88 ———— Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 50 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44. Meerfeldſtr. 13, Ne Fiſcherſtr. 1, Fe Hauptſtr. 55. W Oppauer Str. 8. Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. eue Mannheimer Seit Mannheimer Neues Tageblatt Verlag, Schiftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle; K J,-0. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nema zeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 13 Pfennig, 79; ¼ breite Textmillimeterzeile 75 Pfennig. b Rlein anzeigen ermäßtagte Grundpreiſe. gültig iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Nr. 10. 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Es ſcheint noch nicht feſtzuſtehen, bb man als Miſſionschef einen Admiral beauftragen wird oder ob Sir Edmond Jronſide die Leitung übernimmt. Es dürfte ſich jedenfalls bei der Militärabordnung um eine um⸗ fangreiche Delegation handeln. Aus militäriſchen Quellen wird mitgeteilt, daß vor allem viele Offi⸗ ziere der techniſchen Waffengattungen dem Miſſions⸗ chef heigegeben werden ſollen. Von dem zur Verhandlung ſtehenden Militär⸗ protokoll erwartet man hier eine Feſtlegung der ſtrategiſchen und militäriſchen Rolle der Sowjets im Falle eines Angriffs auf Polen und Rumä⸗ nien. Zugleich ſollen die Aufgaben der ſowjet⸗ ruſſiſchen Flottenſtreitkräfte au der Oſtſee wie im Schwarzen Meer und gegebenenfalls im Mittelmeer feſtgelegt werden. Es iſt anzunehmen, daß die Weſtmächte für den Ernſtfall ebenfalls einen Verbindungsſtab in Sowjet⸗ rußland unterhalten wollen wie Moskau einen ſol⸗ chen in Frankreich. In Paris hatte man ſich am Mittwoch einer ge⸗ wiſſen„Vorfreude“ hingegeben und demzufolge am Abend voller Uebereifer den Abſchluß des Dreierpaktes in die Welt gedrahtet. Dies eilt den Tatſachen weit voraus. Die volle Einigung iſt noch immer nicht erzielt. Die politiſche Grundlage harrt nach wie vor der Klärung. In London hielt es die Zeitung„News Chronicle“ für am Platze, dem durch die vorſichtige amtliche Verlautbarung und die halbamtliche Darſtellung entſtandenen Optimismus eine kalte Duſche zu verabfolgen. Das liberale Organ unterhält von allen großen engliſchen Mor⸗ genblättern die weitaus beſten Beziehungen zur Sowjetbotſchaft. Seiner Erklärung kommt daher einige Bedeutung zu, daß nämlich die amtliche Lon⸗ dener Zuverſicht in den ſowjetruſſiſchen Kreiſen nicht ohne weiteres geteilt wird. ö In gereizter Tonart richtet am Mittwoch das dem früheren Außenminiſter Eden naheſtehende große konſervative Provinzblatt„Vorkſhire Poſt“ An⸗ griffe gegen Chamberlain und ſeine Ab⸗ ſicht, das Unterhaus ohne beſondere Einberufungs⸗ vorkehrungen in die Ferien zu ſchicken. Das Blatt ſpricht von den„Gefahren“ einer Vextagung zu einer Zeit, in der„die deutſche Militärmaſchine den gleichen Zuſtand vollſtändiger Bereitſchaft erreicht, den ſie zur gleichen Zeit im letzten Jahr gehabt hat.“ Dieſe Auffaſſung wird auch von einer Reihe von Unterhausmitgliedern geteilt. Daher dürfe man an⸗ fangs der kommenden Woche einen Antrag zur Ver⸗ handlung ſtellen, der eine Art von Bereit⸗ ſchaftdienſt für das Unterhaus und Mög⸗ lichkeiten zu einer ſchnellen Verſtändigung der im Urlaub befindlichen Abgeordneten verlangt. Die Ab⸗ ſicht, einen ſolchen Antrag einzubringen, beſteht nicht etwa auf Seiten der beiden Oppoſttionsparteien, ſon⸗ dern mird hier von einer Reihe nomineller Regie⸗ rungsanwärter erwogen. Es dürfte ſich um die gleiche kruppe handeln, der die„Norkſhire Poſt“ dos Want redet, nämlich um die Eden, Winſtor Churchill, Duff Cooper uſw. Daladier beſpricht ſich mit Chamberlain Drahtbericht un ſ. Pariſer Vertreters f Paris, 27. Juli. Miniſterpräſident Daladier hatte geſtern abend eine eingehende Unterredung mit Außenminiſter Bonnet. Die Beratung drehte ſich um den ſowjet⸗ ruſſiſchen Pakt, zumal das für heute angekündigte gen enenkreffen mit Molotow in Moskau entſchei⸗ end ſein ſoll. Der General Doumene, Oberkom⸗ mandierender des 14. Armeekorps in Lille, der zum ranzöſiſchen Unterhändler bei den Generalſtabsver⸗ handlungen mit der Roten Armee auserſehen ift, Hatte geſtern ebenfalls mit dem Oberkommandieren⸗ den der franzöſiſchen Armee, Gamelin, eine Unter⸗ haltung. Engliſcher Flottenbeſuch in Goͤingen dub London, 27. Juli. „Daily Telegraph“ macht jetzt nach dem Miß⸗ erfolg der Anleiheverhandlungen Propaganda für einen britiſchen Beſuch in Gdingen. In einer War⸗ ſchauer Meldung des Blattes heißt es u..: Man ſei in Warſchau recht betrübt über das unbefriedi⸗ gende Ergebnis der Kreöditverhandlungen mit Eng⸗ land und es beſtehe daher Grund zu der Annahme, daß ein Beſuch britiſcher Kiegsſchiffe in Gdingen in den höchſten Kreiſen Warſchaus warm begrüßt wer⸗ den würde.„Man glaube“, daß ein derartiger Be⸗ ſuch die Deutſchen noch mehr beeindrucken würde als der Beſuch Jronſides in Warſchau(12). 2 Verbot polniſcher Zeitungen für das Protektorat. Das tſchechiſche Innenminiſterium in Prag hat mit ſofortiger Wirkung die Einfuhr und Verbreitung folgender polniſcher Blätter verboten:„Gazeta Polſka“,„Kurjer Warſzawſki“,„Glos Narodu“,„Ex⸗ preß Poranny“,„Czas“ und„Goniee Warſzawſki“. Verdächtige Manöverſpiele: Engliſche Truppen für die Maginollinie!? Juli 1939 150. Jahrgang— Nr. 338 Rußlands Nolle im Einkreijungskri. Das Thema der geplanten engliſch-ſowielruſſiſchen Militürverhandlungen Vom fernöſtlichen Kriegsſchaupla Japoniſche Truppen besetzen den Ort Chaochow. Der bezeichnende Vorſchlag eines franzöſiſchen Heeres-Sachverſtändigen Drahtber. unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 27. Juli. Die Heereskommiſſionen von Kammer und Senat ſind geſtern trotz der Parlamentsferien zuſammen⸗ getreten, um die Berichte ihrer Unterausſchüſſe über die Fortſchritte der franzöſiſchen Rü⸗ ſtungen entgegenzunehmen. Zwei Berichte ſeien beſonders günſtig aus⸗ geſallen, der über die Fortſchritte der Flugzeug⸗ produktion ſowie der über die franzöſiſchen Pau⸗ zerdiviſionen. Dagegen wurde eine Reihe von Kritiken laut hinſichtlich der Flakartillerie und der Munitionsbeſtände, die als noch immer un⸗ geniigend bezeichnet wurden. Der Abgeordnete Beaugitte von der Heereskom⸗ miſſion der Kammer tritt heute in einem Zeitungs⸗ artikel in der„Ordre“ mit einem neuen Vorſchlag hervor, wie die Zuſammenarbeit zwiſchen Frank⸗ reich und England auf militäriſchem Gebiete noch weiter verſtärkt werden könnte. Es genüge nicht, ſagt der Abgeordnete, daß die engliſche Luftflotte Uebungsflüge über Frankreich abhalte und daß die franzöſiſche Marine ihre Flottenſtützpunkte der eng⸗ liſchen Marine zur freien Benutzung überlaſſe. Es genüge auch nicht, daß Englands Truppen an der Parade des franzöſiſchen Nationalfeiertages vom 14. Juli in Paris und franzöſiſche Kriegsſchiffe an der bevorſtehenden engliſchen Flottenparade vom 9. Auguſt teilnähmen. Das engliſche Expeditions⸗ korps der Landarmee müſſe ſich auch jetzt ſchon mit den künftigen Aufgaben eines etwaigen euxopäiſchen Krieges vertraut machen. Sicherlich würde ein Teil der franzöſiſchen Feſtungswerke der Maginot⸗Linie im Kriegsfall von engliſchen Truppen beſetzt werden. Es ſei infolgedeſſen angebracht, ja ſogar not⸗ wendig, meint der Abgeordnete daß jetzt ſchon größere Abteilungen engliſcher Truppen zu Manöverübungen in die Maginot⸗Linie ein⸗ rückten. Sie hätten dort eine ganze Reihe techniſcher Ein⸗ zelheiten kennen zu lernen, die es in der engliſchen Armee nicht gebe. 55355 Der letzte Deutſche auf die Straße! Polen schikaniert weiter Maſſenemlaſſungen volksdeutſcher Arbeiter wegen„Illoyalität“! EP. Warſchau, 27. Juli. Die Kette der polniſchen Maßnahmen und Schi⸗ kanen gegen Volksdeutſche reißt nicht ab. So wird jetzt bekannt, daß bei der Direktion der Kunſtſeiden⸗ fabrik in Tomaſzow eine— ſicherlich dazu auf⸗ geſtachelte— Abordnung polniſcher Arbeiter mit der Forderung vorſtellig geworden iſt, alle„unloyalen und ſtaatsfeindlichen“ Arbeiter zu entlaſſen. Was nrit dieſer Forderung bezweckt werden ſoll, iſt ſofort klar, wenn man erfährt, daß die Abordnung eine Liſte dieſer zu entlaſſenden„ſtaatsfeindlichen“ Arbeiter vorlegte, die ſich ausſchließlich aus volks⸗ deutſchen Arbeitern dieſes Werkes zuſammenſetzte. Die Direktion hat denn auch nicht gezögert, ſofort eine große Zahl deutſcher Arbeiter zu entlaſſen. Der „Expreß Poranny“ iſt zu berichten in der Lage, daß die Entlaſſung von weiteren zweihundert „unloyalen“ volksdeutſchen Arbeitern in dieſem Werk vorgeſehen ſei. Das ſtädtiſche Elektrizitätswerk von Lodz, das im Laufe der letzten Monate ſchon zweimal deutſche Angeſtellte entlaſſen hat, kündigte am Mittwoch den letzten acht deutſchen Beamten und Angeſtellten, die ſchon über fünfundzwanzig Jahre im Dienſte dieſes Betriebes geſtanden haben. Am Dienstag erſchienen in der Kattowitzer Zentrale der Turnerſchaft polniſche Kriminalbeamte und nahmen eine vierſtündige Hausſuchung vor, für die ſie keinerlei Gründe angaben. Die polniſchen Beamten beſchlagnahmten umfangreiches Schrift⸗ material, darunter ein Verzeichnis ſämtlicher deut⸗ ſchen Turnvereine in Polen. Dieſelben Beamten hatten bereits am Tage vorher in den Räumen des MTV Königshütte eine Hausſuchung vorgenom⸗ men. f Was die polniſchen Behörden mit dieſen Maß⸗ nahmen bezwecken, iſt wohl nicht ſchwer zu erraten. (Aſſociated Preß, Zander⸗M.) ede Ein Matroſe des britiſchen Kononenbootes„Sandwick⸗ wacht einen ankernden britiſchen Frachtdempfer. (Aſſoeiated Preß, Zander⸗ M. Ein Zufall? Franzöſiſcher Flottenbeſuch in Malta während der italieniſchen Flottenübungen 5 EP. London, 26, Juli Ein franzöſiſches Flottengeſchwader wird 0 Donnerstag dem engliſchen Flottenſtützpunkt Maß einen amtlichen Beſuch abſtatten und dort bis z 29. Juli bleiben. Es fällt in hieſigen politiſchen Kreiſen auf, d dieſer Flottenbeſuch zeitlich zuſammenfällt m den italieniſchen Flottenübungen zwiſchen Si lien und Libyen. Wie bekannt wurde, befindet ſich unter den Einhe ten des franzöſiſchen Geſchwaders das neue Schlach ſchiff„Provence“(22000 Tonnen). Andere Einhei wurden bisher namentlich nicht genannt. Aus Anlaß des Flottenbeſuchs ſollen Beſprechn . Seite/ Nummer 338 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe en zwiſchen den engliſchen und den franzöſiſchen e Rarineſpitzen im Mittelmeer am Donnerstag und 5 4 kreitag ſtattfinden. 70 570 Die vier Bataillone der auf Malta ſtationierten 11 0 nfanterie⸗Brigade werden, beginnend am Don⸗ 1(erstag, gemeinſam mit den neugebildeten Flak⸗ bteilungen drei Tage lang Uebungen abhalten. iin Dienstag ſind auf Malta zahlreiche Bren⸗ Kaſchinengewehre eingetroffen. Das Gold wird ausgeliefert ſranco erhäl; den von den ſpaniſchen Bolſchewiſten 100 10 verſchleppten Goldſchatz zurück Me srastbe rich unſeres Pariſer Vertreters 40 — Paris, 27. Juli. Das Pariſer Zivilgericht hat geſtern in letzter nſtanz den ſeit Jahren dauernden Prozeß um das old der Bank von Spanien entſchieden. Zu Be⸗ ö Inn des Bürgerkrieges hatten die ſpaniſchen Bol⸗ hewiſten 1,6 Milliarden Gold bei der Bank von (rank reich hinterlegt, um deſſen Beſitz dann leiden⸗ Haftliche Kämpfe entbrannten. 8 0 110 Die nationalſpaniſche Regierung des Generals h ranco hatte ſofort gegen dieſe Goldverſchiebung lxoteſtiert, aber die ſpauiſchen Bolſchewiſten verſtan⸗ 105 hen es immer wieder, einige Strohmänner vorzu⸗ 1% 0[hieben, die ſich als Aktionäre der Bank von Spa⸗ den oder als Gläubiger des ſpaniſchen Noteninſti⸗ üts ausgaben und Anſpruch auf den Goldbeſtand choben. Das Pariſer Gericht hat nun endgültig entſchie⸗ deu, daß niemand anderes als die Bank von Spanien Beſitzerin des Geldes iſt, daß es nur eine Bank von Spanien und nur eine ſpaniſche Regierung gibt und daß daher das Gold ſofort auszuliefern ſei. je die kommuniſtiſche„Humanité“ unter den ütendſten Proteſten berichtet, ſeien in der Tat ſtern abend ſchon mehrere ſchwere Laſtautomobile in der Bank von Frankreich, Filiale Mont de arſan, wo der Goldbeſtand deponiert war, nach panien in Marſch geſetzt worden. as iſt zu verſtehen! anb Tſchungking, 26. Juli. Das Außenamt veröffentlichte heute abend eine klärung über das Abkommen von Tokio. Die Arklärung, in der das für das britiſch⸗japaniſche bkommen gebrauchte Wort„formell“ ſarkaſtiſch in nführungszeichen geſetzt wird, beſagt, daß die Re⸗ ung Tſchangkaiſcheks nicht ihre Enttäuſchung bergen könne über die britiſche Haltung bei der genwärtigen Tokioter Konferenz. Es müſſe außer⸗ dentlich bedauert werden, daß die britiſche Regie⸗ zung die„angeblichen beſonderen Anſprüche“ der ſaniſchen Militärmacht in China anerkenne und t Operationen, die Großbritannien zuſammen ansdeven Mitgliedsſtaten der Genfer Liga bisher mer als„In vaſion und Aggreſſion“ be⸗ ichnet habe. Dann wird die Antwort Chamberlains mit eini⸗ ir Genugtuung zur Kenntnis genommen, und die klärung ſchließt mit der Hoffnung,„daß die bri⸗ che Regierung eine Haltung einnehmen werde, die Uebereinſtimmung ſtehe mit ihren geſetzlichen id moraliſchen Verpflichtungen gegenüber China. Verlegene engliſche Erklärungen 5 anb. London, 26. Juli. Meiniſterpräſident Chamberlain gab am Mittwoch Unterhaus auf zwei Anfragen wiederum eine klärung zu den engliſch⸗japaniſchen Verhandlun⸗ n ab. Er erklärte, daß die Beſprechungen am 24. it in Tokio begonnen hätten, und daß die bis⸗ gen Unterredungen ſich lediglich mit dem Ver⸗ dlungsverfahren und der Feſtſtellung von Tat⸗ befaßt hätten. Auf irgendwelche weiteren chenfragen ließ Chamberlain ſich nicht ein. Im Rahmen der Kleinen Anfragen beſtritt atsſekretär Butler, das England die Rechte Ja⸗ ins in China anerkannt habe, und daß alle wei⸗ zen Verhandlungen zwiſchen England und Japan ider Grundlage der Anerkennung geführt wür⸗ un, daß ein großer Teil Chinas von Japan er⸗ ert ſei, und jetzt unter deren Herrſchaft ſtehe. Der vurabgeordnete Mac Lean gab ſich jedoch mit Antwort nicht zufrieden. Er fragte, wie es ich ſei, daß Verhandlungen zwiſchen der eng⸗ und der japaniſchen Regierung in einem Ge ührt würden, das keinem von beiden gehöre. erwiderte, daß man zuweilen Tatſachen be⸗ igen müſſe, wenn ſie auch noch zu unerfreu⸗ ien.(!) Lean ſchloß mit den Worten:„Ich danke aß Sie das zugeben!“ . weitere Fragen beſtätigte Staatsſekretär daun wieder ausdrücklich, daß das engliſch⸗ ſche Abkommen keinen Wechſel der all⸗ Ren britiſchen Politik China er bedeute.() Waſhingion berät i anb. Waſhington, 26. Juli. ißenausſchuß des amerikaniſchen Bundes⸗ riet am Mittwoch in einer nen Vorſchlag des Senators Vandenberg, ikantſch⸗japaniſchen Handelsvertrag von kündigen. Die Entſcheidung wurde auf die loch in dieſer Woche ſtattfindende Sitzung Der Vorſitzende Pittman teilte nach chluß mit, daß Vandenberg ſich bereit erklärt u Abſchnitt ſeiner Entſchließung zu ſtrei⸗ die Einberufung der Neunmächtekonferenz im feſtzuſtellen, ob Japan das Abkommen ich der territorialen Unverſehrtheit Chinas Verlaufe der Ausſprache erklärte Senator iß England und Frankreich anſcheinend vertraulichen ituliert hätten gegen das Versprechen Der unteriroiſche Kampf der iriſchen Nalionaliſten! 2ſchwere Vombenanſchlüge auf Londoner Bahnhöfe Ein Toter und 15 Verletzte Auch in Liverpool explodierten Bomben Verſchärfung des Anti-Ira-Geſetzes EP. London, 27. Juli. In dem Gepäckaufbewahrungsraum des Lon⸗ doner Bahnhofs Kings Croß explodierte am Mittwochnachmittag eine Bombe, die den Raum völlig in Trümmer legte und nach den bisheri⸗ gen polizeilichen Ermittlungen 16 Perſonen ernſt⸗ lich verletzte. Die Verletzten mußten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zur Zeit der Exploſion hielten ſich zwei junge Mädchen und ein Angeſtellter in dem Raum auf; ſie trugen die ſchwerſten Verletzungen davon. Ein Poli⸗ ziſt, der etwa 25 Meter von der Exploſionsſtelle ent⸗ fernt ſtand, wurde durch Glasſplitter am Kopfe ver⸗ letzt. Es wird angenommen, daß ſich in einem Koffer eine Bombe der iriſchen Extremiſten be⸗ fand, deren Exploſton durch einen Zeitzünder hervor⸗ gerufen wurde: Die Polizei nahm ſofort eine Abrie⸗ gelung der näheren Umgebung vor. Bis jetzt iſt nicht bekannt, ob man den Tätern bereits auf die Spur gekommen iſt. Wenige Minuten nach der Exploſion wurden Beamte von Scotland Yard, die ſich ſeit Anfang die⸗ ſes Jahres mit der Tätigkeit der iriſchen Extremiſten beſchäftigt haben, zur Unterſuchung des neuen An⸗ ſchlages herangezogen. Außerdem hat das Innen⸗ miniſterium Fachleute für Exploſivpſtoffe mit der Unterſuchung betraut. Die Exploſion ſcheint die verheerendſten Folgen gehabt zu haben, die bisher von einem Bomben⸗ anſchlag überhaupt ausgelöſt worden ſind. Von den Verwundeten ſchweben zwei in Lebensgefahr. Einem der Verletzten wurde durch einen Glasſplitter ein unk ing aber Englands Verrat Die Tſchangkaiſchek-MRegierung nagelt die zwieſpältige Chinapolitik Englands feſt des Schutzes ihrer Handelsintereſſen in China- Borah verlangte konkretere Mitteilungen über den Inhalt des engliſch⸗japaniſchen Abkommens, bevor der Ausſchuß Schritte unternehme, die nach Auf⸗ faſſung einiger Ausſchußmitglieder als Schlag ge⸗ gen Japan aufgefaßt werden können. „Künftig getrennte Wege“ EP. Waſhington, 26. Juli. Die engliſch⸗japaniſche Einigung im Fernen Oſten iſt, wie in gut unterrichteten Kreiſen angedeutet wird Gegenſtand eines lebhaften Mein ungsaustau⸗ ſche uz wiſchen London un d Waſhington⸗ Als Ergebnis erwartet man, daß die bisher parallel laufende Politik Englands und Amerikas im Fernen Oſten künftig getrennte Wege gehen wird. von Scot⸗ blut⸗ Finger von der Hand geriſſen; Beamte land Yard fanden dieſen Finger in einem überſtrömten Handſchuh. In der Umgebung des Tatortes ſind die Fenſter und Türen vieler Häuſer eingedrückt worden. In dem Büro ſelber wurden dicke Tragpfeiler wie Streichhölzer geknickt. Die Polizei glaubt, daß man es in dieſem Falle mit einer Bombe zu tun hat, die mit einem ſeither offenſichtlich noch nicht verwandten Sprengſtoff gefüllt war. Ein Todesopfer g EP London, 27. Juli Der Bombenanſchlag auf den Kings Croß⸗Bahn⸗ hof in London hat in den ſpäten Nachmittagsſtunden des Mittwochs das erſte Todesopfer gefordert. Es handelt ſich um einen Paſſanten, dem durch Bomben⸗ ſplitter beide Beine vom Rumpf geriſſen worden waren. Ein zweiter Vombenanſchlag dnb. London, 26. Juli. Ein neuer Bombenanſchlag wurde Mittwoch⸗ abend auf den Gepäckraum eines der größten Londoner Bahnhöfe, dem Victoria⸗Bahnhof, ver⸗ übt. Die Bombe, ein Spreugkörper, wie er von den iriſchen Nationaliſten gewöhnlich verwendet wird, war in einem kleinen Koffer verpackt. Bei der Exploſion wurden in dem Gepäckraum ſehr erhebliche Beſchädigungen angerichtet. Drei Schalterbeamte und mehrere Reiſende, die ſich ſchwer enttäuſcht Nach wie vor betrachtet man in Regierungskreiſen die engliſch⸗japaniſche Einigung als einen wichtigen diplomatiſchen Sieg Japans und erwartet von ihm eine Verſteifung der japaniſchen Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten. Ein undankbarer Poſten anb. London, 27. Juli. Einer Meldung aus Schanghai zufolge wurde am Mittwoch auf