le mein bogerin rsohleg Spangen lle, dum „ Kleb- Amtliche icheratt. ö amm ndlung Ecke fr L 10935, in Zuſtand, arzahlg, Zustand, wathand — Erſcheinungsweiſe: Wöchentlich 7mal. Bezugspreiſe: Fre. Haus monatlich.50 Mk. und 30 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt 150 Mk., durch die Poſt.80 Mk. einſchl. Poſtbef.⸗Gehühr. Hierzu 36 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Waldhofſtr. 12, Kronprinzen⸗ ſtraße 42, Schwetzinger Straße 44. Meerfeldſtraße 13, Ne Fiſcher⸗ Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. annheimer Jeitu Mannheimer General-Anzeiger ſraße 1, Fe Hauptſtr. 63, 7 Oppauer Straße 8, Se Luiſenſtraße 1. Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 wm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Für Familien⸗ und Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. 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Das Blatt weiſt auf die Konferenz der engliſchen Mechaniker hin, die beſchloſſen habe, die Aufnahme der Kom⸗ muniſtiſchen Partei und ähnlicher politiſcher Körper⸗ ſchaften in die offizielle Arbeiterpartei zu beantra⸗ en. 6 4 Leitmotiv der kommuniſtiſchen Revolutio⸗ gare laute:„Bringe alles in Verwirrung, etwas wird ſchon dabei herauskommen!“ Die neuerlichen der wachſenden Beunruhigung, ſo erklärt das Blatt abschließend, müßten von der engliſchen Oeffentlich⸗ keit aufmerkſam beobachtet werden. Auf der geſtern in Bournemouth abgehaltenen Tagung des Nationalverbandes der Arbeiter aus ber Schuhinduſtrie wurde eine Entſchließung bean⸗ ltͤgt, wonach ſich der Verband für die Aufnahme ber kommuniſtiſchen Partei in die Arbeiterpartei kinſetzen ſolle. 5 Vandervelde beauftragt — Brüſſel, 5. Juni. Der König hat den Führer der belgiſchen Ar⸗ beiterpartei, Vandervelde, am Freitagnachmittag mit der Neubildung der Regierung beauftragt. Radikaliſierung der Arbeiterſchaſt Wie in politiſchen Kreiſen verlautet, ſoll Vander⸗ velde ſich bereiterklärt haben, den Verſuch der Re⸗ gierungsbildung zu übernehmen. Er will verſuchen, die Zuſtimmung der Liberalen und der Katholiken für ein unter ſozialiſtiſcher Führung ſtehendes„Ka⸗ binett der nationalen Einigung“ zu gewinnen. Schuſchnigg auf der Rückreiſe Was iſt mit Muſſolini beſprochen worden? (Funkmeldung der NM.) + Mailand, 6. Juni. Die noröitalieniſche Preſſe meldet in Schlagzeilen die Tatſache oer Ausſprache zwiſchen Muſſolini und Schuſchnigg, ohne jedoch auf den mutmaßlichen In⸗ halt der Beſprechungen einzugehen. Die Berichte beſchränken ſich auf eine ausführliche Schilderung der Fahrt des Bundeskanzlers zu Muſſolini und ſeine Weiterreiſe nach Venedig, wo er vom Unterſtaats⸗ ſekreter für Preſſeweſen, Alfieri, und anderen amt⸗ lichen Perſönlichkeiten empfangen worden war. Dr. Schuſchnigg wird am Samstagvormittag von Vene⸗ dig nach Wien zurückfliegen. Samstag, 6. Juni 1936 3 147. Jahrg.— Nr. 253/254 Die Angeſtellten der Zeitungsvertriebsfirma Hachette, die eine Monopolſtellung einnimmt, legten die Arbeit nieder und blockierten mit den Wagen die Zufahrt zum Gebäude, . Zeitung ordnungsgemäß verteilt werden konnte. Wie ſieht die Lage in Paris aus? Gewerkſchaftlicher oder revolutionärer Streik? Non Blum und die Gewerkſchaften bemühen ſich das Heſt in der Hand zu behalten— 210 000 Streikende in Paris! (Funkmeldung der N M.) + Paris, 6. Junk. In den ſpäten Abendſtunden des Freitag haben ſowohl die neue Regierung als auch der Gewerk⸗ ſchaftsverband zum Streik Stellung genommen. Im Büro des Miniſterpräſidenten fand eine Be⸗ ſprechung ſtatt, an der außer Miniſterpräſident Blum Innenminiſter Salengro, Wirtſchaftsminiſter Spi⸗ naſſe und Arbeitsminiſter Lebas, ferner der Ge⸗ keralſekretär des Gewerkſchaftsverbandes, Jouhaux, und eine Abordnung des ſtändigen Verwaltungs⸗ ausſchuſſes des Gewerkſchaftsverbandes teilnahmen. Wie verlautet, wurde die Ausdehnung des Streiks und das Eindringen nicht gewerkſchaftlicher Ele⸗ mente in die Streikbewegung, die Arbeiterforderun⸗ geit zum Gegenſtand habe, beſprochen. Es ſeien ge⸗ wiſſe Maßnahmen getroffen worden, um die Ver⸗ ſorgung von Paris zu ſichern und die Ver⸗ breitung falſcher Nachrichten zu unterbinden. Die Gewerkſchaftsvertreter ſollen ihre Befriedi⸗ gung über die Beſprechung geäußert und der Re⸗ gierung ihr Vertrauen erneuert haben. Die Streikbewegung ſtehe nunmehr völlig unter der Aufſicht des Gewerkſchaftsverbandes und es ſeien Verhandlungen angebahnt, um eine möglichſt bal⸗ dige Beilegung des Streiks herbeizuführen. Im Rundfunk verlas am Freitagabend der Ge⸗ keralſekretär des Gewerkſchaftsverbandes, Jouhaux, eine Erklärung, in der er erneut betonte, daß die Streiks nur korporative Arbeiterforderungen zum Gegenſtand hätten, aber keinen politiſchen oder aufrühreriſchen Charakter trügen. Der Gewerkſchaftsführer bezeichnete dann die erſorgung der Bevölkerung und den Geſundheits⸗ und Sicherheitsdienſt als notwendig und fügte hinzu, die Dauer der Spannung hänge nur von dem Wil⸗ len der Arbeitgeberverbände ab. Er ermahnte zur uhe und zumm Vertrauen zur Arbeiterklaſſe. 1 Seiten der Arbeitgeber hat der Freitag keine Aenderungen gebracht. Die Metallinduſtriel⸗ zen weiſen den Vorwurf zurück, daß ſie grundlos 15 Verhandlungen abgebrochen hätten und teilen * daß weitere Fabriken von den Arbeitern beſetzt worden ſeien, und daß verſchiedentlich ziemlich viele lektende Ar⸗ geſtellte mit Gewalt in ihren Büros und Werkſtät⸗ ten zurückgehalten würden. 1 In der Eitroen⸗Automobilſabrik hat nach dem Scheitern von Einigungsverhandlungen der Streik und die Beſetzung der Werke aufs Neue begonnen. Dagegen ſoll die Verſorgung der Stadt Paris mit Milch und Fleiſch ſichergeſtellt ſein und in die⸗ ſen Zweigen keine Streikgefahr mehr beſtehen. Auch ſoll eine Ausbreitung des Ausſtandes auf das Gaſt⸗ wirtegewerbe nicht zu erwarten ſein. Verſchiedene Pariſer Lichtſpieltheater haben geſchloſſen, und bei den Filmwerkſtätten wird zumeiſt nicht mehr ge⸗ arbeitet. Wenn die Bewegung anhält, werden viele Pariſer Kinos in der nächſten Woche ſchließen oder ihre laufenden Filme auf dem Programm behalten müſſen. Ergebnislos verlaufen ſind die Verhandlungen, die am Freitag über die Belieferung der Stadt Pa⸗ ris mit Treibſtoff und Schweröl geführt wer⸗ den ſollten. Die Arbeitgebervertreter ſind nicht er⸗ ſchienen, haben aber eine Zuſage für eine neue Sitzung am Samstag früh gegeben. Die Zahl der Streikenden in Paris und Um⸗ gebung wurde am Freitagabend mit 210 000, die der Streikenden im Norddepartement mit 90 000 (gegen 50 000 am Freitagmorgen) angegeben. In der Gegend von Lille wird die Zahl der Strei⸗ kenden mit 30 000 beziffert. In Ronen ſoll die Zahl der Streikenden im Laufe des Freitag von 3000 anf 12 000 geſtiegen ſein. 5 Am Samstag früh ſind die meiſten Pariſer Zeitungen wieder erſchienen. Aber in⸗ wieweit die Verſorgung der Vororte und der Pro⸗ vinz mit den Zeitungen möglich iſt, läßt ſich noch nicht überſehen. Der übliche Vertrieb mit den Lie⸗ ferungswagen der Firma Hachette hat ſich noch nicht wieder eingeſpielt. Die großen Pariſer Zeitungen haben für die Beförderung ihrer Zeitungen nach den Bahnhöfen und den Vororten Laſtkraftwagen ge⸗ mietet. In der Nähe der Zeitung„Journal“ über⸗ wachen in 50 Meter Entfernung ſieben Abteilungen Republikaniſche Garde die freie Zu⸗ und Abfahrt der Wagen. — Jeruſalem, 5. Junk. Die Lage in Paläſtina iſt nach wie vor äußerſt geſpannt. Eine Anzahl arabiſcher Dörfer wurde von der Mandatsverwaltung neuerlich mit kollektiven Geldſtrafen belegt. Zahlreiche Fernſprechleitungen wurden zerſchnitten. Die jüdiſchen Plantagen in der Umgebung von Gaza wurden durch die Zerſtörung von 2400 Bäumen ſchwer geſchädigt. Der Bürgermeiſter von Haifa, Haſſan Bey Shukrf, Hat gemeinſam mit dem arabiſchen Teil der Stadt⸗ verordneten an den britiſchen Oberkommiſſar einen Brief gerichtet, in dem er mit ſeinem und der ara⸗ biſchen Stadtverordneten Rücktritt droht, falls nicht innerhalb von zehn Tagen die Forderungen der Ara⸗ ber erfüllt werden ſollten. Die Araber wenden nun⸗ mehr auch der Propaganda ihre Aufmerkſamkeit zu. So wurde beim und arabiſche Propagandaabordnungen nach Aegyp⸗ ten und dem Jrark entſandt. Nachdem in den letzten Tagen der britiſche Ober⸗ kommiſſar dem Emir von Transjordanien in Amman einen Beſuch abgeſtattet hatte, lud Emir Abdullah nunmehr arabiſche Vertreter für Samstag zu einer Beſprechung ein. Dieſe Beſuche werden mit Ver⸗ mittlungsvorſchläge iu Zuſammenhang ge⸗ Mufti ein Propagandabüro errichtet Die Araber wollen durchhalten Noch kein Abflauen der Aufruhrbewegung in Paläſtina bracht. Wie ferner bekannt wird, ſteht eine Reiſe des Bürgermeiſters von Jeruſalem und mehrerer arabiſcher Führer in nichtamtlicher Miſſion nach London bevor. Obwohl ſich in der letzten Zeit Fälle der Arbeits⸗ aufnahme, beſonders in Kleinhändlerkreiſen, meh⸗ ren, wird auf arabiſcher Seite die Streiklage optimiſtiſch beurteilt. In den Aeußerungen maßgebender arabiſcher Perſönlichkeiten kommt nach wie vor ein unnachgiebiger Standpunkt zum Ausdruck. Die arabiſchen Nationaliſtenführer betonen, daß ihre Bewegung von kommuniſtiſchen Anbiederungsverſuchen nichts wiſſen wolle. Diesbe⸗ zügliche Bemühungen der Kommuniſten ſeien ent⸗ ſchieden zurückgewieſen worden. a 5 Das Geld für den Streik kommt aus einem mohammedaniſchen Fonds, der dem arabi⸗ ſchen Streik⸗Ausſchuß zur Verfügung geſtellt wurde. Wie verlautet, reichen die Geldmittel der Araber noch aus, um den Streik ſechs Wochen wetter⸗ tf ü h rem. 5 Im Zuſammenhang mik den gegenwärtigen Un⸗ ruhen iſt es intereſſant, daß der Bericht des Zoll⸗ büros erkennen läßt, daß die Waffenſchmuggelver⸗ ſuche nach Paläſtina im Jahre 1935 gegenüber den beiden Vorfahren ſtark zugenommen haben. ſo daß kaum eine Pariſer (Weltbild,.) Spanien und Lenin Die natürlichen Abwehrkräfte des Landes Von Baron E. v. Ungern⸗Sternberg Das Prophezeien iſt eine undankbare Aufgabe, ſie wird doppelt undankbar, wenn es ſich um das Schick⸗ ſal eines Landes handelt, deſſen Grundlagen und Ge⸗ gebenheiten, deſſen ſoziale und geſchichtliche Entwick⸗ lung ſich in hunderterlei Dingen von denen in an⸗ deren Ländern Europas unterſcheiden. Hat doch der verſtorbene franzöſiſche Hiſtoriker Guizot die Be⸗ hauptung aufſtellen dürfen, daß man in den letzten hundert Jahren ein Auslöſchen Spaniens auf dem Atlas im politiſchen Geſchehen kaum gemerkt haben würde. Jetzt aber iſt Spanien in den Brennpunkt oͤes Weltintereſſes getreten, zwar weniger als Fak⸗ tor der internationalen Politik als wegen der roten Wirren, die das Land des Cid und Don Quijotes erſchüttern. Tauſende im Auslande legen ſich die bange Frage vor: Wird Spanien bolſchewiſtiſch? Behält Lenin mit ſeiner Vorausſage Recht, das nächſt Rußland als erſtes in Europa Spanien ein Sowjetreich wird In der Tat haben der Kreml und der Komintern ihr Möglichſtes getan, um den Traum Lenins zu verwirklichen. Die Begründer der einſtigen Mos⸗ kauer roten Garde, die Genoſſen Janſon und Pri⸗ mak, wurden nach Spanien abkommandiert, um ihren ſpaniſchen Geſinnungsgenoſſen als Inſtrukteure zu dienen. Um die Jugendorganiſationen auszubil⸗ den, wurde Tſchemodanow nach Andaluſien entſandt, als Gehilfe wurde ihm der franzöſiſche Kommuniſt Raymond Guyot beigeſellt. Der Vertrauensmann Stalins, der Spanier Ventura, der auf dem ſieben⸗ ten Kommuniſtenkongreß die Opfer von Aſturien zu rächen und in Spanien einen unbarmherzigen Ter⸗ ror durchzuführen verſprochen hatte, wurde zum Chef der Roten Armee beſtimmt. Ferner haben ſich die erprobten ſpaniſchen Kommuniſten, der Katalane Miguel Valdez, der das feierliche Verſprechen ab⸗ gelegt hat, daß die Köpfe der Kapitaliſten rollen wür⸗ den, Joſe Diaz und Carlos Fiala, die als Flücht⸗ linge in Moskau gelebt haben, das Vertrauen des Generalſtabes der Weltrevolution erworben. Sow⸗ jetruſſiſche Waffen ſind verſchiedentlich in ſpaniſchen und in ſpaniſch⸗marokkaniſchen Häfen gelöſcht worden auch mit Geld iſt nicht geſpart worden. Jedenfalls rühmen ſich die ſpaniſchen Bolſchewiſten, vortrefflich bewaffnet zu ſein und behaupten, in der Lage zu ſein, auf ein gegebenes Zeichen losſchlagen und die Macht an ſich reißen zu können. 9 8 0 Betrachtet man die Lage in Spanten, ſo möchte man faſt glauben, datz die Bolſchewiken mit ihrer Behauptung, Herren im Lande zu ſein, Recht haben. Der Abgeordnete Calvo Sotelo ſtellte in den Cortes feſt, daſt ſeit dem 16. Februar 300 Kirchen und Klb⸗ ſter zerſtört und verbrannt worden ſeien, kommm⸗ niſtiſche Bürgermeister verteilten die Stadtkaſſe unter ihre Anhänger, oft höre man den Ruf„es lebe Moskau und es ſterbe Spanien“, man begegne nicht der Nationalflagge, ſondern dem Moskauer Ham⸗ mer⸗ und Sichelbanner, Polizei und Gendarmen müßten untätig zuſehen, denn die Regierung kranke an einer Autoritätskriſe. In unglaublicher Wee rb lenz 2. Seite/ Nummer 254 Neue Maunheimer Zeitung Miitag⸗Ausgabe ſie die aufbauwilligen Kräfte, allein mehr als tauſend ſogenannte Faſchi⸗ ſten der Falange Eſpannola verhaftet worden, nur weil ſie ſich dem Treiben der Roten widerſetzen, in den Provinzen herrſche Chaos und rote Willkür. Der neugewählte Staatspräſident Azan a und der Miniſterpräſident Caſares⸗Quiroga ſind keine Kommuniſten, nicht einmal Sozialde⸗ mokraten, ſie bezeichnen ſich ſelbſt als„violente“ Demokraten, ſie ſind auch Patrioten und lieben ihr Vaterland. Um ſo erſtaunlicher iſt ihre Duldſam⸗ keit den bolſchewi Verbrechen und Umtrieben gegenüber, die ſie als eine vorübergehende Krankheitserſe tung bezeichnen. Für ſie ſteht der Feind rechts. In der Sammlung gegen⸗ revolutionärer Kräfte ſehen ſie die Reaktion, die ſie, gemäß ihrem Wahlbündnis mit den Marxiſten, zu bekämpfen verſprochen haben. Trotz aller ihrer„Erfolge“ will es ſcheinen, daß die ſpaniſchen ihre Kräfte überſchätzen. Man hat oft die Parallele zwiſchen dem Rußland vom Jahre 1917 und dem heutigen Spanien, zwiſchen Azana und Kerenſki gezogen. Aber der Vergleich hinkt. Ins Innere Rußlands flutete damals eine demoraliſierte, diſziplinloſe, bewaffnete Soldateska zurück, die gie⸗ rig die Parole Lenins„Raubt das Geraubte“, auf⸗ griff. Die ruſſiſche Polizei war von Revolutionären durchſetzt, die Gendarmerie war verhaßt. Im heu⸗ tigen Spanien iſt die Armee kaum von der bolſche⸗ wiſtiſchen Propaganda berührt, auch die Polizei und die Guardia Civil ſtehen nicht zu den Umſtürzlern und würden aller Vorausſicht nach, ſollte es hart auf hart gehen, von ihrer Waffe Gebrauch machen der Armee macht ſich vielfach eine bedenkliche Miß⸗ ſtimmung bemerkbar. Mehrere Formationen der Flugwaffe wurden aufgelöſt, weil ſie der Regierung den Gehorſam aufſagten. Der bekannte General Orgaz wurde auf die Kanariſchen Inſeln verbannt, und über die Garniſonen im Norden wurde eine politiſche Aufſicht verhängt. In Alcala Henares wur⸗ den 62 Offiziere und mehrere Soldaten und Unter⸗ offiziere verhaftet, weil ſie angeblich an einem Mili⸗ kärkomplott beteiligt waren und die örtlichen roten Behörden abgelehnt hatten. Schließlich beſitzen nach ihren eigenen Angaben die Marxiſten von den 10000 Gemeinden Spaniens nur in 4000 eine Mehrheit, und die reſtlichen 6000 dung verf in Madrid aber doch Bolſche wiken Nu In müßten noch erobert werden. Außerdem ſind ſte ſich nicht einig. Die Gefolgſchaft Trotzkis einerſeits unter der Führung von Andres Nin, des Mörders des Miniſterpräſidenten Herzog von Dato, und die gehorſame Gefolgſchaft Stalins andererſeits beſitzen in Spanien ungefähr die gleiche Zahl von Anhängern. Trotzkiziſten und Staliniſten vertragen ſich nicht in Rußland, ſie vertragen ſich auch nicht in Spanien. Die Anarchoſyndikaliſten, die kürzlich in Zaragoſſa einen Kongreß abhielten, fügen ſich gleichfalls nicht der Moskauer Diſziplin. Sie nennen ſich„Comuniſtas Libertarios“. Und ſchließ⸗ lich ſind ſich auch die Sozialdemokraten keineswegs einig. Infolge dieſer Uneinigkeit beſteht eher die Gefahr, daß Spanien in dem Abgrund der Anarchie verſinkt, als daß es eine Beute der Moskauer Bol⸗ ſchewiken wird. Aber auch die Möglichkeiten und die Stärke der geſunden Abwehrkräfte des Volkes dürfen nicht unterſchätzt werden. Jedenfalls iſt das letzte Wort in Spanien noch micht geſyrochen Volksgemeinſchaft im Wohnen Keine Trennung in Villen⸗ und Arbeiterviertel — Berlin, 5. Juni. Wie Carl M. Ring in der„Deutſchen Siedlung“, der amtlichen Fachkorreſpondenz des Siedlungs⸗ beauftragten und des Reichsheimſtättenamtes, aus⸗ führt, werden im neuen deutſchen Wohnraum die Attrübute einer überwundenen Zeit keinen Platz mehr finden. Das Arbeiterwohnhaus und die Villa des reichen Mannes ſeien Erbſtücke eines Syſtems, das den Gedanken der Volksgemeinſchaft geradezu ſabotierte. Jetzt werde das Stadtbild nicht mehr nach Villenvierteln und Proletariermietkaſernen auf⸗ geteilt, ſondern es gebe nur noch Wohngebiete, in denen alle friedlich beieinander wohnen. v. Seeckt Regimentschef Eine Ehrung für den Wiederaufbaumeiſter der Armee — Berlin, 5. Juni. Zum erſtenmal nach dem Krieg iſt die alte ſol⸗ datiſche Einrichtung, einem Regiment einen Chef zu geben, wieder aufgenommen worden. Das Inf.⸗Rgt. 67 in Spandau hat als erſter Truppenteil der Wehr⸗ macht den Generaloberſten von Seeckt zum Regi⸗ mentschef erhalten, eine Ehrung für den alten Sol⸗ daten anläßlich ſeines 70. Geburtstages. Am Freitag nachmittag übernahm nun General⸗ Bberſt von Seeckt auf dem Exerzierplatz Ruhleben ſein Regiment. Unter den Klängen des Präſentier⸗ marſches ſchritt Generaloberſt von Seeckt unter Be⸗ gleitung des Oberbefehlshabers des Heeres und des Regimentskommandeurs die Paradeaufſtellung ab. Dann richtete Generaloberſt v. Seeckt eine kurze Anſprache an ſein Regiment:„Mit Stolz und Freude übernehme ich heute als Chef das Infan⸗ terieregiment 67. Vor 50 Jahren habe ich auch mit dem Gewehr in der Hand in der Front eines eurer Traditionsregimenter geſtanden. Vieles hat ſich in den 50 Jahren geändert, aber eines iſt geblieben, das iſt der deutſche Soldat. Auf drei Säulen ruht die deutſche Armee: auf der Pflicht, der Ehre und der Kameradſchaft.“ Nachdem des Generaloberſt das Weſen dieſer Fre Kardinalpunkte der Armee charakteriſiert hatte, fuhr er fort:„Mit dieſen Dreien bin ich alt geworden, mit dieſen Dreien ſollt Ihr auch alt werden. Damit gehört Ihr heute mir und damit gehöre ich Euch! Das Regiment hört auf mein Kommando! Es lebe das Regiment, die Armee, das Vaterland und ſein Führer!“ Abſchließen d führte Generaloberſt v. Seeckt ſein Regiment an dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberſt v. Fritſch, vorbei. Unbeliebte Sowjetfreunde in Chile. In der ver⸗ gangenen Nacht wurde das Lokal der„Freunde der Sowjetunion“ in Santiago von unbekannten Tätern erbrochen und die Einrichtung vollſtändig zerſtört. Da nichts entwendet wurde, nimmt man an, daß die Täter aus politiſchen Gründen gehandelt haben. Honre kehrt wieder in das Kabinett zurült Jlalien rechnet auf ſeine Anterſtützung— Ein Mittelmeerpakt als Einigungsbaſis? — London, 5. Juni. Der frühere Außenminiſter Sir Samuel Hoare iſt an Stelle von Lord Monſell zum Erſten Lord der Admiralität ernannt worden. Hare trat bekanntlich vor 6 Monaten als Außen⸗ miniſter zurück, da der von ihm gemeinſam mit dem franzöſiſchen Miniſterpräſidenten Lapal ausgearbei⸗ tete Plan zur Regelung des abeſſiniſchen Streits in England auf ſchärfſten Widerſpruch ſti Er ſteht jetzt im 55. Lebensjahr und gilt als eine der fähig⸗ ſten Perſönlichkeiten der Konſervativen. Seit 1922 iſt er faſt ununterbrochen im Kabinett geweſen. Als ſein Hauptwerk gilt die neue Verfaſſung für Indien, die er im Jahre 1934 im Paulament einbrachte. Mit ſeiner Ernennung zum Erſten Lord der Admiralität wurde bereits ſeit längerer Zeit gerechnet. Kritik und Zuſtimmung (Funkmeldung der NM.) London, 6. Juni. Die Ernennung Sir Samuel Hoares zum Erſten Lord der Admiralität, nimmt nahezu in allen Lon⸗ doner Morgenblättern die erſte Stelle ein. Die konſervative Preſſe widmet Hoare herzliche Worte deer Begrüßung, während die oppoſitionellen Blät⸗ ter, allen voran die ſanktionsfreundliche„News Chronicle“, ihr Bedauern zum Ausdruck brin⸗ gen. Im Leitartikel der„Morningpoſt“ kommt zum Ausdruck, daß unter denen, die es mit der Regie⸗ rung gut meinten, nur Zufriedenheit über die Er⸗ nennung Hoares herrſche. Die Sorge für den gu⸗ ten Ruf der britiſchen Flotte ſei die wichtigſte Auf⸗ gabe des Tages, und es ſei weſentlich, einen Ma⸗ rineminiſter zu haben, der ſtark genug ſei, ſich ſei⸗ nen Kabinettskollegen gegenüber durchzuſetzen. Es ſei nicht zu befürchten, daß ſich Sir Samuel Hoare mit halben Maßnahmen begnügen werde. Der po⸗ litiſche Berichterſtater des Blattes iſt der Ueber⸗ zeugung, daß die Rückkehr Hoares in das Kabinett, den Kreis der Kabinettsmitglieder ſtärken würde, die für eine möglichſt ſchnelle Aufhebung der Sanktionen ſeien. Auch„Daily Mail“ ſpricht im Leitartikel von einer zufriedenſtellenden Ernennung und hebt den Weitblick und den ungewöhnlichen Mut hervor, den Sir Samuel Hoare während der Dezember⸗Ver⸗ handlungen über den Hoare⸗Laval⸗Plan an den Tag gelegt habe. Römiſche Hoffnungen — Rom, 5. In den Berichten aus London, die von den rö⸗ miſchen Abendblättern peröffentlicht werden der ſich ein unverkennbar bptimiſtiſcher Ton Zelte der * 8 1 zUfam⸗ 77 mit der Rückkehr Hpares in ang zu bringen if der„Tribuna“ erklä rtreter in ſy m ⸗ J 7 boliſcher Akt. Sie erfolge, da ſich Hoares An⸗ ſchauung inzwiſchen auch bei ſeinen Kollegen durch⸗ geſetzt habe. herrſche eine ausgeſprochene Teudenz vor, den Boden für eine Verſtändigung mit Italben zu ſuchen. Hoare werde der Wunſch zugeſchrieben, die engliſche Flotte aus dem Mittelmeer zurück⸗ zuziehen. ren Mitgliedern des Kabinetts werde er Wunſch wohl nicht mehr auf allzu ſtarken Wi⸗ derſtand ſtoßen, wenn die Möglichkeit eines Mitt meerpaktes am Horizont auftauche. el⸗ Dieſer Pakt werde von einflußreichen Kreiſen Londons gewünſcht. Falls mit einem ſolchen Pakt Garantien für den freien Durchgang auf dem Weg nach Indien erlangt werden könnten, ſo beſtehe, nach Meinung dieſer Kreiſe, kein Grund, nicht zu vollſtändigen einer Ausſöhnung mit Italien und 6 Fahre Zuchthaus Das Urteil gegen den früheren Franziskaner⸗ bruder Linus — Koblenz, 5. Juni. Um 17 Uhr verkündete der Vorſitzende in dem Prozeß gegen den Ordensbruder Linus(Bernhard Schulenberg) folgendes Urteil: Unter Freiſprechung in zwei Fällen wird der Angeklagte wegen fortgeſetz⸗ ten Verbrechens gegen 8 174 Abſatz 1 StG in zwei Fällen und wegen fortgeſetzten Vergehens gegen § 175 in fünf Fällen zu einer Geſamtſtrafe von ſeicchs Jahren Zuchthaus verurteilt. Dem Angeklagten werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren aberkannt. Auf die erkannte Strafe werden fünf Monate der erlittenen Unterſuchungshaft angerechnet. Soweit Freiſprechung erfolgte, fallen die Koſten der Staatskaſſe zur Laſt, im übrigen dem Angeklagten. In der Urteilsbegründung führte der Vorſitzende Uu. a. aus: Nach dem Ergebnis der Hauptverhand⸗ lung ſtellen die Straftaten des ehemaligen Ordens⸗ bruders inſofern eine Beſonderheit dar, als der An⸗ geklagte erſt mit 3a Jahren in die Franziskaner⸗ bruderſchaft eingetreten iſt und er in dieſem Alter und nach ſeinem Vorleben genau wußte, was ihm in dieſem Kloſter bevorſtand. Er wußte genau, daß er von dem Augeublick an, da er die Ewigen Gelübde ablegte, verpflichtet war, ein kloſtermäßiges Leben in Keuſchheit und Armut zu führen. Der Angeklagte, der von ſeinem 30. bis etwa zu ieſe Verſprechen, die er ſich ſelbſt und ſeinem Orden gegeben hat, nicht gehalten. Er hat ſich aufs ſchwerſte gegen ſein Gelübde, gegen die ihm anvertrauten Eden beſucht den Negus Der Negus nimmt an der Genfer Völkerbundsberatung nicht teil — London, 5. Juni. Außenminiſter Eden ſtattete am Freitagnach⸗ mittag dem Negus in der abeſſiniſchen Geſandt⸗ ſchaft einen etwa halbſtündigen Beſuch ab. Dem Sekretär des Kaiſers zufolge wird ſich der Negus in Kürze von London nach der Schweiz be⸗ geben. Eine Vorſprache in Genf iſt jedoch höchſt unwahrſcheinlich. Der Negus habe nach einer Füh⸗ lungnahme mit ſeinen Beratern beſchloſſen, nicht perſönlich an der Ausſprache der Voll⸗ verſammlung teilzunehmen, ſo daß die Mitglieder des Völkerbundes ohne gefühlsmäßige und perſönliche Beeinfluſſung ihr Urteil fällen könnten. Was den für Samstag angeſetzten Diplom a⸗ tenempfang beim Kaiſer von Abeſſinien angeht, ſo wird Außenminiſter Eden mit Rückſicht auf eine ſeinem Wahlkreis gegenüber ſchon vor längerer Zeit eingegangene Verpflichtung an der Teilnahme verhindert ſein. Dagegen wird der Unterſtaatsſekretär für auswärtige Angelegenheiten Lord Cranborne ſeiner perſönlichen Einladung Folge leiſten. Auch der frühere engliſche Miniſter⸗ präſident Lloyd George hat die an ihn gerich⸗ tete Einladung angenommen. Wie Reuter erfährt, werden viele Mitglieder des FOiplomatiſchen Korps nicht in der Lage ſein, an dem Empfang teilzuneh⸗ men. Unter den wenigen, die feſt zugeſagt hätten, befänden ſich der türkiſche und der chineſiſche Bot⸗ ſchafter, der japaniſche Geſchäftsträger ſowie der, afghaniſche und der perſiſche Geſandte. 