HU ks Als Hofeg m ſegemzeg her Fm t U. gedreht! e Wal 1 100 f ge, Heileten —— — Erſcheinungsweiſe: Täglich 2maf außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl 60 Pfg. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str 44, Meerfeldſtr. 18, Ne Fiſcherſtr. 1. Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. ö. folgend. Monat erfolgen. eue Mannheimer Zeitll Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24955 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17390— Drahtanſchrift: Remazeit Mannheim Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Kleinanzetgen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 7. Konkurſen wird keinerlet Nachlaß gewährt. Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, für fernmündlich Für Familien ⸗ und Bei Zwangsvergleichen oder Keine Gewähr für an beſonderen Plätzen und erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. Abend⸗Ausgabe A Von unſerem Sonderberichterſtatter) — Chur, 10. Dezember. Der Höhepunkt des zweiten Tages des Mord⸗ prozeſſes Frankfurter war die Vernehmung der einzigen Zeugin dieſes Prozeſſes, der Frau des ermordeten Landesgruppenleiters, Frau Guſtloff. Frau Guſtloff machte ihre Ausſagen mit klarer Stimme und ruhiger Sicherheit. Beim Betreten und beim Verlaſſen des Saales wurde die tapfere Frau von den deutſchen Prozeß⸗ teilnehmern durch Erheben von den Plätzen mit dem Deutſchen Gruß ge⸗ ehrt. Präſtdent Dr Ganzoni ſetzte zu Beginn der Ver⸗ handlung die Vernehmung des Angeklagten zu den Vorgängen in der Wohnung des Landesgruppen⸗ leiters fort. Auf die Frage des Präſidenten, ob der Ange⸗ klagte entſchloſſen war, die Tat auszuführen, als er mit dem Revolver in der Taſche in die Wohnung Guſtloffs ging, erklärt Frankfurter, es ſei kein Entſchlußgeweſen; er habe immer wieder da⸗ gegen angekämpft, es habe ihn aber getrieben und er habe dem Zwang nicht widerſtehen können. Der Revolver ſei auch für ihn bereitgeweſen, aber es ſei Ann für ihn der Moment gekommen, wo er die Ge⸗ walt über ſich verloren habe. Der Angeklagte ſchildert dann, wie er die Tür zur Wohnung Guſtloffs offen fand und auf der Treppe Frau Guſtloff begegnete. Er habe nicht gewußt, daß Guſtloff verheiratet war und wiederum Gewiſ⸗ ſensbiſſe bekommen, da ihm der Gedanke ge⸗ kommen ſei, daß es ſich um ein Menſchenleben handele. Er ſei von Frau Guſtloff in die Wohnung geführt worden, an Guſtloff vorbei, der auf dem Hang geſtanden habe, wo er ein Telephongeſpräch führte. Der Angeklagte behauptet, er habe die Ein⸗ belheiten des Telephongeſpräches nicht verſtehen können, obwohl ſehr laut geſprochen worden ſei. In einer Aufregung habe er nicht den Gedanken gehabt, zuzuhören. Er will einzelne abgebrochene Satzteile gehört haben. Dabei ſei ihm ein Satz in der Er⸗ imnerung geblieben:„Den Schweinehunden oder Schweinejuden und Kommuniſten werden wir es geben.“ Der Angeklagte weiß ſich nicht zu erinnern, ob ihm dieſer Satzteil ſchon im Gange oder im Arbeits⸗ immer Guſtloffs zu Gehör gekommen ſei, er kann den von ihm vernommenen Satz auch nicht mit Be⸗ ſtimmtheit vertreten und erklärt: Es habe ſo ge⸗ Dann kommen zwei Briefe des Bruders des Angeklagten vom 3. und 6. Februar zur Verleſung, in denen dem Angeklagten die bitterſten Vorwürfe wegen ſeines Verhaltens gegenüber ſei⸗ nem alten Vater gemacht werden. In dem einen Brief des Bruders heißt es: ich kann mir keineswegs vorſtellen, wenn Dir lichts zugeſtoßen wäre, wie Du ſo bar jeden Empfin⸗ dens Deinen Geſchwiſtern und Deinem von Gram gebeugten und vom Schickſal getretenen Vater gegen⸗ über ſein könnteſt und auf alle Verzweiflungs rufe mit lauben Ohren reagierſt. Ich kann mir nicht vorſtel⸗ len, da ich Dich doch kenne, daß Du ann ein ſo tief ſuken könnteſt, ſo herzlos, gefühllos und ohne Pflicht⸗ ßtſein zu ſein.. Wenn Du auch manchen Feh⸗ ler gemacht haſt, es gibt nichts, was, wenn Du es ſtark willſt, nicht gebeſſert werden könnte und nicht wieder indie rechte Bahn gelenkt werden könnte, Iſt es Deinerſeits nur eine Nachläſſigkeit, denn —— letzt wünſche ich, daß es nur das ſein möge, ſo bitte den. Papa um Verzeihung.“ Der Angeklagte, der bei der Schilderung aller Ein⸗ zelheiten des grauenvollen Verbrechens und des Auf⸗ ſchreis der unglücklichen Frau Guſtloff und zahl⸗ keicher erſchütternder Einzelheiten keinerlei Anzeichen der Anteilnahme bewies und kühl und überlegen die alte Taktik des Abſchwächens und des Sich⸗nicht⸗Er⸗ innerns beibehielt, bricht bei der Verleſung der Briefe ſeines Bruders in Träuen aus. Die erſchütternde Karte, die der Vater des Angeklag⸗ en am Mordtag an ſeinen Sohn gerichtet hat, heißt: „Du warteſt ſicherlich auf einen telephoniſchen An⸗ zul. Du irrſt Dich aber gewaltig. Ich bin nicht ſo gart beſaitet, wie Deine ſel. Mutter es iſt geweſen. Ich babe bisher täglich die Nachricht erwartet, daß u Dein Schlußexamen beſtanden haſt. Ich erwarte nichts mehr von Dir Du ſchreibſt nicht. Nun, Du brauchſt auch nicht mehr zu ſchreiben, ich reflektiere Donnerstag, 10. Dezember 1936 Nie weitere Vernehmung des Mörders Intereſſante Briefe an Frankfurter klungen, als ſei von Schweinehunden oder Schweine⸗ juden und Kommuniſten die Rede geweſen. Es ſteht aber durch Zeugenausſagen längſt feſt, daß das Telephongeſpräch Guſtloffs ſich überhaupt nicht mit politiſchen Dingen beſchäftigt hat und daß ſolche oder ähnliche Aeußerungen nicht gefallen ſind. Der Vorſttzende ſchildert dann nach den Akten den Vorgang der Tat. Frankfurter verſucht, ſeine be⸗ ſtimmten Ausſagen bei der Vernehmung abzuſchwä⸗ chen und erklärt nun, ſich auf Einzelheiten uicht mehr ſo genau beſinnen zu können. So ſagt er auf die Frage des Vorſitzenden, ob er auf lebenswichtige Organe gezielt habe, daß er an ſolche Einzelheiten nicht habe denken können. Es ſei ganz automatiſch gegangen, und es komme ihm vor wie im Film. Der Finger habe von allein immer wieder abgedrückt. Beim erſten Schuß habe es einen kleinen Knacks gegeben, ohne daß der Schuß losgegangen ſet. Nachdem die Piſtole das erſtemal verſagt habe, ſei Guſtloff mit erhobenen Händen auf ihn zu gekommen. Der Vorſitzende hält ihm vor, daß er in der Ver⸗ nehmung die Sache anders dargeſtellt habe und fragt den Angeklagten, ob er ſich bedroht gefühlt habe, daß Guſtloff mit vier Schüſſen im Leibe ihm noch ein Leid antun wollte. 5 Der Angeklagte erwidert darauf, daß er daran überhaupt nicht viel gedacht und keine Schlüſſe ge⸗ zogen habe. Es ſei wie von ſelbſt gegangen. Frankfurter will auch nicht mit Beſtimmtheit ſagen können, ob er Frau Guſtloff noch einmal ge⸗ ſehen habe oder ob er ſie mit der Waffe bedroht habe. Er hält es für möglich, will ſich aber nicht darauf be⸗ ſinnen können. Klarer dagegen ſei ihm in der Er⸗ innerung, daß er auch den Leuten im erſten Stock des Hauſes die Waffe vorgehalten habe. Nachdem er das Haus verlaſſen habe, ſei er um das Haus herum⸗ gegangen, auf einen Abhang. Dort ſei er ein wenig im Schnee herumgelaufen und habe die Abſicht ge⸗ habt, mit ſich ſelbſt Schluß zu machen. Ob er noch Munition gehabt habe, ſei ihm nicht bewußt geweſen. Er ſei zum Selbſtmord entſchloſſen geweſen, habe es aber nicht gekonnt. Der Vorſitzende ſchildert dann, wie Frankfurter von einem Hauſe aus die Polizei anrief und ſich ſelbſt ſtellte, und ferner die Vorgänge, die ſich nach der Tat in der Wohnung Guſtloffs abſpielten, oͤas Eintreffen der Nachbarn, der Polizei und der Aerzte. Der Angeklagte und ſeine Familie: nicht darauf— Herzloſigkeit mit Leichtſinn gepaart verdient nichts anderes(hebräiſches Zeichen). Gehe alles gut! Wie ich ſehe, exiſtiere ich nicht für Dich. Nun gut! Ich nehme es, wenn auch mit Schmerzen, zur Kenntnis. Ich weiß mich in gegebene Tatſachen zu ſchicken und danke Gott auch für den Schmerz.“ Frankfurter verſucht, die Wirkung dieſes Schrei⸗ bens ſeines Vaters durch eine Erklärung abzu⸗ 147. Jahrgang— Nr. 57 Frau Guftloßß als zeuge im Prozeß Frankfurter Frau Guftloff schildert die Tat Heimattreue Spanier 8 In den ſpaniſchen Hafſenſtädten treffen fortlaufend Auslandsſpanier ein, die auf der Seite General Francos am Befreiungskampf für ihr Vaterkand teilnehmen wollen. (Atlantic,.) —..———— ͤK————ää———— ſchwächen, nach der ſein Vater abſolut nicht gewußt habe, was in ihm vorgegangen ſei, und er habe keine Ahnung gehabt, mit welchen Sachen er, der Mörder, ſich habe herumquälen müſſen und was ihn zur Ver⸗ zweiflung getrieben habe. Sein Vater habe nur ge⸗ dacht, er habe ſeine Studien vernachläſſigt und ver⸗ mutet, daß er auf ſchlechte Wege geraten ſei. Daß ſein Vater die Trennung von ſeinem Söhn nicht ernſt⸗ lich gemeint habe, gehe aus den Brfefen hervor, die er jetzt an ihn geſchrieben habe. Die Hetze gegen Guftloff: Es kommt dann zur Verleſung eines Brieſes des Amtsleiters der Auslandsorganiſation der NSDAP Dr. Richard Koderle vom 25. November, in dem er auf die Folgen der immer maßloſer werdenden Hetze gegen Guſtloff hinweiſt. In dem Schreiben heißt es u. ga: „. verdichteten ſich von Monat zu Monat ſeine (Guſtloffs. Die Schriftleitung) und ſeiner Mit⸗ arbeiter Klagen, Beſchwerden und Befürchtungen da⸗ hin, daß die immer maßloſer werdende Hetze im überwiegenden Teil der Schweizer Preſſe gegen die NSDAP in der Schweiz und beſonders gegen ihn ſelbſt eines Tages zu einer Entladung führen müſſe, deren Folgen unabſehbar ſein könnten. Bereits am 23. Mai 1935 ſchrieb er an eine Partei⸗ genoſſin Gertrude Hanſen in Magdeburg wörtlich: „jedoch herrſcht hier in der Schweiz augenblick⸗ lich eine geradezu tolle Hetze gegen mich die Morddrohungen und Verfolgungen häufen ſich wirklich von Tag zu Tag, doch kann uns das nicht beirren, unſeren Weg genau ſo gerade und aufrecht gu gehen wie bisher.“ Frau Guſtloff als Zeugin: Unter allgemeiner Spannung wird dann die Zeu⸗ gin Frau Guſtloff in den Saal geführt, bei deren Er⸗ ſcheinen ſich die deutſchen Prozeßteilnehmer von ihren Plätzen erheben, um die unerſchrockene Frau mit dem Deutſchen Gruß zu grüßen. Sie macht ihre Ausſagen mit klarer, ruhiger Stimme und ſachlicher Beſtimmtheit. Als Zivilpartei wird ſie nicht ver⸗ eidigt. Auf Befragen durch den Vorſitzenden führt ſie aus, daß ihr Mann 1917 nach Da vos kam, wo er beim Forſchungsinſtitut eine Anſtellung fand. Als Landesgruppenleiter habe er mit vielen Amtsper⸗ ſonen Verkehr gehabt und ſei darauf ſehr ſtolz ge⸗ weſen, daß ein gutes Verhältnis zwiſchen ihmund den Behörden beſtand. Der Vorſitzende weiſt darauf hin, daß ſich Guſtloff immer ſeiner Kranken ſehr angenommen habe. Frau Guſtloff beſtätigt das und ſagt, daß er der „Vater der Reichsdentſchen in der Schweiz“ genannt wurde, das möge vielleicht alles ſagen. Er habe täglich mit den Kurgäſten zu tun gehabt, ſich ihrer herzlich angenommen und ſie betreut. Der Vorſitzende kommt dann auf die exponierte Stellung des Landesgruppenleiters zu ſprechen die ihm na⸗ türlich viele Gegner eingebracht habe. Frau Guſtloff erklärt dazu, daß das in Davos nicht der Fall geweſen ſei. Er habe viele Drohbrieſe, namentlich aus Bern, St. Gallen und Zürich bekommen. Er ſei aber auf ſeinem Poſten geblieben und habe ſeine Landsleute nicht im Stich gelaſſen, die ihn dringend brauchten. Die Bedrohungen hätten ein ſehr bedenkliches Ausſehen erhalten, als Canova zur Selbſthilfe aufgerufen habe. Er habe den ihm von der Davoſer Polizei auge⸗ botenen Schutz abgelehnt, weil er die Behörden nicht übermäßig in Anſpruch nehmen wollte und habe oft erklärt: „Wer mich kennt, der tut mir nichts!“ Frau Guſtloff berichtet dann von einem Fall, wo ein ſcheinbar Angetrunkener in der Bahn zu Guſtloff ge⸗ ſagt habe, als er ſeine Zeitung las:„Ihnen wird das Pfeifen bald vergehen“. Im übrigen ſei der polizeiliche Schutz auch praktiſch nicht durchführbar geweſen und würde nur unnötiges Aufſehen erregt haben. Vorſitzender: Ihr Gemahl hatte auch für die Empfänge in ſeinem Hauſe keine beſonderen Vor⸗ kehrungen getroffen? Frau Guſtloff: Nein, es konnte jeder zu ihm. Vorſitzender: Das haben wir ja geſehen. Frau Guſtloff ſchildert dann die Vor⸗ gänge bei der Tat. Der Mörder habe mit ruhiger Stimme nach Guſtloff gefragt und ſei von ihr in das Arbeitszimmer geführt worden. Plötzlich habe ſie vier Schüſſe ſallen hören. Wie ſie hinzugeeilt ſei, ſei ihr Frankfurter durch das Eckzimmer entgegengekommen und habe den Revolver auf ſie gerichtet. Vorſitzender: Hatten Sie den Eindruck, daß er auch auf Sie geſchoſſen hätte? Frau Guſtloff: Das weiß ich nicht, daran habe ich gar nicht geoͤacht, ich war nur um meinen Mann bemüht, der in dieſem Augenblick verblutete. Sie ſchildert dann noch, wie ſie einfach in das Telephon gerufen habe: Ein Arzt muß kommen. Frankfurter habe ſie früher niemals geſehen. Es ſei auch in den Tagen vom 1. bis 3. Februar wahr⸗ ſcheinlich häufiger nach ihrem Mann gefragt wor⸗ den, das ſei ja alltäglich vorgekommen. Vorſitzender: Haben Sie beobachtet, ob Frankfur⸗ ter aufgeregt erſchien? Zeugin: Frankfurter fragte freundlich, ob mein Mann zu Hauſe ſei, er kam ruhig in die Wohnung und ließ ſich an meinem Mann vorbei, der im Korri⸗ dor telephonierte, in deſſen Arbeitszimmer führen. Seiner Kleidung und ſeinem Ausſehen nach hatte ich den Eindruck eines ruhigen Beſuchers und gab dem auch bei der Gegenüberſtellung Ausdruck. Frau Guſtloff betont mit Nachdruck, daß ſie nur ſein Aus⸗ ſehen und ſein ruhiges Auftreten gemeint habe, als ſie ihn fragte, warum er das getan habe. Der Mörder habe zunächſt geſchwiegen, daun aber zuletzt auf dieſe Frage geantwortet:„Weil ich Jude bin.“ In dem von Guſtloff geführten Telephongeſpräch, erklärt die Zeugin mit Beſtimmtheit, ſei der Aus⸗ druck Jude oder Kommuniſt überhaupt nicht gefallen. Ihr Mann ſei lediglich darüber erregt geweſen, daß das Geſpräch geſtört wurde. Dieſe Ausſage wird durch einen Brief eines Dr. Habermann aus Thun beſtätigt, der zur Verleſung kommt und in dem Dr. Habermann mitteilt, daß der Landesgruppenleiter lediglich ſeinem Unwillen über die Störung des Ge⸗ ſpräches Ausdruck gegeben habe. Damit iſt die Vernehmung der Zeugin abgeſchloſ⸗ ſen, die auch beim Verlaſſen des Saales von den deut⸗ ſchen Prozeßteilnehmern mit dem Deutſchen Gruß verabſchiedet wird. Es tritt dann eine kurze Pauſe ein. Die„Selbſthilfe“- Drohungen: Nach Wiedereintritt in die Verhandlung werden zwei Briefe Guſtloffs an Gauleiter Bohle und an das Polizeiamt Davos verleſen. Im Brief an das Polizeiamt heißt es wörtlich: „Ich möchte nicht unterlaſſen, Ihnen zu Ihren Akten den Hinweis zu übermitteln, daß, wie mir ſowohl mündlich als auch aus den verſchiedenſten Zeitungen kund wurde, Herr Nationalrat Canova in der Bundesverſammlung offen von Selbſthilfe⸗ aktionen gegen mich geſprochen und mich an Leib und Leben vor der Bundesperſammlung bedroht hat. Nummer 571 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe erner feſt, daß in einigen Zeitungen im wiſſen Sinn zu ſolchen Selbſthilfeaktionen, wie ſie es nennen, aufgefordert wird wenn z. B. in Fett⸗ druck zu leſen iſt:„Wenn ſich der Bundesrat derart ſchützend vor den Naziſpion ſtellt, währenddem er auf der anderen all die faſchiſtiſchen Flüchtlinge herumhetzt und des Landes verweiſt, ſo wird das Schweizer Volk keine andere Wahl haben, als in Nachachtung der Parole Canovas zur Selbſthilfe gegenüber Guſtloff und dieſem ganzen Nazi⸗Spitzel⸗ geſchmeiß zu greifen.“ Ich ſtelle hiermit ſeſt, daß in dieſen Zeilen, die am 27. September im„Kämpfer“ abgedruckt ſind, und die in dieſen oder jenen Variationen ſich in den anderen marxiſtiſchen und kommuniſtiſchen Zeitungen finden, ausdrücklich auf die Parole Canovas Bezug genom⸗ men wird. Ich möchte dieſe vorſtehenden Feſtſtellun⸗ gen gegenübey den hieſigen Behörden ſchon aus dem Grunde machen, um in einem Eventualfalle feſt⸗ zulegen, daß die Schuld an einem Ueberfall oder gar ſeitigung meiner Perſon zum allerwenigſten ſtig überbunden werden muß. Dann kommt ein Polizeibericht der Kantons⸗ polizei in Davos zur Verleſung, in dem Guſtloff zu dem ihm angebotenen polizeilichen Schutz geſagt hat: „Das kommt gar nicht in Frage, das berührt mich nicht. Auf der Straße bin ich nur tagsüber, nachts bin ich zu Hauſe; hier bin ich ſogar bewaffnet.“ Eindeutige Aufzeichnungen: Darauf wird der genaue Wortlaut der Aufzeich⸗ nungen Frankfurters cuf dem Boden einer Zigaret⸗ tenſchachtel verleſen, einſchließlich des dritten Teiles dieſer Aufzeichnungen, den Frankfurter am Vortage nicht überſetzt hat. Dieſer dritte Teil hat folgenden Wortlaut: „Revolver in der rechten Taſche des Rockes, nicht im Ueberzieher, bereit zu ſcheßen. Sobald ich im Zimmer bin, plötzlich herausziehen und ſchießen. In den Kopf oder in die Bruſt. Drei Schüſſe.“ N Der Prozeßvertreter der Zivilpartei Dr Urſprung erklärt, nachdem Frankfurter die Richtigkeit der Ueberſetzung beſtätigt hat: „Der Angeklagte hat geſtern die Ueberſetzung vor⸗ genommen und im zweiten Teil dieſer Aufzeichnun⸗ gen geſagt:„Verſuchen, zu fliehen. um Selbſtver⸗ Urteilung auszuführen“; es ſteht aber in Wirklichkeit da:„Verſuchen, zu fliehen, ſonſt Ausübung der Selbſtvevurteilung.“ Als Dr. Urſprung dem Gericht die in der„Neuen Zürcher Zeitung“ wiedergegebene Erklärung des i Frankfurters, des Rabbiners Dr. Salomon in Berlin, überantwortet, wonach dieſer bereit ſei, auch vor einem ausländiſchen Gericht zu bekunden, daß er weder beleidigt, noch Angriffe gegen ihn erfolgt ſeien, erklärt der Verteidiger des Angeklagten Dr Curti, daß er die Broſchüre Emil Ludwig⸗Cohns„Mord in Davos“ mit keinem Worte erwähnen werde. Der Verteidiger des Angeklagten bittet das Ge⸗ g den Angeklagten um eine Aeußerung über ſeine Schießübungen zu hören. Der Angeklagte behauptet, dieſe Uebungen ſeien nicht als Zielübungen anzu⸗ ſehen, er ſei niemals mit einer Waffe umgegangen, obwohl er ſchon in Deutſchland eine beſeſſen habe. Ferner gibt Frankfurter noch eine„Exklärung“ bekreffs dieſer Zigarettenſchachtel ab, und zwar gibt Etz, daß er die Aufzeichnungen gemacht hat, er will ſich aber nicht erinnern können, wann er ſie geſchrie⸗ ben habe. Er habe, fügt er hinzu, in allen Aeuße⸗ vungen bis zum äußerſten oͤie Wahrheit geſagt. Beiſitzer Dr. Vieli richtet an den Angeklagten die Frage, ob er über die Lage der Juden in Deuntſchland nur aus Zeitungen gewußt habe. Frankfurter erklärt, daß er in Deutſchland nur etwas aus deutſchen Zeitungen entnommen habe, ſpäter habe er auch in Bern den„Völkiſchen Beobach⸗ ter“ und die„Münchener Neueſten Nachrichten“ ge⸗ leſen. Auf eine weitere Frage des Richters, ob er auch Bücher über Konzentrattonslager geleſen habe, erklärt Frankfurter, daß er das„Braune Buch“ und den„Moorſoldaten“ geleſen habe und auch ſehr oft den„Stürmer“ zu Geſicht bekam,„der ihm den ſchwerſten Eindruck gemacht habe“. Der Vorſitzende zeigt dem Angeklagten dann die Mordwaffe und Frankfurter muß beſtätigen, daß es die Waffe iſt, die er zu ſeinem Verbrechen benutzt hat. Der Beiſitzer Dr. Sonder kommt noch einmal auf die Frage des Vorſatzes zurück, mit dem Frankfurter nach Davos gefahren iſt. Frankfurter erklärt dazu, man könne das nicht Vorſatz nennen und ſagt wörtlich und beſtimmt:„Wenn ich Ruhe hatte, habe ich den Plan verworfen, aber es kam immer ein Zwang we⸗ gen der Ereigniſſe in Deutſchland.