den durch die Erneuerungsregierung eingefetzten Bürgermeiſter von Nanking ein Revol⸗ verattentat verübt. Der Attentäter feuerte drei Schüſſe auf den Bürgermeiſter ab, die aber nicht trafen, und entkam unerkannt. Bereits im ver⸗ gangenen Monat iſt ein Anſchlag auf das Leben des Bürgermeiſters verübt worden. eee eee. Großalarm in der Reichshauptſtadt: Berlin probt Fliegerſchutz Alles hat vorzüglich geklappt: Berlin iſt gegen jede Eventualität gewappnet 1 anb. Berlin, 26. Juli. Die ſeit Tagen erwartete große Luftſchutzübung, die am Mittwochnachmittag überraſchend in der Reichshauptſtadt einſetzte, wickelte ſich dank der diſzi⸗ plinierten Bereitſchaft der Berliner Bevölkerung völlig program mäßig ab. Punkt 15 Uhr kündete lautes Sirenengeheul den Beginn der Uebung. Dieſes erſte Signal— dreimal je zwei Minuten Dauerton, unterbrochen durch Pau⸗ ſen von je zwei Minuten— galt jedoch nur zunächſt dem Aufruf des zivilen Luftſchutzes, der ſich nun auf ſchnellſtem Wege an den verſchiedenen über Berlin verteilten Sammelſtellen einzufinden hatte. In voller Bereitſchaft waren ſelbſtverſtändlich auch der behördliche Luftſchutz, Polizei, Feuerwehr, die Formationen des Werkſchutzes in den Betrieben und des Selbſtſchutzes in den Wohnhäuſern. Auch der ſogenannte„Entgiftungsdienſt“, der faſt ausſchließlich von der Stadt, d. h. vom Straßenreinigungsfuhrpark geſtellt wird, war mit Sprengwagen und motoriſier⸗ ten Fahrzeugen pünktlich zur Stelle. Die Feuerlöſchpolizei hatte alle zur Verfügung ſtehenden Mannſchaften mobiliſiert und in ſämtlichen Feuerwachen der Reichshauptſtadt ſah man die Löſchzüge ſtartbereit. Indeſſen wickelte ſich der Verkehr auf den Straßen und Plätzen in gewohnter Weiſe ab, bis dann um 18.50 Uhr pünktlich der Fliegeralarm ertönte. Schon Minuten nach dem Alarm waren die ſoeben noch vom Verkehr der Großſtadt durchfluteten Straßen menſchenleer. Alle Fahrzeuge ſtanden ſtill. Berlin bot in dieſer Zeit einen unwirklichen, beinahe geſpenſtiſchen Anblick. Wenige Minuten ſpäter erklang plötzlich dröhnendes Propellergeräuſch, die erſten Angriffsflieger brau⸗ ſten heran. Kette auf Kette, zunächſt noch in mehreren tauſend Metern Höhe, um dann im Sturzflug herunterzugehen und Bomben abzuwer⸗ fen. Beſonders ſchwer„heimgeſucht“ wurde der Berliner Oſten während die Innenſtadt und die weſtlichen Stadtteile diesmal von den„Bombern“ noch einigermaßen glimpflich behandelt wurden. In der Frankfurter Allee folgte eine Detonation nach der anderen. Ein Warenhaus und die anliegenden Gebäude hatten mehrere„Volltreffer“ zu verzeich⸗ nen. Dunkle Rauchwolken markierten, daß das Dach in Brand geraten war, und eine rote Fahne zeigte an, daß auch der Turm des großen Warenhauſes in Flammen ſtand. Der Fahrdamm wies mehrere tiefe Sprengtrichter auf, die durch ſchwarzes Tuch gekennzeichnet waren. und auch der nahe U⸗Bahnhof Memeler Straße, wurde erheblich demoliert. Na⸗ türlich gab es auch„meßrere Tote und Verletzte“. Aehnlich verheerende Wirkungen hatte der Flieger⸗ angriff auf die anderen Straßen des Berliner Oſtens zur Folge. Inzwiſchen waren ſelbſtverſtändlich die Männer des Luftſchutzes in den Häuſern und Betrieben eifrig mit der Schadenbekämpfung beſchäftigt und bald rückten auch auf den Straßen die verſchiedenen Luft⸗ ſchutztrupps an, ſei es, um die Verwundeten abzu⸗ transportieren, ſei es, um die Entgiftung der ge⸗ fährdeten Gebiete vorzunehmen oder um Gebäude⸗ ſchäden zu beſeitigen. Soweit die Schiedsrichter, die an allen Brennpunkten poſtiert waren, feſtſtellen konnten, klappte die Arbeit der Männer des Luft⸗ ſchutzes vorzüglich. Punkt 20 Uhr verkündete lautes Sirenengeheul den Schluß dieſer erſten Uebung. Inzwiſchen war die Nacht hereingebrochen, und die vorgeſehene Verdunk lung ſetzte ein. Raben⸗ ſchwarze Finſternis herrſchte, wo man auch immer nur hinkam. Dennoch machte die Stadt keineswegs einen toten Eindruck. Im Gegenteil, das Leben lief weiter; denn auch im Ernſtfall iſt es ja unmög⸗ lich, aus ſolchem Anlaß etwa das Leben und Trei⸗ ben in den Straßen völlig abzuſtoppen. Paris hat mit Intereſſe zugeſehen dnb. Parts, 27. Juli. Zahlreiche Pariſer Zeitungen veröffentlichen Be⸗ richte über die Luftſchutzübungen in der Reichshaupt⸗ ſtadt. Insbeſondere findet ein längerer Bericht des Berliner Havas⸗Vertreters Aufnahme, in dem an⸗ erkannt wird, daß während der ganzen Dauer der Uebung unter der Bevölkerung Diſziplin und guter Humor geherrſcht habe. Selbſtverſtändlich können einige wenige Blätter ihr Mißvergungen über die eindrucksvolle Demonſtration des Abwehrwillens und Selbſtſchutzeinſatzes der Millionen Berliner nicht verbergen. So behauptet der„Excelſior“ ſchlankweg,„man“ habe bei der Bevölkerung keinen großen Eifer in der Befolgung der Vorſchriften feſt⸗ ſtellen können. 0 Auch London muß anerkennen anb. London, 27. Juli. Die große Berliner Luftſchutzübung hat großes Jutereſſe in der Londoner Preſſe gefunden. In dem Berliner Bericht der„Times“ heißt es u.., auf das Heulen der Sirenen ſeien die Straßen binnen ſehr kurzer Zeit menſchenleer geweſen. Auch„Dafly Te⸗ legraph“ meldet aus Berlin, daß die Diſziplin der Bevölkerung gut geweſen ſei. Während des Alarms ſeien die Straßen unglaublich ſtill und leer geweſen. Donnerstag, 27. Juli 1999 in der Nähe des Unglücksortes befanden, wur⸗ den zu Boden geworfen, kamen aber mit einem Schock davon. Im Zuſammenhang mit den ſchweren Bomben⸗ anſchlägen auf dem Bahnhof Kingscroß wurden ſämtliche Gepäckräume auf den Londoner Bahnhöfen am Mittwoch von Scotland Yard aus ſyſtematiſch durchſucht. Die Polizei iſt der Anſicht, daß die Atten⸗ täter von Kingseroß die Abſicht hatten, die Bombe in den frühen Morgenſtunden explodieren zu raſſen, jedoch bei der Einſtellung des Zeitzünders einen Fehler begingen. Der Koffer, in dem ſich die Bombe befand, wurde nur 10 Minuten vor der Exploſion aufgeliefert. Ein verletzter Schalterbeamter war in der Lage, der Polizei eine genaue Beſchreibung des Auflieferers zu geben. JC y ͤ K g Wer den Genuß sucht, dart nicht paffen AKan 5, (........ Drei Bomben in Liverpool dnb. London, 27. Jult. In der Nacht zum Donnerstag wurden von den JIRA⸗Männern in Liverpool wiederum drei Atten⸗ tate verübt. Eine Drehbrücke über den Kanal eines Vorortes von Liverpool wurde von einer Bombe ge⸗ ſprengt. Die Trümmer der Brücke fielen in den Kanal, ſo daß der geſamte Schleppkahnverkehr unter⸗ brochen werden mußte. Durch eine andere Bombe wurde kurz darauf die Vorderfront und große Teile der Inneneinrichtung eines Poſtamtes im Zentrum völlig zerſtört. Schließlich explodierte eine dritte Bombe in einem Park. Perſonen wurden durch dieſe drei Exploſionen nicht verletzt. Große Erregung in London Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters 0 London, 27. Jul. Die zwei Bombenanſchläge auf Londoner Bahn⸗ —— hofsgepäckräume und die Attentate auf ein Liver⸗ pobler Poſtamt ſowie auf die Brücke des Schiffs⸗ kanals Leeds⸗Liverpool, haben unter der engliſchen Bevölkerung eine gefährliche Stimmung ausgelöſt. Immerhin war ja die Bombenexploſion im Bahn⸗ hof Kings⸗Croß in ihren Ausmaßen der größte Bombenanſchlag der iriſchen Extremiſten, wobei zweifellos ein beſonders hochexploſiver Sprengſtoff benutzt worden iſt. Da die Unternehmung auch ein Menſchenleben forderte das zweite ſeit Beginn der ſogenannten iriſchen Bomben verſchwörung, dürften die Unterdrückungsmaßnahmen doch einen ſchärferen Charakter annehmen, als die Ausführungen des Innenminiſters Sir Samuel Hoare im Unterhaus 6 zunächſt vermuten ließen. Es machte ſich bei der Exploſion und bei der Be⸗ ſichtigung des Unheils, das von Bomben angerichtet wurde, heftige Aeußerungen des Unwillens im eng⸗ liſchen Publikum bemerkbar, die in einem Falle ſo⸗ gar zu einem Lynchakt an einem zweifellos Unbe⸗ teiligten geführt hätten. Da die Oeffentlichkeit ſich mit halben Maßnahmen nicht zufrieden geben dürfte, iſt wieder mit einer Verſchärfung bzw. bal⸗ digen Abänderung des Ira⸗Geſetzes zu rechnen, das am Mittwoch ſeine dritte Leſung erfahren und da⸗ durch Geſetzeskraft erhalten hat. Die Morgenpreſſe ſetzt ſich in heftigen Aeußerun⸗ gen mit den iriſchen Extremiſten auseinander. „Merzt ſie aus!“ ſchreibt die„Daily Mail“, und der „Daily Expreß“ ſieht in den Anſchlägen einen kla⸗ ren Zuſammenhang ſowohl mit der Geſetzesdurch⸗ beratung wie mit dem von der Polizei ſichergeſtell⸗ ten und vom Innenminiſter mitgeteilten„8“ Plan. Hingerichtet 21jähriger Landesverräter dem Henker übergeben dnb Berlin, 27. Juli. Amtlich wird mitgeteilt: Der vom Reichs kriegs⸗ gericht wegen Laudesverrats zum Tode und zum Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilte Friedrich Lopata, geboren am 12 April 1918 in Nürnberg, iſt heute hingerichtet worden. Der Verurteilte iſt mit dem Nachrichtendienſt eines Nachbarſtaates in Verbindung getreten. Er hat aus Gewiunſucht militäriſch geheime Augelegen⸗ 8 5 und eine Anzahl Spähaufträge aus⸗ gekſthrt. l 5 Haupt ſcheiftleltet ö und verantwortlich für Politik: Dr. Aloſs Win bones Stellvertreter des Hauptſchriftteiters und berantwortlich kür Kultur politik. Theater und Unterbaltung: Carl Onno Elſen bart. . Dr. Fris Bode.— Lokaler Tell: Les Bor th. unſt, Füm und Gericht: Or. Fram Witpelm Koch. Sport Müller.— Südweſtdeutſche Umſchau und Bilderdienſt! C. Fennel ſämtliche in Mannbeim. Schriftlettung im Berlin: 5 Schaffer. Berlin. Südweſtkorſe 80. Beiträge keine Gewähr.— Rückſendung bel RNückvorte. 8 Herausgeber, Drucke: und Verleger: Neue Manundeimer Reiteng Dr Fritz Bode& Co. Mannbeim, R 1, 46. a Verantwortlich far Anzeigen and gelchäftlich. Mritteflunges 1. 1 K 1 0 n 55 Mannheim. 5 ur Zeit Preisliſte Nr. 10 gültig. de Anzeigen der Aus A Abend und A dier teltia in der Ausgabe B 8 Ausgabe A Mittag äber 10 00. Ausgabe Abend äber 9 500 8 85 Ausgabe 8 aber 20 000 8 Geſamt⸗ D. A. Monat Juli über 30 000 Or& F. Für unverlangt eelchelnen 6 * — Oes Mit ſeitigen Zahnzi machen, Magen medizin ſie Rat Chirur gut ſeir Im Balkon tagskaf ſchen il ſchleppe Schlag „Bel a mannh und 15 handlu kaum Richtun Nur nötig, andere zen dir kommt, nen ab Willi! müller poniſte auch a auf A! Mark nig un Erhart ter; Hi denn d Roſita Sie ei oder in erſt im Tja zukrie⸗ für ih! Sie ſa⸗ hindur machen miſcher wacker Weiſe einiger nötigen man d dreißit man u und a All Woche klein wenige gläubig Mode die höc Kanut, ſend u ihn m burtst, Es 1 115 — 8 — Miemmnheimer Stadtnachrichten l F Oes einen Gahlager, des anòdern Ceiò kann man neuralgiſche Schmerzen be⸗ ſeitigen, Tobſuchtsanfälle beruhigen, Verrückte heilen, Zahnziehen und Operationen beinahe ſchmerzlos machen, und wer fleißig ſingt, kann dazu noch das Magengeſchwür wieder wegbringen. alles iſt belegt, 3 in Heidelberg drüben haben Radio in allen Operationsſälen der Neuen Chirurgiſchen Klinik. Aber wozu mögen Schlager gut ſein? Im Sommer, da die Mit Muſtk Das mebiziniſch Fenſter ſich öffnen und die Balkone bewohnbar gemacht werden, der Nachmit⸗ kagskaffee ſich im Garten abſpielt und viele Men⸗ ſchen ihren Grammokoffer auch mit ins Strandbad ſchleppen, da kann man tolle Sachen erleben mit Schlagerfanatismus und Wiederkäuwut. 30 mal „Bel ami“ iſt das wenigſte, was ein Durchſchnitts⸗ mannheimer im Tag über ſich ergehen laſſen muß und 15 verſchiedene Platten gibts in der Muſikalien⸗ handlung. So was tut doch weh und wirkt jedenfalls kaum in der obenerwähnten nervenberuhigenden Richtung. Nun gibt es aber Leute, die ſagen, ſie haben es nötig, ihnen tut der Bel amt im Garten ſo gut wie anderen der Bel canto im Nationaltheater. Sie ſpit⸗ zen direkt darauf, daß er im Rundfunk mal wieder kommt, ſie klopfen und drehen die anderen Statio⸗ nen ab, ſie wollen ihn nicht nur mehr parlando von Willi Forſt, ſondern auch geſungen von Lizzi Wald⸗ müller(mit Theo Mackeben, dem ruhmreichen Kom⸗ poniſten, ſelber am Klavier) genießen, ſte lieben ihn auch als langſamen Walzer von Oskar Jooſt und auf Akkordeon von Will Glané... Die legen manche Mark in Platten an; es gibt Bel amis für 75 Pfen⸗ nig und welche für 2,50 Mark, es gibt ihn quick von Erhard Bauſchke und langſam von Adalbert Lut⸗ ter; Hingegen gibt es ihn nicht von Peter Kreuder; denn der iſt Selbſtverſorger, aber wie wäre es mit Roſita Serrano? Herrlich klingts, und wünſchen Sie ein Photo der Künſtlerin dazu in Platinblond oder in Dunkelblond; denn fernſehen können wir ſie erſt im Herbſt. Tia, die Bel⸗ami⸗Enthuſiaſten ſind nicht unter⸗ zukriegen, und ſie können ſogar Gründe anführen für ihre Verrücktheit, die ihnen ſo viel Freude macht. Sie ſagen: ein Schlager iſt eine Manie, da muß man hindurch, und das beſte iſt, man läßt ſich nicht bange machen, man ſpringt kopfüber hinein in den rhyth⸗ miſchen Trubel, nimmt die Variationen mit, die die wackeren Sänger und Kapellmeiſter dankenswerter Weiſe zum erträglichen Preiſe bieten, und nach einigen Wochen iſt man geheilt. Und wenn man die nötigen Groſchen nicht locker machen kann, ſo kaufe man die Noten und ſpiele drauflos, zehn⸗zwanzig⸗ dreißigmal am Tage; ſolange es nicht klappt, kann man mit Geſang manchen Fehler ſchön überdecken, und alsbald hat man's hinter ſich. Alles ſchön und gut, ſo habe ich Bel ami in einer Woche und„Good⸗bye, Jonny“ in vierzehn Tagen klein gekriegt. Aber die übrige Menſchheit liebt weniger intenſiv und verweilt noch ganz naiv und gläubig bei Genüſſen, die eigentlich längſt aus der Mode ſind. Bel ami war im weinſeligen Koßß⸗Zelt die höchſte aller Freuden, ſo gut wie im ſportlichen Kanutenzeltlager, er iſt im Eiſenbahnabteil anwe⸗ ſend und in allen Cafshäuſern, der Beſuch bringt ihn mit, und die beſte Freundin will ihn zum Ge⸗ burtstag haben. Da ſtößt er einem allmählich auf. Es bleibt ein ſchwieriges, ja vielleicht ein unlös⸗ bares Problem: ſoll man den Schlager⸗Schnaps in einem Zuge austrinken und den Rauſch durchſtehen, wo doch die anderen einem noch hintennach, wenn man, längſt verkatert iſt, noch immer zuproſten? Oder ſoll man nippen und hier und da ein Schlückchen wa⸗ gen, aber dann raſt er einem dauernd im Gehirn rum, man pfeift, ſummt, ſingt, gröhlt, brummt, trommelt, und er geht nicht weg und geht nicht weg: Du haſt Glück bei den Frau'n, Bel ami Es gibt kein Entrinnen, er klingt auf Spitzber⸗ gen und in der Wüſte Kalahari. Es hilft nur eiſer⸗ nes Durchſtehen, und drum: als widder die Platt druffgemacht, awwer e leiſe Nodel, daß ſe net zu bummſe anfange, die arm' Nochbersleit! Mie man Wenn jemand in der Schule oder im Sport Erſter wurde, ſo weiß man aus reicher eigener Erfahrung, wie es dabei zugeht. Und wenn bei einem Preisaus⸗ ſchreiben ein Künſtler oder Architekt ſich auszeich⸗ nete, ſo iſt man auch nicht ganz unwiſſend, und hat eine Ahnung von eingeſandten Arbeiten und einer ſachverſtändigen Kommiſſion, die ſich damit befaßt. Aber wenn ein Handwerksmeiſter zum Gau⸗ und Reichsſieger erklärt wurde, ſo iſt die Sache bedeu⸗ tend komplizierter und vielgeſtaltiger; denn hier ſpricht nicht nur das fertige Wepk und der vortreff⸗ liche Entwurf, auch nicht die durch Punkte oder Metermaß meßbare Leiſtung des Sporklers, ſon⸗ dern es kommt dazu, daß ein Betrieb dahinterſteht, der an der Leiſtung und dem Werk mitbeteiligt iſt, und daß man von der intimen Zuſammenarbeit zwiſchen Meiſter und Gefolgſchaft alter Handwerker⸗ tradition entſprechend ganz beſonders Erfreuliches zu melden erwartet. Denn im rechten Handwerker⸗ kleinbetrieb ſchlafen die Geſellen auch im Hauſe, iſt der Meiſter auch moraliſch für den Lehrling mit ver⸗ antwortlich, iſt die Tiſchgemeinſchaft ein Band, das die Gefolgſchaft beſonders eint und an die Familie anſchließt. Nun kann es mit dieſen Dingen, je nach techniſchen und organiſatoriſchen Vorausſetzungen in den ein⸗ zelnen Betrieben ſehr verſchieden ſein, und ſo zeigte ſich es auch bei einem Rundgang bei den vier Mann⸗ heimer Reichsſiegern dieſes Jahres, daß ihre Lei⸗ ſtungen nicht nach einem Schema gemeſſen wurden. Recht verſchiedenartig und darum intereſſant iſt die Auskunft, die ſie über Ausſtellung, Begutachtung und Beſichtigung ihrer Werkſtücke und Betriebe geben. Leider gibt es vielfach nichts mehr zu ſehen von dem was ſie zur Ausſtel⸗ lung in der Rhein⸗Neckar⸗ Halle ſeinerzeit anfertigten. Die Erzeugniſſe von Bäcker und Metzger ſind vergäng⸗ licher Natur, und es kam ja gerade bei ihnen auch darauf an, das zu zeigen, was alle Tage aus ihrem Betrieb herausging. So hat Meiſter Friedrich Häffner halt ſeine Bröt⸗ chen, Zwiebacke, Kuchen und Schneckennudeln wie ſonſt eingeſchickt... Aber auf einmal war eine Kommiſſton, recht plötzlich und unverhofft aus Magdeburg und Köln kommend, da ſchaute nicht nach den Backwaren, ſondern auch nach dem Betrieb, ſprach mit den Geſellen, fragte, was man zu Weihnachten gekriegt und wie man den 1. Mai gefeiert, ging in den ſchönen Raum für die Gefolgſchaft, eine richtige gute Stube, hinauf, über⸗ prüfte auch die Unterbringung und ſah wie liebevoll und reinlich dies auf engem Raum geſchehen war, guckte nach 1 Mehllager und nach dem gewaltigen Ofen, nach Maſchinen zum Kneten und zum S Schaum⸗ ſchlagen, und unterſuchte nicht zuletzt wie man es mit dem Vierjahresplan halte. Zwar ſpielt die 2 wendung irgendwelcher neuartiger Werkſtoſſe außer beim Eiweiß im Bäckerhandwerk keine nennenswerte Rolle, aber grundſätzlich iſt es eine Vorausſetzung für das erfolgreiche Beſtehen des Handwerks in unſerer Zeit, daß man in allen techniſch⸗handwerk⸗ lichen Fragen auf der Höhe iſt, und daß die Liebe zum Althergebrachten, die ihm eignet und eignen ſoll, nicht dazu verführt, ſich vom techniſchen Fort⸗ ſchritt überholen zu laſſen. Da nun Meiſter Fried⸗ rich Häffner in allem auf der Höhe war, in meiſter⸗ licher Beherrſchung ſeines Fachs ſowohl wie in der fürſorglichen Betreuung ſeiner Gefolgſchaft, ſo wurde er eines Tages vom Gauſieger zum Reichsſieger Ver⸗ befördert und erhielt vorige Woche die ſchöne Ur⸗ kunde feieplich verliehen. Er ſtammt aus dem Bauland, bei Oſterburken, kam 1908 nach Mann⸗ heim, arbeitete eine Zeit bei ſeinem Onkel in der Schwetzingerſtadt und errichtete dann das Geſchäft im Zentrum. Bei Meiſter Arnold Laukötter war der Vierjahresplan auch wich⸗ tig, es mußte ein Stoff mit 35 v. H. Zellwolle verarbei⸗ tet wenden. Aber ſein Her⸗ renanzug war doch ein Er⸗ zeugnis von ſolcher Güte in moderner Linienführung deutſcher Herrenmode die⸗ ſer Saiſon, weich verarbei⸗ tet ohne viel Polſterung,— da ſprach das Werkſtück klar für ſich. Wer es geſehen hat, der weiß ein⸗ für alle⸗ mal, welche ungeheuren Unterſchiede es in der Her⸗ ja freilich auch im Preis zum Ausdruck kommt.. Um es kurz zu machen: wenn die Filmhelden immer ſo beſonders tadellos daher⸗ kommen, dann iſt das nicht ihre Figur allein! Es iſt aber auch nicht eine Kunſt der Vertuſchung und Cachierung, ſondern ein guter Anzug iſt eine Lei⸗ ſtung für ſich, wenn er richtig gebaut iſt, ſitzt er auch bei Leuten ähnlicher Figur, wie ich erſtaunt feſtſtel⸗ len konnte als Meiſter Laukötter mir eins ſeiner Meiſterſtücke über die Schulter ſchob. Er hat näm⸗ lich immer