Aus fahl 5 illigst e 1, 48, — krſcheinungsweiſe: Täglich zmal außer Sonntag Bezugspreise: dren Haus monatlich.08 Mi und 62 Pfg Trägerlohn in unferen Feſchäftsſtellen abgeholn.25 Mk., durch die Post.70 Mk einſchl pig. Poſtbef ⸗Geb Hierzu 72 fg Beſtellgeld Abholſtelen Wald⸗ Mannheimer General-Anzeiger hoi 12 e e 42 Feng Str 34. Meerſeldſtr 18. Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtele: n 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 de Frledrichſt rate 4. W Oppauer Straße 8. Se Freiburger Straße! Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nema zeit Mannheim Einzelpreis 10* Anzeigenpreise: 32 mm breite Colonelzeile 40 Pfg., o mm breite Reklamezeile.50 Mk. Für im Voraus zu bezahlende Familien und Gelegenheits⸗Anzeigen beſondere Preiſe. Bei Zahlungseinſtellung, Vergleichen oder Zahlungsverzug wird keinerlei Nachlaß gewährt. 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Drei Jahre lang habe er die große Wirtſchafts⸗ und Währungskonferenz vor⸗ habe er die Abrüſtungskonferenz vorbereitet, die elendiglich zuſammenbreche. Die Vereinigten Staa⸗ ken und Rußland ſeien ihm nicht beigetreten. Deutſchland und Japan haben ihn verlaſſen, alſo. pier der größten Weltmächte gehörten ihm nicht oder nicht mehr an. Achtzehn Staaten hätten aufgehört, ihre Beiträge zu zahlen und ſeien ihm 70 Millionen ſchuldig. Drei inter⸗ nationale Anleihen, unter ſeinen Auſpizien und auf ſeine Empfehlungen abgeſchloſſen, würden nicht zu⸗ rückgezahlt. In bieſem überall verdächtig kniſternden Ge⸗ bäude bleibe nur eine ungeheure Bürokratie übrig, die ſortfahre, Aktenſtücke anzulegen und Berichte zu ſchreiben. Frankreich aber mit ſeiner Vorliebe für Kadaver, die ſeine einzige Leidenſchaft geworden ſei, klammere ſich an Genf. Frankreich zähle auf dieſen regungsloſen, ſchwer⸗ fälligen Körper, um ſein Leben zu ſichern, ſein Schick⸗ ful zu regeln, und um Ordnung, Wohlſtand, Ein⸗ vernehmen und Frieden in der Welt herrſchen zu laſen. Handelt es ſich, fragt das Blatt, um eine Lähmung der Vernunft oder eine Träg⸗ 00 6 holt des Geiſte s? Sitzen in unſerer Regierueg nur blinde Ideologen oder taube Rhetoren? Auf leben Fall habe die Nation, heißt es weiter, mit⸗ zureden bezüglich dieſes unerklärlichen Abſtieges zum Friedhof. Die Nation habe es ſatt, im Dunklen hinter einem Friedensphan⸗ lom her zulaufen, haſchen werde. Sie habe es ſatt, das ſie niemals er⸗ Vermittler⸗ gebühr für eine Ware zu zahlen, die ihr niemals ge⸗ liefert werde. Sie habe genug von jenen Konferen⸗ zen, die nur mit wortreichen Formeln und Pakten endeten. Die franzöſtſche Nation ſei groß und er⸗ jahren genug, um handeln zu können und um ihren alſo auch der Chriſtlichſozialen, gänzliches Verbot der Willen zu äußern, ohne von Vormünden abhängig zu ſein, die nicht wüßten, was ſie wollten.“ Erneute Gefährdung des Kabinetts Meldung des Wolff⸗Büros — Paris, 15. Dez. Miniſterpräſident Chautemps hat vor dem Senatsausſchuß für Finanzen gegen die Abän de⸗ rungen an den Sonderabgaben von den ſeſten Bezügen und au den neuen Steuern prote⸗ 5 1 und erklärt, daß dadurch nicht nur die Lage ö 10 00 8 Schatzamtes und der öffentlichen Finanzen, ſon⸗ ern auch die politiſche Ordnung und die Allgemein⸗ wirtſchaft des Landes gefährdet würde. Er befürchte, wenn der Senat ſich dem Standpunkt des Ausſchuſ⸗ ſes anſchließen ſollte, einen ernſten Konflikt wiſchen Senat und Kammer.. Auch die radikale Senatsfraktion, die ſtärkſte Gruppe im Senat, hat Bedenken wegen der Ausſchuß⸗ beſchlüſſe geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob und wie der Finanzausſchuß, der heute auch den Budget⸗ und inanzminiſter gehört hat, nunmehr Stellung nehmen wird. Beneſchs Veſuch in Paris Telegrapbiſche Meldung — Paris, 14. Dezember. Der Beſuch des tſchechoſlowakiſchen Außenmini⸗ ſters in Paris ſteht augenblicklich im Vordergrund des Intereſſes der internationalen Politik. Die Er⸗ klärungen, die Beneſch bei ſeinem Eintreffen abge⸗ geben hat, ſcheinen zu beweiſen, daß die Staaten der kleinen Entente ſich zur Zeit hinter Frankreich ſtel⸗ len. Die erſte Fühlungnahme zwiſchen dem tſchecho⸗ llowakiſchen Außenminiſter und Paul⸗Boncour am Donnerstag hat das Verhandlungsprogramm nicht 5 erschöpfen können. Eine der wichtigsten Fragen, die Vorſchlag gebracht wurde. Exregle Nachtſitzung im Anterhaus Meldung des Wolff⸗ Büros London, 15. Dezember. Im Unterhaus kam es um Mitternacht zu leb⸗ haften Auftritten, als der Dominienminiſter die Ausſprache über das Neufundland⸗Geſetz abſchlie⸗ ßen wollte, das die Sanierungsmaßnahmen für Neufundland und die vorübergehende Aufhebung des Dominien⸗Statuts vorſieht. Auf den Bänken der Oppoſttion entſtand eine wilde Aufregung. Fäuſte wurden gegen Miniſter Thomas geſchüttelt, dem man Selbſtüberhebung vorwarf. Die Sozialiſten drohten damit, das Haus, die ganze Nacht wach zu halten, brachten dann aber ſpäter ihrerſeits einen Antrag auf Vertagung ein, nachdem eine Abſtim⸗ mung zu Gunſten der Regierung erfolgt war. Die Konfervativen lehnten aber dieſen ab, ſo daß die Ausſprache tatſächlich wieder aufgenommen wurde. Um 6,30 Uhr früh waren die Verhandlungen über die einzelnen Paragraphen des Geſetzes noch in vol⸗ lem Gange. Der Reichswirtſchaftsminiſter in London — London, 14. Dez. Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Schmitt benutzt ſeine Anweſenheit in London, um die Bekanntſchaft einiger Kabinettsmitglieder zu machen und mit ihnen die perſönliche Fühlung aufzunehmen. dieſem Rahmen beſuchte er Donnerstag den Miniſterpräſidenten Maedonald und den Außen⸗ miniſter Sir John Simon. Am Freitag nach⸗ mittag wird er mit Handelsminiſter Runeiman zuſammentreffen. Am Freitag abend gibt der deutſche Botſchafter ein einfaches Eſſen in der Bot⸗ ſchaft, zu dem der Präſident des Staatsrats, Bald⸗ win, und Handelsminiſter Runeiman, der Landwirt⸗ ſchaftsminiſter Elliot, der Staatsſekretär für Ueber⸗ ſeehandel, Mac Colville, ſowie einige Wirtſchaftler, Bankiers und Induſtrielle eingeladen ſind. Es finden weder politiſche, noch wirtſchaftliche Verhandlungen im Zuſammenhang mit dem Beſuch des Reichswirt⸗ ſchaftsminiſters ſtatt. Wochſel auf dem amerikaniſchen Bolſchafterpoſten in Paris? — Paris, 15. Dez. Eine Havasmeldung aus Waſhington beſagt, in dortigen diplomatiſchen Krei⸗ ſen ſei das Gerücht in Umlauf, daß der jetzige ame⸗ rikaniſche Botſchafter in Paris, Strauß, der ſich gegenwärtig in Amerika aufhält, infolge Verſchlech⸗ terung ſeines Geſundheitszuſtandes nicht wieder auf ſeinen Poſten zurückkehren dürfte und ſein Rück⸗ tritt als amerikaniſcher Botſchafter in Paris be⸗ vorſtehe. Heimwehe⸗Vorſtoß gegen Dollfuß Altimative Forderungen an die Regierung Meldung des Wolff⸗ Büros — Wien, 15. Dezember. Unter Vorſttz des Fürſten Starhemberg, der am Mittwoch nach Rückkehr von ſeiner Auslandsreiſe längere Beſprechungen mit Vizekanzler Fey und dann mit Bundeskanzler Dr. Dollfuß hatte, begann am Donnerstag die von politiſchen Kreiſen mit Spannung erwartete Führertagung des Oeſterreichi⸗ ſchen Heimatſchutzes, an der außer dem Landesführer, darunter dem Vizekanzler Fey und Dr. Steidle, auch deren Stellvertreter aus allen Bundesländern teil⸗ nahmen. In der ſehr lebhaft verlaufenen Sitzung, die am ſpäten Abend auf heute vertagt wurde, kam hinſichtlich der grundſätzlichen Einſtellung der Heim⸗ wehr bei den Verhandlungen eine ſehr radika le Stimmung zum Ausdruck. Wie verlautet, gip⸗ felte dieſe in ultimatinen Forderungen an die Regierung: Ausſchaltung des Einfluſſes aller Parteipolitiker, ſozialdemokratiſchen Partei, Einſetzung eines Re⸗ gierungskommiſſars für die Stadt Wien, wofür der gegenwärtige Handelsminiſter Stockinger in Außerdem wurde geſor⸗ dert, das Handelsminiſterium dem Mitgliede der Heimwehr Jakoneig zu übertragen, Vizekanzler Fey mit dem Sicherheitsweſen und außerdem mit dem Miniſterium für Landesverteidigung bzw. des Bun⸗ desheeres zu betrauen, Gleichſchaltung der Landes⸗ regierungen mit der Bundesregierung in dem Sinne, daß dem Heimatſchutz in den Ländern der gleiche Einfluß zugeſtanden werde wie bei der Zentral⸗ regierung in Wien, und daß beſonders die Sicher⸗ heitsdirektoren in den Ländern freie Hand haben ſollten. Wie verlautet, neigt man beim Heimatſchutz der Anſicht zu, daß Bundeskanzler Dollfuß ſich den Forderungen nicht verſchließen werde. Sollte Dr. Dollfuß jedoch nicht darauf eingehen, ſo droht, wie es heißt, der Heimatſchutz mit dem Aus⸗ tritt aus der Regierung und dem Sturz des Kabinetts Dollfuß, angeblich auch mit einer Verſtändigung mit den National⸗ ſozialiſten zur Aufrichtung eines braun⸗grün⸗ ten Putſches. Kreiſen ſcheint Heimatſchutzes, der ſich offenbar und nicht in letzter Linie jetzt gegen die Regierungsparteien, alſo die Chriſtlichſozialen, richtet, ruhig aufzufaſſen, da die Forderungen des Heimatſchutzes alt ſeien. Bundeskanzler Dollfuß ſei Herr ſchlteßungen. Nach keiner Seite gebunden, könne er vielleicht den Forderungen des Heimatſchutzes Rech⸗ nung tragen, wenn dieſer ihm wirklich ſtark genug erſcheint, er könne aber ebenſo ablehnen und ſich auf die politiſchen Parteien, beſonders die Chriſtlich⸗ ſozialen, ſtützen. Nach Mitteilung aus chriſtlichſozialen Drei chriſtlich⸗ſoziale Führer an Dollfuß Telegraphiſche Meldung — München, 14. Dezember. Der Oeſterreichiſche Preſſedienſt meldet: Drei chriſtlich⸗ſoziale Führer der Steiermark, Regierungs⸗ rat Jaehnl, Direktor der Grazer Meſſe, der Grazer Vizebürgermeiſter Schmidt und der Grazer Stadtrat Frank, haben an einen der maßgebenden Redakteure der Wiener chriſtlich⸗ſozialen„Reichspoſt“ einen für Bundeskanzler Dr. Dollfuß beſtimmten FCCCCCCCVCFCCCVCVCVCCCVCVCTCVCVTVCVCVTVTVTVTVTVUVUVUVUVUVUVUVUVUDUVUVͤVͤĩVͥTñtnrr!!!!.!.!...... Abrüſtung, kann erſt von Grund auf beſprochen werden, wenn der engliſche Botſchafter in Paris, Lord Tyrrell, dem Quai'Orſay die Stellung⸗ nahme ſeiner Regierung mitgeteilt hat. Der Beſuch Lord Tyrrells iſt aber zunächſt wegen einer leichten Erkrankung des Botſchafters hinausgeſchoben worden. Außerdem hat auck die Londoner Regie⸗ rung noch keinen endgültigen Beſchluß gefaßt. Inzwiſchen werden Beneſch und Paul⸗ Voncour ſich damit begnügen müſſen, über die Frage einer Neuorganiſation des Völkerbun⸗ des zu ſprechen, die die Kleine Entente beſonders intereſſiert. 5 Verſchiedene Blätter kündigen an, daß hente oder morgen die Miniſter der nationalen Ver⸗ teidig ung unter dem Vorſitz des Miniſterpräſi⸗ denten das deutſch⸗franzöſiſche Problem vom miltärtechniſchen Standpunkt ans prüfen wollen, bevor der nächſte Miniſterrat über die Frage eventueller deutſch⸗franzöſiſcher Beſpre⸗ chungen Beſchluß faßt. Sir John Simon nächſte Woche in Paris — London, 15. Dez. Der Staatsſekretär des Aus⸗ wärtigen Sir John Simon wird am 21. Dezember nach Paris fahren, wo er eine Beſprechung mit dem franzöſiſchen Miniſter des Auswärtigen haben wird. Von dort reiſt Sir John Simon zunächſt nach Capri weiter. Man rechnet damit, daß er unterwegs auch mit Muſſolini zuſammentreffen wird. Der Verliner engliſche Volſchafter in London f — London, 15. Dez. Der Berliner engliſche Bot⸗ ſchafter, Sir Erik Phipps, traf am Donnerstag nach⸗ mittag aus Berlin kommend in London ein. Er iſt. abends mit Außenminiſter Simon im Außenmini⸗ ſterium zu eine Unterredung zuſammen gekommen. In ſeiner Ent⸗ Phipps Reiſe nach London erfolgt, wie verlautet, auf Wunſch der Regierung, die mit ihrem Berliner Bot⸗ ſchafter Ahrüſtungsfragen erörtern will. 144. Jahrgang— Nr. 581 Völkerbund Brief geſchrieben, in dem ſich folgende Stellen fin⸗ den: „Wir ſchreiben Ihnen, damit Sie den Herrn Bun⸗ deskanzler perſönlich darauf aufmerkſam machen, daß eheſter und energiſcher Wandel von allerhöchſter Dringlichkeit iſt. Wir ſind der Meinung, daß der Nationalſozialismus zunimmt, daß erſtärker denn je iſt. Demgegenüber ſteht eine vollkommen aktionsunfähige vaterländiſche Front. Ihre Schwäche iſt den Nationalſozialiſten ſo gut wie den Sozialdemokraten bekannt. Niemand hat vor ihr Reſpekt. Allen Ernſtes rechnet man hier, daß ſich das gegenwärtige Regime nicht bis zum Früh ahr wird halten können. Die Chriſtlich⸗Soziale Partei iſt ſchwer geſchwächt. Man führt Dr. Dollfuß Potemkinſche Dörfer vor, und darum die Verbitte⸗ rung und Depreſſion. Man rechnet ganz ernſtlich mit dem Sieg des Nationalſozialismus. Auf wirtſchaft⸗ lichem Gebiete iſt gar keine Erleichterung zu koerſta⸗ tieren. Wir wiſſen, daß es keinen Sinn hat, dem Herrn Bundeskanzler Dr. Dollfuß direkt zu ſchretben, da er die Briefe nicht erhält.“ Bundespräſident Schultheß über die deutſch-ſchweizeriſchen Beziehungen Meldung des Wolff⸗ Büros — Bern, 15. Dezember. Auf eine in Zuſammenhang mit der Rede des Reichsbankpräſidenten Dr. Schacht in Baſel geſtern im Nationalrat eingereichte Interpellation hat der Vorſteher des Eidgenöſſiſchen Volks⸗ wirtſchaftsdepartements, Bundespräſidenk Schultheß, in der geſtrigen Abendſitzung des Nationalrates u. a. folgendes geantwortet: Wir ſind bemüht, mit Deutſchland gute und ſreundſchaftliche Beziehungen zu unterhalten und be⸗ reit in Zukunft Warenmengen zu beziehen, deren Wert die Summe, die Deutſchland uns für unſeren Export und im Touriſten⸗ und Zahlungsverkehr zu leiſten hat, ſehr erheblich überſteigt. Wir ſtehen auch der Boykottbewegung, die in einzelnen Kreiſen gegen deutſche Waren in die Wege geleitet worden ſind, ablehnend gegenüber und billigen ſie nicht. Aus meiner Beſprechung mit Dr. Schacht habe ich den Eindruck gewonnen, daß dieſer für die Schwierigkeiten der Schweiz volles Verſtändnis hat, unſerem Lande wohlgeſinnt .fſfJßß◻P“!. man den beabſichtigten Vorſtoß des mit der gegenwärtigen dentſchen Regierung in polie⸗ tiſcher und wirtſchaſtlicher Hinſicht die gleichen freundſchaftlichen Beziehungen zu unter⸗ halten, die von jeher mit dem Denutſchen Reich beſtanden haben. Miniſter Stucki zur Schuloenfrage — Zürich, 15. Dezember. In einer öffentlichen Verſammlung ſprach geſtern abend Miniſter Dr. Stucki, der, Chef der Handelsabteilung des eidgenöſſiſchen Volks⸗ departements, über Gegenwart und Zukunft der ſchweizeriſchen Außenhandelspolitik. Stuckt kam auch auf die Ausführungen des deutſchen Reichsbankprä⸗ ſidenten Dr. Schacht in Baſel zu ſprechen, wobei er u. a. erklärte, die Frage Dr. Schachts an die Welt habe in der Schweiz eine ziemlich ſtarke Beunruhi⸗ gung ausgelöſt. Wenn man auch annehmen wolle, daß das ſtarre Recht nicht unter allen Umſtänden dominieren dürfte, müſſe man doch das von ſo vie⸗ len Konferenzen betonte Vertrauen an die Spitze ſtellen. Der Redner hielt zwar an dem ſchweizerf⸗ ſchen Gläubigerſtandpunkt ſeſt, erkannte aber an, daß eine gewiſſe Auflockerung des Schulden⸗ problems unumgänglich ſei, indem er fort⸗ fuhr: Es ſei wohl beſſer, freiwillig auf einen Teil einer Forderung zu verzichten, als hundertprozen⸗ tige Erfüllung zu fordern. Es gebe aber wohl nie⸗ mand, der auf alle ſeine Rechte verzichte, bevor nicht der Schuldner nachgewieſen habe, daß es ihm beim beſten Willen unmöglich ſei, ſeinen Verpflichtungen nachzukommen. Als Gläubiger Deutſchlands erkenne die Schweiz an, daß ſie keinen Anſpruch auf hundert⸗ prozentige Befriedigung habe, wenn ſie nicht Waren dafür nehme. Sie ſei hierzu bereit, wolle alſo be⸗ deutend mehr Waren abnehmen, als ſie exportieren könne. Die Schweiz ſei aber nicht berechtigt, zu glau⸗ ben, mehr deutſche Touriſten und größere Waren⸗ ausfuhr fordern zu können. Suvich iſt von Berlin nach Köln gereiſt — Berlin, 15. Dez. Der Staatsſekretär im ftalle⸗ niſchen Außen miniſterium, Fulvio Suvich, der ſich in Erwiderung der deutſchen Miniſterbefſuche in Rom einige Tage als Gaſt der Reichsregierng in Berlin aufhielt, hat am Donnerstag abend in einem Son⸗ derwagen, der dem fahrplanmäßigen D 8 eingefügt war, die Reichshauptſtadt verlaſſen, um ſich zunächſt nach Köln zu begeben. 4 2 8 seite Nummer 581 Der Stellvertreter des Führers in Oſtpreußen Meldung des Wolſff⸗ Büros Königsberg, 14. Dezember. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß hat veit ü unternom⸗ men, die ihn auch nach Königsberg führte. Es engen Kontakt der eine zweitägige Reiſe) nach Oſtpreußen War der Zweck der Fahrt, oſtpreußiſchen Nationalſozialiſten Reiches jenfeits des Korridors zum Ausdruck zu bringen und über Sorgen und Hoffnungen beſon⸗ bers mit den alten Parteigenoſſen im Geiſte der alten Kamerabſchaft Ausſprache zu pflegen. Der Stellvertreter des Führers betonte bei ſeinem Ab⸗ ſchied, daß er Adolf Hitler als Kanzler und Führer der nationalſozialiſtiſchen Bewegung die treue Ge⸗ folgſchaft der deutſchen Vorpoſtenprovinz im Oſten melden werde. den mit denen des Deutſcher Heldenmut Meldung des Wolff⸗Büros — London, 14. Dezember. Eine heldenmütige Rettungstat von drei deutſchen Seeleuten, die dabei den Tod Reykjavik gemeldet: Drei deutſche Seeleute fanden den Tod in den Wellen, als ſie die Beſatzung des ſchottiſchen Fiſchdampfers Margareth Clark zu retten verſuchten, der an der felſigen Südküſte Islands Schiffbruch erlitt. Die geſamte Beſatzung der Mar⸗ gareth Clark wurde gerettet. Ein deutſcher Dampfer, deſſen Name nicht genannt wird, ſetzte ein mit ſechs Mann beſetztes Boot zur Rettung der engliſchen See⸗ leute aus. Das Bovt kenterte jedoch, wobei drei Mannuertranken, während es den drei anderen gelang, an die Küſte zu ſchwimmen. Unter der Ueber⸗ ſchrift„Deutſcher Helden mut“ und„Deutſche ſterben bei der Rettung engliſcher Seeleute“ berichtet die engliſche Preſſe über das Ereignis Amerika als Gläubiger — Waſhington, 15. Dez. Die amerikaniſche Regierung wird von den am Freitag fälligen Kriegsſchuldenzahlungen im Geſamt⸗ betrage von 133 Millionen Dollar nuretwa 5 v. H. erhalten. Frankreich, Belgien, Polen und Eſtland lehnen jede Zahlung ab. Oeſterreich und Un⸗ garn erklären ſich außerſtande, etwas zu zahlen. Eng⸗ land zahlt 7 500 000 Dollar von fälligen 117 671 000, die Tſchechoſlowakei 150 000 von 1835000 Dollar, Ita⸗ lien 1000 000 von 2 139 000 Dollar, Lettland 81 200 von 181 000 Dollar, Litauen 10 000 von 103 000 Dol⸗ lar, nur Finuland zahlt volle 230 000 Dollar. fanden, wird aus Die Arbeitsloſenzahl von 1930 wieder erreicht — Berlin, 15. Dez. Der„Informationsdienſt“ (Amtliche Korreſpondenz der Dentſchen Arbeits⸗ front) meldet: Das Ergebnis der Zählung der Arbeitslosen für Ende November brachte eine große Ueberraſchung. Mit 3,71 Millionen beſchäftigungsloſen Perſonen hat die Arbeitsloſenziffer zu dieſem Zeitpunkt nicht nur die beiden Vorjahre unter⸗ ſchritten, ſondern ſogar faſt die Arbeitsloſigkeit des Jahres 1980(3,699 Millionen) erreicht. In dieſen ſtatiſtiſchen Zahlen ſpiegelt ſich eine ſehr ſchöne An⸗ erkennung der raſtloſen Arbeitsbeſchaſfungspolitik unſerer Reichsregierung. Kommuniſtiſche Sprengſtoffdiebe vor Gericht — München, 15. Dezember. Wegen Vorbereitung zum Hochverrat, Vergehens gegen die Verordnung zum Schutze gegen Verrat des deutſchen Volkes, we⸗ gen ſchweren Sprengſtoffdiebſtahls und ähnlicher Delikte hatten ſich 14 Ulmer Kommuniſten vor dem Oberſten Landesgericht München zu ver⸗ antworten. Der Hauptangeklagte Vittmann erhielt zwei Jahre vier Monate Zuchthaus, die übrigen An⸗ geklagten Gefängnisſtrafen von fünf Monaten bis zu 2% Jahren. Ein Angeklagter wurde freigeſprochen. nächſt den Lebenslauf der drei Bulgaren deutende Rolle ſpielten. Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Die Slrafantrüge im Brand ſtifterprozeß Freitag, 18. Dezember 1995 Die Ausführungen des Oberreichsanwalts— Dimitroff wird wieder frech Meldung des Wolff⸗ Büros Leipzig, 14. Dezember ie Nachmittagsſitzung des Reichstagsbransſtif⸗ terprozeſſes beginnt mit einer ſcharfen Zure ch t⸗ weiſung des Angeklagten Dimitroff durch den Vorſttzenden, weil Dimitroff während der Ausführungen des Oberreichsanwaltes wieder⸗ holtggelächelt hat. Der Vorſitzende bezeichnet dieſe Haltung Dimitroffs als unehrerbietig das Gericht und als Propokation und droht, Dimi⸗ troff, von der Sitzung auszuſchließen. Der Oberreichsanwalt fährt dann in ſeinem Plä⸗ doyer fort und wendet ſich nunmehr den drei bul⸗ gariſchen Angeklagten zu. Er ſchildert zu⸗ und hebt Kommuniſti⸗ eine verhältnismäßig be⸗ Der Oberreichsanwalt be⸗ zeichnet die Angabe Dimitroffs, er habe ſich als bulgariſcher Emigrant in Deutſchland nur mit bul⸗ gariſchen Angelegenheiten befaßt, als ſehr wenig beſonders hervor, daß alle drei in der chen Partei Bulgariens wahrſcheinlich. Ein beſtimmter Nachweis jedoch, daß Dimitroff in Deutſchland andere Dinge getrieben habe, ſeſi im allgemeinen nicht möglich geweſen. Jedenfalls ſtehe aber feſt, daß Dimitroff mit einem Führer der deutſchen Kommuniſten in Verkehr ge⸗ ſtanden habe. Dimitroff ſowie Popoff hätten in der Vorunterſuchung alles getan, um die Unterſuchungs⸗ behörden irrezuführen. Der Oberreichsanwalt unter⸗ ſtrich mit beſonderem Nachdruck, daß keiner der drei Bulgaren einen plauſtblen Grund dafür habe an⸗ geben können, daß ſie gerade in Deutſchland Aufent⸗ halt geonmmen haben. Alle drei hätten ſich gerade in einer Zeit in Deutſchland einge unden, in der von den deutſchen Kommuniſten ein bewa fneter Auf⸗ ſtand vorbereitet wurde. Ihre Behauptung, daß ſie ſich für deutſche politiſche Berhältniſſe nicht intereſſiert hätten, ſei vollkommen un⸗ glaubhaft. Auch die Behauptung Popoffs, daß er erſt im No⸗ vember 1932 zum erſten Male nach Deutſchland ge⸗ kommen ſei, wird vom Oberreichsanwalt als un⸗ glaubhaft zurückgewieſen. Durch verſchiedene Zeu⸗ genausſagen ergebe ſich unzweifelhaft, daß Popoff ſchon im Sommer 1932 in Deutſchland war und daß er ſeinen Aufenthalt hier zu verbergen ſuchte. Ver⸗ ſchiedene Zeugen aus Rußland hätten zwar bekun⸗ det, daß Popoff ſich in jener Zeit in Rußland auf⸗ gehalten habe, indeſſen müß dieſe Ausſagen er⸗ heblichem Zweifel begegnen, n ſie enthielten ver⸗ ſchiedene Widerſprüche, beſonders über die von Po⸗ poff geführten Namen. Für eine Beteiligung des Popoff am Reichstagsbrand ſeien zwei Momente von beſonderer Bedeutung. Er ſei am 6 Nachmittag des Brandes in Begleitung des Ange⸗ gegen klagten Torgler im Reichstage geſehen worden und der Zeuge Frey habe mit Beſtimmtheit behauptet, Popoff wiederzuerkennen. Ferner habe der Zeuge Grothe Popoff belaſtet. Popoff ſollte derjenige ſein, dem die Taſche mit dem Brandmaterial im Reichstag übergeben worden iſt. In gewiſſem Grade ſei, ſagte der Oberreichsanwalt, die Ausſage Gro⸗ thes durch andere Zeugen erſchüttert worden; im übrigen aber beſtehe kein Grund, an Grothes Glaub⸗ würdigkeit zu zweifeln. Grothe habe den Popoff auch in der Roten Hilfe geſehen. Gegenüber anders lautenden Zeugenausſagen müſſe man bedenken, daß die Rote Hilfe nach dem gleichen Prinzip arbeitete wie die Kommuniſtiſche Partei und daß ihre Mit⸗ glieder jedenfalls geneigt waren, Angaben zu machen, die geeignet ſeien, Kommuniſten aus der Gefahr einer Strafverfolgung zu retten. Die eigentliche Brücke, fuhr der Oberreichsanwalt fort, die vom Reichstagsbrand zu den angeklagten Bulgaren führte, ſei die Ausſage des Kellners Hel⸗ mer vom Bayernhof, die allerdings durch ander⸗ Zeugenausſagen bis zu einem nicht unerheblichen Grade als zweifelhaft zu bezeichnen ſei. Man werde demnach der Ausſage Helmers mit einer gewiſſen Skepſis gegenübertreten müſſen und auf ſie kein aus⸗ ſchlaggebendes Gewicht legen dürfen. Der Oberreichsanwalt erklärt zum Schluß, es beſtehe ein erheblicher Verdacht, daß die drei angeklagten Bulgaren unerlaubte Dinge in Deutſchland getrieben haben, die mit der Vorbereitung einer deutſchen Revolution in Zuſammenhang ſtehen. Daß ſie aber gerade mit dem Reichstagsbrand in Beziehung ſtehen, ſei nicht mit Beſtimmtheit zu erweiſen, ob⸗ mohl ein ſtarker Verdacht nach dieſer Rich⸗ tung vorhanden ſei. Oberreichsanwalt Dr. Werner ſtellt ſodann die bereits gemeldeten Strafanträge.(Gegen die An⸗ Oben: van der Lubbe Unten: Torgler „Nationale Komponiſten“ in Ludwigshafen Das dritte Konzert des Pfalzorcheſters. Dem Schaffen lebender Tonſetzer widmete das Pfalzorcheſter ſein 3. Konzert. Für konſervatlvere Hörergemeinden ein Vorbild, weil ein Opfer. Die Ludwigshafener ſahen ſich den Pfalzbau⸗Saal von außen an „Junge nationale Komponiſten“: dieſe Pro⸗ grammüberſchrift ließ erſte Schritte zum Parnaß unſicher vorwärts Taſtendes, Gärendes, Ueber⸗ ſchwängliches erwarten. Irrige Vorausſetzung ſchon um deswillen, weil die fünf Aufgeführten mit höch⸗ ſtens einer Ausnahme— Roſelius, deſſen Geburts⸗ tag nicht vermeldet war— das Schwabenalter über⸗ ſchritten haben; Karl Wüſt ſteht gar ſchon im 60. Lebensjahr. Aber was gemeint und gewollt war: den Hochdrang des ſeiner Pflicht gegen die Nation bewußten Nachkriegsgeſchlechts durch Muſterbeiſpiele zu kennzeichnen und den Ringenden wieder einmal Gehör zu verſchaffen, wurde erreicht. „Bekenntnismuſik“ wie die Beethovens? Gewiß ein ſtarkes Glaubens bekenntnis. Inwieweit aber das Herz mitſchwang, wagt man nach ſo flüch⸗ liger Bekanntſchaft mit den Neuen kaum zu ent⸗ scheiden. Erſter Eindruck: wenig gärend Ueber⸗ ſchwängliches, eher ſehr klares Wiſſen um die— Wirkung. Karl Wüſts„Retter“ ſtürmt aller⸗ dings leidenſchaftlich mit dem Feldruf„Vaterland!“ voran. Den bewegenden Trieb zu der„Sinfo⸗ niſchen Fantaſie Opus 80“ gibt ein leigenes?) Gedicht, das der an der Kaiſerslauterer Lehrerbil⸗ dungsanſtalt als Muſiklehrer Tätige für Männer⸗ chor geſetzt hatte. Pfälziſche Freude an keckem und lautem Sang entlädt ſich in balladesk beſchwingter Melodie, kräftigen Gegenſätzen zwiſchen dem geſchloſ⸗ ſenen Bläſer⸗ und Streiche körper und hymniſchen Steigerungen. Die übrigen vler Tonſchöpfungen rechnen ſich un⸗ verkennbax ſelbſt zur neuklaſſiſchen Richtung: alte Form wird mit neuem Inhalt gefüllt. Doch die alt⸗ deutſche Mannestugend der„mäze“, des Maßhaltens, lieben unſere Stürmer und Dränger nicht gerade. So ſprengt die Sin ſoniſche Orcheſterſuite des Berliner Max Trapp, der ſein bewunderns⸗ wertes außergewöhnliches Satzkönnen in die Stil⸗ geſetze einer Toccata, eines„mozärtlich“ angehauch⸗ ten Menuetts und eines Rondos ſpannt, dieſen Rah⸗ men durch gedankliche Phantaſie und modulatoriſche Ausweitungen. Beſonders der Begriff des„Ron⸗ dos“ wird als Finale von Trapp wie von Otto Wartiſch in der abſchließenden muſikantiſch friſchen Burleske ſeiner Partita ziemlich weit gefaßt. Das löbliche Mühen des früheren Kapellmeiſters der pfälziſchen Städtebundoper und jetzigen Gothaer Generalmuſikdirektors um Klarheit und Wahrheit im Klanglichen, das zuerſt eine Fuge mit der regiſter⸗ haften Stimmführung der Inſtrumentengruppen Oberreichsanwolt Werner(ſtehbend) und Landgerichts direktor Pariſius, der zweite Vertreter der Anklage. offenbart, verliert ſich in dem vielfarbigen Con⸗ certino zu ſehr in Einzelheiten. Zwei ausgeſprochene Farbenmuſikanten ſind ein⸗ mal der Bremer Ludwig Roſel ius, deſſen„Sin⸗ foniſcher Tanz“ mit ſeiner kühnen Atonalität und dem verſchiedenartigen Holzſchlagzeug als Bal⸗ lettmuſik aus einer Oper„Godiva“ ganz auf den Theaterhochglanz angelegt iſt. Der Kurzſin⸗ fonie des Rheinländers Alfred Irmler ſodann, deren vier Sätze ineinander übergleiten, liegt Rainer Maria Rilkes Weiſe von Liebe und Tod zu⸗ grunde. Feintönige Stimmungslyrik, die nicht in programmuſikaliſche Schilderung verfällt, aber auch wieder zu breit gedehnt wurde.— Dr. Otto War⸗ tiſch, als Gaſtleiter des während einer verdienſt⸗ vollen Werbereiſe auf dieſe neue Muſik tadellos ein⸗ geſpielten Pfalzorcheſters, war den Werken ein treuer Eckart. 4. ee eee Die gute Nacht Von Hanns Johſt Es finken alle Wolken. Es fällt das letzte Wort. Und Stunden nur verfolgen Die Stille da und dort. Der Mond ſchöpft alle Schwere Aus See und Berg und Baum. In einer großen Leere Schweben Zeit und Raum. Ich werde klar und vein Und ſelig unbedacht Und gehe gänzlich ein In gute Nacht. Ein franzbſiſcher Kunſtſälſchunss⸗Skondal. Nach den Skandalen von Glozel, der Mona Liſa und der Tiara von Saitaſerne beſchäftigt die Pariſer Oeffent⸗ lichkeit ein neuer Kunſtfälſchungs⸗Skan⸗ dal, in deſſen Mittelpunkt Delmotte, der König der Pariſe Antiquare, ſteht. Das Haus Delmotte, das jetzt ſchon in der zweiten Generation geleitet wird, nachdem Vater Delmotte nach Aufdeckung einer groß⸗ artigen Fälſchung von Steinſkulpturen, die an den Louvre verkauft worden waren, einem myſteriöſen Jagdunfall zum Opfer gefallen war, hat an den ame⸗ rikaniſchen Zeitungskönig Hearſt Kopien der be⸗ rühmten Glasfenſter der Dreieinigkeitskirche in Fécamp verkauft. Die Fenſter waren vor einiger Zeit mit Mitteln des franzöſiſchen Unterrichtsmini⸗ ſteriums erneuert worden. Durch eine anonyme Anzeige iſt jetzt feſtgeſtellt worden, daß bei der Wie⸗ derherſtelklang die Fenſter vertauſcht worden ſind, und daß die Originale nach Amerika gewandert ſind, während man der Dreieinigkeitskirche die Ko⸗ pien überlaſſen hat. Die Hauptbeteiligten an dieſem Fenſtertauſch haben der Polizei ihren Betrug bereits eingeſtanden und zugleich erklärt, daß das Haus Delmotte ihr Auftraggeber geweſen iſt. O Die Ansgrabung Jerichos. Die für die Ehro⸗ nologie der bibliſchen Geſchehniſſe ſo wichtigen Gra⸗ bungen in Jericho ſind, ſoweit ſte die Baugeſchſchte der Stadt und deren Phaſen betreffen, nach vier⸗ jähriger Dauer abgeſchloſſen. Wie der Leiter der aufſehenerregenden Arbeiten, Prof. Garſtang⸗Liver⸗ pool, jetzt mitteilte, ſind die Ergebniſſe völlig ein⸗ deutig. Die an den Bauſchichten und den in außer⸗ ordentlicher Fülle gefundenen Töpfereien gewonne⸗ — n der ——— geklagten Torgler dle Todesſtrafe. e ilgariſchen An. geklagten Dimitroff, Popoff und Taneff beantragte er F ſpruch). Der Verteidiger der oͤrei Bulgaren Nach der Pauſe beginnt Rechtsanwalt Dr. Teichert ſein Plädoyer für die drei bulgarſſchen Angeklagten. Der Alibibeweis für Popoff uns Taneff ſei zwar nicht ſchlüſſig gelungen, aber die Be⸗ weisaufnahme habe doch die Angaben der beiden tber ihren Aufenthalt am Brandtage geſtützt und jedenfalls nichts für ihre Schuld ergeben. Von Dimitroff ſtehe ja feſt, daß er am Brandtage nicht in Berlin war. Der Angelpunkt der ganzen Anklage gegen die Bulgaren, die Ausſage des Zeugen Hel⸗ mer, enthalte eine ganze Reihe von Trrtümerg Der Verteidiger ſucht dann dieſe im einzelnen nach⸗ zuweiſen. Dr. Teichert beſpricht dann in ausfüht⸗ licher Weiſe die Ausſagen der zahlreichen anderen Zeugen, ſoweit deren Bekundungen die drei Bul⸗ garen betreffen. Insbeſondere wendet ſich Dr. Teichert gegen die Ausſage des Zeugen Grothe, dem er vorwirft, ſeine Bekundungen frei er funden zu haben. Um 8 Uhr abends wird die Sitzung geſchloſſen, Am Freitag vormittag will Dr. Teichert ſein Plä⸗ doyer fortſetzen. Schweres Verkehrsunglück [Telegraphiſche Meldung) Poſen, 15. Dez. Vor der Einfahrt zum Hauptbahnhof fuhr ein Perſonenzug auf einen dort haltenden Zug, der nur mit Kindern beſetzt war. Drei Wagen des haltenden Zuges ſtürzten inſolge des Zuſammenſtoßes die Bö⸗ ſchuug herunter. Aus den Trümmern konnten bisher ſechs Kinder als Leichen geborgen wer den. 14 Kinder wurden ſchwer und eine An⸗ zahl leicht verletzt. Raubmord in Moskau Moskau, 18. Dez. Geſtern gegen 11 Uhr ereignete ſich mitten in der Stadt in dem größten und bekannteſten Mos⸗ kauer Ausländerhotel Metropol der hier ſeltene Fall eines Raubmords au dem Kaſ⸗ ſterer des Hotelbetriebs. Die Kaſſe be⸗ findet ſich am Ende eines abgelegenen Korridors des großen Gebäudes in der Nähe eines Nebenausgangs. Dort drangen zwei Leute ein, die den Kaſſierer und den Buchhalter mit der Waffe bedrohten. Der Buch⸗ halter konnte durch das Telefon Hilfe alarmieren. Der Kaſſierer, ein älterer Mann, wurde mit einem wuchtigen Hammerſchlag getötet. Den Räubern, die wegen des Alarms vorzeitig flüchten mußten und unerkannt entkamen, fiel nur eine kleinere Geld⸗ ſumme in die Hände. ö Der Ueberfall ſcheint von gut unterrichteten Len⸗ ten ausgeführt worden zu ſein. Raubmorde und Ueberfälle gehören in der Mos, kauer Kriminaliſtik zu ganz ſeltenen Fällen. Ein weiteres Opfer des Fuhlsbutteler Flugzengunglücks 1 — Hamburg, 15. Dez. Die Zahl der Opfer des Flugzeugunglücks im Flughafen Fuhlsbüttel hat ſich auf ſſieben erhöht. Der ſchwerverletzt in das Barnbecker Krankenhaus eingelieferte zweite Flug, zeugführer Gabbert iſt in der vergangenen Nacht ge⸗ ſtorben. 5 Finniſches Schiff geſunken— 12 Tote — Helfingfors, 15. Dez. Bei den Aalauds⸗ inſeln hat ſich in der Nacht zum Donnerstag ein Schiffsunglück ereignet, dem 12 Menſchen zum Opfer fielen. Das finniſche Schiff„Plus“ ſtieß in der Nähe von Mariehamn im Sturm auf Grund und ſank innerhalb weniger Sekunden. hörige der Beſatzung konnten ſich retten, während die übrigen 12 ertrunken ſind. Von dem Wrack ſind nur noch die Maſtſpitzen über dem Waſſerſpiegel ſichtbar. 5 TTT Ilja Tolſtoi, ein Sohn des ruſſiſchen Dichters Leo Tolſtot, ſtorb in Newhaven(Conneetieut) im Alter von 68 Jahren. Ilja Tolſtoi machte zuletzt von ſich reden, als er bei der Verfilmung des Romans„Auf⸗ erſtehung“ ſeines Vaters in Hollywood als Berstet mitwirkte. — nen Ergebniſſe werden auch durch die neueſten Unter, ſuchungen des Palaſtes und der Vorratehäuſer be⸗ ſtätigt. Die Zerſtörung der Stadt und der Sturz der Mauern muß in die Zeit um 1400 v. Chr. geſeßt werden; die Erzählung der Bibel befindet ſich dam in voller Uebereinſtimmung.. — Nur 4 Ange- Vor Die n ler Wuch Celſius Tiefſtand Die Höch denn hei Geſtern rend des silber ni. temperat Die rhein Erlieg Treibe wegs bef de Das gunſten Schule z Aula de Die auf ſolge wu ten, die kommen dienen. Bach, Te! rohem Künſtler Proben heſte Mu den Wen! das Frl. ſormvolle eine Zug gleitete, Rameaus niſt. Kä Eckert Sonate i übung iſt wohl no benswür hörer zu kionalthe zonetta gleichzeit Kammer! hörerkrei mit Dire kenden, u Schumi ſonders blies, hei man ſo d schöne S. 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Mit 13,4 Grad Celſius wurde in der vergangenen Nacht der größte Tiefſtand in dieſßem hartnäckigen Vorwinter erreicht. Die Höchſtgrenze ſcheint noch nicht erreicht zu ſein, denn heute früh zeigte das Wetterglas 13,2 Grad C. Geſtern abend wurden 10,6 Grad C. gemeſſen. Wäh⸗ rend des ganzen geſtrigen Tages ging das Queck⸗ ſilber nicht über den Gefrierpunkt, denn die Höchſt⸗ temperatur betrug 4 Grad unter Null. Die Rheinſchiffahrt auf dem Ober rhein wird jedenfalls im Laufe des Tages zum Erliegen kommen, da der Rhein von Maxau aus Treibeis führt. Die Schiffe, die ſich noch unter⸗ wegs befinden, ſuchen den nächſtgelegenen Hafen auf. Muſikaliſcher Abend des Leſſing-Realgymnaſiums Das Leſſing⸗Realgymnaſium hatte zu⸗ gunſten der Winterhilfe die Eltern und Freunde der Schule zu einem muſikaliſchen Abend in die Aula des Adolf⸗Hitler⸗Realgymnaſiums geladen. Die auf beſter Kammermuſik aufgebaute Vortrags⸗ jolge wurde zum großen Teil von Künſtlern beſtrit⸗ ten, die als alte Bekannte auch diesmal wieder ge⸗ kommen waren, um ſelbſtlos einer guten Sache zu dienen. Von Händel führten die Darbietungen über Bach, Teleman, Rameau zu Stamitz und Haydn. In rohem Muſizieren waren Lehrer, Schüler und Künſtler vereinigt. Muſiklehrer Eckert, der die Proben leitete und ſelbſt trefflich mitſpielte, hatte beſte Muſtker zuſammengerufen. So kam man in den Wenuß eines Satzes aus Bachs-Moll⸗Konzert, das Frl. Back an dieſem Abend beſonders ſchön und ſormvollendet ſpielte. Der reiche Beiſall ſicherte eine Zugabe. Helmut Lind, der unermüdlich be⸗ gleitete, zeigte in Preludes und anderen Stücken Rameaus ſeine ſchon überaus reife Kunſt als Pia⸗ niſt. Käthe Back führte dann mit den Herren Eckert(Violine) und Naumann(Cello) Linds Sonate im alten Stil, die weit mehr als eine Stil⸗ übung iſt, zu einem Erfolg, der dem Werk anderorts wohl noch beſchieden ſein wird. Als weiteren lie⸗ benswürdigen Gaſt des Abends begrüßten die Zu⸗ hörer zum erſten Male Frl. Seubert vom Na⸗ tionaltheater, die mit ſchöner Stimme Haydns Can⸗ üonetta italieniſch ſang. Die Veranſtaltung, die gleichzeitig zu einem Vorbild des Einhörens in alte Kammermuſik wurde, hätte einen größeren Zu⸗ hörerkreis verdient. Die Anweſenden aber haben mit Direktor Schulze⸗Diesdorf den Mitwir⸗ kenden, unter denen auch die Schüler Umlauf und Schumm ſicher die Geige ſpielten, und Bing, be⸗ ſonders im Stamitzſchen Trio, geläufig die Flöte blies, herzlich gedankt. Auf die erfreulichſte Art hat man ſo der Winterhilfe auch von der Schule aus eine ſchöne Spende zuführen können. 8 Polizeibericht vom 15. Dezember Gasentzündung. Geſtern morgen leuchtete in einer leerſtehenden Wohnung in den H⸗Quadraten, in der die Gasleitung undicht geworden war, ein Haus⸗ bewohner mit einem brennenden Streichholz die Gasleitung ab, ſo daß ſich die angeſammelten Gaſe entzündeten. Durch den hierdurch entſtandenen Druck wurden der Glasabſchluß und mehrere Fenſterſchei⸗ ben zertrümmert. Beleuchtungsprüfung. Bei einer in den geſtrigen Abendstunden auf der Seckenheimer Anlage vorge⸗ nommenen Prüfung der Beleuchtung an Kraftfahr⸗ zeugen wurden 15 Perſonenkraftwagen, 2 Laſtkraft⸗ wagen und 6 Krafträder wegen unvorſchriftsmäßiger Beleuchtung beanſtandet. Schutzhaft. Im Laufe des geſtrigen Tages wurden drei Perſonen aus politiſchen Gründen in Schutz⸗ haft genommen. 5 Rohrbrüche werden behoben Die Sonderabteilung der Rohrnetzverwaltung beim ktädtiſchen Waſſerwerk hat Hochbetrieb, denn die Nohrbrüche mehren ſich ſeit dem Ein⸗ bruch des Froſtes. Faſt täglich muß die Gruppe der Fachleute zur Behebung von Waſſerrohrbrüchen aus⸗ tücken. An manchen Tagen gibt es vier und mehr ſolcher Brüche und auch nachts wird das Waſſer⸗ werk deswegen gerufen. Die Brüche kommen an ſich das ganze Jahr vor, aber ſtie vermehren ſich um das Vielfache in den Tagen des Froſtes. Da gefriert die Erde von oben herunter und das führt zu Erdverlagerungen, denen die Rohre nicht gewachſen find. Sie können dem un⸗ gewohnten Druck nicht widerſtehen und brechen. Manchmal wird nur ein Haus, dann aber auch häufig ein ganzer Straßenzug von der plötzlicheſt Unter⸗ brechung der Waſſerzufuhr betroffen. Die Helfer⸗ gruppe des Waſſerwerks rückt mit dem Kraftwagen aus um den Schaden in kürzeſter Zeit zu beheben. Zu dieſen Waſſerrohrbrüchen und ihrer Beſeiti⸗ gung kommt auch die Bewachung der Hydran⸗ ten durch das Waſſerwerk. Es würde zu einem ſchweren Unglück führen, wenn im Falle eines Brau⸗ des die Waſſerquellen der Feuerwehr, die Straßen⸗ hudranten, eingefroren wären. Das Waſſerwerk läßt daher dieſe koſtbaren Waſſerquellen nachſehen. Die odenhydranten, die mit der Straßenoberfläche ab⸗ ließen, werden mit Salz beſtrent, damit ſie auf⸗ auen und der Deckel ſich immer leicht öffnen läßt. ie anderen Hydranten ſind durch ihren Aufbau ſchon einigermaßen gegen Einfrieren geſchützt. Arbeilsbeſchaffung in Mannheim iſt vordringlichſte Aufgabe Hoffnungsvoller Ausblick des Oberbürgermeiſters in der geſtrigen Bürgerausſchußſitzung Der Bürgerausſchuß benötigte geſtern nachmit⸗ tag zur Erledigung der ſechs Punkte umſaſſenden Tagesordnung genau eine Viertelſtunde, die noch erheblich abgekürzt worden wäre, wenn Oberbürger⸗ meiſter Renninger nicht einleitend auf die Beſſerung der wirtſchaftlichen Lage eingegangen wäre, die ſich ſeit Beginn der nationalen Erneue⸗ rung auch in Mannheim bemerkbar macht. Auch der Ausblick des Stadtoberhauptes war durchaus hoff⸗ nungsfroh, wozu die Zahlen berechtigen, die den Ausführungen zu Grunde gelegt wurden. Wie der Reichsregierung, ſo iſt auch für Oberbürgermeiſter Renninger die Ar beitsbeſchaffung die Haupt⸗ ſorge, weil weit mehr als in jeder anderen Stadt in Mannheim die Verminderung der Zahl der Arbeits⸗ loſen der Angelpunkt unſerer wirtſchaftlichen Ent⸗ wicklung iſt. Auch wir haben die beſtimmte Zuver⸗ ſicht, daß die Bewühungen, die im kommenden Früh⸗ jahr in erbhlich verſtärktem Maße einſetzen, wie überall im Reiche ſo auch in Mannheim von Erfolg gekrönt ſein werden. Wir dürfen deshalb die Schwelle des neuen Jahres hoffnungsfreudig über⸗ ſchreiten. Oberbürgermeiſter Renninger eröffnete um 5,05 Uhr die Sitzung mit der Feſtſtel⸗ lung, daß die erforderliche Mehrheit anweſend ſel. Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde, führte der Oberbürgermeiſter u. a. folgendes aus: Die Arbeitsloſigkeit beſchäftigt uns heute in Deutſchland und in Mannheim auf das vor⸗ dringlichſte. Es iſt etwas wunderbares, daß in die⸗ jem Jahre zum erſten Male in den Monaten Oktober und November die iffern der Erwerbs⸗ loſen abgeſunken iſt und eine ganz erhebliche Zahl in den Arbeitsprozeß eingegliedert werden konnte. Sehen wir uns die Zahlen an, ſo finden wir, daß im Vorjahre um dieſe Zeit noch ſechs Millionen Männer und Frauen außer Arbeit ſtanden. Dieſe Zahl wurde im November 1933 auf 3,7 Millionen ge⸗ ſenkt. Wir leſen dieſe Zahlen, wir haben uns daran gewöhnt. Trotzdem müſſen wir uns fragen: Wodurch wurde denn eigentlich dieſe Senkung erreicht? In den letzten Jahren wurden die Weltwirtſchaftskriſe, die Behinderung im Export, die Zollſchranken dafür verantwortlich gemacht, daß es Deutſchland nicht beſ⸗ ſer gehen konnte. Heute ſehen wir, daß dieſe Behin⸗ derungen fortdauern. Die Weltwirtſchaftskriſe be⸗ ſteht noch. Der Dollar iſt auf die Hälfte ſeines Wer⸗ tes geſunken. Das Pfund und andere Währungen ſind entwertet. Die Zollſchranken ſind immer noch nicht beſeitigt. Da müſſen wir uns denn doch fragen, auf welche Urſachen der ſo erfolgreiche Kampf gegen die Arbeitsloſigkeit in den verfloſſenen acht Monaten zurückzuführen iſt. Heute wiſſen wir, daß unſer Führer Adolf Hitler das Volk zu einer Gemeinſchaft zuſammengeſchweißt hat. In dieſem Winter ſehen wir zum erſten Male das Volk als eine Nation. Das iſt das wunder⸗ bare Geheimnis, das aus dieſen Zahlen ſpricht. Das ſind Dinge, die man nicht erfaſſen kann, die wir Na⸗ tionalſozialiſten aber frühzeitig erkannt haben und heute in beglückender Weiſe empfinden. Während in den letzten Jahren jeder ſich von der Volksge⸗ meinſchaft immer weiter entfernte und ſeinen eige⸗ nen Weg ſuchte, einerlei, ob der Nächſte beſtehen konnte, ſehen wir heute, daß alle Klaſſen unſeres Volkes ſich zuſammenſcharen in dem einen Gedanken, den Willen nur darauf zu lenken, mit dem Führer den Weg zu gehen, den er vorgezeichnet hat und der uns aus Elend und Verzweiflung von Monat zu Monat weiter hinausführt. Hitler hat beim Regie⸗ rungsantritt erklärt: Gebt mir vier Jahre. In die⸗ ſen vier Jahren werde ich die Arbeitsloſigkeit beſei⸗ tigen. Kaum drei Viereljahre ſind verfloſſen. In dieſem Zeitraum ſind drei Millionen Menſchen dem Arbeitsprozeß wieder zugeführt worden. Ein wun⸗ derbares Ergebnis. Die ganze Welt ſchaut heute mit der größten Hochachtung auf die Leiſtungen, die ſich in unſerem Volke vollziehen. Ich glaube ſogar, daß man mit neidiſchen Augen auf das deutſche Volk ſieht. Die Volksgemeinſchaft kann ſich in anderen Völkern nicht in ſo wunderbarer Weiſe wie in Deutſchland entwickeln, weil die Vorausſet⸗ zungen hierzu nicht gegeben ſind und weil nur Deutſchland den großen Führer beſitzt. Wenn wir die Zahlen etwas näher betrachten, ſo finden wir, daß im Amtsbezirk Mannheim im Sep⸗ tember 31600, im Oktober 29 800 und im November 27700 Erwerbsloſe vorhanden waren. In dieſem Monat wird die Zahl noch weiter ſinken. Die großen Arbeiten, die in Vorbereitung ſind und un⸗ mittelbar vor der Ausführung ſtehen, werden in den nächſten Monaten eine weitere ganz erhebliche Ent⸗ laſtung des Arbeitsmarktes bringen. Bei diefer Sachlage iſt es ſelbſtverſtändlich, daß ſich alle Teile in dieſen Aufbruch eingliedern, der ſich in unſerm Volke vollzieht. An die Spitze dieſer Betrachtung möchte ich das alte nationalſozialiſtiſche Poſtulat ſtellen, daß keine Fürſorge mehr gegeben werden ſoll ohne Arbeitsleiſtung. Die Mehrzahl unſeres Volkes will heute keine Al⸗ moſen mehr. Ein jeder möchte ſeinen Platz haben. Wenn es heute noch möglich iſt, alle in den ord⸗ nungsmäßigen Arbeitsprozeß einzugliedern, ſo haben wir die Möglichkeit, dem Arbeitsloſen im Volks⸗ und Arbeitsdienſt den Platz zu geben, der ihm geſtattet, ſeine Kräfte einzuſetzen. Wir werden im Laufe der nächſten Jahre dahin kommen, daß alle Kräfte ſich einmütig zur Verfügung ſtellen. In ganz kurzer Zeit haben in Mannheim bereits 300 junge Leute freiwillig auf die Fürſorge ver zichtet und ſind zur Arbeitsleiſtung ins Arbeitsdienſtlager gekommen. Ich glaube, daß wir im Volksdienſt eine ähnliche Erſcheinung ſehen werden. Die Eingliederung der Arbeilsloſen in den Ar⸗ beitsprozeß hat ſich ſeither in Mannheim mit einer gewiſſen Stetigkeit' vollzogen. Man darf erwar⸗ ten, daß dieſe erfreuliche Stetigkeit andauern wird. In der Mannheimer Großin duſtrie ſind in den erſten neun Monaten des Jahres 1933 drei Millionen Arbeitsſtun den mehr geleii⸗ ſtett worden als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Der Schiffsgüter verkehr iſt im gleichen Zeit⸗ raum um eine halbe Million Tonnen geſtie'gen. Wir haben in den Mannßeimer Häfen noch ſehr viel nachzuholen. Aber dieſe halbe Million iſt immerhin ſchon eine ganz erkleckliche Zahl. Der Rückfluß der Einlagen bei der Städtiſchen Sparkaſſe iſt endgültig zum Stillſtand gekommen. Von Januar bis September waren es noch 1,1 Millionen gegen 79 Millionen im Vorfahre. Im November war ſogar ſchon ein kleiner GEinlageüberſchuß vorhan⸗ den. Die Bautätigkeit iſt um 27,9 v. H. geſtie⸗ gen. In den letzten neun Monaten wurden 1007 Wohnungen neu erſtellt, gegen 361 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der von der Stadtkaſſe behandelten Stun⸗ dungsgeſuche iſt um 5000 zurückgegangen. Die Hauptſorge kommt aber noch. Wenn der Froſt zurückgeht, ſind die Rohre von neuem bedroht, denn dann ändern ſich wieder die Druckverhältniſſe des Bodens. Man wird für dieſe Zeit mit neuen Brüchen rechnen müſſen, aber das Waſſerwerk iſt auf jede Ueberraſchung gefaßt. Es beſteht kein Grund zur Beunruhigung. Die Hauptſache iſt, daß jeder Bruch ſofort gemeldet wird. Der Froſt und ſeine Wirkungen werden auch eine andere Frage beein⸗ fluſſen, die Fernleitungen für Gas aus dem Rheinland nach dem Süden. Mannheim war von Anfang an der Auffaſſung daß das ſtadteigene Werk ausreicht, um den Bedarf zu decken. 2 * Oberbürgermeiſter Neuninger hat, wie wir er⸗ fahren, ſeinen Beitritt zur Deutſchen Arbeits⸗ front erklärt. ö * Die ehemaligen Angehörigen des Fuß⸗Art.⸗ Rats. 13 ſowie der aus dem Regiment hervorgegan⸗ genen überplanmäßigen Batterien und ſonſtigen Formationen kamen im Lokale„Zur kleinen Ka⸗ ſerne“ bei ihrem Kameraden Schwab zuſammen. Nach Begrüßung durch den Führer der Kamerad⸗ ſchaft, Stephan, ſprach Kamerad Voigt in beſon⸗ ſonders überzeugender Weiſe über die Ziele des Kyffhäuſerbundes. Die Anweſenden faßten den Be⸗ ſchluß, die Angliederung an den Kyffhäuſerbund über den Rhein⸗Neckar⸗Militärverband einer auf 13. Ja⸗ nuar einzuberufenden Hauptverſammlung zu emp⸗ fehlen. Mit einer Ehrung des Reichspräſidenten und des Reichskanzlers ſchloß die Zuſammenkunft. * Ihren 90. Geburtstag feiert heute Frau Katha⸗ rina Wellenreuther Witwe, z. Z. im Katholi⸗ ſchen Bürgerſpital⸗ * Seinen 80. Geburtstag begeht heute Landwirt und Gͤrtner Daniel Neckenauer, Bürgermeiſter⸗ Fuchsſtraße 22, in geiſtiger und körperlicher Friſche. Dem Jubilar, der ſeit 50 Jahren unſer Blatt be⸗ zieht, herzliche Glückwünſche! * Das FFeſt der goldenen Hochzeit feiert heute Herr Franz Knopf mit ſeiner Gattin Babette geb. Heck, C4, 18. * 50 600⸗Mark⸗Gewinn. Unſerer Meldung ber den gezogenen 50 000⸗Mark⸗Gewinn können wir hin⸗ zufügen, daß der Gewinn nach Mannheim ge⸗ fallen iſt, für die glücklichen Gewinner eine ſchöne Weihnachtsfreude. * Das Mannheimer Nationaltheater⸗Orcheſter gibt am morgigen Samstag im Saalbau in Saarbrücken ein Konzert. Unter Leitung von Generalmuſtk⸗ direktor Wüſſt werden vorgetragen Don Duan, ſum⸗ phoniſche Dichtung von Richard Strauß, die Sympho⸗ nie Nr. 8 in B⸗Dur von Joſeph Haydn und die Sin⸗ fonie Nr. 2 in D⸗Dur von Johannes Brahms. Fortſchreitende Veſſerung des kaufmänniſchen Stellenmarktes Nach den Beobachtungen der Kaufmänniſchen Stel⸗ len vermittlung des DHV hat die ſeit Monaten zwar mäßig, aber mit beachtlicher Gleichmäßigkeit fortſchrei⸗ tende Beſſerung des kaufmänniſchen Stellenmarktes auch noch im November angehalten. Die günſtige Entwicklung findet ihren charakteriſtiſchen Ausdruck in der Zahl der als neugekündigt ſich anmeldenden Bewerber. Die Zahl blieb, obwohl in den November der Vierteljahrskündigungstermin zum Jahresſchluß fällt, nicht nur weſentlich hinter den Vergleichszahlen der letzten Viertelfahrskündigungsmonate, ſondern ſelbſt noch hinter den weſentlich niedrigeren Zahlen der übrigen Monate, insbeſondere den Kündigungen im Oktober, zurück. Sie beträgt nur noch rund 35 v. H. der der Stellen vermittlung im November ge⸗ meldeten offenen Poſten. Andererſeits hat die Zahl der Beſetzungsaufträge und getätigten Vermittlungen gegenüber Oktober im Reichsdurchſchnitt eine weitere Beſſerung von etwas über 10 v. H. erfahren. Lediglich im induſtriellen Weſten iſt hinſichtlich der Vermittlungs möglichkeiten ein Stillſtand, und in Sachſen ein ganz leichter Rück⸗ gang eingetreten. Die Entſcheidungen über die Ein⸗ ſtellung von in Vorſchlag gebrachten Bewerbern wer⸗ den allgemein nicht mehr ſo zögernd getroffen wie noch im Frühſommer dieſes Jahres. Allerdings wer⸗ den wieder, mehr als in den letzten Monaten, vor⸗ wiegend füngere Gehilfen verlangt. Branchen⸗ mäßig am günſtigſten im Vermittlungsdienſt waren das Verſicherungsgewerbe, die chemiſche Induſtrie, die Papierinduſtrie, das graphiſche Gewerbe und die Nahrungs⸗ und Genußmittel⸗Induſtrie einſchließlich der entſprechenden Zweige des Handels. Spezifiſch ungünſtig iſt die Stellenmarktlage nach wie vor in den Induſtrie⸗ und Handelszweigen des reinen Ein⸗ fuhr⸗ und Ausfuhrgeſchäftes. Das Weihnachtsgeſchäft brachte im Einzelhandel bereits gegen Ende Novem⸗ ber vermehrte Einſtellungen zur Aushilfe. Dabei zeigt ſich, daß mehr als in früheren Jahren an Stelle verheirateter früher im Geſchäft als Verkäuferinnen tätig geweſener Frauen auf ſtellungsloſe Kauf⸗ mannsgehilfen zurückgegriffen wird. Die Stromabgabe iſt in den letzten elf Monaten um rund zwei Millionen Kilowattſtunden gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres geſtiegen. Die Arbeitsbeſchaffungsmaßnahme„Eindeichung der Frie⸗ ſenheimer Inſel“ iſt ebenfalls ein voller Erfolg. Von 1000 arbeitsfähigen Ledigen unter 25 Jahren haben 300 freiwillig auf die Fürſorgeunterſtützung verzich⸗ tet, weil ſie anderweitig Arbeit oder Verdienſt gefun⸗ den haben. Wir haben die Ueberzeugung, daß im kommenden Frühjahr die Aufwärtsbewegung weitere erhebliche Fortſchritte machen wird. Damit wird auch für die Finanzen der Stadt eine weſent⸗ liche Erleichterung eintreten. Ohne Ausſprache genehmigt Nach Eintritt in die Tagesordnung wurden ſämk⸗ liche Punkte der Tagesoroͤnung ohne Ausſprache ein⸗ ſtimmig genehmigt. Da wir ſämtliche Vorlagen be⸗ reits veröffentlicht haben, können wir uns auf fol⸗ gende Mitteilungen beſchränken: Bewilligt wurden 223 000 Mark zur Umgeſt altung der ſtädti⸗ ſchen Telefonanlage in einen Selbſtanſchluß⸗ betrieb, 100000 Mark zur Verbeſſerung der Theaterverhältniſſe im Muſenſaal des Roſengartens, 29000 Mark für den Umbau des Mütter⸗ und Säuglingsheims zu einem Bürger⸗ heim, die Uebertragung des'ſchluſſes von Son⸗ derverträgen über die Abgabe von Waſſer, Gas und Strom auf den Oberbürgermeiſter, die Ausſchek⸗ dung von 83 Hektar 835 Ar Gelände des Secken⸗ heimer Waldes aus dem Waldverband für Siedlungszwecke und 33 100 Mark zur Betriebsfüh⸗ rung der Städtiſchen Hochſchule für Muſik und Theater. Bereits um 5,20 Uhr konnte Oberbürgermeiſter Renninger die öffentliche Sitzung ſchließen. Als die Galerie geräumt war, wurde noch eine nicht⸗ öffentliche Sitzung abgehalten, die auch nur einige Minuten in Anſpruch nahm, da nur noch ein Punkt zu erledigen war. Sch, Aussicht O dolkegſos, œ gene O dei dedeext vomig e bedeckt egen * Schnee& drsubeid Nebel R Gewitt Snnosume O schr telchter 05 massiger Sussucwes! Aenne Nordwest die pfeiſe ſnegen e gem winde Die der gen stsuoneg stenengen Lan- len geden die femperatut an Die inen er dingen dete mit gieichem auf Reeresnweau umgerechnetes Cufteruck Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle Frauk⸗ furt a. M. vom 15. Dezember: Während eine Mee⸗ resluftſtrömung in den nördlichen Gebieten Deutſch⸗ lands Milderung der ſtarken Fröſte gebracht hat, iſt in Süd⸗ und Mitteldeutſchland meiſt noch eine Froſt⸗ verſchärfung eingetreten. In letzteren lagen die Fröſte heute früh vielfach zwiſchen— 20 und 25 Grad. Es kann erwartet werden, daß die Bewöl⸗ kung auf Weſt⸗ und Süddeutſchland übergreift und vielfach Schneefälle bringt. f Vorausſage für Samstap, 16. Dezember Wolkig und ſtrichweiſe auch Schneefälle. Bei meiſt nördlichen und öſtlichen Winden immer noch ſehr kalt. Höchſttemperatur in Mannheim am 14. Dez. — 4,0 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 15. Dez.— 13,4 Grad; heute früh 8 Uhr— 13,2 Grad. Waſſerſtands⸗Zeobachtungen im Monat Dezember, Mhein⸗ Bene 8 . N 11. 12.15 14 is Meder uete 12 1 4 18. Aheiuelden.70.10.741, 74½%% ̃ Breiſach..680,74 0,74.729,57] Mannbeim 1,85 180,8 183 gel.„ 2,12,22.09.03.05 Jagſtfeſd Maxau 10.30.40.305. 2 Heilbronn— Mannheim af! 92.87.85.83] Blochſugen——— Kaub.07 1,04 1,02 9 Diedesheim. 132 1,38 1,22 1,31 Köln 0068,.50 0,580,580 0,52 i Rauhe Haut: Pensten Crer in Apoth. u. Otog.. 30, 60, 10 2 21 7 2 44. Er! Seite Nummer 81 984 Weihnachts-Kaffeeſtunde Die Süddeutſche Hausfrau hatte ihre Getreuen einer Weihnachts⸗Kaffeeſtunde iu den Friedrichspark gerufen. Der Nachmittag war der Jugend vorbehalten, die ſo zahlreich erſchien, daß die. Sitzreihen vor der Bühne kaum aus⸗ reichten. Die künſtleriſche Leitung lag in den Händen von Walter Jooß, der zugleich ein recht liebenswürdiger Anſager war und es auch nerſtand, die Verbindung mit der Jugend her⸗ zuſtellen. Da man zur Mitwirkung wiederum bewährte Künſtler vom Nationaltheater ge⸗ wonnen hatte, wurde die Veranſtaltung zu großen Erfolg, der nicht nur in ſtarkem Beifall, ſon⸗ dern auch in anderweitig bekundeter Zufriedenheit gum Ausdruck kam. 3 ra Landerich machtlichen ſang mit Wärme die heiligen drei Könige! weih⸗ Lieder„Die „Das Chriſtkind“ und brachte auch das Tanzlied „Die Teepuppe“ ganz reizend zum Vortrag. Das Tänzerpaar Aenni Heuſer und Walter Ku⸗ jawſki zeigten in den Tänzen„Rotkäppchen“, „Polka Mazurka“,„Der Schneemann“,„Die Spiel⸗ doſe“ ihre eigene Note. Die von Walter Ku⸗ jawſki getanzten Kinderlieder löſten Stürme des Beifalls aus, Vera Spohr ließ den„Struwel peter“ lebendig werden. Erilg Neumann ſpielte mit ihren Schülern die Kinderſinfonie von Romburg und den Schluß der Kinderſinfonie von Haydn. Die in luſtigen Gewändern ſteckenden Kinder machten ihre Sache außerordentlich nett. freute Rudolf Benzinger, der ſich ſpäter ſeinem raſenden Kraftrad einen Sondererfolg holte. einem Mit Radfahrkünſten er⸗ mit War doch dieſe Nummer ſo originell, daß das La⸗ chen kein Ende nehmen wollte, In den Pauſen war, wie ſtets bei ſtunde, Gelegenheit geboten, die der Kaffee⸗ ſchaftliche Ausſtellung zu beſichtigen, die man in den Nebenräumen eingerichtet hatte. Im letzten Teil der Vortragsfolge erſchies der Nikolaus, haus wirt⸗ der den Kindern ein Geſchenk überreichte und dafür Sorge trug, daß die frohe Stimmung auch durch den Lichtbildner auf die Platte gebannt wurde. Die muſikaliſche Leitung der geſamten Veranſtaltung lag in Händen von Kapellmeiſter Ho mann⸗Webau, der nicht nur die Darbietungen begleitete, ſondern auch die Pauſen ausfüllte. Am Abend wurden die Darbietungen wiederholt. Zu den erwähnten Künſtlern geſellte ſich noch Hein⸗ rich Kuppinger, der mit größtem Erfolg Lie⸗ der und Arien ſang. Tanzturnier In den ſchönen, für Tanzfeſte beſonders geeig⸗ neten Räumen der Ausbildungsſtätte Bühnen⸗ und Geſellſchaftstanz Schmidkonz⸗ Weinlein in D 5, 2 wurde das von den Leitern dieſer Schule ausgeſchriebene Tanzturnier um die diesjährige Meiſterſchaft in Anweſenheit einer großen Anzahl von Freunden der Tanzkunſt und des Tanzſportes ausgetragen. Die Veranſtaltung, die einen rein tanzſportlichen Charakter hatte, erhielt durch die Beteiligung von etwa 20 Paaren eine be⸗ ſondere Note. Bekannte Perſönlichkeiten von Mann⸗ heim und Ludwigshafen teilten ſich in die Aemter des Schiedsgerichtes. Die Geſamtleitung lag in Händen des Herrn Curt Rudolf Weinlein. Man ſah hervorragende gute Leiſtungen, wobei das muſi⸗ kaliſche Empfinden, der Geſamteindruck, die Techntk und der Stil der Paare beſondere kritiſche Bewer⸗ tung fanden. Das Intereſſe der Turnierpaare und ar Zuſch f. rte ſich von Klaſſe zu Klaſſe, bis die ſpannenden Kämpfe um die Meiſterſchaft 1933 in der Enlſcheidungsklaſſe den Höhepunkt des Abends bildeten. Reichsverband ambulanter Gewerbelreibender Vor einigen Tagen ſand in Hamburg die Reichsgauwartetagung des Reichs ver⸗ bandes ambulanter Gewerbetreiben⸗ der Deutſchlands im Reichsſtand des Deutſchen Handels ſtatt, in der die ſämtlichen Gauwarte des Reiches vertreten waren. Es wurden u. a. folgende Anträge geſtellt; Einſchränkung der Gewerbefreiheit, ſoweit es das ambulante Gewerbe betrifft, Aenderung der Gewerbeordnung unter gut⸗ achtlicher Mitwirkung des Gewerbes im Sinne der Beſeitigung des Fremdraſſigen. Einſchränkung der Gewerbefreiheit, Das ambulante Gewerbe ſoll nicht mehr gewiſſermaßen Durchgangsſtation ſein für die, die es 1033 verſäumt haben, rechtzeitig einen Laden aufzumachen und nun die Märkte übervölkern. Jeder ambulante Gewerbetreibende muß im Beſitz einer Gewerbelegitimation ſein. Vorausſetzung hierzu iſt die nötige Zuverläſſigkeit auch auf moraliſchem Ge⸗ biet. Weitere Anträge fordern Zurückführung der öffentlichen Abgaben auf das wie vor dem Kriege Aßtige Maß. Marktſtandgelder je Quadratmeter 20 bis 25 Pf. Abſchaffung der Platzverſteigerungen. Schärſſter Kampf dem wilden Hauſierweſen und Einſchränkung. Vom 1. Januar ab ſoll jeder Hauſierer, der ſeinem Fachverband angehört, an der vom Verband herausgegebenen Plakette erkennt⸗ lich ſein, ſo daß jede Hausfrau auf den erſten Blick den wilden Hauſierer vom reellen, ſteuerzahlenden Hauſierer unterſcheiden kann. Am Ende der Ver⸗ handlungen ſtand die Gewißheit des kommenden Reichs wander ge wer beſcheins. Menſch, ſei blieenswürdig! Lieber Zeitgenoſſe, denken Sie ſich mal, wie hübſch das wäre, wenn jeder in Deutſchland mindeſtens eine Woche lang mal liebenswürdig ſein müßte. Alle Schalterbeamten würden verſuchen, noch zuvorkom⸗ mender zu ſein, als ſie ſchon ſind; der Schutzmann, den du fragſt, lächelt ſo freundlich, ach, wie freund⸗ lich! Und alle Kraftradfahrer fahren langſam und FORT MIT DEM Schnupfen für Volks⸗, Gruppe E und Am 16. und 17. Dezember 1933 führt die Jugend zugunſten des Winterhilfswerkes eine Haus: und Straßenſammlung durch. Die Kleinen wer⸗ den Bändchen anbieten, mit einem Tannenzweig, zwei Worte tragen:„Wir helfen!