U * zwiſchn . 0 r Arier. irtsdaten 13 Matt von 75 8155 Weser leht: Nadlo 5. H. 1 ien uren Mob ben Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Kret Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn. in unſeren 8 Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl 60 Pig. Poſtbef.⸗Geb Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld Abbolſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42. Schwetzinger Str 44. Meerfeldſtr 18. Jie Fiſcherſtr. 1. Ke Hauptſtr. 68. WW Oppauer Str 8 8e Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25.. d. folgend. Monat erfolgen. für neue Mannheimer 3 Mannheimer General Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannh ei m Anzeigenpreiſe: 22 breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 7. 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Am gewaltigſten ſtauen ſich die Menſchenmaſſen am Rosenheimer Berg vor dem Bürgerbräu⸗ keller, wo ſchon bald nach 10 Uhr die Aufſtellung des Zuges beginnt. SA bildet in den Straßen, durch die der hiſtoriſche Zug führt, Spalier. Auch die Jugend, die Hoffnung und Zukunft der Nation, wartet auf den hiſtoriſchen Zug, der ihr Mahnung und Wegweiſer zu Treue, Glauben und Opfer iſt. Weihevolle Stille liegt über dem weiten Platz vor der Feldherrnhalle. Kaum hört man das Herannahen der Tauſende, die durch die Ludwigſtraße ſtrömen und hinter dem dichten SS⸗Spalier Aufſtellung neh⸗ men. Hier vom Odeonsplatz aus, wo der Opfergang der Sechzehn ſich zum Siegeszug des neuen national⸗ ſoztaliſtiſchen Deutſchland wandelte, ziehen ſich durch ie Brienner Straße zwei rieſige Menſchenſäulen kin bis zum Karolinenplatz, auf dem in langen Stuhlreihen Kriegsopfer ihre Ehrenplätze haben. Es geht auf die Mittagsſtunde. Eine feierliche Stille liegt über dem Odeonsplatz; ſie wird kaum unterbrochen durch den Schritt der marſchierenden Kolonnen. Ernſt und würdevoll iſt der Schmuck dieſer Stätte deutſchen Schickſals. Immer und immer wieder wandert der Blick zu den lohenden Pylonen in der Feldherruhalle, vor denen Hitler⸗Jungen wie aus Erz gegoſſen Wache halten, dann wieder hinüber zum Mahnmal, dem Ort des Todes und dann entlang den Fahnen⸗ tribünen, vor denen 600 Standarten und ebenſo viele Fahnen rot und golden ſchimmern. Unüberſehbar ſind die Menſchenmaſſen, die Kopf an Kopf hinter Abſperrmannſchaften ſtehen. Kurz vor zwölf Uhr marſchieren Offiziere und Mannſchaften des Heeres, der Marine und der Luft⸗ waffe, alle Blutordensträger, auf und riegeln den Platz nach Norden ab. Mit dem Glockenſchlag zwölf ſchreiten Kampf⸗ kameraden von 1923 über die Freitreppe zur Feldherruhalle und holen die Kränze von den Pylonen ab, die als ſtummer Gruß des Füh⸗ rers zur Mitternachtsſtunde dort aufgehängt worden ſind und nun die Sarkophage in den Ehrentempeln auf dem Königlichen Platz be⸗ decken werden. Vor den übrigen Blutordensträgern üm grauen Rock nehmen die Träger der Krämze Aufſtellung. Die Schleifen und das Weiß der Blumen leuchten über den weißen Stein in der milden Spätherbſtſonne. Jetzt lodern die Pechpfannen auf den Pylonen auf, die in unendlich langer Reihe den ganzen Marſch⸗ weg ſäumen. Der Marſch des 9. November hat begonnen: Der Zeiger rückt weiter. ſches hat die Ludwigsbrücke überſchritten: Die Spitze des Mar⸗ „Albert Leo Schlageter, Albert Müller, Fritz Schön.“ Die unſichlbare Stimme ruft die Helden zum letzten Appell. Immer neue Namen von Märtyrern für das neue Deutſchland reihen ſich in den Zug der Lebenden. Mit erhobenem Arm in lautloſer Hal⸗ tung und ſtummer Ergriffenheit ehren die Volks⸗ genoſſen das Andenken an die Blutzeugen der Be⸗ wegung. Dumpfer Trommelwirbel und die leiſen Klänge des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes begleiten den Na⸗ mensaufruf. Um 12.50 Uhr ſchwenkt der Zug in die Reſidenz⸗ ſtraße ein. Vor den Augen der erſten liegt der Ort des Todes und der Auferſtehung: die Feldherrnhalle. Mehrere Pylonen gemahnen hier daran, daß die Reihe der Blutzeugen des Nationalſozialismus auch heute noch nicht abgeſchloſſen iſt, daß auch das Jahr 1986 wieder neue Opfer gefordert hat: denn zwiſchen den Namen Norkus und Horſt Weſſel leuchten von fünf Pylonen die Namen Wilhelm Guſtloff, Bern⸗ hard Schlothan, Günther Deskowſki. Ernſt Ludwig und Paul Freſſonke, die erſt in dieſem Jahre ihre Treue zu Adolf Hitler mit dem Opfer ihres Lebens bezahlten. i Die Klänge des Horſt⸗Weſſel⸗Liedes brechen ab. Der Zug iſt am Mahnmal angelangt. liſten für ein neues Deutſchland ſich geopfert haben. 16 Salutſchüſſe krachen zum Himmel. Nach der letzten Salve tritt der Führer aus der Reihe, geht vor zum Mahnmal und legt ernſt und zutiefſt ergriffen einen rieſigen Lorbeerkranz an der Stätte des Opfers nieder. Ein ſtummes Gedenken weiht der Führer ſeinen Helden und hebt den Arm zum Gruß, während die Blutfahne ſich ſenkt und die Weiſe vom guten Kameraden über den Platz klingt. Langſam ſchreitet der Führer wieder zur Stra⸗ ßenmitte zurück, und jetzt geht gemeſſenen Schrittes Generalfeldmarſchall von Blomberg, der den Zug an der Reſidenz erwartet hat, vor das Mahnmal und legt gleichfalls einen mächtigen Lor⸗ beerkranz als ſtummen Gruß an die Toten nieder. Dann hebt er den Marſchallſtab zum Gruß und ver⸗ läßt ernſt und ſchweigend den Platz. In der Stra⸗ ßenmitte begrüßt ihn mit einem warmen Händedruck der Führer. Dann reiht ſich der Generalfeld⸗ marſchall mit dem Führer in das erſte Glied des Zuges. Das Deutſchlandlied ſchallt über die heilige Stätte und überflutet jubelnd und einem Bekennt⸗ nis gleich den Platz. Der Marſch des 9. November nimmt ſeinen Fort⸗ gang. Aus dem Opfergang bis zur Feldherrnhalle wird jetzt der Marſch des Sieges und des Triumphes. Auf der Höhe der Brienner Straße macht der Zug noch einmal kurz halt. Die Kranzträger mit den Kränzen des Führers reihen ſich ein. Im gleichen Augenblick ſetzen ſich die Standarten unter Voran⸗ tritt zweier Kompanien der Leibſtandarte Adolf Hitler an die Spitze des Zuges, der jetzt zum König⸗ lichen Platz marſchiert, zur Ewigen Wache, dorthin, wo die Sarkophage die Aſche und die Gebeine der 16 erſten Blutzeugen der Bewegung bergen. Der Appell auf dem Königsplatz: Ehernen Statuen gleich ſtehen die Formationen der Bewegung auf dem Königsplatz in Erwartung des Marſches vom 9. November. An der Spitze die Leibſtandarte Adolf Hitler und die SS⸗Standarte Deutſchland, dahinter die Marſch⸗ blöcke der SA, des NSsdct, der Politiſchen Leiter, des Reichsarbeitsdienſtes und der Hitler⸗Fugend. In gleichmäßigem Takt hallt der Schritt der bei⸗ den SS⸗Kompanien an der Spitze des Zuges über den weiten Platz. Dann grüßen die Tauſende die Standarten und Feldzeichen der Bewegung. grüßen die Blutfahne. grüßen den Führer und ſeine Ge⸗ treuen, die nun auf der freigehaltenen Bahn durch die Front der Formationen mitten über den Königs⸗ platz auf die Propyläen zumarſchieren. Dieſe Straße des Führers iſt umſäumt von den Standarten, hinter denen die Formationen Front zur Mitte gemacht haben. Die Kranzträger nehmen vor den Ehrentempeln an den Plätzen Aufſtellung, auf denen vor einem Jahr zur ſelben Stunde die Särge ſtanden. Nachdem die Aufſtellung vor der Ewigen Wache beendet iſt, künden Fanfaren den Beginn der Totenehrung Die Standarten, Fahnen und Formationen neh⸗ men zur Ewigen Wache Front. Gefolgt von der Blutfahne und ſeiner Marſchgruppe ſchreitet der Führer nun von den Propyläen wieder auf der Siegesſtraße des Königlichen Platzes zur Ewigen Wache. Während der Muſtkzug der Leibſtandarte Adolf Hitler den Trauermarſch der Bewegung ſpielt, ſenken ſich die Fahnen ehrfurchtsvoll vor den großen Toten. Dann ruft der Sprecher der Partei, Gau⸗ N Die große Münchner Mahn und leiter Adolf Wagner:„Zum Appell!“ Unter feierlicher Stille ruft er die Namen der 16 erſten Märtyrer, der Helden vom 9. November 1923, auf, und bei jedem Namen antworten die Männer auf dem Königsplatz im Namen der geſamten Partei mit einem weithin ſchallenden„Hier!“ Der Spielmanns⸗ zug der Leibſtandarte Adolf Hitler erweiſt jedem Toten durch die Vergatterung militäriſche Ehren⸗ bezeugung, und die Kranzträger nehmen in den Ehrentempeln an den Sarkophagen der Aufgerufenen Aufſtellung. Während nach dem Kommando„Ewige Wache raus!“ der dumpfe Trommelwirbel ertönt, legt — ä. Salamanca, 10. Nov. (Funkmeldung der RMZ. Von unſerem Sonder⸗ berichterſtatter.) Nachdem die nationaliſtiſchen Truppen der Zivil⸗ bevölkerung von Madrid 24 Stunden Zeit gelaſſen hatten, um ſich in die von General Franco bezeich⸗ nete Zone zu begeben, die nicht bombardiert werden ſoll, begann am Montag die B eſchießung der von den Roten befeſtigten Punkte der Hauptſtadt. Artil⸗ lerie und Flieger arbeiteten mit gutem Erfolg an der Zerſchlagung des Widerſtandes der Roten. Die nationaliſtiſchen Truppen halten das ſüdliche Ufer des Manzanares beſetzt einſchließlich der Brücken⸗ köpfe. Das Oberkommando will den Einmarſch in das Stadtinnere erſt genehmigen, wenn die Gefahr von Angriffen aus dem Hinterhalt möglichſt beſeitigt iſt. Die Roten haben vor ihrem Rückzug aus den füd⸗ lich der Hauptſtadt gelegenen Stellungen alle mili⸗ täriſch wichtigen techniſchen Einrichtungen zerſtört. So wurden auf den Flugplätzen Getafe und Cuatro Vientos die Funkſtationen abmontiert und fortge⸗ ſchleppt. Die Flugplätze ſelbſt ſind durch Minen ver⸗ ſeucht, die Flughallen wurden ſtarl beſchädigt. Man nimmt an, daß auch innerhalb von Madrid von den Roten Tretminen eingebaut worden ſind. Aus die⸗ ſem Grunde ſoll bei der Beſetzung mit größter Vor⸗ ſicht vorgegangen werden, um unnötige Opfer zu vermeiden. Wie der Sender Teneriffa mitteilt, wurden Ver⸗ ſuche der roten Flieger, die Zufahrtsſtraßen nach Madrid mit Bomben zu belegen, um die Heran⸗ ſchaffung von Material für die nationaliſtiſchen Truppen zu unterbinden, durch ſtarke nationaliſtiſche Gegenwirkung verhindert. Einer nationaliſtiſchen Kavallerieabteilung unter dem Befehl des Oberſten Monaſterio iſt es am Mon⸗ tag gelungen, die Straße Madrid— Valen⸗ eta wenige Kilometer ſüdöſtlich von Madrid abzu⸗ ſchneiden. Damit iſt die einzige Fluchtmöglichkeit für die Roten unterbunden. Auch die Heranſchaffung von Verſtärkungen für die Roten aus Valencia iſt Der Führer ſteht wieder an jenem Platz, wo in dieſer Stunde vor 13 Jahren 16 Nationalſozia⸗ i damit unmöglich geworden. Madrid wird ſturmreif geſtpoſſen Der Mazanares-Jluß als Kampflinie-Abriegelung der Straße nach Valentia Kampf von Mann zu Mann (Funkmeldung der N M.) + Salamanca, 10. November. Nach Nachrichten von der Front ſind die Kämpfe um den Park von Caſa del Campo außerordentlich heftig geweſen. Die Roten benutzten jeden einzelnen der prächtigen alten Parkbäume als Deckung. Um jeden Baum und jeden Strauch muß gekämpft werden, da hier keine Artillerie eingeſetzt war. Die Entſcheidung brachten marokkaniſche Truppen, die dieſe Art des Einzelkampfes gewohnt ſind. Es gelang ihnen, eine ganze Kompanie der Roten ge⸗ fangenzunehmen. Nach Ausſagen der Gefangenen iſt auch der Verteidigungsausſchuß aus Madrid ge⸗ flohen und hat ſich nach Cuenca zurückgezogen. Der Heeresbericht des Oberſten Befehlshabers der nationalen Truppen bringt Meldungen über Gefechtstätigkeit an den anderen Fronten des ſpa⸗ niſchen Bürgerkrieges. In dem Frontabſchnitt Gua⸗ Hallajara iſt es den nationalen Truppen gelungen, durch einen überraſchenden Angriff die feindlichen Stellungen zu überrennen und die Ortſchaft Cendeja de la Torre, Cendeja del Medio, Villaſeca und die Zementfabrik El Leon zu nehmen. Der britiſche Geſchäftsträger bleibt in Madrid (Funkmeldung der NM) E London, 10. November. Nach dem diplomatiſchen Korreſpondenten des „Daily Telegraph“ wird der britiſche Geſchäftsträger in Madrid, Forbes, vorausſichtlich auf ſeinem Poſten bleiben. Man halte es für wünſchenswert, daß ein britiſcher Vertreter nach der Eroberung Madrids mit der eigentlichen Regierung Spaniens, der der Natio⸗ naliſten, in Fühlung bleibe. Die Beziehungen zu der nach Valeneia geflüchteten roten„Regierung“ wür⸗ den durch den dortigen britiſchen Konſul hergeſtellt werden. Der 9. November In feierlicher Weiſe wurde in München der 9. November begangen, an dem vor 13 Jahren die Bewegung ihre erſten Opfer für das neue Deutſchland hingab. In nächtlicher Feierſtunde wurden die 16 Kränze des Führers an den Flammen⸗Pylonen niedergelegt, von denen jeder den Namen eines Gefallenen trägt.(Weltbild,.) EEC VPV der Führer an jedem Sarg der Ewigen Wache einen Kranz nieder. Jedem von ihnen weiht er eine ſtille Minute des Ge⸗ denkens und der Erinnerung. Nachdem der Führer die Ehrentempel verlaſſen hat, marſchiert unter dröhnendem Trommelwirbel die Wachparade der Ss⸗ Standarte Deutſchland über den Königsplatz zur Ewigen Wache. Nach der Meldung gibt der Führer den Befehl, daß die Wache aufzieht. Während die Augen der Tauſende auf dieſes prachtvolle militäriſche Schauspiel gerichtet ſind, beziehen die Männer der SS⸗Standarte Deutſchland die Ewige Wache an den Ehrentempeln. Unter klingendem Spiel marſchiert ſo⸗ dann die Wachkompanie vor dem Führer vorbei. Der Sprecher der Partei verkündet den Sinn die⸗ ſer Feierſtunde:„Der Appe ll der Ewigen Wache iſt beendet. Die Nationalſozialiſten, die Rotmord und Reaktion am 9. November 1923 vor 13 Jahren erſchoſſen haben, ſtehen im vierten Jahr des Dritten Reichs, im Jahre der Ehre, 1936, wieder auf. Sie beziehen am Königlichen Platz zu Mün⸗ chen die Ewige Wache“. Aus dem Munde des Sprechers erklingt das Kommando„Die Fahnen hoch!“, und während der Muſtkzug der Leibſtandarte zum Abſchluß des Ap⸗ pells das Horſt⸗Weſſel⸗Lied intoniert, werden die bisher auf Halbmaſt geſetzten Fahnen an den Maſten vor der Ewigen Wache hochgezogen. Ergriffen hören die Tauſende in dieſer Stunde das Lied des Frei⸗ heitskämpfers Horſt Weſſel. Gefolgt von ſeinen Getreuen verläßt der Führer, ehrfurchtsvoll gegrüßt von der Menge, die feſerliche Stätte. Ehrungen durch den Führer Nach dem Abſchluß der Feierſtunde auf dem Königlichen Platz begab ſich der Führer in den Se⸗ natorenſaal des Braunen Hauſes, wo er den Reichs⸗ leitern Hierl und Dr. Dietrich, dem Korps⸗ führer Hühnlein, der Reichsfrauenführerin Frau Scholtz⸗Klink, und dem Reichsärzteführer Dr. Wagner das goldene Ehrenzeichen der Partei in Anerkennung ihrer Leiſtungen für die Bewegung perſönlich überreichte. Dem krankheitshalber nicht anweſenden Reichs⸗ leiter Darré ſowie dem Hauptamtsleiter Hilgen⸗ feldt wurden ebenfalls das goldene Ehrenzeichen der Partei vom Führer verliehen. doe Beziehungen zwiſchen 2. Seite/ Nummer 520 Neue Maunheimer Zeitung Dienstag, 10. November 1936. Die große Führerrede vor den Mitkämpfern des Jahres 1923: Aung der Revolution von 1923 fterjüllt! „Zum erſtenmal kann ich ohne Sorge um Deutſchland in die Zukunft schauen“-Deutſchland iſt und bleibt unüberwindlich; — München, 9. Nopember. Bel dem Erinnerungstreffen im Bürgerbräukel⸗ ler am Sonntagabend hielt der Führer folgende An⸗ ſprache: n Parteigenoſſen! Wieder treffen wir uns zur Er⸗ innerung an unſeren erſten großen Revolutionsver⸗ ſuch in dieſem Saal, der uns heute ſo klein vorkommt und der damals für uns ſo groß war. Wieder ſind wir beiſammen alle, die alten Geſichter von einſt, um die Empfindungen auszutauſchen und wachzurufen, die uns an jenem Tag bewegten, die uns auch heute noch erfüllen müſſen und die, wie ich glaube, die nationalſotzialiſtiſche Bewegung immer mehr erfüllen werden. Es gibt viele Tage in der Geſchichte unſerer Be⸗ wegung, die es verdienen, der Erinnerung erhal⸗ ten zu werden. Aber es gibt kaum einen Tag dieſer Geſchechte, der es mehr verdient, für im⸗ mer ein Feiertag der Bewegung zu ſein als die⸗ ſer Novembertag von damals. Ein Tag der Trauer, aber krotzdem einſt ein Tag der größten Hoffnung, heute und für alle Zukunft ein Tag der teueren Erinnerung. Daß wir Nationalſozialiſten dem damaligen Staat uuſere Todfeindſchaft angeſagt hatten, war die Ur⸗ ſache unſerer Entſtehung. Wir ſind nicht eine Partei geweſen und ſind es heute nicht wie ſo viele andere, die vor uns entſtanden ſind und es ohne uns auch heute noch ſein würden. Als im Jahre 1919 dieſe Bewegung gegründet wurde, da war ſie der ſchärſſte Proteſt gegen einen Zuſtand, den die meiſten Menſchen als unabänderlich hinzunehmen ſich gewöhnt hatten, einen Zuſtand, der ſelbſt durch eine Revolution als Ausklang bes gewaltigen Weltge⸗ ſchehens entſtanden war. f 5 Es war der fanatiſche Entſchluß der jungen Par⸗ tei, dieſen Zuſtand wieder zu beſeitigen und ein neues Deutſchland aufzubauen. Das war ſicherlich in den Augen vieler ein ſaſt trrſinniger Entſchluß. Es gibt keinen Zweifel, daß damals ſicher nicht 51 v. H. der Wahrſcheinlichkeit des Gelingens auf unſerer Seite ſtanden, ſondern 99 ſolcher Prozente auf der Seite unſerer Gegner.(Stürmiſche Zuſtim⸗ mung.) i Als wi im November 1929 nun zum erſten Male handeln wollten, da hatten wir ſchon eine lange Geſchichte von Putſchvorbereitungen hinter uns. Ich kann es ganz ruhig eingeſtehen, daß ich von 1919 bis 1923 überhaupt an nichts anderes dachte als an einen Staatsſtreich(Toſender Beall.) Ich war mir darüber im Klaren, daß das deutſche Schickſal nur durch tatkräftige Menſchen gewendet werden konnte, und ich wußte, daß wir ſolche Men⸗ ſchen nur bekommen würden, wenn wir ſelbſt vor⸗ bldlich, beiſptielgebend vworanmarſchierten. Es mußte ein Zeitalter der Tatkraft und Entſchloſſenheit wie⸗ derkommen! Aber wie konnte man Menſchen der Tat anders finden als durch die Tat? So haben wir da⸗ mals alſo gehandelt! Und trotzdem wir unterlegen ſind, war dieſer Verſuch, das Heutſche Schickſal zu wenden, eine un⸗ bedingte Notwendigkeit, denn man konnte nicht vier Jahre lange von Re⸗ volution ſprechen, um enblich am eutſcheidenden Tag an der Revolution vorbeizuzugehen, wie es die„nationalen Verbände“ taten. Durch Ge⸗ walt war das damalige Regime gekommen, und durch Gewalt mußte es auch wieder beſeitigt werden. Als ich die Partei ſtark genug glaubte, dieſen Weg heſchreiten zu können, da habe ich das Signal gegeben. Wir ſind unterlegen. Das Entſcheidende aber war: Millionen von Deutſchen haben damals Eine neue Amoſphäre“: WMlederannäherung Roms an England Ein neuer Vorſchlag Muſſolinis an England Günſtige Aufnahme in London wo man ſagen könne: — London, 9. November. Muſſolini hat den Korreſpondenten der„Dably Mail“, Ward Price, zu einer Unterredung empfan⸗ gen, in der das Blatt die Antwort des Duce auf die Erklärungen Edens im Unterhaus ſieht. Ward Price begann mit der Frage, welchen prak⸗ tiſchen Weg Muſſolini für eine italieniſch⸗engliſche Ausſöhnung vorſchlage. Muſſolini antwortete:„Ein gentleman agrement. Das iſt mein Wunſch.“ Darauf fragte Ward Price, ob hierunter ein Ab⸗ kommen zur Begrenzung der einzelnen Einfluß⸗ ſphären im Mittelmeer zu verſtehen ſei, oder ein Nichtangriffspakt zwiſchen England und Italien. Den Gedanken eines Paktes zog Muſſolini, wie Ward Price es ſchildert, mit einer Handbewegung bei⸗ ſeite:„So etwas“, ſagte er,„würde nur zu neuen Komplikationen führen. Ich möchte die Paktmanie, die ſich jetzt austobt, nicht noch verſtärken. Das Abkommen ſollte den gegenſeitigen Schutz der Intereſſen ſicherſtellen. Deshalb ſollte es zweiſeitig ſein und ſein Charakter derart, daß auch die anderen an das Mittelmeer angrenzenden Staaten wieder be⸗ ruhigt werden Eine Formel für dieſes Abkommen zu finden, iſt nicht ſchwierig. Aber die unerläßliche Voxrausſetzung für die Schaffung einer ſolchen For⸗ mel iſt dieneue geiſtige Atmoſphäre, die im Entſtehen iſt Dieſe neue Atmoſphäre berechtigt zu dem Glauben, daß ein neues Blatt in der Geſchichte unſeren beiden Völkern gufgeſchlagen wird.“ Die weitere Unterhaltung wandte ſich dann Spa⸗ Rien zu. Muſſolini bekannte ſich zur Politik der Nicht⸗ einmiſchung und lehnte die Auffaſſung energiſch ab, daß er Mallorea Italien einverleiben l 8 23 61 „Das Eis iſt gebrochen * London, 10. November. „Morningpoſt“ erklärt im Leitartikel über die Beziehungen zwiſchen Italien und England, man geſehen und erkannt, daß es in Deutſchland eine Be⸗ wegung gibt, die auch nicht davor zurückſchreckt, unſer inneres deutſches Schickſal mit Blut zu wenden! Und zweitens: Dieſe Bewegung hatte ein neues Symbol in die Nation getragen, eine neue Fahne. So etwas ſetzt ſich nicht mit Vereinsreden durch. Dieſe neue Fahne mußte ihre Weihe empfangen durch eine heroiſche Tat. Und damals gab es keine andere Tat als den Ver⸗ ſuch, den Staat der Meuterer oͤurch eine neue Meu⸗ terei zu ſtürzen. Sgchlich ſind wir dabei unterlegen. Moraliſch aber haben wir damals geſiegt. Das hat ſich auch ſofort gezeigt. Die Partei iſt nicht kleiner geworden, ſon⸗ dern im Gegenteil: Sie iſt erſt nach dem 9. Novem⸗ ber 1923 unerhört gewachſen. deutſche Volk hat ſich ſeitdem mit Recht zu der Bewegung bekannt, die den Mut hatte, in der kritiſchen Stunde zu han⸗ deln. Das 28 Die Tat verloren, das Voll gewonnen: So haben wir damals die Tat verloren, aber letz ten Endes das deutſche Volk gewonnen. Die Partei, die die erſten ſechzehn Toten verlor, hatte ſich das heilige Anrecht geſchaffen, dereinſt die deutſche Füh⸗ rung zu übernehmen. Aus den damaligen Opfern ging die lange Reihe der Märtyrer hervor, aus dieſer langen Reihe der Märtyrer, der Verwundeten und Verletzten ging hervor der große fanatiſche Glauben an die Bewegung. Und daraus wird in der Zukunft hervorgehen ein unerhörter Opſerwille für das Reich, das dieſe Bewegung nun geſchaffen hat. Wir feiern nit umſonſt den Tod dieſer Sech⸗ zehn Vielleicht werden manche ſagen: Ja es ſind doch im Feld zwei Millionen gefallen. Warum machen ſie gerade von dieſen Sechzehn ſo viel Aufhebens? Weil die zwei Millionen fielen getreu einem Befehl, der ihnen gegeben wurde, und weil die Sechzehn ge⸗ fallen ſind getreu dem Befehl ihres eigenen Herzens für eine neue Idee! Dieſe Männer ſind auch alle im Feld geweſen. Und ſie wären alle, wie jeder andere, ebenſo bereit geweſen, auch dort dieſes letzte Opfer zu bringen. Aber der Befehl, ſofort den Kampf in der Heimat wieder aufzunehmen für ein neues Reich, für ein neues Ideal, wurden ihnen weder von einem oberſten Kriegsherrn noch von einem ſonſtigen Vor⸗ geſetzten gegeben, dieſen Befehl gab ihnen nur ihr eigenes Gewiſſen. Das hat ſie zu mir geführt. Die Lehre des 9. November: Nach dem 9. November 1923 war es klar, daß der Staat mit Gewalt nicht mehr zu ſtürzen war. Man hatte es verſucht, es war nicht gelungen. Jetzt konnte man der Bewegung eine neue Anwei⸗ ſung geben, nämlich die der legalen Eroberung der Macht, um ſo die endgültige Revolution vorzube⸗ reiten. Und das wurde auch verſtanden. Darum habe ich für die Sturmabteilungen nun erſt recht un⸗ zählige Tauſende tapferer Männer bekommen. Sie kamen in der Ueberzeugung, daß wir auch davor nicht zurückſchrecken würden, den Weg der Gewalt zu gehen, wenn es einen anderen Weg nicht gab. Der. Verzicht auf alle Verſuche, dieſen Staat mit Gewalt gurſtürzen, war für mich ſelbſt damals eim nicht leich ter Entſchluß. Als ich die neue Bewegung gründete, habe ich den erſten Entſchluß gefaßt. Und ein ganz ſchwerer Ent⸗ ſchluß war es für mich, die bayeriſche Regierung ge⸗ fangen zu nehmen und in Deutſchland eine nationale Revolution auszurufen. Zum erſten Male mußte man entſcheiden über Leben und Tod, ohne ſelbſt einen Befehl bekommen zu haben. Und ich glaube, das war auch gut; denn ich habe in den letzten dreieinhalb Jahren ſehr ſchwere Entſchlüſſe faſſen müſſen, in denen manchesmal das Schickſal der ganzen Nation auf dem Spiel ſtand. Ich habe dabei niemals die berühmten 51 Prozent Sicherheit gehabt. Man hatte oft 95 nähere ſich dem Augenblick, „Das Eis iſt gebrochen!“ Es wäre voreilig, zu erwarten, daß nun alles über Nacht beigelegt werden könnte. Bis jetzt würden noch keine direk⸗ ten diplomatiſchen Geſpräche geführt. Alles, was man bisher erreicht habe, ſei die Schaffung einer Atmoſphäre, in der die Diplomatie praktiſch ar⸗ beiten könne. In der„Daily Mail“, in der Ward Price ſeine Unterredung mit Muſſolini veröffentlicht, ſagt der diplomatiſche Korreſpondent heute, daß auf dieſe Erklärung Muſſolinis hin man auch ſofort handeln werde. Soviel er hört, werde Muſſolini gebeten werden, ſeine Anſichten über das neue Abkommen noch genauer zu umreißen. Dem britiſchen Bot⸗ ſchafter in Rom ſeien entſprechende Anweiſungen er⸗ teilt worden. Wenn alles gut gehe, beſtehe die Möglichkeit, daß Graf Ciaup zu einer allgemeinen Ausſprache nach London eingeladen werde. ö Es ſei offenſichtlich, daß die engliſche Regierung die augenblicklich günſtige Lage nicht ungenutzt vorüber⸗ gehen laſſen wolle. 5 Der Führer bei Abt Schachleiter. Am Sonntag⸗ nachmittag weilte der Führer und Reichskanzler am Krankenbett des ſchwererkrankten Abtes Dr. h. e. Al⸗ banus Schachleiter. Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß hatte den Schwerkranken bereits am vergangenen Donnerstag beſucht, Fünf U⸗Boot⸗Matroſen in Toulon verhaftet. Die Gendarmerie in Toulon hat am Sonntag fünf Ma⸗ troſen eines franzöſiſchen U⸗Bootes verhaftet und ins Marinegefängnis eingellefert. Die Gründe der Verhaftung ſind unbekannt. Ueber die ganze An⸗ gelegenheit wird größtes Stillſchweigen bewahrt. Prozent Wahrſcheinlichkeit des Mißlingens und nur 5 Prozent des Gelingens. Vielleicht aber hat es mir dieſer November 1923 erleichtert, auch ſpäter gefahrvolle Entſchlüſſe zu tref⸗ fen. Außerdem wurde mir dieſer damalige Entſchluß zu einer großen Lehre für die Zukunft. Wir erkannten, daß es nicht genügt, den alten Staat zu ſtürzen, ſondern daß der neue Staat zuvor prak⸗ tiſch bereits aufgebaut ſein muß. Damals faßte ich daher, wenige Tage nach dem Zuſammenbruch, ſofort einen neuen Entſchluß: nun in aller Ruhe die Vor⸗ ausſetzungen zu ſchaffen, die ein neuerliches Schei⸗ tern ausſchließen mußten. Glauben Sie, wenn ich heute zurückdenke an 1923, dann wird mir nahezu angſt vor meiner Ver⸗ wegenheit von damals, mit einer Handvoll Leute einen ganzen Staat ſtürzen zu wollen. Ich muß heute dem Schickſal nur dankbar ſein, wenn es uns damals den Erfolg verſagt hat. Wie hätten wir den Staat damals aufbauen wollen? Wir beſaßen zu wenig Mitarbeiter. All die Menſchen, die zu Tauſenden heute an meiner Seite ſtehen, 8— waren Unbekannte. Wir alle waren nicht ge⸗ nütgend geſchult. Ich hätte auf die bürger, liche Welt zurückgreifen müſſen. Das wäre ein ſchlimmer Wechſelbalg geworden, kein neuer Staat, ſondern nur eine Firmenbezeich⸗ nung. Die neue Revolution: 1933 ſtand hinter mir die weitaus größte Or⸗ ganiſation, die Deutſchland je beſaß, eine Be⸗ wegung, die ſich aufbaute aus den kleinſten Zel⸗ len bis zur umfaſſenden Reichsorganiſation. Dieſer gewaltige Neuaufbau der Partei hat mit die wichtigſte Vorausſetzung geſchaffen, um die Macht im Staat ſicher zu übernehmen und zu erhalten. Und nur ſo war es möglich, daß, als wir uns zum zwei tenmal an die Revolution wagten, ſie endlich auch ge⸗ lungen iſt. Unſere gewaltige Propaganda, unſere ausgezeich⸗ nete Preſſe, unſere wunderbare Organiſation haben es ermöglicht, die Macht zu übernehmen und zu feſti⸗ gen, und heute, glaube ich, wird es Keinen mehr geben, der auch nur im geringſten in Zweifel darüber iſt, daß die Bewegung die ſe nun auch behalten wird für immer.(Toſender Beifall.) Aus dem Jahre 1923 hat ſich damit das ſpätere Wunder ergeben, daß wir eine Revolution herhbei⸗ führen konnten, ohne auch nur im geringſten die innere Oroͤnung in Deutſchland zu ſtören oder das Leben unſeres Volkes in Gefahr zu bringen. Wag Revolutionen können, das ſehen Sie in dieſen Wo⸗ chen und Tagen in einem anderen Land. Ein ganzes Volk wird dort aufgewühlt, aber nicht nur geiſtig, ſondern leider auch materiell. Städte werden zu⸗ grunde gerichtet, Landſchaften verwüſtet, unzählige Menſchen getötet. Wenn wir uns vorſtellen, wie ge⸗ vroͤnet und diſzipliniert die deutſche Revolution ver⸗ laufen iſt! Wir haben unſeren Staat erobert, ohne daß, glaube ich, eine Fenſterſcheibe zugrunde ging. Das war nur möglich, dank der gründlichen Vor⸗ bereitung und dem Aufbau der Partei, dank der ſoli⸗ den Feſtigung ihrer inneren Organiſation, nur mög⸗ lich infolge der im Laufe der Jahre gewonnenen zahlloſen Mitarbeiter. So konnten wir ohne jeden Gewaltakt die Gewalt in Deutſchland übernehmen! Die größte Tat: Die neue Volksarmee: Und das größte Wunder: Es iſt uns vielleicht dadurch auch allein gelungen, die ſchwerſte Klippe jeder Revolution ſolcher Art zu umſegeln, nämlich das Problem der Einſtellung zu den beſtehenden ſo⸗ genannten„legalen Machtinſtrumenten“ des Staates. Es hat vielleicht früher manchen gegeben, der ſich ſagte: Ja, wenn die Partei die Macht im Staate er⸗ obert hat, was macht ſie mit der Wehrmacht und der Polizeir Kann ſie dieſe Inſtitutionen überhaupt in den neuen Staat hineinbringen? Ich habe immer die Ueber⸗ zeugung gehabt, daß eine neue Revolution endgültig nur dann gelingen wird, wenn ſie es fertig bringt, dieſe Organiſationen in den neuen Staat nicht nur mit aufzunehmen, ſondern auf Gedeih und Verderb mit dem neuen Stadt zu vocbinden n Das iſt allerdings eine ſchwerere Arbeit, als ſolche Inſtrumente einfach zu zerſtören. Es iſt viel ſchwe⸗ rer, eine Revolution durchzuführen und dieſe Inſti⸗ tutionen ſogar noch geſtärkt in den Dienſt der neuen Idee zu ſtellen. Vielleicht iſt dies das Werk, auf das ich per⸗ ſönlicham meiſtenſtolz bin und das mir einſt die Geſchichte ſicher am höchſten anrechnen wird, daß es mir gelang, die Armee nicht nur nicht zu zer⸗ trümmern, ſondern zum Kadre zu machen für die neue deutſche Volksarmee.(Brauſender Jubel.) Als Soldaten haben wir dann dieſen Kampf be⸗ gönnen, als Politiker haben wir dieſen Kampf vollendet! Allein das Wunderbare dieſes Kampfes wir die alte Armee dem deutſchen Volk a ſchenken konnten. Und ſo, wie die alte Armee einſt für das alte Reich ſich ſchlug, wird die neue Armee für das neue Reich, wenn es je die Stunde for⸗ dern ſollte, kämpfen und ſich ſchlagen! (Jubelnde Zuſtimmung.) 5 Nur ein Unterſchied iſt vorhanden: Als die alte Armee ins Feld zog, war ſie gegen alle Waffen ge⸗ wappnet, nur nicht gegen die Propaganda der Zer⸗ ſetzung. Heute trägt die Armee bei ſich den ufs neue Talisman der politiſchen Immuniſierung gegen jeden Verſuch, dieſe Armee zu zerſetzen. Das wird unſerem Gegner nie mehr gelingen. Dieſe Armee iſt die nationalſozialiſtiſche Armee des neuen Reichs, und indem wir Jahr für Jahr einen Jahrgang nach dem anderen aus dem nationalſozia⸗ liſtiſchen Nachwuchs hineinſchicken in dieſe Armee, wird ſie immer mehr verbunden ſein mit unſerem heutigen Volk und ſeinem Geiſt. Wir werden ihr immer mehr die Stäre unſerer Weltanſchauung geben. Dies iſt vielleicht das aller⸗ größte Werk, das uns nach dieſen langen Jahren gelungen iſt. Ich perſönlich empfinde darüber den größten Stolz. Ich glaube, daß es uns einſt die Nachwelt am meiſten aurechnen wird, daß ich Deutſch⸗ land nicht in eine 15jährige Zeit der Wehrloſigkeit brachte, ſondern daß es mir gelang, in knapp vier Jahren aus dem 100 000⸗Mann⸗Heer wieder eine Zum erſten Male ohne Deshalb ſind wir auch heute wieder zuſammen⸗ gekommen, 13 Jahre nach dieſem Tag. Gerade im heutigen Jahr aber haben wir ſehr viel Grund, die Erinnerung an die damalige Zeit wachzurufen Denn heute kann ich Ihnen verſichern: Zum erſten mal feiere ich dieſen Erinnerungstag ohne tlefe Sorge für unſer deutſches Volk. (Langanhaltender begeiſterter Beifall.) f Gewiß, die Welt brennt um uns herum, ber Bol⸗ ſchewismus droht überall und verſucht, Staat um Staat zu zerſchlagen, er bemüht ſich, überall ein⸗ zudringen und die Völker unſicher zu machen, in ihrem inneren Gefüge zu lähmen und zum Einſturz zu bringen. Gewiß, das iſt ſo. Allein zum erſten⸗ mal kann ich es nun offen ausſprechen: Er wir d Deutſchland nicht mehr überrennen können! iſt, daß helfen, die vielleicht ſonſt unſere Feinde geworden wären. Als der Prozeß im Jahre 1924 zu Ende ging, da habe ich es damals vorhergeſagt, daß eine Stunde kommen wird, da ſich beide Erſcheinungen vereinen werden zu einer. Und die damalige Prophezeiung iſt nun eingetreten! Können wir daher nicht mit Recht ſagen: 5 Die im Jahre 1923 gefallen ſind, ſind nicht um⸗ ſonſt gefallen, ihr Opfertod hat ſich gelohnt. Ich glaube, wenn ſie auferſtehen würden, ſie würden ſelig ſein, wenn ſie ſähen, was nun entſtanden iſt! Aus dem Deutſchland der Ohnmacht und der Schwäche, der Hilfloſigkeit und der Vevachtung uh wieder iii kraftvoller, ſtarker, ſelbſtbewußtet und in der Weltsgeuchteter Staat geworden! Hotter woißud ze Welt, daß ſie ein Volk vor ſich hat, das ſeine Ehre verteidigt(Stürmiſcher Beifall), und das ſich nicht mehr wie ein Stamm von Negern behan⸗ deln läßt! Schritt für Schritt mußten wir uns in dieſen vier Jahren die Achtung des Auslandes erkämpfen, ja geradezu ertrotzen. Sicherlich gibt es manchen Schädling, der ſagt: Ja, aber wir ſind heute nicht mehr ſo beliebt wie vor ſechs oder acht Jahren. Be⸗ liebt vielleicht nicht, aber geachtet ſicherlich mehr! (Langanhaltender ſtürmiſcher Beifall.) Ich habe in den langen Kampffahren zu Ihnen, meine Parteigenoſſen, niemals geſagt, daß ich um die Liebe des Auslands ringen werde. Mir genügt die Liebe des eigenen deutſchen Volks. Vom Ausland möchte ich nur jenen Reſpekt, der jedem tapferen und aufrechten Volk gezollt wird und gezollt werden muß, (Begeiſterte Zuſtimmung.) Ich bin überzeugt, daß, wenn die damaligen To⸗ ten jetzt aufſſtehen könnten und das alles ſähen, ſie glücklich ſein würden, denn deshalb, deshalb ſind ſie geſchwebt. Sie wußten, daß dieſes neue Deutſchland einmal kommen muß, deshalb ſind ſie marſchiert, und dafür ſind ſie auch gefallen. Und ſo iſt es ſelbſtver⸗ ſtändlich, daß wir uns dieſer erſten Toten der Bewe⸗ gung immer wieder erinnern. Es mag manchen geben, der ſagt: Sie machen förmliche Märtyrer aus ihnen! Ja, das will ich. 5 05 Ich will aus dieſen Toten die 16 erſten Märtyrer der natjonalſozialiſtiſchen Bewegung machen, 16 Menſchen, die gefallen ſind im Glauben an etwas ganz Neues, das zehn Jahre ſpäter erſt Wirklichkeit wurde. 16 Menſchen, die unter einer ganz neuen Fahne marſchierten, auf die ſie den Eid leiſteten und ihn mit ihrem Blut beſtegelten. Dieſe Sechzehn haben das größte Opfer gebracht und verdienen es, daß wir uns ihrer immer und immer wieder er⸗ innern. Und ſo will ich denn, daß für alle Zeiten, über die Jahrhunderte und Jahrtauſende hinweg die Nationalſozialiſtiſche Partei und damit gauß Deutſchland an dieſem Tag dieſes Opfer immer feiern ſollen(Stürmiſcher Beifall) und daß ſie ſich ſo immer wieder dieſer Männer erinnern. Sorge: Dreieinhalb Jahre lang hat unſere deutſche Waſ⸗ ſenſchmiede gearbeitet, Tag und Nacht gearbeitet, um unſer Volk aus dem Zuſtand der Wehrloſig⸗ keit zu erlöſen. 1 Um Deutſchland herum hat ſich nunmehr ein eherner Panzer gelegt, und hinter dieſem Panzer ſteht nun das deutſche Volk friedliebend wie je zuvor, aber au abwehrbereit wie zuvor. Ich weiß, daß nun die Zeit gekommen iſt, in der wir ohne dieſe furchtbaren Aengſte in die Zukunft blicken können, nicht weil wir die Gefahren unterſchätzen, ſondern nur weil wir unſerer Kraft wieder bewußt geworden ſind. Nicht weil ich etwa leichtfertig genug wäre die Schwierig⸗ keiten zu überſehen, ſondern weil ich weiß wie ſtark wir ſind, um dieſer Schwierigkeiten, wenn notwendig, auch Herr zu werden! 1 Deutſchland iſt heute wieder zu einem kraftvollen, ja zur Partei gekommen, dieſes Ziel hat ihnen vor⸗ E K T 7 * e R NN nee Dienstag, 10. November 1936 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 2 3. Seite/ Nummer 320 darben und mächtigen Staat geworden. Und ſo kön⸗ nen wir denn morgen vor die Gräber unſerer Ka⸗ meraden von damals hintreten, mit dieſer inneren Ruhe, in ihrem Sinn das Rechte getan zu haben. Wir können ihnen nun wirklich ſagen: Ihr könnt uns nicht böſe ſein, win haben das gehalten, was wir versprochen hatten. Dafür ſind wir einſt ausgezogen, dafür haben wir gekämpft, dafür ſind wir angetreten zum zweitenmal, dafür ſeid ihr gefallen, dafür ſind euch ſo viele Hunderte nachgefolgt. Deutſchland iſt wieder aufgerichtet, es ſteht heute feſt und ſtark, es vertritt heute wieder ſein Recht mit dem mannhaften Mut einer tapferen und großen Nation. Ste alle, die Sie damals ſchon den Weg zu mir gefunden hatten, Sie können das Gefühl einer tief⸗ inneren Befriedigung beſitzen. Heute natürlich wenden ſich viele zur Partei. Sehr viele re⸗ den heute von„Kampf“. Damals war es ſchwerer. Um ſo glücklicher diejenigen, die ſich ſagen können: Wir ſind damals ſchon dabeigeweſen! Eine neue Generation wächſt nun nach. Jugend kommt, Jahrgang um Jahrgang. Sie wird einge⸗ zogen in unſer Jungvolk, in die HJ, in die Partei, in die Sa, in die SS, in den Arbeitsdienſt, in das Heer, Jahrgang um Jahrgang. Wir werden langſam alt, aber wir haben die ſchönſte und ſtolzeſte Erin⸗ nerung. die es überhaupt für dieſes Leben geben kann: Uns hat die Vorſehung auserwählt, in der Zeit des tiefſten Verfalls die neue Fahne der Nation zum Sieg zu führen. Kann es für Menſchen etwas Schöneres und Stolzeres geben? Was wir ſonſt ſind, fällt demgegenüber zurück. Ich bin heute euer Kanz⸗ ler, ihr ſeid meinetwegen nur ein kleiner Blockwart oder einfache Parteigenoſſen. Aber alle ſind wir alte Kämpfer, die Männer, die damals, als alles zu ver⸗ gehen ſchien, an Deutſchland nicht verzweifelten, ſon⸗ dern die in der Zeit der größten Hoffnungsloſigkeit die größte Hoffnung ihres Lebens gefunden haben. Ich ſehe ſchon die Zeit, in der wir langſam weni⸗ ger werden und um uns herum der junge Ring neuer kommender Generationen ſich aufbauen wird. Aber das weiß ich, daß die Jugend, wenn der Letzte aus unſeren Reihen gefallen ſein wird, unſere Fahne feſt in ihren Händen halten und ſich dann auch immer und immer wieder der Männer erinnern wird, die in der Zeit der tiefſten Erniedrigung Deutſchlands an eine ſtrahlende Wiederauferſtehung geglaubt haben. Wir wollen am heutigen Tag nur etwas beklagen: Daß es nicht allen unſeren Mitkämpfern vergönnt war, dieſe Wiederauferſtehung mitzuerleben. Das iſt ihr großes Opfer geweſen. Wir ſind demgegenüber die unendlich Glückliche⸗ ren, denn in unſer Leben fällt noch Deutſchlands Wiederauferſtehung! Schweren zeiten entgegen, aber Heutſchland wird feitſtehen: Wir gehen ſicherlich einer ſchweren Zeit entgegen. um uns ſehen wir überall drohende Zeichen des Aufruhrs und der Verwüſtung. Uns wird heute Dietrich Eckarts Sturmlied ſo recht klar. Es iſt da⸗ mals geſchrieben worden, aber geſehen für heute und die Zukunft. Wenn wir aber in der Zeit der größten Hoffnungsloſigkeit im Innern unſeres Vol⸗ les die Hoffnung auf eine Wiederauferſtehung Deutſchlands nicht eine Sekunde verloren hatten, zann wollen wir heute erſt recht nicht die Hoffnung verlieren auf das ſiegreiche Beſtehen unſeres Reiches. Es mag kommen, was kommen will: Deutſchland wird feſt ſtehen, es wird ſich nicht bengen, es wird ſich niemals mehr nuterwerfen! Pielleicht kommt ſchneller, als wir alle denken, die Zeit, in der auch das übrige Europa in unſerem Deutſchland den ſtärkſten Hort einer wirklichen euro⸗ päiſchen und damit menſchlichen Kultur und Zivili⸗ ſatiyn ſehen wird. Vielleicht kommt die Zeit ſchneller als wir denken, daß bieſes übrige Europa nicht mehr mit Grollen die Aufrichtung eines nationalſozialiſtiſchen Deutſchen Reichs ſieht, ſondern froh ſein wird, daß dieſer Damm gegen die bolſchewiſtiſche Flut gebaut wurde. Heute, nach anderthalb Jahrzehnten Kampf in Deutſch⸗ land, ſind wohl die meiſten, ja faſt alle unſerer da⸗ maligen inneren Widerſacher bekehrt. Wer von un⸗ ſeren bürgerlichen Widerſachern von einſt muß ſich nicht, wenn ſie ehrlich ſind, im Innern ſagen: „Sie haben doch erreicht, was wir letzten Endes auf auderen Wegen ja auch augeſtrebt hatten.“ Pielleicht wird es bald in Europa nicht anders ſein. Man wird ſagen:„Wir haben ſie bekämpft, aber im Grunde haben ſie doch das erreicht, was wir ſelbſt glaubten erreichen zu können. Denn ſie allein haben Europa vor dem Untergang un d dem Chaos bewahrt!“ Und ſo mancher Frie⸗ densapoſtel wird vielleicht noch bekennen:„Der Friede Europas wurde durch die Kraft bewahrt, die dieſer nationalſozialiſtiſche Staat in letzter Stunde aufgerichtet hat.“ Für diejenigen, die mich kennen, wird es ſelbſtver⸗ ſtändlich ſein, daß ich, ſo wie anderthalb Jahrzehnte an euch, ſo heute an die Nation die Aufforderung richte, ſich in blinder Gefolgſchaft hinter die Führung zu ſtellen. Das hat die Partei einſt groß gemacht und das wird auch Deutſchland groß machen! Das hat die Par⸗ tei ſtark gemacht, und das kann auch Deutſchland nur ſtärken. Wenn das ganze deutſche Volk wie ein Mann zum heutigen Staat und zu ſeinem Regime ſteht, wird keine Macht der Welt dieſes Deutſchland zerbrechen können. ch ſcheue keinen Widerſacher: Ich habe noch keinen Widerſacher geſcheut und ſcheue auch jetzt keinen! Ich habe aber jahrelang in Deutſchland vor dem Bolſchewis mus gewarnt, und man hat mich im Bürgertum nur verlacht. Ich ſchätze die Kommuniſten als das ein, was ſie ſind, als eine Macht, die ich im Innern überwinden konnte, weil ich unſer Volk im Innern in Ordnung brachte. Ich ſcheue den Kommunismus auch außer uns nicht, weil ich ihn erkenne und weil ich das deutſche Volk für alle Fälle vorbereite. Denn: Sollte der Kommunismus jemals Luſt bekommen, mit uns von außen anzubinden, ſo wird es ihm genau ſo ergehen, wie es ihm im Innern Deutſchlands ergangen iſt!(Langanhal⸗ tender Beifall.) Wenn jemals dieſe Macht verſuchen ſollte, Deutſch⸗ land zu überfallen, dann würde ihr genau dasſelbe zuſtoßen, was jenen Kommuniſten zugeſtoßen iſt, die einſt auch glaubten, uns im Innern überfallen zu können! Wir haben hier die Straße freigemacht, wir würden ſie auch im anderen Fall freimachen. Das iſt die ſelbſtverſtändliche Ueberzeugung, die wir alle beſitzen. Und weil wir dieſe Ueberzeugung uns an⸗ eigneten, können wir auch ruhigen Mutes unſeren Weg gehen. So erinnern wir uns heute noch einmal dieſes Tages, an dem wir vor 13 Jahren zum erſtenmal als politiſcher Faktor in die Weltgeſchichte eingetre⸗ len ſind, und wir erinnern uns dabei all der alten und treuen Kameraden, die wir damals verloren haben! Dann erinnern wir uns aber auch unſerer alten Kampfparole, unſeres alten Kampfrufes, der uns ſeitdem nie verlaſſen hat und der uns heute und in alle Zukunft begleitet: Deutſchland„Sieg Heil, Sieg Heil, Sieg Heil!“ (Die alten Kämpfer erheben ſich und jubeln dem Führer in minutenlangen Stürmen der Begeiſte⸗ bung zu.) Ein Bekenntnis des engliſchen Miniſterpräfidenten: „Wir ſind alle wahnſinnig Vedeutſame Rede Balödwins: Internationaler Rüſtungswahnſinn und engliſche Aufrüſtungspflicht!— Der Weſtipakt — London, 10. November. Am Montagabend wurde wie alljährlich am 9. November in der Guildhall das Bankett des neuen Lordmayors von London veranſtaltet, an dem ſich Miniſterpräſident Bald win als Hauptredner beteiligte. Baldwin ſagte, daß er ſich angeſichts der kürz⸗ lichen außenpolitiſchen Erklärung im Unterhaus nicht ſo ausführlich über die Außenpolitik äußern wolle, wie es ſonſt bei dieſer Gelegenheit üblich ſei. Er wolle jedoch einige Worte über eine Angelegen⸗ heit ſagen, der die engliſche Regierung ihre beſondere Aufmerkſamkeit widme, nämlich über die in Gang befindlichen Vorbereitungen für eine Konferenz zwiſchen den fünf Weſtmächten zur Aus⸗ handlung eines neuen Vertrages an Stelle des frühe⸗ ren Locarnovertrages. Die engliſche Regierung hoffe, daß dieſer Pakt der erſte Schritt zu einer europäiſchen Regelung ſein werde. Er ſei überzeugt, daß jeder der Anweſenden den eng⸗ liſchen Wunſch teile, daß der gegenwärtige Mei⸗ nungsaustauſch zu brauchbaren und erfolgreichen Ergebniſſen führen werde.(Beifall.) Hinſichtlich der ſpaniſchen Frage erklärte Baldwin, die Regierung habe nichts unverſucht ge⸗ laſſen, durch ihre aktive Unterſtützung der Nichtein⸗ miſchungspolitik eine Ausdehnung des Konflikts Cie gehört wieder dem nationalen Spanien Flucht des Madrider Votſchafters aus der Berliner ſpaniſchen Votſchaft Uebernahme der Votſchaft durch den Vertreter der Burgos-Regierung — Berlin, 9. November. Nachdem der bisherige Vertreter der ſpaniſchen Volksfront in Berlin, Rovira, am Samstag die Bot⸗ ſchaft fluchtartig verlaſſen und die Schlüſſel zu dem Gebäude dem Kraftfahrer übergeben hatte, hat der ehemalige ſpaniſche Botſchafter Agramonte y Cortijo das Botſchaftsgebände in der Großadmiral Prinz⸗ Heinrich⸗Straße namens der ſpauniſchen Natio⸗ nalregierung in Beſitz genommen. Am Montagmittag wurde auf dem Botſchaftsgebäude in Gegenwart von etwa 150 Angehörigen der ſpaniſchen Kolonie die rot⸗gold⸗rote Flagge der ſpaniſchen Na⸗ tionalregierung gehißt und die Uebernahme der Amtsgeſchäfte durch Botſchafter Agramonte ver⸗ kündet. „Eine ſpaniſche Sowjetrepublik iſt untragbar“ — Rom, 9. November. In ſcharfer Form wendet ſich der„Tevere“ gegen den Plan der Gründung einer ſpaniſchen Sowjet⸗ republik in den von den nationalen Truppen noch nicht beſetzten Gebieten. Eine ſolche Republik im Schlepptau Sowjetruß⸗ lands würde, ſo erklärt das römiſche Blatt, die ſofortige Gegenwirkung der Länder hervorrufen, in denen das nationale Gefühl noch nicht er⸗ ſtorben ſei. Ein ſolcher Vorgang hätte nichts mit Revolution und ebenſo wenig mit einer Evolution des Regimes im Innern eines Landes zu tun. Es würde ſich ganz einfach um die Abtretung von Stützpunkten für krie⸗ geriſche Operationen an einen Staat handeln, der ſeinen Willen, die ganze Welt in einen Krieg zu ver⸗ wickeln, nicht mehr verheimliche. Spanien wäre zu beklagen, Europa zu verteidigen. Es müſſe rechtzeitig erklärt werden, daß die Bil⸗ dung eines Sowjetſtgates auf ſpaniſchem Boden nicht im Lichte der berüchtigten Grundſätze Wilſons be⸗ trachtet werden könne. Man hätte es vielmehr mit einer ſkandalöſen Beſchlagnahme der höchſten geiſti⸗ gen und materiellen Güter einer Nation, mit einer brutalen Verletzung der Grenzen und mit einer Zerſtörung des europäiſchen Gleichge⸗ wichts und damit mit einer untragbaren Be⸗ laſtung der diplomatiſchen und militäriſchen Lage in Weſteuropa zu tun. 12620 Patenkinder Adolf Hillers Jeden Tag durchſchnittlich zehn Ehrenpatenſchaften— Die Vorausſetzungen — Berlin, 7. November. Schon während des Weltkrieges hat der General⸗ feldmarſchall von Hindenburg vielen deutſchen El⸗ tern den Wunſch erfüllt, bei Kindern, die an einem Siegestage geboren wurden, Ehrenpate zu ſein. Die Zahl dieſer Kriegsehrenpatenſchaften betrug etwa 800. Als Hindenburg 1925 Reichspräſident wurde, ſetzte er dieſe Ehrungen fort. Während ſeiner Amtszeit als Reichspräsident vergrößerte ſich die Zahl ſeiner Ehrenpatenſchaften von Jahr zu Jahr, ſo daß er bei ſeinem Tode am 2. Auguſt 1934 nicht weniger als 27000 Patenkinder hatte. Da der nationalſozialiſtiſche Staat auf dem Raſſegedanken aufgebaut iſt und die erbgeſunde und raſſiſch wertvolle Familie beſonders fördert, ent⸗ ſprach es dieſer Zielſetzung, daß der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler nach der Machtergreifung den Brauch der Ehrenpatenſchaften in kinderreichen deutſchblütigen Familien ebenfalls übernahm. Bis Ende 1936 iſt ſchon insgeſamt 12629 deut⸗ ſchen Knaben und Mädchen, unter denen ſich Zwillings⸗, Drillings⸗ und ſogar Vierlings⸗Kinder befinden, die hohe Auszeichnung zuteil geworden, Patenkinder Adolf Hitlers zu ſein. Durchſchnittlich entfallen auf jeden Kalendertag zehn Ehrenpatenſchaften. Bei den zahlreichen Patenſchaftsanträgen, die täglich an den Führer gerichtet werden, hat es ſich als not⸗ wendig erwieſen, die Uebernahme der Ehrenpaten⸗ ſchaften nach einheitlichen Geſichtspunkten zu regeln und von der Erfüllung beſtimmter Vorausſetzungen abhängig zu machen. Grundſätzlich werden Ehren⸗ patenſchaften nur in ſolchen Familien übernommen, in denen einſchließlich des Patenkindes minde⸗ ſtens neun lebende eheliche Kinder oder ſieben lebende Söhne vorhanden ſind, die vom Taufvater ſtammen; voreheliche Kinder, bei denen der Taufvater die Vaterſchaft anerkannt hat, werden mitgezählt. Weiter wird verlangt, saß es ſich um erbgeſunde und erbtüchtige Familien deutſcher Staatsangehörig⸗ keit und ariſcher Abſtammung handelt, deren Ruf, Verhalten und politiſche Zuverläſſigeit in jeder Be⸗ ziehung einwandfrei ſind und die für eine ordentliche Erziehung der Kinder eine volle Gewähr bieten. Alle Gefuche und Anträge auf Uebernahme von Ehrenpatenſchaften, die nicht von den örtlichen Ver⸗ waltungsbehörden(Bürgermeiſter, Landrat, Polizei⸗ präſident und ſonſtigen Kreisbehörden) ſelbſt oder durch deren Hand eingereicht werden, werden vor weiterer Entſcheidung den Kreisbehörden zur Prü⸗ fung und Stellungnahme im Benehmen mit den Parteidienſtſtellen überſandt. Das Ergebnis der Ermittlungen wird in einem beſonderen Fragebogen niedergelegt. Irgendwelche Verpflichtungen für den Ehrenpaten, auch hin⸗ ſichtlich der Gewährung eines Paten⸗ geſchenks dürfen aus der Annahme der Ehren⸗ patenſchaft nicht hergeleitet werden, doch wird im Rahmen der verfügbaren Geldmittel ein Patenge⸗ ſchenk nach freiem Ermeſſen bewilligt, wenn eine Notlage beſteht. Für ein und dieſelbe Familie über⸗ nimmt der Führer die Ehrenpatenſchaft nur einmal. Die Annahme der Ehrenpatenſchaft wird, wenn alle Vorausſetzungen erfüllt ſind, durch einen Paten⸗ brief ausgeſprochen, der dem Kindesvater unmit⸗ telbar überſandt wird. Für das Patenkind iſt die Annahme der Ehrenpatenſchaft zugleich eine mah⸗ nende Verpflichtung, auf ſeinem Lebensweg ſich ſtets der Auszeichnung des Führers wüpdig zu erweiſen; daneben bedeutet ſie aber auch eine nicht zu unter⸗ ſchätzende Förderung ſeines Lebensweges; denn wer würde wohl nicht einem würdigen Patenkind Adolf Hitlers nach Kräften beiſtehen? — uu. Hoch. ola lab CU SA, Kue, glu, bubu. Value. au. glad uulauu. audi. wlulluub alas, G0 M. Lu; lu. aluus· O pl Hua. OB iᷣ,, A- Ko puu. cid al. Nau, Aub uu. Huppall cual ſuh iu Sus Nlublao fad ulld lu Nals als Vorstufe zur Europa-Regelung über die Grenzen Spaniens hinaus zu verhüten. Zu dem polniſchen Außen miniſter Beck gewandt, ſagte Baldwin, daß Polen ſtets die Sym⸗ pathie der Engländer genoſſen habe. In der Ver⸗ gangenheit habe Polen mehr als irgendeine andere Nation für die Sache der nationalen Freiheit gelit⸗ ten, und das heutige Polen habe ein großes Werk der nationalen Wiederbelebung vollbracht. Das Sinnbild der Leiſtungen Polens zur See und im Handel ſei der Bau und die Entwicklung des großen Hafens von Gdingen geweſen. Auf dieſem Gebiet wie auf allen anderen rechne England mit der Entwick⸗ lung einer engeren Zuſammenarbeit zwiſchen den beiden Ländern, denen beiden die Sache des Weltfrie⸗ dens ernſtlich am Herzen liege. Baldwin erklärte, er wolle nur einige Worte über die Weltlage und die Stellung Englands im be⸗ ſonderen ſagen. Der Miniſterpräſident wandte ſich gegen den, wie er ſich ausdrückte, „un verſtändlichen Wahnſinn“ der Auf⸗ rüſtung ganz Europas, die eine Verbeſſerung des Lebeusſtandards der Völker verzögere und einen Krieg wahrſcheinlich mache. Es gebe aber niemand im heutigen Europa, der nicht wiſſe, was ein Krieg auf die Dauer bedeute. Deshalb gebe es nur eine Pflicht für alle, nämlich ſich zuſam⸗ menzuſchließen und Europa zu retten. Mit Recht widme England jetzt ſeine Aufmerkſamkeit ſeined eigenen Verteidigung:„Ich bin bereit, unſere ganzen Anſtrengungen, ungeachtet der Koſten an Menſchen und Geld, dem zu widmen, was notwendig iſt. Gleichzeitig bin ich mir aber des Wahn⸗ ſinns von uns allen bewußt. Ich erkläre, daß die Verteidigung unſerer Nation in der gegen⸗ wärtigen Weltlage unvermeidlich iſt, und wiy ſind entſchloſſen, in dieſer Hinſicht nichts unverſucht zu laſſen.