— 18 88 — Trägerl., in unſ. Geſchäftsſt. ab 00 Geb. zuzügl. 42 Pf. Beſtellg. Abbo „ 1,70., dch. d. Poſt 2,00 M. einſchl. Poſtbef. ſt.: Waldhofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwet zinger Str. 44, Meerfeldſtr. 19, Nefiſcherſtr. 1, FeHauptſtr. 55. WOppauer Str. 8. Se Freiburger Str. 1. Abbeſtell. müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen eee 0 Pfg.: eue Mannheimer Seitung Erſcheint wöchentl. 7mal. Bezugspreiſe: Frei Haus monatl. 1,70 M. u. 30 P. Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzetle 12 Pfg., 78 mm breite Teztmillimeter⸗ zeile 68 Pfg. Für Familien⸗ und Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. 4 beine iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Rr 12 Bel gwangspergleichen od Konturſen wird einerlei Nachlaß gewährt. Keine SHewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an deſtimmten Plätzen u. für fernmündlich erteilte Aufträge. Serichtsſtand Mannheim. Allgemein Donnerslag, 4. September 1941 Verlag, Schriftleitung und Hauptgeſchäftsſtelle R 1,—86. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90— Drahtanſchrift: NRemazelt Mannheim 152. Jahrgang— Aummer 242 Drohungen gegen die Türke USA Admiral verlangt gewallfame Deffnung der Dardanellen Drahtberichtunſeres Korreſpondenten ö— Liſſaon, 4. September. Die Rundſunkberichterſtatter der großen ameri⸗ kaniſchen Sendekonzerne in Ankara berichten heute in ſenſationeller Form über die ungeheure Ent⸗ 1 üſtu mg, die ein Artikel des amerikaniſchen A d⸗ mirals Stirling im Waſhingtoner„Star“ und ein Leitartikel des gleichen Blattes in der Türkei hervorgerufen hat. Der Artikel des Admirals iſt ein typiſches Produkt der ſelbſtbewußten Anmaßung, mit der ſich Amerikaner und Engländer über alle Ver⸗ träge und Völkerrechtsbeſtimmungen hinwegſetzen, wenn es ihnen in den Kram paßt. Admiral Stirling betont in ſeinem Aufſatz die dringliche Notwendigkeit der Hilfe für die So⸗ wjetunion und tritt dafür ein, daß die Türkei ge⸗ zwungen werden müſſe, die Dardanellen zu öff⸗ neu. Tue ſie das nicht, ſo müſſe die britiſche Mittelmeerflötte ſie angreiſen und ihre Oeff⸗ nung erzwingen. Sehr von oben herab fügt der Admiral noch hinzu, die Dardanellen und Iſtanbul hätten ſchon vor hun⸗ dert Jahren als internationale Zone erklärt werden müſſen. Man kann ſich allerdings angeſichts dieſer ſtrategiſchen Betrachtungen eines ironiſchen Lächelns nicht ganz enthalten. Der brave amerikaniſche Ad⸗ miral hat einen entſcheidenden Punkt überſehen, nämlich den, wie die britiſche Mittelmeerflotte eigent⸗ lich durch das von den Deutſchen kontrollierte Aegä⸗ iſche Meer überhaupt an die Dardanellen herankom⸗ men foll. Die türkiſche Preſſe, die in den Dardanellenfra⸗ gen außerordentlich empfindlich iſt, wendet ſich mit Heftigkeit gegen den amerikaniſchen Standpunkt. Die Zeitung„Akſam“ erklärt, manchmal geben amerika⸗ niſche Politiker und Militärs ihre Anſichten in ſo dummer Art und Weiſe wieder, daß ſelbſt kleine Kin⸗ der darüber lachen müßten. Die Zeitung„Vatan“ erklärt, man wiſſe ſchon ſeit langer Zeit, daß die amerikaniſchen Staatsmänner große Schwätzer ſeien. Die Zeitung„Tasviri Efkiar“ meint, die amerikaniſchen Politiker müßten ſich endlich einmal klar werden, daß die Zeit zu ernſt ſei um unbedacht alles herauszureden, was ihnen gerade durch den Kopf gehe. Der Artikel des Waſhingtoner Blattes ſei darauf angelegt, mit Gewalt unnötige Unruhe herbeizuführen. Im Auguſt 537000 BR verſenkt Beſonders erfolgreicher Angriff der Luftwaffe auf die Anlagen vom Suezkanal (Funkmeldung der NM.) Aus dem Führerhauptquartier, 4. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be⸗ kannt: Im Oſten verlaufen die Kampfhandlungen weiterhin erfolgreich. In der letzten Nacht verſenkte die Luftwaffe imm Seegebiet von The Waſh zwei britiſche Frachter mit zuſammen 10000 BRT. Andere Kampfflugzeuge bombardierten Hafenanlagen an der Oſtküſte der Inſel. e Ein Angriff deutſcher Kampfflugzeuge in der Nacht zum 4. September auf den Flugplatz Abu Sueir am Suezkanal war beſonders erfolg⸗ reich. Bombenvolltreffer zerſtörten das Roll⸗ feld und ſetzten Unterkünfte ſowie Munitions⸗ lager in Brand. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht ſtatt. 5 Kriegsmarine und Luftwaffe verſenkten im Kampf gegen die britiſche Verſorgungs⸗ ſchiffahrt im Monat Auguſt 537 200 BRT feindlichen Handelsſchiffsraums. Sowjieliſcher Landungsverſuch vereitelt + Verlin, 4. Sept.(Funkmeldung der NM) In der Nacht zum 2. 9. verſuchten Bolſchewiſten eine Landung an der von deutſchen Truppen beſetzten Schwarzmeerküſte. Im Schutz der Nacht näherten ſich fünf mit Bolſchewiſten beſetzte Bote unter Begleitung eines Kanonenbootes und zweier Schnellboote. Die deutſche Küſtenſicherung entdeckte ſie frühzeitig und eröffnete ſofort heftiges Feuer. Durch gut liegende MG-Salven wurden die An⸗ greifer zum Abdrehen gezwungen und zogen ſich zurück. Ebenſo ein Vorſtoß über den Dujeyr (Funkmeldung der N M.) E Berlin, 4. September. In den Abendſtunden des 2. 9. unternahm ein bolſchewiſtiſcher Stoßtrupp einen verzweifelten Ueberſetzverſuch über den Dufepr. Die Bolſchewiſten wurden von der deutſchen In⸗ ſanterie mit heftigem M⸗Feuer empfangen. Die Angreifer zogen ſich, ohne das Weſtufer des Stromes erreicht zu haben, mit ſchweren Verluſten zurück. Im Gebiet des unteren Dujepr beſchoß deutſche Artillerie beſonders erfolgreich die ſowjetiſchen Feld⸗ befeſtigungen oſtwärts des Stromes. Es wurden zahlreiche Volltreffer in Munitionslagern erzielt. Finniſcher Sieg auf der Kareliſchen Enge + Helſinki, 4. September. Aug dem finniſchen Hauptquartier wird gemeldet: Der Feind, der ſich zäh verteidigte, iſt auf dem kareliſchen Iſthmus völlig geſchlagen worden. Die alte Reichsgrenze iſt auf der ganzen Länge er⸗ reicht worden. Die in unſere Hände gefallene Kriegs⸗ beute iſt beträchtlich. Bisher ſind bei den letzten Operationen regiſtriert worden: Viele Hunderte von Autofahrzeugen, nahezu 2000 Pferde, viele Dutzende von Kampfwagen, etwa 300 Geſchütze verſchiedener Kaliber, unzählige Mengen leichter und Jufanterie⸗ waffen. Die Zahl der Gefangenen wächſt von Tag zu Tag und erreicht bereits gegen 1000 0. Die Säuberung des weſtlichen kareliſchen Iſthmus von zerſtreuten feindlichen Abteilungen wird fortgeſetzt. Erfolgreiches Luftgefecht der Italiener + Rom, 4. Sept.(Funkmeldung der NM.) Bei den erſten Luftkämpfen, die an der Ukraine⸗ Front zwiſchen italieniſchen und ſowjetiſchen Luft⸗ ſtreitkräften ſtattfanden, wurden, wie ein Sonder⸗ berichterſtatter der Agencia Stefani von der Ukraine⸗ Front meldet, von italieniſchen Jägern insgeſamt elf ſowjetiſche Flugzeuge abgeſchoſſen, während die Flugzeuge des italieniſchen Expeditions⸗ korps keinerlei Verluſte erlitten. Eine italieniſche Flakbatterie erzielte mit dem vollkommenen Abſchuß eines ſowjetiſchen Verbandes von fünf Bombenflug⸗ zeugen, die die italieniſchen Stellungen zu über⸗ fliegen verſuchten, einen großen Erfolg. Die Tragödie der Sowjet⸗Oſtſeeflotte 200 Sowfeiſchiffe im finniſchen Meerbuſen verſenkt oder beſchädigt (Funkmeldung der NM 3. E Helſinki, 4. September. Amtlich wird mitgeteilt: Die gewaltigen Aus⸗ maße des Dramas, das ſich Ende Auguſt im Fin⸗ niſchen Meerbuſen abgeſpielt hat, wird man wohl niemals mit Sicherheit feſtſtellen können. Die Zahl der verſenkten und beſchädigten Sowjet⸗ ſchiffe beträgt auuähernd 20 0. Etwa eine Woche lang ſind die brennenden Schiffs⸗ veſte und umhertreibenden Boote, Flöße und Leichen Beweiſe geweſen für die ungeheuerliche Vernichtung, die die ſowjetiſchen Seeſtreitkräfte und Seetransporte erlitten, und die die durch die deutſchen und finniſchen See- und Luftſtreitkräfte ſowie wirkungsvolle Minen⸗ ſperren verurſacht wurden. Außer dieſer großen Ver⸗ nichtung ſind feindliche Schiffe bei der Beſetzung der Inſeln in der Bucht von Viipuri und des Hafens von Koiviſto Bjoerko verſenkt und beſchädigt worden. Als letzte Ereigniſſe konnten gemeldet werden die Torpedierung eines Traunsportſchiffes von 2000 BR T in der Meerenge von Koiviſto, ein Artillerievolltref⸗ fer auf drei Schiffe ſowie die Kaperung eines Drei⸗ maſtſeglers und zweier großer Prähme, die mit Munition und anderem Material u. a. vptiſchen Apparaten und Maſchinen voll beladen waren. Endlicher Zufammentritt der Moskauer Konferenz!? Waſhington möchte endlich Klarheit haben, wie es an den ruſſiſchen Fronten wirklich ausſieht! Drahtbericht unſeres Korreſpondenten — Stockholm, 4. September. Allen Anzeichen nach zu urteilen. wird nun⸗ mehr doch die Konferenz zwiſchen US A, England und der Sowjetunion in Moskau ſtattfinden. Nachdem ſie im Anſchluß an das Atlanutiktreſſen mit großen Worten angekündigt worden war, iſt es um ſie wochenlang auffällig ſtill geworden. Die engliſche Delegation wird nach einer Mit⸗ teilung Reuters von Beaverbrook geführt werden, die amerikaniſche Delegation ſetzt ſich zu⸗ ſammen aus Averell Harriman, der den Vorſitz führt, dem General der Artillerie Burns, dem Chef der amerikaniſchen Armeeluftwaffe Ge⸗ neral Bratt und dem Admiral a. D. Stanley Batt. Zu dem Delegiertenſtab werden außerdem 14 Spezialiſten gehören. In einem gewiſſen Zuſammenhang mit dem Zu⸗ ſammentreten der Moskauer Konferenz ſteht wohl auch die Feſtſtellung des Waſhingtoner Korreſpon⸗ denten der„Times“. Er weiß zu melden, daß bisher noch kein amerikaniſcher Offizier von den Bolſche⸗ wiſten die Erlaubnis erhalten hätte, die Front zu beſuchen. Das Kriegsdepartement in Waſhington hätte daher keine Möglichkeit der eigenen Infor⸗ mation gehabt, um die bolſchewiſtiſchen Nachrichten über die Operationen zu überprüfen. Das ſei, do ſtellt der Korreſpondent feſt, für die Beziehungen nicht förderlich geweſen. Sehr aufſchlußreich iſt außerdem die Bemerkung des Korreſpondenten, daß die Berichte des engliſchen militäriſchen Beobachters an der Oſtfront, General Maſon Mae Farlan zwar mit großem Intereſſe ſtudiert worden wären, daß man aber in amerikani⸗ ſchen Offizierskreiſen nicht genau wiſſe, wie groß die Bewegungsfreiheit des engliſchen Generals ſei. In⸗ zwiſchen hätten die Bolſchewiſten doch die Er⸗ laubnis zur Entſendung eines ameri⸗ kaniſchen Beobachters an die Front erteilt. Es bleibt aßeu warten oc die weich die Amerfkaner in die Bewegunosfrejheit Mac Farlans geſetzt haben, ſich auf ihren eigenen militäriſchen Be⸗ Zweiten obachter übertragen werden. Die Zurückhaltung, die man in Waſhingtoner Fachkreiſen offenbar gegen⸗ über den bolſchewiſtiſchen Meldungen beobachtet, kann, wie man annehmen möchte, ein nicht unweſent⸗ licher Grund ſein, weshalb man mit der Ernennung der Delegation ſo lange gewartet hat. Denn auf der Moskauer Konferenz, die nach einer United⸗Preß⸗ Meldung aus Waſhington ſich auf 6 Wochen erſtrek⸗ ken ſoll, ſoll ja vor allem die Möglichkeit ame⸗ rikaniſcher Lieferungen behandelt werden. Für Waſhington dürfte es daher eine der wichtigſten Vorausſetzungen ſein, daß man über die militäriſche Lage der Bolſchewiſten ein klares Bild bekommt. Im übrigen teilt der genannte„Times“ ⸗ Korre⸗ ſpondent mit, daß die amerikaniſchen Militärs ſich bezüglich der bolſchewiſtiſchen Ausſichten die ſich au eine Verſchlechterung des Wetters ſtützen, ſehr reſer⸗ viert verhalten, indem ſie insbeſondere ſagen, daß der deutſche Vormarſch im Südabſchnitt dadurch jeden⸗ falls keine Verzögerung erfahren werde. Dazu komme der unaufhaltſame Vormarſch der Truppen an der Küſte, der die Sowjets einen Stütz⸗ punkt nach dem anderen beraube. Solange die Bol⸗ ſchewiſten noch im Beſitz von Reval, Baltiſch⸗Port uſw. waren, hätten ſie den Finniſchen Meerbuſen völlig beherrſcht. Dieſe Situation habe ſich geändert. Die Sowjets ſeien zwar noch im Beſitz von Hangö und auch von Oeſel und Dagö, doch der Wert von Hang werde in britiſchen Kreiſen trotz der Verſtärkung der dortigen Befeſtigungen nicht allzu hoch eingeſchätzt denn die Sowjets ſeien erſt ein Jahr auf der Inſel, was kaum Zeit genug geboten habe, einen modernen Flottenſtützpunkt auszubauen. Ueber die Lage auf Oeſel und Dagö ſei man in Lon⸗ don leider faſt gar nicht unterrichtet. Begreifliche Sorge! Drahtberichtunſeres Korreſpondenten Liſſabon, 4. September. Nach amerikaniſchen Berichten aus London verfolgt man in britiſchen Marinekreiſen die weitere Entwicklung der ſtrategiſchen Lage in der Oſtſee, nachdem die Sowjets Reval und Baltiſch⸗ port verloren haben, mit großer Sorge. Maßgebende Londoner Kreiſe lehnen den überopti⸗ miſtiſchen Standpunkt des militäriſchen Vertreters Reuters in Moskau Alexander Werth als unter dem Einfluß der Sowjets ſtehend rundweg ab. Werth gab