mehrere, und machte ja auch dieſes Jahr den 1. Preis auf der Bezirksausſtellung Baden. Allerdings, den Anzug aus der Ausſtellung in Frank⸗ furt wollte er ſchon lange aus Frankfurt wieder haben; aber da hieß es: Laſſen Sie ihn da, Sie lie⸗ gen bei der Spitze. Und ſo kam er zu ſeinem jetzigen Ehrentitel, ganz ohne Kommiſſion und Beſichtigung, wenn auch ſein Sohn und ſeine Geſellen in den welt⸗ anſchaulichen Dingen Beſcheid wiſſen mußten. Lau⸗ kötter iſt, wie der Kenner hört, Weſtfale, aber ſchon ſeit 1899 in Mannheim. renkleidung gibt, was Meiſter Felix Win k⸗ ler ſtammt aus Sachſen, aus der Chemnitzer Ge⸗ gend, wo ſie in der Wurſt⸗ lerei beſonders tüchtig ſind, wurde Schwiegerſohn des alten Mannheimer Metz⸗ germeiſters Merkel, und ſtbernahm 1933 das Ge⸗ ſchäft, das heute auch noch den Namen vorm. Merkel trägt. Hier wurde wieder das Tägliche an Wurſt und Schinken zur Begutachtung vorgelegt, und die Kom⸗ miſſion kam wieder ange⸗ rauſcht, ganz plötzlich, von Heidelberg telephoniſch angemeldet,— ſchon war ſie da. Nun gibt's beim Winkler aber auch allerlei Vorbildliches zu ſehen: der kleine, aber reine und geſchmackvoll gebaute Verkaufsraum, die ſchönen cege ie Wir befragten die vier Mannheimer Handwerksmeister, die jetzt Reichssieger wurden Betriebsanlage der Firma Auto⸗Schmitt Käfertal Zimmer für Geſellen und Verkaufsperſonal, Duſchraum, der Dachgarten, auf dem ſchon Feſte ge⸗ feiert wurden, der Hof, wo ein Vers ſteht alſo fangend„Arbeit iſt das Zauberwort des Glückes Seele— Arbeit iſt des Friedens Hort 7 Vor allem aber das Gefolgſchaftszimmer, wo die Leute ſich in der Freizeit aufhalten, frühſtücken und veſpern, iſt in ſeiner Raumausnutzung und Aus⸗ ſtattung mit Täfelung und Schmuck durch Bücher, Teller und Kannen ein Kleinod und Vorbild der gütigen und weitſchauenden Fürſorge für das Wohl der Mitarbeiter im Betrieb, und ſo war es alſp, alles zuſammen genommen, nach Leiſtung, techniſcher Einrichtung, Vierjahresplan, Weltanſchauung und ſozialem Geiſt nicht zu umgehen, daß der Preis nach Mannheim fallen mußte. Beim Auto⸗Schmitt in Käfertal, einem alten! lagen die Dinge wieder ganz anders“ Benzianer, Die Grundlage war ſchon dadurch gegeben, daß er die Auszeichnung„Vorbildlicher Kleinbetrieb“ ſo⸗ wieſo ſchon beſaß. Und ſo ſchaute man vor allem auf das Werkſtück ſelber, ein Modell 1110 von ſeiner Schnelldienſt⸗Einrichtung, die auf Frankfurt Bewunderung genug erregte, weil ſte⸗ zeigt, wie man ſo eine Anlage auch handwerklich auf⸗ bauen kann. Es iſt ja vor allem der Heber, eine Winde mit Spindelantrieb, etwas weil man hier ohne Preßluft mit derſelben Zeit wie ſonſt den Wagen hebt, Störungen mit in Kauf nehmen zu müſſen, die eine komplizierte Maſchine mit ſich bringt. Das alles nun wurde mit transportabler e und Alt, ölabfluß in der Freizeit von über 2 Monaten von der ganzen Gefolgſchaft im Modell hergeſtellt, daß ſie auch im Sport gut war, verſteht ſich be Motorfachleuten von ſelber. Unter den intereſſanten Fragen weltanſchaulicher Natur, wurden, ſind zu neunen:„Die Kulturaufggben des Handswerks im Dritten Reich“,„Die Aufgaben des Handwerks im Vierjahresplan“,„Die Bedentung Großdeutſchlands für den Weltfrieden“,„Das Ver hältnis von DA zum Handwerk“. Es iſt noch zu erwähnen, daß die Firma in Baden konkurrenzlos Gauſieger wurde, daß es aber im Reich viele andere Spitzenreiter gab. So wurde das Handbetrieb in ohne die d 0 Sehenswertes ung, an⸗ Arbeit it! 1 der Ausſtellung in 11 1 1 1 ö 1 115 1 0 1 die beantworte Erfindung, einem neuartigen ſelbſttätigen Kupp⸗ lungsſtück für Laſtwagenanhänger. Das Model, wird in Bälde in einem Fenſter des Berufs erziehungswerk in O 4 ausgeſtellt werden, und dis Leute, die ſich für ſchnelle Reparatur der Wagen, gleichzeitiges Arbeiten von unten und von der Seite — intereſſieren, werden was zu debattieren haben Die wichtigſte iſt: die Betriebsgemeinſchaft! Hr. (4 Photos Privat Dieses Zeichen bürgt tür telnste Mazarbeit 8 Telia dia lbes vorm. Karl Merkel Feine Fleisch- und Wurstwaren Nlecloi cli R 4, 22/23 Auf 22571 0 5, 12 Manni guf 25237 DACTFEEREI und ONO ITO RE OHeI- Vertretung Heparalur-Verhtsldlfe N N V N I 2 F Feinspiecher 5357 92 n ö a Groß- Canksfelle HJU TO SU WEH Lehre aus dieſem Rundgang aber nicht der Meiſter allein iſt Reichsſieger, ſondern 115 1 338 4. Seite Nummer Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 27. Juli 1999 Mars heute in Erdnähe Heute um 22 Uhr kommt der Planet Ma der Erde am nächſten. Er geht heute bei 1 MNannheim um 20 Uhr 1 dermann ſofort an die Marskanäle. Da aber 1 8, der rote Stern, der gegenwärtig am Abendhimmel ſteht, mit einem Abſtand von nur 58 Millionen Kilometer ins in 35 Min. auf, ſteht um 24 Uhr 16 Min. genau im Süden und geht um 3 Uhr 56 Min. wieder unter. Wenn vom Mars geſprochen wird, dann denkt je⸗ zie l wiſſenſchaftliche Forſchung ihr Beſtehen für unwahr⸗ J ſcheinlich hält, wollen wir heute von einer Merkwürdigkeit des Mars berichten, die den 1 a a 1 14 1 5 71 anderen Vorzug hat, bewieſen werden zu können, nämlich von den bei⸗ den Monden des Mars. Dieſe beiden Körper gehören wegen ihrer heit zu den b Durchmeſſer Dabei ſtehen ſie dem Planeten ſehr nahe; der Nond Phobos iſt nur 6000 Kilometer von der Durch dieſe kleine Entfernung haben beide Min. und 30 Std. 18 Min. (brägt, ergeben ſich für die Monde merkwürd Illſcheinungen. Der innere Mond Phobos macht gleichen Zeit über drei Umläufe rechtläufig, d and im Oſten unter. Dabei ändert er für and damit auch ſeine Größe, die bei dem Du Weſten nach Oſten und geht daher im Weſten Klein⸗ ſchwierigſten Objekten des Himmels. Ihr wird auf höchſtens 10 Kilometer geſchätzt. innere Mars⸗ oberfläche entfernt und auch der äußere Mond Dei⸗ mos hat nur eine Entfernung von 20 000 Kilometer. Monde (ientprechend kurze Umlaufzeiten, nämlich 7 Stunden 2 Nachdem die prehungszeit des Mars aber 24 Std. 37 Min. be⸗ Um⸗ ige Er⸗ in der . h. von auf einen Beobachter auf dem Mars laufend ſeine Entfernung rchgang urch die Mittagslinie etwa„ des Monddurchmeſſers beträgt. Hiezu kommt noch, daß er bei jeder Voll⸗ Mas S Atelier Silch bürgt für erstelassigen Sſtz, beste Vefaf- beitung und zeſtſose Formschönheit FEIN STF STOffkE Ecke Kkelserring 1 14, 11 fNuf 21602 8 2 nondſtellung infolge der geringen Im Gegenſatz zu dieſem überaus raſchen ies Mars unterſcheidet. Tagen hat er den Weſthorizont erreicht, um gehen. allen wenn er dem Planeten ſo nahe rückt, M nondoberfläche größer wird als die es Mondeß ſelbſt auf dieſen Punkt. , om Mond, d. e ah en Planeten. i eſchaffenheit von Mond und Planet vorau laneten. Für den inneren Mond Phobos ie Entfernung 2,77 Marsradien. ie Möglichkeit, daß der eſehen— abſehbarer Zeit verſchwindet. Und das nennt ſich Sommer Ai freundlicher das Wetter wird. Die kalt VwWkiſchen Luftmaſſen haben es uns angetan un auch Abkühlung gen Regenſchauern eine Hürden. gkonaten, eine Temperatur, die im Tagesmi brad viel zu niedrig. Immerhin pflegen T Nürſtürze im Juli, die übrigens gar nicht ind, meiſt nicht von langer Dauer penn auch der Reichswetterdienſt im aldige Beſſerung machen kann; dazu iſt die i 85. Geburtstag. Frau Wilhelmine Len Naunheim⸗Rheinau, Relaisſtraße 63, beging ren 83. Geburtstag. Wir wünſchen Frau L n zählt, noch viele Jahre eines ſchönen bends. er 8g. Geburtstag. Frau Katharina me., geb. Hennrich, Mannheim⸗Neckarau, ärtenſtraße Il, feiert am 27. Juli ihren Unſern herzlichſten Glückwunſch! 10 A kurtstag. ung der Jungen und Mädel im Landdienſt burden in dieſem Jahre 26 Lager für 590 teu eingerichtet werden müſſen. ritte at begonnen. In dieſen Tagen s Reichsluftſchutzbundes und letzten Ende eutſchen Volksgenoſſen zugute. zu Neigung feiner Hahn in den Planetenſchatten eintritt, daß alſo bei sdem Vollmond eine Mondfinſternis ſtattfindet. Mond keht der äußere Mond Deimos, deſſen Umlaufszeit ich nur um ſechs Stunden von der Umdrehungszeit Er geht natürlich im Oſten uf, bleibt aber dann wie angenagelt an einem Ort tehen, d. h. ganz angenagelt iſt er nicht, aber er be⸗ pegt ſich nur ganz langſam am Himmel, während ie Sterne hinter ihm hinweggleiten. Erſt nach drei unter⸗ Nach der Grapitationsthevrie muß ein Mond zer⸗ daß die um Sgeſetzt, ei einer Entfernung von 2,44 Planetenradien vom beträgt Es beſteht daher Mond in— aſtronomiſch K. B. kemperaturen niebriger als im März! „Für die Jahreszeit zu kühl“, ſagt ſchlicht der Petterbericht, den man umſo eifriger ſtudiert, je en ark⸗ d neben gebracht Hit Temperaturen, die dem März alle Ehre machen f Minimum 4,6 Grad meldet der Feldberg un Taunus, alſo weniger als in den Vorfrühlings⸗ ttel mit i% Grad 48 Grad unter dem Normalmittel liegt. uch das Tagesmittel im Flachland mit 14,8 Grad 4 1 für ein jahreszeitliches Normalmittel von 19,1 empera⸗ o ſelten fein, Augen⸗ % lic noch keine beſtimmten Hoffnungen auf eine Geſamt⸗ petterlage noch viel zu unbeſtändig und unruhig. z Wwe., geſtern enz, die it bald einem halben Jahrhundert zu unſeren Le⸗ Lebens⸗ Geier Rhein⸗ 83. Ge⸗ en 26 HJ⸗Landdienſt⸗Lager. Für die Unterbrin⸗ der HJ Jungen höht werden, ſo daß bis dahin in Zuſammenarbeit wiſchen HJ, Kreisbauernſchaften und den landwirt⸗ ſchaftlichen Genoſſenſchaften etwa 80 Landdienſt⸗Lager zn Kauft die Loſe des Reichsluſtſchutzbundes! Die Geldlotterie des Reichsluftſchutzbundes 1939 5 werden die zum Preis von 90.50 Mik. durch die Amtsträger des Keichsluftſchutzbundes ſowie durch den gewerblichen bshandel, durch ſämtliche Banken und Sparkaſſen erkauft. Jeder Volksgenoſſe, der den Erfolg dieſer otterie des Reichsluftſchutzbundes durch Loskäufe dert, unterſtützt unſere Landeswerteidigung, denn er Reingewinn dieſer Lotterie kommt der Arbeit Loſe 5 jedem Heute abend Premiére: Carrafani iſt da! Der Amzug des Zirkus von Ludwigshafen nach Mannheim Tierherden und Wagenkolonnen kamen über den Rhein Sirkusleute ſind Lebenskünſtler Heute abend beginnt dag Mannheimer Gaſtſpiel des Zirkus' Sarraſani. Das Zirkusleben iſt voll Unruhe. Die Zirkus leute haben nirgends eine Bleibe. Sarraſani zum Beiſpiel beſucht jährlich rund ſechzig verſchiedene Städte. Jedes Gaſtſpiel dauert durchſchnittlich nur fünf bis ſechs Tage. Wenn mancherorts daraus z vei oder drei Wochen werden, ſo heißt das zugleich, daß der Aufenthalt an vielen anderen Orten erheblich unter der genannten Durchſchnittsdauer bleibt. Es iſt ein ewiges Wandern. Dieſe Unſtetigkeit, die ſo gar nichts mit bürger⸗ licher Bequemlichkeit gemein hat, verlangt, daß alle im Bannkreis des Zirkus' Stehenden Lebens⸗ künſtler beſonderer Art ſind. Das einzig Konſtante iſt die dauernde Veränderung. Nur wer da mit Luſt und Liebe ganz bei der Sache iſt, hält durch. Jeder Tag verlangt neue Bewährung in der Lichtflut der Scheinwerfer und unermüdliches Trai⸗ ning in nüchterner Morgenarbeit. Die Zirkusleute eſſen ein hartverdientes Brot, aber ſie lieben den⸗ noch ihren Beruf mit einer Inſtändigkeit ſonder⸗ gleichen. Sarraſani kommt aus Ludwigshafen zu uns. Auf dem„Neuen Meßplatz“ der Nachbarſtadt ſtanden geſtern noch ſeine Zelte. Zum Schluß des viertägigen Gaſtſpiels gab er eine Nachmittagsvorſtellung, zu der— nach altem Brauch— auch Waiſenkinder und bedürftige alte Leute eingeladen waren. Nochmals rollte das bunte Geſchehen ab, aber außerhalb des großen Zeltes herrſchte ſchon Unruhe. Das Brum⸗ men von Laſtkraftwagenmotoren und das Rollen non Zugmaſchinen drangen in das Zelt. Der Zirkus war bereits im Aufbruch nach Mannheim. Die Wohnwagen hatten ſogar ſchon die Fahrt nach Mannheim angetreten. Tier⸗ und Materialwagen folgten nach feſtem, in langjähriger Uebung erprob⸗ tem„Fahrplan“. Lipizzaner, Trakehnen, Araber⸗ hengſte, ungariſche Raſſepferde, Ponys, Zebras und Lamas traten gruppenweiſe zu Fuß den Marſch über den Rhein an. Als die Beſucher der letzten Vor⸗ ſtellung das Zelt verließen, war die Faſſade ſchon faſt ganz abgebrochen. Und bald begann die Nieder⸗ legung des Chapiteaus ſelber. Hinter den Kuliſſen Wir hatten Gelegenheit,„Hinter den Kuliſſen“ Zeuge des Aufbruchs zu ſein, und ſahen ſo wieder einmal die nüchterne Seite des Zirkusbetriebs. Da trottete die Tigergruppe durch den Laufgang zurück in die eiſenbewehrten Wagen; der Applaus war noch nicht verrauſcht, und ſchon wurden die l knziehungskraft des Planeten auf einen Punkt der aubtierfahrzeuge zur Abfahrt fertig gemacht. Spä⸗ Schwerkraft Der betref na ende Mondteil wird dann gewichtslos und lößt ſich h. der Mond ſelbſt lößt ſich auf und inne Beſtandteile ordnen ſich in einem Ring Dieſe Grenze liegt, gleiche Maßen⸗ ker ſtölpern die Lipizzaner, die ſoeben noch auf Frau Trude Stoſch⸗Sarraſanis Wort ge⸗ hört hatten, aus der Arena und wurden ſofort von Stallburſchen in Empfang genommen, um ebenfalls nach Mannheim abzurücken. So wurde jede Num⸗ mer des Programms ſogleich„abgebaut“. Nur die zwölf Elefanten durften nochmals in ihr Zelt zurück. Man wollte ſie nicht gerade während der Hauptverkehrsſtunden in Marſch ſetzen, ſondern die ruhigeren Abendſtunden abwarten. Der Verkehrs⸗ lärm hätte vielleicht doch einmal das eine oder andere Tier der 17 Köpfe ſtarken Dickhäuterherde in Auf⸗ regung bringen können, und dem wollte man vor⸗ beugen. Wir in Mannheim erinnern uns in dieſem Zu⸗ ſammenhang an den vor noch gar nicht ſo langer Zeit im Schlachthof wildgewordenen Elefantenbullen und an ſein bitteres Ende. Zur Beruhigung ſei geſagt, daß ſich in Sarraſanis Elefantenherde kein Bulle befindet. Man hat mit den männlichen Tieren nicht die beſten Erfahrungen gemacht und nimmt ſie deshalb nicht mehr mit auf Tournse. In Sarraſanis Elefantenzelt ſteht übrigens heute noch „Mary“, das Lieblingstier des auf der amerikareiſe verſtorbenen Vaters des jetzigen Di⸗ rektors Stoſch⸗Sarraſani.„Mary“ hat die ſchwere Brandkataſtrophe, von der der Zirkus im Jahre 1933 in Antwerpen heimgeſucht wurde, mit⸗ gemacht und trägt an ihrem Körper deutlich ſichtbare Brandmale. Daß ſie damals am Leben erhalten werden konnte, war überhaupt erſtaunlich. Ein ganzes Jahr lang— ſo erzählte man uns geſtern— konnte ſich das Tier nicht hinlegen, weil die ſchwe⸗ ren Wunden immer wieder aufzubrechen drohten. „Mary“ hing zwölf Monate hindurch in einem Trag⸗ gurtbündel, aber ſie wurde durchgebracht, und das war ja die Hauptſache. Heute frißt ſie das Gnaden⸗ brot und braucht nicht mehr zu arbeiten. Der Aufbau am Adolf-Hitler-Afer Im gleichen Rhythmus, in dem die Zeltſtadt auf dem„Neuen Meßplatz“ in Ludwigshafen zuſammen⸗ ſchmolz, nahm das Leben auf dem Gelände zwi⸗ ſchen Kobellſtraße und Kronprinz en⸗ ſtraßſe, dem Standplatz des Zirkus in Mannheim, zu. Am Spätnachmittag ſtanden da bereits alle Tierzelte, und ſie füllten ſich raſch mit wert⸗ vollem lebendem Inventar. Unzählige Neugierige verfolgen die Ankunft der Pferde. Die Buben aber intereſſierten ſich beſonders für die an der Bau⸗ art als Raubtierwagen zu erkennenden Fahrzeuge. Sie kletterten außen hoch und„ſtibitzten“ in die klei⸗ nen Luftlöcher, um ſtrahlend den Umſtehenden zu verkünden:„Do ſin Tiger drin!“ oder„Es ſin bloß Eisbäre“. Wagen auf Wagen rollten heran. Sie wur⸗ den meiſt von einem erſtaunlich wendigen Raupen⸗ Schlepper an Ort und Stelle gezogen. Da und dort tauchten auch Geſtalten auf, in denen unſchwer Ar⸗ tiſten erkannt wurden. Aber daß ſich auch unter dem ſchlichten Kleid des Stallburſchen Artiſten von hohem Können verbergen, das ahnten die Zuſchauer meiſt wohl nicht In der vergangenen Nacht ſchon erſtrahlten die vier Pylome des im Entſtehen begriffenen Zirkus⸗ portals im hellen Licht unzähliger Glühbirnen. Heute früh nun begann man mit dem Aufrichten des großen Rundzeltes, das 4000 Perſonen Platz bietet. Die beiden Maſten waren bereits im voraus aufgeſtellt worden. Sicherlich wird das Zelt gegen Mittag fertig ſtehen. Heute abend werden die Beſucher der Première alles zum Beſten vorberei⸗ tet finden. m Süd⸗ Nochmals: Der vergrabene Schatz am Neckar Zu dem unter dieſer Ueberſchrift in unſerer Mon⸗ tag⸗Frühausgabe veröffentlichten Gerichtsfall wird uns aus Unterſchönmattenwag mitgeteilt, daß der dort wohnhafte Gerhard Ehret ſelbſt⸗ verſtändlich nicht mit dem ſchon ſeit vielen Jahren in Mannheim wohnhaften Angeklagten gleichen Namens identiſch iſt, mit dem er überhaupt in keinerlei Beziehung ſteht. Weißkohl im Aeberfluß Das geht Hausfrauen und Gaſtſtätten an! Die Ernte an frühem Weißkohl iſt in dieſem Jahr überaus gut ausgefallen. Die reſtloſe Ver⸗ wertung iſt zur Zeit in Frage geſtellt. Es geht aber nicht an, daß auch in der Zeit einer guten Ernte wertvolle Nahrungsmittel durch Abſatz⸗ ſtockung verloren gehen. Es ergeht deshalb an alle Volksgenoſſen, insbeſondere aber an unſere Haus⸗ frauen die dringende Bitte, Kohl in jeder Form, alſo als Friſchgemüſe in den verſchiedenſten Zu⸗ bereitungen oder als Sauerkohl, oder als Salat für die Ernährung zu verwenden und dadurch zur Unterbringung der großen Ernte beizutragen. Auch die Speiſeküchen und Gaſthäuſer werden gebeten, ſich dem Vorgehen der Haushaltungen anzuſchließen. * Hochbetrieb bei der Reichsbahn. Trotz des wenig erfreulichen Reiſewetters herrſcht bei der Reichsbahn augenblicklich ſtärkſter Betrieb, der an manchen Tagen die Heranholung letzter Perſonal⸗ reſerve notwendig macht. Der Ferienverkehr hat noch keineswegs nachgelaſſen und jetzt wird die Reichsbahn einen weiteren„Stoß“ durch badiſche und theiniſche Ferienreiſende bekommen, der den Einſatz von Sonderzügen und Zugverſtärkungen not⸗ wendig macht. Wenn man auch den Geſamtverkehr fetzt noch nicht vollkommen überblicken kann, ſo kann doch ſchon feſtgeſtellt werden, daß in dieſem Sommer anſcheinend noch mehr gereiſt wird als im ver⸗ 15 Jahr, das an ſich ſchon eine Verkehrsſpitze rachte. ** Das Tragen des Ehrenkreuzes der deutſchen Mutter. Auf zahlreiche Anfragen betreffend die Trageweiſe des Ehrenkreuzes der deutſchen Mutter teilt die Präſidialkanzlei des Führers mit, daß das Ehrenkreuz der deutſchen Mutter in der verliehenen Ausführung(Großausführung) nur in der vom Führer beſtimmten Form am blau⸗weißen Band um den Hals getragen werden darf. Kleinausführungen ſind nur nach den amtlich genehmigten Muſtern zuläſſig. Das Tragen des Ehrenkreuzes der deut⸗ ſchen Mutter an goldenen oder ſilbernen uſw. Hals⸗ ketten iſt weder für die Großausführung noch für die Kleinausführung zuläſſig, Roſenpflege im Sommer Ende Juli iſt die erſte Blüte der Roſen beendet. Während der Zwiſchenzeit, die bis zum Auguſt dauert, brechen nur wenige einzelne Blüten hervor. Unere Aufgabe iſt es, die Roſen ſo zu pflegen, daß ſie die reiche zweite Blüte bringen. Nach dem Ab⸗ blühen müſſen wir grundſätzlich alle Blütenſtände entfernen. Einmal ſind die vergilbten oder bräunlich verfärbten Blütenblätter ein häßlicher Anblick, zum anderen geht dann die ganze Kraft der Pflanze in die Hagebutten. Dadurch wird die Blühwilligkeit der Roſe ſtark gemindert. Beim Abſchneiden der Blüte ſchneiden wir die nächſten zwei bis drei Augen, die meiſtens nur ſchwächlich ausgebildet ſind, gleichfalls mit weg. Auch das Hacken und Gießen darf während der Sommerzeit nicht vergeſſen werden. Gegen zu ſtarke Austrocknung des Bodens ſchützen wir die Beetoberfläche mit kurzem Dung. Dadurch werden beim Gießen gleichzeitig Nährſtoffe in den Boden geführt. An regneriſchen Tagen kann man auch mit einer ſtark verdünnten Volldüngerlöſung oder ver⸗ dünnter Jauche düngen. Roſenbeete unkrautfrei zu halten, iſt für ſeden Gartenbeſitzer eine Selbſtverſtänd⸗ lichkeit. Dabei werden zugleich ſämtliche Wildtriebe, die unter der Veredlungsſtelle hervorbrechen, ent⸗ fernt. Auch die Schädlingsbekämpfung gehört zu den wichtigſten Pflegearbeiten. Vor allem entziehen die Blattläuſe durch ihr Saugen die wertvollſten Nähr⸗ ſtoffe. Sie ſitzen meiſt an den Spitzen der jungen Triebe. Ein bewährtes und billiges Bekämpfungs⸗ mittel iſt eine Miſchung von Schmierſeifenlauge und Tabaksbrühe. Die befallenen Triebe werden von dieſer Brühe beſpritzt oder, wenn möglich, in ſie hineingetaucht. nen Kartoffelkäfer auf Maunheimer Gemarkung. Geſtern wurden bei der allwöchentlichen Suche nicht weniger als 110 Kartoffelkäfer im Straßenheimer Feld von der Kommiſſion„dingfeſt“ gemacht und vernichtet. Ein nur zu deutlicher Beweis, welche Bedeutung dieſer Aktion zukommt. 