Einzelpreis 10 PR. Neue Mannheimer Seitung 8 erſchelaunskweiſe: Taglich ꝛmal außer Sonntag. Bezugspreiſe: 2 2 Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm 55 Fret Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unf 0 9255 5 e 888 en⸗ Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk eiaſcht am eimeb eneta 2 MWelger breite Textmillimeterzeile 50 5 91 F 11 i bi 5 W igi⸗ 5 ö 6 5 e Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. gemein gültig a n e iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 6. Bei eee 5 5 125 fische iſtr. e e j Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für 0. i 1 den e Se duiſen r. 1. Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und ein eſt. 28. f. b. folgend. Monat erfolgen. Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. für i 2— 80 1 Mittag-Ausgabe A Dienstag, 24. März 1036 147. Jahrgang— Nr. 140 — London erwartet deutſche Man will gerne mit ſich reden laſſen Lord Halifar über den unverbindlichen Charakter der Vorſchläge der Lotarnomächte egenvorſchläge die reſerkonjerenz in Nom — London, 24. März. ſowie in den Berichten über die Lage im Parla⸗ Der engliſche Lordſiegelbewahrer Lord Halifax] ment. Auch die zahlreichen Briefe zur Lage, die an hielt am Montagabend an Stelle des in London die Zeitungen geſandt wurden, zeigen in ihrer über⸗ durch ſeine Arbeit feſtgehaltenen Außenminiſters wältigenden Mehrheit Sympathie und Verſtändnis SEden die Eröffnungsrede auf der Jahresverſamm⸗ für den deutſchen Standpunkt. Starkes Intereſſe lung des Landesausſchuſſes der evangeliſchen Frei⸗ findet allgemein mit einem Male auch wieder die kirchen in Briſtol. Lord Halifax, der bekanntlich als abeſſiniſche Frage. Es wird hervorgehoben, daß Eng⸗ zweiter engliſcher Vertreter an den Locarno⸗Beſpre⸗ land in dieſer Frage keineswegs zum Nachgeben chungen teilgenommen hatte, erklärte u..: bereit ſei. „Wir wollen keine Einkreiſung Deutſch⸗ Eine Erſchwerung, ſo meint der diplomatiſche tal lands. Wir wollen keine exkluſiven Bündniſſe.] Korreſpondent der„Morningpoſt“, erwarte man 0 Wir wollen vielmehr eine Gemeinſchaft in der eurv⸗ durch die Haltung Italiens. Grandi habe bei 5 päiſchen Geſellſchaft aufbauen, an der ſich Deutſch⸗ der Eröffnung der Ratstagung es ganz klar gemacht, — land frei beteiligen und die Rolle eines guten daß Italien für ſeine Zuſammenarbeit mit den * Europäers für das europäiſche Wohlergehen ſpielen Locarnomächten gewiſſe Bedingungen zur Voraus⸗ . kann. ſetzung mache, nämlich die Beſeitigung der Ich habe es mir nie derheimlicht, daß wir etwas Sanktionen. Muſſolini habe noch nicht ſeine Zu⸗ U ö Schweres von Deutſchland forderten. Schließlich hat ſtimmung zu dem Viermächteabkommen gegeben 5 aber Deutſchland die Bedingungen geſchaffen, durch und es ſei auch unwahrſcheinlich, daß er ſie ohne die die Feſtigkeit Europas erſchüttert wurde(). Es wichtige Vorbehalte geben werde. Im Leitartikel 15 wär daher unter den gegebenen Umſtänden nicht Les Blattes wird ein Appell an Muſſolini gerichtet. zu viel von Deutſchland verlangt, einen Beitrag zu Mit all ſeinem Mut und ſeiner kühnen Haltung, die 11 leiſten, der zugegebenermaßen ſchwer 5 Ich er gegenüber der übrigen Welt zeige, müſſe Muſſo⸗ habe jedoch Berichte in der Preſſe geleſen, daß lini darauf bedacht ſein, auch im Wege 5 der Ver⸗ 0 Deutſchland mindeſtens einen der Vorſchläge der Lo⸗ öhnung den Frieden in Afrika herzuſtellen, um 55 ennhomächte nicht anzunehmen in der Lage 12 55 deſto beſſer den Frieden in Europa aufrechterhalten 905 N— 2 zu können. Eine ſolche Veränderung der italieni⸗ 18„ 535 5. 55 17 5 8 initter werde. 70„ A 5 2 Dex ungariſche Miniſterpräſident und der öſterreichiſche Bundeskanzler ſind mit ihren Außenminiſtern das zutrifft, baun möchte ich zunüchſt ſchen Politik könne natürlich nicht an einem Tage in Rom eingetroffen. Von links nach rechts: Gömböüs, Kanya, Berger ⸗Waldenegg, 2 eee daß dieſe Vorſchläge e eee erreicht werden. Muſſolini und Schuſchnigg.(Scherl Bilderdienſt,.) * 7 etwas von ber Art eines Ultimatums ſein ſoll⸗ s 5 1 5 ten, das Deutſchland in ſeiner urſprünglichen 2 15 2 2 2 9 Form zu unterzeichnen hätte. Wir möchten je⸗ 5 e een ee e rantreich wan nocht mehr mitmachen! 19 unſere Vorſchläge nicht„ i. 5. a kommen, die nicht weniger wirkungsvoll wären 2 z 5 8 4 4 5 VTV Rückzug aus London? Erbitterung über Edens Anterhauserklärung Abbruch der Völkerbundskonferenz? 2 rung in Betracht kommt, kann geſagt werden, 325 bel daß allen exuſthaften deutſchen Gegenvorſchlägen(Funkmeldung der NM Z. tagen, die Verhandlungen auf diplomatiſchem Wege lauf falſcher Schlüſſe befinde Der letzte Fehler, den 10 irgendwelcher Art die ſorgfältigſte Erwägung ++ Paris, 24. März. weiter zu führen und in zwei bis drei Wochen wie⸗ man noch machen könne, ſei die Anſicht, daß man geſichert iſt. Die Pariſer Morgenpreſſe gibt eindeutig den tie⸗[der zuſammenzutreten. 5.(nämlich die franzöſiſche Politik) über dieſen Kreis N Im weiteren Verlauf ſeiner Rede erklärte Ford fen Gegenſatz wieder, der zwiſchen der engliſchen und 85 Weder England noch Deutſchland noch Italien hinauskommen könne, indem man eine Wahlveiſe Halffax, das britiſche Volk habe den überwältigenden der franzböſiſchen Auffaſſung über die Eigenschaft des fühlten ſich gebunden, ſchreibt das„Jvurnal“. nach Honne(womit auf Flandin angeſpielt wird) mache 11770 J Wunſch, daß der ganze Einfluß Englands in die Londoner Vierevabkommens beſteht. Edens Unter⸗ Was bleibe denn überhaupt noch von dem und eine Vertagung des Völkerbundsrates zu er⸗ 1 ö Wagſchale des Friedens geworfen werde hauserklärung, daß die dem Botſchafter von Ribben⸗ Londoner Plan übrig? reichen verſuche⸗ hund daß Sie engliſche Regierung keine Bemühungen trop übergebenen Schriftſtücke nur„Vorſchläge“ dar Und der Außenpolitiker des Blattes erklärt in einer Pertinax ſieht in ſeinem Londoner Bericht im — ſcheue, den Frieden auf der einzig möglichen e ſtellten, hat das franzöſiſche Außenminiſterium ſo Meldung aus London, daß man ſich in einem Kreis⸗„Echo de Paris“ die erſte Schwierigkeit darin, daß die en lage, nämlich der Achtung für die internationalen betroffen, daß es ſich zum Handeln, allerdings zu. —— Verträge und der gegenſeitigen Verſtändigung einem durchaus negativen Handeln, entſchloſſen zu g 28 1 den Nationen Europas und der Welt, zu er⸗ haben ſcheint. zielen.. 25 5 b it be⸗ Lord Halifax glaubte an der Art des deutſchen 5 eee 5 8 Der ex 1 1 I jer lu des 2 129 hein. Vorgehens Kritik üben zu ſollen und führte dann e e 5 ö ö „ J aus, Außenminiſter Eden verſuche, eine Brücke zu tn d„ e 5.. gf 5 e a ee ee hat erkllket er lebe l wach Sunzuß zer Vor einem Deutſchland-Iluge des neuen Luftrieſen eim uffaſſungen egnen, einer gegenſeitigen Verſtän⸗. i 2 8 5 a 10 T;— Friedrichshafen, 23. März. Der an der Fahrt teilnehmende Polizeipräsident 1255 gebäude verſtärken könnten. Aus dieſer Bemühung Die Zeitungen nehmen im allgemeinen nicht. 3 85„ 1 von Magdeburg, Chriſtianſen, richtete beim 1 5 hätten ſich die Vorſchläge der Locarnomächte ergeben. ſelbſt Stellung. Sie geben nur übereinſtimmend die Bei herrlichſtem Frühlingswetter ſtartete der Eſſen in ſeiner Eigenſchaft als Geſchäftsführer der Lord Halifax ſchloß mit der Erklärung, daß Nicht⸗ Inſormation wieder, wonach Frankreich keine neue Luftrieſe„L7 129. am Montag um 10 Uhr Deutſchen Zeppelinreederei herzliche Begrüßungs⸗ eimer angriffspakte von der Art, wie ſie der deutſche Vorſchlä ge een werde und überlaſſen es vormittags zu ſeinem erſten Paſſagierflug, der ihn in] worte an die Teilnehmer dieſes erſten Rundfluges 11 116 Reichskanzler vorgeſchlagen habe, unterſtützt durch im übrigen ganz 5 Londoner Berichterſtattern, Begleitung ſeines kleineren Bruders„Graf Zeppe⸗ mit Fahrgäſten. Alle Teilnehmer, ſo führte er u. a. 4 10 Maßnahmen für gegenſeitigen Beiſtand zwiſchen den ein Bild von der Lage zu geben, die von allen Blät⸗ lin“ über den Bodenſee und deſſen Randgebiete aus, könnten ſtolz darauf ſein, den heutigen Tag er⸗ i Nationen, in den kommenden Tagen als mächtiges tern als verwirrter, gegenſätzlicher und unklarer führte. Ueber den Verlauf des Fluges gibt der leben zu dürfen. Cann Abſchreckungsmittel gegen alle Friedensbrecher wir⸗ denn je hingeſtellt wird. Vor allem aber iſt man Sonderberichterſtatter des DB folgenden Bericht: Das deutſche Volk werde bereits in kürzeſter 1 ken würden. Er und Eden hofften, daß Deutſchland beſorgt, daß Englands militäriſcher Beiſtand keines⸗ 5 8. Zeit Gelegenheit haben, dieſes neueſte Werk heim. ſich an dieſen Maßnahmen beteiligen werde. wegs bereits ſo geſichert erſcheint, wie Paris Ende Auf das Kommando„Luftſchiff marſch“ werden deutſchem Geiſtes zu ſehen. b ö e voriger Woche noch angenommen hatte. die Haltetaue gelöſt und das jüngſte, modernſte und Anſchließend halfen die Fahrgaſte Gelegenheit Nann 2 4 Die oben erwähnte Unterhauserklärung Edens größte Luftſchiff der Welt erhebt ſich vom Boden. 0„„ 1 8 8. 4 Eden:„Nur Vorſchläge hat, wie der. der 0 Ha⸗ Bon kräftigen Motoren getrieben, ſchwingt es ſich unter ſachkundiger Führung den Laufgang des Schif⸗ 7 955 3 5— London, 23. März. vas aus London meldet, auch in Londoner franzöſi⸗ empor, und bereits nach wenigen Sekunden zieht es 71 5 Führergondel zu beſichtigen. Neben Ka⸗ 5 55 Auf eine Anfrage im Unterhaus nach dem Stand ſchen Kreiſen einige Ueberraſchung hervorgerufen. eine elegante Schleife über dem in der Morgenſonne e e e 2755 1 eim. der internativnalen Lage erklärte Außenminiſter Nach Anſicht der franzöſiſchen Unterhändler ſei das glitzernden Bodenſee. In der Ferne iſt bereits gen, Bie ihnen An Allen Seiten Adel wer 1 5 1 5 Eden, daß der Inhalt der Botſchafter von Ribbentrop zwiſchen den vier Locarnomächten erzielte Abkom⸗„Graf Zeppelin“, der etwas früher ſtartete, ſichtbar. ſonderes Intereſſe finden die t c 11 dem 1 übermittelten Dokumente den Charakter von Vor⸗ men über die von Deutſchland zur Wiederherſtellung Die beiden Luftſchiffe ſteuern aufeinander zu, und Echolot, die 0 en der gan Fal 91 15 51 4 ſchlngen habe des internationalen Geſetzes geforderten Maßnah⸗ nach wenigen Augenblicken begegnen ſie ſich auf glei⸗ 5- 1 Fahrt gemg 5 a i men unabhängig von der Annahme oder von der cher Höhe. Es iſt ein überwältigendes Bild, wie nun l 7 5 f 13 2 3855 Ablehnung durch das Reich.„Graf Zeppelin“ einſchwenkt und dem„L 129“ in len Teilnehmern an dieſem unvergeßlichen 75 Wachſendes Verſtändnis für Deutſchland„Es wird immer ſchwieriger, vorauszuſehen, wie Kiellinie folgt. Nach kurzer Zeit dreht er wieder ab Rundflug fiel der geräuſchloſe und erſchütterungs⸗ (Funkmeldung der NM.) dieſes Durcheinander enden wird“, ſchreibt der Lon⸗JTund fährt im rechten Winkel hinweg. freie Gang der Motoren beſonders angenehm auf. London, 24. März. doner Sonderberichterſtatter des„Jour“. Wenn b e e eine 17 80 geringe Vibration 85 ö iat, daß iusge⸗ Hitler am Dienstag ſeine Gegenvorſchläge unter⸗ Inzwiſchen genießen die Fahrgäſte den wunder⸗ und liegt ſelbſt bei voller Fahrt vollſtändig ruhig in e ene, breite und Flandin dann Verhandlungen über ſie vollen Anblick, der ſich aus den großen Schiebefen. der Luft.„„ iter an Boden gewonnen hat. Die öffentliche verweigere, würde die engliſche Regierung wahr⸗ ſtern der Geſellſchafts räume bietet. Unter ihnen der Um 15 Uhr traf die Haltemannſchaft auf Krafk⸗ Nein 255 ſich einheitlich darüber klar, daß ſcheinlich verſuchen, die Schuld für das Scheitern der blaue See und dahinter die gewaltige Kette der wagen vor der Halle ein, wo ein neuer 22 Meter die Vorſchläge 85 Locarnomächte an Deutſch⸗ Locarnoverhandlungen Frankreich zuzuſchieben. Die ſchneebedeckten Alpengipfel. Bald iſt Schaffhauſen hoher fahrbarer Ankermaſt und der Heckwagen be⸗ land in d euwärtigen Form nicht annehm⸗ Lage ſei alſo ſehr verwir rt. Niemand ſehe klar. erreicht und der Hohentwiel wird in 1000 Meter reitſtanden. Das Luftſchiff wurde zunächſt mit der fand in der gegenwa Alle Welt ſei überzeugt, daß es am beſten geweſen Höhe überflogen. Wie ein winziges Spielzeug lie⸗ Spitze an den fahrbaren Ankermaſt befeſtigt, während er ud. insbeſondere deutlich in der entſchie⸗ wäre, den Völkerbundsrat ſofort nach der Feſtſtellung gen die Ortſchaften und die Dampfer und Boote des das hintere Laufrad auf dem Heckwagen ruhte. Eine Senn der e zum Ausdruck der Locarnoverletzung durch Deutſchland zu ver⸗ Sees in der Tiefe. Viertelſtunde ſpäter war„L 129“ in der Halle. Donnerstag spricht Ministerpr äsident Göring in Karlsruhe eee 2. Seite/ Nummer 140 italieniſche Regierung hinſichtlich des Viererabkom⸗ mens noch nichts von ſich h hören laſſen. Sie wolle die Gelegenheit ausnützen, um von den Sühne⸗ maßnahmen loszukommen. Grandi, der bei der ganzen Angelegenheit ein ſtummer Zeuge geweſen ſei, habe am Montagabend noch keine Anweiſungen aus Rom gehabt. Die Außenpolitikerin des„Oeuvre“ meldet jedoch, Grandi ſei von ſeiner Regierung mitgeteilt worden, Rom ſei zur Unterzeichnung der Londoner Schriftſtücke der Locarnomächte uur bereit, wenn Frankreich genau umriſſene Bürgſchaf⸗ ten über ſeine Rolle im afrikaniſchen Streit geben wolle. Frankreich glaube, bereits genug für Italien getan zu haben, Italien hingegen meine, Frankreich hätte noch mehr tun können. Italien werde alſo mit ſeiner Antwort warten, bis Deutſchlands Antwort vorliege. In der„Ere nouvelle“ warnt der Vorſitzende des Auswärtigen Ausſchuſſes der Kammer, Baſtid, ſeine Landsleute vor Illuſionen über die franzöſiſch⸗eng⸗ liſche Zuſammenarbeit. Er erklärt, daß die Engländer die Lage durchaus auslegten als die Franzyoſen. Vor allem ſeien die Engländer nicht geneigt, ſich einem internationalen Verfahren anzuſchließen, das einen Trennungsſtrich zwiſchen Deutſchland und den anderen Mächten ziehe. Die Engländer wollten nicht, daß der Geiſt von Verſailles noch weiter wirke. Es gebe zwei Auffaſſungen über die Beziehungen zu Deutſchland. In den gegenwärtigen Empfin⸗ dungen Frankreichs gegenüber Deutſchland ſei zwet fellos noch ein Reſt an Clemenceguismus und Poin⸗ caréismus enthalten oder ſogar ein Wiedererwachen dieſer Blickarten. So etwas ſei den Engländern aber heute ſo fremd wie geſtern. Es genüge nicht, gemein⸗ ſame Texte auszuarbeiten. Man müſſe über ſie auch die gleiche Auffaſſung haben. Es habe keinen Zweck, der franzöſiſchen Oeffentlichkeit vorzuenthalten, daß dieſe Uebereinſtimmung nicht beſtehe. Die deutſche Taktik beſtehe darin, gegen den Geiſt der Ungleichheit und der Diskriminierung der Lon⸗ doner Vorſchläge zu proteſtieren. Darin werde es auf der anderen Seite des Kanals„ein willfähriges Echo finden.“ Die Franzoſen müßten ebenfalls er⸗ kennen, daß gewiſſe Begründungen und eine gewiſſe Art der Problemſtellung heute überlebt e und eine Verſtändigung mit England ebenſo ſchwer ſei wie eine Verſtändigung mit Deutſchland. Die engliſche Kirche und die engliſche Politik (Funkmeldung der NM.) — London, 24. März. Die Hochkirche von England hat jetzt ebenfalls zur politiſchen Lage Stellung genommen, und zwar in einem Brief des Erzbiſchofs von Canterbury an Miniſterpräſident Baldwin. Der Brief lag einer Konferenz ſämtlicher Biſchöſfe und Erz⸗ biſchöfe von England vor. Der Erzbiſchof von Canterbury weiſt darin zunächſt darauf hin, daß die Verſammlung den Wunſch habe, der Regierung zur Seite zuſtehen. m allgemeinen ſtimme ſie der gegenwärtigen Politik der Regierung voll zu. Das Schreiben betont aber dann, daß„auch die anderen Mächte nicht immer dem Geiſte nach ihre Verpflichtung erfüllt haben“ und zwar ſowohl die aus dem Locarnovertrag als auch die aus der Völkerbundsſatzung entſpringenden. Von größter Bedeutung ſei es nun, daß die Staats- männer Europas nicht rückwärts, ſondern vorwärts gingen und ſich ernſthaft anſtrengen, die einzigartige Gelegenheit zu nutzen, die ſich jetzt biete, das Syſtem des europäiſchen Friedens neu aufzubauen, und zwar auf der Grundlage internationaler Gleichberechti⸗ gung und Gerechtigkeit. Daher ſei der Vorſchlag zu begrüßen, daß der Völkerbund möglichſt bald eine internationale Konferenz einberufe, die die Grund⸗ lage zu dieſem Neuaufban legen ſolle. Dieſe Kundgebung der Biſchöfe wird vom„News Chronicle“ als eine Angelegenheit von höchſter Bedeutung bezeichnet. Es ſei kein Zweifel, daß er die Anſichten des Durchſchnitts des eng⸗ liſchen Publikums wiedergebe. Volksabstimmung über die Lotarno⸗ vorſchläge? — London, 23. März. In dem innerpolitiſchen Streit über den Wert oder Unwert der in dem Memorandum enthaltenen Vorſchläge der Locarnomächte iſt eine bemerkens⸗ werte Entwicklung eingetreten. Das ſüthrende Mit⸗ glied der oppoſitionellen Arbeiterpartei, Tom John⸗ ſton, will in der bevorſtehenden außenpolitiſchen Ausſprache im Unterhaus die Regierung um die Verauſtaltung einer Volksabſtimmung er⸗ ſuchen, bevor die Beſprechungen zwiſchen den Generalſtäben Englands, Frankreichs, Belgiens und Italiens, die für den Fall eines Schei⸗ terns der Verhandlungen mit Deutſchland vor⸗ geſehen ſind, ſtattfinden. Der„Evening Standard“ nimmt an, daß dieſe Forderung in der bevorſtehenden außenpolitiſchen Ausſprache eine hervorragende Rolle ſpielen werde. Dieſer Teil des Memorandums, ſo ſchreibt das Blatt, verurſache nicht nur bei den Arbeiterpartei⸗ lern, ſondern auch bei den Regierungsanhängern ernſte Beſorgniſſe. anders —— Das Ergebnis von Rom Unterzeichnung der neuen römiſchen Protokolle — Nom, 23. März. Die Dreimächtekonferenz von Rom ſand am Montag um 19 Uhr mit der Unterzeichnung von drei Protokollen durch Muſſolini, den ungariſchen Mini⸗ ſterpräſidenten Gömbös und den öſterreichiſchen Bundeskanzler Schuſchnigg ihren Abſchluß. Die Ver⸗ öffentlichung des vollſtändigen Wortlautes dieſer drei Protokolle, von denen ſich eines mit politiſchen und zwei mit wirtſchaftlichen Fragen beſchäftigt, ſoll im Laufe des Dienstag erfolgen. Wie man von beteiligter Seite hört, bezwecken die Protokolle in erſter Linie eine Vertiefung der politiſchen und wirtſchaftlichen Zuſammenarbeit Ita⸗ liens, Ungarns und Oeſterreichs. haupt der Stadt Frankfurt, nie ſkizgierte Dr. Goebbels Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 24. März 1936 — „Die Soldaten ſind und bleiben im Rheinland“ Dr. Goebbels in Frankfurt: Wir werden nichts unterſchreiben, was gegen Deutſchlands Ehre verſtößt! Frankfurt a.., 23. März. Wieder, und wohl am ſtärkſten nach der Führer⸗ Kundgebung, iſt das rieſige Rund der Feſthalle bis zu den Dachſparren hinauf von einer gewaltigen Men⸗ ſchenmenge angefüllt. Nach kurzen Begrüßungsworten durch das Ober⸗ Staatsrat ergriff ſofort Miniſter Dr. einer durch ihre wundervollen Prägungen immer wieder zu ſpontanen Beifallsſtürmen hinreißenden Rede. Dr. Goebbels gab anſchaulichen Worten ein Bild von der furchtbaren Zeit der Drang⸗ ſale und der Rechtloſigkeit, die das deutſche Volk bis zur Machtübernahme durch den National⸗ ſozialismus in einem ungeheueren Leidenswege durchzumachen hatte. Und nicht zuletzt ſei dieſe Zeit ſo furchtbar geweſen, weil das deutſche Volk immer wieder geglaubt habe, dieſe Not für einen wirklichen Frieden auf ſich nehmen zu müſſen. Und während dann d deutſche Volk geknebelt am Boden lag, in dul S brachte man ihm immer neue Demütigungen bei. In wundervollen Sätzen und mit beißender Iro⸗ unter dem Beifall der Syſtemregierungen, um die Worte auszu rufen: Maſſen die Unfähigkeit der dann unter toſendem Jubel „Und mit dieſem Zuſtand hat der National⸗ ſozialismus aufgeräumt.