ttem die zu de- hoben technen, och An⸗ men. Elek⸗ Stufe 1, ienstag hr ſtatt. . Dieſe en in nahme 8 tſchrei⸗ ehmen⸗ Routahg, arktzeit 30 bis infahrt ut um rd be⸗ age ab Diens⸗ mstag 0 Erſcheink wöchentl. 7mal. Bezugsprelſe: in unf Seſchäftsſt. abgeh. 1 70., dch. d. Ronlag. 25. Uovember 1940 rei Haus monatl..70 M. u. 80 Pf. Trägert. oſt.00 M. ohne glluſtr.,.30 M. mit Jlluſtr einſchl. Poſtbef.⸗Geb. zuzügl. 42 Pf. Beſtellg. Abholſt.: Waldhofſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44. Meerfeldſtr. 13, Neßiſch 1 erſtr. 1, FeHauptſtr. 55, WOppauer Str. 8. seFreiburger Str. 1. Abbeſtell. müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgenden Monat erfolgen. Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Milltmeterzeile 12 Pfg. 79mm Jdreite Textmilltmeter⸗ 9 zeile 66 Pfg. Für Familien⸗ und Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe 115 iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Nr. 12 einerlei Nachlaß gewährt Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben an beſtimmten Plätzen u. für fernmündlich erteilte Aufträge. SGerichtsſtand Mannheim. Allgemein Bei gwangsvergleichen od Konkurſen wird Verlag, Schriftleitung und Hauptgeſchäftsſtelle R 1, 48. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 249 51 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90— Drahtanſchrift: Nemazelt Mannheim Gipfelpunkt englischer Li 151. Jahrgang— Nummer 326 genkakkilk! „Tauſende von Brandbomben zwischen Anhalter und Polsdamer Bahnhof“ Churchillſche Fieber⸗Phantaſien Die Auslandspreſſe überzeugt ſich von der Wahrheit der„Angriffe auf Berlin“ [Funkmeldung der NM.) ö + Berl in, 25. November. Die Berliner wiſſen, daß am Samstagabend für kurze Zeit in der Reichshauptſtadt Fliegeralarm gegeben wurde. Sie ſowie die vielen Ausländer und die Angehörigen der diplomatiſchen Vertretungen ſremder Mächte wiſſen aber auch, daß während des kurzen Alarms nicht ein einziger Schuß über dem großen Gebiet der Reichshauptſtadt fiel, daß nicht ein Schein⸗ werfer aufflammte, daß an keiner Stelle auch nur das geringſte Motorengeräuſch zu hören war. Ganz genau im Bilde iſt natürlich wieder Reuter. Dieſes Büro gibt eine Meldung des Nachrichten⸗ dienſtes des engliſchen Luftfahrtminiſteriums wieder, nach der in der Reichshauptſtadt der Bahnhof Putlitz⸗ Straße und der Lehrter Güterbahnhof bombardiert wurden. Es ſeien zehn ſehr große Brände verur⸗ ſacht worden. Ein Feuer habe ſo heftig gebrannt, daß das Innere der engliſchen Maſchinen davon er⸗ hellt worden ſei(), obgleich ſie ſehr hoch flogen.„Im Innern unſerer Maſchine war es ſo hell, als ob wir das elektriſche Licht angedreht hätten,“ heißt es wörtlich nach den Ausſagen des Pfloten. Ungefähr zur gleichen Zeit wurden— alles frei nach Reuter — tauſend Brandbomben auf die Waren⸗ lager zwiſchen dem Potsdamer und An⸗ halter Bahnhof abgeworfen. Die Bomben hät⸗ en Brände verurſacht, es hätten ſich mehrere Ex⸗ ploſionen ereignet. Nach dem Abwverfen von Brand⸗ bomben ſeien Sprengbomben abgeworfen worden, wobei ein Pilot einen direkten Volltreffer auf den Potsdamer Bahnhof erzielte.. Soweit Reuter und der engliſche Rundfunk. Dieſe Lügen ſind, wie wir wiſſen, etwas Alltägliches. Deutſchland iſt aber nicht gewillt, dieſe Fieberphan⸗ taſten des Kriegsverbrechers Churchill einfach hin⸗ zunehmen. Deshalb ſah ſich der Reichspreſſechef Dr. Dietrich in Gemeinſchaft mit dem enaſten Mit⸗ arbeiter des Reichsmarſchalls Hermann Göring, Ge⸗ neralleutnant Bodenſchatz, veranlaßt, die Mlilitär⸗ und Luftattachés der in Berlin akkreditierten Mächte ſowie die in⸗ und ausländiſche Preſſe an die„Stät⸗ ten der Verwüſtung“ zu führen. Der Reichspreſſechef erläutert in einigen einleitenden Worten, dieſe Lügenmeldung ſtelle keinen Einzelfall dar, ſondern ſie ſei eine von Hunderten. Da aber mit dieſer ſyſtematiſchen Verlogenheit in vielen Ländern Politik gemacht werde, halte anan es für ge⸗ boten, aller Welt zu zeigen, was man von der eng⸗ liſchen Wahrheitsliebe zu halten habe. Generalleutnant Bodenſchatz, der im Welt⸗ kriege in der Richthofen⸗Staffel als Jagdflieger kämpfte. betonte man habe damals mit Hochachtung mit dem engliſchen Gegner die Klinge gekreuzt. Er bedauere. daß angeſichts dieſer unwürdigen Lügen den engliſchen Fliegern dieſe Hochachtung nicht mehr gezollt werden könne. 3 Unter Führung von Reichspreſſechef Dr. Diet⸗ rich und Generalleutnant Bodenſchatz und in An⸗ weſenheit von Miniſterialdirigent Fritzſche und Miniſterialdirigent Prof. Böhmer beſichtigten die Militär⸗ und Luftattaché's von Japan, ÜUdSSq, USA, Spanien, Schweden, Rumänien, Ungarn, Finnland, Schweiz, Bulgarien, Jugoflawien und und Bolivien ſowie die Vertreter der in⸗ und ausländiſchen Preſſe die in den engliſchen Lügen⸗ meldungen angegebenen Bahnhöfe und Bahn⸗ aulagen. Nirgends war auch nur eine Spur zu ſehen, die darauf hindeutete, daß in dem großen Reuterſchen Lügengeſpinſt auch nur ein Fünk⸗ chen Wahrheit iſt. Alle Bahnhöfe befanden ſich in normalem Betriebszuſtaud, fahrplanmäßi wickelte ſich der Orts⸗ und Fernverkehr ab, au den Rangiergleiſen der Güterbahuhöfe waren die Arbeiter mit dem Eutladen beſchäftigt. Es war ein vollkommen normaler Betrieb, wie wir 55 von jeher auf den Berliner Bahnhöfen ennen. Kriegsschiff in neberſer versenkt 95000 BR Angeheure Brände in Southampton (Funkmeldung der NM zZ.) + Berlin, 25. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Eines der in überſeeiſchen Gewäſſern operie⸗ renden Kriegsſchiffe meldet als Geſamt⸗ ergebnis ſeiner bisherigen Tätigkeit die Ver⸗ ſenkung von 95 000 BR feindlichen Handels⸗ ſchiffsraumes. 5 a r waffe gegen London dauerten auch in der Nacht vom 23. zum 24. November an. Batterſea, Southwark und andere Stadtviertel waren Ziele erfolgreicher Bombenwürfe. Zahlreiche deutſche Kampfgeſchwader belegten außerdem, wie bereits gemeldet, in pauſenloſen Angriffen Southampton mit Bomben aller Kaliber. In Hafen⸗ und Induſtrieanlagen brachen un⸗ gehen re Brände aus, die bis nach Frank⸗ reich hinein ſichtbar waren. Auch verſchiedene kriegs wichtige Ziele an der Weſt⸗ und Südküſte Englands wurden erfolgreich bombardiert. Das Verminen der britiſchen Küſte nahm ſeinen Fortgang. als Folge unſeres Bombardements Am Tage griffen deutſche Flugzeuge im Verlauf bewaffneter Aufklärung London und einige Orte an der Kanalküſte mit Bomben an. In der Nacht zum 25. November warfen britiſche Flugzeuge in Norddeutſchland einige Bomben, ohne nennenswerte Wirkung zu erzielen. Die Meldung des britiſchen Informations⸗ miniſteriums, daß in der Nacht zum 24. Novem⸗ ber britiſche Flugzeuge in Berlin Bahnhöfe mit Bomben belegt haben, iſt falſch. Kein ein⸗ iges feindliches Flugzeug hat in dieſer Nacht erlin überflogen. Ein britiſches Flugzeug wurde kampf abgeſchoſſen, drei deutſche werden vermißt. Großangriff auf Briſtol (Funkmeldung der N Mz.) + Berlin, 25. November. Wie ſoeben bekannt wird, wurde nach Coventry, Birmingham und Southampton in der Nacht zum 25. November Briſtol durch ſtarke deutſche Kampffliegerverbände angegriffen. im Luft⸗ Flugzeuge Nach Coventry und Birmingham nun Couthamplon 1 So wird ſyſtemaliſch die Wehr⸗ und Widerſtandskraft der britiſchen Inſel zerſchlagen (Funkmeldung der N M.) + Berlin, W. November. Ueber die Wirkung des deutſchen Angriffes auf Southampton in der N zum Sonntag liegen nun auch amerikaniſche Berichte vor Uni⸗ ted Preß ſpricht von einem ſtarken Angriff auf „eine ungenannte Stadt an der Südoſtküſte Eng⸗ lands“. Der Sachſchaden ſei groß und man be⸗ fürchte, daß es viele Opfer gegeben habe. Meh⸗ rere Stunden laug hätten die deutſchen Flug⸗ zeuge die Stadt überflogen und eine Ans Zahl Brand⸗ und Spreugbomben abgeworfen. Im Zuſammenhang damit ſtellt die amerikaniſche Agentur feſt, daß die Abwehr ſolcher Nachtangriffe noch ein ungelöſtes Problem darſtelle. Seit Coventry und Birmingham herrſche in dieſer Be⸗ ziehung viel weniger„wunſchvoller Optimismus“. Die engliſche Preſſe, die ſich noch vor kurzem in ge⸗ eimnisvollen Andeutungen über„neue Waffen“ und dergleichen erging, ſehe ſich jetzt vor der Aufgabe, ihre Leſer„taktvoll“ von dem Eindruck zu befreien, daß eine Löſung des Problems der Nachtangriffe nahe beworſtehe. Ehurchill ſucht unterdeſſen nach einer Mög⸗ lichkeit, ſeinen durch Illuſtonen benebelten Englän⸗ dern die Vernichtung der wichtigſten Rüſtungszentren zu„erklären“. Die Deutſchen würfen ihre Bomben aus„phantaſtiſchen Höhen“ ab, läßt er Reuter be⸗ aupten. Im übrigen aber hat Churchill jetzt alle Hände voll zu tun, die Trümmerhaufen ſeiner Rüſtungs⸗ fabriken wegräumen zu laſſen. eiated Preß meldet, ſogar alle gelernten und ange⸗ lernten Arbeiter, die für die Wiederherſtellung der bei den Luftangriffen zerſtörten Waſſer⸗„ Gas⸗ und Elektrizitätsanlagen in London und den Midlands⸗ ſtädten dringend benötigt werden, ſofort aus dem Heeresdienſt entlaſſn. 8 11 Stunden Bomben auf Coveniry (Funkmeldung der NM.) Stockholm, 25. Nov. Die Stockholmer Morgenpreſſe bringt am Mon⸗ tagmorgen ſpaltenlange Londoner Eigenberichte Er muß, wie Aſſo⸗ ihrer Korreſpondenten über die nahezu reſtloſe Zer⸗ ſtörung des einſtigen Coventry durch den vernichten⸗ den Arm der deutſchen Luftwaffe. Wie der Londoner Berichterſtatter von„Stock⸗ holms Tidningen“ im Gegenſatz zu den britiſchen Verlautbarungen heute morgen melden kann, iſt die Gas⸗, Licht⸗ und Waſſerverſorgung Coventrys völ⸗ lia außer Funktion geſetzt. Das Blatt ſchreibt, die erſten Bomben riſſen das ganze Waſſer⸗ ſyſtem auf. Die Feuersbrünſte konnten nicht ge⸗ löſcht werden, die Schläuche, die in den Kanal gelegt wurden, wurden vom Schlamm verſtopft. Ohne Unterbrechung fielen die Bomben elf N lang auf dieſes ſehr begreuzte Stadt⸗ gebiet. Die Feuersbrünſte waren eine Richtſchnur, ſo daß die Flieger niemals umherkreiſen mußten, um das Ziel zu ſuchen. Dieſe Feuersbrünſte und die fehlende Waſſerverſorgung wurden Coventrys Kataſtrophe. Die Gaszufuhr iſt ſo ſchwer beſchädigt, daß ihre Repa⸗ ratur drei Monate in Anſpruch nehmen dürfte. Die Waſſerleitungen ſind unterbrochen und werden vom Kanalwaſſer verunreinigt. Außerdem gibt es große Ueberſchwemmungen. Aus dem Eigenbericht von„Stockholms Tid⸗ ningen“ geht ebenfalls hervor, daß das Elektrizitäts⸗ werk ſchwer beſchädigt worden iſt. Weiter meldet „Stockholms Tidningen“, daß große Lautſprecher⸗ anlagen in der Ruinenſtadt umherfahren und Neues über Transportmöglichkeiten, über Arbeit und Lohn⸗ zahlungen melden. „Einzelne Häuſer“, ſo ſchreibt„Stockholms Tid⸗ ningen“ ſtehen noch oder beſſer geſagt Reſte von ein⸗ zelnen Häuſern, die noch brauchbar ſind. Von knapp 70 000 Häuſern der Stadt ſind 20 9000 entweder völlig zerſplittert oder ſo beſchädigt, daß ſie bis auf