5 Dagesale cles Donnerstag, 27. Juli Nationaltheater: Geſchloſſen. Libelle: 20.30 Uhr Kabarett und Tanz. Adolf⸗Hitler⸗Platz: 20 Uhr: Eröffnungs⸗Vorſtellung des Zirkus Sarraſoni. Zlanetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternenprofektors Tanz: Libelle, Brückl. Waldparkreſtaurant„Am Stern“, Parkhotel. 5 Lichtſpiele: kfa⸗Palaft:„Ich bin gleich wieder da“,— Alhambra: zerſil⸗Tonfilm.— Schauburg: Ein Walzer für dich.“— Palaſt:„Die verſchwundene Frau“.— Gloria:„Die Hoch⸗ zeitsreiſe.“ Capitol:„Ein hoffnungsloſer Fall“. 5 Scala:„Die Scheidungsreiſe“. Ständige Darbietungen Städt. Schloßmuſeum: Geöffnet von 10—18 und 1617 Uhr. Prunkräume im Oſtf bügel und Sammlungen autikez Kunſt neu eröffnet. Theatermuſeum, E 7, 20: Geöffnet von 10—19 und 18-1 Uhr. Sonderſchau: Schattenriſſe der Dalbergzeit. Städtiſche Kunſthalle, Moltkeſtraße 9: Geöffnet von 1013 und 15—17 Uhr.— Leſeſaal: 10—13, 15—17 und 19.30 613 21.30 Uhr. 5 Mannheimer Kunſtverein, L I, 1: Geöffnet von 10—18 und 15—17 Uhr. Ausſtellung„Aus Städtiſche Schloßbü bis 19 Uhr. Leſeſäle: Städtiſches Hallenbad,: Geöffnet von 10—20 Uhr. Tierpark im Käfertaler Wald am Karlſtern: Bis Ein, bruch der Dunkelheit geöffnet. Vergnügungspark im Waldpark am Stern: Bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Flughafen: Täglich 10—17 Uhr Rundflüge huſtenflüge. Münchner Ateliers:. i: Ausleihe von 11—13 3 und 15—19 Uhr. und 17 und Keunch⸗ * Orieni- und Perser-Jenpiche „Bausback leit B 1, 2 Nu 26467 e Heidelberger Neranſtaltungen Heidelberg heute Schloßhof: Reichsſeſtſpiele:„Sommernachtstraum“(21 Uhr) (Bei Regen„Die Freier“ im Königsſaal). Garten des Kurpfälziſchen Muſeums: Kurpfälziſche Kam⸗ mermuſik⸗Vereinigung Abend⸗Konzert(20.30 Uhr) bei günſtiger Witterung. 5 Kurpfälziſches Muſenm:„Koſtbarkeiten aus Heidelberger Sammlungen und Univerſitätsinſtituten“. Haus der Kunſt:„Weſtdeutſche Wandmalerei“. Lichtſpiele: „Epiſode“. Schloß ⸗ Film:„Morgen verhaftet.— Gloria, Kammer und Odeon: je⸗ weils neues Programm. Endwigshafener Veranſtaltungen Heute Hindenburgpark: 16—18 und 20,152.30 Uhr Konzerte; abends mit Violin⸗Solo⸗Einlagen von Siegfr. Schneider, Großer Saal des ſtädt. Ratskellers: 20 Uhr Vortrag des 7 über„Die Beamten im Dritten Reich.“ 3 Capitol: werde ich Pfalzbau⸗Kaffee: Dilettantenabend. Kaffee Vaterland: Konzert und Tanz. Lichtſptele: Palaſt⸗Lichtſpiele:„Sonnenſcheiuchen“.— Ufa⸗Rheingold: „Stimme aus dem Aether“.— Union⸗Theater:„Der Tiger von Eſchnapur“.— Atlantik: Viebesbriefe aus dem Engadin.“ Was hoͤren wir? Freitag, 28. Juli Reichsſender Stuttgart .30: Frühkonzert.—.30: Muſik am Morgen.— 1100: Reichsſendung: Eröffnung der 16. Großen Deutſchen Rundfunk⸗ umd Fernſeh⸗Rundfunk⸗Ausſtellung 1999.— 12.00: Muſik am Nachmittag.— 13.15: Fortſetzung der Mu⸗ ſik am Nachmittag.— 14.10: Muſtkaliſches Allerlei.— 16.00: Sport und Mikrophon.— 19.00: Schabernack und Allotrig, — 20.15: Operettenkonzert. 21.15: Die Bändiger des wilden Rheins.— 22.30: Kammermuſik.— 23.00: Muſik zur Unterhaltung.— 24.00: Nachtmuſik. Deutſchlandſender .49: Kleiwe Turnſtunde.— 12.15: Muſik zum Mittog. 14.00: Allerlei— von zwei bis drei.— 15.15: Siegfried Borries ſpielt.— 15.30: Mädel im Dienſt.— 19.15: Muſik zur Dämmerſtunde.— 20.15: Stunde für den Reſerviſten.— 21.00: Abendkonzert.— 22.20: Eine kleine Nachtmuſik.— 23.00: Muſik aus Dresden.— 23.30: Richard Strauß. Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe ort Frankfurt a.., vom 27. Juli: Die leichte Er⸗ wärmung, die am geſtrigen Mittwoch nach den an⸗ haltenden Niederſchlägen am Morgen einſetzte, führte gegen Abend im geſamten Rhein⸗Maingebiet zu ver⸗ breiteten und heftigen Gewittern. Im Anſchluß daran iſt infolge verbreiteten ſtarken Luftdruck⸗ anüſtieg mit Abſchwächung der Störungstätigkeit zu rechnen, ſo daß unter überwiegendem Hochdruck⸗ einfluß Aufheiterung und weitere Wärmezunahms wahrſcheinlich iſt. Vorausſage für Freitag, 28. Juli Aufgeheitert und meiſt trocken, Temperaturen leicht anſteigend, ſchwache Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 28. Jul; + 22,8 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 27. Juli: 12,7 Grad; heute früh 8 Uhr: 4182 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh gs Uhr bis heute früh 8 Uhr: 2,2 Millimeter 2,2 Liter je Geviertmeter. In den Rheinbädern wurden geſtern nachmittag 4 Uhr 1 17 Grad Waſſer⸗ und. 19 Grad Luftwärme gemeſſen; heute vormittag 9 Uhr 7 16,5 Grad Waf⸗ ſer- und 13,5 Grad Luftwärme. Anſere Zehntage-Vorausſage Witterungsvorherſage für die Zeit vom 27. Juli bis 5. Auguſt 1939, herausgegeben vom Forſchungs⸗ inſtitut für langfriſtige Witterungsvorherſage des Reichswetterdienſtes in Bad Homburg v. d. Höhe, am 26. Juli abends. In den nächſten Tagen im norddeutſchen Tiefland weſtlich der Oder und in der Weſthälfte des Reiches überwiegend freundliches, vielfach aufgeheitertes Wetter mit Anſteigen der Temperaturen. In Nordoſten ſowie vor allem im Alpengebiet dagegen häufige, teilweiſe ſehr ergiebige Niederſchläge. Nachdem auch im Oſten und Südoſten eine kurze Wetterbeſſerung eingetreten ſein wird, erfolgt von Weſten her erneut Aufleben der unbeſtändigen u vorwiegend kühlen Witterung mit teilweiſe ſtarkes Regenfällen, vielfach in Verbindung mit Gewittern Dazwiſchenliegende Aufheiterungen und Erwär⸗ mungen nur vorübergehend und wahrſcheinlich ert in der zweiten Hälfte der nächſten Woche von als ganztägiger Dauer. Temperatur an der Mehrzahl der Tage unter dem Regelwert. Mittagstemperaturen höchſtens an drei Tagen über 25 Grad und nur ganz aus nahms⸗ weiſe im Südoſten vielleicht einmal über 30 Grad. Für Transport hitzeempfindlicher Waren geeignetes Wetter. 5 Geſamtſonnenſcheindauer meiſtenorts zwifchen 5 und 70 Stunden, im Küſtengebiet, vielleicht auch im Südweſten des Reiches, vielenorts über 70 Stunden. Zahl der Tage mit Niederſchlag örtlich ſehr ver⸗ ſchieden, an der Küſte, im mittleren Norddeutſchland⸗ in Schleſien und Südweſtdeutſchland meiſtenorts eta 3 bis 5, im Alpengebiet und im Nordoſten vielfach und mehr. 2 Uf In Veran zöſiſ eine bände Der franzö ihre zä rühmt Chroni Das z gewan! jetzt ei Wieder pveranſt 0 Eifer Blutov Nich verſchie mals 2 einhalb Fröſtel jetzt he antike inneru der Ge das M 18e gerufen Stadt Mit die M 5 —. f titurer Konze Dur, der B werden Manu tige J verſtäi 1999 ter 5— —13 0 bis 1090 „ — Jas temdl dle uHlaxe udntoœlnettæ Eis, und andere Schreckensdokumente zeigt eine Pariser Ausstellung BILDER VOM TAGE und Paris, im Juli. In dieſen Wochen, da Frankreich mit zahlreichen Veranſtaltungen den 150. Jahrestag der fran⸗ zöſiſchen Revolution feiert, findet in 8 eine Ausſtellung einzigartiger hiſtoriſcher Gege unter den gellenden Rufen der entfeſſelten Menge ihr Haupt fiel. Ein kleiner, kaum 15 Zentimeter gro⸗ ßer Kinderhandſchuh iſt ihm benachbart. Die⸗ ſes Leder benetzten im Gefängnis die Tränen der totgeweihten Königin, letzte Reliquie des Sohnes, 67 ſtände ſtatt, die Zeugen dieſe Ereig i iſſes waren. den ihr Blick niemals mehr traf. Der Name der Marquiſe de Sévigns iſt in die Eiſen beginnt zu reden, wenn man den Mar⸗ franzöſiſche Literatur eingegangen, ſchrieb ſie doch an terinſtrumenten gegenüberſteht, die ſich in ihre zärtlich geliebte Tochter 25 Jahre lang jene be⸗ dieſer Revolutionsausſtellung ein erſchreckendes rühmt gewordenen Briefe, die eine faſt lückenloſe Stelldichein geben. Wer alles mag unter dem Knir⸗ Uhr) Chronik des höfiſchen Lebens ihrer Zeit darſtellen. ſchen der Daumenſchrauben aufgeſchrien oder unter Das zierliche Palais, das früher nach der feder⸗ dem lähmenden Druck der eiſernen Geſichtsviſiere Kam⸗ gewandten Marquiſe benannt wurde, beherbergt aufgeſtöhnt haben? Welche Orgien des Schmerzes ) bei jetzt eine Ausſtellung, die Paris läßlich der 150. erlebten die vielpfündigen, ſchwerbeketteten Fuß⸗ erger Wiederkehr der Tage f der franzöſiſchen Revolution eiſen, die Handfeſſeln, die in zarte Frauenglieder ein⸗ veranſtaltet. Noch ſelten wurden mit muſealen ſchnitten Blutbefleckte, goldſtrotzende Uniformen, Eifer ſo viele Zeugen und Werkzeuge menſchlichen kugelzerfetzte Lederſeſſel, verbeulte Tabatieren, gol⸗ Blutsurſtes zuſammengetragen wie hier. dene Broſchen, ſchartige Degen, ausgeleierte Flin⸗ orten Nichts könnte uns das beſſer beweiſen, als die tenläufe— nichts fehlt, was den Franzoſen die Ge⸗ e verſchiedenen großen und kleinen Guillotinen, die da⸗ ſchehniſſe ihrer Revolution zurückrufen könnte. Da mals Tag und Nacht raſſelten, und die jetzt noch, ein⸗ liegt ein kleiner, abgegriffener Fetzen Papier auf einhalb Jahrhunderte ſpäter, in dem Beſchauer ein Samt. Auf ihn warf die 22jährige Lucile Desmou⸗ i Fröſteln hochkriechen laſſen. Aus jedem Stück, das lins einige zitternde, angſterfüllte Abſchiedsworte, be⸗ jetzt harmlos wie ein ſeltſamer Stein oder eine vor ſie die blutgetränkten Treppen zur Guillotine 55 antike Vaſe in der Glas zitrine liegt,. die Er⸗ beſtieg. Als wollte man das„Fieber ihrer letzten Achtung! Feindliche U⸗Boote! J bes innerung an dieſen leben vernichtenden Wellenſchlag Stunden beſonders eindrücklich illuſtrieren, hat man Ei teres Bild der Uebung der deutſchen u⸗Boot⸗Flottilten vor Groß⸗ 5 der Geſchichte. Da fällt unſer Blick auf das Hemd, auch nicht vergeſſen, die Strümpfe zur Schau zu ſtel⸗ ee e 5 e 5 8 a 1 9 N55 7 admiral Raeder in der Oſtſee. Aufmerkſam ſucht die Wache an Bord des U⸗Boot⸗Begleitſchi das Marie Antoinette an dem Tag trug, da len, die ſie auf ihrem letzten Gang trug. 2b.„Erwin Waßner“, das das Angriffsziel Harſtellte, die See nach den Sehrohren angreifenden U⸗Boote ab.(Preſſe⸗ Hoffmann, Zander⸗Multiplex⸗K.) gold: 5 5 2 2 Eiger 10 Minuten Aufenthalt ten Körper und ſtiegen, bedächtig und langſam d te dem 5 2 5 a einen, mit einem Satz und elaſtiſch die andern, von Von H. Schmidt⸗Ellrich. den Wagen. Die einen machten Spaziergänge, den „Zehn Minuten Aufenthalt“ hatte der Schaffner Zug entlang, nur ſo oder auch, um zu ſehen, ob ſie gerufen, als der Zug auf der Station der kleinen nicht Bekannte träfen. Stadt hielt. Aber der weitaus größte Teil drängte ſich um Mit einem Schlag öffneten ſich die Abteiltüren, das Büfett, das mitken 28 dem Bahnſteig n die Menſchen reckten ſich, ſtreckten ihre durchrüttel⸗ gaſtlichen Fenſter geöffnet hatte. Die Züge waren 110 überheizt, und das gab Durſt. Bier.. Limo⸗ ſchen nade..„ ein Waſſer.„ Bier Der Zug 8 hatte keinen Speiſewagen. 1755 Bei ſolchem Zeitvertreib gingen die zehn Minu⸗ 51110 ten ſchnell herum. 1„Einſteigen! Alles einſteigen!“ mahnte der Schaff⸗ 0 ner, wohlweislich eine Minute früher. Großes Gehaſte. Der Zug füllte ſich raſch wieder. 1 5 Plötzlich rannte ein kleiner dicker Herr mit Rue in keuchend und rot angelaufen, von Wagen zu W. Wagen und rief atemlos:„Ach, bitte, wann begann 3 der Dreißigjährige Krieg? Wann war der Dreißig⸗ abe. gestellt! Unſer Bild zeigt den letzten Schrei der amerikan iſchen Damenmode. Kapuzen aus Schneeleopar⸗ Er⸗ Der Mann mit der roten Mütze zögerte, den denfellen, die, wenn ſie heruntergeklappt werden, als Pelzkragen getragen werden können. 05 Fliegenſchläger zu heben. Indeſſen verhallte der(Aſſociated Preß, Zander⸗M.) 915 ſeltſame Ruf in der Ferne, am Ende des langen r eee eee eee eee ee eee 5 Zuges, und begann plötzlich von neuem ſtärker an⸗ f 275 lie e de 1 e be 8 1 ken en Der kleine Dicke blieb plötzlich und wie erlöſt bunten Taſchenkuch von der Stirn und ſtieg auf⸗ keit 5 M e ß atmend in den Wagen, der die Nummer 1618 trug. den unde, außer ſich, in Schweiß gebadet, aufge⸗ uc regt:„Wann begann der 30jährige Krieg?“„Ach, vielen Dank, vielen, vielen Dank!“ keuchte 5. 8 i er.„Ich hatte es total vergeſſen! Das iſt nämlich 5 Der beſte Zeuge * Fortunas Launenſpiel„16181!“ rief endlich im Nebenabteil ein Schul⸗ die e deine Wagens Am 30 fährigen Krieg„Woher wiſſen Sie denn eigentlich, daß Müllers „Wozu habe ich denn ſchließlich den Apfel⸗ junge, der es noch wiſſen mußte und ſich noch zu hatte ich ſie mir 1 wollen!“ ſich immer ſo viel zanken?“ i 2 1 pflücker gewonnen?“ einer Antwort verpflichtet fühlte, wenn er gefragt 5„Wir hatten doch in den vorigen Sommerferien 1 Zeichnung von W. Kleppe(Scherl⸗M) wurde. Er wiſchte ſich den Schweiß mit einem großen ihren Papagei zur Aufbewahrung.“ un: zur Aufführung gebracht. In e in wandte Einfühlung einen ſchönen Erfolg. Ein 95. von 5 wurde ee 3 -moll führte Dr. Hans Draeger(Berlin) virtuos Symphoniekonzert mit der Muſik zum Luſt⸗ eg griechiſchen Königs Erechtanios entdeckt. Es if 101 Hayoͤn 5 noch unbekannt das Baryton mit ſeiner klanglich vollen Wirkung. ſpiel„Der Zerſtreute“, dem Konzert für Vio⸗ dies das erſte königliche Grabmal, auf das man in Glanzvolle Feſttage in Bad Ems Das Hamburger Kammertrio(Ernſt Debe⸗ loneello in-Dur in der neu herausgebrachten Ur⸗ Athen geſtoßen iſt. König Exechtonios herrſchte in früh 1 3 l ut ritz, Violine und Viola, E. Grützbach, Gambe und auffaſſung und zwei weniger bekannte Symphonien den Jahren 1350 bi 1380 v. Chr. Aus dieſer Zeit 5 Bad Ems, im Juli. Vionlonzello, Therſtappen, Cembale und Klavier) in C⸗Dur Nr. 90 und Es⸗Dur Nr. 91 vermittelte ſtammt das jetzt aufgefundene Grabmal. Die Aus⸗ In dieſem Jahr trat klar zu Tage, daß das ſpielten neben 2 Klavier⸗Trios aus dem Manuſkript eine ausdrucksvolle Darſtellung von der Klarheit grabungen wurden von einer amerikaniſchen Schule ttag Haydnu⸗Feſt in Bad Ems mehr ſein will als auch zwei D⸗Dur⸗Sonaten von Philipp Emanuel des klaſſiſchen Klangſtiles und der melodiſchen Fülle für Archäologie durchgeführt, die unter der Leitung rme eine Hingabe der Haydn⸗Freunde an das Werk des Bach. Hayduſcher Symphonien. Von tiefer Wirkung war des amerikaniſchen Gelehrten Shera ſteht. Die Ge⸗ Baf⸗ großen Meiſters. Das Bad hat ſich in den Dienſt„Ritter Roland“(Orlande Paladino) kam die Leiſtung Ludwig Hoelſchers am Violoncellb. beine des Königs konnten nicht gefunden werden. der Hayon⸗Forſchung geſtellt und es übernommen, wegen ſeiner charakteriſtiſchen Züge für die Haydn⸗ Hans Leger und Dr. Therſtappen gelangen mit leb Man nimmt an, Haß das Grab anläßlich des großen den unbekannten Haydn der Welt zurückzugeben. ſche Opernkunſt und das geſamte Opernſchaffen ſei⸗ haftem Temperament und ſchönen Effekten die Her⸗ Erdbebens in Athen eingeſtürzt iſt. Der Fund ſelbſt Die Vorſtellungen, die ſich mit dem Namen Jo⸗ ner Zeit zur Aufführung. Ems hat es ſich zur Auf⸗ ausarbeitung der Konzertſtücke und Symphonien. aber iſt von wiſſenſchaftlichem Standpunkt aus einer ſeph Haydn allgemein verbinden, ſchöpfen aus der gabe geſetzt, auch die vergeſſenen, eine lange Zeit Das Feſt wurde mit einem Serenaden⸗Abend be⸗ der bedeutendſten, die bisher gemacht wurden, und bis Fülle des Haydnſchen Schaffens in der Reifezeit mißverſtandenen Opern wieder verſtändlich zu ſchloſſen, das einige Proben aus dem Reichtum der von außerordentlichem hiſtoriſchen Wert. igs⸗ des Meiſters. Wie viele ſeiner Werke haben aber machen. Kapellmeiſter Hans Leger ſicherte der zahlreichen Gelegenheitskompoſitionen gab. Eine Steinzeitwohnſtätte freigelegt. Bei der des den Weg in den Konzertſaal noch nicht gefunden Aufführung durch ſeine exakte Ausdeutung und ge⸗ Dr. Peters. Anlage eines neuen Stadtviertels in Arnhem öhe, und wie viele liegen noch nicht in gedruckten Par⸗ 3(Holland) ſtieß man unlängſt auf Tonſcherben, die tituren vor? Wenn heute eines der bekannteſten aus der Steinzeit, und zwar der ſogenannten Becher⸗ and Konzerte, das Violoucellpo⸗Konzert in D⸗ Heidelberger Univerſitäts⸗Inſtitute bewegt, wird umgekehrt wieder Schall ſichtbar ge⸗ kultur 1800 Jahre vor der Zeitwende) ſtammten. 15 Dur für Haydn noch nicht geſichert gilt, die„Szene IV macht, daß die Stimme des Menſchen auf ein be⸗ Bei den unter Auſſicht des Altertumsmuſeums in tes 1 5 e vor zwei Jahren neu veröffentlicht 5 e 1 9 8 15 11 97 vorgenommenen e 1 435 5 erden mußte, einige Kompoſitionen noch aus dem 5 2 ein Tonſchreiber, der ſo empfindlich ⸗charakteriſtiſ in ſehr geringer Tiefe auf die Reſte einer i n⸗ 100 Manuſkript geſpielt e für 99718 eine rich⸗ Das Philipp-Lenars Inſtitut g iſt, daß er für jede Perſon als Steckbrief heraus- zeitlichen Wohnſtätte. Dies iſt der erſts 95 lige Inſtrumentierung geſucht wird, dann wird es Mit dem Namen Lenards verbinden ſich ein gegeben werden könnte. Man arbeitet an einem zu. Fund dieſer Art in den Niederlanden. An den Pfahl⸗ 1 verſtändlich, daß einer der größten Komponiſten der für allemal die Vorſtellungen von Kathodenſtrahlen, verläſſigen Schallmeſſer, der ja für die Beob⸗ reſten kann man erkennen, daß es ſich um ein recht⸗ 10 Deutſchen im Verhältnis zu feiner Bedeutung noch von den lichtelektriſchen Erſcheinungen und von der achtung und Regelung des modernen Straßenlärms eckiges Haus von zehn Meter Länge und fünf Meter 155 ein Unbekannter iſt und daß für die Haydn⸗Jor⸗ Phosphoreſzenz. Das Erbe des großen Naturfor⸗ von großer Bedeutung ſein könnte, und man iſt vor Breite gehandelt haben muß, das wahrſcheinlich in 8 ſchung noch zahlreiche Aufgaben beſtehen. ſchers hat ſein Schüler Prof. Dr. Becker über⸗ allen Dingen in der Lage, noch für dieſes Jahr ein verſchiedene rechteckige Räume unterteilt war. In 1 Zum erſten Mal wurde mit dem diesjährigen nommen, der in einem Schrank ſeines Zimmers zuverläſſiges Fernſehen für Berliner wie Saar⸗ der Mitte es Hauſes fand man eine Herdſtelle niit 85 zweiten Feſt eine wiſfenſchaftliche Arbei= auch die erſten Apparate hütet, mit denen Lenard pfälzer Sendungen zu garantieren. Es handelt ſich Spuren von Holzkohle. Außer einer großen Anzahl 0 5 ſitzung unter dem Vorſitz von Profeſſor Dr. ſeine großen Entdeckungen machte. Man muß die- bekanntlich bei Fernſehen darum, das Bild in ein⸗ teils glatter, teils verzierter Tonſcherben ſind bisher 5 Seiffert, Direktor des Staatlichen Inſtituts für ſen Gelehrten mit ſeinem kursgeſchorenen Graukopf zelne Bildpunkte zu zerlegen, die allerdings ſehr noch keine weiteren Gegenſtände gefunden worden, 1 Muſfikforſchung, Berlin, verbunden. Es wurde ein und ſeinen funkelnden tiefgrünen Augen bei ſeinen zahlreich ſind, nämlich in der Sekunde 2 Millionen. 