“ Und als der Miniſter ſchließlich in kurzen präg⸗ nanten Worten auf die Erfolge der nationalſozialiſti⸗ ſchen Regierung in den drei Jahren ſeit ihrer Macht⸗ übernahme eingeht, auf die Beſeitigung der Arbeits⸗ loſigbeit, auf die Stärkung der deutſchen Wirtſchaft, auf die Wiederherſtellung der deutſchen Ehre um die Gleichberechtigung, da kennt der Beifallsſturm keine Grenzen.„Und all dieſe Erfolge waren nur möglich durch die Mitarbeit und das grenzenloſe Vertrauen des deutſchen Volkes. Und das deutſche Volk verſteht uns— die Taten des Führers ſind ihm aus dem Herzen getan— das wird der 29. März beweiſen. Wir brauchen dem Volke nicht zu ſagen, was wir erſt noch wollen, ſondern wir können hinweiſen auf das, was in den drei Jahren war und geſchafft wurde. Einig und geſchloſſen half das Volk am Aufbau des Staates der Freiheit, Sicherheit und Ehre mit. Führer dieſes Volkes iſt Adolf Hitler, der aber nicht nur der mächtigſte, ſondern vor allem der einfachſte Staatsmann Europas iſt. Es müſſe für jeden Arbeiter ein beglückendes Gefühl ſein, daß jemand die Nation führe, der auch einmal Arbeiter geweſen ſei, und für jeden Soldaten, daß der Oberſte Befehlshaber einmal Ge⸗ freiter geweſen ſei. Drei Jahre Nationalſozialismus Deutſchland nicht mehr wehrlos! Flak⸗Scheinwerſer in Tätigkeit Deine Stimme dem Führer! Dr. Krebs, Goebbels das Wort zu Das Volk ſteht hinter dem Führer, ſein Ehrbe⸗ griff iſt nicht nur ſein perſönlicher, er wird vom gan⸗ zen Volk getragen. Der Miniſter kam dann auf die Haltung Deutſch⸗ lands gegenüber den Locarno⸗Mächten zu ſprechen. [Unter immer neuem Beifall erklärte er, 0 daß wir niemals wieder etwas unterſchreiben würden, was gegen uuſere Ehre verſtoße. Wir ſeien bereit, einen Frieden abzuſchließen, aber es müſſe ein ehrlicher Frieden ſein. Unſere Sol⸗ daten ſeien im Rheinland und würden dort bleiben. Wenn die anderen Staaten das Recht und den Frieden an ihrer Grenze wahren wollten, wir woll⸗ ten dasſelbe tun. In J Lande aber ürfe 5 Unſerem keiner aufſtehen, um innere Zwietracht zu ſchaffen, denn nur ſo könnten wir weiter ſtark und erfolgreich bleiben. „Vir laſſen nicht — Aurich, 23. März. Hatte Reichsminiſter Darrsé im erſten Teil ſei⸗ ner Wahlreiſe die deutſche Oſtmark aufgeſucht, ſo ſahen ihn die erſten Wahlkundgebungen des zweiten Teiles der Reiſe im Gebiete des niederſächſiſchen Bauerntums. Wie in Uelzen und in Elmshorn begünſtigte auch in Aurich ſtrahlender Sonnenſchein den Ablauf der Kundgebung. Auch hier waren weit über 10 000 Volksgenoſſen aus Stadt und Land Oſtfrieslands und Oldenburgs zuſammengekommen, um den Reichsbauernführer zu hören. Seine Ausführungen fanden bei dem nicht leicht in Bewegung geratenden Frieſenvolk ganz unge⸗ wöhnlichen Beifall, der ſeinen Höhepunkt erreichte, als ihm von den Bäuerinnen aus der vor zwei Jah⸗ ren neugegründeten erſten nationalſozialiſtiſchen Dorfſiedlung aus dem dem Meer abgerungenen Boden Neuweſteel ein Bild der ſeit der Einweihung des Dorfes dort in ſtattlicher Zahl geborenen Kinder mit hren Müttern überreicht wurde. Nach der Begrüßung durch den Gauinſpekteur ergriff dann, ſtürmiſch begrüßt, Reichsleiter Darré das Wort. Er ging aus von der Not, die in der Syſtemzeit unter der Herrſchaft jüdiſchen Spekulan⸗ tentums alle landwirtſchaftlichen Betriebe in ihrem Beſtand bedroht habe. Sie habe nicht einmal vor denjenigen Gebieten haltgemacht, die, wie hier in Oſtfriesland, von der Natur ſehr viel beſſergeſtellt ſind als andere Teile unſeres Vaterlandes. Der Reichsbauernführer ging eingehend auf die Außenpolitik ein und erklärte u..:„Die an⸗ deren feilſchen jetzt an dem Angebot des Führers herum und möchten an den Punkten herunterhan⸗ deln und vergeſſen vollkommen, daß in Deutſchland ſeit örei Jahren keine„Erfüllungspolitiker“ mehr an der Regierung ſitzen, ſondern deutſche Männer. (Stürmiſcher Beifall.) Für den Deutſchen gilt wieder das ehrliche Wort, und er denkt nicht daran, mit ſich han⸗ deln zu laſſen. So wenig wie das deutſche Volk den Krieg will, wollen ihn auch die anderen Völker. Die franzöſi⸗ ſchen Bauern wollen genau ſo friedlich ihrer Aubeit nachgehen wie die deutſchen Bauern und wollen von den juriſtiſchen Spitzfindigkeiten, mit denen ſich die Staatsmänner am grünen Tiſch beſchäftigen, nichts wiſſen.“ Auf Fragen der Ernährungs politik über⸗ gehend, erklärte der Reichsbauernführer:„Man kann eſſen ohne zu arbeiten, aber kein Menſch kann auf die Dauer Arbeit leiſten, ohne zu eſſen. Die Ernährung iſt das Wichtigſte für ein Volk, wenn es bei Kraft bleiben ſoll. Deshalb gehören die beſten Volksgenoſſen an die verantwortlichen Stellen der Lebensmittelverteilung, aber nicht die Vertreter des „auserwählten“ Volkes, von dem bis heute kein Menſch weiß, wer es auserwählt hat.“ Der Bolſche⸗ wismus ſei nichts anderes als der Verſuch der Ju⸗ den, durch die Weltrevolution die Herrſchaft der Welt in die Hand zu bekommen. Der Miniſter fuhr unter ſtürmiſchem Beifall fort: „Heute kann man Deutſchland nicht mehr wie im Die Jugend und der Führer Baldur von Schirach in Erfurt: Anſer Treuedienſt iſt Gottesdienſt! — Erfurt, 24. März. Reichsjugendführer Baldur von Schirach ſpricht! Seit Tagen kündeten es Rieſenlettern in den Straßen der Blumen⸗ und Domſtadt. Und Tauſende folgten am Montagabend dem Ruf, um den Reichsjugend⸗ führer zu hören. Nach einem Rückblick auf die Zeit der Zerriſſen⸗ heit, Würdeloſigkeit, Verantwortungsloſigkeit und Pflichtloſigkeit ging Baldur von Schirach auf die nationalſozialiſtiſche Jugender ziehung über, um dieſe Aufgabe für die Zukunftsgeſtaltung der Na⸗ tion in großen Zügen zu umreißen. „Die nationalſozialiſtiſche Bewegung faßte unſere Jugend in einer einzigen Organiſation zuſammen, die der Jugend ein neues tieferes und echteres Ideal gab, die eine harte Pflicht predigte. Dieſes Ideal, das der Frontſoldat Adolf Hitler der jungen Gene⸗ ration unſeres Volkes ſchenkte, iſt ein Ideal, das nicht verglichen werden kann mit den kleinen Pro⸗ grammen und Aufrufen, die von den Jugendführern einer überwundenen Zeit erlaſſen worden waren. Was Adolf Hitler der Jugend zeigte, waren die Grä⸗ ber und Schlachtfelder des großen Krieges, war das, was damals an der Front gelebt worden war: Hel⸗ dentum, die Tat der Kameradſchaft und jene Gemein⸗ ſchaft, die auch der Tod nicht vernichten konnte. Dies war der Ausgangspunkt der neuen Jugendbewegung. Die Vaterlandsliebe jener Millionen, die für ihre Heimat ſtarben, wurde zum Symbol der national⸗ ſozialiſtiſchen Jugend.“ Baldur von Schirach wandte ſich dann der Be⸗ rufser ziehung und Berufsertüchti⸗ gung unſerer Jugend zu, um zu zeigen, daß auch auf dieſem Gebiet tiefgreifende Arbeit durch die Hitler⸗Jugend geleiſtet worden iſt. Unter ſtürmiſchem Beifall, der ſich immer wieder⸗ holte, erklärte der Reichsjugendführer:„Die Jugend weiß: Der Führer wird ſeine ganze Kraft daran⸗ ſetzen, dem deutſchen Volk den Frieden zu erhalten, damit gerade die junge Generation dereinſt ihrer friedlichen Berufstätigkeit nachgehen kann, ohne daß ſie jeder Willkür feindlicher Mächte ſchutzlos preis⸗ gegeben iſt. Wenn wir innerhalb der nationalſozia⸗ liſtiſchen Jugend an der Stelle, wohin uns der Füh⸗ rer geſtellt hat, unſere Pflicht erfüllen, dann iſt die⸗ ſer Treuedienſt an unſerem Volk, an unſerem Va⸗ terland eine Gottesdienſt, und dann wird dieſes Le⸗ ben der Jugend, dieſes Leben des ganzen Volkes vor dem ewigen Richterſtuhl beſtehen können.“ „Ich weiß aus innerſter Ueberzeugung und mit mir weiß das jeder kleinſte Junge, jedes Mädel in der nationalſozialiſtiſchen Jugend: Wer bei der kom⸗ menden Entſcheidung über das Schickſal unſeres Volkes für den Führer ſeine Stimme gibt, der han⸗ delt ſo, wie er es vor Gott verantworten kann!“ Dr. Goebbels kam dann auf das großzügige Frie⸗ densangebot des Führers zu ſprechen, das dazu 1 getan ſei, im nächſten Vierteljahrhundert den Frieden in Europa zu ſichern, 5 und dieſe Verträge würden dann von Deutſch⸗ land gehalten, weil die Unterſchrift freiwillig erfolge. Wenn der Führer gezwungen iſt, ſo rief Dr. Goeb⸗ bels zum Schluß unter dem ſich immer mehr ſteigern⸗ den Beifall der Maſſen aus, mit geſchärftem Auge nach vorwärts zu ſchauen für das ganze deutſche Volk, ſo muß er wiſſen: Ich kann unverrückbar nach 1 15 ſchauen, denn hinter mir ſteht geſchloſſen ein Volk! Und dieſe Gewißheit werde ihm das ganze deutſche Volk am 29. März geben zum Nutzen der Nation und für eine große deutſche Zukunft. mit uns handeln Darré in Aurich:„In Deutſchland gibt es keine Erfüllungspolitiker mehr!“ Weltkriege in die Knie zwingen. Früher war es ſo, daß, wenn man die Landwirtſchaft ſchützen wollte, man Zölle haben mußte, die die Handelsverträge er⸗ ſchwerten und den Warenerport der Induſtrie verhin⸗ derten. Durch die Marktordnung haben wir es fertiggebracht, daß der Zoll überflüſſig wird und wir heute die beſten Schrittmacher für die Ex⸗ portinduſtrie Deutſchlands geworden ſind. Heute iſt die Marktordnung des Reichsnährſtandes mit einer der großen Teile des Arbeitsbeſchaffungs⸗ programms für unſere Induſtrie geworden. Wir haben nicht nur Stadt und Land ſo zuſammen⸗ geführt, ſondern es auch ermöglicht, daß beide Wirt⸗ ſchaften wieder zuſammenarbeiten und erſtarken. Daraus erwächſt uns die Kraft, die wir für die Po⸗ litik brauchen.“ Zum Schluß forderte der Reichsbauernführer unter ſtürmiſchen Beifallskundgebungen der Maſſen dazu auf, dem Führer am 29, März die Treue zu vergelten, die er dem deutſchen Volk gehalten habe. Verhaftungen in Riga Baltendeutſche werden in Haft genommen (Funkmeldung der NM) + Berlin, 23. März. Wie wir aus Riga erfahren, erſchienen in der Nacht zum Donnerstag auf Freitag, den 18. März, unerwartet in einer deutſchen Privatwohnung in Riga Beamte der lettiſchen politiſchen Polizei und verhafteten alle 15 an einem geſelligen Beiſammen⸗ ſein teilnehmenden Baltendeutſchen. Unter den Ver⸗ hafteten befindet ſich auch Erhard Kroeger, füß⸗ render Vertreter einer Gruppe der fungen Genera⸗ tion des baltiſchen Deutſchtums. Sämtliche Verhafteten wurden noch in der glei⸗ chen Nacht in das Stadtlokal der politiſchen Polizei gebracht. Hier werden die Verhafteten fortgeſetzt Verhören unterworfen. Gleich nach der Verhaftung hat die politiſche Polizei eingehende Hausſuchungen in den Wohnungen der Verhafteten vorgenommen, wobei ſie verſchiedene Schriftſtücke, Briefwechſel, Bü⸗ cher und anderes beſchlagnahmte. Welches Vergehen den Verhafteten zur Laſt gelegt wird, iſt einſtweilen nicht bekannt. Im Zuſammenhang mit dem in Lettland herr⸗ ſchenden Kriegszuſtand hat die politiſche Polizei die Möglichkeit, die Verhafteten bis zu ſechs Wochen in Unterſuchungshaft zu behalten. Wie wir ergänzend erfahren, nahm die politiſche Polizei am Donnerstag, dem 19. März, abends weitere Verhaftungen und Hausſuchungen in deutſchen Kreiſen vor. Es wurden weitere 17 Deutſche, dar⸗ unter zwei Schüler, verhaftet. Auch hier wurde kein Grund angegeben, warum die Verhaftung erfolgte. Blutige Streikunruhen in Krakau Sechs Tote bei Zuſammenſtößen mit der Polizei — Warſchau, 23. März. Während der Proteſtſtreiks, zu dem die marxi⸗ ſtiſch geleiteten Gewerkſchaften in Krakau im Zuſam⸗ menhang mit Lohnforderungen der Belegſchaft einer Krakauer Fabrik am Montag aufgerufen hatten, iſt es zu erheblichen Unruhen und blutigen Zuſam⸗ menſtößen zwiſchen der Polizei und den Streikenden gekommen. Streikende Arbeiter griffen, von unverantwort⸗ lichen Elementen aufgehetzt, die Polizei mit Stei⸗ nen und Revolverſchüſſen an und errichteten Bar⸗ rikaden. Nachdem es auch zu Plünderungen gekom⸗ men war, mußte die Polizei zur Wiederherſtellung der Ordnung von der Schußwaffe Gebrauch machen. Nach amtlichen Angaben wurden einige 20 Demonſtranten verwundet, ſechs Perſonen ſind ihren Verletzungen erlegen. Auch auf ſeiten der Polizei gab es eine Anzahl Ver⸗ wundeter. Beſorgniserregende Erkraukung des iriſchen Staatspräſidenten. Aus Dublin wird gemeldet, daß der Präſident der iriſchen Freiſtaatsregierung, de Valera, eines ſehr ernſten Augenleidens wegen nach Zürich reiſen wird, um ſich dort von einem Facharzt behandeln zu laſſen. Der Geſundheitszuſtand de Valeras wird allgemein als beſorgniserregend au⸗ geſehen und man glaubt, daß er zu einem längeren Kuraufenthalt nach der Riviera werde reiſen müſſen. eſtdeutſche w Fennel Heraus geber, Drucker und B: Neue Mannheimer Sei Dr. Bode& C. Wee K 1. 8 Schriftlettung 1 Nalin Joſegz Bre, S Ab te seh 4 D.-M. U 1988: Mittagauflage der Ausgabe A u. Außgabe B: 42 Abendauflage der Ausgabe A 3 Ausgabe B: 20673 Zur Zett Preisliſte Nr. 6 gültig. a eas erkannte Beiträge leine Gerrähr- Nückfend aid wa E. Ae Ne e „/ r e Dienstag, 24. März 1936 Vom Rlassenhaß zum Sozialismus— Treue wird mit Treue 92 „ 3. Seite Nummer 140 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Eine der größten Enttäuſchungen für alle Gegner des Nationalſozialismus iſt es geweſen, trotz aller Verdrehungskünſte feſtſtellen zu müſſen, daß der deutſche Arbeiter ſich in grenzenloſem Vertrauen zu Adolf Hitler und feinem nationalen Sozialismus bekannt hat. Als der Führer die Macht im Staate nicht mit Phraſen und Verſprechungen, ſondern weil er einen neuen Glauben entzündet hat, ge⸗ ſtützt auf die ihm damals ſchon verſchworene Arbeiterſchaft, erkämpft hatte, da erkann⸗ ten ſchon nach den erſten Monaten ſeines ſtaatsmänniſchen Wirkens die von Juden, von Marxiſten und Bolſchewiſten verhetzten und verblendeten Arbeiter, daß hier ein wah⸗ rer Arbeiterführer an die erſte Stelle eines Staates getreten war, der einen Sozialismus der Tat im Lande verwirklichte. Und die, die durch Klaſſenkampf und Verzweiflung ſchon allen Glauben verloren hatten, wurden überzeugt, als aus allen Worten Adolf Hitlers Wirklichkeit wurde. Die Arbeitslofigkeit ſank und ſank, der Schaffende, früher als Menſch niederer Klaſſe angeſehen, erhielt in der Volksgemein⸗ ſchaft ſeinen ehrenden Platz, der Begriff Adel der Arbeit wurde Allgemeingut, der Arbeiter gewann Recht und Schutz und Lebensfreude. Maßnahme auf Maßnahme, Geſetz auf Geſetz wurden beſchloſſen von einem Staat, der mit dem Arbeiter für den Arbeiter regiert. Heute ſteht der deutſche Arbeiter geſchloſſen in feſter Überzeugung und einer Treue, die ſo feſt iſt, wie die bewieſene Treue des Führers zu ihm, hinter Adolf Hitler. Wird „am 29. März die Vertrauensfrage an den deutſchen Arbeiter geſtellt, dann weiß er, daß der Augenblick gekommen iſt, für Adolf Hitler zur Stelle zu ſein und zu zeugen. Vorher aber ſei der Blick noch einmal zurückgewendet auf den Weg, den der Arbeiter gegangen iſt. Zum Klaſſenhaß getrieben Es brennt noch in unſerem Ge⸗ dächtnis: Die Front iſt zerbrochen, in den Werkſtätten der Entente⸗Mächte ſchmieden ſie die Ketten von Dawes und Poung. Was tut Deutſchland? Seine aufgehetzten Volksmaſſen demonſtrieren auf allen Straßen und Plätzen. Gegen die Schändung völkiſcher Ehre und Freiheit?? Gegen Verfklavung und Kriegsſchuldlüge?? Nein! Für die Rechte der Nation— für Deutſch⸗ land??? Nein! Sie marſchieren für die ſchändliche Parole dieſer Revolte, die Juden und Landes⸗ nerräter geprägt haben:„Es gibt kein Vater⸗ land, das Deutſchland heißt.“ „Freiheit!“ „Brüderlichkeit!“ „Weltfrieden!“. 5 8 In allen Gaſſen findet es Widerhall:„Inter⸗ nationale Verbrüderung!“„Rot front! Heil Moskau!“ Der Aufruhr raſt durch die deutſchen Städte und Dörfer. Regierungen ſtürzen, Par⸗ lamente ſtreiten, Parteien hetzen zum Bruderkampf. Der politiſche Mord watet im Blut. Der irregeleitete deutſche Arbeiter ſtreikt, hungert, verelendet. Endlos das Heer der Arbeitsloſen. Nirgends Hoffnung auf Beſſerung. Nur Verzweiflung. Der Staat regiert nur mit dem Gummiknüppel. Deutſche gegen Deutſche— mit Meſſer, Piſtole und Schlagring. Jahr um Jahr vergeht in Not und Chaos, Reichstage fallen, eine Wahl jagt die andere, mit neuem, immer blutigerem Terror, aber ohne Hoffnung auf Beſſerung. Der Bolſchewismus marſchiert: Die Wiri⸗ ſchaft iſt zerrüttet. Banken, Fabriken, Ge⸗ ſchäfte, Exiſtenzen krachen— die Pleite und der Selbſtmord feiern ſchreckliche Triumphe. Was dem ausgeplünderten Volle noch bleibt, verſchwindet im gefräßigen Rachen der Inflation. Deutſchland iſt zu einem Helstenvolk heras⸗ geſunken. Was blieb von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und der internationalen Parole vom Weltfrieden? Was war der Reſt von den gleißenden Phraſen der Demokratie, des völkerverſöhnen⸗ den Pazifismus, der marxiſtiſchen Lehre und der bolſchewiſtiſchen Hetze? Eine geknechtete, verarmte Nation. Ein zerrütteter und verſklapter Parteienſtaat. Ein Volk ohne Ehre, ohne Arbeit, ohne Freiheit, ohne Zukunft—— Mit dem Führer Seite an Seite War es ein düſterer Traum?? Nein— kalte, kraſſe Wirklichkeit. And drei Jahre ſind es erſt her, daß ſich im deutſchen Erwachen die große Wandlung vollzog, daß Adolf Hitler aus Verzweiflung Glauben, aus Not Arbeit, aus Knechtſchaft Freiheit und aus blutigem Bruderkampf ein einiges, ſtarkes Volk werden ließ. Männer der Arbeit leiſteten Adolf Hitler, dem Verkünder einer neuen politiſchen Lehre, treue Gefolgſchaft, trugen den Kampf⸗ ruf des Führers von Mund zu Mund, von Stadt zu Stadt, von Land zu Land. Brachen mit harten Fänſten ſeiner revolutionären Idee die Bahn. Aebeiterhände trugen die erſten Fahnen und Standarten des Haken⸗ kreuzes zum Siege. Arbeiter deckten mit ihren tapferen Leibern jene Männer, die den Funken der nationalſozialiſtiſchen Revolution zur hellen Flamme ſchürten. Arbeiter hielten gläubig ihrem Führer die Treue. Man hat ſie darum verhöhnt und verſpottet, um Lohn und Brot gebracht, erſchlagen, zu Tode getrampelt, erſtochen, erſchoſſen——— Mit dem Führer aber haben ſie geſiegt. Die nationalſozialiſtiſche Revo⸗ lution trägt das heroiſche Antlitz des deutſchen Arbeiters. In der Zeit tiefſter Erniedrigung war Deutſchlands geringſter Sohn auch ſein getreueſter! Und ſo wird es ſein und bleiben! Ein Mann der Arbeit führt Das erwachte deutſche Volk, der wiederauf⸗ erſtandene deutſche Arbeiter, wandte ſich ab von den Verrätern der Nation und bekannte ſich voll Vertrauen, nachdem man ihn mißbraucht und verletzt hatte, zu einer neuen Staatsfüh⸗ rung. Es galt, die Trümmer der Vergangen⸗ heit zu beſeitigen und den Neuaufbau des Reiches in Angriff zu nehmen. Treu ging der Arbeiter ans Werk. Treue um Treue! Seit der Machtübernahme iſt der Führer und Kanzler des neuen Reiches nicht einen Schritt von dieſem Grundſatz ſeines Handelns ab⸗ gewichen. Und was in den vergangenen Jahren in Deutſchland, im Reiche Adolf Hitlers geſchah, vollzog ſich zum Wohle des deutſchen Arbeiters. Der Führer, ein Mann des Volkes und der Arbeit, verſpürte in ſeinem be⸗ wegten Leben am eigenen Leibe, was es heißt, mit der Hände Arbeit das tägliche Brot zu ſchaffen. Er weiß und wird niemals vergeſſen, wie einem werktätigen Menſchen zumute iſt lohnt und bleibt deshalbaber auch Arbei⸗ ter der Nation, ſtets mit allen Schaffenden eng verbunden. Er ſpricht eine Sprache, die das Volk ver⸗ ſteht, weil er ein Kind des Volkes iſt. So ge⸗ hört ihm die ganze Liebe und das ganze Ver⸗ trauen aller Schaffenden. Für alle Schaffenden Die Erfolge der erſten großen