tber 198 — knoten zu um Luguſt 1020 Sbanknoten datum vom en die auf⸗ Zahlungs⸗ 11686 bis zum in Zahlung nittel um⸗ tfgeruf Linlöſungs⸗ 2 * ungen. it vom 1. Je horkommend l. der erforder⸗ er öffentlichen Die Unterlage Verwaltungs t der Zeit von bezogen mer, tens Dienstag, 3 10 Uhr, ver hrift verſeher, nung der A ſchlagsfriſt he Städt. Waſſet, 35 *. l r zum 80, ce i. 1255 t. Nopper A Muunhen r Muunhen ing und herung, Arbeitslos, für den Mon ber, welche. ung fällig. de it aufgeſorden ber 103g. x er Vorſtand, Nen ſſt in Rom der Anſicht, daß augenblicklich die Die Folge war, b dur beſucht und hat ſich lange mit ihm über die 4 che ſtehen. Henderſon, dem das Büro der Kon⸗ 7, 7 wünschten Auskünfte erteilt. brſcheinungsweiſe: Täglich zmal außer Sonntag. Bezugspreiſe: rel Haus monatlich.08 Mk. und 32 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Heſchäftsſtellen abgehol.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pig. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. 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Reuter meldet aus Rom: Der Faſchiſtiſche Große Nat beſchloß in einer Sitzung, an der Muſſolini und alle Miniſter teilnahmen, in den frühen Mor⸗ geuſtunden, daß Italiens fortgeſetzte Mit⸗ gliebſchaft beim Völkerbund abhängig ſein ſolle von einer radikalen Reform hieſer Einrichtung, die in der kürzeſt mög⸗ lichen Zeit in ſeiner Verfaſſung und ſeinen Zielen durchgeführt werden ſolle. Mit Bezug auf die Kriegs uldenzahlung an Amerika beſchloß der Große Rat, eine Summe don einer Million Dollar zu zahlen als Beweis des gen Willens in Erwartung einer endgültigen Regelung. Für Loslöſung vom Verſailler Vertrag Wie Reuter weiter aus Rom berichtet, muß zu dem gemeldeten Beſchluß des Großen Faſchiſtiſchen Rales für eine Reſorm des Völkerbundes nach ftalieniſcher Anſicht eine Reviſion in drei Richtungen erſolgen: I Die Beſchränkung des Rechts der kleineren Mächte, ihre Stimme über Probleme abzugeben, die ſie nur teilweiſe berühren. 2 Die Vereinfachung des Völkerbundsverfahrens. endloſe Hinansziehung der Erörterungen und die Vermehrung der Ausſchüſſe einen Fortſchritt ſo gut wie numöglich machten.. f s „ Die Befreiung des Völkerbundes m Rahmenwerk des Verſailler Ver⸗ tages und anderer Nachkriegsver⸗ träge. Dagegen iſt in Italien ſtets erbittert ge⸗ Ampft worden und man iſt der Anſicht, daß dies den Bölkerbund zu einer Einrichtung für die Wahrung der Gewinne der Sieger⸗ ſagten unter der Herrſchaft Groß britanniens und Frankreichs macht. 8 daß die europäiſchen Nationen in zwei Gruppen geteilt wur⸗ den, die„Beſitzenden“ und die„Beſitz⸗ lofen“ Man vertritt in Rom den Standpunkt, daß ber Völkerbund durch eine radikale Reviſion einer wirklich univerſalen Körperſchaft gemacht werden müßte. 5 etzt, da der Große Faſchiſtiſche Nat ſeine Dro⸗ gegen Geuf gerichtet hat, erwartet man nicht, Je ſchließt die Reuter⸗Meldung, daß irgendeine wei⸗ lere Aktion in der nahen Zukunft folgen wird. dur Deutſchlands Gleichberechtigung Meldung des Wolff⸗Büros — London, 7. Dezember. Die„ga für internationale Schiede⸗ lerichts barkeit“ hat eine Entſchließung ange⸗ zummen, in der ſie ihren unerſchütterlichen Glauben in den Völk erbund als das wirkſamſte Werkzeug ür Sicherung eines auf Gerechtigkeit gegründeten ülernden Weltfriedens betont. Die Entſchließung kehrüßt den Entſchluß der britiſchen Regierung, jede Möglichkeit zu unterſuchen, die dazu führen könnte, uß Deutſchland einer Abrüſtungskonvention nue Zustimmung gebe. Die Liga richtet ferner an 5 bun Regierung das dringende Erſuchen, in g Bemühungen, Deutſchlands Forderung nach un⸗ kingeſchränkter Gleichberechtigung mit 5 anderen Staaten zu erfüllen, die Führung zu ehmen. Henderſon bei Paul-Vontour Meldung des Wolff⸗Büros 51— Paris, 5. Dezember. In Dienstag abend wird amtlich mitgeteilt: 5 Präſident der Abrüſtungskonferenz, Hen ⸗ nerſon, hat heute Außenminiſter Paul⸗Bon⸗ 5 der Konferenz im Zuſammenhang ſtehenden unterhalten, die augenblicklich zur Aus⸗ en die Aufgabe übertragen hat, einen Bericht ter die wichtige Frage der Durchführungsgaran⸗ en auszuarbeiten, die in die Abrüſtungskonvention hinnehmen ſind und die nicht Gegenſtand der Aus⸗ chen auf der Konferenz ſelbſt waren, hat ſich er die franzöſiſche Stellungnahme zu dieſem unterrichtet; Paul⸗Boncour hat ihm die er⸗ Lilwinows Veſuch bei Muſſolini 5 Reichsregierung zur Raſſenfrage „Reinerhaltung der Raſſe in Zukunft von entſcheidender Vedeutung“ Meldung des Wolff⸗Büros — Berlin, 5. Dezember Der Reichsminiſter des Innern Dr. Frick empfing heute einen Vertreter des WTB, der ihn bat, ſich an⸗ geſichts der Beunruhigung, die in manchen Ländern des fernen Oſtens über die Pläne der Reichs⸗ regierung in der Raſſenfrage entſtanden ſind, über dieſe zu äußern. Dr. Frick erklärte dar⸗ aufhin: Infolge unrichtiger Meldungen iſt in Ländern des fernen Oſtens in den letzten Wochen in der Tat eine gewiſſe Beunruhigung über die Pläne der Reichs⸗ regierung in der Raſſenfrage entſtanden. Insbeſon⸗ dere iſt in dieſem Zuſammenhang in der Preſſe Ja⸗ pans und Indiens die Befürchtung zum Ausdruck gekommen, daß in Deutſchland die Abſicht beſtehe, die Angehörigen fremder Raſſen zu deklaſſieren und ſie gegenüber den Angehörigen der eigenen Raſſe allge⸗ mein zurückzuſetzen. Namens der Reichsregierung kann ich feſtſtellen, daß derartige Nachrichten jeglicher Grundlage ent⸗ behren. Die nationalſozialiſtiſche Raſſengeſetzgebung geht von dem Gedanken aus, daß die Rein⸗ erhaltung der Raſſe für die Zukunft des deut⸗ ſchen Volkes von entſcheidender Bedeutung iſt. Entſprechende Gedanken ſind auch in den Beſtrebun⸗ gen anderer Völker, insbeſondere Aſiens, zum Aus⸗ druck gekommen. Als fremde Raſſe iſt in Deutſch⸗ land am ſtärkſten das Judentum vertreten. Ob⸗ wohl der zahlenmäßige Anteil der Juden in Deutſch⸗ land nur 1,5 v. H. beträgt, hatten ſie doch in den letzten Jahrzehnten, beſonders aber ſeit 1918, durch den Zuſtrom von Juden aus dem nahen Oſten einen ungeheuren Einfluß auf wirtſchaftlichem, finanziel⸗ lem, kulturellem und politiſchem Gebiete erlangt. Um nur einige Beiſpiele zu nennen, möchte ich auch bei dieſer Gelegenheit daran erinnern, daß die Zahl der jfüdiſchen Rechtsanwälte in Preußen allein 3515 von insgeſamt 11814, d. h. 29,8 v.., be⸗ trug. Bei den Notaren waren es 1945 von insge⸗ gegenbringt, von den verſchiedenſten ſamt 6226, das ſind 31,2 v. H. Noch ſtärker war die⸗ ſer Einfluß auf allen deutſchen Hochſchulen, in deren Lehrkörper die Juden durchſchnittlich mit 30 v. H. vertreten waren. In den mediziniſchen Fakultäten der Univerſitäben in Berlin und Breslau waren es ſogar 45 v. H. Dieſer übermäßigen Ueberfremdung Einhalt zu tun, war für das deutſche Volk eine Le⸗ bensfrage geworden, ſo daß ſeine Raſſengeſetz⸗ gebung nur einen Akt der Notwehr und nicht des Haſſes darſtellt. Darüber hinaus iſt es das Ziel der Reichsregierung, das Raſſengut des deutſchen Volkes zu pflegen und ſeine Reinerhaltung ſicherzuſtellen. Mit dieſen Be⸗ ſtrebungen will die Reichsregierung in keiner Weiſe ein Werturteil über andere Raſſen fällen. Sie iſt ſich durchaus bewußt, daß viele vom deutſchen Volk raſ⸗ ſiſch verſchiedene Völker eine alte und hohe Kultur vertreten. Dieſe herabzuſetzen, liegt der Reichsregie⸗ rung und dem deutſchen Volke fern. In dieſem Zu⸗ ſammenhang möchte ich vor allem darauf hinweiſen, daß Angehörige fremder Staaten in Deutſchland nach wie vor ihrem Erwerb nachgehen können, und daß ihrer Jugend deutſche Bildungsanſtalten nach wie vor offen ſtehen. ö Es kann nicht wunder nehmen, daß bei der großen Bedeutung, die die Raſſenfrage für die Zukunft unſeres Volkes hat, und bei der leidenſchaftlichen Anteilnahme, die die Bevölkerung dieſen Dingen ent⸗ Seiten An⸗ regungen und Wünſche wegen geſetzgeberiſcher Rege⸗ lung des geſamten Raſſenproblems, unter anderem auch zur Frage der miſchblütigen Ehen, an die Reichsregierung herangetragen werden. Wenn daraufhin im Auslande alarmierende Gerüchte über die deutſche Raſſengeſetzgebung verbreitet werden, ſo handelt es ſich um Irrtümer oder abſichtliche Ent⸗ ſtellungen. Es werden dabei beſtehende Vorſchriften unrichtig ausgelegt oder bloße Anregungen, vielfach unter Verdrehung ihres wahren Sinnes, als ſchon vollzogene oder nahe bevorſtehende Tatſachen be⸗ Handelt. 5 Bevölkerungspolitiſche Statiſtif 5 Wolff⸗ Büros — Berlin, 5. Dezember. Wie das VDZ⸗Büro meldet, wird in unterrichte⸗ ten Kreiſen darauf hingewieſen, daß die ſtatiſtiſchen Ermittlungen eine ſtärkere Zunahme der jü⸗ diſchen Bevölkerung als der deutſchen ergeben habe. Seit der Zählung vom 10. Dezem⸗ ber 1910 bis zum 16. Januar 1925 habe im ganzen preußiſchen Staat eine Zunahme der jüdiſchen Bevöl⸗ kerung von 366 376 auf 403 969, d. h. um 10,1 v. H. ſtattgefunden. Die Geſamtbevölkerung Preußens ſei Meldung des aber im gleichen Zeitraum und bei gleichem Gebiets⸗ umfang nur um 8,9 v.., nämlich um rund 3 119 000, alſo erheblich weniger ſtark als das Judentum ge⸗ ſtiegen. Dabei ſeien nur diejenigen Perſonen als Juden gezählt worden, die ſich ausdrücklich zum mo⸗ ſaiſchen Glauben bekannten. Die Zahlenverſchiebung ſei um ſo bemerkenswerter, als die Zeit nach dem Kriege die Abtretung beſonders judenreicher Gebiete und den Uebertritt zahlreicher Juden zum Proteſtan⸗ tismus und Katholizismus ſowie den Austritt von Juden aus der jüdiſchen Religionsgemeinſchaft brachte. Wenn man berückſichtigt, daß bei den Juden moſaiſchen Glaubens in den letzten beiden Jahrzehn⸗ ten ein Sterbeüberſchuß von 18 252 Perſonen zu ver⸗ zeichnen ſei und wenn man die 15 408 Uebertritte zu chriſtlichen Konfeſſionen in Rechnung ſtelle, dann er⸗ gebe ſich, daß 1925 in Preußen nur 333 212 Juden hät⸗ ten vorhanden ſein dürfen. In Wirklichkeit habe je⸗ doch Preußen 403969 Juden gezählt. Die Differenz, die ſich auf rund 70 700 belaufe, ſei als jüdiſche Einwanderung vom Jahre 1910 bis 1925 zu erklären. Sie ſtelle nur eine Mindeſtzahl dieſer Einwanderung dar, da ein größerer Teil der eingewanderten Juden bereits als Diſſidenten, Ka⸗ tholiken oder Proteſtanten die preußiſche Staatsan⸗ gehörigkeit erwarb. Beachtenswert ſei noch der An⸗ teil der Reichs ausländer unter den in Preu⸗ ßen lebenden Juden. Während z. B, von der Ge⸗ ſamtbevölkerung Preußens nur 601779, alſo 1,57 v. H. Reichsausländer ſeien, ſeien es von den 403 969 Juden in Preußen 76 387 oder 18,63 v. H. Im preußiſchen Staat ſeien alſo von 100 Juden rund 19 ausländiſche. Keine Suche nach Nichtwählern und Neinſagern Meldung des Wolff⸗ Büros — Berlin, 6. Dezember. Wie das VD3⸗Büro meldet, hat der Reichs⸗ innenminiſter die Landesregierungen in einem Brief gebeten, darauf hinzuwirken, daß jede Maßnahme unterbleibt, die auf eine Feſtſtellung der Nichtwähler oder Neinſager hinausläuft. Der Mi⸗ niſter hat auch die Reichsleitung der NS DA ver⸗ ſtändigt. Von verſchiedenen Seiten iſt nämlich angeregt worden, die ſtimmberechtigten Perſonen feſtzuſtellen, die am 12. November mit Abſicht der Wahlurne fern⸗ geblieben ſind.„Angeſichts der Tatſache— ſo heißt es jedoch in dem Schreiben des Reichsinnenminiſters — daß das deutſche Volk ſich am 12. November mit einer überwältigenden Mehrheit zu ſeinem Führer Adolf Hitler und den von der Reichsregierung ver⸗ folgten Zielen bekannt hat, erſcheint mir eine nach⸗ trägliche Feſtſtellung der Nichtwähler als eine klein⸗ liche und unötige Maßnahme. Das gleiche gilt hinſichtlich der mehrfach vorgeſchlagenen Feſt⸗ ſtellung der Perſonen, die ſich einen Stimmſchein haben ausſtellen laſſen und trotzdem von ihrem Stimmrecht keinen Gebrauch gemacht haben. Mögen alle dieſe Perſonen, wie die Neinſager, es mit ſich ſelbſt abmachen, daß ſie ſich am Schickſalstage der deutſchen Nation bewußt außerhalb der Volksgemeinſchaft geſtellt haben.“ Der preußiſche Innenminiſter hat dieſe Auffaſſung zu der ſeinigen gemacht, indem er allen preußiſchen Behörden das Schreiben des Reichsinnenminiſters zur Kenntnis und Beachtung zugeſtellt hat. Der Steuerabzug vom Arbeitslohn VD. Berlin, 6. Dez. Der Reichsfinanzminiſter hat ſoeben in einem Sammelerlaß eine Reihe wichtiger Vorſchriften für den Steuerabzug vom Arbeitslohn vom 1. Ja⸗ nuar 1934 ab gegeben.— Vor allem ordnet der Miniſter an, daß die bisherigen Anordnungen über die Erhöhung der ſteuerfreien Beträge auch über den 31. Dezember 1933 hinaus in Kraft bleiben. Er weiſt dabei auf die beſondere Bedeutung hin, die der Erhöhung des ſteuerfreien Lohnbetrages für die Eheſtandsbeihilfe von Perſonen zukommt, die für den Unterhalt ihrer geſchiedenen Ehefrau oder ihres geſchiedenen Ehemannes, ihrer bedürf⸗ tigen Eltern oder eines Elternteiles ſeit einem Jahre mindeſtens ein Sechſtel ihres Einkommens aufwen⸗ den. Anträge ſolcher Perſonen auf Erhöhung des ſteuerfreien Lohnbetrages ſind beſonders ſorgfältig zu prüfen. Ganz neu geregelt iſt die Steuer ⸗ freiheit der Dienſtaufwandsentſchä⸗ digungen. Für leitende Angeſtellte im Handel und Induſtrie und für angeſtellte Jour⸗ naliſten konnte bisher ein Pauſchalbetrag bis zu 77 Proz, entweder der laufenden Bezüge oder der gewährleiſteten Tantieme als Dienſtaufwands⸗ entſchädigung anerkannt werden. Der Miniſter hat für das nächſte Jahr den Pauſchbetrag auf 5 Proz. herabgeſetzt. — Der Führer wieder in Berlin — Berlin, 5. Dez. Reichskanzler Adolf Hitler, iſt, wie der„Angriff“ meldet, am Dienstag morgen mit dem Flugzeug aus München kommend, auf dem Flug⸗ platz Staaken gelandet. Trotz mehrfacher Verſuche des Flugzeugführers, auf dem Tempelhofer Feld zu landen, ſah er ſich gezwungen, wegen der ſtarken Ne⸗ belbildung nach Staaken weiterzufliegen und dort niederzugehen. Seite Nummer 365 Frankreichs Finanzſorgen Meldung des Wolff⸗Büros — Paris, 6. Dezember. Der vom Generalberichterſtatter ausgearbeitete Bericht der Finanzkommiſſion der Kammer über die Finanzierungsvorlage der Regierung wurde geſtern abend bekanntgegeben. Das Defizit von ſechs Milliarden ſoll durch die zum großen Teil mit dem urſprünglichen Regierungsentwurf überein⸗ ſtimmenden Beſchlüſſe der Finanzkommiſſion um 4781 Millionen ermäßigt werden. Dieſe Beträge gebracht werden durch eine Verſtärkung uerkontrolle(700 Millionen), Einſparungen lionen), beſondere Einnahmen(1600 Mil⸗ lionen), neue Steuern(1295 Millionen). Die Regie⸗ rungsvorlage hatte 4748 Millionen zur Abdeckung des ts vorgeſehen. Die Beamtengehälter bis 12 000 Franken bleiben von jeder Sonderabgabe be⸗ freit. 5 Senats ſcheint ſich ein Wider⸗ ſtand n die neuen Steuern bemerkbar zu mache her Generalberichterſtatter des Senats hat bereits verlauten laſſen, daß der Entwurf in ſei⸗ ner jetzigen Form erheblich abgeändert werden müſſe, wenn er vom Senat angenommen werden ſolle. Trotzdem immer noch weitere Heeresverſtärkung Der militäriſche Mitarbeiter des„Echo de Paris“ tritt für eine Verſtärkung des franzöſiſchen Heeres eint, das nach ſeiner Anſicht kaum noch als nationale Armee gelten könne, da von den insgeſamt unter den Fahnen ſtehenden 480000 Mann [Mutterland und Kolonien] 300 000 Berufsſoldaten ſeien. Dieſes Verhältnis ſei ebenſo ungeſund, wie die Tatſache, daß bereits jetzt 50 000 Mann ein geborene Truppen in Frankreich ſtünden, während man doch gerade bei der heutigen Wirtſchaftslage junge, körperlich tüchtige Fran⸗ zoſen in ausreichender Zahl für das Heer gewin⸗ nen könnte. Mindeſtens ſollte man aber aus den beſtehenden Berufsmannſchaften beſonders erſtklaſ⸗ ſige, mit dem modernſten Material ausgeſtattete Stoßtrupps in Form von„mobilen Re⸗ ſerven“ bilden. Der militäriſche Sachverſtändige des Blattes fordert ferner, daß ein großer Teil der Heereskredite für die Beſchaffung allermodern⸗ ſten Kriegs materials Verwendung finde, was bisher in unzureichendem Maße der Fall ge⸗ weſen ſei. a Aufhebung des Altkoholverbots — Washington, 5. Dez. Präſident Rooſevelt erklärte amtlich, daß das amerikaniſche Alkoholverbot um 18,55 Uhr Neuyorker Zeit aufgehoben ſei. Durch dieſe formelle Erklärung werden vier Notſteuern, die insgeſamt 227 Millionen Dollar ergeben ſollten, außer Kraft geſetzt, da ſie vom Kongreß„bis zum Widerruf des Alkoholverbots“ erlaſſen waren. Japan weiſt Frankreichs Anſpruch auf die Koralleninſeln zurück Tokio, 6. Dez. Der japaniſche Außenminiſter Hiroka empfing den franzöſiſchen Botſchafter zu einer Beſprechung, in deren Verlauf Hirota erklärte, daß der franzöſiſche Anſpruch auf die Koralleninſeln nicht gerechtfertigt ſei, da dieſe Inſeln im japaniſchen Einflußgebiet lägen. Die Hiſſung der franzöſiſchen Flagge ſei unberechtigt. Blockade Fukiens zuſammengebrochen „Schaugha i, 3. Dezember. Amtlich wird mitgeteilt, daß infolge des ſchar fen Proteſtes der Ausländer in Futſchau und in Amon die Blockade der 1Povinz Fukien durch die chineſiſchen Kriegsſchiſſe, die drei bis vier Tage gedauert hat, am Dienstag aufgehoben werden mußte. In laufender Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Leuchtſchrift Ein Huſarenſtückchen der Wiener Natlonalſozialiſten Drahtbericht unſeres Berliner Büros E Berlin, 6. Dez. Es iſt noch in Erinnerung, daß im Sommer und Herbſt in den Tiroler Bergen über Nacht plötzlich rieſige Halenkreuz⸗Fla mm gezündet wurden. Es waren Fanale. Aus ihnen ſprach die Stimmung weiter ölkerungskreiſe Oeſterreichs. Weil ſie ſich im Ze Dollfuß⸗ Regimes nicht anders zum Nationalſozialismus be⸗ kennen konnte, wählte ſie ſolche Zeichen für ihre politiſche Ueberzeugung. Und dahin gehören auch die vielen anderen Möglichkeiten und Gelegenheiten, die die treuen Anhänger der offiziell verbotenen öſterreichiſchen NS DA immer wieder ausſpionier⸗ ten, um ihr Bekenntnis zum Symb er Erneue⸗ rungsbewegung abzulegen. Die Bauern ſäten Roggen in kenkreuzform in ihre Kleefelder, und bei der Ernte trugen ſie die Garben zu großen Hakenkreuzen zuſammen. Die Bergſteiger bei Innsbruck ſchlu⸗ gen ein Hakenkreuz von gewaltigen Ausmaßen in eine ſteile Bergwand, ſo daß jeder aus dem Inns⸗ brucker Talkeſſel dies wie ein Signal zum feſten Durchhalten anmutendes Zeichen ſehen konnte. Nun iſt es Winter geworden, und der Kampf in Oeſterreich geht weiter, und damit bedienen die öſter⸗ reichiſchen Nationalſozialiſten ſich des Schnees, an dem ja in den Bergen kein Mangel iſt, und ſtellen ihn in den Dienſt ihrer Propaganda. Wie die „Deutſche Zeitung“ meldet, werden in allen Teilen Oeſterreichs ſchwarze Flächen aus dem Schnee herausgeſchaufelt, die dann weithin erkennbare Hakenkreuze ergeben. Wo der Schnee zu hoch liegt, wird ein⸗ fach Erde und Sand daraufgeſchaufelt, bis das natio⸗ nalſozialiſtiſche Kampfzeichen entſteht. Die Bepöl⸗ kerung hat ihren Spaß daran, und die Polizei weiß kaum mehr dagegen einzuſchreiten. Das luſtigſte Stückchen haben ſich aber dieſer Tage die Wiener Nationalſozialiſten geleiſtet und ganz Oeſterreich amüſtert ſich darüber. Am Dianaplatz in Wien erſchienen Handwerker mit vollgültigen Reparaturzetteln, aus denen zu erſehen en zeichen an⸗ war, daß die an dieſem Haus angebrachte lau⸗ fende Leuchtſchrift umgebaut werden ſollte. Die Handwerker waren einige Stunden eifrig tätig. Niemand ſtörte ſie. Nach dem Umbau aber lief dann in großem Format folgende Leuchtſchrift über die Reklamefläche: „Starhemberg, Dollfuß, Fey— wir verlachen Euch alle drei!“ Allen von amtlicher Seite herausgegebenen Demen⸗ tis zum Trotz muß feſtgeſtellt werden, daß dies zur größten Heiterkeit der ſich auf der Straße anſam⸗ melnden Paſſanten tatſächlich vorgefallen iſt. Das Zeichen iſt ſogar vier Stunden lang über die Reklamebretter gelaufen, weil offenbar die Rapa⸗ ratur nicht ſo ſchnell vorgenommen werden konnte. 5 Völlerzerknall f in oͤer Innsbrucker Aniverſikät Innsbruck, 6. Dezember. Die Bundespolizeidirektion Innsbruck gibt erſt jetzt bekannt, daß am Montag vormittag an der Innsbrucker Univerſität zwei Sprengkör⸗ per zerknallt ſind. Es handelt ſich offenbar um Pa⸗ pierböller. Jedoch glaubt man aus der Wirkung ſchließen zu können, daß ein ziemlich briſanter Sprengſtoff verwendet wurde. Ein Papierböller platzte im Treppenhaus, das ſchwer beſchädigt wurde, der zweite Böller im Untergeſchoß. Fenſter⸗ kreuze wurden herausgeriſſen und Tür⸗ füllungen eingedrückt. Das Ueberfallkommando ſperrte die Univerſität und vernahm alle Studenten, die ſich im Gebäude befanden. Nur jene wurden ent⸗ laſſen, die ihre Schuldloſigkeit nachweiſen konnten. Eine Anzahl von Studenten, die als nationalſoziali⸗ ſtiſche Parteigänger bekannt ſind, befinden ſich noch in Haft. In Wien wurde am Montag bei einem Monſtre⸗ konzert, das die Vaterländiſche Front veranſtaltete, an dem auch Mitglieder der Regierung, darunter der Bundeskanzler Dr. Dollfuß und die Gemahlin des Bundespräſidenten Miklas teilnahmen, Trä⸗ nengasviolen geworfen. Einige Perſonen wur⸗ den feſtgenommen, jedoch nach der Vernehmung wie⸗ der freigelaſſen. Zwei Verfügungen des Stabschefs Röhm Telegraphiſche Meldung München, 5. Dezember. Der Chef des Stabes, Röhm, verbietet, wie der„Völkiſche Beobachter“ meldet, durch eine neuer⸗ liche Verfügung allen Angehörigen der SA, SS und SAR die Zugehörigkeit zu irgendwelchen Klubs oder ähnlichen Vereinigungen, die ſich nach der nationalſozialiſtiſchen Revolution nun auffallen⸗ derweiſe wieder gebildet haben, in dem offenſicht⸗ lichen Beſtreben, alte politiſche Beziehungen aufzu⸗ nehmen und wachzuhalten. Es widerſpricht dem Sinn und Geiſt der Volks⸗ gemeinſchaft, ſich in kleinen Sondergruppen, die meiſt der alten Standesabſchließung dienen, abzuſondern. Der SA⸗Mann findet die wahre und uneigennützige Kameradſchaft in ſeiner Einheit und erlebt dort die Volkwerdung. Auch ein Bedürfnis nach politiſcher Belehrung von Seiten ſolcher Klubs muß verneint werden. Für dieſe Aufgabe ſind ausſchließlich die Gliederungen der NS DAp da, die heute weniger denn je eine Befruchtung von privater Seite brau⸗ chen. Alle dieſe Zuſammenſchlüſſe wollen vielfach nur durch„per öuliche Beziehungen“ mühelos erſchlei⸗ chen, was der ehrliche Kämpfer in der Schule der SA hart erwerben muß. Für die Führer aber ſind ſolche außerdienſtlichen Zugehörigkeiten in vielen Fällen ein Hemmſchuh bei der pflichtgemäßen dienſtlichen Entſcheidung. Die Abmeldung aus den genann⸗ ten Klubs und geſellſchaftlichen Vereinigungen muß bis 31. Dezember 1933 vollzogen werden. Die Neugliederung der SA Weiter erläßt der Chef des Stabes folgende Be⸗ kanntmachung über die Gliederung der geſamten SA: Die geſamte SA gliedert ſich in Zukunft gemüß meiner Verfügung vom 6. Nov. 1933 in SA lein⸗ ſchließlich SS), SA⸗Reſerve 1 und SA⸗Reſerve 2. Mit der Führung der SA⸗Reſerve 1 habe ich den Oberſten a. D. Reinhard beauftragt. Die SA⸗ Reſerve 2 umfaßt im allgemeinen die Angehörigen über 45 Jahre aller Verbände wie Kyffhäuſerbund, Offiziers⸗, Marine⸗ und Kolonialverbände und der⸗ gleichen, weit deren Angehörige nicht ſchon in die SA oder SA⸗Reſerve 1 eingegliedert ſind. Bundes⸗ und Vereinsleben und die damit zuſammenhängen⸗ den Einrichtungen bleiben unberührt. Die vorge⸗ nannten Bünde, Vereine uſw. werden erſucht, bal⸗ digſt mit dem Führer der SͤA⸗Reſerve 2, Oberſt⸗ Landesführer Reinhard, Berlin W 57, Bülowſtr. 