1 . 79 Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Fret Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk. durch die Poſt.70 Mk einſchl 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb Hierzu 72 Pfg. Beſtelgeld Abholſtellen: Wald. hofſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str 44, Meerfeldſtr. 13. Ne Fiſcherſtr. 1. Fe Hauptſtr. 63. W Oppauer Str. 8 Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. eue Mannheimer Zeitll Mannheimer General- Anzeiger Berlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Feruſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nem azeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 22 breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 6. 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Als der Führer von der Notwendigkeit und dem Willen ſpricht, die Vernunft nicht nur im Innern, ſondern auch außenpolitiſch zum Siege zu bringen, als er packende Worte findet für die Bereit⸗ ſchaft des deutſchen Volkes zur Mitarbeit am Ver⸗ ſöhnungswerk der Völker und ausruft: „Für den Frieden jederzeit, für eine Unter⸗ werfung niemals!“ erheben ſich oͤie Maſſen in grenzenloſer Begeiſterung von ihren Plätzen und jubeln dem Führer minu⸗ tenlang zu. Und die gleiche Begeiſterung erfaßt ſie bei der eindrucksvollen Feſtſtellung des Führers, man ſage nicht: der Deutſche braucht Kriegsruhm— den haben wir in der Geſchichte genug geſammelt! Wir ſind fähig, noch viel mehr Friedensruhm aufzuſpeichern. „Wir möchten uns gern an der friedlichen Olympiade bes Wettſtreites der Völker auf allen Gebieten des Lebens, der Kultur und der Wiſſenſchaft beteiligen. Und wir würden beſtehen mit unſeren Leiſtungen! Was hat uns das Schickſal für wirklich herrliche große Aufgaben geſtellt! Was können wir alles tun, um der ſozialen Not zu ſteuern! Was können wir tun, um dem deutſchen Volk einen höheren Lebensſtandard zu geben! Was können wir kun, um unſer ganzes Leben zu entrümpeln von allen möglichen Dingen, die wir in der Vergangenheit träge und gleichgültig übernommen haben. Es iſt doch wunderbar, was den Menſchen für Aufgaben geſtellt ſind, wenn ſie dieſe Aufgaben nur ſehen wollen, und nicht fortgeſetzt von Siegern und Beſiegten, von Recht und Unrecht träumen!“ Unter immer neuer Steigerung der Beifallskund⸗ gebungen bekannte ſich der Führer leidenſchaftlich zu den unerſchütterlichen Grundſätzen ſeines politi⸗ tiſchen Handelns in der Vergangenheit und für die Zukunft:„Die Welt ſoll am 29. März ſehen, daß es nicht ein Mann, der da aufgeſtanden iſt, ſondern daß dieſe Grundſätze Glaubensſätze des gan⸗ zen deutſchen Volkes ſind. Daß dieſe Grundſätze gelten in Oſtpreußen genau ſo wie an der Sgar, in Hamburg ſo wie in Bayern, daß ſie ge⸗ nau ſo gelten in Mitteldeutſchland wie in Berlin, daß ſie gelten überall, wo Deutſche leben, daß ſie für jeden deutſchen Städter, für jeden deutſchen Bauern, für jeden deutſchen Arbeiter, daß ſie für jeden Deut⸗ ſchen gültig ſind! Vielleicht wird man dann auf ſeiten unſerer Gegner einfehen, daß hier das deutſche Volk zu den anderen Völkern ſpricht, daß nicht ein Mann irgend⸗ einen franzöſiſchen Politiker die Hand reicht ſon⸗ dern daß das deutſche Volk dem franzöſiſchen Volk die Hand reicht und daß es nicht gewillt iſt, dieſe wirklich große Sehnſucht nach einer Ausſöhnung und Verſöhnung durch einzelne Politiker von vorn⸗ herein wieder zerſtören zu laſſen! Wer auch Frankreich uns gegenüber vertritt, entſcheidend iſt für uns nur eines: Will dieſer Vertreter das franzöſiſche Volk uns gegenüber in dem Sinne repräſentieren, daß es bereit iſt, mit uns dieſen lang dauernden Bund einer Ver⸗ ſtändigung zu ſchließen, oder will er es nicht!“ Der Führer ſprach in ſarkaſtiſcher Weiſe von der „Geheimdiplomatie“, die ja nach den 14 Punkten Wilſons ſeinerzeit ein Ende finden ſollte, und ſtellte ihr gegenüber die Art des politiſchen Vorgehens, die in Deutſchland heute geübt wird.. „Ich will keine Geheimdokumente verfaſſen und keine Geheimbündniſſe ſchließen!“(Brauſender Bei⸗ fall durchtoſt die weite Halle.)„Ich verſichere Sie, meine Volksgenoſſen, ich werde niemals Deutſchland zu etwas verpflichten, was nicht das ganze deutſche Volk weiß!(Erneute Jubelſtürme.) Ich werde nicht erlauben, daß der deutſche Generalſtab mit irgend jemand militäriſche Abmachungen trifft, von denen die Oeffent⸗ lichkeit nichts weiß. Nein, das werde ich nicht tun! Ich glaube nicht an den Vorteil und die Vorzüge eines ſolchen Verfah⸗ rens. Wenn ich heute der Welt ein Angebot mache, dann mache nicht ich dieſes Angebot, ſondern das ganze deutſche Volk macht es durch mich! Und wenn ich umgekehrt etwas ablehne, dann kann man genau ſo überzeugt ſein, dann lehnt es das deutſche Volk ab!“(Bei dieſen Worten bereiten die jubelnden Maſſen dem Führer langanhaltende Treuekund⸗ gebungen.) a Mit einem tief zu Herzen gehenden Appell an die Saarpfälzer ſchloß der Führer: „Wenn das deutſche Volk mir am 29. März ſagt: Jawohl, wir ſind einverſtanden mit dir! Wir ſehen das Große! Wir ſehen das Streben! Wir ſehen den Fleiß und wir erkennen das an. Wir glauben, daß Du das Beſte gewollt haſt!“ Wenn mir das deutſche Volk das beſtätigt, dann bin ich glück⸗ lich, dann werde ich wieder ſtark!(Dieſe Worte gehen faſt unter in dem minutenlangen Jubel.) Dann will ich wieder gern jede Verantwortung auf mich nehmen und Deutſchland ſo vertreten, daß es ſich dieſer Zeit und ſeiner Geſchichte vor der Nach⸗ welt nicht zu ſchämen braucht!“(Erneuter toſender Beifall.) „Dieſer Appell findet nicht ſtatt, um ein Regime im Innern zu legitimieren, ſondern um dem Rechtsanſpruch, den dieſes Regime für dieſes Volk erhoben hat, der Welt gegenüber die höchſte Legitimation zu geben, die es überhaupt gibt! Mich richtet nicht irgendein Rat und keine Kon⸗ ferenz, richten kann mich nur das deutſche Volk allein!“ Das Volk ſteht da, wohin der Führer es führt! Miniſterpräſident Göring in Stultgart über die Wahlpflicht des 29. März — Stuttgart, 25. März. Preußens Miniſterpräſident und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, erlebte in Schwabens Hauptſtadt einen überwältigenden Empfang. Stürmiſche„Heil“⸗Rufe der zu Tauſenden herbeigeeilten Bevölkerung, voran die begeiſterte Jugend, begleiteten Hermann Göring bis zur Stadt⸗ halle, die bereits eine Stunde vor Beginn der Kund⸗ gebung bis auf den letzten Platz beſetzt war. Mehr als 10000 Menſchen mochten es hier ſein, die Zeuge der überwältigenden Kundgebung ſein ſollten. Reichsſtatthalter Murr begrüßte den Miniſter⸗ präſtdenten im Namen der ſchwäbiſchen Volksgenoſſen. Unter minutenlangen„Heil“⸗Rufen trat dann Ge⸗ neral Göring vor das Mikrophon. 8 i Seine etwa eineinhalbſtündigen, mit Leidenſchaft und heißer Vaterlandsliebe vorgetragenen Ausfüh⸗ rungen wurden immer wieder von Beifallsorkanen unterbröchen, beſonders dann, wenn der Miniſter⸗ präſident von der nach 1000 Jahren zum erſtenmal wiederhergeſtellten deutſchen Einigkeit, von der wie⸗ dererſtarkten Wehrmacht, der durch den Führer und ihn geſchaffenen Luftwaffe, von der Freiheit und der Ehre ſprach. Miniſterpräſient Göring führte etwa folgendes aus: Ein Volk iſt immer ſo, wie ſeine Führer ſind! Das Volk hat immer dort geſtanden, wo ſeine Führer es hinführten. So fanatiſch, wie wir in der Kampfzeit redeten, ge⸗ nau ſo fanatiſch, wie wir damals es immer wieder in eure Herzen und Hirne hineinhämmerten: Du Hermann Göring, mußt Deutſcher ſein!— So machen wir das jetzt wieder, indem wir dem Auslande immer wieder ſagen: Deutſchland iſt wieder ehrlich geworden, Deutſchland iſt wieder ſtark geworden, Deutſchland iſt wieder frei geworden, Deutſchland iſt wieder einig geworden!(Jubelnder Beffall.) Mit kurzen, vernichtenden Worten hielt Miniſter⸗ präſident Göring dann Rückſchau in die Vergangen⸗ heit, in die Zeit des Parteikampfes, der Intereſſen⸗ tenhaufen. 67 Millionen Energien ſtrahlten gegen⸗ einander und töteten jeoen Willen ab. Bild unten: Zehntausende hören begeistert vor der Halle des Hindenburg parkes die Führerrede Aſtznoßmen: Photo⸗Reimann Mannheim Gegen dieſen Verfall kämpfte nun eine kleine Gruppe, wie Fanatiker nur kämpfen können— mit einer unerhörten Entſchloſſenheit. Und alles, was Kraft und Saft hatte, ſchloß ſich ihr an. Wir vertraten nur eines: Deutſchland und ſonſt nichts. So kam das Volk als Ganzes zur Volks⸗ gemeinſchaft, die heute unſer koſtbarſtes Gut iſt. Wer ſich an ihr verſündigt, der iſt ein Verräter. Zum erſten Male Deutſchland einig, die Schlote rauchen wieder, die Förderkörbe rattern wieder herauf, überall wird ge⸗ baut. Die neuen Straßen ſtrecken ſich durch das Land. Ueberall wieder geht es aufwärts, mächtige Bauten werden errichtet. Der Bauer kann wieder zufrieden auf ſeiner Scholle ſtehen. Arbeit und Brat hatten wir verſprochen, und fünf Millionen Menſchen wiſſen wieder, was es heißt, arbeiten zu dürſen, und die reſtlichen zwei Millionen haben daran wieder eine neue Hoffnung entzündet. Sie wiſſen, daß wir nicht locker laſſen werden. Bei Tag und bei Nacht werden wir denken und arbeiten, was wir tun können, bis der letzte Volksgenoſſe in Arbeit und Brot ſteht. Die Außenpolitik des Führers ſteht im Zei⸗ chen zweier Worte: Frieden und Völkerverſöhnung. Wir wollen unſer Recht, wir wollen Herr im eigenen Hauſe ſein, ſonſt gar nichts. Jeder einzelne muß es wiſſen: Deutſchland wird le⸗ ben und wenn wir längſt alle vergangen ſind. Die Völker wiſſen, daß dieſes Deutſchland ewig iſt, und wir ſelbſt wiſſen, daß nicht unſer Leben der Güter höchſtes iſt. Wer am 29. März nicht das Selbſtverſtänd⸗ liche tut und dem Führer ſeine Dankbarkeit beweiſt, iſt kein Deutſcher.(Toſender Beifall.) Der Welt wollen wir zeigen— ſo rief General Gö⸗ ring am Schluß ſeiner Rede—, daß hier ein Volk ſteht, ein neues Volk, deſſen Parole heißt: Ein Volk, ein Wille, ein Reich und ein Führer: Adolf Hitler!“ Bild oben: Adolf Hitler fährt durch die jubelnde Menge im Kundgebungs- gelände in der deutſchen Geſchichte iſt 147. Jahrgang— Nr. 143 9 200 000 ſahen oͤen Führer * Mannheim, 26. März. Der 25. März 1936 wird für Hunderttauſende in Mannheim und Ludwigshafen in ſteter Erinnerung bleiben als der Tag, an dem der Führer aus des Reiches Hauptſtadt zum Rhein fuhr, um hier in der deutſchen Weſtmark, die ſo viele Jahre fremdländti⸗ ſcher Beſatzung mit heldenhafter Geduld ertragen hat, an der Stätte zu ſprechen, an der er vor der Machtergreifung bereits Zehntauſende für die natio⸗ nalſozialiſtiſche Joͤee begeiſtert hat. Es war ein Tag voll Sonnenſchein. Ein lichter, ſaſt wolkenloſer Him⸗ mel ſpannte ſich von den fernen Bergen der Berg⸗ ſtraße über das ſilberne Band des Rheines hinweg bis zu den Höhen der Pfalz, die in zarten blauen Paſtellfarben ſich über den vielen Fabrikſchloten der beiden Induſtrieſtädte im Weſten abzeichneten. Kaum hatte der Sprecher des Reichsſenders Stutt⸗ gart um 1 Uhr mittags die von uns allen mit fieber⸗ hafter Spannung erwartete Meldung durchgegeben, daß der Führer mit ſeinem Sonderzug um 4 Uhr 16 im Bahnhof Ludwigshafen eintreffen würde, als zwei Zeitungsmänner bereits zu ihrem Auto ſtürz⸗ ten, um jetzt Kurs auf die Rheinbrücke zu nehmen. Jetzt intereſſierte plötzlich der Mannheimer Flug⸗ hafen nicht mehr, den wir noch in den Mittagsſtun⸗ den gleich den Tauſenden, die unentwegt die weiten Wieſenfelder umſäumten, wiederholt angeſteuert hat⸗ ten, um nur den Augenblick nicht zu verſäumen, wo die Maſchine des Führers aus dem Aether herab⸗ donnerte. Jetzt hieß es ſich beeilen, um überhaupt noch mit dem Wagen durch die Menſchenmaſſen hin⸗ durchzukommen. Schon auf der badiſchen Seite des Brückenkopfes ſtauten ſich zahlloſe Leute, die hier den Führer zu ſehen hofften. Rechts und links der Fahrbahn, die von Fahrzeugen durch die Verkehrs⸗ ſperre auf der Brücke völlig entblößt war, hatten ſich lebende Mauern gebildet, die auf der Ludwigs⸗ haͤfener Seite immer ſtärker anwuchſen. Ein unabſehbares Spalier von SA ⸗ Männern zog ſich durch die mit Fahnen und Hakenkreuzwimpel wahrhaft überwältigend ge⸗ ſchmückte Ludwigſtraße. Bald hatten wir die erſten braunen Marſchkolonnen erreicht, die mit uns das gleiche Ziel hatten. Und bald galt es, ſich durch rieſige Menſchenknäuel hindurchzulavieren, die die Fahrwege faſt völlig verſtopften. Es war 3 Uhr nachmittags. Und der An⸗ marſch der Zehntauſende hatte jetzt mit voller Wucht eingeſetzt. Alte und junge Menſchen, Männer und Frauen, Ar⸗ beiter mit ſtrahlenden Geſichtern, die ſchon gauz im Banne des großen Ereigniſſes ſtanden, Winzer aus den reizenden Weindörfern der Haardt, die ſveben mit Sonderzügen in Ludwigshaſen angekommen waren, luſtige Mädel des Bd und friſche Jun⸗ gen in der kleidſamen Uniform der HJ und des Jungvolks, ſie alle ſtrebten hinaus an dieſem Feier⸗ tag des Pfälzer Landes, zum Hindenburgpark. wo der Führer um 5 Uhr nachmittags ſprechen ſollte. Das kleine Bahnhofsgebäude war wie von Zauber⸗ hand verwandelt und geſchmückt worden. Mächtige Flaggen umwehten es und ließen es mit einem Male groß und impoſant erſcheinen. Kein Auto brummte mehr über den Aſphalt. Jeder Fahrverkehr ruhte an dieſem Tage und nur die Wagen mit beſonderer Paſſiererlaubnis konnten ſich durch die Straßen, die eine begeiſterte, freudig geſpannte Menge erfüllte, vorwärtsbewegen. Jetzt waren wir in der Humboldtſtraße, ſchon eit draußen, im Norden der„Stadt der Arbeit“. Und immer noch fuhren wir an den Männern der Jorma⸗ tionen vorüber, die hier Schulter an Schulter ſtan⸗ den, um den Führer zu begrüßen. Ueber graue Fabrikmauern ziehen ſich weiße Bänder mit den markanten Parolen dieſes Wahlkampfes. Von den Dächern der gigantiſchen Werkhallen, von der Höhe himmelſtürmender Kamine, von den einfachſten, grauen Mietshäuſern, von Kirchtürmen und den Dächern der Arbeiterſiedlungen, überall grüßten die Fahnen des Dritten Reiches den rieſigen, ſcheinbar nie endenwollenden Heerwurm der Menſchen, die hinauszogen zum Gelände der Kundgebung, um dort die Stimme des Führers in dieſer Zeit der großen Entſcheidungen zu hören. a Endlich war die Bahn frei und ſchon bogen wir in die Straße ein, die zum Hindenburgpark führt. Auch hier Menſchentrauben in den Fenſtern, auf den Mauern, auf den Gehſteigen hinter den Spalieren. Dann war das Portal erreicht und wir ſchritten an SeS⸗Männern vorüber, die hier— ein prächtiges Bild— unter hohen Fahnenmaſten eine lebende Straße durch ein von Tauſenden erfülltes Feld bil⸗ deten. Dahinter die mächtige Halle, über der ſich ein blitzblank geſcheuerter Himmel wölbte. f In der überfüllten Salle: a Es waren noch zwei Stunden Zeit bis zum Be⸗ ginn der Kundgebung. Aber ſchon war das aus Holz lonſtruierte rieſige Gebäude faſt bis auf den letzten ä 2. Seite/ Nummer 143 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Platz gefüllt. Zwölftauſend Volksgenoſſen, Män⸗ ner und Frauen aus Ludwigshafen und Mannheim, aus Heidelberg, Kaiſerslautern, aus Pirmaſens und Saarbrücken, waren hier unter den prächtigen Fah⸗ nenbaldachinen, die die Decke ſchmückten, verſammelt. Die Ludwigshafener SS⸗Kapelle unter Muſikzug⸗ führer Meißners Leitung, die auf der mit einem monumentalen Nürnberger Adler und mit den Sym⸗ bolen der Bewegung gezierten Bühne Platz genom⸗ men hatte, ſpielte flotte Märſche. Ordner, Rundſunk⸗ männer hatten alle Hände voll zu tun.— Neunzig Journaliſten, darunter acht Ausländer, fanden wir uns hier zuſammen, eine kleine Inſel im gewaltigen, brauſenden Meer der Menſchen, die von Wand zu Wand ſaßen oder ſtehend die Hintergründe beſetzt hielten. Draußen hinter der Halle aber ſtand Wall auf Wall, ſtanden Zehntauſende auf weiten Raſenflächen. Vor dem Seiteneingang hielten mächtige rotgeſtri⸗ chene Kraftwagen, in denen die geheimnisvolle Appa⸗ ratur untergebracht war, die die Aufnahme der Führerrede für die Reichsſender Stuttgart und Saarbrücken beſorgte. Ein Gewirr von Kabeln ſchlängelte ſich aus den Fahrzeugen hinein in die Halle. Um.45 Uhr ſchneidige Trompetenklänge, Trom⸗ melwirbel klangen auf: der impoſante Einmarſch der Fahnen begann, den Oberführer Damian kommandierte. Bald wuchs im Oval der Bühne ein mächtiger Wald von Fahnen und Standarten empor, deren metallene Hakenkreuzſpitzen im hereinfluten⸗ den Sonnenlicht blitzten. Der Jührer kommt: Dann Punkt 5 Uhr dröhnte der Badenweiler⸗ Marſch durch den weiten Raum, von draußen klang der Jubel der 180 000 zu uns hinein, die ſoeben den Führer langſam im Wagen an ſich vorbeifahren ſahen. Wie elektriſtert ſtanden wir alle, eine ungeheure Spannung ging durch die Halle, da brauſten auch bereits rechts von uns die„Heil“⸗Rufe auf. Tau⸗ ſende von Armen reckten ſich zum dent⸗ ſſchen Gruß! Vor uns ſchritt der Führer durch die Menge, deren Begeiſterung jetzt keine Grenzen mehr kannte. Drei BodM⸗Mädel überreichten Adolf Hitler einen prächtigen Blumenſtrauß, und dann betrat der Führer, gefolgt von ſeinem Stab und Gauleiter Bürckel, die mächtige Bühne, und wieder und wieder hallten„Heil“⸗Rufe durch die Halle. Nach den Begrüßungsworden Joſef Bürckels, die ſtürmiſche Zuſtimmung fanden, nahm der Füh⸗ rer das Wort zu einer neuen eindrucksvollen Frie⸗ densrede, die auch den letzten Mann und die letzte Frau in dieſem gewaltigen Raum aufrüttelte, eine Rede, die der Welt ins Gewiſſen ſprach und die ſtän⸗ dig von ſpontanen Beifallskundgebungen begleitet wurde. Auf das„Niemals“, die Antwort des Füh⸗ wers an das Ausland, daß Deutſchland ſich nie wieder einer Unterdrückung ausliefern werde, aber ſchien die Halle in ihren Grundfeſten zu erbeben, ſo gewal⸗ tig ſchwoll der Orkan des Beifalls an. Kurz nach ſechs Uhr beendete der Führer ſeine Rede und aus 12 000 Kehlen grüßten ihn nicht endenwollende Heil⸗ rufe. Als dann der Führer gegangen war, als die Zehn⸗ tauſende ſich anſchickten, den Heimweg anzutreten, als ſich das Meer der Menſchen über den Platz der Kundgebung ergoß, da ſchwangen die klaren, macht⸗ vollen, aus innerſtem Herzen geſprochenen Friedens⸗ worte des Mannes, der heute am Steuer des Rei⸗ ches ſteht, in uns allen mit, da hielt ein Gefühl des Stolzes und der Freude jeden gefangen, da wurde es uns von neuem bewußt, daß wir einen der gro⸗ ßen Tage der Nation miterlebt hatten. ewf. Die Ankunft des Führers am Hauptbahnhof Ludwigshafen Im Sonderzug traf der Führer und Reichskanzler um 16.16 Uhr, über die Rheinbrücke von Mannheim her kommend, im Hauptbahnhof Ludwigshafen ein. In ſeiner Begleitung befanden ſich 36 Perſonen. Der Zug lief im vorderſten Bahnſteig(Nr. 1) ein. Gau⸗ leiter Joſeph Bürckel begrüßte den Führer im Salonwagen. Anſchließend wurde der Ludwigshafe⸗ ner Oberbürgermeiſter Dr. Ecarius in den Sa⸗ lonwagen hereingerufen. Dem Empfang wohnten ferner bei der Reichsführer der SS Himmler, der ſtellvertr. Gauleiter Saarpfalz Leyſer, Pg. Prütz⸗ mann als Oberabſchnittsführer Südweſt und Sepp Dietrich, der Kommandeur der SS⸗Leibſtandarte. Als Erſter ſtieg der Führer aus dem Salonwagen. SS⸗Oberſturmbannführer Steiner erſtattete Mel⸗ dung. Dann ſchritt der Führer die Ehrenfront ab. Am Ende des Bahnſteigs begrüßten ihn Mannheimer B M⸗Mädel und überreichten Blumenſträuße, ſowie ein Angebinde. Dann hieß es„Stillgeſtanden!“ Die Spaten des Arbeitsdienſtes flogen vor die Bruſt.„Augen rechts!“ Der Präſentiermarſch erklang. Der Taumel der Begeiſterung brach los. Im dicken grauen Gabar⸗ dine⸗Mantel, begleitet von Gauleiter Bürckel, kam der Führer langſam heraus aus der Empfangshalle des Hauptbahnhofs und ſchritt dann die Ehrenfron⸗ ten des Ehrendienſtes ab. Hinter dem Führer Lud⸗ wigshafens Oberbürgermeiſter im Schmuck der Amtskette und weitere Begleiter. Am weſtlichen Ende des Bahnhofs⸗Vorplatzes angelangt, beſtieg der Führer, umjubelt von Zehntauſenden, den offenen Wagen und nahm in der warmen Sonne der früh⸗ lingsfrohen Rheinpfalz die Mütze in die Hand. Ganz langſam fuhr er dann die große Brückenüberfüh⸗ rung hinauf, die die Stadtteile Lu.⸗Süd und Lu.⸗ Nord voneinander trennt, zum Hindenburgpark, wo ihn faſt eine viertel Million Menſchen erwartete und ſtürmiſch begrüßte. Kurz vor halb 7 Uhr abends beſtieg er im Haupt⸗ bahnhof Ludwigshafen wieder ſeinen Zug und ließ eine glückliche„Stadt der Arbeit“ zurück, in der ſich der ganze große Gau Saarpfalz ein Stelldichein ge⸗ geben hatte, und in der nun ein Abend verklang, deſſen Beſchwingung ſich in zahlloſen Illuminations⸗ lämpchen ſpiegelte. h. Ein neuer franzöſiſcher Kreuzer vom Stapel ge⸗ laufen. Der Kreuzer„George Leygue“ iſt am Dienstagnachmittag in Anweſenheit des Kriegs⸗ marineminiſters, Piétri, in St. Nazaire vom Sta⸗ pel gelaufen. Donnerstag, 26. März 1936 Mir werden den Verſailler Geiſt nicht mehr dulden! v. Ribbentrop über die Entſchloſſenheit Deutſchlands, keine Beeinträchtigung ſeiner Hoheitsrechte anzunehmen — London, 25. Märs. Botſchafter von Ribbentrop gewährte am Diens⸗ tagabend dem bekannten engliſchen Journaliſten Ward Price eine Unterredung. Ward Price hat dieſe Unterredung in der„Daily Mail“ folgender⸗ maßen wiedergegeben: „Ich beſuchte Herrn von Ribbentrop geſtern abend bei ſeiner Rückkehr aus dem Auswärtigen Amt und fragte ihn, ob er mir irgendwelche Andeutungen über die Art und den Umfang der neuen Vor⸗ ſchläge geben könnte, die die deutſche Regierung für den nächſten Dienstag in Ausſicht geſtellt hat. „Darüber wird in Berlin noch beraten“, war ſeine Antwort.„Ich kann daher im Augenblick nicht ſagen, welche Vorſchläge noch zu denen in dem Memoran⸗ dum des deutſchen Reichskanzlers vom 7. März hin⸗ zukommen werden. Auf jeden Fall werden auch dieſe von demſebben Geiſt erfüllt ſein.“ „Die Aniwort der deutschen Regierung wird wanrscleinlici als vage xkritis iet erden. Man erwartet ein etwas genaueres Ergebnis der Besprechungen, die der deul. Sche Relcliskanzler wdhrend des VFVochien- endes in Berlin gehabt hat.“ „Ste müſſen bedenken“, antwortete mir der deut⸗ ſche Delegierte,„daß wir uns in Deutſchland mitten in einem Wahlfeldzug befinden. Faſt alle Miniſter ſind dauernd von Berlin abweſend. Sie müſſen ge⸗ nau wie der Reichskanzler überall im Lande Wahl⸗ reden halten. Die Probleme, denen wir gegenüberſtehen, ſind zu umfaſſend und zu wichtig, um in ber kurzen Zeit ſeit meiner Abreiſe aus London erſchöpfend behandelt zu werden. Der Wahlfeldzug wird Samstagabend zu Ende ſein und die Mitglieder der deutſchen Regierung werden ſich Sonntag und Montag der Ausarbeitung einer vollſtändigeren und mehr ins einzelne gehen⸗ den Antwort widmen können. Ich werde vorausſichtlich ein paar Tage in Lon⸗ don bleiben und auch wieder mit Miſter Eden zu⸗ ſammenkommen. Ich werde jedoch ſicherlich zu den Wahlen am Sonntag nach Berlin zurückkehren.“ lch fragte den deutschen Delegierten, ob er mir etwas über die Eindruche sagen Eoͤnnte, die die Horschldge der Locarno- muͤclite auf den deutschen Reichskanzler und seine Nalgebe, in Berlin gemacht fütten. „Schon bei der erſten Prüfung des mir von Miſter Eden am letzten Donnerstagabend überreich⸗ ten Dokumentes“, ſagte Herr von Ribbentrop,„ge⸗ wann ich die feſte Ueberzeugung, daß es eine ſehr ſtarbe Reaktion nicht nur bei der deutſchen Regie⸗ rung, ſondern beim geſamten deutſchen Volk hervor⸗ rufen würde. Denn dieſe Vorſchläge ſtellen einen bedauernswerten Rückfall in die Mentalität dar, die Deutſchland während der Nachkriegszeit ſo viel Leid gebracht hat. Dieſe Mentalität macht es ſich zum Grundſatz, die europäiſchen Nationen in Sieger und Beſiegte zu teilen. Ich kann Ihnen verſichern, daß das deutſche Volk dieſen Verſailler Geiſt nicht mehr duldet. Daraus ergibt ſich, daß die deutſche Regie⸗ rung niemals eine einſeitige Beeinträchtigung ihrer Hoheitsrechte annehmen wird. Wenn Herr Fland in ſagt, daß er die Anweſen⸗ heit fremder Truppen auf franzöſiſchem Boden als eine ungeheuerliche Unbilligkeit empfinden würde, ſo kann ich nur erwidern, daß das deutſche Volk 100⸗ prozentig genau ſo denkt. Die deutſche Regierung war, als ich ihr die Vor⸗ ſchläge der Locarnomächte vorlegte, um ſo ungehal⸗ tener über den aus ihnen ſprechenden Geiſt der Ver⸗ gangenheit, als gerade ſie ja ſeit der Machtüber⸗ mahme durch den Nationalſozialismus immer beſtrebt war, einen neuen Geiſt des Friedens, allerdings auf der Grundlage der Gleichberechtigung, in Europa zum Leben zu erwecken. Es iſt oft die Frage geſtellt worden, beſonders von franzöſiſchen Staatsmännern, warum Deutſchland ſeinen Friedensworten keine Taten folgen kaſſe. Ich glaube, ich kann ſagen, daß der Führer vor anderen europäiſchen Staatsmännern die Tat für ſich in Anſpruch nehmen kann, daß er zahlreiche kon⸗ krete Vorſchläge der Welt vorgelegt hat. Dieſe Vorſchläge ſind ein weſentlicher Beweis dafür, daß Deutſchland wirklich die Feſtigung des Friedens und die Zuſammenarbeit zwiſchen den Völkern wünſcht. Ich glaube, der Tag wird übrigens kom⸗ men, wo allgemein anerkannt werden wird, daß der von der deutſchen Regierung durch die Wieder⸗ beſetzung des Rheinlandes unternommene Schritt die Konſolidierung Europas entſcheidend gefördert hat und zwar aus folgenden Gründen: 1. Ganz abgeſehen davon, daß es grundſätzlich für jedes Volk unerträglich iſt und unerträglich ſein muß, nicht Herr im eigenen Hauſe zu ſein, war es nach dem Abſchluß des antideutſchen Mili⸗ tärbündniſſes zwiſchen Frankreich und Rußland unmöglich, die dicht bevölkerten weſt⸗ lichen Provinzen Deutſchlands weiterhin ohne mili⸗ täriſchen Schutz zu laſſen. 