“ Dre Sonder: Aber Sie ſind doch mit der Abſicht in das Haus gegan⸗ gen, um zu töten. Frankfurter: Kein Vorſatz Das Töten war nicht ſo eingeprägt wie die Selbſtmord⸗ abſichten. Damit iſt die Vernehmung des Angeklag⸗ ten beendet. Seite Be⸗ gei⸗ Mie Moskau den ſpaniſchen Bürgerkrieg Donnerstag, 10. Dezember 1936 r irt Ein paar Zahlenangaben, dem Londoner Nichteinmiſchungsausſchuß zum Nachdenken empfohlen — Berlin, 10. Dezember. Das De iſt in der Lage, aus der Fülle des Materials, das der deutſchen Reichsregierung über die materielle Unterſtützung der ſpaniſchen Kommuniſten und Auarchiſten von Sowjetſeite vorliegt, einige Beiſpiele bekanntzugeben. a Die Sowjetregierung hat, wie der Weltöffentlich⸗ keit in Erinnerung iſt, in einem Brief ihres Vertre⸗ 28 ters im Londoner Nichteinmiſchungsausſchuß am 23. Oktober in mehr oder weniger verhüllter Form einen offenen Bruch des Nichteinmiſchungsabkom⸗ mens gegenüber Spanien angekündigt. In der Tat hat die ſowjetruſſiſche Regierung ſeit dieſem Zeit⸗ punkt mit einer geradezu erſtaunlichen Offenheit und in einem ungewöhnlich großen Ausmaß ohne jede Skrupel Kriegsmatertal aller Art nach Spanien geliefert. a Nach übereinſtimmenden Nachrichten ſind Dampfer über Dampfer von ſowjetruſſiſchen Häfen nach ſpani⸗ ſchen Häfen gefahren und haben Flugzeuge, Tanks, Maſchinengewehre, Gewehre, Grangten, kurz Kriegs⸗ material aller Art nebſt den dazu gehörigen Bedie⸗ nungsmannſchaften ausgeladen. Kein Wunder, daß der„Chef und Kriegsminiſter“ der nach Valencia ge flüchteten früheren ſpaniſchen„Regierung“ in einem von der ihm ergebenen Preſſe, ſo von der Zeitung„La Voz“ vom 29, Oktober, veröffentlichten Aufruf an die roten Milizen in Madrid vom 28. Oktober ſagen konnte: „Jetzt haben wir eine gewaltige motoriſierte Be⸗ waffnung, jetzt haben wir Tanks und eine mäch⸗ tige Luftflotte.“ Nur die fortgeſetzten Verletzungen des Waffen⸗Em⸗ bargos durch die ſowjetruſſtſche Regierung ermöglich⸗ ten es ihm, ſich in dieſer Weiſe der Waffenſtärke ſei⸗ ner Truppen zu rühmen. So lief zum Beiſpiel 1. am 26. Oktober der ſowjetruſſiſche Dampfer „Ingul“ in Alicante ein. Er löſchle 86 Laſtkraft⸗ wagen und eine größere Ladung ſchwerer Muni⸗ tion. Es handelt ſich allem Anſchein nach um Flug⸗ zeugbomben im Durchmeſſer von 20—30 Zentimeter. 2. Am 30. Oktober lief der ſowjetruſſiſche Fracht⸗ dampfer„Transbalt“(11439 Bruttoregiſterton⸗ nen, 6847 Nettoregiſtertonnen, Kapitän M. Doroſ⸗ ſoſki) aus Odeſſa in den Hafen von Alicante ein. An Bord befanden ſich 80 ſowjetruſſiſche Pilo⸗ ten. Die Ladung war als Ballaſt deklariert. Bis zum 2. November wurden aus dem Dampfer 22 große Kiſten mit Flugzeugteilen, ferner 2420 Tonnen Laſt⸗ autos verſchiedener Größen, mit teilweiſe gepan⸗ zerten Motoren und 16 leichte Tanks für Stra⸗ ßenkämpfe, mehrere Werkzeugmaſchinen ſowie Ma⸗ ſchinen für Flugzeugreparaturen und endlich 1500 Tonnen Gewehre gelöſcht. 3. Am 3. November traf der ſowjetruſſiſche Damp⸗ fer„Kurſk“ aus Sebaſtopol in Alicante ein.(5797 Bruttoregiſtertonnen, 3473 Nettotonnen, Kapitän Ingem, 47 Mann Beſatzung.) Der Dampfer löſchte 23 Heiſtéſf Flirgzeugterle, 0 Kändnen rund 2000 Don nen Gewehre in Kiſten, 300 Tonnen Zünder, 200 Tonnen Bomben. Er führte 80„Paſſagiere“ mit, von denen 60 in der Nacht zum 4. November nach Madrid gebracht wurden. Vom 7. bis 10. November hat der⸗ ſelbe Dampfer Waffen in Barcelona gelöccht. 4. Am 6. November lief der ſowjetruſſiſche Damp⸗ fer„Shakhter“(3102 Bruttoregiſtertonnen, 1942 Nettoregiſtertonnen, Kapitän Tſcherny, 38 Mann Be⸗ ſatzung) aus Sebaſtopol in Alicante ein, und zwar von Cartagena kommend, wo er bereits vorher ge⸗ löſcht hatte. Seine Ladung war als Ballaſt dekla⸗ riert. Er löſchte am gleichen Tage 400 Tonnen Glim⸗ mer, 1600 Tonnen verſchiedenes Kriegsgerät, außer⸗ dem Zucker in Säcken, ferner 106 Laſtkraftwagen und 25 Tonnen ſpaniſche Reiter. Der beſte Beweis dafür, daß das hier vorgelegte Material nur einen Ausſchnitt aus den umfangrei⸗ chen Waffenlieferungen Sowfetrußlands darſtellt, iſt die Zeitung„El Mercantil Valeneiand“, die in ihrer Nummer vom 28. Oktober feſtſtellt, daß bis zum 27. Oktober 15 ſowjetruſſiſche Damp⸗ fer mit Tanks, großen Flugzeugen und Munition an Bord mit dem Kurs auf die Häfen Barcelona, Alicante und Valencia den Bosporus paſſiert haben. In dieſem Zuſammenhang iſt eine Moskauer Meldung der Zeitung„Diario di Alicante“ vom 13. November intereſſant, ie mitteilt, daß Sowfet⸗ rußland den„katalaniſchen Matroſen“ ein Ge⸗ ſchenk in Form von zwei hochmodernen Unterſeebooten mache. „Dieſe beiden Kriegsſchiffeinheiten werden“ ex⸗ klärt das Blatt weiter,„durch ſowjetruſſiſche Matro⸗ ſen nach Barcelona gebracht werden, und bei der Uebergabe wird der Flaggenwechſel ſtattfinden.“ Die Vermitflungsaktion ſchon erledigt? „Einmütige und ſofortige“ Zurückweifung durch die ſpaniſchen Volſchewiſten? — London, 10. Dezember. Wie dem„Day Herald“ aus Valencia gemeldet wird, haben die ſpaniſchen Bolſchewiſten, denen der franzöſiſch⸗britiſche Ver mittlungsvorſchlag am Mon⸗ tag inoffiziell unterbrelet worden iſt, dieſen Plan ſofort und einmütig abgelehnt. „Moskaus jüngſte Intrige“ — London, 10. Dezember. Zu der heute in Genf beginnenden außerordent⸗ lichen Ratstagung, die auf Grund der„Beſchwerde“ der Bolſchewiſten in Spanien einberufen worden iſt, ſchreibt die konſervative„Morning Poſt unter der Ueberſchrift„Moskaus jüngſte Intrige“, es ſei nicht ſchwierig, Moskaus ſtörende Hand hinter dieſem An⸗ trag an den Völkerbund zu ſehen. Wenn der Nihteinmiſchungspakt von allen Mit⸗ gliedern ehrlich eingehalten worden wäre, hätte kein Grund für dieſen Appell beſtanden. Aber es ſeien gerade die Herren in Moskan ſelbſt, dieſe wortung Zuſammenbruch trügen. für den des Paktes Die„Morning Poſt“ ſchildert in dieſem Zuſammen⸗ hang kurz die Geſchichte des Nichteinmiſchungsaus⸗ ſchuſſes, und erinnert an den 7. Oktober, an dem die Sowjetregierung plötzlich erklärt habe, daß ſie ſich nicht länger an das Abkommen gebunden fühle, falls nicht andere Länder ihre Unterſtützung für die Na⸗ tionalregierung einſtellten. Ohne auch nur die Prü⸗ fung dieſer Beſchuldigungen abzuwarten, habe die Sowjetregierung von jener Zeit an die Bolſchewiſten mit ganzen Schiffsladungen von Kriegsmaterial be⸗ liefert. Als beleidigte Unſchuld ſeien die Schützlinge Moskaus jetzt nach Genf gegangen, und man müſſe ſich angeſichts alles deſſen fragen, wer noch länger beſtreiten wolle, daß Moskau das augezündete Streichholz an den ſpaniſchen Feuerſchwamm gehal⸗ ten habe. Im„News Chronicle“ ſchlägt Vernon Bartlett eine Blockade Spaniens durch eine internatio⸗ Freunde der Antragſteller, die die Hauptveraut⸗ nale Flotte vor. Noch Glück im Anglück gehabt: n den MG-Garben des Kampffliegers Das Abenteuer bes franzöſiſchen Kurierflugzeuges Paris-Madrid (Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters) — Paris, 10. Dezember. Der Sonderberichterſtatter des Havasbüros Chateaux, der geſtern bei der Abſchießung des Kurier⸗ flugzeugs der franzöſiſchen Botſchaft in Madrid ſelbſt verletzt worden war, gibt einen anſchaulichen Bericht über den Hergang des Zwiſchenfalks, A öonn Das Flugzeug war um 12.35 Uhr vom Flugplatz Barajas geſtartet. Es ſei raſch bis zu 3300 Meter Höhe aufgeſtiegen. Um 12.45 Uhr befand es ſich über Guadalajara. Plötzlich hätten die Paſſagiere ein fremdes Kampf⸗ flugzeug bemerkt das in gefährlichſter Nähe um ihr eigenes Flugzeug kreuzte. Nach etwa zehn Minuten ſtändiger Beobachtung ſei das fremde Flugzeug plötzlich zum Angriff übergegangen. Es habe ſich im Sturzflug der rechten Flanke des Kurierflugzeuges genähert und habe etwa 30 bis 40 Das war zu erwarten: Begrabener Volksfront konflikt! Alles wieder in ſchönſter Oroͤnung“!! Ein„Vertrauensvotum“ der Kommurmſten (Drahtbericht unſeres Pariſer Korreſpondenten) — Paris, 10. Dezember. Wie es nach dem Stellungswechſel des Gewerk⸗ ſchaftsrings der CGT in der Spanienfrage nicht au⸗ ders zu erwarten war, hat das„Koordinationskomitee“ der Volksfrontparteien den Konflikt mit den NKommuniſten einfach begraben. In einem kurzen amtlichen Kommuniqué wird feſtgeſtellt, daß „die Volksfrontparteien einſtimmig den Willen zur gemeinſamen Aktion kundgetan“ hätten. Jusbeſondere die Kommuniſten hätten„Wert darauf gelegt, ihr Vertrauen in die von dem Ge⸗ Die Verheerungen auf Luzon Hunderte von Häuſern von den Fluten weggeriſſen Mehr als 1000 Kodesopfer — Manila, 10. Dezember.(U..) Die Rettungs⸗ und Aufräumungsarbeiten in den von der Ueberſchwemmungskataſtrophe heimgeſuchten Provinzen haben erkennen laſſen, daß die Zahl der Toten mit größter Wahrſcheinlichkeit über 1000 betragen wird. Genaue Angaben über die Ver⸗ luſte an Menſchenleben werden aber erſt in einigen Tagen möglich ſein, wenn die vielen, völlig zer⸗ ſtörten Ortſchaften einigermaßen von den Trümmern und Schuttmaſſen freigemacht ſind. Eines der Gebiete, in dem die Ueberſchwemmungen am ſchlimmſten gewütet haben, iſt die Iſabela⸗Pro⸗ vinz, deren Gouverneur heute dem Roten⸗Kreuz⸗ Hauptquartier in Manila telegraphiſch meldete, daß Allein in ſeinem Gebiet 10 Gemeinden von der Flut reſtlos vernichtet ſeien. In dem Telegramm, das einen dringenden Hilferuf um Entſendung von Medi⸗ kamenten und Pflegeperſonal enthält heißt es unter anderem:„In den Städten der Iſabela⸗Provinz herrſcht ein völliges Chaos. Zur Zeit iſt es einfach unmöglich, die Zahl der Toten und Verwundeten auch nur einigermaßen genau zu beziffern.“ Hunderte von Hänſern ſeien von den Fluten ein⸗ ſach vom Boden weggeriſſen worden und in den Waſſermaſſen untergegangen, die jetzt noch über die Hälfte der ganzen Provinz überfluten. Die Eiſenbahnverbindungen ſind faſt überall zerſtört, ſo daß die Rettungsarbeiten, beſonders die Entſen⸗ dung von Ambulanzexpeditionen die größten Schwie⸗ vigkeiten bereiten. Zu den furchtbaren Zerſtörungen kommt nun auch noch Lebensmittelknappheit. Schon durch den pazifiſchen Seemannsſtreik war in den letzten Wochen eine fühlbare Lebensmittelknappheit einge⸗ treten. Nun aber iſt die Nahrungsmittelfrage zu einer ernſten Gefahr für die Bevölkerung geworden, denn zahlloſe Vieh⸗Farmen wurden überſchwemmt, die Weiden vernichtet und das Vieh zu einem großen Teil von den Fluten fortgeriſſen und getötet. Mit dem Getreide ſteht es nicht anders. Im Luzon⸗Tal, von jeher die Kornkammer der Philippinen, wurden Tauſende von Morgen reichen Ackerlandes vernichtet. Der philippiniſche Staatspräſident Quezon, der ſich an Bord der„Empreß of Japan“ nach Hongkong unterwegs befindet, hat von Bord des Schiffes aus telegraphiſch den Staatsnotſtand verkünden laſſen und alle Kräfte zur Hilfeleiſtung aufgerufen. noſſen Leon Blum geführte Regierung aus⸗ zuſprechen, damit dieſe in enger und wirklicher Zuſammenarbeit die Durchführung des Volks⸗ frontprogramms fortſetzen könne“. Die Preſſe der Volksfrontparteien hat über dieſes kurze, aber erſtaunliche Kommuniqué hinaus keine weiteren Angaben über den Verlauf der Ausſprache gemacht. Man erfuhr jedoch geſtern abend im Ver⸗ lauf der Nachtſitzung in der Kammer, daß überhaupt keine Diskuſſion ſtattgefunden hat. Die Kommuni⸗ ſten hätten jede Debatte von Anfang an einfach un⸗ möglich gemacht und alle Kritiker an ihrer Haltung dadurch entwaffnet, daß ſie in den lauteſten Tönen ihr Vertrauen zu Léon Blum ausſprachen. Der Abgeordnete Thorez hat ſich auch bemüht, den „kleinen Zwiſchenfall“ bei der Vertrauensabſtim⸗ mung über die Außenpolitik der Regierung als ein „Mißverſtändnis“ hinzuſtellen, das die Be⸗ ziehungen der Volksfrontparteien untereinander unter keinen Umſtänden trüben könnte. Die Kom⸗ muniſten hätten ſich bereit erklärt, erſtens das Bud⸗ get des Außenminiſteriums und des Kriegsminiſte⸗ riums bei der in der nächſten Woche beginnenden Haushaltsdebatte ohne Kritik anzunehmen, zweitens hinſichtlich der Spanienpolitik habe man ſich auf folgende Kompromißformel geeinigt: Nachdem Sowjetrußland im Londoner Neutra⸗ litätskomitee die„effektive und kontrollierte“ Ueber⸗ wachung der Neutralität gegenüber Spanten vorge⸗ ſchlagen habe, und nachdem dieſer Vorſchlag ſowohl wom Foreign Office wie vom Quai d' Orſay prin⸗ gipiell angenommen worden ſei, vertrete nun auch die franzöſiſche Volksfront einſtimmig die Forderung, daß eine ſcharfe Ueberwachung und Kontrolle an allen ſpaniſchen Grenzen eingerichtet werden müſſe, um jede Lieferung von Waffen und Munition und jeden Zuſtrom von Freiwilligen zu verhindern. Der kommnuniſtiſche Feldzug„Kanonen und Flugzeuge für Spanien“ werde alſo eiugeſtellt. In der Tat iſt in der heutigen Ausgabe der „Humanité“ davon mit keinem Wort mehr die Rede. Die„Humanité“ erklärt nur triumphierend:„Der Volksfront geht es wirklich gut.“ Maſchinengewehrſchüſſe abgegeben. Beinahe alle Schüſſe hätten den Apparat getroffen. Der Benzin⸗ tank ſei durchſchlagen worden. Es beſtand alſo höchſte Gefahr, daß das auslaufende Benzin ſich am Aus⸗ puffrohr entzündete und dadurch den ganzen Apparat in Brand ſteckte. Der Funktelegraphiſt habe den Piloten ſöſort von der Gefahr verſtändigt. Er ſelbſt, ſo erzählt Chateaux weiter, habe bei der Beſchießung einen leichten Schlag gegen daß, Bein ge⸗ ſpürt und habe dadurch den Eindruck erhalten,„wie wenn der Fuß abgefallen wäre“. Neben ihm habe der Berichterſtatter des„Paris Soir“, Delapree, plötzlich die Hand auf ſeinen rechten Oberſchenkel ge⸗ legt, aus dem ein dicker Blutſtrom hervorſchoß. Der Pilot des Kurierflugzeugs ging ſofort zur Nofk⸗ landung nieder. Er fand jedoch keinen geeigneten Platz und ſetzte daher ſeinen Apparat auf einem Acker auf. Das Flugzeug rollte etwa 200 Meter weit aus, ſtieß dann aber gegen eine kleine Böſchung an und überſchlug ſich. Die Jnſaſſen ſuchten ſich ſo gut wie möglich aus dem Apparat herauszuarbeiten. Der Vertreter des Roten Kreuzes. Enny, der ſelbſt einen Steckſchuß in die linke Wade erhalten hatte, bemühte ſich ſofort um die anderen Verletzten, Meh⸗ rere Bauern ſeien zur Hilfe herbeigeeilt und von ihnen ſei der Transport der Verletzten nach dem Hoſpital organiſiert worden. 5 3 Obwohl der Zwiſchenfall in der franzöſiſchen Oef⸗ fentlichkeit größtes Aufſehen erregt hat, haben ſich bisher die franzöſiſchen Behörden noch nicht dazu ge⸗ äußert. Augenſcheinlich warten ſie noch die amtlichen Berichte der franzöſiſchen Botſchaft in Madrid ab. Nationaler Heeresbericht vom Mittwoch Salamanca, 10. Dezember. Der Heeresbericht des Oberſten Befehlshabers in Salamanca vom Mittwoch beſagt, daß an der Front von Aragon bei Azuara ein feindlicher An; griff abgewieſen werden konnte. Beim an⸗ ſchließenden Gegenangriff wurden die Roten geſchla⸗ gen und ließen vier Maſchinengewehre ſowie grö⸗ ßere Mengen Kriegsmaterial zurück. An der kanta⸗ briſchen Front verhinderte ſchlechtes Wetter größere Gefechtstätigkeit. Bei kleinen Kampfhandlungen an der Front von Eſpinoſa de los Monteros, im Nox⸗ den der Propinz Burgos, konnte ein Maſchinen⸗ gewehr erbeutet werden. An der Front in der Sierra Guadarrama herrſcht ſtarker Schneefall, ſe daß auch hier nur geringe Kampftätigkeit herrſcht Die nationalen Truppen ſtürmten einige Schützen gräben der Bolſchewiſten. Von den übrigen Fronten iſt nichts Neues zu melden. Pirandello geſtorben (Funkmeldung der N M.) + Rom, 10. Dezember. Der bekaunte italieniſche Schriftſteller Luigi Pi randello iſt am Donnerstag kurz vor 9 Uhr an einer Lungenentzündung geſtorben. Der Tod Pirandellos wird in gauz Italien als ein großer Verluſt empfunden. Am Donnerstag, kurz nach dem Bekanntwerden der Todesnachricht, haben ſich ſofort zahlreiche Mitglieder der Königlſch Italieniſchen Akademie, der der Verſtorbene ſeit ihrer Gründung angehörte, ſowie zahlreiche Perſön⸗ lichkeiten aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Politik in das Todeshaus begeben. Pirandello, der noch vor weni⸗ gen Tagen in völliger Geſundheit in ſeinem Freun deskreis verkehrte, war im Begriff, ein neues Schau⸗ ſpiel„Die Briganten der Bergwelt“ abzuſchlie ßen, das im nächſten Sommer in Florenz zur Aufführung kommen ſoll.—— * E ee e e 3 n aſſiert skauer boom owjet⸗ Ge⸗ rnen 5 er⸗ Natro⸗ i der 1 74 * len? Jaktes nmen⸗ Saus⸗ m die ie ſich falls e Na⸗ Prü⸗ e die wiſten al be⸗ zlinge müff änger indete gehal⸗ tutlett natio⸗ 18 alle enzin⸗ jöchſte Aus⸗ parat eden ei der in 85 „wie habe apree, el ge⸗ Der Notk⸗ neten einem Neter chung ich ſo eiten. ſelbſt hatte, Meh⸗ von dem Oef⸗ u ſich u ge⸗ lichen b. Donnerstag, 10. Dezember 1936 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Mannheim, 10. Dezember. Am Mittwoch: 31 Verkehrsſünder Polizeibericht vom 10. Dezember 31 Verkehrsfünder wurden geſtern bei Verkehrs⸗ kontrollen angezeigt oder gebührenpflichtig verwarnt. An 32 Führer von Kraftfahrzeugen wurden Vor⸗ fährtsſcheine ausgegeben, weil ihre Fahrzeuge wegen techniſcher Mängel beanſtandet wurden. Bei 3 Verkehrsunfällen, die ſich geſtern hier durch Nichtbeachtung der Verkehrsvorſchriften ereigneten, wurde eine Perſon verletzt und 5 Fahr⸗ zeuge zum Teil ſtark beſchädigt. 1 u Aufgeklärter Selbſtmord. Der im Polizei⸗ bericht vom 5. 12. 