103, in Verbindung zu treten und ihn bei der Aufſtellung der SA⸗Reſerve 2 weiteſtgehend zu unterſtützen. Litwinoff am Donnerstag in Berlin — Rom, 5. Dez. Litwinoff reiſte geſtern abend von Rom ab und trifft Donnerstag vormittag zu kurzem Aufenthalt in Berlin ein. Gegen auforingliche Zeitungswerbung Unter dieſer Ueberſchrift veröffentlicht der„Bil kiſche Beobachter“ ſolgende Meldung: 5 Augsburg, 4. Dezember. Der Polizeiberich meldet: In letzter Zeit wurden wiederholt Klagen lau daß Zeitungswerber beim Aufſuchen von Beſtellun⸗ gen auf Tageszeitungen ein äußerſt eindrſng; liches Gebaren an den Tag legten. Als oc aufdringlicher Werber wurde der Propagandiſt Her bert Buriſch aus Breslau, zur Zeit in Augz, burg wohnhaft, feſtgeſtellt. Er hat in einem Vorort für eine Augsburger Zeitung geworben, wobei er in mehreren Fällen erklärte, daß der Betreſ⸗ fende bei Nichtbeſtellung der Zeitung jeder nationalen Geſinnung en behre. So hat er einer Frau, die ablehnte, erklärt daß ſie keine dentſche Fran und nicht national ge ſinnt ſei. Eine derartige aufdringliche Werbe tätigkeit iſt nicht im Intereſſe des Verlages un muß daher ſchärfſtens abgelehnt werden. Burſſch wurde deshalb in Schutzhaft genommen. Branoͤſtifterprozeß Meldung des Wolff⸗Büros 1 Der! al die erbeſſer gehuloig ſchlitten en Schl ud, ſehr and ſich es Zirk perden. um auch beit zur Die unte geeignete Die f — Leipzig, 6. Dezember. Tara Am Dienstag wird nach der Mittagspauſe det Melker Seger, gleichfalls in Unterſuchungshaſt, als Zeuge vernommen. Er war Vorſitzender det kommuniſtiſchen Ortsgruppe im Dorfe Neuenhagen und hat der Sitzung beigewohnt, in der Jeſſel ſprac Er ſagt, bei ihm und ſeinen Genoſſen habe nach dem Bekanntwerden des Reichstagsbrandes die Me nung beſtanden, daß dieſer Brand nicht von Kom, muniſten angelegt worden ſei. Als dem Zeuge ſeine frühere Ausſage vorgehalten wird, gibt er zu daß Jeſſel geſagt habe, der bewaffnete Aufſtand ſtehe nahe bevor. Seger gib zu, daß er ſelbſt den groß ten Teil des geſtohlenen Sprengſtoffes auf den Friedhof in Neuenhagen in einer Gruft in einen Zinkſarg verſteckt habe. Dimitroff macht dann noch längere Ausfüh⸗ rungen, die in einer Verteidigung der Dritten Internationale gipfeln. Schließlich ſchneidet ihm der Vorſitzende das Wort ab. Dem Beweisantrag des Oberreichsanwaltes u des Angeklagten Dimitroff entſprechend wird daun ein Aktenauszug über das von dem in der vorigen Woche vernommenen Kriminalkommiſſar Broſig er, wähnten Giftmordverfahren gegen Diüſ⸗ ſeldorfer Kommuniſten verleſen. Das Ver⸗ fahren ſchwebt jetzt beim Reichsgericht. Die Anklage iſt ſchon eingereicht, aber ein Termin iſt noch nich angeſetzt. Das Ergebnis der Vorunterſuchung geht dahin, daß die von den Kommuniſten geſtohlene ung verſteckte Giftmenge zur Tötung von 18 000 Menſchen ausgereicht haben würde. Die Düſſel⸗ dorfer Polizei habe erfahren, daß die Kommunſſteg im Falle eines Bürgerkrieges auch mit Gift arbeſtes ſollten, indem ſie die Speiſen der SA⸗Männer ber, giften wollten. 1 ge Juge u beni! ufgeſpri yruchs vc allerding. ſhuld. 2 belbahne! prigen! bite. T Stacheldr Spielplät ſch etzt Auch rhein die aber auf dem Es wird Ui an ab ſchulſpor lecken ko! berkehr! weiterer brecher e nach Mö Ju Dle? iel beſ es der J machte. helten ga gemein denenden der an ſt. Die Leut Die Weiterverhandlung wird auf Mittwoch ver, tagt. —— Lotteriegewinn von einer Million Franken erſchwindelt — Paris, 5. Dez. Wie erſt jetzt bekannt wird, hal ein Schwindler mit einem gefälſchten Los det franzöſiſchen Staatslotterie einen Gewinn von eiuer Million Franken abgehoben. Der Betrug wurde ef entdeckt, als einige Stunden ſpäter ein Los mit det gleichen Nummer vorgelegt wurde. Die Lotterlebe⸗ amten ſtellten zu ihrer größten Ueberraſchung feſt, daß der„Gewinner“, der zuerſt dageweſen war, die letzten beiden Zahlen der Nummer fortradiert u durch andere erſetzt hatte. Der rechtmäßige Gewinner erhielt jedoch ſeinen Gewinn ausgezahlt. Es dürſte der Polizei ſchwer fallen, den Betrüger zu finden. da die Kaſſenbeamten von den Abhebern der Ge; winne keinen Ausweis über ihre Perſönlichkeit ver⸗ langen dürfen. Begegnung 7 Von Hagen Thürnau Er begegnete ihr alle Morgen auf dem Wege zu N a f die Schreibmaſchine tippte und im Köpfchen gewiß feinem Büro. Doch das bedeutete nichts; es gab plele, die ex auf dieſe Weiſe jeden Tag wiederſah, zu einer beſtimmten Minute, an der gleichen Stelle ſei⸗ nes Weges. Er freute ſich an ihrer knapp umriſſenen Geſtalt, ihrem ſtraffen Gang, ihren raſchen Bewe⸗ gungen, ihrer friſchen Jugend. Vielleicht war ſie siebzehn; das Dval ihres Geſichts war klar; der Mund war ein wenig trotzig aufgeſtülpt. Aber ſie brauchte nicht zu wiſſen, daß ſie ihm gefiel; ſein Blick ſtreifte ſie nur flüchtig und wie zufällig. Denn er war nicht mehr jung und bildete ſich nicht ein, daß die Frauen noch etwas an ihm lieben könnten. Wahr⸗ scheinlich hatte ihn dieſes hübſche kleine Mädchen noch nie bemerkt; und das fand er ganz natürlich. Eines Morgens war er traurig. Er dachte daran, daß er immer einſamer wurde und immer ſcheuer. Frühere Bekannten verloren ſich, und zu neuen Her⸗ zen den Weg zu finden, war nicht mehr ſo leicht, menn man fünfzig war. Jedes Jahr legte einen neuen Ring um ſein Herz, und wenn auch darin noch Liebe und heiße Gefühle kreiſten: durch die vielen Jahresringe brachen ſie nicht mehr hindurch. Dieſe Erkenntnis erfüllte ihn heute mit bitterer Wehmut. Da kam ihm an der gewohnten Stelle das fremde Mädchen entgegen; und da ſeine Augen hung⸗ rig waren nach einer Freude, betrachtete er ſie ſchon von weitem. Ste aber ging nicht vorüber wie ſonſt; ſie hielt das klare Oval ihres Geſichtes ihm voll zu⸗ gekehrt, und daraus blickten ihn ein Paar ſtrahlend blauer Augen weit offen an, mit einem forſchenden Ausdruck, der eine Aufforderung und Beſchwörung enthielt. Und unwillkürlich antworteten ſeine Augen mit einem kleinen Lachen und Grüßen. Als ſie an ihm vorher war, kam ihm zum Be⸗ wußtſein, daß er ein ſchönes Erlebnis gehabt hatte, Die ganze Welt war verändert. Ein junges Ding, ein halbes Kind noch, hatte ſich um ihn gekümmert; und das erfüllte ihn mit einem ſi heiteren Glück, daß er ſich wundern mußte. Er hatte viel von der Welt gefehen und hatte Bücher geſchrieben, hatte ſich die Achtung vieler gescheiter Menſchen erworben und war zu Titeln und Würden gekommen; ſein Herz aber war ärmer dabei geworden. Und nun kam ein kleines Mädchen, das in einem Büro als Jüngſte nur törichte und alltägliche Gedanken hatte, und das konnte im Vorbeigehen ein Glück an ihn ver⸗ ſchenken! Denn ſie war jung und hatte ſtrahlende Augen, und wen ſie anſah, der wurde froher. Den ganzen Tag hielt das Glücksgefühl bei dem Manne an, Als es jedoch auf den Abend ging, miſchte ſich eine Furcht hinein, die dem nächſten Mor⸗ gen galt. Da würde er der Kleinen wieder begegnen und mußte ſich zu etwas entſcheiden. Sollte er beim Vorübergehen ſie grüßen? Und alle Tage immer wieder an ihr vorübergehen und immer wieder grüßen? Das hatte keinen Sinn. Oder ſie anreden? Ein paar Worte mit ihr wechſeln und ſich danach vielleicht mit ihr verabreden! Was ſollte er wohl auf die Dauer mit dem jungen Ding anfangen und ſie mit ihm! Auch ſo ging es nicht weiter! Am Morgen hatte er ſeinen Entſchluß gefaßt. Er wich ihr nicht aus, wie er ſchon vorgehabt hatte, ſondern ſah ſtill vor ſeine Füße; und er wußte; von nun an würde ſie es ebenſo tun, ſie würden wieder wie zwei Fremde an einander vorbeigehen. Er wußte aber auch, daß ſie beide das kleine wertvolle Drama, das ſich zwiſchen ihnen abgeſpielt hatte, nicht vergeſ⸗ ſen würden. In ihm würde immer eine Dankbar⸗ keit bleiben für den flüchtigen Gruß, gemiſcht mit ein wenig Schmerz und Glück, wie ſie einem Verluſt und freiwilligen Verzicht nachklingen; und ſie würde eine Genugtuung zurückbehalten durch die Ahnung, daß in einem Verhalten viel Männlichkeit lag und Achtung. Und ganz leiſe nur würde ſie wohl den An⸗ hauch ſpüren von einer Tragik, die ihr noch fern war. 1 Schülerabend Emmy Maurer Im Konzertſaal der Firma Scharf& Hauk wohn⸗ ten Eltern und Bekannte einem Schülervorſpiel der Klapierklaſſen von Frl. Emmy Maurer bei und folgten den Darbietungen der vorſpielenden Schüler mit ſichtlichem Intereſſe. Nacheinander betraten Ele⸗ ven der verſchiedenſten Ausbildungs⸗ und Begabungs⸗ ſtufen das Podium. Allen fungen Befliſſenen des Klavierſpiels war der lobenswerte Eifer gemeinſam, ihre Stückchen und mitunter recht ausgedehnten Stücke exakt im Rhythmus mit peinlicher Beachtung aller Notenwerte zu ſpielen, wobei die erfreulichſten Ergebniſſe zu Tage traten, wenn Wollen und Können der Schüler im Einklang ſtanden, wie bei den Schſt⸗ lerinnen, die Mozarts d⸗moll⸗Fantaſie und den getra⸗ genen Satz aus der Es⸗dur⸗Sonate von Haydn vor⸗ 1 In dieſen beiden Fällen fanden die Be⸗ müßungen der Lehrerin fruchtbaren Boden dank einer angeborenen, natürlichen Splelbegabung, die ſich in leichten, ungezwungenen Bewegungen äußerte und erkennen ließ, daß die Schülerinnen viel mehr techniſches Können beſaßen, als das Penſum erfor⸗ derte. Einen angenehmen Eindruck hinterließ ferner eine vorgeſchrittene Spielerin, die den erſten Satz aus Haydns e⸗moll⸗Sonate auf Grund ausreichender e eee eee— techniſcher Durchbildung leicht und mit unauffälliger Akzentuierung ſpielte. Ueber gute muſikaliſche Emp⸗ findung verfügten auch jene Schüler, die mit ſicht⸗ lichem Fleiß Konzert⸗ und Sonaten⸗Sätze vorbereitet hatten, die aber aus ihrem Studium unvergleichlich mehr Nutzen ziehen werden, wenn ſie Stücke von geringerer Schwierigkeit beherrſchen und dann mit jener Leichtigkeit und Sicherheit vortragen, wie ſie ſich ergibt, wenn man vollkommen über der Sache ſteht. Dann gewinnt auch das Paſſagenſpiel und der Unter⸗ ſatz jene Rundung, die einen nicht zu unterſchätzenden Faktor des äſthetiſch ſchönen Spieles ausmacht. Er⸗ ſichtlich waren alle Schüler mit großem Eifer bei der Sache. * Vorſpiel der Klavierklaſſe E. Sauer Dieſer Tage hatte Fräulein E. Sauer die Klein⸗ ſten ihrer Schülerinnen zu einem erſten öffentlichen Vortragsabend verſammelt, Die Anzahl der Schüler⸗ innen bewies deutlich die Bellebtheit und Wertſchät⸗ zung, die Art und Ausführung der Vorträge die Tüchtigkeit, deren ſich Fräulein Sauer als Klavier⸗ lehrerin erfreut. Es wurden achtbare Leiſtungen ge⸗ zeigt. Der Abend geſtaltete ſichſo zu einem Erfolg für Schüler und Lehrerin, die ihre Ausbildung bei Pro⸗ feſſor W. Rehberg erhielt. Neuer Leiter der Mannheimer Opernſchule Als Leiter der Opernſchule an der Städtiſchel Hochſchule für Mufik und Theater iſt Herr Dr. Hals Költz ſch, Spielleiter aus Eſſen, verpflichtet worden, Eugen Schulz⸗Breiden:„Der Einfällige“ Aus Berlin ſchreibt unſer Theater mitarbeiter! Moliere hat bekanntlich einmal ein Luſtſpiel„e orge Daudin“ geſchrieben. Er rechnet darin mit det Leiden, die eine ungetreue Ehefrau bringen kaun, und mit dem Hochmut des franzöſiſchen Hofadels Er macht ſich aber zugleich auch über den Hein Neureich jener Zeit, den Bauerntölpel Daudin, der mit ſeinem Gelde Vornehmheit zu erheiraten gebe und Lächerlichkeit erntet, luſtig. Ein Herr Euges Schulz⸗Breiden, bisher in der Theaterwelt, was u kein Fehler iſt, völlig unbekannt, glaubt, Mollet ausſtechen zu müſſen. Er wandelt das grasieſe rockſtück, in dem ſchon das Rokoko geiſtert, lune ein Miſchmaſch aus Kabarett, Parodie, Single Operette und Zeitſtück um. Er„moderniſtert Nu J liere. Aber nicht aus dem Weſen des Dichter dern als Kaffeehausliterat, der ſein Mütchen 11 Sex⸗Appeal wie am— neuen Deutſchland 0 Mit Couplets und Witzen, deren Geſchmacklolgle, und innere Unſauberkeit kaum zu überbieten wake und die die Klaſſenverhetzung wieder aufleben lleßel. Vergeblich mühten Ludwig Stöſſel, Werner 15 (mit recht widerwärtigen Kaharettmanieren!, 11 Brionne, Mathilde Suſſin, Raoul Lange, Cbarles Ander mit Hilfe von Paul Heſſes Alltags mut 155 mor ſtatt Albernheit zu entwickeln. Es wißt ihnen ſelbſt am— Kurfürſtendamm, der ſeine 11 zu ändern noch immer nicht willens zu 1 Gaſtvorleſungen Heiſenbergs in Cane Die Unirerſität Cambridge hat den deutſchen 0 N preisträger, den Leipziger Profeſſor G. Heiſen 4 berg, für die Scott⸗Vorleſungen für das Jahr es berufen. 16 O Errichtung eines japaniſchen Lehrſtuhls 1 Univerſität Bonn. Auf der Hauptverſamm eu g Geſellſchaft ron Freunden und Förderern del 11 ner Univerſität teilte Profeſſor Dr. Kahle mit, die japaniſche Regierung die El einer fapaniſchen Profeſſur an der ſttät Bonn fördere. Bereits in den nächſten Unſeh kl a. trifft ein japaniſcher Gelehrter in Bonn ein,„ japaniſchen Lehrſtuhl zu übernehmen. Ic en Han! gerung baren. bohrer di leb, ging fänden k kes noch hränken bet verge gewiſſen ber Boh. bort, daß große Ze nd Löcher zu In d von? Föſperrzi lau- und gen verſt; Maupenſc lach dem ben gefal man ſofo ber ſtell Schwierie ben verſch auf der L Keſand ſie ahrer au laran, de b. bündel. nalen zu die Wage daz ging ler froh n Der eln, tung wage 1 die in haſſte m ſumpe n lutzen 3 Anfahren kommen des Spiel 0 weit 00 Mereinten Aufbaues werden k, * Seit Scröd er 1935 — werbung der„Bola 4 olizeiberich lagen lan a Beſtellun⸗ indrin 15 Als ſolc zandiſt Her, in Augs; tem Vorort wobei er Betref, Zeitung n g ent; nte, erklärt tational ge. e Werbe⸗ erlagez unz t. Buriſch m men. 8 Mittwoch, 6. Dezember 1933 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 565 Rodelbahnen in Betrieb Der mit unverminderter Schärfe anhaltende Froſt 10 die Eisſportmöglichkeiten in Mannheim weiterhin gelbeſſert, ſo daß jetzt nicht nur dem Schlittſchuhlauf iehuldigt werden kann, ondern auch die Rodel⸗ ſllten zu ihrem Rechte kommen. Leider iſt es mit ben Schlittſchuhbahnen, die ohne Gebühr zugänglich lud, fehr ſchlecht bestellt, denn die einzige Bahn be⸗ hund ſich früher auf dem Meßplas und konnte wegen bes Airkusgaſtſpiels bis jetzt noch nicht hergerichtet perden. Vielleicht findet man doch noch einen Platz, um auch der minderbemittelten Bevölkerung Gelegen⸗ it zur Ausübung des Schlittſchuhlaufes zu geben. Die unteren Enden der Eisrodelbahnen ſind ein wenig keigneter Erſatz. Die Eisrodelbahnen brachte man in der ver⸗ gangenen Nacht ordentlich in Schuß. Dezember. Tae waren die Unebenheiten noch ſo groß, daß Spauſe der uchungshaſt, tzender der Neuenhagen Jeſſel sprach, be nach dem die Mei⸗ t von Kom⸗ em Zeugen gibt er zu ufſtand ſtehe t den gröoß⸗ es auf dem in einen Ausfüh⸗ ing der chließlich Vort ab. nwaltes und wird dann der vorigen r Broſig er⸗ gen Düſ⸗ Das Ver Die Anklage ſt noch nicht ſuchung geht ſtohlene und on 18 000 Die Düſſel⸗ dommuniſteß Hift arbeltex Männer ver⸗ kittwoch ver⸗ Franken int wird, hal n Los der en von eitel g wurde erst Los mit det e Lotterlebe⸗ ie Jugend es vorzog, die Rodelbahnen als Glennen iu benützen. Da jetzt nochmals ordentlich Waſſer gespritzt worden iſt, dürften wohl auch die An⸗ brdchövollen zufriedengeſtellt ſein. Die Jugend iſt 75 N lerdings ſelbſt an der eintägigen Verzögerung huld. Die Stadt hatte vor einigen Wochen die Ro⸗ elbahnen ſo gut herrichten laſſen, daß das erſte Be⸗ hitzen die Bahnen in einen guten Zuſtand verſetzt hte Trotz der Abſperrung und der Sicherung mit Slacheldraht benützte man die geglätteten Flächen als Spielpläse und rief ſo die Vertiefungen hervor, die ſch jetzt ſo ſchwer einebnen laſſen. Auch in den Haſengebieten und auf dem Alt⸗ theln hat der Froſt zu der Bildung einer Eis⸗ decke geführt, die aber ebenſowenig tragfähig iſt wie die Eisdecke auf dem Bellenkrappen und auf dem Kutzerweiher. Es wird ſchon noch einige Tage kalt bleiben müſſen, ll an abgelegenen Stellen des Altrheins der Schlitt⸗ ſchuhſport ausgeübt werden kanu. Die Haupthaſen⸗ lecen kommen nicht in Frage, denn durch den Schiffs⸗ gerkehr wird ſtändig das Waſſer freigehalten. Bei weiterer Zunahme des Froſtes wird man den Eis⸗ kecher einſetzen, da Störungen im Schiffsverkehr nach Möglichkeit vermieden werden müſſen. Flekusaufbau bei 8 Grad Kälte Die Zirkusleute werden das Mannheimer Gaſt⸗ plel beſtimmt nicht ſo raſch vergeſſen. Zunächſt war e der Meßplatz ſelbſt, der ihnen allerlei zu ſchaffen machte. Daun kam noch der Froſt hinzu, der die Ar⸗ helten ganz außergewöhnlich erſchwerte. Es war un⸗ gemein ſchwer, die meterlangen, zur Verankerung Aenenden Eiſenſtäbe in den Boden zu treiben, denn her an ſich ſchon ſeſte Untergrund war noch gefroren. Dle Leute mußten zum großen Teil mit geſchwolle⸗ gen Handgelenken die Arbeiten aufgeben, ſo daß Ver⸗ erungen in dem Aufbau nicht zu vermeiden ren. Erſt als man geſtern mit einem Preßluft⸗ bohrer die Löcher auf 40 Zentimeter Tieſe vorbohren leb, ging es wieder flott weiter. Unter dieſen Um⸗ künden konnte man an das Aufſtellen des Hauptzel⸗ s noch nicht denken, ſondern mußte ſich darauf be⸗ hränken, die Stallungen fertigzuſtellen. In ler vergangenen Nacht kam man ſchließlich zu einem bebiſſen Abſchluß. Einen Begriff von dem Umfang e Bohrungen kann man ſich machen, wenn man taſchung fest, ſen war, die br, daß für die Stallungen 420 Löcher, für das goße Zelt 260 Löcher und für andere Bauten 250 tradiert und löcher zu ſchlagen waren. ge Gewinner Es duürſle r zu finden, n der Ge nlichkeit ver⸗ e Opernſchule, r Städtiſchen rr Dr. Haß chtet worden, Einfällige“ rmitarbeiter; In der vergangenen Nacht um 12 Uhr traf von Darmſtadt komme d im Bahnhof Neckar⸗ ſtadt der erſte Sonderzug ein. Aßperrzäune, Raubtierzwinger und eine Menge Auf⸗ kau, und Ausſtattungsgeräte hatte man auf den Wa⸗ en verſtaut, die von Kraftwagen, Zugmaſchinen und Muupenſchleppern von der Rampe im Lauf der Nacht bach dem Meßplatz und nach den umliegenden Stra⸗ zen gefahren wurden. Die meiſten Wagen brachte nan ſofort an die vorgeſehene Stelle auf dem Platz ker ſtellte ſie ſo, daß weitere Verſchiebungen ohne Echwierigkeiten möglich waren. Zwiſchendurch roll⸗ len verschiedene Laſtzuige an, die mit eigener Kraft uf der Landſt raße nach Mannheim kamen. Darunter uſtſpiel„Ge arin mit dei ringen kaut abe bändel. Um ſich beim Einſchlafen vor dem Herunter⸗ Hofadels den Hern Dau din, det raten gedentt Herr Eugen welt, was ibt, Molle grazlöſe Be tert, flug e, Singſolel rniſterk“ M Dichters, on Mütchen aß hand kühlt Hmackloſtklel lieren ac fleben ließ zerner gil eren), Truhe e, Cbarlel agsmuſtk Hi Es mißlan her ſeine a 1 ſein ſcheil H. M. F. keand ſich auch die moderne Motorſpritze. Die Bei⸗ ſchrer auf den Anhängern der Laſtzüge waren übel kun, denn ſie ſaßen auf einem ſpärlichen Stroh⸗ len zu chützen, hatten ſich die Leute mit Ketten an dle Wagen gefeſſelt. In den Gaſthäuſern am Meß⸗ lz ging es zeitweilig recht lebhaft zu, da die Arbei⸗ ler froh waren, ſich zwiſchendurch wärmen zu können. Der Hochbetrieb auf dem Platz ſetzte erneut eln, als mit nahezu zweiſtürdiger Verſpä⸗ tung der erſte Teil des aus 60 Eifenbahn⸗ wagen beſtehenden Sonderzugs heute früh um halb 6 Uhr in den Bahnhof rollte. 