7 Wink zur Zurückhaltung (Drahtber. unſ. Vertreters in Lon don) — London, 6. Juni. Obwohl von engliſcher Seite und ebenſo im Ge⸗ folge des Negus ſtets behauptet wird, daß dem abeſ⸗ ſiniſchen Herrſcher bei ſeinem Aufenthalt in England keine Beſchränkungen auferlegt ſeien, gewinnt man. aus dem tatſächlichen Verhalten des Negus den Eindruck, oͤaß ihm von engliſcher Seite erfolgreich nahegelegt iſt, ſich ſo ſtark wie nur eben mög⸗ lich zurückzuhalten. Der Negus hat im Laufe des geſtrigen Tages einige Vertreter der engliſchen Zeitungen und ebenſo einige der Londoner Korre⸗ ſpondenten der ausländiſchen Preſſe, darunter als einzigen deutſchen auch Ihren Korreſpondenten, emp⸗ fangen. i N Es lag gewiß im Rahmen der vom Negus frei⸗ willig oder unfreiwillig geübten Zurückhaltung, daß er allem Anſchein nach ſeine europäiſchen Sprach⸗ kenntniſſe— er ſpricht ſonſt ausgezeichnet Franzö⸗ ſiſch— vergeſſen hatte. Durch einen ſeiner Sekre⸗ täre ließ der Negus in engliſcher Sprache eine kurze Erklärung verleſen, in der er wie ſtets in der Ver⸗ gangenheit noch einmal betonte, daß Abeſſinien den Krieg nicht gewollt habe und er ihm aufgezwungen ſef. Es folgten dann heftige Anklagen wegen des Gebrauchs von Giftgas durch die italieniſchen Trup⸗ pen. Die Tatſache ſeines gegenwärtigen Londoner Aufenthaltes begründete der Negus mit ſeinem Wunſch, an das Gerechtigkeitsgefühl oͤer Völker zu appellieren. Vonſeiten des abeſſiniſchen Geſandten und ebenſo vom Gefolge des Negus wurde es zunächſt erfolg⸗ reich verhindert, daß irgendwelche Fragen an den Negus gerichtet wurden. Als mehrere Berichterſtat⸗ ter ſich in der Geſandtſchaft ſpäter zuſammenfanden, und der Negus, der es bis dahin vorgezogen hatte, wöllig ſchweigend, aber durchaus eindrucksvoll da⸗ guſtehen, ein paar Worte in Amhariſch ſprach, löſte ſich die Steifheit etwas. Die Weigerung des Negus, Franzöſiſch zu ſprechen, und die dadurch notwendig gewordene Hilfe von Dolmetſchern, erſchwerten aber außerordentlich das Verſtändnis. Im einzelnen ergab ſich ungefähr folgendes Bild der Abſichten des Negus. Wie lange der Aufenthalt des abeſſiniſchen Herrſchers in London dauern wird, läßt ſich noch nicht mit Sicherheit ſagen. Er dürfte ſich jedoch noch mindeſtens eine Woche ausdehnen. Da der abeſſiniſche Herrſcher in der Nähe von Lauſanne ein Haus beſitzt, wird er von London aus in die Schweiz reiſen und hier in jedem Fall an den abeſ⸗ ſiniſchen Vorbereitungen für die Teilnahme an der Völkerbundsverſammlung und dem Völkerbundsrat mitwirken. Selbſt wenn der Negus perſönlich nicht vor der Verſammlung auftritt, wird er dennoch im ſtändigen Kontakt mit der abeſſiniſchen Delegation bleiben. Unklar iſt, in welcher Weiſe der Negus mi der angeblich in Weſtabeſſinien befindlichen Regierung in Verbindung ſteht. Die Mitglie⸗ der dieſer irgendwo in Weſtwallega befindlichen Re⸗ gierung ſind der Präſident des abeſſiniſchen Senats und zwei höhere Hofbeamte. Schwierigkeiten in Abeſſinien — Addis Abeba, 5. Juni. Die Unterwerfungsaktion in Godſcham ſchreitet fort. In den letzten Tagen haben ſich mehrere Häuptlinge mit insgeſamt 50 000 Bewaffneten den italieniſchen Behörden unterſtellt. In anderen Ge⸗ bietsteilen ſtößt die Befriedungsaktion aber immer⸗ hin auf einige Schwierigkeiten. Zahlreiche Preſſevertreter, die den Feldzug auf italieniſcher Seite mitgemacht haben, verließen in dieſen Tagen Addis Abeba, um in die Heimat zurück⸗ zukehren oder nach Paläſtina zu fahren. Nur zwei ausländiſche und fünf italieniſche Journaliſten haben ſich auf ein längeres Verbleiben in Addis Abeva eingerichtet, um die Auswirkungen der Geufer Ver⸗ handlungen und die Aufbauarbeit der Italiener in Abeſſinien zu beobachten. einem 40 Lebensjahr im Kloſter geweſen iſt, bat Samsrag, 5. Junf 1888 —— damit zugleich zu einer Beſſerung der geſamteuro⸗ päiſchen Lage zu kommen. Selbſt wenn der Völkerbund auch nur ſeiner äurßeren Form nach gerettet werden könnte, werde London nicht ſo ſehr darum trauern, wenn es Lon⸗ don nur gelänge, das Weſentliche im Mittelmeer zu retten. Die Geneigtheit zur Aufhebung der Sank⸗ tionen ſei in London nur deshalb noch nicht aus⸗ geprägt, weil man vorher noch den Wunſch habe, damit das diplomatiſche Spiel in Geſtalt des Mittel⸗ meerpaktes zu gewinnen. Die vermutlichen Forderungen Englands an Italien dürften ſein: Garantien für das Mittel⸗ meer, möglicherweiſe ein ähnliches Abkommes für das Rote Meer, Nichtbefeſtigung der Inſel Doumerrah, Nichtaufſtellung eines farbigen Heeres in Oſtafrika. Auf dieſer Baſis ſollte es nicht ſchwierig ſein, eine Wiederannäherung zu erreichen. Kranken und gegen ſeine eigenen Ordensbrüder per⸗ gangen. Die Strafkammer hat, um zu einer gerechten Be⸗ urteilung der Taten zu gelangen, im weſentlichen das Geſtändnis des Angeklagten zugrunde gelegt. Völlig ausgeſchloſſen iſt es für die Strafkammer ge⸗ weſen, dem Angeklagten mildernde Umſtände zuzu⸗ billigen. Die Reihe ſeiner Taten zeige, daß er als erwachſener und erfahrener Mann, der das Leben kennengelernt hatte, ſich nicht nur wahllos an ſeinen Mitbrüdern vergangen hat, ſondern auch an ihm gegenüber hilflos daſtehenden Kranken und jün⸗ geren Leuten, auf die er kraft ſeines Alters und ſeiner Ordenskleidung einen beſondeven Einfluß ausüben konnte. Dazu kommt, daß die jugendlichen Pfleglinge, die von ihren Eltern oder aus einem Krankenhaus in dieſes Kloſters geſchickt werden, nie⸗ manden in ihrer Not haben als die Ordensbrüder, denen ſie ſich anvertrauen können. Die Strafkam⸗ mer hat daher in beiden Fällen gegen minderjährige Pfleglinge wegen Verbrechens gegen 8 174, Abſatz 1, eine Einſatzſtrafe von je zwei Jahren Zuchthaus für angemeſſen gehalten, in den übrigen vier Fül⸗ len gegen Mitbrüder des Angeklagten auf eine Ge⸗ ſängnisſtrafe von je einem Jahr und in einem Falle gegenüber einem älteren geiſtesſchwachen Anſtalts⸗ inſaſſen auf eine Einſatzſtrafe von zwei Jahren Ge⸗ fängnis, und hat dieſe Strafen zu einer Geſamk⸗ ſtrafe von ſechs Jahren Zuchthaus zuſammen⸗ geſchloſſen. Nach ſolchen Taten iſt in der Heutſchen Volks⸗ gemeinſchaft, deren Reinerhaltung auch mit Aufgabe des Gerichtes iſt, für den Angeklagten kein Platz, Die Strafkammer hat ihm daher die bürgerlichem Ehrenrechte nuf zehn Jahre aberkannt. Von der Anordnung der Sicherungsverwahrung hat die Strafkammer Abſtand genommen, weil der Ange⸗ blagte nach ſeinem Austritt aus dem Kloſter nicht ſtraffällig geworden iſt und weil er auch, wenn auch nicht in vollem, ſo doch in gewiſſem Umfange, ſeine Taten eingeſtanden hat. Aus denſelben Gründen hat die Strafkammer auch einen Teil der erlittenen Unterſuchungshaft auf die Strafe angerechnet. Einheit, nicht Jentraliſierung! Reichsminiſter Dr. Frick in Dresden — Dresden, 5. Juni. Am Freitagvormittag ſtattete Reichs miniſter Dr. Frick dem Dresdener Rathaus einen Beſuch ab. Im Anſchluß daran fand im Finanzminiſterim ein Emp⸗ fang durch die ſächſiſche Staatsregierung ſtatt. Der ſächſiſche Innenminiſter, Dr. Fritſch, hieß Innen⸗ miniſter Dr. Frick im Namen des Reichsſtatthalters und der ſächſiſchen Regierung ſowie im Namen der geſamten Beamtenſchaft willkommen. a Reichsminiſter Dr. Frick dankte für die freund⸗ liche Begrüßung. Er ſei gern gekommen, ſo ſagte er, um die Arbeitskameraden hier zu begrüßen. Wenn auch die Länder heute keine eigenſtaat⸗ lichen Gebilde mit eigenen Hoheitsrechten, ſondern Verwaltungsſtellen des Reiches ſeie, ſo wolle der Führer doch keine Zentraliſterung. Allerdings gebe es in Deutſchland nur eine Politik und nur einen Mann, der ſie beſtimme, und das ſei der Führer, denn Deutſchland und das deutſche Volk könnten nur gedeihen, wenn es einheitlich ge⸗ führt werde und zuſammenſtehe. Andererſeits ſollte jedoch die Initiative und Verantwortung der Lan⸗ desregierungen nicht unterbunden werden, indem man alles von Berlin aus dekretiere. Man werde nur dann eingreifen, wenn es das Wohl des Landes verlange. Im übrigen wolle man aber den Wirkungskreis der Landesregierungen unangetaſtet laſſen.. Im Anſchluß an den Feſtakt im Finanzminiſte⸗ rium begab ſich Reichsminiſter Dr. Frick zur Eröff⸗ nungsfeier der großzügigen Anlagen am Königs⸗ ufer, die in den letzten zwei Jahren entſtanden ſind. Die deutſchen Reiter beim polniſchen Staatsyräf⸗ denten. Staatspräſtdent Moſcickt empfing den Reichs ſportführer von Tſchammer und Oſten und die An⸗ gehörigen der am Internationalen Warſchauer Reit⸗ turnier teilnehmenden ausländiſchen Mannſchaften. In Anweſenheit der Militärattachss wurden ihm die Offiziere einzeln vorgeſtellt, unter den deutſchen Teil⸗ nehmern auch Frau v. Opel.. —.. ͤv—...... Hauptſchriftleiter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Winbauer Stellvertreter des Hauntſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Wiſſen⸗ ſchaftu. Unterhaltung: Carl Onno iſenbart⸗ Handelsteil⸗ Dr. Iritz Bode Lokaler Teil: Dr. Fritz Hammes- Sport! Willy Müller Süd- weſtdeutſche Umſchau, Gericht und Vilderdienſt: i. V. Richard Schön⸗ felder Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude ſämtlich in Mannheim Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannbeimer Zeitung Dr. Fritz Bode& Co. Mannheim., fe 1.—8 Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin⸗Friedenau, Sentaſtraße 2 D. A.. 1988: 5 Mittagauflage der Ausgabe A u. Ausgabe 8: 21440 Abendauflage der Ausgabe A ut. Ausgabe 8: 20820 Zur Zeit Preisliſte Nr. 6 gültig gür unvetangte- Beiträge eie Gewähr- Rückſendung kur bel Rückvorm 1. 2 — D — * * Sau: Juni derm könn ziehe, lege der e Him! alti ſchdel Gſun loſſe Poſch hawe War un S hawe die 2 in de am l mach; daß N er zr die! wie Win! Wett Schtu wor: U kit v mit d Petri Afri. Di amte; vollen als Bauf für von daille prüfu kung; als alsda zuſtes tan wähl! 38 ter k einen Vork erbat und erwä unten tige Amte alte wee Aus! richt: bäud und Zeug und ſeine aufg wir die Stra des gabe 1919, Perr her N Deut Jubi von anzu in 15 män dem ſetzte ſatio ſitzer ren liner Ver Mar tera in d ein. zu 2 heut wir ittel⸗ men Inſei bigen eine e ver⸗ Be⸗ lichen elegt. r ge⸗ zuzu⸗ als zeben einen ihm jün⸗ und ufluß lichen inem Falle talts⸗ Ge⸗ ſamt⸗ men⸗ olks⸗ gabe Platz. lichen der die Unge⸗ nicht auch ſeine inden tenen anzugehören. Samstag, 6. Funi 1936 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 254 —— Mannheim, den 6. Juni. Kritik am Petrus! Ihr liewe Leit, was ſagt Ihr dann zu ſo me Sauwetter im Roſe⸗, Schpargel⸗ un Ananas⸗Monat Juni? Holt gſchwind eier friſch eingegampferte Win⸗ dermändel wider aus der Mottekiſchd raus, ſunſcht könnt Ihr, ſtatt ins fröhliche„Roſe⸗Wocheend“ zu ziehe, ſch mit Grippe un Angina ins Krankebett lege un de Dokter hole. Ich weeß dr nit, was ſich der alte Wetter⸗Verantwortliche, der Petrus, an der Himmelstür drowe, denkt. Der dut jo Johrdauſende alti himmliſchi un irdiſchi Tradition uf de Kopp ſchdelle. Ich glaab als, der alde Herr ſollt ſich„aus Glundheitsrückſichte“ jetzt endlich emol penſioniere loſſe un ere jüngere Kraft den ſchwere„Wetter⸗ Poſchte“ abtrete. i War dann des en Winder?— For was hawe dann mir Rodelſchlitte, Schier un Schlittſchuh? War deß vielleicht e ſchtimmungsvolles Weihnachte un Silveſchter mit Eis un Schnee un Rauhreif? Nix hawe mir davun zu ſehe kriſcht, grau in grau war die Welt. E ſchtimmungsloſes, mieſes Wetter war in der ſunſcht ſo ſchöne Weihnachtszeit un man hätt am liebſchde ſchun morgens die Rolläde runnerge⸗ macht un de Chriſchtbaum angezünd, um zu wiſſe, daß es Weihnachte is. Nach Oſchtern, im Vorfrühling ſchun, do hot er zweemol dicke Schneeflocke runnerwirble loſſe uf die roſablühende Perſching⸗ und Frühkerſchebääm, wie wann er uns utze wollt un uns zeige, wie ddr Binder hätt' ſein könne. Pfui Deifel, war deß e Wetter. Schdatt heller Sunneſchein— Rege und Schturm un naßkalt. Alle Reiſeplän ſin zu Waſſer worre. Un Pingſchte?— Nix halwes un nix ganzes; nit viel beſſer, wie Oſchtern, kaum e kleeni Plänkelet mit der liewe Sunn. Du biſcht ihr zu alt, liewer Petrus. ö Vor der Tür ſchtehe im Roſemonat Juni die ſo ſehr beliebten Summerfeſchte un viel anners ſchönes in ünſerm liewe Mannem, in Heidelberg, unſerm ſchöne Vorort, die Freilichtſchpiele im Schloßhof, die Schloßbeleuchtung uſw. Zu all dem braucht man ſchönes Summerwetter, ſchtrahlender, lachender Suuneſchein, Wärme, Licht un frohe Menſche. Awer zu hoſchſt kee Einſehe, du uralter, griesgrämiger Urururgroßunkel. Man braucht bloß nauszugucke zum Fenſchter, do ſchdeigt em die Gall, iwer ſo e herrliches Juniwetter. Solle die ſchöne, lichte Sum⸗ ker⸗ und luſchtige Dirnolkleeder vun unſere junge Rädelcher un die neie Schoͤrohhüt im Schrank un⸗ modern werre bis nächſte Summer?—— Nee, Petrus, mir proteſchdiere, mir ſin nit mehr Uriede mit dir, du gehörſcht in de wohlverdiente Aiheſchtand Zieh dich zurück, dei Zeit is abgeloffe. Schlaf gut! H. Sch. Richard Perrey 70 Fahre Der ehemalige Leiter des ſtädtiſchen Hochbau⸗ amtes, Stadtbaudirektor a. D. Richard Perrey, vollendet heute ſein 70. Lebens jahr. In Stettin als Sohn eines Kaufmannes geboren, ſtudierte er Baufach und beſtand 1893 die erſte Staatsprüfung ür Hochbau mit ſolcher Auszeichnung, daß er die non Friedrich Wilhelm IV. geſtiftete ſilberne Me⸗ daille erhielt. 1898 beſtand Perrey die zweite Staats⸗ 5 81 prüfung für Hochbau unter Ernennung zum Regie⸗ kungsbaumeiſter. Bis zum 1. Oktober 1900 war er als Stadtbaumeiſter der Stadt Stettin tätig, um alsdann nach Breslau als Stadtbauinſpektor über⸗ zuſtedeln. 1902 wurde er zum Stadtbaurat und Vor⸗ tand des Mannheimer Hochbauamts ge⸗ wählt. Perreys hieſiges Wirken fällt in eine Zeit größ⸗ ler baulicher Entwicklung unſeres Gemeinweſens. In drei Jahrzehnten errichtete er 134 Bauwerke mit einem Geſamtaufwand von 40,4 Millionen Mark Vorkriegswert. Von den 32 Schulhäuſern, die er erbaute oder umbaute, ſeien die Leſſing⸗, Eliſabeth⸗ und Liſelotte⸗, die Gewerbe und Fortbildungsſchule erwähnt. Alle neuzeitlichen Volksſchulbauten ſind unter ſeiner Leitung entſtanden, ebenſo der gewal⸗ ige ſtädtiſche Krankenhausbau am Ende feiner Amtstätigkeit. Einige Jahre vorher baute er das alte Krankenhaus in K 5 um. Von den Bauten für Zwecke der Ernährung ſind erwähnenswert der Ausbau des Schlacht⸗ und Viehhofes und die Er⸗ nichtung der Milchzentrale. Von Verwaltungsga⸗ häuden denen er ihre heutige äußere Erſcheinung und innere Einrichtung gab, nennen wir Kauf⸗ und Zeughaus. Für Umbauten des Nationaltheaters und der zu ihm gehörigen Bauten wurden während ſeiner Amtstätigkeit nicht weniger als 351 550 Mk. aufgewendet. Von weiteren Großbauten nennen wir das Hallenſchwimmbad, die Hauptfeuerwache, die Bauten der Jubiläumsausſtellung 1907, die Straßenbahnwagenhalle und den Erweiterungsbau des Straßenbahndepots am Neckar. Nach der Ab⸗ gabe der Leitung des Hochbauamts am 1. Januar 1019, das damals 140 Beamte beſchäftigte, vollendete ßere noch mehrere Schulbauten, um am 1. Okto⸗ der 1923 endgültig in den Ruheſtand zu treten. Nach dem Weltkrieg zum Stadtverordneteen der Deutſchnationalen Volkspartei gewählt, trat der Jubilar im Sommer 1926 in den Stadtrat ein, um von 1930 ab drei Jahre wieder dem Bürgerausſchuß 0 Als Mitglied des Stadtrates war er in 14 Kommiſſionen tätig. Wie er ſeine reichen fach⸗ männiſchen Erfahrungen der Stadtverwaltung in dem angedeuteten Umfange zur Verfügung ſtellte, setzte er ſich auch tatkräftig für ſeine Berufsorgani⸗ ationen als Vorſitzender und ſpäterer Ehrenvor⸗ zender der Ortsgruppe des Berufsvereins der bäße⸗ zen Kommunalbeamten und als Mitglied des Ber⸗ liner Hauptvorſtandes ſowie als Vorſitzender der Vereinigung der akademiſchen Beamten der Stadt kannheim ein. Perrey gehört ferner zu den Ve⸗ teranen des Ruderſports. Trat er doch ſchon 1903 in den Vorſtand der Mannheimer Rudergeſellſchaft ein. um im Jahre 1929 das Amt des Vorſitzenden zu übernehmen. Wenn Anerkennung und Dank dem Jubilar heute in reichem Maße zuteil werden, ſo ſchließen wir uns den Glückwünſchen in der Hoffung an, daß Schnappſchüſſe vom werkenden Alltag Die Tankſtelle am Straßenrand Wer kennt ſie nicht— die grellfapbig bemalten Gaſtſtätten und Futterkrippen nach friſchem Stoff lechzender Kraftfahrzeuge!? Sie ſind genau ſo zahl⸗ reich aus der Erde geſchoſſen wie ihre traditions⸗ reicheren Vettern, die menſchlichen Labeſtätten. Am Rand der Wüſten, auf luftigen Bergeshöhen, an unendlichen Straßen, in verträumten Dörfern, in allen Städten und im toſenden Großſtadtgetriebe ſpielen ſie die Rolle von Herolden einer Zeit, die keine Zeit mehr hat; ſie ſind die nicht zu überſehen⸗ den Ausrufezeichen eines kilometerfreſſenden Zeit⸗ alters. Tankſtellen für dahinflitzende Fahrzeuge müſſen ſich bemerkbar machen, um nicht dem Blick der Fah⸗ rer zu entgehen. Häuſerfronten, Rieſentafeln, Bret⸗ terzäune müſſen herhalten, um Viſitenkarten, Ein⸗ ladungen, Hinweiſe auf die nächſte Nähe einer Treibſtofſbedarfsdeckungsanſtalt aufzunehmen.„Noch zwei Kilometer— noch 800 Meter— nur noch 500 Meter bis zur nächſten VZ ⸗Station!“ In Mannheim warten allein 150 Ta ukſtellen, um alle erfüllbaren Wünſche ihres anſummenden Publikums zu befriedigen. Vor allem die bei der Reichsautobahnmündung und kurz vor dem Rheinbrückenaufgang liegenden Tankſtellen haben einen ganz außerordentlichen Zuſpruch aufzu⸗ weiſen, der dem täglich hier vorbeiſchwirrenden Kometenſchweif vom Zweitakterſchnauferl bis zum hocheleganten Achtzylinder und zum überdimen⸗ ſtonalen Fernlaſtzug entſpricht. An einem Tag wurden 7191 über die Rheinbrücke nach Mannheim fahrende Kraftfahrzeuge gezählt, darunter eine beachtenswerte Anzahl von Auslän⸗ dern, vor allem von Holländern, Belgiern, Eng⸗ ländern, Tſchechen und Franzoſen. Da legt ſchon wie Kr eine Tourenluxuslimouſine bei der Auffahrtsramde an; ein ſportlich zurecht⸗ gemachter Herrenfahrer erhebt ſich mit leichtem Aechzen von dem mit ſmaragdgrünen Nappaleder weichgepolſterten Steuerſitz. Der Tankwart ſpritzt dienſteifrig herbei:„Achtzig Liter Benzin, drei Liter Schmieröl, Kühlwaſſer, Reifendruck nachfehen!“ Die Hebel der Benzinpumpe treten flink in Tä⸗ tigkeit, gurgelnd füllen ſich Meßgläſer, leiſe klinkt der Ablaßhahn in ein automatiſches Zählwerk ein, und Liter um Liter fließt der Treibſtoff durch einen dicken Schlauch mit gekrümmtem Abflußrohr in den durſtigen Benzintank, während mittlerweile durch eine Hochdruckleitung die Pneumatiks von dem Tankwartegehilfen nachgepumpt werden. Raſch iſt der dampfende Kühler friſch aufgefüllt, ſchnell werden mit geübtem Blick die Eingeweide des Motors überprüft, die nicht gerade geringfü⸗ gige Zeche iſt mit einer flüchtig dargereichten Bank⸗ note beglichen— und ſchon iſt der Platz für den nächſten Gaſt frei. Das iſt ein munteres Leben und Treiben, und Haſten fachgemäß, gewandter Abfertigung der mit⸗ unter ſehr eiligen Teilaufträge, daß man ſich in das Erſatzteillager einer Autorennbahn verſetzt glaubt. Perſonen⸗ und Nutzwagen, Traktoren, Schlepper und Motorräder landen, tanken, ſchwir⸗ ren je nach Leiſtung und Ladung, doch innerhalb der Straßen mit rund dreißig Kilometer Geſchwin⸗ digkeit ab. Der gutbekannte Dauerkunde wird eben⸗ ſo wie der einmalig vorbeikommende Gaſt mit größ⸗ ter Sorgfalt und Fixigkeit bedient. Jede Station hat außer ihren Spezialſorten von Benzin, Benzol⸗ gemiſch, Gas⸗ oder Rohöl(für Dieſelfahrzeuge), Traktorentreibſtoff und einer Unzahl von Schmier⸗ ölen, die nach der Jahreszeit wechſeln, einen vor⸗ trefflich ausgebauten Kundendienſt. Kühlernachfüllen, Reifenprüſen, Windſchutzſcheibe und Fenſter reinigen gehen rein. Eine vom Arma⸗ turenſchrank aus zu bedienende Hebebühne läßt unter Kompreſſordruck mit Eleganz Sechzig⸗Zent⸗ ner⸗Wagen hochſchweben. Waſchmaſchinen löſen die Schmutzkruſte, Polierrollen wienern— im Handum⸗ drehen glänzt alles. Telephon, Waſchbecken, Kar⸗ tenmaterial, allumfaſſende Werkzeugkaſten, Apothe⸗ kerſchränkchen, alles iſt hier an Ort und Stelle, der leiſeſte Wunſch des Fahrers iſt Befehl.. Und die „Drei von der Tankſtelle“— immer auf dem Sprung. Morgens um ſechs Tankſtellenreinigen. Tagsüber Kunden nach Strich und Faden bedienen, was nicht immer„ſo ohne“ iſt, Auch Humor miſcht ſich manch⸗ mal drein: Kommt da ein Cabriolet angebrummt. Dame am Steuer.„Benzin tanken.“ Der Tank⸗ wart ſchraubt den Autotankverſchluß auf.„Der Tank iſt ja noch nahezu voll, Gnädigſte!“— Vor lauter Fahrfieber hatte die holde Maid vergeſſen, den Hahn der Benzinzufuhr frei zu drehen. Und was man ſonſt ſo tagtäglich hört und ſteht. „Die Kundſchaft iſt durchweg patent“, ſagt man mir, abgeſehen von manchen zu Eiligen. Harte Arbeit, genaueſte Kenntnis der Wagentypen mit allem Drum und Dran. Großes Einfühlungsvermögen, beſte Fachmannsbedienung, ſtempeln den Mann in der blauen Bluſe zu einem Allerweltskerl voll wohl⸗ geübter Werkmannsgriffe und ⸗kniffe in einem äußerſt abwechſlungsreichen, faſt ſpannenden Alltags⸗ geſchehen, wie man es nur im Zauberreich der Kol⸗ ben und Vergaſer, der Schwingachſen, Kompreſſoren und verrußten Zündkerzen anzutreffen vermag. Kurt Wilhelm. rr Auf dem Rad nach Frankfurt Handwerker fahren zum Reichshandwerkertag Die Saarpfälzer ſtoßen in Mannheim zu ihrer Gruppe f Aus dem ganzen Reich haben ſich in den letzten Tagen die Handwerker auf den Weg gemacht, die mit Fahrrädern nach Frankfurt a. M. fahren, um dort an dem Reichshandwerkertag teil⸗ zunehmen. Die Fahrt wird als Sternfahrt durch⸗ geführt, und zwar ſtoßen zu den auf verſchiedenen Routen fahrenden Handwerkern immer neue Grup⸗ pen aus anderen Gauen. So trafen ſich in Stuttgart die Sternfahrer aus den Gauen Württemberg⸗Ho⸗ henzollern und Schwaben. Die Fahrt, die über Vaihingen— Pforzheim Karlsruhe nach Bruchſal führen ſollte, wurde wegen des ſtarken Regens ab⸗ gekürzt, und zwar fuhr man von Vaihingen über Maulbronn und Bretten ſofort nach Bruchſal, wo ein Kameradſchaftsabend die Fahrtteilnehmer am Donnerstag in froher Runde vereinigte. Die Sternfahrer aus dem Gau Baden ſtießen in Bruchſal zu ihren Kameraden, und unter Führung von Gaufachgruppenwalter Stegmüller ging es am Freitag früh um Uhr weiter nach Heidelberg. Dann ſtrebte man Mannheim zu, das um die Mittags⸗ ſtunde erreicht wurde. Da der Regen die Fahrtteil⸗ nehmer ſtark durchnäßt hatte gab es bei den Rhein⸗Neckar⸗Hallen nicht den vorgeſehenen Aufent⸗ halt ſondern es ging gleich in die Stadt. An die Spitze der Kolonne hatte ſich ein Lautſprecherwagen geſetzt, der mit flotter Muſtk die zwei und zwei ne⸗ beneinanderfahrenden Radler durch die Heidelber⸗ ger Straße nach der NSV⸗Küche in Paß begleitete. Die Radfahrerkolonne erregte berechtigtes Auf⸗ ſehen, denn ſämtliche Fahrräder trugen die Zei⸗ chen des Handwerkerſt andes, und außerdem waren die meiſten Räder noch mit den Inſignien der einzelnen Handwerke geſchmückt. Die Schrei⸗ ner hatten einen Hobel oder ein Modell einer Werkbank vor der Lenkſtange befeſtigt, ein Pol⸗ ſterer hatte einen winzigen Klubſeſſel angebracht, die Schuſter zeigten ihre Leiſten, ein Mechani⸗ N ker brachte einen Zylinderkolben mit uſw. Der jüngſte Lehrling war 15 Jahre alt während der Aelteſte, ein Mechanikermeiſter aus Stuttgart, ſchon ſeine 74 Lenze zählte. Schon daraus ging hervor, daß ſich an der Fahrt ſowohl Meiſter, Geſellen und Lehrlinge beteiligten. Bei der Ankunft an Mannheim waren auch die Teilnehmer an der Sternfahrt aus dem Gau Saarpfalz eingetroffen, um ſich anzuſchließen. In dem Speiſeſaal der NSV⸗Küche hieß der ſtell⸗ vertretende Kreisbetriebsgemeinſchaftswalter Berg im Namen der Deutſchen Arbeitsfront, des Kreis⸗ walters Doering und des bereits in Frankfurt wei⸗ lenden Kreisamtsleiters und Kreishandwerksmeiſters Stark die Handwerker in der Stadt Mannheim will⸗ kommen. Pg. Berg wies weiter darauf hin, daß Mannheim vor der Machtübernahme durch den Führer ſehr ſchlimme Zeiten mitmachen mußte, weil hier die Arbeitsloſigkeit beſonders groß war. Nun ſei alles beſſer geworden und auch das Handwerk ſei wieder gut beſchäftigt. In glänzender Stimmung nahm man das Mit⸗ tageſſen ein. Einträchtig ſaßen die Bäcker, Metzger, Gipſer, Uhrmacher, Schreiner, Zimmerleute, Küfer, Schuhmacher, Mechaniker, Blechner, Schloſſer und Goloͤſchmiede beiſammen, und nachdem man gegeſſen hatte, wurde geſungen. Die Betreuung ging dann auf den Vertreter der Gauleitung Heſſen⸗Naſſau über, der die Sternfahrer im Namen des Gaues Heſſen⸗Naſſau begrüßte und mit ihnen die Weiterfahrt über Käfertal und Lampertheim nach Worms antrat. In Worms gab es eine Kaffeepauſe und dann gings weiter nach Bensheim, wo übernachtet wurde. Am heutigen Samstag fährt die Kolonne über Darmſtadt nach Frankfurt weiter, wo die Ankunft auf 13 Uhr feſtgefetzt wurde. 77 ẽ ³ PPPPDUUVUVUVUVwVUUU((Cãä] U UUU(((C Vw ihm, der ſeit Jahrzehnten unſer Blatt lieſt, noch recht viele Jahre in der körperlichen Rüſtigkeit und geiſtigen Friſche beſchieden ſein mögen, mit denen er den Eintritt in das achte Lebensjahrzehnt begeht. Sc Bei 10 Verkehrsunfällen 5 Perſonen verletzt Polizeibericht vom 6. Juni Bei zehn Verkehrsunfällen, die ſich geſtern hier ereigneten, ſind fünf Perſonen verletzt, darunter drei ſo erheblich, daß ſie in Krankenhäuſer gebracht werden mußten, und insgeſamt 10 Fahr⸗ zeuge beſchädigt. Einige der Fahrzeuge hatten ſolche Beſchädigungen erlitten, daß ſie abgeſchleppt werden mußten. Bemerkenswert iſt, daß von dieſen zehn Verkehrsunfällen lediglich zwei auf die naſſe Fahr⸗ bahn zurückzuführen ſind, während es ſich bei den übrigen um Nichtbeachtung der Verkehrs ⸗ vorſchriften und unvorſichtiges Fahren handelt. Gegenüber 30 Verkehrsunfällen der letzten Woche haben ſich im Laufe dieſer Woche hier 46 Ver⸗ kehrsunfälle ereignet. Die Zahl der Ver⸗ letzte n ſtieg ebenfalls von 14 auf 34, eine Tatſfache, die jeden Straßenbenutzer zur größten Vorſicht und genaueſten Beachtung der Verkehrsvorſchriften ver⸗ anlaſſen ſollte. Beſchädigt wurden 25 Kraftfahrzeuge 1095 10 Fahrräder. Der Sachſchaden iſt ſehr beträcht⸗ lch. Selbſttötungsverſuch. In der Abſicht, ſich das Leben zu nehmen, brachte ſich geſtern nachmittag eine in der Neckarſtadt⸗Nord wohnende Frau mit einer Piſtole einen Schuß in die linke Bruſtſeite bei. Die Lebensmüde wurde nach einem Kranken⸗ haus gebracht. Der ug ins Blaue“ fährt Verſchiedene Anfragen unſerer Leſer veranlaſſen uns, darauf hinzuweiſen, daß der von der Reichs⸗ bahn zum morgigen Sonntag angeſetzte Ausflugs⸗ ſonderzug ins Blaue beſtfemmt fährt— hoffent⸗ lich bei beſſerem Wetter! Karten zu dem um 740 Uhr vom Hauptbahnhof abfahrenden Zug ſind noch zu haben. Der Zug wird um 21.50 Uhr wieder in Mannheim einlaufen. 5 — BOM.⸗Sportfeſt verlegt! Das BꝰDM⸗Untergauſportfeſt wird wegen der ſchlechten Witterung aus geſundheitlichen Gründen vom 7. Juni auf den 21. Juni verlegt. Die Ein⸗ trittskarten behalten ihre Gültigkeit. Die Jngendfilmſtunde wird durchgeführt. FPFPECPCCC ã VVVVVVVTTTCTbbCbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbcc Die Opel-Karawane in Mannheim Die Mannheimer können ſich nicht beklagen, kei⸗ nen Ueberblick über die Neuſchöpfungen der deut⸗ ſchen Automobilinduſtrie zu bekommen, wenn auch das, was in Berlin zuſammen auf der Großen Automobilausſtellung gezeigt wurde, für uns nur abſchnittweiſe zu ſehen iſt. Nun traf auch die Opel⸗ Karawane 3 ein, um den Mannheimern ſämtliche Perſonenwagenmodelle der Opel⸗Werke zu zeigen. Elf ſolcher Karawanen durchkreuzen in acht Wo⸗ chen alle Gaue des Reiches und da jede Karawane außer den Fahrzeugen zur Beſichtigung noch weitere Vorführungsfahrzeuge mitbringt, können während des Aufenthalts in einer Stadt nicht nur ſämtliche Modelle ſtändig eingehend beſichtigt werden, ſondern es ſtehen auch von jeder Type mehrere Fahrzeuge für Probefahrten zur Verfügung. Die Opel⸗Karg⸗ wane. die am Waſſerturmplatz Aufſtellung genom⸗ men hatte, erregte größtes Intereſſe und dabei konnte man ſehen, daß die Mannheimer großen An⸗ Nach einer größeren Rundfahrt durch die Stadt hat inzwiſchen die Opel⸗-Karawane 3 ihre Reiſe fort⸗ geſetzt. Eine Siedlungskirche zwiſchen Käſertal und Waldhof Das Bauprogramm der Evang. Kirchengemeinde ſieht für dieſes Jahr den Bau einer Siedlungs⸗ kirche vor. dem Siedlungsgebiet, das Waloͤholf liegt, dienen. Am 14. Mai iſt die Bau⸗ arbeit in Angriff genommen worden. den Sonntag, 7. Juni, nachmittags 3 Uhr, findet nunmehr die feierliche Grundſteinlegung ſtatt. Der Kirchenbauplatz iſt von Käfertal her durch die Wotanſtraße, von Waldhof her durch die Wald⸗ ſtraße zu erreichen. Er liegt auf einer der erhöhten Sanddünen im Straßenzug„Aufſtieg“ in der Nähe der Halteſtelle Sonnenſchein. Schnelle und bequeme Bereitung einer Sntisepfischen lösung als Desinfektionsmittel bei leichten Verletzungen, Beulen, An- schwellungen, Insektenstichen usw. durch ESSITOL- TABLETTEN (essigsaure Tonerde-Verbindung) Bewährt im Haushalt und unterwegs. In den Apomeken. Dreis RFI—. 84 Volksſenderaktion und Rundfunk ſprecherwellbewerb 1936 leſeveranſtaltung in Form eines bunten Abends ſtatt. Der Ruf an die unbekannten Künſtler iſt nicht unerhört verhallt. Eine Rieſenanzahl von Be⸗ werbern will an dieſem Tag ihr Können bewei⸗ ſen. Werkkapellen, Werkorcheſter, Werkchöre, Sing⸗ und Spielgruppen jeder Art haben ſich angemeldet. Soliſten des Geſangs und der Muſik werden ſich hören laſſen. Nicht zu vergeſſen ſind die Bewerber des Sprecherwettbewerbes. Sprechers mitzuwirken. Der Eintrittspreis iſt ge⸗ in den Friedrichspark zur Volksſonderaktion 1936 im Kreiſe ſprechers. un Ein alter 110er⸗Muſiker wird 70 Jahre alt. Der bei der Kapelle des alten Infanterie⸗Regiments Nr. 110 gediente Poſtpenſionär Ludwig Haucke, Seckenheimer Straße 29, kann am heutigen Sams⸗ tag in jugendlicher Friſche ſeinen ſiebzigſten Ge⸗ ſolchen Rüſtigkeit erfreuen, daß er wie ein Junger heim⸗Ludwigshafen Militärmuſiker bläſt. des Reichsbundes ehemaliger Inſpektionsfahrt des Kreisfeuerwehrführers Braud⸗ direktor Agricola wurde die freiwillige Feuerwehr der Firma Schütte⸗Lanz AG. in Mannheim⸗Rheinau beſichtigt. Die Wehr iſt gut ausgebildet, und der Wehrführer, Otto Siegfried, kann ſtets auf die Unter⸗ ſtützung der Werksleitung rechnen. Bei der Firma Iſolation Ach. in Mannheim⸗Neckarau wurde eine neue freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen, die zwar erſt 16 Mann ſtark iſt, deren Kommandant Göbel aber ebenfalls der Förderung durch bie Firma gewiß iſt. * Aus der katholiſchen Seelſorge. helm Fertig, der über zehn Jahre an der Heilig⸗ des Dankes. Die Veranſtaltung war mit geſang⸗ lichen Darbietungen umrahmt und zeigte, wie ſehr der ſcheidende Geiſtliche in der Heilig⸗Geiſt⸗Pfarrge⸗ meinde beliebt war. Kaplan Anton Kaſtner von Bruchſal wurde in gleicher Eigenſchaft an die Heilig⸗ Geiſt⸗ Pfarrei angewieſen. Die Mannheimer Sea Bonifatius⸗Kirche wurde von der oberſten Kirchenbehörde zur Garniſonkirche beſtimmt. Militärgottesdienſte finden alle 14 Tage, in dieſem Monat am 7. und 21. Juni, morgens.05 Uhr, ſtatt. Die Militärſeelſorge liegt in den Händen von Pro⸗ feſſor Anton Ullrich. b * Vom 15. Juni an Olympiapoſtkarten. Nach einer Anordnung des Reichspoſtminiſters, iſt mit dem Verkauf der Olympia⸗Poſtkarten zu 6. 