innenpolitiſchen Aktion Adolf Hitlers kamen unmittelbar dem werktätigen Volke zugute. Der Führer verließ ſich bei der Machtübernahme nicht, wie die übrigen Staatsmänner Europas, auf die leere Phraſe des Liberalismus von der„automa⸗ tiſchen“ Selbſterholung der Wirtſchaft, auf die man in einer Kriſe nur zu warten brauche, auch wenn das Volk indeſſen verhungere. Seine großzügig organiſterte Arbeitsſchlacht zeitigte in der Welt einzig daſtehende Erfolge. Sie waren nicht das Werk eines Zauberers und Wundertäters, ſondern eines zielbewußten Staatsmannes, der über das Vertrauen des deutſchen Arbeiters und die freudige, opfer⸗ willige Mitarbeit eines fleißigen Volkes ver⸗ fügte. Allein in der Induſtrie erhöhte ſich bis zum Jahre 1934 die Zahl der geleiſteten Arbeits⸗ ſtunden um 34 Milliarden. Jahr um Jahr ver⸗ minderte ſich die Arbeitsloſenziffer— die un⸗ beſtechliche Statiſtik ſtellt es unter Beweis die 4½,⸗Millionenzahl derer, die durch Adolf Hit⸗ ler bis heute wieder zu Arbeit und Brot fan⸗ den, lebt in aller Herzen. Keine Regierung der Welt kann bei der Löſung dieſes internatio- nalen Problems einen ähnlichen Erfolg aufweiſen. Wieder Arbeit und Brot Die nationalſozialiſtiſche Regierung ſtellte ein Programm zuſätzlicher Arbeit bereit, die nicht als Notſtandsarbeit zu werten iſt, ſondern der Leiſtungsfähigkeit unſerer Volks⸗ wirtſchaft voll und ganz zugute kam. Das Geld geriet wieder in Umlauf, die Geſchäfte der kleinen Stadt und Land belebten ſich, die Hand wer⸗ ker erzielten neue Amſätze und die Lebens⸗ bedingungen von Millionen Volksgenoſſen os hielten ihre geſunde Grundlage zurück. Wer dieſe unumſtößlichen Tatſachen anzweifelt, der ſei auf die Statiſtik der Spareinlagen verwieſen, die eine erfreuliche Vermehrung von 1932 bis Ende 1935 um 3,5 Milliarden Mark anzeigt. Auch das mühſam Erſparte des deut⸗ ſchen Arbeiters formt dieſe Zahl. Heute iſt die Ankurbelung der deutſchen Wirtſchaft in allen ihren Zweigen offenſichtlich. In Deutſchland geht es mit Rieſen⸗ ſchritten vorwärts. Es wird wieder ge⸗ baut, die Fabrikſchlote rauchen, überall iſt man am Werk, Autobahnen, Talſperren, Fernwaſſer⸗ leitungen oder Stadtrandſtedlungen erſtehen. Alle verfügbaren Geldmittel des Neiches, der öffentlichen Körperſchaften, der Länder und Gemeinden werden für dieſe grandioſe Arbeits⸗ ſchlacht eingeſetzt. Mit dem Ziel, dem werk⸗ Gewer betreibenden in tätigen Volk Lohn und Brot zu ſchaffen und die Wirtſchaft ſo zu geſtalten, daß ſie nach ihrer Wiederbelebung und völligen Geſundung ſpäter ihre Aufgaben wieder aus eigener Kraft be⸗ wältigen kann. Der Arbeit den Abel verliehen Die roten, gelben und ſchwarzen Gewerk⸗ ſchaften verſchwanden. Ihre Stelle nahm die „Deutſche Arbeitsfront“ ein. Sie tritt unter ſtaatlicher Obhut überall dort in Funktion, wo die Intereſſen des werktätigen Menſchen zu wahren und ſein Daſein zu erleichtern iſt. Das Geſetz der natio⸗ nalen Arbeit ſchuf eine neue Sozial⸗ ordnung. Das Arbeitsleben war früher dem Gutdünken der Gewerkſchaften und Arbeiterver⸗ bände ausgeliefert. Heute wachen die Treuhänder der Arbeit über die Entſcheidungen der Betriebs⸗ führer im Sinne der ſozialen Gerechtig⸗ keit und des Gemeinnutzes. Sie treten als unerbittliche Richter auf, wo etwa noch an der wiedergewonnenen ſozialen Ehre des deutſchen Arbeitertums gefündigt wird. Dies wird durch die Tatſache erhellt, daß auf je 100 Ehren⸗ gerichtsverfahren der Treuhänder durchſchnitt⸗ lich nur vier Freiſprüche entfallen. Gchluß mit der Lohndrückerei Lohndrückerei wurde im nationaſſozta⸗ liſtiſchen Staat beſeitigt, indem der Arbeits⸗ vertrag nicht mehr als Streitobjekt klaſſen⸗ kämpferiſcher Verbände und ihrer Machtgelüſte dient, ſondern, durch vereidigte Sachverſtändige in den vom Treuhänder der Arbeit errichteten Ausſchüſſen ſorgfältig beraten, als Tarif ⸗ ordnung zwingend in Kraft tritt. Der Staat ſchob den Riegel vor das Geſpenſt der Maſſenentlaſſungen, die früher an der Tagesordnung waren, indem er ſie von der Genehmigung der Treuhänder abhängig macht, der ermächtigt iſt, ihren Zeitpunkt durch Feſtſetzung einer Sperrfriſt hinauszuſchieben oder ſie durch beſondere Maßnahmen— wie es in zahlreichen Fällen geſchah— völlig zu ver⸗ hindern. Die Bemühungen um einen erhöhten Kün⸗ digungsſchutz für den Arbeiter, den es vor 1933 nicht gab, zeitigten erhebliche Er⸗ folge. Vielfach wurden Kündigungsfriſten von zwei bis ſechs Wochen zum Vierteljahresſchluß und bei längerer Dienſtzeit bis zu drei Mona⸗ ten durchgeführt. Das bedeutet eine Gleich⸗ ſtellung des Arbeiters mit den angeſtellten Ge⸗ folgſchaftsmitgliedern. Im Gegenſatz zu früher iſt heute in faſt allen Tarifordnungen die Lohnzahlung bei unverſchuldeter Arbeitsverfäum⸗ nis, wie Krankheit und Betriebsunfall, vor⸗ geſchrieben, 25 Prozent der Tarifordnungen ſehen darüber hinaus die Zahlung von Sterbebeihilfen an die unterhaltungs⸗ berechtigten Hinterbliebenen vor. Das iſt wirklich Sozialismus Die Arlaubsfrage, für den Arbeiter eines der traurigſten Kapitel aus der Syſtem⸗ zeit, wurde von grundauf neu geregelt. Heute iſt in allen Tarifordnungen der Arbeiterurlaub feſtgelegt, leiſtungsfähige Betriebe gewähren ſogar einen Urlaub bis zu 18 Tagen(z. B. Metallinduſtrie Berlin⸗ Brandenburg uſw.). Schwerbeſchädigten wird ein dreitägiger Zu⸗ ſatzurlaub zugeſtanden, während der Urlaub für Jungarbeiter ſtatt vor der Machtergreifung durch den Nationalſozialismus von 3 bis 9 Tagen im erſten Jahr auf 12 bis 18 Tage, im zweiten von 5 bis 15 und im dritten von 6 bis 12 Tage erhöht wurde. Zahlreiche Tarif⸗ ordnungen gewähren ſogar einen dreiwöchigen Arlaub für Jungarbeiter für die Teilnahme an Jugendlagern. Es iſt für den Staat Adolf Hitlers und für jeden deutſchen Arbeiter eine Genugtuung, wenn im V. Bericht über die 19. Tagung der inter⸗ nationalen Arbeitskonferenz 1935 über den be⸗ zahlten Arbeiterurlaub feſtgeſtellt wird, daß von den rund 19 Millionen Arbeitern in Europa, die Anſpruch auf bezahlten Urlaub haben, rund 12 Millionen auf Deutſchland entfallen. Der Arbeiter iſt zur Stelle 5 Wie der Staat Adolf Hitlers die Arlaubsge⸗ ſtaltung ſeiner Arbeiter betreut, davon zeugen die begeiſterten Berichte von Millionen werk⸗ tätiger Männer und Frauen, denen durch die Organiſation der Deutſchen Arbeitsfront „Kraft durch Freude“ eine Seereiſe in fremde Länder oder Tage der Erholung am Meer oder in den Bergen ermöglichte. Der Führer ſelbſt iſt der Schöpfer dieſes gigantiſchen Hilfswerkes, das in den nächſten Jahren ſe gewaltig ausgebaut werben ſoll, daß auch der 5 0 Arbeiter ſeine Vergünſtigungen genießen wi Deutſchland iſt arm. Seine Neugeſtaltung iſt mit jahrelangem Fleiß und Opfer verbunden und kann nicht von heute auf morgen geſchehen. Die Bedürftigſten der Nation werden aber nicht wie früher ihrem traurigen Los überlaſſen, vielmehr hat der Führer das ganze Volk zu einer Not⸗ und Schickſalsgemeinſchaft zuſammen⸗ geſchloſſen, die im Winterhilfswerk und in der nationalſozialiſtiſchen Volkswohl⸗ fahrt alle Kräfte einſetzt, um die Not zu lindern und das Elend zu beſeitigen. Im Reiche Adolf Hitlers iſt die Betreuung not⸗ leidender Volksgenoſſen keine Angele gen⸗ heit läfſiger Z3wangsfürſorge, ſondern eine von Staat und Nation getragene lebendige Aktion deutſcher Ehrenpflicht. Es tut im neuen Deutſchland nicht not, dem Arbeiter vor einem Wahlgang Verſprechungen zu machen. Der Führer und ſeine Bewegung laſſen Taten ſprechen, ebenſo wie der deutſche Arbeiter in dieſen Jahren hart mitgeſchaffen und mitgeopfert hat am gemeinſamen Werk. Beide aber, Führer und Arbeiter, wiſſen: Sie bauen eine neue Zukunft! Hein Schlecht rer 2. Seite/ Nummer 140 5 u. Ae e Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 24. März 1936 5 Mustergültige Arbeitersjedlungen am Stadtrande— Ein sozialistisches Aufbauwerk des neuen Staates— Die Hinterhäàuser verschwinden (Von unſerem Sonderberichterſtatter.) — Berlin, im März 1936. Wer die Welt des handarbeitenden Großſtädters kennt, der weiß, wie ſtark in ihm die Sehnſucht nach Luft und Sonne, nach einem Stückchen eigenen Bo⸗ dens iſt. Die Erfüllung dieſer Sehnſucht iſt greif⸗ bar nahe gerückt. Die Anfänge ſind da! Der neue Begriff des bodenſtändigen Arbeiters wird allmäh⸗ lich Wirklichkeit. Im Zuge einer großzügig angeleg⸗ ten Planung wird das Problem der Ar⸗ beiterſiedlung gelöſt. Rund um den Stadt⸗ rand Berlins und vieler anderer Großſtädte ſind bereits eine Reihe von Siedlungen entſtanden, die als muſterhaft bezeichnet werden können. Um Ber⸗ lin herum ſind z. B in Rudom, Staaken, Britz, am Hohenzollernkanal, in Tegel, Biesdorf⸗Süd, Buch⸗ Karow, Köpenick, Gatow und vielen anderen Orten nach der Machtergreifung Siedlungen aufgerichtet wor⸗ den, die wie kleine Dörfer anmuten. Hier haben Arbeiter, die ſchwere Notzeit hinter ſich haben, ein Stückchen Heimat bekom⸗ men. Sie haben kleine Häuſer, Gartenland dazu, Ställe für ihre Hühner, Obſt und Gemüſe auf eige⸗ nem Land. Sie ſind hierhergeholt worden aus den Mietskaſernen des Oſtens und Nor⸗ dens Berlins oder aus den unzulänglichen Wohnlauben, die ihnen keine menſchenwürdige Un⸗ terkunſt bieten konnten. Sie haben mit ihrer Hände Arbeit daran geholfen, die Siedlungen aufzubauen. Und nun leben ſie hier draußen ein geſünderes, ſchöneres und befreites Leben, wie ſie es ſich einmal erträumten. Das Verſprechen eines abgetretenen Syſtems, ihnen ein Leben in Schönheit und Würde zu verſchaffen, iſt vom Nationalſozialismus eingelöſt worden. Das Leben iſt wieder ſinnvoll geworden Es iſt beglückend, zu ſehen, mit wieviel Liebe die Siedler ihr Gartenland beſtellen, wie ſie mit den ge⸗ ringſten Mitteln an der Verſchönerung ihres Hei⸗ mes arbeiten, wie ſie mit Phantaſie und Geſchick den gleichartig gebauten Häuſerreihen ein vielfältiges, ahwechſlungsreiches Gepräge geben. Ein Blick in die Häuſer hinein zeigt Sauberkeit und Gediegen⸗ heit. Ein Geſpräch mit einem oder dem anderen der Siedler beweiſt, wie groß ſie die Arbeit der ſpzialiſtiſchen Kameradſchaft empfin⸗ deu, wie dankbar und glücklich ſie über die unge⸗ ahnte Wandlung ihres Lebens ſind. Der eine war krank, alle ſeine Kinder auch. Sie konnten in dem Obſtkeller, in dem ſie wohnten, nicht geſund werden. Jetzt werden ſie allmählich wieder geſund, jetzt haben ie Hoffnung, jetzt macht es ihnen keine ſchwere Sorge mehr, an die Zukunft zu denken Ein anderer ſtrahlt: „Ich und meine Frau ſind ja vom Lande. Wir haben es uns ſchon immer gewünſcht, aus der Stadt heraus⸗ zuziehen.“ Zehn Minuten Fußweg hat er nur bis zu ſeiner Arbeitsſtätte. Nicht weit hinter ſeinem Haus beginnt der dichte Eichenwald. In wenigen Minuten kann er an einem See ſein, die Kinder kön⸗ nen in der freien Natur umhertollen: Das Leben iſt wieder ſinnvoll für ſie geworden. Eine große Anzahl dieſer Siedler war arbeits⸗ los oder arbeitete verkürzt, als ſie angeſiedelt wur⸗ den. Die meiſten von ihnen ſind bereits in den Apbeitsprozeß wieder eingereiht. Damit ſie das ihnen anvertraute Gut auch richtig bewirtſchaften können, werden ſie fachlich beraten und geſchult, in Lehr⸗ gängen erhalten ſie die notwendige Kenntnis über Gartenarbeit, Kleintierhaltung, Konſervierung der Ernte und Erhaltung der Bauten. Um den Gemein⸗ ſchaftsgeiſt unter ihnen erhalten und unterbauen zu können, werden Gemeinſchaftshäuſer errichtet, von denen das erſte in Marienfelde in wenigen Wochen begonnen werden ſoll. Die Hinterhäuſer verſchwinden: Hand in Hand mit dem Aufbau muſtergültiger Stadtrandſiedlungen geht die Auflockerung der un⸗ geſunden und lichtloſen Innenbezirke der Großſtadt. Jene fürchterlichen Hinterhäuſer, in denen die Men⸗ ſchen nicht wohnen, ſondern vegetieren, werden all⸗ mählich verſchwinden. Sie waren Zeichen einer hochkapitaliſtiſchen Zeit, in der nicht der Menſch galt, ſondern der Gewinn. Und ſo entſtanden jene Wo früher ſtilliegende Fabriken ſtanden, erheben ſich heute ſchmucke Wohnhäuſer Blick auf den Neubaublock am„Platz des 30. Jangar“.— Der Gehſteig wurde fertiggeſtellt. Aller Anfang iſt ſchwer: alſo erhalten die Siedler die erſten Saatkartoffeln gratis und franko. In dieſen Tagen ſind alle eifrig an der Arbeit. Die Gärten ſehen ſchon nach Frühling aus. In weni⸗ gen Wochen werden dieſe Siedlungen blühende Gelände ſein, mit denen der Sozialismus der Tat Denkmäler natio⸗ nalſozialiſtiſchen Aufbauwällens er⸗ richtet hat. Dankbar wird dieſe Tatſache von den Siedlern anerkannt. Es gibt kein Häuschen, das nicht bei ſeſtlichen Tagen mit der Hakenkreuzflagge geſchmückt würde. Es iſt ein weiter Weg von den Hinterhöfen des Berliner Nordens zu den ſchönen Siedlungen am Rande der Stadt. Der erſte Schritt iſt getan. Un⸗ ermüdlich wird weitergearbeitet. Neue Siedlungen ſind im Entſtehen; es wird einmal ein Gürtel von Heimſtätten glücklicher Arbeiter die Großſtädte um⸗ ſpannen. Mit Stolz und Freude kann die national⸗ ſozialiſtiſche Staatsführung auf dieſe ſegensreiche Arbeit ſehen, die ihren fanatiſchen Willen zum Auf⸗ bau aller volklichen Kräfte und zur ſozialiſtiſchen Tat aufs glücklichſte beweiſt. 3 Jahre Nationalſozialismus Ein Jahrgang geht, ein neuer kommt Rekruteneinſtellung beim Arbeitsdieuſt— Deine Stimme dem Führer! — (Archiv NM. O, Noſſo Homem, Eine Erinnerung von Emil Strauß Als ich in den 189her Jahren die Stelle des Lei⸗ ters eines braſilianiſchen Knabenſchulheimes(In⸗ ternates) antrat, fand ich in dem großen nach dem Hofe ſchauenden Saale im beſten Licht der Innen⸗ wand ein franzöſiſches Kriegsbild: Franktireurs mit der Flinte hinter Dachluken, hinter Fenſterläden, in Türniſchen uſw. erwarten die von hinten in den Ort einmarſchierende deutſche Truppe; ein ſehr gut gemachtes niedriges Machwerk. Mein Vorgänger im Amte war Franzoſe. Nach einigen Tagen nahm ich das Ding ab und erſetzte es durch ein großes Bild Bismarcks, das ich beim deutſchen Buchhändler in der„Illuſtrierten Zeitung“ oder in„Ueber Land und Meer“ aufgeſtöbert hatte. Aus der Schule kom⸗ mend, erblickten die Buben das Bild, fragten ein⸗ ander, wer das ſei, einer der älteren, der ſogar ſchon in Paris geweſen war, belehrte ſie; ich wußte noch zit wenig Portugieſiſch, um mehr zu verſtehen, als daß er gehäſſig ſprach. Ein halbes Jahr ſpäter ſaß ich eines Vormittags im leeren Saal über einem Buche, da ging das Hof⸗ tor, nackte Schritte kamen um das Haus herum, ſchließlich klatſchte einer an der offenen Tür in die Hände,— ein Neger in weißer Hoſe, buntem Baum⸗ wollhemd und mit weißlicher Wolle auf dem Kopf ſchwang höflich den ſchon abgezogenen Hut und ſagte, er ſei oer Schreiner, nach dem ich geſchickt habe. Ich gab ihm die zerbrochenen Stühle, um die es ſich handelte, er verſchränkte ſie ineinander, lud die ſper⸗ rige Tracht auf die linke Schulter und mußte ſich unter der Tür bis zum Knien bücken, um durchzu⸗ kommen. Schon wieder mein Buch in der Hand, trat ich ans Fenſter, um zu ſehen, wie er mit ſeinem ſchwanken Turm durch den Hof käme, da grüßte er noch einmal mit ſeinen helldunklen Blicken zu mir herauf, zuckte aber plötzlich wie von einem ſchweren Schlage tief in die Knie, blieb ſo, zug mit Mühe den Hut unter der am Kopf lehnenden Bürde weg und ſtarrte gebannt an mir vorbei in das Zimmer. Ich kehrte mich um, wer da noch wäre; aber da war nie⸗ mand im großen Raum, nur noch drüben an der Wand der Bismarck. Ich drehte mich verwundert zu dem Neger und fragte, was ihm ſei, da wies er leuchtenden Auges mit dem Hut nach dem Bilde und rief aufgeregt:„o nosso homem! o nosso homem!“ auf Deutſch: unſer Mann. Da ich immer gedacht hatte, Bismarck ſei nur unſer, der Deutſchen Mann, und darüber beküm⸗ mert war, daß ſogar viele Deutſche auf ſeine Größe nicht ſtolz waren und an ſeinem Werke nicht dank⸗ bar teilnahmen, ſo fragte ich erſtaunt lächelnd den Neger, wie er das meine, und erfuhr, daß er vor vielen Jahren bei einem deutſchen Schreiner tief im Innern des Landes gearbeitet habe. Damals ſei in Europa Krieg geweſen, der dritte der Kriege, die Bismarck zur Gründung des Deutſchen Reiches geführt habe; vorher ſei eine Menge einzelner Länd⸗ chen dageweſen, von denen niemand auf der Welt gewußt habe; damals aber ſei der mächtige Kaiſer von Frankreich, der es auf Deutſchland abgeſehen hatte, von Bismarck ſbeſiegt, gefangen genommen und Deutſchland zu einem Kaiſerreich vereinigt worden. Der Schwarze wußte mit allem genau Beſcheid wie der Gläubige in ſeinem Evangelium,— wie die meiſten Deutſchen nicht Beſcheid wußten. Er ſprach in ſtrahlender Erregung und ließ noch die ganze „Die Welt muß ſich mit der Volkwerdung der deutſchen Nation abfinden.“ — Deine Stimme dem Führer! Mietskaſernen, in denen um ſchmale Lichtſchächte von wenigen Quadratmeter fünfzig bis achtzig Fa⸗ milien„wohnen“. In einer Reihe von Großſtädten ſind ſchon derartige Wohnblocks der Spitzhacke über⸗ antwortet worden. Muſtergültiges hat z. B. die Stadt Braunſchweig auf dieſem Gebiet geleiſtet, wo ſtraßenweiſe die Hinterhäuſer eingeriſſen wurden und an ihrer Stelle Grünflächen entſtanden. Die ehemaligen Bewohner der Hinterhäuſer aber ſind jetzt in freundlichen Siedlungen untergebracht. Von Anfang bis zum Ziel iſt ein langer Weg. Deutſchland iſt ein armes Land. Es kann nicht all⸗ zuviele Aufgaben auf einmal finanzieren. Aber der Führer hat den feſten Willen ausgeſprochen, dem deutſchen Arbeiter menſchenwürdige Wohnungen zu ſchaffen. Und er wird dieſes Ziel verwirklichen, wie er ſo vieles andere verwirklicht hat. Das weiß der deutſche Arbeiter, und darum glaubt er an Adolf Hitler. Hans⸗Jürgen Nierenß. leidenſchaftliche Hingabe fühlen, in der er vor Jahren, angeſteckt von ſeinem deutſchen Meiſter, den fernen Kriegsverlauf verfolgt, Siege bejubelt, Hem⸗ mungen und Zweifel beſorgt durchgerungen und end⸗ lich Sieg, Einigung und Frieden als wohlverdien⸗ ten Lohn und doch zugleich als ein vom Himmel heruntergeriſſenes Wunder entgegengenommen halle, Sein Aufblick zum Bilde war Anbetung, ſein bile⸗ res% hosso homem“ dazu voll Stolz, es g 05 nur: er iſt unſer Mann!, ſondern: er iſt unſer Heil Von jeher ein überzeugter Bismärcker wurde ich von des Negers Worten freudig überraſcht,— be⸗ ſchämt,— erſchüttert—, fühlte plötzlich das ganze ſchlechte deutſche Gewiſſen Bismarck gegenüber un⸗ erträglich in meinem Herzen, ich ſtarrte den Alfen an und dachte, als er fertig war, nicht Haran, zu reden. Er faßte mein Schweigen wohl als Entlaſſung auf, verabſchiedete ſich von mir mit fühlbar perſön⸗ licherem Gruß als vordem, indem er hinzufügle: „Der Herr iſt auch ein Deutſcher!“ und daun, mit ſeinem Gitterturm ſich in Bewegung ſetzend:„Sie ſind alle groß und blond.