Die * Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 50 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 43, Meerfeldſtr. 13, Ne Friedrichſtr. 4, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1 Mannheimer General Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mann heim Anzeigen mm breite Rekle⸗ ie Familien⸗ und Gele.* Zahlungseinſtellung, Vergle Meinerlei Nachlaß gewährt. Keine G Rmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen u. eke Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim Morgen⸗ Ausgabe Montag, 18. September 1033 ———.— — Hausfrau, Mutter, Familie Telegraphiſche Meldung Köln, 17. September. Die„Köln. Zig.“ meldet aus Gummersbach: In einer unſerm Berichterſtatter gewährten Un⸗ lerredung hat ſich der neuernannte Führer der Deutſchen Frauenfront und der N S⸗ Frauenſchaft, Landrat Dr. Krum macher, Gummersbach, über den neuen Aufgabenkreis der N⸗Frauenſchaft etwa wie folgt ausgeſprochen: Die NS⸗Frauenſchaft hatte bisher die alleinige Aufgabe der politiſchen Erziehung der gro⸗ zen Wählermaſſen, welche die Frauenwelt darſtellte. Hierdurch wurde ſie nicht nur ſehr ſtark in Anſpruch genommen, ſondern auch eng an das übrige politiſche Getriebe, wie es ſich nun einmal notgedrungen aus ber jetzt abgelaufenen Staatsordnung ergab, heran⸗ geführt. Dabei wurde von der NS Daß ſtets der Grundſatz vertreten, Frauen nicht in die Par⸗ lamente zu ſchicken, weil die Frauen nach deutſcher Auffaſſung für das parlamentariſche Getriebe zu ſchade ſind. Nachdem nun der Parlamentarismus und damit das Syſtem der Wahlen aufgehört hat, kann die Frau aus der politiſchen Schlacht ⸗ ordnung, wo ſie bisher notwendig war, zu rück⸗ gezogen werden. Und nunmehr gilt es ſie in die Volkstums aufgaben, weit mehr als bisher geſchehen konnte, einzuſchalten. Grundſatz für alle Frauenarbeit und Frauen⸗ gemeinſchaft iſt, daß die Frau in erſter Linie dem Haus und der Familie gehört. Auf der andern Seite muß die Frau als die Trägerin her Hauptlaſt unſrer Jugenderziehung, deren Schwer⸗ punkt in der Familie bleiben ſoll, für Volkstum und Vaterland und alle ſich daraus ergebenden zeitlichen Aufgaben Verſtändnis haben und darum über die große Linie des Volkes und des Staates und der dieſe tragenden nationalſozialiſtiſchen Bewegung unterrich⸗ tet ſein. Politiſch nicht unterrichtete Frauen ſind eine Gefahr für das Volk. Das haben wir im Krieg erlebt, als viele Briefe aus der Heimat mit Jammern und Klagen in der Front AUuruhe ſtifteten, und dieſe Heimatbriefe, die gewiß nicht von allen, aber doch von vielen Frauen geſchrie⸗ ben worden ſind, waren einfach auf die Tatſache zu⸗ kückzuführen, daß unſre FIrtuenwelt nur die Nöte, aber nicht die Aufgaben ſah, die unſerm Volk damals trotz aller Not geſtellt waren. In der deutſchen Frauenwelt darf alſo kein politiſches Vakuum ſein. Das würde zur Folge haben, daß weite Kreiſe unſrer gugend, wie es auch in den Jahren vor dem Krieg der Fall war, die Begriffe Volkstum und Vaterland nicht mit Leib und Seele erfaſſen würden und ein Uberflächlicher Patriotizmus wieder Platz greifen khunte, der nur dem A lebt und der die Aufgaben für unſre Zukunft nicht erkennt. Die politiſche Frau war in dem Zeitalter des Li⸗ beralismus in Gefahr, zu dem Typ zu werden, der in der Frauenrechtlerin einen ſo unan⸗ genehmen Ausdruck gefunden hat. Die auch den Männern drohende Gefahr des vergangenen Zeitalters der Verflachung in der politiſchen Be⸗ ltiebſamkeit hat bei einer ganzen Anzahl Frauen, de im politiſchen Leben hervorgetreten ſind, verhee⸗ dend gewirkt. Der Deutſche erwartet von deutſchen Frauen in erſter Linie Mütterlichkeit. Mütterlichkeit kaut und muß jede Frau haben, denn ſie iſt eine beſonders im deulſchen Weſen ausge⸗ 5 prägte Charaktereigenſchaft der Frau Dieſe Mütterlichkeit bedingt auch ein Sicheinſetzen ber Frau in allen Werken der Nächſtenliebe zu wah⸗ ker innerer Hilfsbereitſchaft aus Pflichtgefühl, wie us im Nationalſozialismus politiſchen Ausdruck ge⸗ funden hat. Keine Betriebſamkeit, nicht eine Fülle dun Veranſtaltungen, ſondern eine wirklich inhalt⸗ teiche, regelmäßige, der Häuslichkeit Raum laſ⸗ gende Zuſammenarbeit ſoll die gewaltige Kraft müt⸗ lerlichen Empfindens im deutſchen Frauentum ver⸗ einigen und zum Einſatz bringen. In den Begriff her Mütterlichkeit iſt die Verantwortung nicht nur für das gegenwärtige Geſchlecht, ſondern auch für die zukünftigen Söhne und Töchter des deutſchen Volkes, hre Geſundheit und ihr Lebensſchickſal eingeſchloſ⸗ ten. Das ſchließt ein, daß gerade die Frau Trägerin Leer nationalſozialiſtiſchen Trabition und Wegbereite⸗ Un deutſcher Zukunft ſein muß. Die deutſche Frau iſt weiterhin beſonders aus⸗ kezeichnet durch ſtarke Innerlichkeit, durch lebendi⸗ ges, religiöſes Empfinden. Schon bei den alten Ger⸗ nanen wurde die Verbindung zur Gottheit im be⸗ onderen Maß durch Frauen gepflegt, die an den len Waldaltären unſerer Vorfahren die Feuer wachten und pflegten. Die Beſonderheit der unſer Volkstum bilden⸗ den Raſſe iſt ihre ſtarke, vielfältig ſich üußernde Gemütstiefe, und dieſes Gemüts⸗ zelle neuer Verſtändigung mit Polen und Danzig? Es iſt eine Arbeitsteilung zwiſchen den Städten Danzig und Goͤingen verabredet Drahtbericht unſeres Berliner Büros I Berlin, 17. September. In Berliner politiſchen Kreiſen verfolgt man in⸗ tereſſiert die neueſte Entwicklung des Verhätniſſes zwiſchen der Freien Stadt Danzig und Polen. Nach dem Stand der Dinge am Samstag, wo zwiſchen der Danziger und der polniſchen Abordnung in der Freien Stadt verabredet wurde, am morgigen Mon⸗ tag das Danzig⸗polniſche Hafen abkom⸗ men unter Dach und Fach zu bringen, iſt anzuneh⸗ men, daß nunmehr die erwünſchte neue Phaſe in den Beziehungen der beiden Vertragspartner alsbald beginnt. Immer vorausgeſetzt natürlich, daß ſich nicht noch neue Schwierigkeiten in letzter Minute ein⸗ ſtellen. Das Berliner Intereſſe an dieſer aktuellen Situation rſepektiert ſelbſtverſtändlich die Tatſache, daß hierbei innere Angelegenheiten Danzigs vorlie⸗ gen, für die dieſe ſelbſt verantwortlich iſt. Aber nie⸗ mand kann es dem deutſchen Volke verdenken, daß es an den Schickſalen der deutſchen Stadt beſonderen Anteil nimmt und zudem haben alle im Ortsraum ſpielenden Ereig⸗ niſſe politiſchen Rang und ſind nicht nur von deutſchem, ſondern geradezu von europäiſchem Intereſſe. Einigen ſich die Danziger und polniſchen Vertreter morgen endgültig, ſo bedeutet das die Annahme des Danzig⸗polniſchen Hafenabkommens und ferner des Abkommens über die Rechte der polniſchen Minder⸗ heiten in Danzig. Noch iſt nicht bekannt, welchen In⸗ halt das Hafenabkommen hat, jedoch ſcheint darin der Grundſatz durchgeführt worden zu ſein, daß eine Arbeitsteilung zwiſchen den Häſen Dan⸗ zig und Gdingen erfolgt. Wie erinnerlich, forderte das junge Polen ſeiner⸗ zeit in Verſailles, daß Danzig polniſch würde, damit Polen einen Zugang zum Meere habe. Die Großen Vier haben daraufhin Danzig zu einer Freien Stadt mit Staatsrang gemacht und Polen wurde die Verpflichtung auferlegt, den Danziger Hafen auch tatſächlich auszunutzen. In den Jahren danach wurde von polniſcher Seite her dann wirt⸗ ſchaftlich wie politiſch um Danzig gekämpft, um dieſes doch noch ganz an Polen zu bringen, und es war der ſchwerſte Schlag gegen die Freie Stadt, als Polen den Hafen von Gdingen baute, der zu einem immer ſchärferen Konkurrenten gegenüber Danzig wurde. Wird jetzt in dem Hafenabkommen die Arbeitsteilung zwiſchen den beiden Nachbarhäfen feſtgeſetzt, ſo kommt es immer noch darauf an, daß der ſtärkere Partner bei der Durchführung der ein⸗ zelnen Abmachungen guten Willen an den Tag legt. Wenn alſo nunmehr die Warſchauer Regierung in die von Danzig vorgeſchlagenen Abmachungen ein⸗ willigt— und bei ihr liegt die Entſcheidung— dann hängt nach wie vor ſo gut wie alles vom Wohlver⸗ halten Polens ab. Der Danziger nationalſozialiſtiſche Gauleiter Forſter hat ſich ſoeben in einem in der Danziger Preſſe veröffentlichten Artikel mit der ſchon vor Wochen bei der Amtsübernahme der nationalſozialiſtiſchen Re⸗ gierung eingeleiteten Frieden s⸗ und Verſtän⸗ digungspolitik Danzigs befaßt. Darin wird nochmals vor aller Welt bekundet, daß die verant⸗ wortlichen Danziger Nationalſozialiſten, die im Freiſtaat Danzig nach innen für Ordnung und Sicherheit ſorgten, nach außen dem polniſchen Nachbar in ehrlichſtem Wollen die Hand zur Verſtändigung ausgeſtreckt haben. Danzigs Kurs ſteht eindeutig klar. In dieſen Tagen kommt es darauf an, lichen guten Willen aufbringt und fortan zum Leit⸗ ſatz ſeiner Politik gegenüber Danzig den Willen nach einem freundnachbarlichen Verhältnis erhebt. (( TVVVVVCVVPVCVCFFVVTVTVTVTCTPcTCcTTCVTPCVTPTCPTbTVTCTPTbPGbGPTPbTPbPbPTbPVTGTVTPVbTVTVTVTVGVTVTVTCTVTVTVTCTCTCVTCVTCVCVTVTVTVTVTVTVTVVTVTTVVVVVVVVVVVWÄwÄ1WÄw1Ä1Ä1w1wWWwA leben wird in der Familie immer die Quelle neuer Kraft zur Tagesarbeit ſein. Das wertvolle Erbgut deutſcher Kultur wird mehr als bisher von unſeren Frauen gepflegt und geför⸗ dert werden, und hier wird die Familie Hauptſtätte dieſer Pflege ſein können und müſſen. Die Frauen⸗ ſchaften wie auch die zahlreichen anderen Frauen⸗ verbände werden dazu Anregungen geben können. Das Verhältnis der NS⸗Frauenſchaft zu den ande⸗ ren beſtehenden Frauenorganiſationen ſoll das einer freiwilligen, allſeitigen, vertrauens⸗ vollen Zuſammenarbeit ſein; die anderen Frauenverbände, die ſich in den vergangenen Jah⸗ ren weniger mit dem nationalſozialiſtiſchen Gedan⸗ kengut beſchäftigt haben, werden in dieſer Hinſicht gerade von der NS⸗Frauenſchaft ein wertvolles Ge⸗ ſchenk zu empfangen haben. Aus dieſer Zuſammen⸗ arbeit ſollen die Verbände der Frauenvereine durch die Erfaſſung des Volkstumsbegriffs zur gewaltigen Einheitskraft deutſchen Frauentums zuſammen⸗ wachſen, damit in unſerem Volkstum die alte Unſitte, welche in unſerer Geſchichte ſoviel Unheil an⸗ gerichtet und ſoviel Not verurſacht hat, die ſtets das Trennende betont und das Ver⸗ einigende vergeſſen hat, ausgemerzt wird. Wir haben ein großes, gemeinſames Gottes⸗ geſchenk, unſer deutſches Volkstum, und das wollen wir gemeinſam pflegen und ehren und an kommende Geſchlechter weitergeben. Gerade dazu hat die deutſche Frau bedeutſame Aufgaben zu erfüllen, und in der Gemeinſchaft deutſchen Frauentum sſoll ſie dazu ſtark werden, ſtärker als ſie bisher war. Das aber, was die Frauengemeinſchaft erarbeitet, ſoll in der Familie für die deutſche Zukunft eingeſetzt werden. So werden die NS⸗Frauenſchaft und die mit ihr verbündeten Frauenverbände nicht um ihrer ſelbſt willen beſtehen, ſondern zzur Wiedererweckung eines guten deutſchen Familienlebens beitragen und damit zugleich unſer deutſches Volk zu einer großen Familie zuſam⸗ menſchließen, zu einer Bluts⸗, Herzens⸗ und wenn es ſein muß auch zu einer Kampf⸗ und Not⸗ gemeinſchaft, die alle Gefahren überdauern wird. Anoroͤnung des Stabsleiters Ley Meldung des Wolffbüros München, 17. September. Der Stabsleiter der PO Pg. Dr. Robert Ley erläßt folgende Anordnung: Nach reiflichſter Ueberlegung hat ſich der Stellver⸗ treter des Führers Pg. Rudolf Heß auf meinen J Wunſch hin entſchloſſen, mit der Leitung der Natio⸗ nalſoztaliſtiſchen Frauenſchaft und der Deutſchen Frauenfront einen mit dieſen Fragen beſonders ver⸗ trauten alten Nationalſozialiſten, den PG. Dr. Krummacher, zu beauftragen. Bei dieſer Gelegenheit ſpreche ich der bisherigen Leiterin der Nationalſozialiſtiſchen Frauenſchaften, Frl. Gottſchewſki, meinen beſten Dank aus. Frl. Gottſchewſki wird auch fernerhin dem neuen Leiter der NS⸗Frauenſchaft mit Rat und Tat zur Seite ſtehen. Ich freue mich, daß hierdurch auch in der Leitung der NS ⸗Frauenſchaft eine klare Regelung im Sinne des Führers getroffen iſt. Ich erwarte, daß die Nationalſozialiſtiſche Frauen⸗ ſchaft genau wie bisher nationalſozialiſtiſche Diſziplin und Pflichtauffaſſung bewahrt. Ein Volenntnis zum Volkstum Meldung des Wolff⸗Büros — Kattowitz, 17. September. Nach dem jetzt vorliegenden endgültigen Ergebnis der Schulummeldungen in Oſt ⸗Ober⸗ ſchleſien wurden insgeſamt 1300 Anträge geſtellt. 840 Erziehungsberechtigte haben beantragt, ihre Kin⸗ der aus den öffentlichen polniſchen in die deutſchen öfentlichen Schulen zu überweiſen. Weitere 440 An⸗ träge von Ummeldungen aus öffentlichen polniſchen Lehranſtalten in die deutſche private Volksſchule wur⸗ den geſtellt. Das oberſchleſiſche Deutſchtum hat ſich alſo durch alle Verſuche und durch alle Terrormaßnahmen der polniſchen Organiſationen, die ſogar zum Teil mit Unterſtützung einzelner polniſcher Amtsſtellen durch⸗ geführt wurden, nicht einſchüchtern laſſen. Auch alle Verſuche, die deutſchen Erziehungsberechtigten durch Verſprechungen materieller Art von der Umſchulung abzuhalten, blieben erfolglos. Das Deutſchtum in Oſt⸗Oberſchleſien hat ein machtvolles Bekenntnis zu ſeinem Volkstum abgelegt. Nationalſozialiſten dürfen keine Orden 7080 annehmen — Berlin, 17. Sept. Der„Völkiſche Beobachter“ veröffentlicht folgende Anordnung des Stellvertre⸗ ters des Führers, Rudolf Heß: „Den Mitgliedern der NSDAP wird hiermit unterſagt, im Zuſammenhang mit ihrem Wirken im Rahmen der NSA für Verdienſt in der nationa⸗ len Bewegung, um die Erhebung Deutſchlands und dergleichen, Orden anzunehmen.“ daß auch Polen den erforder⸗ 144. Jahrgang— Nr. 430 raft zur Tagesarbeil Aus einer Anterredung mit dem neuernannten Führer der Deutſchen Frauenfront Dem Gedächnis Luthers Drahtbericht unſeres Berliner Büros Berlin, 17. September. Der 10. November 1933, der 450. Geburtstag Luthers, ſoll das proteſtantiſche Deutſchland in einem einmütigen Bekenntnis zu ſeinem großen Refor⸗ mator vereinigen. Im ganzen Reich werden Luther⸗ feiern veranſtaltet. Das Auswärtige Amt hat auch die Vertretungen im Ausland angewieſen, der Be⸗ deutung des Tages in würdiger Form zu gedenken. In Berlin wird bei der Gelegenheit zum erſten Mal der neue Reichsbiſchof in der Kaiſer⸗Wilhelm⸗Ge⸗ dächtniskirche eine Feſtpredigt halten. Im Luſtgarten findet nach dem ſonntäglichen Gottesdienſt ein gro⸗ ßer Bekenntnisakt der Deutſchen Chriſten, der übri⸗ gen kirchlichen Verbände und der nationalſozialiſtk⸗ ſchen Parteiorganiſationen ſtatt und für den Abend iſt eine Feier in der Philharmonie in Ausſicht ge⸗ nommen, bei doͤer der Reichsbiſchof und Reichsinnen⸗ miniſter Dr. Frick ſprechen werden. Die Luther⸗ dramen, wie Strindbergs„Nachtigall von Witten⸗ berg“, Hanns Johſts„Propheten“ und Lienhards „Luther in Wittenberg“ ſollen vor und nach dem 10, November in den Theatern gezeigt werden, Zum äußeren Zeichen der Teilnahme am Luthertag iſt eine Lutherplakette geſchaffen worden. Da⸗ neben wird ein volkstümliches Lutherbüchlein ver⸗ breitet werden. Die Poſt bereitet ſchließlich eine Lutherpoſtkarte und eine Lutherbriefmarke vor. Als Auftakt und Werbung für die kommenden großen Feiern hatte der Reichsarbeitsausſchuß des Deutſchen Luthertages om Sonntag zu einer Früh⸗ feier geladen. Der Direktor des Evangeliſchen Bundes, Dr. Fachrenhorſt, ſuchte mit hinreißen⸗ Sem Temperament und wundervollen Formulierun⸗ gen„Luther, den deutſchen Chriſten“, der neuen Zeit zum Erlebnis zu bringen. An einer Parallele zum Voltskanzler Adolf Hitler verdeutlichte er, wie Mar⸗ tin Luther ſtets mitten im Leben ſeines Volkes ge⸗ ſtanden hatte:„So bedrängt, ſo belaſtet, ſo befragt.“ Die Verbundenheit mit ſeinem Volke führte ihn vor ſchwere und ſchwerſte Aufgaben, die er alle in ſeiner Beziehung zu Gott zu löſen ver⸗ mochte. Der ausgezeichnete Lutherfilm Hans Kyſers, der nun den evangeliſchen Kirchen⸗ und Schulbehörden im Reich zur Verfügung geſtellt wird, zeigte mit lebensnaher, überzeugender Geſtaltung den Kämpfer und Ueberwinder Luther von der Zeit des Studiums in Wittenberg bis zur Schöpfung der deutſchen Bibel. Arbeitstagung des Staalsrats Meldung des Wolff ⸗ Büros — Berlin, 17. September. Der Amtliche Preußiſche Preſſedienſt teilt mit: Der Miniſterpräſiont Göring hat die erſte Ar⸗ beitstagung des neuen preußiſchen Staatsrats am 16. September vormittags 11 Uhr im Jaſpisſaal des neuen Palais in Potsdam eröffnet. Der Miniſter⸗ präſtdent legte in eingehenden Altsführungen dar, welche Arbeiten der Staatsrat zu leiſten haben wird und ging dabei auf alle wichtigen Fragen ein, die die Staatsregierung gegenwärtig beſchäftigen. Er forderte die Staatsräte auf, dem Staatschef mit Ein⸗ ſatz ihrer ganzen Perſon zu helfen, die Richtlinien des Führers, die für Preußen als Dienſtanweiſun⸗ gen zu gelten haben, zur Verwirklichung zu bringen. Anſchließend referierten die Staaträte Gauleiter Terboven⸗Eſſen und Univerſitätsprofeſſor Dr. Karl Schmitt⸗Köln über das Thema: Staatsver⸗ waltung und kommunale Selbſtverwaltung im natio⸗ nalſozialiſtiſchen Staat. Während der erſte Reoͤner die einſchlägigen Fragen von der weltanſchaulichen und grundſätzlichen, ſtaatspolitiſchen Seite her be⸗ handelte und hierbei insbeſondere auf die Grund⸗ aufgaben hinwies, die die Partei im Staate zu löſen har, erörterte Staatsrat Prof. Schmitt beſonders ein⸗ gehend Weſen und Geſtaltung der kommunalen Selbſtverwaltung im Nationalſozialismus. Der Miniſterpräſident ſtellte das Ergebnis der Beratung feſt und ſchloß um fünf Uhr nachmittags die Sitzung. Hotelbrand und Brandſtiftung in Berlin — Berlin, 17. Sept. In den ſpäten Abendſtun⸗ den des Samstags brach in einem Hotel beim Bahn⸗ hof Friedrichsſtraße ein Dachſtuhlbrand aus, der in kurzer Zeit große Ausdehnung annahm und auch das obere Stockwerk des Hauſes ergriff. Mehrere Züge der Feuerwehr waren an der Brandſtelle erſchienen und bekämpften das Feuer aus mehreren Schlauch⸗ leitungen. Ein weiterer Dachſtuhlbrand brach geſtern nachmittag im Stadtteil Friedenau aus, der nach kur⸗ zer Zeit gelöſcht werden konnte. Der Vorfall ver⸗ dient deshalb Erwähnung, weil die Feuerwehr bei den Löſcharbeiten feſtſtellte, daß an verſchiede⸗ nen Stellen Gerümpel mit Petroleum begoſſen und angezündet worden wa r. So 2. Sei ite/ Nummer 430 Neue Männheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe Montag, 18. September 193g Die Korruption beim Rundfunk Meldung des Wolfſ⸗Büros — Berlin, 17. September. Gegen den ehemaligen Direktor der Reichsrund⸗ funk⸗Geſellſchaft Dr. Magnus ſowie gegen den früheren Intendanten der Berliner Funkſtunde Dr. Fleſch und gegen den einſtigen Rundfunkreporter Alfred Braun wurde Haftbefehl wegen Un⸗ treue erlaſſen. Alle drei wurden unmittelbar nach Erlaß des Haftbefehls aus dem Konzentrationslager Oranienburg in das Unterſuchungsgefängnis Berlin⸗ Moabit übergeführt. Auch die ehemaligen Breslauer Rundfunkdirektoren Hader und Biſchof ſowie der Vorſtand des Aufſichtsrates der Schleſiſchen Funk⸗ ſtunde Bankdirektor Zorek wurde in Breslau be⸗ ſonders wegen des Vorwurfes handels rechtlicher Un⸗ treue verhaftet. Die öſterreichiſche Regierung bedauert Meldung des Wolff⸗ Büros — Wien, 17. Sept. Die Amtliche Nachrichtenſtelle teilt mit: Im Auf⸗ trag des Bundeskanzlers hat ſich geſtern ſofort nach dem Vorfall vor der deutſchen Geſandtſchaft General⸗ ſekretär Peter zum Geſchäftsträger Prinz Erbach begeben und das aufrichtige Bedauern der Bun⸗ desregierung wegen des bübiſchen Exzeſſes un⸗ verantwortlicher kommuniſtiſcher Elemente zum Aus⸗ druck gebracht. 21 Etwa zehn bis fünfzehn junge Burſchen hatten mit dem Rufe„Nieder mit dem Faſchismus“ vier Fen⸗ ſterſcheiben in der Portierloge der hieſigen deutſchen Geſandtſchaft eingeſchlagen. Die Polizei hatte vier Perſonen feſtgenommen. Zwiſchenfall in Prag Meldung des Wolff⸗Büros — Prag, 17. September. Das Kabinett hat ſich in einer außerordentlichen Miniſterratsſitzung mit einem offenen Brief befaßt, den der Apoſtoliſche Nuntius, Mgr. Ciriati, an den Vorſitzenden der Slowakiſchen Volkspartei, Prä⸗ laten Hlinka, gerichtet hat. Das Kabinett hat be⸗ ſchloſſen, den Heiligen Stuhl zu erſuchen, Mgr. Ci⸗ rigtt zur Berichterſtattung nach dem Vatikan zu be⸗ rufen. Dieſes Vorgehen hat folgende Vorgeſchichte: Prälat Hlinka, einer der Führer der gegen die Pra⸗ ger Vorherrſchaft gerichteten ſlowakiſchen Bewegung, hatte anläßlich einer großen Slowakenkundgebung in Neutra eine ſcharf autonomiſtiſche Rede gehalten. In tſchechiſchen Zeitungen war in dieſem Zuſammenhang in heftiger Form dem Nuntius der Vorwurf gemacht worden, er habe Hlinka zu dieſem ſeinen Vorgehen ermutigt. Auf ſcharfe Proteſte Ci⸗ Tiatis und ein entſprechendes Einwirken der Regie⸗ rung auf die Preſſe hin ſchien der Konflikt beigelegt zu ſein. Er iſt jetzt erneut und verſchärft aufgelebt, da der Nuntius an Hlinka in dem erwähnten Brief geſchrieben hat, in dem es u. a. heißt:„Während in Prag der Heilige Vater unmiltelbar oder durch die Perſon ſeines Vertreters in einer Weiſe belei⸗ digt wird, die alle Vorſchriften inter⸗ nathionler Höflichkelt mißachtet, habt Ihr Slowaken der hohen Autorität des Heiligen Vaters die geziemende Ehrfurcht entgegengebracht. Ich danke Dir und den Deinen auch dafür, daß Ihr den päpſtlichen Nuntius, der in Gehorſam gegenüber dem Heiligen Vater in Prag zu leben gezwungen iſt, in ſeinem bitteren Kummer Troſt gebracht habt. Das werde ich Euch niemals vergeſſen. Die edle ſlowa⸗ kiſche Nation wird mir ſtets in Erinnerung bleiben.