1 70 in den Güterwagen untergebrachten Pferde ſhaſſte man nach Bereitſtellen der Wagen an der ünpe nach den vorbereiteten Stallungen, ſo daß in ren Zwiſchenräumen die anderen Teile des Zuges hehren konnten. Da das Ausladen zuerſt vorge⸗ ten men werden mußte, ſtellte man das Aufſtellen 5 Spielzeltes zurück. Die Vorbereitungen ſind aber . getroffen, daß im Laufe des Vormittags mit keinten Kräften die ſchwerſte Arbeit des ganzen ufbaues in kurzer Zeit zur Durchführung gebracht uerden kann. Srctren 80. Geburtstag feiert heute Herr Lukas luer g er, Walhof, Kornſtraße 1, im Krelſe ſei⸗ zit Kinder und Enkel in geiſtiger und körperlicher Aereg Herrn Schröder, der ſeit 25 Jahren Leſer tes Blattes iſt, herzliche Glückwünſche. Opferi d Volzlager der Mannheimer Winterhilfe Bis jetzt eiwa 8000 Zentner eingetroffen Wer ſich über die Arbeit des Winterhilfswerkes unterrichten will, kann nicht einfach zur Leiterin, Frau Roth, gehen und ſich auf dem nicht mehr un⸗ gewöhnlichen Wege einer Unterredung alles erzählen laſſen, was er wiſſen möchte. Erſtens iſt das bei der verzweigten Arbeit der Winterhilſe gar nicht gut möglich, und zweitens zieht es die Leiterin vor, daß neugierige Preſſemenſchen ſich an Ort und Stelle überzeugen, was und wie gearbeitet wird. Alſo ſuhren wir geſtern vormittag los, um zunächſt das Holzlager am Binnenhafen(früher Harpener Lager) zu beſichtigen. Nund 70 000 Zentner Holz werden in dieſem Winter gebraucht, damit unſere notleidenden Mitbürger verſorgt wer⸗ den können. Das ſind 230 Eiſenbahnwagen. Seit acht Tagen treffen täglich 5⸗ bis 600 Zentner ein. Das Holz wird im Schwarzwald und Odenwald gekauft, wo es unter Mithilfe des Arbeitsdienſtes verladen wird. Die Anfuhr ſtockt jetzt etwas, weil im Gebirge vielfach die Waldwege verſchneit ſind, aber überall ſetzt der Arbeitsdienſt ein, macht die Wege frei und ſchlägt, wo es notwendig iſt, ſogar Brücken. Um die Holzbeſchaſfung aus dem Schwarzwald hat ſich Pfar⸗ rer Lutz ſehr bemüht. Es ſind jetzt annähernd 8000 Zentner eingetrof⸗ fen, die auf dem Lagerplatz mit Hilfe einer Band⸗ ſäge und Hackmaſchine zerkleinert werden. Jede unterſtützungsbedürftige Familie erhält zwei Zent⸗ ner. Der Arbeitsdienſt, der ſich in dankenswerter Weiſe auch hier wieder zur Verfügung geſtellt hat, wird von der Küche der NS⸗Volkswohlfahrt ver⸗ pflegt. Dank gebührt auch den dem Winterhilfswerk Mannheim zugeteilten Helſerkreiſen Buchen, Adels⸗ heim und Wertheim, von wo größere Holzſpenden eingegangen ſind. In Käfertal ſind am Montag be⸗ reits 1000 Zentner Holz ausgegeben worden, haupt⸗ zächlich an kinderreiche Familien. Weitere 200 Zent⸗ ner werden hier draußen noch benötigt. Zu dem in Meßkirch und Kandern, ſowie in Obrigheim erworbenen Holz werden noch 2500 Ster aus dem Käfertaler Wald kommen, wo auf ſtädtiſchem Gelände für die in der Ent⸗ ſtehung begriffene Siedlung Neueichwald ſchönes, ge⸗ ſundes Forlenholz von teilweiſe 80jährigem Be⸗ ſtand ausgeholzt wurde. Innerhalb von zwei Tagen, am Samstag und Montag, wurden die Wurzeln von Arbeitsloſen ausgegraben, denen ſie für eigenen Bedarf koſtenlos überlaſſen wurden. Wir konnten bei dieſer Gelegenheit feſtſtellen, daß die Bauarbei⸗ ten dank dem bis jetzt guten Wetter ſchnell vor⸗ wärtsſchreiten. Das erſte Häuschen in dieſer geſun⸗ den Waldlichtung ſoll ſchon zu Weihnachten bezogen werden. Vor vier Wochen ſtand hier noch Wald. Auch ein Forſthaus für den ſtädtiſchen Förſter wird er⸗ richtet. Nach dieſem Abſtecher kehren wir wieder zum Winterhilfswerk zurück und beſichtigen noch in der Eile den Kartoffelkeller in der Fendelhalle. Zehn Eiſenbahnwagen Kartoffeln ſind aus Nord⸗ deutſchland gekommen und bereits in den froſtſiche⸗ ren, großen Kellern eingelagert, die von der Rhein⸗ ſchiffahrts⸗Ach. vorm. Fendel entgegenkommender⸗ weiſe zur Verfügung geſtellt wurden. Weitere ſechs Waggons werden noch erwartet. Dann iſt Mann⸗ heim mit Kartoffeln verſehen. Eigentlich iſt die Kar⸗ toffelabgabe mit der Räumung des Lagers in der Schenkerhalle abgeſchloſſen geweſen. Es hat ſich aber gezeigt, daß noch nicht alle bedürftigen Familien ihren Bedarf angemeldet hatten. Bis jetzt ſind ſchon wieder über 1000 Zentner vorgemerkt. Sehr ſchöne Kartoffeln ſind es, die zu einem äußerſt günſtigen Preis erworben wurden, dank dem Verhandlungs⸗ talent der Kreiswalterin Frau Roth, die das Ge⸗ ſchäft wie ein erfahrungsreicher Kaufmann abge⸗ ſchloſſen hat. el. * Pfundſammlung Die Lebensmittel⸗Pfundſammlung geht weiter. Je mehr Pfunde geopfert werden, um ſo mehr Weih⸗ nochtsfreude wird geſchaffen. Hausfrauen, helft im Kampf gegen die Not und opfert reichlich! Annahmeſtellen: Zentral⸗Annahmeſtellen ſind: E 6, 2 und Geſchäftsſtelle des Mannheimer Hausfranenbundes, N 2, 4(geöffnet von 10—12 und —5 Uhr). Sonſtige Annahmeſtellen: Sämtliche Milchhandelsgeſchäfte in der Stadt und in den Vor⸗ orten; außerdem in Feudenheim: FFeinkoſtgeſchäft Ph. Förſter, Hauptſtraße 120, Neu⸗Oſtheim: Metzgerei Eugen Puſter, Dürerſtraße 22, Neckarau: Photohand⸗ lung Heinrich Arnold, Katharinenſtraße 68, Rheinau: Kraftwerk Rheinau, Simon, und Waſſerwerk Rheinau, Kamp. derer Heut kummt'r Nikolaus. Ihr liewe Mannemer Kinner, wißt'r aach ſchunn, daß heute'r Nikolaus kummt? Gell, do haber nit mehr draagedacht. Awwer ihr könnd mirs ruhig glaawe,'r Nikolaus hott Eich nit vergeſſe! Wann's dunkel werd un ää Licht nooch'm annere uff der Schtrooß un in de Läde aageht, do kummt'r mit ſei'm große Sack uff m Buckel unn'r Rut in'r Hand— unn weh Eich, wann er nit brav geweſe ſeid! Ihr mißt nämlich wiſſe,'r Nikolaus hott ſich alle Kinner uffg'ſchriwwe, wo in de letſchte Woche was aagſchtellt und ihr'n Lehrer odder ihr Eldere odder eens vunn de Giſchwiſter geärgert hawwe. Ihr kleene Mädle habt jo nix uff'm Kerbholz(die Mädle ſinn jo alle brav— bis uff die, wos nit ſinn), awwer ihr Buwe! O je, ihr beeſe Buwe, ihr dhut'r jo ſobo leed! Ich weeß jo, was n richdiger Bu iß, der kann jo nit bray ſein; ich war jo gach emool sener vunn denne, wo ſo gern die Knallblättlin uff die Schtroßebahnſchtene gelegt hot, damit s emool e biſ⸗ ſel Radau gewwe hot. Domols hott's jo noch nit ſo viel Audos gewwe, do hott'r deß ſchunn mache könne. Unn dann awwer ſchnell um die Eck'ſauſt unn gewart't, bis s geknallt hott! Odder wißt'r, was mir, wo mir noch kleener ware, aach gern ge⸗ macht hawwe? Mir hawwe uns als an die Scheeſe odder Laſchdfuhrwerke gehängt und ſinn e Schdickl mitg'fahre, bis's'r Kutſcher, wann'r Gaul immer langſamer geloffe iß, gemerkt hott unn uns mit'r Peitſch vum Wage runnergejagt hott. Awwer daß ihr deß jo nit noochmacht, habt rs gheert? Alſo deß ſinn lauder ſo Miſſetate, wo ſich'r Ni⸗ kolaus gemerkt hott unn deswege er ſei' Rut mit⸗ bringt, damit r eich beeſe Buwe eier Bosheite aus⸗ ö dreiwe kann. Wann r uff mich horche wollte, dann lernt noch ſchnell e kleens Schbrichel unn tragt's'm heut vor, damit er aach ſei' Freed an eich Buwe hott. Wißt'r,'r Nikolaus hott jo noch annere Sache in ſei'm Sack, die will er doch aach los werre! Aeppel unn Niß eßt ihr doch ſicher aach gern, odder nit? Drum mißt'r ſcheen brav ſei', wann's drauße uff 'r Holztrepp rumbelt unn bumbelt unn dann kräfdich ſchelle öhut... Deß iſſ'r dann,'r Nikolaus. s Beſchde iſſ, ihr macht glei ſelwer die Dhür uff unn ſaacht'm, daß ihr immer brav geweſe ſeid. Wann's wohr iſſ, glaabt'rs eich aach glei! Wann ers eich awwer nit glei glaabt, dann muß doch e biſſel was dra' ſein, unn wahr⸗ ſcheinlich mißt ihr doch emool was aagſchdellt hawwe; dann for ebbes, was'r nit gemacht habt, werd r eich doch aach nit beſchtroofe. Alſo, Ihr Mannemer Buwe unn Mädle, ich will de Daume for eich halde, daß Eich'r Nikolaus nir zu Leid dhut. Awwer dodefir mißt'r mir aach ver⸗ ſpreche, daß'r jetzt immer brav ſei' wollt, ſunſcht ſaacht's'r Nikolaus uff eemol im Chriſchdkindel. Unn deß wollt'r doch ſicher aach nit hawwe, daß 8 heeßt, in Mannem gäb's kää brave Kinner! Alſo noch emool, nemmt's Eich zu Herze unn ſeid recht brav, wann heit'r Nikolaus kummt. M. H. * Die Turnhalle in Wallſtadt wird der Hitler⸗ Jugend übergeben. Am Sonntag vormittag ver⸗ ſammelten ſich die Amtswalter vor der Turnhalle in Wallſtadt. Unter dem Kommando des Ortsgruppen⸗ leiters Weickum wurde die Hakenkreuzfahne mit Einmarſch in die Halle ergriff Herr Weickum das Wort zu einer Anſprache an die Jugend, wobei er ausführte, daß die Halle eine Pflegeſtätte körperlicher Schulung und der Erziehung zu Gehorſam, Kame⸗ radſchaftlichkeit und Diſziplin im Sinne unſeres Führers und der Volksgemeinſchaft ſein ſolle. Mit einem dreifachen„Sieg Heil!“ auf unſeren Führer und dem Horſt⸗Weſſel⸗Lied wurde die Feier beendet. Polizeibericht vom 6. Dezember Selbſttötung. Am 3. Dezember hat ſich in ſeiner Wohnung in der Hafengegend ein älteres Ehe⸗ paar, offenbar infolge finanzieller Sorgen und ſchwerer Krankheit der Frau, durch Einnehmen von Tabletten vergiftet. Vermißt. Seit dem 5. Nopember wird der am 9. 9. 1875 zu Strümpfelbronn geborene Kaufmann Fried⸗ rich Baumann, Mannheim⸗Waldhof, Roggen⸗ ſtraße 31, vermißt. Er iſt 1,78 Meter groß, kräftig, hat graumeliertes dichtes Haar, hohe Stirn, braune Augen, mittelgroße Naſe, kurzgeſchnittenen Schnurr⸗ bart, lückenhafte Zähne. Er trug ſchwarzen Hut, ſchwarzen Ueberzieher, ſchwarzen etwas geſtreiften Rock und gleiche Weſte, ſchwarze Hoſe, ſchwarze Socken, ſchwarze Schnürſchuhe, Trikotunterhoſe und ebenſolches Hemd mit Einſatz und Stehumlege⸗ kragen. Der Nagel eines Daumens iſt geſpalten. Der Vermißte machte jeden Sonntag ſeinen Spaziergang in den Wald bei Waldhof bis zur heſſiſchen Grenze, da, wo früher der großherzogliche Wildpark war. An⸗ cheinend iſt ihm unterwegs ein Leid zugeſtoßen. Sachdienliche Mitteilungen über den Vermißten wol⸗ len bei der nächſten Polizei⸗ oder Gendarmerieſtation gemacht werden. Wettertarte der Frankfurter Univerſ.⸗Wetterwarte Diens ſag 1 aum J. Otꝛember, 10 Uh.—— 5 5 2 7 f 2 e 5 E 1——— 0 W* N 27 9 0 9— 3 8 10 25 A.** 75 4 5— 5 Vanse 1 8 5 1 45 8 — a 5 N —. 5 2 ee 0 5. . 5 2 21 55 2 5 5.— 2 25 95 4 e N 7 ert 2 — roßfs 3 7 F . 5 2 5 S A ee. — N. OVoſkenfos O gener O nam degeent domtg bedeckt o Regen 4 Schnee& creubein e nebel R dener Onos tile. Os Senf leichter 0 mässiger zuosug west Stur meter gorgwest le biene ſulegen aut gem inge die der gen Stetionen stenengen Lab len geben die fempetatut an Die Linien vet biagen Orte mit gleichem, aul Reeresnweau umgerechneten tultaruen Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle Frank⸗ furt a. M. vom 6. Dezember: Während jetzt im ge⸗ ſamten deutſchen Küſtengebiet unter ſtürmiſchen Weſt⸗ winden bereits allgemein Tauwetter eingetreten iſt, ſind in den übrigen Teilen Deutſchlands in der vergangenen Nacht wieder kräftige Styah⸗ lungsfröſte aufgetreten. Sie erreichten auth in Baden in den Niederungen vielfach mehr als 10 Grad⸗ Auf den Bergen herrſcht dagegen auch heute verhält⸗ nismäßig mildes Wetter. Die Weſtſtrömung wird ſich in Deutſchland noch etwas weiter fſüdwärs aus⸗ breiten können, aber gerade in Süddeutſchland kei⸗ nen durchgreifenden Umſchlag herbeiführen. Vorausſage für Donnerstag, 7. Dezember Vielſach dunſtig und zeitweiſe auch wolkig. Im all⸗ gemeinen noch trocken. Nächtliche Fröſte etwas mil⸗ der. Meiſt füdliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 5. Dez. + 08 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 6. Dez.— 78 Grad; heute früh 8 Uhr— 7,6 Grab. Waſſerſtands⸗Beobachtungen im Monat Dezember, einem»reifachen„Sieg Heil!“ gehißt. Nach dem en Pfennig! So helf Ihr den Armen! Jeder Pfennig hilft, arbeitet mit am Winterbilfsverk! Beachtet dlesammelbüchsen bel Eurem Kaufmann! Mhern⸗ Wenge 2 3. 2 5. 6 Meckar⸗Mes el 3 4 5 6 Rheinfelden.00.07.921,91 1,00 5 275 3 Breiſach 9,98.02.82 0,950.94] Mannheim,.19 2,162.09.07 Nehl....33.32.20 3,25.250 Igaſtfeld 0. 80.350,38 Maxau.7.73.00 3,613.57 Heilbronn—.24 1,314 Mannheim.30 220.53.20.15] Rlochingen— 0, 50,08 0,08 Kaub 12 10.38 130.28J Diedesheim. 0,560,560, 4 0,52 Köln.12 1,100 1,07.900,95„ eee 135 175 — ite/ Nummer 565 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe E Bei Kingſton an der Themſe fand in der Nacht eine aufregende Verbrecherjagd ſtatt, deren Ausgang der Tod entſchied. In einer Ortſchaft, die mehrere gſton entfernt liegt, war ein ſchwe⸗ fall verübt worden. Die Täter wurden Motorradſtreife der Polizei auf friſcher pt. Im letzten Augenblick ſchwangen ſie ch auf ein bereitſtehendes Motorrad und jag⸗ davon, ohne auf die Zurufe der beiden Poli⸗ ſten zu achten. Die Beamten nahmen die Ver⸗ s gelang ihnen jedoch nicht, die beiden geradezu mörderiſches Tempo ein⸗ ſchlugen, einzuholen. Unter donnerndem Motorrad⸗ geknatter raſten die beiden Maſchinen die Land⸗ f entlang, die Entfernung zwiſchen ihnen blieb fähr gleich, ſo daß die Poliziſten die den Augen verloren. Endlich ingſton. Aber wenn die Verfolger „daß die tollkühnen Flüchtlinge jetzt not⸗ ihr Tempo verlangſamen müßten, ſo hat⸗ ſich geirrt. Mit unverminderter Geſchwin⸗ raſte das Motorrad durch die ſchmalen n, nahm Kurven, ohne zu bremſen, und hatte n immer größer werdenden Vorſprung er⸗ Doch kurz vor der Ausfallſtraße, als die 0 bereits gerettet glaubten, geſchah das 3 die beiden V ze f. 91 ge Unglück. A Verfolger das Geknatter des verfolgenden Polizeirades nicht mehr hinter ſich hörten, ſahen ſie ſich, in der Erregung einen Augen⸗ blick lang die notwendige Vorſicht und Geiſtesgegen⸗ wart vergeſſend, beide zu gleicher Zeit um. Dieſer kurze Augenblick wurde ihnen zum Verhängnis. Das Motorrad geriet ins Schleudern, raſte auf den Bür⸗ ſteig und in ein Schaufenſter. Der Lenker war ſofort tot, während der Begleiter mit ſchweren Kopf⸗ verletzungen bewußtlos kiegenblieb. Auf Anord⸗ nung der Polizei, die nach wenigen Minuten zur Stelle war, wurde er in das Krankenhaus der Stadt geſchafft. Man zweifelt jedoch daran, daß er mit dem Leben davonkommen wird. * — Infolge der landwirtſchaftlichen Kriſe hat ſich in Portugal eine Art Sklavenhandel entwickelt. Hun⸗ derte von Männern, Frauen und Kindern, zumeiſt Analphabeten, werden von geſchäftstüchtigen Agenten überredet, auszuwandern und nach Afrika zu gehen. Als Reiſegebühr nimmt man den Armen Beträge zwiſchen 10 und 30 Mark ab. Dieſe Summe ſichert ihnen das Recht auf einen Platz in einem offenen Boot, das die Ueberfahrt nach Marokko macht. In einem Falle wurde ein Schar von Männern und Frauen in der Nacht im offenen Boot eingeſchifft, das hei ſtürmiſchem Wetter in See ging. Nach furchtbaren Qualen infolge des Durſtes und der Seekrankheit wurden ſie in Marokko gelandet, von der Hafenbe⸗ hörde feſtgenommen und wieder nach Portugal ge⸗ ſchickt. Die Ausgebooteten, die der Feſtnahme ent⸗ gingen, waren noch übler dran. Sie gerieten in die Gewalt eines Arabers, bei dem ſie für Hungerlöhne ſchwer arbeiten mußten. Mütter werden von ihren Kindern getrennt, und es wird von einer Frau be⸗ richtet, die unter Hinterlaſſung ihres Kindes nach Portugal zurücktransportiert wurde. Die portugie⸗ ſiſche Auswanderungsbehörde arbeitet mit den Kü⸗ ſtenwachen zuſammen, um dieſen gewiſſenloſen Mer⸗ Von Menschen und Tieren in Südwest-Afrika Unſere Landsleute in Südweſtafrika, die als Farmer leben, beſchäftigen als Arbeiter die dort an⸗ ſäſſigen Schwarzen.(Ich habe an dieſer Stelle vor kurzem die Lebensgewohnhiten der Deutſchen des ehemaligen Schutzgebietes geſchildert.) Die Ein⸗ geborenen haben ihren„Pontok“ abſeits vom Farmhaus ſtehen. In mondhellen Nächten herrſcht dort bis Mitternacht frohes Leben. Dann ſpielt Kaomi, ein pechſchwai mbeſineger, auf ſeinem ſelbſtgebauten K r, Maria, ſeine Frau, tanzt wohl auch dazu, während die beiden anderen ein⸗ geborenen Arbeiter Körbchen aus Palmenblättern flechten. Stundenlang hören wir die gleiche Melodte, die nur aus ein paar Tönen beſteht; eine helle Stimme ſingt dazu. wir das eintönige Lied zum erſtenmal vernahmen, glaubten wir, die Stimme Marias zu hören, es war aber Kaomi ſelber, der ſeine hohe Fiſtelſtimme unter kontrapunktiſcher Be⸗ gleitung auf ſeinem Inſtrument erprobte. Vor unſerer Abreiſe hat er mir das ſogenannte Kaf⸗ fernklavier für drei Schilling verkauft. Acht fingerlange Taſten aus ſelbſtgeſchmiedetem Stahl ſitzen auf einem Brett, das von einer eng⸗ liſchen Benzinkiſte ſtammt, wie die Auffſchrift noch rennen läßt. Der Reſonanzboden iſt die harte zale eines ausgehöhlten Kürbiſſes. Kleine Ringe aus Metall geebn ein leicht klapperndes Geräuſch zu den Tönen. Am meiſten Freude von den Eingeborenen machte mir Koba, die Küchenfee. Sie war in der ſüdafrikaniſchen Union geboren und gehörte zum Kaffernſtamme der Maklappi. Seit wir auf der Farm waren, fing ſie eifrig an, Deutſch zu lernen. Es war ihre ſechſte Sprache. Engliſch und Bu⸗ riſch konnte ſie ſchon länger, dazu drei Eingeborenen⸗ ſprachen: Zulu, Herero und ihre Kaffernſpook. Er⸗ ſtaunlich, mit welcher Leichtigkeit ſte Deutſch lernte. Gleichzeitig war ſie beſorgt; daß ich auch alles ken⸗ nenlerne, was es in Afrita Beſonderes gäbe. So brachte ſie mir jedes Tierchen herbei und fragte: „Has Miſſis das in Germany ſchon geſehen?“ Auch freute ſie ſich, daß ſie mir manches über das Leben der Eingeborenen erzählen konnte. In ihrer Klei⸗ dung war ſie ganz europäiſch. Sie trug ſogar Schuhe und Strümpfe, während die Eingeborenen ſonſt bar⸗ fuß gehen oder ſich aus alten Autoreifen Sandalen verfertigen. Koba iſt jetzt zwanzig Jahre alt. Sie erhält monatlich zehn Schilling, alſo 637 Mark. Einen Monat behält ſie ihre Einnahmen für ſich, das nächſte Mal ſchien ſie ſie ihrem Vater, der in der Kapkolonie wohnt. Sie hat Sorge, der Vater ließe ſie ſonſt nach Hauſe kommen, weil ſie ſo weit von ihm fort iſt. Und ſie will doch ihrer Miſſis treu bleiben in Südweſt. Beſonders geſchickt war Koba im Töten von Giftſchlangen. Da konnte keiner ſo fix zu⸗ hauen wie ſie. Sie jubelte über jede Schlange, die ſie erlegte. Dazu benutzte ſie einen elaſtiſchen Ochſen⸗ ziemer, den Schambogk. Sie zog den Schlangen mit großem Geſchick die Haut ab. Ich ſöllte doch ein paar Erinnerungen an den afrikaniſchen Sommer mit nach Deutſchland nehmen. Gewundert habe ich mich, daß die Leute nicht öfter von Schlangen ge⸗ biſſen wurden. Jedenfalls hörten wir recht ſelten ſſchenhändlern das Handwerk zu legen. davon. In den knapp vier Monaten, bie wir in Weihnachts⸗Ausſtellung der Kinderhorle Für das bevorſtehende Weihnachtsfeſt iſt in den Kindergärten und Kinderhorten des Städtiſchen Ju⸗ gendamts eifrig gebaſtelt worden. Dabei ſind ſo hübſche Sachen herausgekommen, daß man beſchloß, ſie in einer Ausſtellung der Oeffentlichkeit zu zeigen. Im Amtsgebäude R 5(Zimmer 48) ſind zwei Räume mit ſolchen Kinderarbeiten angefüllt. Es iſt erſtaun⸗ lich, was da mit ganz geringen Mitteln an praktiſchen Dingen und Spielſachen angefertigt wurde. Meiſt find es Kleidungsſtücke, die als paſſende Geſchenke zum Feſt willkommen ſein werden, denn es ſind durchweg die ärmſten Familien, deren Kinder in dieſen Horten von freundlichen„Tanten“ betreut werden. Kleine Gebrauchsgegenſtände für Vater und Mutter ſind ſichtlich mit vieler Liebe ausgeſägt, be⸗ malt, geſtickt und genäht. Schöne Lampenſchirme, Wandlzuchter, Kerzenhalter und andere nützliche Dinge ſind entſtanden. Die Spielſachen bleiben meiſt im Kindergarten oder Hort. Wenn man die ge⸗ ſchmavollen Keidchen ſieht, die von zehn⸗ bis vier⸗ zehnjährigen Mädchen genäht und geſtickt ſind, ſo wird man ſich wundern, zu welcher Handfertigkeit die manchmal geiſtig zurückgebliebenen Kinder er⸗ zogen werden konnten. Das gleiche gilt für die netten Baſt⸗ und Rohrflechtereien. Eine beſondere Abteilung bilden die Weihnachtskrippen, die in ihrer geſchmackvollen Einfachheit ſchon kunſtgewerblichen Charakter haben. Die Buben ſind eifrig mit Säge, Hammer und Leimtopf umgegangen; auch ihre Eltern werden ſich freuen, wenn ſie zu Weihnachten mit einer eigenen Arbeit ihrer Kinder überraſcht werden. Erzbiſchof Dr. Gröber zum Miſſionswerk Am Miſſionsſonntag wurde auf den Kanzeln der Erzdlözeſe das Hirtenſchreiben des Erzbiſchofs Dr. Gröber über das Miſſionswerk verleſen. Das Werk opfermutiger Männer und Frauen verpflichte uns, die Miſſionen in den Heidenländern und deren Miſſionare zu unterſtützen. Freilich ſtehen uns bei der apoſtoliſchen Arbeit immer noch die Volksge⸗ noſſen am nächſten, aber der chriſtliche Seeleneifer, vom Glauben erleucktet und von der natürlichen und übernatürlichen Liebe zu Chriſtus und den Menſchen beflügelt, begnügt ſich damit nicht, ſondern brennt ge⸗ radezu vor Verlangen nach jenen unſterblichen See⸗ len, die vom wahren Gott ohne ihre Schuld noch nichts wiſſen und in der Nacht des Heidentums oft zeitlich und ewig verkommen. Das Miſſionswerk ge⸗ braucht des eifrigen Gebetes, damit die übernatür⸗ liche Kraft, die den Glaubensboten durchſtrömt, auch in uns ſelbſt den Seeleneifer zu neuen Flammen entfacht. Der Oberhirte fordert dann die Eltern und Erzieher auf, in den Herzen der Kinder die Liebe zur Heidenmiſſion zu erwecken und dieſe dem Kind⸗ heit⸗Jeſu⸗Verein zuzuführen. C Mittwoch, 6. Dezember 1935 9. 