weiteres völlig unbrauchbar ſind. Eine Woche nach der Kataſtrophe ſah man noch den Rauch glühender Feuersbrünſte unter den Ruinen“. Nach„Svenska Dagbladet“ ſteht innerhalb eines großen Stadtviertels heute nur noch hie und da ein Haus, das einigermaßen unbeſchädigt davongekom⸗ men iſt, während alle anderen dem Erdboden gleich⸗ gemacht ſind. Ganze Stadtviertel ſind nichts anderes mehr als Haufen zerſchlagener Backſteine und verbogener Eiſenſchrott, ſchreibt„Dagens Nyheter“, Coventry als Zentrum eines Menſchenlebens iſt vielleicht für eine Generation im voraus vernichtet. An anderer Stelle ſchreibht„Dagens Nyheter“, Fordkarren und Luxuswagen ſtehen überall auf den Straßen und ſind, wo ſie ſtanden, von der Hitze der F rund herum geſchmolzen wor⸗ en. Aerztemangel in London EP. Stockholm, 25. November. In London herrſcht nach den Andeutungen des britiſchen Nachrichtendienſtes zu urteilen, ein Aerzte⸗ mangel. So verbreitete dieſer engliſche Dienſt am Samstagabend in ſeinem für England beſtimmten Programm einen Aufruf an alle Kranken und Ge⸗ brechlichen, ſich in Zukunft nicht mehr in den Nacht⸗ ſtunden an Aerzte zu wenden, da die deutſchen Luft⸗ angriffe die Inanſpruchnahme aller zur Verfügung ſtehenden Aerzte und Krankenſchweſtern erforderten. Die Patienten müßten ſich nach Möglichkeit in den frühen Morgenſtunden mit den Aerzten in Verbin⸗ dung ſetzen, um eine Beſuchszeit zu vereinbaren. Zum Aerztemangel in der britiſchen Hauptſtadt trü⸗ gen auch die letzten deutſchen Luftangriffe in den Mid⸗ lands bei, da viele Aerzte auf das Land ah⸗ kommandiert worden ſeien. Schweden greift durch Schwediſche Zeitungen wegen gehäſſiger Augriſſe auf Deutſchland beſchlagnahmt EP. Stockholm, 24. Nov. Auf königlichen Staatsbeſchluß ſind die ſchwedi⸗ ſchen Zeitungen„Göteborgs Morgenpoſten“ und „Arbeiterpoſten“, die beide in Göteborg erſcheinen, beſchlagnahmt worden. Beide Zeitungen enthielten redaktionelle Kommentare, die ſich mit Deutſchland und Italien in gehäſſiger Weiſe befaßten. Neuer britiſcher Botſchafter in Liſſabon. Der frühere engliſche Botſchafter in Paris, Sir Ronald Hugh Campbell, wurde zum Botſchafter in Liſſabon ernannt. 0 Der Südoſten und der Dreierpakt * Mannheim, 28. November. Deutſchlands„diplomatiſche Blitzoffenſive“, von England mit Witzeleien bedacht, hinter denen die Angſt deutlich zu merken iſt, geht mit der Raſchheit und Promptheit vorwärts, die alle deutſchen Aktionen, ſei es militäriſcher, ſei es politiſcher Art, auszeichnet. Die Organiſierung und Konſolidterung des europäiſchen Kontinents unter deutſcher Führung nimmt immer feſtere, immer klarere, immer zweck⸗ bewußtere Geſtalt an. Auf dem Fundament dieſer Neuordnung, dem Dreierpakt, wird das neue Ge⸗ bäude immer weiter in die Höhe geführt und ſchon iſt es klar in ſeinen Umriſſen und in der Großartig⸗ keit ſeines endgültigen Ausbaues zu erkennen. Ein breiter Raum Europas iſt in der letzten Woche unter dieſer Neuordnung zuſammengefaßt worden: Ungarn, Rumänien, die Slowakei haben ſich dem Dreierpakt angeſchloſſen. Die ent⸗ ſcheidende Bedeutung dieſer Beſchlüſſe macht ein Blick auf die Karte klar. Mit dem Anſchluß dieſer Staaten an den Dreierpakt, der ja kein akademiſcher Freundſchaftspakt, ſondern ein ſehr konkretes poli⸗ tiſches Bündnis mit dem präſumptiven Charakter einer Militärallianz iſt, iſt eine geſchloſſene Front vom Atlantiſchen Ozean bis zu m Schwarzen Meer entſtanden; iſt eine breite Straße des Friedens in den unfriedlichſten Teil dieſes europäiſchen Kontinents, in den Süd⸗ oſten. geſchaffen worden. Auf dieſer Straße wird der Geiſt der neuen europäiſchen Orönung marſchie⸗ ren und er wird ſich gerade dort ſtabiliſteren, wo der traditionelle Unruheherd Europas lag und wo auch heute wieder England ſeine letzte Hoffnung auf eine Erſchütterung des geſamten europäiſchen Friedens⸗ gefüges aufgebaut hat. Und der Geiſt dieſer neuen Ordnung wird getragen ſein von deutſchem Geiſt und deutſchem Weſen, das ſich damit als ein„rocher de bronce“ gerade dort bewährt, wo die Einfliſſe der mannigfaltigſten Art es auch um den Preis blutiger Kriege fernzuhalten ſuchten. Wenn England über ſolche Perſpektiven lacht, ſo mag es lachen; wir wiſſen genau, daß ſein Lachen nur die Grimaſſe der Angſt, der Wut und der Ent⸗ täuſchung iſt: denn dort unten iſt ihm jetzt eine der wichtigſten Stützen ſeiner Pläne weggebrochen. Es gab einmal eine Zeit, in der England gerne davon ſprach, daß Belgien in der Hand Deutſchlands eine Piſtole gegen Englands Bruſt wäre. Es wird den Spruch abwandeln müſſen: der Balkan, von Deutſch⸗ land befriedet und organiſtert, iſt die Piſtole, die ſich gegen Englands Imperium und gegen Englands uſurpatoriſche Stellung in Kleinaſten richtet. Die Erfaſſung der wichtigſten Sudoſt⸗Stag⸗ ten vom Dreierpakt iſt gleichzeitig aber auch eine unüberwindliche Schranke gegen alle Verſuche Eng⸗ lands, von dort aus nochmals Unfrieden in das neue Europa hineinzutragen. Mit Frankreich war das erſte Tor für die engliſchen Unruheſtifter geſchloſſen worden, mit dem Freundſchaftsabkommen mit Mos⸗ kau und dem Beſuche Molotows das zweite, auf dem Balkan wird ihnen jetzt das dritte verriegelt: Eu⸗ ropa beginnt jetzt rings um ſich die Wälle aufzuwer⸗ fen, die ſein Gebiet und ſeinen Geiſt, ſein Recht und ſeine Macht gleichermaßen vor England ſchützen. Es beginnt ſich dort am erſten auf ſich ſelbſt zu beſinnen, wo bisher unter engliſchem Einfluß europäiſche Selbſtbeſinnung am wenigſten zu Haufe war. Dieſe Einordnung der drei Sttdoſtſtaaten in die neue europäiſche Gemeinſchaftsidee iſt grundſätzlich umſo bedeutſamer, als ſie ein Beweis dafür iſt, wie dieſe Gemeinſchaftsordnung und Gemeinſchaftsver⸗ pflichtung auch nationale Gegenſätzlich⸗ keiten zu überwachſen beginnen. Zwiſchen allen drei Staaten beſtehen lebhafte nationale Gegen⸗ ſätze, die noch vor gar nicht ſo langer Zeit ernſthaften Charakter anzunehmen drohten. Alle drei Staaten ſtellen ſehr ausgeprägte völkiſche Individualismen dar, denen die ſcharfe Abgrenzung ihres völkiſchen Eigenſeins und Eigenrechts voneinander als ſelbſt⸗ verſtändliche und ſtreng geübte Pflicht nationalen Lebens erſcheint. Umſo höher iſt es zu bewerten, daß dieſe Gegenſätze im kleinen ſie nicht verhinder⸗ ten, ſich zur Gemeinſchaft im großen zu bekennen: ein ſchöner und überzeugender Beweis nicht nur dafür, wie das europäiſche Gemeinſchaftsbewußtſein all⸗ mählich zur europäiſchen Gemeinſchaftsverantwor⸗ tung wird, ſondern vor allem auch dafür, wie der ord⸗ nende Sinn einer ſtarken und entſchloſſenen Macht der Ordnung gleichſam ein ſtarker Magnet iſt, der auch im einzelnen untereinander widerſtrebende Teile zur großen Gemeinſchaft im Ganzen heran⸗ zuziehen vermag. Im übrigen ſind wir, wenn es den Engländern Freude macht, durchaus bereit, ihnen ihr Argument abzunehmen, daß es ſich bei dem Anſchluß Ungarns, Rumäniens und der Slowakei zum Dreterpakt um hen Anſchluß öreier Staaten handelt, die bisher ohne⸗ hin im Lager der Achſenmächte geſtanden haben. Na⸗ türlich ſtanden ſie! Aber das iſt es ge⸗ abe, worauf es ankommt! Der Dreierpakt iſt ja nicht ein Anfang, er iſt eine Krönung der Freundſchaft. Er iſt die feſte politiſche Form, die unlösbare Verzimmerung, die hiſtoriſche Lebendig⸗ zerdung, wenn man will, einer Freundſchaft, die bisher in der Form der wohlwollenden Neutralität mehr oder weniger unbeſtimmt und ungeordnet im Strome der politiſchen Entwicklung trieb und die nunmehr ihre feſte Einorönung und Bindung in ein geſchloſſenes politiſches Syſtem erhält. Die Eng⸗ ind haben ſich reichlich Mühe gegeben, erſtens dieſe Freundſchaft überhaupt, und zweitens dieſe diplomatiſche Formung und Faſſung dieſer Freund⸗ ſchaft zu verhindern. Sie haben doch gerade im Süd⸗ oſten alle Minen ſpringen laſſen. Sie haben doch gerade Rumänien zum Aufmarſchgebiet all ihrer otage⸗ und Agreſſionspläne gegen das Groß⸗ ſche Reich gemacht; ſie haben nie aufgehört, in Ungarn zu wühlen und dort für ihre Abſichten und Ideen zu werben; ſie haben auch in der Slowakei ihre Agenten gehabt, immer in der Hoffnung, es könnte ſelbſt auf dieſem verlorenen Außenpoſten der engliſchen Diplomatie für die engliſchen Hoffnungen und Intereſſen noch etwas zu retten geben. Die Straße des Friedens, die wir mit dem Dreierpakt und dem Anſchluß dieſer drei Staaten an ihn nach dem Südoſten gezogen haben, ſollte fla ganz genau die Straße des Krieges werden, auf der England den Krieg in den Rücken Deutſch⸗ lands tragen wollte. Daß ihm das nicht gelungen iſt und daß ihm das nie mehr gelingen wird, darin liegt ja gerade die hiſtoriſche Bedeutung der neuen Epweiterung dieſes Paktes. Wie endgültig dieſes engliſche Spiel aber jetzt verloren iſt, davon legen die Erklärungen der drei Staaten zu ihrem Schritt einen überzeugenden Be⸗ weis ab. In allen drei Erklärungen wird das Be⸗ kenntnis zum neuen Europa gleichzeittig verknüpft mit einer Abſage an England. Alle drei Staaten nehmen nicht nur die deutſche Führung Europas, ſondern auch das Ziel der deutſchen Führung als das eigene an. Alle drei Staaten erklären ſich mit dem Schickſal dieſes neuen Guropas„bis zum letzten Einſatz der Geſamtheit ihrer Kräfte“, wie es in der rumäniſchen Erklärung heißt, ſolidariſch. Das iſt die Front, die England nicht mehr zu Töſen vermag; das iſt der Geiſt eurppäiſchen Gemein⸗ ſchaftsbewußtſeins, der über den Geiſt außereuro⸗ päiſchen Eu ropaverrats ſiegen wird; das iſt ſchließ⸗ lich auch die Kraft, an der die Macht eines Im⸗ pertums über Europa, das weder ſeine Wurzeln noch ſeine Stützen in Europa hatte, ganz ſicher zer⸗ brechen wird. Dr. A. W. Die Lage (Draßtbericht unſerer Berliner Schriftleitung) — Berlin, 25. November. Der Beitritt der drei Balkanſtaaten zum Freundſchaftspakt iſt für die Welt ein Beweis dafür, daß die Ahgrenzung Europas von allen außer⸗ europäiſchen Mächten und Einflüſſen in ſchnellem Forxtſchreiten begriffen iſt. Die Preſſe aller Länder hebt die ſchlagartige Tätigkeit der deutſchen und italie⸗ niſchen Diplomatie hervor.„Stockholms Dagbladet“ ſchreibt:„In ſchnellem Tempo geht der Luftkrieg gegen England weiter. Nicht minder ſchnell folgen ſich die Unterzeichnungen des Dreimächtepaktes. der das Geſicht Europas grundlegend zu verändern be⸗ ginnt. Der„Züricher Tagesanzeiger“ ſchreibt von der immer klarer ſich ausrichtenden Grenzlinie, die nach dem Willen der Achſenmächte zwiſchen Europa und England ſich zieht Die„Nationaltidende“ in Kopenhagen ſchreibt:„Berlin ſteht im Mittelpunkt des Weltintereſſes. Der Dreierpakt iſt von drei Küdoſtländern unterſchrieben worden. Die Ereig⸗ niſſe in ihrem ſchnellen Lauf ziehen ſich faſt pauſenlos hin und zwingen die Weltöffentlichkeit in ihren Bann.