“ Dieſer Brief hat dann zu der außerordentlichen Miniſterratsſitzung geführt. 11. Todesopfer des Solinger Unfalles — Bochum, 17. Sept. Im Städtiſchen Krankenhaus iſt der SA⸗Reſervemann Fritz Kann aus Bochum als 11. Todesopfer des Autounglücks bei Solingen heute morgen geſtorben. Ein 12. Opfer befindet ſich noch in Lebensgefahr. Meldung des Wolff⸗ Büros — Bern, 17. September. Der neunte Nationalitätenkongreß wurde geſtern nachmittag im Berner Ständeratsſaal eröffnet, den Bundesrat Motta der Kongreßleitung zur Verfü⸗ gung geſtellt hatte. Der Kongreßpräſident Dr. Wil⸗ fan machte in ſeiner Eröffnungsrede darauf auf⸗ merkſam, daß die Kongreſſe rein private Zu⸗ ſammenkünfte ſeien von Delegierten der Minderheiten und daß die Kongreßgemeinſchaft ſich daher nur ſoweit entfalten könne, als ſie auf den ſeit ihrer Begründung beſtehenden Weib nba chen beruhe, aus denen die Bedürfniſſe der Gemeinſchaft organiſch gewachſen 1 5 Damit wandte ſich Wilfan deutlich gegen die Verſuche der jüdiſchen Gruppen, auf dem Khngreß konkrete Ereigniſſe zur Sprache zu bringen, ſtatt ſich auf eine Behandlung der allgemeinen Richtlinien der Probleme zu be⸗ ſchränken, wie es den Gepflogenheiten der Minder⸗ heitenkongreſſe Ane Im weiteren Verlauf des Kongreſſes reichten die deutſchen Gruppen eine Erklärung ein, die von dem Vertreter der deutſchen Min⸗ derheit in Rumänien, Abg. Roth, unterbreitet wurde, in der es u. a. heißt: Die deutſchen Gruppen haben ſich gegen die Aſſi⸗ milation gewandt, weil ſie die Bindung an das Volkstum und an die Kultur des eigenen Volks⸗ tums als höchſtes Gut und mit ihnen zuſammen ols wichtigſten Gegenſtand der Schutztätigkeit unſeres Kongreſſes anſehen. Die Ausgliederung völkiſch anders. und n anders raſſiger Menſchen aus einem Volks⸗ körper— wie man ſie in der letztn Zeit beobachten fertigt erachten, wenn bei Ausgliederung die zu Minderheiten gemachten Menſchengruppen beſtrebt ſind, die Rechte auch für ſich geltend zu machen, für die unſer Kongreß bisher eingetreten iſt. Präſident Wilfan erklärte, er betrachte dieſe Erklärung als Beſtätigung des Bekenntniſſes der deutſchen Gruppe zu den Prinzipien des Kongreſſes. Der zweite Teil der Sitzung des Nationalitäten⸗ kongreſſes galt der Hungerkataſtrophe in der Sowjetukraine. Als Verhandlungsbaſis diente eine Denkſchrift des Generalſekretärs des Nationalitätenkongreſſes Dr. Ammende. Man will die Weltöffentlichkeit zur unverzüglichen Organiſierung einer internatio⸗ len Hilfsaktion bewegen. Die Verſammlung enthielt ſich prinzipiell einer politiſchen Stellung⸗ nahme. Der Präſident betonte, daß es ſich lediglich um eine rein charitative und humanitäre Aktion handele. Der Vertreter der ruſſiſchen Minderheit in Eſt⸗ land, Profeſſor Kurtſchinſky, und die Vertreterin der ukrainiſchen Minderheit in Polen, die Abgeordnete Rudnicka, entwarfen ein lebendiges Bild von den Zuſtänden in der Sowjetukraine. Aus ihren Berich⸗ ten ergab ſich, daß die jetzige Hungersnot nicht wie diejenige von 1922 zufolge einer ſchlechten Ernte oder ſonſtigen Naturkataſtrophe ſei. Das Land, das früher als die Kornkammer Europas bezeichnet worden ſei, wäre viel⸗ mehr durch das Sowjetregime in das furcht⸗ bare Elend hineingewirtſchaſtet worden. Von den Regierungen und Staatsmännern ſei keine Hilfe zu erwarten, da dieſe ſich nicht in die innere Angelegenheiten eines anderen Landes einmiſchen wollten. Beide Reoͤner verurteilten die Behauptung Herriots in überaus ſcharfer Weiſe, er habe auf konnte— halten wir für grundſätzlich be⸗ ſeiner Reiſe durch Rußland von der Hungersnot rechtigt, wobei wir es jedoch auch für gerecht⸗ 1 nichts geſehen. e eee Das Staatsbegräbnis für Muchow und Mähling Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 17. Septemebr. Unter außerordentlich ſtarker Beteiligung wur⸗ den heute der Leiter des Organiſationsamtes der Deutſchen Arbeitsfront und ſtellvertretende Führer der NSBO Reinhold Muchow und Sturmbannfüh⸗ rer Willy Mähling zu Grabe getragen. An der Trauerfeier im Sitzungsſaal der Arbeiterbank nah⸗ men Vertreter aller Reichs⸗, Staats⸗ und ſtädtiſchen Behörden ſowie der Gliederungen der NSDAP und ihrer Organiſationen teil. Die Trauerrede hielt der Biſchof von Brandenburg, Hoßenfelder. Die beiden Toten ſeien Sämänner geweſen in dieſer Zeit, aber ſie ſeien auch Saatkörner Gottes geweſen, der ſie eingeſäht habe in den Acker der deutſchen Zeit. Der Führer der Deutſchen Arbeitsfront, Staatsrat Dr. Ley, rief den beiden Toten Worte des Geden⸗ kens nach. Symbolhaft ſei es, daß der Sarg Muchows in dem Hauſe ſtehe, um das er gekämpft und gerun⸗ gen habe. Die Namen der beiden Toten ſeien un⸗ auslöſchlich eingeſchrieben in die Geſchichte der Be⸗ wegung. Die große Zahl der Trauergäſt e, unter ihnen 3000 NS BO⸗ Mitglieder und 3000 S A⸗ Männer, geleiteten dann die ſterblichen Ueber⸗ reſte in feierlichem Trauerzuge durch dichtes Men⸗ ſchenſpalier zum Luiſenſtädtiſchen Friedhof, wo die Särge der Erde übergeben wurden. Von der Straße bis zur Gruft bildeten SA⸗ und NSBoO⸗Leute, mit brennenden Fackeln in der Hand, Spalier. Ein Fahnenwald umgab die Gruft der beiden toten Kämpfer. Staatsrat Schuhmann und Standartenführer Mühlberg riefen den bei⸗ den Toten Abſchiedsworte nach. Im Anſchluß an Gebet und Segen des Geiſtlichen legte Staatsrat Dr. Ley im Auftrage des Führers zwei Kränze an der Gruft der beiden Toten nieder, und Major Mende, der Adjutant des Miniſterpräſidenten, einen Kranz in deſſen Auftrage. Dann ſenkten ſich bei dem Liede vom guten Kameraden die Fahnen zum Gruß über die Gruft. Der NSBO⸗Landesobmann für Baden, Würt⸗ temberg und Heſſen und Bezirksleiter der Deutſchen Arbeitsfront Südweſt, Fritz Plattner, widmet dem tödlich verunglückten Reinhold Muchow folgen⸗ den Nachruf: Ein furchtbarer Unglücksfall hat unſeren allſeits hochgeſchätzten ſtell vertretenden NSBoO⸗Leiter und Amtsleiter der Orga⸗ niſationsabteilung der Deutſchen Ar⸗ beitsfront, Reinhold Muchow, mitten aus wertvollſter Aufbau ar beit jäh herausgeriſſen. Noch am Sonntag waren wir mit ihm an ernſter Arbeit in der Sitzung des Kleinen Arbeitskonvents zuſammen und hatten Ge⸗ legenheit, ſeine unverwüſtliche Schaffenskraft, ſeinen raſtloſen Eifer, ſeine überragenden Fachkenntniſſe und nicht zuletzt ſeinen kerndeutſchen lauteren Cha⸗ rakter zu bewundern. Alle, die ihn näher kannten, ſchätzten und lobten ihn als einen jederzeit hilfs⸗ bereiten, aufrichtigen, allem Großen aufgeſchloſſenen Menſchen, deſſen ganzes Sinnen und Trachten un⸗ ſerer Bewegung galt. Im Kampfe um den deutſchen Arbeiter ſtand er in vorderſter Linie, Als der Erſten einer hatte er die große Bedeutung erkannt, die der Pionierarbeit draußen in den Betrieben zukommt, und ſo arbeitete er dann auch all die Jahre hindurch mit leiden⸗ ſchaftlicher Hingabe an dem Ausbau der Betriebs⸗ zellen, deren Geſamtorganiſation im Reiche im we⸗ ſentlichen als ſein Werk angeſehen werden darf. So war ſein allzu früh beſchloſſenes Leben ein raſtloſer Einſatz für unſere Ideen, für unſeren Füh⸗ rer und unſer Vaterland, zugleich ein ſeltenes Bei⸗ ſpiel treueſter Pflichterfüllung, das uns ſtets voran⸗ leuchten ſoll. In ſeinem Sinne wollen wir weiterarbeiten. Das geloben wir in dieſer Stunde. Sein An⸗ denken wird in uns fortleben. Ausſprache der nationalen Minderheiten in Bern — Der Kommunist Max Hölz in Rußland ertrunken Meldung des Wolff⸗Büros — Moskau, 17. September. Die Telegraphenagentur der Sowjetunion meldet: Der bekannte deutſche Kommuniſt Max Hölz iſt geſtern bei einer Bootsfahrt auf dem Oka⸗Fluß in der Nähe der Stadt Gorki ertrunken. de Max Hölz war während der innerpolitiſch beweg⸗ ten Jahre der Nachkriegszeit zum Schrecken in Deutſchland geworden. Im November 1918 wurde er Vorſitzender des Erwerbsloſenrates in Falken⸗ ſtein im Vogtland und übernahm die Führung in der im März 1920 im Vogtland von den Kommuniſten inſzenierten Gegenaktion gegen den Kapp⸗Putſch. Alz die Reichswehr in dieſen Kampf eingriff, flüchtete Hölz in die Tſchechoſlowakei, die ſich dem deutſchen Auslieferungsbegehren widerſetzte. Im März 1921 ſetzte ſich Hölz an die Spitze des kommuniſtiſchen Auf⸗ ſtandes in Mitteldeutſchland. Er wurde gefangen genommen und wegen Hochverrats und Totſchlags zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Er verbüßte die Strafe in Sonnenburg, wurde aber im Zuſammenhang mit der Amueſtie von 1928 aus der Haft entlaſſen. Vorwiegend hielt ſich Max Hölz in den letzten Jahren ſeines Lebens in der Sowjet⸗Union auf. Er ereichte ein Alter von 43 Jah⸗ ren. Sein Geburtsort war Moritz bei Rieſa. Freundliche Worte eines engliſchen Miniſters für Deutſchland g Meldung des Wolff⸗Büros — London, 17. September. Auf einer konſervativen Parteiverſammlung in Carnouſtie(Schottland) führte der Staatsſekretär des Innern, Sir John Gilmour u. a. aus: Auf dem Feſtlande erleben wir lein neues Sich⸗ regen in Deutſchland und ſicher werden wir alle es mit Freude erleben, daß die deutſche Nation von dem Gefühl erfüllt iſt, ſte habe wieder ein Recht darauf, von den andern Völkern des Kontinents auf dem Fuß der Gleichheit behandelt zu werden. Ich habe die Zuverſicht, daß die dort in Gang befindliche Bewegung den Deutſchen die Mög⸗ lichkeit gibt, auf der Baſis der Gleichberechti⸗ gung ihren gebührenden Platz in der Gemeinſchaft der Nationen einzunehmen. Nicht London ſondern Leipzig Meldung des Wolff⸗ Büros — London, 17. September. Die Verhandlungen des ſogenannten„Inter⸗ nationalen Unterſuchungs⸗Ausſchuſſes für den Reichstagsbrand“ finden in der engliſchen Preſſe mit Ausnahme des ſozialiſtiſchen„Daily Herald“ eine ſehr kühle Aufnahme. Sehr bemer⸗ kenswert iſt es, daß die liberale„News Chro⸗ nicle“ jetzt ſehr ſcharf von den Verhandlungen des Unterſuchungs⸗Ausſchuſſes abrückt und ſagt, daß nicht London, ſondern Leipzig der Platz ſei, wo eine Antwort auf die Urſache des Reichs⸗ tagsbrandes⸗ gefunden werden müſſe. Ein etwaiges Ergebnis hätte gar keinen Wert, da das Be⸗ weismaterial ſelbſtverſtändlich nicht vollſtändig fei Die deutſche Regierung ſei zu der Anfrage bel der engliſchen Regierung, ob dieſe Verhandlungen eine offizielle Zuſtimmung genießen, ſelbſtverſtändlich he⸗ rechtigt geweſen.„News Chroniele“ ſtellt die Frage, was man wohl im Falle eines Brandes des Parla⸗ ments in England denken würde, wenn man in Berlin dann eine Unterſuchung unter der An⸗ nahme abhalten würde, daß die engliſchen Gerichts⸗ verhandlungen einem Rechtsbruch gleichkämen. bb Zwei Todesurteile in Lübeck — Lübeck, 17. Sept. Das Schwurgericht verur⸗ teilte die beiden früheren Reichsbannerangehörigen Käding und Fick zum Tode. Die beiden haben in der Nacht zum 31. Juli 1932 den Nationalſozialiſten Willt Meinen erſtochen. Die wegen Meineides angeklagten Reichsbannerangehörigen Koop und Kreutzfeld konnten wegen der ſogenannten Schleicher⸗ amneſtie nicht verurteilt werden. — ä ñ k——— Der Altmeiſter der Mathematik Zum 150. Todestag von Leonhard Euler In dieſen Tagen gedenken wir eines Mannes, der zu den bedeutendſten Gelehrten am Hofe Fried⸗ rich des Großen gehörte. Es iſt Leonhard Euler, der vor 150 Jahren, am 18. September 1783 geſtorben iſt. Der franzöſiſche Phyſiker Arago ſagte von ihm, daß er rechnete wie andere atmen. Das beweiſt ſeine Hinterlaſſenſchaft, die von der Schweizeriſchen Naturforſchenden Geſellſchaft in 70 dicken Quartbänden herausgebracht wird. Seine 800 wiſſenſchaftlichen Arbeiten enthalten grundlegende Erkenntniſſe, die man heute in der Mathematik, in der Geometrie und in der Mechanik als Eulerſche Formeln und Eulerſche Sätze ſtändig anwendet. Leonhard Euler iſt von Geburt Schweizer ge⸗ weſen, aber ſeiner völkiſchen Herkunft nach und ſeiner engen Verbundenheit zu Berlin dürfen wir ihn in die Reihe der großen deutſchen Gelehrten einreihen. Urſprünglich iſt er Theologe geweſen, um einem Wunſch ſeines Vaters zu entſprechen, aber ſeine Neigung trieb ihn bald zur Mathematik. Er hatte das Glück, Schüler des berühmten Profeſſors Bernoulli in Baſel zu werden. Bereits im Alter von 20 Jahren hatte er ſo her⸗ vorragende wiſſenſchaftliche Arbeiten veröffentlicht, daß ihn die Kaiſerin Katharina J. 1727 an die neu gegründete Akademie der Wiſſenſchaften in Peters⸗ burg berief. Ein Angebot Friedrichs des Großen, nach Berlin zu kommen, nahm der junge Gelehrte gern an, zumal ihn die bewegten politiſchen Verhält⸗ niſſe in Rußland nicht zur Ruhe kommen ließen. Eu⸗ ler wurde das bedeutendſte Mitglied der damals noch jungen preußiſchen Akademie der Wiſſenſchaften. In nähere perſönliche Beziehung zu dem großen König iſt Euler nie gekommen, da er ſich überhaupt ſehr ner⸗ ſchloſſen zeigte und gar kein Bedürfnis nach geſell⸗ ſchaftlichem Verkehr hatte, 25 Jahre iſt Euler in Ber⸗ lin geblieben, wo er ſeine grundlegenden Arbeiten veröff enklicht hat. Man muß über die ungeheure hoch⸗ wertige Wroduktivitt des Forſchers ſtaunen, der zu jener 85 halb erblindet war und ſpäter völlig ek blindete. Die Hälfte ſeiner Arbeiten— ſie belaufen ſich auf etwa 400— ſind im Laufe von 17 Jahren in völliger Blindheit geſchrieben. Im Jahre 1766 folgte Euler einem Rufe Katharina II. und ging wieder nach Petersburg, wo er bis zu ſeinem Lebensende ver⸗ blieb. Er hat ein Alter von 76 Jahren erreicht. Leonhard Euler iſt der vielſeitigſte Mathematiker, die wir je erlebt haben. Sämtliche Gebiete dieſer Wiſſenſchaft hat er bereichert und ſogar neugeſchaffen wie z. B. die Variationsrechnung, die gerade heute im Zeitalter der Statiſtik hohe Bedeutung erlangt hat. Er hat zum erſten Male die Begriffe des Loga⸗ rithmus, der Integrale und der Exponentialfunktion erklärt. Von ſeiner klaren naturwiſſenſchaftlichen Auffaſſung zeugen ſeine Schriften über die Natur des Lichts. Als einziger iſt er ſeiner Zeit den Newton⸗ ſchen Theorien entgegengetreten und hat ſich für die ſpäter als gemeingültige erkannte Huyghensſche Auf⸗ faſſung von der Wellentheorie des Lichts eingeſetzt. Anläßlich des Phyſtker⸗ und Mathematiker⸗Tages, der am 18. September, alſo am Todestag Eulers, in Würzburg beginnt, wird man in einer größeren Feier des großen deutſchen Gelehrten gedenken. „Deutſche Kulturtage am Rhein“. Das Pro⸗ gramm der„Deutſchen Kulturtage am Rhein“, die vom 6. bis 15. Oktober dieſes Jahres von der Lan⸗ desleitung Rhein⸗Sgar und der Ortsgruppe Köln des Kampfbundes für Deutſche Kultur ge⸗ meinſam mit der Stadtverwaltung Köln durchgeführt werden, wird jetzt in der„Deutſchen Kultur⸗Wacht“ veröffentlicht. Einer großen Eröffnungskundgebung am 6. Oktober, zu welcher hervorragende Führer der Bewegung erwartet werden, folgt am 7, 8. und 9. Oktober das 20. Deutſche Bach⸗Feſt. Während dieſer Tage wird ſich die Tätigkeit des Kampfbundes auf Schulen, Erwerbsloſenheime und Krankenhäuſer erſtrecken. An jedem der folgenden Tage findet all⸗ abendlich eine große Kundgebung in der großen Meſſehalle ſtatt. Vor allem ſind hierbei der rheini⸗ ſchen Jugend, den rheiniſchen Frauen und den xheiniſchen Han d⸗ und Geiſtes arbeitern beſondere Tage mit großen kulturellen Kundgebungen „ 8 der„Tag de.. 4 beiter der Fauſt und der Stirn“, der von der NS BO und der Univerſität gemeinſam veranſtaltet wird, ſoll dem allſeitigen Streben nach einer wahren Volksge⸗ meinſchaft Ausdruck verleihen. Die Schlußkundgebung am 15. Oktober ſoll beſon⸗ ders eindrucksvoll werden. Hierzu hat der Reichs⸗ organiſationsleiter des Kampfbundes für Deutſche Kultur, Staatskommiſſar Hinkel, ſein Erſcheinen be⸗ reits zugeſagt. Uraufführung in Baden-Baden Karl Irmlers„Deutſches Feſtſpiel“ wurde auf der Baden⸗Badener Kurhausbühne ur⸗ aufgeführt. Es iſt eine Szenenfolge ernſter und hei⸗ terer dramatiſcher Bilder aus der deutſchen Ge⸗ ſchichte. Hervorgegangen iſt das Spiel aus dem ur⸗ ſprünglichen Stück„Auf roter Erde“, das 1927 in Verherrlichung weſtfäliſcher Geſchichte unter einem Maſſenaufgebot von Mitwirkenden in der mächtigen Dortmunder Weſtfalenhalle als wirkungsvolles Feſt⸗ ſpiel in Szene ging. Jetzt hat es durch Ausmerzung lokal gebundener Bilder und Einfügung von Szenen allgemein vaterländiſchen Inhalts, die auf die Schmach van Compiegne 1918 die Neuordnung Deutſchlands am Hitlertag von Potsdam 1933 zeigen, einen geſamt⸗deutſchen Charakter erhalten, der es vor allem als Feſtſpielaufführung bei nationalen Anläſſen beſonders geeignet erſcheinen läßt. Die einzelnen dramatiſchen Szenen, die von Hermann dem Cherusker, vom badiſchen Türkenlouis, von Friderieus Rex, vom Gericht über Napoleon, von Sedan, Compiegne und Potsdam Schilderungen voll ernſter Mahnung geben und dazu in einem Simpli⸗ ziſſimus⸗Streich aus dem Dreißigjährigen Kriege und dem grotesken Sturm auf Dilsberg anno 1849 auch die heitere Note erklingen laſſen, ſind an ſich äußerlich zuſammenhanglos aneinander gereiht. Es verbindet ſie die innere Linie des Erlebens deutſcher Notzeiten durch 19 Jahrhunderte mit dem Ausblick in glücklichere Tage. Daß auch dieſe nur im ſteten Kampf um des 5 und des ganzen N Um eine Fichte kreiſen fröſtelnd Sterne; 0 Daſein ein Volk ſtark und lebensvoll erhalten kön⸗ nen, war der Inhalt der einleitenden und abſchlie⸗ ßenden Worte, mit denen der Kreisleiter Bürkle dieſer Aufführung ihre eigene Bedeutung gab. Für die Aufführung waren alle Kräfte der Baden⸗Bade⸗ ner Bühne mobil gemacht, dazu Irma Fink mit ihrer Tanzſchule, Männergeſangvereine und Kurorcheſter. Zum Schluß gab der Kreisleiter noch herzliche Worte als Dank an den kommiſſariſchen Leiter der Stäbt⸗ Schauſpiele, Oberſt Grimm⸗ Provence, deſſen Verdienſt um die Erhaltung und Fortentwicklung der Baden⸗Badener Bühne er mit vom Publikum begeiſtert aufgenommenem Danke feierte. A. H. Die künftigen Tonkünſtlerfeſte des Allgemeinen Deutſchen Muſikvereins. In den Münchener Kreiſen des Allgemeinen Deutſchen Muſikvereins gedenkt man, das nächſtfßährige Tonkünſtlerfeſt des Muſtkyereins in München abzuhalten. Feſte Ab⸗ machungen liegen allerdings noch nicht vor. Verbun⸗ den mit dem Münchener Tonkünſtlerfeſt wird die Feier des 70. Geburtstages des Ehrenvorſttzenden Richard Strauß, der von 1900 bis 1909 erſter Vorſitzender des Vereins war. Für das Jahr 1985 iſt eine Einladung nach Hamburg durch den Gene⸗ ralintendanten Strohm in Einvernehmen mit dem Hamburger Senat erfolgt. Der erſte Vorſitzende des Vereins, Profeſſor Dr. Siegmund v. Hauſeg⸗ ger hat dieſem Hamburger Plan bereits grundſätz⸗ lich zugeſtimmt. Herbſtnacht Von Hanus Johſt Auf den Schultern verſchämter Buchen ruht Des braunen Abends lächelndes Geſicht. Und eine Wolke— wie im Uebermut Den welken Tag von dunklen Zweigen bel f Die Turmuhr zwang ſie in das Zeitgehäuſe. Den Schlaf der Giebel und den Traum der ne Umflattern. e N 1 8 Son Dürk ber de empfan, lichen 0 ſeilgebo Der erhielt, Pfälzer ſteht, h. hungskr und M. Rhein lä waren Wurſtm geſt des land ein Auch volle V Luft, ha mer ge: wie Kan ihre Se menten eines ei in karn Saft de daneben ſingen 1 beln, de Es wi und gel Karuſſel Schießb!. Glücks r. lein un Als ten, zog fahrzeug wagen, rollte m Und all 1 Wurſtm war. 5 5 Das eins, eine Fo Brahms und Hei kommen ſenen 2 geworde dichtung Männer „Die dr nuch„D chen“ vr Kurpfal, Vortrag Sänger und ma Leiſtung ihrer E Männer öpliſtiſch, die Lied 99. ſang, an Von die gu erwö eine tra tonunge Vortrag über de eine Ta Stunde. ter beſo Zeitauft ſondern die Güt die Mer denken de Der ſeinem außer lung b geordnet Artur 8 zahlreich Rückblic Im Anf für die des Gef. Ehrenvo handlun Führun; Artur 3 Entlaſtu luſt ſeit Führun; deshalb einwand deſſen d als Fül mit alle Nach E Führerſ men: V Anton Kaſſenw In den Bierma Oblände Herr He entgeger Regieru dem Va Montag, 18. September 1933 Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe 8. Seite/ Nummer 480 Die Stadtseite Mannheim, den 18. September 1933. Wurftmarkt-Ausklang Sonntag nacht iſt er zu Ende gegangen. Der Dürkheimer Markt, der ſeinen Namen von der dampfenden, brutzelnden, prächtigen Wurſt empfangen hat, die man in vielen tauſend appetit⸗ lichen Exemplaren in hundert Ständen und Zelten ſeilgeboten hat. Der Markt, der von