3— 1 lter vorbereitender Ausſchuß gebildet, der ſich beim Demonſtrationen geſehen haben, um davon über⸗ Ein ſyſtematiſch„zerfaſerter“ Lichtpunkt mit einem Jedermanns Hundebuch. Von E. von Otto, Neu⸗ 11 nächſtiährigen Feſt zu einem internationalen zeugt zu ſein, was er ſelber einmal privat beſtäligt: anderen Empfangsſyſtem ſynchron gekoppelt, und bearbeitet von Hermonn Eiſerhardt. Mit 16 35 Haydn Kongreß erweitern ſoll. Die praktiſche es iſt etwas Künſtleriſches in dieſer trockenen, das Fernſehen iſt fertig 5 Abbildungen.(Paul Paren Verlag, Berlin SW. 14 117 Arbeit der Emſer Feſte wird in engem Zuſammen⸗ mathematiſch⸗phyſtkaliſchen Arbeit, wenn man weiß: Es iſt ſehr merkwürdig, dieſes Erlebnis der Hedemannſtraße 28) 2,80 Mark. 153 hang mit der wiſſenſchaftlichen Erſchließung der jetzt mit dieſem Ticken im Innern des Zylinders Ueberleitung komplizierter phyſtkaliſcher Theorie Alles, was der Hundefreund über Pflege, Erziehung 5 Hapdn⸗Werke ſtehen. Die bisher aus elf Bänden wird ein Atom zertrümmert! Es iſt die Fortfüh⸗ zur täglichen Praxis, aber es iſt hier wie anderswo: und Dreſſur des Hausbundes wiſſen muß, findet er in 50 beſtehende große kritiſche Geſamtausgabe erfährt rung einer großen Tradition, und dazu auch ein man dient dem Leben und der Lehre, den angehen. zweckmäßiger und überſichtlicher Anordnung nutzbringend 5 eine Erweiterung. Mit der Geſamtleitung wurde Aufbau und eine Ausbreitung in neue Gebiete, die den Mittelſchullehrern und Medizinern wie den in eieſem Buch des bekannten Kynologen das nunmehr in 5 Dr. Hans⸗Jbachim Therſtappen, Hamburg, be⸗ beſonders durch Beckers Forſchungen auf dem Ge. Phyſikern und der Phyſik, dem Univerſum und dem(nter, neubsarbeiteter Auflage vorliegt. Sachgemaße den. traut. Zu 17 e 940 ein 8 5 den: biete der Radioaktivität belegt wird. ö einzelnen Menſchen, und mit beiden dem Volke. das Ernährung der Hunde, Anweiſungen und Ratschläge bei er⸗ Jahrb 5 Die Lichtausſend iſt ein elektriſcher Vorgan beides vereinigt. Ar? einen und Berletzuneen, die, 10 90 1 duch. Den Aufgaben der Emſer Feſte ſind Die Lichtausſendung iſt ein elekt. 1 gang, gt. 5 Wahl für Haus und Hof, Stadt und, Land und viele an⸗ wa 1 höchſt bedeutungsvolle Ziele geſetzt. Strahlenforſchung iſt moderne Phuſik ü erhaupt, 5 tn e de dere Themen werden knapp und fachlich behandelt. Nen 5 n vier Abenden wurden wichtige Ausſchnftte aus das ſind die Generalſätze des Inſtituts. Von da aus Ein Kön gsgr auf dem arktplatz von i in der vorliegenden Bearbeitung das Kapitel über 35 5 em kammermuſtkaliſchen und ſinfoniſchen Schaffen, kann Licht zu Schall übertragen werden, Licht chyth⸗ Athen. In Griechenland wurde ein hochintereſſanter„nichtwildernde Hunde für den Landwirt“, das vor allem jährige Krieg?“ f Die meiſten Leute, als ſie das hörten, waren ſtarr vor Verblüffung. Manche, die Schnellgefaßten, vie⸗ fen:„Das iſt ſicher ein Verrückter! Aus dem Irren⸗ haus entſprungen!“ 1 „Den muß man doch einfangen!“ riefen ein paar Tatkräftige. .„Sieht gar nicht mal ſo verrückt aus“, murmelte ein Schüchterner,„hab' ich mir immer anders vor⸗ Amerikas„letzter Schrei“: Kapuzen vom Schneeleoparden eine Oper und intereſſante Gelegenheitskompoſttionen miſtert werden, daß es im Takt eines Schlagers ſich archäologiſcher Fund gemacht Auf der alten Agora, auf dem Lande ſehr begrüßt werden dürfte. 6. Seite/ Nummer 338 Nene Maunßeimer Zeitung Mittaß⸗Ausgasd Donnerstag, 27. Juli 1939 Nauuub vr vullnie Non — Im Gebiet der Somme ſind noch im Verlaufe des Jahres 1937 über 207 000 Granaten aug dem Erdboden zutage gefördert worden. Die Spuren dieſes großen Krieges ſind noch längſt nicht ausge⸗ löſcht, mögen ſie auch äußerlich kaum mehr ſichtbar ſein. Die Ausgrabungen, die in den letzten 12 Jahren auf den Schlachtfeldern der Somme, jener Blutzone des Völkerringens, vorgenommen wurden, übertrafen alle Erwartungen. Denn man fand in dieſer Friſt ungeheure Mengen Kriegsmaterial, da⸗ runter mehr als eine Million Granaten und Bom⸗ hen, die entfernt und zerſtört werden mußten. Und noch immer iſt dieſe rieſige Fundgrube nicht er⸗ ſchöpft. Drei große, ſtaatlich beauftragte Unterneh⸗ men ſind nach wie vor im Gebiet der Somme und der Aisne mit Ausgrabungen von Kriegsmate⸗ rial und Geſchoſſen beſchäftigt, die vielen kleinen Pripatunternehmen und„Granatenſucher auf eigne Fauſt“ gar nicht mitgerechnet, die, Goldgräbern gleich, die ehemaligen Schlachtfelder durchforſchen und durchgraben, um die verſunkenen Strandgüter des Krieges zu bergen. Mancher von ihnen iſt bei dieſer gefährlichen Beſchäftigung verunglückt, aber andere haben ſich auch, wenn ſie plötzlich ein mit Granathülſen beſätes Feld umgruben, in kurzer Zeit ein kleines Vermögen gemacht. Es ſind nicht immer nur Granaten, Gewehre, Gasbomben, Ma⸗ ſchinengewehre und Gewehrpatronen, die man zu Hunderttauſenden aus der Erde holt, die verſunke⸗ nen Strandgüter des Krieges ſind mannigfaltig ge⸗ ug. Aus verſchütteten Schützengräben hat man bei dieſen Aufräumungsarbeiten an der Somme Helme, Felöflaſchen, Kochgeſchirre, fa, ganze Haubitzen und Geſchützbatterien, die tief in die Erde eingeſunken waren, herausgeholt— neben Hufeiſen, Chriſtus⸗ ſtatuen, Tagebüchern, Heiligenbildern. Gulaſchkanv⸗ nen, Stiefeln, Tragbahren, Schachſpielen und der⸗ gleichen mehr. Die gefundene Munition wird in neu angelegten Gräben aufgeſtapelt, zwiſchen denen eine Schmalſpurbahn hindurchführt. Auf ihr be⸗ fördert man die Geſchoſſe in die Werkſtätten, wo das Pulver entfernt, der Zünder abgeſchraubt und der Sprengſtoff herausgenommen wird, ehe die Grana⸗ ten eingeſchmolzen werden. Gefährliche Geſchoſſe wie Gasbomben und Gasgranaten, die beſondere Vorſichtsmaßnahmen notwendig machen, werden auf eigenen, ſorgfältig abgeſchloſſenen Exploſionsfeldern zur Entladung gebracht. Ganze unterirdiſche De⸗ pots mit Granaten ſind noch 1937 bei den Aufräu⸗ mungsarbeiten völlig unverſehrt entdeckt worden. *. — In der däniſchen Hafenſtadt Frederikshaun kam es zu einer bemerkenswerten Mitternachtshoch⸗ zeit, die im das kleine ſtille Städtchen eine Auf⸗ regung brachte, wie noch niemals um dieſe nächt⸗ liche Stunde. Die Sache hatte einen beſonderen Haken. Ehemann war der Seemann Peterſen von Köge. Sein Schiff wechſelte plötzlich ſeinen Ab⸗ gangszeitpunkt und Peterſen ſollte mit auf große Fahrt nach Südamerika. Es erwies ſich, daß die Zeit zur Eheſchließung nicht reiche, erſt vor wenigen Tagen hatte man das Aufgebot verpflichtungsgemäß zum Aushängen in dem Glaskaſten im Bürger⸗ meiſterhaus gebracht. Doch geheiratet ſollte werden! Die Schirmmütze in der Hand, betreten und ſtockend, ſo ſtand der junge Peterſen alſo vor dem Bürger⸗ meiſter der ehrenwerten Stadt Frederikshavn. Peterſen hatte ſich nämlich ausgerechnet, daß die vierzehn Tage, die das Geſetz für den Aushang der heiden Ehekandidaten vorſchrieb, gerade an ſeinem Ausreiſetag beendet ſein würden. Morgens um ſechs Uhr ſollte das Schiff abreiſen. Ob der Bürger⸗ meiſter wohl eine Nacht opfern und das junge Paur fünf Minuten nach 24 Uhr trauen würde. Der Bürgermeiſter hatte ein Herz und außerdem Ver⸗ ſtändnis für die Liebe. Er ſagte zu, und damit wurde die Idee des jungen Seemannes nicht nur zu einer Senſation von Frederikshavn, ſondern von ganz Dänemark. Als fünf Minuten nach 12 Uhr das Pärchen durch die Straßen von Frederikshavn ging, gefolgt von den Trauzeugen und Hochzeits⸗ gäſten, ſtand eine dichte Menſchenmauer Spalier. Fünf Minuten nach 24 Uhr begann der Bürger⸗ meiſter mit ſeiner feierlichen Rede und 11 Minuten nach 24 Uhr war die Trauung vollzogen. In Fre⸗ derikshavn brannten in dieſer Nacht ausnahmsweiſe die Straßenlampen, die Reſtaurants hatten geöffnet und überall herrſchte Jubel. Der Bürgermeiſter ſelbſt holte ſeine beſte Flaſche Wein, um mit dem Hochzeitspaar anzuſtoßen. Doch dieſes hatte ſich be⸗ reits 15 Minuten nach 24 Uhr leiſe zurückgezogen. Und während die kleine Stadt noch mitten bei der Feier dieſer ſeltſamen Hochzeit war, verließ mor⸗ gens 6 Uhr das Schiff mit dem jungverheirateten Seemann Peterſen den Hafen und die Neuvermählte winkte dem Schiff Abſchied zu, das erſt in einem halben Jahr wieder nach Dänemark zurückkommt. * — In den nächſten Tagen ſoll das Gericht in Bromberg über die Herkunft des berühmten Aſtro⸗ nomen Nikolaus Kopernikus entſcheiden. Der Pro⸗ ze wurde angeſtrengt, weil Poſtkarten in Pom⸗ mern vertrieben worden waren, auf denen Koper⸗ nikus alg hervorragender Vertreter der deutſchen Kultur bezeichnet wurde. Dieſe Karten wurden von den Polen verboten, die ja bis heute glau⸗ ben machen wollen, Kopernikus ſei polniſcher Her⸗ kunft.— Ein Mitglied der deutſchen Minderheiten in Polen wird die deutſche Auffaſſung bei dieſem Prozeß vertreten, die ſich auf langjährige Forſchun⸗ gen der erſten wiſſenſchaftlichen Kreiſe ſtützt. Niko⸗ laus Kopernikus Vater war ein wohlhabender Kaufmann und aus Krakau, das damals noch eine vorwiegend deutſche Stadt war, zu einer Zeit nach dem rein deutſchen Thorn ausgewandert, als die Deutſchen Krakaus wachſender Bedrängnis durch die Polen ausgeſetzt waren. Der Familienname wurde, auch vom Aſtronomen, in der Regel Cop⸗ pernie geſchrieben. Der Name deutet darauf hin, daß die Familie, dem allgemeinen deutſchen Sied⸗ lungszuge oſtwärts folgend, aus dem mittelſchleſi⸗ ſchen Ort Köppernig(Kreis Neiße) nach Krakau ge⸗ kommen iſt. Es iſt nach eingehenden Unterſuchungen feſtgeſtellt worden, daß der Ort zu der Zeit, als es üblich wurde, Familiennamen nach dem Namen des Heimatortes zu bilden, ſchon ſeit langem rein deutſch war. Kopernikus hat neben der damaligen Gelehrtenſprache Latein nur deutſch geſprochen und er war als Studierender in Bologna Mitglied der deutſchen Landsmannſchaft, obwohl dort auch eine polniſche beſtand, ein Zeichen dafür, daß ſich Koper⸗ nikus ſtets als Deutſcher gefühlt hat. Auch für die mütterliche Linie iſt die deutſche Abſtammung ein⸗ wandfrei feſtgeſtellt worden. Die Mutter, Barbara, Vier Vergfleiger in Bergnot Bergwacht und Soldaten verſuchen die Rettung dnb, Berchtesgaden, 26. Juli. In der Hochkalter⸗Oſt wand im Watz⸗ maungebiet befinden ſich ſeit drei Tagen vier Bergſteiger in einer überaus be⸗ drohlichen Lage. Sie müſſen ſich an einer Stelle verirrt haben, die über einer Steilwand liegt, die über 400 Meter ſenkrecht abſtürzt, und auch von oben her wegen der Neuſchneefälle uur unter größten Schwierigkeiten zu erreichen iſt. Man hatte ſchon am Montag Hilferufe gehört, wegen des ſtarken Nebels aber nichts un⸗ ternehmen können. Als der Nebel vorübergehend verſchwand konnte man drei oder vier Männer in der Hochkalter⸗Oſtwand beobachten. Am Dienstag verſuchte eine Rettungsmannſchaft den Auf⸗ ſtieg, mußte aber infolge der Witterungsungunſt wieder umkehren. Am Mittwochmittag unter⸗ nahm die Bergungsmannſchaft, verſtärkt durch Hee⸗ resbergfſührer vom Reichenhaller Gebirgsartillerie⸗ regiment, einen neuerlichen Aufſtieg. Sie erreichte einen Beobachtungspunkt, auf dem ſich feſtſtellen ließ, daß ſich die Verirrten noch am Leben befinden. Es wurden alle Vorbereitungen getroffen, am Donnerstag den entſcheidenden Rettungsverſuch durchzuführen. Anwelter in Frankreich EP. Paris, 23. Juli. Aus verſchiedenen Gegenden Frankreichs trafen am Dienstag und Mittwoch Meldungen über Un⸗ wetter und Wetterſtürze ein. In Savoyen iſt in den Bergen rings um Annecy bis weit in die Täler Schnee gefallen. In Nordfrankreich wurde in der Gegend von Lille durch Unwetter au der Erute be⸗ trächtlicher Schaden angerichtet. Es kam dort auch zu Ueberſchwemmungen. Der Kanal von Eſpierre iſt über die Ufer getreten. In den Straßen von Wattzelos bei Noubaix ſteht das Waſſer einen halben Meter hoch in den Straßen. Walobrände an der Riviera dnb. Paris, 26. Juli. Dogs Hinterland der franzöſiſchen Riviera wird ſeit mehreren Tagen von heftigen Waldbrämden heimgeſucht. Rieſige Strecken von Pinien⸗Wüldern ſind den Flammen bereits zum Opfer gefallen. In der Umgebung von Toulon konnte das ſchnell um ſich greifende Feuer erfolgreich bekämpft werden, wäh⸗ rend es ſich in Richtung auf Nizza und Marſeille ſchnell ausdehnt. Der Verkehr auf den Straßen von Paris und Marſeille nach Nizza iſt gefährdet. Auf eine Mine gelaufen EP. London, 26. Juli. Wie aus Hongkong gemeldet wird. lief an der chineſiſchen Küſte zwiſchen Formoſa und Swatau ein engliſcher Paſſagierdampfer von 3500 Tonnen auf eine Mine auf. Es iſt dies der erſte engliſche Dampfer, der an der chineſiſchen Küſte in ein Minen⸗ feld geraten iſt. Das Schiff, das ein micht allzu beträchtliches Leck aufweiſt, liegt vor Fukien vor Anker und wartet dort auf das Eintreffen von Hilfs⸗ ſchiffen aus Hongkong. Wirbelſturm vernichtet 45 Häuſer Preßburg, 27. Juli. In der nördlich von Roſenberg an der polniſchen Grenze gelegenen Gemeinde Erdudka brach mit einem Gewitter ein derartiger Wirbelſturm her⸗ ein, daß nicht weniger als 45 Wohnhäuſer und 900 Joch Jungwald zerſtört wurden. Auch drei Perſonen wurden dabei lebensgefährlich verletzt. — Höhenſonne „Zum letztenmal, Karl: wenn du dich fetzt nicht anziehſt und mir Platz machſt, flieg! ich nen Looping.“ der gehörte über Schleſten nach Thorn gelangten und hier hoch aus dem deutſchen Weſten ebenfalls angeſehenen Familie Watzelrode an.— Mögen die Polen in dem kommenden Prozeß auch noch ſo ot behaupten, Kopernikius ſei einer der Ihrigen, det große Aſtronom iſt und bleibt der geniale Sohn dez deutſchen Volkes. 2 — Ein baumlanger Schwede, der über die Kräfte eines Herkuleſes verfügt, ſchloß mit ſeinen Freun⸗ den eine Wette ab, daß er zehn Mann auf feinen Schultern tragen würde. Er begab ſich zur Feuer⸗ wache in Stockholm und lud zehn Männer ein, auf ſeinen Rücken zu ſteigen. Als Plattform diente ein ſolider Tiſch, den die zehn Feuerwehrmänner beſtie⸗ gen. Der Athlet Nilsſon wankte nicht. Er trug den Tiſch mit den zehn Männern einmal über den Hof der Feuerwehrkaſerne und ſetzte dann ſeine Laſt ſicher wieder auf den Eroͤboden. Das war gber erſt der Auftakt zu ſeiner Glanzleiſtung. Er meinte, zehn Männer könne jeder Schwächling auf ſeinen Schultern tragen. Er wollte es mit fünfzehn auf⸗ nehmen. In voller Ausrüſtung beſtiegen 15 Feuer⸗ wehrmänner den Tiſch, den Nils Nilsſon auf ſeinen Schultern trug. Die Geſamtlaſt belief ſich auf 1450 Kilo. Einen Spaziergang konnte er allerdings mit dieſer Belaſtung nicht mehr machen. Aber zwei Mi⸗ nuten lang ſchwebte der Tiſch auf ſeinen gewaltigen Schultern. Bräunl. ſefiltri. nflegr die Oe Haui-Oel 70,.20 Aber ſogar mit dem allergrößten Opfer⸗ und Ar⸗ beitswillen kann ſie ſich ja nicht teilen und gleich⸗ zeitig ihre eigenen Kinder in Neuyork mit denen des Mr. A..s Shilling in Weſtcheſter, des Mr. H. P. Beder auf Long Island und auch noch die der Mr. A. L. X. und L. M.., die ſich auf der alljährlichen Europatour befinden, betreuen. Und darum ſtellt die in Familien mit leidenden Kinderſeelen pſycholo⸗ giſche Aſſiſtentinnen oder Unterdiagnoſtikerinnen an. Die pfychologiſchen Aſſiſtentinnen ſind von Mrs. Englis ſelbſt ausgebildet, ſie ſorgen für die Tages⸗ behandlung der Kinderſeelen. Mrs. Englis aber stattet ihre regelmäßigen Viſiten ab, um ſolcherart in Kontakt mit Heim, Seelen und Aſſiſtentinnen zu bleiben und das Ganze dirigieren zu können. „Erfordert dieſer Beruf eine lange Ausbildungs⸗ geit?“ fragte ich, denn die Sache intereſſierte mich ſehr. „Mr. A. E. Shilling will ſchon morgen eine neue Aſſiſtentin haben“, erwiderte Mrs. Enalis, und ſie hält mich für die richtige. Ich muß alſo bis morgen meine Ausbildung zur Unterdiagnoſtikerin voll⸗ endet haben. Das hört ſich ein bißchen ſeltſam an, aber hierzulande geht eben alles mit amerikaniſcher Firigkeit vor ſich Uebrigens kommt es nicht auf die Quantität, ſondern auf die Qualität der Kenntniſſe an, ſagt Mrs. Englis. Und wenn ſie mir zwei ihrer Werte über die leidenden Kinderſeelen für den heutigen Abend milgibt, wird die ruſſiſch inten⸗ ive Glut der Inſpiration, die dieſe Werke durch⸗ tränkt, einen Funken in mir entzünden— ich werde mich durchſtrömt fühlen von Willen und Kraſt, Kinderſeelen für eine Monatsgage von 100 Dollar zu leiten, ein bleicher Abglanz der leuchtenden, kin⸗ derliebenden und„anderen“ Perſönlichkeit ihrer Autorin wird mich durchſtrahlen— ein Abglanz. der, wenn auch nicht im Vergleich mit der ſelbſt⸗ leuchtenden Individualität der Mrs. Englis, mich dennoch beſähiat, unter ihrem Oberkommando die Führung von Seelen zu übernehmen. Uebrigens iſt noch eine andere Unterdiagnoſtikerin in Mr. A. E. Shillings Hauſe— ſie betreut eine Knabenſeele, während ich eine Mädchenſeele betreuen ſoll, ſo daß copyrism by Musarlon Verlag, Nünchan 19 ſie mir behilflich ſein kann, falls ich ab und zu für einen Augenblick den Kontakt mit der Grundſtim⸗ mung in dem koſtbaxen und ſenſitiven Syſtem dieſer Kindererziehung verlieren ſollte. Mrs. Englis kann jedermann inſpirieren. In⸗ ſoweit bedürfte ich alſo gar keiner Ausbildung. Aber natürlich iſt es ein Vorzug, daß ich Univerſi⸗ tätsbildung beſitze— das gibt dem Ganzen einen ge⸗ wiſſen Standard, ein gewiſſes Gepräge, das nicht zu unterſchätzen iſt. Und Mrs. Englis' Klienten erwar⸗ ten von Mrs. Englis, daß ſie ihnen Gouvernanten zur Verfügung ſtellt, die„anders“ ſind als anderer Leute Gouvernanten. N Ich habe meine Koffer gepackt und mich heute nachmittag theoretiſch darin geübt, Millionärskinder gegenüber das verpönte„Du ſollſt nicht“ zu um⸗ gehen. Wenn ich Mrs. Englis einmal beſſer kenne, werde ich ſie übrigens fragen, ob es ihr nicht mög⸗ lich wäre, Gertruds Seele zeitweiſe von ihrem Kör⸗ per zu trennen. Wie einfach wäre es doch, wenn bloß Gertruds Fleiſch und Blut, ihre Strümpfe und Schuhe in Weſtcheſter weilten, während Ned und ich hier in Neuyork ihre Seele bewachten. Mr. A. E. Shillings Karriere war echt ameri⸗ kaniſch. Als er ſelbſt ſo klein war wie jetzt ſein Söhnchen, mußte er barſuß gehen, ſo arm war er. Jetzt, 55jährig, bezahlt er jährlich vierzigtauſend Dollar an den Erziehungsſpezialiſten, um ſeinen Sohn ſo erziehen zu laſſen, als hätte er kein Geld. Vor vielen Jahren, als A. E. noch ein bloßer A. war und nicht den Adelsſtempel, die Initiale Nr. 2, beſaß, das untrügliche Kennzeichen, daß ein Mann ebwas in den Staaten iſt— oder gern ſein will— heiratete er eine Dame, die eine gute Partie war. Sie iſt Gertruds und Bobbys Mutter. Aber als er immer reicher und reicher und zuletzt A. E. wurde, ſah er ſich genötigt, etwas anderes zu tun, etwas, das wirklich comme il faut war. Er hatte keinerlei koſtſpielige Paſſionen; niemand hätte ihm geglaubt, wenn er geſagt hätte, er ſchwärme für Orchideen, und er konnte gerade noch mit knapper Not Kopf und Schwanz eines Vollblutpferdes unter⸗ ſcheiden. So gelangte er denn zu dem Entſchluß, ſich eine koſtſpielige Scheidung von Mrs. A. zu leiſten und eine faſhionable Mesalliance einzugehen, wie ſie den Mann kleidet, der es ſich gönnen kann, zu tun, was ihm einfällt— und ſo vermählte er ſich mit ſeiner gegenwärtigen A. E. von den„Ziegfield Follies“. Seither wurde es A. E. bedeutend leichter, einen Teil ſeiner Einnahmen loszuwerden. Die Kinder verſchlingen jetzt jährlich ganz nette Sümmchen, die ſich hauptſächlich nach drei Seiten verteilen: an Mrs. A. als Entgelt dafür, daß ſie ihre Kinder nicht ſehen darf, an Mrs. A. E. für ihre vielerlei Verſuche, ſich mit koſtbarem Spielzeug die Herzen der Kinder der Mrs. A. zu erkaufen, und an Mrs. Enalis für ihre Bemühungen, die unglückliche Wirkung von Mrs. .s Paſſivität und Mrs. A..s Aktivität auf die Kinderſeelen zu neutraliſieren. Ned erzählte mir, daß A. E. ſeine Gattin nach Frankreich geſchickt hätte, um ſie grande dame ler⸗ nen zu laſſen, aber das iſt ſicher bloß ein boshaftes Gerücht; ein einjähriger Aufenthalt in Frankreich hätte doch irgendwelche Spuren hinterlaſſen müſſen. Ich hatte mich auf ihr Heim gefreut: denn Ned ſagte, es ſei eines der fabelhafteſten in den Staaten. Es wurde erbaut, während A. Els auf der zwei⸗ monatigen Hochzeitsreiſe waren. Das Haus ſtand fertig möbliert, als ſie von Europa heimkamen— ein wahrhaftes Wunderwerk. Die bekannteſte Archi⸗ tekenfirma Neuyorks hatte freie Hand bekommen. ſowohl in bezug auf Dollars wie auf Ideen, wenn ſte nur etwas Individuelles ſchuf, etwas das Mrs. A. Es würdig wäre. Alle, die„Sunny Haven“ ſehen, ſind erſchlagen vor Begeiſterung. Es iſt auch etwas für jedermanns Geſchmack darin. ein mau⸗ riſches Zimmer, ein altgotiſches ein Renaiſſance⸗ gemach, ein Chippendchle, eines in engliſch Old Vic⸗ torian, eines im italieniſchen Barock, eines a la Ideal Home, ein anderes Louis Seize „Wie niedlich, darling!