u, 2 1 n 3 e ie rt 5 keſceluungsweiſe: Täglich 2maf außer Sonntag. Bezugspreise: m Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 1 60 Pfg. Poſtbef. Geb. Viera 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ 0 ßofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44, Meerfeldſtr. 13, Ne Fiſcherſtr. 1. Fe Hauptf tr. 63, W Oppauer Str. 8, Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Mannheimer General Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗RNummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim für Einzelpreis 1 0 YR. Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 7. Konkurſen Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und fernmündlich erteilte Aufträge. Für Familien⸗ und Bei Zwangsvergleichen oder wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Gerichtsſtand Mannheim. Mittag⸗Ausgabe A Donnerstag, 11. Februar 1937 . — London, 11. Februar. K Ueber die Mittwoch⸗Sitzung des Unterausſchuſſes 4 des Nichteinmiſchungsausſchuſſes, in der Deutſchland e durch Botſchafter von Ribbentrop vertreten war, wird in einer amtlichen Verlautbarung folgen⸗ 15 des mitgeteilt: Dem Unterausſchuß lagen die bisher eingelaufe⸗ 1 nen Antworten der vertretenen Regierungen auf den — Fragebogen vor, in dem der Plan für die Ueber⸗ wachung der Land⸗ und Seegrenzen Spaniens und der ßppaniſchen Beſitzumgen behandelt wird. Der erſte Teil des Fragebogens bezog ſich auf die Vorſchläge über eine Ausdehnung des Nichteinmi⸗ ſchungsabkommens, um die Anwerbung aus⸗ ländiſcher Staatsangehöriger, die ſich an den Kämp⸗ ſen in Spanien beteiligen wollen, in den betroffenen Ländern zu erfaſſen. Gleichzeitig ſollte auch die Ab⸗ reiſe oder die Durchfahrt ſolcher„Freiwillgen“ durch die betroffenen Länder erfaßt werden. Aus den Ant⸗ worten ergibt ſich, daß die beteiligten Regierungen bemüht waren, das Abkommen in der angedeuteten Weiſe auszudehnen, und daß ſie wünſchten, daß dieſe Ausdehnung ſobald als möglich innerhalb des allge⸗ einen Rahmenwerkes des vorgeſchlagenen Plans in Kraft geſetzt werde. i die Kontroll jrage vor dem Portugal lehnt ab Auch über die See-Aeberwachung konnte keine Einigung erzielt werden Der Unterausſchuß beſchäftigte ſich weiter mit den Antworten auf den Teil des Fragebogens, der ſich mit der Ueber wachung der ſpani⸗ ſchen Laudgrenzen befaßt. Der portugie⸗ ſiſche Vertreter erklärte dazu, daß ſeine Regie⸗ rung den Plan für die Ueberwachung der ſpa⸗ kun Grenze nicht annehmen Dune Nach einem allgemeinen Meinungsaustauſch ſchlug der Vorſitzende vor, daß dieſe Frage unter den neuen Umſtänden einem beſonderen Sonderausſchuß über⸗ wieſen werden ſolle, der aus Vertretern Englands, Frankreichs, Deutſchlands, Italiens, Portugals und der Sowjetunion zuſammen mit deren techniſchen Bevatern beſtehen ſolle. Dieſer Unterausſchuß ſoll Vopſchläge ausarbeiten, die den Plan allgemein an⸗ nehmbar machen würden, wobei jedoch ſichergeſtellt werden müſſe, daß der Plan für die von dem Aus⸗ ſchuß beabſichtigten Zwecke voll wirkſam ſein müſſe. Schließlich beſchäftigte ſich der Unterausſchuß mit dem vorgeſchlagenen Plan für die Flottenüber⸗ wa channg durch Schiffe der beteiligten Länder, die ſich nach Spanien voͤer in ſpaniſche Beſitzungen be⸗ geben. Die Erörterung dieſes Problems konnte n i ch tabgeſchloſſen werden. Es wird auf einer weiteren Sitzung des Untevausſchuſſes am Donners⸗ tagvormittag erwogen werden. 148. Jahrgang— Nr. 68 sans Malaga brennt Kurz vor der Eroberung der Stadt durch die Nationaliſten ſteckten die Bolſchewiſten die öffentlichen Gebäude in Brand. (Gunkmeldung der N M.) 85 + Paris, 11. Februar. Nach einer Meldung aus Barcelona haben die latalaniſchen Bolſchewiſten die Mobiliſation und Ein⸗ 8 ug der Jahresklaſſen 34 und 35 in die ſoge⸗ neunte„Rekrutenarmee“ und die Einreihung der liß in die ſogenannte„Volksarmee“ beſchloſſen, die urter Einheitskommando geſtellt werden ſollen. Bartelona von See aus beſchoſſen 45— Paris, 10. Februar. Barcelona wurde in der Nacht zum Mittwoch von der Seeſeite aus unter Feuer genommen. Die aaniſche Hauptſtadt wurde ſofort verdunkelt. Die ubatterien und ein im Hafen liegendes Kano⸗ nenbvot ſollen das Feuer erwidert haben. e der Beſchießung des Hafens wurde, wie meh⸗ Rundfunkſender melden, ein bolſchewiſtiſcher eumdampfer verſenkt; ein zweites Schiff 8 Artillerietreffer beſchädigt. der nordſpaniſchen Küſte in der Nähe von Hat ein nationalſpaniſches Schiff einen Sow⸗ üpfer, der mit Kriegsmaterial für die baski⸗ iſchewiſten. beladen war, gekapert. dem Fall von Malaga 5— Nom, 10. Februar. ribung“ bringt intereſſante Einzelheiten i Vorrücken der nationalen Truppen. 90 m 12.30 Uhr ſtanden ſie bereits 15 vor Motril. Auf dem ganzen Vormarſch Feind ſo gut wie keinen Wider⸗ 9 da er ſich in regelloſer Flucht befindet. Die rung, die nach Malaga zurückkehrt, bereitete Befreiern begeiſterte Kundgebungen. Viele rige des in Malaga liegenden Regiments die ſich noch rechtzeitig verſtecken konnten, nalen Kommando. s Gibraltar erfährt die„Tribuna“, daß nach 1 15 000 Bolſchewiſten nicht mehr der Um⸗ 8 chen konnten und in die Berge flüch⸗ Sie ſind vollkommen abgeſchnitten und daher en ſie ſich ergeben müſſen. Bisher wurden ten. Bei vielen ſand man Juwelen und ren. einer Stefani⸗Meldung iſt den ſiegreichen eine große Beute an Saen und Munition gefallen. ie Verwirrung in Almeria iſt, em Falle von Malaga bolſchewiſtiſche Maſſen geflüchtet ſind, geht aus einer Malaga zurück und ſtellten ſich beim ausreichende Verpflegung. In den nächſten Ta⸗ in Malaga eingeliefert, die nur mit . der Menge geſchützt Geldſummen, die von ihnen geraubt und ge⸗ 2 ˙ „Verordnung“ des bolſchewiſtiſchen„Oberhauptes dieſer Stadt hervor. Darin heißt es, daß in Almeria als Flüchtlinge nur Frauen und Kinder aufgenom⸗ men würden. Wehrfähigen Männern ſei der Auf⸗ enthalt, ſelbſt nur vorübergehend verboten. Die Män⸗ ner ſollten an die Front zurückkehren, die ſie feige verlaſſen hätten. Der Einoͤruck des Malaga-Sieges in England Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters — London, 11. Februar. Auf England hat die Einnahme Malagas einen ſtarken Eindruck gemacht. Da die Verſuche der nationaliſtiſchen Truppen während des Monats Januar, Malaga einzunehmen, erfolglos geblieben waren, hatte man damit gerechnet, daß der Kampf um Malaga ſich in ähnlichen Linien wie die Belagerung Madrids vollziehen werde. Um ſo größer iſt jetzt der Eindruck, den der ſchnelle und Abe raschen de Sieg General Francos e hat. General-Mobilmachung in Katalonien Auffüllung der„Rekrutenarmee und der Volksarmee- Die Folgen des Falles von Malaga Man ſteht nicht an zu erklären, daß die Einnahme Malagas der Wendepunkt im ſpaniſchen Bürger⸗ krieg t, und wie ſehr dieſe Anſicht ſelbſt bei den engliſchen Parteigängern der roten Truppen ebenfalls vorhan⸗ den iſt, zeigt die Verärgerung, die man offen zur Schau trägt und mehr noch die ſtändig wiederkehrende Behauptung, daß die Einnahme Malagas nahes u ausſchließlich fre„ chen Trup⸗ pen zu danken ſei. f Der Fall Malagas hat zugleich auch die pſfycho⸗ logiſche Poſition General Francos in England nicht unerheblich verbeſſert. Die meiſten der engliſchen Blätter, auch die konſervativen, halten es zwar für richtig, immer noch von Inſurgenten und Rebellen zu ſprechen. Die Art aber, in denen man von der Freude der befreiten Bevölkerung Malagas berich⸗ tet, zeigt, daß ſich auch in Eugländ jetzt immer ſtärkere Kreiſe der Sache General Francos zuneigen. Aus Malagas Sthretkenszeit Täglich durchſchnittlich 30 Opfer des bolſchewiſtiſchen Morsterrors (Funkmeldung der N M 30) London, 11. Februar. Ein Sonderkorreſpondent der„Daily Mail“ in Malaga berichtet neue Einzelheiten über die Schrek⸗ kensherrſchaft der Bolſchewiſten. Im Auguſt war in Malaga ein„Ausſchuß für öffentliche Sicherheit“, beſtehend aus vier früheren Zuchthäuslern 09), ge⸗ bildet worden. Von dieſem Augenblick an würden nur noch Befehle erteilt, die„Sicherheit“ durch Be⸗ ſchleunigungen der Ermordungen zu„wahren“. Zu⸗ erſt begingen die Bolſchewiſten ihre viehiſchen Morde bei Tage und mitten auf den Straßen. Die Leichen blieben liegen und wurden ſpäter auf Laſtwagen ab⸗ transportiert. Nach einiger 8 würde 5 1 chenſchlächterei jedoch auf die riedhöfe und in die Wefangniſe„verlegt“. Durchſchnittlich 30 Perſonen war die Zahl der täglichen Opfer. Die geringſte Kleinigkeit genügte bereits, um gemeuchelt zu wer⸗ den. Sogar bekannte Marxiſten und Republikaner verloren auf dieſe Weiſe ihr Leben. f Ein typiſches Beiſpiel für die Grauſamkeit der Anarchiſten war der Mord an dem Grafen Iſidro, einem in ganz Malaga hochgeſchätzten Mann. Er befand ſich mit ſeinen zwei Söhnen zu Hauſe, als Milisſöldlinge kamen und von ihm den Aufenthalt einiger nationaler Spanier wiſſen wollten. Da der Graf sgetreu erklären mußte. nichts dar⸗ über zu wiſſen, wurden der 76 Jahre alte Mann und ſeine beiden Söhne Weg echt Der Graf und einer der Söhne wurden niedergeknallt, der andere Sohn kam mit dem Leben davon, wurde aber ſchwer verletzt. Ein anderer Sonderkörpeſpondent der„Daily Mail“ ſchreibt aus Avila, daß in dieſer Stadt von nicht weniger als 200 000 Einwohnern etwa 30 000 Menſchen von den Bolſchewiſten ermordet wurden. In der Umgebung der Stadt findet man noch maſ⸗ ſenhaft Reſte unglücklicher Menſchen, die mit Petro⸗ leum übergoſſen!. dee worden waren. f„„ Tluszeugstebftabl in Frankreich Faris, 10. Februar. Ein amerikaniſches Fl eug, das ſeit dem 1. No⸗ vember von der 1 Polizei und den Zoll⸗ chlagnahmt war und in einer Flugzeug⸗ 155 von Bourget ſtand, iſt am hlen worden. Wie es heißt, haben ſich a Männer in Abweſenheit 1 die„ Maſchine gemacht und die gefüllt. in ſtartete die Maſchine, 1 einige e den Flugplatz und flog davon. Höchſtwahrſcheinlich iſt das Flugzeug zu den. wiſten nach Barcelona gebracht worden. 5 (Heinrich Hoffmann,.) Paris und ſeine Ausſtellung ((Von unſerem Pariſer Vertreter) — Paris, 10. Februar. Bis jetzt gab es noch keinen rechten Winter in Paris, aber ſchon allerhand Vorſchuß auf den Früß⸗ ling, denn die Januartage waren warm und oft ſehr ſonnig. Doch mußte man ſich vor Spaziergängen hüten, da man allenthalben auf Bauzäune, geſperrte oder aufgeriſſene Straßen, und auf Malerkolonnen ſtieß, die alles mit friſcher Farbe verſehen. Doch tröſtet ſich diesmal der Pariſer über dieſe Unbe⸗ quemlichkeiten, da man ihm für den richtigen Früh⸗ ling, den Mai, eine große Ueberraſchung verſprochen hat. Er ſoll eine große Weltausſtellung haben und, was wichtiger iſt, viel Geld verdienen! In der Tat, es iſt nicht mehr zu leugnen, daß die Weltausstellung zum Mai dieſes Jahres Wirklichkeit wird, nachdem bis in die letzte Zeit hinein alle mög⸗ lichen Eulen von einem Abblaſen in letzter Minute unkten. Auf dem Ausſtellungsgelände, das 100 Hek⸗ tar umfaßt, arbeiten jetzt mehr als 8000 Arbeiter. 30 Tonnen Eiſenträger ſind ſchon verlegt, über 25 Kilo⸗ meter Abſperrpfoſten wurden in die Erde gerammt, eine künſtliche Inſel von 15000 Quadratmeter Ober⸗ fläche wurde in die Seine gelegt und 31 Eintrittstore gehen ihrer Vollendung entgegen, um die erwarteten Gäſte aufzunehmen. Man ſteht, es tut ſich was. 2⁴0 Pavillons ſind zum Teil ſchon fertig oder im Enk⸗ ſtehen begriffen; 50 Pavillons werden von auswärti⸗ gen Staaten erſtellt. Auch Deutſchland iſt vertre⸗ ten, und zwar ſehr würdig, Ein großer Bau in Eiſen⸗ konſtruktion, deſſen Pläne von Proſeſſor Speer ſtam⸗ men, ſpannt ſich ſchon über den Quai de Tokio, denn der ganze Straßenverkehr wird genau von hier aus unterirdiſch an den Pont d' Jena geleitet. So könnte die Lage des deutſchen Hauſes überhaupt nicht günſti⸗ ger ſein! Die Weltausſtellung ſegelt unter dem Titel „Kunſt und Technik im Leben der Gegen⸗ wart“. Das iſt ein ſehr geſchickter Titel, denn es paßt einfach alles hinein. Und das wollte man ja auch. Aber bleiben wir zunächſt einmal beim Bau⸗ lichen. Die Ausſtellung gruppiert ſich an der Seine entlang, von der Place de la Concorde bis zum Pont d Jena und vom Eiffelturm bis zum Troca⸗ derv. Ja, der Eiffelturm bleibt ſtehen! Es gab„ganz Wilde“ unter den Architekten, die wollten ihn abreißen. Aber noch rechtzeitig überlegte man ſich, daß er läugft ein Wahrzeichen von Paris für die ganze Welt wurde. Gewiſſermaßen die Nationalflagge von Paris. Sein Leben verdankte er der Weltausſtellung von 1889, und nun wird er noch einmal eine Weltausſtellung unter ſeine Fittiche nehmen. Aber er wurde verſchönert, erneuert, ver⸗ ſtärkt, und wird ſo in neuem Glanze(der über drei Millionen koſtete) wieder einmal von einer Welt bewundert und beſtiegen werden. um die große Ausſtellung zu durcheilen, wurden geräuſchloſe elektriſche in Dienſt geſtellt, Rollſtege und Rolltreppen angelegt. Auf der Seine, die das Ausſtellungsgelände durchzieht und mit ein⸗ bezogen ist, werden 1 Gleit⸗ und. 2. Seite/ Nummer 68 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe in ganz wältigen Außer den meiſten Staaten ſind nun auch alle Induſtrien mit eigenen Hallen vertreten. Doch gibt es auch ein Palais der Frau, in dem man alles finden ſoll, was zum Leben der Frau gehört, alſo beſonders Mode⸗ und Schönheitsmittel. Männer würden dieſes Palais wohl aus Finanzſorgen mei⸗ den, da aber die ſchönſten Vorführdamen der Welt ſich hier ein Stelldichein verſprochen haben, werden wohl auch die Männer kommen Ein Palais der Arbeit iſt als Sammelpunkt aller zur Ausſtellung kommenden Arbeiter gedacht. Dort will man einen Ueberblick über die Geſchichte der beit und die ſozialen Fortſchritte geben. So gibt es für alle möglichen Zweige des Lebens eigene Hal⸗ len, wie Preſſe, Funk, Krankenpflege, Schiffahrt, Ei⸗ fenbahn uſw. Ein Vergnügungspark wurde in dem Teil„Altes Frankreich“ untergebracht, wo man auch Feſte 1 5 wie einſt“ plant. Und neben einer Berg⸗ und Talbahn, wird das Rieſenrad ebenſowenig feh⸗ len, wie die Waſſerrutſchbahn. Ein Planetarium gibt es und man wird auch den Menſchen aus Glas nern dürfen. Kurzum, es wird ein großzügiger ind beſonders bunter Jahrmakt werden, auf dem ſich Ernſt und Scherz, Erhabenes und Lächerliches neidlos treffen. Aber auch die Stadt ſelbſt putzt ſich heraus, um die vielen erwarteten Gäſte zu empfangen. Einige Seinebrücken wurden erneuert oder erweitert, ganze Straßenzüge wurden völlig umgeſtaltet, öffentliche Bauten und Denkmäler wurden ſorgfältig gewaſchen, die Beleuchtung der Place de la Concorde und der G. hamps Elyſées wurde verbeſſert und nun glaubt die„Stadt des Lichts“ bereit zu ſein. Daß der iumphbogen, die Notre Dame, das Palais Bour⸗ und andere Gebäude während der Ausſtellung angeſtrahlt werden, iſt ſelbſtverſtändlich. Darüber hinaus wurden auf der Seine ſchon ganz neuartige FV angeſtellt, die eine Ueberraſchung für die Welt werden ſollen. Noch rechtzeitig wurden auch die Erneuerungsarbeiten an der Großen Oper, die über ſieben Monate gedauert haben, fertig. Das Licht, die Farben, die Sitze und das Foyer, alles Und das Bühnenhaus wurde dem Vorbild der Frankfurter Oper hergerichtet. Auch der Döme des Invalides, das Grab Napoleons beherbergt, wird bis zum kai ſein Baugerüſt, das er nun faſt ein Jahr trägt, N legt haben und in ſeiner erneuerten Vergoldung herrlicher in den Mai ſtrahlen denn je. Vergeſſen wir nicht zu erwähnen, daß das Loupre⸗Muſeum ſich mit einem 28⸗Millionen⸗Kredit wirklich verſchö⸗ nert hat. Die„Attraktion“ für die Sommergäſte von Paris wird die abendliche Anſtrahlung der Venus von Milo(die endlich vernünftig aufgeſtellt wurde) Und der anderen Skulpturen des Muſeums ſein. Die Gemälde entziehen ſich bisher noch einer künſtlichen Beleuchtung, ſie wollen nur bei Tageslicht ihre ganze Schönheit hergeben. Werden die ausländiſchen Gäſte kom⸗ men? Ganz ſicher, denn der Name Paris hat noch immer jenen ſeltſamen Klang, der heimliche Liebe und Sehnſucht erweckt. Und die Stadt ſelbſt wird immer noch der ſtärkſte und ſchönſte Eindruck der Weltausſtellung 1937 bleiben. Doch haben der fran⸗ ö tſche Staat Und cte Stadt Paris nicht vor, ſich fir die fremden Gäſte zu opfern. Nein, beide hoffen, gükk, jg gar ſehr gute Geſchäfte mit der Altsſtetltenng zu machen. Deshalb möchten wir mit der Mitteilung ſchließen, daß augenblicklich auch 400 Arbeiter an der Erweiterung der Bank von Frankreich arbeiten. Ob dieſe räumliche Ausdehnung des Noteninſtituts nur im Hinblick auf die erwarteten Geld⸗ und Gold⸗ zuflüſſe durch die Weltausſtellung nötig wurde? Das wäre ein Zeichen von großem Optimismus. Aber wir wiſſen es nicht. moderner Art den Perſonenverkehr ber wurde neugeſtaltet. nach — Volkstodgefahr in England Bevölkerungspolitiſche Ausſprache im Unterhaus — London, 11. Februar. Im Unterhaus fand am Mittwoch eine bemer⸗ kenswerte Ausſprache über die drohende Bevölke⸗ rüngsabnahme in Großbritannien ſtatt. Der konſervative Abgeordnete Cartland erklärte, der Geburtenrückgang ſtelle eine Gefahr für die Er⸗ haltung des britiſchen Reiches und für den wirt⸗ schaftlichen Wohlſtand der Nation dar. Die Regie⸗ rung ſolle eine Unterſuchung einleiten und Feſtſtel⸗ lungen zur Verbeſſerung der Lage ausarbeiten. Bei dem fetzigen Ausmaß des Geburtenrückganges werde die Bevölkerung innerhalb von 20 Jahren beträcht⸗ lich abnehmen. Bereits in öͤrei Jahren werde die Ge⸗ bürtenziffer nicht mehr höher ſein als die Sterbe⸗ blffer. Der Antrag wurde von dem Konſervativen San⸗ Dys unterſtützt, der auf die Bevölkerungszunahme in 10 80 Indien, Japan und Sowjetrußland hinwies. Bei einer Andauer des gegenwärtigen Geburten⸗ verhältniſſes in England werde es im Jahre 1076 nur noch vier Millionen Kinder unter 15 Jahren geben, während ihre Zahl heute noch 10 Millionen betrage. Die Zahl der Perſonen zwi⸗ ſchen 15 und 45 Jahren werde um die Hälfte zurückgegangen ſein, während ſich die Zahl der über 65jährigen verdoppelt haben werde. Auch die britiſchen Dominien müßten eine weit grö⸗ ßere Bevölkerung als jetzt haben, um ihre Boden⸗ schätze und Hilfsquellen entwickeln zu können. An⸗ dernfalls würden ſie gezwungen ſein, Einwanderun⸗ gen aus den oſteuropälſchen Nationen und aus Aſien Herbeizuholen. Auch die Verteidigung Englands würde in ernſte Gefahr geraten, wenn es zu einer Bevölkerungsabnahme komme 1 eine Ueberalte⸗ dung der Bevölkerung 1 allein anwab 185 vertreten ſeien Der. im ſterium, Hi Antrag von Unterſuchung ber die 3 5 e der G zuſtellen. Er müſſe jedoch uf 1 N i Geburt 1 5 en leicht gestiegen ſei. 8 ä Donnerstag, 11. Februar 1987 Die große Gemeinſchaftsaktion der deutſchen Jugend: 1800 000 nehmen am Reichsberufsweifkampf teil Dr. Ley und Baldur von Schirach bei der Eröffnungskundgebung-Ein Aebereinkommen zwiſchen Hö und Dez — Berlin, 10. Februar. Mit einer Großkundgebung im Sportpalaſt wurde am Mittwochabend der Reichsberufswettkampf der deutſchen Jugend eröffnet. Reichsorganiſations⸗ leiter Dr. Ley und der Jugendführer des Deutſchen Reiches, Baldur von Schirach, verkündeten vor 15 000 Hitlerjungen und BDM ⸗Mädeln, die ſich für den Reichsberufswettkampf in Berlin gemeldet haben, den Beginn dieſes großen Leiſtungswettbewerbes. Nach Venrazungs worten des Obergebietsführers Axmann als Leiter des Reichsberufswettkampfes ſprach der Reiche mceneerer Baldur von Schi⸗ Tach. Er dankte der Deutſchen Arbeitsfront für ihre gewaltige Hülfe an dieſem großen Werk und für ihre unentwegte Treue und ſelbſtloſe Mitarbeit an dieſer größten erzieheriſchen Aktion, die die Menſchheit kennt. Beſonders dankte er dem Reichsorganiſationsleiter Dr. Ley, der, wie er er⸗ klärte, unlösbar mit der deutſchen Jugend verbunden ſei, dafür, was dieſer im Rahmen des Berufswett⸗ kampfes und darüber hinaus für die deutſche Jugend ſeit vielen Jahren geleiſtet habe. Der ſchönſte Dank, den die Jugend der Arbeitsfront und ihrem Leiter abſtatten könne, ſei, daß ſich für den diesjährigen 1,8 Millionen freiwillige Teilnehmer haben. Der Reichsjugendführer erklärte: Ich habe mit dem Reichsleiter der Deutſchen Arbeitsfront in Zu⸗ ſammenhang mit dem diesjährigen Reichsberufswett⸗ kampf ein Uebereinkommen geſchloſſen, das aus den Erfahrungen, die aus der praktiſchen Zu⸗ ſammenarbeit zwiſchen der Deutſchen Arbeitsfront und der Hitler⸗Jugend in den vergangenen Jahren gewonnen wurden, die praktiſche Konſequenz zieht. Ich habe als Jugendführer des Deutſchen Reiches die Berufserziehung der deutſchen Jugend der Deutſchen Arbeitsfront ſeierlich übertragen. Wenn die Deutſche Arbeitsfront ihre von der ganzen Welt bewunderte Leiſtung vollbringen konnte, ſo iſt es eine nationalſozialiſtiſche Pflicht, daß ich meiner⸗ ſeits die Jugend aufrufe, allein der Deutſchen Ar⸗ beitsfront ihre Berufserziehung zu überlaſſen. Weiter ſtellte der Reichsjugendführer als prak⸗ tiſche Auswertung der vorausgegangenen drei Be⸗ rufswettkämpfe feſt, daß die H bei dieſen Wettkämpfen in allen Fällen beſſer abgeſchnitten habe als die nicht⸗ organiſierte Jugend. Was früher Parteien verſprochen, aber nicht gehalten hätten, daß dem deutſchen Arbeiterjungen der Weg an die Spitze des Staates frei ſein ſolle, das habe der Nationalſozialismus wahr gemacht. begeiſterten Kundgebungen der Jugend ſchloß der Reichsjugendführer mit dem Ruf: Mit Gott für Deutſchland, für Adolf Hitler! Von jubelndem Beifall der Jungen und Mädel begrüßt, ergriff dann der Leiter der Deutſchen Ar⸗ beitsfront, Reichsorganiſationsleiter Dr. Ley das Wort. In den Mittelpunkt ſeiner Ausführungen ſtellte Dr. Ley drei Grundſätze, die von der deutſchen Jugend mit ſtürmiſchem Beifall aufgenommen wur⸗ den.