2. Frühere Erfahrungen haben uns gelehrt, daß gar keine Ausſicht beſtand, eine Einigung über die Wiederherſtellung der deutſchen Souveränität im Rheinlande auf dem Verhandlungsweg zu er⸗ reichen. 3. Hieraus folgt, daß die Löſung der deutſchen Souveränitätsfrage erſt die Vorausſetzung für eine endgültige Löſung der europäiſchen Probleme ge⸗ ſchaffen hat. Die deutſche Regierung iſt daher der Anſicht, daß ſie durch die Wiederbeſetzung des Rheinlan⸗ des am 7. März den Weg zu Verhandlungen für einen dauernden Frieden freigemacht hat, weil derartige Verhandlungen nur Erfolg haben können, wenn ſie zwiſchen gleichberechtigten und freien Völkern durchgeführt werden.“ „Sind Sie mit der Aufnalime, die lhinen bel der Rücker nach London auteil ge- worden ist, zufrieden“, fragte ich. „Meine Unterredung mit Außenminiſter Eden,“ entgegnete der Botſchafter,„war freundſchaft⸗ lich. Ich habe Herrn Eden genau ſo wie Ihnen jetzt, die grundſätzliche Auffaſſung Deutſchlands er⸗ klärt. Ich bin bei meinem Aufenthalt in London in der vorigen Woche ſtark beeindruckt worden durch den tiefen und aufrichtigen Wunſch des britiſchen Volkes nach Frieden und Befriedung in Europa. Ich kann Ihnen verſichern, daß dieſer Wunſch von dem geſamten deutſchen Volk geteilt wird. Auch das franzöſiſche Volk, das ich während eines Vierteljahrhunderts aus der Nähe kennengelernt habe, hat den gleichen Wunſch nach Frieden und nach gutnachbarlichen Beziehungen zu Deutſchland. Bei den anderen europäiſchen Völkern wird dies ebenſo zutreffen. Ich bin feſt überzeugt, daß im Hinblick auf dieſen allgemeinen Friedenswunſch der europäiſchen Völker es den europäiſchen Staatsmännern ein leichtes ſein müßte, den 25jährigen Friedensplan des Führers in die Tat umzuſetzen. Meiner Anſicht nach ſteht Europa heute am Scheidewege: Wollen die Völker den Frieden oder wollen ſie ihn nicht? Was Deutſchlands Friedenswunſch angeht, ſo wird auf jeden Fall das Ergebnis der Wahlen am nächſten Sonntag der ganzen Welt beweiſen, daß das deutſche Volk auf dieſe Frage nur eine Antwort zu geben hat.“ Balöwin gegen Volksabſtimmung — London, 25. März. Der Arbeiterabgeordnete Johnſton fragte am Mittwoch im Unterhaus den Miniſterpräſidenten, oh er ſich verpflichten wolle, eine Volksabſtimmung zu veranſtalten, bevor die im Memorandum der Lo⸗ carnomächte für den Fall einer unbefriedigenden deutſchen Antwort vorgeſehenen Generalſtabsbeſpre⸗ chungen zwiſchen England, Frankreich, Italien und Belgien eröffnet werden. Baldwin erwiderte, daß er eine ſolche Verpflichtung leider nicht ein⸗ gehen könne. Paul-Vontour wieder in Paris — Paris, 25. März. Staatsminiſter Paul⸗Boncbur traf mit dem Flug⸗ zeug aus London am Mittwoch in den frühen Abend⸗ ſtunden in Paris ein. Sofort nach ſeiner Ankunft begab er ſich zum Miniſterpräſidenten Sarraut, um ihm über die Londoner Verhandlungen der letzten Tage Bericht zu erſtatten. Die franzöſiſche Aboroͤnung bei den Londoner Verhandlungen iſt am Mittwochabend gleichfalls nach Paris zurückgekehrt. Große Deulſchlandfahrt des 28 129 In Atägiger Fahrt wird das ganze Reichsgebiet überflogen— Mannheim wird vorausſichtlich am Sonntag beſucht (Junkmeldung der NM) — Friedrichshafen, 26. März, 5 Uhr früh. Schnell wurde das vor einigen Tagen au⸗ gekündigte große Ereignis Wirklichkeit. Unſere beiden ſtolzen Luftrieſen,„L. Z. 129“(Hinden⸗ burg) und„Graf Zeppelin“ ſind zu ihrer erſten Deutſchlandfahrt aufgeſtiegen. Sie werden in viertägiger Fahrt ſämtliche deutſchen Gaue be⸗ ſuchen und dabei Zeugnis ablegen für bdeutſche Ingenieurkunſt und friedliche deutſche Aufbau⸗ arbeit. Etwa 80 Fahrgäſten iſt es vergönnt, an dieſer einzigartigen Luftreiſe als Gäſte der Reichspropa⸗ gandaleitung der NS DA teilzunehmen. Aus⸗ gerüſtet mit dem Stimmſchein für den Wahlſonn⸗ tag— denn erſtmalig in der Geſchichte der Luftfahrt wird der Wahlakt in einem Luftfahrzeug an Ort und Stelle vollzogen— ſind die mit dem Fahrtausweis Beglückten am Mittwoch nach Friedrichshafen geeilt. Donnerstag früh.15 Uhr erfolgte das große Wecken. Am Horizont zeigte ſich der erſte Schimmer eines neuen ſchönen Frühlingstages, als die Auto⸗ buſſe mit den Gäſten der Deutſchlandfahrt an den großen Hallen eintrafen, wo die letzten Vorbereitun⸗ gen für den Start getroffen wurden. Während des Mittwoch waren die beiden Luftſchiffe ſorgfältig für die große Reiſe ausgerüſtet worden. 55 000 Kilo Rohöl liegen in L8 129(Hindenburg) für die Dieſelmotoren. Außerdem galt es, Ver⸗ pflegung für rund 100 Perſonen einſchließlich der Be⸗ ſatzung zu verſtauen. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß ſich auch die beiden Luftſchiffe in dieſen Tagen in den Dienſt des großen Werkes unſeres Führers ſtel⸗ len, das am Sonntag ſeine letzte Erfüllung fin⸗ den ſoll. .35 Uhr erhält der Kommandant des„Graf Zep⸗ pelin“, Kapitän von Schiller, die letzten Wettermel⸗ dungen und gibt Befehl zur Ausfahrt, die bald dar⸗ auf unter dem Kommando von Luftſchifführer Lad⸗ wig durch das Hecktor der Halle erfolgt. Im Lichte der Scheinwerfer ſieht„Graf Zeppelin“ einem märchenhaften Ungeheuer ähnlich, das in der grauen Morgendämmerung ſich erhebt. Um 6 Uhr tritt das ſtolze Schiff ſeine große Deutſchlandfahrt an. Es zieht eine Schleife über der Stadt und über⸗ fliegt ſein Schweſterſchiff, das auf dem Flugplatz Obwenthal zum Start bereit iſt. .15 Uhr erhebt ſich das neue Luftſchiff„L. Z. 129“ (Hindenburg) zur großen Deutſchlandfahrt. Während der zweitägigen Fahrtenpauſe er⸗ hielt„L. 3. 129“ in ſchöner gotiſcher Schrift den ſtolzen Namen„Hindenburg aufgemalt. * Mannheim wird die Luftſchiffe vorausſichtlich am Sonntag begrüßen dürfen, für die folgender Flug⸗ plan vorgeſehen iſt: Ueber Bochum wird die Fahrt nach Eſſen, Duisburg, Düſſeldorf, Hagen, Wupper⸗ tal, München⸗Gladbach, Aachen, dann weiter nach Köln, über Bonn nach Koblenz, dann an der Moſel entlang nach Trier und von Trier nach Saarbrücken gehen. Von Saarbrücken wird die Reiſe über Pir⸗ maſens, Kaiſerslautern und das Niederwalddenkmal nach Frankfurt a. M. über Mainz, Ludwigs⸗ hafen nach Heidelberg, Speyer, Karlsruhe, Baoden⸗ Baden, Freiburg und Waldshut zurück nach Fried richshafen gehen. Die Fahrt ſol am Sonntagahen in Friedrichshafen enden. Die Deutſche Zeppelin reederei behält ſich je nach der Wetterlage Aendern gen der Fahrtroute vor. 5 Die beiden Luftſchiffe werden über großen Stübd⸗ ten mit Scheinwerfern angeſtrahlt werden. Ferner werden von Bord der Luftſchiſſe über großen Städ⸗ ten in größerer Menge Erinnerungszettel in Poſt⸗ kartengröße abgeworfen, die einen Stempel von der Deutſchlandfahrt tragen. Der Stempel trägt in der Mitte die Abbildungen der beiden Luftſchiffe mit der Inſchrift„Deutſchlandfahrt 26. bis 29. März 1986“ Ueber den Städten werden ferner in großer Menge Fallſchirmkapſeln mit Haken⸗ kreuzflaggen abgeworfen werden. An Bord des „LZ 129“ iſt eine Lautſprecheran lage einge⸗ baut worden, mit deren Hilfe über den Städten aus dem Luftſchiff Muſik geſendet werden wird. Die Reichs rundſunkgeſellſchaft hat an Bord eine Sende⸗ ſtation eingerichtet, die durch Verbindung mit den in Frage kommenden Reichsſendern die Möglichkeit von Rundſunkreportagen für die deutſchen Sender von Bord des Luftſchiffes geben wird. 0 Engliſcher Admiral ermordet Geheimnisvolle Mordaffäre in Südirland — Cork(IJriſcher Freiſtaat), 26. März.(U..) Ein geheimnisvoller Mordfall wird aus dem ent⸗ legenen Ort Caſtle Townshend in Südirland ge⸗ meldet. Das Opfer der Mordaffäre iſt der bekannte britiſche Seeoffizier Vizeadmiral H. B. Sommer⸗ ville, der in einem ſehr einſam gelegenen Land⸗ haus in der Nähe von Caſtle Townshend lebte. Vier mit Revolvern bewaffnete Männer drangen heute nacht in das Landhaus ein. Einer der Män⸗ ner gab aus ſeinem Revolver mehrere Schüſſe auf Sommerville ab und tötete ihn auf der Stelle. Alle vier Täter entkamen in einem ſchnellen Automobil, in dem ſie auch gekommen waren. Gegenwärtig ſind die Polizeibehörden von ganz Südirland aufgeboten, um nach den Spuren der Täter zu ſuchen. Die Nach⸗ forſchungen werden dadurch erſchwert, daß ſich vor⸗ läufig keinerlei Motiv für die Tat ermit⸗ teln läßt. Die einzige Augenzeugin des Mordes war die Frau des Vizeadmirals, die jedoch unmittel⸗ bar nach der Tat einen Nervenſchock erlitt und bis⸗ lang unfähig iſt, nähere Angaben zu machen. Schanſi von den Roten beoͤroht Weitere Fortſchritte der Kommuniſten in China — Peiping, 25. März.(U..) Hier iſt die Nachricht eingetroffen, daß die Hopei⸗ Kommuniſten die im ſüdlichen Schanſt am Fenho⸗ Fluß gelegene Stadt Hungtung erobert haben. Von amtlicher Seite war eine Beſtätigung dieſer Meldung bisher noch nicht zu erlangen. Hält man die vorſtehende Nachricht mit dem geſtrigen Bericht von der Einnahme Tſchin⸗Yuans durch die Kommuniſten zuſammen, ſo gewinnt man einigermaßen ein Bild von der ernſten Lage in Süd⸗ Schauſi. Von ihrem Operationszentrum im ſüd⸗ lichen Hopei(Tſchili) aus ſind die Kommuniſten in weſtlicher und ſüdweſtlicher Richtung durch das zer⸗ riſſene Schanſi⸗Bergland bis zum Fenho vorgedrun⸗ gen, der, von Norden kommend, ſich etwa 100 Kilo⸗ meter ſüdweſtlich von Hungtung in den Hoangho er⸗ gießt. Sie haben auf dieſe Weiſe die Verbindung zwiſchen den Hauptſtädten der beiden Nachbarpro⸗ vinzen Schanſt und Honan— Tai⸗Juan⸗Fu und Kai⸗ Feng⸗Fu— unterbrochen und drohen den Süden Schanſis völlig in ihren Beſitz zu brin⸗ gen. Angeſichts der großen japaniſchen Intereſſen in den nordchineſiſchen Provinzen muß der chineſiſchen Zentralregierung alles daran liegen, mit dieſer Be⸗ drohung ihrer Autorität in Schanſt möglichſt bald ein Ende zu machen, damit ſich nicht die japaniſchen Militärbehörden ſelbſt zum Eingreifen veranlaßt ſehen. Die Nachricht, daß Marſchall Tſchiangkai⸗ ſchek nach Kai⸗Feng⸗Fu geflogen iſt, um mit Tſchang⸗ Hſue⸗Liang und Sung⸗Tſcheh⸗Juan eine Aktion ge⸗ gen die Kommuniſten zu organiſteren, deutet auf den Plan, die Eindringlinge vom Süden her zu er⸗ faſſen und gegen die ſüdlich von Tai⸗Juan⸗Fu ſte⸗ henden Schanſi⸗Truppen zu treiben, die bereits die ſechzig Kilometer ſüdlich dieſer Provinzhauptſtadt und etwa 200 Kilometer nördlich von Hungtung ge⸗ legene Stadt Taiku beſetzt haben. Lebenslänglich ſtatt Todesſtrafe? Umwandlung des Todesurteils gegen Hauptmann — Trenton(New Jerſey), 24. Märs. Wie in unterrichteten Kreiſen verlautet, hat Gou⸗ verneur Hofman dem Generalanwalt Wilentz in einer Beſprechung vorgeſchlagen, daß ſie beide das New Jerſeyer Begnadigungsgericht erſuchen wollten, das Todesurteil gegen Hauptmann in lebenslängliche Gefängnisſtrafe umzuwandeln. U—. MV É— Haupiſchriftleiter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Winbauer Stellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Wiſſen ſchaft u. Unterhaltung: Carl Onno Eiſenbart⸗Handelsteil Or. Iritz Bode 0 Teil: Dr. Fritz. Willy Müller» Süb⸗ weſtdeutſche Umſchau, icht und Bilderdienſt: Curt Dube Fennel- Anzeigen und ad 0 Mitteilungen: Jakob Faubs, U 10 annheim. a Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeitung Dr. Fritz Bode& Cup., Mannheim, N 1, 4. 2 Schriftleitung in Berlin: Joſeph Oreß, W 28, Viktoriaſtraße s Baits ganflane der Ausgabe A u. Ausgabe f. 285 tt 80 Ausgabe B: Wente 985 Ausgabe A 5 Ausgabe 8: 2057/8 Zur Zeit Preisliſte Nr. 6 gültig. 1 Ser unvertangte Belkräge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rüde r r e en er⸗ aß * 9 2 Donnerstag, 26. März 1936 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Coll Deuljchland Kolonien haben? Oberhausausſprache üper das Kolonialproblem- Lords, die Oeutſchlands Koloni 52 4 N 7„ 8 al- anſpruch bestätigen-Die Regierung will freilich augenſcheinlich nichts davon wiſſen (Funkmeldung der N M.) London, 26. März. Im engliſchen Oberhaus fand am Mittwoch eine bedeutſame Ausſprache über das Problem der Roh⸗ ſtoff verteilung und in dieſem Zuſammenhang auch des Kolonialbeſitzes ſtatt. Eingeleitet wurde die Ausſprache mit einer Rede des arbeiterparteilichen Abgeordneten Lord Arnold. Es gebe ſchätzungs⸗ weiſe 25 verſchiedene Arten von lebenswichtigen Rohſtoffen, davon ſei das britiſche Reich in 18 Fäl⸗ len ausreichend verſorgt. Der Redner ſtellte dieſen Zahlen die Rohſtoffverſorgung Deutſchlands, Ja⸗ pans und Italiens gegenüber und trat für ange⸗ meſſene Anerkennung der„gerechten Forderungen dieſer unbefriedigten Nationen“ ein. Deutſchland habe mit einer Bevölkerung von 67 Millionen eine induſtrielle Kraft, die die der meiſten übrigen Na⸗ tionen übertreffe, aber die überſeeiſchen Länder würden in zunehmendem Maße geſchützt. Das bri⸗ tiſche Reich müſſe zu der Politik der offenen Tür zurückkehren. Der Konſervative Lord Lugard ver⸗ langte ebenfalls eine Politik der offenen Tür. Er erwähnte hierauf den in dem deutſchen Memorandum zum Ausdruck gebrachten Wunſch nach kolonialer Gleichberechtigung und erklärte, daß er, falls jemals die deutſchen Friedensvorſchläge eine Grundlage für Verhandlungen bieten ſollten, ernſtlich hoffe, daß die Kolonialfrage ebenfalls berückſichtigt werde. Der Konſervative Lord Redesdales betonte in ſeiner Rede, es ſei zu hoffen, daß Deutſchland einige ſeiner Kolonien zurückgegeben würden. England habe mit Deutſchland keinerlei Streitig⸗ keiten und, ſoweit ein Haß gegen Deutſchland vor⸗ handen ſei, ſei er der Furcht entſprungen. Warum— ſo fragte der Redner— ſollen wir uns an dem offenſichtlichen europäiſchen Wunſch nach einer Einkreiſung Deutſchlands beteiligen? Es ſei ihm unmöglich, die Geiſteshaltung von Leuten zu verſtehen, die ſich einbildeten, man könne unendlich lange auf einer großen Nation herumtreten. Lord Redesdale fuhr fort, daß Deutſchland keine andere Wahl geblieben ſei, als aus dem Völkerbund auszutreten. Deutſchland habe ein Recht auf Gleich⸗ berechtigung, und es ſei nicht gewillt, dieſe Gleichbe⸗ rechtigung in homöopathiſchen Doſen als beſondere Gunſt entgegenzunehmen. Nach ſeiner Anſicht beſtehe kein Zweifel, daß Deutſchland längſt die ihm zu⸗ kommende Gleichberechtigung haben würde, wenn es von England abhänge. So viel ſei ſicher, hob der Redner hervor, daß Hitler Deutſchland vor dem Bolſchewismus bewahrt habe. Wenn für nichts anderes ſo verdiene er für dieſes allein den tiefen Dank nicht nur Deutſchlands und nicht nur Europas, ſondern der geſamten ziviliſterten Welt. In drei Jahren habe Hitler das deutſche Volk aus den Tie⸗ ſen einer vollſtändigen Verzweiflung hervorgehoben und den Stolz und die Selbſtachtung dieſes Volkes wieder hergeſtellt. Könne jemand Hitlers einwandfreie Aufrich⸗ tigkeit oder ſeinen Wunſch bezweifeln, mit ſeinen Nachbarn in Frieden leben zu wollen? Der konſervative Lord Scarydale ſagte, daß die Vorſchläge Lord Arnolds über einen freieren Handelsverkehr eine Utopie ſeien. Der parlamentariſche Unterſtaatsſekretär für die Kolonien, Lord Plymouth, erklärte, daß die von Hvarxe abgegebene Verſicherung, daß England bereit ſei, die Frage der Rohſtoffe allgemein zu er⸗ örtern, eine Verſicherung ſei, die ſich die Regierung beibehalten werde. Die gegenwärtige engliſche Re⸗ gierung verfolge die Politik, alles in ihren Kräften ſtehende zu tun, um die den Welthandel hindernden Schranken abzubauen und den Strom des inter⸗ nationalen Handels in der ganzen Welt zu vergrö⸗ ßern. Die Bedingungen, unter denen die Frei⸗ handelstheorie in die Praxis verwandelt werden könne, ſeien zur Zeit jedoch nicht vorhanden. Apparat jedoch getroffen. abwürfe als wirkungslos erwieſen hätten, ſeien die Die engliſche Regierung ſei durchaus gewillt, mit anderen Staaten zuſammenzuarbeiten, um einen be⸗ friedigenderen wirtſchaftlichen Zuſtand in der Welt herbeizuführen. Unter den gegenwärtigen Umſtän⸗ den ſei es jedoch für England nicht möglich, irgend ein einſeitiges Vorgehen einzuſchlagen, das ein wich⸗ tiges Ergebnis haben würde. Das ſei die Antwort auf die Frage, welche weiteren Schritte ergriffen würden, um der Erklärung Hoares nachzukommen. Der Redner fuhr fort: Das, was Deutſchland, Italien und Japan wünſchen, ſeien nicht gleiche Ge⸗ legenheiten, ſondern vielmehr ausſchließliche Gelegen⸗ heiten in beſtimmten Gebieten. Japan und Italien hätten den Außenhandel dem Aufbau ihrer Rüſtun⸗ gen untergeoroͤnet. Alle drei Nationen könnten ſämtliche Rohſtoffe haben, die ſie von engliſchen Ko⸗ lonien wünſchen, wenn ſie bereit wären, da⸗ für zu zahlen(!) Die grundlegende Notwen⸗ digkeit beſtehe darin, die Deviſen⸗ und Währungs⸗ ſchwierigkeiten in der Welt zu löſen. Chinas Kampf gegen die Roten Tſchiangkaiſchek leitet die Abwehraktionen — Peiping, 24. März.(U..) Die ſteigende Kommuniſtengefahr in den nordöſt⸗ lichen Provinzen Chinas hat die chineſiſchen Regie⸗ rungsorgane zu ſchleunigem Handeln gezwungen. Pläne zu einem entſcheidenden Vorgehen ſtarker Re⸗ gierungstruppen gegen die Kommuniſtenabteilungen, die ſich im Vormarſch durch die Provinz Schanſi be⸗ finden, werden gegenwärtig von der Regierung aus⸗ gearbeitet. Wie hier verlautet, befindet ſich Marſchall Tſchiang⸗ kaiſchek bereits im Flugzeug unterwegs nach Kaifeng, der Hauptſtadt von Honan, um ſich dort mit Sung Tſcheh⸗yuan und Marſchall Tſchang Hſue⸗liang über die Maßnahmen zu beraten, die ergriffen werden müſſen, um der kommuniſtiſchen Gefahr Einhalt zu gebieten. Nach den letzten Berichten haben die Kommu⸗ niſten in den letzten Stunden erhebliche Fort⸗ ſchritte zu verzeichnen gehabt. Es ſoll ihnen ge⸗ lungen ſein, die Eiſenbahnlinie zwiſchen Tayuen⸗ſu, der Hauptſtadt von Schanſi, und Cheng⸗tili, einer größeren Stadt in der Provinz Tſchili, zu unter⸗ brechen. Vom Senfgas verbrannt Der Führer des ſchwediſchen Roten Kreuzes über die italieniſchen Gasangriffe — Addis Abeba, 25. März.(U..) Geſtern ſind 10 italieniſche Bombenflugzeuge zum drittenmal über Djidjiga erſchienen und haben etwa 100 Exploſiv⸗ und Brandbomben auf die Stadt ab⸗ geworfen, die nach den vorhergegangenen Bombar⸗ dements nur noch einem Trümmerhaufen ähnlich ſah. Bei dem neuen Bombenangriff wurden zehn Per⸗ ſonen getötet oder verwundet. Djidjiga kann als völlig zerſtört gelten. Heute trafen der ſchwediſche Rote⸗Kreuz⸗Flieger Baron von Roſen und der Leiter des Internatio⸗ nalen Roten Kreuzes in Abeſſinien, Dr. Junod, aus Qubram kommend in der abeſſiniſchen Hauptſtadt ein. Beide machten einen außerordentlich müden Eindruck, ihre Wangen waren eingefallen, tiefe Falten um den Mund zeigten die ſchweren Stunden an, die ſie während des italieniſchen Luftangriffs auf Quoram durchgemacht haben. Hände und Geſicht waren durch Senfgas mit großen Brandwunden bedeckt. Von Roſen und Jundd ſchilderten einem United⸗ Preß⸗Vertreter gegenüber die entſetzlichen Stunden, die ſie durchmachen mußten, als italieniſche Bomben⸗ geſchwader Quoram mit Bomben belegten, ihr Rotes⸗ Kreuz⸗Flugzeug, das in der Nähe der Roten⸗Kreuz⸗ Station ſtand, unter Feuer nahmen und es ſchließ⸗ lich zerſtörten. Zuerſt ſeien einige Dutzend Briſanz⸗ bomben auf dem Platz, wo ihr Flugzeug ſtand, ab⸗ geworfen worden. Keine der Bomben habe den Nachdem ſich die Bomben⸗ italieniſchen Flugzeuge dreimal, dicht über dem Erd⸗ boden fliegend, über der Maſchine erſchienen und hätten ſie mit Maſchinengewehrſalven eingedeckt. Zwiſchen den verſchiedenen Angriffen, ſo ſagte von Roſen, ſeien Junod und er zu ihrem Flugzeug hingeeilt, hätten die Tragflächen freigemacht, ſo daß die großen Rote⸗Kreuz⸗Zeichen völlig ſichtbar geweſen wären. Trotzdem aber hätten die italieniſchen Flug⸗ zeuge ihr Maſchinengewehrfeuer nicht eingeſtellt. Das Rote⸗Kreuz⸗Flugzeug ſei ſchließlich in Flammen aufgegangen und völlig zerſtört worden. Baron von Roſen ſchilderte daun die furcht⸗ baren Wunden, die abeſſiniſche Eingeborene durch Seufgas erlitten hätten. Schmutziggelbe Seuf⸗ gaswolken hätten ſich herabgeſenkt, auch ihr Flugzeug ſei von dieſen Wolken eingehüllt ge⸗ weſen. Die armen Abeſſinier, die keine Gas⸗ masken gehabt hätten, haben furchtbar leiden müſſen; ſie ſeien über und über verbrannt ge⸗ weſen. Ein entſcheidendes Ergebnis aber habe dieſe Verwendung von Seufgasbomben auf die Abeffinier gehabt: auch die, die früher der Sache des Negus nur zweifelnd gegenübergeſtanden hätten, ſeien jetzt bereit, bis zum letzten Bluts⸗ tropfen gegen die Italiener zu kämpfen. Verlin umjubelt den Führer Einige Tage vor der Reichstagswahl am D. März ſprath der Deutſchlandhalle, dem größten Verſammlungsraum Europas. 5 Wege zur Deutſchlandhalle durchfuhr, waren von 17 Millionen Menf l begeiſterte Kundgebungen bereiteten. in der Die Straßen, die Adolf Hitler auf dem chen umſäumt, die ihrem Führer (Scherl Bilderdienſt,.) Führer und Reichskanzler Der abeſſiniſche Kronprinz verletzt — Rom, 25. März.(U..) Preſſemeldungen aus Dfibouti berichten, daß der abeſſiniſche Kronprinz Asfan Uoſſen ſchwer verletzt worden ſei, als rebelliſche Eingeborene des Uollo⸗ Stammes einen Angriff auf ſein Hauptquartier in der Nähe von Deſſie machten. Der Kronprinz, ſo wird berichtet, wurde im Flugzeug nach Addis Abeba gebracht und in den Palaſt des Negus überführt. Eden und die Lazarettbombardements — London, 25. März. Außenminiſter Eden kam am Mittwoch im Unter⸗ haus auf die kürzlich erfolgte Beſchießung eines bri⸗ tiſchen Verbandsplatzes in Abeſſinien durch italieni⸗ ſche Flugzeuge zu ſprechen. Eden erklärte, obwohl er noch auf den Bericht des zuſtändigen Offiziers warte, habe er ſich bereits auf Grund der in ſeinem Beſitz befindlichen Unterlagen genötigt geſehen, der italieniſchen Regierung mitzuteilen, daß die britiſche Regierung ſich außerſtande ſehe, die italie⸗ niſche Antwort auf die engliſchen Vorſtellungen als in irgendeiner Weiſe befriedigend anzuſehen. Italieniſche Zerſetzungsverſuche in Godiam — Addis Abeba, 25. März. Die Italiener, die die Bombenabwürfe dauernd fortſetzen und dadurch die Zivilbevölkerung der offe⸗ nen Städte beunruhigen, verſuchen neuerdings in dem alten abeſſiniſchen Unruhegebiet Godjam, die Einwohner wieder gegen die abeſſiniſche Regierung aufzuwiegeln. In der vergangenen Woche wurden wiederholt Flugblätter abgeworfen. Nach dieſer Flug⸗ blattvorbereitung haben italieniſche Flieger ganz überraſchende Landungen in Godjam vorgenommen und dabei Maſchinengewehre und große Mengen Munition ausgeladen. Zum Teil wurden auch Waffen mit Fallſchirmen ab⸗ geworfen. Die Waffen und die Munition wur⸗ den von der Bevölkerung den abeſſiniſchen Militärbehörden ausgeliefert. Von neuem bombardiert (Funkmeldͤung der NM.) Addis Abeba, 9. März. Ueber Dagabur und Dſchidſchiga erſchienen heute früh erneut drei italieniſche Bombenſtaffeln. Beide Städte wurden mit zahlreichen Brand⸗ und Spreng⸗ bomben belegt. Die Zahl der heutigen Toten iſt noch nicht feſtgeſtellt. Als Opfer des geſtrigen ſchweren Luftangriffes auf Dſchidͤſchiga zählt man 20 Tote und 35 Ver⸗ wun dete. Außerdem wurde die abeſſiniſche Rote⸗ Kreuz⸗Station in Dſchidſchiga vollſtändig ver⸗ nichtet. In Dagabur iſt man in großer Sorge. Man er⸗ wartet, daß General Graziani nach den ſchweren Bombenangriffen nunmehr die Zeit für gekommen hält, die Stadt anzugreifen. Auf dem Wege nach Moskau Spaniens Kommuniſten an der Arbeit — Madrid, 24. März. Auf der Schlußſitzung des kommuniſtiſchen Par⸗ teitages in Granada wurde von den Rednern über⸗ einſtimmend auf die Notwendigkeit eines Zuſammen⸗ ſchluſſes der ſozialdemokratiſchen und der kommu⸗ niſtiſchen Jugend, ferner auf die Gründung einer großen proletariſchen Arbeiterpartei und auf die Eemeindewahlen am 12. April hingewieſen, die eine Ausrottung der Rechten bringen müßten. Ein Redner unterſtrich, daß die kommuniſtiſche Partei ſtolz darauf ſein könne, der eigentliche Ur⸗ heber des Volksfrontprogramms der Regierung ge⸗ weſen zu ſein. Die Verſammlung nahm Entſchlie⸗ ßungen an, in denen von der Regierung die ſofortige Verhaftung von Gil Robles, des Führers der Katholiſchen Volksaktion, Lerroux, des Füh⸗ rers der Radikalen und anderer bekannter Politiker von rechts und der politiſchen Mitte verlangt wird. Die Arbeiterſchaft der Madrider Verkehrsgeſell⸗ ſchaft, ͤie vor einigen Tagen den Betrieb mehrerer Trambahnlinien ſelbſt in die Hand genommen hat, ſtellte die erſten Wagen unter eigener Flagge in den Verkehr. Die am Kopf der Trambahnwagen auf⸗ gezeichneten Buchſtaben CM)(Abkürzung für Madrider Verkehrsgeſellſchaft) ſind in die Up (Spaniſche Proletarier⸗Union), den Schlachtruf der aſturiſchen Oktoberrevolutionäe, abgeändert worden. Der Volkskanzler Deine Stimme dem Führer! CCCCCCCCCCCTCTCTCCCCTCTCTCTCT0TCTGTTGT—TGTFTPTͤbTTTTTTTT Die Seeleute wählen! Abſtimmung bei der Holtenaner Schleuſe — Kiel, 25 März. Seit Montag iſt auf der Mittelmole der Hol⸗ tenauer Schleuſe am Eingang des Nordoſtſeekanals ein Wahlbüro für die deutſchen Seeleute eröffnet. Tag und Nacht haben dort die Seeleute Gelegenheit, vor Verlaſſen der Heimat auf der Durchfahrt ihre Stimme dem Führer zu geben. Gleich bei Oeffnung des Wahllokals herrſchte Hochbetrieb. Der bisherige Verlauf hat ergeben, daß die Mannſchaften aller Kiel paſſierenden deut⸗ ſchen Schiffe, die Auslandshäfen anſteuern und ſonſt keine Gelegenheit mehr haben, ihrer Wahlpflicht zu genügen, hundertprozentig ihre Stimme abgegeben haben. Reichsminiſter Kerri in Paſſau — Paſſau, 26. März. Im Wahlkampf für den 29. März erlebten Paſſau und die bayeriſche Oſtmark am Mittwochabend einen Höhepunkt mit der Rede des Reichsminiſters Kerrl in der Nibelungenhalle. Der Miniſter entwarf ein anſchauliches Bild der Zuſtände von einſt und jetzt und erbrachte den Beweis, daß der Führer in drei Jahren unvergleichlich mehr aufgebaut hat, als die anderen vor ihm zu zerſtören vermochten. Er zeigte, daß nicht die Wirtſchaft, ſondern die Politik Schickſall iſt, und daß es ſich innen⸗ und außenpolitiſch gerade jetzt erweiſe, daß die höchſte Politik die iſt, die jetzt vom ganzen deutſchen Volk gemacht wird, und die darauf aufgebaut iſt, einem großen Staat Ehre und Gleichberechtigung wiederzugeben. Der Redner kennzeichnete unter ſtürmiſchem Bei⸗ fall die gewaltigen Leiſtungen des von Adolf Hitler geführten neuen Deutſchland und wies dann unter dem toſenden Jubel der Tauſende darauf hin, daß es für das deutſche Volk unmöglich war, die frühere Diffamierung und Wehrlos⸗ machung länger zu ertragen. Der Führer habe nicht anders handeln können, als gegen den Deutſchland bedrohenden franzöſiſch⸗ruſſiſchen Pakt Front zu machen. Darum hat er das Loch im Weſten durch den Einmarſch deutſcher Soldaten in das Rheinland geſchloſſen, darum habe er auch das ganze deutſche Volk aufgerufen, am 29. März ſich wie ein Mann geſchloſſen hinter ihn zu ſtellen. Anberzeichnung des Floltenvertrags Schlußanſprachen der Delegierten — London, 25. März. Im St. James⸗Palaſt wurde am Mittwochnach⸗ mittag der neue Flottenvertrag von den Vertretern der Vereinigten Staaten, Frankreichs und des Bri⸗ tiſchen Reiches mit Ausnahme Irlands und Süd⸗ afrikas unterzeichnet. Lord Monſell ſprach dann ſein Bedauern darüber aus, daß nicht ſämtliche Unterzeichner der ablaufen⸗ den Waſhingtoner und Londoner Flottenverträge im Augenblick bereit ſeien, den vorliegenden Vertrag zu unterzeichnen. Der Vertreter Italiens, Botſchafter Grandi, be⸗ ſchäftigte ſich in ſeiner Rede mit der im Verlauf des oſtafrikaniſchen Konfliktes eingetretenen Spannung im Mittelmeer und der Verlängerung von Sühne⸗ maßnahmen gegen Italien. Italien ſtehe heute vor der unbeſtreitbaren Notwendigkeit, das Problem der Flottenſicherheit der Länder in Verbindung mit der neuen Lage zu erwägen, in die Italien geſetzt wor⸗ den ſei. Neuer belgiſcher Landesverteidigungsplan — Brüſſel, 25. März. Kriegsminiſter Deveze hat im Heeresausſchuß der Kammer erklärt, daß die Regierung beſchloſſen habe, auf die in der neuen Militärvorlage vorge⸗ ſehene Verlängerung der Dienſtzeit zu verzichten, aber den jetzt dienenden Jahrgang vorläu⸗ fig unter den Fahnen zu behalten. Dieſe Maßnahme ſoll nach den weiteren Ausfüh⸗ rungen des Kriegsminiſters eine Uebergangslöſung darſtellen. Die große Militärreſorm ſoll dann dem⸗ nächſt von dem aus Parlamentariern und Nicht⸗ parlamentariern beſtehenden gemiſchten Ausſchuß in Angriff genommen werden. Der Generalſtab werde, ſo führte Deveze weiter aus, im Einvernehmen mit dem Kriegsminiſter einen neuen Landesverteidigungsplan ausar⸗ beiten. Strittige Grenze Neuer Greuzzwiſchenfall in der Mandſchurei — Tokio, 26. März. (Oſtaſiendienſt des DNB) Das Kriegsminiſterium teilt amtlich mit: In der Mandſchurei, und zwar in der ſibdweſtlich von Wladiwoſtok gelegenen Stadt Honchon, wurde eine Abteilung japaniſcher und mandſchuriſcher Offi⸗ ziere und Soldaten während der Vermeſſung von Gelände von einer überlegenen ſowjetruſſiſchen Ab⸗ teilung beſchoſſen. Die eigene Seite beſchränkte ſich darauf, nur wenige Schüſſe abzufeuern, um Weite⸗ rungen zu vermeiden. Einige Offiziere und 10 Soldaten wurden verwundet. Das fapaniſche Kom⸗ mando ſah ſich gezwungen, Verſtärkungen heran⸗ zuholen, um weitere Uebergriffe zu verhindern. —... 