“ rief Mrs. A. E. aus, als ſie zum erſtenmal an A. Es Arm ihr neues Heim betrat, das iſt ja ganz wie auf dem Theater! Halte dir die Augen zu, ſweethart, ſo will ich dir es raſch ein bißchen mollig machen!“ Und ſie fuhr wie ein Wirbelwind durchs Haus und ließ alle Rollgardinen um ein Drittel herab, wodurch ſie dag einzige aus⸗ ſchaltete, was alle Zimmer des Hauſes gemeinſam hatten, nämlich den blauen Himmel draußen. Und als A. E. in froher Erwartung die Hände von den Augen nahm, war er mit ihr darin einig, daß ſie damit dem Hauſe ſein individuelles und perſönli⸗ ches Gepräge gegeben hatte— ſte hatte es dadurch zu einem Heim gewacht, zu ihrer beider Heim. Mrs. A. E. war zu Hauſe, als ich nach„Sunny Haven“ kam. Sie fand mich ſchick und ſmart, ſie glaubt, ich würde mich ſogar bei Ziegfield„machen“ wenn ich bloß erſt die ſcheußlichen Augenbrauen fortraſtert hätte. Und ſie iſt der ſicheren Ueberzen⸗ gung, daß ich nicht lange„Seelſorgerin“ bleiben werde. Mr. A. E. kam gerade, als ich den Kindern gute Nacht ſagen ſollte. Er hatte eine ſchwarzgeränberte Hornbrille, wie alle Amerikaner über vierzig, und er küßte ſeine Frau fünf Minuten lang liebevs und nannte ſie„darling“ und„ſweethart“ und „honey“, während ich ſtill und ſteif daſtand und war? tete, daß er auch mich begrüßen werde. Das tat er Das Verhältnis zwiſchen amerikani⸗ endlich auch. ſchen Ehegatten iſt anſtrengend ſchön. Die Kinder ſind ganz gewöhnliche Kinder mit Es Stirnhaar und roten Nähbeutelmündchen. Ned kam abends mit ſeinem Auto heraus. ſind ſchon mehrere Plakatentwürfe fertig, und ſie ſehen ungeheuer„anders“ aus, ſagt er. Sobald er einige ausgearbeitet kriegt, geht er damit zu A. E. Mir in Lad Induſt Regene Werke der ſich Die be ten fan zur Au In der Di Dr. in Karlsr! fahrens ſichtigte eſſan haus, Zehntſd ſchaftlic ſes be bracht NN L. übte di dels bewähr wurden Fluglel Freude Flugſch Friedri lich von von Ne beſtande Artur zu erm 4. Gewe mengele ein Gru Grundſt wann. mend i ſchaftun teilung 8 Münch gratulie Fahrrac Es iſt Vorſicht — —— nen Ve teilnahr Gemein gen. S Krieger, das letz * Ho wirte Land wi licher T Shilling ſelbſt und trachtet, ſie ihm ans Herz zu legen. Geht A. E. Shilling darauf ein, ſo iſt Nehs Glück gemacht; denn A. Els Reklamekonto beläuſt ſich auf Millionen. Wenn bloß A. E. nicht einen An⸗ fall bekommt, angeſichts ſeiner ſeelenvollen Aſſiſten⸗ tin, die auf Modeannoncen prangt, und ſowohl Ned wie mir auf grauem Papier den Abſchied gibt! Ned brachte mir ein niedliches Armband mit. „Aufrichtig geſagt, Ned, du darſſt mir keine Ge ſchenke machen. Ich bin daran nicht gewöhnt, wit tun das nicht in Europa.“ Aber Ned meint, das käme daher, daß Brebe nicht die Mittel habe, mir Geſchenke zu machen, und in Amerika ſchätze man eines Mannes Gefühle fü eine Frau nach den Geſchenken. die er ihr macht denn das ſei der einzige verläßliche Maßſtab, den man dafür habe. Wenn ich in Amerika bin, ich tun, wie die Amerikanerinnen, ſagt Ned, und o ich denn das Armband nicht hübſch fände? Natütlich fand ich es hübſch. Dann mußte Ned das Auto an⸗ halten, um das Armband um meinen Arm zu be; feſtigen. Wir ſtanden ganz allein auf der Straße in einem kleinen Laubwald, in welchem die Blätter fielen und fielen. Ich wünſchte, Ned würde ſich be⸗ eilen und endlich mit dem verwickelten Schloß ſer⸗ tig werden, damit wir ein bißchen horchen könnten wie Herbſt und Winter im Walde geiſterten (Fortſetzung folgt/ 25 8 115 121 55 den Fre der, beft vertrete See zi Der ne einem Bi jähri 9 kleine, 1 ſchmere Folgen nachdem war. D Se gültige gäſte un Fremder Jahr be tegen bringt. 3 5 1 25 1999 — Donnerstag, 27. Juli 1939 tte Nummer 338 ( 72 — — 5 Miniſterpräſident Köhler * Ladenburg, 27. Juli. Miniſterpräſident Walter Köhler weilte geſtern in Ladenburg, wo er die beiden größten hieſigen Induſtriebetriebe, die Leimfabrik Fetzer und das Regenerierwerk Becker& Co., beſichtigte. Beide Werke konnten einen ſtarken Aufſchwung melden, der ſich auch in einer Ausdehnung der Betriebe zeigt. besuchte Ladenburg Das Haus, das aus dem 16. Jahrhundert ſtammt, ſchönes Fachwerk, eine große Galerie im Hofe, eine aus einem einzigen Stamm hergeſtellte Wendeltreppe und eine kunſtvoll ausgeführte Tor⸗ einfahrt beſitzt, wird in ſeiner heutigen Form den Anſprüchen, die an einen neuzeitlichen Erbhof zu ſtellen ſind, nicht mehr gerecht. Die Frage, die nun ſchon ſeit einigen Jahren alle in Betracht kommen⸗ tzt. Die beſondere Aufmerkſamkeit des Miniſterpräſtden⸗ den Stellen beſchäftigt, iſt die, wie man das heimat⸗ ch ten fanden neue Verfahren, die in beiden Fabriken geſchichtlich wertvolle Gebäude erhalten und gleich⸗ zur Anwendung gelangen. zeitig die wirtſchaftlichen Erforderniſſe eines Erb⸗ mu In ſeiner Begleitung befanden ſich Dr. Vogel, hofes erfüllen kann. Die einfachſte Löſung wäre der Direktor des Landesgewerbeamtes. und Prof. die, daß die Stadt das Haus ankaufen und der bis⸗ el Dr. ing. Elöd von der Techniſchen Hochſchule 1 1 15 1 9 1757 bauen 1 7 hot Karlsruhe, der der Erfinder eines neuen Ver⸗ W 5 8 18 5 319 2150 e ies zur Leimgewinnung iſt. Anſchließend be. e de en beindchen dad und de Ausgaben gar i 1 8800„ 8 für zu hoch und können unmöglich von der Ge⸗ ſo ot ſichtigte der Miniſterpräſident noch ein inter meinde allein getragen werden. ber, um feſtauſtellen, ob und 8 hiert 5 fee e e 1 5 ſchaftliche Notwendigkeiten att der Erhaltung die⸗ bare Lbſung gefunden wird.— Um die Mittagszeit ſes bemerkenswerten Gebäudes in Einklang ge⸗ verließ der Miniſterpräſident wieder unſere Stadt. Präfte bracht werden können. C. Serr. Freun⸗ ſeinen Feuer n, auf te ein beſtie⸗ Er über e 15 Hockenheimer Segelflieger 1 1 5 de e e 1775 en“. Infolge des Zuſammenſchluſſes der beiden n 5 5 8 48 erfolgreich 8 8 hieſigen Schützenvereine war die Konkurrenz ſehr 1 55 f 50 enheim, 27. 1 Die Flieger⸗ HJ ſcharf und wurde erbittert um die Führung ge⸗ deuer⸗ übte dieſer e 1 dem Fluggelände in Hei⸗ kämpft. Im Wehrmannſchießen(drei Anſchlagsarten, leinen delsheim. Die Maſchine„Stadt Hockenheim 175 Meter) wurde J. F. Fladry mit 234 Ringen 100 bewährte ſich dabei wieder vortrefflich. 8 Insgeſamt I. Sieger vor Deſchner mit 219 und Klee mit 209 a wurden 36 Flüge mit ihr unter der Leitung von Ringen.— Auch im Kleinkaliberſchießen ſetzte ſich j Mi⸗ aer Schopf ausgeführt. Mit beſonderer J. Fladry mit 160 Ringen an der Spitze vor Schil⸗ ligen Freude wurde als Ergebnis feſtgeſtellt, daß fünf ling mit 156 und Hahnel mit 155 Ringen. Die Ver⸗ J ND — — unn! rt, ſie chen“ rauen erzeu⸗ leiben gute iderte und hevoll und war⸗ at er ſkani⸗ r mit Es id ſie ld er A. E, 0 Ju Nebs eläuſt 1 An⸗ iſten⸗ Ned Flugſchüler die A⸗Prüfung beſtanden. ſind: Friedrich Hertle, Albis Schopf, Ludwig Ziſſel, ſämt⸗ lich von Hockenheim, Hans Pfeifer und Karl Schmitt von Neulußheim. Von der Fliegergefolgſchaft 4/171 bestanden Rottenführer Berlinghof und Hitlerjunge Artur Albrecht, beide Schwetzingen, die A⸗Prüfung. Dieſe A Plankſtadt, 27. Juli. Um eine berſere Be⸗ wirtſchaftung der Allmendgrundſtücke zu ermöglichen, werden im Gewann Altholz, 1. bis 4 Gewann, am 20. Oktober die Rottſtücke ſo zuſam⸗ mengelegt, daß jeweils zwei bisherige Grundͤſtücke ein Grundſtück bilden. Seither hatten die Nutznießer Grunoſtüccke in der 1. und 3. oder in der 2. und 4. Ge⸗ wann. Nach der Neuregelung hat jeder ſein All⸗ mend in einem Stück, ſo daß ihm bei der Bewirt⸗ ſchaftung nun mancher Weg erſpart wird. Die Zu⸗ tetlung erfolgte durch Los. 5 Brithl, 27. Juli. Hier feierte Rentner Ludwig Mu uch, Rohrhof, ſeinen 82. Gebürtstag. Wir gratulieren! In letzter Zeit haben hier die 6 FJahrraddiebſtähle wieder ſehr überhand genommen. ö Es iſt deshalb beim Abſtellen der Räder äußerſte Vorſicht geboten. Oftersheim, 26. Juli. Der Ortsbürger Valen⸗ in Ziegler, Heidelberger Straße kann ſeinen G. Geburtstag feiern. Geſtern beging Rektor 4. D. Andreas Thoma, Viktoriaſtraße, ſeinen 76. und Landwirt Karl Heiſer. Hildaſtraße, ſeinen . Geburtstag.— Der bei einem tragiſchen Unglücksfall ſchwer verletzte Fri. Pfiſterer iſt ſei⸗ nen Verletzungen erlegen.— Unter großer An⸗ leilnahme der Bevölkerung wurde der Landwirt und Gemeinderat Karl Gieſer zur letzten Ruhe getra⸗ gen. Sͤäa und ½, die Politiſchen Leiter ſowie die krieger⸗ und Militärkameradſchaft gaben dem Toten das letzte Geleit. Hockenheim, 27. Juli. Die Hockenheimer Gaſt⸗ wirte betätigten ſich über Wochenende bei hieſigen Landwirten als Erntehelfer, ein Beiſpiel vorbild⸗ licher Tatbereitſchaft. Ocleacoael- Stꝛeiſbicliten * Unterſchönmattenwag, 27. Juli. 83 Jahre alt wurde hier der Volksgenoſſe Sebaſtian Sauer. Lindenfels, 27. Juli. Unter den hier weilen⸗ den Fremden ſind gegenwärtig zahlreiche Auslän⸗ der, beſonders Amerikaner und Engländer, vertreten. Zur Zeit wird der Gumpener See zu einem Brandweiher ausgebaut. Der nordweſtliche Teil des Friedhofes wird zu einem Terraſſenfriedhof ausgebaut. .— „ Birkenan(Odenwald), 25. Juli. Eine 45⸗ jährige Einwohnerin, die ſich durch eine kleine, nicht genug beachtete Wunde am Fuß eine ſchwere Blutvergiftung zugezogen hatte, iſt an den Jolgen der Blutvergiftung geſtorben, 8 ſogar eine Amputation des Fußes erfolglos l Ham melbach, 25. Juli. Das neuerbaute muſter⸗ gültige Schwimmbad erfreut ſich ſeitens der Kur⸗ 1 0 und Fremden ſteigenden Beſuches.— Die remdenübernachtungsziffer für das erſte halbe Jahr beträgt 3500, was den beſten Beweis für einen tegen Fremdenverkehr— auch im Winter— er⸗ bringt. Hochbetrieb auf Wieslocher Schie ſtänden Vereins meiſterſchafts⸗Schießen wurde abgehalten „. Wiesloch, 27. Juli. Auf den Schießſtänden der Schützengeſellſchaft wurden an den beiden letzten einsmeiſter⸗Ehrenſcheiben erſchoſſen ſich Peter Funk im Wehrmann und Schilling im Kleinkaliber. Die Schießleiſtungen ſind als ſehr gut anzuſprechen und beweiſen den hohen Leiſtungsſtand der hieſigen Schützengeſellſchaft. . Maximiliansan, 27. Juli. Der 36 Jahre alte, jung verheiratete Schiffsbeſitzer Heinrich Ro⸗ den kirchen aus Mau dach fiel in der Nacht beim Verholen ſeines Schiffes im Maximiliausauer Hafen vom Gangbord und ertrauk. Obwohl Ro⸗ denkirchen bald wieder an Laud gebracht werden konnte, waren die ſoſort angeſtellten ärztlichen Wie⸗ derbelebungsverſuche erfolglos. niedgemeinden melden: Viernheimer Allerlei Viernheim, 27. Juli. Die Gemeindeverwaltung läßt zur Zeit die durch das Legen von Fernſprechkabel beſchädig⸗ ten Bürgerſteige und Straßenübergänge ausbeſſern. Weiter erhalten mehrere Straßen eine neue Decke. Auch damit wird das Ortsbild weiter verſchönert. — Gleichzeitig wurde eine Anzahl verkehrsreicher Straßen und Straßenkreuzungen an Stelle der klei⸗ nen Lampen mit modernen Tiefſtrahler⸗ lampen verſehen.— Das im„Schützenhof“ ver⸗ anſtaltete große Sommerfeſt, das mit einem Sängertreffen auswärtiger Vereine verbunden war, nahm bei echter Sängerfröhlichkeit einen ſchönen Verlauf. Die Viernheimer Geſang⸗ vereine„Männergeſangverein“,„Sängereinheit“ und „Sängertreue Harmonie“ ernteten mit ihren Hei⸗ mat⸗ und Volksliedern reichen Beifall. Hier ſtarb im Alter von 62 Jahren Frau Ger⸗ trude Kalt, geb. Bollmann, die Ehefrau von Georg Kalt 2, Blauehutſtraße 16.— Im Alter von 81 Jah⸗ ren ſtarb Vg. Nikolaus Weidner 4, Alicenſtraße, und 82jährig ſtarb Frau Eliſabeth Edoͤinger, Witwe, die aus Heddesheim gebürtig war, bei ihren Angehörigen Holzſtraße 40.— Frau Jakob Bur⸗ kert 3, Witwe, Kühnerſtraße 2, iſt nach einem ar⸗ beitsreichen Leben verſchieden. Nach längerer Krankheit ſtarben auch der Arbeitsveteran Adam Ringhof, Wieſenſtraße 25, und im Alter von erſt 24 Jahren Chriſtian Schmitt, Sohn des Georg Auguſt Schmitt, Lorſcher Straße. Lampertheimer Notizen Ai Lampertheim, 26. Juli. Ein kinderreiches Ehepaar, Jakob Wegerle und Frau Anna, geb. Schnell, aus der Katharina⸗ Grünewald⸗Siedlung, feiern ihre ſilberne Hoch⸗ zeit. Neun Jungen und ein Mädel ſcharen ſich um das Jubelpaar.— Karl Peteler, der Sohn des Bierverlegers Hans Peteler, promovierte an der Ludwigs⸗Univerſität in Gießen zum Doktor der Naturwiſſenſchaft. Auswärtige Ko ß ⸗Wanderwarte be⸗ ſuchten in einer Kopfſtärke von 60 Perſonen aus der Umgegend die Pflanzen⸗ und Waſſerwelt der unter Naturſchutz ſtehenden Rheininſel Bie denſand. Die auf dem Waſſerweg erfolgte Studienfahrt wurde wiederum von dem Naturſchutzbeauftragten Herrn Apotheker Ed. Feldhofen ſen. geleitet. U Viernheim, 27. Juli. Im Alter von 71 Jahren ſtarb Frau Magdalena Kalt Wwe., geb. Wun⸗ derle, Kreuzſtraße 17. I Lampertheim, 27. Juli. In dieſen Tagen tra⸗ ſen wieder Ferienkinder hier ein und zwar kamen ſie diesmal direkt aus Berlin. Sieben blie⸗ ben in Lampertheim und drei kamen nach Hütten⸗ feld.— Hier wurde unter Anteilnahme zahlreicher Krankenſchweſtern von hier und Umgebung die im hieſigen St. Marienkrankenhaus verſtorbene Schwe⸗ ſter„Mutter Irene“(Maria Brenner) zur letzten Ruhe gebettet. Die Verſtorbene erreichte ein Alter von 72 Jahren. Vor wenigen Jahren beging ſie ihr goldenes Schweſternjubiläum. In der hieſigen Verſandhalle der Obſt⸗ und Gemüſe⸗Verwertungs⸗ genoſſenſchaft iſt nach einer kunzen Pauſe wieder Großbetrieb zu verzeichnen. Der reiche Ernteſegen Am kommenden Sonntag: eee Heidelbergs Friſchwaſſer⸗ Thermalſchwimmbad wird eröffnet Feierliche Einweihung mit Schwimmfeft * Heidelberg, 27. Juli. Das neue Friſchwaſſerſchwimmbad in Heidelberg ſteht kurz vor der Vollendung. Es wird, wie be⸗ reits gemeldet, am 30. Juli vormittags 11 Uhr mit einer Feier eröffnet und nachmittags mit einem vom Heidelberger Schwimmverein„Nikar“ ver⸗ anſtalteten großen Schwimmfeſt eingeweiht werden. Der öffentliche Badebetrieb wird am 1. Anguſt beginnen. Das Bad liegt auf dem linken Neckarufer an der Vangerowſtraße zwiſchen dem Radiumſolthermalbad und der Hindenburgbrücke, nur wenige hundert Meter vom Hauptbahnhof wie von der Einfahrt der Reichsautobahn entfernt. Das fertig geſtellte große Badebecken für Schwimmer und Nichtſchwimmer iſt nach den modernſten badetechniſchen Errungenſchaf⸗ ten ausgeſtattet und weit größer als das des Opel⸗ bades in Wiesbaden und das des bekannten Sport⸗ ſchwimmbades in Köln. Es wird ſpäter durch ein weiteres Sportbecken für Wettkämpfe und durch ein Sprungbecken ergänzt werden. Außer dem großen Badebecken iſt noch ein Planſchbecken für Kinder vor⸗ handen. Ausgedehnte Liegewieſen, geſchmackvolle Kabinenbauten mit Badegeſchäften, ein hübſcher Ein⸗ gangsturm mit Uhr und eingebauter Lautſprecher⸗ anlage für Muſikübertragungen ſowie eine Gaſtſtätte machen das neue Heidelberger Bad zu einem der ſchönſten und modernſten Sportſchwimmbäder. Das Badebecken, das durch eine Wärmeanlage eine immer gleichbleibende Temperatur erhält, wird mit Friſchwaſſer aus der Leitung ſowie mit Radiumſole geſpeiſt, ſo daß man in Heidelberg in Zukunft in einer Art Meerwaſſer baden Uen des Besgelsaßte Die Doſſenheimer verſtehen zu feiern Rückblick auf das Volksfeſt I. Doſſeuheim, 27. Juli. Unter Mitwirkung der hieſigen Trachtenkapelle ſowie des Spielmannszuges des Jungvolkes wurde, wie bereits kurz berichtet, das Volksfeſt am Samstag mit einem Unterhal⸗ tungsabend eingeleitet, an dem ſich ſämtliche For⸗ mationen ſowie Vereine beteiligten. Als Humoriſt hatte man ſich den„Ofenlocher Heiner“ aus Mannheim verſchrieben, der„kam, ſah und ſiegte“ Der Sonntag brachte eine Fülle von ſportlichen Wettkämpfen.— Hauptlehrer Britſch leitete das Volksliederſingen, das Handharmonikaorcheſter unter der Leitung von Hugo Walter ſteuerte ſchmiſſige Vorträge bei, während der MGV.„Freundſchaft“ unter der Leitung von Chormeiſter Erich Har⸗ barth in vorzüglicher Wiedergabe einige Chöre bot. Natürlich war auch die Feuerlöſchpolizei bei der„Arbeit“ und überraſchte mit einer ausgezeich⸗ neten Uebung unter der Leitung von Oberbrand⸗ meiſter Schröder. Kreiswehrführer Bälz dankte der Wehr für ihre Einſatzbereitſchaft und Orts⸗ gruppenleiter und Bürgermeiſter Merkel für deſ⸗ ſen ſtete hilfsbereite und fördernde Einſtellung zur Feuerwehrſache. Die mit der Feuerwehrübung verbundene Sanitätsübung des Sanitätszuges Dof⸗ ſenheim der Bereitſchaft 4 Heidelberg wurde von DRͤK⸗Führer Dr. Berg und Wachtführer Elf⸗ ner geleitet. Den Höhepunkt des Feſtes bildete der Feſtzug, der unter Beteiligung aller Forma⸗ tionen die Straßen durchzog. Lützelſachſen, 27. Juli. Der Männer⸗ geſangverein veranſtaltete auf dem hieſigen Gemeindeplatz ein wohlgelungenes Gartenfeſt mit Volksbeluſtigungen und Tanz. Weinheim, 27. Juli. Im„Storchen“ fand hier die Generalverſammlung des Geflügel zucht⸗ vereins 1924 Weinheim ſtatt. In der Ver⸗ einsführung trat ein Wechſel ein. Der bisherige Vorſtand Adam Wenninger legte nach l2fähriger Tätigkeit wegen ſtarker beruflicher Inanſpruchnahme lex iſt auch Kreisvorſitzender der Kaninchenzüchter) ſein Amt nieder. Als Nachfolger wurde Maurer⸗ meiſter Heinrich Georg einſtimmig gewählt. Mitte November ſoll eine Kreisgeflügelſchau hier abgehal⸗ ten werden. [I Leutershauſen, 26. Juli. Beim Pflaumen⸗ brechen ſtürzte der 62 Jahre alte Fritz Brand von der Leiter, wobei er ſich ſchwere Verletzungen zuzog und in das Heidelberger Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Laudenbach, 27. Juli. Der hieſige Kunſtmaler Rudo Schwarz iſt im Haus der Deutſchen Kunſt in München mit einem Bilde„Aufbau“ vertreten. Auch die Ausſtellung„Kunſt und Technik“ in Dres⸗ den beſchickte der Künſtler mit dem Bilde Steine zur Kongreßhalle in Nürnberg“, das von General⸗ inſpektor Dr. Todt angekauft wurde. Heppenheim, 27. Juli. Silberne Hoch⸗ zeit feierten hier Maurer Michael Kumpf 2 und Frau Katharina, geb. Metz. in Gärten und Felder iſt reif geworden und wirs nun täglich angeliefert, um von hier aus verſandt zu werden. * Groß⸗ Rohrheim, 26. Juli. Die Züchter un⸗ ſerer Gemeinde konnten bei der letzten Reichs⸗ nährſtandsſchau in Leipzig wieder hervor⸗ ragende Preiſe erzielen. Der vierjährige Ziegen⸗ ö bock„Hans“, Herdbuch Nr. 79 errang den 1. Preiss und die ſechsjährige Ziege„Hanna“, Herdbuchh Nr. 2375 wurde mit einem IIc⸗Preis ausgezeichnet, Der außerdem mit 9 Ziegen und 8 Jungböcken ver⸗ tretene Ziegenzuchtverein erhielt in der Einzel⸗ prämiierung verſchiedene Preiſe. Im Sammelwett⸗ bewerb ſtand die Gemeinde wiederum an erſter!! Stelle. 