“ Der Neger hatte mich in meinem Volke tief be⸗ ſchämt, hatte mich perſönlich unſagbar traurig ge⸗ macht; ich warf meinen Emerſon auf den Tiſch und fand an dieſem Tage keine Ruhe mehr. Acht Jahre hat der Rieſe gearbeitet und hat er⸗ rungen, wonach alle guten Deutſchen von je verlangt und gerungen haben, er bringt geeintes Reich und Kaiſerkrone aus dem Kriege heim und findet ſtatt Dankes Feindſchaft über Feindſchaft: der Papſt hat ihn nicht geheißen, ein Deutſches Reich zu ſchaffen, Karl Marx hat es ihn nicht geheißen, ſeine preußi⸗ ſchen Junker haben es ihn nicht geheißen; das Volk hat die Fahne wieder eingerollt und iſt am Geld⸗ verdienen; daß Großes getan iſt, weiß es ſchon nicht mehr; nachdem das Große getan iſt, wars ja nur ein Ei des Kolumbus! Er ſteuert das Reich noch zwei Jahrzehnte durch die ſchwerſten inneren und äußeren Gefahren, dann wird ihm ſein Lebenswerk aus den Händen geriſſen und der Stümperei über⸗ geben, er muß zuſehen, er mag in ſeinem Sachſen⸗ walde toben wie der gefeſſelte Prometheus, die Spie⸗ ßerwelt lächelt mitleidig über den Mangel an Lebens⸗ art und hält ſich die wohlerzogenen Ohren zu. Ein alter Neger, der ſein Brot noch ſchwer ver⸗ dienen muß, wohl auch wie beſſere Leute Aerger, Sorgen und Gram hat,— er ſieht im Vorübergehen Bismarcks Bild, un; das ganze Heldenlied klingt wieder einmal in ihm auf, das ihm vor einem Vier⸗ teljahrhundert ſein deutſcher Meiſter geſungen und geſagt hat. Was er damals mit ſtarkem Herzen auf⸗ nahm, iſt in ihm friſch geblieben, das Große groß, das Wunderwerk ein Wunderwerk; ein Blick auf das Bild, und alles iſt wieder lebendig, Dänemark, Oeſterreich, Frankreich, Deutſchland,— o nosso homem. Bin ich auch immer bereit, ſtark und herzhaft ge⸗ nug, das Kleine klein zu nehmen, das Große groß? Ein halbes Jahrhundert iſt ſeitdem vergangen, und Bismarcks Werk ſchien vernichtet zu ſein. Wit⸗ der gönnt das Schickſal dem deutſchen Volk eines Führer zu neuen, nur von wenigen geahnten Zielen. Wer unter den Deutſchen wäre ſo klein, daß er ſich— uns— das Große nicht gönnte?— den Füh⸗ rer zum Großen!„unſern Mann“! wigs werd Polit Anza 1 Aufg ter frei! ſind. weit, trike gelöf tung geleg gebr. der haft 6 fort. beleg gerſt nehn Verb könn geme reſtli wird 5 1 1 Dienstag, 24. März 1038 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 5. Seite/ Nummer 140 Die Stadtseite Mannheim, den 24. März. Großkundgebung in Lndwigshafen An alle Betriebsführer des Kreiſes Maunheim! Für die am Mittwoch, dem 25. März, in Lud⸗ wigshafen ſtattfindende Adolf⸗Hitler⸗ Großkundgebung werden Mannheimer SA⸗Männer, Ss⸗Männer und Politiſche Leiter für den Ordnungsdienſt in großer Anzahl benötigt. Um den Formationen die Durchführung ihrer Aufgabe zu ermöglichen, ergeht an die Betriebsfüh⸗ ter die Bitte, denjenigen Gefolgſchaftsmitgliedern ſrei zu geben, die für den Ordnungsdienſt eingeteilt ſind. Heil Hitler! Der Kreisleiter: gez, Dr. R. Roth. Kartenverkauf in Mannheim Bei folgenden Dienſtſtellen ſind Karten für die Kundgebung erhältlich: Kreisleitung der NS D A P, L 4, 15, Zim⸗ mer 11, von—18 und 16—19 Uhr. Ortsgruppen: Feudenheim, Hauptstr. 150, von 1042 und 15—19 Uhr. Friedrichspark, C 7, 5, von 1042 und 16—20 Uhr. Humboldt, Langſtr. 39, von —12 und 15—21 Uhr. Jungbuſch, J 1, 14, von 9 bis 8 und 18—21 Uhr. Käfertal, Mannheimer Str. 17, von 10—12 und 15—21 Uhr. Lindenhof, Eichelshei⸗ merſtr. 51/53, von—13 und 15—20 Uhr. Neckarſtadt⸗ Oſt, Langerötterſtr. 50, von—42 und 1619 Uhr. Oſtſtaoͤt, Parkhotel, Zimmer 6, von 10—13 und 16 bis 20 Uhr. Neckarau, Luiſenſtr. 46, von 15—20 Uhr. Sandhofen, Ausgaſſe 8, von—12 und 1418 Uhr. Schwetzingervorſtadt, Bahnhofsplatz 7, von 1012 und 16—19 Uhr. Waldhof, Sandſtr. 15, von 1012 und 16—20 Uhr. Völkiſche Buchhandlung, Pp 4, 19, 919 Uhr. 5 Verkehr nach Luoͤwigshafen Anordnung des Polizeipräſidenten Auläßlich der Führerkundgebung am 25. März wird in Ludwigshafen der geſamte Verkehr geſperrt oder umgeleitet. Es iſt daher an dieſem Tage von 10 Uhr bis 20 Uhr der Verkehr über die Rheinbrücke für Kraftfahrzeuge, Fuhrwerke und Radfahrer ge⸗ ſperrt. Lediglich Laſtzüge und Lieferwagen, die Güter befördern, ſowie die mit einem beſonderen Ausweis der Kreisleitung Ludwigshafen verſehenen Perſonenkraftwagen dürſen über die Brücke fahren, Der Fernverkehr mit Gütern in Richtung Bad Dürkheim— Frankenthal hat über Mundenheim zu erfolgen. von Der Bauzaun P 6 gefallen Das Ereignis, wenn man es ſo nennen darf, das man ſchon ſo lange erwartete, iſt geſtern eingetreten: der häßliche Bauzaun, der den Gehweg des Quadrats 5 6 pon der Fahrbahn trennte, iſt vollſtändig gefallen. Deilweiſe war er ja ſchon vor kurzem ent⸗ ſernt worden, aber nun iſt auch der Reſt auf Wagen fortgeführt worden. Die Arbeiten gehen hier aber weiter, doch ſind ſie anderer Art als bisher: Elek⸗ triker, Schreiner, Glaſer uſw. haben die Maurer ab⸗ gelöſt. Es handelt ſich darum, die Innenausgeſtal⸗ tung der Läden durchzuführen. Fußböden werden gelegt, wirkungsvolle Schaufenſterbeleuchtungen an⸗ gebracht und rieſige Glasſcheiben eingeſetzt. Auch an der Fertigſtellung der Plankenpaſſage wird ſieber⸗ haft gearbeitet. Gleichzeitig ſchreitet die Herſtellung des Gehwegs fort. Etwa ein Drittel iſt ſchon mit Platten belegt. Die ganze Fertigſtellung des Bür⸗ gerſteiges dürfte nur mehr wenige Tage in Anſpruch nehmen. Dann werden alſo die Mannheimer„die Verbreiterung der Planken“ ſchon richtig ausnutzen können. Freilich, der Bauzaun am Quadrat b 5 gemahnt daran, daß dieſe Verbreiterung noch nicht reſtlos durchgeführt iſt; aber nur Geduld, auch das wird noch werden! WHW- Hafenrundfahrt Für die am Samstag, 28. März, ſtattfindende Hafenrundfahrt mit dem Eisbrecher⸗ Feuerlöſch⸗ und Bereiſungsboot der Badiſchen Hafen verwaltung Mannheim zugunſten des WH W ſind noch einige Karten zu haben. Näheres Kreisführung des L 5, 6, Zimmer 18(Tel. 266 82). Winterhilfswerkes, Zahlen, die auch Aneinſichtige belehren Mannheims Aufſchwung im Jahre 1935 Anhaltende Aufwärtsbewegung der Lebens- und Wirtſchaftskurve Das Statiſtiſche Amt der Stadt Mannheim legt nunmehr ſeinen Jahresbericht für das Jahr 1935 vor, der in Zahlenüberſichten und erläu⸗ ternden Bemerkungen zahlreiche freundliche Züge erkennen läßt. Er ſchließt mit der Feſtſtellung, daß die Aufwärtsbewegung der Mannheimer Le⸗ beus⸗ und Wirtſchaftskurve im Jahre 1935 wei⸗ tere Fortſchritte machte. Bevölkerungsbewegung Die Zahl der Eheſchließungen iſt in den Jahren 1933 und 1934 außerordentlich in die Höhe gegangen; viele in der vorhergehenden? Kriſenzeit aufgeſchobene Ehen wurden damals nachgeholt. Es iſt deshalb verſtändlich, daß im Berichtsjahr die Zahl der Eheſchließungen wieder etwas zurückging; mit 2908 übertrifft ſie indeſſen jene des Jahres 1932 um 613. Die Zahl der Lebendgeborenen iſt im 1 101 200 Fremde(davon 7639 Ausländer), 1984: 102 894(7871), 1935: 110 865(8430). Daß der Beſuch der Ausländer relativ mehr zunahm als der ge⸗ ſamte Fremdenverkehr, iſt eine beſonders erfreu⸗ liche Feſtſtellung. Die Zahl der Uebernachtungen ſtellte ſich im Jahre 1934 auf 178 377, im Jahre 1935 auf 193 996; dies iſt eine Steigerung von 8,8 v. H. Der Eiſenbahn⸗Perſonenverkehr hat ſeinen Aufſtieg gleichfalls fortgeſetzt. Die Zahl der im Hauptbahnhof verkauften Fahrkarten betrug im Berichtsjahr 1546986 gegen 1 469 008 im Vorjahr und 1 389 029 im Jahre 1933. Bei der Oberrheiniſchen Eiſenbahngeſellſchaft erhöhte ſich die Zahl der von und nach Mannheim beförderten Fahrgäſte von 2 135 684 im Jahre 1933 auf 2629 903 im Jahre 1934, und nun auf 3 253 144; außerdem ſind im Kraftwagen im Berichtsjahr 101256 Perſonen von umd nach Mannheim macht mit der Sanierung der Altſtadt Ernſt Berichtsjahr beträchtlich geſtiegen. Das Jahr 1933 hatte mit 3566 den Tiefſtand gebracht. Im Jahre 1934 erhöhte ſich die Zahl auf 4470, im Jahre 1935 auf 4909. Dies bedeutete eine Zunahme um 9,8 v. H. gegenüber dem Vorjahr und eine ſolche um 37,7 v. H. gegenüber dem Jahr 1933. Die Unehelichenzahl iſt in den letzten drei Jahren bedeutend geſunken(1932: 170 U.., 1933: 14,3 v.., 1934: 11,1 v.., 1985 9,8 v..). Die Sterblichkeit war im Jahre 1935 etwas ungünſtiger als im Jahre 1934. Es würden 2872 Sterbefälle gezählt, das ſind 340 mehr als im Vorjahr. Trotz negativer Wanderungsbilanz hat die Mannheimer Einwohnerzahl zugenommen und zwar dank des Geburtenüberſchuſſes, der mit 6,4 auf 1000 Einwohner im Berichtsfahr um nahezu 50 v. H. über dem Durchſchnitt der deutſchen Großſtädte (4,3) liegt. Die mittlere Jahresbevölkevung belief ſich 1933 auf 275 300 und 1935 auf 276 700. Man n⸗ heim iſt alſo aus eigener Kraft gewach⸗ ſen, während in früheren Jahren der Wanderungs⸗ gewinn die weſentliche Urſache des zahlenmäßigen Wachstums geweſen iſt. Die fortſchreitende Belebung der Wirtſchaft wirkte ſich namentlich in der Statiſtik des Arbeits⸗ amtes aus. Im erſten Vierteljahr 1933 belief ſich die Zahl der Ar beitsloſen auf 34 320. Es gelang, dieſe Zahl von Vierteljahr zu Vierteljahr zu ver⸗ ringern. Die Abwärtsbewegung war im dritten Vierteljahr 1935 bei 12602 angekommen. Das letzte Vierteljahr brachte eine kleine Erhöhung auf 13 607. Die Zahl der Arbeitsloſen iſt alſo auf etwa zwei Fünftel zuſammengeſchmolzen. Die anhaltende Beſ⸗ ſerung der Wirtſchaftslage kommt naturgemäß auch in der Fürſorgeſtatiſtik zum Ausdruck. Die Geſamt⸗ zahl der in offener Fürſorge laufend bar unter⸗ ſtützten Perſonen ſtellte ſich im Januar 1933 auf 56 585, im Dezember 1933 auf 46 822, im Dezember 1934 auf 30601 und im Dezember 1935 auf 23 986. An Baraufwand für die laufend offen Unterſtützten entſtanden im Berichtsjahr 5 576904 Mk. gegen 7990 713 Mk. im Vorjahr und 10 663 607 Mk. im Jahre 1933. Der Abbau der Fürſorgelaſten beträgt demnach 47,7 v. H. Der Fremdenverkehr hat im Berichtsjahr einen weiteren kräftigen Auf⸗ ſchwung genommen, denn es wurden gezählt: 1933: ö Umfang nicht erreicht. Mannheim befördert worden gegen 98 105 im Vor⸗ jahr, und 82 431 im Jahre 1933. Die Straßen⸗ bahn beförderte im Geſamtnetz Mannheim⸗Lud⸗ wigshafen 1933: 30003 366(Einnahmen: 5268 323 Mark), 1934: 36 540 486(5 446785 Mark), 1935: 40 351283(5 724236 Mark). Auch die Rhein ⸗ Haardt⸗Bahn erfreut ſich ſteigender Einnah⸗ men: 242519 Mark im Jahre 1933, 273 724 Mark im Jahre 1934 und 281.886 Mark im Jahre 1935. Der Schiffsgüter verkehr hat deu letztjährigen Er iſt von 5 428 785 Tonnen im Jahre 1934 auf 5 084 610 Tonnen im Berichtsfahr zurückgegangen. Gegenüber dem Jahre 1933 ergibt ſich indeſſen eine Steigerung um 342 901 Tonnen und gegeüber dem Jahre 1932 eine ſolche um 756 683 Tonnen. Der Schiffsgüterverkehr von Mannheim iſt durchweg größer als der bon Karlsruhe und Kehl zuſammen. Im Liegenſchaftsverkehr iſt namentlich die erheb⸗ liche Belebung des Umſatzes aun Bauplätzen beachtenswert, der wiederum einen weiteren Auf⸗ ſtieg der Bautätigkeit zur Folge hatte. Die Zahl der ausſchließlich oder überwiegend zu Wohnzwecken errichteten Neubauten ſtellte ſich 1932 auf 396, 1933 auf 693, 1934 auf 854 und 1935 auf 863. Die Geſamtzahl der entſtandenen Wohnungen betrug 1932 nur 341; ſie erhöhte ſich 1933 auf 1084, 1934 auf 1546 und 1935 auf 1683. Der Sparkaſſen verkehr hat im Berichts⸗ jahr eine weitere beträchtliche Zunahme erfahren; dabei haben ſich die Einzahlungen ſtärker erhöht als die Rückzahlungen. Im Kataſtrophenfahr 1931 wur⸗ den 11 706779 Mark mehr zurückgegeben als einge⸗ legt. Von da ab verminderte ſich der Rückzahlungs⸗ überſchuß von Jahr zu Jahr. Das Berichtsjahr brachte erſtmals wieder einen Einzahlungsüberſchuß und zwar in Höhe von 1669 314 Mark. Bei der Reichsbankhauptſtelle hat ſich der Geſchäftsumſatz in Einnahme und Ausgabe von 5045,5 Mill. Mark im Vorjahre auf 4897,7 Mill. Mark im Berichtsjahr vermindert. Der Wertbetrag der bei der Abrech⸗ nungsſtelle eingelieferten Zahlungsverpflichtungen iſt dagegen gleichzeitig von 224,2 Mill. Mark auf 232,6 Mill. Mark geſtiegen. ö Die Waſſerförderung iſt ſeit 1993 um 4,4 v.., die Gasepzeugung um 21,6 v. H. und die Stromerzeugung um 15,7 v. H. gewachſen. Die größte Steigerung ſeit dem Jahre 1932 hat mit 21, v. H. die Stromabg abe an gewerbliche und in⸗ duſtrielle Großabnehmer aufzuweiſen; auch dies iſt ein Beweis für die beträchtliche Beſſerung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe. e Von der SS⸗Standarte Deutſchland trifft zu der Großkundgebung mit dem Führer in Ludwigs⸗ hafen am Mittwoch um 17.00 Uhr im Hindenburg⸗ park das 3. Bataillon aus Ellwangen am Dienstag um 11.50 Uhr in Mannheim ein. ann Die Schalter der Städtiſchen Sparkaſſe Maun⸗ heim bleiben am Mittwoch, dem 25. März, aus An⸗ laß der Anweſenheit des Führers ab 1 Uhr ge⸗ ſchloſſen. ein Die Eismänner ſind da! Die Eismänner ſind da: aber nicht die Eismänner des Kalenders, die uns die gefürchteten Nachtfröſte zu bringen pflegen, ſon⸗ dern die Eismänner, die uns die Eiswaffeln auf der Georgette · Vigoureux der Stoff für das leichte Complett, in marine, bleu, grau, ca. 130 om breit . Meter 3⁵⁰ Kostùüm- Kammgarn reine Wolle, für das praktische dacken- kleid, in'grau,'gtau und beige, ca. 140 om breit Meter 4³⁰ Modehaus Neugebauer Das groge fextlil-Spezial-Haus MANNHEIM- AN DEN PLANKEN Straße verabreichen. Wenn man nirgends ſonſt feſt⸗ ſtellen könnte, daß der Winter zu Ende iſt und die warme Jahreszeit begonnen hat, man müßte ders beſtimmt an dem Auftauchen der erſten Eiswagen merken. Die Kaſtanien verkäufer haben die Heizung ihrer Kaſtanienöfen eingeſtellt und ſich auf die Er⸗ friſchungsbedürfniſſe des Publikums umgeſtellt und ziehen nun als Eismänner durch die Straßen. * Gefaßter Rowdie. In der Nacht zum 23. März konnte der Wachmann Steinbrunner der Wach⸗ und Schließ⸗Geſellſchaft Mannheim bei den Lichtſpielen in Rheinau einen jungen Mann von 22 Jahren feſtnehmen, als er die Scheiben an den beiden Schau⸗ kaſten eingeſchlagen und die Bilder entwendet hatte. Die Bilder verſteckte der Täter unter ſeinem Rock. Der Wachmann hat den Täter der Polizeiwache in Mannheim⸗Rheinau zugeführt. ** Holz nach Wahl. Die Platanenallee längs des Adolf⸗Hitler⸗Ufers mit ihren ſtattlichen Bäumen, deren weitausladende Kronen uns im Sommer an heißen Tagen willkommenen Schatten ſpenden, iſt gegenwärtig in Bearbeitung der Gärtner. Alle überragenden Zweige und überflüſſigen Triebe wer⸗ den fachmänniſch zurechtgeſtutzt. Bei dieſer Arbeit muß auch mancher dicke Aſt unter den Zacken der Baumſäge fallen. Die bei dieſen umfangreichen Ar⸗ beiten anfallenden Zweige werden in ein nahegelege⸗ nes Bauloch geſchafft, wo ſich ein rieſiges Gewirr von Zweigen und Aeſten auftürmt. Mit kleinen Leiter⸗ wägelchen und mit Handwagen rücken die Leute am Adolf⸗Hitler⸗Ufer an, um das Paſſende herauszu⸗ leſen. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß die ſtärkeren Zweige und die Aeſte ganz beſonders begehrt ſind und daß dieſe zuerſt einen Beſitzer finden. * Vom Planetarium. Heute, Dienstag abend, ſpricht Prof. Feurſtein im letzten Vortrag der Reihe„Die Wunderwelt des Lichtes“. Die für den 25. März vorgeſehen geweſene Veranſtaltung für die NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ wurde auf Mittwoch, den 1. April, verlegt. Auf die Wieder⸗ holung des Planetariumsabends für die vom Win⸗ terhilfswerk betreuten Volksgenoſſen am Donners⸗ tag wird hingewieſen. NN AE HHC 148 Breilesirdsse die õründe die für den entſcheiden! vorzügliche Paßformen/ Hervorragende Qualität — Unübertroffene Preis wür digkeit!— * 6. Seite/ Nummer 140 Nene Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Bei gebrochen. zur Ruhe ſeine Wohnung einſtieg und konnte inſolgedeſſen rechtzeitig ſeine Gegenmaßnahmen treffen. Das heißt, er ſchlich hinter dem ungebetenen Gaſt her, und als dieſer ſich gerade wieder an den Schrän⸗ ken und Schubladen in einem der Zimmer zu ſchaf⸗ fen machte, ſperrte er öͤen Einbrecher kurzerhand in dem Raum ein. Jeder andere würde nun einfach das Ueberfallkommando angerufen und auf dieſe Weiſe dafür geſorgt haben, daß der Einbrecher ſchleu⸗ nigſt hinter Schloß und Riegel geſetzt wurde. Herr Antoniuk dagegen wünſchte, dem Burſchen erſt noch einen gehörigen Denkzettel zu verabfolgen. Er rief daher in aller Eile ſeine Schwiegermutter an. Für ſo eine kleine Abreibung war niemand geeigneter, ſo dachte ſich Herr Antoniuk, der offenſichtlich ſchon gewiſſe Erfahrungen hinter ſich hatte. Nach einer Weile erſchien die zu Hilfe Gerufene.„Wo iſt der Kerl?“, mit dieſen Worten ſtürmte ſie in die Woh⸗ nung, Herr Antoniuk deutete verſchmitzt lächelnd auf ſein Arbeitszimmer.„Na, dann gib' mal den Weg frei“, meinte die veſolute Dame, ſchloß das Zimmer auf und verſchwand darin. Herr Antoniuk blieb vorſichtshalber draußen. Seine Anweſenheit war auch völlig überflüſſig. Nach kaum fünf Minu⸗ ten mußte er allerdings abermals telephonieren, und zwar diesmal nach der Rettungsgeſellſchaft. Der Arzt, der einige Zeit ſpäter in Begleitung von zwei Beamten erſchien, ſtellte feſt, daß dem unglück⸗ lichen Einbrecher mehrere Rippen gebrochen waren. Außerdem hatte er ein Auge eingebüßt. Er war mit einem Wort reſtlos erledigt. Nicht ſo ſeine ſchlag⸗ kräftige Gegnerin, die ſich derart in Wut hineinge⸗ ſteigert hatte, daß ihr der Arzt erſt einmal ein Be⸗ ruhigungsmittel geben mußte. Der verbläute Ein⸗ brecher ſoll den Beamten geradezu dankbar geweſen ſein, als ſie ihn endlich ins Polizeilazarett fort⸗ trugen. Herrn Autonink in Warſchau wurde ein⸗ Da ſich Herr Antoniuk erſt kurz vorher begeben hatte, hörte er, wie der Dieb in * — Es wird von Hiſtorikern angenommen, Faß der Adler als Wappentier orientaliſchen Urſprungs iſt. Denn bereits die Perſer des Königs Cyrus tru⸗ gen einen goldenen Adler auf der Lanze vor ſich her. Und die Römer kennen ihn von ihren Legions⸗ zeichen und aus dem Amtsſymbol des höchſten Zen⸗ turio. Von den deutſchen Herrſchern war es Karl der Große, der ihn bei der Kaiſerkrönung zum Reichsadler machte und ein metallenes Bild eines Adlers am Chor des Domes zu Aachen anbrachte. Von hier aus nahm der Adler den Weg zum Pa⸗ laſt des Kaiſers, auf dem er— den Blick nach Oſten — befeſtigt wurde. Als Lothar Aachen im Jahre 978 einnahm, änderte er nichts daran als die Blick⸗ richtung: der Adler blickte nach Weſten! Otto II. aber, der auf ſeinem Kriegszuge das geſchehene Un⸗ recht wieder gutmachte, gab auch dem Adler wieder den Blick auf Sonnenaufgang zu. Otto II. war es auch, der zum erſten Male auf der Reichsſahne den Adler heraldiſch, als bildliches Wappen, erſtehen ließ. Seither erſchien er auf den Reichsſiegeln und Münzen. Auf einer Münze tauchte auch zuerſt 1325 ein Doppeladler auf, jedoch wurde er erſt unter Wenzel und ſpäter unter Sigismund ſtändiges Zei⸗ chen der Würde des deutſchen Kaiſers— ein Sym⸗ bol der Vereinigung der Kaiſer⸗ und Königswürde in einer Hand. Mit der Zerſchlagung des Heiligen Römiſchen Reiches Deutſcher Nation verſchwindet auch— im Jahre 1806— der Doppeladler und bleibt nur noch den Habsburgern vorbehalten. Als am 18. Januar 1871 aufs neue ein deutſches Kaiſerreich erſtand, war es wieder der Adler, der einköpfige Adler, den man zum Sinnbild der neuen Würde machte. Und nun hat er in der Verordnung des Führers und Reichskanzlers vom 7. März 1936 bei der Neugeſtaltung des Hoheitszeichens ſeine end⸗ gültige Form erhalten: den Kopf nach rechts, geöff⸗ nete Flügel, auf einem Eichenkranz ſtehend und das Hakenkreuz auf der Bruſt. — Wenn früher ein Bergwerkſchacht ſtillgelegt wurde, dann beoͤeutete das immer einen Kapital⸗ Das iſt neuerdings nicht mehr der Fall, ſeit⸗ dem man durch Zufall entdeckt hat, daß ſich derartige unterirdif Anlagen geradezu hervorragend für die Pilzzucht eigne In England ſind in der letzten Zeit mehr unterirdiſche Farmen für die Pilzzucht Bergwerken und Tunnels angelegt n. Sogar die Londoner Straßenbahn⸗ geſellſchaft iſt neuerdings als Unternehmer auf die⸗ ſem Gebiet in Erſcheinung getreten, indem ſie einen unter der Themſe geführten Tunnel, der ſeit 1900 nicht mehr benutzt wurde, da ſich der Verkehr auf dieſer Linie als unrentabel erwieſen hatte, zu einer ſolchen Pilzzuchtfarm umgewandelt hat. Dadurch wirft dieſe unrentable Kapitalanlage wieder Gewinn ab. In dieſen unterirdiſchen Pilzfarmen werden Hauptſächlich Champignons gezüchtet. Aber auch die Zucht neuer, auf dem Markt noch weniger bekannter Sorten ſoll ſich als wirtſchaftlich erwieſen haben. 