4 und 15 10 ſowie der Freimarken⸗Heftchen mit Olympia⸗ marken am 15. Juni zu beginnen. Die Olympfa⸗ poſtkarte zeigt eine Teilabbildung des Olympia⸗ Stadions in Berlin. Die aufgedruckte Marke ent⸗ hält im Bild die Olympiaglocke. teil an der Automobiliſierung Deutſchlands nehmen. Dieſe erſte Evang. Siedlungskirche ſoll zwiſchen Käfertal und Am kommen⸗ Wie bereits angekündigt, findet am Freitag, dem 12. Juni, abends, im Friedrichspark die Kreisaus:⸗ Nun geht der Ruf an alle Volksgenoſſen, durch ihr Erſcheinen an der richtigen Auswahl des beſten ring. Karten können jetzt ſchon bei den Kößß⸗Ge⸗ ſchäftsſtellen und den Köcß⸗Warten angefordert werden. Die Parole für Freitag, den 12. Juni, heißt: Auf Eröffnung der Mannheim und zur Suche des beſten Rundfunk⸗ burtstag feiern. Der Jubilar darf ſich noch einer die Trompete im Orcheſter der Ortsgruppe Mann⸗ ae Neue Fabrikfeuerwehr in Neckarau. Bei einer Kaplan Wil⸗ Geiſt⸗Kirche wirkte, wurde zum Pfarrkurxat an die Pfarrkuratie Pforzheim⸗Dillweißenſtein ernannt. In einer Abſchieoͤsfeier fand Stadtpfarrer Matt Worte Braune Glücksmänner wieder am Start tittag um zehn Uhr marſchterten die Glücksmänner der Arbeitsbeſchaffungslot⸗ ie von ihrer Geſchäftsſtelle aus, der Muſikzug des Mannheimer Volksdienſtes vorab. ging durch die Pl die Freßgaß, am Paradeplatz vorbei die 8 0 tunter, und dann wieder zum Parade⸗ J etwa 30 Mann zwei genommen wurde, und die ch Standkonzert rundete. Muſikzug⸗ uhr dirigierte flotte Märſche und gemüt⸗ zer das eine wirkt mehr auf die Frauen, ndere mehr auf die Männer—, und der Regen iele Leute nicht ab, mit oder ohne Schirm, halten; denn es geht eben nichts über Muſik. Um elf Uhr aber war Schluß Rede von Pg. Schwarz wurde über⸗ und dann die Glücksmänner vom Start ge⸗ Es nie en Aufſtellung 8 U Um er 7 Sie begaben ſich in neuen Gummimänteln f aufgebügelten Mützen— ſogar die Käſten aren neu rot lackiert an ihre verſchiedenen dorte, und ließen alsbald ihre erprobten Stim⸗ n mit ganzer Kraft ertönen. Möge ihnen das 5 etter bald günſtig ſein, auf daß ſie Erkältung ver⸗ iden und viele Prozente erzielen. Und mögen auch in ihren Briefchen ein oder mehrere Tauſen⸗ der N ein, denn dann erſt freuen wir uns Herzen. Und wenn's halt Nieten ſind— haben arme Volksgenoſſen den Gewinn, den gerne gönnen wollen. Alſo: Kauft Loſe! 1 ver Urge alle von ihnen Dritter Tag der germanenkundlichen Tagung Die Vorgeſchichtler in Heidelberg Der Heiligenberg wird Naturſchutzgebiet und erhält ein Muſenm der Ausgrabungen Den geſtrigen Tag hatten die Freunde germa⸗ niſcher Vorgeſchichte ſich für den Heiligenberg und das Heidelberger ba Schloß vorbehalten. Ober⸗ Dr. Schmieder führte durch die Michaels⸗ baſilika, und Hans Chriſtoph Schöll ſprach dann er ſeine Theorie des Höhlenkults auf dem Hei⸗ ligenberg. Er hatte beſonderen Anlaß, hervor⸗ zutreten durch die Probleme um die bekannte Achſen⸗ abweichung in der Krypta des Oſtchors, für die es noch keine opdentliche Deutung gibt. Schöll meint, daß man durch dieſe Mauern das Felſen⸗ Klepper- Hänel Tel. 31992 nur A. Karle 0 Z. 24 grab einbeziehen wollte, das in Wirklichkeit ein Höhlengrab aus vorkeltiſcher Zeit ſei, in dem eine der„Drei Ewigen“ verehrt wurde, über die Schöll dieſen Winter ſchon einmal im Altertumsverein ſprach. Später, vor dem Eſſen im Schloß, verbreitete er ſich noch lange über ſeine Forſchungen. Dr. Stemmermann, der Aſſiſtent Prof. Wahles von der t für Vor⸗ und Früßgeſchichte an der Univerſität, gab eine Schilderung der Ringwälle, die für ihn vor allen Dingen Fliehburgen des gan⸗ zen Löbdengaues darſtellten. Zum Eſſen im Königsſaal des Schloſſes war auch Fhürgermeiſter Dr. Nein haus erſchienen, der die wei⸗ hier bemerkenswerte Mitteilungen über tere Ausgeſtaltung des Heiligenbergs machte. Es ſoll ein kleiner Teil des Ringwalls wieder aufgebaut und die römiſchen Steindenkmäler(Mithrasheilig⸗ tum, Mercurius Cimbrianus uſw.) ſollen in Nach⸗ büldungen aufgeſtellt werden. In der geplanten Gaſtſtätte ſoll außerdem ein Muſeum der doch ſehr reichen Funde am Heiligenberg errichtet werden, und ſchließlich wird der Heiligenberg nächſtens Naturſchutzgebiet, in dem die Axt des Forſtmannes nicht mehr angeſetzt werden darf. Bemerkenswert waren auch einige Schlußworte bon Prof. Teudt, der nicht nur zur Duldſamkeit nerhalb der eigenen Reihen mahnte, ſondern auch an die Verwandtſchaft mit dem Chriſtentum erin⸗ nerte, zu dem„man die Brücken nicht abbrechen dürfe.“ Die Teilnehmerziffer lag auch geſtern trotz des Regens wieder über 150. Abends verſammelte man ſich im Friedrichspark zu Mannheim, wo Geh. Rat Prof. Dr. Sommer über„Die Nibelungen⸗ wege“ ſprach; ein Vortrag, über den wir ſchon früher berichtet haben, als er im Altertumsverein gehalten wurde. Dr. Hr. Wo bleibt das Wetterhäuschen? Seit der Abänderung der Anlagen vor dem Waſ⸗ ſerturm vermiſſen, ſo ſchreibt man uns, viele älteren Mannheimer die Wiederaufſtellung des früher in den Ringanlagen vor dem Waſſerturm aufgeſtellten Wetterhäuschens. Man war an dieſes Häuschen ſo gewöhnt, daß man es nun auf ſeinem alltäglichen Weg vermißt. Es dürfte dem Hochbauamt wohl nicht Allzu große Koſten verurſachen, wenn es aus dem Keller oder wo es ſonſt ſeinen Winterſchlaf hält, wieder ans Tageslicht gebracht und an geeigneter Stelle in den Anlagen oder vor O7— P 7 wieder errichtet würde. e Kameradſchaft ehemaliger 170er. Die letzte Pflichtmitgliederverſammlung ſtand unter der Pa⸗ ple„Fünfter Regimentstag in Offen⸗ burg“. Nach Begrüßung der Kameraden Seitz und Bertſch, als Vertreter der Kameraden in Neckarau, gab Kameradſchaftsführer Brenneiſen Befehle und Anordnungen des Bezirksverbandes bekannt. Nach dem Feſtprogramm unſeres vom 11.—13. Juli ſtatkfindenden Regimentstages zu ſchließen, ſteht uns ein Feſt der alten und neuen Garniſon bevor, das die bisherigen Regimentstage in den Schatten ſtellt. Die neuerſtandene Garniſonſtadt Offenburg ruft uns zu erinnerungsfrohen Stunden zuſammen, aber auch zum Gedenken an die vor 40 Jahren erfolgte Grün⸗ dung unſeres 9. Bad. Inf.⸗Regts. Nr. 170 und an die 20 jährige Wiederkehr der heißen, aber ruhmreichen Schlacht an der Somme. Der Tag der alten Sol⸗ daten verbindet uns aber auch mit der neuen Wehr⸗ macht, zumal auf unſerem alten Kaſernenhof die junge Wehrmacht ihr Können zeigen wird. Wir „alten Knochen“ werden mit unſern jungen Kame⸗ raden„im gleichen Schritt und Tritt“ marſchieren. Alle ehemaligen 170er und die Angehörigen der Erſatz formationen(auch die Kameraden, die nicht unſerer Kameradſchaft angeſchloſſen ſind) erhalten am Freitag, dem 12. Juni, abends im Alten Reichsanzler, 8 6, 20, bei unſerer Kamergd⸗ dent Der 29 Jahre Wegen Vergiftungsverſuchs und erſchwerter Kuppelei, begangen an ſeiner Ehefrau, verur⸗ teilte die Strafkammer den 29 alten Ernſt Bickel von Oppau, wohnhaſt M Jahre Jahre in Mannheim, zu einer Zuchthausſtrafe von 2 Jahren 3 naten und 5 Jahren Ehrverluſt. Selten ſind glücklicherweiſe Fälle wie dieſer, dem ſich am Donnerstag die Zweite Strafkammer fünf Stunden beſchäftigen mußte. Aber es iſt z gleich ein Fall, der für die Notwendigkeit und ſpä⸗ tere ſegensreiche Wirkung der nationalſozialiſtiſchen Geſetzgebung gegen die Erbkranken und Aſozialen zeugt. Ernſt Bickel aus Oppau entſtammt einer ſchwer belaſteten Famil Sein Vater vergißt ſich Zuchthaus; eht mit den al als Ju⸗ an der Tochter und erhält dafür 1 Jahr die Mutter— von ſechs Kindern beiden älteſten Buben ſtehlen, die zw gendliche beſtraft werden. Beide kommen aus der 6. Klaſſe aus der Schule und werden in Zwa oſt, Der eine der Buben gießt ein⸗ erziehung verbracht, weil ſie, ſittlich verwahrl bettelnd herumziehen. mal nachts heimlich Salzſäure in den Kaffeetopf, aus dem andern Tages Kaffee getrunken wird. Aber er wird wegen Schwachſinn außer Verfolgung geſetzt, der andere, Ernſt, ſteht nun wegen des glei⸗ chen Vergiftungsverſuchs vor Gericht und hofft, daß er ebenſo wegen Schwachſinn den Maſchen des Ge⸗ ſetzes entwiſcht wie ſein Bruder Ernſt Bickel iſt 29 Jahre alt, heiratete mit 26 Jahren ohne jede Exiſtenzmittel als Erwerbsloſer. Er bezog Fürſorgeunterſtützung und die Frau ging Brotaustragen. Sie wohnten zuletzt in der Wald⸗ hofſtraße bei einem 70jährigen Witwer in Unter⸗ miete. Die Not war bei dem Ehepaar täglicher Gaſt. Und ſo kam es zwiſchen ihr und dem Vermieter zu Vertraulichkeiten. Zuletzt zahlten ſie keine Miete mehr. Der Angeklagte überließ ſeiner Frau mit nicht mißverſtändlichem Hinweis die Sorge hierüber. Aber damit war der Witwer denn doch nicht einver⸗ ſtanden. Eiferſucht und noch mehr Haß über die Unnachgiebigkeit des Vermieters waren die Ur⸗ ſache, daß Bickel, wie früher ſein Bruder, am 1. Okt. 1935 zu dem auf dem Abort ſtehenden Salzſäure⸗ fläſchchen griff. Die Frau war mittags weggegangen zu der ihren Geburtstag feiernden Schweſter, kam gegen 2 Uhr wieder, um das kleine Kind nach Hauſe der Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe ecken alte Sohn einer entarteten Familie wandert ins Zuchthaus der zu ihrer Schweſter zurück. Der Witwer hatte ſich ſaure Kartoffeln zubereitet, hatte einge Löffel davon genommen, war dann weggegangen und aß daun beim Wiederkommen ein zweitesmal davon, ohne etwas zu ſpüren. Als er zwiſchen 5 und 6 Uhr wie⸗ der von dem Gerichte aß, ſpürte er bei dem erſten Löffel heftiges Brennen im Halſe und mußte ſich er⸗ brechen. Andern morgens verſtändigte er ſofort die Frau. Das Salzſäurefläſchchen fehlt.. Die Frau geht mit dem Topf und ſeinem Inhalt zur Krimi⸗ nalpolizei ſitzt bald darauf hinter Schloß und Riegel. Bei jeder Vernehmung lügt er der Polizei etwas anderes vor— er leugnet die Tat. Es gehen Monate darüber hin und er beſchwert ſich, daß man ihn ſo lange in Haft behält. Schließlich kommt er mit der Behauptung:„Ich habe geſehen, wie meine Frau die Salzſäure in den Topf geſchſtttet hat.“ Um 3 Uhr herum, wo ſeine Frau doch bei der Schweſter war und der Witwer die Speiſe noch in Ordnung gefunden hatte In der Verhandlung bleibt der Angeklagte ab⸗ tumpft und kalt bei dem Vorbringen ſeiner Lügen. Die Beweislaſt durch die Ausſagen ſeines Ver⸗ mieters und ſeiner Frau ſind für ihn erdrückend. Die erſchwerte Kuppelei wird noch unterſtrichen durch die Zumutung an die Frau, auf die Straße zu geh Zweimal war die Frau auf dem Amtsgericht, um Scheidung von dem auch ſexuell ent⸗ arteten Menſchen zu beantragen. Der mediziniſche Gutachter kann dem Ange⸗ klagten nicht dieſe geiſtige Minderwertigkeit zuer⸗ kennen wie ſeinem Bruder. Er habe einen mitt⸗ leren Schwachſinn, ſei einer der dummſchlauen Burſchen, denen man den§ 51 nicht zuerkennen könne, er verantwortlich für ſeine Taten. Der Vertreter der Anklage umriß in eingehender Weiſe das abſtoßende Charakterbild des Angeklagten und beantragte eine Zuchthausſtrafe von 2 Jahren 3 Monaten und 5 Jahre Ehrverluſt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wie be⸗ antragt, wobei die wegen Kuppelei verhängte Ge⸗ fängnisſtrafe in Zuchthausſtrafe umgewandelt wurde. Drei Monate nur wurden dem Angeklagten von der Unterſuchungshaft angerechnet. Bis zuletzt leugnete Bickel, die Beweiſe lagen aber ſo klar zutage, daß nicht ein Reſt von Zweifeln an der Schuld des An⸗ ſei zu bringen und kehrte nach einer Viertelſtunde wie⸗ l geklagten übrigblieb. Von Dr.⸗Ing. Die Umwälzung der nationalſozialiſtiſchen Re⸗ volution bedingt, um den Erfolg eines jahrelangen Kampfes ſicherzuſtellen und an die kommenden Ge⸗ ſchlechter weiterzugeben, eine ebenſo umfaſſende wie planmäßige Schulungsarbeit. Wer aufmerk⸗ ſam dem Zeitgeſchehen gefolgt iſt, wird feſtgeſtellt haben, daß mit dem Fortſchreiten der national⸗ ſozialiſtiſchen Geſtaltungsarbeit die Schulungszeiten als ſolche immer länger wurden. Wenn es vor einigen Jahren noch möglich war, für eine Reihe höchſt wichtiger Gebiete kurze Einführungskurſe zu halten, ſo hat dies heute nahezu völlig aufgehört: Wer von unſeren politiſchen Leitern in die„Ordens⸗ burgen“ der NSDAP berufen wird, hat dort drei Jahre zu bleiben. Worin liegt nun der Grund, daß man die Schu⸗ lungszeiten ſo verlängert hat? Er liegt vor allem in der Einſicht, daß es unmöglich iſt, in Schnellkur⸗ ſen, gleich welcher Art, Menſchen ſo zu erziehen, daß ſie in der Partei, im Staat oder in der Wirtſchaft ihren Mann zu ſtehen vermögen. Alle Schnell⸗ kurſe verführen zwangsläufigerweiſe zur Oberflächlichkeit und, was noch ſchlim⸗ mer iſt, zur weberheblichkeit der auf dieſe Weiſe Geſchulten. Wir müſſen uns klar darüber ſein, daß ein himmelweiter Unterſchied zwiſchen„Schu⸗ len“ einerſeits und„Erziehen“ andererſeits beſteht: Alle Schulung erfaßt letzten Endes mehr oder min⸗ der planvoll, mehr oder minder umfaſſend das tech⸗ niſche oder handwerkliche Können, wogegen alle Erziehung von vornherein auf die Formung und damit auf die Prägung des ganzen Menſchen abgeſtellt iſt und auch abgeſtellt ſein muß. Vor allem: der Unterſchied zwiſchen„Schulen“ und„Erziehen“ liegt doch wohl darin, daß durch Schulung gewiſſe Fertigkeiten geiſtiger, organiſa⸗ toriſcher oder techniſcher Art entwickelt werden kön⸗ nen, daß aber durch eine umfaſſend angelegte Er⸗ ziehung der junge Menſch über dieſe Fertigkeiten hinaus vor allen Dingen weltanſchaulich erfaßt und auch gepackt wird. Daraus ergibt ſich, daß die Schu⸗ lung wohl die Kräfte des Verſtandes zu fördern in der Lage iſt, daß ſie aber niemals zu jenem inneren, d. h. ſeeliſchen Reifeprozeß führt, der nun einmal die Folge einerguten Erziehung iſt. Das, was damit gemeint ſei, wird in ſeiner ge⸗ ſamten Auswirkung deutlich, wenn wir die Be⸗ griffe der Schulung und der Erziehung auf die Lehrzeit des handwerklichen oder induſtriellen Nach⸗ wuchſes auwenden. Man hat ſchon immer den hohen erzieheriſchen Wert der handwerklichen Lehre hervorgehoben und beſonders dann, wenn man bei der induſtriellen Lehre dieſen Wert vermißt hat oder zu vermiſſen glaubte. In der Tat hat es eine ganze Reihe von Großfirmen gegeben, die in der„Lehre“ ihres jugendlichen Nachwuchſes nichts anderes ver⸗ ſtanden, als eine möglichſt eingehende und auch müglichſt gründliche„Schulung“ für die fachlichen Bedürfniſſe des betreſſenden Werkes. Wir brau⸗ chen nicht zu betonen, daß eine ſolche„Schulung“ ſelbſt dann keinen erzieheriſchen Wert beſitzt, wenn ſie den Jungen zur fachlichen und techniſchen Mei⸗ ſterſchaft gebracht hat. Die nationalſozialiſtiſche Arbeitsidee, die wir nicht nur in der Welt der Betriebe, ſondern vor allem ganz beſonders in der Erziehung unſeres Nachwuchſes zu verwirklichen haben, verlangt gegen⸗ über der einſeitigen Entwicklung des reinen Könnens die Heranbildung des ganzen Menſchen. Das heißt: wir haben die Lehrzeit weniger als planmäßige Schulung der verſtandlich⸗techniſchen Kräfte aufzu⸗ faſſen, denn als eine Reifezeit, in der ſich der junge ſchaft Auskunft. Menſch in der Arbeit und durch die Arbeit zur„Na⸗ Lehrzeit Reifezeit Karl Arnhold, Berlin, Leiter des Amtes für Arbeitsführung und Berufserziehung in der DA. tur“ im Goetheſchen Sinne entwickelt. So wichtig bei dieſer Entwicklung die Ausbildung des techniſchen Könnens iſt, wichtiger iſt das innere Reifen, beſ⸗ geſagt das Aus reifen; Fdieſes Ausreifen er⸗ 0 ſich aber, niemals außen her, ſondern es entwickelt ſich einzig allein aus der Welt⸗ anſchauung. Indem wir die Arbeitsſchulung auf der Lehre vom ganzen Menſchen aufbauen, erwächſt uns die beſondere Aufgabe, ſowohl die techniſche Schulung wir auch die weltanſchauliche Erziehung in einen umfaſſenden Rahmen einzubauen. Von hier aus laſſen ſich die einzelnen Stufen der Lehrausbildung und damit auch des Reifeprozeſſes überſehen, wobei es, organiſch betrachtet, nur natürlich iſt, daß ſich innerhalb der einzelnen Stufen ſelbſt wieder ein Reifeprozeß vollzieht. Es ſei erinnert an die ſtufen⸗ weiſe Entwicklung des Könnens, vom Lehrling über den Geſellen zum Meiſter. Dabei faſſen wir den Ausdruck„Meiſter“ nicht in ſeiner ſozialen Be⸗ deutung auf, ſondern in ſeiner aktiven: Meiſterung iſt das ſouveräne Beherrſchen der Arbeit und zugleich das Gefühl der Wertig⸗ keit der Arbeit. Die zweite Stufe iſt die Entwicklung des Wiſ⸗ ſens: Man muß ſeinen Beruf verſtehen, man muß die Grundlagen kennen, worauf er beruht, man muß die Zuſammenhänge begreifen, worin man ſteht. Dieſes Wiſſen ſetzt aber die Erlernung der„Berufsſprache“ voraus und es bedingt gleich⸗ falls, daß jede Arbeitsſchulung und damit auch die Arbeitserziehung ſo lebensnah und betriebsnah wie möglich iſt. Die dritte Stufe ſchließlich iſt die Erziehung zur„Haltung“, d. h. zur bewußten Einſtellung zum Leben, zur Arbeit und zur Gemeinſchaft. Der Frühappell, der Ge⸗ meinſchaftsſport, die Erziehung durch die HJ, SA, die DA und den Arbeitsdienſt erziehen zu dieſer Haltung. Gut Ding will Weile haben! Das gilt nicht bloß für das Leben überhaupt, ſondern es gilt in ganz beſonderem Maße von der Berufserziehung. Lehr⸗ zeit— Reiſezeitl, d. h. jede Erziehung, die in Fleiſch und Blut übergehen ſoll, bedarf der Zeit. Das iſt eine Wahrheit, an der niemand vorüber⸗ gehen kann, eine Wahrheit vor allem, die uns beim Ausbau unſerer Lehreinrichtungen zur Richtſchnur werden muß. zei Ihre ſilberne Hochzeit feiern am Samstag, 6. Juni, Adam Drins und Frau Friederike, geb. Kirſchler, Bürgermeiſter⸗Fuchs⸗Straße 4. Herr Drins bezieht die NM ſchon ſeit 1908. z Das Zeppelinluftſchiff„Hindenburg“ überflog bei ſeiner Ueberführungsfahrt von Frankfurt nach Friedrichshafen heute vormittag nach 10 Uhr unſere Stadt in geringer Höhe und mit mäßiger Geſchwin⸗ digkeit. Der prächtige Anblick, der vielen entging, weil das Motorengeräuſch kaum zu hören war, riß die Zuſchauer des immer wieder eindrucksvollen Schauſpiels zu Aeußerungen der Bewunderung hin. ee Im Rhein ertrunken. An der Straßenbrücke in Worms wurde die Leiche eines Jungen aus dem Rhein geborgen. Es handelt ſich bei dem toten Jungen um einen neunjährigen Schüler aus Mannheim, der vor zwei Wochen im Rhein er⸗ trank. e Fundſachen abholen! Von dem Straßen⸗ bahnunglück am 22. Mai bei der Rheinbuſt her⸗ rührend, ſind verſchiedene Sachen, die den Fahrgästen verloren gingen, noch nicht abgeholt worden. Eigen⸗ kümer wollen ſich an das Fundbüro L 6, 1 wenden. 255 8 8 5 e 3 0 Jagd und Fiſcherei im Juni Pfingſten iſt gekommen und mit ihm der Aufgang der Jagd auf den roten Bock! Das zweite Mal geht nun einheitlich im ganzen Deutſchen Reich die Jagd auf den Rehbock am 1. Juni auf. Tatenfroh zieht der Jäger ins Revier. Jeder ſollte aber beſtrebt ſein, die guten Gehörnträger erſt nach der Brunft zu ſtrecken. Um ſo eifriger muß der Jäger fetzt gleich darangehen, die ſchlechten Böcke auszumerzen, ehe ſie im Getreide verſchwunden find. Auch im Juni bedarf das Jungwild immer noch beſonderer Obhut. Alles behaarte, gefiederte und zweibeinige Raubgeſindel iſt ſcharf zu beoßbach⸗ ten. Jetzt iſt der Jäger ſowieſo öfters im Revier, und er muß, wie„Der Deutſche Jäger“, München, mitteilt, auch für dieſe Seite ein wachſames Auge den Regenmantel N RM. 12.— 14.— 17.50 1825 5 elegant- leicht a 1 von MIAT. Un 3 N 3,172 3 haben. Es barf nicht ſo ſein, daß der Jäger jetzt nur noch von Böcken ſpricht und alles andere vernach⸗ läſſigt. Oft wird der Jä durch den Anblick rei⸗ zender Idylle von Mutterliebe und Mutterglück für ſeine Mühen entlohnt. Die Salzlecken ſind nach wie vor in Ordnung zu halten. Gerade der Kol⸗ benhirſch iſt für die ſo wenig Koſten wegn vfachenden Salzgaben ſehr dankbar. 8 Was das Federwild angeht, ſo ger beachten, daß ſich die Ringeltaube, die größte unſerer Wildtauben, einer einheitlichen Schonzeit vom 15. April bis 1, Auguſt erfreut. Hohl⸗ und Turteltauben dürfen während des ganzen Jahres nicht geſchoſſen werden. Aeſche, Bachſaibling, Forelle forelle bieten jetzt guten Fang. Am 16. Juni iſt die geſetzliche Schonzeit der Barbe abgelaufen. Viele Angler ſehnen dieſen Tag herbei, von dem an ihnen wieder gute Beute und vorzüglicher Sport in Aus⸗ ſicht ſteht. Karpfen, Blei und Barbe laichen noch. Das Fliegenangeln auf Aeſchen iſt noch bis gegen und Regenbogen⸗ Mitte des Monats an den Flüſſen und Bächen ertragreich. Hechte gehen jetzt gut an den Spinn⸗ köder. Beim Krebsfang iſt der Junge tragenden Weibchen wegen dringend Vorſicht geboten. Fünf Stück Wein zu ſtark geſchönt Wegen Vergehens gegen das Lebensmittelgeſetz verurteilte das Einzelgericht den 60 Jahre alten Johann Werling von Scheidt bei Landau, wohn⸗ haft in Mannheim, zu einer Geldſtrafe von 900 Mark oder zwei Monaten Gefängnis. Der Verur⸗ teilte hatte 6000 Liter Wein einem geſetzlich erlaub⸗ ten Schönungsverfahren unterworfen, ihn aber da⸗ bei überſchönt. Der Wein ſah ſchließlich blau ſtatt golden aus. Obwohl er von zwei Gutachtern als nicht einwandfrei bezeichnet worden war, verkaufte ihn der Händler. Auf eine Kontrolle hin wurde ge⸗ richtlich das Laufenlaſſen des Weines angeordnet. ** Vom Brieftaubenſport. Die Einſatzſtelle Feu⸗ denheim der Brieftaubenzüchter hatte ihren letzten Preisflug von Regensburg über 200 Km. Hierzu ſetzten 60 Züchter 718 Tauben. Preiſe gab es 144 Die erſte Taube traf mit einer Fluggeſchwindigkeit von 985.24 Meter in der Minu! bei Gebrüder Giebfried ein. Die anderen e gten dichtauf, noch ine Fluggeſchwin⸗ Die letzte Preistaube hatte digkeit von 908,55 Minuten. ze Hup⸗Verbote ſind unzuläſſig. Der Reichs⸗ verkehrsminiſter hat in einem Erlaß auf die Not⸗ wendigkeit der Einſchränkung des Hupens hinge⸗ wieſen. Auf Wunſch des Führers des National⸗ ſozialiſtiſchen Kraftfahr⸗Korps, Korpsführer Hühn⸗ lein, ſtellt der Miniſter in einem neuerlichen Erlaß feſt, daß Hup⸗Verbote der Rechtslage widerſprechen, alſo unzuläſſig und rechtsunwirkſam ſind. Grubenſchäden in Neunkirchen „Neunkirchen, 4. Juni. Infolge des Raub bauß der franzöſiſchen Grubenverwaltung ſind auch der Stadt Neunkirchen erhebliche Schäden erwachſen⸗ Große Riſſe ſind beſonders in der Königſtraße feſtzuſtellen. Die Schäden belaufen ſich für die Stadt auf etwa 90 000 J. An die Abwicklungsſtelle der in Liquidation befindlichen franzöſiſchen Grubenver⸗ waltung ſind entſprechende Entſchädigungsanträge geſtellt worden. muß der Jae E bar, der bar. Jal ſche! ſeln der wie end! nich töni mer ſein rig übe! und eine den gott schaf gan 9 Mee erfr körp den gen Tri Lich alf dem hän, fällt eine Inſe hing lim gleic ſteig Flut das mit Nor 2 der den herv Welt iſt fi iſt f. der Stra ten und lichk. biete chare ſchöp gang geht Jagd zieht trebt runft fetzt zen, nmer derte hach⸗ ier, chen, Auge 1e rößte Uzeit und aühres ogen⸗ ſt die Viele ihnen Aus⸗ noch. gegen ächen pinn⸗ enden g als aufte e ge⸗ net. Feu⸗ etzten ierzu 144. igkeit rüder htauf. hwin⸗ eichs⸗ Not⸗ inge⸗ onal⸗ yiühn⸗ Brlaß echen, Haus der chſen. raße Stadt er in twer⸗ träge 2 damstag, 6. Juni 1930 Beilage der Neuen Mannheimer Zeitung orkum, du geliebte grüne Nordſeeinſe Nordſee! Borkum!— Zwei Worte, untrenn⸗ bar, die immer wieder wie e Blitze au fleuchten, wenn der Sommer herannaht. Dann wird die unbezwing⸗ bare Sehnſucht wieder wach, die uns zur heißen Jahreszeit an die erfriſchenden Ufer unſerer deut⸗ ſchen Meere ruft. Es iſt ein langer Kranz von In⸗ ſeln, die wie Märchenbilder aus dem tiefen Meer der Nordſee der Reihe nach auftauchen, auſſteigen wie köſtliche Wirklichkeitsbilder, umrahmt vom un⸗ endlichen Meeresſpiegel. Stellt ſich der Fremde nicht unter dem Begriff einer Nordſeeinſel eine ein⸗ tönige Sandwüſte vor, wo kein Strauch, kein Blu⸗ menkind gedeiht, wo nur das wildͤbrauſende Meer ſeine ſchaurige Melodie ſingt und der Menſch trau⸗ rig wird?“ Doch eine unerſchöpflich reiche Flora, die überraſchende Färbung des Meeres, der Landſchaft und des Himmels, geſteigert in ihrer Wirkung durch eine kriſtallklare Atmoſphäre, verblüffen den Frem⸗ den geradezu, wenn er zum erſten Male in dieſe gottbegnadete Gegend gelangt. Es iſt eine Land⸗ schaft, die wohl als die freieſte und feierlichſte des ganzen Heimatlandes gelten kann. Auf den Novoſeeinſeln wirkt der Kontraſt des Meeres, der Dünen und der bunten Flora beſonders erfriſchend auf den Menſchen ein. Die Inſeln ver⸗ körpern ein Landſchaftsbild, oͤas in ſeiner Harmonie hen Beſucher ſofort beim Betreten der Inſel gefan⸗ gen nimmt und ihm dieſe kleinen Eilande wie Triumphbögen erſcheinen läßt, die im ſtrahlenden Licht aus dem unergründlichen braungrünen Waſſer aufſteigen. Dazu der ewig blaue Himmelsbogen, an dem wie ein Lampion der glutrote Sonnenball hängt, von dem das zitternde Gleißen ins Meer fällt, ſo brennend, als verſpritzte ſich unaufhörlich eine Flut von Sonnenfunken.— Borkum, die grüne Inſel, iſt eine von den am weiteſten ins Meer hinausgeſchobenen Inſeln und hat dadurch ein See⸗ klima von beſonders ſtarker Wirkung. Borkum iſt gleichzeitig letzter Grenzpfahl nach Holland zu und ſteigt wie eine Fee aus den grünlich ſchimmernden Fluten des Meeres und beherrſcht wie eine Königin das Leben der Nordſee, iſt tonangebend für ihre größeren und kleineren Nachbarn, die ſich dem Ge⸗ folge der Majeſtät anſchließen. Ein beſonders entzückendes Stimmungsbild findet der Kurgaſt in der Hochſaiſon auf der breiten Slrandpromenade, wo die bunten Strandkoſtüme der Damen den Modereigen eröffnet haben. Im ſorgloſen Geplauder hat man ſich zuſammengefun⸗ gen, ſaugt die würzige Salzluft und läßt ſich von r Sonne bräunen, die aber nie unangenehm Apfunden wird, da der zarte Wind, die liebliche Hriſe des Meeres, den Menſchen angenehm um⸗ fächelt. Borkum hat Hochſeeklima und iſt deshalb auch für einen Kuraufenthalt beſonders geeignet. So vereint man hier auf Borkum einen Kuraufenthalt mit dem impulſierenden Leben auf dieſer reizvollen Nordſeeinſel. Doch ein Reich für ſich bildet für alle Kurgäſte der breite, weiße, ſilbern glitzernde Strand, der bei den Kindern geradezu einen Ausruf des Entzückens hervorlockt. Er iſt für die Jugend eine paradieſiſche Welt, die nicht ihresgleichen hat. Der weiße Strand iſt für unſere Jugend der Inbegriff alles Schönen, iſt für ſie eine Welt, wo man ſorglos tollt und in der ſie ihre Traumſchlöſſer baut. Das Leben am Strand iſt nicht nur ein Ausruhen des überarbeite⸗ ten Städters, ſondern dient auch der Nervenſtärkung und ſtrafft den Körper durch die vielen Sportmög⸗ lichkeiten, die der Strand und das Meer dem Gaſt bieten. Borkum hat einen lleinſtädtiſchen Inſel⸗ charakter und bietet für naturliebende Gäſte uner⸗ ſchöpfliche Wanderziele. Durch weite grüne Wie⸗ ſen führt der Weg hinaus nach dem Oſtland, vorbei an weißen Dünen, aus denen erſchreckt Haſen und Wildgeflügel hervorſchießen. Das Oſtland iſt ein kleines Inſelreich für ſtch, reich an Landwirtſchaft, die die Gäſte mit allen mög⸗ lichen Erzeugniſſen verſorgt. Wunderbar ſchmeckt das frieſiſche Schwarzbrot mit der goldgelben Butter zum es gibt dann kein Träumen mehr, der Menſch wird mitgeriſſen in den großen Strudel. Aber über alles Taggeſchehen leuchtet wie eine Krone der Abend, wenn glutrot der Sonnenball auf das weite Meer hinabſinkt und ſein Gold in die Waſſer taucht, wenn ſinnbetörende zarte Weiſen zum Strand herüberklingen und der Gaſt verträumt auf das Meer hinausblickt. Eigenartig dann das Meer: tagsüber die einzige Zuflucht aus dem Lärm der Welt in die Ruhe der Natur und des Nachts die einzige Melodie aus dem Schweigen heraus. So Nordſeebad Kaffee. Auf dem Rückweg leuchtet das ſatte Grün der Wieſen, das Gold der wogenden Kornfelder, blühen in einer ſeltenen Dichte die große Familie der ſonnenfreudigen Pflanzen und der licht⸗ und far⸗ bentrunkenen Blumen und geben dem Landſchafts⸗ bild ein farbenprächtiges Wepräge. Die ſauberen Ho⸗ tels und Penſionen paſſen ſo recht in dies maleriſche Seebil. In den Hotels flutet das Leben. Muſik und Tanz für die vergnügungsſüchtige Jugend ſchaf⸗ ſen Stimmung. Borkum lebt und ſtrömt Leben aus; Einſterblüte an der Das warme Frühlingswetter und leichte Gewit⸗ terregen wandeln die Natur längs der Schwarz⸗ waldbahn. Helleuchtendes Goldgelb zieht ſich an den Waldwieſen entlang, ſchmückt Täler und Höhen und begleitet die munteren Sturzhächlein hinab ins friedliche Tal. Unzählige Stellen im Tal und auf den Höhen, welche die Schwarzwaldbahn durchquert, ſind in ein gelbes Blütenmeer getaucht, welches der friſche Höhenwind in dauernder Bewegung hält: Der Ginſter blüht an der Schwarzwaldbahn. Auf der Strecke von Hauſach nach Villin⸗ gen, beſonders aber am Rande des Triberger Hochwaldes, beglückt den Beſchauer dieſer vor⸗ ſommerliche Zauber. Kommt die Blüte auch ſpäter als drunten im Flachland, um ſo freigebiger über⸗ ſchüttet aber die Mutter Natur dieſe herrlichen Hänge mit hrem wunderbaren goldgelben Blüten⸗ ſegen. Mächtig treiben die Büſche empor, wechſeln ſtetig ihre Leuchtkraft und erfüllen ſo die Natur mit heimatlichem Schmuck. Führt den Gaſt eine glückliche Wahl in den Hoch⸗ ſchwarzwald nach Triberg, der Stadt im Hochwald, Borkum(Archiv NM) ſitze auch ich zur Dämmerung am Ufer, vernehme den altbekannten eigenen Rhythmus des wiegenden Waſſers, höre immer wieder den alten vertrauten Geſang der leicht ſchaukelnden Wellen, die mir als Bekannte, Vertraute ſo unendlich viel zu erzählen haben aus der weiten Welt des unüberſehbaren Waſſers. Borkum bietet ſo viel, daß es keinen, aber auch wirklich keinen Gaſt enttäuſcht. Hermann Franck. Sihwarzwaldbahn ſo ſtaunt er über die lockenden Naturgaben in ihrer ſtillen Waldeinſamkeit. Reizvoll iſt der bunte Wech⸗ ſel des dunklen Tannengrüns, der weißſchäumenden Sturzbäche, der gelben Ginſterbüſche, wenn man von Hornberg: Rathaus von 1534 und Schloß (Zeichnung von E. Trautwein, Wolfach) ſchen dieſer herrlichen Stätte mit unvergleichlicher Gabenpracht erfreut Die Ginſterblüte, ein zweiter Bergfrühling, belebt Täler und Höhen des Schwarzwaldes und wird im⸗ mer von neuem den anlocken, der ſich nach Ruhe und Erholung ſehnt. HERRENWIES Kurnsus 8 800 dtr. ub. dem Meere Ruhige, Sonn. Lage, Schwimmbad. fließ. Kalt. u. warm. Wasser Prospekte. Tel. 450 Bühl. Postauto: Bühl und Baden-Baden. Dort wo die Weſchnitzquelle ſprudelt! Quer durch den vorderen Odenwald eilt das Poſtauto von Heppenheim an der ſchönen Berg⸗ ſtraße hin über Berg und Tal nach Fürth und von dort immer wetter oſtwärts im ſtets enger werden⸗ den Weſchnitztale. Gleich hinter Krumbach wird die Landſtraße noch eingeengter und von Brom⸗ bach ab ſchlängelt ſie ſich in einem dauernden Bilderwechſel hindurch zwiſchen den Gebirgszügen der Tromm und Neunkircherhöhe, deren letzte Ausläufer hier zuſammentreffen. An den Wänden ſchattenſpendende Buchen⸗ und Taunen⸗ wälder dazwischen ein liebliches Wieſentälchen, durch das das flinke hüben, bald trüben ſeinen Weg nimmt. In der „Leberbach“ treten die ſteilen Seitenhänge greifbar eee plätſchernd bald einem der Bergrieſen hinunterſteigt in das eingebettete Waloͤſtädtchen, blauem Sonnenhimmel. überwölbt von Findet man irgendwo unter rauſchenden Tannen⸗ wipfeln am Waldwieſenrand ein köſtliches Ruheplätz⸗ chen, ſo wogt nicht weit davon jenes prächtige gelbe Blühen, oͤas der wenig fruchtbare Schwarzwaldboden aus dem dunkelgrünen, ſcheinbar trockenen Geſträuch hervortreibt. Wie jedes Jahr, ſo lockt auch in dieſen Tagen die goldgelbe Ginſterblüte Ferne hierher Stauden ſeſt im Banne ihrer Schönheit. weit das Auge blickt, manchen Gaſt aus neuforſtes, Naturkraft, die jedes ſchützend nahe; klar⸗ und hält ihn, gleichſam mit kräftigen Denn ziehen ſich die gelbblühenden Sträucher am Berghang entlang, am Fuß des Tan⸗ an der wilden Bäche gewundenem Lauf und erinnern den Wanderer an die ungeſchwächte Jahr unaufhörlich den Men⸗ ſo] keſſel: die ihn umſchließenden durch dieſes Tor fließt die Weſchnitz und führt auch die Straßenbrücke über das hinüber zur anderen Talwand, in deren es eine kurze Strecke gradaus geht kleine Biegung und mit einem raſchen wechſel ſind wir am Quellgebiet der Weſchnitz: Eine ſchwarzwaldähnliche erſtaunten Auge! Die ſteilen Talwände ſind getreten, die Talſohle erweitert Fachwerkhäuſer des noch verſchönert wird. Luftkurörtchens ſo bildet ſich hier ein öſtlicher Torabſchuß, durch den ſich einſt der Waſſerlauf ſägte— ähnlich dem weſtlichen Weſchnitztor bei Weinheim. Quer daher Bächlein, Schatten dann eine Szenen⸗ Landſchaft bietet ſich dem zurück⸗ Gch Zu eine Tal⸗ Gebirgsarme geben dann mit ihrem Beſtand an dunklen Nadelwäldern das Schwarzwaldͤbild, das durch oͤie hineingeſtreuten Weſchnitz Weſtwärts gleitet der Blick über das noch in der Morgendämmerung liegende Kneippbad Camber 0 1a. Taunus „3 Sanden de Erfolge! Unter derselben Leitung„Der Kurhof“ Ein Heilbod im Gsbicge— för Sroßstachbs wohnst dos Rictige ueber: NENVEN 1 Ab Ele Ed& Pens lons- Preis Mk..