„Die Menſchenführung iſt Sache der Partei“, ſo erklärte Dr. Ley,„und die Partei wacht eiferſüchtig darüber, daß keine andere Inſtitution ſich in dieſes ihr Recht einmiſcht, und ſie iſt auch nicht gewillt, mit irgendeiner Inſtitution dieſe Menſchen⸗ führung zu teilen.“ Als zweiten Grundſatz verkündete er:„Die Er⸗ ziegung des deutſchen Volkes gehört allein der Berufswettkampf gemeldet mit Gott Unter Partei, die Erziehung der Jugend gehört allein der Hitler⸗Jugend.“ Dr. Ley erinnerte daran, daß der Satz des Füh⸗ rers, Jugend müſſe oͤurch Jugend geführt werden, umſtürzend bis in allerletzte Tieſen ſei, aber nur durch ſeine Erfüllung ſei eine ſolche totale Betreu⸗ ung der deutſchen Jugend möglich geworden, die es noch nie gegeben habe, weder im deutſchen Volk noch ſonſtwo in der Welt.„Ich erkläre es offen“, rief Dr Ley unter ſtürmiſchem Beifall aus: „für mich gibt es in Deutſchland für die deutſche Jugend nur zwei Erziehungsmomente: das Elternhaus und die Hitlerjugend! Lange Zeit habe man der Hitler⸗Jugend jeden er⸗ zieheriſchen Wert abſprechen wollen, durch die Tat habe jedoch die Hitler⸗Jugend bewieſen, daß ſie den einzigen und alleinigen e bee Wert neben dem Elternhaus darſtellt. Als dritten Grundſatz ſchließlich betonte Dr. Ley den Wert des Wettkampfes, des Wetteifers als des beſten Erziehungsmoments.„Wir wollen die Menſchen in unſerem Lande wetteifern laſſen, ſie da⸗ durch zur höchſten Leiſtung bringen, wir wo Uen eine natürliche Ausleſe treiben.“ Beſondere Dankesworte widmete Dr. Ley dem Obergebietsführer Axmann, der im Reichsberufs⸗ wettkampf etwas aufgebaut habe, was in der Welt noch nicht da war. Stehend hörten die Tauſende deutſcher Jungen und Mädel das Bekenntnis zum Führer Adolf Hitler, mit dem Dr. Ley ſeine Ausführungen ſchloß: „Wir glauben auf dieſer Erde allein au Adolf Hitler. Wir glauben, daß der Nationalſozialis⸗ mus der alleinſeligmachende Glaube unſeres Volkes iſt. Wir glauben, daß es einen Herrgott im Himmel gibt, der uns geſchaffen hat, der uns führt und lenkt und ſichtbarlich ſegnet, und wir glauben, daß dieſer Herrgott uns Adolf Hitler geſandt hat, damit Deutſchland für alle Ewigkeit ein Fundament ſeiner Exiſtenz habe. Adolf Hitler— Sieg Heil!“ Mit dem Liede„Unſere Fahne flattert uns voran“ fand die eindrucksvolle Eröffnungskundgebung zum Reichsberufswettkampf 1937 ihr Ende. PPPPPCCCCCCCCCCGCCbCbCbPbPbPCbGbPbPbPbPbGbPbPbGbGTGbPTGTGGTGTbTGTbGT(TbTbGTbGTbTbPbPbTbTbTPTbPbłTPT————+TTTVꝓꝓ+PvPvꝓFPVVTVTVTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT Dio beiden Konkurrenten der Weltrevolution: Trohki prophezeit Stalins Ende Der eine Revolutionär beſchuldigt den andern des„Gewiſſensterrors“ — Neuyork, 11. Februar.(U..) In Verbindung mit einer Rede, die Leo Trotzki von Mexiko aus geſtern abend um 10 Uhr über Tele⸗ phonkabel vor 5000 Menſchen im Neuyorker Hippo⸗ drom halten wollte, hat ſich ein aufſehenerregender Zwiſchenfall zugetragen. Das Kabel, über das die Rede Trotzkis geleitet werden ſollte, war dicht an der mexikaniſchen Grenze Heucgeſchnktten worden. Man glaubt, daß es ſich um einen Sabotageakt ſeitens einiger Stalin⸗Anhänger in der mexikaniſchen Haupt⸗ ſtadt handelt. Schließlich erſchien Max Schachtmann, der Ver⸗ treter Trotzkis in Neuyork und Herausgeber der Schriften Trotzkis, auf dem Rednerpult und verlas deſſen Rede: Trotzki bot in ihr der Moskauer Gpu an, ſich freiwillig dem GPU⸗Gericht zu ſtellen, wenn eine unparteiſſche Kommiſſion ihn der Verbrechen ſchuldig befinden ſollte, deren man ihn im Moskauer Trotz⸗ kiſten⸗Prozeß beſchuldigt habe.„Können mich die Ankläger im Kreml hören? Ich ſchleudere ihnen meine Verachtung ins Geſicht.“ Trotzki beſchuldigte dann die Machthaber in Moskau, ſie wollten ihn mundtot machen, weil er die Wahrheit wüßte.„Die Angeklagten im Moskauer Prozeß waren nichts anderes als Marionetten in den Hän⸗ den der GPlf, ſie ſpielten eine einſtudierte Rolle. Dieſes ſchändliche Schauſpiel verfolgte nur den Zweck, die geſamte Oppoſition zu zerſchlagen, alle Quellen kritiſcher Einſtellung zu vergiften und die Grundlage für das totalitäve Syſtem Stalins zu befeſtigen.“ Trotzki fügte dann hinzu, daß das Regime Stalins zum Untergang verdammt ſei; die Geſchichte werde entſcheiden, ob eine kapitaliſtiſche Gegen revolution oder eine Arbeiterdemokratie es er⸗ ſetzen werde.„Die ganze Atmoſphäre in der Sowfet⸗ union iſt durchtränkt vom Geiſt der Inquiſition, von jeder Art Tortur, phyſiſcher und moraliſcher Natur. Es gibt keine Wahl zwiſchen Selbſtmord und mora⸗ liſcher Selbſtaufgabe. Nicht einmal das bolſchewiſtiſche Fleiſch und Blut kann dem auf die Dauer wider⸗ Die Sache ſteht über der Form: England und ſeine Dominien Die ſichlbare Abhängigkeit ſoll gelöſt, der unſichtbare Zuſammenhalt verſtärkt werden Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters — London, 11. Februar. Wenn nach der Königskrönung im Mai d. J. die Premierminiſter der großen engliſchen Dominien mit ihren engliſchen Kollegen in London zuſammen⸗ treffen, dürfte von ſeiten der Dominien der Vor⸗ ſchlag gemacht werden, das Londoner Domt⸗ nien miniſterium abzuſchaffen. Befür⸗ worter eines ſolchen Planes iſt in der Hauptſache dik Südafrikaniſche Union, und unterſtützt wird der Vorſchlag von Kanada ſowie von Auſtralien. Man geht von der Erwägung aus, daß das Dominien⸗ Office in ſeiner bisherigen Geſtalt überlebt ſei. Es habe die ihm geſtellten Aufgaben erfüllt, und die Dominien könnten jetzt beſſere und ſchnellere Re⸗ ſultate erzielen, wenn ſie direkt mit den verſchie⸗ denen Londoner Miniſterien in Verbindung treten. Während das Londoner Kolonialminiſterium, dem alle engliſchen überſeeiſchen Beſitzungen unterstellt ſind, eine echte Exekutivbehörde iſt, iſt das Domi⸗ nien⸗Miniſterium eigentlich eine Art von Foreign Office für das Weltreich. Ihm ſteht keine Exekutive zu, und die ganze Arbeit dieſes Amtes iſt im weſenk⸗ lichen diplomatiſcher Natur. Alle Dominien haben hohe Kommiſſare, praktiſch 9 9 5 akkreditierte Botſchafter in London, die 5 jüngſter Zeit nicht auf dem Wege uber 195 durch eine direkte Telephonleitung minien⸗Office, ſondern direkt mit dem 1 5 321 ſo zu jeder Zeit und unver⸗ 8 iſche Miniſterpräſident iſt ſeit einiger Zeit 1 Minſſterpräſtdenten verhandelt haben. ö 5 der Dom inien England gegenüber„„ ge⸗ ſtadt, Melbourne wandelt hat. Eine Abſchaffung des Dominien⸗ miniſteriums würde ſo die damals eingeleitete Ent⸗ wicklung nach außen hin klar unterſtreichen. Es wäre aber zͤrrig, die Pläne auf Abſchaffung des Dominien⸗Miniſteriums— es mag dahinge⸗ ſtellt bleiben, ob dieſer Plau 1 wirklich kon⸗ krete Formen annimmt— als ein Schwäche⸗ zeichen des brütiſchen Imperiums zu betrachten. Die Königskriſe Ende vergangenen Jahres hat ge⸗ zeigt, wie eng das Imperium in wirklich entſcheiden⸗ den Fragen zuſammenſteht. Auch die hier erörterten Pläne zur Schafſung einer gemeinſamen Fernoſt⸗ flotte, die aus Schiffseinheiten Englands ſowie der Dominien zuſammengeſetzt werden ſoll, beweiſen, daß die angeblichen zentrifugalen Kräfte innerhalb des Imperiums ſtark überſchätzt werden. Dieſe Flotten⸗ ſvage wird auf der kommenden Reichskonferenz eine große Rolle ſpielen und ebenſo wird die Frage, ob eine einheitliche Außenpolitik im Rahmen des Im⸗ ä 0 werden kann, dann e wer⸗ ſtehen, wenn das Pendel des Todes dauernd über den Häuptern ſchwingt.“ Trotzki ſagte daun voraus, das Sowjet⸗ regime werde zuſammenbrechen, ſobald der Faſchismus in Spanien und Frankreich geſiegt haben wird.„Dann werden ſich auch die ruf⸗ ſiſchen Maſſen erheben und dem Deſpotismus Stalinſcher Prägung ein 8 ſetzen.“ Auch dort Sabotage? Unzufriedenheit in der auſtraliſchen Kriegsflotte (Funkmel dung der NM.) London, 11. Februar, An Bord von Kriegsſchiffen der auſtraliſchen Flotte, die ſich zur Zeit im Manöver befindet, ſind eine Reihe von kleineren Sabotageakten verübt wor⸗ den. So ſind u. a. Maſchinenteile verſchwunden und Taue der Rettungsboote durchſchnitten worden. Das Marineminiſterium ſtellt hierzu feſt, daß es ſich um die Tat einiger weniger handele. Es wid beſtritten, daß unter den Soldaten der Flotte allgemeine Un⸗ zufriedenheit herrſche. ö Preſſevertreter, die ſich zur Zeit jedoch alf der Flotte befinden, berichten, daß die Mannſchaften mit den Anordnungen des Kommandierenden Admirals äußerſt unzufrieden ſeien und mit den Vorbehrun⸗ gen, die für ihre Entlaſſung getroffen ſind. Sorge für die Opfer der See Der Führer überweiſt 50 000 Reichsmark der„Stiftung für Opfer der Arbeit auf See“ — Berlin, 10. Februar. Ganz beſonders ſtürmiſches Wetter zur See hat in den vergangenen Monaten eine große Anzahl von Opfern unter den deutſchen Seeleuten und Fiſchern gefordert. Aus dieſem Anlaß hat der Führer und Reichskanzler der„Stiftung für Opfer der Arbeit auf See“, die der von ihm ſelbſt ins Leben gerufenen „Stiftung für Opfer der Arbeit“ eingegliedert iſt, Dieſe Zuwendung iſt für die Familien verunglückter Seeleute beſtimmt und ſoll überall da, wo die Renten der Berufsgenoſſenſchaft nicht ausreichen, zur Siche; rung der Hinterbliebenen verwendet werden. 5 Auch Reichsminiſter Dr. Frick hat aus dem glei. von 10 000 Reichsmark geſtiftet. Die Folgen des Barrage Ein Erlaß des Stellvertreters des Führers 0— Berlin, 10. Februar. Laut N Sk hat der Stellvertrete des 15 einem Erlaß an die Parteidienſtſtellen darauf hin, gewieſen, daß ausgeſchiedene Parteimitglieder, die noſſe bei ſeinem Eintritt in die Partei auf ſich nimmt, verſtoßen haben, ſelbſtverſtändlich auch ihve Führerſtellungen oder Arbeitsſtätten in der P. und allen ihren Organiſationen ſowie alle im Ehrenämter Partei automatiſch verliere Ebenſo ſelbſtverſtändlich ſei es, daß das . eines Parteigenoſſen, der Beamter ſe . beſondere Pflichten gegenüber dem iſchen Staat habe, für ihn auch Folgen hinſichtlich feiner Benn „5 1 i Die e derungen treters des Führers 8 für 1. „ e Dr. Se. e 5 2 e clk u See Wee 2 enen Sgaffer, be cceudbn hw, alle nn ane. einen Betrag von 50 000 Reichsmark überwieſen chen Anlaß und zu dem gleichen Zweck einen Betas N ſich gegen die größeren Pflichten, die der. 2 — * — SA S e Neue Maunheimer Zeitung bie Sadtseife Mannheim, 11. Februar. Iſt es erlaubt? Einige Worte nämlich zu dem ppeſievollen Arti⸗ zel über die Marktplatztauben zu ſagen, oͤen ich in 155 NM. geleſen habe. Ich weiß, wir M annhei⸗ mer ſind friedliche Leute, aber in gewiſſen Dingen man doch ins Weſpenneſt greifen. So etwa, wenn irgendwo ein alter ſchattiger Baum umge⸗ hauen wird, womit man nicht einverſtanden iſt, oder auch, wenn man bei unſeren Tauben, die Bür⸗ gerecht haben, über der Poeſie die Proſa nicht ver gißt. Es hat hier ſchon mal einen Taubenkrieg g ge⸗ geben und der iſt gar erhitzt geführt worden, ſo daß dieses Kapitel ſchon mit Schonung aller bree Gefühle zu behandeln iſt, wenn man ſich nicht ver brennen will. Es iſt durchaus richtig, was unſer Taubenfreund geſchrieben hat. Den hieſigen Markt⸗ klatztauben geht's wirklich ausgezeichnet, und ſie ſeh⸗ nen ſich gewiß nicht nach dem Markusplatz. Sie stehen glänzend im Gefieder, ſind gut genährt und haben wahrſcheinlich auch ſonſt keine Sorgen. Un⸗ längſt habe ich im geeigneten Augenblick eine Per⸗ ſonenſtandsaufnahme vorgenommen und die Anwe⸗ ſenheit von etwa z weihundertfünfzig Tau⸗ benperſönlichkeiten feſtgeſtellt. Soweit iſt nun alles gut und ſchön, poeſievoll, ro⸗ mantiſch, lehrhaft und vielleicht auch vorbildlich. Aber es gibt bei unſeren Tauben doch auch etwas, was schmutzig und ſchädlich iſt und an dem man doch nicht ſo ganz vorbeiſehen kann. Rathaus und Pfarr⸗ Arche ſind dabei die Leidtragenden. Wie be⸗ ſchmutzt dieſe Bauten ausſehen, kann jeder be⸗ ubachten. Wie ſchädlich aber der Taubenmiſt auf den Stein einwirkt, liegt weniger offen zutage. Auf dem Geſimſe in Fenſterhöhe, auf dem dieſe Tiere ſtten, haben ſich die Exkremente in ſolchen Mengen abgelagert, daß die Tiere in ihrer Bewegungsfrei⸗ heit ſtark behindert ſein müſſen. Als Nachſchrift ſei noch angefügt, daß ich es nicht wagen möchte, gegebenenfalls meine Frau auf den Marktplatz zu führen und ihr die Tauben als nach⸗ uhmenswertes Beispiel vorzuführen. Da nämlich meine Frau nicht die Frau eines gewiſſen Herrn Haſe iſt, der keine Zeitung lieſt, hat ſie beſtimmt geleſen, was neulich in der Zeitung ſtand. Da ſtand nämlich, daß es mit der Friedfertigkeit der Tauben gar nicht ſo weit her ſein ſolle, ſie könnten ſogar ſehr 668 710 ſein. Das läßt die entſetzliche Ahnung aufdämmern, daß es am Ende darunter auch Kantippen geben könnte. Das iſt das zweite Kapitel und daran möchte ich mir die Finger erſt recht nicht verbrennen! 15 Faſchings⸗Vegräbnis im Habereckl Nach alter Gepflogenheit kamen die Feuerioaner geſtern abend im Habereckl zuſammen, um den Fa⸗ ſching feierlich zu begraben. Als jeder den Roll⸗ mops mit zwei Kartoffeln vor ſich ſtehen hatte, waren die Erſchienenen tatſächlich wie die Heringe zuſam⸗ mengepfercht, ſo groß war der Andrana. An dem bekannten erhöhten Stammtiſch in der Ecke gegen⸗ über dem Ausſchank ſaß mit dem Prinzenpaar Prä⸗ ſident Theo Schuler der eine kurze Anſprache hielt. Ep machte darauf aufmerkſam, daß von einem Begräbnis des Faſchings in Mannheim keine Rede ſein könne. Die Narretei bleibe vielmehr, wie der Beſuch des Heringseſſens zeige, ſehr lebendig. In dieſem Sinne endete die Anſprache mit einem Ahoi! auf den Feuerio und den Faſching. Theo Schuler war vorher von den Zeremonien⸗ meiſtern Heinrich Schäfer und Albert Picker, die ſich mit Beſen„bewaffnet“ hatten, feierlich„eingeholt“ worden— ſelbſtverf ſtändlich ſymboliſch. Dodl Schä⸗ ſer nahm in Reimen vom Faſching Abſchied. Wei⸗ ter hörten wir einen weinerlichen Büttenvortrag und zwei Tenorlieder. Aber dann folgten wir dem Bei⸗ ſpiel des Prinzenpaares das von Mayer, der mit zwei Muſikern aufſpielte, mit dem Lied„Muß i denn. hinausgeleitet wurde, und machten einem 9 Platz. Als wir dem dicken Tabaksqualm waren, hörten wir zum letzten Male in deſem Faſching die Klänge des e e kann 1 * 15 Freiwillig aus dem Leben geſchieden iſt in der Nacht auf Dienstag ein in den 60er Jahren ſtehender Mann in der Grabenſtraße 3 durch Einnehmen von Gas 7 Badezimmer. Der Grund zur Tat iſt noch annt. folgende Prüfungsfächer: deutſcher Briefwechſel, kaufmänniſche Arithmetik, all⸗ 7 Mittag⸗Ausgabe 3. Sekte 7 Nummer 5 Wo lrifft ſich Mannheim am Conntag? Bei der ſchweren Artillerie zum Eintopfeſſen Uns wird geſchrieben: Ueberall, wo Soldatenleben der Oeffentlichkeit einmal gezeigt werden kann, ſtrömen die Zuſchauer aus allen Bevölkerungskreiſen, vom kleinſten Pimp⸗ fen angefangen bis zum alten Mütterlein und zum greiſen Feldzügler von„Anno dazumal“, herbei, um einen Eindruck von dem Leben und Treiben der neuen Wehrmacht zu erhaſchen. Das bewies ein⸗ deutig der Eintopfſonntag vom 10. Jan., an dem 75 e der 1. Abteilung des Ar⸗ till Regiments 69 ein allgemeines Ein⸗ topfeſen venue lteten und oͤraußen im Schlachthof in den Mittagsſtunden ein ſchneidiges Ge⸗ ſchützexerzieren vorführten. Eintopf in der Kantine. Die damalige Veranſtaltung fand bekanntlich bei der Bevölkerung ſo ſtarken Widerhall, daß Hunderte und aber Hunderte, die keine Karte mehr bekommen konnten, wieder abgewieſen werden mußten. Dies war dem Kommandeur der Abteilung Veranlaſſung, ſütr den nächſten Eintopfſonntag eine ähnliche Ver⸗ anſtaltung in bedeutend größerem Maßſtab feſtzu⸗ ſetzen. Wieder wird in der Kantine der Mollſchule ein großes Eintopfeſſen ſtattfinden. Aber diesmal ſollen es tauſend Gäſte werden, die in der Zeit von 11 bis 13 Uhr am einfachen Soldatentiſch ihr Mahl einnehmen. Die grauen Köche werden wie das letzte Mal ihr beſtes tun, um den lieben Mannheimern und Ludwigshafenern ein ganz ausgezeichnetes Eſſen vorzuſetzen, das beſtimmt jedem munden wird. Das ſchönſte aber an dieſem Eintopf iſt die Gewißheit, daß unſere Soldaten genau dasſelbe bekommen, ſo daß er alſo ſeinen wahren Zweck auch voll und ganz erfüllt. Auch die Zimmer der Mannſchaften ſind an dieſem Sonntag wieder zur Beſichtigung freigegeben. Um jedoch in die Kaſerne ſelbſt zu gelangen, müſſen die Beſucher die Eintopf⸗Eſſenkarte vorweiſen. Intereſſant wird's im Schlachthof Im Städtiſchen Schlachthof werden über Mittag in der Zeit von 10 bis 13 Uhr Soldaten der Abter⸗ lung den Gäſten zeigen, wie der tägliche Dienſt der Artilleriſten an ihrem Geſchütz verläuft. Da wird wieder ab⸗ und aufgeprotzt, werden bags ſchatfe Rich⸗ tungen„hingelegt“, daß es eine Freude iſt, zuſchauen zu dürfen. Die Geſchützführer werden die Gäſte, die gegen eine kleine oder auch— was beſonders gern geſehen wird— größere Spende in die am Eingang aufgeſtellten WHW⸗Büchſen Zutritt erhalten, über die verſchiedenen Tätigkeiten und Vorgänge belehren. Für unſere Jugend haben die Soldaten noch beſondere Ueberraſchungen auf Lager: Gegen Ent⸗ richtung eines kleinen Entgelts in die Sammelbüchſe dürfen kleine Buben und Mädel im„Hippo⸗ drom“ auf den ſchlanken Reitpferden reiten oder in leichten Jagd⸗ und anderen Wagen Rundfahrten machen. Allerdings auf eigene Gefahr; aber die Soldaten geben ſorgſam auf die ihnen anvertrauten Schützlinge acht! Wenn ihr Mannheimer und Ludwigshafener alle dieſe Dinge überlegt und nicht zuletzt auch an den eigentlichen Sinn dieſer Hroßveranſtaltung denkt, nämlich ein Opfer zu bringen fürs große Liebes⸗ und Hilfswerk des deutſchen Volkes, dann kann eure Loſung für den Sonntag nur lauten: Wir eſſen Eintopf bei der ſchweren Artillerie! Die Eſſenkarten ſind ab Mittwoch in der Zeit zwiſchen 9g und 12 Uhr und nachmittags zwiſchen 14 und 18 Uhr täglich bei der Ortsgruppe Schwetzinger⸗ ſtadt der NS in der Augartenſtraße 36 erhältlich. Wer erſt am Freitag oder gar am Samstag kommt, iſt beſtimmt zu ſpät dran. Alſo auf zur NSW und Karten geholt. eee eee Mädel im Reichsberufsweltkampf Preſſeſtelle RBW 1987(Photo Stober⸗Offenburg). In der Zeit vom 14. bis 28. Februar führt die Hitler⸗Jugend in Verbindung mit der Deutſchen Ar⸗ beitsfront ihren 4. Reichsberufswettkampf durch, zu dem ſich die Jungen und Mädel im ganzen Reiche in größter Zahl gemeldet haben. Unſer Bild zeigt ein Mädel bei der Erfüllung einer Aufgabe. e An den Haudelsſchulen findet heute und mor⸗ gen die Abſchlußprüfung ſtatt. Die Prüfungsauf⸗ gaben ſind gemeinſam mit dem von der Handelskam⸗ mer geführten Prüſungsausſchuß für das kaufmän⸗ niſche Bildungsweſen, dem Männer der Wirtſchaft und der Schulen angehören, feſtgeſetzt. Sie betreffen Deutſcher Aufſatz, gemeine und ſpezielle Betriebswirtſchaftslehre lacht Sondergruppen), Buchhaltung und Bilanz. Dieſe Abſchlußprüfung iſt gleichzeitig ſchriftlicher Teil der kaufmänniſchen Gehilfenprüfung. An den beiden hieſigen Schulen werden rund 730 Berufsanwärter ſich der Prüfung unterziehen. An alle deutſchen Sänger! deutſchen Sänger rüſten zum 12. Deutſchen Bundesfeſt und zur 75⸗Jahrfeier des Deut⸗ zerbundes, die in den Tagen vom 28. Juli zum 1. Auguſt 1937 in Breslau ſtattfinden a rufen die Sänger aus allen deutſchen Gauen tur im Südoſten des Reiches. Wir rufen die Sänger deutſchen Stammes aus aller es Feſt wid eine gewaltige Heerſchau Sänger werden, ein mächtiges Bekennt⸗ tſchen Volke und zum deutſchen Lied. ſtſtadt Breslau, das große Deutſche Reich zu feiern. er, Herne i.., Bundesſührer, zugleich en des Führerrates und der Sänger⸗ 8 r im Reichsgebiet. Ge g Brauner, Berlin, Leiter der Zentrale für die chen Chorverbäude im Ausland. A. Jakſch, Wien, Oſtmärkiſcher Sänger⸗Bund. ritius Bayer, S Spittal, Kärntner Sänger⸗Bund. e deutſchen Sangesbrüder in herzlicher n, um mit ihnen das Feſt des Dr. Luc Fuchs, Breslau, Obmann des Feſtausſchuſſes. . 0 Kolheim, Graz, Steyriſcher Sänger⸗Bund. Auf nath reslau zum deulſhen et ingerbundesfeſt! Ing. Theodor Fruhwirth, Linz a. d. Donau, Ober⸗ bſterreichiſcher Sänger⸗Bund. Georg Bankoſegger, Salzburg, Salzburgiſcher Sän⸗ ger⸗Bund. Dr. Kurt Strele, Innsbruck, Tiroler Sänger⸗Bund. Otto Konzett, Feldkirch, Vorarlberger Sänger⸗Bund. i Alfred Krieger, Danzig, Danziger Sänger⸗Bund. Dr. Hans Chunert, Hermannſtadt, Siebenbürgiſch⸗ Deutſcher Sänger⸗Bund. Heinrich Siebeneicher, Bukareſt, Alt⸗Rumäniſch⸗ Deutſcher Sänger⸗Bund. a Dr. Franz Andres, Temesvar, Banater Deutſcher Sänger⸗Bund. Mathias Nutz, Neppendorf, Ländlicher Songer⸗Bund in Rumänien. Andreas Dudek, Kattowitz, Arbeitsgemeinſchaft der deutſchen Geſangvereine in Polen. g l, Deutſcher Jugoſlawien. Otto Brien, Concepeion, vereine in Chile. Braſilien. Dr. Seyffarth, Brooklyn, Sanger einigten. zaten. 5 Sasel. in Bel Nähkurſus in der Mütterſchule Wir beginnen am Donnerstag, 11. Februar, mit unſerem Nähkurſus in der Mütterſchule, Kaiſer⸗ ring 8. Hier ſollen Frauen und junge Mütter die grundlegenden Begriffe im Nähen, Flicken und Stopfen, wie man es im Haushalt benötigt, lernen. Die Kurſustage ſind jeweils Dienstag und Don⸗ nerstag, abends von—10 Uhr. Kurſusdauer fünf Wochen. Vorherige Anmeldungen erbeten an die Mütterſchule Mannheim, Kaiſerring 8, II. Fernruf 434 95. Seine Spezialitat“: Manſardendiebſtähle Gefährlicher Dieb vom Mannheimer Schöffen⸗ gericht verurteilt f Vor dem Schöffengericht ſtand am Mittwoch der 21 Jahre alte Heinrich Schlüter aus Buer, der des Diebſtahls und Betrugs bezichtigt war. Nach einer nicht gerade ſchön verlaufenen Jugend war der Angeklagte in verſchiedenen Berufen tätig und ver⸗ legte ſich, um ſein„Einkommen“ zu erhöhen, zuerſt auf Fahrraddiebſtähle und ſchließlich auf Manſarden⸗ einbrüche. Im Jahre 1934 ſtahl er in Mann ⸗ heim und Heidelberg 21 Fahrräder. In der Zeit von Oktober bis November letzten Jahres betätigte er ſich in Mannheim als Manſarden⸗ dieb, wobei er in drei Fällen Anzüge, Herrenſchuhe, Wäſche u. a. im Werte von etwa 1200 Mk. zuſammen⸗ ſtahl. Die Kleider, die er nicht gebrauchen konnte, verkaufte er. Das auf dieſe Weiſe erhaltene Geld brachte er zu einem großen Teil in e Häuſern durch. Das Gericht ſchloß ſich dem Antrag des Staats⸗ anwaltes an und verurteilte den Angeklagten wegen . ſchweren Diebſtahls und fortgeſetzten ugs zu einer Geſamtgefän von einem Jahr ſechs Monaten. Auf die rde a nzahl. 