“ Baldwin äußerte hierauf die Anſicht, daß zu⸗ künftige Kriege möglicherweiſe den Charak⸗ ter von„Religionskriegen“(2) haben könnten, wie man ſie im Mittelalter gekannt habe. Es gebe heute geiſtige Auffaſſungen, deren Vertreter ihre Weltanſchauung„bis zum Tode erzwingen“ möchten. Man ſitze hier niemals zu Gericht über die Ereigniſſe in ausländiſchen Staaten, aber er ſei eutſchloſſen, daß in England keine dieſer„Gewalten“ jemals triumphieren ſollen. In England ſei kein Raum für irgend⸗ eine Form einer„organiſterten Weltanſchauung“. Euglands Freiheit ſei die„Freiheit des Geiſtes“, und es müſſe bereit ſein, im Notfall bis zum äußerſten für dieſe Freiheit zu kämpfen. Ebenſo wie in England nicht die Ab⸗ ſicht beſtehe, ſich in die inneren Angelegenheiten irgend welcher Länder einzumiſchen, ſo dulde England auch keine Einmiſchung irgendeines an⸗ deren Landes in ſeine inneren Angelegenheiten. Der engliſche Miniſterpräſident ſchloß, die bri⸗ tiſche Regierung ſei bereit und bemüht, jede Gelegen⸗ heit zu ergreifen, um das Anwachſen der Rüſtungen aufzuhalten, eine Rüſtungsherabſetzung zu erzielen, Abmachungen, die für den Frieden wirkten, beizu⸗ treten und von Europa die Furcht, von der es ge⸗ genwärtig beherrſcht ſei, zu entfernen. Bevor dieſe Furcht nicht beſeitigt ſei, ſei keine Ausſicht auf ir⸗ gendeinen materiellen und geiſtigen Fortſchritt der Menſchheit vorhanden. 39 deulſche Seeleute ertrunken Frachtdampfer„Iris“ in ſchwerem Orkan geſunken. — Hamburg, 9. November. Das 450 BR große deutſche Frachtmotorſchiff „Iſis“ iſt am Sonutag auf dem Wege von Hamburg nach Neuyork, 240 Seemeilen weſtlich von Kap Lizard, in ſchweren Weſtſturm geraten und geſunken. Der Red⸗Star⸗Dampfer„Weſternland“, der ſich auf die Hilferufe der„Iſis“ ſofort zur Unglücksſtelle begab, hat nach ſtundenlanger Suche ein Rettungs⸗ bobt gefunden, in dem ſich ein völlig erſchöpfter Schiffsjunge der„Iſis“ befand. Alle übrigen Mit⸗ glieder der 40köpfigen Mannſchaft ſind ertrunken. Genaueres über Urſache und Hergang des Un⸗ glücks iſt bis jetzt noch nicht zu erfahren. Feſt ſteht nur, daß der Dampfer innerhalb ſo kurzer Zeit ge⸗ ſunken iſt, daß die Mannſchaft nicht einmal mehr die Rettungsboote klarmachen konnte. Halbmaſt auf deutſchen Schiffen — Hamburg, 9. November. Der Führer der deutſchen Seeſchiffahrt, Staats⸗ rat Eßberger, hat folgenden Aufruf erlaſſen: „Nach dem ſchweren Verluſt durch den Untergang des Feuerſchiffes„Elbe J“ mit ſeiner geſamten Be⸗ ſatzung wird die deutſche Seeſchiffahrt erneut durch ein tragiſches Unglück betroffen: Das Motorſchiff „Iſis“ iſt ſüdweſtlich der Küſte Irlands in einem Orkan geſunken. Es muß damit gerechnet werden, daß 39 Mann der 40köpfigen Beſatzung den See⸗ mannstod gefunden haben. Die geſamte deutſche Schiffahrt trauert mit den Hinterbliebenen um den abermaligen ſchweren Verluſt. Alle deutſchen See⸗ ſchiffe ſetzen am 10. November die Flaggen auf halbmaſt“. de deine g e He, * N + e 75 bessetes d Seite/ Nummer 320 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 10. November 198 Mannheim, 10. November. Die Jungbuſchſtraße Breiten Straße iſt ſie die verkehrs⸗ reichſte in der Unterſtadt. Auf ihrer nge von etwa achthundert Meter gibt es Nehen A mur nur iſt alſo faſt reſtlos Geſchäftsſtraße. Sie iſt Hafenſtraße und hat ſich eben als ſolche zur Ge ße entwickelt. Wie keine andere Straße füthr den Hafenbez zirk hinein. Aber ſchon längſt mehr ſo, wie es einſt war, als i fer herrſchte. Welch' ſtürmiſcher Verkehr da zu gewiſſen Tageszeiten dieſe Straße! higer und ſtiller geworden, der Verkehr iſt bbt und wird wohl kaum ſeinen alten Wellen⸗ e wieder erhalten. er die Straße hat ſich doch zu behaupten ver⸗ mocht und wird ſich auch weiterhin behaupten. Noch immer hat ſie lebhaften Verkehr, noch immer bieten die vielen Läden ihre Waren preis und alle ſind auch 0 noch recht ſeßhaft, denn Veränderungen ſind hier ſelten. Daß ſie dabei mit der Zeit geht und auch abends ſichtbarlich macht, daß ſie doch eine ganz andere Straße iſt als die, die rechts und links von ihr lie⸗ gen, das zeigt ſie durch ihre Reklamebeleuchtung. Wenn man abends vom Marktplatz aus einen Blick in die lange Straße wirft, da leuchtet hundertfältig das Licht in allen Farben. Zuweilen iſt die Beleuch⸗ tung nicht mehr ganz auf der Höhe, aber das wird ſich zu ſeiner Zeit ſchon finden. Man will und kann hier nicht immer bei den Erſten ſein, wenn die Ent⸗ wicklung neue Formen und Möglichkeiten bietet. So begegnet man vereinzelt auch noch alten Konſtruk⸗ tionsformen, die eigentlich überfällig geworden ſind, ehemals aber einen großen Fortſchritt bedeuteten, wie die gußeiſernen profilierten Säulen und Träger, die es erſt zuließen, die früher übliche Engräumig⸗ keit der Verkaufsſtätten zu ſprengen. Aber die Moderniſierung macht auch in dieſer ze keinen Halt, ſie nimmt ihren Fortgang und je Gebäude und Läden haben eine geſchmackvolle Ausſtattung erfahren, wie man ſie in dieſer Gegend bisher nicht gewohnt war. Alſo die neuzeitliche Ge⸗ ſchmacksrichtung marſchiert auch in der Jungbuſch⸗ ſtraße! R. Schlechte Verkehrsdiſplin Polizeibericht vom 9. Nopember In vergangener Woche wurden hier au zwei ver⸗ ſchiedenen Abenden größere Beleuchtungskontrollen durchgeführt. Wie mangelhaft gerade hinſichtlich der Beleuchtung der Kraftfahrzeuge und Fahr⸗ räder die Vorſchriften der Reichsſtraßenverkehrs⸗ ordnung befolgt werden, beweiſt die große Zahl der Beanſtandungen, die ſich bei dieſen Kon⸗ trollen ergaben,. 580 Radfahrer und 95 Kraft⸗ fahrz führer mußten gebührenpflichtig verwarnt werden, und zwar hatten 538 Radfahrer ihre Fahr⸗ räder und 79 Kraftfahrer ihre Fahrzeuge nach ein⸗ getretener Dunkelheit nicht beleuchtet. 36 Verkehrsunfälle haben ſich in vergan⸗ gener Woche gegenüber 31 der Vorwoche hier ereig⸗ Hierbei wurden 14 Perſonen verletzt, 27 Kraft⸗ ge, 10 Fahrräder und 3 Straßenbahnwagen igt. Drei der Verkehrsunfälle ſind auf Trun⸗ keuheit der Fahrer zurückzuführen. 2 Antodiebe feſtgenommen. Durch die Aufmerk⸗ ſamkeit eines Polizeibeamten konnten in vergange⸗ ner Nacht zwei junge Burſchen von hier, die in einer Autogarage einen Perſonenkraftwagen ent⸗ wendet hatten und damit Fahrten ausführten, feſt⸗ genommen werden. Beide wurden in das Bezirks⸗ gefängnis eingelteſert. Feier für den SA-Sportabzeichen⸗ Lehrgang bei BBC Im ſchönen neuen Saalbau der BBC⸗Werke hatte man am Samstagabend zu einer ſtimmungsvollen Feier für die Teilnehmer am SA ⸗Sportabzeichen⸗ kurſus gerüſtet. Oberführer v. Haldenwang und Standartenführer Ritter v. Eberlein waren er⸗ ſchienen, eine Reihe anderer höherer SA⸗Führer, Vertreter von Partei, Wehrmacht, Stadt und den anderen Gliederungen, Sturm 12/K 250 ſtellte einen Ehrenſturm und die BBC-⸗Werkskapelle ſpielte. Oberbaurat Schlemmer, der ſtell vertretende Betriebsführer, ſprach vom Weſen der Kameradſchaft, ganz beſonders in dieſem ſtählenden SA⸗Sport, der auch vom praktiſchen und geſundheitlichen Stand⸗ punkt ein gutes Gegengewicht ſei gegen die hoch⸗ gezüchtete Einſeitigkeit moderner Spezialiſtenarbeit an der Werkbank wie im Büro. Mit Sturmführer Kunkel an der Spitze führte dann die SA die Kur⸗ ſusteilnehmer ein. Man grüßte die Fahnen des Sturmes und des Betriebes. Der Führer der Bri⸗ gade 153, Oberführer von Haldenwang, machte dann, ausgehend von dem Wort des Führers, über das harte Geſchlecht, das wir brauchen. um andern die Luſt am Händelſuchen zu nehmen, einige Ausfüh⸗ rungen über den Sinn des SA⸗Sportabzeichens, deſ⸗ ſen man ſich nicht nur durch körperlichen Einſatz, ſon⸗ dern auch durch eine entſprechende innere ſeeliſche Haltung würdig zeigen müſſe, und gab der Hoff⸗ nung Ausdruck, daß die einmal aufgenommene Ver⸗ bindung mit der SA weiter gepflegt und enger ge⸗ ſtaltet werde. Standartenführer Ritter v. Eber⸗ Lein erinnerte an ein Wort des Gruppenführers Luyken: Das S A⸗Sportabzeichen iſt das, wozu ihr es macht! Daß man es ſelber ernſt nehme, wäre wohl aus der neuen Beſtimmung erſichtlich, daß körper⸗ lich befähigte SA⸗Männer, die es innerhalb der näch⸗ ſten zwei Jahre nicht machen, aus der Sa ausge⸗ ſchloſſen werden würden. Möge der Händedruck, mit dem er die Uebergabe begleite, auch eine Verpflich⸗ tung ſein, im Geiſte der SA weiterzuarbeiten. Dann wurden die 51 Kurſusteilnehmer aufgerufen und der Standartenführer überreichte das Abzeichen. In einer abſchließenden Anſprache dankte der Kurſusteil⸗ nehmer Blum der Betriebsführung, die dem Kurſus in ei 0 großzügigen Weiſe ihre Unterſtützung Nichts ſollte ſte alle mehr freuen, ch ganz wenige Häuſer, die ebener Erde t einen Laden oder ein Geſchäft enthalten. Die aufgen t den 9. November Stadt im Flaggenmeer— Ehrenwachen zogen auf— In allen Ortsgruppengebieten fanden Feiern ſtatt Mannheim ſtand geſtern im Zeichen des Geden⸗ kens an die Ermordeten der Bewegung. Die Stadt glich einem Flaggenmeer. Nicht nur von den öffent⸗ lichen Gebäuden wallten die Fahnen herab. Es gab auch kaum ein Privathaus, das nicht geſlaggt hatte. Und überall ſtanden die Flaggen auf Voll maſt, um auch auf dieſe Weiſe zu bekunden: nicht nieder⸗ drückende Trauer iſt es, von der Bewegung und Volk an dieſem Tage beſeelt ſind, ſondern ernſter Stolz darüber, daß die Saat jener erſten 16 Blut⸗ zeugen der nationalſozialiſtiſchen Idee aufging und zum Siege führte. Dieſer Totengedenktag der Be⸗ wegung iſt zugleich ein Feiertag des Sieges und der Auferſtehung für das ganze deutſche Volk. Um die achte Morgenſtunde zogen Ehren⸗ wachen auf an den Gräbern der Toten der nationalſozialiſtiſchen Bewegung, an den Ehrenmalen für die Toten des Weltkrieges und den Denkmälern der verſchiedenen Regimenter. Ehrenformationen gaben der aufzie⸗ 0 erſten Wache das Geleite, holten in ſpäter Abendſtunde die letzte Wache ein. Schweigend ſtan⸗ den die ſechs Mann ſtarken Wachen auf ihrem Poſten, je ein Mann der Pe, der SA, SS, des NS, der HJ und des Reichskriegerbundes. Stumm hielten ſie ihre Wache nden auf dem Hauptfriedhof, an den Gräbern der SA⸗ Männer, die beim Beſenfelder Unglück ihr Leben hingaben und zu denen in letzter Kameradſchaft auch der verſtorbene Sturmführer Huck gebettet worden war. Sie waren auch aufgezogen vor dem Ehrenmal der Toten des Weltkrieges, dem Denkmal 1870/71 und in der Stadt vor dem Kriegerdenkmal am Luiſenring und dem 110er⸗Denkmal am Friedrichsring. Wie dort, ſo ſtanden die Ehrenwachen auch in den Vororten an den Gedenkſtätten unſerer teuren Toten, die für Deutſchland geſtorben ſind, bis zur mitternächtlichen Stunde. Nach dem Aufziehen der erſten Wachen erfolgte überall die feierliche Kranzniederlegung. Partei und Stadtverwaltung, Wehrmacht und Reichs⸗ kriegerbund, SA⸗Gruppe Kurpfalz und der Volks⸗ bund für deutſche Kriegsgräberfürſorge ehrten durch ihre Kranzſpenden das Gedenken der Toten. Im Rahmen einer erhebenden, kurzen Feier nahm Kreis⸗ leiter Dr. Roth am Ehrenmal des Hauptfriedhofes die Kranzniederlegung vor. Zahlreiche Mannheimer ließen es ſich nicht nehmen, zu den Gräbern und Gedenkſtätten zu gehen, um das Gelöbnis zu er⸗ neuern, im Geiſte der Dahingeſchiedenen weiterhin für des Vaterlandes Einigkeit und Freiheit zu kämpfen. Am Abend fanden auf 19 verſchiedenen Plätzen der Stadt und aller Vororte die Gedenkfeiern der Partei ſtatt. Wir lenkten unſere Schritte zur Feier der Ortsgruppen Lindenhof und Waldpark. Um die ſiebente Abendſtunde ſchüttete es wie mit Kübeln. Aber als die Zeit des Aufmarſches nahte, erſtrahlte der Nachthimmel in hellſtem Sternenſchein. Marſch⸗ eee eee Elternabend der Jungmädel Frohe Stunden mit beſinnlichem Unterton Der weite Raum des Nibelungenſaales, feſt lich geſchmückt, war dicht beſetzt, als der Abend, zu dem in erſter Linie die Eltern geladen waren, mit dem Lied„Und ihr rufenden Fanfaren“ eröffnet wurde. Herzlich begrüßte die Jungmädel⸗Untergauführerin Greulich den Kreisleiter, den Oberbürgermeiſter und den Stadtſchulrat, die mit vielen Vertretern von Organiſationen der Bewegung, dem fröhlichen Abend beiwohnten. Nachdem die Wimpel einmar⸗ ſchiert waren, ging es gleich mitten in die Darbietungen hinein, die ſich nicht auf dem Podium des Saales abſpielten, ſondern in der Mitte des Saales, ſo daß die Zuſchauer rund herum ſaßen wie bei einem Sportplatz. Dadurch war die enge Verbundenheit zwiſchen Darbietenden und Emp⸗ fangenden geſchaffen. Mit einer Hindernisſtaffel begannen die frohen Spieles und daun ſprach in Vertretung der Ober⸗ gauführerin Margret Klein, um in fehr beifällig menen Darlegungen aufzuzeigen, welch [tiefere Bedeutung ein ſo vergnüglicher Abend doch habe. Er wolle nichts anderes, als zeigen, was die Jungmädel eigentlich trieben und warum ſie es treiben. Das Ziel der geſamten Abende ſei, ſcharakterfeſte und leiſtungsfähige Mäd⸗ chen zu erziehen, die ſportlich und weltan⸗ ſchaulich ebenſo geſchult ſeien, wie ihre männlichen Kameraden, und denen der Glaube an Adolf Hitler über alles gehe. Wenn die Jungmädels Dinge der Vergangenheit ablehnten, ſo nur die, die ſich überlebt hätten. Es ſei ſelbſtverſtändlich, daß man alles Vergangene, das Wert habe, ehre. Aber man klebe nicht am Ewig⸗Geſtrigen. Die Mädel des BdM. müßten mit feſten Füßen im Leben ſtehen und darum müßten ſchon die Jundmädchen Ge⸗ horſam und Einordnung in eine Gemein⸗ ſchaft lernen, denn der ſei nicht auf Adolf Hitler ausgerichtet, der den Gehorſam im Kleinen nicht kenne. Die ſportliche Erziehung werde ergänzt durch Wanderungen, die auch das Ziel verfolgten, die Mädchen abzuhärten und zu ſtählen. In den Heim⸗ abenden aber gehe es um die innere Ausrichtung und hier werde ihnen der nationalſozialiſtiſche Grundſatz zur Selbſtverſtändlichkeit, Unmögliches möglich zu machen. Nach dieſer klargegliederten Anſprache ging der Reigen unterhalten der Därbib tungen weiter. Jungmädels zeigten Volkstänze, fängen hei⸗ tere Volkslieder, machten Uebungen mit Reifen und Meoizinbällen, machten Fangſpiele, Reiterſpiele, Purzelbäume auf der Matte, und es gab großen Jubel, als der Sprung über 7 Mädel gelang. Zu⸗ letzt wurde noch ein Findigkeitsſpiel gezeigt, das mit einer Siegerehrung endete. Mit dem Lied„Ein junges Volk ſteht auf“ klang der Abend aus, der vielen Eltern die Augen darüber geöffnet haben wird, welche tiefe Bedeutung hier im ſcheinbar kindlichen Spiele liegt. 25 ( dd ³⁰·¹1. A y 0 e als wenn Obertruppführer Häffner ſie nächſtens zu einer unverhofften Uebung aufrufen würde. Nun folgte der gemütliche Teil. Eine Folge von Lichtbildern unterrichtete anſchaulich über die Sport⸗ arbeit. Der Anſager hatte leichte Arbeit mit andeu⸗ tungsvollen Erklärungen. Sehr luſtia war eine Pſeudo⸗Rundfunkreportage über den Kurſus mit lebensechten Störungen und Motorgeräuſch und einem Sachſen mit Namen Haaſe, der„von niſcht wußte“ und die erſtaunlichſten Fragen ſtellte. Ein wirklich ausgezeichneter Sketch. Derſelbe Sachſe be⸗ tätigte ſich ſpäter noch zum Ergötzen der Anweſenden mit Schnurren und Hiſtörchen, und nicht zuletzt trug das Doppelquartett der Liedertafel noch viel zum Gelingen des Abends bei Und dann wurde ſogar zum Tanze geräumt. 4550 Drei Mannheimer Künſtler malten die„Straßen Adolf Hillers“ Im Auftrage des Generalinſpektors für das deutſche Straßenweſen und der Reichskammer der bildenden Künſte wurde von der Forſchungsgeſell⸗ ſchaft für das Straßenweſen in der Reichshauptſtadt im ſchönen Schloß Schönhauſen eine Ausſtellung „Die Straßen Adolf Hitlers in der Kunſt“ veranſtaltet. Die Ausſtellung iſt für die beteiligten Künſtler ein großer Erfolg geworden, denn noch niemals ſah man auf einer Kunſtausſtel⸗ lung an den Bildern ſo viel kleine Plakate mit der Auſſchrift„verkauft“. Aber auch für die Ausſtellungs⸗ beſucher iſt die Ausſtellung zu einem Exlebnis ge⸗ worden. Das Straßenbauprogramm des Führers iſt eine der gewaltigſten Maßnahmen, die je ein Staat zur Durchführung übernommen hat. Hier treten Natur und Technik in ein Wechſelſpiel zu⸗ einander. Nichts dürfte dem Künſtler mehr An⸗ regung bieten als dieſe grandioſe Erſcheinung. Die ausgeſtellten Werke aus Künſtlerhand zeigen den grandioſen techniſchen Einſatz der deutſchen Wirt⸗ ſchaft beim Bau der Reichsautobahnen und erſchlie⸗ ßen dem Betrachter die landſchaftliche Schönheit der deutſchen Heimat. Die 534 ausgeſtellten Kunſtwerke geben über die Geſtaltung der Reichsautobahnen einen Ueberblick, wie er kaum von einer anderen Seite geboten werden kann. Und an dieſer Ausſtel⸗ lung ſind auch mit ihren Werken beteiligt der Kunſt⸗ maler Wilhelm Abel aus Mannheim mit dem Oel⸗ gemälde„Autobahndreieck bei Mannheim“(dies Ge⸗ mälde iſt bereits verkauft)) Hans Brück ⸗Mann⸗ heim malte das Aquarell„Neckarbrücke bei Heidel⸗ berg“, dasſelbe Motiv Karl Edinger⸗ Mannheim. Brücks Aquarell wurde ebenfalls bereits verkauft. 1 60er⸗Jubelfeſt der Mannemer Vuwe“ Die„Mannemer 60jährige Buwe“ verſammelten ſich am Samstag mit ihren Angehörigen im Lieder⸗ tafelſaal zu einer Feier, oͤie lebhaft an die Jahre er⸗ innerte, in denen in Mannheim das Kandelwaſſer noch durch die Straßen lief und im Haſengraben Jagd auf Fröſche und Salamander gemacht wurde. Die Einladung zu dieſer ungewöhnlichen Zuſammenkunft ging von einem Ausſchuß aus, Her in wochenlanger mithevoller Arbeit die Anſchriften von ftber 200 Mannheimern ſammelte, die im Jahre 1876 das Licht der Welt erblickten. Herr Stephan Sams rei ther konnte bei der Begrüßung der Erſchienenen auch zwei Lehrer, die Herren Schimpf und Sickinger, willkommen heißen, bei denen mehrere 60jährige in die Schule gegangen waren, und als 60jährigen Di⸗ rektor Gſcheidlen. Als der Verſtorbenen gedacht war, ſchloß der Reoner ſeine warmherzigen Ausfüh⸗ rungen mit einem„Sieg Heil!“ auf den Führer. Dann gab Herr Samsreither noch Grüße aus den verſchiedenſten Gegenden Deutſchlands bekannt. Zwei hatten in gereimter Form auf die Einladung geantwortet und ein„diamantener Mannemer Bub“ war mit einem Drahtgruß aus Santa Barbara (Kalifornien) vertreten. Herr Fritz Weinreich, dem die Leitung des Abends übertragen war, entledigte ſich ſeines Auf⸗ trages in der gewohnten humorvollen Weiſe und war unermüdlich beim Vortrag von„Hausgemachtem“. Nicht minder ſtark war der Beifall, als das Dop⸗ pelquartett der Liederhalle mit mehreren Vorträgen aufwartete und das Ausſchußmitglied G. Helffenſtein, ein bekannter Karnevaliſt, die Er⸗ innerung an das Mannheim vor 60 Jahren und die Bubenſtreiche auffriſchte, an denen alle verſammel⸗ ten 60jährigen mehr oder minder beteiligt waren. Frau Helffenſtein erzielte einen großen Lach⸗ erfolgt mit ihrem Vortrag„Wir Frauen ſind das Meiſterſtück!“ Der im Ruheſtand lebende Hauptlehrer Schimpf warf einen Rückblick auf die Schulverhältniſſe vor 50 Jahren. Als er 1885 hierher kam, beſtand die ganze Lehrerſchaft aus 90 Köpfen. Unterrichtet wurde in zwei Volksſchulhäuſern, in R und I. Von den damaligen Amtsgenoſſen ſind nur noch er und Herr Sickinger am Leben. Das Ausſchußmitglied Fritz Hauſen brachte den Dank an alle Mitwir⸗ kenden zum Ausdruck, und dann ſpielte Herr Mayer, der mit ſeinen Muſikern viel zur Hebung der Stimmung beigetragen hatte, zum Tanz auf. Seh. block auf Marſchblock rückte an, die Formationen der Partei und SA., der HJ, des BdM und Jungvolkes, des Reichskriegerbundes und Luftſchutzes. In ſtraffer Orödnung nehmen ſie auf dem Platz beim Altersheim Aufſtellung. Eine breite Gaſſe führt zum Redner⸗ pult, hinter dem die Wand des Altersheims im Lichte von Hunderten kleiner Lämpchen erſtrahlt. Schwarz verkleidet iſt die Mittelfront des Gebäudes, hreit wallt die blutrote Fahne der Bewegung herab. In Scharen haben ſich die Lindenhöfer eingefun⸗ den, als Trommelwirbel und Fanfaren die erhebende Feierſtunde eröffnen und ein Sprecher Dietrich Eckarts Verſe in die Nacht hinaus ruft:„Deutſchland erwache!“„Formationen, ſtillgeſtanden!“— ertönt ein Kommando.„Fahnenabteilung! Im Gleichſchritt marſch!“ Der Fahnenblock marſchiert auf. Die Stimme eines Mannes im braunen Ehrenkleid er⸗ klingt. Er verlieſt den Tatſachenbericht eines Teil⸗ nehmers am Opfergang des November 1923. Die Fah⸗ nen ſenken ſich, den Toten der Feldherrnhalle zu Ehren und während die Lanzſche Werkkapelle getragen das Lied vom guten Kameraden ſpielt, wer⸗ den die Namen der 16 Toten zum ewigen Appell auf⸗ gerufen, und eine Stimme ſpricht:„Ueber den To⸗ ten türmen ſich die Taten! Wir bauen des Reiches ewige Feldherrnhalle!“ Und dann ſpricht Kreisleiter Dr. Noth In ergreifender Weiſe ſchildert er das Sterben der Männer an der Feldherrnhalle. Ihr Opfertod wurde damals nur wenig beachtet. Ein ſolcher Tod muß um ſo bitterer ſein, wenn Millionen ihn nicht verſtehen. Welch unüberwindlicher Glaube mußte in ihren Herzen leben, wenn ſie trotzdem den Opfergang gingen! Sie waren die Erſten. Jedes Jahr forderte neue Blutzeugen. Und noch am gleichen 30. Januar 1933, an dem der Sieg errungen, mußte Sturmfüh⸗ rer Maikowſky den letzten Opfergang antreten. Hunderte mußten ſo ihr Leben geben, damit das deutſche Volk ſehend wurde. Es muß dieſen Männern dankbar ſein, die ihm die Freiheit erkämpf⸗ ten. Aber auch im Weltkriege haben Millionen ihr Leben eingeſetzt. Die Erinnerung an dieſen Opfertod der Millionen gab auch den Opfergängern des Nationalſozialismus Kraft, ihren Weg zu gehen. Den Männern des Krieges und der Bewegung dankt Deutſchland Leben und Zukunft. Das wiederauf⸗ erſtandene Volk wird nie wieder fallen, wenn es ſich ihres Geiſtes und Opfertodes würdtia erweiſt. So⸗ lange die ewige Wache in München von ihm verſtan⸗ den wird, ſo lange wird auch das Volk ewig leben. Und ſo wollen wir nicht in Trauer unſer Haupt beugen, ſondern uns ſtolz aufrichten im Ge⸗ denken an die Menſchen, die ihr Leben für uns gaben. Die Namen Adolf Hitlers und ſeiner Gefallenen werden uns immer Symbol des ewigen Lebens und noch in Jahrhunderten ein Kraftquell unſeres Volkes ſein.„Und darum rufen wir auch heute: Unſer Jüh⸗ ret, ünſer Volk, unſer ewiges Deütſchland— Sieg Heil!“ Zur gleichen Abendſtunde, in der geſtern auf dem Lindenhof die Maſſen nach den Worten des Kreis⸗ leiters in die Heilrufe einſtimmten, ſtanden Zehn⸗ tauſende Mannheimer auf den Aufmarſchplätzen der Stadt, waren Millionen Deutſcher in allen Orten des Reiches verſammelt, um in ähnlicher Weiſe Bekennt⸗ nis abzulegen zum Sterben der Toten des Weltkrie⸗ ges, zum Siege der Toten des Nationalſozialismus, über deren Opfer die Worte ſtehen, die eine ſchlichte Gedenktafel am Schlageterhaus verkündet: „Geboren als Deutſcher, Gelebt als Kämpfer. Gefallen als Held, Auferſtanden als Volk.“ Schlußübung in Friedrichsfeld Feuerwehr der Steinzeugſabrik zeigt ihr Können In den letzten zwei Monaten ſtellte ſich Wehr um Wehr ihren Führern und den zuſtändigen Behörden zur Schlußübung. Als letzte Wehr war am Samstagnachmittag die Fabrikfeuerwehr der Deutſchen Steinzeugwarenfabrik Friedrichsfeld an der Reihe. Neben den Be⸗ hördenvertretern hatten ſich zahlreiche Kameraden he⸗ freundeter Wehren eingefunden. Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuſcht. Vor dem 1935 anläßlich des 40jährigen Jubiläums der Wehr eingeweihten blitz⸗ ſauberen Feuerwehrhaus mit ſeinem vorbild⸗ lichen Luftſchutzkeller begann die Schlußübung zu⸗ nächſt mit Formaldienſt, Leibesübungen und Gexräte⸗ exerzieren. Unter dem Oberkommando von Wehr⸗ führer Riedel und in Anweſenheit ihres geſchitzten Ehrenkommandanten Schmitt ſetzten die Unter⸗ führer ihr Beſtes darein, daß alles tadelfrei klappte. Nicht ganz leicht war die Aufgabe der Angriffs⸗ übung. Brandbombeneinſchlag in einem Fabrik⸗ gebäude war angenommen worden. Die ausgeſtellten Brandwachen können den ausgebrochenen Dachſtuhl⸗ brand nicht mehr allein bekämpfen. Die im Luflſchutz⸗ keller ſtationierte Wehr muß eingeſetzt werden. Dieſer Einſatz erfolgte ſchnell und umſichtig mit„feuchtem Außenangriff vom Dache und„trockenem“ Innen⸗ angriff aus dem Obergeſchoß. In Kürze konnte die Gefahr als beſeitigt gelten. Im Fabrikheim begrüßte Betriebsführer Kammerſcheid anſchließend Wehrleute und Gäſte zum 41. Feſt der Fabrikwehr. Wie ſehr die Männer mit dem Herzen bei ihren Aufgaben ſind, beweiſe die Tatſache, daß ſtets über 90 v. H. der Mitglieder zu den Uebungen antraten. Damit dürfte die Wehr vorbildlich für ganz Mannheim ſein. Mit dem Dank an die Wehrleute und an Wehrführer Riedel ſchließt der Betriebsführer ſeine Worte. 8 In ſeiner Kritik hob Branddirektor Mikus lobend hervor, daß die Steinzeug⸗Wehrmänner ſtets mit Eifer und Idealismus dabei ſind. Die Uebun⸗ gen ſeien einwandfrei und gut durchgeführt worden. Vor allem ſei eines erreicht worden: die Erziehung der Anterführer zur Selbſtändigkeit! In dieſer Hinſicht könne die Wehr als Muſterbeiſpiel gelten. Nach dem„offitziellen“ Teil blieben die Kameraden noch lange bei froher Unterhaltung und Tanz bei⸗ ſammen.—.