— bis Mk. 12.— E ganzj. geöffnet Sebbetornhurp* 0 4— Or. Wiggers Kurheirn 5 0— 2 Aa. 0 2 7771 1 2 d d e e Ober- Klinisch geleitete Kuranstalt fir alle . 9 a bayern Innere, S100 echsel-, Nerven- Hranke Kuskunft Kuramk 5 20. feilbad für magen, 5675 und Rheumg 55„ mineral. 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Seite Nummer 254 7 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 6. Junt 1938 Sams (S Wiesgies— Weſchnitztal)... weiter bis zu hochſtrebenden Berghängen, in deren Mitte auf einer Bergeskuppel das ſchöne Lindenfels liegt, wie aus einer Spielzeugſchachtel aufgebaut, ſo ſchmuck! Bei einer Wanderung lenke ich meine Schritte zu einer der Hauptquellen der Weſchnitz. Zwei kleine Teiche ſind es, auf deren Grund je eine muntere Quelle quillt, feinen Sand herausſpülend. Das ganze Jahr über ſprudeln dieſe Quellen hier, im Gegenſatz zu anderen, die bei trockenem Sommer verſiegen, oder im ſtrengen Winter zufrieren. Noch hlreiche andere Quellen ſchicken ihr Wäſſerlein zur Talſohle, wo ſich ſo allmählich die Weſchnitz bildet. ehr joylliſch liegt auch die Quelle in der ſogen. „Alt⸗ oöͤer Mondſcheinwieſe“. Von all den ſchönen Wanderungen hinauf zu den Höhen, zwiſchen weißflammenden Schwarzdorn⸗ büſchen und gelben Ginſterſträuchern, will ich jetzt nur von dem Aufſtieg zur hiſtoriſchen Walburgis⸗ Kapelle berichten. 8 Eine Jahreszahl am ſchiefen Torbogen nennt als Baujahr A. D. 1671— aber ihre Geſchichte reicht bis zur Zeit Karls des Großen zurück. Zu den Flüſſen, jäh abfallend, der Kapellenberg. Wie eine emporgereckte Hand grüßt ſein dunkler Tannen⸗ wald herauf. Von rechts blickt der Otzberg über das ertal her. Ueber Wald und Wald winkt der Kaiſerturm der Neunkircherhöhe— gegenüber der lange Trommrücken, und dazwiſchen wieder das reizende Weſchnitztälchen mit dem Lindenfelsblick. Auf dem kurzen Rückwege wird das Erleben noch bereichert durch ͤen Friedhof im Walde. Kein ummauerter Allerweltsfriedhof— ſondern ein von Buchen umrahmter Gottesacker im Walde. Der Sonnenuntergang iſt auch ſehr ſchön von den Ruhebänken auf der Spielwieſe vor dem Hauſe zu beobachten. Noch eine kleine Weile Geduld, dann taucht der Mond aus ſeinem Gelaſſe ſachte hervor, ſeine Silberſichel ſchwimmt unter den klaren Sternbildern— und die ſtille Nacht ſpiunt mit neuen Reizen am„Schatzkäſtlein des Odenwaldes“ Luftkurort Neuenbürg Das Städtchen, in 320—500 Meter überm Meere gele⸗ gen, iſt klimattſch außerordentlich geſchützt, indem rauhe Nord⸗ und Oſtwinde nicht in dos Tal eindringen können. Rings von herrlichen Tannenwaldungen eingeſchloſſen, iſt die Temperatur auch während der heißeſten Jahreszeit ſtets ousgeglichen. Die Forſten, die ſich von großen Höhen bis tief ins Tal erſtrecken und vielſach bis an die erſten Häu⸗ ſer reichen, ſpenden Ozon in reichſtem Maße und laſſen die rholungsſuchenden die Wohltaten des Woldaufenthalts [Ü und ganz genießen. Die Umgebung iſt reich an Spa⸗ gen aller Art. 15 Minuten von der Staoͤtmitte ent⸗ it ſich das große Frei ſchwimm bad aus, deſ⸗ bad mit 200 Meter langer Schwimmbahn in flie⸗ gendem Waſſer zur Benützung ſtändig offen ſteht. Kurtaxe wird Neuenbürg, das am ſchnellſten über Pforzheim mit der Enztalbahn nach Wildbad erreicht wird, nicht er⸗ hoben. Wiloͤberg im Nagoldtal Man kann ſich wohl kaum ein reizvolleres, alter⸗ tümliches Stadtbild denken, als es dieſes romanti⸗ ſche Bergſtädtchen, ob der Nagold, am Schwarzwald⸗ rande bietet. Auf ſeiner Bergnaſe ſchmiegt es ſich ſo anmutig⸗maleriſch, vom Flußlauf umgürtet, in den weiten Kranz der Schwarzwaldͤhöhen ein, mit ſei⸗ nem Schloß, ſeinem Rathaus und Marktbrunnen, Zeit zu erzählen wiſſen! Und wie herrlich wandert ſichs durch wundervolle Tal, durch die ſchier end⸗ loſen Laub⸗ und Nadelwälder im Umkreis, auf die ausſichtsreichen Höhen, von denen das Sulzer Eck den ſchönſten Blick auf Wildberg bietet. Auf Schritt und Tritt findet der Naturfreund eine Fülle ſelt ſamer Genüſſe. Wildberg im Schwarzwald ſeiner Kirche und ſeinen ſtilvollen alten Giebel⸗ häuſern mit den Zeugen einſtiger Wehrhaftigkeit und dem ehemaligen Kloſter zu Füſſen. Wie tut doch den abgehetzten Großſtadtnerven der köſtliche Frieden dieſes idylliſchen Städtchens wohl, das ſich von reiner waldgewürzter Bergluft und wohlig⸗ wärmender Sonne umfloſſen, ſo gaſtlich ein⸗ ladend dem Beſucher darbietet! Mit welchem Ent⸗ zücken beibt das Auge des Malers, des Heimat⸗ und Kunſtfreundes an dieſen traulichen Gäßchen und Winkeln hängen, die von längſt vergangener O.-A. Freudenstadt Besenield 800 m über dem Meeressp. Erſtes Paus am Platze. Zentralheiz., fließ. Waſſer, Bad. Garagen. Tel nmünzach 69. Proſpekte RMZ. Beſ.: Emil Müller.* ETecien im Scharl e e eee DR—— Dien, %% * 1 425 (Mater: Verkehrsverband Württemberg⸗ Hohenzollern) Wildbergs Klima iſt denkbar günſtig für einen Erholungsaufenthalt mit ſeiner anregend⸗ſtärkenden mittleren Höhenlage und ſeinem Waldreichtum, mit der ſtets bewegten ozonreichen Luft, die durch Nachtkühle feſten Schlaf verbürgt. Mit dem Ner⸗ venbalſam ſeines ländlichen Friedens und der Staubfreiheit, mit Terrainkur⸗ und Spazierwegen, mit der reichen Wahl von Wanderungen, Touren und Fahrten in den Schwarzwald, wofür Wildberg ein treffliches Standquartier iſt, mit dem unſchätz⸗ baren ſeeliſchen Einfluß, der ſchönheitsſegnenden Natur und den weiten freien Fernblicken. ———— Schöne Wanderung in die Vorderpfalz Neuſtadt, Waldmannsburg, Freytagiſche Familien: Grabſtätte, Nollenberg, Kühhungerbrunnen, Kalmit, Alſterweiler, Maikammer. Verwaltungsſonderzugsfahrkarte Maikammer— Kirr⸗ weiler 1,2 ark.— Ludwigshafen ab.27,.43,.55, Neu⸗ ſtadt an.13,.90,.24 ohne Markierung am Saalbau mit dem Gleiſe der Oberland⸗ bahn über die Brücke. Dem Bahngleiſe in mäßiger Stei gung f end, das bald eine Kurve nach rechts macht S gleich öffnet ſich dem Wanderer prächtige Ausblicke auf Neuſtadt und ſeine herrliche Umgebung. Zuletzt durch ſchöne Villen, mit ſchönen Anlagen. 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Jenſeits(ſüsdlich) auf holperigem Weg ziemlich ſteil bergab. 5 Nach etwa 15 bis 20 Minuten Wegkreuzung. Ein Weg⸗ weiſer zeigt die Richtung links zur Hohe Loog an, ein ziemlich verſteckter Weg zur Kühhungerquelle rechts. Bald wieder aufwärts zur Kühhungerguelbe(525 Meter), 40 Minuten. Von da mit Wegzeichen, weißer Strich, das den Weg bis zur Kalmit angibt, nochmals gemächlich auf⸗ wärts und ab zu einem Knotenpunkt, dem Hahnenſchritt. Nun links hinter und abermals in mäßiger Steigung auf neuem Weg zur Kalmit, dem zweithöchſten Gipfel des Haardtgebirges(683 Meter), 1 Stunde. Das Denkmal neben dem Turm wurde 1824 errichtet zur Erinnerung an das 25fährige Regierungsjubiläum des Königs Maximi⸗ lian I. von Bayern. Auf dem Turm eine umſaſſende Fernſicht. Mit blauem Strich zuerſt ſüdlich, links an einem uflanzenklimatiſchen Verſuchsfeld des Kalmitobſervato⸗ riums vorüber, dann ſitdöſtlich im ſchluchtartigen Alſter⸗ tälchen weiter ab nach Alſter weiler und nach Mai⸗ kammer(177 Meter), 1 Stunde.(Wanderdauer 5 Stunden). Von dem 10 Minuten entfernten Bahnhof ab.30,.50, .4, Ludwigshafen an.29,.32,.31. F. Sch. Telejon Todtnau 202. 212 Wafdhetel am Netschrei IIA em ü. d. Meere.— Zentralpunkt; Feldberg-Belchen- Schauinsland. Sonnige, windgesch. Höhenlage, mitten im Hochwald. Meuseitl. Haus Prospehte NA Z und Besther: E. Asal. flir fulisbedlitſtige, abgeatbeileles Großstädter besonders empfohilen. 700 mm, Stauion Beterzell- Konig feld.(4 LU FTKURORT- A Allu AN bei Freudenstadt Sen Bahnst. Dornstetten Kurhaus„Grüner Baum“ Schönste Höhenlage, dir. am Wald. Zentr.-Heisg. Flieg. Wass, in all. im., volle Pens..40 RIAA, b. bester Verpfl. Prospekte dch. d. N H u. d. neuen Bes.: Oskar Gaiser Erholungs- u. 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Auch iſt D rnſtett en Aus D ornſtetten. Mtr. breit. Herrliche Ausflüge n aus unternehmen. Das verträumtes Idyll rings repräſentiert Schwarzwaldei Sie bringen, von nungen. Auf dieſem r Kinzig, 1 genort. und ſch zieht ſich die er nicht„teilt“, waben in einen ſondern eben verbindet, 8 Volkstum, Sas ſein. ällt, und das Kämpfen und hofft un Werken m W zeſen von Land und Leuten im Schi ſtehen will, fängt man am yhſten Bergſpitze, auf dem Win dk 316 Jungfer Schiltach ihren Urſprung ha einem ordentlichen Sprung den ert. Im Langen⸗ oder Krummenſchiltacher 40 an Großausf die wunderſchön ſind und lange dem Mörtel ein verſtecktes. wo man im Städtlein umblickt, führten. einen ſtark betonten Eigenwuchs: balken, die mylhiſch anmutende Andreosk. tan ſchmiedeeiſernen Toren, an Wirtshaus ern, Erkern und Brunnen. 1450 Einwohner, iſt 0 einem Höhen⸗ gelegen, bietet es Erholungsſuchen⸗ 1 befeſtigte ne Spazierg zänge 5 ren W̃ derungen auf guten und erten Ei in neues und ganz neuzeitlich eing htetes zählt mit zu den Errungenſchaften der Schwimmbecken iſt Vergangenheits⸗ Stückchen wohnt hartſchädelige iſch⸗württembergiſche Grenze mögl it chſte 8 befk und Rüben der allerbeſten Schachenbronn lugstagen nicht aufgetrieben. igen, viele Treppen und Stiegen, Stege und Brunnen, ſchützende Geländer, barock ge⸗ ausſchilder, dies olles um eine Schar hoch⸗ Elz e e f herum, das iſt ädtchen an der blanken, munteren Schwarzwaldes 55 räßige Tannen⸗ D Horz duftende Atem der Waldwände, den, bodenfriſchen Quellwaſſer, ſie alle ſind vor kurzem hat Schiltach ein gut Teil ſeiner Tra⸗ und alten Baugeſchichte wieder ausgegraben. Zu Vorteil, das ſei gerne geſagt. Rund um das Rat⸗ rum ſind wieder plötzlich alte Fachwerkgiebel auſ⸗ Zeit unerkannt gt das meiſter üge blühender andere ſein Eigenleben die guten Profile Bau⸗ Stadt gangs⸗ laſſen einen zeugt ein r ner⸗ ver⸗ d voll der iltach⸗ o pf, t und tal iſt Auch liche reuze Alte 5 Neue Mannheimer Zeitung! tag⸗Ausgabe Die Bear rbeitung füh ten, wie in früheren Jahren, der überragt. Bäderreferent des Reichsfremdenverkehrsverbandes, Haupt⸗ yblatz der ta. D. G. Schmidt, und der Generalſekretär der es den Hochrhe 8 Deutſchen Geſellſchaft für Bäder⸗ und Klimakunde, Dr. tut es uns die med. F. Krone, durch. wald läßt ſich von hier aus hut aus erwandern. Stühlir 5„ 8 9 27 8 e z H 1 hinüber und Rad iſt bürge bäuerlich beſtimmt. Der Romantiſche Welt am Oberrhein Wann n 1 Hier dbnra 1115 opinie N. f— 1 3 8 5 5 5 251 Pain 5 3, N Sburg J 1 einſtmals durch Holzha Sagenromantik, Geſchichtsromantik, Landſchaftsroman⸗ nien Jie romantiſthe, ja man darf f hochromantiſche in zunr Rßein„na 11 5 2 2* n 55 5 2 5 ar Y. Flößereten Kinzia zum Rhein hinab tik, Romantik des Volkslebens und Brauchtums machen die alte Stiche auf der Rück⸗ ernährt. ößer waren eine beſondere Raſſe von Männern: k , kräftig, derb und wortkar rg in der R ntümliche Bräuche wurden i gehalten. Ueber⸗ rung beherrſchte das Leben. Sippenſtolz der alt . e een 0 lien hielt zuſammen, was verei ge⸗ 5 erhoffen ſie alle ihre Zukunft vom Strom 0 1 ſend an Zal gerne in die r date dieſes mal ˖ t kleinods verlie Schwarzwald⸗ Die deutſchen Heilbäder, Seebäder, in der Kur geit 1936 bewährte Bäderſchrift des verbandes,„Die deutſchen bäder in der ure 193 lage erſchienen. Die Kurorte Die Reichsfremdenverkeh Heilbäder, Kurorte und See⸗ “, iſt ſoeben in der neunten Auf⸗ rift hat auf Grund der Ueber⸗ prüfung und Aus wahl Landesfremdenverkehrsverbände die anerkannten Heilquellenbäder, klimatiſchen Kur⸗ orte, Luftkurorte, Kneippkurorte ſowie die Seebäder erfaßt und dadurch gegenüber den früheren Ausgaben eine er⸗ wünſchte Erweiterung erfahren. Die Schrift ſtellt damit die amtliche Liſte der anerkannten Bäder und Kurorte 5 ids dar. niſter Hermann E ſſerr hat als Präſident des 0 enverkehrsverbandes in dem Vorwort dem Buch gab ze geſtellt,„daß es Mittler zwiſchen dem deutſch der Volke und den ihm von der Natur geſchenkten Kur⸗ und Badeorten ſein ſoll, die von der Bäderwirtſchaft und Bäder⸗ iſſenſchaft zu einer in der Welt anerkannten Höhe der richtungen und Leiſtungen gebracht ſind“. Zur Ein⸗ ung für den Fachmann iſt ein intereſſanter redaktio⸗ Teil vorangeſtellt; er enthält einen aufklärenden des Bäderreferenten des Rei chsfremdenverk ehrs⸗ verbandes, Hauptmann a. D. Gerhard Schmidt, über „Das deutſche Bäder⸗ und Kurortweſen“. In dieſem Auf⸗ ſatz ſind die Anweiſungen über die Preisgeſtaltung der Bäderwirtſchaft ſowie die Begriffsbeſtimmungen über die Bezeichnungen Heilbad, Kurort, Seebad, wie die ſanitären Einrichtungen der Bäder und Kurorte eingehend erläutert. Proſeſſor Vogt, Breslau, macht bedeutſame Ausfüh über„Trinkquellen, Bäder, Moore und Heilklima Jungbrunnen für den geſunden und als Heilmittel für den kranken Menſchen“. Dr. Krone, Bad Sooden-Allendorf, ſchrieb einen Aufſatz über„Die Auswahl von Kurorten“, Dr. von Philipsborn, Oberſtdorf, über„Der Auf⸗ enthalt im Gebirge“, Sanitätsrat Dr. Bieling, Fried⸗ richsroda, über„Klima⸗Kuren“, Profeſſor Baemeiſter, :. Blaſien, über„Grundlagen und Hetlanzeigen für Kuren und Erholung im deutſchen Mittelgebirge“, Dr. Häber⸗ Jin, Wyk, über„Der Aufenthalt an der See“, Dr. Krone, Sooden-Allendorf, über„Die deutſchen Kurorte nach ihren Heilanzeigen“ und„Die deutſchen Kurorte nach ihren Kur⸗ mitteln“. Eine Ueberſicht über die Kur⸗ und Badeorte nach ihren Heilanzeigen ermöglicht dem Auskunftſuchenden erleichterte Auswahl des einzelnen Kurortes. Intereſſant ſind die er⸗ weiterten Angaben über die Heilonzeigen für Klimakurorte, Luftkurorte, Seebäder und Kneippkurorte. Bei den An⸗ gaben der einzelnen Bäder iſt eine genaue Ueberprüfung 11 Heilanzeigen und natürlichen ortsgebundenen Kur⸗ mittel von Aerzteſefte aus erfolgt, wie das Buch überhaupt 11185 Vermeidung aller reklamehaften Ankündigungen als 87 ſchil⸗ eine auf geprüftem Tatſachenmaterfal aufgebaute am k⸗ liche Liſte anzuſehen iſt. zem der Lande Man bewunder Landſchaftsvign Leo Faller⸗ und im Nordoſten wald ſtürmt Scheff Spur und Tritt. Dach der Burg H and gegenzuſchleude Berlichingen flußabwärts burg, Dilsberg, ein Neckargemünd, 2 2 das di derbogen naltheater ins „Räuber“ zum Schloß führen Beſucher fander e te Den S ch w haltend zu ſchi Burgen. Iſſezheim knüp zieht uns zur ziehen, wo im Zeiten bleiche Ländchen“ wird den wir als de ehren. Ihm vorgelage Staufen, der tiker unter weinmarkt. „Romantiſche Welt am Oberrhein“ aus, gemein unterhaltender Bilderbogen ſchildert, den vor kur⸗ Burgen der Der Neckar ſchlängelt ſich ins Bild. um dem in den Mund gelegt hat. Zwingenberg, Stift Neuburg natürlich die ewige Muſenſtadt Heidelberg, die unſer Bil⸗ mit S Zwerge Perkeo Moſchee in ſeinem in großer Zahl Künſte des badiſchen Landes Far. viele der Markgraſen von Baden⸗D Ruheſtatt. Südwärts in der Rheinebene betritt man die Landſchaft des„Türkenlouis“ und ſeiner Gemahlin, der Markgräfin Franziska Sibylla Auguſta, die das Raſtat tt Schlößchen An ſeine langgeſtreckten Rücken der Hornisgrinde Wind und Wolken Von O Heinrich Hansjakob wußte all Romantik in Landſchaft und Geſchichte. Freiburg erſchließt auch das liebliche Markgräflerland. Stadt des Bad Krozingen, mit Bad Sulzburg und mit dem Roman⸗ den 5 „Sonntagsſtube“ denweiler om Hang des Blauen. Lörrach wie ſie ein un⸗ bogen sfremdenverkehrsverband Baden herausgab. Karls t die geiſtvollen und witzigen Darſtellungen, etten und kleinen Szenen, gezeichnet von Karlsruhe. Da wird an die Schlöſſer Bergſtraßſe erinnert und droben ſtolze Wertheim. Ueber den Oden⸗ tolle Rodenſteiner mit ſeinem Heer: begegnet man im Badiſchen auf Schritt Auf dem mit der eiſernen jenen Gruß ent⸗ wackeren Götz von Es folgen einander Minne⸗ das der en Hornberg ſitzt der Ritter ſerlichen Hauptmann den Goethe dem rn, e Burgen Ehrenberg, Guttenberg, Eberbach, Hirſchhorn, der trutzige ſtattlicher Hintergrund für das ſchmucke die vier Ritterhorſte von Neckarſteinach, mit ſeinen Goetheerinnerungen und tiftskirche, Schloß, großem Faß und dem verſinnbildlicht. Schwetzingen zeigt die Park und Mannheim rückt ſein Natio⸗ rechte Licht, über deſſen Bretter Schillers erſtenmal ſtürmten. Bruchſals wundervolles allſommerlich hiſtoriſche Konzerte begeiſterte zu. Karlsruhe ſtellt das Herz der In Pforzheims Hofkir Durlach die letzte che 11 Favorit, ein Juwel, errichten arz wald weiß unſer Bilderbogen unter⸗ ldern. Baden Baden iſt umgeben von Spielbank und an die Pferderennen zu ſt mancherlei Romantiſches an. Allerheiligen Höhe des Nordſchwarzwaldes, wo über den dunklen Mummelſee ſeit Grimmelshauſens Luft des ſeite des Blattes wiede sruhe, Karlſtraße 10, Bodenſees. Feine, 1 Rück en. Der romantiſche Bilder⸗ Landesfremdenverkehrsverband Baden, bezogen werden. kann vo! Samstag, 6. Juni Nationaltheater:„Tosca“, Oper von G. Puceini, Miete H, 20 Uhr. Roſengarten: Eine Frau ohne Be⸗ deutung“, von Oskar Wilde, 20 Uhr. Mithlauhafen: Oberrheiniſche Ru⸗ derregatta, 15.30 Uhr. Flugplatz: 9 bis 20 Uhr Rundflüge über Mannheim. Stadtrundfahrten: 10 Uhr ab Parade⸗ platz. Hafeurundfahrten: 7 bis 20 Uhr ſtünd⸗ lich am Rhein und Neckar. Paradeplatz: 14 Uhr Heiligenberg— Nek⸗ Omnibusfahrt ab Thingſtätt kartal. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Tamz⸗ Kabarett; 20.15 Uhr Kabarettpro⸗ Kramm. Waldparkreſtaurant: 20 bis 24 Uhr Tanz. Tanz: Palaſthotel, Kabarett Libelle. Kaffee Odeon: Konzert(Verlängerung). Lichtſpiele Nixenleiber baden. Im Bühler„goldenen 9 9 0 ee 8 War e i in Steinbach jener Meiſter Erwin geboren, Maria 1 Sanne Heiße 8 5 15 Palast u n Erbauer des Straßburger Münſters ver⸗ Gloria:„Konfetti“.— Capitol:„Maddalena“. ſfenburg her gelangt man ins Kinzigtal. 9 8 2 ſeſſelnd manches Bauernſchickſal Ständige Darbietungen 15 rt erwartet uns der ſüdliche Breisgau mit geſchichtlichen Doktor Fauſt, mit und Schwarzwaldbergen, dem Belchen. Die der Markgrafſchaft iſt das gepflegte Ba⸗ Müllheim iſt der Houpt⸗ Uhr wird von K. Georgen ehstgelegener Puftkurort an der ber daitelpunkt der Aahis torischen Lee.. spekte durch Derkehrsbüro. i. Schwarzwald 870 1000 Mtr. ü. d. Meer Sehwargzwaldpbahn Größtes und schönstes Strand- Bad des Schwarzwaldes über 25000 Quadratmeter Schwoltmmfläche. ausgedehnte Plegeplätze und Strandkaffee. ö Herrliche Wanderungen und RHervenstärkung. Ruhe und Erholung braucht, Romme zu uns. swevle, gute Unferhünfte, Dor- und Nachsaison hreisermäßigung. Fernsprecher Me. 23 und Waldungen. 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Der City Livery Club London gab am Donnerstagabend zum Ab⸗ ſchluß ſeines achttägigen Baden-Badener Aufenthalts im feſtlich geſchmückten Gartenſaal des Kurhauſes ein Bankett für den badiſchen Staat und die Stadt Baden⸗Baden, das durch ſeine im Geiſte der Völkerverſöhnung gehaltenen Reden weit über den internen Rahmen hinaus Bedeutung hat. Der Einladung des Präſidenten des Livery Clubs waren Miniſterpräſident Köhler und Innenminiſter Pflaumer für die badiſche Regierung, Präſident Fritz Gabler vom Landesfremdenverkehrsverband Baden, Präſident Fritz Wolff von der Handelskammer Karlsruhe, Oberbürgermeiſter Schwedͤhelm, Bürger⸗ meiſter und Kreisleiter Bürkle für die Stadt Baden⸗ Baden, Kurdirektor Reg.⸗Rat a. D. Graf für die Bäder⸗ und Kurverwaltung ſowie zahlreiche Per⸗ ſönlichkeiten der Baden⸗Badener Hoteliere und der Geſellſchaft gefolgt. Zu Beginn des Eſſens brachte der Präſident des Livery Clubs, Sir George Broadbridge, einen Tbaſt auf Deutſchland und ſeinen Führer Adolf Hit⸗ ler aus, worauf die engliſchen Gäſte mit erhobenem Arm das Deutſchlandlied anhörten. Miniſterpräſi⸗ dent Köhler erwiderte mit einem Toaſt auf Seine Majeſtät König Edouard VIII., dem ſich die engliſche Nationalhymne anſchloß. Der Präſident des Klubs, Sir Broadbriödge, nahm während des Eſſens Gelegenheit, ein Loblied zu ſingen auf die natürlichen Schön⸗ heiten des Landes Baden, auf ſeine Induſtrie und beſonders auf die Gaſtlichkeit des badiſchen Volkes. Er erhob zum Schluß ſein Glas, um auf das Wohl des Landes Baden und ſeiner Regierung zu trinken. Miniſterpräſident Köhler dankte und wies darauf hin, daß es für ihn eine ganz beſondere Ehre ſei, die engliſchen Gäſte in Baden⸗Baden begrüßen zu dürfen. Die Gäſte ſeien nach Deutſchland gekommen, um ſich eine eigene Meinung über das neue Deutſch⸗ land zu bilden. Zwiſchen dem Deutſchland vor Adolf Hitler und dem heutigen Deutſchland ſei der Unter⸗ ſchied, daß heute weniger geredet und mehr gearbeitet werde.(Stürmiſcher Beifall.) Man habe das deutſche Volk in der Welt ſo hingeſtellt, als ob wir Deutſche uns mehr dünkten als andere Völ⸗ ker.„Ich lege Wert auf die Feſtſtellung,“ ſo be⸗ tonte der Redner,„daß dieſe Meinung falſch iſt. Das deutſche Volk hat einen unerhörten Reſpekt vor den Leiſtungen anderer Völker auf allen Gebieten. Wir „Deütſche wollen nicht beſſer ſein als andere Na⸗ tionen, aber wir lehnen es auch ab, ſchlechter zu ſein. (Starker Beifall.) Ich glaube, daß wir damit oem europäiſchen Frieden einen Dienſt erweiſen, wenn wir dieſe Haltung einnehmen. Wenn die Großmächte Europas als gleichberech⸗ tigte Partner zuſoammenkommen, ſo iſt auch die Zukunft Europas geſichert.(Beifall.) Zwei große Dinge drohen den europäiſchen Frie⸗ den zu ſtören: der Bolſchewismus, den wir vor den Toren Europas vernichtend zuſammenge⸗ ſchlagen haben(ſtürm. Beifall) und der Krieg. Es gibt keine beſſere Möglichkeit, dem europäiſchen Frie⸗ den zu dienen, als daß die einzelnen Menſchen ſich kennen lernen. Deshalb bin ich Ihnen dankbar, daß Sie hierher gekommen ſind.(Beifall.)“ Zum Schluß gab Miniſterpräſident Köhler der Hoffnung Aus⸗ öruck, daß die guten Beziehungen ſich weiter vertie⸗ fen mögen zum Segen beider Völker. Er bat die deutſchen Freunde, mit ihm das Glas zu erheben und darauf zu trinken, daß das engliſche Volk einer friedlichen und glück⸗ lichen Zukunft entgegengehe, und er wünſchte weiter, daß die engliſchen Gäſte eine glückliche Heimreiſe haben und ihnen eine glückliche Zukunft in einem friedlichen Europa beſchieden ſein möge. Stürmiſcher Beifall dankte dem Redner für ſeine Ausführungen. Der ehemalige Lordmajor von London, Sir Stef⸗ fen Killik, feierte Baden⸗Badens Schönheiten und forderte ſeine Landsleute auf, auf das Blühen und Gedeihen des herrlichen Kurortes zu trinken. Ober⸗ bürgermeiſter Schwedhelm dankte für das Lob, das der Stadt von einem ſo hohen Gaſte gezsollt wurde, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Ein⸗ drücke, welche die Gäſte von der Schönheit der Land⸗ ſchaft und von dem ehrlichen Willen der Bewohner, den Frieden zu bewahren, erhalten haben, auch reiche Früchte bringen und nach dem Wunſche des Führers eine beſſere Verſtändigung unter den Völkern her⸗ heiführen möge. In launiger Rede dankte Sir Hol⸗ ten Sturges den deutſchen Gaſtgebern, für die Frau Ulla Haniel und Herr Dr. Eddy Schacht antworteten. Schließlich dankte Kurdirektor Graf den„engliſchen Freunden“. Am heutigen Samstag haben die engliſchen Gäſte Baden⸗Baden wieder ver⸗ laſſen, um in ihre Heimat zurückzukehren. Spargelfeſt in Lampertheim Ab Lampertheim, 6. Juni. Am morgigen Sonntag findet in Lampertheim das groß vorbereitete dritte Spargel⸗Volksfeſt ſtatt. Der Verkehrsverein hat nichts unterlaſſen, um ſeinen auswärtigen Gäſten einige frohe und gemütliche Stunden in Lampert⸗ heims Mauern zu bereiten. Auf dem idylliſch ge⸗ legenen Sedansplatz iſt ein Spargeldorf errich⸗ tet worden, das als Hauptfeſtplatz gilt. Daneben wurde auf dem hiſtoriſchen Römer eine Budenſtadt erbaut, die in zahlreichen Verkaufs⸗ und Unterhal⸗ tungsſtänden mancherlei Abwechſlung bieten wird. Vormittags iſt Frühkonzert auf dem Feſtplatz und in den Spargelplantagen. Darnach Begrüßung der Gäſte im Spargeldorf und großes Fuß balltref⸗ fen zwiſchen Gauligamannſchaft Pirmaſens und Eigenarten Lampertheims zeigen wird. Ab.30 iſt Volksfeſt im Spargeldorf. Volkstänze, künſt⸗ leriſche Darbietungen, Konzert und Tanz werden den Beſuchern ſchöne Stunden vermitteln. In allen Lokalen und auf dem Feſtplatz großes Spargeleſſen. Wie gut Lampertheimer Jungſpargel iſt, geht daraus hervor, daß täglich zur Zeit der Haupternte 500 Zentner Spargel die Lampertheimer Station ver⸗ laſſen, um auf die Märkte der Großſtädte Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt a. M. und vor allem München zu wandern. 