555 — Unbegrenzt haltbar in der geſchtoſſenen Ooſe Ji Philippsburg, 27. Juli. als fleißigen Mann allſeits geachtete ledige Landwirt Anton Jene ſtarb im Alter von 35 Jahren. Als einer der älteſten Einwohner konnte Maurermeiſter Anton Braun II ſeinen 80. Geburtstag begehen. Die Kameradſchaft ehem. Soldaten erfreute aus dieſem Anlaß ihr Ehrenmitglied durch Ueberreichung eines Geſchenkes. Zahlreiche Volksgenoſſen und Schü⸗ ler der oberſten Klaſſe beteiligten ſich am letzten Sonntag an der Sonderfahrt zu den Volksſchauſpie⸗ len in Oetigheim. 0 Dieſer Tage wurden in Philippsburg Bedarfs, deckungsſcheine im Werte von 160 Mark geſtoh⸗ len. Da die Nummern der Scheine bekannt find (H 0516584, H 0516585 und H 0516586 zu je 50 Mark und G 3383381 zu 10 Mark), ſo wird vor einer Ver⸗ wendung der Scheine gewarnt. Bei ihrem Auf⸗ tauchen iſt ſofort die Polizei zu verſtändigen. FF Anwetterbilanz im Sinsheimer Bezirk g Große Schäden wurden angerichtet 1 Sinsheim, 27. Juli. Während der Sinsheimer Bezirk bis jetzt von Unwettern freigeblieben war, hat kurz vor der Ernte, am Wochenende doch noch ein Hagelwetter einen Teil des Bezirkes heim⸗ geſucht. So werden aus den Gemarkungen Eich⸗ tersheim, Michelfeld, Eſchelbach, Haſſel⸗ bach, Siegelsbach uſw. große Schäden berichtet, die ebenſowohl den Halmfrüchten als auch den Hack⸗ früchten(Tabak) und ſchließlich auch dem Obhſt gelten. Der Geſamtſchaden iſt natürlich ſchwer zu beziffern, iſt aber recht hoch und ſtellt für die Land wirtſchaft eine ſchwere Belaſtung dar. Die eingetretene Lager⸗ frucht erſchwert auch in hohem Maße die bald begin⸗ nenden Erntearbeiten. IL. Obergimpern, 22. Juli. Der wohner unſerer Gemeinde und 1870% 1, Adam Zimmermann, konnte hier in beſter geiſtiger Friſche ſeinen 90. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der von Beruf Schuhmacher iſt, verbringt ſeinen Lebensabend im Kreiſe der Fa⸗ milie ſeiner Tochter. L. Babſtadt, 27. Juli. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der verſtorbene Kriegs⸗ invalide Heinrich Hofacker, der im Jahre 1916 in Rumänien ſchwer verwundet wurde und ſeitdem an den Folgen dieſer ſchweren Verletzung zu leiden hatte, zur letzten Ruhe geleitet. Wihrend die Trauer feier durch Darbietungen des evang. Kirchenchors umrahmt wurde, legte im Namen der NS⸗Kriegs⸗ opferverſorgung Kamerad A. Störner am Grabe einen Kranz nieder. L. Eichtersheim, 27. Juli. Als eine der älteſten Einwohnerinnen ſtarb hier Frau Frieda Freis, die unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zur letzten Ruhe geleitet wurde. I. Waibſtadt, 27. Juli. Unter Leitung von Fähn⸗ leinführer Steck veranſtalteten Jungvolk und BDM einen Dorfabend im„Waibſtadter Hof, der im Zeichen des fröhlichen Jugendſchaffens ſtand. I. Waibſtadt, 27. Juli. Bei der Austragung der Vereinsmeiſterſchaften im hieſigen Kleinkaliber⸗ ſchützenverein wurde Willi Schick mit 142 Ringen Vereinsmeiſter und errang damit die Würde eines Schützen königs. L. Gauangelloch, 27. Inli. Kaſſenhilfsſtellenver⸗ walter Jakob Schwarz von hier wurde vom Vor ſtand des Finanzamtes Neckargemünd ür 25fährige 3 mit dem ſilbernen Treudienſt⸗Ehrenzeſchen geehrt. * Gana«ngelloch, 26. Juli. Die Meiſte rp fung im Schreinerhandwerk beſtand vor der Hand⸗ 3 Mannheim mit gute Erfolg Alofs 2 e. Der ä lte ſte Ein⸗ Altveteran von eee Selbſtmord unter Aufobahnbrücke Vom Jahrmarkt in den Tod * Grünſtadt, 27. Juli. Die Nachſorſchungen der Kirchheimer Polizei und der Ludwigshafener Mordlommiſſion haben ergeben, daß es ſich bei dem Toten, der unter der Autobahnbrücke mit einem Kopfſchuß aufgefunden wurde, um den 32 jäh⸗ rigen Franz Storminger aus Dackenheim bei Freinsheim handelt, der ſich nach dem Beſuch des Grünſtadter Jakobimarktes mittels Revolver einen tödlichen Schuß beibrachte. Das Motiv zur Tat iſt unbekaunt. 165 9 8 8. 338 33 Nummer Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Donners Donnerstag, 27. Juli 139 Seite M am kommenden Sonntag der radſportlichen Ereigniſſes. Die Straßenſahrer, Amateure und Proſis, alten Mainſtadt, um ihre Meiſter zu im deutſchen Straßenradſport einen Namen le. Faſt 100 Amateure aus allen Gauen ſtreiten ſich um den Titel des Ber⸗ liners chmidt 45 Berufsfahrer treten zum letzten Le Titelkon an. Hi führt in der Wertung ſchnelle anghoff 1 44 und chweinfurter Scheller mit it je 46, Löbert t it je ling mit 36 Punkten. antwortlichen Männer haben für die Titel⸗ gewählt, die in ihrer ganzen An⸗ iſterſchaft wirklich würdig iſt. Vom in Frankfurt/ Main führt der etwa lange her Preungesheim, Bonames, Ober⸗ Homburg, die Saalburg nach Wehrheim und vom eſchbach 1d Preungesheim zum Ausgangspunkt. Drei⸗ i mal n nn die Amateure über dieſe Strecke, Hiermal die Berufe Das bedeutet, daß in dieſem Johre i mebr als je zuvor der Titelkampf in beiden Lagern eine Angelegenheit der Bergfahrer ſein wird. Bei den Amateuren dürfte nach Lage der Dinge der Titel ſeinen Beſitzer wechſeln, weil der Vorfahrsſieger Herbert Schmidt eine alte Form noch nicht gefunden hat und zudem kein ausgeſprochener Bergfohrer iſt. Da halten wir es ſchon mit den urwüchſigent Bayern, die wieder mit einer oußerordentlich ſtarben Streitmacht anrücken und un⸗ beſtritten s die Favoriten dieſes Kampfes angefehen werden müſſen. Wir nennen nur den Schweinfurter Heller, der in den Taunusbergen ſchon manches un⸗ nergeſſene Huſarenſtück volbbrachte, seite Landsleute Schell⸗ horn. Seufert und Schramm, den Münchner Hörmonn und die bergtüchtigen Nürnberger Kittſteiner und Keßler, die in die Jahre erſtaunlich ſchnell zur erſten Klaſſe aufgerückt ſind. Aus Berlin kommen neben Herbert Schmidt noch Irrgang, Schöpflin und Bartoſkiewicz, dem gleichfalls gute Ausſichten enigeräumt werden müſſen. DTilſit entſendet die Nationol⸗Mannſchaftsfahrer Meurer und Schenk, Chemnitz rückt mit Hackebeil, Siegel und (Richter an. Zu ihnen geſellen ſich die Fahrer aus dem (Rhein⸗Main⸗Hebiet, denen die Streckenkenntnis ſehr zu⸗ ſtatten kommen dürfte. Eine Vorausſoge bei den Berufsfahrern zu treffen, iſt bei der Au henheit der Spitzewfahrer unmöglich. Dem Schweinfurter Fritz Scheller, der ja in der bis⸗ ö herigen Meiſterſchaftswertung knapp in Fücrung liegt, ſollten die schweren Taunusberge wenig behagen. Auch Langhoff und Plappert, deren große Stärke in ihrer Spurtſchnelligkeit liegt, ſcheiden aus dem engeren Kreis der ernſth n Anwärter aus. Mit einer der Favoriten iſt jedenfalls der Deutſchlandrundfahrtſieger Umbenhaner, vorausgeſetzt, daß der Nürnberger geſwndheitlich auf dem Fboſten iſt. Viel erwarten darf man von dem Exfrank⸗ furter Löber(Schweinfurt), der ſein Mißgeſchick bei der Rundfahrt nun endgültig abgeſtreift hat und wieder mit dem alten Selbſtvertrouen fährt. Noch ein paar Namen, J E, für den Sieg in Frage kommen: Schild(Chem⸗ J, Wengler(Bielefeld), Bautz(Dortmund) und We cker⸗ (Magdeburg). 0 Das Programm des Frankfurter Großflugtages 0 Stärkſte Beochtung im In⸗ und Ausland findet der am kommenden Sonntag guf dem Flugplatz Rebſtock ſtattfin⸗ dende Frankfurter Großflugtag. Es dürfte kaum wieder ofkommen, daß vier Großveranſtaltungen gleichzeitig an einem Ort ſtalttinden, wie diesmal in Frankfurt g.., wo neben den Deutſchen Meiſterſchaften im Geſchicklichkeits⸗ Donnerstag, 27. Juli 1939 g Senkung der Verbraucherpreise für lose Rundiunkröhren um 28 bis 33% Mit dem Tage des Beginns der Rundfunkausſtellung, dem 28. Zuli werden die Verbrau herpreiſe für loſe Rund⸗ fünkröhren(Erſatzröhren) um 28—33 v. H. geſeukt. Da⸗ durch wird die Erſatzbeſchaſſung von Röhren weſentlich er⸗ leichtert. Eingehende Unterſuchungen des Reichskommiſſiars für die Preisbildung in der Röhreninduſtrie haben gezeigt, daß die ſtarke Ausweitung der Röhrenfabrikation in den letzten Jahren zu einer weſentlichen Senkung der Selbſt⸗ koſten geführt hat. Die überraſchend ſtarke Preisſenkung i dadurch erreicht worden, daß diesmal auf eine ſtärkere 1(Senkung der Preiſe der für die Neubeſtückung benötigten Röhren verzichtet wurde und die Koſtenerſparniſſe ſaſt ganz auf die Exſatzröhren umgelegt wurden. So konnten die Induſtriepreiſe für Erſatzröhren um 21—25 v. H. ge⸗ ſenkt werden. In Zukunft ſchließt der Apparatepreis die Beſtückungs⸗ röhren mit ein. Damit iſt vermieden, daß der Ver⸗ ir Erſatzröhren durch die höheren Ver⸗ te belaſtet wird. Der früher vielfach führte Vergleich des Preiſes eines Gerätes ohne Röhren mit dem Preis eines gleichartigen Gerätes ohne Röhren derſelben Firma aus dem vergangenen Jahre iſt bei der diesjährigen Rundfunkausſtellung wegen dieſer Kaltulatiousumſtellung nicht möglich, da der Erſatzröhren⸗ preis weit ſtärker als der Beſtückungsröhrenpreis geſenkt ist. * Verlusſvorſirag auch in der Gewerbesſeuer Zur Durchführung der Gewerbeſteuer für das Rech⸗ nungsjahr 1999 hat der Reichsfinanzminiſter im Ein⸗ bvernehmen mit dem Reichsminiſter des Innern und vor⸗ behaltlich der ſpäteren Regelung im Verordnungsweg einſtweilen durch Erlaß eine weitere Steuererleichterung verfügt. Der ſogenannte Verluſtvortrag, der bisher auf die Einkommen⸗ und Körperſchaftsſteuer beſchränkt war, wind nunmehr auch bei der Gewerbeſteuer ermöglicht. Erstmalig gilt die Neuregelung für das Jahr 1988, deſſen Gewerbeertrag der Gewerbeſteuer für das Rechnungsjahr 1989 zugrunde zu legen iſt. Dabei können alſo Verluſte aus den Jahren 1936 und 1937 berückſichtigt werden. In jenen Jahren hatten noch verſchiedentlich auch im Altreich⸗ gebiet Gewerbebetriebe Verluſte, die nun berückſichtigt werden können. a Beſonders wertvoll aber wird die Neuregelung ſich für die Oſtmark und das Sudetenland auswirken, wo ſie ent⸗ sprechend angewandt wird und wo 1936 und 1937 das Gewerbe noch ſehr darnieder lag. Der Erlaß beſtimmt, daß bei Gewerbetreibenden, die Bücher nach den Vorſchriften des Handelsgeſetzbuches füh⸗ ren, der Gewerbeertrag um die Beträge zu kürzen iſt, die ſich bei Ermittlung des Gewerbeertrages für die beiden bs rangegangenen Wirtſchaftsjahre ergeben, ſoweit Lie Fehlbeträge nicht bereits bei Ermittlung des Gewerbe⸗ Ertrages für das vorangegangene Wirtſchaftsjahr gekürzt worden ſind. 5 Schwäbische Zellſtoff AG, Ehingen(Douan].— Aulanf des Werkes im Spätſommer d. J. Die Geſellſchaft, die im Rahmen des Vierjahresplans 1937 mit einem AK von in.„ gegründet worden war, legt nunmehr ihren epſten Geschäftsbericht vor. Im März des Vorjahres hatte man mit den Bauarbeiten in Ehingen begonnen, ſo daß bis zum Jahresende die erſten Gebäude zur Montage bereit ö Am zwei deutſche Meiſtertitel Die beſten Straßenfahrer in Frankfurt/ Main flug noch das 2. Internationale Luftrennen, der Inter⸗ nationale Sportfliegerbeſuch und das Treffen der Vor⸗ kriegsflieger, der„Alten Adler“ durchgeführt werden. Bereits im Laufe des Freitags treffen die in⸗ und aus⸗ ländiſchen Flieger in Frankfurt ein, wo am gleichen Tage noch die Teilnehmer am Luftrennen mit dem Training be⸗ ginnen und die Ausſcheidungen zur deutſchen Meiſterſchaft im Geſchicklichkeitsflug ſtattfinden. Am Freitagabend empfängt Gauleiter Reichsſtatthalter Sprenger, der die Schirmherrſchaft über die Veranſtaltung übernommen hat, die Teilnehmer im„Frankfurter Hos“, wo der vom Gau⸗ leiter geſtiftete Nehring⸗Preis für beſondere Leiſtungen im Segelflug an NS ⸗Sturmführer Ziller(NS y K⸗Gruppe 6 Schleſien) überreicht wird Am Sonumtag, dem eigentlichen Großflugtag. trifft Korpsführer General der Flieger Chriſtianſen in Frank⸗ furt ein. Im Laufe des Nachmittags wird das Luflſchiff „Graf Zeppelin“ neuartige Vorführungen zeigen. Zwiſchen den einzelnen Starts der Bewerber zur deutſchen Kunſt⸗ flugmeiſterſchaft und dem internationalen Luftrennen fliegt Fleſeler auf ſeinem„Storch“ und Altmeiſter Grade auf ſeinem aus dem Jahr 1909 ſtammenden Eindecker. Ein Segelflugformationsſchleppy ſowie ein Sturzbomber zeigen weiterhin intereſſante Vorführungen und nach der Sieger⸗ verkündung und Preisverteilung ſtartet noch einmal der deutſche Meiſter im Geſchicklichkeitsflug. Der Holländer Bob van Klaveren konnte bei der Rotter⸗ damer Freiluft⸗Borkampfperanſtaltung in einem verbiſſen durchgeführten 10⸗Runden⸗Kampf den Italiener Locatelli nach Punkten beſiegen. Die deutſchen Schützen ſchießen am 15/16. September in Berlin für den Fernkampf gegen Argentinien und den Dreiländer⸗Fernkampf gegen England und USA. 5 Neues vom Jußballſport 1 Olympia-Turnier ſtark beſetzt Wie aus Helſinki bekannt wird, liegen bisher zwanzig vorläufige Meldungen für das Olympiſche Fußball⸗Tur⸗ nier vor. Stark vertreten iſt der Norden mit Schweden, Norwegen, Island, Lettland, Eſtland, Finnland, Belgien, Luxemburg, Holland Italien, Rumänien, England, Ju⸗ goſlawien, Polen, Nordamerika, Peru, Argentinien und Deutſchland ſind die übrigen. Frankreich hat ebenfalls die einer Amateurelf verſprochen. Mit den Mel⸗ Dänemark, China und einer weiteren ſüdameri⸗ derelf wird noch gerechnet. Auf der Berliner wurde Italien Turnierſieger. Keine Verſuchs⸗Elf gegen Schweden Schon wenige Tage nach Beendigung der Sommerſpiel⸗ pauſe beſtreitet die deutſche Fußballelf ihren erſten Länder⸗ kampf der olympiſchen Spielzeit. Am 27. Auguſt iſt Schwe⸗ den in Stockholm unſer Gegner. Da wir bei unſerem letzten Gaſtſpiol in Stockholm mit einer auf dem Papier wenig⸗ ſten recht guten Mannſchaft, in der u. a. Janes, Münzen⸗ berg, Lehner, Siffling, Conen und Kobierſki wirkten, über⸗ raſchend geſchlagen wurden, iſt es nur zu begrüßen, daß das Reichsſachamt im Hinblick auf Stockholm keine Expe⸗ rimente machen, ſondern eine ſehr ſpielſtarke Elf aufſtellen will, in der allerdings nur Spieler Verwendung finden ſollen, die nach den olympiſhen Beſtimmungen auch Ama⸗ teure ſind und für Helſinki in Frage kommen. Klodt, Janes, Kupfer, Kitzinger, Lehner, Schön u. a werden den Stamm bilden. Reichsbundpokal ohne Nationalſpieler Es iſt der Wunſch des Reichsfachamtsleiters, daß bei den Reichsbundpokalkämpfen der kommenden Spielzeit in den einzelnen Gauen nicht auf die Spieler zurückgegrifſen wird, die bereits durch das internatibnale Programm der Ländermannſchaft ſtark in Anſpruch genommen werden. Schon in den letzten Jahren hat mon an die Gaue verſchie⸗ dentlich dieſe durchaus verſtändli he und im Hinblick auf Helſinki vielleicht ſogar notwendige Bitte gerichtet. So⸗ lange es aber nicht direkt verboten wird, auf die Spieler der Olympia⸗Kernmannſchaft zurückzugreiſen, werden die Gaue ſich ſchon aus finanziellen Erwägungen heraus wohl kaum an dieſen Wunſch halten. Erſtes Länderſpiel der Slowakei Sein erſtes Länderſpiel beſtreitet der von der Fifa als ſelbſtändiger Fußballverband anerkannte flowakiſche Fuß⸗ Entſendung dungen von kaniſchen Län Olympiade Die Organiſation eines Marathonlaufes Bei den Deutſchen Meiſterſchaften im Marathonlauf am 90. Juli in Leipzig wollen 173 Teilnehmer und 18 Mann⸗ ſchaften eine der härteſten ſportlichen Leiſtungsproben be⸗ ſtehen. Wie wird von den Veranſtaltern für ſie geſorgt— was iſt zur Organiſation eines derartigen Laufes alles nötig? Die Strecke wird amtlich genau vermeſſen. Es war ein Fehler früherer Jahre, daß oft die Laufſtrecke„über den Daumen gepeilt“ wurde. Wunderzeiten oder Ergebniſſe, die dem wirklichen Können der Läufer nicht entſprachen, waren die Folge. Wenn nun ein Läufer nicht in der Lage iſt, die Strecke vor dem Lauf kennenzulernen, ſo iſt eine Skizze vorhanden mit Streckenbeſchreibung, die z. B. an⸗ gibt, wo es flach oder ſteigend iſt, wo es Aſphalt oder Parkwege gibt. Hiernach kann er ſich den Lauf taktiſch ein⸗ tetlen. Beſprechungen mit der Polizei über Freigabe und Abſperrung der Strecke ſind notwendig. Zum Lauf ſelbſt ſtellt dann die Polizei die Abſperrmannſchaften; auch die Formationen der Partei haben ſich häufig in den Dienſt dieſer ſportlichen Aufgabe geſtellt. Wenn möglich, werden Fernſprechleitungen gelegt, um den Zuſchauern am Ziel den jeweiligen Stand des Rennens bekanntzugeben. Im Anto, das die Läufer auf der Strecke begleitet, befindet ſich mar das Renngericht. Weitere Wagen ſtehen für den Arzt und die Preſſe zur Verfügung. Erſtmalig eine NRundſtrecke Die übliche Strecke für einen Marathonlauf iſt mit einem Wendepunkt verſehen, auf der Hälfte des langen Weges bei etwa 21 Km. Erſtmalig wird nun in dieſem Vahr in Leipzig im Hinblick auf Helſinkfi 1940, wo eine ähnliche Streckenführung vorgeſehen iſt, der gewaltige Lauf auf einer Rundſtrecke von 8,4 Km. dur hgeſührt. Fünfmal iſt dieſe Strecke zu durchlaufen. Für die Läufer wird damit eine ganz neue Aufgabe geſtellt, denn das Rundenlaufen iſt nicht ſedermanns Sache, und die pfychologiſche Wirkung iſt dabei nicht zu unterſchätzen. BVerpflegungsraum 20 Meter Von großer Wichtigkeit ſind die Verpflegungsſtellen beim Marathonlauf. Ein gut trainierter Läufer kann ohne Ver⸗ pflegung 22 Km. auskommen. Das wird erwartet. Ab 22 Km. dann aber, ungefähr in Abſtäuden von—4 Km., werden Verpflegungsſtationen eingerichtet. Hier gibt es warmen Haſerſchleim, ſchwach geſüßten Tee mit etwas Zitrone, Zwieback, Würfelzucker, Bananen. Darüber hinaus kann jeder Verein ſeine Kameraden innerhalb des Ver⸗ pflegungsraumes, der 20 Meter beträgt, ſelbſt verpflegen. Vorteilhaft iſt es bei dieſer unerhörten körperlichen Be⸗ anſpruchung, wenn der Läufer ohne jede Verpflegung aus⸗ kommt. Das iſt möglich und eine Frage des Trainings und der Härte. An den Verpflegungsſtellen ſteht auch Waſſer zum Abwaſchen der Läufer bereit. Auf keinen Fall werden kalte Getränke verabfolgt. Am Ziel gibt es dann reichlich Tee. Die letzte Verpflegungsſtelle wird ungefähr bei 30 Km. eingerichtet. Die meiſten Läufer trinken und eſſen während des Laufens, um nicht gus ihrem Laufrhythmus zu kommen. Auf der ganzen Strecke ſind von 5 zu 5 Km. Markierungs⸗ ſchilder angebracht, die den Läufer über den noch zurück⸗ zulegenden Weg unterrichten. Von 88 Km. an heißt es dann„noch 3 Km.“, nach 500 Metern„noch 2,5 Km.