4. Seite/ Nummer 143 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 26. März 1986 Die Stadtseite Mannheim, den 25. März. BVergeßt nicht die Stimmſcheine! Der Wahlſountag am 29. März fällt mit dem Tag der Konfirmation zuſammen. Viele unſerer Volks⸗ genoſſen und Volksgenoſſinnen werden an dieſem Tag zu Verwandten und Bekannten fahren, um an der Konfirmation teilzunehmen. Sie alle müſſen aber auch ihrer Wahlpflicht genügen. Die rechtzeitige Beſchaffung eines Stimmſcheing iſt daher unbedingt notwendig. Ohne Stimmſchein geht die Stimme für den Führer verloren. Wir machen daher beſonders die anläßlich der Konfirmation verreiſenden Volks⸗ genoſſen auf die Beſchaffung von Stimmſcheinen auf⸗ merkſam. Auch die Ermahnung, den Schein nicht zu vergeſſen, iſt nicht ganz überflüſſig, da er bekanntlich ſeinen Zweck nicht erfüllen kann, wenn er daheim in einem ſtillen Winkel liegen bleibt. 2— 2— 2— TTTTTTTTTTTTTT———————————————— Auf dich kommt es an Der Staat kann mur leben, wenn jeder Volls⸗ genoſſe jich dieſem Staat verantwortlith fühlt, und wenn jeder zu ſeinem Teil, an welther Stelle er immer ſteht, von dem einen Gedanken be⸗ herritht it, Volk und Staat zu dienen. Ich weiß, daß, wenn die Reithsregierung die Verant⸗ wortung und das Pflichtgefühl des Oeulſchen anruft, ſie dies niemals vergeblich tun wird. Schacht 1935 Gemeinſchaftsempfang am 27. März Die Deutſche Arbeitsfront gübt bekannt: Männer und Frauen der Dentſchen Arbeitsfront! In Erfüllung des vom Reichswahlkampfleiter Reichsminiſter Dr. Goebbels erlaſſenen Aufrufes vom 24. März nehmen am Freitag, dem 27. März, ſämtliche in der Deutſchen Arbeitsfront zuſammen⸗ geſchloſſenen deutſchen Schaffenden an den Betriebs⸗ und Hausgemeinſchaftsempfängen der Führerrede teil. Die Reichsbetriebsgemeinſchaften der Deutſchen Arbeitsfront geben in beſonderen Aufrufen den Ver⸗ lauf des Gemeinſchaftsempfanges bekannt. Am Sonntag, dem 29. März, ſind die Schaffenden unſeres Volkes die erſten, die an die Wahlurne treten, um ihrem Führer ihre Stimme mit innerem Treuegelöbnis zu geben. DDAcC- Mitglieder, herhören! Zur Wahlpropaganda gemeinſchaftlich mit dem Neck treten ſämtliche Mannheimer DDAC⸗Mit⸗ glieder(Beſttzer von Kraftwagen und Motorrädern) heute um 16.30 Uhr an der Hauptfeuer⸗ wache(Adolf⸗Hitler⸗Ufer) mit ihren Fahr⸗ zeugen an. Entſchuldigungen werden im Intereſſe der großen Sache nicht entgegengenommen. Der Ortsgruppenführer: gez. Daege. Schulungsarbeit beim Werkluftſchutz Beim Werkluftſchutz iſt dem Sanitätsweſen ein heſonderes Augenmerk zu ſchenken. Daß dies in Mannheim geſchieht, davon konnten wir uns am Sonntag im„Oöwen“ in Käfertal ein anſchauliches Bild machen, bei der Sanitätsprüfung des Manm⸗ heimer Werkluftſchutzes. Rund 70 Prüflinge beider⸗ lei Geſchlechts aus verſchiedenen Großunternehmen hatten ſich eingefunden. In Anweſenheit von Ko⸗ lonnenarzt Dr. Bläſer, einem Vertreter des Poli⸗ zeipräſtdiums, dem ſtaatlichen Luftſchutzarzt, Dr. Roos vom Verband der Badiſchen Induſtrie ſowie einigen Herren der Unternehmen ging Kurſusleiter Hagedorn von BBE mit ſeinen Prüflingen ſcharf ins Zeug. Die Prüfung erſtreckte ſich über Bau und Funktionen des menſchlichen Körpers, Wunden und ihre Behandlungen, Verhalten bei Gas⸗ und Kampfſtofferkrankungen und Verletzungen und wurde mit praktiſchen Uebungen beſchloſſen. Der die Prüfung ſtreng überwachende ſtaatliche Luft⸗ ſchutzarzt unterſtrich in ſeiner Kritik die geradezu vorbildliche Ausbildung durch Herrn Hagedorn. Herr Hagedorn bekannte, daß die Arbeit an den 22 Aben⸗ den ihm beſondere Freude bereitet habe, da der ausgezeichnete Kameradſchaftsgeiſt ihm ſein verant⸗ wortungsvolles Amt wider Erwarten leicht gemacht Habe. Auch in Zukunft ſtelle er ſich gern zur Ver⸗ fügung, um die freiwillige Fortbildung und den Ausbau des bis jetzt Gelernten zu leiten. Für die Kurſusteilnehmer dankte Herr Zimmermann in herzlichen Worten Herrn Hagedorn für die Art, wie er das wertvolle Wiſſen vermittelt habe. e. Judenfreie höhere Privatſchulen Man ſchreibt uns: Die höheren Pripatſchulen Mannheims im Verein mit den höheren Privatſchulen Badens haben auf der diesjährigen Verſamm⸗ lung der Fachſchaft VII des NS⸗Lehrerbundes den Beſchluß gefaßt, künftig nur noch ariſche Schüler in ihre Klaſſen aufzunehmen. Dieſe Tatſache iſt um ſo bedeutſamer, als die badiſchen Privatſchulen mit die⸗ ſem Beſchluß als erſte die Forderung nach juden⸗ freien Schulen verwirklicht haben. Der an ſich ſchon hohe Hundertſatz der von Jungvolk und Hg er⸗ faßten Schüler der höheren Privatſchulen wird da⸗ durch noch eine weſentliche Verbeſſerung erfahren. Eine Reporterjagd durch Mannheim Wie wir den Führer doch noch ſahen Das große Rätſelraten— Zwiſchen Menſchenmaſſen und polizeilicher Abſperrung— Jubelnder Führerempfang im — Mannheimer Hauptbahnhof— Tauſende rufen dem Führer ihren Abſchiedsgruß zu Funkersmaſchinen landen Wann kommt der Führer und wo kommt er an, das war der Gedanke, der geſtern alle Mannheimer beherrſchte. Der nächſtliegende Gedanke iſt:„Flug⸗ platz“. Alſo hinaus zum Flugplatz, wo ſich bereits um die neunte Morgenſtunde eine vielhundertköpfige Menge an dem Gitter drängt. Natürlich erfährt man auch auf dem Flugplatz nichts Beſtimmtes von den Leuten, die eigentlich etwas wiſſen müßten. Die Wagen von Daimler⸗Benz beſagen zwar, daß etwas geſchehen wird. So langſam ſickert vertraulich durch, daß in den beiden dreimotorigen Ju 52, die man in wenigen Minuten in Mannheim erwar⸗ bet, beſtimmt nicht der Führer iſt. So hat man ſeine Enttäuſchung alſo ſchon vorher weg, und auch das liebe Publikum darf dann ſpäter die Enttäuſchung auskoſten, als die beiden Ju's nicht den Führer brin⸗ gen. Nun geht es zurück nach der Stadt, nach⸗ dem man mit Beſtimmtheit weiß, daß keine weitere Maſchine von Berlin aus unterwegs iſt. Längs der Seckenheimer Landſtraße haben ſich inzwiſchen die Mannheimer in hellen Scharen eingefunden. Ganze Schulklaſſen bilden längs der Straße Spalier und am Ende der Auguſta⸗Anlage rücken die Leute ſogar ſchon mit Klappſeſſeln und Stühlen an. Bei der warmen Sonne kann ja ſo eine Warterei ganz unterhaltend ſein. Vor dem Palaſt⸗Hotel Mannheimer Hof haben ſich inzwiſchen auch die Mannheimer angeſammelt, die aus dem Anfahren des Obergruppenführers Dietrich offenbar ihre Rück⸗ ſchlüſſe gezogen haben. Unſer Weg führt uns hinüber nach Ludwig s⸗ hafen, wo man inzwiſchen die feſtgelegte Sperr⸗ zone in Kraft geſetzt hat. Schon au der Rhein⸗ brückenauffahrt beim Schloß ſtehen die Polizeipoſten, die alle Fahrzeuge zurückhalten. Mit unſerem Son⸗ derausweis bewaffnet, brummen wir natürlich glatt durch und freuen uns endlich einmal mit größter Geſchwindigkeit über die Rheinbrücke fahren zu dür⸗ fen ohne Aerger über Fahrzeuge und Radfahrer, die ſonſt die Fahrt hemmen. Wie in Mannheim, ſo haben ſich auch in Ludwigshafen die Volksgenoſ⸗ ſen ſchon frühzeitig eingefunden, um ja den Führer bei der Durchfahrt zu ſehen. Die Uhr zeigt 10.15 Uhr und ſchon iſt die kinksſeitige Rhein⸗ brückenauf fahrt dicht belagert. Auch in der Ludwigsſtraße bilden ſich die erſten Spaliere. Sonſt merkt man im allgemeinen ein Strömen der Menſchen in weſtlicher Richtung, alſo in Richtung Hindenburgpark. Nach Mannheim zurückgekehrt, ſetzt man ſeine Nachforſchungen nach der Ankunft des Führers fort. Man verſucht bei der Reichsbahn einmal ſein Glück und erfährt, daß um 16.08 Uhr ein Sonderzug aus Berlin den Mannheimer Hauptbahnhof mit einer Minute Aufenthalt durchfahre, daß man aber nicht beſtimmt wiſſe, ob ſich in dieſem Zug der Füh⸗ rear befinde. In dieſe Zweifel platzt eine Alarmnachricht: D 2600 iſt unterwegs nach Mannheim. D 2600? Das iſt die Maſchine des Führers! Alſo gehts mit Vollgas und verbotener Geſchwindigkeit— der Herr Polizeipräſident möge es verzeihen— zum Flugplatz. Und richtig: D 2600 kam— aber ohne den Führer. Alſo wird die Sache mit der Eiſenbahn doch ſtimmen. Lange beſtehen glücklicherweiſe dieſe Zweifel nicht, denn durch den Rundfunk erhält man um.00 Uhr die Beſtätigung: der Führer kommt um vier Uhr mit der Bahn in Ludwigshafen an. Alſo hat man ein wenig Mittagsruhe. Lange Geſichter Aber lange duldet es einen nicht zu Hauſe. Man muß doch ſehen, ob die nunmehr an den falſchen Straßen wartenden Volksgenoſſen wiſſen, daß ſie ihre„Stellungen“ unbeſorgt räumen können. Aber weit gefehlt! Die Leute haben wohl von der Durchſage des Rundfunks Kenntnis erhalten, aber ſtie ſchenken dieſer Meldung keinen Glauben! Manche klappen zwar ihre Stühle zuſammen und rücken ab; vor dem Palaſt⸗Hotel klettern einige von ihrer im Raſen aufgeſtellten Bockleiter herunter. Ueberall ſieht man enttäuſchte Geſichter, da man es kaum faſſen kann, daß der Führer nicht durch Mannheim kommen wird. Vor dem Palaſt⸗Hotel Mannheimer Hof hält das Gedränge unvermindert an. Glaubt man doch aus der beſonders ſchön ge⸗ ſchmückten Front entnehmen zu können, daß ſich hier etwas Außergewöhnliches ereignen wird. Auch drau⸗ ßen an der Rhein⸗Neckar⸗Halle ſtehen noch dichtgedrängt die Menſchen, die es nicht glauben wollen, daß ſie hier vergeblich warten. Das gleiche Bild bietet ſich am Flugplatz, wo ſich vor den Augen der wartenden Menſchen auch nichts ereignet. Die zurückgezogenen Abſperrungen durch die SA. und die SS, ſowie die wieder abgerückten Sanitäts⸗ trupps laſſen aber keinen Zweifel darüber beſtehen, daß der Führer nicht auf dem Luftweg nach Mann⸗ heim kommen wird. Als es gegen drei Uhr wieder über die Rhein⸗ brücke geht, wird dieſe ausſchließlich von den Fuß⸗ gängern beherrſcht. Auf der nördlichen Fahrbahn ergißt ſich ein ununterbrochener Menſchen⸗ ſtrom nach Ludwigshafen und wird, ergänzt durch die Ludwigshafener, nach dem Hindenburgpark geleitet. Fahrzeuge hat man ja ſowieſo aus der Sperrzone verbannt und ſo kann ſich der Aufmarſch der Zehntauſende ungehindert vollziehen. Der Fahrt mit dem Wagen ſind aber Grenzen ge⸗ zogen. Es gibt Stellen, an denen man nicht wei⸗ ter kommt, weil die Menſchenmaſſen die Durch⸗ fahrt verhindern und eine Durchbrechung der Men⸗ ſchenmauern iſt vollkommen ausgeſchloſſen. Wo man hinblickt: überall wälzen ſich die Menſchenmaſſen oͤurch die Straßen. Gemeinſchaftsempfang der Führerrede Am Samstagabend findet im illuminierten Schloßhof um 19.45 Uhr ein großer ſeier⸗ licher eee eee der letzten Führerkundgebung ſtatt. en geſchloſſen daran teilnehmen, werden alle übrigen Ver⸗ ände und Vereine hiermit zur Teilnahme aufgefordert. Formationen und Verbänden, die ihre Mitglieder wie folgt: Außer den uniformierten Die größeren Verbände ſammeln 1. Deutſcher Sängerbund: Schloß zwiſchen A 3 und 4 2. Deutſcher Reichsbund für Leibesübungen: Schloß, linker Flügel gegenüber den A- Quadraten 3. Reichskriegerbund: Am Ballhaus 4. Soldateubund und Reichstreuebund: Im vorderen Schneckenhof des Schloſſes 5. Die Haudwerker⸗Innungen: Schloßgartenſtraße(Bahnhof bis Schloß). Sämtliche Verbände ſammeln ſich pünktlich um 19 Uhr, damit der Einmarſch in den Schloßhof um 19.30 Uhr beendet iſt. Anſchließend an den Gemeinſchaftsempfang veranſtalten alle uniformierten Verbände einen Fackelzug durch die Straßen der Stadt. Die Kreispropagandaleitung. FPUbUbbUbUUbUUCVbCCCCVCVCTVTCTVTCTDTCT(TbTbTu(TbTbTVT(TVTbTVTVTbT(TVTVTVTwVTlTWTTwTTTTTͤTTTwTTTwTTTlTVTWTTT1WTlͤ1TVblV'Vl'wlwl''''.'''!'''Wl'.'lwl'lll!!!!!!!!!.!!!!!.!....... w 3024 Mannheimer ſind Viehbeſitzer Ergebnis der Reichsviehzählung Nicht nur die zweibeinigen, ſondern auch die vier⸗ beinigen Weſen dieſer Welt ſind der ſtändigen amt⸗ lichen Zählung unterworfen. In jedem Jahre wird, wenn es zur Neige geht, eine Zählung des Viehſtan⸗ des im Deutſchen Reich durchgeführt. 3024 Vieh⸗ beſitzer gab es im Amtsbezirk Mannheim bei der letzten Reichszählung am 3. Dezember 1935. Im einzelnen wurden an dieſem Stichtag im Amts⸗ bezirk Mannheim gezählt: 3024 Pferde; 7 Maultiere, Mauleſel, Eſel; 8806 Stück Rindvieh; 1037 Schafe; 494 Schweine; 7283 Ziegen; 195 321 Hühner, Gänſe und Enten; 1712 Bienenſtöcke(Bienenvölker). Schafe, Pferde und Bienenvölker haben zugenommen. Baden erhält Schlafwagen III. Klaſſe mit Berlin! Ein jahrealter Wunſch erfüllt Mit dem kommenden Jahresfahrplan wird der ſeit Jahren gehegte Wunſch des badiſchen Verkehrs erfüllt, an die Kurſe der Schlafwagen III. Klaſſe, der ſogenannten Liegewagen, angeſchloſſen zu ſein. Mit dem 15. Mai tritt dieſe Neuerung in Kraft. Zwi⸗ ſchen den Städten Karlsruhe und Berlin wird erſtmals der Schlafwagen III. Klaſſe verkehren und zwar in den Nachtſchnell⸗ zügen D 1/D 2 zwiſchen Baſel und Berlin mit dem Zugslauf über Frankfurt— Erfurt— Halle/S. Die Verkehrszeften für den neuen Schlafwagen⸗ lauf ſind folgende: Karlsruhe ab mit D 1 um 20.12, Heidelberg ab 21.08(Zufahrt von Mannheim ab 20.35), Frankfurt an 22.31, Berlin Anhalter Bhf. an .15 Uhr. Berlin Anh. Bhf ab mit D 22 um 22.12, Frankfurt an.59, Heidelberg an.12(Anſchluß nach Mannheim: Heidelberg ab.15, Mannheim an.32), Karlsruhe an.55 Uhr. Die Benützbarkeit dieſes Schlafwagens für das ganze Land ergibt ſich aus dem Lauf der Schnellzüge. Die hier für die weſt⸗ liche Grenzmark gebotene nächtliche Reiſemöglichkeit hat eine ungemein weitreichende Auswirkung. Nun iſt es an den Wirtſchaftskreiſen und den Reiſenden, auch von der ausgezeichneten Neueinrichtung ent⸗ ſprechenden Gebrauch zu machen. W. R. ** Aus Aulaß des Gemeinſchaftsempfangs der Führerrede ſind die Schalter und Büros der Spar⸗ kaſſe am Freitag, dem 27. März, nachmittags nur von 734 Uhr für das Publikum offengehalten. un Wehrmachtbeamte ſind wahlberechtigt. Um Mißverſtändniſſen vorzubeugen, wird mitgeteilt, daß nach§ 26, Abſatz 2, des Wehrgeſetzes nur für die Soldaten(Offiziere, Unteroffiziere und Mann⸗ ſchaften) das Recht zum Wählen doͤer zur Teilnahme an Abſtimmungen im Reich ruht. Dagegen ſind ſämtliche Wehrmacht be amte wahlberechtigt, auch wenn ſie im aktiven Wehrdienſt ſtehen und Uni⸗ form tragen. * Die Generalverſammlung des Männerchor 1913 Mannheim⸗Neckarſtadt ſtand im Zeichen voll⸗ ſter Einmütigkeit. Der Jahresbericht erwähnte die vielen Arbeiten des Vereins, insbeſondere auch un⸗ ter Berückſichtigung der gemeinſchaftlichen Arbeit in den Sängergruppen, die heute von dem Deutſchen Sängerbund beſonders gepflegt wird. Der Kaſſen⸗ bericht konnte einen guten Kaſſenbeſtand aufweiſen. Vereinsführer Anton Amend wurde einſtimmig wiedergewählt. Er beſtimmte als ſeinen Stellver⸗ treter Max Reiß Schriftführer wurde Auguſt Jä⸗ ger, Kaſſier Karl Zimmermann. Es war erfreu⸗ lich, daß der Zuſammenhalt ſich in dieſer harmoni⸗ ſchen Abwicklung der Generalverſammlung aus⸗ wirkte. Es iſt durch dieſen Zuſammenhalt für das kommende Vereinsjahr eine erfolgreiche Arbeit zu erwarten. Die Generalverſammlung wurde mit einem Appell, am 29. März ſeine Pflicht zu tun, ge⸗ ſchloſſen. Jubel in der Bahnhofshalle Nun gehts zurück nach Mannheim. Unterwegs erfährt man, daß eine weitere Maſchine auf dem Mannheimer Flugplatz gelandet iſt, die den Reichs⸗ führer der SS, Himmler, brachte. Aber der Flug⸗ platz kann nicht mehr locken, es geht nach dem Bahnhof. Polizeipoſten überall beſtätigen, daß man richtig am Platze iſt. Der erſte Bahnſteig iſt vollkommen für den Publikumsverkehr gesperrt, denn man erwartet einen Sonderzug aus Berlin auf die⸗ ſem Bahnſteig. 16.06 Uhr brauſt der aus Mitropa⸗ und Schnellzugswagen beſtehende Zug in die Bahn⸗ hofshalle. Ein Rennen hin und her, ein Fragen und bald hat man heraus, daß der Führer ſich im erſten Wagen befindet. Laute Heilrufe durchbrauſen die Bahnhofshalle und es dauert nicht lange, da ſteht auch ſchon der Führer unter dem Fenſter des Wagens. Die Heilrufe verſtärken ſich und ehe man weiß, wie es geſchieht, wird der Wagen von zahlreichen Volksgenoſſen umdrängt, die dem Führer begeiſtert die Hände entgegenſtrecken. Es gibt auch einige Händedrücke, aber alle Wünſche können doch nicht be⸗ friedigt werden. Für kurze Zeit begibt ſich der Füh⸗ rer auf die andere Seite des Wagens, um ſich dort den auf dem zweiten Bahnſteig wartenden Leuten zu zeigen. Dann kehrt er wieder an das zum Bahn⸗ ſteig 1 führende Fenſter zurück und ſchaut mit feſtem, klaren Blick auf die Volksgenoſſen, die ihm durch nicht abbrechende Heilrufe ihre Treue bekunden. Mit Freude ſtellt man feſt, daß der Führer ſehr friſch ausſieht, und wenn man in ſeine Augen geblickt hat, weiß man, daß dieſer Mann nichts anderes will, als das Glück ſeiner deutſchen Volksgenoſſe n. Drei Minuten hält der Zug, dann fährt der Führer unter brauſenden Heikrufen langſam aus dem Bahnhof der Rheinbrücke zu. Sehr raſch ſitzt man wieder im Kraftwagen und auf der Fahrt nach Ludwigshafen ſieht man, wie das Publikum längs der Bahn die Geländer überſtiegen und teilweiſe auf den Dächern der abgeſtellten Eiſen⸗ bahnwagen ſich niedergelaſſen hat. Die Schutzleute haben alle Hände voll zu tun, um Ordnung zu hal⸗ ten. Jubel brauſt durch die Reihen, als der Zug vorüberrollt. Noch einmal geht es kreuz und quer durch Lud⸗ wigshafen. In den Straßen herrſcht gewaltiger Be⸗ trieb, denn die vielen Volksgenoſſen beeilen ſich, in ein Lokal zu kommen, um dort am Lautſprecher der Rundfunkübertragung zu lauſchen. Ueberall dort, wo die Rundfunkgeräte in Betrieb ſind, ſammeln ſich die Menſchen. Sonſt aber herrſcht feiertägliche Ruhe, denn die Geſchäfte haben ja geſchloſſen. Sonntagsſtimmung herrſcht in Mann, heim, da auch hier die meiſten Geſchäfte ihre Nü⸗ den herabgelaſſen haben. Der Straßenverkehr iſt ſelbſt im Innern der Stadt ſehr ſchwach, die in Mannheim Zurückgebliebenen ſind um die Lautſpre⸗ cher verſammelt, da und dort ſtehen ſie auch vor Radiogeſchäften. Leben kommt erſt wieder in die Stadt, als die Menſchenmaſſen von Ludwigshafen zurückſtrömen. Raſch füllen ſich die Lokale, zumal auch die Sonder⸗ zugsteilnehmer, die mit zehn bis auf den letzten Platz beſetzten Sonderzügen nach Mannheim gekom⸗ men waren, einen Unterſchlupf ſuchen. Mannheimer Treugruß dem Führer auf den Weg Inzwiſchen hat es ſich herumgeſprochen, daß der Sonderzug des Führers nochmals durch den Mannheimer Hauptbahnhof kommen wird. Die Folge iſt ein Anſturm auf den Bahnhof, ſo daß nichts anderes übrig bleibt, als die Zugänge au ſperren und die zu den Zügen müſſenden Reiſenden durch den Oſteingang zu den Bahnſteigen zu leiten. SA ſperrt lückenlos den Bahnſteig ab, ſo daß man Anbeſorgt diejenigen Volksgenoſſen anſammeln laſſen kann, die ſich im Bahnhof befinden. Hinter der Ab⸗ ſperrungslinie gibt es ein tolles Gedränge, als um 19.55 Uhr der Sonderzug im Bahnſteig 2 einläuſt. Der Führer ſteht bereits unter dem Fenſter und nimmt mit freundlichem Geſicht die Heilrufe der begeiſterten Monge entgegen. Der Jubel der Mannheimer kennt keine Grenzen mehr und er ſteigert ſich zum Orkan, als der Zug nach einer Minute Aufenthalt ſich in Bewegung ſetzt. Als die Lichter in der Ferne verſchwunden ſind, ſieht man, daß auch der Linden⸗ hofſteg ſchwarz vor Menſchen iſt, die alle gekommen waren, um dem Führer zu zeigen, daß auch die Mannheimer in Treue zu ihm ſtehen. In der Stadt ſelbſt herrſcht noch lange Hochbe⸗ trieb, das Zeichen eines zurückliegenden ereignis⸗ reichen Tages bj. Filmrundſchan Schauburg:„Liebesträume“ Dieſer in Budapeſt in deutſch⸗ungariſcher Gemein⸗ ſchaftsarbeit gedrehte Film„Liebesträume“ iſt ein Spiel um Franz Liszt, bei dem man erfreuliche rweiſe den Künſtler nicht in allzu aufdringlicher Weiſe in den Mittelpunkt des Spieles gerückt hat. Liſet kritt als Künſtler und gütiger Menſch hervor, als der er im allgemeinen bekannt iſt. Franz Herterich geſtaltet ihn ſeſſelnd und eindrucksvoll. Liſziſche Kompoſitin nen finden weitgehend Verwendung. Um die Geſtalt Liſzts und um ſeine Muſik rankt ſich ein Spiel von der Liebe. Eine der Muſik ergebene ungariſche Grä⸗ fin gerät im Hinblick auf die ſie erwartende Ehe mit einem nichts von Muſik verſtehenden Offizier in innere Konflikte. Erika Dannhoff, Olga Tſchechowa, Hans Söhnker, Aribert Mog ſind an hervorragender Stelle beteiligt. In Nebenrollen ſieht man Henckels und Tibor v. Halmay. Der Film„Liebes⸗ träume“ erhielt auf der 3. Internationalen Film⸗ ausſtellung in Venedig eine hohe Auszeichnung für die beſte Geſtaltung aus dem Leben einer nationalen Perſönlichkeit. alt= ———— zr 8 A 77S Seelsorger auf dem Lepraeiland Zen ulecilic cle Callenclen Pater Daamians sterbliche Reste kommen in die Heimat- Der Lebens- Weg eines wahren Helden — Antwerpen, im März. Amerikas Präſident Rooſevelt und Belgiens Kö⸗ nig Leopold haben ſich zuſammengetan, um einem um beide Staaten gleichermaßen verdienten Mann 47 Jahre nach ſeinem Tode die Ehrung zuteil wer⸗ den zu laſſen, ſeine ſterblichen Ueberreſte unter fürſt⸗ lichen Ehren in die belgiſche Heimat zu bringen. Es handelt ſich um Pater Daamian, der ſein Le⸗ ben einsetzte, um die Lage der Leprakranken auf der Inſel Molokai zu verbeſſern. Das ameri⸗ kaniſche Kriegsſchiff„Republic“ wird ſeinen Leich⸗ nam von der Inſel abholen und nach Criſtobal brin⸗ gen, von hier übernimmt ihn das belgiſche Schiff „Mercator“ zur Reiſe nach Antwerpen, wo es kurz nach Oſtern eintreffen wird. Dann ſoll in Belgien im Beiſein der Autoritäten von Staat und Geiſtlich⸗ keit die endgültige Beiſetzung dieſes tapferen und unerſchrockenen Mannes ſtattfinden. Ein ſchwerer Lebensweg Pater Daamian hat einen ſchweren Lebensweg gehabt. Er wurde 1840 in Tremeloc als Sohn eines Bauern und Kornhändlers geboren, ſollte das väter⸗ liche Geſchäft übernehmen, fühlte ſich aber ebenſo wie ein älterer Bruder mehr zum geiſtlichen Berufe hin⸗ gezogen. Sein bürgerlicher Name war Joſef de Veuſter, den er bei der Prieſterweihe gegen den Na⸗ FFFFCCCCCCCVCCTTTTVTCT(TbTbTbb Dr. Rainer Schlösser, Präsident der Reichstheaterkammer: „Der Nationalsozialismus bekennt sich in einem Grade, wie keine Staatsführung es jemals in Deutschland getan hat, zu den Werten der deutschen Kunst und schöpft hieraus die Kraft zu seinem Glauben an eine noch größere kul- turelle Zukunft. Dieser Glaube ist auch der- jenige aller deutschen Künstler, und die Wahl vom 29. März wird sie alle bekennen sehen.