ugsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreise: zel Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., burch die Poſt.70 Mk. einſchl. 90 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ fofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, ſieue Mannheimer Seitunnt Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Jo grledrichſtr. 4, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Einzelpreis 10 Y Anzeigenpreiſe: 32 mm breite Colonelzeile 40 Pfg., 79 mm breite Reklamezeile.50 Mk. Für im Voraus zu bezahlende Familien⸗ und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Zahlungseinſtellung, Vergleichen oder Zahlungsverzug wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen u. für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim Aittag⸗Ausgabe Dienstag, 22. Auguſt 1933 144. Jahrgang— Nr. 384 Man torpediert bereits Privattelegramm O Berlin, 22. Auguſt. Mit dem Ablauf des Sommers tritt die inter⸗ gallonale Politik wieder ſtärker in den Vordergrund, Am 25. September beginnt in Geuf die Völker⸗ hundsvollverſammlung und am 16. Okto⸗ ber ſoll in den Abrüſtungsver handlungen ſyrtgefahren wer den. Dieſe Tatſachen geben nun der franzöſiſchen und auch der engliſchen Preſſe Veranlaſſung, die bevor⸗ ſehenden Konferenzen ſchon jetzt zu torpe⸗ ieren, um ihren Ausgang im gewünſchten Sinne zu beeinfluſſen. Der Generalſekretär des Völkerbundes dürfte wohl in den nächſten Wochen eine übliche Rundreiſe antreten, um die Vollver⸗ ſammlung vorzubereiten, die man franzöſiſcherſeits gur zu gerne für eine Ausſprache um das deutſch⸗ Aterreichiſche Problem in vollem Umfange f in Anſpruch nehmen möchte. Unter dieſem Geſichtspunkt verſteht man in hieſi⸗ gen Kreiſen auch die heutigen ausländiſchen Ko m⸗ nentare um das Wochenende von Riccione, in denen der Zweck nur allzu deutlich verraten wird. dus dieſen Gründen rechnet man hier auch damit, haß in der nächſten Zeit die internationale Jolemik wieder lebhafter wird, was aller⸗ dungs die deutſche Haltung nach keiner Richtung hin heeinfluſſen kann. Welche Schritte Frankreich in Genf auf den bei⸗ en Könferenzen unternehmen wird, ſteht auſchei⸗ gend noch nicht feſt. Man arbeitet zur Zeit noch ll Verſuchsballonen, um die allgemeine Aufnahme derartiger Pläne nachzuprüfen. Daß Frankreich ſowohl im Völkerbunde als auch auf ger Abrüſtungskonferenz diesmal beſonders aggreſſiv ſein wird, hat die eigene Preſſe ja ſchon zur Genüge Angekündigt, ohne daß es ihr aber gelungen iſt, hier⸗ für die Zuſtimmung der Weltpreſſe auch nur einiger⸗ waßen zu erlangen. Dazu kommt noch, daß auch zwiſchen Lon don Aud Paris noch keine Uebereinſtimmung erzielt wurde, was wohl in erſter Linie auf die „Aberordentlich rege Aktivität Muſſolinis zurückzu⸗ ühren iſt, der mit ſeinen jüngſten Verhandlungen lsbeſondere den franzöſiſchen Machenſchaften keines⸗ wegs gelegen kommt. Die ſtrategiſchen Vorgefechte, die man jetzt ſeitens Paris und London liefert, ſind aher nur als taktiſche Vorübungen anzusprechen. Nürnberger Vorbereitungen Meldung des Wolff⸗Büros — Nüxruberg, 22. Auguſt. Bon der ungeheuren Arbeit, die von der Or⸗ niſationsleitung der NSDaAq für den eichsparteitag in Nürnberg geleiſtet wird, kann man 10 erſt einen Begriff machen, wenn man Zahlen burt Für die Ausſchmückung der Feſt halle am Aütpold⸗Hain mußten 20000 Meter Dekorations⸗ uf, 1 Kilometer Girlanden und 15 Wagenladun⸗ ben Blumen beſorgt werden. Bei dem Amtswalter⸗ cell wird Platz zu ſchaffen ſein für einen Wald von 9 79 Fahnen. 940 Sonderzüge fahren nach lürnberg. Das Fernſprechamt Nürnberg hat allein über in Sonderanſchlüfſe verlegen müſſen. Park⸗ date für 20 000 Fahrzeuge wurden geſchaffen. N 500 000 Kg. Fleiſch und Wurſt werden über 1 normalen Bedarf hinaus bereitgeſtellt. Das un ble gungsamt hat weiter 2600 Zinnkan⸗ 1 zu je 60 Perſonen, insgeſamt alſo Gefäße für aloe Portionen angekauft. 175 Waggon Stroh ſind iir das Strohlager angefahren worden. In ünberg⸗Stadt wurden 152 447, in Fürth⸗Stadt und in Nürnberg⸗Land 25 200 Maſſen⸗ ere in Sälen, Fabriken und Schulen er⸗ 1 elt. Insgeſamt ſind neben den Zeltquar⸗ gene a. 289 086 Lager in gedeckten Räumen bereit⸗ zelt worden. Da man für 150 000 Mann keine nloffeln ſchälen kann, werden kartoffelloſe Ge⸗ ite verabfolgt, z. B. Rindfleiſch mit Nudeln. . Geſchäfte werden von morgens 5 Uhr abends ig Uhr geöffnet ſein, die freien it au ſſtünde. von denen mehrere tauſend errich⸗ 1 werden, können bis zur Mitternacht offengehal⸗ werden. Reichssendeleiter Hadamoyſky iſt am Montag in 9215 b eingetroffen, um die Vorbereitungen der fihsrurl, Rundfunkübertragungen vom parteitag der NS DA zu überwachen und l uführen. Er beſprach mit den zuſtändigen (tent die funktechniſche Organiſation des Reichs⸗ libezlages und führte ſelbſt eine Reihe von ent⸗ 5 5 8 Maßnahmen durch, die das Gelingen der 5 Danki dertraaungen gewährleiſten und während . ner des Reichsparteitages eine neue Ge⸗ uſchaftsſendung verwirklichen ſollen, die Dollfuß it zufrieden Pariſer Rätſelraten über Rittione— Römiſche Preſſe lehnt Völkerbund ab Meldung des Wolffbüroes — Berlin, 22. Auguſt Nach einer Mitteilung der politiſchen Korreſpon⸗ denz hat fich Bundeskanzler Dr. Dollfuß während ſeines kurzen Aufenthaltes auf dem Wie⸗ ner Flugfeld ungemein befriedigt über das Ergebnis ſeiner Reiſe nach Rimini ausgeſprochen. In dieſem Zuſammenhang unterſtrich er, wie die politiſckhe Korreſpondenz berichtet, mit ſichtlicher Ge⸗ nugtuung, daß er auch diesmal wieder bei dem ita⸗ lieniſchen Regierungschef nicht nur volles Ver⸗ ſtändnis für die Verhältniſſe und Bedürfniſſe Oeſterreichs gefunden habe, ſondern auch ſich natür⸗ lich davon habe überzeugen können, daß Miniſter⸗ präſident Muſſolint warmes und tätiges Intereſſe an dem Gedeihen eines freien und unabhängigen Oeſterreichs hege. Das Durcheinander der Anſichten, An⸗ regungen und Vorausſagen über die öſterreichiſche Frage dauert in der franzöſiſchen öffent⸗ lichen Meinung an. Man iſt verſucht, daraus den Schluß zu ziehen, daß Frankreich zur Zeit noch nicht weiß, wie es ſich zu der vielbeſprochenen Frage ſtellen ſoll, ohne ſich Mißerfolgen auszuſetzen. Der „Intranſigeant“ ſieht den einzigen Ausweg darin, daß man auf Grund des Artikels 11 der Völker⸗ hundsſatzungen den Völkerbund mit der Angelegen⸗ heit befaſſe(). Die Havas⸗ Agentur ſchreibt Rom folgende Pläne zu: 1. Eine wirtſchaftliche Annäherung zwi⸗ ſchen Oeſterreich und Ungarn, 2. eine Feſtigung der wirtſchaftlichen Beziehungen zwiſchen dieſen beiden Ländern und Italien. Es ſcheine, daß Ungarn be⸗ reit ſei, gewiſſe Poſitionen, oͤie es in Oeſterreich be⸗ ſitze, zugunſten Italiens aufzugeben, um die italie⸗ niſch⸗öſterreichiſchen Beziehungen zu feſtigen. Offenbar hat bereits die Kleine Entente in Paris ihre Bedenken gegen die wirtſchaft⸗ lichen Sanierungspläne Italiens anhängig gemacht. Die Schwierigkeiten zwiſchen Paris und Rom, eine Annäherung der Standpunkte zuwege zu bringen, werden in der heutigen Morgenpreſſe, die ohne Zwei⸗ fel den erſten Wink von oben erhalten hat, deutlich ausgeſprochen und formuliert. Ein neuer heftiger Meinungsſtreit zwiſchen Paris und Rom iſt alſo für die nächſten Tage zu erwarten. f Die italieniſche Preſſe betont in ihren Kommentaren zur Zuſammenkunft von Raccione die Notwendigkeit der Unabhängigkeit Oeſterreichs, aber auch die Notwendigkeit einer weiteren Entſpannung zwiſchen Oeſterreich und Deutſchland und einer Zu⸗ ſammenarbeit zwiſchen Oeſterreich und ſeinen ſämt⸗ lichen Nachbarn. „Lavoro Faſeiſta“ lehnt einen Schritt beim Völkerbund, wie er von Londoner und Pariſer Blättern gewünſcht werde. nach⸗ drücklich ab. Oeffentliche Unterhaltungen in Genf über ein ſo heikles Thema könnten kein poſitives Ergebnis haben. Die Lage könne vielmehr nur politiſch gelöſt werden, d. h. mit Feſtigkeit, was die öſter⸗ reichiſche Unabhängigkeit betreffe, aber auch mit dem nötigen taktvollen Verſtändnis gegenüber der deut⸗ ſchen Revolution, der man eine gewiſſe Zeit zuge⸗ ſtehen müſſe. 2 Die Möglichkeit, einen größeren Verkehr über den Hafen von Trieſt zu leiten, müſſe ſtudiert werden. Hier könne Oeſterreich bemerkens⸗ werte Vorteile erzielen. Nach den Leitſätzen des italieniſchen Regierungschefs ließe ſich das heikelſte und verwickeltſte Problem löſen, wenn die Politiker und Diplomaten zweier großer Weſtmächte es unter⸗ laſſen wollten, überſtürzt und unter den mehr oder weniger bewußten Einfluß der Abneigung gegenüber dem neuen Deutſchland vorzugehen, die bei der Behandlung dieſer Frage überhaupt keine Rolle ſpielen dürfe. et We eee Der ruſſiſch-italieniſche Nichtangriffspakt Drahtbericht unſeres Berliner Büros J Berlin, 21. Auguſt. Der Abſchluß des ruſſiſch⸗italieniſchen Nichtangriffspaktes iſt eines der intereſſan⸗ teſten außenpolitiſchen Ereigniſſe der letzten Wochen. Ehe noch Frankreichs Abgeſandter, Herriot, in Moskau eingetroffen iſt, hat die italieniſche 7 lo⸗ matie auf dem ſchwierigen ſowjetruſſiſchen Terrain einen bedeutenden Erfolg davongetragen. Ueber den Inhalt des Paktes iſt wenig bekannt. Immerhin weiß Paul Gentizon, der zumeiſt gut unterrichtete Korreſpondent des„Temps“, über einige Einzelheiten zu berichten. Daß der Pakt die von dem Griechen Politis erdachte„Definition des Angreifers“ nicht enthält, war ja bekannt. Mussolini hat von dieſer gefährlichen Zauberformel aus der Genfer Hexenküche niemals allzu viel gehalten. Aber in dieſer Form hat er die Politis⸗Formel auch aus anderen Gründen abgelehnt. Er verfolgt mit dem Pakt ein weiteres Ziel; ſeine Ausdehnung auf an⸗ dere Staaten, zum Beiſpiel auf Bulgarien. „Wenn Bulgarien“, ſo ſchrieb in dieſen Tagen die Tu⸗ riner„Stampa“,„ein Abkommen unterſchriebe, das die Politis⸗Formel enthält, ſo würde es ſich damit an Händen und Füßen gebunden der Gnade und Willkür ſeiner Nachbarn ausliefern. Dagegen hätte Bulgarien natürlich die Möglichkeit, in den ruſſiſch⸗ italieniſchen Pakt einzutreten oder mit anderen Staaten, nämlich mit Rumänien und der Türkei, ähnliche Pakte abzuſchließen.“ Eine zweite wichtige Beſtimmung des ruſſiſch⸗ italieniſchen Paktes ſoll nach Paul Gentizon die ſein, daß die beiden vertragſchließenden Länder ſich gegen⸗ ſeitig verpflichten, ſich keinen politiſchen Bündniſſen oder Gruppen anzuſchließen, die gegen eines der beiden Länder gerichtet ſind. Auf dieſe Weiſe er⸗ hielte Moskau Sicherheit gegen eine ihm nicht ge⸗ nehme Auslegung des Viermächtepaktes. Die In⸗ formationen des franzöſiſchen Journaliſten bedürfen natürlich der Beſtätigung. Sie haben aber die Wahr⸗ ſcheinlichkeit für ſich. Das Schickſal Bulgariens, das durch die Friedensverträge hart und ungerecht be⸗ drängt wurde und mit dem Italien auch durch dynaſtiſche Bande verbunden iſt, lag Muſſolini im⸗ mer am Herzen. Daß er die Politis⸗Formel ablehnt, zeigt noch einmal, wie ſehr Italien einen wirklichen Frieden anſtrebt, und daß es dieſen Frieden nicht durch einen bedenklich dehnbaren Paragraphen ge⸗ fährden will. 7!!! d ähnlich wie die des 1. Mai allen deutſchen Volks⸗ genoſſen ein eindrucksvolles Bild nationalſozia⸗ liſtiſchen Gemeinſchaftsgeiſtes und Weltanſchauungs⸗ gutes übermitteln ſoll. Die Gemeinſchaftsſendung dieſer Parteitage bedeutet für die nationalſozia⸗ liſtiſche Rundfunkführung wieder einen Schritt wei⸗ ter auf dem großen Wege, deſſen Ziel ein das ganze deutſche Volk umfaſſender nationalſozialiſtiſcher Rundfunk iſt. Neuer Textilarbeiterſtreik in Amerika Meldung des Wolff⸗Büros — Neuyork, 22. Auguſt. Bei ſeinen Plänen und Maßnahmen für eine Neugeſtaltung der amerikaniſchen Wirtſchaft hat Präſident Rooſevelt immer erneut Schwierigkei⸗ ten zu überwinden. Beſondere Sorgen macht der Re⸗ gierung das ſtarke Anziehen der Preiſe, denen die Löhne nicht nachkommen. Um eine genaue Ueberſicht und dadurch eine Möglichkeit zur Kontrolle der [Preisſteigerungen zu haben, hat die Regie⸗ rung angeordnet, daß alle Induſtrien, die die Ver⸗ einbarungen über die Arbeitsverfaſſung unterzeich⸗ net haben, über den Umfang der Preiserhöhungen Bericht erſtatten. Dadurch ſoll die Tätigkeit der reinen Gewinnmacher im Intereſſe des amerikani⸗ ſchen kaufenden Publikums unterbunden und den bereits gemeldeten Preisſteigerungen wirkſam ent⸗ gegengetreten werden. Auch die Hoffnung, daß die Widerſtände in⸗ nerhalb der Arbeiterſchaft aufhören wür⸗ den, beſtätigt ſich nicht. Nachdem erſt vor wenigen Tagen erneut die Bergarbeiter des pennſylvaniſchen Kohlenbezirks und die Tertilarbeiter Neu⸗ yhorks in den Ausſtand getreten find, hat ſich die Streikbewegung nun auch nach Chicago ausge⸗ dehnt. Hier haben etwa 10 000 Textilarbeiter die Arbeit niedergelegt. Zur Rechtfertigung ihres Ver⸗ haltens weiſen die Arbeitnehmer darauf hin, daß die Arbeitgeber ſich nicht an das durch den„Blauen Adler“ ſymboliſierte Prinzip der Zuſammenarbeit im Intereſſe des Gemeinwohls gehalten hätten. Wetterleuchten in der Außenpolitik Völkerbund und Abrüſtung— Vorbereitung der Septembertagungen— Arbeit hinter den Kuliſſen Höhere Schule im neuen Staat Geſtern ſprach von Mannheim aus Profeſſor E. Weis im Südfunk über die Stellung der Höheren Schule im neuen Staat. Wir laſſen nach⸗ ſtehend den Wortlaut ſeiner Ausführungen folgen, weil ſie die Aufmerkſamkeit der breiteſten Oeffent⸗ lichkeit verdienen. Frägt man in dieſer Zeit nach dem Anteil der Höheren Schule am national⸗völkiſchen Erziehungs⸗ prozeß unſerer Jugend, ſo ſtellt man feſt, daß er verhältnismäßig gering war. Die vergangenen 14 Jahre vergingen mit Verſuchen. Die Erziehungs⸗ kraft unſerer Schule und die Vielheit der Typen wa⸗ ren nicht geeignet, das Nationalgefühl des jungen Deutſchen in einem befonderen Maße zu entwickeln. Soweit eine Erziehung ſichtbar wurde, lehnte ſie ſich oft an eine weltbürgerliche Richtung an. Sie fing ſomit in allzu hohem Maße die vielen, ſich kreuzen⸗ den Einflüſſe der europäiſchen, der Weltkultur auf. So wirkte der Geiſt jenes denkeriſchen Univerſalis⸗ mus in ihr, der das nationale Erſtarken lähmt. Ins⸗ beſondere der Schüler der Oberrealſchule, des Real⸗ gymnaſiums vom Typus 2 des fremdſprachlichen Gymnaſiums in Preußen ſollte das Fremde im We⸗ ſen und in öͤer Kultur der uns umgebenden Völker begreifen lernen, die wir vor dem Kriege mißver⸗ ſtanden und unterſchätzt haben ſollten. Man überbot ſich, an Hand von pilzartig aus dem Boden, d. h. den Verlagshäuſern, ſchießenden Kultur⸗ und Leſe⸗ hüchern, den Franzoſen und Engländern in ſeinen volkhaften Weſenszügen den Schülern„klarzu⸗ machen“. Man organiſierte auch Austauſch und Schülerbriefwechſel.(So ſollte ſchon der Schüler den Franzoſen kennen lernen, um ſich an ihm zu meſſen und— ihn zu überwinden. Auf dieſe Weiſe erwarb ſich mancher junge Deutſche— beſonders in Preußen war dies der Fall— ein verhängnisvolles Schlagwortwiſſen, das er vielfach ohne perſönliches Anſchauungserlebnis empfing und bewundert weiter⸗ gab.) Gewiß— die kulturkundlichen Reformer mein⸗ ten es gut, aber in ihrem Uebereifer nahmen ſie dem Schüler die Zeit und Klarheit, ſich dem eigenen Volk zu widmen. Ihre Anſchauungen, genau wie die An⸗ ſichten unſerer republikaniſchen Politiker, waren Ge⸗ dankengut jener liberaliſtiſchen Zeit, die uns Deut⸗ ſche von Frankreich her zerſetzt hat. Für die Höhere Schule gilt es heute, in unbeirr⸗ barer Selbſtzucht, die zu nationaler Weisheit werden kann, deutſche Bildungswerte in den Brennpunkt ihrer Erziehung zu ſtellen.„Denn uns zu ver⸗ ewigen ſind wir ja da.“ In einer ſolch umwälzen⸗ den Zeit wie der heutigen muß die nationale Kultur in den Mittelpunkt unſerer Erziehung geſtellt werden, das Fremde rückt von ſelbſt an den Randbezirk. Es konnte nur deswegen einen ſo ver⸗ heerenden Einfluß gewinnen, weil wir keine eigene Kultur mehr hatten. Es iſt zwar ſo, daß wir von den Franzoſen viel gelernt haben und ſie von uns, aber es iſt auch unbeſtreitbar, daß ihre geiſtes⸗ und realpolitiſchen Kräftewirkungen uns je daran ge⸗ hindert haben, unſere tiefſten Eigenkräfte zu ent⸗ wickeln. Wie das deutſche Volk im ganzen, ſo wer⸗ den wir Lehrer der Höheren Schule bei der Aus⸗ wahl unſerer Lektüre uns von der Erkenntnis leiten laſſen müſſen, daß die großen geiſtesgeſchichtlichen Anleihen und Aufnahmen nicht den Widerklang und die Geltungskraft haben werden wie ehedem. Die geiſtigen Inhalte des Rationalismus, der Humani⸗ tät, des Liberalismus ſind für uns keine Aufbau⸗ werte im alten Sinne. Die Höhere Schule wie überhaupt unſer Schul⸗ zoeſen verdankt der Ueberſchätzung jener Aufnahmen vor allem zwei Gebrechen: 1. Den Intellektualismus und 2. die Humanitäts⸗ duſelei. Einerſeits übernahm ſie ſich darin, den Mächte⸗ apparat der reinen Wirtſchaftstechnik(die realen Fächer) in ihre Mauern zu verpflanzen und anderer⸗ ſeits taten ſich wiederum allzu milde Grundſätze und Zenſuren auf. Zwar machte die jugendkunbliche Schulung der Lehrkräfte ſich in einer ſegensreicheren, erzieheriſchen Wirkſamkeit und Behandlungsweiſe der Schüler bemerkbar, doch verlief ſich dieſe wie⸗ derum einer weichen Entſcheidungsloſigkeit. So kam es zu einer Kapitulation von Lehrern und Schü⸗ lern, wie die Beſchaffenheit der Abiturien der letzten 15 Jahre beweiſen. Da auch außerſchuliſche Einflüſſe und fremdſtämmige Erziehungskünſte einwirkten, verlor die Schule ihren Halt und ihre Eigengeſetz⸗ lichkeit. Man experimentierte. Man gabelte, dif⸗ ferenzierte. Das geiſtige Verhalten des Schülers entſchied im allgemeinen ſtatt das charakterliche. Gin „Intelligenzlertum“ der Mittelmäßigkeit über⸗ ſchwemmte alle Berufe, ohne den Führer zu wecken. Heute beklagt ſich die junge Generation vor allem über die Zerſplitterung ihres Wiſſens. Der Stoffplan aller höheren Schulen war und iſt heute noch überladen. Ein Wiſſensballaſt hemmt die freie und reifende Urteilsbildung des Schülers. Wozu? 5 Seite/ Nummer 384 ie Abiturienten. Es war eine Frage und tragiſchem Entſagen, die verriet, Neubau notwendig ſei. Es gilt, ihn heute zu So iſt die Aufgabe geſtellt, unſeren Schü⸗ lern die großartige Kulturkraft unſeres Volkes im Werden und in der Vollendung, im Entdecken und Geſtalten aufzuzeigen in einer Tiefe und Breite der Darbietung, wie wir ſie bisher nicht kannten. Es b, die Urkräfte veredelnder Heimatsliebe gilt au durch Lehre und Tat zu entzünden, zu zeigen, wie die roßen Geſtalter der deutſchen Geſchichte, die dich⸗ zen Seher, gerade aus ihr ihre Sendung er⸗ füllen konnten. Faſt möchte ich ſagen: Es gilt, die Schule zu einer Gralsburg des Deutſchtums zu machen. Eudlich einmal muß ſich die Höhere Schule(dieſe Bezeichnung paßt nicht mehr in unſere Zeit) ihrer Problematik entwinden, in welche ſie der Dauer⸗ wechſel der Schulreformen ſeit faſt einem Jahr⸗ hundert ſtürzte. Es wäre ein ganz großes Ziel, einen Schultyp zu finden, der die Ganzheit unſe rer Kultur erfaßt. Dies hat nichts mit der gleich⸗ macheriſchen Richtung einer Einheitsſchule zu tun. Auf jeden Fall müſſen wir zu einer grundlegenden Vereinheit lichung unſerer Schularten kom⸗ men, da wir uns über 40 ſolcher„höherer“ Gebilde nicht mehr leiſten können. Die übertriebene Schul⸗ ſpezialiſterung widerſtrebt auch der Volksgemein⸗ ſchaft. Einen eiferſüchtig betonten Wertrang der Schularten darf es nicht mehr geben. Es iſt nutzlos tane Zeit, ſich um Programme und Methoden zu ſtreiten. Wir müſſen auch baldigſt zu einer Be⸗ ſchränkung des Stoffes ſchreiten. Die Zielſetzung iſt zu weit, was insbeſondere von der Mathematik und dem Franzöſiſchen gilt. Es geht nicht mehr an, Schüler in Oberklaſſen wegen eines Wiederholungs⸗ fünfers in dieſer Fremoͤſprache ſitzen zu laſſen, wenn der Schüler in anderen Fächern, vor allem in Deutſch und Geſchichte, Gutes leiſtet und auch ſonſt ein tadelloſer Kerl iſt. Ich kann mir durchaus vor⸗ ſtellen, daß ein Primaner aus Gewiſſensgründen in einen gewiſſen Gegenſatz zu dieſem Fach kommt, was ſeine Leiſtungen beeinträchtigen kann. Es gibt auch Klaſſen der Anfang⸗, Mittel⸗ und Oberſtufe, in denen 50 bis 70 v. H. der Schüler ein Prädikat unter Ge⸗ 5 0 in dieſem Fach haben. Das gibt doch zu denken. (Schluß folgt.) Meichswehrleutnant Ludin rehabilitiert — Berlin, 22. Auguſt Dem auf Grund des ſeinerzeitigen Ulmer Reichs⸗ wehroffizierprozeſſes aus dem Heer ausgeſchiedenen Führer der Gruppe Südweſt der NS DA, Hans Ludin, wurde, Berliner Blättermeldungen zufolge, durch Verfügung des Reichswehrminiſte⸗ riums zuerkannt, daß ſein Ausſcheiden auf eigenen Wunſch erfolgte. Gleichzeitig iſt Leutnant Ludin zum Oberleutnant befördert worden. Zahlreiche Kommuniſtenverhaftungen Meldung des Wolſf⸗Büros — Eſſen, 22. Auguſt. In Wattenſcheid, in den angrenzenden Stadttei⸗ don von Bochum, in Bochum⸗Langendreer und in Dortmund ſind insgeſamt 52 Perſonen verhaftet worden, die neugebildeten kommuniſtiſchen Kampf⸗ Organiſationen angehörten. Hausſuchungen, die bet den Verhafteten unvermutet vorgenommen worden waren, hatten zahlreiches kommuniſtiſches Schriften⸗ material, ſowie eine Anzahl von Waffen verſchie⸗ denſter Art zutage gefördert. Bei einer überraſchend vorgenommenen Durch⸗ ſuchung konnten in Wuppertal 12 Leute in dem Au⸗ genblick feſtgenommen werden, als ſie kommuniſtiſche Organiſationspläne ausarbeiteten. Das geſamte Netz der Zentrale für den Wuppertaler und nie⸗ derbergiſchen Gau konnte aufgedeckt werden. Neben Hetzmaterial wurde vor allem eine große Anzahl von Lehrwaffen beſchlagnahmt, an denen Anſchauungs⸗ unterricht erteilt wurde. Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 30 38 Dienstag, 22. Auguſt 10 Millionen Menſchen hungern in Rußland Der Karoͤinal-Erzbiſchof von Wien fordert internationale Hilfe Der Kardinal⸗Erzbiſchof von Wien, Dr. Theodor Innitzer, veröffentlicht nachſtehenden Aufruf an die Welt: „In einer Stunde, die mit ihrem tiefen Ernſt das Verantwortungsbewußtſein der geſitteten Menſchheit wachruft, erwächſt die Pflicht, die Weltöffent⸗ lichkeit zu einem Hilfswerk aufzurufen. Keine Ableugnungsverſuche können die Tatſache wi⸗ derlegen, daß Hunderttauſende, ja Millionen von Menſchen in den letzten Monaten in Sow⸗ jetrußland am Hunger zugrunde gegangen ſind. Hunderte von ergreifenden Briefen aus den Hungergebieten der Sowjetunion, vor allem aus der Ukraine und dem Nordkaukaſus, berichten darüber, desgleichen ſchildern Augenzeugen, über deren Kom⸗ petenz keine Zweifel beſtehen, die erſchütternden Einzelheiten der in Rußland vor ſich gehenden Tra⸗ gödie. Ich verweiſe hier auf den Appell des Fürſt⸗ metropoliten von Galizien, Andreas Schotyck, in welchem über die furchtbaren Leiden der Bepölke⸗ rung im ukrainiſchen Gebiete der Sowjetunion er⸗ greifend berichtet wird. Auch der Engländer Gar⸗ reth Jones beſtätigt dies, daß in einigen Bezirken der Sowjetunion bereits ein Viertel der Bepölkeßung vom Hunger dahingerafft worden iſt. In einer Denkſchrift, die authentiſche Informationen aus Kreiſen der verſchtiedenen in Rußland lebenden Nationalitäten zur Unterlage hat und mit dem Vorſchlage zu einer allgemeinen Hilfeleiſtung für die in Rußland umkommenden Menſchen ſchließt, be⸗ richtet der Generalſekretär der europäiſchen Natio⸗ nalitätenkongreſſe, Dr. Ewald Ammende, daß von der Hungerkataſtrophe heute neben den Ruſſen und den Ukrainern auch die Angehörigen aller ande⸗ ren in der Sowjetunion ſiedelnden Volksgruppen in furchtbarer Weiſe betroffen worden ſind. Der Hunger in der Sowjetunion rafft die Angehörigen aller Konfeſſionen und Nationalitäten in gleicher Weiſe hin. Schon heute ſteht feſt, öaß die Kataſtrophe ſich auch jetzt, zur Zeit der neuen Ernte, weiter fortſetzt. Um die Verſorgung der In⸗ duſtriezentren zu ermöglichen, wird, wie die Sowjet⸗ preſſe offen eingeſteht, unter Anwendung aller Zwangsmittel den Bauern in der Ukraine, im Nordkaukaſus und anderwärts der Ertrag der Ernte entriſſen. Die ruſſiſche Hungerkataſtrophe wird infolge⸗ deſſen in wenigen Monaten einen neuen Höhepunkt erreichen und es werden abermals Millionen Menſchenleben zugrunde gehen. Dazu noch länger ſchweigen, hieße die Verant⸗ wortung der ziviliſierten Welt am Maf⸗ ſenſterben in Rußland ins Unerträgliche ſteigern, hieße die Schuld dafür tragen, ͤͤaß in einer Zeit, wo ganze Teile der Welt im Ueberfluß an Getreide und Lebensmitteln geradezu erſticken, die Menſchen in Sowjetrußland elendiglich verhungern, ja darüber hinaus den grauenhaften Begleiterſcheinungen eines jeden Maſſenhungerns bis zum Kinder⸗ mord und Kannibalismus anheimfallen. Im Intereſſe der ewig gültigen Geſetze der Menſchlichkeit und der Nächſtenliebe er⸗ hebt daher der Unterzeichnete ſeine Stimme und ap⸗ pelliert an alle, insbeſondere an jene Organiſationen und Kreiſe der Welt, deren Arbeit im Dienſte der Humanität und Gerechtigkeit ſteht, damit ſie, ehe es zu ſpät wird, in wirkungsvoller Weiſe auf übernationaler und interkonfeſſioneller Grundlage ein allgemeines Hilfswerk für die in Rußland vom Hungertode bedrohten Men⸗ ſchen in die Wege leiten. Der Hilferuf gilt vor allem dem Internationalen Roten Kreuz und ſeinen die ganze Erde umſpannen⸗ den Organiſationen, er ergeht aber auch an alle jene Faktoren, die heute über einen Ausbau der Wirt⸗ ſchaftsbeziehungen mit der Sowjetunion verhandeln, damit der Grundſatz gewahrt bleibe, dieſe Verhand⸗ lungen von einer umfaſſenden Klärung der Hilfsbe⸗ dürftigkeit in den verſchiedenen Gebieten Rußlands und von der Annahme einer ſogenannten Humani⸗ tätsklauſel ſeitens der Sowjetunion abhängig zu machen. Um dieſe Hilfsaktion auch von Wien aus zu för⸗ dern, werde ich Vertreter der verſchiedenen Konfeſ⸗ ſionen zur Bildung eines Komitees einladen. Dieſe Einladung wird bereits in den nächſten Tagen er⸗ folgen. Auf zur gemeinſamen brüderlichen Tat, ehe es zu ſpät iſt, Gott will es! Theodor Kardinal Innitzer, Erzbiſchof. eee cker Gegen Schwarzarbeit und Doppelverdiener Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 22. Aug. In den Rahmen der großen Arbeitsſchlacht ge⸗ hören auch die energiſchen Maßnahmen gegen aller⸗ lei Unregelmäßigkeiten, die ſich im Zuſammenhang mit der Arbeitsloſenunterſtützung in leider recht vielen Fällen— man muß ſchon ſagen— einge⸗ bürgert haben. In erſter Linie iſt hierin die ſoge⸗ nannte Schwarzarbeit zu verſtehen, wobei Arbeitnehmer wie Arbeitgeber ſich gleichmäßig ver⸗ fündigt haben. Die Arbeitnehmer verſuchten ein gutes Geſchäft zu machen, indem ſie gleichzeitig Un⸗ terſtützung und Arbeitsentgelt bezogen. Die Arbeit⸗ geber wollten auf die Art ſich beſonders billige Ar⸗ beitskräfte ſichern und außerdem die Beiträge für Sozialverſicherung ſparen. Geſchädigt wurde durch ſolches Verhalten die Geſamtheit, die Arbeitsloſen, die wirklich keine Beſchäftigung hatten, die ehrlich Erwerbstätigen. Gegen dieſe Unregelmäßigkeit wird jetzt energiſch eingeſchritten. Das ſieht man deutlich in der großen Polizeiaktion, die in Eſſen allein gegen dieſen Mißbrauch der Arbeitsloſenunterſtützung eingeleitet und durchgeführt worden iſt. Einem ähnlichen Ziel, nämlich der gerechten Ver⸗ teilung von Beſchäftigung und Verdienſt, gilt eine Verlautbarung der weſtfäliſchen Induſtrie⸗ und Han⸗ delskammer, in der über das Doppelver⸗ dienertum geklagt wird, unter dem beſonders der Handelsvertreterberuf zu leiden habe. Es heißt darin, daß zahlreiche penſionierte Beamte ſich als Vertreter betätigten und damit Volksgenoſſen das Brot fortnehmen. Induſtrie⸗ und Handels⸗ kammer fordert ihre Mitglieder auf, ſich nur ſolcher Kaufleute als Handelsvertreter zu bedienen, die ihr Gewerbe als Handelsvertreter angemeldet haben und durch ihre Erfahrung in ihrem Fach und im Verkehr mit der Kundſchaft für eine ordnungs⸗ mäßige Abwicklung der Geſchäfte Gewähr bieten. Er⸗ Die wähnt ſei in dieſem Zuſammenhang noch, daß der „Sozialwirtſchaftliche Zeitungsdienſt“ Beſchwerde darüber führt, daß Beamte Nebenämter als Muſiker haben. Er ſchätzt die Beamten, die auf dieſe Weiſe ſich einen Nebenverdienſt zu ſchaffen ſuchen, auf 50 000 bis 60 000. Zuſammenſtoß Aus flüglerautobus mit Dynamittranspvort * Neuyork, 22. Auguſt. Aus Wilmingtoz (Delaware) wird ein grauenhaftes Verkehrsunglüc gemeldet, das acht Tote und 26 Verletzte for: derte. Ein mit Dynamit beladener Laſtkraftwa 5 raſte in einen mit Ausflüglern vollbeſetzten Autobus hinein. Es erfolgte eine furchtbare Exploſion. Die Inſaſſen der Fahrzeuge wurden im weiten Umkreise in die Luft geſchleudert und zum Teil vollſtändig zer; riſſen. Von den beiden Kraftwagen blieb nur noch ein wüſter Trümmerhaufen übrig. de Ein mit 44 Ausflüglern aus Madrid beſetzter Autobus ſtürzte im Guadarrama⸗Gebirge einen Steilhang hinab, wobei er ſich mehrmals überſchlug. Als Urſache des Unfalls wird Trunken⸗ heit des Autobus⸗Führers angenommen. Wie durch ein Wunder waren nur ein Toter und 15 Ver⸗ letzte zu verzeichnen. Ein mit elf Perſonen beſetzter Omnibus aus Krefeld ſtürzte in einer S⸗Kurve auf dem Wege von Wuppertal nach Kohlfurt um. Sämtliche J ſaſſen wurden verletzt und mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Neun Verletzte konnten nach Ans legung von Verbänden wieder entlaſſen werden Sonntag abend gegen 19 Uhr wollten, wie aus Stolberg gemeldet wird, Stahlhelmleute und deren Angehörige aus Vicht mit einem Laſtkraftwagen zu einem Deutſchen Abend in einem Nachbarort fahren Die Fahrt hatte gerade begonnen, als plötzlich, viel⸗ leicht infolge zu ſtarker Belaſtung, ein Seitenbrelt des Wagens herunterſchlug und ein großer Teil der Inſaſſen auf die Straße ſtürzte. 13 Perſonen er⸗ erlitten mehr oder minder ſchwere Verletzungen. Vier davon, zwei Männer und zwei junge Mädchen muß⸗ ten in das Stolberger Krankenhaus gebracht werden, Militärflugzeug abgeſtürzt Meldung des Wolff⸗Buros — Brünn, 22. Augut,⸗ Am Montag vormittag ſtürzte auf einem Felde bei Deut ſch⸗Branik ein ſchechoflowakiſches Militärflugzeug ab. Das Flugzeug ber⸗ brannte nach Exploſion des Benzintanks. Aus den Trümmern konnten nur noch die verkohlten Leichen des Fliegers und des Beobachters geborgen werden. Schweres Eiſenbahnunglück in China — London, 22. Auguſt. „Daily Expreß“ meldet aus Schanghai, ei Zug, der 500 chineſiſche Offiziere von Kiangſt nach Kiukiang und Nautſchang beförderte, ſei geſtern in der Nähe einer Brücke über den Siau⸗Fluß ent, gleiſt. Zwei Wagen mit 200 Offizieren ſeien in den Fluß geſtürzt. Die in den übrigen Wagen be⸗ findlichen Offiziere hätten vergeblich verſucht, ihre Kameraden, die in den im Waſſer liegenden Wagen eingeſchloſſen waren, zu retten. Autounfall Dr. von Rentelns — Berlin, 22. August Der Präſident des Deutſchen Induſtrie⸗ und Han⸗ delstages, Dr. von Renteln iſt, wie der An⸗ griff“ meldet; auf einer Dienſtreiſe in der Wihe von Hannover mit dem Kraftwagen verunglückt Das Fahrzeug geriet infolge Reifenſchadens ins Schleudern, überſchlug ſich und begrub den Inſaſſen unter ſich. Glücklicherweiſe hat Dr. von Renteln nur einige Hautabſchürfungen erlitten. de * Rundfunkvortrag über„Die weltwirtſchaftliche Bedentung der Abrüſtungsfrage.“ Die Reichsrund⸗ funkgeſellſchaft teilt mit: Geheimrat Grüſſer, Viße⸗ präſident des Reichsbundes für deutſche Sicherheit, ſpricht heute von 22,30 bis 22,45 Uhr am Deutſchland⸗ ſender zum Thema„Die weltwirtſchaftliche Bedeu⸗ tung der Abrüſtungsfrage.“ Ausbooten auf See Skizze von Werner Krueger⸗Hamburg Von der Hafenmole her ſtrich der warme Abend⸗ wind. Er flüſterte eifrig in den Palmen von Las Palmas und hüpfte mit eilenden Schrittlein über die Kimmung der See. Er riß dem Janmaaten das blonde Haar unter der Mütze weg, daß die bronzen geätzte Stirn hervorſchimmerte. Und ſo wie die Stirn war das Geſicht, feſt, in markigen Zügen, etwas grob vielleicht umriſſen und ehern glänzend in der Abendſonne, die hinter der Reede verblutete, — ſtarr wie Stein. Und dennoch zitterte es leiſe um die Mund⸗ winkel des Mannes, zuckten die Augenlider ein wenig, unmerklich faſt, als ſie ſich jetzt über den grauen harten Augen öffneten, die auf den alten Kapitän blickten. Der hatte die gleichen Augen. Aber ſein Kinn war maſſiger, weiter hervorgerückt, und vom Hals herauf zogen ſich tiefe Falten, die ein eiſerner Wille eingegraben hatte, Starrſinn, vielleicht noch mehr. „Gefahren?“ brummte der Käppen und warf einen Blick auf die Papiere des Jaumaaten. Er ſah den anheuernden Vollmatroſen kaum an. denn die „Jakobäa“ bunkerte gerade, und es gab alle Hände voll zu tun. Heute nacht ſtieß man wieder in See. „Nehme ſonſt keine Dänen“, knurrte der Käppen unwillig.„Muß aber. Mein Maat iſt krank. Macht ſchlapp, der Windhund. Kaunſt anfangen. Hau Dich 9 8 Koje und mach Schlafzeit! Um neun geht es 908.“ Der fremde Fahrensmann ſteckte die Papiere wie⸗ der ein und wandte ſich zurück. Er ſah noch, wie der Kapitän das Sprachrohr wieder ergriff, um die letz⸗ ten Befehle zum Anſteuern zu geben. Dann legte der Matroſe, noch einmal ſich vergewiſſernd, die Hand auf die Bruſttaſche, in der die Papiere lagen. Im Oſten ſtieg funkelnd das Kreuz des Südens em⸗ Por.— Als der Vollmatroſe Chriſtian Knaak ſeine erſte Nachtwache hinter ſich hatte, ging er beileibe nicht in die Koje. Er war gar nicht müde. Nein, er lehnte an der Reling und ſtarrte auf die vom Mond ſilbrig übergoſſenen Schaumkämme. Er fühlte, wie das Schüttern der Schiffsmaſchinen durch das Eiſen des Geländers langſam in ſein Mark draug. Aber da war noch ein Schüttern in ihm, das kam tief heraus aus der Seele: 5 „Mein Schiff!“ Seine Lippen zuckten.„Mein Schiff!“ Aus den Sternen drang es herab zu ihm. Und er hob die Augen empor. Zwiſchen den flimmernden Schleiern ſeiner Tränen ſah er groß, übermächtig zwei flimmernde Augen—— Augen—— und es waren doch nur Sterne—— Ach, Jakobäa! Und er faltete zitternd die Hände:„Weun der Allmächtige etwas zu ſich nimmt, das) man über alles, über alles geliebt hat, iſt das dann—— Liebe?“ Und mit einem Schauer auf dem Rücken ſchlich er die Kojentür hinab. Auf der unterſten Stufe hielt er inne. Da leuch⸗ tete etwas Weißes vor ihm auf, und ehe er noch rufen konnte, klang eine ſüße, zutrauliche Stimme zu ihm herauf.„Onkel, bitte, tritt mich nicht! Pieſche iſt weg. Ich will Pieſche ſuchen gehen.“ Da beugte er ſich herab und ſah unter dem blonden Haar, das in geliebten Wuſcheln über die kleine klare Stirn büſchelte, unter dieſen Wuſcheln—— in die tiefen blauen Augen ſeiner toten Frau. „Wer iſt Pieſche?“ fragte er ſtoßendem Atem. „Pieſche iſt meine kleine Muſchikatze,“ ſagte das altkluge Fräulein wichtig,„und ich bin die kleine Jakobäe. „Und wer biſi Du?“ „Ich bin ein Fahrensmann, Jakobäa,“ ſagte er leiſe.„Ich fahre mal hier, mal dort— kein Schiff— keine Heimat—— nur die See Dann gingen ſie die Muſchikatze ſuchen. Sie fan⸗ den ſie nicht. Wie ſie aber im Wellentunnel herum⸗ kletterten, fanden ſie unter der ſchweren gleitenden ölklebenden Schraubenwelle zwiſchen zwei Brems⸗ klötzen eine kleine Niſche. Wie der fremde Janmaat die ſah, zuckte er zuſammen. Er führte das kleine Mädchen um das Gitter herum und griff in die Niſche. Ein Paket lag dort, in Oelpapier verpackt, und als er es auspackte, war ein Bild darin. „Onkel, das iſt meine Mutti,“ ſagte die Kleine wichtig und zeigte mit dem kurzen Fingerchen auf das Bild.—„Ja!“ nickte Chriſtian Knaak.„Das iſt Deine Mutti. Und ich—— bin Dein Vater, Kind. Und dieſes Schiff—— das war mein Schiff, ehe ich es in ſchwere Havarie geführt habe. Und das kam, weil ich hier unten im Tunnel ſaß und das Bild Deiner Mutter küßte und weil mein Herz nach ihr ſchrie, die oben im Himmel war damals, in jener Nacht, als der Eisberg uns rammte.“ 5 langſam und mit Beide Arme legte er um die kleine Geſtalt und hob ſie auf ſeine Knie. In den Augen ſeiner Toch⸗ ter ſah er das widerſpiegelnde Bild der unruhigen See draußen.—„Jakobäa!“ flüſterte er. Und das Kind legte ſchmeichelnd ſeine Aermchen um ſeinen Hals.„Mein lieber Papa!“ Der Großvater der kleinen Jakobäa konnte flu⸗ chen. O ja! Alle Wetter noch einmal, wenn der loslegte! Die Fauſt des Käppen ſchlug auf die Funkdepeſche da vor ihm.„Welch ein weltverlaſſe⸗ nes Räudeaffentier von einem Reedereiſchreiber hat mir nun wieder dieſen Miſt verbockt?“ gröhlte er. „Höllenmaſchine an Bord! Seid Ihr wahnſinnig? Ich habe Paſſagiere. Zwei Kajütsdecks voll von Paſſagieren. Bin ich Petrus, daß ich hier in der Mexikoſee auf Fiſchzug ziehen kann? Schweinekram!“ Dann ſprach der Erſte Offizier. Langſam und bedächtig. Und der brummende Kapitän ſah endlich ein, daß alles Donnerwettern hier nutzlos ſei.„Alſo dann müſſen wir eben ausbooten“, ſagte er und ſank ſtöhnend auf einen Stuhl. Sein Blick flog noch ein⸗ mal über das Telegramm: „Jakobäa, Mexikoſee. 92 weſtl. Greenwich. 23 urdl. Breite. Peilkurs. Aeußerſte Vorſicht an Bord. Denunziation meldet Höllenmaſchine an Bord. Sabotageakt, Täter nicht ermittelt. Helfers⸗ helfer in Arreſt. Land anlaufen oder Ausbooten. Exploſion nach Angabe des Arreſtanten 23. 6. nachts ein Uhr pünktlich.“ „Wir ſagen den Paſſagieren, wir veranſtalten ein dettungsmanöver“, ſagte der Erſte Offizier begüti⸗ gend.„Die Bordkapelle ſpielt. Es wird ganz nett werden.“ Der Kapitän brummte ein verächtliches „Danke!“ Dann ging es los. Die aus den Betten geholten Fahrgäſte zeigten im Hinblick auf die Som⸗ mernacht viel Verſtändnis und gingen in muſter⸗ gültiger Ordnung in die Boote. Als letztes Boot ſtieß die Kapitänsjolle ab. Plötzlich aber griff der Alte dem Rudersmann in den Arm.„Halt, Mann! Himmel, meine Enkelin!“ Die Männer ſahen ſich ſchreckensbleich an. Der Erſte Offizier hob ſchwei⸗ gend ſeine Armbanduhr. Die zeigte auf zehn Minu⸗ ten vor eins. Der Alte aber ſchüttelte brummend den Kopf. Schwerfällig kletterte er wieder an Bord und begann zu rufen und zu ſuchen. Doch das Kind war nicht zu finden. Da winkte der Kapitän müde mit der Hand. Und die Jolle ſtieß mit voller Ruder⸗ kraft ab. Es waren drei Minuten vor eins.