den — — eee Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe Frei Haus monatlich.03 Mk und 62 Pig. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pig Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pig Beſtellgeld Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44. Meerſeldſtr. 18. Ne Fiſcherſtr. 1. Fe Haugtſtr. 66. W Oppauer Str. 8 Se Lutſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. tue Mannheimer Zei Mannheimer General- Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗ Nu Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſcheift: Nemazeit M Einzelpreis 10 Pf. 7 Abend⸗Ausgabe A Dienstag, 11. Februar 1936 147. Jahrgang— Nr. 70 Vergeblicher Sturm auf Malalle Ras Geyoum verſuchte Gewalt Die Abeſſinier verbluten in den Stachelörahtwerhauen der neuen Feſtung — London, 11. Februar.(U..) Ras Seyum, der ſchon ſeit einiger Zeit ver⸗ ſuchte, Makalle zu umſchließen, hat nunmehr nach aus Addis Abeba einlaufenden Berichten geſtern den verzweifelten und mit aller Energie durch⸗ geführten Verſuch gemacht, die Italiener aus Makalle zu vertreiben und die Stadt zu beſetzen. Der Verſuch iſt jedoch mißlungen und die Streit⸗ kräfte Ras Seyums wurden nach halboffiziellen Berichten in eintägigem Kampfe zurückgeworfen. Das Mißlingen der Unternehmung Ras Seyums wird vor allem der Tatſache zugeſchrieben, daß die Italiener Makalle ſehr ſtark befeſtigt haben. So haben ſie eine ͤͤreifache Linie dichter Stachel⸗ drahtverhaue von über zwei Meter Höhe um die ganze Stadt gezogen. Da dieſe Form der Verteidigung den Abeſſiniern völlig neu war, brachte ſie große Verwirrung in ihre Reihen, zumal ſie rückſichtslos auf das Hindernis zugelaufen waren, ohne deſſen Tücken zu ahnen. Das mörde⸗ riſche Maſchinengewehrfeuer der Italiener mähte die anſtürmenden Reihen der Abeſſinier in den Stacheldrahtverhauen nieder, ſo daß Ras Seyum ſchließlich gezwungen war, ſich mit ſeinen Streit⸗ kräften zurückzuziehen. Allem Anſchein nach waren die Opfer auf abeſſiniſcher Seite bedeutend. Noch immer werden die abeſſiniſchen Streitkräfte an der Südfront durch neue Truppenkontingente und Waffen verſtärkt. So ſind heute morgen aus einer neuangekommenen Waffenſendung 7 Flug⸗ zeugabwehr⸗ und 10 Tankabwehrgeſchütze an die Südfront abgegangen. Aehnlich wie die italieniſche Nation zur Unter⸗ ſtützung des abeſſiniſchen Krieges einmütig ihre gol⸗ denen Eheringe und andere Schmuckſtücke abgegeben hat, haben ſich am heutigen Tage in der Hauptſtadt hunderte von wohlhabenden Abeſſiniern verſammelt und im Palaſt des Kaiſers ihren wertvollen golde⸗ nen Schmuck, Ringe und Armbänder, Halsbän⸗ der und Ketten, Broſchen und Silberbänder ge⸗ opfert, um die Sache Abeſſiniens zu unterſtützen. Sie waren einem Aufruf der Regierung gefolgt, in welchem das abeſſiniſche Volk gebeten worden war, ſeine Wertgegenſtände zur Verteidigung des Landes zu opfern. Weitere Bombenwürfe an der Norofront (Funkmeldung der N M.) + Addis Abeba, 11. Februar. Abeſſiniſchen Berichten zufolge benützen die Ita⸗ liener jede regenfreie Stunde, um an der Nordfront Städte und Dörfer zu bombardieren. Am Montag und am Dienstagvormittag haben danach neun Ca⸗ proni⸗Bomber erneut die Ortſchaften nördlich von 75 insbeſondere wieder Waldia, mit Bomben be⸗ egt. Von abeſſiniſcher Seite wird erklärt, daß neuer⸗ dings beſonders die kleinen Ortſchaften ſowie wal⸗ dige Gegenden mit Brandbomben belegt würden, weil man auf italieniſcher Seite anſcheinend annehme, daß dort Truppen verborgen ſeien. Die Ergebniſſe der Bombenwürfe ſeien angeſichts der Tatſache, daß auf Befehl des Kaiſers in allen Ortſchaften und Siedlungen Unterſtände oder Gräben angelegt wor⸗ den ſeien, nur gering. Die Bombenwürfe der letzten Woche hätten insgeſamt 11 Todesopfer ge⸗ fordert. Haßgeſang gegen England (Funkmeldung der N M.) + Rom, 11. Februar. Anläßlich der Bekanntgabe der Verluſtliſte ver⸗ öffentlicht„Tevere“ einen Artikel gegen England, der durch ſeine Leidenſchaftlichkeit auffällt. Jeder Name in der Aufzählung dieſer Gefallenen ſetze, ſchreibt„Tevere“, ein engliſches Geſchoß vor⸗ aus, jede italieniſche Trauer ſei ein engliſcher Ge⸗ winn. Es ſei der Wille des Schickſals, daß die Erkämpfung der Lebensrechte eines Volkes mit Blut bezahlt werden müſſe. Das Opfer weihe das er⸗ worbene Recht. Das italieniſche Volk habe dem barbariſchen Abeſſinien den erforderten Tribut an Blut geleiſtet. Es müſſe ihn aber nicht an den Ver⸗ rat und die Seloſtſucht Englands zahlen. Starhemberg und die Habsburger Funkmeldung der NM 3) + London, 11. Februar. „Daily Telegraph veröffentlicht in großer Auf⸗ machung eine Unterredung ſeines diplomatiſchen Mitarbeiters mit Fürſt Starhemberg, in der der öſterreichiſche Vizekanzler ſeiner Ueberzeugung Aus⸗ druck gibt, daß die Wiederherſtellung der Habsburger Monarchie keine Frage der nahen Zu⸗ kunft ſei. Starhemberg begründete dieſe ablehnende Einſtel⸗ lung mit den politiſchen Zielen der öſterreichiſchen Regierung, die auf eine engere Zuſammenarbeit zwiſchen den mitteleuropäiſchen Ländern hinauslie⸗ fen.„Gegenwärtig“ ſo erklärte Starhemberg,„ſind die Staaten der Kleinen Entente beſorgt, daß eine Wiederherſtellung der Habsburger Monarchie zu einem Verſuch führen könnte, das alte öſterreichiſche Kaiſerreich wieder aufzurichten. Das heutige Oeſter⸗ reich hat jedoch keine derartigen Gedanken. Es iſt zufrieden, innerhalb ſeiner beſtehenden Grenzen zu bleiben.“ Ballangrud gewinnt das Eisschnellaufen— Schweiz Sieger im Viererbob? [Funkmeldung der N M.) + Garmiſch⸗ Partenkirchen, 11. Febr. Am 6. Tag der 4. Olympiſchen Winterſpiele war die Temperatur auf 15 Grad unter Null geſunken, aber ein herrlich blauer Himmel und funkelnde Sonne ließen die Kälte kaum empfinden. Das olympiſche Volk, die Teilnehmer, die Kampfrichter, die Vertreter des Olympiſchen Komitees und der internationalen Verbände, die Preſſe die Film⸗ und Kameramänner und das Heer der Schlachten⸗ bummler waren ſchon frühzeitig zu der in 900 Meter Höhe gelegenen Bobbahn aufgebrochen. Sie zieht ſich, 1600 Meter lang, an dem ſteil abfallenden Nord⸗ hang des Rießer⸗Kopfes wundervoll hin und iſt von vielen Punkten aus gut zu überſehen. Hier trafen 19 Vierer⸗Bobs aus zehn Nationen zu ihren beiden Läufen an, die aber im Laufe des Vor⸗ mittags nicht alle durchgeführt werden konnten. Die beſte Geſamtzeit erzielte bisher die Schweiz. Deutſchland liegt noch gut im Rennen. Um 11 Uhr vormittags trafen dann auf dem Rießer See 36 Eisſchnelläuffer aus 14 Nationen zum erſten Lauf der vier Eisſchnellauf⸗ Wettbewerbe an. Der norwegiſche Weltmeiſter Jvar Ballangrud holte für Norwegen die erſte olym⸗ piſche Goldmedaille in dem Rennen über 500 Meter heraus vor ſeinem Landsmann Georg Krog und dem Amerikaner Leo Freiſinger. Die beiden deutſchen Teilnehmer Sandtner und Sames hielten ſich ſehr brav, kamen aber für die erſten Plätze nicht in Frage. Am Nachmittag werden die Eisſtaffel⸗Wett⸗ bewerbe mit der Zwiſchenrunde fortgeſetzt. Tuchatſchewfki verhandelt mit Gamelin Zuſammenarbeit der Generalſtäbe noch vor der Ralifizierung des franzöſiſch-ruſſiſchen Beiſtandspaktes — Paris, 11. Februar.(U..) Sowjetmarſchall Tuchatſchewſki, Oberbefehls⸗ haber der Roten Armee und ſtellvertretender Kriegs⸗ kommiſſar, hatte geſtern eine Reihe von Konferen⸗ zen mit General Gamelin, dem Oberſten Be⸗ fehlshaber der franzöſiſchen Armee, mit Mitgliedern des Generalſtabes, mit den Miniſtern der drei Reſſorts für die nationale Verteidi⸗ gung, mit den Leitern des Stabes der Kriegs⸗ marine und der Luftwaffe. Unterrichtete politiſche Beobachter, die mit größter Aufmerkſamkeit verfolg⸗ gen, wie Marſchall Tuchatſchewſki während ſeines auf vier Tage bemeſſenen Beſuches in der franzöſiſchen Hauptſtadt von Konferenz zu Konferenz eilt, glau⸗ ben, daß der Pariſer Aufenthalt des nächſten Gehil⸗ fen Woroſchilows vor allem dem Ziele dient, die Generalſtäbe der beiden Armeen gleich⸗ zuſchalten, ſo daß ſie nach Ratifizierung des militäriſchen Bei⸗ ſtandspaktes zwiſchen der Sowjetunion und Frank⸗ reich gleichlaufende militäriſche Maßnahmen treffen können. Der ſtellvertretende Verteidigungskommiſſar be⸗ abſichtigt Paris heute zu verlaſſen, um die Debatte in der franzöſiſchen Kammer nicht durch ſeine per⸗ liche Anweſenheit zu komplizieren. Obwohl der Beiſtandspakt erſt noch ratifiziert werden muß, ſollen doch ſeit der Paraphierung des Abkommens vor nunmehr neun Monaten die Be⸗ ſprechungen zwiſchen den Generalſtäben der beiden Länder ſchon ſehr erhebliche Fortſchritte gemacht haben. Die Beſprechungen, die Marſchall Tucha⸗ tſchewſki mit den höchſten Stellen während ſeines Pariſer Aufenthaltes geführt hat, bedeuten die Endphaſe in den Generalſtabsbeſprechungen und beweiſen, daß die Pläne jetzt ſoweit Geſtalt an⸗ genommen haben, daß die Armeen beider Län⸗ der reibungslos werden zuſammenwirken kön⸗ nen. In dieſem Zuſammenhang wird auch darauf hinge⸗ wieſen, daß es bemerkenswert ſei, daß Marſchall Tuchatſchewſki von General Georges, dem Be⸗ fehlshaber aller franzöſiſchen Streitkräfte im Falle eines Krieges, bei ſeinem Eintreffen in Paris am Bahnhof begrüßt wurde. Bekanntlich fällt ja Tuchatſchewſki im Falle des Kriegsausbruches in der Sowjetunion der gleiche Poſten zu. „Times befürwortet den Ruſſenpakt — London, 11. Februar. Die engliſche Preſſe zweifelt nicht an der Ratifi⸗ zierung des franzöſiſch⸗ſowjetruſſiſchen Beiſtands⸗ paktes durch die franzöſiſche Kammer. Die„Times“ ſchickt der Kammerausſprache einen Leitaufſatz voraus, der ſich durch eine unzweideutige Befürwortung des Abkommens und eine völlige Verkennung der damit verbundenen Gefahren aus⸗ zeichnet. Das Blatt behauptet zunächſt, daß der Vertrag ausdrücklich der Völkerbundsſatzung ange⸗ paßt worden ſei. Wenn die Bezugnahme auf die Artikel 10, 15 und 16 der Satzung weniger genau wäre, dann hätte das Abkommen alle Merkmale der überlieferten und unbeliebten Bündnisverträge. Bei der gegenwärtig in Europa herrſchenden Lage könn⸗ ten dann wenig Zweifel beſtehen, gegen wen der Pakt gerichtet ſei. Selbſtverſtändlich ſei er in Deutſchland bereits als ein rein deutſchfeindliches Werkzeug getadelt worden, und er werde immer noch als ſolches betrachtet. Sogar die„Times“ muß zugeben, daß die Auf⸗ faſſung Deutſchlands„ein bißchen Wahrheit“ ent⸗ halte. Das Blatt kommt aber dann zu der Behaup⸗ tung, daß Deutſchland tatſächlich ſelbſt daran ſchuld ſei. In ſeiner urſprünglichen Faſſung ſei der Vertrag für den Beitritt Deutſch⸗ lands und anderer Staaten offen geweſen. Selbſt jetzt ſchließe er niemand aus. Wenn die beiden Partner ohne die anderen Staaten zu einer Rati⸗ fizierung ſchreiten, ſo könne ihr Wunſch, ſich gegen ein Land zu ſchützen, das offen zur Machtpolitik zu⸗ rückkehre,„leicht verſtanden werden“. In England, ſo führt das Blatt weiter aus, wür⸗ den dieſe„Schutzmaßnahmen“ danach beurteilt, ob ſie zur Stärkung des Kollektivſyſtems beitragen oder nicht. In der Abſicht und der Form ſei der fran⸗ zöſiſch⸗ruſſiſche Pakt damit nicht unvereinbar. Außer⸗ dem befriedige es die britiſche Auffaſſung, daß die Faſſung des Paktes nicht zum Locarnovertrag im Widerſpruch ſtehe, ihn ſchwäche oder ausweite. Warum ausgerechnet Oeutſchland? Englands rieſenhaftes Aufrüſtungsprogramm und ſeine merkwürdige Begründung Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters — London, 11. Februar. Das Hauptintereſſe der engliſchen Oeffentlichkeit konzentriert ſich jetzt völlig auf die kommende Unter⸗ hausdebatte zur Verteidigungsfrage. Wenn das Kabinett am Mittwoch zu ſeiner üblichen Sitzung zuſammentritt, liegt ihm der endgültige Bericht des ſogenannten Verteidigungsausſchuſſes vor. Dieſer Ausſchuß hat nahezu ein Dutzend Sitzungen abgehal⸗ ten und in dieſen Beſprechungen ein ungeheures Aufrüſtungsprogramm ausgearbeitet. Nach Anſicht der geſtrigen Sonntagsblätter dürften die Geſamt⸗ koſten dieſer gewaltigen engliſchen Aufrüſtung 300 bis 400 Millionen Pfund(6 bis 8 Milliarden Mark pari) betragen. Mit allen Mitteln der Propaganda wird jetzt für dieſe nach den Worten der„Times“„furchtbare An⸗ forderung“ Stimmung gemacht. Noch ſtärker als im vergangenen Jahre wird hier das Schreckgeſpenſt eines waffen⸗ ſtarrenden, angriffsluſtigen Deutſchland an die Wand gemalt. Die„Times“, die davon ſpricht, daß das engliſche Weltreich in unmißwerſtändlicher Form ſein ganzes Gewicht bei der Rüſtungsfrage in die Waagſchale werfen werde, ſpricht ſich ſehr für einen gewaltigen Ausbau der Luftflotte aus und ſcheint bereit zu ſein, dies ſtark auf Koſten des Landheeres durch⸗ zuführen. Sie verſpricht ſich nicht viel von der Ent⸗ ſendung eines Landheeres bei einem kontinentalen Krieg und meint, daß die Hilfeleiſtung beſſer in Form der Entſendung einer Luftſtreitmacht gegeben werden könne. Von verſchiedenen Seiten wird erneut, von dem Gedanken der kollektiven Sicherheit ausgehend, der Vorſchlag gemacht, England ſolle ſich Flugplätze auf dem Kontinent ſchaffen. Von RNeſem Gedanken ausgehend, hat man auch die Mechaniſie⸗ rung einiger Diviſionen des Landheeres befürwortet, die gerade als motoriſierte Truppe! icht und ſchnell zum Schutze der überſeeiſchen Flugplätze aufgeboten werden können. * Wenn England das Bedürfnis hat, einige Mil⸗ liarden Mark für ſeine Rüſtung auszugeben, ſo geht uns Deutſche das nichts an und kann uns gleich⸗ gültig ſein; wenn aber die engliſche Preſſe dieſe Mil⸗ liardenausgabe dem engliſchen Volke mit dem Hin⸗ weis auf eine angeblich von Deutſchland drohende Gefahr ſchmackhaft machen will, dann dürfen wir das nicht nur mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, ſon⸗ dern müſſen es mit Entrüſtung und Entſchiedenheit zurückweiſen. Die deutſche Aufrüſtung geht der Auf⸗ rüſtung der übrigen Welt nicht voran, ſondern hinkt ihr nach; ſie iſt nicht Urſache, ſondern Folge— eine Folge, zu der uns nicht etwa eine leidenſchaftliche Liebe zu den Waffen oder gar zu ihrem kriegeriſchen Gebrauch, ſondern leoͤiglich der Zwang der Tatſache führte, daß Deutſchlands Abrüſtungsangebot bis heute von allen anderen Staaten, auch von England, ohne Antwort geblieben iſt. 3000 neue Kriegs flugzeuge — London, 11. Februar.(U..) Gutunterrichtete Kreiſe, unter denen die United Preß eine Umfrage über den Stand der engliſchen Luftrüſtung veranſtaltete, ſchätzen, daß ſich gegenwärtig zwiſchen 2500 und 3000 neue Kriegsflugzeuge im Bau befinden, die die gegenwärtig in Dienſt befindliche Luftflotte Großbritanniens, die ſich aus etwa 2640 Maſchinen Olympische Spiele Die ersſe Goldmedaille für Norwegen Ivar Ballangrud ſiegt im Eis⸗ ſchnellauf über 500 Meter. Die Nennen der Vierer-Bobs: Nach den zwei erſten Läufen führt Capadrutt⸗ Schweiz knapp vor Ki⸗ lian ⸗Deutſchland, Stevens ⸗ Amerika und'Aulen⸗ Frankreich. usführlichen Bericht finden Sie im Sportteil 2. Seite/ Nummer 70 Neue Mannheimer Zeitung Abend⸗Ausgabe Dienstag, 11. Februar 1936 zuſammenſetze, zu einer außerordentlich ſchlagkräf⸗ tigen Waffe ausgeſtalten werden. Die Zahl der Kriegsflugzeuge der Erſten Linie, über die England augenblicklich verfügt, beträgt ſchätzungsweiſe 1050; in dieſe Ziffer iſt die Zahl der Reſerveflugzeuge natürlich nicht einbezogen. Auf eine Maſchine der Erſten Linie, ſo erklären die Gewährsmänner, kämen zwei Flugzeuge der Reſervelinie. Davon be⸗ fände ſich eine größere Anzahl noch in verſchiedenen Stadien der Konſtruktion; nur ein Teil ſei bisher im Dienſt. Die 1050 Maſchinen der Erſten Linie gehören ausſchließlich der Heimatluftflotte an, das heißt alſo zu ſolchen Verbänden, die auf den britiſchen Inſeln ſbationiert ſind. Zu den Maſchinen dieſer Heimatflotte müſſen ſchätzungsweiſe noch 300 Kriegsflugzeuge der Erſten Linie hinzugerechnet werden, die in verſchiedenen Teilen des Empire ſtationiert ſind. Bekanntlich ſollte das engliſche Luftrüſtungspro⸗ gramm urſprünglich innerhalb von vier. Jahren durchgeführt werden, alſo bis Ende Juni 1938. In der letzten Zeit aber iſt der Ausbau der engliſchen Luftſtreitkräfte ſo ſtark beſchleunigt worden, daß das Programm des Luftfahrtminiſteriums bereits am 1. März 1937 voll und ganz er⸗ ledigt ſein wird, das heißt ſchon ein Jahr drei Monate früher als urſprünglich geplant. Wie weiter aus gutunterrichteter Quelle verlau⸗ tet, ſollen die zuſtändigen Stellen die Abſicht haben, ein neues Luftrüſtungsprogramm in Angriff zu nehmen, noch ehe das erſte ganz durchgeführt iſt. Dieſes zweite Luftrüſtungsprogramm ſoll in erſter Linie dem Ausbau der überſeeiſchen Luft⸗ waffe des engliſchen Weltreiches dienen. Hoare wird Verteidigungsminiſter? [(Funkmeldung der NM.) * London, 11. Februar. Der vor einigen Tagen von ſeinem Erholungs⸗ aufenthalt in der Schweiz nach London zurückgekehrte frühere Außenminiſter Sir Samuel Hoare hatte am Dienstagvormittag eine Unterredung mit Miniſter⸗ präſtdent Baldwin, die etwa dreiviertel Stunden Hauerte. „Mancheſter Guardian“ meldet, daß die engliſche Regierung ſich mit dem Gedanken trage, Sir Sa⸗ muel Hoare zum Miniſter für die Zuſammenfaſſung der Verteidigung(nicht zu verwechſeln mit dem Poſten eines Wehrminiſters) zu ernennen und ihn auf dieſe Weiſe wieder zum Mitglied des Kabinetts zu machen. Es ſei jedoch fraglich, ob er den Titel „Miniſter für die Zuſammenfaſſung der Verteidi⸗ gung“ führen werde, da die Regierung den Anſchein vermeiden wolle, als ob er über ſämtliche drei Wehr⸗ miniſterien zu verfügen habe. Er würde daher in das Kabinett als Miniſter ohne Geſchäftsbereich eintreten und im Unterhaus alle Fragen zu beant⸗ worten haben, die ſich auf die Verteidigung bezögen, eine Aufgabe, die bisher der Premierminiſter als Vorſitzender des Ausſchuſſes für Reichs verteidigung gehabt habe. Darüber hinaus würde Samuel Hoare nach den zur Zeit erwogenen Plänen Vorſitzender eines ſtändigen Verteidigun zsaus⸗ ſchuſſes werden, der aus den Miniſtern und Chefs des Wehrämter beſtehen würde. Dieſer Verteidi⸗ gungsausſchuß würde im Falle eines Krieges den oberſten Kriegsrat