in ſeinem letzten Bericht endlich den Verluſt von Rewal zu, bezeichnete ihn aber als„unvermeidlich“ und behauptet, das Gros der ſowjetiſchen Oſtſeeflotte ſei noch immer vollkommen unverſehrt und zur Ver⸗ teidigung bereit, wenn auch die Verſorgung von Pe⸗ tersburg mit Rohſtofſen und Lebensmitteln allmäh⸗ lich ſchwierig werde. Dagegen beurteilt man in maß⸗ gebenden britiſchen Stellen nach den erwähnten ame⸗ rikaniſchen Berichten die Ausſichten der ſowjetiſchen Oſtſeeflotte weit weniger günſtig. Man weiſt darauf hin, daß der Schlag, den die bolſchewiſtiſche Kriegs⸗ marine und ihre Transportflotte durch die überaus kühne und offenſive Verwendung von Minenfeldern durch die Deutſchen erlitten habe, nicht unterſchö tt werden dürfe. Moskauer Bluff-Verſuch? Drahtberichtunſeres Korreſpondenten Rom, 2. Sept. Aus Neuyork wird gemeldet, daß in Mome in Alaska zwei Sowjetwaſſerflugzeuge angekommen fin d. In den Maſchinen befanden ſich 47 Sowjets, die reguläre diplomatiſche Päſſe be⸗ ſaßen. Sie erklärten lediglich, daß ſie auf dem Flug nach Washington ſeien. Da die Sowjetbotſchaft in Waſhington erklärt hat, ſie wiſſe nichts davon, hat in der nordamerikaniſchen Preſſe ein großes Rätſelraten über den myſteriöſen Flug begonnen. Der Korreſpondent des„Popolo di Roma“ in Neuyork ſpricht die Vermutung aus, daß ie Sowjets mit dieſem Flug einen diplomatiſchen Druck auf Japan ausüben wollen, indem ſie eine engere Fühlungnahme mit Waſhington vortäuſchen. als ſie bisher in Wirklichkeit beſteht. Gezähmte Arbeiterführer Sch. Liſſabon 2. September. Es iſt ein charakteriſtiſches Kennzeichen ſowohl der engliſchen wie der amerikaniſchen Politik, daß die re⸗ gierende Schicht es mit großem Geſchick verſteht, alle Gefahren, die ihr aus der wachſenden Unzufrieden⸗ heit der breiten Maſſen entſtehen könnten, dadurch auszuſchalten oder wenigſtens auf ein Mindeſtmaß zu beſchränken, daß ſie Arbeiterſſthrer an entſchei⸗ dende Schlüſſelſtellungen ſetzt. In USA iſt das bis⸗ her weniger gelungen als in England, obwohl Roo⸗ ſevelt oſtentativ neben den Vertreter der Groß⸗ induſtrie Knudſen den Arbeiterführer Hillmann an die Spitze des Rüſtungsamts ſtellte. Die Stellung dieſes aus Litauen eingewanderten Juden, der ſich an die Spitze der amerikaniſchen Bekleidungsarbeiter ſtellte, iſt aber infolge des komplizierten Aufbaues und der vielen Gegenſätze imamerikaniſchen Gewerk⸗ ſchaftsweſen nicht feſt und autorativ genug. Hillmans Karriere iſt aber typiſch für die Lauf⸗ bahn engliſcher und amerikaniſcher Arbeiterführer von heute. Wie ſie alle begann er als Wortführer des äußerſten Radikalismus, ſicherte ſich durch dieſen Radikalismus eine beherrſchende Stellung in der Arbeiterbewegung und nebenbei auch ein ſehr gutes perſönliches Einkommen, das nach und nach zu einem beträchtlichen Vermögen anwuchs. Allmählich mäßigte er, je mehr ſeine Macht zunahm, ſeine radi⸗ kale Einſtellung und wurde ſchließlich der große „Mittler“ in allen Induſtriekonflikten, gleich unent⸗ behrlich ſür die Gewerkſchaften wie für die Arbeit⸗ geber. Und bei jeder Vermittlung ſchaute für ihn ein kleines Geſchäft heraus, manchmal materieller, manchmal preſtigemäßiger Natur. Heute führt er das Leben eines ſehr wohlhabenden Amerikaners und vertritt Arbeiterintereſſen wie ein anderer mit Seife oder mit alten Schuhen handelt. Es iſt ſein „Geſchäft“. So war er der ideale Mann für die ſo⸗ genannte„Arbeiterpolitik“ Franklin Delano Rooſe⸗ velts, der ihm die Arbeitsfragen des Rüſtungsamtes anvertraute. Der„alte biedere“ Gewerkſchaftsführer wurde das Aushängeſchild für die regierende Schicht in den USA, die mit ihm Dinge durchſetzen konnte, die ſie allein ſicherlich nicht erreicht hätte. Allerdings hat ſich ſchon gezeigt, daß Hillmans Möglichkeiten doch beſchränkter ſind, als er oder ſeine Auftraggeber urſprünglich angenommen hatten. Bedeutend beſſer geglückt iſt das gleiche Rezept in England, wo man auf ſozialem Gebiet mit allerlei Tarnungskunſtſtückchen größere Erfahrungen hat als in USA. Der Hillman Englands iſt der jetzige Ar⸗ beitsminiſter Bevin. In England hätte ſich ſchon längſt eine revolutionäre Situation entwickelt, wenn die regierende Schicht nicht ſeit Jahrzehnten eine tu ßerſt geſchickte Technik im Umgang mit Arbeiter führern entwickelt hätte. Erneſt Bevins Laufbahn iſt ein typiſches Beiſpiel dieſer Technik. Noch im Jahre 1931 ſtand er auf dem äu⸗ ßerſten linken Flügel der britiſchen Gewerkſchafts⸗ bewegung, war der große Kinderſchreck in allen Sa⸗ lons Mayfairs und auf allen Landſitzen der reich gewordenen Spekulanten, Lehensmittelhändler, Ta⸗ bakkönige uſw., die immer mehr den alten Adel ver⸗ drängten. Er gilt als typiſcher Vertreter der For⸗ derung„socialism in our time“(Sozialismus in unſerer Zeit) und ſtand in fortgeſetztem epbitterten Kampf mit den konſervativen Führern des Gewerk⸗ ſchaftsrates und der Labour Party. Niemand hat das Vrſagen Ramſay Maecdonalds und Snowdens ſchärfer und gehäſſiger kritiſtert als der Leiter der britiſchen Transportarbeiter. Heute hat ſich das Rad gedreht. Erneſt Bevin ſteht auf dem äu⸗ ßerſten rechten Flügel der Arbeiterbewegung, ſo weit rechts, daß er von den Wohnhöhlen des Londoner Oſtens aus, wo ſeine Dockarbeiter hauſen, kaum mehr geſehen werden kann, um ſo deutlicher und in um ſo ſympathiſcherem Lichte aber in den vornehmen Häuſern des Weſtens und den großen Luxushotels am Strand erſcheint. Ein amerikaniſcher Korreſpondent iſt dem pſycho⸗ logiſchen Rätſel dieſer Entwicklung nachgegangen und in einem Leitartikel der„Foreign Affafres“ zu dem Ergebnis gekommen, daß gar kein Rätſel vor⸗ liegt. Erneſt Bevin wurde keineswegs durch einige tauſend Pfund beſtochen. So plump arbeitet man in Whitehall nicht mehr. Man gab ihm einfach, als ſein Radikalismus in den 30er Jahren gefährlich zu werden begann, eine verantwortliche Stel⸗ lung. Man beteiligte ihn an der Reform des ver⸗ wickelten und chaotiſchen engliſchen Transport⸗ weſens. Dieſe Reſorm blieb zwar in den Anfängen ſtecken und man ſtöhnt jetzt im Kriege unter den Folgen dieſes völlig mißlungenen Verſuchs. Aber Miniſter Bevin wurde auf dieſe Art ein Diener des Staates. Er kam in eine Stellung, die ihm Ver⸗ antwortung und Autorität gab und ihn völlig un⸗ fähig machte, ſeinen früheren ſozialiſtiſchen Radika⸗ lismus aufrechtzuerhalten. Miſter Bevin dachte, als ex von den hochver⸗ mögenden Peers in England plötzlich als„gleichge⸗ ſtellt“ behandelt wurde, als man ſcheinbar reſpekt⸗ voll ſeinen fachmänniſchen Darlegungen über die Lage der Transportarbeiter lauſchte, garnicht mehr daran, die von ihm früher verlangte Sozialiſierung des Eiſenbahn⸗ und des geſamten übrigen Traus⸗ portweſens auch nur mit einem Sterbenswörtchen zu erwähnen. Er begnügte ſich friedlich mit ein paar Bettelbrocken, die man ſeinen Arbeitern auf ſozia⸗ lem Gebiet zuwarf und ließ ſich dafür von ergebenen Gewerkſchaftsvertretern auch noch als Vorkämpfer der Arbeiterſchaft feiern. In Wirklichkeit blieb aber alles beim alten. Nur Miſter Bevin war, wie jeder kleinbürgerliche Engländer, dem„Zauber“ der briti⸗ ſchen Plutokratie erlegen und fühlte ſich ſehr bald in der Geſellſchaft reicher Induſtrieller und ſchöner Damen des Weſtens viel wohler als in den Kreiſen einer ehemaligen Arbeitskameraden. Damit aber hatte man in den Kreiſen der regierenden Schicht gerechnet. Aber noch mehr. Das Experiment glückte noch beſſer. Bevin wurde ſehr bald ein aktiver Geg⸗ ner des Radikalismus den er ſelbſt hochge⸗ züchtet hatte. Als kurz vor der letzten Königskrö⸗ nung ein Streik der Londoner Autobuschauffenre ausbrach mußte er ihn als Gewerkſchaftsfſüßrer zwar nach außen hin vertreten, tat dies aber mit allen Zeichen des Unwillens und ſabotferte heimlich die Bemühungen ſeiner ehemaligen Kameraden. So brach der Streik zuſammen und die Arbeiter erhiel⸗ ten nur eine kleine Abſchlagszahlung auf ihre For⸗ derungen. Kaum war der Streik zuſammengebry⸗ chen, wandte ſich Bevin gegen die Gewerkſchaftsmit⸗ glieder, die ihn angezettelt hatten und drängte ſie aus ihren Stellungen heraus. die er mit ergebenen Leuten neu beſetzte, 5 Der genannte amerikaniſche Korreſpondent faßt ein Urteil folgendermaßen zuſammen:„Die Autg⸗ rität und der Einfluß des Arbeiterführers wurde dazu beuuntzt, den Radikalismus des linken Flügels der Arbeiterbewegung unter Kontrolle zu halten und etwas zu erreichen, das man mit einer bloßen kunſervativen Geſetzgebung keinesfalls erreicht hätte.“ Unter dieſen Umſtänden konnte Winſton Churchill im vergangenen Jahre Erneſt Bepin mit beruhigtem Gewiſſen in die Stellung eines Arbeits- miniſters berufen. Er wußte, daß er gezähmt war und daß von ihm keine revolutionären Taten mehr befürchtet zu werden brauchten. a Bevpin iſt nicht der erſte Arbeiterführer, der auf dieſe Art gezähmt wurde. Im Weltkrieg trat plötz⸗ lich in Schottland ein gewiſſer David Kirkwood unter den Metallarbeitern von Glasgow auf und machte ſich als Führer der Bewegung zur Einfüh⸗ rung von Betriebsräten ſehr bald einen in ganz England gefürchteten Namen. Schließlich wurde er zuſammen mit einigen anderen Kameraden ſogar ins Unterhaus gewählt. Sie kamen alle nach London mit dem feſten Entſchluß, das geſamte engliſche Ge⸗ ſellſchafts⸗ und Wirtſchaftsleben zu revolutionieren. Kirkwood erklärte nach ſeiner Ankunft in London, er werde ſich von der Oberſchicht nicht einfangen laſſen. Er kenne die Gefahren der„ariſtokratiſchen Umarmung“, und er ließ ſich doch umarmen. Er hielt zwar einige ſcharfe Brandreden gegen Baldwin, Ne⸗ ville Chamberlain und Lloyd George. Aber die Höf⸗ lichkeit und die Geduld mit der ſich dieſe alten ge⸗ riſſenen parlamentariſchen Taktiker dieſe Reden an⸗ hörten, und die Freundlichkeit, mit der ſie Kirk⸗ wood entgegenkamen, entwaffnete Kirkwood binnen wenigen Jahren. Er erlag dem„Klima von Weſt⸗ minſter“ und wurde, wie man in London erzählt, durch ein„Uebermaß von Höflichkeit“ einfach matt⸗ geſetzt. Schließlich ſchrieb er am Ende ſeiner politi⸗ ſchen Laufbahn eine Biographie, zu der ſein alter erbitterter Gegner Churchill die Einleitung verfaßte. In dem Schlußkapitel dieſer Selbſtbiographie er⸗ zählte er, wieviel beſſer es die Armen in England doch jetzt hätten als in ſeiner Jugend und beſchrieb mit beſonderem Stolz eine lange Unterredung, die er mit Lady Aſtor und dem König von England ge⸗ hatte. 5 3057 Aſtor, die millionenſchwere Urenkelin jenes Fell⸗ und Lumpenhändlers, der ſich durch geſchickte Gaunereien vor etwa hundert Jahren in Neuyork ein Millionenvermögen erwarb und deſſen Nach⸗ kommen heute ſowohl in Wallſtreet regieren wie am engliſchen Hofe ein⸗ und ausgehen, iſt ein ebenſo typiſches Produkt einer nur auf dem Geld und dem Beſitz beruhenden Geſellſchaft, wie die zwo raliſch kor⸗ rumpierten Arbeiterführer, die in der Jugend die Maſſen auf die Barrikaden rufen und ihnen im Alter rührende Geſchichtlein erzählen, was für nette Leute doch in Mayfair und im Buckingham⸗Palaſt wohnen. So ging die raffinierte Rechnung der eugliſchen und amerikaniſchen Plutokratie immer wieder auf— bisher! Die Lage (Drahtbericht unſerer Berliner Schriftleitung) — Bexlin, 4. September. Sobald die deutſchen Wehrmachtsberichte zu kurzen präßziſen Feſtſtellungen übergehen und in ihnen weder Orte noch beſondere Naſteſt genannt find, weiß die Welt, daß wieder einmal das Stadium exreicht iſt, das immer den neuen Großtaten und neuen Slegesmeldungen vorgusgeht. So iſt es auch diesmal der Fall. Jedes Wort der letzten Wehr⸗ machtsberichte hämmert uns ein die Schwere des Kanipfes im Oſten, aber auch das unentwegte Vor⸗ wärtsſtürmen unſerer tapferen Truppen. Namen und Orte ſind hier von ganz untergeordneter Bedeu⸗ tung. Es gübt keinen Stillſtand und kein Ausweichen, und mit Spannung, Erwartung und Siegeszuver⸗ ſicht harrt Deulſchlands Volk der großen gewaltigen Entſcheldungen, die im Oſten im Gange ſind und die ung bevorſtehen. 