“ In dieſem Zuſammenhang iſt nicht ohne Intereſſe, daß die Londoner Preſſe bis Wochenanfang noch keine Meldung von der Unterzeichnung des Dreimächte⸗ paktes durch die Südoſtſtaaten gebracht hatte. Das Schweigen der Londoner Preſſe wird die zunehmende Honſolidierng des neuen Europas nicht aufhalten. Es pverſchleiert aber die wachſende Unruhe in Eng⸗ land ſchlecht, denn wie die letzten Reden Churchills und Lord Halifax vor dem Parlament beſagten, kann England nichts anderes den diplomatiſch⸗politiſchen Erfolgen der Achſenmächte entgegenſetzen als die üblichen Hoffnungen auf Hilfe von sritten rr In dieſer Illuſion läuft die engliſche Politik ſeit Septewber 1939. Dieſe Illuſtonen finden aber je länger deſto weniger Glauben in den Maſſen der unter den deutſchen Kriegswirkungen ſchwer mit⸗ genommenen engliſchen Bevölkerung. In Rumänien haben nationale Kundgebun⸗ gen ſtattgefunden. In den Zügen marſchierten die Legionärabteilungen überall an der Spitze. Die Be⸗ geiſterung kam beſonders ſtark in zwei großen Bu⸗ kareſter Verſammlungen zum Ausdruck, in denen Mitglieder des Kabinetts Antonesen ſprachen. Die Preſſe bringt Feſtartikel mit Bildern des deutſchen Führers und der leitenden Mäner des Reiches. 4 E Wie„Stockholms Dagbladet“ meldet, hat Chur⸗ chill für Donnerstag eine Sitzung der geſam⸗ ten britiſchen Kriegsſtäbe nach einem unge⸗ nannten Ort einberufen. Zwiſchen London und den meiſten Städten der mittelengliſchen Rüſtungsbe⸗ Mrke iſt jede Telephonverbindung abgeſchnitten. Man glaubt, daß der Kriegsrat in Leeds tagen wird. * Wie„Iriſh Preß“ meldet, wurde für die Cin⸗ reiſe nach Irland die verſchärfte Paßvorſchrift eingeführt. Zur Ausſtellungz der Einreiſepäſſe ſind ur die iriſchen Konſuln im Ausland berechtigt. Die hielen Verhaftungen in den jiriſchen Hafenſtädtenf hängen mit aufgedeckten Sabotageplänen zuſammen. Aus gleichen Gründen wurde auch die militäriſche Abſperrung der Grenze gegen das britiſche Nord⸗ krland angeordnet.„Jriſh Preß“ nennt die Maß⸗ nahmen Irlands Gegenaktionen, damit ſich entſchei⸗ dende Kriegshandlungen nicht auf iriſchem Boden ab⸗ ſpielen können. . Wie die ſpaniſche Zeitung„La Nacion“ aus Lon⸗ don ſich melden läßt, kommt die Vernichtung der Rüſtungsinduſtrie in Conentry und Birming⸗ ham durch die deutſche Luftwaſſßſe in der Tatſache zum Ausdruck, daß die Londoner Börſe die Kurs⸗ notierungen ſämtlicher Aktiengeſellſchaften in Co⸗ nentry und Birmingham geſtrichen hat. Die weitere Folge war ein ſtarker Kursdruck der engliſchen Staatsrenten. 8 Das Genfer„Journal“ meldek:„Nach Mandel wurde vorgeſtern auch Daladier die Anklageſchrift don dem Staatsgerichtshof zugeſtellt. Daladier wird eine Reihe von Straftaten zur Laſt gelegt, darunter Auch verfaſſungswidrige Auslieferung franzöſtſcher Rechte an eine fremde Macht.“ Daß dieſe Macht Eng⸗ land iſt, wird noch ſchamhaft verſchwiegen. f Bukareſt über feinen Beitritt zum Dreima „Wir haben uns mit Vegeiſterung den Mächten angeſchloſſen, die das Antlitz des Kontinents geſtalten!“ dnb Bukareſt, 25. November. Das offiziöſe Organ der Legionärbewegung„Cu⸗ vantul“ bemerkt in einer Stellungnahme, die ihm vom Unterſtaatsſekretär Papanaco, der zuſammen mit dem General Antonescu in Berlin weilte, von dort eingeſandt wurde, daß der Beitritt Rumäniens zum Pakt der nationalen Revolution die formelle Beſtätigung eines ſchon vor vier Jahren durch ſeinen repräſentativen Führer ausgeſprochenen unerſchüt⸗ terlichen Entſchluſſes des rumäniſchen Volkes dar⸗ ſtelle. Das legionäre Rumänien, das der wahre Ausdruck der rumäniſchen Beſtrebungen ſei, gliedere ſich mit Ehrlichkeit und Loyalität in die neue Ord⸗ nung der jungen und ſtarken Völker ein. denen es durch gemeinſame Intereſſen und durch ſeine Ideolo⸗ gie verbunden ſei. Es hoffe dadurch die Zukunft zu finden, die ſein tauſendjähriges Recht fordere. „Univerſul“ führt aus, Rumänien könne dem im Dreierabkommen verkündeten Ziel, daß jede Nation den ihr zukommenden Naum erhalten mitſſe, mit vollem Bewußtſein zuſtimmen. Der dem rumäniſchen Volk zuſtehende Raum werde durch ſeine Geſchichte, durch ſeine Leiden und ſeine Einheit beſtimmt. „Curentul“ hebt hervor, daß der Beitritt Rumä⸗ niens zum Dreimächtepakt eine Wende in der poli⸗ tiſchen Geſchichte des Landes darſtelle. Rumänien ſei ſdo lz darauf, in dieſen entſcheidenden Augen⸗ blicken ſeinen Beitrag zum künftigen Schickſal Europas geliefert zu haben, indem es ſich mit Be⸗ geiſterung den Mächten angeſchloſſen habe, die auf der Grundlage der Gerechtigkeit das neue Antlitz des Kontinents geſtalten werden. Rumäniens neue Armee Drahtbericht unſeres Korreſpondenten — Rom, 25. November. Ueber die Umformung des rumäniſchen Heerweſens teilt der Balkan⸗Korreſpondent der „Stampa“ Zingarelli aufſchlußreiche Einzelheiten mit, aus denen hervorgeht, daß die Eiſerne Garde den politiſchen Forderungen Rechnung trägt, die ſich aus der Neuordnung des völkiſchen Lebens in Ru⸗ mänien ergeben. Der Kondukator des rumäniſchen Staates, General Antonescu, war bekanntlich 1933 Chef des rumäniſchen Generalſtabes. Er kennt alſo die Schäden, an denen die Wehrmacht krankt, von Grund auf. Seine Reformbeſtrebungen liefen vor ſteben Jahren vor allem auf die Motoriſierung des Heeres und auf die Ausmerzung der Korruption hinaus, die in den Beziehungen zwiſchen Wehrmacht⸗ ſtellen und inländiſchen und ausländiſchen Rüſtungs⸗ induſtrien herrſchte. Aber Antonescu mußte bald er⸗ kennen, daß das damalige Regime jedem Reform⸗ verſuch unüberwindliche Hinderniſſe in den Weg ſtellte und zog ſich daher zurück. König Carol legte mehr Wert auf möglichſt viele Einheiten, die ihm Gelegenheit zu häufigen prunkvollen Paraden gaben, als auf moderne Aus⸗ rüſtung und ſolide Gefechtsausbildung. So war es denn ein offenes Geheimnis, daß das rumäniſche Heer hinter den beiden anderen Armeen der Kleinen Entente, dem tſchechiſchen und dem jugoflawiſchen Heer, weit zurückblieb. Die Gefechtsausbildung und die taktiſchen Grundſätze wurden von Frankreich entlehnt. Ein Krebsſchaden des Heeresweſens war ferner die Tatſache, daß Rumänien ein Bielvölker⸗ ſtaat war, in dem die nationalen Minderheiten, von Unverſöhnlichem Haß gegen die herrſchende Schicht, das Regime und ſchließlich auch das Staats volk be⸗ ſeelt waren. So wollte es wenig beſagen, daß Rumänien vor den Gebietsabtretungen an Rußland, Ungarn und Bulgarien, die etwa 6½ Millionen Menſchen betrugen, im Kriegsfall ein Heer von zwei Millionen Mann mobiliſieren konnte: das Heer war völkiſch ungleichartig und dazu nicht zuverläſſig. General Antonescu legt heute vor allem Wert auf die Motoriſierung, ein Organiſations⸗ problem, das nicht leicht zu löſen iſt in einem Lande, deſſen Bevölkerung zu 85 v. H. bäuerlicher Herkunft iſt, deſſen an ſich ſchon dünnes Straßennetz nur zu einem Drittel wirklich gut iſt und das faſt das ge⸗ ſamte Kriegsmaterial aus dem Ausland beziehen muß. Daneben hat der Kondukator eine Reihe von Verwaltungsmaßnahmen ergriffen, die deutlich zei⸗ gen, wie notwendig eine gründliche Erneuerung des geſamten politiſchen Lebens der Nation war. Das Verteidigungsminiſterium, dem auch die Marine und die Luftwaffe unterſtellt ſind, wird in Zukunft von einem Generalſekretär geleitet. Im übrigen wird die techniſche Verwaltung des Heeresweſens, der Marine und der Luftwaffe von je einem Unterſtaats⸗ ſekretär geführt. Beim Großen Generalſtab wird je ein Generalſtab für das Heer, für die Marine und für die Luftwaffe eingerichtet. Die Zahl der Wehr⸗ machtattachées im Ausland wird auf das wirklich Not⸗ wendige beſchränkt. Preßburger Kommenlare EP. Preßburg, 25. Nov. In Preßburg hat der Beitritt der Slowakei zum Dreimächtepakt wenig Ueberraſchung hervor⸗ gerufen, da man dies als natürliche Folge der Ent⸗ wicklung des ſeit Gründung des flowakiſchen Staates beſtehenden freundſchaftlichen Verhältniſſes zu Deutſchland anſieht. Als erſtes ſlowakiſches Blatt bringt das Organ der Hlinka⸗Garde„Gardiſta“, das am Sonntagabend mit einer Sonderausgabe her⸗ auskam, ausführliche Meldungen über den Staatsakt in Berlin. 5 Das Blatt ſchreibt u.., die Aufnahme der Slo⸗ wakei in den Dreimächtepakt ſtelle die Slowakei auf jenen Platz in der internationalen Welt, der ihr ge⸗ bührt und den ſie ſich nur an der Seite Deutſchlands und durch die Freundſchaft mit der deutſchen Nation erringen konnte. Das Organ der Hlinka⸗Partei„Slovak“ erklärt, die Slowakei ſei mit ihrem Fühlen, ihrer Politik und mit ihrem ganzen Charakter nach eigentlich ſchon lange im Dreimächtepakt. Seit dem Beſtehen des ſlowakiſchen Stagtes habe die Slowakei eine Politik der Zuſammenarbeit und Kameradſchaft mit dem Reich getrieben. Abends fanden in der flowakiſchen Hauptſtadt ſpontane Freudenkundgebungen ſtatt. Die nach vielen Tauſenden zählenden Demonſtranten zogen vor die deutſche und italieniſche Geſandtſchaft, wo ſie ihrer Sympathie für die Achſe Ausdruck gaben. Couthamptons kriegswichtige Vedeukung Der größte Einſuhrhafen Englands und ein wichtiges Rüſtungsinduſtrie-Zentrum (Funkmeldung der N MZ.) + Berlin, 25. November. Southampton, das in der Nacht 1 Sonn⸗ tag ſchweren deutſchen Bombenaugri fen ausge⸗ ſetzt war, iſt in doppelter Hinſicht von größter wirtſchaftlicher Bedeutung, und zwar einmal wegen ſeiner Wichtigkeit als Ein⸗ und An fuhr⸗ hafen, und zum auderen wegen ſeiner umfang⸗ reichen Anlagen der Rüſtungsinduſtrie. Southampton iſt der drittgrößte Hafen Enalands und der größte der engliſchen Süd⸗ küſte. Ueber Southampton geht faſt der geſamte transatlantiſche Perſonenverkehr Englands. Außer⸗ dein werden in erſter Linie Induſtrieerzeugniſſe und Fertigwaren über dieſen Hafen ausgeführt. Die Hauptbedeutung Southamptons lag in ſeiner Lei⸗ ſtungsfähigkeit als Einfuhrhafen. Southamp⸗ ton iſt einer der größten Einfuhrhäfen für Erdöl und Erdölerzeugniſſe und verfügt über entſprechende Lageranlagen. Ferner war Southampton ſehr wich⸗ tig als Einfuhrhafen für Lebensmittel, z. B. für Getreide, Futtermittel, Gemüſe und Früchte. Ins⸗ geſamt kommen über den Hafen fährlich Einfuhr⸗ güter in Höhe von 2, Millionen Tonnen. Im Hafengebiet von Southampton befinden ſich mehrere Kriegsſchiffwerften, davon einige für den Bau von Zerſtörern, Motor⸗Torpedobooten und Minenlegern. Im Stadtgebiet von Southampton befinden ſich auch mehrere Werke der Luft⸗ rüſtungsinduſtrie, und zwar vor allem Werke des Vickers⸗Konzerns, in denen die Spitfire⸗Jäger hergeſtellt werden. Außerdem befinden ſich in South⸗ ampton große Werke für die Herſtellung von Pan⸗ zerkampfwagen, die ebenfalls zum Vickers⸗Konzern gehören. Southampton iſt auch ein wichtiger Stand⸗ ort der engliſchen Pulver⸗ und Sprenaſtoffinduſtrie, die mit mehreren recht bedeutenden Fabriken ver⸗ treten iſt. Ferner gibt