abgeben. Guſtloſfs Ueberführung im Rundfunk. Von Wil⸗ helm Guſtloffs letzter Fahrt durch Deutſchland wer⸗ den am heutigen Dienstag in der Zeit pon 23 bis 28.20 Uhr kurze Funkberichte gegeben. Ebenfalls übertragen alle deutſchen Sender die Trauerkund⸗ gebung in der Schweriner Feſthalle Mittwoch von 12 bis 13.10 Uhr. Miniſterpräſident Hodza— Ritter der Ehren⸗ legion. Dem tſchechoſlowakiſchen Miniſterpräſiden⸗ ten Hodza wurde vom Präſtdenten der Republik, Lebrun, das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen. Der Strom meiner Heimat Die neue Rhein-Romantik/ Bon Wilhelm Schmiötbonn hinunter durfte, die ich nicht ſah. Ich hielt es nicht einmal im Garten hinter dem Hauſe aus, weil ich dort Strom und Schiffe nicht ſah und keine Minute verſäumen mochte, ſie zu ſehen. Für einen Rheinländer iſt Heimat und Rhein dasſelbe. Wenn er an die Heimat denkt, ſieht er den Strom vor ſich. Und wenn ihn ſein Weg eine Stunde landeinwärts führt, ſtrebt er ſchon auf einen Berggipfel, um ſeinen Strom zu ſehen. Wenigſtens gilt dieſe vollkommene Gemeinſamkeit von Heimatgefühl und Stromverwandtſchaft für mich. In meinem Leben nimmt der Rhein ſo ſelbſt⸗ verſtändlich ſeine Stellung ein wie Eltern und Ge⸗ ſchwiſter. Meine Großeltern ſtammen aus jenen engen Bonner Gaſſen, die an ihrem Ende die Waſ⸗ ſernähe wie eine Verklärung ahnen laſſen. Viel⸗ leicht zog es mich darum ſchon als Knabe immer an das Ufer. Hier warf ich den Hunden Steine, hier ſchwamm ich ehrgeizig dem jenſeitigen Ufer zu, hier ſchlug ich die Ruder in das Waſſer, hier ſaß ich mit dem fröhlichen Volk der Rheinarbeiter auf der Stange des Eiſengeländers. Ein Jahr im Städt⸗ chen Mörs brachte wenigſtens das Glück, daß man durch Wieſen mit Windmühlen gehen konnte, um in der Ferne den Rauch der Schiffe zu ſehen. In welche Städte ich auch als Student kam, Ber⸗ Lin, Zürich, München, Innsbruck; alle waren zugleich Stationen eines immer wieder wunden Heimwehs. Ich vermochte auf keinen Alpengipfel zu ſteigen, ohne die Stirn der Heimat und dem ewigen Bild des Stromes zuzuwenden. Wenn ein Rinnſal, neben dem ich ſtand, ſein Waſſer, wenn auch nach tauſend Um⸗ wegen, dem Rhein zuführte, kam ſchon Ruhe über mich. 8 Um vom Rhein zu reden, muß man im Grunde ſein nächſter Nachbar ſein, Tag und Nacht mit ſeinem Bilde, mit ſeinem Rhythmus, mit ſeinem Geruch ver⸗ bunden. Nun rauſchte mir der Strom mitten durchs Herz. Ich hörte ihn in der Nacht, ſelbſt wenn Fenſter un!) Läden geſchloſſen waren. Nun war er wirklich der Vater Rhein, von den fernen Alpen kommend und zum fernen Meer gehend, der mir in ſchlafloſen Niüchten die Menſchenwelt klein und entrückt machte. Ich war geborgen wie in einem treuen Arm. Ich wurde ſo eins mit dem Waſſer, daß keine Welle Die Mächte haben die Wahl Eine Völkerbundsaufgabe: Kein Friede ohne Löſung der Rohſtofffrage — London, 11. Februar. Lord Lothian berichtet in einer Zuſchrift an die „Times“ über die außenpolitiſchen Eindrücke, die er während ſeines kürzlich erfolgten Beſuches in Kanada und in den Vereinigten Staaten gewonnen hat. Seine Eindrücke ſtützen ſich, wie er ſchreibt, auf Beſprechungen mit außenpolitiſch intereſſierten Per⸗ ſönlichkeiten in nordamerikaniſchen Ländern. Viele von denjenigen, die dem Kollektipſyſtem ſympathiſch gegenüberſtänden, ſeien über die gegenwärtige Be⸗ ſtrebung beſtürzt, den Völkerbund zu einem Kriegswerkzeug zwecks Aufrechterhaltung des Status quo zu machen. Nach Anſicht vieler maßgeblicher Leute auf der an⸗ deren Seite des Atlantiſchen Ozeans liege die Haupt⸗ urſache der gegenwärtigen Aufrüſtung, der Span⸗ nungen im Fernen Oſten und des Krieges in Abeſ⸗ ſinſen ſowie des drohenden Konfliktes in Europa nicht in der Frage der Gebietsgrenzen. Sie ſei viel⸗ mehr in der wirtſchaftlichen Abwürgung dieſer Staaten zu ſehen, deren natürliche Hilfsquellen und Märkte ihren berechtigten Anſprüchen nicht ge⸗ nüge. Solange das Kollektipſyſtem ſich nicht mit die⸗ ſem Geſichtspunkt der Kriegsverhütung befaſſen könne, werde der Völkerbund letzten Endes nichts anderes werden als die eine Hälfte eines neuen Gleichgewichtsſyſtems der Mächte, in dem die andere Hälfte von den ſogenannten„erſtickten Mächten“ gebildet werde. Wenn der gegenwärtige Streitfall zwiſchen Italien und dem Völkerbund gelöſt werden ſolle, dann könne dies nur durch eine gründliche Prüfung des Vorſchlages Sir Samuel Hoares für eine Unterſuchung der Zugangs möglichkeiten zu den Rohſtoffen und Märkten geſchehen. Der einzige Ausweg aus der Kriſe der zu kurz gekommenen Völker beſtehe darin, daß man dieſen Völkern beweiſe, daß es einen Weg gebe, auf dem ſich ein ſtändig wachſender Lebensſtandard für ſie er⸗ zielen ließe. Man müſſe beweiſen, daß dieſer Weg ſicherer ſei als das unglückſelige, koſtſpielige und wahrſcheinlich wirkungsloſe Mittel, eine gebiets⸗ mäßige oder koloniale Ausdehnung mittels eines Krieges zu verſuchen. Die Wurzel des Problems liege nicht in einem Austauſch von Gebieten oder Kolonien. Es beſtehe vielmehr die dringende Notwendigkeit, daß es den ſogenannten erſtickten Mächten ermöglicht werd', Nahrungsmittel und Rohſtoffe mit ihrer eigenen Währung zu kaufen oder im Austauſch ihre eigenen Fertigwaren auszuführen, und zwar in der genü⸗ genden Menge, um eine ſofortige Wirkung auf die heimiſche Arbeitsloſigkeit zu erzielen. f England und ſeine Mandale — London, 11. Februar. Mehrere konſervative Unterhaus⸗Abgeordnete haben im Unterhaus folgende Entſchließung einge⸗ bracht:„Das Unterhaus widerſetzt ſich der Ueber⸗ tragung britiſcher Kolonien oder britiſcher Mandats⸗ gebiete in andere Hände, da die britiſche Natjon eine ehrenvolle Treuhänderſchaft für das Wohl⸗ ergehen, den Schutz und die fortſchrittliche Verwal⸗ tung ihrer Bevölkerungen innehat.“ Die Ent⸗ ſchließung trägt u. a. die Namen der Abgeordneten Sandys(Schwiegerſohn von Churchill), Lord Winter⸗ ton, Amery(Führer der radikalen konſervativen Gruppe), Konteradmiral Sueter, Sir William Davidſon, Admiral Taylor und Lees⸗Jones. 5 Verſtändnis für Deutſchlands Kolonialwünſche — Madrid, 11. Februar. Das Verſtändnis für das heutige Deutſchland ſetzt ſich auch in Spanien ſtändig mehr durch. Be⸗ ſonders erfreulich iſt ein Artikel in der Madrider Zeitung„Opiniones“, der ſich in ſachlicher Weiſe mit der deutſchen Kolonialfrage auseinanderſetzt. Der Verfaſſer hebt einleitend hervor, daß er als alter Freund der Alliierten keine Lanze für Deutſch⸗ land brechen wolle, aber es müſſe hinſichtlich der deutſchen Raumnot auch in Spanien endlich einmal der Wahrheit und der Gerechtigkeit die Ehre gegeben werden. Der ſpaniſche Leſer, der den außenpolitiſchen Vorgängen im allgemeinen zu wenig Intereſſe entgegenbringe, ſollte ſich zum beſſeren Verſtändnis der deutſchen Raumfrage vergegenwär⸗ tigen, daß in Deutſchland ein 68⸗Millionen⸗Volk innerhalb eines kleineren Raumes leben müſſe als die 40 Millionen Menſchen in Spanien. Außerdem nehme die Bevölkerungsziffer in Deutſchland ſtän⸗ dig zu.. PPCCPCUUVUVUVUVUVUDVUVUDUDVUDUVUVUVUVUVUVUVUVUVUUVUVUVUVUVUœUVUœVV1—ꝓꝓ—————————— Parteitrauer um Guftloff Trauerbeflaggung für die Parteigebäude angeordnet (Funkmeldung der NM.) ++ Berlin, 11. Februar. Der Reichspropagandaleiter der NSDAP gibt bekannt: Aus Anlaß der Beiſetzung des von einem Juden ermordeten Landesgruppenleiters Wilhelm Guſtloff legen alle Gebäude der Partei und der ihr angeſchloſſenen Verbände am Mittwoch, dem 12. Fe⸗ bruar 1936, Trauerbeflaggungen an. 6 Auch die Staatsgebäude flaggen Berlin, 11. Februar. Der Reichsminiſter des Innern gibt folgendes bekannt: Aus Anlaß der Beiſetzung des Landesgruppen⸗ leiters Guſtloff flaggen morgen, Mittwoch, 12. Februar 1936, die ſtaatlichen und kommunalen Ver⸗ waltungen, Anſtalten und Betriebe, die ſonſtigen Körperſchaften, Anſtalten und Stiftungen des öffent⸗ lichen Rechts und die öffentlichen Schulen im ganzen Reichsgebiet Halbmaſt. Geſchäfte zum Schaden des Staales Zuchthaus⸗ und Gefängnisſtrafen für die Grauen Schweſtern — Berlin, 11. Februar. Nach mehr als 14tägiger Verhandlung verkün⸗ dete die 4. Große Strafkammer des Berliner Land⸗ gerichtes das Urteil in dem Deviſenprozeß gegen die angeklagten Grauen Schweſtern aus Breslau. Die Generalſekretärin Anna Koſchig erhielt Frei Jahre ſechs Monate Zuchthaus, fünf Jahre Ehrverluſt und 56500 Mk. Geldſtrafe, 5 die Prokuratorin Olga Steuer ein Jahr ſechs Monate Gefängnis und 11000 Mk. Gelodſtrafe ſowie die Generalvikarin Auguſta Liedtke ein Jahr drei Monate Gefängnis und 10000 Mk. Geldſtrafe. Der mitangeklagte Direktor Karl Franz Schnei⸗ der der Hilfsgemeinſchaft für katholiſche Wohlfahrts⸗ und Kulturpflege wurde freigeſprochen. Zugunſten des Reiches wurden 80000 Obligationen eingezogen. Auch in dieſem Prozeß ſpielte wieder der ille⸗ gale Rückkauf von Auslandsobligatio⸗ nen eine entſcheidende Rolle. Da die hierfür er⸗ forderlichen Mittel nach Inkrafttreten der Depiſen⸗ Gulden geſetzgebung erlaubterweiſe nicht mehr ins Ausland geſchafft werden konnten, kam die Generalſekretärin Koſchig auf den Gedanken, eine Art privaten Clear⸗ ing⸗Verkehrs einzurichten. Sie ſetzte ſich mit den Auslandsfilialen des Ordens in Verbindung und ſorgte dafür, daß die dem Mutterhaus geſchuldeten Beträge, die normalerweiſe als Deviſen nach Deutſchland hereingefloſſen wären, auf ein Sonder⸗ konto einer Amſterdamer Bank eingezahlt wurden, wo ſie dem Rückkauf der Obligationen dienten. Da die Angeklagte Koſchig die geiſtige Leiterin dieſer verbotenen Finanzgeſchäfte war, wurde bei ihr ein beſonders ſchwerer Fall im Sinne des Deviſenſtraf⸗ rechtes angenommen und gegen ſie auf Zuchthaus er⸗ kannt. Japan und Amerika Pittmans Erklärungen und die Diplomatie — Waſhington, 11. Februar. Außenminiſter Hull äußerte ſich zur Erklärung des Senators Pittman, in der er, wie gemeldet, Ja⸗ pan ſcharf angriff, wie folgt: „Ich habe noch keine Gelegenheit gehabt, die Rede des Senators Pittman zu leſen. Wenn auch Sena⸗ tor Pittman eine wichtige Stellung in dem geſetz⸗ geberiſchen Zweig der Regierung einnimmt, hat we⸗ der eine Zuſammenarbeit noch eine Beratung mit mir über die Rede ſtattgefunden. Ich habe keinen Grund, die Rede zu kommentieren.“ Außenminiſter Hull lehnt mit anderen Worten jede Verantwortung für die Angriffe des von ihm völlig unabhängigen Mitgliedes des Parlaments ab. Da er für Pittman nicht verantwortlich iſt, kann er auch kein Bedauern ausdrücken. 5 Kurz nach der Erklärung Hulls empfing der ja⸗ paniſche Botſchafter Saito die Preſſe und er⸗ klärte, daß er weder Einſpruch beim Staatsdeparte⸗ ment zu erheben beabſichtige noch auf Pittmans Aus⸗ führungen antworten wolle. Japan wolle nicht die offene Tür in China ſchließen. Dazu ſei es gar nicht in der Lage, ſelbſt wenn es dies beabſtichtige. Saito fügte hinzu, daß er nach wie vor einen Krieg zwiſchen Japan und Amerika für undenkbar halte. Er wiſſe, daß viele Amerikaner der gleichen Anſicht ſeien. Japans Intereſſen ſeien nicht gegen Amerika gerichtet, wie auch Japan keinen Grund zum Kriege gegen die Vereinigten Staaten habe. 28 Tote bei einem Fährunglück (Funkmeldung der NM.) London, 11. Februar. Wie aus Ellere(Madras) berichtet wird, kenterte in der Nähe der Stadt ein Fährboot, auf dem ſich 36 Frauen und 2 Männer befanden. Infolge der ſtarken Strömung konnte nur ein Teil der Juſaſſen gerettet werden. 28 Frauen ertranken. 16 Jeuerwehrſeute verbrannt (Funkmeldung der N M3.) . Tokio, 11. Februar Zwiſchen Kobe und Oſaka ereignete ſich ein ſchwe⸗ res Verkehrsunglück. Ein Wagen der Feuermehr ſtieß mit einem Straßenbahnwagen ſo heftig zuſam⸗ men, daß der Tank des Feuerwehrwagenß in die Luft flog und ſämtliche 16 IJInſaſſen bei lebeun⸗ digem Leibe verbrannten. Ene rieſige Stichflamme machte jede Hilfe unmöglich. 8 FFF dauptſchriſtleiter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Win bauer Verantwortlich für Theater, Wiſſenſchaft und Unterhaltung i.: Dr. Atr is Winbauer- Han delsteil: Dr. Fritz Bode- Lokaler Teil: Dr. Fritz Hammes Sport: Willy Müller„ Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und Bilderdienſt: Curt Wilhelm Fennel— Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim. 5 Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeitung 8 Dr. Fritz Bode K Co. Mannheim, N 1, 48 Schriftleitung in Berlin: Joſeph Bretz. W 3, Viktoriaſtraße 48 .⸗A. 1 1936: Mittagauflage der Ausgabe A u. Ausgabe 8 2281 Abendauflage der Ausgabe A u. Ausgabe 8: 20579 Zur Zeit Preisliſte Nr. 6 gültig. 5 Für unverlangte Beiträge leine Gewähr Rückſendung nur bei Rückvorte Dabei iſt es natürlich nicht mehr der Strom, es ſind nicht mehr die Schiffe der Jugend. Alles hat ſich verändert. Aber nie ſcheint mir Anlaß zur Klage gegeben über den Einzug einer neuen Zeit. Im Gegenteil. Meinem Haus gegenüber raucht eine mächtige Fabrik. Auf dem Strom rauchen die ge⸗ waltigen Arbeitsdampfer, vier, fünf, ſechs tief⸗ beladene Laſtſchiffe hinter ſich. Der Schienenſtrang an anderen Ufer iſt der meiſtbefahrenſte Europas, die Landſtraße beſät mit bunten Autos. So wächſt der Rhythmus des Stroms mit dem Rhythmus des Verkehrs zuſammen. Ein jauchzendes Bild des Lebens. Keine Idylle mehr. Die Ruinen ſind lächer⸗ lich geworden. Ich fühle mich ganz eingefangen von dieſer neuen Rhein⸗Romantik und denke nicht eine Minute der alten nach. Die neue Romantik: das iſt der lebendige Lärm und die Eile der Autos, Eiſenbahnen, Schiffe, die ſich durch den Felsſchlauch drängen, der ewige Gang des Waſſers, die neu aufgetürmten Fabriken und das Ziel vor und hinter dem Schlauch— die großen Städte, die fremden Länder, Meere und die fernen Erdteile, die durch dieſen Schlauch wie durch eine Schlagader verbunden ſind. Es iſt nur nötig, dieſe neue Schönheit ſehen zu lernen. ſchon gelernt. Nur noch aus Gewohnheit trauert man der alten Burgromantik nach. Längſt ſingen die Menſchen nicht mehr am Loreleifelſen. Nicht mehr die unwichtig und lächerlich gewordenen Ruinen ziehen das Auge an, ſondern, entſprechend der Schnel⸗ ligkeit der Fortbewegung, das Bild der aneinander⸗ gereihten Städte im ganzen, der Blick den Strom voran und zurück. Uebrigens deckt ſich für mich das Bild des Rheins durchaus nicht mit dem Bild eines Bergſtroms. In Bonn geboren ſein, bedeutet, ſeine Kindheit zugleich am Fuß der letzten Berge und am Beginn der großen Ebene verbracht zu haben, die ſchon zur Unermeßlichkeit des fernen Meeres hinübergleitet. Ich denke vor allem oft an einen Be⸗ ſuch des niederrheiniſchen Städtchens Orſoy. Aber man hat ja Die Fahrt auf einem niederländiſchen Dampfer. Wolkenhimmel. Die erſten plötzlichen Sonnenſtrah⸗ len trafen die Dächer eines kleinen Städtchens. Das innige Wunder des Niederrheins tat ſich offen, eine Stille, eine geradlinige Schlichtheit, eine grüne Weite, die alle ſo gar nichts mit der lauten, ſtolzgeformten, ſüdlichen Schönheit der Felsufer da oben zu tun haben Da war der Damm, der ſich rund um die Stadt zog, deſſen zwei Baumreihen in beſonntem Schweigen daſtanden und bei der Kreisbiegung in eine geheimnisvolle Ferne führten. Hier verriet ein Turm, da zwei aufeinandergeklebte Rotdächer, daß ſich Häuſer, Straßen und verſchiedenes kleinſtädtiſches Leben in dem grünen Baumrund zu verbergen ſtrebte. Oberhalb und unterhalb der Stadt die Wie⸗ ſen mit ihren Zäunen, mit ihren verſtreuten Weide⸗ gruppen, deren noch lange Schatten die ſonnige Breite des Graſes noch ſonniger erſcheinen ließen, mit ihren buntfarbig lagernden Kühen. Dazu das Schlagen der Wellen, an denen jeder Tropfen fun⸗ kelte, an dem weißen Kiesſtreifen des Ufers; ein Kind, das einſam daſaß und zum Schiff herüber⸗ ſchaute: alles Dinge, die in ihrer Kargheit oben vor dem erdrückenden Zug der Berglinien überſehen wür⸗ den und hier plötzlich zu Ueberraſchungen werden. Unbegreiflich ſcheint es mir immer, daß die Men⸗ ſchen der Stadt den tiefſten Zuſammenhang mit dem Strom verloren haben. Sie ſpazieren wohl am ſon⸗ nigen Nachmittag hin, ſitzen auf den Bänken. Aber was wiſſen ſie von ſeinem wahrhaften Leben? Sceir⸗ nen Stürmen, ſeinen Nebeln, ſeinen Sonenaufgän⸗ gen, ſeinen Mondnächten? Und vor allem: von ſei⸗ nem Wachſen und Abnehmen; wie ein Pulsſchlag iſt das. Oft ſteigt in einer Nacht das Waſſer bis ans Ufergelände, um in einigen Tagen wieder bis zum ſteinernen Schrittweg unten, am Fuß der drei Meler des Waſſers in einen über. Aber was erſt, wenn die Schneeſchmelze in den Alpen Hochwaſſer bringt! Dann leſen wohl die Leute in der Stadt, ja im gan⸗ zen Reich, die Zeitungstelegramme von der beſtehen⸗ den Gefahr Aber ſie laſſen ſich das Frühſtück nicht ſchlechter deshalb ſchmecken: eine Nachricht von vie⸗ len! Wir aber, von unſern Fenſtern aus, ſehen dem unbegreiflich erregten, wild und unbeherrſcht gewor⸗ denen Vater mit anderen Gefühlen entgegen! Blut⸗ verwandt, wie wir ihm geworden ſind, werden wir miterregt. Aber ſeiner Größe gegenüber fühlen wer uns immer zwergiger werden. Wir bekommen es mit der Furcht. Ja, wir ſehen an den Mauern und Treppen unſeres Hauſes die Zeichen der letzten hohen Uferrampe, zu fallen. Dann geht die Erregung i Ueberſchwemmungen und fürchten uns. Zumal, wenn die Hochflut Eis mitführt.. Obwohl doch der Strom immer nur einige Me⸗ ter in die Höhe und Breite wachſen kann, iſt er nicht wiederzuerkennen. Er ſcheint doppelt ſo breit, die ſonſt milde Strömung reißt gewaltig. Von den Ufer⸗ wänden abgeriſſenes Geſträuch, ganze Bäume ſchie⸗ ßen hinab. Die Uferſtraße in ihrer ganzen Breite iſt überflutet. Kein Spaziergänger kann hier mehr gehen. Das Ufergitter ſieht nur noch mit ſeinem oberſten Teil aus dem Waſſer heraus, die Schiffe, ſonſt ſo weit auf dem Strom draußen, daß man kaum ihre Namen leſen kann, ſchlagen nun ihre Rä⸗ der und Schrauben dicht am Ufer entlang, ſo nah, daß man den Kapitänen und Schiffsleuten zurufen kann. Sie kennen uns ſchon, ſie ſehen uns gewiſſer⸗ maßen als ihresgleichen an. Sie heben die Hand an die Mütze und wir ſind ſtolg auf dieſen Gruß. Und wirklich reicht ja das Waſſer längſt hoch an unſere Mauer herauf, wir ſtehen im Waſſer, unſer Haus iſt ſelber Schiff geworden. Stark ſchlagen die Wellen an der Mauer an. Solang es noch Schiffe und Kapitäne gibt und man ſelber auf dem Balkon über der Terraſſe ſteht, ſich als eine Art Ka⸗ pitän vorkommend, hat man noch Mut. Aber wenn nun die Schiffe verſchwinden, das Waſſer leer und immer höher wird, und man mit dem Glas auch die Häuſer des jenſeitigen Ufers im Waſſer ſtehen ſieht, wenn dann noch das Tageslicht vom Waſſer weggeht und nur noch ein nächtliches Gegurgel und Gebrauſe bleibt, aus dem man bis⸗ weilen Schreie herauszuhören glaubt, dann verſteht man den Zuſtand der Seele, aus dem heraus die alten furchtſamen Sagen von Waſſergeiſtern erwuch⸗ ſen. So ohnmächtig wie der Urmenſch ſtehen wir mit all unſerer Technik dem Element gegenüber. Selbſt die Sonne am nächſten Tag bringt nicht Troſt. ſondern macht das Schauſpiel, indem ſie es beglänzt, noch drohender. 