der Wurſt ſeinen Namen erhielt, aber im Zeichen der hundertprozentigen Pfälzer Fröhlichkeit, des Weines und des Tanzes ſteht, hatte auch in dieſem Jahr ſeine alte Anzie⸗ hungskraft nicht verloren. Tauſende von Pfälzern und Mannheimern, Hunderte von Badenern und Rheinländern, zahlloſe Gäſte aus dem Saargebiet waren nach Dürkheim gefahren, um dem Gott des Wurſtmarktes zu huldigen, um wieder einmal ein geſt des Weines zu erleben, wie es in ganz Deutſch⸗ land einzig iſt. Auch dieſes Wochenende ſah eine zum Platzen volle Vergnügungsſtadt. Weinfröhlichkeit lag in der Luft, hatte die Gemüter erfüllt und die Herzen wär⸗ mer gemacht. Die rieſigen Zelte, in denen wacker wie Kanoniere in der heißeſten Schlacht die Muſiels ihre Schlagerlieder und Märſche aus allen Inſtru⸗ menten abfeuerten, waren zum Berſten voll. Voll eines ewig durcheinander quirlenden Völkchens, das in karnevaliſtiſcher Stimmung war. Das dem edlen Saft der Pfälzer Reben ſeinen Tribut zollte und baneben nicht vergaß, ſehr heftig fidele Lieder zu ſingen und die Mädels über die Tanzböden zu wir⸗ beln, daß es eine Luſt war Es wurde wacker getrunken, geſungen,„geſchwooft“ und geküßt, es wurden die Luftſchaukeln und die Karuſſells in Bewegung gehalten und an den Schießbuden knallten luſtig die Büchſen. Auch die Glücksräder drehten ſich ebenſo munter, wie Männ⸗ lein und Weiblein im Walzerrhythmus Als die Hähne längſt das Krähen hinter ſich hat⸗ ten, zog man heimwärts in Geſchwadern von Motor⸗ fahrzeugen aller Kaliber. In Omnibuſſen, Pferde⸗ wagen, Kraftwagen und mit der Rhein⸗Haardtbahn rollte man zurück. Nüchtern oder ziemlich beſchwipſt. And alle geſtanden ſich laut oder leiſe, daß der Wurſtmarkt⸗Rummel wieder einmal famos geweſen war. f. „Volk und Heimat“ Abendkonzert des MG„Liederhort“ Das Konzert des Männergeſanugver⸗ eins„Liederhort“ Neckarſtadt⸗Oſt e.., das eine Folge von Liedern und Chören vor allem von Brahms und Silcher bot, ſtand im Zeichen von Volk und Heimat, eines neuerdings wieder zu Ehren ge⸗ kommenen Begriffes, dem aber auch in der verfloſ⸗ ſenen Zeit unſere Geſangvereine nie ganz untreu geworden ſind. Von den gern geſungenen Ton⸗ dichtungen F. Silchers hörten wir eingangs den Männerchor„Friſch geſungen“, dann„Untreue“, „Die drei Röslein“ und„Abſchied“; es fügten ſich auch„Das ſtille Tal“ von R. Wörz,„Pappelmänn⸗ chen“ von G. Wohlgemuth und„Der Jäger aus Kurpfalz“ von A. v. Othegraven recht gut in die Vortragsfolge ein. Muſikdirektor H. Forth hat ſeine Sängerſchar in eine vortreffliche Schule genommen und man muß ſchon ſagen, daß er mit vorzüglichen Leiſtungen aufwartet. Die Volkslieder kamen in ihrer Einfachheit gut zur Geltung. Die Reihe der Männerchöre wurde angnehm unterbrochen durch 9 ſoliſtiſche Darbietungen von Fräulein Lu Huiſſel, die Lieder für Sopran ausſchließlich von J. Brahms ſang, am Flügel von Muſikdirektor Forth begleitet. Von dieſen Liedern iſt beſonders das„Wiegenlied“ gu erwähnen. Die begabte Sängerin verfügt über eine tragfähige, klare Stimme, ſie kann die Ver⸗ tonungen von Brahms vielleicht noch inniger zum Vortrag bringen. Die Klavierbegleitung ſtand weit über dem Durchſchnitt. Das Konzert, dem ſich noch eine Tanzunterhaltung anſchloß, dauerte knapp eine Stunde. dies iſt eine Tatſache die der Berichterſtat⸗ ter beſonders lobenswert findet, nicht wegen des Zeitaufwandes, der für ihn keine Rolle ſpielen darf, ſondern deshalb, weil er als gewiſſenhafter Kritiker die Güte des Gebotenen höher zu ſchätzen hat als ote Menge. Es gibt viele Vereine, die das be⸗ denken ſollten. WII. Gleichſchaltung des Geſangvereins Sängerluſt Der Geſangverein Sängerluſt nahm in ſeinem Vereinslokal„zur Landkutſche“ in einer außer ordentlichen Generalverſamm⸗ lung die von der Kreisleitung der NSDAP an⸗ geordnete Gleichſchaltung vor. Der 1. Vorſttzende Artur Heine begrüßte mit herzlichen Worten die zahlreich Erſchienenen und gab nach einem kurzen Rückblick die Gleichſchaltungsvorſchriften bekannt. Im Anſchluß daran dankte er ſeinen Mitarbeitern für die treue Pflichterfüllung und ſtellte im Namen des Geſamtvorſtandes deren Aemter zur Verfügung. Ehrenvorſitzender Adam Ammann, dem die Wahl⸗ handlung oblag, pries die langjährige vorbildliche Führung des Vereins durch den 1. Vorſitzenden Artur Heine und ſeine Mitarbeiter und erteilte Entlaſtung. Herr Ammann betonte, daß die Sänger⸗ luſt ſeit Gründung und davon 30 Jahre unter ſeiner Führung ſtets auf nationaler Grundlage ſtand und deshalb auch fernerhin die beſte Gewähr für eine einwandfreie Leitung gegeben iſt. Er ſchlage infolge⸗ deſſen den bisherigen Vorſitzenden Artur Heine als Führer vor. Hierauf wurde Herr Artur Heine mit allen gegen eine Stimme zum Führer gewählt. Nach Ernennung ſeiner Mitarbeiter ſetzt ſich die Führerſchaft aus folgenden Perſönlichkeiten zuſam⸗ men: Vereinsführer: Artur Heine, Stellvertreter: Anton Steinhart, Schriftwart: Wilhelm Bauſt, Kaſſenwart: Karl Benz, Beiſitzer: Edwin Baum. In den Wirtſchaftsausſchuß wurden berufen: Rudolf Biermaier, Ludwig Frei, Andreas Gutfleiſch, Hch. Obländer, Wilhelm Rheinwald und Emil Schaible. Herr Heine übernahm die Führung, dankte für das entgegengebrachte Vertrauen, gelobte im Sinne der Regierung zu handeln und ſeine Kraft dem Verein, dem Vaterland und der Pflege des deutſchen Liedes und 20 Fahre treu dem deutſchen Nied Der eindrucksvolle Feſtabend des Männergeſangvereins Sängerkranz „Die feſtlichen Veranſtaltungen anläßlich der fünfundzwanzigſten Wiederkehr des Gründungstages des Männergeſang⸗ vereins Sängerkranz Mannheim E e er⸗ hielten ihre Krönung durch einen Feſtabend in den Sälen des Friedrichsparks. Bis auf den letzten Platz waren die reich mit Fahnen und Lor⸗ beerbäumen ausgeſchmückten Räume beſetzt, als nach einleitenden Muſikſtücken der Kapelle Seezer und einem von Fräulein Ruf fler vorgetragenen Vor⸗ ſpruch der erſte Vorſitzende, Albert Brehm die Erſchienenen mit herzlichen Worten begrüßte. Sein beſonderer Gruß galt den auswärtigen Vereinen: Liederkranz Kehl, Liederkranz Achern, Liederkranz Calw, Freundſchaft Heidelberg⸗Hand⸗ ſchuhsheim und Sängereinheit Viernheim, dann aber auch Herrn Hügel als Vertreter der Mannheimer Sängervereinigung und des Badiſchen Sängerbun⸗ des, dem Vorſitzenden des Hanauer Sängergaues, und den Mannheimer Geſang ve in een, die durchweg in beachtenswerter Zahl erſchienen waren. Der Redner ſtellte die hierdurch zum Aus⸗ druck gebrachte echte Sängerfreundſchaft der Jugend als Vorbild hin und bat ſie, ſich in die Ge⸗ ſangvereine einreihen zu wollen. Der Nach wu ch 8 ſei beſonders erwünſcht, nachdem das deutſche Lied mehr als früher zu Ehren kommen 3 wird. Die Veranſtaltungen hätten gezeigt, welches Leben bei den Männergeſangvereinen pulſiert. Die Aufführung des Chorwerkes„Volk“ von Hans Heinrichs, die wieder wie beim Feſtkonzert ſtarken Beifall auslöſte, und die Darbietungen der Sopraniſtin Suſi Frank, die von Hertha Gromer am Klavier begleitet, mit hohem künſtleriſchem Emp⸗ finden die„Pagenarie“ aus den„Hugenotten“, das „Wohin“ von Schubert und„Liebesfeuer“ von Wein⸗ gartner ſang, leiteten über zu den Ehrungen, die nach einem von dem Chor vorgetragenen Weihelied durch den Vorſitzenden Brehm vorgenommen wur⸗ den. In kurzen, aber um ſo herzlicheren Worten dankte der Vorſitzende den Getreueſten der Getreuen. Großen Jubel löſte es aus, als Chormeiſter Emil Hartmann für ſeine 20 jährige Dirigen⸗ tentätigkeit, die ſtets der öffentlichen Kritik ſtandhalten konnte, zum Ehrenchormeiſter er⸗ nannt wurde. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wur⸗ den die Herren Ad. Zink, Phil. May, Jakob Fuhr und L. B. Apfel. Die Aktiven, die ſeit 25 Jahren dem Chor angehörten, wurden durch Ueberreichung einer künſtleriſch ausgeführten Plakette geehrt: Georg Adam, Joſef Beichert, Valentin Blättler, L. H. Diehl, Ad. Emig, Fr. Gerwig, Ad. Heck, Andregs Haag, L. Herbold, Edmund Kraus, E. Metz, Georg Ruffler, R. Siebert, Hermann Trembich, W. Waic, P. Wollmann, Ad. Zink. Den paſſiven, ſeit 25 Jah⸗ ren dem Verein angehörigen Mtgliedern L. B. Apfel, Jakob Fuhr, Wilhelm romer, Johann Glinz, P. K. Geyer, Leonhard Hanbuch, Wilhelm Heſſenauer, Wil⸗ helm Kegreiß, Heinrich Keicher, Georg Lamerdin, Jakob Lang, Kurt Maibier, Karl Stoll, Fr. Seezer, Chr. Schönhaar, Bruno Weinhold, Wilhelm Zauß zu widmen. Mit dem Lied„Deutſchland, dir mein Vaterland“ und dem erſten Vers des Horſt⸗Weſſel⸗ Liedes wurde die harmoniſch verlaufene Verſamm⸗ lung geſchloſſen. Die Beteiligung an dem in der gleichen Verſamm⸗ lung beſchloſſenen Herrenausflug in die ſon⸗ nige Pfalz war der geſamten Aktivität dadurch mög⸗ lich, daß das Fahrgeld von den Zinſen der Reiſekaſſe beſtritten wurde. Der Reichsbahnſonderzug 11.35 Uhr ab Mannheim brachte die Ausflügler nach Bad Dürkheim. Nach einer kurzen Fußwanderung wurde in Grethen(Reſtaurant Jagdſtübel) Einkehr gehal⸗ ten. Bei einem guten, preiswerten Glas Wein ver⸗ brachte man den Nachmittag in guter Unterhaltung. Die Hauskapelle lieferte unter Leitung des Sanges⸗ bruders Albert Roth ſchmiſſige Muſik. Der be⸗ liebte Vereinsſoliſt Adam Grimm erfreute mit ſeiner prächtigen Baritonſtimme mit einigen Wein⸗ und Rheinliedern. Sangesbruder Joſef Paul hatte mit ſeinen geſangs⸗ und humoriſtiſchen Vorträgen die Lacher auf ſeiner Seite. Mit hohem Genuß konnte man den Klaviervorträgen des Muſikdirektors Emil Sieh und ſeines Zöglings Emil Bender lau⸗ ſchen. Die Aktivität ſang unter Muſikdirektor Emil Sieh's Leitung einige ſtimmungsvolle Chöre. Sämt⸗ liche Darbietungen fanden reichen Beifall. Gegen abend wurde dem Wurſtmarkt ein Beſuch abgeſtattet. Der Sonderzug 21.32 Uhr ab Dürkheim brachte die Ausflügler in fröhlichſter Stimmung nach Mannheim zurück. D. Die Handharmonika als Volksinſtrument Gautreffen des Handharmonikaverbandes Das für den inneren Wiederaufbau ſo bedeutſame Aufblühen der Volksmuſik in der Nachkriegszeit iſt mit der Jugendwanderbewegung eng verknüpft. Ihr beſonders dankt man die Wiedererweckung von Lied und Reigen als Gemeinſchaftskunſt, wie auch die zunehmende Verbreitung der„Klamp⸗ fen“, der Mandolinen, Lauten und Gitarren. Junge Leute zumeiſt laſſen ſich auch die Pflege der Han d⸗ harmonika angelegen ſein, deren eine vielver⸗ breitete neue Inſtrumentenkunde überhaupt noch nicht gedenkt. Seit etwa drei Jahren haben ſich die Freunde dieſes„tragbaren Hausklaviers“ des kleinen Mannes zu einem Bund zuſammengeſchloſſen, der bereits 400 Orcheſter umfaßt. Die geſtrige Konzertprobe“ des Rhein⸗ Neckarbezirks im Deutſchen Handhar⸗ monikaverband war in Wahrheit ein recht ge⸗ lungenes Probekonzert für die kommende Winterſpielzeit. Erſchienen waren die Vor⸗ ſtände und die beſten Spieler der Vereine Manuheim, Waloͤhof, Nerckarau, Käfertal, Sandhofen, Seckenheim, Heidelberg, Weinheim, und aus der Pfalz die Clubs von Ludwigshafen, Frieſenheim, Oppau, Oggersheim Frankenthal. Der Bezirksvorſitzende J. V. Blatz⸗Ludwigshafen begrüßte die Verbandsmit⸗ glieder und erinnerte an die glänzend verlaufene ö und Phil. May wurde der Ehrenbrief des Vereins überreicht. Mit großer Genugtuung nahm man die Verleihung der Brahmsmedaille an den Ehrenpräſidenten des Sängerkran⸗ zes, Oskar Schleenvoigt, auf. Als Vertreter der Mannheimer Sängervereini⸗ gung und des Badiſchen Sängerbundes ſprach Herr Hügel, der zunächſt ausführte, daß ſich die Sänger ſtets durch das Lied adeln laſſen und daß der Ge⸗ ſang nicht nur etwas Erhabenes und Hehres iſt, ſondern daß er auch der Erholung nach des Tages Laſt und Mühen dient. Gerade die heutige Zeit braucht mehr denn je ideale Menſchen. Die innere Verbundenheit, die zur Volksge⸗ meinſchaft notwendig iſt, wird beſonders durch den Männergeſang gefördert. An die Rede ſchloß ſich die Ueberreichung der ſilbernen Sängernadel des Badiſchen Sänger bundes an die Mitglieder an, die ſeit 25 Jahren aktive Sänger in den Reihen des Sängerkranzes ſtehen. Für 40 jährige Treue am deutſchen Lied erhielten die Herren Va⸗ lentin Blättler, Ludwig Herbold und Edmund Kraus den Ehrenbrief des Badiſchen Sängerbundes. Die Vereinsnadel für 15 jährige Zugehörig⸗ keit erhielten noch die Herren Max Rieſterer, Wil⸗ helm Olbert, Joſef Heiß, Fritz Gölz und Wilhelm Mergenthaler. Machtvoll brauſte der Badiſche Sän⸗ gerſpruch durch den Saal, als die Ehrungen durch die Uebergabe eines von der Mannheimer Sängerver⸗ einigung geſtifteten Reichskanzlerbildes beendet wur⸗ den. Vorſitzender Brehm dankte im Namen des Vereins, gelobte Treue zum Vaterland und brachte ein dreifaches„Sieg Heil!“ auf Deutſchland, den Reichspräſidenten und den Reichskanzler aus. Nach⸗ dem das Deutſchlandlied und das Horſt⸗Weſſel⸗Lied verklungen waren, ließen die Damen des Vereins durch Frl. Schleenvoigt eine Fahnenſchleife und durch Fräulein Emig ein Banner überreichen. Den Dank aller Ausgezeichneten ſprach Ehrenpräſident Schleenvoigt aus. Er gelobte weiterhin dem Verein die Treue zu bewahren und das deutſche Lied weiter⸗ pflegen zu wollen, zum Wohle des deutſchen Vater⸗ lands. Mit dem Vereinswahlſpruch fand der Weihe⸗ akt ein Ende. Als Soliſten ließen ſich noch die Herren Franz Beck und Karl Huber hören, die von Ehreuchormei⸗ ſter Emil Hartmann begleitet, Arien für Baß und Bariton ſangen. Die Reihe der Geſangsvorträge der Gaſtvereine eröffnete der Männergeſangverein Freundſchaft Handſchuhsheim, der mit 60 Sängern er⸗ ſchienen war. Ihm folgte die Sängereinheit Viern⸗ heim mit 80 Sängern und ſchließlich noch der Lieder⸗ kranz Achern mit 35 Sängern, der wie auch die bei⸗ den anderen Vereine ganz beachtliche Leiſtungen zeigte, die auf eine gute Schulung ſchließen ließen. Die Vereinsvorſtände, wie auch die Vorſtände der Vereine aus Kehl und Calw überbrachten„Geburts⸗ tagsgeſchenke“, die aus Bildern und Notenmaterial beſtanden. Als Gegengaben wurden ihnen von dem Jubelverein ſilberne Pokale überreicht. Es war be⸗ reits 1 Uhr geworden, als der offizielle Teil des Feſt⸗Banketts mit dem deutſchen Sängerſpruch be⸗ endet wurde und die Kapelle Seezer zum Tanz auf⸗ ſpielen konnte, dem ſich Alt und Jung bis zur vier⸗ ten Morgenſtunde hingaben. Schwarzwaldtagung in Donaueſchingen, an der 4000 Spieler teilnahmen, und die auch durch den Rund⸗ funk verbreitet wurde. Wenn der Redner weiter die Hoffnung ausſprach, es möchte glücken, die Handharmonika zu einem kon⸗ zertfähigen Inſtrument auszubilden, ſo wurde dieſer Wunſch durch die vorgetragenen Volksweiſen, Märſche und Tänze recht erfreulich verwirklicht. In Orcheſter⸗ leiter Nägeli hat der Bezirk einen tüchtigen Mu⸗ ſiker gefunden, der für eine ſaubere, beſonders in den Zeitmaßen genaue und doch ſchmiegſame Ausführung beſorgt iſt. Die Darbietungen des Geſamtorcheſters, des Bezirksorcheſters und der Soliſten Nägeli, Diehl und Poigle fanden bei den Zuhörern wohlverdiente Anerkennung. Daß die Ziehharmonika ſchon wegen ihrer leichten Erlernbarkeit einer weite⸗ ren Verbreitung entgegenſehen darf, erſah man aus der erſtaunlichen Fertigkeit, mit der zwei junge An⸗ fänger das Knöpfe⸗ und Ausziehwerk meiſterten. X. * Ihren 67. Geburtstag begeht morgen Dienstag, Frau Klara Bauer Ww., Windmühlſtraße 19/15. Frau Bauer iſt zugleich über 40 Jahre Bezieherin Jago auf einen Jahrradbieb In des Stille des Luiſenparks, die nur von dem Zwitſchern der Vögel und hellem Kinderlachen unter⸗ brochen wird, hallt ein Schrei:„Haltet ihn!“ Ein Mann wird ſichtbar, der mit Rieſenſchritten von der verlängerten Colliniſtraße her auf dem mittleren Gehweg die gegenüberliegende Seite des Luiſenparks zu erreichen und damit ſeinen Verfolgern zu entkom⸗ men ſucht. Zuerſt folgt ihm ein älterer Mann, der mit lauter Stimme die wenigen Beſucher der Anla⸗ gen auffordert, den Flüchtigen anzuhalten. Eine blaue Uniform laucht hinter den Bäumen auf, ein Schupo, der auf dem Fahrrad im Höchſttempo an den verdutzten Anlagebeſuchern vorbeiflitzt und ruft: „Aufhalten!“ Nun wiſſen auch die letzten Zweifler, daß ſich hier eine kleine Alltagsbegebenheit abſpielt. Sie eilen im Laufſchritt hinter dem Verfolgten und den Verfolgern her. Nur kurz iſt das Wettrennen geweſen. Schon hat der Schupo dem Täter die Handſchellen angelegt. Auch das Fahrrad, das der Hüter des Geſetzes ſich von einem jungen Mann ſchnell entliehen hatte, iſt wieder in die Hände des Beſitzers zurückgegeben wor⸗ den. Alles frägt nach den Grund der wilden Jagd. Der Täter, ein Mann in den 40er Jahren, der mit zerknirſchtem Geſicht den Blicken der Umherſtehenden auszuweichen ſucht, hat ein Fahrrad geſtohlen. Nun hat ihn der Arm der Gerechtigkeit erfaßt, noch ehe er von dem Diebſtahl überhaupt einen Vorteil hatte. Schupo und Täter nehmen den kurzen Weg zur Polizeiwache. Ein älterer Mann unterhält ſich mit dem Schrei⸗ ber dieſer Zeilen über das Vorgefallene. Wir ſagen ihm, um was es ſich gehandelt hat und er ſagt uns, daß er mit höchſtem Erſtaunen in dem Täter einen früheren Bekannten erkannt habe, der früher immer ordentlich ſeiner Arbeit nachgegangen ſei und ein gu⸗ ter Familienvater geweſen ſei. Seit ungefähr zwei Jahren ſei er arbeitslos. Ein philoſophiſches Ge⸗ ſpräch über die Arbeitsloſigkeit entſteht. Sie habe viel auf dem Gewiſſen. Die erzwungene Muße laſſe Gedanken aufkommen, die bei beruflicher Inanſpruch⸗ nahme niemals entſtanden wären. Aber bald würde das Arbeitsbeſchaffungsprogramm der nationalen Regierung vielen Menſchen für die der Müßigang den Untergang bedeute, wieder in eine geregelte Tä⸗ tigkeit bringen. L. D. * Der Strandbadbeſuch ſteht immer mehr unter dem Einfluß der Witterung, obgleich man annehmen ſollte, daß gerade die ſchönen Herbſttage zu einem regeren Beſuch Veranlaſſung geben würden. Am Samstag waren es nur 1500 Badegäſte und auch am Sonntag vormittag ſetzte nur ganz zaghaft das Strandbadleben ein. Bis zur Mittagsſtunde werden es kaum 1000 Perſonen geweſen ſein, die ſich über die wärmende Sonne freuten oder die ſich in den Genuß eines Bades in dem 17 Grad warmen Rhein ſetzten. * Zinsſenkung der Badiſchen Kommunalen Lan⸗ desbank. Der Verwaltungsrat der Badiſchen Kom⸗ munalen Landesbank hat auf Antrag des Vorſtehers des Badiſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverbandes wie⸗ derum eine Zinsermäßigung beſchloſſen. Mit Wir⸗ kung vom 1. Oktober 1933 wird der Zinsſatz für kurz⸗ friſtige Gemeindekredite angeſichts der außerordent⸗ lich ungünſtigen Finanzlage ſo vieler Gemeinden von 5% auf 5% v. H. herabgeſetzt, nachdem die Bank be⸗ reits auf 1. Auguſt 1933 eine Senkung von 6 auf 59% v. H. durchgeführt hat. Die Badiſche Kommunale Landesbank— Girozentrale— Mannheim berechnet durch dieſe Zinsgebarung mit die niederſten Zinſen unter den deutſchen Girozentralen. * Ein Kraftraddiebſtahl wurde anläßlich einer durchgeführten Verkehrsprüfung aufgedeckt. Zwei junge Leute im Alter von 17 und 18 Jahren konnten ſich nicht genügend ausweiſen und führten auch nicht die Papiere des Kraftrades mit. Die Nach⸗ forſchungen ergaben, daß das Rad einem Schreiner⸗ meiſter gehörte und von den beiden Burſchen unter Mithilfe eines Dritten aus einer Garage entwendet worden war. Der Diebſtahl wird noch ſchwerer ge⸗ ahndet werden, da die Diebe bei dem Einbruch un⸗ berechtigterweiſe Waffen mitgeführt hatten. * Die Mainzer Bauſparkaſſe Bau⸗ und Wirt⸗ ſchafts⸗AG. gibt einen Film heraus, der in ungefähr —5 Wochen in Mannheim gezeigt wird. Freitag mittag wurde die Eigenheimausſtellung in 8 1, 3 gefilmt. An Neugierigen hat es nicht gefehlt. Die Bevölkerung nimmt an der Ausſtellung regſtes In⸗ tereſſe. 7000 Beſucher holten ſich bis heute die Auf⸗ klärungsſchriften dieſer ſtaatlich zugelaſſenen Bau⸗ ſparkaſſe. Auch die öffentlichen Aufklärungsvorträge, die jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag, abends 8 Uhr, in 8 1, 3 ſtattfinden, waren bisher unſeres Blattes. Wir wünſchen ihr einen ange⸗ gut beſucht. Auf die Filmvorführung wird in der nehmen Lebensabend. Preſſe zu gegebener Zeit aufmerkſam gemacht. eee eee eee eee— 5 Der Werbe-Amzug der„Anuga“ Ein bunter Zug von Fahrzeugen— Muſik, Sprechchöre, Minzermädels Pünktlich um 11 Uhr ſetzte ſich am Sonntagvormit⸗ tag der aus etwa 50 Fahrzeugen beſtehende Anuga⸗Reklamezug in Bewegung. Die Wa⸗ gen hatten ſich beim Schlachthof geſammelt und nah⸗ men dann in der Auguſta⸗Anlage Aufſtellung, von wo aus der Weg durch die Altſtadt und Neckarſtadt, dann durch Ludwigshafen und auf dem Rückweg durch die Schwetzingerſtadt führte. Voraus fuhr der Wagen mit der Ausſtellungs⸗ und Zugleitung, nebenher flitzten Radfahrer mit Armbinden als Zugordner. Auf einem großen Laſt⸗ wagen hatte die Standartenkapelle 171 Platz gefunden, die mit flotten Märſchen das Nahen des Zuges ankündigte. Einheimiſche Firmen, wie die Eisſchrankfabrik Alexander Heberer, die Mayonnaiſenfabrik Nadler u. Co., die Sunlicht⸗Ge⸗ ſellſchaft und einige Automobilvertretungen nahmen in der Reihe der Wagen einen anſehnlichen Platz ein, von dem Lieferwagen einer Lebensmittelgroßhand⸗ lung erklang immer wieder der Ruf eines Kinder⸗ ſprechchors:„Mutti, gib uns Kaba!