1. Die Kopenhagener„Politiken“ bringt einen Lage⸗ bericht, der die militäriſchen Verluſte der Sopwfets ungeheuer und ſaſt unfaßbar nennt. Von dem ausgebildeten Teil der Sowjetarmee ſeien über gwei Drittel außer Kampf geſetzt. Die Sowjetflotte werde am gleichen Tage reſtlos verloren ſein, an dem Petersburg mit den Juſeln Dagh und Oeſel in den Beſitz der Deutſchen übergehe. Abſchließend kommt „Politiken“ zu dem Urteil, die vollſtändige Nieder⸗ lage der Sowjetarmee ſei der Verluſt der letzten Chance, die England noch in Europg gehabt habe. Nach der Säuberung der Rigger Bucht hat die Be⸗ freiung des letzten Oſtſeeteiles, der noch der ſowjeti⸗ ſchen Kriegs⸗ und Handelsflotte zur Verfügung ſteht, begonnen. Was inzwiſchen in Petersburg vor⸗ geht, weiß niemand. Kein neutraler Berſchterſtatter iſt mehr in der zweiten ſowjetiſchen Hauptſtadt. Aber auch die Moskauer Zeitungen bringen ſeit letzten Samstag keine Zeile mehr über die Lage in und vor Petersburg. In der Londoner„Times“ wird die Lage an der Sowjetfront zum erſtenmal treffend gezeichnet. Es ſei ein verbiſſener Widerſtand der Sowfets an allen Stellen, aber dennoch ſei es nicht gelungen, das Vor⸗ dringen der Deutſchen aufzuhalten. In dem Urteil des militäriſchen Mitarbeiters von„Stockholms Dag⸗ bladet“ heißt es, niemand wiſſe, wie lange die So⸗ wiets noch Widerſtand zu leiſten in der Lage wären, aber jeder wiſſe, daß die Hoffnung auf Hilfe und Unkerſtützung durch England und die Sal ein Irr⸗ wahn ſei, und ebenſo ſſcher ſei, daß an allen Front⸗ teilen die Deutſchen unſüberwindlich wären. In verſtärktem Maße ſorgt ſich England um S ch 155 stonnage.„Mancheſter Guardian“, Englands führendes Handelsblatt, meldet am Tage des Kriegsbegtun, daß für die engliſchen Hafenſtädte daß große Rätſel bleibe, warum die amerikaniſche Schiffstonnage ſo zögernd eintreffe. In Liverpool ſei es nicht einmal möglich, die Hälfte der Dock⸗ und Werftarbeiter zu beſchäftigen, weil die Tonnage fehle Das Blatt richtet die Auſmerkſamkeit der Regierung auf dieſe Frage, die als vordringlich zu bezeichnen ſel . Wie„Stockholms Dagbladet“ aus Waſhing⸗ ton meldet, hat der Abgeordnete Shanley, Mitglied des Außenausſchuſſes des Repräſentantenhauſes, öffentlich durch die republikaniſche Preſſe an Rooſe⸗ pelt die Frage geſtellt, worin für die USA nach einem Sieg Deutſchlands über England die Gefahr liegen ſoll, einer Invaſion der Achſenmächte aus⸗ geſetzt zu ſein. Das amerikaniſche Volk glaube an keine ſolche Gefahr, Der Aufruf des Abgeordneten iſt zum Jahrestag des Kriegsbeginns in über hun⸗ dert Zeitungen der Union veröffentlicht worden und erregt allgemeines Auſſehen. Die Exchange Agentur meldet aus Waſhington, Finanzminiſter Morgenthau hat in der Preſſekonfe⸗ renz 3,5 Milliarden Dollar neue Kreditforderungen angekündigt. Die Geſamthöhe der Ritſtungsausgaben der 1 SA iſt damit auf 63,5 Milliarden angewachſen. je ſage ich es meinem Kinde? Die Velrachtungen der engliſchen Preſſe zum Jahrestag des Kriegsbeginns verraten die ganze engliſche Verlegenheit Drahtbericht unſeres Korreſpondenten Liſſabon, 4. September. Die Betrachtungen der eugliſchen Sender und der Londoner Zeitungen zu Beginn des dritten Kriegsjahres ſind ein merkwürdiges, recht un⸗ verdauliches Gemiſch aus krampfhaftem Optimi⸗ mismus und gleichzeitig Warnungen vor jedem Optimismus. Miniſter Attlee z. B. erklärte auf dem Gemwerkſchaftskongreß in Edinburgh: „Wir ſind viel mächtiger als vor einem Jahr, viel beſſer ausgerüſtet und wir ſtehen nicht allein da.“ Miniſter Green wood meinte:„Wir haben den höchſten Punkt unſerer Angriffskraft noch nicht erreicht, aber wir nähern uns ohne Unterlaß dieſem Punkt.“ Der Junenminiſter Morriſon meinte ganz im Gegenſatz dazu büſter warnend:„Wir ſtehen vielleicht erſt am Be⸗ 77 ginn des wahren Krieges.“ Alle dieſe Reden ſind nach einem Schema gear⸗ beitet: Sie beginnen mit Poſaunentönen, die tönend Englands Macht, Größe und Siegeswillen der Welt verkünden, und enden mit klagendem Flötenſpiel über das Ausbleiben fremder Hilfe und die Tatſache, daß England in dieſem Krieg ſelber bämpfen muß. Mit einer für Englands einſtige und jetzige Bun⸗ desgenoſſen beleidigenden Häufigkeit und Eindring⸗ lichkeit wird in allen Miniſterreden das Volk davor gewarnt, nun ſelbſtgefällig ſtillzuſitzen und darauf zu warten, daß andere Völker dafür ſorgen, daß England die Siegestauben gleich gebraten in den offenen Mund fliegen. Was müſſen die verrate⸗ nen kleinen Völker auf dem Kontinent, was Amerika und die Sowjets ſich eigentlich denken, wenn ein eng⸗ liſcher Miniſter nach dem anderen auftritt und ſeine Landsleute beſchwört, nicht allzu indolent darauf zu warten, daß andere Leute den Krieg für ſie gewin⸗ nen würden! Die„Times“ geben plötzlich Brieſen prominenter Politiker großen Raum in ihren Spalten, in denen vor einer Ueberſchätzung der Amerika⸗ hilfe gewarnt wird. So z. B. heißt es in einer der letzten Ausgaben des führenden britiſchen Blattes:„Was ſind die Tatſachen? Tatſache iſt nicht nur, daß die Macht des amerikaniſchen Präſidenten durch die Verfaſſung genau umgrenzt iſt. ſondern daß Ropſevelt auch noch einer erbitterten Oppoſition axo⸗ ßer und maßgebender Teile der amerikaniſchen Oeffentlichkeit gegenüberſteht. Tatſache iſt weiter, daß in dieſem Augenblick die amerikaniſche Hilfe ſelbſt mit dem größten Aufgebot von Phantaſie kei⸗ neswegs als überwältigend bezeichnet werden könnte, Tatſache iſt ſchließlich, daß wir keinerlei Garantie dafür haben, daß eine wirklich ausreichende amerika⸗ niſche Hilfe uns in dieſem Jahr oder im nächſten oder überhaupt irgend einmal erreichen wird,“ Ganz ähnlich heißt es in der Rede von Miniſter Attlee: „Wir dürfen uns keinesfalls erlauben zu denken, daß der Krieg von anderen Staaten für uns gewon⸗ nen werden kann.“ Jenen ſelbſtgefälligen Optimismus des engliſchen Volkes, der jetzt plötzlich als eine ſo große Gefahr bezeichnet wird, aber haben die maßgeblichen eng⸗ liſchen Stellen ſelbſt durch ihre verantwortungsloſen Reden und die verlogene Berichterſtattung der Zei⸗ tungen großgezüchtet. Sie 7 85 gehören auf die Anklagebank und nicht die Maſſen, die ihren Worten nachgelaufen ſind. Das gilt vor allem für die völlig falſche Einſchätzung der Lage an der Sowfel⸗ ro nt, Die engliſche Preſſe und der engliſche Rund⸗ funk ſind mit einer geradezu ſelbſtmörderiſchen Be⸗ reitwilligkeit auf die raffinierten Agitations⸗ methoden Moskaus hereingefallen. Der Räuber und Mörder von geſtern iſt nun der beſte Freund von heute geworden umd alles, wag aus dem Kreml kommt, wird in England zur Zeit mit geradezu wollüſtiger Begeiſterung geſchluckt. Die Londoner Theater ſpielen raſch zurechtgemachte ſowfetiſche Stücke, die engliſchen und amerikaniſchen Zeitungen laufen hinter Interviews mit Sowietgrößen her wie die kleinen Kinder von Hameln hinter dem bekann⸗ ten Rattenfänger. Man ſtaunt bei der Lektüre engliſcher Blätter immer wieder über den völligen Verzicht auf jede Selbſtkritik, mit dem der größte Unſinn ſowjetiſchen Sender und Nachrichtenagenturen weitergegeben wird und über die Befliſſenheit, mit der man z. B. die ſowjetiſchen„ware news“, die von der Londoner Botſchaft herausgegebenen ſowjetiſchen Kriegsnach⸗ richten, mit all ihrer verſteckten und offenen bolſche⸗ wiſtiſchen Propaganda weitergibt, nachdem man den im Vergleich dazu höchſt harmloſen„Daily Worker“, das Blatt der britiſchen Kommuniſten, verboten hat und auch an dieſem Verbot ſeſthält. Der Tag muß unausbleiblich kommen, an dem man in England erkennt, daß auch die Hoffnungen auf die Sowjets ebenſolche Luftſchlöſſer ſind wie die auf die Hilfe der Vereinigten Staaten. Engliſch-ſowſetiſcher Gewerkſchafts⸗ zuſammenſchluß Drahtberichtunſeres Korreſpondenten — Stockholm, 3. September. Um die Verbindung Englands mit den Bolſche⸗ wiſten noch enger als bisher zu geſtalten. hat die marxiſtiſche Gewerkſchaftsführung jetzt auf dem Kon⸗ greß der Trade Union in Edinburgh einen Beſchluß durchgedrückt, demzufolge jetzt eine intime Zu⸗ ſammenarbeit der britiſchen und ſowje⸗ tiſchen Arbeiter in Auſicht genommen wird. Die Zuſammenarbeit ſoll im Rahmen eines gemein⸗ ſamen Ausſchuſſes erfolgen, in dem beide Länder mit der gleichen Zahl von Delegierten vertreten ſein ſollen. Der Ausſchuß ſoll regelmäßig tagen und zwar abwechſelnd in Moskau und London. Hymnus auf Churchill Ausgerechnet von einem engliſchen Gewerkſchaftler!-Ein bezeichnendes Bie Drahtbericht unſeres Korreſpondenten — Stockholm, 2. September. Die Tagung der Gewerkſchaften in Edinburgh, an der 681 Delegierte teilnehmen, die 233 Fach⸗ gruppen pertreten, wurde durch George Gibſon eröffnet. Im Mittelpunkt ſeiner Rede ſtand ein Hy muus auf Churchill. Er erinnerte daran, daß die britiſche Arbeiterſchaft einſt gegen Churchill eingestellt geweſen ſei. Heute aber ſei er das Symbol der rTade Union geworden. Das ſeltſame Schauſpiel, daß ein Mann von ſo plutokratiſcher Herkunft und ſo plutokratiſcher Ge⸗ ſinnung wie Churchill heute zum Symbol der briti⸗ ſchen Arbeiterſchaft ernannt wird, mag gewiß viele überraſchen. Aber das Ganze wird verſtändlich, wenn man ſich erinnert daß in England neben der konſer⸗ vativen Gruppe um Churchill und Eden es gerade die marxiſtiſche Gewerkſchaftsführung geweſen war, die ſich leidenſchaftlich für einen Krieg gegen Deutſch⸗ land eingeſetzt hatte und die die britiſche Kriegs⸗ erklärung vom 3. September 1939 gegen den Wider⸗ ſtand der City durchdrückte. Die Tatſache, daß die marxiſtiſche Gewerkſchaftsführung, der es viel weniger um die Hebung des ſozialen Tiefniveaus der britiſchen Arbeiterſchaft als um die Befriedigung rabiater perſönlicher Haßinſtinkte geht, kann wohl nicht eindringlicher belegt werden als durch dieſen ſchamloſen Hymnus auf den entſchloſſenen Arbeiter⸗ feind Churchill. And ſo wird der Arbeiter wirklich behandelt! — Stockholm, 4. Sept.(Sonderdienſt der NM.) In einem aufſehenerregenden Artikel der bri⸗ tiſchen Wochenſchrift„Pieture Poſt“ befaßt ſich der bekannte Schriftſteller J. P. Prieſtley mit der ab⸗ ſinkenden Leiſtung der britiſchen Dock⸗ und Werftarbeiter, die auch durch die vom Ar⸗ heitsminiſter Beyin durchgeführte Neuorganiſation der Hafenarbeit, die vor einigen Monaten mit ſo⸗ viel Hoffnungen begrüßt wurde, nicht aufgehalten werden konnte. Beſonders kritiſch iſt nach Prieſtley, dem im übrigen, wie er mitteilte, bei ſeiner Beſich⸗ tigung der britiſchen Häfen jedes Entgegenkommen der Behörden verweigert wurde, die Lage in Li⸗ 55 wo ſich beträchtliche Konflikte ergeben hätten. Prieſtley nimmt die Arbeiter gegen die Angriffe, die von intereſſierter Seite gegen ſie gerichtet wur⸗ den, ausdrücklich in Schutz und ſchildert mit größter Ausführlichkeit ihre jammervolle Lage, die unter anderem auch eine ſtarke Zunahme der Plünderungen und der Diebſtähle herbeigeführt habe. Hier liege der Kern des Uebels. Durch die deutſchen Luftan⸗ griffe im vergangenen Winter ſeien unhaltbare Zu⸗ ſtände geſchaffen worden, und die britiſchen Behör⸗ den hätten ſich unfähig gezeigt, mit ihnen fertig zu werden. Die Elendswohnungen der britiſchen Dock⸗ 18 Todesurteile in Poſen Die gerechte Sühne für den Mord an Volksdeutſchen durch polniſche Polizeibeamte (Funkmeldung der NM.) f Poſen, 4. September. Nach zehntägiger mit geſpaunteſtem Intereſſe ver⸗ folgter Verhandlungsdauer fällte das Poſener Son⸗ dergericht in dem Verfahren gegen die 28 köpfige pol⸗ niſche Polizeibegleitmannſchaft des Oberniker Ver⸗ ſchlepptenzuges heute das Urteil, Durch dieſen Pro⸗ zeß wurden die abſcheulichen Bluttaten geſühnt, die von ehemaligen polniſchen Polizeibeamten und Hilfs⸗ poliziſten in den erſten Septembertagen 1939 an 672 wehrloſen Volksdeutſchen guf dem 25 Kilometer lan⸗ gen Juternierungsmarſch von Gneſen bis dicht vor Warſchau verübt wurden. Hundertfach ver⸗ hängte Todesſtraſen, die in der Praxis der deutſchen Juſtiz wohl für alle Zeiten einmalig da⸗ ſtehen werden, kennzeichnen die entmenſchte Sand⸗ lungsweiſe des polniſchen Mordgeſindels in ihrer ganzen Verworfenheit. 5 Die beiden Hauptangeklagten, der ehemalige Poligeihauptmann Niewiaroſto wie der ehemalige polniſche Hauptwachtmeiſter Blotny wurden als Ge⸗ waltverbrecher des Mordes in je 133 Fällen und der gefährlichen Körperverletzung mittels lebensgefähr⸗ dender Behandlung im Amte in 672 Fällen für ſchul⸗ dig befunden und in jedem der Fälle zum Tode ver⸗ urteilt. 16 Angeklagte wurden als Gewaltverbrecher der gefährlichen Körperverletzung im Amte in 672 Fällen und des Mordes in je einem bzw. zwei Fällen zum Tode verurteilt. Acht Angeklagte wurden wegen mangels an Beweiſen freigeſprochen, Weitere zwei der Angeklagten wurden freigeſprochen, da ſie nicht an dem Zuge teilgenommen hatten. Die Bluttaten und Drangſalierungen, die wäg rend dieſes Zuges begangen worden ſeien, ſo führte der Vorſitzende des Sondergerichts aus, ſtellten noch die Greueltaten in den Schatten, die am Blutſonn⸗ tag in Bromberg verübt worden ſeien. Das Urteil ſei eine gerechte Sühne für die unmenſchlichen Grau⸗ ſamkeiten die an unſchuldigen, wehrloſen Menſchen auf dem erſten Oborniker Verſchlepptenzug begangen worden ſeien, der heute vor zwei Jahren in Gneſen begonnen habe.. Leichte Flak im Kampf m Sowietfliegern Tiefangriff der Sowjetflieger bricht in erbitterter Abwehr zuſammen Nd 3. Sept.