— Dienstag, 10. November 1936 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 5. Seite/ Nummer 520 — Feierliche Verpflichtung beim NS KK Die NSgc⸗ Anwärter der Motorſtaffel I/ M 153 wurden vereidigt! Durch die Stille des ſonntäglichen Herbſttages hallen die Marſchtritte unſerer NScc⸗Männer, die ſich zur feierlichen Verpflichtung in den Hof unſeres Mannheimer Schloſſes begeben, der den Rahmen abgab für die Vereidigung der NS ⸗Anwärter der Motopſtaffel I/M 153. Nachdem Sturmhauptführer Kaiſer dem Standartenführer die angetretene Staffel gemeldet hatte, hielt dieſer eine zu Herzen gehende Rede an die angetretenen NSͤK⸗Männer und Anwärter, gedachte der gefallenen Helden des großen Krieges und unſerer nationalſozialiſtiſchen Bewegung, denen unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden ein ſtilles Gedenken gewidmet wurde. Standartenführer Eicke richtete ſeine Worte hauptſächlich an die Anwärter, die an dieſem Tage ihren Eid auf den Führer ablegten. Er erläuterte ihnen den Sinn des Eides und ſprach zu ihnen über die Pflichtauffaſſung des NSbicd⸗Mannes, legte ihnen klar, daß dieſer Eid nicht für eine begrenzte Zeit abgelegt wird, ſondern für das ganze Leben gilt und daß nur der Tod von dieſem Eid entbindet. Darauf verlas der Standartenadjutant die Eides⸗ formel, zu deren Bekräftigung die angetretenen NS K⸗Männer unter den Klängen des Liedes„Ich hab mich ergeben“ einen Sturmſtander mit der rech⸗ ten Hand berührten. Nach einer kurzen Anſprache des Führers der Motorſtaffel I/ 153, Sturmhaupt⸗ führer Kaiſer, der die nun Neuverpflichteten in der Staffel willkommen hieß und ſie ermahnte, ſtets ihre Pflicht zu tun, wurde die eindrucksvolle Feier mit dem Deutſchland⸗ und Horſt⸗Weſſel⸗Lied beendet. Run formierten ſich die Stürme zum Marſch durch die Stadt und unter den Klängen der Stan: dartenkapelle M 153 ging es durch die Breite Straße, Planken, Waſſerturm zum Roſengarten, wo Stan⸗ dartenführer Eicke den Vorbeimarſch abnahm. e Mütterkurſus über Säuglings- und Kleinkinderpflege Wir machen nochmals auf den am Mittwoch, dem 11. November, nachmittags 24 Uhr, in der Müt⸗ texrſchu le, L. g, 7, beginnenden Mütterſchulungs⸗ kurſus in Säuglings⸗ und Kleinkinderpflege auf⸗ merkſam. Die verantwortungsvolle Aufgabe, die eine Frau als Hausfrau und Mutter zu erfüllen hat verlangt eine gründliche Vorbereitung. Zu dieſem Zweck wer⸗ den in der Mütterſchule fortlaufend Kurſe abgehal⸗ ten, welche die grundlegenden Begriffe über Aufgaben und Pflichten der Mutter, Vorausſetzungen zur Ehe, Pflege und Ernährung des Säuglings und Klein⸗ kindes, Verhütung von Krankheiten ſowie Erziehung und Beſchäftigung der Kleinen vermitteln ſollen. Neben der theoretiſchen Beſprechung dieſer Fragen dienen praktiſche Uebungen als Ergänzung. Der Kurſus dauert 6 Wochen und findet zwei⸗ mal wöchentlich, Mittwochs und Freitags, nachmittags von—46 Uhr ſtatt. Anmeldungen nimmt die Mütterſchule, Mannheim, I. 9. 7, 3. Stock, Fernruf 249 35. entgegen. Der 9. November in Ludwigshafen Eine eindrucksvolle Feier im Pfalzbau Am Abend des 9. November gedachte auch die Kreisleitung Ludwigshafen der NSꝰDal P in eindrucksvoller, ſchlichter Form der Ermordeten vor der Feldherrnhalle. Der Konzertſaal des Pfalzbaus war würdig geſchmückt und reichte nicht aus, alle Erſchienenen aufzunehmen. Das Saarpfalz ⸗Orcheſter unter Generalmuſik⸗ direktor Profeſſor Ernſt Boehe hatte verdeckt im vorderen Teil der Seitengalerie Platz gefunden. Nach dem feierlichen Fahnen⸗Einmarſch ſtellten ſich die Fahnenträger längs der Fenſterfront auf. Auf einen Schlag verdunkelte ſich der überfüllte Saal. SA⸗, abwechſelnd mit SS⸗Kameraden, hielten Ehren⸗ wache im Halbkreis hinter zwei hell lodernden Opfer⸗ ſchalen. Im Mittelpunkt der ſtummen Gruppe brauner politiſcher Soldaten die Büſte des Führers, umkränzt von immergrünem Pflanzenſchmuck. Ein SA⸗Mann trat vor die Front und rief die gefallenen Kameraden auf von Verdun, Douaumont und Toter Mann. SA⸗Sturmbannführer Kraemer verlas die Namen der Ermordeten vor der Feld⸗ herrnhalle und der Blutzeugen der nationalſozialiſti⸗ ſchen Joͤee im Gau Saarpfalz; leiſe erklingt dazu das Lied vom guten Kameraden.„Siegfrieds Tod“ aus der„Götterdämmerung“ erfüllt weihevoll den Raum. Kreisleiter Kleemann ſprach von den Blutopfern der Bewegung. Zum Schluß gedachte alles des Führers, der uns Ehre und Freiheit wiedergab. Nachdem die Lieder der Nation verklungen waren, ſchloß der feierliche Fahnenausmarſch die wohlorganiſierte Weiheſtunde. Gefahren der Straße Was die Polizei notiert h. Ludwigshafen, 10. November. In der Frankenthaler Straße wurde am Montag⸗ vormittag eine Radfahrerin von einem nach⸗ folgenden Lieferkraftwagen von hinten angefahren und zu Boden geſchleudert. Sie zog ſich mehrere Verletzungen zu und mußte in das Kran⸗ kenhaus übergeführt werden. An der Kreuzung Mundenheimer und Bleichſtraße ſtießen zwei Perſonenkraftwagen zuſam⸗ men, wobei einer der Wagenlenker Verletzungen erlitt. Beide Fahrzeuge wurden ſtark beſchädigt. Auf der nördlichen Seite der Schlageterbrücke ge⸗ riet ein Laſtkraftwagen beim Ueberholen eines Pferdefuhrwerks in die Brücken verſtrebung, die leicht verbogen wurde. Die Vorderachſe des Laſtkraftwagens wurde ſtark beſchädigt. Der Wagen mußte abgeſchleppt werden. Durch den Vorfall wurde der Verkehr längere Zeit geſtört und mußte über die ſüdliche Fahrbahn umgeleitet werden. Heutige Veranſtaltungen: Verwaltungsakademie Saarpfalz: Vorleſung über„Grund⸗ züge des Schuldrechts“. Sendeſtelle Mannheim des Reichsſenders Stuttgart: 10 Uhr Darbietungen des Handharmonikaklubs Rheingold, Lud⸗ wigshafen, unter Diehl jr. Pfalgban⸗Kaffee: Dilettanten⸗Abend und Kleinkunſtbühne. Bayeriſcher Hieſl: Bunte Bühne. Kaffee Vaterland: Konzert und Tanz Lichtſpiele: Ufa⸗Rheingold:„Drei Mäderl um Schubert“.— Union⸗ Theater:„Flucht in die Liebe“. Palaſt⸗Lichtſpiele: „Moskau— Schanghai“.— Ufa⸗Palaſt im Pfaltzbau: „Das Mädchen Irene“.— Alhambra Mundenheim:„Der Abenteurer von Paris“. Fragen des Hausbeſitzes Mitgliederverſammlung des Haus⸗ und Grund⸗ beſitzervereins In der letzten Mitgliederverſammlung machte Vereinsführer W. Collmer eingehende Ausfüh⸗ rungen u. a. über die Lage des Heidelberger Haus⸗ beſitzes, wobei er der Hoffnung Ausdruck gab, daß es auch hier gelingen möge, Mittel und Wege zur Ent⸗ laſtung des Hausbeſitzes zu finden, insbeſondere auch im Hinblick auf den ausgeglichenen Haushaltsplan der Stadt. Während der ſtellvertretende Vereins⸗ führer Hauptlehrer Weiß u. a. die Neuregelung des Bürgerſteuergeſetzes vom 27. Oktober erläuterte, ſprach Geſchäftsführer Fr. Wölfel über das Geſetz über die Hypothekenzinſen vom 2. Juli 1936, Einheits mietvertrag u. a. m. Die Stadthalle im Zeichen des BOA Ein wohlgelungenes Feſt Das Volksfeſt oͤes VDA, das am Samstagabend in ſämtlichen Räumen der Stadthalle ſtattfand, brachte den vielen Beſuchern zahlreiche unterhal⸗ tungs reiche Darbietungen. Mitglieder des Stasdt⸗ theaters holten ſich mit Geſang, Tanz und Anſage verdienten Beifall. Eingangs des Abends, deſſen muſikaliſcher Teil die Kapelle der SS⸗Standarte 32 übernommen hatte, ſprach Prof. Neſer über die Aufgaben des VDA. Schieß⸗ und Angelbude fanden ihre Freunde, ebenſo die Loſe mit ſchönen Gewinnen. Vor allem aber kam im zweiten Teil der Tanz zu ſeinem Recht. den Grundͤſteinlegung zur St. Eliſabethkirche Viele Hunderte beteiligten ſich an der feierlichen Grundſteinlegung zur neuen St. Eliſabethenkirche in der Gartenſtadt Waldhof. Der Kirchenbauplatz trug feſtlichen Girlanden⸗ und Fahnenſchmuck. Außer den Vertretern der Geſamtkirchengemeinde Mannheim und der Geiſtlichkeit war auch Architekt Lutz, der Er⸗ bauer des neuen Gotteshauſes erſchienen. Nach einem Eingangschor, von dem Cäcilienchor der Franziskusgemeinde unter Leitung von Haupt⸗ Die Kleiderſammlung des Winterhilfswerkes be⸗ ginnt am heutigen Dienstag. An dieſem Tage wird die Sammlung in den Bezirken der Alt⸗ und Mittel⸗ ſtadt, ausgenommen Klingenteich und Schloß⸗Wolfs⸗ brunnenweg⸗Gebiet, durchgeführt. Verſammlung des Rentnerbundes. Bei der Ver⸗ ſammlung der hieſigen Bundesgruppe der deutſchen Kapital⸗ und Kleinrentner berichtete Bundesgrup⸗ penleiter H. Greulich eingehend über die Auf⸗ bringung der Kleinrentnermittel und deren Vertei⸗ lung an die Rentner, über Rentnerheime Preisver⸗ billigungen allgemeiner und örtlicher Art und über Zuwendungen aus der Winterhilfe. Zu den neuen Verordnungen bei der Vorzugsrente ſprach eingehend Gebietsleiter Fleiſchmann⸗Baden⸗Baden. Feuer im Dachſtock! Im Dachſtock eines Hauſes in der Gaisbergſtraße brach am Sonntag infolge Ueberhitzung eines Räucherſchrankes Feuer aus. Der Brand wurde von dem Eigentümer und der alar⸗ mierten Berufsfeuerwehr gelöſcht. Der Gebäude⸗ ſchaden beträgt etwa 600 Mark. Heidelberger Veranſtoltungen Heute Städt. Theater:„Die Weiber von Redditz“, Luſtſpiel von Friedrich Forſter(St. Pl. Miete N 8, Pr. Gr. 3, 20 Uhr. Klapier⸗Abend Karl Roddewig(Ballſaal der Stadthalle, 20 Uhr). Schloßpark⸗Kaſino: Nachmittags Konzert, abends Tanz. Stadtgarten⸗Kaſino: Kommerbrettl Rodenſteiner: Familien⸗Varieté. Aus den Kinos: Kammer:„Meuterei auf der Bounty“.— Odeon:„Mäd⸗ chenpenſtonat“— Capitol:„Onkel Bräſig“.— Schloß: „Ein Hochzeitstraum“.— Gloria:„Eine Frau ohne Bedeutung“. lehrer Ziegler geſungen, hielt Kaplan König die Feſt⸗ predigt. Er ſtellte dabei das Gotteshaus in den Mittelpunkt ſeiner Betrachtung, wie es mit der Pfarrgemeinde eng veyrbunden iſt. So dürfe die junge St. Eliſabethengemeinde ſtolz auf ihr künftiges Got⸗ teshaus ſein. Prälat Bauer nahm dann die Zere⸗ monien der Einmauerung der Urkunde vor, die zu⸗ vor von Stadtpfarrer Dörfer im Wortlaut der feſt⸗ lichen Gemeinde zur Kenntnis gegeben wurde. Mit dem Tedeum fand die Grundͤſteinlegungsfeier ihren weihevollen Abſchluß. Die neue Kuratiegemeinde wird 4000 Selen zählen. gu—. NSDAP-Miffeilungen Aus partetamilichen Belanntmachungen enmommes Politiſche Leiter Horſt⸗Weſſel⸗Platz. 11. 11., 20.15 Uhr, Appell ſämtlicher Politiſchen Leiter, Walter und Warte im„Mannheimer Hof“. Uniform oder Armbinde. Plankenhof. 10. 11., 20.30 Uhr, erweiterte Mitglieder⸗ verſammlung im Eichbaum⸗Stammhaus, P 5, 9. Erſchei⸗ nen iſt Pflicht. Wohlgelegen. 10. 11. Appell ſämtl. Politiſchen Leiter. Antreten 20.15 Uhr in der Bibienaſtraße. Dienſtanzug. NS⸗Frauenſchaft Abt. Jugendgruppe 10. 11., 20.15 Uhr, treffen ſich alle neuen Jugendgruppenmitglieder in L 14, 4(Kreisfrauen⸗ ſchaftsleitung). Friedrichspark. Die Frauen treffen ſich heute, Dienstag, 15 Uhr, vor der Kunſthalle zur Beſichtigung der Ausſtellung. 0 Luftſportunterbann. 10. 11., 19.30 Uhr, Antreten der Luftſportgefolgſchaften 1 und 2 auf dem Zeughausplatz. Die Scharführer ſorgen dafür, daß der Beſehl nochmals durchgegeben wird. Volksbildungsſtätte Der nächſte Vortrag der Reihe „Deutſches Schickſal am Rhein“ findet im Mittwoch, dem 11. November, 20.15 Uhr, in der„Harmonie“, D 2, 6, ſtatt. Prof. Dr. Franz, der für dieſen Abend als Redner vor⸗ geſehen war, wurde in dieſen Tagen von Heidelberg noch Jena berufen und mußte ſeine Lehrtätigkeit dort ſofort beginnen. Er ergab ſich daher die Notwendigkeit, ſeinen Vortrag mit einem inderen zu tauſchen. Es ſpricht die Mittwoch: Dr. Guſtav Jacob, Direktor des S muſeums über„Die Entwicklung Mannhei barocken Feſtung zur modernen Induſtrie⸗ u ſbtadt“. Der Vortrag wird durch Lichtbi Hörerkarte(für die Reihen) 2 Mark, Einzelkarte 80 Pf. An Mitglieder der HJ und des BDM werden Hörerkarten zu 50 Pfg. abgegeben. Sämtliche Karten an den Geſchäfts⸗ ſtellen der NS⸗Gemeinſchaft„Kraft durch Freude“ und an der Abendkaſſe. Der Vortrag von Prof. Franz wird im Januar nachgeholt. von der Handels⸗ triert. Dienstag, 10. November Nationaltheater: 19.30 Uhr:„Wilhelm Tell“. Omnibusfahrten ab Paradeplatz: 14 Uhr Peterskopf/ Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett— Ve Lichtſpiele: Mäschen Irene“. Alhambra: Univerſum:„Das „Moral“— Schauburg:„Hilde Peterſen poſtlagernd“.— Palaſt und Gloria:„Onkel Bräſig“. Capitol: „Habine B 30“.— Scala:„Die Botſchaft aus Garcia“. Was hören wir? Mitwoch, 11. November 0 Reichsſender Stuttgart. .30: Frühkonzert..30: Muſikal. Frühſtückspauſe. .30: Frouenſunk. 10.00: Von der Wanderung deut⸗ ſcher daten im großen Kriege. Dichtung mit Muſik. 11.15: Reichserziebung le Ruſt ſpricht. 12.00: Mittagskonzert.— 14.00: lerlei ven zwei bis drei. 15.30: Das Urbild des Lederſtrumpfes Hörſolge. 16.00: Muſik zum Nachmittag. 17.40: Volksfeſt bei den Phäaken. Hörbild. 18.00: Singendes, klingendes Frauk⸗ fürt.— 19.00: Unſere Heimat: Ehingen an der Donau.— 19.45: Ernſtes u. heiteres aus dem Leben einer Tänzerin.— 20.00: Nachrichten.— 20.15: Reichsſendung: tunde der jungen Nation.— 20.45: Gericht im Dom. spiel. 22.00: Nachrichten.— 22.15: Triebſtoffe des Lebens.— 22.30: DTanz⸗ und Unterhaltungsmuſik(Schallplatten).— 24.00: Nachtmuſik(Schubert⸗Zyklus 1, Aufnahme). Deutſchlandſender .30: Frühkonzert.— 10.00: Deutſche Dichtung und Muſik.— 10.30: Fröhl. Kindergarten. 12.00: Muſik zum Mittag.— 14.00: Allerlei. 15.15: Bunte Muſik (Schallplitten).— 13.40: Kleine Lieder im Volkston.— 16.00: Muſik um Nachmittag. 18.00: Galante Li 18.40: Sportſunk.— 19.00: Vom tiefen A zum 9 (Schallplatten).— 20.10: Urkunden und Berlch Heldentod deutſcher Jugend bei Longemarck.— 21.15: bannte Klängen aus vergangener Zeit.— 22.30: Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Nachtmuſik. ze Im Plauetarium beginnt am Mittwoch, dem 11. November, Prof. Dr. P. Krüger von der Uni⸗ verſität Heidelberg die Reihe ſeiner Vorträge über Vererbungslehre. Die allgemeinverſtändlich gehaltenen und durch zahlreiche Lichtbilder erläuter⸗ ten Vorträge behandeln die Geſetzmäßigkeiten der Vererbung. * Ein Hörſpiel vom Roten Kreuz. Wie der Deutſchlandſender mitteilt, wird von ihm am 10. No⸗ vember, 20.10 Uhr, ein Hörſpiel„Der Sama⸗ riter von Solferind“ geſendet, das ein Lebens⸗ bild des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant, darſtellt. Die Gliederungen des Roten Kreuzes werden beſonders darauf hingewieſen. EECTCCCCCCC(ͤ ²˙ ob—————————— Hut erhaltenes Markeuklavier du 250/ zu pk. Dart. IIS. 1698 Faſt neu, billig zu verkaufen: 1 Smoking 1.⸗Fahrrad, 1 Accordeon 24/24, 1 Briefmarken ⸗ Samml. Deutſch⸗ land für Anfäng. Straſſer, D 2. 15. 1614 Gr. Perſ.⸗Teppich labgen.), ſchöner Korallenſchmuck, Paſt.⸗Gem., Tel.⸗ Zelle, f. neu, b. 3. vk. Anfr. u O F 175 g. d. Geſch. Gebr. ſchwarzer Hacenten geben. Kaiſerring 24. pt. n verkäbfe Schleifl. 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ND W der Rhein-Main-Donau 4. 18% höhere Siromerzeugung, doch sinkende Erlöse Würzburg voraussichflich 1938 erreicht Die Rhein⸗Main⸗Donau As., führt im Ge⸗ tünchen, ſchäftsbericht für 1935 aus, ittel, die ihr im Rah⸗ en der Arbeits affun bereitg t wor⸗ rogramme jahr reſtlos d. Dem Bericht iſt 5 Stauſtufen in der n Aſchaffenburg und nö, 3 kurz vor der Fer⸗ in Angriff genommen e bis zum Jahre 1938 wicht ger Punkt der Großſchi Rein⸗Main⸗Donan erreicht ſein wird. ichen neuen Kraftwerke ſtande hres waren, bis zum Ende ufgebraucht und abgerechn ehmen, angen Main hurg 7 fertig und g ſtehen in und die aß mit deren Inbe Stadt Würzburg als fahrtsſtraße Die ſämtl die en hrend des in Betr Die Stromerzeugung iſt . kWh, d. i. um rund 18 v. H. ge⸗ hat ſich auch im laufenden Jahr rechnung weiſt die Betriebserträg⸗ 4,79(4,74), ſonſtige Erträgniſſe aus dem Anlagevermögen mit 0,07(0,02), Ertra⸗ inſen mit 0,82(0,39) und außerordentliche Erträge mit 0,38(3,94) Mill. Mark aus. Letztere ſind ſtark zurückgegangen, weil 1935 nur eine geringere Tilgung der Amerika⸗Anleihe möglich war und der heraus erzielte Kursgewinn naturgemäß weſentlich hinter den beträchtlichen Kursgewinnen aus der Umſchul⸗ dung und ve 1 Vorjahres zurückgeblie⸗ ben iſt. Auf dem Ertragszinſenkonto ſind die Wertpapier⸗ verkäufe des Jahres 1934 erſtmals voll zu prüfen. An⸗ ererſeits erforderten Betriebs⸗ und Unterhaltungskoſten Kraftwerke 0,83(0,87), Verwaltungskoſten 0,21(0,18), ſteuern 0,63(0,27), Betriebs⸗ und Unterhaltungskoſten fertigen Schiffahrtsanlagen 041(0,28), Auſwandszinſen (4,69) Mill. /. Letztere ſind infolge der fortſchreiten⸗ 0 ilgung etwas geſunken. Nach Verrechnung der von 2,43(5,68) Mill./ auf Anlagen und (0,2) Mill./ anderen Abſchreibungen, einer Zuwei⸗ fung von 2 568(52 268)% zum Wohlfahrtsfands und der J Arbeitslosigkeif und Beschäffigung Bei einer Betrachtung über Arbeitsloſigkeit und Beſchäftigung geht das Inſtitut für Konjunkturfor⸗ ſchung in ſeinem neueſten Vierteljahresheft(Viertel⸗ jahreshefte zur Konjunkturforſchung, 11. Jg., Heft 3, Teil B, Hanſeatiſche Verlagsanſtalt, Hamburg⸗ Wandsbek, Zollſtr. 8) davon aus, daß Anfang Okto⸗ ber 1936 ungefähr 18 Millionen Arbeiter und Ange⸗ ſtellte beſchäftigt waren. Das ſind wenn man die Angehörigen der Wehrmacht und des Reichsarbeits⸗ dienſtes hinzu rechnet— mehr als 1928 und 1929, den Jahren der letzten Hochkonjunktur. Die national⸗ ſozialiſtiſche Wirtſchaftspolitik hat damit eines ihrer wichtigſten Ziele erreicht: Mit geringen Ausnahmen ſtehen alle Arbeiter und Angeſtellten in Arbeit. Der ſchnitt der Vollbeſchäftigung der deutſchen Volks⸗ a ſchaft hat eingeſetzt. Die Tatſache, daß Ende September“ immer noch rund 1 Million Arbeitsloſe bei den Arbeitsämtern gemeldet waren, widerſpricht dem nur ſcheinbar. i Mit rund 1 Million Ende September 1996 iſt die Arbeitsloſigkeit jetzt niedriger als 1928 und 1929. Sie hat in dieſem Jahr in den h ſtärker abgenommen als 1934 und 1935— ent⸗ egen der allgemeinen Auffaſſung, der Rückgang werde um ſo ſchwächer, je mehr ſich die Arbeitsloſig⸗ eit ihrem Ende zuneigt. Ein Teil der noch vorhan⸗ nen Arbeitsloſen beſteht aus älteren, beſchränkt er gar nicht erwerbsfähigen Arbeitskräften, die en vollen Arbeitsplatz nicht mehr ausfüllen kön⸗ nen und deshalb für die meiſten angebotenen Stel⸗ 1 nicht in Frage kommen. Gerade in den letzten Monaten iſt es den Arbeitsämtern gelungen, vieler dieſer Kräfte wieder in Arbeit zu bringen. Gegen⸗ wärtig kann man ſchätzen, daß es höchſtens noch 300 000„wirkliche“ Arbeitsloſe albt. Die Zahlen verſchleiern aber die Schwierig⸗ keiten, die heute ſchon für die Arbeitsämter bei dem Arheitseinſatz beſtehen. Die Arbeitsloſigkeit zeigt von Ort zu Ort große Unterſchiede. In den meiſten Städten iſt ſie weit höher als auf dem Lande. Ende September 1936 damen im ganzen Reich auf 1000 Ein⸗ wohner 15,7 Arbeitsloſe, und zwar in den Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern 30,2, in den Städ⸗ ten mit 50 bis 100 000 Einwohnern 25,0, in den übri⸗ gen Städten und Gemeinden 8,1. Aber auch zwiſchen den Großſtädten ſelbſt beſtehen noch große Unter⸗ ſchiede. Neben den Notgebieten um Hamburg, Al⸗ tona, Harburg, in Sachſen und Thüringen haben auch Gebiete am Rhein, im Oſten und beſonders in Schleſtien und in der bayeriſchen Oſtmark noch ver⸗ hältnismäßig hohe Arbeitsloſigkeit. Das Schwergewicht der Produktionszunahme und damit des Bedarfs an Arbeitskräften liegt diesmal noch mehr als ſonſt, in Jahren des Aufſchwungs bei den Inveſtitionsgütevin duſtrien. Schon ſeit mehr als zwei Jahren werden die Arbeitsloſen allein im Wege der„regulären“ Beſchäftigung in den Produktionsprotzeß eingegliedert. Nur im erſten Jahre der Arbeitsbeſchaffung war die„zuſätzliche“ Beſchäſtigung geſtiegen; heute, da die Arbeitsloſigkeit praktiſch überwunden iſt, ſpielen die Notſtandsarbei⸗ ten(die den größten Teil der zuſätzlichen Beſchäfti⸗ gung ausmachen) für die Geſamtbeſchäftigung nur noch eine geringe Rolle. Von 810 000 Ende März 1934 fiel die Zahl der „auſätzlich“ Beſchäftigten auf 410 000 Ende September 1984 und 310000 Ende September 1935. Ende Sep⸗ Sommermonaten tember 1936 ſtanden 17,8 Millionen„regulär“ Be⸗ ſchäftigten nur noch 120 000„zuſätzlich“ Beſchäftigte gegenüber. Unterſchiede in der Bewegung von Ar⸗ heitsloſigeit und Beſchäftigung zeigen ſich nicht nur innerbalb des Jahres, ſondern auch im Auf und Ab dex Wirtſchaftstätigkeit. Seit Ende 1932 iſt die Zahl der„regulär“ und„zuſätzlich“ Beſchäftigten um eine Million ſtärker geſtiegen, als die Arbeitsloſigkeit ab⸗ genommen hat. Das hängt einmal mit einem rein techniſchen Grunde zuſammen. Seit Ende 1935 wer⸗ den auch die beſchäftigten Arbeiter und Angeſtellten des Saarſandes(rund 200 000) mitgezählt. Weit wich⸗ tiger iſt aber, daß der Unterſchied zwiſchen dem Ver⸗ lauf der Beſchäftigung und der Arbeitsloſigkeit an⸗ zeigt, daß bis zum Ende des Sommers 1936 mehr als 8009 000 Arbeitskräfte wieder Arbeit finden konnten, die vorher nicht als Arbeitsloſe gezählt worden waren. In den vergangenen Jahren mag es ſich dabei zu einem großen Teil um ſogenannte„unſichtbare“ Ar⸗ proz. Verzinſung der Vorzugsaktien mit 45 000/ wird ein Verluſt von 1,10 Mill./ ausgewieſen, der vorgetragen werden ſoll(i. V. war die Rechnung ausgeglichen). Die Verwalt gt im Bericht noch dar, warum ſich die beträchtliche Steigerung der Stromerzeugung und abgabe in den finanziellen B bserträgniſſen der Kraftwerke nicht auswirken konnte. s heißt hier, daß die vertragliche Vergütung der Bayernwerke AG. für die Mainkraftwerke nicht von der ab. 0 ſondern von den Selbſtkoſten der Rhein abhängt. Dieſe Vergütung iſt im Bericht shalb nicht un⸗ weſentlich geſtiegen, weil die Verg ig für das am 1. nuar 1935 dem Betrieb überg Kraftwerk E a hinzugekommen und die für das Kraftwerk Freudenberg erſtmals für ein volles Betriebsjahr angefallen iſt und weil die ſteuerliche Mehrbelaſtung der Rhein⸗Main⸗Donau Abs. infolge der Betriebsprü 8 197 im Rückgriff zu einer entſprechenden Mehrbelaſtung des Bayernwerks führt, ſo⸗ weit ie Mehrſteuern auf den Mainkraftwerken ruhen. Bei den der Betriebsgemeinſchaft überlaſſenen Kraftwerken Kachlet und Vieroth ſoll der Stromerl zwar an ſich mit der Stromabgabe ſteigen, All herigen Stromtarif preisermäa AG. haben ſich ausgewirkt, die Kündigung des bis⸗ s und die Geltendmachung der Strom⸗ igsklauſel dur ßkraftwerk 2 auf die B daß trotz der er tro mabgab nahmen von der Betriebsgemeinſchaft gegenüber dem Vor⸗ Ein⸗ jahr geſunken ſind. Die Bilanz weiſt d (149,71), davon Ko aus. Auf der Paf onsrecht mit 106,57(92,20) Mill. erſcheinen neben 31 Mill.„/ Grund⸗ kapital neu Rückſtellungen mit 1,07, Wertberichtigungspoſten (in der Hauptſache A ſchreibungsrüt e für Anl n) mit 13,18(12,92), Darlehen mit 97,94(86,87), Anleihen mit 20,82 (21,38), langfriſtige 0 für Stromübertragungsrecht Kachelt⸗Nürnberg mit 5,28(8,68), Verbindlichkeiten aus Lie⸗ ferungen und Leiſtungen mit 0,95(0,82), Bankverbindlich⸗ keiten mit 1,50(1,60) Mill. I. beitsloſe gehandelt haben,„unſichtbar“ deshalb, weil ſich dieſe Kräfte aus irgendwelchen Gründen nicht beim Arbeitsamt gemeldet hatten und deshalb ſtati⸗ ſtiſch als„Arbeitsloſe“ nicht zu faſſen waren. Seit einigen Monaten iſt aber die„un ſicht⸗ bare“ Arbeitsli Deutſchland ſo gut wie beſeitigt. Trotzdem iſt Monat für Monat die Zunahme der Beſchäftigung größer als die Abnahme der Arbeitsloſigkeit. Dazu trägt natürlich auch der Zugang an jugendlichen Erwerbstätigen bei(genauer geſagt: der Ueberſchuß des Zugangs an Jugendlichen gegenüber dem Abgang durch Tod, Alter, Invalidi⸗ beit in tät uſw.). Ihnen wiederum ſteht die Zahl der Ar⸗ beitskräfte gegenüber, die jeweils zum Heer eingezo⸗ gen ſind. Offenbar entſchließen ſich viele„berufsloſe Selbſtändige“ und„mithelfende Familienangehörige“ als Arbeiter oder Angeſtellte zu arbeiten. Schon immer hatte ſich dadurch der Beſtand an(beſchäftig ten und arbeitsloſen) Arbeitern und Angeſtellten bei guten Beſchäftigungsmöglichkeiten ausgedehnt. So ausgeſprochen wie heute, da im allgemeinen von zwei neu Beſchäftigten, nur einer vorher arbeits⸗ los war, iſt dieſe Erſcheinung in der Nachkriegszeit Nach ebniſſen der Induſtrieberichterſtat⸗ tung iſt itsvolumen(Arbeitsſtunden der Arbeiter) in der Induſtrie im bisherigen Verlauf des Jahres ſtärker geſtjegen als in der gleichen Zeit des vergangenen Jahres: Von Januar bis Septem⸗ ber 1936 nahm es um 19 v. H. zu, in der entſpre⸗ chenden Zeit des Jahres 1935 um 15 v. H. Die Pro⸗ duktionsgüterinduſtrien und vor allem die Zweige des Inveſtitionsbedarfs ſetzten den ſtürmiſchen An⸗ ſtieg der letzten Jahre ſort. Aber auch das Arbeits⸗ volumen in den Verbrauchsgüterinduſtrien, das im vergangenen Jahr ſogar zurückgegangen war, hat in den letzten Monaten kräftig zugenommen. Die (verhältnismäßig hohe) Beſchäftigung in der Nah⸗ rungs⸗ und Genußmittelinduſtrie hat ſich dabei nur wenig verändert. Geſtiegen iſt dagegen das Arbeits⸗ volumen in der Textil⸗ und Bekleidungsinduſtrie⸗ Von September 1932 bis September 1936 iſt das Ar⸗ beitsvolumen in der ganzen Induſtrie um 90 v. H. geſtiegen. In den Produktionsgüterinduſtrien im ganzen hat die Beſchäftigung um das Eineinhalb⸗ fache zugenommen, in den Inveſtitionsgüterindu⸗ ſtrien allein hat ſie ſich faſt verdreifacht. Im Gegenſatz dazu hat ſich die Beſchäftigung in den Verbrauchsgüterinduſtrien nur um rund 40 v. H. erholt. Gegenwärtig iſt das Arbeitsvolumen der Induſtrie nurmehr 4 v. H. niedriger als in der letz⸗ ten Hochkonjunktur. Einzelne Induſtrien haben ſo⸗ gar den Stand vom Auguſt 1928 überſchritten. Wäh⸗ rend die Beſchäftigung in den Produktionsgüter⸗ induſtrien den Stand von 1928 gerade erreicht hat, iſt ſie in den Induſtrien des Inveſtitionsbedarfs um 3 v. H. höher. Lediglich die Verbrauchsgüterindu⸗ ſtrien haben ihr Arbeitsvolumen vom September 1928 noch nicht erreicht; ſie liegen noch um 15 v. H. darunter. Hier iſt es vor allem die Textil⸗ und Be⸗ kleidungsinduſtrie, in der gegenwärtig weniger ge⸗ arbeitet wird als 1928. Die Beſchäftigung in den Induſtrien der Nahrungs⸗ und Genußmittel iſt da⸗ gegen ſaſt ſo hoch wie in der letzten Hochkonjunktur. 71 1 * Umwandlung von Kapitalgeſellſchaften. Die In du⸗ ſtrie⸗ und Handelskammer Mannheim teilt uns mit: Durch das Geſetz vom 5. Juli 1984 wurde den Ka⸗ pitalgeſellſchaften, alſo Aktiengeſellſchaften, Geſellſchaften mit beſchränkter Haftung und Kommanditgeſellſchaft auf Aktien, unter beſtimmten Vorausetzungen die Möglichkeit gegeben, eine Umwandlung in eine Perſonalgeſellſchaft (Kommanditgeſellſchaft oder offene Handelsgeſellſchaft) oder in eine Einzelfirma vorzunehmen. Die Umwandlung wurde ſteuerbegünſtigt. Die Geltungsdauer dieſes Geſetzes läuft am 31. Dezember 1936 ab. Ueber eine Verlängerung dieſer Friſt, die von verſchiedenen Seiten angeregt wurde, iſt eine Entſcheidung der maßgebenden Stellen noch nicht getroffen worden. Es erſcheint aber zumindeſt wahrſcheinlich, daß eine Beibehaltung im bisherigen Umfang nicht geplant iſt. Wir machen unter dieſen Umſtänden nochmals ausdrücklich auf die noch jetzt gegebene Möglichkeit der Umwandlung aufmerkſam und empfehlen eine ſorgfältige Prüfung der Frage, ob und in welcher Form im Einzelfall etwa von den Beſtimmungen des Geſetzes vom 5. Juli 1934 Gebrauch zu machen wäre. Auskunft jeder Art erteilt die Geſchäftsſtelle der Induſtrie⸗ und Handelskammer Mannheim. * Speyerer Volksbank.— Weitere Fortſchritte. In der Herbſtgeneralverſammlung erſtattete Direktor Eiſele den Bericht über das erſte Halbjahr 1936, das gegenüber dem Vorfahr weitere Fortſchritte zeigte. Die Umſätze ſind auf einer Seite des Hauptbuches gegenüber der gleichen Vor⸗ fahreszeit um 2,2 auf 56,9 Mill.