1936 erwähnte vermutliche Selbſt⸗ mord einer unbekannten Frau, deren Mantel und Hut auf der Riedoͤbahnbrücke gefunden wurde, hat ſich munmehr aufgeklärt. Es handelt ſich um eine ältere Frau aus der Umgegend von Mannheim, welche aus Anlaß einer Erkrankung und ſeeliſchen Depreſſionen den Tod im Neckar geſucht hat. Die Leiche wurde bereits am folgenden Tag aus dem Rhein geborgen. Polizeiliche Anterſuchungsakten aus der Kampfzeit Sammlung durch das Hauptarchiv der NS DA Der Reichsführer SS und Chef der deutſchen Poli⸗ zei macht in einem Runderlaß die Polizeibehörden darauf aufmerkſam, daß bei den Dienſtſtellen ſich pielfach wertvolles und intereſſantes Material aus der Kampfzeit der nationalſozialiſtiſchen Bewegung befünde, das für eine kommende Geſchichtsſchreibung von großer Bedeutung ſei. Dies gelte beſonders für polizeiliche Unterſuchungsakten, in denen führende Persönlichkeiten der Bewegung genannt ſind, polizei⸗ liche Berichte von Zuſammenſtößen politiſcher Art uſw. Um ſicherzuſtellen, daß alle für die Geſchichte der Bewegung wichtigen Akten an einer zentralen Stelle ausgewertet werden, erſucht der Chef der deulſchen Polizei die Polizeibehörden, nach Maßgabe der zur Verfügung ſtehenden Beamten das in Frage kom⸗ mende Material zu ſichten und dem Hauptarchiv der NSDaAp über das Geheime Staatspolizeiamt eine Aufſtellung mit kurzer Inhaltsangabe der in Frage kommenden Akten zu überſenden. Zahlung der Bezüge der Angeſtellten und Arbeiter * Karlsruhe, 9. Dezember. Der badiſche Finanz: und Wirtſchaftsminiſter giht bekannt: Dem Vorgehen des Reiches entſprechend können mit Rückſicht auf das diesjährige Weihnachts⸗ und Neujahrsfeſt gezahlt werden: a) die am 25. Dezember 1936 fällig werdenden Dienſtbezüge der Angeſtellten und die Löhne für die Arbeiter des Landes am Mittwoch, dem 23. Dezember 1936 b) die am 1. Januar 1937 fälligen Löhne für die Arbeiter des Landes am Mittwoch, dem 30. Dezember 1936. Die für dieſe Zahlungen erforderlich werdenden Ueberweiſungen auf Bank⸗ uſw. Konten, ſowie die⸗ jenigen im Poſtwege dürfen jeweils entſprvechend früher getätigt werden. Die Gemeinden(Gemeindeverbände) und die ſonſtigen der Landesaufſicht unterſtehenden Körper⸗ schaften, Anſtalten und Stiftungen des öffent⸗ 1175 Rechtes ſind ermächtigt, entſprechend zu ver⸗ fahren. Olympia-Tage in oͤrei Stunden Wiederholung der Olympia ⸗ Sendung im Rundfunk Die unvergeßlichen Tage der olympiſchen Kämpfe werden in der nächſten Woche im deutſchen Rundfunk zu neuem Leben erweckt werden. Von dem, was da⸗ mals als geſprochenes Wort über die Sender ging, iſt jetzt ein Auszug hergeſtellt worden, der alle Ent⸗ ſcheidungskämpfe und Ergebniſſe zuſammenfaßt. Die⸗ ſey ausgewählte Schallplattenſchnitt ſoll als hiſtori⸗ ſches Dokument für alle Zeiten feſtgehalten werden. 6613 Schallplatten ſind von den Geſchehniſſen der olympiſchen Tage geſchnitten worden. Es würde faſt 14 Tage zu 24 Stunden in Anſpruch nehmen, wollte mam ſie hintereinander abſpielen. Aus dieſem ge⸗ waltigen Material wurde das Wichtigſte herausge⸗ holt. 51 Platten ſind zum Schnitt übrig geblieben, von denen nun aufs äußerſte zuſammengepreßt in drei Stunden das Bild der Geſchehniſſe abgeſpielt Aden wird. Noch einmal werden uns Taumel und Leidenſchaft dieſer Tage erfaſſen; feierlich verhallen zum Schluß die Schläge der großen Olympia⸗Glocke. Dieſe ungewöhnliche Sendung geht in den Tagen vom 14. bis 18. Dezember von 19 bis 22 Uhr nach⸗ einander über die verſchiedenen Reichsſender, am 4. Dezember auch über den Deutſchlandſender. 78 Jahre alt iſt heute Privatmann Philipp ittner. Dem langjährigen Bezieher der NM unſere herzlichen Glückwünſche! k Billige Gläckwunſchtelegramme und Geſpräche ezember bis 6. Januar an den Telegramm⸗ annahmeſtellen, die auch Auskunft über Einzelheiten geben, angenommen. Geſpräche können vom „Dezember bis 4. Januar ausgeführt werden Man melde ſie rechtzeitig bei ſeinem Fernamt an. Weih⸗ 3. Seite Nummer 571 Das Habereckl“ wird geehrt Jubiläumsfeier in der Wandelhalle des Roſengartens— Miniſter Pflaumer vertritt die Staatsregierung Haberecklgeiſt durchſtrömte die geſtrige Feier in der Wandelhalle des Roſengartens: es war urgemüt⸗ lich! Der ohnehin feſtliche Raum war durch die Ausſchmückung noch feſtlicher geſtaltet. Im rechten Aufgang zum Muſenſaal hatte das Bild Adolph Dingeldeins, von Blumen und Lorbeer umgeben, Aufſtellung gefunden. Gegenüber ſtand das mit Blumen geſchmückte Reoͤnerpult mit der bedeutungs⸗ vollen goldenen Zahl 1736/1936. Gold⸗ und ſilber⸗ durchwirkte Girlanden und Teppiche ſchufen den feſt⸗ lichen Rahmen für die Tafeln, an denen die Feſtgäſte Platz nahmen. Nach mehreren Muſikſtücken des Muſikkorps der 110er ergriff Herr Hans Dingeldein das Wort, um namens der Familie Dingeldein die Erſchienen herzlich willkommen zu heißen, insbeſon⸗ dere den Vertreter der badiſchen Staatsregierung, Miniſter Pflaumer, mit ſeinen Mitarbeitern, unter denen ſich auch der frühere Mannheimer Poli⸗ zeipräſident, Miniſterialrat Dr. Bader, befand, die Vertreter der Partei, Kreisleiter Dr. Roth mit ſei⸗ nen Mitarbeitern, und die der Gliederungen, der SS, SA und der DAF, die Vertreter des Bezirks⸗ amtes, des Polizeipräſidiums, der Stadt mit Ober⸗ bürgermeiſter Renninger an der Spitze, der Wehrmacht, der Handelskammer, der Induſtrie und des Handels, der Preſſe, die Vertreter der Braue⸗ reien, die Kunden und alle Mitarbeiter und Mit⸗ arbeiterinnen. Als die Stadt Mannheim unter der zielbewuß⸗ ten Führung des Oberbürgermeiſters Renninger mit der Plankenerweiterung ein ſichtbares Denkmal des Aufbauwillens und Glaubens an Deutſchlands Zu⸗ kunft ſchuf, habe die Brauerei Habereckl in unmit⸗ telbarer Nähe ein Bauwerk erſtellt, das künftigen Geſchlechtern zeugen ſolle von dem Tatendrang und der Schaffenskraft des anſäſſigen Gewerbes. Es ſei ihm eine angenehme Pflicht, für das Wohlwollen zu danken, das der Firma bisher entgegengebracht wurde, aber auch allen Freunden des Hauſes für die reiche Unterſtützung. Er benütze gern die Ge⸗ legenheit, darauf hinzuweiſen, daß verſchiedene Ab⸗ nehmer mit der Habereckl⸗Brauerei ein Jubiläum feiern können, ſo die Familie Kraft, die ſeit 35 Jahren ununterbrochen Haberecklbier ausſchenke, mehrere Wirte ſeit 25 Jahren. Herzliche Dankes⸗ worte widmete der Redner auch den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, mit denen die Familie Din⸗ geldein bereits mittags bei einer internen Feier vereinigt war. Starken Beifall rief in dieſem Zu⸗ ſammenhang die Mitteilung hervor, daß die Firma einen namhaften Betrag für eine ausgeworfen habe, die dazu beſtimmt ſei, Gefolg⸗ ſchaftsmitglieder zu unterſtützen. Der Redner ſchloß ſeine mit großem Beifall aufgenommenen Ausfüh⸗ rungen mit dem Wunſche, daß alle Teilnehmer eine frohe Erinnerung an die Jubiläumsfeier mit nach Hauſe nehmen möchten. Univerſitätsprofeſſor Dr. Sommerfeld, ebenfalls ein langjähriger Freund des Hauſes Dingel⸗ dein, gab einen fein durchdachten, lebendigen Einblick in die Geſchichte der Habereckl⸗Brauerei, wobei er auch der Unzähligen gedachte, die im Habereckl ein⸗ und ausgegangen ſind und die nun ſchon der grüne Raſen deckt, der Generationen von Bürgern, die im Habereckl Zerſtreuung und Ausſpannung nach ſchwerer Tagesarbeit geſucht und gefunden haben, Handwerker und Arbeiter, Induſtrielle und Beamte, die noch heute am gleichen Tiſch ſitzen. Bei der Wür⸗ digung der Perſönlichkeit Adolph Dingeldeins be⸗ tonte der Redner, daß Dingeldein nach dem Grund⸗ ſatz des Führers handelte, daß Widerſtände nicht da⸗ zu da ſind, daß man kapituliert, ſondern daß man ſie bricht. Wie die Witwe und die Söhne das Werk zu fördern wüßten, zeigten die neuen Anlagen, zeige das Hochhaus, das einen weſentlichen Beſtandteil des neuen Stadtbildes darſtelle. In ſeinen weiteren Ausführungen rühmte der Redner, daß die Firma mit Erfolg bemüht geweſen ſei, die Arbeitsſtätte in das Gewand der Schönheit zu kleiden. Leiſtungs⸗ wille und ſoziale Verantwortlichkeit betreuten das Erbgut, das Adolph Dingeldein hinterlaſſen habe als ein Stück Volksvermögen, das zu erhalten Dienſt an Volk und Vaterland ſei. Möge dieſer Geiſt immer⸗ dar im Hauſe Dingeldein walten. Dann werde auch der Segen auf der Arbeit ruhen, Der Redner ſchloß ſeine Ausführungen mit einem Treuebekenntnis zum Führer, dem das„Sieg Heil!“ galt, ebenſo Volk, Vaterland und deutſcher Arbeit. Der Dank der Gefolgſchaft Als die Nationallieder geſungen waren, über⸗ brachte Betriebswalter Keller die herzlichen Glück⸗ wünſche der Gefolgſchaft, die mit ſtolzer Freude in der älteſten Mannheimer Brauerei tätig ſei. Dank⸗ bar habe die Gefolgſchaft ſtets das Verſtändnis und die Unterſtützungsbereitſchaft empfunden, die ihr oͤurch die Firma zuteil geworden ſeien. Echter Ka⸗ meraoſchaftsgeiſt herrſche ſchon ſeit Jahrzehnten zwi⸗ ſchen Betriebsführung und Gefolgſchaft. Der äußere Ausdruck des Dankes ſei eine Gedenktafel, die am neuen Hochhaus immer von dieſer Verbunden⸗ heit Zeugnis ablegen werde. Mit dieſen Worten überreichte der Reoͤner die Bronzetafel und ſchloß mit einem Hoch auf die Familie Dingeldein. Die Glückwünſche der Stadtverwaltung ſprach Oberbürgermeiſter Renninger mit herz⸗ lichen Worten aus. Im Einwohnerbuch, ſo führte unſer Stadtoberhaupt u. a. aus, werde man wenige Firmen finden, die wie die Habereckl⸗Brauerei auf ein zweihundertjähriges Beſtehen zurückblicken könn⸗ ten. Die Tatſache, daß ſeit Jahrhunderten der edle Gerſtenſaft durch die Kehlen der Mannheimer fließe, habe zu einer beſonderen Verbundenheit der Ein⸗ wohner mit der Firma geführt. Man verlaſſe nie Drei Verbrecher werden geſucht: Raubüberfall auf Kaſſenboten Hohe Belohnung ausgeſetzt In den letzten vier Jahren ſind in mehreren Fäl⸗ len in Großſtädten Mittel⸗, Nord⸗ und Weſtdeutſch⸗ lands Raubüberfälle auf Bank⸗ und Kaſſenboten aus⸗ geführt worden, ohne daß die Täter ermittelt werden konnten. Geraubt wurden ſtets größere Geldbeträge. Nach Art der Ausführung kommen für faſt alle Fälle gleiche Täter in Frage. Der letzte Ueberfall fand am 27. November 1936 in Witten an der Ruhr ſtatt, wo⸗ bei den Tätern 10 000 Mk. in die Hände fielen. In faſt allen Fällen wurden als Täter drei Männer im Alter von eiwa 35—40 Jahren feſtgeſtellt. Nach den vorliegenden Perſonalbeſchreibungen ſind zwei der Täter von mittlerer Statur, während der dritte groß und ſchlank iſt. Bei Ausführung der Raubüberfälle bedienen ſich dieſe Verbrecher eines Perſonenkraftwagens; bei dem letzten, am 27. November 1936 in Wätten a. d. Ruhr ausgeführten Ueberfall benutzten ſie eine grau⸗grün geſtrichene Vierſitzer⸗Limouſine, Olympia⸗Typ. In einigen Fällen haben ſie auch von ihrer Schuß⸗ waffe Gebrauch gemacht, wobei am 20. April 1934 in Mainz ein Bankbote durch mehrere Schüſſe tödlich verletzt wurde. Um dieſen gefährlichen das Handwerk zu legen, wird jeder zur Mitarbeit aufgerufen. Wichtig ſind z. B. Beobachtungen einzeln abgeſtellter Automobile, wenn dieſe länger mit laufendem Motor parken u. a. Auch ſcheinbar unbedeutende Beobachtungen können wichtig ſein. Allen Mitarbei⸗ tern an der Aufklärung dieſer Raubüberfälle wird auf Wunſch Geheimhaltung des Namens zugeſichert. Schließlich wird darauf hingewieſen, daß für die Aufklärung der Raubüberfälle und für Namhaftmachung der Täter insgeſamt 17 000 Mark Belohnung ausgeſetzt find, die ausſchließlich für Mitteilungen aus dem Publikum zur Verteilung gelangen unter Ausſchluß des Rechtsweges. Zweckdienliche Angaben ſind— immer beſchleu⸗ nigt— an die ſtaatliche Kriminalpolizei, Kriminal⸗ polizeileitſtelle Düſſeldorf, Telephon 102 15, Neben⸗ ſtelle 256/257 oder an jede andere Polizeidienſtſtelle zu machen unter Berufung auf dieſe Preſſenotiz. Volksſchädlingen nachts⸗ oder Neujahrsgeſpräche ſind möglich nach Braſilien, Japan, Siam, Syrien, den britiſchen Be⸗ ſitzungen in Ueberſee und verſchiedenen anderen Län⸗ dern. Auskunft erteilen die Fernſprechämter. zun Kleintierhaltung für die Wehrmacht erlaubt. Der Reichskriegsminiſter gibt eine Neufaſſung von Teilen der Wehrmachtverwaltungsordnung bekannt, wonach und Geflügel, auf Wehrmachtsgrundſtücken außerhalb und Geflügel auf Wehrmachtsgrundſtücken außerhalb der Gebäude, die dem Aufenthalt von Menſchen dienen oder in denen Vorräte der Verpflegungs⸗ wirtſchaft lagern, von Truppen in beſchränkter An⸗ zahl für den eigenen Bedarf, nicht aber zu Handels⸗ oder Zuchtzwecken, gehalten werden dürfen. Das Halten von Kleintieren durch einzelne Wehrmachts⸗ angehörige in Kaſernen uſw. iſt im allgemeinen nicht erwünſcht. öI——27* Die letzte Fahrt der„Santa Margareta“ Ein Schmuggler⸗Film im Gloria⸗ und Palaſt⸗Theater Wieder einmal— nach längerer Pauſe— zieht ein Schmuggler⸗Film über die weiße Wand. Und zwar iſt es diesmal die See, auf der ſich die recht dramatiſch aufgezogenen Geſchehniſſe abſpielen. Es geht um Sprit. Die„Santa Margareta“ iſt das Schiff, auf dem man dieſes koſtbare Naß von einem Hafen zum anderen befördern will. Und zwar ſo heimlich, ſtill und leiſe, das es eine argwöhniſche Zollbehörde nicht bemerkt. Ein Hotelbeſitzer in dem myſteriöſen Hafen Sarvas iſt der eigentliche Organi⸗ ſator des Schnapsſchmuggels. Er weiß allerhand von einem Hamburger Großkaufmann mit dem klin⸗ genden Namen Coſta, und darum erpreßt er dieſen und fordert von ihm billigen Sprit am laufenden Band. Allerdings ſind die Zöllner in Sarvas auch nicht gerade auf den Kopf gefallen und als Coſtas Gattin mit der Jacht„Santa Margareta“ den ausländiſchen Hafen anläuft— die Alkoholladung wohl verborgen im Laderaum des Schiffes— da wird von den Be⸗ amten eine hochnotpeinliche Unterſuchung vorgenom⸗ men. Aber man findet nichts und Beſatzung und Paſſagiere können an Land gehen, wo man ſich ange⸗ nehm zu verluſtieren verſteht. Daß auch Gott Amor in den weiteren Gang der Hand ung eingreift, ſei hier geſagt. Gleichfalls wäre eine zünftige Keilerei in den Tiefen eines Seemannslokales zu regiſtrieren. Zum Schluß des Films ſpitzen ſich die Dinge recht ſenſationell zu. Jedoch trotz Maſchinengewehrgeknat⸗ ter und mächtig viel Wellengang rundet ſich alles noch zu einem happy end. Von den Darſtellern dieſes Films ſind Hilde Hildebrandt als die elegante Schmugglerin, Elſe Elſter als verliebtes Nichtchen, Walter Steinbeck in der Rolle des Hotelbeſitzers und öͤunklen Ehren⸗ mannes und ferner Hellmuth Rudolph und Johannes Barthel ſowie Wilhelm Ben do w und Eugen Rex zu erwähnen. Im Beiprogramm läuft ein Tanzfilmchen„Spuk im Spielklub“, dazu die Wochenſchau. C. W. Fennel. die Gaſtſtätte, ohne hochbefriedigt zu ſein nicht nur von dem genoſſenen Stoff, ſondern auch von dem geſunden Humor, der in dieſen Räumen herrſche. Mit beſonderer Freude ſtelle er feſt, daß die Familie Dingeldein im Sinne unſerer Zeit den Unternehmungsgeiſt beſeſſen habe ihr Werk weiter zu entwickeln zu einem Zeitpunkt, an dem es dem einzelnen Unternehmer icht leicht fiel. Aber er glaube, die Habereckl⸗Brauerei habe gut daran getan, dieſen Wagemut einzuſetzen. Möge der gute Geiſt, den der Seniorchef, den er als einen kernhaften deut⸗ ſchen Mann geſchätzt habe, hochhielt, immer herrſchen zum Wohle der Familie Dingeldein und zum beſten der Stadt Mannheim. Feueriopräſident Schuler überreicht eine Urkunde Es iſt klar, daß unter den Gratulanten nicht der „Feuerio“ fehlen durfte. Es ſeien, ſo betonte Ehren⸗ präſident Theo Schuler, bald 40 Jahre, daß der „Feuerio“ im Habereckl ſein Heim habe. Ein ſchöne⸗ res Mietverhätnis ſei nicht denkbar. Der Hausbeſitzer bekomme keine Miete und der Mieter verlange keine Reparaturen. In ebenſo tieſgefühlten wie humor⸗ vollen Worten charakteriſierte er die Mitglieder der Familie Dingeldein, wobei er hervorhob, daß Adolph Dingeldein ein herzensguter Menſch geweſen ſei, der im Stillen viel Gutes getan habe. Möge die vorbild⸗ liche Freundſchaft zwiſchen„Feuerio“ und Familie Dingeldein bis in die fernſten Zeiten beſtehen. In das Ahoi! auf die Familie Dingeldein ſtimmten alle freudig ein. Der Dank des„Feuerio“ wird ſtets durch eine gerahmte Urkunde lebendig bleiben, die Das ver nehme, praktische Weipnachts-Ceschenk für Ihn“ ein Flelner hut eus dem groben Spezielgeschäft DlpPEL NACHF.„ sen D 2. 6 Planken D 2. 6 Herr Schuler überreichte. Frau Dingeldöein wurde mit einem Blumenſtrauß erfreut. In dieſem Zuſam⸗ menhang ſei erwähnt, daß eine Abordnung des Elfer⸗ rates geſtern am Grabe Adolph Dingeldeins einen Kranz niederlegte. Nach dem offiziellen der gemütliche Teil Und nun marſchierten, während man ein Abend⸗ eſſen einnahm, ſechs feſche junge Damen in Tpacht auf, die mit den Kellnern einen Stoff ſervierten, den Herr Fritz Dingeldein eigens für das Jubiläum ge⸗ braut hat. Schauſpieler Joſeph Offenbach ſagte in der Maske des Kellermeiſters, dem nur das Bäuchlein fehlte, um vollkommen in der äußeren Er⸗ ſcheinung zu ſein, die Mitwirkenden mit viel Humor an. An Opernſänger Trieloffs ſtimmgewaltigen Baß(Begleiter Schickle) reihte ſich der klangreiche Tenor Max Reicharts. Das Nationalthealerbäl⸗ lett entzückte u. a. mit einem Schefflertanz, die keſſe Vortragskünſtlerin Emmy Ritz aus Heidelberg mit Humoriſtika und die 110er ſpielten ſo ſchwungvoll, daß man ſogar in Schunkelſtimmung geriet. Erwähnt ſei noch, daß zu den Gratulanten auch der Veykehrs⸗ Verein gehörte, der durch Verkehrsdirektor Bött⸗ ch e v ein Bild überreichen ließ. Sch. Der Kurszettel der Hausfrau „Hoſch keen ſcheen Primmelſteckel for mich?“ fragt eine Marktfrau die andere.— Nichts zu haben. — Gähnende Leere an den Blumenſtänden. Außer ein paar letzten Winteraſtern, vereinzelten Alpen⸗ veilchen und Erikaſtöcken nur Tannen⸗, Miſtel⸗ und Kätzchenzweige. Aber ſie ſind ja auch der eigentliche winterliche Zimmerſchmuck. Und dazu gehören noch Bratäpfel. Heute gab es bereits richtige, leuchtend rote Weihnachtsäpfel mit glänzend geriebener Schale, ein ganz herrlicher Anblick, nachdem die winterliche Einförmigkeit ſich auch ſtark im Marktbild ausprägte. Viel leere Bänke und an den beſetzten Ständen ſchon merkliche Lücken. An Salaten gab es nur reichlich Felöſalat, dagegen nur wenig Kreſſe und auch weni⸗ ger Endivien als ſonſt. In Rüben jeglicher Art war kein Mangel, ebenſo nicht in allen Kohlarten, wie Grünkohl, Weißkohl, Rotkraut und Wirſing. Vereinzelt ſah man Rettiche und Radieschen. Auf⸗ fallend groß war dagegen das Eierangebot— Kühl⸗ hauseier aus Dänemark, Holland und Jugoflawien waren neben Friſcheiern zu haben. Die ſtärkſte Be⸗ ſchickung wieſen Geflügel⸗ und Wiloͤſtände auf. Hier machte ſich der Preisrückgang deutlich bemerkbar. Zum kommenden Eintopf ließe ſich daher auch mal ein guter„Has im Topf“ mit Kaſtanien und Roſen⸗ kohl herſtellen. Wichtig iſt dabei, daß die Haſenleber (man nimmt am zweckmäßigſten Haſenklein) dazu verwendet wird, da ſie bindet und einen beſonders kräftigen Geſchmack verleiht. Sehr empfehlenswert iſt um dieſe Zeit auch ein Stockfiſcheintopf, bei dem die billigen Suppentomaten(500 Gr. 15 Pfg.), die 3. Z. angeboten werden, Verwendung finden kön⸗ nen. Hierzu gehören noch Zwiebel und Kartoffel dazu. Für die derzeitigen Erkältungskrankheiten gibt es eine ganze Reihe heilender oder zum mindeſten lin⸗ dernder Kräuter zum Tee— nicht zu vergeſſen Honig und Honigwaben, die auch einen gewiſſen But⸗ tererſatz darſtellen und mit ihrem fſüßen Duft dem Markt eine beſondere Note geben. Vom Statiſtiſchen Amt wurden folgende Verbraucher⸗ preiſe für Kilo in Pig. ermitlelt: Karto feln 44,5; Salatkartoffeln 10, Wirſing—10; Weißkraut—7; Rot⸗ kraut—8; Blumenkohl, Stück 1070; Roſenkohl 2028 Karotten, das Büſchlein 7 bis 8; Gelbe Rüben —8; Rote Rüben—10; Spinat 1520; Zwiebeln 68: Schwarzwurzeln 16—32; Kopfſalat, Stück—10; Endivien⸗ ſalat, Stück 5415; Felofglat 7080; Oberkohlraben, Stück 515; Tomten 4045; Rettich, Stück 0: Meerrettich, Stück 1050, Suppenorünes, Bſchl.