“ Der Ertrag notleidenden bereiten. 0 ziehen. Alle müſſen am Bändchen geſchmückt ſein. E der Sam ſoll mithelfe en„frohe Wei ſich der 8 Sonntag mit en, unſeren * zu Niemand 0 WS einem Holzausgabe auf dem Holzlagerplatz des Winterhilfswerkes Binnenhafen— Landzungeuſtraße 10 Volkswohlfahrt, Gruppe Rhein⸗ N. S. 10 P Freitag, 15. und Gruppe F-200. Samstag, 16. Montag, 18. Dez Gruppe E 300 bis Schluß Gruppe F 201 bis Schluß. Holzausgabe an Bedürftige der Gruppe Rheintor, die Holz noch nicht erhalten haben. Auf dem Holzplatz des Winterhilfswerkes im Käfertalerwald zwiſchen dem Karlſtern und dem alten Militär⸗Schießſtand N. S. Volkswohlfahrt, Gruppe Feuden⸗ Wallſtadt: von vormittags 9 Uhr bi⸗ heim nachmittags 4 Uhr. Holzempfangsſcheine müſſen vor⸗ her auf dem Büro in der Feudenheim⸗Schule in Empfang genommen werden. Wagen ſind mit⸗ zubringen. Gruppe Waldhof: Holz noch nicht empfangen haben, wollen dies um⸗ gehend auf dem Holzplatz in Empfang nehmen. Caritasverband Holzausgabe in der Siedlung Neu⸗Eichwald bei Waldhof⸗Gartenſtadt. Am Freitag, 15. Dez., von—12 Uhr für Innenſtadt, Schwetzingerſtadt, Gruppe D und für Waldhof: Gruppe k. Am Samstag, 16. Dez., von—12 Uhr für Innenſtadt, Schwetzingerſtadt, für Neckarſtadt: und 13—16 Lindenhof: und 1316 Gruppe F von Nr. 1— 397. Am, Montag, 18. Dez., von—12 und 1316 Uhr für Innenſtadt, Schwetzingerſtadt, Lindenhof: Gruppe k und Neckarſtadt Gruppe E ab Nr. 398. An dieſem Tage iſt endgültige verteilung auch für diejenigen, die bisher noch nicht abgeholt haben. Weitere Barſpenden Hans Meer 7 /, Gg. Daus 5 1, Dr. W. Zuit 20 /, Bügelanſtalt Gunther und zwei Angeſtellte 20. /, Alb. Wagner 15, Heinr. Tropf 4, K. Haecker 5 1, Gd. Kaufmann Söhne 271.41], Nik. Sauer 5 /, Schweſtern des Heinrich⸗Lanz⸗Kranken⸗ hauſes 13 1, Ferro-Bremſe G. m. b. H. 100, Carl Komes 40 /, Induſtrie⸗Druckerei 15.88. Ed. Kap⸗ pes 40 ¼/¼, Direktion des Palaſt⸗Hotel Mannheimer Hof 32.60 /, Wilh. Dobler 5 /. Aug. Zeeb 50 /, Gg. Baſſauer 10 /, Medizinal⸗Verband 10 /, Dr. Heinz Egerich 40 /, Kegelklub Rheingold, Waldhof 10 ¼, Ungenannt 20 /. Ungenannt.50 J, Joſ. Foth 10.80 /, Metzger u. Kerner 55.16 J. Friedr. Mathais u. Co. 14 /, Martin Müller⸗Ilg 25 /, Franz Lieb 5 /, Richard Künzig 3 J, Wachs u. Sänger 100 /, Dr. Fritz Nuß 12 /. Ungenannt 1000 und 12.50 /, Angeſtellte der Ortskrankenkaſſe für Handelsbetriebe 18 /, Fleck u. Werner 6., Ungenannt 20 /, Matth. Heizmann 6 ¼, Angeſtellte der Firma Karl Keßler.70 /, Dr. M. Fuchs Wwe. 30 1, Gebr. Scheuer 25 1, Heinr. Kenter 4%, Wal⸗ ter J. Hilger 5, Chr. Hoßlweg 18, Ungenannt 33.75 1, Rheinſchiffahrts⸗AG. 95 /, Friedr. Noll 11.25 J, Reichseiſenbahner Manheim 40.20 4, J. Schluß ⸗ ihr Holz Stürmer 5 /, Ferd. Feilner 3 l, Perſonal der Fa. Ditterle 5 /, Angeſtellte der Fa. Bitterich.10 /, Dr. rer. pol. Berndt 50 //, Friedr. Holzwarth 10, Verein heimattreuer Oſt⸗ und Weſtpreußen 20 l/, laſſen die Fußgänger über die Straße gehen, ehe ſie ſelber weiterfahren. 1. Vielleicht hätte aber dieſe Woche für Deutſchland doch das Gute, daß ſie manchen Ehemann, der im Trott der Jahre ein Bärbeiß geworden iſt, wieder auf einen graztöſen Fuß brächte, denn die Hauptauf⸗ gabe dieſer hübſchen Einrichtung würde darin be⸗ ſtehen, die Häuslichkeit mit Liebenswürdigkeit zu überſchütten. Sozuſagen Flitterwochen in Neuauf⸗ lage! *. Und noch eins: in den Schulklaſſen! Lehrer würde liebenswürdig ſein, noch liebenswür⸗ diger, als er jetzt ſchon iſt. Das gelbe Röhrchen Lindenhof: Der Herr Die Berechtigten, die ihr Bild der mer Zugend W. Michel 10 /, Rhein. Auto⸗ 500 ¼/¼, Fr. C. Sichel⸗Schmidt 16.50 J, 10 J, Hans Greinert 10 l. Feudenheim“ 22.15 /. Quadrat⸗Seil⸗ h. Salm und Perſonal 8,80 /, Erich 0 unt 1000 /, Schmidt u. Will⸗ i J, E. Fritſch 17.20, arl Mayer 10,„V. Rudolf Dörr 5 /, Geſchw. Wolf 30 ¼, mobil⸗Klub Hermann „Hau 10 fabrik Hohback ider 15 90 und 100, K .“ 100 /, Ungenannt 500 Leonhard Weber 25 ½¼, Adolf Dilling 100 ,, Beamte der Ortskrankenkaſſe für Hausangeſtellte 16., Chem. Fabrik Rielaſingen 5 /, Ludw. Herold 5 J,, Sammelliſte 810 405, Gruppe Augarten.80 J, 810 415 Deutſches Eck 14 l/, 810 417 Deutſches Eck 15.50 4, 810 419 Deutſches Eck.50 /. Angeſtellte der Fa. E. Haas u. Co. 34.80 /, Gruppe Sandhofen 50 /, Kohlen⸗Born G. m. b. H. 50 J, Ungenannt 3 A, Max Riebel 10 /, Arbeiter und Angeſtellte der Fa. Wegmann 3 /, Verein bad. Taubſtummen e. V. .50, Ungenannt 10, Hildegard Reinhardt 3., Lena Thum 3 /, Juwelier Göhring.60 ¼¼, 2. Sp. Luiſen⸗Schule, Schüler und Schülerinnen 15 /, W. Schirmer 10 /¼, Emma Krämer 5 I, Schülerſamm⸗ lung der Volksſchule Mannheim 16.35 /, Piſer u. Galm 40 ¼, Angeſtellte des Verkehrs⸗Vereins 10.45 ,, Angeſtellte Zigaretten Friſchdienſt 49.60 ,,„Hel⸗ vetia“ 12. Direktor Fritſchin 53 95 Angeſtellte arbid⸗Kontors 15 /, Arbeiter und In⸗ haber der Fa. A. Geyer 14 /, Angeſtellte der Fa. Engelhorn u. Sturm 63.75 /, Gruppe Feudenheim Sammelliſte 810 422 5520 /, 810 423 21 /, 810 425 17.80 /, 810 427 10, Gruppe Rheinau Sammelliſte 810 531 10.50 4, 810 534 20 l/, 810 586 26.50 /, 810 537 10 J, 810 538 13.70 /, 810 540.92 1, Gruppe Stroh⸗ markt 8 n 810 581 17 I. 810 582.30% 810 584 44.35/ 16, 810 588 28„/. 15.20 /, mes 10 IV, Ungenannt 1 2 38 7 . ſte „ 585 Das Ehrenſchild des Winterhilfswerkes ö 0 ö ö ö Noch nicht alle Volksgenoſſen tragen das blanke W. W Ehrenſchild des und doch ſollten alle beſtrebt ſein, dieſes ſchöne äußerliche Zeichen ihrer Opfer⸗ freudigkeit zu erlangen. Drei ſymbolhaft geſetzte Bauſteine künden vom Willen zum Aufbau ind vom Segen der Arbeit. Kornühren verſinnbildlichen deutſche Menſch durch ſeine das Brot, das der Arbeit findet und, ſoweit erforderlich, durch die Winterhilfe auf⸗ ö Zwei ſchwert und reife Freitag, 15. Dezember lou 8. — E⸗ iſt nicht ſo, daß jemand„verpflichtet“ ist, dieſe oder ſene Zeitung zu leſen; es bleibt jedem überlaſſen, die Zeitung zu leſen, die ihm zuſagt. Denn alle noch erſchei⸗ nenden Zeitungen ſtehen hinter der Regierung Adolf Hitler und ſeiner Beſtrebungen. Zeitungen helfen Alle noch erſcheinenden freudig mit am Gelingen des Aufbauwerkes. 8 Der Führer will, daß keine Zeitung, die mitarbeiten will, ausgeſchloſſen oder bedrängt wird. 5 Niemand braucht ſich gegen ſeinen Willen von ſeiner bisherigen Zeitung abbringen zu laſſen. Des reiſenden Kaufmannes Weihnachts wunſch Die Not in den Kreiſen der reiſenden Kauflente iſt im Laufe der letzten Jahre immer größer gewor⸗ Tauſende und aber Tauſende von Handelsver⸗ tretern und Proviſionsreiſenden ſind heute nicht mehr in der Lage, ihre Berufstätigkeit auszuüben, weil ihre Proviſionseinnahmen nicht einmal aus⸗ reichen, um die auf der Reiſe erwachſenden Ausgaben zu decken. Zahlreiche Fabrikanten und Groſſiſten haben durch Angleichen der Proviſionsſätze an die Zeitverhältniſſe, durch Gewährung eines feſten Spe⸗ ſenzuſchuſſes oder durch Hilfsmaßnahmen anderer Art ihren Mitarbeitern und damit auch ſich ſelbſt geholfen. An diejenigen, die ſich„aus Sparſamkeitsgrün⸗ den“ oder auch in bewußter Ablehnung des national⸗ ſozialiſtiſchen Grundſatzes„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ dieſer Notwendigkeit bisher verſchloſſen haben, wendet ſich die Zeitſchrift des V. r. K. D,. „Die Poſt reiſender Kaufleute Deutſchlands“, mt einem„Weihnachtsbrief an eine deutſche Firma“. Sie charakteriſiert darin den liberaliſtt⸗ ſchen Geiſt, der den Proviſionsreiſenden ſtberßaupt erſt hochgezüchtet hat, und verlangt nachdrücklichſt ehrlichen Lohn für ehrliche Arbeit. Sie erinnert da⸗ ran, daß die für die Aufrechterhaltung der guten geſchäftlichen Beziehungen zur Kundſchaft aufge⸗ wandten Beträge ſchon immer im beſten Sinne wer⸗ hend angelegt waren und daß ſie es in beſonderem Maße heute, in der Zeit des Auſſchwunges, ſind. den. Hinweiſe Die Vereine ehem. 112er und 142er, Maunheim (gelbe Brigade) begehen am morgigen Samstag in den Germaniaſälen ihre Weihnachtsfeſer mit Gabenverloſung und Tanz. Im Mittelpunkt der Vortragsfolge ſteht die feierliche Uebernahme der neuen Kyffhäuſerfahnen. Alle ehemaligen 112er und 142er ſind herzlich eingeladen. * „Das Tankmädel“, ein neues Filmluſtſpiel mit Fritz Schulz und Urſula Grabley, Mu non Will Meisel, läuft ab heute im Ufa⸗ pat „Univerſum“. Im reichhaltigen Beiprog rau uu. g. die neue Ufatonwoche mit dem Bildtonberich von der Eröffnung des Reichstages. erhalten ſoll. Ueber allem ſteht in ſieghaftem Strahlenglanz das — Sonne mit dem Feuerrad des Hakenkreuzes. Einfa.] und doch beſtimmt lautet die Inſchrift: Wir helfen! Helfen wir! Denken wir daran, daß durch den Erwerb des Ehrenſchildes geholfen wird, Das Ehrenſchild iſt in zwei Ausführungen, die echt verſilbert zum Preiſe von 30 Pfg., echt vergoldet zum Preiſe von 60 Pfg. auf allen Geſchäftsſtellen des Wow, ſowie durch deren Sammler zu erhalten iſt. würde praktiſch verbannt ſein. Schulbaum während der Zuckertüten wie beim erſten Schulgang. Das müßte doch die liebe Jugend überreden, auch einmal lie⸗ benswürdig zu ihrem Lehrer zu ſein! der Dafür liebenswürdigen Woche trüge * Und wer beſtimmt, ob wir liebenswürdig genug ſind? Höchſtens einer, der ſich durch Liebenswürdig⸗ keit von vornherein auszeichnet, denn er müßte doch mit gutem Beiſpiel vorangehen. Und wenn er über die Grobheiten unſerer Grobiane hinwegzuſehen ſo⸗ zuſagen amtlich gezwungen iſt? Dann bliebe nichts weiter übrig, als die Polterer poltern zu laſſen. Sie müßten aufhören, weil ein Polterer allein nicht lange poltert. A. We. Mis fol iet in — Sage hal esacles Freitag, 15. Dezember Nationaltheater:„Dos Huhn auf der Grenze“, Volköſtüc von Heinz Lorenz, Miete E, 19.30 Uhr. i Roſengarten:„Der Barbier von Sevilla“, Oper von G. Roſſini, Deutſche Bühne, 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Steruprofektors. Städtiſche Hochſchule für Muſik und Thegter: Von 8 bis 19 Uhr Hermann Maria Wette:„Muſtkäſthetik alz muſitaliſche Anſchauungs⸗ und Erkenntnislehre“. Städtiſche Kunſthalle: Lichtbildervortrag von Dr. Haus Jantzen, Prof. a. d. Univ. Frankſurt, über„Albrecht Dürer“. 20.15 Uhr. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Das Weltſtadt⸗Variete⸗ programm.. Palaſt⸗Hotel Mannheimer Hof: Konzert und Tanz. Odeon⸗Kaffee: Konzert(Verlängerung). Lichtſpiele: Univerſum:„Das Tank mädel“, Alhambra:„Der Page vom Dalmaſſe⸗Hotel“,— Roxy„Flucht nach Nizza“.— Schauburg:„ tin⸗tins größte Heldentot“.— Capitol:„Die kolle Mamſell“.— Scala:„Jonny ſtiehlt Europa“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Sonderausſtellung„Gelegen, heitsgraphik aus alter und neuer Zeit“. Geöffnet von 11 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr.. Städtiſche Schloßbücherei: Von 9 bis 18 und ven 15 bis 19 Uhr Leſefäle; von 11 bis 18 und von 17 bis 19 Uhr Ausleihe.. 5 Städtiſche Kunſthalle: Ausſtellung„Chriſtboumſchmuck umd Weihnachts⸗Tand aus alter und neuer Zeit“. Geßlſiet von 11 bis 19 und von 14 bis 17 Uhr. Mannheimer Kunſtverein I. 1, 1: Ausſtellung von Wer ken Mannheimer Künſtler. Geöffnet von 10 bis 1 und von 14 bis 16 Uhr. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: G, öffnet von 17 bis 19 Uhr Städtiſche Bücher⸗ und Leſehalle im Herſchel bad: Buch⸗ ausgabe von 10.30 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr. Leſe⸗ halle geöffnet von 10.30 bis 13 und von 16.90 bis 21 Uhr. Zweiaſtelle Möhlblock, Weidenſtraße 16: Gebifnet bon 14 bis 20 Uhr. Augetioalchere Lameyhaus, R 7, 46: Geöffnet von 15 biz 19 Oeſſentliche Muſikbücherei A 1, 311: Buch⸗ und Noten- ausgabe von 11 bis 13 und von 16 bis 19 Uhr, 5 n0006⁵ ͤ d v Hauptſchriftleiter: H. A. Meißner Verantwortlich für Politit 5 A. Meißner ⸗Handelsteil: Kurt Ehmer⸗ Feuilleton: C. O. Eiſenbart„ Lokaler Teil: R. Schönfelder Sport: W. Müller- Slldweſtdeutſche Umſchau, Gericht und den Ubrlgen Teilt! C. W. feu ne! Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen; .Faude, ſämtlich in Mannheim» Herausgeber, Drucker und Verleger; Druckerei Dr. Haas, Neue Mannheimer Zeitung. Mannheim ſi 1,* Für unverlangte Beiträge leine Gewähr ⸗Rückſendung nur bei Mück Unter Zurbckbeugen des Kopfes tröufele mon Mistol jn die Nase, bis es in den Rachen gelangt. Die heſſenden Bestendteiſe des Mistol erreſchen alle Teile der Nasen- und Rechenhöhle. 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D. “, mit ut ſche eraliſti⸗ erhaupt üicklichſt tert da⸗ guten aufge⸗ ne wer⸗ nderem 1d. — uhein Stag in er mit ikt der me der 2er und el mit Muff de Pale grau nberich olksſtück von G. tors. yon 18,15 ett alz r. Haus Albrecht Vaxieté⸗ 3. Helegen⸗ net von 15 bis 19 Uhr uck und Geöffnet n Wer, biß 1 us: Ge⸗ Buch⸗ „ Nes 21 Uhr. et von 15 his Noten — Ehmer ⸗ felder: n übrigen 1 erleſer 11.6 LAüctpults — Fheitag, 15. Dezember 1933 1 der — Die in Nachkriegszeit durch markt⸗ ſhreleriſche Reklame groß gewordene Negertän⸗ lern und Chanſonette Joſefine Baker. die in den bauptſtädten Europas mit ihren Negertänzen große Trlumphe feierte, hat in den letzten Jahren nichts nehr von ſich hören laſſen. Vor einiger Zeit jedoch hauchte ſie wieder in Europa auf, nachdem man auch in Amerika für ihre„Kunſt“ kein Verſtändnis zeigte, und begann, ſich mit ihrer ſchwarzen Truppe um En⸗ gagements zu bemühen. Doch ſie erlebte einen lläglichen Reinfall, bei dem diesmal ſogar die Scha⸗ denfreude berechtigt iſt. Schweden legte man ihr nahe, das Publikum mit hren„Bananentänzen“ zu verſchonen. Darauf wollte ſie ein Gaſtſpiel in Eſtland geben, das Kon⸗ ſulat verweigerte ihr aber das Viſum. Nun wandte ſie ſich nach Kopenhagen, doch auch dort begegnete ſie geſundem Widerſpruch gegen ihre„Kunſt“ und wurde ausgepfiffen. Ihr nächſtes Auftreten in der finniſchen Hafenstadt Abbe führte zu einem lange nicht erleb⸗ len Skandal. Man führte ein ohrenbetäubendes Pleifkonzert auf und warf Stinkbomben. Außer⸗ zem hörte man aus den Reihen der Zuſchauer Rufe wie„Kehre zurück nach Afrika!“„Der Urwald ruft!“ Zoſeftne hat ihren Plan aber noch nicht aufgegeben und hält mit zäher Dickfelligkeit an ihrem Vorſatz ſeſt, das europäiſche Publikum mit ihren Negertän⸗ zen zu beglücken. Bei ihrem Auftauchen in ( r 5. Seite/ Nummer 581 A Am 12. November 1928 kenterte der Dampfer „Veſtris“ auf dem Atlantiſchen Ozean. Eine der geretteten Frauen. Nara Ulrich, hat jetzt in 8a 1 n der Veſtris“ im Ma⸗ elch g, Ri de Janeiro, die Kataſtrophe „Als unſer Boot die Waſſeroberfläche erreichte und vom Schiff abſtieß, waren zwiſchen 70 und 80 Perſonen in dieſer Nußſchale zufſammengedrängt. Im äußerſten Fall hätten hier nur 60 Perſonen Platz nehmen dürfen. Ich hatte keinen Sitzplatz. Ne⸗ ben mir ſtand ein neunjähriger Junge. Er hieß Her⸗ bert Franke. Seine Eltern und ſeine ſiebzehnjäh⸗ rige Schweſter Ingeborg waren gleichfalls mit uns. Es waren Reichsdeutſche, die lange in Mexiko gelebt hatten. Von Anfang an mußte ein Teil der Mannſchaft Waſſer ſchöpfen, was mich fehr beun⸗ ruhigte. Ein Neger ſchalt mich, weil ich nicht ſaß; ich konnte ihn bloß fragen:„Wohin ſoll ich mich denn eigentlich ſetzen, es iſt ja doch kein Platz!“ Manche Frauen hatten das Glück, ihre Männer bei ſich zu wiſſen, und waren daher ruhig und gefaßt. Ich weinte leiſe vor mich hin, die Trennung von meinem Manne laſtete ſchwer auf mir. Die„Veſt⸗ ris“ ging ſchnell unter. Sie kenterte und war in wenigen Augenblicken von der Tiefe verſchlungen. Wir waren noch keine zwanzig Minuten von der Unglücksſtelle entfernt, da rief plötzlich der kleine Herbert Franke neben mir:„Das Boot füllt ſich ja mit Waſſer!“ Alle Inſaſſen wurden durch ſei⸗ nen Ruf auf die Gefahr aufmerkſam, und Entſetzen efiel uns. In wenigen Minuten war das Boot bis zum Nande voll Waſſer. Wir hielten uns krampfhaft an den Sitzen feſt. Ehepaare umſchlangen ſich. n , Heimkehr des Hreuzers„Nöln“ NENAIEZERNTE ROMAN vod soFpniE HofFcnsFETTER 13 Sie begann nach dem Was zu ſuchen, prüfte die Achtſchalter, fand aber, daß alles funktionierte. Die Doppeltür des entlegenen Hinterganges war, wie immer, von außen abgeſchloſſen. Der Notſchlüſſel fand ſich auf ſeinem Platz. a Renate drehte das Licht an, ſah über die Reihen der Gläſer und Behälter hin, blieb an den Glas⸗ ſchränken ſtehen, prüfte den Beſtand. Wie es Renate oft ging, ſo auch heute: die Heil⸗ kräuter, die Drogen hatten für ſie eine gewiſſe Be⸗ bauberung. Sie kamen über weite Meere, ſte ſtröm⸗ 0 len den Duft ferner Länder aus, ſie waren mit altem 13 alter Verehrung verbunden. Da hörte ſie plötzlich hinter ſich ein leiſes, glei⸗ lendes Geräuſch. Sie wandte ſich um und ſah nun einen jungen heruntergekommenen Burſchen hinter 10 der in jeder Hand etwas hielt und, ehe ſie einen Laut von ſich geben konnte, den Draht der Nacht⸗ klingel durchſchnitt. „Sie war vor Schreck einen Augenblick wie ge⸗ lähmt. Dann raſte ſie hinaus ins Tageszimmer, uiß den Hörer hoch, aber die Schnur war dicht am Hörer abgeſchnitten, und ſie war, ohne Möglichkeit, lſe herbeizurufen, mit einem Einbrecher einge⸗ chloſſen. Konnte ſie die hinter den Nebenräumen ge⸗ legene Tür erreichen? Der junge Menſch kam ihr im Sprung zuvor, belt einen Revolver hoch. Sie ſah ein kümmerliches und freches Geſicht. „Klingeln is nich. Alles erledigt! Ich tue Ihnen nischt wenn Sie ſich ruhig verhalten. Ich packe mir ler nur ein, was ich brauchen kann.“ Der elende enſch grinſte, befahl:„Jeben Sie mir Koks und korphium und Veronal heraus, dann bin ich in lünf Minuten weg! Sie ſehen, ich habe Gummiſchuhe an, mir kann keener mit Abdricke. Is Bargeld da?“ Sie ſah den Revolver— wußte, Widerſtand war los. Aber ſie konnte ſo tun, als wiſſe ſie eine „ Vebeimtlingel, ein Alarmläutewerk. Und ſo flüch⸗ ö ſie über die Schwelle des Tageszimmers. In Wilhelmshaven lief der Schulkreuzer„Köln“ ein, der ſich mehrere Monate auf einer Oſt⸗ aſienfahrt befunden hatte. Zum Empfang des Schiffes war auch der Kanzler Adolf Hitler in Wilhelmshaven erſchienen. „Gehen Sie fort, in zwei Minuten kommt die Ablöſung!“ rief ſie. Da ſtieg plötzlich der Geruch von Chloroform auf. Ein Augenblick noch, und ſie wurde auf das Ruhebett geworfen. Chloroform näßte ihren Mantel, und während die eine Fauſt des Einbrechers Renate feſthielt, preßte die andere ben chloroformgetränkten Zipfel ihres Mantels auf ihren Mund.