(P. K) Seit dem frühen Morgen iſt unſere leichte Flak⸗ batterie mit den Panzern im Vormarſch begriffen. Der in einem Keſſel bei Kr. eingeſchloſſene Feind ſoll angegriffen und vernichtet werden. Plötzlich klingt der Ruf„Fliegeralarm“. Tiefangriſf der Sowjets mit ihren moderuſten Maſchinen. Schon ſieht man das rote Züngeln aus den Tragdecks der Flugzeuge, der Gegner hat das Feuer eröffnet. Auf einen Schlag beginnen die Geſchütze zu hämmern und ſchicken dem Gegner ihre ſtählernen Grüße entgegen. Unſer Gruß muß unangenehm gewirkt haben, denn die Flieger örehen von ihrer urſprünglichen Richtung ab und ſtoßen direkt guf die r Flakgeſchütze zu. Jedoch nicht eine Sekunde ſtockte das Feuer der unerſchrockenen tapferen Ka⸗ noniere, trotzdem der Gegner aus allen Bordwaffen ſie mit einem Geſchoßhagel überſchüttete. In 20 Me⸗ ter Höhe donnern ſie mit unglaublicher Geſchwindig⸗ keit über unſere Stellung dahin. Die Maſchinen haben Treffer abbekommen, die erſte flammt auf und geht hinter dem Wald nieder. Aber ſchon haben die anderen eingekurvt und greifen erneut an. Blitz⸗ ſchnell ſind die Geſchütze herumgeriſſen und richten ſich wieder auf den ſchnellen Gegner. Jetzt löſen ſich die Bomben an den Tragdecks. Unſere Geſchütze ſchweigen nicht. Wieder flammt es an einer Ma⸗ ſchine auf. Dann ſchleßt eine Stichflamme hoch, und ein brennender Feuerklumpen ſauſt in raſender Fahrt dicht über den Boden, durchfährt ein Haus, zerſchellt in tauſend Splitter. Daun ein Schrei aus vielen Kehlen„Flieger⸗ deckung“. Krachendes Berſten der Bomben, im Augen⸗ blick iſt nichts zu erkennen, nur das leiſe Wimmern einiger Verwundeter iſt zu hören. Die Ohren ſchmer⸗ zen von der plötzlichen Stille. Aerzte und Sanitäter laufen hinzu. Mitten in eine Zugſtellung fielen die Bomben. Erneut greifen die Maſchinen au. Wieder häm mern unſere leichten Flakgeſchütze. Ein verwundeter Kanonier ſchwingt ſich noch einmal in den Richtſitz und ſchleßt auf den Gegner. Dort iſt ein Kamerad ausgefallen. Von einem anderen Geſchütz löſt ſich eine Geſtalt. Es iſt der Gefreite P. Er ſcpringt auf das nicht feuernde Geſchütz und ſchon rollen neue Feuerſtöße dem Feind entgegen. Wieder berſten mit greller Detonation Boamben in der Stellung. Kurz nur wird das Feuer unterbrochen. Der Feind greift zum vierten Male an. Hart und unerbittlich iſt die⸗ ſer Kampf. Eine Maſchine ſchlägt brennend dicht bei unſeren Geſchützen auf. Drei Maſchinen hat der Gegner in kürzeſter Zeit verloren. Er fliegt ab. Wir Flakartilleriſten aber binden den Helm feſter.„Stel⸗ lungswechſel“, Auſſitzen, Anfahren“. Der Angriff kann dank der eiſernen Pflichterfüllung unſerer leich⸗ ten Flakbatterie weitergehen. (Von Kriegsberichter Friedrich Mild ner.) arbeiter von Liverpool, die ſich in unmittelbarer Nähe der Werft⸗ und Hafenanlagen befänden, ſeien durch den Luftkrieg unbewohnbar geworden.„Die Arbeiter mußten alſo neue Wohnungen erhalten, aber die Behörden taten faſt nichts. Die Arbeiter mußten lange Wege zurücklegen, um an ihre Ax⸗ beitsſtellen zu kommen, aber man dachte gar nicht daran, für ſie beſondere Transportmaßnahmen zu treffen. Die Arbeiter mußten am Ende eines harten Arbeitstages wenigſtens eine warme Mahlzeit be⸗ kommen, aber ſie fanden nur ſelten Gelegenheit da⸗ zu, denn ſie waren von ihren Familien, die man eva⸗ kuiert hatte, getrennt worden. Wenn aber der Meuſch nicht weiß, wo er nach ſeiner Arbeit ſchlafen ſoll, wenn er tagelang keine marme Mahlzeit bekommt und wenn er vor und nach der Arbeit mehrere Stunden Anmarſchweg zurückzulegen hat, daun wird er ſtörriſch und be⸗ ſchwert ſich. Wenn man ihm daun, wie das heute geſchieht, erklärt, weil er ſich beſchwere, ſei er un⸗ patriotiſch und kein guter Engländer, daun wird ex erſt recht verbittert.“ Es muß bemerkt werden, daß dieſe Schilderung der Lage der britiſchen Dockarbeiter von Prieſtley nicht etwa unmittelbar nach den ſchweren deutſchen Angriffen im Winter und Frühling geſchrieben wurde, ſondern erſt im Hochſommer dieſes Jahres, d. h. viele Monate nach dieſen Angriffen. Bulgarien macht ernſt Finuführung der Todesſtraſe für ſtaatsfeindliche Tätigkeit (Funkmeldung der NM.) + Sofia, 4. September. An den von der Regierung der Kammer vorgeleg⸗ ten und von der Preſſe veröffentlichten Aenderun⸗ gen und Ergänzungen des Geſetzes zum Schutze der Nation iſt es u. a. beſonders bemerkenswert, daß für eine gewiſſe ſtaatsfeindliche Tätigkeit die Todesſtrafe eingeführt wird. Es wird z. B. eine Perſon, die ſtaatsfeindliche Bünde organiſiert poder in ihnen aktiy tätig iſt, mit dem Tode oder mit nicht unter zehn Jahren ſchweren Kerkers beſtr aft. Ferner iſt die Todesſtrafe für Perſonen, die Au⸗ gehörige der bulgariſchen oder einer verbündeten Wehrmacht ſchwer verletzen oder töten, vorgeſehen. Beſonders beachtenswert iſt die ergänzende Straf⸗ beſtimmung über Abhörverbot ausländi⸗ ſcher Rundfunkſendungen, da bisher keiner⸗ lei Einſchränkungen im Abhören ſolcher Sender be⸗ ſtanden haben. Dieſes Verbot wird ſich vorausſichtlich in erſter Linie gegen ſowjetiſche, engliſche und andere ſtaatsfeindliche Geheimſender richten. Es iſt noch eine weitere Strafbeſtimmung zu erwarten, wonach Bulgaren der Todesſtraſe verfallen, wenn ſie in Kriegszeiten im In⸗ oder Auslande gegen den bul⸗ gariſchen Staat, ſeine Regierung und ihre Politik oder zugunſten einer Feindmacht Rundfunkpropa⸗ ganda treiben.. Franzöſiſcher Senator verhaftet Drahtbericht unſeres Korreſpondenten — Bern, 3. September. Der Senator Leon Perrier, der das De⸗ partement Iſere uartritt, iſt feſtgenommen und ins Gefängnis eingeliefert worden. Er hat Beziehungen zum Hauptquartier de Gaulles unterhalten und Nachrichten an den Londoner Rundfunkſender übermittelt. Gleichzeitig giht das franzöſiſche Innenminiſte⸗ rium bekannt, 5 daß eine Frau, die im Zuſammen⸗ hang mit dem Bombenattentat auf den ehemaligen Innenminiſter Max Dormoy geſucht wurde, ver⸗ haftet werden konnte. Reichsminister Dr. Todt 50 Fahre alt dnb Berlin, 4. Sept. Die deutſche Technik hat unter der Jührung Reichs miniſters Dr. Todt, der am heutigen Donners⸗ tag ſeinen 50. Geburtstag feiert, eine grundlegende Aenderung von der liberaliſtiſchen zur national⸗ ſozigliſtiſchen Denkungsart durchgemacht. Dr. Todt verlangt vom Techniker heute dreierlei: ſehöpferiſche Begabung, gutes fachliches Können und ein hohes Maß von Berufsidealismus. Schon 1922 trat Dr. Todt der NSDAP bei und gehörte ſeither zu den getreueſten Gefolgsmännern des Führers. Kurz nach der Machtübernahme wurde er pom Führer zum„Generalinſpektor für das deutſche Straßenweſen“ ernannt und mit dem Bau der Reichsautobahnen betraut. Noch während des Baues der Reichsautobahnen erhielt Dr. Todt vom Führer den Auftrag zum Weſt⸗ wallbau. Mit der von ihm geſchaffenen„Organiſgtion Todt“ vollendete er termingerecht das große Werk. Im Dezember 1938 wurde er zum„Generalbevoll⸗ mächtigten für die Regelung der Bauwirtſchaft“ er⸗ nannt. Um eine ſtraffe Durchführung der techniſchen Arbeiten auch im ſtaatlichen Sektor zu gewährleiſten, ernannte ihn der Führer am 23. Februar 1940 zum „Generalinſpektor für die Sonderaufgaben im Vier⸗ jahresplan“ und kurz darauf am 17. März zum „Reichsminiſter für Bewaffnung und Munition“ Er 1 damit zum Waffenſchmied des Deutſchen Reiches. Der Glückwunſch des Führers anb. Berlin, 3. September. Reichsminiſter Dr. Todt begeht am 4. 9. ſeinen 50, Geburtstag. Aus dieſem Aulaß ſprach der Führer Dr. Todt am Vorabend des Geburtstages im Führerhaupt⸗ quartier perſönlich ſeine Glückwünſche aus. Reichsminiſter Dr. Frick auf Studieureiſe in der Slowakei. Reichsminiſter Dr. Wilhelm Frick begaß ſich auf eine Studienreiſe durch die Slowakei. * 1881 + — 3 e NN ee 5 een n d . * * 1 * 1 Die Stadiseife * Mannheim, 4. September. Sonnenuntergang Donnerstag Sonnenaufgang Freitag 20.04 Uhr .47 Uhr Beachtet die Verdunkelungsvorſchriften! „Vorgriß bei Lebensmiuel- Rarten nicht erlaubt Die Kleiderlarte kennt den ſogenannten„Vor⸗ griff“. Hierbei kann beim Kauf beſtimmter Klei⸗ dungsſtücke auf Punkte eingekauft, alſo vorgegriffen, werden, die an ſich erſt zu einem ſpäteren Zeitpunkt gültig ſind. Ein derartiger Vorgriff iſt aber bei Lebensmittelkarten nicht erlaubt! Die Einzelab⸗ ſchnitte der Lebensmittelkarten gelten ſtets erſt von dem Zeitpunkt ab, der ihnen aufgedruckt iſt. Den⸗ noch iſt es verſchiedentlich vorgekommen, daß bei⸗ ſpielsweiſe bereits in der erſten oder zweiten Woche der vierwöchentlichen Kartenperiode Lebensmittel auf Kartenabſchnitte eingekauft wurden, die erſt in der dritten oder vierten Kartenwoche gelten. Solche Vor⸗ griffskäufe ſind vornehmlich dann erfolat, wenn die Lebensmittelkarten abgegeben werden müſſen, alſo beiſpielsweiſe bei Einberufungen zum Wehr⸗ und Arbeitsdienſt bei Aufgabe einer Arbeit die mit Schwerarbeiterzulage verbunden iſt, bei Kranken⸗ Hhausaufnahmen uſw. In ſolchen Fällen wurden alſo Lebensmittel bezogen, die dem Verbraucher nicht mehr zuſtehen. Die Kartenſtelle kann dann, wenn die Lebensmittelkarten abgeliefert werden müſſen, den unerlaubten Vorgriff feſtſtellen und auch ſonſt durch Kontrollen ermitteln, ob Lebensmittel unzu⸗ läſſig auf Marken bezogen wurden, die noch nicht gültig ſind. Wer ſolche unerlaubten Vorgriffe begeht, muß alſo damit rechnen, daß er beſtraft wird, gleich⸗ gültig, ob es ſich dabei um den Kaufmann handelt, der den Vorgriff zuläßt oder um den Verbraucher, der ihn wünſcht. Sanitälsoffizierslaufbahn des Heeres Schüler höherer oder dieſen gleichgeſtellten Lehr⸗ anſtalten die die 8. Klaſſe beſuchen oder im Juli 1942 in die 8. Klaſſe verſetzt werden, Abiturienten von Vollanſtalten und Medizinſtudenten, die die aktive Sanitätsoffizierslaufbahn(Heer) erſtreben, können ſich ab 15. Auguſt 1941 um Einſtellung bewerben. Meldezeit für die vorausſichtliche Einſtellung im Januar 1942: 15. Auguſt 1941 bis 20. November 1941. Hierher kommen Schüler in Betracht, die zu dieſer Zeit die 8. Klaſſe beſuchen oder ſchon im Beſitze des Reifezeugniſſes ſind, ferner Medizinſtudenten. Anfragen ſind ebenſo wie die Bewerbungsgeſuche an den örtlich zuſtändigen Wehrkreisarzt zu richten, und zwar für den Wehrkreis XII an den Wehr⸗ kreisarzt XII in Wiesbaden, Fernſprecher 59661, Nebenanſchluß Korpsarzt, Perſonalabteilung. Eine möglichſt frühzeitige Einreichung der Bewerbungs⸗ geſuche liegt im Jutereſſe der Bewerber. Soldaten (Abiturienten von Vollanſtalten und Medizinſtuden⸗ ten) bis zum Feldwebeldienſtgrad können ſich in der Zeit vom 1. November 1941 bis ſpäteſtens 15. Januar 1942 bei ihrem zuſtändigen Truppenteil zur Ueber⸗ nahme in die aktive Sanitätsoffizierlaufbahn melden. Merbblätter für die Sanitätsoffizierlaufbahn im Heere ſind bei den Wehrkreisärzten, Wehrbezirks⸗ kommandos und Wehrmeldeämtern erhältlich. Noch ein Mannheimer Pudel Reichsſieger Auf der Stuttgarter Reichsſiegerausſtellung hat noch ein zweiter Mannheimer Pudel die höchſte Auszeichnung des Jahres errungen: der ſchwarze Zwergpudel Adro von Bergheim(Beſitzer Heinrich Zimmermann, O 7, 26) erhielt den Reichsſiegertitel und die goldene Medaille. Das rei⸗ zende Tierchen, deſſen lange Ahnenreihe die berühm⸗ teſten internationalen S des führenden Siegerhunde. deutſchen Zwergpudelzwingers Sirius in Eberſtein⸗ burg bei Baden⸗Baden aufweiſt, iſt erſt wenig über ein Jahr alt, was ſeine hohen Qualitäten umſo be⸗ achtlicher erſcheinen läßt. Die Mannheimer Hunde⸗ sportler aber dürfen ſich freuen, in ihren Reihen ſomit insgeſamt drei Reichsſieger 1941 auſweiſen zu können. * Hohes Alter. Seinen 93. Geburtstag kann heute Privatmann Wilhelm Dautel, Riedfeld⸗ ſtraße 85, feiern, der Schwiegervater unſeres lang⸗ jährigen.⸗B.⸗Sport⸗Mitarbeiters.— Ihren 87. Geburtstag feiert heute Frau Joſefine Bun d⸗ ſtädter geb. Ludwig, Kleinfeld 3/6 Nr. 19.— Ihren 86. Geburtstag feiert Frau Käthe Kratzert, La⸗ meyſtraße 14.— Ihren 80. Geburtstag Frau Klara May im Katholiſchen Bürgerhoſpital E 6, 5/7.