“ Und das reißt noch einmal alle Energien zuſammen, denn nun iſt die mörderiſche Strecke faſt bezwungen und das Ziel iſt nahe. ANDELS- u WIRTSCHAFT-ZETI TUNG der Neuen Mansbeimer Zeitung gal⸗Spielze Heiß Eſſen Nanuheim Abgeſagt ballſport am 10. September in Preßburg. Gegner wirs Bulgariens Länderelf ſein, die recht ſpielſtark ift. In der Spielberechtigung von Ausländern hat der flowakiſche Verband dahin entſchieden daß ab 1. Januar 1940 in je⸗ der Mannſchaft nur ein Ausländer ſpielen darf. Der Reichsſportführer ſprach auf dem Weltkongreß der Lingiade Der Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten hielt am Mittwoch auf dem Weltkongreß der Lingiade in Stock⸗ holm vor den hier verſommelten Wiſſenf ern und Fach⸗ leuten von 37 Nationen ſeine mit Spannung erwartete Rede. Er entwickelte ein klares Bild vom Auſhau und von Fünfkampf hen bekannt Fer Zeitpla Als ofſiz ſahter wurd zischen Unir wird die de und Aus lan den Form⸗ und Bildekräſten der neuen de en Leibes. erziehung. Nachdrücklich unterſtrich der Reichsſportführer vor dieſem internationalen Forum:„Es in Deutſchland weder kommandierten Sport noch zügelloſes Sichausleben im Sport ohne Sinn eines falſchverſtondenen Freiheitsbegriffs, Dafür iſt der menſchliche Leib, ſeine Geſundheit und ſein Natürlichkeit viel zu koſtbar. Es wäre gleichzeitig ein Schlag gegen unſere Forderung der geſundheitlichen Führung jedes einzelnen und des Volkes. Zum dritten würde es gegen das Prinzip der Freiwilligkeit verſtaßen, das für den deut⸗ ſchen Sport oberſtes Geſetz iſt.“ In klarer Herausſtellung der Ordnung einer, das ganze deutſche Volk erſaſſenden Lei⸗ beserziehung, wobei die beſonderen Aufgaben der„Kroſt durch Freude“⸗Organiſation, wie der Hitler⸗Jugend und ber SA gekennzeichnet wurden, betonte der Reichsſportfüßrer, daß die Krone aller Leibesübungen im Wettkampf liege und der NS dieſen Wettkampf in vollendeter Geſtaltung aus⸗ geformt hot. Der NSR als die größte Organiſation die ſich ausſchließlich der Pflege der Leibesübungen in gym⸗ naſtiſcher und sportlicher Hinſicht widmet, iſt ſomit zu einem Goranten des ſportlichen Gedonkens in Deutſchland gewor⸗ den und zum Träger auch der weiten internationalen Be⸗ nur e ziehungen, die Deutſchland in leibeserzieheriſcher Hinſicht gesel! mit der ganzen Welt unterhält. 885 Nach 2 5 7 Die letzten Titelkämpfe ere Geher⸗Meiſterſchaften in Kaſſel Ange Nach oͤen Einzel⸗Meiſterſchaften der deutſchen Leicht⸗ schrif othleten im Berliner Olympiaſtadion und den Staffel⸗ und Unter Mehrkampf⸗Meiſterſchaften in Darmſtoadt werden am kom⸗ menden Sonntag die letzten Titelkämpfe in Kaſſel und Leipzig ausgetragen. In Kaſſel verſammelt ſich die Spitzen⸗ klaue unſerer Geher am Start. Die 10⸗Km.⸗Meiſterſchaft, die in der Heſſen⸗Kampfbahn durchgeführt wird, ſieht 9 Teilnehmer im Kampf. Titelverteidiger iſt der Hombur⸗ ger Hermann Schmidt, der erſt kürzlich in Eſſen mit 45719, Minuten einen neuen Rekord aufſtellte und in Kaſſel kaum gefährdet ſein dürfte. Auf den nächſten Plätzen ſollten die Berliner Nord und Peters, vielleicht auch Parnemann (Charlottenburg! und Bauer(Stuttgart) zu finden ſein, Ganz hervorragend iſt die Beteiligung auf der 50 Meter LTarikgeb⸗ langen Strecke. Rund 75 Bewerber treten zum Kampf mit kurz. gegen den Meiſter Dill(Berlin) an. Der Berliner iſt unſer Gescha ft zuverläſſigſter Langſtrecken⸗Geher, aber eine Ueberraſchung könnte es auch guf der Fulda⸗Aue geben. Wer hierfür zn Frage kommt? Der Braunſchweiger Arendes, der Leipzier SA⸗Mann Nagel und der Charlottenburger Bernhard. Weit vorn dürfte auch der Südweſtmeiſter Albrecht(Mainz) zu finden ſein. Die S A⸗Brigade 35 Leipzig verteidigt ihre Meiſterſchaft gegen zehn Mannſchaften, von denen Reichsb. Berlin den Leipzigern am gefährlichſten werden könnte. Flaute in der Rhön Regen und Nebel herrſchten am 4. Wettbewerbstoge der 20. Rhön auf der Waſſerkuppe, ſo daß am Mittwoch kein einziger Start durchgeführt werden konnte. Der Stand der Geſamtwertung nach den erſten drei Tagen lautet: Klaſſe A(Einſitzer): 1. NScck⸗Stuf. Treuter(NSsck⸗ Gruppe 8 Eſchwegef 571,5.; 2. NSF K⸗Stuf. Kraft(15 Stuttgart) 560,25.; 3. NSF K⸗Hptſtuf. Bräutigam(7 Elbe⸗ Saale) 475,5; 4. Oberſtuf. Schmidt(16 Karlsruhe)) 461,5.; 5. Schuchardt(Ds Berlin) 461.; 6. Haaſe(4 Berlin) 401,5 P. Klaſſe B(Doppelſitzerf: 1. Bud zin den A Leuber(8 Eſchwege] 171 P.— Klaſſe C(Nachwuchs⸗Segel⸗ hr. Stan Haus- Uf luverläfſig 1 zeſuch tr e bier un Für ſte flieger]: 1. NSccK⸗Scharf. Eſau(s Eſchwege) 90 P. Kinde Grog; ſucht in ſort oder due Mittag-Ausgabe Nr. 338 begann dann Anfang des Jahres; ſie wird ſo weitergeführt, daß das Werk vorausſichtlich noch im Spätſommer dieſes Jahres anlaufen kann. Nach der Gewinn⸗ und Verluſtrech⸗ nung vereinnahmte das Unternehmen lediglich einige go. Erträge und Zinſen mit insgeſamt rund 10000„ Für Löhne und Gehälter mußten 84 096„ aufgewendet wer⸗ den, wovon allerdings 7 286, auf Bauanlagen aktiviert wurden, ſodaß das Konto ſelbſt mit 46810/ ausgeworfen wird. Aufwendungen der Gründung machen 102 614, aus. Auf das Anlagevermögen hat man 8449 abgeſchrie⸗ ben. Neben den ſozialen Abgaben von 2782, werden „übrige Aufwendungen“ mit 35 643 1 aufgeführt, ſodaß ein Verluſt von 186 142/ vorliegt, der zum Neuvortrag gelangen ſoll. In der Bilanz ſteht das geſamte Anlage⸗ vermögen mit 2,48 Mill.& verzeichnet. * Zweijährige Aufhebung der Spekuſationsſtener. Im Reichsgeſetzblatt Teil I Nr. 132 vom 25. Juli 1939 er⸗ ſcheint eine Verordnung über die Nichtbeſteuerung der Einkünfte aus Wertpapierveräußerungen vom 22. Juli 19939. Auf Grund der Reichsabgabenordnung verordnet der Reichsminiſter der Finanzen im Einvernehmen mit dem Reichswirtſchaftsminiſter: Einkünfte aus der Veräußerung von Wertpapieren, die auf Grund des Einkommenſteuer⸗ geſetzes der Beſteuerung(ſog. Spekulationsſteuer) unter⸗ liegen, bleiben bei der Ermittlung des Einkommens für die Kalenderjahre 1939 und 1940 außer Anſatz. * Heraufſetzung der Höchftgrenze für Blankokredite der preußiſchen Sparkaſſen. In letzter Zeit iſt wiederholt die Forderung erhoben worden, daß angeſichts der ſtarken Nach⸗ ſroge noch Perſonalkrediten dieſem Geſchäftszweig eine be⸗ tonte Förderung durch Kreöitinſtitute zuteil werden ſolle. Nunmehr hat der Reichswirtſchaftsminiſter durch einen Er⸗ laß dieſem Wunſche Rechnung getragen und die Blanko⸗ kreditgrenze für preußiſche Sporkoſſen von 1000 bzw. 20004 auf 3000„ erhöht, wobei es den einzelnen Sparkaſſen⸗ guſſichts behörden überloſſen bleibt, zu beſtimmen, daß für kleinere Sparkaſſen die Grenze niedriger feſtgeſetzt wird. Bedeutſam iſt ferner, daß es in Zukunft darüber hinaus möglich ſein wird. zur Förderung als vokswirtſchaftlich wichtig anerkannter Aufgaben über dieſe Höchſtorenze hi nous Kredite bis 5000„ ohne weitere ſatzundsmäßige Sicherheiten einzuräumen. Auch hierbei handelt es ſich nicht um ein ſchematiſches Vorgehen; für klenere preußiſche Spar⸗ kaeſſn wird ein entſprechend geringerer Höchſtbetrag(3. B. 3000%] genehmigt. Als volkswirtſchoftlich wichtige Auf⸗ gaben ſind von dem Reichswirtſchontsminiſter in dem Erlaß die Gewährung von Nachwuchskrediten zur Förderung von Volesgenoſſen, die ſich in der mittelſtändiſchen Wirtſchaft, insbeſondere im Hondwerk, im Einzelhandel Her in der Landwirtſchait eine ſelbſtändige Lebensgrundlage ſchaffen woſſen, ſowie die Gewährung von Krediten an Kaufleute und Hondwerker zur Ablöſung oder zur Vermeidung der „ eines Lieferontenkredits anerkannt wor⸗ Waren und Märkte * Obſt⸗ und Gemüſegroßmarkt Weinheim. Pfirſiche 30 bis 60, Zwetſchgen 40—50, Birnen 16—56, Aepfel 12—56 Himbeeren 50—64, Stachelbeeren 20—30, Mirabellen 50— 53, Bohnen 20—28 Pig. ſe Kg. Anfuhr 950 Dz. * Großmarkthalle Handſchuhsheim. Sauerkirſchen 20 bis 25, Johannisbeeren 13—16, Stachelbeeren 1016, Himbeeren 29—32, Birnen 16—30, Aepfel 15— 28, Pfanmen 1020, Reineklauden 15—23 Mixrabellen 20—25, Früh⸗ zwetſchgen 20—25, Pfirſiche 18—23, Aprikoſen 35, Kopfſalat —4, Buſchbohnen 12, Stangenbohnen 15, Stangenbohnen, gelb, 15, Erbſen—10, Tomaten 1. S. 28, 2. S. 20, Blumen⸗ fohl 10—25, Wirſing—4, Weißkraut 3 Rotkraut 6, Schlangengurken 12—25; Kaſtengurken 10—22 Rypf. Zwie⸗ beln un verkäuflich. Anfuhr und Nachfrage gut. * Bezirksabgabeſtellen Bühl und Achern. Gartenhim⸗ beeren 30, Wolöhimbeeren 30(Baſt⸗Preis), Johannisbeeren bis 16, Stachelbeeren, reife, Pis 16, Heidelbeeren 8. Hel- frühzwetſchgen bis 25, Edelfrühpflaumen, bleu. 23, gelb, bis Erntepflaumen bis 13, Pfirſiche über 6 Ztm. vis 35, über 5 Ztm. bis 26, über 4 Ztm. bis 20, Spilling und Flot⸗ ton bis 28, Pfifferlinge bis 35, Frühäpfel, Taſelobſt bis 26, geringe Sorte 18. Frühbirnen 1. Sorte bis 28 und Brom⸗ beeren 30 Pfg.— Anfuhr bei Bühl 2500 Ztr. und bei Achern 800 Zentner. Liverpooler Baumwollkurſe vom 26. Juli.(Eig. Dr.) Juli 488; Auguft 469; Sept. 459; Okt. 449; Nov. 489; Dez. 89; Jan.(40) 437; Februar 487; März 438; April 487; Mai 437; Juni 436; Juli 436; Okt. 485; Jan.(41) 437; März 488; Mai 499. Tendenz ſtetig. Rotterdamer Getreidekurſe vom 26. Juli.(Eig. Dr.) Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) per Juli 3,02%; Sept. 3,10; Nov. 3,25; Jan. 3,45.— Mais lin Hfl. per Laft von 2000 Kilo] per Juli 80; Sept. 76,75; Nov. 78,25; Jan. 78. Leinölnotierungen vom 26. Juli.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſ. Pl. per Juli 101¾6; Leinſ. Klk. per Juli 12½6: Bombay per Juli 127/16; Leinſgatöl loko 24,97 dto. per Au⸗ guſt 29,9; per Sept.⸗Dez. 22,9, Baumwoll⸗Oel äg. 16,9. * Der Londoner Goldpreis betrug am 26. Juli für eine Unze Feingold 148 ſh 6d= 86,6741, für ein Gromm Feingold demnoch 57,3087 Pence= 2,7866 l. Am Mittwoch wurde in London Gold im Werte von 151000 Dallar zu einem Preiſe von 18/7 ſh pro Unze fein verkauft. Von der Rheinschifffahrt Bergverkehr in Koblenz vom 26. Juli (Uhr— Schlepper— Kähne) .20 Moſel 64, MSS..45 Luzern: Pax, Regnier, Edelweiß 13, Flaubert.—.50 Franken, MS.—.05 Rheinfahrt VII: Sofie, Weſtſchiſſahrt 8, DAP 11, Stro⸗ meyer 10, Katharina.—.15 Marienburg, MS.—.25 G. Winſchermann ſen.: Schürmann 32.—.50 H. Neuer⸗ burg 1: Louiſe, Haniel 92, M. Stinnes 78, Johanna⸗ Eliſe.—.00 Anni Zimmermann, MS.—.45 L' Avenir: Taxandria.—.00 Schürmann 8: 14.—.20 Winſcher⸗ mann IX: Eliſabeth, Winſchermann 31, Atlas 6, Winſcher⸗ mann 12, Madion.—.45 Expreß 29, MS.—.10 Braun⸗ kohle 3: 33, Ranto, Minerva.—.30 Haniel 17: Boruſſia 20, Catharina 2, Cori, Suſanna.—.50 Motoe, MS. .50 Teuna, MS.— 10.00 Lydia: La⸗Madelon, 10.25 Beta: Nico, Maria⸗Judith II.— 10.30 Johann⸗Heinrich: Tuniſia.— 11.00 Harpen 8: Sparta, Hemali, Harpen 50, Braunkohle 31, Harpen 56, Braunkohle 1.— 11.40 Naver 3, MS.— 11.40 St. u. Buchloh III: Montan 3, Fran⸗ ziska, Stöck u. Fiſcher 2, M. Stinnes 30, Erato.— 11.50 Algol, MS.— 12.40 De Gruyter 8: 24, 3, Harpen 18, Johanna, Hochfeld, Drie⸗Gebroeders.— 13.00 Conſtantin 1: Regina, Friedel, Couſtantin 4, Karl⸗Theodor.— 13.15 Johann 3, MS.(leer).— 13.25 Skadi: Whiſtler.— 13.50 Randwijk, Gbt.— 14.00 Braunkohle IV: Oranje 11, 10, Loreley, Braunkohle 4.— 14.50 Catharina, MS.— 15.10 Anna⸗Katharina: Phoenix. 15.25 Dolfijn, MS. 15.40 Edjogre, MS.(leer). 15.50 Karl⸗Benz, MS. (leer).— 15.50 Ernſt Tengelmann: Albertina, Leonardo, Lahntal, Lekkerkerk.— 16.15 Dordrecht: Bavaria 44, Hein⸗ gard, Stroomvaart 2. 4. Mannheim 225, 191, Dreiſam.— 16.40 Haniel 24: DA pPG 8.— 16.45 St. Goar: Welirang, Trevillion, Anna.— 16.55 Stella I, MS.— 16.55 Ilſe, MS.— 17.00 Navex 5, MS.— 17.00 Harpen XV: Leidel 5, 4, Wellenteiler. 18.10 Klingenberg, MS.— 18 15 Mülhouſe: Catharina⸗Adriang⸗Nervia. 18.25 Bertha⸗ Johanna, MS. ö. Nachtrag vom 25. Juli: 19.50 Albatros. MS.— 20.00 Mosel 121, MS. die an ſelb g g Arbeiten 0 nhein-NMainische Abendbörse ruhig In die Gef 2——————— Fraukfurt, 26. Juli. Die Abendbörſe war nahezu ohne Aufträge ſeitens det Kundſchaftsſeite, auch ſonſt machte ſich etwas Zurückhaltung uch! bemerkbar. An den Aktienmärkten waren die meiſten evt Kurſe nur knapp behauptet. Allerdings beſtand auf dieſer Baſis eher Nachfrage. U. a. notierten: Ich Farben lat, AG 112,5, Mannesmann 103,75, Höſch 106,75, Rheinmetall 115, ½ v. H. höher MAN mit 142. erlangt u Am Rentenmarkt ſtellten ſich Farben⸗Bonds auf ung.(Schreiben 11% und 6 v. H. Heſſ. Herkules⸗Bräu auf unv. 10375. t gute Ar Steuergutſcheine Serie zwei konnten ſich bei kleinem Ge, nicht über ſchäft in allen Abſchnitten mit 95.20 95.30 nur knapp be, Hewerbun haupten. Serie 1 hörte man mit unv. 99,25. an die Gef e 1 10 Frachtenmarki Duishurg- Ruhrort Tüaht Die Nachfrage nach Kahnraum war an der heutigen Börſe Jahresſ gegenüber den Vortagen ſtiller. Es konnte nur vereine t. Angebote an Kahn raum abgegeben werden. Die Freien und Schleus, Faffätte He löhne erfuhren keine Aenderung. Mannheim, —— Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juli Phein-Peg⸗ 5 24. 25, 26 27 Abein Wege. 24 25 25 NM. Abeinfelden.72 3 64 3 504.90 35 Kaub. 308548 Hreiſach. 307.78.78 4 204.13 Köln 273 2%%% ehl.9 4714.50.32467 8— Maxau.49.60.72.82.150 Legen e Mannheim 461468 448 4409518 Mannheim.53 4,654 405 Geid- und Devisenmark i Paris, 26. Jul!(Schluß amtlich, London 176.72 Belgien 64125 Oslo 9915 Neunort 3774,25 Schweiz 851,37 Stockholm 911. Derlin 1516.— Kopenhagen 788,75 Spanien 2 Italien 198.55 Holland 2020,50] Warſchau 713 London, 26 Juli.(Schluß amtlich). 5 Neunor“ 468,16 Liſſabon 110,18 Hongkong 15 Montreal! 408.43 Helſingfors 226,90 Sch anghal 0 Amſterd im 875,87 Budapeſt 2387, Nokobama 2— Paris 176,2[ Belgrad 205,— Auſtralien 125, Vrüſfel 2755,62 Sofia 380,— Mexiko 3 talien 8005.—[ Moskau 2481, Montevider 115 Berlin 1160,50][ Rumänien 655,— Valparaiſo I 4 Schweiz 2075,] Konſtantin 585,— Buenos. Spanien 4225.— Athen 548.— auf London 10 gopenbagen 2240, Warſckau 2487.— Südafrika 1 5 9 Stockholm 1040,37][ Buenos Lires] 1700.— Slo 1990,50 J Rio de Jan. 361.— Meſalle Hamburger Metallnotierungen vom 26. Juli N ief Geld auser ba, 1 1 5 Brief Geld BriefſcheldHuttenrohzint p. 100 kg) 12.15 30.00 Jann Feinſilber(RM per kg) 8 270 ebrug. Feingold(Ri per 9) 2. 1 arz 75 Alt⸗Platin(Abfälle) 2% April 5 Eircapr. Reh per g., Mai„ Techn. reines Platin 3552 5 Jun 2 Detailpr.(RM per g 1 Juli 53.50 E Aaguſt 83.50 Septemo 133,053.50 Antimon Regules chineſ. Oktober.50 53.505(T ver o) 51, November 53 503.5023. Jueckſilder(Sper Flaſche) 50.— Dezember 53,50 53,50 Wolframerz chi in sn „N. Ju 1939 5 1 i Donners tag zuki 1982 Nene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗ Ausgabe 9. Seite Nummer 338 . 8 5 r 8 6 ˙ w, TTCTCTCTCTCTCTTTTTTTTTT 2 3 — K ih eigen ntliche be vorbereitet werden m die Italiener Paſſarin und zu Gegnern, außer⸗ 2E Sport- G ri ten insgeſamt 97 die in einem beſonderen dem wird er noch zu Rekordf r die kurze St 8 untergebracht Werden 1 in der 800⸗Kilo⸗ ſe ſtarten. Weitaus am ſtärkſten 5 7 de in! 54 1 e 1 1 85 5 17 5 5 N 5 7 Schalke 04, der deutſche Fußballmeiſter, wird die Fuß. Berlin⸗Grünau angehörte, hat ſich beim RB Amicitia 1 1 7 98 18 Pieten e fer Kenn 58 etzt iſt die Klaſſe der Halbliter⸗Renng 3, in der WN 11 5 8 7 8 1 1 en Sp t 1 er 5 2 5 8 2 bl lzeit am 13. e kt 5 Gaſtſpiel bei Not Mannheim angemeldet, wo er in den bekannten Achter benachteiligen 512 Werde werden eka n 12 franzöſiſche Boote befinden, Ite iſt ſiebe f Heiß Eſſen eröffnen, wo einige ochen ſpäter auch VfR eingereiht wird. Mit Kaidel, der bisher 46 Rennen ge⸗ e r dd e will man treten, Deutſchland hat ſechs Boote im Rennen und u Gaſt i ſt. 4 tnt 1 E 1 2 111 tan g 7 b 2 19 3 N 2 0 775 Mane, Aan d das in Hamburg am 2. Auguſt lante S 825. ſich auf der Olympiade im Doppelzweier die eſten und auch die beſte sſcheiden, um auf hweden fünf. Blankenfeldt und Ernſt fahren den in virs Abgeſag die an N Silberne Medaille und in der gleichen Bootsgattung 1337 etwa 50 in 15 5 8 mlich ausgegli drei Jahren entwickelten König⸗Sternmotor, der ſich gegen 5 Zbortfeſt, an dem auch die japaniſchen Leichtathleten teil die Europameiſterſchaft holte, dürfte der Mannheimer ur Verfügt 7 95 Nach 1 78 1 Spielen 125. Konſtruk nen durchſetzen oll In de 5 5 zerf ing zu Nach Spiel d i K truktioner ſe ſoll. In* iſche zehmen ſollten. Achter nicht unweſentlich verſtärkt werden. Das Reichsfach⸗ ferde an priunte Ställe e: e,, N 1 en Meiſterſchafte 5 d 1. amt hat üb 5 5 e alle verke Wa Kir Klaſſe bis 1000 cem(Rennautbords) hat Dupuy(Fra je⸗ Die badiſchen M n im Fünfkampf der Frauen, übrigens bereits Starterlaubnis für Kaidel er⸗ land bekanntlich über keine Kavallerie verfügt 85 it 1272 Fm. St Rerord die;; Fünfkampf der Männer und Zehnkampf der Männer wer⸗ teilt. i 5 Ae. reſch), der mit 127,2 Km.⸗Sto. den Rekord dieſer 5 1 4 1 7 me 8 gene 2 1 Ir 7 den bekanntlich e August in Pforzheim entſchieden. Der Amicitia⸗Achter wird nun am kommenden S Schnelle Motorboote pält, zer Boot gemelder, don denen n 9 Zeitplan wi ird jetzt ſeſtgelegt. tag doch nicht in Duisburg an den b 5 8 kannten Autorennfabhrern Wimille und Erb riens ge⸗ ſteuert erde 2 Spor enf li Richter ſo⸗ ö Als offizieller Nennarz t der deutſchen Motorrad⸗Renn⸗ abgeſagt hat und damit auch die Gründe für eine Entſen⸗ auf dem Starnberger See ee ee 775 n Ribe ſuhrer würde Dr. Bergmann, der Oberarzt der Chirur⸗ dung des Mannheimer Achkers entfallen. i wie die Schweden Grumme Lindquiſt, Nilsſon und Röm: nischen Univerſitätsklinik Bonn, verpflichtet. Dr. Bergmann Das s für die Motorboot⸗Regatta vom 28. ſtröm ſind weiter ausſichtsreiche Bewerber. In den blei⸗ wird 35 deutſchen Rennfahrer bei allen Rennen im In⸗ 2 2 bis? dem Starnberger See liegt jetzt vor. neren Klaſſen überwiegen die deutſchen Fahrer, in den und Ausland betreuen. Finnland trainiert 5 Ausländer werden ſtarten, 23 Ita⸗ Rennen bis 250 cem ſind noch die Italiener Nebuloni, Jünfkam f Pf 9 1, 12 Schweden, 3 Engländer und zwei Oseulati, Soffientini und Alquati ſowie die Engländer 3 K del f A 3 8 2 9 1 jer E Schweizer, denen rund 40 der beſten deutſchen Motorboot⸗ T lown und Humphery vertreten, die jedoch eine zahlen⸗ Willi a. m 5 mititia- Achter 5 Für den Geländeritt des Modernen Fünfkampfes bei fahrer gegenübertreten. Unter den Gemeldeten befinden mäßig große deutſche Streitmacht antreffen. den Olympiſchen Spi f Fi f ſich einmal in der Rennboot⸗glaſſe Hans Stu 1 g 5 f 9 Der bekannte Schweinfurter Reunruderer Willi Kai⸗ omſkes 155 1 581 kauf 55 bas Finni che Olympiſche ſich 5 ma 1 der Re unboot⸗gklaſſe Hans Stuck mit f Hie badiſche Waſſerball⸗ Gaumeiſterſchaft wird am 5. und zel, der bis vor wenigen Tagen noch der Skullerzelle die inzwiſchen in Helf it in England über 90 Pferde an, Rekordboot„Tempo“ ſowie Chr. v. Mayenburg 5. Auguſt in Badenweiler entſchieden. Die vier Endkampf⸗ „ die inzwiſchen in Helſinki eingetroffen ſind und nun auf„Mathega III“, der allerdings ohne Konkurrenz iſt. Stuck teilnehmer ſtehen allerdings im Augenblick noch nicht feſt Sekretärin nur erste Kraft für größere Treuhand- gesellschalt zum 15. 8. od. 1. 9. gesucht. Nach Einarbeitungsx, gegebenenfalls Versetzung nach München. Angebote mit Lichtbild,. Zeugnisab- schriften u. Gebaltsansprüch. erbeten Schriftl. 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