8. — Unter den Eskimos an der Nordküſte Alaskas herrſcht Aufregung. Mehrere Eskimojäger, die weit auf das Eismeer hinausgefahren waren, haben in der Höhe von Point Barrow, fern am Horizont, ein offenbar herrenloſes Schiff entdeckt, einen Zweimaſt⸗ Schoner, der feſt im Eis liegt und in deſſen Nähe ſich keine Menſchenſeele zeigt. Der Eskimo Claire Oakpeha, ein durchaus glaubwürdiger Mann, der im Auguſt des vorigen Jahres in ganz Amerika be⸗ kannt wurde, weil er in einem Gewaltmarſch über die arktiſche Tundra die Nachricht von dem Abſturz Wiley Poſts und Will Rogers nach Point Barrow brachte, von wo aus die Unglücksbotſchaft in die ganze Welt gefunkt wurde, hat verſucht, das„Gei⸗ ſterſchiff“ zu erreichen. Er unternahm eine tollkühne Fahrt, aber es gelang ihm nicht, bis ganz an das Schiff heranzukommen. So zerbricht man ſich vor⸗ läufig noch vergeblich den Kopf, um welches ver⸗ ſchollene Schiff es ſich handeln kann Zunächſt taucht die Vermutung auf, es könne die„Baychimo“ ſein, ein Pelzhändlerſchiff, das ſeit vier Jahren vermißt wird und deſſen Beſatzung verhungert oder erfroren ſein dürfte. Claire Oakpeha, der die„Baychimo“ genau kennt, behauptet jedoch mit aller Beſtimmt⸗ heit, daß es dieſes Schiff nicht ſei. Nunmehr glaubt man allgemein, das Wrack gehöre zu den ſteben gro⸗ ßen Walfangſchiffen, die vor etwa fünfzig Jahren in das unbekannte Eismeer ſegelten und nicht wieder in ihren Heimathafen zurückkehrten. Man wird eine Expedition ausrüſten, die das Rätſel des„fliegen⸗ den Holländers der Arktis“ Löſen ſoll. * Tut. K — Im ſchwediſchen Reichskag wurde vor kurzem von der Regierung ein Geſetzentwurf eingebracht, der die Bewilligung eines Kredits von zunächſt 50 000 Kronen vorſieht. Dieſe Summe ſoll dazu ver⸗ wendet werden, das von Sven Hedin auf ſeiner letz⸗ ten Expedition nach Zentralaſtien geſammelte Ma⸗ terial wiſſenſchaftlich auszuwerten. Es ſoll übrigens nicht bei dieſen 50 000 Kronen bleiben, ſondern der gleiche Betrag der Akademie der Wiſſenſchaften in Stockholm auch in den nächſten fünf Jahren weiter regelmäßig zur Verfügung geſtellt werden. Ins⸗ geſamt ſoll dieſer Staatskredit für das Werk des großen ſchwediſchen Forſchers demnach den Betrag won 300 000 Kronen erreichen. Das wäre ungefähr die Hälfte der Summe, die erforderlich ſcheint, um die enorme Ausbeute an wiſſenſchaftlichem Matertal, das Sven Hedin auf den letzten Expeditionen ge⸗ ſammelt hat, ſachgemäß verarbeiten zu können. * — Ein ungemein freches Raubſtückchen leistete ſith in Solingen ein Sperber, der einen Taubenſchlag in Höhſcheid anfiel Der Raubvogel ſchlug ſämtliche 18 Ziertauben, die im Schlage untergebracht waren. Mit dieſer Beute war es ihm aber noch nicht genug, er drang vielmehr noch durch ein offenes Fenſter in die Küche des Taubenbeſitzers ein, wo er aber ſofort unſchädlich gemacht und dem Jäger übergeben wer⸗ den konnte. E — In Oelfusbygden auf Island, wo die Erde der Erwärmung durch vulkaniſche Quellen wegen Dienstag, 24. März 1986 — Anwelter und Walobrand in Argentinien + Buenos Aires, 28. März. Buenos Aires wurde am Freitag von einem ſchweren Unwetter heimgeſucht, das mehrere Todes⸗ opfer forderte und großen Schaden anrichtete. Der Verkehr iſt zum größten Teil lahmgelegt. Der Sturmwind zerſtörte die Starkſtromleitungen und die Straßenbahnoberleitungen, die Wolkenbrüche ver⸗ urſachten gewaltige Ueberſchwemmungen, ſo daß der Einſatz von Feuerwehr und Militär erforderlich wurde, um zahlreiche gefährdete Menſchen zu retten. Einige der Verunglückten ſind ertrunken. In Obera im Staate Miſiones, dem Schauplatz des Kommuniſtenaufſtandes, brach ein Waldbrand aus, der bereits mehr als 2000 Hektar Wald ver⸗ nichtet hat. Die Behörden vermuten, daß in Ver⸗ bindung mit dem Kommuniſtenputſch Brandſtif⸗ tung vorliegt, da mehrere Brandherde feſtgeſtellt wurden. Wilo Schießerei in einem franzöſiſchen Sanatorium + Paris, 28. März. Zu einer wilden Schießerei, die mehrere Todes⸗ opfer forderte, kam es in dem Sanatorium von St. Rieairl bei Grenoble. Ein dort beſchäftigter Auf⸗ wäſcher hatte vergeblich die 14jährige Tochter eines Sanatoriumsbeamten mit Liebesanträgen beläſtigt. Am Freitagmorgen trank er aus Wut darüber, daß das Mädchen ihn verſchmäht hatte, öͤrei Liter Weiß⸗ wein und bewaffnete ſich dann mit drei Revolvern und zahlreichene Patronen. Er ͤͤrang in mehrere Räume ein und ſchoß ſinnlos auf alles, was ihm in den Weg kam. So tötete er zunächſt aus nächſter Nähe das junge Mädchen, das ſich ſeinen Nachſtel⸗ lungen entzogen hatte, dann ein fünfjähriges Kind, darauf ein 18jähriges Mädchen. Er lud ſeine Re⸗ wolver immer wieder von neuem und verletzte dann noch drei Perſonen. Schließlich flüchtete er in ein unbewohntes Zimmer des Sanatoriums und ſetzte ſeine Schießerei aus dem Fenſter fort. Der Bürgermeiſter des Ortes verſuchte, den Burſchen durch Schüſſe mit ſeiner Jagoflinte unſchädlich du machen. Nachdem etwa 100 Schüſſe gewechſelt wor⸗ den waren und der Revolverheld nicht mehr ſchoß, öͤrang man in das Zimmer ein und fand ihn ver⸗ wundet vor. Er war offenbar durch einen Schrot⸗ ſchuß des Bürgermeiſters blind geworden, fuchtelte aber immer noch mit ſeinen Revolvern herum. Ein Verwandter des getöteten 14 jährigen Mädchens tötete den mehrfachen Mörder durch zwei Revolver⸗ ſchüſſe. Auto in eine Schlucht geſtürzt — Chur(Graubünden), 23. März. Auf dem Wege von Bonaduz nach dem Safiental entdeckte ein Radfahrer von der Verſamer Brücke aus in der 60 Meter tiefen Schlucht ein zertrümmer⸗ tes Auto. Die Polizei ſtellte bei näherer Unter⸗ ſuchung feſt, daß zwei Leichen bei dem Auto lagen. Es handelt ſich um den 1909 geborenen deutſchen Staatsangehörigen Dr. med. Breuer, der ſich in Saas im Prättigau in Ferien aufhielt, und um den Züricher Gymnaſiallehrer Dr. phil. Theodor Pe⸗ ſtalo zz i. Das Unglück muß ſich nach Mitternacht zugetragen haben. Nach den Räderſpuren zu ſchlie⸗ ßen, hat der Autolenker auf der Fahrt von Bonaduz nach Verſam die Einfahrt in die Verſamer Brüche verfehlt und war etwa drei Meter neben derſelben direkt in die 60 Meter tiefe Schlucht hinuntergeſah⸗ ren. Die beiden Inſaſſen müſſen augenblicklich dot geweſen ſein. Furchtbare Tat einer Geiſtesgeſtörten — Torgau, 23. März. Eine furchtbare Tat verübte eine Geiſtesgeſtörte bei Schildau im Kreiſe Torgau. Dort ſtieß eine Frau oͤrei ihrer Kinder im Alter von zwei bis ſechs Jahren in einen an der Straße nach Falkenhain ge⸗ legenen Teich und ſprang dann mit ihrem füngſten einjährigen Kinde auf dem Arm hinterher. Einem Manne, der den ſchrecklichen Vorgang bemerkt hatle, gelang es, die Frau und das kleine Kind an Land zu bringen und beide ins Leben zurückzurufen. Die drei anderen Kinder konnten nur als Leichen gebor⸗ gen werden. Einſtellung des franzöſiſchen Südatlantikflugdienſtes f— Paris, 23. Marz, Der franzöſiſche Flugverkehrsdienſt über den Sitd⸗ atlantik muß, wie„Le Jour“ meldet, vorübergehend eingeſtellt werden. Eine Unterſuchung über den Un⸗ fall des Flugzeuges„Stadt Buenos Aires“ ſoll nüm⸗ lich ergeben haben, daß die beiden anderen Flug⸗ zeuge, die den Südatlantikverkehr durchführen, nicht dem ſeinerzeit erteilten Bauauftrag entſprechen, ſon⸗ dern„gewiſſe Abweichungen“ aufzeigen. Zu deren „ ſollen ein bis zwei Wochen notwendig ein. s J DTD!!! y y y beſonders geeignet iſt für landwirtſchaſtliche Expe⸗ rimente mit Pflanzen, die unter ſo nördlichem Him⸗ mel ſonſt nicht mehr gedeihen, iſt mit Anban von Tabak ein intereſſanter Verſuch gemacht worden. Im vergangenen Jahre ſind Tabakpflanzen unter Glas bis zur pölligen Reife gediehen, und zwar in ſo kur⸗ ser Zeit, daß zweimal im Jahr Tabak geerntet wer⸗ den konnte, Die isländiſchen Zeitungen berichten mit verſtändlichem Stolz über dieſe neue Großtat ihrer„Treibhaus⸗ Pioniere“. Könnte man den Ta⸗ bakverbrauch aus eigenem isländiſchen Anbau dek⸗ ken, ſo ließen ſich jährlich eine Million isländiſcher Kronen erſparen oder für notwendigere Einfuhr⸗ poſten des kleinen Landes, deſſen Deviſenlage ſehr angeſpannt iſt, verwenden. In Kolozſvar in Siebenbürgen wurde eine beträchtliche Anzahl Mädchen entführt. Vor weni⸗ gen Tagen wurde ein erſt 14jähriges und ungewöhn⸗ lich hübſches Mädchen entführt, und wenige Tage zuvor hat man die beiden jungen Töchter eines an⸗ WVUsTENrOnr uin RO MAN VON IAN DIS ENB IR G 11 O' Murphy machte eine ratloſe Handbewegung: „Wir lebten zuſammen, ich hatte niemals ſo viel Pech wie in dieſer Zeit. Sie waren mir manchmal wochenlang auf den Ferſen. Später erſt verſtand ich alles... Wenn ich ein Pelzgeſchäft ausgeräumt hatte, ſo konnte ich wetten, daß ſie in dreimal vier⸗ undzwanzig Stunden das ganze Zeug aufgeſtöbert hatten. Wenn ich mühſelig einen Treſor fertigge⸗ macht hatte, ſo ſtand beſtimmt die ganze Meute auf der Straße, um auf mich zu warten, und ich konnte oft nur unter Lebensgefahr entwiſchen... Da wurde ich abergläubiſch. Ich erzählte Sky nichts mehr, und ſchon wurde es beſſer! Dann mußte ich fort aus Dublin. Ich wollte nach London, denn dort iſt ein beſſeres Pflaſter. Sky ſollte mitkommen. Du kannſt dir nicht denken, wie ſie ſang und luſtig war, ihre Sachen packte und mich küßte.. Seit Tagen hauſte ich nicht mehr bei Sky. Ich hatte einen Unterſchlupf in einem Bodenraum gefunden, niemand kannte ihn, auch Sky nicht. Ich hatte mit ihr verabredet, wir wollten uns in einer Kneipe treffen. Dort haben ſie mich dann erwiſcht.“ O' Murphy fuhr ſich über die Schweiß glänzte. „Es war eigentlich ganz ſicher für die Leute, ich konnte nicht heraus und ſaß wie in einer Mauſe⸗ Stirn, die von falle. Der Speck war Sky. Nichts Böſes ahnend, verabſchiedete ich mich dort, auf einmal war Sky verſchwunden. Ich achtete nicht darauf— wo kann eine Frau ſchon hingehen? Da pfiff es und auf der Treppe ſtand Conny. Ihr kennt Conny nicht, ein feiner Kerl, das muß ich auch heute noch ſagen. Nur dienſtlich darf man nichts mit ihm zu tun haben. Wir hatten uns ſchon fünfmal beſchoſſen, er hatte eine Kugel von mir in der Schulter und ich von ihm zwei im Arm. Aber trotzdem haben wir uns immer vertragen. Alſo Conny ſtand plötzlich auf der Treppe und rief mich an.„O' Murphy“, ſagte er ſehr höf⸗ lich und hielt die Hand hoch. Ich wußte, was das hieß und drückte mich nach hinten. Die Jungens bildeten ſofort eine Mauer.„Es hat heute wirklich keinen Zweck“, ſagte Conny. Ihr habt keine Ahnung, wie höflich Conny ſein konnte, bevor er ſchoß.„Ich habe zuviel Leute mitgebracht. Es hat keinen Zweck, wenn du mich über den Haufen ſchießt. Die anderen Herren werde ich nicht beläſtigen.“ Wir alle wuß⸗ ten, wenn Conny etwas ſagte, dann konnte man ſich darauf verlaſſen. Ich warf ihm deshalb meinen Colt vor die Füße und kam die Treppe herauf und ſtreckte ihm meine Hände hin... Conny hatte nicht geſchwindelt, es war ein ganzer Haufen Leute da, und ich wäre auch anders nicht durchgekommen. Als Conny die Handſchellen umlegte, konnte ich es mir nicht verkneifen, ich mußte ihn fragen, wer mich ver⸗ pfiffen hatte. Ich kannte ja Conny ſehr gut, und ich wußte, er würde mir nie darauf antworten, aber irgend etwas zwang mich, und das Herz zitterte mir dabei vor Angſt, daß ich es erfahren könnte.. Und ich fragte Conny, ob es Sky war, die mich verpfiffen hat... Und Conny ſah weg.“ O' Murphy atmete ſchwer. Er nahm einen großen Schluck. Er ſchwieg eine Weile. „Plötzlich ſah ich Blut und gar nichts mehr“, fuhr er fort.„Ich riß mich los, fegte ein paar Kon⸗ ſtabler beiſeite und ſprang die Treppe hinunter. Wo war Sky? Sie mußte noch im Keller ſtecken. Ich warf mich gegen eine Tür, und da ſtand Sky und ſchrie, ganz hoch und dünn. Sie wollte meine Füße umklammern, ich wußte jetzt, ſie war es geweſen. Und ich hieb ihr die Handſchellen über den kleinen Kopf.“ O' Murphy griff abermals zu dem fuſelgefüllten Waſſerglas. „Conny fragte mich nicht, weshalb ich das getan hatte, er nahm mir ſogar die Feſſeln ab, er wußte, ich würde nicht entfliehen. Kein Wort ſprach er, ich rechne ihm das hoch an. Und bei Gericht hat er für mich ausgeſagt. Er wollte ſich verbürgen, wenn ich herauskäme, daß ich nichts mehr mit dem Geſetz zu tun bekäme, wenn ich nur eine milde Strafe be⸗ käme. Ich aber weiß, ich hätte jede Frau erſchla⸗ gen, mit der ich ſpäter bekannt geworden wäre. Des⸗ halb habe ich mich, als ich aus dem Zuchthaus kam, ſeitwärts in die Büſche geſchlagen. Deshalb bin ich hier. Wohin ſollte ich denn ſonſt gehen?“ O' Murphy ſchwieg. Auch Achilles und ſprachen nicht. „Los, Achilles, jetzt biſt du dran.“ Hauſer geſebenen Kaufmanns, die 14 und 18 Jahre alt unh, verſchleppt. Der Bevölkerung hat ſich eine Panik bemächtigt. Man nimmt an, daß die Mädchenhänd⸗ ler mit internationalen Banden in Verhinpung ſtehen und in ganz Rumänien junge Mäschen ver⸗ ſchwinden laſſen. Die Polizei hat alle Hebel im Be⸗ wegung geſetzt, um der Täter habhaft zu werden, 4 — Von ber Polizei in Los Augeles iſt ein gro⸗ ßes Privatflugzeug beſchlagnahmt worden, deſſen Be⸗ ſitzer auf geſchickte Weiſe gegen das Verbot des Glück⸗ ſpiels verſtoßen hatte. Er hatte das Flugzeug zu einer richtigen Spielhölle umgebaut und in der Luft Spiele veranſtaltet, bei denen oft an einem Tage Hunderttauſende umgeſetzt worden waren. Tatfäch⸗ lich konnte ihm die Polizei in der Luft nichts an⸗ haben; da aber auch das bloße Halten von Spiel⸗ einrichtungen„auf der Erde“ verboten iſt, fand ſie einen rechtsmäßigen Grund zur Beſchlagnahme der Maſchine nach der Landung. 'Murphys Augen waren ſtarr und unheimlich, er ergriff das Glas und ſtürzte ſchmatzend den Sprit hinab. Achilles Blick zu. „Ich habe einmal viel Geld verdient“, begann er, „ich kenne Paris, Berlin, London und Neuyork. Ich bin in erſtklaſſigen Varietss aufgetreten. In den berühmteſten der Welt. Ich habe nur den Fehler begangen, eine Frau mit mir herumzuſchleppen. Aimée. Glaubt ihr vielleicht, ich liebte ſie? Ich hatte ſie nur bei mir, weil— ich kann euch das nicht erklären. Wenn ich ſie ſah, war ſie mir unſagbar gleichgültig. Und wenn ſie fort war, weinte ich um ſie wie ein Hund. Wir reiſten durch die Welt und quälten einander. Ihr könnt euch nicht denken, was für eine Beſtie das war.. In Breſt⸗Litowſk lernte ich eine Frau kennen, mit roten Haaren, und verliebte mich in ſte. Aimée hatte einen Tick. Sie war nicht kleinlich, oh... Nur rothaarigen Frauen mußte ich aus dem Wege gehen. Seltſam, nicht? Sie war abergläubiſch. Sie dachte, die Roten wären Hexen und würden mich meiner Kraft berauben.“ Achilles lachte und ließ zum Beweis dafür, daß die Roten ſolcher Zauberei keineswegs fähig waren, die Muskeln ſpielen. „Eines Tages hörte der Direktor in meinem Zimmer ein furchtbares Gebrüll. Da lagen ſich die zwei Frauen in den Armen. Aimée hatte der Ro⸗ ten mit einem Griff faſt alle Haare entfernt, und die Rote hatte mein Mädchen dafür gebiſſen. Nun, es war eine ekelhafte Sache. Alles kann ich leiden, nur wenn Weiber ſich ſchlagen— da vergeht mir der Appetit. Ich habe Aimée vier Tage nicht angerührt und keine andere Frau angeſehen.“ Achilles rollte die runden braunen Augen und fuhr fort:„Wir vertrugen uns wieder und gelobten uns gegenſeitig... Ach, was ſoll ich euch erzählen! Bis, in Athen, der Tierbändiger erſchien. Ich habe Aimée niemals verſtanden. Ich hätte Aimce war⸗ nen ſollen— aber kann man eine Frau halten, wenn ſie nicht gehalten ſein will?. Für die Zuſchauer muß die Sache ganz luſtig und ſpannend geweſen ſein.. Sonderbar, man vergißt ſo vieles, ganze Jahre, ganze Abſchnitte meines Lebens habe ich ver⸗ geſſen, aber ein paar Augenblicke, böſe, entſetzliche Augenblicke, wollen mir nie wieder aus dem Ge⸗ dächtnis gehen und ſind im Gehirn feſtgeklebt wie Abziehbilder.“ warf ihm einen kleinen ängſtlichen Achilles wiſchte ſich leicht über die Stirn. „Ich ſtehe auf der Bühne und ſchieße über die Schulter auf die Eier, die Aimée in den Springbrun⸗ nen geworfen hat. Dabei ſchaue ich in einen kleinen Spiegel. Ruhig ſchieße ich die Eier herunter. Und wende ein wenig den Spiegel. Auf einmal habe ich Aimee drin. Aimée und den Kerl. Sie ſtehen in der Kuliſſe. Aimée hätte ſich ſagen können, daß ith ſie ſehen mußte. Ah, es gehört ſchon eine Frechheit dazu! Ich blieb ganz ruhig. Ich wußte zwar nicht mehr, was ich machte, aber ich hatte alles ſo in der Gewöhnung— das Publikum applaudierte jedenfalls. Es wird ſchon alles richtig geweſen ſein. Achilles lächelte gläſern. 5. „. dann bringen ſie einen Pfahl. Aimse ſtellt ſich daran, als gefangene Weiße, ich bin als Indianer koſtümiert und ſchieße nach ihr mit Meſſern. Und Aimée bewegt ſich dabei. Sie windet ſich, das iſt der Trick. Immer dicht am Körper die Meſſet hinein⸗ ſchießen!— Beſtimmt haſt du geträumt, dachte ich Da bewegte Aimée ihren Körper ſo frech, daß ich ſo⸗ ſtand er und lächelte ihr zu. Ich habe niemals in meinem Leben einen Menſchen ſo unverſchämt lächeln ſehen! Da griff ich hinter mich und warf zwei Hände voll Meſſer nach ihr. Ihr werdet mir's nicht glau⸗ ben, heute noch ſehe ich, wie die Meſſer durch die Luft ziſchten. Sie gab keinen Laut von ſich. Sie konnte es übrigens auch nicht.“ Achilles lachte gluckſend, kaum hörbar. „Es war ganz ſpaßig. Ich war im Kopfe klar wie Glas, machte eine Verbeugung, als wenn dieſe Sache mit zu meiner Nummer gehörte. Der Kerl in der Kuliſſe lachte noch immer, er hatte vergeſſen, das Maul zuzumachan. Der Vorhang fiel ſchnel, der Klavierſpieler döſte weiter auf ſeinem Kaſten. Kein Menſch ſprach ein Wort. Sie haben mich nicht bekommen. In Athen zu verſchwinden iſt nicht ſehr ſchwer. Aber ein neues Engagement anzuneh⸗ men, war unmöglich, ſie hätten mich ſofort erkannt. Ich bin kein Menſch, der Langweile lang aushalten kann, ich muß wiſſen: einmal kommt wieder etwa⸗ Intereſſantes! Ich werde warten, bis etwas Gras über die Sache gewachſen iſt, ein paar Jahre noch. Deshalb bin ich hier.“ 5 5 Achilles ſprang auf, nahm ein paar Meſſer aus ſeinem Schrank und warf ſie zu einem kunſtvollen Kreuz in die Tür. (Fortſetzung folgt) 7 1. 5 — fort wußte: das galt ihm! Ich wandte mich um. Da rann Dienstag, 24. März 1936 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 140 0 Mittwoch, der große Tag in rung beziffert wird, beträgt ſie in Schwetzingen nur 9 5 Ludwigshafen etwa 160 Mark. 0 Die Steuerſätze für die Gemeinde⸗ 8 E E— I. I 75 ſteuern ſind die gleichen geblieben und wurden mie 8 1 e 8 E 19 rer- un E 9 folgt feſtgeſetzt: A. Steuer von 100 Mark Steuerwert f 9 16 1 lich 2*. 4 und Gewerbeertrag: 1. klaſſifizierte und dieſen gleich⸗ jens xisvo zeiliche orſchriſt 8 8. zubehandelnde Grundſtücke und einzeln geſchätzte der it zue Aufrechterhauung der öſentichen Ruhe, Orönung und Sicherheit bei der Kundgebung in 1 d f n e lg. 8 Ludwigshafen a. Rh., 24. März. 8 110 Pfg., 3. Wald 110 Pfg., 4. Gebäude 110 Pfg., Die Polizeidirektion Ludwigshafen a. Rh Als 5 1. aus Richtung Frankenthal: die im. Betriebsvermögen 42 Pfg., 6. Gewerbeertrag 793 erläßt auf Grund Art. 44 RSt B folgende vor⸗ A3rufahrtsſt 5 Stadtteil Frieſenheim außerhalb des vorbezeich⸗ bfg. B. Bürgerſtener 600 v. H. des Reichsſatzes. a übergehende orts polizeiliche Vor⸗ 5 Zufahrtsſtraßen zum Kundgebungsort neten Sperrgebiets(II gelegenen Straßen, C. Bürgergenußauflage auf 1 Mk. auflagepflichtigen b. ſchrift:(Hindenburgpark) ſind folgende Straßenzüge zu be⸗ 2. aus Richt O 8 Wert 143 Pfg. 1 1 züge z 2. 