es in Southampton noch zahl⸗ reiche andere Induſtriezweige, die für die engliſche Rüſtung arbeiten. Heftige italieniſche Gegenangriffe Flottenbaſis von Alexandrien erfolgreich bombardiert 6 Feins flugzeuge vernichſet (Funkmeldung der N MZ.) Ro m, 25. November. Der italieniſche Wehrmachtsdericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: f Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt be⸗ kannt: An der griechiſchen Front heftige Gegen⸗ angriffe von unſeren Abteilungen. Unſere Luftwaffe bombardierte die feindlichen Stellungen beſonders entlang der Küſte des Epirus. Feindliche Flugzeuge mach⸗ ten einen Angriff auf Durazzo, wobei es einige Verwundete gab und leichter Schaden an⸗ Hilferufe aus dem Ozean Auch im Atlantik weiß der deuiſche Arm Englands Handelsflotte zu finden! Drahtbericht unſeres Korreſpondenten — Liſſabon. W. November. Nach Berichten aus Neuyork empfingen ame⸗ rikaniſche Schiffs⸗ und Küſtenſtationen geſtern Hilfe⸗ ſignale zahlreicher britiſcher Handelsſchiffe im Atlan⸗ tiſchen Ozean. So funkte der britiſche Frachtdampfer „Port Robert“(9500 To.), daß er 550 Seemeilen nopdöſtlich Portorikos von einem„Korſaren“ an⸗ gegriffen werde. Weiter wurde ein dringender Funk⸗ ſpruch des britiſchen Frachters„Trehata“(4800 To.) aufgenommen, der um Hilfe gegen ein verfol⸗ gendes Schiff 500 Seemeilen weſtlich von Ir⸗ land bat. Ferner teilte ein für eine engliſche Firma fahrender ſchwediſcher Dampfer mit, er ſei durch U⸗Boot⸗Torpedos ſchwer beſchädigt und treibe hilf⸗ los oſtwärts. Schließlich wird noch von dem Funk⸗ ſpruch eines bisher nicht identifizierten Schiffes be⸗ richtet. das nach einem U⸗Bopt⸗Angriff in ſinkendem Zuſtand 20 Seemeilen nordoſtwärts treibt. Es iſt bezeichnend, daß in dieſen Meldungen der Angreifer ſtets als„Korſar“ bezeichnet wird. Die ganze britiſche Ueberheblichkeit ſpricht aus die⸗ ſen Worten. Angriffe von Kriegsſchiffen auf feind⸗ liche Handelsſchiffe ſind ſtreng geſetzmäßig und ein Teil der international anerkannten Kriegsführung. England hat dieſes Recht ſtets als das Selbſtver⸗ ſtändlichſte von der Welt für ſich in Anſpruch genom⸗ men. Heute, wo ſich das Blatt gewendet hat, ſpricht man in England von dieſen Angriffen als„Kor⸗ ſaren⸗ und Piraten⸗Taten“. Dies erinnert an eine bekannte ironiſche Definition des internationalen Seerechts durch einen Amerikaner, der im Weltkrieg 1914/18 erklärte:„Was iſt internationales Seerecht? Seerecht im Kriege iſt das, was England erlaubt.“ Mie London ſich das neue Europa“ vorstellt! Alles hoͤrl auf Englands Kommando! England als der Schutzmann an der Ecke“! dnb. Berlin, 24, Now. Im Anſchluß an die Meldung über die Molo⸗ towreiſe brachte die engliſche Preſſe eine Solidari⸗ tätserklärung der Londoner tſchechiſchen und polni⸗ ſchen Emigranten⸗„Regiernugen“ groß heraus in dem kläglichen Bemühen, in dieſer Erklärung ſo etwas wie ein Gegenſtück zur Neuordnung Europas durch den Führer zu finden. Am 21. November mel⸗ dete die„New Vork Times“ aus London, die bri⸗ tiſche Regierung plane fetzt. eine Antwort auf Hit⸗ lers ſogenannte Neuordnung Europas zu geben und werde wahrſcheinlich damit beginnen. eine Kon⸗ ferenzaller in London befindlichen„Re⸗ gierungen“ zuſammenzurufen. Wie man ſich in England öte Neuordnung Europas denkt, geht aus einem Rundfunkvortrag hervor, den der eng⸗ liſche Journaliſt Montgomery am 22. November im Auftrage des britiſchen Informationsminiſteriums hielt. Montgomery ſagte, daß die in London vereinigten Emigranten„Regierungen“ jetzt ſchon Vorbereitun⸗ gen träfen, um ihre gute Zuſammenarbeit mit Eng⸗ land auch für die Nachkriegszeit ſicherzuſtellen. „Dieſe Regierungen vereinigen ihre wirtſchaft⸗ lichen und militäriſchen Reſerven. Sämtliche Flotten werden zu einer gemeinſamen Handels⸗ flotte verſchmolzen“, erklärte er. Wenn das in der Tat eintreten würde, dann hätte England allerdings ſeinen ſehnlichſten Wunſch erfüllt, denn dieſes Zukunftsbild geht offen⸗ ſichtlich darauf hinaus. Faß die Flotten ſelbſtwer⸗ ſtändlich unter Englands Führung verſchmolzen werden ſollen, und daß England damit auch die wirt⸗ ſchaftlichen und militäriſchen Reſerven aller europä⸗ iſchen Völker in der Hand haben würde. Wie ſehr Montgomery in den alten Ideen des individualiſtiſch⸗liberaliſtiſchen Kapitalismus ſteckt, gibt er damit zu erkennen, daß er ſagt, daß das zu⸗ künftige Syſtem Europas, wie England es ſich denkt,„viel eher der Wohlfahrt des einzelnen Men⸗ Ron als der Wohlfahrt der Staaten gelten ſoll“. Montgomery ſtellt ſich das ſo vor, daß der höchſte Sinn der Freiheit und der Wohlfahrt darin beſteht, daß der einzelne Menſch in der Lage ſein ſoll, nicht nur gegen das Intereſſe ſeiner Mitmenſchen, ſon⸗ dern auch gegen das Intereſſe ſeines Staates Rie⸗ ſengewinne erzielen zu können. Im ſelben Atemzug erklärte Montaomery aller⸗ dings, daß es notwendig ſei, daß die Welt auch für den einfachen Mann ein beſſerer Aufenthaltsort werden müſſe und daß zu dieſem Zweck der einfache: Mann zwei Jormen der Sicherheit beanſpruchen könne. Er müſſe ſeinen Lebensunterhalt verdienen können, um ſeine Familie ernähren zu können, und er brauche wirtſchaftliche Sicherheit. Dieſe beiden Forderungen ſind in Deutſchland durch den Nationalſozialismus auch für den einfach⸗ ſten Mann längſt nicht nur eine Zukunftsmuſik, ſon⸗ dern Wirklichkeit geworden. Daß nach engliſchem Wunſch ſich nach dem Kriege in Europa nach Mög⸗ lichkeit nichts ändern ſoll, läßt Montgomery am beſten dadurch erkennen, daß er zum Schluß ſeines Planes über das neue Europa ausführte, daß in die⸗ ſem Europa„eine Art von Schus mann. der an der Ecke Europas ſteht“, eingeführt wer⸗ den müſſe, wobei aus ſeinen Ausführungen deutlich zu entnehmen iſt, daß er dieſe Rolle des Schutzman⸗ nes ſelbſtverſtändlich England zugedacht bat, gerichtet wurde. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeſchoſſen. Unſere Jäger verfolgten und erreichten ein feindliches zweimotoriges Ae vom Wel⸗ lington⸗Typ, das nördlich von Malta abge⸗ ſchoſſen wurde und ins Meer fiel. Eine unſeret Jagdſtaffeln machte einen Tfef⸗ angriff auf den Flugplatz Miceaba, wobei zahlreiche am Rande des Flugfeldes aufgeſtellte Flugzeuge unter Maſchinengewehrfeuer ge⸗ nommen wurden; drei von ihnen gingen ſo⸗ fort in Flammen auf. Das Feuer breſtete ſich raſch aus, rief verſchiedene außerordentlich hef⸗ tige Exploſionen hervor und nahm einen ſolchen Umfang au, daß es auch an der ſtzilianiſchen Kütſte ſichtbar war. Alle unſere Flugzeuge ſind zurückgekehrt. Unſere Fig ee griffen die Flotten ⸗ baſis von exandrien(Aegypten) an, wobei die Ziele im Hafen wiederholt getroffen wurden. Andere Flugzenge N die mili⸗ täriſchen Anlagen im Gebiet ſüdlich von Marſa Matruk an. Feindliche Flugzeuge warfen Bom⸗ ben auf Tobruk und Bardia, wobei leich⸗ ter Schaden entſtand und im letzteren Ort einige Perſonen verwundet wurden. Ferner wurden Bomben auf erna abgeworfen, wo ein Ferien⸗ heim getroffen wurde und fünf Tote und zwei Verletzte zu beklagen ſind. Bei Apollonia wur⸗ den im Tiefflug ein Lazarett mit Bomben und Maſchinengewehrfeuer angegriffen, obwohl die Rote⸗Kreuz⸗Zeichen ganz klar erkennbar ſind. Ein Verwundeter iſt zu beklagen. Ein Flugzeug vom Blenheim⸗Tyup wurde von unſeren Jagdfliegern öſtlich Amſeat er⸗ reicht und in Flammen abgeſchoſſen. Juftzzminiſter Grandi in Verlin (Funkmeldung der NM.) + Berlin, 25. November. Am Montagvormittag traf auf dem mit den deut⸗ ſchen und italieniſchen Fahnen geſchmückten Anhalter Bahnhof der italieniſche Juſtizminiſter Graf Dino Grandi mit Reichsminiſter Generalgouverneur Dr. Frank, aus München kommend, zu einem kurzen Aufenthalt in der Reichshauptſtadt ein. Juſtizminiſter Grandi wurde auf dem Bahnhof von dem Vertreter des NS⸗Rechtswahrerbundes und Reichsrechtamtes, Reichsamtsleiter Dr. Heuber, begrüßt. Eine Ehrenkompanie der Waffen⸗ // erwies dem hohen Gaſt die militäriſchen Ehren. Juſtizminiſter Grandi wird während feines Aufenthaltes in der Reichshauptſtadt Beſprechungen mit deutſchen Rechtswahrern und Politikern führen, ſowie die Einrichtungen des NS⸗Rechtswahrerbun⸗ des kennenlernen. l Grandi beim Führer (Funkmeldung der NM.) +* Berlin, 3. November. Der Führer empfing heute mittag in der Neuen Reichskanzlei den Königlich Italieniſchen Juſtiz⸗ 1 und Präſidenten der Kammer der Faſci und der Korporatibnen Graf Dino Grandi. Hauptſchriftleiter: Dr. Alots Win bauer. Stellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Kultur⸗ politik, Theater und Unterhaltung: Carl Onno Eſſen bart. Zange 1. B. Willy Mü fer.— Lokaler Tell: l. B Dr F. W. och.— Kunſt, Film und Gericht: Dr. F. W. Koch.— Sport: Willſg Müller.— Slüddweſtdeutſche Umſchau und Bilderdienſtt 1. VB. Dr. F. W. Koch, ſämtliche in Mannheim. exausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeitung t. Fritz Bode& co. Mannheim. R 1. 4/6.— Verantwortlich fi Anzeigen und Geſchäftliche Mitteilungen; Jaſob Faude, Mannheim Zur Zeit Preſsliſte Nr. 12 gültig. 3 S „„ꝙ6%„%%4LF ³·¹Ü ¹AA A—. 22C2CCC0ßßç0é“ T * eee Aus eee elt und Teben fahrad ec ſdcrreea aecececeſſſac dane erecepar cer eer* Die Schule des deulſchen Jarmers Kolonialer Nachwuchs in Witzenhauſen.— Afrika als Kolonialland Europas Die dünne Beſiedlung Afrikas, deſſen Erſchlie⸗ ßung erſt begonnen hat, ſtellt uns heute, da wir vor der Erfüllung der deutſchen Kolonialforderungen ſtehen, vor die Frage: Woher den Nachwuchs an Siedlern, Leitern von Farmen, Unterweiſern und Eingeborenen nehmen? Die Antwort gibt die Ko⸗ lonialſchule in Witzenhauſen, in der, ab⸗ geſehen von dem Nachwuchs, den die bisherigen Ko⸗ lonialpioniere auf gfrikaniſchem Boden herangezogen haben, junge Deutſche für den Kolonialberuf ſyſtema⸗ tiſch ausgebildet werden. In der Kolonialſchule in Witzenhauſen an der Werra, das von allen kurheſſiſchen Städten das mil⸗ deſte Klima hat, fühlt man ſich Afrika näher als anderswo im Reich: Nicht nur, weil Lehrer und Schüler nun die Früchte ihrer Arbeit früher als je reifen ſehen, nicht nur, weil hier praktiſche koloniale Arbeit geleiſtet wird, ſondern— ſichtbar und greif⸗ bar— auch deshalb, weil in den tropiſch heißen Ge⸗ wächshäuſern alles das üppig gedeiht, was Afrikas Flora ausmacht: Kaffee und Kakao, Bananen und Ananas, Gummibäume und Zuckerrohr, Tabak und feffergewächſe, Siſalagaven, Opuntien, Baumwolle. 