1100 Morgen Jungſpargel werden gegenwärtig angebaut und daraus eine Jah⸗ resernte von nahezu 20000 Zentner gezogen. Selbſt auf der Speiſekarte des„Graf Zeppelin“ fehlte nicht der Lampertheimer Spargel, von dem er einen ganzen Zentner im Jahre 1929 mit in die Arktis nahm. Auch volkswirtſchaftlich iſt der Spargelanbau von hoher Bedeutung. Blick auf Ludwigshafen Angeſichts des unbeſtändigen Witterungscharakters wird die auf heute abend angeſetzte feſtliche Be⸗ leuchtung der Parkanlagen auf Samstag, den 20. Juni verſchoben. Ebenſo auch das damit verbundene Sonderkonzert mit Hedwig Erl. * Leichter Bahnunfall Die RBD teilt mit: Am Donnerstag, 4. Juni, gegen 9 Uhr, fuhr auf dem mit Warnlichtanlage aus⸗ geſtatteten Wegübergang 210 cd der Nebenbahnſtrecke Speyer⸗ Hauptbahnhof— Lußhof ein aus Richtung Speyer kommender Perſonenkraftwagen ſeitlich auf eine von Lußhof nach Speyer verkehrende alleinfah⸗ rende Lokomotive auf. Kraftwagen und Lokomotive wurden leicht beſchädigt. Nach den Feſtſtellungen hat der Kraftwagenlenker das Warnlichtſignal beachtet, konnte jedoch ſeinen Wagen, der auf der regennaſſen Straße ins Rutſchen kam, nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen. Samstag, 6. Juni 1936 Geiſtlicher vor Gericht * Ellwangen, 6. Juni. Vor Gericht ſtand Pfarrer Jbannis von Roſenberg, unter der Anklage, ſich an Knaben und Mädchen in der Schule und in der Sakriſtei vergangen zu haben. In der Verhandlung wurde feſtgeſtellt, daß ſich der Angeklagte an einem Mädchen zwanzigmal vergriffen hatte. Der ge⸗ richts ärztliche Sachverſtändige erklärte den Angeklagten als Psychopathen und erblich bela⸗ ſtet, jedoch nicht geiſteskrank und als voll zurech⸗ nungs fähig. Eine Entmannung hätte angeſichts der Veranlagung Angeklagten nicht den ge⸗ wünſchten Erfolg. Der Staatsanwalt hob in ſeinem Plädoyer die Schwere des Verbrechens des Ange⸗ klagten hervor, der ſein geiſtliches Gewand geſchän⸗ det und ſein Amt auf das ärgſte mißbraucht habe. Mit der Religion habe der Angeklagte geradezu Schindluder getrieben. Von einem Antrag auf Ent⸗ mannung des Angeklagten ſah der Staatsanwalt auf Grund des gerichtsärztlichen Gutachtens ab, bean⸗ tragte aber die geſetzliche Höchſtſtrafe von zehn Jahren Zuchthaus und Sicherungsver⸗ wahrung. Der Angeklagte erklärte, es tue ihm leid, ſo großen Schaden angerichtet zu haben, und bat um ein mildes Urteil. des Das Urteil Freitagnachmittag wurde folgendes kündet: Urteil ver⸗ Der Angeklagte wird als gefährlicher Gewohn⸗ heitsverbrecher wegen 45 Verbrechen wider die Sitt⸗ lichkeit in, einem Falle im Zuſammentreffen mit einem beſchimpſenden Unſug in der Kirche zu einer Geſamtſtrafe von 8 Jahren Zuchthaus ver⸗ urteilt. 3 Monate Unterſuchungshaft ſind anzurech⸗ nen. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf 5 Jahre aberkannt. Ferner wird Sicherungs⸗ verwahrung angeordnet. Die Koſten des Ver⸗ fahrens hat der Angeklagte zu tragen. In der Begründung des Urteils führte der Vorſitzende aus, daß die Hauptverhandlung in allen 45 Fällen ergeben habe, daß der Pfarrer an Kin⸗ dern unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vor⸗ genommen habe. Nach dem Gutachten der Sachver⸗ ſtändigen ſei er als voll zurechnungsfähig anzu⸗ ſehen. Bei der Strafbemeſſung wurde als ſtrafver⸗ ſchärfend angenommen das lange, hemmungsloſe Treiben, die große Zahl der Fälle und die ſchweren Folgen der Tat. Das Gericht iſt zu der Ueberzeu⸗ gung gekommen, daß die öffentliche Sicherheit die Sicherungsverwahrung des Angeklagten verlangt. Von einer Entmannung wurde abgeſehen. Da für einen Gewohnheits verbrecher, wie den Pfarrer Jvannis, kein Platz mehr in der Volksgemeinſchaft iſt, wurde auch auf Ehrverluſt erkannt. Der Haft⸗ beſehl bleibt aufrechterhalten. Regen und immer Megen rr. Schwetzingen, 6. Juni. Spruch:„Wie der Freitag am Schwanz, ſo der Sonntag ganz“. Und wenn nicht alles trügt, wird ſich dieſe Wettervorherſage über das Wochenende reſtlos erfüllen. Die Bauern ſind ja froh, daß es endlich mal richtig regnet, aber ſie hätten ſich doch einen wärmeren Regenguß wünſcht, der dem Felde beſſer bekommen wäre. Wie nachteilig dieſer kalte Regen iſt, erweiſt ſich vor allem in der Spargelernte, die gegenüber den letzten Tagen gewaltig zurückgegangen iſt. Die Anlieferung von Spargeln in der Bezirksabgabe⸗ ſtelle geſchieht nur ganz vereinzelt, und auf dem Spargelmarkt ſelbſt vermißt man den gewöhnlichen Es gibt einen ge⸗ Hochbetrieb. Hoffentlich wird es doch wieder bald märmer, damit die ſo gut begonnene Spargelernte nicht noch einen großen Rückſchlag erfährt. Und vor allem wünſchen wir, daß der Wettergott wenigſtens über das Wochenende ein bißchen Einſehen hat, da⸗ mit Schwetzingen wieder das gewohnte Bild der Fremdenſtadt bietet. Nicht zuletzt wünſchen wir beſ⸗ ſeres Wetter der Belegſchaft der Chemiſchen Fabri⸗ ken Knoll AG, die in einer Stärke von etwa 800 Perſonen heute von Ludwigshafen hierherfährt. Die Ludwigshafener Gäſte werden in verſchiedenen hie⸗ ſigen Lokalen zu Mittag ſpeiſen, dann den Schloß⸗ garten beſichtigen und anſchließend noch einige ge⸗ mütliche Stunden in den Zirkelſälen verbringen. N Geburtstage. Heute feiert Frau Wilhelmine Zir⸗ kel, geb. Doſer, Goetheſtr. 17, ihren 73. Geburtstag Morgen werden 70 Jahre alt die Herren Adam Rohr, Hebelſtr. 9, und Philipp Schweinhardt, Schloßſtr. 7. Allen Jubilaren unſere herzlichen Glück⸗ wünſche! Die braunen Glücksmänner ſind da. Auch hier ſieht man ſeit geſtern wieder die braunen Glücks⸗ männer, die ſchon bei der letzten Arbeitsbeſchaffungs⸗ lotterie da waren, Hoffentlich bringen ſie in unſere Stadt recht viele Glücksloſe. Die Opel⸗ Karawane in Schwetzingen. Geſtern nachmittag gegen 5 Uhr traf, von Mannheim kom⸗ mend, die Opel⸗Karawane mit zwölf Perſonenwagen auf den Schloßplanken ein. Nach einſtündigem Auf⸗ enthalt rückte die Karawane wieder ab und fuhr nach Ludwigshafen. Durch Schallplattenmuſik, die die Wagenkolonne begleitete, wurde die Bevölkerung auf den Zug aufmerkſam gemacht. N Veranſtaltungskalender von Schwetzingen ute Samstag Capitol: Broadway⸗Melodie“. Neunes Theater:„Unſterbliche Melodien“. Sonntag Schloßgarten: Reichsluftſchutzbund⸗Vereidigung 29 Uhr vormittags. t„Broad way⸗Melodie“. Nachmittags Kindervorſtel⸗ ung. Neues Theater:„Unſterbliche Melodien“. Nachmittags Kin⸗ dervorſtellung. Gottesdienſt⸗Ordnung: Evangeliſche Kirchengemeinde Schwetzingen: Sonntag, 7. Juni(Trinitatisfeſt:: 8 Uhr Früh⸗,.30 Uhr Haupt⸗ gottesdienſt(Vikar Bodemer]; 10.45 Uhr Kindergottes⸗ dienſt; 13 Uhr Chriſtenlehre für Mädchen. Die Kollekte iſt für den Kirchenbau in Philippsburg beſtimmt. Katholiſche Kirchengemeinde Schwetzingen: Dreifaltig⸗ München 1860. Nachmittags.30 Uhr ſtartet der große Feſtzug, der in zahlreichen Gruppen die keitsſonntag, 7. Juni: 6 Uhr hl. Kommunion und Beichte; .30 Uhr Frühmeſſe mit Herz⸗Jeſu⸗Kommunion für Män⸗ Nerv“ und Jungmänner, zugleich Generalkommunion für chriſtenlehrpflichtige Jünglinge und die männlichen Ver⸗ eine; 8 Uhr Deutſche Singmeſſe mit Predigt;.30 Uhr Hoch⸗ amt mit Predigt, vor dem Hochamt iſt Salzweihe. Kollekte für arme Theologen; 11 Uhr Schülergottesdienſt mit Pre⸗ digt; 2 Uhr Betſtunde für die Sühnevereinigung;.30 Uhr abends Andacht zur allerh. Dreifaltigkeit. * Heute feiern Eliſe Keilbach, den 79. und Eliſabeth Feuer⸗ ſtein, geb. Hohr, Hockenheimer Straße 14, den 70. Geburtstag. Zur ſelben Zeit darf das Ehepaar Eduard Rohr, Fabrikarbeiter, und Frau Aloiſe, geb. Kraus, Schwetzinger Straße 46, das Feſt der ſilbernen Hochzeit begehen. Allen Jubilaren unſere herzlichen Glückwünſche! Brühl, 6. Juni, Brühler Straße 122, vom 7. bis 15. Juni im Nationaltheater Sonntag, 7. Juni: Miete E 8,„Lauf ins Glück“, Operette von Fred Raymond, Eintauſch von Gutſcheinen aufgeho⸗ ben, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. Montag, 8. Juni: Miete A 26 und für die NS⸗Kultur⸗ gemeinde Ludwigshafen, Abteilung 432—434,„Agnes Bernauer“, Trauerſpiel von Friedrich Hebbel, Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. Dienstag, 9. Juni: Nachmittags⸗Vorſtellung, Schüler⸗ miete A,„Diener zweier Herren“, Oper von Arthur Kuſterer, Anfang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr.— Abends: Miete B 25, Sondermiete B 13 und für die NS⸗Kultur⸗ gemeinde Ludwigshafen, Abteilung 521—523, in neuer Inszenierung„Johannisfeuer“, Schauſpiel von Hermann Sudermann, Anfang 20 Uhr, Ende etwa 22.30 Uhr. Mittwoch, 10. Juni: Miete C 26 und für die NS⸗Kultur⸗ gemeinde Mannheim, Abteilung 281—263, Luodwig⸗ Thoma⸗Abend:„Lottchens Geburtstag“.„Die kleinen Verwandten“,„Erſter Klaſſe“, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Donnerstag, 11. Juni: Miete D 27, Sondermiete D 15 und für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abteilung 281 bis 282, ferner für die NS⸗Kulturgemeinde Ludwigs⸗ hafen, Abteilung 435— 436,„Arabella“, Oper von Richard Strauß, Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. Freitag, 12. Juni: Miete F 27 und für die NS⸗Kultur⸗ emeinde Ludwigshafen, Abteilung 451452,„Lauf ins Glück“, Operette von Fred Raymond, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Samstag, 13. Juni: Miete G 25, Sondermiete G 19 und für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abteilung 138 bis 188,„Der Troubadour“, Oper von Verdi, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22.30 Uhr. Sonntag, 14. Juni: Miete A 7, Sondermiete A 14, „Tosca“, Oper von G. Puccini, Anfang 20 Uhr, Ende etwa 22.30 Uhr. Montag, 15. Juni: Miete H 28, Sondermiete H 14 und für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abteilung 361363, „Eine Frau ohne Bedeutung“, Schauſpiel von Oscar Wilde, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Im Neuen Theater im Roſengarten Montag, 8. Juni: Für die Ne⸗Kriegsopferverſorgung Mannheim— ohne Kartenverkauf—„Madame Butter⸗ fly“, Oper von G. Puccini, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.15 Uhr. Mittwoch, 10. Juni: Für die NS⸗Kulturgemeinde„Kraft durch Freude“ Mannheim ohne Kartenverkauf— „Rigoletto“, Oper von Guiſeppe Verdi, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22.30 Uhr. Samstag, 13. Juni: Für die NS⸗Kulturgemeinde Mann⸗ heim, Abteilung 121—123, 180—135, 150. 227229, 280, 396338, 351—953, 519.520, 586, 564570, 584590, 605 bis 607, Gruppe D, Nr.—400, Gruppe E freiwillig, Nr.—700, Ludwig⸗Thoma⸗Abend,„Lottchens Geburts⸗ tag“,„Die kleinen Verwondten“,„Erſter Klaſſe“, Anfang 20 Uhr, Ende.15 Uhr. Sonntag, 14. Juni: Freier Verkauf, Eintrittspreiſe 0,50 bis 3 A1, und für die NS⸗Kulturgemeinde Maunheim, Der Heidelberger Hypnoſe-Prozeß Die Angeklagten wollen ſich nicht kennen * Heidelberg, 5. Juni Am achten Verhandlungstag im Hypnoſe⸗ gab es wieder einige belaſtende Ausſagen. Be ders iſt die Ausſage des Zeugen zu erwähnen, früher mit Walter zuſammen als Teereiſender ge⸗ arbeitet hat und nicht nur den Angeklagten Walter ſondern auch die beiden Angeklagten zu gleicher geit zuſammen mit der Hauptbelaſtungszeugin geſe haben will, und zwar machte er ſehr genaue An⸗ gaben, wo er mit den beiden zuſammengekommen und unter welchen Umſtänden. Hervorzuhe ö auch, daß der Zeuge genau dieſelben Angaben 1 die die Hauptbelaſtungszeugin bereits in der 7 hypnoſe gemacht hat. Darüber hinaus traten wi einige andere Zeugen auf, die beſchworen, daß ter zu ihnen über Hypnoſe geſprochen hatte und au angab, ſelbſt hypnotiſieren zu können. Walter machte ſich die Verteidigung wieder leicht, indem er eit jede Bekanntſchaft mit dieſem Zeugen leugnete. Sehr weſentlich war auch das Gutachten über die Hauptbelaſtungs zeug in von dem Leiter der Pſychiatriſchen Nervenklinik in Frei burg, Prof. Dr. Beringer, der ausführte, vom mediziniſchen Standpunkt aus an der Glaußb⸗ würdigkeit der Zeugin nicht gezwei felt werden könne. Vor der Vernehmung des! gen, der mit Walter zuſammen gearbeitet hatte, i tete der Vorſitzende noch einmal die Frage an die beiden Angeklagten, ob ſie ſich kennen. Beide ver neinten ſie mit abſoluter Beſtimmtheit. Um überraſchender war natürlich gleich die erſte Aus⸗ ſage dieſes Zeugen, denn er erklärte, er kenne die beiden Angeklagten und ebenſo kennen ſich die hei⸗ den Angeklagten ſelbſt. Im Jahre 1927 hat Wal ter die Hauptbelaſtungszeugin in ein Kaffee in Stuttgart mitgebracht und kurze Zeit ſpäter hat er ihm auch den zweiten Angeklagten, Bodmer, vorge⸗ ſtellt, allerdings unter dem Namen Alfred. Zweimgl war er mit Walter, Booͤmer und der Hauptbelg⸗ ſtungszeugin in Stuttgart zuſammen geweſen, mehr⸗ mals habe er die drei geſehen und ſich dann mit ihnen noch in Pforzheim, Bruchſal und Mannheim getroffen. Es ſei gar kein Irrtum möglich, denn er erinnere ſich noch ſehr genau an die Einzelheiten der Zuſammenkunft. Die Verhandlung fortgeſetzt. wird am Samstagvormitlag 11ber⸗Regimentstag Aus nah und fern ſind alte 110er unterwegs zu der großen Wiederſehensfe ier, die ſie; Tauſenden heute und morgen in den Mauern del Stadt vereinigen wird. Ihnen allen, die alte iz Frieden und Krieg bewährte Kameradſchaft zuſam⸗ menführt, gilt ein herzliches Willkomm. Die Fahnen flattern zum Gruß. In erinnerungsreichem Zwie⸗ geſpräch werden die alten 110er⸗Grenadiere ſich zu⸗ ſammenfinden und als eine in Friedensdienſtzeit! im Weltkrieg vielfach erprobte Gemeinſchaft Regimentstag feſtlich begehen. Er wird heute na mittag mit Glockengeläute und Böllerſchießen geleitet. Dem Einholen der Regimentsfahnen folgt dann am Abend ein Feſtbankett in der Stadt⸗ halle. Zu dieſer wie allen Verauſtaltungen eit die Bevölkerung herzlich eingeladen. Sie wird mit ihrer Teilnahme an ihnen wie mit reicher Beflagghg der Häuſer die enge Verbundenheit mit den IIberg zum Ausdruck zu bringen. Hoffen wir, daß auch das Wetter zur Wiederſehensfeier das freundlichſte G aufſetzt, zumal ja auch am Montag noch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung auf dem Pro, gramm ſtehen. Keine Freilichtſpiele auf der Hardenburg * Neuſtadt a. d.., 6. Juni. Im Hinblick aug die ungünſtigen Witterungsverhältniſſe fallen dee Freilichtſpiele auf der Hardenburg am 6. und 7. Ju aus. Abteilung Deutſche Jugendbühne, Thoma⸗Abend: Verwandten“, 22.15 Uhr. f Freitag, 19. Juni: Für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheſg, Abteilung 119, 124126, 221—226, 230— 232, 348950, 360, 514—517, 544547, 581—583, Gruppe D. Nr. 1 Gruppe E freiwillig, Nr. 1— 700,„Der Bettelſtudent 755 von Carl Millöcker, Anfang 20 Uhr, Ende 1 In Ludwigshafen— Ufa⸗Palaſt— im Pfalzbal Donnerstag, 18. Juni: Für die NS⸗Kulturgemeinde Lu wigshafen, Abteilung 46—49, 55, 111, 401404, 4104 419, 420—423, 425429, 481, 471472, 491405, 501 f 502, 525, 601618, 620627, Gruppe F, Nr. 815817 un Deutſche Jugenoͤbühne Ludwigshafen, ferner für dee NoS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abteilung 991 bis Ludwig⸗Thoma⸗Abend:„Lottchens Geburtstog“, de kleinen Verwandten“,„Erſter Klaſſe“, Anfang 20 lt, Ende 22.15 Uhr. Was hören wir? Mannheim, Lud itz „Lottchens Geburtstag“,„Die kleine „Erſter Kloſſe“, Anfang 20 Uhr, En 5 0 natio ihren dem eine, getro noms Di arene ßerer Die ſter heimi die völke Di Turn kampf In v 1936) Karls die 2 cher Vi Stad lich Neh ner d Karls und b mit. Kreiſe aus L auf de boöfſch kuher lechtig Aue Ve ſich me eher niſche Oſters Burfa Noſe gar H in Hei Staffel ler u die für ſogar zweiten Abele deutet. kämpfe Glück zufried es geh um die er Sa bie Lei Aktiven muſter, zeigen. Sonntag, 7. Juni Reichsſender Stuttgar Reger: Kleine Stücke für Orgel.—.00: Evangeliſche Nüt⸗ genfeier.— 10.00: Bauernballaden und Lieder. 10 40% Tänze von Mozart bis Strauß.— 11.00: Reichs en dung: Eröffnung der Ausſtellung: Die deutſche 4 meinde— 11.40: Fröhliche Klänge(Schallpl.).— 0 Mittagskonzert.— 13.00: Kleines Kapitel der Zeit. 13.15: Mittagskonzert, Fortſetzung.— 13.50: Erzeugung ſchlacht.— 14.00: Kinderſtunde.— 14.45: Aus Loden 10 Werkſtatt.— 15.00: Unbekanntes aus Schwaben— 6 Wilhelm Peterſen: Lieder.— 16.00: Meiſter ihres Jo (Schallpl.).— 16.30: Ausſcheidungskämpfe für den Volle ſender 1936.— 18.00: Schwäbiſch⸗alemanniſche Welt: Heut Hörfolge.— 18.30: Melodie und Rhythmus.— 19,10 Fuß ball: 1. Fe Nürnberg— Schalke 04. Hörbericht 2. Hal zeit.— 20.00: Der Zigeunerbaron. Operette von Johan Strauß.— 22.00: Nachrichten.— 28.20: Ausſchnitt der Großkundgebung des deutſchen Handwerks.— 2 Schallplatten.— 23.00: Tanz⸗ und Unterhaltungsmuſik 24.00: Nachtkonzert. Deutſchlandſender 8 .00: Bauernfunk.—.00: Sonntagmorgen ohne Se gne.— 10.00: Reichs handwerkertog 1936. Feierliche Ne ſterfreiſprechung in der Paulskirche.— 11.00: Ruhren Gedichte.— 11.30: Fantaſien auf der Kino⸗Orgel.— l. Standmuſik aus München.— 14.00: Kinderfunkſpiel 14.30: Sportfunk: Staffellauf Potsdam— Berlin.—% Schallplatten. 15.00: Viertelſtunde Schoch.— 5 Dorfmuſik ſpielt Zunfttänze.— 16.00: Nette Sachen al Köln. Dozwiſchen: Funkbericht vom Davis⸗Pokalſſi Deutſchland— Argentinien und vom Union⸗Rennen 5 18.00: Melodie und Rhythmus.— 19.30: Funkbericht: uf bollſpiel Vorwärts⸗Raſenſport Gleiwitz— Fortung ſeldorf in Dresden.— 19.45: Funkbericht vom Spiel ür f berg— Schalke.— 22.00: Der Zigeunerbaron.— 140 1 Nachtmuſik. 23.00: Tanz⸗ und Unterhaltung muſik. D Lane .00: Hofenkonzert.—.25: Bauernfunk.—.45: Ete. achte f — denne die die bei⸗ hat Wgl⸗ affee in er hat er r, vorge⸗ Zwei aupth en, mehr⸗ ann mit kannheim ich, denn tzelheiten hormittag rwegs zu die ſie uern d e alte itz ft zuſam⸗ de Fahnen em Zwie⸗ e ſich zu⸗ ſtzeit und chaft den eute nach⸗ eßen nen folgt er Stadt⸗ in iſt auch wird mit eflaggung tsflüge in dem Pro⸗ er nblick auf llen die id 7. Ju eee n, Ludwig die kleine Uhr, Ent Manunheig, 8360, 5 Nr.-40, ttelſtudenk, Ende Pfalzbal einde Lub⸗ 4, 410—4% 3, 504 b ⅛l˖lämpfen verſtehen. 4 254 Nummer Nee Maunheimer Zeitung, Mittag⸗Ausgabe Samstag, 6. Juni 1936 Heute nachmittag 15.30 Uhr nimmt die große inter⸗ nationale Mannheimer Ruderregatta im Mühlauhafen ihren Anſang. Aus allen Teilen des Reiches und aus dem Auslande ſind die Ruderer in großer Zahl(44 Ver⸗ eine, 145 Boote, 717 Ruderer) bereits in Mannheim ein⸗ getroffen und haben ihre letzten Uebungsfahrten aufge⸗ nommen. Den diesjährigen Kämpfen in der Mannheimer Ruder⸗ grena ſieht man aus begreiflichen Gründen mit weit grö⸗ Spannung entgegen, als es jemals der Fall war. Olympiaprüfungen unter Beteiligung ſtärk⸗ und ausländiſcher Mannſchaften geben unſerer heimiſchen Großveranſtaltung eine ganz beſondere Note, die zweifellos dazu beitragen wird, die ſportliebende Be⸗ völkerung von Mannheim und Ludwigshafen in hellen Scharen an den Mühlauhafen zu führen. Jeder, der In⸗ tereſſe am Ruderſport hat, kann ſich den Beſuch der Re⸗ gatt erlauben, denn die Eintrittspreiſe ſind wirklich volkstümlich gehalten. Heute kommen( vorzüglich beſetzte Rennen zum Aus⸗ ßer Der am Samstagnachmittag 17.30 Uhr auf dem Platz des Turnvereins Mannheim von 1846 ſteigende Dreiſtädte⸗ kampf verſpricht in allen Wettbewerben ſpannende Kämpfe. In verſchiedenen Diſziplinen werden wohl die bisherigen (1936) Beſtzeiten der Kreiſe Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe weſentlich verbeſſert werden. Nachdem nun auch die Mannſchaftsaufſtellungen bekannt ſind, gewinnt man eher einen Ueberblick über dieſe Veranſtaltung. Vorweg muß genommen werden, daß Mannheim dieſen „Städtekampf“ kaum gewinnen kann. Einmal hat Greu⸗ lich Order nach Jena bekommen, dann aber fehlen Abele, Nehb, Reimer. Hinzu kommt noch, daß unſere Part⸗ ner den Begriff Stadtmannſchaft ſehr weit gedehnt haben. Karlsruhe hat ſeine Fühler bis in die Ortenau geſtreckt und bringt von dort den talentierten Sprinter Scheuring mit. Die Heidelberger ſind in der ganzen Umgebung ihres Kreiſes auf die Suche gegangen und bringen die Könner aus Laudenbach, Oftersheim, Schwetzingen und Plankſtacdt mit an den Start. Wir bedauern dieſe Umſtände nicht, denn, wird auch der Städtekampf werloren, ſo verſprechen die Starts der verſchiedenen Spitzenkönner doch hervor⸗ ragenden Sport. Betrachten wir uns die Hauptkräfte der drei Städte. Die Reſidenz bringt als beſten Athleten den Schweren Tern⸗ ſtrö m, einen wielſeitigen Könner, öͤer im Weit⸗ und Drei⸗ ſprung ſowie in den Stafſeln eingeſetzt wird. Ternſtröm 5 zählt zu den ſchwediſchen Olympiakandidaten. Neben die⸗ fem verdienen die Langſtreckler Blöſich und Wirth ſo⸗ wie der Sprinter Steinmetz, die alle drei zur Olympia⸗ mannſchaft gehören, beſondere Erwähnung. Kullmann im Speerwerfen, Schneider, früher Rüſſelsheim, im kugelſtoßen, Nägele und Müller im Hammerwerſen ſowie der Hochſpringer Wittmann werden beſtimmt auf den erſten Plätzen landen. Zu dieſen kommt noch der habiſche 800⸗Meter⸗Meiſter Schmidt, ſo daß die Karls⸗ nher eine Mannſchaft ins Feld ſtellen werden, die ſich be⸗ lechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen darf. Auch die Heidelberger bringen eine Mannſchaft, ie ſich ſehen laſſen kann. Da iſt einmal der Amerikaner Aman, der im Kugelſtoßen eingeſetzt wird. Lyman altert in Heſdelberg und iſt Anwärter für die amerika⸗ uche Olympiamannſchaft. Die Speerwerfer Weibel ⸗ Itersheim und Büttner⸗Plankſtaoͤt ſind bekannte Burfathleten. In den Läufen erſcheinen die Schwetzinger Noſer und Habel, dann Hein, früher Neckarau. So⸗ har Haſenfuß, den Mannheimer 800⸗Meter⸗Läufer, der in Heidelberg ſtudiert, haben die Heidelberger in ihrer Slaffel aufgeſtellt. Au burger, Reinhardt, Schal⸗ ler und auch Heilmannseder ſind weitere Könner, bie für Heidelberg manchen Punkt erringen werden, ſo daß ſogar die Möglichkeit beſteht, daß ſie vor Mannheim on zweiter Stelle rangieren. Mannheims Auswahl iſt dem gegenüber etwas klein. Wir müſſen auf Keller, Nehb, Reimer, Greulich und Abele verzichten, was natürlich einen ſtarken Ausfall be⸗ deutet. Aber dennoch werden unſere Männer auch zu Neckermann, unſer dentſcher Mei⸗ fler, Gulöͤner, Iſele, Dehm, Höſchler, Gar⸗ recht, Marquet und Herwerth werden mit Lang, Abel, Lauſer, Hotter, Daurer und Höfer alles einſetzen, um den Gäſten den Sieg ſo ſchwer wie möglich zu machen. Wir ſind überzeugt, daß diesmal ein Sieg nur mit viel Hlück für Mannheim herausſpringen kann. Wir müſſen zufrieden ſein, wenn wir den zweiten Platz erringen. Aber es geht am Samstag nicht um den Sieg, ſondern es geht um die Leichtathletik, um den olympiſchen Gedanken. Die⸗ ler Samstagabend ſoll ganz im Zeichen der Werbung für lie Leichtathletik ſtehen. Und in dieſem Sinne werden die Aktiven und die Verantwortlichen alles darein ſetzen, eine unſtergültige Veranſtaltung mit guten Leiſtungen zu zeigen. Schwere Mittelgebirgsfahrt Nur noch 67 Fahrer ohne Strafpunkte Wie überaus ſchwer die Dreitage⸗Mittelgebirgsfahrt in eien iſt, erkennt man am beſten daran, daß nach zwei Tagen von insgeſamt 378 Geſtarteten nur noch 67 ſtraf⸗ zünktefrei waren. Am erſten Tage ſchieden 68 Fahrer aus und 171 wurden mit Straſpunkken belaſtet. Am Abend bes zweiten Tages waren dann nur noch 37 Einzelfahrer und zehn Mannſchaften ohne Strafpunkte. r zweite Tag riß große Lücken in die Reihen der K Aiſche Nel 19 10 ichsſen⸗ ulſche G n 1 Zeit. 5 rzeugung Loden un! K. 15 ihres Faß ber Bilk zelt: Heu 19.10: Fuß ht 2. Holk⸗ In 1901 ſchnitt 91 0 0 gsmufk, Teilnehmer. Bei den Motorrädern mußte ſogar Eruſt Henne(München]„ausſteigen“, dagegen blieben Luezer auf BMW-Seitenwagen Heute Beginn der Mannheimer Regatta Städtekampf Heidelberg- Karlsruhe- Mannheim trag, bei welchen bereits neben der deutſchen Spitzenklaſſe auch die hervor den Vertreter der Schweiz in die Er⸗ eigniſſe eingre 1 Der Sonntag, als Haupttag, bringt 15 Großkämpfe aller Bootsgattungen, darunter wiederum die Schweizer, der inzwiſchen ſchon recht bekannte Kana⸗ dier im Einer, Deutſche und Europameiſter und gahlrei⸗ cher, guter Nachwuchs. Unſere einheimiſchen Ruderpereine, die in der Heimat mit vollem Aufgebot antreten, werden gegen die ſtarke Konkurrenz einen ſchweren Stand haben. Die Sonntag⸗Rennen beginnen nachmittags um 14.30 Uhr, während die erforderlichen Vorrennen und Ausſcheidungs⸗ rennen ſchon um 8 Uhr morgens gerudert werden. Die techniſchen Einrichtungen ſind fertiggeſtellt. Für die Zuſchauer iſt beſtens geſorgt. Die Lautſprecheranlage zur laufenden Unterrichtung der Zuſchauer iſt errichtet. Es fehlt alſo nichts, was zur reibungsloſen Abwicklung der Wettfahrt notwendig iſt. Es iſt ſogar ſoweit Vorſorge getroffen, daß bei ungünſtiger Wittekung für mehrere tauſend Perſonen gedeckter Raum vorhan⸗ den iſt. ſtrafpunktfrei. Von den vier ſtrafpunktfreien Mannſchaf⸗ ten iſt eine die DaeW⸗Mannſchaft der Whoer⸗Klaſſe, die übrigen drei ſind BMW⸗Maunſchaften der großen Klaſſe. Bei den Kübelwagen iſt nur noch ein einziger Teil⸗ nehmer ohne Strafpunkte: Hauptmann Kornatzky(Lieg⸗ nitz). Bei den Perſonen wagen zählt man noch 15 Einzelfahrer und ſechs Mannſchaften, darunter u. a. Hpt. Meſſert, Oblt. Sauvage, E. Voigt(Berlin), Dr. Schifferer Berlin und Frau Meinike(Hannover). Bei den Laſt⸗ wagen hat es— genau wie bei den Kübelwagen— nur ein einziger Teilnehmer fertig bekommen, ſtrafpunktefrei zu bleiben: es iſt der Feldwebel Adolf Müller. Eine Zu⸗ ſammenſtellung noch dem 2. Tag ergibt folgendes Bild: Motorräder: Einzelſahrer: 29 ſtrafpunktefrei; 40 mit Straſpunkten, 41 ausgeſchieden; Mannſchaften 4— 10— 15. Kübelwagen: Einzelfahrer: 1— 19— 5; Mannſchaften: 9— 4— 8. Perſonenwagen: Einzelfohrer: 16— 26— 75 Mannſchaften: 6— 5— 16. Laſtwagen: Einzelfahrer: 1— 8— 2; Mannſchaften: 0— 3— 3. Der Reichsſportführer vor Polens Journaliſten In der deutſchen Botſchaft zu Warſchau uompfing am Freitag der deutſche Botſchafter von Moltke in An⸗ weſenheit der Botſchaftsmitglieder und des Prüſidenten des Polniſchen Olympiſchen Komitees, Oberſt Gla⸗ biſig, polniſche und in Warſchau anweſende deutſche Sportſchriftleiter, um ihnen Gelegenheit zu geben, durch den Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten etwas über den deutſchen Sport zu hören. Der Reichs⸗ ſportführer ſprach zunächſt über naheliegende Fragen zu den Olympiſchen Spielen, gab eine lebendige Schilderung der vielen Schwierigkeiten der Organiſation, weiter gab er dann die Grundſätze bekannt, nach denen der Sport im Dritten Reich aufgebaut wurde und wußte in überzeu⸗ gend herzlicher Art an das Verſtändnis der Polen in den Fragen zu appellieren, wo abweichende Weltanſchauungen im erſten Augenblick oft das gute Einvernehmen zu ver⸗ hindern ſcheinen. Seine Anſicht, daß der unpolitiſche Sport eine politiſche Friedensmiſſion erfüllen könne, wird in Polen viel Verſtändnis gefunden haben. Der Sport am Sonntag Die kleine Ruhepauſe, die durch die Pfingſtfeiertage im deutſchen Sportverkehr eingeſchaltet wurde, iſt vorüber. Am kommenden Wochenende ſteht wieder ein umfangreiches Programm zur Abwicklung, das in den Vorſchlußrunden um die Deutſche Meiſterſchaft im Fußball und Handball (Männer und Frauen) ſeinen Höhepunkt erreicht. Meiſter⸗ ſchaftskämpfe gibt es außerdem noch bei den Freiſtilringern und den Amateur⸗Radfahrern. Länderkämpfe im Tennis und Gerätturnen und einige ereignisreiche Veranſtaltun⸗ gen in der Leichtathletik und im Motorſport vervollſtän⸗ digen den Reigen der Großveranſtaltungen. Im 0 gen. Fußball ſtehen die Kämpfe um die„Viktoria“ kurz vor dem Ab⸗ ſchluß. Die„letzten Vier“, Schalke 04 als Verteidiger, der deutſche Pokalmeiſter 1. Fc Nürnberg, Fortuna Düſſel⸗ dorf und VR Gleiwitz, treten zur Vorſchlußrunde an, die wie folgt ausgeloſt wurde: In Stuttgart: 1. FC Nürnberg— Fc Schalke 04 In Dresden: Fortuna Düſſeldorf— VRes Gleiwitz Das größte Intereſſe bringt man der Begegnung zwiſchen den Endſpielgegnern zur erſten deutſchen Pokalmeiſter⸗ ſchaft, 1. FC Nürnberg und Schalke 04, in Stuttgart ent⸗ gegen. Südddeutſchland ſchwört auf den„Club“, während Weſtdeutſchland hinter den„Knappen“ ſteht. Nicht zuletzt ſollte in erſter Linie das Glück und die Tagesverfaſſung beider Mannſchaften für den Ausgang dieſes Kampfes aus⸗ ſchlaggebend ſein. In Dresden gilt natürlich der Nie⸗ derrhein⸗Meiſter Fortuna Düſſeldorf als Favorit. Der Schleſtenmeiſter VS Gleiwitz wird alles verſuchen, um den oſtdeutſchen Fußballſport wieder zu altem Ruhm zu bringen.— In Süddeutſchland werden mit Ausnahme des Gaues Württemberg überall die Aufſtiegsſpiele zu den Gauligen fortgeſetzt. Es ſpielen: Reichsbahn Frankfurt— SW Wiesbaden, Ludwigshafen 04 MS Darmſtadt, Teutonia Hauſen— Sportfreunde Saarbrücken(Südweſt), F V 04 Raſtatt— FC 08 Villingen, Sp. Vg. Sandhofen— SC Freiburg(Baden), VfB Coburg gegen Jahn Regensburg, Schwaben Augsburg gegen Poſt Würzburg und TB 60 Fürth— VfB Ingolſtadt⸗Ringſee (Bayern).— SW Waldhof und Bf Neckarau treffen am Samstag in einem noch rückſtändigen Meiſterſchaftsſpiel aufeinander.— Im Reich tragen Niederſachſen und Nord⸗ mark in Hannover einen Gaukampf aus, während im Aus⸗ land einmal die Spiele um den Mitropa⸗Pokal ihren An⸗ fang nehmen und zum anderen die Berliner Städtemann⸗ ſchaft in Drammen ihr zweites Gaſtſpiel in Norwegen gibt.