115 5 1555 ggersheim, und zwar Der Höchſtbetrag der Kaſſenkredite, e 5 3 5 a) für Omnibuſſe und Laſtkraftwagen die In⸗ die im laufend ö sjahr zur Aufrechterhal⸗ 1 i 8 s 1. N.. 5 ſtkraftwagen die In⸗ die im laufenden Rechnungsjahr zur Aufrechterhal 25 In der Zeit von 10 bis 20 Uhr wird der Durch⸗ über e e e 1. e duſtrieſtraße und der Rote Kreuzweg, tung des Betriebes der Stadtlaſſe in Apa ge⸗ 8 2 5 g 7 5 5 5 85——Frie 5 0 224 2 25 7 5 7 7 15 5 1 5 e her über Ludwigshafen a. Rh. wie Straße), g eee e b) für die übrigen Fahrzeuge(ſ. III, 2b) die nommen werden dürfen, wurde auf 50 000 Mark l f 1 0 5 2 5 g 2. aus Ri 01 ung Bad Dürkheim: die Mann⸗ Seitenſtraßen der Luitpoldſtraße. 1 von Denen allerdings 7 5 3⁵ 000 Mark 1 15 en 1 7 hgangsverkehr werden die heimer Straße(Frankenthaler Straße), und 3. aus Richtung Mau dach die Plätze an der enbitgk und aus Fondsmitteln der Stadt auf⸗ b in Oppauer. Straße(die Mannheimer) und Frankenthaler zwar Bruchwieſenſtraße und die Seitenſtraßen der genommen werden.. den Faaze⸗ die Bruchwieſenſtraße und die Kaiſer⸗Allee ge⸗ a) für Laſtkraftwagen und Omnibuſſe bis zum Schlacht hofſtraße,. ble e e eee 5 ſperrt. Roten Kreuz, der Rote Kreuz 5 3 f i RHI e e d. A. a. folgende Poſten auf: Gemeindeverwaltungs⸗ 2. Der Verkehr wird bereits außerhalb Aud Rote Kreuzweg und die 4. 1 gaffen die Sei⸗ aufwand 94 230 Mk.(Vorjahr 89 44 Mk.). Der er⸗ een e e 1 JJ e 5 e„ höhte Aufwand iſt auf Neuanſchaffungen zurückzu⸗ a) zwiſchen Frankenthal leinſchl. Hirten, ſodann die verlängerte Luftpoldſtraße 5. für die aus Richtung Mannheim kommenden führen(Maſchinelle Umſtellung der Stadtkaſſe, Neu⸗ 825 Dürkhei 9 1 Oppau) ſowie bis zur Sternſtraße 9 N ſtraße Fahrzeuge lanusſchl. des Durchgaugsverkehrs) errichtung der Regiſtratur und Beſtuhlung des Rat dererſeits uber die Straße 25 d 3. aus Richtun g Neu ſtadt a. d..: die Nau bleibt die Zufahrt über die Rheinbrücke von 10 hausſaales). Die Stadt beſitzt wie im Vorfahre 46 erſeits ü S Oggersheim—Mut⸗ V. bis 20 Uhr geſperrt Feſtangeſtellte. terſtadt-MaudachMundenheim(Mur 5 dacher und Bruchwieſenſtraße 5 Einen 5 f 1 die Schuller f 5 a Mundenhei⸗ 5 f—. 5 5. Sinen fwand bedeuten die Schullaſten mer Straße) Rheinbrücke, 0 denhei 4. 525 Richtung Speyer: die Rheingön⸗ Ausnahmen ſiehe II, 1 Abſ. 2. 8 Mehraufwand ee det Cin e 0 b) zwiſchen Sener und Frankenthal über die Dieſe 1 e Kaiſer⸗Allee. V. trägt für alle vier Schulen insgeſamt 90000 Mk. 2 2 5 7 uf 18 0 N E K 2 8 1* 2 g* 3„Hr.* 1 1 Straße Limburgerhof(Friedensau)—Mutter⸗ bahn 1 1 ſind von loutras Gin⸗ Das Werfen von Blumen oder anderen(Bortahr 88 00 Mk). Die Erböhung hängt mit len ſtadt— Oggersheim. nſtraß en; Ausfahrt aus Ludwigshafen n. Rh. Gegenſtänden ist allgemein ſtrengſtens unterſagt. Rückgang der Schülerzahl in der Hebelſchule zuſam⸗ i 1 nur über Mundenheimer Straße, Mundenheim.„ 5 gt.] men. Der Aufwand für Armen⸗ und Wohlfahrts⸗ 10. 5 5 5 1 Den von den zolizeibeamten zur Regelung der pflege beträgt 141.440 Mk.(Vorjahr 150 380 Mk.). börte 1. Das Gebiet, welches begrenzt wird durch Rhein⸗ Als 35 1 und Abfahrt gegebenen Weiſungen iſt unbedingt] Das Gaswerk verzeichnet einen Ueberſchuß von eine ſtrom, Hemshofſtraße(ausſchl.), Frieſenheimer Straße 5 Abſtellplätze Folge an Veiſten 26 200 Mk.(Vorjahr 32200 Mk.), das Waſſerwerk ſechs leinſchl.), Sternſtraße bis Hindenburg⸗Straße(aus⸗ nach näherer Weis. N 5 Zuwiderhandlungen werden nach den einſchlägigen von 36840 Mk.(Vorjahr 44945 Mk.). Dem Gaswerk d ge⸗ ſchließlich), weiterhin einſchl. Roten Kreuzweg laus⸗ 5* 5 Weiſung der örtlichen Polizeiorgane geſetzlichen Beſtimmungen mit Haft oder mit Gerd⸗ wurden etwa 16 300 Mk. für Neuanlagen entnom⸗ aten ſchließlich), Induſtrieſtraße lausſchl), Humboldtstraße e en e e eee ſtrafe beſtraft. men, dem Waſſerwerk etwa 14000 Ml. nem dausſchl.), Rohrlachſtraße(einſchl.), Frankenthaler Die Krankenhausausgaben ſind mit 69 200 Mark 54 1 e leinſchl.), Eiſenbahn⸗ 25 feſtgeſetzt.(Vorjahr 64 500 Mark.) Infolge ſtärkerer Jar inte Mannheim Ludwigshafen(bis Unterführung 2 Belegung hat ſich der Umſatz erhöht. Die Steuer⸗ Die Mundenheimer Straße), Dammſtraße lausſchl.), Schwetzingens Haushaltplan 1936 ee, bor⸗ Rheinbrücke, ſüdliche Fahrbahn(ausſchl.), wird 8(Vorfahr 496895 Mark). Für Straßen und Plätze 8. 1 2 0 ſind 114470 Mark vorgeſehen. Darunter fällt die In dieſes 2 1. Ausgeglichener Etat Im neuen Jahr ſoll Schwetzingen als Wohn- und Herrichtung 52, ene wwe e e Uhr de Pag eng en 1 10 Fremdenſtadt gefördert werden von Straßen und Gehwegen, die Verſchönerung der ö ee fahren, ütter inner⸗ 5 5 Treppenanlage bei der Richard⸗Wagner⸗Straße, An⸗ e haben; außerdem 65 Schwetzingen, 24. März. Stadtwald fällt. Der Haushaltplan für das Rech⸗ pflanzung neuer Blumenanlagen uſw. f 1 die Hehrdergr mit beſonderem Ausweis. Andere Unter dem Vorſitz des Bürgermeiſters Stober nungsfahr 1936 iſt ausgeglichen. Er ſchließt im Wie der Bürgermeiſter in dieſem Zuſammenhang 810 Fahrzeuge haben das Sperrgebiet auf polizeiliches fand hier eine üffentliche Sitzung der Ratsherren ordentlichen Haushaltplan in Einnahmen und Aus⸗ hervorhob, ſteht 5 5000 1 za m der die dachtracs⸗ Haus haltſatzuna für gaben mit je 141 450 Me, im außerordentlichen das neue Jahr unter dem Motto: Förd 1 7 2. 4) Folgender Straßenzug wird ab 14 Uhr 35 e 1935 und die Haushaltſatzung für Haushaltplan mit je 222 060 Mk. Darin eingeſchloſ⸗ rung Schwetzingeus als Wohn⸗ 165 9 1 0 518 20 Uhr für den Längsverkehr ge⸗ 0. 1986 feſtgelegt wurden. ſen ſind 40 000 Mk., die für Wohnungsbau aufge⸗ denſtadt. 5 8 5 lug⸗ ſperrt: Aheinbrücke(nördl. Fahrbahn), nördl. 1 1955 achtragshaushaltplan für das Rechnungs⸗ nommen wurden und darlehensweiſe an die gemein⸗ Schon heute läßt ſich ſagen. daß die 9.. 115 Brückenabfahrtsſtraße, Ludwigſtraße, Bahnhoſplatz jahr 1935 wurde im außerordentlichen Nachtrags⸗ nützige Baugenoſſenſchaft weitergeleitet werden. e läßt ſich ſagen, daß die Neubautätigkeit icht Viadukt, Humboldtſtraße, Rohrlachſtraße, Straße am haushaltplan in Einnahmen und Ausgaben auf je 7 7 eine größere wie im vergangenen Jahre ſein wird. ſuu⸗ Rupprechtsplatz(öſtl. Fahrbahn) Rupprechtſtr 9995 412 035 Mk. feſtgeſetzt. Es wurden im außerordent⸗ Der ganze Vorauſchlag hält ſich etwa auf der Das ganze Siedlungsgebiet wird im Frühfahr ein⸗ 1 0 ſöſtl. Fahrbahn) bis zur Fichteſtraße Fichteſtraße, lichen Haushaltplan in Einnahmen und Ausgaben gleſchen Baſis wie im Vorfahr. n ſein, ſo daß noch im Laufe des Jahres mit nöig Adolf⸗Hitler⸗Straße..„ neu aufgenommen: 14 895 Mk. Darunter befinden[Das Reinvermögen der Stadt beträgt etwa 24 Mil⸗ e begonnen werden kann b) Der Straßenbahn verkehr wird in di ſich 138 815 Mk. für Notſtandsarbeiten, ſowie rund lionen Mark; die Finanzlage Schwetzingens iſt als rfreulicherweiſe iſt die Erwerbsloſen⸗ . ſen Straßen a b 15.45 U 55 5 5 1115 in die⸗ 8000 Mk. für Erwerb von Grundſtücken und Gebäu⸗ geſund zu bezeichnen. Während die Schuldenlaſt im 34 hl im Laufe der letzten drei Wochen weiter 1.45 Uhreingeſtellt. den, worunter auch der Erwerb der Schießanlage im J Reichsdurchſchnitt mit 290 Mk. je Kopf der Bevölke⸗ 3 ückgegan gen. Es ſind heute noch 91 Ar⸗ 5 Weit pſen⸗ und 150 Kriſenunterſtützungsempfänger. 1 0 8 5 2 3 2 Der Vortragende erinnerte zum Schluß an die 15 Der Plan des Kunoͤgebungsgeländes im Hindenburgpark große Befreiungstal des Führers, deren würdig u 5 7 5 erweiſen eine ſelbſtverſtändliche Pflicht für jeden 195 1 3 Deutſchen am 29. März ſei. Ein dreifaches„Sieg 5.7555 1 5 3 Heil!“ beendete die Sitzung. 4 0 8 eb e e e den.% 4 4 5 5 ,— f Se, ges Mannheimer Auto ee a 5 n 2 2 0 Berl Slegl&. 5 . 9 N J f 1 11+ verbrennt auf Dürkheimer Landſtraße SOG SNN 2 1— 2 1 7 1 gto⸗ s 1 a e asse nd. Oggersheim, 24. März. Auf der Dürk⸗ Be⸗ 75 25 e. r heimer Laudſtraße zwiſchen hier und Maxdorf lück⸗ f— 5 1 1 geriet infolge Vergaſerdefekts während der Fahrt i 8 5.— plötzlich ein Perſonenkraftwagen aus Luft 5 Maunheim in Brand. Der Leuker des Autos Fage vermochte die erſten Stichflammen nicht zu erſticken. ſäch⸗ ö Das Feuer griff weiter um ſich. Der Wagenlenker iel 5 ſchob das breunende Fahrzeug dann von der Fahr⸗ piel⸗ 3 2 5 ſtraße weg ſeitlich in einen Feldweg, wo es vollends 75. 125 5 1 des Feuers wurde. Der Schaden iſt be⸗ der i b 5—— 8 9 85 ö 22. Bad Dürkheim, 23. März. An Stelle des nach — 3 5 7 Neuſtadt als Oberbürgermeiſter berufenen Kreis⸗ tagspräſidenten Imbt wird Kreisleiter Merkle 5 die Leitung der Stadtverwaltung Bad Dürkheim run⸗ übernehmen.— Bei der Einführung des neuen Bür⸗ inen germeiſters wird ſich Oberbürgermeiſter Imbt, der 15 oosschnefden bod dufber ohren! ſeine Tätigkeit in Neuſtadt bereits am 1. März auf⸗ e f 5 5 8 ö 1 5 4 3 genommen hat, gleichzeitig von der hieſigen Ein⸗ r 2 pe 9 8 75 0 3 ieſigen Ein n in Links das Freigelände— Rechts die große Halle, in der der Führer ſpricht. wohnerſchaft verabſchieden. bieſts ß ich hheit. zwar 8 5 28 255 Verſchied. mod. bein Verkäufe. 1 ouch ierte—2—,„„ Ole 29 in.“ i 5808 e ei e i(l 0 5 1 5 phfstersessef ſtellt bhrankwand] Enestands- chen. 4 5 105 1 0. lang, für] Wohnung 175 ll. Seſongue Wäſche u. Kleid., K ad f 25 beſ preisw. ab⸗ Und auch geteilt, zu Lab dee I Br zugeben. S628 der e Reis, Schrank 180, mit das ist etwas Möbelhaus 0 tein⸗ ollſtraße 28. 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Str. 53. 7 7 2 e 2 2 Treppen. 45904 59 12 Luiſenring 7, pt. 9 2 eite„Nummer 140 Dienstag, 24. März 1 ——— üsterſchaftsſpiele der Bezirksklaſſe Normannia Pfiſfligheim— Haſſia Bingen:1; FS 5 Mainz— Jahn⸗Schwarz⸗Weiß Worms 123; Turo Kaſtel— 1 5 15,—— 7 7 5 g. 5— Mittelbaden 5 SW Bretzenheim 374; FVg 03 Mombach— FSW Abenheim e Forch ue 11 531: Sportfreunde Dotzheim FV Biebrich:0. g Maſtatt Frank. K* Seingarten:1; JV Beiertheim Gau Württemberg 5 4 8 F Unterland: Fc Koruweſtheim— SW Neckarſulm 429. MTG Poſt e 3522(:0) ö Germ. Union e Sr Va Prag Sinttgart— FV Neckargartach nsgef 1 TV Jahn Neckarau— T Viernheim 513(:1) 138 55 e 8 Hohenzollern: SpVg Truchtelfingen— FC Tailfingen TV 1846— T Lentershauſen abgeſetzt. e e ausgefallen. Jahn Weinheim Tgade. Laudenbach abgeſetzt. gegen FC Dieb Schwarzwald: Vorwärts Weigheim SC Schwen⸗ Wenn die beiden Spiele beim TW 46 und in Weinheim F Kehl— Fe ningen.6. 1 85 85 3 nicht noch in letzter Stunde abgeſetzt worden wären, hätte f Bodenſee? J Raunen burg 5 Friedrichshafen es ſich in der Mannheimer Staffel der Bezirksklaſſe dann. ö Rheinſelden:0; be e N Mengen 273; Tad Br, le h noch um ein rückſtändiges Treffen zwiſchen MTs im trat ö— Fahr⸗ e 8 und Jahn Neckarau gehandelt. So aber gab es beim Kehr⸗ irde mit 1111 mau 8:. Pokalſpiele aus noch einmal zwei Spielausfälle, ſo daß nachträglich Konſtanz: Ne 27 FC. Mönch⸗ FV Geislingen— SpVg Untertürkheim:9 Sport⸗ w Spielanſetzungen erfolgen müſſen.— Als der W„ e freunde Mergelſtetten— VfR Aalen 322, Kickers Vöhrin⸗ St vergeben war, Jahn Neckaran verurteilt blieb den Olymvig Laupheim 317, Ss Ehingen— Wackeß Bibrach:2; FVV Weingarten— TS Leurkirch 21. en Platz einzunehmen, begann der Zweikampf und Laudenbach gegen den Abſtieg. T recht erfolgreich aufgenommen, denn dem ge in Viernheim wurde nun auch nach einem har⸗ ten Kampfe die Poſt geſchlagen, ſo daß Laudenbach jetzt auf den vorletzten Platz verwieſen iſt. Beide Mannſchaften haben noch je ein Spiel auszutragen, wobei die MTG eher die Möglichkeit hat, ſich gegen Jahn Neckarau auf eigenem ö zw nach Platze zu behaupten, wie die Tgde. Laudenbach in Wein⸗ heim. Neckarau achenende zum des Olym⸗ sgezeichnete erreichte Ungarns erſten Male 0 e als arlautern:0; f Hausa öchſteidt:0; Hertho⸗ Wacker Rödel⸗ a Schwanheim — SV 09 Flörs⸗ Poſt⸗Merkur 5 Blau⸗Weiß Germa H FSV Heuſenſtamm 125 1; VfL Neu⸗Iſenburg FS Die Spiele in Anterbaden-Oſt SpVg Plankſtadt— VfB Wiesloch 021 Kickers Walldürn— Schwetzingen 98:0 SpVg Eberbach— S Sandhanſen 210 05 Heidelberg— FVg Eppelheim:0 Union Heidelberg— Handſchuhsheim 86:2 brachte in der des Bezirkes Unterbaden⸗Oſt inſofern eine * Der vergangene Verbandsſpielſonntag engruppe Mi— Poſiſportverein:2(:0) wurde wieder unia Kleinauheim rung, als nur der VB Wiesloch weiter ſeinen Vor Wochen wäre obiges Ergebnis als eine Bomben⸗ ö Spiel gegen Trebur Spitzenplatz behaupten konnte, während der langwöchige rroſchung bezeichnet worden, heute iſt dem nicht meh Tſchft Grün. ö ziktoria Walldorf— Tabellenführer, 98 Schwetzingen, feine ſonntägliche Für Poſt ſind die übrigen Spiele erledigt. Die Pech⸗ Branden b E. Bauer Pfungſtadt Begegnung nicht erfolgreich geſtaltete und ſomit um zwei ſträhne hat der Elf jedes Selbſtvertrauen genommen. So(Feder und Schröder Germani wertvolle und die Meiſterſchaftsfrage entſcheidende Punkte finden wir den Herbſtmeiſter der Bezirksklaſſe nach Beendi⸗(Welter es alſo neue Oberroden i— TS Herr kam. Wiesloch tat ſich bei den ſehr ſchwer um den Ver⸗ gung ſeiner Spiele im zweiten Abſchnitt der Rangliſte. Im] Meiſter. heim 11:1; S 98 Darmſtadt 123; bleib in der Klaſſe kämpfenden Plankſtodtern nicht ſonntäglichen Spiel ging es etwas hart zu. Nun ja, es traſen eben zwei Lokalvereine aufeinander und da wird mit mehr Ehrgeiz und leider auch mehr Härte geſpielt. Zu⸗ wächſt waren beide Schlußmannſchaften Herr der Lage und Meßen während der erſten 30 Minuten keine Erſolge zu. Nach der Pauſe ſtellte ſich dann der Torſegen ein, bei dem die Platzherren etwas mehr als die Gäſte abbekamen und damit dieſe Partie für ſich entſchieden. Jahn Neckarau— TW Viernheim 513(:1) Kurz vor Toresſchluß kamen die Neckarauer Jahnleute zu ihrem zweiten Sieg. Neckarau, obwohl ausſichtslos am Tabellenende liegend, nahm auch die Begegnung gegen die Viernheimer ernſt und konnte dieſem Klub, der für die Spit⸗ zenreiter ſo gefährlich geworden war, beide Punkte abneh⸗ men. Die beiden übrigen Spiele Weinheim— Laudenbach und TV 46— Leutershauſen, die lediglich für die Rang⸗ ordnung von Bedeutung ſind, wurden auf einen ſpäteren Termin verlegt. Staffel 2 Tade. Ziegelhauſen— Tgde. St. Leon 6ꝛ8(:2) TSV Schönau— S St. Leon:3(:0) TW Handſchuhsheim— Polizei Heidelberg abgeſetzt. Die Tgöe. St. Leyn konnte auch ihren letzten Kampf ſiegreich beſtehen und iſt damit hinter dem TV Rot ſicherer Tabellenzweiter geworden. Ihr Bruderverein, SV St. Leon jedoch leiſtete ſich zum Schluſſe eine ſicher ver⸗ meidbare Niederlage, denn der TSW Schönau, der den letz⸗ ten Platz in der Tabelle einnimmt, lag bei der Pauſe be⸗ reits mit 4 Toren im Vorſprung, ehe es der zweifelsohne ſtärkeren St. Leoner Elf gelang, bis zum Schlußpfiff we⸗ nigſtens auf:3 heranzukommen. Durch dieſen unerwar⸗ teten Erfolg hat Schönau nun noch den TW Hanodſchuhs⸗ heim eingeholt. Die Polizei Heidelberg, deren aus⸗ ſtehende Spiele Neulußheim— Handſchuhsheim— Schönau als Gegner ſehen, hat es alſo in der Hand, mitbeſtimmend zu ſein, wie ſich die beiden letzten Plätze verteilen. TV Bruchſal— Tſchft. Durlach:17(:9) In Mittelbaden haben Durlach und Beiertheim ihre Spiele mit gleicher Punktzahl beendet. Die Durlacher konnten die fehlenden Punkte durch zwei Auswärtsſpiele ſchaffen. Es gebührt ihnen ſogar der Vortritt auf den erſten Platz, denn durch den eindrucksvollen Sieg über Bruchſal verzeichnet Durlach das beſſere Torverhältnis. Reichsbahn— Tb. Jahn Seckenheim 97(:5) Die beiden Stafſelſieger, Reichsbahn und Jahn Secken⸗ heim, ſind bereits dabei, die Beſtmannſchaft der Kreisklaſſe zu ermitteln.— Der erſte Gang ging auf dem Reichsbahn⸗ platze vonſtatten, wobei anfänglich die Gäſte aus Secken⸗ heim bedeutend beſſer im Spiel lagen und bis zur Pauſe auch verdient in Führung gingen. Der Endkampf zwiſchen den beiden gleichwertigen Mannſchaften ſah jedoch die Reichsbahn⸗Elf durchſchlagskräftiger, ſo daß ſie den Vor⸗ sprung nicht nur aufholen, ſondern am Ende ſogar einen keit blicken wir auf zu unſerem genialen Führer und 155 a 85 3 knappen Sieg erringen konnte. Volkskanzler Adolf Hitler. Dieſer Dankbarkeit wird das Dreſſurprüfung: 1. Stall Wenſtens„Draufgänger 5 M(Staeck) 0,5; 2. Alfred Brögers„Donner 2“(F. Szecken) TW 1846— SW Schwetzingen 10:17(:7) Im letzten Augenblick hatten dieſe beiden Mannſchaften noch ein Freundſchaftstreffen vereinbart, das im neuen Luiſenpark vor ſich ging. Der Staffelſieger der Kreisklaſſe Schwetzingen iſt für ſeine Leiſtungen und ſein gutes Kön⸗ nen bekannt. Der torreiche Verlauf dieſes Treffens ſpricht für die Spielſtärke der Schwetzinger, die von den 1846ern ſicher zu leicht eingeſchätzt wurden. Dazu kommt noch ein ſchwarzer Tag der Hintermannſchaft, insbeſondere des gf Unſete Schwimmerin wahlberecht ich „Wenn ich hre, würde nur den Füh⸗ rer wählen.“ 1 il Hitler! Giſela Arendt. kampf aus dem Sportlager für die Friedensliebe Beweis en!“ (gez.) Giſela Mauer mayer erſt recht den mach Deutſchbands zu . 5 (Bilder: Schirner⸗DRe⸗Preſſedienſt⸗M.) Unſer bekannteſter Radfahrer „Ich Pin ſtolz, Mitkämpfer in der deulſchen Sportbewe⸗ gung zu ſein, die unter der ſtarken Hand unſeres Führers Adolf Hitler in Deutſchland ſo gefördert wurde, daß deut⸗ ſcher Sport im Ausland e ebenbürtig geachtet wird. So⸗ rem Stolz und mit beſon⸗ dann erfüllt es mich mit be derer Freude, daß unſer ſchö Rheinband, zu deſſen Söhnen ich auch zähle, wieder ganz zum Hoheitsgebiet des Deutſchen Reiches gehört. Dieſe hiſtoriſche Tat in Verbindung mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht läßt das Herz eines jeden Sportgenoſſen höher ſchlagen und in Dankbar⸗ deutſche Volk am 29. März 1936 Ausdruck verleihen, indem es für„Deutſchland“ eintritt, und zwar Mann für Mann.“ Heil Hitler! (gez.) Toni Merkens Aufruf zur Reichstagswahl! Fachamtsleiter Linnemann ſpricht für alle Fußballſpieler. „Der Sieg des Nationalſozialismus hat dem deutſchen Sport einen gewaltigen Auftrieb gegeben. Wir, die An⸗ leicht und mon kann von Glück ſagen, wenn es Wiesloch gelang, die ſehr gut ſpielenden Plankſtodter mit dem knapp⸗ ſten aller Ergebniſſe zu beſiegen. Der einzige Treffer rührt aus einer Reberrumpelung in den Anfangsminuten deß Spieles her. Wiesloch hat damit wohl ſchon die Meiſter⸗ ſchaft ſichergeſtellt, denn es iſt kaum anzunehmen, daß es das letzte Spiel dieſer Verbandsrunde verlieren wird. Plankſtadt liegt weiter auf dem vorletzten Platz. Schwetzingen 98 ſollte die Begegnung mit den Kickers Walldürn zum Verhängnis werden. Der kleine Spielgrund in Walldürn ließ die bekannte Taktik der Gäſte nicht zu, die Flügelſtürmerarbeit klappte einfach nicht und ſo war es den Platzinhabern ein leichtes, den Sturm der Gäſte in Schach zu halten. Walldürn, das ſchon immer ſeinen Platzvorteil gründlich ausnützte, hat ſich durch dieſen Sieg zwei brauchbare Punkte geſichert, zumal man auch nicht über alle Berge iſt. Für die Schwetzinger war der Spielverluſt gleichbedeutend mit dem Verluſt aller Ausſich⸗ ten auf den Meiſtertttel. Mehr als die Hälfte aller in der Gruppe beteiligten Vereine können ſicherheitshalber noch Punkte brauchen. auch Eberbach, das ſich den derzeitigen Tabellen⸗ ritten, SV Sandhauſen, als Punktelieferant aus⸗ erſehen hatte. Wären Kirchheim und Weinheim am Sonn⸗ tag nicht ſpielfrei geweſen, hätte Sandhauſen wahrſcheinlich ſeinen dritten Tabellenplatz ſchon eingebüßt. Eberbach liegt zuſammen mit Eppelheim und Walldürn auf dem ſechſten bis neunten Tabellenplatz. In Heidelberg fanden zwei Begegnungen ſtatt. Im erſteren Spiel ſtanden ſich F Vg Eppelheim und 9 Heidelberg gegenüber, während im zweiten Treffen Union Heidelberg den Tabellenletzten Hand⸗ ſchuhs heim zu Gaſt hatte. 