— Ueber den Schlag des Kinderherzens an ſeinem Ohr hörte der Vollmatroſe Knaak dennoch ein feines gleichmäßiges Ticken Und ſeine Sinne wur⸗ den wach. Er ſchob die Kleine beiſeite und legte die Hand auf die Stirn. Dies Ticken hier—— das war ihm neu. Er kannte doch ſein Schiff. Er ging dem Geräuſch nach und ſtand plötzlich vor einem Blechkaſten, der geſchickt verſteckt unter der Welle lag. Als der Mann den Deckel hochhob, ſah er einen Wecker vor ſich und einige mit bräunlicher Maſſe gefüllte Glaszylinder. Er wurde bleich. „Jakobäa, Kind, geh nach oben!“ ſagte er heiſer. Als das Kind nicht folgen wollte, gab er ihm einen kleinen Stoß.„Höre, wenn Dein Vater Dir etwas ſagt!“ i Dann holte er ſein Taſchenmeſſer hervor und be⸗ gann die Drähte zu zerſchneiden, die von dem Wecker zu den Dynamitzylindern führten. Aufatmend hielt er endlich inne. Und dann— ſank er langſam auf die Knie.„Herr! Deine Wege ſind ſchwer verſtänd⸗ lich. Aber immer— immer— ſtoßen wir auf Deine große Gnade!“— Oben an Bord ſtand der Alte wartend an det Treppe. Er drückte dem Sohne ſchweigend die Hand Und während der Junge ſorgfältig die Glaszyliu⸗ der verpackte, gab der Kapitän das Signal zum Hoch⸗ booten. 72 Dann wandte er ſich um.„Ich glaube, Chriſtian, ich werde doch zu alt. Du haſt der Reederei das Schiff gerettet. Ich werde mit dem Reeder sprechen. Eigentlich ſeid Ihr quitt. Du könnteſt das nächte Mal das Schiff wieder über die See bringen. O Sermann Stehr Goethepreisträger? Des ſchleſiſche Dichter Hermann Stehr wird 1 einer Mitteilung des„Berliner Lokalanzeigers 1 Kandidat für den diesjährigen Goetheprels der Stadt Frankfurt a. M. genannt. Die Ver leihung des Preiſes findet vorausſichtlich Ende Reſe“ Woche ſtatt. Stehr, der 69 Jahre alt ist, fol 1 kanntlich von deutſcher Seite auch für den dies jäh⸗ rigen Kobelpreis für Literatur vorgeſchlagen werden. OEin neuer Text zu Webers„Euryanthe“ an der Abſicht, Webers„Euryanthe“ von. 10 Hemmniſſen der mißglückten Dichtung zu beleen und die geniale Muſik zur vollen dramatiſchen h kung gelangen zu laſſen, hat Prof. M. 2 müller, der frühere Intendant der Kölner 50 einen neuen Text für die Oper geſchrieben. 10 der„Zeitſchrift für Muſik“ werden die äußeren Umriſſe der alten Handlung beibehalten, ihre 11 Leere und Unwahrſcheinlichkeit ſoll jedoch beſel und das Ganze menſchlich vertieft werden. K 1 mington sunglütz te for⸗ iftwagen Autobng n. Die Imkreiſe idig zer⸗ tur noch beſetzter Gebirge ehrmalz runken, ie durch 25 5 Ver⸗ 1 2 2 S qus m Wege che In⸗ kenhaus dach Ans rden. wie aus d deren agen zu fahren, ich, viel⸗ tenhrett Teil der nen er⸗ n. Vier n, muß⸗ werden, gut. n Felde akiſches g per⸗ lus den Leichen werden, China uguſt. W i, eit gſt nach tern in ß ent⸗ eien in gen be⸗ ht, ihre Wagen 8 uguſt, id Han⸗ r„An⸗ he von glückt us ins Inſaſſen eln nur aftliche Ysrund⸗ r, Vize⸗ cherheit, ſchland⸗ Bedeu⸗ ä gte die as war lich vor ter der ſah er licher bleich. ſer. n einen etwas ind be⸗ Wecker d hielt am auf rſtänd⸗ Deine an der Hand. Söylin⸗ n Hoch⸗ riſtian, i das rechen. nächſte 4 Der nach s“ als preis Ver⸗ dieſer oll be⸗ iesjäh⸗ verden. . In n den efreien u Wik⸗ Hof⸗ Oper Nach rlichen innele eſeitigt Dienstag, 22. Auguſt 3—— Mannheim, den 22. Auguſt 1933. Die erſten Erfolge der Mannheimer Flieger — Geſtern abend konnte der Draht aus Berlin die aten Erſolge der Mannheimer Flieger melden. Der Flug am Sonntag nach Berlin war allerdings nicht ganz glatt gegangen, denn das Wetter f den Fliegern übel mit. In der Rhön mußte Naſchine D 2145 mit Flieger Lochner am S s dem Verband genommen werden, da der alt 5 d 15 i behälter undicht geworden war. Die Zwiſchenlan⸗ zung auf der Waſſerkuppe ging glatt vonſtatten, während die übrigen drei Maſchinen ihren Kurs fortſetzten. Das Wetter zwang dings ſpäter die drei Flieger ebenſalls Rotlandung, um eine Beſſerung Tatſächlich beſſerten ſich auch die Witterungsverhält⸗ ziſſe etwas, ſo daß man den Weiterflug nach der Reichshauptſtadt wagen konnte. Als erſte Maſchine kaf um 17.30 Uhr die D 2447 S 8 mit Flieger Bihl⸗ maier in Berlin ein. Um 17.59 Uhr ſetzte die D 2428 T 2 mit Flieger Hamſter auf dem Roll⸗ feld auf und eine Minute ſpäter landete der Flieger Lack mit der D 2493 T 1. Dadurch, daß die Flieger ſo frühzeitig in Berlin waren, konten ſie bereits am Montag abend ihren Nachtflug hinter ſich bringen. Ohne weitere Zwi⸗ ſchenfälle erfüllten die drei Flieger die Bedingungen, ſo daß jeder der drei Maſchinen 100 Gutpunkte gegeben werden konnten. Die Badiſch⸗Pfälziſche Landesgruppe des Deutſchen Luftſportverbandes kann mit dieſem erſten Erfolg zufrieden ſein und es darf erwartet werden, daß die Flieger auch aus den übrigen Wettbewerben erfolgreich hervorgehen. Um die D 2145 auf der Rhön wieder flottzubrin⸗ gen, log am Montag nachmittag der Flieger Chriſt Mit einem Erſatztank nach der Waſſerkuppe, ſo daß herr Lochner um 18 Uhr nach Einbau des neuen Oel⸗ behälters in der Richtung Berlin weiterfliegen konnte. Allerdings erreichte er am gleichen Abend das Ziel nicht mehr ganz, ſondern er mußte unter⸗ wegs zwiſchenlanden. Der Flieger Chriſt kehrte am Abend noch nach Mannheim zurück. att⸗ „ aller⸗ zu einer abzuwarten. nordwärts Kirchen in neuem Gewand Vor einigen Tagen wurde das Gerüſt an der Trinitatiskirche entfernt, nachdem die An⸗ ſtreicherarbeiten beendet ſind. Das Gotteshaus hat einen gelbbraunen Anſtrich erhalten, der mit den nen herausgearbeiteten Sandſteinteilen der Faſſade gut zuſammenwirkt. Die Kirche, deren Schieferdach erſt vor wenigen Jahren in Ordnung gebracht würde, bietet nunmehr einen ſehr vorteilhaften An⸗ blick.— Der Turm der Katholiſchen Ho ſpital⸗ kirche in E 6 wird gegenwärtig in gleicher Weiſe gufgefriſcht wie das Katholiſche Bürgerhoſpital ſelbſt. Man hat auch hier eine helle Farbe gewählt, die mit ſtiſchem Grün abgeſetzt, das ſchöne alte Gebäude gut zur Geltung bringt. Berkehrsumführung durch die Schienperſtraße „Die ſchwierigen und gefährlichen Verkehrsver⸗ hältniſſe an der Meßplatzecke beim Kapitol haben hon lange eine Beſſerung verlangt. Denn die raßenbahnen und der Kraftwagenverkehr drängen iſch an dieſer Stelle beängſtigend zuſammen. Infolge der Unüberſichtlichkeit war ſtets größte Vorſicht ge⸗ boten, um Verkehrsunfälle zu vermeiden. Nunmehr iſt man dabei, dieſem unerwünſchten Zustand ein Ende zu bereiten. Bereits ſeit einigen agen werden in der Schimperſtraße und in der Karl⸗Benz⸗Straße(bis zur Waloͤhofſtraße) Straßen⸗ bahnſchienen eingebaut. Der Straßenbahnverkehr nimmt dann zum Teil einen Weg, den manche vor⸗ ſihtige Kraftwagenfahrer und Radler bisher von ſich aus genommen haben. Mit der neuen Verkehrs⸗ tegelung iſt zweifellos der richtige Schritt getan. Sommer-Volksfeſt im Friedrichspark Der ehemals ſo gern beſuchte Friedrichspark er⸗ freut ſich ſteigender Beliebtheit, nachdem durch eine Reihe von Sonderveranſtaltungen die Schönheit die⸗ ber Erholungsſtätte wieder in weiteren Kreiſen be⸗ kannt geworden iſt. Am Sonntag nachmittag war ſchon das Gartenkonzert gut beſucht, am Abend aber neren der Vorbau und ein Teil der Gartenſäle voll beſetzt, ſo daß ſpäter, als ſich immer mehr Gäſte ein⸗ ſellten, auch der große Saal für die Tanzluſtigen Neöffnet werden mußte. Es war angenehm, im fuer zu ſitzen und den Klängen der Muſik zu auſchen, insbeſondere fügte ſich das Ver. Mann⸗ 1 Bandoneon⸗Orcheſter mit ſeinen 9 bietungen gut in die ſommerliche Abendſtimmung 85 Dieſe mit Geigen und Blasinſtrumenten ver⸗ 12 5 Kapelle brachte unter Leitung des Dirigen⸗ en Karl Lanz ſehr beachtliche Leiſtungen zuwege. e Vorbau ſpielte eine Blasmuſikabteilung Wel ilharmoniſchen Orcheſters unter Leitung von de meiſter Becker zum Tanz, die ſpäter im Saal 1 eine Jazz⸗Kapelle abgelöſt wurde. Als be⸗ 1 5 Ueberraſchungen gab es das Auftreten der 9 Mannheimer Tänzerin Otti Waydelich, 5 zicht beſchwingt und mit hervorragender Spitzen⸗ mik das Intermezzo aus„Naila“ und das„Leucht⸗ Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe N 4. Hallenser, Halloren und Halunken Was die Jungens aus Halle zu erzählen wiſſen 2 2 en gleichen Weg, den eine Woche zuvor die fünf⸗ zehn Berliner Jungens durch den Odenwald ge⸗ wandert ſind, ſchlugen auch die fünfzehn Hallenſer ein, die ebenfalls von den Schönheiten Ge⸗ birgszuges überraſcht waren, nachdem ſie ſich den Odenwald nach dem Lied„Es ſteht ein Baum im Odenwald“ recht unanſehnlich vorgeſtellt hatten. Die Jungens entwickelten eine ganz außergewöhnlich gute chleiſtung, ſo daß man überall vor raf und nach der Bewirtung in und der dieſes der vor- 99 Zeit eint irſchhorn ſehenen 11 „den Burgenbeſichtigungen 5 del Bootsfahrt auf dem Neckar, ſogar noch einen Ab⸗ her dem Dilsberg machen konnte. Im ümmelbach fanden die jugendlichen Wanderer wiederum herzlichſte Aufnahme und der noch an⸗ weſende Profeſſor Le Coutre entfachte einen Wetr⸗ ſtreit, bei dem die einzelnen aus ihrer Heimat ge⸗ ſchichtlich Bedeutſames und perſönlich Erlebtes 3 erzählen hatten, woraus der Volkscharakter am beſten gekennzeichnet wurde. Die Führereigenſchaf⸗ ten des Hallenſer Führers Lauckner konnten nicht beſſer beſtätigt werden, als durch die an ihn erfolgte Zuerkennung aller drei ausgeſetzten Preiſe. In kameradſchaftlicher Weiſe teilte er jedoch mit ſeinen Mitſtreitern die gewonnenen Zigaretten. Das kleine Feſt dauerte ziemlich lange und man konnte dabei erneut das feſtſtellen, was man unterwegs ſchon ve⸗ merkt hatte. Vor allem waren die Hallenſer nicht ſo ſenſationsluſtig wie die Berliner und brauchten 0 Ihre z aber nichts zu wünſchen ends war es, als der Meyer und Herrn ö ieſſer überreichten. Geſtern früh ging es dann weiter nach Hei der⸗ berg, wo man ſelbſtverſte dem Schloß einen Beſuch abſtattete. Im Heidelberger Strandbad ruhte man von den Anſtrengungen aus. Der Hirſch⸗ ſtecher nach Kii * übrig. Höhepunkt des A Führer den Betreuern Oehler zwei Fahrte 0 8 81 gaſſe, dem Hirſch“ und dem„roten Ochſen“ ſtattete der Reihe nach Beſuche ab und allmählich kam man in Stimmung, ſo daß man eine Stunde länger als vorgeſehen blieb. Man tauſchte Erinnerungen aus und ſang Lieder, wobei ſich die Mannheimer den Vorwurf gefallen laſſen mußten, daß die von ihnen geſungenen Lieder in Halle ſchon längſt verſchimmelt ſe Ueberhaupt ließen die Hallenſer nichts gegen ihren Lokalſtolz aufkommen: die Waſſertürme wären in Halle höher und eine Straßenbahn wie wir ſie hätten, wäre in Halle ſchon längſt auf den Schutthaufen geworfen worden. Nach ihrer Anſicht hätten auch die Mann⸗ heimer eine lange Leitung, während die Poliziſten durch ihre Höflichkeit aufgefallen ſeien. Man ſorgte auch dafür, daß der Unterſchied zwiſchen Hallenſer, Halloren und Halunken bekannt wurde, wobei ſich ugens ſelbſt als zu den Hallunken gehörend bezeichneten. Ihr erſter Eindruck von Mannheim war recht günſtig. Ein ſchöneres Strandbad hätten ſie überhaupt noch nicht geſehen und außerdem ſeien die Anlagen gut, die nur den einen Fehler hätten, daß ſie zu weit außerhalb des Stadtmittelpunktes liegen würden. Mit den Quadraten konnten ſich bis jetzt die Jungens noch gar nicht befreunden, doch dürfte das wahrſcheinlich noch kommen, wenn ſie ſich heute erſt einmal gründlich die Stadt Mannheim von den„Mannewubſki“ zeigen laſſen, zumal er⸗ kennbar iſt, daß die Jungens aus Halle alles viel ernſter und gründlicher nehmen, als ihre Berliner Vorgänger. Wiſſen ſie doch reſtlos zu ſchweigen, wenn etwas erläutert wird, wobei ſie allen Dingen eine erhöhte Aufmerkſamkeit zuwenden. Ganz be⸗ ſonders tüchtig war ein Hallenſer, der gar nicht erſt die vorgeſehene Freizeit für die Abfaſſung der ganze die 8 Reiſeberichte abwarten konnte, ſondern der jetzt ſchon auf elf Seiten ſeinen Flug von Halle nach Mann⸗ heim ſchriftlich niedergelegt hat! —C. käferchen⸗Stelldichein“ ausdeutete, ſowie eine Ballon⸗ Rundgang durch den Park, die dazu beitrug, alle Teilnehmer in gute Stimmung zu verſetzen. Feudenheims Feuerwehr übt Unter der Führung von Hauptmann Elzer trat auf dem Kirchplatz in Feudenheim die 6. Kompanie der Freiwilligen Feuerwehr an, um bei der Haupt⸗ übung Zeugnis von ihrem Können abzulegen. Zur Abnahme der Prüfung hatten ſich außer Brand⸗ direktor Mikus und Kommandant Wolf noch der ſtellvertretende Kommandant Epple, die übrigen Kompanie⸗Führer der Freiwilligen Feuerwehr und Leutnant Wentz als Vertreter des Polizeipräſi⸗ diums eingefunden. Weiterhin beteiligten ſich an der Uebung die Feudenheimer Mitglieder der Frei⸗ willigen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz unter Kolonnenführer Bayer. Zur Aufgabe war die Löſchung eines Dachſtuhlbrandes in der Schefſel⸗ ſtraße geſtellt worden und als die Mannſchaften an der„Brandſtelle“ eintrafen, griffen ſie mit zwei Schlauchleitungen das Feuer an, wobei ſie Türen aushängten und die nötigen Vorſichtsmaßnahmen ergriffen. Gleichzeitig traten die Sanitäter in Tätig⸗ keit, oͤie einige„Verletzte“ zum Verbandsplatz ſchaff⸗ ten und dort fachmänniſch behandelten. Die Aufgabe der Angriffsübung war mit Abſicht von Branddirektor Mikus ziemlich leicht geſtellt wor⸗ den, da er aus wohlerwogenen Gründen die Schul⸗ übungen etwas ſtärker unter die Lupe nehmen wollte. So wurde dann im Schulhof fleißig exerziert, Leiternübungen ausgeführt und ſchließlich auch ver⸗ ſchiedene Spritzproben vorgenommen, die ſich in die Länge zogen, da alles ſeyr genau gemacht werden mußte. Während nach der Rücknahme der Uebung die Mannſchaften abrückten, verſammelten ſich die Offiziere zur Kritik, bei oer zunächſt Hauptmann Elzer nochmals den Gedanken des Löſchangriffs zu zergliedern hatte. Branddirektor Mikus gab ſeiner Freude darüber Ausdruck, daß der Angriff richtig ausgeführt wurde und daß ſich oͤie Leute ausgezeich⸗ net verhalten hatten. Beim Schulexerzieren hatte er manches zu beanſtanden. Mit Nachdruck betonte der Branddirektör, daß bei der Feuerwehr alles bis in die kleinſten Einzelheiten klappen müſſe, denn man lebe in einem anderen Zeitalter und habe ſich zu fügen. Zum Schluß ſprach er noch anerkennende Worte für die im Laufe des Jahres geleiſtete Arbeit, wobei er auch die Sanitäter einſchloß. Bei einem anſchließenden kameradſchaftlichen Bei⸗ ſammenſein ergriff Hauptmann Elzer das Wort, um ſeiner Mannſchaft für ihre Tätigkeit zu danken. Branddirektor Mikus erwähnte vor verſammelter Mannſchaft die ausgezeichnet durchgeführte Löſch⸗ übung und richtete die dringende Bitte an die Feuer⸗ wehrleute, ſich zuſammenzunehmen, damit ſie in Ehren vor den underen Verbänden beſtehen können. Dankesworte konnte auch die Freiwillige Sanitäts⸗ kolonne vom Roten Kreuz entgegennehmen, während ſchließlich noch den allgemeinen Dank des Verwal⸗ tungsrates Kommandant Wolf übermittelte. 3. Fernfahrten der Kriegsbeſchädigten Am 10. September führt das Nationalſozta⸗ liſtiſche Kraftfahrkorps im ganzen Land Baden Kraftwagenfernfahrten für unſere Kriegsbeſchädigten und Arbeitsopfer anläßlich des Grenzlandtreffens durch. Die Bezirks⸗ führer des NS geben Abfahrtszeit und Ziel der Fahrt für ihr Gebiet durch die NS⸗Bezirksobmänner des Reichsverbandes deutſcher Kriegsopfer und durch die Ortsgruppe des Reichsverbandes deutſcher Ar⸗ beitsopfer bekannt. In dem Augenblick, in dem die badiſchen Natio⸗ nalſozialiſten anläßlich der Grenzlandkundgebung die Augen der Welt auf unſer badiſches Grenzland lenken wollen, in dem Augenblick, an dem die Herzen der badͤiſchen Nationalſozialiſten im Vertrauen auf ein wiedererſtarkendes, georonetes Deutſchland höher ſchlagen, ſollen auch unſere Helden des Weltkrieges und der Arbeit eine kleine Freude empfinden. Wenn ſie in langen Wagenreihen, geführt von unſeren Braunhemden, durch badiſche Landen fahren, dann ſollen ſie wiſſen, daß unſer Dank aus vollem Herzen kommt. * Polizeibericht vom 22 Freitod durch Gas. Gef vormittag wurde eine 73 Jahre alte alleinſtehende Witwe in ihrer Wohnung in der Wallſtattſtraße hier tot aufgefun⸗ den. Nach den Feſtſtellungen liegt Selbſttötung durch Gas vor. Grund zur Tat iſt nicht bekannt. Verkehrsunfälle. Auf der Induſtrieſtraße ver⸗ ſuchte geſtern mittag eine Radfahrerin vor einem in voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen das Geleiſe zu kreuzen. Hierbei geriet ſie mit dem Hinterrad ihres Fahrrades unter den Prellbock des Straßenbahnwagens, ſtürzte und wurde 35 Mtr. ge⸗ ſchleift. Sie zog ſich dabei eine größere Wunde am Kopfe und Prellungen am linken Fuß und der Schul⸗ ter zu und wurde nach dem Allgemeinen Kranken⸗ haus gebracht. Lebensgefahr beſteht nicht.— Auf der Käfertaler Straße hängte ſich geſtern mittag ein Radfahrer an einen in Fahrt befindlichen Lieferkraft⸗ wagen. Als der Lieferkraftwagen unterwegs abbog und der Radfahrer ſich losließ, fuhr er hierbei in einen aus der entgegengeſetzten Richtung kommen⸗ den Lieferkraftwagen. Er wurde vom Fahrrad ge⸗ ſchleudert und trug an beiden Knien Hautabſchür⸗ fungen davon. Er wurde von einem Privatauto nach ſeiner Wohnung gebracht.— An der Kreuzung Lortzing⸗ und Langſtraße ſtieß geſtern mittag ein Per⸗ ſonenkraftwagen mit einem Radfahrer zuſammen. Hierbei erlitt der Radfahrer Hautabſchürfungen an der linken Hand und am linken Oberſchenkel. Unfall. In Friedrichsfeld machte ſich geſtern mit⸗ tag ein 9 Jahre alter Volksſchüler in der elterlichen Wohnung an einer Krautſchneidemaſchine zu ſchaffen. Dabei brachte er den rechten Zeigefinger in die Ma⸗ ſchine und zog ſich eine ſtarke Quetſchung zu. Er wurde in das Allgemeine Krankenhaus eingeliefert. Schutzhaft. Im Laufe des geſtrigen Tages wurden 6 Perſonen aus politiſchen Gründen in Schutzhaft genommen. In kurzer Zeit wird die Mannheimer Straßen⸗ bahn an ihre Fahrgäſte neue Fahrſcheine ausgeben, die ſich gegen die jetzigen weſentlich unterſcheiden werden. Die Einteilung iſt eine ganz andere. Die bis jetzt vorliegenden ſind grün und haben auf der Schauſeite eine überſichtliche Netzeinteilung, die es beſſer ermöglicht, den Zielort aufzufinden. Die Abgrenzung Mannheim⸗ Ludwigshafen geſchieht durch einen ſchwarzen Strich. Oben rechts in der Ecke ſind zwei Uhrenziffernblätter, die die Vor⸗ und Nachmittags⸗ beziehungsweiſe Nachtzeit angeben. Das untere Drittel der Vorderſeite zeigt ein Kalen⸗ dartum. Die Rückſeite enthält die Verwaltungs⸗ maßnahmen für die Fahrgäſte. Man hofft, daß mit der Einführung der neuen Fahrſcheine auch der Kurzſtreckentarif Anwendung findet, der es den Fahrgäſten ermöglicht, von der Straßenbahn noch regeren Gebrauch zu machen als bisher. Zer-. Stanineum Bund der Frontſoldaten Amtliche Miſteilungen 5 7 2 55 2„oi Roko! Kreis Induſtriegebiet Kreisbefehl! tt we Auguſt 1923. aben Uhr, Zirkelſaal Schloſſez in. hwetzin durch den Ortsgruppenführer, Kaur. Richard Maier, die feier ⸗ Li ch e er pflichtung der nen aufgenommenen Stol neraden ſtatt. 