“ Einfach und geſchmackvoll zeigten ſich die Reklamewagen der Rotti⸗G. m. b.., der Maggi⸗Werke und verſchiedener Feinkoſthäuſer, prächtige Pferdegeſchirre ſah man an dem von vier Pferden gezogenen Bieravagen der Eichbaum⸗Brauerei und die drei Lieferkraftwagen der Oelgroßhandlung Georg Jacob wirkten allein durch schlichte Anordnung der Ladung ganz vorzüglich. Auch auf dem Moccarahm⸗Wagen pries ein Sprechchor das Erzeugnis des Hauſes, während der Wagen der Schwaben⸗Nudelwerke dauernd von einer Horde flinker Buben umlagert war, dle die herabgeworfenen Probepäckchen zu ergattern ſuch⸗ ten. Großen Anklang fand der mit rieſigen Sekt⸗ flaſchen geſchmückte Wagen der Sektkellerei Wachen⸗ heim, von dem freundliche Winzer mädchen ab und zu einen Kelch mit dem perlenden Getränk herunterreichten. Recht vriginell iſt die Rieſenkaffee⸗ kanne von Kathreiners Malskaffee. Die meiſten Fir⸗ men hatten auf die früher übliche prunkvolle Auf⸗ machung verzichtet und prieſen durch gediegene Ein⸗ fachheit ihre Erzeugniſſe in würdiger Weiſe an. Man führt keine Rieſenſchilder mehr mit, auf denen be⸗ hauptet wird, daß dieſe oder jene Ware die beſte ſei, ſondern man nennt den Namen und will die Güte des Erzeugniſſes für ſich ſprechen laſſen. Wir erwäh⸗ nen noch die Firmen Wilhelm Müller, Mineral⸗ waſſergroßhandlung, Mannheim, Heinrich Kuni, Teeimport, Pforzheim, Eviſa Südwein⸗Import, Ph. Gutermann, Fleiſchwarenfabrik, Heidelberg, J. Knab, Delikateſſenhaus, Schokinag und Deutſche Libby⸗Geſellſchaft. Die ſtädtiſchen Werke waren durch einen mit Koks beladenen Laſtwagen vertreten, ein Werbewagen des Univerſums beſchloß den Zug, der nach etwa dreiſtündiger Fahrt zum Ausgangspunkt zurückkehrte. Hoffentlich hat er ſeinen Werbezweck für den Beſuch der Ausſtellung nicht verfehlt. U 4. Sette/ Nummer 430 Neue Mannheimer Zeitung/ Morgen⸗Ausgabe Montag, 18. September 193g Feſttage der alten Sole alen in Karlsruhe Die eindrucksvolle Jubiläumsfeier des Badiſchen Kriegerbundes [Eigener Drahtbericht) 2 Karlsruhe, 17. September. Man kann nur immer wiederholen: der 5. März, der das äußere Bild unſeres Lebens vollkommen veränderte, hat im ganzen badiſchen Volke, beſonders aber in den früher immer als ein wenig ſteif und allzu zurückhaltend anmutenden Karlsruhern innere Hemmungen beſeitigt, ſie zu einer Beweglichkeit ge⸗ löſt, die in Erſtaunen verſetzt. Wer die erſten vater⸗ ländiſchen Gedenktage nach dem Kriege hier erlebte, der ſah ſich ſtets im gleichen Kreiſe. Die Behörden waren ſpärlich vertreten, kurz waren die Feſtzüge und die Zuſchauer von peinlicher Zurückhaltung. Heute aber iſt jedes Feſt, das aus beſter nationaler Tradition geworden, ein Feſt der ganzen Bevölkerung, und ſo iſt es auch in dieſen Tagen, da die badiſche Untergruppe des Kyffhäuſerbundes die 60. Wiederkehr ihres Gründungstages feiert. Nicht nur die in faſt hochſommerlicher Wärme ſtrah⸗ lende Sonne und die überreich mit Fahnen ge⸗ ſchmückte Stadt wirken feſtlich. Nein: vor allem war es das fröhliche Volk, das ſchon in den Nach⸗ mittagsſtunden des Samstag die Straßen füllte, um ſich am Sonntag zu ſammeln und als vielgliedrige Mauer den Umzug zu begrüßen. Gruppen mit Muſik und Fahnen trafen während des Samstag und beſonders mittags ein. Treffpunkt war der Schmiederplatz, auf dem ein großes Er⸗ friſchungszelt, zahlreiche Buden und verſchiedene Muſikkapellen Erquickung und Unterhaltung boten. Am Abend fand dann in der Feſthalle ein Ban⸗ kett ſtatt. Umrahmt von künſtleriſchen Darbietun⸗ gen, das allen, die daran teilnahmen, nicht nur we⸗ gen der faſt Wände ſprengenden Fülle, ſondern vor allem wegen des kameradſchaftlichen Geiſtes, der in ihm ſeinen ſchönſten Ausdruck fand. Nach dem Ein⸗ zug der langen Fahnenreihe und Aufſtellung der Symbole ſoldatiſcher Treue rechts und links vom Podium. Darauf ergriff der Bundesführer, Generalmajor Ullmann das Wort, um an die Kameraden und Gäſte einen herzlichen Willkommgruß zu richten, dabei auch unſeres früheren Fürſtenhauſes gedenkend. Er ehrte dann das Gedächtnis der im Krieg und Frieden heim⸗ gegangenen Kameraden. In einem kurzen Rückblick auf die Geſchichte des Bundes, erwähnte der Redner, daß heute noch etwa 900 Veteranen in den Vereinen lebten, die Deutſchlands Einigungskrieg von 1870/71 mitgemacht haben. Zum Schluß ſtellte er feſt, daß die badiſchen Truppen im Weltkriege an allen Fronten ihr Beſtes hergegeben haben. Es folgte die Anſprache des Vertreters des Kyffhäuſerbundes, Generalmajors a. D. v. Amann. Dieſer überbrachte die Grüße und Glückwünſche des Bundespräſidenten General der Artillerie Exz. von Horn und die des ganzen Kyff⸗ häuſerbundes. Der Redner ſtreifte die Aufgaben der Militärvereine zur Pflege kameradoͤſchaftlichen Geiſtes, Erhaltung vaterländiſcher Geſinnung und Wahrung der Tradition und rühmte die Taten der badiſchen Regimenter, insbeſondere die 28. Diviſion, die überall in den großen Schlachten im Weſten zu finden war. Das Aufgabengebiet hat ſich erweitert. Die Kriegervereine haben ſeit langem den Kampf gegen den Marxismus, gegen die Kriegs⸗ ſchuldlüge, für deutſche Gleichberechtigung und Si⸗ cherheit aufgenommen und den Boden für die natio⸗ nale Erhebung vorbereitet, die durch die außer⸗ ordentlichen Fähigkeiten und Tatkraft eines einzigen Mannes, Adolf Hitlers, zur Wirklichkeit ge⸗ worden iſt. Das hat der Kyffhäuſerbund freudig an⸗ erkannt und ſich ihm unterſtellt mit all ſeinem natio⸗ nalen Wollen. Entſprechend dem Führergedanken hat ſich auch der Kyffhäuſerbund umgeſtaltet. Baden iſt ein vollwertiges Glied im alten Soldaten⸗ bunde, willens zur opferbereiten Arbeit für das neue Deutſchland. Es kommt nicht darauf an, ſo betonte General von Amann, daß es dem Einzelnen gut geht, ſondern daß es mit Deutſchland beſſer wird. In dieſem Sinne werde man entſchloſſen und zuverſichtlich dem großen Führer folgen, den uns Gott geſchenkt hat. Bürgermeiſter Dr. der Stadt druck, die bergen Fribolin gab der Freude Karlsruhe und ſeiner Bevölkerung Aus⸗ alten Soldaten in ihren Mauern beher⸗ zu dürfen. Er würdigte die großen vaterlän⸗ diſchen Verdienſte des Bad. Kriegerbundes beſonders in der trüben Nachkriegszeit. Nun könne der Bund ſein Jubiläum feiern unter den Fahnen ſchwarz⸗ 5 weiß⸗rot und im Zeichen des S es der nationalen Bewegung. Zum Zeichen der Freude und Verbun⸗ denheit mit den alten Soldaten und ihnen zur Ehre überreichte der Bürgermeiſter einen prächtigen Lorbeerkranz. Zu einem überaus die Einholung und Weihe der einer Stiftung der drucksvollen 9 Akt geſtaltete ſich neuen Standarte, Frauen des Bundes. In ein⸗ rten umriß Oberkirchenrat Voges feierlichen in ſeiner Weiherede die Begriffe von Volk und Va⸗ terland, von Heimat und Scholle. Das Volk, ſo ſagte er, lebe aus ſeiner Gef Kriegerbund habe Deutſche Geſchichte, das glaube auf ſeine Nach dem Gottesdienſt am Sonntag ſam⸗ melten ſich die Feſt am Mühlburger Tor zum Marſch durch d it dem eine Parade vor dem Reichs 0 er verbunden war. Vor dem Dragonerdenkmal war eine Tribüne er⸗ richtet, auf der Reichs sſtatthalter Wagner, General v. Amann, Miniſter Pflaumer, der Leiter der Abteilung für Volksaufklärung und Propaganda, Moraller, chichte heraus. Der Badiſche immer das eine hochgehalten: deutſche Tradition! Ein Volk, Geſchichte. ehmer und die übrigen Ehrengäſte Platz nah⸗ auf dem Schmiederplatz Religionslehrer alten Krieger zu zum neuen Deutſchen Reich. des ſtehen und verſchiedene Polizeikapelle und Feuerwehrkapelle ſpielten Weiſen. Dragoner in Friedensuni⸗ Jäger, Reitervereine und SA eröff⸗ Es folgte eine Fahnenabteilung. Und dann nach Gauen geordnet: all die vielen Krie⸗ gervereine, immer die Fahnengruppen voraus, da⸗ zwiſchen Wagen mit Veteranen und Invaliden⸗Ab⸗ ordnungen, der Stahlhelm in ſtrammem Parade⸗ marſch. Zahlreiche Teilnehmer trugen die Kriegs⸗ oder die alte Friedensuniform. Einige Gruppen führten e ten ihres Gaues mit, wie die Hanauer und die Ortenauer ihre Trachtenkapellen. Die Fahnen der Hanauer waren außerdem von Mädchen in kleidſamer Tracht flankiert. Mit einem men. vaterländiſche form, reitende neten den Zug. großen Faß warben die Kaiſerſtühler für ihren Wein. Spontan erhoben ſich alle Hände, als die Oeſchelbronner mit umflorter Fahne ſich nahten. Aus einer Mannheimer Gruppe— es waren wohl Mitglieder des Regiments, dem der Reichsſtatthalter einſt angehörte, erſchollen vor der nernde Heilrufe. beimarſch. Vor verſammelten Fahnen ermahnte dann Tribüne don⸗ Faſt 1% Stunden dauerte der Vor⸗ l Wolff die unverbrüchlicher Treue Dann wurden die Fahnen zuſammengeſtellt. Den Nachmittag füllte die Einweihung der neuen Schießplätze im Wild⸗ bezirk und Reiterſpiele in der Dragonerkaſerne aus. Der Montag wird noch im Zeichen des Kriegerbun⸗ Veranſtaltungen bringen. Aus Baden Gauappell der NS DA in Karlsruhe * Karlsruhe, 17. Sept. Wie bereits bekannt⸗ gegeben wurde, findet am nächſten Sonntag, den 24. September, der große Gauappell des Gaues Baden der RS DA ſſtatt. Was Nürnberg für das Deutſche Reich war, das wird am nächſten Sonntag der Gauappell für das Land Baden ſein. Zum erſten Male nach langer Verfolgung und Unterdrückung, die ja bei uns beſonders hart und niederträchtig war, wird der Gau Baden im Zeichen des Sieges zuſammentreten. Dieſer Tag erhält in ſinnvoller Weiſe ſein beſon⸗ deres Gepräge durch die Ehrung der alten Garde, jener Kämpfer der Bewegung, die am läng⸗ ſten und treueſten zur Fahne ſtanden. Ganz Karls⸗ ruhe rüſtet ſich bereits zu dieſem Ehren⸗ und Feſt⸗ tag. Rieſige Feſtwieſen ſind im Entſtehen. Das Hochſchulſtadion, der Schauplatz des Appells, wird durch mächtige Tribhünenbauten vergrößert. Es wird Platz für rund 40 000 Menſchen geſchaffen. Der kommende Sonntag wird alle bisherigen Veranſtaltungen des Gaues in den Schatten ſtellen. Er wird der Höhepunkt der Grenzland⸗ kundgebung ſein. Aus allen Teilen werden die braunen Kämpfer kommen. Aus den hinterſten Schwarzwalddörfern werden ſie in Sonderzügen herbeieilen. Und mit ihnen die badiſche Bevölkerung. Die Parole, unter der ganz Baden ſtehen wird, wird lauten: Auf nach Karlsruhe! * ., Hockenheim, 16. September. Zu Gunſten der Fertenkinder veranſtaltete die NS⸗Frauenſchaft im Stadtpark zwei deutſche Abende, in deren Mittel⸗ punkt die Aufführung des vaterländiſchen Schau⸗ ſpiels„Schlageter, ein deutſcher Held“ ſtand. Es wurde ſehr gut geſpielt und bei den 1 als 800 Zu⸗ ſchauern ein tiefer Eindruck erzielt. Der von Frau Eichhorn geleiteten NS⸗Frauenſchaft dankte Orts⸗ gruppenleiter Neuſchäfer für die guten Leiſtungen. — Am Sonntag begeht der Turnerbund Hockenheim ſein 25jähriges Jubiläum, verbunden mit der Ein⸗ weihung ſeines neu errichteten Jahnplatzes. * Graben bei Karlsruhe), 16. September. Bei einem hier niedergegangenen Gewitter wurde eine auf dem Felde arbeitende Frau vom Blitz ge⸗ troffen, zu Boden geworfen und betäubt. Sie erlitt einen Nervenchok, während ihr in der Nähe ar⸗ beitender Sohn mit dem Schrecken davonkam. Aus der Pfalz Ludwigshafener Wirkſchafte zahlen 0 Ludwigshafen, 16. Sept. Die vom Statiſtiſchen Amt herausgegebenen Wirtſchaftszahlen weiſen für den Monat Auguſt einen kleinen Rückgang der Einwohnerzahl(jetzt 109 782) um 0,8 v. H. aus. Die Hoffnung auf eine wirtſchaftliche Beſſerung ver⸗ rät ſich in der Verfünffachung der Baugenehmi⸗ gungen, die meiſt Einfamilienhäuſer, weniger die Stadtrandſiedelungen betreffen(125 Genehmigungen gegen 25 im Vorjahr), ferner in der Zahl der Ehe⸗ ſchließungen, die ſich gegenüber dem Auguſt des Vorjahrs faſt verdoppelt haben(109 gegen 59 i. V. 90 im Vormonat). Die Zahl der Arbeitsloſen iſt um weitere 2,4 v. H. zurückgegangen. 516 * Oppau, 16. Sept. Die letzte Stadtrats⸗ ſäitzung wurde vom neuen 1. Bürgermeiſter Pg. Dr. Bitſch geleitet. Man befaßte ſich hauptſächlich mit der Arbeits beſchaffung. Die Sofort⸗ programmarbeiten der Stadt werden in zwei Monaten durch die Fertigſtellung der erneuerten Ortsſtraßen vollendet ſein. Zur e der Pflichtarbeit für Fürſorge⸗Unterſtützte wurde die Aufnahme von Notſtandsarbeiten beſchloſſen, in erſter Linie der Ausbau aller bereits kanaliſterter Ortsſtraßen ſowie die Herſtellung und Verbeſſerung zahlreicher Fußgänger⸗, Radfahrer⸗, Feld⸗, und Ver⸗ bindungswege in Geſamtkoſtenhöhe von 244000 Mk., von denen das Landesarbeitsamt vorausſichtlich 166000 Mk. übernehmen wird, ſo daß nur noch der Reſt von 78 000 Mark von 905 Stadtgemeinde zu decken iſt. In der anſchließenden geheimen Stadt⸗ ratsſitzung wurde die Sanierung des bisher mit einem Fehlbetrag von 580 000 Mark abſchließenden Haushaltungsplanes 1933/34 der Stadtgemeinde Oppau erledigt. Es iſt gelungen, den ganzen Fehl⸗ betrag auszugleichen. * Neuſtadt a. d.., 17. Sept. Die Gauleitung in Neuſtadt a. d. H. plant in der Gaugeſchäftsſtelle Maximilianſtraße die Ausſchmückung eines Raumes mit Gemälden Pfälzer Künſtler, um ſo auch im Rahmen der neuen Arbeitsbeſchaf⸗ fungspolitik das kulturelle Schaffen der Pfalz anzu⸗ regen. Das vierſeitige Wandgemälde wird nach einem Entwurf des Führers der Notgemeinſchaft Pfälzer Kunſt, Profeſſor Haueiſen, geſtaltet. Mit der Ausführung ſind die Pfälzer Maler Pg. Peter Koch⸗ Gimmeldingen und Pg. Adolf Dörner bereits be⸗ iderers 2 n feines Lebens ur 15 in allen vier E böteilen ſchildern und zu gleicher Zeit ein Symbol der deutſchen Sehnſucht und des deutſchen* werden unter dem Mytto: Volk ohne Raum. Dieſer Gedanke geht in ſelner Entſtehung auf Gauleiter Bürckel zurück. Die Gemälde ſollen bereits in der nächſten Woche fertig⸗ geſtellt werden. * Worms, 17. Sept. Ein jüdiſches Ehepaar aus Zürich, das ſich auf der Durchreiſe nach der Schweiz befand, wurde in Worms wegen Vergehens gegen das Deviſengeſetz durch Beamte der Staatspolizei⸗ ſtelle Worms feſtgenommen. Bei dem Ehepaar wur⸗ den 26000 Mark vorgefunden und beſchlagnahmt. 25 Fränkiſch⸗Crumbach i.., 16. September. Der 19 Jahre alte Sohn des Schmiedes Lannert half bei Schindelarbeiten auf dem Hauſe des Landwirtes Knapp. Aus Vorſicht wollte er den elektriſchen Strom ausſchalten, der aber inzwiſchen von der Tochter des Landwirtes ausgeſchaltet worden war, ſo daß der junge Lannert nicht aus⸗ ſondern den Strom wieder ein 1 1 91 Als er nun bei der Arbeit mit dem elektriſchen Strom in Berühung kam, wurde er 104 der Stelle getötet. Was hören wir? Montag, 18. September Südfunk 5 Schallplatten.— 10.00: Kleine Stücke auf ber rgel.— 10.40: Schallplatten.— 12.00: Volks- pl.).— 12.20: Löwe⸗ Balladen(Schallpl.).— a Nr. 1 in D⸗Moll von Brahms.— 19.80: 14.30: Spaniſch.— 15.00: Engliſch.— 16.80: Konzert.— 17.45: Deut Hausmuſik.— 18.15: Konzert. 19.00: Stunde Nation: Arbeiter hört zu! Arbefter⸗ frauen im Kampf Alltags.— 29.00: Theodor⸗Körner⸗ Stunde.— 21.00: Viertelſtunde der Frontſoldaten.— 22.30: Stunde des Theaters.— 23.00: Nachtmuſik. Frankfurt .15: Schallplatten.— 12.00: Schallplatten.— 14.0: Jeder hört zu.— 15.20: Muſikaliſcher Zeitvertreib.— 16.30: Kon zert.— 20.00: Bunter Abend. München .00: Schallplatten.— 10.00: Fürr die 1758 n.— 12.00: e lplatten.— 13.00: Konzert.— 14.50: unſterhliche Gel bte. Eine Veronſtaltung um Beethoven.— 15.16: Für die Kleinſten.— 16.30: Konzert.— 17.45: Junge Ge⸗ neration.— 18.05: Sonate für Bratſche und Klavier non rs v. Dittersdorf.— 20.00: Wiener Klänge.— A. 00: München— Wien— Moskau, drei luſtige Satiren.— 21.30: Konzert.— 23.00: Bayeriſche Funkſchrammeln. Langenberg .05: Konzert.—.05: Konzert.—.03: Für öde Haus⸗ Schnende,— 10.50: Gemeinſchaftsempfang Arbeitsloſe. 11.58: Wir marſchieren weiter.— 12.10: Konzert.— 15.50: 1 unk.— 17.00: Berühmte Diri⸗ genten vor berühmten Orcheſtern.— 20.05: Eulenſpiege⸗ lei en.— 22.30: Nachtmuſilk. Deutſchlandſender .20: Konzert.—.00, 10.10 an. 10.50: 12.00: Schallplatten.— 15.00: Konzert.— 17.20: Stücke für Violine.— 18.05: Jugend⸗ ſportſtunde.— 18.25: Schallplatten.— 20.905: Lachendes Oeſterreich.— 22.00: Weltmeiſterſchaft der Tennisberufs⸗ ſpieler(Schallplatten).— 23.00: Nachtmuſtk. Wien 19.00: Variationen, Wiener Sinfoniker.— 20.30: Muſtk von Bruno Granichſtaedten.— 22.15: Tanzmuſik. Sageolꝛaleucles Montag, 18. September Nationaltßeater:„Mona Liſa“, Oper von Max v. Schil⸗ lings, Miete G, Beginn 20 Uhr. Rhein⸗Neckarhallen:„Anuga“, Allgemeine Nahrungs⸗ und Genußmittel⸗Ausſtellung. Täglich geöffnet von 919.90 Uhr. Roſengarten: Def fentliche Kundgebung„Deutſcher Fein⸗ koſtkaufleute ⸗Tag“ im Muſenſgal. Redner: Profeſſor Dr. E. Kü gemannz„Der Weg Deutſchlands und das deutſche Heute“. a Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗ und Varlets⸗ Programm. Anſchließend Tanz. Autobusſonderfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Schries⸗ heimer Hof— Heidelberg— Schwetzingen. Odeon⸗Kaffee: Konzert(Verlängerung). frau.— 10. 10: Schulfunk. Für die Frau.— 16.00: Lichtſpiele: Univerſum:„Hitlerfunge Quer“. Roxy ⸗ Theater:„Roman einer acht“! Alhambra:„Der Judas von Tirol“.— Schau burg:„Perſil⸗ Tonfilm“.— Scala⸗Theater „Die Blume von Hawai“.— Gloria ⸗Palbaſt und Palbaſt⸗Lichtſpiele:„Sag mir wer du biſt“. Ständige Darbietungen Städt. Schloßmuſeum: Sonderausſtellung:„Das deutſche Märchen in Schrift und Bild“, Geöffnet von 10 bis 18 und von 15 bis 17 Uhr. Städt. Schloßbücherei: Geöffnet von 9 bis 18 und von 15 bis 19 Uhr. geb. Demmler Stati besonderer Anzeige Der Herr über Leben und Tod hat meine liebe, herzens- gute und so lebensfrohe Frau, meinen treuesten Kameraden, unsere Ib. Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau se Haas nach langem, schweren Leiden zu sich genommen Mannheim Ouürerstr.), den 16. September 1933 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Robert Haas, Haupflehrer IX Gesch fen. nehme man bel Magenbeschwerden, Sod. brennen. 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Wal Verteidiger auf eigener Rheingrupz lich leichte, ühnlich ene mußte man fern dem ſtarke Hand und wurde heit. Man läſſigerer Daß un Schön he wunderlich. waren unge Pfeifkonzer! daß durch f Spielleiters ſo ſind aber wechſel oft Scherbs der Für die eine Leh der Waldhe nur ſchwer gefiel meiſt Zuſpiel der war das we ſchönes Zuf handlungen heit und E gewohntes FC Den 2000 ſtärkſter Au Sturm trotz und unentft 5 Sieg die Ve gezeichneten werk bildete tern werde eine ſehr gu Zunächſt ſtehendes S. 