„ geſtiegen. Durch Zufluß euen Mannheimer von neuen Einlagen auf S i die Bilanzſumme auf 8,69(8 Spareinlagen erhöhten ſich um 300 000. An Krediten wurden Ende September d. J. vd. 980 000/ bereitgeſtellt. Die Zahlungs⸗ bereitſchaft iſt wiederum gut. Am 30. Juni waren an ſofort greifbaren Mitteln 2 Mill.„ vorhanden; gegen die kurz⸗ friſtigen Verbindl ſich die Liquidität auf 162 v. H. bei 1,78 Mill. I k den, gegen die geſamten Gläubiger⸗Forder ·˖ Mill. 4 auf 44 v. H. Zum Jahresſchluß werde das Geſamtergebnis der Volksbank, wie ſei hren, zufriedenſtellend ſein, die Ent⸗ wicklung werde bewegen. * Humboldt⸗Deut hung um.5 Mill. ſchaftsminiſterium Köln— oV beſch genehmigt. Die Kapitalerhöhung wird nicht f 6,5 Mill.„ betragen. Die jungen Aktien der urſprünglichen Abſicht, gruppe allein übernehmen zu Verhö is von:1 zum Bezr dung für den Gegenwert eines entg an vom Bezugsrecht ausgeſchloff her nicht in Frage. * Die polniſche Zeitung„Gazeta Handlowa“ einen polu. Direktionspoſten bei Bank von Danzig. Warſchau erſcheſnende Zeitung„Gazeta Handlowa“ das Ausſcheiden eines Direktors der Bonk von dazu, die Forderung aufzuſtellen, einen poln einzuſetzen, was im Jutereſſe der engen Beziehungen zwiſchen Polen und i trauens der polniſchen Finanzkreiſe wird von maßgebender Seite in n „Im Zuſammenhang mit dem Ausſe Fritz Meyer aus ſeiner Stellung 1 el e Großaktionärs⸗ laſſen, allen Aktionären im Abfi Eine benutzt Danzig des ſtandsmitglied nk Danzig w ne Warſchauer Zeit Forderung erh dieſe 0 ionalität neu len an dem erheblichen Betroge beteiligt ſei. Demgegenüber feſtgeſtellt, daß die auf den Namen polniſcher Altionäre im Stammbuch der Bank eingetragenen Aktien nur 28 v. H. des geſamten Aktienkapitals der Bank ausmache, alſo nicht die Mehrheit des Aktienkapitals darſtelle. Dieſe Beteiligu von 28 v. H. iſt bei 0 der Bank von in dem Genfer Wä kommen von 1923 zwiſe Danzig Stellung durch eine beſetzt werden ſoll mit der Begründu Aktienkapital der Bank von Danz 8 2 N * Rooſevelt will die Verlängerung ſeiner Währungsvoll⸗ machten. Präſident Rooſevelts Abſichten, vom Bundeskon⸗ greß in der kommenden Seſſion die Verlängerung ſeiner umfaſſenden Währun⸗ 5. wurde 5 2 0 beſtä⸗ Kongreß dieſen Wunſch des Präſidenten erfüllen ö n damit ermächtigen wird, 1. wenn er es für nö hält, den Goldgehalt des Dollars um weitere neun Punkte oder 16 v. H. zu verringern, 2. den zwei Milliarden Dollar betragen Stabiliſierungsfonds für eime Verwendung im internationalen Währungs⸗ iſen wird erklärt, yt unmittelbar t die Ermäch⸗ hrungsſituation habung des Sta⸗ i von weſentlicher engliſch⸗franzöſiſch⸗ ſoeben von Perſönl tigt. Man nimmt an, de 1 verkehr beizubehalten. In S daß eine weitere Abwertung des in Ausſicht ſtehe; doch benötige tigung hierzu für den Fall, daß Dio nor l raſches Handeln erfordere. b i fonds auf de f Notwendigkeit für die Erfüllung des amerikoniſchen Währugnsabkommens. Waren und Märkte Mannheimer Getreidegroßmarkt November. Das von Brot⸗ kt ſehr ge⸗ inigung der treide, das au halb kes, in dem es er⸗ V angedient wer⸗ Mannheim, 9. getreide war am M ring. Do Deutſchen des Getre zeugt wurde, zuvor dem 1 wr den muß, kann das Angeba diſchen Bezirken erſt größer werden, wenn ſich dieſe Anordnung eingeſpielt hat. Aus badiſchen Erzeugergebieten kam etwas mehr Wei⸗ zen heraus.— Bei Braugerſte iſt das Angebot etwas grö⸗ ßer geworden, es reichte jedoch noch immer nicht aus, den Bedarf der Brauereien und Mälzereien zu decken. Indu⸗ ſtriegerſte waren nicht zu haben. Induſtriehafer wurde verſchiedentlich aus Norddeutſchland zu unveränderten Preiſen gehandelt. Futterhafer war nicht erhältlich.— Die Nachfrage nach Weizenmehl hielt weiter an.— Am Futtermittelmarkt iſt der Verkauf von vollwertigen Zucker⸗ ſchnitzeln z. Z. geſperrt; auch Biertreber, Kleie und Fut⸗ termehl waren kaum zu haben. Dagegen wurden vereinzelt Malzkeime verkauft. Rotterdamer Getreidekurſe vom 9. Nov.(Eig. Dr.) Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) per Nov. 7,7%; Fan. 78 März 7,32½ Mai 7,35 Käufer; Mais lin Hfl. per Laſt 2000 Kilo) per Nov. 89 Jan. 92; März 94; Mai 94,25. Magdeburger Zuckerterminnotierungen vom 9. Nov. (Eig. Dr.) Unverändert. Tendenz ruhig. Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage—; per Nov.—; Tendenz ruhig, Wetter unbeſtändig. E Liverppoler Baumwollkurſe vom 9. Nov.(Eig. Dr.) Americ. Univerſal. Stand Middl(Schluß) per Nop.(36) 666 Dez. 663; Jan.(87) 661; Febr. 659 März 6597 April 657; Mai 655; Juni 652; Juli 649; Auguſt 634; Sept. 628; Okt. 622; Nov. 617; Jan.(38) 617; März 617, Mai 615 Juli 613; Okt. 601; Tendenz kaum ſtetig. Mannheimer Groß viehmarkif Amtlicher Preis für je 50 leg Lebendgewicht 200 Kühe 699 Kälber 2058 Schweine zunge voufl 40 48 A Sonderklaſſe ud 300 Pfd. 87 1 2 1 100 Ochsen ausgemäſtet42 45 vollffeiſchig 38 41 ſonſtige„ 8 30 beſteMaſt. 270300 3 ſonſtige.. fleiſchige 28 88 f Andere Kälber 240270. 105 Bullen 160 Färsen beſte Maſt 58 65 200— 240„ 83 junge vollfla0 43 ausgemäſtet 41 44 mittlere.. 4355 150 200 51 ſonſtige,— vollfleiſchig 38 40 30 40 unter l„ fleiſch!—( fleiſchig 8„ Senn Marktverlauf: Großvieh Kälber ſchleppend, Schweine: zugeteilt. Mannheimer Pferdemarkt vom 9. November. Zu⸗ geführt waren 46 Arbeitspferde, Preis für dis Stück 750 bis 1500 J, 25 Schlachtpferde, Preis für das Stück 45 bis 105 /, Marktverlauf mittel. Hamburger Schmalznotierung vom 9. Nov.(Gig. Dr.) American Steamlard tranſito ab Kai 80 Dollar. Tabakeinſchreibung in Karlsruhe Karlsruhe, 8. November. Auf der letzten Tabakein⸗ ſchreibung kamen die Sandblätter der württembergiſchen Anbaugebiete, des Neckartales und Bruhraines ſowie der Vorbruch des badiſchen Oberlandes zum Verkauf. Bei den aus Württemberg angebotenen Partien, ins⸗ geſamt 2200 Zentner, erzielte den höchſten Preis Pleidels⸗ heim mit 102„ und den niedrigſten Geislingen mit 62,10 Mark; der Durchſchnittspreis dieſes Angebots Hürfte bei etwa 80—85/ liegen. Die Partien des Neckartales und des Bruhraines wurden zu durchſchnittlich 80/ verkauft, wobei den höchſten Preis Wimpfen mit 99,85/ und den niedrigſten Unteröwisheim mit 62,15/ erlöſten. Von den oberbadiſchen Tabaken kamen zunächſt die aus dem Bühler Tal zum Verkauf, deren Preiſe für unverhagelte Partien ſich im Durchſchnitt bei Mitte der 90/ bewegten; den Höchſt⸗ preis erzielte Schwarzach mit 106 /. Bei den Tabaken aus dem Hanauer Land wurde Marlen mit 112,55% am höchſten bewertet, während der Durchſchnittspreis der Partien aus dieſer Gegend etwa bei 104 bis 105% lag. Für das unver⸗ hagelte Material aus dem Ried und die übrigen Partien des hadiſchen Oberlandes gingen die Preiſe bis zu 116,10% für zwei Partien aus Schutterzell; der Durchſchnittserlös der Riedtabake lag bei etwa 110/ und der für Breisgauer bei etwa 105„%— Für verhagelte Partien wurden, je nach Ausfall, zwiſchen 50 und 80, bezahlt. In dieſer Einſchreibung wurden insgeſamt 90 000 Zent⸗ ner verkauft, darunter das geſamte Sansblatt der oͤtesjähri⸗ Abendbörse NQhein-Mainische Sill ankfurt, 1 1 v1 0 0. Noveml ige G An der Abendbörſe ſtille. Die Haltung war lich gut behauptet. Kurſe da Aufträge fehlten. Auch di uhig. Von Ausloandsrenten auf 6,15(.30) ab. Auch im Verlau zahl der zur Notiz teter Haltung 1 Farben mit 17 gegen waren andere 8 5 Rer bröckel Reichsſch 1938er! 7 1948er— 1948er 97, G; 1942er 98 G und zader 7, Wiederauſbauanleihe 1944—48er G, 74,75 B. und 1943er 48er gen Ernte. Die nächſten ſü t ſchreibunge den am 20. November auf das Hauptgut des Schneidegutgebietes und am? gut der nordbadiſchen Anbaugebi N ete ſtatt. Badiſcher Holz⸗ und Brettermarkt O Mannheim, 7. November. Nach den ſte weiſungen des badiſchen Finanz⸗ 1 riums wurden im Oktober aus bad insgeſamt 38 206 Feſtmeter Tannen⸗ verkauft gegen 41425 Feſtmeter i Feſtmeter im Auguſt. Der durchſch 62,3 v. H. der La grundpreiſe geg An Forlen⸗ und Lärchenſtammholz kamen Staatswal⸗ dungen im Oktober 231 Feſtmeter(777 und 326) zu durch⸗ ſchnittlich 63,0(64,9 und 62,6) v. H. zum Verkauf. In der Zeit vom 21. Okt aus badiſchen Waldungen in nen⸗ und Fichtenſtammholz z meter in den vorhergegangene ſtammten 16 146(19 6 Feſtmete — ſchen Nach⸗ haftsminiſte⸗ baldungen Fichtenſtammholz und 15 033 68 betrug 61,9 v. H. kamen eſtmeter Te bot(gegen 38 246 Feſt⸗ zwei Wochen); davon r 50,2(51,3) v. H. aus Staatswaldungen. Der 2 rlös betrug 61,5(62,4) v. H. der Landesgrundpreiſe. dieſen Verkäufen war der nördliche Schwarzwald mit 18 170(19 589) Feſtmeter be⸗ teiligt; der Anteil der erkäufe war hier mit 10 789 (6 045) Feſtmeter oder 59,4(30,9) v. H. recht hoch. Erlöſt wurden durchſchnittlich 64,4(64,3) v. H.— Die Verkäufe des ſüdlichen Schwarzwaldes blieben weiter ziemlich gering, hauptſächlich infolge kleinerer aatsverkäufe. Von ins⸗ geſamt 6 530( Feſtmeter mmten 2 526(6 860) Feſt⸗ meter oder 88,7(80,2) v. H. aus Staatsbeſitz. Der Erlös iſt auf 58 5(59,6) v. H. zurückgegangen. Die Verkäufe des Markgräfler Landes haben auf 4233(2) Feſtmeter zu⸗ genommen; Staatswaldungen waren hier mit 1394(6286) Feſtmeter oder 32,9(21,9) v. H. beteiligt. Der durchſchnitt⸗ liche Erlös blieb mit 56,8 v. H. unverändert.— Auch im oberen Rheintal ſind die Verkäufe umfangreicher geworden; ſie betrugen 2360(1 628) Feſtmeter zu durchſchnittlich 58 4. November (57,1) v. H. bei einer Staatsbeteiligung von 1840(761) Feſt⸗ meter oder(46,7) v. H.— Aus Her Bodenſeegegend wur den 692(525) Feſtmeter verkauft; der Anteil des Staakes daran betrug 197(5 neter oder 28,5(65,3) v. H. Durchſchn erlös(64,0).— Im Odenwald wurden nach Aufh der Windbruchverkäufe nur 100(5 083) Feſt⸗ meter zu hnittlich 70,0(64,4) v. H. umgeſetzt. Der Verkauf an Forlen betrug 398 Feſtmeter zu durch⸗ ſchnittlich 64,6 v.., derjenige von Papierholz 28 744 Ster zu etwa 62 v. H. der Landesgrundpreiſe. Am Brettermarkt iſt die Nachfrage im Vergleich zu den Vorwochen etwas ru er geworden? war jedoch noch immer ziemlich lebhaft. Für Schwarzwälder ſortierte Bretter, 16˙1%5,/—12, verlangte man waggonfrei Mannheim: reine und halbreine Ware etwa 89 /, gute 8081 /, Ausſchuß 5152% und X⸗Ware 4547. Unſortierte ſägefallende Bretter der gleichen Abmeſſungen ſtellten ſich auf 3840 50 Mark ab bayeriſcher Aufladeſtation. Ei öllige hobelfähige Fichtenbretter koſteten etwa 58 /, frei Mannheim. Un⸗ ſortierte Fichtenhobelbretter, 2122 mm ſtark,—6 m lang und 11,5—14 em breit wurden je nach Qualität mit 1,40 bis 1,80% fe Quadratmeter bezahlt, Rauhſpundbretter un⸗ gefähr mit 1,20. Für Schwarzwälder Fichten⸗ und Tan⸗ nendielen verlangte man 50,50—52,50 /, frei Karlsruhe. Feß Leinöl⸗Notierungen vom 9. Non.(Eig. Dr.). Lon⸗ don: Leinſaat pl. per Nov. 18/4(11); Otto. lk. per Nov. Dez. 13%(unv.); Leinſagatöl loko 35,6 ſun.); ö to, per Nov. 24,6(24,4%);&to. per 24.6(24,473); Baumwoll⸗Oel ägypt. 26,6(unv.): Baumwollül ägypt, 7% (unv.). Neuyork: Terp. 48,50(49,25). Sa van naß Terp. 38,50(38,25). Amſteröͤ rm: Leinsl loko 20,75 (20,50); öto. p. Dez. 167617617; öto. per Nov. Dez. 176. Geld- und Devisenmarkt Paris, g. Nevember ſöchlud= mhlich). Rendon 40515 Fpanſen 2 kogenbagen n Wien 5— Leher? 21.58.] ltellen 113.55 foflaud 11.60— Zerlig 867.— gegen 354.87 schweiz 496,12 Ftockkom 542,25] Frschen 5 London, g. Norember Gthluß amtlich) ee 487.55] Jopenbagen] 22,40 oskau.. Schande! 1/45 Von 487,— lockbom 19,39 77 Fumz nien f 668,— bokobam- 127 emsferiam 908.75 0800 19,9)] Konsfenin. 61 I,— bu alen 12 bellt 105,18 Uiszabon 110,75 fiken 549.— Nerike 18. dre: 28.82— felsingfors 228.0. ſen 25.12 Honteride? 25,75 talen 92.55— prag 138,12 Verschen 29,05 Valpzra f 12,50 gen, 32.2 daten 259, dete ſires 15.— be s ſchwi: 21.21¼ beigrat 22 50 fis de Jan. 412.— uf Lon con 17.85 Saulen 55,50 olf 400.— J Hong tonz 1,290 J Südepks 100,12 Mefalle Hamburger bfeiallnoflerungen vom 9. November Hu pfer I banes- u. Srais-Tian Frlef bet Brief f Veld berahliſ Brief Geld bezahl lanusr 58.55,— 307.0 2050. Hüttenrebin gz 21 21 kedtuer 57,25 58,55. 507,0 307 U, Feinsilber(88. 5. 10) 280 3950 Ain 58% 00070 u 58,507 807.00 80/ 21„„ kelngold(f. 5. rr. 284 2% AI-Plaſig(Abf ll latin(Abf lle) 380 270 7 Cicapr.(HR. g. gr.) Juni 9e echn. relnes pistin Detallyr.(du. g. gr... 5,05 juli% Augus I.„ 10 CCT Lott 40 5 Alto.„ee. Anfmon Begulns wines.(S l) 47.— 45. ſorend 58. 58. 80 807%. Ouedlellber(L per flasche! 18.251.285 Dnemb. 56.— 00... 80708070 Wolframerr dünes.(in Sb.) I. 55 „ Der Londoner Goldpreis betrug am 9. November für eine Unze Feingold 142 Sh. 87 d 86,5883 /, für ein Gramm Feingold demnach 55,0581 Pence= 2,7888. DBS—r R— TTT. . und verantwortlich für Politit: Dr. Alois Win bauer Stellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Wiſſen⸗ ſchaft u. Unterhaltung: Carl Onno Elſenbart⸗Handelsteilt Dr. Fritz Bode Lokaler Teilt Dr. Fritz Hammes Sport. Willy Müller— Sud⸗ weſtdeutſche Umſchau, Gericht und Bilderdienſt. Curt Wilhelm Fennel Anzeigen und gefchäftliche Mittellungen. Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim. Herausgeber Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeitung Dr. Fritz Bode& Co., Mannheim K 1 6 Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin⸗Friedenau, Sentaſtraße .⸗ A. X. 4988, Mittagauflage der Ausgabe A u, Ausgabe 8 2975 Abendauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: 20657 3 Zur Zeit Preisliſte Pr. 7 gültig. Für ünverlangte Betträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückporte — Aer — — 8 S S 2 42 S e — Neue Zeitung Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer A 85 1 2 S e 2 3 N Mittelbaden⸗Nord: Germa 2; Viktoria Enzberg G f* ien 3 9 VfR Neurer linge Freiburg⸗RNord: gersweier Weier R Gutach— Kappelros 25 Kolln zu s Villingen:0; 8 p Fé Mönchweiler FC * 75* r: ottmadingen:1; FC Singen T Rado FC 03 G mſt ꝛdt Alemannia mſtadt:2; Südheſſen: 1 Weiſenau 90:1; Haſſi FSV 05 Mainz Nordmain: Schwanheim 2: toria Eckenheim Enkheim— Frankfurt— Germania gegen SpVg Fechenheim Südmain: Kickers Obertshauf beim:3, FSW Heuſenſtamm S 02 Offenbach— Teutonia 5 lingen— SC 96 Dietzenbach 7 Hieber 31; SV Neu⸗Iſenburg Saar: Sc Mittelbexbach abgebr.; FV Diefflen— se lingen 8— SW Ger 0 Frankfurt 0 tnde 7 Nied 1 Frankfurt 1 — 1 Saar Saarlautern:1; Vf. f 0 Niederauerbach— Viktoria:8. Gau Württemberg Unterland: Fc Kornweſtheim— Heilbr 973, Heilbronn 96— FW Neckargertach:1; V gegen SV Feuerbach:4. Stuttgart: TSV Vaihingen— De Fellbach— VfB Ober nner SpVg B Sontheim S Reutlingen— I Tailfingen 514. Schwarzwald: :27 SpVg Aiſteig— SpVg S ſingen— Vg Schwenningen:1; Spaichingen 12. Bodenſee: S Weingarten Tad Biberach— VfB Friedrichs Mmer FV 94 010. damberg:4; Spog FV Rottweil Olympia Laupheim:2; ofen:0; FE Mengen— Alb: Ulm 89— Fe Senden 212; VfR Heidenheim Vorwärts Faurndau:1; SW Schorndorf— Fe Eislingen :1; Vſdſt Aalen— FC Geislingen 315. Die Spiele in Anterbaden-Oſt Eppelheim— Eberbach 90:0 Schwetzingen— Weinheim 3: Kirchheim— Walldürn 1: 82 — Sandhauſen— Union S a:3 St. Ilgen— Limbach Eberbach erzielte i erfolg. In einem torloſen rbach wertvollen Punkt und ging dadur den Platz vor. Durch den Spielaus 0 Eppelheim in Führung. Schwetzingen hat ſeine Form wieder beweiſt deyp:1 Sieg über Weinheim. ſiegte verdient, obwohl es längere Zeit tsſpiele der Vezirksklaſſe ſpielte, da ein Spieler Platzverweis iſt auf den fünften Platz zurückgefallen. viel Boden gutgemacht. Kirchheim ließ ſich überraſchendern dürn auf eigenem Platz:3 ſchlagen. Wa beſſere Leiſtung und hat ſich jetzt auf den vorgearbeitet. Kirchheim dagegen iſt um rückgefallen. Union Heidelberg kam ge endlich einmal wieder zu einem Sieg, d erſt nach der Pauſe durch gr Anſtre' delhera ſichergeſtellt. Beide Vereine b Tabellenplätze. „ Die beiden letzten in der Tabelle, St Ilgen Limbach ſpielten unentſchieden:1. dadurch blieb a vierte zwei ingen von upteten ihre beim Alten. Vereine Spiele gew unentſch. verl. Tor Punkte Eppelheim 8 5 2 20:9 Wieslo ce 8— 1 2 28:10 Gerbac ß 0 4 3 3 16˙18 Walldürn 10 5 1 4 20˙18 Wetü heim 9 4 2 2 18˙12 SC 05 Heidelberg 8 4 1 3 12˙12 Kirchheim 0 3 3 3 Schwetzingen 8 3 2 3 Union Heidelberg 8 1 1 Sandhauſen 9 2 2 5 St. Ilgen 9 2 2 5 S 1 1 6 Eindrucksvolle Leiſtung der Olympia Neulußheim Olympia Neulußheim— FV Hockenheim:1 Was für Mannheim z. B. das Treffen ſeiner Groß⸗ den benachbarten FV Hockenheim. Ueberall wo ſich die Fußballer begegnen, bildet dieſes Zuſammentrefſen der reſtlos ehrgeizig und lokalpatriotiſch ebageſtellten Mann⸗ ſchaften. das noch ſtets ein Ereignis ganz beſonders harter und kämpferiſcher Art war den Geſprächsſtoff, ſo daß ſchließlich bis zum Austrag des Spiels eine Stimmun in beiden Lagern geſchaffen war, die in jeder Hinſicht ols höchſt temperamentvoll bezeichnet werden muß und die ſich in gewaltigen und zum Teil auch unnötigen Kraf anſtrengungen innerhalb und auf den Rängen des S feldes Befreiung zu ſchaffen ſuchte. Den allein ſelig machenden und rettenden Sieg an ihre Falne zu heften, gelang aber in dieſer raſſigen und intereſſanten Angelegenheit der gaſtgebenden Olnmvia, die ſich natürlich die Gelegenheit nicht entgehen ließ, ihren hoffnungsvollen Tabellenplatz energiſch zu behaupten, was ihr auch trotz oer Erſatzgeſtellung für Fuchs begchtenswert gut glückte, da man über eine ausgezeichnete Tagesform verfügen konnte. Ein Eigentor des ſonſt ſehr zuverläſſigen Verteidigers Hagmann hatte Hockenheim zu einem auf billige Art erzielten Führungstreffer verholfen, der aber gleichzeitie der einzige Erfolg der Gäſte bleiben ſollte. Ein Straf elfmeter, von Ballreich ſicher verwandelt erbrachte vor dem Wechſel den Ausgleich wid im zweiten Spie abſchnitt ſtellten Ballreich, Scheck und Wein mit d weiteren Treffern den Sieg endgültig ſicher. Die Kampfmannſchaft der Olympia Neuluß⸗ heim ſpielte mit reſtloſer Hingabe, völlig auf das Ge⸗ linoen eines Erfolges eingeſtellt. Der Sturm operierte in bekannter Einſatzfreudigkeit, wennn auch nicht immer in ruhiger, zielſtetiger Zuſammenarbeit, mit wuchtigen und gefährlichen Vorſtößen, die nur ſchlecht zu unterbinden waren. Die Läuferreihe war in erſter Linie auf eine ge⸗ naue Markierung des Gegners bedacht und die Vertei⸗ digung ſchlug hart und entſchloſſen ab. Die Hocken heimer warteten mit einem ganz ge⸗ waltigen Widerſtand auf und waren in jeder Hinſicht dar⸗ auf bedacht, ein möglichſt günſtiges Reſult heraus⸗ zuholen. Die Tordeckung ſta i behauptete ſich ſehr aut in alte groß unterſtützt von einer laſteten Läuferreihe. Der S und erfolgverheißend im 2 ſeimer i nicht beneiden ter-⸗Heidelb chweren, chter Strön r völlig ſicher Herſe Stand b ſeinen Po Deutſchland beſiegt Velgien:1 Im Kampf um den„Mr. G. Pokal“ ſchlägt Deutſchland in Hamburg Velgien Deutſchland führt:1 Der zweite Tag des Hamburger Hallentennis⸗Länder⸗ lampfes zwiſchen Belgien und Deutſchland dürfte mit dem Ausgang des Doppels bereits die Entſcheidung über den Gewinn des Kampfes gebracht haben. Die beiden jungen Deutſchen Beuthner⸗Barthowiak hielten ſich gegen die erfahrenen belgiſchen Spieler Lacerolx⸗de Borman ganz ausgezeichnet und konnten das ſtärkſte Doppel der Belgier— etwas überraſchend— mit 416, 725, 768, 61 ſchlagen und damit den zweiten Punkt für Deutſch⸗ lanb erkämpfen. Wer gemeint hatte, das ſtarke belgiſche Paar würde die junge deutſche Vertretung ohne weiteres überrennen, der wurde ſchon bald eines beſſeren belehrt. Unſere Spieler 8 79 79 abſolut gleichwertig und verſtanden es, die größere Spielerfahrung des Gegners durch das weit beſſere Flug⸗ ballſpiel auszugleichen. Der erſte Satz ging an die Bel⸗ ger— mit 674—, nachdem die Deutſchen 3 u geführt hat⸗ ten. Im zweiten Satz führten die Belgier:2, dann aber hieß 8 574 für die Deutſchen. Noch einmal glichen die lgier aus, aber Beuthner⸗Barthowiak ſchafften das:5 und den Satzgewinn und Ausgleich:5. Ebenſo heiß um⸗ kritten war der dritte Satz, den die Deulſchen wieder 715 für ſich entſchieden. Einen überraſchend ſchnellen Ausgang nahm der vierte Satz. Im Augenblick ſtand es 310 für deutschland, nachdem Lacroix zum erſtenmal in dieſem 5 e überhaupt ſeinen Auſſchlag verloren hatte. Dann holten die Belgier ein Spiel auf, aber die Deutſchen ſieg⸗ ten 671. Der Sieg unſerer jungen Mannſchaft war durch⸗ 3 verdient. Beuthner war während des ganzen Kamp⸗ fes der beſſere Spieler. Bei den Belgiern war de Bor⸗ man recht ſchwach. Das konnte auf die Dauer ſein un⸗ gleich ſtärkerer Partner doch nicht ausgleichen. Schon gewonnen! Deutſchland— Belgien 311 Mit großer Spannung ſah man dem dritten und letzten Tag des Hallen⸗Tennisländerkampfes zwiſchen Deutſchland und Belgten um den„Mr. G“ Pokal in der Hamburger Tennishalle entgegen. Nachdem am Samstag Deutſchland 05 2 ⸗Führung herausgeholt hatte, genügte nur noch ein Punkt, um die Belgier zu ſchlagen. Allgemein war man der fanſic daß André Zacroix(Belgien) gegen den Ber⸗ mer Edgar Dettmer die Oberhand behalten würde. Wieder einmal kam es anders. Dettmer verhalf ſchon im erſten Spiel des Tages durch einen:5, 476, 678, 672⸗Sieg zum oͤritten Punkt und damit zum Geſamtſieg. 5 Der Berliner Nachwuchsſpieler zeigte ſich dem Belgier vüllig gewachſen. Hart umſtritten war der erſte Satz, der etwas glücklich mit 715 an Dettmer fiel. Der Belgier drehte im zweiten Satz den Spieß um und gewann nach heißem Kampf:4, hatte ſich aber ſtark ausgegeben, ſo daß Dettmer immer mehr den Kampf diktierte und die beiden letzten Sätze verhältnismäßig leicht:3 und:2 gewann. Deutſchland ſchlägt Belgien:1 Ein ödramatiſches Ringen bildete den Abſchluß des letz⸗ len Tages des Hallentennis⸗Länderkampfes zwiſchen Deutſchland und Belgien in Hamburg. Dr. Deſſart konnte erſt in fünf Sätzen den Belgier Geelhand nieder⸗ ringen. Beſonders umſtritten war der letzte Satz, in dem Geelhand alles wagte, um ſeinem Lande wenigſtens noch einen Punkt zu retten. Aber einige glückliche Schläge waren mit dem Hamburger, ſo daß ſich Belgien mit 41 geſchlagen bekennen mußte. Im erſten Satz ſiegte Dr. Deſſart:2, während im zweiten Satz Geelhand mit:2 die Oberhand behielt. Auch den dritten Satz brachte der H mit 623 an ſich, während Geelhand im vierten Satz 3 die Oberhand behielt. Schließlich aber im fünften Satz blieb der Deutſche mit:5 Sieger und gewann damit das latzte Treffen. Pferderennen im Reich Horſt Emſcher(8. November) 1. Preis von Feldhauſen, 1850 /, 1600 Meter. 1. Ja⸗ niculus(M. Schmidt), 2. Heidekönig, 3. Chemielehrer. Ferner: Roman, Margit, Porſia. Toto: 13, 10, 11, 10. 2. Epona⸗Jagdrennen, 2800 /, 3700 Meter. 1. Stein⸗ butte(Kruſchwitz), 2. Feldſcher, 3. Segelflug, 4. Fedeler. Ferner: Ol Man River, Panzerklotte, Hansheim, Uta⸗ maro, Feuerheld, Kurzer Kopf, Roswitha. Toto: 146, 20, 26, 20, 24:10. 3. Preis von Gelſenkirchen, 2250 //, 2400 Meter. 1. Stobno(Knoche), 2. Maruka, 3. Höllenfahrt. Ferner: Peloponnes, Max, Strandläufer, Graf Moltke, Glorieus. Toto: 252, 30, 19, 19:10. 4. Horſter Prüfungs⸗Preis, 4500, 1200 Meter. 1. Weltdame(Vinzenz), 2. Weddegaſt, 3. Lockruf, Ferner: Freigeiſt, Hanſeat, Herzober, Laurus, Famula. Toto: 60, 24, 35, 33:10. Lebewohl⸗Jagdreunen, 2500, 3000 Meter. 1. Monar⸗ chiſt(Sauer), 2. Jungritter, 3. Jan v. Werth, 4. Golf. Ferner: Lorbaß, Muſca, Ma Clochette, Weltmelſter, Feuer⸗ land, Staufſen, Solneman, Spanga, Mary, Bummelant, Maktonia. Toto: 84, 16, 13, 16, 17:10. 6. Feierabend, 4000 ,, 1600 Meter. 1. Palander(M. Schmidt), 2. Egmont, 3. El'meter Ferner: Heimfahrt, Perlfiſcher, Voltaire II, Geradeaus, Baroleg, Schwede. Toto: 60, 18, 21, 1710. 1, 1800 7. Altmeiſter⸗Rennen, 1650 Meter. 1. Kukuruz Landler), 2. Wolkenflug, 3. Senj. Ferner: Szegeban, Chinafeuer, Targa, Seydlitz, Falena. Toto: 46, 14, 18, 21710. Zum dritten Male Mar Syring Deutſche Waldlaufmeiſterſchaft in Freiburg in ununterbrochener Zum dritten M wurde der Wittenber Max Syring auch im piajahr wieder deutſ Waldlaufmeiſter Auf einer 9,5 war der Witten⸗ en und ſiegte 7 ff Km. langen, ſchwierigen ber en Strecke berge allen ſetnen Mitbewerbern klar überl mit 250 Meter Vorſprung vor dem D und dem Neuſtädter Eberhardt, der Platz einen überragenden Erfolg errar meiſterſchaft konnte der KTW Wittenbere teidigen Die Strecke der 19. ͤͤeutſchen Woldlaufmeiſte wie geſagt, recht ſchwierig, hrte über zahlre anſtiege und ſtellte erhebliche Anforderungen an die nehmer. Der in der Nacht voraufgegangene Regen die Schwierigkeiten noch vergrößert. Nach den den im Föc⸗Stadion ging es zunächſt durch den Park zur Waldſtraße am Sternwald. Dann erfolgte der erſte Anſtieg, der beim Franzoſenweg ſchon 13 ozent 5 teren betrug und hier ſeine erſten Opfer forderte. Verlauf ſtieg die Strecke bis zu 500 Meter Höhe an, dann auf erſt folgte der Abfall. Erſt der letzte Teil war dann einer bequemen Straße zum Stadion zurückzulegen. 75 Läufer und 20 Mannſchaften nahmen den Kamp Schon im Stadion zog ſich das Feld in die Länge, na Kilometer hielten Stadler, der Münchner Eberlein und Wittenberger Syring und Schönrock die Spitze. Der ſteile Anſtieg bis zu 500 Meter zog das Feld weit auseinander. Schon hier erwies ſich Max Syring als der einwandfrei beſte Läufer. Bei 4,5 Km. hatte er auch Stadler ſchon hin⸗ ter ſich gelaſſen. Berg, Lütgens„Eberlein, Schönrock und Holthuis bildeten 30 Meter hinter Stadler die Verfolger⸗ gruppe. Unbeirrt lief Syring vorn ſein prächtiges Ren⸗ nen, das angeſichts der Schwierigkeiten im nebelfeuchten Wald noch beſondere Anerkennung fand. Bei Km 6 war Stod⸗ ler bereits bis auf den ſechſten Platz zurückgefallen. Die zweite Stelle hatte ſich der Stuttgarter Schinge erkämpft, ſeine Landsleute Gebr. Helber führten die Mittelgruppe an. Während die Verfolger noch um die Plätze ſtritten, hatte Syring das Stadion unter dem Jubel der 2500 Zu⸗ ſchauer wieder erreicht und ſiegte überlegen in 32:10, Mi nuten vor dem Darmſtädter Fornoff, der 250 Meter zu⸗ rücklag. Im letzten Abſchnitt hatten der Dormſtädter — lätze. Die Mannſchaſtsmeiſterſchaft wurde vom KTV enberg mit der Mannſchaft Syring, Schönrock und Böttcher erfolgreich verteidigt. Mit Abſtand belegte der dler einzig en Meiſterſchaft ſchte, war ihm it doch nicht zu ne noch um faſt als er immer eine der Karlsruher W Mit Stadler, Berg konnte der Freiburger FCE die J meiſterſchaft erfolgreich verteidigen. Wie einem 8 mußte ſich 5 lsruher FV wie dem zw nter 1 ichen Zu uern jund⸗Gauführer 1 8 i badiſchen Reichs Miniſterialrat Kraft. Die Ergebniſſe: 19. Deutſche Waldlaufmeiſterſchaft: Einzellauf: 1. und deutſcher Meiſter 1936 Max Syring(KTV Wittenberg) 32:10,4 Min.; 2. Fornoff [Darm SG 8 8 erhacdt (Neuſtadt an (Kölner BC) 33:06, . Dymke(Berliner burg]! 