5 Was iſt nun mit dieſem Rätſel Strom? Gibt nur die Erinnerung an Kindheitstage ihm dieſe Macht über Menſchen? Iſt Herzschlag des Menſchen und Herzſchlag der Natur mütterlich verbunden? Iſt es das Bild dieſes Heldenwegs von Quelle zu Meer? Iſt es dieſer Geruch von Fiſchen und Trau⸗ ben? Dieſer Lärm des unendlichen Lebens an den Ufern? 5 Ich weiß es nicht. Man gibt ſich Gefühlen am glücklichſten ohne Deutung hin. 0. TE e ee o. re K„„a„ N 1 e D 2— 2 2 .. ne rr *. n 5 0 1 9 * * Dienstag, 11. Februar 193. Nene Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Nummer 70 3. Seite Maunheim, den 11. Februar. Geſenkte Eierpreiſe Die Hauptvereinigung der deutſchen Eierwirt⸗ ſchaft hat zwei neue Anordnungen vom 6. Februar erlaſſen. Die Anördnungen ſetzen die Erzeuger⸗, Großhandels⸗ und Einkaufspreiſe ſowie Verbrau⸗ cherhöchſtpreiſe für inländiſche Hühnereier und die Großhandelseinkaufspreiſe ſowie Verbraucherhöchſt⸗ preiſe für ausländiſche Hühnereier feſt. Danach gelten für den Bereich des Eierwirt⸗ ſchaftsverbandes Baden für den Aufkauf von Hüh⸗ nereiern beim Erzeuger durch Wiederverkäufer nach⸗ folgende Erzeugermindeſt⸗ und ⸗Höchſtpreiſe: Min⸗ deſtpreis 1,20 Mark je Kilo, Höchſtpreis 125 Mark je Kilo, und für den Bereich des Eierwirtſchafts⸗ verbandes Pfalz⸗Saar ein Mindeſtpreis von 1,20 Mark und ein Höchſtpreis von 1,25 Mark. Die Preiſe verſtehen ſich ab Hof des Erzeugers.. Bei der Abgabe an den Verbraucher werden ab 17. Februar für das Gebiet der Eierwirtſchafts⸗ verbände Baden und Pfalz⸗Saar für deut⸗ ſche Handelsklaſſeneier nachſtehende Höchſtpreiſe feſtgeſetzt: G 1(vollfriſche Eier) S Sonderklaſſe über 65 Gramm 11 Pfennig, A Große 60 bis 665 Gramm 10,5, B Mittelgroße 55 bis 60 Gramm 10, C Ge⸗ wöhnliche 50 bis 55 Gramm 9,5, D Kleine 45 bis 50 Gramm 9 Pfg. das Stück.— G 2 friſche Eier) 5 Sonderklaſſe über 65 Gramm 10,75, 4 Große 60 bis 65 Gramm 10,25, B Mittelgroße 55 bis 60 Gramm 9,75, C Gewöhnliche 50 bis 55 Gramm 9,25, D Kleine 45 bis 50 Gramm 8,75 Pfg. das Stück. Für ungekennzeichnete Hühnereiner, die im Inland erzeugt ſind, wird ein Verbraucherhöchſtpreis von 8 Pfg. je Ei, der mit Wirkung vom 17. Februar 1936 gilt, feſtgeſetzt. Polizeibericht vom 11. Februar Vorſicht beim Glatteis! Auf einem vereiſten Wege im Waldpark ſtürzte geſtern ein Spaziergän⸗ ger, wobei er das rechte Bein brach.— Auch auf dem Waldhof ſtürzte auf dem Nachhauſeweg ein älterer Mann, der hierbei den rechten Unterſchenkel brach. Die beiden Verletzten wurden nach dem Städtiſchen Krankenhaus gebracht. Ein Trunkenbold. In den geſtrigen Abendſtunden mußte ein Mann, der ſinnlos betrunken auf der verlängerten Geibelſtraße lag, in den Notarreſt ge⸗ bracht werden. Hauplverſammlung des Mannheimer Schiffervereins In der Generalverſammlung gedachte Vereins⸗ führer Peter Kühnle zunächſt der im abgelaufenen Jahr verſtorbenen Mitglieder: Generaldirektor Jäger, Spediteur Böhmer, Bootsbeſitzer Limbeck und Oberbauſekretär Friedr. Klank. Der von Schriftführer Heinrich Klein erſtattete Tätig ⸗ keitsbericht ließ eine Fülle von Arbeit erken⸗ nen. Hauptſächlich waren es wirtſchaftliche Fragen zur Hebung und Förderung des Schifferſtandes, mit denen ſich der Verein beſchäftigte. Erwähnt ſeien nur die Vorarbeiten für die Schifſerſchule Mann⸗ heim und die fachwiſſenſchaftlichen Vorträge Die Finanzen ſind günſtig. Da die Kaſſenprüfer Bücher und Belege in muſtergültiger Ordnung fanden, wurde ſowohl dem Schrift⸗ als auch dem Kaſſenwart unter Worten des Dankes Entlaſtung erteilt. Im Mittelpunkt der Generalverſammlung ſtand die Satzungsänderung durch Annahme der vom Zen⸗ tralverein für die Deutſche Binnenſchiffahrt Berlin herausgegebenen Einheitsſatzung, die nach kurzer Ausſprache angenommen wurde mit dem einſtimmigen Beſchluß, den Vereinsführer zu er⸗ mächtigen, die Wünſche des Mannheimer Schiffer⸗ vereins dem Zentralverein vorzutragen und mit dem Zentralverein zu erledigen. Die Verſammlung be⸗ ſchloß, auch in dieſem Jahre wieder jeden Monat Verſammlungen abzuhalten. Der Vereinsbeitrag bleibt unverändert 6 Mark. Schriftführer Heinrich Klein dankte zum Schluſſe dem Vereinsführer für die aufopfernde Tätigkeit, der bisher wie kein ande⸗ ker das Vereinsſchiff mit feſter Hand geſteuert habe. Ein neuer Runderlaß zum Einzethandelsſchutzgeſetz Der Reichswirtſchaftsminiſter hat in einem Runderlaß vom 10. Januar zu einigen Fragen des Einzelhandelsſchutzgeſetzes Stellung genommen und dabei auch die Hinzunahme neuer Waren in Einzelhandelsgeſchäften behandelt. In dem Erlaß wird zunächſt darauf hingewieſen, daß die gegenwärtige Faſſung des Einzelhandels⸗ ſchutzgeſetzes keine geſetzliche Grundlage dazu bietet, Genehmigungen für Geſchäftseröffnungen unter ausdrücklicher Beſchränkung auf beſtimmte Waren⸗ gattungen oder beſtimmte Waren zu erteilen. Solche beſchränkte Genehmigungen ſeien unzuläſſig, ſoweit nicht im Einzelhan⸗ delsſchutzgeſetz ſchon jetzt für Lebens⸗ und Genuß⸗ mittel ſomie für Arzneimittel Sonderbeſtimmungen beſtehen. Dem Bedürfnis, daß in Verkaufsſtellen CC ͤvbbbbbbbbbbbbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbbbb Reichswerbung für Saarerzeugniſſe Die Rückgliederung des Saarlandes hat von einem tag zum andern die Notwendigkeit gezeitigt, das Hauptgewicht vom franzöſiſchen Abſatzmarkt auf den deutſchen zurückzuverſchieben. Eine großzügige Werbe⸗ alkzion im Saarland ſelbſt diente dazu, dem ſaar⸗ lündiſchen Verbraucher Bedeutung und Qualität der Saarerzeugniſſe näherzubringen. Aber dibſe Werbung im engeren Gebiet konnte niemals ares feichend genug ſein, um die durch den Verluſt des großen franzöſiſchen Abſatzmarktes entſtandenen Schwierigkeiten voll und ganz zu überwinden. In dieſen Tagen ſetzt daher eine großzügige Werbung für die Saarerzeugniſſe im übrigen Reichs⸗ gäßbiet ein, an der ſich vor allem die Wirtſchaftsgrup⸗ pem Groß⸗, Ein⸗ und Ausfuhrhandel ſowie Einzel⸗ hahndel maßgeblich beteiligen. Dieſe Werbung zerfällt in zwei Abſchnitte: ein⸗ mal wird in den Tagen vom 8. bis 15. Februar eile Sonderſchaufenſterſchau der Saar⸗ erzougniſſe in den abſatztechniſch und branchemäßig geeßgneten Gebietsteilen des Reiches durchgeführt, wo hei durch die Reichsjugendführung dankenswerter⸗ weßſe der Reichsberufswettkampf mitherangezogen wir, zum anderen betrifft ſie fachliche Empfeh⸗ luigen vor allem für die Artikel, die nicht bei einer Schaufenſterſchau gezeigt werden können. Die fachliche Empfehlung ſoll darin beſtehen, daß Groß⸗ und Einzelhandel die Aufnahme von Saarerzeug⸗ niſſen in ihren Verkaufsprogrammen für das Jahr 19307 vorſehen. der Weg der Schaufenſterausſtattung wird ge⸗ wählt, weil dadurch der Einzelhändler angeregt iſt, ſich für dieſen Zweck einen Saarlieſeranten gu ſuchen. So iſt die Möglichkeit geſchaffen, neue Kun⸗ den, kennenzulernen, da mit denſelben durch Be⸗ lieferung von Qualitätserzeugniſſen eine dauernde Geſthüftsverbindung zuſtandekommen ſoll. Die Weycbeaktion vollzieht ſich unter dem Geſichtspunkt, der Saarinduſtrie und dem Saararbeiter badurch zu helfen, daß man ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Leiſtungsfähigkeiten in Waren des täglichen Bedar⸗ fes zu zeigen. Es handelt ſich alſo nicht um eine die Erſchließung ſondern des Marktes für Qualitätserzeugniſſe. Notſtandswerbung, um Ein für dieſe Werbung beſonders wirkungsvol⸗ les Plakat wird neben dem Saar⸗Wertzeichen auf den Saarerzeugniſſen die Aktion unterſtützen. Mannheimer Sängerſchaft Ahoi! Sängermaskenball am 22. Februar im Roſengarten In dieſen Tagen geht allen Mannheimer Sän⸗ gern die Mitteilung zu, daß am Faſchingsſamstag der dritte Sänger⸗ Maskenball im Roſengar⸗ ten ſtattfindet. Die Vorderſeite dieſer Mitteilung wirh von dem rieſigen Schornſtein des Feſtſchiffes behs rrſcht, das die Mannheimer Sänger dem ſonni⸗ gen Süden zuführt. Der Schornſtein trägt die Stadt⸗ fauben und die Aufſchrift„Monte Nibelungia“. „Das Motto“, ſo wird in der Einladung ausgeführt, „düyfte für die Wahl der Koſtüme vielerlei Möglich⸗ keilen bieten, zumal die„Monte Nibelungia“ auf ihrer Fahrt die Küſten von England, Spanien, Por⸗ tugall, Nordafrika und Kanariſchen Inſeln anſteuert. Fünf Bordkapellen mit 60 Muſikern weröſen auf dem Promenadendeck, im großen Feſtſaal, auf hem Sonnendeck, ſowie in den Tank⸗ und Vor⸗ ratsypäumen beim Tanz aufſpielen.“ Bei einem Maskenball darf die Muſik nicht einen Augemblick ſchweigen. Der Nübelungenſaal wird des⸗ halb zwei Kapellen aufnehmen. In der Mittelloge, alſo uf dem Sonnendeck, ſpielt die Kapelle der Lan⸗ despolizei unter Leitung des Muſikzugführers Schuſter, am Fuße der Bühne des großen Feſt⸗ ſaales die Kapelle Seezer. Die weiteren drei Ka⸗ pellen ſind auf Promenadendeck(Wandelhalle), Ver⸗ ſammlungsſaal und Bunker(Bierkeller) verteilt. Damit iſt die Gewähr gegeben, daß bis zum letzten Bogbnſtrich keine Pauſe in der Ballmuſik entſteht, die Porausſetzung für das Feſthalten und die Stei⸗ gerung oͤer Stimmung. Hunderte mußten im Vor⸗ fahr am Eingang des Roſengartens zurückgewieſen werden. Um die Unſtimmigkeiten, die damit verbun⸗ den ſind, zu vermeiden, hat der Ballausſchuß beſchloſ⸗ ſen, mehr als 5000 Eintrittskarten nicht ab⸗ zuſetzen. Damit iſt die Gewähr gegeben, daß keine Ueber ſüllung eintritt. Mit dieſer Höchſtzahl iſt auch die ßarderobefrage in zufriedenſtellender Weiſe erledigt. nicht eihne jede Beſchränkung neue Warengattungen aufgenommen werden ſollen, kann dadurch Rechnung getraigen werden, daß die Hinzunahme ſolcher Wa⸗ ren, die im Verhältnis zu den bisher in den Ver⸗ kaufs hellen geführten Waren völlig artfremd ſind und die in keinem inneren Zuſammenhang mit den bisher geführten Waren ſtehen, als Neuerrichtung angesehen wird. Als Maßſtab bei der Feſtſtellung eines ſolchen inneren Zuſammenhangs werde von der Veobachtung auszugehen ſein, welche Waren das Pubbhikum am einzelnen Ort im einzelnen Geſchäft üblichſerweiſe erwartet. Jin Fall, daß es zu einem völligen Branche⸗ wechſel kommt, wird vom Reichswirtſchaftsmini⸗ ſter e ine genehmigungspflichtige Neuerrichtung nur dann angenommen, wenn die Umſtellung nicht im Zuge einer allmählichen ſchrittweiſe vor ſich gehen⸗ den(entwicklung, ſondern plötzlich zu einem be⸗ ſtimm ten Zeitpunkt vorgenommen wird. In dem Erlaß wird weiter darauf hingewieſen, daß ie Erteilung vorläufiger Genehmi⸗ gungen nur dann berechtigt erſcheint, wenn im Nalle der Uebernahme— nie im Falle der Er⸗ ſchießen wird. ( ⁰y⁰¼yyyd0dGãdãꝗã ãĩ Die Ausſchmückung des Nibelungenſaales wird dem Charakter der Seereiſe angepaßt. Ein Rieſengemälde, das die„Monte Nibelungia“ in ſüdlichen Gewäſſern darſtellt, ſchließt die Bühne des Feſtſaales ab. Darauf machen ſchon die rauchenden Vulbane und die Palmen aufmerkſam. Wer ein Bord⸗ feſt miterlebt hat, wird wiſſen, daß dazu Wimpel⸗ ſchnüre und Lampionketten eine ebenſo ſelbſtver⸗ ſtändliche Sache ſind, wie fröhliche Menſchen, die ver⸗ geſſen haben, daß ſie ſich einem zerbrechlichen Fahr⸗ zeug anvertraut haben. Der feſtliche Schmuck des Promenadendecks(Wandelhalle) wird ebenfalls ſo ergänzt, daß dieſer Teil des Ozeanrieſen vom Feſt⸗ gewand des großen Saales nicht zu ſehr abſticht. Die Bordpolizei konnte diesmal im Heimat⸗ hafen gelaſſen werden, weil die Sänger dafür bekannt ſind, daß die Diſ⸗ ziplin zu üben wiſſen. Dringend notwendig iſt die rechtzeitige Löſung der Fahrſcheine, weil die Nachfrage nach dieſer ſpottbilligen Seereiſe ſo groß iſt, daß diejenigen zweifellos ins Hinter⸗ treffen geraten, die nicht ſchon in den nächſten Tagen ſich einen Platz ſichern. Ueber die Verpflegung braucht kein Wort verloren zu werden. Vom Son⸗ nendeck bis zum Bunkerraum(Bierkeller) wird man Speiſe und Trank zu Preiſen erhalten, die auf Maſ⸗ ſenabſatz eingeſtellt ſind. Weil die Mannheimer nicht gern am„Schnittchen“ nippen, ſondern ſich erſt wohlfühlen, wenn ſie den Halbliter⸗ oder Literkrug in der Hand haben, werden im Bunkerraum dieſe Maße maßgebend ſein. Daß ſich an dem Ausflug alle Vereine des Bezirkes 1 des Kreiſes Mannheim in Gau 15 Baden des Deutſchen Sängerbundes möglichſt voll⸗ zählig mit ihren Angehörigen beteiligen, iſt ſelbſt⸗ verſtändlich. Soviel iſt ſicher, daß dieſer Sängeraus⸗ flug auch im diesjährigen Faſching den Vogel ab⸗ Sch. richtung— durch die Verzögerung, die auch mit einem an ſich ausſichtsreichen Zulaſſungsverfahren notwendig verbunden iſt, wirtſchaftlicher Schaden entſtehen würde. a Heber Nord- und Südtirol ſprach im bisheri⸗ gen Arbeiterbildungsverein der Freiburger Rektor Hofheinz. Er hob beſonders den deutſchen Cha⸗ rakter der Bevölkerung, ihre Sitten und Gebräuche hervor, die auch bis weit ins ladiniſche Südtirol hinein grunddeutſch ſind. Hofheinz kleidete ſeine Aus ührungen in das Gewand einer feſſelnden Reiſeſchilderung, die von Innsbruck durch Nord⸗ tirol und dann nach Südtirol mit Bozen und Meran und in die Dolomiten führte. Herrliche Lichtbilder zeigten die einzigartige Bergwelt in ihrer über⸗ wältigenden Schönheit. Der Beifall war verdienter⸗ maßen ſehr herzlich. Herr Hofheinz als Vorſitzen⸗ der der Arbeiterbildungsvereine teilte mit, daß die Vereine in das allgemeine Volksbildungswerk ein⸗ gegliedert wurden und als„Volksbildungs⸗ gruppen“ in dieſem Rahmen ihre Arbeit weiter⸗ Sudetendentſche im Kampf Heimatabend der Mannheimer und Neckarauer Ortsgruppe Um die Blicke der Reichsdeutſchen für den Kampf zu ſchärfen, den die größte geſchloſſene Minderheit der Welt in einem Fremoſtaate, die 3,5 Millionen Sudetendeutſchen, um ihre Freiheit zu führen haben, veranſtaltete der Sudetendeutſche Heimatbund im ganzen Reichsgebiet in der Zeit vom 2. bis 9. Fe⸗ bruar eine Werbewoche. In Mannheim hielten zu ihrem Abſchluß die beiden Ortsgruppen Mannheim und Neckarau im Harmonieſagale einen Heimatabend ab. Umrahmt wurde der gutbeſuchte Abend von hei⸗ matlichen Weiſen der Sudetendeutſchen und durch Gedichtvorträge ſudetendeutſcher Dichter. Ortsgruppenfühvrer Emil Polz begrüßte ein⸗ gangs die Vertreter der Kreisleitung, des Oberbür⸗ germeiſters und des Polizeipräſidiums, ſowie der befreundeten Heimat⸗ und Volkstumsvereine. In einem kurzen Rückblick ſchilderte er die geſchichtliche und politiſche Entwicklung des Sudetendeutſchtums, das der Verſailler Vertrag in Feſſeln ſchlug, das aber in zäher Verbiſſenheit um ſein gutes Recht kämpft. Das ganze Reichsgebiet aber muß Sachwal⸗ ter ſein jenes geknechteten Deutſchtums in den Su⸗ deten. Der Abend erhielt aber ſeine beſondere Bedeu⸗ tung durch das Hauptreferat„Sudetendeutſche im Kampf“, das Landsmann Dr. Krotſch⸗ Stuttgart hielt. In packenden Ausführungen gab der Vortragende ein aufſchlußreiches Bild von dem einſtigen Glanz und jetzigen Elend jenes Sudeten⸗ raumes mit ſeinem ſchon uralten germaniſchen Kul⸗ turboden. Die erſte deutſche Univerſität überhaupt, das Karolinum in Prag, war eine rein deutſche Gründung. In ihrem Deutſchbewußſein verſtanden ſie es aber auch, ihre Sprachgrenze peinlich rein zu er⸗ halten. Mit dem beginnenden 19. Jahrhundert ſetzte ein erbitterter Kampf der Tſchechen ein gegen alles, was deutſch hieß. Ungeheure Opfer an Gut und Blut mußten dort für das Deutſchtum gebracht wer⸗ den, auch während des Weltkrieges. Unter ſolchen Verhältniſſen war es im Jahre 1918 für die Tſche⸗ chen eine Kleinigkeit, jenes urdeutſche Land durch einen Willkürakt zu beſetzen. Alle kulturellen und wirtſchaftlichen Errungenſchaften gingen dem Deutſchtum verloren. Ueber 60 000 deutſche Arbei⸗ ter und Angeſtellte wurden brotlos, Tauſende um Haus und Hof gebracht, Tauſende ſchmachten in Ge⸗ fängniſſen um ihres Deutſchtums willen. Von den 850 000 Erwerbsloſen der tſchechoſlowa⸗ kiſchen Republik ſind allein über 650 000 Deutſche⸗ Die ihnen gewährte Unterſtützung ſpottet jeder Be⸗ ſchreibung. Aber trotz dem beiſpielloſen Elend ſteht der Sudetendeutſche feſt zur angeſta mm ten Heimat und zu ſeinem ererbten Deutſchtum Unter dem ſtarken Eindruck des gewaltigen Geſche⸗ hens im Reich hat auch hier der Geiſt der Volks⸗ gemeinſchaft Einzug gehalten und viele Gegenſätze und Parteizerſplitterungen beſeitigt. Wenn darum das Sudetendeutſchtum, das zugleich eine deutſche Miſſion zu erfüllen hat als Vorpoſten gegen den ſlawiſchen Anſturm von Oſten her, die Gewißheit beſitzt, im Reich einen moraliſchen Rückhalt zu haben, wird auch der Kampf nicht um⸗ ſonſt ſein. Ueberaus ſtarker Beifall dankte dem Redner für ſeine eindrucksvollen Ausführungen. Die Dank⸗ und Schlußworte des Ortsgruppenführers Polz klangen aus in ein freudiges Bekenntnis zum Deutſchtum. Ann. * Der Kleingärtuerverein Maunheim⸗Oſt hielt im Lokal zum„Schlachthof“ die Jahreshaupt⸗ verſammlung ab, die gut beſucht war. Landes⸗ ſchulungsleiter Schneeberger leitete die Verſamm⸗ lung mit einem intereſſanten Vortrag über das Thema:„Beerenobſt⸗Ernte und Aufbewahrung“ ein. Anſchließend folgte ein Filmvortrag über den Obſt⸗ baumſchnitt. Der Vereinsvorſtand Pſchie bel ehrte die im vergangenen Jahr aus dem Leben ge⸗ ſchiedenen Gartenfreunde und gab über die vielſei⸗ tige Tätigkeit des Vereins im verfloſſenen Jahr einen Rückblick. Der Prüferbericht beſtätigte die ge⸗ leiſtete Arbeit, oa der Kaſſenabſchluß ein anſehnliches Vermögen zum Jahresſchluß 1935 aufwies. Die be⸗ antragte Entlaſtung wurde einſtimmig erteilt. Stadtgruppenführer Fritz gab ſeiner beſondeven Zufriedenheit über die muſtergültige Arbeit der Ver⸗ einsführung in anerkennenden Worten Ausdruck. Sowohl der Vereinsführer wie auch der Stadtgrup⸗ penführer ermahnten die Kleingärtner, die eine Fa⸗ milie bilden ſollen, zu Einigkeit und Zuſammen⸗ arbeit, und erſuchten ſie, in der Erzeugungsſchlacht alles zu tun, um das ihrige beizuſteuern. Eine Ueberraſchung wurde den Anweſenden zuteil, in⸗ dem jedem Mitglied ein hübſcher Blumenſtock als Geſchenk ausgehändigt wurde. an Der Kleinhandelspreis für Speiſezwiebeln⸗ Der Garten⸗ und Weinbauwirtſchaftsverßand erläßt folgende Bekanntmachung: In Angleichung an die ſonſtigen Preiſe wurde der Feſtpreis für deutſche Speiſezwiebeln auf 780 Mk. feſtgeſetzt. Auf Grund dieſes Feſtpreiſes kann ſich der Kleinhandelspreis je Pfund für deutſche und ausländiſche Speiſezwie⸗ beln zwiſchen 10 und 12 Pfg. bewegen. de Zahl der Nundfunkteilnehmer am 1. Februar. Die Geſamtzohl der Rundfunkteilnehmer im Deut⸗ ſchen Reich betrug am 1. Februar 1936 7413 490 ge⸗ genüber 7 192 952 am 1. Januar. Im Laufe des Mo⸗ nats Januar iſt mithin eine Zunahme von 220 538 Teilnehmern(.07 v..) eingetreten. Unter der Geſamtzahl vom 1. Februar befanden ſich 544 596 ge⸗ führen werden. bührenfreie Anlagen. Eiwas über Erkältungen und deren ſohnelle Beſe ligung Die Vernachläſſigung von Erkältungen, Schinkelſtraße 25, ſchnell Erleichterung brachte. Eine erprobte Methode für die Anwendung im Hausgebrauch Der vorerwähnte Fall iſt typiſch. Herr Pohl 20. Auguſt 1934 berichtet, im letzten Winter eine tung zu, von der er ſich nur ſehr langſam erholen konnte. ins Gebirge brachte ihm vorübergehend Erleichterung, aber 7 nach ſeiner Rückkehr ſtellte ſich die alte Anfälligkeit gegenüber Erkäl⸗ tungen wieder ein. Als ihm die Erkältung allergrößtes Unbehagen bereitete, wurde ihm angeraten, einmal die Behandlung mit Ayers Pectoral— einer konzentrierten Miſchung von Terpin⸗Huiſrat und andern Beſtandteilen— vorzunehmen. 