— Als Renate wieder erwachte, fühlte ſie zunächſt nichts als würgenden Ekel. Die Folgen des Betäu⸗ bungsmittels traten ein, ſie mußte ſich eine Weile quälen, bis Brechreiz und Schwindel ſich verloren. Dann erſt konnte ſie die Lage abſchätzen. Der Ampullenvorrat war ausgeräumt, die Spezialitäten⸗ ſchränke erbrochen. Das Wechſelgeld aus der Kaſſe fehlte, die Armbandurhr, die Handtaſche mit Porte⸗ monnaie und Paß. Was nun tun? Sie durfte den Raum nicht verlaſſen, ſie mußte trotz ihres gräßlichen Befindens dienſtbereit bleiben. Renate zog mit letzten Kräften den Laden hoch, und die Apotheke ſandte nun den Lichtſtrom ihrer Birnen aus. Renate ſtand hinter der Klappe der Eingangs⸗ tür und wartete, wartete, daß jemand vorüberkäme, den ſie bitten könnte, die Polizei zu benachrichtigen. ph S Seien neee aer og za 19 ug 613 Das häßliche Erlebnis hatte eine Kette von Nach⸗ wirkungen. Die Polizei, die Verſicherungsgeſellſchaft hielten Verhöre ab, an denen ſich Renate beteiligen mußte. „Wenn ich über den Berg bin, dann hört es auf mit dem Apothekennachtdienſt,“ hatte Hardi Fortner oft geſagt, fiel ihr ein, und ſie ſcheuchte das Erin⸗ nern mit Gewalt fort. Es war gut, daß ſie die Haus⸗ genoſſen hatte. Sie wurden nicht müde, Renate ab⸗ zulenken. Ihr aber blieb ein kleiner Stachel. Sie war doch nicht ganz ein Soldat, der den Poſten um jeden Preis verteidigte, und beſondere Geiſtesgegen⸗ wart hatte ſie auch nicht gerade bewieſen. In der Folge ſtellten ſich bei ihr nervöſe Sch wäche⸗ zuſtände ein. In den Nächten vergegenwärt gte ſie ſich immer wieder die Situation des Einbruchs. Griff ſie zu Schlafmitteln, ſo wurden die Bilder zu Angſtträumen. Ihr fiel ein, ſie hatte in der Apotheke gehört, ein ihr bekannter Nervenarzt, Doktor Weſtphal, war von der Reiſe zurück. Sie wollte ihn rufen laſſen.— An einem Sonntagvormittag war Renate allein zu Hauſe. Frau von Wuſtrow hatte noch Bücher ter auf uns ein. Rettung noch fern. Cine au Heilit auß dem lee Erinnerung an eine Schiffstragödie Plötzlichkenterte unſer Boot mit einem Ruck und trieb kieloben. Daß es ſank, wurde durch die ſchweren luftleeren Kupfertanks verhindert, welche rings um den oberen Rand aller Rettungs⸗ bobte laufen. Ich ſelbſt flog in hohem Bogen aus dem Boot und ſchluckte viel Seewaſſer, bis ich mich wieder gefaßt hatte. Frauen ſchrien, alle hielten ſich krampfhaft an den Nottauen, die außenbords ange⸗ bracht ſind, feſt; nur eine Frau, die beim Kentern mit voller Wucht von einer Kante der Bootswand getroffen worden war, trieb leblos von uns ab. Die männlichen Fahrgäſte und Mannſchaften hat⸗ ten mittlerweile das Boot wieder aufgerichtet, und wir kleterten hinein. Es war voll Waſſer, der obere Rand ragte nicht über den Meeresſpiegel hinaus. Trotz aller Mühen, ein weiteres Kentern zu ver⸗ hüten, trieb nach weniger als einer Viertelſtunde unſer Fahrzeug wieder kieloben. Wieder richteten wir es auf, wieder kletterte einer nach dem andern in das Boot hinein, nur zwei oder drei Paſſagiere hatte die Sturzwelle aus dem Boot und in den Tod geriſſen. Und ſo ging es uns viele Male. Jedes Kentern war die Sterbeſtunde eines oder mehrerer von uns. Ein furchtbarer Wellengang ſchleuderte uns hin und her. Jetzt erſt merkte ich, daß mindeſtens ein Drittel unſerer Leidensgefährten ſchon fehlte. Den kleinen Herbert Frank, völlig erſchöpft, nahm ich in meine Arme. Mir ſchnürte der hoffnungsloſe Zuſtand des tapferen Jungen ſaſt die Kehle zu. Das Ehepaar Franke ſtand apathiſch und hoffnungslos hinter mir. Beide Eltern waren in⸗ folge ihrer körperlichen Schwäche außerſtande, ſich um ihren Sohn kümmern zu können. Auch Ingeborg war erſchöpft. Ich ſehe heute noch das blonde, hüb⸗ ſche Mädchen, wie es mich traurig mit den großen blauen Augen anſah und wie ihr leiſe eine Träne nach der andern über die Wange lief. Welle über Welle ging über das Boobt hinweg. Immer ſchwe⸗ rer wurde die Laſt in meinen Armen, der Knabe mußte tot ſein. Stumm nahm Ingeborg den leb⸗ loſen Körper mir aus den Armen, drückte einen letzten Kuß auf den ſtummen Mund ihres Bruders und ließ den lebloſen Körper leiſe in die Wellen glei⸗ ten. Ich hörte den klagenden Ruf der Mutter:„Un⸗ ſer arme Herbert!“ Sie beteten. Wieder ſchlug das Boot um. Neben mehreren an⸗ deren Paſſagieren wurde auch das Ehepaar Franke abgetrieben. Ich ſchrie Ingeborg noch zu:„Ingeborg, halte dich am Tau feſt! Laſſe nicht los!“ Aber das treue Mäbchen, das ſelbſt ſeine ganze Kraft bei der Hilfe, die ſie ihrem Bruder geleiſtet hatte, erſchöpft hatte, wollte der Mutter noch helfen. Kaum hatte Ingeborg das Tau losgelaſſen, da riß ſie eine große Welle vom Boot fort außer Greifweite. Heute noch höre ich das entſetzliche Flehen:„Bitte, retten Sie uns, helfen Sie uns!“— es war unmöglich. Bald war alles vorbei, der Wind erſtickte die Rufe. Fa⸗ milie Franke war tot. Das Schickſal hämmerte wei⸗ Als der Morgen graute, war die Wir waren glücklich, wenigſtens nicht mehr im Dunkeln zu treiben. Aber auch der Tag hatte neue Schrecken für uns. Die drei überlebenden Neger flößten mir Grauen ein. Einer von ihnen erblickte meinen Smaragd⸗ ring, da ſich meine Stoffhandſchuhe von der Hand gelöſt hatten. In weſtindiſchem Dialekt ſprachen die drei unter ſich, und an den Blicken, welche auf meinen Ring fielen, wußte ich. daß hier eine neue Gefahr auf mich lauerte.„Jetzt iſt alles zu Ende“, dachte ich mir, als die drei unter ſich zu ſprechen und dabei auf mich zu ſehen begannen. Sie konnten ja war⸗ ten; der alte Amerikaner mußte in wenigen Mi⸗ nuten ſterben, das ſah man. Frau Batten war ge⸗ nau ſo am Ende ihrer Kraft wie ich. Die drei hätten leichtes Spiel gehabt. Hände und Finger waren mir geſchwollen, ich zog an dem Ring mit aller Kraft der Verzweiflung, viel⸗ und eine neue muſikaliſche Revue gebracht. Renate griff nach der Zeitſchrift— ſte wünſchte dann, das Heft wäre ihr unbekannt geblieben, ſie wünſchte, der Arzt wäre bei ihrem Anruf nicht zu Hauſe geweſen. Denn ſie mußte um Faſſung ringen. Ein Bild von Hardi R. Fortner mit ſeiner Gattin, der berühmten Sängerin, ein Bericht ihrer Erfolge in Amerika, pet⸗ nigte ſie. Sie legte bie Zeitſchrift weit fort und griff dann doch wieder nach ihr, verſenkte den Blick in Hardis Geſicht. Es war geglättet, es war Reklame des Erfolgs, freudige Poſe.— Die Flurklingel ſchlug an. Wohl der Arzt. Re⸗ nate ging in ihr Schlafzimmer, machte ein paar Bürſtenſtriche über das Haar, prüfte im Spiegel ihr Geſicht, hörte, wie das Mädchen den Beſuch in das Wohnzimmer einließ, und kehrte zurück. Ein Fremder ſtand da, verbeugte ſich. Schickte Doktor Weſtphal einen Vertreter? Sie fragte. An dem Fremden fielen ihr große, graublaue, von dunk⸗ len Brauen überwölbte Augen auf.„Doktor Bren⸗ del. Ich möchte mir erlauben, nach Ihrem Befin⸗ den zu fragen, gnädiges Fräulein. Ich las von dem Einbruch in der Apotheke—“ Sie war plötzlich im Bild. Sie erinnerte ſich eines Briefes, den ſie erhalten und aus dem Briefmarken gefallen waren. Sie erinnerte ſich in Sekunden⸗ ſchnelle der bitteren Nacht, in der ein Menſch ohne Geld in höchſter Not eine Medizin verlaugt hatte, die er„auf Ehre“ nachträglich bezahlen wollte.— Und nun ſtaunte ſie über die Verwandlung an dieſem Menſchen. Gute Kleidung, gute Schuhe und Wäſche, ſicheres Benehmen, ein Herr alſo. Sie nahm Platz und ſagte unbefangen:„Ich freue mich, daß es Ihnen gut gut. Sie waren damals in Sorge um Ihren Herrn Vater— das iſt nun be⸗ hoben?“ Ja, das ſei behoben, hörte ſie. Der Vater ſei ge⸗ neſen und habe Anſchluß bei einem Jugendfreund auf einem Gutshof gefunden. Und weil auch ein Glück nie allein käme: gleichzertig hatte er ſelbſt günſtigen Beſcheid über eine eingereichte Preisarbeit erhalten und ſofortige Anſtellung am Kaiſer⸗Wil⸗ helm⸗Inſtitut. Das klang wie ein Märchen wenn ſie an die alte Strickweſte dachte und die anaſtvolle Bitte, ob ſie das Medikament ohne Geld abgäbe. Re⸗ nate vergaß ihre eigenen Angelegenheiten, wurde be⸗ redt:„Sie hatten alſo ſolche Möglichkeiten vor ſich leicht, wenn ich ihnen ſelbſt den wertvollen Stein ge⸗ ben würde, daß dann die Begierde der drei befrie⸗ digt ſein würde. Endlich löſte ſich der Reif und ich reichte ihn mit einer Hand dem Schwarzen ſelbes hinüber. Ehe er zugreiſen konnte, rief plötzlich einer der Neger, ein großer Kerl, der nur noch ein dunkel blaues Hemd trug:„Warſhip, Warſhip!“ Alle ſahen wie elektriſiert auf den Punkt, auf welchen der Rufer deutete, und ich ſteckte meinen Ring wieder an den Finger. Ich ſchluchzte vor Schwäche und Angſt. Der große Neger ſtellte ſich aufrecht auf die Ruderbank, zerriß ſein blaues Hemd und ſchwenkte es hin und her. Ja dieſem Augenblick ſchlug das Boot um. Eine Welle packte mich und trug mich mit ſich fort. Ich konnte noch ſehen, wie auch Frau Bat⸗ ten im Waſſer forttrieb. Der alte Amerikaner er⸗ trank. Ich klammerte mich an den Gedanken— das Schiff muß uns doch geſehen haben— und dieſer Gedanke gab mir neue Energie. Jetzt krampfte ſich mit einem Male irgend etwas in mein Haar und an meiner Schwimmweſte feſt. Ich dachte an irgendein Tier im Meer. Tödlicher Schreck lähmte mich. Es war einer der drei Neger, der jetzt ſichtlich am Ertrinken war und ſich mit beiden Händen krampfhaft an mein Haar und in meine Korkweſte feſtklammerte. Die Verzweiflung, ſo kurz vor der Rettung ſter⸗ ben zu müſſen, gab mir Kraft, die eine Hand aus meinem Haar zu löſen. Ich konnte den Kopf bewe⸗ gen und ſah, wie unter dem Griff der anderen Hand des Negers ſich meine Schwimmweſte lockerte. Die dünne Schnur, mit welcher der Gürtel an meinem Körper befeſtigt war, mußte bei der kleinſten wek⸗ teren Inanſpruchnahme reißen. Da half mir der All⸗ mächtige. Eine große Welle riß den Ertrinkenden von mir fort. ff Nun verließen mich meine Kräfte. In dieſer höch⸗ ſten Not trieben mir ein paar Wrackbretter zu, an die ich mich gerade noch anklammern konnte. Das Nächſte, was ich weiß, war das Knattern eines Motorbvotes. Ghe ich weitere Gedanken faſſen konnte, waren die Retter bei mir, und kräftige Hände zogen mich ins Boot. Das war Dienstag, den 138. November, früh 10,30 Uhr— 20 Stunden nach Unter⸗ gang der„Veſtris“; 20 Stunden des grauenhafteſten Erlebens lagen hinter mir.“ — Im allgemeinen wird das Briefmarkenſam⸗ meln lediglich aus Liebhaberei betrieben. Ein Lon⸗ doner Briefmarkenhändler hat aber bewieſen, daß man mit dieſer Liebhaberei auch eine ausſichtsreiche Spekulation betreiben kann. Er hat mit ſeinen Sammlungen ein Vermögen verdient. Seine ganze Barſchaft legte er eines Tages zum Entſetzen ſeiner Familie in einer großartigen Sammlung an, für die er nicht weniger als 25000 Pfund Sterling bezahlte. Monatelang ſuchte er dann einen Käufer, der ihm die wertvolle Sammlung, die er inzwiſchen noch durch einige Ergänzungen vervollſtändigte, zu we⸗ ſentlich erhöhtem Preiſe abkaufen ſollte. Er mußte ſeine Wohnungseinrichtung verkaufen, fämtliche Wertſachen wurden ihm von ſeinen Gläubigern ge⸗ pfändet, er beſaß keinen Pfennig Geld mehr und mußte täglich die bitterſten Vorwürfe ſeiner Frau über ſich ergehen laſſen. Endlich glückte der große Schlag! Ein begeiſterter Briefmarkenſammler aus Amerika, der vorübergehend in London weilte, zeigte für die Sammlung Intereſſe. Er erſtand end⸗ lich einen Teil davon und führte dem Händler einen zweiten Käufer zu, der den Reſt erwarb. Auf dieſe Weiſe iſt der unternehmungsluſtige Briefmarken⸗ ſammler über Nacht wieder ein reicher Mann gewor⸗ den: er erhielt für ſeine Sammlung 45 000 Pfund. n Auetal. „„ 7 R N Disarkexon 8 765 1 116 g.* Vorboten deschten, ehs es zu 3581 ist Rechtreifig vor- deugen wit OiSARTERONI Zehltreiche Aerzte besfätſgen die überaus günstigen. Frfoſqe dieses reinen-Fflanzen- Pröpatstes, ta selten Apotheken erhaltilchz und vergaßen dis alles wohl in der Angſt um den kranken Vater? Doktor Brendel lächelte.„Ich war nach dem Ab⸗ ſchluß des Studiums ganz ohne Mittel. Mein Vater ohne jeden Erwerb als Kunſtmaler, ich meiſtens ax⸗ beitslos. Ich habe Schnee geſchaufelt und derglet⸗ chen. Manchmal kam ich auch kurz in land wirtſchaft⸗ lichen Verſuchsſtationen unter. Mein Fach iſt Bo⸗ tanik. Dieſer letzte März war der furchtbarſte Mo⸗ nat, den wir jemals durchgemacht haben. Nichts mehr, gar nichts mehr! Von der Medizin an, die Sie mir auf Treu und Glauben verabfolgten, kam die Wendung.“— Welch ein ſonderbarer Beſuch! Renate ſah ihren Gaſt faſt fröhlich an. In jener Nacht hatte ſie ſein kinderblondes Haar nicht beachtet. „Was für ein Landsmann ſind Sie?“ fragte ſie, aber es kam zu keiner Antwort mehr, denn im ſelben Augenblick wurde Doktor Weſtphal gemeldet. Bren⸗ del erhob ſich und fragte beim Abſchied, ob er einmal anrufen dürfe, vielleicht in vierzehn Tagen, denn morgen müſſe er dienſtlich verreiſen. Sie bejahte und ſah dem Beſucher nicht ohne Wohlgefallen nach, Ein kantiges Geſicht, ſchmaler Kopf, gute Haltung. Dann trat der Arzt ein, den ſie von der Apotheke her gut kannte. Er verordnete Ausſpannung, Land⸗ aufenthalt. Sie ſei doch im Februar bei ihrem Bru⸗ der geweſen, ließe ſich das nicht wiederholen? Etwas Berufstätigkeit ſei ganz in der Ordnung. Aber auf dem Land.— Sie redete mit ihrem Arbeitgeber, beſorgte ſebbſt eine Vertreterin, die in ihre Wohnung überſiedeln konnte, und verabredete für den November die Rück⸗ kehr nach Berlin. Die Hausgenoſſen waren traurig über ihr Fork⸗ gehen. Sie wollten noch ein Feſt veranſtalten. Aber Renate bat:„Lieber zur Rückkehr.“ Man neckte ſie ein wenig, gerade, wenn alle ausgegangen waren, hatte ſie intereſſante Herren empfangen Da dachte ſie flüchtig wieder an fenen Doktor Brendel. Nun, er würde wohl nicht wiederkommen. Und dann fuhr ſie nach der alten, kleinen Stadt. Der Bruder verreiſte mit den Kindern, ſie war allen dort. Allein, allein— dies konnte doch nicht ihr Schickſal bleiben? Für ihre Jugend mußte es doch noch anderes geben! Verbarg ſich das Leben vor ihr? Konnten ihre Hände nichts mehr feſthalten? (Fortſetzung folgt) 1 Freitag, 18. dezember 1033 Tägliche 6 heimer de num Aus Vaden Lebertran für badiſche Kinder Karlsruhe, 15. Dez. Wie ſehr das Land Baden bemüht iſt, großzügige Maßnahmen der Geſundheitsfürſorge für alle bedürftigen Kinder zu treffen, beweiſt die Lebertran⸗Aktion, die auf Veranlaſſung des badiſchen Innenminiſters Pflaumer zur Durchführung gelangen ſoll. Von Januar bis März, in den Monaten, in denen der Mangel an ſolchen Nahrungsmitteln für das Wachstum der Kinder bedeutſam wird, am fühlbarſten in Erſcheinung tritt, ſoll die Möglichkeit geſchaffen werden, durch dieſes Mittel den Kindern vieler Volksgenoſſen zu helfen. Mit der Organiſation dieſer geſundheitlichen Ak⸗ tion iſt der Landesverband für Mütter⸗, Säuglings⸗ und Kleinkinderfürſorge betraut worden. Die finan⸗ zielle Durchführung konnte durch das Entgegenkom⸗ men des Landesführers des Winterhilfswer⸗ keis, Stadtrat Argus, ermöglicht werden der einen Betrag von 7000 Mark in den Dienſt dieſer wichti⸗ gen ſozialen und nationalen Sache ſtellte. Außer dem Winterhilfswerk ſind noch verſchiedene andere an der Geſundheitsfürſorge mitarbeitende Organi⸗ ſationen bei dieſer bemerkenswerten Aktion beteiligt. Lebertran wird in großen Mengen den 40 länd⸗ lichen Fürſorgeverbänden und den verbandsfreien Städten als Trägern der gehobenen Fürſorge ent⸗ weder unentgeltlich oder weitgehend verbilligt über⸗ kaſſen. Die Verteilung des Nährſtoffes an die be⸗ dürftigen Kinder ſelbſt erfolgt durch Bezirks⸗ und Kreisfürſorgerinnen und kommunale Geſundheits⸗ ämter. Der zur Ausgabe gelangende Lebertran iſt beſonders wertvoll und ſteht wegen ſeines hohen Bitamingehaltes unter der ſtändigen Kontrolle wiſ⸗ ſenſchaftlicher Fachleute. Es iſt zu erwarten, daß jedes Kind, je nach Alter, einen halben oder ganzen Liter des wertvollen ſtärkenden Mittels erhält. Heiratsluſtiges Wiesloch * Wiesloch, 15. Dez. Die Maßnahmen der Reichsregierung zur Förderung der Eheſchließungen haben auch hier zu einer ſtarken Zunahme der Eheſchließungen geführt. Während es im Jahr 1932 nur 29 Trauungen waren, ſchritten in die⸗ ſem Jahre bereits 46 Paare zum Traualtar, und bis zum Jahresende wird ſich die Zahl der Eheſchließun⸗ gen unter Hinzurechnung der Aufgebote mehr als verdoppelt haben. In 27 Fällen wurde ſeit dem 18. Juli Anträgen auf Eheſtandsdarlehen ſtattge⸗ geben, die mit einer Geſamtſumme von über 20000 Mark— ohne die Zuſatzdarlehen der Stadtgemeinde in Höhe von 10 Prozent, die beim Einkauf im Ort gegeben werden— einen Wiederbelebung der örtlichen Wirtſchaft hatten. zehn weiteren Fällen ſind Anträge auf Gewährung von Eheſtandsdarlehen geſtellt. * Karlsruhe, 15. Dez. Einer Karlsruher Redak⸗ tion teilte ein 63 Jahre alter Buchbinder mit, daß er ſeinem Leben ein Ende machen werde. Er wollte ſeiner am Dienstag erfolgenden Scheidung zu vorkommen.