“ men Pater Daamian eintauſchte. Es war ſein Schick⸗ ſal, daß ſein Bruser, oer als Miſſionar nach den Sandwichinſeln gehen ſollte, kurz vor der Zeit der feſtgeſetzten Abreiſe erkrankte. Pater Daamian bot ſich an, ſtatt ſeiner nach den Inſeln zu gehen. Spä⸗ ter vertauſchte er dieſen Platz mit der Miſſionarſtelle auf Puna(Hawai), um dann ſchließlich nach dem unwegſamen Kohaladeſtrikt zu kommen, deſſen Ver⸗ treter den körperlichen Anſtrengungen nicht gewach⸗ ſen war. Er ſetzte ſich mit aller Kraft für ſeine Auf⸗ gabe ein, er lernte raſch die Sprache der Eingebo⸗ renen und umſorgte ſie mit der ganzen Aufopfe⸗ rungsfähigkeit ſeiner geraden Perfönlichkeit, denn er war kein Mann der religiöſen Theorien, ſondern vor allem ein Mann der Tat, deſſen Hilfe der Be⸗ dürftige nicht nur in der Seele, ſondern auch im Le⸗ ben ſpürte. Die grauſige Krankheit Im Jahre 1870 bricht auf den Sandwichinſeln eine furchtbare Krankheit aus. Die Eingeborenen und auch die Europäer bekommen Flecke auf der Haut, fühlen ſich aber noch wohl dabei. Bei einigen gehen die Flecke in einen Ausſchlag über. Kapazi⸗ täten der mediziniſchen Wiſſenſchaft werden herbei⸗ dem Begräbnisplatz wird er beigeſetzt. Jetzt, 47 Jahre geholt, und ihre Diagnoſe iſt das Todesurteil für die Befallenen. Auf den Inſeln herrſcht die Lepra! Sofort greifen die Regierungen ein. Die Befal⸗ lenen werden auf die Molokai⸗Inſel gebracht. Bei der Eile, mit der dieſe Maßnahme in die Wege ge⸗ Leitet wird, fehlt es an der notwendigen Vorſorge. Zwar errichtet man in aller Eile ein Lepraheim, aber dort werden nur die ſchweren Fälle unter⸗ gebracht, die anderen etwa tauſend an der Zahl, le⸗ ben in einſamen und ſehr primitiven Hütten. Vor der Inſel aber halten bewaffnete Boote Wache, denn es iſt ſtreng verboten, die Inſel zu verlaſſen. Wegen der Anſteckungsgefahr iſt dieſes Verbot wohl ver⸗ ſtändlich, jedoch für die Betroffenen bedeutet es ein Lebendigbegrabenſein. Pater Daamian ſchreibt über die furchtbare Seuche an ſeine Vorgeſetzten:„Es iſt ein furchtbares Leiden, man ſtirbt ganz langſam aber unaufhaltſam daran und Geneſungen ſind nirgends feſtzuſtellen.“ Er hat aus nächſter Nähe den Schrecken der Lepra mitangeſehen. Er weiß, daß denen, ode auf die In⸗ ſel kommen, der Rückweg ins Leben abgeſchnitten iſt. Trotzdem aber faßt er den heldenhaften und kühnen Entſchluß, auf die Molokaiinſeln zu gehen, um das Los der tauſend Leute, die da unter dürftigſten Ver⸗ hältniſſen ihr Leben friſten, zu beſſern. Er weiß, daß auch er unter der Geißel der Lepra fallen wird, aber ſeine Aufgabe iſt ihm zu wichtig, als daß dieſe Beden⸗ ken ihn hindern könnden. Am 10. Mai 18753 ſetzt er den Fuß auf Molokai. Selbſt als Leprakranker geſtorben. Er ſieht ſofort, daß hier nur mit dem Einſatz gro⸗ ßer Mittel zu helfen iſt, und wendet ſich an alle Staa⸗ ten der Welt, an große private Organiſationen und bekannte Wohltäter. Seine Bitten werden erfüllt. Von überall kommt Hilfe. König Eduard VII. ſieht in dieſem ſeltenen Mann einen„wahren Helden“. Nun kann Pater Daamian darangehen, für ſeine Schützlinge zu ſorgen. Furchtlos geht er über die Inſel, ſein einziger Schutz gegen die Anſteckung iſt das Rauchen ſchwerer Zigarren. Er erleichtert das Los der an ſich ſchon ſchwergeprüften Menſchen, wo er nur kann. Und ſie ſehen zu ihm auf wie zu einem Gott Drei Jahre ſpäter nimmt Pater Daamian die erſten Flecken auf ſeiner Haut wahr. Er hat ſich an⸗ geſteckt. Mit aller Ruhe und ohne Zorn ſchreibt er einen Brief an ſeine Behörde, und dieſer Brief be⸗ ginnt mit den Worten:„Wir Leprakranken“.. Jetzt ge⸗ hört er ganz zur Gemeinſchaft der Ausgeſtoßenen und ſtirbt auch im Jahre 1889 in ihrer Mitte. Auf ſpäter, holt man ihn heim, mit allen Ehren, ö ie ſeine opferbereite Perſönlichkeit verdient Das lippende Wunderkind Die erſt ſiebenjährige Jeanne Trou⸗ v erregt augenblicklich in Paris beträchtliches Auf⸗ ſehen. Die kleine Jeanne iſt ein Wunderkind auf der Schreibmaſchine. Mit ihren ſieben Jahren hat es das kleine Fräulein ſchon ſo weit ge⸗ bracht, daß es kürzlich einen Rekord im Maſchinen⸗ ſchreiben aufzuſtellen vermochte. Jeanne ſoll nicht nur raſch und gleichmäßig, ſondern auch vollkom⸗ men fehlerfrei ſchreiben können. Bei einem der letz⸗ ten Wettbewerbe bildete ſie eine wahre Senſation, Das erſte Haus ohne Lärm In Bad Blankenburg(Thüringen) fand die Grundſteinlegung zu einem Hauſe ſtatt, das in ſeiner Art wohl das erſte der Welt überhaupt ſein dürfte. Dieſes„Silentarium“ genannte Haus wird ganz aus ſchallſicheren Bauſtoffen errichtet und gibt die unbedingte Gewähr für lärmfreie Wohnungen. (Weltbild,.) 3 Das Rote Kreuz ehrt Nanga⸗Parbat⸗Träger Die vier eingeborenen Träger der Nanga⸗Parbat⸗Expedition im Schmuck der Roten Kr eu ⸗ Medaillen die ihnen jetzt für ihre Verdienſte überreicht wurden. Ganz rechts oer Träger Paſang, der ſeinerzeit für den erkrankten Deutſchen Drexel unter Lebensgefahr Sauerſtoff aus einem tiefer⸗ gelegenen Lager geholt hatte. (Scherls Bilderdienſt,.) ß.... ẽ ͥ⁰⁰vꝙvd dr d denn keiner der anweſenden Konkurrenten, Zu⸗ ſchauer und Schiedsrichter hatte jedenfalls der Klei⸗ nen eine derartige Leiſtung, wie ſie ſie vollbrachte, zugetraut. Obgleich man ihr den Text der abzuſchrei⸗ benden Arbeit vorher zum Durchleſen gegeben hatte, dürfte es dennoch von einer bewundernswerten Be⸗ gabung zeugen, daß die kleine Jeanne bereits zwei Minuten früher fertig war als ihre weſentlich älte⸗ ren und geübteren Rivalinnen. Die ſiebenjährige Jeanne Trouvé kann jedenfalls den Ruhm für ſich in Anſpruch nehmen, die jüngſte Maſchinenſchreiberin Frankreichs zu ſein. — —.————— Wie ſind unſere Muſeen entſtanden? Von Profeſſor Dr. Hermann Schmitz, Direktor der Staatlichen Kunſtbibliothek, Berlin Jede größere Stadt in Deutſchland beſitzt heute ein oder mehrere Muſeen; die meiſten kleineren Städte nennen ein Orts⸗ oder Heimatmuſeum ihr eigen oder erſtreben ein ſolches. Will man ſich ein⸗ mal die Bedeutung der Muſeen für unſere Gegen⸗ wart klarmachen, ſo bietet dazu ein Rückblick auf ihre Entſtehung, auf den Wandel des Muſeums⸗ gedankens in der Vergangenheit reiche Aufſchlüſſe. Allerdings können die Muſeen als Volksbildungs⸗ ſtätten im Sinne unſerer Zeit nur auf eine verhält⸗ nismäßig kurze Geſchichte— von kaum mehr als hundert Jahren— zurückblicken. Aber ihre Vor⸗ ſtufen können ſich eines ſehr ehrwürdigen Alters rühmen! Die erſten Vorläufer ſind die Schätze von Gold, Silber, Waffen, Schmuck und Steinen, welche die germaniſchen Könige zuſammenbrachten, von denen die Bodenfunde wie die Heldenſagen Kunde geben. Hier darf man auch die heute in der Wiener Schatzkammer befindlichen„Reichskleinodien“ nennen, deren älteſte Stücke in die ottoniſche Zeit hinauf⸗ reichen. Bedeutſame Stätten von Sammlungen wert⸗ voller Bücher von Erzeugniſſen der Kleinkunſt, namentlich als Reliquienbehälter, wurden ſeit dem früheren Mittelalter die Benediktinerklöſter und die Schatzkammern der Domkirchen. Im ſpäteren Mittelalter geſellen ſich dazu die Pfarrkirchen der Reichs⸗ und Hanſaſtädte, einige, wie in Lübeck, Dan⸗ zig und Nürnberg, noch jetzt Ruhmeshallen deutſchen Kunſtſchaffens, zugleich Zeugniſſe der Verknüpfung der Handwerkskunſt mit dem Volksleben jener Zeit. Mit den Pfarrkirchen traten in Wetteifer als Sam⸗ melſtätten von Kunſt⸗ und Kulturgut die Rathäu⸗ ſer; ein hervorragendes Denkmal der in der Nach⸗ folgezeit meiſt zugrundegegangenen ſtädtiſchen Sil⸗ berſchätze iſt das herrliche Ratsſilber von Lüneburg im Berliner Schloßmuſeum. Mit der Renaiſſance im 16. Jahrhundert treten nach dem Vorbilde der italieniſchen Fürſtenhöfe in den„Kunſt⸗ und Wunderkammern“ die eigentlichen Vorläufer unſerer Muſeen auf: Samm⸗ lungen von Gemälden, Kunſtwerken und Merkwür⸗ digkeiten, die Fürſten und reiche Bürger in ihren Schlöſſern und Paläſten in beſonderen Kabinetten angelegt hatten. Dieſe zum perſönlichen Genuß und dem eines kleinen Kennerkreiſes geſchaffenen Kunſt⸗ und Kurioſitätenkammern vereinigten Kunſterzeug⸗ niſſe der älteren und eigenen Zeit mit Denkmälern des Tier-, Pflanzen⸗ und Mineralreiches, mit Merk⸗ würdigkeiten und Reiſeerinnerungen aus fernen Ländern. Das bedeutendſte Kabinett war das des Erzherzogs Ferdinand von Tirol auf Schloß Am⸗ bras. Berühmt waren auch die in den Schlöſſern von Dresden, Kaſſel, München, Gottorp, Braun⸗ ſchweig und Stettin, letzteres den„Pommerſchen Kunſtſchrank“, ein Kunſtkabinett im kleinen enthal⸗ tend, der heute eine Zierde des Berliner Schloß⸗ muſeums bildet. Im Barockzeitalter, im 17. und 18. Jahrhundert, erweiterten ſich die Kunſt⸗ und Kurioſttätenkammern und erhielten oft eine prächtige Raumausſtattung. Großen Ruf genoß die Kunſtkammer Friedrichs I. im Berliner Schloß, deren von Andreas Schlüter ausgeſtaltete Räume heute noch erhalten ſind. Faſt völlig im urſprünglichen Zuſtand iſt aber auf uns gekommen das von Auguſt dem Starken geſchaffene „Grüne Gewölbe“ im Dresdner Schloß, Gold⸗ Sil⸗ ber⸗ und Juwelierarbeiten, geſchnittene Steine, Elfenbein, Email und Bronzen zu geſchloſſener Raumwirkung vereinigt. Durch Auguſt den Star⸗ ken wurde Dresden auf Menſchenalter hinaus füh⸗ rend im deutſchen Sammlungsweſen. Eine beſon⸗ dere Stellung errangen ſich jetzt die Gemäldegalerien, an ihrer Spitze die Galerie des Erzherzogs Leopold Wilhelm in Brüſſel. Eine andere berühmte Ge⸗ mäldeſammlung des Barock, die an Rubens⸗Bildern reichſte kurpfälziſche Galerie in Düſſeldorf, heute in der Münchner Pinakothek, iſt in alten Abbildungen erhalten, in einem Kupferſtichwerk, und bezeugt, daß in dieſer Zeit die Gemälde in großer Dichte und nach dekorativen Geſichtspunkten aufgehängt wur⸗ den Das ſehen wir auch an der faſt ganz im ur⸗ ſprünglichen Zuſtand noch bewahrten Gemälde⸗ galerie Friedrich des Großen in Sausſouci. Was in den früheren Ithrhunderten die Kirchen und Klöſter, das werden im Barock die fürſtlichen und adligen Schlöſſer: Vereinigungspunkte von Erzeugniſſen des Kunſthandwerks aller Zweige; eine Reihe von ihnen iſt ja nach dem Weltkriege als„Schloßmuſeum“ zu Zielpunkten der Kunſtkenner des In⸗ und Auslan⸗ des geworden. Unter der Einwirkung der wachſenden Anteil⸗ nahme an der griechiſch⸗römiſchen Bildnerei ent⸗ wickelten ſich im Verlaufe des 18. Jahrhunderts die Sammlungen antiker Bildhauerkunſt, voran die in Dresden, die ſpäter Winkelmann entſcheidende An⸗ regungen gab, die Friedrichs des Großen im„Antiken⸗ Tempel“ in Potsdam, die im„Muſeum Friderizia⸗ num“ in Kaſſel, des Fürſten von Deſſau in Wörlitz. Einen tiefen Einſchnitt bedeutet das Zeitalter der franzöſiſchen Revolution und der napoleoniſchen Kriege um 1800. Mit der Auflöſung der alten ſtaat⸗ lichen und geiſtlichen Gewalten ſchlägt das Muſeums⸗ weſen eine ganz neue Richtung ein, indem die für einen kleinen Kreis geſchaffenen fürſtlichen Kabinette erſetzt werden durch öffentliche, nach wiſſenſchaftlichen Geſichtspunkten angelegte Sammlungen in eigenſt dafür errichteten Bauten, durch Muſeen im Sinne unſerer Zeit. Die damals herrſchende Vorliebe für die Antike hat der ganzen Gattung jetzt die äußere Form und auch den Namen gegeben,„Muſeum“, d. h. ursprünglich Muſentempel. reicher geiſtlicher Stiftungen hatte kurz vorher eine große Zahl von Kunſtwerken des Mittelalters hei⸗ matlos gemacht, aber ein gütiges Geſchick hat uns damals eine Reihe von Privatſammlern beſchert, welche vieles davon gerettet haben, was bald darauf in die neuentſtehenden Muſeen geborgen wurde. Die Aufhebung zahl⸗ Die erſten öffentlichen Muſeen entſtanden im erſten Drittel des 19. Jahrhunderts in Berlin durch Friedrich Schinkel und der Gebrüder von Humboldt, in Mün⸗ chen durch Ludwig., deſſen vorbildliche Schöpfun⸗ gen der Glyptothek und der Pinakothek ſich an den Namen des Baumeiſters Klenze knüpfen. In der zweiten Hälfte immer reichere Gliederung ein in Muſeen für Ge⸗ mälde, Bildwerke, graphiſche Sammlungen(Kupfer⸗ ſtichkabinette), Kunſtgewerbe, vaterländiſche und Hee⸗ resgeſchichte, für die heute ſo wichtige Vorgeſchichte und zuletzt— ſieht man von den Muſeen für Tech⸗ nik und Naturgeſchichte ab— die Muſeen für matkunde. Gerade die Heimatmuſcen, Wilhelm III. unter Mitwirkung von des 19. Jahrhunderts trat eine Hei⸗ deren faſt jede kleinere Stadt heute eines beſitzt, haben mit der Wiederbeſinnung unſeres Volkes auf ſeine Grund⸗ lagen eine ungemeine Bedeutung gewonnen; ſie ſind, in Gemeinſchaft mit den Schulen, den Heimat⸗ verbänden und Volksbildungsvereinigungen beru⸗ fen, an den brennenden Fragen der Heimatpflege, des Denkmal⸗, Tier⸗ und Naturſchutzes, der Erd⸗ kunde, der Landesplanung und des Siedlungsweſens klärend und ſchöpferiſch mitzuwirken. So ſind alſo unſere Muſeen, aus den Ueberliefe⸗ rungen der großen Vergangenheit unſeres Volkes hervorgewachſen, im letzten Jahrhundert zu Stätten echter Volksbildung geworden, ebenſoſehr Bewahrer des Ueberkommenen wie Mitarbeiter an der Geſtal⸗ tung der deutſchen Gegenwart und Zukunft. Die Einführungsſtunde zum 7. Akademiekon⸗ zert fällt. aus. Infolge der Wahl vorbereitungen muß die auf Samstag, den 28. März, abends.30 Uhr, angeſetzte Ein führungsſtun de zum 7, Akademiekonzert abgeſetzt werden. Wegen der Wahl kann die Einführungsſtunde auch am Sonntag nicht ſtattfinden. O Deutſche Muſik in Paris. Das Dresdener Streichquartett, beſtehend aus den Herren Fritzſche, Schneider, Kaufmann⸗Stierl und von Bü⸗ low weilt ſeit einigen Tagen in Paris. II. a. er⸗ freuten die Künſtler die Deutſche Gemeinſchaft im Deutſchen Haus mit ihrer Kunſt. Auch im Deutſch⸗ Akademiſchen Austauſchdienſt fand ein überaus gut beſuchtes Konzert ſtatt. Maßgebliche Vertreter aus dem akademiſchen Leben von Frankreichs Hauptſtadt ſowie viele ſranzöſtſche Studenten waren trotz der politiſch geſpannten Lage zahlreich erſchienen, um zu beweiſen, daß die Kunſt über dem Tagesſtreit ſteht. Der Erfolg war ungewöhnlich groß und herzlich. Erkennungszeichen der Flugzeuge aller Länder wund Flug⸗ formationen der Luftwaffe. Schautafel 3 15 70 und 15 Seiten Text. Mit vielen Bildern. 80 Pfg. Franckh'ſche Verlags handlung, Stuttgart. 5 Auf einer großen Tafel ſieht man die Abzeichen der Mkitär⸗ und Verkehrs; euge von 49 Staaten. Das Teytheft zeigt, wie die Flugzeuge ſich zu den Formationen von Kette, Staffel. Schwarm und Geſchwader zuſammen⸗ fügen, in Maſicht und Schema von oben und non der Seite. Für alle, die ſich für das Flugweſen intereſſieren, für Lußt⸗ waffe und Luftſchutz iſt dieſe Schrift gufſchlußreich und wichtig. i 6. Seite/ Nummer 143 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 26. März 1986 Humntsclitæs — Unter den Jubelrufen von über einer Million Zuſchauern, die ſich an den Ufern des Clyde aufge⸗ ſtellt hatten, verließ der Rieſendampfer„Queen Mary“, der Stolz der engliſchen Schiffbauer und der Cunard⸗Line, ſeinen Platz in der Werft von Clydebank und glitt langſam und majeſtätiſch fluß⸗ abwärts nach Greenock zu, wo ſich der Clyde zum offenen Meere weitet. Die außerordentliche Auf⸗ gabe, den rieſigen Schiffskörper durch die enge Fahrtrinne und um die vielen Kurven des Fluſſes ſicher zum offenen Ozean zu geleiten, konnte nicht durchgeführt werden, ohne daß die„Queen Mary zweimal, wenn auch nur leicht, auf Grund lief. Nur knapp entging das Schiff einem dritten Auflaufen. Von maßgebender Stelle wird jedoch erklärt, daß der neue Rieſendampfer durch dieſe kleinen Zwi⸗ ſchenfälle in keiner Weiſe gelitten hat. Die ganzen Manöver wurden erſchwert durch einen leichten Wind, der das rieſige Fahrzeug mehrfach aus der Kontrolle der acht Schlepper zu bringen drohte. Ob⸗ wohl der Dampfer mit eigener Kraſt lief, geriet er ſchon eine halbe Stunde nach ſeinem Start in den ſeichten Sumpf ſeitlich der eigentlichen tiefen Fahrt⸗ rinne und fuhr zum erſten Male bei Newſhott Is⸗ land an Heck und Bug zugleich auf Grund. Nahezu eine halbe Stunde bemühten ſich die kleinen, aber kräftigen Schlepper in dichten Wolken ſchwarzen Rauches, unterſtützt von den eigenen Schrauben der „Queen Mary“ den feſtgefahrenen Dampfer frei⸗ zubekommen. Schließlich konnte der Dampfer lang⸗ ſam wieder in die Fahrtrinne bugſtert werden und vorſichtig die weitere Fahrt dem Meere zu fort⸗ ſetzen. Aber kaum hatte das Schiff weitere 500 Me⸗ ter flußabwärts zurückgelegt, als es erneut am Bug auflief. Scharfe Kommandos erklangen, die Schrau⸗ ben des Dampfers arbeiteten mit voller Kraft rück⸗ wärts, die Schlepper preßten und zogen und nach 20 Minuten war dag majeſtätiſche Schiff wieder flott und glitt weiter. Immer wenn das Schiff in ſeiner Bewegung einhielt, fiel ein tiefes Schweigen auf die Menge der Zuſchauer, welche die Flußſeiten ſäumten. Sie hielten ſekundenlang den Atem an, und wenn dann die„Queen Mary“ wieder frei kam, ertönte aus Hunderttauſenden von Kehlen freu⸗ diger Jubel und begleitete das Schiff auf ſeiner weiteren Fahrt. Die gefährlichſte Kurve bei Bow⸗ ling wurde vorſichtig umfahren und glücklich nahm der langgeſtreckte Schiffskörper— nach einigen Au⸗ genblicken atemraubender Manöver— mit etwas erhöhter Geſchwindigkeit, doch immer noch langſam und majeſtätiſch, die Weiterfahrt auf. Einen Augen⸗ blick lang hatte man befürchten müſſen, ein neues Aufbauſen ſei unvermeidlich, aber die Schlepper ar⸗ beiteten mit rauchſpeienden Kaminen und in der letzten Sekunde wurde die Gefahr glücklich abge⸗ wendet. In Greenock paſſierte die„Queen Mary“ den ausgebrannten franzöſiſchen Ozeandampfer„At⸗ lantique“ Als Gruß für das unglückliche Schiff ließ die„Queen Mary“ alle Sirenen und Pfeiſen ertö⸗ nen, deren Ton weithin über das Meer hallte. Zahl⸗ reiche Flugzeuge zogen ruhige Kreiſe über dem meerwärts gleitenden Schiff. Beſucher aus allen Teilen Großbritanniens beobachteten ſo aus der Vogelſchau die Anfahrt des Dampfers, der ſchließ⸗ lich ſicher und unter dem Jubel der Hunderttauſende das offene Meer erreichte. * — Eine aufregende Jagd nach einem Ochſen ſpielte ſich an der Südküſte Englands in der Höhe von Bridport— im Aermelkanal ab. Ein ſtarker Ochſe, der in das ſtädtiſche Schlachthaus von Brid⸗ port gebracht werden ſollte, ahnte wohl, welches Schickſal ihm bevorſtand, riß ſich von den Treibern los, raſte kreuz und quer durch die Straßen, kam in die Hafengegend und ſprang kurzerhand über die Kaimauer ins Waſſer. Wie ein geübter Schwimmer ſtrebte er mit wuchtigen Beinſchlägen der Hafen⸗ ausfahrt zu und gelangte auch richtig ins offene Meer. Die Treiber hatten ſich inzwiſchen ein Boot ausgeliehen und ruderten dem vierbeinigen Kanal⸗ ſchwimmer mit aller Kraft nach. Es gelang ihnen auch tatſächlich, den Ochſen zu überholen und ihn, nachdem er mehr als eine Meile im Aermelkanal zurückgelegt hatte, ans Ufer zu drängen. Dort hatte ſich ſchon eine große Menſchenmenge angeſammelt und einige beherzte Männer verſuchten den Ochſen einzufangen. Dieſer aber gab das Spiel noch nicht verloren und raſte jetzt im Galopp am Strand ent⸗ lang. Erſt als er ſich wiederum ins Meer ſtürzte, konnten ihn die Treiber feſthalten und nach Anle⸗ gung einer Sicherungskette nunmehr ohne weiteren Zwiſchenfall zur Schlachtbank geleiten. * — Die feuerglühende Aſche des Veſuns, die ge⸗ rade zur Wahlzeit über Pompeji einbrach, hat uns die Kenntnis überliefert, wie ſich im Jahre 600 v. Chr. der Kampf um die Stimmen des Volkes ab⸗ ſpielte. In den von der Spitzhacke des Archäologen freigelegten Mauern der alten Römerſtadt finden wir gleich die erſten— Wahlplakate. Während uns in dieſen Tagen die Zeitungen von den Taten kün⸗ den, auf die ſich der Führer bereits berufen kann, gebrauchten die ſtreitenden Parteien damals Wände und Mauern zu nichts anderem, als zu gehäſſigen, perſönlichen Anfeindungen der Gegner.„Alle Gau⸗ ner ſtimmen für Vatinius als Ortsleiter!“ Dieſen Wahlaufruf ließ natürlich der Gegenanwärter an⸗ bringen. Vatinius parierte mit dem Zuſatz, den er darunter machte:„weil auch ſie wie die anſtändigen Römer erkennen, daß er tüchtig und aufrichtig iſt“, ſo glücklich, daß er ſchließlich doch gewählt wurde. Zu jener Zeit wurden noch nicht Großtaten der Tech⸗ nik und der Volkswirtſchaft in die Waagſchale ge⸗ worfen. Damals waren die Fragen, um die es ging, noch ſo wenig wichtig, daß ſie uns heute nur lächer⸗ lich erſcheinen.„Wer ſchmackhaftes, gut verdauliches Brot eſſen will, wählet Priſius!“ oder:„Wählet Korian, er war zeit ſeines Lebens noch nicht ein ein⸗ ziges Mal betrunken!“ Mit ſolchen Hinweiſen wurde damals nach der Stimme des Wähßhlers geangelt. Heute ermöglichen es die Errungenſchaften der Tech⸗ nik dem Führer und ſeinen Mitarbeitern, in einer einzigen Wahlrede zu Hunderttauſenden von Men⸗ ſchen zu ſprechen. Im alten Rom ſtellte es ſchon eine„gewaltige Kundgebung“ dar, wenn ſich ein Häuflein von etlichen hundert Menſchen um einen Redner geſchart hatte. Wer ſich für eine Herab⸗ ſetzung der Preiſe von Salben, Oelen und ſonſtigen Schönheitsmitteln einzuſetzen verſprach, wer die ſeurigſten Pferde für die Zirkusſpiele ankaufen wollte, oder wer ganz neue Arten von Vergnügun⸗ gen einzuführen gedachte— der konnte ſeines Sie⸗ ges in der Wahl ſicher ſein. Hatten die Frauen auch kein Stimmrecht, ſo überſtürzten ſte ſich doch in der Beeinfluſſung der Männer. Manche Schöne, die da⸗ bei ihrer Zunge zuviel zumutete, litt noch Wochen nach der Wahl an Heiſerkeit. Aber ſelbſt dafür ſind uns Beweiſe erhalten, daß die Frauenwelt vor zwei⸗ einhalb Jahrtauſenden ſo ausgiebig und handgreif⸗ lich in Wahlkämpfe eingegriffen hat, daß ihre Ver⸗ treterinnen zu Hunderten ärztliche Hilfe in Anſpruch nehmen mußten. * — Der alljährliche Flug der Zugvögel nach dem Süden und ihre Heimkehr über Strecken von vielen tauſend Kilometer wird als eine der großartigſten Naturerſcheinungen überall bewundert, weniger be⸗ kannt aber iſt die Tatſache, daß ſebbſt ſo kleine unnd hauchzarte Geſchöpfe wie es die Schmetterlinge ſind, gegen alle Unbilden die Witterung weite Flüge über Land und Meer unternehmen. Auch ſie bringen es dabei zu Leiſtungen von vielen tauſend Kilometer. Zu den ausdauerndſten Fliegern gehört der Kohl⸗ weißling. Schwärme dieſes Schmetterlings hat man oft über die Oſtſee ziehen ſehen. In ſo großen Scharen treten ſie auf, daß ſie einer Schneewolke gleichen. Zu den Rekorofliegern gehört auch der Diſtelfalter, der in manchen Jahren beſonders zahl⸗ reich in England auftritt, während ſeine eigentliche Heimat in Zentralafrika zu ſuchen iſt. In Millionen⸗ ſcharen überqueren dieſe kleinen bunten Geſchöpfe die Wüſte Sahara, machen einen kurzen Aufenthalt in Nordafrika und ſetzen ihre Reiſe dann nordwärts weiter fort. Manche gelangen ſogar bis nach Island. Erſte Südamerikareiſe des L8 129 — Berlin, 25. März. Die Deutſche Zeppelin⸗Reederei teilt mit: Die erſte Ausreiſe des neuen Luftſchiffs„L3 120“ nach Südamerika am 30. bis 31. März findet noch von Friedrichshafen aus ſtatt. Fahrgäſte, die an dieſer erſten Ueberſeereiſe des neuen Luftſchiffes teil⸗ nehmen, werden ſich noch in Friedrichshafen verſam⸗ meln. Die zweite Ausreiſe nach Südamerika findet nach Fertigſtellung des neuen„Flug⸗ und Zeppelinhafens Frankfurt a..“ von Frankfurt a. M. aus ſtatt. Berlin größter Flughafen der Welt — Berlin, 25. März. Auf dem Tempelhofer Feld iſt Anfang Februar mit den Bauarbeiten zur Erweiterung des Flug⸗ platzes begonnen worden, die Berlin zum größ⸗ ten Flughafen der Welt werden laſſen. Durch dieſes gigantiſche Werk, das auf die unmittelbare Initiative des Führers zurückgeht und maßgeblich von ihm beeinflußt wurde, wird die gegenwärtig 600 Morgen umfaſſende Anlage auf rund 1600 Mor⸗ gen erweitert werden. Allein das Rollfeld, das jetzt 1 Kilometer mal 1 Kilometer mißt, wird einen Umfang von 2% Kilometer mal 1% Kilometer er⸗ halten. In 15 etwa zwölf Meter hohen Großhallen, oͤie mit ihrer in einem Oval verlaufenden Front von 1500 Metern Länge ein geſchloſſenes Ganzes Ihnen ſcheint der unbeirrbare Zugtrieb innezuwoh⸗ nen, und mam hat beobachtet, daß ſie eine ganz be⸗ ſtimmte Linie einhalten. Ja, es iſt vorgekommen, daß Schmetterlinge ihren Zug durch das offene Fen⸗ ſter eines Hauſes genommen haben oder daß ihnen ein Eiſenbahntunnel zum Weg dienen mußte, wenn ſich den kleinen Fliegern ein Gebirge als Hindernis entgegenſtellte. Jedenfalls vermeiden ſie unter allen Umſtänden, einen Umweg zu machen, als ſei ihnen von einer höheren Macht ein ganz beſtimmter Reiſe⸗ weg vorgeſchrieben worden. * — In Schanghai wurde eine amtliche Statiſtik über die Schäden veröffentlicht, welche chineſiſche Banditen im Jahre 1935 in der Provinz Hopei au gerichtet haben. Danach wurden 37 Dörfer geplün⸗ dert und 4000 Gebäude vernichtet, wodurch ein Heer von Obdachloſen entſtand, das von der Regierung wieder unter Dach und Fach gebracht werden mußte. Die Wiederaufbauarbeiten erforderten einen Koſten⸗ aufwand von 10 Millionen chineſiſchen Dollar. Dabei iſt der Verluſt an Menſchenleben und die Ver⸗ wüſtung an Kulturland nicht eingerechnet, auch nicht der Verluſt an geraubtem und getötetem Vieh. Gegen die Banditen mußten verſchiedene Expeditio⸗ nen der Regierungstruppen unternommen werden, die ebenfalls enorme Koſten verurſachten. Beſonders die Bande des Lien Kwei Tang machte große Schwie⸗ rigkeiten. Vor wenigen Monaten konnten ſechzehn Mitglieder ſeiner Räubergeſellſchaft gefangen und erſchoſſen werden. * — Der Ban des Olympiſchen Dorfes in Berlin iſt jetzt ſo weit ſortgeſchritten, daß man daran gehen kann, die 158 Häuſer, in denen die Sportler aller Nationen untergebracht werden ſollen, auszumalen. Als Themen ſind Stadtanſichten gewählt worden, und zwar Motive aus größeren oer bedeutenderen deutſchen Städten. Die Städte werden dann für das betreffende Haug die Patenſchaft übernehmen, ſo daß die Unterkunftshäuſer des Olympiſchen Dorfes einen Querſchnitt durch alle deutſchen Gaue geben wer⸗ bilden, werden Unterſtellmöglichkeiten für nicht we⸗ niger als 120 Großverkehrsflugzeuge ſowie zahl⸗ reiche Sport⸗ und Gaſtmaſchinen geſchaffen. Im Jahre 1939 dürfte der Weltflughafen in vollem Um⸗ fange betriebsfertig ſein. Eiſenbahnunglück Rom— Florenz — Rom, 25. März. Auf der Strecke Rom Florenz entgleiſten in der Nähe des Tvaſimeniſchen Sees infolge Achſenbruchs des Heizwagens vier Schnellzugwagen. Drei Fahr⸗ 222 wurden getötet, 12 zum Teil ſchwer ver⸗ etzt. Neues Hochwaſſer in Amerik — Neuyork, 25. März. Das bereits gemeldete Hochwaſſer des Ohio⸗ Fluſſes hat weitere rieſige Gebiete überſchwemmt und Dutzende von Ortſchaften in Südweſt⸗Ohio, Kentucky und Indiana unter Waſſer geſetzt. 