2. ngehörigen der Or uUppe Schwetzin Pflicht. Angeh inen zu dieſer Feier 1 17 80 des Kreiſes hlhelmheim, in Nach der 5 Fer„Alten Für die Richtigkeit: 111 Dr. Nuſſelt gez. Melchior Kreisaoͤjutant Kreisführer. * Ihren 84. Geburtstag feiert heute in erſtaun⸗ licher Friſche Frau Juliana Bruckner Wwe., geb. Fiſcher. Sie iſt ſeit 1869 Mannheimer Bürgerin und lieſt noch täglich die„Neue Mannheimer Zeitung“. Frau Bruckner entſtammt einer alten Sindols Bauernfamilie. heimer Wetterkarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetterwarte D, Gon!, % J. Auge! oli, e dedecxt 8 (S) le. O * 1 gleichem, Bericht der Badiſchen 22. Auguſt: An ſtr Landeswetterwarte vom der Rückſeite des Nordſeetiefs Temperaturrückgang und Fortdauer der unbeſtändigen Witterung rechnen. Beobachtungen der Laudeswetterſtellen.26 Uhr vormittags See. Luft- Wind Stationen höhe a 1— Wetter 5 8 Stärke ————— Wertheim 151 leicht bedeckt Königsſtuhl] 563 7 leicht Nebel Karlsruhe 120 7 leicht Regen Bad.⸗Baden] 213 756, leicht bedeckt Villingen 712 75 leicht bedeckt Bad. Dürrh.] 701 leicht bedeckt St. Blaſien 780 leicht bedeckt Badenweiler] 422—— Schauinsld. 1268 657,1 leicht bedeckt Feldberg Hofſ1275 634,0 SWW friſch Nebel Vorausſage für Mittwoch, 23. Auguſt Fortdauer der unbeſtändigen Witterung. Wei⸗ terhin Strichregen. Etwas kühler. Höchſttemperatur in Mannheim am 21. Aug. + 23,8 Grad, tieſſte Temperatur in der Nacht zum 22. Auguſt. 13,7 Grad, heute früh 8 Uhr + 139 Grad. i Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh 728 Uhr bis heute früh 8 Uhr 0,3 Millimeter; das ſind 0,3 Liter je Geviertmeter. In den Rhein bädern wurden geſtern nach⸗ mittag 4 Uhr + 21 Grad Waſſer⸗ und. 24 Grad Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 29 Uhr. 21 Grad Waſſer⸗ und + 17 Grad Luftwärme. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Auguſt Rhein⸗Pegel 18. 19. 20. 21.22. Fee„„ Köln 10. 20 21. 22. 1,60 5 5 1,54 1,60 1,60 Ids.83 2,80 2,72 9„„ Meeder Brelſach 54 540 1,73 1,65 1,724 Mannheim.04 3,00.98 2, Belen 442 232457 50 5 Sagte 0, ö axau ö Heilbronn. 1, Mannheim. 3,14 3,133,113 Plochingen. 0, Kaub.. 1,94 1,97.6 1596 7,04] Diedesheim. 0, — —— MA6 6“ Deuiſche E RZ E SUPPEN FTLEIScHBRUHE 2. 921 4. Seite/ — Der„Schneider von Ulm“ ſoll ein Denkmal erhalten. Dem Schneidermeiſter Albrecht Ludwig Berblinger will man ein Denkmal in Ulm ſetzen das im September Dieſes enthüllt werden ſoll. Denkmal ſoll ihm nicht für ſeine Verdienſte um das edle Schneiderhandwerk geſetzt werden, ſondern zur Erinnerung an einen freilich mißglückten Gleitflug, den er Ende Mai des Jahres 1811 unternommen Hatte. Der„fliegende“ Schneider wurde in Ulm als Sohn des Zeugamtsknechtes Albrecht Ludwig Berb⸗ linger am 25. Juni 1770 geboren, deſſen Ahn, der Sproß eines Pfarrers Berblinger in Lörrach in Ba⸗ den, im Jahre 1678 das Bürgerrecht in Ulm erwarb. Albrecht Ludwig der Aeltere ſtarb ſchon 1783 und hinterließ ſeiner Frau, einer geborenen Finkin aus Temmenhauſen, große Geldſorgen und ſieben Kin⸗ der. Die drei Jüngſten, Albrecht Ludwig mit 138, Daniel mit 10 und Zacharias Ludwig mit 9 Jahren, kamen in das Funden⸗ oder Waiſenhaus. Für die ſtbrigen vier Kinder bekam die Wittib einen ſehr beſcheidenen Zehrpfeunig von der Stadt. Den Kna⸗ ben wurde der Beruf vom Waiſenhaus gewählt. Schon ein Jahr nach des Vaters Tode kam Albrecht Ludwig zu einem Schneider in die Lehre. Daniel wurde Nagelſchmied, Zacharias Binder. Albrecht Ludwig wurde dann Schneidermeiſter in Ulm. Er vermählte ſich im Jahre 1792 mit Anna Scheiffelin, die ihm ſechs Kinder ſchenkte. Es ging aber der Familie Berblinger nicht gut, wie das oft der Fall iſt, wenn einer ſeinen Beruf nicht nach eigener Nei⸗ gung wählen darf. Berblingers Gedanken waren weniger bei der eoͤlen Schneiderei, als bei allem, was Technik heißt. So beſchäftigte er ſich denn mit dem Bau von Schlitten und allerlei anderen ſchönen Sachen. Im Jahre 1808 machte er eine Eingabe an den König von Württemberg, die von ihm erfunde⸗ nen künſtlichen Glieder in der Zeitung anzeigen zu dürfen. Dann aber wandte er ſich wieder einer anderen Arbeit zu, die er am 24. April 1811 ſeinen ſtaunenden Mitbürgern in einer Zeitungsanzeige unterbreitete:„Nach einer unſäglichen Mühe in der Zeit mehrerer Monate, mit Aufopferung einer ſehr beträchtlichen Geldſumme und mit Aufwendung eines raſtloſen Studiums der Mechanik hat der Unterzeichnete es dahin gebracht, eine Flugmaſchine zu erfinden, mit der er in einigen Tagen hier in Ulm ſeinen erſten Verſuch machen wird, an deſſen Gelingen er, beſtimmt durch die Stimme mehrerer Kunſtverſtändigen, nicht zweifeln zu dürfen glaubt. Von heute an iſt die Maſchine bis an den Tag des Verſuchs, der nebſt der Stunde in dieſem Blatte vorher genau angezeigt werden wird, hier im Gaſt⸗ hof zum Goldenen Kreuz fedem zur Anſicht und zur Prüfung ausgeſtellt.“ Der erſte Verſuch zögerte ſich aber noch etwas hinaus, und es war wohl Berb⸗ lingers großer Fehler, daß er in ſeiner Erfinder⸗ freude, unbekannt mit den Geſetzen der Flugtechnik, dieſen erſten Verſuch in der Oeffentlichkeit machte. Für Ende Mai war der Beſuch des Königs von Württemberg angeſetzt, und im Einverſtändnis mit der Gemeindeverwaltung lud Berblinger ſeine Mit⸗ bürger zur Donau, wo er von einem hohen Erker, der Adlerbaſtei, herabzufliegen und das andere Donauufer zu gewinnen vorhatte. Er ritt ſelbſt durch die Stadt und tat ſeine Abſicht, zu fliegen, unter Trompetenklängen kund. Für die entſtehen⸗ den Unkoſten wurde von den Zuſchauern je ein Batzen gefordert. Auf der Adlerbaſtei war ein höl⸗ zernes Gerüſt errichtet, ſo daß Berblinger 62 Schuh tber dem Waſſer ſtand. Der König war mit ſeinem Hofſtaat erſchienen, die Zuſchauer ſtanden Kopf an Kopf in atemloſer Spannung. Plötzlich klappte der eine Flügel zuſammen, und Berblinger mußte vor⸗ treten und unter dem Gemurre der Menſchen den Aufſchub ſeines Vorhabens ankünden. Ob die Flü⸗ gel beim Hinaufziehen auf das Gerüſt Schaden er⸗ litten hatten oder ob böswillige Abſicht etwas daran gerſtört hatte, iſt ungewiß. Der König reiſte ab, nicht ohne Berblinger eine Belohnung von 20 Gold⸗ ſtücken zu hinterlaſſen. Als aber Berblinger am nächſten Tage, am 31. Mai 1811, vor einer womög⸗ lich noch größeren Menge und vor dem Bruder des Königs den Verſuch wiederholte, fiel er wie ein Stein in die Donau und wurde unter dem Hohn⸗ gelächter ſeiner Mitbürger von einem Schiffer ge⸗ borgen. Daß er gerettet wurde, war ſein Miß⸗ geſchick! Wäre er ein Opfer ſeines Planes gewor⸗ den, ſo wäre die Menge verſtummt. Durch ſeine Ins Waſſer geſprungen. Am Montag mittag zwiſchen 12 und 1 Uhr ſprang ein Fräulein in den 20er Jahren 100 bis 150 Meter oberhalb der Adolf⸗Hit⸗ ler⸗Brücke in den Neckar, um ſich das Leben zu neh⸗ men. Einige Sportfiſcher beobachteten den Unfall, und einer ſprang ihr mit voller Kleidung nach und holte ſie aus dem Waſſer. Es war ſofort ärztliche Hilfe da. Die Lebensmüde wurde ins Thereſien⸗ Krankenhaus gebracht. * Viehſeuchen in Mannheim. In den meiſten Mannheimer Vororten werden die Stallungen zur⸗ zeit wieder von der Schweinepeſt heimgeſucht, und zwar in Feudenheim, Friedrichsfeld, Käfertal, Sandhofen, Seckenheim und Wallſtadt. Auch in Brühl, Edingen, Ladenburg, Oftersheim. Reilingen, Schwetzingen, Heddesheim, Lützelſachſen und Wein⸗ heim tritt die Seuche auf. * Der vereinigte Kaninchenzuchtverein von Feu⸗ denheim hielt im Lokal„Krone“ eine Verſammlung ab. Beſprochen wurde die Landesverbands⸗Ausſtel⸗ lung, die am 5. und 6. Januar 1934 in den Rhein⸗ Neckar⸗Hallen ſtattfindet und aus Anlaß des 90jäh⸗ rigen Stiftungsfeſtes dem Verein übertragen wurde. Man rechnet mit 3000 Nummern. Außer hohen Geldpreiſen kommen noch goldene, ſilberne und bronzene Medaillen zur Verteilung. Viele auswär⸗ tige und hieſige Großfirmen haben ſchon namhafte Beiträge zugeſagt. * * In der Montags⸗Vormittagsziehung der Preu⸗ ßiſch⸗Süddeutſchen Klaſſenlotterie wurden von grö⸗ ßeren Gewinnen ausgeloſt: 2 Gewinne zu je 10000 Mark auf die Nr. 143 290, 10 Gewinne zu je 5000 Mark auf die Nrn.: 29 811, 142 779, 256 110, 332 420, 391 644, 22 Gewinne zu je 3000 Mark auf die Nrn: 11377, 25 223, 75 102, 87 850, 128 259, 172 913, 285 198, 318 969, 351015, 370 571, 389 424. In der Nachmit⸗ tags ziehung: 2 Gewinne zu je 25000 Mark auf die Nr. 127 575, 2 Gewinne zu je 10000 Mark 74 Flugzeug, mit der 9. 1 R El die Suche g, gefunden worden inſel entdeckten Reſte e Eelnes Leutnant Gui ſon und drei wei bei der Bäreninſel Amundſen hat denſchaft waren wüſte, die n Er hatte als e er an einer belgiſcher drang auf ſpäteren polareis. Er war zi iederich⸗ gbeſatzung Nordpols und er ſtarb, als er Kameraden ſeiner erſten Nord⸗ polfahrt Hilfe bringen wollte. Man hat ſeine Leiche nie gefunden und nie die Ueberreſte ſeiner Kamera⸗ den. Keine Spur Flugzeugs wurde geſichtet. Der faſt Sechzigjährige war in ſeinem abenteuer⸗ lichen Leben oft, ſehr oft ein L von Gerüchten geworden. Mehrfach hatte man ihn totgeſagt und bei ſeiner letzten Nordpolreiſe hatten ihn ſeine eigenen Reiſeteilnehmer bereits aufgegeben und einer von ihnen erzählt: „Ueber die Brücke kommt ein Mann geſtürzt, er winkt uns mit den Händen zu und ruft: Amundſen iſt gekommen... Die Menſchen auf der Landungs⸗ brücke ſchwenken die Hüte. Ja, bei Gott, da ſehen wir ihn auf dem Deck eines kleinen Seehundfängers, der eben anlegt. Amundſen, Diederichſon, Elsworth, Feucht, Omdal und Rüſer⸗Larſen. Alle ſchmutzig und elend, aber lebendig und geſund.“ Aber damals, als er zur Rettung Nobiles auf⸗ ſtieg, den ſein verunglückter Flug mit ſeinen Kame⸗ raden in höchſte Eisnot gebracht hatte, da gab es kein Wiederkehren. Hilfsunternehmungen über Hilfs unternehmungen wurden ausgerüſtet, die Walfänger ue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 22. Auguſt 1999 um Spitzbergen waren benachrichti Hundeſchlitten waren der rung bereit geſtellt worden, f eitſchaft ſetzte ein. Nanſen, die anderen nach 9 wollte ſich bet Alpenjäger mit ieniſchen Regie⸗ Wettbewerb der n riefen nach Ganz Europa en. Man wollte verſtümmelte ſprüche aufgefangen haben, Lebenszeichen und ſchreie Nobiles. Amundſen, der faſt Sechzigfäh⸗ rige, hörte eine Weile dieſe Rufe. Er fühlte ſich wohl in ſeinem Alter den Strapazen nicht mehr recht ber Frankreich ſtellte ihm das Flug⸗ von Die eii Amundſen. Hilfsber zeug„La am“ zur Verfügung. Da erwachte in dem braven Mann wieder das alte Fieber, wieder der Mut zu teuern, der heute den Gefährten dienen ſollte, die in der Eiſesnacht mit dem Tode kämpften. Er ſtieg mit ſeinen Begleitern von Tromſe, dem letzten norwegiſchen Hafen, auf. Dann kam eine Falſchmeldung: Er hätte Nobile erreicht, aber Nobile rief immer dringender um Hilfe. Mit der letzten Kraft, die in den Batterien ſeiner kleinen Funkſtation ſteckt Niemand hörte etwas von Amundſen. Wo konnte er geblieben ſein? Er war doch ein alter Kenner des Eiſes und jeder Gefahr gewachſen. Nun ſtiegen die Sorgen auf. Das Flug⸗ zeug„Latham“ war nicht für die Eiswüſte geeignet, es war zu gebrechlich und ſchlecht ausgerüſtet. Nach der Sorge um Nobile und ſeine Leute(eie waren inzwiſchen gerettet worden) ſtieg jetzt die Sorge um Amundſen auf. Hilfsunternehmungen, die mit Flugzeugen nach Amundſen ſuchten, halfen auch nicht. Die Welt mußte ſich damit abfinden, daß er einen ſchnellen Tod ge⸗ funden hatte, den Tod bei der Arbeit im Eis, das ihm Heimat geworden war. Man nimmt an, daß ſein Flugzeug ſchon auf dem Weg nach Spitzbergen bei der Bäreninſel abgeſtürzt iſt. Wie Amundſen und ſeine Begleiter ſtarben, wird man nie erfahren. Den Schleier, der über ſeinem Tode liegt, wird nie⸗ mand lüften können. Aber hoch klingt das Lied vom braven Mann. Seine letzte Tat bleibt unver⸗ geſſen in der Geſchichte der Wiſſenſchaft. Eine zeitgenöſſiſche Darſtellung des Reiterangriffs der Preußen. Links: Der Gedenkſtein, der die Stelle bezeichnet, wo Friedrich der Große den Gang der Schlacht überwachte. Rettung ſchlug der Verſuch ins Lächerliche, und für den Unglücklichen begann die Marter einer Verſpot⸗ tung, wie ſie kaum je ein Sterblicher erduldete. Um ſich den Verfolgungen zu entziehen, entwich er und kehrte erſt nach Jahren nach Ulm zurück. Es ging bergab mit ihm, er war ein gebrochener Mann, halt⸗ los und enttäuſcht. Seine Frau ſtarb, von ſeinen Kindern lebten nur noch wenige. Noch einmal ver⸗ heiratete er ſich und ſtarb am 28. Januar 1829 an Auszehrung im Spital, arm, verſchuldet und wenig betrauert. Das Flugzeug ſoll noch lange in Ulm vorhanden geweſen ſein— jetzt iſt es verſchwunden. Es waren flügelartige Gebilde, mit ſtarker Seide beſpannt; ſie ließen ſich mit einer Bewegung der Hand durch feine Stäbchen, die ſich ſpreizten und zuſammenlegten, ſpannen oder zuſammenfalten. * — Wie aus einem Schreiben der Bauhausleitung hervorgeht, wird das Banhaus, das bekanntlich früher in Deſſau ſeinen Sitz hatte und ſeit etwa einem Jahr ſeine Tätigkeit nach Berlin⸗Steglitz verlegt hatte, ſeine Pforten im kommenden Herbſt nicht mehr öffnen. * — Bei der ACE iſt dieſer Tage eine elektriſche Gütterzugslokomotive fertiggeſtellt worden, die für auf die Nr. 4599, 8 Gewinne zu je 5000 Mark auf die Nr: 136 655, 175 044, 188 614, 211832, 20 Ge⸗ winne zu je 3000 Mark auf die Nrn: 7644, 83 539, 68 917, 118 905, 156 367, 254 134, 359 015, 361 222, 74 297, 394 693(Ohne Gewähr). Filmrunoſchau Capitol:„Helden des Alltags“ Der ſtets rührigen Leitung des„Capitol“ iſt es gelungen, ſich einen der beſten amerikaniſchen Filme des Jahres zur Erſtaufführung in Mannheim zu ſichern. Die„Helden des Alltags“ ſind die„lie ⸗ genden Briefträger“, deren Aufgabe es iſt, im Flugzeug die Poſt zuverläſſig und pünktlich, ohne Rückſicht auf Sturm und Nebel über die him⸗ melhohen Gebirgsketten, über die weltweiten Step⸗ pen des amerikaniſchen Kontinents zu tragen. Ihre Leiſtung iſt eine alltäglich⸗ſelbſtverſtändliche— und fordert doch jedesmal erneut den Einſatz des ganzen Mannes. Der„fliegende Briefträger“ muß ſein ein Menſch, der zwar die Maſchine beherrſcht, aber ſelber nicht zur Maſchine werden darf, ſondern der immer ein Herz, allerdings ein ſehr männliches Herz, behalten und offenbaren darf. Er liebt ſein Mädchen und bangt um den Kameraden, der im Nebel die Sicht verloren hat, den in der Eisſchlucht der Kälte⸗ tod bedroht.. und den er rettet mit dem Einſatz des eigenen Lebens. Großartige Flugbilder, außerordentliche, in die Kamera gebannte Kunſtflugleiſtungen und eine nach der Gefühlsſeite ſehr ſparſame ſpannende Handlung runden den Film zu einem ungewöhnlich gut ge⸗ lungenen Ganzen. Man wird ſich den Namen des Spielleiters merken müſſen: John Ford. Im Beiprogramm ſehen wir einen ausgezeich⸗ neten Faltboot⸗Sport⸗Film, der uns durch die Schluchten der Schwarzen Berge Montenegros führt. Fritz Kampers in dem neuen Aafa-Lustspiel„Die Fahrt ins Grüne“, das ab Dienstag in der„Alhambra“ aufgeführt wird. Hinweis Alle Zugaben und Preisnachläſſe ſind laut Ver⸗ fügung der Süddeutſchen Wirtſchaftsbezirksleitung München zur Herſtellung geſunder und ge⸗ ordneter Verhältuniſſe ab Auguſt 1938 beim Zigarren⸗Spezialhandel generell aufgehoben. Alles Nähere ſiehe Anzeige. 22 die Reichsbahn im Rahmen des großen Arbei beſchaffungsplanes gebaut worden iſt. Die nere Lokomotive iſt die leiſtungsfähigſte der ganzen Al Sie zieht einen Güterzug von 1600 Tonnen Geuig noch auf einer Steigung von:100 mit einer Enn dengeſchwindigkeit von 65 Kilometern. Bei 175 Werksfeier, die aus Anlaß der Fertigstellung 5 Maſchine ſtattfand, ſchilderte Dr. Peterſen vom V 0 ſtand der AEG eine Fahrt mit dieſer modernen 11 ſchine auf der Strecke Stuttgart— Ulm. Die be kannte Geislinger Steige zwiſchen Geislingen ung Amſtetten, auf der früher zwei Lokomotiven einge ſetzt werden mußten, ſei die neue Lokomotive wie ge. Vogel hinaufgeflogen. ein * — Die Gendarmerie von Wien iſt einem gerade; phantaſtiſchen Verbrechen auf die Spur gekoen; das vor ſiebzehn Jahren an dem jungen, sch nigen Knecht Joſeph Haidhauſer verübt wurde. 95 Täter befinden ſich bereits in Haft, und einer 1 ihnen, der Dienſtgeber des ermordeten Knechtes seh im dringenden Verdacht, das Opfer wegen einer Ber. ſicherung von 1000 Kronen beſeitigt zu haben. Nur Jahren machte der Holzſchläger Schwingenſchuß 1 dem Moltersberg bei Spital am Phyrn einen grün gen Fund. An einer faſt unzugänglichen Stelle 10 die Felſen ſteil und drohend 150 Meter hoch gen—— Himmel ragen, entdeckte er ein menſchliches Seeler, 5 Die Knochen waren von der Sonne weiß gebleicht. Nichts anderes wurde gefunden als ein alter ah C der als Eigentum des im Jahre 1916 ſpurlos pet ſchwundenen Joſeph Haidhauſer feſtgeſtellt wurde. Die Gendarmerie vermutete, daß er ſich im Unwetter verirrt und vom ſchmalen Saumpfad abgeſtürzt war Da trat vor einigen Tagen eine überraſchende Wen. dung ein. Der 70jährige Korbflechter Harbacher per riet in der Trunkenheit ſeinen Zechkumpanen daß er im Jahre 1916 auf dem Moltersberg einen Mord begangen habe. Er wurde verhaftet, leugnete im nüchternen Zuſtande, doch fing man von ihm zwei Kaſſiber aus der Unterſuchungshaft ab, die an seine damaligen Mittäter gerichtet waren. Einer von ihnen iſt der Dienſtgeber, der den Knecht auf ſein Ableben verſicherte, ihn betrunken machte und dann von dem gefährlichen Felspfad mit Hilfe der anderen hinunterſtieß. * — Ein von den Römern unter Julius Cäſar an gelegtes und ſeit nahezu 2000 Jahren ſtilliegendes Goldbergwerk in Carmar Ahenſhire in England wird im Laufe dieſes Monats wieder eröffnet werden. Das Bergwerk, das jahrhundertelang unter Wafer geſtanden hat, iſt ausgepumpt worden, 15 — Miſter Matthew Wood, ein Bankbeamter aus Brockley, hatte ſich einen ſchweren Beinbruch zu⸗ gezogen. Der Arzt ordnete die ſofortige Ueberfüh⸗ rung in ein Krankenhaus an. Der Kranke weigerke ſich jedoch mit der Begründung, daß es ſein Grund⸗ ſatz ſei, nicht ins Krankenhaus zu gehen, und daß er unter keinen Umſtänden dagegen verſtoßen werbe, Nach einiger Zeit lehnte er auch die ärztliche Be⸗ handlung ab, weil er glaubte, ſein Bein allein aus⸗ heilen zu können. Es ſtellten ſich jedoch Verwicklun⸗ gen ein, der Kranke litt unter entſetzlichen Schmer⸗ zen, doch ſtandhaft ſchlug er alle Bitten ſeiner Frau, den Arzt zu Rate zu ziehen, ab. Als der Arzt den⸗ noch ohne ſeine Einwilligung geholt wurde, erlitt der Kranke beinahe einen Tobſuchtsanfall und ver⸗ fiel ein paar Tage ſpäter in ein ſchweres Nerpen⸗ fieber. Endlich, als der Arzt den Kranken ſchon auf⸗ gegeben hatte, willigte er in die Bitten ſeiner Fra und ließ ſich in das Krankenhaus bringen. Aber jetzt war es bereits zu ſpät. Ein paar Tage darauf erlag Miſter Wood einem Herzſchlag. 1. — Die fliegende Schlange iſt im Londoner Zoo als neuer Gaſt eingetroffen. Sie kommt geradewegs aus dem Herzen der indiſchen Dſchungel. Dieſes wenig bekannte Tier iſt dem Zoo von einem englischen Koloniſten zum Geſchenk gemacht worden. Die Schlange iſt etwa 60 Zentimeter lang und nimmt die Farbe der Bäume an, auf denen ſie ihre Bente belauert. Wenn das Opfer kleine Vögel und Eidechſen ſich ahnungslos dem vermeintlichen Baumzweig nähert, ſchnellt die Schlange ſich mit auf⸗ geblähtem Leib blitzſchnell vorwärts und erwiſcht die Beute mit unfehlbarer Sicherheit. Manchmal führt die Schlange regelrechte Sprünge aus, die bis zu 9 Meter betragen ſollen. Dieſe Fähigkeit hat ihr den Namen„fliegende Schlange“ eingetragen. Das Tier iſt nicht giftig. Dienstag, 22. Auguſt Planetarium: 16 Uhr Vorführung. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Gaſtſpiel Kölliſch, die große Lachſchlager⸗Revue. Anſchließend Tanz. Lichtſpiele: Univerſum:„Saiſon in Kairo“ und ühnenſchau.— Alhambra:„Die Fahrt in Grüne — Roxy⸗Theater:„Die fünf verfluchten 11 1 men“.— Schauburg:„Der Zinker“.— Palaſt; Theater:„Der Stern von Valencig“.— Gloris Palaſt:„Morgenrot“,— Seca lee be „Spione am Werk“.— Capitol:„Helden des Al tags“. Köln⸗Düſſeldorfer Rhein⸗Lokalfahrten: 14.30 Uhr Speher a Germersheim und zurück. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Bad Dürk⸗ heim— Lindemannsruhe— Freinsheim. Pieuren- Kaffee: 17 Uhr Tanztee, 20 be Konzert, 21 Uht Tanz. Oeffentl. Muſikbücherei, M 4a: Buch⸗ und Notenausgabe von 11 bis 13 und von 16 bis 19 Uhr. Ständige Darbietungen Städt. Schloßmuſeum: Sonderausſtellung: Märchen in Schrift und Bild“. Geöffnet und von 15 bis 17 Uhr. Stäbt. Schloßbücherei: Geöffnet von 9 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr. 5 Städt. Kunſthalle: Werbeausſtellung von Oi elt Karlsruhe. Gebffnet von 10 bis 18 und von 15 bib 10 Muſeum für Natur- und Völkerkunde im Zeughaus: Ges öffnet von 15 bis 17 Uhr. ö „Das deutſche von 10 bis 18 5 . ö Aus der Pfalz Der raſende Motor Ludwigshafen, 22. Auguſt. Geſtern abend wurde eine 32 jährige Ehefrau, die ihr ein⸗ jähriges Töchterchen in einem Kinderwagen mit ſich führte, von einem Kraftradfahrer in der Kaiſerallee angefahren. Die Fran blieb mit einer ſchweren Kopfverletzung bewußtlos mit dem Wagen etwa liegen. Das Kind wurde 20 Meter weit fortgeſchleudert. Mutter und Kind wurden ins Städtiſche Krankenhaus ge⸗ bracht. 0 * * Frankenthal, 22. Auguſt. an der Beindersheimer Straße ler aus Studernheim mit ſeinem Kraftrad in vol⸗ ler Fahrt gegen den Bretter zaun der Maſchinenfabrik Kühnle, Kopp u. Kauſch. Hierbei zog er ſich durch den Zuſammenſtoß ſchwere Verlet⸗ zungen zu und mußte in das ſtädtiſche Kranken⸗ haus verbracht werden, während das Fahrzeug ſtark beſchädigt wurde. Der Beifahrer kam ohne Ver⸗ letzungen davon. Ludwigshafener Hütte auf dem Kalmit Neuſtadt/ dt., 22. Auguſt. Auf dem Kalmit, dieſem ſchönen Berg im Pfälzer Land, trafen ſich am Sonn⸗ tag die Wanderer und Wanderinnen des Pfälzer Waldvereins, um die neu erweiterte Hütte der Ludwigshafener Ortsgruppe, die neben der meteorologiſchen Station und dem Ausſichtsturm errichtet iſt, einzu weihen. Bei herrlichem Wan⸗ derwetter waren die Teilnehmer aus der ganzen Pfalz, dem Saargebiet, von Baden und Heſſen er⸗ ſchienen, um dieſer Feier beizuwohnen. Der Vor⸗ ſitzende der Ludwigshafener Ortsgruppe, Reichs⸗ bahnoberinſpektor Eſſelborn, konnte, nachdem Herr Heene den Weiheſpruch vorgetragen hatte, eine große Anzahl von Vertretern der Staats⸗ und Ge⸗ meindebehörden, unter ihnen auch den Vorſitzenden des Landauer Bezirksamtes, Herrn Oberregierungs⸗ rat Wüſt, begrüßen. Während die SA⸗Kapelle das Lied vom guten Kameraden intonierte, wurde einige Minuten der im Weltkriege gefallenen Kameraden gedacht. Dann führte Reichsbahnoberinſpektor Eſſelborn weiter aus, daß auch nach dem Umſturz 1918 es wieder die Ge⸗ treuen der Wandervereine geweſen ſeien, die den Kampf um eine beſſere Zukunft aufgenommen hätten. Aus dem Rückblick, den er über die Geſchichte der Hütte auf dem Kalmit gab, war zu entnehmen, daß eine ſolche bereits vor 25 Jahren errichtet wurde, Sonntag nacht fuhr der Landwirt Schel⸗ nach verſchiedenen Verbeſſerungen, die in dieſer Zeit durchgeführt wurden, ſei eine gründliche Erneuerung nicht mehr zu umgehen geweſen und die Löſung, die gefunden worden ſei, ſei als ſehr glücklich zu bezeich⸗ nen. * Gimmeldingen, 21. Auguſt. Der von der Ge⸗ meinde auf dem Wege des Sofortprogramms be⸗ antragte Kredit von 10000 Mark zur Neuanlage eines Waldweges im Kohltal und Wegausbeſſerun⸗ gen im Gimmeldinger Tal iſt genehmigt worden. 8 Pulischrem Fenster begschfen! imm Wohnungen 2227. Amme n. Hache u. 2 kl. Kammern u. mit eig. Ab⸗ ſchluß, in U 4. 11 an ruh., alleinſt. Mieter Näh.: Ring⸗Garage, T 6. 17 „Jernſpr. 08 81. 645g Schöne 1 Zim. u. Küche 5. St., an nur kleine 3. 1. Sept. zu vermieten. Augarten⸗ ſtraße 22, 2. St. 47386 leeres, ſepy. Zim. el, L. bill. zu verm. Laurentiusſtraße 27, * 7287 1. 15, 2 Treppen 1 leeres Zimmer zum Unterſtell. v. Möbeln für 5% zu vermiet. 17203 Manſarde, leer. heizbar, zu vermiet. jens 22. Auguſt 1933.; ö j 1939 Dienstag, luguſt 1933. Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe ——— Arbeits. i 3% Aus Bad i a 80 us Baden Gewicht 3 g 1 0 ge in Die Sache mit der Sparkaſſe D 3 f 5 55 1 Pedbesheim, 22. Auguſt. Der mit der Reviſſon Der Ambau der Hochſchulverwaltung— Ein Erlaß des Kultusminiſteriums om Vor, der früheren Gemeindeſparkaſſe beauftragte Syndikus. 8„„ 5. 10 6. C. Blaſſa hatte dieſer Tage alle früheren Ge⸗ 8 e Karlsruhe, 22. Auguſt. eee 3 Die he weinde⸗ und Verwaltungsräte in das Das deutſche Hochſchulweſen konnte ſich der grund⸗ e.. 1 gen 15 hieſige Rathaus vorgeladen. Die Gemeinde war 1 Neuordnung der Dinge in Deutſch⸗ 5. Der Senat faßt keine Beſchlüſſe. Abſtimmun⸗ n einge zurch den kommiſſariſchen Bürgermeiſter Linſin und Dirt We. Die badiſche Löſung gen erfolgen daher nicht. 1 5 ſchreiber Schröder vertreten. Syndikus Blaſf fte, wie der„Führer“ mitteilt, ein weſentlicher 1 7 5 wi Nalſchreiber Schröde e Syndikus Blaſſa Su e 5 5 3. Die 5 7 gab den Anweſenden eine Darſtellung über die Ge⸗ 1 vorwärts ſein auf dem Wege der großen. Die Fakultäten(Abteilungen) ſhöntsführung, die kriminelle, materielle und for⸗ e erm des Reiches. 1. Die Geſchäfte der Fakultät(Abteilung) führt melle Seite der Reviſion der Kaſſe. Er Die Verordnung des badiſchen Kultus⸗ der Dekan(Abteilungsleiter). Die Dekane(Ab⸗ zeradezn kritiſterte ſcharf die un verantwortliche Handlungs⸗ miniſteriums lautet: teilungsleiter) und ihre Stellvertreter werden kommen, weiſe der Kaſſenbeamten. Er erklärte für die 1. Der Rektor vom Rektor aus der Zahl der ordent⸗ de di zaraus entſtandenen Folgen. die Verwaltungs⸗ 1. Der Rektor iſt der Führer der Hoch lichen Profeſſoren ernannt. 5e. Die zäte laut Sparkaſſengeſetz als haftpflichtig. ſchule, ihm ſtehen alle Befugniſſe des ſeitherigen Dem Dekan(Abteilungsleiter) ſteht in allen er von Der Verluſt der Gemeinde gan der Gemeindeſpar⸗ lengeren und großen) Sengtes zu Er 5115 l. Fakultäts⸗(Abteilungs)angelegenheiten das allei⸗ ec dent laſſe betrage mit Zinſen rund 82 000 Mk. Nach Abzug Miniſter des Kultus, des Unterrichts und der Juſtiz nige Entſcheidungs recht zu. Die übrigen 5 Ver⸗ der Zinſen und der vorausſichtlich noch einzubringen⸗ aus der Zahl der ordentlichen Profeſſoren ernannt Mitglieder der Fakultät(Abteilung) können zur Be⸗ 0 den. blieben aber noch 5 1 Im und von ihm vereidigt. f 1 zugezogen werden. In wichtigen Angelegen⸗ auß Intereſſe er Gemeinde, ſowie auch der Beteiligten S. 2 5 heiten iſt ihre Anſicht einzuholen und ſchriftlich te⸗ 770 38 5 5 1575 8.*„ 2. Der Re 2 8 Re 8 2 5 NI 31 hriftlich nie grant ersuche er dieſelben, ſich in Güte mit der Gemeinde ee e ee derzulegen. Fakultäts⸗(Abteilungs)beſchlüſſe wer⸗ elle, wo zu einigen. Doch nur auf dieſem Wege könne dieſe einen Kanzler zu einennen 0 5 den nicht gefaßt. cb gen nelegenheit zu einem auten Abſchluß gebracht den Rektor nach deſſen näherer Anordnung. D 2. Der Dekan(Abteilungsleiter) iſt allein de Skelett 170 Herr Blaſſa gab den Anweſenden bis End Rektor nach deſſen näherer Anordnung. Der 13—5 Apte Angs eiter) iſt a ein dem jeblei 1 werden. 5 1 eber 95 n knie 1s Gude Rektor kann für einzelne Angelegenheiten oder fur Rektor verantwortlich. Dieſer kann die Entſchei⸗ 8 d. b 1255 ne könne ihm bis da⸗ einen beſtimmten Geſchäftskreis Angehörigen der dung des Dekans beanſtanden. Wird keine Einigung 6 15 hin ſeine Erklärung abgeben. Hochſchule die Ausübung ſeiner Obliegenhetten zwiſchen Dekan(Abteilungsleiter) und Rektor er⸗ wurde. 8 itbertragen und dieſe inſoweit mit ſeiner Vertretung dielt, ſo entſcheidet das Miniſterium. nwetter„ Altenbach, 22. Aug. Zum kommiſſariſchen Bür⸗ betrauen 5 i 3. Der Geſchäftsverkehr der Fakultäten(Abtei⸗ röt wür germeiſter wurde Stützpunktleiter Trautmann 2 3. Der Rektor kann und ſoll zur Behandlung der lungen) mit dem Miniſterium geht über den Rektor. de Wen. beſtellt. Er ſteht im 32. Lebensjahr und dürfte wohl Fa e eee und erzieheriſchen Ge⸗ 4. Der Dekan(Abteilungsleiter) iſt verpflichtet, der 9 ber jüngſte beauftragte Bürgermeiſter des Amts⸗ er am der Hochſchule die Dekane(Abteilungs⸗ dem Rektor von allen wichtigen Fakultäts⸗ Abtei⸗ mpanen, hezirks Heidelberg ſein. Auf Grund ſeiner bisheri⸗ Nee lungs⸗) angelegenheiten Kenntnis zu geben. einen gen erſprießlichen Tätigkeit dürfte ſeine Wahl zum 2. Der Senat 5. Der Rektor hat das Recht, an allen Fakultäts⸗ lengnele Bürgermeiſter als ſicher anzuſehen ſein. 1. Als beratende Körperſchaft ſteht dem Rektor(Abteilungs⸗)ſitzungen teilzunehmen; er kann ſich om zwe 1. Neulußheim, 21. Aug. Nachdem in der letzten der Senat zur Verfügung. hierbei durch den Kanzler oder einen hierzu beſon⸗ in ſeine Hürgerausſchußſitzung die Abfindung des freiwillig 2. Der Senat beſteht aus dem Rektor, dem ders ermächtigten Dozenten vertreten laſſen. Der n ihnen aus dem Amt geſchiedenen Bürgermeiſters Lörſch Lanzler, den Dekanen(Abteilungsleitern), den Rektor iſt zu allen Sitzungen einzuladen. Ableben geregelt worden iſt, wurde der Termin für die Bür⸗ Fakultäten(Abteilungen) und fünf weiteren vom 4. Schlußbeſtimmu on dem germeiſterneuwahl feſtgeſetzt. Als Kandidat iſt der Rektor zu ernennenden Senatoren, von denen zwei 8 ngen anderen Ortsgruppenführer der NS DA und jetziger kom. aus der Zahl der ordentlichen Profeſſoren, drei aus i 1. Das Amt des Rektors und die vom Rektor miffariſcher Bürgermeiſter N. Kuppinger aufge⸗ der Zahl der Honorarprofeſſoren, den planmäßigen, übertragenen Aemter können nur aus wichtigen ſellt oder nichtplanmäßigen außerordentlichen Profeſſoren[Gründen abgelehnt oder niedergelegt werden. Wer⸗ 0 oder Pri 3 i Fü ieſe f e Grü gemacht, ſo entſcheidet über ſſar an⸗* Karlsruhe, 22. Aug. Am 27. Auguſt wird die 2255 Sen 1 0 ban 1 1 1 e i 11 55 1 Gründ 5 5 gemacht, e über egendes intereſſante und allgemein lehrreiche„Badiſche 155 1 zen ſind zugleich Stellvertreter zu er⸗ 835 4 oder 9 geb lebung des Rektoramtes nd wird Holzſchau“ in Karlsruhe geſchloſſen. Dieſe um⸗ de Ne e e ee e 8 ee im übrigen der Rektur. werden. fußt 15 000 am Ausſtellungsgelände und zeigt neben Senat berufen und für fle Stell 8. 2. Das Amt des nach dieſem Erlaß erſtmalig zu Waſſer der allgemeinen Verwendung von Holz die verſchie⸗ 4. Zu 9e 5 91 Ste e ernnenden Rektors beginnt am 1. Oktober 1933; 4 benſten Imprägnierungen, das Holzverzuckerungs⸗ fich dür ee handlungen des Senates das Ende ſeiner Amtszeit wird vom Miniſterium be⸗ verfahren, eine große Möbelſchau und ſchließlich im a) Der Führer der Studentenſchaft und ſtimmt. ter aus Freigelände den Holzhausbau, Wagenbau, Tunnel⸗ ein von dem Studentenführer zu beſtimmender 8. Der ſonach berufene Rektor hat die ihm nach uch zu⸗ bau uſw. Aus dieſer kurzen Aufſtellung ſchon kann zweiter Student, ſoweit es ſich um Angelegen⸗ dieſem Erlaß zuſtehenden Ernennungen bis ſpä⸗ berfüh⸗ die vielſeitige Verwendung des einheimiſchen Werk⸗ heiten handelt, deren Behandlung auch zu den teſtens 20. Oktober 1933 vorzunehmen. veigerlte e und. e Bedeutung im ſatzungsmäßigen Aufgaben der Studentenſchaft ge⸗ 4. Die Amtsdauer der Dekane(Abteilungsleiter) Grund⸗ Wirtſchaftsleben erſehen werden. hört. und Senatoren beſtimmt der Rektor; er iſt befugt, daß er* Freiburg i. Br., 21. Auguſt. Der Er zbäſchof b) Ein vom Rektor zu berufender Vertreter der dieſe jederzeit abzuberufen. Gegen eine die Abberu⸗ werde. empfing den Landesgruppenleiter Baden⸗ Rheinpfalz Univerſttätsaſſiſtenten oder der Univerſitätsbeamten, fung ausſprechende Entſcheidung ſteht dem betroffe⸗ che Be⸗ des Reichs luftſchutzbundes, Major a. D. v. wenn die Verhandlungen die rechtlichen oder wirt⸗ nen Dekan(Abteilungsleiter) oder Senator die Be⸗ in aus⸗ Laer, um ſich über die Beſprechungen des Bundes ſchaftlichen Angelegenheiten der Afftiſtentenſchaft oder ſchwerde an das Miniſterium zu. vicklun⸗ des näheren unterrichten zit laſſen. Der Erzbiſchof[ Beamtenſchaft der Univerſität betreffen. 5. Entgegenſtehende Beſtimmungen werden hier⸗ Schmer⸗ nahm die Ausführungen des Leiters mit großem 0 Dem Rektor ſteht es frei, auch in anderen mit außer Kraft geſetzt; insbeſondere treten der 1 Frau, Intereſſe entgegen und ſagte ſeine volle Unterſtüzung Fällen Angehörige der Dozentenſchaft, Aſſiſtenten, engere und der große Senat ſowie die allgemeine at 1 der Beſtrebungen im Dienſte des Volkes zu. Beamten oder den Führer oder die Aelteſten der] Dozentenverſammlung nicht mehr zuſammen. erli a nd ver⸗ 5 ſterven⸗ N 5 an g Vermietungen r Frau Schöner 5939 er jetzt eus Ecklatlen Mittelſtraße 60, mit i 6 n Wohnung zum 1. Okt. b Wasserke886l 5 zu vermiet. Näh. bei 8 I ltr. net Bim Maushaltwaren- Angebot, das jede Hausfrau begrügen 900 ei Nittelſtr. 58. i Num. Wircl. Wir bringen elne Relhe von praktischen Gebrauchs , e ah* egenskänden zu sehr günstigen Prelsen. Dieſes 1 Shön. Laden geg 9 9 gliſchen zu vermieten. Näh. Küchenmesser Bazarwannen 60 Fußbank, Heitholz 95 t. Die Stegmann. G 9, 11. 8. Stahl, tostfrel 0% greu emeill, tief 00% leckle ft... 90. nimmt belle Werkſtatt a Kartoffelschäler Salatseler emelll. Kücbenhooker Beute. lostffel.. Stücke 28. Weib, 26 nm.. 95. Buche, foh Stück 95. zel und zu verm. Näh. 3724 Relbmaschine 1 Waschbecken em. 90 Handtuchhaſter 50 utlichen Ar. 16, 4. Stock. gfob und feln Ste 135 weiß m. Nepf zem 35 mit Haken Stek. 00. nit auf⸗. Tellerwaage m. 2 Wassersimer, Kleiderbügel, roh ſcht 10 1 ſeſer Lagerraum Niessing. Schelen los emaelll. weib. 28cm 95. 2 W. 10 Stück 19. l führt n 3 Bohnenmaschine Wasserschöpfer 50 Waschkorb, 95 is zu g eee mit 6 esser em, weiß, ou; em UU, Weſden, ovelstek. c nt 4 Schubleden hr den. Parterrer aum 18 Tier als Lager od. Werk⸗ fat duden. Se Te duer badet, 7 Nr. 5, 1 Tr. Veſchfom tt. e T e mmer u. Küche Tafelmesser rostrel. 30 a N J Anne; und lch Kaneelönel verchromt 15% 1 b. 4 Ammer und Küche f Nachw. Schufze, 0 6,2 80 7320 Schöne g⸗Zimm.-W. en. 5 Wohn. 9 5 isch, dit m. Balk. U. el. Uu Ell a isch L lecluß, 9 701 8 . zu vm. Näher. 2 , und Schanzenſtr. g, 1 5 Ai. 8 F f. entle-( Er, sonniges i 112* eee ee,— i orta⸗ 1 ver 1 1570— a 11 g abe r res„5 De es All⸗ 8 rechts.. 3 2 3 5 Schöne, luftige, neu eher Ma azmräume 0 3m, 2 Geschäftsräume 1 5 6441 5 gart den ar Een diner gig I Hollsbach z. l. Jerogfage. f 3. mer-Wotnung „ Dürk⸗ n Hauſe D 7. 21 ſofort billig zu vermieten. zu vermieten. Preis„ 65.—. 7884 U. f Ut ö Einfahrt vorh. Näh. Bürd i 2439 1 1 in H 7. 15, Hinterhs. Keller, e eee I 5. 20. Laden nt Zimmer und Küche che moderne-Amme-Mohnano g e e 21 Uhr. N 6 äheres. a ri a mieten. 173121 Treppe, mit Bad, Beſen⸗ u. Speiſekammer F 5, 12, Wirtſchaft. 410 Meernenmen Geschäktshause, zentrale FCC 7 505 0 1 6 5 we de 8 1 2 große b zu vermieten. au Stadtlage, sind 1 2 8 per ſofort oder ſpäter zu vermieten. iete 4 5 Neander gehende e Schöne-Zimmer-Wonnung 8 5 a nach Uebereinkunft. Umzugskoſten werden Zimmer nd Küche 955 neu herger,, ſofort zu vermieten, ferner ein bis zur Höhe einer Monatsmiete vergütet. a 5 An 0 1 Anzuſehen täglich von—8 Uhr. 7279 neu berger, im Vor⸗ Eckladen mit Nebenraum A. Schreckenberger, Hemsbach, Alleeſtr. 10. 1 9 2. 1 17 8 5 Drä ume. 1 b. Unt. 5 0 9 7 71 an die Geſch. 47250 0 5 umfassend, mit Zentral- Schöne 5 Zimmer Wohnungen 8656 ſegpgę Zimmer oder 2 Zimmer und Küche 5 8 55 und von 8.7 elektr. Licht, Fernsprecher, in freier Lage am Rhein, 3. 1. Okt. zu verm. 5 8 5 Zimmer, f liche, el. L. Gr. g 1 70 möbliert sofort zu vermieten. Schmitt, Waldparkbamm 3, Fernſpr. 987 66. part., Bahnhofsnähe,% 85.—, zu vermieten. uſw., Neck.⸗Oſt, 25,* 9 5 unter L L 164 an die Ge- J. Schmitt. Wald 2 Goll, Rupprechtſtraße Nr. 18. 9110 an nur berufst. jung. 17 8 U 3, 17, Friedrichsring, 3 Treppen eee οοοοοοο Leute zu vm. 2 Zim-.- Stock 8 1 1 2 Neubau Trützſchlerſtraße 3, Almengeb. 7289 mer, Küche, Bad uſw. 8. 6 s Zimmer, Zubehör, neu hergerichtet, zum 1. ebenda. Nüäh. 7339 1 Oktober zu vermieten. Näh. varterre. 8688 parterre--Zimmer Wohnung e l 1 — flat 9 La U eingeb. Bad, Zentralheiz., z. 1. Okt. zu verm. e Eichen dorffſtraße 41, part. In ruhigem Hauſe(garage vorh.) Näh. Loosmann, Schanzenſtr. 28. 1 Zum. Wohnungen 14. 17. 5%οοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοο eee e 0. 8. 2 ſowie als iſt mit hoher Ram 5 5 pe und Gleisanſchluß. len zvären einige am Kühlraum für 8 ä ul. L vorhanden. Halt derranm Vermietung in heller, trockener b hellem Erdgeſchos geboten. Die Auch Büro⸗ erung frei. 92440 ruſpr. 207 20. ſehöne gcäume-Anmer-Vobuang mit Bad, vollſtänd. neu hergerichtet, z. Preiſe von 72.00 4 ſofort od. zum 1. Okt. zu verm. Anzufeben von—7 Ubr nachm. B24 Großes gut möbl. Zimmer mit Küchen⸗ u. Badben., an Ehep. od. Alleinſt. gu verm. Auch kann Motorrad ob. Auto unter⸗ geſtellt werd. H 4. 4, im Laden od. 3. St. 7809 33. 36. 38. 40. 45. 48. Mee Schäfer, 15,8 72g Zu erfr. bei Weber, Große Merzelſtr. 15. 7328 Mäbliertes Zimmer in ſchön. Lage, m. el. Licht, ev. m. Klav. an ſol. beſſ. Herrn oder Dame ſof. zu verm. Jof. Kinzer, O 3, 23 (am Natſonaltheat.). Nähe Bahnhof! 7275 Schön möbl. Zimmer in gut. Hauſe an berufst. Herrn zum 1. Sept. zu vermiet. Wohlrab, Heinr. Lanzſtraße Nr. N. Möbliertes Zimmer mit 1 od. 2 Betten, ſof, zu verm. 7270 Holzſtr. 5. parterre. Gut möbl. Wohn⸗ und Schlafzimmer in der Nähe Natiog.⸗Theat, und Schloß zu Herm. E 2, 11, 1 Tr. Gute Schlafſtelle ſepar., zu vermieten. Gäßr, U 3. 28. 7982 P Am Tennisplatz, ſchön. gr., aut möbl. Zim. m. Fernſpr.⸗Ben. vermieten. Goetheſtr. 18, 2 Tr.,. eee Schlafsteſie zu um. M 4. 9, 3. St., rechts. 920 Schön möbliert. Zimm. zu vermieten oder 1. 9. 38. B2366 E I Nr. 7, parterre. Roſengarteuſtr. Nr. 34, 3 Tr.,., Teunispl.: Gut möbl. Balkonz. an Hrn. zu v. 7822 zu vermieten. 0 5 Nr. 7, 1 Treppe, Heidelberger Straße. DEE Gut möbl., ſchön. Zim. in zentr. feiner Lage U. fit. Haus zu vm. Zu erfragen in der Geſchäftsſtelle, 7818 HANDELS- U WIRTSCHAFT-ZETTUNG Dienstag. 22. August 1933 Schering-Kahlbaum AG. Berlin f ließt das Geſchäftsjahr 1992 nach Ab⸗ n Höhe von 2,05(1, Mill./ einſchließlich ortrages mit 2 268 945(2 546 002) mit einem von 4 424 423(4 518 466)/ ab, woraus ividende verteilt, 0,20(—) Mill. s zugewieſen und 1974 902/ vor⸗ Nach dem Geſchäftsbericht ſind e Geſellſchaft in den erſten drei Quar⸗ den bereits von der ungünſtigen ußten Vrojahresumſätzen zurück⸗ leichte Beſſerung, die ſich in den einzelnen in 8 2. Jahreshälfte Hurchſetzte, habe letzten Monaten des Jahres ſeit lia die Vergleichsziffern des tten worden ſeien. Die Kampferanlage der npferfabrik in ſeldorf⸗Oberkaſſel mußte Vor⸗ 5 egt werden. Nach Durchführung dieſer Maßnahme onnte die Ka ät Kampferanlage der Eberswalder trotzdem nur m ausgenutzt werden. Die Zuſam⸗ 1 Intereſſen auf dem photographiſchen Ge⸗ länder Sohn AG. habe ſich bewährt. Spindler AG. ſei weiter zu⸗ run Die Pfeilring⸗Werke AG. habe ein mäßig günſtiges Ergebnis erzielt. Die Alpine mit der J. D. G. betriebenen Elchemie Gmb. geſtattete die i befriedigenden Dividende. Ueber die tsausſichten des laufenden Jahres können noch guverläſſige Angaben gemacht werden. Neuer Vizepräſident der Dentſchlandkaſſe. Berlin, 19. Aug.