— Im Handball werden bei den Männern und Frauen gegner zur Deutſchen Meiſterſchaft ermittelt. beiden Vorſchlußrundenkämpfe im Fußball in Stuttgart und Dresden durchgeführt werden, ſteigen die Handball⸗ Vorſchlußrunden am gleichen Tage in Minden und Leipzig. An beiden Orten finden je zwei Spiele ſtatt, und zwar: In Minden: Hindenburg Minden— Raſenſport Mülheim (Männer), VBfk Mannheim— Eintracht Frankfurt (Frauen). In Leipzig: MTSeal Leipzig— VfW Oberalſter Hamburg (Männer), Tod. Eimsbüttel Sc Charlottenburg (Frauen). Die beiden Spiele in Minden ſind rein weſtdeutſche und ſüddeutſche Angelegenheiten. Weſt⸗ und Sütodeutſchland werden in den Enoſpielen alſo je einmal vertreten ſein. Wer hat nun die beſſeren Ausſichten? Beim Spiel der Männer iſt die Frage ſehr ſchwer zu beantworten. Hinden⸗ burg Minden hat den großen Vorteil, vor heimiſchen Zu⸗ ſchauern ſpielen zu können. Die Mülheimer werden auf jeden Fall ein großes Spiel liefern, das erſt nach Ablauf der 60 Minuten entſchteden iſt. Im Spiel der Frauen ſind die Mannheimerinnen Favoriten. Bei einigem Glück könnte ihnen überhaupt dieſes Jahr die Meiſterſchaft die Enoͤrunden⸗ Während die Kleine Sport-Nachrichten Die Südafrika⸗Reiſe des Wc Wien iſt jetzt perfekt geworden. Die Wiener Fußbollſpieler werden ſchon in 14 Tagen Europa verlaſſen und in Südafrika, wo bisher noch keine Fußballmannſchaft des europäiſchen Feſtlandes ſpielte, rund ein halbes Dutzend Spiele austragen. Carnera und Caſtanaga, die beiden bekannten europä⸗ iſchen Schwergewichtsboxer, haben jetzt Startverbot für alle amerikaniſchen Ringe erhalten, eine Maßnahme, die auf den„Scheinkampf“ zurückzuführen iſt, den ſich Carnera und Gaſtanaga vor einigen Wochen lieferten. Sechs Südweſt⸗Turner werden ſich am Eidgenöſſiſchen Turnfeſt in Winterthur(17.—20. Juli) beteiligen, und zwar Göbig(Mainz), Stiegler(Mainz), Reuther(Oppau), Zellekens(Frankfurt), Stemmler(Höchſt) und ber Alters⸗ turner Schick(Wiesbaden). Außerdem entſendet der Be⸗ zirk Rhein⸗Heſſen noch eine 16 Turner ſtarke Sonderriege. Dänemark und Schweden ſtehen ſich am 14. Juni in Kopenhagen im Fußballänderkampf gegenüber. Vier Tage ſpäter, am 18. Juni, treffen ſich in Oslo Norwegen und die Schweiz. Eine Müuchner Rad⸗Städte⸗Staffel ſoll nach Berliner ſind Mannſchaften von Berlin, Frankfurt, Mannheim, Muſter im Herbſt durchgeführt wenden. Als Teilnehmer Stuttgart, Schweinfurt, Augsburg, München, Regensburg, Nürnberg, Leipzig und Köln auserſehen. Wie erwartet:0 Cramm und Henkel meiſtern die Argentinier Der Davispokalkampf zwiſchen Deutſchland und Argen⸗ tinien, der am Freitag bei trübem Wetter auf der Berliner Rot⸗Weiß⸗Anlage im Grunewald begann, wird mit einem eindeutigen deutſchen Sieg, ſo wie es allgemein erwartet und vorausgeſagt wurde, enden. Am erſten Tag ſchon errang Deutſchland in den beiden erſten Einzelſpielen eine :0⸗Führung und wenn nicht alles trügt, wird bereits nach dem Doppel, das am Samstag geſpielt wird, der deutſche Enoͤſieg ſicherſtehen. Gottfried von Cramm ſchlug den Argentinier Luciano del Caſtil lo mit:0,:6,:4,:1, wobei der Satzgewinn des Südamerikaners überraſcht, und Heinrich Henkel gab dem zweiten Argentinier, Adriano Zappa, mit:1,:1,:3 das Nachſehen. NSDAp-Miffellungen Rus bartelamtlichen Bakanntmachungen entnommen Politiſche Leiter , Dentſches Eck. Am 8. Juni, 20.15 Uhr, in der Bäcker⸗ funung, S 6, Lichtbildervortrog(Sowjetrußland). Unkoſten⸗ betrag 10 Pfg Neckarſtadl⸗ Ot. Am 7.., 8 Uhr, Antreten ſämtlicher galttichen Leiter und Pol.⸗Leiter⸗Anwärter vor der Ge⸗ Hüftsſtelle. Dienſtanzug. NS⸗Frauenſchaft ge hungbnſch. Am 8. Juni, 20.15 Uhr, Pflichtheimabend im ellſchaftshaus, F 3, 13. 5 dus we ingerſtadt. Am 8. Junk, 20 Uhr, Singprobe bei gen, Rheinhäuſerſtraße. l ct Jung, Ortsgruppen! Das BiM⸗Sportfeſt wird ver⸗ 5 „ Luftſportgefolgſchaft. Am 8. Juni kommen Schar 3 und Schar zum Bauen in die neue Werkſtatt, Parkring 31, mes uhr. Wer auf Grund genügender Bouſtunden Be⸗ ſilhegung zum Schulen hat, meldet ſich umgehend beim Ge⸗ klaſchaftsführer. Sachen aue ⸗Pokalſpie 3 erhallunge⸗ Führerappell des Bannes 171 r a Sonntag, 7. 6. findet ein Appell des Bannes 171 190 ſämtliche Führer einſchließlich Scharführer ſtatt. An⸗ neten: Schlogeterhaus vorm. 9 Uhr. Großer Sommer⸗ i(bentinzug(kurze braune Hofe, graue Strümpfe, Mütze), Nieſeutel mit Tagesverpflegung, 80 Pfg., Papier und eiſtnt. Entſchuldigungen werden nicht entgegengenom⸗ „Die Führer der neuen Unterbanne ſimd für das voll⸗ Den Kämpfen des erſten Tages wohnten gegen 2000 Be⸗ ſucher bei, darunter auch Reichsfinanzminiſter Graf Schwerin⸗Kroſigk und der argentiniſche Botſchafter in Berlin. Im Treffen zwiſchen von Cramm und del Caſtillo, das den Auftakt bildete, begann der deutſche Meiſter in„Pariſer Form“, um dann im zweiten Satz überraſchend außer Schlag zu kommen, was an dem langſamen und weichen Spiel des Argentiniers gelegen haben mag. Als Cramm aber dann das Tempo ſteigerte, war es ſofort um den Gegner geſchehen, der im dritten Satz zwar noch erbitterten Widerſtand leiſtete, aber im vierten vollſtändig überſpielt wurde und dem Deutſchen einen klaren Sieg überlaſſen mußte. Anſchließend hatte es Henkel gegen Zappa viel leichter. Der Berliner be⸗ herrſchte den Gegner von Anfang an, gab in den beiden erſten Sätzen nur je ein Spiel ab und erzwang ſchon nach einer guten Stunde die Entſcheidung. Der Argentinter hatte nie die Chance eines Satzgewinnes. Erfolge Mannheimer Hanoͤball⸗ ſpielerinnen Die 1. Mannſchaft der Frauenhandball⸗Abteilung des Turnvereins von 1846, Mannheim war über den beiden Pfingſtſeiertagen in Offenburg und in Lahr, um dort zwei Freundſchaftsſpiele auszutragen. Die Aufnahme in bei⸗ den Städten war ſehr herzlich. Das Spiel in Offen⸗ burg wurde von den Mannheimer Mädels, die weit der noch ſpielſchwachen Mannſchaft vom Turnverein„Jahn“ Offenburg überlegen waren, hoch gewonnen. Das Ergeb⸗ nis lautete.7 für Mannheim. Der Gaſtgeber konnte alſo nur ein Ehrentor für ſich buchen. Auch am zweiten Tag, gegen den Reichs bahnturn⸗ verein Lahr, waren die Mannheimer ſtark im Vor⸗ dertrefſen, ſo daß ſie auch von hier einen ſchönen Sieg mit nach Hauſe nehmen konnten. Das Torverhältnis war 1210 für Mannheim, und wäre beſtimmt noch höher geworden, wenn die Torhüterin von der Lahrer⸗Mannſchafk nicht ſo gute Arbeit geleiſtet hätte. Beide Mannſchaften der Gaſt⸗ geber befinden ſich noch am Anfang ihrer Entwicklung. 5 90 e aller Mannheimer Mädels waren befrie⸗ Itgend. zählige Erſcheinen ihrer Unterführer verantwotlich. Be⸗ fehlsgewalt hat Unterbannführer Rähle. Deutſches Eck. Antreten zur Jugenoflimſtunde 7..,.45 Uhr, auf dem U2⸗Schulplatz. Strohmarkt. Antreten zur Jugend ftraſdrende am 7.., 10 Uhr, Gockelsmarkt vor Kaffee Vorbach. Rheintor. Antreten zur Jugendfilmſtunde 7. 65,.45 Uhr, auf dem Zeughausplatz. Friedrichspark. Antreten zur Jugendfilmſtunde 7.., .45 Uhr, auf dem Zeughausplatz. Lindenhof. Antreten zur Jugendfilmſtunde 7..,.80 Uhr am Gontardplatz. Nächſte Woche wieder Heimabend. Beitrag mitbringen. Lindenhof.(K. Nackmann). Antreten zur Fugendfilm⸗ ſtunde 7..,.45 Uhr, am Altersheim. Humboldt(M. Heinicke, M. Lührig). Antreten zur Jugendfilmſtunde 7..,.30 Uhr, auf dem Marktplatz. Neckarſtadt(H. und L. Elliſſen). Antreten zur Jugend⸗ fülmſtunde am 7..,.45 Uhr, Uhlandſchule. Harten ſind noch auf dem Untergau und an der Morgenkaſſe am Alhambra zu bekommen. Neckarau(beide Gruppen). Antreten zur Jugenoftlm⸗ ſtunde im Alhambra Sonntag, 7..,.15 Uhr, Marktplatz Neckarau. Karten ſind auf dem Untergou oder an der Morgenkaſſe im Alhambra noch erhältlich, BoM und JM Das Untergau⸗Sportfeſt fällt wegen ſchlechter Witterung und aus Geſundheitsrückſichten aus und wird auf 21. Juni verlegt. Die geſamten Veranſtaltungen Fackelzug, Morgen⸗ feier, Sportfeſt— werden am 20./21. Juni durchgeführt. Untergaun. Jugendfilmſtunde. Die Jugenofilmſtunde ant findet am 7. Juni ſtatt. Die Gruppen kreten ge⸗ ſchloſſen an. Karten ſind noch ouf dem Untergau oder an der Morgenkaſſe im Alhambra erhältlich. Die unver⸗ kauften Jugend filmkarten ſind am Son n⸗ tag früh an der Kaſſe abzugeben. Untergau. Am 8. Juni, 20 Uhr, wichtige Gruppen⸗ führerinnenbeſprechung. Keine Vertretung ſchicken! Grup⸗ penſportwartinnen haben auch zu erſcheinen. Friedrichspark. Antreten am 6. Juni, 10 Uhr, Zeug⸗ hausplatz. Rheintor. Antreten am 6. Juni, 8 Uhr,=g⸗Schulplatz. Arbeitsſchule Die Beſichtigung der Spinnerei und Weberei in Ettlin⸗ gen iſt auf 14. Juni verſchoben. Abfahrt.20 Uhr Bahnhof Mannheim. Fahrtkoſten: etwa 2,20. Anmeldungen ſind bis 10. Juni in C 1, 10, Zimmer 8, abzugeben. NSKOV Stützpunkt Käfertal. Am Samstag, 6. Juni, 20 Uhr Mitgliederverſammlung im„Schwarzen Adler“. Amt für Technik und NSBDer Die für 6. Juni angekündigte Großkundgebung der Technik in Karlsruhe fällt aus. Kameradſchaft ehemaliger 111er Mannheim Am Sams tog, 6. Juni, findet abends 8 Uhr im„Fries⸗ richspark“ ein großes Milttärkonzert mit Illumination und Tanz ſtatt. Hierzu ſind alle ehemaligen ler mit ihren Angehörigen ſowie Freunde und Gönner freunolichſt gelingen. In den Leipziger Spielen erwarten wir die MTS Leipzig und den Meiſter der Frauen, Tyd. Eims⸗ büttel, als Sieger.— In der Leichtathletik muß das 1. Badiſche Frau enſportfeſt in Karls⸗ ruhe mit dem Start der Olympia⸗Kernmannſchaft an erſter Stelle genannt werden. Alles, was in der Frauen⸗ Leichtathletik einen Namen hat Fleiſcher, Krauß, Dol⸗ linger, Bauſchulte, Kaun, Winkels und Mauermeyer u. a. — erſcheint in Karlsruhe am Start.— Die beſten beutſchen Athleten ſind in Jena bei einer Veranſtaltung des VfB verſammelt. Greulich, Hein, Blask, Becker uſw. zeigen ihre Verbeſſerungen im Hammerwerfſen und Gehmert und Martens gehen beim Hochſprung an den Start.— Von den übrigen Veranſtaltungen ſind die Dreiſtädte kämpfe Mannheim Karlsruhe— Heidelberg in Mannheim zu erwähnen.— Im „weißen“ Sport wird in der europäiſchen Davispokal⸗Zone die oͤritte Runde entſchieden. Um den Eintritt in die Vorſchlußrunde kämp⸗ fen in der unteren Hälfte Irland— Schweiz in Dublin und Deutſchland— Argentinien in Berlin, während ſich „oben“ Oeſterreich— Belgien in Wien und Frankreich= Jugoſlawien in Paris gegenüberſtehen. Das Treffen zwi⸗ ſchen Deutſchland(von Cramm, Henkel und Denker/ Lund) und Argentinien(del Caſtillo, Zappa) wird auf den Ber⸗ liner Rot⸗Weiß⸗Plätzen ausgetragen und müßte einen wei⸗ teren deutſchen Sieg erbringen.— Der Pferdeſport bringt mit dem„Union“⸗ Rennen in Hoppegar⸗ ten am Sonntag eine weitere Vorprüfung zum Deutſchen Derby. Galopprennen werden außerdem in Breslau, Frankfurt, Horſt⸗Emſcher und München⸗Riem gelaufen.— Im Turnen wird eine dͤeutſche Mannſchaft, der u. a. Göbig(Mainz), Pludra(Forſt), Weiſchedel(Stuttgart) u. Friedrich(Mün⸗ chen) angehören, in Warſchau einen Länderkampf gegen Polen austragen.— Das letzte Olympia⸗Ausſcheidungs⸗ turnen unſerer Turnerinnen findet unter Leitung von Carl Loges am Sonntag in Bad Nauheim ſtatt.— Der Ruderſport bringt mit der 59. Oberrheiniſchen Regatta in Mannheim die erſte deutſche Hauptregatta. Dieſe erſte Kraftprobe unſerer Olympia⸗Ruderer hat mit 41 Vereinen, 144 Booten und 716 Ruderern eine ganz vorzügliche Be⸗ ſetzung erfahren. Weitere Regatten werden in Köln, Kiel, Emden, Potsdam, Dresden und Neuſtrelitz veran⸗ ſtalt.— Im Ningen werden die deutſchen Freiſtilmeiſter im Feder⸗ Leicht⸗ und Weltergewicht am Samstag und Sonntag in Untertürkheim ermittelt.— Im Boxen werden die am 29. Mai ausgefallenen Berufsboxkämpfe in Bonn, die im Hauptkampf Adolf Heuſer gegen Erwin Klein ſehen ſollten, am Samstag nachgeholt.— Im Motorſport ſind deutſche Rennwagen beim„Penya⸗Rhin“⸗Ren⸗ nen in Barcelona durch Caracciola, Chiron(Mer⸗ ceödes), Roſemeyer und Varzi(Auto⸗Union) vertreten. Hans Stuck ſtartet beim Shelsley⸗Walſh⸗Bergrennen Badens Leichtathleten für Stuttgart Der Gau Baden wird zu den Leichtathletik⸗FJunſoren⸗ meiſterſchaften, oͤie am 21. Juni in Stuttgarb ſtattfin⸗ den, elf Athleten entſenden, die an 12 Wettbewerben teil⸗ nehmen. Gemeldet wurden: f ne 100 Meter: Kelle r⸗ TV 46 Manu hel m. 200 Meter: Felder⸗Phönix Karlsruhe. 400 Meter: Brau e Raſtatt. 1500 Meter: Krummholz⸗Freiburger 000 Meter: Höll⸗Spyög Baden⸗Baden. Weitſprung: Ropper⸗ Sc Heidelberg. Hochſprung: Kahrmann⸗S Schwetzin⸗ gen. Dreiſprung: Herrwerth⸗T V 46 Mannheim. Stabhochſprung: Sutter ⸗Tbd Bruchſal. Kngelſtoßen: Zenker⸗TV Raſtatt. Speerwerfen: Waibel⸗ TSV Oſters⸗ heim. Diskuswerfen: Zenker⸗TW Raſtatt. Berufsboxen in Berlin Adolf Witt Punktſieger über Lebrize Bei ſehr gutem Beſuch wurde am Freitagabend in Ber⸗ lin die erſte Freiluftveranſtaltung in der Bockbrauerei zum Austrag gebracht. Im Einleitungskampf der Halb⸗ ſchwergewichtsklaſſe gab der Rheinländer Julius Step⸗ mann(Düſſeldorf) gegen Hans Karraſch(Berlin) eine gute Vorſtellung. Obwohl er elf Pfund leichter war, landete er in ſeinem zweiten Kampf als Berufsboxer einen eindrucksvollen Punktſieg nach vier Runden. Ein vorzeitiges Ende nahm der zweite Kampf zwiſchen Kurt Haymann(München) und Metzger(Mannheim) im Schwergewicht. Haymann war der techniſch beſſere Boxer umd ſiegte in der vierten Runde durch k. o. Auf einen linken Konterhaken mußte Metzger bis neun zu Boden, ſtellte ſich wieder zum Kampf, war aber unfähig, weiter⸗ zukämpfen, ſo daß der Ringrichter das Treffen abbrach. Frankreichs Schwergewichtsmeiſter Charles Rutz und Hans Schönrath(Krefeld) waren die nächſten Gegner. Der Franzoſe beging den Fehler, ſich mit dem 20 Pfund ſchwereren Krefelder, der in der zweiten Runde eine Ver⸗ warnung wegen Tieſſchlags einſtecken mußte, in den Nah⸗ kampf einzulaſſen, und ſo mußte er ſich mit einem knap⸗ pen Punktſiege begnügen. Der Heutſche Halbſchwergewichtsmeiſter Adolf Witt (Kiel) ſiegte über den Franzoſen Emile Lebrize nach zehn Runden ſicher nach Punkten. Witt diktierte den Hampf von der erſten bis zur letzten Runde, wirkte viel ruhiger als in früheren Kämpfen und ſchlug im erſten Teil des Kampfes harte Doubletten an den Körper und Kopf des Franzoſen. In der vierten Runde mußte er zwar einmal kurz zu Boden, ohne daß dies das Urteil Heeinträchtigte. Witts Sieg ſtand einwandfrei feſt. Zu bemängeln war an Witt lediglich die unrationelle Bein⸗ arbeit. Lebrize hatte ein gutes Auge und reagierte auf alle Bewegungen ſeines Gegners. BMW Xund Kraus auf eingeladen. Abordnungen von Mannheimer Truppentei⸗ len haben ihr Erſcheinen zugeſagt. „Kraft durch Freude“ Achtung! Orts⸗ und Betriebswarte! Die Eintrittskar⸗ ten für oͤie am Freitag, dem 12. Juni, im Friedrichspark ſtattfindende Kreisausleſe zur Volksſenderakton 1998, Ru noͤſunkſprechwettbewerb, ſind ſofort, ſpäteſtens Mon⸗ tag, 8. Jun, auf den zuſtändigen Geſchäftsſtellen abzuholen. Die Plakate für die Veranſtaltung ſind ebenfalls dort ab⸗ zuholen. Für den Sonderzug nach Stuttgart am kommenden Sonntag ſind noch einige Fahr⸗ und Eintrittskarten bei den Geſchäftsſtellen in P 4,—5, Lortzingſtraße 95 und Nuits⸗ ſtraße 1 zu haben. Der Zug fährt ab: in Mannheim Hauptbahnhof.15 Uhr, in Neckarau.21 Uhr, in Rheinau.27 Uhr. Ankunft in Stuttgart: 10.19 Uhr, Abfahrt in Stuttgart: 21.05 Uhr und Ankunft in Mannheim 23.40 Uhr. Für Stuttgart iſt kein beſonderes Programm vorgeſehen. Es ſteht den Teilneh⸗ mern frei, den Tag nach eigenem Belieben zu geſtalten. Achtung! Bei der Geſchäftsſtelle in P 4, 45, 3. Stock, Zimmer 11, ſind für das Fußballſpiel 1. Fc Nitruberg Schalke 04 einige Sitzplätze abzugeben. Preis der Ein⸗ trittskarte 1,85 ,. Achtung! Die Sonntagsfahrt nach Annweiler, Pfalz, wird vom 7. Juni auf den 21. Juni verlegt. Die Karten müffen bei den Geſchäftsſtellen umgetauſcht werden, und zwar ab Dienstag, dem 9. Juni, Miubionen werclen Zu ve in der Banknotenvernichtungsanstalt der Reichsbanx — Berlin, im Juni. Am Ende der Oberwaſſer Straße, die als Sack⸗ gaſſe an einen Bauzaun ſtößt, ſteht das techniſche Gehäude der Reichsbank. Selten ſucht ein Berliner dieſen ſtillen Winkel an der Spree auf, er vermutet nichts Beſonderes hinter den roten Mauern des ſchlichten Hauſes. Aber es würde ihm auch nicht ge⸗ lingen, in das Innere einzudringen, denn da voll⸗ zieht ſich unter ſtrengex Kontrolle ein geheimnis⸗ voller Vorgang: die Vernichtung von Bank⸗ ſcheinen. Haben wir uns ſchon einmal überlegt, wo die Banknoten bleiben, die durch tauſend Hände laufen und eines Tages, zerknittert, abgeriſſen und ver⸗ klebt nur noch ſchmierigen Papierfetzen gleichen, deren Ausſehen in ſchreiendem Gegenſatz zu ihrem Wert ſteht? Die Reichsbankſtellen ſammeln ſie, ſchicken ſie gebündelt zur Vernichtungsanſtalt nach Berlin, wo ſie ein trauriges Ende nehmen. Zwei gewaltige Zerfaſermaſchinen ſtehen in dem hohen, blaugekachelten Raum. Dröhnend arbeiten die Eiſen⸗ wellen, ſie fingen den Gelöſcheinen das Sterbelied. Männer in grauen Kitteln bedienen die mächtigen Schlünde. Sie ſchneiden die gebunde⸗ nen Geldſcheine mit einem Meſſer auf und laſſen die einzelnen Noten langſam in die Oeffnung fallen. Heiße, brodelnde Waſſermaſſen nehmen ſie auf und treiben ſie zwiſchen die Mahlſcheiben, die ſie zer⸗ reiben. Eine zähe, breiige Maſſe ſchiebt ſich durch den Trichter. Die Arbeiter verſehen ihr ſeltenes Werk mit gleichmütigen Geſichtern, man merkt es ihnen nicht an, daß ihre Hände in Millionen wüh⸗ len. Während des Vernichtungsprozeſſes, der—8 Stunden dauert, führen drei Beamte die Aufſicht: ein Vertreter des Reichsbankdirektoriums, ein Ver⸗ treter des Notenkommiſſars bei der Reichsbank und der Leiter der Vernichtungsanſtalt. Dreifach verſchloſſene Güterwagen brin⸗ gen neue Geldmaſſen heran, ein Kontroll⸗ zettel liegt dabei. Unaufhörlich ſinken Haufen ver⸗ gilbter Banknoten in den Schlund der Maſchine, die zweite verſchlingt neue Zehnmarkſcheine, die irgend⸗ welche Druckfehler haben.„Ausſchuß“ nennt der Fachmann ſolche Scheine. Alle Noten ſind vorher an verſchiedenen Stellen dͤurchlocht. An dieſem Tage gehen 19,8 Millionen Fünfzig⸗Mark⸗Scheine, für.64 Millionen Zwanzig⸗Mark⸗Scheine und für 1 Mil⸗ lionen„Ausſchuß“ den Weg aues Sterblichen. Im vergangenen Jahr ließ die Reichsbank 1112.8 Mil⸗ lionen Mark in 37, Millionen Stücken vernichten— das ſind faſt 30 Prozent aller umlaufenden Noten. In früheren Zeiten verbrannte die Reichsbank ihre alten Geloſcheine oder zerſetzte ſie mit Salz⸗ ſäure, doch haben dieſe Verfahren ſich nicht bewährt. Denn die Vernichtung darf den Wert des Papiers nicht beeinträchtigen. Die breiige Maſſe, die in der Grundfarbe der jeweiligen Noten den Trichter ver⸗ läßt, beſitzt noch alle wertvollen Faſern und wird zur Herſtellung von Pappe und Matrizen weiterver⸗ wendet. Ein Förderer treibt den Papierbrei ins Freie, wo er gleich auf dem Wagen des Käufers an⸗ langt. So wandelt ſich das Geld, das wir ſtolz in unſeren Brieftaſchen trugen und wird zu einem be⸗ ſcheidenen Pappkarton. Kurt Krüger. eee Amerika zerbröckelt...! Sandſtürme und Hochwaſſer Mr. Morris L. Cook, der ehemalige Präſident der Hochwaſſer⸗Schutzkommiſſion für den Miſſiſſippi, hat dieſer Tage in Neuyork vor Vertretern der Re⸗ gierung ein ſehr düſteres Bild von der geographi⸗ ſchen Zukunft der Vereinigten Staaten entworfen. Wie er erklärte, müßten die Sandſtürme und Hoch⸗ waſſer, die die Staaten in regelmäßigem Turnus Jahr für Jahr heimſuchen, unweigerlich dazu füh⸗ ren, daß ſpäteſtens nach 20 Jahren das ganze Erdreich derart aufgelockert wird und abbröckelt, daß innerhalb weniger Men⸗ ſchenalter der geſamte amerikaniſche Kontinent einer Wüſte gleicht. Gegenmaßnahmen gegen dieſe Naturgewalten ſind natürlich möglich. Aber dieſer Abwehrkampf würde im Jahr mindeſtens zwei Milliarden Dollar ver⸗ ſchliugen und auf die Dauer die Kataſtrophe doch nicht verhindern können. Der durch die jährliche Abbröckelung von Boden in den Staaten verurſachte Schaden iſt nämlich auf rund 10 Milliarden Dollar geſchätzt worden. Wind und Waſſer entreißen jährlich drei Millk⸗ arden Tonnen Erdreich aus dem Boden Amerikas, ſo ſtellte Morris L. Cvok feſt. Allein der Miſſiſſippi wälzt, den gleichen Angaben zufolge, Jahr für Jahr an 400 Millionen Tonnen Erde in die Bucht von Mexiko, die ſich auf dieſe Weiſe langſam mit Schutt und Geröll anfüllt und immer mehr ver⸗ flacht. 5 Berliner Brief Mehr Bienen als Einwohner— Berlins große Sommerſchan— Wir fahren mit der erſten Eiſen⸗ bahn— Willi Fritſch als Reporter Berlin, im Junk. Wußten Sie ſchon, daß in Berlin 16 000 Bienenvölker zu Hauſe ſind? Und daß mit ihnen rund eine Milliarde Immen zu den ſtändigen Bürgern der Reichshauptſtadt gehören? Sie ſum⸗ men nicht nur in unſern zahlreichen Gärten und Grünflächen, ſelbſt in der wichtigſten Innenſtadt treiben ſie ihr fröhliches Weſen. Auf dem Gebäude des früheren Landtages(letzt Haus der Flieger) iſt eine ganze Reihe von Bienenvölkern anſäſſig. Hier haben ſie es natürlich nicht leicht, über dem Aſphalt⸗ meer der Weltſtadt ſo viel Honigertrag zu bringen, wie es die Züchter gerne möchten. Deutſche Organi⸗ ſationskunſt hilft auch über dieſe Fehler hinweg, ſeitdem wir den Bienenwanderdienſt haben. Denn in anderen Gegenden des Vaterlandes gibt es rie⸗ ſige Trachtfelder, die noch von keiner Biene heim⸗ geſucht wurden. Nun iſt es gelungen, die Bienen wandern zu laſſen. Die Landesfachgruppe Kurmark der Imker hat einen beſonderen Reiſemarſchall für die Wanderung der Bienen. Dieſer iſt im Beſitze eines genauen Ueberblickes über die Beſetzung der einzelnen Trachtgebiete im Reiche. Iſt eins noch nicht überfüllt, ſo wird ein Sammeltrausport zuſam⸗ mengeſtellt. Ein paar Dutzend Völker werden auf einen Laſtwagen verladen. Natürlich kann der Transport nur nachts erfolgen, wenn die Bienen im Korbe ſind. Die Fahrt muß ſo ſchnell vor ſich gehen, daß zwiſchen Berlin und dem Trachtgebiet nur eine kurze Nacht liegt. Wenn die Sonne über der Lüne⸗ burger Heide aufgeht, fliegen die Berliner Bienen in ihre neue Heimat aus und ſchon am nächſten Sonntag kaun der Imker auf der Stockwaage feſt⸗ ſtellen, wieviel mehr Honig der Ausflug ſeiner Völ⸗ ker aus der Weltſtadt eingebracht hat * Mit den Olympiſchen Splelen wird die nächſte große Ausſtellung Berlins vevbun⸗ den. Sie umfaßt das geſamte Berliner Ausſtellungs⸗ gelände in ſeiner neuen Form. Die Ausſtellung heißt „Deutſchland“ und umfaßt drei Abteilungen: 1. die kulturelle Abteilung„Das neue Deutſchland“, 2. die landſchaftliche Abteilung„Deutſches Volk und deut⸗ ſches Land“, 3. die wirtſchaftliche Abteilung„Berlin — das Schaufenſter des Reiches“. In der Ehrenhalle nimmt den Mittelplatz die ehrwürdige Guten berg⸗Bibel ein, auf einem Der gewaltige Sandſturm, der im Mar des Jahres 1934 über den nordamerikantſchen Kontinent dahinbrauſte, hat von der Oberfläche der großen Weizenbaugebiete Amerikas 300 Millionen Tonnen fruchtbarſtes Ackerland hinweggetrieben. Dadurch wurde ein einſt blühendes Gebiet, das dem Umfange der Staaten Illinois, Ohio, Maryland und Nord⸗ Carolina entſpricht, in eine Wüſtenei verwandelt. Das ſei jedoch nur der Anfang. In 10, 20 oder 50 Jahren würden Wüſteneien von der Größe der Sa⸗ hara in Afrika dem Landſchaftsbild Amerikas ihr Gepräge geben. In welchem Maße dieſe Fragen aktuell ſind, be⸗ weiſt am deutlichſten die Erfahrung, daß ſich auch die Regierung ſeit langem damit beſchäftigt. Man hat durchaus die Größe der Gefahr erkannt, die Nord⸗ amerika droht. Das neue Geſetz für Bodenmelio⸗ ration gewährt den Jarmern ſtaatliche Zuſchüſſe, wenn ſie ſich entſchließen, bodenbindende und boden⸗ verbeſſernde Pflanzen anzubauen. Gleichzeitig wurden nacheinander mehrere Aufforſtungsgeſetze erlaſſen, die die Anpflanzung von rund 500 Millio⸗ nen Bäumen vorſehen. Um weite Gebiete ſollen breite Waldgürtel gelegt werden, um der Zerſtörung durch Sandſtürme Einhalt zu gebieten Kein Schiff ohne Gemüſegarten Der Vorſitzende des Verbandes der amerika⸗ niſchen Handels marine hat kürzlich die For⸗ derung aufgeſtellt, daß jedes Schiff ſeinen eigenen Gemüſegarten haben müſſe. Immer feuerſicheren, jederzeit verſenkbaren Stahl⸗ und Be⸗ tonſockel. Drei größte Deutſche, Goethe, Kant und Beethoven, beherrſchen in ihren Büſten von dreifacher Lebensgröße den Raum, an deſſen Wänden die ehr⸗ würdigſten Koſtbarkeiten der deutſchen Geiſtes⸗ geſchichte ausgeſtellt werden. So werden wir dort Handſchriften und Zeichnungen von Goethe vorfin⸗ den, Entwürfe von Schinkel für Bauten, Entwürfe von Richard Wagner für die Bühne, Beethovens erſte Niederſchrift zu„Freude, ſchöner Götterfunke“ und die erſte Röntgenröhre. In ähnlicher Weiſe werden im Anſchluß daran die geiſtigen Koſtbarkeiten des neuen Deutſchland ausgeſtellt, wobei ſich das Hauptintereſſe auf das einzigartige Exemplar des Buches„Mein Kampf“ konzentriert, das, auf faſt tauſend Pergamentſeiten kunſtvoll geſchrieben, eine Koſtbarkeit ohnegleichen darſtellt. In der Abteilung„Deutſches Volk und deutſches Land“ wird jeder Gau durch eine Darſtellung ſeiner charakteriſtiſchen Meiſterwerke vertreten ſein. Den größten Teil dieſer Abteilung nimmt eine Schau der Reichsautobahn ein. Im Boden der Halle iſt ein Groß⸗Relief von Deutſchland eingelaſ⸗ ſen, auf dem wanderndes Scheinwerferlicht die Auto⸗ bahnen als ſilberne Streifen, die ſich über das ganze Reich hinziehen, anſtrahlen. Die Berliner Abtei⸗ lung der Ausſtellung zeigt die Bedeutung der Reichshauptſtadt für Wirtſchaft und Kultur des Reiches. In zahlreichen Sonderſchauen werden weitere Denkwürdigkeiten von heute und geſtern gezeigt. Die Reichsbahngeſellſchaft führt ih rle größte und modernſte Schnellzugsloko⸗ motive vor. Sie iſt 25 Meter lang und wiegt über 2000 Zentner. Zu dieſer Lokomotive wird die erſte deutſche Schnellzug⸗ Lokomotive aus der Pfalz aus dem Jahre 1854 einen intereſ⸗ ſanten Gegenſatz bieten. Und noch borigineller iſt, was die Reichsbahn auf dem Freigelände zeigt. Hier wird die Nürnberg—- Fürther Eiſenbahn von 1835, die erſte deutſche Eiſenbahn, zur Be⸗ nutzung bereitſtehen. Nicht etwa im Modell, ſondern im Original: die hiſtoriſche Loomotive„Adler“ aus Nürnberg mit ihrem poſtkutſchenförmigen Wagen wird auf normalſpurigen Gleiſen verkehren * Unſeren auswärtigen Gäſten wird Gelegenheit geboten werden, eines der intereſſanteſten Gebiete des Berliner Schaffens bei der Arbeit zu ſehen: das Filmſchaffen. Man wird fortlaufend das Ent⸗ ſtehen der neueſten deutſchen Tonfilme ſehen können. Lilian Harvey und Willi Fritſch beim Fil⸗ men! Wenn jetzt unſere amerikaniſchen Gäſte nach Babelsberg kämen, würden ſie gerade Willi Fritſch Das Präſidentſchafts⸗Jubiläum Moscickis Aus des Anlaß 10 jährigen Amtsjubiläums des polniſchen Staatspräſidenten fand auf dem tow⸗Platz in Warſchau eine Truppenparade ſtatt. Moko⸗ 2 (Weltbild * 200 Kilometer in der Stunde Auf der Strecke Mailand— Bologna wurde ein neuer Stromlinien⸗Zug der italieniſchen Eiſen⸗ bachnen in den Verkehr geſtellt. Dieſer Zug erreicht eine Geſchwindigkeit von 200 Kilometer. (Weltbild,.) faſt F ͤ ͤ dc„ccwpwcwwGwccpcccCGcc/c/cccccccccccccccccGGGcccGc0cc0cGcß0 ĩ ͤ ͤ wb wieder kommen die Fälle vor, in denen ein Teil der Mannſchaft bei beſonders weiten Reiſen an Skorbut erkranke; die Mitnahme friſchen Gemüſes das allein den Skorbut heile, ließe ſich aber nicht immer durchführen. Ein kleiner Gemüſegarten auf jeden Schiff würde jede Skorbutgefahr für immer bannen. erleben, der einen amerikaniſchen Reporter ſpielt. In Babelsberg iſt ſtilgetreu der Wolkenkratzer der Neuyorker Morning⸗Poſt aufgebaut. Wir ſtehen im rieſigen Redationsbüro— 40 kleine Schreibtiſche des Reporterheeres, überragt von dem Heiligtum, dem ſchalterraumähnlichen Schreibtiſch des Chef⸗ redakteurs. Die Nachtſchriftleitung arbeitet fieber⸗ haft, es fehlt ihr eine Arbeitskraft, ein Reporter wird geſucht, der die letzten Nachrichten vom Schnell⸗ gericht holen ſoll. Da kommt Willi Fritſch als lyriſcher Dichter, der dem Chefredakteur einreden will, daß die Zeitung ihre Auflage rieſenhaft ſteigern könne, wenn ſie ſeine Gedichte auf der erſten Seite bringe. Ausge⸗ rechnet dieſer Lyriker wird nun beauftragt, die Re⸗ portagen vom Schnellgericht zu bringen. Dort ver⸗ liebt er ſich in eine Angeklagte und verlobt ſich mit ihr vor den Schranken des Gerichts. Dadurch hilft er ihr, freigeſprochen zu werden. Es iſt eine Sen⸗ ſation für die geſamte Neuyorker Preſſe. Nur die Morning⸗Poſt hat dieſe Meldung nicht weil ja eben ihr Reporter ſelbſt das Hauptthema der intereſſan⸗ ten Nachricht iſt. So fliegt er im hohen Bogen und verliert die eben gewonnene Stellung. Wir erleben es bei den Aufnahmen, wie Will Fritſch, weil er heute etwas zerſtreut iſt, in meter⸗ langen Sätzen ſtecken bleibt und deshalb zur Scha⸗ denfreude ſeiner Kollegin Lilian Harvey immer wie⸗ der von vorn anfangen muß. Gleich hinterher wird die franzöſiſche Verſion gedreht. Dem franzöſiſchen Kollegen paſſiert es, daß er genau an derſelben Stelle ſtecken bleibt wie Willi Fritſch. Dankbar und kameradſchaftlich reicht ihm Willi Fritſch die Hand, Der Berliner Bär. eee Die Lilienthal-Geſellſchaft Zuſammenlegung zweier Forſchungsverbände Der Ausbau der Luftforſchung nach der nationalſozialiſtiſchen Erhebung hat auch organiſa⸗ toriſch weſentliche Aenderungen zur