5 wie Schnupfen oder Hatarrh, verurſacht unnötige Qual und kann die Widerſtanl sfähigkeit gegen Lungenentzündung erheblich ſchwächen. Zahlreiche Leute wählen deshalb zu Hauſe eine angenehme, vielſeitig begutachtete Be handlung, die beiſpielsweiſe auch Herrn Herbert Pohl, Lederarbeiter, Neukölln, zog ſich, wi k er am schmerzhafte Erkäl⸗ er wieder vollkommen geſund. dem die Befolgung hoben werden konnte. doch einmal einen Verſuch mit machen. zime Reiſe hon hald Schon nach dem erſten Schluck dieſes angenehm ſchmeckenden Mit⸗ tels machte ſich bei ihm eine wohltuende, heilende Wärme bemerkbar. Das Kratzen im Halſe ließ nach und ſchon nach kurzer Zeit hatte er nicht mehr unter Bruſtſtichen zu leiden. 0 Kopf verſchwand. Sein Befinden beſſerte ſich zuſehends, und bald war Leſen Sie aber auch folgenden Fall, bei raſch die Erkältung des Kindes beſeitigte Die kleine Tochter der Frau Wolff litt ſchon ſeit langer Zeit an Atmungsbeſchwerden und Verſchnupfung, ohne daß dieſes Leiden be⸗ Da wurde ihr von einem Bekannten angeraten, trierten Miſchung von Terpin⸗Hydrat und andern Beſtandteilen) zu Frau Wolff folgte dieſem Rat. Sie gab ihrem Töchterchen das an⸗ genehm ſchmeckende Ayer's Pectoral ein, wobei ſie die aus der Packung erſichtlichen Vorſchriften genaueſtens beachtete— und ſchon nach wenigen Tagen war das Kind wieder geſund. Ayer's Pectoral erreicht weit mehr als die ſoſortige Linderung der Es dringt in die Auch die Benommenheit im eines guten Rates Menſch fühlen. ſofortige Linderung. Pectoral ſchnell die Schleimbildung und ſetzt die Temperatur herab, lindert das Grippegefühl und treibt die Erkältung aus Naſengängen, aus Hals und aus Bruſt. rechten Zeit bewahren die Familie vor bedrohlichen Erkältungen, Bemerkung: Leſen Sie andere Fälle, welche die gute Wirkung von Ayer's Pectoral beſtätigen. Nehmen Sie gleich jetzt nur ein paar Löffel dieſes wohlſchmeckenden Ayer's Pectoral und auch Sie werden ſich morgen wie ein ganz anderer Erkältungserſcheinungen oder den ſofortigen Stillſtand des Huſtens. entzündeten Gänge der Atmungsorgane und bringt Vom Körper aufgenommen, vermindert Ayeris Wenige angenehm ſchmeckende Doſen zur Ayer's Pectoral leiner konzen⸗ Zu haben VON V AvyERꝰS Dec re IELEN ERPROB in allen Apotheken, Normalflaſche RM. 2,25. 4. Seite/ Nummer 70 Aus Baden Wenn die Faſtnachtsfeuer brennen Ein uralter ſchöner Brauch im Markgräflerland O Lörrach, 11. Febr. 2 Im Markgräflerland und im Wieſental iſt es ein alter Heimatbrauch, am Sonntag nach Faſtnacht das ſogenannte Faſt⸗ nachtsfeuer auf den Höhen unſerer Heimatberge abzubrennen. Schon Wochen vorher ziehen die Kna⸗ ben,„d' Faſtnachtsfüürbuebe“, durch die Straßen, um entbehrliches Brennmaterial für das große Faſt⸗ nachtsfeuer zu ſammeln. Auch in Lörrach wurden die Vorbereitungen in Angriff genommen. Die Durch⸗ führung geſchieht im Einvernehmen mit der Stadt⸗ verwaltung und der Schulleitung. Mit Begeiſterung find die holzſammelnden Knaben bei der Arbeit und auf dem rieſigen Leiterwagen kürmte ſich bald das Reiſig, altes Holz, Kiſten und Papier auf. Auch Weihnachtsbäume, die in den Kellern noch herum⸗ lagen, wurden ans Tageslicht geholt und geben für das Feuer ein beſonders willkommenes Brennmate⸗ rial. Wenn dann am Sonntag nach Faſtnacht auf dem Hühnerberg und den benachbarten Höhen die Flammen emporlodern und die glühenden Scheiben Hurch den Nachthimmel zu Tal geſchleudert werden, beteiligt ſich jung und alt an dem ſchönen hiſtoriſchen Brauch, und kurze bündige Sprüche auf Heimat und Vaterland begleiten die Scheiben auf ihrem Weg. Karneval in Baden-Baden Baden-Baden, 11. Febr. Er hat ſeine beſon⸗ dere Note, der Karneval in Baden⸗Baden. Es ſind nicht geräuſchvolle Umzüge oder tolle Feſte der Fa⸗ ſchingslaune, ſondern es iſt ein elegantes Maskentrei⸗ ben in den prunkvollen, künſtleriſch dekorierten Sälen des Kurhauſes. Prinz Karneval führt hier ſein Szepter als eleganter Kavalier, und zahlloſe ſchöne Masken folgen ſeinem Lockruf, um ſich in die rhyth⸗ miſchen Wellen der fünf Tanzorcheſter zu ſtürzen. Den ſchönſten Masken winken wertvolle Preiſe für ihre Mühe um die Verſchönerung des Feſtes. Nach dem Großen Maskenball am Faſtnachtsſamstag, für den alle verfügbaren Säle des Kurhauſes geöffnet ſind, bringen die übrigen Tage eine bunte Reihe von Faſtnachtsveranſtaltungen, wie Kabarett, Luſtiger Tanztee am Sonntag, Roſenmontagsball, Faſtnacht⸗ dienstag⸗Redoute und für muſikaliſche Feinſchmecker ein karnevaliſtiſches Konzert, geleitet von General⸗ muſtkdirektor Herbert Albert. Die Entwäſſerung der Rheinwaldinſel Ketſch, 10. Febr. In anerkennenswerter Wetſe ſetzte am Montag auf der zu Ketſch gehörigen Rhein⸗ waldinſel, auf der dieſer Tage durch das Forſtamt Schwetzingen mit Entwäſſerungsarbeiten begonnen wurde, ein verſtärkter Einſatz der damit beſchäftig⸗ ten Belegſchaft, die bisher nur aus einer kleinen Anzahl Erwerbsloſen der Gemeinde Ketſch beſtand, ein. Das Forſtamt hat ſich entſchloſſen, die Beleg⸗ ſchaft auf 100 Mann Erwerbsloſe zu er⸗ höhen, wodurch die Erwerbsloſen aus den Ge⸗ meinden Ketſch, Plankſtadt, Alt⸗ und Neulußheim, Hockenheim und ſogar aus Mannheim herangezogen werden. Trotz derzeitigem Hochwaſſer werden die Entwäſſerungsarbeiten mit allen verfügbaren Kräf⸗ ten und großer Energie aufgenommen. Die Arbei⸗ ten werden durch Hochwaſſer auch künftig keine Be⸗ einträchtigung mehr erfahren, da das Forſtamt allen Erwerbsloſen Gummiſtiefel zur Verfügung ſtellte, ſo daß dieſe auf mehrere Monate hinaus Arbeit und Brot haben. Die Arbeitsbeſchaffungsmaßnahme des Forſtamts Schwetzingen wird nicht nur in Ketſch, ſondern auch in allen daran beteiligten Gemeinden lebhaft begrüßt. . 8 Erde N Neue Ma unheimer Zeitung Abend⸗Ausgabe Vor dem Frankenthaler Schwurgericht 4 Meineid geleistet, um den Freund zu ſchonen Eine Gefälligkeit, die 9 Monate Gefängnis eintrug Frankenthal, 10. Februar. Am Montag begann unter dem Vorſitz von Landgerichtsdirektor Dr. Krehbiel die erſte ordentliche Tagung des Schwurgerichts Frankenthal, die eine Woche dauert und in der ſieben Fälle zur Verhandlung kommen. Zuerſt hatte ſich der ledige 25 Jahre alte Johann Baumann aus Appenthal wegen Meineids zu verantworten. Er befindet ſich in dieſer Sache ſeit dem 2. Oktober 1935 in Unterſuchungshaft. Der An⸗ klage lag folgender Tatbeſtand zugrunde: Am 17. Mai 1935 befand ſich der Angeklagte mit mehreren Kameraden in einer Appenthaler Wirtſchaft, wobei ein gewiſſer Müller den Freund von Baumann namens Haag zum Lokal hinausführte. Letzterer warf vom Hausgang aus den Müller über die Treppe in den Hof, wobei ſich dieſer verletzte und an den Folgen am W. Mai 1935 ſtarb. Als nunmehr gegen Haag ein Strafverfahren eingeleitet werden ſollte, nahm ſich der Angeklagte vor, als Zeuge des Vorfalles ſeine Darſtellung ſo einzurichten, daß er ſeinen Freund nicht belaſtete. In der Vor⸗ unterſuchung gegen Haag wegen Körperverletzung mit Todesfolge am 19. Juni 1935 gab Baumann auch eine entſprechende Darſtellung des Vorfalles, die er in der Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht Frankenthal am 2. Oktober 1935 wieder abänderte. Aber auch dieſe Ausſage widerſprach dem wahren Sachverhalt, gleichwohl leiſtete der Angeklagte den Zeugeneid, um ſeinen Freund Haag zu ſchonen. Baumann wurde damals ſoſort verhaftet und gab im Laufe des Ermittlungsverfahrens verſchiz dene Darſtellungen über den tatſächlichen Vorfall, wie er ſich abgeſpielt hatte. In der Hauptverhandlung ge⸗ ſtand er ein, ſeine Eidespflicht wiſſentlich verletht zu haben. Auch die Zeugen bekunden dies, wenng leich ſie ihre Ausſagen zum Teil ſehr vorſichtig machten und den Anſchein erweckten, als wollten ſie mit der Wahrheit nicht richtig herausrücken. Es gelang je⸗ doch, reſtloſe Klarheit in die Sache zu bringen.— Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnieß rafe von 1 Jahr, das Schwurgericht erkannte auf 9g Mo⸗ nate Gefängnis und rechnete die Unterſuchuſigs⸗ haft mit vier Monaten an. eee uses Aus ist's mit Thereſe! Die gefährliche Schwindlerin erwiſcht ol. Pforzheim, 11. Febr. Die Frau, die ich am 13. Januar mit einem Kraftwagen von Lahr. nach Heidelberg fahren ließ und den Kraftwagenfüßhrer um das Fahrgeld betrog, wurde am 7. Februaf in der Perſon der 52 Jahre alten Thereſe Schliitt⸗ maier aus Adlkofen hier im Stadtteil Brötzim gen, wo ſie ſich eingemietet hatte, feſtgenommen und in das Bezirksgefängnis eingeliefert. Die Betref⸗ fende hat bisher an verſchiedenen Orten Bebrſige⸗ reien und Diebſtähle verübt. Sie trat unter den Namen Thereſe Hauſer, Dold, Dorn, Reitintier, Talmaier, Talhammer, Zeiler, Seiſenberger, Steſid le, Hofmann und dergl. auf. Sie wird von zahlreſchen Behörden ſteckbrieflich verfolgt. Ein Mord nach 33 Fahren aufgeklärt? Das Geheimnis von Wörrſtadt * Wörrſtadt(Rheinheſſen), 11. Februar. Am 6. Dezember 1902 wurde der Kohlenhändler Jakob Kayſer im Straßengraben in der Nähe feines Kohlenlagers mit einer ſchweren Kopf⸗ wunde tot aufgefunden. Es war eine bitter kalte Nacht und der ſtarke Froſt beſchleunigte den Tod des damals 52jährigen Mannes. Eingeleitete Ermittelungen der Behörden verliefen ergebnislos. Die Wunde am Kopf konnte von einem heftig ge⸗ führten Schlag herrühren, aber auch ihre Urſache in einem Sturz haben. Kayſer war an dem fraglichen Dezembertag in Spiesheim geweſen, wo er ſeine Geſchäfte tätigte und Rechnungen kaſſiert hatte. Er hatte etwa 1000 Mark eingenommen, die er in einer Taſche unter ſeiner Joppe trug. Jetzt ſoll nun der Tod Kayſers ſeine Aufklärung gefunden haben, und zwar in dem Sinne, daß K. erſchlagen worden ſein ſoll. Die ganze Angelegenheit ſoll durch eine Zeugenvernehmung des Wörrſtädter Gendarmerie⸗ beamten ins Rollen gekommen ſein. Eine amtliche Beſtätigung war noch nicht zu erlangen. An den Armen geſeſſelt! Ein Geſchwiſterpaar aus dem Rhein geländet Geiſenheim(Rhein), 11. Febr. Am Mon⸗ tagvormittag wurden bei Geiſenheim die Leichen eines Maunes und einer Frau aus dem Rhein geländet, die an den Armen mit einem Strick zuſammengebunden waren. Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, handelt es eee ee re e Der Winter regiert wieder die Stunde Mittelſchwarzwald- ſehr gefragt Ein reiches Wochenende— Zunahme der Dauergäſte (Gigener Bericht) * Schönwald, 11. Februar. Der zweite Februarſonntag, der erſte eigentlich wieder richtig ſeit der Adventszeit, hat für den Mit⸗ telſchwarzwald, voran Schönwald, einen Verkehrstag 5 erf hrt. beſter Ordnung gebracht. Schon am Samstagnach⸗ mittag ſetzte der Wochenendverkehr mit Bahn und Auto ſtark ein, ſo daß ſich die Schihänge und auf den Abend Hie Gaſtſtätten und Betten füllten. Guter und genü⸗ 8 gender Schnee, die helle Sonne waren auch Voraus⸗ ſetzungen, die Höhenhunger dex Städter zu befriedigen. Auto um geeignet waren, den Schnee⸗ und Auto folgte dann noch am Sonntag, die Züge brach⸗ ten Scharen, die in die Walödpracht eindrangen und kleine und große Uebungen abſolvierten, den bereits leicht eingeroſteten Kriſtiania einem erſtaunten Volk vorfuhren und dabei purzelten oder auch nur, vor allem des Nachmittags, die„Arbeit der Sonne“ zur Bräunung in Anſpruch nahmen. Es herrſchte Leben und Treiben, wie man es den ganzen Januar leider vermiſſen mußte, jeder freute ſich, daß die Launen des Wetters vorbei waren und man nach Herzensluſt bretteln konnte. Das Bild iſt damit auch wirtſchaftlich wieder N günſtiger geworden, aß ſich die Zahl der Dauergäſte merklich gehoben Hat und manche Gaſtſtätte nun eine volle Beſetzung Viele der gemeldeten Gäſte, die ihre Liebe nat) Schönwald verſchenkt haben, ſind auch ihren Ent⸗ ſchlüſſen treu geblieben. Sie haben ſich nicht irre machen laſſen und ſind nun belohnt. Mit der ſtär⸗ keren Belegung der Gaſtſtätten rundete ſich auch das Bild für die Zeit auf die kommende Faſtnacht. Hier wird der weitbekannte zünftige Schiball des Schi⸗ Clubs Schönwald am Roſenmontag im Kurhaus Adler den Mittelpunkt bilden. Als Motto hat man dieſes Mal„Schihaſerls Faſchingsfahrt“ aufgeſtellt. Auch ganz ſelten gewordene Erſcheinungen ſind zu verzeichnen, ſo dieſer Tage eine Kavalkade von etwa einem Dutzend großer vier⸗ bis ſechsſitziger Pferde⸗ ſchlitten, die mit Schmuck und Geklingel eine Winter⸗ rundfahrt von St. Georgen nach Furtwangen und über Schönwald zurück gemacht hatten und eingekehrt waren. Meiſt waren es Rbein⸗ länder, die ſich hier im Schlitten oder hinter dem Schlitten angehängt auf Schi der Winterluſt er⸗ gaben. Bürgermeiſter Ettwein von St. Georgen war ſelber mit von der Partie und trieb hier mit ſeinen Gäſten neben Sport und Winterfreude auch noch ein Stück Heimatkunde. Der Anblick dieſer Maſſe Pferdeſchlitten wirkte in unſerer motoriſterten Zeit wie eine ſeltene Erſcheinung. Im übrigen hält der Gäſtezuzug nach Schönwald ſtändig an, ſowohl der ſportliche Betrieb in den glattlaufenden Schikurſen und auch eine fröhliche Geſellſchaft in den Gaſtetätten zeugen am beſten von dem geſunden ſchiſportlichen Leben, das hier auf den Höhen herrſcht, und in dem man an dem großen Geſchehen in Garmiſch mit den deutſchen Erfolgen lebhafteſten Anteil nahm. ſich bei den Toten um das ſeit dem 13. Januar 1936 vermißte Geſchwiſterpaar Prinz aus Wiesbaden⸗ Schierſtein. Was die beiden im Alter von 58 und 61 Jahren ſtehenden Geſchwiſter in den Tod trieb, konnte noch nicht feſtgeſtellt werden. l Das Anheil fordert Opfer ol. Oppenheim, 11. Februar. Der Ma kler Philipp Becker aus Gimbsheim wollte mit feinem Fahrrad aus der Einfahrt des Domänenbaues auf die Landſtraße fahren. Im gleichen Augenblick paſ⸗ ſierte ein Perſonenkraftwagen die Stelle. Becker wurde von dem Auto erfaßt und ſchwer ver⸗ letzt. Er kam in das Wormſer Krankenhaus, wo er, ohne das Bewußtſein wieder erlangt zu haben, ge⸗ ſtorben iſt. Geblendet vom Scheinwerfer Ueberfahrenes Wild auf der Autobahn R Lorſch, 11. Februar. In jagdliebenden Klreiſen wird darüber geklagt, daß die Fälle ſich häufen, wo Wild von Kraftwagen totgefahren wicd. So ſind allein in Lorſch ſeit Beginn des Winters 12 Stück totgefahrenes Wild feſtgeſtellt worden. Die Autobahn verläuft bei Lorſch wie auch überhaupt zwiſchen der Straße Hähnlein— Gernsheim und der Wildbahn durchweg am öſtlichen Rand großer Wal⸗ dungen, und bei kaltem Wetter und Nahrungs⸗ mangel tritt das Wild nachts vielfach in die üſtlich gelegenen Felder über. Kommen die Tiere auf der Autobahn in den Lichtkegel eines Scheinwerfer, ſo bleiben ſie meiſt ratlos ſtehen oder laufen ins wicht. Hätten wir den Froſt ſchon früher bekommen, ſo wäre dies noch viel öfters der Fall geweſen und der Schaden noch größer. Jüdiſcher Sittlichke tsverbrecher ka igeſtellt f * Heidelberg, 10. Februar. Vor der Großen Strafkammer hatte ſich der 27jährige Jude Mar Stern aus Rohrbach bei Sinsheim megen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an drei minderjährigen Mädchen, zu verantworten. Schon rein äußerlich betrachtet iſt Stern ein ab⸗ ſtoßender Menſch, der mit ſeinen höhniſchen Gleſten und ſeinem Lächeln verſucht, ſeine Taten als stwas Alltägliches abzutun, ohne ſie in irgendeiner Be⸗ ziehung zu leugnen. Der Angeklagte, der die Real⸗ ſchule in Sinsheim mit hervorragendem Erfuhg be⸗ ſucht hat, wurde in ſeinem Heimatort als ein Parm⸗ loſer Menſch betrachtet, der ſich immer im Hinter⸗ grund hielt und es verſtand, nicht aufzufallen. Die Sachverſtändigen, Dr. Jäger von der Univerſſtäts⸗ klinik Heidelberg und Oberarzt Dr. Ernſt⸗Bru ſchſal, kamen übereinſtimmend zu dem Schluß, daß bei den Angeklagten eine unheilbare, ſchleichende Kran bheit (Schizophrenie) vorliege. Er habe zwar die Eönſicht für das Verbrechen gehabt, wäre aber auf rund ſeiner Veranlagung und ſeiner Krankheit näht in der Lage geweſen, ſeinen Willen danach einzurlchten. Da der 8 51 angewandt werden müſſe, der Angeklagte alſo ſtraffrei ausgehen würde, ſo wäre es ſſür die öffentliche Sicherheit ein unbedingtes Erforkſernis, ihn in einer Heil⸗ und Pflegeanſtalt munter⸗ zubringen. Das Gericht ſprach den Angeklagten auch von der Anklage auf Grund des s 51 frei und opoͤnete gemäߧ 43b die Unterbringung in eine Heil und Pflegeanſtalt an. Der Angeklagte hat die Koſtecu des Verfahrens zu tragen.. 