(Eig. Tel.) In das Direktorium der Deutſchen Zentralgenoſſenſchaftskaſſe iſt, wie der Preußiſche Preſſe⸗ dienſt der NS DA mitteilt, Pg. Ernſt Günther als Vize präſident berufen worden, der bereits ſein Amt angetreten hat. Günther ſteht ſeit nahezu 30 Jahren in der prak⸗ tiſchen Genoſſenſchaftsbewegung und zwar einmal als Lei⸗ ter einer Kreditgenoſſenſchaft und ſeit 10 Jahren als Ver⸗ bandsdirektor eines Raiffeiſen⸗Verbandes. O Deutſche Verkehrs⸗Kreditbank, Berlin. Berlin, 19. Auguſt.(Eig. Dr.) Die Reichs bahn beabſichtigt, die Verbindung mit ihrem Finanzinſtitut, das ausſchließ⸗ lich in ihrem Auftrag arbeitet, noch enger zu geſtalten. Mit Rückſicht darauf wurde der AR. neu gewählt. Von den bisherigen Mitgliedern ſind nur Staatsſekretär Bergmann von der Dresdner Bank und Staatsſekretär Dr. Fiſcher verblieben. Neu gewählt wurden Dr. Dauer von der Gold⸗Diskontbank, Legationsrat Rei⸗ ner, Freiherr von Schröder von der Induſtrie⸗ und Handelskammer, Köln und Dr. Karl Friedrich von Sie⸗ mens, der Verwaltungsratsvorſitzende der Reichsbahn. Gewerbliche Krediigenossenschaffen im Aufsſieg Der deutſche Genoſſenſchafts verband ſchreibt: Die kürzlich erſchienenen Zweimonatsbilanzen der 1d. 1300 berichtenden gewerblichen Kreditgenoſſenſchaf⸗ ten für Ende April 1933 weiſen im Vergleich zu den Vor⸗ monaten in ihrer Geſamttendenz auf einen Umſchwung der Entwicklung hin. Dies zeigt ſich vor allem in der Entwicklung Einlagengeſchäftes. Die Sparein⸗ lagen ſind von 905 Mill./ Ende Dezember 1932 auf des 932 Mill.„ Ende April 193g geſtiegen. Der geſamte Einlagenbeſtand leinſchl. Kontokorrentgelder), be⸗ trägt 1175 Mill. /. Demnach folgen die gewerblichen Kreditgenoſſenſchaften der Einlagenbewegung der Sparkaſ⸗ len. Auch das Anwachſen der Guthaben bei den genoſſen⸗ ſchaftlichen Zentralkreditinſtituten auf 111(93) Mill. 1 und andererſeits der leichte Rückgang der Bankverbind⸗ lichkeiten läßt einen Umſchwung in der Entwicklungsrich⸗ tung erkennen. Bei Betriebsmitteln in Höhe von 14 Milliarden wurden dem deutſchen Mittelſtande 1350 Mill./ in kurzfriſtigen Krediten und 100 Mill./ in langfriſtigen Hypothekarkrediten zur Verfügung geſtellt. * Tellus Ac für Bergbau und Hütteninduſtrie, Frank⸗ furt a. M. Die Geſellſchaft ſchließt das Geſchäftsjahr 1932 mit einem Gewinn von 2; 000„(i. V. 2500 /) ab, welcher der ordentlichen Rücklage zugeführt wird. In der der Erleichferung der Um die erung von Getreide in den erſten Mo⸗ naten nach der Ernte zwecks ſpäteren Abſatzes durch Schaf⸗ g geeigneter Einlagerungs⸗ und Finanzierungsmöglich⸗ erleichtern. iſt den Händlern, Warengenoſſen⸗ und ſon en getreide verarbeitenden Be⸗ lichkeit gegeben: de inländiſcher Herkunft gegen Orderlagerſchein der Reichsſtelle Ein ten zu ſchaften, trieben 1. Get Mühlen Ernte Fut diesjähriger für Getreide, termittel und tige landwirtſchaftliche Erzeugniſſe, Ge⸗ ſchäftsabteilung(im folgenden RfcG. genannt), in den ihr angeſchloſſenen oder anzuſchließenden Lägern oder gegen Orderlagerſchein von Lagerhaltern, die gemäß der Ver⸗ ordnung über Orderlagerſcheine vom 16. Dezember 1931 konzeſſioniert ſind, in den Lägern dieſer Lagerhalter ein⸗ ern, gegen des Wechſel, die auf nicht mehr als 70 v. H. des Wert eingelagerten Getreides lauten, durch die Uebertragung der vorbezeichneten Orderlagerſcheine ge⸗ ſichert, von der Bank des Einlagerers giriert und von der Zentrale deutſcher Getreidekreditbanken AG. akzeptiert ſind, Diskontkredit in Anſpruch zu nehmen, wobei die zur Sicherung der Wechſel dienenden Orderlagerſcheine von der Deutſchen Rentenbank⸗Kreditanſtalt treuhänderiſch verwal⸗ tet werden. 0 Wert Reichsſeitig werden hierfür folgende Vergünſtigungen gewährt: 1. Lagerkoſtenvergütung Das Reich ſetzt die RfG. durch entſprechende Entſchä⸗ digung in die Lage, ihre Lagerkoſtengebühren, und zwar ſowohl bei Fremdlager als auch bei Eigenlager, für eine bis ſpäteſtens 30. November 1983 gegen Orderlagerſchein vorgenommene, mindeſtens 3 Monate dauernde Ein⸗ lagerung von Getreide inländiſcher Herkunft diesjähriger Ernte um 1% je Tonne herabzuſetzen, ſo daß in dieſen Fällen für die Beteiligten keine Mehrkoſten aus der zentralen Verwaltung der der RfG. angeſchloſſenen Läger, bei Eigenlager überhaupt keine Mehrkoſten, erwachſen. Darüber hinaus gewährt das Reich bei Einlagerung auf Fremdoͤlager einen Lagerkoſtenzuſchuß von 5/ je Tonne, wenn Getreide inländiſcher Herkunft diesjähriger Ernte ſpäteſtens am 30. November 1933 auf die Dauer 2 von mindeſtens 3 Monaten gegen Orderlagerſchein ein⸗ gelagert wird und folgende Vorausſetzungen erfüllt ſind: Das Getreide darf in der für die Verbilligung in Be⸗ tracht kommenden Zeitſpanne von dem Einlagerer nicht veräußert werden; die Möglichkeiten, in eigenen, gemie⸗ leuen Mannheimer Zeitung Ernſe finanzierung teten gepachteten Räumen einzulagern, müſſen er⸗ ſchöpft ſein; der Einlagerer darf mit dem Unterlagerhalter der Rc. wirtſchaftlich nicht ganz oder größtenteils iden⸗ tiſch ſein und räge auf Gewährung des Lagerkoſtenzuſchuſſes innen 2 Wochen nach Beendigung der dreimonatlichen Einlagerungsdauer unter Beifügung der Lagerkoſten⸗ 5 Deutſche Rentenbank⸗Kreditanſtalt zu ahrechnung an die richten, die ſeitens des Reichsminiſters für Ernährung und Landwirtſchaft mit der Durchführung der Zuſchuß⸗ gewährung betraut iſt. Ueber die Anträge entſcheidet die Deutſche Rentenbank⸗Kreditanſtalt nach näherer Beſtim⸗ mung des Reichsminiſters für Ernährung und Landwirt⸗ ſchaft unter Ausſchluß des Rechtsweges. Die Antragsformulare ſind bei der Deutſchen Renten⸗ bank⸗Kreditanſtalt erhältlich. 2. Zinsvergütung Die bei der Zentrale deutſcher Getreidekrediitbanken und bei der Deutſchen Rentenbank⸗Kreditanſtalt entſtehen⸗ den Zinsſpannen ſowie die entſtehenden Wechſelſtempel⸗ ſpeſen werden auf das Reich übernommen. Dieſe Ver⸗ gütungen werden reichsſeitig über die Deutſche Renten⸗ bank⸗Kreditanſtalt gewährt und von der Zentrale deutſcher Getreidekreditbanken bei der Diskontierung ohne weiteres verrechnet. Eines beſonderen Antrags der Beteiligten de⸗ darf es alſo nicht. Unter Berückſichtigung der reichs⸗ ſeitigen Erleichterungen ſteht hiernach dieſer durch Order⸗ lagerſchein geſicherte Wechſelkredtt in Höhe von 70 v. H. Getreidewerts dem einlagernden Kreditnehmer regel⸗ mäßig zu 5 v. H.(nämlich Reichsbankdtskontſatz. 1 v. H. für die Bank des Einlagerers) zur Verfügung. Auskunft erteilen: 1. über die Einlagerung in RfG⸗Lägern und die Aus⸗ ſtellung von Orderlagerſcheinen der Rfch: die Reichsſtelle für Getreide, Futtermittel und ſonſtige landwirtſchaftliche Erzeugniſſe, Geſchäftsabteilung, Abteilung 1, Berlin SW ö 11, Streſemannſtr. 92/102(Europahaus); 2. über die Einlagerung in Lägern konzeſſionierten Lagerhalter und die Ausſtellung von Orderlagerſcheinen: die konzeſſionierten Lagerhalter; 3. über die Lagerkoſtenvergütung: die Deutſche Renten⸗ bank⸗Kreditanſtalt, Berlin W. 8, Wilhelmſtraße 67 4. über die Beleihung der Orderlagerſcheine Gurch Wechſeldiskontierung): die Zentrale deutſcher Getreide⸗ kreditbanken A⸗G., Berlin Wö 8, Taubenſtraße 25. des CdGcGcGGGC ã ãdyTVVVTVVVPVTGVPTPPbPbPbPPVPbGTPVTVVTCTGTPbPTPTPTPbPcPGGcPcPTCTGTPGPcPcCGcTGcGccccTcTccccccGcccGcGcGccGGGcchccGchGhhocGWGcGGGGVGVGVcVcVPVVVTVVTVTPTVVTVTVTVVTVTTFTTVTVTVTVTVTV——TTTWTVTwwcc am 18. September ſtattfindenden GV ſoll die Eiag⸗ ziehung von nom. 40 000&“ eigener Aktien beſchloſſen werden, wodurch das Kapital auf 500 000% herabgeſetzt wird. Die zum Tellus⸗Konzern gehörende Weſtdeutſche Bleifarben werke Dr. Kalko w A G, Frankfurt, ſchließt 1992 bei 700 000% AK nach rund 656 00(i. V. 71000 ½/] Abſchreibungen mit einem wenig veränderten Gewinnvortrag von 27 000(i. V. 26 000) 4 ab. Maſchinenbau vormals Beck u. Henkel, Kaſſel. 19. Auguſt.(Eig. Dr.) Am 31. März 1933 weiſt die Ge⸗ ſellſchaft bei 43000 gegen 54000/ Abſchreibungen einen Verluſt von 149 000 gegen 157 000/ aus. Nachdem der Vorjahresverluſt aus dem Reſervefonds getilgt wurde, reicht dieſer im Berichtsjahr nur noch dazu aus, den Ver⸗ luſt auf vorzutragende 142000„ zu vermindern. Das neue Jahr hat eine leichte Beſſerung gebracht. * Alpina Deutſche Uhrmacher⸗Genoſſenſchaft e..m. b.., Berlin. Der Mitgliederbeſtand der Alpina Deutſche Uhr⸗ macher⸗Genoſſenſchaft e..m. b.., Berlin, iſt im Geſchäfts⸗ jahr 1932/33 mit 976 gegenüber 997 annähernd gleich ge⸗ blieben. Die Zahl der Anteile, die noch am 1. Januar 1933 6450 betrug, wird am 1. Juli 1933 mit 6599 ausgewieſen. Die Haftſumme iſt in der gleichen Zeit von 645 000/ auf 659 000/ geſtiegen. In der Bilanz per 30. Juni 1933 werden angeführt: Geſchäftsguthaben der Mitglieder 677 778 (am 31. 12. 1932: 661 700) /, Betriebsmittel der Mitglieder 348 347(369 781), Darlehen 454 682(467 699) /, Kredi— toren 7818(250 499) /, dagegen Fertigwaren 728 205 4 (859 032), Debitoren 860 164(1 165 345)/ und Wechſel 252 415(96 302) l. Staafssekreiär von Rohr über die Agrarlage ichsminiſterium für Ernäh n Rohr⸗Demmin, be⸗ Artikel in der Er führte ſekretär im Re und Landwirkſchaſt, vo f igte ſich in einem ausführlichen „Börſenzeitung“ mit der agruriſchen Preislage. im einzelnen u. a. aus: Der Plan der Regierung läuft darauf hinaus, An⸗ gebot und Nachfrage in ein geſun des Ver⸗ ein gerechtes Preisverhältnis ergibt. Wenige Tage nach der ein gerechtes Preiserhältnis ergibt. Wenig Tage nach der Machtübernahme wurden die Grenzen für alles Getreide geſperrt. Hätte man ſchon damals auch die Einſuhr eiweißhaltiger Futtermittel droſſeln können, ſo wäre ſchon damals der Ueberſchuß des Getreideangebots über den Bedarf durch Ableitung in den Futtertrog zum größten Teil be⸗ ſeitigt worden. Dieſe Droſſelung mit der damit verbun⸗ denen Preiserhöhung war aber noch nicht möglich, weil der Milchpreis einen nie dageweſenen Tlefſtand hatte, der die Anlegung höherer Futtermittelpreiſe ausſchloß. Es mußte deshalb erſt der Fettplan durchgeführt wer⸗ den, der Raum ſchuf für eine vermehrte deutſche Fett⸗ und be ers Butterproduktion. r Fettplan hat geradezu mit Präziſion die bei ſeiner Durchführung gewollten und vorausgeſagten Wirkungen gehabt. Der Butterpreis iſt von 84 auf 123/ ge⸗ ſtiegen und entſpricht damit etwa dem Vorkriegspreiſe. Es liegt jetzt an der Landwirtſchaft, darauf zu achten, daß von den Molkereien der ſich nunmehr ergebende Werk⸗ milchpre von neun bis zehn Pfennig leinſchließlich 5 lch) gegen 6,3 Pfennig im Frühjahr, auch wirklich zur Auszahlung kommt. Mit dem Fettplan, deſſen Verſchärfung zu jeder Zeit möglich iſt, hat die Regierung auf abſehbare Zeit die Höhe des Butter⸗ und damit des Milchpreiſes in der Hand. Anfängliche unvermeidliche Störungen in der Fettverſor⸗ gung ſind längſt überwunden. Im weiteren Ausbau wird jedoch an eine Regelung zu denken ſein, bei der die billige Konſummargarine auch wirklich der unbemittelten Bevölkerung voll zur Verfügung ſteht, und bei der in der Margarineproduktion in zunehmendem Maße deutſche Roh⸗ ſtofſe Verwendung finden. Dieſer Rückgriff auf deutſche Rohſtoffe führt dann von felbſt zu einer verſtärkten Nachfrage nach deutſchen Delen und deutſchem Schweinefett. Weil die Re⸗ gierung dieſes Ziel in der weiteren Entwicklung erreichen wird, konnte ſie unbedenklich einen guten deutſchen Raps und Leinſamenpreis garantieren. Die Nachfrage wird dieſen Preis von ſelbſt ergeben. Augenblicklich wird Raps⸗ ſchon im freien Handel etwa 10 7. H. über dem„Regierwagspreis“ bezahlt. Dann aber und vor allem muß die ſtärkere Verwendung deutſchen Schweinefetts in der Margarine beſſere Schweinepreiſe bringen. Schon jetzt— nach den erſten Verſuchen— hat ſich der Schweinepreis gehoben. Er wird ſich weiter heben, ſobald der Fsettplan ſeinne Fort⸗ ſetzung in der angedeuteten Richtung erfährt. Daraus er⸗ gibt ſich aber prompt eine Wirkung auf den geſamten Viehmarkt überhaupt. Man kann im neuen Fett⸗ Extraktions verfahren aus einem Drei⸗Zentner⸗ Schwein, das bisher vielleicht 50 Pfund Speck und Schmalz lieferte, künftig ohne Schwierigkeit(die angeſtellten Ver⸗ juche gehen weit darüber hinaus) 80 Pfund Neutral⸗ fett gewinnen, wobei als hocheiweißhaltiges Fleiſch⸗ mehl noch rumd 30 Pfund anfallen. Das würde prak⸗ tiſch bedeuten daß gegenüber heute etwa ein Fünftel der deutſchen Schweineproduktion mehr vom Fleiſchmarkt ver⸗ ſchwände und an die Fettverſorgung wanderte. Damit würden auch auf dem Fleiſchgebiet Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht gebracht, ja es dürfte ſogar eine ſtärkere Ausmüſtuna der Schweine und eine Vermehrung der ſonſtigen Viehhaltungen(z. B. öglich ſein. 1 zeitig kommt dem Fleiſchmarkt vom Rind vieh her Hilfe. Früher wäre eine ſolche Rechnung nicht auf⸗ gegangen, weil man ausländiſche Futtermittel hereinließ. Heute iſt die geſamte Landwirtſchaft an die heimiſche Futter grundlage gebunden. So bekommt die in weiten Kreiſen der Land wirtſchaft zunächſt kopſſchüttelnd aufgenommene Erhöhung der Abgaben auf ausländiſche eiweißhaltige Futtermittel nach jeder Richtung hin einen Sinn. Sie war erſt möglich, als das Funktionieren des Fettplanes einwandfrei feſtſtand. Sie war notwendig, um die Vorausſetzungen für gerechte Viehpreiſe zu ſchaffen. Alles aber mußte erſt geſchehen, um der Haupt⸗ frucht des deutſchen Ackers, dem Getreide, wieder einen gefunden Markt zu verſchaffen. Die zunehmenden Anbauflächen haben ein Mißverhältnis zwiſchen Angebot und Nachfrage geſchaffen. Jetzt iſt die Stunde gekommen, dieſes Mißverhältnis zu beenden. Im vorigen Jahre wäre ein Verlangen an die Landwirtſchaft, ihre Getreideanbauflächen zu vermindern, eine Unmöglich⸗ keit geweſen, denn was ſollte ſie ſtatt deſſen bauen? Alles war unrentabel geworden. Jetzt aber iſt das Tor aufgeſtoßen zu neuer Produktion. Futtermittel, Oelfrucht und Faſerbau(beſonders Raps, Rübſen, Flachs,) ja das Anlegen von Kleeſchlägen, von Rindvieh⸗ und Schafweiden bietet einen Anbauerſatz. Es ergeben ſich praktiſch einige ganz klare Schlußfolge⸗ rungen. Eine Getreidepreisſtützung wie in früheren Jahren— ohne Rückſicht auf ihren Einfluß auf die kommenden Anbauflächen— kommt nicht in Frage. Die Stützung kann aber umſo wirkſamer ſein, je mehr die Landwirtſchaft den Getreidebau durch Anbau deſſen, wel⸗ ches in Deutſchland fehlt, erſetzt. Geſamtwirtſchaftlich liegt hierin keine Gefahr, ſondern eine Beſſerung. Denn ſelbſt ein— noch gar nicht einmal zu er⸗ wartender— kleiner Mangel an Getreide iſt leicht zu tragen, wenn dafür die unheilvolle Abhängig⸗ keit in Futter. Oel und Faſer gemildert wird. Der Erlös der Getreideernte wird bei verminderter An⸗ baufläche nicht geringer ſein, weil das verminderte Ange⸗ bot einen beſſeren Preis ergibt. Dafür wächſt aber auf der freigewordenen Fläche zuſätzlich eine weitere Frucht. Der Weg, den Regierung und Landwirtſchaft in der Getreidewirtſchaft gehen müſſen, ergibt ſich von ſelbſt. Kommt aber das Getreide in Ordnung und iſt der Schweinepreis geſichert, dann brauchen wir uns auch über die Kartoffeln nicht mehr große Sorgen zu machen. Damit keine Mißverſtändniſſe entſtehen, ſei auch beſon⸗ ders darauf hingewieſen, daß hier in Umriſſen ein Ge⸗ ſamtplan gezeichnet iſt, von dem erſt wenige Etappen durchſchritten ſind. Wenn man aber bedenkt, daß der Ver⸗ kaufserlös für diejenigen Produkte, bei denen ſchon eine ganz ſtarke Beſſerung eingetreten iſt, bereits ein Drittel des geſamten Verkaufserlöſes landwirtſchaftlicher Erzeug⸗ niſſe ausmacht, und daß die Preisſcheere, die zwiſchen in⸗ duſtriellen Fertigfabrikaten und landwirtſchaftlichen Er⸗ zeugniſſen noch im Januar um 39,7 Punkte auseinander⸗ klaffte, ſchon um 12,3 Punkte geſchloſſen iſt, ſo iſt es be⸗ rechtigt, der weiteren Abwicklung des Geſomtplanes mit Vertrauen entgegen zu ſehen. Der zweife Tag der Deufischen Osimesse Die deutſche Oſtmeſſe nimmt weiter einen günſtigen Verlauf. Auch am Montag wor der Verkehr auf dem Gelände und in den Hallen verhältnismäßig ſtark, und mehr noch als am Sonntag handelte es ſich um ernſt⸗ hafte Intereſſenten. In allen Zweigen gingen die Geſchäfte gut vorwärts. Die Stimmung iſt durchweg zuverſichtlich. Der Kaufmann hat wieder neuen Mut ge⸗ faßt und bekundet ein Intereſſe für die Ware, wie ſchon lange nicht mehr. In der Textilbranche iſt man zufrieden, beſonders bei den von auswärts kommenden erſtmals ausſtellenden Fir⸗ men. Herrenſtoffe ſind gut verkauft worden. Stark be⸗ gehrt iſt Leder kleidung. Felle und Pelzwaren gingen recht gut, jedoch mehr die einfachen Qualitäten. In Tep⸗ pichen und Möbelſtoffen lagen Verkäufe auch nach Litauen vor. In der Schuh⸗ und Lederabteilung über⸗ wiegt die Nachfrage nach Gebrauchsſchuhwerk wie über⸗ haupt noch Ausrüſtungsſtücken, was man mit der Verſor⸗ gung in Zuſammenhong mit der Arbeitsbeſchaffung in Verbindung bringt. In Polſter waren wurden gute Abſchlüſſe erzielt. Dem Handwerk wurden durch die zentrale Vermittlung nennenswerte Aufträge zugeführt. Für Maſchinen macht ſich inſolge des Induſtrialiſierungsprogramms ein erhöhtes Intereſſe bemerkbar. Beſonders ſind vorläufig lleine Maſchinen begehrt. Der Landwirt geht aus ſeiner Zurückhaltung herous und zeigt poſitives Intereſſe für landwirtſchaftliche Maſchinen. und ernſthafte g Abſchlüſſe Aufträge liegen in größerer Zahl vor. Auch für die beiden letzten Tage der Meſſe werden weitere größere Abſchlüſſe erwartet. Entſcheidend für das Geſamtbild iſt die in der Jahresverſammlung einmütig vertretene Auffaſſung, daß nicht nur kein einziger Aus⸗ ſteller mit ſeinen Abſchlüſſen unzufrieden ſei, ſondern Haß bei allen ſchon nach Verlauf des zweiten Meſſetages die Erwartungen übertrofſen worden ſind. Die Elekiro-Gemeinschaffsarbeif zwischen Flekirizifäis werken und-Insſallaſeuren * Berlin, 21. Auguſt.(Eig. Dr.) Auf Grund von Ver handlungen die das Reichswirtſchaftsminiſterium einde leitet hat, iſt, wie von uns ſchon kurz gemeldet wurde zwiſchen der Vereinigung der Elektrizitätswerke und dem Reichsverband des Deutſchen Elektroir tallationsgewerbes ein Abkommen abgeſchloſſen worden, das Richtlinien für die Gemeinſchaftsapbeit zwiſchen den Elek, trizitätswerken und den Elektroinſtal teuren aufſtellt. Der Verband des einzelhandels Deutſchlands hat ſich den Richtlinien chloſſen. Das Abkommen bietet eine geeignete Grund- r die Neuordnung der Verhältniſſe der Elektrizitäts⸗ rk den Elektroinſtallateuren und dem Fachhandel der Regelung der Arbeitsteilung zwiſchen ihnen und dem organiſchen Aufbau ihrer Gemeinſchaftsarbeit. 