—8; Peterſilte, Bſchl. 48 Schnittlauch, Bſchl—10 Aepfel 1840; Birnen 18 bis 35; Zitronen, Stück 46, Bananen. Stück—12; Mar⸗ kenbutter 160; Landbutter 140—142; Weißer Käſe 530 Eier, Stück 10.512,25; Hechte 100120; Barben 80, Karp⸗ fen 100420; Schleien 120; Breſem 60; Barfiſche 40, Kr⸗ beljau 30—40; Schellfiſche 70; Goldbarſch 40: Sgeheeht 60; Stockfiſche 35; Hahn oeſchlachtet, Stück 120300 Huhn, ge⸗ ſchlachtet, Stück 200—400; Euten, geſchlachtet, Stück 400 bis 600, Tauben geſchlachtet, Stück 6080; Gä rſe, ge⸗ ſchlachtet Stück 700—1200 Gänſe, geſchlacßtet 110140 Rinsfleiſch 917 Kalbfleiſch 100— 126, Schweinefleiſch 92. 0 Nummer 4. Seite/ 571 Aus Baden Einſatz für das Winterhilfswerk Hi ſammelt vom 18.— 20. Dezember 1936 Karlsruhe, 10. Dez. Die Preſſeſtelle der Gebiets⸗ führung 21(Baden) teilt mit: Wie alljährlich, ſo ſetzt ſich auch in dieſem Jahre die geſamte Hitlerjugend in der Zeit vom 18. bis 20. Dezember im ganzen Reich für das deutſche Winter⸗ hilfswerk ein— vom kleinſten Pimpfen doͤer Jung⸗ mädel bis zum höchſten HJ⸗Führer. Alle werden ſich in ſelbſtverſtändlicher Pfichterfülluna für das große Gemeinſchaftswerk des deutſchen Volkes zur Ver⸗ fügung ſtellen. Zum Auftakt des Einſatzes der HJ findet ein Eröffnungsappell am 17. Dezember, abends 19 und 20 Uhr ſtatt, auf dem der Tagesbefehl des Reichsjugendführers verleſen wird In den größ ren Städten werden dieſe Appelle bei günſt'ger Witte⸗ rung auf freien Plätzen durchgeführt. Am Freitag dem 18. Dezember, werden in den Nachmittagsſtunden Straßenſammlungen ver⸗ auſtaltet. Am Samstag, 19. Dezember, beginnt die Sammlung vormittags 11 Uhr durch die Pimpfe und Jungmädel. Am Sonntag dem 20. Dezember, finden in den ver⸗ ſchtedenen Standorten muſikaliſche Veranſtellungen ſtatt, bei denen die Muſik⸗ Spielmanns⸗ und Fan⸗ farenzüge ſowie die Singſcharen der HZ eingeſetzt werden. Zum Verkauf gelangen vercchiedene kleine und zierliche Holzfiguren. Dieſe ſind auch zu einem gan⸗ zen Satz von je zwölf Stück für den Käufer erhält⸗ lich und ſind als Chriſtbaumſchmuck beſtens geeignet. Verurtei'ter Raſſeſchänder * Karlsruhe, 10. Dez. Unter der Anklage wegen Raſſenſchande ſtand vor der Karlsruher Großen Strafkammer der 48 Jahre alte ledige Jude Sieg⸗ fried Simon Mayer aus Landau. Der Angeklagte hatte ein ſeit dem Jahre 1930 beſtehendes Verhältnis mit einer deutſchblütigen 33jährigen Kellnerin auch nach dem Inkrafttreten der Nürnberger Raſſegeſetze von Februar bis Oktober d. J. fortgeſetzt, bis ſeinem raſſeſchänderiſchen Treiben durch ſeine Verhaftung am 18. Oktober ein Ende geſetzt wurde, Der An⸗ geklagte gab den Tatbeſtand zu.'ntſprechend dem Antrag des Staatsanwalts verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen Verbrechens gegen das Ge⸗ ſetz zum Schutze des deutſchen Blutes und der deut⸗ ſchen Ehre vom 15. September 1935 zu zwei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverluſt; der Ange⸗ klagte nahm die Strafe ſofort an. Troſtoreiſe aus Majolika Ju der Lotterie der Badiſchen Denukmalspflege * Karlsruhe, 10. Dez. Die Staatliche Majolika⸗ Manufaktur Karlsruhe hat als Troſtgewinne der Baudenkmal⸗Lotterie(Ziehung am 11. Dezember 1086) 1000 künſtleriſche Majolika⸗ Plaketten angefertigt, welche in den Lotterie⸗Geſchäften auf⸗ liegen. Sämtliche 9846 Gewinne dieſer Baudenk⸗ mäler⸗Lotterie werden beſtimmt noch vor Weihnach⸗ ten ausbezahlt. Am 29. Dezember Die Ratsherrnweckfeier in Mosbach * Mosbach, 10. Dez. Die Ratsherrnweck⸗ feier, die als ſtädtiſcher Großfeiertag gilt, wird dem 1200⸗jährigen Jubiläum der Kreisſtadt den Abſchluß geben. Sie wurde auf den 29. Dezember feſtge⸗ legt. Nach einer Gedächtnisfeterſtunde in der Fried⸗ Hofskapelle wird die Hauptfeier im Bürgerſaal ſtatt⸗ finden, bei der Bürgermeiſter Dr. Theophil Lang einen kommunalpolitiſchen Rückblick auf das Jubi⸗ läumsjahr geben wird. Darnach wird das Feſtgericht, Erbſenſuppe mit Würſtchen, gereicht. * Reinfelden, 9. Dez. Nach einer Mitteilung des Einwohnermeldeamtes hat die Stadt Rheinfelden in dieſen Tagen die Einwohnerzahl 7000 überſchritten. Das iſt ein ganz erfreuliches Zeichen der wirtſchaft⸗ lichen Aufwärtsentwicklung dieſer jungen Induſtrie⸗ ſtadt am Oberrhein. 5 Dezemberbrief aus Ladenburg: Neue Mannheimer Zeitun 8 g/ Abend ⸗A 1 8 Sgabe Archäologische uche in der Sk. Galluskirche War die römiſche Baſilika eine frühchriſtliche Kultſtätte? Ladenburg, 10. Dezember. Die alte Stadt am Neckar iſt keineswegs in den Winterſchlaf verſunken, den ſich der Großſtädter von den Landgemeinden im allgemeinen vorſtellt. Viel⸗ mehr geht hier das Leben ſeinen gewohnten Gang, nur hat es ſich in ſeinen Aeußerungen fahreszeitlich verändert; aber das iſt in jedem Jahr das gleiche. Die Bauern ſind mit ihrer Feldarbeit fertig und können ſich nun all den Dingen widmen, die im Som⸗ mer zurückgeſtellt werden mußten. Der Tabak iſt gut verkauft, auch die Zuckerrübenernte war be⸗ friedigend, ſo daß von dieſer Seite keine Sorgen zu erwarten ſind. Die Gewerbetreibenden haben ſich auch in dieſem Jahr wieder zuſammengetan, um mit einer Wethnachtsausſtellung für ihre Erzeugniſſe zu werben. Bis jetzt iſt die Leiſtungsſchau der Laden⸗ burger Geſchäftsleute recht gut beſucht geweſen, auch aus den umliegenden Orten, und es ſollen auch ſchon erfreuliche Abſchlüſſe getätigt worden ſein, abgeſehen von dem regen Verkauf, den einzelne Ausſtellungen bisher ſchon zu verzeichnen hatten, Auch die Heimatfreunde, für die es in Laden⸗ burg ja immer wieder etwas zu entdecken gibt, waren nicht müßig. Die unter Leitung von Pro⸗ feſſor Gropengießer, Mannheim, in der Krypta der St. Gallus ⸗Kirche vorgenom⸗ menen Grabungen konnten einige Vermutungen klären. Es haben ſich immer mehr Merkmale ge⸗ funden, die zu unerwarteten Schlüſſen berechtigen. Es iſt nicht mehr zweifelhaft, daß die großen Räume der römiſchen Baſtlika nach dem Abzug der Römer dem germaniſchen Volk als frühchriſtliche Kultſtätte dienten. Profeſſor Gropengießer wird am Sonntag vor den Mitgliedern des Heimatbundes Ladenburg üher die neuen Entdeckungen ſprechen und Lichtbilder davon zeigen. In dem überfüllten Saal des Bahnhof⸗Hotels hat die Ortsgruppe der NSDAP ihr Winterfeſt in Ge⸗ ſtalt eines bunten. Volksabends abgehalten, der als voller Erfolg bezeichnet werden kann. Die Geſangvereine, die Stadt⸗ und Feuerwehrkapelle, drei „Mannemer Bloomäuler“ und mehrere Geſangs⸗ und Vortragsſoliſten wetteiferten mit ihren Darbietungen am guten Gelingen der Veranſtaltung. Eine Gaben⸗ verloſung mit überaus zahlreichen Gewinnen und die übliche Tanzunterhaltung bildeten den Abſchluß. Mit dieſem Abend wurden die winterlichen Veran⸗ ſtaltungen Ladenburgs würdig eingeleitet. eee Spanienflüchtlinge zeigen Volkskunft Eine Ausſtellung in Stuttgart (Eigener Bericht) —a— Stuttgart, 10. Dezember. In den friedlichen Tälern des Schwarzwalds, vor allem im Nagoldtal, haben Hunderte von ſpaniſchen Flüchtlingen mit ihren Fa⸗ milien herzliche Aufnahme und eine vorüber⸗ gehende Heimat gefunden. Sie werden hier vor allem von der NS⸗Frauen⸗ ſchaft in der liebevollſten Weiſe betreut, deren Be⸗ auftragte den Frauen und den Familien in allem an die Hand gehen und ſie beraten. Koch⸗ und Nähkurſe wurden eingerichtet und fanden Anklang. Spanienflüchtlinge freuen ſich überhaupt, wenn ſie ſich irgendwo nützlich machen können. Den Frauen wurde Gelegenheit gegeben, für ihre Kinder Kleider und Wäſche zu nähen und die deutſche Küche zu er⸗ lernen. Und im Mutterheim der NS⸗Frauen⸗ ſchaft in dem ſtillen Filderort Plieningen haben, be⸗ treut von den treuen Händen der Pflegerinnen, drei ſpaniſche Mütter drei jungen Spröß⸗ lingen das Leben geſchenkt. Wohl in fremden Landen, aber in ſicherer Obhut. So iſt es kein Wun⸗ der, daß die Spanier über ihre Aufnahme im neuen Deutſchland und ihre Betreuung des Lobes voll ſind. Ihre Dankbarkeit haben ſie jetzt bewieſen oͤurch eine Handarbeits⸗Ausſtellung, die dieſer Tage unter der Schirmherrſchaft von Frau Lina Murr, Die der Gattin des württembergiſchen Reichsſtatthalters, im Hauſe des Deutſchtums eröffnet wurde. 750 Gegenſtände ſind in dem Leſeſaal des Inſtituts aufgebaut. Vorwiegend hübſch gearbeitete, geſtrickte und geſtickte Kinderkleidchen, Decken, Schürzen, ſpa⸗ niſche Tücher, Häkelarbeiten, Kiſſen uſw. Auch Male⸗ reien ſind zu ſehen. Natürlich ſpaniſche Motive. Die Männer haben Baſtelarbeiten geliefert: Spiel⸗ waren, Schnitzarbeiten, Körbe uſw. Der Erlös aus den Arbeiten ſoll dem Führer— ſo iſt es der Wunſch der Spaniendeutſchen— für das Winterhilfswerk als ihre beſcheidene Spende übergeben werden. Dann haben aber auch die Flüchtlinge aus Spa⸗ nien aus ihren Reihen unter der Führung von Wer⸗ ner Schulz und des ſpaniſchen Filmſchauſpielers eee bremen. Heidelberg hat den ſtärkſten Ausländerbeſuch Niue günſtige Zahlen des badiſchen Fremdenverkehrs * Karlsruhe, 9. Dez. Eine Ueberſicht über die Beſucherzahlen ür die Monate April bis September 1936 von 40 bedeutenderen badiſchen Heilbädern, Luft⸗ kurorten und ſonſtigen Fremdenplätzen ergibt wie⸗ derum die eindeutige Feſtſtellung einer Zunahme in dieſem Jahr gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es betrug für dieſe 40 Orte die Geſamt⸗ zahl der angekommenen Fremden 919543 mit 3 724 209 Uebernachtungen. 1935 beſuchten 839 602 Gäſte dieſe Orte in den Monaten April bis Septem⸗ ber und brachten 3181047 Uebernachtungen. Die Zu⸗ nahme des Ausländeranteils an dieſen Zahlen iſt noch größer: Die 178 371 Ausländer ergaben 612 864 Uebernachtungen in dieſem Jahr, während es 1995 in den gleichen Monaten 136555 Ausländer mit 453 gig Uebernachtungen waren. Den größten Aus⸗ länderbeſuch wies auch in dieſem Jahr Heidel⸗ berg mit 36 425 ausländiſchen Gäſten auf. Beim Vergleich der Uebernachtungen der Ausländer ſteht aber Baden ⸗Baden mit 209 844 Uebernachtungen an der Spitze. Im Oktober ſind in 40 wichtigen badiſchen Fremdenplätzen 81 291 Fremde angekommen, das ſind 44 v. H. mehr als im Oktober 1935, bei den Aus⸗ länderankünften beträgt die Zunahme ſogar 13 v. H. — In Konſtanz ſind im Monat November 3418 Fremde abgeſtiegen, darunter 196 Ausländer. Die Geſamtzahl der Uebernachtungen war 5128, darunter 295 Uebernachtungen von Ausländern. Die Kon⸗ ſtanzer Jugendherberge verzeichnete 80 Gäſte. Die Bodenſeefähre hat 6396 Kraftfahrzeuge, 4056 Fahr⸗ räder, 195 ſonſtige Beförderungsſtücke und 28 773 Perſonen übergeſetzt und damit den Verkehr des letztfährigen Vergleichsmonats faſt erreicht. Aeberwa hung des Fremdenverkehrs * Speyer, 10. Dezember. Die Regierung der Pfalz hat am 15. Auguſt eine oberpoltzeiliche Vorſchrift für die Ueberwachung des Fremdenverkehrs erlaſſen, wonach die Inhaber von Gaſthäuſern, Fremden⸗ heimen, Herbergen und ſonſtigen der gewerbsmäßi⸗ gen Beherbergung von Fremden dienenden Unter⸗ nehmungen ſowie die Leiter von Aſylen, Wohlfahrts⸗ heimen, Exerzitienhäuſern, Klöſtern oder Nieder⸗ laffungen ein Fremdenbuch nach vorgeſchriebenem Muſter zu führen haben. Gleichzeitig wurden die Bezirkspolizeibehörden ermächtigt, Vorſchriften über die Vorlagepflicht von vorgeſchriebenen Meldezetteln bei der Ortspolizei zu erlaſſen. In Zweifelsfällen erteilt das Staatspolizeiamt Speyer Auskunft. Crespo eine Spielſchar zuſammengeſtellt, die ſchon ſeit einigen Wochen durch ganz Württemberg reiſt und ſpaniſche Volkskunſt zeigt. Man ſteht kataloniſche und baskiſche Volkstänze, hört ſpaniſche Heimatlieder. Sehr viel Beifall finden die Tänze einer Gruppe junger, anmutiger Valencia⸗ nerinnen. Ein Bild führt nach Madrid, ein anderes nach Andaluſien, in denen ſich das ſpaniſche Volks⸗ leben ſpiegelt. Die Darbietungen der Spielſchar finden überall großen Beifall. e eee * Pforzheim, 10. Dez. In der vergangenen Nacht geriet der ledige Motorradfahrer Schneider aus Ellmendingen in der äußeren Kaiſer⸗Friedrich⸗ Straße infolge des Glatteiſes von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug kam ins Schleudern und Schneider wurde an den Straßenrand geworfen. Man verbrachte den Verunglückten mit einem ſchwe⸗ Nachbargebiete Das Queckſilber ſinkt weiter 9 Grad Kälte im * Freudenſtadt, 10. Dezember. Das Bild des Winters iſt nun vollſtändig geworden. Nach den letzten Schneefällen iſt auch ein ziemlicher Sturz der Temperatur zu verzeichnen; täglich ſinkt in den Nachtſtunden das Queckſilber um einen bis zwei Grad tiefer als tags zuvor. Im Verlauf des Diens⸗ tag kam es in Freudeuſtadt überhaupt nicht über den Nullpunkt herauf, ſondern nur auf minus 15 Grad. Abends um 9 Uhr waren es 3 Grad unter Null, und nach Mitternacht bereits minus 9,4 Grad. Dieſer Stand wurde auch Mittwoch früh noch ſeſt⸗ geſtellt. In den höheren Lagen des Schwarzwaldes iſt es nicht viel kälter. Auf dem Kniebis wurden ebenfalls 9 Grad gemeſſen bei klarem Wetter und guter Schneebahn. Schwarzwald 2 2 Kraſtwagenführer vermißt! Einem Unfall oder Verbrechen zum Opfer gefallend * Saarbrücken, 10. Dezember. Der Polizeipräſt⸗ dent in Saarbrücken teilt mit: Vermißt wird ſeſt Montag, dem 7. Dezember 1936, der 29 Jahre alte Kraftwagenführer Egon Elsholz aus Biſchmis⸗ heim bei Saarbrücken. Er war bei der Coecga⸗Colg⸗ Zentrale in Saarbrücken beſchäftigt und hatte am Montag den Auftrag, mit einem roten Spezial⸗ lieferwagen Kunden in Homburg und Umgebung zu beliefern und Gelder einzukaſſieren. Der Wagen trug die Aufſchrift der Firma Coca⸗Cola und das Kennzeichen Saar 29 250. Von dieſer Fahrt iſt Els⸗ holz nicht zurückgekehrt. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß er verunglückt oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen iſt Elsholz wurde zuletzt am Montag zwiſchen 16 und 17 Uhr in Homburg geſehen, Der Wagen wurde in der Nacht zum Dienstag, dem 8. Dezember, gegen 4 Uhr am Ortsausgang von Saarbrücken⸗Rußhütte im Straßengraben aufgefun⸗ den. In dem Wagen befand ſich ein Radiogerät, Marke Siemens, deſſen Herkunft noch nicht feſtgeſtellt werden konnte. Wer kann Angaben über den Ver⸗ bleib des Fahrers Elsholz aus Biſchmisheim machen? Er trug einen grauen Kraftfahreranzug mit Stiefel⸗ hoſe und grauen Sportſtrümpfen. Wy iſt der rote Lieferwagen der Coca⸗Cola⸗Zentrale geſehen wor⸗ den? Wo wird ein Siemens⸗Rodio⸗Gerät vermißt? Mitteilungen nimmt die Kriminalnolizeiſtelle Sgar⸗ brücken, Schloßplatz 1, Fernruf 29 281, oder jede an⸗ dere Pylizeidienſtſtelle entgegen. e * Endingen, 10. Dez. Ein bei den Erneuerungs⸗ arbeiten der hieſigen St.⸗Peters⸗Kirche beſchäftigter Maler ſtürzte etwa 27 Meter hoch vom Gexüſt. Da⸗ bei ſchlug er mit dem Hinterkopf auf eine Kirchenbank auf, ſo daß er einen doppelten Schädelbruch erlitt. ren Schädelbruch ins Krankenhaus. An ſeinem Auf- Der Verunglückte wurde ins Krankenhaus ein⸗ kommen wird gezweifelt. geliefert. eee eee Wichlige Fragen des Bauerntums Erſter Kreisbauerntag der Kreisbauernſchaſt Tauberbiſchofsheim in Weriheim * Wertheim, 9. Dezember. Der erſte Kreisbauerntag der Landesbauernſchaft Baden begann am Montag in Wertheim. Aehnlich dem Reichsbauerntag ſollen die Kreisbauerntage, die nunmehr regelmäßig auch in Baden durchgeführt werden, Rechenſchaft geben und richtungweiſend ſein für die kommende Arbeit in den Ortsbauernſchaften. Als Kreisbauernführer Herm die Arbeitstagung in der Turnhalle eröffnete, war der Saal dicht gefüllt, denn mehr als 700 Orts bauern führer, Bürger meiſter und Fachwarte hatten ſich eingefunden. Nach kurzen Begrüßungsworten des Kreisleiters, Pg. Dr. Schmidt, und des Bürger⸗ meiſters, Pg. Beuder, ſprach Abteilungsleiter Heidt über„Blutsfragen deutſchen Bauerntums“. Er ſchilderte die Notwendigkeit der Siedlung im deut⸗ ſchen Oſten und zeigte die Schwierigkeiten der Neu⸗ ſtedlung in Baden. Dieſes badiſche Problem wurde von Stabsleiter Seidler in einem längeren Re⸗ ſerat behandelt. Dabei lenkte er die Aufmerkſam⸗ keit vor allem auf die unſinnige Realteilung, die bisher in Baden vielfach üblich war und auf die ungerechte Grundverteilung in bezug auf den Groß⸗ grundbeſitz, der zu hohe Pachtpreiſe erziele. Die geiſtigen Vorausſetzungen zu einer geſetzlichen Rege⸗ lung zu ſchaffen, ſei aber allein Sache des Bauern. Nach einer kurzen Mittagspauſe wurde die Ta⸗ gung fortgeſetzt mit einem Vortrag von Hauptabtei⸗ lungsleiter II, der über die Aufgaben ſeiner Haupt⸗ abteilung ſprach. Was beſonders auf dem Gebiete des Ackerbaues zu tun iſt, zeigte Abteilungsleiter Dr. Meisner in einem Vortrag, dem er die Ver⸗ hältniſſe in der Kreisbauernſchaft Tauberbiſchofsheim zugrunde legte. Als Vertreter des Gauamtes für Technik ſprach Pg. Rößler von der Notwendigkeit der Einrichtung von Badegelegenheiten in jedem Dorf. Von Dr. Zeddies wurden anſchließend wich⸗ tige Fragen der Tierzucht behandelt. Nachdem noch der Vorſitzende des Getreidewirtſchaftsverbandes Baden, Pg. V. Treiber über die Notwendigkeit der Ablieferung von Brotgetreide geſprochen hatte, ſchloß der Kreisbauernführer die Nachmittagsſitzung. Der zweite Tag brachte eine Sitzung der Markt⸗ verbände ſowie verſchicdene Sondertagungen von Fachſchaften und Genoſſenſchaften. In der Abſchlußkundgebung, die am Nachmittag in der Meſſehalle durchgeführt wurde, ſprach nach kurzen Begrüßungsworten des Kreisbauernführers der Kreisleiter des Kreiſes Buchen, Pg. Ullmer (M. d..) von der Verbundenheit der politiſchen Lei⸗ tung mit der Bauernſchaft gerade in den rein bäuerlichen Gebieten