetragen. 6. Seite Nummer 382 Neue Maunheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe Freundſchaftsſpiele im Nheinbezirk Bien Mannheim— VfTuR Feudenheim:2(20) Als Vorfühler für die nahende offizielle Spielzeit ſind auch Privatſpiele von gewiſſem Intereſſe, beſonders dann, wenn V ine aufeinander ſtoßen, von denen man anneh⸗ ſie einander nichts ſchenken. Am obigen s und an der Niederlage des VfR bei den Jubiläumskämpfen in Feudenheim gemeſſen, muß man ſag daß der Al iſter noch beträchtlich von jener Form entfernt die die kommenden Punkteſpiele in ihrer neuen machung erfordern. Alles techniſche Rüſtzeug „wenn der Gegner allein durch ſeine Energie ſenheit einen Kampf in ſeinem Endergebnis in ſtellen vermag. theudenheimer, die durch Verhinderung ein⸗ Spieler gezwungen waren, die Mannſchaft umzu⸗ n trotz allem weit nicht die Form ihrer Jubi⸗ e, und es tritt von ſelbſt die Frage auf, ob ſich ſchon der Abgang Taucherts als Trainer be⸗ merkbar macht. Die ganze Spielweiſe der Mannſchaft hat ſich gelockert; das Leder wird nicht mehr genug gehalten, mitunter eine planloſe, hohe Kickerei. Die Verteidigung wurde dadurch überlaſtet, daß die Läuferreihe dem routi⸗ nierten Angriffsſpiel des Gegners nicht gewachſen war und da auch der Sturm bis kurz vor Schluß verſagte, war der 078⸗Stand bis tief in die zweite Hälfte hinein verdient, woran auch das zeitweiſe harte Hineingehen der Vor⸗ ſtäbtler nichts ändern konnte. Das Einzige, was Ein⸗ bruck machte, war die Ausnützung der Schwäche des Geg⸗ ners, bei dem Schmoll und Eberle ausſchieden. Die Ueber⸗ rumpelung der Platzmannſchaft durch die Feudenheimer gegen Schluß war vollkommen. VfR ſah ſich am Ende eines mit 310 bereits ganz klar ſtehenden harten Kampfes wieber einmal in einer Situa⸗ tion, die an manch ähnliche in den Punktekämpfen er⸗ iunert, und wenn auch dem Umſtand der Schwächung der Mannſchaft Rechnung getragen wird, ſo ſollte es doch nicht vorkommen, daß ein überlegener Sieg in die Nähe einer Niederlage umgebogen werden kann. Das Tordeckungs⸗ trio trägt inſofern keine Schuld, als Schmoll infolge An⸗ ſchuſſes ausſcheiden mußte, was zum erſten Gegenerfolg führte. Als auch noch Eberle ausſchied, war die Bahn für die ganz energiſch die Lage nützenden Feudenheimer frei, denn Theobald iſt kein Verteidiger und ſein Fehlen vorne doch zu ſtark fühlbar. Auch die Läuferreihe, in der Kamenzin unheimlich ſchaffte, muß man als Ganzes an⸗ erkennen, zumal Eberle mehr und mehr in Form kommt. Der Sturm bleibt immer noch der ausgeglichenſte Teil, ber gute Leiſtungen durch zu vieles Verſagen wieder faſt gauz verwiſcht. Von Simon ſah man eigentlich nur inen Fall ſchnellen Erfaſſens, was auch zum Treffer führte. Mauz, bei aller Bemühung, bleibt ein Verlegen⸗ heitsbehelf. Pfiſterer taucht immer mehr unter und Lan⸗ genbein iſt noch nicht in voller Fahrt. Der harte Kampf wurde von Höhn ⸗ 08 zwei Drittel ganz gut geleitet. Er ſcheint zu jenen Spielleitern zu gählen, gegen die das Publikum voreingenommen iſt, was eine reſtlos gute Durchführung zweifellos erſchwert. Die Tore erzielten: Langenbein, Theobald, Simon, und für Feudenheim: Eſchelbach und Gag. A. M. Kirchheim— 08 Mannheim 116(:1 Mannheim 08 ſtand am Samstag abend vor nur 400 Zuſchauern dem Zweiten bes Neckarkreiſes, ch Kirchheim, gegenüber und gewann nach ſchönem, fairem Spiel dank beſſerer Mannſchafts arbeit, der die Heidelberger Vorſtädter nur großen Eifer und Schnelligkeit entgegenzuſetzen hat⸗ ten, verdient mit 311. Die Gäſte erzielten ihre Treffer durch den Rechtsaußen Dorſcht und den Mittelſtürmer Zöllner(), während die Platzherren beim Stande von 210 durch Filſinger den Ehrentreffer erzielten. Schiedsrichter Renker⸗Plank⸗ ſtabt leitete annehmbar. Phönix Mannheim— Vfe Lampertheim 511(:0) Der heſſiſche Kreisligavertreter lieferte in dieſem unter der guten Leitung von Schiedsrichter Strein⸗Sand⸗ hofen ſtehenden Freundſchaftstreffen gegen die wieder Rhön-Segelflug-Woltbewerb Großartige Dauerleiſtungen an den letzten Meitbewerbstagen Maſſerkuppe, 19 Auguſt 1983. Gakenjos hat es geſchafft. Seit Tagen bemühen ſich die einzelnen Gruppen, dieſen Preis zu erringen. Aber immer fehlte es an dem nötigen Winb, um die geforderten 19 Stunden durchhalten zu können. Nun iſt es am dritt⸗ letzten Wettbewerbstag gelungen. Mit unermüdlicher Ausdauer und Geduld hat Hakenjos ausgehalten und eine Zeit von 12½ Stunden erreicht. Damit iſt der von Schlelcher im vergangenen Jahre aufgeſtellte Rhön⸗ danerrekorb von 12 Stunden weſentlich überboten. Es er⸗ ſcheint unter den gegenwärtigen Verhältniſſen ausge⸗ ſchloffen, daß eine weitere Steigerung dieſer Leiſtung er⸗ folgt. Es iſt ſchon eine erhebliche Leiſtung, die Hakenjos vollbracht hat. Man muß bedenken, daß für öote Durch⸗ führung dieſes Fluges ein Hang von knapp einem Kilo⸗ meter Ausdehnung zur Verfügung ſtand, an dem das Flugzeug nun dleſe lange Zeit ununterbrochen wenden mußte. Daß Hakenjos ausgehalten hat, daß er ſogar 1½ Stunden in dichtem Nebel geflogen iſt, kennzeichnet ihn als einen Flieger, deſſen Fähigkeiten noch manche beacht⸗ chen Leiſtungen erwarten laſſen.— Weiterhin brachte der vergangene Tag noch eine ganze Reihe von ſchönen Dauer⸗ flügen, von denen die weſentlichſten hier aufgeführt ſeien: Glaſer auf Muſterle 8,5 St., Richter auf Pommernland 7788 St. und Richter auf Pommernland 5,44 St., Huth auf Nobel 4,46 St., Ahrens auf Krefeld 4,32 St., Peters auf Aachen 4,28 St., Kenſche auf Windhund 4,1 St. Insgeſamt wurden am Freitag 34 Flüge über eine Stunde Dauer ausgeführt, die eine Geſamtzeit von über 100 Stunden erreichen. Es war wirklich prachtvoll, was unſere Segelflieger damit wieder geleiſtet haben und es hat den Anſchein, als ob dieſe letzten Tage des 14. Rhön⸗ wettbewerbes Großkampftage würden, wie wir ſie von früheren Wettbewerben her gewöhnt ſind. Fiſcher auf der„Darmſtadt“ hat mit 45,6 Km. die größte Strecke des Dages zurücklegen können und dafür auch den Tagespreis erhalten. Baur erzielte auf der Fledermaus 44,6 Km. und Riede l⸗Schmalkalden mit 42,4 Km. Der heutige vorletzte Wettbewerbstag ſteht im Zeichen der Dauer und Streckenflüge. Schon frühzeitig ſetzte der Betrieb ein. Die ausgezeichneten Aufwindver⸗ hältniſſe bei ſtarker Cumulusbewölkung ſorgten für regen Flugbetrieb. Teilweiſe waren wieder 15 bis 16 Maſchinen gleichzeitig in der Luft, flogen längere Zeit über dem Weſthang, bis ihnen der Anſchluß an eine Wolke gelang, der dann den erforderlichen Höhengewinn einbrachte. Mit⸗ unter kreiſten 7 bis 8 Flugzeuge unter einer Wolke, mit ihr über die Kuppe hinwegziehend, dann wieder zum Weſthang vorſtoßend, oder mit ihr weiterziehend. Keu⸗ ſche auf dem„Windhund“ und Endres auf der„Würz⸗ burg“ konnten heute neben zahlreichen anderen eine Flug⸗ dauer von mehr als 5 Stunden erreichen und damit die letzte Bedingung für ihr Leiſtungsabzeichen erfüllen. Auch heute werden große Dauerflüge durchgeführt und wohl in manchen Fällen 8 und 9 Stunden erreicht