— Ihren 80. Geburtstag feiert Frau Eliſe Buhl, Waldhof⸗Gartenſtadt, Liguſterweg 6. Allen unſere herzlichen Glückwünſche! Trennungszuſchlag, Sonderunterſtützung, Treuegeld Die drei Anterſtützungsarten bei„wiriſchaftlicher Einberufung“ Der Reichsarbeitsminiſter hat für die Dienſtver⸗ pflichteten und die ihnen Gleichgeſtellten ein Merk⸗ blatt herausgegeben, deſſen Inhalt für das ganze Reichsgebiet bindend iſt. Das Merkblatt iſt jedem Dienſt verpflichteten gleichzeitig mit dem Verpflich⸗ tungsbeſcheid auszuhändigen. Es legt klar, wer für die verſchiedenen Unterſtützungen innerhalb der „wirtſchaftlichen Einberufung“ in Betracht kommt. Dienſtverpflichtetenunterſtützung können danach er⸗ halten: 1. Perſonen, die auf begrenzte oder unbe⸗ grenzte Zeit dienſtverpflichtet ſind, 2. Perſonen, die zwar nicht dienſtverpflichtet ſind, aber nach ausdrück⸗ licher Feſtſtellung des Arbeitsamtes einen Arbeits⸗ platz innehaben, an dem ihr Verbleiben ſtaatspolitiſch ſo wichtig iſt, daß einem Arbeitsplatzwechſel nicht zu⸗ geſtimmt werden könnte und gegebenenfalls eine Dienſtverpflichtung ausgeſprochen werden müßte. Zu dieſen letzteren, den ſogen. Gleichgeſtellten, gehören auch Soldaten, die zur Verwendung in Betrieben auf längere Zeit oder zum Einſatz in der Kriegswirtſchaft den Verkehr oder der Verwaltung beurlaubt ſind.— Die Gleichſtellung beginnt für ſie mit dem Tage des Wegfalls des Familienunterhalts. Perſonen, die auf Grund der Notdienſtverordnung oder der Luftſchutz⸗ beſtimmungen Dienſt leiſten, ſind weder dienſtver⸗ pflichtet noch können ſie den Dienſtverpflichteten gleichgeſtellt werden. Das Arbeitsamt kann folgende Arten von Dienſt⸗ verpflichtetenunterſtützung einzeln oder zuſammen gewähren: Trennungszuſchlag, Sonderunterſtützung, trieblichen Trennungsleiſtungen hierauf angerechnet wird, beſtimmt das Arbeitsamt im Einzelfall. An⸗ rechnungsfrei bleiben in voller Höhe: Bekleidungs⸗, Schutz⸗ und Wegegelder, Fahrzeitentſchädigungen, Kinderzulagen, Ausbildungshilfen für Kinder und Frauen⸗Zulagen. Sonderunterſtützung kann gewährt werden, wenn das Arbeitseinkommen (brutto) während der Dienſtleiſtung oder der ſtaats⸗ politiſch wichtigen Arbeit das bisherige Arbeits⸗ einkommen(brutto) nicht erreicht und die Unter⸗ ſtützungsgewährung zur Sicherung der wirtſchaft⸗ lichen Lage des Dienſtverpflichteten oder Gleich⸗ geſtellten und ſeiner Familie erforderlich iſt. Beſon⸗ ders in Betracht kommen: Unterhaltungsbedarf, voc allem bei kinderreichen Familien oder bei erheblicher Minderung des Arbeitseinkommens, Wohnungs⸗ miete, Eigenheim⸗Laſten, Abzahlungs verpflichtung, Verſicherungsverpflichtungen, beſondere Fahrkoſten uſw. Bei bisher ſelbſtändigen Gewerbetreibenden gilt für Schulden aus ihrem Gewerbebetrieb ein beim Ar⸗ beitsamt erhältliches beſonderes Merkblatt. Treu⸗ geld endlich kann früheſtens für eine ab 1. April 1941 geleiſtete Tätigkeit gewährt werden, wenn der Dienſtverpflichtete oder Gleichgeſtellte nicht in den Heimatbezirk zurückgekehrt Sonder tuterſtützung kann in der Regel nur den Unterſchiedsbetrag zwi⸗ ſchen dem Krankengeld auf der neuen Arbeitsſtelle ausmachen. Treugeld wird durch Erkrankung nicht berührt. Die Dienſtverpflichtungsunterſtützung iſt kein Arbeitseinkommen. Daher ſind für ſie Lohn⸗ Treugeld. Der Trennungszuſchlag beträgt ſteuer, Sozialverſicherungsbeiträge uſw. nicht zu bis zu 19 Mark wöchentlich. Welcher Anteil der be⸗ leiſten. eee eee Im deutſchen Lied wurzelt die Kameradſchaft Zu einem vom Geiſt der Kameradſchaft getrage⸗ nen Sängertreffen fanden ſich die Männergeſang⸗ vereine„Sängerklauſe“(Mannheim), Straßenbahner⸗ Geſangverein(Mannheim) und„Sängerkreis“(Wall⸗ ſtadt) in Mannheim zuſammen. Der Vereinsführer des Straßenbahner⸗GV. Hch. Rehberger konnte eine ſtattliche Zahl Sänger und Sängerfrauen herz⸗ lich willkommen heißen. Der ſtattlich vertretene Chor mit ſeinen geſchulten Stimmen ſang neben va⸗ terländiſchen Chören eine Reihe klangſchöner Volks⸗ lieder von Silcher, Pracht und unſerem Mannheimer Komponiſten Fr. Gellert. Chormeiſter Albert En⸗ gelmann iſt immer mit Liebe bei dem Liedſtudium, er weiß ſeine Sänger über alle Klippen hinwegzu⸗ führen und iſt ihnen ein ſicherer muſikaliſcher Füh⸗ rer. Im Mittelpunkt des Treffens ſtand die An⸗ ſprache des Kreiskulturwarts des DSB Karl Gu⸗ dernatſch(Raſtatt). Was wäre unſer Volk ohne die Lieder, es würde ſterben, ſo wie die Heimat ein totes Land bliebe, wenn nicht deutſche Sängerherzen ihre Schönheiten im Lied feſthielten. Singe mein Volk, o ſinge, und du wirſt nie untergehen, ewig er⸗ blühen von Generation zu Generation. Der herz⸗ liche Beifall zeigte dem Redner wie ſehr er aus dem Herzen zu den Herzen geſprochen hatte. Der weitere Verlauf der Veranſtaltung war ausgefüllt mit den beifällig aufgenommenen Vorträgen des Quartetts der„Sängerklauſe“. Es ſteht unter Albert Engel⸗ manns bewährter Leitung. Die Kapelle Kretzler würzte die Pauſen mit Muſik. Alles in allem darf geſagt werden, daß das Sängertreffen wieder einmal den Beweis lieferte, daß im deutſchen Liede echte deutſche Kameradſchaft wurzelt. Vergeſſen ſei nicht Kamerad Cartanso, der mit ſeinem Tenor einige Lieder zu Gehör brachte. Schw. Kurszettel der Hausfrau: Tomaten beherrſchen das Feld Der erſte September⸗Hauptwochenmarkt bot bei reichhaltiger Beſchickung ein Bild ſchöner frühherbſt⸗ licher Fruchtbarkeit. Das Kartoffelgeſchäft wickelte ſich dank dem ordnenden Einfluß des Bezug⸗ ſcheinſyſtems in aller Ruhe ab. Ebenſo ging der Ge⸗ müſehandel bei teilweiſe recht umfangreichen An⸗ fuhren überall glatt vonſtatten. Am meiſten waren heute natürlich die Tomaten vertreten, die je nach Güte zwiſchen 23 und 28 Pfg. das halbe Kilo verkauft wurden. Auch geſchnittenes Kraut zum Ein⸗ legen und zu Krautſalaten taucht nun ſchon wieder häufiger auf und erinnert die Hausfrauen daran, daß umfangreiche Vorratswirtſchaft für den Winter heute mehr denn je ein Gebot der Stunde iſt. Aus dieſem Grunde fanden wohl auch die nicht mehr ſo zahl⸗ reichen Angebote an grünen Bohnen willig Ab⸗ ſatz, denn gerade ſie zeichnen ſich ja ebenſo wie die Gurken durch vielſeitigſte Verwendungs möglichkeiten im ſteriliſierten oder eingeſäuerten Zuſtande aus. Näheres darüber konnte man gerade heute wieder einmal in aller Ausführlichkeit am Marktſtand der Hausfrauenberatungsſtelle des Deut⸗ ſchen Frauen werkes, Abt. Volkswirtſchaft⸗ Hauswirtſchaft, erfahren, wo unter anderem als hausfrauliche Senſation eine bereits beſtens erprobte Methode zum Einſteriliſieren von Gurkenſalat, To⸗ maten und anderem Gemüſe mit Cellophonverſchluß gezeigt wurde. An Obſt war vor allem große Nachfrage nach Mirabelben, die das„ Kilo zu 45 Pfg. abgegeben wurden. Ert. Mannheime Strafkammer: Das hat ſich nicht gerohnt Wenn man den 29jährigen Heinrich Evers auf der Anklagebank beobachtet, wie er gewandt und mit Haltung ſeine Ausführungen macht, dann möchte man ihm den rückfälligen Betrüger garnicht glauben. Faulheit und Leichtſinn haben ihn wohl abſchlittern laſſen. Geregelte Arbeit liebt er nicht. darum hielt er es auf dem gelernten Beruf auch nie lange aus. Beſſer lag ihm die falſch verſtandene Vertretertätig⸗ keit und eine ganz beſondere Vorliebe bewies er für Verſicherungen. In ſeiner Eigenſchaft als Verſiche⸗ rungsbertreter lernte er eine Menge Leute kennen — und nützte dieſe Bekanntſchaft ſchmählich aus. Hauptfächlich leichtgläubigen Frauen ſchwätzte er etwas vor von einem Radibapparat, den er aus Ge⸗ ſchäftsgründen kaufen müſſe. Und zu dieſem Kauf fehlte ihm immerr die Summe, um die er ſeine Kundſchaft dann anging. Es waren nur kleinere Be⸗ träge, aber ſie fallen gewaltig ins Gewicht bei einem rückfälligen Betrüger. Klar, daß die Geſchädigten nie mehr einen Knopf ſahen. Das Gericht verurteilte Evers zu einer Zucht⸗ hausſtrrafe von drei Jahren, ſechs Monaten, 140 Mk. Geldſtrafe und drei Jahren Ehrverluſt. „Ich bin ein Gernſchaffer“ Mit dieſen Worten rechtfertigte ſich der Angeklagte auf den Vorwurf, daß er ſeit 1925 keinen Streich mehr geſchafft habe. Ein Gernſchaffer! Nun darf man die Worte des Angelagten nicht auf die Gold⸗ waage legen, er redet Makulatur in rauhen Mengen und weiß wohl auch nicht recht, was er ſagt. Er ſpinnt nämlich! Allerdings ſtellt er auch eine Ge⸗ fahr für die Oeffentlicheit dar: in ſtttlicher Be⸗ ziehung iſt er ſchon ſchwer geſtrauchelt. Der Zech⸗ betrug, um deſſentwillen er ſich jetzt zu verantworten hatte, iſt an ſich geringfügig, aber er hellt doch einen betrüblichen Tatbeſtand auf. Die Strafkammer ordnete ſeine Unterbringung in eine Heil⸗ und Pflegeanſtalt an. Davon wollte er nun garnichts wiſſen— weil„er doch jetzt Feldſchütz werden ſoll!“ Er ſpinnt wirklich. tt Slart der Libelle“ gut gelungen Dem lobenswerten Brauch, zum Beginn einer neuen Spielzeit kräftig einzuſteigen, iſt unſere Klein⸗ kunſtbühne auf den Planken auch in dieſem Jahre treu geblieben. Es geſchieht viel Hörens⸗ und Sehenswertes in dieſen geſchmackvollen Räumen. Man nimmt es aufgeräumt zur Kenntnis. „Ralph und Roſe“ machen zu Beginn ein Minigturprogramm herunter, ſie ſtepen brap, zau⸗ bern, jonglieren, balancieren und vergeſſen den Fez dabei nicht. Leonardo Ferroni beſchränkt ſich auf Fang⸗ und Gleichgewichtskünſte. Zu Punkt eins wirft er mühelos ſieben Reifen, zu Punkt zwei tum⸗ melt er ſich auf einer freiſtehenden Leiter in impo⸗ nierender Wackelfreudigkeit. Er iſt auch bei der Firma„Vittorio und Leonardo“ beteiligt, die es gleichfalls mit der Fangkunſt— in gefälliger Ausgabe— hält. Die„» Juan Fung San“ haben ihren Melange⸗Akt ſehr kontraſtreich gebaut. Der männliche Partner läßt Stäbchen und Teller kreiſen und hält ein mächtiges Band in Schwung. die Frau, gar nicht fernöſtlich anzuſchauen, wartet mit einer gediegenen Kautſchukarbeit auf— zwiſchen Ueber⸗ ſchlägen und Kaskaden. Wie man mit wenig hand⸗ werklichen Aufwand flotte Tänze hinlegen kann, wenn man um Einfälle nicht verlegen iſt, beweiſt „Marylin“, ein ſtark erblondetes Queckſilber. Jetzt aber gleich zu Hibda und Erik Garden! Ein ane paar! Tatſächlich ein Tanzpaar— gans. ohne Wirbel und Hebetricks! Gibt es noch. Man freut ſich un bändig darüber. Geſtützt auf wirkliches Können auf muſikaliſches Empfinden und unbeirrbares Stilemp⸗ finden und auf die Beratung eines guten Koſtüm⸗ geſtalters bringen ſie drei Tänze, die für den Kenner zu Leckerbiſſen werden. Die„Groteske“ aus der Zeit, in der die luſtige Witwe noch ganz jung und ganz luſtig war, wurde zum Teil da capo verlangt. Bliebe noch Hans Lindenberg zu beſprechen, wahrhaft der Schwerpunkt im Programm.„Zwei Männer um⸗ faſſen den Schmerbauch ihm nicht“, heißt es irgendwo in einem Schulgedicht. Aber Onkel Hans hat nicht nur Bauch, ſondern noch mehr Köpfchen— und viel Humor darinnen. Er kann gallia werden und ham⸗ burgiſch gemütvoll, immer kann er es vortrefflich. 5 Franz Schmitt. an Für vierzigjährige treue Dienſte erhielt Stadt⸗ arbeiter Valentin Tſchirſchwitz das goldene Treudienſt⸗Ehrenzeichen verliehen. Blick auf eudwigsbafen Ins Konzentrationslager gebracht. Ein Sittenſtrolch ſchlimmſter Sorte iſt der 28jährige Handelsgehilfe Hans Knuhr aus Ludwigshafen. Knuhr, der als Homoſexueller eine dauernde Gefahr für die heranwachſende Jugend war, wurde von der Kriminalpolizei feſtgenommen und in ein Konzentrationslager eingewieſen. In der gleichen Weiſe wurde von der Ludwigshafener Kriminalpolizei der 54 Jahre alte Landwirt und Bäcker Karl Scheer aus Winter⸗ bach unſchädlich gemacht. Scheer, der bis jetzt zwölfmal vor⸗ beſtraft iſt, iſt ein aſozialer Burſche, der ſeit vielen Jaßh⸗ ren feine Frau und Kinder in brutaler Weiſe mißhandelt und tyranniſiert hat. Briefmarkentauſchabend. Die Kiy⸗Briefmarkenſamm⸗ lergruppe Ludwigshafen, die ſich ſtändig zunehmender Be⸗ lbebtheit erfreut, hält heute abend in den Nebenzimmern des großen Bürgerbräu in der Ludwigſtraße ihre Tauſch⸗ zuſammenkunft ab. Froher Feierabend mit Kd. Die Feierabendgemein⸗ ſchaft der Kreisdſenſtſtelle Ludwigshafen der NSG„Kraft durch Freude“ iſt auch im dritten Kriegswinter beſtrebt, den Feierabend der Ludwigshafener Bevölkerung würdig und durch beſte Unterhaltung zu geſtalten. Im Rahmen dieſer Betreuungsarbeit werden in zehn abwechſlungsvei⸗ chen Großveranſtaltungen Freude und Entſpannung gebo⸗ ten. Als ein Zeichen des Vertrauens und der Bewährung für die Feierabendgemeinſchaft iſt es zu werten, daß ſich in dieſem Jahre bis jetzt ſchon wieder weit über Tauſend Volksgenoſſen gemeldet haben. Heidelberger Iuerſchnill Gelegenheit macht Wucher. Polizeilich geſchloſſen wurde im Stadtteil Neuenheim ein Obſt⸗ und Gemüſegeſchäft we gen fortgeſetzter Preisüberſchreſtung. Weiter wurde einem hieſtigev Markthändler aus dem gleichen Grunde die Han⸗ delstätigkeit unterſagt. Opfer der Spatzenflinte. ſtarb der 58fäßhrige Arbeiter In der Chirurgiſchen Klinik Johann Köhler, Vater von acht Kindern, an den Folgen einer Schußverletzung. Beim Han⸗ tieren mit einem Flobertgewehr, mit dem er Spatzen ſcchießen wollte, war ihm ein Schuß in den Leib gegangen. Neue Bücher Kampferlebniſſe aus dem Kriege an der Weſtfront. Her⸗ ausgegeben vom Generalſtab des Heeres. Verlag Mittler u. Sohn Berlin, 120., geb..80 Mark. Bei dieſem klei⸗ nen Büchlein, das in einer Reihe von Einzelſchilderungen ein höchſt eindrucksvolles Bild von der unerhörten Geſamt⸗ leiſtung des deutſchen Soldaten im Weſtfeldzug gibt, iſt der Generalſtab des Heeres ſelbſt Pate geſtanden. Das hebt das Buch über die Fülle ähnlicher Erſcheinungen durch die Gewähr feines abſolut authentiſchen Charakters hinaus. Gerade unter dieſer Perſpektive wird man es als eine beſonders wertvolle Bereicherung der Litevatur über den großen Siegeszug im Weſten betrachten dürfen. A. Win bauer. K „Pantheon“, 14 Jahrgang, Heft 8, Auguſt 1941. Eines der reizendſten Werke der Paxriſer Elfenbeinkunſt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts iſt die Elfenbein⸗ madonna„Unſere Liebe Frau von Groeninghen“.