155 Das Reichswirtſchaftsminiſterium hat durch einen an die Länderregierungen und die beteiligten Ver⸗ bände gerichteten Erlaß die beſchleunigte und nachdrüchliche Durchführung der Richtlinien angeordnet. Der Abſchluß des Abkommens ſtellt inſofern einen be⸗ . La- Beleuchtungs⸗ und „ Der ſonders erfreulichen Erfolg dar, als es im Geiſte der neuen Zeit an die Stelle des gegen eitigen Kampfes der einzelnen Intereſſengrup⸗ pen ihre gemeinſchaftliche Arbe zum Wohle aller ſetzt. Es macht die Bildung von Arbeitsge⸗ meinſchaften zwiſchen den einzelnen Eleßtrizitätswer n und den intereſſierten Inſtallateuren und Elektrofachhänd⸗ lern ſeines Verſorgungsgebietes unbeſchadet der Gewerbe⸗ freiheit der Beteiligten zur(Pflicht. Aufgabe der Elektrogemeinſchaft iſt es, eine möglich zuverläſſige u vorteilhafte Ver or gung der Bevölkerung mit Geräten und Ein⸗ richtungen für den Gebrauch der modernen Energien ſicher⸗ zuſtellen. Sie ſoll ferner Harauf hinwirken, daß die In⸗ ſtallateure, ſoweit dies noch nicht der Fall iſt, mehr und mehr in Stand geſetzt werden, die Verſorgung der Beybl⸗ kerung mit den geeigneten Geräten und Einrichtungen z itbernehmen. Ausdrücklich beſtimmt, daß alle Maß⸗ nahmen der Elektrogemeinſchaften der Arbeitsbeſchaffung und der Förderung der Energiewirtſchaft zu dienen haben Es darf erwartet werden, daß die Verwirklichung des Abkommens zu einer ruhigen und ungeſtörten Endwich⸗ lung der Elektrizitätswirtſchaft beiträgt. Staatliche Majolika⸗Manufaktur Karlsruhe AG. Karls ruhe.— Sanierung. Die im Beſitz des badiſchen Staates befindliche weltbekannte Geſellſchaft hat nunmehr eine durchgreifende Sanierung durch Herabſetzung des Grundkapitals von 450 000 auf 300 000/ durchgeführt. Der dann noch aus 1932 verbleibende Verluſtreſt von 24162% wird aus den Reſerven gedeckt. Der bisherige Ver⸗ lauf 1933 gebe zu der Hoffnung Anlaß, daß trotz der ſchwierigen Wirtſchaftslage der Betrieb ohne Beein⸗ trächtigung ſeiner kulturellen Leiſtungen durchgehal⸗ ten werden könne. In den AR. nen eingetreten ſſt Profeſſor Hans Ad. Bühler, der Direktor der Badiſchen Landeskunſtſchule. Frankfurfer Abendbörse geschäffslos Die Abendbörſe blieb faſt völlig geſchäftslos. Nach den teilweiſe recht erheblichen Rückgängen im Mittagsverlehr war eine Erholung des Kursniveaus nirgends feſtz ſtellen. Das Publikum fehlte faſt vollkommen, wäh ſich die Kuliſſe abwartend verhielt. Die feſtere Eröff nung der Newyorker Börſe blieb ohne Einfluß auf die Kursbildung. Die Kurſe können im Vergleich zun Berliner Schluß als etwa behauptet bezeichnet wer⸗ den. Gegen den Frankfurter Mittagsſchluß ergaben ſich ollerdings noch bemerkenswerte Verluſte, ſo z. B. bei Schuckert um 2 v. H. Das einzige Papier, das überhaupt zunächſt zur Notiz kam, waren J Farben mit 12876. Im Verlaufe blieb das Geſchäft zwar ſehr ruhig, doch ſchien die Stimmung eine Kleinigkeit freundlicher zu ſein. JG Farben bröckelten allerdings noch eher eiwes ab. Von ſonſtigen noch im Verlauf zur Notiz gekommenen Papieren ſind Aku mit plus, Klöckner mit plus 5 und Mannesmann mit plus ½ v.., andererſeits Acc per Kaſſe mit minus ½ v. H. zu erwähnen. Vom Renten gaben Altbeſitz und Stahlvereinsbonds je v. H. noch, II. a. notierten: Neubeſitz 10%.; Altbeſitz 78 Br. u. G, Nachb. 78; J Farben 12895 V, Nachb. 1287 bis Siemens u. Halske 149½. Großhandelsindex * Berlin, 19. Auguſt.(Eig. Dr.) Die vom Stat. Reichs⸗ amt für den 16. Auguſt 1933 berechnete Indexziffer ber Großhandelspreiſe ſtellt ſich auf 94,2; ſie iſt gegenüber der Vorwoche(94,3) wenig verändert. Die Indexzifſern der Hauptgruppen lauten: Agrarſtoffe 87,7(— 0,1 v..), inon⸗ ſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren 89,4(— 0,4 v..) und induſtrielle Fertigwaren 113,4( 0,2 v..). Mif schärisfen Miſfeln gegen Baissespekulaſion Bekannimachung des Vorsiandes der Mannheimer Produkienbörse Der Börſenvorſtand Mannheim gibt bekannt: „Der Vorſtand der Mannheimer Produktenbörſe iſt vom Reichsernährungsminiſterium angewieſen worden, mit den ſchärfſten Mitteln gegen jede Art von Baiſſe⸗ ſpekulation und abſichtlicher Preisſchleuderei an den Getreide- und Mehlmärkten einzuſchreiten. Es iſt ſeſtgeſtellt worden, daß verſchiedene Mehlhandels⸗ firmen Mehl zu Preiſen an die Bäcker verkaufen, die kaum über dem derzeitigen Mählenverkaufspreis liegen. Dieſe Verkäufe laſſen die Abſicht erkennen ſich ſpäterhin zu billi⸗ geren Preiſen zu decken, wodurch ein weiterer Preisdruck an den Märkten erzeugt wird. Die gleichen Beobach⸗ tungen wurden in der letzten Woche auch, am Brotgetreide⸗ markt feſtgeſtellt. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerkſam, daß ein ſolches Verhalten gegen die guten kauf männi⸗ ſchen Sitten verſtößt wird den Willen erkennen läßt, des § 6 Zifſer 5 der Satzungen der Mannheimer Börſe, wo⸗ nach bei Eintreten eines ſolchen Falles der Ausſchluß aus der Börſe zu gewärtigen iſt. Ueberdies werden wir ſolche Firmea, die ſich derartiger Verſtöße ſchuldig machen, öffentlich und bei den zuſtän⸗ digen Regierungsſtellen bekanntgeben“. Mannheimer Produkfenbörse 21. August Offiziell per 100 Kilo waggonfrei Mannheim— bei Waggonbezug— netto Weizen, inl., 76/77 Kg 1 88 Luzernkleehe Va 8585 Roggen, inn. 15.50 neues.60/66— Hafer, inl. alter 15.— Preßſtroh, Rogg., Weiz 1,80/,— Sommergerſte, inl... 17,50/19.50 Hafer, Gerſte— Wintergerſte... 15,50/16,.— Geb. Stroh, Rogg, Weiz..70/ 1,00 Juttergerſte.— Hafer, Gerſte— Mais, auf Bezugſchein 17.50/18.— Weizenmehl, Spezial 0 Erdnußkuchen, prompt 15,50/15.75 m. Austauſchw. 28,50 Soyaſchrot, prompt... 14.—/14,50 a. Inlandw'zen 27.50 Palmkuchen 13.75/14.— nete Ernte 27.25 Kokos kuchen 14.75 Roggenmehl, nordd. 21.50%/22,50 Sefam kuchen. 14.75/15, pfälz. u. ſüdd. 21,75/22.75 Birtreh ers 13,50 /14,.— Weizenkleie.50/7.75 Trockenſchnitzel, loſe Roggenkleie..75/9,50 Wieſen hen 5 Weizenfutermehl. 1025/10, 0 Rolkleehenun Roggenfurtermehl 9,50/711,.— Oelhaltige Futtermittel inkl. Monopol⸗Abgabe * Mehlpreisermäßigung. Die füddeutſchen Großmüh⸗ len haben mit Wirkung vom 22. Auguſt die Weizenmehl⸗ preiſe abermals um 0,25% pro 100 Kilo ermäßigt. Obsi- und Gemüsemärkie * Weinheimer Obſtgroßmarkt. 21. Auguſt. Es wurden notiert: Zwetſchgen 78,4; Birnen—18; Pfirſiche 10 bis 22; Tomaten—5; Reineclauden—8; Mirabellen 14—17; Stangenbohnen 10—13; Aepfel—12 Pfg. Die Anfuhr be⸗ trug 300 Zentner. Abſatz: befriedigend. * Handſchuhsheimer Obſtgroßmarkt. 21. Auguſt. Geſtern notierten: Brombeeren 20—23; Birnen 1. S, 1117; 2. S. —107 Aepfel 1. S.—13; 2. S.—10; Reineclauden—10; Mirabellen 10-18; Bühler Zwetſchgen—8, Tomaten 1. S. —6; 2. S.—4, Stangenbohnen—13; Gurken—5 Pfg. Anfuhr und Nachfrage ſehr gut. * Schifferſtadter Gemüſeauktion vom 21. Auguſt. Au! der heutigen Gemüſeguktion wurde folgende Preiſe er⸗ zielt: Zwetſchgen—8,5; Tomaten 79; Stangenbohnen 1316; Buſchbohnen—10; Erbſen 15; Wirſing Weißkohl 3,5—4; Rotkohl 88,5; Karotten—4, Zwiebeln 3,25— 3,75; Blumenkohl—15; Kopfſalat—3; Endivienſalat Gurken pro 100 Stück 70—110; Salatgurken pre Stück 10—15 Pig. * Bad Dürkheim, 21. Auguſt.(Freier Markt): Anſuht 165 Zentner. Abſatz flott. Tomaten—6; Brombeeren N; Frühzwetſchgen—10; Mirabellen 720; Reineelauden 5 bis 8; Birnen 7415; Aepfel 613; Bohnen 115. (Auktion): Anfuhr 250 Zentner. Abſatz gut, Nachfrage flott Tomaten—6; Pfirſiche 10—18; Frühzwetſchgen—9 Mi⸗ rabellen—18; Birnen—15; Aepfel:14 Reineclauden 7. Freinsheim, 21. Auguſt. Anfuhr 120 Zentner. Abſaß und Nachfrage gut. Tomaten.—6; Pfirſiche 1018; Früh⸗ —57 zwetſchgen—10; Mirabellen—17; Reineclauden 56 Birnen 1417; Aepfel 12—15; 2. S.—12; Trauben. 2 Ellerſtadter Obſtgroßmarkt. 21. Auguſt. Zwetſchget 7 Pfg.; Mirabellen 10—11; Aepfel 10—12, Birnen 10 Pfixſiche 14—16; Tomaten—5. Anfuhr 90 Zentner, Abſatz und Nachfrage gut. * Weiſenheim a.., 21. Auguſt. e Abſatz und Nachfrage flott, Nachfrage nicht befriedigt Tomaten 26 Mirabellen 12; Pfirſiche 1018, Früh, zwetſchgen—9; Aepfel 12; Birnen 15; Bohnen 10. 0 * Bühler Frühzwetſchgenmarkt vom 21. Auguſt. 85 heutige Zwetſchgen⸗Anfuhr betrug etwa 2500 Zentner, der Verkauf war ſchleppend, die Verkaufspreiſe lagen zwiſchen 6,507,550/ für den Zentner. 8 * Stuttgarter Produktenbörſe. 21. Auguſt. An 11 heutigen Börſe notierten: württembergiſcher Weizen 18— 0 Braugerſte geſtrichen, Futtergerſte 14,50—15,50 Rogge neuer 15,5016; Hafer alter 1313,50, Wieſenhen, 1 3,50—4,50; Kleeheu 4,50—5,50; Stroh gepreßt 170 Weizenmehl 29,7530, Brotmehl 22.75 23,25, Klei 7,5075. Tendenz: ſtetig. * Nürnberger Hopfenbericht. 21. Auguſt. fuhr, 10 Ballen Umſatz, Hallertauer 210220, ruhig. 8015 * 400/ pro Ballen Hallertauer? In einer am Sin tag in Kapellen abgehaltenen Verſammlung des 8 1 vereins Rheinpfalz des Deutſchen Hopfenbauverbondes, der über die 3. Wanderverſammlung des Deutſchen ele fenbauverbandes in der Hallertau berichtet wurde, 1. Oekonomierat Kopf u. a. mit, daß man in der Fe mit einem Hopfenverkaufspreis von 400„ rechne(don Zeit gilt Hallertauer etwa 230250). Präſident 115 Koch referierte über Ernte und Abſatz, wobei er 1 daß die diesjährige Ernte qualitativ und auantitonn 1 vurjährigen Ernte gleichkommen werde. Die Pere in Kapellen beſchloß, die Preisbildung im ſüd plz Anbaugebiet zunächſt dem Handel zu überloſſen, S zungskäufe ſollen erſt erfolgen, wenn der Preis 1 eine beſtimmte Höhe ſinken ſollte. kaffee * Hamburger Kaffee ⸗Wochen⸗ Bericht von„Heß lieh Hamburg 35. Auch on der abgelaufenen Berichts woche ließ die Stimmung am Kaffeemarkt ſehr ruhig. Brafittei ner ſeine Forderungen unverändert. Auch Mittelamest 5 weiſen kaum Veränderungen auf. Da das Inlond in 115 ter Zeit wieder ſtarke Zurückhaltung geübt hat, it. mehr mit einer baldigen Belebung des Geſchäftes rechnen. 6 Anfuhr 420 Zentner, Keine Zu⸗ Tendenz . S — S ———— — 0 1— „„. ind dem inen an en Ver⸗ rückliche inen be⸗ iſte der tigen bgrup. zum beits Swerken achhänd⸗ ewerbe⸗ möglicht rſor⸗ id Ein⸗ n ſicher⸗ die In⸗ ehr und Beyöl⸗ ngen zu e Maß⸗ chaffung t haben. ung des Entwick⸗ Karls, Staates r eine ig des irt. Der 4162 4 Ver⸗ rotz der Beein⸗ ehal⸗ eten iſt adiſchen los ach den verlehr feſtzu⸗ vährend Eröff⸗ auf bie h zum et wer⸗ ben ſich B. bei erhaup: 12856. ruhig, icher zu etwas umenen und SG per Renten 5. nach. u. G, bis 9 Reichs⸗ fer der ber der ern der „ indu⸗ .) und on g 79, wiebeln ienſalat en pro Anſuht ren 22 uden 6 1415. ge flott, 9% Mi⸗ den 7. „Abſatz 5 Früh⸗ n 57 ben 35 etſchgen nen 10 „Abſatz zentner. friedigt⸗ Früh ſt. Dit ter, der wiſchen An der 1819 Roggen loſe 02007 ne Zu⸗ Tendenz Sonn⸗ Zweig⸗ des, in n Hop⸗ „ teilte allerton ie Gu nt von betonte, tiv der umlung lziſchen Tümericds Reiches ein Eckſtein unſeres Reiches und des National⸗ Dienstag, 22. . Neue Preisverteilung auf der Waſſerkuppe Fliegerlager⸗Waſſerkuppe, 21 Die Preisverteilung für den 13. Rhön⸗ bewerb 1833 nahm heute morgen Proſeſſor i 0 mit dem Verlauf und dem Ausgang der diesjährigen Ve anſtaltung ſehr zufrieden iſt. 5 1 Mit den bereits erflogenen Tagespräm gender Geſamtabſchluß: Sieger Peter Auguſt. = ſol ern mit Leiſtungsabz Fernſege! g Preis(3000% W. Moazagotl“ für ſeinen 176 Km. langen beter Riedel auf„Fafnir“(164 Km.) 14%% zugeſprochen. l 5 5 5 Der Fernzielflug⸗Preis(3000 /) für die 15 Flüge Waſſerkuppe Kiſſinger Hütte zur lfte an ini Dittmar auf Der Höhenpreis(2500 /) für pon 2000 Meter über Start wurde nicht Bel den Segelfliegern ohne Leiſtu ber Württemberger Hake n jos für ſeine Flug mit dem Dauerflug⸗ Preis 00% J. 1 Höhenpreis für eine Höhe von 1445 Meter lber Start fiel mit 1500% an die Hamborner Gruppe. Die Preiſe für die größte Geſamtflugdauer (00%] brachten die iner für 41 tunden 47 Mi die Darm für 21 Stunden 2 Min. und die W temberger Stunden 40 Min. an ſich, während Freiſe für die größte Höhenſum me(2000 /) Verhältnis der erzielten hen verteilt wurden on Pürttemberger, Deſſauer und Württemberger Gruppe insgeſamt erzielte Höhenflüge von 3877 Meter, 3372 ler und 2286 Meter. Den Preis für die größte Streckenſumme 400% erhielten die Württemberger und die Darm⸗ fäbter Gruppe. Neben wertvollen und praktiſchen Ehrenpreiſen wur⸗ den mit beſonderen Anerkennungsprämien, Bau⸗ und Lonſtrükttonsprämien u. a. bedacht: die Akademiſche Flie⸗ gergruppe Darmſtodt, Dittmar, Wolf Hirth, Ernſt Philipp⸗ Landsberg und Günther Möller⸗Hamburg. Nalionalſozialiſtiſcher Turn- und Sporitag Der Landesbeauftragte des Reichsſportkommiſſars Pg. Rob, gi th, M. d.., erkäßt folgenden Aufruf: Mit der 1. nationalſozialiſtiſchen Grenzlandwerbemeſſe, die vom g. bis 27. September d. J. ſtattfindet, iſt der Gau⸗ parteitag mit einer Grenzlandkundgebung und ein natio⸗ nalſozialiſtiſcher Turn⸗ und Sporttag, der am 16. und 17. September durchgeführt wird, verbunden. Dieſer Tag ſoll zeigen, daß Turnen und Sport in der Südweſtecke unſeres wurde digen zeichnet die im die für Me⸗ ſozialismus ſind. Er ſoll beweiſen, daß durch keine Macht der Welt das deutſche Volk das deutſche Turnen und der beutſche Sport ſich auseinanderreißen, ſich in ſelbſtzer⸗ lleiſchende Parteien und Verbände trennen laſſen. Dieſer Tag wird weiter beweiſen, daß nicht nur das kulturelle, das politiſche, das wirtſchaftliche und das konfeſſionelle Deutſchland, ſondern auch das turneriſche und ſportliche Deulſchland ſich zu einer unzertrennlichen Gemeinſchaft zuſammenſchmieden laſſen. Ja gerade aus dieſer Gemein⸗ ſchaſt heraus erwächſt eine Einheit, und nur aus dieſer kann geſundes Leben ſprießen. Entſprechend der national⸗ ſozialtſtiſchen Weltanſchauung werden bei dieſen Wett⸗ kämpfen Mannſchaftsfünfkämpfe durchgeführt mit gleich⸗ zelliger Bewertung der Leiſtung der einzelnen Wettkämp⸗ ſek, und zwar iſt der bisherigen Spezialiſierung der ein⸗ zelnen Verbände, obgleich der Nationalſozialismus das Spezloliſtentum verwirft Rechnung getragen. Zur Ueberbrückun pezialiſierung ſind jeweils Uebungen in die F mpfe eingefügt, die das Binde⸗ glied zu einem anderen Zweige der Leibesübungen dar⸗ ſtellen. ird ſich empfehlen, dieſe Uebungen beſonders zu de Riege beſteht aus einem Führer und acht Mann, Handb und ball jedoch in alter Stärke. Ver⸗ eine, die den Nachweis erbringen, daß es ihnen unmöglich iſt, eine ganze Riege aufzubringen, können auch mit weniger als acht Mann teilnehmen. Mindeſtzahl iſt jedoch ſechs Mann, werden aber, um keine unberechtigten Vor⸗ teile zu genießen, nach beſonderen Beſtimmungen gewertet. Alle Uebungen werden nach Punkten gewertet, und zwar ſo, daß alle einander gl eſetzt ſind. Geſtattet ſind zwei Verſuche. Möglichſt alle Uebungen werden mit dem Führer und den acht Mann gleichzeitig durchgeführt. Befehlsworte und beſondere Beſtimmungen werden beſonders bekannt gegeben. Fußball⸗ und Handballkämpfe beginnen am 10. tember, ſo daß nur noch je ein Ausſcheidungskampf am 1 ausgetragen werden muß. Ueber Fahr⸗ preisermäßigung wird noch berichtet. Zugelaſſen ſind nur badiſche und beſonders eingeladene Vereine. Der neue Gau Nordheſſen vereinigt in ſeiner Fußball⸗ Gauliga die folgenden zehn Mannſchaften: Boruſſia Fulda, Kurheſſen Kaſſel, Kurheſſen Marburg, Heſſen Hersfeld, Germania Kaſſel, Sc 03 Kaſſel, Spielverein Kaſſel, Sport Kaſſel, Fc 99 Hanau und VfB Friedberg. Süd weſtoeutſche Meiſterſchaft im Gewichtheben Sportperg. 1884 Mannheim hinter K 95 Stuttgart Die Sportvereinigung 1884 Manußbeim hatte ſich im Kampf um die ſüdweſtdeutſche Mannſchafts⸗Meiſterſchaft im Gewichtheben viel vorgenommen, um den Meiſtertitel nach Mannheim zu bringen. Zur Ermittlung des Mei⸗ ſters mußten die Leiſtungen der zur Teilnahme berechtig⸗ den Anwärter auf dem Diſtanzweg abgenommen werden. Der Altmeiſter, K 95 Stuttgart, hat in einem Freund⸗ ſchaftstreffen gegen die Sportyereinigung Germania Karls⸗ ruhe im internationalen Fünfkampf(links u. rechts Reißen, beidarmig Drücken, Reißen und Stoßen) die ſehr gute Lei⸗ ſtung von 4885 Pfund zuſtande gebracht, wobei Schäfer von der Stuttgarter Mannſchaft bei 122 Pfund Körper⸗ gewicht im beidormigen Stoßen die fabelhafte Leiſtung von 245 Pfund erzielte. Am Sonntag war nun die Sportver⸗ einigung 1884 Mannheim an der Reihe der Leiſtungsab⸗ nahme, die wie in Stuttgart von dem württembergiſchen Kreisſportwart Bram Münſter vorgenommen wurde. Die Mannheimer hatten zur beſſeren Entfaltung ihrer Mannſchaft die Gewichtheber Staffel von Germania Oggersheim als Gegner verpflichtet. Es iſt aber der einheimiſchen Mannſchaft, obwohl jeder Einzelne ſein Be⸗ ſtes hergab, nicht gelungen, die Leiſtung des Stuttgarter Altmeiſters zu erreichen oder gar zu überbieten. Maun⸗ heim blieb mit 4740 Pfund um 145 Pfund hinter Stuttgort mit 4885 Pfund zurück. Damit dürfte KV 95 Stuttgart erneut den Titel errungen haben, denn es iſt kaum anzu⸗ nehmen, daß die Kraftſportabteilung des Turnverein Lin⸗ dau auch nur annähernd an dieſes Reſultat herankommt. Wenn den Sdern auch diesmal der Wurf nicht gelungen iſt, ſo haben ſie ſich doch erheblich verbeſſert und gezeigt, daß ſie noch zu höheren Leiſtungen fähig ſind, die in Zu⸗ kunft das Beſte exwarten baſſen. Die Mannſchaft der Germania Oggersheim, die ohne ihren beſten Gewichthober, K. Faßhrnbach, der an den Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 7. Seit 38⁴ — Nummer T 46 gewinnt den Wasgauſchild der Turner Beim Vergfeſt in Annweiler Mann⸗ Turner Meter, H. Meter. Die Wieder⸗ rſprung r dem TV Haß⸗ „gewonnen. en brachte Meter und ffel in der Beſetzun Köppen wurde mit 50 ten und mit 100 Meter vo Verteidiger des Wanderpr So entführten die 1846er den neuen Wasgau⸗Schild der Turner, vom Reich atbhalter Ritter v. E pp geſtiftet, erſtmals nach Mannheim mit 923 Punkten, vor dem Verteidiger aus dem Vorjahre, dem T Haßloch mit Ty Claußen mit 837 Punkten, Punkte. Tb Landau 824 P. iſt um ſo erfreulicher da die Mindeſtteilnehmerzahl angetreten Wettkämpfe ſich von morgens 8 Uhr bis 7 Uhr bei der gewaltigen Teilnehmerzahl hinzogen. hinaus Mannheimer ksturner Steinſtoß Köppen 7, t Trifel Zum erſten Male beteiligte ſich he i m W bundes in as am verge dritten wurde und zu immer Bedeutung gel Unter den 1100 Wettkä aus den 5 ſüddeutſchen en die kleine, 6 Mann ſtarke 1846 er und zwar Schoop, Heidenreich, Hubert Köppen, Wiedermann und Nenninger. 1 ind ſich tannſchaft, Köppen, Walter Vorausſetzung für die Teilnahme an kampf um den Wasgau⸗Schild, der trag kam, einmal die 2 des ittags, anderen eine Mindeſtpunktz mußten. Mit dem Ziel, preis beim Wasgau⸗Feſt l ner ihr ganze Punkten endſten worfen die J dem vor⸗ N zu Können in die Wagſchale. In maßen die Vol riebenen Fünfkampf wurden von den ſechs Mann bäfte noch in einigen oſſenen Wettbewerben, wobei Sieger, und zwar im Fünfkampf der Oberſtufe g in der 4 mal 100 Meter⸗Staffel durch Köppen., 12. Heidenreich mit 69 Punkten, 15. Hubert Köppen m ich, Nenninger und Wiedermann in 4 Sekunden 66 Punkten, Nenninger reichte es in dem Mehrkampf C Lud jafen beſonders ins 61 Punkten nicht mehr zum Siege. Im Fünf ur wurde 100 Meter⸗Lauf Wied erma Unterſtufe wurden 5. Walter Köppen mit 79 9„ während Nenninger den 6. Platz einnahm. 