1 195 ganz wenige, de 57896 35 üer noch zu brotzen vermochten, bleiben ſtehen. gnisſtrafe Der Gauwirtſchaſtsberater zum Reichsberufsweitkampf Wiederum ergeht der allgemeine Ruf an die deutſche Jugend, zum 4. Reichsberufswettkampf ihre Kräfte einzuſetzen, die allgemeine Leiſtungs⸗ fähigkeit zu ſteigern und ihr Streben und Kön⸗ nen zu beweiſen. 5 Es iſt für den jugendlichen Arbeiter eine Ehre, an dieſem Wettkampf teilnehmen zu dür⸗ fen, und ich bin der Ueberzengung, daß jeder ſeine Kräfte einſetzen wird, um einen Erfolg zu erreichen. Die Betriebsführer bitte ich beſonders, die ihnen anvertraute Jugend auf die hohe Beden⸗ tung dieſes Wettkampfes hinzuweiſen und den Teilnehmern die erforderliche freie Zeit zu ge⸗ währen. gez. Dr. Kentrupp. 1 Wer iſt Roland Strunk? Roland Strunk, der am 15. Februar im Nibe⸗ lungenſgal über ſeine Erlebniſſe in Spanien fe 1 wird, entſtammt einer alten öſterreichiſch Soldatenfamilie. Er wurde in den Kadettenſchulen der Doppelmonarchie erzogen und ging aus der Militärakademie als Kavallerieleutnant in die Reihen der öſterreichiſchen Armee. Bei Ausbruch des Krie⸗ ges ſtand er an der ruſſiſch⸗galiziſchen Grenze in Garniſon. Im Herbſt 1914 fiel er verwundet in ruſſiſche Gefangenſchaft und wurde nach Sibirien ge⸗ bracht. Dreimal verſucht er von dort zu fliehen und kommt 1916 endlich bis Irkutsk durch. Hier tritt er mit dem Nachrichtendienſt der Mittelmächte in Schon die Schule lehet es: W̃itme dehnt aus, Kate zieht zusemmen dem muß clie Haut gewechsen sein, A sonst wird sie leicht rissig und spröde. A X Deshelb votbeugend mit det euzert- J N holiigen Nives · Creme einteiben] Das N ethöft lhre Heut weich und geschmeidig. Verbindung, wird aber von Rußlands Geheimdienſt entdeckt und als„Spion“ im November 1916 von einem Kriegsgericht des Zaren zum Tode duch Erſchießen verurteilt. Fünf Tage und fünf Nächte wartet er auf die Exekution und erfährt dan, daß er zu lebens länglicher Zwangsarbeit begnadigt ſei. Während der erſten Bolſchewiken⸗ revolte wird er befreit. Zehn Tage ſpäter iſt ey als dämiſcher Kurier in Petersburg. Es gelingt ihm, nach Deutſchland durchzukommen. Er kehrt nach Wien zurück und geht an die italieniſche Front Nach Friedensſchluß meldet er ſich als Flugſtaffel⸗ führer zum Roten Kreuz und verſorgt vergeſſene Gefangenenlager in Rußland mit Medikamenten und Nahrungsmitteln. Er wird Journaliſt, ſieht die Kämpfe des erwachenden Türkenreiches in Klein⸗ aſten, lebt als Spezialberichterſtatter zwiſchen den großen Städten Europas und fährt in den erſten Tagen des mandſchuriſchen Konfliktes nach Schang⸗ hai, wo er in japaniſchen Panzerzügen, auf mongypli⸗ ſchen Ponys, mitten unter Chunchudſenbanden und Rebellenarmeen ſeine Eindrücke ſammelt die er daun ſpäter in einem feſſelnden Buch„Achtu nig! Aſien marſchkert!“(Drei⸗Masken⸗Verlaa] niederlegt. Seine Arbeit führt ihn bei Ausbruch des abeſ⸗ ſäiniſch⸗italieniſchen Konfliktes als Son⸗ derberichterſtatter des„Völkiſchen Beobachters“ auf den afrikaniſchen Kriegsſchauplatz und nun ſchließlich an die ſpaniſche Front. Nicht Abenteurerluſt be⸗ ſtimmt ſeinen Beruf. Er iſt vielmehr einer der Weni⸗ gen, deren Berufung es iſt, durch die äußeren Ereig⸗ niſſe hindurchzuſchauen auf ihre Urſachen und Be⸗ weggründe. So erſchöpft ſich ſeine Darſtellung nicht im der Schilderung des vorübergehenden Geſchehens. Er deutet es als Ausdruck der beſtimmenden Pro⸗ bleme, mit denen wir uns, ja die ganze Welt ſich auseinanderſetzen muß. Das Problem des Fernen Oſtens oder das des Mittelmeerraumes hat uns Strunk ebenſo nahegebracht wie er es nun in noch ſtärkerem Maße mit ſeinen Vorträgen über das 9 0 des Bolſchewismus im Beiſpiel Spamen bun ** Seinen 75. Geburtstag feiert heute Herr Ru⸗ dolf Kunkel, Seniorchef der Firma Gebrüder Kunkel, Mannheim, F 1, 2, in geiſtiger und körper⸗ licher Friſche. Wir gratulieren herzlich!— Seinen 70. Geburtstag beging in Feudenheim in gei⸗ ſtiger und körperlicher Friſche Bäckermeiſter Jakob Kramm l, Schillerſtraße 2. a Auf die Bekanntmachung des Oberbürger⸗ meiſters über Härtebeihilfe bei Durchfüh⸗ rung des Geſetzesüber Zinsermäßigung, weiſen wir ganz beſonders hin. Die Anträge für die Zeit vom 1. Juli 1937 bis 30. Juni 1938 müſſen bis ſpäteſtens 28. Februar beim Städt. Für⸗ ſorgeamt, R 5, 1, geſtellt werden. * Eine Schaufenſterſcheibe eingeſchlagen hat geſtern in einem Kleidergeſchäft der unteren Breiten Straße ein gutgekleideter Herr, keinesfalls aber, wie man vielleicht annehmen möchte, in ſchlechter Aſchev⸗ mittwochſtimmung. Denn es konnte feſtgeſtellt werden, daß ſich beſagter Herr am Fasnachtdienstag nicht von ſeinem Platz entfernt hatte. Jedenfalls iſt er geſtern aber umgefallen und hat mit ſeinem harten Kopf die große Spiegelſcheibe einer Vitrine zertrümmert, wobei er glücklicherweiſe ohne Ver⸗ letzungen davongekommen iſt. Natürlich hatte es ſith bei dem Pechvogel nur um eine— Schaufenſterfigur gehandelt. Die zertrümmerte Scheibe wurde 1 e e. Hinweis Karl Hans Münnich mit ſeinen Kurpfälzern ſtellt ſich in den Dienſt des großen Heimat⸗ un d Volkstumabend der 32. SS Standarte kommenden Samstag im Roſengarten. en iſt er vom Rundfunk her bekannt, doch we⸗ konnten ſeine Lieder, Tänze und Spiele ud erleben. Seine volkstümliche Kunſt n im ganzen Deutſchen Reich bekannt . ſeinem hieſigen Auf⸗ ade 1936 in Berlin, Freizeit . 1 11 0 trpfälzern wahre Volkskunſt verkörpert ſeinem Pfälzer Humor, Witz und feder Lenne 1 Ae. erobert. 4. Seite/ Nummer 68 Aus Baden Der Neckar führt Hochwaſſer Die Schiffahrt wurde eingeſtellt * Heidelberg, 11. Febr. Der Neckar iſt in der Nacht zum Dienstag überraſchend ange⸗ ſtiegen und erreichte geſtern früh eine Höhe von 3,30 Meter, die auch noch am Mittwoch früh feſtge⸗ ſtellt wurde. Die Schiffahrt iſt ſeit geſtern ein⸗ geſtellt. Um Schäden an den Stauwehren vor⸗ zubengen, wurde ein großer Stapel von Langholz am Neuenheimer Vorland durch raſch eingeſetzte Ko⸗ lonnen weggeſchafft. Großfeuer in Rheinsheim Ein Gaſthaus abgebrann: * Rheinsheim bei Philippsburg, 10. Februar. Am Mittwochabend zwiſchen“ und 7 Uhr brach im Dachſtuhl des Gaſthauſes„Zum Löwen“(Be⸗ ſitzer Alſons Rau] aus bis jetzt noch unbekannter Urſache Feuer aus, das ſich mit raſender Schnellig⸗ keit auf das ganze Anweſen verbreitete. Das ziem⸗ lich große Gebäude iſt bis auf die Grundmauern niedergebraunt. Dank energiſchen Eingreifens der Feuerwehren von Rheinsheim, Germersheim und Philippsburg konnten die ſtork gefährdeten Nachbar⸗ gebäude gerettet werden. Von den Fahrniſſen und Erutevorräten iſt leider nichts mehr übrig geblieben. Der Geſamtſchaden wird auf etwa 40— 50000 Mark geſchätzt. Es lenzt an der Vergſtraße zu Weinheim, 11. Februar. Die ſeit einiger Zeit eingetretene Frühlingstemperatur hat an unſerer Bergſtraße ſchon die erſten Frühlingsboten hervorgerufen. An günſtig und ſonnig gelegenen Abhängen ſtecken ſchon die Weidenkätzchen ihre ſamtweichen Köpfchen vor. Aber auch die Veil⸗ chen gucken vorwitzig aus der Erde. Die Ziergärten ſchmücken bereits die erſten Schneeglöckchen, und der Krokus iſt ebenfalls ſchon zum Leben er⸗ wacht. Die Flieder bäume zeigen einen Knoſ⸗ penanſatz, der bald grünen wird. Wenn die milde Witterung anhalten wird und kein eiskalter Rück⸗ ſchlag wie im letzten Frühjahr erfolgt, iſt es nicht ausgeſchloſſen, daß man die herrliche Frühlingsflora an der Bergſtraße ſchon Mitte März bewundern kann. * Pforzheim, 10. Febr. Mittwoch früh gegen 6 Uhr fiel ein lediger Mann zum Feuſter eines Fremdenzimmers in einem hieſigen Hotel hinaus. Er ſtürzte in den etwa zwölf Meter tiefer gelegenen Hof und erlitt hierbei ſofort tödlich wir⸗ kende Verletzungen. * Karlsruhe, 10. Febr. Eine in weiteſten Kreiſen bekannte Perſönlichkeit, Gendarmerie⸗Kommiſſar a. D. Andreas Ficht, iſt nach kurzer Krankheit, 79 Jahre alt, geſtorben. Er war ein alter Leibgrena⸗ dier und eine markante Erſcheinung.— Im Alter von 68 Jahren verſchied Regierungsrat a. D. Häusle. Geboren in Donaueſchingen ſtudierte er Finanzwiſſenſchaft und gehörte dann lange Jahre der Steuerverwaltung an. Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Fragen des Pfälzer Weinbaues Abſchluß des Kreisbauerntages in Bad Dürkheim — Bad Dürkheim, 10. Februar. Der Kreisbauerntag in Bad Dürkheim wurde mit einer Sondertagung abgeſchloſſen, die ſich ſpe⸗ ziell mit den Abſatzfragen des Pfälzer Weinbaues ſowie der Marktregelung im Weinbau befaßte. Nach Begrüßungsworten des Vorſitzenden des Weinbau⸗ wirtſchafts verbandes, Handrich, ſprach der Geſchäfts⸗ führer des Weinbauwirtſchafts verbandes, Meyer, über die„Marktordnung im Weinbau“. Der Redner zeigte auf, daß die Errichtung einer eigenen Hauptvereinigung für den Weinbau von allen an der Weinbauwirtſchaft intereſſierten Wirt⸗ ſchaftsgruppen, gleich ob Winzer oder Verteiler, be⸗ grüßt wurde und daß nunmehr an die Stelle einer wirtſchaftsegoiſtiſchen Marktgeſtaltung eine Markt⸗ regelung unter ſtaatlicher Aufſicht getreten iſt, die vrop allem den Erzeuger⸗ und Verbraucherſchutz ſowie eine georoͤnete Warenbewegung gewähr⸗ leiſtet. Damit wurde aber auch die Vorausſetzung für einen ſtabilen Weinmarkt geſchaffen. Gerade das ſtändige Auf und Ab der Weinpreiſe in der Syſtemzeit brachte beſonders dem Winzerſtand ſchwere Schäden und die daraus ent⸗ ſtehenden Fehlſchläge wurden dann zumeiſt auf den Winzer abgewälzt. Die erſten Gegenmaßnahmen zu dieſer Zeit waren die Gründungen von Winzer⸗ genoſſenſchaften, heute aber verleiht die Markt⸗ regelung dem geſamten Weinbau eine Stütze. Der Redner verwies beſonders auf die grenzpolitiſche Bedeutung gerade des Pfälzer Weinbaues und auf die Verbundenheit mit anderen Wirtſchafts⸗ gruppen, die durch ihn Arbeit und Brot erhalten. Infolge der großen Qualitätsunterſchiede und der unterſchiedlichen Bewertung habe man beim Wein von der Einführung von Feſtpreiſen Abſtand genommen, dafür aber Richtpreiſe für unterſtes Leſe⸗ gut eingeſetzt. Damit iſt vermieden worden, daß andere nicht mehr auf Koſten der Winzer mühelos Gewinne einſtecken können. Im Intereſſe eines ſteti⸗ gen Verbraucherabſatzes ſei auch von der Abſatzſeite her für eine ſtabile Preisbildung Sorge zu tragen. Weiter verwies der Redner auf den ſtark überſetzten Verteilexapparat, aus dem alle unbrauchbaren Ele⸗ mente ausgeſchaltet worden ſind, ſo daß auch hier eine Ausrichtung auf die neuen Ziele exfolgt iſt. Die Einführung der Schlußſcheine habe die Möglichkeit einer Preiskontrolle geſchaffen und wertvolle Unter⸗ lagen für eine Marktüberſicht geliefert. Uebergehend verwies der Erfordernis einer auf die Stellung der Verteilerſchaft, Vortragende vor allem auf die Leiſtungsſteigerung des Handels. Eine Ergänzung der Ausführungen des Geſchäfts⸗ führers des Weinbauwirtſchaftsverbandes gab der Vorſitzende in ſeiner Rede über aktuelle Fragen des Weinbaues unter beſonderer Berückſichtigung der An bau⸗ regelung. Mit letzterer habe man die Grund⸗ vorausſetzung für die Marktregelung geſchaffen, beide — alſo Markt⸗ und Anbauregelung— gehörten da⸗ her zuſammen. Beſonders beſchäftigte ſich ſodann Pg. Handrich mit den Weinverſteigerungen, die be⸗ kanntlich auf Grund ungerechtfertigter Preiserhöhun⸗ gen verboten worden ſind. Man müſſe einen klaren Strich ziehen, um künftig aufbauen zu können, wie die Verſteigerungen abgehalten werden können. Der Wein, der zur Verſteigerung komme, werde künftig vorher durch eine neutrale Kommiſſion ge⸗ prüft und entſprechend ſeiner Qualität taxiert wer⸗ den. Ueber öieſe Grenze dürfe nicht hinausgegangen werden. Dadurch werde aber auch die Qualität der Weine zu einer gerechten Bewertung kommen. Un⸗ möglich ſei für die Zukunft, Konſumweine zu ver⸗ ſteigern. Eine Verſteigerung dürfe nur das Beſte eines Gebietes bringen und damit für den Ruf dieſes Gebietes werben. 8 Abteilungsleiter Cornelſen ſprach als Vorſit⸗ zender des Organiſationsausſchuſſes über die Paten⸗ weinaktion von der rein abſatzmäßigen Seite. Er verwies vor allem auf die Bedeutung der Werbung. Man wolle— gemeſſen am Beiſpiel des propagan⸗ diſtiſchen Einſatzes während der Patenweinaktion— damit keinen Warenabſatz allein ermöglichen.„Die Gründe liegen tiefer, ſie ſind im Völkiſchen ver⸗ wurzelt.“ Mit dem Abſatz ſeiner Erzeugniſſe wird dem Winzer im Grenzlamd die Exiſtenz geſichert. Abteilungsleiter Cornelſen verwies auf den ſchönen Erfolg während der letztjährigen Patenweinaktion, in der der Abſatz Pfälzer Weine gegenüber dem Vor⸗ jahre um ein b geſteigert werden onnte. Man hoffe, daß der Pfalz, die das größte geſchlöſ⸗ ſene Weinbaugebiet Deutſchlands iſt, anläßlich der nächſten Werbewoche entſprechend ihrer Bedeutung eine größere Zahl von Patenſtädten zugewieſen wird. VVVVVVVTVVVTFUUFUUUFUUVUFUDUVUVUVUVTUDUPUVUDUVUVUVUVUVUVUVUVUVUVUVUVUVUVUVUVUwUwUwUVVVVVVVVVVVUVUVUVVUUVUV UVV Danzigs Gauleiter in Karlsruhe Gauleiter Forſter ſprach vor einem geladenen Kreis über Probleme des Oſtens * Karlsruhe, 11. Februar. Der Gauleiter von Danzig, Pg. Forſter, ſprach am Mittwochabend im Hotel„Germania“ vor einem geladenen Kreis von Vertretern der Partei, des Staates, der Wehrmacht und der Wirtſchaft über Probleme des Oſtens. Gauleiter Forſter, der von Reichsſtatthalter und uncl um c ſuetʒzt Die Strafe folgt auf dem Juß Ungebührliches Verhalten vor Gericht— drei Tage Haft rr. Schwetzingen, 11. Februar. In einer Prozeßſache vor dem hieſigen Amtsgericht benahm ſich ein Zeuge ungebühr⸗ lich. Dafür wurde er mit drei Tagen Haft be⸗ ſtraft und gleich zur Verbüßung dieſer Strafe ins Bezirksgefängnis nach Mannheim gebracht. Ein guter Griff der Gendarmerie Der Gendarmerie gelang es, einen verwitweten Mann aus Schwetzingen in dem Augenblick feſt z u⸗ nehmen, als er in Rheinau einbrechen wollte. Dietriche und andere Einbrecherwerkzeuge wurden bei dem Verhafteten vorgefunden. Der Ein⸗ brecher wurde in das Bezirksgefängnis nach Mann⸗ heim eingeliefert. 25 5* Wegen Verleitung zum Meineid ſeſtgenommen Die Gendarmerie hat ein junges Mädchen ſeſtgenommen, das eine andere Perſon zu einem Meineid verleiten wollte. Die Beſchuldigte wurde in das Bezirksgefängnis Mannheim gebracht. 7 . Geburtstag. Heute kann Frau Anna Har⸗ kung, geb. Häring, Karlſtra tag feiern. Herzlichen Glück. ihren 73. Geburts⸗ Veranſtaltungen in Schwetzingen Capitol:„Konfetti“. Neues Theater:„Der Pampus⸗Reiter“. Blick auf Plankſtadt Plankſtadt, 11. Febr. Am letzten Sonntag konnte ein alteingeſeſſener Bürger, der über unſeren Ort hinaus bekannt iſt, Altpolizeidiener Georg Jakob Roſenberger, bei noch guter Geſundheit ſein 80. Lebensjahr vollenden. Die Jugend kennt ihn als begeiſterten Fußballanhänger. Als Grün⸗ dungsmitglied der Muſikkapelle förderte er eifrig die deutſche Volksmuſik. Der Muſikverein ließ es ſich auch nicht nehmen, den bejahrten Mann mit einem Ständchen zu ehren. In guter Geſundheit konnte Frau Suſanna Ochs, Walbdpfadſtraße, ihren 79. Geburtstag feiern. Frau Pauline Lück, Hildaſtraße, beging ihren 71. und Georg Jakob Zimmermann, Ladenburger Straße, den 70. Geburtstag. Ebenfalls herzliche Glückwünſche! 8 Im blühenden Alter von 26 Jahren verſtarb hier Frau Irma Volz, geb. Apfel, überraſchend ſchnell im Heidelberger Krankenhaus. Im Alter von 72 Jahren iſt Frau Eliſabetha Berlinghof geb. Trom⸗ heller, Leſſingſtraße B, verſtorben. 0 In einem unbewachten Augenblick verbrannte ſich hier ein Kind mit ſiedendem Oel derart, daß es ſchwere Brandwunden an den Hän Füßen davongetragen hat und ärztliche Hilfe in An⸗ ſpruch genommen werden mußte. Händen und Gauleiter Robert Wagner begrüßt wurde, gab in zweiſtündiger Rede einen tiefen Einblick in die Ge⸗ ſchichte des deutſchen Oſtens. In meiſterhafter Weiſe führte er das wechſelvolle chickſal dieſes urdeutſchen Landes vor Augen. Von der Blüte des Mittel⸗ alters bis zum Zerfall des Zweiten Reiches zeich⸗ nete Pg. Forſter ein Bild des deutſchen Oſtens, das in ſeiner Vielgeſtaltigkeit ein eindrucksvolles Doku⸗ ment darſtellte. Ueberaus intereſſant war es, aus berufenem Munde zu hören, wie es dem Führer gelungen iſt, die durch unſelige Verträge geſchaffene Atmoſphäre zu entgiften. Der Abend bot eine Fülle von neuen Aufklärungen über die Probleme des Oſtens und gab die Gewißheit, daß der deutſche Oſten lebt, deutſch denkt, deutſch fühlt und immer einen Block bilden wird gegen den Weltbolſchewis⸗ mus. Am Schluſſe ſeiner Rede erntete Gauleiter Forſter überaus herzlichen Beifall. Wechſel in der der Geſchäfte des Lande noͤwerksmeiſters * Karlsruhe, 10. Februar. Der Reichs⸗ und Preu⸗ ßiſche Wirtſchaftsminiſter hat den ſeitherigen Landes⸗ handwerksmeiſter für Südweſtdeutſchland, Abteilung Baden, Präſtdenten der Badiſchen Handwerkskam⸗ mer und ſtellvertretenden Leiter der Badiſchen Wirt⸗ ſchaftskammer, Schloſſermeiſter Georg Näher in Heidelberg auf ſeinen Antrag ſeiner Aemter ent⸗ bunden. Mit der Führung der Geſchäfte wurde deſ⸗ ſen Stellvertreter, Pg. Robert Roth, Moͤgt, Reichs⸗ innungsmeiſter des Zimmererhandwerks, betraut. Bei der Abwicklung der noch ſchwebenden Dienſt⸗ geſchäfte, insbeſondere auch der Geſchäfte der mit dieſen Aemtern in Zuſammenhang ſtehenden wirt⸗ ſchaftlichen Einrichtungen des Handwerks wird Herr Georg Näher bis auf weiteres mitarbeiten. „a Weinheim, 10. Febr. Das Feſt der ſil⸗ bernen Hochzeit feierte Herr Heinrich Wilhelm Mugele mit ſeiner Frau geb. Pfläſterer. Beide Eheleute ſind noch wohlauf. * Tauberbiſchofsheim, 10. Febr. Mit dem am 6. Auguſt 1840 in Brehmen geborenen Guſtay Ganz verlor die Gemeinde Kupprichhauſen ihren Dorfälteſten und zugleich letzten Altveteran von 1866 und 1870/71. Mit ihm iſt wohl der älteſte Mann oder doch einer der älteſten des Amtsbezirks Tauberbiſchofsheim in die Ewigkeit ein⸗ gegangen. 8 i Theatermuſeum, E 7, 20: Geöffnet von 10 bis 13 und von Mannheimer Städtiſche Muſikbücherei I. 2, 9: 10 bis 10 Uhr Schall tenvorführung.. f. Städtiſche Bücher⸗ und Leſehalle: Buchausgabe von 1 Donnerstag, 11. Nachbargebiete Ganze Straßenzüge aufgeriſſen Folgen des Unwetters im Bezirk Pirmaſens * Pirmaſens, 11. Febr. Das letzte Unwetter hat in verſchiedenen Orten des Bezirks Pirmaſens großen Schaden angerichtet. So wird aus Burgalben berichtet, daß die zu Tal ſtürzenden Waſſermaſſen ganze Straßenzüge auf⸗ geriſſen und für den Verkehr unbrauchbar ge⸗ macht haben. Im Tal von Thaleiſchweiler wurden die als Neuland gewonnenen Wieſen völlig über⸗ ſchwemmt und teilweiſe ſtark verſchlammt. Bad Dürkheim, 11. Februar. Schreiner- meiſter Stepp, der vor einigen Wochen zwiſchen Herxheim und Kirchheim auf der Weinſtraße mit ſeinem Motorrad gegen ein Auto ſtieß, iſt jetzt ſeinen Verletzungen erlegen. Plano- u. Flügellabrik Scarf Hauk Erstklassige Fabrikate C 4, 4 3903 U Viernheim, 10. Februar. An Stelle des Schul⸗ verwalters J. Klee tritt Schulverwalter Jung aus Dorn⸗Aſſenheim. Wegen Krankheit beurlaubt ſind zur Zeit die Lehrerinnen Krimmel und Eckert ſowie Schulverwalter Gg. Schmitt.— Im Monat Jauuar erfolgten folgende Eintragungen: 6 Eheſchließungen, 21 Geburten und 7 Sterbefälle.— Die Ehefrau des Landwirts Georg Martin 3, Frau Pauline Martin, geb. Rohrbacher, wohnhaft in der Hanſtraße, feierte bei guter Geſundheit ihren 70 Geburtstag. —— Was hören boir? Samstag, 13. Februar Reichsſender Stuttgart .30: Frühkonzert.—.30: Morgenkonzert.— 10.00: Hörſzenen um eine Lüge von Verſailles.— 10.30: 12 000 Jungen erleben klaſſiſches Boxen.— 11.30: Bauernfunk. — 12.00: Mittagskonzert.— 14.00: Allerfet von zwei bis drei.— 15.00: Jugendſunk. 16.00: Froher Funk für alt und jung. 18.00: Tonbericht der Woche.— 18.30: Wünſch dir was(Schallpl.).— 19.30: Altenberg— Chomonix, Funkbekichte.— 20.00 Nachrichten.— 20.10: Gfckco n Puceini.— 22.00: Nachrichten.— 22.30: Nachtmusik. 24.00: Nachtmuſik(Schallph.). 2 Deulſchlaudſender .30: Frühkonzert.— 10.00: Vom Kampf Letlow⸗ Vorbecks. Hörſpiel.— 11.30: Kampf dem Verderb.— 11.40: Bauernfunk.— 12.00: Muſik zum Mittag.— 1h: Allerlei.— 15.10: Jugendfunk.— 15.30: Wirtſchaftswochen⸗ ſchau.— 15.45: Eigen Heim— eigen Land.— 16.00: Frohes Wochenende(Schallpl.).— 18.00: Volkslieder— Volks⸗ tänze.— 18.45: Sport der Woche.— 19.00: Feierabend⸗ Unterhaltung.— 20.10: Tonfilmzauber im Haus des Rundfunks.— 22.30: Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Lach, mein Herz. Donnerstag, 11. Februar Nationaltheater:„Der fliegende Holländer“, romantiſche Oper von Richard Wagner, Miete G 15 und 1. Sonder, miete G8 und für die NS⸗Kulturgemeinde Ludwigs⸗ hafen, 20 Uhr. Ufa⸗Palaſt im Pfalzbau: NS⸗Kulturgemeinde Ludwigs⸗ hafen und NS⸗Kulturgemeinde Mannheim„Der Raus der ſchönen Helena“, Schwank von Toni Impekoven und Carl Mathern, 20 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprofektors. Städtiſche Kunſthalle: 20.15 Uhr Lichtbilder⸗Vortrag von Prof. D. h. e. O. Bartning⸗Berlin über„Wie baue ich mein Haus“. 