1 und viele andere Pflanzen und Baum⸗ arten. In dieſen Tagen iſt der neue Lehrplan der Kolo⸗ nialſchule fertiggeſtellt worden Der neue Direktor der Anſtalt, der erſt zu Beginn dieſes Jahres nach Witzenhauſen kam, Landwirtſchaftsrat Köſter, er⸗ läutert den Sinn dieſes Planes, der die bisherige Hochſchule mit freiem Vorleſungscharakter in eine reine Fachſchule verwandelt hat. Ziel der Schule iſt nun ausſchließlich der praktiſche Kolo⸗ niallandwirt. Wer die zwei Jahre intenſiver Aus⸗ bildung in Witzenhauſen hinter ſich hat, muß nach er⸗ glänzender praktiſcher Erfahrung in den Kolonien Leiter von Pflanzungen und Farmen und alg ſolcher auch Iandavirtſchaftlicher Berater der Eingeborenen ſein können. Direktor Köſter erläutert die Menſchenführung ſeiner Schule folgendermaßen:„Der junge Kolonial⸗ landwirt muß nach ſeiner ganzen inneren Veran⸗ lagung Praktiker ſein. Wenn er ſpäter weitab von Siedlungen der Weißen im Buſch oder Urwald ſitzt, kann er nicht wegen jeder überdrehten Schraube einen Schmied oder wegen feder gebrochenen Wagen⸗ deichſel einen Stellmacher holen. Hier iſt er wahr⸗ haftig ſein eigener Handwerker, muß von allem etwas verſtehen und ſich in jeder Lage ſelbſt zu helfen wiſſen. Und wenn er ſpäter auch nicht immer ſelber auf dem Schlepper ſitzt, Landmaſchinen fährt, Pflan⸗ zungen anlegt oder pflegt, Ent⸗ und Bewäſſerungen durchführt, einfache Brücken und ſogar Häuſer baut, ſo muß er das doch mindeſtens einwandſrei vor⸗ machen können. Neben praktiſcher und geiſtiger Veranlagung ver⸗ langt unſer Erziehungsziel eine beſondere . Veranlagung. Mutter⸗ ſöhnchen und Muſterknaben ſind für den Kolontal⸗ dienſt ungeeignet; ebenſo ungeeignet ſind aber auch die vielen haltloſen charakterlichen Schwächlinge, die glauben, draußen ein ungebundenes triebhaftes Herrenleben führen zu können. Solche Menſchen ſetzen unſere Kolonialehre und unſer Anſehen bei der eingeborenen Bevölkerung aufs Spiel. Sie werden von der Verwaltung des neuen deutſchen Kolonjal⸗ reiches rückſichtslos entfernt werden. Der junge Koloniglpionjier muß freiwillig und ohne zu jam⸗ mern den Verzicht auf die hunderterlei Bequemlich⸗ keiten unſerer Ziviliſation und auf ſo manche Kul⸗ turgenüſſe auf ſich nehmen und in ſeiner Kulturarbeit Sinn, Zweck und Erfüllung ſeines Lebens finden. Der ſichtbare Erfolg ſeines harten und arbeitsreichen Lebens iſt ſein Lebensglück und ſeine Freude. Dazu gehört ſtählerne Willenskraft? Es ſollten ſich daher nur junge Leute im Alter von etwa 18 bis 26 Jahren um die Aufnahme in die Schule bewerben, die dem körperlichen, geiſtigen und charakterlichen Idealtyp des deutſchen Kolonialpioniers nahekommen.“ Dieſe jöeale Forderung, die Direktor Köſter auf⸗ ſtellt, ſchließt nicht aus, daß unter den Schülern Abenteurernaturen ſind, daß ein Stück Landsknecht in ihnen iſt. Aber das Ungeſtüm erfährt ſchon die nötige Dämpfung in der Zucht der Schularbeit, wenn nicht ſchon die zwei Fahre landwirtſchaftlicher Arbeit, die Vorbedingung für die Aufnahme ſind, dem Idealismus eine Richtung gegeben haben. Daß die Aufzucht von Siſalpflanzen. von Kaffee, Bananen uſw. wichtiger iſt als Löwenjagden, merken die Schüler in Witzenhauſen früh genug. In den Ge⸗ wächshäuſern wird ihr Sinn und ihre Begeiſterung geweckt für das. was die Kolonien an Rohſtoffen, PNähr⸗ und Genußmitteln liefern. Wenn ſie ſehen, wie reich die tropiſche Natur iſt, wie Kaffee, Banane, Reis, Gummi ſogar ſchon im Gewächshaus gedeihen, wird ihr Eifer nicht mehr erlahmen. Dieſe kleine Muſterplantage von Baumwolle, von Hanfſorten, von Kaffee oder Bananen, die der kolonialerfahrene Gartenbauinſpektor Meyer betreut, läßt ſelbſt uns, die in afrikaniſcher Hitze in die Geheimniſſe der tropi⸗ ſchen Flora eindringen, begierig nach dem echten Afrika werden. Wir wandern durch die kleine Stadt, die Kolo⸗ nialſchule heißt, ſehen das ſchöne Internat, das 180 Schüler aufnehmen kann, die Lehrſäle, die Werkſtät⸗ ten für alle Handwerke, die Molkerei, die Mühle, die Bäckerei, die Autowerkſtatt und Fahrlehre, das große muſterhaft geleitete Lehrgut Gelſterhof, wir begegnen den jungen Forſtleuten, die zur Zeit im Auftrag des Reichsforſtmeiſters in Witzenhauſen einen Lehrgang für koloniale Forſtbetriebsbeamte durchmachen erfahren, daß in dieſen Tagen der erſte und einzige deutſche Lehrſtuhl für koloniale Landwirtſchaft an der Göttinger Uni⸗ verſität eröffnet wurde, um eine Ergänzung und Wechſelwirkung zwiſchen der praktiſchen Arbeit in Witzenhauſen und der theoretiſchen Schulung der Hochchule zu ſchaffen. und hören ſchließlich von den großen Bauplänen der Kolonfalſchule— alles zu⸗ ſammen gibt uns das Bild einer Erziehungsſtätte, die den hohen Anſpruch des Großdeutſchen Reiches auf koloniale Geltung und Arbeit entſpricht, und die auch die kommende Entwicklung im Geiſte und in der Praxis begriſſen hat. German M. Von au. Aus Mannheims Konzertſälen Bedeutſame Erſt⸗ und Uraufführungen im Zweiten Städtiſchen Orcheſterkonzert Kulenkampff und Siegfried Schultze ſpielen in der Harmonie Das zweite Orcheſter⸗Konzert in der Sonntags⸗Reihe der Städtiſchen Konzerte verſchaffte uns vier ſehr intereſſante neue Bekanntſchaften. Zum erſten Male ſtand auf dem Programm ein Werk des in den letzten Jahren viel genannten jun⸗ gen Komponiſten Karl Höller, der ſelbſt ge⸗ kommen war, um ſeine„Paſſacaglia und Fuge über ein Thema von Frescobaldi“ zu dirigieren. Höller gehört zu jener Reihe junger Tonſchöpfer, deren Muſikgeſinnung gern zu alten Formen, insbeſondere ins muſikaliſche Barock zurück⸗ ſchweift, mit dem Ziel ihrer Erneuerung aus dem Murſikgeiſt unſerer Tage. Höller hat ſich vor anderen Komponiſten ſeiner Generation als eine der weſent⸗ lichen Begabungen der jungen Muſik mit Entſchie⸗ denheit durchgeſetzt. Seine bereits viel geſpielte und nunmehr auch in Mannheim erklungene Fresco⸗ baldi⸗Paſſacaglia iſt eine ſehr überzeugende Probe dieſes verheißungsvollen Talents. Wir haben hier eine von vitaler Kraft durchſtrömte Muſik vor uns, deren mächtig öͤrängender Bewegungsimpuls formal zuchtvoll gebändigt erſcheint, ohne dadurch in ſeinem freien und kühnen Entwicklungsſchwung gehindert zu ſein. Die unterſchiedliche Ausdrucksgewalt der vier Teile des Werkes. ſeine feſſelnde Konzeption aus dem Geiſte der Muſik des 17. Jahrhunderts und ihre befruchtende Erfüllung mit vernehmlich poſi⸗ tiven Werten eigener ſchöpferiſcher Inſpiration des Komponiſten wurden uns zu einem ſehr erfreulichen Erlebnis, für das die Zuhörer in ſchöner Einmütig⸗ keit ſtürmiſch dankten. Der mitreißende Vortrag unter der energievollen Führung Höllers machte dem National⸗Theater⸗Orcheſter alle Ehre. An zweiter Stelle erfreute uns Dr. Herbert Schäfer, der begabte Solo⸗Celliſt im National⸗ Theater⸗Orcheſter, mit der Wiedergabe des zwar einſätzig vorzutragenden, in ſeiner Dreiteilung aber deutlich unterſchiedlichen Cello⸗Konzertes aus der Feder des ruſſiſchen Komponiſten Bort⸗ kiewcez. Ein ſchönes warmblütiges Werk, das mit ſeiner Fülle an eoͤlem Melos und rhythmiſch reichem Leben zu einem in ſatten Farben leuchtenden Klang⸗ bild wird, und für den Soliſten wie für das Or⸗ cheſter höchſt dankbar zu ſpielen iſt. Bei dem Man⸗ gel an ſoliſtiſchen Werken für Cello iſt ſolch ein prak⸗ tiſcher Hinweis auf Schätze, die im Verborgenen blühen, ein beſonderes Verdienſt, abgeſehen davon, daß Herbert Schäfer ſich mit ſeinem ſtilvollen, Ge⸗ wiſſenhaftigkeit und letzte Sorgfalt des Geſtaltens verratenden Vortrag aufs neue als bemerkenswerte künſtleriſche Individualität auswies. Sein Ton hat ſchöne runde Plaſtik, iſt ebenſo eindringlich in ſeiner männlichen Kraft wie er leicht und locker und voll Anmut iſt, wenn Ausdrucksſtil und Rhythmus es verlangen. Der auch techniſch anſpruchsvolle Cello⸗ Part kam in vorbildlichem Zuſammenſpiel mit dem von Karl Elmendorff geleiteten Orcheſter zu intenſiy nachhaltiger Wirkung. Das Konzert gefiel den Hörern ausnehmend gut, und der Soliſt war Gegenſtand einer ſehr herzlichen Ovation. Franz v. Hoeßlin, der geſchätzte frühere Mannheimer Generalmuſikdirektor hatte ſeine neue Lied⸗Kompoſition„Komaniſche Sonette für Bariton und Orcheſter“ ſeinem Kollegen Elmendorff zur Uraufführung überlaſſen, drei ſtim⸗ mungstiefe Geſänge eines edel empfindenden Gei⸗ ſtes, die ſich auf Dante⸗ und Petrarca⸗Verſe und auf ein glutendes Liebes⸗Sonett Dichterin Louze Labs gründen. Hans Schweska ſang dieſe gewichtigen Liedgebilde mit der ſatten Tonfülle ſeines für den Konzertſaal ſehr geeigneten Baritons. Eine erſtaunliche Milieu⸗, Zeit⸗ und Seelenſtimmung ſpricht uns hier in Tönen an: die geradezu atmoſphäriſch empfundene dumpfe Düſter⸗ nis in Dantes Totenklage um Beatrice, die aus der Qual unerfüllter Liebesleidenſchaft quellende atem⸗ beraubende Bedrückung eines lodernden Frauen⸗ herzens im Sonett der Labé, der dithyrambiſche Schwung des feurigen Lob⸗ und Preisgeſanges Pe⸗ trarcas auf die Liebe. Alle drei Sonette ſind ſehr ſangbar und wirkten in Verbindung mit der ſinn⸗ fälligen Farbigkeit der Orcheſterbehandlung charak⸗ tervoll und überzeugend. Franz v. Hoeßlin konnte zuſammen mit Schweska und Elmendorff den ſtür⸗ miſch geäußerten Dank des Publikums entgegen⸗ nehmen. Die Krönung dieſes ſchönen Konzertmorgens bildete dann die Erſtaufführung der neuen einſätzi⸗ gen Sinfonie von Hans Pfitzner(op. 46), die der im vorigen Jahr entſtandenen„Kleinen Sin⸗ ſonie“ als weiteres Werk des ſiebzigjährigen Kom⸗ poniſten folgt. Reifſte Meiſterſchaft, wundervolle Abgeklärtheit beherrſchen auch dieſes Werk das ſich aus einer klaren und überlegen verarbeiteten The⸗ matik des gemäßigten erſten Satzes prächtig klin⸗ gend entwickelt. Ein knapp umriſſener langſamer Satz, auf einer reizvollen Melodie des Engliſchen Horns voll tiefer Empfindung ſich erhebend, leitet hinüber zum wirbelnden Preſto⸗Schluß. der in der Thematik teilweiſe auf den erſten Satz zurückgreift und das Ganze in muſikantiſcher Friſche und heiter aufgelockerter Stimmung ausklingen läßt. Auch dieſes zweite ſinſoniſche Werk Pfitzners iſt ein höchſt glücklicher Wurf des in unverminderter rüſtiger Schaffenskraft ehenden Meiſters, der ſich wie durch einen Zauber von Jahr zu Jahr zu verjüngen ſcheint. Die eindrucksvolle Aufführung des vollen⸗ deten Werkes weckte ſtärkſten Jubel. Carl Onno Eiſen bart. der altfransöſiſchen Georg Kulenkampff Siegfried Schultze Muſik für Violine und Klavier Im Mittelpunkt des Intereſſes ſtand an dieſem Meiſterabend Karl Höllers„Muſik für Violine und Klavier“ op. 27. Nach einer nicht leicht ein⸗ gängigen Toccata von durchaus moderner Haltung hörte man eine geiſtvolle Fuge über ein weitge⸗ ſpanntes Thema, die nach einer in heftigſter Bewe⸗ gung zum Gipfel geführten Steigerung kraftvoll endigte. Ein feingliedriges ſeidenzartes, ſehr elegan⸗ tes Intermezzo klang wie anmutig verhauchendes Engelsgetön. Und der Schlußſatz Quaſi fantaſia wirkte wie unter der Spannung einer viſionären Er⸗ ſcheinung ſtehend. Geog Kulenkampff und Siegfried Schultze ſpielten das techniſch ſehr an⸗ ſpruchsvolle Werk des Nationalpreisträgers 1940 aus dem Manuſkript, wenn wir richtig geſehen haben. Sie