werden. Je⸗ doch kann hierüber noch nicht berichtet werden, da die Flugzeuge bei Niederſchrift noch in der Luft ſind. Be⸗ sonders beachtlich ſind die erheblichen Streckenflüge, zu denen die Flieger durch die günſtigen Aufwindbedingungen ſtark im Kommen begriffene Phönixelf nur vor dem Wech⸗ ſel eine voll ebenbürtige Partie. Nach Wiederanſtoß kam der Phönixſturm groß in Fahrt und erzielte durch Kohl, Ofer und Löſch eine:0⸗Führung. Im Anſchluß hieran fiel dann für die Gäſte durch deren Halbrechten der Ehrentreffer. Löſch und Kohl ſtellten dann mit ſchönen Einzelleiſtungen das Endergebnis von :1 für Phönix her. Das äußerſt faire und ſchnelle Spiel ſand vor nur 200 Zuſchauern ſtatt. Spug Mundenheim— Phö. Ludwigshafen:2(:0) rten ſich die beiden Lokal⸗ nix Ludwigshafen unt edsrichter Morweiſer nten Kampf, der 1 Vor 1500 Zuſchauern lief rivalen Mundenheim und ſehr guten Leitung von Ludwigshafen einen intereſ 9 en Wind ſtark beei t wurde. Be 0 ſich in 1 be ders guter Phönix hafen ſtellte im allgemeinen die beſſere Mannſchaft, während Munden ſpielte. Bei beiden Gegnern waren ntermannf ten rech ut, dagegen fanden ſich die urmreihen t zu ei Akti zuſommen. Die erſte Halbzeit verl daher auch In der zweiten Hälfte war Phönix etwas mehr ton⸗ angebend, was auf die beſſeren Leiſtungen der Läufer⸗ reihe zurückzuführen war. Hier gefiel vor allem der Mittelläufer etter, der nicht nur in der Abwehr, ſondern etwos = auch in der Offenſive recht beachtliche Leiſtungen zeigte. Phönix war in der 25. und in der 35. Minute durch Linksaußen Hörnle zweimal erfolgreich. Germania Friedrichsfeld— Turn⸗ und Sportverein Altrip:0(:0) Eine überraſchende Niederlage der Altriper, die nur für den Eingeweihten erklärlich iſt; denn Altrip hat ſeinen ſturmerprobten, bewährten Mittelſtürmer Helmut Schnei⸗ der verloren, der heute nach München, und zwar zu der be⸗ kannten Bayern⸗Mannſchaft übergeſiedelt iſt. Dadurch hat der Altriper Sturm ſeine Durchſchlagskraft verloren, da die Spielweiſe allzuſehr auf dieſen eingeſtellt war. Fried⸗ richsfeld wartete mit einer verfüngten Mannſchaft auf, und zwar auf halblinks, halbrechts und in der Läuferreihe der Mittelläufer. Die oͤrei Kräfte bewährten ſich ausgezeichnet. Ueberhaupt lieferte die Friedrichsfelder Mannſchaft ein friſch⸗flottes Kombinationsſpiel, ſo daß der:0 Sieg eigent⸗ lich noch höher hätte ausfallen müſſen. 1. FC Nitruberg ſchlägt Fc Schalke 94:2(:1) Dem 1. FC Nürnberg, der am Samstag den Endſpiel⸗ teilnehmer der deutſchen Meiſterſchaft und weſtdeutſchen Meiſter, FC Schalke 04, zu Gaſt hatte, gelang eine deut⸗ liche Genugtuung für die an Pfingſten erlittene Nieder⸗ lage. Das Torverhältnis entſpricht allerdings nicht ganz den gezeigten Leiſtungen, denn die Knappen brachten die beſſere Mannſchaftsleiſtung auf und Könner wie Czepan und Kuzorra ſah man bei der Nürnberger Mannſchaft nicht. Wenn es den Gäſten, die überwiegend das Feld be⸗ herrſchten, nicht gelang, eine Niederlage abzuwehren, ſo hatte das ſeinen Grund darin, daß Köhl im Nürnberger Tore wieder in ausgezeichneter Form war und anderer⸗ ſeits die Schalker Stürmer reichlich vom Schußpech ver⸗ folgt waren. verbreitet wurde, zu den Jüngſten zählt, nur ſelten einen Bezwinger. ſpiel der Tilde mittag e hatten ſic deutſche Beru und Schüler aliges. E Ein! S a T Deutſchen, der ſeinem Gegner klar überlegen war. Dann zuerſt ſſer iderſtand, ohne aber verhindern zu können, daß Tilden 528,:2, 613 ſiegte. boten wurde, übertrifft bei weitem alles, was bisher in Mannheim je zu ſehen war. Die Amerikaner ſiegten zwar ganz prächtige Augenblicke. Allerdings war es offenſicht⸗ lich, daß Tilden nur ſelten ganz aus ſich herausging. Er tat es eigentlich nur, wenn es notwendig war und dann kamen Deutſchen gewöhnlich ins Hintertreffen. Bei dieſen lieferte vor allem Meſſerſchmidt, der die Hauptlaſt zu tragen hatte, ein glänzendes Spiel. das zeigt, wie ſehr dieſer Spieler ſich in der letzten Zeit verbeſſert hat. Die Spiele am Sonntag Ausgeglichener und daher noch ſpannender waren die Paarungen der Gegner am Sonntag. Im erſten Spiel traf Meſſerſchmitt auf den Amerikaner Barnes. Klar mußte der Deutſche den erſten Satz:6 abgeben, dann hatte er ſich aber gefunden, gewann den 2. Satz:5 und unterlag im 3. nur knapp 416. Das Hauptereignis des Tages, die Begeg⸗ nung Nüßlein— Tilden, brachte wundervollen Sport. Beide Kämpfer waren ſich ziemlich gleichwertig. Ungemein hart die Schläge und alle Bälle genau placiert. Erſtaunlich war es daher, daß die Spieler oft noch die un⸗ wahrſcheinlichſten Bälle erlaufen konnten. Nüßlein ge⸗ wann den 1. Satz:3, gab aber die beiden nächſten 614 und:2 ab. Im 3. Satz führte Tilden bereits 514 und Nad-Lünderkampf in Landau Die Pfalz⸗Mannſchaft ſiegt vor Württemberg, Italien und Luxemburg Bei überaus ſtarkem Beſuch fanden von Samstag zu Sonntag im ſſtöpfälziſchen Stadion Aſchenbahn⸗Radrennen ſtatt, zu denen zum erſtenmal auch ausländiſche Maun⸗ ſchaften verpflichtet waren. Die Beſetzung der Rennen hatte außerdem noch erſte ſüödeutſche Klaſſe gefunden, und die Kämpfe brachten viele Ueberraſchungen. Die beiden ausländiſchen Mannſchaften, eine italientiſche und eine luxemburgiſche, fielen vollſtändig ab. Sie hat⸗ ten niemals im Endkampf etwas mitzureden. Es mag ſein, daß die Aſchenbahn, auf der ſie noch nie gefahren ſind, ihnen Schwierigkeiten bereitete. Die Sprinter lieferten ſich im Fliegerfahren um den Großen Preis von Landau einen erbitterten Kampf, der verführt worden ſind. Insgeſamt ſind 10 Flugzeuge auf Strecke gegangen. Die Landemeldungen liegen bereits vor. Danach hat Krekel auf dem„Thermikus“ mit ca. 85 Km. die größte Strecke zurückgelegt. Dittmar und Riedel ſind an derſelben Strecke gelandet und haben etwa 80 Km. erreicht. Riedel konnte ſeinen„Faf⸗ nir“ nach dem Thüringerwald fliegen und landete nach 75 Km. glatt bei Maſſerberg. Philipp auf dem „Marabu“, der ſeinen erſten Ueberlandflug ausführte, flog 55 Km. weit und ſtellte damit eine ſehr ſchöne Lei⸗ ſtung auf, die wiederum bezeichnend für die Jungflieger iſt. Alle in dieſem Wettbewerb von noch auf Strecke ge⸗ gangenen Führern erreichten Entfernungen ſind Leiſtun⸗ gen, die vor wenigen Jahren Höchſtleiſtungsflüge dar⸗ ſtellten. Selbſtverſtändlich ſind an dieſem Geſchwaderflug auch wieder die Darmſtädter beteiligt. Utech auf„Darm⸗ ſtadt“ konnte 40 Km. zurücklegen. Auch die„Askania“, die von Pernthaler geflogen wird, erreichte dieſelbe Strecke. Peters auf der„Aachen“ ſtattete Meiningen einen Beſuch ab mit beinahe 40 Km. Wieg meyer flog nach Nordheim. Etwa 25 Km. Steinig und Hanna Reitſch erzielten 20 Km. Noch ſind zahlreiche Maſchi⸗ nen in der Luft. Es erſcheint bei der vorgeſchrittenen Zeit unwahrſcheinlich, daß noch weitere Streckenflüge aus⸗ geführt werden, aber die geflogenen Zeiten werden recht erheblich werden und damit beſtimmend auf den Preis für die größte Geſamtflugdauer wirken. Bis jetzt liegt hier Richter auf der„Pommernland“ an der Spitze, der bis