05 und Union ſind beide ebenfalls noch immer in Gefahr und können die Punkte nötig gebrauchen, liegen doch die beiden Mannſchaften auf dem dritt⸗ und viertletzten Platz. 5 „Draufgänger gewinnt die Dreſſur Abſchluß des Stuttgarter Reitturniers Die letzten Prüfungen des Stuttgarter Reitturniers an Sonntagabend waren in der Stadthalle wieder recht gut beſucht. Im Mittelpunkt des Abends ſtand die ſchwere Dreſ⸗ ſurprüfung. Der ſieggewohnte„Drauſig ürnſge reacune Reitmeiſter Stoeck wiederholte hier ſeinen Sieg von Dort⸗ mund. Nur mit wenig Abstand belegten Alfred Beßgers „Donner 2“ und„Mona Liſa“, jeweils unter F. Stecken, die nächſten Plätze. Ein Glücksjagoͤſpringen um den„Preis bes Herzogs Robert von Württemberg“ vereinigte die beſten Springpferde des Stuttgarter Turniers am Start. Das Parcaurs mit zehn Hinderniſſen in Höhen von.20 bis 100 war zweimal zu runden. Von 60 Bewerbern gingen 17 fehlerlos über die Bahn. Mit 84,4 Sekunden war Stall Georgens„Nordländer“ unter SS⸗Oberſturmführer Temme der Schnellſte vor„Flinker“(W Spillner]) und „Torpille“(G. Lange). Temme gewonn durch dieſen Erfolg auch den Ehrenpreis des SS⸗Obergruppenzührers Bruck⸗ mann. Die Ergebniſſe: 2 — 0,6; 3. Alfred Brögers„Mona Liſa“(Stecken) 0,7; 4. Stall Friedrichshofs„Tantris“(Eckhardt) 0,8.„Preis des Herzogs Robert von Württemberg„Glücksjagdſpringen): 1. Stall Georgens„Nordländerg(Oſtuf. Temme) 84,4 Sek.; 2. Kon⸗ ſul Seeſts„Flinker“(W. Spillner) und G. Langes„Tor⸗ pille“(Bes.) je 85 Sek.; 4. Hpim. Scheffers„Elſa“(Frau Franke); 5. Oblt. Niemacks„Erhard“(Bes.); 6. Reitſchute Fegeleinss„Galgenſtrick“.„Preis des Reiterregiments 18“ (Jagdſprüngen): 1.„Lump“(Et. Köſt lin); 2.„Oboe“(Obkt. Emmenhainz); 3.„Kampfgeſell“(Oblt. Luttwitz). Dreſſur⸗ prüfung für Anfänger: 1. Karl Mertzs„Isländer“(Zim⸗ Torwüchters, ſo daß für die tüchtige Kreisklaſſen⸗Elf ein hänger des Fußballſportes, erkennen es rein äußerlich an 11 8 0 75 0 in Fittgenſtei 2 ielſetti hoher Sieg herausgekommen iſt. We e eee an der ſtetigen eiter e ee, 10 8 Verbreitung und Vertiefung unſeres Sportes. Die Gründe pine“(Obi. v. Groll):97; 2.„Polyklath“ Frauen-Handball Bezirksklaſſenſpiele beendet Der Kehraus der Frauenſpiele war nicht gerade verhel⸗ ßungsvoll, wie überhaupt der diesjährige Verlauf Runde nicht voll befriedigen konnte. Von den insgeſamt 20 Spielen fielen vier wegen Abſage des Gegners aus. So kam zweimal Vs und auch Phönix Mannheim zu doppel⸗ tem Punktgewinn, weil der Gegner verzichtete oder nicht zur Stelle war. Man muß die Einſtellung der Abteilungs⸗ leiter unbedingt verurteilen, die beim Fehlen einer Spitzen⸗ fpielerin einfach verzichten, um einer öͤrohenden Niederlage zu entgehen. Der erſte Frühlingsſonntag hatte zwei Spiele, die letzten der 1 auf dem Programm ſtehen: VfR— T W466 und Mannheim— Phönix Lud wigs⸗ 11 Unſere vielſeitigſte Leichtathletin „Wir wiſſen, daß wir, die wir uns rühmen, die Geſund⸗ heit und den kämpferiſchen Einſatz der Nation zu verkör⸗ pern, die Ehre und die Pflicht haben, dem Führer all unſere Kraft zum Gelingen ſeines großen Werkes dienſtbar zu machen. Daß ſich ſede und jeder von uns am 29. März zu Adolf Hitler bekennt, iſt ſelbſtverſtändlich! Darüber hinaus aber wollen wir ihm bei den Olympi⸗ ſchen Sommerſpielen in Berlin helfen, der Welt erneut und hierfür liegen in dem Sieg der nationalſozialiſtiſchen Ideen. Idealismus an Stelle des ſich immer mehr ausbreiten⸗ den Materialismus, Hingabe und volle Einſatzbereitſchaft an Stelle des Starſyſtems, klare, zielbewußte und aner⸗ kannte Führung an Stelle ewiger Intereſſen⸗Gegenſätze und Streitereien, ein einheitliches Ganzes an Stelle eines Chaos von Gruppen und Verbänden. Das ſind Tatſachen, die wir Sportler erkennen und auerkennen. Alles das danken wir Sportler dem Aufbauwillen unſeres Führers. Hinzu tritt der Dank, den wir als Deutſche empfinden für die Wiederherſtellung der Ehre, Freiheit und Ordnung unſeres Vaterlandes. Daher, Sportkameraden, zum 29. März“ gilt es eine Pflicht zu erfüllen: Den Dank abzuſtatten und einmütig hinter unſerem Führer zu ſtehen! Heil Hitler! (gez.) Linnemann, Reichsfachamtsleiter für Fußball. (Oberſt von Kleiſt):23. a * Am Sonmbagnachmittag ſiegte im Am e gen Klaſſe M Frau Rüdels Alraune t d Kulſcher Den Preis des Reichsſtatthaltens Murr gewann der Stutz garter Reit⸗ und Fahrverein. 55 Preis des Miniſter⸗ Au Mergenthaler ſiegte s Webſſe auf Glücks⸗ ind. Das Amſterdamer Dreiſtunden⸗Mannſchaſts rennen wurde von Jan van Kempen⸗Pellenaers mit zwei Runden Vor⸗ ſprung vor Ignat⸗Diot und den Deutſchen Zims⸗Küſter gewonnen. Die 6. Saarpfälziſche Orientierungsfahrt wird am. April vom DDacC⸗Gau Saar⸗Pfalz veranſtaltet. Start und Ziel befinden ſich in Koiſerslautern. NSDAp-xſifieilungen Aus parietamtiichen Bekanntmachungen entnommen Anordnungen der Kreisleitung Betr. Abrechnung der Karten für die Kundgebung Adolf Hitler in Ludwigshafen a. Rh. Ich mache die Ortsgruppen, welche mit dem Verkauf von Karten betraut wurden, darauf aufmerkſam, daß die Abrechnung bis ſpäteſtens Mittwoch, vormittags.30 Uhr, erfolgt ſein muß. Nach dieſer Zeit können unverkaufte Karten nicht mehr zurückgenommen werden. Kreiskaſſenleiter. Politiſche Leiter Feudenheim. Am 24. März, 20.15 Uhr, im Saale des „Jägerhauſes“ öffentliche Wahlverſammlung. Für Partei⸗ genoſſen Pflicht. Humboldt. Am 24. März, 11.30 Uhr, Einäſcherung des verſtorbenen Parteigenoſſen Fritz Ebert. Die Partei⸗ genoſſen werden gebeten, ihm die letzte Ehre zu erweiſen. Treffpunkt: Krematorium. Rheinau. Am 24. März, 20 Uhr, treten alle Hausleiter, Blockleiter und Zellenleiter zum Wahlappell im Saal des „Bad. Hof“ an. NS⸗Frauenſchaft Feudenheim. Heimabend fällt bis nach Oſtern aus. Am . März haben die Frauen um 20.15 Uhr an der Wahl⸗ verſammlung im„Jägerhaus“ teilzunehmen. 5 Jungbuſch. Am 24. März, 20 Uhr, rechnen die Zellen⸗ leiterinnen in E 6 ab. Achtung, Ortsgruppen! Am 24. März, 15 Uhr, Beſpre⸗ chung der Ortsgruppenfrauenſchaftsleiterinnen in L 14, 4. . Feldſcher vom Unterbann 1/171. Sämtliche Geſolgſchafts⸗ reldſcher haben am 24. März, 19.55 Uhr, bei Klein, Luiſen⸗ ring 18, zu erſcheinen. Bann 171, PR⸗Stelle. Sämtliche unmittelbaren Mit⸗ arbeiter der Püt⸗Stelle erſcheinen am 24. März, 20 Uhr, im Schlageterhaus, Zimmer 73— 75. BDM Kulturſtelle, Spielſchar. Der Heimabend wird vom Mitt⸗ woch auf Freitag, 19.30 Uhr, verlegt.(2 Pfg. mit⸗ bringen.) Gruppe 1 Rheintor. Heimabend der Schar 2 fällt am W. März aus.— Am 26. März, 19.45 Uhr, am Zeughaus⸗ platz antreten. Feudenheim. Am Dienstag, 19.55 Uhr, Schulplatz zum gemeinſamen Heimabend. Antreten am kate ob. Frauenamt der DA Die Beſprechung der Ortsgruppenfrauenwalterinnen am 25. März fällt aus. WoHW⸗ Hafenrundfahrt Für die am Samstag, W. März, ſtattfindende Hafen⸗ Bereiſungsboot Mannheim zugunſten des zu haben. Näheres Kreisführung des Winterhilfswerkes, L 5, (Zimmer 13). Telefon 266 82. „Kraft durch Freude“ Keine Nachmittags⸗ u. Abendkurſe am 25. März 1936 Anläßlich der Rede des Führers in Ludwigshafen am Mittwoch, 25. März 1936, fallen die Nachmittags⸗ und Abendkurſe in Mannheim und Ludwigshafen aus. der Badiſchen Hafenverwaltung WoW ſind noch einige Karten 6 Achtung, Orts⸗ und Betriebswarte! Heute Dienstag, den 24. März, abends 20.15 Uhr, ſpricht im Ev. Gemeindehaus in Neckarau der Reichsamts⸗ leiter der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“, P. Horſt Dreßler⸗Andreß. Es iſt Pflicht ſämtlicher Ortswarte des Stadtgebietes Mannheim ſowie der Betriebswarte von Neckarau, dieſe Kundgebung zu beſuchen. Den übrigen Be⸗ triebswarten wird der Beſuch freigeſtellt. Sage kal encles Dienstag, 24. März Nationaltheater:„Warbeck“, Schauſpiel von H. Burte, Miete A 19, Sondermiete A 10 und für die NS⸗Kultur⸗ rundfahrt mit dem Eisbrecher ⸗, Feuerlöſch⸗ und gemeinde Mannheim, Abt. 536, 584586, 19.30 Uhr. Roſengarten:„Fra Diavolo“, komiſche Oper von E. F. E. Auber, für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abt. 133 bis 144, 221229, Grunpe D Nr. 1400, Gruppe E Nr. 1 bis 300, 20 Uhr. Planetarium: 20 Uhr Vortrog„Das Licht als Brücke zu den Himmelskörpern“. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗Programm. Tanz: Clou Kaffee Vaterland Lichtſpiele: Uuniverſum:„Die letzten Vier von Santa Cruz“.— Alhambra:„Du kannſt nicht treu ſein“. Schauburg:„Liebesträume“. Scaleo:„Unſer kleines Mädel“. Capitol:„Eine Nacht an der Donau“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Gebffnet von 11 bis 18 und von 14 bis 16 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 10 bis 18 und von 15 bis 17 Uhr. Mannheimer Kunſtverein. L 1. 1: Geöffnet von 10 bis 16 und von 14 bis 16 Uhr. Städtiſche Schloßbücherei: Ausleihe von 11 bis 13 und 17 bis 19 Uhr: Leſefäle von 9 bis 18 und von 15 bis 19 Uhr, Muſeum für Natur- und Völkerkunde im Zeughaus: Ge öffnet von 18 bis 17 Uhr. Städtiſche Muſikbücherei, L. 2, 9: Geöffnet von 11 bis 19 und von 16 bis 19 Uhr. Städtiſche Bücher⸗ und Leſehalle: Buchausgabe 10.90 bis 4 Uhr und 16 bis 19 Uhr. Leſehalle geöffnet von 10.80 b 13 Uhr und von 16.30 bis 21 Uhr.. Leſehalle Neckarſtadt: Buchausgabe von 15 bis 10 Uh Leſehalle geöffnet von 11 bis 10 Uhr. - r rf De err en 22 * n S 8 8 2 Se 4 Dienstag, 24. Harz 1936 vom Abgrund zur Sicherheif Sozialversicherung gereifei und gesund! Von Dr. Ludwig Munz, Oberreglerungsrai im Reichsarbeifsminisierlum Die deutſche Sozialverſicherung beſteht ſeit mehr als 50 Jahren. Sie war in der Vorkriegszeit ein Vorbild für die Arbeiterverſorgung der ganzen Welt geworden. Dem Einfluß der marxiſtiſchen Gewerkſchaften in der Nachkriegszeit iſt es zuzu⸗ ſchreiben, daß der durch die Inflation ſchwer erſchüt⸗ terte Bau der Sozialverſicherung an den Rand des Abgrunds gebracht wurde. Immer neue Leiſtungen wurden verlangt und vom Parlament bewilligt, ohne daß gleichzeitig für die nach Verſicherungs⸗ grundſätzen notwendige Deckung geſorgt wurde. Man hatte vergeſſen, daß der Krieg und der Ver⸗ ſailler Vertrag mit all ihren Begleiterſcheinungen das ganze Kapital, das eine Vorkriegsgeneration erarbeitet hatte, vernichtet hatte. Man überſah, daß die Betriebe ihr Eigenkapital verloren hatten und mit zu viel Leihkapital arbei⸗ ten mußten. Damit in einem kapitalarm gewor⸗ denen Land eine geſunde Wirtſchaft zu betreiben und außerdem übergroße Sozialleiſtungen zu gewähren, iſt unmöglich. Dieſe Erkenntnis oder vielmehr der Mut zur Einſicht fehlte in jenen Jahren. Das mußte ſich aber gerade für die Sozialverſicherung bitter rächen. So war es dann kein Wunder, daß ſie, insbeſondere ihre für die Arbeiterſchaft wichtigſten Teile, vor dem Zuſammenbruch ſtanden. Die Notverordnungen vor 1933 nahmen bereits Leiſtungskürzungen vor, um einen völligen Zuſam⸗ menbruch zu verhindern. Es zeigte ſich jedoch bald, daß dieſe Maßnahmen nicht genügten, um den dau⸗ ernden Beſtand der Sozialverſicherung zu gewähr⸗ leiſten. Nur der völlige Umbau des Syſtems und die Rückkehr zu einwandfreien und bewährten ver⸗ ſicherungstechniſchen Grundſätzen konnten hier noch helfen. Dieſen Schritt hat die nationalſozialiſtiſche Regierung im Jahre 1988 getan, als ſie in voller Er⸗ kenntnis der ungeheuren Gefahren, die Millionen von Arbeitern durch den Zuſammenbruch der So⸗ zialverſicherung drohten und zugleich im Bewußt⸗ ſein höchſter Verantwortung mit der Reform durch das Sanierungsgeſetz vom 7. Dezember 1933 be⸗ gann. Sie ſtellte zugleich den grundlegenden Satz auf, daß der Wert aller künftigen Beiträge ſamt dem Vermögen und ſamt den Reichsmitteln in der In⸗ validenverſicherung den Betrag decken müſſe, der nach der Wahrſcheinlichkeitsrechnung mit Zins und Zinſeszinſen erforderlich iſt, um alle künftigen Auf⸗ wendungen zu beſtreiten. Es war eine ſoziale Großtat der Reichsregie⸗ rung, daß ſie ſo ſchnell nach der Machtübernahme mit einem entſcheidenden Werke der Arbeiterſchaft die Sicherung ihrer Invaliditäts⸗, Alters⸗ und Hinter⸗ bliebenenverſicherung wiedergab. Denn die Sanie⸗ kung, wie ſie das Geſetz vom Dezember 1933 vorſieht, wa die erſte Vorausſetzung dafür, daß die Sozial⸗ verſicherung weiter beſtehen konnte. menſchlichem Ermeſſen die Invaliden⸗ und An⸗ geſtelltenverſicherung auf eine geſunde Grundlage eſtellt. 5 Die deutſche Arbeiterſchaft hat dies auch dankbar anerkannt Sie weiß, daß es richtiger iſt, ſich mit unweſentlich geringeren Leiſtungen zu beſcheiden, dieſe aber nach menſchlicher Vorausſicht für die Dauer geſichert zu ſehen, als eine kurze Zeitlang noch die früheren, überſpannten Leiſtungen zu be⸗ ziehen, was zu einer Kataſtrophe der Soztalverſiche⸗ rung führen mußte und zahlloſe ſchaffende Volks⸗ genoſſen in Not und Elend geſtürzt hätte. Der echte Wert der Rentenverſicherung wird nicht nach der Höhe der Rente gemeſſen; der Wert der Verſiche⸗ rung und gerade der Sozialverſicherung liegt viel⸗ mehr in der dauernden Leiſtungsfähigkeit der Ver⸗ ſicherungsträger. Daß dieſe nunmehr wiederher⸗ geſtellt iſt, hat große Beruhigung in den Kreiſen aller ſchaffenden Volksgenoſſen hervorgerufen. Denn nichts iſt verderblicher für den ſozialen Frieden, als eine zahlungsunfähige Sozialverſicherung. 8 Die Reichsregierung hat alſo durch das Geſetz vom 7. Dezember 1933 eine ſchwere Sorge vom deut⸗ ſchen Volk genommen. Gleichzeitig muß darauf hin⸗ gewieſen werden, daß das Sanierungsgeſetz eine Berechnungsart einführt, die ſozial gerechter als his⸗ her iſt. Denn die Höhe der Rente richtet ſich nun⸗ mehr mehr als bisher nach der Länge der Verſiche⸗ rungszeit und der Höhe des verdienten Arbeits⸗ lohnes. Eine ungerechte Nivellierung in der Ren⸗ tenhöhe gibt es künftig nicht mehr. Damit iſt auch hier das nationalſozialiſtiſche Leiſtungsprinzip ver⸗ wirklicht worden. Adam Opel AG. Rüsselsheim Wellere Absaßsteigerung im In- und Ausland Haupfversammlung Ueber die Hauptverſammlung der Adam Opel Ach. wird eine längere Mitteilung verbreitet, der im weſentlichen zu entnehmen iſt, daß der bekannte Abſchluß 1935 mit einer ſchan mitgeteilten Gewinnverwendung genehmigt wurde. Ueber die Entwicklung im laufenden Jahre heißt es, daß in den erſten 2% Monaten 1936 die Opelwerke ins⸗ gefadt 28 882 gegen 23 692 in der gleichen Vorfahreszeit an Perſonen⸗, Laſt⸗ und Lieferwagen abgeſetzt haben. Davon wurden 3 109(2 497) Wagen exportiert. In der Vorjahres⸗ exportziffer waren 579 Wagen für das Saargebiet enthal⸗ ten, die jetzt im Reichsgebietsziffernwerk enthalten ſind. Gegenüber der gleichen Vorjahreszeit betrage die Stei⸗ gerung des Opelexportes alſo über 60 v. H. In ihrer Ge ſamtproduktion rückten die Opelwerke 1935 an die achte Stelle des Abſatzes der Weltautomobilrangliſte. Ueber die gemeldeten Neuinveſtitionen im Zuſammen⸗ Hang mit den Erneuerungs⸗ und Erweiterungsabſichten der Adam Opel Ach werden leider keine Mitteilungen gemacht. Hapag und Lloyd: Sanierung Hapag und Lloyd nehmen jetzt die Sanierungen vor. Das Kapital wird in erleichterter Form herabgeſetzt bei der Hapag von 54,57 auf 12,01, beim Lloyd von 54,57 auf 11,32 Mill.% durch Zuſammenlegung der Stammaktien im Verhältnis:1, wobei beim Lloyd zuvor 3, Mill. Stammaktien eingezogen werden. Anſchließend erfolgt bei beiden Geſellſchaften eine Wiedererhöhung auf 46,37 und 46,66 Mill. J. Die neuen Aktien werden von Gläubigern gegen Aufrechnung von Forderungen zum Nennbetrag übernommen. Hapag⸗Hauptverſammlung iſt am 17. Junk, Kloyd⸗Verſammlung am 15. Juni. Damit iſt nach der Neuen Mannheimer Zeitung Dresdner Bank Erhöhie Liquidiſai/ 4% Dividende/ Vergrößerier Reingewinn Die Dresdner Bank, die als zweite der großen Filial⸗ banken nunmehr ihren Jahresabſchluß für 1933 vorlegt, kann nach längerer Pauſe ebenſo wie die Deutſche Bank und Disconto⸗Geſellſchaft, die Divibendenzahlung mit 4 v. H. wieder aufnehmen. Die endgültige Ueberwindung der Kriſe und die wiedergewonnene Möglichkeit, unter Voranſtellung der großen volkswirtſchaftlichen Aufgaben, deren Erfüllung in beſonderem Maße den großen Bank⸗ inſtituten obliegt, wieder mit Gewinn arbeiten zu können, hat ſich auch für die Gefolgſchaft erfreulich ausgewirkt, der, gleichfalls wie bei der DD⸗Bank, eine Sonderzuwendung gewährt wurde. Darüber hinaus wurden den Familien⸗ vätern zuſätzliche Kinderzulagen und den ſchwerkriegs⸗ beſchädigten Arbeitskameraden ein Sonderzuſchuß bewil⸗ ligt. Die Gefolgſchaft ſtieg im Berichtsjahr auf 12 374(im Vorjahr 11760) Köpfe. Der Zuwachs beruht zum Teil auf der Neueinſtellung von Lehrlingen, auf deren Weiterbil⸗ oͤung durch beſondere Bildungs⸗ und Lehreinrichtungen beſonderes Gewicht gelegt wurde. Weitere erhebliche Mit⸗ tel wurden zur Linderung ſozialer Nöte in der Gefolg⸗ ſchaft eingeſetzt. Außerdem wurden für niedrige Einkom⸗ menſtufen erhöhte Haushaltszulagen, Geburtsbeihilfen, Heiratszuſchüſſe uſw. gewährt. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechuung werden(in Mill. Mark) Erträge aus Zinſen und Diskont mit 43,7, aus Pro⸗ viſtonen mit 37,0 und aus Effekten, Deviſen und Sorten mit 9,96, zuſammen alſo mit 90,7(im Vorjahr zuſammen 87,07) ausgewieſen. Demgegenüber erforderten Aufwen⸗ dungen für Perſonal 56,1, für ſoziale Zwecke und Pen⸗ ſionen 491 und„Sonſtige Aufwendungen“ 11,99(im Vor⸗ jahr zuſammen 69,0). Für Steuern wurden 6,69(2,9) und für Abſchreibungen auf Mobilien und Immobilien 14 (0,90) aufgewendet. Nach einer Zuweiſung zum Penſions⸗ fonds in Höhe von 2,0(—) verbleibt einſchl. 