9 eee Afrika waren, trafen wir zwölf Schlangen in näch⸗ ſter Umgebung des Hauſes, eine davon ſogar im Hauſe. Alle waren Giftſchlangen, und Koba hat ſie alle erledigt. Die ſchönen Häute ſind jetzt alle in meinem Beſitz, als Erinnerung an Koba. Koba, die Köchin, tat alles mit größter Aufmerkſamkeit, ſtets erklärte ſie mir genau, welches das Herz und welches die Leber der Schlange wäre. Auch den Kopf der Puffotter mit den langen, nach hinten liegenden Gift⸗ zähnen, hat ſie mir genau zerlegt. Dabei war ſie ſehr beſorgt, ich könnte mit dem Gift in Berührung kommen, w end ſie um ſich ſelbſt nicht im ge⸗ ringſten Angſt zu ſpüren ſchien. Gruſelig iſt es, wenn man einer Giftſchlange im Dunkeln begegnet. Das Haus unſerer Ver⸗ wandten und die uns ſeſene Wohnung lagen etwa 20 Meter auseina Das Abendeſſen wurde meiſt auf acht Uhr gerichtet, und da es ohne Däm⸗ merung recht ſchnell dunkel wird, wars es um dieſe Zeit meiſt ſchon ſehr düſter draußen. Wir waren in unſerem Zimmer geſ das Gong zum Abend⸗ eſſen rief. Schnell lö die Petroleumlampe und gingen noch etw gel et zur Haustür, die zunächſt a führte. Ich hatte h die der als ich neben mir ein Fal hörte. Sehen konnten wir in der tkelheit nichts, aber wir rannten, ſo ſchnell es ging, ins andere Haus. Koba ahnte gleich den Grund unſerer erſchrockenen Geſichter. Sie griff nach der Laterne und dem Ochſenziemer und freute ſich, wieder eine Schlange totſchlagen zu können. Sie fand im Sande der Veranda die breite Spur einer großen Puffotter, das Tier ſelbſt aber war bereits in ſeinem Schlupfwinkel verſchwunden. Wir haben ſpäter nie mehr ohne Laterne im Dun⸗ keln das Haus verlaſſen. Noch ein paar Nächte lang hörten wir das Fauchen des Reptils vor unſerem Fenſter. Sein Unterſchlupf ſchien alſo in der Nähe zu ſein; entdeckt haben wir ihn nicht. Die ſchlimmſte unter allen Giftſchlangen weſtaſrikas iſt die ſchwarze Mamba. Sie 3 bis 4 Meter lang und iſt ſo behende, daß ein Eingeborener nicht vor ihr fliehen kann. Ihr Gift wirkt ſehr ſchnell tödlich, beſonders wenn der Biß in eine V Süd⸗ wird ſelbſt Vene kommt. Sehr beliebt ſind die gegenſeitigen Beſuche der Farmer. Auch wir ſind immer gern zur Nachbar⸗ farm hinübergeritten, wo jeden zweiten Sonntag ein reges Reiterleben herrſchte. Aus der Um⸗ gebung von Groot in kamen die jungen Farmer, auch Angeſtellte aus der Stadt ſelbſt, der Lehrer, der Hotelbeſitzer, um an dem Meeting auf dem Raſen teilzunehmen. Der Farmer konnte genug Tiere aus ſeinem Beſitz zur Verfügung ſtellen; die meiſten Be⸗ ſucher kamen aber auf eigenen Pferden. Mit Vol⸗ tigier⸗-Uebungen wurde der Nachmittag begonnen, dann wurde Schule geritten. Den Beſchluß machter gewöhnlich Uebungen im Kleinkaliberſchie⸗ ßen. Zur Erfriſchung folgte ein kühles Bad im Staudamm der nahen Quelle. Bef verſchiedenen größeren Ausritten wurden wir auch mit der Faung des Gebietes mehr bekannt Die Paviane richten dort ſo viel Schaden in den Gär⸗ ten an, daß der Farmer Fallen ſtellen muß. Das liſtige Volk läßt ſich bei Tag nicht ſehen. Ab und Der Reichs⸗Parteitag 1933 in Nürnberg, der ein freudiges Bekenntnis des ganzen deutſchen Volkes zum neuen Reich und ſeinem Führer Adolf Hitler war, wurde im Film feſtgehalten. Die künſtleriſche Geſtaltung lag in Händen von Leni Riefenſtahl. Es mag beſtimmt keine leichte Arbeit geweſen ſein, aus der Fülle des überwältigenden Geſchehens alle die Bilder feſtzuhalten, die das Leben und Treiben während des Reichs⸗Parteitages für immer ſym⸗ boliſch wiedergeben. Was hier geſchaffen wurde iſt ſo eindringlich und packend, daß es noch einmal im Film die Tage von Nürnberg miterleben läßt und ſie auch denen nahe bringt, die nicht perſönlich dabei waren. Die Welle der Begeiſterung, die in jenen Tagen über Deutſchland hinwegzog, klingt in dieſem Film noch einmal auf und nimmt bis zum letzten Bild geſangen. Es ſchwingt etwas jener gro⸗ ßen Tage mit, das mitreißt und die gewaltige Kraft des neugeſchaffenen Deutſchland mitfühlen läßt. Die Feſt⸗Vorſtellung des Filmes, die am Dienstag abend im„Roxy“ ſtattfand, war ein Er⸗ eignis für Mannheim. Neben Vertretern ſtaatlicher und ſtädtiſcher Behörden bemerkte man faſt alle Führer der NSDAp in Mannheim. Das Theater war mit Tannenngrün und den Fahnen des neuen Deutſchland geſchmückt. Die SA⸗Kapelle der Standarte 171, die unter der Leitung von Homann⸗ Webau ſtand, leitete den Abend ein. Ein Film, der die Kämpfe des deutſchen Bauern⸗ tums um die Scholle zeigte und die Wiedergabe der Tage des 9. November 1933 in München gingen dem Hauptfilm voraus. Dann brauſte die gewaltige Symphonie des neu erwachten Deutſchlan d 8 5 auf. In unüberſehbarer Zahl zogen die braunen Bataillone durch die alte deutſche Reichsſtadt Nürn⸗ berg. Feſtlich geſchmückt botem ich die jahrhun⸗ derte alte Häuſer dar. Ueberall ein Flaggenmeer und eine freudig bewegte Menge. Sepp Allgeier und Franz Weihmayr haben das wunderbare Erlebnis, den Reichsparteitag im neuen Deutſchland im Bild feſtgehalten. Herbert Windl hat eine Mu⸗ ſik geſchrieben, die dem Film hervorragend angepaßt iſt. Ueberwältigend die Parade der braunen Kolonnen vor dem Führer. Das überfüllte Sta⸗ dion jubelte immer und immer wieder dem Führer zu. Hier erhielt er den Lohn für ſeien jahrelangen Kampf um das einige Deutſchland. Der Auf⸗ marſch der 11000 Fahnen wollte kein Ende nehmen. Als Hitler dann zur Jugend ſprach, kannte die Begeiſterung der deutſchen Jugend keine Gren⸗ zen. Tief und eindringlich war ſein Appell an dieſe deutſche Jugend, die das Erbe von heute „Der Sieg des Glaubens“ Jeſt⸗Vorſtellung des Films vom Reichs-Parteitag 1933 im„Rory“ zu verwalten haben wird. Man merkte dem Führer die Freude über die Begeiſterung in Nürnberg an. Einfach und ſchlicht ſtand er aufrecht in ſeinem Wa⸗ gen und nahm den Vorbeimarſch mit erhobener Hand ab. Das eindrucksvollſte Bild der Nürnber⸗ ger Tage iſt die Totenehrung vor dem Ehrenmal. Allein mit ſeinem Stabschef Röhm gedenkt Hitler ſtill der gefallenen Helden. Ein er⸗ greifender Augenblick. Eine gewaltige Bildſymphonie zieht an dem Beſchauer vorüber. Die Kämpfer für das Dritte Reich feierten in Nürn⸗ berg ihre Triumphtage, die ihnen allen unvergeß⸗ lich ſein werden. Das Ganze ein Dokument für — Das Achilleion der Spielhöllen Das Achilleon, der frühere Palaſt Kaiſer Wilhelms II. auf Korf, ſoll jetzt in ein internationales Spielkaſind umge⸗ wandelt werden. eee zu gibt es auf den Farmen in den Bergen auch de ſuche von Leoparden. Der Leopard greiſt des Menſchen jedoch nicht an, nur angeſchoſſen wird el gefährlich. Um ſeinen Hunger zu ſtillen, hal e draußen ja genügend Tiere. Auch an die Rinder wagt er ſich ſelten. Viel ſchlimmer ſind die wil⸗ den Hunde. Sie treten meiſt in Rudeln vo zwölf oder fünfzehn Stück auf und fallen dann dee Kälber oder Kühe an. Es iſt ihnen ſchwer beizu, kommen, da ſie ſich in ihre Höhlen zurückziehen un nachts wiederkommen, um die Reſte des getö tele Tieres aufzufreſſen. Schon mancher Farmer, de ihnen bas Fleiſch dann vergiftete, hat ſeine eigene Hunde dabei eingebüßt. Das iſt ein ſchwerer Vit luſt, denn Hunde ſind auf der Farm nicht zu en behren. Sie halten nachts die Schakale bog Hauſe, die oft ſo laut ſchreien, daß an Schlaf nich zu denken iſt. Einmal hatten unſere drei Hund einen kleinen Schakal eingetrieben. Bei den ſchwarzen Jungens herrſchte groß Freude, denn ſie eſſen gerne das Schakalfleiſg obwohl es bitter ſchmeckt, wie ich von Koba weiß Aus den Nieren rühren ſie ſich mit Milch eine Me dizin, die den Säuglingen eingegeben wird, dan ſie zu kräftigen Menſchen werden. Auch ah Schlangenfett machen die ſehr abergläubiſche Eingeborenen eine Medizin. Wofür dieſe Arzu gut ſein ſoll, konnte ich auch durch Koba nicht e fahren. Sie ſelbſt glaubte nicht recht daran ul meinte, das ſei doch ſehr dumm! Die Intelligen der Neger iſt durchaus nicht gering, oft wird dg reiche Gemütsleben der ſüdafrikaniſchen Eingebon nen vom Europäer unterſchätzt. Ilſe Henning⸗Droop, Spontan ſtimmten di das neue Deutſchland. Beſucher am Schluß der Vorführung das Hor Weſſel⸗Lied an. Begeiſtert gaben ſie ihrer Freus über das Geſehene Ausdruck.—ü— Spenden für die Winterhilſe Die Angeſtellten und Arbeiter der Sunlicht, Geſellſchaft AG., Mannheim⸗ Rheine führen monatlich durchſchnittlich 500 Mk. an das Wil. terhilfswerk des Deutſchen Volkes 1933/34 ab. En beteiligen ſich in der Weiſe, daß ſie monatlich 1 v. 0 ihres Bruttoeinkommens ſpenden. Die Beträge wen den monatlich der Gaubetriebszellenabteilung Babe in Karlsruhe überwieſen. Der Ruf des Reichspoſtminiſters an das geſamt Perſonal der Deutſchen Reichspoſt zu einet gemeinſamen Sammlung von Barſpenden für das Winterhilfswerk hat großes Verſtändnis gefunden Von dem Perſonal der Deutſchen Reichs poſt mit dem Winterhilfswerk vorausſichtlich ein Betrag daß 3,5 Millionen Mk. zufließen. b / y VVV 0 ã ⁊ VTdVTVVV—ꝙwd ine NSDAP-Miffeilungen Aus partetamilichen Bekanntmachungen enmommen Anordnungen der Kreisleitung Hiermit macht die Kreisleitung erneut darauf aufmerk⸗ ſam, daß auf das ſtrengſte jede Sammeltätigkeit durch die Regierungsbehörden und die NS DA verboten iſt. Nur das Winterhilfswerk iſt zu Sammlungen berechtigt. Wer angeblich für das Winterhilfswerk ſammelt und die Be⸗ träge für andere Organiſationen, Vereinigungen uſw. ver⸗ wendet, macht ſich ſtrafbar. Die Reichsleitung der NS DA hat ſämtlichen Organiſationen, einſchließlich SA, SS, Sta. uſw. jede Sammeltätigkeit unterſagt. Wer ſich bei Samm⸗ lungen auf die NSDAP beruft, verübt einen Betrugsver⸗ ſuch. Der Kreisleiter: Dr. Noth. PO Dentſches Eck. Amtswalter⸗Zuſammenkunft am Don⸗ nerstag, 7. Dez., 20 Uhr, bei Pg. Bergmann,„Mann⸗ heimer Hütte“, Lameyſtraße 17. Die Namen betr. Wohl⸗ fahrtspflege ſind zu nennen. Neckarſtadt⸗Oſt. Donnerstag, 7. Dez., 20,30 Uhr, findet im Lokal Vohmann(Unterſtand), Clignetplatz, für die Zellen 1, 2 und 5 ein Zellen⸗Schulungsabend ſtatt. Thema: Das Verſailler Diktat, ſeine Folgen für Deutſch⸗ land und die Forderungen der NSDAP. Sprecher: Schu⸗ lungsleiter Pg. von Bloedau.— Für die Zellen 7, 8 und 9 findet der Zellen⸗Schulungsabend am gleichen Tag, 20,30 Uhr, im Lokal„Renſchgarage“, Lange⸗Rötterſtr 53, ſtatt. Thema: Raſſe und deutſches Volk. Sprecher: Lehramts⸗ aſſeſſor Pg. Billing. Für Pgg., welche nach dem 1. Januar 1988 eingetreten ſind, iſt der Beſuch dieſer Abende Pflicht. Anhänger und Freunde der Bewegung ſind mitzubringen. Rheinau. Mittwoch, 6. Dezember, 20,30 Uhr, Amts⸗ walterſitzung im„Badiſchen Hof“ für Block⸗ und Zellen⸗ warte. 5 a KDA. Dez., 1718.80 Uhr, Sprechfunt Donnerstag, 9 : 6, für Mitglieder und Nicht 5 Parkhotel, Zimmer Nr. glieder. 5 Donnerstag, 7. Dez., 18.30 Uhr, Fachſchaftsfühte, ſitzung. Donnerstag, 7. Dez., 20.90 Uhr, N Sitzung im kleinen Saale des Porlkhotels der Foch eco Architelten und Bauingenieure. Thema des Abends; „Vereinheitlichung der Baupolizeivorſchriften“. 5 iſt eine Pflichtverſammlung für die Milglicht beider Fächſchaften. Deutſche Arbeitsfront Achtung! Neuaufnahmen! Die Bezirksleilung Süd⸗Weſt der Deutſchen Arbei front teilt mit: Ver Allen deutſchen Volksgenoſſen, die noch keinem 155 band angehören, iſt neueſter Beſtimmung zufolge 1905 mehr letztmals die Möglichkeit geboten, ſich als Ein mitglieder in die Deutſche Arbeitsfront einzurelgere g Desgleichen können Arbeltgeber, die bereits Mie der NS DAß ſind, nunmehr in die Natfonalfoztaliſ 4 F(NS) aufgenommen 5 en. 8 Sämtliche Aufnahmen werden von den zufaneeg NS BO⸗Dienſtſtellen getätigt. In den Fällen, in 95 die NSBO⸗Dienſtſtelle nicht bekannt iſt, gibt für den be reich Baden die Gaubetriebszellenabteilung, Karls Lammſtr. 15— für den Bereich Württemberg die 4s betriebszellen⸗Abteilung, Stuttgart, Kanzleiſtr. 33. kunft. Letzter Anmeldetermin 31. Dezember 1068, ged. Fritz Plattner, Mo., Bezirksleiter der Deutſchen Arbeitsfront Süd⸗Weſt und NSBO⸗Landesobmonn. gell Anmeldungen in Mannheim nimmt die Kreſsgeſce ſtelle der RSB, I. 12, 2, entgegen. Stehe auch 99029 Aufruf der Kreisbetriebszellenabteilung der Ns aße Kreisbauernſchaft Mannheim a Sönntag, 10. Dez., finden jeweils noche 8 Uhr im„Pflug“ in Wallſtadt für die Orteban 1 ſchaften Wallſiadt, Käfertal und Feudenßeim ſonee „Badiſchen Hof“ in Secken heim für die Orban ſchaften Seckenheim, Neckareu g 9 8 Volks etz. ſchaften Seckenhe und Ilves ſtatt über Feldbereinigung und Erbhofg U Dana ah der guſtreten det keit und betr Nikolaus beten wi Es go hen, der lürtere? einen ſo! die Anku erwarten geſagt an shon ſpi dabongel. ſen. Als gepoltert grüßend der arm. litt natlt heit wie ums— dem Sch was das oſt und cen aus So fa Engelber dem Tiſc Lan war als ter den Vorliebe über irg. don der packte ihr wollte, kr lem Strö Da ſte ö Mitte de. zuſagen. en; er Fr wand Aehenden As, bed: keldete! em Sin Hackel!“ Doch Ahfang im Laufe und Härt Fachſchals Die Ve ihren Bu einen S age. en aber weifelten Söhnchen Der V küsgeber hriſten, 1 Hausfrau etſche i! kerbienen die n Beilage der Neuen Mannheimer Zeitung 144 Jahrgang/ N 365 In unſerer Singſchule lernen die Kinder ein les Niklaslied, darin kommt der Vers vor: „Der Niklas iſt ein guter Mann Dem man nicht'nug danken kann; Luſtig, luſtig, trallalala— Bald iſt der Niklasabend da!“ Danach ſollte man meinen, es ſei ganz unmöglich, daß der„Belzenickel“ auch anders als freundlich auftreten könne. Leider aber wird ſein fröhliches gest keineswegs überall ſo gefeiert. Unvergeßlich ind betrüblich bleibt in meinem Gedächtuis ein Alolausabend, zu dem ich vor Jahren einmal ge⸗ beten wurde. Es gab in jenem Hauſe einen ſechsjährigen Bu⸗ ben, der gewiß ein Lümmel war und dem ich oft eine lürtere Vaterhand gewünſcht habe— aber doch nicht tuen ſolchen Niklas. Als es dämmerte und ſomit de Ankunft des weihnachtlichen Gaſtes allmählich zu kwarten ſtand, wurde der Lausbub, der nebenbei auf Korſi, iſinv umge⸗ eee zen auch he feat auf den linden Namen Engelbert hörte, d greift bez hon ſpürbar kleinlaut; am liebſten wäre er wohl ſſen wird er devongelaufen, wenn man ihn hätte entwiſchen laſ⸗ llen, hal l een Als endlich gegen neun Uhr der Nikolaus an⸗ die Rindes] berolkert kam und gleich darauf, mit tiefer Stimme id die wil] kilßend über die Türſchwelle ſtolperte, da wußte Rudeln voh der arme Engelbert nicht mehr aus noch ein. Er en dann die litt natürlich unter dem Bewußtſein mancher Frech⸗ heit wie eines allgemeinen, abgrundtiefen Ungehor⸗ ams— ſie allein waren ja denn auch ſchuld an all' hes getbtelen hem Schrecklichen, was nun kommen mußte. Und Farmer, der was das war— das hatte die Mutter ſchließlich eine eigenen it und anſchaulich genug im Laufe der letzten Wo⸗ hwerer Veh. gen ausgemalt. 5 nicht zu eule! S0 ſand ich es wohl verſtändlich, oͤaß der böſe 110 f. von(Eugelbert ſich zu verſtecken ſuchte und flugs unter Schlaf nich dem Tiſche verſchwand. In ſeiner Verwirrung hatte drei Hund er nicht bedacht, daß er hier leichter hervorzuholen war als aus einem Winkel des Heubodens oder un⸗ ler den elterlichen Betten. Dort pflegte er ſich mit Vorliebe zu verkriechen, bis der Zorn ſeines Vaters lher irgendeine Miſſetat von ſelber verraucht oder hon der Mutter etwas beſänftigt war. Heute aber . hackte ihn der Vater, der wohl dem Nikolaus gefallen wird, dane node kurzerhand am Kragen und zog ihn trotz al⸗ Auch auff lem Sträuben hervor. N ergläubiſcgh Da tand er nun, von Vater und Mutter in die dieſe Arznei Ritte der Stube geſchoben, um ſein Gedichtt her⸗ agen Aber in der Aufregung hatte er es vergef⸗ I, er wußte nicht einmal mehr die erſten Worte. ö wandte ſich der Mutter zu und befragte ſie mit oft wird du fehenden Blicken. Doch die Mutter half ihm nicht 1 Eingeboe is, bedrohte ihn vielmehr mit einer Watſchen und beldete dem Nikolaus in durchaus nicht begütigen⸗ um Sinne:„Drei Wochen hat er's'lernt, der Hakel!“ i . Doch Engelbert ſchlotterte nur und konnte ſeinen Aang nicht finden. Die Eltern wandten nun alle I Laufe eines ganzen Jahres verſäumte Strenge Id Härte gegen das Kind: ſie pufften und knufften en Buben; ſie drohten, der Nikolaus werde ihn in inen Sack ſtecken, wenn er nicht gleich den Vers luffage. Insgeheim und ein paarmal auch ganz of⸗ in aber lachten ſie noch über den Anblick des ver⸗ chwer beizu ickzlehen un rſchte große kalflelſt Sun licht⸗ beifelten Knaben und ſchienen ſehr befriedigt, ihr „Rheinat] Lihuchen endlich einmal klein gekriegt zu haben. an das Wi] Ich war von alledem ſehr peinlich berührt; noch 34 ab. E ie hatte ich derart mit Angſt erfüllte Kin⸗ atlich 1 v. 0 leraugen geſehen. Und wenn ich auch ſonſt das Beträge wei] ſrüchnhen Engelbert nicht allzu gut leiden konnte, ilung Baden 9 8 inn Niklas- wie er nicht ſein ſoll! Von Alfred Wahlſtröm — hier ſtand ich ganz auf ſeiner Seite. Doch es iſt nicht leicht, Eltern in Gegenwart des Kindes über ihre erzieheriſchen Mißgriffe zu belehren oder ihnen vielleicht gar einen Hauptſpaß zu verderben. So wartete ich alſo vorerſt ab, zumal der Nikolaus ſelber ſich gar nicht ſo ſchrecklich benahm, wie es nach den Worten der Eltern zu erwarten geweſen wäre. Aber plötzlich riß dem ſanften Nikolaus die Ge⸗ duld. Sein Bart fing an, ſich zu bewegen. Vielleicht hatte er ſchon eine Reihe von andern Beſuchen hin⸗ ter ſich, vielleicht mußte er noch bei einigen weiteren Familien vorſprechen,— jedenfalls wollte er den Gang der Handlung beſchleunigen und machte An⸗ ſtalten, den Sack zu öffnen. Da der Nikolaus mit ſeinen ſchweren Stiefeln breit und mächtig vor der Türe ſtand, nach den Seiten aber durch Vater und Mutter der Weg verſperrt war, fiel dem armen Bertl ein allerletzter Rettungsverſuch ein: er warf ſich auf die Knie und betete mit erhobenen Händen heulend ein Vaterunſer. Doch ungeachtet ſolchen Flehens um Gnade tat der Nikolaus jetzt erſt recht ſo, als ob er den Bertl in ſeinen Ferkelſack ſtopfen wollte. Das Kind wimmerte herzzerreißend,— da war mir mit einmal alles gleich: mochten der Bauer und die Bäuerin denken, was ſie wollten,— wenn nur die Quälerei mit dem Jungen aufhörte Es ging jedoch ganz gut aus; ſie trugen es mir nicht nach, daß ich dem Niklas in den Arm fiel und ihm verſicherte, der Bertl werde in Zukunft brav ſein, er möge ihn nur ruhig da laſſen. Daß Bertl aber auch in Zukunft nicht gehor⸗ ſam war, liegt auf der Hand. Die Eltern hatten mit ihrer Anrufung des Nikolaus nichts gewonnen, ſondern nur verloren, was irgend noch zu verlieren war. Sie hatten den Niklas zu Hilfe geholt und da⸗ mit deutlicher als je vor dem Kinde bekannt, daß ſie ſelber nicht mit ihm fertig zu werden vermochten. So wurde das Nikolauserlebnis für unſern Engel⸗ bert zu einem Freibrief für das ganze kom⸗ mende Jahr— denn bis zum nächſten Beſuch des fürchterlichen Sackbeſitzers war es für ihn eine un⸗ vorſtellbare lange Zeit. Und zu allem hatte der Bertl nun auch noch triftigen Grund, an der Liebe ſeiner Eltern zu zweifeln: ſie hatten ihn in höchſter Not im Stich gelaſſen, ſogar noch über ihn gelacht. Da wollen wir doch lieber, dem alten Liede ge⸗ mäß, den Niklas überall und immer, ſelbſt bei nicht ganz braven Kindern, einen guten Mann ſein laſſen. Und dabei vielleicht auch ein wenig an den Heiligen Nikolaus ſelber denken, der doch ein chriſtlicher Biſchof von großer Frömmigkeit war und unn ſeines Glaubens willen von einem römiſchen Kaiſer ſchwer verfolgt wurde. Ich bilde mir nämlich ein, daß eben dieſer Nikolaus im Himmel droben ſich darüber doch mehr freut, als wenn ihn un vernünftige Menſchen gelegentlich zum böſen Känderſchreck herabwürdigen. Werner erer eee Advent Wenn die Flocken leiſe fallen, Blaſſes Rot den himmel ſäumt Und die ſtille Erde träumt, Winde über weiße Felder wallen, Wird geheimnisvoll die Welt. Durch den Wald geht heimlich Raunen In den Lüften ſchwebt ein Klang Wie ein ferner Hirtenſang, Und wie frommer Kinderaugen Staunen Winkt's aus dem beſternten Wald. Julius Bansmer IW eee.. Wir ſind dreizehn Kinder Von E. Buchmaum⸗Kiel Nicht immer hatte ich den Mut, dieſe Tatſache zu geſtehen, geſchweige denn, froh zu bekennen, wie es hier geſchieht. Noch in der Oberſekunda war mir die Frage nach den Geſchwiſtern peinlich wie einem ſpä⸗ ten Mädchen das Intereſſe an ſeiner Lenze Zahl. Auch als Student wäre ich viel eher bereit geweſen, die Schmalheit des Monatswechſels— ganze ſiebzig Mark!— auf Armut des Vaters zurückzuführen als auf die Tatſache, daß außer mir noch ein rundes Dutzend verſorgt ſein wollte, wovon beinahe ſtän⸗ dig drei ſtudierten. Heute iſt das anders mit mir geworden. Und be⸗ trachte ich jetzt auf dem Schreibtiſch das kleine Bild der Eltern— aufgenommen vor dem Jasminſtrauch neben dem Schweineſtall daheim— ſo ſchwillt mir das Herz in Bewunderung, Stolz und Dankbarkeit. Man ſpricht in unſeren Tagen viel von indivi⸗ dueller Kinedererziehung, von pädagogiſcher Schu⸗ lung der Eltern.. Ob nicht ein klein wenig zu⸗ viel Weſens darum gemacht wird, gerade um das kleine Maß zuviel, das die Kleinen herausfühlen, „die Abſicht merken und verſtimmt werden“? Ich wage nicht zu behaupten, daß ich gut erzogen bin. Feſt ſteht aber, daß wir dreizehn uns nicht halb ſo wich⸗ tig nahmen wie viele auf wiſſenſchaftlicher Baſis er⸗ zogene Einzelkinder. Wir wurden nicht individuell erzogen; doch wir lernten von klein auf, uns in das häusliche Getriebe widerſpruchslos einzuoroöͤnen. Wir hörten kaum das große Wort„Weltanſchauung“, doch die Lebensauf⸗ faſſung der Eltern ſtand und ſteht ſo feſt umriſſen vor uns, wie keine Worte ſie treffender umgrenzen können. f 8 Von 13 Kindern das fünfte, gehörte ich ſo unge⸗ fähr in die Mitte, alſo zwiſchen das krabbelnde Ge⸗ wimmel der Kinderwagen⸗Infaſſen und kriechenden Vierfüßler einerſeits, und die höhere Region ehr. furchtgebietender großer Brüder und Schweſtern an ⸗ dererſeits. Von ſchöner Geſchwiſterliebe war wenig zu ſpüren: war aber eines krank oder hilfsbedürftig, ſo war das das gesamte] o ſt zu elner den für das is geſunhe g Der Verlag Otto Beyer⸗Leipzig, als Her⸗ 1 kägeber praktischer und geſchmackvoller Modezeit⸗ f hüten, Schnittmuſter, Handarbeitsbücher wohl allen szrauen beſtens verkraut, bietet einige Neu⸗ iſchelnungen, die befondere Aufmerkſamkeit Ferbiegen. da hätten wir ein prächtig ausgeſtattetes Werk „Sprechſtunge 1 acke nach Grund rezepten“ von Coruelia und Richtet] up p. An Hand einiger hervorragend überſichtlicher chſchaſtsfültte 1 Darſtellungen wird zunächſt erläutert, wie f 5 die„Fülle der Gerichte“ an Kuchen und Klein⸗ kläc im Grunde auf eine ganz beſchränkte Anzahl A erfahrensarten der Teigbereitung zurückführen 5 Hat man dieſe„Grundrezepte“ einmal kiffen, iſt ſelbſt für die noch wenig geübte Haus⸗ dai alles weitere ein Kinderſpiel. Da ſteht zum 1 80— gewiſſermaßen als Stammvater des Ge⸗ a 9 55 obenan auf der Seite„Mürbeteig“. eis,„ kun zweigen ſich von dieſem Mürbeteig Kinder ichen At. id Kindeskinder ab— ich habe 31 Nachkommen in keinem 115 10 kiten, und— von dem Geſchwiſterpaar Obſt⸗ zulelge a, wol Baſteten abgeleitet— 12 Nachkommen in der b ele 5 aufen, Generation gezählt. Oder die„Baiſer⸗ eis Mie ee„ ſie hat mit„Baiſers“,„Schokoladenbuſ⸗ nalſoztaliſi en„Zwieback mit Schaumguß“ und„Gebacknen 1 1 eee, Kinder, von denen wiederum„Süßſpeiſe a aiſers“ und„Zwieback mit Mandelſchaumguß“ ammen. Han weitaus größeren Raum des reizenden 0 1 es nehmen Beſchreibungen in Wort und Bild tr. 83— 0. denen man es binnen kurzem den geübte⸗ er 1033.„Meiſtern der ſüßen Zunft gleichtun kann. Rä⸗ iin Glafuren machen, Schokoladentafeln backen, an ſormen, Knuſperhäuschen bauen— alles iſt miert und ſchönſtens abkonterfeit. Auch der Be⸗ 1 15 des Backofens wie der einzelnen Zu⸗ en einer Reihe ſtets willkommener Spar⸗ itnaßhmen und Kniffe iſt gebührend Er⸗ ozzung getan. Die Weihnachtsbäckerei mit ſolchem Ie uch in der Hand muß einfach ſelber ſchon ein ein!