20 000 Menſchen ſind durch die neuen Ueberſchwemmungen oboachlos geworden und 10 Perſonen ſind den Flu⸗ ten erneut zum Opfer gefallen. Weite Gebiete von Wisconſin ſind durch Ueberſchwemmungen der über die Ufer getretenen Nebenflüſſe des Miſſiſſippi überflutet. Auch der Miſ⸗ ſiſſippi ſteigt raſch und unaufhörlich. a Im Stadtgebtet von Tyler(Texas) ſowie weiten Gegenden am Nord⸗Miſſiſſippi richteten Wirbel⸗ ſtürme großen Schaden an. —— 77777777.——..—..—˙ĩ§êéß..— den. Auf Wunſch des Reichserziehungsminiſterg dt die Ausmalung der Häuſer den Studierenden der deutſchen Kunſthochſchulen übertragen worden. Die jungen Künſtler haben ſomit eine Möglichkeit, in einer großen gemeinſamen Arbeit ihr Können der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Beteiligt ſind die Akademien in Dresden, Düſſeldorf, München, Stutt⸗ gart, Karlsruhe, Kaſſel, Königsberg und Berlin ſo⸗ wie einige Kunſtgewerbeſchulen, u. a. Frankfurt a. M. *. — Seit urdenklichen Zeiten beſtimmt es bie Sitte im Reiche der Mitte, daß der Chineſe bei Trauer weiße Gewänder anzulegen hat. Bis auf den heu⸗ tigen Tag iſt mit dieſer Tradition in China nicht gebrochen worden. Die Regierung in Nanking ver⸗ folgt jedoch ſeit geraumer Zeit ein anderes Ziel ſie ſucht eine Angleichung an die Sitten und Ge⸗ bräuche des Weſtens. Infolgedeſſen hat ſie nun eine Verordnung erlaſſen, wonach in Zukunft auch in China nur noch ſchwarze Trauerkleider getragen werden dürfen. Dieſe Beſtimmung hat ſelbſtver⸗ ſtändlich großes Aufſehen unter der chineſiſchen Be⸗ völkerung hervorgerufen. Teilweiſe hat ſich auch energiſcher Widerſtand geregt. Da in dieſer neueſten Veroronung jedoch ſtrenge Strafen für Zuwider⸗ handelnde vorgeſehen ſind, iſt damit zu rechnen, daß ſich oͤieſe neue Sitte durchſetzen wird. war ein Sorgenkind. Nichts ſchlug bei ihm recht an. Seit kurzem aber gedeiht er prächtig. Was iſt geſchehen? Seine Mutter iſt auf den glücklichen Gedanken gekommen, ihm jeden Lag einen Dr. Oetker⸗ Pudding zu geben. Das war das Richtige! Achtang ⸗ ansſchneidenl Preisaufgabel WösTENroRT Vin H OMAN VON IAN OIS ENB IRA 13 Sie wartete einen Augenblick. Machte keiner den Verſuch, den Mund zu öffnen? Sie ſah, der Große ſchoh ihr einen Stuhl hin, alſo, die Leute wußten am Ende doch, wie man ſich benehmen muß. Qſot merkte plötzlich, daß die Männer betrunken waren, ſo vollkommen betrunken, wie nur verwilderte Sol⸗ dateska ſein kann. Nun, dann war es ja halb ſo ſchlimm, jetzt begriff ſie die Situation ſchon beſſer. Das waren beſtimmt nicht die Kommandanten, man wird bald kommen und ſte holen. Unterdeſſen ſind dieſe Herren hier zu beſchäftigen. Man mußte nett zu ihnen ſein und ihnen etwas zu tun geben. Mot faßte in ihre Taſche und kramte fieberhaft. Da war es endlich, das Zigarettenetui! Sie öffnete es und ſtreckte es Achilles entgegen. Der Grieche kam langſam zu ſich. Die Nebel vor ſeinen Augen teilten ſich. Er ſah eine Frau— wie kam ſie hierher? Gleichgültig... Eine verteufelt hübſche Frau im Fort. Man wußte doch, was ſich gehörte!— Achilles ſprang auf und verbeugte ſich. Er neigte ſich über die Hand, die das Etui hielt. „Ich geſtatte mir“, ſagte er und verzog ſeine Fratze zu einem ſüßen Lächeln. Als er eine der Zigaretten gefaßt hatte, fühlte er ſich plötzlich ſehr leicht, er flog. Er ſauſte durch das ganze Zimmer, hundert Kilometer weit, ſchien ihm, und klatſchte, von'Murphys kräftigen Armen hin⸗ geſchleudert, gegen die Wand. Dort lag er wie eine Mücke. die gegen eine Fenſterſcheibe gerannt iſt. Er ſah auf und wiſchte ſich das Blut aus dem Geſicht. BYſot war aufgeſprungen, ſie ſtellte ſich hinter ihren Stuhl, ihre Hand umklammerte den kleinen Revolver in der Taſche. Vor ihr ſtand der Rieſe, er hatte ſeine Arme weit ausgebreitet und murmelte irgend etwas. „Sky“, murmelte'Murphy.— Er wollte nach ihr faſſen. „Wenn Sie mich berühren, ſchieße ich“, rief Mot ſchrill, wie in einem raſenden Angſttraum, und hob Da flog ihre Hand ſchon beiſeite und der Revol⸗ ver klirrend zu Boden. Sie ſah nichts mehr, ſie ſchwebte, etwas umklammerte ſie hart, ihr Geſicht wurde gegen eine dumpfe, behaarte fleiſchige Maſſe gedrückt, ſie hatte ein übelriechendes Stück Stoff zwiſchen den Zähnen und konnte nicht mehr atmen. „Sky.. ich wußte, du kommſt wieder!“ O' Murphy preßte ſie an ſich, er ſuchte ihr Geſicht. Yſot ſchrie. Sie fühlte, wie der Griff ſich löſte. Sie taumelte rückwärts und ſtreckte die Arme ab⸗ wehrend vor. Dann öffnete ſie die Augen. Ein Stuhl traf ſchmerzhaft ihren Schenkel. Vor ihrem Fuß wälzten ſich zwei Männer in erbittertem Kampf. Der kleine Schwarze hatte ſich im Nacken des Rieſen, der auf ihm lag, verbiſſen. Er umklam⸗ merte den Hals des Großen und würgte ihn. Der Große wandte ihr das gerötete Geſicht zu, ſeine verzerrten Züge, er griff hinter ſich und packte des Kleinen Arm. Da begann der Kleine piepſend und dünn wie eine Maus zu ſchreien, er ließ den Hals des Großen los und ſank zurück. Träge richtete O' Murphy ſich ſo weit auf, daß er kniete. Nſot wich zur Tür zurück und taſtete nach der Klinke. Knurrend erhob ſich der Rieſe und ſtolperte mit einem großen Schritt auf ſie zu. „Aimée!“ ſchrie Achilles,„ſie gehört mir!“ Als O' Murphy ſich umwandte, ſtand Dot ſchon auf dem Gang. Ihre Beherrſchung verließ ſie, ſie ſtürzte davon, den dunkeln und engen Gang entlang, in die Finſternis. Sie hörte die polternden Schritte des Großen hinter ſich.— Der Gang iſt zu Ende!— Wenn ſie wenigſtens ihren Revolver noch hätte!— Sie ſchlägt die Hände vors Geſicht.— Da hört ſie jemand ſchreien— es iſt eine andere Stimme. Sie öffnet die Augen. Schnaubend ſteht der Rieſe vor einem Manne, einem ſchmaleren, kleineren. Der Kleinere hebt die Hand und ſagt etwas. Der Große holt aus— wird er ihn ſchlagen? „Wache!“ rief Hauſer. Aus dem Dunkel traten gwei Araber. Da ſenkte O Murphy die Arme und ging wankend zu dem Zimmer zurück. Was hatte er tun wollen? War er wahnſinnig? Er wollte Hauſer ſchlagen, Hauſer!— An allem den kleinen Revolver. waren die Weiber ſchuld Sein Kopf brannte. Er ging zu ſeinem Bett, an Achilles vorüber, der ihn kampfbereit mit blutigen Händen erwartete. Er warf ſich hin und verſteckte das Geſicht in der Decke. Seine Schultern zuckten. X. Miß Brown. Yſot zog die zerriſſene Jacke zuſammen. Sie hob die Augen und richtete ſie feſt in Hauſers Geſicht, der ſtumm und abwartend vor ihr ſtand. Blut ſummte in ihren Ohren. Was war geſchehen? Nichts, nicht wahr? Alſo, weshalb ſummte das Blut? „Ich danke Ihnen.“ Der Mann, der vor Miene. „Sie ſcheinen der einzige in dieſem Fort zu ſein, der weiß, was ſich gehört“, ſagte ſie leiſe. Sie wußte jetzt, ihre Kraft war begrenzt. Sie hatte ſich vorgenommen, einen Berg zu beſteigen, einen rieſenhaften Berg, ſie war erſt am Fuße, und ſchon verließen ſie die Kräfte Auch dieſer Mann antwortete nicht. Sie blickte in das ausgebrannte Geſicht, in die ruhigen kalten blauen Augen des unbeweglichen Mannes. Er mußte ſprechen, ſte würde warten. Da— er ſprach: „Sie waren in dem Auto?“ Lächerlich! Das hatte er auch ſchon bemerkt!— Sie regte ſich nicht. Hauſer wandte ſich ſchroff um, nachdem ſein Blick auf ihre Kleider gefallen war—: „Ich werde Ihnen einen Raum anweiſen laſſen, wo Sie ſich umkleiden können. Meine Offiziere werden ſich bei Ihnen entſchuldigen.“ Er nickte leicht mit dem Kopf und war ſchwunden. Hot ſtand allein. Sie blickte in den dunklen Gang, der vor Hitze kniſterte. Was konnte noch ge⸗ ſchehen? Nichts! Dieſer Offizier mit den kalten Augen war ſicherlich der Kommandant. Und er ließ nicht zu, daß ihr etwas geſchähe— die Offiziere wür⸗ den ſich entſchuldigen Zwei Eingeborene kamen mit einer Sie verbeugten ſich tief. „Wir ſollen immer an der Seite der Hanum bleiben“, ſagte leiſe der eine.„Wir ſollen die Ha⸗ num in ihr Zimmer geleiten und ihre Koffer holen.“ Der Araber richtete ſich auf, ſein kühnes braunes ihr ſtand, verzog keine ver⸗ Oellampe. Geſicht ſah unbeweglich an ihr vorbei. Er ging ihr voraus, ſtieg eine Treppe hinauf und öffnete die Tür zu einem ſchmalen, leeren Raum. Yſot trat ans Fenſter. Sie konnte den mond⸗ blauen Hof überblicken. Dort ſtand ihr Wagen, von einer Menge neugieriger Soldaten umgeben. Ein Mann mit Gewehr hielt Wache, er ſtand am Führer⸗ ſitz und geſtikulierte heftig, während zwei andere die Koffer abſchnallten. Yſot fühlte an ihr Herz, das ruhig ſchlung. Sie war im Fort, hatte ein Zimmer angewieſen bekommen. Was wollte ſie mehr? Glaubte ſie viel⸗ leicht, man würde ſie mit offenen Armen empfan⸗ gen? Es war ſo geglückt, wie ſie es gewünſcht hatte. Man hatte ihr nichts getan, und die Arbeit ſtand noch bevor. Sie glaubte jetzt einigermaßen die Situation zu überſehen. Der Kommandant würde nie zugeben, daß ſich ihr jemand näherte. Er hielt auf Diſsiplin, Da kamen auch ſchon ihre Koffer. Eine Pritſche wurde aufgeſchlagen. Man richtete ſich alſo für längere Zeit ein? Es lag ja in ihrer Macht, dieſe Zeit abzukürzen Hot verſchloß die Tür, ſie lauſchte. Ein Mann ging auf und ab— eine Wache war ihr jetzt ange⸗ nehm, noch nie hatte ein Gefangener einen Wächter ſo freudig empfunden Da war ja auch Waſſer. Sieh einmal an, ein Ge⸗ fängnis mit Komfort. 5 Sie öffnete ihren kleinen Koffer und wählte mit Bedacht ein einfaches Sportkleid. Sie hatte keine Angſt mehr, Frau unter dieſen Männern zu ſein. Im Gegenteil, es war ihre Waffe! i Sie richtete ſich mit flinken Händen das Zimmer ein. Man ſollte wiſſen, daß eine Frau hier wohnte. Das Zimmer wird ihre Zitadelle ſein. Wenn ſie ſich zurückzieht von dem ſchweren Kampf, in einer Feuerpauſe, um friſche Kräfte zu ſammeln ſo wird das Zimmer, der kleine Spiegel, den ſie ſchon ſeit ſechs Jahren mit ſich führt, auf allen Reiſen und Streifen, und der jetzt hier an der Wand eines ein ſamen Wüſtenforts hängt, der braune Koffer, der alle ihre Reiſen mitgemacht hat, der Kamm aus Sil⸗ ber— alle dieſe Gegenſtände werden ihr neuen Mut einflößen und ihr zeigen, daß ſie nicht allein iſt. Es klopfte. Ein Araber trat ein. „Die Hanum wird in das Zimmer des Komman⸗ danten gebeten.“ (Fortſetzung folgt) S 8 01 . 2 N ſe 4 11 No N 31 m 0 G N f a g ö 5 1 * 5 . 1 7 4 7 7 ⸗ 7 9 4 4 6 8 5 5 — f * R 2 2. u fre deer r N 1 andere Sportveranſtaltungen ſtatt. Donnerstag, 28. März 1936 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Der deutſche Sport geſchloſſen in der Gefolgschaft des Führers einer Sportpartei— Reichstagswahl und Straßenbahnanſchluß Luftiges Anternehmen Am Tage ber Reichstagswahl wird auch die deutſche Sportbewegung nicht müßig ſein. In 45 000 Turm, und Sportvereinen ſolgen Männer und Frauen dem Aufruf des Reichsſportfüührers von Tſchammer und Oſten, in dem die umerſchütterliche Gewißheit ausgeſprochen wird, daß ſich am 29. März die Koronnen der Millionen wohlberechtigter Durner und Sportler wie ein Mann mit einem Willen zu den Urnen dieſer weltgeſchichtlichen Wahl in Bewegung ſetzen werden. „Wie ein Manm“— es gab Zeiten, da ſah es anders aus in Deutſchland. Wenn man heute aus dem feſten Gefüge des deutſchen Sports, dem Reichsbund für Leibesübungen, zurückſchaut auf jene Zeiten, do die Parteien um die Stim⸗ men der Sportler buhlten, wird man ſich erſt ganz der Größe unſerer Tage bewußt. In erbitterber Fehde ſtanden — 7 N 8— 9 88— — +, 5 7 S ö 7, . 70 7 Zeichnung Felix Albrecht ſich de Sportorganiſationen der„Werktätigen“ und der „Bürgerlichen“ gegenüber, und dieſen Bruderkrieg nutzten die Parteien aus. Die jungen Menſchen drängten zwar hergus aus dem Chaos der politiſchen Meinungen in die reinere Luft des Sports, aber von Wahlverſprechungen ver⸗ ſchont blieben ſie auf dem Sportplatz nicht. Das Heer der deutſchen Turner und Sportler war in der damaligen Zeit zahlenmäßig ſchon ein machtpoller Faktor im Leben unſeres Volkes und die Parteien ſetzten viel ein, um ſich dieſe Stimmen zu ſichern. Alleim die„Zentralkom⸗ miſfion für Arbeiterſport und Körperpflege“ zählte je elf angeſchloſſene Verbände mit 17 450 Vereinen und 1327 000 Mitgliedern. Eiſerne Front und Rot⸗Front fielen über die ſogenannten Arbeiterſporther her und die Arbeiterſport⸗ internationale gab den Segen dazu, indem ſie ſogor einmal einen internationalen Kongreß abſagte, um die Kräſte der deutſchen Sportler für eine Reichstagswahl nicht abzulen⸗ len. Die einen hatten den Klaſſenkampf auf ihre Fahnen geſchrieben, andere ſchloſſen ſich ab von der Politik. Die einen waren polithiſch, die anderen ſaßen im Glas haus umd güngen lange vorbei an den Strömungen einer neuen Zeit. Während eine Partei es für richtig hielt, den Fonds für Labes übungen von 1,5 Milliynen auf 800 000 Mark zu kürzen, erbot ſich eine andere, den Sportſachverſtändigen zu Sitz und Stimme zu verhelfen. Die einen ſahen die For⸗ derungen der Sportler als„Eingriff in die Kompetenz der Frakttrm“ an und die anderen machten die Durchführung des ſportlichen Programms von den„würtſchaſtlichen Ver⸗ hältniſſen“ abhängig. Aus dem Für und Wider wurde dann ſogar eines Tages die„Sport⸗Portei“ geboren, und es iſt heute ein luſtiges Unternehmen, noch einmal die Spottverſe herauszukramen, mit denen der geſunde Menſchenverſtand 7 über die neue Sportpartei herzog. Vorſchläge für die zu gründende Sportpartei wurden in folgenden Sätzen dar⸗ geſtellt: 1. Sport iſt überhaupt die Hauptſache auf der Welt. 2. Jeder Klub bekommt einen Sportplatz mit Tribüne, Duſche, Laufbahn, Gaſtſtätte und Straßbahnanſchluß. 3. Wenn ein Sportler keine Arbeit hat, beſonders die Kanonen, iſt es Pflicht der Partei, dieſem ſoſort Ar⸗ beit zu verſchaffen. 4. Die Subventionen werden um das Vierfache erhöht und wenn es nicht bangt, brauchen ſich die Vereine nur an die Partei zu wenden. Für kie Profi⸗Klubs wird jedes Jahr das Deſizit aus der Stadtbaſſe gedeckt. Eine Sport⸗Partei?! SN Nun, das Gebilde des Jahres 1029 war wirklich nichts beſonderes, lediglich der Ge⸗ danke der Zuſammenfaſſung der Sportler unter gleicher Zielſetzung war des Nachdenkens wert. Doch heute haben wür nicht nur eine Sportpartei, ſondern eine Sportbewe⸗ garng, die im Deutſchen Reichsbund für Leibesübungen ihrem organiſatoriſchen Ausdruck findet. Auch hat die Sportbewegung nichts mit Parlamentsreden und Kandida⸗ tenliſten zu tun, ſondern erfüllt nur eine Aufgabe, die der Führer Adolf Hitler ihr gab: In freiwilliger Hingabe Man kann das verlorene Vorſchlußſpiel um den Hand⸗ Hall⸗Pokal nicht ohne weiteres als erledigt betrachten. Zu groß war die Enttäuſchung über die Niederlage und auch über die Spielweiſe der Elf. Dieſes Spiel war für Baden in keiner Beziehung eine angenehme Sache. Hier iſt zuerſt die Verlegung nach Landau zu nennen, die in erſter Linie ausſchlaggebend war für die Niederlage unſerer Mann⸗ ſchaft— ſelbſt unter Berückſichtigung ihres wirklich ſchwa⸗ chen Spieles.— Unſere Mannſchaft hatte den:1⸗Vor⸗ ſprung der Einheimiſchen nach der Pauſe aufgeholt. Nur wenig Beifall dankte ihr für dieſe Leiſtung. Wäre dieſe Wendung in Mannheim eingetreten, hätten die Zuſchauer es allein fertig gebracht, unſerer Elf mehr Selbſtver⸗ trauen, mehr Kampf und Ehrgeiz beizubringen. So aber galt alle Anfeuerung den Südweſtlern, die im Zwiſchenrun⸗ denſpiel gegen Mitte in einer ähnlichen Lage waren. Klar geſchlagen war zur Pauſe Daſcher mit ſeinen Spielkame⸗ raden, dann gelang das Aufholen und dem Gleichſtand folgte alsbald die Führung, wobei die beifallsfreudigen und begeiſterten Zuſchauer nicht wenig dazu beitrugen. In Landau holte Baden den Vorſprung auf, aber die Zu⸗ ſchauer blieben ihren Mannen treu und damit war Baden geſchlagen. Wir müſſen dabei reſtlos den Sieg der Süsweſtler an⸗ erkennen. Sie waren an dieſem Tag die beſſere und ge⸗ ſchloſſenere Elf, trotz eines kataſtrophalen Beginnes. Die erſten Minuten fand ſich der blauweiße Sturm gar nicht zurecht. Erſt als Freund die Sturmführung übernahm, klappte es. Bei unſerem Angriff ſah es aber über das ganze Spiel troſtlos aus. Höchſtens vier, fünf Kombina⸗ tionen konnten vorgetragen werden. Dies dazu bei einer Vereinsangriffsreihe. Wenn Tauchert ſo ſeine Schützlinge hätte ſpielen ſehen, wäre ihm beim Gedanken an die Eno⸗ ſpiele das Grauen gekommen. Die Umbeſetzung der Läuferreihe mit Keilbach(ür Rutſchmann war uns nicht verſtändlich, eher erſichtlich wäre die Beſetzung des Mittelläuferpoſtens mit dem Ketſcher ge⸗ weſen. Kritter hat aber gerade gegen Südweſt gut ge⸗ arbeitet, ſo daß man gegen ſeine Aufſtellung nichts ſagen kann. Umſtritten war Weigolds Leiſtung; ihm fehlte heute die raſche Entſchloſſenheit; wohl hielt er einige ganz ſchwere Bälle, aber zweimal in wenigen Minuten lotſte ihn Stahl in die verkehrte Ecke. Wir wollen aber mit den Waldhöfern nicht ſo ſehr ins Gericht gehen. Möge ins der Meiſter mit einer um ſo beſſeren Leiſtung in den End⸗ ſpielen entſchädigen. Burmeiſter⸗Hanburg war mit dem Spiel im gro⸗ ßen ganzen zufrieden. Allerdings meinte er, daß gerade das, was im Olympialehrgang beſonders gelehrt wurde— das ſchnelle Wechſeln im Sturm— ganz außer acht gelaſſen wurde. Eine Entdeckung war für ihn Freund als Sturm⸗ führer. Zimmermann gefiel ihm auch ganz gut, aber die⸗ ſer war nicht in ſeiner gewohnten Verſaſſung und hat da⸗ mit vielleicht etwas verſäumt. Daſcher, der Spielführer des Siegers, hat kurz das Geheimnis des Sieges ſeiner Elf gelüftet. Baden ſchlägt uns, war ſeine Meinung vor dem Spiel bei ſeinen Man⸗ nen. Wir aber wollen ſo gut wie möglich beſtehen. Als nun aber die Badener mit gar ſo arg weichem Waſſer kochten, da erſt bekamen die Südweſtler den richtigen Appetit für das Endſpiel und der Sieg gelang Reitz⸗ Frankfurt verzweifelte manchesmal während oͤes Spieles, war aber mit ſeiner Läuferreihe zufrieden, die, nach ſeiner Meinung, unſeren Sturm kaltſtellte, wäh⸗ Kleine Sport-Nachrichten SC Neuenheim und Stuttgarter Rc werden den Vor⸗ kundenkampf um die deutſche Rugbymeiſterſchaft am 5, April licht in Heilbronn austragen, ſondern vorausſichtlich in Skuttgart. In Heilbronn finden am 5. April zu viele Deutſche Erfolge gab es bei den erſten Kämpfen des Fennisturniers in Alaſſio an der italieniſchen Riviera. Lund, Haenſch, Göpfert und Dr. Buß konnten ihre ita⸗ Jelichen Gegner leicht beſiegen. 8 „Bick Schifferſtadt und Ass Thaleiſchweiler tragen ihren erſten Endkampf um die Süsdweſt⸗Ningermeiſterſchaft am Freitagabend in Schiſſſerſtadt aus. 85 185 Jerenevaros Budapeſt, der letztfährige ungariſche Fuß⸗ Lallmeiſter, wird am Gründonnerstag, 9. Aprel, in Kaſſel gegen den Sc(3 ſpielen. In der Ferencvaros⸗Elf ſpielt Dr. Saroſi mit. In die Olympia⸗Kerumanuſchaft der Schwimmer, die übrigens vom 1. April bis 31. Mai Startverbot für alle Veranſtaltungen hat, wurde der junge Magdeburger Hellene Günther Jabuſch(100 Meter Kraul) eingereiht. Frankreichs Amateur⸗Boxmeiſter wurden in Paris er⸗ mittelt. Die überragenden Könner ſind der Fliegen⸗ gewichtsmeiſter G. Fayaud und der Halbſchwergewichts⸗ weiſter R. Michelot, die ebenſo wie der Weltergewichtler Tritz, ihre Titel erfolgreich verteidigten. Verlegt wurde der Berufsboxkampfabend in der Ber⸗ liner„Neuen Welt“ mit Heuſer—Kölblin als Hauptkampf von Donnerstag auf Freitag. 5 Schwedens Degenfechter, die am Samstag in Berlin gegen Deutſchland antreten, beſiegten in Amſterdam Hol⸗ and überlegen mit 23:11 Punkten. 5 Für die Oſterreunen in Saarbrücken wurden die Dauer⸗ ahrer Wißbröcker(Hannover), Großimlinghaus(Krefeld), Leuer(Köln) und der Holländer van der Wulp verpflichtet. Die deutſche Rugby⸗Nationalmaunſchaft wird im Hinblick uf das vom 44. bis 17. Mai in Berlin ſtattlindende Länder⸗ urnier noch ein Probeſpiel gegen eine niederſächſiſche Gau⸗ gannſchaft beſtreiten. Das Spiel findet am 26. April in Hannover ſtatt. Der Rugbyländerkampf gegen Frankreich, der am kom⸗ menden Sonntag in Hannover ſtattfinden ſollte, wird nun erſt im Herbſt, vorausſichtlich in der zweiten Oktoberhälfte, durchgeführt. Austragungsort bleibt Hannover. Der Internationale Rugby⸗Verbaud wird am 15. Mai gelegentlich des Länderturniers in Berlin ſeine Jahres⸗ tagung abhalten. Ungarn und Italien haben den nächſten Fußball⸗Länder⸗ kampf zum 10. Mai nach Budapeſt vereinbart. Die letzte italieniſch⸗ungariſche Begegnung endete unentſchieden. Schiedsrichter Weingärtner(Offenbach a..) wurde zum Leiter des am 5. April in Frankfurt a. M. ſtattfin⸗ denden Studenten⸗Fußballänderkampfes zwiſchen Deutſch⸗ land und England beſtellt.. VB Stuttgart und Eintracht Frankfurt tragen ihren dritten Fußballkampf um den Graf⸗Beroldingen⸗Erinne⸗ rungs⸗Pokal am 5. April in Stuttgart aus. Jacques Cartounet, Frankreichs bekannter Weltrekord⸗ ſchwimmer, verſuchte in Paris vergeblich, des Amerikaners Higgins Weltrekord im 100⸗Meter⸗Bruſtſchwimmen zu ver⸗ beſſern. Cartonnet erreichte mit 114,3 nicht einmal ſeinen eigenen alten Weltrekord. Higgins! Zeit beträgt bekannt⸗ lich:10 Minuten. Deutſche Radrennfahrer weilen am kommenden Wochen⸗ ende in Antwerpen. Erich Metze ſtartet in den Dauer⸗ und Albert Richter in den Fliegerwettbewerben. Weltmeiſter Toni Merkeus wird Deutſchlands Farben bei den traditionellen internationalen Karfreitags⸗Rad⸗ rennen auf der Londoner Rennbahn in Herne⸗Hill vertre⸗ ten. Der Holländer van Vliet wird ſein ſtärkſter Gegner ſein. Deutſch⸗polniſche Eishockeykämpfe werden am kommen⸗ den Mittwoch und Donnerstag im Berliner Sportpalaſt ausgetragen. Als Gegner für eine Berliner Auswahl⸗ mannſchaft und den Berliner SC wurde der Akademiſche SV Poſen verpflichtet.. neben ber geiſtigen Schulung den Körper zu pflegen und zu ſtählen, frei von kleinlicher Politik, damit ein neues, ſtarkes Geſchlecht heranwachſe, das einmol würdig iſt, die große Verantwortung um Volk und Staat zu tragen. Ob Radfahrer oder Ruderer, Turner oder Fußballer, Leicht⸗ athlet oder Schwimmer, ſie alle ſtehen geſchloſſen in der Front des deutſchen Sports, der in ſich geeint einer großen Nufgabe dient. Millionen Männer und Frauen tummeln ſich auf den vorbildlichen Uebungsſtätten, die eine beſondere Pflege erfahren. Kraſtvoll drängt die Jugend zum Wett⸗ bampf, um ihre Kräfte zu meſſen und ihr Können unter Beweis zu ſtellen. Der Staat gibt dem Sport, was des Sportes iſt, und der Sport ſetzt, leoͤig aller hemmenden Feſſeln, alles ein, um körperlich tüchtige, gerade und auf⸗ rechte Menſchen zu formen, die auch den Geiſt ritterlicher Sportausübung mit in das tägliche Leben hinüber nehmen. Wenn nun heute wiederum der Ruf ergeht, mit dem Stimmzettel für das Vaterland einzutreten, ſo gibt es für den Sportler keine andere ahl, als in Dankbarkeit dem Mamne zu folgen, der dem Sportler wie dem ganzen Volk ein neues aufblühendes Leben ermöglichte. Wie ein Mann wird am 29. März die deutſche Sportbewegung der Welt den Beweis geben, daß ſie geſchloſſen und freudig in der treneſten Gefolgſchaft des Führers marſchiert. Nachklänge zu Baden⸗Südweſt rend in Wirklichkeit ſetzte. Ackermann ⸗ Hannover freute ſich über die Fairneß dieſes Spieles, war aber enttäuſcht von dem Können der badiſchen Mannſchaft. Unſere baoiſchen Vertreter, ſowohl der Gaufachamtsleiter Neuberth⸗ Karlsruhe als auch unſer Angriff ſich ſelbſt ſchachmatt es nicht geklappt und man ſehr matt geſpielt hat. Hervorragend war die Aufnahme der Spieler in Lan⸗ dau. Abends in der Feſthalle gab es noch einige herzliche Begrüßungsworte zu hören. Bürgermeiſter Stolleis dankte dem Fachamt für die Verlegung des Spieles nach Landau. Erſtaunt war man auch über den Beſuch des Spieles. Aus der Vorder-, Süd⸗ und auch Hinterpfalz waren die Anhänger gekommen und freuten ſich über den Sieg der eigenen Elf. Baden war ſchwach vertreten. Aus Gaggenau war ein Omnibus gekommen, während ſich ſonſt, in Anbetracht der großen Entſcheidung im Stadion, nur wenige Unentwegte aus Mannheim zur Fahrt entſchließen Fußball in Süd heſſen Am letzten Sonntag wurden die Spiele um den Vereins⸗ pokal fortgeſetzt. Die noch im Rennen liegenden Vereine des Bezirkes Südheſſen mußten gegen Gegner der Bezirks⸗ klaſſe Rheinheſſen ſpielen. Das beſte Ergebnis erzielte Olympia Lampertheim, die zu Hauſe den Kreis⸗ Am den StugCl 04 Lampertheim ſchlägt den Athletenklub Mainz⸗Koſtheim 13:7 Da die rei Kreis meiſten im Mannſchaftsringen des Gaues Sliheſſen— Pfalz— Saar enblich ermittelt ſind, kämpfen dieſelben um den Aufſtieg zur oberſten Klaſſe. Von den drei Vereinen aus Mainz⸗Koſtheim, Lampertheim und Neu⸗Iſenburg gibt man letzterem die meiſten Chancen, Stegte doch der alte Gau⸗Ligiſt Neu⸗Iſenburg ganz über⸗ zeugend mit 13:6 in Mainz⸗Koſtheim; es wor alſo ein ganz tigt, Im zweiten Gang mußten die Koſtheimer nach Lam⸗ pertheim und hatten hier einen ebenſo ſtarken Gegner wie im erſten Treffen. Der Rheingoldſagl war am letzten Samstagabend nur mäßig beſucht, als die beiden Ringermannſchaften: Athleten⸗ klub Mainz⸗Koſtheim und Stemm⸗ und Ring⸗Club Lam⸗ pertheim aufmarſchierten. Wie ſie kämpften: Den Reigen der Kämfe eröffneten die beiden Bantam⸗ ler Kettler⸗Lompertheim und Schäker⸗ Mainz⸗Koſt⸗ heim. Schäfer gelingt es, ſeinen Gegner durch Halbnelſon überraſchend nach 3 Minuten zu beſiegen. Größtes Intereſſe zollte mon dem Federgewichtskampf, traf hier doch Gaumei⸗ ſter Müller⸗ Lampertheim auf Hübner ⸗M.