„Pan⸗ theon“(Verlag F. Bruckmann KG. München) bringt eine ganzſeitige Abbildung, Text von J. W. Moltke. Zur 500⸗ jährigen Wiederkehr von Jan van Eycks Todestag gibt Hermann Beenken einen Vergleich der Landſchaftshinter⸗ gründe der Bilder Jans und Huberts van Eyck. Eine er⸗ freuliche Bereicherung der Keuntniſſe von Bordones Schaffen (1500-1571) gibt das zum erſtenmal der Allgemeinheit ge⸗ zeigte Bild eines jungen Mädchens. Max Goering belehrt über Bordones Autorſchaft. Zu den größten plaſtiſchen „Kabinettſtücken“, die Meißens bedeutendſter Modelleur, Joh Joachim Kändler, ausgeführt hat, gehört die Gruppe „Der Tod des Heiligen Franz aver“, ein ſtarkes und temperamentvolles Werk plaſtiſcher Kleinkunſt von echt barockem Schwung. E. W. Braun nimmt an, daß noch drei Exemplare der endgültigen Faſſung dieſer Gruppe erhalten ſind. Als Jahresgabe des Deutſchen Vereins für Kunſt⸗ wiſſenſchaft wird von Carl Koch das Werk„Die Zeichnungen des Hans Baldung⸗Grien“ erſcheinen. Dieſem Werk ent⸗ nommen ſind Beiträge, die von ſchönen Abbildungen be⸗ gleitet ſind. Hauptſchriftletter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Win bauer Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer geltun Dr. Fritz Bode& Co. Mannheim, R 1 400 f 5 Zur geit Preisliſte Nr. 12 qültio D Rand darf nicht gefettet werden. c) Das Papierfutter wird auf den gefetteten Boden gelegt und gut angedrückt. Die Verarbeitung des Teiges 1. man ſchlägt das Eigelb Jedes Ei wird über einer Taſſe aufgeſchlagen und geprüft, ob es friſch iſt. Das Eiweiß muß ſehr ſcharf vom Eigelb getrennt werden. 2.„ mit dem Waſſer ſchaumig(am beſten mit einem Schneebeſen) Iſt die waſſermenge im Rezept in einer Spanne angegeben, ſo richtet man ſich nach der Größe der Eier. Bei kleinen Eiern nimmt man die größere und bei großen Eiern die kleinere Waſſermenge. Eigelb und Waſſer müſſen vor Zugabe 1 des Zuckers tüchtig geſchlagen werden. Das Backen von Biskuitteigen: Biskuitteig muß ſofort nach Fertigſtellung gebacken werden, da ſonſt der Cierſchnee . BIS K UITITEI G. Notwendige Vorarbeiten Die angegebenen Zutaten werden in der vorgeſchriebenen menge bereitgeſtellt. Haſelnußkerne und Mandeln werden nach Rezept vorbereitet. Biskuitteig wird im allgemeinen in Sormen oder auf Backblechen gebacken, deren Boden gefettet und mit einem Papierfutter ausgelegt iſt. Das Papierfutter für eine Springform wird folgendermaßen hergeſtellt: a) Die Sorm wird umgedreht und ein weißes Papier darauf gelegt. Mit einem meſſer ſtreift man das am Rand überſtehende Papier ab. b) Der Boden wird gut mit zerlaſſener Butter oder Margarine eingefettet. Der e zerläuft. Man ſtellt inn am beſten in einen gut vorgeheizten Backofen. Er wird im allgemeinen bei guter Mittelhitze gebacken. Bevor das Gebäck aus dem Gfen genommen wird, muß auf alle Fälle die Garpro gemacht werden. Man ſticht mit einem ſpitzen HBölzchen möglichſt in die mitte des Gebäcks. Wenn kein Teig daran hängenbleibt, iſt der Kuchen gar. Damit das Gebäck beſſer ausdünſten kann, ſtürzt man es auf einen Drahtroſt. Unter den Eigelbkrem miſcht man die Gewürze Ole Beſchaffenheit der Maſſe prüft man, indem man ſie vom hochgehaltenen Schneebeſen in Ringen in die Rührſchüſſel laufen läßt. Wenn dieſe Ringe kurze Zeit ſtehenbleiben, iſt die Maſſe kremartig. 4. Das Eiweiß wird zu ſteifem Schnee geſchlagen. Dann gibt man unter ſtändigem Schlagen nach und nach den Reſt des Juckers dazu. Der Schnee muß ſo feſt ſein, daß ein Schnitt mit einem meſſer ſichtbar bleibt Das Eiweiß wird zuerſt ohne Zucker zu feſtem Schnee geſchlagen. Zur Prüfung der Seſtigkeit zieht man den Schneebeſen aus! der Schüſſel und dreht ihn ſenkrecht nach oben. Der Schnee iſt ſteif genug, wenn die beim Herausziehen gebildeten Schneeſpitzen ſenkrecht ſtehenbleiben. 5. Der Schnee wird auf den ckigelbkrem gegeben, darüber wird das mit „Backin“ und„Guſtin“ gemiſchte mehl geſiebt 6. Man zieht alles vorſichtig unter den Eigelbtrem Man zieht den Schneebeſen vorſichtig von einer Seite der Schüſſel bis Zur anderen durch den Teig(dabei über den Boden der Schüſſel gehen!), nimmt den Schneebeſen heraus und ſchüttelt ihn leicht, damit der Teig herausfällt. Die Zutaten ſind genügend vermiſcht, wenn kein Mehl(„Guſtin“) mehr zu ſehen iſt. Dieſe Arbeit muß ſchnell erfolgen, andernfalls fällt der Eierſchnee zuſammen. 7.„„und füllt den Teig in die gefettete, mit Papierſutter ausgelegt Sorm(Backblech). Der in eine Springform eingefüllte Teig wird mit einem Teigſchaber vor⸗ ſichtig von der Mitte aus zum Rand hingeſchoben.(Oberfläche wird dadurch glatter.) In der Mitte darf jedoch kein Coch entſtehen. und das Backen nach oetker Rezepten! 3. und gibt nach und nach ½ des Juckers mit dem Vanillinzucker dazu. Danach ſchlägt man ſo lange, bis eine kremartige Maſſe entſtanden iſt. Noch ausführlichere Anleitungen gibt die Broſchüre„Die richtige Teigbereitung“. Koſtenloſe Zuſendung durch DR. AUGUST OETK ER, BIELEFELD Die nächsten Anzeigen bringen z eilgemäße Rezepte für Bis kuliteige mii Anweisungen für das Backen Dr Oetker-Baclcberatungen 2. l Mannheim 12. 6 Cintfitt frei Aus Welt und eben Tae ſſpſaae pep a p d p ſſſſſſſſſſſeſeſſoſſſſſſſaſdſſſſdſſaaaſdſſſſſſeſſcſſeacſciccpſaſpeſſſſcaappaſeſpaſda Im Feierabendhaus, Ludwigshafen Die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum Eugen Jochum, dieſen hervorragenden geiſtigen Uebermittler hoher Muſik an der Spitze eines Or⸗ cheſterz von der eminenten Spielkultur der Ber⸗ liner Philharmoniker wirken zu ſehen, war ſchon des Schweißes einer Pilgerfahrt über den Rhein wert, und ſo hatten ſich denn auch die Mann⸗ heimer Muſikfreunde in Scharen zu dieſem erſten Abend in der Reihe der Ludwigshafener Sinfonie⸗ konzerte eingefunden, um Wiederſehen zu feiern mit Hamburgs Generaliſſimus, der in Mannheim, dem ex einſt gehörte, unvergeſſen lit, Es wartete unſer eine feſtliche Stunde mit Bach und Mozart und als Glanz⸗ und Gipfelpunkt— einer wahrhaft be⸗ geiſternden Aufführung von Beethopens Erbica. Das Faszinierende der Darſtelln“ sart Jochums liegt in der vorbildlichen künſtleriſchen Verwirklichung be⸗ ſtimmter eigner Vorſtellungen und Abſichten, die, aus den Ergebniſſen klugen Nachdenkens abgeleitet, immer die Treue gegen das Werk und ſeinen Schöpfer wahren, aber doch niemals auf das Vor⸗ recht des lebendig machenden nachſchöpferiſchen Gei⸗ ſtes verzichten. Höchſt überzeugend, wie Jochum den erſten Satz der Ervicca mit blutvollem Leben er⸗ füllt. Er packt ihn mit energiſch geſtrafftem Willen und mit ringender Gewalt an, gibt ihm Brio⸗Charak⸗ ter par excellence, impoſante Größe und volle Schärfe deg Umriſſes— die beethopen⸗echteſte Ausdeutung alſo, die ſich denken läßt. Die heldiſche Trauermuſil des zweiten Satzes, in auffallender Breite angelegt, aber gerade dadurch in ihrer ganzen ſeeliſchen Tiefe enthüllt, das ſubtile Tongeheimnis des Scherzo⸗ Satzes und die innere Größe des Finale ſind uns ſelten in ſolcher Vollendung der Wiedergabe geſpielt worden wie geſtern. Der in ſichtlicher Begeiſterung mitgehende Inſtrumentalkörper entwickelte hier wie in der eingangs geſpielten Orcheſter⸗Suite in D von Bach eine Klangſchönheit und Klangfriſche ohnegleichen. Die Ausgeglichenheit der einzelnen Inſtrumentengruppen untereinander. die Geſchmei⸗ digkeit der Anpaſſung und des Eingehens auf die Ab⸗ ſichten des Dirigenten waren Merkmale höchſtent⸗ wickelter künſtleriſcher Diſziplin. Wie Jochum in der Bach⸗Suite, beſonders in deren hinreißend geſtalteten Eröffnungsſatz, über der bravouröſen Motorik der Streicher die ſtrahlenden Lichter des Blechs ſpielen läßt, iſt entwaffnend und bezwingend, und das alles, ohne dem ideellen Gehalt des auch in den Tanzfolgen ungemein lebendig wirkenden Werkes Schaden zu tun ⸗ Zwiſchen Bach und Beethoven ſtand Mozart mit dem frühlingsfriſchen O⸗Dur⸗Violinkon⸗ zert. Erich Röhn, der während der übrigen Dar⸗ bietungen am Pult des erſten Konzertmeiſters ſaß, zeigte ſich hier als Soliſt von bemerkenswerter Be⸗ gabung. Dem freundlich⸗lichten Ausdrucksgehalt der Kompoſition blieb der geſchmackvoll⸗ſachlich ſpielende, lüber flüſſige und geſchmeidige Technik verfügende Gei⸗ ger nichts ſchuldjig. Die friſch entſchloſſene Führung der großen Linien erfreute ebenſo wie die mit immer wachem Geiſt überlegen kontrollierte Herausarbei⸗ tung formaler und klanglicher Details. Dabei blieb ſtets die enge und wohlabgeſtimmte Fühlung mit dem Orcheſter gewahrt, das, von Jochum feinnervig inſpiriert, durch ſeine nicht zu überbietende Meiſter⸗ ſchaft der Begleitung jedes empfängliche Ohr ent⸗ zückte. Viel begeiſterter Beifall, insbeſondere nach dem Beethoven. Carl Onno Eisenbart. eee Sprechen Sie ruſſiſch? Von Erwin Sedding Verneinen Sie dieſe Frage nicht übereilt! Kom⸗ men Sie ins„Teatr“, ich erwarte Sie dort im „Foje“, um Ihnen das„Biljet“ für die„Loſche“, das „Parter“ oder den„Balkon“ zu überreichen ſowie das„Programm“, damit wir feſtſtellen, ob es ſich um eine„Opera“ mit ſchöner„Uvertjura“ und einem „Balet“ mit prächtiger„Dekorazija“ oder vielleicht um eine„Tragedija“ handelt, in der wir Herrn Ypſi⸗ lon in einer„Gaſtrolj“ bewundern können! Allerdings— der„Freiwillige“ heißt„Walina⸗ apredeljajuſchtſchiſja“, und hier eine Anlehnung an europätiſche Laute zu finden, dürfte ſchwer fallen. Da⸗ mit aber ſteht das Ruſſiſche auch ſchon in ſeiner gan⸗ zen Eigenart vor uns, verblüffendes Abbild jener Kultur, die zwiſchen ihrer öſtlichen Herkunft und 181 weſtlichen Neigungen das Gleichgewicht ver⸗ ehlte. Ruſſiſch in der Sprache iſt das Leben in ſeinen Ur⸗ zuſtänden: Eſſen, Trinken, Arbeiten, Lieben, Leiden, Sterben. Ruſſiſch iſt der Wortſchatz des Prieſters und des Beamten, ſowie, nicht zuletzt, die Welt der Natur, die ein Turgenjeff im unverkennbaren Wohl⸗ laut ſeiner Proſa nacherlebte. Ruſſiſch iſt— ſo könnte man ſagen— alles bis zu Peter dem Großen, durch deſſen gar zu haſtig aufgeſtoßene„Fenſter“ mehr Neulatein hereinſtrömt, als den Slaven ver⸗ daulich war. Auch grammatikaliſch macht die Sprache ungeachtet ihrer Melodik den Eindruck des in der Entwicklung Geronnenen. Sie iſt wie eine bunte, orthodoxe Ka⸗ thedrale, von der wir nicht verſtehen, wohin der Bau⸗ meiſter den Schwerpunkt verlegen wollte. Schon dies:„Ihr hattet keinen Hund“, erfordert die Um⸗ ſtellung auf„Bei euch Hundes nicht war“, wobei noch ofen bleibt, ob es„des“ oder„eines“ Hundes heißt und wobei das„war“ ein Glückstveffer iſt, weil es ſich um ein Zeitwort handelt, von dem keineswegs alle Formen beliebig zur Verfügung ſtehen. Wenn Sie ſich alſo nicht mit einer„Buljon“ im „Reſtoran“ und nachfolgendem„Biſſchtek“ zuzüglich „Kartofelj“ und„Schpinat“, begnügen wollen, wird Ihnen das Lernen einige Mühe bereiten. Viele fürchten die Schrift, aber gerade die Schrift verein⸗ facht durch ihre beſonderen Selbſtlaute, was in deut⸗ ſchen Buchſtaben un verhältnismäßig kompliziert er⸗ ſcheint. Eher, glaube ich, könnte die Ausſprache Ihren lohenswerten Eifer dämmen. Es ſei denn, Sie hät⸗ ten von der Wiege her einen kleinen— Zungen⸗ fehler! — Hausmuſik auch 1941. Auch in dieſem Jahr findet der„Tag der deutſchen Hausmuſik“ am 18. November im geſamten Gebiet des Großdeut⸗ ſchen Reiches ſtatt, War es im vorigen Jahre Franz Schubert, deſſen 112. Todestag am 19. November 1940 Anlaß zu beſonderer hausmuſikaliſcher Erinnerung war, ſo gibt der 150. Todestag Mozarts am 5. De⸗ zember in dieſem Jahre Gelegenheit, ſich auch des Hausmuſikſchaffens des Meiſters zu erinnern. Mo⸗ zarts Geburtsſtadt Salzburg tritt mit einer Reihe Veranſtaltungen in dieſer Richtung hervor. Geplant iſt eine Hausmuſikwoche, in deren Mittelpunkt ein Über alle Reichsſender übertragener repräſentativer Feſtakt ſtehen wird. Daneben ſind in allen Städten des Reiches hausmuſikaliſche Veranſtaltungen vorge⸗ ſehen. In der Reichshauptſtadt iſt eine Feierſtunde im Rathaus geplant, auf der Präſident Peter Raabe ſprechen