5 Volksbund für das 1 im Ausland: Im großen Saal der„Harmonie“, 2, 6, spricht die weſtfäliſche Dichterin und Kämpferin für das Ans kand drug Frau Marta Kahle über„Das Deutſchtum in Braſt⸗ lien“ aus eigenen Reiſeerlebniſſen. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Tanz⸗ Kabarett, 20.18 Uhr Kabarett— Varieté. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle. Lichtſpiele: 55 Univerſum:„Donner, Blitz und Sonnenſchein“.— Alham⸗ bra:„Es geht um mein Leben“.— Schau 8„Boccaccio 1 — Palaſt und Gloria:„Wenn wir alle Engel wären“. Capitol:„Die e Scala:„Männer vor der 8 1 Ständige Darbietungen Sd Sahm eue an 1 5 und 1416 Uhr. on derſchau: tgot uchkun 2 5 Muſeum für Nalurkande im Schloß Geöffnet von 11 bis 1 Sonderſchau: Das Raubwild unſerer deutschen eima f 15 bis 17 Uhr. Sonderſchau: Die neue deutſche Oper. Sternwarte: Geöffnet von 9 bis 12 and 14 bis 1g Uhr. Städtiſche Kunsthalle: Geöffnet von 11 bis 19 und von 14 bis 16 Uhr. Sonderſchau: Neue deutſche Maler Kunſtverein, I. 1, 1: Geöffnet von 10 b und von 15 bis 17 Uhr, Stlädtiſche Schloßbücherei. Ausleitze von 11 bis 1 unde bis 1d Uhr Leieſäle geöffnet 9 bis 18 und 15 bis 10. bis 12 und 16 bis 19 Uhr. Leſeßalle geöffne bis 18 und 16.90 bis 21 Uhr. f e J7JVVTTCCVCVVVTdVTCTVTVTVTV(VCbTTTVT0TTTCTTTVTWTVTVTTVTVTTVTTTTTTTTCVTTTTTTTTTTT 2 2 e eee eee, Jex qeelenclokto uc clem Mb ο⁵αi u „Achtung! Hier spricht die Stimme der Erfahrung!“ Neuyork, im Februar. Gedanken, mit denen er nicht allein ſertig wird, be⸗ 8 Es entſpricht der Mentalität des amerikaniſchen ſchäftigt ſich mit Problemen, deren Löſung er nun Volkes, daß die rieſige Gemeinde der Rundfunk⸗ der„Stimme der Erfahrung“ anvertraut. Meiſt krei⸗ ſörer an ausgefallenen und merkwürdigen Sendun⸗ ſen die Themen um Herzensangelegenhei⸗ gen weit mehr Intereſſe hat, als an den beſten Kon⸗ ten, and die Millionenſchar der Rundfunkhörer wird zerten oder dramatiſchen Uebertragungen. So iſt auf einmal, in das Gefühlsleben einer„unverſtande⸗ der„verſtändnisvolle Berater am Mikrophon, der den Frau eingeweiht oder erfährt etwas von den namenloſe Freund von Millionen von Menſchen“, Leiden zweier jungen Menſchen, gegen deren Heirat die dieſem Unbekannten ihr Herz ausſchütten können, ſich die beiderſeitigen Eltern mit aller Gewalt ſtem⸗ r im Augenblick die Radioſenſation der Neuen Welt. men f 8 Mehrmals in der Woche tritt„Die Stimme der Eiſerſüchtige Ehemänner wollen vor dem Mikro⸗ 8 Erfahrung“, wie man den„Seelendoktor“ phon Genugtuung haben und verlangen von der n Marion Taylor nennt, vor das Mikrophon,„Stimme der Erfahrung“, daß ſie öffentlich vor der „ und zahlloſe Herzen ſchlagen dieſem Menſchenfreund, Ehe warne. Launenhafte junge Damen erkundigen e der allerdings für ſeine Ratſchläge ein stattliches ſich nach der Wirkung beſtimmter Farben auf die 1 Dollarhonorar erhält, entgegen. Männer. Oft ſind es tragiſ he, ergreifende Geſchich⸗ b. 12 8. 5 ten, die das Leben verfaßte, und die hier plötzlich den Mario Taylor antwortet vor dem Mikrophon all Weg in die Oeffentlichkeit finden. Eine Mutter kann jenen, die ihn um Hilfe oder Rat in irgendeiner ihr jung geſtorbenes Kind nicht vergeſſen und bittet Angelegenheit bitten. Täglich laufen bei ihm viele um einen Rat, wie ſie auch nach dem Tode ihrem 7 tanſend Briefe ein, die von Sekretären der„Stimme Kind noch Liebe beweiſen könne. Ein anderes Mal 1 der Erfahrung“ gründlich geleſen und ſortiert wer⸗ trauert ein junger Matroſe ſeinem verlorenen Glück it den, Allgemein intereſſierende Fragen werden mehr⸗ nach. 8 5 5 n mals in der Woche vor dem Mikrophon beſprochen Es iſt bei der Geſchäftstüchtigkeit der Amerikaner und ganz Amerika nimmt dann für einige Minuten kein Wunder, daß auch die Buchverlage ſich auf„die an dem Eheglück des Miſter Smith oder an den Stimme der Erfahrung“ ſtürzen und ihr hohe Hono⸗ melancholiſchen Stimmungen einer Warenhausver⸗ rare für Broſchüren allgemein intereſſierenden In⸗ käuferin in Chikago teil. Bald möchte ein junger halts boten. So kamen in den letzten Monaten zahl⸗ Mann wiſſen, wie er das Herz ſeiner Angebeteten, reiche Bücher und Hefte auf den Markt, deren In⸗ * die jedoch eine verheiratete Frau iſt, erweichen kann, halt ſich mit den Problemen des Lebens, mit Ge⸗ bald fragt eine Mutter, ob ein gut erzogenes Kind danken der Liebe und Trauer auseinanderſetzte und U naſchen darf. Ein Kaufmann aus Vaſhington weiß, die von den zahlloſen Freunden des unbekannten 8 daß ſeine Frau es mit der ehelichen Treue nicht allzu Radioſprechers gierig verſchlungen wurden. Den fi⸗ 0 genau nimmt. Wie aber kann er ſich ganz ſicher da- nanziellen Ueberſchuß dieſer Unternehmungen ſtellte e von überzeugen? die„Stimme der Erfahrung“ Bedürftigen zur Ver⸗ 10 Es iſt eine Flut von Briefen, aus denen unend⸗ fügung. Eine ehrliche und noble Geſte, die die Po⸗ , lich viele menſchliche Schickſale, entſtanden aus pularität des Seelenarztes vor dem Mikrophon noch 8 Freude und Leid, auftauchen. Jeder Abſender hat] mehr ſteigern dürfte. „ e 1—— „Götz“— wörtlich genommen blößen, auf den das Zitat abgezielt war, und er gab Das brachte ſechs Monate Gefängnis ein 1 als bis ihm das auß vollends ge⸗ 5 5 ngen 5 Duisburg, im Februar. Das gerichtliche Nachſpiel war für Rudolf bitter⸗ In dem Streit um jenes draſtiſche Zitat aus dem böſe, alles Zetern und Klagen half ihm nichts und „Götz“ wird eine neue Gerichtsentſchei⸗ er muß nun ſechs Monate ins Gefängnis. B dung bekannt, die jüngſt die hieſige Strafkammer f traf. Angelpunkt des Verfahrens war auch diesmal 5 wieder die Erkenntnis, daß das Zitat an ſich wohl Eine Dame im Raucherabteil it keine beleidigende Aeußerung darſtellt, da es nur. a 5 5 5 0 eine loſe Redensart ſei und kein Menſch auf den. Eine alte Dame lief aufgeregt 55 1 0 90 Gedanken komme, der in ihr enthaltenen Aufforde⸗ ſteig vor dem vollbeſetzten Zug auf und ab, ſie ſuchte rung nachzukommen. So ſollte man meinen, doch. Rudolf, der Angeklagte, war an einem feſtlich 5 verlebten Tage im Kreiſe befreundeter Familien in 5 einer gemütlichen Kneipe der Altſtadt gelandet. Der Alkohol des Familienfeſtes hatte ihm etwas die s N Zunge gelockert, und ſo befand er ſich nach etlichen Glas Bier in einer überaus beſchwingten Stim⸗ mung, die ihn dazu verleitete, gegen eine neben „ ihm ſitzende junge Frau zudringlich zu werden. Als er ſchließlich ſein läſtiges Gebaren nicht einſtellen wollte, ſchrie ihm die verärgerte Frau jenes draſtiſche Götzzitat entgegen. Die Wirkung war überraſchend. Als hätte er nur auf ſein Stich⸗ wort gewartet, ſprang Rudolf auf und ſchickte ſich an, vor verſammeltem Volke jenen Körperteil zu ent⸗ einen Sitzplatz im Nichtraucherabteil, aber es war nur noch ein Sitzplatz in einem Raucherahteil frei, in das ſie dann wohl oder übel einſtieg. In einer gelinden Verzweiflung und außer Atem nahm ſie Platz. Das Geſchick wollte es, daß ihr zur Seite und ihr gegenüber je ein eingefleiſchter Raucher ſaß. Nach wenigen Minuten huſtete ſie mehrmals und blickte die Herren vorwurfsvoll an. Der eine ver⸗ ſtand den Wink und ließ ſeine Pfeife zuvorkom⸗ menderweiſe ausgehen. Der andere war ins Zei⸗ tungsleſen vertieft, hatte dabei die ſtillen Vorwürfe der Dame überſehen, und paffte ſo eine Zigarre nach der andern. Schließlich konnte die Dame die Rauch⸗ entwicklung nicht länger ertragen und ſagte ſpitz zu dem unentwegten Raucher: „Mein Herr, ich hatte immer geglaubt, die Her⸗ ren in der Eiſenbahn ſeien Kavaliere!“ Kreuzer„Rodney“ beſucht Algier Der engliſche Kreuzer„Kodney“ der Heimatflotte, der an den großen Flottenmanbvern au der afrikaniſchen Nordküſte teilnahm, ſtattete dem b franzöſiſchen Hafen Matroſen bei Malerarbeiten im Hafen. einen Beſuch ab. Algier (Preſſe⸗Bild⸗ Zentrale,.) Eine fliegende Propiautkolonne Ueber Hawking in der engliſchen Grafſchaft Kent probten dieſer Tage engliſche Flugzeuge die Ver⸗ ſorgung von Londtruppen mit Proviant aus der Luft. Die Lebensmittel wurden in Metallbehälter verpackt, die, mit Fallſchirmen verſehen, am Fahrgeſtell des Flugzeuges angebracht werden können. Jedes Flugzeug führt zwei ſolcher Behälter mit ſich. Links: Hawker Audax⸗Maſchinen beim Abwurf von Lebensmittelbehältern für die Landtruppen. getragen. Behälter werden zum Flugzeug (Weltbild,.) Rechts: Die Unſer Zigarrenpaffer fuhr, vom Leſen aufge⸗ ſchreckt, in die Höhe, verneigte ſich ſchuldbewußt mit den Worten: „Oh, Verzeihung, gnädige Frau. Er griff in die Rocktaſche und bot der Dame eine... Ziga⸗ rette an! B. M. 25 Fahre Deutſches Hngiene-Muſeum: „ Dresden, im Februar. Das Deutſche Hygiene Muſeum in Dresden, das auf dem Gebiet der Geſundheits⸗ pflege in der ganzen Welt eine führende Stellung einnimmt, kann 1937 auf ein Vierteljahr⸗ hundert ſeines Beſtehens zurückblicken. Im Anſchluß an die Internationale Hygiene⸗ Austellung in Dresden, deren Organiſator er war, rief vor nunmehr 25 Jahren der deutſche Groß⸗ industrielle Karl Auguſt Lingner eine ſtändige Schau ins Leben, die bald ungeahnte Bedeutung für das In⸗ und Ausland erlangen ſollte. Die Keimzelle des neuen„Deutſchen Hygiene⸗Muſeums“ bildete die Ausſtellung„Der Menſch“, die unter dem Beifall der ganzen Welt 1912 in Darmſtadt und ſpäter in Genua gezeigt wurde. Sonderausſtellun⸗ gen über Säuglingspflege, Pockenbekämpfung, Ver⸗ wundetenfürſorge und dergleichen gaben ihm eine erweiterte Grundlage. Leider ſtarb Lingner 1916, bevor er dieſes ſein Lebenswerk vollendet hatte. 5 Durch die Nachkriegszeit mit ihren geſteigerten Hygienebedürfniſſen ergab ſich eine Entwicklung des Hygiene⸗Muſeums weit über den urſprünglich vor⸗ geſehenen Rahmen hinaus. Im In⸗ und Ausland wurden Wanderausſtellungen veranſtaltet, auf denen der Aufbau des Menſchen, die Bekämpfung von N 809 ſe und Säuglingsſterblichkeit ſowie die Bedentung von Ernährung und Leibesübungen für die Geſundheit dargeſtellt wurden. Ferner beteiligte ſich das Muſeum an den Hygiene⸗Ausſtellungen von S 8. 00 928 in Berlin. Darüber hinaus erblickte und hon immer eine ſeiner Hauptaufgaben in der ung und der Verbreitung von Lehrmit⸗ nſtrationsapparaten. Im Jahre 1930 ſiedelte eutſche Hygiene⸗Muſeum in den von Profeſſor Allhelm Kreis geſchaffenen, nach modernſten Ge⸗ ſühtspunkten errichteten Neubau am Lingnerplatz in Dresden über. f * erſe deutschen Wasserleitung Ein Rundgang durch die Ausſtellungsräume ver⸗ mittelt intereſſante Einblicke in die Entwicklungs⸗ geschichte der Hygiene und öffentlichen Geſundheits⸗ und 1928 in Wien, 1926 in Budapeſt und Düſſel⸗ von Bildtafeln, Moulagen, Modellen und Das Muſeum, das unſer Leben verlängert pflege. Mit Staunen vernimmt man, daß ihre Grundlagen ſchon durch die alten Indier und Aegyp⸗ ter geſchaffen wurden, die in ihren religiöſen Wa⸗ ſchungen und wöchentlichen Ruhetagen, in Alkohol⸗ verbot und anderen ſanitären Vorſchriften bewußt oder unbewußt die erſten hygieniſchen Einrichtungen beſaßen. Im alten Babylonien gab es nach den Darſtellungen des Hygiene⸗Muſeums ſogar ſchon regelrechte Kanaliſationsanlagen zur Be⸗ ſeitigung der Abfallſtoffe, wozu in Rom die Ent⸗ ſumpfungskanäle dienten. Sowohl bei den alten Griechen wie bei den Römern war die Körperpflege bekanntlich hochentwickelt. Bäder und Leibesübun⸗ gen waren an der Tagesordnung. Der Waſſerver⸗ brauch war daher damals viel höher, als dies heute, im Zeitalter höchſter Körperkultur, der Fall iſt. Dar⸗ über hinaus gab es im alten Rom ſogar ſchon eine Marktpolizei und Armenärzte, durch die Unbemit⸗ telte unentgeltlich behandelt wurden. Das Mittelalter mit ſeiner Ueberbewertung der Seele und Geringſchätzung alles Körperlichen legte dagegen wenig Wert auf eine planmäßige Ge⸗ ſundheitspflege. Die Folgen waren furchtbar. Peſt, Cholera und andere Seuchen ſuchten immer wieder die Menſchheit heim und verurſachten eine ungeheure Zunahme der Sterblichkeit in allen Ländern. Da und dort wurden zwar vereinzelt hygieniſche Maßnahmen getroffen, doch reichten ſie nicht aus, dem Würger„Epidemie“ Einhalt zu ge⸗ bieten. In Italien wurden zuerſt die Waſſerleitun⸗ gen des Altertums für Neuanlagen zum Vorbild genommen, die dann auch das übrige Europa ein⸗ führte. In Deutſchland wurde ſchon im Jahre 1255 durch Ordensritter in Königsberg die erſte„Waſſerkunſt“ eingerichtet, 1272 folgte Breslau, während Braunſchweig anfangs des 14. Jahrhunderts und Zittau 1374 die erſte Waſſerlei⸗ tung erhielten. 1 Hygiene wird Wiſſenſchaftt 5 e Allmählich hatte ſich die Idee öffentlicher Geſund⸗ heitspflege Bahn gebrochen. Ende des 13. Jahrhun⸗ derts gab es in Europa ſchon viele Iſolierhäuſer und Kolonien für Ausſätzige, und in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts kannte man gar in Frankteich und Italien eine planmäßige Peſtbekämpfung. Doch das kulturelle Leben eines Volkes. bewerb der erſt im 18. Jahrhundert trat das Bedürfnis nach perſönlicher Hygiene, wie es die Kulturvölker des Altertums offenbart hatten, wieder in Erſcheinung. Johann Peter Frank ſtellte 1766 erſtmals alle bis dahin erſchienenen hygieniſchen Geſetze und Verord⸗ nungen in einer Schrift zuſammen, und der große deutſche Hygieniker Pettenkofer erhob die Ge⸗ ſundheitspflege zu einer Wiſſenſchaft, der er ſelbſt noch durch Experimente am eigenen Leib und durch ſtatiſtiſche Feſtſtellungen die erforderlichen exakten Unterlagen gab. Heute erſtreckt ſich dank den weitblickenden Maß⸗ nahmen der Behörden die Hygiene nicht nur auf die Wohnungs⸗ und Ernährungsverhältniſſe, ſondern auch auf die Beſchaffenheit von Boden, Luft und Waſ⸗ ſer, auf Säuglingspflege und Kindererziehung, Schul⸗ und Verkehrsverhältniſſe, ja ſogar auf die Ar⸗ beitsbedingungen in Büros und Fabriken. Es gibt faſt kein Gebiet menſchlichen Lebens mehr, das nicht gegen allen, aue mser Pasfillen Dao Alis Cms Heclbt l das Auge des Hygienikers überwacht. An jeder deut⸗ ſchen Univerſität beſtehen heute hygieniſche Inſtitute, außerdem gibt es noch zahlreiche vom Staat oder von gemeinnützigen Vereinigungen unterſtützte kommu⸗ nale Anſtalten für die öffentliche Geſundheitspflege. Und wenn in den letzten hundert Jahren die durch⸗ ſchnittliche Lebensdauer des Menſchen von nur dreißig Jahren auf das Doppelte geſtiegen iſt und noch weiterhin zunimmt, ſo iſt das einzig und allein den Errungenſchaften der Hygiene zuzuſchreiben. In den letzten zehn Jahren iſt in Deutſchland das durchſchnittliche Lebensalter, mit dem jeder Neuge⸗ borene thevretiſch rechnen kann, um volle vier Jahre angewachſen. Ein Junge, der eben das Licht der Welt erblickt hat, darf heute annehmen, 59,8 Jahre alt zu werden, während ein Mädchen es nach der Statiſtik ſogar auf 62,6 Jahre bringt. So ſind die Verdienſte des Deutſchen Hygiene-Muſeums um die Geſund⸗ heitspflege gar nicht hoch genug einzuſchätzen. eee Ein internationaler„Sängerkrieg“. Der inter⸗ nationale Geſangskongreß, der vom 12. bis 18. Juli in Paris ſtattfindet, ſoll die Sänger, Geſangslehrer und Geſangsbegeiſterten aus aller Welt zuſammen⸗ führen. Im Mittelpunkt wird ein internationaler Geſangswettbewerb ſtehen, ein„Sängerkrieg“ vor den Geſangsſachverſtändigen der Erde. Die Reichskammer der bildenden Künſte auf der Reichsmöbelmeſſe. Haus und Heim und mit ihnen Möbel und Hausrat ſind der Nährboden für Gerade die oft viel zu gering geachteten Dinge der täglichen Umge⸗ bung ſind wichtig genug, um auch vom kulturellen Standpunkt beurteilt zu werden. Ein Wett⸗ Reichskammer der bil⸗ denden Künſte zur Erlangung guter Möbel⸗ entwürſe, durchgeführt in Verbindung mit Induſtrie, Handel und Handwerk, war eine erſte erfolgreiche Maßnahme zur Unterſtützung der Stellen, denen die Ausrichtung der Gewerbekreiſe auf eine deutſche Wohnungskunſt obliegt. In der richtigen Erkennt⸗ nis, daß die preisgekrönten Möbelentwürfe nicht nur Objekte für eine Kunſtausſtellung ſind, ſondern vor allem ein höchſt praktiſch zu wertendes Anſchauungs⸗ material für alle Kreiſe des Möbelgewerbes beden⸗ ten, hat ſich die Reichskammer der bildenden Künſte auf Einladung der Fachgruppe Möbel der Wirt⸗ ſchaftsgruppe Einzelhandel entſchloſſen, die aus dem Wettbewerb hervorgegangenen Entwürfe auch auf der Reichs möbelmeſſe in Leipzig zu zeigen. Die Aus⸗ ſtellung der Entwürfe wird in der Zeit vom 28. Fe⸗ bruar bis 4. März im Ringmeßhaus in Leipzig, in dem die Reichsmöbelmeſſe durchgeführt wird, erfol⸗ gen. n Fund einer Apolloſtatne bei Rom. Unſer Mitarbeiter in Rom ſchreibt uns: In dem ſüdlich von Rom am Mittelmeer gelegenen Seebad Anzio ſtießen kürzlich Arbeiter bei Erdarbeiten an der Kü⸗ ſtenſtraße, die Oſtia mit Anzio verbinden wird, auf eine gut erhaltene, antike Statue. Die Plaſtik ſcheint nach den erſten Prüfungen der Sachverſtän⸗ digen die römiſche Nachbildung einer griechiſchen Apolloſtatue zu ſein. Füße und Hände ſind abgeſchlagen, wodurch aber der Geſamteindruck nicht weſentlich beeinträchtigt wird. Die Statue ſoll in einem der römiſchen Muſeen aufgeſtellt werden. Anläßlich des Fundes verlangen die Tageszeitungen von neuem, daß in Anzio endlich ſyſtematiſche Aus⸗ grabungen veranſtaltet werden. In dieſem Seebad ſind nämlich immer wieder durch Zufall antike Kunſtwerke von höchſter, künſtleriſcher Bedeutung ge⸗ funden worden, da Anzio, das antike Antium, be⸗ reits in der Kaiſerzeit ein blühendes Seebad war, in dem die mächtigen und reichen römiſchen Familien prächtige Villen beſaßen. Dieſe Villen waren mit den ſchönſten Kunſtwerken geſchmückt, ſo daß ſich gründliche, wiſſenſchaftliche Forſchungen nach all⸗ gemeiner Anſicht lohnen würden. e 5 8 —— Im Alter von 76 Jahren iſt dieſer Tage der ehemalige türkiſche General Achmed Reſzet Paſcha in Baſargik in Rumänien, wo er nach ſeiner Flucht aus der Türkei eine neue Heimat gefunden hatte, inem Herzſchlag erlegen. Dieſer Mann, der einſt den höchſten Würdenträgern der Türkei gehört hat, iſt in Armut und Elend geſtorben. Achmed Reſzet Paſcha hat es unter dem Sultan bis zum Armeekommandanten gebracht. Er galt als einer der int en Freunde des letzten türkiſchen Sultans M erhielt er auch, noch 31 cohammed VI. Von dieſem im Jahre 1920, den Befehl, Kemal Paſcha, den glei⸗ chen, der oͤie moderne Türkei geſchaffen hat und heute in Ankara regiert, tot oder lebendig nach Kon ſtantinopel zu bringen, wo ihm, als Landesverräter, der Prozeß gemacht werden ſollte, über deſſen Aus⸗ gang kein Zweifel beſtehen konnte. In der Tat hatte Kemal bereits losgeſchlagen und eine Nationalver⸗ ſammlung, die die Abſetzung des Sultans beſchlie⸗ ßen und die Erneuerung des Staates in die Wege leiten ſollte, nach Ankara berufen. Achmed Reſzet Paſcha, der letzte Getreue des Sultans, hat den an ihn ergangenen Befehl nie ausführen können. Das ganze Land ſtand bereits offen oder geheim auf ſei⸗ ten Kemal Paſchas, von dem man fühlte, daß er der Retter der Türkei ſein würde. Im Jahre 1922 ver⸗ ließ der letzte Sultan der Türkei Mohammed VI. an Bord eines engliſchen Kriegsſchiffes das Land ſeiner Väter. Er ging ins Exil, aus dem er nie mehr zurückkehren ſollte. Auch ſeine Getreuen, un⸗ ter ihnen Achmed Reſzet Paſcha, mußten fliehen. Letzterer begab ſich zunächſt nach Griechenland und von dort dann ſpäter nach Rumänien, wo er ſich in Baſargik in der Dobrudſcha niederließ. Er lebte dort von der Mildtätigkeit anderer türkiſcher Emi⸗ granten, denn ſein hoher Herr, der Sultan, ſcheint ihn vergeſſen zu haben. Auch ſeine Kinder, ein Sohn und eine Tochter, die noch heute in der Türkei leben, ſagten ſich von ihm los. Es ging mit dem alten Mann immer mehr bergab. In den letzten Jahren wurde er wiederholt dabei ertappt, wie er auf der Straße um Almoſen bettelte. Nicht einmal ſein be⸗ ſcheidenes Zimmer konnte er zuletzt mehr zahlen. Er ſollte deshalb exmittiert werden. Nachbarn mach⸗ ten die Behörden auf die gräßliche Not des Greiſes aufmerkſam. Man übergab ihm daher in den letz⸗ ten Tagen eine Beſcheinigung, die ihn berechtigt hätte, von der ſtädtiſchen Wohlfahrt Lebensmittel und kleine Beträge Bargeld abzuholen. Der alte Mann ſoll ſich über dieſe Hilfe ſehr gefreut haben. Auf dem Weg zum Wohlfahrtsamt hat ihn dann der Schlag gerührt. Er brach auf der Straße zuſammen und verſchied nach wenigen Minuten. So iſt es ihm, der einſt den Luxus eines hohen Würdenträgers des Sultans gekannt hatte, erſpart, weiter Almoſen anzunehmen. * — Die Soyabohne— heute wohl das wichtigſte auf den Weltmarkt gelangende Erzeugnis Mandſchu⸗ kuos— wird bekanntlich, dank dem Spürſinn der Japaner, auf die mannigfaltigſte Weiſe verwendet. Sie dient unmittelbar der menſchlichen Ernührung und gibt das bekannte Soyabohnenöl. Darüber hin⸗ aus aber wird dieſe Bohne als Erſatz für Speck, Butter, Gummi, Petroleum, Schellack, Firnis uſw. verarbeitet. Ferner benutzt man die Spyabohne zur Herſtellung von Teigwaren, Mehl, Konfekt, auch von Medikamenten, Imprägnierungsmitteln, Vieh⸗ futter, Dünger und Celluloid. Wichtig iſt auch ein alle weſentlichen Beſtandteile der Kuhmilch enthal⸗ tendes Soya⸗„Milch“⸗Präparat, das in Mandſchukuo und Nordchina, in Landͤſtrichen, wo die Milchkühe ſyärlich ſind, den Säuglingen und Kleinkindern zur Nahrung gereicht wird, Freilich ſchmeckt dieſe„Milch“ recht bitter, doch gewöhnen ſich die von Anfang an damit genährten Säuglinge ſchnell daran und gedei⸗ hen