Folge gehabt. Die Luftfahrtwiſſenſchaft wurde bisher nach den Weiſungen des Reichsminiſters der Luftfahrt von der„Vereinigung für Luftfahrtforſchung“(Voß) ge⸗ leitet. Daneben hatte die„Wiſſenſchaftliche Geſell⸗ ſchaft für Luftfahrt“(WGs), deren Name in der deutſchen Luftfahrtwiſſenſchaft wie überhaupt in der Luftfahrt der ganzen Welt wohl bekannt iſt, die Auf⸗ gabe der Unterrichtung weiterer Kreiſe der Luft⸗ fahrttechnik und der Oeffentlichkeit über wiſſenſchaft⸗ liche Probleme der Luftfahrt wahrgenommen. Dieſe Zweiheit der bisherigen Organiſation iſt durch Zuſammenlegung beider Stellen ver⸗ einfacht worden; auf Befehl des Reichsminiſters der Luftfahrt Generaloberſt Göring wurde die„Lilien⸗ thal⸗Geſellſchaft für Luftfahrtforſchung“, kurz„Li⸗ lienthal⸗Geſellſchaft“ genannt, gegründet. Durch die Wahl des Namens wird derjenige Mann geehrt, der vor 40 Jahren bei der Erforſchung des menſchlichen Vogelfluges ſein Leben als erſter für dieſe Aufgabe in den Stöllener Bergen bei Nauen hingegeben hat. Der Reichsminister der Luft⸗ fahrt, Generaloberſt Göring, hat die Schirmherrſchaft über die Geſellſchaft übernommen. Die Lilienthal⸗Geſellſchaft hat alle Aufgaben⸗ gebiete ihrer beiden Vorgängerinnen übernommen und noch weitere hinzugefügt. Nach der Satzung find die Aufgaben der neuen Geſellſchaft: Mitarbeit an der Zielſetzung für die Aufgaben der Luftforſchung, Förderung von Forſchungsarbeiten, wiſſenſchaftlicher Erfahrungsaustauſch der Forſcher untereinander und Herſtellung der Verbindungen für Luftfahrt⸗ induſtrie, Luftverkehr und Behörden, Verbreitung allgemeiner luftfahrtwiſſenſchaftlicher Erkenntniſſe in der Oeffentlichkeit, Betreuung des techniſchen Nach⸗ wuchſes. i Die Lilienthal⸗Geſellſchaft wird für ausgezeichnete Leiſtungen auf dem Gebiet der Luftfahrttechnik, ins⸗ beſondere der Forſchung, Denkmünzen verlei⸗ hen. Ferner wird ſie zur Förderung des erfinderi⸗ ſchen Geiſtes in Forſchungsſtätten und in der Indu⸗ ſtrie techniſche Ausſchreibungen und Wettbewerbe veranſtalten, ſowie für hervorragende Einzelleiſtun⸗ gen gegebenenfalls auch Prämien gewähren. Der Reichsminiſter der Luftfahrt hat den welt⸗ bekannten Wiſſenſchaftler und Induſtriellen Carl Boſch(Heidelberg), dem Deutſchland im Weltkrieg u. a. die Anwendung des Verfahrens zur Gewin⸗ nung des Luftſtickſtoffs verdankte, zum Präſidenten der Geſellſchaft ernannt. Neben ihm wird Profeſſor Prandtl Göttingen),(der hervorragende Strö⸗ mungsthevretiker, das Präſidium der Geſellſchaft ausüben. Ein geſchäftsführender Präſident regelt die Arbeitsweiſe der Geſellſchaft im einzelnen. Zu Ehrenmitgliedern der Geſellſchaft ſind Gene⸗ ralmajor Thomſen, im Weltkrieg Chef des Ge⸗ neralſtabes der Luftſtreitkräfte, ferner Oberſtleutn. a. D. Wagenführ, im Feld Leiter der geſamten Luftfahrzeugtechnfk, und Geheimrat Profeſſor Dr. Schütte, bisher Präſident der Wiſſenſchaftlichen Geſellſchaft für Luftfahrt, ernannt worden. regten gehen ganda opfer! vorge Suffr. rühmt viſon, die R Sie u den g Suffre pſpäter regen! licher Mr. ſche P nen u zweite von d Hewit kam dem 9 gen ü haus krank kurze nichts freiwi habe f licht r wegen len P witt d bürger in jur wur dieſe! Europ hen ſe unte Rach, ker At ſch 19 giſchen führer klingt er ſich quemo der er Audien fer W chung, licher ander fahrt⸗ eitung iſſe in Nach⸗ chnete „ins⸗ ſerlei⸗ nderi⸗ Indu⸗ erbe iſtun⸗ welt⸗ Carl tkrieg ewin⸗ enten feſſor Strö⸗ lſchaft regelt Bene⸗ Ge⸗ leutn. imten Dr. lichen 1 Samstag, 6. Juni 1936 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe ( Seite/ Nummer 284 — Im Alter von 63 Jahren iſt ſoeben in Burn⸗ ham(Grafſchaft Somerſet) Mr. Harold Hewitt ge⸗ ſtorben, ein Mann, der im Jahre 1913 auf der Renn⸗ kahn in Ascot durch eine Wahnſinnstat rieſiges Auf⸗ ſchen erregte. Damals vor 23 Jahren ſtand die Be⸗ wegung der engliſchen Stimmrechtlerinnen, der Suffragetten, auf ihrem Höhepunkt. Täglich kam es zu Zuſammenſtößen zwiſchen Poliziſten und aufge⸗ regten Suffragetten, die keine Gelegenheit vorüber⸗ gehen ließen, um für ihre politiſchen Ziele Propa⸗ ganda zu treiben. Die Frauen bewieſen mitunter geradezu erſtaunliche Furchtloſigkeit und Selbſtauf⸗ opferung. Ja, es ſind ſogar Selbſtmorde von Frauen porgekommen, die dadurch die Oeffentlichkeit auf die Suffragetten aufmerkſam machen wollten. Am be⸗ rühmteſten iſt wohl der Fall der Miß Emily Da⸗ giſon, die ſich 1913 während des Derbys plötzlich auf die Rennbahn warf, um das Rennen aufzuhalten. Sie wurde von den über ſie hinwegraſenden Pfer⸗ den getötet. Selbſtverſtändlich feierte man ſie in Suffragettenkreiſen als Heldin. Schon vierzehn Tage später kam es in Ascot zu einem ganz ähnlichen auf⸗ zegenden Zwiſchenfall, der allerdings erheblich glimpf⸗ licher verlief. Diesmal war es ein Mann, nämlich Mr. Hewitt, der, in der einen Hand eine altmodi⸗ ſche Piſtole, in der anderen eine Suffragettenfahne, auf die Bahn ſtürzte. Es wurde gerade das Ren⸗ nen um den berühmten„Gold Cup“ geritten. Der zweite Favorit Tracey, der das Feld anführte, wurde bon dem verwegenen Mann zum Sturz gebracht. Hewitt erhielt einen ſchweren Hufſchlag an den Kopf, kam aber ebenſo wie der Jockei und dos Pferd mit dem Leben davon, denn die übrigen Pferde ſpran⸗ gen über ſie hinweg. Hewitt wurde ins Kranken⸗ haus gebracht, wo ſich herausſtellte, daß er geiſtes⸗ krank war. Aus dem Irrenhaus konnte er jedoch kurze Zeit ſpäter ausbrechen und lange Zeit hat man nichts mehr von ihm gehört. Erſt 1921 ſtellte er ſich ſteiwillig der engliſchen Polizei, und erklärte, er habe ſich ſeit 1913 in Kanada aufgehalten. Das Ge⸗ kicht verurteilte ihn jetzt zu zwei Tagen Gefängnis wegen Körperverletzung an dem Jockei des geſtürz⸗ len Pferdes Tracey. Bis zu ſeinem Tode hat He⸗ wilt dann in aller Zurückgezogenheit ein durchaus bürgerliches Leben geführt, ganz im Gegenſatz zu feiner an Abenteuern reichen Jugendzeit. Er war ber Sohn eines hohen engliſchen Offiziers, wurde Harrow und Cambriöge erzogen und ging ſchon in jungen Jahren auf Weltreiſen. In Südafrika burde er Plantagenbeſitzer, in Auſtralien führte er das müheſelige Leben eines Goldgräbers. Dann wie⸗ der fuhr er jahrzehntelang als einfacher Matroſe hurch alle Gewäſſer der Erde. Während des Buren⸗ ktieges konnte er ſich wiederholt auszeichnen. Danach wurde er Teepflanzer in Indien. Als er aber auch geſe Arbeit ſatt hatte, reiſte er zu Fuß quer durch Furopa, auf der Suche nach dem„großherzigen Mäd⸗ ben ſeiner Träume“. Aber ſein Traum zerrann, er kunte das Mädchen, das allen ſeinen Idealen ent⸗ kiach, nicht finden. Trotzdem wurde er ein glühen⸗ ier Anhänger der Suffragetten bewegung, für die er ſch 1913 zu pßfern beſchloß. 755 5 5 0 — Vor Her kürzlich erfolgten Audienz beim bel⸗ giſchen König Leopold III. wurde der Kommuniſten⸗ führer Jacquemotte von einigen Journaliſten um⸗ lingt und über die Art und Weiſe befragt, in der er ſich mit dem König zu unterhalten gedenke. Jac⸗ guemotte ſtellte zunächſt einmal feſt, daß er wohl ber erſte Kommuniſt ſei, der bei einem König in Andienz erſcheine, wooͤurch er ſich übrigens in kei⸗ „ der Weiſe geehrt fühle, ſetzte er hinzu. Auf die Frage, NE r eee wie er nun den König anreden werde, zögerte der Genoſſe eine Weile mit der Antwort:„Natürlich nur mit Sire, wie es alle anderen auch tun“, meinte er dann endlich.„Ich werde überhaupt nur eine ſehr kurze Unterredung mit dem König haben“, meinte Genoſſe Jacquemotte,„wir werden uns begrüßen und uns nach unſerem Wohlbefinden erkundigen. Was ich dem König ſonſt noch zu ſagen hätte, habe ich in einem Schriftſtück niedergelegt, welches ich ihm überreichen werde.“ Während der Genoſſe noch ſprach, öffneten zwei Lakaien die großen Flügeltüren zum Vorzimmer des Königs. Jacquemotte drehte ſich raſch um und bat die Preſſeleute, auf ihn zu war⸗ ten. Dann trat er in das Vorzimmer. Kurze Zeit darauf ſtand er vor dem König. In der Annahme, daß der Monarch ihn gleich wieder entlaſſen würde, ſollte ſich Jacquemotte jedoch getäuſcht ſehen. Es dauerte 45 Minuten, bis der Genoſſe das Zimmer des Königs wieder verließ, übrigens mit glückſtrah⸗ lender Miene.„Es war großartig!“ Mit dieſen Wor⸗ ten ſtürzte Jacquemotte auf die ihn erwartenden Re⸗ porter zu.„Guten Morgen, Herr Abgevroöneter“, hat der König zu mir geſagt, indem er mir die Hand reichte. Dann bot er mir einen Platz an und bat mich, ihm meine Anſichten auseinanderzuſetzen. Wäh⸗ rend der ganzen Zeit hat mir der König aufmerk⸗ ſam zugehört und ſich hin und wieder Notizen ge⸗ macht. Ganz zum Schluß überreichte ich ihm dann das mitgebrachte Schriftſtück und wurde entlaſſen“ „Es war mindeſtens ſehr intereſſant“, ſo ſtellte der Führer der belgiſchen Kommuniſten feſt.„Aber glau⸗ ben Sie ja nicht, meine Herren, daß nun der König Kommuniſt oder ich gar Monarchiſt geworden bin. Wir ſind beide die alten geblieben.“ * — Der Appell, den Reichsverkehrsminiſter Eltz von Rübenach dieſer Tage an die Oeffentlichheit rich⸗ tete und der die Mitteilung enthielt, daß im Stra⸗ ßenverkehr des Reiches durchſchnittlich wöchentlich 120 Menſchen umkommen, wird ſeinen Eindruck nicht verfehlen. Die Frage, welchen prozentualen Anteil der Unfall unter den Todesurſachen hat, findet ihre Antwort in den ſtiſe in der Großlebensverſicherung. Dort wird die Häu⸗ figkeit des Unfalls als Todesurſache mit 6,8 v. H. ausgewieſen. Für den Laien mag es eine Ueber⸗ raſchung ſein, daß der Unfall damit weit häufiger als Todesurſache vorkommt, als z. B. die Tuber⸗ kuloſe, die erſt mit 4,5 v. H. an achter Stelle er⸗ ſcheint. Von den Unfällen waren 46,3 v.., alſo faſt die Hälfte, Unfälle durch Motorfahrzeuge. Dieſe Zah⸗ len beweiſen, daß die Mahnung des Reichsverkehrs⸗ miniſters gar nicht ernſt genug genommen werden kann. Denn Unfallverhütung iſt ebenſo ſehr Scha⸗ densverhütung wie die Bekämpfung von Krankhei⸗ ten, Feuersgefahr und anderen wertevernichtenden Gefahren. Darüber hinaus aber ſich und ſeine An⸗ gehörigen gegen die Folgen von Unfällen zu ſchüt⸗ zen, iſt öie Pflicht eines feden, der ſeine Aufgabe an der Gemeinſchaft erfüllen will. Der Schaden, der dͤurch den Tod eines Menſchen, die Vernichtung einer Arbeitskraft, entſteht, läßt ſich durchaus errechnen. Wenn beiſpielsweiſe ein Fünfunddͤreißigjähriger mit einem Monatsgehalt von 250 Mark tödlich verun⸗ glückt, ſo gehen bei einer an ſich erwarteten Berufs⸗ dauer von 45 Jahren die 90 000 Mark verloren, die er in den nun ausfallenden 30 Jahren für ſich und ſeine Familie noch hätte erwerben können. Hätte der Mann während dieſer Zeit ein Drittel ſeines Einkommens für ſeine perſönlichen Zwecke ver⸗ braucht, ſo bleibt für die Familie immer noch ein Verluſt von 60 000 Mark, deſſen Folge iſt, oͤaß Witwe und Kinder in vielen Fällen jahrelang, oft genug ſogar zeitlebens, großen Entbehrungen ausgeſetzt ſind und der Allgemeinheit mehr oder weniger zur Laſt fallen. Es ſind dies Zahlen, die alle am Stra⸗ ßenverkehr Beteiligten,— Fußgänger, Radfahrer, Kutſcher, Kraftfahrer— ſich im Intereſſe der Ver⸗ NO MAN VON ROLF SR AN DO f 4¹ Für ſeine letzten Pfennige hatte Heinrich Schütte⸗ wald einen ganzen Strauß Roſen gekauft. Rotten⸗ lach verſprach, dafür zu ſorgen, daß der Verkauf der Billa richtig zu Ende geführt würde. Sie können ſich auf mich verlaſſen, Frau Chri⸗ te“ ſagte er. Dann waren da zwei junge Schauſpieler, die gangen ein Abſchiedsſtändchen, indem ſie die Gitar⸗ ten dazu nachmachten. Es ging alles ſehr ſchnell, han lachte viel, die Blumen türmten ſich im Netz, die vielen Koffer lagen im Packwagen, eine junge, Alegante Frau in einem fabelhaft geſchnittenen Reiſe⸗ koſtüm mit kleinem dunkelblauem Hut ſah aus dem Vagenfenſter, winkte mit der Hand, bekam plötzlich für einen Augenblick unſichere Augen, lächelte aber bann mit Anſtrengung und rief:„Rottenbach! Lie⸗ ber alter Rottenbach! Es wird mir gut gehen, wir ſchen uns wieder!“ 1 Man lebte auf dieſem Dampfer zwiſchen den Jah⸗ keözeiten und zwiſchen den Kontinenten. Man lebte in der Stadt Nirgendwo, in einer Zauberſtadt, die mit Wunderkräften über ein dunkelblaues ſprühen⸗ 5 immer neues und verändertes Element zog. HGriſtine konnte ſtundenlang unbeweglich am ügſpriet ſitzen, an verbotener Stelle, und zuſehen, wie die mächtige weiße Welle ſich entfaltete, auf⸗ kauſchte und wieder im Dunkelgrau oder im Dun⸗ Ablau des ewigen Waſſers zerrann. Der Wind bar ſalzig und ſchmeckte auf der Zunge. Der Wind bear ein junger Bruder, der alle Gedanken forttrug, 1 her Wind war ſo, daß er einen in die Arme nahm, fark in die Arme, daß man den Unfug der Men⸗ n vergaß. Aber Chriſtine wußte, daß ſchon dieſe Ueberfahrt u ber Schlacht gehörte, die man gewinnen wollte. die trug bei dem erſten Ball an Bord eine ſtrah⸗ linde Toilette. Sie zeigte an jedem Tag ein neues leid und neue Schuhe. Sie ſaß da in einem blauen uck und einer hellblauen Bluſe und in weißen Aüblederſchuhen, ein Bild für eine amerikaniſche Aodezeitung. Sie trug ein hellblaues Wollkleid, as die ſchöne, ſchlanke Linie ihrer Figur zur ge⸗ wagten Wirkung brachte. Sie war liebenswürdig, ſie kokettierte mit den bünern, und ſie lächelte mit den Frauen, ſie ſaß n der Bar, ſie nahm an den Bordſpielen teil, ſie log, ein dunkelroter Pfeil, von der federnden Brücke das Schwimmbaſſin; ſie tanzte mit Deutſchen, Zwei neue Fernſehſender für Deutſchland — Berlin, 5. Juni. Nachdem im Frühjahr dieſes Jahres die Deutſche Reichspoſt ihre Fernſehverſuche auf dem Brok⸗ ken mit gutem Ergebnis beenden konnte, wurden nunmehr gleichartige Verſuche auf dem Feldberg im Taunus erfolgreich zum Abſchluß gebracht. Der Bau zweier weiterer Fernſeh⸗ ſender auf dem Brocken und auf dem Feldberg im Taunus wird in nächſter Zeit begonnen werden. Ihre Inbetriebnahme iſt für 1937 vorgeſehen. Dieſe Sender ſollen zunächſt verſuchsweiſe betrieben wer⸗ den, da die Frage der endgültigen Verſorgung Deutſchlands mit Fernſehern heute noch nicht ent⸗ ſchieden werden kann. Der Tonbildſender Feldberg wird eine Reichweite von etwa 80 Kilometer in nördlicher Richtung und etwa 100 Kilometer in die Rheingegend haben und erfaßt daher eine Reihe wichtiger Großſtädte in der Mainmündung. Im⸗ merhin kann nach dem Charakter der Ultrakurzwel⸗ len und nach den geologiſchen Verhältniſſen keine Sicherheit gegeben werden, daß der Empfang an allen Stellen ſtörungsfrei iſt. Zum Abſchluß der Verſuchsſendungen mit dem z. Z. auf dem Feld⸗ uerg aufgeſtellten fahrbaren Fernſehſender wurde der drahtloſe Tonbildempfang in Frankfurt a. M. am 5. Juni 1936 im Rathaus vor geladenen Gäſten vorgeführt. Schnellzug Wien— Paris entgleiſt Zwei Tote, viele Verletzte — Wien, 5. Juni. Bei der Station Ebelsberg bei Linz eutgleiſte Freitag abend der Schnellzug Wien Paris. Die Maſchine und mehrere Wagen ſtürzten um und wur⸗ den zertrümmert. Die Zahl der Opfer beträgt nach privaten Meldungen zwei Tote und 10 Schwer⸗ verletzte. Eine offizielle Nachricht liegt noch nicht vor. Das Unglück ſoll dadurch entſtanden ſein, daß der Schuellzug über eine Bauſtelle fuhr und der Führer der Maſchine eine Warnungstafel mit der Aufforderung zur Verlangſamung der Fahrt über⸗ ſehen hatte. Die Generaldirektion der öſterreichiſchen Bundes⸗ bahnen teilt zu dem Eiſenbahnunglück in Ebelsberg bei Linz mit: Am Freitagg entgleiſte der aus Frankreich und aus der Schweiz über den Arlberg kommende D⸗Zug Nr. 122 auf einer zwiſchen den Bahnhöfen Aſten und Ebelsberg gelegenen Bauſtelle, wobei die Lokomo⸗ tive, der Dienſtwagen, der Poſtwagen und drei Per⸗ ſonenwagen umſtürzten. Infolge des Unfalles ſind die Bahntelegraphen und Telephonleitungen zerſtört. Nach den bisherigen Erhebungen ſind zwei Todes⸗ opfer zu beklagen, außerdem ſind 6 Schwerverletzte und eine große Anzahl Leichtverletzter gemeldet. Hilfszüge ſind von Linz und Wien aus ſofort an die Unfallſtelle abgegangen. Der Verkehr wird bis zur Freimachung der Strecke über eine Nebenſtrecke umgeleitet. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung hat das Militärkomamndo in Linz eine Kompanie des Bundesheeres an den Unglücksort entſandt. Wie von privater Seite aus Linz berichtet wird, ſoll die Zahl der Verletzten 25 Perſonen betragen. Großfeuer im Hafen von Southamplon — London, 5. Juni. In einem Bananenſpeicher im Hafen von Southampton brach am Freitagnachmittag ein Feuer aus. Alle Feuerwehren von Southampton mußten zur Bekämpfung des Brandes aufgeboten werden. Auch ein Güterzug wurde ſchwer beſchädigt. Der Sachſchaden iſt beträchtlich. hütung des dͤurch die Zahlen des Reichsverkehrs⸗ miniſters ſo erſchreckend deutlich gemachten Schadens an der Geſamtheit nicht genug zu Herzen nehmen können. e — Die Polizeibehörden in verſchiedenen Staaten Amerikas hatten im vergangenen Monat mit Hilfe der Preſſe und der Sender mehrere Aufrufe an die Bevölkerung ergehen laſſen, ihr bei der Suche nach dem 15jährigen William Webſter Theile, dem Sohn eines millionenſchweren amerikaniſchen Finauzman⸗ nes, der Anſang Mai plötzlich aus der elterlichen Wohnung auf Long Island verſchwunden war, be⸗ hilflich zu ſein. Da es ſich bei dem verſchollenen Jun⸗ gen, wie geſagt, um den Sohn eines Millionärs han⸗ delte, fürchtete man im erſten Augenblick, daß es ſich um eine neue Entführungsaffäre drehte, die von Gangſtern eingefädelt worden war. Dieſe Befürch⸗ tungen haben ſich glücklicherweiſe als unrichtig er⸗ wieſen. Der vermißte Dollarprinz iſt in dieſen Ta⸗ gen in völlig abgeriſſenem Zuſtand in Chikago auf⸗ gegrifſen worden. Bei ſeiner Inhaftnahme beſaß er noch genau 15 Cents. William gab offen zu, daß Gangſter in keiner Weiſe ihre Hand im Spiel ge⸗ habt haben. Er ſei aus eigenem Antrieb geflüchtet, weil er nicht mehr in die Schule gehen wollte. Es iſt dem von Hauſe aus verwöhnten Jungen nicht leicht gefallen, ſich durchzuſchlagen. Aber er hat doch bewieſen, daß ein guter Kern in ihm ſteckt, indem er nicht etwa bettelte, ſondern verſuchte, ſich ſeinen Le⸗ bensunterhalt durch Arbeit zu verdienen. So war er nacheinander Zeitungsverkäufer, Tellerwäſcher, Autvaufpaſſer und Transporthilfsarbeiter. Damit verdiente er zwar ſo wenig, daß er ſich kaum ſatt⸗ eſſen konnte, aber er ſchlug ſich auf dieſe Weiſe doch bis nach Chikago durch. Der beſorgte Papa hat eigens ein Flugzeug bereitſtellen laſſen, mit dem ſein Junge wieder zurückkehren ſoll. Der junge Dol⸗ larprinz hat es mit dieſer Rückkehr jedoch gar nicht eilig. Er hat ſogar ſeine Bedingungen geſtellt: auf keinen Fall mehr in die Schule, ſondern irgendwo in die Lehre, um etwas Praktiſches zu lernen.„Auf die Millionen meines Papas pfeife ich“, ſo ſoll die⸗ ſes einſt verwöhnte Millionärsſöhnchen dabei rund⸗ heraus erklärt haben. * „In England beſteht ein Geſetz, wonach Anton fahrer auch nach Erwerb ihres Führerſcheins noch nicht allein ein Auto führen dürfen Vielmehr müss ſen ſie ein„“, das ſoviel bedeutet, daß ſie noch Ler⸗ nende ſind, an dem Nummernſchild ihres Wagens befeſtigen. Dazu müſſen ſie eine gewiſſe Zeitlang noch einen vollkommen perfekten Autofahrer neben ſich haben. Auf dieſes Geſetz hin hat ſich ein zwan⸗ zigjähriger junger Chauffeur ein gutgehendes Ge⸗ ſchäft aufgebaut. Er iſt„Nebenſitzer“ für L⸗Fahrer⸗ Für den Tag berechnet er 10,50 Mk. oder je Stunde 2 Mark. Seine Anzeigen hatten einen ſolchen Er⸗ folg, daß er bereits in ſein Nebenſitz⸗Geſchäft An⸗ geſtellte einſtellen mußte. mit Amerikanern, mit Engländern. Sie zeichnete ein paar Karikaturen, die ſie verſchenkte, ſie malte ein Bild des Kapitäus„zur Erinnerung“, und ſie malte den niedlichen Jungen eines amerikaniſchen Millionärs, der mit an Bord war, und ſchenkte die Skizze der Mutter. Meroven ſagte zu ihr:„Sie fechten tapfer, Frau Chriſtine. Das ganze Schiff ſpricht ſchon von der Baronin von Milotti, der Enkelin des alten Ruck⸗ taſſch, des großen Malers. Paſſen Sie auf: Wenn 1 8 7 2 7 2 wir landen, werden ſchon die Reporter daſein. Sie ſchlagen ſich gut.. aber eigentlich hatte ich mir ge⸗ dacht, daß ich ein wenig mehr von Ihnen haben dürfte auf dieſer Ueberfahrt!“ Chriſtine tanzte mit Meroven. Er war ſchweig⸗ ſam, machte, als die Muſtk ſchwieg, ſeine kurze Ver⸗ beugung und fragte:„Jetzt kommt der amerikaniſche Oberſt, dann folgt der Konſul, dann dieſer kanadiſche Weizenkönig, den ich nicht ausſtehen kann, dann Darf ich mich in einer Stunde wieder melden, Frau Chriſtine?“ „Nein, Sie dürfen mir den Arm geben und mich aus dem Saal führen! Wir wollen uns das Meer anſehen, ich habe für heute genug. Wir wollen Ferien machen, Meroven.“ Sie ſtanden auf dem Bootsdeck, der Ozean atmete mit großen, ſchweren Atemzügen. Zuweilen brach ſich eine Welle etwas ſtärker und blitzte ſilbern im nächtlichen Lichte auf. Ganz leiſe zitterte das Tempo der Maſchinen durch den Schiffskörper. Die Milch⸗ ſtraße funkelte ein ſanftes weißes Licht hernieder. „Ach, Meroven, ſo fährt man durch die Nacht ſei⸗ ner Träume!“ Meroven legte langſam die Hand um ihre Hüften. Chriſtine fühlte dieſe ſtarke, gute Hand. Sie ſah ſein männliches Geſicht, ſie ſah den Ausdruck der Augen.„Meroven, wir hatten doch eigentlich ab⸗ gemacht 5 Da wurde der Druck der Hand ſtärker:„Eigent⸗ lich, Chriſtine?“ Er zog ſie an ſich heran. Sie wehrte ſich mit keiner Geſte. Als er den Kopf niederbeugte, bot ſie ihm die Lippen. 5 „Heinrich Meroven, ſo träumen wir!“ Sie küßte ihn heiß und leidenſchaftlich und legte ihren Arm um ſeinen Nacken. Sie küßte ihn wieder und wieder. Der ſalzige Wind ging durch ihre Haave, er lag wie ein Mantel über ihnen beiden. Sie ſchritten auf und ab. Sooft Meroven an⸗ fangen wollte zu ſprechen, legte ihm Chriſtine die Hand auf den Mund. Enblich nahm er die Hand, küßte ſie und hielt ſie feſt in der ſeinen:„Chriſtine, wir ſind in zwei Tagen in Neuyork!“ „Das weiß ich, Heinrich Meroven.“ „Chriſtine, ich liebe dich!“ „Das weiß ich!“ „Und du?“ Chriſtine ſchwieg und preßte jeden Finger ſeiner Hand mit kurzem, feſtem Druck. Sie fuhr ihm durch das Haar, ſie ſtreichelte ſeine Wangen, ſie lehnte ſich an und ließ ſich von ihm küſſen. „Chriſtine, ſage mir, daß dies kein Traum iſt, ſage mir, daß du mich nie verlaſſen willſt!“ „Das kann ich dir nicht ſagen, Heinz, es iſt ein Traum!“ „Chriſtine, ich bin nicht der Mann, du wußteſt es, mit dem man ſpielt!“ „Du biſt ein Mann. Wer ich bin, wußteſt du auch! Du wußteſt alles, Heinz, ſei nicht ſo töricht, frage nicht. Ich kann nicht antworten!“ Meroven blieb vor ihr ſtehen. Er nahm ihre beiden Hände:„Chriſtine, ſo geht das nicht! Mir iſt das Leben nicht ſo leicht geworden, ich habe nicht um⸗ ſonſt etwas Letztes aufgeſpart, weißt du, Chriſtine, woppon man nicht gerne ſpricht, wenn man ſich ſchla⸗ gen muß und wenn man kämpfen muß: ein bißchen Herz, weißt du, mein Herz, weißt du! Es iſt über mich gekommen, Chriſtine, ich habe mich gewehrt, ob⸗ wohl ich mit einem Blick ſah, wie deine Ehe ausſieht! Weißt du, Chriſtine, daß ich oft an dich gedacht habe, an das kleine Mädchen da, das ich nur ein paar Minuten geſehen hatte?“ „Heinz, das redeſt du dir jetzt ein.“ „Du weißt genau, daß es dies gibt, Chriſtine, du weißt, wie es ſehr bald mit mir ſtand, als ich dich wiederſahl“ „Heinz, wenn Ju nicht träumen willſt, wollen wir uns gegenſeitig nicht quälen. Wenn das Schiff feſt⸗ macht in Neuyork am Pier, iſt der Traum zu Ende. Ich habe ihn mir erlaubt, ich habe ihn dir erlaubt Heinz, Gründe ſind gleichgültig, ſie ſind anders für dich wie für mich. Es iſt möglich, daß ich Fehler ge⸗ macht habe in meinem Leben, dann muß ich dafür geradeſtehen. Heinz, dies iſt mein letztes Wort, das du hören kannſt darüber: Ich habe drei Jungens, drei entzückende Jungens, die ich liebe und mit denen ich glücklich ſein will! Das kann man nicht wieder ändern, Heinz!“ Heinrich Meroven wollte antworten. Sie legte ihm die linke Hand auf den Mund und ſtreichelte über ſeinen Arm:„Schweige, Heinz Mero⸗ ven! Man muß einen Traum rechtzeitig austräu⸗ men. Sieh, Heinz, es iſt ein bitteres Wort, ich weiß es, aber ich muß es ausſprechen: Man muß entſagen, Heinz Meroven, man muß entſagen können, weil man ſonſt ja doch nie wieder mit ſich ſelbſt ganz glück⸗ lich wird.“ 1 Die Schiffsglocken ſchrillten, die Beamten kamen an Bord, die Päſſe wurden zurückgegeben, die rie⸗ 125 Fallreeps ſenkten ſich auf die Mauer des Piers Ein grauer, nebliger Morgen. Aus dem Nebel Millionen und Millionen ſtrahlende gelbe Augen, böſe gelbe Augen aus den Hochhäuſern fern über dem Hafen. Sirenenheulen, Rufe. Die Schiffs⸗ kapelle ſpielt, es klingt ſchon von fern und verweht. Die Paſſagiere der erſten Klaſſe verlaſſem das Schiff. Chriſtine trägt ihren kleinen Handkoffer; das große Gepäck, die vielen großen Schrankkoffer wer⸗ den folgen. Sie ſieht den Nebel, der faſt wie dün⸗ ner Regen niederträufelt, ſie ſtieht auf die fremden Geſichter dort unten, ſte preßt die Lippen zuſammen. Neben ihr ſteht Meroven. Sie gibt ihm die Hand: „Heinz, ich danke dir! Laß mich nun allein den Weg durch dieſe Stadt gehen, ich muß es allein tun, Heinz, ich will es auch allein tun! Ach, ich habe dieſen Ab⸗ ſchied im voraus gewußt, in der Minute, als wir dort oben ſtanden. Leb wohl, Heinz!“ Sie drückte ihm ſeſt die Hand und ſah ihm feſt und klar in die Augen:„Du biſt der liebſte Mann, den ich kenne!“ Nun begann Chriſtine von Milotti, die als jun⸗ ges Mädchen Chriſtine von Rucktaſch hieß, ihren Kampf um ein neues Stück ihres Lebens. Sie gab ſchon in der Hotelhalle die Unterredungen, die ſte auf dem Schiff verſprochen hatte. Jawohl, ſie ſei die Enkelin von Chriſtoph von Rucktaſch, ſie habe Bilder von ihm mitgebracht! Sie wolle ſich Amerika anſehen, nach dem ſie ſeit ihrer Kindheit eine große Sehnſucht gehabt habe, ſie liebe die freie und große Art der Amerikaner, ſte liebe dieſe Geſichter, die alls den kühnen Ausdruck einer neuen lebendigen Welt hätten! O ja, ſie wolle auch malen, viel malen! Ste lreue ſich auf die neuen Eindrücke, auf die hellen Stirnen und die blauen Augen. f Sie erzählte Anekdoten non ihrem Großvater, ſo die Geſchichte von dem letzten Bilde des alten Kai⸗ ſers. Sie habe eine ſilberne Locke geerbt, die der Kaiſer dem Meiſter damals geſchenkt habe. Sie zeigte den Smaragoring, den der alte Herr ihrem Großvater ſelbſt an den Finger geſteckt hatte. Wie gut, daß ſie den Smaragdring in der Not damals in Deutſchland nicht verkauft hatte! a Ihr Bild erſchien in der Neuyorker Preſſe, ihr Bild ging durch die hundert Zeitungen und Zeit⸗ ſchriften der großen Konzerne. Das Bild einer ſtrahlenden jungen Frau, in immer neuen und koſt⸗ baren Koſtümen.. Sie aß mit Reportern und mit Herausgebern, ſte traf ſich mit Kollegen, ſie ließ ſich einladen. Um ihren großen, kühnen Knabenmund ſtand immer ein zeugende Sicherheit. Lächeln, in ihren Augen war eine wache und über⸗ 5 Schluß folgt.) Samstag, 6. Juni 1936 —— Konversion der 6% Miffelsfiahl-Anleihe Zu den wenigen Schuldverſchreibungen, die außerhalb Zinskonverſion von 1935 geblieben ſind, gehö⸗ nduſtrieobligationen. Konverſionen reiner Indu⸗ tionen ſind bisher noch nicht vorgenommen wor⸗ n großes Montanunternehmen, e Stahlwerke AG, mit einem bereits die Zuſtimmung der zu⸗ tm erhalten hat, an die Anleihebeſitzer her⸗ dabei um die 1927 ausgegebene proz. tte Anleihe von 25 Mill., deren ie Zwangskonverſion auf 6 v. H. der Bilonz auf 30. September ni„ zu Buch ſteht. Die Anleihe iſt ſchon ſeit 1 zu 102 v. H. kündbar.