des Odenwaldes und des Frankenlandes. Dann ſprach der Landesbauernfüh⸗ rer zu den Ortsbauernführern, nicht als Landes⸗ bauernführer, ſondern als Bauer des Markgräfler Landes. Er ſprach von den Nöten des deutſchen Bauerntums, er ſprach aber auch voll Zuverſicht von einer Zukunft, an der zu arbeiten es eine Freude iſt. Der nächſte Kreisbauerntag findet vorausſichtlich am 7. und 8. Januar k. J. in Mosbach ſtatt. Die Hi-Tagung in Lahr * Lahr, 10. Dezember. Im Rahmen der in der Gebietsführerſchule„Fritz Kröber“ der Hitlerjugend in Lahr ſtattfindenden Arbeitstagung der Führer⸗ ſchaft der badiſchen Hitlerjugend ſprach am Dienstag Unterbannführer Stähle über die Erforderniſſe einer aktiviſtiſchen politiſchen und weltanſchaulichen Erziehung der HJ. In den Mittelpunkt ſeiner Aus⸗ führungen ſtellte er die überragende Bedeutung einer regelmäßigen Wochenendſchulung der Einheitsführer⸗ Des weiteren befaßte ſich( ähle mit der Grenz⸗ und Auslandsarbeit der HJ. So ſind u. a, auch im kom⸗ menden Jahr wieder mehrere Auslandsfahrten der badiſchen Hitlerjugend vorgeſehen Dieſe Fahrten ſollen einerſeits der Betreuung und Stärkung des zum Teil ſchwer bedrängten Auslandsdeutſchtums dienen, zum anderen ſind ſie am beſten geeignet, die Kenntnis fremden Volkstums zu vermitteln und gleichzeitig Verſtändnis für das Deutſchland Adolf Hitlers zu wecken. Ferner ſprachen noch die Abtei⸗ lungsleiter Preſſe und Propaganda, Organiſation, Rundfunk und Verwaltung über die für die kommen⸗ den Monate zu erwartenden Arbeiten. Der Leiter der Verbindungsſtelle ſprach über die zurzeit im Gang befindliche Neueinſetzung der hauptamtlichen Bannſtreifenführer und deren umfangreiches Tätig⸗ keitsgebiet. —— * Bruchſal, 10 Dez. Auf der Landſtraße wurde ein Radfahrer von hinten angefahren und zu Boden geſchleudert. Er erlitt bedenkliche Ver⸗ letzungen. Desgleichen trug ein 60 jähriger Mann aus Rheinhauſen ſchwere Verletzun⸗ gen davon, der von einem Kraftwagen angefahren worden war. a überh wor⸗ mißt? Sgar⸗ e an⸗ ſtngs⸗ frigter Da⸗ nbank erlitt. ein⸗ Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Die neue Vereinsübungsſtunde Allzuoft wurde früher das geſamte ſvortliche Leben nur zurch die Vereinsbrille geſehen. der Verein als Selbſt⸗ zweck wurde eine wichtige Aufgabe für Vorſtand und bu⸗ aktive Mitglieder, und das ſchöpferiſche Leben verſtrömte ungeleitet und ohne Ausrichtung auf das große Er⸗ ziehungsziel der Volksgemeinſchaft in kleinlichen Rechten, in unfruchtbaren Sitzungen über belangloſe Fragen. in dem ſturen Feſthalten aus ſalſch verſtandener Tradition an Vereinsgemeinſchaften mit 20 und 25 Mitgliedern. Rein fachlich beſtimmte Vereinsmauern waren rieſengroß ge⸗ worden und dahinter fanden wir Vereinsmeierei, Ziebere von Aktiven und geſchickt getarntes Crackweſen. Zu leicht wurden die Erziehungsleiſtung für die Geſamtheit und die notwendige Breitenorbeit vergeſſen. Sicher wurde auch gearbeitet— aber doch zuerſt im Hinblick auf die er⸗ hofften Leiſtungem in einigen Spezialgebieten Nun wird der Jugend und ihrem Lebensdrang ihr Recht. Eindeutig liegt für das kommende Jahr das Haupt⸗ gewicht auf der einheitlichen Grundſchulung. Der Verein hat die Aufgabe, allen ſeinen Mitgliedern, jung und alt regelmäßig die Gelegenheit zur körperlichen Tätigkeit nach beſtimmtem einheitlichem Plan zu ver⸗ mitteln. Die neue„Vereinsübunasſtunde“ ſteht im Vor⸗ dergrund und wird der Ausgangspunkt für alle weitere Arbeit, für die Leiſtungsſteigerung auf einem oder meh⸗ teren Gebieten und auch für die ſittlichen Aufgaben einer totalen Erziehung der freiwillio zum Verein kommenden Volksgenoſſer ſein. Die Grundſchule umfaßt die Gebiete der Leibesübungen, die zur allgemeinen und allſeitigen körperlichen Ausbildung notwendig ſind ohne Betonung einzelner Spezialgebiete. Dieſe Grundſchule wird alle Formen der Leibeserziehung enthalten, die mit einer größeren Teilnehmerzahl gleichzeitig ausgeführt werden kauen und weiter leicht erlernbar abwechflunosreich und hne großen Geräte⸗ und Platzaufwand durchzuführen ſind. Als Stoffgebiete für die Grunsſchule gelten Körperſchule mit und ohne Gerät, Turnen. Boxen Ringen, Spiele mit und ohne Geräte, Handball. Fußball Leichtathletik und Schwimmen in klar vorbereiteter Betriebsſorm. Es fallen natürlich unter den Begriff Turnen der Grundſchulung auch die Formen, die geeignet ſind, zuf das Kunſtturnen vorzubereiten, und in der Leichtathletik kommen nur die Gründgebiete, Lauf, Sprung und Wur; in Betracht. Im Schwimmen erſtreckt ſich die Grundausbildung auf das Er⸗ lernen des Schwimmens überhaupt. Dieſe Forderungen ind den Vereinen des DR für die Zukunft geſtellt. Er⸗ füllen die DRL⸗Vereine dieſe Aufgaben dann können ſie Anſpruch darauf erheben, ein Stück wertvoller Kultur⸗ arbeit im Dienſte der Volksbeſundheit zu leiſten Dann ind aber auch alle fachlich Vereinsmauern gefallen und der Verein als wichtige Zelle iſt in ſeinen Betriebsformen wie in ſeiner Haltung und Zielſetzung das wirkliche Spiegelbild der Gemeinſchaft der deutſchen Leibesübungen. Veſtandserhebungüber die Vereine des Rise Klarheit iſt eine der erſten Forderungen, die die Füh⸗ kung einer Organiſation ſich ſelbſt ſtellen muß. Aus die⸗ ſem Grunde war die vorfährige aroße Beſtandserhebung des Das, die erſte umſoſſende der deutſchen Leibesübungen überhaupt, die erſte Tat der Reichsſportkührung. Die hier krhaltenen Zahlen waren die Grundlagen, auf denen der organiſatoriſche Aufbau weiter getrieben werden konnte. Mit dem Ablauf dieſes Jahres werden wieder die Vor⸗ bereitungen getroffen mit dem Stichtag des 1 Januar, . Beſtendserhebung durchzuführen, die in weſent⸗ lichen Punkten von der vorfährigen abweicht. der aber in Zuge des Neubaues auch andere Aufgaben zugrunde⸗ liegen. Die erſte Beſtandserhebung des hat in der Haupt⸗ ſache nur die Mitgliederzahlen und die für die Verwal⸗ kung notwendigſten Angaben über die Vereine eingeholt und dabei gleichzeitig eine Grünlage für die kommende Erhebung geſchaſſen. In der jetzigen werden die Fragen Din De 1. /ʃ 7. . an die Vereine Die nun geforderten Angaben ſollen zelnen Vereine des Das in ſich gefeſtigt ſind welchem Rahmen ihre Arbeit durchgeführt wird. des Da erweitert. Klarheit darüber geben, wie weit die ein⸗ und dn Beſitzt er Verein eine eigene oder gemietete Uebungſtätte, wird der Sportbetrieb von einem bezahlten Sportlehrer oder von einem ehrenamtlichen Uebungsleiter geführt, wieviel Uebungsſtunden werden wöchentlich durchgeführt? Das iſt ein Ausſchnitt der Fragen, die diesmal im Vorder⸗ 11985 ſtehen. Ein beſonderer Fragenausſchnitt iſt der ietarbeit gewidmet. Es iſt nicht ſchwer zu erraten, daß es jetzt darum geht, einmal einen Maßſtab für den Wert einzelner Vereine auf Grund ihrer geleiſteten Arbeit zu erhalten. Auf welcher wirtſchatlichen Grundlage. in welchem ſportlichen Umfange iſt diefer oder ſener Reichs⸗ bund nereim im Sinne der Geſamtheit wertvoll? Das iſt die Frage, die bei diefer in Vorbereitung ſtehenden Be⸗ ſandzerhebung ausſchlaggebend iſt. Aus ihrem Ergebnis heraus aber wird die Reichsſportführung den letzten Schritt zun, um den Deutſchen Reichsbund für Leibesübungen mit leinen natürlichen Kraftauellen, den gefunden Vereinen, ber alle Vereinsmeierei und ſinnloſe Großſprecherei hin⸗ weg zu einer feſten, geſunden Einheit zuſammenzuſchließen. Ausſchreibung zu den Rad- wanderfahrten 1936-37 Außer den großen Reichsradwanderfahrten und den in den einzelnen Gliederungen des Deutſchen Radfahrer⸗Ver⸗ bandes im Dae durchgeführten Wanderfahrtenveranſtaltun⸗ gen wird jährlich noch eine Ausſchreibung herausgegeben, die die„Freiwilligen Wanderfahrten“ in der Zeit vom J. Oktober 1936 bis 30. September 1937 betrifft. An dieſen Wanderfahrten kann ſich jedes Verbandsmitglied beteiligen und die beſten Leiſtungen werden nach den folgenden Vor⸗ bedingungen ausgezeichnet: Die Ausſchreibung für die„Freiwilligen Wanderfahrten“ ſetzt bei den Vollmitgliedern, alſo denjenigen, die mit ihrer Zugehörigkeit zum Da gleichzeitig verſichert ſind, Jah⸗ resleiſtungen von 3000, 4000 und 5000 Kilometern voraus. Die Ausſchreibung ſieht für Schüler und Jugendmitglieder Jahresleiſtungen zur Auszeichnung vor von mindeſtens 1200, 2000 und 2500 Kilometern. Vollmitglieder auf Fahr⸗ rädern mit Hilfsmotoren müſſen pro Jahr mindeſtens 5000 und 7500 Kilometer zurücklegen. Jeder Teilnehmer an den Wettbewerben hat ein amtlich vorgeſchriebenes Wanderfahrtenkontrollbuch zu führen, das die Hauptgeſchäftsſtelle des Deutſchen Radfahrer Verbandes verausgabt und in dem die einzelnen Wanderfahrten ein⸗ getragen und beſtätigt ſein müſſen. Beſonderen Raum nimmt das Vereinswanderfahren ein, das durch auszuzeichnende Leiſtungen in jedem Bezirk be⸗ ſonders gefördert werden ſoll. Hier erfolgt eine Einteilung in vier Klaſſen, und zwar nach Vereinen mit über 100, über 50, über 25 und bis 25 Verbands mitgliedern. Außerdem gibt es noch Ferienwanderfahrten, bei denen zufammen⸗ hängende Fahrten von mindeſtens 750 Kilometern,(Voll⸗ mitglieder) mindeſtens 500 Kilometern,(Schüler und Ju⸗ gendliche) mindeſtens 1500 Kilometern.(Fahrräder mit Hilfsmotor) ausgezeichnet werden. Um das Wanderfahren in den Bezirken beſonders zu pflegen, wurden Bezirks⸗Pflicht⸗Wanderfahrten ausgeſchrie⸗ ben. Von allen Bezirken werden vier Fahrten angeſetzt, von denen mindeſtens drei beſtritten werden müſſen. Die fünf beſten Vereine mit weniger als 50 Mitgliedern erhal⸗ ten für die Meiſtbeteiligung je eine Auszeichnung Die Wertung dieſes Wettbewerbes erfolgt nach der Forme! Kilo⸗ meter mal Teilnehmer. Mit dieſer Ausſchreibung ſtellt der Deutſche Radfahrer⸗Verband den ſo überaus wertvollen Wanderbetrieb auf breiteſte Grundlage und es iſt zu erwar⸗ ten, daß er durch zahlreiche Beteiligung Anerkennung findet. Lehrgang für Kanuſport-FJührer Am vergangenen Wochenende vereinte der Reichsfach⸗ amtsleiter für Kanuſport ſeine Führerſchaft in Würzburg, um ſie mit den verwaltungstechniſchen Aend igen ver⸗ traut zu machen, die durch die Neuorganiſation des Reichsbundes erforderlich werden, und um ihnen die Fra⸗ gen ihres Sports und das Arbeitsprogramm für kläroa. In ausführlichen Vorträgen erläuterten die warte den Einbau des Kanuſports in den vom Rei jetzt aukgeſtellten Weg des nationalkozialiſtiſchen orts und in die Aufgaben, die der deutſche Sport künftig über⸗ nehmen wird. Rennſport und Wanderſport werden Hurch volle Ausnutzung der im Reichsbund gegebenen Schu⸗ lungsmöglichkelten auf eine erheblich verbreiterte Baſis geſtellt, ſo daß auch der letzte Mann im kleinſten Verein erfaßt werden kann. Die allgemeine körperliche Ausbil⸗ dung, von den meiſten deutſchen Kanuvereinen keit Jahren ſchon im Sportprogramm feſt verankert, erhält einen Auf⸗ trieb und Anregung durch die Veranſtaltuta von großen Gemeinſchaftsfahrten und Zeltlagertreſſen mit volkstüm⸗ lichen Wettkämpfen zu Waſſer und zu Lande Der Er⸗ werb des Wanderfahrer⸗Abzeichens und die Ablegung einer allgemeinen Prüfung ſind weitere Mittel um den Willen zum Wettfompf zu fördere» und zu wecken. Die Jugendarbeit im Karuſport findet im neuen Ver⸗ trag zwiſchen Reichsſportübrung und Reichsjugendrührung die beſte Grundlage zur Vergrößerung des Nach wuchſes durch Einrichtung gon Kanugruppen beim Jungvolk Die Wanderfahrten der Kanuſugend mit Zehnerkanadier, Falt⸗ boot und Zelt gelten als Sportfahrten und ſallen daher nicht unter das Welfderfahrtenverbot. An größeren Ver⸗ anſtaltungen bringt das Programm des Kanuſports außer den Meiſterſchaften im kommenden Jahre eine„Nibe⸗ lungenfahrt“ auf der Donau von Paſſau bis Wien und Wie ein internationales Zeltlagertrefſen am Rhein in baden⸗Biebrich mit Rheba⸗ und Mainfahrten. Die Reichs⸗ jugendfahrt ſoll auf Rhein und Main ſtattfinden. Ab 1. Januar nur noch Deutſcher Schützenverband im De Ab 1. Januar 1937 unterſtehen ſämtliche ſchießſport⸗ treibenden Vereine, Gilden und Abteilungen dem Deut⸗ ſchen Schützen⸗Verband, der ſich in Gaue, Kreiſe, Unter⸗ kreiſe und Vereine gliedert. Die Beitraasſätze ſind geſtaſ⸗ felt je nach Art des betriebenen Schießſportes und der Schußwaffen, die geführt werden. Inoktive Mitglieder münen eine Inaktiven⸗Karte haben, die nicht zum Schießen berechtigt, da der Juhaber durch ſie nicht verſichert iſt. Alle Vereine, Gilden und Abteilungen haben zu Beginn des Jahres 1937 neue Mitgliederliſten einzureichen, die mit der vom Reichsſportkührer allfährlich angeordneten Be⸗ ſtandeserhebung genau übereinſtimmen müſſen. Schulden an die bisherigen Verbände gehen nach deren Auflöſung auf den Deutſchen Schützenverband als Rechtsnachfolger Über, bleiben alſo beſtehen bzw. ſind an dieſen zu zahlen. Internationale Fußball⸗Bilanz 1936 Die Fußball⸗Länderkämpfe des Jahres 1936 ſind vorbei — 35 Nationen waren daran beteiligt, 16 trugen im Rahmen der Olympiſchen Spiele Kämpfe aus, alle anderen waren bis auf wenige reine Freundſchaftstreffen, obwohl einige Nationen ihre alljährlichen Begegnungen gleichfalls in⸗ offiziell werten. So gibt es eine Meiſterſchaft der britiſchen und nordiſchen Länder, den Pokal der Randſtaaten, die Vergleichskämpfe am Balkan und ſchließlich einen offiziellen Mitropapokal. Bei unſerer vergleichenden Betrachtung wollen wir die einmalig im Rahmen der Olympiſchen Spiele antretenden Nationen USA, Japan, China, Peru, Türkei und Großbritannien außer Betracht laſſen. Es bleiben dann 20 Nationen übrig, die einen mehr oder weniger ausge⸗ dehnten Spielvertehr durchführten. 5 Was die Zahl der Spiele anbelangt, ſo ſteht DOeſterreich mit 19 Länderkämpfen an der Spitze, gefolgt von Deutſch⸗ land und Ungarn mit je elf. Italien, Polen, Norwegen und die Schweiz haben je neun Länderkämpfe ausgetragen. Die Kämpfe der Amateurmannſchaften von Italien, Oeſter⸗ reich und Ungarn im Rahmen der Olympiſchen Spiele haben wir mit eingerechnet; es war nicht zum Nachteil dieſer Nationen. Italien bekommt z. B. dadurch vier Siege hinzu, Oeſterreich zwei bei ebenſoviel Niederlagen, Ungarn nur eine Niederlage. 8 705 Gegen Luxemburg traten die anderen Nationen faſt durchweg mit einer zweiten Beſetzung an. Wir haben auch hieſe Kämpfe als normale Begegnungen in die Tabelle ein⸗ geſetzt. Das ändert das Geſamtbild inſofern wenig, als nur die Schweiz ihren Kampf der B⸗Mannſchaft verlor und Belgien ihn unentſchieden geſtaltete. Das waren übrigens die einzigen Punkte, die Luxemburg errang. Deuktſchlands Stellung iſt nicht ſo ſtolz und ſtark wie in den letzten beiden Jahren. Bei elf Spielen ſind nur fünf Siege errungen. Zwei Unentſchieden und vier Niederlagen drücken den Tabellenſtand etwas herab. An der Spitze ſteht unzweifelhaft Jtalien, das von neun Spielen nicht eins verlor und nur zwei unentſchieden ge⸗ ſtaltete. Von den anderen Nationen unſerer Umgebung iſt feſtzuſtellen, daß Polen z. B. gut vorangekommen iſt. Siege gegen Belgien und Großbritannien, ein Unentſchieden gegen Deutſchland und eine knappe:2⸗Niederlage gegen Däne⸗ mark ſind ſehr beachtliche Ergebniſſe. Sehr ſchwach zeigten ſich Belgien und Frankreich. Von ſieben Kämpfen gewann Belgien nur einen: den gegen England mit 312. Frank⸗ reich, das allerdings nur drei Kämpfe durchführte, konnte auch nur einen Sieg erringen: 30 gegen Belgien. Holſands Spielſtärke war wechſelnd. Gegen Belgien wurde mit:0, gegen Frankreich mit:1 gewonnen, dann folgten zwei Un⸗ entſchieden: gegen Belgien 171 7 und gegen Norwegen 37g. Auch die Schweiz konnte das Können früherer Jahre nicht wieder zeigen. Nur zwei Lichtblicke hatten die Eidgenoſſen: gegen Belgien 110 und gegen Norwegen:1. Bei neun Kämpfen mußten ſieben Niederlagen quittiert werden. Werfen wir noch einen Blick auf die Gruppen. von Großbritannien wurde dieſes Mal Wales, das mal England und einmal Schottland je mit:1 Nur gegen Irland wurde 2183 verloren. Zweiter land, Dritter England, das Irland mit 5190 ſchlug. lands Kontinentſpiele gegen Oeſterreich(:2) und Bel (:8) gingen verloren.. 2 a In der nordiſchen Gruppe blieb Dänemark o lage. Zweiter iſt Schweden, Dritter Finnland und Norwegen. keine beſſer als Eſtland Von den ſchwächeren Randſtaaten hat Lettland Niederlage zu quittieren und ſteht weit und Litauen. Im Balkanpokal hat Rumänien gegen Ungarn wurde überdies nur Im Mitropa⸗Pokal iſt Italien Sieger geworden. Die Tſchechoſlowakei iſt Zweiter, Ungarn durch zwei Siege über Oeſterreich Dritter und Oeſterreich trotz des 111 gegen die Tſchechoſlowakei und:2 gegen Italien Vierter. Die Tabelle zeigt folgendes Ergebnis: alle Gegner geſchlagen; :2 verloren. Spiele gew. verl. unentſch. Aegypten 2 0 0 2 Belgien 2 1 2 1 Bulgarien 3 1 1 1 Dänemark 4 8 1 0 Dautſchland 11 5 2 4 England 7 2 1 1 Eſtland 5 4 1 3 Finnland 5 1 1 3 Frankreich 3 1 0 Griechenland 3 1 0 2 Holland 4 2 2 0 Irland 1 2 0 2 Irland Freiſtaat 4 2 1 1 Italien 9 7 5 0 Jugoſlawien 3 1 1 a Lettland 5 1 1 0 Litauen 1 1 0 3 Luxemburg 6 1 1 1 Norwegen 9 3 2 4 Oeſterreich 13 7 2 1 Polen 9 8 2 4 Portugal 2 0 0 2 Rumänien 1 3 0 1 Schottland 4 2 1 1 Schweden 6 4 0 2 Schweiz 9 2 0 7 Spanien 1 1 0 Tſchechoſlowakei 5 9 1 1 Ungarn 11 5 1 5 Wales 4 3 0 1 Kekkonen über Finnlands Länderkämpfe Der Führer des Finniſchen Leichtathletik⸗Verbandes, Lauri Kekkonen, der als Juſtizminiſter und als ſtell⸗ vertretender Innenminiſter eine ſehr einflußreiche Stel⸗ lung hat, gewährte unſerem Mitarbeiter in Helſinki eine Unterredung über aktuelle Fragen der finniſchen Leicht⸗ ithletik. Dos finniſche Länderkampf⸗Programm für das kommende Jahr iſt, wie Kekkonen betonte klein. Es ſind nur zwei Länderkämpfe vordeſehen, nämlich gegen England und Eſtland. Zwar haben auch einige andere Nationen Begegnungen mit der Elite der ſinni⸗ ſchen Leichtathletik gewünſcht, aber Kekkonen iſt der Alt⸗ fitht, daß diet zwei Kämpfe vollauf genügen! Die ſport⸗ lichen Reſerven des kleinen Lindes ſind, wie der Führer der finniſchen Leichtathleten betonte, nicht ſe groß wie bei⸗ ſpielsweiſe die Deutſchlands oder gar Amerikas, und aus dieſem Grunde iſt es für Finnlud unmbelich, in jedem Jahr größere Kämpfe mit Erfolg durchzuführen. Die Er⸗ fahrung hat Finnland gelehrt, daß ſolche Treſſen unmittel⸗ bir nach großen internationalen Veranſtaltungen, wie beiſpielsweiſe die Olympiſchen Spiele, immer Mißerfſolge waren, da Finnland einfach nicht imſtande iſt. im gleichen Jahr mehrere harte Kämpfe auszutragen Man darf nicht vergeſſen, ſo ſißte Kekkonen, daß Finnland zwar eine ganze Reihe erſtklaſſiger Spitzenkönner hat, daß dieſe oberſte Leiſtungsklaſſe aber verhältnismäßig klein iſt, jedenfalls nicht groß genug, um mehrere ſtoßkräktige Ar⸗ meen aufſtellen zu können. In dieſem Umſtand ſieht Kekkonen auch die Niederlage begründet, die Finnland 1934 in ſeinem erſten Länderkampf gegen Deutſchlond erlitt. Die finniſche Mannſchaft kam damals von den Eurgpamei⸗ ſterſchaften in Turin, hitte alſo bereits ſchwere Kämpfe hinter ſich. Ausgeruht dagegen ſei Finnlons immer ge⸗ fährlich, ſo betonte Kekkonen, ſogar gegen USA. In klarer Erkenntnis dieſes Sachverhalts hat Kekkonen ein Syſtem eingeführt, das nach einem Johr hirter Kämpfe immer ein Ruhefahr bringt. oz iſt dieſes Ruhejohr und darum hat Finnland auch keinen Länderkampf gegen Deutſchland abgeſchloſſen, denn ein ſolcher Kampf iſt für Kleine Sport⸗Nachrichten Götz⸗Darlehen wieder zu verzinſen Um ihren Vereinen die Möglichkeit zu bieten, ſich wirt⸗ ſchaftlich wieder zu kräftigen, hatte die Deutſche Turner⸗ ſchaft bei Darlehen aus der Götz⸗Stiftung für zwei volle Johre auf die Zinſen verzichtet und für das laufende Ge⸗ ſchäftsjahr 1996/37 nur 1 v. H. Zinſen berechnet. Mit dem 31. März 1937 hört dieſe Zinſenvergütung mit Rückſicht auf andere Unterſtützungs⸗ Verpflichtungen des nunmeh⸗ rigen„Hilfswerk Deutſche Turnerſchaft e..