erſtaunlich gut. Aber damit iſt die Vielſeitig⸗ keit der Soya⸗Bohne noch nicht erſchöpft. Denn die Japaner haben eben noch eine ganz neue Möglich⸗ keit der Nutzbarr es ſich diesmal nur als wenig ergiebiges H deckmateriall i paniſche Forſ haben nach eir nämlich feſtgeſtellt, daß die Faſe es Soyabohnen⸗Staude ſi der Fabrikatio ü Kunſtſeide höchſt nützlich verwenden laſſen. Von jetzt an wird Japan große Mengen von 5 ſtauden, die natürl Kunſtſeideninduſtrie aus M Die jahrelangen Experimente und Techniker mit der Soyabohr Hülſenfrucht ſchier jeglichen erdenklich ausgeholt. Ob jetzt die Grenze der Mög reicht iſt, bleibt abzuwarten. zmittel und als Dach⸗ Verwendung fand. Ja⸗ den Dörfern Marks der Soya⸗Bohner ſind, für tkuo 1 tiſche 4 4 -Im Südweſten Berlins ſpielte ſich am Sonntag eine erſchütternde Familientragödie ab. Der 31 Jahre alte Willi., deſſen um ein Jahr Frau Dora und deren 1“ Jahre altes Dieter wurden in s war die war es r Aus⸗ Familie tief in Schulden geraten. Wiederholt deshalb zwiſchen den Eheleuten zu heftigen einanderſetzungen gekommen. Bereits vor Tagen hatte Frau U. ihren Eltern gegenüber S mordabſichten geäußert, da ſie das Leben ſo mehr ertragen konnte. Man hatte die Verzweifelten aber nicht für Ernſt genommen. Offen⸗ bar iſt es nun am vergangenen Samstag zwiſc U. und ſeiner Frau zu einer Aus die mit dem gemeinſamen Ent uß endete aus dem Leben zu ſcheiden und das jüngf in den Tod zu nehmen. Noch am a ag Frau U. ihre Eltern auf und bat dieſe, ihren j jährigen Sohn über Sonntag bei ſich zu behalten. Man kam der Bitte nichtsahnend nach, zumal der Kleine wiederholt bei den Großeltern übernachtet hatte. Als der Großvater ſein Enkelkind am Sonntagnachmittag wieder zu den Eltern bringen wollte, fand er keinen Einlaß. Der Mann ſchöpfte nun Verdacht und benachrichtigte die Polizei, die ſich gewaltſam Einlaß verſchaffte. In der völlig ver⸗ gaſten Küche lag Frau U. mit ihrem Söhnchen im Worte der den Schlafzimmer ſtießen die Beamten auf den Ehe⸗ mann, der gleichfalls keine Lebenszeichen mehr gab. Vergeblich bemühte ſich dann die inzwiſchen alar⸗ mierte Feuerwehr um die Gas vergifteten. Aus einem hinterlaſſenen Abſchiedsbrief geht hervor, daß die Eheleute freiwillig den Tod geſucht haben. * — Jedem älteren Tübinger Semeſter war Ober⸗ pedell Wilhelm Walcker bekannt. Ueber 40 Jahre lang tat er Dienſt an der Tübinger Univerſität und nachdem er in oͤen Ruheſtand verſetzt worden war, zog er nach Ulm a.., wo er nun im hohen Alter von 94 Jahren geſtorben iſt. Wilhelm Walcker war aus dem Militäpdienſt hervorgegangen. Er war zu⸗ letzt 1877 bis 1886 Kompaniefeldwebel der 8. Kom⸗ panie des Infantevie⸗Regiments 126 geweſen und hatte von 1864 bis 1886 in den Reihen dieſes Regi⸗ ments geſtanden. Bei Tauberbiſchofsheim hat er im deutſchen Bruderkrieg 1866 mit Auszeichnung ge⸗ kämpft und 1870—71 hat er bei Wörth, Sedan Villiers und am Mont Mesly bei der Belagerung von Paris tapfer mitgeſtritten. Bei Sedan hat er dem ver⸗ wundeten Fahnenträger des 2. Bataillons die Fahne abgenommen und zum Sturm getragen. * — Die nordamerikaniſche Streikwelle hat inzwi⸗ ſchen auch auf die angrenzenden kanadiſchen Gebiete übergegriffen. So iſt es dieſer Tage in der im Staate Alberta gelegenen Induſtrieſtadt Calgary zu einem Ausſtand von mehreren tauſend chineſiſchen Arbei⸗ tern gekommen. Die Ausſtändigen haben dabei ein bisher noch unbekanntes Mittel angewandt, um ihre Forderung auf Lohnerhöhung durchzuſetzen. Sie zogen mit Kind und Kegel durch die Straßen und beſetzten die wichtigſten Verkehrspunkte der Stadt. Dort angekommen, ließen ſie ſich mitten auf dem Fahrdamm nieder und waren nicht zu bewegen, ihre Regeln der Kunſt“ ausgeführt worden. korps zum Infanterieregiment Nr. 96. 1899 war regiment zu Fuß. Spitze des Grenadierregiments 12 mit tl neur von Metz. Arm leblos auf einem Ruheſofa. In dem angrenzen⸗ Poſitionen wieder zu räumen. In wenigen Minu⸗ Zwei Gangſter ermorden einen dritten r.(U..) Der berüchtigte Gauner und ehemalige Berufs⸗ boxer Harry Halperin wurde in unmittelbarer Nähe des Rathauſes von Brooklyn angeſichts einer großen Meuſchenmenge von zwei Gangſter n ermordet und in die Kanaliſationsgrube gewor⸗ fen. Zweimal war Halperin ſchon ähulichen Anſchlägen ſeiner„Kollegen“ entgangen, und zwar im Jahre 1931 und 1934. Rivalen gelungen, ſeiner laufbahn“ ein Ende zu ber richtet ſich auf Freunde des Halperins Neuyork, 10. Fe iſt es ſeinen ichen Gangſter⸗ zwei M Gangſters war auf * galten. Die Ermordung Gangſterart„mit allen Eine Kugel hatte ſein linkes Auge durchbohrt, eine ſeinen Mund, zwei das Herz und zwei den Unterleib. In der Gangſterſprache nennt man das eine„wiſſenſchaft⸗ liche“ Exekution. echte General von Oven Berlin, 10 D. A Februar. General der Infanterie a. iſt im Alter von 82 Jahren in Adolf K. von Oven wurde in Weſtpreußen ge⸗ boren und kam 1873 als Leutnant aus dem Kadetten⸗ Von 1897 bis er Bataillonskommandeur im 3. Garde⸗ Von 1902 bis 1904 ſtand er an der in Frankfurt an der Oder, übernahm hierauf die 16. Infanterie⸗ Brigade in Torgau und 1907 das Kommando der 7. Diviſion in Magdeburg. 1911 wurde Im September 1912 Open den Rang eines Generals der K. von Oven Berlin geſtorben Be erhielt Infanterie. Unter Stellung à la suite des Grenadierregiments Tatverdacht die allgemein als Nr. 12 erhielt er im Februar 1914 den Abſchied. Bei Kriegsausbruch wurde General von Oven wieder zum Gouverneur von Metz ernannt, welche Stellung er gleichzeitig mit der des Führers der Gruppe Metz bis 1918 innehatte. Ende 1918 trat der verdiente General endgültig in den Ruheſtand. Die Erde bebt — Paris, 11. Februar. Nach einer Havas⸗Meldung aus Conſtantine iſt in der Gegend von Guelma(75 Kilometer öſtlich von Conſtantine) am Mittwoch ein ziemlich heftiger Srdſtoß erfolgt. Mehrere Eingeborenen⸗Häuſer ſtürzten ein. Drei Perſonen wurden getötet. Die Bevölkerung von Guelma flüchtete panikartig auf die Felder. Mehrere Dörfer in der dortigen Gegend wurden durch den Erdſtoß ſtark beſchädigt. Der Möroͤer des entführten Charles Mattſon gefaßt? — Noyes(Minneſota), 10. Febr.(Uu..) Mitglieder des berühmten Bundes⸗Detektipkorps haben hier im Zuſammenhang mit der Aufklärung des Mordes an dem im Dezember vergangenen Jaß⸗ res entführten Charles Mattſon eine aufſehen⸗ erregende Verhaftung vorgenommen. Feſtge⸗ nommen wurde ein Ausländer dey entlaſſene Sträf⸗ ling Stanislaus Poracki, ein früherer Matroſe. Beim Kreuzverhör über die Entführung und den Mord an Charles Mattſon verwickelte ſich Poracki in Widerſprüche. Von der Polizei wird erklärt, daß die widerſpruchsvollen Ausſagen des Verhafteten dieſen hinreichend verdächtig machten. in die Mord⸗ erbetenen er Gouver⸗ von affäre verwickelt zu ſein. Erſchwerend komme für Poracki noch der Umſtand hinzu, daß Mattſon mit Stricken geknebelt geweſen ſei die durch Seemanns⸗ knoten verknüpft waren, ſo wie es ein Mat roſe machen würde. ten ſtockte der Verkehr in der geſamten Stadt. Autos, Straßenbahnen, Buſſe und Lieferwagen mußten wie⸗ der umkehren, ſoweit ſie dazu noch Platz hatten. Auch die Paſſanten durften nicht mehr durch. Trotz⸗ dem die Verwaltung das ganze Polizeikorps gegen die Streikenden einſetzte, gelang es nicht, die Stra⸗ ßen und Plätze wieder zu räumen. Verſchiedentlich kam es ſogar zu ſchweren Zuſammenſtößen, bet de⸗ nen die Polizei jedoch den kürzeren zog, da ſie von der Schußwaffe keinen Gebrauch machen wollte. Ein beſonders aufregendes Bild bot die Stadt bei Nacht. Die Straßen waren zwar überall tot, weil ſich nie⸗ mand aus den Häuſern traute, aber auf den Plät⸗ zen und Verkehrsmittelpunkten herrſchte echter Biwakbetrieb. Die Streikenden hockten um die Feuer herum und verzehrten die Reisportionen, die ihnen von den Frauen mitgebracht worden waren. Erſt am übernächſten Tag wurden dann die beſetzten Straßen und Plätze von Calgary für den Verkehr wieder freigegeben, nachdem den ſtreikenden Chine⸗ ſen ein Teil der Forderungen bewilligt worden war. * — Einen unerwarteten Zwiſchenfall gab es auf dem Stadtbahnhof Hermsdorf im Norden Berlins. Bahnbeamten war eine Frau aufgefallen, die offen⸗ bar einer Ohnmacht nahe war und ſich nicht mehr auf den Füßen halten konnte. Kaum hatte man ſie nach dem Gepäckraum gebracht und dort niedergelegt, als ſie einem Knaben das Leben ſchenkte. Sofort wurden ein Arzt und eine Hebamme herbeigerufen, die für die Ueberführung der jungen Mutter ins Krankenhaus ſorgten. Wie ſich herausſtellte, befand ſich die Frau gerade auf dem Wege zum Kranken⸗ haus, als ſie ſchon etwas vorzeitig von dem„freu⸗ digen Ereignis“ überraſcht wurde. Erfreulicher⸗ weiſe haben ſich keine Komplikationen ergeben und Mutter und Kind befinden ſich wohlauf. a. — Durch glückliche Umſtände iſt in Biebersdorf, einem kleinen Dorf in der Tſchechei, eine ſchwere Kataſtrophe vermieden worden. Die Bewohner der Ortſchaft hatten ſich zu einer Genoſſenſchaftsver⸗ ſammlung in dem größten Saal des Gaſthauſes von Biebersdorf eingefunden. Erſt in ſpäter Nachtſtunde war die Verſammlung zu Ende. In Anbetracht der vorgerückten Stunde begaben ſich die Teilnehmer an der Verſammlung ſofort auf die Straße, um nach Hauſe zu gehen, was ihr Glück ſein ſollte. Denn, während ſich die Leute draußen vor der Wirtſchaft noch verabſchiedeten, ſtürzte plötzlich die Decke des rieſigen Saales mit lautem Getöſe in die Tieſe. Nur der glücklichen Fügung, daß die Sitzung rechtzeitig zu Ende ging, war es zu verdanken, daß ein furcht⸗ bares Unglück vermieden wurde. Wenn der Ein⸗ ſturz ſich fünf Minuten vorher ereignet hätte, dann wären zweifellos zahlloſe Menſchenleben zu bekla⸗ gen geweſen. 15 7 7 0 Gberreizung der in der Kopfhaut befind · lichen Talgdrüsen, Abhilfe schafft regelmäßige Pflege des Kopfes mit milden Mitteln, die kein Alkali und keine Kalkselfe im Haar zurüdtlassen, also mit Wenn ihr Haar zu schnell fettig wird, dann beruht das auf Für 20 Pf.: mit besonderem„Haarglanz“- Bad Für 30 Pf.„Haarglanz“ Wirkung beſ der Wäsche ——— 33 „Meinſt du wirklich nicht? Wenn man große Touren unternimmt, ſo hinterläßt man doch immer einen Beſcheid.“ Die gute Heli hatte bei dieſem Ein⸗ wand einen Hintergedanken: es kam ihr nicht auf die Erfüllung einer allgemeinen üblichen Formſache an, ſondern ſie hoffte, daß Rajftl doch eines Tages nach ihr fragen würde. Aber ſie hatte ihre Rechnung ohne Hannes gemacht. „Wo denkſt du hin!“ ſagte dieſe.„Niemand ſoll wiſſen, wo wir ſind. Ich möchte unbehelligt bleiben. Und für den Notfall iſt der Weidlehner ja verſtän⸗ digt. Das genügt völlig.“ Dagegen konnte Heli nichts einwenden. So wurden die Ruckſäcke gepackt, und Heli ver⸗ faßte die großartige und ſchwerwiegende Anklage⸗ ſchrift für Alis. Kurz vor Mittag waren ſie ab⸗ marſchbereit. Viel Worte wurden nicht mehr zwi⸗ ſchen ihnen Arenen N a „Haſt du alles?“ fragte Hannes. „Gut, gehen wir!! N Ueber den Himmel zogen weiße, zerfaſerte ken. Sie hatten es eilig, mit unheimlicher Schnell keit jagten ſie über die ſah, konnte dabei Schwindel man auch das Sauſen des S wilder Luſt über die B der Himmel in unwahrſchef Bläue. Das Licht wurde weich glänzten wie Silberſtröme. „Das bedeutet doch Föhn?“ fragte „Ja“, ſagte Hannes,„wir wollen ſehe uns bringt.“ 4 5 bich, aing, ſöndern daß ſie ihn zum Leben brauchte 5 1 0 verſprach ſich von dieſer Trennung gute Wir⸗ ſollte. Das konnte nicht ſchaden, denn ſie mußte ein⸗ Doktor Raitl ſtand mit ſeiner Mannſchaft auf der Blaueisſcharte und ſah mit dem Glas ins Wim⸗ bachtal hinunter. „Da gehen zwei Leute“, ſagte er und wies mit der ausgeſtreckten Hand abwärts. „Die werden nicht viel Freude erleben“, meinte einer aus ſeiner Schar. „Das glaube ich auch!“ ſtimmte Raitl ihm bei. „Der ſtarke Föhn wird den ganzen Schnee verder⸗ ben. Das Wetter ſieht nicht ſehr verheißungsvoll aus. Sehen wir zu, daß wir wieder hinunterkommen!“ Die Mannſchaft richtete ſich zur Abfahrt her, und dann jagten ſie alle in einem Zug den Blaueis⸗ gletſcher hinab. Unten vor der kleinen Hütte legten ſie kurzen Aufenthalt ein, denn ſie hatten hier ihre Ruckſäcke zurückgelaſſen. Raitl ſah nach dem Baro⸗ meterſtand, er klopfte an dem Glas herum.„Tie⸗ fer geht's nimmer“, ſtellte er feſt. Sie ſetzten ihre Abfahrt fort und ſtanden eine knappe Stunde ſpäter am Hinterſee. Hier trennte ſich Raitl von ſeiner Mannſchaft und ſchlug den Weg zum Hotel am Seeufer ein. Im Gaſtzimmer gab es wenig Leute, denn wer nach Hinterſee gekommen war, befand ſich um dieſe Zeit draußen bei der Hirſchfütterung. Erſt wenn es draußen kalt und dämmrig wurde, kehrten die Leute zurück. i 5 Raitl ſetzte ſich in eine Ecke und beſtellte ſich voten Tiroler; er wußte: bei ihm ließ ſich's gut nach⸗ denken. n. Es handelte ſich für ihn um die Frage, ob er heute abend wieder ins Sportkaffee gehen ſollte. Drei Tage hatte er ſich nicht mehr dort ſehen laſſen, weil Heli etwas zappeln und Sehnſucht bekommen ſehen lernen, daß es mit Alis und Hannes allein im übrigen war er neugierig. Er dachte an den auf dem Steinernen Meer, an den ſchmale; ken Archenkapitän dort oben. Dieſer Mam auf jeden Fall gute Nerven haben: er ſetzte gans Ende der Welt und wartete, bis Hannes eines Tages hinaufkommen ſchien ihm jedoch eine unſichere Sache. f ich geſchehen, daß Hannes eines kraft. Hannes konnte ihm zehnmal entkommen, vor der umſchlichen, und es war ausgeſchloſſen, daß er ganz allein in der Küche gearbeitet hatte, er wußte, Obergeſchoß war ihm nicht entgangen. mein Häschen kommen, die ganze übrige Welt mit⸗ Einfall kam, eine Schitour ins Stei⸗ nerne Meer zu unternehmen, es war auch nicht aus⸗ geſchloſſen, daß ſie ſpäter im Frühjahr, wenn es dort oben ſchiparadieſiſch wurde, für einige Zeit mit Freunden oder Bekannten hinaufzog, aber ſelbſt in dieſem Fall war es keinesfalls vorauszuſagen, daß ſtie ausgerechnet mit Thöny zuſammentraf, da die Alm ſo abgelegen und verſteckt lag, daß man ſie nur durch Zufall entdecken konnte. Wenn ſich Thönys Erwartungen aber erfüllten, was verſprach er ſich weiter davon? Hannes ſah nicht ſo aus, als ob ſte einfach in die Arche einſtieg und mit Thöny davonſegelte. Ste hatte auf ihn den 7 gemacht, daß ſie ſehr viel eigenen Willen beſaß. Dieſer Maler Thöny war ſicher ein netter Burſche, einer guten Freundſchaft wert, und Raitl war im Grund ſeiner Seele froh, ihn gefunden zu haben; jedoch, was die Sache mit den Mädchen anbetraf: in dieſer Angelegenheit war er ein Träumer, ein Gymnaſtaſt mit Unterſekundareife, ſeine Vorſtellun⸗ gen zeugten hierin von jünglingshafter Einbildungs⸗ allem, da ſie ja nicht einmal eine Ahnung hatte, daß er dort oben ſaß. Raitl beſtellte ein zweites Viertel Wein. Bei dem Gedanken an Thönys unſichere Lage wurde ihm un⸗ gemütlich, Er hatte noch drei Tage Zeit, und in die⸗ ſen drei Tagen mußte ſein Häschen auf jeden Fall gefangen werden. Er ſaß wie ein Raubtier auf der Lauer: Geſtern hatte er das Sportkaffee immer wie⸗ dabei irgend etwas von Wichtigkeit überſehen hatte. Er wußte alles: er hatte herausbekommen, daß Heli daß Tienhoves Wagen den Weg zum Sportkaffee genommen hatte, auch die matte Beleuchtung im Er nickte zufrieden vor f hin. Es war 1 ſich auf diese Weise ſiherzufäßlan und es war ee liches Bewußtſein, zu rechnen: heute abend gehe ich ins Sportkaffee, ſetze mich in eine Ecke und laſſe mir ſamt Alis Schelius' heiligen Eiden kann dann mir geſtohlen werden.. Als Raitl das Hotel verließ, hatte das Wetter wieder ein freundlicheres Ausſehen bekommen; viel⸗ leicht ſtand der Föhn durch, und es wurde klar und der nach Alis ſehen. Hannes und Heli mit S ſeres konnte ſie f i laſſen, gnädige Frau“, ſagte das Mädchen Mariedl. „Soll ich ihn gleich bringen?“ s N beſtändig. Genaues ließ ſich da nie ſagen; es war immer eine gewagte Sache, ſich auf Wettervoraus⸗ ſagen einzulaſſen. Raitl legte ſich tüchtig ins Zeug, er lief die Straße nach Ramsau in mächtigen, weitausholenden Schrit⸗ ten hinunter und half tüchtig mit den Stöcken nach. Er hatte plötzlich Eile. Er dachte an das Sport⸗ kaffee. Jede Minute, die er zu ſpät kam, ſchien ihm jetzt ein Verſäumnis. „Ach, Thöny, alter Archenkapitän, dachte er und war mit ſeinen eigenen Entſchlüſſen und Taten ſehr zufrieden. 5 * Alis kam mit ſtarker Verſpätung nach Hauſe. Tienhove hatte ſie überredet, mit ihm noch in Berchtesgaden zu Mittag zu eſſen, und dieſes kleine Diner wurde reichlich in die Länge gezogen, ſo daß es ſpäter Nachmittag war, als der Wagen ſie an der Abzweigung zum Sportkaffee abſetzte. Tienhove fuhr gleich weiter nach Hinterſee, er wollte morgen wie⸗ Mit einigen Gewiſſensbiſſen belaſtet ging Alis den Weg zum Sportkaffee hinauf, denn ſie fühlte: es war weder richtig noch kameraoſchaftlich von ihr, daß ſte auf Hannes und Heli die ganze Arbeit allein hängen ließ. 5 c Sie ſeufzte erleichtert auf, als ſte erfuhr, daß schi unterwegs waren, Beſ⸗ ſich zur Zeit gar nicht wünſchen. „Fräulein Helt hat einen Brief für Sie hinter⸗ „Selbſtverſtändlich!“ N 1 Martedl ging, um den Brief zu holen; aber in dem Augenblick, da ſie ihn überreichte, kamen gerade ein Dutzend oder mehr Leute an. Alis e Küche verlangt, der Kellner hatte einige Fragen an ſie zu richten; es war ein ſolche is nicht dazu kam den Umſchlag zu öffnen, ſie hatte alle Hände mit anderen Dingen voll. Sie mußte ſich ſehr bei der Arbeit zuſammennehmen, denn ſie war längere Zeit nicht u 1 i eſen und wußte über manche Beſcheid. Außerdem beſchäftigten ſich ihre ſehr ſtark mit Tienhove und wollten ſich gar nicht in den nüchternen ganze Betrieb hier erſchien ihr mit einemmal be⸗ deutungslos und gleichgültig. f r Betrieb, daß Alis im Betrieb geweſer inzelheiten nicht ſofort edanken 2 Geſchäftsgang einfügen. Der (Jortſetzung folgt) 8 1 gen Nart mer letzte deſfer iſt je den Mart mit leiſtu Mar! ſind geget ein zwor Donnerstag, 11. Februar 1937 an Unkerbaden⸗Weſt ſpielen: Käfertal— Phönix Mannheim Kurpfalz Neckarau— Ilvesheim Edingen— Friedrichsfeld Hockenheim— 08 Mannheim Neulußheim— Feudenheim 8 en Käfertal und Phönix Mannheim ght es um den zweiten Platz. Das Vorſpiel verlor Käfer⸗ al Diesmal kann man wohl mit einem Sieg von Käfer⸗ 6 gechnen, denn die Käfertaler haben zu Hauſe noch kein Spiel verloren. Der Tabellenführer J lvesheim beſucht Kurpfalz Kara u. Die Ilvesheimer benötigen noch einen Punkt endgültigen Sicherung der Meiſterſchaft. Daß dieſer in Neckaran zum mindeſten geholt wird, dürfte ſicher ſein. Edingen iſt dem Abſtieg verfallen. Auch gegen Irkedrichs fel iſt kaum mit Punktgewinn zu rechnen. 5 Hocken heim muß die 126⸗Niederlage des Vorſpiels gegen 98 Mann he i m wettmachen; ob dies gelingt, iſt taglich. Da Hockenheim ſtark gefährdet iſt, muß mit einem ebitterten Kampf gerechnet werden. Neulußheim wird feinen vierten Platz gegen Feudenheim verteidigen können. Ein Punktgewinn von Feudenheim wäre eine Ueberraſchung. 9 Die Spiele der Bezirksklaſſe Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe In Unterbaden⸗Oſt finden folgende Spiele ſtatt: Wiesloch— 05 Heidelberg Schwetzingen— Union Heidelberg Weinheim— Walldürn Kirchheim— Eppelheim Sandhauſen— Eberbach Limbach— St. Ilgen Bei Wiesloch geht es um die Verteidigung des erſten Platzes. 05 Heidelberg, der ſtark zurückgefallen iſt, hat in Wiesloch keine Gewinnausſichten. Schwetzingen hat es gegen Union Heidel⸗ berg weſentlich ſchwerer. Die Union hat ſich ſtark nach vorn geſchoben; eine Ausſicht auf die Meiſterſchaft iſt natürlich nicht mehr vorhanden. Wenn Schwetzingen ge⸗ winnen will, muß es ganz bei der Sache ſein. Weinheim müßte zu Hauſe Walldürn beſiegen können. Eppelheim hat unter Umſtänden noch Ausſichten auf die Meiſterſchaft. Dann darf das Spiel gegen Kirch⸗ heim nicht verloren gehen. Ein Sieg von Eppelheim iſt durchaus möglich. Sandhaufen wird auch gegen Eberbach die Segel ſtreichen müſſen. Die Lage von Sandhauſen wird langſam ſehr gefährlich. Limbach empfängt St. Jlgen. Für beide Vereine iſt kaum noch etwas zu retten. Eine Punkteteilung iſt auch diesmal möglich. Anſere Schwimmſport⸗-Amſchau Rekordoͤliſten erzählen Die Nea(Federation Internationale de Natation Amateur! und die LE(Ligue Europsenne de Natation) geröffentlichen gleichzeitig ihre amtlichen Rekordliſten zu Beginn des internationalen Schwimmſportjahres 1937 und s it immer intereſſant, ſich dieſe Liſten nach verſchiedenen Geſichtspunkten hin einmal genauer anzuſehen. Zunächſt die Frage: Wo erſcheinen deutſche Schwimmer und Schwimmerinnen? In der Liſte der Weltbeſtleiſtun⸗ gen für Männer und Frauen, die insgeſ mt 27 bzw. 26 arken enthält iſt nicht ein einziger deutſcher Schwim⸗ er und nur eine deutſche Schwimmerin enthalten. Der ſetzte Deutſche in der Liſte war Ete Rademacher, aber auch deen Weltbeſtleiſtung über 400 Meter Bruſtſchwimmen jetzt von dem Dänen Jenſen verbeſſert worden. Bei ben Frauen hält die Plouenerin Hanni Hölzner die Marken über 100 Meter und 200 Yards Bruſtſchwimmen nit 1720 2 und:42,63 Min. In der Liſte der Europabeſt⸗ feiffungen für Männer und Frauen, die insgeſamt 32 Marken, je 16 für Männer und Frauen, enthält(in ihr nd nur Meterſtrecken berückſichtigt) iſt Deutſchland da⸗ gegen beſſer vertreten. Bei den Männern ſteht zunächſt ein Deutſcher als ſchnellſter Europäer in der Spitze, und zwor der Bremer Helmut Fiſcher mit der Europabeſt⸗ leiſtung über 100 Meter Kraul in 56,8 Sek. Außer ihm erſcheinen die Rückenſchwimmer Hans Schwarz, Heinz Schlauch und A. Gerſtenberg über 100, 200 und % Meter Rückenſchwimmen mit:08,7,:32,7 und:30 Miunten: Merkwürdigerweiſe fehlt aber ein deutſcher Bruſtſchwimmer. Bei den Frauen erſcheint wieder Hanni 859% ee mit ihrer 100⸗Meter⸗Weltbeſtleiſtung im Bruſt⸗ ſchwimmen und die Europabeſtleiſtung über 200 und 400 Meter Bruſtſchwimmen hält die Krefelderin Martha Genenger. Weiterhin iſt es intereſſant, einmal feſtzuſtellen, wann die verſchiedenen Beſtleiſtungen gefallen ſind. Bei den 53 Affiziellen Weltbeſtleiſtungen ſtammen allein 21 aus dem Alhmpiſchen Jahr 1936, noch 15 Marken wurden bereits im Jahre 1935 aufgeſtellt. Aelter ſind die ſieben Marken zun 1034, aus dem Jahre 1993 ſtammen noch fünf Welt⸗ beſtleiſtungen, das Jahr 1930 erſcheint noch zweimal in der Liſte. 