„Ich mache Schluß, ich bin 63 Jahre alt und möchte Ruhe haben“, lauteten ſeine Schluß⸗ worte. Morgens fand man den Mann im Bett liegen. In der Meinung, er ſei tot, benachrichtigte man die Polizei, die jedoch verſchloſſene Türen an⸗ traf. Der Totgeglaubte war inzwiſchen aufgeſtan⸗ den und hatte die Türen abgeſchloſſen. Beim Ein⸗ treffen der Polizei krachte ein Schuß. Schwer⸗ verletzt wurde der Lebensmüde ins Krankenhaus gebracht, wo er nachmittags geſtorben iſt. * Bruchſal, 15. Dez. Das Amtsgericht hat einen Händler aus Pforzheim wegen fortgeſetzten Be⸗ trugs zu einem Jahr und zwei Monaten Zuchthaus verurteilt. Der Bauernfänger, dem 28 Vorſtraſen vorgehalten wurden, hat Mittelbaden und den Kraichgau bereiſt und den Bauern ein Pulver zur Wiederkehr der Trächtigkeit bei Kühen unter Garantie von zwei bis zehn Mark verkauft. * Waſenweiler(Katſerſtuhl), 15. Dez. Reichs⸗ kanzler Adolf Hitler hat bei dem elften Kinde des erwerbsloſen Hilfsarbeiters Rudolf Selin⸗ ger die Ehrenpatenſchaft übernommen und der Familie eine Geldſpende von 100 Mk. zu⸗ kommen laſſen. * Märkt(Amt Lörrach), 14. Dez. Tagen halten ſich zwiſchen dem Iſteiner Klotz und dem Stauwehr des Kraftwerks Kembs meh⸗ rere Wildſchwäne auf. Es war eine Kolonie von mindeſtens ſechs dieſer prächtigen Vögel. Nachdem bereits Anfang letzter Woche ein Schwan abgeſchoſſen wurde, ſind nun noch vier weitere, zweifellos auch durch Abſchuß, verſchwunden, denn es iſt ſeit heute nur noch ein einziger da, der ſuchend über das Rhein⸗ bett und den Rheinſeitenkanal fliegt. Dieſe un⸗ rühmliche Tat der Vernichtung eines ſeltenen und in Baden geſchützten Tieres ſollte nicht ungeſühnt bleiben. Möglicherweiſe wären die Schwäne hier ſeßhaft geworden, wie dies bereits letztes Jahr bei anderem neu zugezogenen Waſſergeflügel der Fall war. Der geſtaute Rhein⸗ und Seitenkanal, die waſ⸗ erreiche 7 Km. lange Inſel zwiſchen dem Kanal und dem abgegrabenen Rhein gäben ein Paradies für Geflügel aller Art. ſtarken Einfluß auf die In Seit mehreren Chriſtmond in Theater, Konzerte, Spielbank 5 Wenn ich von meiner heutigen Wanderung über den Annaberg nach dem Merkurwald zunächſt erſt erzähle, daß derweil am Himmel die blaſſe goldene Scheibe der Sonne in weiße Wolkenwatte eingepackt war, ſo hört ſich das wie ein abgeſtandener Satz aus einem altväterlichen Zeitungsroman an. Aber es war nun doch einmal ſo und kann ſchließlich nie⸗ mand wundernehmen. Bei der Kälte ſucht ſich halt auch in Baden⸗Baden ein jeder, wenn er nicht gerade Dienſt bei den heißen Quellen hat, oder in den prunkhaften Sälen der Spielbank ſein Glück riskiert, in möglichſt weiche und warme Umhüllun⸗ gen zu ſtecken. Doch ſelbſt die Sonne, ſo oft ſie auf ihrem Wege die mit feinen Schneeleiſten verſehenen Bäume des Kurgartens ſtreift, kann ſich eines un⸗ merklichen Lächelns nicht erwehren, wenn ſie um die früheſten Nachmittagsſtunden ſchon eilfertig Männ⸗ lein und Weiblein die Schritte zu den glänzenden Räumen der Spielbank lenken ſieht, in denen wieder wie einſt der Göttin des Glücks von unent⸗ wegten Gläubigen gehuldigt wird. In den Eröffnungstagen der neuen Spielbank, im Oktober dieſes Jahres, mögen bei manchen noch Zweifel geweſen ſein, ob die nahe winterliche Zeit wirklich für die Wiedereinfführung des Spiels in Baden⸗Baden geeignet war. Wie ſchnell ſind dieſe Zweifler eines beſſeren belehrt worden! Bis in die kleinen Uhren des neuen Tages hinein umdrängen alltäglich und allnächlich namentlich in den Weekendzeiten eifrige Spieler und Spielerinnen die Glückstiſche. Viele unter ihnen mit myſteriöſen Ziffernſyſtemen beſchäftigt, die ihnen helfen ſollen, den Weg der Kugel auf Grund„tiefſchürfender“ Er⸗ fahrungen und Tabellen zu berechnen. Wenn dann wirklich einmal die Glückskugel den ausgeklügelten Weg nimmt, wird das mit vornehmer Genugtuung regiſtriert. Im übrigen freilich gehts an den Spiel⸗ tiſchen ernſt und gelaſſen zu wie bei einer feierlichen Kulthandlung, wenn es auch immer intereſſant bleibt, die ſtumme Sprache der Geſichter zu ſtudieren, die dem Lauf der Kugel folgen, von dem ſie ſich ſo viel verſprechen. Jedenfalls, wenn man die Leiter der Spielſäle fragt, ſo läßt ſich dieſe erſte Winterſaiſon Fortunas in Baden⸗Baden durchaus„pvielverſpre⸗ chend“ an. E N — Was beingen die 3 Wenn darum das Pacht⸗Konſortium beginnt, nach dem Vorbild des„großen Benazet“, durch Ankündi⸗ gung eines feſtlichen Silveſterdiners mit künſtleri⸗ ſchen Kräften aus aller Welt und für all die Welt, die ſich„ſpielend“ ihres Lebens freut, Beiträge für die ſonſtigen geſellſchaftlichen und künſtleriſchen Unter⸗ nehmungen des Baden⸗Badener Kurlebens zur Chriſtmondzeit zu ſpenden, ſo mag das als gutes Zei⸗ chen vermerkt ſein. Verdankt man doch lediglich auch der Beihilfe der Spielbank die Ermöglichung der Verpflichtung eines ſo hervorragenden Muſikers, wie des Wiesbadener Kapellmeiſters Albert, zum neuen Leiter der Kurhaus⸗ Symphonie⸗ und Künſt⸗ ler⸗Konzerte. Das für den nächſten Sommer hier vorgeſehene Tonkünſtler⸗Feſt machte ohnehin die Ge⸗ winnung einer erſten führenden Kraft notwendig. Und Baden-Baden legt allen Wert darauf, den Rang als berufene Muſikſtadt, den es jahrzehntelang be⸗ hauptete, nicht aus der Hand zu geben. Herbert Alberts Einführungskonzert vor einigen Tagen brachte denn auch den neuen Dirigenten eine Fülle von Beifall und Anerkennung, auch wenn es, den diesmal beſonderen Verhältniſſen entſprechend, in ſeinem vielgeſtaltigen Programm von Tſchai⸗ kowſkys wirkungsvoller 5. Symphonie an über Liſzt und Wagner bei der„Fledermaus“ endigte. Immer⸗ hin trug es der neugegründeten Geſellſchaft der„Mu⸗ ſtkfreunde“ eine namhafte Vermehrung der Mitglie⸗ derzahl und damit neue Möglichkeiten für die weiteren muſikaliſchen Pläne ein. Daß wir mittlerweile ſchon an den Türen der Weihnachtstage ſtehen, bekundete die Uraufführung des Weihnachtsmärchens„Gän ſelieſel“ an den Städt. Schauſpielen. Eine in Baden⸗Baden anſäſſige Schriftſtellerin, Emilie Riedel, und ihre muſikaliſche Mitarbeiterin Luiſe Greger haben das an ſich an⸗ ſpruchsloſe, aber von der Welt der kleinen Leute mit Jubel aufgenommene Stück verfaßt. Auch ſonſt dürfen die Städt. Schauspiele in dieſer Winterszeit manchen Gewinn für ſich buchen. Ihr kommiſſariſcher Leiter, Oberſt Grimm⸗Provene e, weiß in und aufopfernder Arbeit eine Erſt⸗ und ſelbſtloſer Uraufführung nach der anderen herauszubringen. 7 4 Wenn er in Zerkaulens„Jugend von Langemarck“ oder in Friedrich Forſters„Der Graue“ die Dich⸗ Aus der Pfalz FJalſchmünzer wandern ins Gefängnis * Frankenthal, 15. Dez. Auf dem Nachwurſtmarkt in Bad Dürkheim am 16. September hatte der verheiratete Schauſteller Friedrich Reininger aus Bad Münſter falſche Fünfmarkſtücke in einer Weinhalle ausgegeben, wobei dex 1904 geborene Schauſteller Franz Städ⸗ ler aus Wiesbaden behilflich war. In der außer⸗ ordentlichen Sitzung der Großen Strafkam⸗ mer behauptete der Angeklagte Reininger, der in ber Unterſuchungshaft im Amtsgerichtsge fängnis Bad Dürkheim einen Löffelſtiel verſchluckt hatte, um ins Krankenhaus zu kommen, er habe das Geld ſelbſt als falſch erhalten. Durch die Zeugen⸗ ausſagen wurde jedoch dieſe Behauptung widerlegt. Das Gericht verurteilte Reiniger zu einem Jahr Gefängnis. Stäbdler erhielt ſechs Monate Gefängnis. Beiden Angeklagten wur⸗ den je zwei Monate Unterſuchungshaft angerechnet. * Ein verheirateter Maſchinenſchloſſer aus Frankenthal hatte im Jahre 1932 zwei falſche Fünf⸗ markſtücke hergeſtellt, die jedoch nicht gut ausfielen, worauf der Angeklagte den Verſuch einſtellte. Der noch nicht Vorbeſtrafte, der damals arbeitslos war und dem von allen Seiten ein gutes Zeugnis aus⸗ geſtellt wurde, erhielt von der Strafkammer nach einer nichtöffentlichen Verhandlung ſechs Mo⸗ nate Gefängnis. ——— * Neuſtadt a. 5.., 15. Dez. Die vom Kreisver⸗ band Pfalz des Volksbundes Deutſche Kriegsgräber⸗ fürſorge im November in faſt allen pfälziſchen Ge⸗ meinden und Städten durchgeführte Sammlung zum Ausbau und zur Erhaltung unſerer deutſchen Soldatengräber in Feindesland hat, ſoweit die Er⸗ gebniſſe bisher, wenn auch noch nicht endgültig, vorliegen, ein recht erfreuliches Ergebnis gehabt. So ergab die Sammlung in Neuſtadt 127,54 Mk., Bezirk Neuſtadt 1297,94 Mk., Landau 210,50 Mk., Bezirk Landau 182882 Mk., Pirmaſens 900,32 Mk., Bezirk Pirmaſens 1599,68 Mk., Bezirk Germersheim 1323,82 Mk. und Bezirk Bergzabern 1170,18 Mk. * Speyer, 14. Dez. Regierungschemiker Dr. Gompf ſtürzte in der Roßmarktſtraße über eine Eisſchleife und fiel dabei mit dem Arm ſo unglück⸗ lich auf die Kante des Gehwegz, daß der Oberarm zerſplittert wurde. Der Verunglückte wurde in die Orthopädiſche Klinik Heidelberg gebracht. Deidesheim, 15. Dez. Im Alter von 82 Jahren ſtarb hier der Winzer und Mitbegründer des hie⸗ ſtgen Winzervereins Johannes Heinrich Fals. 15. der elterlichen Wohnung zog ſich das Zjährige Bübchen Walter Metzger beim Spielen am Ofen ſchwere Brand⸗ wunden zu, denen es im ſtädtiſchen Krankenhaus er⸗ legen iſt. * Kaiſerslautern, Dez. In * Etſchberg, 14. Dez. Nachdem die Gemeindever⸗ waltung bereits im Sommer eine Ermäßigung des Waſſergeldes um 20 v. H. für ſolche Bürger einge⸗ führt hat, die nicht über ein Vierteljahr mit der Be⸗ zahlung ihres Waſſergeldes im Rückſtand ſind, hat ſie neuerdings beſchloſſen, für den Monat Dezember kein Waſſergeld zu erheben. NSDAP-Mifſeilungen Aus partetamtlichen Bekanntmachungen entnommen O Sandhofen. Heute, Freitog, 15. Dez., Pflichtverſamm⸗ lungen, und zwar; Block J 19.90 Uhr„Feldſchlöſſel“, Block (Flur) 20 Uhr„Vier Jahreszeiten“, Block 8(Beißinger) 20.30 Uhr„Adler“, Block 4(Henrich, Fritz) 21 Uhr„Bab. Hof“ Scharhof. Friedrichsfeld. Sanntag morgen Ausmarſch der ge⸗ 95 1 8 PO. Antreten.45 Uhr. Abmarſch 8 Uhr in Süd⸗ richtung. Deutſches Jungvolk Jungbann 1/171. Heute, Freitag, 15. Dezember, Sonderſprechchor, 15 Uhr, Haus der Jugend.— Sams ⸗ tag, 16. Dez., Singkreis, 14.45 Uhr, Keß⸗Turnhalle⸗Platz. Orcheſter 16 Uhr„Liedertafel“, K 2. NSBO Ortsgruppe Oſtſtadt. Montag, 18. Dez. findet in unſerer Geſchäftsflelle Keiſerring 38, 20.80 Uhr, eine Sit⸗ zung der Straßenzellenwarte der Zellen—8 und der Do⸗ leute folgender neugegründeter Betriebszellen ſtatt: Rhein. Hoch⸗ und Tiefbau AG, Hermann Ruf, Pennſylvonia, Stro⸗ meyer, Thurirgta, Württembergtſche Feuerverſicherung, Klöckner, Braunkohle, Thyſſen, Sübdeutſche Zucker. Kampfbund für Deutſche Kultur Samstag, 16. Dez.: Alle Schauſpieler des Laien⸗ ſpiels, HJ, Bo M, IV ſpäteſtens 18.30 Uhr im Verſamm⸗ lungsſaal antreten. Muſtk für das Laienſpiel 19.45 Uhr im Verſommlungsſaal antreten. Die Mitwirkenden an der Vollsſzene(SS, Ne⸗Frauenſchaft, BdM und JV pünktlich 20 Uhr in der Wandelhalle des Roſengartens antreten. Auswelſe nicht vergeſſen! Dasſelbe gilt für die Aufführungen om Sonntag, 17. und Samstag, 23. Dezember. Wir machen darauf aufmerkſam, daß für die Welhnachts⸗ leter der NSA P am 16. Dezember im Nibelungenſaal an der Abendkaſſe keine Karten mehr verkauft wer⸗ den. Wir bitten unſere Mitglieder, die Karten auf unferer Geſchäſtsſtelle D 1, 7/8, abzuholen. Freitag. 15. Dez., 19.00 Uhr, letzte Hauptprobe. Alle Schauſpieler, HJ, IB, und Bo M, pünktl. 18 ühr Verſamm⸗ lungsſaal. Die letzte Hauptprobe beginnt pſtultlich 19 Uhr. Frauenſchaft, Ss, HJ, IV und Bod für die Volksſzene pünktlich 20 Uhr antreten. — , Und für den rn ci tung unſerer Tage in packenden Dramen zu Wort kommen läßt, dann auf heitere Weiſe in der urauf⸗ geführten köſtlichen Tragikomödie von J. M. Hey, ſer„Wentzel erklärt Europa den Kriege U in der die Verfaſſerin, die Gattin eines hieſigen Schauſpielers, in prachtvollen Bauerntypen Taten und Leiden eines biederen Dorfpolitikers ſchildert. Für die Woche vor und nach Weihnachten iſt allez vorgeſehen, um jeden künſtleriſchen Geſchmack und Unterhaltungsbedürfnis entgegenzukommen. Die Beſucher Baden⸗Badens, die in dieſem Chriſtmond das Ende des alten Jahres und den Uebergang ins neue anmutig verbringen, kommen mit und ohne Spielbank reichlich auf ihre Koſten. Wer aber auf den Eisflächen der Tenniswieſen an der Lichtentaler Allee die behenden Scharen von Jung und Alt auf ſtählernem Schuh ſich tummeln ſieht, inmitten einer winterlichen Land⸗ ſchaft von unbeſchreiblichem Reiz, der begreiſt es, warum Baden-Baden auch in dieſer Jahreszeit ſeine Anziehungskraft auf alle Kreiſe ſieghaft behauptet. Und es iſt durchaus verſtändlich, daß die Sonne auch das letzte Gold ihrer blaſſen Dezember⸗Schönheit gern über den frohmütigen Menſchenkindern Hier aufleuchten läßt, bei denen die unbekümmerte Freude am Leben zugleich doch wieder neue Kraft und Friſche f die ernſteren Forderungen des für Tages verheißt. A. H. Bürgerme ſter tagten in Pirmaſens * Pirmaſens, 15. Dez. In einer Verſammlung, der Landbürgermeiſter und Gemeindeſekretäre des Bezirkes Pirmaſens, die jetzt unter dem Vorſitz von Bürgermeiſter Rothaar⸗Waldfiſchbach hier lagte, ſprach Oberregierungsrat Gilch über den Sinn und Inhalt des Reichserbhofgeſetzes. Er bat die Ge⸗ meindevertreter, ſich für dieſes Geſetz in ihren Ge⸗ meinden einzuſetzen, weil es einen Segen für die Land wirtſchaft bedeute, wenn auch fetzt noch hier und da Härten aufträten. Die Gemeindevertreter ſollten jedoch bei der Eintragung der Erbhöfe gewiſſenhaß zu Werke gehen, weil ſie für etwaige Fehler, die ſich bei dieſer Eintragung ergäben, mit ihrem Vermögen haftbar gemacht würden. Es wurde in der Sitzung beſchloſſen, in den nächſten Tagen mit einer Abord⸗ nung die einzelnen Gemeinden aufzuſuchen und an Ort und Stelle beſtehende Unklarheiten zu beſeitigen. * Landau, 14. Dez. Ab 1. Januar ſoll, wie wit hören, Landgerichtsrat Pfeiffer als Unterſuchungs⸗ richter beim Landgericht Landau amtieren. Bisher übte Landgerichtsrat Dr. Wernz die Funktion eines Unterſuchungsrichters aus. * Elmſtein, 14. Dez. Unſer Dorf war am Sonn tag abend drei Stunden lang in völliges Dunkel ge⸗ hüllt, da durch die große Kälte die Maſchinen in Elektrizitätswerk eingefroren waren. * Schopp, 14 Dez. Dem 72 jährigen Steinbrecher Johann Sleck waren vor einigen Jahren im Win⸗ ter einige Zehen erfroren. Als er nun dieſer Tage an den erforenen Gliedmaßen heftige Schmerzen verſpürte, holte er eine Axt herbei und hieb ſich ole Zehen ab. Nachdem er die Wunden notdürftig ver⸗ bunden hatte, fuhr er mit dem nächſten Zuge nach e gute Zigarre Waldfiſchbach, begab. 77. ³·¹ Führer des GG in der Arbeitsfront nur Amtswalter der NS⸗ HAG Auf einer Beſprechung ſämtlicher Gauamtswalter der NS⸗H AO Berlin teilte Dr. v. Renten mit, daß ge⸗ mäß Anordnung von Dr. Ley, die Führer des Geſamtvper⸗ bandes deutſcher Handwerker, Kaufleute und Gewerbetrei⸗ benden in der Deutſchen Arbeitsfront, der ſeiner Leitung unterſteht, nur ſolche ſein können, die Amtswalter der NS⸗H Ac ſind. Die Anordnung von Dr. Ley beſagte, daß zukünftige Träger der Arbeitsfront die Amtswolter ber NS und der NS⸗H A ſind. Deutſche Arbeitsfront Do. Die für Samstag, 18. Dez. 1998, vorgeſehene Kinder⸗Weihnachtsſeier fällt aus. Deutſcher Arbeiterverband des graph. Gewerbes. Am Samstag, 16. d.., 20 Uhr, findet im Haus der Deutſchen Arbeit eln Lichtbildervortrag ſtatt. Thema:„Die Echtheitseigenſchaften der Normalſarbe“. Kreisbaueruſchaft Mannheim a Am Samstag, 16. d.., findet in Schriesheim eit Verſammlung ſtatt, in der Landesökonomierat Dr. Krumm über das Reichserbhofgeſetz ſpricht. SA 5 Die Geſchäftszimmer des Generalinſpekteurs des Sani⸗ tätswefen der Sa befinden ſich ab 1. Januar 1934 Berlin, W. 35, Corneliusſtraße 4 Fernſprecher: Amt Barbaroſſa 9551. Angehörige der Stabswache tragen von jetzt ab am lin ken Unterarm einen Armſtreiſen in der Spiegelfarbe m der Aufſchrift„Stabswache“. 5 Die Farbe dieſer mit Garn eingeſtickten Aufſchriſt „Stabs wache“ iſt: für die Stabswache der Oberſten SA⸗Führung: gelb, für die Stabswache der Obergruppen und Gruppen: N inßet der für die Stabswache der anderen SA⸗Einheiten in vorgeſchriebenen Nummernfarbe. SAR Ortegruppe West. Unſer Kamerod Lorenz mali iſt verſtorben. Die Beerdigung findet Freitag, 15. d. 5 14 Uhr, von der Leichenhalle aus ſtatt. Antreten 18.30 Ut Friedhofeingang. Agamen. scwis säentliche Sangbaren Markenzigaretten, Rauch, Kau-, Schnupftabake, Geschenkpackungen affaamaaaapmpwappe finden Sie in größter Auswahl bei Zigarren Ben Seit über 30 Jahfen bestehend— Untetrhalte keine Zweiggeschafte— Tel. 224 40— innerhalb des Stadtgebietes freie Zus N der, Qu 2, 7(Ecke) endung— am Sonntag von 11-18 Uhr geöffnet 9 Freitag — Der die ielen die gi der ichmigung zuf dem S nit eine S Daß die D naßnahmen erſüllt mich Bauten geltung unf ſhen Sport pährleiſten. einſatzbereit lunds die ſhnlen und Vettſpiel it Eine nic and nach h In ganzen 5 * 9 wo er ſich in ärztliche Behandlung * 2 lurgüter i naburch de ſelnes Volk Für die guben ist! Reichsmini uche alle L liche Unterſt Berli! Eine vo Da die auf dem Ge erhebliche B jüngeren N. Hrigade führ ttlaſfen, in Da die Sportbetriel gewleſen ſin Allgemeinre Diejenigen ball oder He Vorlage ihr Mach ſehen:„De Ausweiſes dalls er an Hapdball te Wie wir Karlsruhe s 7 Termine Die Kon hat in ihre für die auf ſeſtgelegt. die entſchei in der um bis 10. 9 Die acht in den folg Florenz, 9 — — 2 Man! Da Pulle ab 3 Bettſäc ab 2 je 2 Stüc Huſtenrei leit, Bro Storch e Haber Schmerze Dann ge vorzüglich Genta Erkät hartnäckig nerſchleim behebt un läſende Dellh Preis„ geſtimmt Apotheke 5 n ner ö — zu Wort g m 8 N. Heh⸗ b 1 iege, hieſtgen 1 Taken childert. iſt allez nack ung n. Die riſtmond zang ins nd ohne iswieſen ren von uh ſich n Land⸗ reiſt es, eit ſeine hauptet. ine auch ſchönheit ern hier immerte ie Kraft gen des A. 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Bauten allein genügen jedoch nicht, um eine der Welt⸗ geltung unuſerer Nation entſprechende Vertretung des deut⸗ feen Sports bei den internationalen Wettkämpfen zu ge⸗ pährleiſten. Aus eſchlaggebend iſt vielmehr der einheitliche, anſatbereite Wille der Nation, aus allen Gauen Deutſch⸗ lunds die beſten Kämpfer auszuwählen und ſie zu ſhnlen und zu ſtählen, damit wir bei dem bevorſtehenden Vettſpiel in Ehren beſtehen. Eine nicht weniger wichtige Aufgabe iſt die danernde ind nachhaltige Pflege der Leibesübungen in ganzen beutſchen Volke als eines der wichtigſten Kul⸗ lurgüter im nationalſozialiſtiſchen Staat. Wir werden baburch dem Geiſt des neuen Deniſchlands in der Kraft Feines Volkes eine dauernde Grundlage ſchaffen. Für die erfolgreiche Durchführung dieſer beiden Auf⸗ gaben iſt der Reichsſportführer mir und dem zuſtändigen Feichsminiſter des Innern allein verantwortlich. Ich er⸗ ſuche alle Organiſationen, Behörden uſw., ihm jede mög⸗ liche Unterſtützung und Förderung zuteil werden zu laſſen.“ Berlin, den 14. Dezember 193g. gez. Adolf Hitler. SA-Dienſt und Sport Eine vorbildliche Regelung der SA⸗Brigade 54 Da dle Sportvereine in der Erfüllung ihrer Aufgaben auf dem Gebiet der Leibesübungen in letzter Zeit dadurch erhebliche Behinderung erfuhren, daß ein großer Teil ihrer jüngeren Mitglieder auch Dienſt in der SA leiſten, hat der Hrigadeführer der S A⸗Brigade Baden⸗Süd einen Beſehl tklaffen, in dem es heißt: Da die meiſten Vereine zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebs auf die einzelnen Spieler dringend an⸗ gewieſen ſind, ordne ich bis zum Erlaß einer einheitlichen Algemeinregelung für den ien folgerdes an: Dieſenieen SA⸗Männer, die an den Pflichtſpielen im Fuß⸗ ball oder Handball aktiv teilnehmen, ſird auf Antrag unter Borlage ihres Spiel lexpaſſes vom SA⸗Dienſt zu befreien. * barung mit dem Gau 14 des Dßg werden die Epielerpäſſe wach Prüfung mit folgendem Vermerk ver⸗ ſehen:„Der SA⸗Mann.. iſt unter Vorweiſung dieſes Ausweiſes vom Sturmführer vom Dienſt zu beurlauben, zalls er an Pflichtſpielen ſeines Vereins im Fußball oder Hardball teilzunehmen hat“. Wie wir erfahren, hat ſich die Brigadeführung in Karlsruhe dieſer Regelung angeſchloſſen. Spielplan für die Fußball-Weltmeiſterſchaft Termine und Austragsorte für die Endrunden Die Kommiſſion für die Fußball⸗Weltmeiſterſchaft 1934 hat in ihrer letzten Sitzung einige weitere Einzelheiten für die auf italleniſchem Boden ſtattfindenden Endrunden ſeſtgelegt, Danach tragen die 16 Mannſchaſten, die ſich für gie eniſcheidenden Runden qualifizteren, die Endkämpfe in der um vier Tage verlängerten Friſt vom 27. Mai — bes 10. Juni aus. Pie acht Kämpfe der Vorrunde finden am 27. Mai in den folgenden Orten ſtatt: Florenz, Bologna, Mailand, Neapel, Rom, Turin, Trieſt, Genua. Die zweite Dollhqus Daut 4, Breites traße N Mannheim, F l. Damen-Wollwaren Pullover Bolerojacken] Strickwesten ab.8 ab.90 ab 8,95 Bettjäckchen Ueberblusen Schals ab.7 ab 1,75 ab 85 4 Olympiſchen Spielen Runde ſteigt am 31. Mai in den Städten Neapel, Rom, Mailand, Turin. Die Vorſchlußrunden kommen am g. Juni in Mailand und Turin zum Austrag, während das Endſpiel am 10. Juni in Rom vorgeſehen iſt. Deutſchlands Länderelf in England? In engliſchen Fußballkreiſen verlautet, daß Deutſch⸗ land für den Herbſt 1934 eine Einladung zu einem Fuß⸗ ball⸗Länderſpiel auf engliſchem Boden erhalten ſoll. Dieſe Einladung würde nicht allzuſehr überraſchen, da man mit ihr ſchon früher gerechnet hatte. Nachdem England nach⸗ einander Spanien, Oeſterreich und Frankreich empfangen bat, wäre Deutſchland ſozuſagen an der Reihe. Bei dieſem Spiel Deutſchland— England würde es ſich nämlich um das Rückſpiel für das im Mai 1930 in Berlin unentſchie⸗ den verlaufene 318⸗Treſſen handeln. Im Teunis⸗Länderkampf ſiegte die Schweiz in Oslo über Norwegen mit 71 Punkten. Den einzigen Punkt für die Norweger holte F. Smith heraus, der den Schwei⸗ zer Ellmer in zwei Sätzen:1,:4 abfertigen konnte. 