geſtern insgeſamt 33 Stunden er⸗ reicht hat, aber auch heute ſchon wieder bald 10 Stunden in der Luft iſt. An zweiter Stelle ſteht Philipp auf dem„Marabu“, der etwa 15 Stunden geflogen iſt. Nun iſt aber Philipp auf Strecke gegangen und hat außerdem ſeinen Vogel beſchädigt, ſo daß ſeinen Platz ein anderer einnehmen wird. Hierüber kann aber noch kein Urteil gefällt werden. In der Höhe ſteht nunmehr Vandieken mit weit über 2000 Meter an der Spitze. Doch können auch hier noch Verſchtebungen eintreten. Die weſentlichen Preiſe ſind nun ausgeflogen. Lediglich der 2000 Preis für die größte Höhe, mindeſtens zweitauſend Meter, ſteht noch offen. Es iſt wohl ausgeſchloſſen, daß dieſe Be⸗ dingung noch erfüllt wird. Von den Fliegern mit Lei⸗ ſtungsabzeichen führt Riedel, der zwei der großen Preiſe erflogen hat: Die Kiſſinger Hütte mit Rückkehr zur Startſtelle(1500%) und Fernzielflug neben Hirth mit 167 Km. Dieſer Eutfernung entſprechen etwa 900 /. Bis zum vergangenen Abend wurden insgeſamt 439 Flüge ausgeführt. Mit den heutigen Flügen werden bald 500 erreicht werden, ſo daß nunmehr als ſicher angenom⸗ men werden kann, daß die Zahl der Flüge des vergange⸗ nen Wettbewerbes, die 540 betragen hat, ebenfalls erreicht werden wird. Die Witterungsausſichten für den kommenden letzten Wettbewerbstag ſind ausgezeichnet. Es wird ſich ſicher ein erheblicher Flugbetrieb entfalten und im weſentlichen wie⸗ der große Zeiten, vielleicht auch Strecken geflogen werden, ſo daß die für Sonntag zu erwartenden großen Zuſchauer⸗ mengen auf jeden Fall auf ihre Koſten kommen. A. K. auch hier nur unter den deutſchen Mannſchaften ausgetra⸗ gen wurde. Im Länderkampf ging es hart um ben Sieg, der von Pfalz und Württemberg umkämpft war. Schon in den Fliegerläufen waren die beiden ausländiſchen Mannſchaften ausſichtslos zurückgefallen. Das Mannſchaftsrennen über fünf Stunden nach Sechstagegrt brachte 15 Mannſchaften an den Ablauf, von denen 10 die Fahrt beendeten. Auch hier ſchieden die ausländiſchen Paare frühzeitig aus, ſo daß der Kampf zwi⸗ ſchen den ſüddeutſchen Mannſchaften ausgetragen wurde. Der pfälziſch⸗ſaarländiſchen Verbindung Weiß⸗Oſter glückte in der vierten Stunde eine Ueberrundung, die dieſe Mannſchaft auch bis Schluß halten konnte. Harte Kämpfe gab es um die Plätze. Die Ergebniſſe: Fliegerfahren: Großer Preis von Landau. 1. Kretſch⸗ mers Dortmund, 2. Hilpert⸗ Frankenthal, 3. Moßmann⸗ Stuttgart, 4. Ackermann⸗Mörlheim. Jngendfahren: 1. Hemmer ⸗Oberbexbach, 2. Jvos⸗ Oberbexbach, 3. Keller⸗Mannheim. Punktefahren über 25 Runden: 1. Schuh⸗Mann⸗ heim 17 Punkte, 2. Blappers⸗Frankenthal 10., 3. Kurz⸗ Cannſtatt 9., 4. Woll⸗Ludwigshafen 8., 5. Bouffier⸗ Mannheim 5 P Länderkampf(zwei Flieger⸗, ein Verfolgungsrennen): 1. pfälziſche Mannſchaft(Ackermann⸗Stieber) 11 Punkte, 2. Württemberg(Gebr. Moßmann⸗Stuttgart) 10 Punkte, 3. Italien(Graglia⸗Dall) 6., 4. Luxemburg (Houtſch⸗JImaniotto) 3 P. Fünfſtunden⸗Manuſchaftsfahren: 1. Weiß ⸗Oſter⸗ Niederhochſtadt⸗Neunkirchen 35 Punkte, eine Runde zurück: 2. Haidger⸗Maile⸗Ludwigshafen 52., 3. Gebr. Moßmann⸗ Stuttgart 52., 4. Ackermann⸗Stieber.— Mörlheim⸗Mann⸗ heim 48., 5. Kretſchmann⸗Sell⸗Dortmund⸗Maikammer 45., 6. Gebr. Klemann⸗Frankfurt 22 Schülerſahren: 1. Müller ⸗Oberbexbach, 2. Dangek⸗ Mörlheim, 3. Meyer⸗Gellheim. Leichtathletik-Klubkampf AfL-Neckarau beſiegt MG mit 62:54/ Punkten Mannheims Leichtathletik endlich erwacht! Endlich am Schluſſe des Sommers werden unſere Leichtathleten etwas unternehmungsluſtiger. Nachdem der Monat Juli kaum einige bemerkenswerte Ereigniſſe gebracht hat, bringt nun⸗ mehr die letzte Hälfte des Auguſts mehr Betrieb. Der Höhepunkt der Veranſtaltungen war unbeſtritten das Zu⸗ ſammentreffen von VfL Neckarau und MTG in einem Klubkampf. Der Ausgang dieſes Treffens war offen; es endete eindeutig für Neckarau, da M7 zum Teil den Gegner zu ſchwach einſchätzte(400 Meter), dann aber auch Neckaraus Athleten in beſter Verfaſſung an⸗ traten. Der Lauf brachte dem Bs 34:28 Punkte hier ver⸗ ſchenkte MT 4 Punkte, da die 3⸗mal⸗1000⸗Meter⸗Staffel nicht durchs Ziel ging. Der Sieger lief in der Beſetzung Hein, Abel und Lang in:58 Min. eine glänzende 2 55 heraus. Ebenfalls erſtklaſſig daxf die 800⸗Meter⸗Jeit Abels mit 158,8 ſowie Lauſers 3000 Meter in:08 Min. genannt werden. Gärtners 100⸗Meter⸗Sieg ſtand nie in Frage, während Ludwig bei 400 Meter Haſenfuß erſt im Ziel niederringen konnte. Mit Renner über 400 Meter und Durchhalten in der g⸗mal⸗1000⸗Meter⸗Staffel hätte die MT im Lauf ein Plus erringen können. Im Wurf und Stoß war wieder Neckarau an erſter Stelle. Dreimal war Gg. Abel in Front. Im Kugel⸗ ſtoßen war er mit 12,75 Meter vor dem etwas ermüdeten Reil⸗MT mit 12,51 Meter; die gleiche Reihenfolge hatte das Speerwerfen mit 51,15 bzw. 47,10 Meter. Das Dis⸗ kuswerfen holte er ſich ebenfalls mit 38,62 Meter; der Zweite, Jung⸗Mec, kam auf 32,88 Meter. Hier holte ſich Neckarau 19 Punkte, MTS 14; erwartet wurde Reil im Kugelſtoßen vor Abel. Auch im Sprung war mit 113:106 Vis in Front. Im Hochſprung überſpraugen drei Mann, Brod und Jung (Mic) ſowie Abel⸗Bfe 172 Meter, ſo daß die Punkte — 5, 3, 2, 1— geteilt wurden. Mit 6,31 Meter konnte Der Mannheimer Tennisſport hatte in dieſem Jahre noch keine überragenden Ereigniſſe aufzuweiſen gehabt, ſo daß es überall lebhaft begrüßt wurde, als die Nachricht aß der frühere Amateurweltmeiſter Tilden in Mannheim ein Gaſtſpiel geben wird. Der Name ilden bewirkte ſchon von jeher Wunder, iſt doch ſein Trä⸗ ger einer der ganz Großen im Tennisſport. Klar ſtand er jahrelang als Amateur an der Spitze im Welttennis und auch ſpäter als Profi fand er, trotzdem er nicht mehr Mannheim hat ſchon viele Träger und Trägerinnen berühmter Namen ſpielen ſehen, trotzdem war das Gaſt⸗ ntruppe am Samstag und Sonntag nach⸗ nige Hundert Zuſchauer stag eingefunden, als der beſte jeler Nüßlein den jungen Amerikaner ildens, Barnes klar überlegen ab⸗ fertigte. 611, 61 lautete das Ergebnis für den betrat Tilden, lebhaft begrüßt den Platz. Der Frank⸗ furter Meſferſchmidt, der ſein Gegner war, hatte rſt überhaupt nichts zu beſtellen, erſt ſpäter kam er Spiel und leiſtete zeitweiſe ausgezeichneten Den Höhepunkt des erſten Tages bilbete unbedingt das Doppel der beiden Amerikaner Til⸗ den⸗ Barnes gegen die Deutſchen Nüßlein⸗Meſ⸗ ſerſchmidt. Was in dieſem Spiel an Doppelkunſt ge⸗ :4,:6,:5,:4, jedoch hatten die Deutſchen wiederholt tag, 21. Auguſt 1988 ———— Tennismeiſter Tilden in Mannheim Hervorragendes Spiel des Amerikaners 40:15, aber Nüßlein kann die beiden Matchbälle abwehren Wieder hat Tilden Vorteil, jedoch Nüßlein kann erneut mit einem genau auf bie Linie placterten Ball ben Aus, gleich herſtellen. Tilden hat jedoch den Ball als aus au geſehen und bemängelt die Entſcheidung des Schiebsrich, ters. Er geht ſogar ſoweit, die nächſten Bälle abſichtlich zu verſchlagen und den Satz ohne Kampf abzugeben, ſo daß Nüßlein dieſen:5 gewinnt. 