⸗K. Mül⸗ ler ſiegte nach 1,30 Minuten entſcheidend. Jakob ⸗L. und Beatze⸗M.⸗K. lieſerten ſich im Leichtgewicht bis zur Halb⸗ zeit einen ſehr langweiligen Kampf. Sieger wurde Jakob nach 10 Minuten durch Eindrücken der Brücke. Der alte Routinier Hahl ⸗L. ließ Sturm.. gar nicht zur Beſinnung kommen. Nach 4 Minuten mußte er einem Täuſchungsmanöver mit folgendem Hockeüberwurf die Waffen ſtrecken. Nach dem Weltergewichtskampf lag der Stuck 04 bereits 93 in Führung. Im Mittelgewicht ſiegte Spengler⸗M.⸗K. durch Hüftſchwung bereits in der 1. Minute über den erſtmals wieder kämpfenden M. Müller 2⸗L. Eine ſchwache Leiſtung bot im Schwer⸗ mittelgewicht Reiter⸗L. gegen Steglitz⸗M.⸗K. Nach lang⸗ weiligem Kampf über die volle Zeit gab der Unparteiiſche für Steglitz ein etwas ſchmeichelhaftes Unentſchieden. Am meiſten wurde der Sieger im Schlußkampf, der den Mann⸗ ſchaftsſieg ſicherſtellte, von den Zuſchouern gefeiert, zumal es gerade der erſtmals auf der Matte ſtehende junge Kär⸗ cher war, der den gewiß nicht ſchlechten Lepper ⸗.. durch verſchränkten Ausheber in 6 Minuten auf die Schul⸗ tern legte. In Lampertheimer Sportkreiſen hegt man den Wunſch, vielleicht vor den deutſchen Meiſterſchaften im Bantam⸗ gewicht in Mannheim auf Oſtern ein Turnier mit Uhrig⸗ Oftersheim, Allraum⸗Sandhofen(früher Lampertheim], Hoffmann⸗Ludwigshafen in Lampertheim aufzuziehen, um hiermit A. Müller⸗Lampertheim Gelegenheit zu geben, ſein 1 zu beweiſen. Hoffentlich kommt dieſe Abſicht zu⸗ ſtande. Internationales Ringen in Berlin Auf ihrer Dentſchlandreiſe ſtellten ſich die eſtländiſchen Ringer am Mittwochabend in drei Turnieren den Reichs⸗ hauptſtädtern vor. Die Eſtländer, denen ſtarke Berliner Ringer gegenübertraten, zeigten gutes Können, ſchienen aber von ihren Kämpfen in Süddeutſchland etwas ermüdet und kamen nur im Weltergewicht durch Kulliſagr zum Turnierſieg. Der Leichtgewichtler Toos(Eſtland) errang zwei Punkterfolge, mußte aber hinter Gildemeiſter und dem jungen Berliner Hoffmann mit dem dritten Platz vorliebnehmen. Gut gefiel auch der Halbſchwergewichtler Karklin, dem ein:1⸗Punktſieg über den deutſchen Meiſter Seelenbinder glückte. Auch hier kam der Eſtländer nur auf den dritten Platz hinter Seelenbinder und Rieger Geide Berlin). Aoͤler ſiegreich in der Schweiz Bei der Rallye Internationale du Salon d' Automobile oͤe Geneve, veranſtaltet vom Automobil⸗Club der Schweiz vom 20. bis 29. März 19 6, die über den verſchneiten Ju⸗ lierpaß, der 2300 Meter hoch iſt, und durch den größten Teil ber Schweiz in einer Geſamtlänge von über 1700 Km. führte, konnte das Adler⸗Trumpf⸗Junior⸗Team, mit Paul der Spielführer Spengler waren ſich darüber einig, daß guter Stort und die Favoritenſtellung wurde damit beſtä⸗ von Guilleaume, Lotte Bahr und Rudolf Sauer⸗ klaſſenverein Herrusheim empfing und 11:1 ſiegte⸗ Heppenheim mußte in Pfungſtadt antreten, hatte aber dort kein Glück. Die Bergſträßler waren die ſchwächere Partei und verloren:3. Ueberhaupt iſt das:1⸗Ergebnis an ͤſeſem Sonntag vorherrſchend geweſen. So ſiegbe mit dieſem Ergebnis auch Pfiffligheim, und zwar auf heimiſchem Gelände gegen Haſſia Bingen. Ebenfalls :1 ſiegte Jahn ⸗Schwarz⸗ Weiß Worms, und zwar bei einem alten Bekannten aus der Gauklaſſe, nämlich F SV Oos Mainz. Sp 98 Darmſtadt trug einen Lobalkampf aus. Gegner war Viktoria Grießheim, der mit eimem:1⸗Sieo die weitere Teilnahme errang und Abenheim ausſchaltete. Der Tabellenzweite unſeres Bezirkes, Egelsbach, empfing Trebur und konnte das Spiel:2 gewinnen. Münſter brauchte alles, um einen knappen:1⸗Sieg über Oberoden zu erzielen. In der Kreisklaſſe Starkenburg ſnelen die meiſten Spiele aus. Eine kleine Vor⸗Entſchei⸗ dung iſt aber doch gefallen, inſofern, als Biebesheim um den weiteren Wettbewerb des Meiſters durch einen neuer⸗ lichen Punktverluſt ausgeſchaltet wurde. Die Biebescheimer ſpielten nämlich gegen den Nachbarverein Stockſtadt:2 unentſchieden. Bensheim verlor auf eigenem Platze gegen Großrohrheim:4.—4— Meiſterſchaftsfeier des S Waldhof Der Sportverein Waldhoſ, der in dieſem Jahr Gan meiſter im Fußball und Handball wurde, ver⸗ anſtaltet am Sonntagabend im Friedrichspark eine Doppel⸗Meiſterſchaftsſeier. Es wurde ein ausgezeichnetes Programm zuſammengeſtellt, bei dem Künſtler des Natio⸗ naltheaters Mannheim mitwirken. Der Vereinsführer Dr. Sturm wird einen kurzen Ueberblick über die Erfolge des Vereins geben. Großes Bezirks-Jugenoſchwimm⸗ feſt in Mannheim Gleich allen deutſchen Gauen hat auch der Gau Baden im Schwümmſwort in den letzten zwölf Monaten einen gewaltigen Auftrieb erfahren. Abgeſehen von der Leiſtungs⸗ ſteigerung in der Spitzenklaſſe, hat hier beſonders die Ju⸗ gend lebhaften Anteil, denn gerade ihr bleübt es vorbehal⸗ ten, das glücklich begonnene Werk weiter auſczu hauen. Noch iſt das erſte nordbadiſche Jugendſchwimmertreffen in Hei⸗ delberg zu Beginn des Jahres in beſter Erinnerung. Da⸗ mals fiel dem wieder mächtig aufſtrebenden SV Nikar Hei⸗ delberg mit ſeinem ſo zahlreichen, ganz hervorragend trai⸗ nierten Jugend material der Löwenanteil an Siegen zu, während ihm der SW Mannheim, Poſtſport und TV 1846 nebſt dem SBo Rheintöchter auf den nächſten Plätzen folg⸗ ten. Nun iſt inzwiſchen das zweite Bezirkstreſſen zum Austrag reif geworden, das am Donnerstag, 20. März, abends im Mannheimer ſtädtiſchen Hallenbad ſtattſindet. Es wird ſich hier zeigen, imwieweit die verſchiedenen Vereinsleitungen aus dem erſten großen Kräftemeſſen gelernt haben und was man inzwiſchen dazugelernt hat. Das Programm iſt ſehr reichhaltig und bringt neben Ein⸗ zel wettbewerbe auch raſſige Staſfelkümpfſe. Das überaus dahlreiche Meldeergebnis näher zu erläutern, würde zu weit führen. Eins ſteht jedenfalls feſt: es wird hat auf hart gehen und der für die Austragung verantwort⸗ lich zeichnende TV 1846 Mannheim garantiert eine flotte und reibungsloſe Abwicklung des für den Mann⸗ heimer Schwimmſport aufſchlußreſchen Treffens. 95 0 Aufſtieg wein am Steuer, ohne Verwendung von Schueeketkten, ſtrafpunktfrei am Ziel in Genf ankommen und erhielt als erſten Preis ür Beſtwertung den Pokal des Genſer Sa⸗ lons. Reichsbahn Ludwigshafen— Germania Mannheim :4(:4) Obwohl die Mannheimer Hockeyſpieler mit fünf Erſatz⸗ leuten antreten mußten, vollbrachten ſie eine recht gefällige Leiſtung. In der erſten Halbzeit konnten ſie durch über⸗ legenes Spiel eine:0⸗Führung erringen, die bereits den Sieg ſicherſtellte. Hochadel 1, Wöber und Wilkens waren die Torſchützen. Die Reichsbahner waren bei ihren Angrif⸗ ſen nicht immer vom Glück begünſtigt und trafen zudem im Germaniatorwart Ufer auf einen ſehr ſicheren Gegner. Dagegen hatte der Torhüter der Linksrheiner einen ſchwa⸗ chen Tag. In der zweiten Spielhälfte kam Reichsbahn mehr auf und konnte durch Straſecke den verdienten Ehrentreffer erzielen. 2. Mannſchaften 21 für Reichsbahn. Jugend 210 für Germania. Die Damen von Germania holten ſich wieder einen ſchönen Sieg. Sie konnten gegen den DV 1846 Heidelberg mit:0 Toren erfolgreich ſein. Maſſenſturz beim„Lintolnſhire“ Englands berühmtes Spekulations⸗Handikap, das„Lin⸗ colnſhire“, eröffnete auch in dieſem Jahr die große eng⸗ liſche Flachrennzeit. Das am Mittwoch in dichtem Nebel geſtartete Rennen mit 34 Pferden endete mit dem un⸗ erwarteten Siege von Over Coat, der erſt nach erbit⸗ tertem Kampf mit dem Franzoſen Boetfield mit Kopf in :43.8 Minuten für die 1600 Meter das Rennen für ſich entſchied. Durch einen Sturz von Bow and Arrow ein⸗ gangs der Geraden kamen die chancenreichen Screamer und Tom Bowling zu Fall und das geſamte Mittelkeld zum Stehen. Drei Jockeis erlitten Schlüſſelbein⸗ und Rippenbrüche. Ergebniſſe: „Lincoluſhire⸗Handicap“(1600 Meter): 1. Oper Coat (Weſton):43.8 Min.; 2. Boetfield(Rickaby); 3. Miſtral III. Richterſpruch: Kopf—1 Länge Tot.: 1071, 1021, 401. Strausberg(25. März) 1. Blumental⸗Jagdrennen. 2200 /, 3500 Meter: 1. Bra⸗ bant(Lt. Haſſe); 2. Gnade; 3. Sieſta. Ferner: Bambus, Bongali, Lordmajor. Toto: 32, 28, 25:10. 2. Wolfstal⸗Jagdrennen. 2200 /, 3400 Meter: 1. Horrido (Wolff): 2. Campagna; 3. Fu. Ferner: Maot, Meine Freundin. Toto: 16, 11, 14:10. 3. Jungfern⸗Rennen. 2200 J, 1250 Meter: 1. Juiſt(Sta⸗ roſta); 2. Rani 2; 3. Akita. Ferner: Deutſchland, Tornado, Albano, Pompon, Sto, Struwelpeter. Tyto: 22, 12, 12, 15:10. 4. Rotkäppchen⸗Ausgleich. 2200 /, 1800 Meter: 1. Livius (Ritt. v. Klitzing): 2. Tenor; 3. Elmar. Ferner: Feuer⸗ werte, Oſaka, Feldpoſt, Heros, Ypſilanti, Sehdlitz⸗Küraſſter, Toto: 119, 39, 33, 45:10. 5. Eggersdorfer Jagdreunen. 2200 /, 3000 Meter: 1. Hel⸗ oͤenfguſt(Müſchen); 2. Veilchen; 3. Balljunge. Ferner: 755 5 Ingemaus, Winifred, Kurzer Kopf. Toto: 28, 15, 20, 6. Schlagmühle⸗Ausgleich. 2000, 1500 Meter: 1. Corne⸗ lia(Genz) 2. Linde; 3. Regierungsrat. Ferner: Walmery, Lorbeere, Cobra, Arabba, Harmonie, Maktiacum. Toto: 42, 15, 15, 50:10. Doppelwette: Juiſt— Livius 1006:10. In Strausberg auch am Wahlſonntag Die Oberſte Behörde für Vollblutzucht und Rennen gibt bekannt:„In Anbetracht des Umſtandes, daß der hauptſächlich wirtſchaftlichen Belangen dienende Galopp⸗ rennſport nach vier Monaten Pauſe gerade jetzt wieder öte Rennzeit beginnt, und um den vielen Berufstätigen des Rennſports, die wegen der Winterpauſe keine Einnahmen gehabt haben, die Möglichkeit eines Verdoͤienſtes zu geben, hat der Reichspropagandaminiſter ausnahmsweiſe den Renntag in Strausberg am 29. März genehmigt. Der Beginn der Rennen wird von 15 auf 16 Uhr ver⸗ legt. Zutritt zur Rennbahn haben nur ſolche Perſonen, die ein Wahlabzeichen tragen.“ 8. Seite/ Nummer 143 Aus Baden Zur Großkundgebung in Karlsruhe Am 26. März mit Miniſterpräſident Göring Das Gaupreſſeamt teilt mit: Die politiſche Großkundgebung mit Miniſterprä⸗ ſident Hermann Göring am Donnerstag, dem 26. März, in der Markthalle in Karlsruhe wird ab 19 Uhr vom Deutſchlandſender(Welle 1571 m) übertragen. Der Reichsſender Stuttgart bringt am gleichen Tag auſchließend an den Nachrichtendienſt um 22.30 Uhr einen Stimmungsbericht vom Empfang des Mi⸗ niſters in Karlsruhe und der Umgebung am Abend. Außerdem bringt der Reichsſender Stuttgart um 17.30 Uhr einen Stimmungsbericht von der Wahl⸗ kundgebung mit Reichsſtatthalter Robert Wagner in Bretten vom 25. d. M. Gräßlicher Anfall durch ſcheuende Pferde Ein Kind und ein Knecht getötet * Helmſtadt bei Sinsheim, 26. März. Auf dem Wege zwiſchen Helmſtadt und Flinsbach wurden plötzlich aus noch ungeklärter Urſache die vor einen mit Wieſenſtroh beladenen Wagen geſpannten Pferde des hieſigen Landwirts Karl Braun ſcheu und riſſen den Wagen ſo ungeſtüm fort, daß das auf dem Wagen ſitzende Töchterchen Irma, das einzige Kind des Landwirts, herabgeſchleudert wurde und unter die Räder kam. Die ſchweren Verletzungen führten zum ſofortigen Tod des Kindes. Der langjährige Dienſtknecht des Landwirts, der die Pferde zügeln und anhalten wollte, geriet ebenfalls unter die Räder und trug tödliche Verlet⸗ zungen davon. Der hinten auf der Bremſe ſit⸗ zende Fuhrwerksbeſitzer mußte mit eigenen Augen dem Sterben ſeines Kindes und ſeines Knechtes zu⸗ ſehen, ohne helfend eingreifen zu können. Er ſelbſt erlitt keine Verletzungen. * Heidelberg, 26. März. Auf dem Heimweg von einer Zecherei brachen drei junge Burſchen, die ſchon wegen ſchweren Diebſtahls erheblich vorbeſtraften Wilhelm Kloſe und Karl Straub und der Bru⸗ der des erſteren, Richard Kloſe, in eine Bauhütte ein und entwendeten zwei Treibriemen im Werte von 100 Mark. Die Riemen ſchnitten ſie zu⸗ ſammen und wollten das Leder in Mannheim ver⸗ kaufen. Nachdem aber Anzeige erſtattet worden war, verbrannten ſie das Leder, um die Tat leugnen zu köünen. Sie konnten nur deshalb überführt wer⸗ den, weil einer der Angeklagten ſein Taſchentuch in der Bauhütte hatte liegen laſſen. Gemäß dem Antrag des Sbaatsanwalts wurden Wilhelm Kloſe und Straub wegen ſchweren Diebſtahls im Rückfall zu einem Jahr Gefängnis abzüglich 2 Monate Un⸗ terſuchungshaft, und Richard Kloſe zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. chin Juoilliuijb ſouſul vie Zugynliun 45 In Friedrichshafen haben„LZ 129“ und„Graf Zeppelin“ eine gemeinſame Fahrt mit Fahrgäſten unternommen. Für Teilnehmer und Juſchauer war es ein gleich unvergeßliches dwe ide Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe u 1„ 99. 2 5 1 Co ſah es in der Landwirtſchaft aus! Die Lebensgrundlage des deutſchen Bauern⸗ tums wurde zerſtört Im Laufe von acht Jahren mußten 30 000 deutſche Bauern von ihren Höfen— und dabei hungerten Millionen von Menſchen in den Städten! wangs⸗ verſteigerungen 8 3 4 . In letzter Minute wurde der Nährſtand vor dem völligen Zuſammenbruch gerettet Durch die Marktregelung wurde der Abſatz geſichert. Der Landwirt erhielt wieder anſtändige Preiſe für ſeine Erzeugniſſe, ohne daß die Lebenshaltungskoſten des Verbrauchers entſprechend geſtiegen wären. Dem raffgierigen Spekulantentum wurde das Handwerk gelegt. Die neue Agrargeſetzgebung ſchützt den Beſitz des fleißigen und tüchtigen Bauern. Waren in den zwei Jahren 1931 und 1932 449 land⸗ wirtſchaftliche Auweſen in Baden unter den Hammer gekommen, ſo waren es in den drei Jahren nach der Machtergreifung nur noch 104. Nicht nur die Exiſtenzgrundlage, auch die Ehre wurde dem Nährſtand zurückgegeben. ee ee Aus Pächtern wurden Bauern! Die erſte badiſche Bauernſieolung bei Mosbach ein Werk des Nationalſozialismus * Karlsruhe, 25. März. Am 16. September 1934 wurde die erſte badi⸗ ſche Bauernſiedlung, die Bergfeldſiedlung bei Mosbach, die 24 Erbhöfe umfaßt, ihrer Be⸗ ſtimmung übergeben. Der Boden, auf dem die Siedlung erſtand, war urſprünglich 400 allmendberechtigten Bürgern zuge⸗ teilt, von denen tatſächlich 336 ihre Rechte an Land⸗ wirte verpachtet hatten. Nur 16 v. H. bewirtſchafte⸗ ten ihre Aecker ſelbſt. Dies war ein unhaltbarer Zuſtand. Schon in den ſiebziger Jahren machte man daher Verſuche, dem abzuhelfen. Vergebens. Man ſchob die Ver⸗ wirklichung der Bergfeldſiedlung auf die lange Bank. Eine öffentliche Verſammlung, die im Jahre 1923 einberufen worden war, lehnte die geplante Sied⸗ lung auf dem Bergfeld kurzweg ab. Geſiedelt wurde alſo nicht, dafür aber ein neuer Verein gegründet, der die wirtſchaftlichen Belange der Bürger wahren ſollte. Für volle neun Jahre war damit das Pro⸗ jekt der Bergfeldſiedlung begraben. 1 1932 kam die Siedlungsangelegenheit wieder ins Rollen. Das Bezirksamt Mosbach wies den Ge⸗ meinderat darauf hin, daß die Allmendgrundͤſtücke auf dem Bergfeld durch ihre ungeſetzliche Verpach⸗ tung ſehr vernachläſſigt ſeien. So wurde man ſich notgedrungen darüber einig, daß der Gedanke der Bergfeldſiedlung weitergeführt werden ſolle,„wenn eine beſſere Zeit komme.. Und dieſe beſſere Zeit kam ſchneller, als man gedacht. Am 18. Oktober 1983 wurde bereits mit dem Bau der Siedlungshäuſer begonnen, und ein Jahr ſpäter weihte Reichsſtatt⸗ halter Robert Wagner die Siedlung ein. Heute iſt das Bergfeld bei Mosbach ein kleines Dorf geworden. Bald zwei Jahre nun ſitzen die Bauern auf eigener Scholle.„Wir haben auch hier auf dem Bergfeld“,— ſo erzählte uns ein alter Bauer, dem der Lebenskampf tiefe Furchen in das Geſicht geſchnitten hat,„ſchwer zu arbeiten, um unſer tägliches Brot zu erkämpfen, aber eines weiß ich, dieſer Hof iſt mein!“ „—— Badens Vienenſachverſtändige tagten in Freiburg * Freiburg i. Br., 24. März. Am 14. und 15. März kamen auf Veranlaſſung des Badiſchen Miniſteriums des Innern die badi⸗ ſchen Bienenſachverſtändigen, zur Zeit rund 60 an der Zahl, nach zweijähriger Pauſe wieder zu einer Beſprechung am Inſtitut für Bienen ⸗ kunde, Freiburg, zuſammen. Nachdem als Ver⸗ treter des Miniſteriums des Innern Regierungs⸗ aſſeſſor Dr. Lott noch einmal kurz die weſentlichen Punkte der badiſchen Bienenſeuchen⸗Verordnung her⸗ vorgehoben hatte, gab Prof. Dr. Geinitz einen Ueberblick über die bisherigen Erfolge in der Bie⸗ nenſeuchen⸗Bekämpfung. Da die Verordnung im Oktober 1930 in Kraft getreten war, hat im Früh⸗ jahr 1931 die Tätigkeit der Bienenſachverſtändigen begonnen. Fünf arbeitsreiche Jahre ſind ſeitdem vergangen. Die Verbreitung der Bienen⸗ ſeuchen konnte ſtark eingedämmt werden. Der Kampf galt zunächſt in erſter Linie der Faul⸗ brut. Dieſe ſpielt in den meiſten Amtsbezirken jetzt praktiſch keine Rolle mehr. In einigen Bezir⸗ ken iſt die Arbeit noch im Gange, ſie wird in weni⸗ Erlebnis. (Weltbild,.) gen Jahren gewonnen ſein, wenn nur die Imker ſelbſt verſtändnisvoll mitarbeiten, vor allen Dingen MASeis Wörze und achten Sie gencu dorcuf, daß ihr Fläschchen aus der großen MAS G Originolflasche gefülſt wird. In dieser darf nach dem Gesetz nichts anderes feilgehalten werden als MAS GSE 1 jeden Krankheitsfall und jeden Verdacht einer Krank⸗ heit melden. Hierzu will auch das kurze Merkblatt über die Bienenſeuchen⸗Bekämpfung in Baden bei⸗ tragen, das von allen Bienenſachverſtändigen, von den Imker⸗Kreis⸗ und Ortsfachgruppen, ſowie vom Inſtitut für Bienenkunde unentgeltlich zu beziehen iſt. Erhöhte Aufmerkſamkeit wird nunmehr der Noſemaſeuche gewidmet werden. Die dritte, in Baden anzeigepflichtige Bienenkrankheit, die Mil⸗ benſeuche, iſt bisher in Baden noch nicht nachgewie⸗ ſen, kann aber leicht über die weſtlichen und ſüd⸗ lichen Grenzen eingeſchleppt werden. T. Ketſch, 25. März. In der Generalverſammlung der Freiw. Feuerwehr Ketſch gab Komman⸗ dant Schotter den Tätigkeitsbericht des abgelau⸗ fenen Jahres bekannt, aus dem zu erſehen iſt, daß ſich die Wehr jederzeit zum Wohle der Gemeinde ein⸗ geſetzt hat. Die Wehr beſchloß, am 31. Badiſchen Kreisfeuerwehrtag im Monat Juni ſich geſchloſſen mit Muſik und Spielmannszug zu beteiligen. Ad⸗ jutant Rohr gab ein Bild über den Feuerwehrfach⸗ kurſus in Schwetzingen, an dem er teilgenommen hatte. Bürgermeiſter Jünger kennzeichnete das gute Einvernehmen zwiſchen Wehr und Gemeinde⸗ verwaltung und dankte für die ſtete Pflichterfüllung der Wehr. N März 1936 Aus der Pfalz Ziffern des Aufſtiegs Die pfälziſche Arbeitsloſigkeit im Spiegel nationalſozialiſtiſchen Aufbaues. * Ludwigshafen, 24. März. Die beſonderen Verhältniſſe ihrer Grenzland wirt⸗ ſchaft brachten es mit ſich, daß die Rheinpfalz ſchwe⸗ rer als andere ſüdweſtdeutſche Gebiete von der Ar⸗ beitsloſigkeit betroffen wurde. Die Arbeitsloſigkeit war hier beſonders drückend, weil ſie ſich zu einem erheblichen Teil in den Saargrensbezirken, dann aber auch in der Großſtadt Ludwigshafen zuſammen⸗ drängte. Ganze Dörfer hängen ja von einem in⸗ duſtriellen Unternehmen ab, deſſen Stillegung oder Fabrikationseinſchränkung oft die Arbeitsloſigkeit des ganzen Ortes bedeutete. So waren viele Ein⸗ wohner mancher Orte, beſonders des Weſtgrenzgür⸗ tels, ſchon ſeit drei, vier und mehr Jahren arbeits⸗ los. Ueber 90000 Arbeits lo ſie zählte die Pfalz im Jahre 19321 Materieller Niederbruch, Ver⸗ zweiflung, waren die Folgen. Bis zum 1. Januar 1935 war die Arbeitsloſen⸗ ziffer, dank dem tatkräftigen Eingreifen der national⸗ ſozialiſtiſchen Staatsführung, auf 47817 herunter⸗ gedrückt. Dieſe Ziffer konnte mit dem Jahres⸗ ende 1935— trotz der erfahrungsmäßig ungünſti⸗ gen Einwirkung der Wintermonate— mit 47 240 noch unterſchritten werden. Es kann alſo feſtgeſtellt werden, daß annähernd die Hälfte der arbeitsloſen Volksgenoſſen der Ge⸗ meinſchaft der Schaffenden wieder eingegliedert wor⸗ den iſt. Das iſt ein Erfolg dreijähriger national⸗ ſozialiſtiſcher Aufbauarbeit, den vor der Machtüber⸗ nahme niemand für möglich gehalten hätte. Die Reichstagskandidaten des Gaues Saarpfalz Neuſtadt a. d. Hdt., 25. März. Auf dem im Reichs⸗ anzeiger veröffentlichten Reichswahlvorſchlag der Nationalſozialiſtiſchen Deutſchen Arbeiterpartei ſtehen folgende Parteigenoſſen aus dem Gau Saarpfalz: Joſef Bürckel, Gauleiter, Neuſtadt a. d. Hdt.; Peter Baltes, Gebietsinſpekteur der NSK OV, Saarbrücken; Karl Brück, Former, Saarbrücken; Wilhelm Böſing, Gauwirtſchaftsberater, Neuſtadt a. d. Hdt.; Hans Dietrich(Coburg), Hauptlehrer, SS⸗Standarten⸗ führer, Neuſtadt a. d. Hdt.; Ernſt Dürrfeld, Ober⸗ bürgermeiſter, Kreisleiter, Saarbrücken; Kurt Eih⸗ ner, Bürgermeiſter, St. Wendel; Richard Imbt, Oberbürgermeiſter und Gauamtsleiter, Neuſtadt a. d. Hdt.; Peter Kiefer, ſtellw. Gauwalter, Saar⸗ brücken; Karl Kleemann, Lehrer, Kreisleiter, Lim⸗ burgerhof(Pfalz); Jakob Kniſſel, Bürgermeiſter und Kreisleiter, Homburg(Saar); Ernſt Ludwig Leyſer, Reichsbahnbeamter, Neuſtadt a. d. Hot; Richard U 5 E 2 Donnerstag, 26. mild, leicht schdumend, gar wundervoll ſeschmock. im G 22 Mann, Kaufmann und Kreisleiter, Pirmaſens; Heinrich Nietmann, Dipl.⸗Landwirt, Gauinſpekteur, Saarbrücken; Rudolf Rees, Kaufmann, S A⸗Stan⸗ dartenführer, Kaiſerslautern; Rudolf Röhrig, SA⸗ Standartenführer, Kaiſerslautern; Peter Schaub, Amtsbürgermeiſter, Quierſchied; Willy Schmelcher, Polizeipräſtdent, Saarbrücken; Dr. fur. h. c. Her⸗ mann Schmitz, Geheimrat, Ludwigshafen; Franz Schubert, Amtsbürgermeiſter, Saarlautern; Friedrich Schwitzgebel, Oberregierungsrat, Kaiſerslautern; Georg Stahl, Gauwalter, Neuſtadt a. d. Hdt.; Fried⸗ rich Thimel, Oberbannführer und Gebietsführer der HJ,: Julius Weber, Kreisleiter, Neunkirchen; Wil⸗ helm Welter, Gerichtsſekretär; Leonhard Wüchner, Maurer, Kaiſerslautern. OL. Ludwigshafen a. Rh., 25. März. Die nächſte Geſchäftsſtenographen⸗ und Maſchinen⸗ ſchreibprüfung der Induſtrie⸗ und Handels⸗ kammer für die Pfalz findet am 28. April 1936 in Ludwigshafen a. Rh. ſtatt. Die Anmeldung zu den Prüfungen muß bis ſpäteſtens 14. April 1936 er⸗ folgen. Die Prüfungsgebühr beträgt für beide Prü⸗ fungen je 3 Mark und iſt gleichzeitig mit der An⸗ meldung bei der Induſtrie⸗ und Handelskammer der Pfalz in Ludwigshafen a. Rh.(Poſtſcheckkonto 7501, Amt Ludwigshafen) einzuzahlen. * Bad Dürkheim 23. März. Der in Unter⸗ ſuchungshaft befindliche Weilacher aus Wachen heim, der wegen Beraubung eines Poſt⸗ wertbriefes feſtgenommen wurde, hat nach den Feſtſtellungen der Gendarmerie Bad Dürkheim weitere Veruntreuungen begangen. In ſei⸗ ner Eigenſchaft als Zuſteller des bahnamtlichen Gü⸗ terbeſtätters hat er ein Weinfaß und wertvolle Klei- dungsſtücke, die für verſchiedene Empfänger beſtimmt waren, entwendet. UnzE „Mal“ ist nicht eine allgemeine Bezeichnung für Suppen- Würze, sondern die gesetzlich mehrfoch geschützte Fabrik- meirke für alle MS- Produkte. Achten Sie duch quf die typische Form der Flasche und quf die gelb · roten Elikeſten. FFFFPPVVTVVCTCTVTVTVTVTVTVTVTCT(((TGT——TT—TTTTVTT . TT... cc —. 2—— 2 2 8 11—— 1 1 1 26. März 1936 652 Donnerstag, 3 Fahre national ſozialiſti Leiſtungen, die man nicht vergeſſen darf Im Dritten Reich ſtehen die Frauen als Kame⸗ radinnen neben den Männern am Aufbauwerk des Führers. Für die Zukunft des Volkes tragen ſie letzte Verantwortung, deshalb erfolgte auch ihr Ein⸗ ſatz aus der vollen Bejahung ihrer Aufgaben als „Mütter der Nation“. Die gegenwärtige und die zukünftige Müttergeneration für ihre Pflichten in der Familie und im Volk ſtark und tüchtig zu machen, iſt die Aufgabe des Reichsmütter⸗ dienſtes. Vor 1933 gab es im ganzen Reich zwei Mütterſchulen in Berlin und Stuttgart, heute bil⸗ den 132 ſtändige Mütterſchulen— über das ganze Reich verteilt— die feſten Stützpunkte für die umfaſſende Organiſation des Mütterdienſtes, die bis ins letzte Dorf vorſtößt. In den Notſtandsgebieten Oldenburgs und der Rhön ſind zwei Heimmütter⸗ ſchulen errichtet. 906 hauptamtliche, bildete Lehrkräfte kurſe durch, unterſtützt von 2100 neben amt⸗ lichen Fachkräften. Die Mütter erhalten An⸗ leitung zur rechten körperlichen Pflege des Säug⸗ lings und zur Geſundheitspflege ihrer Familie, zur Erziehung der Kinder und Jugendlichen und ſchließ⸗ lich zur richtigen Ernährung und haus wirtſchaft⸗ lichen Betreuung der Ihrigen. Von Monat zu Mo⸗ nat verwurzelt der Mütterdienſt mehr im Volk, ver⸗ mehren ſich die Anmeldungen. 