115 Die Weimer der Kunſtflieger findet am g. und ). a tes auf dem Flugplatz von Vincen⸗ am erwartet, daß zu dieſer Welt⸗ aft eriko einen Vertreter entſenden wird. Deutſchland te durch Gerhard Fieſeler vertreten ſein, Frankreich 5 die Wahl zwiſchen Doret und Detroyat. Bei den Berufsborkämpfen in München wird nun doch der deutſche Leichtgewichtsmeiſter Selßler⸗Berlin gegen Phil Neſzger antreten, da der Kölner Domgörgen wegen einer Halsentzündung abgeſagt hat. Di ſeit 10 Jahren beſtehende Schwim⸗ merrtege des Turnvereins 1846 Mannheim hat ſich im Laufe der Jahre glänzend entwickelt. Kein Wunder daher, daß die ſportliche Betätigung eine immer ie nun ſchon größer werdende Beteiligung aufzuweiſen hat, wobei vorweg die Jugend ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Mit welchem Eifer gerade ſie beim Zeug tſt, beweiſt eindeutig der Beſuch eines Uebungsabends im Herſchelbad, der jedem Beſucher dieſe Totſache zur wahren Freude wer⸗ den läßt. Den Abſchluß der Jahresarbeit bilden alljähr⸗ lich die Vereins meiſterſchaften des TV 184, auf deren Austragung man auch mit vollem Recht ge⸗ ſpannt iſt. Da beweiſen die Turnerſchwimmer in hart⸗ näckigen Kämpfen, daß ſie nicht nur mit bem Reck, Barren, Raſen, Schilauf uſw. eng vertraut ſind, ſondern daß ſie ouch das naſſe Element zu meiſtern verſtehen. Auch die dieslährigen Vereinsmeiſterſchaften brachten dem rührigen Abteilungsführer A. Lang mit ſeinem bewährten Mitarbeiterſtab ein ſprichwörtlich ſtarkes Melde⸗ ergebnis, ſo daß das Programm nur auf verſchiedene Uebungsabende verteilt bewältigt werden konnte. Die ſportliche Ausbeute muß auch diesmal wieder als befriedigend bezeichnet werden. Im nachſtehen⸗ den halten wir die erſten Sieger in den einzelnen Ren⸗ nen feſt(Bahnlänge 20 Meter, Auſſtehwende). Die Sprin⸗ gergilde wird erſt im Lauſe der kommenden Woche die Vereinsmeiſterſchaft unter reger Beteillgung austragen. Die Ergebniſſe: 100 Meter Bruſt, Turner(Unterſtufe]: 1. B. Weniger 129,8 Min. Oberſtufe: 1. G. Ehrlich:22,7 Min. Jugend (Jahrgang 1917/18]: 1. W. Hoſſmeiſter:53,7 Min.(Jahr⸗ gang 1915/16): 1. E. Heger 182,5 Min. Turnerinnen, Mittelſtufe: 1. L. Hermann:44,6 Min. 80 Meter Bruſt, Jugend(1917/18): 1. Maria Knaben, a] 1. K. Ederle 40,5 Sek. b) :18 Min. 40 Meter Bruſt, e) 1. W. Bittner 40,8 Sek. d) Mädchen: 1. E. Stadelmeier 88,9 Sek. Stengel 1. J. Endreß 56,8 Sek. 1. Hoffmann 99 Sek. Der neuernaunte Beauftragte des Reichsſportführers für den Bezirk Nordbaden, W. Körbel⸗ Mannheim, machte am Donnerstag abend vor den Vertretern der Ver⸗ eine, die dem Ortsausſchuß angeſchloſſen ſind, Mitteilung itber die Lage des Sports, beſonders in Baden. Nach der Niederlegung der Führung im badiſchen Sport durch Ro⸗ bert Roth wurde Miniſterialrat Kraft⸗ Karlsruhe mit der Führung beauftragt. Gleichzeitig erhielt W. Körbel ſeine Ernennung. W. Körbel wies etulettend darauf hin, daß die Sitzung eine Arbeitsſitzung darſtellen ſolle. Ex und der Geſchäfts⸗ führer Crezeli gaben Aufſchluß über den Staud der Arbeiten in Mannheim. Dann entwickelte Körbel ſeine Anſichten über den Sport im allgemeinen. Ende Januar oder Anfang Februar wird in einer großen Ver⸗ anſtalteung in Mannheim der Reichsſportfüh⸗ rer von Tſchammer und Oſten zu den badi⸗ ſchen Sportlern ſprechen. Die Frage der Fir⸗ menſportyereine werde in aller Kürze eine end⸗ gültige Löſung exſahren. Die Firmen⸗Sportvereine müß⸗ ten ſich irgendeiner Fachſäule anſchließen. Auch das Ver⸗ hältnis zwiſchen SA und dem deutſchen Sport werde ſehr bald eine befriedigende Löſung ſinden. Wie bereits mit⸗ geteilt, wurde durch die Brigaden in Baden die Löſung getroffen, daß S A⸗ Männer, die aktiv in einer Fuß⸗ ball⸗ oder Hanöballmannſchaft tätig ſind, zu den Pflicht⸗ ſpielen freizugeben ſind. Ein entſprechender Ein⸗ trag im Spielerpaß wird die Freigabe jeweils ſehr raſch regeln. Die SA wird in Zukunft Sport in den Vereinen betreiben. In jeder Stadt ſollen Kreisführerringe gebildet werden, die ſich aus Vertretern der 16 Fachſäulen zuſammenſetzen. Dieſem Führerring ſteht ein Führer vox, der durch einen Jahresmeiſterjchaſten der 1846er Turnerſchwimmer 300 Meter beliebig, Turner Eberle:23,1 Min. 100 Meter Seite, (Wanderpreis): 1. T. Turner[Unterſtuſe]: 1. B. Weniger :22,38 Min. Mittelſtufe: 1. W. Roeder:40,7 Min. Ober⸗ ſtufe: 1. J. Vögele:22 Min. Turnerinnen, Mittelſtufe: 1. L. Scheurer:45,2 Min. Bruſtſtaffel, Turnerinnen, 4 mal 40 Meter: 1. Hockey ⸗ abteilung 589,8 Min. Beliebigſtaffel für Wehrzüge, 10 mal 2 Bahnen: 1. Zug 1 :90,1 Min.(J Weniger, B. Weniger, Stoll, Ankele, 005 Feuchter, Volk, Beckenbach, Rieger, Fr. Schwarz⸗ op). 200 Meter Bruſt, Turner(Wanderpreis]: 1. G. Ehr⸗ lich 3106 Min. 4 mal 40 Meter Lagenſchwimmen, Turuer[Wander⸗ preis]: 1. H. Stoll:15,2 Min. 100 Meter Rücken Turnerinnen[Mittelſtufe): 1. L. Hermann:45,4 Min. Mittelſtufe, Turner: 1. W. Roeder :55,8 8 Oberſtufe, Turner: 1. O. Bruckbräu:27,6 Min.; 2. F. Engel:29 Min. Tauchen, 20 Meter, Knaben: a] 1. W. Schlupp; b) 1. W. Bittner 20 Meter in 16,2 Sek.; c) 1. Kühnpaſt 20 Meter in 10,2 Sek.; d) 1. E. Martin 13 Meter in 10,8 Sek. Lagenſtaffel, 8 mal 40 Meter, Turnerinnen: 1. Schwimm⸗ abteilung:52,4 Min. 100 Meter Hand über Hand, Turner, Unterſtufe: 1. Th. Ortlieb:34, Min, Mittelſtuſe: 1. B. Weniger:12 Min. Oberſtufe: 1. F. Ederle:11 Min. 100 Meter Hand über Hand, Turnerinnen, Unterſtufe: 1. A. Lipp:55,56 Min. Turner, Jugend: 1. E. Heger :82,36 Min. 80 Meter Hand über Hand, 1. R. Bäuerle:19,83 Min. 40 Meter Hand über Hand, Knaben: a] 1. W. Schlupp :56 Min.; b) 1. Bittner:41,2 Min.; c) 1. Kühnpaſt:39, Min,; di 1. K. Cderle:33,8 Min. 4 mal 40 Meter Riegenſtaffel: 1. Wanderriege 2105 Min. Turnerinnen, Jugend: Der Reichsſportführer kommt nach Mannheim Tagung des Ortsausſchuſſes Mannheim— Bezirksbeauſtragter Körbel ſpricht vor den Vertretern der Mannheimer Sportvereine Geſchäftsführer unterſtützt wirb. Die Gr für den Führerring wird der Ortsausſchuß für Le gen bil⸗ den, in der Form wie er in Mannheim ſchon ſeit Jahren Alle Sportpereine müſſen in Zukunſt dem ring angehören. Der Führerring wird mehr Recht 5 75 erhalten. Es ſei hier nur an die Verteilung des ſtädtiſchen Zuſchuſſes und der Vergebung der Schwimm⸗ hallen uſw. erinnert. Der Kreisführerring wird ſehr bald gebildet werden, damit die Arbeit wieder voll aufgenommen werden kann. Dieſe Kreisführerringe werden gebildet in Hei⸗ delberg, Mosbach, Wertheim. Weinheim, Tauberbiſchofs⸗ heim, Sinsheim uſw. werden örtliche Vereinigungen ſchaffen, denen ein Führer vorgeſetzt wird Der Bezirksbeauftragte wies beſonders dara 0 er nicht nur von Zeit zu Zeit an den Vorſtand ſitzungen der Vereine teilnehmen werde, er werde ſich in erſter Linie den Uebungs⸗ und Spielbetrieb anſehen, um da eingreiſen zu können, wo es nötig iſt, In ganz kurzer Zeit wird der Sport vollkommen in den Staat eingegliedert ſein. Die Erſolge bei den'ym⸗ piſchen Spielen 1998 in Berlin müßten die deytſchen Sport⸗ ler als revolutionäre Sieger hervorgehen laſſen. Die im Mannheimer Sportleben feſtverankerten Ver⸗ anſtaltungen wie„Rund um Mannheim“ und„Rund um den Friedrichsplatz“ werden in der alten For n„ geführt werden. Es iſt ſogar gedacht, in einer große Werbeveranſtaltung allen Sportarten Ge 5 heit zu geben, für ſich und den d Sport zu werben. Der Bezirk!(Mannheim) im Re Leib ne geht bis nach berg, Weinheim, Mosbach, beſteht. uf hin, daß äuſe Tauberbiſch uſw. Er deckt ſich genau mit dem politiſchen 1 In der Ausſprache wurde angeregt, beſonders der Jugendfrage, die für die Vereine lebensnotwendig iſt, die größte Aufmerkſamkeit zu widmen. Die Verhandlungen zwiſchen dem Reichsſportführer und dem Reichsjugendführer Baldur y. Schirach werden hier die für das deutſche Sportleben richtige Regelung und Löſung bringen. Dr, Ulos vom Deutſchen Luftſportverband, gruppe Monnheim, 15 0 in warmen Worten für. deutſchen Luſtſvort. Nur durch eine großzügige Unterſtüt⸗ zung könne die deutſche Jugend flugſportlich erzogen wenden. Nachdem ſich jetzt auch in Mannheim Verbände und Vereine wieder im Ortsausſchuß zuſammengeſunden heben freudig und vorbehaltlos an dem Auſbau iſt damit zu rechnen, und bereit ſind, des deutſchen Sports mitzuarbeiten, daß ſich der neue Auftrieb bald bemerkbar machen wird. Die Richtlinien ſind gegeben, nun friſch on die Arbeit, zum Wohle des deutſchen Sports und des ganzen deutſchen Volkes. 9 ils. Reichs⸗Sport- und Turnkalender Die Werbeſtelle des Hilfsfonds für den deutſchen Sport gibt für das Jahr 1934 einen„Reichs⸗Sport⸗ und Turn- Kalender“ im Taſchenformat als Ganzleinenband heraus. Neben einer Kalender Einteilung mit Spalten für Sport, Turnen, SA, SS, Hitler⸗Jugend, Partei⸗ und NSBO⸗ Dienſt, enthält das 70 Seiten ſtarke Werk intereſſante An⸗ gaben über den Aufbau des deutſchen Sports und ſeiner Verbände ſowie Aufſtellungen über Rekorde, Durchſchnitts⸗ Geſchwindigkeiten, Maße und Gewichte von Sportgeräten und praktiſche Winke auf den verſchiedenſten Gebieten. Der Kalender wird zum Preiſe von.50 Mk. geliefert, bei Ab⸗ nahme von fünf Stück erhält der Bezieher ein Freiexemplax, Beſtellungen ſind zu richten an den„Hilfsfonds für den Deutſchen Sport“, Berlin⸗ Charlottenburg 2, Hardenberg⸗ ſtraße 42/48. Der Verband der Bernſsreſter und Berufsfahrer Deutſchlands hat beſchloſſen, ſeinen geſamten Mitolieder⸗ beſtand lorporativ in den Reichsverband Deutſcher Turn⸗ Sport⸗ und Gumnaſtiklehrer im NS⸗Lehrerbund überz zu- führen. Der ehemalige Verband bildet im Reichsverband die Fachgruppe Reit⸗ und Fahrlehrer. N* und grüne Rabattmarken. Amal am Tage je 2 Stück Sutoxeen⸗Konſekt lindern ſofort den Husten reiz, helfen Ihnen bei Huſten, Heiſer⸗ leit, Bronchialkatarrh. Sch. 90. 13 164 ee eee 3 H 1. 16. Jaben Sie offene Füsse Schmerzen? Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die ſeit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, ſchmerzſtillende Heilſalbe „Gentarin“, Erhältlich in den Apotheken. N B38 CCC Erkältungskrankheiten hartnäckiger Huſten, Luftröhrenkatarrh, Lungen⸗ nerſchleimung, Bronchialkatarrh, Aſihma uſw. behebt und lindert ſeit 25 Jahren der ſchleim⸗ löſende Va66 Dellh ams Bru't⸗ und Lungentee Preis.20. 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Die Stetig⸗ mit der ſich die produktive Regeneration bis zur Gegenwart vollzog, bildet die beſte Gewähr dafür, daß ͤte Beſſerung einen weiteren Fortgang nimmt, während jede Heftigteit nur die Gefahr von Rückſchlägen in ſich tragen unte. Wenn man auf Grund der bisherigen monatlichen Er⸗ zeugungsziſſern in den ſchwerinduſtriellen Hauptproduk⸗ tionsgebieten eine überſchlägliche S ch ä tz ung der Jah⸗ 3 ellt, ſo lommt man, verglichen res zahlen für 10 te die Produktion ihren Höchſt⸗ mit 1929— damals ſtand— und mit 1932, dem tiefſten Kriſental, zu folgenden Ergebniſſen(in Mill. Tonnen): d 1929 1932 1933 Roheiſen 18,4 8,9 5,2 Rohſt ahl 16,2 5,8 8,0 Walzwerkserzeugniſſe 11,8 5,9 77,5 Steinkohle 163,4 104,7 115—120 Braunkohle 174,5 22,6 120—125 Kols 39,4 19,3 21—22 Dieſe Zahlenreihen beweiſen zunächſt, daß die ſchwer⸗ induſtrielle Erzeugung auch bei der Erholung im Jahre 1933 doch nochſehr weit unter den Ziffern des guten Jahres 1929 bleibt. Die eben erſt bogon⸗ nene Aufſchwungspertode hat alſo noch einen ſehr weiten Spielraum vor ſich, in den die Produktion hoffentlich wäh⸗ rend der kommenden Jahre hineinwachſen wird. Es iſt dabet aber vor allem zu berückſichtigen, daß das Jahr 1933 im Anfang noch ſchlechte Monate gebracht hat, in denen die Erzeugung nur unweſentlich über den Ziffern von 1932 lag. Ein Vergleich der zweiten Seme ſter der heiden Jahre würde ſchon ein weit günſtigeres Bild ergeben, denn die Eiſen⸗ und Stahlerzeugung be⸗ wegt ſich zur Zeit um rund 50 v. H. und die Kohlen⸗ und Koksgewinnung um rund 15—20 v. H. über den Vorfahrs⸗ ziffern. Im einzelnen bleibt die beachtliche Feſtſtellung, daß die Elſeninduſtrie ſich, was ihre Produktlons⸗ zahlen anlangt, ſchneller erholt hat als der Kohlenbergbau. Bei der Kohle hatten wir aber auch vorher einen Rück⸗ gang von„nur“ rund 40 v. H. erlebt, während beim Eiſen der Rückgang 60 und mehr Prozent betrug. Auffällig iſt ferner die Entwicklung der Braun⸗ kohlener zeugung. Sie iſt nämlich, ganz im Ge⸗ genſatz zur Steinkohle, von der allgemeinen Aufwärts⸗ bewegung bisher ſo gut wie unberührt geblieben. Dies mag ſich in erſter Linie daraus erklären, daß die Braun⸗ kohle vorzugsweiſe, nämlich zu 70—80 p. H, dem Hans brand dient. Die breiten Verbraucherſchichten haben aber im erſten Stadium der wirtſchaſtlichen Erholung noch keine weſentlichen Einkommensſteigerungen zu verzeich⸗ neu, die ſie inſtand ſetzen könnten, mehr für Brennſtofſe guszugeben als bisher; andererſeits profitiert die Stein⸗ kohle, bei der der Wiederanſtieg der Produktion ſich ſchon deutlicher abzuzeichnen beginnt, in erſter Linie von den allgemeinen Ankurbelungsmaßnah⸗ men und ihren Auswirkungen auf den Kohlenverbrauch der Induſtrie, mit dem die Braunkohle nur wenige Be⸗ rührungspunkte hat. Es kann aber wohl kein Zweifel herrſchen, daß im weiteren Verlauf des wirtſchaftlichen Wiederaufſtiegs, parallel mit der zu erwartenden Kauf⸗ kraftſteigerung breiter Bevölkerungsſchichten, auch die Braunkohle wieder in den Prozeß der Produktionsausweitung eingeſchaltet wer⸗ den wird; nur hinkt ſie eben etwas nach, wie ſie dies übrigens auch in der abfleigenden Konjunkturkurve getan Hat. An die Schwelle des neuen Jahres tritt die Kohlen⸗ und Eiſeninduſtrie mit Hoffnungen, die man dies⸗ mal getroſt bejahen darf. ſchon die 1932/383er Bilanzen unſerer Montan⸗ größtenteils ohne nennenswerte Verluſte geblie⸗ ben ſind und die Geſellſchaften betriebsmäßig und finan⸗ ziell aus den gröbſten Sorgen heraus ſind, müſſen ſich bei weiterem Produktionsanſtieg die Wirkungen der ſo⸗ genannten Koſtendegreſſion immer ſtärker bemerk⸗ bar machen. Die große Rationaliſierungsarbeit, die in der Schwerinduſtrie nach der Inflation geleiſtet worden iſt, halte ja zweifellos inſofern die Kriſenwirkungen der Zeit von 1930— 1932 verſchärft, als die mit der techniſchen Rationaliſierung verknüpften Steigerungen der feſten Koſten, auf eine geringere Produktion berechnet, jede ver⸗ nünftige Betriebsrechnung umzuwerfen drohte. Um⸗ gekehrt muß jede Produktionsſteigerung, we⸗ gen des dann ſinkenden Anteils der feſten Koſten, ſich ver⸗ Nachdem konzerne hältnismäßig raſch auf die finanziellen Er⸗ gebniſſe auswirken. Bei einer Betriebsausnutzung von 50 v. H.— ſo hat einmal Fritz Thyſſen für den Stahlverein erklärt— könne die Eiſeninduſtrie einigermaßen wirtſchaftlich arbeiten. Sie hat lange Zeit mit 30 und noch weniger Prozent Aus⸗ nutzung der Kapazität gearbeitet und dabei ſchwere Ver⸗ luſte erlitten; heute ſedoch, wo ſie ſchon wieder ihre Be⸗ triebe mit 50 v. H. beſchäfligen kann, beginnt ſie bereits wirtſchaftlich zu balancteren, und jede wei⸗ tere Zunahme der Produktion muß zu ſchneller Rentabili⸗ tätsſteigerung führen. Man kann ſogar ſo weit gehen, zu behaupten, daß die Wiedererreichung der 1929er Produk⸗ tionsziffern der Eiſeninduſtrie auf Grund von Rationali⸗ ſierung und Koſtendegreſſion Gewinne abwerfen würde, wie ſie nur wenige andere Wirtſchaftszweige überhaupt aufweiſen könnten. Dabei iſt freilich, ſowohl bei der Kohle wie auch beim Eiſen, noch ein gut Teil organiſatoriſcher Arbeit zu leiſten, die für eine zuverläſſige Fundie⸗ rung des Wiederaufſtiegs unerläßlich erſcheint. Die für die deutſche Eiſeninduſtrie lebenswichtige Frage der Ordnung der Exportmärkte iſt mit guten Anfangserſolgen ſchon im jetzt zu Ende gehenden Jahre in Angriff genommen worden: Die Neugründung der In⸗ ternationalen Rohſtahlgemeinſchaft, ver⸗ bunden mit der Errichtung von Exportkontoren für die einzelnen Walzwerkserzeugniſſe, hat zwar noch keine weſentliche Preisbeſſerung am Eiſenweltmarkt her⸗ beiführen können, aber doch wenigſtens die Periode der immer tiefer ſinkenden Schleuderpreiſe beendet. Die Feſti⸗ gung dieſer Organiſation, an der laufend gearbeitet wird läßt die Hoffnung berechtigt erſcheinen, daß Eiſeninduſtrie in nicht allzuferner Zukunft ſich wieder mehr in den Export wird einſchalten können, von dem ſie ſich, mit Ausnahme legentlicher Rußlandgeſchäfte, ſchon ſeit 1931 weitgehend zurückgehalten hat. Die Wiederaufnahme einer lebhafteren Export⸗ tätigkeit iſt aber eine der erſten Vorbedingungen für die i einer angemeſſenen Ka⸗ 9 9, die deutſche Wiedererreichung pazitätsausnußzung in der Eiſeninduſtrie, und ſo wird gerade dieſe Frage auch im kommenden Jahr weiterhin im Mittelpunkt ſtehen. Etwas anders liegen die Dinge im Ko hleuberg⸗ bau. Dieſer, beſonders der Ruhrbergbau, hat ſeinen Export, wenn auch mit ſtarken mengen⸗ und preis⸗ der Pfundentwertung, die die engliſche Kohlenkonkurrenz erheblich begüuſtigt, im we⸗ ſentlichen durchgehalten. Ob und wie lange er das noch kann, iſt eine ſchwer zu beantwortende Frage, zumal die Ausſichten auf Verſtändigung mit den engliſchen Zechen ſich auch in dem jetzt zu Ende gehenden Jahre keineswegs gebeſſert zu haben ſcheinen. Das Schwergewicht liegt für den Ruhrbergbau aber jetzt in der Entwicklung des iunländiſchen Marktes, der ja auch nicht ſo„un⸗ umſtritten“ iſt, wie dies für den Außenſtehenden den An⸗ ſchein haben könnte. Die Konkurrenz der inner⸗ deutſchen Kohlenreviere untereinander, trotz der feſten Syndizierung, war in der Kriſe zu einem ſchwieri⸗ gen Problem geworden. Man iſt jetzt dabei, es zu mei⸗ ſtern, insbeſondere durch die im weſentlichen bereits per⸗ fekte Zuſammenlegung des Ruhrkohlenſyndikats dem Aachener Syndikat. mäßigen Verluſten, trotz mii Dann harrt noch die ſchwere Aufgabe der Löſung: die Re⸗ gelung des Wettbewerbs der Braunkohle mit der Stein⸗ kohle, für die auch bereits Pläne und Vorſchläge vorliegen, die aber wohl kaum vor dem Frühſommer 1934 ſpruchreif werden dürften. Im ganzen darf die Kohlen⸗ und Eiſeninduſtrie, trotz mancher Sorgen im einzelnen, doch mit dem Vertrauen in das neue Jahr hineingehen, daß es ihr mehr Arbeit und mehr Verdienſt bringen wird als 1933. Wir ſtehen erſt am Anfaug eines wirtſchaftlichen Aufſchwungs, der aus der Sphäre der künſtlichen Anregung durch Arbeitsbeſchaf⸗ fungsprogramme und andere Maßnahmen der öffentlichen Hand in die natürlichen Impulſe privater Initiative und ihrer kraftvollen Wiederbelebung überführt werden muß. Daran mitzuarbeiten hat die Kohlen⸗ und Eiſeninduſtrie langſam wieder den feſten Boden unter den Füßen gewonnen. Der Aufomobilmarkf im November Das Kraftwagen geſchäft war im November weiter verhältnismäßig lebhaft. Die Zulaſſungen fabrikneuer Perſonencraftwagen gingen gegenüber dem Vormonat zwar um etwa 26 v.., die Zulaſſung fobrik⸗ neuer Laſtkraftwagen um etwa 6 v. H. zurück. Jedoch pflegt der Automobilabſatz in dieſer Jahreszeit in jedem Jahre nach Angabe im Wochenbericht des Inſtituts für Konjunlturforſchung nachzuloſſen. Trotzdem ergibt ſich für den November 1933 ſowohl für die Umfätze im Perſonen⸗ als auch im Loſtkraftwagen geſchäft ein re cht günſti⸗ ges Bild. Im November 1933 ſind mehr Perſonenkraftwagen abgeſent worden als im Nonember 1929, der Ein⸗ bruch, den die Wirtſchaftskriſe für das Perſonen⸗ kraftwagengeſchäft mit ſich gebracht hat, iſt damit beinahe ausgeglichen worden. Im Dezember wird der Abſatz aus Gründen der Jahreszeit wohl noch etwes z gehen. Immerhin läßt ſich das Jahresergebnis 1933 ſchon ſetzt ungeſähr über⸗ ſehen. Der Geſamtabſatz von Perſonenkraftwagen dürfte im Jahre 1933 etwa 81 500 Einheiten, der Geſamt⸗ abſatz von Laſtlrotwagen etwa 11 400 Einheiten betragen. Gegenüber 1932 bedeutet dos bei den Perſonenkro'twagen eine Verdoppelung, bei dem Laſtkraftwagenabfatz eine Steigerung um mehr als 60 v. H. Oeffeniliche Lebensversicherungsansfalien in Deuischland Im November 1939 wurde licher Lebensverſicherune balten in Deutſchla 3 mengeſchloſſenen öffentlichen 2 he gsanſtalten 15 720 neue Verſicherungen mit en/ Verſiche⸗ rungsſumme beantragt. Die dur ſumme betrug in der Großleb über 3590/ im November 1 ſicherung 389/ gegenüber 460 Vorjahres. Nüchterne Zahlen beweiſen, wie ſegensreich Sie Lebens⸗ nerſicherung wirkt. Die im Verbard Oef entlicher Lebens⸗ nerſicherungsanſtalten in Deutſchland zuſammengeſchloſſenen öffentlichen Lebensverſicherungsanſtal ten haben von 1924 bis Ende 1992 insceſamt 68 537 311,71 Mark an Todesfallſchäden in Groß⸗ und Klein⸗ lebens verſicherung ausbezahlt. In deu erſten drei Viertel⸗ jahren des lauſenden Jahres iſt die Summe auf 73 203 818,58 Mark angewachſen. Für die Oefſentliche Lebensverſicherungsanſtalt Baden in Mannheim, deren Geſchäftsbereich ſi h nur auf das Land Baden erſtreckt, betragen die entſprechenden Zahlen 3 043 547 Mark und 3 328 950,43 l. n bei dem im Verbande 5 ind in der Sterbegeldrer⸗ im gleichen Monat des Ac für Seideninduſtrie Glarus. Bei der Geſellſchaft (Stünzilonzern) haben im vergangenen Geſchäftsfahr(30. Juni)] die Tochtergeſellſchatten wiederum ungünſtig gear⸗ beitet. Auf den Beteili⸗ungen erwieſen ſich Abſchrei⸗ bungen von rd. 3½ Mill. ffr. als notwendig. Der Ver⸗ waltungsrat beantragt, den Ver luſt⸗ Sold o von 2,7 Mill. ſfr. durch Aufhebung der ao. Rücklage von 2,5 Mill. fr., Entnahme von 195 000 ffr. aus der ordentlichen Re⸗ ſerve, die damit auf 800 000 ſſr. abnimmt, und Vortrag eines Verluſt⸗Saldos von 10 660 ffr. auf nene Rechnung du tilgen. Im Vortrag betrug der Verluſt 228 000 sfr. * Grube Leopold AG, Bitterſeld.