3 Auch im eutſcheldenden b. Satz verſchlägt en planlos die Bälle und gibt ſich:6 geſchlagen, Nüßlein einen leichten Sieg überlaſſend, ein wirklich mehr glg merkwürdiges Betragen. Selbſt wenn es ſich bei den fraglichen Ball im 4. Satz um eine Fehlentſcheidung dez Schiedsrichters gehandelt hätte, wäre dies kein Grund 95 weſen, ſich ſo gehen zu laſſen. Die Leidtragenden dabei waren die Zuſchauer, die die wirklich nicht geringen Ein trittspreiſe ſicher nicht bezahlt hatten, um ſchlteßlich ge. ſchenkte“ Spiele zu ſehen.. Im anſchließenden Doppel ſpielte Tilden reichlich luſtlos, ſo daß die Deutſchen Nüßlein⸗Meſſer, ſchmitt zu einem 613, 11:9⸗Siege kamen. ſet⸗ Poſeidon Köln— München 1899:2(:0) Im Barmer Freibad Mählersbeck trafen ſich am Sonn⸗ tag nachmittag im Entſcheidungsſpiel für bie Teilnahme an der Endrunde um die deutſche Waſſerballmeiſterſchnſt Poſeibon Köln und München 98. Unter der umſichtigen Leitung des Hamburger Unparteiiſchen Spangenberg entwickelte ſich ein abwechflungsreiches Treffen, das die Kölner mit:2(:0) knapp gewannen. Im Feldſpiel gefielen die Bayern außerordentlich, ze doch ließen ſie jegliches Schußvermögen vermiſſen. Poſeſ⸗ don Köln ſpielte im Sturm bedeutend beſſer und ſlegte deshalb auch verdient. Schwartz konnte vor der Pauſe durch ſcharfen Schuß mit:0 für die Kölner in Führung gehen. Nach der Pauſe erhöhte Haas auf:0 und Burmeſter auf:0. Friedrich erzielte für München den erſten Treſ⸗ fer, Hauſer brachte das zweite Tor für die Münchner au Die Anerkennung dieſes zweiten Tores der Münchner er⸗ ſchien ſehr zweifelhaft, da der Ball erſt nach dem Schluß, pfiff die Torlinie paſſierte. Der Schiedsrichter erkannſe jedoch das Tor an.. Die Mannſchaften ſtanden ſich in folgender Aufſtellung gegenüber: München 99: Engelhardt; Stangl, Rucker Hauſer; Reindl, Hag, Friedrich. Poſeidon Köln: Rütt; Lambert, Wienandt; Haas; Burmeſter, Schwartz, Görgen, 11 Nationen in Budapeſt Bei den Ruder⸗Europameiſterſchaften Das endgültige Meldeergebnis für die vom 8 Auguſt in Budapeſt ſtattfindenden Europameiſterſchaſten des Internattonalen Ruder⸗Verbandes(FSA), an denen Deutſchland bekanntlich nicht teilnimmt, liegt fetzt vor, Insgeſamt werden ſich elf Nationen mit 52 Booten und 207 Ruderern und Steuerleuten an den Titelkämpfen beteill⸗ gen, Von allen Nationen iſt lediglich der Vierer m. St. beſchickt worden, je neun Meldungen liegen für den Einer und den Achter vor, ſieben für den Doppelzweier, ſechs für den Zweier m. St., ſowie je fünf für den Zweiter o. Si. und den Vierer o. St. In den einzelnen Bootsgattungen ſtarten: Einer: Holland, Frankreich, Tſchechoſlowakei, Italien, Belgien, Ungarn, Polen, Schweiz, Spanien; Zweier o. St.: Italien, Belgien, Ungarn, Polen, Schweiz, Spanien; Zweier m. St.: Italien, Frankreich, Belgien, England, Polen, Schweiz; Doppelzweler; Frankreich, Tſchechoſlowakei, Rumänien, Italien, Belgien, Ungarn, Polen; Vierer o. St.: Italien, Belgien, Un⸗ garn, Polen, Schweiz; Vierer m. St.: Holland, Frank⸗ reich, Tſchechoſlowakei, Rumänien, Italien, Belgien, Un⸗ garn, Polen, Schweiz, Spanien, Dänemark; Achter Holland, Frankreich, Tſchechoſlowakei, Italien, Belgien, Ungarn, Polen, Schweiz, Spanien. Zum 4. Male Stanley Woods Die größte motorradſportliche Veranſtaltung Irlonds, oͤie Ulſter⸗Touriſt Trophy der Motorräder, wurde an Samstag auf der 33 Km. la Clady⸗Runoſtrecke bei Belfaſt in Anweſenheit von 106 uſchauern entſchieden, Es gab in allen drei Kaſſen überous ſpannende Kämpfe. Obwohl die Rundſtrecke durch zahlreiche ſchwierige Kürten mit voraufgehenden Steigungen geſpickt war, konnten dit beſtehenden Randenhöchſtleiſtungen mehrmals überboten werden. Der Held des Tages war wieder der Engländer Stanley Woods, der mit ſeiner Halbliter⸗Nortn die 12 Runden= 396 Km. in der ſchnellſten Zeit hes Tages zurücklegte und dabei ein Stundenmittel von 140% Km. herausfuhr. Stanley Woods war damit zum vierten Male in ununterbrochener Reihenfolge ſtegreich und konne den Preis aus der Hand des nordiriſchen Gouverneurs entgegen nehmen. In der 350⸗cem⸗Klaſſe gewann Hand⸗ ley auf Velocette mit 134,6 Stoͤkm. und in der Whecem⸗ Klaſſe ſiegte Dodſon auf New⸗ Imperial mit 129,1 Stökm. Die Ergebniſſe: Bis 500 cem(12 Runden, 396 Km.): 1. Stanleg Woods(Norton) 140,7 Stoͤkm.; 2. Walter Rusk(Nor⸗ ton) 140,2 Stoͤkm.; 8. George Nott(Rudge) 180 Sök. Bis 350 cem(11 Runden, 363 Km.): 1. Hand ley(Velo. cette) 134, Stoͤkm.; 2. Guthrie(Norton) 188, Sibkm. 3. Tyrell Smith(Velocette) 132,3 Stolm. Bis 250 cem (10 Runden, 330 Km.]: 1. Dodſon(New⸗ Imperial) 1291 Stoͤkm.; 2. Manders(Rudge) 122,0 Stokm. 3, Colin Talor(Taylor⸗Spezial) 119,8 Stoͤkm. * Am die oͤeutſche Waſſerballmeiſterſchaft * 8 8 2 Sr Gg. Abel vor Haſenſuß⸗M Th(6,28 Meter) die erſtes Punkte holen. So brachte denn dieſer Kempf dem Vis einen ſehr he⸗ achtlichen Erfolg mit 6273:54 Punkten. Das Leiſtungs nivegu war mehr als nur anſprechend; die Organtſation klappte ganz gut, auch die Verbindung mit dem Publikum war gut, ſo daß beide Teile, Neckarau mit dem Siege un MD mit der Propaganda, zufrieden ſein dürfen. Die Ergebuiſſe: 100 Meter: 1. Gärtner⸗Mech 12, 2. Höſchler⸗ Age 11,7; 3. Salm⸗Vie 11,0 Sek. 400 Meter: 1. Ludwig 54,4) 2. Haſenfuß⸗M TG 54,6; 8. Leyer⸗Mech 55 Sek. Meter: 1. W. Abel⸗Vfe:58,88; 2. Lang⸗Bis 2705 8. Renner, MG:25 Min. 3000 Meter: 1. Lauſer⸗M 7 119 1 Hein⸗Vfe:40, 3. Tromsdorf⸗Mich:54 Min. 4 e Meter: 1. M 40,6; 3. Bs Neckarau 54 Sek. Gos verloren). 3 mal 1000 Meter: 1. Vis:58, 2 MTG 1 gegeben. Hochſprung: 1. W. Abel⸗Vſs, Jung⸗Mech, 9005 Med je 1,72 Meter. Weitſprung: 1. Gg. Abel⸗Vis 11 2. Haſenfuß⸗ Sch 6 8 3. W Abel ⸗Bfe 0, Meier Kut ſtoßen: 1. Gg. Abel⸗Bfs 12,75; 2. Reil⸗ MG Wc Jung⸗ Mech 10,88 Meter. Diskuswerfen: 1. Gg. e 28.6 2. Jung⸗ Mech 3,86, 3. Spieß Mech en Meg, Speerwerfen: 1. Gg. Abel⸗Vis 51,15, 2. Reil⸗M ech Ha 3 Striehl⸗Vis 44,15 Meter. FPCCCFCCCCCCCCCCCCCCCP lm! m rr Hauptſchriftleiter: H. A. Meißner(im Urlaub) 1 Verantwortlich für Politik: i. V. K. Ehmer- Handels tell: K. Au Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport und Feuilleton;.? 11 Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den übrigen Teil: C. W. en Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen J. Faude, e heim. Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckere Dr. Hgas, Mannheimer Zeitung, Mannheim, k 1, 46 e Für unverlanglte Beiträge keine Gewühr Rütckſendung nur bei Mücke wehren. erneut en Aus, aus an, iebsrich, bſichtlich , ſo haß lägt er Nüßlein ehr glz bei dem ung dez t Sonn⸗ ilnahme terſchaft ſichtigen nberg daß dit lich, je⸗ Poſel⸗ d ſtegte Pauſe führung irmeſter u Tref⸗ ner an. ner er⸗ Schluß rkannlt ſtellung Rucker; : Rütt; örgens. 25.