trugen es mit ihrem ausgereiften und ſchwungerfüllten Können zu einem nicht alltäglichen Erſolg. Auch oͤer anweſende Komponiſt durfte ſich an dem regen Beifall, der ſeinem geiſtgeſegneten Stück und der muſtergültigen Darſtellung gezollt wurde, freuen. Zuvor hörte man Sonate A⸗Dur für Violine und Klavier von Mozart und Johann Sebaſtian Bachs g⸗Moll⸗Sonate für Violine allein. Jede Wendung war geſtaltet und in den großen Zuſam⸗ menhang geſtellt. Kulenkampff entfaltete einen wunderſchön klaren, zauberhaft leicht ſchwebenden und ſchlanken Ton und einen Strich von ſeinſter raſſiger Kultur, der die Töne dicht rieſeln ließ. Kulenkampff gibt ſich gänzlich ungekünſtelt und einzig der Leiſtung hingegeben. Er ließ das logiſche Werden der Soloſonate gleichſam miterleben. Die Vortragsfolge ſchloß mit Céſar Francks melodienreicher Sonate für Violine und Klavier -Dur, bei deren Darſtellung die beiden Spieler noch einmal ihr wertvolles Können von allen Seiten zeigen konnten. Schön gleich der leicht und zart wie fragend und antwortend aufſchwebende Beginn, ſinn⸗ betörend die fein abgeſtuften Uebergänge, herrlich balladenhaft rauſchend das Rezitativ. Hier wie überall war Siegfried Schultze der rechte Partner für die ſchlagfertige Zwieſprache der Inſtrumente. So ſchloß die Vortragsfolge, aber noch lange nicht der Abend. Das angeregte Publikum ließ ſich noch eine bereitwillig gewährte Zugabe nach der andern ſchenken. * Dr. F. W. Koch. Neue Bücher Die Geſchichte eines Attentats. Von „Charlotte Corday“. Fri(Schützen⸗Verlag, Reck⸗Malleczewen. Berlin). Aus hiſtoriſchen Dokumenten, Protokollen und Prozeß⸗ akten erwuchs dem Verfaſſer, deſſen feſſolnde Art der Be⸗ ſchreibung geſchichtlicher Ereignſſſe und Perſönlichkeiten weithin bekannt geworden iſt, ein Dreifaches: eine ſehr intereſſante Biographie Charlotte Cordays, der Marat⸗ Mörderin, von deren Lebensgeſchichte man bisher nicht viel wußte, ein nicht weniger bemerkenswertes Charg ter⸗ bild Marats, des dämoniſchen Demagogen der franzöſtſchen Revolution, und ſchließlich die genaue Vorſtellung eines der merkwürdigſten Attentate der Weltgeſchichte. Wir ver⸗ folgen den Lebensweg der Corday von ihren Jugendtagen in der„Ronceraye im Orne⸗Departement und im „Schloß“ von Mesnil⸗Imbert über den Aufenthalt beim Onkel Abbé in Viques und im klöſterlichen Damenſtift von Caen bis hin zu den Tagen, da das junge Mädchen den Entſchluß zur Reiſe nach Paris und zur Ermordung Ma⸗ rats faßte. Wir erleben die drei Pariſer Tage vor dem Attentat, die Tat ſelöſt in ihrer ganzen Dramatik, die Feſt nahme Charlottes, ihren Aufſehen erregenden Proze und das tragiſche Ende unter dem Fallbeil. Zeitgenöſſiſche Bilder u. photographiſche Wiedergaben von im Zuſammen. hang mit dem Attentat intereſſanten Dokumenten(darun⸗ ter der polizeiliche Meldezettel Charlotte Cordays aus dem Hotel de la Providence, wo ſie abgeſtiegen war), geben dem ſchönen Buch ſeinen beſonderen Reiz. Carl Onno Eiſen bart. Blick auf Ludwigshafen Vagabundenleben endet im Konzentrationslager. Be⸗ reits ſeit dem Jahre 1924 zieht der jetzt 56 Jahre alte Adolf Springel vagabundierend durch die Lande. Seine Wiege ſtand zwar in Wien, aber eine Heimat hatte Sprin⸗ gel nicht. Da er nicht nur herumvagabundierte, ſondern auch immer wieder mit dem Strafgeſetzbuch in Konflikt geriet— 50 mal iſt er wegen Bettels, Lansſtreicherei, Paßvergehens und anderer Deltkte vorbeſtraft— nahm ſich jetzt die Kriminalpolizei Ludwigshafen ſeiner an und brachte ihn als Aſozialen in ein Konzentrationslager. Künſtler ſtellen aus. Der Beginn der Verkaufsaus⸗ ſtellung des Saarpfälziſchen Vereins für Kunſt und Kunſt⸗ handwerk, der in verſchiedenen ſaarpfälziſchen Städten auf 1. Dezember feſtgeſetzt wurde, iſt für Ludwigshafen auf nächſten Mittwoch vorverlegt worden. Die Eröffnung der Ausſtellung in den neuen Ausſtellungsräumen der Stadt⸗ werke in der Jubiläumsſtraße erfolgt im Rahmen einer Feierſtunde, bei der auch das Stamitz⸗Quartett mit wirkt. Erfolgreiche Jagd auf Verbunkelungsverbrecher. Ihrer Vaterſtadt Ludwigshafen keine Ehre machten zwei junge Burſchen. Statt einer geregelten Arbeit nachzugehen, ver⸗ legten ſie ſich aufs Stehlen. Beſonders unbeltebt machten ſie ſich letzthin in Mainz, wo ſie unter Ausnutzung der Verdunkelung auf Diebesfahrt gingen und ein Verkaufs⸗ häuschen ausplünderten. Als die Wörſtadter Poligei jetzt Jagd auf die beiden Burſchen machte, gelang es ihr, einen von ihnen ſeſtzunehmen. Dem Komplizen gelang es noch einmal, ſeinen Häſchern zu entkommen. Tagung der DAß⸗Amtswalterinnen. Die Amtswalte⸗ rinnen der Kreiswaltung Ludwigshafen der Deutſchen Ar⸗ beitsfront verſammelten ſich am Sonntag im Speiſeſagal der Firma Knoll zu einer Arbeitstagung. Nach einer Morgenfeier und Begrüßungsworten der Kreisfrauen⸗ walterin Meyer gaben der Leiter der Gauſchulungsburg der NSDAP., Pg. Buhl, der Leiter der Rechtsberatungs⸗ ſtelle der DA. in Ludwigshafen, Pg. Herrmann, die Gau⸗ frauenwalterin Denzer und Dr. Lotte Koch in ausführ⸗ lichen Referaten wertvolle Fingerzeige für ihre Arbeit. Wirtschafts- Meldungen Weitere Abwärfsbewegung an den Aklienmärkien Die bereits am Samstag an den Aktienmärkten zu be⸗ obachtende Abavärtsbewegung der Kurſe ſetzte ſich am Montag in verſchärftem Tempo fort. Die Umſätze waren erheblich geringer, als an den Vortagen, jedoch ſtand dem aus Gewinnmitnahmen ſtammenden Material nur mäßige Kaufluſt gegenüber. Auf ſämtlichen Marktgebieten kam es daher zu einem Rückſchlag, der nach den kräftigen Kurs⸗ ſteigerungen in der Vorwoche als durchaus geſund zu be⸗ zeichnen iſt. Am Montanmarkt zogen Klöckner um 0,75 v. H. an, mährend Buderus, Mannesmann und Vereinigte Stahl⸗ werke im gleichen Aus maße rückgängig waren, Hoeſch 1 und Harpener 2,25 v. H. verloren. Von Braunkohlenwerten fielen Ilſe, Bergbau durch eine Steigerung um 5 v. H. auf. Andererſeits ermäßigten ſich Ilſe⸗Genußſcheine um 2,25 und Deutſcho Erdöl um 4 v. H. Von Kaliaktien büßten Salz⸗ detfurth 1,50 und Wintershall 2,50 v. H. ein. In der chemiſchen Gruppe gaben Farben um 0,50, Schering um 1, Goldſchmidt und Rütgers um ſe 2,25 v. H. nach. Bei den Gummi⸗ und Linoleumwerten wurden Deutſche Linoleum um 1 v. H. heraufgeſetzt, während Conti Gummi.25 v. H. hergaben. Bei den Elektro⸗ und Verſorgungswerten lagen Stemens mit minus 4 v. H. und Siemens⸗Vorzüge mit minus 10 v. H. am ſtärkſten gedrückt ferner verloren AEG, .30, Deſſauer Gas.50, Licht u. Kraft, Elektr. Lieferungen und Schleſiſche Gas je 2 v.., RW.25 und Geffürel Av. H. Am Automarkt ſtellten ſich BMW eum 2 v. H. und Daimler um 3 v. H. niedriger. f Von Maſchinenbaufabriken gaben Demag und Schubert und Salzer um je 1,50, Bohnßedarf und Rheinmetall Bor⸗ ſig um je 1,75 und Deutſche Waffen um 2 v. H. wach. Auch Metallwerte wurden niedriger niclert, ſo Deutſcher Eiſen⸗ handel um 3 und Metallgeſellchaft um 2,5 n. H. Zu er⸗ wähnen ſind noch Textilaktien, von denen Stühr 1 und Bemberg 2 v. H. niedriger lagen. Gräßere Abſchlige erlit⸗ ten noch Feldmühle und Allgemeine Lokal und Kraft mit je— 3 v.., Hotelbetrieb mit—.5 und Weſtdeutſche Kaufhor mit— 2 v H. Von variablen Renten blieben Reichsaltheſitz mit 1544 unverändert. Steuergutſcheine 1 ante man 106 gegen 106,23. Geld: und Devisenmerkt Berlin, B. November. Am Geldmarkt waren zuver⸗ läſſige Sätze noch nicht zu hören. Von Valuten errechnete ſich der Schweizer Franken mit 58,08. Fuchs Waggonfabrik A. G. Heidelberg Erhöhte Divibenbe In dem am 30. Juni 1940 beendeten Geſchäftsjahr konnte die Geſellſchaft, die jetzt aus dem Intereſſenbereich der Weſt⸗ waggon ausgeſchieden iſt und deren Kapitals mehrheit jetzt hei der Ditllinger Hüttenwerke AG, Dillingen⸗Saar liegt, Umſatz und Belegſchaſtszahlen im Vergleich zum Vorfohr noch mäßig erhöhen. Der Rohertrag nahm auf 4,19(3,82) Mill.& zu, die av. Erträge ſtiegen auf 0,4(0,005) Mill.. Andererſeits haben ſich die Perſonalaufwendungen mit 3,06 (2,91) Mill./ nicht im gleichen Ausmaß erhöht. Die Zins⸗ ausgaben gingen auf 0,04(0,07) Mill. zurück, aber die Steuern ſtiegen von 0,265 auf 0,585 Mill. 4. Nach 0,178 (0,160) Mill.& Abſchreibungen wird ein Reingewinn von 458 004 4 ausgewieſen(i. V. noch Tilgung von 83 211 4 Verluſtvortrag noch Reſtgewinn 191 861„). Bekanntlich wird die Dividende auf das Kapital von 2,0 Mill./ von 5 v. H. auf 6 v. H. erhöht, die geſetzliche Rücklage erhält 0,10(0,02), der Vortrag ſteigt donn auf 78 272(6 359) l, nachdem 0,15(—). Mill.& den anderen Rücklagen zufließen. In der Bilanz erſcheinen die Rücklagen mit 0,20(0,10) Mill. verdoppelt. Rückſtellungen 0,39(0,9), Verbindlich⸗ keiten 2,93(3,05), darunter keine Akzeptſchulden mehr (i. V. noch 90,17), doch ſind Warenſchulden auf 0,60(0,43) ge⸗ ſtiegen, Konzernſchulden auf 0,005(0,48) Mill. herab⸗ geſunken. Anzahlungen erſcheinen hier mit 131(0,97) Mill. ebenfalls als Ausdruck der Beſchäftigungslage. An⸗ dererſeits betragen die Anlagenbuchwerte faſt unn. 1,82 (1,83), Im Umlaufsvermögen ſtiegen Vorräte auf 3,33 (2,75), die Konzernſorderungen auf 0,56(0,35), während Warenſorderungen auf 0,60(1,44) Mill. zurückgingen. Auf der Paſſipſeite ſind die Abgrenzungspoſten beachtlich von 0,% auf 0,56 Mill. erhöht. g Bei gegenwärtiger zufriedenſtellender Geſchäftslage könnten angeſichts des Kriegszuſtandes Vorausſagen für das laufende Geſchäftsjahr nicht gemacht werden.(HV. am 6. Dezember). J. Sandt Ac Schuhmaſchinenfabrik, Pirmaſens. Nach 35 200„ Abſchreibungen und 7000„ Zuweiſung zur ge⸗ ſetzlichen Rücklage wird ein Reingewinn von 20 067/ für 1908 ausgewieſen, durch den der Verluſtvortrag von 3210, getilgt werden konnte.