5 8 E Dienstag, 11. Februar 1936 Aus der Pfalz Steuerſteckbrief und Vermögensbeſchlagnahme * Ludwigshafen a. Rh., 11. Febr. Die Frau Jakob Wolf Witwe(Auna), geb. Merzbach, geb. 12. 10. 1871 in Frankfurt a.., zuletzt wohnha t in Ludwigshafen a. Rh. Am Brückenaufganug 4, zur Zeit in Luzern(Schweiz), ſchuldet dem Reich eine Reichsfluchtſteuer von 30880 Mk. Gemäß 89 Ziffer 2 ff. der Reichsfluchtſteuervorſchriften wird das inländiſche Vermögen der Steuerp lichtigen zur Sicherung der Anſprüche auf Reichsfluchtſtener nebſt Zuſchlägen, auf die gemäß 8 9 Ziffer 1 der Reichs luchtſtenervorſchriften feſtzuſetzende Geldſtrafe und alle in Steuer⸗ und Strafver ahren eutſtande⸗ nen und entſteßenden Koſten beſchlagnahmt. Es er⸗ geht hiermit die Anforderung, die obengenannte Steuerpflichtige, falls ſie im Juland betroffen wird, vorläufig feſtzu nehmen und ſie gemäß 8 11 Ab⸗ ſatz 2 der Reichs luchtſteuervorſchri ten unverzü lich dem Amtsrichter des Bezirks, in welchem die Feſt⸗ nahme erfolgt, vorzuführen. Perſonenauto von-Eiſen aufgeſpießt Ein Poſtbeamter getötet ol. Edenkoben, 11. Februar. Geſtern abend, kurz vor ſieben Uhr, ereignete ſich an der Leiſelbrücke zwiſchen Edenkoben und Edesheim ein gräßliche Verkehrsunfall, bei dem ein Poſt beam ter getötet wurde. Der Werkmeiſter Johann Graef aus Eſchbach fuhr mit dem Perſonenkraft⸗ wagen RP 14 222 in hoher Geſchwindigkeit kurz hin⸗ ter einer Linkskurve auf das rechte Leiſelbrücken⸗ geländer auf, das aus einem 10 Ztm. ſtarken und etwa 10 bis 12 Meter langen T⸗Eiſen beſteht, das auf einer kleinen Randmauer befeſtigt iſt. Das T= Eiſen oͤrang in einer Höhe von etwa 70 Ztm. in die Mitte des Kühlers ein, ging unmittelbar neben dem Führer durch die ganze Länge des Autos und kam hinten rechts oben aus dem Dach wieder heraus. Der Lenker des Wagens hatte ſich durch den Anprall an das Steuerrad, das zorbrach, den Bruſtkorb ein⸗ gedrückt. Schwer verletzt wurde er in das Kran⸗ kenhaus Ludwigsſtift nach Edenkoben gebracht, wo er kurz darauf ſtarb. „Hans Warſch“ dreht auf nd. Oggersheim, 11. Febr. Der hieſige Karne⸗ valsverein„Hans Warſch“, dem vor 11 Jahren die„Rheinſchanze“ Ludwigshafen Pate ſtand, eröff⸗ nete am Sonntagnachmittag mit einer Prunk⸗ ſitzung in der weiten ſtädt. Feſthalle ſeine dies⸗ jährige Faſchingsſaiſon. Von.11 Uhr ab wurde das Narrenzepter geſchwungen. Die erſte Sitzung wurde ſbellvertretungsweiſe von Miniſterratsmitglied Phil. Haag geleitet, dem als Vizepräſident Hans Den⸗ ſchlaig ſekundierte. Im Auftrage des hohen Mint⸗ ſteriums begrüßte Präſ. Haag alle aufs aller närriſchſte. Poetiſch langen ſeine kurzen Worte aus. Den muſikaliſchen Teil beſtritt die ſchneidige Schupo⸗Kapelle unter der umſichtigen Leitung von Kapellmeiſter Schuſter. Als erſter trat dann Bürgermeiſter Dr. Lauterbach in die Bütte. Er nahm Gelegenheit, der Geſamtbevölkerung allerlei luſtige Verwaltungsneuheiten anzukündigen. Dann zogen die 3 luſtigen Frankenhaler mit den Schiffer klavieren auf die Bühne. Mit klangſchönen Liedern erfreuten einige Male„Die luſtigen Fünf“, ein Sän⸗ gerquartett aus Ludwigshafen. Das Gretl⸗Ruf⸗ Ballett aus Mannheim war in verſtärker Form aufgetreten. Die Stil⸗ und Groteksktänze dieſer Girlsgruppe bereiteten viel Freudet. Nach der Pauſe wurde die Ehrung und Auszeichnung„pro⸗ minenter“ Gäſte uſw. durch Präſ. Haag vor⸗ genommen. Den„Orden des Abends“ erhielten Ehrenpräſident Willi Treiber, Standortälteſter Eug. Rieb, Ortskulturwart Obersheimer, Bürgermeiſter Dr. Lauterbach, Ingenſeur Glaſer vom WH W, Ver⸗ treter der Nachbarvereine u. a. m. Herr Zickgraf, Ludwigshafen, überbrachte von der„Rheinſchanze“ Grüße und deren„Hausorden 1936“ in dreifacher Auflage. Darauf traten auch Oggersheimer Künſt⸗ ler, das komiſche Tänzerpaar Heid und Erlewein auf den Plan, das ſich beliebt machte. Schließlich ſei noch Zimmermann, Ludwigshafen, erwähnt, der als„Dienſtmann“ in die Bütte und ſeine Heimat durch den Kakao zog.— Am Samstag, dem 22. Fe⸗ bruar, findet hier ein großer Volksmaskenball ſtatt, dem ſich ferner noch ein Roſenmontagsball anſchlie⸗ ßen wird. f * Landau, 11. Febr. Wie wir hören, haben die um die Errichtung einer neuen Kraftpoſtlinie geführ⸗ ten Verhandlungen nunmehr zu einem günſtigen Abſchluß geführt. Es ſollen von Landau aus Kraft⸗ poſtlinien durch den Bienwald geführt werden, die eine Strecke von 40 Kilometer befahren und durch 11 Orte führen. Durch dieſe Linien wird auch eine Verbindungs möglichkeit der abſeits der Etſenbahnſtrecke gelegenen Dörfer erreicht. Der rumäniſche Kronprinz in Amkirch * Freiburg 1. Br., 11. Febr. Kronprinz Michael von Rumänien, der einige Wochen mit ſeiner Mutter in Kloſters(Schweiz) weilte, traf in Be⸗ gleitung des rumäniſchen Geſandten in Bern ein, um nach Umkirch bei Freiburg i. Br. weiterzurei⸗ ſen. Er wohnt hier im Schloſſe. Das 17. Kind! * Stuttgart, 11. Febr. Dem Jäger und Mecha⸗ niker Johannes Hohner in Tieringen, Kreis Ba⸗ lingen, Württemberg, wurde kürzlich das 17. Kind geboren. Sämtliche Kinder leben und ſind geſund⸗ 4 ee Steuer⸗ Mirtchein 2 Dienstag, 11. Februar 1936 Neue Mannheimer Zeitung“ Abend⸗Ausgabe Seite/ Nummer 70 Der falſche Geſandtſchaftsſekretär Feſtnahme eines internationalen Hochſtaplers und Diebes. — Berlin, 11. Februar. Ein langgeſuchter internationaler Hochſtapler und berüchtigter Hoteldieb konnte geſtern im Norden Beplins in einem Hotel am Stettiner Bahnhof in der Perſon des 26jährigen polniſchen Staatsangehö⸗ rigen Czeslaw Piaſecki, der bereits 1928 die deut⸗ ſchen Gerichte beſchäftigte, erneut unſchädlich gemacht werden. Der internationale Gauner, der unter den ver⸗ . n Namen als angeblicher Geſandt⸗ ſchaftsſekretär in allen größeren Städten auf dem Kontinent Gaſtrollen gab, beſaß die Unvorſich⸗ tigkeit, in einem Hotel abzuſteigen, wo er bereits ſchon einmal einen Beutezug durch die benachbarten Zimmer unternommen hatte. Angeſtellte erkannten ihn wieder, benachrichtigten insgeheim die Polizei, die ihn feſtnahm und ſich jetzt damit beſchäftigt, das wirkliche Sündenkonto des Burſchen zu überprüfen. So oft Piaſecki ſein„Arbeitsgebiet“ änderte, ſo oft wechſelte er auch ſeinen 1 8 So tauchte er der Reihe nach bald einmal als Jacko, Dr. jur. Czeslad oder als Siegfried Aket 110 Smyla auf. Meiſt erklärte er den Penſions⸗ oder Hotelinhabern, daß er gerade von Paris komme, auf der Durchreiſe nach Eſtland ſei und weiter nichts brauche als Ruhe. Der Logierpreis ſei ihm einerlei, man möge nur dafür ſorgen, daß er nicht geſtört werde. Natürlich gab man ſich alle Mühe, den müden Reiſenden und„hohen Gaſt“ zufriedenzuſtellen und erteilte an das Perſonal die entſprechenden Anwei⸗ ſungen. Damit war nun der Weg für den inter⸗ nationalen Gauner geebnet, ſein„Handwerk“ zu beginnen. Er legte ſich auf die Lauer und wartete, bis die Hotelnachbarn ihre Zimmer verließen und ſchlich ſich dann in deren Räume ein. Koffer umd Schränke waren ſchnell durchwühlt, wobei dem Täter jedesmal außer erheblichen Geldbeträgen Schmuck⸗ ſachen und in einigen Fällen auch koſtbare Muſik⸗ inſtrumente in die Hände gefallen ſind. Mit ſeiner Beute machte er ſich dann eiligſt auf und davon. Am Stettiner Bahnhof ereilte Pjiaſecki endlich ſein Geſchick, als er dort einen neuen Coup vor⸗ bereitete, der aber an der Aufmerkſamkeit des Hotel⸗ perſonals ſcheiterte. Der Gauner iſt den Warſchauer und Pariſer Polizeibehörden durchaus kein Un⸗ bekannter mehr, und nach ſeiner Strafperbüßung wird er erneut über die Oſtgrenze abgeſchoben wer⸗ den, die er allerdings erſt kürzlich unter Umgehung der Zollkontrolle heimlich überſchritten hat. D Im Zeichen der Volksmuſik er- Brühl, 11. Februar. Der Bezirksleiter des Bezirks„Kurpfalz“(Mannheim⸗ Heidelberg! für Volksmuſik, Herr Angſtmann⸗Plankſtadt, hatte letzten Sonntag ſeine Mitarbeiter zu einer Tagung nach Brühl einberufen. Herr Angſtmann gab zu⸗ nächſt die Neueinteilung des Gaues Baden in Be⸗ zirke bekannt, wonach der Kreis Mannheim und Heidelberg zum Bezirk„Kurpfalz“ zuſammen⸗ gefaßt iſt, dem 68 Volksmuſikvereine angeſchloſſen find. Der Bezirk Ludwigshafen⸗Speyer wurde der Landſchaft Pfalz⸗Saar zugeteilt. Den einzelnen Ver⸗ einsführern gehen im Laufe des Jahres Beſtimmun⸗ gen und Richtlinien für Volksmuſikvereine zu. Bezirksobmann Friedrich Schüßler⸗Mannheim⸗ Seckenheim erſtattete dann den Kaſſenbericht, der in Ordnung befunden wurde. Am 1. März 1936 findet in Heidelberg eine Bezirksverſammlung ſtatt, in der dann auch der Ort für den zweiten Volks⸗ muſiktag des Bezirks„Kurpfalz“ beſtimmt wird. Von 77 u Episoden und Tagebuchauf.- zeichnungen erzählen von einer grogen Frau und Königin 60 Zum 35. Todestag der Königin Viktoria von England „Typhus!— Ein faſt hoffnungsloſer Fall. Noch verſchwieg man der Königin das Furcht⸗ bare. Noch ſchrieb ſie hoffnungsfreudige Briefe an König Leopold, und ſtrahlend erlebte ſie jenen letz⸗ ten Aufſchwung, der doch ſchon das Zeichen des eilig nahenden Todes war. Dann ging es ſehr raſch. Am Spätnachmittag des 14. Dezember kämpfte er ſchon um den Atem, und der Schweiß ſtand ihm auf der Stirn. An ſeinem Bett knieten die Kinder, wei⸗ nend ſeine Hand küſſend, und Victoria beugte ſich zu ihm nieder, flüſternd:„Es iſt kleines Frauchen“ — verſtand er ſie noch? Noch einmal hob er die Hand, ſtrich ſich müde über das Haar. Victoria verließ auf einen Augen⸗ blick das Zimmer, ein haſtiger Schrei rief ſie zurück, ſie blickte auf das Bett, ſie ſah in die gebrochenen Augen ihres Gatten Eine Woche verging, ehe Victoria wenigſtens ſo weit die äußere Faſſung erlangt hatte, um einen Brief zu ſchreiben. Sie ſchrieb an Onkel Leopold, und ſie nannte ihn in dieſer Stunde„mein einziger, liebſter, liebevoller Vater“. Die Zeilen, die ſie ihm ſchrieb, waren das Geſetz, unter das ſie von dieſer Stunde an ihr Leben ſtellte: „Mein Leben, als glückliches, iſt beendet. Mit der Welt iſt es für mich zu Ende. Wenn ich wei⸗ terleben muß— und ich will mich nicht ſchlechter machen, als ich bin— ſo iſt es fürderhin nur für unſere armen, vaterloſen Kinder, für mein unglück⸗ liches Land, das in ihm alles verloren hat, und nur um das zu tun, was ich weiß und ühle, daß er es wünſchen würde, denn er iſt mir nahe, ſein Geiſt wird mich aure den und leiten!“ Das war nicht der Ausbruch eines zu Tode ver⸗ wundeten Gefühls, das war ſchon die Sammlung eines Willens, der ſich all deſſen beraubt ſah, was das Leben ihm teuer und wert gemacht hatte, und der von Stund' an nichts anderes mehr kannte als die Pflicht, das Erbe zu verwalten, ſeiner würdig zu ſein. Und ſo werden die Biographien von dieſer Stunde an ſpärlich mit allen perſönlichen Zeugniſſen über das Schickſal Victorias. Sie berichten nur wieder und wieder, daß ſie ſich, in jahrelanger Abgeſchloſ⸗ ſenheit von der Welt, nur der Arbeit und Familie weihte, daß das engliſche Volk zu murren begann, weil es immer nur eine alte, weißgewordene, trau⸗ rige Dame in ſchwarzer Kleidung ſah, die kein La⸗ chen, kaum ein autes Wort mehr zu kennen ſchien. Aber unabläſſig ſaß ſie an ihrem Schreibtiſch, neben dem nun leer gewordenen Schreibtiſch ihres Gemahls, und unabläſſig arbeitete ſie in ſeinem Geiſte und gleichzeitig daran, ſeinen großen Geiſt dem ganzen Volke zu zeigen. Memoireuwerke er⸗ ſchienen in ihrem Auftrag, Denkmal über Denkmal wurde enthüllt, und eine ihrer erſten Anordnungen nach Alberts Tod ging dahin, daß kein Stück in den könfglichen Schlöſſern einen anderen Platz erhalten dürfe, als es ihn zu Lebzeiten des Prinzgemahls innegehabt hatte. Die alte Queen Ein Jahrzehnt ging ins Land, ein neues folgte, ein drittes,— doch es war, als bleibe Victoria un⸗ berührt vom Lauf der Welt und Zeit. 1 arbeitete. Sie arbeitete im Geiſte ihres Albert. Noch erzählte ſich das Volk einige„Schrullenhaftigkeiten“ von ihr, manche lachten über die eigenartige Perſon des Dieners Brown, dieſes Hochländers in ſeiner komi⸗ ſchen Tracht, der ſcheinbar der Königin ſagen konnte, was er wollte— und doch von ihr geſchätzt und faſt nie getadelt wurde. Aber immer ſtiller wurde das Lachen, es verſtummten die Spötter— das Volk neigte ſich vor der majeſtätiſchen Größe und erkannte bewundernd das Werk, das Liebe und Treue ge⸗ ſchaffen hatten. Denn ſo zuinnerſt war Victoria hingegeben dem Geiſte ihres dahingegangenen Gatten, daß nicht der ſchlaue Palmerſton noch der wendige Disraeli je vermocht hätten, ihr ein„Genehmigt“ abzulocken zu einem Geſetz, einem Brief, der nicht im Sinne Alberts geweſen wäre. Manch einer meinte ſie ge⸗ fangen zu haben, Disraeli glaubte es beſonders gern, wenn ſie ihm als Zeichen ihrer Gunſt Blumen, mit eigener Hand gepflückt, ſchickte— aber in Wahrheit zog ſie alle in den Bann ihres Herzens, in dem Albert thronte. Die Jahre kamen, in denen ganz England ſich in Liebe, Verehrung und Bewunderung vor dieſem Herzen der Königin neigte und vor dem Werk, das dieſes Herz ſchuf. Denn die Regierungszeit Victorias war eine der glanzyollſten in der engliſchen Geſchichte. Würdig reihten ſich die Erfolge in der Weltpolitik neben den wirtſchaftlichen und ſozialen Aufſchwung im Inneren, und keine Kleinigkeit gab es in dieſem gewaltigen Räderwerk, die Victoria nicht von ihrem Schreibtiſch aus genaueſtens beobachtete. Nur ſelten ſah ſie das Volk. Aber wenn ſie auf die Straße trat, um mit einigen Soldaten zu reden oder einer Einweihung betzuwohnen, dann waren ihre Worte von einer ſo tiefen Menſchlichkeit beſeelt, daß nicht einer unberührt blieb: Doch es war nicht nur ihr königliches Herz, es war der natürliche klare Menſchenverſtand, dem England ſeine Bewunderung zollte. Lachend kolportierte man das Wort, das dieſe„politiſche Frau“ über Frauen⸗ emanzipation ſchrieb: „Die Königin wünſcht dringend, daß jeder, reden oder ſchreiben kann, das Seinige dazu mit beitragen möge, um dieſer tollen, gottloſen Torheit der„Frauenrechte“ mit all ihren Scheußlichkeiten entgegenzutreten, zu denen das arme ſchwache Ge⸗ ſchlecht ſich hergibt, jeden Sinn für weibliches Ge⸗ zühl und Schicklichkeit vergeſſend. Lady.. verdiente eine gehörige Tracht Prügel. Es iſt ein Thema, das die Königin ſo wütend macht, daß ſie kaum an ſich halten kann. Gott ſchuf Mann und Weib verſchieden, ſo ſollen ſie auch verſchieden bleiben, jeder in ſeiner Stellung. Das Weib würde das gehäſſigſte, herz⸗ loſeſte und abſcheulichſte aller Geſchöpfe werden, der wenn man ihr erlaubte, ſich zu emanzipieren. Und was würde aus dem Schutz werden, den der Mann dem ſchwächeren Geſchlecht zu geben berufen iſt?“ So ging ihr Leben dahin, bis zur letzten Stunde nur der Arbeit geweiht, nur erfüllt von der Erinnerung an ihren ſo früh dahingeſchiedenen Gatten. Ganz England feiert, mit Glockengeläut und Gebeten, mit Freudenfeiern und Jubelhymnen im Jahre 1897 das 60jährige Jubi läum ihrer Thronbeſteigung.„Sie ſind ſo gut — ruft Victoria. Und nach Jahrzehn 3 mir, ſo gut“ ten untröſtlichen Kummers entfaltet ſich das ewig junge Herz dieſer Königin noch einmal zu neuer Freude— ſie fühlt: das Werk ihres Albert iſt voll⸗ endet! Am Januar 1901 empfängt ſie im Schloß Osborne Lord Roberts, den Sieger im Burenfeld⸗ zug; faſt eine Stunde ſpricht ſie mit ihm, e a lauſcht ſie ſeinen Berichten über Einzelheiten des Feldzuges, teilnahmsvoll erkundigt ſie ſich eingeben nach dem Schickſal der Verwundeten und Hinter⸗ bliebenen. Doch als Lord Roberts das Zimmer verlaſſen hat, ſinkt ſie zuſammen. Noch hält ſie ſich an einer Stuhllehne. Schon ſtehen die Aerzte an ihrem Bett, dann zuckt durch ganz England die Meldung:„Die Kö⸗ nigin iſt ſehr krank.“ Der Pulsſchlag des Weltrei⸗ ches ſcheint ſtillzuſtehen: England und die Queen — ſind das nicht jedem Engländer zwei untrennbare Begriffe geworden? Nur wenige erinnern ſich einer Zeit, da ein anderer an der Spitze des Weltreiches ſtand, als dieſe immer opferbereite Frau. Ein paar Tage verſtreichen in banger Sorge. Aengſtlich horchen die Menſchen auf die Straßen, ob ſie das Rufen eines Zeitungsverkäufers, das Läuten der Glocken hören In Osborne ſteht die Familie, ihre zahlreichen Kinder, Enkel und Urenkel am Sterbelager. Be⸗ wußtlos, doch mit einem Geſicht, auf dem auch in dieſer ſchwerſten Stunde die ganze, einfache Klar⸗ heit ihres Lebens leuchtet, liegt die Königin. Dann ſtockt der Atem. Am 22. Jauuar 1901 erfährt die Welt. daß Vie⸗ toria dahingegangen iſt, heim zu ihrem Gatten, dem ſie bis zur letzten Stunde ihres Lebens gedient. Englands große Königin iſt tot. Ende 25 Neckarhauſen, Febr. Am Samstag hielt die Freiwillige Feuerwehr ihre General verſammlung ab, deren Beſuch, genau wie 68. den letzten Uebungen, ſehr zu wünſchen übrig ließ. Nach der Prüfung des Kaſſenberichtes ſchilderte Kom⸗ mandant Stahl die Lage der Wehr und beförderte dann den Zimmermeiſter Hch. Zimmer, der die Feuerwehr achſchule mit Erfolg beſuchte, auf Vor⸗ ſchlag des i zum Haupt mann und ſtellvertretenden Wehrführer mit dem Auftrag, während ſeiner beruf flich leider ſo häufi gen Abweſenheit die Wehr zu führen 10 10 11. 1 11. 1 II 1 11 10 10 7 10 11 F KF 4 Tarmſtadt 288. 90.25 ndes- und Provinz. 5% Rh.-Hyp.-Bk. 0 adiſche Maſch. 122.5 122,5 Hroßkraft. Mhmm derrh. geder. 97.— 1 333 ien rankfurt 4½(0 frankf 28 91 78 225 8 1 70 vom Giroterbd anf if M. 98. 00.- 6 fon kei. l 92 25 d 30 Dann Sr. ford. 50. 50 grün g Büfinger eee Fee Gg., 88 Verkents Alien ee e 55 80 72 26 3 915% Bad.⸗dbt 4½ Berl. Hyp. E 9 25 95.25 e 17 51 5 124.5 125,0 afenmühle 0 3 Hartſtein 104.5 100 7 Jus lle, Brauerei 0. 