— Kapitalkürzung. Die Fortdauer der allgemeinen Wirtſchaftskriſe geſtattete der Geſellſchaft im Geſchäftsjahr 1932 noch immer nicht die volle Ausnutzung der Betriebsanlagen. Der Rückgang im Stromabſatz iſt zum Stlllſtaund gelommen. Der im Ijefsſand der Zahlungseinsfellungen Die Zahlungseinſtellungen in der deutſchen Wirtſchaft verharren, wie es im Wochenbericht des Inſtitut für KTonfſunkturſorſchung heißt, zur Zeit auf einem Tiefſtan d, wie er ſeit der Währungsſtabtliſterung noch nie und in den letzten Vorkriegsjahren nur ſelten erreicht wurde. Ein Teil des Rückganges der Zahlungseinſtellun⸗ gen iſt zwar noch nicht auf eine tatſächliche Beſſerung in der Zahlungsſähigkeit der Schuldner zrückzuführen, in vielen Fällen hat die Hoffnung der Gläubiger auf die künftige Zahlungs fähigkeit ihrer Schulöner geholfen, die formelle Zahlungseinſtellung zu überbrücken Jedoch darf dieſes Moment auch nicht überſchätzt werden. Denn liegt eine ganz beträchtliche echte Beſſerung der Kreditſicher⸗ heit vor, anders wäre es jedenfalls nicht zu erklären, daß die Zahl der Konkurſe und Vergleichsverſahren im Oltober und November nicht geſtiegen iſt, obwohl ſaiſonmäßig eine ſehr ſtarke Zunahme zu erwarten geweſen wäre. * Mathildenbad— Solbad AG, Bad Wimpfen.— Kapi⸗ talherabſehung 10:1 und Wiedererhöhnng. Eine ao. G am 5 Jan. ſoll Mitteilung gemäß ß§ 240 H B entgegennehmen und Beſchluß faſſen über eine Herab⸗ ſezung des Ant von 103 000 auf 10 900 4 im Verhalt⸗ nis 10: 1 unter Wiedererhöhung auf 75 000 4. Der alte AR iſt zurückgetreten. * Ph. Ven. Ribot AG. Bayeriſche Seifenfabrik Schwabach. — Kapitalzuſammenlegung:1. Der GV am 30. 12. fol neben Erledigung der Regulorien für 1932 die Kapttal⸗ herabſetzung in e. F. um 319 600 4 durch Zuſammen⸗ legung der Stä im Berhältnis:1 zwecks Anpaſſung an die Wirtſcholtslage vorgeſchlagen werden(olsheriges Kapital 887 000). * Die deutſche Roheiſengewinnung im November. Im November 1933 belief ſich die Roheiſenerzeugun 8 im deutſchen Zollgebiet auf 509 834 To. bei 30 Arbeits⸗ tagen gegen 492 326 Tonnen bei 31 Arbeitstagen im Vormonat. Arbeitstäglich wurden im Durchſchnttt im November 16 994 To. erblaſen, d. h. 7 v. H. mehr als im Oktober 1933. Auf Süodeutſchland entfällt eine NRoheiſengewinnung von 20 157 To, gegen 19 912 To. im Oktober 1933 und 11811 To. im Napember 1932. »Der Poſtſcheckverkehr im November 1983. Die Zahl der Poſtſcheckkenten iſt im November um 1580 auf 1029 117 geſtiegen. Auf dieſen Konten wurden in 61 Millionen Buchungen 8750% Mill./ umgeſetzt. Die Guthaben auf den Poſtſcheckkonten betrugen am Monatsende 466 Mill., im Monatscdurchſchnitt 485 Mill./ gegenüber 453 bzw. 480 Mill. im Vormonat. Brandschadensfalisſik Die bei der„Arbeitsgemeinſchaft privater Feuerver⸗ ſicherungsanſtolten in Deutſchland“ im November 1933 im Deutſchen Reich angefallenen Schäden belaufen ſich auf ins⸗ geſemt 5 862 900 und halten ſich damit auf der Höhe des Vormonats, der eine Schadenſumme von 5 729 72% ge⸗ bracht hatte. Bemerkenswert iſt, daß Sas Schadenergebnis für Monat November nur um etwa 10 v. H. hinter den entſprechenden Zahlen des Vorfohres zurückbleibt, obwohl die Prämieneinnahme hei den Geſellſchaften ganz beträcht⸗ en für die iusgeſamt Die betrag lich geſunlken iſt. Monate Januar⸗ November einſchl. 65 922 543 1 »Die deutſche Holzaußenhandelsbilauz im Okt. Im Okt. wurden 356 241(413 77) To. ein⸗ und 48 276(63 531) To. ausgeführt. Der Großteil der Einfuhrmenge entfällt mit. 4 000 To. wiederum auf Papierhulz, wobei Rußl ind, Finnland und Tſchechoſli waket Haupteinſuhrländer waren. Der Export iſt weiterhin ungünſtig. Wertmäßig ergab ſich eine Einfuhr an forſtwirtſchaftlichen Erzeugniſſen ins⸗ geſamt von 15 276(September 18 619) Mill. /, eine Aus⸗ fuhr von 3,032(3,375) Mill.. Die Sperrhelzeinfuhr be⸗ trug wertmäßig 555 000, die Ausfuhr 726 600. Der engliſche Außenhandel im November 1933. Die engliſchen Ausfuhren beliefen ſich im November 1933 auf 34,485 Mill. Pfund gegenüber 34,131 Mill. Pfund im VBormoncgt und 31,094 Mill. Pfund im November 1932. Die Wiederaus kuh ren ſtelllen ſich auf 3,619 Mill. Pfund gegenüber 4,059 Min. Pfund im November 1932. Die Einfuhren betrugen 63,734 Mill. Piund gegenüber 61,771 Mill. Pfund im Vocmonot und 61,516 Mill. Pſund im November des Borfahres. Berichtsjahre erztelte Bruttogewinn von 1124 157% wurde voll zu Abſchreibungen verwendet. J. V. ergab ſich ein Verluſt von 1059 786, der ſich um den Vortrag aus 1931 auf 2 445 641 l erhöhte und vorgetragen wurde. Um dos Unternehmen wieder ertragsfähig zu machen und eine Rente zu ſichern, wird vorgeſchlagen, das AK i. e. auf nom. 7,05 Mill. A herabzu F. 52 gen verwandt werden. * Papier⸗Ac Karlsruhe(Baden). Bei der mit 100 000 Mark Kapital ausgeſtatteten Geſellſchaft ergab ſich zum 80 Sept. 1933 ein Gewinn von 29 /, um den ſich der Verluſtvortrag auf 860, vermindert. Der Rohgewinn wird mit 57972/ ausgewieſen(i. V. Warenbruttogewinne 85 169, Beteiligungen 15 423), ardererſeits wurden neben den Unkoſten 14710(2)/ für Abſchreibungen, 9188/ für Rücklagen verwandt. In der Bilanz erſcheinen neben der 10 v. H. Reſerve, unv. 20 000% Delkredere und 10223 1) Rücklagen Kreditoren und Akzepte mit 197 000 J, denen andererſeits 2(129 80 For⸗ u, 80 378(61 642). 21350(24 7900 1 * Schwan⸗Bleiſtift⸗ Fabrik Ach, Nürnberg.— Kleiner Verluft. Die GB der als Familien⸗Ac̃ betriebenen, mit enden Geſellſchaft ge⸗ 3 einem AK von 0,480 Mill./ arbe nehmigte die Bilanz des G 1 das nach 196 100 (i. V. 199 000)& Abſchreibungen mit einem Verluſt von 8800 li. V. gewinn⸗ und verluſtlos) abſchließt, der auf neue Rechnung vorgetragen m In der Bilanz ſind die lüſſigen Mittel mit 192 700(i. V. 86 600) l, die buch⸗ mäßigen Reſerven unverändert mit 252 000% gusgewieſen. Die Verbindlich leiten, die ſeit 199 bereits um 706 400 zeſunken waren, konnten im Berichtsjahr um weitere )„ reduziert werden. Auch im laufenden Ge⸗ ftsjahr ſetzte ſich dieſe Entwicklung fort. Der Geſchäftsgang der letzten Monate zeigte, beſonders im In⸗ land, eine leichte Beſſerung. Der Abſatz liegt aber noch weit unter Normalhöhe. Immerhin konnte die Beleg⸗ ſchaft im Zuſommenhang mit den wirtſcha'tlichen Maß⸗ nahmen der Reichsregierung vergrößert und in vielen Abteilungen Vollarbeit eingeführt werden. Waren und Märkfe Mannheimer Großmarkf für Gefreide und Fulit rmiſſel(amilich)/ 4. Dez. Offiziell per 100 Kilo waggonfrei Mannheim— bei Waggonbezug— netto Weizen, int., 78/77 Kg frei Roggenmehl, nordd.. 22.50/70 Mannneim 3 pfälz. u. ſüdd. prompt. 23.0/½4.50 Feſtpreis fr. Pohbahn⸗ Weizenkle e ſein m. Sack 10,7/ 11.— ſtatton des Erzeu ers grob m Sack I, Bezirk 19,— Roggenkleie. 10,8 ,¼11 50 19,90%0,— 9 per Dez. B. zirk 10 per Dez. 19,20 Weizenfu termehl. 12, Bezi k 11 per Dez. 19 50 Roggenfurtermeyl.„ 11,80 ¼12 75 Rogg nſüdd. 7/72 Kg fre! Weizen nachmehl. 15 25/16 50 Mannheim„ 16,7/16,90 rdnußtuchen prompt 16.75/17.— Feſtpreis fr Vollbahn⸗ Soyaſchrot, prompt.. 15, 115,25 ſtation de Erzeugers Napsluchen 4. Bezirk 8 per Dez... 15.80 Balmkuchen 1550/15 75 Bezirk 9 per D z. 16,10 Kokoskuchen 117.59 Sommergerſie, int... 18,.—/19.— Seſamkuchen„ Pfälzergerſte.. 18, 49, Leintuchen. Futtergerſte 17. Biertreber mil Sack Winter erſte, neue— Trockenſchnitzel ab Fabrik 9,25 Hafer, in. 14, 25½,50] Ro me aſſe 5⁰ 0 Mais min Sack f.5 Weizenmehl o mit Aus- Steffen ſch. ize 11.— Wieſenhen loſes..—8,20 tauſchweizen per Dez. 29,40 Rotkleeheunu 6. 0/8,60 per Jan. 29.40 Luzernk ehen 0 per Ferr. 29, 10 Preßuroh, Rogg., Weizen 2.— a. Inlandw'zen p De. 27.90 Hafer, Gerſte.80/.— ver In. 27.9 Geb. Stroh, Rogg, Weizen 14 /1.70 per Febr. 2/90 Hafer, Gerſte. 1, 20/140 Neuer Vorsiand des Gelreidegroßmarkles Mannheim Gemäß Erlaß des badiſchen Finanz⸗ und Wirtſchafts⸗ miniſtertums Karlsruhe vom 2. Dezember d. J. wird die Wahlzeit des am 2. Juni 1983 ge wü hlten und mit Er⸗ laß des badiſchen Finanz⸗ und Wirtſchaftsminiſteriums vom 1. Juli beſtätigten Vorſtandes des amtlichen Groß⸗ marktes für Getrelde⸗ und Futtermittel in Mannheim be⸗ endigt mit dem 30. November 1033. Mit Wirkung vom 1. Dezember 1933 werden als Mit⸗ glieder des Vorſtandes beſtellt: a) als Vertreter der Landwirtſchaft: Friedrich Mayer⸗ Großſachſen, Eugen Hohenſtat t⸗Straßenheim, Chriſtian S chäfer⸗ Ludwigshaſen⸗Rh. Jean Bon ne t⸗Frledelsheim(Pfalz), Philipp Dreiber⸗Plankſtadt, Albert Treibe r⸗Secken⸗ heim. bhals Vertreter des Handels und der Mühlen: Friedr. Kol b⸗Mannheim, Gottfried Blaul⸗ Oggersheim., Heinrich Kling Schriesheim, Eugen Wer⸗ ner(in Firma Werner u. Nicola, Germania⸗Mühlenwerke GmbH., Mühlenbetriebe in Mannheim und Duisburg), Mannheim, Emi! Schmitz lin Firma Pfälziſche Mühlen⸗ werke, Getreidegroßmühle), Mannheim, Dr. Wilh. Zahn (lin Firma Gebr. Zahn. Mühlenfabrikateſ, Mannheim. Eine Aenderung der Börſenerdnung der Mannheimer Börſe und ihrer Satzungen bleibt vorbehalten. L * Handſchuhsheimer Großmarktpreiſe vom 14. Dez. Es koſteten: Birnen—12; Aepfel 10—15; Roſenkohl 1819; Endivien—5 Pfg. „Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 14. Dez. Auftrieb 55 Rinder, 906 Kälber, 468 Schaſe und 945 Schweine. Marktverlauf: Kälber, Schafe und Hammel mittelmäßig; Schweine ruhig, geringer Ueberſtand. Preiſe in 4 per 50 Kilo. Lebendgewicht: Kälber Sonderklaſſe nicht notiert, die Vertreterhäuſer des Verlehrsamtes der Indusirie- und Handelskammern innerhalb der Wirischafis-Neuorganisaſion In der neueſten Nummer der Deutſchen Wirt, ſchafts zeitung wird zu wichtigen Fragen des ſtän⸗ diſchen Aufbaues Stellung genommen. Zu den Inſtlt 0 nen, die auch im neuen Deutſchland ihre innere Berech, tigung behalten haben, gehören zweifellos auch die In duſtriee und Handelskammern. Schon 18 Werdegang zeige, wie ſehr ſie aus der Wirtſchaft ſelbſ herausgewachſen ſind. Das Tätigkeitsgebiet der Kammern iſt ſehr umfangreich. Einen ſehr breiten Raum nimmt u. a, die freiwillige Aus kunfts⸗ und Ber a tungs. tätigkeit der Kammern ein. Hier ſind es namentli auch die nicht eingetragenen Firmen, die ſehr ſtark den Apparat der Induſtrie⸗ und Handelskammern in Anſprut nehmen, ſo daß ſie in irgendeiner Form auch in Zukunſt an den Verwaltungskoſten beteiligt werden müßten; eine grundlegende Aenderung der Handels kammergeſetzgebung werde daher zur rechten Zeit erfolgen müſſen. Zweifellos würde das geſamte Induſtrie⸗ und Handelg⸗ kammerweſen dadurch, daß auch die Spie n o rgani⸗ ſation eine Körperſchaft des öffentlichen Rechts wird, feſter als bisher in der Wirtſchaftspolſtt und der Geſetzgebung verankert werden. Erreicht würde jedenfalls, daß in Zukunft der Deutſche Induſtrie, und Handelstag nun auch tatſächlich als die beruſene ey tretung der Wirt chaft ſtabiliſiert würde, die den Reichswirtſchaftsminiſterium in allen Dingen des Wirt ſchaftslebens als Beraterin zur Seite ſtehen und an deren Votum man auch nicht ohne weiteres vorſbergehen könnte. Bevor eine reichsgeſetzliche Regelung all dieſer Dinge vorgenommen wird, muß berückſichtigt werden, daß insbeſondere die preußiſche Induſtrie⸗ und Handelskam⸗ mergeſetzgebung ſeit längerer Zeit veraltet iſt und einiger Korrekturen bedarf, auf die man nicht warten kann, bi die große Allgemeinreform erfolgt. — * Weihnachtsgabe an Bausparer und Baumarkt. Jg Weihnachtsgeſchenk an ihre Sporer ſtellt die Bauſparkaſe Deutſche Bau⸗ und Siedelungsgemein⸗ ſch aft(DBS) in Darmſtadt in fünf zuſammen⸗ gefaßten Sondervergebungen 5,5 Millionen Reichsmark zur Erſtellung von 550 neuen Eigenheimen zur Verfügung Dieſen Betrag hat die DBS aus dem Wechſelkredtt von 100 Millionen Reichsmark erhalten, der durch Vermittlung des Herrn Juſtizminiſters Kerrl als Verbondsvorſitzenden des Reichsverbandes deutſcher Bauſparlaſſen bereitgestellt wurde. Sobald die Zeit der Winterkälte, die noch zu den Vorbereitungen benutzt werden kann, vorüber ſſt, witz mit dem Bau der 550 Eigenheime begonnen, wodurch meß⸗ rere tauſend Arbeiter wieder für längere Zeit Arbeſt und Brot erhalten. Mit dieſer Zuteilung hat die D888 nunmehr über 50 Millionen Reichmark ihren Bauſparern an unkündbaren Tilgungshypothelen zur Verfügung ge⸗ ſtellt. Bildung eines Verkehrsamtes bei der Mailänder Mu ſtermeſſe. Die Mailänder Meſſe hat, um ihre Einrichtuß gen weiter zu vervollſtändigen, vor kurzem eine neue J teilung eingerichtet, welche den Zweck hat, den Ausſtellent und Beſuchern praltiſche, genaue und prompte Auskünſte zu geben und in allen Angelegenheiten behilflich zu ſeiß, die Einzel⸗ oder Geſellſchaftsreiſen, Aufenthalt in Mallon und in Italien überhaupt, Verkehrsmittel uſw nebſt Prei, ſen, betreffen. Dieſe neue und wichtige Einrichtung fell die Meſſeleitung vor allem denjenigen zur Verfügung, dle vom Ausland kommen. In Zuſammenarbeit mit den kop⸗ petenten Behörden, Aemtern uſw. wird das Verkehre außerdem offizielle Beſuche zur Meſſe, beſonders für 6e ſchäftsleute, Induſtrielle und ſolche Perſonen veranſtaltt welche direkt an unſerem Markt intereſſtert ſind. Mailärdg Meſſe in Berlin, Hambura, Leipzig, München und Fra furt a. M. werden alle Anfragen des Publikums eine ſoz tige und gewiſſenhafte Erledigung finden. Börsen-Kennzahlen Die vom Stat. Reichsamt errechneten Börfenind iz ſtellen ſich in der Woche vom 4. bis 9. 12. im Vergleich zit Vorwoche wie folgt: Aktien kurſe(Index 19241026 100): Geſon 67,15(68,25); im einzelnen Bergbau und Schwerimduſe 71,8(72,88), verarbeitende Induſtrie 61,65(62,69), Hondel und Verkehr 72,52(78,63). Kursniveau der 6proz. feſt verzinslichen Wertpapiere: Durchſchnitt 89,85(89,97) v.., in einzelnen Pfendbrieſe der Hypothelen⸗Aktien⸗Banden 9088“ (91,03), Plandbriefe der öfſentlich⸗ rechtlichen Kredit⸗Anſſal⸗ ten 88,79(89,0), Kommunolobligationen 87,38(851, öffentliche Anleihen 92,46(92,23), 88,77(84,00) v. H. ondere Kälber a) 38—40, 34—87, 3093, 25297 Wetdemaf⸗ hammel 2627, mittlere und ältere Maſtlämmer 929 geringere Lämmer und Hammel 19—22; Schafe J, 13—17: Schweine a) 4950, 4749, 46—48, 4347. * Jute⸗Marktbericht. Die Intereſſengemelnſchaft Deut, ſcher Jute⸗Induſtrieller, Gmb, berichtet: Der Rohlule⸗ morkt iſt feſt aber leblos. Firſts koſten: Nov.⸗Dez.⸗Vet⸗ jchiffung Lſtr. 14.5/—, Dez.⸗Jan.⸗Verſchiffung Lſtr. 14.105 Jan.⸗Febr.⸗Verſchiffung Lſtr. 14.12/6 Febr⸗März⸗Verſchiſ⸗ fung Lſtr. 14.150— ſe To. Am Fabrilatemarlt in Dundee kam wenig Geſchäft zuſtande. Der deutſche Markt it ſtetig bei unveränderten Preiſen. Weinversieigerung Bad Dürkheim J. Bad Dürkheim, 15. Dez. Geſtern verſteigerten dit Vereinigten Weinbergbeſitzer Welſen⸗ heim a. Bg. 15 000 Liter 19 2er, 15 400 Liter 1978er Weiß⸗ weine und 17 400 Liter 1938er Rotweine, aus beſten Lagen von Weiſenheim a. Bg., Leiſtadt und Herxheim a. Bg. Bei ſehr zahlreichem Beſuche, wickelte ſich das Verſteigerungz⸗ geſchäft raſch al, was bei der gegenwärtigen Lage beſon⸗ ders als beachtenswert erſcheint. Die erzielten Preise können durchweg als gut bezeichnet werden und faßden bis auf eine Nummer Rotwein, ſämtliche Weine willige Ab⸗ nehmer. 15 Es wurden für die 1000 Etter erzielt: logeer Weiß weine: Spätl. 870; Leiſtadter Höhe 800) Herrheimer Felſenberg do Leiſtadter Höhe verb. 710; Mitteldewann 700 Herrenmorgen f Riesl. 820, 800 Hängel 740; 19 ger Weißweine: Kallſtaster Weg nat. 700; Steinſeld 680; Herrh Felſenb. 710, Kell Weg 700; Leiſtadt. Höhe 680; Kallſt. Weg 690, 880; Herrer⸗ morgen Riesl. verb. 640; Kallſt. Weg 680, ſogger Rot peine! Steinſeld nat. 490, Büſchel(410 zur.); Herxh. Heygtat 460 Steinſeld verb. 450. * Erſte Trierer Weinverſteigerung. Den Auſtalt zn den Trierer Weinvperſteigerungen bildete eine Verf rung der Naturweinverſteigerungsgeſellſchat Trier, eine Vereinigung von mfttleen Weingutsbeſitzern der Moc Saar und Ruwer. Insgeſamt 84 Fuder igezer Mosel, weine waren ausgeboten. 47 Fuder gingen zu insgeſgn 54 595/ ab. Durchſchnittspreis 1162/ pro Fuder 20 Fuder 1932er Bernlaſteler Doktor und ein Fuder ee berger Bentſchert Ausleſe erzielten je 2010. 20 Fude blieben unter 1000 l. Frankfurter Abendbörſe geſchäftslos Auch an der Abenobörſe gelt die im Mitiagsverkeh herrſchende Zurückhaltung weiter on. Umſätze were nur ſelten. An ſich war die Haltung aber widerſtands 135 Einzelne Kurſe bröckelten angeſichts der keum zu über windenden Geſchäftskoſigkeit um Bruchteile eines 183 zentes ab. An den Rentenmärkten waren eben als 1 05 Umſätze zu verzeichnen. Reichsanleihen und ſpale Reick ſchuldbuchſorderungen wurden unverändert auf Mittoz baſis genannt. den Auch im Verlaufe blieb es ſehr ſtill. Ven freude Werten bröckelten Schweizer Bundesbahnanleihen a bis 1 v. H. ab Neubeſitz 18,55—16,5 9; Altbeſitz 8 Geld; Reichsbank 162,25, J Farben 129, Nachb. 128, Junghans 27; Lohmeyer u. Co. 110, Siemens u. Halske 139.5 80,50. 5 1 Induſtrieoßligationen 2 N Steinſeld nat. 700, 720; Feinerde 740; Steinſed Dertſienhe Hetssnzeig sbrögl. 10 Aſteinver Markena Rechnung lager ein dch. Herr Samstag Sonntag, im Hotel nicht un Angeb. 1 auf dem eine Perſo Angeb. die Geſ eee 5 8 5 5 Seite/ Nummer 58 Donnerstag, 14. Dezember 1933 Nene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe. 3 1 3 220 *——.———.— 1 3 5 5 8 8 2 5 1 n 3. 5 1 2 5 N 1. 5 ö 22 4 a 0 80 ee 12, 739 5 8 Gebr., ſehr gut erh. 581 g 7 Martken-Pfano groß., nußb. pol. In⸗ 2 8 ſtrument, edelſt. Ton, Preis 250 4 zu 7 Leibnizſtr. 2, 4. 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