—. ſchaſten 1 denen tzt vor. und 07 beteili⸗ m. St. 1 Einer echs für b, St, ttungen owakei, panien; Polen, ukreich, ſeler: zelgien, n, Un⸗ Frank⸗ n, Un⸗ chter: zelgien, 5 rlonoͤs, he am cke bel chieden. kämpfe. ö Kurven ten die erſten hr be⸗ tungs: attoß hlikum je und Mech Ehmer Rüller Fennel Mann „ Neue icke nen, iſt auch Montag, 21. Menue Mannheimer Zeitung „Morgen Ausgabe 7. Seite Nummer 382 — * SV. Wald⸗ Bahnhof und in der Stadt nach ſeiner hurg ſteht noch in aller Erinnerung. als bewieſen, daß es verſteht, einen ürdig zu empfangen. Den Handball⸗ ſer C g gezeigt, wie dankbar die für wirklich gute Sport- abend veranſtaltete der SV. Waldhof e Handball⸗Meiſter⸗ t hatte im Saal des rengeſchmückter Tafel rſchaftsbanner gab Kunde An der Bühne grüßte ein taben en bemerkte man u. a. Standarten⸗ rksf Freiwilligen Arbeits⸗ reisführer von Mann⸗ er kurzen Begrüßungs⸗ des Waldhof, Dr. Vertreter befreundeter Ver⸗ rmannſchaft herzlich willkommen. Herr in der Feſtanſprache auf die Er⸗ „Ehret eure deutſchen Me. „dieſe Worte von Hans Sachs der G er gehaltvollen Ausführungen. lige Tag gelte der Ehrung und Anerken⸗ des Deutſchen Handballmeiſter s. Der ick zu den jetzigen Erfolgen ſei durch die Handball⸗ dmanuſchaft in den Jahren 1925 und 1926 gelegt Schon damals wurde auf Waldhof aufmerk⸗ Aus dieſer jendmanr ft heraus ſei dann die ine und die Meiſter 5 ge ging hier es 1 ¹ haft gewe j it ſei es für jeden Eingeweihten eine un⸗ geweſen, daß der Meiſter vom [dhof heißen würde. In einem beiſy llof iegeszug und überaus harten Kämpfen 5 ahne jeden Spielverluſt mit 220: 49 Toren— wurde die Neiterſchaft geholt. Die weiteren Kämpfe um die Süd⸗ eulſche und Deutſche Meiſterſchaft ſind noch zu bekannt, u ſie hier noch einmal einzeln aufzählen zu müſſen. Der 46 Sieg in Magdeburg über die Polizei Burg brachte dann a erſten Male die DSB.⸗Meiſterſchaft nach Süddeutſch⸗ u. Die Spieler verſtanden es, alle Schwierigkeiten, die an ihnen bei der Erringung der Meiſterſchaft machte, aus dem Wege zu räumen. Der Enderfolg entſchied für die Spieler, ihren Sportlehrer Tauchert und ihren gellek Schäfer. Dieſen beiden Männern galt neben zem Dank an die Spieler die Anerkennung des Redners. de S Waldhof wird dieſe Männer nicht vergeſſen. Die ſollere Generation müſſe dieſem Vorbild nacheifern und miſſe ſtets wie der Meiſter von 1938 ſtark und tapfer für zen SB. Waldhof und den deutſchen Sport kämpfen. Die Ehrung der Meiſtermanuſchaft deut, Dle Hockenheimer Rennbahn hat ſich ehen— das erſte Rennen erfolgte am inen Ruf errungen, der ihr nicht ſo leicht wieder zu nehmen ſein wird. Abgeſehen davon, daß ſie den Titel ſchönſte deutſche Rennbahn führt, iſt ſie auch die ſchnellſte Straßenrennbahn. Die erſten Höchſt⸗ leitungen ſtellte Tom Bullus auf NSu mit 127 Km. Stundendurchſchnitt auf. Ihre Schönheit verdankt die Stecke ihrer herrlichen Lage, zu 95 v. H. im Walde. Herr⸗ licher Kiefernwald wechſelt ab mit Laubwald aller Art, Aken laſſen ihr helles Grün ſchimmern und knorrige kichen ſtehen als Unterholz neben dem Straßenſaum. Da, u der Hardtbach den Wald in zwei Teile zerſchneidet, ind unſtreitbar die ſchönſten Portien an der Rennbahn. Dort lichtet ſich der Wald. Der Grabendamm ſelbſt ſticht i der Mitte dieſer Buchtung breitſchultrig herous, das ate Gemäuer der Rod⸗ und Fuhrmannsbrücken m Aökußen ein und ruhig gleitet das Auge über das ſäf⸗ ie Grün des Bodens on den Bäumen hoch, um ſich im Aanen des Himmels zu verlieren. Zu Zeiten des Früh⸗ lings und des Herbſtes ſind die Bilder an dieſen beiden Stellen ſo erhaben, daß man bei früher Morgenſtunde krmeint, in einen Dom verſetzt zu ſein. Wenn dann die Rehe des Woldes ſich am Tau des Morgens erquicken d kein Laut diefe Stille ſtört, ſollte man nicht glauben, daß ſich auf der alten Straße Kämpfe der Motoren ab⸗ ſlelen, wie ſie wohl ſelten ſo ſcharf und abwechflungs⸗ klich geboten werden. Am Soantag(27. Auguſt) ſauſen wieder die Motoren gend durch den ſonſt ſo friedlichen Wald. Unter der Schirmherrſchaft von Reichsſtatthalter Nobert Wagner(Karlsruhe) ſteigt am kommenden Sbuntag auf der Hockenheimer Waldhbahn eine Veranſtal⸗ ne. die von der Londesgruppe Südweſt des DMV in Aer Art aufgezogen wird, wie ſie in techniſcher und ſport⸗ cher Beziehung noch ſelten auf deutſchen Rennbahnen geboten wurde. Det erſte Lauf gilt der Austragung der deut⸗ (ben Klubmeiſterſchaft. Punkt 10 Uhr wird das Jad auf die 180 Km. lange Reiſe geſchickt. Mannſchaften don Namen und Rang aus allen Motorſportlogern des Is, Nec, des ADack und des AvD, aus allen Agenden Deutſchlands, aus Hannover, Mannheim, Stutt⸗ furt, Karlsruhe, Berlin, München, Kaiſerslautern, Saar, Rankfurt ufw. werden es ſich zur Aufgabe machen, dem lie Chemnig(fünffacher deutſcher Meiſter) mit feinen bekährten Fahrern Winkler, Kirchberg, Trägner und dieih den Rang ſtreitig zu machen und ben Sieg an ihre Jahnen zu heften. Leicht wird es nicht fein, es wird abe erbitterten Kampf abſetzen und der ſportbegetſterte und fochmänniſche Zuſchauer kann pannende Momente don höchſter Fahrkunſt und der Organiſotion miterleben. 0* 2. Lauf fahren die Ausweisfahrer aller Stärken 10 1000 cem. Die kleineren Klaſſen erhalten einen be⸗ knnen Vorlauf. Am Ablauf werden ſich etwa 50—60 6 aun zuſammenfinden, um dann, wenn ſich die Fahne ge⸗ kült hat zu beweiſen, daß ſie zum Teil reif ſind, in die Meuzfahrerklaſſe aufgenommen zu werden. „der 6. und 4. Lauf wird von den ganz Großen be⸗ kitten. Die Lizenzfahrer bis 950 cem ſtarten zuerſt. Der Aber dieſer Klaſſe ſteht nicht feſt. Iſt es Geiß⸗Hocken⸗ 118 Winkle r⸗Chemnitz oder irgend einer der bekann⸗ an Rennfahrer? Es iſt ſchwer zu beurteilen, denn die e e Bahn mit ihren kilometerlangen Geraden 18 9 den ſcharfen Bogen bietet der Schwierigkeiten genug, de hohe Schule des Motorradfohrers beweiſen kaſſen. N Un. auf kommen„die großen Brüder“ Fran. Ma⸗ 0 en bis 1000 cem. Im Voraus den Sieger zu be⸗ füt hier ein Wagnis. Wird Sdenius⸗Köln, Erkelenz, Prelle⸗Altenhagen, Roſemeier⸗Lingen, lier Nenünchen, Anderton⸗England oder ſonſt einer 1 63 r ſich den Lorbeer holen. Es ſteht nicht file e 855 darauf an, ob die deutſche Fahrzeugindu⸗ 10 Weg dem einen ooͤer anderen ſchon Material mit auf eg gibt, das den Anforderungen der Hockenheimer ihrem Be⸗ Mai 1932— ünktrecke gewachſen iſt. Das letzte Rennen hat bewieſen, das beſte Kolbenmaterkal nur noch gut genug war. 10 75 der letzte Lauf beim Hockenheimer Rennen een 07 Auguſt ausgetragen wird, ſo werden ſich nach Sen⸗ Kant Fahne Fahrzeuge in Bewegung ſetzen, die ihre auf der Hockenheimer Bohn noch nicht bewieſen 10 s ſteht aber außer allem Zweffel, daß diefe Fahr⸗ n mit ihrer wundervollen Beſezung voll und ganz das 15 8 was von ihnen erwartet wird. Dafür bür⸗ Hees Namen der bekannteſten in⸗ und ausländiſchen kale agenfohrer. Als am aus ſichtsreichſten gilt a0 1 8 das Rennfahrerehepaar Stärk ke⸗Baſel. Aber wal Abrigen Beſetzungen kieten die Gewähr für wun⸗ ſhrelſte 1 Die Hockenheimer Waloͤbahn als 10 B. S i 2 3 nichts e Solomaſchinen läßt auch den Beiwagen bh it nachgewiefen, daß in Hockenheim die beſlen wehe Tine die Bahn gehen. Die Rennleitung ſcheut tt und dennoch Ausgaben, um den Zuſchauern wirklich 5 93 Leiſtungen zu zeigen. In gleicher Weiſe en laß ſich die Stadtverwaltung Hockenheim angelegen 0 Beſucz alle Vorberettungen zum Empfang der Fahrer 6 ſucher und deren gemütlichen Aufenthalt zu treffen. 