1 AZinsliche Werte„Hanau 28 81.7 9. Ss von 5 9 g. Gofbr. mberg,. 88.— 0 N jellſt Waldhof e ee, 5 Neteelerg 115 8 9 1 8. Gidg A1 225 925 f pyp. Bk 5 unde,.„ 101.8 101.8 June derne. 180180 e arisu Burgerbrrt. e. 1250 289 Disch. 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Das Olympiſche Eisſchnellauſen wird im nfatz zu den Internationalen Meiſterſchaſten, den za⸗Meiſterſchaften und den Weltmeiſterſchaften nicht mt gewertet, ſondern für jede Klaſſe eimzeln. Zuerſt die ööb⸗Meter⸗Strecke in Angriff genommen, die eine Rekordbeteiligung aufzuweiſen hat. 18 Läuſe ver⸗ einigen 86 Bewerber aus 14 Nationen. Alles, was für mpiſche Ehren in Frage kommt, iſt am Start. Mit der chſtzahhl von 4 Teilnehmern ſind Norwegen, Amerika, Japan, Holland, Finnland und Oeſterreich vertreten. Die hochgeſteckten Erwartungen der Norweger gingen in Erfüllung. Ihr Meiſter Jvar Ballangrud erzielte im ſechſten Lauf 43,4 Sekunden, die kein anderer Läufer mehr erreichte unterbot. Nur eine Zehntelſetunde das ol ben in gute E 91 oder langſamer war Georg Krog und ſo fiel auch die ſilberne Medaille an Norwegen. Weitere norwegiſche Plätze blie⸗ hen aus, denn ſo ausſichtsreiche Läufer wie Engneſtangen und Haraldſen ſtürzten. ie bronzene Medaille ſicherte ſich der Amerikaner Leo Freiſinger mit blank 44 Se⸗ kunden, während der Japaner Iſhiharg noch vor dem Ameriloner D. Lambs den vierten Platz belegte. Die Ergebniſſe: Es ſtarten jeweils zwei Teilnehmer in einem Lauf. 1. Lauf: KKrog⸗Norwegen 43,5; Blaiſſe⸗Holland 46,9. 2. Lauf: Peterſen⸗US A 45; Nakamura⸗Japan 45. 3. Lauf: Kennedy⸗Auſtralien 47,4; Graeffe⸗Belzien 47,6. 4. Lauf: Mitt⸗Eſtland 46,6; While⸗Hanada 49,6. 5. Lauf: Frei⸗ ſinger⸗U 44; Preindl⸗Oeſterreich 46,4. 6. Lauf: Ballan⸗ grud⸗Norwegen 48,4; de Ligne⸗Belgien 1244,(ceſtürzt). 7. Lauf: Iſhihara⸗Japan 44,1; Johanſſon⸗Schweden 46,1. 8. Lauf: Berſinſch⸗Lettland 45,9; Blomquiſt⸗Finnland 4,2. Lauf: Vaſenius⸗Fainnlamd 44,9; van der Scheer⸗ Holla d 10. Lauf: Potts⸗US e 44,8; Nande⸗J pan 46,6. 11. Berſinſch⸗Lettland 45,7; Dijſſtva⸗Hollaud 46,7. 12. Ojala⸗Finnland 44,9; Ruiſſale⸗Finnland 44,9. 19. Louf: Wazulek⸗Oeſterreich 44,1; Haraldſen⸗Norwen en ſtürzte ausgangs der letzten Kurve, 54,9 wird für ihn gestoppt. Inzwiſchen hat die Sonne die Höhe der bayeriſchen Berge überragt und ſtrahlender Sonnenſchein liegt über dem Rießer See zu Füßen des Zugſpitzmaſſtos. Tauſende von Zuſchauern haben ſich eingefunden und Tauſende ſtrömen von der Bobbahn, wo die Rennen inzwiſchen ſertig gewor⸗ den ſind, herunter. Beſonders zahlreich ſind natürlich die Norweger vertreten, denn ſie rechnen im 500⸗Meter⸗Lauf ſtark mit dem Sieg eines der ihren. Ihr norwegiſcher An⸗ fſeuerungsruf„Heja“ feuert die Landsleute auf der Bahn Die Vobrennen 1 5 242 Die Schweiz führt vor Deutſchland Nach einigen Eröffnungsworten begann der Bob USA 2, nachdem ein Böllerſchuß ertönt war. Die Ameribaner nahmen die Bayernkurver ſehr gut, erreichten aber keine beſondere Zeit. Lanzendörfer⸗Tſchechoflewalei wurde aus⸗ Hangs der Bayernkurve auf die Beſchung getragen und einen Augenblick befanden ſich die Fugen der Maſchine über der Böſchung. Die Mannſchaft verlor jedoch nicht die Nerven und konnte den Schlitten wieder auf die Bahn bringen. Der Bob ſchleuderte ſtark und konnte nicht mehr Hurchs Ziel kommen. Der Italiener Brivio fuhr ſehr ſicher aber ſehr langſam. Belgien 1 mit Lunden nahm die Kurven ausgezeichnet. Der Franzeſe Bal ſan mit Frankreich 2 verlor ausgangs der Bachernkurve den Brem⸗ ſer und konnte nicht gewertet werden. Rumänien 1 war nicht am Start, da ein Mitglied der Beſatzung verletzt war. Der auch als Turnierreiter bekannte ſchweizeriſche Ober⸗ Jeutwant Muſy nahm die Bayernkurve zu ſchnell und wurde hoch an die Wand hinaufgetraßen. Oeſterreich 2 ſchlingerte infolge zu ſtarken Bremſens, kam aber durch. Capadrutt zeigte eine tolle Fahrt, ſchmetterte die Bayernkurve hoch hinauf, fing die Machine aber urch ab. Frankreich 1, der Stromlinienbob überraſchte. Er kam mit feinem be rannten großen Getöſe die Strecke herunter und erreichte eine ganz gute Zeit. Ameriea 1 mit Stevens erreichte bis auf die ½ỹ0 Sekunde gleichfalls die Zeit wie ſein Landsmann mit Ame riſa 2, Italien 2 vollbrachte eheufalls eine recht gute Leiſtung. Der Bob Deutſchland 2 mit Trott am Steuer kam in großem Tempo die Bahn herunter, überall von den Zuſchauern durch Zurufe an⸗ gefeuert. Er ging jedoch zu hoch in die Bayernkurve, raſte auf die Böſchung und ſteuerte 50 Meter an ihr entlang, konnte den Schlitten nicht mehr abfangen, ſtürzte um und Hie Mannſchaft fiel in den Schnee, während der Schlitten allein die Fahrt bis zum Ziel fortſetzte. Die Beſatzung ſtamd ſofort auf. Es war ihr glücklicherweiſe nichts ge⸗ ſchehen, aber ſie iſt damit außer Gefecht geſetzt. Nicht ſchlecht ſchnitt auch Tiſchechoſflowakei 2 mit Leubner ab. Er zeigte im erſten Lauf noch keine entſprechende Leiſtung, gühlt aber immerhin noch nicht zu den Schlechteſten. Und dann als letzter unſer Weltmeiſter Hanns Kil tan, Er begann mittelſchnell, fühlte ſich aber auf der heimiſchen Auf dem Rießer 1 au. Das Eis iſt ſehr hart. Die Schlittſchuhe müſſen alſo ſcharf⸗antig ſein, um gut faſſen zu lönnen. Jetzt geht eine große Bewegung durch die Menge. Sames⸗Deutſchland und Engneſtangen, der norwegif Favorit, gehen an den Starb. Nach zwei Fehlſtarts gehen beide ſcharf los und bald kann der Norwecer 4, 5 und 6 Meter Vorſprung heraus⸗ holen. In den Kurven iſt er aber ſehr unſicher und ſtürzt. Das iſt eine große Enttäuſchung für die Norweger, die da⸗ Reichsminiſter Rudolf Heß, ein begeiſterter Schifahrer, beim Anſchnallen der„Latten“. (Bild: Motz) mit ihre beiden Beſten nicht mehr im Wettbewerb haben. Für James, der ſehr ſchnell zu ſein ſchien, wurden trotz⸗ dem nur 47 Sekunden geſtoppt. 15. Lauf: Lamb⸗ USA 44,2; Hane ⸗Tſchechoſlowakei 40,8. 16. Lauf: Sandtner⸗Deutſchland 46,2; Slonex⸗Oeſterreich 46,7; 17. Lauf: Leban⸗Deſterreich 44,8; Kin⸗Japan 45,9. 18. Lauf: Langedijt⸗Holland 46,7; Turnopſky⸗Tſchechoſlo⸗ wakei 47,8. Geſamtergebnis: 1. Ballangrud⸗ Norwegen 3,4; 2. Krog⸗Norweden 43,5; 3. Freiſing e r⸗USA 44,4; 4. Iſhihara⸗Japan 44,1; 5. Lamb⸗US A 44,2. Goldmedaille für Ballangrud⸗Norwegen, Silbermedaille fiir Krog⸗Norwegen, Bronzemedaille für Freiſinger⸗u S haben begonnen Bahn wie zu Hauſe, hoch und ſicher geht er in die Kurven. Die Zuſchauer, noch unter dem Eindruck des vor wenigen Minuten vor ſich gegangenen Sturzes des Bob Deutſch⸗ land II, verhalten ſich totenſtill. Schon geht Kilian durch die Kehre der Bayernkurve; peinlich ſicher nahm er die Kurve. Nun aber brechen die Zuſchauer in hellen Jubel aus. In unvermindert ſchneller Fahrt brauſt Kilian zum Ziel hinunter, und als ſeine Zeit bekannt wird—:20,78— hat er die Beſtzeit des erſten Durchganges er⸗ zielt, nachdem bis dahin der Bob Belgien II, geſteuert von Houben, mit:22,22 in Front gelegen hatte. Die Ergebniſſe des erſten Laufes: Amerika II(Tyler):25,61, Tſchechoſlowakei J(Lanzen⸗ dörfer) kam nicht durchs Ziel. Italien J(De Zanna):26.96, Belgien I(Lunden):25,77, Frankreich II(Balſan] verlor den Bremſer und wurde nicht gewertet, Rumänien I nicht am Start, Schweiz II(Muſy):22,45, England I(Evoy) :23,38, Rumänien II(Papana] 1231,81, Oeſterreich II(Wie⸗ gelbeyer):80,70, Schweiz J(Capadrutt:23,49, Oeſterreich 1 (Franz Lorenz):27,38, Frankreich I(de Aulan):22,75, Belgien II(Houben):22,22, USA 1(Stevens):25.61, Italien II(de Zanna):29,02, Deutſchland II geſtürzt, Tſchechoſlowakei II(Lanzendörfer):26,68, Deutſch⸗ land I(Kilian):20,73. Der zweite Lauf begann in der Reihenfolge der Startnummern 11—19 und Nr.—10. Schweiz 1(Capadrutt) hatte den erſten Start. In mörderiſchem Tempo fagte er die Bahn herunter und unterbot die Zeit von Kilian, und zwar mit:19,88. Seine Geſamtzeit iſt demnach nach den beiden erſten Läufen :43,37. Doch öleſe Beſtzeit blieb nicht lange beſtehen. Sie wurde von Amerika 1(Stevens) unterboten, der für den zweiten Lauf:19,17 benötigte und eine Geſamtzeit von :44,78 erreichte. Als Zweiter des zweiten Laufes ſtartete Oeſterreich 1 und benötigte:26,84, Geſamtzeit:54,22, Frankreich 1 Stromlinienbob konnte ſeine Zeit um 17¹⁰0 Sekunde verbeſſern mit:22,18, Geſamtzeit:44,93, Bel⸗ Die Eisſchützen bei der Arbeit See in herrlicher landſchaftlicher Umgebung wird das Eisſchießen der Vorführungswettbewerbe der Olympiſchen Winterſpiele. ausgetragen, einer (Scherl⸗Bilderdienſt,.) gien II:23,52, Geſamtzeit:45,74. Italien II(de Zana) wurde anfangs der Bayernkurve über die Böſchung(e⸗ ſchleudert. Die Fahrer trennten ſich ſofort von der Maſchine, die noch 20 Meter hoch in die Luft jenſeits der Bobbahn den Berg hinunterraſte. Drei Mann erhoben ſich ſofort wieder, ein vierter wurde abtransportiert, doch ſoll er leich⸗ tere Verletzungen davongetragen haben. Augenblicklich iſt die rote Fahne aufgeſteckt, d. h. die Bahn iſt geſperrt. In der Bayernkurve wird eifrig gearbeitet, das Loch, das der Italiener beim Sturz mit ſeiner Maſchine herausgeriſſen hat, mit Eiskacheln wieder zu ſtopfen. Nach einer halbſtündigen Pauſe, die für die Ausbeſſe⸗ rung der an der Bayernkurve durch den italieniſchen Schlitten beſchädigten Bahn diente, konnte das Rennen fortgeſetzt werden. Zunächſt fuhr der Bob Tſchechoſlowadei 2, der:25,60 benötigte, eine Geſamtzeit von:52:28. Dann kam als Letzter Deutſchlond 1. Kilion fuhr ſehr ſchnell, aber ruhig. Trotzdem wurde er an der Bayernkurve bis un den Rand hinaufgeſchoben. Dank der Steuerkunſt unſe⸗ res Weltmeiſters gelangte der Bob jedoch wieder auf die Bahn. Durch das notwendig gewordene ſtarke Bremſen wurde aber wertvolle Zeit verloren Die Mannſchaft ver⸗ ſuchte durch heftiges Wippen die Fahrt des Bobs zu be⸗ ſchleunigen. Am Ziel wurden:23,05 gegeben, was einer Geſamtzeit von 2143,78 entſpricht, ſo daß Bob Deutſchland 1 knapp hinter Capadrutt an zweiter Stelle liegt, nachdem die beiden erſten Läuſe des Bobrennens beendet waren. Nachdem der Bob Deutſchland als Letzter der erſten Gruppe über die Bahn gegangen war, wurde auch noch die zweite Gruppe mit den Startnummern 1 bis 10 in Angriff genommen. Als einziger jedoch Amerika 2 noch an den Ablauf und erzielte eine Zeit von:23,85, Geſamtzeit :49,46. Erſt nach dieſem Lauf wurde das Rennen mit Rückſicht auf die ſtark auf die Kurven brennende Sonne abgebrochen und auf nachmittags 16.30 Uhr verlegt. Weltmeiſter Hans Kiliau Er trägt Deutſchlands Hoffnungen im Bobrennen. (Bild: Motz) So wird in Garmiſch gewertet! Ein kleiner Wertungs⸗Wegweiſer ſür Laien (Von unſerem EK..⸗Sonderberichterſtatter) „Franz Pfnür, Sieger in der und Slalom!“...„Birger Rund mit Note 93,88 auf dem vierten Platz!“— Solche und ähnliche Sätze konnte man in den paar hinter uns liegenden Tagen in faſt allen deutſchen Zeitungen leſen. „Mit Note 93,381!“... was heißt das eigentlich?, werden ſich die meiſten Zeitungsleſer gefragt haben. Aus dieſem Grunde heute einen kleinen olympiſchen Wertungs⸗Weg⸗ weiſer für Laien. Beginnen wir mit der Kombination Laug⸗ und Sprung⸗Lauf, die ſich, wie ja ſchon der Name ſagt, aus Lang⸗ und Sprung⸗ lauf zuſammenſetzt. Der Langlauf geht über 18 Km., und der Sprunglauf wird auf der kleinen Olympia⸗Schanze am Gudiberg dͤurchgeführt. Sämtliche gemeldeten Teilnehmer werden zum Langlauf in Abſtänden von 30 Sekunden ge⸗ ſtartet. Sieger iſt derjenige, Ser die kürzeſte Zeit benötigt. Er erhält 240 Punkte. Die nächſtfolgenden Läuſer erhalten eine entſprechend niedrigere Punktzahl, wobei vielleicht eine Minute 20 Punkten entſpricht. Nun kommt der Sprunglauf! Hier entſcheidet erſtens die Weite und zwei⸗ tens die Haltung. Die Höchſtpunttzahl 60 erhält der Sprin⸗ ger, der die größte Weite erzielt. Vorausgeſetzt allerdings, daß ſeine Haltung bei allen drei Sprüngen vorbildlich iſt. Für Stilfehler gibt es bis zu 15 Punkte Abzug, während Kombination, Abfahrt jeder Sturz mit 30 Minuspunkten„belohnt“ wird. Wie beim Langlauf wird auch beim Sprunglauf wieder eine Note gebildet, die maximal 240 Punkte aufweiſt. Nehmen wir nun an, der Sieger des Langlouſs würde auch Sieger des Sprunglaufs und würde dabei ohne Abzüge wegkom⸗ men, ſo müßte er die Höchſtnote von 480 Punkten erreichen. Der Spezialſprunglauf Für den Spezialſprunglauf gilt dasſelbe wie für den Sprunglauf der Kombination. Auch hier eine Höchſtnote mit 240 Punkten! 120 Punkte für die größte Weite und 120 Punkte für die beſte Haltung. Die Langläufe Daß bei den Langläuſen einzig und allein die Zeit entſcheidet, die elettriſch gemeſſen wird, iſt ſelbſtverſtänd⸗ lich und braucht eigentlich gar nicht erſt erwähnt zu wer⸗ den. Genau ſo natürlich bei den Eisſchnellaufwettbewer⸗ ben über 500, 1500, 5000 und 10 000 Meter. Gelaufen wird auf abgeſteckten Bahnen, um Rempeleien zu verhüten, wie ſie 1932 in Lale Placid an der Tagesordnung waren. Die Bobrennen find genau wie Langlauf und Eisſchnellaufen reine⸗Zeit⸗ wettbewerbe. Sämtliche Bobs— Zweier und Vierer— müſſen viermol über die Strecke. Die einzelnen Zeiten werden zuſammengezählt. Der Schlitten mit d. kleinſten Geſamtzeit wird Sieger. Schwieriger iſt die Ermittlung der Sieger beim 8 Eiskunſtlauſen. Und zwar deshalb, weil hier Menſchen wit allen Fehlern und Schwächen, die wir Erdenbürger nun einmal haben, entſcheiden. Das Eiskunſtlaufen zerfällt bekanntlich in Pflicht und Kür. Noten ſtehen von 0 bis 6 zur Verfügung. Zu den Noten kommt noch der Schwierigteitsgrad, der international zahlenmäßig für jede einzelne Figur feſt⸗ gelegt iſt. Er wird mit der Note multipliziert. Genau ſo dos Kürlaufen, das nach Harmonic, Sicherheit, Muſitemp⸗ finden und Haltung beurteilt wird. Pflichtlauf, Puntt⸗ zahl plus Kürlauf⸗Punttzahl ergibt ſodann die Geſamt⸗ punltzahl. Die Reihenſolge der Punkte ergibt die Reihen⸗ folge der Plätze, die der Schiedsrichter dem Läuſer gegeben hat. Er ordnet alſo die Teilnehmer nach ſeiner Wertung und ſetzt ſie auf Platz 1, Platz 2, Platz 3 uſw. Das Mittel der Platzziffern der ſieben Urteile der Schiedsrichter ergibt die Endplatzziifer. Sieger wird alſo der Teilnehmer, der die niederſte Endplatzziſſer hat. Ein äußerſt kompliziertes Wertungsſyſtem, das ſchon mehr als einmal zu heftigen Debatten geführt hat! „Der ſchnellſte Schiläufer der Welt!“ Ein Beſuch im fiuniſchen Hauptgnartier— Jalkauen, der Sieger des Staffellaufes! In dem weiten Schiſtadion am Gudiberg ſteht noch eine nach Tauſenden zählende Menſchenmenge. Die Beſten von 16 Nationen der Welt kämpfen um den olympiſchen Sieg im 4⸗mal⸗10⸗Kilometer⸗Staffellauf. Soeben ſind die letzten Läufer auf die Strecke gegangen. Die Norweger liegen weit in Front! Eine Minute und 21 Sekunden trennen ſie von den ihnen folgenden Finnen, die ſich mächtig an⸗ ſtrengen, den Vorſprung aufzuholen. Aber es wird ihnen nicht glücken!.. raunen ſich die vom Bau zu.. denn Jverſen, Norwegens großer Langläufer, läßt ſich nicht ſo leicht abhängen! Unter atemloſer Spannung vollzieht ſich der letzte Wechſel. Für die Finnen geht Jalkanen an den Start, für die Norweger Iverſen. Bald ſind die Läufer den Blicken entſchwunden. Draußen, irgendwo im Gelände, kämpfen ſie um Sekundenbruchteile. Niemand ſieht ſie leiden, niemand ſieht, wie ſie ſich anſtrengen. Das iſt ein Kampf ohne Zuſchauer, ein Kampf um den Sieg, wie er härter nicht durchgeführt werden kann. Und wie die Läufer wieder im Stadion erſcheinen, liegt nicht Jverſen, ſondern Jalkanen an der Spitze. Es war ihm gelungen, auf der Strecke Norwegens großen Sohn niederzuringen! Be⸗ geiſtert wird er von ſeinen Landsleuten in Empfang ge⸗ nommen. Begeiſtert jubeln ihm die ſechstauſend Zuſchauer, die Zeugen ſeines Sieges waren, zu.— Der norwegiſche Mannſchaftskaptitän nimmt ſeinen Schützling Jverſen in die Arme und frägt ihn aufgeregt, wie es gelommen ſei, daß Jalkanen ihn überholt habe. Jverſen bringt kein Wort heraus. Es iſt für ihn ſelbſt unfaßbar, trotz des Vor⸗ ſprunges geſchlagen worden zu ſein. Jalkanen iſt der Mann des Tages. Um Jallanen, den Nurmi auf den Brettern, dreht ſich alles. Es iſt Grund genug für uns, das Haupt⸗ quartier der Finnen aufzuſuchen, Jalkanen zu ſprechen. In der Penſion Victoria in der Wetterſteinſtraße haben die Finnen Quartier bezogen. Ein nettes Haus, das faſt noch netter eingerichtet iſt. Der erſte der uns begegnet, iſt der finniſche Mannſchaftskapiten!„Jalkanen woll Sie sprechen?“... ſagt er in gebrochenem Deutſch und führt uns eine enge dunkle Treppe empor. Oben in einem kleinen Zimmer lebt Jalkanen über die Olympviſchen Spiele Wir ſind überraſcht, einen ſo friſchen, garnicht ab⸗ gekämpften Sportsmann vorzufinden. Er hatte bereits den Schianzug mit dem Sakko vertauſcht. Achtwadgwanzig Fahre iſt er heute alt, Vater einer Tochter, und von Beruf Landwirt. Das ungariſche Weltmeiſterpaar beim Training Das ungariſche Weltmeiſterpaar Emila Rotter und Laszlo Szollas beim Training im Eisſtadion in Garmiſch⸗Partenlirchen. (Weltbild,.) Es war das erſtemal, daß er im Auslande ſtartete. Wohl ſteht er ſchon etwa 10 Jahre auf den Schiern aber zu internationalen Erfolgen war er bis heute noch nicht gekommen. In den Ausſcheidungswettkämpfen in Finn⸗ land wurde er von Sulo Nurmela, ſeinem berühmteren Landsmann, beſiegt. Aber bei den Ausſcheidungen in Gar⸗ miſch konnte er ſeinen großen Gegner auf den zweiten Platz verweiſen. Deshalb wurde auch er als Schlußmann eingeſetzt. Eben kommt Veli Saarinen, der ſinniſche Trainer der deutſchen Langläufer, herein. Er beteiligt ſich gleich an der Unterhaltung und bezeichnet Jalkanen als den beſten Schiläufer der Welt. W. nicſtens was Langlauf anbetrifft. Er. der Olympia⸗Sieger von Lake Placid muß es ja wiſſen! Das Geheimnis Jalſanens ſei, wie er erzählt, daß er immer trainingsweiſe 50 Kilo⸗ meter gelaufen ſei und deshalb 10 oder 18 Kilometer im Sprint durchlaufen könne. Für den 18 Kilometer⸗Lekig⸗ lauf gab Saarinen ſeinem Landsmann die beſten Ausſichten auf den Sieg. Wir fragen noch nach Nurmela. Karpͤinen und Matti. Aber die ſend bereits wieder draußen im Ge⸗ bände, obwohl ſie erſt vor 2 Stunden als Teilnehmer des Staffellaufes 4 gekämpft hatten. Ruhe, das iſt für dieſe Finnen kein Begriff. Training, Training und wieder Training, iſt das Geheimnis ihrer eroßen Erſoloe. Wie wir uns verabſchiedeten, heben die Finnen den rechten Arm zum Gruß empor und rufen uns in gebrochenem Deutſch ein„Heil Hitler!