(Schön gebunden, in Schutzkarton.85 Eine Ausleſe ſchöner Veyer⸗Bücher Zu einem richtigen Kinderchriſtabend gehört es, daß unſere kleinen Mädels in ein paar mütter⸗ lichen Nachtſitzungen ihre Puppen„friſch angezogen kriegen“. Denn keine noch ſo ſchöne neue Puppe aus dem Laden hat für ein richtiges Puppenmütterchen den Reiz wie ihre alte Lieſe oder Klara oder Roſe⸗ marie mit dem abgeſtoßenen Näschen und dem zer⸗ zauſten Schopf, wenn man ſie dafür mit ſelbſtgenäh⸗ ten Kleidern, mit ſämtlicher Wäſche, Schühchen und Strümpfchen an⸗ und ausziehen kann. Der Beyer⸗ Band 284„Puppenkleidung genäht, ge⸗ ſtrickt, gehäkelt“ bietet mit Schnittmuſtern und Handarbeitsproben eine Fülle von Anregungen für alle Arten von Anzügchen, Trachten, Berufskleid⸗ chen, Babyausſtattungen. Sogar Bademäntel, Schlaf⸗ anzüge, Winterſportausrüſtungen ſind vorhanden. 5* In dem berühmten„Kloſterſtich“ haben einſt fromme Nonnen die herrlichſten Wandgemälde ge⸗ arbeitet. Echte Gobelins aus alter Zeit gehören zu den größten Schätzen überlieferter Handarbeitskunſt. Auch der dieſen beiden Techniken verwandte Kreuz⸗ ſtich hat eine große Vergangenheit und iſt es mehr als manche andere Handarbeitsart wert, daß wir uns zur Belebung volkstümlicher Stichkunſt ſeiner beſonders liebevoll annehmen. Beyers Band Nr. 287 „Kreuzſtichſtickereien, Volkskunſtmu⸗ ſter“ bringt eine Zuſammenſtellung von Gegen⸗ ſtänden unter Verwendung zum Teil hervor⸗ ragend ſchöner alter Motive. Vor allem Tierornamente auf handgewebtem Leinen zu Wand⸗ behängen, Tiſchdecken oder auch Kiſſen verarbeitet, nehmen ſich ganz prächtig aus. Für Kinderzimmer und Veranden gibt es loclere Muſter, die raſch för⸗ dern und doch ſehr hübſche Wirkungen erzielen. . Zum Schluß das Reizendſte von allem:„Rechts um marſch ins Märchenland“, Märchen, Reime und Geſchichten für gymnaſtiſche Kinder⸗ übungen von Maria Falkenheim, Abbildungen von Chriſtel Siegert. Erſt gibt es„Anweiſungen für die Mutter“,— ſozuſagen gym e Grund⸗ rezepte, wie man es machen muß, um die Kleinen nicht turneriſch zu drillen, ſondern ſie ſpiel ud z um Nachdenken und finnvollem Ent⸗ wickeln der Bewegungsformen anzuregen. Ein krankes Tanzäffchen, das geſund wird, einen hüpfenden Froſch, ein böſes Krokodil oder gar den „Eleſantengang“ nachzumachen, iſt ein Rieſenſpaß, und die Geschichte„Wie Zwerg Timm den Trommol⸗ könig Bumraſſa aus dem Zauberſack befreite“, iſt ein großartiges Turn märchen, hinter dem ſich viele geſunde Uebungen verbergen. Wer alles brav mit⸗ macht, der darf auch ſo nette Liedchen lernen, wie das von Frau Holle, die um Rodelſchnee gebeten wird: übrige Dutzend einig und ſtark in bereitwilliger Zu⸗ ſammengehörigkeit. Unbewußt angenehm waf es ohne Zweifel, einer unter ſo vielen zu ſein. Da gab es kein läſtiges Be⸗ obachtetwerden, kein ſorgendes Stirnrunzeln bei An⸗ fällen von Raufluſt oder Zerſtörungswut. Für die Grenzen, die dem Tatendrang geſetzt waren, ſorgten ausgiebig und gern die andern. Von dem äußerſten Fall einer wortloſen aber ſpürbaren Berührung mit Vaters Rechten zu ſchweigen! Das Ganze war lebensfähige, von keiner Theorie getrübte Erzle⸗ hungskunſt. An dem Schickſal von Kameraden gemeſſen, war es ungeheuer beruhigend, daß nichtige Einzelheiten verſchwindend in dem Gros häuslicher Begeben⸗ heiten untertauchten. Daß z. B. ein Drei minus unter dem Lateinaufſatz keineswegs als dunkler Punkt in der Familienchronik verbucht wurde. Unter dem Herbſtzeugnis ein vielſagendes „Schüler dürfte aufmerkſamer ſein!“ gab kaum An⸗ laß zu einer tragiſch⸗dramatiſchen Szene. Das ein⸗ malgeſprochene Wort des Vaters in Richtung Gymnaſium:„Wer ſitzen bleibt, kommt runter!“ war eiſern in die Köpfe gehämmert. * Freizeit gab's dürftig. Je nach Alter und Kör⸗ perkraft wurden alle ins laufende Band der täg⸗ lichen Arbeiten in Garten, Feld, Stallung, Mühlen⸗ betrieb eingereiht. Dies hatte außer erzieheriſcher Wirkung noch den Vorteil, daß Perſonal geſpart wurde. Die Arbeit empfanden wir keineswegs als drückend. Für Schularbeiten blieb Zeit genügend, desgleichen zum Boxen, Handballſpielen. Nie ver⸗ geſſe ich aber einen ſtrahlenden Herbſtnachmittag, da ich mit den Brüdern zum Reinigen des Feldgrabens beordert war und emſig Schlamm baggerte, bis indianerſpielende Nachbarjugend zur Verführung ward. Schaufeln weg— rein in den Wald! Nach Stunden ahnungsvoll zurückkehrend, ſahen wir Vater breitbeinig im Graben ſtehen und unſere Arbeit tun. Kein Tadel— aber zwiſchen zwei wuch⸗ tigen Schlammſchaufeln die grimmigen Worte:„Nur Beharrlichkeit führt zum Ziel!“ Ich glaube, nicht nur mir wurde dies Wort zu einem Stück Richt⸗ ſchnur fürs Leben. Krankſein galt als Vorzugsſtellung, falls es nicht direkt an den Kragen ging. Denn ſiehe: dem Patien⸗ ten wurden als Allheilmittel Honigbutter⸗ brote verabreicht, die Wunderkräfte entwickelten. Goldener, träge fließender Honig meiner Jugend wie gut, krank ſein zu dürfen. War's ſchlimm, fühlte man in der Dämmerung die ſchwielige Hand der Mutter auf der heißen Stirn:„Na, wird bald beſſer, Junge!“ Und damit war es ſchon beſſer. d Nun ſind alle bis auf die beiden Küken ausgefto⸗ gen. Sie treten in unſere Fußtapfen, wie ein Be⸗ ſuch uns unlängſt lehrte. Der Vierzehnjährige iſt ſtolzer Beſitzer einer gutgehenden Taube n⸗ zucht, hat es außerdem als einziger von acht Jungens fertiggebracht, aus der hoffnungsloſen Wildnis um den Schweineſtall herum ein blühen⸗ des Paradies üppiger Gartenbaukunſt zu zau⸗ bern. Meine reſtloſe Bewunderung iſt ihm ſicher. Die Amrei, unſer weiblicher Benjamin, hat ſor⸗ gend erkannt, daß Mutters Augen ſchwach wer⸗ den und der Berg ungeſtopfter Strümpfe gen Him⸗ mel ſchreit. Jeden Nachmittag gibt ſie tapfer der Familienpuppe Zilla und ihrem Kleinmädchenherzen einen Stoß und zieht ſeufzend, aber gewichtig, den erſten durchlöcherten Grauwollenen über die kleine, braune Hand.* Daß wir daheim zu dreizehn waren! Wir trinken lieb und eſſen brav, Und fürchten nicht das ſchwarze Schaf. Die Augen blank, die Bäckchen rot, So ſitzen wir bei Milch und Brot, Frau Holle, laß' es ſchnein! Und fällt das erſte Flöckchen Auf uerſer warmes Röckchen, Frau Holle, das wird fein! Dann rodeln wir! Juchhe, juchhe! Frau Holle, ſchick' uns morgen Schnee! Frau Holle, laß' es ſchnei'n! M. S. eee eee Modiſche Kleider⸗Verſchlüfſe Immer, wenn die Mode nach größter Ein⸗ fachheit ſtrebt, iſt ſie bedacht, die kleinen Zu⸗ taten des Anzugs beſonders zu unterſtreichen. Das iſt in dieſem Winter in ganz beſonderem Maße der der Fall. Material und Schnitt ſind ſehr ſchlicht und betont unaufdringlich. Deswegen greift man zu de⸗ korativen Verzierungen jeder Art. Die Knöpfe ſind in Größe und Form ſehr vielſeitig. Holz, Kupfer, Nickel, Glas, Kork, Gummi und Galalith dienen als Material. Beſonders Holz, das in ſeiner naturfar⸗ benen Tönung zu den vielen braunen, wie auch grü⸗ nen und Fdunkelblauen Stoffen dieſes Winters her⸗ vorragend paßt, iſt ſehr beliebt. Man ſieht Knöpfe, die die Form von Blüten ooͤer Blättern aufweiſen und durch ihre matte Polierung geradezu künſtle⸗ riſch wirken. Daneben werden auch tellerartige Holz⸗ knöpfe von beträchtlichem Ausmaße gezeigt. Sie be⸗ leben die ſchlichten, ſportlichen Kleider auf das Vor⸗ teilhafteſte. Unter den gläſernen Gebilden der Knopfinduſtrie pielen Bernſtein⸗ und nach⸗ geahmter Granat eine Rolle. Ganz neuartig ſind ovale oder kugelförmige Kupferverſchlüſſe. Sie wer⸗ den für ſportliche und auch für Strickkleider ver⸗ wendet. i Die Vorliebe für Samt iſt in dieſem Jahre un⸗ verkennbar. Wenn viel Samt getragen wird, treten auch glitze ende Straßkugeln und ⸗knöpfe in den Vor⸗ dergrund des modiſchen Inter eſſes. Das iſt auch jetzt der Fall. Die Zuſammenſtellung von Straß und Samt iſt ſo gut, daß die Modeninduſtrie noch um einen Schritt weiterging und auch die ſogenanuten Clips aus Straß zum allgemeinen Beſtandteil ele⸗ ganter Nachmittags kleider erhob. Seitdem die Mode der dicken negerhaften Hals⸗ ketten abflaut, kommt den Kuöpfen aus Kork, Gummi, bemaltem Porzellan und Nickel wieder mehr Bedeutung zu. Das Kunſtgewerbe hat eben⸗ falls Anteil an der neuen Knopfmode. Man ſieht, be⸗ ſonders an Taftkleidern und Taſtbluſen, verſilberte und vernickelte Knöpfe in Durchbruchsarbeit, gehäm⸗ mert oder ziſeliert. Auch mit bunter Wolle und Seide behäkelte Knöpfe gefallen ſehr. Originell ſind die rieſigen Oeſen und Haken aus Meſſing und Nickel, die man an ſportlichen Kleidern aus Stichelhaarſtoff anbringt. Sie bilden die modiſche Erweiterung der ſo beliebten Rieſenſicher⸗ heits nadeln aus verſchiedenem Metall, Einer der aparteſten Kleiderverſchlütſſe dieſes Jahres jedoch beſteht in Verſchnürungen, die man an Mänteln, Kleidern, Bluſen und Kaſaks antrifft. Oeſen und Haken, ſowie kleine Löcher, durch die man bunte Kordeln zieht, heben den ſportlichen Ein⸗ druck. Die Verſchnürungseffekte ſind auch an ele⸗ ganten Nachmittagskleidern zu ſehen. Durch ſie kaun die Vorliebe für unregelmäßige Schlitze und Nähte betont werden. Ein weiteres Beiſpviel dieſer modi⸗ ſchen Idee ſind auch die vielfach geſchlitzten und ver ſchnürten Hutköpſe. e 6. Seite/ Nummer 565 5 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 6. Dezember 1989 angeſetzt. Halblanger Aermel, Epaulettenteile. *. Nr. 2776, Größe 42. Aus brombeerfarbenem Samt oder Krep⸗Satin iſt dieſes Kleid in Prinzeß⸗ ſorm. Der große Kragen iſt aus Lamé⸗Stoff. Das mittlere Vorderteil der Bluſe reicht bis unter Hüfthöhe. Von hier wird dem Rock eine ſchmale Vorderbahn zwiſchengeſetzt, die oben ſpitz zuläuft und nach unten ſich verbreitert. Nr. 2777, Größe 44. An dieſem Kleid wurde der Krep⸗Satin ſtumpf und glänzend verarbeitet. Die ſchmale Kragen ⸗ Garnitur mit angeſchnittenen Enden iſt aus Silber⸗Lams. Nr. 2778, Größe 42. Kleid mit neuartigen Aermeln und einer ſchmalen Pelzrolle garniert. Nr. 2779, Größe 44. Metalldurchwirkter Woll⸗ ſtoff wurde zu dieſem Kleid verarbeitet. Die ſeit⸗ liche Schleife iſt aus Metallſtoff. Halblange, den Seitenteilen angeſchnittene Aermel, die auf Wunſch durch hohe Stulpen ergänzt werden können. 22 Nr. 2780, Größe 44. Koſtüm⸗Kleid, eignet ſich für den Nachmittag. Es iſt aus ſchwarzer Molree⸗Seide. Ein Volant umzieht den Hals, reicht bis zum Gürtel. Das Schößchen iſt gleichfalls volautartig. * Nachdruck ſämtlicher Artikel und Illuſtrationen nerboten. Beyer- Sehnitte Abplättmuster Modelührer- Journale Emma Schäfer, M 7, 24 000 306 03 Das diesjährige Nachmittagskleid zeigt zwei weſentliche Merkmale: enganliegende geſtreckte Eilnſienführung und Betonung weiblicher Anmut, So kömmt es, daß das den Körperlinien folgende gür⸗ telloſe Prinzeßkleid mit hochſchließender Hals⸗ garnierung viel vertreten iſt. Hie und da ragt aus der ſeitlichen Kleidernaht ein ziemlich breiter Stoff⸗ ſtreiſen hervor, der rückwärts oder auch ſeitlich zur Schleife gebunden wird. Der Rock iſt bis ans Knie eng und ſpringt dann erſt in Falten aus. Beſonders bei weichen Seiden oder Georgette erzielt man die untere Rockweite auch durch Volants. Die Kleider ſind einfarbig. Als einzige Ausnahme iſt Seide in türkiſcher Muſterung zu nennen, die in kaſak⸗ artiger Verarbeitung viele Anhängerinnen findet. Die breit gerippten Seiden und Samte legten die Idee nahe, durch verſchiedene Anordnung der Quer⸗ ſtreifen gute Wirkungen zu erreichen. Paſſen, Blen⸗ den und Knopfleiſten bieten zu ſolcher Machart veiche Gelegenheit. Als neuartiger Kleideraufputz ſind Lackeinfaſſungen am Halſe und am Aexmel, Blenden mit Litzenbeſatz und Metallſtofſbeſätze zu nennen. Auch der wiedererſtandene Spitzenkra⸗ gen, der ſich auf Taft und Samt höchſt geſchmack⸗ voll ausnimmt, iſt in dieſem Zuſammenhange anzu⸗ führen. Im allgemeinen läßt ſich ſagen, daß die Rocklänge zugenommen hat. Viele Nachmittagsklei⸗ der zeigen nur halblange Aermel. Auf dieſe Weiſe wirkt das Kleid als richtiger Geſellſchaftsanzug. Die Vorliebe für Schwarz iſt immer noch unver⸗ kennbar, doch beginnen bläuliche und grüne Farb⸗ töne als Konkurrenz aufzutreten. Die Verbindung von Georgette mit Samt, von Spitze mit Seide und 2777 2778 von feinem Tuch in Miederrockform mit Spitzen⸗ oder Chiffoneinſätzen ſpielt nach wie vor eine große Rolle. Der dunkle Reptilleder⸗ ſowie der Lackſchuh kommen bei ſolchen Kleidern zu ihrem alten Recht. Die ängſtliche Gattin — der behüttee Ehemann Halb im Scherz und halb im Ernſt iſt oft die Rede von der ängſtlichen Gattin, die ihrem Mann jede Lebensfreude durch ihre fortgeſetzte Furcht vergällt. Geht er aus, zittert ſie, daß er ſich erkälten könne, kommt er heim, möchte ſie ihm die Hausſchuhe entgegentragen, damit er ſich erholen ſoll. Trinkt er ein Glas Bier, denkt ſie darüber nach, ob es wohl zu wenige Grade aufweiſt, und was dergleichen Dinge mehr ſind. Dieſer übertriebene Eifer hat dazu geführt, in vielen Frauen das Maß der Sorge für den Gatten herabzuſetzen, um ſchließlich nicht der Lächerlichkeit 2779 2770 anheimzufallen. Wie ſehr der Mann aber weibliche Bemutterung bedarf, beweiſt eine Statiſtik, die ven kurzem in verſchiedenen Großbetrieben aufgeſteſt wurde. den ſein, die Tatſachen reden eine deutliche Sprache Verheiratete Männer leben länger als Junggeſellen! Grippe, Halsentzündungen und Erkrankungen dei Atmungsorgane waren im Durchſchnitt bei Verſeh rateten ſchon im Verlauf einer Woche behoben, da Unvermählten währten ſie vierzehn Tage bis de Wochen. Akute Magenerkrankungen kamen bei Ver heirateten auf 100 Fälle fünfmal, bei Junggeſelleg 14mal vor. Arbeitsunluſt und Arbeitunfähigkeit Jutz Kopfſchmerzen bei Unvermählten auf 100 Fälle w chentlich dreimal bei Verheirateten auf 100 Fälle all vierzehn Tage einmal. Die Statiſtik bietet noch ein Menge von Anhaltspunkten,— aber auch dieſe wen, gen Zahlen genügen! 7 0 D 2 Nl. 6 Hille N Harmonie Wolli Sbezielgeschöft für erstelessſge Damenkleidung 4 Neachtes Sie die 5; Schade uoles uit cle HAilligen Meisea — Leinenhaus A Emil Schulz Wolldecken— Inletts Fernsprecher 308 69 1 Nr. 16 eier Kaufhaus und A r Haben die schon eine Krippe? Große Auswahl 1 Durchgehend geöffnet! 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Heute werde wieder ede Arbeit in ihrer Beziehung zu Volk und Vater⸗ band gewürdigt und der Arbeiter als voll⸗ und gleich⸗ gertiges Glied in die Volksgemeinſchaft eingereiht. Is sprachen noch Major a. D. Rotenberg, der Leiter ber Gruppe Mittelbaden des NS⸗Arbeitsgauvereins oden⸗Pfalz, und Profeſſor Dr. Kilchling, der Füh⸗ er der Ortsgruppe Bühl der NSDAP, über das gene Arbeitsdienſtlager. Die Brand-⸗Serie dauert an * Ueberlingen, 5. Dez. In den Morgenſtunden legte ein Großfeuer im benachbarten Bam⸗ hergen die Mühle und Sägerei des Johann Suler in Aſche. Niedergebrannt ſind die Mühle, ile Säge und das Wohnhaus. Der Geſamtſchaden wird auf 50 000 Mk. geſchätzt. Die Bewohner konn⸗ en nur notdürftig bekleidet aus dem brennenden Haus flüchten. Bei den Löſcharbeiten ſtürzte ein Feuerwehrmann in den Ortsbach und mußte mit er⸗ geblſchen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. E SGEttenheimweiler, 6. Dez. Sonntag wurde der Hof der Geſchwiſter Jäger ein Raub der Flammen. Der Schaden beläuft ſich auf etwa 2000 Mk. Das Feuer iſt auf Brandſtiftung zurück⸗ zuführen. Als Brandſtifter kommt der dem Trunke ergehene 35 Jahre alte ledige Händler und Landwirt Hermann Jäger in Betracht, der ſeit dem Brande derſchwunden iſt. —— * 8 Grötzingen, 6. Dez. Wie zu dem ſchweren Gröt⸗ ziger Brandunglück im Anweſen Walter noch be⸗ ichlet wird, ſollte das Anweſen in den nächſten Lagen unter den Hammer kommen. Es iſt anzuneh⸗ Rel, daß die verunglückte Frau, die bekanntlich als deiche unter den Trümmern geborgen wurde, in chem Anfall von Verzweiflung das Haus in Brand FPlankſtadt, 5. Dez. Der Sonntag ſtand auch ger im Zeichen des Pferdes. Der Reiter⸗ Atein hielt auf ſeinem Uebungsplatze ein intereſſan⸗ i Schaureiten ab und führte daran anſchließend den Umzug durch ſämtliche Straßen unſeres Ortes dich Anschließend an dieſen Umzug fand in der „Aliſchaft zum Ochſen eine kameradſchaftlichen Zu⸗ ammenkunft ſtatt. 5 Ladenburg, 6. Dez. Im kommenden Sommer Jud in Verbindung mit dem 60 jährigen Jubiläum bes Kriegervereins und dem 50jährigen Jubiläum F Kriegerbundes ein Ehrenmal für die im Jeltkrieg Gefallenen errichtet. Die Vor⸗ arbeiten ſind bereits im Gange. Man wird einen muchigen Granitfindling aufſtellen, der die Inſchrift Anſeren Helden 1914—1918“ trägt. b Daisbach, Amt Sinsheim, 6. Dez. Durch leicht⸗ ſuniges Umgehen mit einem Flobert wurde abends elne lunge Frau von einer Kugel getroffen. Ju der Meinung, die Waffe ſei nicht geladen, zielte 0 lunger Mann auf die Frau; beim Losdrücken zung ihr das Geſchoß in den Leib, ſo daß ſie nun ſchwer verletzt darniederliegt. gt ein Brauch von alters her er Sorgen hat, hat auch Likör. Die Moroͤſache Speckmaier vor dem Karlsruher Schwurgericht 8 Karlsruhe, 6. Dez. Unter dem Vorſitz des Landgerichtspräſidenten — Dr. Rudmann begann geſtern der mit großer Spannung erwartete Prozeß gegen den Graveur [Eugen Neuner aus Hohenwart und den Juſtalla⸗ teur Karl Engel aus Pforzheim wegen Me in⸗ eids und Beihilfe zu ſchwerem Rau b. Die Vorgeſchichte des Falles bildet der Raubmord an dem Goldwarenfabrikanten Karl Bauer in Pforzheim am 1. Oktober v. Is. In dieſem Frühjahr war der 24 Jahre alte Kauf⸗ mann Otto Speckmaier wegen Mordes vom Schwurgericht zum Tode verurteilt worden. Speckmaier hat nachträglich die Behauptung aufge⸗ ſtellt, die beiden obengenannten Angeklagten hätten als Zeugen einen Meineid geleiſtet. Nach dem Eröffnungsbeſchluß iſt Neuner be⸗ beſchuldigt, Speckmaier zur Begehung des ſchweren Raubes durch Rat und Tat wiſſent⸗ lich Beihilfe geleiſtet zu haben. Er ſoll ſich am 1. Oktober 1932 in die Wohnung und die Geſchäftsräume des Fabrikanten Bauer begeben haben, ud feſtzuſtellen, wo Bauer ſich aufhält und ob er allein iſt. Er habe das Ergebnis ſeiner Nachſor⸗ ſchung verabredungsgemäß demSpeckmaier mitgeteilt, de hierauf zur Ausführung des Raubes ſchritt. ter wird den beiden Angeklagten zur Laſt gelegt, daß ſte bei der eidlichen Vernehmung in dem Mordprozeß am 5. Mai d. J. verſchwiegen hätten, daß Speckmaier bereits am 26. und 27. Oktober ſie beide nud den Zeu⸗ gen Wacker zu beſtimmen verſucht habe, mit ihm ge⸗ meinſchaftlich Bauer zu berauben, wobei Bauer mit einer Piſtole eingeſchüchtert werden ſollte. Engel ſoll weiter entgegen der Tat⸗ ſache, daß er um die Beraubungsabſicht gewußt hat, bekundet haben, er ſei der Annahme geweſen, Speck⸗ maier wolle zu Bauer gehen, um mit ihm über die Kommiſſtonsware abzurechnen. Der Vorſitzende macht die Geſchworenen darauf aufmerkſam, daß die Verteidiger des zum Tode ver⸗ urteilten Speckmaier ein Wiederaufnahmeverfahren beantragt hätten. Speckmaier erſtrebe damit, nicht wegen Mordes, ſondern wegen Raubes und Tot⸗ ſchlags verurteilt zu werden. Die Vernehmung der jetzigen Angeklagten beanſprucht längere Zeit, ſie beſtreiten, ſich im Sinne der Anklager vergangen zu haben und behaupten, daß es ſich um falſche An⸗ ſchuldigungen Speckmaiers handle. Nach einer kurzen Pauſe wurde mit der Zeugen⸗ einvernahme die Verhandlung fortgeſetzt. Gegen 344 Uhr wurde von zwei Gendarmen der zum Tode verurteilte Speckmaier in Zivilkleidung vorgeführt. Der Vorſitzende wies darauf hin, daß Speckmaier Monate lang von einer Mitwiſſerſchaft nichts habe verlauten laſſen. Erſt nachdem das Urteil rechts⸗ kräftig geworden und nachdem ſein Verteidiger und ſeine Mutter auf ihn eingewirkt haben, iſt er mit Wei⸗ Die Abgeordneten der Pfalz * Ludwigshafen, 6. Dez. Der Kreiswahlleiter gibt jetzt die Namen der Abgeordneten bekannt, die oͤſe Wahl im Wahlkreis Pfalz angenom⸗ men haben. Es ſind dies: Bürckel Joſef, Gauleiter, Haardt; Heß Fritz, Landwirt, Dannenfels; Leyſer Ernſt, Reichsbahnbeamter, Kaiſerslautern; Schickert Ludwig. Landwirt, Schniftenbergerhof; Schwitzgebel Fritz, Studienaſſeſſor, Zweibrücken; Selzner Claus, Schloſſer, Berlin; Dr. Wagner Gerhard, Arzt, Mün⸗ der Sprache herausgerückt. Auf Befragen erklärte Speckmaier, er ſtehe heute auf dem Standpunkt, daß er nicht wegen Mordes hätte verurteilt werden dür⸗ den, ſondern wegen Totſchlages, da er in der Auf⸗ regung geſchoſſen habe. Bereits am 2. März 1933, alſo noch vor der Schwurgerichtsverhandlung, hat, wie der Vorſitzende weiter mitteilte, Speckmaier einen 22 Seiten umfaſſenden Lebenslauf an ſeinen Verteidiger geſchickt und ſchon damals erklärt, daß er Mitwiſſer hätte, aber gebeten, davon keinen Gebrauch zu machen. Er habe dies getan in der Vorausſetzung, daß das Reichsgericht das Urteil aufheben würde. Ueber das W̃ raufnahmeverfahren werdee erſt ent⸗ ſchieden nach Abſchluß dieſes Prozeſſes. Speck⸗ maier machte dann als Zeuge Angaben im Sinne der Anklage, wodurch Neunes und Engel auf Schwerſte belaſtet werden. beiden ſtellten immer wier eine Schuld in Abrede. Was Speckmaier erklärt habe, ſei faſt durchweg erlogen. Die Speckmaier behauptete unter Tränen, daß das, was er geſagt habe, die volle Wahrheit ſei. Er wiſſe, daß er als Raubmörder, der zum Tode verurteilt ſei, nicht begnadigt wer⸗ den könne. Der Angeklagte Neuner beſtreitet dann die Aus⸗ ſagen des Zeugen Ludmann, der behauptete, Neuner hatte gewußt, daß Speckmaier den Raubmord am Fabrikanten Bauer ausführen wollte. Erſter Staatsanwalt Dr. Huber⸗ Pforzheim wies in ſeinem Plädoyer darauf hin, daß man den Prozeß nur verſtehen könne unter der Berückſichti⸗ gung des beſonderen Pforzheimer Mi⸗ lieus. Engel habe ſeine falſchen Ausſagen in der erſten Verhandlung eingeſtanden und ſei wegen Meineids zu verurteilen. Viel verſchlagener ſei Neuner. Seine Ausſagen ſeien wenig glaubhaft. Wie Engel habe er genau gewußt, daß der Raub ge⸗ plant war. Darüber hinaus habe er durch Rat und Tat dem Speckmaier Beihilfe geleiſtet. Der Staats⸗ anwalt beantragte abſchließend gegen Neuner eine Geſamtzuchthausſtrafe von 3% Jah⸗ ren feſtzuſetzen und ihm die Ehrenrechte abzuerken⸗ nen. Gegen Engel beantragte er eine Gefäng⸗ nisſtrafe von 9 Monaten. Das Urteil: Der Angeklagte Neuner wird wegen Beihilfe zu ſchwerem Raub und wegen Meineids zu einer Geſamtzuchthausſtrafe von 2 Jahren 6 Monaten verurteilt. Die bürgerlichen Ehren⸗ rechte werden ihm auf die Dauer von 3 Jahren ab⸗ erkannt. Engel wird wegen Meineids zu 9 Mo⸗ naten Gefängnis verurteilt; 2 Monate Unter⸗ ſuchungshaft kommen dabei in Anrechnung. chen; Schmelcher Willi, Dipl.