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Gan 16(Bayern]: 1 München— Wacker München (Sa.:0(:); Spogg Fürth— AS Nürnberg 411; 1. FC Nürnberg— Fc Bayreuth:1; Schweinfurth 05— F Würzburg 04:0; 8c München— Jahn Regensburg 122; Bayern München— Schwaben Augsburg 116. Gan 12(Nordheſſen): Sport Kaſſel— Boruſſia Fulda :0; Kurheſſen Marburg— Kurheſſen Kaſſel 211; 1. FC. Hanau 1893— BfB Friedberg 21; Spielverein Kaſſel— Hermannia Kaſſel:0; Heſſen Hersfeld— Sc 09 Kaſſel:0. Der Rheingruppenmeiſter verliert wertvolle Punkte SV Waldhof— Karlsruher FV:1(0: Während der ganzen neunzig Minuten ftel nur ein Tor. Aber wie dtieſer Treffer, der den Rheingruppen⸗ meiſter zwei weitere wertvolle Punkte koſtete, zuſtande kam, das war das Enttäuſchende bei der Begegnung. Es ſtel durch einen Elfmeter, der den Karlsruhern zuge⸗ ſprochen wurde, weil ihr Rechtsaußen Müller bei einem aus ſichts reichen Alleingang regelwidrig beßindert wurde. Natürlich entſchied der Schiedsrichter in dieſem Falle durch⸗ aus richtig, aber daß es überhaupt zu dieſem verhängnis⸗ vollen Elfmeterſtoß kommen mußte, das war das Bedauer⸗ liche. Waldhof hat eine Regelwidrigkeit ſeines einen Verteidigers mit dem Verluſt des erſten Gauligaſpieles auf eigenem Platze bezahlen müſſen. Die Mannſchaft des Rheingruppenmeiſters hätte ſich mit dieſem Geſchick ſicher⸗ lich leichter abgefunden, hätte der Schiedsrichter vorher ähnlich energiſch durchgegriffen. Schon bald nach Beginn mußte man jedoch feſtſtellen, daß Herr Scherb aus Nie⸗ fern dem Kampfe nicht gewachſen war. Er wagte keine ſtarke Hand, und ſo glitt ihm das Spiel aus den Fingern und wurde zu einer ziemlich unerquicklichen Angelegen⸗ heit. Man gab ſich beiderſeits nichts nach. Ein zuver⸗ läſſigerer Schiedsrichter hätte das verhindern können. Daß unter ſolchen Umſtänden kein Kampf von Schönheit und Klaſſe zuſtande kam, iſt nicht ver⸗ wunderlich. Man war enttäuſcht, und die Zuſchauer les wuren ungefähr 3000) gaben ihrer Enttäuſchung in einem Pfeifkonzert Ausdruck. Wenn man auch der Auffaſſung iſt, daß durch ſolche Mißfallenskundgebungen die Leiſtung des Spielleiters nur noch ſtärker beeinträchtigt werden mußte, ſo ſind aber doch angeſichts der beſonders nach dem Seiten⸗ wechſel oftmals geradezu unverſtändlichen Enſcheidungen Scherbs den Pfeifern mildernde Umſtände zuzubilligen. Für die We er Spieler muß dieſe Niederlage eine Lehre ſein. In früheren Jahren war man von der Waldhof⸗Elf gewohnt, daß ſie ſich durch den Gegner nur ſchwer in ihrer Spielweife beeinträchtigen ließ. Sie gefiel meiſt durch die Ruhe, mit der ſie das gepflegte kurze Zuspiel der Läufer und Stürmer betrieb. Am Samstag war das weſentlich anders. Wohl ſah man auch diesmal ſchönes Zuſammenwirken, aber doch entbehrten die Spiel⸗ handlungen der Walöhöſer der vielgerühmten Geſchloſſen⸗ heit und Einheitlichkeit. Man ließ ſich allzu ſtark un⸗ gewohntes hohes Spiel vom Gegner aufzwingen. Nicht zuletzt dorauf war es zurückzuführen, daß der Sturm der Einheimiſchen vor dem Tor verſagte. Die Zahl der von Waldhof nicht verwerteten Torge⸗ legenheiten war ungewöhnlich groß. Siffling allein ſchoß mindeſtens drei Bälle aus wenigen Metern Entfernung neben das Tor. Solches iſt nur erklärlich daraus, daß die Mannſchaft die Nerven verlor, weil das ganze Ge⸗ präge der Angriffe, die ſie vortrug, anders war, un⸗ gewohnt. Eine Entſchuldigung kann das aber nicht ſein. Vor allem auch deshalb nicht, weil die Waldhöfer(das Spiel als Ganzes geſehen), auf Grund ihrer leichten Ueberlegenheit im Feldſpiel eine ungewöhnlich große Zahl von Torgelegenheiten herausarbeiteten und dennoch keinen Ball ins Tor des Gegners brachten. Aber auch bei den Karlsruhern klappte im Sturm nicht alles. Auch dieſe Fünferreihe ſchoß ja kein Tor als Ab⸗ ſchluß eines Angriffs. Die oͤrei Innenſtürmer kamen nie ſo richtig oͤurch! Wenn es vor dem Walohoftor gefährlich wurde, dann kam dieſe Gefahr von den Karlsruher Außen⸗ ſtürmern Müller und Bekir. Müller vor allem iſt ein Sportler von beſtem Können; er iſt außerordentlich flink, ballſicher, einfach gefährlich. Daß er dennoch nie zum erfolgreichen direkten Schuß kam, ſpricht für die auf⸗ opfernde und gute Arbeit ſeiner Gegenleute. Beiderſeits hatten die Verteidigungen hinreichend Ge⸗ legenheit, zu zeigen, was ſie können. Dabei ſtach der Karlsruher Huber beſonders hervor. Er iſt ein Boll⸗ werk, er hatte den ſtärkſten Anteil daran, daß der K V den Anſtürmen der Waldhöfer bis zum Schluß ſtand hielt. ſtigkeit Auf der Gegenſeite bewies Haber große Standf und Ballſicherheit. Gefährlich iſt allerdings in t zu ſtarkes Aufrücken. Das kann zu höchſt gefährlichen Ge⸗ legenheiten werden, wie ſich ja am 42. Minute ergab. Haber f ſtürmte. Der rechte Waldl noch durch eine Rege eit entſcheidenden Elfmeter, den Mi ſcharf verwandelte. Sowohl beim KF wie bei Waldhof kamen die Läufer⸗ reihenh nur in geringem Maße zur Unterſtützung ihrer Sturmreihen. Sie waren mehr mit Verteidigungsarbeit beſchäftigt und wurden in dieſer Hinſicht ſtark in An⸗ ſpruch genommen. Wenn bei Waldhof Brezing(der verletzt iſt) hätte dabei ſein können dann wäre wohl das Samstag auch in der 91 Müller an⸗ te ſich nur den Bild etwas anders geworden. Kiefer iſt ein großer Und erfolgreicher Schaffer, aber ſeine Stärke war ſchon immer die Zerſtörung des gegneriſchen Aufbaues. Bre⸗ zing kann aber bekanntlich noch anderes. W. Th. Allch Notkarau verliert wieder Fc Freiburg— Pfe Neckarau:0(:0) Den 2000 Zuſchauern ſtellten ſich beide Mannſchaften in ſtärkſter Aufſtellung. Neckarau enttäuſchte etwas, da ſein Sturm trotz gefälligen Feldſpiels vor dem Tore zu weich und unentſchloſſen ſpielte und dadurch einen leicht mög⸗ 5 5 Sieg vergab. Allerdings muß berückſichtigt werden, daß die Verteidiger des Fc im Verein mit dem aus⸗ gezeichneten Torwart Müller ein unüberwindliches Boll⸗ werk bildeten, an dem auch noch beſſere Sturmretihen ſchei⸗ tern werden. Schiedsrichter Schlemmer⸗Karlsruhe gab eine ſehr gute Vorſtellung.. Zunächſt gab es ein temperamentvolles techniſch hoch⸗ ſtehendes Spiel, in dem Neckarau deutliche Vorteile hatte. Die Mannſchaft ſpielte gut zuſammen, hatte eine gus⸗ gezeichnete Läuferrethe und einen im Felde verſtändnisvoll zuſammenarbeitenden Strerm. Aber im Strafraum der Freiburger liefen ſich die Neckorauer Angriffswellen tot, und was wirklich doch über die Backs kam, wurde eine Beute des aufmerkſom und ſicher ſpielenden Föcc⸗Hüters. Dieſe dauernde Erfolgloſigkeit ließ das Spiel der Gäſte nachläſſiger und weniger energievoll werden, ſo daß, da auch die Freiburger nicht recht ins Bild kommen konnten, und vor allem die ſchwächere Läuferreihe im Felde ſtehen hatten, das Geſamtniveau ſich merklich ſenkte. Torlos ging man in die Kabinen. Schon 8 Minuten nach dem Wechſel hieß es dann aber :0 für den FJC. Eine gute Flonke von links ließ Die⸗ ringer im Neckarauer Tor zu dem Freiburger Mittelſtür⸗ mer Peters kommen, der dann leicht einſenden konnte. Dieringer iſt an dieſem Treffer nicht ganz ſchuldlos. Die⸗ ſer Erfolg der Einheimiſchen belebte dann die Vorgänge auf dem Spielfeld wieder merklich. Neckarau ſuchte ſtür⸗ miſch den Ausgleich, der viel zu weiche Sturm konnte ſich aber nicht durchſetzen, obwohl Zeilfelder in die Sturm⸗ b war. Es blieb bei dem knappen Freiburger :0⸗Sieg. Bei den Gäſten konnte die Verteidigung nicht ganz zu⸗ friedenſtellen. Dieringer war, wie erwähnt, an dem geg⸗ neriſchen Erfolg nicht ganz ohne Schuld. Sehr gut war die Läuferreihe der Gäſte, die ihren Sturm immer wieder nach vorn warf und auch in der Abwehr gute Arbeit leiſtete. Der Sturm war das Schmerzenskind der Mannſchaft. Die kleinen Leute waren zwar im Feld nicht ſchlecht uad arbei⸗ teten hier auch gut zuſammen, aber alle fünf Iießen vor dem Tor die nötige Entſchloſſenheit vermiſſen. Zeilfelder war in der Sturmmitte zu kangſam, vor der Umſtellung klappte es in der Gäſte⸗Angriffslinie beſſer. Bei den Freiburgern war die Hintermannſchaft ein ausgezeichnetes Bollwerk. Die Läuferreihe ſtand der des Gegners in vielen Belangen nach, aber dafür wor der Freiburger Angriff wieder energievoller. Man ſchoß aus at Lage und hat damit den knappen Erfolg auch ver⸗ ent. VfR wird ſicherer VſR⸗Mannheim— Germania⸗Brötzingen 92(:0) Es wetterleuchtet über dem badiſchen Gau; das erſte Aufeinanderſtoßen der Gegner hat Spannungen ausgelöſt, die bereits in den wachſenden Zuſchauermaſſen ihren Aus⸗ druck finden. Durch die Ergebniſſe des vorletzten Sonn⸗ tags wurde den Mannheimer Vertretern bereits die Au⸗ gen darüber geöfnet, daß der Ehrgeiz, das geſunde Wett⸗ kampfmoment durch die Zuſammenfaſſung der geſamten badiſchen Traditionsvereine eine kräftige Steigerung er⸗ fahren hat. Man wird kaum fehlgreifen, wenn man be⸗ hauptet, daß die Klärung der Lage im Fußballager Baden ſehr lange auf ſich warten wird. Der geſtrige Gaſt auf dem VfR⸗Platz, die Brötzinger Germanen, kamen bereits mit einem Sieg über den 1. FC Pforzheim im Rücken, alſo mit einer gewiſſen moralt⸗ ſchen Feſtigung, die dem VfR keineswegs eine ein⸗ fache Aufgabe ſtellte. Allerdings muß man den bis tief in die zweite Hälfte hinein erreichten 028⸗Stand als wohl⸗ verdient bezeichnen, was logiſcherweiſe als eine Enttäu⸗ ſchung der Brötzinger Leiſtung erſcheint; aber, wie ſchon oft, wurde fg nach der klaren 310⸗Führung allzu ſicher, die Brötzinger, die den Typ der Mannſchaft repräſentie⸗ ten, einen Kampf bis zum Schlußpfiff konſequent und ernſt durchzuführen, brachten es im Verlauf weniger Mi⸗ nuten fertig, eine ſcharfe Wendung des Ganzen zu er⸗ reichen und ſelbſt den bereits unter Dach gebrachten klaren Sieg der Mannheimer dann bis zum Schlußpfiff zu be⸗ drohen.— Nach den vielfachen früheren Hinweiſen hieße es„Eulen nach Athen tragen“, wenn man den Mannhei⸗ mern eingehend vor Augen führen wollte, daß Spiele 5 ganz gleich, wie klar auch ihr Stand ſein möge— mit gleichbleibendem Ernſt bis zum Ende durchgeführt werden müſſen, ſollen nicht unliebſame Ueberraſchungen ein⸗ 8 en. 1 eL eee Die VfR⸗Mannſchaft, die trotz dem herausge⸗ ſpielten klaren Stand nach Halbzeit, außer dem groben Fehler der taktiſch falſchen Geſamthaltung auch ſonſt ſpie⸗ leriſche Schwächen zeigte, machte einen ſichereren Eindruck als am Vorſonntag, wobei aber wohl das Erreichen von poſitiven Erfolgen mitſprechen mag. Das Verteidigungs⸗ trio Bartak— Schmoll— Hoßfelber ſtellte wieder voll ſeinen Mann bis auf die erwähnte Spielphaſe der Ueber⸗ rumpelung nach Halbzeit, in der auch hinten eine gewiſſe Nervoſität Platz griff. An den beiden Toren konnte Bar⸗ tak kaum etwas ändern. Nach der Umſtellung der Brötzin⸗ ger(Burckhardt im Sturm) war die ſonſt gute Läuferreihe nicht mehr ganz im Bild und zog die Tordeckung in die Belaſtung hinein. Die abſolut befreienden Schläge fehl⸗ ten gleichfalls, ſo daß kommen mußte, was kam. Eine be⸗ ſondere Schwäche, trotz einzelner glänzender Tore, war die Unſicherheit im Schuß, das zu viele Spielen des Le⸗ ders durch Pfiſterer, anſtatt flott hereinzugeben. Nach den klaren Gelegenheiten, die durch Kopfloſigkeit und Ueberhaſt vergeben wurden, hätte Brötzingen ein halbes Dutzend Tore aufgebrummt bekomen müſſen. Dann wird noch vorne viel zu viel in die Breite geſpielt; Flügelbälle in freier Stellung noch bei der 16⸗Meter⸗Linie und da⸗ hinter, Wenig Steildurchlagen, wenig Wechſel. Wirk⸗ licher Fortſchritt zeigte Mauz, der mit Kopfhällen(Spe⸗ zialität) und im Schuß immer aktiver wird. Es wird wohl ſo kommen, daß nach der Vervollſtändigung des Sturms demnächſt die Kalamität ſteigt, wen man eigent⸗ lich in die Mitte ſtellen ſoll. Von ſolchen Schwankungen muß man aber frei werden. Was Pf in erſter Linie braucht, iſt— endliche Stabilität in der Formierung der erſten Elf. Brötzingen hatte wie erwartet ſeinen Haupthalt in dem Internationalen und Repräſentativen, Verteidiger Burkhardt, der der ballſicherſte Mann auf dem Platze war. Faſt aus feder Aktion ſprach der routinierte, über⸗ legene Spieler, der eigentlich nur zwei ſchwächere Mo⸗ mente zeigte, die dann auch wohl die entſcheidenden Tref⸗ fer verſchuldeten; denn Flitſch im Tor hielt, was zu hal⸗ ten war. Das eigene Gewiſſen ſch Burkhardt auf ſcheint ſeine offenſichtlichen Fahrläſſigkeiten hin in den Sturm getrieben zu haben, wo er auch das knappe Ergebnis mit erzwang und dafür ſorgte, daß Vfgt noch einmal um den ſicheren Sieg zu kämpfen hatte. Hervorragend war auch Joſt als Mittelläufer im Stellungsdeckungsſpiel wie im Ballverteilen und Zuſpiel. Das übrige fiel nicht auf. Staib, der ſonſt gute Rechtsaußen trat nicht beſonders in Erſcheinung, es fehlte ihm, wie Gerhard am anderen Flü⸗ gel, an rechtzeitigen Flanken und taktiſchem Flügelwechſel. Der Geſamtſturm zu langſam im Abſpiel, zu vieles Zau⸗ dern im Schuß, und dann in dieſem ſelber unſicher. Daß Verteidiger den Angriff ſtützen müſſen, iſt immer bezeich⸗ nend, zeigt aber auch die Entſchloſſenheit der Mannſchaft, alles einzuſetzen bis zum Ende des Kampfes. Das viel wert, und dieſer Kampfgeiſt wird in Brötzingen manchem Gegner gefährlich werden. Sonſt zeigte die 0 gutes Flachſpiel, ohne die Mannheimer als Ganzes aber techniſch auch nur annähernd zu erreichen. 8 Ueberraſchenderweiſe laſſen ſich die Brötzinger von An⸗ fang von VfR das Geſchehen vorſchreiben und f en ſtark zurückhaltend. Die Mannheimer können klar K Perioden herausſpielen, wobei ſie ſich aber auch ſtark. geben, was ſich zum Ende bemerkbar macht. Erſt nach einer halben Stunde fällt durch famoſen Kopfball Mauz' das Führungstor nach wiederholten Lattenſchüſſen. Nach der Pauſe ſtellen Pfiſterer und Theobald:0 und ſcheint Brötzingen läßt ſich nicht entmutigen, die Sache erledigt. t Burkhardts erreicht auf Eckball 311, und mit Prachtſchuß :2. Noch einmal flackert der Kampf auf, wobei VfR ganz große Gelegenheiten vergibt. Kiſt⸗Bühl leitete im ganzen annehmbar. A. M. Pforzheim gewinnt verdient die erſten Punkle FC. Pforzheim— SC. Freiburg:1(:0) Das erſte Spiel auf eigenem Platz brachte dem Pforz⸗ heimer Club die verdienten erſten Punkte. Schiedsrichter Die ſtz⸗Durlach leitete vor etwa 3000 Zuſchauern zufrie⸗ denſtellend. Freiburg gab in der erſten Hälfte einen eben⸗ bürtigen Gegner ab und nur Schußpech auf beiden Seiten ließ das Pauſenergebnis torlos bleiben. Danach zogen die Einheimiſchen ſtark an und hatten von dieſem Zeitpunkt ab das Spiel in der Hand. Als beſter Mann auf dem Platz dorf der Pforzheimer Merz bezeichnet wer⸗ den, der ein Spiel zeigte, an dem man ſeine Freude haben mußte. Er machte der gegneriſchen Deckung derart zu ſchaffen, daß trotz eifriger B ewachung er ſich immer wieder glänzend durchſpielte und dadurch die Vorarbeit zu den Erfolgen leiſtete. Nach ihm ſind Schucker und Fiſcher zu erwähnen. Die übrige Man ft kam erſt ſpät in Fahrt. Vorher offenbarten ſich manche Schwächen. Bei oͤen Gäſten war die Hintermannſchaft ſehr gut, vor allem der Torwart Tribſchler 1, der einige ſchwere Schüſſe fabelhaft meiſterte. Vor ihm ſtanden zwei ſchlag⸗ ſichere Verteidiger, die ihn ſehr gut unterſtützten. In der Läuferreihe ſind Kohlbach und Trappe zu erwähnen. Die Fünferreihe hatte ihre beſten Leute in Koß mann und Gäß ler, die ſich ſehr gut verſtanden und manche heikle Situgtion vor dem Tor Her Einheimiſchen ſchufen. ritſchler 2 etwas ab. Anſtoß weg vorerſt von Fiſcher und Dagegen fiel der rechte Flügel Stolz Die Pforzheimer übernahmen das Kommando und die erſten Schüſſe Debler verfehlen nun knapp ihr Ziel. Nach ſchönem ſammenſpiel von Fiſcher und Faß ſchießt letzterer knapp daneben. Endlich kommen die Freiburger überraſchend auf und beinahe wäre ihnen der erſte Treffer geglückt, doch der Schuß des Linksaußen Koßmann prallt von der ober Torlatte zurück. Die Gefahr kann nur nach meh Abwehr endgültig gebannt werden. Auf wehrt Tritſchler einigemal hervorragend ab.. ſtoß aus 35 Meter Entfernung wird von in wie⸗ der an die Querlatte gejagt. Der Klub übernimmt dann wiedey die Führung, ohne aber die vorzüglich Gäſte⸗ ahwehr überwinden zu können. Gutgemeinte Schüſſe von Merz, Dahler und Schmid verfehlen knapp ihr Ziel. Endlich in der 52. Minute gelingt den Einheimiſchen der vielbejubelte Führungstreffer. Als Merz ſchön flankte konnte Fiſcher den Ball mit dem Kopf ins Tor bringen. 10 Minuten ſpätey erzielen die Gäſte durch ihren vorzüglichen Linksaußen den Ausgleichstreffer, als der Mittelſtürmer Utz eine Steilvorlage gab und der Schuß des Linksaußen über den Pforzheimer Nonn 18 Netz ging. Merz iſt darauf der Se e Treffers in der 68. Minute, als er ein Dur Schneck wuchtig einſchießt. Gleich darauf ſtellt F iten 1 dritten Erfolg her, indem er den von Merz und Faas zu⸗ geſpielten Ball hart am Pfoſten vorbei ins Netz ſendet. Damit war das Spiel entſchieden. Minuten len Ball an vor Spielende heißt es:1, als Schucker 0 gende Leder die Latte ſetzte und Debler das zurückſprin über die Linie bpachte. Phönir hat ſich wieder gejunden Phönix Ludwigshafen— Sp. Frankfurt 21(:0) Trotzdem das Erſcheinen des füddeutſchen Meiſters das erſte Gauligaſpiel in Ludwigshafen überhaupt war, koante der Beſuch von nur ca. 2500 Perſonen die Erwar⸗ tungen des Vereinskaſſiers ſicher nicht befriedigen. Auch rein ſptieleriſch betrachtet hielt das 0 ü 8 was es verſprach, denn die Frankf! als Mei⸗ ſtermannſchaft ganz weſentlich enttäuſcht. Bis auf das Abwehrtrio haben die Gäſte ſo ziemlich verſagt, denn im Angriff und Aufbau war von überragenden Leistungen herzlich wenig zu ſehen. Dafür enttäuſchte der Phönix nach der angenehmen Seite, wenn auch hier Schwächen offenſichtlich zu Tage traten. Immerhin ſpielte die Elf in techniſcher Hinſicht den weitaus ſchöneren und erfolgreicheren Fußball und hätten die Nebenleute des unverwüſtlichen Weber deſſen Ideen beſſer verfolgen können, die Niederlage der Main⸗ ſtädter wäre klarer zum Ausdruck gekommen. Immerhin reichte es aber zu einem knappen, aber verdienten Sieg, der die vernichtende Niederlage in Kaiſerslautern noch ungerſtändlicher erſcheinen läßt. Frankfurt erſchten mit Wolf, W. May— Nadler, J. May— Schlagbauer— Schweinhardt, Sadtler— Knapp — Feldmann— Fend— Heuſel. Torwart und Verteidigung waren ohne Tadel. Sie waren im Stellungsſpiel und im Abſchlag gleich aut und vorwiegend May glänzte wiederholt durch gut durch⸗ dachtes Abwehrſpiel. Die Läuferreihe hatte in Schlag⸗ bauer den beſten Mann, ſein Können allein reichte aber nicht aus, um die Angriffsmaſchine richtig auf Touren zu bringen. Die Außenläufer leiſteten wohl in der Dek⸗ kung zeitweiſe gute Arbeit, im Auſhbau waren ſie aber entſchieden zu ungenau. Der Sturm hatte in den Außen gag gute Könner; ohne Feldmann in der Mitte war aber Bröirks⸗Liga beginnt Vozirksliga Baden 8 Mannheim— Viktoria Wallſtabt:8(:1) Viernheim— 07 Mannheim:1(:0) Altrip— Feudenheim 512(:1) Friedrichsfeld— Käfertal:1(:0) Der erſte Verbandsſpielſonntag der unterbadiſchen Be⸗ Zirksliga Gruppe Weſt nahm bis auf das Treffen 08 gegen Wallſtabt den erwarteten Verlauf. Es gab überall die e r⸗ warteten e Die Lindenhöfer, die ihre derzeit beſte Mannſchaft geſtellt hatten, konnten auf eigenem Platze vor 500 Zuſchauern Viktoria Wallſtadt nicht niederhalten. Die Gäſte ſpielten ſehr eifrig und hatten beſonders nach der Paufe mehr vom Spiel, während der O8⸗Sturm in dieſer Spielphaſe vollſtändig verſagte.— Die Viern heimer Amteiten meldeten ſchon im erſten Spiel vor 1000 Zuſchauern nachdrücklichſt ihre Abſicht auf die Tabellenführung an. Sie legten, als ſie nach der Paufe die Abſeitsfalle der Neuoſtheimer zu meiden ver⸗ ſtanden, ſechs ſchöne Tore in den gegneriſchen Kaſten, die Gäſte kamen nur zum Ehrentreffer. Friedrichsfeld hatte gegen Käfertal g Mann Erſatz geſtellt. Vor—700 Zuſchauern gab es ein äußerſt hartes, wenn auch techniſch anſprechend gutes Spiel. Käfer⸗ tal war etfrig und ſehr ſchnell, eine ausgeſprochene Kampf⸗ mannſchaft. Ein Elfmeter brachte ihnen den Ehrentreffer, die Germanen ließen eine gleiche Torchance zwar aus, kamen aber doch verdient zum Siege.— Die Altriper konnten trotz des Fehlens von R. Schneider ihren alten Widerſacher Feuden heim hoch beſtegen. Die Feuden⸗ heimer ſpielten recht hart, aber die beſſere Mannſchafts⸗ arbeit der Altriper und vor allem ihr groß ſpielender Sturm gaben den Ausſchlag. 800 Zuſchauer umfäumten hier diee Barrieren.— Das Spiel Sandhofen gegen Phänix Mannheim wurde bekanntlich wegen der Radrennen auf der Phönixbahn abgeſetzt und ſoll am kom⸗ menden Sonntag nachgeholt werden. Rohrbach— Eberbach:0 Sandhauſen— Kirchheim:8 Eppelheim— Wiesloch 421 Schwetzingen— Union Heidelberg 51 Weinheim— 05 Heidelberg 671 3 nichts zählbares zu erzielen, da er ziemlich ſcharf be⸗ wacht blieb. Auch das Phönix⸗Schlußtrio zog ſich ſehr gut aus der Affäre. Zettl war aufmerkſam wie ſelten und ſeine bei⸗ den Vordermänner nahmen ihm ſo manche ſchwierige Si⸗ tuatton ab. Nur die Abſchläge müſſen reiner kommen. In der Läuferreihe glänzten vorwiegend Klett und Lentz während Wetter in der Mitte neben auten auch ſehr viele ſchwache Momente hatte. Dies trifft vorwiegend für das Genaue des Zuſpiels zu, im übrigen war es gegen Schluß mit ſeiner Kraft ziemlich am Ende. Im Sturm war Weber der Beſte. Seine Technik wie überhaupt fein Spiel iſt heute noch unerreicht. Bedauerlich iſt nur, daß ſeine Mitſtürmer auf ſeine Ideen einfach nicht einzugehen vermögen. Allein Neumüller 2 hatte zahlloſe muſter⸗ hätten gültige Vorlagen erhalten, die unbedingt beſſer verwertet werden müſſen. Nachdem Neumüller 2 auf Halblinks gewechſelt hatte, wechfelte er auch mit ſeinen Leiſtungen zum Beſſeren. Hörnle war ſchon entſchieden beſſer, man vermißte das klare Erkennen einer Situation, möglich daß das Fehlen von Lindemann ſeine FLeiſtungs⸗ kurve nach unten drückt. Der ſchwächſte Mann war ſicher in Müller zu ſuchen, aber auch Dattinger bot wenig berzeugendes. Schiedsrichter war Urnau Saarwellingen. Er war nicht gerade ſchlecht, aber ſeine Abſettsentſcheidungen waren alles andere als überzeugend. Kurz vor dem Wechſel kam Phönix, nachdem es bis dahin im Feldſpiel leicht überlegen war, zur verdienten leo⸗Führung durch Weber. Ein Prachttor von Neumüller wird wegen Ab⸗ ſeits nicht gegeben. Nach der Pauſe bleibt das Spiel ver⸗ teilt. Frankfurts Angriffe werden forſcher und im An⸗ ſchluß an die 7. Ecke wird durch Heuſel der Ausgleich her⸗ geſtellt. Vom Anſplel weg erzielt aber Neumller trotz zweier an ihm begangener Fouls das 21 und damit den erſten Gaultgaſteg. ohne Leberraſchung Die erſten Verbandsſpiele im Neckarkreis der Bezirks⸗ ligg Unterboden hatten durchweg einen ſehr guten Be⸗ ſuch aufzuweiſen und verliefen auch tadellos. Selbſt die Unterlegenen hielten ſich tapfer und hielten vor allem Diſzi⸗ plin. Eberbach zeigte ſich im Spiel gegen Rohr da ch von einer ſehr guten Seite und nur das Verſagen feines Mittelſtürmers Hilbert 1 verhinderte den verdienten Aus⸗ gleich. Ueberraſchend knapp war auch der Sieg von Kirchheim in Sandhauſen und auch Wies loch hielt ſich in der erſten Spielhälfte gegen Ep pelhei m vorzüglich, ſo daß man ruhig behaupten kann, daß die Bezirksliga Unterbaden⸗Oſt durchweg gleichwertige Gegner hat. Allerdings muß man Kirchheim, Rohrbach, Schwet⸗ zingen und Weinheim eine kleine Vorzugsſtellung ein⸗ räumen. Bezirksliga Vorderpfalz 3 Ludwigshafen— VfR Kaiſerslautern 221 Mundenheim— 04 Ludwigshafen:2 Oppan— Bf Pirmaſens 110 Speyer— 05 Pirmaſens 1071 SC Kaiſerslantern— Pfalz Ludwigshafen 34 Zweibrücken— Neuſtadt:8 Die Bezirkslkigovereine der Pfalz hatten am Sonntag ihre erſten Begegnungen. Es wurden einesteils ſehr knappe Reſultate, andexerſeits aber ſehr hohe Siege er⸗ rungen. So konnte der FV Speyer gegen 95 Pir⸗ moſens mit nicht weniger als 101 Toren als Steger hervorgehen und der SV Neuſtast errang auch in Zweibrücken einen geg⸗Sieg. Auch 0 Ludwigs hafen konnte gegen Van Katiſers laute rn ult knapp:1 gewinnen, während der N C Pfalz Zu d wigshafen beim SC Kaiſerslautern mit 54 unterlag. Oppau konnte gegen V R Pirmaſen s lt 1 1 5 1 mit 10 gewinnen Spog Ündenheim landet mit einem klaren.81. e klaren:2 Sieg über Für die Weltmeiſterſchafts⸗ Endrunde im Fußball in Italten ſteht Schweden bereits feſt, da Litguen auf die Durchführung des Ausſcheldungsſpiels, das am 24. Sep⸗ tember in Stockholm ſtattfinden ſollte, verzichtete. 