“ auf, es kommt wieder der volle Zinsſatz in Höhe von 4 v. H. (augenblicklicher Reichsbank⸗Zinsfuß! zur Berechnung. Jahnſtätten im deutſchen Reichsgebiet Im Jahnhaus in Freyburg a. d. U. ſoll eine Sammlung von Jahnſtätten und Denkmälern in ganz Deutſchland erfolgen. Aus dieſem Grund bittet der Reichsdietwart Kurt Münch, dem die Betreuung der Jahnſtätten über⸗ antwortet iſt, alle Vereinsführungen, insbeſondere die Dietwarte, die in ihrem Ortsbereich befindlichen Jahn⸗ Erinnerungsſtätten feſtzuſtellen. Es handelt ſich hierbei ebenſo um Jahndenkmäler wie Erinnerungstofeln, Ge⸗ denkſtätten und Straßen, die den Namen des Schöpfers der deutſchen Turnkunſt führen. Von dieſen Feſtſtellun⸗ gen iſt die Leitung des Jahnhauſes in Freyburg ein⸗ gehend zu unterrichten. Insbeſondere liegt daran, Licht⸗ bilder der betreffenden Jahnſtätten zu erhalten. Ehrungen durch die alten Fachverbände nur noch bis zum 31. Dezember 1936 Die bisherigen Ehrungen durch die früheren Fachver⸗ bände, insbeſondere auch der Deutſchen Turnerſchaft, alſo Ehrenbrief, Ehrenurkunde uſw., hören mil Wirku nig vom 31. Dezember 1936 auf. Ab 1. Jonuar treten an ihre Stelle die vom Reichsbund für Leibesübungen neugeſchaf⸗ fenen Ehrungen, über die noch nähere Bekanntmachungen erfolgen. 6 Nachſchulung von BdM⸗Sportwartinnen Auf dem Reichsſportfeld findet z. Z. unter Leitung der Sportreferentin der Reichsjugendſührung ein Lehrgang für Untergau⸗Sportwartinnen des Bom öſtatt, der in erſter Linie der fachlichen Nachſchulung auf allen Gebieten der Leibesübungen dient. Die verſchiedenen deutſchen Gym⸗ naſtikſyſteme, die Wege ſportlicher Erziehung der 10⸗ und 12 jährigen Mädel, das geſamte Aufgabengebiet des Mädel⸗ ſports u. a. m. werden eingehend behandelt. Unter den Rednern war auch Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten, ebenſo wie ſich ſämtliche Dozenten der Reichsakade⸗ wie für Leibesübungen für Referate zur Verfügung ge⸗ ſtellt haben. Jernſehen auch in Tokio In Berlin war bekanntlich während der Olympiſchen Spiele eine Anzahl ſogenannter Fernſehſtuben eingerich⸗ tet, die allen denfenigen, die die Kämpfe nicht an Ort und Stelle unmittelbar verfolgen konnten, mit Hilfe dieſes jüngſten Kindes der Radiotechnik die Möglichkeit gaben, die Ereigniſſe auf der Aſchenbohn uſw. zu verfolgen. An Zuſchauern war in dieſen Fernſehſtuben während der Zeit der Olympiſchen Spiele wahrlich kein Mangel. Sie haben ſich glänzend bewährt. Dieſe Erfolge haben die fapaniſche Rundfunkgeſellſchaft beſtimmt, Unterſuchungen über die Möglichkeiten von Fernſehſendungen während der Olym⸗ piſchen Spiele 1940, in Tokio, anzuſtellen, die nunmehr beendet find. Der japaniſche Rundfunk hat darouf den Plan oufgeſtellt, das Fernſehen in der noch verbleibenden Zeit ſo ſtark als möglich volkstümlich zu machen, damit wäh⸗ rend der Olympiſchen Spiele die Fernſehſtuben, die in einem Umkreis von 20 Km. in und um Tokio errichtet werden ſollen, ſich der gleichen Beliebtheit erfreuen wie in Berlin. Frauenwartinnen im Ohe Die Betreuung der Frauen und Mädchen im Deutſchen Reichsbund f. L. iſt Augelegenheit der Reichsfrauenwartin. Sie gibt den Gaufrauenwartinnen die Anweiſungen über die Frauenarbeit und dieſe wieder geben ſie durch Lehr⸗ gänge und Schulungen an die Kreisfrauenwartinnen wei⸗ ter. Die Kreisfrauenwartin des Das ſchlägt dem Kreis⸗ führer ihre Mitarbeiterinnen zur Beſtätigung vor; keine andere Stelle kann alſo die Frauenwartinnen einſetzen. Kreisdtetwortinnen oder Abſchnittsdietwartinnen gibt es innerhalb des Das nicht, ſondern es gibt nur Frauen⸗ wartinnen, die von der Reichsführung bis zu den Unter⸗ gliederungen hinab im engen Einvernehmen mit dem entſprechenden Dietwart arbeiten. Die Dietarbeit, die gei⸗ ſtig⸗ſeeliſche Betreuung der Turnerinnen und Sportlerin⸗ nen, leiſten die Frauenwartinnen verantwortlich der Kreis⸗ bzw. Reichsfrauenwartin gegenüber, die auch die Richt⸗ linien für die Arbeft gibt. Kräfte Finnlind ein ſchwerer Kampf und ſetzt ausgerußhle Doraus. Der Finniſche Leichtathletik⸗Verband iſt ſelbſtverſtänd⸗ lich auch dabei, die ſportliche Weiterausbildung mit allen Mitteln zu fördern. Das vor den Olympiſchen Spielen praktiſch erprobte Trainingsſyſtem wird weiter zus⸗ gedehnt und der bekannte Trainer Armas Valſte, dem die fünniſchen Leichtathleten außerordentlich viel verdanken, wird ſtändig dafür ſorgen, daß Finnlands ſportliche krft auch auf dem Gebiet der Leichtathletik erßalten bleibt. Ihm zur Seite ſteht eine ganze Anzahl Bezirkstrafnet, die die örtlichen Vereine betrauen. 8 . 2 2 4 Erfolge eines Mannheimer SS-Reilers SSell⸗Scharführer Seeſt(13. SS⸗R⸗Standarte Mann⸗ heim) war bei dem Spring⸗ und Reitturnier der Deulſchon Reitſchule, Berlin, zweimal ſiegreich und gewann den Preis des Reichsminiſters für Ernährung und Land⸗ wirtſchaft, Bei dem am 5. und 6. Dezember veranſtalteten Hallen⸗ turnier in Berlin gelang es unſerem hieſtgen SS⸗u⸗Schar⸗ führer. Seeſt auf dem jährigen Flinker die beiden Vielſeitigkeitsprüfungen für ſich zu entſcheiden Mit die⸗ ſen zwei Siegen vollbrachte Seeſt eine ganz große Leiſtung, denn Oberleutnant Huck von der Kavallerieſchule Hannover, der mit fraſon und Immeraglück in der Kon⸗ kurrenz war, mußte ſich in der ſchwierigeren Vielſektig⸗ keitsyrüfung mit dem 2. und 3. Platz beanügen. Das Spitzenpferd Faß n iſt noch durch ſeine Teilnahme an der Olympiſchen Military in beſter Erinnerung. In zwei weiteren Dreſſurprüfungen konnte Seeſt ſtch jeweils an zweiter Stelle placieren, während er zum Schluß im mittelſchweren Jagdſpringen den dritten Platz erringen konnte. Mit dieſer Leiſtung gelaug es SSelk⸗ Scharſſthrer Seeſt, im Kamef um das deutſche Khampfonat der Vielſeitigkeitsprüfung hinter Hauptm. Stubben dorf(ſeither Kavallerieſchule Hannover), dem bekannten Olympiſchen Sieger auf Nurmi, nunmehr die zweite Stelle einzunehmen. Hollanoͤs Eishockeyspieler wollen lernen Eishockey iſt in den meiſten europäiſchen Ländern am ſtärkſten gefragte Sport der größeren Stäbte. Eng⸗ lond und Frankreich ſind die neuen Zentren für einige Dutzend kanadiſche Mannſchaften, hier ſteht( shockey im Brennpunkt des Intereſſes, aber auch in anderen Ländern wächſt von Jahr zu Jahr das Intereſſe. Das goht am beſten daraus hervor, daß der Holländiſche Eishockey⸗Ver⸗ bawd nunmehr endgültig beſchloſſen hat, ſich mit einer Mannſchaft an den Welt und Eurovametſterſchaften, Jie vom 17. bis 27. Februar in London aögehalten werden, zu beteiligen. Der Hollärciſche Verband hal dieſen Be⸗ ſchluß in erſter Linie gefaßt, weil die holländ ſchen Eis⸗ hocken⸗Maunſchaften in den letzten Wochen gezeigt haden, daß ſie auch aute europälſche Mannſchaften nicht zu ſcheuen brauchen. Außerdem huben ſich die Holländer auch einige Kan dier geſichert, die zwei ellos zur weiteren He⸗ bung der Spielſtärke beitragen werden. Man iſt fich darüber im klaren, daß für Holland, ein Land, in dem der Eislauf von jeher Volksſport war, dos aber zu den füng⸗ ſten Eishockeynationen Europzs zählt, in Lendon die Trauben ſehr hoch hängen werden. Die Entſendung einer Monnſchaft hält der Verband aber für durchaus gerecht⸗ fertigt; ſie ſoll in erſter Linie durch Kämpfe gegen ſtärkere Länder lernen. der Literatur .„Tyrol“⸗Schironten⸗Ueberſichtskarten der wichtigſten Tiroler Winterſportplätze mit Tourenbeſchreibung. Taſchen⸗ format, 26 Karten laufgeſchlagene Größe einer Karte 29 4 Zentimeter), in broſchlerter oder kartonlerter Ausgabe, Preis.— 8. Zu beziehen durch die Tiroler Verkehrs⸗ werbung, Innsbruck, Taxishof Als eine der originellſten Publikationen und als ein längſt erwünſchter Führungs⸗ behelf des Tiroler Winterſportlandes muß bieſes Sammel⸗ werk der Ichirouten⸗Ueberſichtskarten oangeſprochen werden. Hier werden dem Schiläuſer wirklich einmal alle Angaben vermittelt, die ihm die Zuſammenſtellung ſeines Tpuren⸗ programmes leicht machen, die ihm einen guten Einblick in die verſchtedenen Tiroler Schigebiete und ihre Tourenmög⸗ lichkeit geben die ſedermann über alle wichtigſten Touren⸗ gebiete in Tirol hinreichend unterrichten. Die Schironten⸗ karten ſind leicht lesbar und überſichtlich, die Angaben zu den einzelnen Touren prägnant und verläßlich. Dieſes neue Werk iſt ein ausgezeichneter Behelf für den Tiroler Winterſportgaſt und Winterſportler. Das Werk iſt eine Meiſterarbeit des Direktors Joſef Schröder. HANpLS- d WIRTSCHAFTS-Z EITUNG. Donnerstag. 10. Dezember 1936 Preiserhöhungen in England Während das deutſche Preisniveau dank der energiſchen Bemühungen der Reichsregierung ſtabil geblieben iſt, hat ſich in England im Jahre 1938 eine allgemeine und teilweiſe ſtarke Preiserhöhung bemerkbar gemacht. Die neueſten Veröffentlichungen der amtlichen engliſchen Statiſtik ſtellen feſt, daß der Geſamtindex, der im November 1935 noch 107, (1913= 100) betrug, im November 1936 auf 116,4 geſtiegen iſt. An der Preisſteigerung waren die Lebensmittel und die anderen Waren, im ganzen geſehen, etwa im gleichen 8 beteiligt. en Lebensmitteln fällt vor allem die Stei⸗ der Getreidepreiſe ins Gewicht, deren Index von 90,6 101,5 angewachſen iſt. Dieſe Steigerung hängt natur⸗ gemäß mit der Steigerung der Getreideweltmarktpreiſe zu⸗ ſammen, iſt demgemäß eine Erſcheinung, die ſich nicht nur auf England allein erſtreckt. Weizen, Mehle und Gerſte weiſen ſogar Erhöhungen von 25 v. H. und mehr auf, wäh⸗ zend einige aus Ueberſee ſtammende Farmerprodukte, wie Tee und Reis, faſt unveränderte Preiſe zeigen. Auffallend hoch iſt der Preis für Kakao geſtiegen, nämlich von 20/ auf 45/8 Pfoͤ. St., alſo um 125 v. H. Bei den übrigen Lebens⸗ mitteln iſt die Preisſteigerung weſentlich geringer als bei Getreide, ja es ſind ſogar gewiſſe Preisermäßigungen, vor allem für Aus fandswaren, zu verzeichnen. Die Fleiſch⸗ preiſe ſind ziemlich ſtabil geblieben, Butter⸗ und Eierpreiſe ind ſogar erheblich zurückgegangen. Auffällig iſt die Be⸗ wegung der Speckpreiſe; engliſcher und däniſcher Speck weiſt ſtarke Steigerungen auf, amerikaniſcher iſt erheblich gefallen. Aus folgender Ueberſicht laſſen ſich die wichtigſten Preis entwicklungen für Lebensmitte! ſeit dem Vorjahr er⸗ mitteln.(Preiſe in Pfö. St., Sh.,): Juli Weizen Mehl Reis Rindfleiſch Zucker Tee Kakao Hammelfleiſch Speck liriſch) Fiſch Eier Butter(oän.) Speck(amer.) 8 getätigten Nachfrage. Der Index für Eiſen und Stahl weiſt eine Steigerung von feſt 9 v. H. auf, obwohl die Gewinnung hier nachweislich zugenommen hat. Auch die Kupfer⸗, Zinn⸗ und Blei⸗ preiſe ſind ſtark in die Höhe gegangen, eine Bewegung, die allerdings zum Teil auf Weltmarktmomente zurückzufüh⸗ ren iſt, wobei aber die britiſche Nachfrage zweifellos in heachtlichem Ausmaß preisſteigernd gewirkt hat. Von den Kohl haben nur die beſſeren Qualitäten etwas angezo⸗ gen, die Petroleumpreiſe blieben ſtabil. Recht merkwürdig iſt die Preisentwicklung für Textilien verlaufen. Wäh⸗ rend die Preiſe für Baumwolle nur in geringem Maße en hatten, ſind ſie bei Wolle und Hanf recht er⸗ 0 geſtiegen, ſo daß ſich für die letzteren beiden Produkte eine Indezerhöhung von 17,1 v. H. ergab. Vermutlich ſpielt auch hier der Rüſtungsbedarf eine ausſchlaggebende Rolle. Im folgenden iſt nun die Preisentwicklung der wichtigſten Waren im Jahre 1936 zuſammengeſtellt(in Lſtr., ſh,): 1936 1936 1935 Nov Juli Nop. 8500 85/ 71/0 8710 87⸗¹0 Kupfer 48/15 41710 Zinn 236/0 185/10 Blei 25/5 18/5 Gas koh 15/6 14/8 Petroleum 94 9, Baumwolle 11,02d 11,25d Wolle 15% d 137d Hanf F. 30% Flachs 71/0 Jute 18/14 Holz 19/10 Zement 17¹9 Gummi 80 710/100 65/10d Ein Blick auf die Entwicklung des engliſchen Preis⸗ Alveaus ſeit 1931 zeigt, wie ſtark die Konjunktur in Eng⸗ land eine Preiskonjunktur geweſen iſt. Man ſieht genau, daß nicht die Währungsabwertung, ſondern der 1935 ein⸗ ſetzende Wirtſchaftsaufſtieg die ſtarken Preisſteigerungen hervorgerufen hat. Den Hauptauſtrieb erfuhr jedoch das Preisniveau erſt durch die im Sommer 106 eingetretene Rüſtungswelle. Die Hauſſe, die jüngſtens auf dem geſam⸗ ten Weltmarkt eingeſetzt hat, tat noch ein übriges, um das britiſche Preisniveau in die Höhe zu ſchrauben. Die In⸗ dexentwicklung ſeit 1931, dem Jahr der britiſchen Wäh⸗ rungsabwertung, verlief wie folgt(1913= 100): 2 bens⸗ andere Geſamt«e Zu⸗ ober mittel Waren index Abnahme D 108,1 94,6 99,5— 3,6 D 97,4 92,5 3— 5,2 De 98,9 97,8 98,2 + 3,9 De 104,5 98,3 100,6 + 2,4 Dei 110,7 105,% 107,5 + 7,5 Nov 118,5 115,2 116, + 9,0 * Fremdwährungsſchulden. Der Reichsminiſter der Ju⸗ ſtis Dr. Gürtner hat im Einvernehmen mit dem Reichs⸗ wirtſchaftsminiſter und dem Reichsmjniſter der Finanzen eine Verordnung über Fremdwährungsſchulden erlaſſen. Durch die Verordnung wird geregelt, welchen Einfluß die Abwertung ausländiſcher Währungen auf deutſche Aus⸗ londsſchulden hat, die auf eine der abgewerteten Wäh⸗ rungen lauten. Für die in Wertpapieren verbrieften Aus⸗ landsanleihen war bereits durch das Geſetz über Fremd⸗ währungs⸗Schuldverſchreihungen vom 26. Juni 1936 be⸗ ſtimmt worden, daß im Falle einer Abwertung der aus⸗ ländiſchen Währung, auf die die alte Anleihe lautet, für die Zahlungsverpflichtung des Anleiheſchuldners die ab⸗ gewertete Währung maßgebend iſt. Durch die neue Ver⸗ Irdnung wird dieſer Grundſatz auch auf ſolche Schuldver⸗ pflichtungen des zwiſchenſtagtlichen Geld⸗ und Kapitalver⸗ kehrs ausgedehnt, die nicht in Wertpapieren verbrieft ſind. Der innerſtaatliche Geld⸗ und Kapitalverkehr wird durch die Verordnung nicht berührt. * Angebot zum Umtauſch von ausgeloſten Dollarbonds. Die Konverſionskaſſe für deutſche Auslandsſchulden erwet⸗ tert ihr Umtauſchangebot vom 10. Oktober 1935 auf die per 1. April 1935 ausgeloſten Schuldverſchreibungen der 7proz. Dollar⸗Anleihe der Deutſch⸗ Atlantiſchen Telegraphen⸗ Geſellſchaft von 1925/45. * Die Wirtſchaftslage am Jahresende.— Die Berichte der Großbanken. Die üblichen Wirtſchaftsmitteilungen der Berliner Großbanken ſind in dieſen Tagen erſchienen. Gemeinſam iſt in ihnen die Feſtſtellung, daß die deutſche Induſtrie in zahlreichen Zweigen ausreichend, in den wich⸗ ligſten ſogar mehr als reichlich beſchäftigt iſt. Immer mehr Betriebe ſind an die Grenze der Vollbeſchäftigung heran⸗ gerückt. Mit an erſter Stelle ſteht der deutſche Eiſen⸗ markt. Hier iſt ein außerordentliches Anwachſen der Auf⸗ träge als beſonders bedeutſam zu verzeichnen. Weiter hat ſich die Notwendigkeit ergeben, die Herſtellung von Bauten, die nicht unbedingt erſorderlich ſind, vorläufig zu⸗ rückzuſtellen, und die dadurch freiwerdenden Matertatien anderen Verwendungszwecken zuzuführen. Der gewaltig geſteigerte Einſatz von Menſch und Material hat zu einer neuen und ſehr beträchtlichen Zunahme der in der gewerb⸗ lichen Wirtſchaft erzeugten Gütermengen geführt. Der Bericht der Banken nennt den Umſatzwert der deutſchen Induſtrie für 1936 mit weit mehr ols 60 Milliarden Reichs⸗ markt. Der Bericht kommt ferner zu der ſtatiſtiſchen Errechnung, daß unter Berückſichtigung der nur deichränkt oder gar nicht mehr vorhandenen Exwerbsfähigkeit weler Erwerbsloſer die wirklich noch vorhandene Arbeitsloſigkeit in ganz Deutſchland auf wenige Hunderttanſende zuſam⸗ mengeſchmolzen iſt. 5 der Neuen Mannheimer Zeitung Abend-Ausgabe Nr. 371 Freundlichere Märkie Größere Geschäfissſille bei Akfien/ Renien meisi unveränderi Rhein⸗Mainiſche Mittagsbörſe behauptet Frankfurt, 10. Dezember Die Börſe war weiterhin luſtlos. Der Mangel an Aufträgen und beſonderen Anregungen ließ keine Unter⸗ nehmungsluſt aufkommen. Trotzdem war die Grundhal⸗ tung eher etwas freundlicher und nach den erſten Notie⸗ rungen, die bei geringen Abweichungen nicht ganz ein⸗ heitlich lagen, machten ſich auf Teilgebieten Anſätze zu einer leichten Befeſtigung bemerkbar. Am Aktienmarkt fanden Montanpapiere etwas Intereſſe. Ver. Stahl 12075 bis 121(120%), Mannesmann 116—116,50(11676), Klöck⸗ ner 124(123,50), Rheinſtahl 148,50(148,25), Harpener 147,75 (147,50), dagegen Höſch 115,50(116). 36 Farben lagen mit 166,75 unverändert, während Metallgeſellſchaft weiter ahbröckelten auf 149,25(150). Elektropapiere kamen meiſt A v. H. höher zur Notiz. Von Bauwerten gingen Holzmann 7 v. H. und Jul. Berger 4 v. H. zurück. Am Rentenmarkt zeigte ſich etwas Nachfrage für Kommunal⸗ Umſchuldung zu 89,70—89%(89,65), ferner waren Zertif. Dollar⸗Bonds etwa 4 v. H. feſter, Zinsvergütungsſcheine blieben mit 94,10 behauptet, während Altbeſitzanleihe“ v. H. verloren. Im Verlaufe kam die Börſe über die Anſätze zu einer Erhöhung nicht hinaus. Bei weiterhin ſehr kleinen Um⸗ ſätzen wieſen die Kurſe kaum noch Veränderungen auf. Auch an den Rentenmärkten blieb es ſtill, Kommunal⸗ Umſchuldung ſchwankten zwiſchen 89,70 89,80. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen nahezu unverändert. Liquida⸗ tionspfandbrieſe notierten teilweiſe 6— 4 v. H. freund⸗ licher. Von Auslandsanleihen wurden 5proz. äußere Me⸗ xikoner nach Pauſe mit 8,60(10) notiert, ferner 4proz. Mexikaner mit 6,75(6,60) und 4proz. Ungarn Gold mit 7,10(75). Berliner Börſe: Aktien ſtill * Berlin, 10. Dezember. Der Geſchäftsumfang war zu Beginn der Börſe auf nahezu allen Marktgebieten wieder ziemlich eng begrenzt. Bemerkenswert iſt aber die indes ungeachtet feſtzuſtellende Widerſtandsfähigkeit. Soweit Einbußen zu verzeichnen waren, gingen ſie ſelten über 1 v. H. hinaus. Die Abgaben dürften wohl hauptſächlich von ſolchen Verkäufen herrühren, die ſich für die Anſprüche des heutigen Steuertermius flüſſig zu halten wünſchen. Andererſeits waren auch wieder kleine Kauforders vorhanden; es hat den Anſchein, als ob dieſe Rückkaufsneigung ſich im Verlaufe noch etwas verſtärkte, woraus man bereits jetzt die Hoffnung auf eine Wieder⸗ belebung des Geſchäfts ſchöpfen will. Am Montanmarkt überwogen zunächſt noch Abweichungen bis höchſtens 7 v. H. Braunkohlenwerte waren zum Teil wieder geſtrichen, im übrigen bei nur kleinem Umſatz wenig verändert. Eine Ausnahme bildeten Ilſe Genußſcheine mit minus 1 v. H. Von Kaliaktien erhielten lediglich Weſteregeln eine An⸗ fangsnotiz(minus 1 v..). Chemiſche Papiere blieben un⸗ verändert, ſo Farben mit 16673. Bei den Elektro- und Tarifwerten fielen nur Deutſche Atlanten mit einer gegen letzte Notiz vom 8. Dezember 1936 erlittenen Einbuße von %, HEW mit minus 1 und Charlottenburger Waſſer mit minus 17 v. H. auf. An den übrigen Märkten waren kaum nennenswerte Abweichungen gegen den Vortag ſeſtzuſtellen. Am Rentenmarkt erkitten Reichsaltbeſitz im Zuſammenhang mit den nunmehr veröffentlichten Ziehungsliſten und den daraufhin einſetzenden Abgaben einen Rückgang um 677% Pfg. auf 11676. Die Umſchuldungsanleihe wurde 5 Pfg. höher mit 89,80 bewertet. Mittlere und Späte Reichsſchuldbuch⸗ forderungen verloren 76 v. H. Im Verlaufe zeigte ſich, tnsbeſondere am Montanmarkt, etwas regere Kauftätigkeit, die am genannten Marktgebiet etwa- v. H. betragende Steigerungen gegenüber den Anfangsnotierungen auslöſten. Auch ſonſt waren geringe Befeſtigungen zu beobachten. Farben konnten ſich dagegen mit 166,75 nicht ganz behaupten. 5 Der Kaſſarentenmarkt verharrte in ſeiner ruhigen Hal⸗ tung. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen waren bei unbedeutenden Schwankungen vereinzelt etwas ſchwächer. Hypothekenpfandbriefe blieben zumeiſt unver⸗ ändert. Stadtanleihen lagen bei geringen Veränderungen nach beiden Seiten unregelmäßig, doch war die Stimmung als freundlich anzuſprechen. Von Induſtrieobligationen gelangten 4% proz. Harpener ½ v. H. niedriger, Aſchinger 1 v. H. höher zur Notiz. Auslandsrenten hatten uneinheit⸗ liche Kursgeſtaltung. Am Einheitsmarkt überwogen Verluſte bis zu 5 v. H. Demgegenüber waren Vereinigte Harzer Portland um 3 und Kühltranſit um 2 v. H. gebeſſert. Banken gaben meiſt nach, befeſtigt waren Adca(plus c v..) und Deutſch⸗ Aſiatiſche(plus 13). Hypothekenbanken hatten uneinheit⸗ liche Kursgeſtaltung bei Schwankungen bis 7 v. H. nach beiden Seiten. Nuch Austandsaktien verkehrten in eher uneinheitlicher Haltung. Von Kolonialwerten waren Otavi um.25 /, Deutſch⸗Oſtafrika um 1 v. H. gebeſſerl, Kamerun und Neu⸗Guinega um 3 und 1 v. H. abgeſchwächt. Steuergutſcheine blieben unverändert. Reichsſchuldbuchforderungen, Ausgabe 1: 1937er 100 G; 1938er 99,62 G; 1939er 99,37 G; 1940er 98,5 G 99,37 B; 1941er 98 G; 1942er 97,87 G; 1943er bis 1948er je 97,75 G. Ausgabe 2: 1942er 97,75 G; 194ger 97,62 G 98,37 B; 1944er bi ber je 97,5 G; 1948er 97,62 G 98,37 B. 8 788 deraufbauanleihe: 1944/4 5er 72,25 G; 1946ʃ/48er 25 G 73,12 B. proz. Umſchuld.⸗Verband 89,425 G 90,175 B. Am Börſenſchluß war die Kursgeſtaltung meiſt nur noch von Zufällen abhängig und infolgedeſſen unregelmäßig. Farben ſchloſſen zu 166. Trotz der herrſchenden Stille muß aber doch die Widerſtandsfähigkeit der Märkte hervorge⸗ hoben werden. Nachbörslich kamen Umſätze nicht mehr zuſtande. Geld- und Devisenmarkf * Berlin, 10. Dezember. Am Geldmarkt war heute eine gewiſſe Anſpannung nicht zu verkennen, doch wurden die Blanko⸗Tagesgeldſätze nur auf 3 bis 3,25 v. H. erhöht. Der Steuerzahlungstermin ſcheint ſich reibungsloſer ab⸗ zuwickeln, als man das bisher angenommen hatte, wenn auch Angebot und Nachfrage nicht immer leicht auszuglei⸗ chen woren. Das in Privatdiskonten herauskommemnde Material ſand aber doch mit Hilfe ser regulierenden Stelle Unterkunft Der Privatdiskontſtz wurde bei 3 v. H. belaſſen. An den internationalen Deviſenmärkten leichte Abſchwächung des Pfundes feſtzuſtellen. In Zürich notierte man das Pfund mit 21.31%(91,95%), in Paris mit unverändert 105,15 und in Amſterdam mit 9,08 (9,0076). Auch der Franken war abgeſchwächt. Die Zü⸗ richer Notis lautete 20,27(20,31), die Amſterdamer Notiz war eine .56 ½%(8 56%) und die Londoner Notiz unverändert 105.1. Der Dollar blieb in Zürich mit.35½ unverändert. Der (21,42%), der Amſterdamer Pariſer Kurs lag bei 21.47½¼ Kurs bei.89%(unverändert) und die Londoner Natis bei .8918/(4,9056). Der Gulden gin in Zürich auf 3870 (286.90) zurück. Der Londoner Guldenkurs lag bei 9,00% (9,014). ſiſskontsatz: Reſchsbank 4, Lombard 5. Privat 3 v. h. 7 in Ri. Dis⸗ J Paritälf 8 Dezember J 10. Dezember Ur kon 1 Held] Brie! Weld Brief Aegvpten 1àgypl. Bod. 555 128508 12.885 12.80 12.540 Argentinien- Peſz 10 1737.720 974 90.7 9/82 Belgien. 100 Belga 2 529 12.10% 42.18) 4205 42.14 Srafiten„ Mittels...5933.149 31.149.15 Bulgarien 100 Leva 6 3530.047 3053 3047.053 Tanada Nan. Tolla r 2783.490 2484 2290.54 Dänemark 100 Kronen 4 112.59 54.50 54500 54.30 0 Danzig„100 Gulden 8 8% d ee ee ee England.. 1 Pfund 2 29.22 12.205 12.288 12.180 12.210 Eſtland. 100 eſtn. Rr, 4% 112.50 3795 8807 3793 6807 innland 100flunl. N. 4 15.7%[.390 5,0.375.885 rankreich 100 Fren 2 15% 11.810 11.830 11.580 11510 riechenland Joe Dr. 7.432.353 2557 2883 257 onand 100 Gulden 2 168,) 135.43 135,701 135.7 135 54 ran(Teheran) in 225 15131322 15,14 15.18 land.. 100 te. r. 53 150] 57 34.9 63 34.73 tallen... 100 Lire 4% 2203, 15,09 13111305 1811 pan... 1 en 2092 9,71] 0,13] 0759.711 goflavien 100 Dinar 5 91— 5,884 5,888.654 5,853 Jettland. 100 Lotts 8 S 8 2 2 Sttauen 100 Litas 5¼% 9s 4191 22022 8 202 Norwegen 100 Kronen 4 112.50 61,34 61.46 5122 6134 Oeſter reich 100 Schi. 3% 48, 48.9 49,05 48895 49.05 Volen.. 100 Bios 5 2 0 7.14 Bortugal 100Cscuds 4½%¼ 18.00 11.635 1110511055 11.085 Rumänien.. 100 el 474 2511.8180 L817 1818 TLEL/ Schweden 100 Kr. 2 11250 3292 8308 6280 62.92 Schweiz 100 franten 2 83.— 57.7 7 5/14 572 Spanien 100 Peſelen 3 83, 2088 21.52 208 20.52 Eſchechoſlowakei log 12.138 8781 8/9.761.7 Türkei. Itürl. fd. 5 18.55.378] 1,382 1978.932 Ungarn. 100 Pengs 4 73,42 1 785 2 3 2 5 Uruguan, 1 Golbpeſoͤv 4,8.359 4,371.309.371 Ber Staaten Doller l 137.193.488.492.488.492 Frankfurt, 10. Dezember. Tagesgeld etwas gefragt und auf 24(%) v. H. erhöht. C p.. bbb * Werbe⸗Umſätze. Die Oktober⸗Ergebniſſe der Werbe⸗ ſtatiſtik bringen ein ſtark über das ſaiſonübliche Maß hinausgehendes Auſteigen der Werbeumſätze zum Aus⸗ druck. Die Kennziſſer der Geſamtumſätze ſtieg von 110,9 im September auf 129,5 im Oktober(115,1 im Oktober 1935). Damit beträgt die Zunahme gegenüber dem Okto⸗ ber 1935 12,5 v. H. Während Papieranſchlag⸗, Verkehrs⸗ mittel⸗ und Filmwerbung im Oktober nicht das im ent⸗ ſprechenden Vorjahresmonat erzielte Ergebnis erreichten, hat die Anzeigenwerbung einen außergewöhnlichen Auf⸗ trieb erfahren. Die Zeitungsanzeige übertraf das vorfäh⸗ rige Oktober⸗Ergebnis um 15,3 v.., die Zeitſchriften⸗ anzeige ſogar um 19,4 v. H. Beide Anzeigenarten hatten damit den höchſten Umſatz der letzten drei Jahre über⸗ haupt. Daß die Anzeigen in Adreßbüchern und Kalendern nicht die entſprechende Vorfahresziffer erreicht haben, iſt aus erhebungstechniſchen Gründen zu erklären. * Urſprungszeichen für handwerklich hergeſtellte Schirme und Stöcke. Vor ungefähr Jahresfriſt wurde das erſte Urſprungszeichen für Handwerkserzeugniſſe, und zwar für handwerklich gearbeitete Damenhüte, geſchafſen, das ſich gut bewährt hat. Als zweites iſt jetzt das Urſprungs⸗ zeichen für handwerklich hergeſtellte Schirme und Stöcke herausgebracht worden. Die Genehmigung zur Verwen⸗ dung des Urſprungszeichens erhalten nur die Schirm⸗ und Stockherſteller, die in die Handwerksrolle eingetragen ſind und die Gewähr dafür bieten, gute Handwerksarbeit zu leiſten. Das Urſprungszeichen iſt in einem verſilberten Nagel eingeprägt, der auf dem Schirm⸗ oder Stockgriff angebracht wird. Schokinag Schokolade⸗Induſtrie Ac, Mannheim. In der ao. GV am 27 November wurde an Stelle des durch Tod ausgeſchiedenen Mitgliedes des Aufſichtsrates Rechts⸗ onwalt Dr. Joſef Fetſch, Frau Magda Ammon, Mann⸗ heim, zum Mitglied des Aufſichtsrates gewährt. * Hafeumühle in Frankfurt a. M. AG., Frankfurt a. M. Wieder 57 v. H. Dividende. Nach dem Bericht für das Geſchäftsjahr 1935/36 fanden die Erzeugniſſe der Geſell⸗ ſchaft, ſowohl Mehl als auch Futterartikel, im abgelaufenen Jahr guten Abſatz, ſo daß das Kontingent voll ausgenutzt werden konnte. Die Verdienſtſpanne ſei kleiner als im Vorjahr geweſen. Der Rohertrag erhöht ſich auf 0,96(0,79) Mill.„, wozu noch 11027(6 550)/ außerordentliche Er⸗ träge treten. Nach Abſchreibungen von 100 000(102 400)“ ergibt ſich einſchließlich 3870(3 270)„ Gewinnvortrag ein Reingewinn von 158 537(185 263) 4. Der GV am 17. De⸗ zember wird vorgeſchlagen, hieraus unverändert 5% v. H. Dividende auf 2,04 Mill.„ Ac zu verteilen, die 67 600 (69 700)„ Genußrechte mit 3½ v. H. zu verzinſen und 4530/ vorzutragen(i. V. noch 40 000% Zuweiſung an den Dispoſitionsfonds). In das neue Geſchäftsjahr iſt die Geſellſchaft voll beſchäftigt im Rahmen ihres Kontingents eingetreten. Der gute Mehlabſatz habe bis jetzt weiter⸗ hin angehalten. 8 * Valencienne AG, Dresden. Die Geſellſchaft ſchließt das mit dem 30. Juni 1936 beendete Geſchäftsfahr bei einem Rohertrag von 0,70(0,73) Mill.„ nach Abzug ſämt⸗ licher Unkoſten und Vornahme von 0,05(0,06) Mill. 4 Abſchreibungen mit einem Reingewinn von 35 115(38 424) , der ſich um den Gewinnvortrag auf 44 380 4 erhöht. Hieraus ſollen 4(3) v. H. Dividende auf 0,81 Mill. 4 AK ausgeſchüttet werden. * Tonwarenfabrik Schwandorf Ach.— 6(4] v. H. Divi⸗ dende. Die GV findet am 11. Januor in München ſtatt. Der Abſchluß für 1935/36 weiſt bei ordentlichen Abſchrei⸗ bungen von 89 312„(i. V. 88 271 /] einen Gewinn von 155 982(116 804)/ leinſchließlich des Gewinnvortrages non 48 822 ,] aus. Es wird die Ausſchüttung einer Dividende von 6(4) v. H. vorgeſchlagen. * Mahn u. Ohlerich, Bierbrauerei A, Roſtock.— Wie⸗ der 8 v. H. Dividende. Bei der Bierbrauerei wird die Ausſchüttung einer Dividende von wiederum 8 v. H. vor⸗ geſchlagen. Die GW findet am 4. Januar ſtatt. * Malzfabriken J. Eiſenberg u. Etgersleben AG, Er⸗ furt.— Wieder 3 v. H. Dividende. Der AR beſchloß, der GV am 6. Januar für das Geſchäftsjahr 1935/36 die Ver⸗ teilung einer Dividende pon wieder 3 v. H. auf das Nn von.6 Mill.„ vorzuſchlagen, nachdem im vorigen Jahr eine Dividendenſenkung von 4 auf 3 v. H. erfolgt war. „Der Verkehr in den Duisburg⸗Ruhrorter Häfen war im November 1936 mit 1445 242 Tonnen um 7 v. H. ge⸗ ringer als im Oktober d. J.(1 551583 Tonnen). Die An⸗ Bar betrug 23592 Tonnen und die Abfuhr 1171 710 Tonnen. * Währungsſtabiliſterung im Ungewiſſen? In einer Preſſeerklärung betonte der holländische Miniſterpräſident Dr. Collijn, daß er nach dem Scheitern der Londoner Weitwirtſchaftskonferenz des Jahres 1933 nicht mehr an den Erfolg von Weltkonferenzen glaube, er mache ſich auch keinen Illuſionen über den ſchönen Traum einer inter⸗ nattonalen Währungsſtabiliſierung. Holland ſei dem fran⸗ zöſiſch⸗engliſch⸗ amerikaniſchen Währungsabkommen bei⸗ getreten, das den Beginn eines internctionalen Zuſam⸗ mengehens zur Stabiliſterung der verſchiedenen Währun⸗ gen ermöglichen ſolle. Man könne jetzt von einer„Wäh⸗ rungsſtabiliſterung im Ungewiſſen“ ſprechen, denn es ſei keineswegs ausgeſchloſſen, daß verſchiedene Währungen abermals abgewertet würden wodurch neue Unſicherheit entſtehen müßte. Immerhin ſei die abgeſchloſſene Ver⸗ einbarung beſſer als gar keine, da ſie mindeſtens für jeden beteiligten Strat einige techniſche Vorteile biete. Eine wirkliche internatkonare Währungsſtabiliſierung werde nur möglich ſein, wenn der internationale Handel eine echte Belebung zeige, deren VBorausſetzung allerdings ein weit⸗ gehender Abbau der Zollſchranken wäre. Obgleich die Nie⸗ derlande die niedrigſten Einfuhrzölle der Welt hätten, würde die holländiſche Regierung bereit ſein, tber die Ab⸗ ſchaffung der Kontingentierung mit allen Ländern zu ver⸗ handeln, die ſich zu entſprechenden Zugeſtändniſſen bereit fänden. Er wies in dieſem Zuſammenhana auf den Wert des Ouchy⸗Abkommens hin, deſſen Fehlſchlag durch die von England geforderte ſcharfe Anwendung der teiſt⸗ begünſtigungsklauſel verurſacht worden ſei. Durch Wie⸗ derbelebung des Geiſtes von Ouchy und durch Abſchluß von zweiſeitigen Handelsverträgen, denen ſich auch andere Länder onſchließen könnten, könne man pyaktiſch eine internationale Entſpannung auf wirtſchaftlichem Gebiet herbeiführen. * Weitere Beanſpruchung der Niederlärdiſchen Bank durch den Währungsausgleichsfonds. Der letzte Ausweis der Niederländiſchen Bank weiſt erneut eine Zunahme der Beleihungen um 13 Mill. hfl. aus; die Benmſpruchung. dürfte zum überwiegenden Teil wieder auf Anforderungen des Währungsausgleichsfonds zurückgehen. Der Wechſel⸗ beſtand erhöhte ſich um 0,1 auf 22,60 Mill. hfl. Auf der Paſſivſeite nahmen die Salden im Kontoekorrentverkehr zu Gunſten privater Dritter um 16,55 auf 123,37 Mill. hfl. und zu Gunſten des Reichs um 14,42 auf 5,81 Mill. bfl. zu. Der Banknotenumlauf verringerte ſich um 17,05 auf 787,65 Mill. hfl.; es kann techniſch alſo von einer Auswei⸗ tung des Banknotenumlaufs noch nicht geſprochen werden. Die täglich fälligen Verpflichtungen der Bank ſtellen ſich auf 959,83 gegen 946.81 Mill. hfl. Demgegenüber iſt der Golöbeſtand mit 569,89 Mill. ofl. unverändert und der Silberbeſtond um 9,31 auf 18,77 Mill. hfl. verringert. Die Deckung ermäßigt ſich hiernach auf annähernd 61 v. H. — Waren und Märkte * Berliner Getreidegroßmarkt vom 10. Dezember. Die Umſatztätigkeit im Berliner Getreideverkehr bewegte ſich im Rahmen der letzten Tage. Die Anlieferungen aus der Landwirtſchaft haben ſich am Platze nicht nennenswert ver⸗ ſtärkt, da das zum Verkauf geſtellte Material überwiegend bereits in der Provinz Aufnahme findet und ferner ſich die niedrigeren Temperaturen der letzten Tage, die mehr Gelegenheit zum Druſch gaben, bisher noch nicht recht aus⸗ wirken konnten. Die Mühlen ſuchen Brotgetreide möglicht in Schiffsladungen zu erwerben, ſind aber nach wie vor auf Waggonzufuhren angewieſen. Im allgemeinen kann der laufende Bedarf gedeckt werden. Auch an den Futtergetreide⸗ märkten ſind die Anlieferungen nur mäßig. Hafer und Gerſte zu Futterzwecken ſtehen lediglich vereinzelt zum Verkauf. Induſtriehafer hat lebhafteres Geſchäft. In In⸗ duſtrie⸗ und Braugerſten ſtehen der lebhaften Aufnahme⸗ neigung nur vereinzelte Abgaben gegenüber. Das Geſchäft wird ferner häufig durch die wenig befriedigenden Quali⸗ täten beeinträchtigt, auch fehlen vielfach die erforderlichen Bezugsmarken. Der Mehlmarkt nahm einen ſtetigen Ver⸗ lauf. Roggenmehle haben ein mäßiges Geſchäft. Bremer Baumwolle vom 10. Dez.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Middl.(Schluß) loko 14,81. Magdeburger Zuckernotierungen vom 10. Dez.(Eig. Dr.) Unverändert; Tendenz ruhig.— Gemahl. Mehlis per Dez. 31.507 Rohzucker— Melaſſe 3,00; Tendenz ruhig; Wetter trübe. Hamburger Schmalznotierung vom 10. Dez.(Eig. Dr.) Unverändert. Berliner Metallnotierungen vom 10. Dez.(Eig. Dr⸗) Amtlich notierten in 4 für je 100 Kilo: Elektrolytkupfer (wirebars) 61,25 nom.; Standardkupfer lokv 35,50 nom.; Originalhüttenweichblei 29 nom.; Standardblei per Dez. 29 nominiert; Originalhüttenrohzink ab norddeutſche Sta⸗ tionen 21,50 nom.; Standard⸗Zink 21,50 nom.; Original⸗ hüttenaluminium 98—99 v. H. in Blöcken 144, desgl. in Walz⸗ oder Drahtbarren 148; Reinnickel, 98— 99 v. H. 269; Silber in Barren ca. 1000 fein per Kilo 40,1043, 10. * Badiſche Schweinemärkte. Ettlingen: Zufuhr 56 Fer⸗ kel, 102 Läufer. Preiſe: Ferkel 1428, Läufer 30—90 das Paar. Bruchſal: Anfuhr: Milchſchweine, 94 Läufer. Preiſe: Milchſchweine 22—28, Läufer 3850 das Pair.— Wolfach: Anfuhr: 15 Ferkel. Preiſe: 18 bis 382 4 das Paar. * Schweinemarkt Adelsheim. Zufuhr: 217 Milchſchweine, A 3 Läufer. Preiſe: Milchſchweine 30—40% das Paar, Läufer wurden nicht verkauft. * Obſtgroßmarkt Heidelberg⸗Handſchuhsheim. Aepfel 18—23, Rotkraut 33,5; Sellerie 13; Spinat 13; Feldſalat 88—52; Roſenkohl 15—17; Endivienſalat—6; Zwiebeln bis 5 Pfg. Anfuhr mittel, Nachfrage ſehr gut. Erfolgreiche Güterverſteigerungen in der Pfalz. In Gimmeldingen fonden Frei Güterverſteigerungen ſtatt, Re ſaſt durchweg ſehr befriedigende Preiſe erzielten. Aus der Steuergemeinde Gimmeldingen wurden durchſchnitt ich Ergebniſſe von 40—50/ für die Dezimale erzielt, d. f. 2900—3600/ für den Morgen. Beonders gefragt wiren die jungen Weinberge, die in Gimmeldingen bis zu 73, für die Dezimale erbrachten und trotzdem nicht abgegeben wurden. Aus der Steuergemeinde Mußbach wurden bis zu 63/ für die Dezimale, d. ſ. 4500„ für den Morgen bezahlt. Auch die letzten Güterverſteigerungen in Dürk⸗ heim und Wachenheim aus den Steuergemeinden Dürk⸗ heim, Wachenheim, Kallſtadt, Ungſtein und Königsbach zeigten dis zur Zeit beſtehende ſtarke Intereſſe für Wein⸗ bergsgelände. * Die badiſche Heuernte 1936. Wie die endaülkige Ernteermittlung für Heu nach dem Stande von Anf ng November dieſes Jahres ergibt, ſtellt ſich der Heuertrag bei Klee(auch mit Beimiſchung von Gräſern) auf 66,2 Daz. ze Hektar und insgeſamt 320 429 Tonnen in Baden, bei Ju⸗ zerne auf 72,5 Dz. je Hektar und 244 718 Tonnen ins eſamt, bei Wieſen lehne Bewäſſerungsanlagen) zuf 55 Dz. e Hektar und 1,24 Mill. Tonnen insgeſamt und bei Bewif⸗ ſerungswieſen(Rieſelwieſen) auf 62,2 Dz. je Hektar die Geſamternte hiervon beträgt 292 759 Tonnen. g Weiter ſtarker Holzbedarf infolge der regen Bantätig⸗ keit. Der deutſche Holzmarkt nahm weiterhin eine lebhafte Entwicklung. Da beſchleunigt an der Fertigſtellung der Bauten gearbeitet wird, iſt der Baubedarf heute noch größer als ſonſt. Die lebhafte Bautätigkeit erfordert erhebliche Mengen Bauhölzer, ron den Bautiſchlern iſt beſonders Stammholz guter Qualität begehrt und die im Aufſchwung begriffenen Möbelfabriken nehmen in Fichten, Tannen und Kiefern die verſchiedenen Bedarfsſortimente frühzeitig aus den Lagern in Anſpruch; auch Laub⸗Schnittware iſt für die einzelnen Verwendungszwecke lebhaft gefragt. Am Laub⸗ holzmarkt beſtand ſtetige Nachfrage nach Stammholz. Eichen⸗ rundholz iſt ſehr gefragt. Die Rundholzverkäuſe im Walde ſind bei den einzelnen Forſtverwaltungen rege im Gange, da der Bedarf der Sägewerke in allen Sortimenten und Klaſſen angeſichts der geringen Vorräte in den geräumlen Lagern verhältnismäßig erheblich iſt. Für die Preiſe gelten die vom Reichsforſtamt erlaſſenen Beſtimmungen, die Lan⸗ desgrundpreiſe ſind in den ſüddeutſchen Waldgebieten ent⸗ ſprechend den neuen Sortierungsbeſtimmungen angepaßt worden. Gute Stammkiefer war ſtändig gefragt. Süd⸗ deutſche Stammware fand guten Abſatz. Möbelkiefer wurde lebhaft umgeſetzt; bei knappem Angebot waren gute Tiſchler⸗ bretter, ſtark gefragt. Dank der günſtigen Bautätigkeit war den Sperrholzfabriken eine gute Beſchäftigung geſichert, ebenſo der Furnierinduſtrie. Induſtrie⸗ und Handelsbörſe Stuttgart am 9. Dezember Verkaufsbedingungen: für Garne: Ab Fabrik, zahlbar 60 Tage netto oder 30 Tage ab Rechnungsdatum mit 2 v. H. Skonto. Für Gewebe: Deutſche Einheitsbedingungen vom 1. März 194. Baumwollgarne(beſte fſüdd Qualtät) Rm. das Kg a 5 letzte Börſe heniſgevörſe Nr. 20 engl. Troſſel, Warp⸗ und Pincops 3651114 18 —1, Nr 20 engl. Troſſel. Warp⸗ und Pincops.. 