und Edwin Fiſcher und ein Kammerorcheſter muſizieren werden. Theater, Muſik und Kunſt in Kürze Im Rahmen der kulturellen Zuſammenarbeit zwiſchen dem Reich und dem Südoſten Europas bringt das Kas ſeler Staatstheater, daß ſich ſeinerzeit auch mit Erſolg der kroatiſchen Oper„Ero der Schelm“ non Godovac angenommen hatte, in dieſem Winter die deutſche Urauf⸗ führung der Oper Salambo“ von Stojanoff. d Wilhelm Furtwängler hat das neue Ortheſterwerk von Theodor Berger:„Ballade“ op. 10 zur Uraufführung angenommen, die im November in Berlin ſtattſindet. Mannheimer Herbſt-Pferderennen Die 3 Hauptrennen weiterhin gut beſetzt Am Dienstag war für die drei hochdatierten Hauptren⸗ nen des dreitägigen Mannheimer Treffens der zweite Ein⸗ ſatz zu erklären, was zugleich für ſämtliche davin genann⸗ ten Pferde einem Reugeldtermin gleichkommt, d. h. ob ſie fernerhin im Rennen bleiben oder mit Rückſicht auf die Konkurrenz ausſchebden wollen. Erfreulicherweiſe ſind von 22 Pferden im 4000 Meter langen Jagdrennen„Preis von Induſtrie und Handel“ nur 2 ausgeſchieden, nämlich„Be⸗ lanka“ und„Krütikaſter“. Im„Preis vom Oberrhein“ [Preis der Oberrheiniſchen Wirtſchaft), der als 2400 Meter langes Flachrennen 12 Unterſchriften beſaß, ſchieden auch nur 2 aus, nämlich„Freiſchärler“ des Geſtüts Mydling⸗ hoven, das jedoch„Morgenruſ“ im Rennen beließ, und „Sidi“ der SA⸗Gruppe Heſſen, für den zweifellos die Konkurrenz zu ſchwer war. Im„Preis der Stadt Mann⸗ heim“, einem Jagdrennen über 4200 Meter, wurden nur 3 Pferde geſtrichen, ſo daß noch 21 bleiben. Auch hier ſchie⸗ den aus„Belanka“ und„Kribikaſter“, ferner„Crèvecveur“, der jedoch im erſtgenannten Rennen eingeſchrieben bleibt. Nach dieſem erfreulichen Reſultat darf man mit einem guten ſportlichen Erfolg der drei Mannheimer Tage rech⸗ nen, für deren 21 Konkurrenzen bekanntlich 414 Nennun⸗ gen abgegeben wurden. Die Fachzeitſchriften bezeichneten ſchon das Reſultat des Neunungstermins als einen Rie⸗ ſenerſolg und hoben hervor, daß Mannheim ſo viele Unterſchriften erhielt, wie ſie beſſer keine andere Bahn im Reich erzielte. Die Ställe haben ihrer Genugtuung über die Wiederaufmachung der ſchönen Mannheimer Rennbahn nicht beſſer Ausdruck geben können als durch die Abgabe der zahlreichen Nennungen und die Aufrechterhaltung der Teilnahmeberechtigung in den drei Hauptrennen. Der end⸗ gültige Bereinigungs⸗Termin ſteht am 5. September an. Doch braucht der Veranſtalter anch den großen Nennungs⸗ ziſſern auf der ganzen Linie um den Erfolg nicht mehr zu fürchten. Die Termine der Vorrunde in Baden Die vor wenigen Wochen in Karlsruhe vorgeſchlagene Dreiteilung der badiſchen Fußball ⸗Bereichsklaſſe hat das Reichsfachamt Fußball nicht gebilligt. Auf einer nochma⸗ ligen Sitzung wurde nun eine Zweiteilung vorge⸗ nommen, mit der das Reichsfachamt einverſtanden iſt. Die badiſche Fußball⸗Bereichsklaſſe wird nun im Spieljahr 1941⸗42 in einer Nord⸗ und einer Südgruppe ſpielen. Der Nordgruppe gehören an: Vfk Mannheim, Vfs Neckarau, Waldhof, Spogg Sandhofen, Vſ Tun Feudenheim und die TSch Plankſtadt, während nachſtehende ſechs Ver⸗ eine die Südgruppe bilden: Freiburger FC, FT⸗Sc Frei⸗ burg, VfB Mühlburg, 1. Fc Pforzheim, Phönix Karls⸗ ruhe und FV Raſtatt. Für die Vorrunde ſind folgende 2 92 SV V Termine feſtgelegt worden: Nordgruppe: 7. September: fes Neckarau— VfR Mannheim: TS Plankſtadt— S Waldhof. 14. September: VfTun Feudenheim— Uf Mannheim; Spogg Sandhofen— SW Waldhof. 21. September: Vf Tun Feudenheim TS Plankſtadt— Spygg Sandhofen. 5. Oktober: fk Mannheim— SV Sandhofen— VfTuR Feudenheim. 12. Oktober: Spoͤgg Sandhofen— Bf Neckarau— Tech Plankſtadt. 19. Oktober: S Waldhof— Vie Neckarau; TSch Plank⸗ ſtadt— VfTug Feudenheim. — Pf Neckarau; Waldhof; Spogg Bft Mannheim: Südgruppe: „7. September: fc Mühlburg— Freiburger Fc 1. JC Pforzheim— Phönix Karlsruhe; FT Sc Freiburg— FV Raſtatt. 14. September: Phönix Karlsruhe— Freiburger FE— FT⸗Seë Freiburg: F Pforzheim. 21. September: FV Raſtatt— Freiburger FC. 5. Oktober: VfB Mühlburg— Freiburg— 1. FE Pforzheim. 19. Oktober: 1. Fc Pforzheim— burger Fc— Phönix Karlsruhe. VfB Mühlburg; Raſtatt— 1. FC N N TS Freiburg— Vin Mühlburg: Phönix Karlsruhe; 1. Fc Pforzheim— FV Raſtatt: FT SC Vi Mühlburg; Frei⸗ Phönix FV Raſtatt— Freiburger FC; Karlsruhe— FT⸗SC Freiburg. 8 5 5 a Zwiſchen den Erſten und Zweiten einer jeden Gruppe 19. Oktober: wird die Meiſterſchaft entſchieden. In jeder Gruppe ſteigt eine Mannſchaft ab. Vereinsregatta des Kanu-Elub Mannheim Trotz des Krieges hat der Kanu⸗Club Mannheim ſeine traditionelle Klubregatta auf dem Bellenkrappen, die mit 9 Rennen ſehr gut beſetzt war, durchgeführt. Die zahlreichen Zuſchauer waren von den ſich entwickelnden sportlichen Kämpfen ſehr begeiſtert. Damit hat die Veranſtaltung auch gleichzeitig ihren werbenden Zweck erfüllt. Klubmeiſter im Einerkajak wurde der Titelverteidiger Helm. Bruck⸗ bräu, während die Klubmeiſterſchaft im Einerkanadier W. Bogorinſki errang. Wertvolle Preiſe belohnten die Sieger bei der abends ſtattgefundenen Preisverteilung für ihren Einſatz. Nachſtehend die Ergebniſſe: a 5 Einerkajak Altersklaſſe: 1. Breidinger, 2. Krauß, 3. Neidhart. Zweierkajak: 1. Bruckbräu⸗Br u ck. bröu, 2. Bogorinſki⸗Mechler. Einerkajak männliche Jugend: 1. La Fomtain e, 2. Möſſinger, g. Seiwert, 4. Krämer.— Einerkanadier⸗Klubmeiſterſchaft: 1. Bo⸗ gorinſki, 2. Breidinger.— Einerkajak Langſtrecke: 1. H. Bruckbräu, 2. W. Bruckbräu, 3. Bogorinſki.— Zweier⸗Kajak Jugend: 1. La Fontaine⸗Möſſin⸗ ger, 2. Schmidt⸗Dietl.— Einerkajak⸗Frauen: 1. Eiſen⸗ hauer, 2. Schäfer.— Einerkajak⸗Klubmeiſterſchaft: 1. H. Bruckbräu, 2. Bogorinſbt, 3. W. Bruckbräu, 4. Da Fon⸗ taine, 5. Möſſinger.— Einerkajak weibl. Jugend: 1. Kärcher, 2. Licht. Arbeitslehrgang für Vereinsführer Am kommenden Samstag und Sonntag, 6. und 7. Sep⸗ tember, führt der Sportbereich 14 Baden erſtmals einen Arbeits lehrgang für Vereinsführer des NS R durch. Zu dieſem Lehrgang kann jeder der 11 Sportbezirke 3 bis 4 Vereinsführer entſenden, die durch die Sportbezirksführer ausgewählt ſind. Dabei waren, die Geſichtspunkte vorherrſchend, daß die kleinen, die mittleren und die großen Vereine vertreten ſind. Der Arbeitsplan iſt folgender: Samstag, 6.., 17 Uhr: Eröſſnung und Beginn des Lehrgangs im Schloß⸗ kaffee lam Schloßgarten) Schwetzingen; 20 Uhr: Abendeſſen mit anſchließendem kameradſchaftlichem Beſſammenſein im „Schwanen“. Sonntag, 7..,.30 bis 12 Uhr: Fortſetzung des Lehrgangs und Abſchluß; 12 Uhr: Beſichtigung des Ro⸗ koko⸗Theaters Schwetzingen; 13 Uhr: Mittageſſen; 14 Uhr: Spaziergang im Schwetzinger Schloßgarten und Beſichti⸗ gung. Auſchließend Heimreiſe mit den Nachmittagszügen. Die Bereichsführung verfolgt mit dieſem Lehrgang einen doppelten Zweck. Einmal ſoll er die Möglichkeit bie⸗ ten, Ausſprachen mit den Führern der Gemeinſchaften draußen im Lande zu halten, andererſeits ſoll die Beru⸗ fung zu dieſem Lehrgang eine Anerkennung ſein für Ver⸗ einsführer, die ſeit Jahren in vorbibdlicher und muſter⸗ gültiger Arbeit ihre Gemeinſchaft führen. „Epilog“ auch ein Klaſſeflieger Auf der Trabrennbahn Ruhleben gelangte am Sonntag das mit 50 000 Mark ausgeſtattete Matadorem⸗Ren⸗ neu zum Austrag, das wie alljährlich als Stichfah ven:3 über 1609 Meter ausgeſchrieben war und diesmal zie ſechs beſten Pferde aus den deutſchen Ställen im Kampfe ſah. Der Hamburger„Epilog“, deſſen Spezialität bisher zumeiſt lange Rennen waren, bewies mit ſeinem Siege, daß er auch auf kurzen Strecken ein Pferd hoher Klaſſe iſt. Im erſten Stechen wurde er zwar nach einem Sprung zu An⸗ ſang von„Athos“ geſchlagen, dafür holte er ſich aber die beiden nächſten jedesmal im großen Stil gegen„Athos“ bew.„Ludwig Ford“ und wurde ſo Geſamtſieger umd Ma⸗ tador vor„Athoss und„Ludwig Ford“. Im zweiten Ste⸗ chen trabte er ſeine beſte Zeit und brachte dabei den Kilv⸗ meter in 119,2 hinter ſich.„Leo“ kam jedesmal ſchwer in Gang und ſpielte überhaupt keine Rolle. Weitere Kartengrüße. Aus Breslau ſendet freundliche Grüße Kampfrichter L. Ziegler(Mich). Ein weiterer Kartengruß liegt von ihm vor, unterſchrieben von Heinz Mitteldorf, Werner Gensbach, Hauns Helbig, Erich Graß⸗ mann, Kurt Hipp, Erich Gebhard, Walter Gerſtner, Helmut Clapier, mit folgendem Worlaut:„Von den Deutſchen und Internationalen Jugendmeiſterſchaften 1941 in Breslau ſen⸗ den die Mannheimer Teilnehmer freundliche Grüße“. Vielen Dank. Die Geſchichtt mit Genia „Ich weiß nicht.. Umbreit zog ſein Etui heraus und zündete ſich ſehr beöächtig eine Zigarette an,„ob es Ihnen etwas ſagt, wenn ich Ihnen meinen Namen nenne. wenn Sie geſtatten, möchte ich ihn noch einige Minuten verſchweigen.“ „O bitte! Es iſt ſehr egal, ob Sie Meyer oder Schulze heißen Gargon!“ Der Kellner erſchien und nahm für einige Sekun⸗ den ihre Aufmerkamkeit in Anſpruch. Umbreit war es neu, daß eine Dame an ſeinem Tiſch mit einem Kellner verhandelte. Die wenigen Lämpchen zwiſchen den breiten, ſchwarzen Baumkronen gaben ein dämmerig⸗buntes Licht. Das emporgewandte Profil ihm gegenüber ſtand dunkel gegen eine größere Helle. Jenſeits des Zaunes, an einer Ecke, die kaum Platz zu nennen war, war ein Miniatur⸗Rummel aufgebaut: ein paar Büdchen mit flackernden Karbidlampen, ein winziges Karuſſell; die Muſik dröhnte immer dieſelbe luſtig⸗ ſentimentale Weiſe. Genia lehnte ſich in den Stuhl zurück und begann mitzupfeiſen, ohne die Lippen zu ſpitzen. Es klang wie ein wohllautendes Vogelgetriller. Umbreit ſah nur die untere Hälfte ihres Geſichts, faſt farbloſe Lippen, die ſehr helle Laut. Die Augen lagen im Hutſchatten. Der Stuhl kam mit einem Ruck an den Tiſch zu⸗ rück.„Entſchuldigen Sie, ich benehme mich ſchon wieder nicht ladylike. Ich vermute, daß Sie mich nicht gergde als Kunſtpfefferin engagieren wollen. Darf ich den Hut abſetzen? Das gehört ſich zwar nicht, aber ich bekomme ſo leicht Kopfſchmerzen.“ Roman von. Anna Eliſabetf Weirauch Dein Kind wird nicht wund nur fleigig DIALON-PU DBR anwenden. Streudose RM—.72 Beutel zum Nachfüllen RM—.49 Der Hut flog auf einen Stuhl, und Stirn und Augen wurden frei; länglich geſchnittene, helle Augen mit breiten Lidern unter ſehr beweglichen Brauen auf einer gut geformten Stirn. „Warum ſehen Sie mich ſo prüfend an?“ fragte Gena, während die Brauen ſich in der Mitte etwas in die Höhe ſchoben.„Wenn ich zurechtgemacht bin, ſehe ich beſſer aus. Aber ſo bin ich froh, wenn ich nach der Vorſtellung den ekelhaften Kleiſter vom Ge⸗ ſicht herunter habe. Aber vielleicht iſt es Ihnen ja überhaupt ſehr egal, wie ich ausſehe.“ „Das wäre zuviel geſagt“, meinte Umbreit be⸗ dächtig.„Es hat allerdings wenig mit dem zu tun, was ich... Wiſſen Sie, was eigentlich jammer⸗ ſchade iſt?“ „Daß ich irgendeinen Fehler habe. Das kann ich mir ſchon denken. Ich komme nicht in Betracht, was Sie von mir wollen. Ich bin zu groß oder zu klein oder zu dick oder zu dünn. An ſo einer Aeußerlichkeit wird es wohl liegen. Denn etwas anderes wiſſen Sie ja nicht von mir. Nebenbei geſagt, kann ich ja auch gar nicht viel.“ Das klang ebenſo aufrichtig wie geringſchätzig. „Es liegt nicht an einer Aeußerlichkeit. Und was Sie ſonſt für Fehler haben darüber bin ich mir noch nicht ganz klar. Aber was ſehr ſchade iſt. ich habe Sie einmal auf der Straße angeſprochen... vor ge⸗ raumer Zeit. aber Sie waren durchaus unzu⸗ gänglich... wir hätten damals vielleicht einen ſehr angenehmen Abend miteinander verbracht.“ „Müſſen wir heute einen unangenehmen Abend miteinander verbringen?“ Erwachendes Mißtrauen zitterte im Spiel ihrer Brauen. „Ich hoffe nicht. Aber ich muß Ihnen doch ſagen, daß die Angelegenheit, in der ich Sie ſprechen wollte, nichts mit Ihrem Beruf zu tun hat. Sie iſt. wenn auch geſchäftlich.. doch... wie ſoll ich ſagen mehr privater oder familiärer Natur“ „Ach, du lieber Gott“, das klang ehrlich erſchrocken. „Iſt mit meinem alten Herrn wieder etwas los?“ „Ich habe nicht das Vergnügen, Ihren Herrn Vater zu kennen.“ „Das iſt ja noch ein Glück! Alles andere kann nur halb ſo ſchlimm ſein. Ach, da kommt mein Eſſen, endlich!“ Sp unbekümmert ſie ſonſt war, mit den angenehm⸗ ſten Formen zu eſſen, ſchien ihr ſelbſtverſtändlich zu ſein. Nach ein paar Minuten hob ſie den Blick:„Aber bitte, Sie können ruhig reden, während ich eſſe! Es wird mir ja hoffentlich nicht den Appetit verderben.“ „Oh, ich habe Zeit! Es ſtört Sie hoffentlich nicht, wenn ich rauche...“ Er war im Begriff, die Ziga⸗ rette unter den Tiſch fallen zu laſſen. „Aber nein, rauchen Sie doch. Alſo, warum haben Sie mich denn angeſprochen vor geraumer Zeit?