2,39(1,56) Vortrag ein Reingewinn von 9,98(3,19), aus dem nach Speiſung der geſetzlichen Reſerve mit 15 und Zahlung der Dividende 2,48 auf neue Rechnung vorgetragen werden ſollen. Bei Aufſtellung der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung wurden Sondererträgniſſe zum größten Teil außer acht ge⸗ laſſen und zur Stärkung der inneren Rücklagen verwandt. Das gleiche gilt für alle Erträgniſſe aus eigenem Immo⸗ bilienbeſitz. Bei dem Zinſenkonto wurden vorweg alle Zinſen und ſolche Konten gekürzt, bei denen nicht mit völ⸗ liger Sicherheit auf den Eingang der Forderung gerechnet werden kann. Der Geſamtbetrag derartiger Zinsrückſtel⸗ lungen erreicht trotz der im Berichtsjahr eingetretenen Beſſerung noch mehrere Millionen. Bei der Ermitt⸗ lung des Proviſionskontos wurde entſprechend verfahren. Trotz oieſer Kürzungen und der im Frühfahr 1935 durch⸗ geführten Senkung der Kreditproviſionen haben die lau⸗ fenden Erträgniſſe gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung erfahren können. Der oben erwähnte Poſten„Sonſtige Aufwendungen“ erhält neben den Sachunkoſten auch Hen Betrag, der dem Reich auf Grund des Vertrages vom 19. März 1932 zufließt. In dem Bericht des Vorſtandes wird zunächſt auf die allgemeine Wirtſchaftsentwickſund eingegangen, auf die auch im Berichtsjahr die Maßnahmen der Reichsregierung einen ſtark fördernden Einfluß ausgeübt haben. In dem eigentlichen Rechenſchaftscherucht wird alsdann u. a. aus⸗ geführt, Laß ſich für die Banken im abgelaufenen Jahre beſondere Aufgaben aus ihrer direkten und indirekten Inanſpruchnahme bei der Finanzierung öffentlicher Auf⸗ ——————————————— Erwellerung der Bindung an den Großviehmarkf Mannheim Die Schlachtviehverwertungsverbände Baden, Saar⸗ land⸗Pfalz und Heſſen⸗Naſſau haben unterm 10. März 1936 eine gemeinſame Anordnung erlaſſen, nach der ſämt⸗ liche Schlächter, Fleiſcher, Metzger, Großfleiſcher, Verſand⸗ ſchlächtereien, Fleiſchwarenfabriken, Gaſtwirtſchaften und ſen, Sulzbach, Weinheim; b) Amtsbezirk Mannheim: Alt⸗ ſonſtige Schlachtvieh ſchlachtenbe und fleiſchumſetzende Be⸗ triebe in den nachſtehend aufgeführten Gemeinden ihren geſamten Bedarf an Schlachtvieh und Fleiſch auf dem Viehgroßmarkt in Mannheim zu decken haben: I. Gebiet des Schlachtviehverwertungsverbandes Baden: a) Amtsbezirk Weinheim: Großſachſen, Heddesheim, Hems⸗ bach, Hohenſachſen, Laudenbach, Leutershauſen, Lützelſach⸗ lußheim, Brühl, Edingen, Hockenheim, Ilvesheim, Ketſch, Ladenburg, Mannheim, Neckarhauſen, Neulußheim, Of⸗ tersheim, Plankſtadt, Reilingen, Schriesheim, Schwet⸗ zingen; e) Amtsbezirk Heidelberg: Doſſenheim, Leimen, Sandhauſen, St. Ilgen; d) Amtsbezirk Wiesloch: Malſch, Malſchenberg, Mühlhauſen, Rauenberg, Roth, Rothenberg, St. Leon, Walldorf, Wiesloch; e) Amtsbezirk Bruchſal: Kirrlach, Philippsburg, Rheinhauſen, Oberhauſen, Wag⸗ häuſel, Wieſental. II. Gebiet des Schlachtviehverwertungsverbandes Saar⸗ land⸗Pfalz: 1. Kreisunmittelbare Städte: a) Frankenthal, b) Ludwigshafen a. Rh., c) Speyer; 2. Bezirksämter: a) Frankenthal: Albsheim a. Eis, Altleiningen, Aſſelheim, Beinderheim, Biſſersheim, Bobenheim, Colgenſtein⸗Heides⸗ heim, Dirmſtein, Ebertsheim, Eppſtein, Flomersheim, Kleinkarlbach, Kleinniedesheim, Lambsheim, Laumersheim, Maxdorf, Mertesheim, Mörſch, Müllheim a. Eis, Neu⸗ leiningen, Oberſülzen; b) Ludwigshafen a. Rh.: Altrip, Dannſtadt, Fußgönheim, Limburger Hof, Maudach, Mut⸗ terſtadt, Neuhofen, Oggersheim, Gerolzheim, Groß⸗Bocken⸗ heim, Groß⸗Karlbach, Groß⸗Niedesheim, Grünſtadt, Hei⸗ desheim, Heßheim, Hettenleidelheim, Heuchelheim bei Frankenthal, Kindenheim, Kirchheim, Kleinbockenheim, Rheingönheim, Ruchheim, Schauernheim; c) Speyer: Ot⸗ terſtadt, Schifferſtadt, Waldſee; d) Neuſtadt: Ellerſtadt, Erpolzheim, Freinsheim, Weiſenheim am Sand, Obrig⸗ heim, Oppau, Roxheim, Sauſenheim, Studernheim, Tiefen⸗ thal. Wattenheim. III. Gebiet des Schlachtviehverwertungsverbandes Heſſen⸗Naſſau: Worms, Bürſtadt, Lampertheim, Viernheim, Lorſch, Heppenheim, Bensheim. Sämtliche Erzeuger in den vorſtehend aufgeführten Gemeinden haben den Verkauf ihres Schlachtviehs nur über den Viehgroßmarkt Mannheim vorzunehmen. Aus⸗ genommen von dieſen Beſtimmungen iſt der Kauf von Schlachtvieh zwiſchen den in den genannten Gebieten an⸗ ſäſſigen Erzeugern und Käufern. Dieſe Anordnung iſt am 22. März 1996 in Kraft getreten, 4 Erhöhte Reichsſteuereinnahmen im Februar. Die Ein⸗ nahmen des Reiches an Beſitz⸗ und Verkehrsſteuern belou⸗ fen ſich im Februor auf 447,1 Mill. gegenüber 379,7 Mill. Mark im gleichen Monat des Vorjahres. An Zöllen und Verbrauchsſteuern kamen 248,8 gegen 231,4 Mill. 4 auf. Insgeſamt hat ſich für den Berichtsmonat alſo das Steuer⸗ aufkommen auf 695,9 Mill.„ gegenüber 611, Mill. I im Februor des Vorjahres erhöht. Für die abgelaufene Zeit des Rechnungsjahres, das ſind die erſten elf Monate, be⸗ trugen die Einnahmen on Beſitz⸗ und Verkehr sſteuern 555,1(4457, Mill. 4, an Zöllen und Verbrauchsſteuern 3191/1(2999,90) Mill., insgeſamt alſo 8746,(74573) Mill. Mark. Auch im Februar 1936 haben ſich von denfenigen Steuern, die für die Beurteilung der Wirtſchaftsentwick⸗ lung wichtig find, die Lohnſteuer, die veranlagte Einkom⸗ menſteuer, die Körperſchaftsſteuer und die Umſatzſteuer wei⸗ ter gut entwickelt. Das Aufkommen an Lohnſteuer im Fe⸗ bruar 1986 überſtieg dasjenige im gleichen Monat des Vor⸗ jahres um 12,9 Mill. 4. Das Aufkommen an veranlagter Einkommenſteuer war um 15,0 Mill.„ höher. An Steuer⸗ abzug vom Kapitalertrag ſind 1, Mill. 4 mehr aufgekom⸗ men. Die Körperſchaftsſteuer hat im Februor 1936 ein Mehr von 13/6 Mill.„“ gegenüber Februar 1935 gebracht. Die Vermögensſteuer brachte ein Mehraufkommen von 2, Mill.. Die Umfatzſteuer ein ſolches von 18,3 Mill.. träge ſowie bei der Fundierung der damit entſtandenen kurzfriſtigen Verſchuldunng ergaben. Ihre Löſung wurde dadurch erleichtert, daß bei günſtiger Entwicklung der Um⸗ ſätze und Einlagen im Inltandsgeſchaft von der Wirtſchaft mehr Kredite zurückgezahlt als neu in Anſpruch genommen wurden. Während die Inlandsumſätze um 6 v. H. ge⸗ ſtiegen ſind, hat die ſchwierige Geſtaltung des Außenhan⸗ dels zu einer weiteren Verminderung der Aus landsumſätze gefibhrt. Dabei hat die ſtapke arbeitsmäßige Beanſpru⸗ chung der Banken durch die Deviſenzwangswirtſchaft und das Beſtreben die eigenen Erfahrungen und Verbindun⸗ gen im Auslandsgeſchäft für den Export einzuſetzen, weiter erhebliche Koſten verurſacht. Im Inlandsgeſchäft wurden insbeſondere den Induſtrien große Kredite zur Verfügung geſtellt, die ſich die Verbreiterung der inländiſchen Rohſtoff⸗ grund vage zur Aufgabe gemacht haben. Insgeſamt belief ſich de Summe der neu bewilligten Kredite auf 697 gegen 578 Millionen& im Vorjahr. Die Zahl der Kunden(nicht Konten) belief ſich Ende 1985 auf 475 000 gegenüber 449 000 Ende 1934. Im Effektengeſchäßt ſind die Umfätze um 79 v. H. geſtiegen. Als beſondere Aufgabe hat es das Inſtitut angeſehen, an der Unterbringung der Emiſſionen mitzuwir⸗ ken, ͤͤie der Fundierung kurzfriſtiger Verpflichtungen des Reiches, der Länder und der großen Träger des Verkehrs⸗ weſens dienen. Ende 1935 war die Dresdner Bank im Reich an 157 Plätzen vertreten. Die Zahl der Depoſiten⸗ kaſſen belief ſich in Groß⸗Berlin auf 75(79) und im übrigen Reich auf 91(89). Im Ausland iſt das Unter⸗ nehmen nach Schließung der Geſchäftsſtelle Königshütte an 5 Plätzen durch Filialen vertreten. Die Bilanzſumme ſtellt ſich auf 2,442(2,587 Mark. Die Eiquidität hat ſich von 33 v. H. im Vorjahr auf 40,6 v. H. erhöht. Auf der Paſſivſeite werden(in Mill. 4) bei einem unveränderten Grundkapital(150) und unver⸗ änderten geſetzlichen Reſerven(15) Gläubiger insgeſamt mit 1781,7(1925,3) ausgewieſen. Im einzelnen ſind die ſeitens der Kundſchaft bei Dritten benutzten Kredite auf 137, (152,9), Noſtroverpflichtungen auf 134,6(224,6), und zwar überwiegend im Zuſammenhang mit der Abdeckung von Stillhalteverpflichtungen(1d. 50 Mill. 4) zurückgegangen. Ebenfalls niedriger ſtellen ſich die Einlagen deutſcher Kre⸗ ditinſtitute mit 302,9(488,0), während die ſonſtigen Gläubi⸗ ger eine Erhöhung auf 1147(1110) zeigen. Zuſammen mit den Spareinlagen, die mit 195(111,3) ausgewieſen werden, haben die echten Einleger im engeren Sinne eine Zunohme um rund 100 Mill.& erfahren. Weiter werden ausgewie⸗ ſen: Verpflichtungen aus Wechſeln mit 293(392), Hypothe⸗ ken mit 1,78(1,4), durchlaufende Kredite mit 24,5(20), Pen⸗ ſionsfonds 766(4,5), Rückſtellungen mit 17,7(11,2) und Pyoſten zur Rechnungsabgrenzung mit 3,5(13,1). Auf der Aktivſeite iſt die Barreſerve auf 50(46,6) er⸗ höht, während fällige Zins⸗ und Dividendenſcheine ſowie Schecks niedriger mit 3,(14,2) und 19,4(28,7) ausgewieſen werden. Wechſel, bei denen es ſich um rd. 95 v. H. um Handelswechſel handelt, erſcheinen mit 410(385), darunter weniger als 10 Millionen mit einer Laufzeit von über rei Monaten. Schotzwechſel ſind mit 101,8(106), eigene Wertpapiere mit 970,1(350,7), darunter für 208 Mill.“ ſolche, die die Reichsbonk beleihen darf, und Konſortial⸗ beteiligungen mit 47,4(47) wenig verändert ausgewieſen. Vorſchüſſe auf verfrachtete oder eingelagerte Waren haben ſich im Zuſammenhong mit dem ſchwiertgen Außenhandels⸗ geſchäft auf 66,12(88,8) ermäßigt, während bei den übrigen Schuldnern eine Schrumpfung um 18. 142 auf 1192(1334) eingetreten iſt. Endlich verzeichnet die Aktipfeite Hypo⸗ theken mit 22,9(16,4), dauernde Beteiligungen mit 30,8 (42,3), Grundſtücke und Gebäude mit 64(60,5). Die Bezüge des Vorſtandes(9 Mitglieder) betrugen ohne Berückſichtigung der Anſprüche auf Gewinnanteile und 0 208 500 l, die des AR 82883. HB am 18. April. Hochtief. Eſſen.— Guter Geſchäftsverlauf. Der AR der Hochtief Ach für Hoch⸗ und Tiefbauten vorm. Gebr. Helfmann, Eſſen, beſchloß, der für ſpäter einzuberufenden o. HV. für das Geſchäftsjahr 1935 die Verteilung einer Dividende in Vorjahrshöhe vorzuſchlagen. Waren und Märkie Mannheimer Geireidegroßmarkf ( Mannheim. 2g. März. Das Weizen ⸗ Angebot blieb weiter recht umfangreich, dagegen fehlte die Nachfrage der Mühlen ſaſt vollſtändig, ſo daß ſich nur wenig Umſätze er⸗ zielen ließen. Die Forderungen beliefen ſich für alle Her⸗ künfte auf den jeweiligen Feſtpreis mit 4% Handelsſpanne bis Mai. Lediglich für unterfränkiſchen Weizen, der nur in kleinen Mengen am Markt war, verlangte man eine Aus⸗ gleichsgebühr von 5. Einige kleinere Partien württem⸗ bergiſcher Weizen wurden verſchiedentlich ſchon für Juni und Jult angeboten; die Eigner berechneten für diefe Partien meiſt ebenfalls 5% Spanne, da ſie annehmen, daß ſich der Weizenbedarf der Mühlen bis dahin vergrößert hat. Bis jetzt fanden dieſe Angebote jedoch keine Berückſichtigung, da Tauber⸗Weizen von etwa der gleichen Qualität mit 4% Spanne zur Mai⸗Lieferung erhältlich war. Für Pommern⸗ Mecklenburger Weizen wurde der April⸗Feſtpreis um.50% je 1000 Kg. und für Holſteiner Weizen um.50/ unter⸗ ſchritten. Futterweizen koſtete 22„ loko Mannheim. Roggen war kaum zu haben; für die wenigen an den Markt kommenden Partien berechnete man eine Handels⸗ ſpanne von mindeſtens 5 /; Gegengebote zum Feſtpreis blieben unbeantwortet.— Brau⸗ und Induſtriegerſte lagen geſchäftslos; für oſtpreußiſche Induſtriegerſte, 69/70 Kg., verlangte man 21.60/ und für pommerſche je nach Gewicht 21.90—.22.10.— Der Mehlmarkt verhielt ſich weiterhin recht ſtill, das Roggenmehlangebot aus Norddeutſchland ſcheint neuerdings etwas kleiner geworden zu ſein.— Auch bei Futtermitteln kamen nur wenig Umfätze zuſtande; einige Partien Oelkuchen wurden an die zugelaſſenen Händler verteilt; Kleie blieb begehrt. Auch Nachmehl wurde verſchiedentlich gern gekauft. Rotterdamer Getreibekurſe vom 23. März.(Eig. Dr.) Schluß: Weizen(in Hl. per 100 Kilo) März 5,05, Mai 4,95, Juli 487% Sept. 4,7.— Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kilo) März 58; Mai 57,50; Juli 57,75; Sept. 58,50. Hamburger Zucker- Terminbörse Amtliche Notierung lür weißen Zucker, geſackt, trocken, nicht unter holl Stand, 25, frei Seeſchiffsſ. Hamburg, für 50 leg einſchl Sack. 28 März 10 Uhr 30 28. März 2 Uhr 15 Termine Frjef Geld] bez. brief Gelb] bez Märg.95 388 8 April. 388 88 39 888 Mai.., 8 7 0 uni.8 388 2 ll. 45 40 48 405 uguſt% is 45 TI Sept.„%„ Okt. 48 43.20 Nov. 4% 4,0 29 7 438 420 Dez.„ 43 485.25 Januar 40 4 O—.40.50 Februar 445 8.35 4885 Tendenz ruhig Liverpooler Baumwollkurſe vom 23. März.(Eig. Dr.) Amerikan. Univerſal Stand. Middl. Schhuß: März(96) 605; April 599: Mai 592; Juni 586; Juli 580; Auguſt 569; Sept. 588; Okt. 550; Nov., Dez., Jan.(37) je 545; Febr., März je 543; Mai 541; Juli 389; Okt. 599; Jan., März je 527; Tendenz kaum ſtetig. Leinbzl⸗Notierungen vom 23. März.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſaat Pl. per Mürz 11,0; Leinſaat Klk. per März⸗ April 12/0; Leinſaatöl koko 27,0 April 28,0; Mai⸗Auguſt 26,0; Baumwoll⸗Oel ägypt. 24,6; Baumwoll⸗St. ägypt. per März 7,0. Nenuyork: Terp. 43,50. Savannah: Terp. Frachſenmarki Duisburg-Ruhrorſ Das Geſchäft war an der heutigen Börſe im Gegenſatz zu den letzten Tagen der vorigen Woche etwas reger. Es konnte zu Tal wie auch zu Berg mehr Raum eingeteilt werden. Die Bergfracht notierte mit 90 Pfg. ab Ruhrort und 1,10 4 ab Kanal Baſis Mainz Mannheim. Ebenſo blieb die Talfracht mit 90 Pfg. ab Ruhrort und 1,10 4 ab Kanal nach Rotterdam unverändert. Für Antwerpen⸗Gent wurden nach wie vor 30 Pfg. je Tonne mehr bezahlt. Der Bergſchlepplohn beträgt 80 bzw. 90 Pfg. nach Mainz⸗Mann⸗ heim, der Talſchlepplohn 8 Pfg. für größere beladene Kähne ab Ruhrort nach Rotterdam. HANDELS- O WIRTSCHAFTS-ZETTUNG Mittag-Ausgabe Nr. 140 Nhein-Mainische Abendbörse Sti * Frankfurt, 23. März. Für die Abendbörſe klagen Kundſchaftsaufträge kaum vor, da auch die Kuliſſe mangels anderer Anregung keine Unternehmungsluſt zeigte. Infolgedeſſen ſetzte der Ver⸗ kehr an allen Märkten in außerordentlicher Stille ein, die Kurſe wieſen im Vergleich zum Berliner Schluß nur ganz geringe Abweichungen, indeſſen aber meiſt nach unten anf. Man nannte unter anderm Ich Farben mit 1594, Ver⸗ einigte Stahlwerke mit 8598. Weſtdeutſche Kaufhof kamen mit unverändert 337% zur Notiz. Auch der Rentenmarkt lag eher ruhig und vorerſt ohne Veränderung. Man hörte Altbeſitz mit 110, Kommunal⸗Umſchuldung mit 86,90 und ſpäte Schuldbuchforderungen mit 97% Geld. Die ſtarke Geſchäftsſtille hielt bis zum Schluß der Abendͤbörſe an. Auf den meiſten Märkten hatten die No⸗ tierungen nominellen Charakter. Etwas Umſatz hatten Ich Farben mit 15974(15996), ferner vermochten ſich Far⸗ ben⸗Bonds weiter zu beſeſtigen auf 131:(13136). Sonſt überwogen gegen den Berliner Schluß Abſchwächungen von ½ bis 1 v. H. Auch Renten lagen eher ruhig und ohne bemerkenswerte Veränderungen. Valutapapiere lagen meiſt mäßig feſter. Nachbörſe: JG Farben 159160, Vereinigte Stahl⸗ werke 85,4—85½. eee eee eee * Ferkelmarkt Bergzabern. Amſuhr: 235 Stück. Preis je Paar zwiſchen 40 und 60 /. Markt ausverkauft; nächſter Markt am 6. April. Geld- und Devisenmarki Zürich, 23 Mr Gchlab amfftch kenn. 2⁴³ 20 eint 2.% Spenlen.87% e 12.58 Luterest a benen 15,1% J Henan 208.30— Fanta 57,70 bit. Benkd. 2; Neupert 305.75 ßerlin 1230— Fudzpest. il. bed 1% been 51.70— J Wies pff. J. 85,50— bete 20 f uesstgeſd lan 24. föffs 65,— fler 200— Sheassgee 25. Paris, 23. Min(chu amilich). on 74.98 Spin 207.25] fopenbagen 385,0] den 12 1215 18.1840. alen 120.80] fend 10.30/ Berſin 6¹0.— belglen 12 cn: 84.87 Seckbeim 887.75 f arch 288.75 London, 23. Mer: Gehlus amfſlech) 1 rewpert 498.08 K 22.40 fs f 370.75 chene. Monts 755 Sſeckheim 19,39/ Fumzni e 674.— eren: 1½07 imsterüsm 727,25 io 19.90/ Konstantin. 6165.— danſteſlen 125.— kart 249 bissen 110,12 ben 5820.— erste 18, brün 28.20% febenglr ie einn, 2 enters 229 Itriiag 625 prag 19,87 anten 25.21 ape 106,3 Ferſſe 1525 dude“ 2875 Pruenos Aires 18,— duencs Stüweir 28. 14%¼ J Beigra! 215— Hie de lan. 42.—] ggf Len don] 1805 Spang 35.16 12 400.— L foapkong 1881 darts 100,12 Melalle Hamburger Melallnoſſerumen vom 23. März Hugpfer I banes. u. Sſteſs-Ang e 0 brief] basd berahlif brief bele berahl. 9785 ee e febrü.. felnsſtber(RA. p. Ab)— 25 55 78 Men 45.75 45.75.. 284.0284,. Feingold(. 5. fr..84.79 pt 45,545,750 284.084, 0. All- ahin(Ab falle)„ A 48.75 4,7. 2840 2 4%. tren.(. p..).. 31 290 lun 47.— 45,2% 4840284,. bechn, reines Platin 3 Juli 477547 28400840. beetellpr.(Bü. g. gr... 3,85 360 logus 48.25/50. 284,284, UC Lepfem t.„„ bote 415 Oklober anlimen flegulus mines.(L 10.) 52.— 59,5 Aegenb. Ouecksi lber(& per flache) 13,— 13, gem. Velframerr dings,(in.)[. 84.50 * Pforzheimer Edelmetall⸗Notierungen vom 24. März. (Mitgeteilt von der Deutſchen Bonk und Diskonto⸗Geſell⸗ ſchaft, Filiale Piorzheim]: Platin techniſch rein 3,60 ſe Gramm; dito. 4 v. H. Palladium 3,55 je Gramm; dto. 4 v. H. Kupfer 3,45 je Gramm; Feingold 2840 ſe Kilo; Fein⸗ ſilber 42,90— 44,70 je Kilo: ſe nach Abnahme von 50 Kilo bzw. 1 bis 9 Kilo. * Der Londoner Goldpreis beträgt am 23. März 1930 für eine Unze Feingold 140 Sh 11 8= 86,5581 /, für ein Gramm Feingold demnach 54,3669 Pence= 2,78290 l. J Aussichl Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 24. März: In Begleitung der in den letzten Tagen über dem Oſtatlantik auf⸗ gekommenen lebhaften Wirbeltätigkeit haben ſich jetzt auch über dem europäiſchen Feſtland Störungsge⸗ biete entwickelt. Sie begünſtigen die Zufuhr feuchter Meeresluft, in deren Bereich auch bei uns jetzt ſtär⸗ kere Bewölkung und vielfach auch ſchon Regen ein⸗ getreten iſt. Der Witterungscharakter bleibt auch weiterhin unbeſtändig, doch wird ſich zwiſchen⸗ durch immer wieder für kürzere Zeit freundliches Wetter durchſetzen können. Vorausſage für Mittwoch. 25. März Zunächſt wieder häuſig aufgeheitert, doch ſpäter neue Witterungsverſchlechterung, im ganzen kühler als bisher, veränderliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 23. März + 20,7 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 24. März 7 9,5 Grad; heute früh halb 8 Uhr + 9,5 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh Halb 8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr 8,5 Nrillimeter = 8,5 Liter je Geviertmeter. Waſſerſtaudsbeobachtungen im Monat März Rpeln⸗ Pegel 20. 0 A. 2 23. 24. 0 Rheinfelden.02.05.00.00.04 ereſſuc. 9. 0 he Je Sn 25 geo 38559. 3935) Delbtenn Maxau 28 2502 e Mannheim.85.80 20 d h oberen:— Raub 166.479.604.415 5 1 Köln.66 1,78 1,60 1,54 1,50 Was hören wir? Mittwoch, 25. März Reichsſender Stuttgart .30: Fröhliche Frühſtückspauſe.—.30: Frauenfunk. — 10.15: Märchen und Sagen aus dem Donauland. 11.30: Bauernfunk.— 12.00: Mittagskonzert.— 14.00: Allerlei von zwei bis drei.— 15.30: Jungmädel⸗Funk. 16.00: Bunte Muſik am Nachmittag.— 17.30: Kleine Mu⸗ ſik zum Feierabend.— 18.00: Singendes, klingendes Frank⸗ furt. Bunter Nachmittag.— 19.30: Reichsſen dun 8 Stunde der jungen Nation.— 20.00: Politiſche Großkund⸗ Korn— 22.00: Nachrichten.— 22.30: Kleine Stück toline und Klavier.— 23.00: Tanzmuſik.— Nachtmuſik. 8 Deutſchlandſeuder .10: Fröhliche Morgenmuſik.—.10: Morgenſtändchen. 10.15: Deutſche Dichtung und Muſtk.— 10.45: Fröh⸗ licher Kindergarten.— 11.30: Mittagsſtändchen.— 12.00: Muftk zum Mittog.— 13.00: Glückwünſche.— 14.00: Aller⸗ let von zwei bis drei.— 15.15: Italieniſche Volksweiſen. — 16.00: Muſik am Nachmittag.— 17.30: Singende, klin⸗ gende Heimat(Schallpl.).— 18.30: Reſpighi: Sonaten.— 19.00: Feierabend⸗Unterhaltung— 20.10: Bunt iſt die e für 24.00: Welt der Operette.— 22.30: Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Tanzmuſik. ee 10. Seite Nummer 140 BER EN ES ZAREN as Fllm- Ereignis in dieser Saison Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗ Ausgabe Dienstag, 24. März 1996 gschen zwische Frau Pisst Qref Duda Duday Gräfin Madelaine Duden Somtesse Maria Dudap re Großmutter. Gräfin Bmilie Dieser Fum zeigt den Kampf eines Tradition der Fa Liebe zur Musik— umrahmt ist der spannende Inhalt dieses Films von den unsterblichen Melo- dien des großen Meisters Franz Pisst. n Darsteller: 292553530 9 2— U.. m Ein einmaliges und begdludtendes Erlebnis! im Vorprogramm: Ostseefischer Ab Reute in Erstaufunhrun Anfang:.50,.15,.15..35 Sch U BURG Franz Herterich Walter Steinbeck Olga Engel beutn. Baron Holomam v. Bös Hans Söhnker Haus Wendland. Schüler Pisats Aribert Mog lle und der a Tschechowa a Dannhoff 8 N Men- 4 ,x, * 1 laue Englisch Da gibt es nur ein Urteil: Ae ganacegaddagdeggnnamtamaemugumunn Städtische Sparkasse NMeannheim Lachsalven am laufenden Band! 8168 am Miffwoch, dem 23. Aus Anlaß der Anwesenheit des Führers bleiben die Schalfer der Sparkasse achmittags geschlussen! 8 eee März d. J. Einspakige Klelnanzelgen bla zu elner Höhe von 100 mm je mm Fig. Stellengesuche je mm4ßp ig. 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