⸗Ing., Neuſtadt a..; Röhrig Rudolf, Schriftleiter, Lambrecht; Lieben Lud⸗ wig, Hauptlehrer, Contwig. * Groß⸗Gerau. 5. Dez. Hier fuhr ein Perſo⸗ nenkraftwagen des Zirkus Sarraſani, der auf der Fahrt von Wiesbaden nach Darmſtadt be⸗ griffen war, an einer Straßenecke gegen ein Haus. Das Haus ſowohl als auch der Wagen wurden erheblich beſchädigt; Perſonen wur⸗ den nicht verletzt. Jahrgang/ Nummer 565 1 1 Nachbargebiete Brief aus Lampertheim a Lampertheim, 6. Dez. In der letzten Oe⸗ meinderatsſitzung lag ein Antrag des Ver⸗ eins ſelbſtändiger Kaufleute Lampertheim vor, der die Filialſteuer von 200 auf 500 v. H. der gemeind⸗ lichen Gewerbeſteuer erhöht wiſſen will. Erſt im September wurde eine Warenhaus⸗ und Filialſteuer von je 200 v. H. beſchloſſen und auch vom Kreisamt genehmigt. Auch der neuen Vorlage ſtimmte der Ge⸗ meinderat zu, um den einheimiſchen Kleinhandel zu ſchützen und deſſen Steuerkraft für die Gemeinde zu erhalten. Die endgültige Entſcheidung über dieſen Beſchluß ſeitens der Regierung muß jedoch abge⸗ wartet werden.— Die heſſiſche Regierung er⸗ ſucht die Gemeinden, die vorhandenen Rückſtände an Gemeinde- und Staatsſteuern mit aller Energie zu bereinigen. Aus dieſem Grunde ſollen Steuernach⸗ läſſe gewährt werden und zwar auf Rückſtände aus 1932 25 v.., auf 1931 33% v.., aus 1930 und früt⸗ heren Jahren 50 v. H. Der Gemeinderat ſchließt ſich dem Vorgehen des Staates an, wonach unter der Vorausſetzung, daß die laufenden Steuern termin⸗ gemäß eingehen, von den Rückſtänden nach obigen Sätzen erlaſſen werden kann, falls ein verbindlicher Tilgungsplan anerkannt wird. Die Biſamratte bis Alm feſtgeſtellt! * Ulm, 6. Dez. Von den amtlich beſtellten Biſam⸗ vattenfängern, die im Auftrag des Wirtſchaftsminiſte⸗ riums und der Landwirtſchaftlichen Hochſchule Hohen⸗ heim das Vordringen der Biſamratten von Bayern her im Grenzgebiet zwiſchen Mergentheim und Ulm bekämpfen, wurde das Vorhandenſein von Biſam⸗ ratten im Donautal oberhalb Ulm einwandfrei feſt⸗ geſtellt. Es dürfte ſich jedoch nur um einige wenige Tiere handeln. Prof. Lang aus Hohenheim und Staatsgutsinſpektor Arker aus Hohenheim haben bereits die an der Uferböſchung der Donau entdeckten Unterwühlungen beſichtigt. Im Frühjahr, wenn die Tiere feſte Bauten bezogen haben, ſoll ihnen auf den Leib gerückt werden. Es iſt das erſtemal, daß im ſüdlichen Württemberg Viſamratten feſtgeſtellt wur⸗ den, während die beiden Biſamrattenfänger im würt⸗ tembergiſchen Taubergebtet in dieſem Sommer be⸗ reits 48 ſolcher Nager erlegt haben. Sageolaleucles Mittwoch, 6. Dezember Nationaltheater:„Martha“, Oper von Friedrich Flotow, Miete M, 19.30 Uhr. Roſengarten: ND P⸗Verſammlung 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprojektors. Städtiſche Hochſchnle für Muſtk und Theater: Von 18.80 bis 19.30 Uhr Hermann Maria Wette„Vollendung der polyphonen Stilgeſetze im Geſtalten J. S. Bachs“. Harmonie D 2, 6: Städtiſche Schule für Volksbildung: „Die Aufgaben des Unternehmers im nationalſozlalt⸗ ſtiſchen Staate“, von Jordan. Partihotel: Vollsbund für das Deutſchtum im Ausland: „Oſtafrika einſt und fetzt“, von Oberſtleutnant a. D. Kraut, 17.30 Uhr. Lichtſpiele: Un trverſum:„Abel mit der Mundharmo⸗ nila“. Alhambra:„Die Rofl vom Traunfee“. Roxy:„Der Sieg des Glaubens“.— Schauburg: „Der Zarewitſch“. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Hausfrauen⸗Nachmittag; 20.15 Uhr Das Varieté⸗Weltſtadtprogramm. Palaſt⸗Hoſel Mannheimer Hof: Konzert und Tanz. Odeon⸗Kaffee: Konzert(Verlängerung). Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Sonderausſtellung heitsgraphik aus alter und neuer Zeit“. 11 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Stadtbücherei im Schloß: 16.30 bis 21 Uhr Leſehalle; 10.80 bis 12 und von 16 bis 17 Uhr Buchausgabe. Naturalienkabinett im Schloß: Geöffnet von 15 bis 17 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: Ausſtellung„Chriſtbaumſchmuck und Weihnachts⸗Tand aus alter und neuer Zeit“(ve nden mit einer Krippenſchau). Geöffnet von 11 bis 18 und von 14 bis 17 Uhr. im Muſenſaa, „Gelegen⸗ Geöffnet von Rachen Sie ſich Ihre Liköre u. Schnä illi f a pſe billi Ke mit Reichel Eſſenzen uud 967 Alkohol. e Sorken vorrätig. 13158 = orchen Drogerie, Marktplatz, H 1. 10. Ausnahme- Augebot 116 Jauseng eimer Schloßberg Aalur, biumiger, milder Wein, per Pte. 88 3 983 Diamstelner Jesulfenhofgarien n. Bestellung. unt. G 1 59 an die Geschst. 1 Balu Rissſing, Spällese, per Utter Jetat ist es Zvit. l Koſlittschuhe schleifen ider. Sie bekommen sie Ia, hohle. en von Schleiferei 13140 Johanna Siledenkapp wahl „Halloh“ DleseaAngebotedürfen Sle nicht übersenen! Gebr. 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Dieſe Tatſache veranla mich, im Rahmen der Winterſchlacht gegen die Arbeitsloſigkeit das u beſtimmen: Finanzämter werden ermächtigt, nach Maßgabe auf Antrag Rückſtände von (Beſitz⸗ und Verkehrsſteuern einſchließlich aber ausſchließlich Lohnſteuer), die vor dem hera geben, teuerrückſtänden für heißt es: 2. Die folgenden Richtlinien teuern ſteuer, 1. Januar 1933 fällig geworden waren, zuzüglich auf⸗ gelaufener Zinſen und etwaiger Vorzugszuſchläge für dieſe Rückſtände, im Billigkeitsweg in der Höhe zu er⸗ laſſen, in der der Steuerpflichtige Aufwendungen macht: 1. für Erſatzbeſchaffungen im Sinne des Geſetzes über Steuerfreſheit für Erſatzbeſchaffungen vom 1. Juni 1933(Reichsgeſetzbl. I S. 323,32 und der Erläuterungen dazu vom 22. Juli 1999; 2. für Inſtandſetzungs⸗ und Ergänzungsarbeiten im Sinne des Geſetzes über Steuererleich⸗ terungen vom 15. Juli 1933(Reichsgeſetzbl. J S. 491) und der Erläuterungen dazu vom 20. Auguſt 1933; 8. für Inſtandſetzungen, Ergänzungen, Wohnungs⸗ teilungen, Umbauten und Ausbauten im Sinne des Gebäudeinſtandſetzungsgeſetzes vom 21. Sep⸗ tember 1933(Reichsgeſetzbl 1 S. 651) und der Durchführungsverordnung dazu vom 2. Oktober 1933(Reichsgeſetzbl. 1 S. 717). 3. Ein Antrag im Rahmen der im Abſatz 2 bezeichneten Grenzen iſt nur zuzulaſſen, wenn glaubhaft erſcheint, daß der Rückſtand in der Entrichtung von Reichsſteuern nicht auf Böswilligkeit oder Nachläſſigkeit zurückzuführen iſt. 4. Der Erſaß iſt auf die Höhe der Reichsſteuern, die aus der Zeit vor dem 1. Januar 1933 rückſtändig ſind, nach oben begrenzt und darf innerhalb dieſes Rahmens nur gewährt werden in Höhe desjenigen Betrages, den der Antragſteller in der Zeit vom 1. Dezember 1933 bis 31. März 1934 auſwendet für Lieferungen oder Arbeiten der im Abſatz 2 unter Ziffern 1 bis g bezeichneten Art, die in der Zeit vom 1. Dezember 1938 bis 31. März 1934 er⸗ folgt ſind. Es müſſen zwei Vora zungen gegeben ſein: 1. Reichsſteuer, die in der Zeit vor dem 1. Januar 1938 fällig geweſen iſt und heute noch rückſtändig iſt. 2. Lieſerung oder Arbeit in der Zeit vom 1. Dezember 1933 bis 31. März 1934.(Daß in dieſer Zeit auch die Zahlung erfolgt, iſt nicht erforderlich). 72 5. Die ſteuerlichen Vergünſtigungen des Geſetees über Steuerfreiheit für Erfatzbeſchaffungen vom 1. Juli 1933 und des Geſetzes über Steue rleichterungen vom 15. Juli 1983 und die Möglichkeit der Gewährung eines Zuſchuſſes nach dem Gebäudeinſtandſetzungsgeſetz vom 21. Sept. 1923 jerden durch einen Erlaß, der im Rahmen dieſes Rund⸗ exlaſſes erfolgt, nicht berührt. Dieſe ſteuerlichen Verün⸗ ſtigungen und der Reichszuſchuß werden frotzdem gewährt. Auch Zinsvergütungsſcheine werden trotzdem gebeben. Es handelt ſich alſo in dem Steuererlaß um eine Maßuahme neben den übrigen Maßnahmen. 6. Wird der Erlaß für Aufwendungen zu Inſtand⸗ ſetzungen, Ergänzungen, Wohnungsteilungen, Umbauten und Ausbauten im S. un des Gebäuseinſtandſetzungsgeſetes vom 21. September 1933 gewährt, ſo kommt für den Erlaß derjenige Betrag in Betracht, den der Gebäudeeigentümer über den n gewährten Barzuſchuß hinaus aufwenden muß. Die Zinsvergütungsſcheine, die dem Gebäuzeeigen⸗ tümer gegeben werden, gelten als Barzuſchuß nicht, auch dann nicht, wenn der Gebäudeeigentümer dieſe ſofort ver⸗ kauft und um den Verkaufserlös der von ihm ſelbſt auſ⸗ zubringende Barbetrag ſich entſpreche nd vermindert. Das Verſahren bedeutet praktiſch, daß der Steuer⸗ ge 100 vom Hundert der Auſwendungen für Erſatz⸗ fungen und in der Regel 80 vom Hundert der Auf⸗ gen für Inſtandſetzungen oder Ergänzungen und 50 Hundert der Aufwendu n für Wohnungstellunden, Umbauten urd Ausbauten bis zur Höhe des in Betracht köommenden Steuerrückſtandes dem Reich, wenn das Fi⸗ nanzamt ſeinem Antrag ſtattgibt, in Rechnung ſtellen kann. Dadurch wird die Kreditſähigkelt des Stenerp'lichtieen pe⸗ hoben und ihm die Aufnahme einer Hypothek oder eines Darlehens in Höhe des Selbſtauſbringungsbetrages er⸗ let rt. Die Ermächtigung der Finanzämter, im Nahmen dieſer Richtlinien Erlaß auszuſprechen, gilt ohne Rückſicht guf die übrigen, für die Billiokeitserlaſſe beſtehe“ den ſach⸗ lichen Zuſtändiakeitsgrenzen, ſie iſt alſo insbeſondere nicht auf einen Höchſtbetrag begrenzt. Bei der Behandlung der Anträge, die im Rahmen dieſes Rundertaſſes geſtellt wer⸗ den, hat über allem der Gedanke der Verminderung der Arbeitsloſigkeit zu ſtehen. b II. 1. Anträge auf Billigkeitserlaß im Rahmen der im Ab⸗ ſchuitt 1 dargeſtellten Richtlinien können nur bis zum . Dezember 1933 beim Finanzamt geſtellt werden. Der Steueroflichtige muß in dem Antrag eindeutig darſtellen, in welcher Weiſe er den für einen Erlaß maßgeßerden Vorausſetzungen entſprechen will. Er muß alſo im Antrag insbeſondere angeben: 1. Art, Höhe und Fälligkeitstage derjenigen aus der Zeit vor dem 1. Januar 1033 rückſtändigen Reichs⸗ ſteuern und der dafür aufgelaufenen Zinſen und 2 er erlaſſen zu haben Verzugszuſchläge, die 0 Gegenſtandes der beabſichtigten Lrzänzung, Woh⸗ und aues oder Vora Fall ſetzung, Ergänzung, Woh⸗ nes, oder Ausbaues, ob Antrag auf Ge⸗ des Ge⸗ s vom 5 pt. 1933. U n iſt, oder wo im Fall der no 1 ehmigung der Antrag auf 3. Im G geſtellt worden iſt; 4. für itpunkft die Lieſerung des Erſatz⸗ gege d im Fall einer Inſtarsſetzung, Erda ibung, eines Umbaues oder Ausb itpunkt der Beginn und der Arbeit in Ausſicht genon u iſt. Der Antrag muß außerdem die Verſicherung des Steuer⸗ pflichtigen enthalten, daß er wegen des gleichen Gegen⸗ ſtandes einen Antrag auf Erlaß weder bei einem anderen Finanzamt noch bei der Steuerbehörde eines Landes oder einer Gemeinde geſtellt hat. 2. Anträge, die auf Grund di Finanzämtern geſtellt werden, ſind beſchleunigt zu begr⸗ beiten. Hat die Prüfung des Antrags ergeben, daß die Merkmale für die Anwendung dieſes Runderlaſſes gegeben ſind, ſo iſt dem Antragſteller unverzüglich ein Vorbeſcheid zu erteilen. Dieſer hat zu lauten: Die wirischaffliche 3 Runderlaſſes bei den VIR TSC der Neuen Mannheimer Veitung E TUNG Mittag-Ausgabe Nr. 565 „Vorbeſcheid 8 Betr. Ihren Antrag auf Billigkeitserlaß rück⸗ ſtändiger Reichsſteuern. 1 Die Merlmale für den durch Sie erbetenen Billigkeits⸗ erlaß der am. fällig geweſenen im Betrag von Reichsmark zuzüglich aufgelaufener Zinſen und Verzr im Betrag von Nei ſind gegeben. Die Summe von 3 Ihnen mit Wirlung ahh(Tag des Eingangs Ihres Antrags) bis auf weiteres zinslos geſtundet. 5 Sobald Sie den Nachweis erbringen, daß die Exſatz⸗ beſchaffung, Inſtandſetzung, Ergänzung, Wohnungsteilung, der Umbau, der Ausbau in der in Ihrem Antrag in Aus⸗ ſicht genommenen Weiſe vor dem 1. April 1934 erſolgt iſt, wird Ihnen für den im vorigen Abſatz bezeichneten Betrag Erlaß gewährt werden.“ 3. Der Antrag des am 31. Dezember 198 Erteilung des Vorbeſe nicht feſtgeſetzt, dieſer kann alſo auch nach dem 31. 988 erteilt werden, er ſoll in jedem Fall ſo möglich erteilt werden. Zur; hütung von Mißbrä haben Wohnſitzfinanzamt und Betrie anzamt(auch Ver⸗ kehrsſteueramt) ſich über geſtellte Anträge in Kenntnis zu ſetzen. 4. CEreäbt die Prüfung male für die Anwendung dieſes Steuerpflichtigen muß ſpäteſtens beim Finanzamt eingehen. Für die heides des Finanzamts iſt eine Friſt Dezember tell wie zhränchen ie Merk⸗ t gegeben tteilen. In des der Mitteilung iſt genau anz! male für die Anwendung dieſe eben, nderlaſſes nicht gegeben ſind. Im Fall des Vorhandenſeins von Unklarheiten iſt dem Antragſteller anheimzugeben, ſeinen Antrag zu er⸗ gänzen. i. 5 5. 5. Sobald die Erſatzbeſchaffung, Inſtandſetzung, Er⸗ gänzung od. dergl., wegen deren die Stundung bis auf weiteres erfolgt war, geſcheßen iſt, bat der Stenernflichtige dem Finanzamt den entſprechenden Nachweis zu erbringen. Sobald das Finangamt ſeſtgeſtellt ßat, daß dieſer Nachweis in Ordnung iſt, hat es den Erlaßbeſcheid zu erteilen. Lage Deufschlands Im Spiegelbild der Handelskammer-Monafsberichie Nach den von J. u H. zuſammengeſtellten Monats⸗ berichten der Handelskammern, Handwerkskammern und Wirtſchaftsverbände ergibt ſich für die wirtſchaft⸗ liche Lage Deutſchlands im Monat November fol⸗ gendes Bild: Die Beſſerungstendenzen in der deutſchen Wirtſchaft haben im November angehalten. Der jahreszeitlich bedingte Rückgang hat ſich innerhalb der einzelnen Wirtſchaftszweige in verſchiedenem Maße ausgewirkt. In den meiſten Fällen war die fortſchrei⸗ tende Belebung ſtärker als der jahreszeitliche Druck, mehrfach trat durch Kompenſatton der verſchiedenartigen Einwirkungen ein Stillſtand ein. Rückgangserſchei⸗ nungen waren vereinze t. Das allgemeine Bild iſt alſo ziemlich uneinheitlich. In der Schwerinduſtrie iſt Wirtſchaſtsbeſſerung unverkennbar. Im Steinkohlenberg⸗ bau hat die Förderung zugenommen. Ein Zeichen der all⸗ gemeinen Beſſerung iſt vor allem die Nachfrage nach Induſtrie kohle. Der Abſatz von Hausbrandkohle hatte unter milder Witterung zu leiden. Trotz der vor⸗ geſchrittenen Jahreszeit hat ſich das Geſchäft der Eiſen und Stahl erzeugenden Induſtrie nicht unweſentlich gebeſſert. Dieſe Erſcheinung wird in erſter Linie auf das Vertrauen zur Fortdauer der günſtigen Entwicklung, ſowie auf das Vertrauen in die Regierungsmaßnahmen zurückgeführt. Die Produktion von Roheiſen und Rohſtahl übertraf ſowohl in der Geſamtmenge als guch im arbeitstäglichen Durchſchnitt recht beträchtlich die Er⸗ gebniſſe des Vormonats. das Anhalten der Die Lage der Maſchinen induſtrie war auch im No vember recht verſchieden. Charakteriſtiſch iſt die hohe An⸗ zahl der Anfragen und die verhältnismäßig kleine Menge der erteilten Aufträge. Die Nachfrage aus dem Inlande dürfte ſich im allgemeinen weiter erhöht haben. Gut ſoll vielfach das Lan dmaſchinengeſchäft geweſen ſein, auch der Abſatz von Armaturen hat befriedigt. Beim Kraftwagenbau ſtand teilweiſe das Behördengeſchäft im Vordergrund. In der Kleineiſen⸗ und Werkzeugmaſchi⸗ neninduſtrie hat die leichte Beleburg angehalten. Die elektrotechniſchen und chemiſchen Indu⸗ ſtrien melden keine Veränderung. Haus⸗ un d Küchengeräte verzeichnen ebenſo wie eine Reihe von Textil fabriken einen ſaiſonmäßigen Aufſchwung durch das Weihnachtsgeſchäft. Andere Zweige der Textilinduſtre, z. B. ein Teil des Bekleidungsgewerbes und die HFut⸗ induſtrie, klagen wiederum über Abſatzmangel, weil die Uniform im Vordergrunde des Intereſſes ſteht. Auch in der Schuhinduſtrie zeigt ſich ein Rückgang des Ab⸗ ſatzes von Herrenſchußen zugunſten von Uniformſtleſeln. Das Bangewerbe und alle damit zuſammenhän⸗ genden Induſtrien erfuhren eine ſtarke Stützung durch die Arbeitsbeſchaffungs maßnahmen. Nicht nur der ſaiſonſübliche Rückgang konnte vermieden werden, ſondern in einzelnen Zweigen wurde ſogar eine Erhöhung des Beſchäftigungsgrades erztelt. Auf den Getreidemärkten zeigte ſich keinerlei Veränderung. In einzelnen Gebieten ging der Abſatz von Müßhlenerzeugniſſe inſolge der guten Kartoffelernte etwas zurück. Die Nachfroge nach Margarine und Mol ⸗ kereierzeugniſſen erfuhr eine beträchtliche Stei⸗ gerung. Mannheimer Hafenverkehr im November Der Rheinpegel bewegte ſich im November zwiſchen 80 und 21 Zentimeter und der des Neckars zwiſchen 30 und 209 Zentimeter. Tieſer Waſſerſt ond be⸗ dingte, daß die Oberrheinſahrzeuge in größerem Umſange geleichtert werden mußten. Die Zahl der ſtillgelegten Schiſſe hat ſich gegenüber dem Vormonat wenig verändert und betrug am Monatsende 7 mit einer Ladeſähigteit von 4211 Tonnen. Der Geſamtumſchlag betrug im Berichtsmonat 400 466 Tonnen(im Vorjahr 408 901) To., gegenüber dem Vormonat 42 440 To. weniger. Rheinverlehr: An ſunft: Fahrzeuge mit eigener Trieb⸗ kraft 313, Schlepprähne 828 mit 325515 To.; Abgang: Fahrzeuge mit eigener Trieblraft 312, Schlepplähne 806 mit 68 706 To. Neckarverkehr. Ankunft: Fohrzeuge mit eigener Trieb⸗ kraft 3, Schlepplähne( mit 5015 To.; Abgang: Fahrzeuge mit eigener Triebe raft 6, Sehlepplähne 73 mit 5680 To. Auf den Handelshaſen entfallen: Ankunft 193 208 To., Ab⸗ gang 55 126 To.; auf den Induſtriehaſen entfallen: An⸗ kunft 50897 To., Abgang 1089 To.; auf den Rheinau⸗ hafen entfallen: An unſt 86 935 To., Abgang 9981 To. Der in obigen Zahlen enthaltene Umſchlag von Hauptſchiſſ zu Hauptſchiff beträgt auf dem Rhein 17 764 To., auf dem Neckar 10 024 To. Auf dem Neckar ſind 17 Fernſchleppzüge und 3 Lokal⸗ ſchleppzüge abgegangen. An Güter wagen wurden während des Berichtsmonots geſtellt: im Handelshaſen 11 21 10⸗To.⸗Wagen, im Induſtriehafen 7629 10⸗To.⸗Wagen, im Rheinauhafen 10 664 10⸗To.⸗Wagen. Leipziger Wollkämmerei A6 Die Geſellſchaft erreichte im Geſchäftsjahr 1932-3 die g ö ch ſte Produktion ſeit Beſtehen des Wertes. Nie⸗ drige Wollpreiſe, große Fuhren, Unternehmungsluſt Ser Kundſchalt ermöglichten es, die Maſchinenkapazität nahezu das ganze Jahr über voll auszunutzen und einen höheren Gewinn auszuweiſen. Es iſt dedurch möglich, für das ab⸗ gelaufene Geſchäftsſahr eine erhöhte Dividen 0 e von 8 gegen 6 v. H. vorzuſchlagen. Der Geſamterlös nach Abzug der Auſwendunden für Roßſtoſſe(alls in Mitl.% betröet 8,231(7,414]: ſonſtice Einnahmen ſtellten ſich auf 0,000, Löhne und Gehälter erſorderten 3,608(8,291), Zinſen 0,086(0,057), andere Aufwendungen 2,601(2,260), Steuern 0,370(0,379), geſetzliche Sozialabgaben 0,279(0,288), freiwillige Abgaben 6,113(0,008). Nach 0,779(0,770) Geſamt⸗ abſchreibungen, auf Anlagen 9,611(0,428), auf Beteligungen 0,165(0,341) verbleibt ein Reingewinn von 0,457 (0,347) einſchl. Vortrag 0,047(0,046), wovon.057 vor⸗ getragen werden. „ Karlsruher Großriehmarkt vom 5. Nov. Zufuhren und Preiſe: 19 Ochſen, 27—31, 25—27, 2426, 22—24, 19 bis 22 1; 34 Bullen, 28—29, 23286, 22—23, 19—22; 43 Kühe ab) 22—23, 1620, 1116; 142 Färſen 2783, 24—27, 22 bis 24, 19—22; Kälber b) andere 390, 36—38, 33— 36, 29 bis 83) 22; Schweine ab) 5154, 50—53, 4751, 45—47, Sauen 8589.— Marktverlauf: Großvieh und Schweine lang⸗ ſam, geringer Ueberſtand, Kälber langſam, geräumt. * Handſchuhsheimer Großmarkt vom 5. Nov. Heute ko⸗ ſteten: Feldſalat 15—31, Roſenkohl 15—17, Aepfel—15, Endivienſalat—3 Pfg. »Kirchheimbolander Ferkelmarkt vom 5. Nov. Zum geſtrigen Ferkelmarkt waren trotz der Kälte, 10 Grad, 58 Ferket angefahren, die bei einem verſtändnisvollen Publi⸗ kum Abſatz fanden. Es wurden bezahlt für—6 Wochen alte Ferkel—14/ und für ältere Fertel bis zu 20 1 dag das Stück. An Milchferkeln mangelte es. * Vom Hanfmarkt.(27. November— 3. Dezember 199g.) Der Verband der Deutſchen Hanfinduſtrie e. V. berichtet: Italien: In der Berichtswoche war die Tendenz ſo⸗ wohl auf den Ober⸗ als auch Unteritaliener⸗Märkten un⸗ verändert. Die Nachfrage war etwas lebhakter. Jugo⸗ [lawien: Die Zu uhren ſind inſolge der ungünſtigen Witterung ganz minimal. Die auf den Morkt lommen⸗ den Mengen werden von den Intereſſenten glatt auf⸗ genommen. Die Preiſe ſind daher unverändert ſeſt. * Die Verhandlungen in der Neifenindyſtrie.— Fahr⸗ rabreifen⸗Einigung geſcheitert. Die Verhandlungen inner⸗ halb der Fahrradreifen induſtrie in Bezug auf den Abſchluß eines Fahrradreiſen⸗Vertraces für 1934 ſind geſcheitert, da es nicht gelungen iſt. eine außerhalb ſtehende Gruppe von ihren Sonderwünſchen abzubringen. Der Stand zer Verhandlungen in der Autoreiſenindu⸗ ſter te iſt noch unverändert, man hofft aber Eyde dieſer Woche zu einem Abſchluß gelangen zu können, da in Im Einzelhandel ſetzte ſich die Beſſerung weiter fort. Die Abwanderung von der Qualitäts⸗ zur billigeren Ware, die ſchon in den Vormonaten zu beobachten war, trat im November beſonders deutlich in Erſcheinung. Die allgemeine Belebung teilte ſich auch der Verkehrs⸗ wirtſchaft mit. Die Binnenſchiffahrt geſtaltete ſich allerdings infolge der ungünſtigen Waſſerſtände ſehr ſchwie⸗ rig. An den Börſen waren vor allem nach den Wahlen zum 12. November ſehr ſtarke Kursſteigerungen zu ver⸗ zeichnen, an denen auch die Aktien kleinerer Unterneh⸗ mungen teilnahmen, die bisher nur wenig gefragt wurden. Der Außen handel litt unter den bekannten rigkeiten. Ausfuhrbelebungen wurden nur vereinze meldet. Im allgemeinen blieben die Klagen über Stockung der Ausfuhr unverändert. Verbilli In Slandkähnen Wle bekannt, iſt ſ. Z. die nachträgliche Regelung ge⸗ troffen worden, Lager oftenzuſchüſſe bei Einlagerung von Getreide gegen Orderlagerſcheine auch dann zu gewähren, wenn dieſe Einlagerung in Standkähnen er folgt. Eine Unterſcheidung gegenüber der Lagerung in Feſtlagern wurde dadurch gemacht, daß der Zuſchuß nicht 5 /, ſondern nur 4% pro Tonne betrügt. Im übrigen erfolgt die Zinsvergütung auf die durch Orderlagerſcheine geſicherten Wechſel genau ſo wie bei Feſtl 1 Vor gen Tagen haben wir berichtet, daß die leichterungen bei Feſtlagern verlängert worden ſind. Dieſe Verlängerung iſt nunmehr auch für die Lagerung in Stand ähnen, was bei der Ueberfüllung der Lagerräume am Oberrhein für die Intereſſenten nicht ohne Bedeutung iſt, in folgender Weiſe gleichfalls verſängert morden: 1. Soweit Getreide, das bis zum 30. November 1933 auf Feſtlager gegen Orderlagerſchein mit einer reichs⸗ ſeitigen Lager loſten vergütung für eine drei⸗ monatige Einlagerungsdauer von 4/ je To. eingelagert iſt, über dieſe dreimonatige Lagerzeit hinaus eingelagert gehalten wird, wird ſoſgende Lagerſoſtenvergütung ge⸗ währt: für den 4. vollen Einlagerungsmonat 1/ je To., für den 5. vollen Einlagerungsmonat.80„ je To., für den 6. nollen Einlagerungsmonat.70 4 ſe To. 2. Someit Getreide gegen Orderſagerſchein auf Fremd⸗ lager in der Zeit vom 1. bis 31. Dezember 1933 auf die Dauer von drei Monaten neu eingelagert wird, wird eine reichsſeitige Lagerſoſtenvergütung von 4, fe To. unter den gleichen Vorausſenungen gewährt, unter denen ſie für eine bis zum 30. November 1933 getätigte Fin⸗ lagerung bisher gewährt worden iſt. Wieder Verlusiabhschluß der Ddier-Werke Zu er warfen In ihrem Proſpekt über die Wiedereinführung von 7,245 Mill. 4 Stammaktien zum Handel und zur No⸗ tierung an der Berliner Börſe teilt die Geſellſchaft über ihre Beteiligung u. a. mit, daß ſie von der Vereinigte Chamottefſabriken vorm. C. Kulmitz Gmbß., Saran, 99 9 v. H. des 4,2 Mill.