1930 hat auch noch eine Leiſtung und dann kommen die beiden älteſten Beſtleiſtungen der Liſte, Beißmüllers phantaſtiſche Leiſtung über 100 Paros Kraul in genau 51 Sekunden und der„Rekord der Re⸗ korde“ die 1500 Meter Kraul von Arne Borg, beide aus dem Jahre 1927. Bei den Europabeſtleiſtungen lins⸗ geſamt 32) ſtmmen 13 aus dem Jahre 1936 neun ſchon us dem Jahre 1935, nur einer blieb von 1934 beſtehen. Di Jahr 1933 erſcheint überhaupt nicht in der Liſte, 1933 i fünfmal aufgezeichnet, orei Marken ſtehen bei 1031 und kenn erſcheint auch hier die 1500 Meter Kraulmarke Arne Borges vom Jahre 1927 als älteſte Ziffer. Nicht er intereſſant iſt es, feſtzuſtellen, wie viele Kute. in den Liſten vertreten ſind. Und da⸗ bei zeigt es ſich, daß es verhältnismäßig wenige Schwim⸗ wer und Schwimmerinnen ſind, da viele von ihnen kehrere Marken auf ihren Namen vereinigen. Bei den eiſtungen marſchiert der Amerikaner Jack Medica an der Spitze, denn er hält nicht weniger us zehn eſtleiſtu über Kraulſtrecken von 200 Meter bis einer englischen Meile. Den zweiten Platz belegte die Pelanderin Willy den Duden mit ſieben Weltbeſt⸗ leitungen ebenfalls im Kraulen. 1 dritte iſt der Amerikaner Kiefer mit vier Mar⸗ en im Rückenſchwimmen. Alles andere verteilt ſich auf 5 e Schwimmer und Schwimmerinnen, die im alle drei oder zwei Beſtleiſtungen beſitzen. Bei den eſtleiſtungen marſchiert als Nation Amerikz mit 20 Veltbeſtkeiſtungen klar an der Spitze. Es folgen Hol⸗ land mit 12 Beſtleiſtungen(nur Frauen), Japan mit ſechs, nemark mit vier, Deutſchland iſt zweimal und Schwe⸗ den einmal vertreten. Bei den Europabeſtleiſtungen iſt 0 der Adee Taris mit ſe 0 8 5 15 erfolgreichſte Schwimmer. m ge n Duden mit vier Weltbeſtleiſtungen und Schwimmer und Schwimmerinnen, die zwei en halten. Man ſieht die Verteilung iſt hier differenziert. An der Spitze der rde dieſer Rechnungsweiſe nach Hol⸗ ankreich mit je neun Marken vor nd und Dänemark mit ſieben eder fünf en ſtehen und man erſieht daraus deutlich, daß (der Beſtleiſtungen ſich nicht immer mit der Durch⸗ itungsffhigker! 5 Nation deckt. Ungarn der Weltbeſtenliſte überhaupt nicht und liſte nur ein einziges Mal! i Hough wieder Punktſieger über Witt. „Deutſchlandhalle“ hatte bei ihrem Kampf⸗ ttwoch einen großartigen Erfolg zu ver⸗ e ex bisher noch bei keiner Veranſtaltung der 5 ſuſtellen war. Wenn es noch einige eihen der Zuſchauer gab, ſo darf keines⸗ leiben, daß in dieſem Rieſenraum faſt iſchauer untergebrocht werden können. de bis zur 1 0 den in 1 Rund en zw n dem 1 en Ha 5 1d Witt b ar de inder . Gong an in zweiten Runde h ſogar ſtark 15 U 5 Urteil, das Frank dem Kampfverlauf . Milgliederverſammlung. einem ſchnellen Sieg für den Bryern. In der vierten Runde erhielt Kreimes das linke Auge aufgeſchlagen. In den nächſten Runden bildete die Wunde das Ziel der Schläge Haymanns, ſo daß der Ringarzt in der Pauſe zur ſtebten Runde das Zeichen zur Aufgabe gab. Die erneute Auseinonderſetzung zwiſchen den beiden Berliner Schwer⸗ gewichtlern Willy Pürſſch und Leonhard M arohn endete nach ſechs Runden mit einem Punktſtea für Pürſch. Kölblin und Riethdorf bleiben Meiſter. Im Kampf um die deutſche Schwergewichtsmeiſterſchaft verteidigte Arno Kölblin(Plauen) ſeinen Titel gegen oͤen anerkannten Herausforderer Erwin Klein(So⸗ lingen) über zwölf Runden durch einen Punktſieg mit Er⸗ folg. Der Titelverteidiger hatte ſeine beſte Zeit zu Be⸗ ginn des Kampfes, wo er in der zweiten Runde den Weſt⸗ deutſchen mit harten Einszweiſchlägen zuerſt bis„vier und dann bis„drei“ zu Boden gebracht hatte. Beim zwei⸗ ten Niederſchlag kam der Gong Fazwiſchen. Klein zeigte auf die harten Schläge ſeines Gegners keine Wirkung, mit der Länge des Kampfes ſtellte er ſich immer beſſer auf Kölblin ein. Obwohl Meiſter Kölblin beſſer und härter traf, windte ſich die Sympathie der Zuſchauer dem ſchwä⸗ cheren Klein zu, die ſogar ſolche Ausmaße annahm, daß der Meiſter ausgepfiffen wurde. Dabei verlief das Tref⸗ ſen äußerſt ſpannend. Klein war ein mutiger Angreifer und überließ ſeinem Gegner am Schluß nur einen Punkt⸗ ſieg. Auch nich Schluß des Kampfes wurde der Solinger von den Zuſchauern ſtark gefeiert. Im zweiten Meiſterſchafts kampf des Abends mußte der deutſche Fliegengewichtsmeiſter Paul Schäfer(Dort⸗ mund) ſeinen Wunſch, auch Bantamgewichtsmeiſter zu werden, gegen den Titelverteidiger Werner Riethöorf (Berlin) mit einer k. o. Niederlage bezahlen. Bereits in der zweiten Runde ging der Weſtfale auf eine lange Rechte Riethdorfs hin bis„neun“ zu Boden, dieſes wiederholte ſich dreimal. Trotzdem trat Schäfer noch zur dritten Runde an und lieferte dem Berliner Fuß bei Fuß ein verzweiſel⸗ tes Gefecht, bis ein neuer Schlag ihn auf die Bretter zwang und das„Aus“ des Ringrichters dem Kampf ein Ende machte. Belgiens Hallentennis⸗Meiſterſchaften wurden in Brüßfel entſchieden. Die Männermeiſterſchaft fiel an André Lacroix und im Männerdoppel ſiegten Laeroix⸗de Borman. Weltmeiſter Italien hat jetzt auch ſeine Meldung zur g. Fußball⸗Weltmeiſterſchaft 1998 in Frankreich abgegeben. Da inzwiſchen auch zahlreiche überſeeiſche Länder ihre Meldung abgegeben haben, hat ſich die Zahl der teil⸗ nehmenden Nationen auf 22 erhöht. Der Davispokalkampf Deutſchland— Oeſterreich wird vorausſichtlich in München ausgetragen. Als Termin wurde den Oeſterreichern die Zeit vom.—9. Mai vor⸗ geſchlagen. Wer ſchnitt am beſten ab? Kraftſahrzeug-Winterprüfung im Zahlenspiegel Während in Garmiſch längſt wieder alles ſeinen alten Gang nimmt, während wieder Sorgen und Geſpräche um Winterſport kreiſen und nichts mehr an das Hauptquar⸗ tier des Kraftfahrſports erinnert, daß Bayerns Winter⸗ ſportmetropole für ein paar Tage war, kann man ſich im Sonnenſchein einmal hinter die Ergebniſſe der Kraftfahr⸗ zeug⸗Winterprüfung ſetzen und in Ruhe überſehen, wer denn nun in dem viertägigen Ringen mit Matſch und Glatteis am beſten abgeſchnitten hat. Sehen wir uns das Ergebnis der Perſonenkraft⸗ wagen an. Da fällt als ſenſationelles Moment zuerſt einmal auf, daß von allen Klaſſen die ſerienmäßigen Kleinwagen am beſten abgeſchnitten haben. In der Wer⸗ tungsgruppe der ſerienmäßigen Wagen bis 1,5 Liter ſind nämlich von den 18 geſtarteten nicht nur 13 am Ziel an⸗ gelangt, ſondern ſie alle haben die goldene Plakette für Erringung der 300 erreichbaren Gutpunkte bekommen. Ein Ergebnis, das ſelbſt bei Berückſichtigung der verhältnis⸗ mäßig niedrigen Durchſchnitte in dieſer Klaſſe und der Beſetzung durch ausgezeichnete Fahrer, ein ſehr günſtiges Licht auf die Winterfeſtigkeit unſerer Kleinwagen wirft! Insgeſamt ſind 121 Wagen an den Start gegangen, da⸗ von kamen 106 ans Ziel und von ihnen trugen 55 eine goldene, 46 eine ſilberne und 7 die eiſerne Plakette davon. In die Erfolge teilten ſich die einzelnen Fabrikate der⸗ art, daß Adler von 10 geſtarteten Fahrzeugen 8 ans Ziel brachte, von denen 6 die goldene und 2 die ſilberne Plakette davontrugen. Von fünf geſtarteten BM'⸗ Wagen kamen 4 ans Ziel, 2 mit goldener und 2 mit ſilberner Auszeichnung. Daimler⸗Benz war mit 36 Fahrzeugen am Start und mit 35 am Ziel. Davon hatten 13 eine goldene und 22 eine ſilberne Medaille errungen. DKW und Ford hatten das gleiche Ergebnis: von 4 ge⸗ ſtarteten Fahrzeugen 3 am Ziel und alle drei mit goldener Plakette. Hanomag ſchickte 14 Fahrzeuge an den Start; davon kamen 11 ans Ziel, 3 mit goldenen und 8 mit ſilbernen Auszeichnungen. Von 6 geſtarteten Hanſa⸗ Wagen waren alle am Ziel mit 4 goldenen und 2 ſilber⸗ nen Plaketten. Horch hatte hundertprozentiges Ergeb⸗ nis, denn von 3 geſtarteten Wagen errangen 3 die goldene Medaille. Von Opel kamen bei 19 geſtarteten Wagen 17 ans Ziel, 11 von ihnen trugen die goldene, 6 die ſilberne und 1 die eiſerne Auszeichnung davon. Stoewer ſchließlich errang mit 5 Fahrzeugen, die alle ans Ziel kamen 4 goldene und 1 ſilberne Plakette. Das Ergebnis der Krafträder ſieht freilich nicht ganz ſo günſtig aus, wie das der Perſonenkraftwagen, denn ſelbſtverſtändlich hatten die Räder ja auch die größe⸗ ren Strapazen zu überſtehen. Hier waren von 120 geſtarteten 97 am Ziel, von denen 46 eine goldene, 36 eine ſilberne, 6 eine eiſerne und 4 die Erinnerungs⸗Plakette nach Hauſe brachten. Die meiſtbeteiligten Fabrikate hatten dabei folgende Erfolge: BM W e hatte 33 Räder an den Start geſchickt, von denen 21 ans Ziel kamen, bei 12 goldenen und 9 ſilbernen Medaillen. D W errang bei 18 Startern, von denen 12 ans Ziel kamen, 11 goldene und 1 eiſerne Plakette. Ardie brachte von 9 Startern 7 ans Ziel und errang 2 goldene und 5 ſilberne Medaillen. NS U⸗D⸗ Rad war mit 26 Maſchinen meiſtbeteiligtes Fabrikat. 20 davon kamen ans Ziel. 5 errangen die goldene, 12 die ſilbeyne und 3 die eiſerne Plakette. von Triumph waren 12 Maſchinen am Start, 8 am Ziel mit 4 goldenen und 4 ſil⸗ bernen Plaketten. Von 21 geſtarteten Zündapp⸗Rä⸗ dern kamen 18 ans Ziel, wobei ſich 7 eine goldene, 4 eine ſilberne und 6 eine eiſerne Plakette holten. Viktoria ſchließlich brachte von 8 Startern 7 ans Ziel, von denen 4 eine goldene und 3 eine ſilberne Medaille errangen. Bei den Laſtkraftwagen ſchließlich hat Büſ⸗ ſing⸗ N AG von 8 Startern 7 ans Ziel gebracht uns davon haben 8 eine goldene, 1 eine ſilberne und 3 Line eiſerne Plakette davongetragen. Daimler⸗Benz war mit 18 Wagen am Start, von denen 17 am Ziel waren, 11 eine goldene und 6 eine ſilberne Plakette errangen. Ford ſtartete, wie auch Opel, mit 3 Wagen und beide brachten 8 ſilberne Plaketten nach Hauſe. Hanſa⸗ Lloyd erzielte mit 6 geſtarteten Wagen das prozentual gün⸗ ſtigſte Ergebnis, denn von dieſen 6 errangen 3 eine gol⸗ dene und 8 eine ſilberne Plakette. Krupp ſchließlich war mit 7 Wagen am Start und 5 am Ziel. 1 goldene, 3 ſil⸗ berne und 1 eiſerne Plakette waren das Ergebnis. Insgeſamt: 236 Fahrzeuge am Start, 243 am Ziel, nur 43 hatten die Segel ſtreichen müſſen. 119 haben die goldene, 103 die ſilberne, 17 die eiſerne und 4 die Er⸗ innerungs⸗Plakette davongetragen. Ein Ergebnis, das in Anbetracht der hohen Geſchwindigkeiten und ſchweren ſon⸗ ſtigen Anforderungen, die an Fahrer und Fahrzeuge ge⸗ ſtellt wurden, als ſehr günſtig anzuſprechen iſt. Dieſes Ergebnis beweißt den hohen Grad der Winterfahrbarkeit unſerer deutſchen Kraftfahrzeuge und mag auch auf die Erfahrungen der vergangenen Winterfahrten zurückzufüh⸗ ren ſein, die ein gutes Teil dazu beitrugen, daß jetzt Wa⸗ gen und Räder zu ſo günſtigen Ergebniſſen kamen. K. G. von Stackelberg. Kleine Sport-Nachrichten Acht Frauen⸗Maunſchaften werden ſich am Stuttgarter Hallen⸗Handballturnier, das am 14. März ſtattfinden wird, beteiligen, und zwar: TV Cannſtatt, Vfs Metzingen, Tgde Schwenningen, Te Georgii Allianz Stuttgart, MTV W Polizei⸗SV Stuttgart, Taſ Stuttgart und T rach. Der Philippine Small Montana, der kürzlich in Lon⸗ don im Weltmeiſterſchaftskampf Benny Lynch unterlag, wurde jetzt in Mancheſter auch von dem jungen Engländer Tiny Boſtock nach Punkten beſiegt. Der Europameiſterſchaftskampf zwiſchen dem Belgier Pierre Charles und dem Sieger der Begegnung Klein — Kölblin wurde mit Rückſicht auf die deutſchen Amateur⸗ Boxmeiſterſchaften auf den 12. März verlegt. Austragungs⸗ ſtätte bleibt die Berliner Deutſchlandhalle. Univ. München und Te Karlsruhe treffen ſich am Doan⸗ nerstaa in München im Zwiſchenrundenkampf um die deutſche Hochſchul⸗Fußballmeiſterſchaft. Der Sieger trifft in der Vorſchlußrunde mit der Univ. Berlim zuſammen. Schleſiſche Baskettballſpieler, eine Mannſchaft der Bres⸗ lauer Hochſchule, werden am 18. und 19. Februar in München gegen eine Studentenmannſchaft antreten und am 20. Februar das große Turnier beſtreiten, zu dem auch Wünsdorf und Spandau ihre Teilnahme zugeſagt haben. Gaufachamtsleiter Neuberth(Karlsruhe) wurde in An⸗ erkennung ſeiner Verdienſte um den Hand ballſport mit der ſilbernen Ehrennadel des Fachamtes Handball ausgezeich⸗ 1 Favoriten ſiegen Beginn der deutſchen Tiſchtennismeiſterſchaft Eine recht gute internationale Beſetzung hatte die deutſche Tiſchtennismeiſterſchaft erfahren, die in Berlin !õõͤ dd ddddGdGãꝗã¼ydddVdTVTdbdbVbTVdbTTPTPTTPTPTTPTTPTTT NSDAP-Mifieilungen Aus partelamilichen Behanntmachuugen entnommen Anordnungen der Kreisleitung An alle Ortsgruppen des Kreiſes Mannheim Die Ortsgruppen haben das Propogandamaterial (Wille und Weg, Schulungsbrief, Neues Volk) abzuholen. Letzter Termin: 15. Februar. Für die Einhaltung des Termins iſt der Propagandaleiter verantwortlich. Kreispropagandaleitung. Ortsgruppen der NS DAN 5 Sandhofen. 12.., 20.15 Uhr, im Saale des„Adler“ Mitgliederverſommlung. 55 alle Pg. und Pg.⸗Anwärter. Es ſpricht: Kreisredner Pg: E. Maier, 8 Waldhof. 12.., 20 Uhr, Sitzung ſämtlicher Politiſchen Leiter und Anwärter im Lokak„Freiſchütz“, Luzenberg. (Dienſtanzug.) 5 Strohmarkt. 11.., 20 Uhr, im Hauſe der Ortsgruppe Dienſtſtunde nur für Zellenleiter und Amtsleiter. Seckenheim. 12.., 20.15 Uhr, Antreten ſämtlicher Po⸗ litiſchen Leiter in der Halle des TV 98 zum Sport. Deutſches Eck. 12.., 20.15 Uhr, erweiterte Mitglieder⸗ verſammlung in der Bäckerinnung(Germania⸗Säle), 8 6, 40 . 5 Goſthaus„Zum Schiff“ mtl. Anwärter, Pg. ſowie Amtsträger der übrigen Gliederun⸗ gen der Partei erſcheinen. 5 5 Ne⸗Frauenſchaft i 5 11.., 20 Uhr, Heimabend im„Durlacher Hof“, Käfertaler Straße. f N Neueichwald. 12.., 20 Uhr, Singſtunde im Frauen⸗ ſchaftsheim. b. 5 Bismarckplatz. 12.., 20 Uhr, Pflichtheimabend im Gaſt⸗ haus„Zum Kranz“, Seckenheimer Straße 56. . 11.., 15 Uhr, nehmen die Frauen an der Beerdigung von Frl Gretchen Krämer ſtatt. Erlenhof. 11. 2. findet kein Heimabend ſtatt. Franenſchaftsmitglieder! Wir machen unſere Frauen auf den am 11.., 20 Uhr, stattfindenden Vortrag in der „Harmonie“, D 2, von 8 Kahle aufmerkſam und bitten um rege Beteiligung. Karten ſind bei Vorzeigen des „„ für 30 Pfg. an der Abendkaſſe er⸗ hältlich. e e .. ches Eck und Innenſtabt. 11. 2, 0 Pflichthe abend 1 8. Daß— Kreis in die Belt e ele leniel Die Areltsſchnle der Daß führt am Samstag und Sonntag, 13. und 14. 2. einen Wochenendlehrgang über„Das neue Urkundenſteuer⸗ iche Politiſchen Leiter und geſetz“ durch. Wir bitten, im Einvernehmen mit dem Betriebsführer die Anmeldungen zu dem Wochenendlehr⸗ gang bis ſpäteſtens 12. 2. an die Arbeitsſchule der DAcß in O 1, 10, einzuſenden. Arbeitsſchule Der Lehrgang P 56„Die einfache Buchhaltung mit Wareneingangsbuch für Einzelhändler“ findet nicht, wie vereinbart, 11.., ſondern Montag, 15.., ſtatt. Am 12.., 20.30 Uhr, im„Haus der Deutſchen Arbeit“ (Nebenzimmer) ſpricht Direktor Dr. Feil über„Die Brau⸗ induſtrie in Baden und der Pfalz“. Wir laden hiermit die Gefolgſchaftsmitglieder der hieſigen Brauereien herz⸗ lichſt ein. usgehilfen Lindenhof und N 11.., 20.30 Uhr, Gemein⸗ ſchaftsabend in der Eichelsheimerſtraße 51. a Samstag 13. Februar Leichtathletik: 15 bis 17 Uhr Stadion Spielfeld 2. Frauen und Männer. ö i Schwimmen:(Frauen und Männer): 20 bis 21.30 Uhr Städtiſches Hallenbad, Holle 1. 3 5 5 Sonntag, 14. Februar Reichsſportabzeichen(Frauen und Männer): 9 bis 11 Uhr 81 Spielfeld 2 5 5 Leichtathletik(Frauen und Männer): 9 bis 11 Uhr Sta⸗ oton, Spielfeld 7. 3 Abteilung Reiſen, Wandern, Urlaub Mit Koß nach Stuttgart. Am ie 14. Februar, führt Koc einen 5 Stuttgart. Die Fahrkarte koſtet nur 9,10 J. We 18 won⸗ dern, beteiligt ſich an einer Wandecung, die in zwet Grup⸗ pen durchgeführt wird. Andere beſuchen Verwandte und Bekannte, Freunde und Soldaten. Wieder andere ziehen es vor, unter Führung die Ueberfülle an Sebenswür keiten, die Stuttgart bietet, zu beſuchen. f Der Sonderzu, 3 5 5 Heidelberg 746 Uhr, Heilbronn an.18 Uhr, Stuttgart an 10.29 Uhr. 5 adelberg ei. l ue, Frtedeichsſed an 20 88 u. Neannbein an c ug„%% Auüͤůteilung: Volksbildungswerk 5 Achtung, Ortswarte! Der Donnerskag iſt letzter Termin für die Abholung von Werbematerial der Vokksbildungs⸗ ſtätte. Mit Rückſicht auf die Wichtigkeit der Sache erwar⸗ ten wir umgehende Erledigung. N 8 . Spezlalſpringer betetligen werden. N 5 5„„ 1 8 Seicbroun a5 100 b 0 5 915 t eführt wird, Michael, aber ihren Anfang nahm. Am erſten Tage war das Syniel⸗ programm noch nicht allzu umfangreich, ſo daß eigentliche Ueberraſchungen ausblieben. Die Favoriten, ſoweit ſie in die Kämpfe eingriffen, bonnten ſich alle behaupten. Die Ergebniſſe: Männer⸗Einzel: Kurz(Pommern)— Sprung(Lettland) 18721, 21:13, 21:17, 21:11: Vrana(Tſchechoſlowakeiſ gegen Höpfner(Brandenburg) 21:13, 21:14, 21:15; Münchow (Nord mark)— Richter(Brandenburg) 21:7, 21:16, 21714; Kaßler(Mitte)— Worms(Brandenburg) 18:21, 21:49, 16:21, 21:16, 21:13; Geruleitis(Litauen)— Bechtel(Bran⸗ denburg) 21:8, 21:3, 21:13; Vrana— Schwager(Branden⸗ burg) 21:13, 21:13, 20:22, 21:17. Frauen⸗Einzel: Votrubcova(Tſchechoſlowakei)— Otto (Brandenburg) 21:10, 21:4, 21:4; Kröhling(Brandenburg) gegen Weber(Mitte] 21:18, 21:18, 21:15: Capelmann(Mit⸗ telrhein)— Krebsbach(Brandenburg) 21:19, Albig, 14:21, 21:16; Pritzi(Oeſterreich)— Gülzer(Brandenburg) 21:18, 2413, 21:16. Männer⸗Doppel: Dzindziliauſkh⸗Variakojis(Litauen) gegen Benthien⸗Münchow(Nordmark) 21:13, 21:17, 10:21, 21:18; Vrana⸗Meſchede(Tſchechoſl.⸗Brandenburg)— Mau⸗ radian⸗Galeſpi(Brandenburg! 21:14. 21:12, 21:15; Schatzow⸗ Sprung(Lettland)— Elsholz⸗Herbſt(Brandenburg! 18:21, 21:15, 21:12, 19:21, 21:15: Kurz⸗Mauritz(Pommern⸗Nieder⸗ 71— Kiack⸗Heine(Brandenburg) 17:21, 21:14, 21:19, 1217. Gemiſchles Doppel: Votrubeova⸗Vrong— Weber⸗Kaßler 21:18 21:14, 21:12. England führt vor Deutſchland Viererbob⸗Weltmeiſterſchaft in St. Moritz Bei herrlichem Winterwetter und ausgezeichneten Bahn⸗ verhältniſſen begann am Mittwoch in dem etzer Kurort St. Moritz die Viererbob⸗Weltmeiſte t mit den beiden erſten S4 Alle gemeldeten Nationen waren zur Stelle, De land mit zwei Schlitten. Die 1610 Meter lange war außerordentlich ſchuell, denn der vor faſt genzu einem Jahre von dem Engländer MecEvoy aufgeſtellte Bahnrekord wurde von faſt allen Teilnehmern unterboten. MeCEvoy, der ſchon bei den Wettfahrten um den Martineau⸗Pokal den Rekord von :18 3 auf:16,8 verbeſſert hatte, war im erſten Lauf erneut zweizehntel Sekunden ſchneller. Die Engländer waren im zweiten Gang nur wenig langſamer und ſetzten ſich nach den beiben Wettfahrten an die Spitze der Wer⸗ ʒ 15. iſcher, eleke, Han iſcher au 1 auf Deutſchland 1 aß, denn ſie benötigten jedesmal:17 und kamen damit vor dem von 577. amerika⸗ niſchen Bob zuf den zweiten Platz. Nicht ſo ſchnell war der von Dr. Brüne(Dresden) geſteuerte Bob Deutſchland 2, der mit einer Gefamtzeit von 2236,5 nur den 10. Platz be⸗ 1 e Alle Fahrten verliefen erfreulicherweiſe ne all. ö 1. England(MeEvoy) 126,6(Rekord) u. 12168 :33,4; 2. Deutſchland 1(G. Fiſcher):17 u. 117 22:54) 3. USA(Fox):17, u.:16,7 294,1 4. Belgien 1 ae eee e de S g drutt 8; 2* a* 657 Deutſchland 2(Dr. Brüne) 22875. Pauſe in Altenberg Nach dem ſportlich wie orggniſatoriſch ſo hervorragend 5e.⸗Meiſterſchaftslau 5 es in Altenberg, dem Ort der Deutſchen und Heeres⸗Schimei⸗ ſterſchaften, etwas ruhiger geworden. Am Donners; tag wird die Streckenerklärung für den lö⸗Km.⸗Langlauf ee lu 8 e mer erfolgt. Am Freitagmorgen, 9 vin ergefr ter Fickel(Dresden) ſich als erſter Läufer auf den ſchwe⸗ ren Weg 1 zährend der Altersklaſſenläufer Dr. Frotſcher(Dresden eine halbe Minute nach 10.24 Uhr als letzter Mann vom Start abgeht. 168 Mann liegen da⸗ zwiſchen. Der sktag bringt um 9 Uhr den Start der 25 Staffelmann en und den Abſchluß bildet der am Sonntog ittag, 11.0 Uhr, beginnende Sprur lauf auf der S an dem ſich 76 Kombinations⸗ und 34 n 1 5 1 2 5 8 8 8 8 3 „ Gisſpor ziſterläufern . 