65 N 815 78 Punkten und 25. Schoop f Punkten. Nach dieſem ſchönen Erfolg, der den Mann⸗ 0 5 8 heimern in sgeſ 01 t 411 Punk te“, ſtatt der vor⸗ Deutſcher Sieg und Niederlage geſchriebenen 240 Punkte einbrachte, ging es am Nach⸗ Die Rabländerkämpfe gegen die Schweiz mittag in ein Mannſcha kampf, der ſich 15 T Deutſchlands Berufs⸗ und Amateur⸗Fahrer hatten am 1050 Hebune n 52761 Ler 145 be 110 1 1. Sonntag auf der Bahn in Zürich⸗O erlikon vor 10 000 Zu⸗ jede bung drei Leuten beſtritten wurde. ſcheuern zwei Länderkämpfe zu beſtehen. Während ſich Im 100 Meter⸗Lauf waren es H. Köppen und. unſere Herrenfahrer Marklewitz, Golz(Berlin), dermann, die 11,1 Sek. und Nenninger, der 11,2 Sel Lorenz⸗Chemnitz und Gleim⸗Frankfurt gegen ihre Schwei⸗ zer Gegner ſicher mit 16:9 Punkten durchſetzen konn⸗ ten, mußten klei den Berufsfahrern die Kölner Richter und Steffes durch die Schweizer Richli und Dinkel⸗ kamp eine Niederlage mit:8 Punkten hinnehmen. Im Kampf der Amateure gewannen die Deutſchen zehn von den 16 Zweier⸗Läufen, auch im Verfolgungsrennen wurden die Schweizer nach:37 Minuten eingeholt. Ledig⸗ lich im Punktefahren holten die Eidgenoſſen durch Walter einen Erfolg heraus. Bei den Verufsfahrern war der Sieg von W. Dinkelkamp im Verfolgungsrennen aus⸗ ſchlaggebend für das Geſamtergebnis. Im Steherkampf über insgeſamt 100 Km., der durch Regen unterbrochen wurde, ſiegte im Geſamtergebnis der Franzoſe Graſſin. Der Berliner Walter Sawall kam nie zur Geltung und wurde Letzter. Die Ergebniſſe: Amateure Zweierläufe: Walter(S) beſ. Gleim(D) Marklewitz beſ. Müller(); Ingold(S) beſ. Goltz; Wäge⸗ lin(S) beſ. Lorenz; Marklewitz(D) beſ. Walter; Gleim f. Im Weitſprung erzielten die Mannheimer für den Mannſchaftskampf durch Heidenreich 6,44 Meter, W. Köppen 6,13 Meter und Wiedermann 5,89 Meter. Das deutſchen Meiſterſchaften in Alsfeld teilnahm, antreten mußte, blieb mit 4170 Pfund weit hinter dem Ergebnis der gaſtgebenden Mannſchaft zurück. Die beſte Tagesleiſtung erzielte Kieſer⸗Spvg 84 Mann⸗ heim, der auf ſein Konto allein 900 Pfund brachte. Ihm folgt Tremmel⸗Oggersheim mit 865 Pfund. Die Ergebniſſe: Sportvereinigung 1884 Mannheim J 55 n 5[R rt bh(D) beſ. Müller; Lorenz beſ. Ingold; Wägelin beſ. Goltz; Bantamgewicht: Adem 110 120 150 Ingold beſ. Marklewitz; Lorenz beſ. Walter; Wägelin beſ. Federgewicht: Zimmermann 120 180 170 Gleim; Goltz beſ. Müller; Gleim beſ. Ingold; Lorenz bef. Leichtgewicht: Merling 130 140 160 Müller; Goltz beſ. Walter; Marklewitz beſ. Wägelin. Mittelgewicht: Keſtler 135 120 170 Deutſchland 10 Siege, Schweiz 6 Siege. Halbſchwergewicht: Hammer 135 140 170 Manuſchafts⸗Verfolgungsrennen: Deutſchland holt Schwergewicht: Kieſer 180 150 190 Schweiz in:37. 2 2er 5 K P f 7 10 r N 5 700 800 1016 5, Km. Punktefahren: 1. Walter 7.; 2. Lorenz 6.; aS Germania Oggersheim 5. 01 1 5 Gleim und Müller is* 5 77 8 0 55 1 928 5 1 5 Bantamgewicht: Eid 125 100 150 Berufsfahrer Zweierläufe: Steffes(D) beſ. Richli: — 2 9 At: Leichtgewicht e 115 110 140 Richter(D) beſ. Dinkelkamp; Denkelkamp beſ. Steffes; ichtgewicht: Rücker 100 100 125 Richter bef. Richli VVV Mittelgewicht: Appel 110 130 150 e aun e 5 8 25 N 5 8 annſchafts⸗ r: Schweiz lt Deutf Halbſchwergewich!: Tremmel 140 140 185 en ee Schweiß bolt Deutſch⸗ Schwergewicht: Seitz— 2 1 5 5 Km. ⸗Punktefahren: 1. Richli 12.; 2. Richter 11.; 700 700 740 3. Dinkelkamp 6.; 4. Steffes 1 Punkt. KW 95 Stuttgart 5——.!... Bantamgewicht: Broghammer 105 118 130 125 650 Hauptſchriftleiter: H. A. Meißner(im Urlaub) Federgewicht: Wagner 180 130 155 160 700 Verantwortlich Für Politik: i. V. K. Ehmer„ Handels teil: K. Ehmer Leichtgewicht: Schäfer 130 180 160 165 830 e 725 Si 0 bart Lorber Teil: i. B. W. Müller Sport Mittelgewicht: Jordan 150 130 175 185 800 11 e e üller 5 Südweſtdeutſche Umſchau Gericht und Halbſchwergewicht: Sigloch 130 150 175 180 885 8 54 fe 1 An und 115 ehe N 15 5 4 1 5 955 55 5 5 J Fallde ſe ütlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verlegst: Schwergewicht: Köhle 120 125 200 165 230 840 Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer 3 Mannheim, R 15 46 5 765 780 995 980 1365 4885 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bel Rückporto 3 4 le N r 6 Nach Gottes unerforschlichem Ratschl Ferdinand Inhaber des Eisernen Kreuzes I. Klas — Freiburg i.., Dreiköpigstraße 7, Zehlendorf, Mannheim. Margareſe von Olo Neuberger Stat besonderer Anxeige in seiner Heimatstadt Freiburg an den Folgen eines Unfalls im 84. Lebensjahr, gestärkt durch die Tröstungen unserer heiligen Kirche, mein innigst geliebter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Se. Exzellenz der MNönigl. Preußische Generalleuinant z. D. Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und Ritter des Badischen Militär. Karl- Friedrich-Verdienst-Ordens von 1870/71, Schwertern und Stern des Badischen Berthold-Ordens aus dem Weltkrieg, Ritter höchster Orden. Starnberg am See, Beria von Beck geb. Freiin von Stengel Rudolf von Beck, Oberstleutnant a. D. und Frau Alexandra geb. Fritsch Leopold von Beck, Major a. D. und Frau Elsbeih geb. Saurenhaus Gerhard Krüger, Bankdirektor a. D. und Frau Elsa geb, von Beck Eberhard von Beck, Reichsbahndirektor und Frau Vera geb. Meihner und 13 Enkelkinder uh verschied am 20. August 1933 abends 5 ed VOR se und des Kommandeurkreuzes mit Heidelberg, Berlin- Beck und Frau Bernarda geb. von Beck in Freiburg am 23. August, nachmittags 4 Friedhofhalle Freiburg senden. Die Beerdigung findet von der Leichenhalle aus auf dem Städtischen Friedhof Mariahilf-Kirche am 24. August, vormittags 9 Uhr, statt. N a Etwaige Blumenspenden wolle man mit Karte unmittelbar an die Städtische Uhr, das erste heilige Meßopfer in der 9180 l 14 in Brief- und Kartenform fertigen wir gut und billig in Wenigen Stunden an ofückEREI Df. HAAS 75 Zurück Nervenarzt Dr. Henning 8 6, 24 Todes-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau. herzensgute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharina Merl nach langem schwerem Leiden, im Alter von nahe- zu 51 Jahren in die ewige Heimat abzurufen Mannheim(R 6,), den 21. August 1933 v0 0 Intl. Verüftantlickungen der Stadt Mannkeim Mittwoch früh auf der Freibank Kuhfleiſch Anfang⸗Nr. 2000. 1371 Die Verwaltung. Automarkt Selbstfahrer Js A. duch erhalt. lethw. nèeue Wagen raſſiger Sportzweiſitzer. % N. Sludebaker Die frauernden Hinferbliebenen Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 23. Aug. nachmittags 2 Uhr, von der e Leichenhalle aus stat 21200 Inhaber der lie, der A edktkabrer Union bautscllands Mannheim 577 Tel. 275 12 Frewüllige Versteigerung 8 Sfandpl. Jungbusch Groffgarage Innenſtener⸗Zimouſine, ee e.. Trauerkleidung ute Lefervagen f pf Daelim 1933, nachmitt. 2 Uhr, i 5/20 od. 4/16, geſchl., 0 0 werde ich im hieſigen Trauerhüte— Trauerschleler gebr. Anhebote ant nur 22 000 Km. ge⸗ 1 ob un 8 ethelten Sle bel Anruf Nr. 27851 2 U 86 an d. Geſchſt. 4 8 95675 9 J 8 755 27338 Schläuche 8804120, öffentlich verſteigern: sofort für jede Flgut in aller. 8209120, 30546, 25, ver⸗ 1 Poſten Hans⸗ und Prelslegen zur Auswahl 2 Sitzer kauft billig 27840 Küchengeräte, unt. and. 2 Neckarauer Straße etwa 75 Stück Meſſing⸗ Cabriolet 245250, an der pfaunen, 25 St. Fleiſch⸗ mit Notſitzen, aus Tankſtelle. hackmaſchinen, 65Kuchen⸗ Privathand zu kauf. 20 pfannen, 20 St. Etuis geſucht. Angebote m. l to⸗Wagen ſucht Be⸗ mit Beſtecken. 6445 derer ee 5 g Angabe des Alters, ſchäftigung(Trans⸗ Manuheim, 21. 8. 1933. f 3232322 9 Marke und Preis u. porte). Angeb. unt. Braſelmann, 1 5 W. E 123 an die Ge⸗]“ J F 48 an die We⸗ Gerichtsvollzieher. Mie Aion alte ſchäftsſtelle. 6443 ſchäftsſtelle. 7280 913 1222. Schlank e Immobilien ene did arreh ee gasse eezeeekereege de ohönes Etagenh 2 ärtsbewegung 9 8 Magin-Kur Fachmann erteilt Spezial⸗ Informationen auf bf 12 5 tagen alls 3 Anfrage unter M N 22 030 über Ann.⸗Exped. 855 Stephanienufer, umſtändehalber ſehr billig Zu haben; 8589 Carl Gabler, München, Theatinerſtr. 8/J. zu verkaufen durch Philipp Wetzler, Immob., 3. 19, Feruſprecher 313 70. 7389 Drogerie Lugwig 4 Schünneim, 0 4. 3 U. Triegriqsplalz 19 Storchen-Drögerie Farktglaun H 1. 16 Hirsch- Drogerie Schmigt. 0. 12 Meigelbergerstranle Muſikinſtrumente Saiten u. Reparaturen erh. Sie gut u. bill. b. Fachmann 7260 Kurt Hoyer. F 1, 1, 2 Treppen. Wäſcherei u. Gardinen⸗ ſpannerei B2452 L. Kögel, fl 4, 2 Fernſprecher 219 06. Möbelautos* fährt Ende dieſer od. nächſte Woche leer Ulm— Mannheim. Fernſprecher 331 06. Perfekte Schneiderin empfiehlt ſich bill. in und auß. Haus. Zu⸗ ſchrift. unt. X K 27 an die Geſch. 57188 Oer Zigarren- Kit beßannt.: N Laut Verfügung der Süddeutschen Wirtschaftsbezirksleitung München, werden zur Herstellung gesunder und geordneter Verhältnisse alle Zugaben u. Preisnachlässe ab 22. August 4938 generell aufgehoben. Bei Kistenabnahme soll ein Mengenrabatt von So bestehen bleiben. Taschenzündhölzer(mit und ohne Reklame) werden zum Selbstkostenpreis v. 2½ Pfg. abgegeben. Wir bitten unsere verehrl. Kundschaft dieser Maßnahme àus wirtschaftlichen Gründen Verständnis entgegen zu bringen. Reichsverband d. deutschen Einzelhandels mit Tabakwaren Süddeutscher Wirtschaftsbezirksleiter gez. Weidinger 517 Fr 8. Seite Nummer 384 5 i Rene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 22. Auguſt 199g g L Wer ist Noe 41125 m uu, g g 5 N Neu für Mannheim! Ein schwungvolles, zeillgemäßes FiIm-LIus ls piell 9 5 6 5 8 2 455 — 9 dack Trevor Camilla Horn Ad. Wohlbrück in dem fesselnden. Abentenurer-Tonfilm „ie 5 verfluchten Centlemen“ Aus Marokko Land d. 1000 Rätsel]. lle Nerzun führt: Ea Sonne und Wasser— Schönheif und Krafft— Liebe und Lelchisinn Well und Kleinbürgerlichkeif mit dem neuen Lustspiel-Trio Herm. Thimig-Lien Deyefs-FritzKampers * 2 0.— 9 E 8 FAE NACH ED e AR Wall Ack Die grögte K Im ina! Sonsation von Seotland Vard! fegie: prodaktionsleitung: F MLLV REI8Ef un berkes H KAMpę A8 ISI es Kultur-Tonfiim: 8 Lissy Arna-Fritz Rasp- f jo?“ 0 carl Ludw. Dien!„Jaminmen dl; 5 neueste Tonwoche 300,.00,.00,.20 Ulf Salonboot III Mar 0 Hitlerbrückhe 6439 Nittwoch 1“ Uhr melgelberg I Donnerstag 2 Uhr Worms[f M Sonnk. 27. Aug. 655 Uhr Meekarsteln. 11.50 Im Forverxaut 1. 20.] paul Hörbiger— Szöke Szakall oder Ernst Reicheri bekannt als Sfuarf Webb) Zwei Stunden gefesselt durch Edgar Wallace. l Spannung— Tempo— Sensaſion Ungeheure Panik in London über aufsehenerregende Diebsiähle und Morde Vorher unser reichhaltiges interessantes Vorprogramm In weiteren Hauptrollen: Marg. Kupfer— Berthe Ostyn— v. Ledebour— Harry Hardt Humor, Laune und Frönlichkeit am laufenden Band! Eine Fahrt in das Sonnenland des Humors und der ausgelassensten Lebensfreude ein Fülmmärchen, von dem man wünsoht, es ginge nie zu Ende Ftir Jugendliche verboten! Beginn: 3,00 5,10 7,15 8,30 55 Einheitspreis bis.30 auf allen Plätzen 70 Pfg. Ilanz usdeu susflpusgnrf relüh nner dazu neues 4 Weinkrautf ferner frische Rehrücken u. Schlegel ganz u. ausgeschnitten Bug 80, Ragouſ 30 J 0 Kna 20 Junges Mädchen ſucht Anſchl. an nett. kl. Kreis zw. Geſel⸗ ligkeit, Ausflügen, Sport uſw. Zuſchr. unter W X 15 an die Geſchäftsſt. 7162 Ausflugs-Schlager- Marsch: „Wir fahren heut' ins Grüne hinaus, wo Sonne im Wald..“ Dazu ein Qualitàats- Beiprogramm: AAFA-Kabaretit„Seifenblasen“ Kapelle: BERNHARD ET TE— Ansager: FISCHER-KGPPE „Tiroler Glas“ Kultur-Film Nach ſotägiger Schließung des Theaters wegen baulicher f Veränderungen u. vollkommener Renovation ab heute das große 5 8 2 Ufa Transport!*7178 Wer fährt bis 28. 8. v. hier n. Stuttgart Offene Stellen[ Stellen-Gesuche Mädchen, im Kochen u. 1 1 f all. häusl. Arb. perf., 7 3 15 Sich fegen bringt Segen! 3 eee 5 Stellung. Zeugniſſe 7 Wer das will, der komme am Mittwoch, 10 bis 55 Zuſchr. 7300 17 Jahre, aus 1 12 Uhr nach Große Merzelſtr. 7, part. links. Dürerſtraße 15, II. Hauſe, welche das Dort werden noch Damen und Herren Nähen erlernt hat, von 20—40 Jahren, mit guter Garderobe, ein⸗ Nettes fleiß. Mädchen 1 tell a Aten fiir vornehme geiſekätigkeit.— Ein- ſucht Beſchafttauna facht Selle dn drin in beit gt koſtenlos. Vi82 als Laufmädchen od. dern. Angebote ſind* f f fürſorgeverband Mann⸗⸗ 14 Markenartikelfabrik lade eue ebend. zei, Lan in Mann. 1 lung erwünſcht. An⸗ chem., mit großem Kundenkreis, ſucht für gebote unt. 2 H 74] heim(Bezirksamt). Mannheim ⸗ Pfalz einen bei Drogen⸗, Haus⸗ an die Geſch. 7.. K. halt⸗ und Linoleum ⸗Geſchäften eingeführten 5 tüchtigen Reiſenden gegen Speſenzuſchuß und. N 2 Proviſion. Angebote mit Zeugniſſen, Bild u. 5 Ve + K A ufe Erfolgsnachweis unter 2 M 78 an die Ge⸗ ſchäftsſtelle dieſes Blattes.* 7807 Sichere Existenz! 7 3017 3 bietet ſich jedermann durch Kauf oder Pachten Intellig. anständigen jungen Mann einer gut eingeführten Baumaterialienhandlg. . 175 1 N(Vorderpfalz). Angebote unter 2 K 76 an die aus nur guter Familie und nicht unter 17.,(Vorderpf 87 9 u. der Luſt u. Liebe am Kochberuf hat, wird Ge⸗] Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. 7301 legenheit geboten, die feine Küche zu erlernen. Ausführliche Angebote mit Bild erb. unte inri w. r 46 an de geſceele. f Kpl, Ladeneinrichtung ä 1885 10 5 5 Glasſchiebe⸗ 0 ö 45 1 3 üren, für j Zweck, he Schub⸗ füchtges Allelnmädchen bare eee de, D Aasehöch an mit guten Zeugniſſen, zum 1. Septbr. geſucht. ſof, ſehr billig zu verkaufen. Näh. bei Zippel, 4 7 zu kaufen geſucht. M 3. 5, II, nachm. zw. 14—17 Uhr.*7277 Angeb. unter V J 63 Liane Haid/ ossi oswalda Feter Erkelenz— fritz Odemar— Paul Westermayer 75 Einer der interessantesten und spannendsten Abenteurer-Filme der Ufa. Dazu: Die verlorene melodie Ein entzückendes Ufa-Lustspiel Kauf-Gesuche Teltabtes deschat zu kauf. geſucht. An⸗ gebote unt. W J 127 an die Geſchſt. 645 leinerer gehr. 1 0 Beginn:.00,.10,.18,.35 Uhr„„ i N i e — 92 f l 1 5 5. X H 22 an die Geſch. 25. 25 Miet-Gesuche ee g 9 5 5 5 Frog. ſeeres Ammer 8 5 2 88 oder ſonſtigen Raum — SST 1755 g 1 geſucht. Angebote m. 1 Preis unter Z P 81 f e an die Geſch. 7313 voller Verpfleg, von e 5 berufstätigem Herrn 8 0 d N an die Geſchäftsſtelle Ab heute— nur wenige Tage: N Nieles. Blattes. 9209 Der kolossale Ufa-Spitzenfilm f in ruhiger Lage von berufstät. Herrn auf 28 ang. einſchl. Morgen. Der nationale Großfilm mit kaffee(ev. volle Pen⸗ 0 1 F an die Geſchſt. 6447 III 05 Orrs E Hierzu: Tönendes Beiprogramn .30.10.30 Uhr Für Jugendliche erlaubf! mit? Eilang. unter zum Möbeleinſtellen m. Morgenkaffee od. e e EEA TB Möbliertes Zimmer N. f 4 ehr 01 ſofort geſucht. Preis⸗. ſion) unter W H 128 Ein Filmereignis! D lugend nat Zuirnttt. In den Hauptrollen: Dienstag bis Donnerstag Carl Lud w. Diehl Th. Loos- Homolka Zu erfragen zwiſchen—4 Uhr nachmittags: ſucht. L 14. 18, part.! ſtraße 13. 7825 Walter, P 3. 11. Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. 7317] Geſchäftsſtelle. 478111] unter W IL 120 an die Geſchäftsſtelle. S97 Friedrichsplatz 9. 3. Etage. 6459 5 5 5 S f f GS 8. Blattes. 7268 f 1 8 2 in dem außerge wöhnlichen N Ingem aun Er. kath., kinderlb. Küchen, Schlafzimmer 88 N 5 3 55 a 8 N 7 ſowie alle Möbel FE let inri 8 55 8 (Volctär) ist HGele⸗ Mädchen ig erachte nenen Melee e een S Schule K. Helm, D 6, 5, Fernsp. 31917 iht mi. b 8 f zu äußerst billigen Pre 71 5 5 3 P. Wer leiht mir ſofort s genbeit gegeben, das aus achtbarer Famil. zu äußerſt billigen Preiſen. 7814 8 5 5 ö e ne n für Hausarbeit fo. Möbel- Zimmermann, N 4, 20 Mitglied Einheitsverband deutscher Tanzlehrer 80-100 Mark g urg Lebenslauf u. Wohnung und Pa Sonderangebot ilratsunden- Ankängerkurse— Turnersul— Volkstäure] gegen, aute Sicher n. chene bie 05 willenanſchluß. 806 tür Ehestandsbeihiffe- Em pfünger 5 1. 5 Tönend.Belnronfumm 5 8 Abdreſſe In der Geſch. 1 Handwagen, 1 Dezi⸗ Fahrräder nen und Tanzschule Schröder-Lamade 4 25 3 12 8 E 2 f Leb Nerkäufer(nnen) Madchen 1. Motorräder. Mitglied des Einheitsverbandes deutscher Tanzlehrer 8286 85 Unterricht 8 5. tlicht u. ſtrebſam fü 1 Küchenbüfett 180.] Kinderwagen f sorgf. Unterr.i. deutsch. Einbeitsstik kri- Pri t geſucht* Dauertätigkeit ſotort 8 8 8 1 5 9 1 1 0 1 Fold Tete er euren Kursbeginn 5. U. 15, September setstubdederz Turniertrain Velkstänz. N Wen A 1 5 5 8. 4 4 8,*„ 5 eil⸗ 705 r 92 J. 8 1 7 öſiſ 2 2 88 e Vorzuſtell. denne 2. Stock. zahl. geſtattet 0 3, 17 8 VN jet- Gesuche. 1 8 5* 5 Frieuriohsbrücke 5 wiglkaße 0. l Ste 5 f Nr. 11. 1. Nähmaschine.. 6s—. 5 2 Bismarckplatz 5. 7380 2 a ar a Tel. 51448 0 wigſtraße 40. 3. 0. 8255. 93.— 50 80 ae e eee en e de, tg e e- his 4.-Wohnung gh m Aohuang„ eee 25. e dee ee 1 f anloi 15 91 68 15 f 5 15 5 N eunte Donnerst. Heidelberg hin u. zur..be Jüng Servier fräulein Mac l turen prompt u. bill. kaufen. Adreſſe in in guter Lage von ält. Ehepaar geſucht. An⸗ mögl. mit kl. Garten e 1. Hirf 1155 bf. 7 Uh fei! 88 ür Wei cht auchen Pfaffenhuber, II 3, 2. D. Geſchäftsſt. 7303 gebote unt. 2 E. 22 an die Geſchäftsſt. 7290 oder Veranda, Nähe unter U EH 176 an Aufenth. hin u zur..89. Vorverk Velten, 0 1 für. Weinhaus geſuich 5 5 3 Ab 2 Uhr anzuſehen. 8 7 1 1 NRheinbrücke geſucht. d. Geſchäftsſt. B2424 an Bord u. Mittelſtr. 56 bis Samst mitt. nur 1. e ble g- Dis A. Amer-WMohnang mik Tubehör. e ec. 045 3 Tüchtiger Chauffeur Adreſſe in der Ge⸗ a rra er 1 Bügelofen für Wa⸗ in aut, Lage Jon ein en eee die Geſchſt. 6451 5 f ſi. 4 m. 1009—Autereſſen.—Iceltekele ben. fabriknen, auch Ge⸗ ſcheret, 1 Tiſch, Ak⸗ zum 1. 10. od. ſpät, geſucht. Angeb. mit Preis etelligungen Blehtrische 0 i 5 Wohnungen 4 einl. findet Dauer⸗. Tüchtige, ſaubere 5 ſchäfts⸗ und Kinder⸗ tenſchrank, Muſter⸗ unter 2 J 85 an die Geſchäftsſtelle. 97324 1 15 1 85 8 1. 0 ge: junge frau 6457 räder bill. abaugebden dickzackſchneidm. zu geh ue 371 1 f 8555 u. möbl. e deschäftsführer 7 b ö* 2 N rk. i 8 8 äftsrä„ Art ſchäftsſtelle. 7280 die kochen kann, tags⸗ Doppler, K 3,2 1 Abreſſe 6. der Ibllone, Soniſige immer ohnung 5 55 1 9 7775 N ö g 5 über in gutes Haus 7326 eſchäftsſtelle. 7815(2 Perſ.) Lindenhof, zum 1. 10, 38, bis zu 55% Nachw. Schäfer, I 5. 7 8 1 tomatisch für b 1 103 Madchen geſucht. Angeb. unter 7 5 Det ben weißer zu mieten geſucht. Angebote unter X L 58 an%% bei Beteiligung mit RMk. 5000.— von beſteh. Ha 1 alt und 5 fle W. 128 f. d. Geſcht J heften mit Rösten 8 E—.— 20 7 ſüch soliden Unternehmen(G. m. b..) ſofort ge⸗ war Gewebes N für Küche u. Haus⸗ Fleißiges, ſolides 1 Waſchtiſch, Marmor 0 Hall f„U immer u. Ruhe ſucht. Keine Sanierung.— Herren, in kauf⸗ halt 3. 1. 9. geſucht. Tagesmädohen 7827 m. Spiegel, 1 Vertike f 1 ‚ 2 Zimmer und Küche ſofort gefucht. Miete männiſchen u. Wirtſchaftsfragen ſowie Orga⸗ 7 1 5 Zu erfragen 7310 billig zu verkauf, bei zflamm, für 12.50% evtl. mit Bad, ſofort od. zum 1. Septbr. zu bis 50 Mark. Angeb. 5 2 5 9 8 5 10 0 f 5 Str. 42, mit Wohngel. ſof ge⸗ 5 5 Jungbuſch⸗ zu verkaufen. 7317] mieten geſucht. Angebote unter 2 R 8g an die unter 2 0 80 an die niſation bewandert, wollen Angebote richten P 7, 23 Tel 2