14310 Kurſe mit 924 500 Teilnehmerinnen wurden bisher ab⸗ gehalten. Wo dem Mütterdienſt die Schulung der mit Eheſtandsdarlehen unterſtützten Bräute ütber⸗ tragen worden iſt, da iſt er zu einem wichtigen Glied in der Kette der bevölkerungspolitiſchen Maßnahmen geworden. Beſondere Sorge gilt der Frau und Mutter, die durch ſchwere Erwerbsarbeit die eigene Geſundheit und damit das Wohl ihrer Kinder gefährden muß. Einer zukünftigen Schutzgeſetzgebung für die arbei⸗ tende Frau wurde durch umfaſſende ſozialpolitiſche Maßnahmen des Frauenamtes der Deutſchen Ar⸗ beitsfront vorgearbeitet. Durch Arbeitsplatzaus⸗ tauſch wurden viele erwerbsloſe Väter wieder zu den Ernährern der Familie gemacht, die Frauen ihren häuslichen Pflichten zurückgegeben, oder es wurden die Männer an die ſchweren, die Frauen an leichtere Plätze geſtellt. In der Schwer⸗Induſtrie, vor allem im Bergbau, in der Ziegel⸗ und Metall⸗Induſtrie iſt die Frau aus der ſchwerſten und ſchädlichſten Ar⸗ beit ganz herausgenommen, in anderen Induſtrien beruflich vorge⸗ führen die Schulungs⸗ ſind Erleichterungen eingeführt worden. Schwange⸗ ren Frauen iſt die Arbeitsniederlegung vor der Ge⸗ burt erleichtert durch ein Abkommen mit der NS⸗ Volkswohlfahrt, die bei wirtſchaftlicher Not zuſätz⸗ liche Hilfe gewährt. Bisher konnten 515 erwerbs⸗ tätige Mütter einen zuſätzlichen, bezahlten Urlaub erhalten dadurch, daß Studentinnen ſie auf ihrem Arbeitsplatz unentgeltlich ablöſten. Anerkennung und Verbreitung finden die„Sozialen Betriebs⸗ arbeiterinnen“, die als praktiſch geſchulte Frauen in den Betrieben— vor allem denen mit weiblicher Be⸗ legſchaft— eine gewiſſe menſchliche Betreuung der Arbeiterinnen übernehmen. Für die Ertüchtigung der jungen Frauengenera⸗ tion iſt der Frauenarbeitsdienſt die wirkſamſte Ein⸗ richtung. 60 000 Mädel ſind bisher durch ſeine Lager gegangen, darunter 7800 Studentinnen. 10 000 bis 12 000 Mädel befinden ſich ſtändig in den 400 Lagern, 9000 von ihnen werden täglich eingeſetzt zur Hilfe bei Siedlern und Bauern oder notleidenden Fami⸗ lien. Bisher leiſteten die Arbeitsmaiden 10 950 000 Tagewerke. Die Erledigung der häuslichen Arbei⸗ ten im eigenen Heimbetrieb und die Sorge für die Kinder in den angegliederten Kindergärden bilden die Ergänzung zu dem Einſatz im Dienſt der Volks⸗ genoſſen. So bedeutet der Arbeitsdienſt eine gute Vorerziehung zu allen Berufen und zum Wirken in der Familie. Dine große Frauengemeinſchaft ſteht hinter all' dieſen Aufgaben: die NS⸗Frauenſchaften mit ihren 58 000 Leiterinnen in den Gauen, Kreiſen, Ortsgruppen und Stäben, das Frauenam't der Deutſchen Arbeitsfront mit 25 000 Amts⸗ walterinnen und Vertrauensfrauen und der Frauen⸗ arbeitsdienſt mit ſeinen 800 Lagerleiterinnen. Unter der einheitlichen Führung der Reichsfrauenführerin dient alle ihre Arbeit dem gleichen Ziel, dem Ziel des Führers: Das deutſche Volk ſtark, frei und froh zu machen! orte zum Es geht darum, ob Du erkennſt, daß von Volkes abhäugt, und ob Du bereit biſt, als Mutter Deutſchland das treue Kind zu ſein, Wafilhampf Dir und Deiner Haltung das Schickſal Deines deutſche Frau und als deutſcher Mann Deiner das ſie hraucht. * Wir wollen alle unſerem Volke dienen, es alle lieben und einander Gefährten ſein in einem unbändigen Stolz, deutſche Auferſtehungsjahre mitgeſtalten zu dürfen. * Die Frau ſteht im Betriebe, in der Familie, im Arbeitsdieuſt neben dem deutſchen Mann als Gefährtin und kämpft mit ihm den Kampf für Deutſchland, der unter Beweis ſtellen wird, daß Glaube immer ſtärker war als äußere Dinge. Hilde Nordsieck-Schröer: Gertrud Scholtz- Klink. Mutte Mitt weiß& esche Mutter Witt hat in unſerem Siedlungsblock vier Häuſer ſauber zu halten und beſorgt das ſchnickrig und betulich, wie ſie mal iſt, ſo gründlich, daß ſie ſich in den vier Häuſern vom Boden bis zum Keller ge⸗ naueſtens auskennt. Und es gibt viel für ſie zu tun. Nicht nur das Treppenhaus ſcheuert und bohnert ſie jede Woche von oben bis unten; ſie wäſcht auch für einige Familien die Wäſche, und in den Wohnungen putzt ſte Fenſter und wiſcht auf. Beſonders bei den fungen Ehepaaren muß Mutter Witt oft mit Rat und Tat aushelſen. Und mit Rat iſt ſie beinahe ebenſo freigebig wie mit dem tatkräftigen zupacken. Das Mundwerk iſt unermüdlich, aber die fleißigen, alten Hände halten damit Schritt. Und das Wich⸗ tigſte iſt: Mutter Witt iſt hier im Block unſere beſte Stütze gegen die Meckerer und Mucker. Die kommen bei ihr nicht durch. e eee e Wir nehmen Abſchied vom Pfund Mit dem 31. März wird alſo das Pfund endgül⸗ tig aus Deutſchland verſchwinden; die meiſten ande⸗ ren Länder kennen es ja ſchon längſt nicht mehr. Und nur in England, dem lebendigen Muſeum ge⸗ ſchichtlicher Merkwürdigkeiten, wo der Richter ſich noch für jeden kleinen Ladendieb eine Perücke auf⸗ ſetzt, und wo man auch das Metermaß noch nicht einzuführen gewagt hat, wird das Pfund ungeſtört weiterleben— bis die Welt einmal einſtürzt. In Deutſchland ſoll es alſo vom 1. April ab auch kein Pfund mehr geben. Wir werden uns na⸗ türlich ſehr oft verſprechen, und es wird nicht nur den Hausfrauen ſchwer fallen, 250 Gramm zu ſa⸗ gen, wenn ſie ein halbes Pfund meinen. Wir wer⸗ den noch lange erſchrecken, wenn wir den Preis für das Kilo hören, denn der iſt ja doppelt ſo hoch— oder wollen wir uns jetzt an das halbe Kilo halten? Das wäre wirklich eine„halbe“ Sache. Da man ſich rings aber um Deutſchland herum ſeit langem an das Kilo und an das Gra m m, ja darüber hinaus ſogar noch an das Dekagramm(10 Gramm) ge⸗ wöhnt hat und damit ganz luſtig hantiert, werden ſich die deutſchen Hausfrauen und ihre Lieferanten ſcher ſchnell umſtellen. Ein bißchen gelegentliches Kopfrechnen, ein wenig Stöhnen und ein paar ſchlechte Witze wird es wohl noch koſten, dann wird das alte, liebe Pfund zu ſeinen Vätern verſammelt ſein. Und zu ſeinen längſt vor ihm verſtorbenen Kindern, dem Lot(164 Gramm) und dem Quent⸗ chen(4 Lot), ganz abgeſehen von dem Skrupel, womit man ehemals nicht etwa Zweifel und Gewiſ⸗ ſensbiſſe, ſondern ein kleines Apothekergewicht von 17% Gramm meinte. Wer aus Großmutters Kochbuch die Angaben nach Lot in Gramm umrechnen mußte, hat wahr⸗ ſcheinlich ſchon manchmal geſeufzt und ſich auch ver⸗ tan, ſo umſtändlich und unpraktiſch war das. Und ſchließlich iſt es, auch wenn man richtig gerechnet hat, noch immer nicht ſicher, daß die Mengenverhältniſſe auch ſtimmen. Denn das Pfund, von dem das Lot eigentlich der 32. oder 30. Teil ſein ſollte, war früher in jedem Lande verſchieden ſchwer; in Bayern hatte es noch 1871 560 Gramm, und in England hat es noch heute nur 4597 Gramm. Das alte römiſche Gewicht(pondus, davon kommt unſer deutſches Wort „Pfund“) war die Libra, davon kam unſer Pfund⸗ zeichen— und hatte 327,45 Gramm, alſo viel weni⸗ ger als unſer eben jetzt endlich, nach viel gutem und langem Zureden, verſterbendes. Wir ſollten wirk⸗ lich nicht traurig ſein, daß in Zukunft nur noch die Gewichtsbezeichnungen des leicht durchſchaubaren „Da reden die immer davon, dies wär' knapp und das gäb' es nicht mehr ſo wie früher!“ ſagt ſie neulich ganz entrüſtet zu mir.„Als wenn unſereins nicht auch ganz gut wüßte, wie es früher geweſen iſt. Der Mann war arbeitslos und lungerte herum. Trank wohl aus Langeweile mal eins über'n Durſt, und fort waren die paar Groſchen vom Wohlfahrts⸗ amt. Zu Hauſe ſtand man und hatte kein Eſſen im Topf. Ja, das kann keiner ſo richtig verſtehen, was un⸗ ſer Führer für uns getan hat, als bloß die, die ar⸗ beitslos waren.“ Ein andermal kommt ſie von dem jungen Ehe⸗ paar, das vor einem halben Jahr nebenan einge⸗ zogen iſt, ganz aufgeräumt zu mir zum Helfen und meint:„Was iſt das doch für nne gute Einrichtung, daß die jungen Leute jetzt beizeiten heiraten und Kinder in die Welt ſetzen können und brauchen doch keine Angſt zu haben, daß ſie das Wurm nicht ſatt kriegen. Die jungen Leute da drüben haben ſich von dem Eheſtandsdarlehen wirklich fein eingerichtet. Na, und wenn nu erſt ein Kleines kommt und dann noch eins, dann brauchen die doch von dem Darlehen bloß die Hälfte zurückzubezahlen.“ „Um die mach ich mir keine Sorgen“, ſagt Mut⸗ ter Witt, und da ſie ſchon mal ſo ſchön im Zuge iſt, erzählt ſie weiter:„Aber was die da drunter ſind, eine Treppe tiefer, der Herr penſionierte Amtsrat oder wie er heißt, und die Familie, die haben ſich ja erſt von alles ferngehalten. Sie haben wohl ge⸗ gehen, aber doch nich ſo aus vollem Herzen, wie ſich das gehört. Die hatten ja mit ihrem Sohn ſo'n Kummer. Der blieb und blieb am Studieren, ein Jährchen nach dem anderen verging, und er macht und macht kein Examen. Ganz blaß und mickrig ſah er immer aus und ſchlich durchs Haus, daß ich mich oft direkt erſchrocken hab', wenn er ſo plötzlich vor mir ſtand. Ja, und neulich bin ich im Treppenhaus am Aufwiſchen, da kommt doch ſo'n richtigen Ar⸗ beitsdienſtmann die Treppen raufgewichſt, immer ſo zwei Stufen; und wie er bei mir angelangt iſt, da ſteht er ſtramm und ſagt:„Heil Hitler, Muttchen Witt! und lacht über's ganze Geſicht. Und wer is et? Der lahme Schlingel von den Amtsrats a. D. Hatte der ſich verändert, braun gebrannt war er und ordentlich in die Breite gegangen. Das hatte ich gar nich gewußt, daß der ſchon ein halbes Jahr beim Arbeitsdienſt war Aber dadrüber is den Alten nu auch das Herz aufgegangen, daß der Junge jetzt ſo Zehnerſyſtems gelten ſollen. Näh- und Zuschneide-Schule fioſländer& Meris Kuenzer 9 Tages; und Abendkurse 5 ſeinen Mann ſteht. Bei denen hör'nſe nix mehr von 147. Jahrgang/ Nr. 143 Nee Treue Pflege im NSW. Kindergarten — Nach dem Spiel Mit Bürſte und Seife werden die ſchmutzigen Hände ſchnell wieder ſauber. Bfiloͤſtelle: NSV⸗Gau Kurmark, M. „Ach, die neue Zeit! und früher war es anders', die machen mit, ſag' ich Ihnen, aber feſte!“ * „Nich ſo einfach is das ja mit die früheren Ro⸗ ten,“ erzählt Mutter Witt ein andermal, als ſie bei mir Fenſter putzen will und wirft durch das Fenſter einen Seitenblick auf eine jüngere Frau, die ſchräg gegenüber auch gerade im Fenſter ſteht und ihre Scheiben blank reibt,„bis vor ganz kurzem haben die noch auf nichts hören wollen und den Leuten von der Winterhilſe haben ſie einmal geradezu die Türe vor der Naſe zugeſchlagen. Ich weiß ja, was da los war, aber nich ein jeder guckt ſo bei den Leuten 'rein wie ich. Vier Kinder, die Frau krank und knapp zu eſſen, da kann einem ſchon die Welt⸗ geſchichte ein bißchen durcheinanderkommen. Sie hat ſich abgerackert, denn wer ſollte die Arbeit tun und die Kinder verſorgen? Was unſereins bei ſeinem Packen Arbeit da noch helfen kann, das is nich viel. Ja, und er, er is von Hauſe fortgerannt, weil er nich mehr ſehen konnte, wie die Frau jeden Tag weniger wurde. Aber denen iſt ja nun auch geholfen worden.“ „Wie denn, Muttchen Witt?“ will ich gern wiſſen und bin ganz geſpannt.„Die Frau haben ſie doch zur Erholung fortgeſchickt nach Hohenlychen. Da gibt's doch die Mütterheime, wunderbar eingerichtet, und wie ſind ſie da verpäppelt worden! Das hilft dann ſo ner Frau, die im Grunde ne geſunde Na⸗ tur hat und nur ein bißchen Ruhe und Pflege braucht, wieder auf die Beine. Die Kinder hatte ſie auch gut verſorgt— bei Verwandten auf dem Land. Na, und jetzt ſehen Sie ja, ſie putzt wieder Feuſter und hat auch ſonſt alles im Schuß. Was der Mann is, der ſagt ja nicht viel, aber am 29. März wird bei denen für Adolf Hitler geſtim mt und denn is der ganze Block hier in Orönung“, ſagt Mutter Witt, und die muß es ja wiſſen. — Guter Rat— billig Kupfermünzen halten die Blumen friſch Eine uralte Hausregel beſagt, daß man in das Waſſer einer Blumenvase eine Kupfe r mü mz e le⸗ gen ſolle, um die Blumen länger friſch zu erhalten. Auch von den alten Römern wiſſen wir, daß ſie zu gleichem Zwecke Silbermünzen in ihre Waſſerkrüge legten. Neue Unterſuchungen haben ſich mit dieſem merkwürdigen Brauch beſchäftigt und feſtgeſtellt, daß es ſich hier keineswegs um Aberglauben handelt. Ein Liter Waſſer vermag nach den Ergebniſſen die⸗ ſer Arbeiten ein Fünfzigtauſendſtel Gramm Metall in ſich aufzulöſen. Dieſe unvorſtellbar winzige Menge genügt aber bereits, um Algen, viele Bakterien uſw. abzutöten. Auch kleinſte Mengen von Kupfer, Queckſilber, Arſen und anderen Stoffen wirken ähn⸗ lich— das Einlegen der Münzen ſorgt alſo tat⸗ ſächlich dafür, daß die Blumen länger friſch bleiben. Verantwortlich: Margot Schubert, Mannheim Hornhaut i beseitigt radikal und schmerzlos DI,-8 Melne Spezialität 0 Feinster Alter r Parfümerien Elchfögige Btwas jur ktenner, Kerzen Maagen ee desſchtshaare, Warzen f 1 Leberflecken 8 . Jeder Art u. Tragkraft 8.50 85 5 1955. en- us 5 arben. Praxis se 1 0 nk- failed, Jb. Vath Hheinandbaus 5e e a ee E 2. 7 8 brlttervnszeüben Fannkeim Frau H. Eifler, Mannheim, 8 6. 37 Femeprocher 2565 ka lee. Pepatetarwertst.] Feinkost 0 5, 2 Narren 6002 pelzhem 0 2 75 H f, 9 a m Tattetse Gef chäfts⸗ lag fi IA 8 5 l eee reiſender 5 f 2 ĩĩĩĩĩ— wanſct ſich an 5 Urii⸗ Latium 5 Unsen Wäsche- 1 loſahrten in groler Auswahl be 0 rena. Aullb fl) 11 6, 16, bert. Hadig-Hoff rleri zu beteiligen. dul 1 Mang moderne Formen 5 Aug u. E f 50 kleene kschnem& 2. 8, Marktpl Knudsenſan b. Geſchäſts⸗(ueln Loden 5 i Grösse 42486 5901 S782 Paradepiat A 3, Ta fel, 284 931 tene. Amtk Bekanntmachungen schwielen Hühnercugen . ˙ mA 11 Schälkur 21 AE packung 0,50 RN und mit dem Bad 1. RM in allen apothelen und brogerien Arbeitsvergebung. Nr. 32, in der Zeit von—10 und v. 16—18 Uhr, wo Ausſchreibungs⸗ bedingungen, ſoweit vorrätig, er⸗ hältlich find und die Zeichnungen aufliegen.— Einreichungstermin: Montag, 20. April 1986, 10.00 Uhr, Rathaus N 1, Zimmer 124. Zu⸗ ſchlagsfriſt: bis 15. Mai 1936. 4 trine, Splegelschr., Lampen, Hausrat. Schachen Anfang Nr. 4850. Nabllah- Versteigerung 1 VV N E 5. Nähere Auskunft beim ſtädt. Freitag, 27. Mürz 3 Hochbauamt, Rathaus N 1, Zimm. 255 L 11, 9 8„ Hauen gel Schreibtisch, groß. Bücher- schrank, Garderobe, Vi- Wäscheschrank. Kommode. Küche. Gasherd, 6 Fl, Sofa, Ledersessel, Stühle, Besfohtigung: 1 Stunde vorher. Dr. Fritz Nagel jetzt: 0 5, 14 Tel. 24189 2 Ihre Wäsche wird gewaschen und gebügelt bei gehonender Behandlung m und billiger Zerechnung in der Waschanstalt Saeed 5.14 ö 88948 ——. 8 Donnerstag, 26. März 1936 Neichsbank-Aus weis Normale Enilasfung Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. März 1936 h in der verfloſſenen Bankwoche die geſamte Anlage Bank in Wechſeln und Schecks, Lombards und Wert⸗ ren um 140, Mill. auf 4352,9 Mill./ vermindert. Im haben die Beſtände an Handelswechſeln und r 110,4 Mill. auf 3647,5 Mill., an Leunbard⸗ en um 5,3 Mill. auf 41,9 Mill.„, an deckungs⸗ zertpapieren um 4,1 Mill. auf 339,8 Mill. I und genommen, dagegen die Beſtände an ſonſtigen Wertpapieren um 6,1 Mill. auf 320,9 Mill.„ zugenommen An Reichsbanknoten und Rentenbankſcheinen zuſammen ſind 126,5 Mill./ aus dem Verkehr zurückgefloſſen, und zwar hat ſich der Umlauf an Reichsbanknoten um 121,1 Mill. auf 3,4 Mill. /, derjenigen an Rentenbankſcheinen um 5,4 Mill. auf 382,4 Mill./ ermäßigt. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 48,5 Mill. auf 1433,5 Mill. I ab. Die Beſtände der Reichsbank an Rentenbankſcheinen haben Mill. J, diejenigen an Scheidemünzen unter gung von 10,8 Mill./ neu ausgeprägter und ſich a Die fremden Gelder zeigen mit 672,9 Mill./ eine Zu⸗ nahme um 100,7 Mill. I. Die Beſtände an Gold und deckungsfähi en bei einer Zunahme um 0,1 Mill. gen Deviſen be⸗ Mill.. Im 785— ein n ſtellen ſich die Goldbeſtände bei einer Zunahme um 61 000/ auf 71,8 Mill.„, die Beſtände an deckungs⸗ fähigen Deviſen bei einer Zunahme um 32 000, gouf 5,5 Mill l. Einnahmesſeigerung bei der Reichsbahn Tagung des Verwalſungsrais Am 24. und 25. März 1936 trat der Verwaltungsrat der Deutſchen Reichsbahn zu einer ordentlichen Tagung zu⸗ ſammen. Der Verwaltungsrat nahm zunächſt einen eingehenden Bericht über die Finanzlage entgegen. In den erſten bei⸗ den Monaten dieſes Jahres haben, entſprechend der er⸗ freulichen Zunahme des Verkehrs, die Einnahmen aus dem Perſonen⸗ und Gepäckverkehr eine Steigerung um 10,7 v.., die aus dem Güterverkehr eine Erhöhung um 11,7 v. H. gegenüber dieſen Monaten des Vorjahres erfah⸗ ren, wobei allerdings zu berückſichtigen iſt, daß im Ja⸗ nuar⸗Februar 1935 die Einnahmen der Eiſenbahnen des ehemaligen Saargebietes noch nicht in den Reichsbahn⸗ einnahmen enthalten waren. Gleichzeitig ſind aber auch mit den vermehrten Betriebsleiſtungen die Ausgaben ge⸗ ſttegen. Der Verwaltungsrat nahm Kenntnis von dem vorläufigen Abſchluß für das Geſchäftsjahr 1935, der zu⸗ ſammen mit dem Geſchäftsbericht im Mat d. J. endgültig ſeſtgeſtellt und der Oeffentlichkeit übergeben werden wird. Von den Vorlagen, in denen die Reichsbahnhauptver⸗ waltung eine Darſtellung des gegenwärtigen Reichs bahn⸗ gütertarifſyſtems gab, nahm der Verwaltungsrat Kennt⸗ nis, ebenſo von dem Ergebnis des ö5proz. Tarifzuſchlages und von dem mit Wirkung vom 1. April zwiſchen Reichs⸗ bahn und Reichskraftwagenbetriebsverband verabredeten Kraftwagentarif ſowie von den Mitteilungen über die organiſche Tarifreform. Der Verwaltungsrat empfahl, den öproz. Tarifzuſchlag bis ſpäteſtens 1. Oktober 1936 in die geltenden Tarife einzuarbeiten, die organiſche Tarifreform tunlichſt bis zum gleichen Zeitpunkt durchzuführen, dabei aber eine weitere Belaſtung der Wirtſchaft möglichſt zu vermeiden. Der Verwaltungsrat ſtimmte dem Vorſchlag des Ge⸗ neraldirektors der Reichsbahn zu, die Zentralämter für Maſchinenbau, für Einkauf, für Bau⸗ und Betriebstechnik und für Rechnungsweſen in Berlin und das Zentralamt München im Endzuſtand zu einem Reichsbahnzentralamt unter Leitung eines Präſidenten zu verſchmelzen. Die Verſchmelzung der vier Zentralämter in Berlin ſoll ſofort durchgeführt werden. Salzwerk AG. Heilbronn Hohe Aufwendungen für allgemeine soziale Zwecke Unlersfützung von Siedlungsvorhaben Der Steinſalzabſatz des Werkes hat 1935 eine befriedi⸗ gende Entwicklung genommen. Das Auslandsgeſchäft konnte in vollem Umfange aufrecht erhalten werden. Im Inlands⸗ geſchäft iſt im weſentlichen als Folge der Aufholung von Lieferrückſtänden eine Abſatzerhöhung eingetreten. Für Siede⸗ und Hüttenſalz haben ſich beachtliche Aenderungen in der Abſatzloge und Preisgeſtaltung gegenüber dem Vor⸗ jahre nicht ergeben. Die abſatzregelnde Tätigkeit des Deut⸗ ſchen Salzbundes habe ſich auch im Berichtsjahre beſtens bewährt. Von beſonderer Bedeutung für dos Werk war die Er⸗ öffnung des Neckarkanals im Jult 1935 auf der Strecke Mannheim— Heilbronn. Der kanaliſierte Neckar ermög⸗ lichte es, Rheinſchiffe in Heilbronn zu beladen und den bisher erforderlichen Umſchlag in Mannheim zu vermeiden. In Uebereinſtimmung mit dahingehenden Wünſchen des Reichsverkehrsminiſteriums wurden die Neckarſchiffer in erheblichem Umfange weiter beſchäftigt. Die Penſions⸗Zuſatzkaſſe wurde um weitere 210 000% erhöht, ſo daß für dieſen Zweck nunmehr 510 000„ zur Ver⸗ fügung ſtehen. 1936 wird das Vermögen auf die inzwiſchen genehmigten und damit rechtsfähig gewordenen Stiftungen „Angeſtellten⸗Penſionszuſatz⸗Stiftung“ und„Arbeiter⸗Pen⸗ ſionszuſatz⸗Stiftung“ übertragen. Einſchließlich der neuer⸗ lichen Zuweiſung an die Penſions⸗Zuſatzkaſſe wurden an freiwilligen Leiſtungen für die Gefolgſchaft ſowie für all⸗ gemeine ſoziale Zwecke im Berichtsjahre 361098„ auf⸗ gewendet. In beſonderem Maße hat ſich die Geſellſchaft auch auf dem Gebiete des Siedlungsweſens betätigt. Zu einem Siedlungsvorhaben der Stadt Heilbronn hat die Ge⸗ ſellſchaft lein Darlehen von 150 000/ gegeben, worauf auch im weſentlichen die Erhöhung der Bilanz⸗Poſition Forde⸗ rungen gegen Hypotheken zurückzuführen iſt. Daneben wur⸗ den etwa 10 v. H. der Gefolgſchaft teils im Rahmen der erwähnten Siedlung, teils auf anderer Baſis niedrig ver⸗ insliche Darlehen gegeben, um ein Eigenheim zu erwer⸗ Für Neuanlagen einſchl. der kurzlebigen Gegenſtände, ſowie für größere Inſtandſetzungen wurden 581 663/ auf⸗ gewendet. Die Aufwendungen für den Vorſtand(1) be⸗ trugen einſchl. einer Nachzahlung 64 245 J, für den AR (10) 54889„/. An Salzſteuer wurden in 1935 insgeſamt 4,05/ abgeführt. Der Geſamtbruttoerlös ſtieg auf 3,72 (3,33) Mill., die übrigen Erträge erbrachten 0,24(0,23) Mill., während für Löhne und Gehätter 0,87(0,77), ſoziale Abgoben 6,13(unv.), Steuern 0,58(0,49) und ſonſtige Auf⸗ wendungen 1,38(1,05) Mill. aufgebracht wurden. An den Rückfallfonds wurden unv. 60 000 /, die Penſionszuſatz⸗ küſſe 210 000(300 000, i. V. noch 150 000„ an den Dis⸗ poſttionsfonds)/ überwieſen, ſo daß nach auf 276 466 165 977)/ erhöhten Anlage⸗ und 67 816(15 321) 1 ande⸗ ren Abſchreibungen ein Reingewinn einſchl. Vortrag von 684 554(676 937)/ verbleibt, aus dem eine unveränderte Dividende zur Verteilung kommt auf unv. 2,82 Mill. I AK. * * Glashütte Heilbronn AG., Heilbronn am Neckar.— 3(0) v. H. Dividende. Die Geſellſchaft, von deren Ack von 0, Mill.„/ das Salzwerk Heilbronn die qualifizierte Mehrheit beſitzt, ſchlägt für 1935, obwohl der Finanzſtand des Unternehmens eine Verwendung des erzielten Ge⸗ winnes von 29 134/ zur inneren Stärkung auch für das Berichtsjahr rechtfertigen würde, die Ausſchüttung von 3 v. H. Dividende vor, um beſonders die kleinen Aktionäre, die ſeit Gründung des Werkes, ohne eine Dividende be⸗ zogen zu haben, mit durchgehalten haben, in den Genuß einer beſcheidenen Rendite zu bringen.(J. V. verringerte ſich der erzielte Gewinn von 73 130„ um den Verluſtvor⸗ trag auf 2649, während das Zwiſchengeſchäftsjahr vom 1. 10. bis 31. 12. 1934 einen Gewinn von 11 999& erbrachte.) Die große Wanne(Hütte) war ununterbrochen in Voll⸗ betrieb. Der Abſatz entwickelte ſich weiter günſtig. Mit der Wiederinſtandſetzung der Hütte 1 wurde begonnen, um ſie Im Rahmen der im Oktober 1934 durchgeführten großen Steuerreform iſt auch das Vermögen uerrecht weſentlich umgeſtaltet worden. Neben dem Beſtreben, eine Verwal⸗ tungsvereinfachung herbeizuführen, ſind bei der Neufanung des Vermögensſteuergeſetzes vor allem bevölkerungspoli⸗ tiſche und wirtſchaftspolitiſche Geſichtspunkte, die national⸗ ſozialiſtiſchem Gedankengut entſpringen, maßgeblich zum Durchbruch gekommen. Das neue Vermögensſteuergeſetz vom 16. Oktober 1934 tritt am 1. Ap d. J. in Kraft. Eine kurze Ueberſicht über die wichtigſten Aenderungen gegenüber dem bisherigen Rechtszuſtand dürfte daher von Intereſſe ſein. Mas zunächſt die Neuregelung der Vermögenſteuer nach bevölkerungspolitiſchen Geſichtspunkten betrifft, ſo iſt davon ausz hen, daß der bisherige Vermögenſteuertarif den Familienſtand des Steuerpflichtigen nicht berückſichtigte. Nach dem alten Geſetz galt für alle unbeſchränkt ſteuerpflich⸗ tigen natürlichen und juriſtiſchen Perſonen eine Beſteue⸗ rungsgrenze von 20000 Reichsmark. Nur Vermögen bis zu dieſem Betroge waren ſteuerfrei; überſchritt das Ver⸗ mögen dieſe Grenze, ſo wurde es in vollem Umfange zur Steuer herangezogen. Für erwerbsuyfähige Perſonen mit geringem Einkommen erhöhte ſich die Beſteuerungsgrenze gouf 30 000 Reichsmark. Das neue Geſetz hat die Beſteuerungsgrenze fallen ge⸗ laſſen und anſtatt deſſen Freibeträge, deren Höhe ſich nach dem Familienſtand des Steuerpflichtigen richtet, eingeführt. Dieſe Beträge ſind ſtets ſteuerfrei, auch wenn das Ver⸗ mögen darüber hinausgeht; es wird in diefem Falle nur mit dem Betrage zur Steuer herangezogen, um den es den Freibetrag überſteigt. Von dem ſteuerpflichtigen Ver⸗ mögen ſind als Freibeträge abzuſetzen: für den Steuer⸗ pflichtigen ſelbſt 10 000 Reichsmark, weitere 10 000 Reichs⸗ mark für ſeine Ehefrau(was auch für Witwer und Witwen gilt) und für jedes minderjährige Kind. Der Freibeteag wird auf Antrag auch für volljährige Kinder bis zum voll⸗ endeten 25. Lebensjahr gewährt, wenn dieſe auf Koſten des Steuerpflichtigen für einen Beruf ausgebildet werden. Als Kinder im Sinne dieſer Vorſchriften gelten auch Ab⸗ kömmlinge, Stiefkinder, Adoptivkinder, Pflegekinder und deren Abkömmlinge. Hat z. B. ein verheirateter Steuerpflichtiger mit 3 min⸗ derjährigen Kindern ein Vermögen von 50 000 Reichsmark, ſo bleibt er nach den neuen Beſtimmungen ſteuerfrei; be⸗ trägt es 60 000 Reichsmark, ſo würden nur 10 000 Reichs⸗ mark der Vermögenſteuer unterliegen. Ein weiterer Freibetrag von 10000 Reichsmark wird unter der Vorausſetzung gewährt, daß der Steuerpflichtige über 60 Jahre alt oder erwerbsunfähig iſt und ſein letztes Johreseinkommen nicht mehr als 3000 Reichsmark betragen 0 5 at. In wirtſchaftspolitiſcher Hinſicht liegt dem neuen Ver⸗ mögenſteuergeſetz die nationalſozialiſtiſche Forderung nach E 7 1* Min, fas an Nouuoͤn vs? Einſt kein Geld für Gehälter— heute eine blühende Stadt „Wir hatten bei der Machtübernahme nicht nur rund 5,2 Mill.„ Schulden, ſondern es war nicht einmal der eiſerne Kaſſenbeſtand von damals 60 000% vorhanden, ſo daß noch 1933 oftmals die fälligen Gehälter für die ſtädti⸗ ſchen Angeſtellten und Beamten erſt nach vielem Betteln zu den Fälligkeitsterminen von den Banken zu erlangen waren— für alle dieſe Schulden waren die ſtädtiſchen Gas⸗, Waſſer⸗ und Elektrizitätswerke auf die Dauer von 30 Jahren verpfändet—, außerdem hatten wir 732 an⸗ erkannte Wohlfahrtserwerbsloſe, 210 Arbeitsloſen⸗ und 231 Kriſenunterſtützungsempfänger ohne zuſchlagsberechtigte Familienangehörige. Eine ſtillgelegte und allmählich ver⸗ fallende Fabrik war das ſichtbarſte Zeichen für dieſen Nie⸗ dergang, dem unſere Stadt unaufhaltſam entgegenging.