“ „Damals? Ach, das hatte mit dem heutigen gar nichts zu tun. das war ſozuſagen.. noch viel Privater Sie ließ die Hände mit dem Beſteck ſinken und ſchüttelte den Kopf.„Der Teufel ſoll mich holen, wenn ich ein Wort davon verſtehe! Möchten Sie mir nicht endlich erklären.“ „Nicht gern. Wenn es nach mir ginge, würde ich den Abend genießen, ohne davon zu reden.“ „Meinetwegen genießen Sie!“ Sie lachte ſpöttiſch. „Ich bin nicht neugierig.“ „Ich bin im Gegenſatz zu Ihnen leider ſehr neu⸗ gierig. Darf ich ein paar Fragen an Sie richten Was iſt eigentlich dieſer Herr Montiero, als deſſen Partnerin Sie bezeichnet werden?“ „Als Menſch? Ein ganz netter Kerl ſoweit.“ „Nein, ich meine, was er tut, auf der Bühne“ „Sie kennen Montiero nicht?“ Die länglichen Augen wurden ganz rund und hell vor Erſtaunen. „Nein, ich kenne ihn nicht.“ „Ja, aber wenn Sie nicht einmal Montiero kennen, was wollen Sie denn von mir?“ „Das verſtehe ich nicht. Sind Sie ſo unlösbar mit dieſem Montiero verbunden?“ „Er iſt doch die Nummer. Ich bin doch nur Reiſen⸗ halter.“ „Springt er durch Reifen?“ Umbreit bemühte ſich vergeblich, Verſtändnis zu heucheln, was zur Folge hatte, daß er wieder ausgelacht wurde. „Nein, natürlich nicht. Das iſt nur eine Redens⸗ art. Er iſt Illuſioniſt.“ „Ach ſo! Und was tun Sie?“ „Ich helfe ihm, die Illuſionen zu erwecken. Sagen Sie, wo kommen Sie eigentlich her?“ „Aus der Provinz“, lächelte Umbreit.„Der Onkel vom Lande.“ Der flüchtige Blick war nicht ohne Wohlwollen. „Hm. Nicht beſonders ländlich und auch nicht ſehr onkelhaft.“ „Wenn Sie wüßten, wie ſehr ich Onkel bin!“ Es war unbegreiflich, aber jede Erinnerung an die un⸗ angenehme Aufgabe reizte Umbreit zum Lachen. „Finden Sie das ſo komiſch?“ „Ich finde es ziemlich komiſch. Jetzt wenigſtens. Und außerdem freue ich mich, weil Ihre Augen⸗ brauen an der richtigen Stelle ſitzen.“ „Daß meine. Unwillkürlich fuhr eine Finger⸗ ſpitze taſtend nach der Stirn. „Ja, ſie ſind in fortwährender Bewegung. Ich habe ſelten ſo ausdrucksvolle Augen geſehen. Nun ſtellen Sie ſich vor, daß Sie mit der nackten Haut zuckten, und darüber auf der glatten Stirn ſäßen zwei unbewegliche gemalte Bogen.“ „Ach, Sie ſind ja verrückt. Das hat mir auch noch keiner geſagt.“ Sie lachte verblüfft. g „So? Das wundert mich. Das können Sie ſich im allgemeinen wahrſcheinlich gut vorſtellen.“ „Ich glaube ſeit zehn Jahren ungefähr.“ 5 „So lange ſind Sie ſchon verrückt.“ Das klang ſehr ernſt. „Vielleicht noch länger. Von Geburt an. Aber da hatte ich es nicht nötig, mich zu verſtellen.“ Sie ſchwieg, dann fragte ſie plötzlich:„Wie alt ſind Sie eigentlich?“ Ihre Augen zogen ſich nachdenklich zu⸗ ſämmen.„Sehr ſchwer zu taxierxen! Zwiſchen drei⸗ ßig und fünfzig... manchmal dreißig, manchmal fünfzig.“ „Stimmt“, lächelte Umbreit. „Verzeihung, das geht mich natürlich nichts an. Sie gehen mich überhaupt nichts an. Sagen Sie mal, wie komme ich eigentlich dazu, mit Ihnen hier zu ſitzen?“ Die Stimme klang tief vor entrüſtetem Staunen. ö „Sie haben mich hergeführt!“ ſagte Umbreit.„Sie haben mich in Ihren Wagen verfrachtet und an dieſen Tiſch geſetzt.“ (Fortſetzung folgt) Ja, das läst man ſich gefallen Eine gute Zahnpaſta wie die 4 Nivea für nur 40 Pfg. die große Tube! Das iſt preiswert und N Selpart it gelpart! 7 15 um die durch Reibbrett und Börste be- 5 schädigte Wäsche qoszubessern? Lieber die Wösche kräftiger einweichen mit der seifesparenden, schmotzlösenden 1 K 5 5 4 5 5 4 i hre große Beliebtheit verdenkt die Eckstein einzig und allein ihrer hohen Qualität. Um diese Qualität bieten zu können, verzichtet 1 a sie àuf eine kostspielige Ausstattung. 1 b 9 1 . 1 8 6 5 5 5 4 U 92 5 1 0 n 17 eee 7 2 55 Offene Stellen Far ein in Mitteldeutſchland Berli P ˖ Zuverfaniger i* 2 An! i erliner Verla 9 1 gelegenes Zweigwerk ſuchen wir tac für den Bertrich 5 Lünen neden Mafal Arheiter 0 Ju in in Mi itſchland U UK K eingeführter Objekte tüchtige roße Berliner Jamillen⸗ lu rierte geſuch. Si8044 N 0 . 1 9 e 15 75 90 9 0 giofen* a 0 g anf geeignete 7 als 1 uni t. 5 Lunnbucphalt ertreter in Jellehereber dune) e i Stellengesuche weisbar ſehr im Nebenberuf. 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N geſucht. Stadt! Zuſchriften unlerſ tun haben, werden von uns die Geſchäftsſtelle d. Bl. 368 bei Vogel, Gutenbergſtr. 11, oder nach] Porzuſtellen von 1618 Uhr. Schaaf, Adr. zu erfr, in St 9025 an die[nicht weiterbefördert ch tel. Vereinb. unk. Nr. 213 14. Stooo7! Waldparkſtraße 36, part., um die Ecke. d. Geſchſt. d. Bl.] Geſchſt. d. Blatt. 5 tn 5———— ut 555 r 5 Preisgeſtaltung für gebrauchte Kraftfahrzeuge F Kfurt N 00* 2 a Der Reichsſtatthalter in der Weſtmark und Chef der 0 ban, 1 ur 1 ot. Gold u. Süber.. 364, 5 Zinflperwaltung in Lothringen— Preisüberwachungsſtelle eutsche ſestwerzinsliche Werte Beutsche Steinzeug 3734 5— teilt mit, daß in letzter Zeit viele Verkäuſer und Kauſer„„ Größere Kursschwankungen Verordnung über den Kapitalverkehr gebrauchter Kraftfahrzeuge wegen Zuwiderhandlung gegen OoEurschE SrasrsANlEiRkd Elektr. Liebt u. Erati- 20200 4 5. 5. 5.. die g. Anordnung zur Regelung der Verbraucherpreiſe und 11 Schatz DR. 88. 193. 1030 Ersingen Unſon 2— Berlin, 4. Sept. Im Reichsgeſetzblatt(Nr. 93, Teil J) verbfſentlicht der Handelsſpannen im Geſchäftsverkehr mit gebrauchten Kraft⸗ 1 13 b a 1870 1015 5 1 e 5 5 2 z 72 ieee 28 g 8 5 5 5 1 1 5 0 9 Ot. Reic 1 2 esfüre 3 8 An Donnnerstag ſetzten die Aktienmärkte uneinheitlich Reichs wirkſchaftsminiſter eine Erſte D 1 ch fü hru n ſahrzeugen angezeigt wurden, jedoch trotz der Inkraftſetzung FrabrAx Linx Grün 15 Bilfinger ein. Zahlenmüßig überwogen Kurseinbußen, da ſich die verordnung zu der Verordnung über den Kapital⸗ hon ab 183. März d. J. ihre. Unkenntnis der darin enr⸗ 59 o„ Harpener Bergbau ü g 9 f erkehr. 3„ 1% Heidelberg 20 161.2 101.2 1 7 5 Neigung zu Gewinnmitnahmen verſtärkt hat. Das Ge⸗ verkehr vom 12. Juni 1041. Danach iſt die in g 1 der Ber- haltenen Preisvorſchriſten einwendeten. Die Vorſchriſten. ii Mannheim 26 101% 104% 8. ie ſchäft berpegbe ſich in engen Grenzen, ſo daß geringe Kauf⸗ ordnung vergeſcreler anden icht erforderlich, gegen die beſonders verſtoßen würden, beſagten u. a. 4 Plorebeim u id dete toten P ie orders bereits beächtliche Kursſteigerungen auslöſten, an⸗ 8 das Geſellſchaſtskapitol der zu gründenden Geſellſchaft Bei Verkauf eines gebrauchten Kraftfahrzeuges durch ,. PEANDBRIETEE Kalker Brauerei„ u⸗ dererſeits aber auch kleine Abgaben ſchon Kursverluste zur 2J7JJ))))))))))))))VVh)0CCC000. der einen Verbraucher darf der Kaufpreis dan Schätzwert nich! 18 ber Gb, 10 5 10.6 e i⸗ Folge hatten. Betrag, um den das Geſellſchaftskapital erhöht werden ſoll, überſteigen. Das ſetzt voraus, daß der Wagen zuvor urch c en died aa 8 15 0 N 30 al Am Montanmarkt wurden Mannesmann um 16, Höſch 8 bis zu dem Genußrechte ausgegeben werden ſoll, eine zugelaſſene Schätzungsſtelle bewertet iſt. Ueber die E una. 035 103,5 Lud wiushaf. Akt Br. und Köder iin je 1 und Rhelnſtahl um 2 5. 8. 8 500 000 1 nicht erreicht. Ferner iſt die Genehmigung nicht Schätzung wird eine Urkunde ausgeſtellt, die nach einem 20 0 Hr Bonk e Walrm. bewertet. Ber. Stahlwerke büßten 0,50 v. H. ein. Von Ferne wenn die Leiſtungen auf die auszugebenden Monat ſhre Gültigkeit verltert. Der Verkäufer muß.e 2 F n 2 ft. Braunkohlenwerten gewannen Dt. Erdöl 1 u. Ilſe⸗Genuß⸗ 5 F Genußrechte oder dem Käufer aushändigen. Verbraucher iſt, wer nicht ge⸗ nh kepe Bank 4 n Rhein Elektr. Mannh, 4% 156.5 125 scheine 3 v.., während Rheinbraun 1/30 v. H. verloren. 17 155 5 8 te unh keßtich in Seen beſtehen, es werbsmäßig mit Kraftfahrzeugen handelt. Die Vertrags- bus rRE ORIGA TIN 9 Elektr. 2077 188.0 55 Auch Kal iaktien lagen nicht einheitlich. Die Veränderungen 555 denn, aß 7 Sacheinlagen in Wertpapieren oder Jor⸗ parteien dürſen aber auch beim Kaufabſchluß einen andern„ bahnler-Weng 27 103.7 146. dee 275.0 m gingen jedoch nicht über 1 v. H. hinaus. Chemiſche Papiere Wee erfolgen. Auch dann, wenn die Kapitalerhöhung Zeitpunkt für die Feſtſtellung des Schätzwertes vereinbaren 8 1 Baß 80 10 4„ Salzwerk Heilbronn 2. eröffneten ruhig, wobei Farben um 0,5 und Rütgers um im Wege der Kapitalberichtigung auf Grund der Diol⸗ Die Abſchätzung muß hierbel vor dem feſtgeſetzten Zeit; 1 46 8 g e hee eech, 1090 5 125 v. H. niebriger einſetzten. Die in den del e erfolgt, iſt die Genehmigung nicht punkt erfolgen. Die getroffenen Vereinbarungen ſind is er Staulwerke, lg 1032 eee 50 20 5 bevorzugten Elektroaktien hatten kaum Veränderungen e und ſchlleßlich entfällt ſie für Geſellſchaften, die chr ist lüch ſeſtzulegen; mündliche Vereinbarungen 40 Farb. RN-Anl 1 leb, s„Süddeutsche Zucker 366,0 8850 aufeuweiſen. Siemens, Geffürel und Dt. Atlanten wurden auf Grund des Geſetzes über die Gemeinnützigkeit im Woh. ſchittzen nicht vor Straſe. Ueber jeden An⸗ und Verkauf AKTIEN ellstolt Waldhof 26% 269,0 unverändert notiert. Stemens⸗Vorzüge und Lahmeyer ge⸗ nungsweſen als gemeiunſtzige Wohnungsunternehmen an eines gebrauchten Kraftwagens iſt binnen einer Woche Ada Ada, Schuhfabrik 183,0 198. BANK EN wannen je 0,50 und Aecumulatoren 2,50 v. H. Ach gaben erkannt ſind. noch Kaufabſchluß Meldung auf(durch die Schätzungsſtelle N Klever 148.8 128.0 Badische Bank,„ 190 leg 5 1. 0 abgegebenem) Formblatt zu erſtatten, die Meldung von,„ ee u Bank 1450 Von Verſorgungswerlen lamen Rheag um 1,50 v. H. Aktien im Beſitz von Ausländern Käufer und Verkäufer zu unterzeichnen und vom an; ae eee 2410 e 5 höher, EW Schleſien um 1 und Schleſ. Gas unt f.. 52 5 5B„„ ſer dem Reichskommiſſar für die Preishiloung iu Berlin 58 79 5 8440„„ Heutsche Nele hsbanb 1 niedriger zur Notiz. Kabel⸗ und Draht⸗, Mekall⸗ und Bau⸗ Wie das Reichswirtſchaftsminiſterium bekanntgibt, zu ſenden. Für Sonderfälle beſtehen noch beſondere Vor. groen N ce 167 dee ge Beh 8 werte ſowie Textilaktien veränderten ſich, ſoweit notiert, unterliegt die Herauſſtempelung der Aktien einer chtiſten. Käuſer und Verkäufer verſchaſſen ſich vor Kauf“ done Henn 27 0 Rluid ka Bunt 3260 8 — nur unbedeutend. Am Autvaktlen markt ſtellten ſich BM nländiſchen Aktiengeſellſchaft gemäß 8 12 der Ver: vertragsabſchluß genaue Keuntnis über die Vorſchriſten G e h auf 821 gegen 311, was unter Berückſichtigung des Abſchla⸗ ordnung zur Begrenzung von Gewinnausſchüttun⸗ bel: Landräten, ſtaatl. Polizeſ, Oberbürgermeiſtern. eulen FEras!— wa chende 1 den 3 5 e 7 15 5. gen(Dividendenabgabe verordnung] vom 12. 6. 1941— 75 5 Atte h heine Borig 1 5. 85 0 auch 5„einen deviſenrechtlichen Beſchränkungen;* Großmarkthalle Handſchuhsheſm. Birnen 2025, Aepſel Waſſerſtaudsbeobachtungen im Monat September 5 über zogen Demag um 9 v. ö. an. Zellſtoffwerſe neigten enn die Aktien einem Ausländer gehören. Durch ö. 25, Bühler Frühzwetſchen 20, Zwetſchen olu. Sorten f Aa * zur Schwäche, ſo Aſchafſenburger um 0ù und Waldhof um die eraufſtembelung Wird nicht im Sinne von e done Kopfſalat 4, Rettich 8 40, Kohlrabi 47, Buſch. Waclabenel.„ bci. 1,50 v. H. Von Brauereiaktien lamen Dortmunder Unien ler Veviſennerdrenung über die Aktien verfügt, viel- bohnen 12. 14, Erbſen 14. Tomgten 14, 10, Wirſing 5, Weiß Wallelde 07 N um 9 b. H. höher, Schultheiß hingegen um ie v. H. niedriger mehr wird lediglich der Nennwert der Aktien neu kraut 4, 5, Rotkraut 6, Schlangen⸗ und Kaſtengurken 122 vetssch 50.6 . 8 1 8 72 5 5 1 K 85 9„ 2 Nölo au. Zu exwähnen ſind noch Allg. Lykal⸗ und Kraft mit dee, ohne daß die Rechte des Ausländers aus Spinat 13, Endivienſolat 7, Stangenbohnen 1618, Stan⸗ aal Neckarpegel minus 3 und Conti⸗Gummi mit plus 4 v.— den Aktien verändert werden. genbohnen gelb 18. Karan 00 Mennheis.01405 14 2 2 a 7 Leistung——— Erfolg 8 Sympathie, fühlen, Wie hach und nach sich alles in Ihnen er neuf, belebt, das ist Mervensdche. Wehr denn je im Tempo von heote zu neuem Schaffen, zu neuer Freude. bedürfen die Nerven der Pflege. Verlüngen und verdoppeln Zustände, dle so plagten: Zerstreutheſt, Unlust, Gereiztheſt, Schlaf. Sie daher die Leistungsfähigkeit ſhrer Nerven, nehmen Sie ſosſgkelt,— bald sind sie alle verscheucht und machen einer ruhigen BiOciriN Ausgegllehenhelt Platz. Wir bitten aber, auf BIO CIT IN zu be- stehen, das nor in Original- Packungen z0 100 9 Preis RM.20 5„ 50 erfolgreiche Nerven nahrung nach dem in poverform und zu 50 ond 100 Tableſſen Preis A.70 1 erfahren von Profeszer Or, Haber mang, sSſe werden sebst bezw. M.20 in Apotheken und Orogerlen erhälſtſſeh ist. Verkäufe[Vermietungen l/ * Heute letzter Tag! Woche 2 E 1 IA ERS TR 13 Heute— Dunkelbl. 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