“ zu. Vielmeier— Eisſchießmeiſter Im Rahmen der Vorführungswettbewerbe im Eisſchießen bei den Olympiſchen Winterſpielen in Garmiſch⸗Parten⸗ kirchen wurde am Montag auf dem Rieſſerſee der deutſche Meiſter im Zielſchleßen ermittelt. Dieſe Meiſterſchaft, die ſchon am 2. Februar in Mittenwald entſchieden werden ſollte, aber wegen der ſchlechten Witterungsverhältniſſe abgeſagt werden mußte, gewann der Straubinger Hans Blelmeier mit 28 Ringen vor Reiſer(Kieſſerſee) mit 25 Ringen und dem Reichenhaller Enzers berger mit gleichfalls 25 Ringen. 2 8 e 3 Diofdendenzahlungen wieder aufgenommen. Dienstag, II. Februar 1936 der Neuen Mannheimer Zeitung HANDELS- U WIRTSCHAFT-ZET TUNG Abend- Ausgabe vr. 70 Die Brauerei- Abschlüsse 1934/33 Besserungen in Wesf. und Norddeufschland Rückgänge in Bayern Die Abſchlüſſe der deutſchen Aktienbrauereien, welche in den letzten Wochen erſchienen ſind, geben bereits ein ziemlich zuverläſſiges Bild über die Er⸗ tragsentwicklung der deutſchen Brauereien im Rech⸗ nungsjahre 1934/35. Es ergibt ſich, daß die Be⸗ feſtigung der Brauereien weitere weſentliche Fortſchritte gemacht hat. Der Bierausſtoß iſt im Reichsdurchſchnitt um etwa 7 v. H. geſtiegen, jedoch liegt die Ausſtoßveränderung nicht nur in den einzel⸗ nen deutſchen Landesteilen ſehr verſchieden, ſonder auch die Eigenentwicklung der einzelnen Geſellſchaf⸗ ten ſpielt dabei eine große Rolle. Legt man die Zeit von April 1934 bis März 1935 zugrunde, die zwar nicht mit dem Geſchäftsjahr übereinſtimmt, aber doch im weſentlichen ein richtiges Bild geben wird, ſo ſchwankt bei einem Durchſchnitt von 8 v. H. die Zu⸗ nahme in den einzelnen Gebieten zwiſchen 2,3 v. H. im Gebiet Weſer⸗Ems und 13 v. H. im Landesfinanz⸗ amtsbezirk Königsberg. Ueber 8 v. H. ſtieg der Aus⸗ ſtoß in den Landesfinanzamtsbezirken Düſſeldorf, Hannover, Kaſſel, Magdeburg, München, Nürnberg, Stettin, Stuttgart und Nordmark. Zwiſchen 6 und 8 v. H. lag die Ausſtoßſteigerung in Berlin, Branden⸗ burg, Darmſtadt, Hamburg, Köln, Münſter, Schleſien, Thüringen und Würzburg Eine noch geringere Zunahme hatten die Bezirke Dresden, Karlsruhe und Leipzig. Im allgemeinen genügte dieſe Ausſtoß⸗ erhöhung, um nicht nur die Betriebsrentabilität auf der vorjährigen Höhe zu halten, ſondern darüber hinaus ſie zu ſteigern. Hiermit beſtätigt ſich die Rich⸗ tigkeit der Auffaſſung, daß eine Bierpreisſenkung nur daun eine weſentliche Steigerung des Abſatzes herbeiführen kann, wenn gleichzeitig eine ſtarke Sen⸗ kung der Ausſchankpreiſe eintritt, bei welcher aber eine Verringerung der Hektoliterpreiſe neben die Er⸗ mäßigung der Bierſteuer treten muß, wie die Auf⸗ faſſung der amtlichen Stellen ſchon immer beſagt. Im übrigen hat ſich offenſichtlich der Verbrauch und auch die Betriebskoſtenrechnung auf die gegenwärtigen Preiſe und Umſätze eingeſtellt, ſo daß kleine Beträge nicht mehr von Einfluß ſein können. Dies ſieht man insbeſondere an dem Sonderbei⸗ ſpiel Bayerns. Durch eine Verordnung vom 16. No⸗ vember 1934 iſt hier der Hektoliterpreis um 3/ ge⸗ ſenkt worden. Man ging dabei von der Erwägung alls, daß man eine 20proz. Steigerung des Ausſtoßes erzielen könnte, tatſächlich iſt die Umſatzſteigerung aher unter 10 v. H. geblieben Es zeigt ſich alſo, daß dieſe verhältnismäßig kleine Preisſenkung nicht in der Lage war, eine hohe Umſatzſteigerung herbeizufüh⸗ ren. Nun kommt für Bayern noch erſchwerend hinzu, daß nach Aufhebung der Brauereikontingente hier die Hausbrauereien wieder auflebten und einen nicht Unbeträchtlichen Teil des Abſatzes an ſich ziehen konn⸗ ten, ſo daß die Großbrauereien mit wenigen Aus⸗ nahmen hinter der durchſchnittlichen Ausſtoßſtei⸗ gerung Bayerns zurückblieben. Lediglich einige nord⸗ bayeriſche Brauereien, welche im Norden Deutſch⸗ lands Spezialausſchänke errichtet haben, zeigen eine günſtige Entwicklung. N 5 5 Die Bedarfsdeckung an Rohſtofſen iſt ausreichend geweſen. Eine geringere Güte der Gerſte bedingte zwar von dieſer Seite her eine Erhöhung der Erzeu⸗ gungskoſten, aber die Hopfenpreiſe haben im Durch⸗ ſchnitt auf der Vorjahreshöhe gelegen, ſo daß die Veränderung der Rohſtoffpreiſe nur in beſonderen Fällen von weſentlichem Einfluß auf die Ertrags⸗ geſtaltung geweſen iſt. Viel ſtärker wirkten ſich dem⸗ gegenüber die Unterſchiede in der Ausſtoßgeſtaltung und die jahreszeitlichen Schwankungen aus, aber entſcheidend war der ſcharfe Wettbewerb um die Preiſe, der erſt nach Abſchluß des Geſchäfts jahres durch eine endgültige Marktregelung beſeitigt wurde. Das Beſtreben nach einer mengenmäßigen Umſatz⸗ ſteigerung, die bei den hohen feſten Koſten des Brau⸗ gewerbes für den Betriebsertrag von ausſchlag⸗ gebender Bedeutung iſt, führte beſonders in den ent⸗ ſernter gelegenen Gebieten zu ſcharfen Preiskämpfen, welche den Ertrag bei den hohen Transportkoſten weiter ſenkten. Von der Koſtenſeite wurde alſo das vergangene Jahr nicht ungünſtig beeinflußt und die Entſcheidung lag auf der Einnahmeſeite Die Einnahmen ſind nun, abgeſehen von Bayern, durchweg ſehr erheblich geſtiegen. Dieſe Einnahmeſteigerung wurde zunächſt einmal dazu be⸗ nußt, die Abſchreibungen zu erhöhen, aber darüber hinaus ſind offenſichtlich auch umfangreiche ſtille Re⸗ ſerven gelegt worden. Ein Teil der Geſellſchaften hat auch die Ausſchüttungen erhöht, jedoch lediglich ſoweit die bisherigen Ausſchüttungen unter 6 v. H. lagen, bis auf ein Unternehmen, das aus Eingängen von bereits abgeſchriebenen Außenſtänden eine proz. Di⸗ videndenerhöhung vornahm. Von 162 Aktienbraue⸗ veien, deren Abſchlüſſe wir unterſucht haben, ließen gg ihren vorjährigen Dividendenſatz unverändert. Nur 20 Geſellſchaften waren dividendenlos, 20 Ge⸗ ſellſchaften erhöhten ihren Dividendenſatz im Aus⸗ mäße von—2 v. H. und 8 Geſellſchaften e An⸗ dererſeits haben 3 Geſellſchaften ihre Dividendengah⸗ lung eingeſtellt und 12 Geſellſchaften ihren Dividen⸗ denfatz ermäßigt Dieſe Ertragsverſchlechterungen beſchränken ſich aber mit einzelnen Ausnahmen auf Bäyern, ſind alſo durch die beſonderen Verhältniſſe dieſes Gebietes bedingt. Bemerkenswert iſt, daß die oben erwähnten Dividendenerhöhungen überwiegend kleinere und mittlere Brauereien betreffen, daß ſich alſo die Entwicklung fortſetzt, welche eine Stärkung dieſer Betriebsgrößen gegenüber den Großbraue⸗ reien ſeit etwa drei Jahren gebracht hat. Kennzeich⸗ nend iſt auch die Tatſache, daß gerade die Brauereien mit den günſtigſten Abſchlußziffern häufig einen ſehr ſtarken Rückgang der an die Wirte ausgeliehenen Darlehen haben, was man als Beweis dafür anſehen känn, daß die Wirte durch beſſere Betriebserträge zur Schuldenrückzahlung kamen. Zuſammenfaſſend kann man alſo feſtſtellen, daß die Aufwärtsentwick⸗ lung der Brauereien nicht unterbrochen worden iſt. a Deuischland zu Besprechungen d über den Warenverkehr mit Litauen bereit Berlin, 11. Februar. Nachdem auf Grund der Wah⸗ len im Memelgebiet ſtatutgemäß ein memelländiſches Di⸗ rektortum eingeſetzt worden iſt, das ebenſo wie der Landtag ſeine Tätigkeit aufgenommen hat und fortſetzt, hat die plus 4 v. H. gegen den Anfang zu erwähnen. Auch heuie guſe Grundhalſung Kleine Umsätze Schluß bei beinahe völliger Geschäffssfelle Rhein⸗Mainiſche Mittagsbörſe freundlich. Frankfurt, 11. Februar. Die Börſe hatte weiter feſte Haltung und empfing von den vorliegenden Wirtſchaſts nachrichten etwas Anredung. Das Geſchäft bewegte ſich aber infolge des nur ſehr gerin⸗ gen Ordereingangs in denlbar engſten Grenzen. Am Aktienmarkt ergaben ſich wohl weitere Erhöhungen, ſie be⸗ trugen aber ſelten mehr als 4 bis 1 v. H. im Durchſchnitt. Der Elektromarkt empfing von den Bilanzen des Sie⸗ mens⸗Konzern etwas Anregung und brachte meiſt 4 bis 7 v. H. höhere Kurſe. Am Montanmarft hatten lediglich Vereinigte Stahlwerke lebhafteres Geſchäft mit 88 bis 8398 (82,75.) Die JI Farben lagen mit 151,50 v. H. unverändert, wurden aber ebenſo wie die übrigen Chemiewerte ſtark vernachtäſſigt. Von Maſchinenwerte ſtiegen Eßlinger wei⸗ ber auf 93,75(93,50) v.., Mönus 83(8296) v..; Daimler⸗ Motoren lagen mit 10406(104,75) v. H. nicht ganz behaup⸗ tet. Stärker befeſtigt waren erneut Zement Heidelberg mit 128,25(186,50), auch Holzmann weiter beachtet mit 98 (97,50), wobei man auf die günſtige Witterung für die Baukonjunktur verwies, was auch der Bericht der Reichs⸗ anſtalt über die Arbeitsmarktlage zum Ausdruck brachte. Zellſtoff Aſchaffenburg auf Abſchlußhoffnungen weiter ge⸗ fragt mit 91,50(90,25), dagegen Feldmühle Papier etwas leichter mit 120,25(120,75). Am Rentenmarkt war das Geſchäſt bei kaum veränderten Kurſen ebenfalls ſehr ruhig. Altbeſitz unverändert 110, Kommunal⸗Umſchulbung etwa t. 87,10 87,5, Zinsvergütung eine 98,5(93,0), Späte Reichs ſchuldbuchforderungen 9676(96,75). Fremde Werte lagen ſtill. Auch in der zweiten Börſenſtunde hielt das ſehr ſtille Geſchäft an und nennenswerte Veränderungen gegen den Anfang waren nicht zu verzeichnen. Einzelne Montan⸗ papiere bröckelten etwa 6 bis 1 v. H. ab. Dagegen hatten Ach mit 39,25—39,50(39] lebhaſtere Umfſätze. Von ſpä⸗ ter notierten Werten lagen Scheideanſtalt 1 v. H. ſchwächer mit 1, während Süchd. Zucker auf 108(107) angogen. Der variable Rentenmarkt brachte keine Veränderungen. Auch der Pfandbriefmarkt wies nur bei eintgen Etqufda⸗ tionswerten geringfügige Möweichungen auf. Stodtanleihen lagen micht ganz einheitlich, etwas feſter 4, 5proz.(7proßz Frawlfurter mit 92,25(91,75), dagegen 4, 5proz. Hanau 91 (9126). Auslandsrenten lagen auch im Verlauf völlig geſchäftslos. Berliner Börſe: Aktien nach freundlichem Beginn anziehend * Berlin, 11. Februar. Die nun ſchon ſeit Wochen anhaltende ausgeglichene und freundliche Grundhaltung der Börſe kennzeichnete auch den heutigen Verkehr. Wenn das Geſchäft zunächſt wiederum keinen größeren Umfang annahm, ſo lag das an dem von Zeit zu Zeit eintretenden Mangel an Order des Publikums, das Anlaß zu Kaufoperg ionen nicht gibt, andererſeits viel⸗ ſach in den verfügbaren Mitteln erſchöpft iſt, an ſeinem er⸗ worbenen Beſttz aber feſthält. Das Geſchäft wurde infolge⸗ deſſen vornehmlich vom berufsmäßigen Börſenhandel ge⸗ tragen, wobei man ſich ſchon von den in der letzten Zeit immer wieder erwähnten Gründen leiten läßt. Eine beſon⸗ dere Anregung ging von den vorliegenden Abſchlußwerken der Siemensgeſellſchaften aus, die mil Befriedigung auf⸗ genommen wurden; Siemens⸗Halske gewannen gleich zu Beginn N v.., Schuckert 7 v. H. Am gleichen Markt er⸗ freuten ſich ferner AEch lebhafterer Nachfrage, derzufolge ſte gegen den Vortag um etwa% v. H. anzogen. Mit im Vordergrund des Intereſſes lagen ferner Montane. Un⸗ verkeunbar hat er die Bekanntgabe des Termins der ſitzung bei den Vereinigten Stahlwerken und die damit in greifhare Nähe gexückte Entſcheidung in der Dinjdenden⸗ frage einen gewiſſen Impuls ausgelöſt. Stahlverein ſelbſt gewannen% v. H. Im gleichen Ausmaß waren auch Hveſch und Mannesmann gebeſſert. Unmittelbär nach Feſtfetzung der erſten Kurſe trat dann auch bei den Anfangs nur ſchwä⸗ cher mitgehenden Werten eine weitere Kursſteigerung ein. Braunkohlenwerte und Kalti⸗Aktien lagen ruhig. Auch in der chemiſchen Gruppe waren mit Ausnahme von Rütgers (plus 1 v..) kaum lebhaftere Bewegungen zu beobach⸗ ten. An den übrigen Märkten fielen noch Daimler(plus), Reag(plus 174), Berlin⸗Karlsruher(plus 198) und Aſchaf⸗ fenburger(plus) auf. Bei letzteren wurde auf die Sitzverlegung der Geſellſchaft nach Berlin verwieſen. Am Rentenmarkt gaben Altbeſitz zunächſt. v. H. und dann nochmals um 10 Pfg. auf 109,90 nach. 76 v. H. ſchwächer waren auch mittlere Reichsſchuldbuchforderungen. Die Um⸗ ſchuldungsanleihe notierte unverändert. 5 Im Verlauf wurde es an den Aktienmärkten umſatz⸗ mäßig ſehr ſtill. Von größeren Kurs veränderungen ſind Alu mit plus 1, Deutſche Kobel und Vogeldraht mit ſe Siemens gäben nach der vorangegangenen Steigerung um 1½% v. H. nach. Im übrigen gingen die Schwankungen über kleine Prozentbruchteile ſelten hinaus. Forben golten 1515 Geld. Am Kaſſarentenmarkt wurden von Stadtonleihen Bon⸗ 7 Amtlich in Rm. Dis⸗ Parität 10. Februar 11. Februar für kont M Geld Brief Geld, Brief Uegopfen lägypt. Pfd. 20.95 12.505 12625 12.590 12.820 Argentinien ac 00 3972 90.580.884.580.884. Lelgien. 100 Velga 2 85.37( 4189 183 4191 Braſilten. 1 Milreie 502] 9,140.442] 919 9145 Bulgarien, 100 Leva 6 3033 3047 3053 3047 3053 Canada ikan, Tonar.199 2455 859 2456.859 Dänemark 100 Kronen 3% 11259 3 54.8 55.00 54.88 54.98 Danzig„100 Gulden 87 46.89.4890 4588,90 England. 1 Pfund 2 20.4 12.595 12829 12,0% 1282. Eſtland. 100 eſtn. Kr. 4 112.509 67.93 68.07 67.98 07 Finnland 100 finnl. M. 4 0537.415 84425.415 5,425 Frankreich. 100 Fre. 4 18,44 15, 16.440 16,00 18,840 Griechenland 10% Dr..59.353].35.353.357 Holland 100 Gulden 2½ 168. 16851 169.85 168.570,168.910 Iran(Teheran) ang 20.489 12.55 12.57 1255.57 Island 100 fef. Kr. 37 55 55,455, 55,2 5524 tallen.. 100 Lite 3 2094 19.26. 19,8) 49,26. 19.80 1 0„„. ien 365 2082 9½7½˙/ 9% 9% 9778 Jugoflanjen 00 Dinar 8 81.00 5884 5,58 38.554 3,565 Lettland.. 100 Latis 535 8 80,92 81.03 30.92 8193 Litauen.. 100 Litus 6 498 41.85 94 488 48 Norwegen 100 Kronen 86 41250 6178 b 6% 6588 Deſter eich 10% San. 81 159.0 48 20s 8 405 Polen.„ 100 Zloty 07 55) 45.994089. 40˙0 Portugal 10 Csendo 5 53,57 11.155 11.175] 11,159 11170 Rumänien.. 100 Lei 2511] 2488 249.40 29% Schweden„io tr. 2½ 1122 65,89 63.51 63.3, 689 Schmelz 100 granfen. 27% 81.00 809 81.25 8511 81.27 Spanien 100 Peſet en, 3 8100.33.93 34,04 92308 Tſchechoflowaker id K 3 1243 10,280 10,0 10.28 10,05 Türkei. Itürl. Pfd.. 18.456 1931].885.881] 1885 Ungarn.. 100 Peng 4 5 225 1 5 79 85 lruguan, 1Golbpeſo 44 ů.179 Lis! 1179 Piel ner Staaten Dollar 175.93.21.456.458.7 ner 4 v. H. niedriger, 28er Eſſen 7 höher bewertet. Von Obligationen gewannen Braubauk 1, Iſenbeck gegen letzte Notiz am 31. Januar 174 v. H. und Leopologrube 0,90 v. H. Am Markt der zu Einheitskurſen gehandelten Papiere war keine einheitliche Tendenz zu verzeichnen. Gewinne von 2 v. H. bei Freräcker, Neuweſtend, Brandenburgiſche Gas und Norddeutſche Trikot und 3 v. H. bei Kameruner Eiſenbahn ſtanden Verluſte von 11 v. H. bei Eſchweiler Berg, 4 v. H. bei Sarotti, 374 v. H. bei Tüll Flöha und 2 v. H. bei Berliner Holzkontor gegenüber. Die per Kaſſe gehandelten Bankaktien ſtanden auch heute wieder im Vor⸗ dergrund des Intereſſes. Allgemein war die Tendenz ab⸗ geſchwächt. So verloren Handelsgeſellſchaft 7, Adea 2 und Ueberſeebank 7g v. H. Commerzbank konnten ſich dagegen um 9 v. H. erhöhen. Von Hypothekenbanken gewannen Weſtboden 1½, Hamburger Hypotheken 1 und Deutſche Centralboden. v. H. Schwächer lagen Meininger Hypo⸗ theken um. und Bayeriſche Hypotheken um A1 v. H. Von Steuergutſcheinen wurde die Fälligkeit 1938 56 9. H. höher notiert. Die Fälligkeiten 1937 und 1938 mußten wie⸗ der repartiert werden. Reichsſchuldbuchforderungen, Ausgabe 1: 1987er 101,5 G; 198er 99,62 G; 1989er 99,37 G; 1940er 98,62 G; 1941er 98 G: 1943er 96,75 G; 1944er 96,62 G 97,37 B; 1945er 96,37 G.— Ausgabe 2: Unverändert. Wiederaufbauanleihe: 1944/5er 67,75 67,12 G. Aproz! Umſchuld.⸗Verband 86,675 G 87,425 B. Gegen Schluß der Börſe ſchlief das Geſchäft fall voll⸗ ſtändig ein, ſo daß wur wenige Schlußnotizen zuſtande⸗ kamen. Daimler waren um 78 v. H. niedriger, Farben um 7 v. H. gedrückt, ſie gingen mit 151 aus dem Verkehr. Unverändert blieben Vereinigte Stahl, um 7 v. H. ab⸗ geſchwächt waren Orenſtein. Etwas feſter dagegen lagen Reichsbank, die K v. H. gewannen und damit den Vor⸗ tagsſchlußkurs erreichen konnten. Nochbörslich blieb es ſtill. Geld- und Devisenmarkf Pfund ſchwächer * Berlin, 11. Februar, Am Geldmarkt trat heute eine weitere Erleichterung ein. Blanko⸗Tagesgeld war beretts mit 2½ bis 277 v. H. zu haben. Am Anlagemarkt blieb die bisherige Nachfrage für ſämtliche verfügbaren Mittel zum Teil recht groß. Der Privatdiskontſatz wurde bei 3 v. H. belaſſen. An den internationalen Deviſeumärkten zeigte die Ent⸗ wicklung des Dollars keine einheitliche Linie. Dem Pfund gegenüber lag er mit 5,01/(5,0116) etwas ſeſter, da die Pfunddeviſe ſelbſt weitere Schwächeneigung zeigt. Dagegen konnte ſich der Dollar den Golddeviſen gegenüber beſeſtigen, ſo in Zürich auf 3,02(3,026), in Paris auf 14,957 (14,94% und in Amſterdam auf 1,45%(1,4596). Das Pfund galt an den genannten Plätzen 15,157(15,16%) und 74,97 (74,98) und 7,2996(7,30%). Die Goldvaluten lagen durch⸗ weg feſter, insbeſondere der Schweizer Franken. Die nor⸗ diſchen Deviſen gaben weiter in geringem Ausmaß nach. biskantsatz: Reſchsbank 4, Combart 5, Privat 3. fl. G 68,5 B; 1946/8er * Frankfurt, 11. Februar. Tagesgeld war ſehr leicht und wurde auf 2(%½) y. H. ermäßigt. . yy yd dd /c 0 ↄ ͤyddddßcccßGGdccccddGGGGFGGdꝓꝓGꝓdGGGGdFFPFTFTFFFFFTcc deutſche Regierung in Würdigung des litanuiſcherſeits ver⸗ ſchiedentlich angedeuteten Wunſches nach einer Normaliſie⸗ rung der wirtſchaftlichen Beziehungen zwiſchen Deutſchland und Litauen ſich durch Vermittlung des deutſchen Geſandten in Kowno der litauiſchen Regierung gegenüber zu Beſpre⸗ chungen über die Ausgeſtaltung des beiderſeitigen Waren⸗ verkehrs bereit erklärt. Vor der Bilanzsitzung der Vereinigſen Stahlwerke Eſſen, 11. Februar. Der AR der Vereinigten Stahl⸗ werke., Düſſeldorf, wird vorausſichtlich am 27. Februar zuſammentreten, um über den Abſchluß für das am 30. Seplember 1935 abgelaufene Geſchäftsjahr zu beſchließen. Im Hinblick auf die günſtige Produktions⸗ und Abſatz⸗ entwicklung des Konzerns im verfloſſenen Geſchäftsjahr, in das bereits ein Gewinnvortrag von 23,74 Mill.