% betragenden Stamm⸗ kapitals, 97,5 v. H. des 0,8 Mill.„ betragenden Stamm⸗ kapitals der Gebrüder Kaempfe Gem b.., Eiſen⸗ berg in Thüringen, das geſamte Stammkapital(200 000%), der Thou werk Biebrich Ofen bau G. m. b.., Biebrich, je 100 v. H. der Stammkavitalien der Thon ⸗ werk Weſthofen Gum b.., Bonn, 50 000% der Didier ⸗Kogag Koksofen bau und Gas ver⸗ wertungs⸗A., Eſſen(250000% und der Ger⸗ mania Qu arzitwerke G. m. b.., Bonn(39 000% am 30. Juni 1933 in ihrem Beſitz hatte. Die Wert⸗ umſätz e der Fabrikations⸗ und Ofenbauabteilurgen be⸗ liefen ſich im erſten Halbjahr 1933 auf 6,655 Mill. Mark gegen 6,614 Mill./ im gleichen Zeitraum des Vor⸗ jahres; doch gebe im Ofenbaugeſchäft das Teilergebnis eines Halbjahres mit Rückſicht auf die langen Bauzeiten nur ein un vollkommenes Bild. Insgeſamt dürften die Umſätze im laufenden Jahr die des Vorfahres überſteigen. Indeſſen ſet, da der Wiederanſtieg nur langſam vonſtatten gehe, auch im laufenden Nahr mit einem Verluſt zu rech⸗ nen, der fedoch den des Vorjahres nicht annähernd errei⸗ chen dürfte. Vereinlgfeporſtand-Zemeni und Kalkwerke Schimischow, Silesia und Frauendort Auch im Geſchäftsfahr 1932/33 der Geſellſchaft ſind Er⸗ träge in Form von Dividende ans den Beteiligungen zu⸗ gefloſſen, ſo daß eine Gewinnausſchüttung auf die Schimi⸗ ſchow⸗Aktten bekanntlich wieder nicht in Frage kommt. Be⸗ züglich des Geſchäftsganges verweiſt die Geſellſchaſt auf ihre Hauptbeteiligung, die Schleſiſche Portland⸗Zement⸗ Induſtrie AG., Oppeln. Auf Grund der gegenſeltigen Ab⸗ machungen mit der Schleſiſche Portland⸗Zement⸗Induſtrie, Oppeln, ſind die Unkoſten einſchließlich der Steuern, ſo⸗ weit ſie nicht aus Zinseinnahmen gedeckt werden konnten, von der Schleſiſche Portland⸗ Zement zurückerſtattet wor⸗ den, ſo daß der Gewinnvortrag aus dem Vorfahre von 12 272 l in unveränderter Höhe erhalten ge⸗ blieben iſt. 8 Die Bilanz weiſt kt.„BB“ einen unveränderten Beſtand der Beteiligungen und des Beſitzes an allgemeinen Aktien aus, und zwar werden die Beteiligungen mit 16,033 Mill A, die eigenen Aktien von nam. 200„ mit wieder 1 verbucht. Das Umlaufsvermögen weiſt eine ſtarke Verringerung auf, vor allem die Guthaben bei Konzern⸗ geſellſchafſten, die von 154674 auf 7196„ zurückg⸗gangen ſind; neu erſcheint das Konto Guthaben bei Banken mit die Isi der Abschluß von Bausparverirägen noch zu empfehlen? Uns wird geſchrieben: In letzter Zeit wird vielfach die Anſicht vertreten, daz der Abſchluß von Bauſparverträgen nach 05 wiederholten Senkung der Zinsſätze, wenn auch nich 705 rade unmöglich geworden, ſo doch nicht mehr beſonder ratſam ſei, da die Vorteile des Bauſparvertrages dur die Zinsſenkung aufgehoben worden wären. Dieſe Anſicht iſt jedoch irrig. Die Bauſpardarlehen der öffentlichen Bauſparkaſſen beiſpielsweiſe ſind zu dem ver⸗ hältnismäßig niederen Satze von 4 v. H. jährlich zu vet⸗ zinſen. Auf dem freien Kackttalmarkt koſtet erſtſtelligeg Hypothekengeld im allgemeinen noch—5½ v. H. Der Bau⸗ ſparer einer öffentlichen Bauſparkaſſe hat ſomit immer noch einen Zinsvorteil(Erſparnis) von rund—1½ v 8 der in den heutigen Zeiten gerade im Hinblick guf das reduzierte allgemeine Zinsniveau ins Gewicht fällt. Der niedrige Zinsfuß iſt aber nur einer der Vorteile des Bauſparvertrages. Es kommt hinzu, daß der Baue ſparer auch ein unkündbares Tilgungs darlehen er⸗ hält. Eine Kündigung des Bauſparvertrages iſt bekannz lich nur möglich, wenn der Bauſparer ſeinen Verpflich⸗ tungen gegenüber der Bauſparkaſſe nicht nachkommt Per ſeine vertraglich eingegangenen Leiſtungen erfüllt, iſt daher gegen jegliche Darlehenskündigung, die ihn bei der wohl noch auf lange Zeit hinaus beſtehenden Kapftalknapphelt u. U. in große Schwierigkeiten bringen könnte, geſchützt Des ferneren genießt der Bauſparer der öffentlichen Bauſparkaſſen einen Riſiko⸗Lebensverſlche⸗ rungsſchu tz, der doch auch als ſehr erheblicher Vortell angeſehen werden muß. Stirbt der Bauſparer, der ei Bauſpardarlehen erhalten hat, und iſt der Verſicherungz⸗ ſchutz nicht ausnahmsweiſe ausgeſchloſſen worden, ſo er liſcht die Darlehensſorderung. Die Erben ſind dann vor weiteren Zahlungen befreit. Dies iſt für den Bauſparet und ſeine Angehörigen zweifellos eine beruhigende Fe⸗ wißheit. Man muß weiterhin berückſichtigen, daß, wie ſchon er wähnt, die Beſchaffung von Hypotheken vor⸗ ausſichtlich noch auf längere Zeit hinaus mit Schwierg⸗ keiten verknüpft ſein wird. Auch wenn die Wirtſchaſt we, ter einen ſtarken Aufſchwung nimmt, wird die Aufnahme von Hypothekendarlehen nicht ſo raſch erleichtert werden, weil mit einer zunehmenden Beſſerung der Wirtſchaſtz⸗ lage auch eine ſtärkere Nachfrage nach lang friſtigem Kapital einſetzen wird, und weil ſich dans auch dem anlageſuchenden Kapital neue, oft mit erheblichen Gewinnchancen ausgeſtattete Anlagemöglichkeiten eröſſneg, Aus all' dieſen Gründen werden diejenigen Perſonen, die ſchon im voraus überſehen können, daß ſie in abſeh⸗ barer Zeit einen Hypothekenbedarf haben(J. B. zur Vor⸗ nahme von Um⸗ und Erweiterungsbauten, Erſtellung eines Eigenheimes, Abfindung von Geſchwiſtern u. dergla, gut daran tun, rechtzeitig mit einer Bauſparkaſſe einen Bau, ſparvertrag abzuſchließen. e Geſreide- Einlagerung 1446. Bei unv. Aktienkapital von 14,5 Mill. 1 und wieder 1,5 Mill. 4 Reſerven ſind die Verbindlichkeilen gegenüber Konzerngeſellſchaften mit 24 000/ unverändert geblieben. Im laufenden Jahre hat ſich der Umſatz bei bet Schleſiſche Portland⸗Zement⸗Induſtrie AG., Oppeln, nicht unbeträchtlich gehoben und überſteigt heute den Umſaß der entſprechenden Zeit des Vorjahres um über 20 v. H. Die Vereinigte Portland ⸗Schimiſchow hofft, daß dieſe Um⸗ ſatzſteigerung bei der Schleſiſche Portland⸗Zement daz führen wird, daß das Jahr 1933 günſtiger abſchließen wird als 1932. „ Braunkohlen und Brikett⸗Induſtrie A8. Bubiag.— Weitere 1,2 Mill. für Juveſtitionen. Der AN. hat neuen dings einen Betrag von 1,2 Mill. für die Auſſtellun eines neuen 5000 k w. Turbinen ⸗Aggregals in der Emanuelgrube bewilligt, ſo daß zuſammen mik den he reits früher für das laufende Geſchäftsjthr genehmteien Neuanlagen, Ergänzungen und Erſatzbeſchaffungen, Auſ⸗ träge im Geſamtbetrage von rund 3 Mill.„ an de Eiſen⸗, Stahl⸗, Maſchinen⸗ und Bau⸗Induſtrie vergeben werden können „ Robi u. Wienenberger Ac. für Bifouterie u. gelen ſabrikativn, Pferzhelm.— Verluſtabſchluß. Der GB. an 20. Dez. wird für das abgelaufene Geſchäftsaſhr ein 9000 Ver luſtabſchluß vorgelegt. Nach unverändert 10 Abſchreibungen auf Anlagen, 63 027(62 750)„V auf 0 ſchinen ergibt ſich 118 233/ Ver luſt, der durch ee der vorfährigen Verluſttilgung noch verbliebenen 0 gewinnvortrag von 29 080/ ſich auf 89 151, vermludel Das Kapital von 1,02 Mill.„ bleibt weiter dividendendes, » Collet u. Engelhard, Werkzengmaſchlnenfabrit, 40. Offenbach. Die ac. GV. der Collet u. Engelhard, nee Intereſſenkreis der Maſchinenfabrit Karl Wetzel in ci ehört, beſchloß die Einziehung von Altien, die zum Preiſe von 144691 4 erworben l ſind. Das AK. ermäßigt ſich dadurch von 2,40 auf 5 Mill. J. Der Buchgewinn fließt dem geſetzlichen Reſerg fonds zu. 5 8 * Nochmals Verluſtabſchluß der Vereinigte Schußfehelen Berneis⸗Weſſels A. Nürnberg. In dem bisher we Teil des Geſchäftsjahres 1933 zegte ſich gegenüber 17 Vorfahre eine leichte Stelgerung des Aufk 1 eingan 8. Inſolgedeſſen war auch eine zeitweilige 15 gerung der Beſchäftigungszahl möglich. Die Veen ſich lediglich am Inlandsmarkt, während die muse 11 wie vor inſolge der verſchiedenen zoll⸗ und winter ee 0 tiſchen Maßnahmen des Auslandes nicht befriedigt 1 damit zu rechnen, daß im laufenden Jahr ein we! 15 7 Verlu ſt entſtehen wird, der aber geringer ſein 31 10 der des Vorjahres. Die Liquidität der Geſellſchaft ha ebeſſert. e 5 gens Croellwitzer Aclien⸗Papierfabrik, Halle a. d. 95 Kapitalſanierung. Die o. Gn nahm die Anzeige 1 5 240 H G B entgegen und ſtimmte der Zusammen dn des Kapitals im Verhältnis von 104 1 Wiedererhöhung von 0,195 auf 1 Mill. 100 Ausgabe von 865 000„ Actien mit Dividendeuberechlig 1 ab 1. Juli 1933 zu. Die neuen Aktien werden 5 Bankgläubigern des Unternehmens übernommen. il die Umwandlung der Bankſchulden in Aftien iſt, derbeſel geteilt wurde, die Liquldität des Unternehmens 1 1 1065 worden. Die ſehr weitgehende Sanierung des An Jahre alten Unternehmens ſtellte es auf eine e 90 aus geſunde Grundlage und ermöglicht e G5 600 Arbeiter weiterbeſchäftigt werden können. dan ſchäftsgang habe ſich in den letzten drei Mongten weiter verbeſſert. Frankfurter Abendbörſe ohne Geſchäft b 1 1 Nach den Erholungen im Mittagsſchlußverkehr gene Abendbörſe zwar At e 5 tätigkeit war aber infolge des Ausbleibens 9e 5 ft. Während Klöckner, Stablveret JG. Farben is v. H. unter Berlin zur Notiz. Im hörte man gut behauptete Kurſe. 0 falls außerordentlich ſtill, doch eröffnete Altbeſttz chſorde ändert und auch Neubeſitz und ſpäte Reichsſchuld nn lte rungen nannte man ziemlich behauptet. pre, hin die zertifizierten Dollar⸗Bonds, und zwar, og 7010 Preußen auf 487, 672 proz. Stahlverein auf 47% und Rhein⸗Elbe⸗Unſon auf 49 v. H. an. des He Der Verlauf brachte weder eine Belebung, gute ſchäftes noch eine weſentliche Veränderung des K, niveaus. JG. Farben gingen auf 129% zurück. Anlelhe ländern waren die Schweizeriſchen Bundes baß A weiter geſucht. Die proz. ging um 27 auf 122 1 zun 3. Vproz. um 1 auf 1157 v. H. Nounganleihe noed geh Schluß 8978, Neubeſitz 16,95, Nachbörſe 10% e 9138, Neichsbank 16472, IG. Farben 12358, Nachbörſe Juugbans 28 und Siemens 140. 240 000/ eigenen Mitt. 5 1 Zukunſt r Erſolge u der Spiel Karlsruhe Schluß de 2 Freiburg Freiburge ltd ſich Valbhef r 1 105 6 spiel und kinzige Te ö 9 1B ü de ſcho ür. Ait der E En Sieg über Akſer noch lack geha n Führul ber Platzb⸗ Olym ſelung. Me das kun man Kexdert wen gut. D gen früh Daß let ales Loke dand behie Werlig war 1— eee N AN Als ſt Hagen ne kiten Fr daustür, portners g Lopiſte“ herr For Renate Ahauten an Landl erlxägen ertreten, daß t erſtſtelligez H. Der Bau⸗ ſomit immer 11 v. g. lick auf das t fällt. der Vorteil aß der Vau⸗ darlehen er, iſt bekannt⸗ en Verpflich⸗ kommt. Wet üllt, iſt baher bei der wohl zitalknappßelt te, geſchützt r öffentlichen ver ſlche⸗ licher Vortell rer, der ein zerſicherungs; rden, ſo et⸗ nd bann von in Baufſparet uhigende Ge⸗ wie ſchon er heken vor⸗ it Schwierig⸗ zirtſchaft wei, ie Aufnahme htert werden, Wirtſchaftz⸗ ach lang veil ſich dann it erheblicher ten eröſſnen en Perſonen, ſie in abſeh⸗ B. zur Vor⸗ ſtellung eines dergl.), gut meinen Bau⸗ Mill. un! bindlichkeiten unverändet mſatz bei bet Oppeln, nicht e den Umſaz ber 20 v. 5, aß dieſe Un⸗ Zement dan chließen with „ Bubiag. ſt. hat neuer e Auſſtellung ſregats n 1 mit den be⸗ genehmisten ungen, Au I./ an die rie vergeben rie u. Ketten Der GV. 15 ihr ein neu dert 17 600 4 „auf Ma⸗ urch den nac ebenen Nest vermindert ividendenlos, nfabrik Ah, hard, die zun etzel in Geld 00/ eigenen yrben worden 40 auf 205 chen Reſerue⸗ Schuhfabrilen 1 verfloſſenen fenüber den Tuftrags⸗ weilige Stel“ eſſerung zeigte Ausfuhr nach vährungspoll edigt. Es N weiterer ein dürſte al lſchaft hat sch a. d. 8. lazeige nut ammenlezung 1 und der ill. 4 durh uberechligung den von de men. Du iſt, wie nit ens verbeſenn des ſaſt f neue, durch licht es, daß 5 Der Ge naten immer ſchäft 6 zeigte dle e Unmſat⸗ von Kunden“ Stahlverein, Stah aut zung des des Kut, ck. Von A ah Anleihe % notierte un 17, Alibe chbörſe 12 den f iter zu langſam arbeite. Mittwoch, 6. Dezember 1933 Neue Mannheimer Zeitung 7 Mittag⸗Ausgabe 9. Seite 7 Nummer 565 a der erſte Dezember⸗Sonntag brachte in der baödiſchen gauliga drei Spiele. In Mannheim ſchlug der berein für Raſenſpliele den Se Freiburg über⸗ gen:0. Nach den gebotenen Gelegenheiten hätte der In noch wei höher gewinnen können. Als die Frei⸗ bütger ire Niederlage klar und unabwendbar ſahen, ließen ie ch zu Unſportlichkeiten hinreißen, die ihnen durch vier Aechängte Elfmeter drei Tore einbrachten. Dazu wurden voch zwei e geſperrt. Diesmal waren die Freiburger, 10 gegen Neckarau eine ganz annehmbare Leiſtung boten, ſhtem Gegner um eine Klaſſe unterlegen. Sie trafen aller⸗ ins auch auf einen ausgezeichneten BfR, gegen den weit tere Mannſchaften die Segel hätten ſtreichen müſſen. Die Aabellenführung des VfR, zuſammen mit Phönix Karls⸗ S jof, iſt verdient. RNühlburg bewies am Sonntag, daß er acht gewillt iſt, auf eigenem Platz Punkte abzugeben: getmanui a B rötzingen verler wieder einmal 28. Nühlburg hat ſich durch dieſen Sieg an die fünfte Stelle zor Brötzingen geſchoben, das zuſammen mit Freiburg und Neckarau bis jetzt die meiſten Verluſtpunlte(10) hat. Möblourg und Brötzingen haben die Vorrunde beendet. Her J Pforshei m, der bis fetzt recht unglücklich kimpfte, ſchlug den FC Freiburg überraſchend ſicher 4 Pforzheim kam durch dieſen Sieg wohl nicht vom zorletzten Tabellenplatz weg, es hat aber noch ein Spiel zuszutragen, ſo daß es unter Umſtänden zu Mühlburg auf en fünften Platz aufrücken kann. Der FC Freiburg iſt t 10 Verluſtpunkten ſtark zurückgefallen. Am 10. Dezember ſpielen: Karlsruher FV— Pf Mannheim Se Freiburg— S Waldhof Der BfR Mannheim trägt am Sonntag ſein letz⸗ e Spiel der Vorrunde aus; der Gegner iſt der Karl s⸗ zuher F V. Die Karlsruher konnten lange Zeit die Spitze hallen, bis ſie dann durch Niederlagen etwas zurück⸗ ſlelen. Seine frühere Form hat der Kö noch nicht wieder gunden. Der BfR dagegen hat in letzter Zeit eine ſicht⸗ he Formverbeſſerung erfahren. Wenn es der Sturm in Zukunſt verſteht, die herausgeſpielten Torgelegenheiten in Friolge umzuſetzen, dann ſind die Mannheimer am Ende ien Spiele beſtimmt mit an der Spitze. Das Spiel in Iarlszuhe muß von Bfk gewonnen werden, der damit am Shluß der Vorrunde mit in Führung bleibt. der SV Waldhof muß zum zweiten Male nach Freiburg und zwar diesmal zum Sportklub. Die Fleiburger konnten zwar auf eigenem Platz den Karls⸗ küher 5 und VfB Mühlburg klar beſiegen. Die letzte „Niederlage auf dem VfR⸗Platz und die Sperrung der zel beſten Spieler wird aber die Mannſchaft vorerſt ſi ge⸗ ſcwächt haben, daß der SV Waldhof keine große Mühe haben dürfte, um in Freiburg eindeutig zu ſieben. Waldhof Die baoͤiſche Gauliga im Kampf Nur zwei Spiele am 10. Dezember Die vom Reichsminiſter Röhm verordnete Schaffung eines SA⸗ Sportabzeichens hat in der Oeffentlichkeit ſtärk⸗ ſten Widerhall gefunden. Wir ſind in der Lage, heute ſchon einige grundſätzliche Beſtimmungen bekanntzugeben, die an den Erwerb des SA⸗ Sportabzeichens geknüpft ſind. Die Berechtigung zum Tragen hat nur der junge Deutſche, der im Beſitz des Grundſcheines(G6⸗Scheines) iſt. Der Grundſchein wird erteilt beim Nachweis be⸗ ſtimmter Leiſtungen und Kenntniſſe auf dem Gebiet der Leibesübung und des Geländeſports. Weiterhin muß der Bewerber an einem geregelten Ausbildungsgang teil⸗ genommen haben. Die Einzelheiten der Prüfung ſind in dem ſogenannten Prüſun uch enth im Ergebnis aus; unentſchieden wäre eher am geweſen. In der Kreisklaſſe Starkenburg gal, es eine große Ueberraſchung. Kein Menſch glaubte an eine Niederlage von Hofheim in Biblis. Der Spiel⸗ Platze alten. Einzelheiten über das SA⸗Sportabzeichen Der Grund ſchein iſt eine öffentliche Arkunde Ippen⸗Charkier 122 Punkte; 5. Rauſch⸗Hürtgen 111 Punkkiz 5. Zims⸗Küſter 85 Punkte. 2 Runden zurück: 7. Siegel⸗Thierbach 99 Punkte. 4 Runden zurück: 8. Vopel⸗Kilian 85 Punkte. 6 Runden zurück: 9. Oſzmella⸗Schorn 62 Punkte. 7 Run den zurück: 10. Elignet⸗Koumans 58 Punkte. 12 Runden zurück: 11. Bockum⸗Kiſters 75 Punkte. Ausgeſchiedben ſind Eſſer⸗ Ebeling. Nach 90 Stunden: Die Franzoſen aus der Führung verdrängt In einer ſchweren Jagd iſt es in der Nacht zum Dienstag beim Kölner Sechstagerennen Bemühungen der Verfolger gelungen, e Mannſchaft Broccardo⸗Guimbretiére die gehaltene Runde Vorſprung wieder abzufe uf Monnſchaſten, und zwar die fünf tatſächlich ſtä 4 lagen noch dieſer Jagd wieder gemeinſam in einer Gruppe. Als im weiteren Verlauf der Nacht auch das Paar Zims⸗ Küſter verſuchte, die Spitze zu errei d ſeine Urden Arſenal ſchlägt Wien mit:2(:0) Nach dem:2 gegen die ſchottiſche Länderelf trat Oeſter⸗ reichs Natlonal⸗Mannſchaft als Wiener Stadtelf am Mon⸗ tag in London zu ihrem zweiten Spiel auf britiſchem Bo⸗ den an. Den Wienern ſtellte ſich Londons Meiſterelub Arſenal als Gegner, der auch nach ausgezeichneten Leiſtun⸗ gen den Gäſten mit:2(210) Toren eine verdiente Nieder⸗ lage beibringen konnte. Obwohl in London Eis und Froſt das Stadtbild beherrſchten, hatten ſich trotzdem über 30 000 Zuſchauer zu dieſem intereſſanten Kampfe eingefunden. Die öſterreichiſchen Spieler fanden ſich mit dem glas⸗ verlauf belehrte uns aber eines anderen. Biblis führte In der Gruppe„Leibesübungen“ erſtreckt ſich die ein wunderbares Spiel vor und fertige die Hofheimer mit Prüſung auf 100⸗Meter⸗Lauf, Weitſprung, Keulenweit⸗ 72 ab, Lachender Dritter iſt der TB Lampertheim, wurf, Kugelſtoßen(7 Kilo beſtarmig) und 3000⸗Meter⸗ der ſich durch einen knappen:1 Sieg über Großrohr⸗ Laufen. In der zweiten Gruppe, den ſogenannten heim die alleinige Tabellenführung errungen hat.„Grundübungen“ wird verlangt: Kleinkaliberſchießen auf Gernsheim ſiegte über B obſtadt:0. e 50 Meter, eine Marſchleiſtung über 25 Km. mit 25 Pfund 5 Gepäck und Keulen Hielwerſen im Marſchanzug. Die 9 Sie 2 2 5 fportliche Pr 1 eſgßt ſich ni 1 Wiener Fußball-Niederlage in London funde entarteten orten. kunde, an einer anerkannten anerkannten Lehrgang den, wenn dieſe von beſtimmten Zahl ohne weitere Entſernungsſchätzen, Sinnesſchärfung. Der Grundſchein kann als Abſchluß eines Lehrganges einem qualiſizierten Geländeſport⸗ 5 lehrer geleitet und die Teilnahme des Erwerbers an einer halbtägiger Uebungszeiten Leiter des Lehrganges beſcheinigt wird. Die Berechtigung zum Tragen während der beiden auf die Erwerbung folgenden Jahre durch je eine Wiederholungsprüfung, Teil der erſten Prüſung beſchränkt, neu erwocben werden. Nach dieſen beiden Wiederholungen Leiſtungsprüſungen lebhaften Bemühungen vereitel nicht mithalten und büßten we Am Dienstagnachmittog emeinen ruhig. Geländeſportſchule oder an einem für Geländeſport erworben wer⸗ die Franzoſen aktiver. zurückgelegt. Um 5 Uhr nachmittags war nens wie folgt: 1. Pijnenbur Schön 209.; 120., Runde zurück: 6. due den Nach 90 des Abzeichens muß die ſich auf einen kann das Abzeichen getragen werden. Kilian 91 P.— Fünf Rund ren Mannſchaften konnten dabei die verlief Bei den Kämpfen um die Punkte bei emporunden und Wertungsſpurts zeigten ſich nun auch = 9. Ippen⸗Charlier 172.; 4. Rauf Broccardo⸗Guimbretisre Zims⸗Küſter 110 Runden zurück: 7. Siegel⸗Thierbach 187.; 8. t. Lediglich die ſchwäche⸗ ſehr ſcharfe Fahrt itere Rundengewinne ein. das Rennen im all⸗ Stunden waren 2150 Km. Ren ⸗ Göbel⸗ ürtgen Eine Zwei Vopel⸗ en zurck: 9. Oſgmella⸗ der Stand des Wals 278.; 2 ch 109— P. 50 9. hart gefrorenen Boden nur ſehr ſchlecht ab, ihre Geſamt⸗ leiſtung blieb daher weit hinter dem Glasgower Spiel zurück und iſt im ganzen als ſehr mäßig zu bezeichnen. Die Londoner dagegen gingen unbekümmert ob Eis und ö Der Grundſchein iſt ein Teil der Perſonalpapiere des Erwerbers. Grundſchein und Abzeichen ſind aus dieſem Grunde öffentliche Urkunden. Weiterhin ſind vorgeſehen: Geländeſportlehrer⸗Abzeichen (F⸗ (-Abzeichen) und Geländeſportprüfungs⸗ Abzeichen Abzeichen], die auf Grund beſonderer Beſtimmungen er⸗ worben werden können. Kölner Sechstagerennen Kälte in den Kampf und zwangen den Wienern mit der Zeit immer mehr ihre Spielweiſe auf. Schon nach fünf Minuten konnte Baſtin zum erſten Treffer für Arſenal einſenden und gleich nach Wiederanſtoß erhöhte Hume auf 210. Den Wienern wollte auch nach der Pauſe nichts glücken. Immerhin kamen ſie aber durch ein Selbſttor Die beiden Nachmittagswertungen verliefen ſaſt kampf⸗ Arſenals zu ihrem erſten Treffer. Sindelar ſchoß und los und auch plötzlich eingelegte Wertungsrunden ließen die der engliſche Mittelſtürmer köpfte den Ball ins eigene Fahrer nar für kurze Zeit. Lethargie erwachen. Netz. Für dieſes Mißgeſchick wurde Arſenal jedoch bald eee und Pijnenburg⸗Wals waren in den Punkte⸗ zurch Fact wieder entſchädigt Platze ampfen am erſolgreichſten und kamen ſchließlich mit je 183 9 8 utſchädigt, der Platzer durch einen Punkten gleich. Nach 65 Stunden waren 1539,840 Km. zu⸗ wundervollen Kopfball das Nachſehen gab. Wien erreichte rückgelegt. 