33:2 rock(K AC) 33:40 1 Be Kickers) Lütgens (Freiburger FC) 10. Holthu „ Ho 9 72 Mannſchaften: 1 KT Wittten here r 3. Allianz Dresden 36 tuttgart 40.; 5. 2 ger FC 54.; 56.; 8. Hannover 96 56 10. Karlsruher FV 80 Punkte. Badiſche Gau⸗Waldlaufmeiſterſchaft Einzellauf: 1. Stadler(Freiburger FC) 33:36 nuten; 2. Wirth(Karlsruher)] 34:81; 3. Krummholz (Freiburger FC) 35:49; 4. Berg(Freiburger FC) 36:06; 5. Geſell(TV Singen] 96:14; 6. Laub Neuſtad Po Mi⸗ sbahn Karls⸗ 3 ruhe) s 7. Lenz(Heidelberg⸗Handſchuhsheim 86] 36:23; 8. Damm(BCE Singen) 36753; 1 rlsruher FV) 5255; 10. Dümmerling(Karls 3 Minuten. Mannſchaften: 1. Freiburger F C 2. Karls⸗ ruher F 13.; 3. Arbeitsdienſt Gau 7 35;, 4. Arbeits⸗ dienſt Gruppe 271 2. Mannſchaft 40.; 5. Arbeitsdienſt Gruppe 271 1. 5 je 45.; Mannſchaft und TV Rheinfelden 6. Arbeitsdienſt Gruppe 275 54 P. „Nikar“ feierte Jubiläum Wfr. Hannover gewann das Waſſerballturnier Das Internationale Schwimmfeſt aus Anlaß des 30jäh⸗ rigen Beſtehens des SV Nikar Heidelberg wurde am Sonn⸗ tagabend abgeſchloſſen. Wieder war die Städtiſche Schwimm⸗ halle bis auf den letzten Platz beſetzt und wieder gab es ſpannende Rennen, die teilweiſe erſt auf den letzten Metern entſchieden wurden. Die abſchließenden Wettbewerbe ſtellten unſere an den Berliner Spielen beteiligten Frauen ſtark in den Vordergrund. Natürlich ſchoſſen die Charlottenbur⸗ ger Nixen wieder den Vogel ab. Ruth Halbsguth ge⸗ wann das 100⸗Yard⸗Rückenſchwimmen in 114,5 Minuten, Giſela Arendt beendete die 100 Pard Freiſtil in der her⸗ votragenden Zeit von:01,3 Minuten vor der Bonnerin Leni Lohmar als Siegerin und Knuth, Halbsguth, Arendt ſicherten ſich auch den Erfolg in der 3 mal 100⸗Yard⸗freiſtil⸗ ſtaffel vor Germania Dortmund. Bei den Männern war den Bremern Heibel und Fiſcher über 100 Pard Freiſtil niemand gewachſen. Beide lieferten ſich einen harten Kampf, der keinem einen Vorteil brachte. Laut Schiedsrichterent⸗ ſcheid wurde Hermann Heibel bei der gleichen Zeit von 53,4 Sekunden vor Helmuth Fiſcher auf den erſten Platz ge⸗ ſetzt. Ueber 200 Yard Bruſt nahm der Gladbecker Artur Heina für ſeine am Vortage durch Paul Schwarz(Göppin⸗ gen) erlittene Niederlage Vergeltung. Heing gewann das Rennen in:28,2 Minuten und ließ Schwarz faſt zwei Se⸗ kunden hinter ſich. Viel Beifall fanden auch die Alt⸗Herren⸗ Staffeln, in denen ſich jeweils der Magdeburger Altinter⸗ nationale„Ete“ Rademacher voyſtellte und immer noch be⸗ achtenswertes Können verriet. Das Waſſerballturnier wurde von Waſſerfreunde Hannover gewonnen. Die Hannoveraner ſtanden im Enoͤſpiel Hellas Magdeburg gegenüber, der im zweiten Aus⸗ ſcheidungsſpiel Societe de Natation Straßburg mit 1314(:2) abfertigte und gewannen nach ſchönem Spiel 13:7(71:). Der junge Ohrdorf war den Magdeburgern die wertvollſte Kraft, während ſich bei den Hannoveranern Schwenn, Gunſt und Allerheiligen durch ihre große Schußkraft auszeichneten. Die Ergebniſſe: Männer: 10 mal 50⸗Yards Freiſtil: 1. burg:21,9; 2. Schwaben Stuttgart:22,90; 3. Hellas Mag de⸗ Nikar Hei⸗ delberg:24,5.— 3 mal 100 Jards Bruſt(IIa): 1. Wfr. Hannover:43,17 2. Neptun Karlsruhe:52,3.—(Ilb): 1. SV Mannheim:54,9; 2. Sparta Frankfurt:55.6.— 100 Yards Freiſtil: 1. Heibel(Bremiſcher SV)] 53,4; 2. Fi⸗ ſcher(Bremiſcher SV) 53,4.—(la): 1. Laugwitz(Schwa⸗ ben Stuttgart) 55,6; 2. Mendrzycki(Schwaben Stuttgart) 57.0; 3. Comteſſe(Nikar Heidelberg) 57,3.— 100 Yards Freiſtil:(Ib): 1. Söhlmann(Wafr. Hannover) 57.6; 2. Schmidt(Schwaben Stuttgart) 58.5; 3. Bauer(Wafr. Han⸗ nover] 58.5— 3 mal 50 Yards Bruſt(über 32 Jahre): 1. Hellas Magdeburg:43,5; 2. Nikar Heidelberg 143.9.— 4 mal 100 Pards Bruſt(Ia): 1. Hellas Magdeburg 442,7; 2. Nikar Heidelberg:45.—(Ib): 1. Schwaben Stuttgart) :50.1; 2. 1. Frankfurt. SC:52.— 200 Yards Bruſt: 1. Heina(Gladbeck 1913):28,2; 2. Schwarz(Göppingen 04) :30.(Ja): 1. Rückewoldt(Hellas Magdeburg) 235,9; 2. Schulte(Gladbeck 1913):37; 3. Kohler(Nikar Heidel⸗ berg) 287,2.—(Ib): 1. Emig(Poſeidon Kaiſerslautern) Leipzig(8. November) J. Scheibenholg⸗Preis. 2500, 1200 Meter. 1. Rönne⸗ burg(Stending); 2. Cicero; 3. Manuela. Ferner: Gala⸗ peter, Jodbland, Puppi. Toto: 62 11, 13:10. 2. Zwenkauer FFlachreunen. 2200 1, 1800 Meter. 1. Praſſer(Bottlenberg) tot. Rennen mit Frieſenhof(Völkel); 3. Feuerwarte;: 4. Tubaner. Ferner: Willeburg, Frie⸗ denau, Seydlitz⸗Küraſſier, Lanzenſpitze, Marducktochter, Rolanda Balatre, Sturmfahne, Mita. Tot: 128, 24, 26, 17, 17:10. 3. Mockauer Jagdrennen. 2800 /, 4000 Meter. 1. El⸗ vire(v. Horn): 2, Gnade; 3. Al Raſchid. Ferner: Osram, Scabaſlow, Fix und Fertig. Tot.: 104, 16, 13, 18:10. 4. Verkaufs⸗Ausgleich. 3000 /, 2150 Meter. 1. Pesne (Ludwig); 2. Clary; 3. Lyſias; 4. Silberſtreif. Ferner: Natango, Heidefalke, Pollux, Linda, Schwadroneur Ti, Onega, Darius, Jagdſprung. Tot,: 68, 16, 17, 19, 8800. 5. Tauchaer Jagdrennen. 26000, 3400 Meter. 1. Pa⸗ ter(v. Wangenheim); 2. Iſolde; 3. Lieber Kerl. Ferner: Lucomedes, Baſtler Vici, Longinus, Malve. Tot.: 127, 27, 24, 15:10. 6. Auf Wiederſehen⸗Ausgleich. 2500, 1400 Meter. 1. Palladio(Genz; 2. Maikäfer: 3. Loni Ferner: Agnat, Sennhütte, Mark Aurel. Tot.: 63, 18, 30, 14:10. 7. Abſchieds⸗Ausgleich. 2400„ 1600 Meter. 1. Cor⸗ nelta(Genz); 2. Aufſtieg; 3. Waſſerſpiegel; 4. Varro. Ferner: Marna, Paxheim, Stammesflagge. Saraſtro, Ob. Tot.: 138. 29, 15. 16, 15. Sieg⸗Doppelwette 3. und 4. Rennen: 36:10. :44,87 2. Fräsdorf(Uni Berlin):46,5; 3. (Wfr. Hannover):47.— mal 50 Yard reiſtil(über 32 Jahre]: 1. Hellas Magdeburg:52,11; 2. Nikar Heidel⸗ berg 156,4.— 4 mal 100 Yards Freiſtil(Ia): 1. Bremi⸗ ſcher. SV:46,9; 2. Schwaben Stuttgart 3251.3.(Tb): 17 Hannover 318 2. Hellas Magdeburg:57, 3. Nikar Heidelberg:05,9— Waſſerball: Hellas Magdeburg — Svoeiété de Natation Straßburg 13:4(:), Endſpiel: Wie. Hannover Hellas Magdeburg 13:7(718). Frauen: 100 Nards Freiſtil(Jugend): 1. Warenholz (Nixe Charlottenburg):07,4; 2. Worbertz(Nikar Heidel⸗ berg):08,4; 4. Müller(Poſeidon Worms):09,0, 3 mal 100 Pards Freiſtil(ta): 1. Nixe Charlottenburg 326,2; 2. Germania Dortmund; Klaſſe 1b: 1. TS Darmſtadt :55,4; 2. DS München. 100 Pards Rücken: 1. Halbsguth (Nixe Charlottenburg 114,5; 2. Heiling(Germania Dort⸗ Allerheiligen . mund); Klaſſe la: 1. Klemroth(Germania Dortmund) 126,4; 2. Knuth(Nixe Charlottenburg). 100 Nards Frei⸗ ſtil: 1. Arendt(Nixe Charlottenburg) 11:01,3; 2. Lohmar (Wfr. Bonn):04; 3. Sickenberger(Offenbach 96); Klaſſe la: 1. Mauß(Germania Dortmund):06,9 2, Gauß (Karlsruher SV):09,6; Klaſſe 1b: 1. Sill(DSV Mün⸗ chen) 112,8; 2. Klemroth(Germania Dortmund) 145,5. Lagenſtaffel, 3 mal 100 Yards(Jugend): 1. Nikar Heidel⸗ berg:04,9; 2. Poſeidon Worms 416,2; 3. DSV München 416,8. Lagenſtaffel, 3 mal 100 Yards(2b): 1. Sparta Frankſurt:22,1; 2. DSW Freiburg:28,4. Ehrung der ſiegreichen Auto-Anion-Rennfahrer Die zahlreichen Siege, die die Rennfahrer der Auko⸗ Union in dieſem Jahre erkämpft hatten, gaben dem Vor⸗ ſtand der Auto⸗-Union und der Stadt Chemnitz Veran⸗ laſſung, die ſiegreichen Mannſchaften zu einer beſonderen Ehrung nach Chemnitz einzuladen. Konnte doch die Auto⸗ Union im Jahre 1936 von ſieben insgeſamt in Deutſch⸗ land vergebenen Meiſterſchaften alle ſechs, um die ſie ſich beworben hatte, gewinnen. Hinzu kommt e Europa- meiſterſchaft für Rennwagen, die von dem Internationglen Automobilperband dem erfolgreichſten Rennfahrer der Auto⸗Union, Beynd Roſemeyer, zuerkannt wurde. Nicht weniger ehrenvoll iſt dos hervorragende Abſchneiden des Auto⸗Union⸗Geländeſportes, dem es in dieſem Jahte bei mehreren Veranſtaltungen gelungen war, ſowohl Wagen⸗ als auch Motorradmannſchaften ſtraſpunktfret mit gol⸗ denen Mannſchaftspreiſen ins Ziel zu bringen. Im Rahmen eines Betriebsappels im Haupt⸗ verwaltungsgebäude der Auto⸗Union ehrte am Ffreitag⸗ nachmittag zunächſt der Vorſtand der Auto⸗Union die ſiegreichen Mannſchaften die mit ihren Fahrzeugen und einem Teil der Gefolaſchaft in einer großen Werkhalle Aufſtelluna genommen hatten. Man ſoh die Autofahrer Roſemenger, Stuck, von Delius und Haſſe, die Motorradmeiſter Kluge, Müller, Braun und Kahrm ann. Anſchließend unternahmen die ſiegreichen Rennfahrer eine Rundfahrt durch die Stadt, wobei ihnen von der Chemnitzer Bevölkerung ein begeiſterter Empfang bereitet wurde. Die Fahrt endete auf dem Marktplatz, und die ſiegreiche Mannſchaft begab ſich zum Rathaus, wo ein Empfang durch die Stadt erfolgte. Der ſtellvertre⸗ tende Oberbürgermeiſter Schmidt überreichte fämtlichen Siegern eine Ehrengabe der Stadt Chemnitz. Auch dem an der Feier teilnehmenden Dr. Horch⸗Zwickau wurde für ſeine Pionierarbeit im Autoſport die Ehrengabe der Stadt überreicht. Generaldirektor Bruhn dankte namens der Auto⸗ Union dem Reichsſtatthalter und dem Bürgermeiſter für die anerkennenden Worte und Ehrungen uwend gelobte, daß Betriebsführer und Gefolaſchaft alle Kräfte daranſetzen werden, um den Ruf von Chemnitz, Sachſen und ganz Deutſchlond in der Welt durch Spitzenleiſtungen weiter zu ſeſtigen. Stuttgarts Boxer:7 beſiegt Zweiter Start der Luxemburger in Eßlingen Nach ihrer etwas deutlich ausgefallenen Stuttgarter Nie⸗ derlage trat die Luxemburgiſche Amateurboxſtaffel am Samstagabend im Eßlinger Saalbau Kugel gegen eine ver⸗ änderte Stuttgarter Staotmannſchaft an. Vor gut beſuchtem Hauſe kamen die Luxemburger diesmal zu einem knappen :7 Erfolg. Die Ergebniſſe(vom Fliegengewicht aufwärts waren): Waſſer 1(.) ſchlägt Schepperle(.) n.., Waſſermann 2 (.)— Schmidt(.) unentſchieden, Möſch(.) ſchlägt Zuccaroli(.) n.., Lade(.) unterliegt Wollſcheidt(.) n.., Holzwarth(.) ſchlägt Corny(.) n.., Gurray(.) ſchlägt Cottafari(.) nach Punkten, Schmelcher(.) ſchlägt Schwämmle(.) u.., Graſſer(.) ſchlügt Raff(.) n. P. — London im Modetaumel: Maas tagt man aum engl iclien; Nidnung? Farbenfreudigkeit, Reichtum und Würde— Ein Hauch aus Andersens Märchen London, im Nicht nur London, ſondern das ganze britiſche Weltreich ſieht mit fieberhafter Erwartung dem zroßen Ereignis der Königskrönung entgegen. Alle . werden mit der Frage beſtürmt: as trägt man zur Krönung?“ Unſere doner Mitarbeiterin hatte kürzlich Gelege ſich mit den führenden Modeſchöpfern chen Metropole die„Krönungsmode zu unterhalten. November. M ſalons iber 12. Mai 1937: Krönung König Eduard VIII. Das britiſche Weltreich und mit ihm die ganze Welt ſieht dem 12. Mai 1937, dem Tag der Krönung Kö nig Eduard VIII., fraglos das feſtlichſte Ereignis ſett Kriegsausbruch, mit fiebernder Erwartung ent⸗ gegen. Denn die Krönungsfeier iſt ja keineswegs allein ein Treuebekenntnis des engliſchen Weltrei⸗ ches zu ſeinem Herrſcher, ſondern ſie hat auch ihre gewichtige materielle Seite, die ſich in ihrem Wert ſehr wohl in Pfund, Schilling und Penny ausdrük⸗ ken läßt. Bei aller Anhänglichkeit des Engländers für ſein Königshaus ſpielt gewiß dieſes nüchterne Moment auch keine geringe Rolle in ſeiner Vor⸗ freude. Neben dem Hotelgewerbe, das Hunderttauſende von Touriſten erwartet, iſt natürlich vor allem die Mode⸗Induſtrie intereſſiert. In den zahl⸗ loſen Ateliers der engliſchen Hauptſtadt ſitzen die Modezeichner über ihre Skizzen gebeugt, die Stoff⸗ fabrikanten wühlen unter ihren Muſtern, denn 1937 ſoll ja das Jahr werden, in dem die engliſche Mode⸗ Induſtrie die Führung in der Weltmode übernimmt. Galt doch ſchon immer der engliſche Gentleman als der Inbegriff männlicher Eleganz, und in der Tat hat die ſtete Aufwärtsentwicklung der engliſchen Modefabrikation in Quantität und Qualität bereits begonnen, Paris die Hegemonie ſtreitig zu machen. „Londoner Nebelgrau“ und„Leibgardiſten⸗Scharlach“ Eine Krönungsfeſtlichkeit als Anlaß für Mode⸗ ſchöpfung gibt ſchon von Beginn den Grundtun an: „Farbenfreudigkeit, Reichtum und Würde werden die neuen Gewänder beſtimmen. Gewagte Deſſins kommen jedoch nicht in Frage, wie umgekehrt auch ernſte, reſervierte, oder düſtere Muſter nicht am Platze ſind. Ein bekannter Londoner Modeſchöpfer iſt auf den griginellen Einfall gekommen, patriotiſche Verzierungen auf den Kleidern anzubringen. Die Tudorroſe und die ſchottiſche Diſtel werden eine große Rolle in ſeiner Kollektion ſpielen, und ſeine Farben haben ebenfalls einen vaterländiſchen An⸗ ſtrich.„Leibgardiſten⸗Scharlach“,„Poliziſten⸗Blau“, „Londoner Nebel⸗Grau“ ſind Beiſpiele hierfür. Me⸗ tallverſchlüſſe und Klipps werden in Form von Re⸗ gimentsabzeichen gehalten ſein. Hermelin und piel afrikaniſche Straußfedern ſind weitere Merk⸗ male ſeiner„Krönungstips“. Ein anderer prominenter Londoner Modekünſtler hat den Ausſpruch geprägt, daß den Krönungsge⸗ wändern„ein Hauch der Märchen von Hans Ander⸗ ſen anhaften müſſe“. Er hat zwei neue Farben in Vorbereitung, von denen er ſich viel verſpriche: Apfelſaft⸗Weiß und Quitten⸗Roſa. Seiner Meinung angebende Putzmacherin in London, erklärt, daß die flammen rot, roſenrot, regenbogenſchillernde Deſſins. nach werden die Schleppen für die Gewänder des Hofes zumindeſt 2,95 Meter lang ſein; über die Zahl der Hermelinſchwänze, die zu den Roben getragen werden, wird eine Entſcheidung noch erörtert. Die Hüte werden ſich ebenfalls dem Charakter der Krönung anpaſſen: Kronenähnliche Schöpfungen werden vor allem zu ſehen ſein. Aus dieſem Grund wird man nur ſchmale Hutränder tragen, lange Tüll⸗ ſchleier und Hüte mit Rückenſchleppen. Auch bei den Hüten dürften Straußenfeder⸗Muſter eine bedeu⸗ tende Rolle ſpielen. Madelon Chaumet, die ton⸗ „witzigen“ Hüte dieſer Saiſon im nächſten Jahr als ſchlechter Geſchmack gelten werden, weil ſie ſich der Situation nicht anpaſſen würden. Eines ihrer Mo⸗ delle iſt ein blauer Velvethut mit einem halben„Hei⸗ ligenkranz“ darüber, verziert durch einen Juwel oberhalb der Stirn. Eine große Tüllſchleife in Scharlachrot ſchmückt den Hinterkopf und endet in einer Hutſchleppe, die über der Schulter zu tragen iſt. Norman Hartnell, der berühmte Modekünſt⸗ ler des engliſchen Hofes, der unter anderem die Aus⸗ ſteuer der Herzogin von Glouceſter entworfen hat, er⸗ klärte, daß die einfachen Gewänder dieſes Jahres den Anſprüchen für das Krönungsjahr nicht genügen können. Fraglos wird die Mode viel großzügiger ſein. Gold⸗ und Silberbrokat wer⸗ den viel getragen werden.„Die Farben, die ich her⸗ auszubringen gedenke, werden ſehr lebhaft ſein— „Charmant und zart“, wie die Moden der letzten Jahre oft waren, können nicht das Kennwort für die Londoner Mode 1937 bleiben, die Begriffe Würde, Reichtum und Farbenfreudigkeit werden ſie erſetzen.“ Das eiſerne Buch Eine der größten Sehenswürdigkeiten Londons bildet die Bibliothek des Indien⸗ Amtes. Dieſe Bibliothek geht in ihren Anfängen weit zurück. Sie wurde bereits von der Oſtindiſchen Kompagnie gegründet. Seit jenen Tagen ſind alle Bücher in dieſe Bibliothek aufgenommen worden, die in Indien erſcheinen, gleichgültig in welcher Sprache. Aus die⸗ ſem Grunde iſt die Bibliothek des Indien⸗Amtes eine wahre Fundgrube des orientaliſchen Schrifttums, und die Orientaliſten aus allen Teilen der Welt, die nach London kommen, laſſen es ſich nicht nehmen, der Bibliothek einen Beſuch abzuſtatten. Sie können dort alle Sprachen des Oſtens ſtudieren, ob es ſich un um Sanskrit, um Pali, um Arabiſch oder Perſiſch handelt. Es ſind rund 150 000 koſtbare Bände, Bücher und Manuſkripte, die im Laufe der Jahrhunderte in die⸗ ſer Bibliothek geſammelt worden ſind. Unter ihnen befinden ſich viele einzigartige Seltenheiten. Die größte Sehenswürdigkeit der Bibliothek des Indien⸗ Amtes in London dürfte jedoch das eiſerne Buch darſtellen. Die Bezeichnung Buch trifft allerdings nicht ganz zu, denn im Grunde genommen handelt 0 es ſich nur um eine Anzahl von Eiſenplatten, die von einem eiſernen Ring, an dem ſich wiederum ein Griff befindet, zuſammengehalten werden. Dieſes „Buch“ beſteht aus fünf„Seiten“, von denen jede neun Zoll hoch und drei Zoll breit iſt. Ein engliſcher Zoll entſpricht nach unſerer Rechnung 2,54 Zenti⸗ meter. Drei Zoll ſind demnach rund 7,5 Zentimeter — die Seiten dieſes eiſernen Buches haben demnach eine ganz reſpektable Stärke. Auf den„Seiten“ des Hollands Brautpaar beſichtigt die Kirche ſeiner Trauung Der Zeitpunkt der Vermählung der Thronfolgerin gur Lippe⸗Bieſterfeld iſt auf den 6. der St.⸗Jacobs⸗Kirche im Haag ſtattfinden, Bild zeigt die holländiſche Thronfolgerin Prinzeſſin der St.⸗Jacobs⸗Kirche Januar feſtgeſetzt worden. Prinzeſſin Juliana mit dem Prinzen Bernhard Die kirchliche Trauung wird in die von dem Brautpaar beſichtigt wurde. Unſer Juliana mit ihrem Verlobten nach einem Beſuch im Haag.(Atlantic,.) Es kann alles, nur nicht denken Auf dem 26. Amerikaniſchen Chirurgenkongreß in Temple Fay und Prof. Dr. W. E. Chamberlain geſchaffene Funktionen des menſchlichen Hirns, außer der des bei der Vorführung des gläſernen Hirns. Philadelphia wurde dieſes von den Aerzten Dr. gläſerne Hirn vorgeführt, das alle Denkens, vollführt. Hier iſt Prof. Chamberlain (Weltbild,.) „Buches“ iſt der Hymnus an eine indiſche Göttin ein⸗ geritzt. Beſonders ſehenswert iſt in dieſer Biblio⸗ thek des Indien⸗Amtes in London auch noch ein Steinblock aus den Ruinen von Babylon, der eine Lobrede auf Nebukadnezar, den großen Babylonier⸗ könig, enthält. Operetten- Erstaufführung im Nationaltheater: „Dorothee“ von H. Hermecke und A. Vetterling „Kinder, macht Neues!“, hat einſt Richard Wagner ausgerufen. Wenn dieſer Mahnruf aus dem Munde eines unſerer Größten nun auch nicht gerade an die Adreſſe der Operettenkomponiſten gerichtet war, ſo dürften auch ſie ihn ſich dennoch endlich einmal zu Herzen nehmen. Es iſt ganz erſtaunlich, wie unaus⸗ rottbar das überlieferte altehrwürdige Operetten⸗ kliſchee ſtofflich wie muſikaliſch immer noch die Gei⸗ ſter beherrſcht, die ſich der leichtgeſchürzten Muſe ver⸗ ſchrieben haben. Da iſt er wieder, der vielgeltebte Balkan⸗Schau⸗ platz, von dem wir ſeit der„Luſtigen Witwe“ nicht mehr losgekommen ſind. Grüß Gott, Zigeuner⸗ primas, ſpiel' uns was Schluchzendes auf deiner Geigen und hinterdrein einen zünftigen Cſardas, der den ungariſch oder in dieſem Falle rumäniſch koſtü⸗ mierten Landſchönen das feurige Temperament ihrer Raſſe in die roten Juchtenſtiefel jagt. Grüß dich Gott, du ſchön verſchuldeter Bauernhof in der Pußta, mit deinem getreuen und arbeitſamen, aber leider verkannten Verwalter, mit deiner ſtolzen und(wohl⸗ gemerkt!) ledigen Gutsherrin Dorothee, die— Ma⸗ riza⸗Gräfin und luſtige Witwe in eins— ſich im Kreiſe radebrechender mondäner Fräcke in einem Bukareſter Nachtlokal amüſiert, während ihr ſieben⸗ Bürgiſcher Hofbeſitz nicht nur vor die Hunde, ſondern durch eine ſich anbahnende Heirat der ſchönen Doro⸗ thee mit einem reichen rumäniſchen Lebemann auch noch dem Deutſchtum verloren zu gehen droht. Doro⸗ thee wird aber gottlob rechtzeitig verwandelt. Als Magd verkleidet, arbeitet ſie tapfer und unerkannt in Haus und Hof ihres eigenen Gutes mit dem Er⸗ folg, daß zwiſcheſt ihr, der ſchlichten Magd Marie, und jenem jungen Verwalter die Liebe herrlich auf⸗ blüht. Innerlich iſt ſie längſt entſchloſſen, dem win⸗ digen Rumänen den Laufpaß zu geben, und man köunte ſomit ohne weitere Verzögerung zu einem glückhaften Ende gelangen. Da das jedoch nach dem ungeſchriebenen, aber nichtsdeſtoweniger ehernen Ge⸗ ſetz der Operettenanfertigung erſt dem dritten Akt zukommt, ſtellt ſich auch diesmal wieder im Finale des zweiten Aufzuges die berühmte trotzige Moll⸗ Träne des Mißverſtändniſſes ein: er verläßt ſie grol⸗ lend, und ſie gibt, ihr Herz verleugnend, dem ſchon abgehängt geglaubten rumäniſchen Nebenbuhler ihr Jawort. Durch die tatkräftige Schläue eines ſiebzehn Jahre hang verſchollen geweſenen und plötzlich wie⸗ der auftauchenden hellen Sachſen und Kriegskame⸗ raden des Verwalters wird im dritten Akt die Sache dann auf beſondere Art eingerenkt. Es fehlt natür⸗ lich auch das obligate zweite Paar nicht: eine kecke kleine Freundin der Dorothee, aus angelſächſiſchen [Gefilden nach dem Balkan verſchlagen, hat oͤrei Akte hindurch alle Hände voll zu tun, um ſich den Mann ihres Herzens, einen privatgelehrten und roman⸗ dichtenden tumben Toren zu erobern. Die betrübende Unoriginalität dieſes Textvor⸗ wurfs wäre von geringerer Bedeutung, wenn ſie nicht auch auf das Muſikaliſche übergegriffen hätte. Arno Vetterling, der Komponiſt, ſteht ſo ſehr im Her⸗ kömmlichen, daß uns die Muſik Eigenes kaum zu ſagen hat. Leider trifft man auch bei ihm auf jenen ſeit langem bei den Operettenkomponiſten beliebt ge⸗ wordenen, aber ganz und gar nicht erfreulichen muſi⸗ kaliſchen Miſchſtil aus Opern⸗, Singſpiel⸗ und tän⸗ zeriſchen Operetten⸗ Elementen. Techniſch und for⸗ mal iſt Vetterling, wie die meiſten ſeiner Fach⸗ kollegen, durchaus bewandert. Er ſchreibt ohrgefällige Walzer, liebt wie ſeine unverkennbaren Vorbilder, von denen Lehar obenan ſteht, den flotten Marſch⸗ rhythmus ebenſo wie das gefühlvolle ſchlichte Lied. Er baut melodienſatte Liebesduette und ſtellt mit anerkennenswertem Geſchick burlesk⸗ humoriſtiſche Herren⸗Enſembles vor uns hin. Er trifft auch den derben ruſtikalen Ton, wie das unkomplizierte Land⸗ volk ihn liebt, nicht übel, und weiß Chor und Ballett als Steigerungs⸗ und Stimmungsfaktoren erfolgreich einzuſetzen. Bei alledem überwiegt aber doch der Eindruck des Unperſönlichen und Eklektiſchen zu ſtark, als daß der Zuhörer dieſer Muſik wirklich froh werden könnte. Der eingangs zitierte Ausſpruch des Bayreuther Meiſters bleibt alſo auch nach dieſer „Dorothee“ als zu Recht beſtehen. Eine ſchöne und beſchwingte Aufführung gleicht freilich manches aus. Man darf ſagen, daß die ſchmiſſige Art der regiemäßigen und muſikaliſchen Betreuung des Werkes durch Hans Becker und Kapellmeiſter Klauß, denen ſich die beſten Kräfte unſeres Operettenenſembles zur Verfügung ſtellten, der Aufführung einen vom großen Gelächter unter⸗ bauten ſtarken Publikumserfolg geſichert hat. In der Titelpartie glänzte Marlene Müller⸗ Hampe. Der Sprung von der Grandedame zur Kuhmagd ge⸗ lang ihr ausgezeichnet. Ihr Spiel hatte allen Reiz des Natürlichen und ihre hohe Geſangskultur leuch⸗ tete den Mitſpielern beiſpielhaft voran. Ihre beiden Partner, Max Reichart als liebenswerter Guts⸗ verwalter und Friedrich Kempf als blaſierter balkaniſcher Lebejüngling waren dieſer Stimme zwar nur bedingt gewachſen, gliederten ſich aber darſtel⸗ leriſch mit Glück dem Geſamtſpiel ein. Ein ganz aus Operettengeiſt geſchaffenes, wenn auch für den Verlauf des Ganzen unweſentliches Paar verkör⸗ perten unter Aufbietung ſehr behender Humorigkeit und prickelnder Laune Hans Becker und Paula Stauffert: ſie als drollig plappernde englische Miß, er als erdentrückter Dichterling, der ſich ſogar in einem ſchmiſſigen Terzett als Meiſter auf der Querflöte jubelnden Sonderapplaus holt. Mit größter Bravour ließ Joſeph Offenbach als herrlich ſächſelnder Weltreiſender hoch zu Stahlroß alle Minen ſeiner unwiderſtehlichen Komik ſpringen. Mit der virtuoſen Ausfeilung dieſer Nebenfigur ent⸗ feſſelte Offenbach ſchallende Heiterkeitsſtürme. Auch Nora Landerich gewinnt der Geſtalt einer mit Zwillingen ſitzengebliebenen ländlichen Haushälterin kräftige, die Lachluſt reizende Wirkungen ab. Dem übrigen großen Darſtelleraufgebot, dem Chor und der Tanzgruppe eine Geſamtanerkennung. Nicht zu ver⸗ geſſen: die ausnehmend ſchönen und geſchmackvollen Bühnenbilder von Friedrich Kalbfuß. Sie waren eine rechte Augenweide. Es gab während des Spiels und beſonders nach dem letzten Vorhang Beifall die Menge..5 In der Vortragsreihe der Kunſthalle: Deulſche Kirchenbauten der Spätgotik Reine Architektur in kunſthiſtoriſcher Betrach⸗ tung gehört ſtets zu jenen etwas ſpröden Themen, deren Behandlung an die Gaben eines Reöners ganz beſondere Anforderungen ſtellt. In der Tat hat Proſeſſor Otto Schmitt von der Techniſchen Hochſchule Stuttgart die nach ſeinem ſchönen Veit⸗ Stoß⸗Vortrag vom Februar gehegten Erwartungen der Kunſthallengemeinde nicht enttäuſcht, ſondern gaß in höchſt lebendiger Schilderung eine ebenſo klare wie feſſelnde Ueberſicht der geiſtigen Strö⸗ mungen und geſtaltenden Kräfte, deren Werke wir unter dem Begriff der Spätgotik zu den Mei⸗ ſterſchöpfungen deutſchen Bauwillens zählen. Ausgehend von der Feſtſtellung, daß die land⸗ läufige Anſicht von dem Verfallscharakter aller Spät⸗ epochen gerade für Deutſchland durchaus unrichtig ſei, zeigte Profeſſor Schmitt, wie ſich in der Zeit zwiſchen 1350 und 1500 die eigentliche deutſche Gotik entwickelt und durch ganz neue Formgedan⸗ ken die in der Hochgotik noch durchaus ſpürbare An⸗ lehnung an franzöſiſche Vorbilder überwunden habe. Der ſtrenge Richtungsbau der Baſilika mit über⸗ höhtem Mittelſchiff und ſteilem Lichtereinfall macht jetzt endgültig der reinen Hallenkirche Platz, wie r wir ſie in der berühmten Soeſter Wieſen kirche, in Schwäbiſch Gmünd und in der Nürnberger Frauenkirche vor uns ſehen, während das wichtigſte Beiſpiel für eine Hallen⸗ kirche mit Hallenchor St. Lorenz in Nürnberg iſt. Am Vorabend der Reformation vollzieht ſich auch die baugeſchichtlich ſo wichtige Ueberwindung der uralten Trennungslinie zwiſchen Langhaus lals dem Laienraum) und Chor(als dem Prieſterraum), die beſonders eindrucksvoll in den ſächſiſchen Kir⸗ chen zu Annaberg und Schneeberg durchge⸗ führt iſt. Nicht überraſchend erſcheint es, daß dann auch die proteſtantiſchen Kirchen nachmittelalterlicher Zei dieſen Bautypus weiterbilden, den etwa die Stadtkirchen von Bückeburg und Wolfenbüt⸗ tel vertreten. Mit einem Blick auf die überſtuckierten Gottes häuſer von Polling und Heiligkreuz in Augsburg, unter deren heute barockem Gewande ſich eindeutig die ſpätgotiſche Hallenkirche verbirgt, ſchloſſen die höchſt intereſſanten Darlegungen über dieſes weſentliche Stück deutſcher Baugeſchichte, deſ⸗ ſen Formenſprache ſich mit den Hallenkirchen der Großkomburg oder der von Balthaſar Neu⸗ mann erbauten Kirche zu Wieſenthal bis weit ins Barock hinein als beherrſchender Ausdruck deut⸗ ſchen Raumgefühls fortſetzt. M. d ei 8. — e r. 8 rene e ee ee be.. 5 1 chen gegben, ſich in Bewegung ſetzte. Dienstag, 10. November 1986 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 9. Seite/ Nummer 520 — Befand ſich da dieſer Tage Familienvater mit ſeinen ſechs ſtrammen Jungen auf einem Ausflug, der in das ſehenswerte Städt⸗ chen Cornelimünſter in der Voreifel führte. Die wak⸗ ein„mehrfacher“ keren Wanderer hatten bereits eine nette Strecke hinter ſich gebracht, als die Buben dem Vater immer mehr in den Ohren lagen, ob denn nicht bald irgend⸗ wo eingekehrt werde. Nun, der Herr Papa hatte ſchließlich ein Einſehen und ſchwenkte in ein kleines Gaſthaus ein, allwo man ſich ſchnell um einen klei⸗ nen Tiſch zuſammenfand. Die hungrigen Mäuler zu stopfen, beſtellte der Papa ſechs Paar Würſtchen, die von den Trabanten natürlich mit Heißhunger verſchlungen wurden. Doch was ſind ſchließlich ein paar Frankfurter für einen hungrigen Knaben⸗ magen! In dieſem Falle jedoch konnte der Befund von Vaters Reiſekaſſe weitere Wurſtgenüſſe nicht mehr genehmigen, ſo ſehr auch die Buben nach der Speisekarte ſchauten. Da machte ſich dann ein Gaſt, der bisher ſtill an einem Nebentiſche geſeſſen hatte, an die Buben heran. Er wußte ſie, ungeachtet der ſtrafenden Blicke des Vaters zum Reden zu bringen und hatte bald heraus, daß ihr Appetit nach weite⸗ ren Paaren Würſtchen ſtand. Der Fremde winkte den Wirt herbei und inſtruierte ihn, daß er auf ſeine Koſten den ſechs Buben weitere Würſte auffahren ſollte, ſoviel ſte möchten. Der Wirt war natürlich gleich bei der Hand und ſchon nach wenigen Minuten war die zweite Sendung aufgetragen, die freilich auch im Handumdrehen„verputzt“ war. Der Wirts: haustiſch wurde ſchließlich zu einem„Tiſchlein, deck dich!