„ über⸗ nommen werden konnte, glaubt man in verſchiedenen Kreiſen, mit der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung rechnen zu können. Die Entſcheidung darüber, ob dieſe Dividendenerwartungen ſich erfüllen werden, wird jedoch erſt in der bevorſtehenden AR⸗Sitzung fallen. Waggonfabriken AG. Verdiugen 5 Ohne Dividende G Eſſen, 11. Febr. Die Waggonfabrik AG., Uerdingen, weiſt zum 30. September 1935 einſchließlich 8543/ Vortrag einen Gewinn von 20 000/ gegen 172 486/ i. V. aus, aus dem lediglich 5 v. H. Dividende auf die Vorzugsaktien ausgeſchüttet werden, während die Stammaktien, die i. V. erſtmalig wieder 4 v. L. erzielten, ohne Dividende bleiben. Wenn trotz nennenswerter Umſatzſteigerung kein gün⸗ ſtigeres Ergebnis zu erzielen war, ſo wird dies von der Verwaltung auf nicht vorherſehbare, außerhalb des Wer⸗ kes liegende Störungen bei der Durchführung einiger größerer Aufträge und auf die vielfach gedrückte Preislage zurückgeführt. Der Umſatz des laufenden Jahres dürfte ſich etwa in der Höhe des Vorjahres bewegen. Nach den vorliegenden Aufträgen wird damit gerechnet, daß der derzeitige Beſchäftigungsgrad bis zum Jahresende etwa gehalten werden kann. Die Eingliederung der im Vorfahr übernommenen Düffeldorfer Waggonfabrik verläuft plan⸗ mäßig. „Beim MheiniſchWeſtſöliſchen ohleuſundikat ſtellte ſich der arbeitslägliche Syndikatsabſatz einſchließlich Aachen in⸗ den erſten neun Monaten 1935/30(April bis Dezember 1035) auf 234 235 To. gegen 217 476 To. im Durchſchnitt des Jahres. 1934/35. 8 a * Sitzung des Verwaltungsrates der B33. Die 59. Verwaltungs ratsſitzung der Bank für internationalen Zaß⸗ lungsausgleich am Montag in Baſel, an der die Noten⸗ baulpräſidenten mit ihren Sachberatern teilnahmen, geneh⸗ nehmigte die von dem Präſidenten Dr. Trip vorgelegten und vorgeſchlagenen Berichte über die Geſchäftstätigkeit im Mongt Januar. Die Erhöhung der Bilanzſumme um 48,29 Mill. Franlen rührt einmal her von einer Vermeh⸗ rung der Einlagen der Zentralbanken inſolge der Ver⸗ flüſſigung des Geldmarktes, zum anderen waren darin die 60 Mill. Schilling enthalten, welche die Oeſterreichiſche Nationalbank der Biß in Deviſen überwies zur Vertei⸗ lung an die ſogenannten Liſe⸗Claims⸗Gläubiger der Oeſterreichiſchen Eredit⸗Anſtalt. Von dieſen 60 Mill. Schil⸗ ling ſtammen 38,8 Mill. aus den Deviſenbeſtänden der Na⸗ tionalbonk, 12 Mill. von der Oeſterreichiſchen Eredit⸗ Anſtalt, während der Reſt von 9,2 Mill. durch Sonderab⸗ machungen mit den Gläubigern beglichen wird. Der Ver⸗ waltungsrat befaßte ſich dann mit dem im November 1938 mit der Ungariſchen Nationalbank getroſſenen Kreditabkom⸗ men. Damals wurde der ausſtehende Reſtbetrag des 1931 Ungarn gewährten Ueberbrückungskredits von einem zen⸗ tralen Banlenſyndikat und der Biz um drei Jahre, d. h. bis 1936, verlängert. Die Ungariſche Nationalbank hat nun mit der italieniſchen Staatsbank vereinbart, daß Un⸗ garn einen Betrog von einer Million Golddollar anſtatt in bar in Waren zurückzahlt, wozu der Verwaltungsrat namens der beteiligten Banken ſeine Zuſtimmung gab. Ungarn iſt bekauntlich nicht an den Sanktionen beteiligt. Bei der Rückzahlung werden Lebensmittel geliefert, die ſo⸗ wieſo nicht unter die Sanktionen fallen. Soweit der in Woren zurückgezahlte Betrag den italteniſchen Anteil über⸗ ſchreitet, wird er von der Big unter die übrigen Gläu⸗ biger verteilt. 85 5 * Reichsmittel zur Verbilligung krebsfeſter Pflanzkar⸗ toffeln. Um die Umſtellung des deutſchen Kartoffelbaues auf krebsfeſte Kartoffeln zu fördern, hat der Reichs miniſter für Ernährung und Landwirtſchaft auch für die Pflanzzeit 1936 erhebliche Mittel zur Verbilligung des krebsfeſten Kartoffelpflanzgutes bereitgeſtellt. Die Mittel ſollen in erſter Linie dazu dienen, die Krebsherde in den Pflanzgut⸗ erzeugungsgebieten(insbeſondere in der Umgegend von Zuchtſtätten und Vermehrungsſtellen) ſowie in denjenigen Pflanzguterzeugungsbezirken, in denen ſich das Auftreten des Kartoffelkrebſes für die Ausfuhr beſonders erſchwerend auswirkt, zu beſeitigen. Außerdem ſollen die Beihilfen zur ausreichenden Erzeugung krebsfeſten Kartoffelpflanggutes verwendet werden. Verbilligtes krebsfeſtes Pflanzgut ſoll in der Regel nur dem klein⸗ und mittelbäuerllchen Beſitz zugeleitet werden. Die Höhe der Beihilfe bei unmittel⸗ barer Zuteilung darf höchſtens 4, fe Dz. betragen. Die Verbilligung darf ſich uur auf anerkannte Pflanzkartoffeln derjenigen krebsfeſten Sorten erſtrecken, die in der Reichs⸗ ſortenliſte enthalten ſind. Sämtliche Kartoffellieferungen, für die eine Verbilligung gewährt wird, werden auf Ge⸗ ſungsheitszuſtand, Sortenechtheit und Reinheit überprüft. Vereinigte Altenburger und Stralſunder Spielkarten⸗ fabrik., Altenburg. Zu einer aus Leipzig verbreiteten Meldung über die Dividendenausſichten der Vereinigten Altenburger und Stralſunder Spielkartenfabrik AG teilt die Verwaltung auf Anfrage mit, daß ſie dieſer Notiz ſern⸗ ſteht. Erſt wenn der Verwaltungsvorſchlag auf Verlegung des Geſchäftsjahres auf das Kalenderjahr genehmigt ſein ſollte, wird die Verwaltung an die Auſſtellung einer Bilanz für das Zwiſchengeſchäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezbr. 1935 herangehen. Wie dieſer Abſchluß ausſehen wird, ſei noch völlig unbeſtimmt. Es ſei möglich, daß an dem bes⸗ herigen Dividendenſatz G8 v. H. für das letzte volle Ge⸗ ſchäftsjahr) feſtgehalten werde, aber ebenſo ſehr liege an⸗ geſichts des guten Geſchäftsganges eine höhere Ausſchüttung im Bereich der Möglichkeit. . Weitere leichte Abſatzſteigerung bei der Dortmunder Ritterbrauerei AG, Dortmund. In der o. HW der Dort munder Ritterbrauerei AG, Dortmund, wurde der Abſchluß für 1934/5 einſtimmig genehmigt und die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 5 v. H. auf die Stammaktien bo Iſſen. Zur derzeitigen Geſchäftslage wurde erklärt, daß in den bisher abgelaufenen Mongten des neuen Ge⸗ äſtsjahres eine weitere leichte Abſatzſteigerung zu ver⸗ ge en ſei, der allerdings eine gewiſſe Verteuerung der Rohſtoſſe gegenüberſtehe, mit denen man ſich rechtzeitig in guten Qualitäten eingedeckt habe. Wenn die Abſatzbelebung anhalte, werde man mit einem Ergebnis rechnen können, das dem des abgelouſenen Jahres entſpreche. * Keine Niederlaſſung der Schweizer Uhreninduſtrie in Rußland. Der vom Volrswirtſchaftsdeportement eingeſetzte Sachverſtändige, der zu unterſuchen hatte, ob die Einrich⸗ tung der Uhrenfabriten in Rußland für die Schweizer Uhreninduſtrie einen Wettbewerb darſtellen, gas das Urteil ab, daß dieſe Frage zu bejahen ſei. Das Volkswirtſchafts⸗ departement hat daraufhin die Tavannes Watch Comp. erſucht, von der Unterzeichnung eines Vertrages mit Ruß⸗ land abzuſehen. Die Verhandlungen der Tavannes Walch Comp. mit den ruſſiſchen Stellen fanden in enger Ver⸗ bindung mit den Bundesbehörden ſtatt. Waren und Märkie Berliner Getreidegroßmarkt vom 11. Februar. Das anhaltende Froſtwetter iſt auf die Entwicklung des hieſigen Getreidemarktes zunächſt ohne Einfluß geblieben. Die Zu⸗ fuhren aus der Landwirtſchaft ſind in Mahl⸗ und Futter⸗ etreide kaum ſtärker geworden., Weizen iſt in hochwertigen Qualitäten vereinzelt bei den Mühlen, in Durchſchnitts⸗ 9 an andere Käufer abzuſetzen. Für Roggen hat ſich ie gute Kaufluſt erhalten, nur die Berliner Mühlen nehmen keine Ergänzung ihrer Beſtände vor. Der Bedarf zu Futterzwecken kann nur teilweiſe befriedigt werden. Weizen⸗ und Roggenmehle haben ruhiges Bedarfsgeſchäft, die Abrufe halten ſich in dem üblichen Rahmen. Die Ver⸗ ſorgung mit Haſer und Gerſte zu Futterzwecken bleibt ſchwierig, dagegen ſteht Induſtrieware verſchiedentlich zur Verfügung. Für Induſtriehafer ſind Forderungen und Ge⸗ bote ſchwer in Einklang zu bringen. Feinſte Braugerſten werden bei Deckungen noch vereinzelt aufgenommen. U. a. notierten: Kleine Erbſen 18,2519. Magdeburger Zuckernotierungen vom 11. Febr.(Eig. Dr.] Unverändert; Tendenz ruhig. Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 31,75; Febr. 31,65— 31,67.5— 31,75 Tendenz ruhig; Wetter heiter, Froſt. Bremer Baumwolle vom 11. Febr.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Middͤl.(Schluß) loko 13,58. * Bergzaberuer Ferkelmarkt. Angefahren waren 130 Stück. Preis je Paar 40—50. Markt nicht ganz ausver⸗ kauft. Nächſter Markt 24. Februar. Hamburger Schmalznotierungen vom 11. Febr.(Eig, Dr.] Tendenz ruhig; American Stegmlard tranſito ab Kas 28,25 Dollar; American Steamlord raff, per 4 Kiſten mit fe 25 Kilo netto verſchiedene Standardmaärken, trans. ab Kal 28,75—29 Dollar Berliner Metallnotierungen vom 11. Febr.(Eig. Dr.) Amtlich notierten je 100, Kilo: Elektrolytlupfer(wirebors prompt, 49,75; Standardkupfer loko 44,00: Originalhütten⸗ weichblei“ 20,507 Standardblei per Februar 20,50; Ortgi⸗ nalhüttenrohzink ob norddeutſche Stationen 19,00: Stau⸗ dardzink 19,00? Original⸗Hütten⸗Aluminium 98 bis 99⸗ proz in Blöcken 144: desgl. in Walz⸗ oder Drohtbarren 148: Reinnickel 98—99proz 209; Silber in Barren ca. 1000 fein per Kilo 37,50— 40,50. 1. 0 Tabakverkaufsſitzuna in Karlsruhe. Der Landes⸗ verband badiſcher Tabakpfletzer⸗Fachſchaften hielt den Fangen Freitag über eine Nachtabakverkaufsſitzung in Karlsruhe ab. Von den Vertretern der Induſtrie und des Handels war die Sitzung ſehr gut beſucht. Angebojen waren 19 000 Ztr. Nachtabak und 1100 Ztr. Abfalltaßak, aufterdem 200 Ztr, nikotinfreier Taßar ferner pfä'ziſche Tabake aus dem Hauptgut 1935. Die Nachtabake wurden reſtlos abgeſetzt, wobei Friedrichstal Gruppe 19, das höchſte Gebot mät 60,30„ erzialte. Es murden für Frioß⸗ richtstal erzielt von 53,25—60,80, Traben 56,30—57,55, Spock 5636,85, Marktblankenloch 842555 /, Büchenau 56,10 bis 56,50, Staffort 57.80 58,50„. Von dem angebotenen Mannheimer Gounti⸗Hauptgut konnte nur ein Teil, ca. 2500 Ztr., abgeſetzt werden. 5 Ztr. nikotinfreier Tabar aus Obergrombach wurde zu 55/ verkauft während 65 Ztr. Weingärtner und 60 Ztr. Hen linger nibotinfeier Tabaf zurückgingen. Von dem Pfälzer Hauptgut 1985 erzielte Herrheim einen Preis von 36,05 bis 37 /, wührend die Poſten aus Insheim zum Teil zurückgingen und zum Teil keine Gebote erhielten. Einige Zentner Sandblatt wurden zu 45,0550/ abgenommen. Die Preiſe für Abb fälle waren ſehr niedrig. * * Die pfälziſche Weinmoſternte 1935. Nach den jetzt vor⸗ liegenden Ergebniſſen des Statiſtiſchen Reichsamtes iſt auch im letzten Weinjahr das Ernteergebnis in der Pfalz wieder ſehr günſtig ausgefallen. Gegenüber der Rekordernte des Jahres 1934 hat ſich eine Abnahme ergeben. Das geſamte Ernteergebnis beläuft ſich auf 822 490 Hl. Weißwein und 217 182 Hl. Rotwein. Im Rekordjahr 1934 wurden 924 589 Hl. Weiß⸗ und 329 976 Hl. Rotwein geerntet, 1933 dagegen nur 389 076 Hl. Weißwein und 153 240 Hl. Rotwein. Für den Hektoliter Moſt wurde durchſchnittlich ein Preis von 35,0(36,6)/ für Welßwein und 24.1(26,9)/ für Rotwein erzielt. 1933 ergaben ſich infolge der weſentlich kleineren Ernte dafür höhere Preiserträge. Für den Hektoliter Weiß wein wurden 51% und für den Hektoliter Rotwein 40%% angelegt.— Im Moſel⸗ Saar⸗ und Ruwergebiet wurden im letzten Herbſt 540 998(782 96) Hl. Weißwein geerntet bei einem Hektarertrag von 66,7(98,0) Hektoliter. * Holzpreisbericht aus Baden. Nadelſtammholzverkäufe aus den Staatswaldungen in den Monaten November 1935 bis Januar 1936. Erlöſe in Prozenten der Landesgrund⸗ preiſe: Nopember 1935: 34 201 fm Ta. und Fi. 61 vu.., 41h fm Fo. und Lä. 68,9 v. H.— Dezember 1935: 9291 fm Ta. und Fi. 57,1 v.., 108 fm Jo. und Lä. 71 v. H.— Januar 1936: 26 221 im Ta. und Fi. 58,8 v.., 1379 fm Fo. und Lä. 70½ v. H. Vom pfälziſchen Holzmarkt. Das Regierungsforſtamt Pfalz hat im Januar außer einem 2190 Fm. Starkeichen⸗ verkauf Holz aus Staatswaldungen zu folgenden Durch⸗ ſchnittspreiſen verwertet: 630 Im. normales ſchwächeres Eichenſtammholz 105,6 v. H. und 580 Fm. ſehlerhaftes 87,2 v. H. der Bezirksgrundpreiſe, 180 Fm. Eichenſchwellen 1. Kl. 17,88, le Im., 5800 Fm. Buchenſtammholz 65 v. H. der Landesgrundpreiſe für das n⸗Holz, 1230 Fm. Buchen⸗ ſchwellen 13,15, je Fm für die 1. Kl., 500 Fm. br. Laubſtammholz 104 v. H. der Bezirksgrundpreiſe, 2300 Fm. normales Kiefern⸗Stark⸗ und ⸗Wertholz 1. und 2. Kl, 94 v.., 1200 Fm. Kiefernblochholz 3. mit 5. Kl. normal 68,7 v.., 5400 Im. fehlerhaftes Kiefernblochholz 5,5 v. H. der Landesgrundpreife, 1200 Fm. Kiefernſchwellen 1. Kl, 15 je Fm., 200 Fm. Kiefernſchwellen 2. Kl. 13/ je Fm. 1400 Fm. Fichtenlangholz unentrindet 62,6 v.., 240 Ster Fichtenpapierholz ohne Rinde 60 v. H. der Landesgrund⸗ preiſe, 15000 Fm. Nadelgrubenlangholz ohne Rinde(bis mit 16 em Mittendurchmeſſer) 11,23„ je Im., 10 200 Fm. Nadelgrubenlangholz ohne Rinde[über 16 em Mitten⸗ durchmeſſer) 10,39/ je Fm., 5800 Ster Nadelgrubenkur⸗ holz 74 v.., 25 100 Ster Hart⸗Breunholz 91,8 v. H. und 6300 Ster Weich⸗Brennholz 92,3 v. H. der Bezirksgrund⸗ preiſe. 8. Seite/ Nummer 70 Nene Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Dienstag, 11. Februar 1936 Wie in der Gruppe Weſt, ſo gab es auch in Abteilung TV 1816— Kurpfalz Neckarau(:4) ſt mit den Spielen SpVg 07— F Brühl(:2 Die Spiele der Kreisklaſſe 1 Mannheim See e e Ladenburg— Edingen 111 Neckarſtadt— Rohrhof(:0) 6 3 heiße Gefechte, wobei die knappen Ergebniſſe beredtes Zeug⸗ Gartenſtadt— Poſt Mannheim(02:1) 75 N Kurpfalz Neckarau weiter in Front— Altrip gewinnt Boden— Wallſtadt überläßt nie hierfür find. Taden bn 2g hat ſich ein weiteresmal auf dem Programm Die Klammerzablen bedeuten dis- Weinheim die erſten Siegpunkte krätlig in Poſitur geworſen unnd hat nach dem Sieg in 1 15 Weder e. 8 e e Hemsbach nun auch den Edingern einen wertvollen Vorſpieleroebniſſe und es ſollte nicht wundern, wenn im Wie nicht anders zu erwarten, brachte auch der zweite Die erſte Hälfte gehörte mehr oder weniger Rohrhof, das 1 age eſchnappt. Aber nicht nur die Leute aus dem zweiten Gang die oder jene Niederlage in einen Sieg um⸗ 5 in beiden Gruppen recht intereſſante Treſ⸗ auch die Führung an ſich reißen konnte. Nach dem Wechſel n 8„Best bung, dies mal iſt es 5 ere gewandelt würde. Daß die letzten Runden heftige Kämpfe fen, wobei es natürlich allgemein kedauert wurde, daß die lamen die Pfälzer entſchieden beſſer zum Zeug und holten 85 abellenletz ahn Weinheim, der eine beſordere bri 5. 95 och ſtehe. e einzelnen Spiele vor verhältnismäßig geringen Zuſchauer⸗ ſich durch zwei Treſſer von Hochlehnert und Herd die zwei Rolle ſpielte. Schon im Pokalwettbewerb heben die Berg⸗ JJ ſcharen ſtattſinden mußten. Die ſtrenge Kälte und nicht ſo notwendigen Pundbe. Ebenfalls mit 211 ſetzte der To⸗ ſträßler überraſcht, aber noch mehr haben ſie es jetzt, wo ſie dungen aus. Am meiſten intereſſiert nach wie vor die Ab⸗ Broß? 1 Stadien 3 1 14 0 7* f as 8 95 811 N 5 33— zuletzt der Großtampf im Stadion hatten diesbezüglich bellenführer, Kurpfalz Neckarau, ſeine Erfolgsſerie Wa 57 1 0 5 1 1 19 hluß den erſten Sieg me den. ſtiegsfrage, von der Albrip logiſcherweiſe ſtärker bedroht nachhaltigften Eindruck hinterlaſſen. fort. Gegner war der Spe Neckarſtadt, der heftigen di Me mit dieſer Niederlage eine große Gelegen. iſt als die um Naſenlänge vorausliegenden Poſtler Gerade bei den Spielen der Gruppe We ſt: Widerstand leiſtete. Nach torloſem Seitenwechſel kam die heit auf die Meiſterſchaft ſchleifen gegangen, und ob es 9 555 8 5 1. N Erſa Kurpfalz Neckarau— Neckarſtadt 21 Neckarauer Elf, die vereinzelt Spuren von Ermüdungs⸗ jetzt noch reicht iſt fvaglicher, denn je. N at Fekan tlic die Fvage der Meiſterſchaft⸗ e Frei Late. 1 7 1 2 erſcheinungen oſſenbarte⸗ beſſer ins Spiel und bald hatten Tabellenſtand Kreisklaſſe 1 Mannheim(Oſt) ei d 30 1 75 70 e e 15 e ee 105 Führung gölcha t. Neckar⸗ Vereine Spiele gew. unenilch. verl. Tore Punkte wenngleich nicht anzunehmen iſt, daß Kurpfalz in eine 39 machte ſich das Spiel im Stadion, hinſichtlich des Gaſtſpiels adts Ehrentreifer fiel erſt kurz vor Beendigung des[ Edinge 2 5 7 7. gechſträhne, ähnlich der vom letzten Jahre verfällt 9 von 07 bei Gartenſtadt, überaus ſtart bemerkbar. Die Spieles, welches von Höch n⸗s Mannheim jederzeit mit Hemsbach„ 15 8 1 8 218 0. 75 b 8 5 5 Net Wabdhbfer waren ſozuſcgen ausgeflogen und die von 07 größter Umſicht geleitet wurde. Wallffa dk 12 6 3 3 209 16 1200 Auch die Paarungen der Gruppe O ſt: Abb mitgelrmmene Reiſebegleitſchaft war ebenfalls recht dünn Tabellenſtand Kreisklaſſe 1 Mannheim(2* ſen 10 2 9 95 mitg.. f 0 ben ch 1 heim(Weſt) Neckarhauſen. 10 3 3 2 29•1 3 5 8 55 hei 1 Paufe lagen die Neuoſtheimer mit 3˙1 in eren Spiele gew uneltich ver. dor Junkte Ladenburg 12 4 2 6 24 5 5„„ 55 ems bach(04— e eb e nicht zu zwei⸗] Kurpfalz Neckarau 12 9 2 1 20.4 Leutershauſen. 11 3 3 5 2378.13 Ladenburg— Weinheim:2) M An. Gartenſtadt wehrte ſich zwor überaus baper, man 07 Mannheim 18 8 1 4 1719 TV Viernheim 11 4 5 9 Neckarhauſen— Edingen(:2) lam auch zu Gegentreffern, aber die mit einigem Erſatz Brühl 14 7 3 4 17 11 Jahn Weinheim 11 1 1 9 1646:19—. g. g. 2 5 f Jab 1 9 6 3: 5 5 8 3 5 2 8 Feen Platzelf kam um eine 34 Niederlage nicht TW 1843 14 15558 16˙12 können ſich ſehen laſſen. Das Hauptintereſſe beanſprucht herum. trip hat immer noch nicht die Hoffnung auf Neckarſtadt 15 6 1 8.17 Sue K. 8 715 Rettung vor dem Abſtieo aufgegeben und hat ſich nun mit TV Rohrhof 13 5 5 5 1214 Der kommende Sonnta das Spiel in Neckarhauſen, wo es um dle„Wurſt“ geht. Die e 5 Jof 9 1 5 h r 1 0 bis Hicht an den Tabellen. Gartenſtadt 2 15 3 4 8 10 20 5 9 Lage an der Spitze läßt z. 3. noch alle Möglichkeiten zu, vorletzten oft Mannheim heran 8 58 8 1 7 75 33 2 8 J i 8 biiegs“ bel 21 75 r 2 Arten See e e e e 33 4 1 7 9515 bringt in der Gruppe Weſt Hochbetrieb, ſtehen doch nicht während die Abſtiegs vage unmittelbar vor der Klärung * 0 T S Ir 4 0 10 8˙20 weniger als 4 Paarungen: ſteht. Alſo hier liegen die Dinge umgekehrt wie im Weſten. 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