(Aktienkapital 20 000). * Zum Wehr wirtſchaftsführer ernannt. Der Senfor⸗ chef der Firma Landfried, Heidelberg, Heinrich Landfried, der frühere Präſident der Handelskammer Heidelberg und derzeitige Vizepräſſdent der Handelskammer in Mann⸗ heim, wurde zum Wehrwirtſchaftsführer ernannt. Erzeugerhöchsipreise für Obsſ und Gemüse Für das Gebiet der Landesbauernſchaft Baden ſind mit Wirkung vom 20. November folgende Er⸗ zeugerhöchſtpreiſe in Kraft getreten: A. Gemüſepreiſe(ie 500 Gramm): Spinat 10 Rpf.; Kopfſalat, Freiland, Stück 7 Rpf.; Treib⸗ hausware 9 Ryf.; Endivienſalat, Mindeſtgewicht 500 Gramm, Stück 6 Rpf.: Mindeſtgewicht 300 Gramm, Stück 5 Rpf.; unter 300 Gramm 4 Rypf.; Felöſglat, kleinblättrig, geputzt 50 Rpf., ungeputzt 30 Rpf., Rettiche(Glasware), gebunden, Güteklaſſe a, 4 bis 5 Stück, Größe k, Bund 10 Rpf.: Rettiche(Glasware), große 8 Rypf. je Stück; Rettiche(Freiland), große, Stück 6 Rpf.; Karotten mit Laub gebündelt, 15 Stück; Pariſer große, nicht unter 20 Millimeter Durchmeſ⸗ ſer, 10 Stück? Rpf, ſe Bund; Kgrotten ohne Laub 4,5 Rypf.; Wirſing 4,5 Rpf.; Weißkohl, kleine feſte Köpfe(Friſchmarktware) 3 Rpf.; Weißkohl(Ein⸗ ſchneideware) 2,50 Mark je 50 Kilo: Rotkohl 5 Rpf.; Roſenkohl 18 Rpf.; Tomaten linl. Treibhausware) 20 Rpf.; Sellerie ohne Laub 9 Rpf.; mit Lauh, Größe J. Mindeſtquerdurchmeſſer 10 Zentimeter, Stück 14 Rypf.; Größe II, Mindeſtdurchmeſſer 5 Zentimeter, Stück 8 Rpf.; Lauch 12 Rpf.; Meerrettich, Größe 1 34 Pfg.; Größe II 30 Rpf.; Größe 24 55 Größe IV 18 Rpf. B. Obſtpreiſe(ie 500 Gramm): Aepfel und Birnen vergleiche Folge 46 des Wochenblattes vom 16. November 1940, Seite 945. Schütteläpfel 5,80 Mavpk je 50 Kilo; Moſtbirnen 4 Mark je 50 Kilo; Fallobſt 3,5 Rpf. Brennzwetſchgenmaiſche 9,50 Mark je 50 Kilo; Walnüſſe 35 Rpf. f Die Erzeugerpreiſe gelten, ſoweit nichts angegeben iſt, für Waren der Güteklaſſe A. Für Waren ge⸗ ringerer Güteklaſſen und für unſortierte Ware er⸗ mäßigen ſich die Höchſtpreiſe entſprechend der Wert⸗ minderung, mindeſtens um 20 v. H. Bei der Abgabe von Einſchneidkraut vom Erzeu⸗ ger an den Verbraucher in Mengen von 25 Kg. und mehr darf ein Zuſchlag von höchſtens 30 v. H. und bei Abgabe in Mengen unter 25 Kg. ein Zuſchlag von höchſtens 40 v. H. berechnet werden. In den geſchloſſenen Anbaugebieten darf Brenn⸗ zwetſchgenmaiſche nur nach Gewicht und über die Be⸗ zirksabgabeſtelle oder deren Sammelſtelle gekauft werden. Die Erzeuger in dieſen Gebieten müſſen die Brennzwetſchgenmaiſche der Bezirksgbgabeſtelle oder deren Sammelſtellen anliefern. Der Handel und die Brennereien haben ihren Bedarf bei der Bezirks⸗ albgabeſtelle und deren Sammelſtellen zu decken. Es iſt den Brennereien und dem Handel verboten, in 2 Gebieten unmittelbar vom Erzeuger zu aufen. Verſtöße gegen die vorſtehend aufgeführten Er⸗ zeugerhöchſtpreiſe werden nach den bekannten Straf⸗ beſtimmungen geahndet. Hopfenmarktbericht für die Zeit vom 16. mit 22. November 1940 Obwohl in den Anbaugebieten immer noch, allerdings jetzt nur noch vereinzelt und in kleineren Reſtmengen recht gute Partien aus der diesjährigen Ernte anzutreffen ſind, iſt das Einkaufsgeſchäft hier ſaſt ganz zum Stillſtand gekom⸗ men. Der Grund dafür iſt var allem darin zu ſuchen, daß vorerſt die Verkaufslager ſowohl der Deutſchen Hopfen⸗ verkehrsgeſellſchaft wie auch des Handels gefüllt ſind und ſich der Verkauf immer noch nur longſam ſa ſogar ſchlep⸗ pend vollzieht. Am Nürnberger Hopfenmarkt war die Geſchäntglage im Verlaufe der heute ſchließenden Berichtswoche nicht ein⸗ heitlich. Während die erſten Markttage recht ruhig ver⸗ laufen ſind, trat dann doch etwas ſtärkere Nachfrage ein. Es handelte ſich um verſchledene Brauereien, die Bedarfs⸗ käufe vornahmen. Auch der Exporthandel üsernahm wie bisher für feine Zwecke geeignete Poſten. Im allgemeinen wickelte ſich das Geſchäft zwar ruhig, aber immerhin zügig 7 ab. Die Umſätze waren höher als in der Vorwoche und entfallen ziemlich zu gleichen Teilen auf Inlandsbebarf und Ausfuhr. Die Preisnotierungen ſind unverändert: Hallertauer 205230 /,, Spalter 240260 J, Tettnanger 250— 200, dann Gebirgshopfen, Württemberger und Ba⸗ denſer 185—202„ je 50 Kilo. Wochenſchlußſtimmung: ruhig bei gehaltenen Preiſen. Am Saazer Markt hat die ruhige Geſchäftslage weiter angehalten. Die Umſätze blieben gering; die Preiſe beweg⸗ ten ſich zwiſchen 200 und 255„ ſe 50 Kilo. Die Vorräte im Lande ſowohl wie in den Kommiſſionslagern ſind nicht mehr allzu groß. Vom Markte im beſetzten Belgien wie auch im Elſaß und in Frankreich liegen nur ſpärliche Nachrichten vor, die jedoch auf große Ruhe und geringe Kaufluſt ſchließen laſſen. Obſigroßmarkt Weinheim. Aepfel A 1127, B 715; Birnen A 11—27, B 715; Salat, Endivien—6: Feld⸗ ſalat 80—50; Roſenkohl 18; Wirſing—5; Rotkohl 5; Sel⸗ lerie 9; Lauch 12. Großmarkthalle Handſchuhsheim. Kopſſalat—8: Gelbe Rüben 4; Wirſing 4,5; Weißkraut 3; Rotkraut 5; Lauch 12; Sellerie per Stück—14; Sellerie gewogen 9; Spinat 10; Felöſalat 30—50; Roſenkohl 15—18; Endivien⸗ ſalat—6. a 9 Deutsche festverzinsliche Werte Deutsche Steinzeug 23. 25 Durlacher Hof Eichbaum Werger 100.0 DEUTSCHE TAATSANLEEEN Elektr Lacht u Kraft 2070 4% Schatz D. R. 38. 101.2 101,1 5 25 Frankfurt a. H. ot. Gold v. Süber 299.0 Enzinger Union I. G. Farben. 4% Baden 1927 101.5 5 Alkbes. Dt. Reien,. 1548 154.8 e* 00 225 SDL Harpener Bergbau 5 5 5 4% Heidelberg 26 100,5 100 5 4% Mannheim 26 100,5 100,5 % Pforzheim 23 1005„ PEANDBRIEEE %½ Frank Hyp. Gpt. R 4 doi or! 4% Mein, Hyp. Bank FHC o 24—26 R—9„ 10%% Heidelberger Zement 199.0 Hoesch Beruw. 1391 Holzmann... Kalker Brauerei.. 78.75 Klein. Schanzl., Becker Klöckner- Werke 17 2 101.0 Ludwigsbaf. Walzm Mannesmann Metallgesellschaft Rhein. Elektr. Mannh. Nous TRIE- ORTE Rhein. Westf. Elektr. 5 Daimler-Benz 27 104.2 104,2 Hüt gers 1 Dl. Ind Bank 30 102.3 102,3 Salzdetturin 3 Ge hten kirchen u 36 103,5 Salzwerk Heilbronn 4% Krupp v Schwartz- Storchen 1 4 Ver. Stahlwerke 101.5 101.2] Seilindustrie(Wolff) 316. Farb. RM-Anl 28 188.3 151, Siemens u Hlalske KTIEN Süddeutsche Zucker 4 Zellstoff Waldhof Ada-Ada Schuhfabrik 188.0. Adler werke Kleyer. 158,7 156.5 5 Adt. Gebr. 1010 Bayr., Hyp. u. W- Bank 10,5 A. E. G6...„ 170, Commerzbank 1400 Aschaffenb. Zellstoff 157.6 156, Deutsche Ban. 186, Augsb.-Nürnb. Masch 211,5 Deutsche Reichsbank 1203 Bayr. Motorenwerke. 220.5 Dresdner Bank. 144.7 Brown. Boverie&(de. 168.0. Pfalz. Hyp.-Bank. 83.0 Contin. Gummi 313.0 Bbein. Hyp ⸗Bank. 163, Daimier- Benz„ 218.0 207%———: Deutsche Erdül. 17, 172,5 1% Zwischenkurs. Jußball⸗Rundſchau Torreiche Punktekämpſe in Sübdeutſchland Der letzte Sonntag im November war ein recht exeignisreicher Fußballſonntag. In den ſüiddeutſchen Bereichen ſtanden faſt alle erſtklaſſigen Mannſchaften im Punktkampf und im allgemeinen kämpften die Spitzenreiter auch wieder recht erfolgreich, aber ganz ohne Ueberraſchung ging es natürlich auch diesmal nicht ab. So mußte beiſpielsweiſe der bisher unbe⸗ ſtegte BC Augsburg ſeine erſte Niederlage einſtecken und aus Mannheim wird eine Heimniederlage des SW Waldhof gemeldet. Auch die Stuttgarter Kickers waren diesmal ohne Sieg, denn in Cannſtatt gelang ihnen nur ein 111. Im Bereich Süd weſt iſt in der Gruppe Main⸗ heſſen die Vorrunde bis auf die Frankfurter Lokal⸗ begegnung Eintracht— JS eabgeſchloſſen. Die „Herbſtmeiſterſchaft“ fiel erwartungsgemäß an den Bereichsmeiſter Kickers Offenbach mit 13:1 Punkten vor Rotweiß Frankfurt mit 12:2 Punkten. Um ein Haar wären die Kickers in Frankfurt gegen die ſich tapfer wehrenden Germanen geſcheitert, denn ohne Staab 1 war der Kickers⸗Sturm diesmal ſehr harm⸗ los. Nur 110 ſiegte der Meiſter und beendete damit die Vorrunde mit knappem Vorſprung vor den Rot⸗ weißen, die im Lokalſpiel gegen die Eintracht dank einer geſchloſſeneren Leiſtung mit:1(:1) die Ober⸗ hand behielten.— In der Saarpfalz hat ſich an der Spitze nichts verändert; JV Saarbrücken und 1. FE Kaiſerslautern, die beide je einen Punkt abgaben, ſtehen weiterhin mit je 913 Punkten auf gleicher Höhe. Die Sold⸗Elf kam gegen die in der Abwehr ſehr ſtarke TScd 61 Ludwigshafen über ein:0 nicht hin⸗ aus und Kaiſerslautern erzielte in Frankenthal ein 121. Burbach überraſchte durch einen:2⸗Siea in Mundenheim, bleibt aber vorerſt noch am Tabellen ende. Boruſſia Neunkirchen ſtegte im Freundſchafts⸗ ſpiel über den FV Metz:2 und Union Niederrad bezwang Dunlop Hanau 21. In Heſſen gab es bei den Spielen um die Kaſ⸗ ſeler Bezirksmeiſterſchaft Favoritenſiege. Der SC 03 Kaſſel ſchlug Hermannia Kaſſel 11:1(:1) und führt die Tabelle mit 16:4 Punkten vor dem BC Sport(14:2) an, der dem Spielverein mit:2 das Nachſehen gab. In Hanau ſpielten eine Auswahl der Bereichsklaſſe und eine Wehrmachtself torlos. Im Bereich Baden bewies der VfB Mühlburg durch einen:0(:)⸗Sieg über den VIfkk Mannheim ſeine ungebrochene Kampfkraft. Die Siegquote iſt zwar etwas hoch ausgefallen, denn der VfR wurde durch das Ausſcheiden eines Verteidigers vorzeitig geſchwächt, aber der Sieg beſtätigte nur, daß Müßl⸗ burg erſter Meiſterſchaftsanwärter bleibt. Mit 14:0 Punkten haben die Karlsruher Vorſtädter weiterhin klar die Führung vor dem Vfs Neckarau(11:), dem Freiburger FC(:7) und dem SV Waldhof(:). Neckarau ſchlug den Karlsruher Phönix ſicher 20, während Waldhof zu Hauſe gegen den Freiburger FC mit:2 einging. Ohne Erb hatte der Waldhof⸗ ſturm nicht viel Kraft. Pforzheim behauptete ſich glücklich:2 gegen Sandhofen. Im Elſaß gab es auf der ganzen Linie Favo⸗ ritenſiege. Der RS Straßburg gewann den Lokal⸗ kampf gegen den Sportverein mit:2(:1) und wurde mit 12:0 Punkten„Herbſtmeiſter“ vor dem SE Schiltigheim(11:3) und der SS Straßburg(913). Die Schiltigheimer kamen in Hagenau zu einem ſchwer erkämpften:0⸗Sieg, während ſich die SS⸗ 5* e u 2— über von G ee UN 5 55 la 3 Lit A0 J. führung. Kaufmänniſche Lehr⸗ mitzubringen.— Reſten( Frauen Nein Stellen. En Len 8 44 Brillant urch chien ih rgemeinſchalt felthate Sache Uhr. i fürn N am Wenge 20. Ji ene ee 9 ken— liel güd Ring E am Freitag, 29. November, 19 Uhr. NS⸗Frauenſchaft. Ortsfrauen⸗ 8 5 U 9 In Kürze beginnen wir mit der ſchaftsleiterinnen: Die Beſpre⸗ 5 0 4 Lehrgemeinſchaft Buchführung für chung am 25. November finder S 2. 6 o hin e Halsband, braun ⸗ weiß, Brillant den Einzelhandel. Für beide Be⸗ nicht ſtatt, ſonde f am 35 11 — ur O 81 O auf den Namen„Argo“ börend, es war bei f ſeß nuch i rufserziehungsmaßnahmen wer⸗ 15 Uhr, in 1 9 7. ranenhilfg 5 3 Es e. 175 e. 1 7 1 5 8 K den noch Anmeldungen in be⸗ 55 e b deer Menn zee abhanden gekommen eee neee en de eee ee Schmuchk aue reimt rakter Bebl entgegengenen. pienftenzelf, a8. uu, 2s Uhr, an. — ne— 55 5 10 7 5. 8 75 8 0 Derjenige. der ihn wiederbringt an Bronchitis leide. Ich kann Ihnen mein Lebtag nicht genug danken schön wie neu. das] men.— Techniſche Lehrgemein⸗ ſammenkunft in L 9. 7.— Fen⸗ ages h t.. Bewerbung bz. pe J oder nachweiſt, wo er ſich befindet, für die raſche Hilfe. Schon nach 14 Tagen war der Huſten verſchwum. kaufen Sie del ſaltespezialgeschäft schaften. Die Kameraden des denheim⸗Weſt: 25. 11., Marken⸗ 2 Vorstellung mit Vorlage von Zeugnissen bei erhält 30 Mark Belohnung. 5 152 W 525 e eee H. Abel, M 2, 10 Dienstäg⸗Lehrganges Elektrotech⸗ ausgabe, Wilhelmstr. 2.— Hum⸗ 2 8 5 Dir. 