“, das nimmer leer wurde, zwanzig, dreißig Paar Würſtchen hatten die Buben, über die ein beinahe ſportlicher Eifer gekommen ſchien, verdrückt, und immer noch gab die Küche des Wirtes neue Würſte her. Nebenan der Fremde ſchmunzelte über das ganze Geſicht und ſpornte die mit Meſſer und Gabel eifrig hantierende Knabenrunde immer aufs neue an. Die Buben ließen ſich freilich nicht lange nöti⸗ gen, ſie ſchlugen ein wie die Scheunendreſcher, doch als ſchließlich das 82. Paar Würſtchen abgeräumt war, gebot der Herr Papa mit energiſcher Stimme ein lautes Halt. Der Fremde bezahlte mit einem freundlichen Scherzwort den ganzen Spaß, während ſich ſeine Koſtgänger unter Führung ihres leicht ver⸗ ſchämten Papas aufpackten, um nach ſolch reichlicher Aetzung ſich die Schönheiten der Eifelnatur weiter zu erwandern, was auf der Grundlage von 82 Paar Frankfurtern immerhin genußreicher ſein ſoll als mit knurrendem Magen. Beim Weiterwandern rief man dem freundlichen Gaſtgeber aber noch ein viel⸗ bedeutendes„Auf Wiederſehen!“ zu ** — Eine Prachtleiſtung vollbrachte dieſer Tage auf der Rennbahn von Solihull⸗Nurſery in England die zweijährige Stute„Royal Car“. Die Stute ging als Favorit ins Rennen, obgleich ſie als beſonders ner⸗ vs bekannt war. Dieſe Nervoſität legte die Stute auch gleich zu Beginn dieſes Rennens an den Tag. Der Ablauf verzögerte ſich immer wieder, weil es dem Jockej der Stute nicht gelang, das Pferd zur Aufſtellung zu bringen. In einem beſtimmten Au⸗ genblick brach die Stute dann ſogar aus zerriß das Startband, ſtolperte dabei, ſtürzte hin und warf den Reiter ab, erhob ſich jedoch gleich wieder und flitzte nun in großartiger Karriere um die Bahn. Das ge⸗ ſchah alles ſo raſch, daß auch das übrige Feld von 11 Pferden, in der Annahme, der Starter habe das Zei⸗ Jedenfalls lief dag Rennen. Der abgeworfene Jockei lief ſeinem Pferd in entgegengeſetzter Richtung entgegen. Es gelang ihm in der Tat, die Stute abzufangen, ſich in den Sattel zu ſchwingen und nun, diesmal regulär zu ſtarten. Das zu Zehntauſenden erſchienene Pu⸗ Plikum kargte ob dieſer Leiſtung nicht mit Beifall. Aber es ſollte woch viel toller kommen. denn nun raſte die Stute zum zweiten Male um die Bahn, holte das ganze Feld ein und ſchob ſich im letzten Augenblick noch an die Spitze.„Royal Car“ hat die⸗ Moswig, Dresden Dek Brief i mit den 200 Dollar o M Copyright by Arthur HM E IN R I S H L AN G Man fuhr und fuhr. Es ward Mitternacht und es ward ein Uhr. Der Wind wurde immer ſteiſer und die See gröber. Walter war es nicht zum beſten. Er ſpürte etwas wie nahende Seekrankheit. Aber er verbiß es und ſtand breitbeinig vor ſeinem Motor, verzweifelt an einem Stück Gummi kauend. Mit einem Mal— es war gerade halb zwei in der Nacht— klingelte der Maſchinentelegraph und die Stimme des Steuermanns rief herab: „Stoppen!“ Walter droſſelte die Maſchine. Nach einer Weile hieß es wieder„Halbe Kraft!“ Und wieder„Stop!“ Dann kam es Walter vor, als liefe ein leichter Stoß zitternd durch den Leib der Barkaſſe. Und zu⸗ gleich betrat der lange Willard den Maſchinenraum. „Du bleibſt jetzt hier und ſchauſt dich nicht um, . ziſchte er, den Mund nahe an Walters 15 Walter Steinhoff gab ihm gar keine Antwort, und der Lange ging wieder. Von oben her aber drangen jetzt ſeltſame Ge⸗ Täuſche zu dem Maſchiniſtenſtand herab. Im Schaukeln des Schiffs knirſchte es wie von Seilen und Troſſen,— als ſei die Barkaſſe irgend⸗ wo feſtgemacht. Und Stimmen waren da oben in der Nacht; ein heiſeres Herüber und Hinüber. „Paſſ' beſſer auf, zum Teufel! Das letztemal habt ihr mir erſt ein Stück von der Reling berausge⸗ riſſen!“ Jemand lachte. eurer Jammerkiſte!“ Und dann war da des langen Willard grobe Stimme: „Wie viele ſind es?“ „Elf Mann!“ „Wird einen Wert haben bei ſes Rennen in Solihull⸗Nurſery noch mit einer hal⸗ ben Länge gewonnen, ſehr zur Erleichterung ihrer zahlreicher Anhänger, die auf die Wunderſtute geſetzt hatten. * — Eine merkwürdige und für die Beteiligten peinliche Geſchichte hat ſich dieſer Tage in einem Pa⸗ riſer Vorort ereignet. Dort beſchloß ein Geiſtlicher, einer ihm bekannten Dame, die heiratete, zur Hoch⸗ zeit ein Telegramm zu ſchicken. Er tat es und wählte an Stelle üblicher Glückwunſchsworte eine Bibel⸗ ſtelle, die er aber nicht im Wortlaut übermitteln ließ, ſondern nur die Stelle angab, an der ſie in der Bibel zu finden wäre. Sein Telegramm lautete ein⸗ fach:„Joh. I. IV, 18“. Die betreffende Stelle heißt: „Liebe kennt keine Furcht“. Durch ein Verſehen des Telegraphenamtes jedoch wurde der Text des Tele⸗ grammes verſtümmelt. Als es die junge Braut er⸗ hielt, las ſie:„Joh. IV, 18“. Sie ſchlug in der Bibel nach und war höchſt entſetzt und empört, dort an der ſo bezeichneten Stelle zu finden:„Fünf Männer haſt du gehabt, und den du nun haſt, der iſt nicht dein Mann“. Die Dame ſoll, wie man erzählt, die Bibel zugeſchlagen haben und in Schimpfworte gegen den Geiſtlichen ausgebrochen ſein, die jener ſicher eben⸗ falls als Beleidigung aufgefaßt haben würde, wenn er ſie hätte hören können. Was er, wenn auch ohne Schuld, angerichtet hatte, erfuhr er natürlich doch binnen kurzem, und er hatte nun nichts Eiligeres zu tun, als den Irrtum aufzuklären. * — Der holländiſche Miniſterpräſident Dr. Hendrik Colijn iſt ein ſehr gemütlicher Herr, was nicht wenig zu der Volkstümlichkeit beitragen mag, die er allent⸗ halben im Lande genießt. Er hat vor allem Sinn für Humor. So wurde erſt kürzlich wieder eine Mappe mit 100 Karikaturen Colijns herausgebracht, zu der kein anderer als Dr. Colijn ſelbſt das Vor⸗ wort geſchrieben hatte. Auch über das, was die Zei⸗ tungen im Guten wie im Böſen über ihn und ſeine Arbeit ſchreiben, iſt er erhaben. Er ärgert ſich über keine Kritik, und wenn ſie noch ſo unberechtigt ſcheint, geht allen Beſchwerden nach und bleibt auf alle Fälle liebenswürdig, verbindlich und jovial. Es gibt wohl kaum eine Zeichnung oder eine Karikatur von dem holländiſchen Miniſterpräſidenten, die ihn nicht mit einer dicken Havanna⸗Zigarre, in den rech⸗ ten Mundwinkel geſchoben, darſtellt. In der Tat iſt Dr. Coliin ein leidenſchaftlicher Raucher. Er gilt ſogar als der ſtärkſte Zigarrenraucher von ganz Holland. Es iſt tatſächlich faſt unwahrſcheinlich, was der heute immerhin ſchon 67jährige an Zigarren zu konſumieren vermag. Er raucht nur ſchwere Im⸗ porten und bringt es im Durchſchnitt täglich auf 25 Stück.„Warum ſoll ich mir ſelbſt keinen blauen Dunſt vormachen?“, meinte Hollands Miniſterpräſi⸗ dent erſt kürzlich wieder, als ihn ein Freund auf das Schädliche ſolchen Kettenrauchens hinwies. * — In der Ortſchaft Herringen bei Hamm ſteht in einem Garten ein Apfelbaum in leuchtender Blüte. Die Pracht iſt ſo wunderbar, daß der Baum in den jetzigen trüben und dunklen Tagen inmitten ſeiner kahlen Genoſſen wie ein Wunder wirkt. Um ſo über⸗ raſchender iſt die Blüte, als dieſer Baum bisher noch nie, auch im Frühling nicht, Blütenſchmuck aufge⸗ wieſen hat. Es verdient allerdings Erwähnung, daß in dieſem Spätherbſt, der eigentlich ohne jeden Uebergang ſchon Mitte September einſetzte, die Zahl der Winterblüten überaus groß iſt. Namentlich in den rauhen Berglagen des Sauerlandes findet man neben zahlreichen Pflaumenbäumen, Gartenzier⸗ ſträuchern auch eine Reihe Waldbüſche, die im wun⸗ derbaren Frühlingsgrün prangen. de — Chinas frühere Hauptſtadt Peking, die ſeit einigen Jahren Peiping heißt, gehört zu den ſter⸗ benden Städten. Die Verlegung des Regierungs⸗ ſitzes nach Nanking hat ihr den Lebensboden ent⸗ zogen. Was übrig geblieben iſt, iſt ein Ungetüm von Großſtadt, in der eigentlich keiner mehr etwas zit ſuchen hat, die aber merkwürdigerweiſe mehr als die Hälfte aller Schulen des Landes beherbergt Aus der Glanzzeit Pekings, als hier noch der Kaiſer regierte, ſtehen viele weiträumige Mandarin⸗Paläſte. „Elf? Geh zur Hölle mit deinen elf! Für neun iſt bezahlt! Ich übernehme keine elf, wenn nur neun bezahlt ſind!“ „Es wird geregelt werden, Willard!“ ſchrie es von irgendwo zurück.„Tſeng Ki bekommt ſein Geld!“ Schweigen. Die Barkaſſe ſchaukelte. In den Lüften ſang der Nachtſturm. Plötzlich aber kam es Walter vor, als ſei das Getrappel vieler Füße über ſeinem Kopf— als liefe und renne und tapſe und ſchleiche etwas über das Verdeck— und bald darauf vernahm er das Kom⸗ mandieren einer rauhen Stimme: „Dort hinten die Treppe hinab! Und ſtillgeſeſſen!“ Eine Minute noch glaubte Walter das Schnat⸗ tern einer Anzahl unterdrückter Stimmen zu hören. Dann war es ſtill. Auch das Knirſchen der Drahtſeile hatte aufge⸗ hört. „Volle Kraft voraus!“ kam gleich darauf der Be⸗ ſehl des Steuermanns. Der Motor lief wieder an. Die Barkaſſe fuhr. Der Küſte zu, wie Walter wußte. Der Küſte zu mit der eben übernommenen geheimnisvollen Fracht. 3. In den Straßen Chikagos brodelte und kochte der mittägliche Verkehr. Fluten, Sturzbäche gleich⸗ ſam von Menſchen und Wagen ergoſſen ſich, endlos — beängſtigend beinahe. „Ihr werdet euch noch gegenſeitig die Aexmel von den Ellbogen reiben!“ lachte Lytton Ward, der an der Seite eines jungen Mannes, eben vom Bahn⸗ hof kommend, zu einem Auto ſchritt. „Manchmal könnte man in der Tat glauben, die Menſchen müßten einander auffreſſen!“ gab der andere lächelnd zur Antwort. „Tun ſie es etwa nicht?“ ſpottete Lytton, und ein Blick aus den tiefliegenden Augen traf ſeinen Be⸗ gleiter. Man ſtand vor dem Auto. Der junge Mann öffnete die Tür und ſetzte ſich ans Steuer. Lytton Ward nahm neben ihm Platz. Bald rollte man in einer vier Wagen breiten Kolonne eine lange Avenue hinab. „Wohin eigentlich?“ fragte Lytton nach einer kurzen Pauſe.„Ich dachte, wir fahren nach deiner Wohnung, Bob?“ i Der Mann am Steuer lächelte bedeutungsvoll. „Tun wir auch! Nur— wohne ich jetzt wo anders. Raubmord an einer Greiſin — Aachen, 9. November. Am Montagmorgen wurde im Pfarrdorf Füße⸗ nich im Kreiſe Düren ein ſchweres Verbrechen auf⸗ gedeckt. Die 74 jährige Witwe Schmitz wurde in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Die Greiſin lag im Bett und war mit Stricken ge⸗ feſſelt und geknebelt. Der im gleichen Hauſe woh⸗ nende 84 Jahre alte In valide Ferdinand Szrunk iſt im ſchwerverletztem Zuſtande in ſeinem Zimmer aufgefunden worden. Er wurde ſofort dem Krankenhaus zugeführt, wo er noch ohne Beſinnung liegt. Seine Verletzungen ſind ſo ſchwer, daß mit ſeinem Ableben gerechnet werden muß. Es ſind ſofort eingehende polizeiliche Ermitt⸗ lungen aufgenommen worden. Man vermutet, daß Raubmord vorliegt. Schwere Eiſenbahnunfälle in Mumänien — Bukareſt, 9. November. In der Nähe von Predeal ſtieß ein Schnell⸗ zug mit einem Transport von fünf Loko⸗ motiven zuſammen. Bisher wurden acht Ver⸗ letzte geborgen, von denen zwei ſchwere Verletzun⸗ gen erlitten haben. Zwei Züge fuhren zur Hilfe⸗ leiſtung an die Unfallſtelle. Huriguiut Wen In der Nähe von Ga latz ereignete ſich ein zwel⸗ tes Eiſenbahnunglück. Einer der Züge, der die Teilnehmer an der geſtrigen national⸗chriſtlichen Kundgebung zurückführte, entgleiſte. wobei ein voll⸗ beſetzter Wagen über die Eiſenbahnböſchung ſtürzte. Die Zahl der Verletzten iſt beträchtlich, unter ande⸗ rem wurden ſechs Perſonen ſo ſchwer ver ⸗ letzt, daß ſie kaum mit dem Leben davonkommen dürften. 5 Sechs Menſchen im Auto verbrannt — Mailand, 9. November. Auf der Autoſtraße Mailand Bergamo fielen ſechs Perſonen einem ſchweren Kraft⸗ wagenunglück zum Opfer. Ein großer Kraft⸗ wagen fuhr mit hoher Geſchwindigkeit ge⸗ gen einen Kleinwagen, den er überholen wollte. Der Anprall war ſo ſtark, daß der kleine Wagen durch den Bruch eines Benzinrohres in Brand geriet. Von den Inſaſſen des Kleinwa⸗ gens hatten ſechs Perſonen— fünf Erwachſene und ein Kind— nicht mehr die Zeit, ſich in Sicher⸗ heit zu bringen und konnten nur als vollkom⸗ men verkohlte Leichen aus öden Trüm⸗ mern des Wagens geborgen werden. Der Führer des Wagens kam mit Verletzungen davon. Der Beſitzer des anderen Wagens, der den Zuſam⸗ menſtoß verſchuldet hatte, wurde in Haft genommen. Ihre Beſitzer wären froh, wenn ſie Käufer fänden. Aber wer ſoll ſich heute einen Palaſt als Wohnung kaufen können? Neuerdings hat man einen Ausweg gefunden. Wer einen Mandarin⸗Palaſt los ſein möchte, veranſtaltet eine große Privatlotterie. Das Los koſtet ein paar Mark. Und da die Chineſen das Glücksſpiel leidenſchaftlich lieben, pflegt die Sache auch zu klappen. Der Beſitzer erzielt eine hübſche Summe, und irgendein Glücklicher zieht in den Pa⸗ laſt ein. Wenn er auch nur ein paar Zimmer be⸗ wohnen kann, ſo iſt er doch billig zu Haus und Garten gekommen. 1* — Es ſind jetzt gerade hundert Jahre her, daß die engliſche Admiralität das„Freitagſchiff“ bauen ließ. Vor einem Jahrhundert galt in England der Freitag als ein Unglückstag und dieſer Aberglaube war ſo ſtark im Volk verwurzelt, daß es ſich als notwendig erwies, dagegen aufzutreten. Aus dieſem Grunde ließ die Admiralität an einem Freitag ein Schiff auf Kiel legen, deſſen Stapellauf ebenfalls an einem Freitag ſtattfand. Der Name des Schifſes war„Freitag“ und ſelbſt einen Kapitän mit dem Namen Freitag hatte man gefunden. An einem Freitag ſtach das Schiff in See—— und nie wieder hat man etwas von ihm gehört. Auch keine Spuren deuten daraufhin, wo es untergegangen ſein könnte. . fü Seit langer Zeit ſind in London die Arbeiten an einem Krankenhaus⸗Neubau im Gange, der das größte Krankenhaus Londons überhaupt werden ſoll. Die Arbeiten waren bereits recht weit fortgeſchrit⸗ ten, als nun plötzlich die Pläne geändert wurden. Das neue Weſtminſter⸗Krankenhaus ſoll nicht nur das größte, ſondern auch das erſte gas⸗ und ſplit⸗ terſichere Krankenhaus Großbritanniens werden. So will man ſämtliche Fenſter des Gebäudes mit Vor⸗ richtungen verſehen, die die Patienten ſicher gegen Splitter ſchützen ſollen. Es heißt, daß man dabei eingelaſſene Stahl⸗Fenſterladen verwenden will, die auf einen einzigen elektriſchen Hebeldruck einheit⸗ lich im ganzen Hauſe geſchloſſen werden können. Die Fenſter des unteren Stockwerkes werden darüber hinaus hermetiſch gegen die Außenluft abzuſchlie⸗ ßen ſein, für den Fall eines Gasangriffes. Dann iſt es auch möglich, dieſe Räume auf künſtlichem Wege tagelang mit Friſchluft zu verſorgen. Aus einer an⸗ deren Quelle erfährt man, daß ferner geplant iſt, einen großen Tunnel von mehr als doppelter Stra⸗ ßenbreite unter dem Krankenhaus anzulegen. Er ſoll im Falle eines Luſtangriffs innerhalb weniger Sekunden gasſicher abzuſchließen ſein. 55 — In Osuabrück wurde dieſer Tage ein Jahr⸗ markt abgehalten. Dabei ereignete ſich ein gewiß eigenartiger Unglücksfall. In einer Schaubude zeigte ſich eine Kunſtſchützin. Dieſe ſchoß mit einer Büchſe nach einer vor einer Scheibe aufgeſtellten Kerze, wo⸗ durch dieſe zu erlöſchen pflegte. Einmal allersings ging der Schuß fehl und zwar ſoweit daneben, daß die Kugel einer Frau in der Schaubude nebenan in den Rücken drang. Man brachte die Verletzte ſchnell ins Hoſpital, wo die Aerzte erfreulicherweiſe feſtſtel⸗ len konnten, daß die Verletzung nicht lebensgefähr⸗ lich war. Am meiſten erſchrocken war natürlich die Kunſtſchützin, die ſich ihren größen Fehlſchuß nicht erklären kann. * — Vor 145 Jahren wurde in Amerika der Grund⸗ ſtein zu einem Verwögensfonds gelegt, oer heute zu einer beachtlichen Höhe angeſchwollen iſt. Er be⸗ ſteht nur aus„Gewiſſensgeldern“. Damals ſandte ein unbekannter Bürger der USA. einen Betrag von fünf Dollar an das Schatzamt und bemerkte, daß er nachts keinen Schlüf finden könnte, da er ein ſchlech⸗ tes Gewiſſen habe. Um dieſes Gewiſſen zu entlaſten, würde er hiermit den Betrag von fünf Dollar, der ihm zu Unrecht zugekommen ſei, dem Schatzamt zur Verfügung ſtellen. Dieſe Methode hat viele Nach⸗ ahmer gefunden und das Konto„Volksgewiſſen“ zeigt in den Büchern des Schatzamtes Eingänge von nun insgeſamt 250 Millionen Dollar. Reinigen, aber nicht ſchmiegein. Nicht keinigung um jeden Preis, sondem Sdubetrupg unter Schonung des Zehn- schmelzes— das ist fichtig! Oer außer- ordentlich feine putzkötpef der Nlve a- Zöhnpssts reinigt gründlich und erhält doch den natürlichen, weißen Slanz Ihrer Zähne in seiner vollen Schönheit. Ein kleiner Szenenwechſel iſt nötig geweſen, ver⸗ ſtehſt du?“ „Eh!“ Lytton Ward ſtieß einen Laut der Ueber⸗ raſchung aus.„Dicke Luft, Bobby?“ „Verdammt dick ſogar!“ Der Fahrende bog um eine Ecke.„Neue Methoden in Illinois, Lytton! Ein neuer Gouverneur. Neue Köpfe bei der Polizei! Markieren die ſtarken Männer. Wollen andere Sai⸗ ten aufziehen! Haha!“ Im Wagen entſtand ein Schweigen. Das Auto hatte freiere Straßen erreicht und ſuhr ſchneller. „Ich wundere mich überhaupt, Lytton, daß du es wagſt, am hellichten Tage hier in Erſcheinung zu treten!“ ſagte dann Bob nach langer Pauſe beiderſeitigen Nachdenkens.„Ich möchte fünfzig zu eins wetten, daß dein wertes Konterfei auch das neue Album ziert, welches ſie jetzt angelegt haben und an deſſen Vervollſtändigung Tag und Nacht gearbeitet wird. Vorgeſtern hat man Howard Lee verhaftet, zuſammen mit ſeiner Flora ter Meer. Es ging nicht ohne eine kleine Schlacht ab. Aber— ſie ſiegten— die anderen. Lee wird auf den Stuhl müſſen. Und die Poltzei hat eine glänzende Preſſe allenthalben!“ Um Lytton Wards Mund lagen tiefe, haßerfüllte Falten. Endlich ſchnaufte er tief auf, als wolle er etwas von ſich wegblaſen.„Ich— bin rein privat hier, Bob!“ ſagte er.„Nicht etwa gekommen, um hier was zu verdienen. Mein Feld bleibt der Weſten. Warum kommſt du nicht auch, wenn die Dinge hier ſo ſtehen? In Frisco haben wir neuerdings ein paar echte Kerle gefunden!“ „Ich werde daran denken!“ im Fahren.„Ueble Zeiten!“ „Laß dich nicht ſo gehen, Bobby!“ tadelte Lytton Ward.„Nerven behalten!“ „Nerven iſt ſchön geſagt! Wenn aber auch das Geld ausgeht?“ Lytton ziſchte ſtatt einer Antwort nur durch die Zähne. Der Wagen hielt in einer finſteren Straße vor einem grauen Haus. „Als ich dich das letztemal beſuchte, wohnteſt du eleganter!“ ſpottete Lytton ohne Schonung.„Was ſagt deine Mary dazu?“ ö 5 „Mary?“ Bob ſah zur Seite.„Sie iſt nicht mehr bei mir. Tanzt als Girl in Neuyork!“ „Sieh da!“ Lytton blinzelte an dem vom Un⸗ glück verfolgten Standesgenoſſen vorbei. Die Atmo⸗ Bob gähnte nervös ſphäre war förmlich geladen von Nervoſttät und Reizbarkeit.„Weiber!“ ſetzte dann Lytton Ward noch hinzu. Aber zugleich fiel ihm ein, daß er ja auch nur um eines Mädchengeſichts willen die weite Fahrt von Denver nach Chikago gemacht. Er biß in einem Anflug von Grimm die ſtarken Zähne zuſammen. „Weiber!“ ſagte ex noch einmal vor ſich hin. Er wußte nichts davon. Seine Gedanken waren wo anders. Man ging ein paar Stufen hinauf in des Kol⸗ legen Bob neuen Schlupfwinkel Die zwei Kinder des Ehepaares Ferguſon in der Auſtin Avenue verlebten ihre Tage nach einem ge⸗ nau ſeſtgelegten Programm, das beinahe bis zur Lächerlichkeit auf die kleinſten Einzelheiten ausge⸗ arbeitet war. Miſtreß Ferguſon hatte Zeit zu ſol⸗ chen Scherzen. Sie war urſprünglich nichts ande⸗ res geweſen, als eine kleine deutſche Schneiderin und hatte in den Häuſern wohlhabender Familien in Cineinnati gearbeitet. Aber ſie war ſchön und klug geweſen und hatte ſich nicht lange beſonnen, als ſie bemerkte, daß ſie die Gunſt des Miſter Fer⸗ guſon beſaß. Miſter Ferguſon war zwanzig Jahre älter, aber er beſaß eine Fabrik in Chicago und ein Privatvermögen, das man auf fünf Millionen Dol⸗ lars ſchätzte. Die arme deutſche Schneiderin war Miſtreß Ferguſon geworden und hatte ſich erſtaun⸗ lich ſchnell den Lebensſtandard ihrer neuen Stan⸗ esgenoſſinnen angewöhnt. Für das kleine Fräulein Gerda Paulini, das ſie als deutſche Kindergärtnerin in ihr Haus genom⸗ men, war ſie die in unnahbarer Ferne thronende Göttin, zu der man nicht ungebeten kommen durfte und die nur alle zwei Tage für Miß Paulini zu ſprechen war, um ſich von dieſer die neueſten Aus⸗ ſprüche und Drolligkeiten ihrer Sprößlinge berich⸗ ten zu laſſen. 5 Ueberflüſſig zu ſagen, daß die Kinder der Familie Ferguſon— ein Knabe von fünf und ein Mädchen von oͤrei Jahren— von der nahezu überſchweng⸗ lichen, überall Gefahren witternden Sorgſalt und Vorſicht umgeben waren, die den bedauernswerten amerikaniſchen Millionären notwendig ſchien, ſeit die Gangſters und Kidnappers immer verwegener ihrer Tätigkeit oblagen.„ 1(Fortſetzung folgt) Aus Baden Gräßlicher Tos einer 17 jährigen Beim Aufſpringen auf fahrenden Zug verunglückt * Bretten, 9. Nov. Als ſich in der vergange⸗ nen Nacht der fahrplanmäßig um 23.46 Uhr abfah⸗ reude Zug in Richtung Eppingen mit einigen Mi⸗ nuten Verſpätung in Bewegung ſetzte, wollte die 17 Jahre alte Gertrud Weirich aus Achern noch auf⸗ ſpringen. Das Mädchen ſtürzte zwiſchen dem letzten Perſonen⸗ und dem Gepäckwagen auf die Schienen und wurde ſtberfahren. Die Räder des Gepäckwagens gingen der Unglücklichen über den Kopf, ſo daß der Tod ſofort eintrat. Der rote Hahn Feuer im Sägewerk * Tauberbiſchofsheim, 10. Nov. Das Sägewerk der Firma Auguſt Gehring wurde morgens aus noch ungeklärter Urſache von einem Schadenfeuer heim⸗ geſucht. Wertvolle Maſchinen und ein Teil der Ein⸗ richtung fieben dem Feuer zum Opfer. Der ſofort eingeſetzten Löſcharbeit der Feuerwehr gelang es, die ſtark gefährdeten Holzbeſtände vor der Vernichtung zu bewahren. 2 Scheunen Beute der Flammen „ Grombach(b. Bretten), 10. November. Wie be⸗ reits gemeldet, ſind hier zwei Scheunen nieder⸗ gebrannt. Der Geſamtverluſt an Getreide und Fahr⸗ niſſen wird auf 12 000 Mark beziffert. * Brandſtiftung nach neun Jahren aufgeklärt * Mühlenbach(b. Wolfach), 10. Nov. Wie der „Kinzigtäler“ berichtet, konnte jetzt eine vor neun Jahren erfolgte Brandſtiftung aufgeklärt wer⸗ den. Als Täter wurden die Eheleute Auguſt Müller vom Schneckenberg feſtgenommen und ins Amts⸗ gerichtsgefängnis nach Wolfach gebracht. Die Strafanträge im Pforzheimer Deviſen⸗Prozeß * Pforzheim, 10. November. Der Vertreter der Anklage ſtellte nach einem zweiſtündigen Plädoyer folgende Strafanträge: 1. gegen den in Abweſenheit verhandelten Richard Brill in London wegen De⸗ viſenvergehens in einem Falle drei Monate Gefäng⸗ unis und 5000 Mark Geldſtrafe; 2. gegen Arthur Brill ein Jahr ſechs Monate Gefängnis und 17050 Mark Geldſtrafe; 3. gegen Eugen Blink zwei Jahre ſechs Monate Gefängnis und 34200 Mark Geldſtrafe. Der Staatsanwalt hat keinen ſo⸗ genannten ſchweren Fall angenomben, weil von den Angeklagten kein ſchimpfliches Intereſſe verfolgt worden ſei. Das Urteil wird am Dienstagnach⸗ mittag gefällt. Der älteſte Wirt Deutſchlands 99 Jahre alt * Laufen a.., 9. November. Dieſer Tage voll⸗ endete Johannes König, Bäcker und Gaſtwirt „Zur Weide“(Weidenbäcker⸗Weidenbeckle) in Laufen an der Eyach ſein 99. Lebensjahr. Der rüſtige Greis beging ſeinen Geburtstag in ſeiner Gaſtwirtſchaft im Kreiſe einiger Verwandten, darunter auch ſein 92jähriger Bruder. a Weinheim, 6. Nov. Die evangeliſche Stadtkirche kann auf ihr 200 jähriges Be⸗ ſtehen zurückblicken. Dieſen Anlaß nahmen die Frauen der evangeliſchen Stadtgemeinde wahr und in aller Stille wurde an die Anfertigung einer neuen Kanzel⸗ und Altarbekleidung gegangen. Aus deutſchem Flachs wurde dieſe in den Farben Violett und Weiß handgewebt. Sie zeigt in der Mitte das Kreuz in einer Dornenkrone. Die feierliche Ueberreichung fand in der Kirche ſtatt. Frau Zim⸗ mermann hielt eine kurze Anſprache. Pfarrer Achtnich dankte in herzlichen Worten. Damit fand die kleine ſchlichte Feier ihr Ende. IL Neckargemünd, 6. Nov. Die Arbeiten am Brſtcken bau ſchreiten raſch voran, und ſchon kann man ſich eine gute Vorſtellung machen von der neuen Brücke.— Zur Durchführung einer ge⸗ hobenen Fürſorge, ferner zur Aufbereitung des durch Schneebruch niedergelegten Holzes mußte die Gemeindeverwaltung einen zweiten Nach⸗ (rag zum Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1936/37 und eine Nachtragshaus⸗ haltsſatzung aufſtellen.