„Sie wird nun, wie man erfährt, zum 2. Januar 1937 gekündigt. Dabei ſall den Anleihebeſi hurch ein Bankenkonſortium unter Führung der Dresdner Bank eine neue 5proz. Anleihe zum Zeichnungskurs von 99 v. H. angeboten Januar 1942 durch Ausloſung in 20 zu 100 v. H. getilgt werden kann; ver⸗ der großen 3 Der zwiſchen dem Rückzahlungskurs der alten Anleihe und dem Zeichnungskurs der neuen Anleihe kommt den umtauſchenden Anleihebeſitzern zugute. In Börſenkreiſen nimmt man an, daß der Konverſionsplan der Mitteldeutſchen Stahlwerke im Folle des Erfolges der Auftakt weitere Konverſionsvorſchläge von Induſtrie⸗ anleihen ſein wird. Ein brasilianisches Handelsbüro in Berlin Am Freitagabend fand in Anweſenheit von Vertretern der Reichsregierung, der Partei und des Wirtſchaftslebens auf Einladung des Berliner Botſchafters der Vereinigten Staaten von Braſtlien die Eröffnung des neuen Braſtlia⸗ niſchen Handelsbſtros ſtatt. Botſchafter Dr. Moniz de Aragp begrüßte beſonders herzlich Reichsleiter Roſenberg. Er betonte, daß die Ver⸗ anſtaltung keine zeremonielle, ſondern vor allem eine praktiſche und nützliche ſei. In dem neueröffneten Büro würden alle, die Intereſſe an ſeiner ſüdamerikaniſchen Heimat zeigten, die die Größe ſeiner Reichtümer, die Er⸗ zeugniſſe ſeines Bodens kennen lernen wollen, aufs herz⸗ lichſte aufgenommen. Jeder einzelne, ſo erklärte der Bot⸗ ſchafter, ſoll uns Freund werden. Der Redner hob dann noch beſonders das Entgegenkommen und die Zuſammen⸗ arbeit des Außenpolitiſchen Amtes der NSDaAp und des Chefs ſeiner wirtſchaftspolitiſchen Abteilung hervor und dankte der Reichsregierung für ihre Unterſtützung und Mitarbeit am Werk der Annäherung und der Entwicklung des Handels zwiſchen Braſilien und Deutſchland. Reichsleiter Roſenberg, der Leiter des Außenpolitiſchen Amtes, dankte in ebenſo herzlichen Worten. Er verwies darauf, daß er ſelbſt und ſein Amt ſeit Jahren die beſten Beziehungen zu Braſilien und vor allem zu ſeiner gie⸗ ſigen Vertretung unterhalten hätten. Die fachliche Be⸗ deutung des neuen Handelsbüros wurde unterſtrichen durch Anſprachen des Vorſitzenden der Kaffee⸗Propaganda⸗ kommiſſion, Praedel, und des Präſidenten der Bremer Baumwollbörſe, Schier. Dann traten die Gäſte einen Rundgang durch die mit den Reichtümern braſilianiſchen Bodens angefüllten Räume des Büros an: Für eine überſichtliche und geſchmackvolle Anordnung hatte der Lei⸗ ter des Braſilianiſchen Handelsbüros, Oberſt Gaelzer⸗ Netto, gemeinſam mit feinem Mitarbeiter, dem Berliner Maler Mox Saltzmonn, Sorge getragen. Opposiſion bei Gesfürel 13 Mill. Rif Invesſionen/ Im neuen Jahr guſe Beschäfligung Schwebende Befelligungsſragen In der V der Geſellſchaft für elektriſche Unterneh⸗ mungen, Lud. Loewe u. Co. AG, Berlin, wies der Vor⸗ ſitzende einleitend darauf hin, daß ſich das Unterneh⸗ men in gefeſtigter Lage befindet, dos vergangene Jahr war für die Geſellſchaft von beſonderer Bedeutung durch die Transaktionen mit Hirſch⸗Kupfer, die nach jeder Richtung den Erwartungen entſprochen hat. Zum Schluß ergriff ein Kleinaktionär das Wort. Aus dem Abſchlußwerk ſei zu entnehmen, doß die Geſellſchaft Effekten verkauft und, wie er annehme, dabei wohl ſtille namhafte Reſerven regliſiert hat. Für den Erlös dieſer Effekten habe die Geſellſchaft zum größten Teil wohl die Majorität von Hirſch⸗Kupfer erworben. Er vermute, daß der Beſitz an Hirſch⸗Kupfer⸗Aktien zum Einſtondswert ein⸗ geſetzt ſei und hege die Befürchtung, daß nunmehr die früheren ſtillen Reſerven verſchwunden ſeien. Die Ver⸗ waltung würde ſicher den Wunſch haben, ſich wieder ſtille Reſerven zu ſchaffen, wodurch eine Beeinträchtigung der Dividende für das verfloſſene Geſchäftsjahr aus dem nor⸗ malen Ergebnis gezohlt werde und eine Regliſierung ſtil⸗ ler Reſerven nicht erfolgt ſei. Eine Abſchreibungsnotwen⸗ digkeit auf Hirſch⸗Kupfer⸗Aktien beſtehe nicht, ſo daß das Gewinnergebnis des laufenden Jahres hierdurch nicht be⸗ einträchtigt wird. Der Abſchluß mit wieder 6 v. H. Dividende auf das 80 Mill.„ betragende An wurde dann einſtimmig geneh⸗ migt. Ueber den Verlauf des neuen Geſchäftsjahres berichtete der Vorſtand, daß der Auftragseingang in den obgelau⸗ fenen Monaten eine weitere Erhöhung aufweiſt. Auch die Aufträge aus dem Ausland hoben eine Steigerung erfah⸗ ren. ei den eigenen Betrieben und bei den Tochterunter⸗ nehmungen hat ſich die Stromabgabe faſt durchweg ver⸗ mehrt. Die Verwaltung hofft daher, daß das Ergebnis des kaufenden Jahres wieder erfreulich iſt und dem vorjähri⸗ gen mindeſtens entſprechen dürfte. Für größere Bauvor⸗ haben und Werkerhaltungsarbeiten bei dec Geſellſchaft und den Tochterunternehmungen habe der AR den Betrag von 13 Mill.„ bewilligt und die Finanzierung aus eigenen Mitteln bereitgeſtellt. In den erſten Monaten des laufenden Jahres habe die Verwaltung auch die Frage geprüft, inwieweit eine Be⸗ teiligung der Geſellſchaft an einem größeren Unternehmen durchgeführt werden könne. Die Prüfungen in dieſer An⸗ gelegenheit(ACG?) ſeien aber noch im Gange, ſo daß nähere Angaben zur Zeit noch nicht gemacht werden können. fir * Herrenmühle vorm. C. Geuz Ac, Heidelberg. Wie wir erfahren, iſt Direktor Oppenheimer aus dem Vorſtand der Herrenmühle ausgeſchieden. An ſeiner Stelle wurde Direktor Setzinger, bisher München, in den Varſtand be⸗ rufen. * Ach für Cartonnageninduſtrie, Dresden.— 4 v. H. o) Dividende. Nach Abſchreibungen auf Anlagen von 535 434(414 081)„ und nach ſonſtigen Abschreibungen von 178 097(254 980), bleibt ein Reingewinn von 161 550 (i. V. wurden 34 410„ Gewinn vorgetragen). Der HV am 26. Juni ſoll vorgeſchlagen werden, aus dieſem Ge⸗ winn die Dividendenzahlung mit 4 v. H. wieder aufzu⸗ nehmen und den Reſt vorzutragen.(Ac 2,65 Mill..) Im neuen Geſchäftsjahr war die Entwicklung bisher be⸗ friedigend. * Wieder 6 v. H. Dividende bei der Mitex. Die Mitex Mitteldeutſche Textil⸗AG, Berlin, erzielte im Geſchäftsjahr 1935 Bruttoeinnahmen von 0,79(0,86) Mill. 4 Zinſen und ſonſtige Kapitalerträge erbrochten 08(0,14) und außerordentliche Erträge 0,07(0,06) Mill. 4. Nach Verrech⸗ nung aller Unkoſten und Aufwendungen und nach 9,05 0,12) Mill./ Abſchreibungen ſtellt ſich der Gewinn des Berichtsjahres auf 59 789(88 349). Unter Berüchſichti⸗ gung des Gewinnvortrages beträgt der verfügbare Ueber⸗ ſchuß 64 770(61 980) ,; hieraus 1 8 noch den Be⸗ ſchlüſſen der H wieder 6 v. H. Dividende zur Verteilung. In der Bilonz ſteht das Grundkapital mit unv. 1 Mill. 4 zu Buch. * Didier⸗Werke Ac, Berlin.— Kleiner Jahresgewinn. Das Jahr 1935 ſchließt mit einem Gewinn von 327, J Mauuheim, 4. Juni. Die Haltung der Weltweizen⸗ Märkte iſt gegenwärtig, wie in den letzten Jahren ſtets um dieſe Jahreszeit, ſehr nervöſen Schwankungen ausgeſetzt, da die Beobachtung der neuen Ernte und die Bemühungen, noch vorhandene Vorräte ſoweit wie möglich abzuſetzen, die Getreidewirtſchaft täglich neuen Einflüſſen unterwer⸗ fen und der Spekulation willkommenen Anlaß zur Betäti⸗ gung geben. Die Verkäufe des kanadiſchen Weizenpools waren auch in dieſer Woche beträchtlich, ob ſie aber hinrei⸗ chend waren, die noch vorhandenen großen Beſtände wirk⸗ ſam abzubauen, ſteht dahin. Nach den Börſennotierun⸗ gen zu urteilen, ſcheint man die Lage in Amerika felbſt günſtiger zu beurteilen als an den europäiſchen Einfuhr⸗ plätzen, da die US A⸗Börſen meiſt kleine Erhöhungen auf⸗ wieſen, während an engliſchen Plätzen leichte Abſchwächun⸗ gen feſtzuſtellen ſind. Von Cif⸗Angeboten hörte man für Manitoba I, hard, Pacific, loko Antwerpen, 5,00 hfl., transbordé Antwerpen; für Juni⸗Lieferung ſtellten ſich Manitoba J, hard, Paeifie, auf 4,95 hfl., Manitoba I, Pacific, auf 4,92% hfl., Matti⸗ toba II. Pacific, auf 4,82% hfl. und Manitoba III, Pa⸗ auf 4,70 hfl.; ſeeſchwimmend koſtete die zuletzt genannte Sorte 4,72% hfl., Manitoba I, hard, Atlantic, koſtete für Juni⸗Abladung 5,00 hfl. und für Juli 5,02% hfl.; Mani⸗ toba J, Atlantic, für die gleichen Termine, 4,90 und 4,92% hfl. und Manitoba II, Atlantic, 4,70 und 4,72% hfl.; die zuletzt genannte Sorte ſtellte ſich loko Antwerpen auf 4,72% hfl. und Manitoba III, Atlantic, auf 4,60 hfl., trans⸗ bordé Antwerpen. Für Amber Durum IJ, Canada Weſtern, verlangte man Juni 4,52 hfl., Juli 4,55 hfl.; für II 4,32% und 4,35 hfl., für PII 4,07% und 4,10 hfl. und für IV 3,80 und 3,82% hfl. Uruguay⸗Laplata⸗Weizen war für Juni zu 131 engliſche Sh. und ruſſiſcher Weizen von 80/81 bis 82/83 Kg. für 102 bis 106 belg. Franken, je nach Güte und Gewicht zu haben. Sämtliche Forderungen verſtehen ſich, ſoweit nichts anderes vermerkt, eif Antwerpen. Das Angebot von Julandsweizen war recht klein. Für eine Partie unterfränkiſchen Weizen ſoll der Feſtpreis mit 6/ Spanne bewilligt worden ſein. Zum gleichen Preis war auch etwas bayeriſcher Weizen am Markt; auch für Pommern/ Mecklenburg/ Holſteiner ſowie für Mecklenburg/ Holſteiner verlangte man meiſt dieſen Preis. Verſchie⸗ dentlich wurde nur mit der Klauſel„Kaſſa gegen Doku⸗ mente“ angeboten. Dabei verſuchten die Eigner mehrfach, vom Verkäufer noch 5 Pfg. je 100 Kg. Kommiſſion vom Käufer zu verlangen. Nach Worms ſollen einige Partien Pommern/ Mecklenburg/ Holcheiner Weizen verkauft wor⸗ den ſein. Auch am Niederrhein haben ſich mit einer Han⸗ delsſpanne von 6% noch Abſatz möglichkeiten ergeben, wäh⸗ rend hier die Kaufluſt merklich abgenommen hat. Die Mannheimer Großmühlen können ihren Bedarf aus eige⸗ nen Beſtänden decken, während die Binnenmühlen durch Abgaben der Reichs⸗Getreideſtelle verſorgt ſind, ſo daß dringliche Verſorgungslücken in keiner Weiſe zu beobachten ſind.— Futterweizen war ſehr begehrt, doch nur in ver⸗ ſchwinnden Mengen angeboten. Als Käufer ſind neuer⸗ dings wieder Futterfabriken aufgetreten, die offenbar einen guten Abſatz ihrer Erzeugniſſe zu verzeichnen hatten, und demzufolge noch zukaufen müſſen. N. „ Nachlassen der Broigeireide-Nachirage Das Roggen⸗Angebot am Getreidegroßmarkt war ouch in dieſer Woche unzureichend, doch hat auch hier die Nach⸗ die Beſchäftigung der weſtlichen Werke gut, der mittel⸗ und oſtdeutſchen Werke und der Ofenbauabteilung befriedigend ſei. Das neue Geſchäftsjahr hat bisher gegenüber dem Vorjahr weitere Belebung gebracht. * Getreide⸗Handelsgeſellſchaft Hamburg mbc, Hamburg. Im Handelsregiſter iſt nunmehr die Eintragung der Ge⸗ treide⸗Handelsgeſellſchaft Homburg mbß erfolgt. Gegen⸗ ſtand des Unternehmens iſt die Uebernahme und Fort⸗ führung des Geſchäfts der Firma Hans J. Lebenbaum zu Hamburg ohne die Uebernahme des Firmenrechts und der Handel mit Getreide aller Art ſowie die Vornahme aller hiermit in Zuſammenhang ſtehenden Geſchäfte. Das Stammkapital beträgt 100 6000 /. Zu Geſchäftsführern wurden die Kaufleute Adolf Ernſt Reich und Adolf Martin Lohmeier, beide in Hamburg, beſtellt. * Rheinmetall⸗Borſig AG., Düſſeldorf. Die Geſellſchaft beruft jetzt ihre HV. auf den 29. Juni ein, die den Ab⸗ ſchluß für das vom 7. Juli bis 31. Dezember 1935 laufende Zwiſchengeſchäftsjahr genehmigen ſoll. Es ſoll für dieſes ſechs Monate umfaſſende Zwiſchengeſchäftsjahr auf 28 Mill. Mark AK. eine Dividende von 3 v. H. verteilt werden, der der Vorjahrsdividende von 6 v. H. auf noch 20 Mill. 4 AK. für das volle Jahr entſpricht. * B. Wittkop AG. für Hoch⸗ und Tiefbau i.., Berlin. In der o. GV. wurde der Abſchluß für das Geſchäftsjahr 1935 ſowie die Liquidationseröffnungsbilanz per 1. Ja⸗ nuar 1936 genehmigt. Ueber den Stand der Liquidation wurde mitgeteilt, daß, wenn nicht Unvorhergeſehenes ein⸗ träte, eine Aktionärsquote von etwa 10 v. H. geſichert er⸗ ſcheine. Dies entſpricht ungefähr dem aus der Liquida⸗ tionseröffnungsbilanz erſichtlichen Ueberſchuß der Aktiven über die Paſſiven, der als„Bilanz⸗Ausgleich“ mit 47 786 zu Buch ſteht. Die Verwertung der Aktiven ſei nach Fer⸗ tigſtellung ſämtlicher Bauſtellen nunmehr in vollem Gange. * Halberſtadt ⸗Blankenburger Eiſenbahn ⸗Geſellſchaſt, Blankenburg.— 3(2½) v. H. Dividende. Die Geſellſchaft, deren Aktienkapital ſich zu etwa 40 v. H. im Beſitz der All⸗ gemeine Lokalbahn und Kraftwerke AG., Berlin, befindet, ſchließt das Geſchäftsjahr 1935 bei 0,09(0,32) Mill. 4 Ab⸗ ſchreibungen einſchließl. des Vorjahrsvortrages mit einem Reingewinn von 395 264(364 272) /. Hieraus ſollen 3 (2/½) v. H. Dividende auf 12 Mill.„ AK. verteilt und 18 000(15 000)/ zur Tilgung der Genußrechte verwendet werden. 11254/ verbleiben zum Vortrag, * Zur Kapitalerhöhung der Frankona Rück und Mit. Die Frankona Rück⸗ und Mitverſicherungs⸗AG, Berlin, teilt uns zu dem Antrag auf Kapitalerhöhung um bis zu 1 Mill. mit, daß ſie in der Haupiſache dem Zweck dienen ſoll, dos Grundkapital im Hinblick auf den ſtark erweiter⸗ ten Geſchäftsumfang der früheren Höhe wieder anzunähern. Den Bedürfniſſen einer Rückverſicherungsgeſellſchaft ent⸗ ſprechend und in dem Beſtreben nach ſtärkerer Bindung der Aktionäre ſei für die Erhöhung die Form der vinkulierten Namensaktien gewählt worden. Das Bezugsrecht der Ak⸗ tionäre ſoll deswegen ausgeſchloſſen werden. Das Ban⸗ kenkonſortium, das die neuen Aktien übernimmt, wird aber gleichwohl die Zuteilung an die alten Aktionäre vornehmen, ſoweit ſie nach Auffaſſung der Geſellſchaftsorgane den Vor⸗ ausſetzungen genügen, die an Namensaktionäre zu ſtellen ind. * Schweizer Schleppſchiffahrtsgenoſſeuſchaft.— 4(4) v. H. Dividende. Der Brutto⸗Gewinn dieſer ſchweizeriſchen Reederei für 1935 ſtellt ſich auf 1,089 Mill. Franken gegen 1,004 Mill. i. V. Der Reingewinn ſtellt ſich nach Abzug von Unkoſten, Zinſen und Rückſtellungen auf 519 616 li. V. 497 201) fr., der ſich durch den Vortrag aus dem Vor⸗ jahre auf 534 920 ffr. erweitert. Noch Ueberweiſung von 370 000 ffr.(850 000) an den Amortiſations⸗ und den Re⸗ ſerveſonds wird aus dem verbleibenden Reſt eine Divi⸗ dende von 4 v. H.(i. V. erſtmals nach der Sanierung 4 v..) auf das Prioritäts⸗Genoſſenſchafts⸗Kapital verteilt, ebenſo auf 1,750 Mill. betragende Stammkapital.(Letztes Jahr erhielt nur das Prioritäts⸗Ag eine Dividende.) — „Nene Metallkurspreiſe. Durch eine weitere Bekannt⸗ machung Kp 146, die am 6. Juni in Kraft tritt, werden er⸗ neut um je 0,50 Rotgußlegierungen auf 52—54, und Bronzelegierungen auf 7494774 4 herabgeſetzt. Außer⸗ dem werden die Preiſe für Zinn, nicht legiert, weiter auf um den ſich der Verluſtvortrag des Vorfahres von 35188 ermäßigt. Ueber das laufende Geſchäft wird berichtet, daß 222242 geſenkt, alſo um 3,50„ und ebenſo die Banka⸗ Zinn auf 242542527. der Neuen Mannheimer Zeitung frage vielfach au Dringlichkeit verloren, da in Bedarfs⸗ fällen die Rfcc kleinere Mengen zur Verfügung geſtellt hat. Handelsſpannen, die höher als 6 4 liegen, werden nur in beſonderen Ausnahmefällen genehmigt. Auch die Roggen⸗ verkäufe in das Saarland, über die wir letzte Woche berich⸗ teten, wurden auf der Grundlage einer Spanne von 6 1 abgeſchlofſen, nicht von 8 1, was wir hiermit richtigſtellen. Futterroggen war gefragt, aber kaum angeboten. N Am Gerſtenmarkt kamen vereinzelte Partien nord⸗ deulſcher, meiſt pommeriſcher Braugerſte zum Angebot, für die man 22,50 bis 23,50/ verlangte, ohne allerdings dafür Käufer zu finden. Da man für Malz einen Preis von 39 bis 40 /, ab Station, fordert, der verhältnismäßig weſent⸗ lich unter dem genannten Braugerſtenpreis liegt, konnte man bei an ſich kleiner Nachfrage einen ſolchen Preis nicht erzielen. Zuſätzliche Malzkäufe waren nicht zu beobachten. Zwar hat ſich der Bierausſtoß im Mai günſtig, entwickelt und im allgemeinen die Vorjahrsziffern erreicht, das nun⸗ mehr herrſchende kühle Wetter hat jedoch den erhofften Mehrausſchank nicht gebracht. Die Marktlage für Futter⸗ gerſte hat ſich etwas erleichtert; insbeſondere ſind auch ſchwerere Gerſten, die man zunächſt als Braugerſten an⸗ geſprochen hatte, in genügendem Umfang zu haben, ſo daß befriedigt werden kann. Für oſt⸗ 91,85 /, eif Nieder⸗ und 22 /, eif Oberrhein; nach dem Niederrhein ſoll zu dieſem Preis auch etwas umgeſetzt worden ſein. ** Auch bei Hafer iſt das Angebot etwas größer geworden: nord⸗ und ſüddeutſche Herkünfte waren am Markt. Für 51 Kg. ſchwere Induſtriehafer verlangte man 20,40 bis 20,80 /, eif Oberrhein. Freigegebener Saothafer, 60 Kg., war zu 21,20, eif Mannheim mit 0,25/ freier Handels⸗ ſpanne erhältlich. Bei Futterhafer hat die Nachfrage in⸗ folge der nunmehr gegebenen Verwendungs möglichkeit von Grünfutter nachgelaſſen. Bei allen Getreideorten wirkten auf die Markthaltung auch die Nachrichten über den Felderſtand ein, der in Süsd⸗ deutſchland ſowohl für Winter⸗ als auch für Sommer⸗ Getreide als hervorragend hezeichnet wird. Der Roggen ſteht bereits teilweiſe in Blüte. Zur weiteren günſtigen Ent⸗ wicklung iſt jetzt trockenes, ſonniges Wetter erwünſcht. Am Mehlmarkt beſtand weiter lebhafte Frage nach Roggenmehl, das aus den bereits mehrfach mitgeteilten Gründen verhältnismäßig wenig angeboten iſt und vielfach nur den alten Kunden vorbehalten wird; trotzdem hat ſich eine vollſtändige Deckung des Verbraucher⸗Bedarfs ermög⸗ lichen laſſen. Von Roggenmehl beeinflußt, wurde auch Weizenbrotmehl ſtärker gefragt. Bei Weizeumehl hielten die flotten Abrufe und die laufenden Abſchlüſſe an. Die Mühlen konnten alle an ſie herantretenden Anſprüche voll und glatt erfüllen. ** Der Futtermittelmarkt verhielt ſich verhältnismäßig ruhig, da nunmehr Grünfutter zur Verfügung ſteht und durch die erſte Heuernte auch der Bedarf für die nächſten Monate gut gedeckt iſt. Delkuchen wurde verſchiedentlich gefragt; es waren jedoch noch immer einige Beſtände aus der letzten Zuteilung vorhanden. Auch Schnitzel waren begehrt. Reſtbeſtände von ſortierter und Holbgerſte ſowie Biertreber und Malzkeime kamen zu den von den Ge⸗ treide⸗Wirtſchafts⸗Verbänden beſtimmten Preisbedingungen an den Markt und wurden glatt aufgenommen. Für Futtermehl hat ſich die Marktlage etwas erleichtert. Kleie blieb geſucht. Bei Stroh und Hen alter Ernte war es ziemlich ruhig; lediglich von kleinen Umſätzen in Roggen⸗ ſtroh auf einer Preisgrundlage von etwa 3/ war etwas zu hören. Waren und Märkie Berliner amiliche Nofierungen Weizen märk. Wintergerste Hafer märk. Berlin 76,77 219/219] zeil. fr. Berl. Berl. 48/49 Futierwz. Bl märk. Stat.... Erzeugpr. 4 Mittag-Ausgabe Nr. 254 te ete Die Abendbörſe eröff Sch Zurückhaltung. Die Kurſe liner Schlußbaſis behauptet. AG ſätze hatten. von Großbankſeite, ſonſt la Im Verlaufe vermochte ſi liſſe jedoch etwas freundlich Montanwerte, insbeſondere 89,70 geſucht. Von Aus! nen Werte nach d erholen, beſonde 7,55(6,70) erhöht, ferner 3,2 Juli) auf 1,75 rot.(1,55). errechneten 2 Aktienkurſe(Inder 1924/1928 100 Bergbau und Schwerin ie Verarbeitende Induſtrine Handel und Verkehr Geſamt ä 9797+*— 85 4/½0% Wertpapiere Pfandbriefe der Hyv.⸗Akt.⸗Banken Pföbr. öff.⸗rechtl. Kreditanſtalten Kommunalobligationen Anleihen der Länder u. Gemeinden Durchſchnitt Außerdem 6% Induſtrieobligationen. 4% Gemeinde⸗Umſchuldungsanl, ſchuldung zu 89,70 einen beach ſtiegen Nachbörſe: Vereinigte Sta 8 ben 170,75—171; Höſch 110 Geld; Kronen⸗Bosnier 7,55 Geld, Börſenkennziffern Woche im Vergleich zur Vorwoche wie folgt: NRhein-Mainische Abendbörse Behaupfei Frankfurt, 5. Junk allgemein bisher Erhöhte Nachfrage ergibt ſich außerdem für weſtdeutf die mit 48(48) zur Notiz gelangten und Am Rentenmarkt vorerſt nur Ko n Umſatz, deutſche ausländiſche Werte ſtill, Türken jedoch ſchwächer. t nicht zu bel ben, die Haltung war auf eine kleine Nachfroge der wurden und Vereinigte werke, Ich Farben erhöhten ſich auf 170,75 nach 17036. Am Rentenmarkt blieben gen wohl ch das Geſch er. Gefragt öſch 4proz. · hlwe ruhig. nur geri rke 96,75 Geld; Wochendurchſchnitt 5.30. 18.—28 8. ) 108 87 108,54 93.49 93.15 104,80 104.59 100.44 100,15 98,57 98,50 905.58 95,45 94,19 94.11 94.20 94.20 95,67 95,56 103,43 103,5 88.80 88.6 N bei Nach den bankungen im Mittagsverkehr zeigt ſich bei der Kul erfuhren Veränderungen, blieben im allgemeinen aber auf der Ber⸗ 0 Nachfrage in Erwartung des Ergebniſſes der heutigen Bflanzſitzung ür Verkehrsweſen die zu 126(125) geſucht waren. K HANDELS- d WIRTSCHAFT-Z EITUNG, fanden Ki als au Kommunalumſchuldung andsrenten vermochten ſich die Abſchwächung von heute mittag Kronen⸗Bosnier waren gefragt un Ungarn Kronen 25(2,00) und 4proz. Oeſterreicher Einheitsrente(Mai⸗ 00 ih N G Far⸗ Durchſchnitt im Mai Wetterkarte des Luftamts Frankfurt a. M. Ihr? 5. Juri 1936 9 — ö — 0 5 Roggen märk. 183 Azeil. fr Berl. Weizenmehl 8 28.40 Braugerste märk. Stat. Erzeugerpr. 9 28.40 neu frei Berl. 10 88.80 märk. Stat. Ind'gerst fr. Bl. Roggenmehl! 22,25 gute frei Berl märk. Stat..] Erzeugerpr. 12 22.5 märk. Stat Futterg. 59/62 1/0 181 22.45 Diktorſa⸗Erbſenn, g. I Seradellaa 1. Kleine Erbſen ü 32.— 735,50 Leinkuchen ab Hambg 17, incl..80 Jutter⸗Erbſen 24 /.— Arden ab Hbg 16.90„.80 Peluſchten 32. /85,.—[Erdnußkuchenmehl 18,10 Ackerbohnen 2. ½2— Trockenſchnitzel.. 9,50 Wicken Oſtſee../— Soyabohnſchrot aßpgſ 15 50.50 ruſſiſch S t ab Stetiin 15.90„.80 Lupinen blan. 17.50/19.50! Kartoffelflocken Stolpf 18,70.Leihſäck gelb e ab Berlin 19.90 Hamburger Zucker- Terminbörse Amtliche Notierung lür weißen Zucker, geſackt, trocken, nicht unter hol Stand, 25, frei Seeſchiffsſ. Hamburg, für 50 kg einſchl. Sack. 5 Juni 10 Uhr 30 5. Juni 2 Uhr 15 Term 0 ine Prief Geld] bez. Brief Geld] bez Juni 390 370 300 A 390.75 9 5 Auguſt.95 890 9 Sept. 4,05.80.10.90. Okt.. 4103.95 2 Noy.„4,15 4, 4,15.—— Dez.[415.05 415 405— Januar 4,25 4,10.25 410* Februar 480 4,15 20.15 3 März 45.20. 5.20— April. 40.25*.0 4,25 0 Mai.. 4,45.80— 445 830— Tendenz ruhig 22 Rotterdamer Getreidekurſe vom 5. Junk.(Gig. Dr,) Schluß: Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Juni 4,67% Sept. 4,70 Nov. 4,70; Jan. 4,77% K.— Mais lin Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Juni 60,50; Sept. 60,75; Nov. 61,50; Jan. 61,25. Liverpooler Baumwollkurſe vom 5. Juni.(Eig. Dr.) Nicht notiert. 2 Leinöl⸗Notierungen vom 5. Juni.[Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſaat Pl. per Juni 10‘; Leinſogt Klk. per Juni⸗Juli 12786; Leinſaatöl loko 25,9; Juni 25,0; Juli⸗ Auguſt 25,0 Baumwoll⸗Oel ägypt. 23,65 Baumwoll⸗St. ägypt. per Juni 676. Neuyork: Terp. 42,0. Savan⸗ nah: Terp. 37,0. Geld- und Devisenmarki Paris, 5. Anf Gchluß amtlich). London 76.39 Jpapien 207.25] Ropenb. 28* 8 lap 818 len 0 025% J 255 belgſen 257,— Schweiz 490.62 Stockholm 395— Werchu 2885, London, 5. un Gthlub emiſich) 5 Fewo 483.50. J 220 f 370.75 J5 Bonne 508,25 Stecbem 18,39 ½ Fumzeien 574,— 8 177 1— 1— 1 3 5 zun 15— e 2087— fete 22700 n 8 Aena 2250 1— 0 8—. 8 80 1 8 ages 106,3 herlin 42.25. Buenos Arts 15,.— Fbenos sthwii 15.885 E 215.— fie de Ja. 42.— mf Len dön 18,05 Spann 38.80— ois 400,—( lengteng 1,881 Start 100,12 Meialle a Hamburger Mefallnoflerungen vom 5. Juni NRupfer Ines: u. Aroltt-Linn brief Geld brief f bold da brief beld berahf 5 irt. Hüttturthrin kx.. 19. 19.— kebrur 83. kenailbet(K. g.). 42.—39.— März 8. 3 Feingold(AM. p. rr..84.79 0** 5 5 3400 200 — 2*——— 4— 2 5 2*—* **Vö3v 1 5 21 288, R„C. R N. 5⁰ nus! 457548 8 880 3 1 zeptemb. 48,— 47, 9288.00 loco Abſzt Okloder 48.7548,- 28,0258, 0„ Aafren Regulus tnt.(S.) 48.— 45,—. Aevemk. 49, 28,50 0 5 00 F S ber flacht) 12,87 12.87 Fand eee. Veltramert chines.(in Sb.) 88.— —* *Der Londoner 7 8 betrug am 5. Juni für eine Unze Feingold 138 ſh 6% d 86,5886, für ein Gramm Zeichener EHu. Zur Weterkaple Kefer Mod FN d ds O deiter O babbbedecie From vndtingender Kafffürb ener wind See frent wrde gener Watrmücf * Stöcke. A 2, from mit Wermiuft H. geD FER *. Ouchenbs G wollag Ille gergsbiet ff Seh O bededd yy Schaberfafigheit, Nebel, 0 0 der nördlichen Nordſee rung einſtellen. Grad. In den wärme gemeſſen. Rheinbädern wurden 7 Uhr 4 14 Grad Waſſer⸗ und. 9,5 Gr ziemlich tief. Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe ort Frankfurt/ Main, vom 6. Juni. Unter dem Ein fluß des noch immer über Europa liegenden flache Tiefdruckwirbels hielten auch am Freitag noch 7 ergiebigen Niederſchläge an. Dabei lagen auch die Temperaturen infolge Zufuhr balter Luftmaſſen val Da ſich nu aber bei verbreitetem Druckanſtieg oͤas S gebiet auffüllt und gleichzeitig wieder lebhaftere Wirbeltätigkeit eingeſetzt ſich eine gewiſſe Beruhigung der Wetter; lage und bei weſtlicher Luftzufuhr auch + 11,5 Grab, tiefſte Temperatur in der 6. Juni 4 8,5 Grad; heute früh halb 8 Uh heute über dem Atlan hat, with törungs⸗ Atlan Vorausſage für Sonntag, 7. Jum Wechſelnd bewölkt, noch einzelne Niederſchlags ſchauer, Temperaturen etwas höher als ſeither, nordweſtliche bis weſtliche Winde. ö Milde Höchſttemperatur in Mannheim am 5. Ju Nacht zun 1 + 00 Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh halb 8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr 13,1 Millimeſet 13,1 Liter je Geviertmeter. vormitta Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Junf — Rhein⸗ Pegel Rheinfelden Breiſach Kehl! Maxau. Mannheim. Raub föln Feingold demnoch 53,4506 Pence= 2, 78388. Jagſtfeld Heilbronn Plochingen. Diedesheim. 5 Neckar⸗Pegel Mannheim Frachienmarki Duisburg- Ruhrori Dos Geſchäft erfuhr an der heutigen Börſe und ganzen gegen geſtern keine Aenderung. wärts konnte verſchiedentlich mittlerer Kahnraum trag zur Verladung vorgelegt werden. fuhren ebenſo wie die Schlepplöhne keine Aenderung, 5 auf Die Frochten eh ad Lutz 5 im großen Füt bett 8 5 Hiſch bofſtraf und li Der al und bl tellte Folgen licher ſtadt a. Otto 6 glücklie er 577 Na de mender verlor der ein Die v perle Mainz Für n ** Uebernin Hausarbe gebote u. an d. G elle. Ain 5 J. la Wirtſcha lacht ſof, Slelle, a. z alleit Herrn. Angebot 8 8 43 Geſchäfts Blattes Ae e — Junk ich den Kuliſſe eringſte er Ber⸗ fanden zſitzung waren. 8 Fär⸗ 55 Geld. eichsamt letzten urchſchnitt im Mai 107,71 Ausgabe dem Ein en flathen noch di auch dit aſſen von ſich nu ſtörungs⸗ Atlan hat, wi Vetters Milde uni 3 erſchlags fſeither, Jun kacht zun Ihr 1 98 u b. Geſthäfts⸗ 1 Ind blieb 1 d. M. Otto Gehl e, glücklich, d daß den er la 8 Die vier Inſa gakob Schü tz, wagen, in dem Mainz geborge borgen. — 8 4 Frankfurt, giſchoff aus e wollke in der Bahn⸗ 9 in Neu⸗Iſenburg di 10 lief dabei einem afk de in Der alte Mann wurde auf die Straße geſchleudert bewußtlos kalte einen ſchweren Folgen der Mann geſtorben iſt. Ein zweiter töd licher e ereignete verletzt in das * Frankfurt a.., 5. * Un! 1 Juni. De lieget ſich in ſtürzte mit ſeinem Auf der ſſen des der am 24. fich auch Mainz in den Rhein gefahren iſt, iſt nunmehr bei n worden. wurde bald nach dem Unfall Der 78jährige Reichsautobahn lähe v von Hähnlein an einem aus München kom⸗ nenden Perſonenkraftwagen ein Reifen. verlor der Führer die ber eine Böſchung hinunterfiel und ſich überſchlug. Wagens Darmſtädter K Herrſchaft Juni. Der Wilhelm Straße überſchreiten das Rad. platzte in Dadurch 5 gen Wagen, über den wald 1 wurden ſchwer rankenhaus gebracht. 2 Die te aus dem Rhein ge⸗ Enepatige Klelnanzelgen bie zu —— elner Höhe von 100 mm je mm pig. Stellengesuche je mm4pfg. ſchwerer Stein, des Kaſtanien⸗ und Exotenwaldes, di Sehenswürdigkeit in wurden, punkt vollenden. Neue Maunheimer Zeitung Allerlei aus Weinheim Geoenkftein für den Gründer des Weinheimer Koniferenwaldes verſinnbildlicht ein Weinheim. wurde angelegt in den Jahre Einweihung des wird ſein Werk bis zum feſte Das Ehrenmal, das Die Rettungswache Schädelb fes e 2 35 8 hädelbruc ſeſt, an deſſen Dem Gründer des Weinheimer Koniferen⸗ zer Nähe von Stock. wald es Chriſtian Freiherrn von Berckhe im, *— 1 2 Der Angeſtellte eines Sarong ſchäft wurde von feinem Enkel, Philipp Graf von Berck⸗ 8 a 5 heim, dieſer? Tage am aa des Kaſtanienwal⸗ er Aire er 585 4 un⸗ des ein Erinnerungsſtein geſetzt. Dieſer große Na⸗ 2 0 0 V 2 7 2 2 5 5 222 3 ſeinen Verletzun turfindling, ein wuchtiger, ſchätzungweiſe 6 Zentner Stück Geſchichte er einzigart 15 Der Exoten n 18601868. Am 5. Juli: Einweihung des Ehrenmals Weinheimer Ehrenmals Mai mit en findet 1 am 5. Juli im Beiſein von Perſön⸗ i lichkeiten aus Partei und Staat ſtatt. In den Ehren⸗ eine Mutter befand, bei hof, der von den Einf faſſungsmauern umgeben iſt, Die Milter des führen bequeme Treppenaufgänge. Bildhauer Koll⸗ U 5 Schütz mann in Karlsruhe, dem die Arbeiten übertragen geſetzten Zeit⸗ ein würdiges De Mahnmal an D zur Verſchönerung des urchfül von geordneten D die Abgabe 0 die Au gemüſe und! in der Zeit bis zum 1. Juli tagen bis 10 Uhr vormittags Amtswalter der Wachenbu etwa 500 abzuhalten. Die 600 eutſchlands große Zeit darſtellt, Stadtbildes Verkauf von Frühgemüſe und Weichobſt Landrat gibt bekannt: Frühgemüſe bung von Vorbeſtellungen in Früh⸗ eichobſt 5 die Ladengeſchäfte Kinderreichen tagen am 2. Auguſt auf der Wachenburg In einer Beſprechung zwiſchen dem Landesleit derreichen, Pg. des Sbundes der Kin Karls„ und Oberbürgermeiſter beſchloſſen, eine Tagung der walter des Bundes am Sonntag, 2. Auguſt, auf der Teilnehmer nach Weinheim bringen. 555 modern. Einfam iir Küche und ein Für nichtar. kinderloſ. Haushalt ilienhaus) ſofort fleißiges, braves Madchen Teil Hausarbeit 01. Hilfe vorhanden. 4886 Lachnerſtraße Nr. 18. stellengesuche Jahre alt, im Frankenpfl erf., ſucht Stelle als Sprechſtunden⸗ Alſe od. ähnlich. Poſten. lebernimmt auch Hausarbeit. An⸗ gebote u. R U 20 elle. 570 plein 5 Ji la. Jahre Virtſchafte vin, lucht ſof, od. ſp. Felle am liebſt. * alleinſtehend Herrn. 9610 Angebote unter 58 G an die Geschäftsstelle d. Blattes erbeten mit guten Zeugnissen, er- lahren in sämtlich, Haus- arbeiten sucht Steile in guter Famile. Angebote t. L H 106 a. d. Gesch. aue Geſchäftsſtelle d⸗ Br. 6 dh db nner wong Motor 25 000 Km. gelaufen. preiswert abzugeben. 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