5 5 ee Bag 1 ruf twoche, die uchen beſtritten 5. HANDELS- v WIRTSCHAFTS Donnerstag, II. Februar 1937 der Neuen Mannheimer Zeitung Neiseverkehr nach Oesferreich Auf den Reiſeverkehr nach Oeſterreich finden auf Grund eines neuen Runderlaſſes des Leiters der Reichsſtelle für Deyiſenbewirtſchaftung die folgenden neuen Beſtimmun⸗ gen Anwendung: Für den— nichtgeſchäftlichen— Reiſeverkehr nach Oeſterreich wird der Höchſtbetrag, der ohne Genehmigung je Perſon und Kalendermonat über die jeweils geltende zeutſche Freigrenze hinaus erworben werden kann, auf 250 feſtgeſetzt. Mitgliedern des Deutſchen und Oeſter⸗ reichiſchen Alpenvereins ſowie deren Ehefrauen und min⸗ derjährigen Kindern werden, ſoweit ſie von dieſer Möglich⸗ keit des Erwerbs von Reiſezahlungsmitteln nicht Gebrauch machen, bis zum Höchſtbetrag von 250% Reiſezahlungs⸗ mittel bevorzugt zugeteilt. Die Mitnahme von 50, in inländiſchen Scheidemünzen oder ausländiſchen Gelöſorten nach Oeſterreich iſt nicht ſtatthaft. Reiſeſchecks dürfen nicht itber einen höheren Betrag als 300 Schilling je Scheck aus⸗ geſtellt werden. Die Ausſtellung auf Grund von Akkreditiven, Reiſe⸗ kreöitbriefen und Reiſeſchecks erfolgt durch die öſterreichi⸗ ſchen Einlöſeſtellen in Raten, und zwar wie folgt: Inner⸗ halb der erſten ſechs Tage des Aufenthalts des Reiſenden in Oeſterreich höchſtens 300 Schilling. Der Reſtbetrag ſteht vom ſiebenten Tage des Aufenthalts in Oeſterreich dem Reiſenden zur Verfügung. Die Auszahlungen ſind von den öſterreichiſchen Einlöſeſtellen im Reiſepaß des Reiſen⸗ den einzutragen. Nachgeſandte Reiſezahlungsmittel oder UMeberweiſungen für den zweiten oder dritten Kalender⸗ monat dürfen früheſtens einen Monat oder zwei Monate nach der erſten Auszahlung ausgezahlt werden. Die ſonſt vorgeſehene Genehmigung zur Inanſpruch⸗ nahme eines Reiſeabkommens über oͤrei Kalendermonate hinaus iſt bei einer Reiſe nach Oeſterreich nicht erſorder⸗ 0 lich, wenn der innerhalb des Kalendermonats in Anſpruch genommene Betrag insgeſamt 500 4 nicht überſchreitet. Eine Genehmigung zum Erwerb und zur Verbringung (auch Nachſendung) von Reiſezahlungsmitteln kann, ſoweit nicht von der eingangs bezeichneten Möglichkeit des Er⸗ werbs von Reiſezahlungsmitteln Gebrauch gemacht wird, erteilt werden: a) für Reiſen oder längere Aufenthalte in Oeſterreich, wenn dieſe aus geſundheitlichen Gründen erforderlich ſind(Zeugnis eines— grundſätzlich deutſchen— Amts⸗ arztes), b) für Reiſen zu kulturellen Zwecken, insbeſondere zum Beſuch von Kongreſſen, wiſſenſchaftlichen Veranſtaltun⸗ gen und dergl.(Anträge an die Deutſche Kongreß⸗ Zentrale, Berlin'ö 35, Ludendorffſtraße 60), c) für Sportreiſen(Anträge an das Reichsſportamt, Ber⸗ lin⸗Charlottenburg 9, Reichsſportfeld), d) für Reiſen zur Ausübung der Jagd durch Perſonen, die in Oeſterreich Jagöopächter ſind und e) für Reiſen zum Beſuch von in Oeſterreich anſäſſigen Verwandten. Eine Genehmigung zum Erwerb und zur Verbringung von Reiſezahlungsmitteln kann über die zeitliche Begren⸗ zung des Abſchn. V Abſ. 2 des R 119/35 D. St.— Ue. St. und über den monatlichen Höchſtbetrag von 250% hinaus bis zum Geſamtbetrage von 500/ erteilt werden, wenn in beſonderen Fällen der Betrag von 250/ nicht ausreicht oder dies zur Beſtreitung unvorhergeſehener Ausgaben (3. B. infolge Unfall, Krankheit, Tod) erforderlich iſt. Dies gilt ferner für Reiſen, die laut amtsärztlichem Zeugnis aus geſundheitlichen Gründen notwendig ſind. Anträge auf Zuteilung von Beträgen über 500/ bedürfen der Zuſtim⸗ mung des Leiters der Reichsſtelle für Deviſenbewirtſchaf⸗ tung. Beginn der Sſillhalfſebesprechungen Da Has letztjährige Stillhaltenblommen am 28. d. M. abläuft, ſind jetzt neue Beſprechungen über die weitere Behandlung der kurzfriſtigen deutſchen Auslandskredite zwiſchen den beteiligten ausländiſchen Bankkreiſen und Heutſchen Vertretern in Berlin aufgenommen worden. Von deutſcher Seite nehmen an den Beſprechungen wieder die Herren Direktor Guſtav Schlieper(DD⸗Bank), Dr. Otto Jeidels(Berliner Handels⸗Geſellſchaft) und Dr. Oskar Sempell(Vereinigte Stahlwerke AG) teil. Für die gusländiſchen Bankvereinigungen ſind folgende Herren erſchienen: England: Mr. Frank C. Tiarks(J. Henry Schröder u. Co.), The Hon. Robert H. Brand C. M. G. (Lazard Broſ. u. Co. Std.), Mr. Charles Liöbury(Weſt⸗ minſter Bank Otd.); Amerika: Mr. Harvey D. Gibſon (Manufacturers Truſt Co.), Mr. Joſeph Rovenſky(The Ehaſe National Bank); Schweiz: Paul Jaberg(Schwei⸗ zeriſche Bankgeſellſchaft), G. Renz(Baſler Handelsbank): Holland: H. A. van Nierop(Amſterdamſche Bank), J. M. Telbers[De Twentſche Bank), K. P. van der Mandele (Rotterdamſche Bank); Frankreich: Jean Velay(Banque Francaiſe'Acceptation; Schweden: Rolf Caliſſendorff (Stockholms Enskildg Bank A..); Tſchechoſlowakei: Dr. Otto Feilchenfeld(Böhmiſche Escomptebank und Credit⸗ apſtalt, Prag), Dr. Emil Rind(Anglo⸗Tſchechoflowaki⸗ ſcht und Prager Credit⸗Bank); Belgien: P. C. Bonvoiſin (Banque Nationale de Belgique). Neue Frachtraten in der Spanienfahrt. Die gu dem Verkehr von den deutſchen Häſen nach Spanien beteiligten Reedereien geben bekannt, daß die bisherigen Frachtraten Ah. Februar 1937 keine Gültigkeit mehr haben. Viel⸗ mehr tritt eine kleine Erhöhung ein. * Erhöhte Raten nach Mittelbraſilien. Die in der Fahrt vom Kontinent nach Mittelbraſilien beſchäftigten Kon⸗ ferenzlinien haben eine Erhöhung der Ausnahmeraten um durchſchnittlich 10 v. H. beſchloſſen. Dieſe Aenderung tritt mit dem 1. Mai in Kraft, mit Ausnahme von einigen Artikeln, die vorläufig von einer Erhöhung ausgenommen ſind. von hundert Penſionsberechtigten, ihr Ruhegehalt zu er⸗ halten, werden als gering betrachtet. * Ach der Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düſſeldorf. Wie der DH aus Verwaltungskreiſen erfährt, wird bei der Geſellſchaft für das Geſchäftsjahr 1936 eine Dividende von 5(i. V.) v. H. in Vorſchlig gebracht werden. Die Bilanz wird, wie üblich, Anfang April zur Veröffentlichung kommen. * Senkung der RWet⸗Uümlage für Januar. Wie vom Rheiniſch⸗Weſtſäliſchen Kohlen⸗Syndikat mitgeteilt wird, wird die Umlage auf Verkaufsbeteiligung für den Januar mit 3,71(im Vormonat 3,72)/ erhoben. Unter Berück⸗ ſichtigung des umlagefreien Teiles der Verbrauchsbetei⸗ ligung ſtellt ſich die Umlage je Tonne Abſatz auf Ver⸗ brauchsbeteiligung auf 274(im Vormonat auf 2,78) l. “Die Umſatzſteuerumrechnungsſätze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländiſchen Zahlungs⸗ mittel ſind für die Umſätze im Januar 1937 wie folgt feſt⸗ geſetzt worden: Britiſch⸗Hongkong 100 Dollar gleich 76,13 Mark, Britiſch⸗Indien 100 Rupien gleich 92,41, Britiſch⸗ Straits⸗Settlements 100 Dollar gleich 148,44% Chile 100 Peſos gleich 9,29 /, China⸗Schanghai 100 Puan aleich 79,92 /, Mexiko 100 Peſos gleich 67,89 ,, Peru 100 Soles gleich 68,39 /, Südafrikaniſche Union 1 Pfund gleich 12,16 /, Union der Sozialiſtiſchen Sowjetrepubliken 100 Sowjetrubel(4,25 franz. Franken gleich 1 Sowjetrubel) gleich 40,88 l. Waren und Märkte * Karlsruher Großmarkt für Getreide und Futtermittel vom 10. Februar(amtlich, Inlandsweizen, Ernte 1936, 75—77 Kilö, Erzeügerfeſtpreis W 15 20,90, W' 17 21,10, 'ö20 21,60; Mühlenſeſtpreis einſchl. Fracht und Handels⸗ ſpanne 0,40—0,60; Großhandelsprs. 0,40—0,60; dto. Roggen Ernte 1936, 69%70 Kilo, Erzeugerfeſtpreis R 14 17,20; R 18 17,70; R 19 17,90; Mühlenfeſtpreiſe einſchl. Fracht u. Hau⸗ delsſpanne 0,40—0,60, Großhandelspreis 0,40 0,60; Brau⸗ (Sommer)gerſte, Ernte 1936, je nach Qualität, Höchſtpreis 23,20; Ausſtichgualitäe mit Genehmigung des Ge⸗ treidewirtſchaftsverbandes bis zu 1,50% mehr.— Futtergerſte, Ernte 1936, Baſis 59/60 Kilo, Erzeugerfeſt⸗ preis G 8 17,20 G 9 17,40; Induſtriegerſte, Ernte 1936, bis 2 J per 100 Kilo Aufſchlag; Futterhaſer Feſtpreisgebiet 17, 48/49 Kilo, frei Erzeugerſtation 17,10; Induſtriehafer bis 2 Aufſchlag je 100 Kilo. Weizenmehl, Inlandsmahlung, Großhandelspreis, Baſistype 812, Feſtpreisgebiet 20 29,60; Feſtpreisgebiet 17 29,25; Feſtpreisgebiet 15 29,25; Feſt⸗ preisgebiete 14 29,25„.— Die Zuſchläge für Dunſt und Weizengrieß betragen 0,50% für Dunſt und 1 1 für Grieß auf die Type 502. Hierzu kommt der üb⸗ liche Frachtausgleich von 0,50„ per 100 Kilo. Roggen⸗ 22,70; R 18 23,35; R 19 23,60; Frachtausgleich für 10⸗ Tonnen⸗Ladungen 0,50 44.— Weizen⸗ und Roggen⸗ LET T Mittag-Ausgabe Nr. 68 Nhein-Mainische Abendbörse Behaupfei Frankfurt, 10. Februar. Die Abendbörſe begann in ſtiller Haltung. Während am Aktienmarkt die Geſchäftsſtille anhielt die Kurſe aber überwiegend auf dem ermäßigten Stand behauptet blie⸗ ben, zeigte ſich am Rentenmarkt im Zufzmmenhang mit der ſtarken Geloflüſſigkeit weiteres Kaufintereſſe. Gefragt blieben Altbeſitzanleihe, die bei einigem Umſatz mit 120,0 eröffneten, ferner Kommunal⸗Umſchuldung 9158. Von Aktien notierten zunächſt nur Farbeninduſtrie mit 168,50(168). 1 Das Geſchäft blieb auch im Verlaufe klein. Die Hal⸗ bung war aber etwas freundlicher. Die meiſten Aktien⸗ kurſe notierten ein wenig höher. Beſſerungen von 9 bis 1 v. H. hatten Muag, Licht und Kroft, Jh Farben, Schuckert, Höſch und Buderus. Von Auslandsaktien wur⸗ den Aku mit unverändert 53,25 bei wieder nur 50 v. H. Zuteilung notiert. Von Bankaktien Commerzbank 114⁵8ë(114,25). 5 Am Rentenmarkt waren beſonders Kommunal⸗Umſchul⸗ dung weiter beachtet mit 91,75 nach anfngs 9198. Die notierten Auslandsanleihen waren unverändert. Nachbörſe ig. Badischer Holz- und Brefiermarki O Mannheim, 9. Februar. Im Januar wurden aus badiſchen Staatswaldungen insgeſamt 17859 fm Tannen⸗ und Fichtenſtammholz verkauft(gegen 27 595 fm im De⸗ zember und 34641 fm im November); der durchſchnittliche Erlös betrug 63,6 v. H. der Landesgrundpreiſe(gegen 62,8 und 64,1). Die ſtaatlichen Forlen⸗ und Lärchen⸗Verkäufe betrugen im Januor 2368 fm(3012 bzw. 729) für durch⸗ ſchnittlich 76,5 v. H.(83,8 bzw. 74.). In der Zeit vom 20. Januar bis 3. Februar wurden insgeſamt 24 334 fm Tannen⸗ und Fichtenſtammholz ver⸗ kauft(gegen nur 16 130 fm in den vorhergegangenen zwei Wochen]: davon ſtammten 11 046(6707) fm. oder 45,(41,6) v. H. aus Staatswaldungen. Der Durchſchnittserlös ſtieg weiter auf 65,7(63,8) v. H. der Landesgrundpreiſe. Unter den einzelnen Bezirken ſteht diesmal die Bodenſeegegend mit 8752 fm(1880) an der Spitze; die Staatsverkäufe be⸗ trugen hier 4114(402) fm oder 47,0(21,4) v. H. bei einem Erlös von 69,4(66,2) v. H. Im füdlichen Schwarzwald kamen nur 5614(5728 fm zum Verkauf, davon 4867(3385) fm oder 86,7(59,1) v. H. aus Staatswaldungen; der Durchſchnittserlös blieb bei 60,6 v H. unverändert.— Verhältnismäßig ſtark waren die Verkäufe im Markgräf⸗ lerland, das mit 3238(967) fm an dritter Stelle ſteht, ob⸗ wohl die Staatsverkäufe nur 384(211) fm oder 11,9(21,8) v. H. ausmachten. Der Erlös hob ſich auf 60,0(59,7) v. H. Erſt dann kommt der nördliche Schwarzwald mit 3193 (5558) fm; der Staatsonteil betrug hier 518(1912) fm oder 16,2(34,4) v.., der Durchſchnittserlös erreichte mit 69,6(66,5) v. H. einen neuen Höchſtpunkt.— Aus dem Odenwald wurden 3065(765) im verkauft, davon 691(255) fm oder 22,5(34,6) v. H. aus Staatsbeſitz mit einem Durch⸗ ſchnittspreis von 67,2(68,9) v H.— Schließlich folgt das obere Rheintal mit 472 fm(1232), die ſämtlich aus Staats- woldungen ſtammten(532 fm oder 43.2 v..) und mit 62,0 (61.8) v. H, bezahlt wurden. Die Verkäufe an Forlen und Lärchen⸗Stammholz be⸗ trugen 4006 fm. von denen 904 fm aus Staatsbeſitz ſtamm⸗ ten. Die Preiſe ſchwankten je nach Güte zwiſchen 64 und 130 v. H. der Landesgrundpreiſe und lagen im Durch⸗ ſchnitt bei etwa 88 v. H. Für Maſten wurden 17 bis 20 je fm bezahlt. 5 Am Laubſtammholz kamen 6184 ſm Buchen für 7083 v. H. oder durchſchnittlich 76 v.., ferner 518 fm Eichen für 5699 v. H. oder durchſchnittliche 77 v.., 455 fm Eſchen für 70—95 v. H. oder durchſchnittlich 80 v.., 231 im Ahorn für 85—105 v. H. oder durchſchnittlich 96 v.., 224 fm kanadiſche Pappeln für 60—85. v. H. oder durch⸗ ſchnittlich 79 v. H. und 81 fm Hainbuchen für 88 v. H. zum Verkauf Die Papierholzverkäufe beliefen ſich auf 10 340 Ster, von denen 4569 Ster aus Staatshbeſitz ſtammten. Die Preiſe hielten ſich zwiſchen 53 und 62 v. H. bei einem Mittel von 62,4 v. H.— An Schwellenholz wurden 880 fm Buchen, 573 fm Eichen und 70 fm Forlen abgeſetzt; man bezahlte durchſchnittlich für Buchen Klaſſe A 15,25„ und Klaſſe B 13,50 /, für Eichen Klaſſe A 22,15 J, Klaſſe B 20.15% und Klaſſe C 18,15/ ſowie für Forlen Klaſſe A 18 Klaſſe B 17,30/ und Klaſſe C 13,50% Von Grubenholz wurden die Spitzen mit 3,68„ und die Stem⸗ pel mit 7,40/ je Ster bezahlt. 2828 Ster Forlen⸗Rollen erzielten 5,508/ oder durchſchnittlich.50„ je Ster. Am Schnittholzmarkt beſtand weiter ſehr rege Nach⸗ frage. Sortierte Schwarzwälder Bretter, 16˙1˙5˙—4127 ſtellten ſich: reine Ware 89—95 J, gute 79 /, Ausſchuß 52% und k⸗Ware 47,50%. Unſortierte Fichtenhobelbret⸗ ter,—6 Meter lang,—7 breit, 1“ ſtark, verlangte mon je Quadratmeter etwa 1,70 /, frei Mannheim. Fichten⸗ und Tannendielen, 16˙121½½—2 waren wagabnfrei Mann⸗ heim für 85/ in guter, 56/ in Ausſchuß⸗ und 49 1 in X⸗Woere zu haben. Schwarzwälder unbeſäumte Fichten⸗ blöcher ſtellten ſich guf der gleichen Frachtbaſis auf 67 bis 70.„(. Tannen⸗ und Fichtenbauholz mit üblicher Wald⸗ kante koſtete 46% und mehr, während ſcharfkautiges Ma⸗ 5 * Bautzener Brauerei und Mälzerei AG, Bautzen. In der GV wurde der vorgelegte Rechnungsabſchluß für 935/36 genehmigt und ebenſo die Entlaſtung der Geſell⸗ ſchaftsorgane ausgeſprochen. Die Dividende beträgt wie⸗ der 10 v.., wovon 2 v. H. in den Anleiheſtock fließen * C. Großmann(Fleiſchwarenfabrik) AG, Coburg. Die Geſellſchaft bringt für das Geſchäftsjahr 1936 eine Dipi⸗ dende von 4(i. V. 3) v. H. zur Verteilung. * Der Londoner Goldpreis betrug am 10. Februar für eine Unze Feingold 142 Sh. 0% d= 86,6099 /, für ein Gramm Feingold demnach 54,8009 Pence= 2,78457 Wetterkarte des Luftamts Frankfurt a. M. 2 E 70. Febniar ſo nachm. — Ba ö SeichenerElrnd, Zur. Wetterkarte ö —datter MN²πꝗ nm front vor dringender Kefuf! ooermet Mind e Front vordingencer Watmſuf, A Ststte. Ae. e fror mit Wiermſuft in det kette ö FN 8, NO Usπτ. s Ovolkenos O voſeg ſligegengebler, ff ff Schresfsfge bse O beer O bededdſy p Scheuertefg,eit, S Nebel Geuifer O balbbedechet Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfürt a.., vom 11. Februar. Vom Aklan⸗ tik ziehen fortgeſetzt Störungen heran, die unſere Witterung unbeſtändig, aber nicht durchweg! u freundlich geſtalten. Der Zuſtrom kälterer Meeres⸗ luft ſetzt ſich dabei fort, ſo daß die Niederſchläge im Gebirge, zum Teil auch in den Niederungen als Schnee fallen. Vorausſage für Freitag, 12. Februar Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch einzelnen, meiſt ſchauerartigen Niederſchlä⸗ gen,(im Gebirge Schnee), bei lebhaften weſtlichen Winden, Tagestemperaturen zwiſchen null und plus fünf Grad. 5 Höchſttemperatur in Mannheim am 10. Februar + 5,6 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 11. Februar. 2,8 Grad; heute früh halb 8 Uhr + 3,2 Grad. 8 Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh teſe beachtenswerte Verkehrszunahme entſpruch] mehl Bedingungen des Reichs mehlſchlußſcheines vom terial mit 50„/ und darüber genannt wurde Scharfkan⸗ 2 K 175 155.. 955 ößl!!!! 15 95 N tiges Rahmenholz ſtellt ſich 185 9 e e halb 8 755 bis heute früh halb 8 Uhr 0,2 Millimeter 5 en i mu b. 5„ 00,„„ill,, 30 1 0 5 5— 1 ff bier er 3 3 bunker ift. Velrng boch allein im Jahre 1935 der Anteil] W 20 11,00 bis 1135; Weizenvolklete jeweils 9,50 4 per e 25 Pig ie lid. Meter amt. e 5 5 des Binnenverkehrs am geſamten hamburgiſchen Seever⸗ 100 Kilo teurer; Weizenfuttermehl 2,50„ Aufſchlag gegen lich waggonfrei Mannheim Großhandelspreife. 5 5 255 kehr 33 v. H. und on der Ein⸗ und Ausfuhr des Reiches über Weizenklete; Roggenkuttermehl nicht notiert: Gerſten⸗ 5 a Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Febrnar über Hamburg sogar 55 v. H. Davon entfielen auf die futtermehl, füdd. Fabrikate 10.—19,40, Trockenſchnitzel, Geld- und Devisenmarkf ae— 5 g loſe 8,839,18„ Erdnußkuchen 15,80 16,20, Palm⸗ 5 Rhein⸗ Megel 7. 8 9. 10. 11. Mbein-Vegel 8. 9 10 i kuchen 1890140 4, Rapskuchen 13,70—14,10 4, Soja⸗ Paris, Ib. für, Glut end). l. 7˖·[[T 15 und Seeverkehr ſchrot 15,50—15,0, Leinkuchenmehl 17,80 bis 18,20„, kin 505,00. pen 5585 Bapendszen] 409., n, fee Rheinfelden.85.54 f 85 fg 2% Kaub. 9 309 488 e um fe 2,1 Mill. Piertreber 14 bis 14,40, Malzkeime 13,40 bis 18,0 4.— zen 2 dane 1 9422. 2 8 25 50 30 08 mene e e, enüber dem Vor⸗ Alles ab Fabrik zuß he Umſatzſteuer und geſetzlicher 855 8 N f 8 2820 552 f, 884.84 5 004,98 Wer eee mit 1933 eine 3 ö Verteilerſpanne. 1955 Komügne ee ee eee N Mannbeim 888/62.8 5,06 J 51 Mannheim.32.69 40% 0 8 1. e 5 K N* a* 2 5* Bevyork* 1 2* 2* 255 Jod Erzen ger r ge. N N werden folgende Erzeugerpreiſe keſtgeſetzt:— 5 5 5 f weiße, rote, gelbe 25 a 2875 8. Oewinnauszun n Februar 197 q i f 9530.90 en. 5 10 e 5 März, April 1997 8.60.0 denn„ 5 Mai, Junt 1937.90.50 ee ee ſt Höchſtyrei 5 g 5 55 indeſtpreis eis Februar 1937 8.90.20 März bis Juni 1937.—.30 Die Preiſe gelten— zuzüglich ortsüblichem Fandelszu⸗ ſchlag— je 100 Kilv netto ausſchließlich Verpackung frank Empfangsſtotion. 5 8 Alles für je 100 Kilo, ſoweit n prompt verladbare Ware. Biertre „ Ware r beſonders hervor ö 8 5 322710 Juſchlag. Weizen⸗R je nach Qua⸗ i i 1 K b 285 887 Sede 522298355 88 lität.00.40. 1 wurden die Kurspreiſe für Blei um 0,50„ und die für ö e rſt Hafer).40 Sit an 980. erg ee 8 i 2 a 2 259882 — 5 72 0 6.. 2 8 5 8 8 5 a 1 0„0 F Kraft 40„ ee Bergen Ken pft. ver 100 Eile ite ich un ß 5 511 5 5 97 Ae nee 15er ktel, Je 00 5 Berk Se angenomm afracht 0 chte weiterhin 15 und notierte mit 110. uhrort 25 ab Konal Baſis Mainz⸗Mannheim. Die Talfracht erfuhr keine Aende⸗ rung und beträgt weiterhin 1 4 ab Ruhrort und 120 4 2. 8 De n einſchl. eppen. Vergſchlevplohn wolferſe mif 90 Pfg. bow. 1% nach de eee ee 8 e ar gobbere belndene bn 0 5 12 4 e beladene Kähne e e eee 5 e N alleinſteh. berufstät., 1027 5 5 1 28 f Donners Stag, 11. bruar 1937. Neue Maunheimer Zeitung, Mittag⸗ Ausgabe 9. Seite/ Nummer 68 0 1 11õͤĩᷣͤ b c h“ vv“!!! 9————— l 9 1 9 Aulilicimer JI Ulle Dl 1 5 Eimnbepfſenman n 5 8 Ein paar gute Vorſchläge für den 14. Jebruar Teltower Rübchen mit Hammelrippchen oder ein Wolleknäuel vor ſich hatte und beim beſten 2 4 0 7 1 31 die 1 Wenn die Küchen 1 8 500 Gramm Hammelrippchen ſetze man mit einer Willen nicht mit Sicherheit feſtſtellen konnte, ob die für 8 Urze kegier kleinen, nelkenbeſteckten Zwiebel ſowie Suppengrün Farbe ſchwarz oder blau iſt. Eilt die vorgehab 15 50 8 zum Kochen auf. Nach einer Stunde entferne man Ausbeſſerung nicht allzu ſehr, dann kann man ſie 15 i zon U. v. Klitzing das Gewürz und füge 500 bis 750 Gramm geputzte, ſchließlich liegen laſſen und die i a f i rufsblei 15 halbierte Te e Rübche ſehen. Oft aber läßt ſich die Inſtandfetzung eines Gegen eine ſachliche Berufskleidung iſt an ſich] muß die Hausfrau als erſte mit gutem Beiſpiel halbierte Teltower Rübchen ſowie 500 Gramm Kar⸗ Kleidun⸗ 1 nicht ufd nichts eil zuwenden, aber um ſo mehr dagegen, daß nen N ee toffeln bei, laſſe langſam weichdämpfen und ſchmecke Kleidungsſtückes nicht Hulfſedte n 175 1 8 FFF) 8 5 3 vor dem Auftragen das Gericht mit Salz und dann am andern Tag vielleicht die erſchreckende Feſt 15 die 5 gangen Tag mit einer Küchen⸗ Die Hausarbeit kann gut bis zum Mittag oder Butter ab. ſtellung machen, daß man in einen ſchwarzen Kin⸗ W ſchürze herumläuft. Es wirkt wenig anheimelnd Nachmittag ſoweit erledigt ſein, daß der Mann nicht 5 5 derſtrumpf ein blaues Knie geſtrickt oder in eine lich, we der Man r 1 mehr damit behelligt zu werden braucht. Das Ge⸗ Würziger Porreetopf i 5 N und gemütlich, wenn der Mann von der Arbeit nach eheligt zu werden bpaucht. Das Ge. 1 i a dunkelblaue Hoſe einen ſchwa irzen Flecken geſetzt hat. Hause kommt und ſeine Frau noch immer in voller ſchirr von den Mahlzeiten kaun ebenſoaut abge⸗ e, l 5 Kriegsbemalung mit einer Schürze und allen Spcl⸗ waſchen werden, wenn der Mann wieder fort iſt. Würfel, dünſte ſie mit reichlich Fett und einer Priſe 5 en ee zen der Arbeit vorfindet. Beſonders wird er das Sogar gegen ein Stehenlaſſen bis zum andern Mor⸗ gemahlenem Kümmel im Kochtopf gelblich, füge 750 Elle Sparpis 19 25 ee 0 Eſſen als ſtörend empfinden a J0 re 8 92 gen iſt nichts ei inzuwenden, wenn die Hausfrau es Gramm in Scheibchen geſchnittene rohe Kartoffeln, J. Hornbauser, P 4. 10 er Uebereifer hat Mutti. 5 em haus- richtig anfängt. Sonſt aber kann ſich der Gatte mit 750 Gramm fingergliedlang geſchnittenen Porree, 8 ichen 15 0 i keine Zeit gefunden, Recht beklagen, daß ſeine Frau niemals Zeit für ihn einen Teelöffel Salz und zwei Taſſen Waſſer bei und Zum 1 haben wir dann nicht nur den Spott, ſch ein wenig zurecht zu machen. Nach ihrer Mei⸗ habe. Er geht dann ſeine eigenen Wege, weil ſolch laſſe langſam fertigdämpfen, füge noch eine Taſſe ſondern auch noch die Arbeit des Wiedergutmachens. mung lohnt es ſich kaum, denn gleich nach dem Eſſen] ein Zuhauſe ihm zu ungemütlich iſt. Wird er ge⸗ Milch bei und laſſe fertigſchmoren. 1855 Um vor ſolchen Ueberraſchungen ſicher zu ſein, ge⸗ muß aman ja wieder abwaſchen,— und an der Küchen⸗ fragt:„Wie geht es deiner Frau?“, ſo antwortet er— wöhnen wir uns an, alle ſchwarzen und alle blauen f ſchürze ſieht der Hausherr eben, wie tüchtig ſie iſt. reſigniert:„Danke, wenn ſie abwäſcht. aut!“ Kommt 0 0 Bündel und Knäuel mit einem Jette zu verſehen, Wagt er es, dagegen Einſpruch zu 800— er abends nach Haus, wäſcht ſte noch Geschirr ab, 9 Rat billig auf dem„ſchwarz“ oder„blau“ ſteht. Dann gibt es beſchwerl ſie ſich wohl gar weinend und aufgebracht, 8 5. N 9975 fort, wäſcht ſie ſchon„** 8885 1. nie mehr einen Zweifel, und wir können jede Aus daß natürlich Männer nichts von der ſchweren Haus⸗ Beſchirr ab. Sinn für. Ordnung und Sauberkeit Wie oft hat man ſich ſchon ſo gefragt, wenn man beſſerung unbeſorgt auch des Abends bei Licht vor⸗ arbeit verſtehen. Und ſchon iſt der ſchönſte Krach im 0 1 9 1 5 Manie werden; eine richtige Ein⸗ bei ſchlechtem oder künſtlichem Licht ein Stoffbündel l nehmen. 5 f eilung der Arbeit iſt notwendig Es gibt viele Gange. 