182185 182185 Nr. 36 engl. Troſfel, Warp⸗ und Pincops.. 183185 188205 Nr. 42 Pin cos 6 2082080 20215 Baumwollgewebe(beſte ſüdd. Qualität) Pfg. das Meter 86 em, Cretonnes 16/16 per ö frz. Zoll aus 60 2 5 i 5. 0,8% 384811 em, Renforces 19/18er per ¼ frz. Zoll aus o„ 20,1305 80-806 Se em, glatte Kattune oder Croiſes 19/18 per 22 1 frz. Zoll aus 88er 25.8 25,8 28,8258 Obigen Preiſen liegen die Notierungen für Deviſen⸗ Baumwelle zu Grunde. Garne und Gewebe aus Reichs⸗ mork⸗ bzw. Exoten⸗Baumwolle mit Zellwollebeimiſchung, die faſt ausſchließlich gehandelt werden bedingen höhere Preiſe. Nächſte Börſe am Mittwoch, 13. Januar 1937. * Preiserhöhung für Kunſtſeidengarne in USA. Die American Bemberg hat ab 7. Dezember ihre Garnpreiſe um—10 Dollarcent je Pfund erhöht, insbeſondere die ſei⸗ nern Deniers, die ſich—10 Cents höher ſtellen. Nach einer Zufammenſtellung des Büros für Textilwirtſchaft errechnet ſich die Leiſtungsſähigkeit der geſamten Kunſtſeidengarn herſtellenden Induſtrie auf Grund der November⸗Erzeug⸗ niſſe auf etwa 325 Mill. Pfund jährlich. * Die Kaffee⸗Erute in San Salvador. Die neue Kaffee Ernte ſcheint nach vorliegenden Berichten außerordentl gut zu werden, und man rechnet damit, daß rund des Sack zur Ausfuhr kommen können. Unter Zugrun 5 legung eines Preiſes von durchſchnittlich 30 Colones i Sack zu 150 Pfund ob Salvador⸗Häfen errechnet man einen Ausfuhrwert von etwa 27 Millionen Colones. lStarke Zunahme der Gummi⸗alusfuhr aus Nieder, ländiſch⸗Indien im Oktober. Nach amtlichen Angaben an Amſterdam zeigte die Gummiausfuhr aus Niederländiſch⸗ Indien im Oktober mit 20,1 Mill. Kilo eine ſtorke 910 nahme gegenüber dem Vormonat(22,2 Mill. Kilohen übertraf damit auch die vorläufigen Schätzungen. Dezember wird der Sonderausfuhrzoll für Eingebonente l. Gummi in Niederländiſch⸗Indien von 57 auf 59 bfl. 100 Kilo erhöht. Luxei Geſel Don! herigt Der Tendo tend ſtark den, im H helaſt! ſüchlic auſpri teilsbe langen allen drückli an der flü ſſia, fur A tigte& Ein denen heraus reſerv. Er wi abzleh. den Nl wirtſch iſt die tember unmitt der B Darlbel 181 des r tung e ſehe 5 ſchaftli das B. duneslk teres f mögen amme hergeſt Vetrie merik. Eig. Nehlis ruhig; (Eig. g. Dre) kupfer nom.; Dez. Sta⸗ iginal⸗ gl. in v. H. 43,10. 5 Fer⸗ —90 ne, 91 0 K iſe: 18 weine, Paar. Aepfel lofglat beln 4 „ In tt, Re 18 der tittl ich „ wren 73 egeben en bis torgen Dürk⸗ Dürk⸗ gsbach Wein⸗ 258 yiſen⸗ eichs⸗ hung, öhere Die preise e ſei⸗ einer achnet garn zeug⸗ affee⸗ Donnerstag, 10. Dezember 1938 — Wieder 3 r Rech⸗ * Niederländiſche Ford⸗Automobilfabrik 1. H. Zwiſchendividende. Die Geſellſchaft nung des laufenden Jab eine Zwiſche de von wieder 3 v. H. Für das verfloſſene Geſch r betrug die Geſamtoividende 7 v. 4 Der Streik im nordfranzöſiſchen Kohlenbecken be⸗ 9. endet. Der ſeit acht Wochen dauernde Streik der Berg⸗ leute des Kohlenbeckens von Roubaix⸗T ing, durch den faſt ſämtliche Werke und Fabriken de eg wegen Kohlenmangels ſtillgelegt waren hit am Mittwoch ſein Ende gefunden. Die Arbeiter nahmen heute Donnerstog früh die Arbeit wieder auf. Ihnen iſt die Einführung des Rahmenvertrages zugeſagt worden. * Libbey⸗Owens⸗Abſchluß für 1935. über dieſe Glas abriken gemeldet: Die ſterke C 9 zes Reingewinns bei der Compagnie Internation r 40 Fabrication Mscanique du Verre Libbey⸗Owens(7,29 gegen 3,98 Mill. fres.) wird darauf zurückgefü daß die Verkaufsmenge geſteigert werden konnte, diß ſpanne durch die Frankenabwertung erhöht und durch Nationaliſterunosmaßnahmen in der diefe ertragsreicher geſtaltet werden konnte. D floſſfene Geſchäktsjahr wurde durch verſchiedene Trans⸗ Attonen berührt; das Kapital wurde Anleihereſt bei der Soc. Nouvelle du Ersdit vorzeitig zurückgezahlt und ſchließlich im Dez alle Beteiligungen außer der an der Glaver Luxembourgoiſe Mécaniverlux übertragen. Geſellſchaft beſitzt 5984 Aktien zu je 1000 fres Firma, deren Kapital insgeſamt 6 Mell ber n die S Außerdem beſteht eine Forderung von 11,7 Mill Warum der norwegiſche Diskont erhöht + Direktor der Norges Bank hat ſich zu der D von 9 auf 4 v. H. dahindehend geäußert, daß herige Diskontſatz nicht mehr den Verhältwiſſen entſpräche. Der Staat habe kein Intereſſe daran, die ſtorke ſpekulative Tendenz, die ſich in den Steigerungen der Aktienkurſe gel⸗ tend mache, zu unterſtützen, dagegen ſei zu hoffen, daß die ſtark zurückdedangenen Bankeinſoren wieder größer wür⸗ den, da die Banken ser Dis zdatsbank Skonterhöhune der im Hinblick auf den Zinsfuß folgen würden. Enischeidungen Pflichtteilsauſpruch und Erbſchaftsſteuer Nach bürgerlichem Recht(BGB ß 2317) entſteht der Pflichtteilsanſpruch mit dem Tode des Erblaſfers. Gleich⸗ wohl ſieht das Erbſchaftsſteuergeſetz den Anſpruch ſo lange nicht als vorhanden an, als er nicht geltend gemacht wiroͤ. Erſt mit dem Zeitpunkt der Geltendmachung entſteht für den Pflichtteilsberechtigten die Steuerpflicht und für den Pflichtteilsbelaſteten das Recht zur entſprechenden Kür⸗ zung ſeines Erwerbs. Durch dieſe Regelung ſoll, wie der Reichsfinanz in ſeinem Urteil vom 5. November 1930— Ile A 63/36— ausführt, vermieden werden, daß ein Pflichtteilsberechtigter ſteuerpflichtig iſt, auch wenn er ſeinen nach bürgerlichem Recht entſtandenen Anſpruch nicht bexfplat und ſonach keinen Anſpruch macht, während an⸗ dererſeits dem Erben ein Abzug für eine Pflichtteils⸗ helaſtung nur inſoweit gegeben werden ſoll, als er tat⸗ ſüchlich belaſtet wird. Es ſoll deshalb der Pflichtteils⸗ auſpruch ſteuerlich erſt beachtet werden, wenn der Pflicht⸗ leilsberechtigte ſeinen Entſchluß, den Pflichtteil zu ver⸗ langen, erkennbar gemacht hat. Hierzu ſei aber nicht unter allen Umſtänden erforderlich daß der Berechtigte ein aus⸗ drückliches Verlangen auf Auszahlung des Pflichtteils an zeit Belaſteten richtet; ein ſolches Verlangen ſei über⸗ flüſſia, wenn der Belaſtete ſich aus eigener Entſchließung zur Auszahlung des Pflichtteils erbietet und der Berech⸗ ligte das Angebot annimmt. Darlehusaufnahme für den Betrieb. Ein Betriebsinhrber hatte zur Abfindung ſeiner geſchie⸗ denen Ehefrau aus ſeinem Betriebsvermögen 100 00%%¼ herausgezogen und einen gleichhohen Betrag als„Kredit⸗ keſerve“ für den Betrieb bei der Sparkaſſe aufgenrmmen. Er wollte dieſe Darlehnsſchuld vom Ben ce c ae abziehen. Das Finanzamt und das Finanzgericht haben den Abzug verſagt, da die Schuld nicht mit dem Betrieb in wirtſchaftlichem Zuſammenhang ſtehe. Der Reichsſinanzhof i dieſer Auffaſſung beigetreten(Urteit vom 10. Sep⸗ tember 186—. III /105%/½6—). Allerdings ſei das Darlehen ünmittelbar für Betriebszwecke, nämlich zur Verſtärkung er Betriebsmittel, aufgenommen worden. Ein ſolches 1 9 0 tet an ſich in wirtſchaftlicher Beziehung zum Kb. In vorließenden Falle ſei aber die Nufnahme — des. Darlehens nur deshalb erforderlich geworden, weſk A Verrtebein abr dem Betrieb Ge Smilfel gur etre tung einer privaten Ausgabe entnommen habe. Dann ehe die Darlehensſchuld nicht mit dem Betrieb in wirt⸗ ſchaftlichem Zuſammenhang. Hätte der Beſchwerdeführer das Betriebsvermögen unberührt geliſſen und den Abfin⸗ bunesbetrag bei der Sparkaſſe geltehen, wäre ohne wei⸗ lexes klar, daß die Darlehnsſchuld nicht beim Betriebsver⸗ mögen abgezogen werden könne. Der wirtſchaftliche Zu⸗ damenßaug mit dem Betrieb könne aber nicht dedurch Jergeſtellt werden, daß die 100000/ den Umweg über das Hettiebs vermögen gemecht haben. Schatten“ anzuſetzen, der von Marlene Müller⸗Hampe, Erika Müller, Irene Zieg⸗ Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 571 Aus dem Büro des Nationaltheaters wird uns geſchrieben: Reichsdramaturg Dr. Rainer Schlöſſer, der Präſident der Reichstheaterkammer, der leider bei der Grabbe⸗Feier aus dringenden dienſtlichen Grün⸗ den nicht ſprechen konnte, wird nunmehr am 19. und 20. Dezember in Mannheim ſein. Am 19. wohnt er einer Vorſtellung von Grabbes„Napoleon“ bei, am 20. ſpricht er in der Carl⸗Maria⸗ von ⸗Weber⸗ Morgenfeter des Nationaltheaters Grundſätz⸗ liches über Theaterfragen im Dritten Reich. Im übrigen bringt die Morgenfeier, die unter der Lei⸗ tung von Generalmuſikdirektor Karl Elmendorff ſteht, Werke von Carl Maria von Weber, deſſen Geburts⸗ tag ſich zum 150. Male jährt. Die Arbeit der Oper Oper ſteht in dieſen Wochen ganz im Zeichen der Erſtaufführung von Richard Strauß“!„Frau ohne Schatten“. Dieſes Werk, das am erſten Weihnachtsfeiertag im Nationaltheater erſcheint, gehört zu den anſpruchsvollſten der Opern⸗ literatur überhaupt und ſtellt an das künſtleriſche wie an das techniſche Perſonal die äußerſten Anfor⸗ derungen. Die Erſtaufführung ſteht unter der muſi⸗ kaliſchen Leitung von Karl Elmendorff. Die Inſze⸗ nierung liegt in den Händen von Heinrich Köhler⸗ Helffrich. Die Bühnenbilder entwirft Friedrich Kalb⸗ fuß. Die techniſche Einrichtung beſorgt Hans Weyl Die beſondere Schwierigkeit der Oper hat die Thoaterleitung dazu beſtimmt, auf Sonntag, den 13. Dezember, vormittags 11.30 Uhr, einen beſonderen Einführungs vortrag in die„Frau oh nie Spielleiter Heinrich Köhler⸗Helffrich gehalten wird. Die Ausführungen werden unterſtützt durch den muſikaliſchen Vortrag weſentlicher Partien des Werks. Es wirken mit: ler, Walther Großmann, Chriſtian Könker und Hugo Schäfer⸗Schuchardt. Am Flügel: Hans Pardon. Der Eintritt zu dieſem Einführungsvortrag e iſt frei. Im Schauſpiel ſtehen im Mittelpunkt zwei Er⸗ eigniſſe: Das Auftreten Willy Birgels und die Erſtauſführung des Luſtſpiels„Der Etappen⸗ haſe“. Willy Birgel konnte ſich von ſeinen Film⸗ verpflichtungen für einige Tage freimachen und kommt mach Mannheim, um hier drei Tage zu ſpielen Er verkörpert zunächſt die Titel⸗ rolle in Shakeſpeares„Hamlet“, mit der er im letzten Spielfahr ungewöhnlichen Erfolg hatte und Margaret Sullavan und Heury Fonda in dem Film„Flucht in die Lieb 2% der Ende der Woche in Mannheim anläuft. Von der Arbeit des Nationaltheaters den Hamlet zu einem der weſentlichſten Theater⸗ abende in Mannheim machte. Das Werk wird am Samstag, dem 12. Dezember, einmalig wieder in den Spielplan aufgenommen. Am Montag, dem 14. De⸗ zember, ſpielt Birgel den Geßler in„Wilhelm Tell“, am Mittwoch, dem 16. Dezember, den Me⸗ phiſt o im„Fauſt“ In dieſer Rolle war er ſeit mehr als vier Jahren nicht mehr zu ſehen. Das Luſtſpiel„Der Etappenhaſe“, das am Sonntag, dem 13. Dezember, in der Inſzenierung von Hans Becker im Neuen Theater zur Erſtauf⸗ führung kommt, hat einen ſeltſamen und ungewöhn⸗ lichen Weg gemacht. Der Verfaſſer, Karl Bunje, ſchrieb es urſprünglich niederdeutſch, und in dieſer erſten Faſſung hat es längere Zeit ein fröhliches, aber wenig beachtetes Leben geführt, bis es, ins Süddeutſche übertragen, im Münchener Volktstheater zu einem vollen Erfolg geführt wurde, dem bald Berlin in einer hochdeutſchen Faſſung folgte. Von da ab hat das Luſtſpiel Stadt um Stadt erobert. Der Beifall iſt ihm treu geblieben, und der Erfolg be⸗ ginnt allmählich die Ausmaße von„Krach im Hin⸗ terhaus“ anzunehmen. In der Mannheimer Auffüh⸗ rung, die auch an den Weihnachtsfeiertagen zu ſehen ſein wird, ſind beſchäftigt: Alice Decarli, Rudolf Birkemeyer, Erwin Linder, Hans Becker, Klaus W. Krauſe und Eduard Marks. Die Intendanz des Nationaltheaters hat gegen Ende der letzten Spielzeit eine neue Einrichtung ge⸗ troffen, die ſich nun mehr und mehr einzubürgern beginnt und die für viele Volksgenoſſen eine neue Art des Theatererlebniſſes bedeutet, ja, die viele erſt zum Theater hinführt: Die Betriebsvorſtel⸗ lungen. Der Widerhall, den die erſten Vorſtellun⸗ gen fanden, zeigt deutlich den Wert und die Zu⸗ kunftsmöglichkeit dieſer Einrichtung. Die Reihe begonnen haben die Motorenwerke Mannheim AG. vorm. Benz, die nach dem großen Erfolg der erſten nun ſchon die zweite Vorſtellung abgenommen haben. Es folgte die Knoll AG, Ludwigshafen(anläßlich eines Geſchäftsjubiläums) und die Zuckerfabrik Off⸗ ſtein. In der allernächſten Zeit finden Vorſtellungen für Stahlwerk Mannheim Ac und für verſchiedene Firmen der Holzinduſtrie ſtatt. Darüber hinaus hat eine ganze Reihe von Betrieben ihre grund⸗ ſätzliche Zuſtimmung erklärt, ſo daß damit zu rechnen iſt, daß auf dieſem Wege das Theater für zahlreiche Bolksgenoſſen neu erſchloſſen wird. In dieſem Zuſammenhang ſei noch auf die beſon⸗ dere Vergünſtigung hingewieſen, die das National- theater zur Weihnachtszeit durch ſeine Weihnachts⸗ gutſcheinhefte gewährt. Dieſe enthalten vier Gut⸗ ſcheine zum Beſuch von Vorſtellungen des National⸗ theaters mit einer Preisermäßigung von 25 v. H. Ein geſchmackvoller Umſchlag macht ſie auch äußerlich zu einem begehrenswerten Geſchenk. Der Verkauf beginnt am 15. Dezember an der Kaſſe des National⸗ theaters. Gaſtſpiel im Nationaltheater In R oſe Huszka von der Münchener Staats⸗ oper ſtellte ſich am Mittwochabend eine weitere, Be⸗ wetbetin für das freiwerdende hochdramatiſche Fach vor. Die Künſtlerim fang die Senta in Wagners „Fliegendem Holländer“. An ihrer von ſchöner muſtkaliſcher Sicherheit zeugenden geſanglichen Darbietung fiel die voluminöſe Tragfähigkeit der Stimme vorteilhaft auf, die ſich auch dem korte⸗An⸗ ſturm des Orcheſters gegenüber durchaus behauplete. Wenn es beim Vortrag der Ballade ben Anſ chin hatte, daß gewiſſe Hemmungen(Befangenheit?) die Sängerin veranlaßten, auf das Aufſpüren innerſter Gefühlsſchattierungen zu verzichten, ſo trug die muſi⸗ kaliſche Ausdeutung des entſcheidenden großen Zwie⸗ geſanges mit dem Holländer(den Walter Groß⸗ mann weich und wohllautend ſang] ſpürbar die den Forderungen Wagners entſprechenden Züge der Er⸗ löfungsinbrunſt. Die Geſamtleiſtung ließ jedemfalls die Bedeutung der Sentageſtalt als treibende Kraft des ganzen Dramas deutlich erkennen Für den erkrankten Erich Hallſtroem hatte Herr Salcher aus Wiesbaden dankenswerter Weiſe die Partie des Erik übernommen. Den Gäſten und der Geſamtaufführung fehlte es nicht an herzlichem Bei⸗ fall. C. O. Eisenbart. ee eee dcs Klavier-Abend Otto Voß mit Werken von Liſzt Zugunſten des Winter⸗Hilfswerkes gab der aus⸗ gezeichnete Pianiſt Otto Voß einen eigenen Abend mit Original⸗Werken und Bearbeitungen von Liſzt, deſſen Andenken der Abend gewidmet war. Voß begann mit einer ungemein plaſtiſchen Wiedergabe der„Wanderer“ ⸗Phantaſie Op. 15 von Schubert, die von uns bereits gewürdigt wurde, und bot hierauf die gewaltige h⸗Moll⸗Sonate von Lifzt. Die nate, ein Bekenntniswerk, eine Zuſammendrängung der verſchiedenſten Erlebniſſe in dem Rahmen eines oͤſe Form faſt ſprengenden lerſten) Sonatenſatzes, ein Gipfelpunkt der Klavierliteratur überhaupt, wurde von Voß mit überlegener Geſtaltungskraft, die ſowohl den zarten lyriſchen Stimmungen wie den leidenſchaftlichen Ausbrüchen Rechnung trug, ſorgfältig ausgefeilt, geſpielt. Es folgten nun Cho⸗ pins reizendes Lied„Mädchens Wunſch“, gleichfalls von Liſzt mit reizvoller pianiſtiſcher Einkleidung ausgeſtattet, ein Sonett von Petrarca und dann die VI. Walzerreihe aus den Soirées de Vienne. Aus dem Sammelwerk„Jahre der Wanderſchaft“ ließ Voß die Klangſtudie Au bord'une source folgen, oͤie keinesfalls als bloße Etüde zu betrachten iſt, vielmehr ausgeſprochenen Klangſinn erfordert. Mit der großen Etüde k⸗Moll und dem die drei Sätze Gondoliera, Kanzone und Tarautella umfaſſenden Zyklus Venetia e Napoli fand der offizielle Teil ſei⸗ nen Abſchluß, dem Voß bereitwilligſt als Zugabe die 10. Rhapſodie(R⸗Dur) mit ſchönem Gliſſando leinfach und in Oktaven), ſowie den Hörern zu be⸗ ſonderem Gefallen den dritten Liebestraum in poe⸗ tiſcher Ausdeutung folgen ließ. Es entſprach durchaus dem feierlichen Anlaß, daß das Publikum, einem Wunſch des Interpreten fol⸗ gend, die feierliche Stille nach dem Ausklang der h⸗Moll⸗Sonate nicht durch Beifallsklatſchen unter⸗ brach. Mit dem leider nicht nach Gebühr beſuchten Abend hat ſich Voß in die Reihe der befähigteſten Liszt⸗Spieler geſtellt, und zwar nicht nur nach Seite der unbedingt erforderlichen techniſchen Sauberkeit und Zuverläſſigkeit, ſondern auch der poetiſchen Auslegung, insbeſondere der zarten Klangabſtufun⸗ gen. Auch die Gedächtnis⸗Leiſtung verdient volle Anerkennung. So⸗ Dr. Otto Chmel. vaunkſchriſtletter und verteinwort! Politik Dr. Alvis Win baer Stellvertreter des Bauptſchufftleiters u. verantwortlich für Theater, Wiſten⸗ ſchaft eu Unterhaltung Für Inne Giſenbarf Curt Wilhelm und Pilderdlenſt: li Jakob Faude, liche Mitſellungen Mannheim . F. Schaffer, Berlin⸗Irtebdenau, Sentaſtraße .⸗A. XI. 1938 Mittagauflage der Ausgabe A u. Ausgabe 8: 21597 Abendauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: 20779 Zur Zeit Preisliſte Nr. 7 aültig ige eine Gem Rückſendung nuf ber Rückvortv 9. 10 g. I0. 9 10 9. 10 9 10 9 10.10 9 10 9. 0 5 Kk 1% Tarmſtabt 28 92.25 92—„und Provinz% Bar. Sandw⸗ 4½ gh. 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