6. Seite/ Nummer 430 Neue Mannheimer Zeitung Morgen⸗Ausgabe 5 Montag, 18. September 1933 Den Lünderkampf gegen Frankreich gewinnt Oeulſchland 83.68 Im Olympiſchen Stadion zu Colombes bei Paris hatten ſich am Sonntag zu dem 8. Länderkampf der Leicht⸗ athleten über 18 000 Zuſchauer eingefunden. Die deutſche Mannſchaft betrat zuerſt die Kampfbahn, lebhaft begrüßt von der Zuſchauermenge, die dann ſich begeiſtert erhob, als die franzöſiſche Vertretung in die Arena einmarſchierte. Als die Deutſchen dann zur Begrüßung die Hand zum Hitler⸗Gruß erhoben, ertönten wohl einige Pfiffe aus dem weiten Rund, wurden aber ſofort durch den ſtark ein⸗ ſetzenden Beifall übertönt. Wie erwartet, waren die deut⸗ ſchen Vertreter den Franzoſen überlegen und kamen auch zu einem ſicheren Siege. Nach dem Gruß der Deutſchen wurden beide Nationalhymnen geſpielt und die Wimpel ausgetauſcht. Dann begann der 8. Länderkampf mit dem 110⸗Meter⸗Hürdenlauf ohne Welſcher und Wegener. Der Franzoſe Adelheim ſetzte ſich nach der fünften Hürde an die Spitze und ſiegte leicht vor dem Deutſchen Nott⸗ brock, während Pollmanns den vierten Platz einnehmen mußte. Ergebni 1. Adelheim(Fr.), 15,8 Sek.; 2. Nott⸗ brock(D) 1 Meter zurück; 3. Bernard(); 4. Pollmanns (). Einen ſicheren Sieg Borchmeyer im 200⸗Meter⸗Lauf hatte man erwartet. Borchmeyer brauchte ſich dann auch gar nicht anzuſtrengen und ſiegte verhalten vor Schein und den beiden franzöſiſchen Vertretern. Ergebnis: 1. Borchmeyer(D) 21,6 Sek.; 2. Schein(); 3. Skavinſki (); 4. Oberlé(). Einen franzöſiſchen Sieg gab es in 800⸗Meter⸗Lauf Zunächſt führten hier die Deutſchen König und Paul, dann ſetzte ſich bei 300 Meter der Franzoſe Petit in Front, wäh⸗ rend ſein Landsmann Keller an ſechſter Stelle lag. Bei 400 Meter ſetzte ſich Keller an die Spitze und dann mach⸗ ten die beiden Franzoſen das Rennen unter ſich aus. Im 400⸗Meter⸗Lauf verzeichnete Deutſchland wieder einen Sieg. Von 200 Me⸗ ter ab ſetzten ſich hier die Deutſchen Viegt und Metzner an die Spitze des Feldes und beendeten das Rennen ſpie⸗ lend. Ergebniſſe: 800 Meter: 1. Keller(F):56,2 Min.; 2. Petit(F) 3 Meter zurück); 3. König(D) 1 Meter zur.; 4. Paul().— 400 Meter: 1. Voigt(D) 48,0 Sek.; 2. Metz⸗ ner(D) 48,4 Sek.; 3. Guillez(F) 49,2 Sek.; 4. Jackſon (FJ) 49,6 Sek. Im Weitſprung ſiegte der Franzoſe Robert Paul vor den Deutſchen Long und Biebach, während der franzöſiſche Erſatzmann Barlier nur mit Mühe über 6 Meter kam. Ergebnis: 1. Robert Paul(F) 7,395 Meter; 2. Long(D) 7,37 Meter; 3. Biebach (D) 7,35 Meter; 4. Barlier(F) 6,08 Meter. Borchmeyer ſiegt auch über die 100 Meter Nach 6 Fehlſtarts ſetzte ſich der Franzoſe Robert Paul bis 50 Meter an die Spitze, dann aber ging Borchmeyer unwiderſtehlich an ihm vorbei. Hendrix konnte den Vor⸗ ſprung des Franzoſen nicht aufholen. Ergebnis: 1. Borch⸗ meyer(D) 10,6 Sek.; 2. R. Paul(F) 1 Meter zurück; 3. Hendrix(); 4. Texier(). Weimann wirft 67,52 Meter Speer Im Speerwerfen gab es einen deutſchen Sieg durch Weimann, aber auch Stöck konnte den zweiten Platz an ſich bringen. Ergebnis: 1. Weimann(D) 67,52 Meter; 2. Stöck(D) 65,04 Meter; 3. Doré(F) 55,15 Meter; 4. Gaß⸗ ner(F) 5491 Meter. Syring ſchlägt Rerolle über 5000 Meter Im 5000⸗Meter⸗Lauf lag der bekannte fronzöſiſche Laug⸗ ſtreckenläufer Rerolle bis 50 Meter vor dem Ziel an der Spitze. Dann ſetzte der Deutſche Syring mit einem fabel⸗ haften Endſpurt ein und konnte den Franzoſen wieder überholen. Ergebnis: 1. Syring(D) 15:20 Min.; 2. Rerolle(F) 10 Meter zurück; 3. Gebhardt(D) weit zu⸗ rück; 4 Leſevre(). Im 1500 ⸗Meter⸗Lauf ſiegten die beiden Franzoſen Chermet und Normand. Zunächſt führte Normand vor Kaufmann, Schilgen und Chermet Bei 900 Meter ſetzte ſich Schilgen an die Spitze, bei 1400 Meter erfolgte der Angriff von Chermet. 100 Meter vor dem Ziel lagen alle Läufer auf gleicher Höhe. 50 Meter vor dem Ziel ſpurtete Chermet vor und ſiegte dann ſicher. Deutſcher Sieg im Stabhochſprung Hier ſiel der Sieg an Deutſchland durch Müller mit 3,85 Meter, vor Wegner, der 3,75 Meter bewältigte. Er⸗ gebniſſe: 1500 Meter: 1. Chermet(F):57,6 Min.; 2. Normand(F) 10 Meter zurück; 3. Kaufmann(D) 11 Meter zurück; 4. Schilgen(). Stabhochſprung: 1. Müller ()] 3,85 Meter; 2. Wegner(D) 3,75 Meter; 3. Romadier (F) 3,75 Meter; 4. Crépin(). Hirſchfeld ſiegt im Kugelſtoßen Hirſchfelds Start wurde von den Franzoſen mit großer Spannung erwartet und ſeine prachtvollen Würfe erhiel⸗ Ergebnis: 1. Hirſchfeld(D) 15,31 Meter; (F) 14,71 Meter; ten viel Beifall. 2. Sievert(D) 14,73 Meter; 3. Noel 4. Dreequ(). Deutſchland gewinnt beide Staffeln Die 4 mal 100 Meter⸗Staffel wurde von Deutſchland in der Beſetzung Buthe, Pieper, Hendrix, Borchmeyer und Schein durch Borchmeyer, der einen entſcheidenden Vor⸗ ſprung herauslief, knapp in 42,0 Sekunden vor den Fran⸗ zoſen gewonnen, die 42,4 Sekunden benbtigten. Ueber 4 mal 400 Meter lief Deutſchland in der Beſetzung Nehb, Nottbrock, Voigt und Metzner und ſiegte in:18,0 vor Frankreich:19,2 Minuten. Im Hochſprung und im Diskuswerfen gab es überraſchende franzöſiſche Siege. Hochſprung: 1. Ménard(F) 1,90 Meter; 2. Bornhöfft(D) 1,85 Meter; 3. Weinkötz(D) 1,85 Meter; 4. Poiré(F) 1,85 Meter (durch Stechen entſchieden). Diskuswerfen: 1. Winter(F) 46,65 Meter; 2. Noel(F) 45,71 Meter; 3. Sievert(D) 43,78 Meter; 4. Hirſchfeld(D) 42,94 Meter. Geſamtergebnis: Frankreich— Deutſchland 68:83 P. Radrennen auf der Phönirbahn in Mannheim Die Nationalmannſchaft am Start Lorenz[Chemnitz) Sieger im Flieger⸗Kriterium vor Ihbe(Lg.), Ungethüm(Dortmund) und Merkens (Köln). Schon manche Radrennen auf dem Phönixplatze hatten den rührigen Veranſtaltern einen Erfolg gebracht. Den Höhepunkt der diesjährign Saiſog bildete jedoch un⸗ bedingt der geſtrige Sonntag, der als Hauptereignis die Deutſche Nationalmannſchaft und damit die beſten Fahrer ganz Deutſchlands an den Start brachte. Prächtige Kämpfe waren in allen Reanen an der Tages⸗ ordnung, zudem war die Veranſtaltung mit 3— 4000 Zuſchauern ausgezeichnet beſucht ſo daß der Ver⸗ anſtalter zufrieden ſein konnte. Einen ſchönen Erfolg errangen die Man uheim⸗ Ludwigshaſener Fahrer, von denen ſich 3 bis in die Endläufe durchſetzen konnten. Denzer und Gräſſer wurde im Endlauf der Dritten 3. und 4. und damit die beiden Erſatzleute für die Nationalmannſchaft. Noch wei⸗ ter nach vorne kam A. Walter, der in dem 3. Zwiſchen⸗ lauf hinter ligethüm als 2. einkam und im Endlauf der Zweiten gleichfalls auf dem 2. Platz einkam, wobei er Grothues und Karſch, den 7. der Nationalmannſchaft hin⸗ ter ſich ließ. Für die Vorentſcheidung hatten ſich die 4 Sieger der Zwiſchenläufe, Ihbe(Izg.), Ungethüm(Dortmund), Merkens(Köln], der bisher erſolgreichſte Fahrer, und Lorenz(Chemnitz), der das letzte Reanen der National⸗ mannſchaft gewonnen hatte, durchgeſetzt. Ihbe gewann die 1. Vorentſcheidung überraſchend gegen Merkens, wäh⸗ rend in der 2. ſich Lorenz gegen Ungethüm ſich durchſetzte. Um den 3. und 4. Platz mußte ſich dann Merkens auch Ungethüm beugen, während Lorenz den Endlauf der Erſten überlegen gegen Ilbe gewann. Die neue Nationalmannſchaft hat jetzt fol⸗ gende Aufſtellung: 1. Lorenz, 2. Ihbe, 3. Ungethüm, 4. Merkens, 5. Gleim, 6. Walter, 7. Gothues, 8. Karul; 9. Gölz; 10. Troitzſch; Erſatz Denzer, Gräſſer. Die Ergebniſſe: Flieger⸗Kriterium, 1. Zwiſchenlauf: 1. Ihbe⸗Lög., 2 Gleim⸗Darmſtadt; 3. Gräſſer⸗Mhm. 2. Zwiſchenlauf: 1. Merkens⸗Köln; 2. Karſch⸗Lög.; 3. Troitzſch⸗Lzg. 3. Zwiſchen⸗ lauf: 1. Ungethüm⸗Dortmund; 2. Walter⸗Ludwigshafen; 3. Golz⸗Berlin. 4. Zwiſchenlauf: 1. Lorenz⸗Chemnitz; 2 Grothnes⸗Münſter; 3. Denzer⸗ Ludwigshafen. Endlauf der Wölperl⸗Deuljchland Europameifter im Federgewicht Olympieſieger Ismayer von dem Franzoſen Alleene geſchlagen Eſſen ſtand am Wochenende im Zeichen großer Veran⸗ ſtaltungen. In den Kreis der Ereigniſſe mit dem Inter⸗ nationalen Reitturnier, der großen Sternfahrt der NS K. und der Provinzial⸗Landwirtſchafts⸗Ausſtellung an der Spitze, ſchoben ſich am Samstag noch die Europa⸗ Meiſterſchaften im Gewichtheben ein. Sie wurden eingeleitet mit einem Empfang aller Teil⸗ nehmer durch den ſportſreudigen Oberbürgermeiſter der Stadt Eſſen, Dr. Reismann⸗ Grone, im Rathaus. Neben dem Oberbürgermeiſter wohnte nach der ſtellver⸗ tretende Gauleiter Unger der Begrüßung bei. Dr. Reis⸗ mann⸗Grone ſprach in deutſcher, franzöſiſcher und italie⸗ niſcher Sprache zu den Teilnehmern und führte etwa fol⸗ gendes aus: „Die Stadt Eſſen, ſeit Jahrhunderten berühmt durch ihre Waſſenfabriken, ſteht durch dieſe ſeit Jahrhunderten in Verbindung mit den europäiſchen Nationen. Die Stadt hat heute nur eine Friedensinduſtrie und trotz aller ſchweren Zeiten noch eine gewaltige— und ſie freut ſich, die Vertreter der neun Nationen, Deutſchland, Italien, Frankreich, Tſchechoſlowakei, Eſtland, Lettland, Schweiz, Finnland und Luxemburg heute in ihren Mauern zu empfangen. Wir hoffen, daß Sie, meine Herren einen gute Eindruck von unſerer Stadt erhalten, wenn Sie ſie in dieſen Tagen näher kennen lernen werden. Dieſe Stadt, vor 60 Jahren ein kleines Städtchen noch, hat heute 650000 Einwohner und ſteht damit im Range don Lyon, Neapel, Prag uſw. und ſie ſtrebt danach, an Kultur dieſen Städten ebenbürtig zu werden. Seien Sie herz⸗ lichſt begrüßt!“ Dann ließ ſich der Oberbürgermeiſter die Führer der ausländiſchen Abordnungen vorſtellen und begrüßte außer⸗ dem noch beſonders den deutſchen Olympiaſieger Rudi Ismayr⸗München wd den alten Schwergewichtskämpen Straßb 0 ger. Mit den Kämpfen im Federgewicht nahmen die Eu ropameiſterſchaften im Gewichtheben am Samstag ihren Anfang. Nach dem feierlichen Einmarſch der Nationen nahm u. ag. auch der Vizepräſident der Fc(Federation Internationale Halterofile) Kampmann Kaſſel das Wort, der insbeſondere an die ausländiſchen Teilnehmer den Appell richtete, ſich gründlich im neuen Deutſchland umzuſehen und in ihrem Lande für die Verſtändigung zu werben. Von demſelben Gedanken waren auch die Aus⸗ führungen des Oberbürgermeiſters Dr. Reismann⸗Grone⸗ Eſſen getragen. Wölpert Europameiſter Dann begannen unter der Leitung des oberſten Kampf⸗ gerichtes Kampmann⸗Deutſchland, Duchateau⸗Frankreich und Melmbartis⸗Lettland die Kämpfe im Federgewicht. Von den urſprünglich vorgeſehenen acht Bewerbern fehl⸗ ten der Franzoſe Duverger und Simonek⸗Tſchechoſolawakei. Dafür ſtartete aber zunächſt der für das Leichtgewicht ge⸗ meldete Finne Trömberg im Federgewicht. Großes Pech hatte der Schweizer Riget, der in der erſten Uebung, im einarmigen Reißen, der beſte Mann war und viel verſprach. In der letzten Konkurrenz, im beidarmigen Stoßen verſagte er aber dreimal. Die deutſchen Teil⸗ nehmer ſchnitten hervorragend ab. Wölpert⸗ Deutſchland wurde Europameiſter und nach ihm belegten Mühlberger und Schäfer die zwei nächſten Plätze. Das Ergebnis: Erſter und Europameiſter: Wölpert⸗ Deutſchland, 420 Kg. leinarmig Reißen links 62,50, ein⸗ armig Reißen rechts 65, beidarmig Drücken 90, beidarmig Reißen 87,50 und beidarmig Stoßen 115 Kg.); 2. Mühl⸗ berger⸗Deutſchland 410 Kg.(65, 70, 75, 90, 110 Kg.); 3. Schäfer 397,50 Kg.(62,5, 67,5, 70,5, 82,5, 115 Kg.); 4. Bes⸗ cape⸗Italien 395 Kg.(57,5, 65, 88,5, 80, 110 Kg.]; 5. Vacek⸗ Tſchechoflowokei 382,5 Kg.(57,5, 60, 80, 80, 105 Kg.); 6. Miget⸗Schweiz 287, Kg.(70, 62,5, 80]; 7. Strömberg⸗Finn⸗ land 285 Kg.(55, 55, 75, 100 Kg.). Alleene⸗Frankreich Europameiſter im Mittelgewicht Am Sonntag kämpfte in Eſſen zunächſt die Mittel⸗ ewichtsklaſſe. Allgemein ſtartete hier der deutſche Olympia⸗ eger Rudolf Is mayr als hoher Favorit, und koum einer der Zuſchauer hätte wohl angenommen, daß der junge Franzaſe Pierre Alleene dem Deutſchen eine einwandfreie Niederlage beibringen würde. Vor dem Kampfe hielt der Führer der Fachſäule 4, Rechtsanwalt Heyl Berlin eine Auſpeache. Er über⸗ brachte die beſten Grüße des Reichsſportführers von Tſchammer⸗Oſten und betonte in ſeiner Rede, daß gerade die deutſche Athletik eine ſo volksverbindende Lei⸗ besübung ſei, wie kaum eine andere Sportart. Leider erfüllten der Italiener Galimberti, der Franzoſe Biſogno, Trinkler⸗Schweiz und Sykora⸗ Tſchechoflowakei nicht ihre Verpflichtungen. Beſonders das Fehlen des ſtarken Italieners wurde ſehr bedauert, aber der ſolgende ſpannende Kompfzwiſchen Ismayr und Alleene riß bold die Zuſchauer in ſeinen Bann. Der prächtig gebaute Franzoſe lag ſchon nach der erſten Uebung, dem linksarmigen Reißen, mit 27% Kilo in Front und vergrößerte ſeinen Vorſprung im rechtsarmigen Rei⸗ ßen gegen Ismayr ſogar auf 12½ Kilo. Im beidarmigen Drücken ſchuf dann der Deutſche mit ſeiner Leiſtung von 100 Kilo gegenüber nur 87,5 Kilo des Franzoſen wohl den Gleichſtand, aber ſchon im beidarmigen Reißen hatte Alleene mit 7% Kilo mehr wieder die Führung erzwungen. Dieſen Vorſprung konnte Ismayr in Her letzten Uebung nicht mehr wettmachen. Nachdem der Fronzoſe im beid⸗ armigen Stoßen 137,0 Kilo zur Hochſtrecke gebracht hatte, mußte Ismayr ſchon den Weltrekord des Aegypters Arafa, 143 Kilo übertreffen, um mit 145 Kilo gleichauf zu kom⸗ men. Unter atemloſer Spannung der Menge ſetzte der Deutſchen zum letzten Verſuch an, aber er ſcheiterte an der gewaltigen Leiſtung und blieb ſomit im Geſamtergeb⸗ nis geſchlagen. 5 Pierre Alleene, der neue Europameiſter, iſt erſt 24 Jahre alt und in Roubaix geboren. Er zeigte von allen Bewerbern die ſauberſte Arbeit und hatte nur einen Verſager, während Ismayr nicht weniger als ſechs zu verzeichnen hatte. Der Franzoſe erkennt jedoch das fa⸗ belhaft techniſche Können des Deutſchen an und erklärte, daß bei Ismayr lediglich die Nerven geſtreikt hätten. Ismayr ging ſeine Niederlage recht nahe, dennoch war er der erſte, der den jungen Franzoſen zu ſeinem Siege be⸗ glückwünſchte. Ergebniſſe im Mittelgewicht: 1. Pierre Alleene⸗Frauk⸗ reich mit 497,5 Kilo(linksarmig Reißen 77,5, rechtsarmig Reißen 87,5 Kilo, beidarmig Drücken 85 Kilo, beidarmig Reißen 107,5 Kilo, beidarmig Stoßen 137,5 Kilo); 2. Rudolf Ismayr⸗Deutſchland mit 492,5 Kilo(die Reihen⸗ folge der Uebungen wie bei 1: 75, 77,5, 100, 100 und 140 Kilo); 3. Jordan⸗Deutſchland mit 470 Kilo; 4. Aeſchmann⸗ Schweiz mit 457,5 Kilo; 5. Lercari⸗Italien 447 Kilo; 6. Ozolins⸗Lettland 447,5 Kilo; 7. Hantych⸗Tſchechoſlowakei 437, Kilo; 8. Gottſchalk⸗Deutſchland 352,5 Kilo. Thierſch⸗Erfurt Europameiſter im Leichtgewicht Einen deutſchen Sieg hatte es auch in der Leicht⸗ gewichtskloſſe gegeben. Die Konkurrenz war hier auf vier Teilnehmer zuſammengeſchrumpft, da der Fran⸗ zoſe Riviere, der Tſcheche Vitaſchek und Teitelbaum nicht gekommen waren. Nach ſeſſelndem Kampfe zwiſchen dem Olympiaſbeger Helbig⸗pßlauen und Thäerſch⸗Erfurt ging der Thüringer noch in der letzten Uebung als Sieger und neuer Europameiſter hervor. Ergebniſſe im Leichtgewicht: 1. Thierſch⸗Deutſchland 447,5 Kilo(linksarmig Reißen 70 Kilo, rechtsarmig Reißen 72,5, beidarmig Drücken 85 Kilo, beidarmig Reißen 95 Kilo, beidarmig Stoßen 125 Kilo); 2. Helbig⸗Deutſchland mit 442,5 Kilo(die Reihenfolge der Uebungen wie bei 1: 70, 70, 85, 95 und 122,5 Kilo]; 3. Blane⸗Schweiz mit 430 Kilo; 4. Murawſki⸗Deutſchland mit 415 Kilo. Gemäß dem Beſchluß des Hamburger. wird die Geſchäftsſtelle des Deutſchen u der ⸗ Verbandes Anfang Oktober nach Berlin verlegt. Zum gleichen Zeitpunkt tritt der langjährige verdiente Schriftführer und Geſchäftsſtellenleiter des Verbandes Joh. Geerk ein den wohlverdienten Ruheſtand. An dem vom Reichsſportführer von Tſchammer⸗Oſten im Rahmen der Olympia⸗Vorbereitungen eingerichteten Erziehungs⸗ und Trainingskurſus, der vom 1. bis 10. Oktober im Deutſchen Stadion zu Berlin⸗Grune⸗ wald ſtattfindet, werden ungefähr 50 Ruderer aus allen deutſchen Gauen teilnehmen. 25 Dritten: 1. Troitzſch; 2. Golz; 3. Denzer; 4. Gräſſer. Eud⸗ lauf der Zweiten: 1. Gleim; 2. A. Walter; 3. Grothnes; 4. Korſch. 1. Vorentſcheidung: 1. Ihbe; 2. Merkens. 2. Vor⸗ entſcheidung: 1. Lorenz; 2. Ungethüm. Um den 3. und 4. Platz: 1. Lorenz; 2. Ihbe. Jugendfahren, 1200 Meter: 1. Bouffier⸗Mhm.; 2. Me⸗ liſet-⸗Mhm.; 3. Soeeina⸗Mhm. Ausſcheidungsfahren: 1. Weimer⸗Stuttgart; 2. Heioͤger⸗ Mannheim; 3. Bürkle⸗Stuttgart; 4. Hilbert⸗Iggelheim. Zweiſitzerfahren: 1. Karſch⸗Troitzſch(Lg.) 17 Punkte; 2. Golz⸗Lorenz(Berlin⸗Chemnitz) 17.; 3. Gleim⸗Walter (Dormſtadt⸗Ludwigshafen) 15 Punkte. 8 Ausſcheidungsfahren: 1. Weiß⸗Landau, 20 Meter Vor⸗ gabe; 2. Hilbert⸗Iggelheim, 20 Meter Vorgabe; 3. Zacha⸗ rias⸗Bonn, 40 Meter Vorgabe. Umrahmt waren die Fliegerkämpfe durch einige inte⸗ reſſante Rennen. Das Jugendfahren holte ſich wieder einmal Bouffier vor Meliſek und Soceina, während im Vorgabefahren der Landauer Weiß vor Hilpert(Iggel⸗ heim) und Zacharias(Bonn) gewann. Etwas neues für die Mannheimer Sportgemeinde war das Tandemfahren der neugebildeten Nationalmannſchaft. Nach prächtigem Kampfe über 10 Runden waren ſchließlich im Endlauf drei Paare punktgleich, ſodaß die letzte Wertung entſchied. Auch bei dem abſchließenden Malfahren war bei⸗ nahe die geſamte Nationalmannſchaft am Start. Lediglich Merkens und Karſch fehlten. Nach der 2. Runde ſchied bereits Lorenz wegen Defekt aus. Sieger wurde der Berliner Golz mit 13 Punkten vor Gleim 12., Ungethüm 9., Ihbe 7 P. und Gräſſer 6 P. 1. Patrouillenfernfahrt Verlin-München-Berlin Zahlreiche Stürze Am Samstag wurde bei der 1. Patrouillenrad⸗ fernfahrt Berlin— München— Berlin die 7. Etappe von Hof nach Leipzig über 143,4 Km. gefahren. Trotz guten Wetters und paſſabler Straßen gab es auf dieſer Etappe viele Stürze, die dadurch hervorgerufen wur⸗ den, daß die Fahrer von Grün⸗Weiß Berlin unbe⸗ dingt den Vorſprung der SA⸗Standarte 2 Berlin auf⸗ holen wollte. Dieſe Etappe wurde von der Standarte 2 Berlin wieder ſicher gewonnen. Ihre Zeit betrug:39:26 Stunden, während die des Zweiten, Grün⸗Weiß Berlin, :40,02 Stunden betrug. Im Geſamtergebnis liegt eben⸗ falls Standarte 2 Berlin in Führung. Die Ergebniſſe: Gruppe 1: 1. Standarte 2 Berlin:39:26 Std.; 2. Stan⸗ darte 3 Berlin 1. Mannſchaft:45:48 Std.; 3. Standarte 11 Breslau 4. Standarte 3 Berlin 2. Mann⸗ 2 2 ſchaft 5 5. Stand. 168 Offenbach:37:41 Std.; 6. Standarte 1 Charlottenburg:30:26 Std. Gruppe 2: 1. Schupo Magdeburg 1. und 2. :02:18 Stunden. Gruppe 3: 1. Grün⸗Weiß Berlin:40:02 Std.; 2. Fe⸗ dia Berlin:40:53 Std.; 3. Poſt⸗SV Berlin:49:18 Std.; 4. Wettina Leipzig:03:53 Std. Geſamt: Gruppe 1: 1. Standarte 2 Berlin 36:36:54 Stunden; 2. Standarte 3 Berlin 1. Mannſchaft 39:48:05 Stunden; 3. Standarte 11. Breslau 40:55:58 Std.; 4. Stan⸗ darte 3 Berlin 2. Mannſchaft 42:44:11 Std.; 5. Standarte 168 Offenbach 43:23:32 Std.