1 5 hat nun wirklich in dieſem Falle recht? Frauen, die überhaupt nicht 5 mit ang 8 5 . rel 3 N Wohl müſſen zur arbeit fertig werden, weil ihnen der Ueberblick fehlt. Hausa ei 1 8 Schürzen getragen werden Außer der Sorge um die häuslichen Notwe no. 5 2 2 den en ben der drann mel an ber, eie beben wir noc eos alen die dendere an Vom Büchertiſch 1 1 78 1 85 1 und 1927 5 rem Mann ein behagliches und gemütliches. zu gen. Die Kinder dürfen a 8 nden bieten und uns ſeiner Intereſſen anzunehmen. Dann Der Schützenkönig. Novelle von Eruſt Zahn. Geb. 2,50 l. Das deutſche anne und unsauber zum Mittagstiſch 3 ordentlich wird er auch für unſere hausfraulichen Sorgen und Deutſche Verlagsanſtalt Stuttgart⸗Berlin. Der Reichs nährſtand⸗Verlag in Berlin bringt ſcheinen. Darum Wünſche das nötige Verſtändnis aufbringen. Die abgeklärte Milde des nunmehr Stebziglährigen und zu Beginn dieſes Jahres zwei Bücher heraus, die das 3 2 8 Stebzig e Schaff er deutſche f N er — ſeine tiefe Einſicht in oͤte unabünde chen Lebensgeſetze n ie e e 600 N r alles Menſchendaſeins ſpricht auch dieſer ſchlichten Erzäh⸗„. zum e 1 5 75 a 8 2 5 5 3. Tag we er Landfrau“, das demnächſt erſcheinen Eine Erleichterung für die Hausfrau: Nrnerlanb, bem ans feuhverlorenem Gheglüc uur ein forte, il ain orales oaneuch es and ene end. N N 85 ile. Eheg legende Darſtellung des fraulichen Wirkungsbereiches in 2 5 1 zärtlich geliebtes Büble übriggeblieben iſt, wandert darin Haus, Hof, Garten und behandelt die Viehhaltu 1150 8 ibt 7 nach dem Willen des Dichters ſeinen in männlich⸗ſtolze] den Ackerbau, ſoweit er e e en 8 8 85 Peſto en Ackerbau, ſoweit er die Frau angeht. So wie dieſes 9 Me 6 Entſagung ausklingenden Weg der Hoffnung auf eine Buch für die Landfrau eine Art Fibel für ihre Berufs a 5 N junge Liebe: ein bäuerlicher Hans Sachs, der im letzten 5„„ e 5 1 15 Hand aufs Herz: die Hausfrau hat ſich bisher] umgehen müſſen. Zum Kochen, alſo zur Zubereitung Augenblick erkennt, daß ihm jenes Paradtespförtchen ver⸗ A e 1 ſchun 1 1 5 81 75 0 nicht viel Kopfſchmerzen darüber gemacht, was für der Mehlſchwitzen, iſt die billigſte Weizenmehlſorte, keine e 3. Treue 55 ſich e buch, herausgegeben von Anne Marie Koeppen, das ein Mehl ſie verbrauchte. Sie hat entweder genom⸗ Type 1050, durchaus ausreichend, ja ſogar kräf⸗ Mn 8 1057 575 Ver auf das anmutige grundlegende Werk der deutſchen Landfrauen für alle Fra⸗ men, was der Händler ihr einpackte, oder ſte hat dem tiger; hier ſollte auch Roggenkochmehl öfter 1 1 55 N gen, die die Lebensgeſtaltung in Familie, Sippe und Hei⸗ werbenden ſchönen Namen, z. B.„Kaiſerauszug“, verſucht werden, das Suppen und Tunken einen* 4 r den N 115 Bertrauen geſchenkt, oder ſie hat ſich nach dem Preis beſonders 1 Geſchmack gibt. Für die faſt in kameras ſchaftlichen S0 991 Mann 905 Frau gerichtet. Für die verſchiedenen Verwendungszwecke allen deutſchen Landſchaften beliebten Klöße und] Gut auseſehen durch Körper⸗ und Kinderpflege. Von Irm die Gewähr für den Wiederaufſtieg unſeres Volkes ſieht. auch verſchiedene Mehlſorten zu verbrauchen, iſt wohl Knbdel für den derben Hausmannskuchen am Sonn⸗ gard von Stein. Berlag Scherl, Berlin. Preis Dies Frauenbuch bietet den Lansfrauen, für die es ge⸗ 5 8 2 25. tag und für die längſt nicht genug beachteten ſüßen broſch.„80 l. ſchrieben iſt, einen geſchichtlichen Ueberblick über germanf⸗ nur wenigen Haushaltungen in den Sinn gekommen, Mehlſpeiſen des 8 3 4 5 a 1 r 5 f B N f bite rer det weben lärdlichen Wirtschaften, die ehlſpeiſen des Mittagstiſches reicht das Weizen⸗ In der Reihe der praktiſchen Scherl⸗Büchlein verdient ſches Bauerntum, eine Davyſtellung ihrer rechtlichen Stel⸗ j ch von d 1 Sort terſchted 2 der Linge vollmehl Type 812 ſehr gut aus. Nur für dieſe Neuerſcheinung vollſte Aufmerkſamkeit. Denn hier lung im Dritten Reich und insbeſondere innerhalb des r erſchieden er einzelnen feinſtes Gebäck ſoll und muß die Type 502 ge⸗ werden ohne vieles Drum⸗Herumreden eine Menge wich⸗ Reichsnährſtandes, ferner eine ausführliche Schilderung Rüllereierzeugniſſe eine deutlichere Vorſtellung] nommen werden. tiger Grundregeln aus dem Rezeptkaſten des Ge⸗ der verſchiedenen fraulichen Aufgaben bei der Erhaltung . i 2 N Wenn die Hants fran ſich gewöhnt, ihren Mehl⸗ e ein non Koni Guß ed en duk dee en Jenn ung gleid, von Ale 2 Für kleine ſtädtiſche Haushalte ſchien es nicht zu einkauf immer e e leichen Hä der h zum Schuh gegeben. Uebrigens lauter ſolche Ratſchläge, Geſtaltung von Heim und Kleid, von Alltag und Feiertag luhnen, mehrere Mehle nebeneinander zu verwen⸗ t ſte ſicher, d i gleichen än er zu machen, die kaum etwas koſten,— alſo für uns Frauen beſonders im Ablauf des Jahres. Die verſchiedenen Aufſätze aus den, man nahm die beſte Sorte oder die billigſte, und chen den le aß ſie auch immer Erzeugniſſe der gleie] wertvoll ſind. Und dann: iſt es nicht eigentlich ſehr ver⸗ achverſtändiger Jeder, ergändt durch gute Aufnahmen uns a ent Die feinen Unterſchiede de 1 l chen Mühle erhält. So wird ſie bald mit den drei nünftig, bei ſolch' einem kleinen Schönheitslexikon wirklich eindrucksvolle Gedichte von Anne Marte Koeppen, geben ſchie r vielen an⸗ Weizenmehltypen(daneb iellei ch it 5 mal den Blick G ein vollſtändiges und abgerundetes Bild vom Leben der ebote t t aneben vielleicht noch mit dem en ick auf's Ganze zu richten, anſtatt immer bloß 0 be⸗ gebotenen Sorten machten ja auch die Ueberſicht Ro kochmehl) umzugeh 1 55. 7 2 Landfrau als Mutter, als Bewahrerin und Schöpferin 5 Anterdes it die. 2 ggenkochmehl) umzugehen lernen und ihre ge⸗ die eine o ex e andere Seite Mode oder Gymnaſtik, un- ſchwen, Unter es iſt die Zahl der Weizenmehlſorten wohnten Rezepte auf dieſe Mehlſorten einſtellen. richtige Haakwäſche oder Behändrung gefällener Skrumpf⸗ bodengebundenen Volkstums und Brauchtums: Sir geben ex(Roggenmehl wird von der Hausfrau leider noch Das aber iſt notwendig: jeder Bäcker wird ihr le en naſchen, den Umgang mit Puder und Schminke oder die dieſen Eindruck nicht nur denen, die ſelbſt in der Arbeit lie ſelten verbraucht) planmäßig herabgeſetzt worden; können, daß die Menge der züzuſetzenden Flliſſig⸗ Fiage nach dein kleſöſamſten Mieder zu behandeln. s des Reichsnährſtandes ſtehen, ſondern auch Alle enden e zuerf auf fünf, vor kurzem auf drei. Die einzelnen keit(Milch Waſſer) von der Mehlforte abhangig aut keiner Sgonged⸗ erat nin wird gar beides daher, des nen zes Aeben der Bansin und Jene im Sorten richtig zu verwerten, hat nicht nur die ſpar⸗ iſt und daß mancher Fehlſchla 5 5 mit ſeiner„ eit“ ernſt nimmt, wird ſogar beides— 0 5 5 e 5 3 l f ig nur davon kommt a 5 5 anſchaulich nahe bringt. als eee 5 ein dun del ge eee die weil eine neue, noch unbekannte Mehlforte un⸗ 235 ö: 9 Dr. Gerda Simons. 1 a a wir mit dem en Me Geſchi ie 1 f g 5 0 ol ſparſam! geſchickt verwendet wurde. Hk. Margot Schubert. Verantwortlich: Morgof Schubert, Mannheim . 8 eit, kundigen ar unknnf pen Pere F dul; 11 Hark d 5 er Hegen gramme NMaure gibt den Haaren die chemalige Farde wieder. E N* 60 7 AL. Logis ape a e Prospekt kostenlos: 8 5 a N Fel lfar ben auszgeze los sen! Fl..80 M.— in Fachgeschäften. Parfumerie Ludwig& Schüiſhelm, 0 4, 3 und Friedrichsplaiz n 8 8 g 6 8 8 Wir suchen für den Verkauf— derne Herdputzen ist sehr schnell beende: f 8 Offene Stellen N unseres modernen und sehr Meinst. frau Ff Stellengesucſe Sonnig. b Zim. Wohnung 0 Hex. 85 885 5 85 8 epgl., in d. 5oer 2 Werderſtr. 28, part., zum 1. April wenn men erale ae stets verwendet! K Elektro-Kühlschrankes Jahr., z. Führg. zu verm. Näh. parl. rechts. 809-Zimmor- 11 100 Eiter Nutsinhaſt 5 ein. kl. frauenl. Perfekte 32408 1 f 11 tar fa lertauler ausgenkadn Lee ee b noh Fonnige 4-Zimmer-Wohnung Wohnung 1 Fü i f od, Herren anderer Branchen a. 8. Geſchaftsſt. nit gücze, Dad Kpeiſekammer n. 0 Führende deutsche Weinbrennerei dle eee des 5 1 f Suchhaltefin. 2 2. 17, 2 87 99 71 45 mit allem neu⸗ 4 2 rektoer es heruorre gend. un aradeplatz, per ſofort oder zeitli 2 5 früh 5 und Wermut⸗Grohkelterei 3 F 8 Mud ſucht holbtags⸗ I. 4. 37 zu en, 5 1106 8 5 a 5 seit jahrsehuten bekannt. aueht s Spezlalvertreter vus 1 etwas od. ſtundenweiſe Nähe Al wen 4 N 17 8 Wir bieten Eingehende Schung Hausarb. übern. Beſchäfligung. In rufiger Lage, let ad, e ob. Water Heidesee, Har en eser, Aluminium Vertreter Ae ee er. e n d eee J immer onnunn A emen g maschſg. Verheufssteſlenne eren k.(Kost u. 5 ftsſt. f 5 sehr gute Verdienst Chancen Pied i Hie.. 4- Zimmer-Wohnung Feruſpr. 329 09. Möbl. f Unter- 16 1 tür M hei* b Herren, dle öberdurchschnittlche[ Mehe Rhei 1 5 j i kur. 5 ter 1 leht iu: Klavier —— nem. eng Derkäuler sind u. ett, eigenen 75 2 ee de eee eee ee 5 Mietges che 4. Bodi + 2 enliegI. Rbelngfalz Wagen haben(uicht Bed J. Snrel⸗ ame Nr Frier e en J Ae di te i derm 382 51 1 8 0 pfa CCTV 2414 Angebote unter L, E 37 an die 2 Zimmer, Küche 1 575 zu verm. 127750 ſchnellförd. 400 senistlonsfahige Herren mit besten Be- N 108. e Gta Ehrlich, ſauber. aus 1975 2 Geſchäſtsſtelle d. Bl. 22371 Dachgeſchoßwha., Näh. P 1. 6. 1 Tr. Mäß. 158% ngen sum Großhandel u. Demigroßhan- N 2 185 an dite Geschäftsstelle. 5 8 N ſuch t 3 5. 2.. 35% ſof. zu* 2395 4 Zimmer-Wohnung 555 chatte, 91 de 3 u. 3 97 au. 8 Alleln- e 0 2 5 a 1 827 f. Tel. 26510 Elnz.⸗ sen u. Feinkostgeschäften, woflen ey, ru 1 ute. 7 40 20 unter Nachweis e erlolgreicher. 20 Mäclehen 5 Haush. Käfertal, Alt. 12.„ un Grupp ⸗Unt. 51 Tätigkeit und Angebe von Referenzen, sowie für kl. Familie Ang. u. L G. 48 Viernheimer Str. N 9 3 a der besuchten Pläise bewecben unt. di Ou 131 dle 5 und e ae 500 5 ö. Weſchees. Seinrich Ortwein Ie eee eee eee ile an die Geschäftsstelle d. Blattes. 1138 5 ſtelle. 2402. 1. 05 3. 3 F ammobiten Radio Raufmann f euch. e Bad. eee, u. Menſerde 8 e 6 5 F 4 8. zu 66„ pro Monat ab 1. 4 37 Berufstät. Dame 4 7 9 0 0 zum 1. 1987, eptl. a 1 75 5 ber gez II lle III. 1 4 1 e derte! ee. Ilimel- 0 Hung 15 8 1 5 wehm, Telefon 8 Schöne Woung. f b 5 1 1001 1 iu Bi Auer uche 1 81 ſchäftsſt. 1025 8 2. 1 5 8 geräum. 2 Pee e ewerbungen er 7 1 Im Ze 5. mit autgeh. Le⸗ nen Abr 15 9. Im Zentrum der Stadt. Möglich⸗ 1 an die Waeee——. 5 N i 19 mg 15 ö* Immel zeit für Geſchäftsbetrieb(Photo⸗ i. te 0 ung 95 1„ Wohnun Atelier) Bedingung. Preisangeb.„ Rei 8 8 88 2—— L anf O. n 182 ah Bg Gch 1105 deb 00% 2 Zimmer, Küche, einger. Bad, Telef. fake, 48 f. pit Bad Schöne ⸗Zimmer⸗Woh mögl 4055 12405 i 114 8 ſalinger maſin e 2 on— 2 2 Ammer mit Manf zum 15. 3. 1 8 4. zu 20 1 5 erger zum 37 zu ver⸗ in nur autem r. 9 9 ahre alt firm in allen Büto⸗ mieten. 5 mieten geſucht.— Angebote unter f. e e g Lale K. e B. Bebe. von Go gg e Arges e e ie 3 3 re n, u. age⸗ 10 n. 1 re Reiſeerfahrung, 55 Andree zb, ſucht Stellung. Angebote nder. 4 44 an die eee l 12984 f 8 80 erbeten unter P A 19 an 5 dieser Zeitung. i: 5 ach Cenelſag 5 1 ein e. 5 Mann als Geſchäft tsſt. — 5 bewandert, 5 u. e be ve A 85 e chäftsſte 18. Blattes. br. Nähe 3 1 La 0 mit Wohng. 1 50 o ei een el eee ſei el. Licht, an gut empfohlene Frau oder älter. Ehe⸗ paar 3 1. März a. 2879 1 E 5 15 1 8 5 berufstät. Ehepaar. Nah. bn b. bu 10 7 Josef N Grundſtücksverwertun „ 5 N 1 I 1 5¹ 3 1 Fut öl. mil Ar. 9 Einzelne Dame, Beamtenwitwe, e el 45 9 85 Gesche e fan d. jäfts⸗ ſtelle. 8 basschlelent nach dem e 108 Nachbar, leber Freund, . 8 8 1 8 a Manz- Morgen letzter Tag! Ein Kriminalfilm von Format! Donnerstag, den Romantische von Ri cha E 20 Uh 1 Die 765 1936/37 Mieter, zahlen, war am die bis 1 Nati Knudsen Hauptdarsteller: A 5, 70 lil. 28493 pelz- UE In eh feparaturen Kitty jantzen— Theo Lingen gerben und färben chüritz, M 6. 16. 1 3 1 Spielleitung: Richard Eichberg Beginn: N 3 .00.25.25.25[Billige AbHAMR RNA Kurz. baren Maschinenfaden 200 m. fach 8 Handfaden 100 m Mr. 12 9 1 mal im Jahr ſollten Sie eine Blulreinigungskur 0 Einzelstunden jederzeit N Aetonal⸗Theaterwaem Vorstellung Nr. 197 2 J. Sonderr miete G Nr. 8 Der fliegende Holländer Oper in 3 Aufzügen Zahlungs Zaufforderung. Nate der Platzmiete für 1. Februar fällig. eee ſind im Verz zug. rler Schule HHApP nut 22938 12. Februar. Anmeldungen erbete 5 Qu 1. En Neue Mannheimer Zeitung/ M ittag⸗Ausgabe Donnerstag, e Gent meln Tabaft dhe fiaauglene cli mein&igenſieim? 11. Februar 1937 Miete& Nr. 15 rd Wagner nde nach 22.80 U h 4. öͤfs. Mts. St 7l Nationaftheaterkaſſe. Konſerben Me in Haupt mach ne 1 Miſchur Kar ö l Ils oſe 555 Jung eaathornen ſehr zart, garantiert fadenfrei 48. 1 Junge beichten zart und fadenfrei Geigen Cellis, Lauten. Siter- ren, Mandolinen und Zubehör, kaufen Sie gut und preiswert Kurt Hoyer F 1. 1 2. Etage Lauten. Geigenbau und Reparatur die Darüber spricht in einem Aufklärungs- Vortrag am Freitag. dem 12. Februar 1937. „Zum Kühlen Grunde“. Ecke Kleinfeldstraße, Bausparkasse, de Familte für die Zukunft sichern wollen. Eintritt irei! persönltiehe Faehberatung gerne „Badenia“, Hypotheken- und Bausparkasse, Gmbfl. Harlisrune Baden. Harlstraße 62. in Mannheim, Wilhelm Baur. Für diese Deraustaltung laden wir alle deutschen holhsgenossen. rei und unabhängig in eigenem Heim wohnen und ihre 20 Uhr. im Gasthaus Seckenheimer Str., r Werbeleiter der„Badenia“ 1116 herslich ein. Eintritt irei! zugesichert! vecht 3 1 Kilo⸗ 4 mit meinem St Johannistee e 5 1 e 52 5 machen. Paket 90 Pfg. S44 Sterns 2 domüsse⸗ Erbsen Swroben broberte f. 48.0, f UNIVUERSUN 14 H 1, 16 3 Unsuel 10% ade. Bft 58 1 Stopftwist ö N N e eee bean 1 ö 134 eee 5 Feinkoſt, O 5. 3 Gummilitze Fernruf 201 1 Gebrauche m. verstärkt. Kante 27700 Werum 215 sen i 5 3 m 15 7. 10 9 Tpisdio nch dür ausgerechnet von ahrräder M, 5 au K 1 e 7 Anni lenssing, MH 5, 1 ft. 20.— 25. U. 30. 5 Is par 22 4 0 zu verheufen 1 1 2 5 ller Art mit 1. Auch auf 3 ö b im gamen Fisch. ½ h 22 9[ Armblätter( us befragen be, Seelen 0 bett! denne, d. ff% Volksheil 4 in Ausschnitt. ½ M 249 paar 13, 20, 23. billiger 2 Keinaufschlag larktwlata, Foxe 4 12 1 1295 7 8 1 155 an nene- Meerfeldsttaßte 50. ernruf 24407 1 2 K ann 7 wenn sle weniger als einen Privatt kenkaſſe. te Wahl 1 1 55 8 ln 2 1 9.. 1 tenzen Fisch Fanfen 7580 Aerzte und Helkaßlger.. Sehandge 15. 0 W EIL Tel. 600 81 35 Vorbildlich Sallhere 8 3 mice age 8 Arier. 1 Sulbücklünge„ 7 12 34 8 8690 800 Verkaufseinrichtung. Gebrauchte 2 ¹ age be En e banden Hart 1 3% Rabatt 8 2 Für heute blete ich an: Nähmaschinen 1 51 5 von 650 Mark an, ein 1121 a e Lug en, dune Heringe 3.) 42 N Sehungschitt ll. 40. Seelachs, o. K. 0 eg 19 Pf Rundſchiff 50 l,, r Wirkungsgrad Fbellau, o. K.% 4g 22 Pig. K. Michel, Näbm.⸗ sie suchen finden sie 5 f 7 Leeb: Secischs, fils 29 Pfg. Vertr. Manu as durch eine klein e iegt das Jeitungsiuſeraii E 1. 1 1 Tr. ae der NM 2 Nallenbekämpfungs-Axkkion Wir beraten Sie und führen die vorgeschriebenen Rattenvertilgungsmittel: am 27. und 28. Februar Schulhefte, Schiefertafeln, Zeichen⸗ papier, Schreibfedern uſw. Stoffe zu Wäſche dungsſtücke, Garne u. Wolle Sticken, Stricken und Häkeln. Angebote bis ſpäteſtens Freitag, den 19. Februar 1937, vormittags 11 Uhr. Angebotsvordrucke und Bedingungen bei der ſtädt. Be⸗ ſchaffungsſtelle r IL 2. 9. Schlachthof Freitag früh 8 Uhr auf der Freibank Kuhfleiſch. Anfang Nr. 1 mit nener Nummer. 8154 2 und ſonſtigen Beklei⸗ zum f e n Lantgest Heute letzt Amtl. Bekanntmachungen Kaufgesuche er rag Härtebeihilfe bei Durchführung des Geſetzes über Zinsermäßigung. Rauke Nach der Reichsverordnung vom 7. Februar 1986 erhalten Perſonen deutſcher Staatsangehörigkeit, die im Inland ihren Wohnſitz haben 5 und das Angebot auf Zinsherab⸗ ſetzung nach den Geſetzen über die Rexin Durchführung einer Zinsermäßi⸗ 1 gung bei Kreditanſtalten und bei uwellerwerkstätte den öffentlichen Anleihen ange-. D 7. 13 nommen haben, auf Antrag eine gescheinig. Nr. 64 Härtebeihilfe, wenn ſie nachweiſen, 2 daß St 43. 881 a) ſie mindeſtens ſeit dem 31. De⸗ zember 1934 Eigentümer bzw. Kaufe Nutznießer der im Zins geſenkten Jef denen Aube— N Wertpapiere ſind oder wenn 1 5 nach dieſem 5 das Schuhe, gebr. KARI. VATIEN TIN Eigentum an den Wertpapieren Möbel aller Art im Erbgana auf den Ehegatten 8. erer LIESI. KARL STADT übergegangen iſt. Zu den Wert⸗ H 5, in papieren im Sinne dieſer Ver⸗* orönung gehören auch die im Fernſpr. 250 65. om Zins geſenkten Reichsſchuld⸗ S924 buchforderungen;: Gebraucht 2398 9 1. p) der Geſamtbetrag ihrer Ein⸗ 5 7 künfte im wergegegengenen agen Puppenwagen 5 1 derfahr den Betrag von 15009 zu kauf. geſucht. 0 (früher 1200.“) nicht über⸗ Adr 15 9 Heſch. Oune eu 1 ſtiegen hat. Dieſer Betrag kann beſe Neue ſich unter beſtimmten Voraus⸗ 2 it J. b 1 ſetzungen für den Ehegatten um chr. fechen 1 N 5 0 8 fl. Bernt 300., für Kinder um je ſaschine 0 Blenert 200 R. und 9 f Regie: Erloh Engels-Musik; W. BOS“ 200 R. und bei Alleinſtehenden, 385 N 5 ohman die wegen hohen Alters oder gegen bar im Vorpfogremm Welche eines Leidens eine Hausange⸗ 555 kauf. geſucht. nacht Ein helterer Kulturfüm 1 ſtellte beſchäftigen, um 450., 495 100 1 emevel em hen. erhöhen: an d. Geſchäfts⸗[PODie neueste Ufe-Ton-Woech o) ſie ihren Lebensunterhalt im ſtelle. 1017 i 8 vergangenen Kalenderjahr zu Gut erhalt 2392 o h t zugelassen einem weſentlichen Teil aus den 1 a[Beginn:.00,.45,.30 Unr. Erträgniſſen von Wertpapieren Mildingswagen UFA-PALAST beſtritten haben, deren Zinſen zu kauf. geſucht. auf Grund der genanntben Ge⸗ Ang. u. L 0 46 URTUERZUN ſetze ermäßigt worden ſind. a. ö. Geſchäftsſt. Die Härtebeihilfe wird feweils— 5 1 9 5 für die 11 5 2 57 215 Arzt ſucht aus Privatßbeſitz—— is 30. Juni gewã rt und iſt all⸗— 1 59 5 bis 28. 5 5 5 bedeutende: Gemälde zirksfürſorgeverban 2 Wohn⸗ yon Thoma oder Stein 4 ortes zu beantragen. Die Anträge kaufen. Angebote 4775 85 an für die Zeit vom 1. Juli lot pls die Geſchäftsſtelle d. Bl. Vos fr Jaht dn Junt 2 1 5 päteſtens 28. Februar 1937 geſtell f neue Wagen werden. Dies gilt auch für die⸗ Jb. Büssing Had 8 jenigen Fälle, in denen bereits für 8 5 das Laufende Jahr eine Beihilfe Dieſel⸗Wagen. Ph Harileh gewährt worden iſt. Anträge der* gebr. in gutem 5 5 in Mannheim einſchl. Vororten 15 Dixi Zuſtand: 21 7, 8* wohnhaften Perſonen werden beim ö f(Kinzingerhob Städt. Fürſorgeamt, Abtlg. Klein⸗ 2fitz., offen, fach 7 0. A gerhoß rentnerfürſorge, R 5. 1. jeweils bereift. fahrber., 0 Fernrul 212 70 Mittwoch und Samstag vormittag gebr., wenig ae⸗ 10 bis 12 Uhr entgegengenommen, Zl verkaufen. fahren und gu woſelßſt ſede weitere Auskunft er⸗ Ang. u. L P 47 bereift, ſofort Aufokauf teilt wird. an d. Geſchäfts⸗ preisw. zu ver Mannheim, den 9. Februar 1937. ſtelle. 2393 kaufen. 2404 u. Verkaul Der Oberbürgermeiſter. Rudolf Ihm 8 5 5 N urch eine Der Lerumittelbedarf für das Anzeigen Kraftfahrzeuge, Angel. Schuljahr 1937/88 ſoll vergeben l zeige in det werden. In Betracht kommen: ſſolfen verkaufen Fernſvr. 218 37. NM 2 Hypotheken — Tilgungs-Hypotkeken mit oa. 55 jähriger La ufseit Jährl. Tilgung%; Zins%; Ausz., ea. 970675 gröhgeren Beträgen so fort zu vergeben durch Gebrüder Hack, eng Bankgeschäft für Hypotheken- und deunchestz Mannheim, Frledrichsplatz 3— Telefon 421 74 Fernspr. 22062 Dfogeie paul Dornberg 0 5, 3 Michanlis-Drugerie Becker, Friedrich G 2, 2 kichsteut.., Th. Kurfurstlen- Drogerie N 3,•8 Springmanns Drogerie P 1. 6(Freßgasse) Fernsprecher 22888 15. 26 Hallenbau- Drogerie Inh. Wilhelm Müller Fernsprecher 22877 Dfogelie Di. Stutzmann Nachf. Inh. Walter Erle Qu 1, 16 Fernsprecher 26188 Almenhof- Drogerie Inhaber: Wilh. Spillner F Almenstr. 41 Fernspr. 42894 Das neue Modell . 118.80 Von der Erlen- Drogerie 5 Max Fleißner OLVNMPIA-LAbEN Seelachs 17 Waldhofstr. 435 Fernspr. 50260 diannheim FP 4, 18— Anruf 287 28 ohne Kopf, ganzer Fisch... 500 6 FISHER, Alfred, Drogerie R 4, 1 Digspimotof argues 5. Benz, 24/30 PS, Wäſcheabtlg. 15. halt., Küchentiſch. Lam⸗ Flora. brogerle Konrad Sachse Mittelstraße 78 ven, Hausapoth., Hirsqh-Dragerie Hugo Schmidt Heidelberger Strafe— 0 7, 12 Mitoria-Drugerie Inh. Robert Willier Schwetzinger Str. 24 Fernsprech. 44587 Luluig& Amütthelm Inh. Alfred Stoll 0 1 3 und Filiale Friedrichsplatz 19 buzenbherg Drugerie Franz Geier Am Bahnhof Luzenberg Fernspr. 587 74 71 Landerptte. Drogerie Ib. Hofmann Waldhuf-Drunerit Inh. J. Schmidt Oppauer Straße 23 3 59436 Kasernen- Drogerie Inhaber: K. Ganz Kronprinzenstr. 42 Fernspr. 53591 Kölmel-Altred- Drogerie Seckenheimer Straße 8 Moltke S pregerte Inhab.; E. Mössinger, theker 8—— ae 22970 Iriseh iche dell Kabeljau 19 ohne Kopf, ganzer Fisch.„ 00 f 4 e Lebende Rneinkarpfen „ ver⸗] Spiegel. Stühle 3 28 Zuſchriften unt.. L. b. Pt..5 f.[Karpfen auf Eis 5 1 77VFFCFCCCVVV 9 Nasen im Fell 80. ousie- mit Blombe. 00 g 1 105 15 2 Hasen- Keule und nucken 25 3 e e—ͤ—* e Wb sellager ee Ui. Seckenheim Germenia- Drogerie Wilh. Hölstin Seckenh. ee 106 Breite Straße Im Hauſe— Hühner helle, saubere Ware„„„„ 00 lunge Hahnen- Enten 1 10 9 «„„%ê6V„„ Thüringer Konsum- Sülze. 1 Durrfleisch- Lioner 1 Thüringer Corned- Beef 125 g FUr den Eintepf Drogerie Kätertal Leopold Heitzmann Kurze Mannheimer Straße 432 fun un dl 5 5 5 -Battenpröperste sind benördlch zugelsssen und von 75 Pfg. an in een Adawdelesg uns biogenen 5 emslicd 9 1 5 des ueseme benorclch geblſte U. eee f—— Dattenvertilgungsmitte— I . ollen Apotheken und brogetlen, zu haben. 5 Camenbeft— Rabmtcss8 5 45% Schweizer Käse od. Gouda 20% Edamer— Tilsitekãse Maikammerer Weigweln Gem.-Erbsen mit Narott. 1 kg · Dose junge Schnittbohnen. 1 3 47 Dürkheimer Rotwein* 5 Wermutw einn— 5 II