— Das durch den Schnee⸗ bruch angefallene Papierholz wurde nunmehr an die Waldhof⸗Holzhandelsgeſellſchaft m. b. H. Ber⸗ lin verkauft. * Lahr, 10. November. In Anweſenheit des Gau⸗ obmannes der DA, Gau Baden, Pg. Rudolph, fand das Richtfeſt der erſten zehn Häuſer der auf dem Gelände des ehemals Honnefſchen Werkes zu errich⸗ tenden Stadtrandſiedlung ſtatt. Die Siedlung ſoll auf 40 bis 50 Häuſer ausgedehnt werden. * Neuweier h. Bühl, 7. Nov. Die unter dem Ver⸗ dacht des Kindsmordes hier feſtgenommene ledige Mutter wurde wieder freigelaſſen, nachdem die Er⸗ hebungen und die Sektion der Leiche des Kindes er⸗ geben haben, daß der Verdacht des Mordes unbe⸗ gründet war. Der Tod des Kindes iſt durch Er⸗ ſticken ohne äußere Einwirkungen eingetreten und die Brandwunde am Körper rührt von einer heißen Bettflaſche her. 28 itung/ Mittag⸗Ausgabe nheimer Ze 2 Perkeo beit Schriesheimer Winzerfeſt Hohe Stimmungswogen im alten, ſchönen Weinſtädichen Ein prächtiger Feſtzug g. Schrieshehn, 10. Nov. Das Schriesheimer Winzerfeſt hatte als letztes in der Reihe der nordbadiſchen Volksfeſte einen außerordentlich gu⸗ ten Beſuch aufzuweiſen. Es zeigte ſich eben, daß die auswärtigen Gäſte etwaige Unbilden der Witterung in Kauf nehmen, wenn ſie wiſſen, daß ihrer ein ſchützender„Unterſtand“ harrt, und der war im Zehntkeller gegeben. Schon am Samstagabend war ein lebhafter Betrieb zu verzeichnen, man ſah beſonders viele bekannte Geſichter aus Heidelberg. Am Sonntagnachmittag hielt Zwerg Perkeo aus Heidelberg ſeinen Einzug auf einem großen Faßwagen. Immer wieder winkte der alte Zecher, der von Schauſpieler Karl Kruthofer aus Heidelberg dargeſtellt wurde, mit ſtets gefülltem Römer ſeinen lieben Untertanen zu, die ſich dann auch recht zahl⸗ reich im Zehntkeller einfanden. Der Feſtzug der Winzer fand den Beifall der Zuſchauer, die die Stra⸗ ßen umſäumten. In einigen Sälen ſpielte die Mu⸗ ſik zum Tanz auf, und in allen Gaſtwirtſchaften ge⸗ langte der gute 1935er zum Ausſchank, dem eifrig zu⸗ geſprochen wurde. Der Mittelpunkt der feuchtfröh⸗ lichen Stimmung war natürlich der Zehntkeller. Die heiteren und manchmal doch beſinnlichen Anſprachen Perkeos und die fleißige Schriesheimer Muſtkkapelle ſorgten für Unterhaltung. Da auch für des Leibes Wohl ausreichend geſorgt war, ſahen die meiſten Kellergäſte keinen Grund, ſo ſchnell dieſe gaſtliche Stätte zu verlaſſen, zumal draußen ein recht un⸗ freundlicher Novemberwind blies. Tauberbiſchofsheim im Zeichen der Marlinimeſſe * Tauberbiſchofsheim, 10. Nov. Unter ſtarker An⸗ teilnahme der Bevölkerung fand im großen Rat⸗ hausſaal die Eröffnung der Tauberbiſchofsheimer Martinimeſſe ſtatt. Nach Begrüßungsworten durch Bürgermeiſter Vollrath, ſprach Gauredner Weigand⸗Karlsruhe über die Erfolge national⸗ ſozialiſtiſcher Staatsführung und Volksbildung. Die NSDaAp und ihre Gliederungen veranſtaltete bei ſtrahlendem Herbſtſonnenuſchein am Nachmittag eine Großkundgebung. Es ſteht zu hoffen, daß der dies⸗ jährigen Martinimeſſe der gleiche Erfolg beſchieden iſt wie im letzten Jahre. Nachbargebiete Wiesbadener Fuwelendieb von England ausgeliefert * Frankfurt a.., 9. Nov. Die Juſtizpreſſe⸗ ſtelle Frankfurt a. M. teilt mit: Der Wiesbadener Juwelendieb Karl Schiff⸗ bauer iſt von den engliſchen Behörden auf Antrag des Oberſtaatsanwalts in Wiesbaden an die deut⸗ ſchen Behörden ausgeliefert worden. Auf Grund des ſchon erlaſſenen Haftbefehls wurde er am 8. d. M. als Unterſuchungsgefangener in das Gerichtsgefäng⸗ nis Wiesbaden eingeliefert. Brief aus Viernheim I Viernheim, 6. Nov. Zur Bewirtſchaftung der nun beginnenden Zuckerrübenernte wurde die Landesfachſchaft für Zuckerrübenanbau gegründet, deren Geſchäfte in den Orten durch die Ortsfachwarte erledigt werden. In den nächſten Tagen wird auch hier mit der Ernte begonnen werden. Mit dem Amt des Ortsfachwartes für die Gemeinde Viern⸗ heim wurde Adam Helfrich 2 beauftragt. Ueber die Liefer⸗ und Abnahmebedingungen hat die Orts⸗ bauernſchaft und Landesbauernſchaft Liefer⸗ und Ab⸗ nahmebedingungen feſtgelegt, * der Sandclätter nimmt ihren Fortgang. Am 20. November findet der Verkauf des Hauptgutes ſtatt. Hageltabak wird ſeparat ausgeboten und iſt ſofort mengenmäßig beim Schriftführer der Ortsbauernſchaft anzumelden. 1 Die Verwiegung Laut Bekanntmachung der Kreisbauernſchaft fin⸗ den die Sprechtage in Heppenheim nur mittwochs und freitags ſtatt, wobei ein ſchriftlicher Ausweis des Ortsbauernführers erforderlich iſt. Ein ſchöner Rekord! Bad Dürkheims Beſucherzahl überſteigt den Vor⸗ kriegsſtand * Bad Dürkheim, 7. November. Nach Abſchluß der Hauptkurzeit haben ſich, wie die„Saarpfalz“ ausführt, ſehr erfreuliche Beſuchsziffern und vor allem die Tatſache feſtſtellen laſſen, daß Bad Dürk⸗ heim in dieſem Jahr zum erſtenmal die höchſten Beſuchsziffern ſeit dem Kriege überſchritten hat. Gegenüber dem Vorfahr war allein eine Steigerung um 45 v. H. leinſchließlich der Privat⸗Kurgäſte) und bei den Verſicherten um 23 v. H. wahrzunehmen. Letztere fanden meiſt in der Volksheilſtätte„Sonnen⸗ wende“ Aufnahme. Die Pfälziſche Kinderheilſtätte hatte 60 v. H. Kinder mehr als 1935 zu betreuen. Eine weſentliche Erhöhung haben auch die Ueber⸗ nachtungsziffern von 124000 auf ſchätzungsweiſe 150 000 erfahren. Unerwarteterweiſe hat ferner die Zahl der Kurabonnenten von Bad Dürkheim und der näheren und weiteren Umgebung um 50 v. H. zugenommen. Für ſipvenmäßige Erfaſſung des bäuerlichen Blutes Der Reichsnährſtand ſucht Helfer — Berlin, 6. November. Der Reichsnährſtand hat im Rahmen der erbbiologiſchen Beſtandsaufnahme des deutſchen Volkes das große Werk der ſippenmäßigen Erfaſ⸗ ſung des bäuerlichen Blutes in Angriff genommen. Nach dem Reichserbhofgeſetz kann nur Bauer ſein, wer deutſchen oder ſtammesgleichen Blutes iſt. Jeder Bauer ſoll darum ſeine Ahnen⸗ und Sipp⸗ ſchaftstafel einreichen, wozu er ſich nach Möglichkeit die notwendigen Urkunden ſelbſt beſchaffen muß. Die Bauern werden dabei aber auch von den Ab⸗ teilungen für Blutsfragen an den einzelnen Lan⸗ desbauernſchaften oder von ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern unterſtützt. Die Aufgabe der Abtei⸗ lungen für die Hege des bäuerlichen Blutes in den Vandesbauernſchaften beſteht hauptſächlich darin, für die Ahnen⸗ und Sippenforſchung im Bauern⸗ tum ſelbſt das Verſtändnis zu fördern. Der Reichs⸗ nährſtand will, daß noch weitere Kreiſe ſich in den ehrenamtlichen Dienſt der ſippenmäßigen Erfaſſung des bäuerlichen Blutes ſtellen. Die Erfahrungen haben nämlich gezeigt, daß es wirtſchaftlicher und ſicherer iſt, wenn zuerſt einmal der ganze Inhalt der wichtigſten ſippenkundlichen Quellen, unter denen die Kirchenbücher die erſte Stelle einnehmen, planmäßig ausgearbeitet und überſichtlich dargeſtellt wird, als wenn in immer ſich wiederholenden Ein⸗ zelforſchungen jeder Einzelfall bearbeitet werden muß. Die Landesbauernſchaften richten nun an alle Bewohner die Aufforderung zur Mitarbeit. Jeder, der Liebe zum Boden und zur Heimat in ſich trägt, der vielleicht ſelbſt ſchon ſeine Ahnen⸗ und Sipp⸗ ſchaftstafel aufgeſtellt hat und bereit iſt, mitzuar⸗ beiten, kann ſich unter Angabe ſeines Namens, Al⸗ ters, Berufs und Wohnorts bei der zuſtändigen Landesbauernſchaft, Hauptabteilung 1, Abteilung für Blutsfragen, melden. * Worms, 10. Nov. Am Bahnübergang der Strecke Worms Mainz, hinter der Schäferſchen Kunſtmühle, hat ſich dieſer Tage ein 48 Jahre alter Mann aus Worms ⸗Neuhauſen in ſelbſtmörderiſcher Abſicht von einem Zug überfahren laſſen. Dem Mann wurde der Kopf glatt vom Rumpf getrennt. * Germersheim, 6. Nov. Am Donnerstagabend wurde der neue Kreisleiter von Germersheim, Pg. Ochßner, durch den ſtellvertretenden Gauleiter Leyſer im Beiſein des Kreisſtabes und aller Orts⸗ gruppenleiter des Kreiſes in ſein neues Amt ein⸗ geführt. * Alzey, 10. Nov. Ein erſt 15 jähriger Junge aus Wackernheim hat ſich im Anweſen ſeiner Eltern erhängt. Was den Jungen in den Tod getrieben hat, iſt unbekannt. Neuer Poſtamtsvorſtand in Ludwigshafen. Zum neuen Poſtamtsvorſtand des hieſigen Hauptpoſt⸗ amtes wurde Poſtrat Trittel aus Magdeburg er⸗ nannt. Vom gleichen Zeitpunkte ab wurde Poſtrat Trittel auch zum Oberpoſtrat in etatsmäßiger Weiſe ernannt. f . N 5 tag, 10. November 1996 Aus der Pfalz Kraftwagen prallt auf Autobus * Wachenheim, 10. November. Am Samstag ſtieß ein aus Richtung Dürkheim kommender mit fünf Perſonen beſetzter Kraftwagen aus Kaiſers⸗ lantern in der S⸗Kurve bei dem Bürklin⸗Wolſſchen Anweſen mit dem aus entgegengeſetzter Richtung kommenden Verkehrskraftwagen der Autobuslinie Neuſtadt— Dürkheim ſo heftig zuſammen, daß der Lenker des Perſonenkraftwagens und ſeine Frau am Kopf ſchwere Verletzungen erlitten. Die übrigen Juſaſſen, drei Kinder, kamen mit dem Schrecken davon. Der Perſonenkraftwagen wurde ſtark be⸗ ſchädigt. Landauer kultureller Querſchnitt Ein hervorragendes Theaterprogramm * Landau(Pf.), 5. Nov. Die Stadt Landau wird auch in dieſem Konzert⸗ und Theaterwinter ihrem Ruf als ſüdpfälziſche Me⸗ tropole beſtens gerecht werden. Ein hervorra⸗ gendes Theaterprog ram m, das für dieſen Spielwinter aufgeſtellt wurde, hat eine Steigerung der Zahl der Theaterbeſucher in Miete auf nahezu 800 zur Folge, d. ſ. 120 Mietplätze mehr als im Vorjahr. Im Rahmen des Kreisappells der NS Dep. findet am 14. November abends in der Städt. Feſt⸗ halle eine große kulturelle Veranſtaltung ſtatt. Neben zwei Kantaten kommt eine von Lud⸗ wig Zölch, Schüler von Joſeph Haas und Franz Philipp, zufammengeſtellte und vertonte Feier⸗ ſtunde zur Uraufführung. Es wirken mit die Spiel⸗ ſchar des Bannes 318, die Singſcharen der Städt. Volksmuſikſchule, die Singſchar der SA und das Muſtkkorps des Inf.⸗Regts. Landau unter Leitung des Stabsmuſikmeiſters Gaul. Insgeſamt beträgt die Zahl oer Mitwirkenden 350.— Eine beachtliche Entwicklung nimmt die erſt am 15. September d. J. ins Leben gerufene Städtiſche Volksmuſikſchule unter der Leitung des Städt. Muſikſchuldirektors Knörlein. Wie groß das Intereſſe weiteſter Bevölkerungskreiſe an der Volksmuſik iſt, geht daraus hervor, daß die Schule heute ſchon eine Ge⸗ ſamtſchülerzahl von 360 verzeichnet. Die Schüler werden in 17 Violinkurſen, 4 Blockflötenkurſen und Lautenkurſen unterrichtet. Die Geſamtzahl der Singſcharen von., BdM., JV. und IM be⸗ trägt 245. Diens 2 3 Volks büchereien in Grenzorlen eine Notwendigkeit * Germersheim, 6. Nov. Miniſterialrat Prof. Dr. Dähnhardt, Berlin, beſuchte auf einer In⸗ formationsreiſe durch die pfälziſchen Volksbüchereien auch die Bezirksbibliothek in Germersheim. Er be⸗ zeichnete dieſe Bibliothek als vorbildlich, da ſie nicht nur inhaltlich auf der Höhe ſei, ſondern auch ver⸗ ſuche, durck den äußeren Rahmen für das deutſche Buch zu werben. Miniſterialrat Dähnhardt beſich⸗ tigte anſchließend in Begleitung des Leiters der Volksbücherei Germersheim, Regierungsrat Dr, Stumm, und des Leiters der Staatlichen Buchbera⸗ tungsſtelle Kaiſerslautern, Pg. Pfeiffer, mehrere Orte an der ſüdpfälziſchen Grenze, um ſich über die Notwendigkeit der Errichtung eigener Grenzland⸗ büchereien in verſchiedenen Dörfern zu informieren. Was gibt es Neues in der Spargelſtadt? Der Eintopfſonutag in Schwetzingen rr. Schwetzingen, 10. November. Unfreundlich wie ſchon die ganzen Novembertage zeigte ſich auch der Sonntag. Gerade deshalb wird man aber den Politiſchen Leitern um ſo mehr Dank dafür zollen müſſen, daß ſie bei Wind und Wetter von Haus zu Haus gegangen ſind, um für die diesjährige zweite Eintopf ſpende zu ſammeln. Soweit bis jetzt bekannt geworden iſt, iſt das Ergebnis beſſer geworden, als bei der erſten Eintopfſpende. Eine große Anzahl von Veranſtaltungen und Ver⸗ ſammlungen ſorgte für die nötige Abwechflung über das ſonſt ſtille Wochenende. Im„Wilden Mann“ fand am Samstagabend ein Kameradſchaftsabend der Sanitäts⸗ kolonne Schwetzingen ſtatt, an welchem auch die hierzu eingeladenen Samariterinnen teilnahmen. Der Muſikzug des Luftſchutzbundes, un⸗ ter der Stabführung von Kapellmeiſter Georg Ueltzhöffer, ſorgte für die notwendige Stim⸗ mung, die denn auch bis ſpät nach Mitternacht an⸗ hielt.— Im„Jägerhaus“ fand eine Verſam m lung der 112 er ſtatt; im Hotel„Adler“ war ein Kameradſchaftsabend des Stützpunktes Schwetzingen des Reichsluftkorps; Militärmuſik gab es am Sonntagabend im Hotel„Falken“; der„Run⸗ der Tiſch“ hatte im„Ritter“ eine Monatsverſamm⸗ lung. Beſondere Aufmerkſamkeit erweckte die am Sonntagvormittag hier erfolgte feierliche Ver⸗ eidigung der NSKK⸗Anwärter der Staf⸗ fel III/ M 153 im Ehrenhof des Schloſſes. Die Freunde des Fußballſportes wurden vom hieſigen Sportverein mit einem Sieg über Weinheim an⸗ genehm überraſcht. Recht groß war auch die Zahl der Handballanhänger, die am Sonntagnachmittag zum Winterhilfeſpiel Waldhof gegen eine kombinierte Mannſchaft nach Plankſtadt pilgerte. E Ein wohlgelungenes Militärkonzert. Es waren nahezu dreihundert Perſonen, die ſich am Sonntag⸗ abend im Saale des Hotels„Falken“ zum Militär⸗ konzert des Muſikkorps 3 des Inf.⸗Rgts. Heidel⸗ berg eingefunden hatten. Und ſie wurden nicht ent⸗ täuſcht, denn vielſeitig und ſchön war die Vortrags⸗ folge, mit welcher dieſe ſchneidige Kapelle unter der ſicheren Stabführung von Meiſter Otto Jürgen im Laufe des Abends aufwartete. Da hörte man ſchmiſſige Märſche, darunter auch Fanfarenmäycche. Die Oper war mit einer Fantaſie aus„Rigoletto“ und der Ouvertüre zu„Die Macht des Schickſals“ von Verdi vertreten. Wefterhin hörte man frohe Walzerklänge und ſchließlich durfte man gar noch Wünſche äußern. Nicht unerwähnt ſoll auch das Trompetenſolo bleiben, das Unteroffizier Zeißler als guten Soliſten kennzeichnete. Feſtnahme. Die Gendarmerie hat einen verhei⸗ rateten Mann von hier wegen Sittlichkeitsverbrechen feſtgenommen und in das Bezirksgefängnis Mann⸗ heim eingeliefert. Luftſchutz im Ortskreis Mannheim⸗Land. In Schwetzingen iſt heute, Dienstagabend, Fortſetzung des 47. Schluß des 43. und Beginn des 50. Lehr⸗ ganges. In Plankſtadt Fortſetzung des 46. Lehrgan⸗ ges. In Ketſch Fortſetzung des 48. Lehrganges und in Oftersheim Fortſetzung des 49. Lehrganges. Veranſtaltungen in Schwetzungen: Neues Theater:„Moskau Schanghai“. Capitol:„Boccrccio“, N 1 Dienstag, 10. November 1936 1 Eine Brudertragödie vor dem Sühne Der verhängnisvolle Schuß auf den Bruder Eine Bluttat in Ladenburg findet ihre Der vierte Sitzungstag des Schwurgerichts brachte eine Anklage gegen den 24 Jahre alten lebigen Hans Fuchs von Ladenburg wegen Körper⸗ verletzung mit nachgefolgtem Tode. Der Ange⸗ klagte gab am Nachmittag des. September d. J. in der elterlichen Behauſung in Ladenburg, Haupt⸗ ſtraße 25, nach einem unbedeutenden Wortwechſel aus einer Militärpiſtole einen Schuß auf ſeinen Jahre alten Bruder Karl Fuchs ab, der dieſen ſo ſchwer verletzte, daß er eine Stunde nach Ver⸗ bringung in das Ladenburger Krankenhaus an innerer Verblutung ſtarb. 27 Schon jahrelang beſtand in der Familie, die aus Dater, Mutter, einer Tante, zwei Söhnen und einer Tochter beſtand, eine innere Spannung. Urſache hierzu gab der getötete Karl, ein infolge einer Hirn⸗ utentzündung im 6. Lebensjahre ſtark geiſtig be⸗ nkter Menſch, wie man auf dem Lande ſagt, ein er„Depp“, der durch ſeine Störrigkeit ſtändig ſeinem Bruder und den Eltern in Fehde lag. Er wurde auch infolge Schwachſinns vom Erbgeſund⸗ feitsgericht ſteriliſiert. Der Angeklagte war in Ladenburg angeſtellt und ſein Bruder hatte in der Landwirtſchaft zu helfen. Die im Hauſe befindliche Wirtſchaft„Zum Löwen“ iſt verpachtet. Karl wollte morgens nicht aus dem Bette. Er arbeitete nur, Angeklagte behauptet, kam es hierbei immer zu Schimpfereien. Man war auch gegenüber dem Getöteten, dem erblich belaſteten Menſchen, in den Worten nicht wähleriſch, man hieß ihn einen Idioten, einen Dummkopf, Faulenzer, was ihn in feinem Jähzorn noch mehr aufbrachte. Den Vater warf er einmal auf den Miſthaufen, auch gegen die Mutter wurde er tätlich. Mit ſeinem Bruder, dem heutigen Ange⸗ klagten, lebte ex völlig auf dem Kriegsfuße. Karl fühlte offenbar ſeine geiſtige Minderwertigkeit wenn er wollte. Wie der gegenüber dem anderen und ſuchte dieſe durch ſchroffes, unflätiges Benehmen auszugleichen. Er thranniſierte förmlich die Familie. An dem Tage der Tat ſah Hans, der Nachtdienſt hatte, vom Fenſter ſeines Zimmers im zweiten Stock gus, wie Karl ſich beim Dirigieren eines Kohlen⸗ wagens ungeſchickt benahm und ſein Motorrad im Hofe in Gefahr brachte. Er rief:„Wenn du ſo kein Idiot wärſt, hätteſt t du den Wagen anders geſchoben, du Faulenzer du großer.“ Das war das Signal zum Angriff für Karl. Man ging mit Meſſern auf⸗ einander los, dann eilte Hans wieder auf ſein Zim⸗ mer, und die Schimpferei ging vom Fenſter aus weiter. Karl ſagte, er ſchlage das Motorrad zu⸗ ſummen. Ein Wort gab das andere. Dann eilte Haus Fuchs hinaus und gab aus ſeiner Militärpiſtole vom Gangfenſter aus zwei Schüſſe ab, von denen einer den Bruder in dem Moment traf, als er ſich rückwärts 0 bückte. Hierdurch drang der Schuß ſchräg aufwärts von der linben Seits mach rechts durch den Körper und trat an der rechten Schulter wieder heraus. Als der un⸗ 1 ſeinen Bruder rücklings umſinken Bewußtſein, was er angerichte glückliche Schütze ſah, kam ihm erſt das hatte. Seinem Freunde, der Augenzeuge des Vor ganges war, gab er den Auftrag, den Arzt zu holen Er ſelbſt ſtellte Der Angeklagte beteuert, ſich der Gendarmerie. er habe ſeinen Br nicht treffen wollen, er habe die beiden Schüſſe abgegeben, um ihn einzuſchüchtern. Wie der zweite Schuß losging, weiß er nichts zu ſagen. Unter den 20 Zeugen befindet ſich die 58 Jahre alte Mutter des Angeklagten. Auf ihr ruhte die ze Laſt der Land⸗ und Haus⸗ wirtſchaft, da der Vater ſchon längere Zeit tot i Unter Weinen erzählt ſie, wie ſie unter dem Sohne Karl litt. Er habe ſie gar nicht„eſtimiert“(geachtet), wenn ſie ihn ermahnte, aufzuſtehen, ſagte er, ſie ſolle ſich einen Knecht nehmen. Es war ſein Aerger, daß Hans nicht zu Hauſe ſchaffte. Der Bürgermeiſter von Ladenburg ſchildert die Famiienverhältniſſe bei der Fuchs⸗Familie als ſehr unangenehm Betragen des Getöteten. Die Tat des Angeklagten ſei eine Handlung aus Verzweiflung geweſen. Ein Zeuge ſchildert den Angeklagten als einen tüchtigen zuverläſſigen Menſchen. Er ſei ein nüchterner, 1 Mann, während Karl ein„rabiater, olwerer Menſch“ geweſen ſei, der gerne getrunken habe und dann gewalttätig geworden ſei. Von all den Zeugen hört man nichts Ungünſtiges über den Angeklagten, jedoch von dem Getöteten. Der Pſyater Med.⸗Rat „ Dr. Götzmann verwies auf die verſchiedenen Min⸗ Kleine Sport⸗Nachrichten Nalionen-Preis in Waſhington von der internationalen Reitturniers ago ſpringen um den Prei Im Mittelpunkt des Waſhington ſtand das große J Nationen. Der mit 16 Hinderniſſen verſehene Kurs war ſehr ſchwer, ſo daß in beiden Umläufen kein Teilnehmer fehlerfrei blieb. Mit 61 Fehlerpunkten errang die Mann⸗ ſchaft der USA den Sieg vor Chile mit 78 und Mexiko mit 98% Punkten. Der amerikaniſche Stn. Curtis war auf Renzo der beſte Einzelreiter vor dem chileniſchen Cpt. Nanez auf Toqui. nuUterdeſſen Hat auch das von ſieben Nationen beſchickte internationale Reitturnier in Neuyork bereits ſeinen An⸗ ſang genommen. Ein Mannſchaftsſpringen um den Wan derpreis des Präſidenten der Republik Chile wurde von der franzöſiſchen Mannſchaft gewonnen, die die beiden erſten Plätze eroberte. Sieger wurde Etn. de Busnel auf Welcome und Mollon mit 8 Fehlern vor Cpt. Durand auf Nelſon und Saida. Stätter ſchlägt den Schweizer Meiſter Glaſer-Baſel Singen ſchlügt Sporting⸗Club Baſel 13:1 über 600 Zuſchauern kam der Boxelub Singen über den Sporting⸗Club Baſel zu einem überraſchenden 15:1⸗Sieg. Den Hauptkampf beſtritt der badiſche Meiſter Stätter gegen. den neuen Schweizer Meiſter Gl aas e v⸗ Baſel. Dieſes Treffen brachte dem Mannheimer Poſt⸗ ſportler den erſten internationalen Erfolg. In der erſten Vor durch das r Zei it itung elmer Schwurgericht Mittag⸗Ausga be Gefängnis für den Täter der 2. in der Fa Getötete jähzornig. Vater war derwertigkeiten 2 tranken gern. wie der Beide Man könnte bei dem Angeklagten, einem ruhigen Menſchen, von einem Angſtaffekt ſprechen. Er ſei jedoch für Tat verantwortlich. Der Vertreter! e ſieht nicht die alleinige Schuld auf ſeiten Man wußte, daß man ihn mit dem Idiot“ unter Bezug auf ſein? körperliches hen in Zorn verſetzte und find es zelaſten, keiten ſagte es immer die Angehörigen, als die anderen wenig wahrgenom gekommen, wenn ſi nommen hätte. Der Antrag des Staatsanwaltes lautet auf eine Gefängnisſtrafe von 6 Monaten wegen Körperverletzung mit und fahrläſſiger Körperverletzung. Das Arkeil: Das Schwurgericht verurteilte den Angeklagten wegen fahrläſſiger Tötung zu eit Gefängnis⸗ ſtrafe von einem Jahre und 6 Monaten. Sechs Wochen Unterſuchungshaft werden angerechnet. Das Gericht glaubt ſeinen Verſicherungen, daß er ſeinen Bruder nur habe abſchrecken wollen. Es habe ſich kein klares Bild ergeben, auf weſſen Seite die Schuld an den Zerwürfniſſen lag. Der Ange⸗ klagte bleibt in Haft. ntümliche den Streitig Es wäre nicht ſo weit der Angeklagte vernünftig be⸗ 0 ie von ten haben. ane Jan ren odes 2 7 ter ſeinen körperlich überlegenen Nittelrunde übernahm dann Angriff und punktete mit langen Linken und wuchtigen rechten Haken mit großem Erfolg. Glaſer mußte ſogar auf einen genauen Linken in der dritten Runde zu Boden. Stätters Sieg wurde mit gro⸗ ßear Beifall aufgenommen. In den anderen Treffen ſiegte im Bantamgewicht Mock⸗Singen über Grauſer⸗Baſel nach Pumkten; im Federgewicht kam Morlock⸗Singen über Ger⸗ ber⸗Baſel zu einem k..⸗Sieg in der erſten Runde; im Leichtgewicht wurde Kind⸗Singen über Schröder⸗Baſel Punktſieger; den zweiten Leichtgewichtskampf gewann Dietrich⸗Singen gegen Müller⸗Baſel durch k. o. in der Schlußrunde; einen weiteren k..⸗Sieg konnte der Wel⸗ tergewichtler Ott über Herber⸗Baſel hereits in der erſten Runde erringen; auch der Bafler Mittelgewichtler Schetter mußte von Schmid⸗Singen noch in der erſten Runde eine Niederloge einſtecken. Den einziaſten Punkt für die ſicherte der Schweizer Meiſter Gugger, der gegen Ferbeſſerten Maier⸗Singen unentſchieden boxte. Badens Eichenſchildmannſchaft Runde boxte Stätter gegen Gegner vorſichtig. Ab der Mannheimer den Badens Frauen⸗Hockeyelf für den zum Eichenſchild⸗ Wettbewerb zählenden Kampf gegen Bayern, der am 15. November in Schweinfurt ausgetragen wird, wurde wie folgt abgeſtellt: Stahl(Germania Mannheim): heim) Seubert(Vit Mannheim); Mannheim]— Klein(TV 46 Mannheim mania Mannheim); Klus W. Bäurle(beide T 40 Mannheim)— Haff(Salemſchule)— R. Bäurle— Fiſcher (beide TV 46 Mannheim). Erſatz: Baber(TV 46 Heidel⸗ berg). Meyer(TV 46 Mann⸗ Wenk⸗Wolff(VfR — Stürmer(Ger⸗ Mein lieber Mann, unser guter Vater und Grohvater Herr Dr. phil. Wilbelm Stoeber chemiler ist nach kurzem, schwerem Krankenlager von uns gegangen. Mannheim(B 7,), den 8. November 1936 Frau Laura Stoeber, geb. Grohmann mit Mindern und Enlkellkindern Die Feuerbestattung findet Mittwoch, den 11. November 1936, vormittags 11 Uhr, statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. kamerad, Herr unserer Trifarben- Abteilung ist von uns gegangen. Mitten aus seinem arbeitsreichen Leben heraus ist unser lieber Arbeits- Will elm Stoeber nach schwerer Krankheit am 8. November 1936 gestorben. Ein ausgezeichneter Chemiker und treuer, allseits beliebter Mitarbeiter der unserem Werke über 35 Jahre angehörte, Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. I. G. Farbeninduslrie Aktiengesellsdhalt Werk Ludwigshalen a. Nh. M. Wetterkarte des Luftamts Frankfurt a. 2.— dam. 8 r Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 10. November. Unſer Wetter ſteht noch immer unter dem Einfluß des kräftigen Tiefdruckwirbels, der jetzt mit ſeinem Zen trum über dem Noröſeegebiet liegt. Auf ſeiner Süd⸗ ſeite werden in einer ſtarken Weſtſtrömung fortge⸗ ſetzt Teilſtörungen oſtwärts getragen, k Unſere Witterung ſehr wechſelhaft und unbeſtändig geſtalten. Eine weſentliche Aenderung iſt noch nicht zu erwarten. Voraussage für Mittwoch, 11. November Wechſelnd bewölktes Wetter mit einzelnen, meiſt ſchanerartigen Niederſchlägen, in höheren Gebir⸗ gen vielfach als Schnee, bei kräftigen weſtlichen Winden Temperaturen etwas zurückgehend. ie Höchſttemperatur in Mannheim am 9 November 11,6 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 10. November 7,3 Grad; heute früh halb 8 Uhr E 79 Grad. Niederſchlagsmenge in der halb 8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr meter 1,1 Liter je Geviertmeter. Zeit von geſtern früh 1,1 Milli⸗ Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat November 6 ö 75 8. 9. 40 Teckar-Pegel 7. 8, 9, 10. .83.83.81.46.40%———„ ee .30.5.50%.0, Jagſfend. 5 Maxach⸗ 20 1 4.8.80 ebeonn. 9 Mannheim 39.81 3„ ochin gen.— raub 64.502.502.8258 diedes beiin. 55 5 Köln 2/0257 2,56 2,48 4,60„ Unser innigst geliebter Vater, Herr Wilhelm Russ ist nach langem, schwerem, mit großer ertragenem Leiden verstorben. Geduld Mannheim, Bruchsal, den 7. November 1936. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Eduard Haas u. Frau Trude geb. Nuss Die Einäscherung findet Dienstag, den 10. Nov., ½12 Uhr, statt. Lell geffentliche n IIe Stall besonderer Anzeige. Danksagung. Für die vielen Kranz. und Blumenspenden, und für die überaus große Anteinnahme an dem uns so schwer betroffenen Verlust meiner lieben Frau, unsrer herzensguten Mutter, sagen wir hier- mit allen, die in dieser schweren Zeit mit uns fühlten, unseren innigsten Dank, Wer sie kannte, Weiß, was wir verloren haben. Mannheim-Waldhof, im November 1936. Familie Edmund Biundo. durch Diathermie Mebizinal Verband beg, 184 Mannheim 1 2. 16 versichert Familien- u. Einzelpersonen für freles Arzt und Apothak tg Mannheim sowie alle lästigen tlaare entfernt garantiert dauernd und narbenfrei Sreilstoll inn gen. 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