— Gruppe 2: 1. Schupo Magdeburg 1. und 2. Mannſchaft 67:18:27 Stunden. Gruppe 3: 1. Grün⸗Weiß Berlin 36:42:13 Std.; 2. Fedia Berlin 38:00:28 Std.; 3. Poſt⸗SV Berlin 40:12:57 Std.; 4. Wettina Leipzig 50:51:45 Std. Mannſchaft Mannheim verliert Die Hockeyſpieler machen in der letzten Zeit gewaltige Anſtrengungen, um ihren Sport und das Können der Spieler zu fördern. Ein Großkampf ſoll der in der näch⸗ ſten Zeit ſtattfindende Kampf Baden— Bayern wer⸗ den. Um die beſte badiſche Mannſchaft aufſtellen zu kön⸗ nen und den Spielern gleichzeitig Gelegenheit zu geben, ſich einzuſpielen, ſanden am Samstagnachmittag auf dem Platze des HH zwei Städteſpiele Mannheim — Heidelberg ſtatt, in denen ſämtliche Spieler, die für die badiſche Gaumannſchaft in Frage kommen, ihre Kunſt zeigen konnten. Mannheim verlor ſowohl das Spiel der Nach⸗ wuchsmannſchaften:5, wie auch in der Hauptbegegnung :6. Trotzdem zeigten beide Mannheimer Vertretungen überraſchend gute Leiſtungen. Wenn es nicht zum Siege reichte, ſo lag dies in erſter Linie an den Stürmern, die beide Male enttäuſchten und die ſchwächſten Mannſchafts⸗ teile der Mannheimer waren. Hervorragend ſchlugen ſich in beiden Spielen die Mannheimer Läuferreihen, in denen die Mittelläuſer E. Junge(Nachwuchs) und Schächtl ein ganz ausgezeichnetes Spiel lieferten. Von den Verteidigern hinterließen die Heidel⸗ berger Hausmann und Alger den beſten Eindruck, wäh⸗ rend ſich bei den Mannheimern Linder als der ſicherſte Spieler erwies. Die beſte Torwächter leiſtung bot wieder einmal Schäfer im Tor der Mannheimer Städtemannſchaft, der wiederholt prächtige Paraden zeigte und an den Toren ſchuldlos war. Klar überlegen waren die Heidelberger in der Stürmerreihe, vor allem Peter 2 überragte ſeine ſämtlichen Mitſpieler um ein beträchtliches Stück. Er war es auch, dem die Heidel⸗ berger ihren Sieg im Hauptſpiel zu einem großen Teil zu verdanken haben, denn ſeiner Durchſchlagskraft war die Mannheimer Hintermannſchaft nicht ganz gewachſen. Bei den Junioren hatte Mannheim dank der aus⸗ gezeichneten Arbeit der Mannheimer Läuferreihe longe Zeit im Felde etwas mehr vom Spiel, aber vor dem Tore war Heidelberg beſſer und konnte daher auch bis zur Pauſe :0 in Führung gehen. Auch nach der Halbzeit ſah man das gleiche Bild. Heidelberg ſchoß noch weitere 4 Tore, während Mannheim lediglich zum Ehrentor kam. Das Spiel der Städtemannſchaften ſah Mannheim überraſchend ſofort im Angriff und bald lag Heidelberg :2 im Hintertreffen, jedoch bis zur Pauſe hakten die Hei⸗ delberger bereits ein Tor aufgeholt. Obwohl Schäfer ver⸗ ſchiedene Strafecken abwehren konnte, vermochte er doch nicht zu verhindern, daß die Heidelberger ausglichen und in Führung ingen. Vor allem Peter 2 war es, der immer wieder durchbrach und ſchließlich allein 5 von den 6 Toren der Heidelberger erzielte. Gegen Schluß fand ſich der Mannheimer Sturm etwas beſſer zuſammen und ver⸗ mochte auch das Reſultat auf:6 zu verbeſſern. Fußball in England Ein Tag der unentſchiedenen Spiele Im engliſchen Fußball gab es am ſechſten Spieltaz wieder zahlreiche Ueberraſchungen, wurden boch die Spit⸗ zenreiter teils zu Hauſe, teils auf anderen Plätzen mit ihren Gegnern nicht ſo recht fertig. Es war ein Tag der unentſchiedenen Spiele. Der Neuling Tottenham Hotſpurs machte zu Hauſe gegen den engliſchen Fußballmeiſter Unentſchieden 11. Auch Hud⸗ dersfield Town gegen Stook City und Ports⸗ mouth gegen Wolverhampton Wanderers kamen über ein Unentſchieden von:2 bzw.:1 nicht hinaus. Birmingham— Blackburn Revers:0; Chelſea— Aſton Vila:0; Derby County— Leeds United 31; Huddersfield Town— Stooke City:2; Liverpool— Leiceſter City 118; Mancheſter City— Everton:2; Portsmouth— Wolver⸗ hampton Wanderers:1; Sheffield Wednesday— Midoles⸗ brough:0; Sunderland— Sheffield United:0; Totten⸗ ham Hotſpurs— Arſenal:1; Weſtbromwich Albion— Neweaſtle United 111. In Schottland konnte der Spitzenreiter Motherwell ſeinen Vorſprung weiter ausbauen, zumal der Zweite der Tabelle, Queens Park, gegen Dundee mit:0 unterlog. Ayr United— Rangers:2; Cowdenbeath— Queen of South 113; Dundee— Queens Park:0; Hibernians—. Clyde:0; Motherwell— Aberdeen 471; Partick Thiſtle — St. Johnſtone:3; St. Mirren— Falkirk:1; Third Lanark— Kilmarnock 11. Die Punktüberſicht: England: 1. Tottenham Hotſpurs 6 Spiele(:4 Punkte); 2. Huddersfield Town 6(:); 3. Arſenal London 6(775); 4. Portsmouth 6(:); 5. Mancheſter City 6(:); 6. Stoke City 6(:): 7. Aſton Villa 6(.). Schottland: 1. Motherwell 7 Spiele(140 Punkte); 2. Queens Park 7(12:2) 3. Kilmarnock 8(11:); 4. Ran⸗ gers 8(10:). FC 08 Maunheim— Viktoria Wallſtadt 318(3 Der Start der Viktoria Wallſtadt in der Bezirksliga hatte dem 08⸗Platz mit 800 Zuſchauern einen recht anſpre⸗ chenden Beſuch zugeführt. Im allgemeinen boten beide Mannſchaften einen lebhaften Kampf, der in der erſten Halbzeit im Zeichen der(Ser ſtand. Im zweiten Teil des Spieles ſchufen die in beſſerer Kondition befindlichen Wallſtädter noch eine große Energieleiſtung und entriſſen dem Favoriten einen wertvollen Punkt, was wohl vor der Pauſe keiner der Intereſſenten erwartet hatte. Wallſtadt, das ebenfalls, wie der Gegner, nicht die komplette erſte Garnitur aufbieten konnte, wird ſich an das ſpieleriſche Niveau der Bezirksliga nach einigen ab⸗ ſolvierten Spielen raſch gewöhnen können. Die Elf zeigte für den Beginn einen recht großen Eifer, der bei einigem Eingeſpieltſein noch vieles erhoffen läßt. Einen wenig ſicheren Eindruck machte der Torhüter und auch die ihn aſſiſtierenden Verteidiger erreichten nur eine ſchwonkende Form. Am beſten gefiel noch die Läuferreihe in ihrer Geſamtheit. Im Sturm waren Rechtsaußen und Mittel⸗ ſtürmer die treibenden Kräfte, denen es jedoch häufig an der nötigen Unterſtützung fehlte Eine Beſſerung war allerdings in der zweiten Halbzeit deutlich zu erkennen. Die Leiſtungen der 08er waren ſichtlich beeinträchtigt durch die un vollkommene Mannſchaftsaufſtellung. Proſe ſtand auf falſchem Poſten und im Sturm zeigte der jugend⸗ liche Dubronner zu wenig Fertigkeit. Eine wirklich gute Leiſtung ſah man nur von dem unermüdlichen Ziegler Kreuz als Mittelläufer wurde früh müde und im Sturm herrſchte zu wenig Geſchloſſenheit um eine Arbeit von Format zuſtande zu bringen. Eine gute Leiſtung bot der als Schiedsrichter amtie⸗ rende Selzam⸗ Heidelberg, der das Spiel jederzeit in der Hand hatte. 08 eröffnet das Spiel mit einer Serie gefährlicher An⸗ grffsparaden. Zöllner ſcheitert zweimal an der Wallſtadter Deckung und eine Bombe von Engſter wird vom Torwart gehalten. 08 erzielt dann bei leichter Ueberlegenheit die erſte Ecke, die indeß ergebnislos verläuft. Nun kommt auch Wallſtadt zu den erſten Gegenangriffen, die inſolge großer Ungenauigkeit ebenſo ſcheitern, wie die ununter⸗ brochenen Bemühungen der Lindenhöfer. In der 23. Mi⸗ nute kommt 08 zur Führung. Engſter flankt hoch vor das Tor, wo Weidner zu:0 verwandelt. Drei Minuten ſpäter ſtellt 8 durch Handelfmeter von Müller auf 220, und faſt auf dem Fuße folgt der erſte Gegentreffer von Wallſtadt durch Düſter, der ſich ſchön durchgeſpielt hatte. 08 iſt für die Folge auf Grund des beſſeren techniſchen Könnens im Vorteil und in der 35. Minute ſtellt Zieg⸗ ler mit einer Flanke von links auf:1 für 08. Die zweite Spielhälfte ſteht zunächſt im Zeichen voll⸗ kommener Ausgeglichenheit. Beiderſeits haben die Dek⸗ kungen harte Arbeit zu leiſten. 08 in richtiger Erkennt⸗ nis dieſer Situation nimmt Langenberger auf den Mittel⸗ läuferpoſten und Müller wechſelt den Platz mit Dubron⸗ ner. In der 67. Spielminute kommt Wallſtadt zu ſeinem zweiten Treſſer durch einen Freiſtoß von der 16⸗Meter⸗ Grenze, den Düſter verwandelt. Wallſtadt, ausgeſtattet mit der ſtärkeren Kraftreſerve wird jetzt tonangebend und bei einem Geplänkel erreicht Hufnagel mit entſchloſſenem Schuß den Ausgleich. Die Europameiſterſchaften im Freiſtil⸗Ringen kommen Ende November in Paris zum Austrag. Deutſchland wird hier in vier Gewichtsklaſſen Hertreten ſein. zweimal im Hotkey Deutſch gewinnt den Holland⸗Vecher Das Ereignis bei der Internationalen Holland⸗Becher⸗ Regatta auf dem Sloten⸗Kanal zu Amſterdam bildete am Somstag die Eutſcheidung im Einer⸗Rennen um den Holland⸗Becher. Auch dieſes Mal wurde der werk⸗ volle Preis von einem Deutſchen gewonnen. Vom Start weg ſetzte ſich der Tangermünder Deutſch in Führung. Bei 500 Meter führte er bereits mit 1 Länge vor dem holländiſchen Skuller⸗Meiſter de Vries. Beide Ruderer verſteuerten ſich etwas, Deutſch verlor hierdurch etwas von ſeinem Vorſprung. Bei 1000 Meter führte er nur noch mit, Länge. Im Endſpurt kam denn der Tau⸗ germünder etwas in die Bahn des Holländers, dieſer pro⸗ teſtierte beim Schiedsrichter, fand aber wenig Entgegen⸗ kommen. Mit 807,6 Minuten ſiegte Deutſch mit zwei Längen ſicher. 85 Der Hollondbecher wurde zu m 14. Male und ſeit dem Jahre 1927 in ununterbrochener Reihenfolge von einem Deutſchen gewonnen. Die deutſchen Sieger waren bisher: Sommerfſeld⸗Danzig(1901), Weber⸗Mainz(1902 F. Hartmann⸗Frankfurt a. M.(1903), Möller⸗Berlin(1905 und 1906), Dr. B. v. Gaza⸗Berlin(1911 und 1912), W. Koble⸗Berlin(1927), van Howen⸗Ludwigshafen(1928), Walter Flinſch⸗Frankfurt a. M.(1929), E. Paul⸗Frankſurt o. M.(1930), H. Buhtz⸗Berlin(1931), Willi Dohme⸗Guben (1932) und Hans Deutſch⸗ Tangermünde(193g). Magdeburger Damen ſchlagen AS Die erſte Niederlage der US A⸗Girls auf ihrer Europareiſe 5 Bei ihrem ſechſten Spiel auf ihrer Europareiſe mußten die amerikaniſchen Hockeyſpielerinnen ihre erſte Nie⸗ der lage einſtecken. Wie ſchon in Berlin traf die US A⸗ Nationalmannſchaft am Sonntag vormittag in Magdeburg auf einen durchaus gleichwertigen Gegner. Der Magde⸗ burger Tc Grün⸗Rot hatte ſich allerdings durch Frän⸗ lein Hargus⸗Lübeck und Fräulein Machande⸗Berlin ver⸗ ſtärkt, die auch einen weſentlichen Anteil an dem 575(729 Siege hatten. Beſonders Fräulein Hargus im Sturm befand ſich in Hochform und ſchoß allein drei Tore. Vor⸗ bildlichen Sportgeiſt zeigten die Amerikanerinnen, die nach dem Spiel ihre Schläger hinlegten und begeiſtert ihre slückſtrahlenden Beſiegerinnen umarmten. ————.ñꝝĩ f—e— n— Hauptſchriftleiter: H. A. Melß ner Verantwortlich für Politik: H. A. Meißner- Handelsteil: K. Ehmer euilleton; C. O. Eiſenbart„ Lokaler Teil: R. Schönfelder port: i. V. K. Ehmer Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und übriger Teil: E. W. Fennel. Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen J. Faude ſämtlich in Mannheim ⸗ Herausgeber, Drucker und Verleger; Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung, Mannheim, R l, 4 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückvord Montag, Der Zo. 11 Wieder ein herrlichen He⸗ ſeiner Arbeit zeigen. Gut den Spielplat durch Zeuge nen, das mit Werbung für eber für die „Die körp nes und d lichen Dieſes Rede auf der Deutſchen Tu Arbeit des V ſich in unun ſchlechthin vol nennen iſt. Leibesübunge soll. Schon Wo am 2 belche ſich de al zu einen gieichzeitig di kampf mit und erſtu Paſſerturm u mit einem ku Wenig ſpä ſchaft auf 1 Mannſcha Spiel beendet die geſamte A turm, die Rin park führt, in mehrtauſendkö hüne war bis grüßt. Ein 5 zugleich, das ner und die Spieler, in d die Die Ein Do Nach länge Samstagabend Neuen Brau! Stemm⸗ und 2 wichtheben un überraſchender Niederlage de auf zurückzuft und Ren fe ber Schifferſte Ausgang dieſe ſchaften noch ſtadt führte be 785700 Pfunt Ludwigshafen Mund um 3 jerſtadt mit d Im Ringe Schiferſtadts; als zu erwar ohne Heiß l ſerſtad! dieſe vorteilhart au, die Umſtellun, Hofmann: ſelbſt war Sck ultat zum Au über die volle Punkten entſck den reſtlichen ner erſt nach Verlauf dieſez uauletzt ſpanne vVorausgegange gebracht, die d überraſchend des gut beſuch klempfes lag ſcheidungen tr Bautamgen ter kommt ſof beim Abwurf ſich. Kolb iſt beber und Na Beim 11. auch am Son: Training vie Unglücksfällen der Ausweisfe mann in der * vor Jahre egen einen eiter kam e en zu eine ARoeſe erli Ffiſter⸗Ult einem Schädel getragen werd bezt. Bei we Leuln eine ſch Hamburg ein Ammendorf ei Dein L f Der Spitz. N Aindenhof, den empfing den;! LValdpark. 2 Degler. 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Gut 3000 Zuſchauer mögen es geweſen ſein die den Spielplatz im neuen Luiſenpark umſäumten, und da⸗ zurch Zeuge waren von dem diesjährigen Sommerabtur⸗ nen, das mit bewußter Abſicht unter dem Leitgedanken der Werbung für die deutſchen Leibesübungen, insbeſondere eber für die deutſche Turnſache ſtand. „Die körperliche Ertüchtigung des einzelnen Man⸗ nes und der einzelnen Frau, ſie führen zur körper⸗ lichen Kraft und Geſundheit der Nation!“ Dieſes Wort des Reichskanzlers Adolf Hitler in ſeiner Rede auf dem Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart an die Deutſchen Turner, ſtand auch der geſtrigen turneriſchen Arbeit des Vereines voran. Wie ein Filmſtreifen rollte ſich in ununterbrochener Folge ein Programm ab, das ſchlechthin vollkommen und kaum mehr zu überbieten zu nennen iſt. Man weiß tatſächlich nicht, welche Arten der Leibesübungen und Vorführungen man herausgreifen soll. Schon 5 f am Vormittag begannen die Volksturner, welche ſich den befreundeten Turnerbund Beru ch ⸗ al zu einem Vereinskampf eingeladen hatten, während gleichzeitig die erſten Spiele im Hockey⸗Vereins⸗ kampf mit dem Tbd. Germania ſich abwickelten, und erſtmals erſcheinende Turner kñapelle am Paſſerturm und auf dem Marktplatz die Spaziergänger mit einem kurzen Konzert überraſchten. 5 Wenig ſpäter empfing die erſte Fußballmann⸗ ſchaft auf dem Spielplatz bereits die Blau ⸗ W et ß ⸗ Nannſchaft des M C Phönix, die gerade ihr Spiel beendet hatte, als ſchon die Spitze des Zuges, der die geſamte Aktivität von der Turnhalle über den Waſſer⸗ turm, die Ring⸗ und Colliniſtraße nach dem neuen Luiſen⸗ park führt, in den Platz einzog, von der erwartungsfrohen mehrtauſendköpfigen Zuſchauermenge— die große Tri⸗ hüne war bis auf den letzten Platz beſetzt— freudig be⸗ gtüßt. Ein herrliches Bild dieſer Einzug, und farbenfroh zugleich, das Blau der Turnerinnen, das Weiß der Tur⸗ ner und die rot⸗weiße Kleidung der Volksturner und Spieler, in der leuchtenden Herbſtſonne. 87 die Sofort nach den feinen Worten des Vereinsführers Thum, der es trefflich verſtand, die Ziele und Aufgaben des Vereins und der Turnerſchaft zu umreiſen, leitete das Deutſchland⸗ und das Horſt⸗Weſſel⸗Lied zur turneri⸗ ſchen Arbeit, für welche Oberturnwart Adelmann das Kommando übernahm, über. Im Mittelpunkt derſelben ſtanden zunächſt vom Deutſchen Turnfeſt in Stuttgart her die Freiübungen der Turner, der Chorfeſttanz der Turnerinnen, die Barrenübungen der Männer, die Ken⸗ len⸗ und Freiübungen der Turnerinnen. Noch einmal wurde den Teilnehmern jenes unvergeßliche Deutſche Feſt und der unübertreffliche Hauptfeſtnachmittag nahe gebracht. Die ſauber ausgeführten Uebungen haben den beſten Ein⸗ druck hinterlaſſen. Wie der Turnverein 1846 aber ſeinen Uebungsbetrieb geſtaltet, darüber gaben die Schüler und Schüler⸗ innen einen ebenſo feinen Einblick, als das Riegen⸗ turnen der Turner, das Schulfechten der Fechtabteilung, die Bodenübungen der Ju⸗ gendturner, während ein Hand ballſpiel der Turnerinnen mit Phönix Ludwigshafen, das Hockeyſpiel der erſten Mannſchaften zwiſchen 1846 und Tbd. Germania und ein Fauſtballſpiel zwi⸗ ſchen der Handball⸗ und Fußballabteilung, den beiden er⸗ ſten und die Vereinsmeiſterſchaft, den ſtarken Spielbetrieb des Vereins unter Beweis ſtellten. Starken Beifall ern⸗ tete auch die erſte Riege, die wiederum erklaſſige Lei⸗ ſtungen im Reckturnen zeigte. Dazwiſchen eingeſtreut wickelten ſich die volkstümlichen Uebungen, die in der Hauptſache die Läufe für den Vereinskampf mit dem Tbd. Bruchſal ab, worüber wir an anderer Stelle berichten. Zum Schluſſe empfing dann noch die erſte Handballmann⸗ ſchaft den TV 61 Ludwigshafen zu einem Freund⸗ ſchaftsſpiel nach der 10 mal 100 Meter Abteilungs⸗ ſtaf fel. Alles in allem genommen, es war wieder einmal für die Zuſchauer ein genußreicher, für den Turnverein 1846 aber auch ein erfolgreicher Tag, an welchem alle Abteilun⸗ gen ihr Verdienſt haben, nicht zuletzt Oberturnwart Adel⸗ mann mit den Turnwarten Groß, Müller, Schoop und Frau Storz. Dann aber ſei auch der Turnerkapelle und Fräulein Eller gedacht, welche die Uebungen am Klavier begleiteten. Klubkampf im Gewichtheben und Ringen Ein Doppelsieg des Vin Schifferſtadt über Stemm- und Ming⸗Klub Ludwigshafen Nach längerer Pauſe veranſtaltete Bf Schifferſtaot am Samstagabend in ſeiner traditionellen Kampfſtätte im Neuen Brauhaus wieder einen Klubkampf, der mit Stemm⸗ und Ringklub Ludwigshafen als Gegner im Ge⸗ zwichtheben und Ringen ausgetragen wurde und mit einem überraſchenden Doppelſieg der Schifferſtädter endete. Die Mederlage der Ludwigshaſener im Gewichtheben war dar⸗ auf zurückzuführen, daß ſie mit Erſatz für Rüb mann und Renfer antreten mußten. Allerdings fehlte auch bet Schifferſtckdt in E. Kolb der beſte Mann, ſo daß der Ausgang dieſes Kampfes bei ſtärkſter Beſetzung der Mann⸗ ſchaften noch eine offene Frage geweſen wäre. Schiffer⸗ tat führte bereits im einarmigen Reißen, wo die Partie 785:700 Pfund ſtand, mit 35 Pfund Unterſchied, und da dudwigshafen auch im beidarmigen Stoßen mit 115521160 Pfund um 5 Pfund zurückblieb, ſtand der Sieg für Schif⸗ ſerſtadt mit dem Geſamtreſultat von 1895:1855 Pfund ſeſt. Im Ringen war im voraus mit einem klaren Sieg Schiferſtadts zu rechnen; er fiel mit 15:2 noch höher aus, als zu erwarten war, obwohl die gaſtgebende Mannſchaft ohne Heißler und W. Kolb antrat. ſerſtad dieſe Lücken durch Wißmann und Wörner vorteilhaft ausfüllen konnte, wirkte ſich bei Ludwigshafen die Umſtellung ſeiner Mannſchaft durch das Fehlen von Hofmann und Presber nachteilig aus. Im Kampfe ſelbſt war Schifferſtadt nicht ſo überlegen, wie es im Re⸗ ſultat zum Ausdruck kommt, denn 4 von 7 Treffern gingen über die volle Ringzeit, davon wurden 2 ganz knapp nach Punkten entſchieden, während 2 unentſchieden endeten. In den reſtlichen 3 Begegnungen gaben ſich die Ludwigshafe⸗ ner erſt nach tapferer Gegenwehr geſchlagen, ſo daß der Verlauf dieſes Mannſchaftskampfes nie einſeitig und bis zuletzt ſpannend war. Grodes Intereſſe wurde auch den vorausgegangenen Ringkämpfen der Schüler entgegen⸗ gebracht, die durch temperamentvoll ausgeführte Griffe und überraſchend gute Leiſtungen für die richtige Stimmung des gut beſuchten Hauſes ſorgten. Die Leitung des Klub⸗ lempfes lag bei Metz⸗Sandhofen, der einwandfreie Ent⸗ ſcheidungen traf, in beſten Händen. Die Ergebniſſe: Bantamgewicht: O. Kolb⸗Sch.— Langkuecht⸗Lu. Letzte⸗ ker kommt ſofort parterre, wird ausgehoben und dreht ſich beim Abwurf geſchickt ab. Der gleiche Vorgang wiederholt ſch. Kolb iſt weiter mit Armſchlüſſel, verſchränktem Aus⸗ heber und Nackenhebel im Angriff und ſiegt endgültig mit Während Schif⸗ Nackenhebel in 5,15 Min. Federgewicht: Lochner⸗Sch.— Steinel⸗Lu. Beide greifen ſchnell und heftig an, geraten aber viel außer Matte. Plötzlich wird Lochner mit Schul⸗ terſchwung heruntergeholt und mit nachgefaßtem Nacken⸗ hebel außer Matte geworfen. In der ausgeloſten Boden⸗ runde gelingt Steinel Armzug, bei dem Lochner in der Brücke ſeinen Gegner überträgt. Nach dem Wechſel greift Steinel mit Aufreißer aggreſſiv au. Nach heftigen An⸗ ſtrengungen beiderſeits in den reſtlichen Minuten im Stand endet dieſer Kampf unentſchieden. Leichtgewicht: R. Kolb⸗Sch.— Abel⸗Lu. Kolb hat ſchwerer zu ſchaffen als erwartet, ſein Gegner pariert jeden Griff geſchickt. Dann gewinnt Kolb langſam Boden, bringt Abel mit ſin⸗ niſchem Aufreißer und Soubleſſen in Gefahr und ſiegt durch Abfangen eines Schleuderers in 7,38 Min. Welter⸗ gewicht: Schäfer⸗Sch.— Blomeier⸗Lu. Gleich nach Beginn wied der Gaſt mit prächtigem Schulterſchwung herunter⸗ gehylt und landet im Publikum. Schäfer diktiert mit allen möglichen Griffen den Kampf und als ſich der Gaſt, der ſich bis dahin tapfer verteidigte, eine Blöße gab, lag er auch ſchon mit Kopfſchleuder aus dem Stand in 4 Minuten auf den Schultern. Mittelgewicht: Wißmann⸗Sch.— Kreuz⸗ Lu. Der Ludwigshafener wird nach kurzem Standkampf parterre gebracht und muß ſich der harten Angriffe ſeines Pariners erwehren. Bei einem Armſchlüſſel überdreht ſich Kreuz und begibt ſich ſelbſt in Gefahr. Er kommt wieder hoch und wird zuſehends beſſer. In der Bodenrunde ge⸗ ling! ihm ein Aufreißer, kann aber damit den Vorſprung ſeines Gegners nicht ganz aufholen und verliert knapp nach Punkten. Halbſchwergewicht: Kamb⸗Sch.— Dietz⸗Lu. Der Gaſt kommt parterre und ſprengt dort jeden Griff ſeines Gegners. Endlich gelingt Kamb ein Ueberſtürzer, den ſein Gegner vor der Gefahr der Niederlage noch parieren kann. Der Kampf wird beiderſeits bis zur Halb⸗ zeit, in der ausgeloſten Bodenrunde und in der reſtlichen Ringzeit im Stand, heftig, aber ohne Ergebnis beſtritten und Kamb erhielt den Punktſieg. Ein Unentſchieden wäre auch kein Fehler geweſen. Schwergewicht: Wörner⸗Sch.