5 5 5 0 letzt durch Schall noch ein zweites Tor, aber Baſti n 1 4 Es ergab ſich folgender Stan d: 1. Brpoccardo⸗ 3 darauf ebenfalls tem Schuß 5 3 3 e ſand kurz darauf ebenfalls mit hartem Schuß noch einmal Guimbretiere 67 Punke. 1 Runde zur fick: 2, u. den Weg ins Tor der Gäſte. 3. Schön⸗Göbel und Pijnenburg⸗Wals je 1883 Punkte; 4. Die Gauliga der Ringer aid ſich vor Ueberraſchungen zu ſichern wiſſen. Auch 1 Naldhof wird durch einen Sieg in Führung bleiben. 1 Der am Sonntag abend in der gut beſuchten ſtädtiſchen Fußball im Bezirk Sücdheſſen Turnhalle in Ladenburg ausgetragene Gauligakampf zwi⸗ Heppenheim— Polizei Darmſtadt:1 ſchen dem dortigen Athletik⸗Sport⸗Verein und Sportverein Bleſtadt— Arheilgen 111 Siegfried Ludwigshafen nahm den Ausgang, den man nach Urberach— Dieburg:1 den bisherigen Leiſtungen der beiden Mannſchaften er⸗ 9 4 Lampertheim— Pfungſtadt 220 warten mußte. Siegfried war ohne Gehring gekom⸗ 5 Bensheim— Lorſch 112 9 5 men, während Ladenburg Bürner erſetzen mußte. Die Starkenburgia Heppenheim ſah im Spiel] HGäſtemannſchaſt kam aber auch mit Ghret im Schwer⸗ klatz wegzulommen. Halfte. Rürde ſchon lange nicht mehr vorgeführt. Ait der Elf nur los? Mukte entführt wurden. Fer, der das Ergebnis rechtfertigt. ken Elfmeter in Führung. ig und vermag noch den Ausgleich zu erzielen. eig ber Dieburg läßt aufhorchen. Dabei Aer noch höher lauten, hätte Dieburg nicht ſo großes glück gehabt. i Führung. ber Platzheſitzer noch größer. ung. Bel einem beſſeren Gegner als Aite das Vorhaben beſtimmt ſchief ausgegangen, aber ſo an man es ſich als Warnung dienen laſſen. Was ge⸗ her werden muß, iſt der Sturm. Die Hintermannſchaft gut, Die Spielweiſe von Pfungſtadt iſt ſehr einfach und n ſrühere Jahre nicht zu vergleichen. Das letzte Spiel hatte mehr oder weniger den Charakter Ales Lokaltreſſens. Obwohl Lorſch mit:1 die Ober⸗ lieg behielt, muß geſagt werden, daß Bensheim gleich⸗ 3 gien Dar mſtadt eine Gelegenheit vom letzten Tabellen⸗ Der Verſuch mißlang, trotzdem die Ae aper ſpielte. Darmſtadt zeigte ein forſches Ball⸗ Erſatzmann rei im Mittelgewicht entſcheidend verlor. el und war auch ſonſt mehr vom Glück begünſtigt. Das Im übrigen machten die Ladenburger ihrem kampfſtärkeren zige Tox der Darmſtädter fiel bereits in der erſten Gegner ſchwer zu ſchaffen und konnten nicht weniger wie n gürſtadt ſteht man Kopf. So ein ſchlechtes Spiel Was war denn Es war ein Glück, daß nicht beide Die Arheiliger zeigten einen Bürſtadt geht durch Arheilgen wehrt ſich hart⸗ Endlich ſcheint ſich ürberach gefunden zu haben. Der Tönnte Bis zur Pauſe liegt Urberach ſchon mit:0 Nach dem Wechſel wird die Ueberlegenheit Dlympia Lampertheim verſuchte eine neue Auf⸗ Pfungſtadt Ailig war, Aber die Verletzung eines Spielers wirkie ſich gewicht zu einem Schulterſieg, während der Ladenburger drei Begegnungen unentſchieden geſtalten. Im Welter⸗ gewicht kam Ladenburg durch Sauer zu einem Punkt⸗ ſieg. Von Ludwigshafen ſiegten neben Ehret nur noch Impertro und Kreimes. Es waren aber drei Schulterſiege, die mit 9 Punkten ins Gewicht fielen. In techniſcher Hinſicht waren ſich die Mannſchaften ſo ziemlich ebenbürtig. Den ſchönſten und ſpannendſten Kampf des Abends lieferten die Bantamgewichtler Impertro⸗ Ludwigshafen und Schmitt⸗ Ladenburg. Der Gaſt lag ſtändig im Angriff und führte faſt alle Griffe aus, aber ſein Gegner konnte ſich immer wieder aus den ſchwierig⸗ ſten Lagen retten, bis ihn das Schickſal fünf Sekunden vor Ablauf des Kampfes doch noch ereilte. Mit den Eutſchei⸗ dungen des Kampfrichters Alberſtadt⸗ Lampertheim konnte man nicht reſtlos einig gehen. Die Ergebniſſe: Bantamgewicht: Schmitt⸗Ladenburg— Impertre⸗Sieg⸗ fried. Der körperlich ſchwächere Ladenburger wurde von Beginn an in die Defenſive gedrängt, wo er den Angrifſen ſeines Gegners heftigen Widerſtand entgegenſetzte. Impertro dominierte mit allen möglichen Griffen, die Schmitt mehr⸗ mals an den Rand der Niederlage brachten. Erſt 5 Sek. vor dem endgültigen Abpfiff gelang es dem Pfälzer, ſeinen AS Lrdenburg von Siegfried Eubwigshaſen 3: 12 beſiegt tapferen Gegner durch Eindrücken der Brücke auf die Schul⸗ tern zu legen. Federgewicht: Brunner⸗Ladenhurg— Von⸗ dung⸗Siegfried. Beide können über die volle Ringzeit, auch im wechſelſeitigen Bodenkampf, nichts erzielen und müſſen ſich mit einem Unentſchieden in die Punlte teilen. Leichtgewicht; W. Engel⸗Ladenburg— K. Stahl⸗ Siegfried, Auch in dieſem Kampf, der mit viel Kraftaufwand geführt wird, gelingt es keinem, ſich einen Vorteil zu verſchaſſen. Und ſo muß ſich auch dieſes Paar mit einem Unentſchieden zufrieden geben. Weltergewicht: Sauer⸗Ladenburg— Sturm ⸗Siegſried. Bis zur Halbzeit ausgeglichener Standlampf ohne Wer⸗ In der ausgeloſten Brdenrunde iſt Sauer etwas aggreſſiver und erhält dafür den Punktſieg. Mittelgewicht: Trill⸗Ladenburg— Kreimes⸗Siegfried. Der körperlich un⸗ terlegene Ladenburger ſtand von vornherein auf verlorenem Poſten. Er ſchlug ſich aber ſo tapfer, daß ihn Kreimes erſt in der 7. Minute mit einem Ausheber beſiegen konnte. Halbſchwergewicht: W. Stahl⸗Ladenburg— Th. Stahl⸗Sieg⸗ fried. Alle Angriffe beiderſeits werden durch die gegen⸗ ſeitige Abwehr unterbunden. Auch ein Schulterſchwung von dem Ludwigshafener Stahl führt nicht zum Ziel. Nach⸗ dem im wechſelſettigen Bodenkampf und auch in der reſt⸗ lichen Ringzeit im Sand nichts erzielt wird, gibt der Kampfrichter ein Unentſchieden. Schwergemicht: Ga. Engel⸗ Ladenburg— Ehret⸗ Siegfried, Nach ziemlich ausgeglichenem Stand⸗ und Bodenkampf wird Engel mit einem Schulter⸗ ſchwung in 13 Minuten von dem ſtarken Pfälzer auf die Schultern geworfen. Die Tabelle: Kämpfe gew, nerl. Kampf⸗ Mannſch punkte punkte Vink Schifferſtadt 6 6 0 127 0 80.25 Stegfried Lihafen 5 4 1 8: 2 59:27 Eiche Sandheſen 5 4 1 8: 2 281 Vfä 86 Mannheim 6 2 4 47 8 427 ASW Ladenburg 6 1 5 2710 34:68 Stugigt Ludwigshafen 6 0 6 012 28784 Schorn 103.; 10. Clignet⸗Koumans 90 P ASg 88 Mainz— Stugig Lampertheim 21:0 Mit dem unglaublichen Ergebnis von 2110 mußten hie Lampertheimer am letzten Samstag in Mainz die Segel ſtreichen. Die Höhe der Niederlage wird aber eher ver⸗ ſtändlich, wenn man bedenkt, daß vier der Etatsmäßigen erſetzt werden mußten. Es fehlten Müller, Kettler, Hil heimer und Reiter, ferner mußte Hahl im Weltergewicht nach 6 Minuten durch Verletzung aufgeben. Die Mainzer komen urch Heuroth, Schunk, Guthmaur, Quik, Groß, Börner und Horn zu den Punkten. Ohne Zweifel brau⸗ chen die Mainzer in dieſer Auſſtellung keinen Gegner zu fürchten; ſie werden bei der Vergebung der Meiſterſchaft ein ernſtes Wort mitreden. Die Lampertheimer können ſich tröſten, einem beſſeren Gegner unterlegen zu fein, denn auch mit vollſtändiger Mannſchaft wäre eine Nieder⸗ lage koum zu vermeiden geweſen. Die zweite Mannſchaft des Stemm⸗ und Riugklubs griff am letzten Sonntag auch in die Verhandskämpfe ein und ſchlug in Fürth. O. die erſte Mannſchaft des dortigen Kraftſportrereins mit 1220 Punkten. 85 72 — Walter Dear's Abſchied von der Rennbahn konnte nicht eindrucksvoller gedacht werden. Der prachtvolle Amerikaner gewann in Mariendorf das nach ihm benannte Walter Dear⸗Rennen verhalten gegen Adria und trabte bel dem kalten Wetter die famoſe Kilemeterzeit von 119,8 Min. Dabei hatte er bis zu 140 Meter Vorgaben aufzuholen. Der Wimbledonſieger und Weltrangliſtenerſte Jack Crawfo ro⸗Auſtralien erlitt anläßlich des Tennisländer⸗ kampfes Auſtralien— England in Sidney durch den eng⸗ liſchen Studenten Lee mit 416, 416 eine unerwartete Nie⸗ derlage, Crawford iſt allerdings geſundßheitlich nicht ganz auf dem poſten, er hat deshalb jetzt auch von feinem Arzt Ruhe vorgeſchrieben bekemmen. Haupiſchriftneiter: H. A. weriß ne Verantwortlich für Politik H A. Meißner ⸗Handelsteil; Kurt Ehmer Feuilleton: F. D. Eiſenbart- Lokaler Teil: R. Schönfelder Snort: W. Müller ⸗ Suüdweſtdeutſche Umſchan, Gericht und den übrigen Teil: C. W. Feunel. Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen; Walde, ſänftlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Verleger! Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung. Mannheim fe 1, 48 Für unverlangte Beiträge keine Gemühr- Rückſenbung nur bel Rückporto 8 KFifisckte Alfter be M gelsmpfen Sle Bluldoebdruck und elle beginnende. teriehwerksſkung can Disarteron f gem bekannten 4. Plienzen-Präpsrat. Zeahlreictte Aertfe 1 besſsſigen seine übersus günsfige Wirkung. 5 1 ellen Apotheken erhählich, NUN vo N SsoPHIE HogscusrETTER ö ö 4 Us ſie endlich frei war, nahm ſie ſich einen igen nach Hardis Wohnung. Sie brachte ihm die len Freeſten mit. Frau Felgentreu öffnete die Ualüx, ſie liebte es, um den Weg zu ſein und brners Beſuche zu begrüßen. Sie begann ein Ge⸗ lich über den kommenden Frühling, von dem ſie le, daß er alten Leuten den Tod brächte und damit dach Pflegerin arbeitslos mache. Nach dieſem bazetied fand ſie einen anderen Ton: bei Herrn imer ſei ja jetzt großer Betrieb, immer käme der dwiſte⸗ zum Ausſchreiben von Noten, und der Auoſcite“ an der Ecke brächte jeden Tag Kola⸗ lletten oder was es ſei, weil der Kopiſte Herrn Und immerzu würde 9 in Fortner angerufen. e lief die Treppen hinauf, Im ſchön aus⸗ 5 en Dachgeſchoß war es weitläufig wie in gro⸗ gäbie obäuſern. Hardi kam auf den Vorſaal, war lhe ih und herzlich. Ihr fiel ſein etwas unordent⸗ iin Aneng auf, doch als ſie dann ins Arbeits. her kam, begriff ſie. Ein Wuſt von Notenblät⸗ ecke Tiſche und Stühle. Der Kopiſt ſaß Ein bed chat über ſeiner Arbeit. ö 90 0 mache uns einen Tee, Ree,“ bat Hardt. 0 iu ganz benommen. Den ganzen Tag geſchuf⸗ 1 id baun um zehn, ſprich zwoundzwanzig uh n en ich in der Stadt ſein. Wir haben ah ae hübſche Stunden, Re.“ Er tauchte ſein alt u die Freeſtengarbe.„Genfer See. Man iu anner an den Genfer See bei Freeſien. Kennſt i 8, Nein, ich weiß. Nun, wenn ich über g, Lerg bin, dann kann ich dir alles zeigen, was bun iſ.“ ins Eßzimmer, lachte ſte an, küßte ſte, — — N a. i ſte ge wolken ſie eine üppige Stunde haben. 5 chen Wohlſtand. Kaviar ſei da, Zunge, Zi⸗ 1 85 Arrak. Er pluſterte ſich auf. wahr, wenn ich einen Tee zuſammenſtelle, klappt alles“ 5 s Kind, dachte ſte. . ATE ERNIE Hardi kam ein wenig umgeſtaltet wieder und bot dann ſeinen Kaviar an, als habe er ihn erfunden. Er tat ſich ſehr viel Arrak in den Tee, wurde er⸗ regt, zog Renate zu ſich in einen breiten, tiefen Seſſel. „Du biſt ſo ſchlank, Re, du brauchſt ſo winzig wenig Platz! Kann man heute noch ſagen:„Du biſt wie eine Blume?“ Weißt du, wilde Blumen, die Urblumen, kenn ich erſt durch dich. In meiner Heimat waren überall Kohlenlager. Man ging nie in Wälder. Man fuhr Sonntags in eine Vorſtadt⸗ gaſtſtätte. Schrecklich, ſchrecklich! Und meine Eltern hatten Papierblumen im Geſchäft und im Zimmer.“ Er ſtreichelte ihr Haar, ihr Geſicht.„Das ſage ich nur, weil ich dir ſo dankbar bin. Und weil du ſo viel vor mir vorauß haſt. Dein Großvater ging mit dir in Wälder und nannte dir alle Namen von Blumen, Gräſern, Schmetterlingen und Vögeln, Ich mußte in Läden gräßliche Papierblumen verkaufen, wenn Vater weg und Mutter krank war.“ Renate wurde ſehr weich. Sie hatte immer am ſtärkſten das Gefühl ſeines Vertrauens, wenn er ihr von ſolchen Dingen ſprach. Kannte ſie doch ſein ſonſt ſo ängſtliches Verbergen ſeiner kleinen Her⸗ kunft. Sie ſah in ihm den kühn Aufſteigenden, den Hochbegabten, Hochſtrebenden, und ihr Herz hing ſo ganz an ihm! „Ich denke immer an dich, wenn ich arbeite, Liebſte. Du biſt in allem, was mir gelingt. Ich brauche im Leben nur dich,“ hörte ſie ihn ganz nahe, mit verhaltener, dunkler Stimme. Und für Sekunden war ſie ganz glücklich. Doch dann kam wieder das Oftgehörte:„Aber ich muß erſt über den Berg ſein. Ich kann dir jetzt kein Heim bieten. Weißt du, wenn ich über den Berg kommen will, muß ich mich der Welt anpaſſen. Das verſtehſt du doch?“ Sie verſtand gar nichts. Seine Nähe, ſein Flui⸗ dum warfen ſie in einen Aufruhr. Ihr Geſicht wurde weiß, flehentlich. Merkte er denn nicht, wie ſehr ſie nach ihm verlangte? Er kramte plötzlich in ſeinen Taſchen, ſuchte nach etwas, fand nichts und erzählte haſtig, er habe nun eln: Maſſe Einladungen infolge des Abends auf der Amerikaniſchen Botſchaft. Er wolle ihr die Karten mal ſchnell holen. Renate, noch halb betäubt von dem jäh wieder abgebrochenen Gefühl ſeiner Nähe, ſuchte nach Faſ⸗ der Heimat. „Ich kann nicht weiter in einem Aufruhr leben, dem letzte Erfüllung verſagt bleibt, ich gehe jetzt weg,“ dachte ſie,„ich laufe durch Straßen oder ins Freie, ich verrate mich ſonſt zu ſehr.“ Hardt kam wieder, und Renate fiel ein, daß ſie guch eine Karte bekommen habe. Von dem Herrn Iveſtein mit der Nerzfarm. Sie ſuchte danach, reichte Hardi das Blättchen. Er ſtand wichtig da, klappte die Hacken zuſammen: „Hochachtung! Mit Grüßen von Mama. Und von Da wird man ja ganz gerührt. Höre mal, komm doch morgen abend mit dem Herrn in die Traube am Zoo. Pünktlich acht Uhr. Ruf ein⸗ mal gleich an!“ Hardi ſtellte die Nummer ein, ſtand hinter Re⸗ nate und hatte die Hände in ihrem Haar, während ſie anrief und die Verabredung traf.— Ihm ſchien ein Abendeſſen ſo zu dreien Spaß zu machen. n Im Wagen war er zärtlich und verliebt, ſtieg vor Renates Wohnung mit aus, ſchloß ihr die Haustür auf und wartete noch, bis ſie ihm von der erleuch⸗ teten Treppe einen Gruß zuwinkte. Dann ging er zum Wagen zurück und nannte dem Fahrer das Hotel Adlon. Hardi Fortner ſprach das Wort mit Behagen aus. Er war ſehr ſtolz, daß ihm jemand im Adlon erwartete. Renate brauchte nicht zu wiſſen, wer, Renate brauchte nicht zu wiſſen, daß er bei derſelben Perſönlichkeit in Paris im Hotel Riez manche anregende Stunde verbracht hatte. Renate ſchrieb indeſſen noch einige Nachtſtunden lang Hardis Noten ab, tat anderntags ihren etwas langweiligen Dienſt, und dann war der Abend zu dreien da. g Iveſtein wartete in dem Vorraum das Wein⸗ hauſes. Die Begrüßung war ſchlicht, die Herren machten ſich ſelbſt miteinander bekannt, Renate wurde alſo deſſen enthoben, Hardi als alten Freund aus München vorzuſtellen. Hardis lebhafte Art machte gleich Stimmung. Er tte eine ſo aufrichtige Freude an dem hübſchen aum und fand Plätze im erſten Stock, von denen man wie über eine Logenbrüſtung auf das Blumen⸗ und Waſſergeſchoß hinabſehen konnte. In feiner Freudigkeit, zu beherrſchen, machte er macht ein paar höflichen Fragen um Zustimmung die Beſtellung J jung, richtete ſich auf, wanderte durch das Zimmer. und beherrſchte auch die Unterhaltung. Er rühmte Renates treue Kameradſchaft bei ſeiner Arbeit; es ſet doch einzigartig, daß ſie neben ihrem Beruf das Muſiktechniſche noch beherrſche. Renate ſuchte abzu⸗ 5 biegen und fragte, was Herr Jveſtein ſchon in Ber⸗ lin beſichtigt hätte. Auch dieſes Geſpräch riß Hardi Fortner an ſich. Pergamonmuſeum? Koloſſal, ganz koloſſall Archi⸗ tektur iſt gefrorene Muſik, förderte er ein einſtiges Modewort zutage. Es ſei wunderlich, daß man von der Muſtk toter Kulturvölker kaum etwas wiſſe. Und doch verſuche man, ſich in dieſe Muſik hineinzudenken. Muſtk des Windes, des Sturmes, des Meeres⸗ brauſens! 5 Tanzmuſik verſcheuchte die Gedanken an Wind und Meeresbrauſen. Saxophone klagten und miß⸗ tönten, in wildes Gequäke klang ein ſentimentaler Tango wie ein altes, heimatloſes Liedchen. 0 Da kam plötzlich ein Page angeſtürzt und rief mit krähender Stimme: 5 „Herr Hardi R. Jortner, Herr Hardi R. Fortner!“ Renate war es eine Sekunde lang peinlich, daß Hardi aufhörte wie auf einen Befehl. Der Page machte Halt und meldete:„Es iſt ein Privatwagen da, in oͤringender Angelegenheit möge Herr Fortner ſogleich für einen Augenblick kommen.“, Renate ſah Hardis breiten Rücken verſchwinden und wandte ſich indeſſen mit der Frage an Jveſteſn, ob er vie,eicht auf der Reiſe zu ſeinem kleinen Malte ſei? 5 „Sie wiſſen den Namen meines Jungen noch, gnädiges Fräulein? Das wird ihm aber eine Ehre ſein, wenn ich es ihm berichte.“. „Malte iſt anders als Hans oder Heinz. Malte merkt man ſich. In Süddeutſchland heißt niemand ſo.“ Und ſie fragte weiter, wie es dem kleinen Malte ginge. Der Kellner räumte ab, brachte Eis. Dann ſah Renate Hardi wieder auftauchen, auf läſſige und haſtige Art rechnete er mit dem Ober ab, kam dann an den Tiſch zurück, halb verlegen, halb abweſend. 1 »Ich bin untröſtlich, aber ich muß ſoſort weg. Es iſt, nur für heute abend, ein großer amertkaniſcher Dirigent da, der mich kennen lernen möchte. Och kann nicht nein ſagen.— Sie bringen Fräulein Dok⸗ tor nach Hauſe? Für mein Werk muß ich leder jedes Opfer bringen.“ i (Gortſetzung folgt) e 3 Nene N N 7 Mittag⸗Ausgabe Mittwoch, 6. Dezember 195 RA 140 HE Uule zum ersſlen Male! Paul Otto/ Otto Sauter-Sarto/ Max Gu istorff Ery Bos, Hans Ad. v. Schlettow, Mans Stüwe u.. Ein Berückender Dreiklang von Musik— Landschaff und helfer origineller Handlung bester deutscher Besetzung mit umwoben von Leben, Musik und Tanz, auslöst 3 Stunden* Heiterkeit gibt. bilden den bezaubernden Rahmen der lustigen Handlung. Ausgezeichnet das Vorprogramm: das fröhlichste Stimmung „Melodie des Südens“ „Ins Alpen-paradles“ Neueste FOX Ton wocc he .00, F amsen lernen hat nur Zuck wenn man lerntbei gtiindle bee N 7, 8, Fernsprecher Kurse und Finzelunierrichi jederzeit! 23005 500 Auf vielſeitigen Wunſch wiederholen wir den Vortrag unſe Vorſ. H. Dau b: 13182 „Was ist Astrofogie?“ am Donnerstag, 7. Dezbr., 20.30 Uhr, im Reſt. Pergola(Waſſerturm) Eintritt frei. Jedermann herzlich eingeladen. Freunde der Aſtrologie. 148 historische Reichspart in Nür ganzen Wel vom Willen des ervorragend das ang Peler Her natonal vom Kongreß des Sieges ist das Künstlerische Gestaltung: Leni Riefenstahl Ile pigatche düdsnton in d Er lt Zeugnis ablegend Vertrauen zum Führer. „Blut und Boden““ Grundlagen zum neuen Reich Dokument eltag 1933 nberg 5 erstklassigen Volkes und dem spalte Belprogramm: ll Erhebung 1023 Er; Bos Beginn: 3, Neueste Tonwoche! Jugendliche willkommen! 5, 7,.30 Uhr Mannheim Mittwoch, den 6. Dezember 1983 Vorstellung Nr. 114 Miete M Nr. 10 Sondermiete M Nr. 5. Alanlla- leute großer oder der Mark Oper in 4 Abteilungen, t St. Georges v. Friedrich. Musikalische Leitung: Regie: Richard Hein Anfang 19,30 Uhr Mit wir Lotte Fischbach— Nora Landerich Hugo Voisin— H Karl Mang— K Wiesheu— Gertrud Jenne— Luise Böttcher-Fuchs Römer— Robert Karasek- Alois Bol Morgen: Maria Stuart e 2e Selen köstlichster Unterhaltung in unserem 5 UFA- Programm: Nach der Mist Operette 5 von Franz Lehar 5 2 schöne Frauen 5 Martha Eggerth s charmante Männer 5 Haus Söhnker Georg Alexander 4 große Komiker N Otio Wallburg/ Mex Gülstorff Ant. Pointner/ Paul Heidemann Herrliche Landschaft Bin Ausflug nach Nisza Wundervolle Musik von FRANZ LEHAR 9 N —— Dasu das reichhaltige 8 5 UFa-Beiprogramm! nach neuester Fasson, wie ste die Mode für den f[wenig Geld. Daul Otto 0 Beg.: t zu Rilehmond eilweise nach dem Plane Musik v. Friedr. Flotow Helmuth Schlawing Ende 22 Uhr ke n de: .10.30, 2 810 im Gambrinus, U 1, 5 unter Mitwirkung der Kapelle TOnI Reil Neu für eee Häntei. 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Dezember 1933 auf det und bei der NSB O, Kreisbe⸗ Reb eren L I2, 2, erhältlich. Der Reinertrag der Veranstaltung wird dem Winterhilfswerk zugeführt 10/11, 8 Uhr ausgeben zu könn nen Verdienst. halbe Preise! Varieté oder Kino allen Plätsen k Kinder RM.30. 1 faſt neuer, ſchöner Gasheizofen für den billig. Preis von 30 R. zu verkf. F 7. 16a, part. rechts. 21242 Tierschau findet statt: 10. Dezember, vorm. 1012 Uhr. Eintritt: Erwachsene RM..50, Vorzugs Karten! g Wegen meiner sehr großen Unkosten und weil ich niemand benachteiligen will, bedauere ich lebhaft, weder jetzt, noch in den Schlußtagen meines am Mittwoch, den 6. Dezember, abds. beginnenden Mannheimer Gastspiels, Dafür habe ich aber meine schon früher bekannt billigen Eintrittspreise noch weiter gesenkt, 80 das jeder Sarrasani, die schönste Schau zweier Welten, auch mit der Familie besuchen kann. Selbst bei ausverkauften Häusern habe ich bei diesen Eintrittspreisen nur einen ganz beschelde- Abends kostet der billigste Platz nur 30 Pig und ein Logensitz nur 3 RM. In den täglichen Nachmittags- vorstellungen zahlen auch Erwachsene wie die Kinder nur 8 Ieh will dadurch den Erwerbslosen, nachmittags Zeit haben, die Möglichkeit geben, eine ungekürzte Zirkus vorstellung besuchen zu können. Ich werde mich freuen, wenn von diesen Erleichterungen möglichst reger Gebrauch gemacht wird und betone ausdrücklich, daß der Zirkus genau so gut geheizt und warm En. albe Preise! Samstag, den 9. Im eigenen Interesse r benutzen! erhältlich bei: Kaufhaus Schmoller, am Taradepl.(Tel. 21205 Verkehrsverein Mannheim e.., Westdeutsche Kaufhof.-G.(Eweisniederlassung Lähafen), Ludwigshafen a. Rh.(Tel. 602 11), sowie an sämtlichen Zirkus. kassen ab 9 Uhr vorm., auch Tel. unter Nr. 5010 48. Der Zirkus ist gui gehe izi Jrepn-Koseftnapier 3 Rollen.25, Boden⸗ wachs Doſe Mk. 0,85, Bodenbeize Doſe.35, Klavier gebr., wenig geſpielt, preisw. zu verkauf. 1284 T 2, 3, 4. St. Bodenöl hellgelb, Ltr. .35, Terpentinerſatz tr..50. Neuuert, 1. 9, Breite Straße S386 ist, wie jedes Theater, DEZEMBER Abends 8 Uhf N 2. Nr. 4(Tel. 25258 fs Vorzugskarten die ja HANS STO SCH SARRAS AN Eröffnung: Auher der Eröffnungsvorstellung am Mittwoch, den 6, Des. und der Schlußvorstellung am Dienstag, den 12. Dez,, nach: mittags 3 Uhr, finden täglich 2 Vorstellungen nachmittags 3 und abends 8 Uhr statt, die absolut gleich reichhaltig sind. Nachmittags zahlen Erwachsene un d Kinder aul u. Sonntag, den Karten sind ae 5 1 d. mubene 50 Sera a men beſtehen Auk⸗ Büfelt Krebe N tiſch u. fasten 300 Adolf Freinkel, 1 zu verkaufen. Anzuſeh. abends zw.—8 Uhr. Stamitzſtraße 8, 3. St. 1. 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