0 ungen geicdsbehn ſtellt Sonderzüge ous den Rich⸗ 2. 0 arlsruhe, Mannheim und Heidelberg mit um , berabgeſetzten Fahrpreiſen zur Verfügung. Es en aus einem Umkreis von 180 Km. um Hocken⸗ legenheit geboten, mit Sonntagskarten am Sams⸗ ſchon bier einzutreſſen und den Beſuch des Ei ſeinen Hand! —— l 7 . vor.„Schwer war der Kampf der Sieg.“ Schon man ſich allgemein, Der Geiſt, der in der M laſſen. 8 lern geſ unſer ſtaatlichen und ſtädtiſch Bevölkerung für den ur fangin Mannheir nächſten Jahr wieder ver Im ag der DS i Spiel t Leichtathl beim Empfong die Ehrenurkunde im Klub n urkunde D 1— r dankte den ten und Auft n Eb de jedem lführer der Namen werde mitſe immer weitere olge Freude wollen den Handk port weite zereins und des deutſchen Vaterlar es Sieg Heil auf denten Hi terland aus. Mit ihren Abſchluß. Für den FC Phönix fand Herr Hetzler warme Worte der Anerkennung für die Meiſtermannſchaf überreichte dem Spielführer einen Blumenſtrouß in Klubfarben des Fe Ph.Der Jugendleiter des SV Waldh brachte die D it und den Stolz Jugendſpieler über dieſen der ermannſe zum Ausdruck. Der Bezirksfü 1 2 ir enge V itsdienſt beitsdienſtes, Herr Stober, wies bunden heit zwiſchen dem Arbeit und dem Sport hin. Der Arvbeitsdienſt Kampf um die Scholle die Jugend wieder der Arbeit und bediene ſich dabei auch des Sports, der bei bildung der jungen Menſchen wertvolle Dienſte leiſte. Der Arbeitsdtenſt wolle für die Sportvereine nicht Gegner ſein, im Gegenteil, er werde viele junge Leute erſt dem Sport zuführen. Er hoffe, daß immer ein gutes Einver⸗ nehmen mit den Sportvereinen herrſche, zum Segen un⸗ ſerer Jugend und zum Segen des deutſchen Vaterlandes. Der Abend war umrahmt von ausgezeichneten Vor⸗ trägen des Landhäuſer Quartetts, humoriſti⸗ ſchen Vorträgen von Herrn Spachmann und Origtnal⸗ tänzen des Trachtenvereins. Beſonders das Landhäuſer Quartett mußte immer wieder Zugaben zum beſten geben. Noch lange blieb man in gemütlicher Runde beiſammen. zahm der Leiter der Handballabteilung, Herr Schäfar f e Klubmeiſterſt Der Sch Waldhof hat die Meiſterſchaft ſeiner erſten Handbollmannſchäft würdig gefeiert. Die alte Meiſter⸗ ſchoft iſt tot, es lebe die neue.—— haft in Hockenheim Rennens und der Stodt auszudehnen bis Montag, 24 Uhr. Dieſe Reiſevergünſtigungen werden wirklich nur ſelten geboten. Die Eintrittspreiſe zu der Veranſtaltung ſind äußerſt nieder. Daneben werden Hunderte und Tauſende von Motorfahrzeugen den Zubringerverkehr nach der Rennſtadt Hockenheim, die 10 000 Seelen zählt und in der Lage iſt, vielen Tauſenden von uchern, Auſenthalts⸗ und Reſtaurierungsmö lichkeit zu eten, bewerkſtellige n. Wir wünſchen der Veranſtalrung einen vollen Erfolg und gutes Sportwetter zu Nutz und Frommen der deut⸗ ſchen Motorſportſache und der um ihre Exiſtenz rin den deutſchen Fahrzeuginduſtrie, der durch vor Stadt Hockenheim in mühevellem Kampf erſtellte Hocken⸗ heimer Woldrennbahn ein Mittel geboten Erfahrungen auszuwerten, wie es nirgends der Fall die Ringlampf ein Sport des Germaniſcher Brauch und moderner Kampfſport Es wäre überflüſſig und unnütz, wieder einmal aus⸗ führlich daran zu erinnern, daß der Ringkampf ein uralter Sport iſt; daß die Griechen in ihren beſten Zeiten ihm die entſcheidende Rolle in ihren Fünfkämpfen einräumten; daß das alte Aegypten viele gute Ringer und viele noch heute übliche Griffe kannte, uſw. Das ſind altbekannte Tatſachen— und ſie haben doch nicht verhindert, daß der Ringkampf ſeit Jahrzehnten von anderen Sportarten in den Hintergrund geoͤrängt worden iſt. Aber aufſchlußreich und viel zu wenig beachtet iſt es, daß die Beliebtheit des Ringens in den letzten Jahren, alſo gerade in der Zeit, als Volksbewußtſein und Nationalgefühl allmählich er⸗ wachten, ſtändig zugenommen hat. Gigentlich ohne doß man es will und weiß, fängt man ſchon an, Ringſport zu treiben, wenn man als Junge von pier, fünf Jahren mit dem Nachbarsjungen zu raufen beginnt. Es gibt eben keinen natürlicheren Sport als den Nahkampf, Mann gegen Mann, ohne Waffe. Gerade die germaniſchen Stämme mit ihrem natürlichen Kampfesgeiſt haben die urwüchſigen Raufereien, das„Gewurſtel“— das ſich ſprachlich noch jetzt in dem engliſchen Wrestling, Rin⸗ gen, findet— ſehr bald in feſte Regeln gebracht; der Ring⸗ kampf, der„Fang“ oder das„Rütckenſpannen“, wurde in allen nordiſchen Ländern ſchon frühzeitig nach feſten Re⸗ geln auf beſonderen Ringplätzen betrieben.— Daß ſich nun in den letzten Jahren die alte Vorliebe für das Rin⸗ gen ſo verlieren konnte, wie es tatſächlich der Fall war, iſt darauf zurückzuführen, aß einerſeits das Ringen ein harter und ſchwerer Sport iſt und daß man ſich anderer⸗ ſeits eine falſche Vorſtellung von ihm macht, indem man ſich unter einem Ringer einen dicken, ungebildeten Men⸗ ſchen mit mehr Fleiſch als Sportgeiſt, mehr Muskeln als Geſchicklichkeit vorſtellt. Alleröings möchte ich niemandem raten, das ſportliche Ringen anzufangen, bevor der Körper nicht genügend gekräftigt iſt. Ein Kind iſt noch zu zart, um vor allem ſein Herz ſolchen Anſtrengungen ausſetzen zu können, wie ſie ein regelrechter Ringkampf mit ſich bringt. Die kleinen Balgereien unter Jungens rechnen natürlich nicht mit, ſie ſind ſogar für den Knabenkörper ganz vorteilhoft. Am heſten iſt es, wenn man zunächſt etwas Gymnaſtik und ſonſtigen Sport betrieben hat und ſich erſt dann dem Ringen zuwendet. Dann aber iſt das Ringen für Körper und Geiſt — ja, auch für den Geiſt— ein ſo nützlicher Sport wie kein anderer! Es luſſen ſich daſür eine Reihe von Zeugniſſen anführen — Männer wie Jahn und Guts Muths haben an⸗ erkannt, daß es keine Leibesübung gibt, die ſo„zugleich unter dem ſchnellſten Wechſel bold dieſe, bold jene Muskel und Glieder in Anſtrengung nimmt, wie das Ringen“. Und in dem ſchnellen Wechſel der Griffe und Stellungen eines Ringkampfs kommt auch der Geiſt zu ſeinem Recht — mir ſelbſt ſind in der erſten Zeit viele Siege entgangen, weil ich es verſäumte, im rechten Augenblick— es iſt wirklich nur ein Augenblick— etwa beim Aufſtehen den Gegner zu packen und zu werfen, und das ging anderen genau ſo. Es kommt nicht nur darauf an, die Regeln und Griffe zu beherrſchen, mon muß ſie auch anwenden, und dazu gehört— mindeſtens wie bei jeder anderen Sportart— ein ſehr fein ausgebildetes Gefühl und viel Erfahrung.