— Schierle⸗Lu. Wörner iſt durchweg im Angriff und der körperlich ſtark unterlegene Schierle hat nur abzuwehren; Schierle geht auch oft aus der Matte. In der ausgeloſten Bodenrunde ſcheitern Ausheber von Wörner an der zähen Verteidigung ſeines Gegners. Nach dem Wechſel geht Schierle leer aus. Der reſtliche Standkampf ſah wiederum Wörner im Angriff, und da er auch hier nichts Poſitives erzielte, gab es ein Unentſchieden. Schwere Anglücksfälle beim 11. Schleizer Dreieckrennen Beim 11. Schleizer Dreieckrennen kam es auch am Sonntag, nachdem bereits an den Vortagen beim Training vier Fahrer verunglückt waren, zu ſchweren Unglücksfällen. In der dritten Runde des Wettbewerbs der Ausweisfahrer fuhr der Hildesheimer Walter Hart⸗ mann in der Haarnadelkurve faſt au der gleichen Stelle, s vor Jahresfriſt ſechs Reichswehrlente zu Tode kamen, gegen einen Baum und verunglückte tödlich. Weiter kam es im Meiſterſchaftslauf der ſchweren Maſchi⸗ einem Zuſammenſtoß. Der Düſſeldorfer Roeſe erlitt hierbei einen Oberarmbruch. Walter fiter⸗Ulm fuhr in die Zuſchauermenge und mußte mit einem Schädel⸗ und einem Oberſchenkelbruch vom Platze getragen werden. Auch ein Zuſchauer wurde ſchwer ver⸗ letzt. Bei weiteren Unfällen trug Fritz Kahlen berg⸗ verletzung, Walter Tohmann⸗ Hamburg eine Beckenquetſchung und Erich Müller⸗ Aumendorf eine Gehirnerſchütterung davon. Hanöoballprivalſpiele Dan Lindenhof Mißyct Phönix 515(:4 Der Spitzenverein der badiſchen Jugendkraft, Dag 1 Lindenhof, der ſchon am Vorſonntag gegen MT gewann, 5 0 ußten Nie⸗ USA ⸗ beburg ſtagde⸗ Frän⸗ mver⸗ 632 Sturm Vor⸗ e nach ihre empfing den Mü Phönix auf ſeinem Platze draußen im Valdpark. Das Spiel begann verheißungsvoll für die DeBler. Schon bald heißt es 110 durch Schuch; 210 folgt auf dem Fuß. Obwohl Phönix einen hervorragenden Tor⸗ Lvächter zur Stelle hat, kann Lindenhof ein Tor aufholen; lis zum Wechſel aber zieht Phönix weiter davon und debt mit 41 in die Pauſe. Nach dem Seitentauſch iſt Lindenhof bedeutend beſſer beworben und diktiert nun das Spiel. Tor auf Tor wird aufgeholt und bald iſt der Gleichſtand erreicht.:41 Nun nchen beide Mannſchaften eine Wendung zum Beſſeren; Ihbnix iſt zunächſt der Glückliche. Ein Strafwurf bringt erneut die Führung, die aber wieder verloren geht. Dog kann 9 9 50 ausgleichen und beim Stande von 65 rennt Horn(Dag) die beiden gleichwertigen Gegner nach einem fairen, ſpannenden Spiele. g ö* Bf Mannheim— TV. Frieſenheim . mannſchaften des Gaues 14 und 13 ſtan⸗ g en und 135 T Frieſenheim gegenüber. Die Frieſenheimer Turner hatten Abturnen, das Handball⸗ ſpiel ſollte den Abſchluß bringen und brachte den Frieſen⸗ heimern vor einigen hundert Turnern einen ſchönen Erfolg Dem Schiedsrichter ſtellten ſich die Turner bis auf den Tormann komplett; der Bft kam ohne Reinhold, Zill⸗ hardt, Kees, Sornberger und Matthes. Unter dieſen Um⸗ ſtänden war für die Mannheimer wenig zu hoffen. Die Niederlage kam, ſchien ſogar nach dem Halbzeitſtand kata⸗ ſtrophal zu werden. Nach der Pauſe wurde es dann etwas beſſer und als Bartholomä von der TG. Frieſenheim zum Ende pfiff, hieß es 12:5(:). In der erſten Hälfte glückte dem Vik außer einigen Lattenwürfen nichts, die Frieſenheimer aber warfen Tor auf Tor. Regner begann, dann folgte zweimal Hoffmann. VfR trifft hintereinander nur die Latte, während Frieſen⸗ heim noch viermal durch Granoͤl, Ehret und Hoffmann ins Volle trifft. Halbzeit:0. Nach der Pauſe erhöhen Fiſcher und Ehret auf 910. Durch eine Vorloge Morgens holt Fiſcher ein Tor auf. Die Antwort ſind wieder zwei Treffer der Gegenſeite. Schimmelburg, Fiſcher(2) und Kemeter, der erſtmals den blauen Sturm führte, erzielen noch vier Treffer, aber vorher hatte Frieſenheim ſchon das Dutzend voll gemacht. Jugendleichtathletikklubkampf: MFC 08— MT 51:46 Auf dem Planetariumsplatze traſen ſich am Sonntag vormittag die Jugendabteilungen der Mh und MiyC 08 zu einem leichtathletiſchen Klubkampf, den 08 überraſchend gewann da die MTGler in den techniſchen Uebungen ver⸗ ſagten. Intereſſanterweiſe gab es zweimal totes Rennen. Widder und Müller ſprangen je 5,42 Mtr. weit, Kien!⸗ Mc und Hellmuth⸗os ſtießen beide die Kugel 10,35 Mtr. Die beiden Staffeln gewann MTG überlegen. Es gelang aber nicht, den Vorſprung der(8⸗Jugend aufzuholen, die mit 5 Punkten mehr Sieger blieb. Ergebniſſe: 100 Meter: 1. Vomehr⸗M T 11,6; 2. Mül⸗ ler⸗Müßc 08 12,2; 3. Seubert⸗MTG 12,4.— 1500 Meter: 1. Schneider⸗ O8 448,2: 2. Stemmer⸗08:51,66; 3. Baumann⸗ MTG.— 4 mal 100 Meter: 1. MTG 48,8; 2. Mi 08 49 3. 10 mal 100 Meter: 1. MTG 2,52; 2. My 08.59,4.— Kugelſtoßen: 1. Vomehr⸗M TG; Hellmuth⸗08 ſe 10,35 Mtr.; 3. Geinſemantel⸗J8 9,80 Mir.— Diskuswerfen: 1. Kreß⸗ 08 27, Meter; 2. Vomehr⸗M TG 2,75 Meter; 3. Seubert⸗ MT 25,49 Meter.— Keuleuwerfen: 1. Konrad⸗ O8 49,10 Metoer; 2. Walz⸗M T 47,5 Meter; 3. Hellmuth⸗O8 46,40 Meter.— Hochſprung: 1. Widder ⸗ s 147: 2. Schramm⸗(8; Schmitt und Kirle⸗MT je 1,42 Meter.— Weitſprung: J. Widder⸗O8 5,42 Meter; 1. Müller ⸗I8 5,42 Meter; 8. Kienle⸗MTch 5,24 Meter. Baden im Meden-Wellbewerb auf dem 3. Platz Rot⸗Weiß Berlin Medenpokalſieger In Anweſenheit des Reichsſportführers von Tſchammer⸗ Oſten und einer anſehnlichen Zuſchauermenge begannen am Samstag auf den Plätzen des Bad Homburger Kur⸗ parks die Vorſchlußrunden⸗Spiele des Meden⸗Wett⸗ bewerbs. Zunächſt traten der Titelverteidiger Bezirk 12(Baden) und Bezirk 3(Rot⸗Weiß Berlin) an. In den Einzelſpielen konnten ſich die Berliner ſicher durch⸗ ſetzen. Von ſechs Begegnungen gewannen ſie allein vier und in den Doppelſpielen gab es gar drei Berliner Er⸗ folge, während die Vertreter Badens leer ausgingen. Einzel: Henkel 2(R⸗WiB)— Weihe(Ba):0,:0; Göpfert(R⸗WB)— Ernſt(Ba):4, 715; Dr. Kleinſchroth (R⸗WB)— Hildebrandt(Ba):6,:4,:15 Walch(Ba)— Henkel 1(R⸗WSB) 977, 316,:1; Dr. Buß(Ba)— Frenz (R⸗WB):4,:4; von Cramm(R⸗WB)— Wetzel(Ba) 621, 816.— Doppel: Dr. Kleinſchroth⸗von Cramm(R⸗WB) gegen Dr. Buß⸗Wetzel(Ba):6,:5; Henkel 2⸗Göpfert (RWB)— Kirchgäſſer⸗ Hildebrandt(Ba):4,:3; Frenz⸗ Henkel 1(R⸗WB]— Walch⸗Ernſt(Ba):2,:0.— Ge⸗ ſamt: Rot⸗Weiß Berlin— Baden 712. * Bei der nächſten Begegnung zwiſchen dem Ber⸗ liner Tennis⸗ Verband und Hamburg gab es einen weiteren Berliner Erfolg. Auch dieſes Mal blieben die Reichs hauptſtädter mit:2 erfolgreich, ſo daß in der Endrunde Rot⸗Weiß Berlin und Berliner Tennis⸗Ver⸗ band den Titel unter ſich ausmachen, während Baden und Hamburg um den öritten Platz zu kämpfen haben. Einzel: Denker(§)— Lorenz(B) 01:6,:2, 61:4; Schwenker(B)— Lund(S):6,:4,:2; Tüſcher(3)— 2 Die Kämpfe des Sonntags waren ſämtlich außerordenk⸗ lich ſpannend und teilweiſe techniſch ſehr hochſtehend. Be⸗ ſonders unſer deutſcher Meiſter Gottfried v. Cra mm demonſtrierte Klaſſetennis. Er machte mit ſeinem Gegner W. enzel wenig Federleſens und fertigte ihn in kurzer Zert:0,:0 ab. Auch im Do p pel konnte man ſeine große Kunſt voll und ganz bewundern, da er infolge eini⸗ ger Schwächen ſeines Partners Dr. Kleinſchroth zur Her⸗ gabe ſeines beſten Könnens gezwungen war. Medenpokal⸗ ſieger 1933 wurde Rot⸗Weiß Berlin durch einen knappen :4 Steg über den Berliner Tennisverband. Einzelſpiele: v. Cramm(RW)— W. Menzel(TP) 60, 6˙0; Frenz— Schwenker:4,:1; Henkel 2— Tüſcher 276, :4, 618 Zander— Lorenz 612,:3; Henkel 1— Tübben :6,:6; Wilhelmi— Heidenreich 614,:7, 527. Doppel⸗ ſpiele: v. Cramm⸗Dr. Kleinſchrokh— W. Menzel⸗Gott⸗ ſchewſki:3, 614; Frenz⸗Henkel 1— Tüſcher⸗Heidenreich 624,:6; Henkel2⸗Wilhelmi— Schwenker⸗Lorenz 13111, 216, 46. In der Troſtrunde errang Baden gegen Ham⸗ burg einen verdienten Sieg mit ebenfalls:4 Punkten, 312 Sätzen und 124:119 Spielen. Dabei hatten Dr. Buß und Wetzel noch Pech, da ſie beide im dritten Satz knapp vor dem Gewinn ſtanden und jedesmal ihren Matchball Buß viermal und Wetzel einmal verſchlugen und ſchließ⸗ lich auch noch das ganze Match verloren. Den Ausſchlag für den Sieg gaben auch hier die Doppelſpiele, die alle drei von den Badenern gewonnen wurden. Dr. Hauß(H):2.:1; Tübben(B)— Eberſtein(8) 614, Einzelſpiele: Wetzel(B)— Dr. Deſſert(8):2, 818, 621; Heidenreich(B)— Schlumbohm(5) 775, 64; Men⸗:7; Dr. Buß— Hauß 64,:6, 1012; Weihe— Denker zel(B)— Dr. Deſſart(5):2,:6, 623.— Doppel: 226, 316; Walch— Eberſtein 476, 68, 674; Ernſt— Macken⸗ Menzel⸗Schwenker(B)— Dr. Deſſart⸗Mackenthum(8) thum 611,:6,:6; Hildenbrand— Schlumbuhm 628, 622. :6,:4, 10:8; Heidenreich⸗Lorenz(B)— Denkex⸗Lund 36, :5, 19:10; Dr. Hauß⸗Eberſtein(5)— Tübben⸗Gottſchewſki (Berlin) 618,:10,:3.— Geſamt: Berliner Tennis⸗ Verband— Hamburg:2. hans Nüßlein Woltmeiſter Nüßlein und Tilden im Endſpiel Bei den Tennismeiſterſchaften der Profeſſionals auf den Berliner Blau⸗Weiß⸗Plätzen herrſchte am Samstag weit größerer Verkehr als an allen vorhergegangenen Tagen. Die Plätze und Tribünen waren nahezu gefüllt. Unter den Zuſchauern bemerkte man Prinz Eitel Friedrich, den amerikaniſchen Geſchäftsträger Gor⸗ don und den Oberſturmbannſührer Profeſſor Glöckler. In der Runde der Sieger wurden die beiden Vorſchluß⸗ runden⸗ Begegnungen ausgetragen. Der Nürnberger Nüßlein hatte nicht viel Mühe, ſeinen Landsmann Najuch in drei glatten Sätzen mit :1,:8:2 abzufertigen. Weit intereſſanter war das Match zwiſchen dem Amerikaner Tilden und dem Tſchechem Karel Kozeluh. Tilden war wieder in einer ganz ausgezeichneten Form. Mit ſeinem Bombenaufſchlag machte er ſehr oft direkte Punkte. Der Tſcheche dagegen kam während der ganzen drei Sätze nicht aus der Defen⸗ ſive. In der Runde der Unterlegenen ſchlug der Ameri⸗ kaner Barnes den Frankfurter Meſſerſchmidt mit :1,:1,:3 und Ramillon(Frankreich) war gegen H. Bartelt mit:2„:4,:6,:2 erfolgreich. Die Ergebniſſe: Herren⸗Einzel, Sieger⸗Runde: Nüß⸗ lein—Najuch:1,:8,:2; Tilden—Kozeluh:2,:8, 674. Unterlegenen⸗Runde: Barnes Meſſerſchmidt:1 611, 613; Ramillon—H. Bartelt:2, 614,:6,:2. Tilden im Endſpiel:6,:4,:5, 613 geſchlagen Die Begegnung zwiſchen dem Amerikaner Big Bill Doppelſpiele: Wetzel⸗Dr. Buß— Dr. Deſſart⸗Macken⸗ thum:5,:6, 816; Ernſt⸗ Hildenbrand— Denker⸗Lund:2, 276, 61; Weihe⸗Walch— Hauß⸗Eberſtein:8,:6, 614. der Tennis-Profeſſionals der Berufsſpeler auf den Plätzen der Berliner Blau⸗ Weiß⸗Anlage. Beide hatten des öfteren gegeneinander geſpielt und abwechſelnd gewonnen und verloren. Dies⸗ mal ging es aber um die höchſte Ehre. Beide ſpielten in höchſter Form und lieferten ſich einen großen Kampf, der die 7000 Zuſchauer von Beginn an in ſeinen Bann ſchlug. Nüßlein übertraf ſich ſelbſt. Seine. Ruhe und Sicherheit, ſein kluges und ſchnelles Spiel bezwang ſchließlich auch den Altmeiſter Tilden. Nußleins Welt⸗ meiſterſchaft iſt die Krönung ſeiner zahlreichen grandioſen Erfolge. Tilden begann in großem Stile und holte ſich den erſten Satz 61. Im dritten Satz gab es nach der 3: 1⸗Führung Tildens im 5. Spiel einen eidloſen Ball⸗ wechſel mit mehrfachem Einſtand. Schließich riß aber der Deutſche auch dieſen Satz an ſich.:5 war das Ergebnis. Nach der Pauſe machte der Amerikaner noch einmal eine Anſtrengung, aber Nüßlein war noch bedeutend friſcher und kam jetzt in ganz phantaſtiſche Form. Er holte ſich von:1 gegen ſich den Satz leicht mit 618. * v. Cramm auf dem 8. Platz Pierre Gillon, der Präſident des Internationalen Ten⸗ nisverbandes(Filt) veröffentlicht nach ſeiner Weltraug⸗ liſte der Damen eine gleiche Aufſtellung der Her⸗ ren und hat in dieſer dem deutſchen Meiſter v. Era m m den achten Platz zuerkannt. Die Liſte hat folgen⸗ des Ausſehen: 1. Crawford⸗Auſtralien; 2. Perry⸗England; 3. Vines⸗Amerika; 4. Cochet⸗Frankreich; 5. Auſtin⸗England; 6. Jiro Satoh⸗Japan; 7. Shields⸗Amerika; 8. v. Cramm⸗ Tilden und dem deutſchen Meiſter Hans Nüßlein war wirklich der Höhepunkt der Tennisweltmeiſterſchaften Deutſchland; 9. Stoeffen⸗Amerika; 10. Roderich Menzel⸗ Tſchechoſlowakei. Axjaman Sieger im deulſchen St. Leger im Grunewald Dem mit einer Modenſchau verbundenen Tage des Deutſchen St. Legers auf der Grune waldbahn war ein erfreulich großer Erfolg beſchieden, zumal ſich das an⸗ fänglich trübe Wetter noch rechtzeitig aufgeklärt hatte. Zahlloſe Ehrengäſt e hatten ſich in den Ehrenlogen und vor dem ehemaligen Kaiſer⸗ Pavillon eingefunden; man ſah.a. Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Schmitt, General⸗ leutnant Frhr. v. Hirſchberg, Staatskommiſſar Dr. Lippert, Baron Denaind von der franzöſiſchen Bot⸗ ſchaft, Fürſt von Hatzfeld ⸗Wildenborg, Prinz Eitel Friedrich, Oberſtallmeiſter Rau. Durch das Fernbleiben von Alchimiſt, der ſich nicht auf dem Poſten befindet, erlitt das mit 21500 Mark ausgeſtattete St. Leger eine ſportliche Einbuße, doch brachte das Rennen ſchließlich einen ſenſationellen Ausgang. Der Graditzer Arfſaman, der anſtelle von Alchimiſt unter Jockey Grabſch den Turf betrat, erwies ſich als ein vollgültiger Erſatz für ſeinen großen Stallgefährten. Er ſchlug den Weinberger Janitor mit denkbar großer Ueberlegenheit. Gleich nachdem die Flagge am 2800⸗Mtr.⸗Start gefallen war, ging Jockey Grabſch mit Arſaman an die Spitze vor Janitor; in Abſtand folgten die Stallgefährten der beiden vorderen Pferde, Sigismund und Ausflucht, die ſich bald auf den dritten Platz vorſchoben. In unveränderter Reihenfolge kam das kleine Feld bis in die kurze Wand nach dem Stallbogen, wo Arjaman das Tempo verſchärfte, worauf Ausflucht und Sigismund weit zurückftielen, während Janitor vergebliche Verſuche machte, an dem Graditzer vorbeizukommen. In der Geraden zog Arjaman auf weitem Vorſprung von Janitor weg und siegte mit vielen Längen vor dem völlig geſchlagenen Gegner. Obwohl der Erfolg von Arjaman wenig erwarte⸗ kam, wurde er mit großem Beifall aufgenommen. Der übrige Sport des Tages hielt ſich in dem guten Rahmen und ſtond auf achtbarer Höhe. Bemerkenswert war der Sieg von Torpedo im Dahlmann⸗Rennen, das die Zweijährigen erſtmals über 1400 Meter brochte. Der Erfolg des Hengſtes wurde vom Toto mit der ſtattlichen Quote von 284:10 quittiert. Die Ergehniſſe: 1. Hammurabi⸗Rennen. 3500 /, 1600 Mtr. K 1. Haupk⸗ geſtüttz Graditz' Viaduet(E. Grabſch); 2. Aventin; 3. Atman. Ferner: Calva. Tot.: 13:10; Platz: 10:10. 2. Zenith⸗Reunen. 2400 4. Zweijährige Maiden. 1200 Meter. 1. Freifr. v. Oppenheims Waſſenſchmied(W. Printen); 2. Origenes; 3. Goldrubin. Ferner: Agalire, 1 Seraphine, Oruhée. Tot. 25:10; Platz: 18, 25, 16:10. 8 3. Rachenputzer⸗Rennen. 3000 /, 2200 Meter. 1. G. Kucklicks Heuchler(§. Hiller); 2. Edelknabe; 3. Liberto. Ferner: Schwadroneur, Sexius, Herodias, Leidensweg, Gardejäger, Laredo Lampos' Sohn. Tot.: 39:10; Platz: 14, 23, 14:10. 4. Dahlmann⸗Rennen. 3000, Zweijährige, 1400 Mtr. 1. A. Horaleks Torpedo(K. Viſek); 2. Blaſon: 3. Lonſky. Ferner: Forſythis, Horch auf, Medikus, Airolo. Tot.: 284:107 Platz: 40, 25, 31:10. 5. Deutſches Saint Leger. 21 500 ,. 2800 Meter. Drei⸗ jährige Hengſte und Stuten. 1. Hauptgeſtüt Graditz' Arja⸗ man(R. Schmidt); 2. Jchator; 8. Ausflucht. Ferner: Sigismund. Tot.: 33:10; Platz: 12 10:10. 6. Laurin⸗Rennen. 2400 /, 2400 Meter: 1. H. Kleeblatts Goldraute(J. Staroſta); 2. Herzog Wilhelm; 3. Roman; 4. Miß Augios. Ferner: Kameradſchaft, Dianthus, Gandhi, Vergißmeinnicht, Livius, Oberſtolz, Eiland, Chinofreude, Sintflut, Arbogaſt. Toto: 17:10; Platz: 17, 21, 30, 34:10. 7. Wahlſtatt⸗Rennen. 2400 J, 2000 Meter: 1. Abteilung: Frhr. E. v. Oppenheims Muſſolini(K. Viſek); 2. Craſt; g. Haſſan. Toto: 57:10 Platz: 19, 21, 23:10. 2. Abteilung: 1. E. G. Butzkes Novalis(E. Böhlke); 2. Pontifex; 3. Grof Nici. Toto: 72:10; Platz: 21, 20, 14:10. Ferner: Irei⸗ goyen, Rogau, Lyſias, Glasbläſer, Nebukadnezar, Kerner, A. D.., Maiflieder, Luftklappe, Scuola Tedesca. Sieg⸗Doppelwette: 3. und 6. Rennen 93410. Krefeld(17. September) 1. Preis von Kalkar. 1600 4. 1650 Meter: 1. P. Mülhens Herrgeſell(L. Varga]: 2. i 3. Modeſta. Ferner: Szegeban, Heidekönig, Fortis, Gebt Feuer, Ka⸗ lif, Blaues Band, Vicky, Jungmanne. Toto: 16:10, Platz: 11, 28, 28710. 2. Preis von Uerdingen. 1800 /. 1400 Meter: 1. 8. Klaps Milotti; 2. Ibykus; 3. Bacchantin. Ferner: Se⸗ lim, Inca, Heli, Maekubee, Nuſchy. Toto: 27:10, Platz: 56, 18, 34:10. 3. Rudolf Oetker⸗Rennen. Für Zweijährige. 6000 L. 1200 Meter: 1. R. Haniels Travertin(H. Zehmiſch); 2. Win⸗ frida; 3. Famaſino. Ferner: Lichtnelke, Hurrikan, Orl⸗ gens, Barolea. Totv: 35:10; Platz: 17, 14:10. 4. Preis des Weſtens 3000 /. 1650 Meter: 1. Gebr. Röslers Athos(J. Pinter); 2. Baden; 3. Binſe. Ferner: Ti, Laute, Hitomi, Eilwerk, Perlſtab, Tarquinia. Toto: 58:10; Platz: 86, 39, 5710. 5. Preis der Rheinprovinz. Ehrpr. u. 6000 I. 2200 Meter: 1. J. D. Delius Wolkenflug(L. Varga); 2. Miſ⸗ ſouri; 3. Immerfort. Ferner: Volumnius, Agathon, Cu⸗ rator, Makarius, Faland, Strachan. Toto: 64:10 Platz: 22, 17, 48:10. 6. Preis von Wieſenhof. 1850 J. 2800 Meter: 1. E. Diltheys Seekadett; 2. Nemrod; 3. Anſtifter; 4. Glanz. Ferner: Emſchi, Peloria, Gaukelei, Utamaro, Hunding, Daland, Fahrewohl, Rheinlaudmädel, Birgit. Toto: 100210; Platz:: 20, 18, 18, 15110. 7. Preis von Tanten. Ausgleich 3. 1600“. 1400 Meter: 1. F. Dillmanns Pfennigkommſchnell; 2. Prachtmädel; 3. Schwertknauf; 4. Medinus. Ferner: Ruſtica, Butterfly, Novität, Die Heide, Blackberry, Silberfee, Jaſon. Toto: 161:10; Platz: 29, 17, 28, 36:10. Sieg⸗Doppelwette: 4. und 5. Rennen: 2516:10. Halle a. S.(17. September) 1. Saale⸗Hürdenreunen. 1150 /. 2800 Meter: 1. E. Langenſtraſſens Rodrigo(G. Schäfer); 2. Matador; g. Himmerlfahrt. Ferner: Peeper, Derwiſch, Palaſt wache. Tot.: 79:10; Platz: 42, 18:10. 2. Wittekind⸗Reunen. Ehrenpreis und 1500 /, Zwei⸗ jährige. 1200 Meter. 1. Stoll Hof Häuſels Fepe(W. Reibl); 2. Cloys; 3. Frühlingsfee. Ferner: Ratsherr, Ka⸗ ſtanienblüte, Rio. Tyt.: 16:10; Platz: 12, 14:10. 3. Neptun⸗See⸗Jagdrennen. Ehrenpreis und 1150 /, 3500 Meter. 1. Kavallerie⸗Schule Hannoners Tenor(et. Brinkmann; Thermidor; 3. Inſtructor. Ferner: Onal, Gonda. Tot.: 24:10; Platz: 13, 13:10. 4. Nationales Flachrennen. 1000, 1600 Meter. 1. Kav.⸗Schule Hannovers Gralsbecher; 2. Ginſter; 3. Kalzig. Ferner: Iphigenie, Minima, Lillith. Tot.: 17:10; Platz: 15, 16210. 5. Preis von Gimritz. 1150 /, 1800 Meter. 1. Graf C. A. Wuhtenaus Conſuela(E. Kujawa]; 2. Machthaber; 3. Rheinfels. Ferner: Rivale, Limbuſine. Tot.: 18:10; Platz: 11, 11:10. 6. Preis vom roten Turm. 1150 /, Herrenreiten. 2200 Meter. 1. E, Vanſelows Parademarſch(Hr. K. Schlitz⸗ kus); 2. Garde; 3. Sturmſahne. Ferner: Kamerad, Dalfin, Epona. Tot.: 39:10; Platz: 21. 15:10. 7. Offizier⸗Jagdreunen. Halbblutpferde. 8. Halloren⸗Reunen. 1150 ,, 1400 Meter. Loe(L. Mint); 2. Gerlind; 3. Mika. mein. Beryll, Vela, Paros. 13710. Sieg⸗Dopppelwette: 3. und 5. Rennen: 60:10. Galopprennen zu Halle a. S. 1. Herbſt⸗Preis. 1500 /. 1800 Meter: 1. Oceanus(E. Kujgwa); 2. Wolkenlos; 3. Markgraf. Ferner: Mikado, Partner. Toto: 32, 14, 13:10. 2. Beeſenſtedter Jagdreunen. 700. 3200 Meter: 1. Inſtructor(Lt. Haſſeſ; 2. Lockvogel; 3. Meermädchen. Fer⸗ ner: Carmen, Gonda. Toto: 12, 10, 18:10. 3. Preis von Hohenthurm. 1150. 1000 Meter: 1. Si⸗ cambria(J. Staroſta); 2. Comteſſe Sybilla; 3. Sonnehurg. Ferner: Rio, Tranſit, Volte, Löns, Mondländer, Wilö⸗ apfel, Tanne. Toto: 28, 19, 74, 19:10. 4. Preis von Giebichenſtein. 1150. 3000 Meter: 1. Inge(B. Ahr); 2. Gardekommondeur; 3. Triſtan. Ferner: Minenwerfer, Gräfentonna. Toto: 16, 11, 13:10. 25 5. Salzgrafen⸗Rennen. 700„. 1200 Meter: 1. 17 (K. Schiemann); 2. Elch; 3. Boa. Ferner: Derwiſch, Ma. mita, 1 5 Epona, Kurfürſtin, Cröſus. Toto: 18, 16, 0 1. S. Groß' Ferner: Immer⸗ Toto: 85:10; Platz: 15, 18, 31, 19:10. 6. Elſtertal⸗Rennen. 1150 /. 1400 Meter: 1. Gerlind (W. Laeing); 2. Mika; 3. Lee. Ferner: Beryll, Kriegs⸗ flagge, Marbella. Toto: 101, 36, 2210. l 5 7. Preis von Trotha. 1150. 2400 Meter: l. Con⸗ falt F. Conrad); 2. Paßauf; 3. Attache, Ferner; Ru⸗ alka, Henvil. Toto: 72, 28, 15:10. 5 51 5 . Seite/ Nummer 430 2. 5 2 5 pez Faszinterendes, erschüſterndes Geschehen nde zu einer hochhünstlerischen, gestaltet. n Beginn:.00.05.10.30 Uh Uennol bewundernswerten Fritz Rasp, Camilla Spira, Th. Loos, Fritz Kampers, H. Beck-Gaden Vorprogramm und die aktuelle Fox Ton woche. Neue N Zeitung/ 2 Tiroler Bergwelt. Schöpfung r. Für Jugendliche erlaubi! 9 i. d. neuen jabelhaſt. [Affen unter sich 0 Neueste Tonwoche fait fat Gustav Diess! Paul Kemp Ery Bos Paul Otto Gesellschaſts- und Hriminal-Film „Roman elner Nacht“ Regie: C Boese 1 Original- Aufnahmen einer „Pilgerſahri nach Mekka“ „Dag kommt davon“ 3. 5,.10,.30 Ubr Einer der größten Operetten- erfolge der letzten Jahre als Tonfilm: Wundervolle Musik— Spannende Handlung Hervorragende Darstellung NMarta Eggerih lokal U 5. 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