“— So ſagte man uns in Neubrandenburg. Drei Jahre nationalſozialiſtiſcher Stadtverwaltung haben ſchon genügt, dieſen Verfall in ſein Gegenteil um⸗ zukehren. Neubrandenburg hat heute praktiſch keine Erwerbsloſen mehr, die Schuldenlaſt wurde bereits um eine halbe Mil⸗ lion vermindert, die Stadtverwaltung hat für Inſtand⸗ ſetzungs⸗ und Notſtandsarbeiten rund 260 000/ ausgege⸗ ben(ohne die Förderungsbeiträge der Reichsanſtalt), die ſtillgelegte Fabrik arbeitet wieder mit 500 Mann, eine andere beſchäftigt mehr als 2000 Arbeiter, eine Brauerei und eine Landmaſchineufabrik haben ihre Arbeiterzahl ebenfalls erhöhen können, ein bauhandwerklicher Betrieb beſchäftigt heute 200 Volksgenoſſen gegenüber 10 im Jahre 1932 uſw. Außerdem liegen heute in Neubrandenburg Arbeits⸗ dienſt und eine Garniſon, die beide ein weiteres zu dem wirtſchaftlichen Aufſtieg beigetragen haben. Insgeſamt mußten 1935 von auswärts rö. 3500 Volksgenoſſen heran⸗ geholt werden, wovon allein die Hälfte Handwerker ſind. Die Einwohnerzahl iſt demzufolge von 15000 auf rund 20 000 geſtiegen, ſo daß ſeit 1933 rund 450 Wohnungen ge⸗ baut und eingerichtet werden mußten, 250 ſind ſchon wieder angefangen oder geplant. Die Geburtenziffer— auf das Tauſend der Bevölkerung— iſt von 1932 bis heute von 13,6 auf 20 geſtiegen. Das ſind Zahlen, die ein impoſantes Bild von den Er⸗ folgen nationalſozialiſtiſcher Aufbauarbeit umreißen. So wie es in dieſer Stadt ſeit öͤrei Jahren ausſieht, iſt es in den meiſten anderen deutſchen Städten auch, und deutlicher als an dem Beiſpiel Neubrandenburgs kann man die wirt⸗ ſchaftlichen Ergebniſſe der Politik des Führers kaum er⸗ kennen. * Badiſche Zuckerſtatiſtik für den Februar. Im Landes⸗ inanzamt Bezirk Karlsruhe wurden im Februar 11901 (im Januar 14.533 Dz. Verbrauchszucker und 6(8) Dz. Rübenzuckerabläufe in den freien Verkehr übergeführt. An Zuckerſteuer entfallen im Berichtsmonat auf Verbrauchs⸗ Zucker 249 921(305 193)/ und auf Rübenzuckerabläufe 76 (38) I. 95 den deutſchen Zuckerfabriken ſind im Februar 1,35 (Januar 1,79) Mill.“/ Rohzucker und 2144(2723) Dz. Ver⸗ brauchszucker verarbeitet worden. * Hauf⸗Union Ach, Schopfheim in Baden.— Nicht un⸗ erheblicher Auftragsbeſtand. Die Geſellſchaft weiſt für das Geſchäftsjahr 1935 nach erhöhten Aufwendungen für die Jalil den ubeünloseit guelt 930 225 febrver 198 1035 1 3 1 f 1 dſſſonen im Bedarfsfalle in Betrieb nehmen zu können. der Neuen Mannheimer Zeitung ANDELS- U WIRTSCHAFT-ZETITUNG, Mittag-Ausgabe Nr. 143 Die Neuregelung der Vermögenssfeuer Ab 1. April 1936 der Eigenverantwertung des Betriebsinhabers zugrunde, die in der ſteuerlichen Begünſtigung der Perſonalgeſellſchaft im Gegenſatz zur anonymen Kaptitalgeſellſchaft zum Aus⸗ druck kommt. Nach dem bisherigen Recht genoſſen die kleinen Kapitalgeſellſchaften mit einem Vermögen bis zu 20 000/ Steuerfreiheit. Das neue Geſetz hat dieſe Ver⸗ günſtigung nicht übernommen, indem es eine Mindeſt⸗ beſteuerung für alle Kapitalgeſellſchaften eingeführt hat. Hiernach haben inlä che Aktiengeſellſchaften, Kommandit⸗ geſellſchaften auf Aktien, Kolonialgeſellſchaften und berg⸗ rechtliche Gewerkſchaften mindeſtens 50 000 4 und Geſell⸗ ſchaften mit beſchränkter Haftung mindeſtens 20000/ zu verſteuern, auch wenn ihr Vermögen niedriger iſt. Durch dieſe Regelung wird auf die Kapitalgeſellſchaften mit klei⸗ nerem Vermögen ein Druck ausgeübt, die anonyme Be⸗ triebsform aufzugeben und das Geſchäft unter der eigenen Verantwortung des Einzelkaufmanns oder der Perſonal⸗ geſellſchaft fortzuführen, für welche es eine Mindeſtbeſteue⸗ rung nicht gibt. Die Mindeſtſteuer gilt auch nicht für ſon⸗ ſtige rechtsfähige Körperſchaften und Perſonenvereinigungen, die nicht Kapitalgeſellſchaften ſind, wie Genoſſenſchaften, Verſicherungsvereine auf Gegenſeitigkeit, eingetragene Ver⸗ eine und dergleichen; für dieſe iſt eine Freigrenze von 10000„ vorgeſehen. Ueberſteigt das Vermögen dieſe Grenze, ſo unterliegt es— anders als bei den natürlichen Perſonen— in vollem Umfange der Vermögenſteuer. In dieſem Zuſammenhang iſt weiterhin beſonders be⸗ merkenswert der durch das neue Geſetz erfolgte Wegfall der ſelbſtändigen Steuerpflicht von offenen Handelsgeſell⸗ ſchaften, Kommanditgeſellſchaften und ähnlichen Geſellſchaf⸗ ten des Handelsrechts. Da das Geſellſchaftsvermögen in Zukunft nicht mehr bei der Geſellſchaft, ſondern die Geſell⸗ ſchaftsanteile bei den Geſellſchaftern beſteuert werden, ſo hat dieſe Regelung den Vorteil, daß die Geſellſchafter auf jeden Fall in den Genuß ihrer Freibeträge kommen. Das nach bisherigem Recht bei der Geſellſchaft ſelbſt verſteuerte Vermögen blieb nur dann ſteuerfrei, wenn es die Be⸗ ſteuerungsgrenze von 20 000/ nicht überſtieg. Während der Steuerſatz bisher geſtaffelt war, und zwar trägt der Steuerſatz nach dem neuen Tarif einheitlich 5 v. T. Hierdurch wird die Steuerberechnung weſentlich vereinfacht. Durch die Einführung der Freibeträge für natürliche Per⸗ ſonen wird im übrigen dem Geſichtspunkt des Schutzes klei⸗ nerer Vermögen genügend Rechnung getragen. Der Vermögenſteuer komurt im Rahmen des Reichs⸗ haushalts beſondere Bedeutung zu, da ſie bekanntlich aus⸗ ſchließlich dem Reich zufließt. Wie ſich die Neuregelung auf das Aufkommen der Steuer auswirken wird, iſt noch nicht abzuſehen; es iſt jedoch anzunehmen daß der durch die Einführung der Freibeträge ſich ergebende Ausfall ganz oder doch zum großen Teil durch die ſchärfere Er⸗ faſſung der Ledigen und der Kapitalgeſellſchaften aus⸗ geglichen wird. Dr. H. M. Gefolgſchaft einen Reingewinn von 112 967(103.176) aus Eu berückſichtigen iſt hierbei, daß im Vorjahr aus dem ge⸗ nannten Gewinn zum Fahresſchluß ein Verluſtportrag von 51 230/ zu decken war). Der v. HV am 27. März 1936 wird die Ausſchüttung einer gegenüber dem Vorjahr um 2 v. H. höheren Dividende auf das ½3 Mill./ betragende Al vorgeſchlagen. Die Geſellſchaft iſt mit einem nicht unerheblichen Auftragsbeſtand in das neue Geſchäftsjahr gegangen. * Dresdner Bank beteiligt ſich an Sponholz, Eheſtedt u. Schröder. An der im Jahre 1884 gegründeten Firma Spon⸗ holz, Eheſtedt u. Schröder, Bankkommanditgeſellſchaft zu Berlin, hat die Dresdner Bank durch Uebernahme der Be⸗ teiligung der bisherigen Kommanditiſten Intereſſe genom⸗ men. Die Bank wird mit allen Filialen in unveränderter Weiſe unter der Leitung von Fritz Sponholz und Johannes Anhalt, bisher Direktor bei der Dresdner Bank, fort⸗ geführt. Waren und Märkie * Karlsruher Großmarkt für Getreide und Futtermitte! vom 25. März(amtlich. Inlandsweizen, Ernte 1935, 76/77 Kilo, Erzengerfeſtpreis W' 15 20 90; W' 17 21,10; 'ö20 21,60? Mühlenfeſtpreis einſchließlich Zuſchlag für Rfch plus 0, 40/60; Großhandelspreis plus 0,40/,60 Sommerweizen zur Zeit ohne Angebot; Inlandsroggen, Ernte 1935, 71/72 Kilo, Erzeugerfeſtpreis R 1417,20; R 18 17,70 R 19 17,90; Mühlenfeſtpreis einſchließlich Zuſchlag für Ri plus 0,40/0,60; Großhandelspreis plus 0,40/0,69; Braugerſte, Ernte 1935, je nach Qualität, nicht notiert; Induſtriegerſte, Ernte 1935, je nach Qualität, 21,75—22; Futtergerſte. Ernte 1935, Baſis 61/52 Kilo, Erzeugerſeſt⸗ preis nom. G8 17,40; G9 17,60(über 62—68 Kilo plus 0,10 4 pro Kilo im Hektolitergewicht und über 68 Kilo plus 0,15% pro Kilo im Hektolitergewicht!; Futterhafer, Ernte 1935 Feſtpreisgebiet 17, 48/49 Kilo, frei Erzeugerſtation, nur mit Genehmigung des G. W. V. 17,30; Großhandelspreis nominell 17,30—17,70; Induſtriehafer über 50 Kilo Hekto⸗ litergewicht zur Zeit ohne Angebot; Weizenmehl, Baſis⸗ type 790 Inlandsmahlung, Großhandelspreis im Feſtpreis⸗ gebiet Wö 15 28,60; W' 17 28,50; W' 20 28,95; Frachtaus⸗ gleich plus 0,50 /. Aufſchlog für Weizenmehl mit 10 v. H. Auslandsweizen 1,50, für 10⸗Tonnen⸗Ladungen, Type 563 (0) plus 2, Type 502 plus 3. Type 405(00) plus 5, Weizengrieß fein und grob, Type 405 phus 6 14, Type 1600 (Weizenbrotmehl) minus 5 4. Im Preisgebiet W 15 Auk⸗ ſchlag für Type 563 plus 2,25 ,, für Type 405 plus 5,25&. Roggenmehl, Type 997, 75proz. Großhandelspreis im Feſtpreisgebiete R 14 22,70: R 18 23,40; R 19 23,60; Fracht⸗ ausgleich für 10⸗Tonnen⸗Ladungen plus 50 Pfg. Type 610 vl. 2,00; Type 700 pl. 1,25; Type 815 pl. 0,50. Weizen⸗ Roggenmehl Bedingungen des Reichsmehlſchlußſcheines vom 11. Mai 1935. Weizennachmehl 16,75—17; Weizenbollmehl (Futtermehl) je nach Fabrikat 13,25—13,50; Weizenkleie W 15 10,35 W 17 10,45;'H 20 10,70; Roggenboll⸗ mehb 13,50—13,75; Roggenkleie, Feſtpreisgeb. R 14 10,10 bis 10,45: R 18 10,40— 10,75; R 19 10,50—10,85; Gerſten⸗ Futtermehl, ſüddeutſche Fabrikate, 20,25— 20,75? Trocken⸗ ſchnitzel loſe, Erdnußkuchen loſe. Palmkuchen, Napskuchen, Sojaſchrot, Leinkuchenmehl und Biertreber zu den vor⸗ geſchriebenen Preiſen. Malzkeime 1616,25; Speiſekortoffeln: Die Erzeugerpreiſe für Speiſekartoffeln betragen zur Zeit: a) für gelbe Sorten—3,20; b) für blaue, rote und weiße Sorten 2,70—2,90. Dieſe Erzengerpreiſe verſtehen ſich je Zentner frei Empfangsſtation. Rauhfuttermittel: Loſes Wieſenheu, gut, geſund, trocken, je nach Quaolität, neue Ernte 3,90—4,10; dto. Luzerne 4,25—4,50? Weizen⸗ und Roggenſtrah, drahtgepreßt, je nach Qualität 2— 2,25; Futterſtroh(Gerſte und Hafer) 2,50 1.— Alles für die 100 Kilo, Kartoffeln und Rauhſuttermittel Zentner⸗ preis. Soweit nichts anderes vermerkt, prompt verlad⸗ bare Ware. Biertreber und Malzkeime mit, Getreide und Gas hockseiuloutuuteui Steigt 60.821953 12. 935 kschEg“ 40 Nilſtarden Marz Deine Stimme dem Führer! Nhein-Mainische Abendbörse Wenig veränderf Frankfurt, 28. März. An der Abendbörſe bewegte ſich das Geſchäft in engen Grenzen. Kundenaufträge lagen kaum vor, am Aktienmarkt waren AGE bei ca. 3578—9 78) gefragt, Farbeninduſtrie kamen mit unverändert 158 zur Nobig. Kunſtſeide Aku lagen im Einklang mit Amſterdam etwas ſchwächer mit ca 49,50(50,25). Im übrigen zeigten die Märkte ſehr ſtilles Ausſehen und gegen den Berliner Schluß nahezu unver⸗ änderte Kurſe. Am Rentenmarkt blieben zertif. Dollar⸗ Bomds zu Mittagskurſen beachtet, Umſätze fanden aber vor⸗ erſt kaum ſtatt. Gefragt waren Kommunalumſchuldung zu 87,05, ferner Zinsvergütungsſcheine zu 9835s und ſpäte Schuldbuchforderungen zu 978. Fremde Werte lagen zu⸗ nächſt ſehr ſtill. Das Geſchäft blieb auch im Verlaufe ſehr klein. Auf Baſis der Berliner Schlußnotierungen oder mäßig darunter zeigte ſich Kaufneigur AEG waren etwas lebhafter und notierten 6— 36 ferner waren Weſtdeutſche Kauf⸗ hof zu 34,27 e und Otovi mit 1958(19,25) gefragt. Etwas ſchwächer lagen Scheideanſtalt mit 224,75(2280. Der „„ lag guch ſpäterhin ſehr ruhig und unverän⸗ dert. Nachbörſe: JG Farben 158 85, ACG 86, Otapi Minen 19 Vereinigte Stahlwerke 19,50. Reichsſchulöbuchforderungen, Ausgabe 1: 1987er 10½ G. 1988er 99,87 G: 1939er 99,5 G: 1940er 99,37 G: 1 4ler 98,2 G; 1942er 97,87 G 98,62 B; 194ger 97,75 G 98,5 B, 104ler 97,5 G 98,25 B; 1945er 97,25 G 98,12 B.— Ausgabe 2: 1939er 99,5 G; 1942er 97,62 G; 1945er 97,25 G: 1948er 97,12 G 98 B; 1947er 97,12 G 98 B. Wiederaufbauanleihe: 1944/4 5er 69,62 G; 69,87 B. Aproz. Umſchuld.⸗Verband 86,062 G 87,37 B. 1946/ 8er Trockenſchnitzel ohne Sack. Frachtparität Karlsruhe bzw. Fertigfabrikote Parität Fabrikſtation. Mehl frachtfrei aller in den betr. Preisgebieten liegenden Vollbahnſtationen. Alle Preiſe von Landesprodukten ſchließen ſämtliche Speſen des Handels, die vom Ankauf beim Landwirt bis zur Fracht, parität Karlsruhe entſtehen, und die Umſatzſteuer ein. Die Erzeugerpreiſe ſind entſprechend niedriger zu bewerten— Marktverlauf: Die Marktlage hat ſich nicht geändert. Berliner amiliche Noflerungen Viktoria⸗Erbſen— 17.— 718.50 Serade lla..— 22.50 Kleine Erbſen 17.—cl8,.50 Leinkuchen ab Hambgſ.65 incl. 20 Futter⸗Erbſen. 12, 13, Erdnußkuchen ab Hbgſ.45„ 285 Peluſchfren170,½18,50 Erdnußkuchenmehl.05 Ackerbohnen 11. 2. Trockenſchnitzell 4,57 Wicken Oſtſee 158.50 Soyabohnſchrot aüög 775„ 280 ruſſiſch... 15, 15.50 ab Stettin.95„ 280 Lupinen blau 38.50/9.50 Kartoffelflocken Stolpſ 9,10 i. Leihſäck gelb.. 14/475 ab Berlin 975„ Rotterdamer Getreidekurſe vom 25. März.(Eig. Dr.) Schluß: Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) März 5,00, Mai 4,90 K; Juli 4,82; Sept. 4,72%.— Mais(in Hfl. per 5 2000 Kilo) März 58,50; Mai 57,50; Juli 57,75; Sept. 1„290. E * Schwetzinger Schweinemarkt. Angefahren waren 180 Stück. davem 120 Läufer und 60 Milchſchweine. Preiſe: Läufer 48—65, Milchſchweine 30—44 4. Es wurden 2 ver⸗ Fauft. Der Marktverlauf war langſam. Hamburger Schmalznotierungen vom 25. März.(Eig. Dr.)] Tendenz ruhig; American Steamlard tranſito ab Kot 29 Dollar; American Purelard raff. per 4 Kiſten mit je 25 Kilo netto verſchiedene Standardmarken, tranſ. ab Kal 29,5—29,75 Dollar. Hamburger Zucker- Terminbörse Amtliche Notierung lür weißen Zucker, geſackt, trocken, nicht unter oll Stand, 25, frei Seeſchiffsſ Hamburg, für 50 leg einſchl Sack. 5 25 März 10 Uhr 80] 25. März 2 Uhr 15 Termine Peief J Geld bez. Brief] Geld bez .90 9 390. 375 n 390 3,75 390.75— .90 380.90 3880 2 .95 380 395.85 1 4. 3 90 9.—.90—.— 4,154.05——.45.— 5 .0 4,0.0 408„ 4,204.15 2.20.10— .204, 15*.20 410 25 ..30.20 88 435 4,20 8 Januar 3854.30——— 440.25 9 5 Februar 4,40.30.45.30 5 Tendenz ruhig Magdeburger Zuckernotierungen vom 25. März.(Eig. Dr.) Unverändert; Tendenz ruhig.— Gemahl. Mehlis per März 31,77%— 31,80— 31,87%; Tendenz ruhig; Wetter trübe. * . Bremer Baumwolle vom 25. März.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Middl.(Schluß) 13,51 Liverpooler Baumwollkurſe vom 25. März.(Eig. Dr.) Amerikan. Univerſal Stand. Middl. Schhuß: März(36) 604; April 598; Mai 591; Juni 584. Juli 578; Auguſt 557; Sept. 555; Okt. 547; Nov., Dez., Jan(37) je 542; Febr. 541; März 541; Mai 539; Juli 537; Okt. 527; Jan.(88), März je 524; Tendenz ruhig, ſtetig. Leinöl⸗Notierungen vom 25. März.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſaat Pl. per März 1078; Leinſaat Klk. per März⸗ April 12/6; Leinſaatöl loko 27,0; April 26,0; Mai⸗Auguſt 25,1%; Baumwoll⸗Oel ägypt. 24,6 Baumwoll⸗St. ägypt, per März 7,00. Neuyork: Terp. 42,50. Sa van noh: Terp. 37,50. Geld- und Devisenmarkt Zürich, 2 Mn Gchlub amflich) Topxlanff. bert 20. 21/1 J Spanſen 44.87½ J prag 1288 Baksrest London 18,18. fen! 288,32¼Warhen 57,%0 J bi. Ferd. 275 Heuyort 30562 Ferſin— Budspest. lig. bell“/ belgien!. ¼ Men off. H. 88.80— belgra 20 ensteved alen 24.0 Fofis 66.25— Aden 290.— S arzftget 2% Paris, 23. Me(Schluß amſſich). london 75.02—] ppanien 207.25 Kopenhagen 884.50] wien Teuro 15,12 lfalien 120.30 holland 10.39 ¾] erlin belgſen 256.87 Schwei: 494.75 ipäbeim 888 75 J Wargchen London, 25. Mer Cchluf amflich) detyem 496.18 Kopendagen 22.0 f Nosgan 1692— ſchenbal Montre! 487.37 Slocktoſm 18.89/ Pumznien 67,— Lokobeme imsterlam 727/82 Oslo 19.90% Ronstanün. 648.— Ap aſen dais 7488 lissbn 110,12 Alben 520.— Herke Brüssel 29.25% llelsingfors 227,0 Wien 2,31 Jonterices lallen 62.40 prag 119,37 Warsten 20,21 Lelpareito Berlin 12.8845 Zudzpes: 28.75 Paenos Ares 15,— benos Schwei: 15.15%¼ J Belgrad 215— Fi de Jan. 412.— auf Lon cen Spanien 36.19. Fotſa 400,— Hongkong 1/881. L Südafrika Meialle Hamburger fefallnofierungen vom 25. März Hupfer I banes- u. Strelts-Ann Frief belt Brief bald bezehlif Brief] Cald berabh lang... e Hüttenmbzh.. 9750075 chu, e kae. b. u). 49% Mir: 45,75 45,75. 2840284, 0%„ feingelg(l. p. gr. April 48.745,75. 284,0 784.0. Alanin(falt Mel 28.750,70 J 2802 284 284. 284 90 0 01284. 0 Urtapr.(A. duni 4— 48,25 10 280. fechn, reines Plsfin 36⁰ 0 lui 47.754. Velsilpr.(fl... 8885 „. Oklobee r.. lafimon Regulus ines.(S tu.) 528, florenbd.. bueds iwer( per flache) 13, 158 Dezemb......... Voltramerz Glinss,(in Sb.) 3—⁰ Berliner Metallnotierungen vom 25. März.(Eig. Dr.) Amtlich notierten je 100 Kilo: Elektrolptkupfer duwirebgen! prompt 51,50; Standardkupfer logo 45,75 U. Origtnalhütken⸗ weichblei und Standardblei per März je 21,75 nom. Orig nalhüttenrohzink ab norddeutſche Stationen 20,75, 1 9 dardzink 20,75; Original⸗Hütten⸗Aluminium 98⸗ bis 155 proz in Blöcken 144; desgl. in Walz⸗ oder Drahtbarren 15 Neinnickel 9890 pros 200; Silber in Barren ca. 1000 1 per Kilo 37,25—40, 25. „ Nene Metallkürspreiſe. Durch Beronntmachung Eee für unedle Metalle tritt mit dem 25, Mä folgende 21 änderung ein: Blei, nicht legiert, 20,75—21,75 1 5 50 bis 22) 4, Hartblei(Antimonblei) 28,25— 24,25(bisher bis 24,50) l. Frachienmarki Duisburg- Ruhrori Das Geſchäft an der beutigen Börſe ſomie Frachten und Schlepplöhne erfuhren gegen geſtern keine Aenderung. —* 2 — S 2 * 72 1 Donnerstag, 26. März 1938 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Carl Ludwig Diehl in dem Film„Die Leuchter des Kaiſers“, der ö abermals in Mannheim anläuft. Nspap-lfiflellungen Aus partelamtilichen Bekanntmachungen eninommen An ſämtliche Ortsgruppenkaſſenleiter des Kreiſes Mannheim Die Milgliederſtandsmeldungen für M ſind ſofort der Kreisleitung vorzulegen. um Samstag, W. März 1936. ondat März 1996 Letzter Termin Kreiskaſſenleiter. Politiſche Leiter Waldhof. Am 26. März, 18.30 Uhr, Antreten ſämtlicher Pouftiſchen Leiter und Walker aller Nebengliederungen, SA, SS und Luftſchutz, ſowie fämtlicher Vereine und dienſtfreier Betriebs belegſchaften am freien Platz der Unteren Ried⸗ ſtraße Geim„Freiſchütz“, Luzenberg) zur Großkundgebung iu der Sporthalle Waldhof. Edingen. Die Politiſchen Letter der Ortsgruppe ein⸗ ſchlteßlich Hausleiter treten am N. März auf dem Meß⸗ platz um 19.30 Uhr zu einem Propagandamarſch an. An⸗ ſchlteßend Kundgebung im großen Saale der Schloßwirt⸗ ſchaft mit Pg. Reich, Karlsruhe. Rheinau. Alle Volksgenoſſen treten am 27. März, 19.90 Uhr, am Bahnhof Rheinau zum Ahmarſch zu der auf dem 7 Nummer 143 Schar 1 und 2. Die Scharen 1 und 2 treten am 27. März, 20 uhr, auf dem Zeughausplatz an. Ebenfalls Sommerdienſtanzug. Gefolgſchaft 2/171 einſchließlich Gefolgſchaftsſtab am 29. März,.90 Uhr, auf der Neckarwieſe, der Leſſingſchule, zum Gefolgſchaftsappell an. ohne Mantel und ohne Mütze. Sämtliche Beurl ſind aufgehoben. Nur im voraus erfolgte ſchriftliche Ent⸗ ſchuldigung wird berückſichtigt. Ausweiſe und auszufüllende Papiere ſind mitzubringen. Sämtliche Führer und Sachbearbeiter der Gefolgſchaften im Unterbann 1/2 und 5, ebenſo die Unterbannführer obi⸗ ger Unterbanne treten am 26. März, 20.15 Uhr, im Schla⸗ geterhaus(Zimmer 67) zu einer Beſprechung an. tritt unterhalb Uniform aubungen . BDM Kulturſtelle. Spielſchar. Der Heimabend wird auf Frei⸗ tag, 19.30 Uhr, verlegt. 2 Pfg. mitbringen. Gruppe 1 Rheintor. Am 28. März, 19.45 Uhr, am Zeug⸗ hausplatz antreten. „ Untergan 171. Wahlberechtigte BDM⸗Mädel und I M⸗ Führerinnen treten Spun mt ag, 9 Uhr, zum Wählen in ihrer Ortsgruppe an. Uniformtragen. Am Samstag und Sonntag tragen ſämt⸗ liche BDM⸗Mädel den ganzen Tag Kluft. Waldhof. Heimabend für Schar 1 am Donnersta g, 20.15 Uhr, im Heim.— Für Schar 2 und z iſt am Donners⸗ tag, 20.15 Uhr, Sport in der Turnhalle der Waldhofſchule. — Am Freitag, 20.15 Uhr, iſt Heimabend für Schar 1 im Heim und für Schar 2 und 3 im Konfirmandenſaal. DA Strohmarkt. Am 26. März, 20.15 Uhr, in P 4, 4/5, drin⸗ gende Sitzung ſämtlicher Betriebszellenobleute und Stra⸗ ßenzellenwalter. Achtung, Betriebszellenobleute! Jeder Betriebszellenobmann holt ſofort auf ſeiner zu⸗ ſtändigen DAc⸗Ortswaltung Flugblattmaterial und Pla⸗ kate ab. DAfy⸗Kreiswaltung. und NSBDe VDa⸗Vortrag des Herrn Hannover über„Neuzeit⸗ Amt für Technik Am 26. März, 20.15 Uhr, Prof. Dr.⸗Ing. Marcard⸗ liche Induſtrie⸗Forderungen“. Ort: Otto⸗Beck⸗Straße 21. Am 26. März, 19.15 Uhr, Abteilungsleiterſitzung des NSB Di und Af T, Otto⸗Beck⸗Straße 21. WHW⸗ Hafenrundfahrt Für die am Samstag, 28. März, ſtattfindende Hafen⸗ rundfahrt mit dem Eis brecher⸗ Feuerlöſch⸗ und Bereiſungsboot der Bad. Hafenverwaltung Mann⸗ heim, zugunſten des WHW ſind noch einige Karten zu haben. Näheres Kreisführung des Winterhilfswerke, I. 5, 6 (Zimmer 13). Tel. Nr. 266 82. „Kraft oͤurch Freude“ Sport für jedermann Freitag, 27. März Allgemeine Körperſchule(Leibesübungen für Aeltere): 19.80 bis 21.30 Uhr Peſtalozziſchule. Otto⸗Beck⸗Straße Schwimmen: 20.30 bis 22 Uhr Stödtiſches Hallenbad, Halle 3, Männer. Schwimmen: 20.30 bis 22.00 Uhr Städtiſches Hallenbad, Halle 2, Frauen. RNettungsſchwimmen: 20.30 bi bad, Halle 2, Männer. Sonntag, 29. März Schüler⸗Boxen: 9 bis 10 Uhr Stodion, Gymnaſtikhalle. Boxen: Für Anfänger und Fortgeſchrittene 10 bis 11.30 Uhr, Stadion, Gymnaſtikhalle. Reichsſportabzeichen:—11 Uhr Stadion, Spielfeld 2 Frauen und Männer. Leichtathletik:—11 Uhr Stadion, Spielfeld 2, Frauen und Männer. Tages halencles Donnerstag, 26. März Nationaltheater:„Charleys Tante“, Schwank von B. Tho⸗ mas, 20 Uhr. Pfalzban Ludwigshafen:„Fra Diavolo“ komiſche Oper von Auber, 20 Uhr. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett⸗Programm. Tanz: Clou. Kaffee Vaterland Lichtſpiele: Aniverſum:„Die ſetzten Vier von Santa Cruz“.— Alhambra:„Der Kurier des Zaren“.— Capitol:„Soldaten— Kameraden“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Geöffnet von 11 bis 18 und von 14 bis 16 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: 15 bis 17 Uhr. Mannheimer Kunſtverein. L 1. 1: Geöffnet von 10 bits 18 und von 14 bis 16 Uhr. Städtiſche Schloßbücherei: Ausleihe von 11 bis 13 und 17 bis 19 Uhr: Leſeſäle von 9 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr. CCCCCCCCCccbC((ã ĩͤVVVbbFbTbTbTbTbPbTbpbTbTbTPTPTbTbTbTbTbTbcccc Junger Mähler, denke daran! Wahlberechtigt iſt, wer am 29. März ſein 20. Lebensjahr vollendet hat, d. h. wer am 29. März 1936 20 Jahre alt geworden iſt. Denke daran, junger Deutſcher! Denke daran, deutſches Mädel! 9 22 8 22 Uhr Städtiſches Hallen⸗ Geöffnet von 10 bis 18 und von Was hören wir? Freitag, 27. März Reichsſender Stuttgart aussicht Wetterkarte des Luftamts Frankfurt a. M. 25. Alz 1936, 19 Hr — 5.— 5 5 2.— Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 26. März: Während in Weſt⸗ und Süddeutſchland ſich wieder freundliche Witterung eingeſtellt hat, herrſcht im übrigen Deutſchland bei lebhaften öſtlichen Winden bedecktes und für die Jahreszeit zu kaltes Wetter. Auch bei uns wird ſich etwas unfreundlicherer Cha⸗ rakter durchſetzen, doch iſt regneriſches Wetter nicht zu erwarten. Vorausſage für Freitag, 27. März Ueberwiegend bewölkt und nur ganz vereinzelt auch etwas Niederſchlag, bei lebhaften öſtlichen Winden kühl. 9 8 N 2 5 5 a 5 30: Frü zert.—.30: Muſikali Frühſtückspauſe. Pfingſtherg ſtatifindenden Wahlkundgebung an. Es ſpricht Frauen und Männer. 1 5..30: Frühkonzert..30: Muſikaliſche Frühſtückspauf r Gauj 10 Fried Fröhliche Gymnaſtik und Spiele: 20 bis 21.0 uhr[ 10.10: 10 Jahre Verkehrsfliegerei.— 11.80: Bauernfunk.. 1. 55 85 der Gaufugendführer Friedhelm Kemper. Mädchenderufsſchule, Weberſtraße, Frauen und Mädchen.— 12.00:.— 14.00 Allerlei von zwei bis Höchſttemperatur in Mannheim am 25. März 21* NS⸗Frauenſchaft 18 bis 10 Uhr Waldhofſchule, Oppauerſtroße. 20 bis 21.30 drei.— 15.30: Schallplatten.— 16.00: Reichsſendung: E 19, Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum die Kreisfrauenſchaftsleitung bleibt bis 0. März ge⸗] Uhr Eliſabethſchule, D 7. 5. Politiſche Großkundgebung.— 18.00: Muſik zum Feier⸗ 26. März + 5,5 Grad; heute früh halb 8 Uhr 6,3 ſchloſſen., Schwediſche Gomnaſtik: Kurſus von 20 bis 21 Uhr Kur- abend.— 19.00: Schallplatten.— 19.50: Volksmuſik.— 20.00: Grad Waldhof. Am 26. März, 19.30 Uhr, treffen ſich die fürſtenſchule, C6 Frauen und Mädchen. 3 Reichsſendung: Wiederholung der Politiſchen Groß⸗ 5 Frauen zur Großkundgebung der Ortsgr. 5 Loheland⸗Gymnaſtik: io bis 20 uhr Gymnaſtikſchule, kundgebung.— 22.00: Nachrichten.— 22.20: Worüber man Ei zer Snom sung der Ortsgruppe vor dem Gyoetheſtraße 8, Frauen und Mädchen. in Amerika ſpricht.— 22.30: Unterhaltungskonzert.— Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März ingang der Sporthalle Waldhof. 85 5 Sportfechten: 20 bis 21.30 Uhr Haus⸗Thoma⸗Schule, 24.00: Nachtmuſik. i Neckarſtadt⸗Oſt. Am 26. März, 20.15 Uhr, Pflichtheim⸗ 7 Frauen und Männer. Deutſchlaudſender Rbein⸗ Pegel 22 23. 24. 25. 25.[Neckar-Begel 28. 2 25 25 abend in der„Flora“, Lortzingſtraße. 6 1 20 8 Uhr Städtiſches Hallenbad,.10: Fröhliche Morgenmuſik.—.10:. Rheinfelden.00.00.01 2412.00]: alle 2, Frauen und Männer.— 10.15: Volk an der Arbeit.— 10.45: Spielturnen.— 57 905˙93 099887 898][ Mannheim 2,44 2,44 2,4% 2.% 1 1505 Reiten: 20 bis 21 Uhr Ss Reithaue im Schlachthof, 11.30: Mittagsſtändchen.— 12.00? Die Werkpauſe.— 14.00 e ee, Gefolgſchaft 1/171 Frauen und Männer. Allerlei.— 15.15: Kinderliederſingen.— 15.40: Schallplat⸗ Moran 3533.51 355 Keen Schar 3 und 4. Die Scharen 3 und 4 kreten am 28. Samstag 28. März ten.— 18.00; Richard Wagner.— 18.30: Muſik zum Feier-] Mannheim 2,482.2 2,89.4 2,37 Bieden 25 März, 20 5 auf 55 Zeughausplatz an. Sommerdienſt⸗ Leichtathletik: 15.30 bis 1730 Uhr Stadion, Spielfeld 2, abend.— 19.00% e— 22.30: Kleine 11175 N 1 100 170 0 anzug ohne ütze. Liederbücher mitbringen. Frauen und Männer. Nachtmuſik.— 23.00: März. Monatsbild.„ 5 7 5 5 5 Beſſ. alleinſteh. 1 leeres Zim. od. 5 inan. 5 5 N Frau ſucht ſofort1 Manſarde in d. der., helle Mäbl. Zimmer 0 oder z. 1. 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