— Zwar bleibt der Ringkampf ein harter Sport, aber wenn man ihn erſt einmal beherrſcht, kann man ſchon monchen Stoß vertragen. Ich erinnere mich z. B. an einen Anſänger⸗Jahrgang eines Klubs, bei dem von rund 100 Mann noch wenigen Monaten nur zehn übrigblieben und nach Ablauf eines Johres nur einer, der auch nicht einmal in eine erſtklaſſige Mannſchaft gepaßt hätte. Aber dieſer Letzte hatte nun Herz und Mut, und darauf ſollte es heute mehr denn je ankommen. Es braucht ja auch nicht jeder ein hervorragender Ringer zu werden, wenn nur der Schwächliche kräftige Muskeln an⸗ ſetzt und der Zaghafte über ſeine anfängliche Mutlaoſigkeit und Bequemlichseit hinauskommt— das kann ich aber jedem Anfänger verſprechen. Imeiſter Deut Im Zeitalter der Technik kein 0 g, mag er noch ſo groß geweſen ſein, von Dauer, denn die Entwicklung ſchafft immer neue Höchſt⸗ leiſtungen und zwingt Technik und Induſtrie zur Weiter⸗ arbeit. So wird man a beim Deutſchlandoͤflug 1933, den der Deutſche Luftſport⸗Verband in der 7 Zeit vom 24. bis Auguſt von Berlin aus zur Durchführung bringt, wieder einige intereſſante Neukonſtruktionen zu ſehen be⸗ kommen. Faſt zwei Drittel der 150 gemeldeten Apparate, nämlich 95, find Klemm ⸗Maſchinen der verſchie⸗ denſten Typen und mit verſchiedenen Motoren. 33 Klemm⸗ Maſchinen ſind mit dem oft erprobten Argus As 8 Motor ausgerüſtet. In dieſer tſetzung gewann re Oblt. Zu Dinort den Deutſchland⸗Flug 1, eb hat Elly Beinhorn auf ihrem Weltflug 1931 bei⸗ den Fabrikate bedient. Sehr bewährt hat ſich auch die Kombination Klemm mit Hirth⸗Motor, die heute in den meiſten Fliegerſchulen bevorzugt wird und die die 30 Be⸗ werber beim Deutſchlandoͤflug benutzen werden. Die Klemm mit Siemens⸗Motor der verſchiedenen Typen findet ſich in 27 Fällen vor. Beſonders geſpannt iſt man auf die Leiſtungen der in drei Klemm⸗Maſchinen eingebauten neuen BM W' Ka. Sportflugzeng⸗Motor von 60 PS, mit dem die Bayeriſchen Motorenwerke erſtmalig an der Oef⸗ fentlichkeit erſcheinen. Neben den 95 Klemm⸗Maſchinen ſind für den Deutſchlandflug noch folgende Flugzeug⸗Typen neldet: 24 Meſſerſchmitt, 9 Fieſeler, 5 Gerner, je drei kel und Raka, je zwei ÜUdet⸗ Flamingos, Focke⸗Wulf, lrado und Junkers, ſowie je ein Autogiro, Albatros und Akaflieg. Die Heinkel⸗Werke in Warnemünde ſchicken ihre neueſte Maſchine, die He 2 unter dem Chefpiloten Werner Junck ins Rennen. Das Flugzeug iſt ein Doppeldecker mit einem Siemens u. Halske⸗Motor SH 14 v. 180/100 PS Leiſtung. Der Rumpf beſteht aus einem geſchweißten Stahl⸗ rohrfachwerk mit Längsholmen und Stahlrohrauskreuzung; Führer⸗ und Begleiterraum ſind unmittelbar hintereinan⸗ der angeordnet. Die Meſſerſchmitt⸗Werke in Augsburg, die be⸗ kanntlich die Siegermaſchinen in den Europaflügen 1929 Hoppegarten(19. Auguſt) 1. Fulmen⸗Reunen. Zweijährige. 2200 4. 1000 Meter: 1. O. Blumenfelds und R. Samſons Irrtum(K. Viſek); 2. Cythera; 3. Coſa; 4. Lebenslied. Toto: 72; Platz: 17, 25, 20, 20. Ferner: Marland, Hanſeat, Goldkäfer, Aktion, Wolgalied, Arabba, Walmery. 2. Impuls⸗Rennen. 2800 J. 1600 Meter: 1. Freifrau von Oppenheims Schwadroneur(Varga); 2. Orkadier; g. Oſtermädel. Toto: 45, Platz: 18, 14, 18. Ferner: Schwede, Immerfort, Pommernländer, Tumult. J. Trollhetta⸗Rennen. 1400 Meter: 1. 4. Ulrich von Oertzen⸗Rennen. Freifrau v. Nelſon; 3. Janus. Toto: 14. 5200. 2400 Meter: 1. Oppenheims Aventin(W. Printen); 2. Lord Ganz falſch iſt es, wenn man ſich den Ringer als un⸗ geſchlachteten Menſchen denkt. Zwar gibt es Ringer, die 5. Sunflower⸗Rennen. Ausgleich g. 1. Hans Winkelmanns Lachteufel(O. 0 A. 1600 Meter: Schmidt); 2. Muſſo⸗ blislums es ſich mit Eſſen und Trinken wohl ſein laſſen, wenn ſie ſich erſt einmol einen guten Namen gemacht haben, und die dodurch mehr Fett als notwendig anſetzen; und auch das iſt richtig, daß das Körpergewicht in einem Kampf zweier gleich gewandter und gleich ſtarker Ringer eine gewiſſe Rolle ſpielen kann. Aber niemals iſt jemand bloß wegen ſeines Gewichts und ſeiner Muskelmaſſen ein wirklich guter Ringer geworden wie es bei anderen Sportarten— ich erinnere nur an den jetzigen Welt⸗ meiſter im Boxen, Carnera vorgekommen iſt. Ich ſelbſt gehöre zu den leichteſten Figuren meiner Gewichtsklaſſe.— Auch andere alte Vorurteile wie das, daß Ringer im leichtathletiſchen Sport, beſonders beim Laufen, ſtets verſagen, hoffe ich in eigener Perſon dadurch widerlegt zu haben, daß ich in meinem Alt⸗Landsberger Sport⸗Club einmal einen 1000 Meter⸗Lauf in drei Mi⸗ nuten erledigte, daß ich regelmäßig etwa.45 Meter hoch ſpringe und auch beim Diskuswerfen nicht hinter anderen zurückſtehe. Mit dieſer Erwähnung will ich mir keine Lorbeeren flechten, ſondern nur beweiſen daß das Ringen den Körper genan ſo harmoniſch aus⸗ bildet wie jeder andere Sport. Wenn hier vom Ringen die Rede iſt, ſo iſt Famit immer der griechiſch⸗vömiſche Stil gemeint, der ſich von anderen Stilarten ſtark unterſcheidet. In meiner Schweizer Hei⸗ mat hat ſich ein eigener Stil herausgebildet, das Schwin⸗ gen oder der„Hoſenlupf“: die beiden Kämpfer tragen kurze, feſte Hoſen und ſaſſen gegenſeitig am Gürtel Griff. Nach Kampfbeginn gilt gußer gefährlichen Griffen faſt jeder Griff, wie bei dem in vielen Ländern verbreiteten „reien Stil“, dem Catch⸗as⸗eotch⸗can⸗Ringen. Der freie Stil erlaubt viele im griechiſch⸗römiſchen Ringen verbo⸗ tene Griffe auch unter der Hüftlinie. Als Mittel der Selbſtverteidigung hat er zweifellos viele Vorzüge. Aber zum Sportbetrieb eignet ſich der griechiſch⸗römiſche Stil weit beſſer, weil er elegant iſt und jede Rohheit von vorn⸗ herein ausſchließt. Im großen ganzen erinnert die Entwicklung des Rin⸗ gens in neuerer Zeit ſehr an die des Boxens. Seit langem in kleineren Kreiſen geübt und geliebt, dann geſchäft⸗ lich in manchmal ſehr übler Weiſe ausge beu⸗ tet, daraufhin verboten, ſchließlich wieder zugelaſſen, donn ein allmähliches Anſteigen der Beliebtheit— alles das läßt ſich bei beiden Sportarten verfolgen. Der Box⸗ ſport war dem Ringen eipige Jahre voraus. Der Ring⸗ kompf iſt aber auf dem beſten Wege dazu, ſich ſeine Volks tümlichkeit wieder zu erobern und ſeine älteren Rechte geltend zu machen. Gottfried Grüneiſen, und der Entwicklung bleibt andflug 1933 Flugzeuge und Motoren der deutſchen Flugzeugfabriken und 1930 geſtellt haben, ſind mit 24 Flugzeugen verkreten, die teils mit Argus As 8, teils mit verſchiedenartigen Siemens⸗Motoren ausgerüſtet ſind. Eine intereſſante Neuheit iſt die Meſſerſchmitt M 35 mit Siemens HS l4a⸗ Motor. Dieſes Flugzeug ſtellt eine Verbeſſerung jener M 29 dar, die für den Europaflug 1932 genannt wurde, dann aber kurz vor Begi des Wettbewerbs geſperrt worden iſt. Weitere intereſſante Flugzeugtypen ſind ein Junkers⸗ Junior mit Siemens SH ga, wie ihn Marga v. Etzdorf bei ihren Fernflügen benutzte, zwei Udet⸗Flaming Doppeldecker ſowie ein Autogiro mit Stemens SH Auch der ſchnelle Doppeldecker der Aka⸗ i armſtadt, mit dem Marienfeldt beim letzten Europa⸗ 9 dflug großarti ſtungen erzielte, wird beim Deutſchlandͤflug 1933 nicht fehlen. Der älteſte Motoren⸗ Typ im Wettbewerb iſt der Sieme SH 11, der ſchon ſeit 1928 nicht mehr gebaut wird. Sein Vorhandenſein im Gauligen werden erweitert Der Führer des Deutſchen Fußball⸗Bundes, Linnemann Berlin, hat am Samstag die Verfügung erlaſſen: Feliz folgende „Die Neueinteilung der Gauligen hat für mehrere Ver⸗ eine unberechtigte Härten mit ſich gebracht. Der Herr Reichsſportführer, der für dieſe Schwierigkeiten vollſtes Verſtändnis zeigte, hat dem Unterzeichneten die Genehmi⸗ gung erteilt, die Zahl der Gauligavereine für verſchiedene Gaue um ein oder zwei Vereine zu erhöhen. Die Gaue 18(Südheſſen, Saar, Pfalz), Brandenburg, Bayern und Niederrhein erhalten nun 12 Gauliga⸗Vereine, die Gaue Freiſtaat Sachſen und Mittelrhein ſe 11 Ver⸗ eine. Es ſteigen in dieſen Gauen ſolange drei Vereine ab und zwei auf, bis die endgültige Ziffer von 10 Vereinen erreicht iſt. In den Bezirksligen ſind die Plätze für die mehr abſteigenden Vereine freizuhalten. Die Anweiſung, welche Vereine in die Gauliga einzuteilen ſind, geht den Gauführern beſonders zu.