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In Württemberg hatte der VfB Stuttgart (14:2.) einen glücklichen Tag, denn ihm gelang in Untertürkheim ein 12:(:)⸗Sieg, während gleichzei⸗ tig die ohne Conen ſpielenden Kickers in Cannſtadt nur ein:1 erreichten und ſomit einen wertvollen Punkt einbüßte. Mit 11:1 Punkten ſteht der Meiſter allerdings immer noch etwas günſtiger als der füh⸗ rende VfB, hinter dem die Sportfreunde mit 1313 Punkten noch den zweiten Platz halten. Die Sport⸗ freunde landeten gegen Böckingen einen glücklichen :2⸗Sieg, erſt in der 87. Minute fiel der Siegestref⸗ fer. Eßlingen blieb auch gegen den SSV Ulm, der :0 gewann, ohne Sieg. In Bayern hat Neumayer Nürnbera wertvolle Schrittmacherdienſte für 1860 München und den 1. FC Nürnberg geleiſtet, ganz davon abgeſehen. daß Neumeyer ſelbſt noch berechtigte Meiſterſchaftshoff⸗ nungen hegen darf. Der bisher ungeſchlagene BC Augsburg ging in Nürnberg gegen Neumeyer über⸗ raſchend glatt mit:4(:3) ein, aber das Ergebnis ging vollauf in Ordnung, denn Nürnberg ſpielte in großer Form. 1860 hatte im VfR Schweinfurt nicht viel zu ſchlagen;:0(:0) lautete das Ergebnis. Auch der Club gewann, ohne reſtlos zu überzeugen, leicht:0(:0) gegen die Würzburger Kickers. Schweinfurt 05 und SpVg Fürth trennten ſich:4, nachdem Schweinfurt anfangs:0 und gegen Schluß Fürth:8 geführt hatte. Bayern München ſchlug Nürnberg 83:1 und Schwaben Augsburg war 320 über Wacker München erfolgreich. Noch führt der BCA mit 11:3 Punkten vor 1860 München(10:), dem Club(10:2) und Neumeyer(10:). Siegreiche Pokal⸗Endſpielgegner Am letzten Spieltag vor der Entſcheidung im Tſchammerpokal⸗Wettbewerb intereſſierte natürlich das Abſchneiden der beiden Endſpielteilnehmer, 1. FC Nürnberg und Dresdener SC, in ihren Mei⸗ ſterſchaftskämpfen beſonders. Der„Club“ ſchlug be⸗ kanntlich die Würzburger Kickers mit:0(:), ohne dabei im Sturm reſtlos überzeugen zu können, aber das gleiche iſt vom Dc zu melden, der gegen den ſächſiſchen Tabellenletzten VfB Glauchau ebenfalls mit:0 gewann und ſich dabei auch nicht voll aus⸗ ſpielte. Schön war nicht dabei; Schaffer(). Hof⸗ mann, Boczek, Machate und Carſtens ſchoſſen die Tore. Auch ſonſt gab es im Reich eine Reihe von bedeu⸗ tenden Meiſterſchaftskämpfen. Großdeutſchlands Mei⸗ ſter Schalke 04 ſpielte in Hagen vor 12000 Beſuchern gegen den Neuling DSc Hagen und ſiegte durch zwei Treffer von Eppenhoff mit:0. Tabellenführer in Weſtfalen iſt vorerſt weiter Gelſenguß Gelſen⸗ kirchen.— Niederrheins Meiſter Fortuna Düſſeldorf, infolge ſeiner wenigen Spiele bisher Tabellenletz⸗ ter(), ſchlug Weſtende Hamborn, den Tabellen⸗ zweiten, mit:0. Pickartz und Weiſer ſchoſſen die Tore.— Der Vfe 99 Köln wartete am Mittelrhein in einem rückſtändigen Vorrundenſpiel mit einem 13:2⸗(:1⸗) Sieg über den SW Beuel auf, ohne aber vom dritten Tabellenplatz weozukommen.— In der Nordmark ſieht man weiter ohne Punktverluſt(18:0 .) den Hamburger SV ein Front, der gegen Polizei Lübeck:1(:0) gewann, in Oſtpreußen hat der V Königsberg die bisher führenden Soldaten von Richthofen Neukuhren, die er:1(:1) ſchlug, von der Spitze verdrängt, in Schleſien ſchaffte Meiſter VfR Gleiwitz beim ſtarken Tus Schwientochlowitz immer⸗ hin ein:2 und führt weiter ungeſchlagen die Tabelle an, in Berlin⸗Brandenburg behauptete Minerva Berlin die Spitze durch einen:1⸗Sieg über Tennis⸗ Boruſſia, und im Bereich Mitte hat nach wie vor der 1. SW Jena, der gegen Zeitz:1(:0) ſtegte, die Spitze vor Deſſau 05. In der Oſtmark fielen ſämt⸗ liche Wiener Punkteſpiele aus. Kleine Sport-Nachrichten f Die Spiele der 1. Spielklaſſe Meiſterſchaftſpiele der 1. Klaſſe in Sübweſt Fraukfurt 1: Fechenheim— Eckenheim:2; Bergen⸗ Enlheim— Iſenburg 12:8 abgebr.; Adlerwerke Fraulfurt Sprendlingen:1; Riederwald— Oberrad:8. Frankfurt 2: Hattersheim— Nied 11:0; ee gegen Griesheim:1; Höchſt— Walldorf:0; wanheim gegen Sportfr. Frankfurt:6. Offenbach: Lämmerſpiel— Mühlheim:2; Obertshau⸗ ſen— VfB Offenbach:2; BSC 99⸗TV Offenbach— Hau⸗ ſen:0; Schwarz⸗Weiß Offenbach— Bieber:4; Bürgel— Heuſenſtamm:1. Starkenburg: Arheilgen— Eberſtadt:8; Egelsbach— SV 98 Darmſtadt:8; Wixhauſen— Oberramſtadt:1; Weiterſtadt— Mörfelden:0. drheinheſſen⸗Rheingau: Raunheim Main; 05:7; Opel Rüſſelsheim— Bingen:0; Mainz 1817— Weiſenau :3; Naſſau Wiesbaden— Biebrich:1; Koſtheim— Rb. Wiesbaden:2; Schierſtein— Kaſtel:1. Sübheſſen: Bl.⸗Worms— Bürſtadt:0; Gernsheim— Pfiffligheim:2; Pfeddersheim— Lampertheim 14. Nheinpfalz: Bad Dürkheim— Rheingönheim:2. Mittelpfalz: Rodalben— Pirmaſens 05:2; Kamm⸗ garn Kaiſerslautern— 7c Kaiſerslautern:4; Hoch⸗ ſpeyer— Waldfiſchboch:2; VfR Kaiſerslautern— Reichs⸗ bahn Kaiſerslautern 10. Saar: Ensdorf— Saar 05 Saarbrücken:0; Dudweiler gegen Püttlingen:5; Völklingen— Quierſchied:3; Sulz⸗ bach— Saarlautern:2; Dillingen— St. Ingbert 118. Nordſgar: Bildſtock— EN Neunkirchen:4; Homburg gegen Alſtadt:1; Höcherberg St. Wendel 71; Poſt Neunkirchen— Hüttersdorf:5; Merchweiler Zwei⸗ brücken 711. Ohne Schäler und Hornſiſcher Ringertreffen Mittelrhein——WWeſtfalen 48 Trotz des Fehlens von Europameſter Schäfer und Horufiſcher trugen die Mittelrhein⸗Ringer bei ihrem 28. Vergleichskampf mit Weſtfalen ihren achten Steg davon, der allerdings diesmal in der Köln⸗Mülheimer Stadt⸗ halle vor 1200 Zuſchauern mit:3 Siegen nur knapp aus⸗ fiel. Die Weſtfalen holten ſich ihre Punkte in den leich⸗ teren Gewichtsklaſſen, verloren im Federgewicht allerdings kampflos die Punkte. Die Ergebniſſe: Bantamgewicht: Rößler(W) beſ Meerſcheidt(Mi:0 u. P. Federgewicht: Wortmann(W) hatte Uebergewicht. Den Einlagekampf gewann Möchel(MJ:1 n. P. Veicht⸗ gewicht: Reinhardt(W) beſ. Nitſchke[(M):1 n. P. Wel⸗ tergewicht: Nettesheim(M) beſ. Gocke(W):1 n. P. Mittelgewicht: Funtowitz(W) beſ. O. Möchel[M) in:30 Minuten durch Abfangen eines Rückreißers. Halbſchwer⸗ gewicht: Weſtphal(M) beſ. Hill(W):1 n. P. Schwer⸗ gewicht: Beu(M) beſ. Zerfaß(W) in 14:00 Min. durch Hüftſchwung. Balke ſiegte unangefochten Im Mittelpunkt des Berliners Gedenkſchwim⸗ mens im Stadtbad Lichtenberg ſtanden die beiden Männerrennen über 200 Meter Kraul und 200 Me⸗ ter Bruſt. Mit Europameiſter Joachim Balke (Kriegsmarine Wilhelmshaven) am Start war der Sieger im 200⸗Meter⸗Bruſtſchwimmen gegeben. Ohrdorf(Kriegsmarine Kiel) nahm zwar zunächſt die Spitze, fiel aber dann auf den vierten Platz zu⸗ rück. Der Magdeburger Köninger(Kriegsmarine Kiel) aber trieb Balke zu einer guten Siegerzeit von:42,83 Minuten an und belegte in:46,6 den zweiten Platz vor Tomke(SW Berlin]:49,2. Auch im 200⸗Meter⸗Kraulſchwimmen war Köninger die treibende Kraft, doch auch hier mußte er ſich, nur um Handſchlag zurück, mit dem zweiten Platz hinter dem in 218,3 Minuten ſiegenden Laskowſki (Stettin) begnügen. Köninger benötiate:18.8 vor Hitziger(Poſt) als ſchnellſtem Berliner. Werner Plath konnte auch diesmal nicht am Start erſchei⸗ nen. In Abweſenheit von Gerhard Nüſke kam Kunzel(Frieſen) in:12,3 Minuten zu einem ſicheren Sieg im 100⸗Meter⸗Rückenſchwimmen. Die Rennen der Frauen waren durchwea klare An⸗ gelegenheiten, doch ging es in den Staffeln noch einmal heiß her. In Weißenſee und Schwimm⸗ union ſtanden ſich die beiden beſten Waſſerballmann⸗ ſchaften Berlins gegenüber. Weißenſee ſiegte hoch mit:1(:0) Toren. Die Ergebniſſe: Männer: 200 Meter Bruſt: 1. Laskowſei(Stettin) 22883. 2. Köninger[KM Kiel):17,8. 8. Hitziger(Poſt Berlin) :23,9. 200 Meter Bruſt: 1. Balke(KM Wilhelmshaven) :42,83. 2. Köninger(KM Kiel):46,6. 3. Temke(SS Berlin):49,2. 4. Ohrdorf(KM Kiel):51,2. 5. Heym Spandau):52,1. 100 Meter Rücken: 1. Kunzel(Frieſen Neukölln):12,3. 2. Krebs(Stettin) 148,6. 400⸗Meter⸗ Schwellſtaffel: 1. Poſt Berlin 538,4. 2. Spandau 04 5789, Frauen: 100 Meter Kraul: 1. Ständer(Schöneberg) 112,7. 2. Dziallas(Schöneberg):16,7. 3. Kanzlers (Hellas) 118,7. 100 Meter Bruſt: 1. Buſſe(Reichsbahn) :24,8. 100 Meter Rücken: 1. Kandela(Schöneberg) 121,8. 300⸗Meter⸗Schwellſtaffel: 1. Schöneberger FSV 3141. 2. Spandau 04:42. 0 Eisſporttage in Berlin und Hamburg Rießerſee ſchlug den BS Die Eisſporttage im Berliner Sportpalaſt um das Weltmeiſterpaar Maxi und Ernſt Baier waren ſchon lange Zeit vorher ausverkauft, ein Be⸗ weis für die Beliebtheit unſerer Olumpiaſieger. Auch am Sonntag konnte ſich das funge Ehepaar kaum vor dem Jubel retten, der immer wieder Zu⸗ gaben erzwang. Abgerundet wurde das Programm im Eiskunſtlauf durch die Vorführungen der Junio⸗ rinnen von Berlin und Wien ſowie des Berliner Nachwuchſes mit Ulrich Kuhn an der Spitze. Schnell und raſſig war der Eishockeykampf zwiſchen Rie⸗ ßerſee und dem Berliner Schlittſchuh⸗Elub. Die Süddeutſchen, die an Stelle von Nationaltorwart Egginger den Berliner Rotweißen Maus als Schlußmann hatten, ſiegten überlegen mit:1(:), .1,:). Die Tore für Rießerſee ſchoſſen Egger, Schmiedinger und Dr. Schenk(), für Berlin war Ertl erfolgreich. 8 Dem zweiten Eisſporttag in Hamburg wohnten über 10 000 Zuſchauer bei. Berlin gewann wie⸗ derum den Städtekampf im Schnellaufen, während der Eishockeykampf zwiſchen Düſſeldorf und Ham⸗ burg unentſchieden:2 endete. Das Kunſtlaufpro⸗ gramm mit den Geſchwiſtern Pauſin an der Spitze fand wieder den größten Beifall. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat November Abeingegel 21. 22. 23. 2425] Rheinnesel 22 2324 25. n Nannheim 5,01.77.40 4,27 Eheintelder, 2 84.73.70.69 2,70 Kaub.02.75.45 3˙28 Breisach. 2,762.51.52.50.4% Köln..534,27.94.58 Keh!. 375 3,50.413,31.20. Strabura.68 3,50.3.25 3,17 Neckarpegel Maxau 5,69.50 5,27 5,100 5, 00] Mannheim 4, 90 4, 80 4,504 30 Berufserziehung und Betriebs⸗ Kraftfahrer aaenlag für Hanomag ⸗Dieſel⸗ Schlepper g t ˖ ſofort geſucht. 25 580. agelfa 19 3 85 J. Kratzerl's Möbelſpedition, i e Heiurich⸗Lanz⸗Straße 32. Konditore 81d Möbl Zimmer UInnenſtadt), tralhz., fl. 10 Bad, evtl. Telef., Dame, ſof. o. 1. 12. v. berufst. Fräul, udrage en⸗ Narald alleinſt. a Neuer Termin Freitag. 29. November Musenssal- 19. 30 Uhr Der Welt bester Tänzer Mannheim, Oiſfensstrags 27 ild, welches zu⸗ berufst. Hrn. z. v. Abſtellen von Fahrrädern Durch Bekanntmachung vom 138. Oktober 1939 iſt das Parken pri⸗ vater Fahrzeuge aller Art außer⸗ halb von Parkplätzen während der zustellen. Nach§ 41 der StVO wird Eliſabethſchule, D 7(Eing. gegen⸗ Sport, Hauptſtraße 48 25 Ausgabe von Seeflschen H 1 17 8 27 0 l 1 Dunkelheit verboten Es wird aus: Die nächſte Fiſchverteilung erfolgt nach der Kunden⸗ Wir auchen einige Arbelter als Lenz u. Lenz, Ar. 2888 a. 800 J ausdrücklich darauf bingewieſen, liſte, und zwar am Dienstag, dem 26. November 1940, Feruſprech. 279 04. a agoffaum daß unter„Fahrzeuge“ im Siune ab 8 Uhr vormittags gegen Vorlage der weißen Aus⸗ 5 f iraten 0 15 1 F jedrich Wickens dieſes Verbotes auch Fahrräder zu weiskarte zum Einkauf von Seefiſchen in der jeweils Steſlengesuche 5 RNmNahe n Plage: FI verſtehen ſind. Es iſt hiernach ver⸗ zuſtändigen Verkaufsſtelle. Zum Einkauf werden zu⸗ 5 Anſtändig. Fraul Anfragen en. boten, während der Dunkelheit Helglen die Kunden der — Aelterer Mann(Hausangeſt.), 87 1 208 75 Carten RM.50 bis.80 bei K. F, Heckel. 222 den Randſtein ab⸗ erkaufsſtelle Nr. der Ausweiskarte (Fachmann) ſucht., wünscht b. Be,. 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