“ Pferderennen im Reich int; 8. Meiſterſtück. Toto: 70; Platz: 22, 80, 28. Ferner: Markgraf, Fix und Fertig, Chinafeuer, Immermein, Pon⸗ tifexr, Mascagni, Graf Nici, Conſuela. 6. Ekliptik⸗RKennen. Zweijährige. 2800. 1200 Meter: 1. O. Blumenfeld u. R. Samſons Grandseignuer(E Hay⸗ nes); 2. Inland; 3. Travertin. Toto: 65; Platz: 10, 10, 10. Ferner: Dynamit, Sarafan, Sonnenfalter, Seraphine. 7. Nachtſchwalbe⸗Reunen. Ausgleich 3. 2200. Meter: 1. E. Clauß Rhodeſia(Harry Schmidt); 2. Silber⸗ möve; 3. Jvanhoe. Toto: 46; Platz: 18, 14. Ferner: Ro⸗ gau, Vielgeliebter. Siegdoppelwette: Orſimi— Lachteufel 772510. Horſt⸗Emſcher 1. Preis der Knappen. 1600 J. 1200 Meter: 1. . W. kichels Blackberry(R. Ruff; 2. Silberfee; 3. Heldenſage; 4. Pe⸗ lgdoros. Ferner: Anſtifter, Einhorn, Letzter Sivux, Flör⸗ chen, Haſſo, Holſatia, Extra, Baſtei, Sturmfahne. Toto: 86:10; Platz: 16, 17, 48:10 2. Bergbau⸗Preis. 1600. 1400 Meter: 1. Geſt. Myd⸗ linghovens Pe i Vinzenz); 2. Ibykus; 3. Mu⸗ ſterknabe. E rewohl, Robinſon. Toto: 14:10 Ploetz: 13, 5 3. Schlügel und Eiſen. 1600, Ausgleich 8, 2400 Meter: 1. H. A. Vogels Georgette(R. Vaas]; 2. Gold ſucher; 5 Dorita. Ferner: Glanz, Loſung, Sturmnixe, Piniole, 5 18740 8. Paulchen. Toto: 30:10; Plaotz: 15, 21, 1410. 4. Horſter Eriterinm. 5000 /, Zweijährige, 1000 Meter: 1. Geſtüt Erlenhofs Forſythia(J. Raſtenberger); 2. Win⸗ frida; 3. Famaſino. Ferner: Markheld, Fix, Stauffen, Ehrenpreis, Pfalzgräfin. Toto: 88:10; Platz: 14, 17, 28:10. 5. Rudolf⸗Roſe⸗Rennen. 5000 /. 1800 Meter: 1. F. Dillmanns Miſſouri(K. Narr]; 2. Roſenfürſt; 3. Agathon. Ferner: Rudolf, Laufpaß, Praſer, Heimwehr, Brioche. Toto: 80:10; Platz: 26, 40, 22:10. 9. Preis der ſchwarzen Diamanten. Ausgleich 2. 9000 /. 1400 Meter: 1. Frau v. Opels Irländer(K. Narr); 2. Eil⸗ werk; 3. Sextus. Ferner: Wappenſchild, Voltaire 2, Athos, Urfauſt. Toto: 33:10; Platz: 15, 20, 15710. Barbara⸗Ausgleich. Ausgleich 3. 1600 /, 1600 Meter. 1. A. Oexlers Tarquinia(H. Wiebelt), 2. Perlmuſchel, 8. Dreiläufer. Ferner: Gebt Feuer, Leutvogt, Inca, Mar⸗ got, Jan von Werth. Tot. 72:10, Pl. 20, 19, 16:10. Sieg⸗Doppelwette 4. und 5. Rennen: 481110. Magdeburg 1. Germanſa. Zweijährige. 1600 /, 1200 Meter. 1. W. Bresges Lonſky(E. Grabſch); 2. Blinzen; 3. Fehler Fer⸗ ner liefen: Vierthaler, Frauenfreund. Tot.: 40:10) Pl. 18, 15 10. 2. Kronprinzenpreis⸗Erinnerungs⸗Rennon. Jagd., Ausgleich III, Herrenreiten. 1400 /, 3100 Meter..0. Kriegs Thermidor(Lt. Frhr. v. Ohlen); 2. Elvira; 3. Letzter Verſuch. Ferner liefen: Tramonto, Bitburg, Verus. Tot.: 42:10 Pl.: 20, 21:10. 3. Boruſſia. Ausgleich II. 2050 /, 1600 Meter. 1. 5. J. Schumachers Bittſteller(Viſek); 2. Caſtor; 3. Chrysler. Ferner liefen: Hamlet, Eſto Vir, Wally. Tot: 86: 10 Platz: 15, 24, 16: 10. 4. Preis von Magdeburg. Ehrenpr. u. 2750/ 2100 Mtr. 1. Freifr. v. Oppenheims Olearig(W. Printen]: 2. Mar⸗ ſiltus; 3. Wilderich. Ferner: Silberſtreif, Laredo. Tot.: 20 10; Platz: 13, 19710. 5. Preis der 21. SS⸗Standarte. Herren⸗Flachrennen, 1400 ,, 1800 Meter: 1. v. Livonins u. v. Ribbentrops Ju⸗ bel(Lt. v. Both); 2. Oceanus; 3. Horos: 4. Atina. Ferner: Schneefall, Conſtable, Matador, Roterberg, Vigna, Me⸗ trodorus, Eckeby, Offerte. Toto: 66:10; Platz: 17, 12, 21, 18:10. 6. Verkaufs⸗Rennen. 1400 ,, 1950 Meter: 1. M. Schöne⸗ manns Domfalke(K. Schiemann]; 2. Winkelried; g. Kriegs⸗ logge. Ferner: Marketenderin, Sintflut. Toto: 34:10; Platz: 13, 12:10, 7. Franz⸗Seldte⸗Rennen. Ausgleich 3, Ehrenpreis und 1400 ,, 1600 Meter: 1. Graf Emich Solms Atman(E. Grabſch); 2. Varro; 3. Stauff. Ferner: Loe, A. D.., 355 Habgier, Frechdachs. Toto: 62:10; Platz: 19, 15, 2 Weltmeiſter im Ringkampf. Sieg⸗Doppelwette: g. und 4. Rennen 86:10. Radrennen in Mannheim Die durch den RV. Union am Sonntag durchgeführten Bahnrennen brachten zum Teil Ergebniſſe, die als Ueber⸗ raſchung angeſprochen werden könnten, wenn man nicht wüßte, daß ein Teil der Fahrer bereits das Landauer Nachtrennen in den Beinen hatte. Die Beſetzung der einzelnen Wettbewerbe war recht aut, wenn man auch das Fehlen der guten Frankfurter Bär⸗ Göllmann bedauert hat. Das Flieger⸗Hauptfahren wurde von 22 Fahrern beſtritten. Im Endlauf ſiegte überraſchenderweiſe Eiſen⸗ hardt vor Heidger und dem Stuttgarter Weimer. Das Jugendfahren war Bouffier nicht zu nehmen, wenn auch Verbeſſerung von Wiſſenbach nicht zu ver⸗ kennen war. Das Ausſcheidungs fahren der B Klaſſe brachte Weitzel einen weiteren Steg vor Gropp. 9⁰ Im 2 Stunden⸗Mannſchaftsfahren waren 14 Paare am Start. Ueberrundet wurden die Gebr. Clemeny⸗Offenbach und die Mannheimer Lutz⸗Rößler, zur Aufgabe gezwungen wurden die Gebr. Moos mann, da heim; 2. pert⸗Speyer. 2. Wiſſenbach⸗Mannheim; 3. mer⸗Mannheim. 2. Gropp⸗Mannheim; Pfeffer⸗Mannheim. Wiesbaden 26 Punkte; Punkte, 3. Münd⸗Ruppold⸗ dieſelben infolge mehrfacher Defekte ihr geſamtes Erſatz⸗ material aufgebraucht hatten. Einen klaren Sieg erſocht die Mannſchaft Walter⸗Jectes vor Heidger⸗Maile und Münch⸗Rappold. Die Ergebniſſe: Fliegerfſahren, 1200 Meter: 1. Eiſen hard t⸗Mann⸗ Heidger⸗Mannheim; 3. Weimer⸗Stuttgart; 4. Hil⸗ Jugendfahren, 1200 Meter: 1. Bouffter⸗Mannheim; Soceina⸗Mannheim; 4. Pal⸗ B⸗ſklaſſe⸗Ausſcheibungsfahren: 1. Weitzel⸗Mannheim; K. Wiſſenbach⸗ Mannheim; 4. 1. Walter ⸗Ickes⸗ 2. Heicger⸗Maile Mannheim 14 2⸗Stunden⸗Maunſchaftsfahren: Maunheim 13 Punkte; J Haff⸗ ner⸗Hilpert⸗Speyer 13 Punkte; 5. Hobein⸗Gugau⸗Frankfurt 13 Punkte, 6. Weimer⸗Bürkle⸗Stuttgart 11 Punkte. 8 8. Seite/ Nummer 382 Neue Maunheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe Montag, 21. Auguſt 1035 III drill 0 11 ERST AUFFUHRUNG FUR MANNHEIM! 1 Eine unneimliche aum dack Trevor Tug in dem Bu Heute letztmals! Liebe und Enisagung Heute letzter Marta Eggerih 1 Stsplel: 1. d. ergreifenden neuen Tonfilm ILA Aupelihe mit Gg. Al weiter. 8 Hierzu g Illnter Kloster mauern! m. d. bildhübschen Suzanne Marville Hugo Haas der, Brause- Beiprogramm! 94.30.30.30 Sau- lezak roßes Keine Ladenmiete HREN“ repariert unter Garantie. AIs hmueck-⸗ sachen Feder M..50, Glas 30 bis.30= 70 Pfg. .00..20,.20,.30 Anueute.18,.15 und.50 Uhr Erstaufführung für Mannheim ack Mylong-Münz 5 0 unzerbr. 5 TON-LUST SPIEL. las M..50 8122* 16.8 6 4 8. Kulfur- Tonfilm W 7 Urs ee Neueste Fon-Tongochel I aſcherei u. Garbinen⸗- BUH NE K. Einheitspreis ſpannerei B2452 L. Loge 4. 12% Fernſprecher 213 06. 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